Eckdaten:
Für die 160. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 997 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Dr. Alfred Finz: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrter Herr Abgeordneter Hoscher, die österreichische Bundesregierung nimmt sich schon seit dem Jahr 2000 durch gezielte Maßnahmenpakete im Rahmen der Wirtschaftsförderung, durch gezielte Maßnahmen zur Konjunkturbelebung sowie durch die große Steuerreform im Jahr 2004/2005 besonders der Klein- und Mittelbetriebe an. Laut einer aktuellen Studie des IHS, die öffentlich zugänglich ist, werden die KMUs durch all diese Maßnahmen und vor allem durch die Steuerreform mit 1,3 Milliarden € jährlich entlastet. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Eder: Ein Mogelpaket! Ein schwaches Paket!
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Dr. Alfred Finz: Wie ich bereits ausgeführt habe, haben wir vielerlei Maßnahmen gesetzt. Wir haben auch Abschreibungsmöglichkeiten geschaffen, zum Beispiel bei der Forschungsförderung – ich sage nur: „Frascati“ –, wir haben einen Forschungsfreibetrag eingeführt. Es gibt eine Unterstützung bei der Lehrlingsprämie, eine Lehrlingsoffensive, eine Bildungsprämie, eine Investitionszuwachsprämie, also ein ganzes Paket an Maßnahmen. (Abg. Eder: Ein Mogelpaket! Ein schwaches Paket!)
Abg. Eder: Gießkanne! Eintopf! Eine schwache Antwort!
Wir sind sehr dagegen, dass man branchenweise Erleichterungen macht, denn das ruft natürlich bei den anderen Branchen die Forderung hervor, dort ebenso Spezialpakete zu machen. Wir wollen die gesamte Wirtschaft einheitlich fördern. – Danke. (Abg. Eder: Gießkanne! Eintopf! Eine schwache Antwort!)
Beifall bei der ÖVP.
Ganz besonders erwähnen möchte ich das KMU-Förderungsgesetz 2006, das vor wenigen Monaten oder Wochen beschlossen worden ist. Das bringt Vorteile für die 300 000 Einnahmen-/Ausgabenrechner. Es gibt einen Freibetrag für investierte Gewinne. Darüber hinaus ist, was vor allem für die Kleinstunternehmer wichtig ist, die Umsatzsteuergrenze von 22 000 € auf 30 000 € angehoben worden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Dr. Alfred Finz: Herr Abgeordneter! Wir haben derzeit ein Projekt laufen, das „Better Regulations“ heißt. Wir wollen nach holländischem Vorbild im Rahmen dieses Projekts ausforschen, durch welche Vorschriften und Meldepflichten die Wirtschaft am meisten belastet wird. Das wirkt sich für Kleinunternehmungen besonders nachteilig aus, denn diese haben ja kein eigenes Verwaltungspersonal. Da muss sich der Unternehmer entweder in seiner Freizeit oder neben seinen eigentlichen Aktivitäten damit beschäftigen. Wir wollen diesen Bereich durchforsten. Der Betrag wird nach dem holländischen Vorbild berechnet. Wir streben eine Entlastung in der Höhe von 2 Milliarden € an. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Scherzfrage!
Meine Frage in diesem Zusammenhang lautet: Werden Sie, falls Sie der nächsten Regierung noch angehören sollten, weiterhin die Kleinunternehmen benachteiligen? (Abg. Dr. Stummvoll: Scherzfrage!)
Abg. Öllinger: Für wen denn?
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Dr. Alfred Finz: Ich habe bereits ausgeführt, Frau Abgeordnete, dass es überhaupt nicht in unserem Sinne ist, die Kleinunternehmen zu benachteiligen. Wir haben in kurzer Zeit ein jährliches Entlastungsvolumen von 1,5 Milliarden € geschafft. (Abg. Öllinger: Für wen denn?) Wir können auch beweisen – mit den aufgezeigten Fällen habe ich das ausgewiesen –, dass durch die große Steuerreform nicht nur die Großunternehmen Vorteile haben, sondern natürlich auch die Kleinunternehmen.
Beifall bei der ÖVP.
Eines muss man schon beachten: dass, wenn wir mit bestimmten Gesetzen, zum Beispiel betreffend die Gruppenbesteuerung, einen Anreiz dafür schaffen, dass der Wirtschaftsstandort Österreich attraktiv wird und sich bei uns große Konzerne niederlassen, natürlich im Gefolge der Niederlassung von Großkonzernen viele Kleinunternehmungen in der Weitergabe von Aufträgen mitbeschäftigt werden. Die indirekten Maßnahmen sind da auch für die Klein- und Mittelunternehmungen spürbar. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf vergleichend zur Zeit davor sagen: Der Abgang im Jahr 1999 betrug minus 257 Millionen €, er war also höher als alle Abgänge danach. Das zeigt, dass wir uns im Bereich jener Zahlen bewegt haben, in dem sich auch frühere Regierungen bewegt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schöls: Frage!
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Frau Bundesministerin, die von Ihnen erwähnten massiven Abgänge in den letzten Jahren, die Sie ja gar nicht addiert und wo Sie gar nicht gesagt haben, welches Ausmaß das annimmt, zeigen, dass in den letzten Jahren leider verabsäumt wurde, notwendige Maßnahmen zu setzen (Abg. Schöls: Frage!), um sicherzustellen, dass die Krankenversicherung auch finanziert werden kann.
Beifall bei der ÖVP.
Was die Prognosen anlangt, Frau Abgeordnete Bures, so kann ich Ihnen sagen, dass die Prognosen der einzelnen Krankenversicherungen, also des Hauptverbandes, immer weit über den tatsächlichen Ergebnissen liegen. Ich darf Ihnen sagen: Die Prognose für das Jahr 2000 zum Beispiel waren 413 Millionen €, tatsächlich waren es 231 Millionen €, also fast 200 Millionen weniger. Im Jahr 2005 war die Prognose 280 Millionen € Defizit, das Ergebnis waren plus 22 Millionen €. Also eigentlich haben wir in dem Jahr 300 Millionen € wettgemacht. Das heißt, die Prognosen der Krankenversicherungen, die Sie ansprechen, werden bis zum Jahr 2008 weit herunterfallen und nicht diese Horrorgrößen erreichen, die Sie erwarten. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ: Frage! Frage!
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Während Ihrer Regierungszeit sind die Abgänge in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht nur abgebaut worden, sondern im Jahr 2005 wurde ein beachtlicher Überschuss – Sie haben schon darüber referiert – von 22 Millionen € erreicht. Das war eine gewaltige Leistung – Anerkennung! (Rufe bei der SPÖ: Frage! Frage!)
Beifall bei der ÖVP.
Zweitens: 45 Prozent für den Strukturausgleich, 45 Prozent für den Liquiditätsausgleich und 10 Prozent zur Deckung eines besonderen Ausgleichsbedarfs. Dabei sollen folgende Parameter herangezogen werden: einerseits die Beitragseinnahmen und die Einnahmen aus der Rezeptgebühr abzüglich strukturell bedingter Leistungen, wie zum Beispiel Wahlarztleistungen, dann die Durchschnittskosten nach Alter und Geschlecht sowie für die sehr kostenintensiven Fälle regionale Belastungen und Belastungen aus der Krankenanstaltenfinanzierung. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei den Grünen – in Richtung des Abg. Walch –: Wie viel hat Ihre gekostet?
Bundesministerin für Gesundheit und Frauen Maria Rauch-Kallat: Herr Abgeordneter Walch! (Ruf bei den Grünen – in Richtung des Abg. Walch –: Wie viel hat Ihre gekostet?) Die Beitragserhöhung – ich habe es Ihnen schon gesagt – hat den Sozialversicherungen insgesamt rund 600 Millionen € zusätzliches Geld zugeführt.
Abg. Dr. Rasinger sucht in seinen schriftlichen Unterlagen.
Die nächste Frage formuliert Herr Abgeordneter Dr. Rasinger. (Abg. Dr. Rasinger sucht in seinen schriftlichen Unterlagen.) – Herr Kollege, formulieren Sie! (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Die nächste Frage formuliert Herr Abgeordneter Dr. Rasinger. (Abg. Dr. Rasinger sucht in seinen schriftlichen Unterlagen.) – Herr Kollege, formulieren Sie! (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen
Abgeordneter Dr. Erwin Rasinger (ÖVP): Ich hatte den falschen Zettel. – Sehr geehrte Frau Ministerin, meine Frage lautet (Beifall bei der SPÖ und den Grünen):
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben weiters den Versicherungsschutz erweitert, insbesondere auf die hilfs- und schutzbedürftigen Fremden, die in die soziale Krankenversicherung aufgenommen wurden, was sehr wichtig für Asylsuchende, für Migrantinnen/Migranten ist. Wir haben die Berufskrankheitenliste erweitert, und wir haben vor allem die Berechnung des Wochengeldes reformiert und wesentlich verbessert. Damit wird auch der Kinderbetreuungsgeldbezug stärker berücksichtigt. Eine Günstigkeitsklausel für Notstandshilfebezieherinnen wurde ebenfalls eingeführt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schieder: Er hat ja nicht einmal eine Frage gehabt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Rasinger, haben Sie nach dieser umfassenden Beantwortung noch eine Zusatzfrage? (Abg. Schieder: Er hat ja nicht einmal eine Frage gehabt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) – Haben Sie eine Frage?
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben vor allem eines, und auch das ist ein Thema, das für Frauen ganz besonders wichtig ist: Wir haben eine Teilzeitausbildung in der Pflege- und Diplomausbildung ermöglicht, insbesondere auch eine Ausbildung für Pflegewissenschaft Studierende und Wiedereinsteigerinnen, für die das, glaube ich, ein ganz wichtiger Schritt gewesen ist. Um den Mangel an diplomiertem Pflegepersonal zu beheben, haben wir die Aufschulung von Pflegeassistentinnen, Pflegehelferinnen zu diplomiertem Personal – in der Regel sind das in der Mehrheit Frauen – berufsbegleitend ermöglicht. Damit schaffen wir auch ein höheres Einkommen für die Frauen und erreichen gleichzeitig auch ein Schließen der Einkommensschere. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Wer sagt denn, dass man keinen Augenarzt braucht?
Hier gibt es eine genaue Definition, auch eine Bedarfsabklärung. Diese findet sich in diesem Strukturplan Gesundheit, und die Länder haben jetzt die Möglichkeit, in ihrer Landesgesundheitsplattform darüber zu entscheiden, wohin eine Facharztstelle kommt, wohin eine Ambulanz kommt, wohin möglicherweise eine Ärztegemeinschaft, eine Ärztegesellschaft kommt. (Abg. Dr. Jarolim: Wer sagt denn, dass man keinen Augenarzt braucht?)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Könnten Sie sich dafür einsetzen, dass parlamentarische Fragestunden nicht als „Gesangsübung von Minnesängern“ missbraucht werden, weniger einer bezahlten Einschaltung ähneln, sondern vielmehr – und das ist viel wichtiger – ein Stück realer Welt widerspiegeln? – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
in Richtung des Abg. Dr. Grünewald, der auf eine Krücke gestützt ist
Bundesministerin für Gesundheit und Frauen Maria Rauch-Kallat: Herr Abgeordneter Grünewald! Ich darf diese Frage an die Präsidiale des Nationalrates weitergeben, um sie dort zu diskutieren, und wünsche Ihnen (in Richtung des Abg. Dr. Grünewald, der auf eine Krücke gestützt ist) auf jeden Fall gute Besserung!
Rufe bei der ÖVP: Frage!
Abgeordnete Heidrun Silhavy (fortsetzend): Ich ersuche aber im Vorhinein um eine konkrete Beantwortung der Frage, da diese bisher ausgeblieben ist, nämlich bei den Abgängen in der Krankenversicherung haben Sie uns die 1,67 Milliarden verschwiegen. (Rufe bei der ÖVP: Frage!)
Abg. Dr. Jarolim: Die Antwort kommt auf dem ...!
Meine konkrete Frage ist: Um wie viel Prozent ist die Rezeptgebühr, die bekanntlich nur kranke Menschen zahlen müssen, denn ein Gesunder nimmt üblicherweise kein Medikament, in der Zeit von 2000 bis 2005 beziehungsweise 2006 gestiegen? (Abg. Dr. Jarolim: Die Antwort kommt auf dem ...!)
Abg. Mag. Wurm: Angeglichen!
Bundesministerin für Gesundheit und Frauen Maria Rauch-Kallat: Frau Abgeordnete Silhavy, ich darf darauf verweisen, dass die Rezeptgebühr von dieser Bundesregierung absolut nicht erhöht wurde (Abg. Mag. Wurm: Angeglichen!), sondern dass die Rezeptgebühr auf Grund einer Entscheidung aus dem Jahr 1981 unter Bundeskanzler Bruno Kreisky valorisiert wurde (Abg. Marizzi: Der war schuld!) und genauso wie Ihre Mieten oder andere Kosten, die valorisiert sind, jährlich automatisch gestiegen ist.
Abg. Marizzi: Der war schuld!
Bundesministerin für Gesundheit und Frauen Maria Rauch-Kallat: Frau Abgeordnete Silhavy, ich darf darauf verweisen, dass die Rezeptgebühr von dieser Bundesregierung absolut nicht erhöht wurde (Abg. Mag. Wurm: Angeglichen!), sondern dass die Rezeptgebühr auf Grund einer Entscheidung aus dem Jahr 1981 unter Bundeskanzler Bruno Kreisky valorisiert wurde (Abg. Marizzi: Der war schuld!) und genauso wie Ihre Mieten oder andere Kosten, die valorisiert sind, jährlich automatisch gestiegen ist.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schieder: Die Frage war nach „wie viel“ und nicht „wer“! Eine klare, einfache Frage! – Bundesministerin Rauch-Kallat: Es ist valorisiert worden, nicht erhöht!
Diese Bundesregierung und auch die vorhergegangene Regierung Schüssel I haben keinerlei Erhöhung der Rezeptgebühr vorgenommen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schieder: Die Frage war nach „wie viel“ und nicht „wer“! Eine klare, einfache Frage! – Bundesministerin Rauch-Kallat: Es ist valorisiert worden, nicht erhöht!)
Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich habe nicht vor, in dieser Legislaturperiode noch irgendwelche Erhöhungen vorzunehmen, um Ihre Frage ganz konkret zu beantworten. (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.
Bundesministerin für Gesundheit und Frauen Maria Rauch-Kallat: Von einzelnen Medikamentenpackungen? – Da muss ich leider passen, Herr Abgeordneter Grünewald. Da ich nicht Ärztin bin und auch nicht genau beobachte, welche Medikamentenpackungen verkleinert beziehungsweise vergrößert werden, kann ich Ihnen auch keine dezidiert nennen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.)
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Auch Raiffeisen sagt nein zum Glücksspiel!
Was die Änderung des Glücksspielmonopolgesetzes, des Glücksspielgesetzes anlangt, so liegt mir vor allem auch daran, dass der organisierte Sport in Österreich weiterhin die entsprechenden Mittel hat. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Auch Raiffeisen sagt nein zum Glücksspiel!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben darüber hinaus in dieser Legislaturperiode auch eingeführt, um das Kostenbewusstsein zu steigern, dass auf den Rechnungszetteln der Apotheken der Originalpreis der Medikamente angeführt ist, sodass die Patienten auch sehen, welchen Wert diese Medikamente eigentlich darstellen, für die sie 4,45 € Rezeptgebühr zahlen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Bitte noch ein Mal! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche - BZÖ): Frau Bundesminister, können Sie noch einmal ausführen, von wem und wann diese Selbstbehalte eingeführt wurden? (Abg. Öllinger: Bitte noch ein Mal! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Niederwieser: Also, die ÖVP war nicht dabei, oder?
Bundesministerin für Gesundheit und Frauen Maria Rauch-Kallat: Frau Abgeordnete Rossmann! Ich kann nur sagen, diese Bundesregierung beziehungsweise die vorige Bundesregierung hat einen einzigen Selbstbehalt eingeführt (Abg. Dr. Niederwieser: Also, die ÖVP war nicht dabei, oder?), nicht eingeführt, sondern nur erhöht, nämlich die Zuzahlung zu den Sehbehelfen, ausgenommen natürlich die Kinder, die Jugendlichen und sozial Schwache. Alle anderen Selbstbehalte, die es derzeit in Österreich gibt, wurden unter sozialdemokratischen Sozialministern beziehungsweise Bundeskanzlern eingeführt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Silhavy: Gut, dass es nie eine Ambulanzgebühr gegeben hat!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Silhavy: Gut, dass es nie eine Ambulanzgebühr gegeben hat!
Bundesministerin für Gesundheit und Frauen Maria Rauch-Kallat: Frau Abgeordnete Rossmann! Ich kann nur sagen, diese Bundesregierung beziehungsweise die vorige Bundesregierung hat einen einzigen Selbstbehalt eingeführt (Abg. Dr. Niederwieser: Also, die ÖVP war nicht dabei, oder?), nicht eingeführt, sondern nur erhöht, nämlich die Zuzahlung zu den Sehbehelfen, ausgenommen natürlich die Kinder, die Jugendlichen und sozial Schwache. Alle anderen Selbstbehalte, die es derzeit in Österreich gibt, wurden unter sozialdemokratischen Sozialministern beziehungsweise Bundeskanzlern eingeführt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Silhavy: Gut, dass es nie eine Ambulanzgebühr gegeben hat!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Gemäß Berechnungen von EUROSTAT ist der Unterschied zwischen den durchschnittlichen Bruttostundenverdiensten der Männer und der Frauen seit dem Jahr 2000 von 20 Prozent auf 18 Prozent gesunken. Das heißt, es ist uns gelungen, die Einkommensschere etwas zu verkleinern. Es ist aber noch nicht zufrieden stellend. Wir werden sehr hart weiter daran arbeiten müssen, um die Einkommensschere gänzlich zu schließen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir haben eine Reihe von Maßnahmen im Mentoring gesetzt, um Frauen den Berufsaufstieg zu erleichtern, in der Zwischenzeit drei bundesweite Mentoring-Messen abgehalten und auch Cross-Mentoring im öffentlichen Dienst durchgeführt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Nein!
Ich kann auch nicht stehen lassen, dass Frauen in Pflegeberufen ein Viertel von dem verdienen, was Männer verdienen. Wenn sie in gleichen Bereichen eingesetzt sind, dann haben sie auch die gleiche Bezahlung. Sie müssen allerdings eines schon beachten: dass Sie nicht Äpfel mit Birnen vergleichen können! Es geht hier immer auch um arbeitszeitbereinigte Daten. Wenn Sie das Gesamteinkommen heranziehen, dann ist zu bedenken, dass eine weitaus größere Zahl von Frauen in Teilzeitarbeit eingesetzt ist. 90 Prozent davon wollen diese Teilzeitbeschäftigung! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Nein!)
Beifall bei der ÖVP
Eine Studie der Wirtschaftskammer hat sehr deutlich gezeigt, dass nur 10 Prozent der Frauen, die in Teilzeit beschäftigt sind, eine Vollzeitbeschäftigung wünschen. Und wir werden alles daransetzen, für diese 10 Prozent der Frauen, die eine Vollzeitbeschäftigung wünschen, auch eine entsprechende Vollzeitbeschäftigung zu schaffen. Aber wir werden auch sicherstellen, dass die Frauen, die Teilzeit wollen, auch Teilzeit arbeiten können (Beifall bei der ÖVP), weil das meines Erachtens eine gute Möglichkeit ist – im Übrigen auch für Männer –, Beruf und Familie zu verbinden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Weinzinger: Das war leider keine Antwort auf meine Frage!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Weinzinger: Das war leider keine Antwort auf meine Frage!
Eine Studie der Wirtschaftskammer hat sehr deutlich gezeigt, dass nur 10 Prozent der Frauen, die in Teilzeit beschäftigt sind, eine Vollzeitbeschäftigung wünschen. Und wir werden alles daransetzen, für diese 10 Prozent der Frauen, die eine Vollzeitbeschäftigung wünschen, auch eine entsprechende Vollzeitbeschäftigung zu schaffen. Aber wir werden auch sicherstellen, dass die Frauen, die Teilzeit wollen, auch Teilzeit arbeiten können (Beifall bei der ÖVP), weil das meines Erachtens eine gute Möglichkeit ist – im Übrigen auch für Männer –, Beruf und Familie zu verbinden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Weinzinger: Das war leider keine Antwort auf meine Frage!)
Beifall bei der ÖVP.
Darüber hinaus hat diese Bundesregierung sichergestellt, dass bei jeder Geburt eines Kindes vier Jahre lang pro Monat 1 350 € Pensionsbemessungsgrundlage zusätzlich zu jedem Einkommen, das die Frau in dieser Zeit hat, angerechnet wird. Das heißt, wenn eine Frau zum Beispiel nach zwei Jahren, nach 24 Monaten, wieder in den Beruf einsteigt, etwa Halbzeit einsteigt und 800 € verdient, werden diese 800 € zu den 1 350 € dazugezählt, und sie hat für diese zwei Jahre eine Pensionsbemessungsgrundlage von 2 150 €. – Das ist eine Regelung, die besser ist als jemals zuvor! Die Bundesregierung nimmt dafür eine Milliarde € jährlich in die Hand. (Beifall bei der ÖVP.)
Ein SPÖ-Klubmitarbeiter spricht mit Abg. Dr. Cap.
Wir kommen sogleich zur Abstimmung. (Ein SPÖ-Klubmitarbeiter spricht mit Abg. Dr. Cap.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Manfred Lackner (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Geschätzte Damen und Herren des Hohen Hauses! Sie werden heute ein weiteres Kapitel verfehlter Gesundheitspolitik abschließen, indem Sie trotz heftigster Proteste aus allen Bereichen, von Ländern, Sozialversicherungen und so weiter, die Gesundheit Österreich GmbH endgültig absegnen werden. Dieser heutige Beschluss reiht sich, meine Damen und Herren, nahtlos in die lange Liste einer gegen die Menschen gerichteten Gesundheitspolitik dieser Bundesregierung ein. Chaos, unsoziale Belastungen für kranke Menschen und hemmungsloser Machtausbau sind die Markenzeichen dieser Politik, auf die Sie in der Tat nicht auch noch stolz sein sollten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich werde Ihnen jetzt, meine Damen und Herren, einen kurzen Abriss Ihrer verfehlten Politik vorhalten: Ambulanzgebühr – Chaos, e-card – Chaos, Hauptverband – Machtausbau und enorme Belastungen durch exorbitante Erhöhung der Selbstbehalte. Meine Damen und Herren, Sie haben in Ihrer Zeit das Finanzrisiko fast ausschließlich auf kranke Menschen übertragen und somit die sozial Schwächeren in unserer Gesellschaft getroffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da Sie, Frau Bundesministerin, heute in der Fragestunde so getan haben, als wäre ohnehin alles schon unter den vorigen Regierungen, also von der Sozialdemokratie sozusagen beschlossen worden, muss ich Sie schon berichtigen, denn in Ihrer Zeit, Frau Bundesministerin, sind zum Beispiel die Selbstbehalte für Brillen um 256 Prozent gestiegen, der Spitalkostenbeitrag um 97 Prozent und die Rezeptgebühr um 36 Prozent. Und das, meine Damen und Herren, Frau Bundesministerin, hat mit Valorisierung gar nichts zu tun. Das ist nichts anderes als brutales Abkassieren bei kranken Menschen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lentsch: Wunschdenken!
teren beschlossen haben, denn damit ist es möglich, dass weitere generelle Selbstbehalte für Arztbesuch, für Ambulanzbesuch und Facharztbesuch, Zahnarztbesuch verlangt werden. All das beweist das Scheitern Ihrer Gesundheitspolitik. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lentsch: Wunschdenken!)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin, da sind unsere schlimmsten Befürchtungen bestätigt worden. Sie wollen sich einen Machtapparat schaffen, auf den Sie bedingungslos Einfluss haben, und die Gesundheitspolitik ohne andere Stellungnahmen beeinflussen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren, Sie sind in der Gesundheitspolitik gescheitert, Sie sind mit Ihrer Gesundheitspolitik in einer Sackgasse gelandet, aus der Sie nicht mehr herauskommen werden. Denn das wahre Ziel in Ihrer Gesundheitspolitik ist die Segmentierung der Gesellschaft in einige wenige, die alles haben, und viele, die sich in der Bürgergesellschaft um Almosen anstellen können, mit dem Ergebnis – und ich habe es schon gesagt –, dass der sozial schwächere Teil der Gesellschaft in der medizinischen Versorgung massivst benachteiligt wird. Es ist daher höchste Zeit für einen Kurswechsel in der Gesundheitspolitik, meine Damen und Herren, und am 1. Oktober werden die ÖsterreicherInnen reichlich davon Gebrauch machen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Erwin Rasinger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Eigentlich war ich der Meinung, dass wir über den Einspruch des Bundesrates reden. Was Sie da abgeliefert haben, war eigentlich eine vorgeschriebene Wahlkampfrede, und die war schwach. (Beifall bei der ÖVP.) Gott behüte, dass wir in
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
dieser „Sackgasse“ sind. Ich bin froh darüber, dass wir in dieser „Sackgasse“ sind, von der Sie reden. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Es sind die neuesten OECD-Daten interessant: Österreich auf Platz 11 bei den Kosten, in der Performance, in der Leistung des Gesundheitswesens immer unter den ersten drei bis maximal fünf. Ich möchte gerne mit einem derartigen Gesundheitswesen leben, wie es das österreichische ist, aber wenn Sie auswandern wollen, ist das Ihr Problem. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinn hoffe ich, dass Herr Abgeordneter Grünewald vielleicht auch ein Zeichen der Versöhnung setzen kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Es gibt noch viel zu tun. Es war nicht alles schlecht, aber trotzdem gibt es genügend Gründe, dazu zu stehen, im Bundesrat nicht zu allem Ja und Amen zu sagen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Die Bundesregierung zeigt also wiederum, dass sie um alle Anliegen der PatientInnen in Österreich bemüht ist, und wir hoffen auf Zustimmung zu diesem Punkt. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Aber das war vereinbart in der Präsidiale!
Das ist eine Vorgangsweise, die ich mir von einer Gesundheitspolitikerin sicherlich so nicht vorstelle! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Aber das war vereinbart in der Präsidiale!)
Abg. Dr. Fekter: Haben wir alles berücksichtigt!
Abgeordneter Erwin Spindelberger (fortsetzend): Was mich aber zusätzlich auf die Palme bringt, ist, dass bei Gesetzesvorlagen kein einziges Argument, und wenn es noch so sinnvoll ist, berücksichtigt wird. Schauen wir uns das am Beispiel der Änderungen des Bundesgesetzes über Krankenanstalten und Kuranstalten, das Ärzte- und Rezeptpflichtgesetz an! Diesbezüglich haben wir als Opposition wirklich nicht aus Spaß in den Ausschusssitzungen und auch am 23. Mai hier herinnen unsere Bedenken geäußert, und auch der Bundesrat, welcher in der Vorwoche getagt hat, hat unsere Bedenken geteilt. Aber Sie pfeifen auf alles, was eingebracht wird, und mit Ihrer abgehobenen Art sind Sie nicht einmal bereit, die in der Vorbegutachtung von sieben Bundesländern geäußerten Bedenken anzudiskutieren oder gar in die Gesetzeswerdung einfließen zu lassen. (Abg. Dr. Fekter: Haben wir alles berücksichtigt!)
Abg. Großruck: Elsner, Flöttl, Verzetnitsch ...!
Die Bedenken der Landeshauptleute sind nicht ohne gewesen. Sogar Landeshauptmann Pröll aus Niederösterreich wirft Ihnen vor, mit diesem Gesetz die Kompetenzen der Grundsatzgesetzgebung zu überschreiten. Aber Sie ignorieren seit eh und je alles. Diese Vorgangsweise ist durch nichts zu rechtfertigen. In der Gesundheitspolitik brauchen wir Politikerinnen und Politiker an der Spitze, die Politik für die Menschen machen (Abg. Großruck: Elsner, Flöttl, Verzetnitsch ...!), und nicht solche, die trotz vieler Bedenken nur an Parteipolitik denken und das eigene Ego in den Vordergrund stellen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Immer alles schlechtmachen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Immer alles schlechtmachen!
Die Bedenken der Landeshauptleute sind nicht ohne gewesen. Sogar Landeshauptmann Pröll aus Niederösterreich wirft Ihnen vor, mit diesem Gesetz die Kompetenzen der Grundsatzgesetzgebung zu überschreiten. Aber Sie ignorieren seit eh und je alles. Diese Vorgangsweise ist durch nichts zu rechtfertigen. In der Gesundheitspolitik brauchen wir Politikerinnen und Politiker an der Spitze, die Politik für die Menschen machen (Abg. Großruck: Elsner, Flöttl, Verzetnitsch ...!), und nicht solche, die trotz vieler Bedenken nur an Parteipolitik denken und das eigene Ego in den Vordergrund stellen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Immer alles schlechtmachen!)
Abg. Großruck: Hört auf mit eurer Kinderei!
nur daran erinnern: Es gibt ein Handy – auch für die Frau Ministerin. (Abg. Großruck: Hört auf mit eurer Kinderei!) Also so ist es nicht, dass die Frau Ministerin überhaupt keine Information gehabt hätte oder die Informationsschiene komplett abgebrochen gewesen wäre, dass sie nicht hätte kommen können. Bleiben wir einfach bei der Realität: Sie war nicht da.
Beifall bei den Grünen.
Aber Sie wollen damit nichts zu tun haben. Es ist okay, wenn das so ist. Wenn das Ihre Haltung ist, dann passt das schon. Aber dann tun Sie nicht so, als würden Sie genau das Gegenteil von dem tun, was Sie tatsächlich tun, denn so ist es nicht. Und die Wahrheit ist meiner Überzeugung nach immer wichtig. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Haidlmayr: Was haben Sie im Gesundheitsbereich gemacht? – Nichts!
Frau Abgeordnete Haidlmayr, wenn Sie hier sagen, dass in dieser Legislaturperiode nichts für behinderte Menschen passiert ist, dann muss ich das striktest zurückweisen. Es ist zwar die unmittelbare Kompetenz der Frau Bundesminister Haubner, aber die gesamte Bundesregierung hat im Bereich der Gleichstellung behinderter Menschen – und Sie haben es hier im Parlament auch beschlossen: ein Behindertengleichstellungsgesetz – unglaublich viel gemacht, und zwar mehr gemacht als viele, viele Regierungen davor. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Haidlmayr: Was haben Sie im Gesundheitsbereich gemacht? – Nichts!)
Abg. Haidlmayr: Fragen Sie die Leute!
Wenn Sie sagen, dass die Patienten jetzt ihre Medikamente selber bezahlen müssen, so muss ich entgegnen: Auch dies stimmt nicht, Frau Abgeordnete. (Abg. Haidlmayr: Fragen Sie die Leute!) Und wenn Sie darauf verweisen – auch das halte ich hier fest –, dass die Heilmittelevaluierungskommission die Refundierung von homöopathischen Medikamenten ablehnt, sage ich Ihnen, da kämpfe ich mit Ihnen. Ich habe nämlich mehrfach den Hauptverband der Sozialversicherungsträger und die Heilmittelevaluierungskommission aufgefordert, diese Praxis zu überdenken und den Menschen, die tatsächlich Hilfe durch homöopathische Medikamente erfahren oder aus Mistelpräparaten in der Krebstherapie Nutzen ziehen, diese auch weiter auf Krankenkassenkosten zu ermöglichen. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn Sie sagen, dass die Patienten jetzt ihre Medikamente selber bezahlen müssen, so muss ich entgegnen: Auch dies stimmt nicht, Frau Abgeordnete. (Abg. Haidlmayr: Fragen Sie die Leute!) Und wenn Sie darauf verweisen – auch das halte ich hier fest –, dass die Heilmittelevaluierungskommission die Refundierung von homöopathischen Medikamenten ablehnt, sage ich Ihnen, da kämpfe ich mit Ihnen. Ich habe nämlich mehrfach den Hauptverband der Sozialversicherungsträger und die Heilmittelevaluierungskommission aufgefordert, diese Praxis zu überdenken und den Menschen, die tatsächlich Hilfe durch homöopathische Medikamente erfahren oder aus Mistelpräparaten in der Krebstherapie Nutzen ziehen, diese auch weiter auf Krankenkassenkosten zu ermöglichen. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Das ist ein spärlicher Applaus gewesen!
Wenn Sie sagen, es habe keine Erhöhung der Rezeptgebühren gegeben, sondern nur Anpassungen, so ist das Zynismus pur, muss ich Ihnen sagen, Frau Bundesministerin, denn den Menschen ist es Wurscht, ob man es „Erhöhung“ oder „Anpassung“ nennt, sie müssen sie trotzdem zahlen. Und viele von ihnen haben schon große Probleme, diese Rezeptgebühren zu zahlen. Das müsste Sie bedenklich stimmen, wenn Sie das Patienten- und Patientinnenwohl im Auge haben. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Das ist ein spärlicher Applaus gewesen!)
ironische Heiterkeit bei der ÖVP
Frau Kollegin Fekter, wenn das Ihre einzige Anmerkung zu dieser traurigen Bilanz der Gesundheitspolitik ist, dann sollten Sie sich wirklich zutiefst schämen (ironische Heiterkeit bei der ÖVP), denn das ist ein Zeichen, dass es Ihnen nicht um die Menschen in diesem Land geht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Kollegin Fekter, wenn das Ihre einzige Anmerkung zu dieser traurigen Bilanz der Gesundheitspolitik ist, dann sollten Sie sich wirklich zutiefst schämen (ironische Heiterkeit bei der ÖVP), denn das ist ein Zeichen, dass es Ihnen nicht um die Menschen in diesem Land geht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Österreicherinnen und Österreicher erwarten sich eine Gesundheitspolitik, die aus Sicht der Patienten gesehen wird und wo auch Maßnahmen für die Patientinnen und Patienten getroffen werden. Die Österreicherinnen und Österreicher haben am 1. Oktober die Möglichkeit, das zu bestimmen, wenn sie die SPÖ wählen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Ist das Ihre Abschiedsrede? Als Gewerkschafterin dürfen Sie nicht mehr rein!
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! (Abg. Großruck: Ist das Ihre Abschiedsrede? Als Gewerkschafterin dürfen Sie nicht mehr rein!) Grundsätzlich eine Bemerkung: Von Mitbestimmung und Mitbestimmungsmöglichkeiten in diesem neuen Institut kann für die Bundesländer keine Rede sein. Es ist schon ein ganz gewaltiger Unterschied, ob man in einer Institution sitzt und dort mitbestimmen und mitwirken kann oder ob das einzig und allein nur darauf beschränkt ist, dass man dort drinnen sitzt und ab und zu reden darf. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied!
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Die Kritik der Bundesländer haben Sie nicht zur Kenntnis genommen. Sie haben schlicht und ergreifend dieses Gesetz hinter dem Rücken der Sozialversicherung und der Bundesländer gemacht. Es soll einzig und allein dazu dienen, Ihr Machtpotential auszubauen. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Aber dafür werden Sie sicherlich demnächst die Rechnung präsentiert bekommen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Erzählen Sie uns über die Stiftungen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Erzählen Sie uns über die Stiftungen!
Die Kritik der Bundesländer haben Sie nicht zur Kenntnis genommen. Sie haben schlicht und ergreifend dieses Gesetz hinter dem Rücken der Sozialversicherung und der Bundesländer gemacht. Es soll einzig und allein dazu dienen, Ihr Machtpotential auszubauen. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Aber dafür werden Sie sicherlich demnächst die Rechnung präsentiert bekommen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Erzählen Sie uns über die Stiftungen!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was die Gesundheitspolitik in Österreich anbelangt, so darf ich Ihnen Folgendes sagen: Innerhalb dieser sechs Jahre Schüssel-Politik ist es gelungen, obwohl das nicht für möglich gehalten worden ist, dass in diesem Land die Gesundheitspolitik verschlechtert worden ist, dass wir bei einer Zwei-Klassen-Medizin angekommen sind, dass sich die Reichen in diesem Lande alles leisten können und jene Menschen, die arm sind, schlicht und ergreifend das Vertrauen in Ihre Gesundheitspolitik verloren haben. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) So schaut es aus, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was die Gesundheitspolitik in Österreich anbelangt, so darf ich Ihnen Folgendes sagen: Innerhalb dieser sechs Jahre Schüssel-Politik ist es gelungen, obwohl das nicht für möglich gehalten worden ist, dass in diesem Land die Gesundheitspolitik verschlechtert worden ist, dass wir bei einer Zwei-Klassen-Medizin angekommen sind, dass sich die Reichen in diesem Lande alles leisten können und jene Menschen, die arm sind, schlicht und ergreifend das Vertrauen in Ihre Gesundheitspolitik verloren haben. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) So schaut es aus, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kößl: Das stimmt nicht! Sie haben sie eingeführt!
Heute glauben zwei Drittel der Österreicher und Österreicherinnen, dass Sie ganz entschieden keine gesunde Gesundheitspolitik für die Menschen machen. Sie haben die Rezeptgebühren erhöht, auch wenn Sie es abstreiten. (Abg. Kößl: Das stimmt nicht! Sie haben sie eingeführt!) Sie haben den Wegfall der beitragsfreien Mitversicherung beschlossen, auch wenn Sie es nicht hören wollen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie haben die Einführung der Freizeitunfallversicherung beschlossen, eine höhere Zuzahlung bei Brillen sowie eine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge. (Abg. Steibl – die Hände zusammenschlagend –: Das ist ja schlimm!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Heute glauben zwei Drittel der Österreicher und Österreicherinnen, dass Sie ganz entschieden keine gesunde Gesundheitspolitik für die Menschen machen. Sie haben die Rezeptgebühren erhöht, auch wenn Sie es abstreiten. (Abg. Kößl: Das stimmt nicht! Sie haben sie eingeführt!) Sie haben den Wegfall der beitragsfreien Mitversicherung beschlossen, auch wenn Sie es nicht hören wollen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie haben die Einführung der Freizeitunfallversicherung beschlossen, eine höhere Zuzahlung bei Brillen sowie eine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge. (Abg. Steibl – die Hände zusammenschlagend –: Das ist ja schlimm!)
Abg. Steibl – die Hände zusammenschlagend –: Das ist ja schlimm!
Heute glauben zwei Drittel der Österreicher und Österreicherinnen, dass Sie ganz entschieden keine gesunde Gesundheitspolitik für die Menschen machen. Sie haben die Rezeptgebühren erhöht, auch wenn Sie es abstreiten. (Abg. Kößl: Das stimmt nicht! Sie haben sie eingeführt!) Sie haben den Wegfall der beitragsfreien Mitversicherung beschlossen, auch wenn Sie es nicht hören wollen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie haben die Einführung der Freizeitunfallversicherung beschlossen, eine höhere Zuzahlung bei Brillen sowie eine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge. (Abg. Steibl – die Hände zusammenschlagend –: Das ist ja schlimm!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Das war ein Hilfeschrei, Frau Csörgits!
Ihre Gesundheitspolitik ist gescheitert, und die Rechnung dafür werden Sie am 1. Oktober serviert bekommen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Das war ein Hilfeschrei, Frau Csörgits!)
Zwischenruf des Abg. Ellmauer.
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Ich denke, es war eine kluge Entscheidung des Bundesrates, dieser Vorlage nicht die Zustimmung zu geben, nämlich deshalb, weil das eine weitere Maßnahme ist, die zu Lasten der Mieter und der kleinen Wohnungseigentümer geht. (Zwischenruf des Abg. Ellmauer.)
Abg. Sieber: Hören Sie doch auf!
Ich möchte Ihnen das an einigen Punkten klar zeigen, denn das Schlimmste für die Menschen ist, wenn sie sich das Dach über dem Kopf nicht mehr leisten können. (Abg. Sieber: Hören Sie doch auf!) Die Mieten sind auf Grund Ihrer Novellen – und die heutige soll wieder eine solche sein – in den letzten Jahren exorbitant gestiegen. (Abg. Sieber: Warum?) Die Menschen können sich das Wohnen oft nicht mehr leisten.
Abg. Sieber: Warum?
Ich möchte Ihnen das an einigen Punkten klar zeigen, denn das Schlimmste für die Menschen ist, wenn sie sich das Dach über dem Kopf nicht mehr leisten können. (Abg. Sieber: Hören Sie doch auf!) Die Mieten sind auf Grund Ihrer Novellen – und die heutige soll wieder eine solche sein – in den letzten Jahren exorbitant gestiegen. (Abg. Sieber: Warum?) Die Menschen können sich das Wohnen oft nicht mehr leisten.
Abg. Dr. Fekter: Das ist ein Unsinn!
Ich nenne Ihnen Zahlen. Im Jahr 2005 sind durch Ihre Politik die Mieten in Österreich um 6,4 Prozent gestiegen. Das ist drei Mal so hoch, wie die Inflationsrate in diesem Jahr war! (Abg. Dr. Fekter: Das ist ein Unsinn!) Ich weiß, dass Sie das nicht hören wollen, aber ich nenne Ihnen noch eine Zahl. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Diese Schreierei! Das ist ja kein Wirtshaus! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Im Jahre 1997 mussten die Haushalte rund 17 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen verwenden. Nach Ihren 16 Novellen müssen sie heute 30 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen verwenden. Fast doppelt so viel! Das ist die Folge Ihrer schlechten Wohnpolitik auf dem Rücken der Mieterinnen und Mieter. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: ... Elsner und der Vorstand!)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Diese Schreierei! Das ist ja kein Wirtshaus! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Ich nenne Ihnen Zahlen. Im Jahr 2005 sind durch Ihre Politik die Mieten in Österreich um 6,4 Prozent gestiegen. Das ist drei Mal so hoch, wie die Inflationsrate in diesem Jahr war! (Abg. Dr. Fekter: Das ist ein Unsinn!) Ich weiß, dass Sie das nicht hören wollen, aber ich nenne Ihnen noch eine Zahl. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Diese Schreierei! Das ist ja kein Wirtshaus! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Im Jahre 1997 mussten die Haushalte rund 17 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen verwenden. Nach Ihren 16 Novellen müssen sie heute 30 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen verwenden. Fast doppelt so viel! Das ist die Folge Ihrer schlechten Wohnpolitik auf dem Rücken der Mieterinnen und Mieter. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: ... Elsner und der Vorstand!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: ... Elsner und der Vorstand!
Ich nenne Ihnen Zahlen. Im Jahr 2005 sind durch Ihre Politik die Mieten in Österreich um 6,4 Prozent gestiegen. Das ist drei Mal so hoch, wie die Inflationsrate in diesem Jahr war! (Abg. Dr. Fekter: Das ist ein Unsinn!) Ich weiß, dass Sie das nicht hören wollen, aber ich nenne Ihnen noch eine Zahl. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Diese Schreierei! Das ist ja kein Wirtshaus! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Im Jahre 1997 mussten die Haushalte rund 17 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen verwenden. Nach Ihren 16 Novellen müssen sie heute 30 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen verwenden. Fast doppelt so viel! Das ist die Folge Ihrer schlechten Wohnpolitik auf dem Rücken der Mieterinnen und Mieter. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: ... Elsner und der Vorstand!)
Abg. Mag. Donnerbauer: Kanalgebühren erhöht!
Wenn Sie noch ein Beispiel hören wollen, was die Menschen heute an Miete, an Mietbelastung zu tragen haben, dann sind die Frauen ein gutes Beispiel. Alleinerzieherinnen müssen fast 40 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben, weil Sie die Mieten in Österreich so teuer gemacht haben. Und bei den Pensionistinnen sind es 55 Prozent der Pension, die dafür aufgewendet werden müssen, damit sie sich ein Dach über dem Kopf leisten können. (Abg. Mag. Donnerbauer: Kanalgebühren erhöht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ellmauer: Nur Polemik, billige Polemik! Sonst nichts!
Ich sage Ihnen, meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen: Da bleibt den Menschen nicht mehr viel zum Leben übrig. Das ist Ihre schlechte Wohnpolitik auf dem Rücken der Mieterinnen und Mieter. Ich verspreche Ihnen, dass wir von der SPÖ dafür sorgen werden, dass es in Zukunft wieder leistbares Wohnen und einen guten Mieterschutz für alle gibt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ellmauer: Nur Polemik, billige Polemik! Sonst nichts!)
Abg. Neudeck: Da wird der Verzetnitsch keine Freude haben!
Zum Mietrechtsgesetz. Wir haben die Gebäudeaufstockung in die Teilausnahme gegeben, das heißt: Kündigungsschutz ja, aber freie Preisvereinbarung. (Abg. Neudeck: Da wird der Verzetnitsch keine Freude haben!) Wir haben den Vermieter verpflichtet, Ursachen für erhebliche Gesundheitsschäden im Haus zu beseitigen.
Abg. Eder: Arme Mieter!
In das Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz haben wir diese Neuerungen des Mietrechts mit übernommen, damit diese auch harmonisiert werden. (Abg. Eder: Arme Mieter!)
Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es ist dies die letzte Rede, die ich hier im Plenum für diese Periode zu Justizthemen halten werde. Erlauben Sie mir daher, dem Justizausschuss herzlich für die Zusammenarbeit zu danken! Als Justizausschussvorsitzende möchte ich der Frau Ministerin für die bevorstehende Geburt alles Gute wünschen. (Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Hauptsächlich Wasser, Kanal, Müll!
Sie haben viele Punkte aufgezählt – ich habe sie jetzt nicht durchnummeriert, aber ich glaube, es waren mindestens ein halbes Dutzend –, die doch eher den Vermietern dienen und ihnen Vorteile bringen. Ich brauche nicht zu wiederholen, was Kollegin Bures gesagt hat, ich brauche Ihnen nur zu zeigen, dass verschiedene Studien steigende Wohnkosten attestieren. (Die Rednerin hält ein Exemplar des „Kurier“ in die Höhe.) Kollege Neudeck wird das sicher wieder bestreiten. (Abg. Dr. Fekter: Hauptsächlich Wasser, Kanal, Müll!) – Dieser Hinweis ist ja mein Lieblingszwischenruf.
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Aber wenn Sie unseren mietrechtlichen Vorschlägen folgen würden, wenn Sie auch ... (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) – Das haben Sie zum Teil, aber es gibt noch viel bessere Maßnahmen, das weiß Kollege Großruck sehr gut. – Wenn Sie vor allem unseren mietrechtlichen Vorstellungen folgen würden, dann würde Wohnen auch etwas billiger werden, es würde zumindest das Reglement des MRG nicht ständig ausgehöhlt werden. Mit Ihren Zubauten, die jetzt in die Novelle aufgenommen wurden – die Aufbauten sind sowieso schon aufgenommen –, wird ein Bereich geschaffen, von dem Sie selber sagen, das sei freie Preisbildung. (Abg. Neudeck: Das ist ja positiv!) Und freie Preisbildung heißt auch oft Verteuerung. (Abg. Dr. Fekter: Nein! Nicht immer!) – „Heißt auch oft“, habe ich gesagt.
Abg. Neudeck: Das ist ja positiv!
Aber wenn Sie unseren mietrechtlichen Vorschlägen folgen würden, wenn Sie auch ... (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) – Das haben Sie zum Teil, aber es gibt noch viel bessere Maßnahmen, das weiß Kollege Großruck sehr gut. – Wenn Sie vor allem unseren mietrechtlichen Vorstellungen folgen würden, dann würde Wohnen auch etwas billiger werden, es würde zumindest das Reglement des MRG nicht ständig ausgehöhlt werden. Mit Ihren Zubauten, die jetzt in die Novelle aufgenommen wurden – die Aufbauten sind sowieso schon aufgenommen –, wird ein Bereich geschaffen, von dem Sie selber sagen, das sei freie Preisbildung. (Abg. Neudeck: Das ist ja positiv!) Und freie Preisbildung heißt auch oft Verteuerung. (Abg. Dr. Fekter: Nein! Nicht immer!) – „Heißt auch oft“, habe ich gesagt.
Abg. Dr. Fekter: Nein! Nicht immer!
Aber wenn Sie unseren mietrechtlichen Vorschlägen folgen würden, wenn Sie auch ... (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) – Das haben Sie zum Teil, aber es gibt noch viel bessere Maßnahmen, das weiß Kollege Großruck sehr gut. – Wenn Sie vor allem unseren mietrechtlichen Vorstellungen folgen würden, dann würde Wohnen auch etwas billiger werden, es würde zumindest das Reglement des MRG nicht ständig ausgehöhlt werden. Mit Ihren Zubauten, die jetzt in die Novelle aufgenommen wurden – die Aufbauten sind sowieso schon aufgenommen –, wird ein Bereich geschaffen, von dem Sie selber sagen, das sei freie Preisbildung. (Abg. Neudeck: Das ist ja positiv!) Und freie Preisbildung heißt auch oft Verteuerung. (Abg. Dr. Fekter: Nein! Nicht immer!) – „Heißt auch oft“, habe ich gesagt.
Abg. Neudeck: Also, Frau Kollegin Moser!
Ich sehe nicht ein, dass im selben Erdgeschoß wohnende Menschen unterschiedliche Preise zahlen, nur weil das eine ein Zubau ist, der im Erdgeschoß errichtet worden ist, und im alten Bereich noch das MRG gilt. (Abg. Neudeck: Also, Frau Kollegin Moser!)
Abg. Neudeck: Na, na, na! Vorsicht!
Ich habe eingangs den MitarbeiterInnen des Ressorts gedankt, wobei sich ja der Justizausschuss gegenüber anderen Ausschüssen dadurch auszeichnet, dass man als Opposition durchaus noch Gehör und zum Teil auch Verständnis finden kann. Ich möchte deshalb abschließend darauf hinweisen, dass die günstigen Änderungen für die MieterInnen wahrscheinlich der sensiblen Obsorge des Ressorts oder der Frau Ministerin zu verdanken sind und weniger den Regierungsfraktionen. (Abg. Neudeck: Na, na, na! Vorsicht!)
Beifall bei den Grünen.
Angesichts meiner relativ ausgewogenen Darstellung – damit zitiere ich Ihr Wort zum dritten Mal – ist es, glaube ich, relativ klar, dass wir den Änderungen im Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz, auch im Wohnungseigentumsgesetz durchaus etwas abgewinnen können, dass wir jedoch den Änderungen im Mietrecht sehr kritisch gegenüberstehen und deshalb hier im Plenum dem Beharrungsbeschluss nicht zustimmen können, die Ablehnung der Wohnrechtsnovelle – wie im Bundesrat beim Einspruch und vorher im Plenum – leider beibehalten müssen und auf bessere Zeiten hoffen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Frau Moser, schauen Sie sich ein durchschnittliches Althaus an! Da gibt es Altmieter, die Sie privilegieren. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.) Ja, dazu muss man stehen. Dann gibt es Altmieter, die vielleicht hohe Pensionen haben, die mit einem billigen Mietzins in großen Wohnungen wohnen. Und dann gibt es Familien, die eine Wohnung suchen und einen hohen Mietzins für kleine Wohnungen zahlen müssen, weil Sie einfach den Markt auf diesem Sektor nicht herrschen lassen.
Abg. Dr. Fekter: 500 000 Wohnungen! Wien ist der größte Hausherr Europas!
Hausbestandes der Gemeinde Wien oder den Gemeinnützigen gehört. (Abg. Dr. Fekter: 500 000 Wohnungen! Wien ist der größte Hausherr Europas!) Nur: Da müssen Sie Mittelverdiener sein, damit Sie einziehen können. Der wirklich soziale Wohnbedarf wird auf dem privaten Sektor gedeckt.
Abg. Eder: Das ist ja lächerlich!
Wenn Sie zum Beispiel sagen ... (Abg. Eder: Das ist ja lächerlich!) – Kollege Eder, das kann ich beweisen, das ist kein Problem! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.) Das ist sehr ehrlich und ist auch beweisbar!
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.
Wenn Sie zum Beispiel sagen ... (Abg. Eder: Das ist ja lächerlich!) – Kollege Eder, das kann ich beweisen, das ist kein Problem! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.) Das ist sehr ehrlich und ist auch beweisbar!
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Dazu muss ich Ihnen sagen, wenn Sie die Preise der letzten zehn Jahre vergleichen, dann müssen Sie auch mit bedenken, dass es heute eine ganz andere Wohnungsausstattung gibt. Es ist logisch, dass, vor allem in Wien, der Substandard zu einem großen Teil zurückgedrängt wurde und Sie heute bei einer Standardwohnung einen anderen Mietzins, aber auch eine andere Nutzung haben. Sie haben vor zehn, 15 Jahren noch Ablösebeträge gehabt, die die Mieter über Kredite finanzieren mussten, dafür aber eine niedere Miete zahlen mussten. Ich merke, dass es auf dem Markt, auch in Wien, in fast keinem Bereich mehr Ablösen gibt. Also mir ist es jedenfalls nicht bekannt. Wenn Sie etwas anderes wissen, kommen Sie heraus und sagen Sie es! (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Eder: Das haben Keimel und ich noch gemacht!
Die Wohnkosten sind transparenter geworden. Es sind nicht einmal ... (Abg. Eder: Das haben Keimel und ich noch gemacht!) – Ja, ich habe jetzt mit Ihnen gar nicht diskutieren wollen, aber ich sage Ihnen: Solange Sie die Wohnpolitik in der SPÖ gemacht haben, war sie noch nachvollziehbar, war sie nicht nur von Parteipolitik geprägt, sondern Politik für Eigentümer und Mieter.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.
Dieses Gesetz, das wir heute noch einmal beschließen, ist eine Symbiose zwischen Mieter und Vermieter. Es haben beide Seiten interveniert, dass ihnen dieses und jenes nicht gefällt. Und wenn die Grünen auch noch dagegen stimmen, liegen wir mit dem Gesetz ganz richtig. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Ich möchte mich auch bei meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr herzlich bedanken, die in den letzten zwei Jahren wirklich immens viel gearbeitet haben. Wenn Sie sich unser Programm anschauen, das wir in dieser Legislaturperiode abgearbeitet haben, dann werden Sie sehen, dass in dieser Legislaturperiode sehr viel weitergegangen ist, und darauf können wir durchaus stolz sein. Das ist sicherlich nur deshalb möglich gewesen, weil Sie alle so aktiv mitgearbeitet und uns unterstützt haben. Ein herzliches Dankeschön Ihnen. Wir sehen uns ja morgen wieder, aber ich wünsche Ihnen schon jetzt eine schöne Sommerpause. – Danke vielmals. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Bures: Nein! Nein!
men, die wir in Österreich haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Bures: Nein! Nein!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Frau Kollegin Moser, ich bin bei Ihnen, wir werden – Kollege Stummvoll hat es auf Schiene gebracht – diese thermische Sanierung in der nächsten Legislaturperiode verwirklichen. Es gibt bereits ganz konkrete Maßnahmen, Sie kennen diese Studie. Das ist also akkordiert, und ich hoffe, dass wir gemeinsam in der nächsten Legislaturperiode dieses große Werk zur Senkung der Kosten und zur Erreichung des Kyoto-Zieles verwirklichen können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Silhavy: Wie traurig!
Meine Damen und Herren! Zum Schluss meinen Vierzeiler, der heute ein dreifacher ist, weil es wahrscheinlich meine letzte Rede in dieser Legislaturperiode sein wird (Abg. Silhavy: Wie traurig!), an die linke Reichshälfte gerichtet:
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
(Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Herren Staatssekretäre! Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn man heute hier zuhört, dann gewinnt man immer mehr den Eindruck, dass die Länderkammer, der Bundesrat, hier wirklich nicht ernst genommen wird und damit auch der Föderalismus nicht sehr ernst genommen wird, und ich halte das für schlecht, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Marizzi: Eine Geheimliste!
Angeblich gibt es eine Liste, wie viele Regionalbahnen eingestellt werden sollen. (Abg. Marizzi: Eine Geheimliste!) Ich weiß nicht, wo die Liste ist, aber man sollte sie jedenfalls auch einmal dem Parlament vorlegen, damit wir alle im Wahlkampf sagen können, welche Bahnen in Niederösterreich, in Oberösterreich, in der Steiermark et cetera eingestellt werden. Niemand weiß das, alle diskutieren darüber.
Beifall bei der SPÖ.
Aus all den genannten Gründen werden wir daher auch weiterhin die Vorschläge in dieser Form ablehnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Der Brenner-Basistunnel ist ein Zukunftsprojekt, er bringt Perspektiven für Österreich und Europa, aber natürlich auch für die Regionen. Er ist ein Zukunftsprojekt für Mensch, Umwelt und Wirtschaft, und er ist ein Zukunftsprojekt für eine effektive Bahnverbindung in Europa. Wir stehen zum Brenner-Basistunnel, weil ihn die Bevölkerung ganz einfach braucht und weil er im Interesse von uns allen ist. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Mag. Hakl: Seit 15 Jahren ...!
Schiene möglich wäre! Wir haben ohnedies schon lange diskutiert, und ich sage es noch einmal: Es hat inzwischen auch Herr Professor Kummer von der Wiener Wirtschaftsuniversität klar festgehalten (Abg. Mag. Hakl: Seit 15 Jahren ...!), dass unter den jetzigen Rahmenbedingungen dieser Tunnel nicht angenommen wird, dass es zu keiner Verlagerung kommt.
Abg. Mag. Hakl: Das stimmt ja nicht! Das ist ja falsch! Mit den Bayern reden ...!
Zweites Beispiel: Denken Sie an diese Tagung und die dort anwesenden Vertreter aus Deutschland, aus unserem nördlichen Nachbarland: Keinerlei Zusage! Und da brauchen Sie nur mit der Baufirma PORR zu reden: Keine Zusage von Seiten der Deutschen, dass sie den Zulaufbereich durch Bayern annähernd zeitlich akkordieren mit unserem Brenner-Basistunnel! (Abg. Mag. Hakl: Das stimmt ja nicht! Das ist ja falsch! Mit den Bayern reden ...!)
Abg. Mag. Hakl: Dann stimmen Sie endlich zu, wenn Sie ...!
Solange diese Rahmenbedingungen nicht passen, bitte, werden wir doch nicht so widersinnig budgetär handeln und in ein Projekt investieren, das nicht angenommen werden kann! Ich meine, da müssen klare Entscheidungen in Italien getroffen und Voraussetzungen in Deutschland geschaffen werden, dann ist es für mich ein geringeres Problem. (Abg. Mag. Hakl: Dann stimmen Sie endlich zu, wenn Sie ...!) Aber unter diesen Bedingungen geht es nicht.
Abg. Mag. Hakl: Das ist eine Baufirma, die viel Geld verdienen möchte, Frau Kollegin!
Noch etwas, Frau Kollegin Hakl – Sie rühmen sich ja, genau Bescheid zu wissen –: Reden Sie auch einmal mit den Mitarbeitern der Firma PORR! Geologisch ist der Brenner-Basistunnel um ein Vielfaches anspruchsvoller als der Gotthard- oder der Simplon-Tunnel! (Abg. Mag. Hakl: Das ist eine Baufirma, die viel Geld verdienen möchte, Frau Kollegin!) Das ist die Schwierigkeit auch bei der Kosteneinschätzung. Und deswegen haben wir noch immer kein internationales Finanzkonsortium, das überhaupt daran denkt, sich daran zu beteiligen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Noch etwas, Frau Kollegin Hakl – Sie rühmen sich ja, genau Bescheid zu wissen –: Reden Sie auch einmal mit den Mitarbeitern der Firma PORR! Geologisch ist der Brenner-Basistunnel um ein Vielfaches anspruchsvoller als der Gotthard- oder der Simplon-Tunnel! (Abg. Mag. Hakl: Das ist eine Baufirma, die viel Geld verdienen möchte, Frau Kollegin!) Das ist die Schwierigkeit auch bei der Kosteneinschätzung. Und deswegen haben wir noch immer kein internationales Finanzkonsortium, das überhaupt daran denkt, sich daran zu beteiligen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Wittauer.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Staatssekretär Mag. Kukacka zu Wort. (Zwischenruf des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Wittauer.) – Bitte, Herr Staatssekretär.
Abg. Scheibner: Das brauchst du uns aber nicht zu erklären, das wissen wir selbst auch!
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka: Kollege Wittauer, es ist parlamentarischer Usus, dass das Regierungsmitglied vor dem letzten Debattenredner spricht! (Abg. Scheibner: Das brauchst du uns aber nicht zu erklären, das wissen wir selbst auch!) Ja, aber ich weise darauf hin, weil mich Kollege Wittauer diesbezüglich kritisiert hat, dass ich das Wort ergreife. Aber, Herr Klubobmann, Sie wissen doch, was parlamentarischer Usus ist. (Abg. Neudeck: Also wir werden jetzt keinen Schiedsrichter brauchen!) Ich würde gerne immer als Letzter reden! Ich habe überhaupt kein Problem damit.
Abg. Neudeck: Also wir werden jetzt keinen Schiedsrichter brauchen!
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka: Kollege Wittauer, es ist parlamentarischer Usus, dass das Regierungsmitglied vor dem letzten Debattenredner spricht! (Abg. Scheibner: Das brauchst du uns aber nicht zu erklären, das wissen wir selbst auch!) Ja, aber ich weise darauf hin, weil mich Kollege Wittauer diesbezüglich kritisiert hat, dass ich das Wort ergreife. Aber, Herr Klubobmann, Sie wissen doch, was parlamentarischer Usus ist. (Abg. Neudeck: Also wir werden jetzt keinen Schiedsrichter brauchen!) Ich würde gerne immer als Letzter reden! Ich habe überhaupt kein Problem damit.
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hoher Ausschuss! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Frau Präsidentin! (Abg. Schieder: Es stimmt schon die Anrede nicht!) Ho-
Abg. Schieder: Es stimmt schon die Anrede nicht!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hoher Ausschuss! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Frau Präsidentin! (Abg. Schieder: Es stimmt schon die Anrede nicht!) Ho-
Abg. Eder: Wo ist die Liste, Herr Staatssekretär?
Wirklich zurückweisen muss ich, Kollege Eder, die Behauptung, dass Regionalbahnen in einem umfassenden Sinne geschlossen werden sollen. (Abg. Eder: Wo ist die Liste, Herr Staatssekretär?) Das ist einfach unrichtig!
ironische Heiterkeit des Abg. Gradwohl
Was es gibt, Herr Kollege Eder – und das ist Verantwortung der ÖBB und auch politische Verantwortung –, ist ein umfassendes Konzept über die Reorganisation (ironische Heiterkeit des Abg. Gradwohl) der Nebenbahnen und der Regionalbahnen, in dem Sinne, dass wir selbstverständlich den öffentlichen Verkehr neu und besser organisieren müssen und auch entsprechend optimieren müssen. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.) Wir wollen mehr Fahrgäste auf der Schiene, wir wollen mehr Fahrgäste in den Bussen, und wir wollen einen umfassenderen und einen effizienteren Einsatz von Steuergeldern. Das soll mit diesem Konzept erreicht werden, meine Damen und Herren, denn wir geben jetzt schon jedes Jahr 500 000 € für die Erhaltung von bereits seit Jahren eingestellten Eisenbahnstrecken aus!
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Was es gibt, Herr Kollege Eder – und das ist Verantwortung der ÖBB und auch politische Verantwortung –, ist ein umfassendes Konzept über die Reorganisation (ironische Heiterkeit des Abg. Gradwohl) der Nebenbahnen und der Regionalbahnen, in dem Sinne, dass wir selbstverständlich den öffentlichen Verkehr neu und besser organisieren müssen und auch entsprechend optimieren müssen. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.) Wir wollen mehr Fahrgäste auf der Schiene, wir wollen mehr Fahrgäste in den Bussen, und wir wollen einen umfassenderen und einen effizienteren Einsatz von Steuergeldern. Das soll mit diesem Konzept erreicht werden, meine Damen und Herren, denn wir geben jetzt schon jedes Jahr 500 000 € für die Erhaltung von bereits seit Jahren eingestellten Eisenbahnstrecken aus!
Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser
Auch was zum Thema Taktverkehre gesagt wurde, ist einfach nicht richtig. Was wir hier umsetzen, geht auf den Wunsch der Bahn zurück. Die Bahn, die ÖBB haben von uns verlangt, dass eine entsprechende Klarstellung erfolgen soll (Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser) und dass auch selbstverständlich wie bisher am Tag die gemeinwirtschaftlichen Personenverkehre Vorrang haben, dass es aber in der Nacht möglich sein soll, dass auch der Güterverkehr – und wir brauchen insbesondere den internationalen Güterverkehr! – bisweilen Vorrang haben kann. Genau das, was uns die ÖBB hier vorschlagen, wird umgesetzt, und das, meine Damen und Herren, ist richtig.
Beifall bei der ÖVP.
Es geht hier also überhaupt nicht darum, Streckeneinstellungen zu erleichtern, sondern es geht eher darum, die Übernahme zu erleichtern. Es soll auch ermöglicht werden, dass andere, dass alternative Betreiber Bahnstrecken führen können. Diese Möglichkeit wird hier auch geschaffen, und insofern ist diese Novelle, meine Damen und Herren, ein Beitrag dazu, dass sich der Schienenverkehr in Österreich in Zukunft effizienter und besser entwickelt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Eder: Von der alten Regierung!
Frau Abgeordnete Moser, wenn Sie beim Spatenstich dabei gewesen wären, dann hätten Sie vielleicht die gleichen Informationen wie wir. Es hat ein klares Bekenntnis von Landeshauptmann Durnwalder und von der italienischen Regierung gegeben, den Ausbau bis Verona durchzuführen. (Abg. Eder: Von der alten Regierung!) Weiters gibt es eine Zusage von Bayern, dass von München bis Kufstein die Bahn ausgebaut wird.
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
In 15 Jahren ist dieser Tunnel fertig – und Sie erwarten heute, dass wir Maßnahmen setzen, wo wir nicht einmal das Angebot haben! (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) – Könnten Sie ein bisschen zuhorchen? Dann hätten Sie vielleicht, wenn Sie in den Wahlkampf gehen, eine Ahnung von dem, worüber hier in Tiroler Angelegenheiten gesprochen wird!
Abg. Dr. Gabriela Moser: Ja!
Jetzt zum Nahverkehr. Es gibt eine Linie – Sie haben den süddeutschen Raum angesprochen –: Die Strecke Scharnitz wurde privatisiert. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Ja!) Das ist eine erfolgreiche Story! (Abg. Dr. Gabriela Moser: Habe ich als Beispiel genannt!) – Gut. Zillertalbahn: eine erfolgreiche Story! – Auf der Salzburger Seite passiert witzigerweise gar nichts. Die sind nicht einmal dazu fähig, dass sie ihre Linie dort in eine positive Richtung bringen. Da muss einmal ein Bekenntnis vom Land kommen und von der Region! Wenn Petitionen mehr Unterschriften erhalten, als die Linien Fahrgäste haben, dann muss ich mich schon fragen, was diese Petitionen wert sind. Immer dagegen zu sein ist eine Sache. Für uns ist wichtig, dass die Menschen im ländlichen Raum von A nach B kommen, dass ein Angebot besteht – ganz Wurscht, ob das jetzt eine Bahn oder ein Bus ist. Das ist wichtig für uns, und dafür werden wir auch sorgen! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Habe ich als Beispiel genannt!
Jetzt zum Nahverkehr. Es gibt eine Linie – Sie haben den süddeutschen Raum angesprochen –: Die Strecke Scharnitz wurde privatisiert. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Ja!) Das ist eine erfolgreiche Story! (Abg. Dr. Gabriela Moser: Habe ich als Beispiel genannt!) – Gut. Zillertalbahn: eine erfolgreiche Story! – Auf der Salzburger Seite passiert witzigerweise gar nichts. Die sind nicht einmal dazu fähig, dass sie ihre Linie dort in eine positive Richtung bringen. Da muss einmal ein Bekenntnis vom Land kommen und von der Region! Wenn Petitionen mehr Unterschriften erhalten, als die Linien Fahrgäste haben, dann muss ich mich schon fragen, was diese Petitionen wert sind. Immer dagegen zu sein ist eine Sache. Für uns ist wichtig, dass die Menschen im ländlichen Raum von A nach B kommen, dass ein Angebot besteht – ganz Wurscht, ob das jetzt eine Bahn oder ein Bus ist. Das ist wichtig für uns, und dafür werden wir auch sorgen! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Jetzt zum Nahverkehr. Es gibt eine Linie – Sie haben den süddeutschen Raum angesprochen –: Die Strecke Scharnitz wurde privatisiert. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Ja!) Das ist eine erfolgreiche Story! (Abg. Dr. Gabriela Moser: Habe ich als Beispiel genannt!) – Gut. Zillertalbahn: eine erfolgreiche Story! – Auf der Salzburger Seite passiert witzigerweise gar nichts. Die sind nicht einmal dazu fähig, dass sie ihre Linie dort in eine positive Richtung bringen. Da muss einmal ein Bekenntnis vom Land kommen und von der Region! Wenn Petitionen mehr Unterschriften erhalten, als die Linien Fahrgäste haben, dann muss ich mich schon fragen, was diese Petitionen wert sind. Immer dagegen zu sein ist eine Sache. Für uns ist wichtig, dass die Menschen im ländlichen Raum von A nach B kommen, dass ein Angebot besteht – ganz Wurscht, ob das jetzt eine Bahn oder ein Bus ist. Das ist wichtig für uns, und dafür werden wir auch sorgen! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Scheibner: Er hat es ja zurückgenommen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Wittauer, für den Ausdruck „Schwachsinn“ erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Abg. Scheibner: Er hat es ja zurückgenommen!) – Das kommt zu spät! Ich habe auch gestern für dieselben Worte Ordnungsrufe erteilt.
Zwischenruf des Abg. Schöls.
Was wir aber hier heute als Regierungsvorlage vorgelegt bekommen haben, führt unseres Erachtens leider wesentlich mehr zur Verkehrsunsicherheit als zur Verkehrssicherheit. Man braucht sich nur die neue Verkehrstafel – ich habe sie extra mitgebracht und hierher gestellt – einmal anzuschauen, damit man sieht, wie dieses Verkehrszeichen aussehen wird. (Zwischenruf des Abg. Schöls.)
Abg. Schöls – auf das rote von den drei auf der Tafel abgebildeten Autosymbolen weisend –: Die Roten sind die Geisterfahrer!
Dieses Verkehrszeichen hat noch dazu den Nachteil, dass man es nie sieht, Kollege Schöls. Man sieht es nur dann, wenn eine Geisterfahrerwarnmeldung – eine Falschfahrerwarnmeldung, wie es richtig heißt – käme. Und dann ist die Frage: ... (Abg. Schöls – auf das rote von den drei auf der Tafel abgebildeten Autosymbolen weisend –: Die Roten sind die Geisterfahrer!) – Das ist nicht zum Lachen, das ist eine ganz ernste Sache, denn wenn die Ersten frontal zusammenfahren, dann wird Ihnen anders werden!
Abg. Wittauer: Der war aber dabei!
Der ÖAMTC hat diesbezüglich größte Skepsis gehabt (Abg. Wittauer: Der war aber dabei!), der ARBÖ hat größte Skepsis gehabt, alle Fachleute haben größte Skepsis gehabt. – Der ÖAMTC war nur bei einer Ausschreibung dabei, bei der es um Vorschläge gegangen ist, aber nicht dort, wo es dann um Entscheidungen gegangen ist.
Abg. Reheis: Der ist in den Ausschüssen auch nie da!
Meine Damen und Herren! Minister Gorbach, der heute nicht da ist (Abg. Reheis: Der ist in den Ausschüssen auch nie da!), hat im Ausschuss gemeint, das ist so wie beim Wildwechsel: Da ist auch eine Tafel mit „Wildwechsel“, und man weiß auch nicht, ob das Wild von links oder von rechts kommt. – Das ist ein bisschen kurzsichtig gedacht, denn dort weiß man den genauen Abschnitt, wo immer wieder Wildwechsel erfolgt, und man weiß dann, dort muss man vorsichtig fahren.
Abg. Neudeck – auf die Darstellung des Verkehrszeichens weisend –: Euch stört nur, dass zwei schwarze und nur ein rotes Auto drauf sind!
Wo ein Geisterfahrer kommt, das weiß man nicht! Und da ist die nächste Problematik jene, dass wir rund 850 Auf- und Abfahrten bei Autobahnen haben. Das ganze mal vier ergibt eine relativ hohe Zahl an Möglichkeiten, wo Geisterfahrer falsch auf eine Autobahn fahren können. Dazu kommen noch alle Parkplätze und alle Tankstellen. (Abg. Neudeck – auf die Darstellung des Verkehrszeichens weisend –: Euch stört nur, dass zwei schwarze und nur ein rotes Auto drauf sind!)
Abg. Wittauer: Sechs große Vorhaben, jeweils 35 Millionen!
Jetzt frage ich mich, wenn man von Seiten der Regierung groß verkünden wird, dass wir – mit diesem Unsicherheitsschild! – verkehrssicherer werden, dass die Autofahrer gewarnt werden: Wenn die Geisterfahrermeldung durch den ORF, meistens im Sender „Ö3“, kommt, dann erwartet sich der Autofahrer vielleicht auch dieses Schild. Nur ist die Möglichkeit auf Seiten der ASFINAG – und das wurde vom Unternehmen schriftlich mitgeteilt; ich bitte Sie, den Brief zu lesen – derzeit sehr gering: Sie können nur bei den Überkopfbügeln dann auf Warnschildern diese Möglichkeit aufnehmen, aber nicht bei den derzeitigen Schildern (Abg. Wittauer: Sechs große Vorhaben, jeweils 35 Millionen!), sondern die müssen neu installiert werden, weil nur Programmieren, wie der Herr Minister meint, nicht funktioniert. – Bitte, diesen Brief zu lesen!
Abg. Wittauer: Nicht aufgestellt!
Hauptursachen für das Geisterfahren sind Alkohol und Übermüdung. Diese Ursachen müssen wir bekämpfen, meine Damen und Herren – und nicht Schilder wie bei den Schildbürgern aufstellen, die man nicht kennen kann, weil sie nie aufgestellt sind, sondern nur im Ernstfall aufgestellt werden sollten; dann ist es aber meistens zu spät. (Abg. Wittauer: Nicht aufgestellt!)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Nehmen Sie diese Dinge ernst! Wir arbeiten gerne bei der Verkehrssicherheit mit, aber bei diesem Schild kennt sich niemand aus! Das wird auch in der nächsten Zeit niemand sehen, sondern erst dann, wenn es schon zu spät ist. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte in diesem Zusammenhang sowohl den Kolleginnen und Kollegen unseres Koalitionspartners danken, vor allem Verkehrssprecher Klaus Wittauer, aber auch den Kolleginnen und Kollegen von der sozialdemokratischen Fraktion – vor allem Verkehrssprecher Kurt Eder –, die diesem Antrag dann in der Abstimmung zustimmen werden. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Eder: Das sind Schilder auch!
Das Ministerium wollte zu dieser akustischen Warnung auch eine optische Warnung ermöglichen. (Abg. Eder: Das sind Schilder auch!) Dazu haben wir einen internationalen Wettbewerb gestartet. Faktum ist nämlich, Kollege Eder, dass es in der ganzen Europäischen Union derzeit noch kein derartiges Warnschild gibt. Wir in Österreich sind die Ersten, denn wir machen uns Gedanken und greifen die Themen auf.
Abg. Eder: Überhaupt nicht!
Dieser Überkopfwegweiser und die dazu gehörigen Warnschilder – wo im Übrigen auch „Achtung Geisterfahrer“ dabei steht – dienen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit! (Abg. Eder: Überhaupt nicht!) Selbstverständlich wird dieses Warnschild auch in den Unterricht mit aufgenommen, dass die Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker, die Schülerinnen und Schüler, rechtzeitig wissen, was dieses Warnschild bedeutet, meine Damen und Herren.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Realität ist, dass das von Österreich ausgegangen ist; es dient zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, und Realität ist auch, dass das ein Vorbild für die gesamte Europäische Union werden wird; das haben ja die EU-Verkehrsminister bereits signalisiert. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Er hat aber noch was dazugesagt!
Herr Minister und Vizekanzler Gorbach hat uns im Verkehrsausschuss auch Folgendes mitgeteilt: Geisterfahrer verursachen 0,028 Prozent der Verkehrsunfälle und zwei bis drei der Getöteten – das ist die Prioritätensetzung. (Abg. Wittauer: Er hat aber noch was dazugesagt!) Ich bin dafür, dass jedes Menschenleben im Verkehrsbereich geschützt wird. Jeder Tote ist zu viel, nur: Die Relevanz, dass man für 0,028 Prozent eine Gesetzesänderung bezüglich eines Schildes vornimmt, das keiner gekannt hat und das auf Unverständnis stoßen wird, wage ich sehr zu bezweifeln.
Abg. Mag. Tancsits: Frau Moser, wo leben Sie?
Die Frage „Geschwindigkeitsdelikte“ gibt es für Sie nicht! (Abg. Mag. Tancsits: Frau Moser, wo leben Sie?) Da gibt es nichts, da wird gesetzlich nichts geändert, obwohl unangepasste Geschwindigkeit die Unfallursache Nummer 1 ist! Sie machen gesetzlich keinerlei Änderungen, um dem Abhilfe zu schaffen und Menschen damit am Leben zu erhalten! Im Vormerksystem kommt kein Geschwindigkeitsdelikt vor. Dass verschärfte Kontrollen stattfinden würden, entspricht Sonntagsworten! – Hauptsache, Sie machen ein neues Verkehrsschild: „Achtung Geisterfahrer“.
Die Rednerin zeigt Staatssekretär Mag. Mainoni eine Abbildung der genannten Graphik.
Oder aber bei den Alko-Delikten. Glücklicherweise gibt es jetzt die Vortestgeräte. Ich kann Ihnen gerne noch die Kurve zeigen. (Die Rednerin zeigt Staatssekretär Mag. Mainoni eine Abbildung der genannten Graphik.) Es gibt glücklicherweise einen gewissen Rückgang, aber das Kurvenniveau der Getöteten bei Unfällen in Zusammenhang mit Alkohol ist leider wieder gestiegen. Sie haben selbst gesagt, die Ursache für Geisterfahren ist oft auch Alkohol. Da müssen wir noch mehr Vortestgeräte einsetzen und noch wirksamer vorgehen, auch was die Strafen anlangt. Das wären meiner Überzeugung nach die primären Aufgaben einer Verkehrssicherheitspolitik – und nicht so ein Schildbürgerstreich mit einem Geisterfahrerschild. Wir werden daher diese Maßnahme massiv ablehnen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Eder.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Eder.
Oder aber bei den Alko-Delikten. Glücklicherweise gibt es jetzt die Vortestgeräte. Ich kann Ihnen gerne noch die Kurve zeigen. (Die Rednerin zeigt Staatssekretär Mag. Mainoni eine Abbildung der genannten Graphik.) Es gibt glücklicherweise einen gewissen Rückgang, aber das Kurvenniveau der Getöteten bei Unfällen in Zusammenhang mit Alkohol ist leider wieder gestiegen. Sie haben selbst gesagt, die Ursache für Geisterfahren ist oft auch Alkohol. Da müssen wir noch mehr Vortestgeräte einsetzen und noch wirksamer vorgehen, auch was die Strafen anlangt. Das wären meiner Überzeugung nach die primären Aufgaben einer Verkehrssicherheitspolitik – und nicht so ein Schildbürgerstreich mit einem Geisterfahrerschild. Wir werden daher diese Maßnahme massiv ablehnen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Eder.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ja, wir wollen mehr Verkehrssicherheit, wir wollen mehr für die PendlerInnen tun, nicht nur bei den Parkplätzen bei der Autobahn, sondern insgesamt durch eine Qualitäts- und auch Angebotsoffensive bei Bus und Bahn. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Preisausschreiben?
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche - BZÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Frau Abgeordnete Moser und Herr Abgeordneter Eder, bei aller Kritik an diesen Tafeln betreffend Geisterfahrer: Es hat dazu fast tausend Einsendungen gegeben, fast tausend! Dann hat es eine Jury gegeben ... (Abg. Dr. Gabriela Moser: Preisausschreiben?) – Nein, es ging um Vorschläge, wie so eine Tafel oder so ein Verkehrszeichen ausschauen soll.
Abg. Marizzi: Abgelehnt!
Da gab es eine Jury, in der der ÖAMTC, der ARBÖ und alle maßgeblichen ... (Abg. Marizzi: Abgelehnt!) – Nein, das stimmt ja gar nicht! Es hat einen einstimmigen Beschluss von dieser Jury gegeben, dass dieses Verkehrszeichen kommen soll. (Abg. Eder: Dass es kommen soll, nicht!) Ob es mir gefällt oder nicht, das ist eine andere Frage (Abg. Eder: Es geht nicht ums Gefallen!), aber wenn eine Jury darüber entscheidet, warum soll der Verkehrsminister dann sagen: Mir gefällt es eigentlich nicht, wir nehmen das nicht? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.)
Abg. Eder: Dass es kommen soll, nicht!
Da gab es eine Jury, in der der ÖAMTC, der ARBÖ und alle maßgeblichen ... (Abg. Marizzi: Abgelehnt!) – Nein, das stimmt ja gar nicht! Es hat einen einstimmigen Beschluss von dieser Jury gegeben, dass dieses Verkehrszeichen kommen soll. (Abg. Eder: Dass es kommen soll, nicht!) Ob es mir gefällt oder nicht, das ist eine andere Frage (Abg. Eder: Es geht nicht ums Gefallen!), aber wenn eine Jury darüber entscheidet, warum soll der Verkehrsminister dann sagen: Mir gefällt es eigentlich nicht, wir nehmen das nicht? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.)
Abg. Eder: Es geht nicht ums Gefallen!
Da gab es eine Jury, in der der ÖAMTC, der ARBÖ und alle maßgeblichen ... (Abg. Marizzi: Abgelehnt!) – Nein, das stimmt ja gar nicht! Es hat einen einstimmigen Beschluss von dieser Jury gegeben, dass dieses Verkehrszeichen kommen soll. (Abg. Eder: Dass es kommen soll, nicht!) Ob es mir gefällt oder nicht, das ist eine andere Frage (Abg. Eder: Es geht nicht ums Gefallen!), aber wenn eine Jury darüber entscheidet, warum soll der Verkehrsminister dann sagen: Mir gefällt es eigentlich nicht, wir nehmen das nicht? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.
Da gab es eine Jury, in der der ÖAMTC, der ARBÖ und alle maßgeblichen ... (Abg. Marizzi: Abgelehnt!) – Nein, das stimmt ja gar nicht! Es hat einen einstimmigen Beschluss von dieser Jury gegeben, dass dieses Verkehrszeichen kommen soll. (Abg. Eder: Dass es kommen soll, nicht!) Ob es mir gefällt oder nicht, das ist eine andere Frage (Abg. Eder: Es geht nicht ums Gefallen!), aber wenn eine Jury darüber entscheidet, warum soll der Verkehrsminister dann sagen: Mir gefällt es eigentlich nicht, wir nehmen das nicht? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.)
Weiterer Zwischenruf des Abg. Eder.
Das ist eine Doppelgleisigkeit. Der ÖAMTC schickt eine Aussendung und ist selbst in dieser Jury vertreten und entscheidet mit. Beim ARBÖ ist es das Gleiche. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Eder.) Und das ist falsch. Worum geht es? – Dieser Verkehrsminister hat die Zahl der Verkehrstoten von 1 076 auf ungefähr 700 im letzten Jahr und auf noch weniger in diesem Jahr gesenkt. Man muss also sagen: Diese Regierung macht etwas für die Verkehrssicherheit. (Staatssekretär Mag. Mainoni: So ist es! – Gegenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.)
Staatssekretär Mag. Mainoni: So ist es! – Gegenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.
Das ist eine Doppelgleisigkeit. Der ÖAMTC schickt eine Aussendung und ist selbst in dieser Jury vertreten und entscheidet mit. Beim ARBÖ ist es das Gleiche. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Eder.) Und das ist falsch. Worum geht es? – Dieser Verkehrsminister hat die Zahl der Verkehrstoten von 1 076 auf ungefähr 700 im letzten Jahr und auf noch weniger in diesem Jahr gesenkt. Man muss also sagen: Diese Regierung macht etwas für die Verkehrssicherheit. (Staatssekretär Mag. Mainoni: So ist es! – Gegenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.)
Abg. Eder: Wildwechsel!
Sie haben das eine vergessen: Der Verkehrsminister hat im Ausschuss gesagt, das stimmt, das ist ein ganz ein kleiner Teil, aber es ist auch ein Mosaikstein im gesamten Verkehrssicherheitssystem. (Abg. Eder: Wildwechsel!) Ich denke, man sollte jede Maßnahme treffen und jede Maßnahme unterstützen. Ich erinnere mich: Bei fast allem, was er gemacht hat, haben Sie den Herrn Bundesminister kritisiert, aber die Zahlen, die Statistik spricht für ihn!
Zwischenruf des Abg. Eder.
Der Herr Minister setzt diese Maßnahme, und Sie reden immer davon, dass Verkehrsschilder aufgestellt werden. So schnell kann er sie gar nicht aufstellen! Sie wissen genau, dass wir ein Verkehrsleitsystem haben, wo das oben automatisch angezeigt wird. Wenn ein Geisterfahrer unterwegs ist, dann wird das auf dem Verkehrsschild angezeigt. Wenn man die Leute darüber informiert, ist es eine Maßnahme, die Sicherheit bringt. Ich habe ein schlechtes Gefühl, wenn ich Geisterfahrermeldungen im Radio höre – und jetzt wird eine Maßnahme gesetzt, die vielleicht hilft. (Zwischenruf des Abg. Eder.)
Abg. Eder: Das gibt es ja schon von der ASFINAG, das Verkehrsleitschild!
Herr Abgeordneter Eder, Sie wissen ja ... (Abg. Eder: Das gibt es ja schon von der ASFINAG, das Verkehrsleitschild!)
Abg. Neudeck: Aber viersprachig! – Gegenruf des Abg. Eder.
Ich würde mir auch andere Maßnahmen wünschen. Vielleicht wäre es notwendig, auf der anderen Seite etwas zu machen, damit dem Geisterfahrer angezeigt wird: Achtung, Sie sind ein Geisterfahrer! – Vielleicht wäre das eine Möglichkeit! (Abg. Neudeck: Aber viersprachig! – Gegenruf des Abg. Eder.)
Heiterkeit sowie Beifall des Abg. Neudeck.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie wir mit diesem Verkehrsleitsystem arbeiten können – das muss man einmal zur Kenntnis nehmen! Ich bitte auch Sie darum, Herr Abgeordneter Eder, auch wenn dieses Verkehrsschild für Sie einen Schönheitsfehler hat! Vielleicht wissen Sie nicht, dass „rot“ Gefahr bedeutet – das ist einmal so in der realen Verkehrswelt. (Heiterkeit sowie Beifall des Abg. Neudeck.) Wenn Sie das zur Kenntnis nehmen könnten, wäre ich froh, denn dann würden wir über Verkehrssicherheit reden und nicht darüber, wie eine Tafel ausschaut. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Eder: Kann man das auch diskutieren, oder muss man polemisieren?)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Eder: Kann man das auch diskutieren, oder muss man polemisieren?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie wir mit diesem Verkehrsleitsystem arbeiten können – das muss man einmal zur Kenntnis nehmen! Ich bitte auch Sie darum, Herr Abgeordneter Eder, auch wenn dieses Verkehrsschild für Sie einen Schönheitsfehler hat! Vielleicht wissen Sie nicht, dass „rot“ Gefahr bedeutet – das ist einmal so in der realen Verkehrswelt. (Heiterkeit sowie Beifall des Abg. Neudeck.) Wenn Sie das zur Kenntnis nehmen könnten, wäre ich froh, denn dann würden wir über Verkehrssicherheit reden und nicht darüber, wie eine Tafel ausschaut. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Eder: Kann man das auch diskutieren, oder muss man polemisieren?)
Beifall bei der SPÖ.
Letzter Punkt und Hinweis, Herr Kollege Regler: Die Ausnahmeregelungen haben sehr wohl ihre Berechtigung, ich befürchte nur, dass wir in Zukunft so viele Ausnahmeregelungen haben werden, dass es sehr schwierig sein wird, diese auch zu kontrollieren. Dahin gehend müssen wir uns etwas überlegen, um diese Fülle wirklich in den Griff zu bekommen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Johann Moser: ... Zauberlehrling!
Die Geisterfahrer-Warntafeln können meiner Überzeugung nach dazu beitragen, Menschenleben zu retten. (Abg. Mag. Johann Moser: ... Zauberlehrling!) Ihr Auftreten dagegen ist so wie jenes gegen die Maßnahme der Bundesregierung, mehr Liberalisierung bei den Regionalbahnen und Nebenbahnen zu ermöglichen: Da erkennen Sie eigentlich nicht die Kompetenz der Länder, die mit eingebunden sind (Abg. Mag. Johann Moser: ... werden zusperren, Herr Kollege!), die Entscheidungen zu treffen haben in diesem Konzept, das bis September vorliegen wird. (Abg. Reheis: Die Regierung setzt keine Maßnahmen!)
Abg. Mag. Johann Moser: ... werden zusperren, Herr Kollege!
Die Geisterfahrer-Warntafeln können meiner Überzeugung nach dazu beitragen, Menschenleben zu retten. (Abg. Mag. Johann Moser: ... Zauberlehrling!) Ihr Auftreten dagegen ist so wie jenes gegen die Maßnahme der Bundesregierung, mehr Liberalisierung bei den Regionalbahnen und Nebenbahnen zu ermöglichen: Da erkennen Sie eigentlich nicht die Kompetenz der Länder, die mit eingebunden sind (Abg. Mag. Johann Moser: ... werden zusperren, Herr Kollege!), die Entscheidungen zu treffen haben in diesem Konzept, das bis September vorliegen wird. (Abg. Reheis: Die Regierung setzt keine Maßnahmen!)
Abg. Reheis: Die Regierung setzt keine Maßnahmen!
Die Geisterfahrer-Warntafeln können meiner Überzeugung nach dazu beitragen, Menschenleben zu retten. (Abg. Mag. Johann Moser: ... Zauberlehrling!) Ihr Auftreten dagegen ist so wie jenes gegen die Maßnahme der Bundesregierung, mehr Liberalisierung bei den Regionalbahnen und Nebenbahnen zu ermöglichen: Da erkennen Sie eigentlich nicht die Kompetenz der Länder, die mit eingebunden sind (Abg. Mag. Johann Moser: ... werden zusperren, Herr Kollege!), die Entscheidungen zu treffen haben in diesem Konzept, das bis September vorliegen wird. (Abg. Reheis: Die Regierung setzt keine Maßnahmen!)
Abg. Reheis: ... sind die Methoden!
Beide Dinge sind zukunftsorientiert, aber Sie von der SPÖ wenden sich dagegen. Wir nehmen es zur Kenntnis, dass Sie eben dort beheimatet sind, wo es keine Reformbereitschaft gibt. (Abg. Reheis: ... sind die Methoden!)
Beifall bei der ÖVP.
Mit solchen Anlagen können wir einen Schritt zu einem stärkerem Umweltbewusstsein und zur Verringerung der Abgase tun. Wir können damit auch zur Kostenersparnis beitragen. Ich glaube, es ist dies ein weiterer bedeutender Schritt, ein richtiger Schritt in der österreichischen Verkehrspolitik. (Beifall bei der ÖVP.)
Der Redner dreht sich zur Regierungsbank um und überreicht Staatssekretär Mag. Kukacka eine Tafel, auf der das neue Geisterfahrer-Warnschild abgebildet ist.
Abgeordneter Peter Marizzi (SPÖ): Geschätzte Herren Staatssekretäre! (Der Redner dreht sich zur Regierungsbank um und überreicht Staatssekretär Mag. Kukacka eine Tafel, auf der das neue Geisterfahrer-Warnschild abgebildet ist.) Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Im Verkehrsausschuss sind wir darin übereingekommen, dass diese Park & Ride-Anlagen eine sinnvolle Sache sind, und wir haben in den letzten drei Jahren im Verkehrsausschuss in Bezug auf die österreichische Bevölkerung in vielen Dingen, Herr Kollege Rädler, sehr konstruktiv zusammengearbeitet. Meinen Kollegen Eder als „politischen Geisterfahrer“ zu titulieren, ist jedoch nicht gerade die angenehme Art, sondern das ist schon ein bisschen unter der Gürtellinie. (Abg. Wattaul: ... aber nicht der Rädler!)
Abg. Wattaul: ... aber nicht der Rädler!
Abgeordneter Peter Marizzi (SPÖ): Geschätzte Herren Staatssekretäre! (Der Redner dreht sich zur Regierungsbank um und überreicht Staatssekretär Mag. Kukacka eine Tafel, auf der das neue Geisterfahrer-Warnschild abgebildet ist.) Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Im Verkehrsausschuss sind wir darin übereingekommen, dass diese Park & Ride-Anlagen eine sinnvolle Sache sind, und wir haben in den letzten drei Jahren im Verkehrsausschuss in Bezug auf die österreichische Bevölkerung in vielen Dingen, Herr Kollege Rädler, sehr konstruktiv zusammengearbeitet. Meinen Kollegen Eder als „politischen Geisterfahrer“ zu titulieren, ist jedoch nicht gerade die angenehme Art, sondern das ist schon ein bisschen unter der Gürtellinie. (Abg. Wattaul: ... aber nicht der Rädler!)
Abg. Neudeck: Es ist eh Rot darauf!
Wir haben nämlich Herrn Bundesminister Vizekanzler Gorbach angeboten – vielleicht ist Ihnen das im Ausschuss entgangen –, an der Einführung dieser Geisterfahrer-Warntafel mitzuwirken und vielleicht eine Nachdenkpause einzulegen. (Abg. Neudeck: Es ist eh Rot darauf!) Wir werden die Ersten in Europa sein, die diese Tafel auf ihren Autobahnen haben. (Der Redner stellt das Schild mit dem Geisterfahrer-Verkehrszeichen, das er zuvor Staatssekretär Mag. Kukacka überreicht hatte, nunmehr auf das Rednerpult.)
Der Redner stellt das Schild mit dem Geisterfahrer-Verkehrszeichen, das er zuvor Staatssekretär Mag. Kukacka überreicht hatte, nunmehr auf das Rednerpult.
Wir haben nämlich Herrn Bundesminister Vizekanzler Gorbach angeboten – vielleicht ist Ihnen das im Ausschuss entgangen –, an der Einführung dieser Geisterfahrer-Warntafel mitzuwirken und vielleicht eine Nachdenkpause einzulegen. (Abg. Neudeck: Es ist eh Rot darauf!) Wir werden die Ersten in Europa sein, die diese Tafel auf ihren Autobahnen haben. (Der Redner stellt das Schild mit dem Geisterfahrer-Verkehrszeichen, das er zuvor Staatssekretär Mag. Kukacka überreicht hatte, nunmehr auf das Rednerpult.)
Abg. Rädler: ... mitstimmen!
Herr Staatssekretär Mainoni, man kann sich vorstellen, dass ausländische Kraftfahrer mit dieser Tafel wahrscheinlich wenig anfangen werden, und ich glaube auch, dass die Österreicherinnen und Österreicher damit sehr wenig anfangen werden. Da geht es nicht ums Lustigsein und um „Haha“, sondern da geht es um Geisterfahrer und Tote, Herr Kollege Rädler! (Abg. Rädler: ... mitstimmen!) So lustig ist die ganze Sache also nicht. (Abg. Neudeck: Aber verursachen wird das Schild keine!) Nein, nicht mitstimmen! (Abg. Neudeck: Verursachen wird das Schild keine! Nur wenn es einem auf den Kopf fällt!) Wir haben gesagt: Machen wir eine Nachdenkpause, machen wir etwas Besseres!
Abg. Neudeck: Aber verursachen wird das Schild keine!
Herr Staatssekretär Mainoni, man kann sich vorstellen, dass ausländische Kraftfahrer mit dieser Tafel wahrscheinlich wenig anfangen werden, und ich glaube auch, dass die Österreicherinnen und Österreicher damit sehr wenig anfangen werden. Da geht es nicht ums Lustigsein und um „Haha“, sondern da geht es um Geisterfahrer und Tote, Herr Kollege Rädler! (Abg. Rädler: ... mitstimmen!) So lustig ist die ganze Sache also nicht. (Abg. Neudeck: Aber verursachen wird das Schild keine!) Nein, nicht mitstimmen! (Abg. Neudeck: Verursachen wird das Schild keine! Nur wenn es einem auf den Kopf fällt!) Wir haben gesagt: Machen wir eine Nachdenkpause, machen wir etwas Besseres!
Abg. Neudeck: Verursachen wird das Schild keine! Nur wenn es einem auf den Kopf fällt!
Herr Staatssekretär Mainoni, man kann sich vorstellen, dass ausländische Kraftfahrer mit dieser Tafel wahrscheinlich wenig anfangen werden, und ich glaube auch, dass die Österreicherinnen und Österreicher damit sehr wenig anfangen werden. Da geht es nicht ums Lustigsein und um „Haha“, sondern da geht es um Geisterfahrer und Tote, Herr Kollege Rädler! (Abg. Rädler: ... mitstimmen!) So lustig ist die ganze Sache also nicht. (Abg. Neudeck: Aber verursachen wird das Schild keine!) Nein, nicht mitstimmen! (Abg. Neudeck: Verursachen wird das Schild keine! Nur wenn es einem auf den Kopf fällt!) Wir haben gesagt: Machen wir eine Nachdenkpause, machen wir etwas Besseres!
Abg. Neudeck: Das ist ja eine freiwillige Redezeit! Du hast 10 Minuten!
Ich muss Ihnen leider widersprechen, Herr Staatssekretär Mainoni, denn: Lesen Sie den Brief der ASFINAG vom 31. Mai! Ich kann jetzt aus Zeitgründen nicht alles vorlesen. (Abg. Neudeck: Das ist ja eine freiwillige Redezeit! Du hast 10 Minuten!) Aber da steht genau das drin, was die ASFINAG richtig gesagt und Sie leider falsch gesagt haben. Da wird nämlich das unterbunden – Sie können den Brief nachher haben und durchlesen –, was Sie behauptet haben, und das ist das Problem.
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, die Sache ist zu ernst, als dass man sagen könnte: hallo, lustig!, oder Sie, Herr Kollege Rädler, der Sie von einem „politischer Geisterfahrer“ gesprochen haben. Wir sagen, wir arbeiten gerne an dieser Sache mit, aber es soll keine Husch-Pfusch-Aktion werden, denn da geht es um Menschenleben, da geht es um Verkehrssicherheit. Wir haben im Ausschuss nichts anderes gemacht, als dass wir gesagt haben: Drehen wir sozusagen noch eine Runde, denn auch Autofahrerorganisationen und andere sind dagegen, denken wir noch einmal nach, und dann führen wir es zum Erfolg! – Ich bedanke mich in diesem Sinne recht herzlich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Aber den Brief haben wir noch immer nicht! Herr Staatssekretär, haben Sie den Brief gekriegt? – Staatssekretär Mag. Mainoni: Nein!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Es gelangt nun Herr Abgeordneter Wattaul zu Wort. Wunschredezeit: 2 Minuten. – Bitte. (Abg. Neudeck: Aber den Brief haben wir noch immer nicht! Herr Staatssekretär, haben Sie den Brief gekriegt? – Staatssekretär Mag. Mainoni: Nein!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Sie machen nichts beim Geschwindigkeitsbereich!
Frau Abgeordnete Moser, das ist nicht fair! (Abg. Dr. Gabriela Moser: Sie machen nichts beim Geschwindigkeitsbereich!) Das ist nicht fair und auch nicht glaubwürdig! Man kann andere Meinungen haben, man kann sagen, da geht es vielleicht um zwei bis drei Verkehrstote. Aber ich sage Ihnen etwas: Wenn es Ihr Sohn ist, dann ist ein Verkehrstoter zu viel! (Abg. Dr. Gabriela Moser: ... habe ich nicht gesagt!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: ... habe ich nicht gesagt!
Frau Abgeordnete Moser, das ist nicht fair! (Abg. Dr. Gabriela Moser: Sie machen nichts beim Geschwindigkeitsbereich!) Das ist nicht fair und auch nicht glaubwürdig! Man kann andere Meinungen haben, man kann sagen, da geht es vielleicht um zwei bis drei Verkehrstote. Aber ich sage Ihnen etwas: Wenn es Ihr Sohn ist, dann ist ein Verkehrstoter zu viel! (Abg. Dr. Gabriela Moser: ... habe ich nicht gesagt!)
Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Bedanken möchte ich mich noch bei der Sozialdemokratie dafür, dass sie das auch so sieht und dass sie bei unserem Antrag mitgehen wird. (Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Wichtigste in der heutigen Zeit ist sicher das Thema Sprit-Sparen, denn die große Abhängigkeit von den Erdölimporten ist für alle sehr besorgniserregend. Deswegen ist es sicher auch eine Sache des Hausverstandes, zu sparen und neue Quellen zu suchen. Eine der wichtigsten neuen Quellen, die gerade jetzt erschlossen werden, sind die „grünen Ölfelder“, die die österreichischen Landwirte bewirtschaften, die „grünen Ölquellen“, wenn man so will, die die EU noch erschließen wird, keine Frage. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Sburny: Das ist eine gefährliche Drohung!
Das sind auch, wenn man das sachlich betrachtet, die Felder, die weder ein Soldat bewachen muss noch ein Terrorist bedroht. Deswegen ist das eine gute Sache, etwas, das auch bei den Pendlern gut ankommt: Viele stellen sich auf Pflanzenöl um. Das Besondere daran ist eben, dass es eine Sache des Hausverstandes ist. Die wichtigste Energiequelle, die Österreich hat, ist der Hausverstand, deswegen werden wir weiterhin mit Verantwortung und Hausverstand die Dinge weiterentwickeln. (Abg. Sburny: Das ist eine gefährliche Drohung!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Beim Kollegen Eder bedanke ich mich ausdrücklich dafür, dass er so sehr gegen diese Tafeln ist, denn: Wenn ihr nicht dagegen seid, werden sie nicht so schnell bekannt; wenn es aber einen Wirbel gibt, werden die Leute sie schneller kennen! Das ist gut dafür, dass sie wirksam werden, daher bedanke ich mich ausnahmsweise auch bei der Opposition. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche - BZÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Sehr geehrter Herr Kollege Eder, mir kommt es schon so vor, dass Sie in letzter Zeit nur noch fundamentale Opposition betreiben, einfach ständig nur noch dagegen sind, und zwar generell dagegen sind. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es geht bei Ihnen sogar schon so weit, dass Sie eigene Anträge, die Sie stellen und die dann in Regierungsvorlagen verwirklicht werden, ablehnen.
Abg. Reheis: ... beeinflussen kann! Es gibt nur ganz wenige! Es gibt kaum Verkehrsbeeinflussungen ...!
Da möchte ich nur den jetzigen Antrag von Ihnen zitieren, in dem Sie sagen, dass moderne Verkehrsbeeinflussungsanlagen dazu genutzt werden sollen, Immissionsbelastungen bei Luft und Lärm, insbesondere bei Überschreitung der Grenzwerte, rasch zu senken. Da möchte ich Sie daran erinnern, dass wir erst Ende vergangenen Jahres ein Umweltrechtsanpassungsgesetz verabschiedet haben, das Sie abgelehnt haben: Sie haben es im Ausschuss abgelehnt, Sie haben es im Nationalrat abgelehnt, und Sie haben sogar im Bundesrat einen Einspruch dagegen gemacht (Abg. Reheis: ... beeinflussen kann! Es gibt nur ganz wenige! Es gibt kaum Verkehrsbeeinflussungen ...!), in dem genau das drinsteht, dass die Regelung der Geschwindigkeit bei Überschreitung von Grenzwerten durchgeführt wird.
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen – BZÖ.
Das haben wir in dieser Regierungsvorlage verabschiedet – und Sie sind dagegen! Aber dann stellen Sie einen Antrag, dass Sie genau das wollen. Ich denke, Sie wissen eigentlich nicht mehr, was Sie in Ihrer Politik verwirklichen wollen. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Reheis: Das ist keine gute Maßnahme!
Genau das zeigt sich auch im Bereich Verkehrssicherheit. Herr Kollege Eder, einerseits sagen Sie heute wieder, jede Initiative ist wichtig, die dazu führt, dass Unfälle reduziert werden können. Aber wenn es konkrete Maßnahmen dieser Regierung gibt, dann sagen Sie: Nein, das ist nichts, das ist schlecht, das wollen wir nicht! (Abg. Reheis: Das ist keine gute Maßnahme!)
Abg. Eder: Waren Sie im Verkehrsausschuss? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn Sie aber die einzelnen Maßnahmen berücksichtigen, die zu den jetzigen Zahlen im Bereich der Verkehrssicherheit geführt haben, dann denke ich, dass Sie der Regierung sehr wohl recht geben müssen. (Abg. Eder: Waren Sie im Verkehrsausschuss? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Zu dem, was wir erreichen konnten im Hinblick auf die Reduzierung von Unfällen und der Zahl an Verkehrstoten, müssen Sie sagen: Super, danke dem Verkehrsminister für all diese Maßnahmen, die gesetzt worden sind!, denn die Zahlen geben uns wirklich ganz klar Recht. (Abg. Dr. Gabriela Moser:
Zwischenruf des Abg. Reheis.
Dass Sie sich selber nicht einig sind – Sie in der SPÖ sind sich selber nicht einig! –, zeigt sich daran, dass Ihre Konsumentenschutz-Landesrätin in Niederösterreich eine Aussendung gemacht hat, in der sie sagt: Super, dieses Geisterfahrer-Warnschild ist eine ganz gute Lösung, um weiterhin Verkehrsunfälle zu vermeiden! (Zwischenruf des Abg. Reheis.)
Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Also, Herr Eder – ich zitiere Sie –, nehmen Sie Verkehrssicherheit ernst! Stimmen Sie mit uns, und schauen auch Sie, dass wir die Zahlen in der Unfallstatistik weiterhin senken können. (Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gabriela Moser: Ja, vor allem die Grünen!
Daher darf ich Sie ersuchen, diesem Antrag zuzustimmen. Wenn es nicht dazu kommt, wird es gute Gelegenheit geben, bis 1. Oktober auch den Bürgerinnen und Bürgern draußen zu sagen, wer in diesem Lande eine aktive Arbeitnehmerpolitik vertritt und sich dafür einsetzt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gabriela Moser: Ja, vor allem die Grünen!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Es geht um Verkehrssicherheit! Es geht nicht um Verkehrspolitik!
zu bestreiten, und diese Zahlen zeigen ganz deutlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Es geht um Verkehrssicherheit! Es geht nicht um Verkehrspolitik!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
In diesem Sinne ersuche ich darum, dass wir diesem Antrag und dieser Änderung der Straßenverkehrsordnung geschlossen die Zustimmung geben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Reheis: Warum bringen Sie dieses Verkehrszeichen zum Einsatz? Wie kommt dieses Verkehrszeichen zum Einsatz? Es gibt keine Verkehrsbereiche, wo es zum Einsatz kommen kann!
Sehr geehrte Frau Abgeordnete Moser, wenn Ihnen dieses Verkehrszeichen nicht gefällt oder Sie andere gute Argumente haben, die dagegen sprechen, dann sagen Sie es ganz einfach. Aber ich bin sehr erschüttert darüber, dass Sie hier einfach gesagt haben, dass es eine so geringe Prozentzahl an Verkehrstoten gibt, die auf das Konto von Geisterfahrern gehen, sodass Sie diesbezügliche verkehrspolitische Maßnahmen nicht für relevant halten. Das hat mich wirklich zutiefst erschüttert, weil ich denke, dass es um jedes einzelne Menschenleben geht. Auch wenn es sich um ein Verkehrszeichen handelt, das Ihnen nicht gefällt, finde ich es sogar sehr vernünftig, dass damit Menschen erreicht werden können, die nicht deutschsprachig sind, aber trotzdem vor einem gewaltigen Gefahrenpotenzial auf der Autobahn gewarnt werden können. (Abg. Reheis: Warum bringen Sie dieses Verkehrszeichen zum Einsatz? Wie kommt dieses Verkehrszeichen zum Einsatz? Es gibt keine Verkehrsbereiche, wo es zum Einsatz kommen kann!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
In diesem Sinne denke ich, dass mit diesem Entschließungsantrag wieder ein positiver Schritt zur Verkehrsentlastung auf unseren Straßen und Autobahnen gesetzt wird. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Marizzi: „Solide finanziert“?
Abschließend möchte ich noch etwas klarstellen, was Kollege Eder in Zweifel ziehen wollte, nämlich meine Ablehnung der PKW-Maut. Ich möchte ganz klar festhalten, was ich hier gesagt habe und was auch in der APA steht: Eine Notwendigkeit für die Einführung einer PKW-Maut gibt es nicht, betonte Kukacka. Eine PKW-Maut wird sicher auch in keinem Wahlprogramm der ÖVP stehen. „Mit der Autobahn-Vignette gebe es ohnehin heute schon eine Art ,PKW-Maut‘ für Autobahnen und Schnellstraßen. Zusammen mit den Einnahmen aus der LKW-Maut sei die Autobahngesellschaft ASFINAG damit bereits ,solide finanziert‘, so Kukacka. (Abg. Marizzi: „Solide finanziert“?)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist wortwörtlich aus der APA zitiert. Und dem habe ich nichts hinzuzufügen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Ich komme aus einem Bezirk, in dem sehr, sehr viele Pendler zu Hause sind. Es ist wichtig, dass die Möglichkeit geschaffen wird, dass Personen, die im näheren Umkreis wohnen und den gleichen Zielort haben, auch die Möglichkeit erhalten, das Auto irgendwo abzustellen und dann gemeinsam weiterzufahren. Stimmen Sie daher bitte diesem Antrag zu. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Stimmen Sie diesem Antrag zu, denn die Österreichische Volkspartei ist eine Partei für mobile Wähler! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Das ist eine wichtige Geschichte!
Lassen Sie sich zunächst einmal die Anlässe, warum diese zwei Gesetze gemäß Ihrer Vorlage geändert werden sollen, noch einmal vor Augen halten. Die Änderung des Luftfahrtgesetzes wird angepeilt, Artikel 1, um die Beschaffenheit der Dienstkarte per Verordnung und so weiter festlegen zu können. Wir beraten und beschließen über die Beschaffenheit der Dienstkarte. (Abg. Wittauer: Das ist eine wichtige Geschichte!) Dann geht es um die Drittabfertigung – na gut, das hat wenigstens einen höheren Stellenwert.
Abg. Wittauer: Das ist schon wichtig!
Im Artikel 3 kommt es dann noch besser: Wir müssen diese Gesetzesmaterie extra im Nationalrat behandeln und beraten, weil es darum geht, die Landwirtschaftskammer Österreich als LKÖ abgekürzt im Gesetzestext zu verankern. (Abg. Wittauer: Das ist schon wichtig!) Bitte, diese zwei Kleinigkeiten, Kinkerlitzchen, ja geradezu Lappalien sind für Sie Anlass, den Gesetzgebungsprozess anzukurbeln und in Gang zu setzen.
Staatssekretär Mag. Kukacka: Das ist doch absurd!
Wir wissen genau, dass Sie etwas anderes vorhaben, dass Sie das Umweltverträglichkeitsgesetz und das Luftfahrtgesetz jetzt als Vorlage im Parlament haben wollen, damit Sie im Laufe dieser Debatte vielleicht in fünf Minuten, vielleicht in zehn Minuten, vielleicht in einer Viertelstunde einen Abänderungsantrag einbringen können, der dann womöglich vorsieht – bitte, halten Sie sich fest –, dass in Österreich die Grenzwerte für Fluglärm verzehnfacht werden. Das ist für uns das Bedrohungspotential. (Staatssekretär Mag. Kukacka: Das ist doch absurd!)
Beifall bei den Grünen.
Es ist ja nicht nur Sache von Herrn Minister Gorbach oder von Ihnen, Herr Staatssekretär, es ist ja auch der Umweltminister wieder einer, der umfällt – umfällt vor den Interessen der Flugindustrie, umfällt vor den Interessen eines Tourismus, wo man in erster Linie mit dem Flugzeug unterwegs ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
auch zur Norm für alle Flughäfen in ganz Österreich machen werden, nur weil Sie die dritte Piste in Wien möglichst schnell durchziehen wollen. Dagegen wehren wir uns. Wir wollen keine zweite Lex Spielberg haben und keine weitere Aushöhlung des Umweltverträglichkeitsgesetzes oder des Lärmschutzes von AnrainerInnen. Das ist uns zu wichtig. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Halten Sie sich das jetzt vor Augen angesichts der Abänderungsanträge, die jetzt kommen werden, beziehungsweise der Formulierungen, die jetzt beschlossen werden. Es könnte in Zukunft eine Verordnung – das wäre der raffiniertere Weg – ermöglicht werden, sodass dann auf dem Verordnungsweg die 65 Dezibel eingeführt werden können zum Schaden vieler Wiener und vieler niederösterreichischer Anlieger; auch zum Schaden vieler Flughafen-Anrainer in anderen Bundesländern. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Es ist dies, wie gesagt, unbedingt notwendig, damit tatsächlich UVPs durchgeführt werden, die objektseitige Maßnahmen erfordern, und ich bitte Sie deshalb um Zustimmung, weil das für den Wirtschaftsstandort Österreich, für den Flughafen Wien und vor allem für den Osten Österreichs von ganz besonderer Bedeutung ist. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Frau Präsidentin! Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Über diesen letzten Applaus und über die Bravorufe muss ich mich schon sehr wundern. Wir haben diesen Abänderungsantrag noch nicht einmal gesehen und sollen jetzt darüber abstimmen. Das ist eine Ungeheuerlichkeit! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Dazu kommt noch, dass es hierbei um eine schwere Belastung für die Bevölkerung, die im Umfeld von Flughäfen lebt, geht. Also Sie planen hier eine schwere Belastung, ohne der Opposition auch nur die Gelegenheit zu geben, Einblick zu nehmen.
Beifall bei den Grünen.
Wir können daher mit diesem Abänderungsantrag, den wir noch nicht einmal kennen, natürlich nicht einverstanden sein und werden diesen Tagesordnungspunkt ablehnen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren Staatssekretäre! Sehr geehrte Damen und Herren! Erlauben Sie mir als Vorsitzendem des Verkehrsausschusses und da das heute wahrscheinlich meine letzte Rede in dieser Legislaturperiode sein wird, all jenen herzlich zu danken, die hier immer sehr kooperativ mitgearbeitet haben. Natürlich haben wir unterschiedliche Auffassungen gehabt, aber ich glaube, dass das Klima im Ausschuss immer so war, dass wir weiter miteinander sprechen konnten und immer wieder versuchten, zu guten Ergebnissen zu kommen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Öllinger: Aber es muss ja nicht so laut sein! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Damit glaube ich, dass es durchaus gerechtfertigt ist – da sind wir unterschiedlicher Meinung, Frau Kollegin Rest-Hinterseer –, dass man für den Bereich Flughafen Wien-Schwechat, der einer der ganz wesentlichen Wirtschaftsfaktoren unserer Stadt, aber auch der Umgebung unserer Stadt, etwa Schwechat, ist, mit rund 40 000 Beschäftigten, ein Investitionsvolumen in größeren Größenordnungen tätigt. Das ist das Tor zur Welt, und wir können als Österreich, als Wien ganz einfach nicht zu stark in eine destruktive Situation kommen. (Abg. Öllinger: Aber es muss ja nicht so laut sein! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Das ist ganz einfach eine wichtige wirtschaftliche Notwendigkeit mit allen Maßnahmen, die dazu gehören, um für die Menschen und auch für die Menschen, die in der Umgebung wohnen, ein entsprechendes weiteres vernünftiges Leben zu gestalten.
Abg. Dr. Gabriela Moser – auf ein Schriftstück zeigend –: Und warum steht das da nicht drinnen?
Wie gesagt: Vier Jahre wurde verhandelt. Jetzt ist es so weit. Die meisten Menschen, die in diesen Mediationsvertrag involviert waren, haben dem zugestimmt und werden auch bestens damit leben können. Machen Sie den Menschen keine Angst! Wir werden schauen, dass die auch ohne diesen Lärm ... (Abg. Dr. Gabriela Moser – auf ein Schriftstück zeigend –: Und warum steht das da nicht drinnen?) Wir haben das gleiche Problem, natürlich, wir wollen nicht, dass die Menschen in einer Lärmhölle wohnen,
Beifall bei SPÖ, ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
aber wir wollen, dass wir auch die Wirtschaft entsprechend in Schwung halten. – Danke. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Gegen das Konstrukt, das Sie hier vorsehen!
Da gibt es also viele Maßnahmen, die in diesem Mediationsverfahren mit den Bürgern gemeinsam getroffen worden sind. Jetzt regen Sie sich schon über Bürgerbeteiligung auf, nur weil Sie gegen Flughäfen sind, gegen Autobahnen, gegen Straßen, gegen alles, gegen den Brenner-Basistunnel sogar. Ich weiß nicht, wogegen Sie noch alles sind. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Gegen das Konstrukt, das Sie hier vorsehen!) Sie müssen schon einmal fragen, Frau Abgeordnete, was konstruktives Mitarbeiten heißt. An diesem Mediationsverfahren waren Sie – nicht Sie als Person, aber Ihre Gruppe – ja auch beteiligt. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Und warum schreiben Sie dann nicht die 54 Dezibel hinein?)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Und warum schreiben Sie dann nicht die 54 Dezibel hinein?
Da gibt es also viele Maßnahmen, die in diesem Mediationsverfahren mit den Bürgern gemeinsam getroffen worden sind. Jetzt regen Sie sich schon über Bürgerbeteiligung auf, nur weil Sie gegen Flughäfen sind, gegen Autobahnen, gegen Straßen, gegen alles, gegen den Brenner-Basistunnel sogar. Ich weiß nicht, wogegen Sie noch alles sind. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Gegen das Konstrukt, das Sie hier vorsehen!) Sie müssen schon einmal fragen, Frau Abgeordnete, was konstruktives Mitarbeiten heißt. An diesem Mediationsverfahren waren Sie – nicht Sie als Person, aber Ihre Gruppe – ja auch beteiligt. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Und warum schreiben Sie dann nicht die 54 Dezibel hinein?)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Es geht um den Ausbau!
Der Kollege Eder hat Recht: Einen Flughafen zuzusperren oder zu verringern oder zu verkleinern geht nicht für eine Weltstadt wie Wien. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Es geht um den Ausbau!)
Abg. Neudeck: Gefällt euch der Lärm nicht? Warum seid ihr dann selber so laut?
Zwei Länder, Wien und Niederösterreich, wollen das, die Bürger wollen es, Maßnahmen werden gesetzt. Und jetzt gibt es eine kleine Gruppe, die wieder dagegen ist und die wieder anfängt, sage ich einmal, lautstark Angst zu machen. (Abg. Neudeck: Gefällt euch der Lärm nicht? Warum seid ihr dann selber so laut?)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Warum schreiben Sie es dann nicht hinein? – Abg. Neudeck – in Richtung der Grünen weisend –: Vielleicht wollen sie einen Segelflughafen!
Wir haben einen anderen Zugang gehabt. Wir haben gesagt, eine Lex Wien kann es nicht geben, sondern diese Maßnahmen, die passiven Lärmschutzmaßnahmen, sollen für alle gelten. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Warum schreiben Sie es dann nicht hinein? – Abg. Neudeck – in Richtung der Grünen weisend –: Vielleicht wollen sie einen Segelflughafen!) Jeder, der in der Nähe eines Flughafens wohnt, hat ein Recht darauf, dass er Lärmschutzfenster bekommt, wenn heute dort etwas erweitert wird. Jeder von denen hat ein Recht darauf, dass er sagt, es sollen zusätzliche Schutzmaßnahmen gesetzt werden.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es freut mich heute im Besonderen, dass der Kollege Krainer dieser Gesetzesvorlage auch zustimmen wird. Ich hoffe, dass er ein paar positive Dinge dazu sagen wird, denn für die Wiener tun wir gern etwas. Wien ist eine Weltstadt, Wien soll das Tor zur Welt weiterhin haben. Die dritte Landebahn ist notwendig und wichtig aus wirtschaftlichen Gründen. Wir unterstützen es, und ich hoffe, die Grünen werden sich ein bisschen in die innere Einkehr begeben und sagen: Auch wir unterstützen das, was die Menschen wollen! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Warum schreiben Sie es dann hier nicht hinein?
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka: Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte eindeutig festhalten, dass es durch diese heutige Gesetzesänderung und durch diese Novelle, Frau Kollegin Moser, zu keiner Erhöhung der Lärmschwellenwerte kommen wird, wie Sie das ständig behaupten! Dieses Argument ist reine Angstmache, ist der übliche Alarmismus, der hier von den Grünen immer ausgeübt wird. Es geht vielmehr darum, dass es Flughäfen generell ermöglicht wird, lärmdämmende Maßnahmen bei Objekten betroffener Anrainer zu setzen und so überhaupt zu einem positiven Abschluss eines UVP-Verfahrens zu kommen (Abg. Dr. Gabriela Moser: Warum schreiben Sie es dann hier nicht hinein?), das wir eben für diese dritte Piste brauchen und zu dem wir uns auch bekennen, meine Damen und Herren. Wir bekennen uns sowohl zur dritten Piste als auch zu dem dazu notwendigen UVP-Verfahren.
Abg. Dr. Gabriela Moser: Dazu hätten Sie jahrelang Zeit gehabt! Sechs Jahre schon!
Ab welchen Schwellenwerten nun solche Maßnahmen vorgesehen werden, das muss nach einer genauen Prüfung durch Experten, durch Fachleute, durch Gutachten mittels einer entsprechenden Verordnung in Übereinstimmung mit dem Umweltminister vom Verkehrsminister festgelegt werden. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Dazu hätten Sie jahrelang Zeit gehabt! Sechs Jahre schon!) Das hat durch eine Verordnung deswegen zu geschehen, Frau Kollegin, damit wir die Ergebnisse des Mediationsverfahrens hier ausreichend berücksichtigen können. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Es gibt Ergebnisse! Schreiben Sie sie hinein!) Wir können nicht einfach 65 dB oder 55 dB hineinschreiben, wenn wir gar nicht wissen, wie das Mediationsverfahren bei dem einzelnen Projekt ausgesehen hat und zu welchen Ergebnissen es gekommen ist. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Ich kann es Ihnen vorlegen! Wir haben es ja!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Es gibt Ergebnisse! Schreiben Sie sie hinein!
Ab welchen Schwellenwerten nun solche Maßnahmen vorgesehen werden, das muss nach einer genauen Prüfung durch Experten, durch Fachleute, durch Gutachten mittels einer entsprechenden Verordnung in Übereinstimmung mit dem Umweltminister vom Verkehrsminister festgelegt werden. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Dazu hätten Sie jahrelang Zeit gehabt! Sechs Jahre schon!) Das hat durch eine Verordnung deswegen zu geschehen, Frau Kollegin, damit wir die Ergebnisse des Mediationsverfahrens hier ausreichend berücksichtigen können. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Es gibt Ergebnisse! Schreiben Sie sie hinein!) Wir können nicht einfach 65 dB oder 55 dB hineinschreiben, wenn wir gar nicht wissen, wie das Mediationsverfahren bei dem einzelnen Projekt ausgesehen hat und zu welchen Ergebnissen es gekommen ist. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Ich kann es Ihnen vorlegen! Wir haben es ja!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Ich kann es Ihnen vorlegen! Wir haben es ja!
Ab welchen Schwellenwerten nun solche Maßnahmen vorgesehen werden, das muss nach einer genauen Prüfung durch Experten, durch Fachleute, durch Gutachten mittels einer entsprechenden Verordnung in Übereinstimmung mit dem Umweltminister vom Verkehrsminister festgelegt werden. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Dazu hätten Sie jahrelang Zeit gehabt! Sechs Jahre schon!) Das hat durch eine Verordnung deswegen zu geschehen, Frau Kollegin, damit wir die Ergebnisse des Mediationsverfahrens hier ausreichend berücksichtigen können. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Es gibt Ergebnisse! Schreiben Sie sie hinein!) Wir können nicht einfach 65 dB oder 55 dB hineinschreiben, wenn wir gar nicht wissen, wie das Mediationsverfahren bei dem einzelnen Projekt ausgesehen hat und zu welchen Ergebnissen es gekommen ist. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Ich kann es Ihnen vorlegen! Wir haben es ja!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Ja, im Wesentlichen!
einbart wurde, wird dann im Wesentlichen auch in die Verordnung aufgenommen werden. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Ja, im Wesentlichen!)
Abg. Mag. Hakl – in Richtung der Abg. Dr. Gabriela Moser –: Was schlagen Sie vor statt einer Verordnung, Frau Kollegin?
Meine Damen und Herren! Ich glaube, dass hier eine gute, eine richtige Lösung gefunden wurde (Abg. Mag. Hakl – in Richtung der Abg. Dr. Gabriela Moser –: Was schlagen Sie vor statt einer Verordnung, Frau Kollegin?), eine Lösung, die auch individuelle und regionale Unterschiede berücksichtigt, und dass es gar keine andere sinnvollere Lösung in diesem Zusammenhang gegeben hat. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Meine Damen und Herren! Ich glaube, dass hier eine gute, eine richtige Lösung gefunden wurde (Abg. Mag. Hakl – in Richtung der Abg. Dr. Gabriela Moser –: Was schlagen Sie vor statt einer Verordnung, Frau Kollegin?), eine Lösung, die auch individuelle und regionale Unterschiede berücksichtigt, und dass es gar keine andere sinnvollere Lösung in diesem Zusammenhang gegeben hat. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Böhm: Unerhört!
Abgeordnete Mag. Karin Hakl (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Im Unterschied zum Kollegen Wittauer wundert es mich nicht, dass die Grünen nicht zustimmen. Ich möchte – vielleicht nicht uninteressant für alle Anwesenden – einmal erzählen, was vor 14 Tagen in Tirol Frau Dr. Christine Baur, Nummer zwei auf der Grünen-Liste im Land Tirol – erklärtes Ziel der Grünen: ihr Einzug ins Parlament –, zu Flughäfen in Österreich gesagt hat. Sie hat ganz ausdrücklich gesagt, sie ist dafür, dass der Flughafen in Innsbruck zur Gänze geschlossen wird. (Abg. Böhm: Unerhört!) Wir bräuchten ihn nicht. Der Flughafen gehöre ganz weg!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Ich möchte noch eingehen auf den Tagesordnungspunkt, der bereits vorher im Rahmen der Abänderung der Straßenverkehrsordnung diskutiert wurde, nämlich die nunmehr zulässige Zubringung von Gütern von und zu Flughäfen auch am Wochenende durch LKW, und möchte dazu ausführen, dass ausdrücklich von mir und den Kollegen darunter verstanden wird und wurde, dass nur solche Zubringungen zu Flughäfen unter diese Ausnahmeregelung fallen, die unaufschiebbar sind und zwingend notwendig am Wochenende durchgeführt werden müssen. Das sind in Summe 60 Fahrten am Wochenende. Alles andere ist unter diese Ausnahmebestimmung jedenfalls nicht zu subsumieren. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es handelt sich hier um eine sinnvolle Harmonisierung, und wir werden daher unsere Zustimmung erteilen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Schweisgut: Das war eine tatsächliche Bestätigung!
Ich berichtige: Meine Kollegin Baur in Tirol hat gesagt: Wenn Sie mich persönlich fragen, dann sage ich Ihnen persönlich als lärmgeplagte Anrainerin, dass ich persönlich Flughäfen nicht für günstig halte. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Schweisgut: Das war eine tatsächliche Bestätigung!)
Abg. Eder: He!
Aber was machen jetzt die Grünen? – Weil es gut hineinpasst, wird verunsichert, wird von einer „Katastrophe“ gesprochen, weil jetzt Flughäfen ausgebaut werden. Sie machen eine Politik, bei der Sie Leute verunsichern – und das finde ich mies! (Abg. Eder: He!) Das ist wirklich nicht in Ordnung!
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Es steht hier kein Schwellenwert drinnen, das ist ja das Wesentliche, sondern es wird im Verfahren festgelegt, welche Schwellenwerte es überhaupt geben darf. Man muss schon bei der Wahrheit bleiben und darf die betroffenen Menschen nicht verunsichern. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Rest-Hinterseer.
Ich wohne in Salzburg direkt neben dem Flughafen und kann das daher sagen. In Salzburg haben wir mehr als 300 Flugbewegungen pro Tag. Was die Entwicklung auf dem Salzburger Flughafen betrifft, so hatten wir vor 20 Jahren noch eine Flugbewegung von zirka zehn bis 20 Flugzeugen pro Tag. Mittlerweile haben wir, vor allem im Winter – Frau Kollegin, Sie kommen ja aus Dorfgastein, aus dem Gasteinertal, und wissen, wie sehr der Winter-Tourismus mit neuen Gästen, nämlich vorwiegend aus Russland, zugenommen hat –, jedes Wochenende zwischen 20 und 35 Flugzeuge und damit zwischen 2 000 und 3 000 Personen aus Russland abzufertigen. (Zwischenruf der Abg. Rest-Hinterseer.)
Abg. Brosz: Sind Sie irgendwann im Süden Wiens herumgefahren?
Man muss schon relativieren. Sie behaupten, dass der Lärm zunimmt. Ich hingegen kann sagen: Der Fluglärm hat auf Grund der technischen Entwicklung, und zwar gerade in Bezug auf die Technologie der Flugzeuge und vor allem auf die Technologie der Triebwerke, stark abgenommen. (Abg. Brosz: Sind Sie irgendwann im Süden Wiens herumgefahren?)
Abg. Sburny: Erklären Sie das den Anrainern!
Früher hat man Flugzeuge gehabt mit zirka 4 000 bis 5 000 Kilopond Schubkraft, wie etwa bei der DC-9. Diese Flugzeuge hatten eine Lärmentwicklung wie eine heutige Boeing 747. Mittlerweile werden Triebwerke verwendet, die es ermöglichen, dass 300 bis 400 Personen in einem Flieger befördert werden. Ich erwähne da die Boeing „Triple Seven“, die nur mehr zwei Triebwerke hat. Diese Boeing erzeugt nicht einmal mehr die Hälfte des Fluglärms einer Boeing 747 oder einer Boeing 707. Ich glaube, da muss man schon relativieren. (Abg. Sburny: Erklären Sie das den Anrainern!)
Abg. Brosz: Sind das Querulanten nach Ihrer Diktion?
Weil Sie sagen, dass Sie so viele Anrainer kennen, die sich beschweren, möchte ich Ihnen zum Abschluss eine Zahl nennen, weil ich glaube, dass es wichtig ist, dass man relativiert. (Abg. Brosz: Sind das Querulanten nach Ihrer Diktion?) So hat etwa der Klub der Freunde des Flughafens am Salzburger Flughafen mittlerweile über 1 000 Mitglieder, während man den Klub der Flughafengegner auflösen musste, da er weniger als zehn Mitglieder hatte. Auch das sei angemerkt! – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: ... Bürgerinitiativen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: ... Bürgerinitiativen!
Weil Sie sagen, dass Sie so viele Anrainer kennen, die sich beschweren, möchte ich Ihnen zum Abschluss eine Zahl nennen, weil ich glaube, dass es wichtig ist, dass man relativiert. (Abg. Brosz: Sind das Querulanten nach Ihrer Diktion?) So hat etwa der Klub der Freunde des Flughafens am Salzburger Flughafen mittlerweile über 1 000 Mitglieder, während man den Klub der Flughafengegner auflösen musste, da er weniger als zehn Mitglieder hatte. Auch das sei angemerkt! – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: ... Bürgerinitiativen!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir stimmen auf jeden Fall diesem Übereinkommen zu. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Kukacka.
Herr Staatssekretär, warum schreiben Sie nicht hinein: 54 Dezibel? Warum schreiben Sie nicht hinein: An Minimalgrenzen der Nachbarn zu orientieren? (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Kukacka.) Warum legen Sie das nicht fest? Warum lassen Sie alles offen?
Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Das stimmt ja nicht!
Eine Verordnung entzieht sich jeder Kontrolle des Parlaments. (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Das stimmt ja nicht!) – Das ist Ihre Umweltpolitik! Das ist Ihre Gesundheitspolitik! Das alles nur, damit die Anrainer praktisch betrogen werden und die Wirtschaft und der Flughafen expandieren kann. Deswegen noch einmal unser Protest!
Beifall bei den Grünen.
Ihre Vorgangsweise mit der Einbringung des Antrages 5 Minuten vor der Abstimmung und die von mir zitierte Formulierung beweisen eindeutig, dass da mehr dahinter steckt als das, was Sie zugeben. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, dass das der weitaus intelligentere Weg ist. Ein Beharren auf Sturheit, die Sie hier an den Tag legen, und ein Nicht-Klären von Kompetenzstreitigkeiten zwischen den Ministerien bringen niemanden weiter. Das „verunattraktiviert“ diesen Lehrberuf. Ich glaube nicht, dass das irgendeine positive Lösung herbeiführen könnte, und hoffe sehr, dass Sie diesem unserem Abänderungsantrag zustimmen werden. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Kollegin Bayr! Ich glaube, es ist so, dass halt momentan diese Berufskraftfahrerausbildung nicht den Richtlinien der EU entspricht. Momentan können wir es nicht machen, aber es wird sicher – und das ist auch in unserem Interesse – dahin gehend an einer Lösung gearbeitet, dass wir die Lehrabschlussprüfung diesen neuen Richtlinien anpassen, und wenn das der Fall ist, dann können wir auch dieses Kapitel abschließen. In diesem Sinne: für ein sicheres Österreich! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Das wäre auch ein wesentlicher Punkt, um die Verkehrssicherheit zu verbessern – wofür Sie ja alle sind! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Warten wir ab, was das Vormerksystem gebracht hat, diskutieren wir dann, wenn wir die ersten Ergebnisse haben, aber überbringen wir der Bevölkerung, den Autofahrern nicht jetzt schon wieder die Meldung: Jetzt strafen wir euch noch einmal ein bisschen mehr! – Ich würde davon Abstand nehmen, daher werden wir diesen Anträgen natürlich nicht unsere Zustimmung geben. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Da sind aber in erster Linie die Länder gefordert, dem Bund zu sagen, was sie selbst gerne hätten. Dass ich als Autofahrer es gerne hätte, dass die LKW nicht direkt vor meiner Nase auf meine Spur wechseln, nämlich ohne zu blinken, im Wissen, der Stärkere zu sein, dagegen ist bestimmt nichts einzuwenden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Jetzt gehen wir ein bisschen in die Tiefe!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Wattaul. (Abg. Dr. Cap: Jetzt gehen wir ein bisschen in die Tiefe!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Das war aber hart!
Allein das ist schon so widersinnig – und dass Sie von den Grünen sich getrauen, das in einen Antrag hineinzuschreiben, beweist, dass die Grünen nicht einmal im geringsten Ansatz eine Ahnung von Verkehrspolitik haben, geschweige denn, da irgendeine Verantwortung übernehmen wollen. Ich hoffe wirklich, dass das auch nie der Fall sein wird, denn die Grünen – heute haben Sie das wiederum bewiesen – sind nicht nur nicht ernst zu nehmen, sondern eigentlich überhaupt kein politischer Faktor mehr. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Das war aber hart!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bitte daher, meine Damen und Herren, um Zustimmung zu diesem Antrag, denn das ist wirklich im Sinne der Gemeinden, der Kinder und natürlich auch der Eltern. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Aber bei der Begründung geht das nicht!
Ziel, sehr geehrte Damen und Herren, sollte doch eine Straffung der Verwaltung sein, aber damit wird dieses Ziel ganz sicherlich nicht erreicht. Ganz im Gegenteil! Deshalb ersuche ich abschließend, diesem entsprechenden Antrag von uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten die Zustimmung zu erteilen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Aber bei der Begründung geht das nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Mit unserem Abänderungsantrag geben wir Ihnen die Gelegenheit, doch noch eine sinnvolle Lösung zustande zu bringen. Ich lade Sie ein, das zu tun. Falls das nicht geschieht, müssen wir Ihren nicht ganz korrekten Vorschlag ablehnen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Geh weiter! Jetzt hör auf!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Werner Kummerer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Es ist nicht sehr überraschend, dass wir uns neuerlich mit der Wasserrechtsgesetznovelle 2006 beschäftigen müssen: Der Einspruch des Bundesrates war zu erwarten. (Abg. Grillitsch: Geh weiter! Jetzt hör auf!)
Allgemeiner Beifall. – Heiterkeit bei der SPÖ.
Ich werde dem neuen Nationalrat nicht mehr angehören. Ich bedanke mich für die Zusammenarbeit, für die teilweise emotionalen Diskussionen – und insbesondere bei Heinz Gradwohl für seine Geduld! (Allgemeiner Beifall. – Heiterkeit bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Lassen Sie mich mit einer Bitte schließen: Grundwasserschutz ist ein prioritäres Projekt für unsere Republik. Und das soll auch in Zukunft so bleiben. – Herzlichen Dank. (Allgemeiner Beifall.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ sowie Zwischenruf der Abg. Pfeffer.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Irgendwie wurde in der heutigen Rede des Kollegen Kummerer sichtbar, dass es ihm nicht leicht gefallen ist, diesem Gesetz nicht zuzustimmen. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ sowie Zwischenruf der Abg. Pfeffer.)
Allgemeiner Beifall.
Nichtsdestotrotz, lieber Werner Kummerer, möchte auch ich mich bei dir für deine sachliche Zusammenarbeit bedanken! Es hat natürlich auch immer wieder emotionale Auseinandersetzungen gegeben, aber das belebt ja das politische Geschäft. Letztlich warst du, Kollege Kummerer, aber ein Handschlagspartner, und ich wünsche mir, dass dein Nachfolger eine ebensolche Handschlagsqualität haben und hoffentlich auch im Landwirtschaftsausschuss vertreten sein wird, damit wir auch weiterhin eine gute Agrarpolitik für Österreich machen können! – Herzlichen Dank! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Ich bitte ich Sie daher, Ihre Position eventuell nochmals zu überdenken, ob Sie diesem Zukunftssicherungsgesetz nicht doch zustimmen können! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Grillitsch: Warst du nicht da?
Jetzt haben wir diese – wie ich sagen möchte – inhaltlich leere Rede des Kollegen Grillitsch gehört, der mit keinem Wort wirklich klargelegt hat, worin die großen Schritte bei dieser Novelle bestehen. (Abg. Grillitsch: Warst du nicht da?)
Zwischenruf des Abg. Eßl.
Kollege Grillitsch, unsere Kritik bleibt aufrecht: Bundesminister Pröll hat in den letzten Monaten mehrere Dinge umgesetzt, die in die Gegenrichtung beziehungsweise in die falsche Richtung gehen. Es gibt nämlich nicht mehr Grundwasserschutz, sondern mehr Nitrateintrag und mehr Verschmutzung von Wasser in Österreich, und zwar konkret durch die Änderung des Nitrataktionsprogramms. Die Stickstoffwerte wurden erhöht, das habe ich letztes Mal schon erklärt. (Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Zwischenruf des Abg. Prinz.
Zweiter Punkt: Das Agrar-Umweltprogramm ÖPUL wird zwar noch mit der EU verhandelt, und ich erwarte auch, dass es im Rahmen von Debatten im Herbst und vor allem auch bei allfälligen Regierungsverhandlungen – egal, wer diese führen wird – zu massiven Anpassungen kommen wird. (Zwischenruf des Abg. Prinz.) Das erwarte ich mir, weil dieses Programm erst ab 2007 zur Umsetzung kommt. Es besteht da ein Nachschärfungs- und ein dringender Handlungsbedarf.
Zwischenruf des Abg. Ellmauer.
Dritter Punkt: Herr Bundesminister, Sie haben auch im Bereich der Hochwasserschutzmaßnahmen kläglich versagt, und zwar speziell im Zusammenhang mit dem Wasserrechtsgesetz. Sie haben einen Brief von Landesrat Anschober und von Landeshauptmann Pühringer bekommen, in dem man Sie ersucht hat, den § 38 des Wasserrechtsgesetzes insofern zu ändern, als im Bereich des dreißigjährigen Hochwassers ein generelles Genehmigungsverbot für Anlagen verordnet werden soll, weil damit quasi vorgesorgt wird, dass Schäden gar nicht erst auftreten können. Das oberösterreichische Raumordnungsgesetz sieht auch ein Bauverbot im Bereich des dreißigjährigen Hochwassers vor, und es wäre nur vollkommen folgerichtig gewesen, das auch im Wasserrechtsgesetz zu verankern. (Zwischenruf des Abg. Ellmauer.)
Abg. Prinz: Sie haben keine Ahnung!
Das ist ein Ersuchen des Landeshauptmannes von Oberösterreich. Wir waren vom Hochwasser massiv betroffen, und man sieht ja, was die oberösterreichischen Abgeordneten hier tun, nämlich gar nichts! (Abg. Prinz: Sie haben keine Ahnung!) Sie haben sich weder im Ausschuss dafür eingesetzt noch bisher in irgendeiner Wortmeldung für diese Initiative Oberösterreichs stark gemacht!
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ellmauer.
Da sieht man, wie weit es her ist mit dem Herrn Umweltminister: In der Sache selbst schöne Worte, keine Frage, das versteht er! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ellmauer.) Das ist ein Teil des politischen Geschäfts! Wenn man sich die Dinge aber im Detail anschaut –diese Kritik kann ich Ihnen nicht ersparen, Herr Bundesminister! –, sieht man, dass der Weg, den Sie jetzt eingeschlagen haben, ein Weg in Richtung Intensivierung der Landwirtschaft ist. – Wir werden diesen Weg sicherlich nicht mitgehen! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Da sieht man, wie weit es her ist mit dem Herrn Umweltminister: In der Sache selbst schöne Worte, keine Frage, das versteht er! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ellmauer.) Das ist ein Teil des politischen Geschäfts! Wenn man sich die Dinge aber im Detail anschaut –diese Kritik kann ich Ihnen nicht ersparen, Herr Bundesminister! –, sieht man, dass der Weg, den Sie jetzt eingeschlagen haben, ein Weg in Richtung Intensivierung der Landwirtschaft ist. – Wir werden diesen Weg sicherlich nicht mitgehen! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich sage Ihnen etwas: Wenn man sich unsere Seen und unsere Flüsse anschaut und vergleicht, wie es vor 15 bis 20 Jahren war und wie es heute ist, dann können wir feststellen, dass das eine Erfolgsgeschichte ist! Und es ist ein bisschen wagemutig, wenn wir hier eine EU-Richtlinie beschließen, so zu tun, als könnte der Landwirtschaftsminister oder der Umweltminister jetzt alles auf einmal ändern! Aber Sie sind herzlich eingeladen, unsere gute Umweltpolitik im Herbst weiterhin mit zu tragen. Wir laden Sie ein, mit uns zu reden, denn ich glaube, diese Regierung wird weiterhin die Funktion übernehmen, unseren Lebensraum zu schützen, unsere Landwirtschaft schützen, die Menschen zu schützen und alle Maßnahmen zu treffen, damit es in unserem Lande weiterhin nach oben geht. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Diese Wasserrechtsgesetznovelle ist in der logischen Kette der ständigen Verbesserung der Wasserqualität in Österreich zu sehen. Und ich stehe nicht an, mich bei jemandem zu bedanken, der mich sowohl in meinem Wahlkreis im Weinviertel, zwar als politischer Konkurrent, aber doch, ständig begleitet hat. Ich bedanke mich bei Werner Kummerer an dieser Stelle recht herzlich! Ich möchte das sagen, weil du sicherlich auch in den letzten Jahren und über ein Jahrzehnt die Wasserpolitik mit beeinflusst hast, und zwar sehr oft mit sehr brauchbaren, manchmal auch mit weniger brauchbaren Vorschlägen, aber das ist so im politischen Geschäft. Ich danke dir auch persönlich für die sehr anregenden Diskussionen, die wir auf Ebene unserer gemeinsamen Heimatregion in Niederösterreich, aber auch hier im Parlament und im Landwirtschaftsausschuss führen konnten. Das war mir immer ein Vergnügen. Alles Gute und danke für die tolle Unterstützung!. Schade, dass es heute nicht so weit gekommen ist! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es war heute wirklich interessant, Kollegen Pirklhuber zuzuhören, der beklagt hat, welche Verschlechterungen plötzlich eingetreten seien. – Herr Kollege Pirklhuber, es ist Ihnen dringend anzuraten, sich mit Ihrem Landesrat Anschober in Verbindung zu setzen, der diese Woche in einer Presseaussendung in Oberösterreich die hervorragende Verbesserung der Wasserqualität gelobt hat! Mehr braucht man da wohl nicht dazu zu sagen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Wasserrecht ist aber Bundessache!
Herr Kollege Pirklhuber, zum Zweiten: Sie sind ja nicht erst seit heute hier im Parlament. Sie wissen selbst, dass Bauordnung und Raumordnung Landessache sind. (Abg. Dr. Pirklhuber: Wasserrecht ist aber Bundessache!) Wenn Sie sich abputzen wollen und meinen: Der Herr Bundesminister soll das machen!, damit Sie dann im Lande sagen können: Diese „Bösen“ in Wien haben wieder neue Vorschriften gemacht!, dann sage ich Ihnen, Herr Kollege: So einfach geht das nicht! Nur zu kritisieren, ist herzlich wenig!
Abg. Freund: Er kennt sich nicht aus!
Meine Damen und Herren, es stimmt auch nicht, dass es innerhalb des 30-jährigen Hochwassers ein Bauverbot gibt. Es gibt innerhalb des 100-jährigen Hochwassers in Oberösterreich ein Bauverbot. Betreffend das 30-jährige Hochwasser wurde fixiert, dass entsprechende Maßnahmen vorzuschreiben sind. Sie müssten das wissen! Und wenn Sie es nicht wissen, dann schauen Sie nach! (Abg. Freund: Er kennt sich nicht aus!) Das ist sein Problem – und nicht unseres! (Heiterkeit der Abg. Lentsch.)
Heiterkeit der Abg. Lentsch.
Meine Damen und Herren, es stimmt auch nicht, dass es innerhalb des 30-jährigen Hochwassers ein Bauverbot gibt. Es gibt innerhalb des 100-jährigen Hochwassers in Oberösterreich ein Bauverbot. Betreffend das 30-jährige Hochwasser wurde fixiert, dass entsprechende Maßnahmen vorzuschreiben sind. Sie müssten das wissen! Und wenn Sie es nicht wissen, dann schauen Sie nach! (Abg. Freund: Er kennt sich nicht aus!) Das ist sein Problem – und nicht unseres! (Heiterkeit der Abg. Lentsch.)
Heiterkeit.
sein wird: Er verkörpert die andere Seite, nämlich die des Genießers. (Heiterkeit.) Auch dir, lieber Heinz Gradwohl, sage ich ein besonderes Dankeschön! Das Arbeiten mit dir war angenehm, war anstrengend, war aber immer fair, und du hattest immer Handschlagqualität. Das gilt übrigens für beide. Herzlichen Dank! Herzliche Gratulation zu dem, was ihr hier gemacht habt! Ihr habt uns manchmal zu Recht erinnert und manchmal vielleicht zu Unrecht „sekkiert“. Jedenfalls war es aber insgesamt ein schönes Arbeiten!
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Meine Damen und Herren, es ist nicht verwunderlich, dass wir überzeugt davon sind, dass diese Wasserrechtsgesetznovelle der richtige Weg ist. Schauen Sie doch nach, ob das Wasser besser oder schlechter geworden ist! – Die Qualität hat sich auf Grund gesetzlicher Rahmenbedingungen, durch vernünftige Bewirtschaftung und durch die hervorragende Arbeit unserer Wasserbauer verbessert! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Wenn Kollege Pirklhuber hier herauskommt und schlecht über die Wasserqualität redet, dann frage ich ihn: In welchem Land dieser Welt ist die Wasserqualität besser? Wo ist sie so gut wie in Österreich? – Ich sage Ihnen: Sie ist nirgends so gut wie in Österreich! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
In Summe ist das also ein gutes Gesetz, und ich glaube, wir alle sollten dem zustimmen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Kopf sucht kurz, bevor er sich zum Rednerpult begibt, in seinen Unterlagen.
Erster Debattenredner ist Herr Abgeordneter Kopf. – Bitte. (Abg. Kopf sucht kurz, bevor er sich zum Rednerpult begibt, in seinen Unterlagen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Ich bitte um Entschuldigung für die kleine Verzögerung. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) – Darum habt ihr mich als Sportsprecher.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Neudeck: Nach diesen Argumenten bin ich auch dafür!
Das Ganze sollte weitestgehend unbestritten sein – war es ja auch in den Debatten –, und ich bitte um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Neudeck: Nach diesen Argumenten bin ich auch dafür!)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Vor etwas mehr als einem Jahr hat ja die Regierung hier den Vorschlag vorgelegt, das UVP-Gesetz massiv zu verschlechtern, und zwar auf Kosten der Umwelt, der betroffenen Menschen, der Anrainer, der Nachbarn. Hintergrund war der Versuch, der strauchelnden ÖVP in der Steiermark zu helfen. Sie erinnern sich daran: Es hat nichts genützt. Die ÖVP ist tief gefallen, und hat die Wahl zu Recht verloren – nicht nur aus diesem Grund, aber auch aus diesem Grund. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Abg. Rädler: Genau! Ja!
Es ist am 1. Oktober dieses Jahres Zeit für die Bevölkerung, etwas zu ändern (Abg. Rädler: Genau! Ja!), dass Umwelt wieder eine Rolle spielt. Dafür bedarf es aber anderer Regierungsparteien und auch eines anderen Umweltministers. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Krainer, der Hellseher!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Krainer, der Hellseher!
Es ist am 1. Oktober dieses Jahres Zeit für die Bevölkerung, etwas zu ändern (Abg. Rädler: Genau! Ja!), dass Umwelt wieder eine Rolle spielt. Dafür bedarf es aber anderer Regierungsparteien und auch eines anderen Umweltministers. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Krainer, der Hellseher!)
Abg. Mag. Weinzinger: „Wir sind Weltmeister!“ Mindestens!
Einmal mehr ist zu erwähnen, dass genau diese Änderungen, die in diesen Vereinbarungen enthalten sind, von Österreich schon gesetzlich umgesetzt sind. Österreich spielt generell im UVP-Bereich eine sehr vorbildliche Rolle, das sagt auch der Bericht der EU-Kommission, wenn es um die Anwendung der UVP-Richtlinien der EU geht (Abg. Mag. Weinzinger: „Wir sind Weltmeister!“ Mindestens!) – auch im Inland. Wenn Sie den Bericht genauer lesen, erkennen Sie das.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Wir sind im Umweltbereich auf einem guten Weg, wir müssen aber ständig wachsam sein, um diesen unseren guten Standard zu halten. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Das ist aber nett! So ein Glück, was er hat!
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Auch wir begrüßen die Ratifikation der Espoo-Konvention. Ich finde zwar die Wortwahl des Herrn Kollegen Kopf, der davon gesprochen hat, dass wir sie „freigeben“, ein bisschen merkwürdig, aber das sei ihm als künstlerische Freiheit zugestanden. (Abg. Neudeck: Das ist aber nett! So ein Glück, was er hat!) Ja, stellen Sie sich vor! (Abg. Mag. Molterer: Das darf nicht wahr sein!) – Man könnte das auch kritischer würdigen.
Abg. Mag. Molterer: Das darf nicht wahr sein!
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Auch wir begrüßen die Ratifikation der Espoo-Konvention. Ich finde zwar die Wortwahl des Herrn Kollegen Kopf, der davon gesprochen hat, dass wir sie „freigeben“, ein bisschen merkwürdig, aber das sei ihm als künstlerische Freiheit zugestanden. (Abg. Neudeck: Das ist aber nett! So ein Glück, was er hat!) Ja, stellen Sie sich vor! (Abg. Mag. Molterer: Das darf nicht wahr sein!) – Man könnte das auch kritischer würdigen.
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll. – Abg. Grillitsch: Wo gibt es Massentierhaltung? Die gibt es nicht! – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Ein anderes Beispiel: Es ist so, dass Massentierhaltungen bis heute keiner einzigen vollen inhaltlichen Prüfung unterzogen worden sind, sondern alle im Feststellungsverfahren abgehandelt werden. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll. – Abg. Grillitsch: Wo gibt es Massentierhaltung? Die gibt es nicht! – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Abg. Hornek: Die kleinststrukturierte Form in Europa!
Herr Abgeordneter Grillitsch, dass gerade Sie Interesse daran haben, dass es in Österreich offiziell keine Massentierhaltung, die UVP-pflichtig wäre, gibt (Abg. Hornek: Die kleinststrukturierte Form in Europa!), überrascht mich jetzt nicht besonders. Dass der Bauernbund immer die eigene Klientel besonders schützt, ist sein gutes Recht und seine Aufgabe, ist aber jedenfalls kein Schutz der Umwelt, den Sie damit betreiben.
Abg. Hornek: Wo? Wo?
Als Niederösterreicherin könnte ich Ihnen eine ganze Reihe von Schweinemastbetrieben zeigen (Abg. Hornek: Wo? Wo?), die eigentlich unter das UVP-Gesetz fallen würden, wenn man im Projekt nicht immer die Besatzzahlen so angeben würde, dass sie damit durchkommen. – Stinken tut es dann trotzdem, sowohl im übertragenen als auch im buchstäblichen Sinne. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Als Niederösterreicherin könnte ich Ihnen eine ganze Reihe von Schweinemastbetrieben zeigen (Abg. Hornek: Wo? Wo?), die eigentlich unter das UVP-Gesetz fallen würden, wenn man im Projekt nicht immer die Besatzzahlen so angeben würde, dass sie damit durchkommen. – Stinken tut es dann trotzdem, sowohl im übertragenen als auch im buchstäblichen Sinne. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinne kann ich Sie nur auffordern, sich vor der Umweltverträglichkeitsprüfung nicht zu fürchten, schon gar nicht in der Landwirtschaft, wenn Sie nichts zu verbergen haben. Warum gehen die Projekte immer so aus, dass Sie die UVP vermeiden? Nehmen Sie sich ein Herz, unterziehen Sie sich auch der Umweltverträglichkeitsprüfung, und machen Sie endlich Nägel mit Köpfen und ein schärferes UVP-Gesetz! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Weinzinger: Seitenstetten, ...!
Abgeordneter Erwin Hornek (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Mit großer Verwunderung habe ich die Worte der Frau Abgeordneten Weinzinger gehört, die trotz wiederholter Nachfrage nicht beantworten konnte, wo diese großen Viehställe in Österreich stehen. (Abg. Mag. Weinzinger: Seitenstetten, ...!)
Abg. Oberhaidinger: Nein!
Heute wird bei diesem Tagesordnungspunkt als Letzter ein Kollege ans Rednerpult treten, den ich schätze, Herr Kollege Oberhaidinger. Er wird heute zum letzten Mal hier ans Rednerpult treten. (Abg. Oberhaidinger: Nein!) Er ist einer, der sich immer an Fakten gehalten hat (Abg. Oberhaidinger: Kollege Hornek, ich muss dich enttäuschen, ich komme noch einmal!), nicht in Bezug auf Viehställe, sondern in Bezug auf Energie.
Abg. Oberhaidinger: Kollege Hornek, ich muss dich enttäuschen, ich komme noch einmal!
Heute wird bei diesem Tagesordnungspunkt als Letzter ein Kollege ans Rednerpult treten, den ich schätze, Herr Kollege Oberhaidinger. Er wird heute zum letzten Mal hier ans Rednerpult treten. (Abg. Oberhaidinger: Nein!) Er ist einer, der sich immer an Fakten gehalten hat (Abg. Oberhaidinger: Kollege Hornek, ich muss dich enttäuschen, ich komme noch einmal!), nicht in Bezug auf Viehställe, sondern in Bezug auf Energie.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Dies sind mehrere Beispiele dafür, dass Europa zusammenwächst, auch dann, wenn es um Umweltthematiken geht, die über nationale Grenzen hinausgehen. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Ich möchte an dieser Stelle an den Finanzminister – nicht an Sie, Herr Bundesminister Pröll, denn der Finanzminister ist der Zuständige – appellieren, die Prüfung dieser Exporthaftung seriös und wirklich umsichtig vorzunehmen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Das soll in den nächsten vier bis acht Wochen entschieden werden. Ich glaube, dass ein Nein möglicherweise eine sinnvollere Entscheidung ist als ein Ja mit großem Bauchweh. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte an dieser Stelle an den Finanzminister – nicht an Sie, Herr Bundesminister Pröll, denn der Finanzminister ist der Zuständige – appellieren, die Prüfung dieser Exporthaftung seriös und wirklich umsichtig vorzunehmen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Das soll in den nächsten vier bis acht Wochen entschieden werden. Ich glaube, dass ein Nein möglicherweise eine sinnvollere Entscheidung ist als ein Ja mit großem Bauchweh. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit.
Die Abstimmung könnte sich als schwierig erweisen, da die Einläutglocke das Zeitliche gesegnet hat. (Ironische Heiterkeit.) Sollten die Damen und Herren hier nicht übernachten wollen, dann sollte man Abgeordnete herbeischaffen.
Abg. Rädler – auf dem Weg zum Rednerpult –: Gut, dann gibt es keine Redezeitbeschränkung, nicht?
Herr Abgeordneter Räder, Sie sind am Wort. (Abg. Rädler – auf dem Weg zum Rednerpult –: Gut, dann gibt es keine Redezeitbeschränkung, nicht?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Ich meine, dass das UVP-Gesetz ein taugliches Instrument ist, den Umweltstandard in Österreich zu sichern und auszubauen und dass diese Bundesregierung mit dieser neuerlichen Maßnahme einen weiteren positiven Schritt in der österreichischen Umweltpolitik gesetzt hat. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da wir der Meinung sind, dass dieses Übereinkommen für den Umweltschutz von großer Wichtigkeit ist, stimmen wir dieser Regierungsvorlage natürlich zu. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Der Minister hat heute nichts zu sagen!
schusses vertagt. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Der Minister hat heute nichts zu sagen!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Lieber Kollege Kopf, es wundert mich daher nicht, dass du etwas zu spät zum Rednerpult gekommen bist. Du hast wahrscheinlich rein reflexartig geglaubt, dass dieser Tagesordnungspunkt auch noch vertagt wurde und daher das Thema Umwelt eigentlich gar nicht auf der Tagesordnung steht. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kopf: Beim letzten Mal nicht!
Ich schätze Kollegen Kopf an und für sich sehr: Es kommt aber nicht von ungefähr, dass er meiner Ansicht nach der „Vertagungssprecher“ der ÖVP-Fraktion ist. (Abg. Kopf: Beim letzten Mal nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neugebauer: Der nächste Prophet!
Die Belastungen sind gestiegen – ich denke da etwa an die CO2-Belastung –, wir entfernen uns vom Kyoto-Ziel und nähern ihm uns nicht; ich denke an steigende Feinstaubbelastung. Herr Bundesminister Pröll, ich glaube, die breite Öffentlichkeit hat keine Geduld mehr, sie hat kein Vertrauen mehr, und sie wird bei den Wahlen einfach eine andere Regierung wählen, damit sie jene Umweltpolitik erhält, die sie sich wünscht. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neugebauer: Der nächste Prophet!)
Abg. Krainer: Der Landwirtschaftsminister findet es überhaupt nicht mehr wert, zu sprechen!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen. – Bitte, Platz zu nehmen! (Abg. Krainer: Der Landwirtschaftsminister findet es überhaupt nicht mehr wert, zu sprechen!)
Abg. Neudeck: Welchen Staatssekretär meinen Sie?
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Herr Präsident! Herr Rechnungshofpräsident! Heute geht mir ja hier nicht nur der Vizekanzler und Verkehrsminister ab, sondern ausnahmsweise sogar der Staatssekretär für Verkehr. Vielleicht kommt er noch, denn er ist ja auch einer der größten Kritiker des Herrn ÖBB-General Huber (Abg. Neudeck: Welchen Staatssekretär meinen Sie?) – wie ich hier lese –:
Abg. Neudeck: Warum sagen Sie nicht, dass ...? – Abg. Steibl: Und was ist mit dem ÖGB in der Steiermark?
Ich erinnere auch an den damaligen glatten Bruch des Vergabe- und Aktienrechtes bei der Bestellung von Herrn Zimmermann oder an die Wahlwerbung gemeinsam mit Frau Klasnic in der Steiermark oder an die Fehldispositionen Hubers im Zusammenhang mit der Slowakei. (Abg. Neudeck: Warum sagen Sie nicht, dass ...? – Abg. Steibl: Und was ist mit dem ÖGB in der Steiermark?) Stark ist Herr Huber beim Klagen von Abgeordneten; allerdings hat er auch diese Klage verloren.
Beifall bei der SPÖ.
Also mir wäre es wirklich lieber, wenn sich Herr Huber einmal den Fragen der Abgeordneten hier im Parlament stellen würde, aber nicht den Fragen der Kinder! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Das ist ja ungeheuerlich! Das ist ungeheuerlich, was Sie hier behaupten!
Was wird kontrolliert? – Das, was der Regierung im Wahlkampf nützt. (Abg. Wittauer: Das ist ja ungeheuerlich! Das ist ungeheuerlich, was Sie hier behaupten!) Was wird nicht kontrolliert? – Das, was der Regierung schadet. Was ist mit Berichten vom Rechnungshof mit Konsequenzen, was ist mit der e-card, was mit den Panzern, die Herr Fasslabend in der Wiese hat verrosten lassen? Was ist mit dem Visa-Skandal? Was ist mit den Auskunftspersonen Grasser und Flöttl junior in der BAWAG-Affäre? (Abg. Neudeck: Kann man den Redner zur Sache rufen?)
Abg. Neudeck: Kann man den Redner zur Sache rufen?
Was wird kontrolliert? – Das, was der Regierung im Wahlkampf nützt. (Abg. Wittauer: Das ist ja ungeheuerlich! Das ist ungeheuerlich, was Sie hier behaupten!) Was wird nicht kontrolliert? – Das, was der Regierung schadet. Was ist mit Berichten vom Rechnungshof mit Konsequenzen, was ist mit der e-card, was mit den Panzern, die Herr Fasslabend in der Wiese hat verrosten lassen? Was ist mit dem Visa-Skandal? Was ist mit den Auskunftspersonen Grasser und Flöttl junior in der BAWAG-Affäre? (Abg. Neudeck: Kann man den Redner zur Sache rufen?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das war eine weitläufige Rede!
Meine Damen und Herren! Das, was hier betrieben wird, ist nicht anderes als Demokratieverwüstung, und es ist in Wirklichkeit blanker Zynismus, wenn der Nationalratspräsident sagt, der Rechnungshof ist ein „Wachhund des Parlaments“. – Das stimmt einfach nicht! Sie sind dafür verantwortlich, dass er zu einem Schoßhündchen degradiert wurde, und dafür sollten sich die Regierungsparteien schämen, denn das ist eine bleibende Unkultur, die Sie in dieser Legislaturperiode hier hereingebracht haben! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das war eine weitläufige Rede!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Wir stehen zu den ÖBB, wir stehen zur Reform – und wir stehen auch zu diesem Rechnungshofbericht und machen das Beste daraus. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Ruf bei der ÖVP – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Kogler –: Hoffentlich steigerst du dich! – Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Mag. Kogler. (Ruf bei der ÖVP – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Kogler –: Hoffentlich steigerst du dich! – Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Abg. Wittauer: Da seid ihr aber die Besten ...!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Staatssekretär! Herr Kollege Wittauer, der Sie auf dem ÖVP-Klubobmannsessel sitzen: Die Kühlung des Plenarsaales ist an sich dazu gedacht, dass man nicht in der ersten Reihe irgendwelche sozusagen Hitzeferien ähnliche Veranstaltungen abhält. (Abg. Wittauer: Da seid ihr aber die Besten ...!)
Abg. Dr. Fekter: Aber Ihre Kollegen sind schon in Hitzeferien! – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Nur zur Einordnung der Berichte. (Abg. Dr. Fekter: Aber Ihre Kollegen sind schon in Hitzeferien! – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) – Herr Präsident!
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Hornek – in Richtung des Abg. Mag. Kogler –: Wenn Sie nichts zu sagen haben, dann setzen Sie sich! – Abg. Neudeck: Ich glaube, er ist so kaputt wie die Glocke!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Erheben Sie Ihre Stimme, Herr Abgeordneter! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Hornek – in Richtung des Abg. Mag. Kogler –: Wenn Sie nichts zu sagen haben, dann setzen Sie sich! – Abg. Neudeck: Ich glaube, er ist so kaputt wie die Glocke!)
Abg. Wittauer: Das war jetzt aber witzig! Gefällt uns gut!
Es ist auch noch bemerkenswert, dass der Beratungsaufwand natürlich im Zusammenhang mit dieser angeblichen ÖBB-Reform in einer Art und Weise explodiert ist, die Sie den Tabellen entnehmen können. Wir hoffen, dass sich die Erfolge der ÖBB-Reform nicht nur an den vermehrten Beratungsaufwendungen messen lassen, denn wenn da wirklich irgendetwas besser funktionieren sollte – wenn das überhaupt stimmt –, dann trotz dieser Reform, trotz der ständigen Einmischung von blauen und orangen Politikern in das Unternehmen und trotz dieser Verschwendungssucht, die man sich dort offensichtlich von der Regierungsbank abgeschaut hat. (Abg. Wittauer: Das war jetzt aber witzig! Gefällt uns gut!)
Abg. Neudeck: Brauchen wir nur einen Termin für einen Ausschuss!
Da geht es plötzlich: Auskunftspersonen, Termine um Termine. Aber wenn es darum geht – damit wir wissen, wovon wir reden –, die Jagdpanzerbeschaffung zu untersuchen, die in den neunziger Jahren schon dazu geführt hat, dass Staatsanwaltschaftsanzeigen gemacht wurden, wo sich herausgestellt hat, dass die Grünen Recht gehabt haben (Abg. Neudeck: Brauchen wir nur einen Termin für einen Ausschuss!), dass hier um zig Millionen mehr oder weniger Schrott angehäuft wurde, der dann irgendwo im niederösterreichischen Flachland in der Gegend vor sich hinrostet, darf nichts gemacht werden! Die e-card – dritter Teilbericht – darf nicht sein; der fällt verheerend für die ganze Vorgangsweise aus, und so weiter. (Abg. Neudeck: Sie machen keinen Ausschuss und sagen uns ...!)
Abg. Neudeck: Sie machen keinen Ausschuss und sagen uns ...!
Da geht es plötzlich: Auskunftspersonen, Termine um Termine. Aber wenn es darum geht – damit wir wissen, wovon wir reden –, die Jagdpanzerbeschaffung zu untersuchen, die in den neunziger Jahren schon dazu geführt hat, dass Staatsanwaltschaftsanzeigen gemacht wurden, wo sich herausgestellt hat, dass die Grünen Recht gehabt haben (Abg. Neudeck: Brauchen wir nur einen Termin für einen Ausschuss!), dass hier um zig Millionen mehr oder weniger Schrott angehäuft wurde, der dann irgendwo im niederösterreichischen Flachland in der Gegend vor sich hinrostet, darf nichts gemacht werden! Die e-card – dritter Teilbericht – darf nicht sein; der fällt verheerend für die ganze Vorgangsweise aus, und so weiter. (Abg. Neudeck: Sie machen keinen Ausschuss und sagen uns ...!)
Abg. Neudeck: Und ihr macht eine Sondersitzung an dem Tag!
Kollege Neudeck oder auch mein Vorredner, Kollege Gahr, Sie können da hundertmal behaupten; die Sozialdemokraten oder gar wir würden irgendwelche Ausschusstermine verhindern: Das ist doch lächerlich! Lesen Sie in den Präsidialprotokollen nach: Seit Monaten werden diese Termine gefordert! Sie hätten ... (Abg. Neudeck: Und ihr macht eine Sondersitzung an dem Tag!) Hören Sie doch auf mit der Sondersitzung, das ist
Abg. Gahr: Das glaubt Ihnen ja niemand!
doch völliger Humbug! Es hätten diese Ausschüsse schon viel früher stattfinden müssen! Seit März wird protokolliert, dass diese Ausschüsse bis zum Ende der Legislaturperiode, also jetzt, stattfinden sollten. (Abg. Gahr: Das glaubt Ihnen ja niemand!) Das kann ja nicht sein, dass eine einzige Sondersitzung der Grund dafür ist. Abgesehen davon werden Sie das nicht so ausspielen können. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
doch völliger Humbug! Es hätten diese Ausschüsse schon viel früher stattfinden müssen! Seit März wird protokolliert, dass diese Ausschüsse bis zum Ende der Legislaturperiode, also jetzt, stattfinden sollten. (Abg. Gahr: Das glaubt Ihnen ja niemand!) Das kann ja nicht sein, dass eine einzige Sondersitzung der Grund dafür ist. Abgesehen davon werden Sie das nicht so ausspielen können. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Weil Kulturausschuss war!
Wir haben Kompromissangebote bis zum Schluss gemacht. Erklären Sie doch, warum es gestern um 8 Uhr nicht möglich war – für den Kulturausschuss war nämlich schon Zeit! –, warum es gestern um 8 Uhr nicht möglich war, ohne Minister – ohne Minister, auch das ist noch zugestanden worden –, diese Dinge zu verhandeln? (Abg. Neudeck: Weil Kulturausschuss war!) Sie hätten auch heute auf der Tagesordnung sein können.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Gahr: „Sakristei“ ist da nicht am Platz! – Abg. Wittauer: Die Geschäftsordnung legst du auch so aus, wie du sie gerne haben möchtest!
Das ist ein glatter Missbrauch der Geschäftsordnung! Sie verwenden das Parlament als Vorstube und als „Sakristei“ der ÖVP-Parteizentrale, und auch wenn Sie hier noch so sehr Ihren Predigtdienst ableisten, es wird einfach nichts helfen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Gahr: „Sakristei“ ist da nicht am Platz! – Abg. Wittauer: Die Geschäftsordnung legst du auch so aus, wie du sie gerne haben möchtest!)
Abg. Neudeck: Auf diesem Niveau ist schwer zu diskutieren!
Man sollte sich grundsätzlich als Abgeordneter zumindest hin und wieder daran erinnern, dass man den Auftrag hat, die Regierung auch zu kontrollieren. (Abg. Neudeck: Auf diesem Niveau ist schwer zu diskutieren!) Sie wissen ganz genau – und der übernächste Tagesordnungspunkt ist der Beweis dafür –, dass wir in vielen Materien, namentlich in den meisten Punkten – und dort gibt es ja die längsten Tagesordnungen – des Finanzausschusses, immer auf Konsens verhandeln. Immer auf Konsens, jahrelang bei manchen Materien! Ich lasse mir von Ihnen nicht in dieser simplen und primitiven Art und Weise vorwerfen – ich schaue nicht Sie an, Herr Kollege Stummvoll, aber die anderen (Abg. Dr. Stummvoll: Habe ich immer anerkannt!) –, dass wir immer und überall nur dagegen sind.
Abg. Dr. Stummvoll: Habe ich immer anerkannt!
Man sollte sich grundsätzlich als Abgeordneter zumindest hin und wieder daran erinnern, dass man den Auftrag hat, die Regierung auch zu kontrollieren. (Abg. Neudeck: Auf diesem Niveau ist schwer zu diskutieren!) Sie wissen ganz genau – und der übernächste Tagesordnungspunkt ist der Beweis dafür –, dass wir in vielen Materien, namentlich in den meisten Punkten – und dort gibt es ja die längsten Tagesordnungen – des Finanzausschusses, immer auf Konsens verhandeln. Immer auf Konsens, jahrelang bei manchen Materien! Ich lasse mir von Ihnen nicht in dieser simplen und primitiven Art und Weise vorwerfen – ich schaue nicht Sie an, Herr Kollege Stummvoll, aber die anderen (Abg. Dr. Stummvoll: Habe ich immer anerkannt!) –, dass wir immer und überall nur dagegen sind.
Beifall bei den Grünen.
Aber Sie werden’s weiter so halten. Schauen Sie, wie weit Sie damit kommen. Sie werden aber sehen, dass das auch einmal Konsequenzen auf der anderen Seite hat! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Kräuter: Eine Frechheit!
chen haben. Wissen Sie, was Sie haben? – Sie haben einen Huber-Komplex. Inzwischen haben Sie einen Huber-Komplex und verirren sich in Dinge – das sind dann die Anfragen, die Sie stellen –, die in diesem Hohen Haus nichts verloren haben. Das müssen Sie vielleicht daheim in Ihren Kreisen bereden, aber uns damit zu belästigen und mit Menschen in der Art und Weise umzugehen, wie Sie es tun; Herr Abgeordneter Kräuter, dafür würde ich mich persönlich schämen! Und wenn Sie es schon nicht tun – ich schäme mich dafür, dass sich die Menschen das anhören müssen, was hier im Hohen Haus in diesem Zusammenhang passiert. (Abg. Dr. Kräuter: Eine Frechheit!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Und wenn ich alleine den Personenverkehr hernehme: Es sind 4,3 Millionen Menschen mehr, die die ÖBB transportiert. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
in Richtung des Abg. Dr. Kräuter
Ich sage Ihnen: Wenn es mehr Abgeordnete wie Sie geben würde (in Richtung des Abg. Dr. Kräuter) und manche bei den Grünen, dann könnte ich es hier im Hohen Haus nicht aushalten. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP. – Abg. Eder: Bist eh nicht mehr lang da!)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP. – Abg. Eder: Bist eh nicht mehr lang da!
Ich sage Ihnen: Wenn es mehr Abgeordnete wie Sie geben würde (in Richtung des Abg. Dr. Kräuter) und manche bei den Grünen, dann könnte ich es hier im Hohen Haus nicht aushalten. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP. – Abg. Eder: Bist eh nicht mehr lang da!)
Abg. Dr. Fekter: Nein, nicht aufgelöst, er arbeitet weiter!
Präsident des Rechnungshofes Dr. Josef Moser: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Ich möchte, nachdem morgen der Nationalrat aufgelöst wird (Abg. Dr. Fekter: Nein, nicht aufgelöst, er arbeitet weiter!) und damit die XXII. Legislaturperiode zu Ende geht und das auch in diesem Zusammenhang vom Abgeordneten Kräuter angesprochen wurde, darauf hinweisen, dass in dieser Legislaturperiode vom Rechnungshof 33 Berichte mit 191 Prüfungsergebnissen vorgelegt worden sind. Alleine in den letzten zwölf Monaten waren es 13 Berichte mit 53 Prüfungsergebnissen. (Abg. Gahr: Fleißig!)
Abg. Gahr: Fleißig!
Präsident des Rechnungshofes Dr. Josef Moser: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Ich möchte, nachdem morgen der Nationalrat aufgelöst wird (Abg. Dr. Fekter: Nein, nicht aufgelöst, er arbeitet weiter!) und damit die XXII. Legislaturperiode zu Ende geht und das auch in diesem Zusammenhang vom Abgeordneten Kräuter angesprochen wurde, darauf hinweisen, dass in dieser Legislaturperiode vom Rechnungshof 33 Berichte mit 191 Prüfungsergebnissen vorgelegt worden sind. Alleine in den letzten zwölf Monaten waren es 13 Berichte mit 53 Prüfungsergebnissen. (Abg. Gahr: Fleißig!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Ich möchte weiters darauf hinweisen, dass eine Vielzahl der Anregungen und Empfehlungen des Rechnungshofes auch tatsächlich umgesetzt worden ist, und ich möchte mich auch herzlich dafür bedanken, dass die Berichte im Ausschuss eingehend beraten worden sind beziehungsweise, wie es auch heute der Fall ist, im Nationalrat einer Debatte zugeführt wurden. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Das heißt also, der Rechnungshof hat sich allein mit einer Prüfung sein Jahresbudget selbst erarbeitet. Ich glaube, das ist ein Punkt, auf den man hinweisen muss, um deutlich zu machen, welche Bedeutung der Rechnungshof für diese Republik hat. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Hat er das selber auch gelesen?
Weiters sagt Professor Malik, dass – neben einer Reihe anderer Aspekte – die Aufsichtsräte gleich oder ähnlich unabhängig wie Richter sein müssen, weil sie ansonsten ihre Funktion nicht wirksam wahrnehmen können. (Abg. Neudeck: Hat er das selber auch gelesen?)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Neudeck: Wir könnten ihm sein Buch schenken! Vielleicht liest er es dann!
Ich glaube, meine Damen und Herren, diesen Ausführungen von Professor Malik ist nichts hinzufügen, und wir alle können nur hoffen, dass das, was Herr Professor Malik ausgeführt hat, in Zukunft beachtet wird. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Neudeck: Wir könnten ihm sein Buch schenken! Vielleicht liest er es dann!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Rechnungshofpräsident aus diesem Buch Maliks zitiert. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Abgeordneter Johann Ledolter (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Staatssekretär! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Zu Beginn meiner kurzen Ausführungen möchte ich dem Herrn Präsidenten des Rechnungshofes Respekt zollen für die Leistungen, die seitens des RH in der vergangenen Periode erbracht wurden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.) Danken möchte ich auch für die Berichte des Rechnungshofes, die in großer Qualität und Objektivität von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Rechnungshofes erstellt werden und die ja die Grundlage für eine seriöse und ernsthafte Behandlung hier im Parlament darstellen.
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Meine Damen und Herren, zum Thema externe Beraterleistungen bei den ÖBB möchte ich nur Folgendes anmerken: Endlich ist in diesem Unternehmen so etwas wie Aufbruchstimmung bemerkbar! Endlich bewegt sich etwas bei den ÖBB, und zwar in die Richtung, dass das Pensionsantrittsalter sinkt, dass die Krankenstände zurückgehen, dass es mehr Bahnfahrer gibt, ein größeres Investitionsvolumen, eine bessere Logistik und damit bessere Service- und Dienstleistungen für den Bahnbenutzer, was nur positiv vermerkt werden kann. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Tatsache ist, dass sich die ÖBB in einem neuen Fahrwasser befinden, dass – so, wie bei den ÖBB – unser Land offen ist, dass die Regierung arbeitet und dass Österreich durch die Bundesregierung Schüssel wieder zukunftsfähig und chancenreich geworden ist. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Alles ist schlecht! Alles ist so schlecht!
Präsident Dr. Andreas Khol: Ich erteile Herrn Abgeordnetem Dr. Matznetter als erstem Fragesteller zur Begründung der Dringlichen Anfrage das Wort. 20 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Dr. Fekter: Alles ist schlecht! Alles ist so schlecht!)
Abg. Neudeck: Das ist eine matte Sache!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Der vorletzte Tag dieser Gesetzgebungsperiode (Abg. Neudeck: Das ist eine matte Sache!) ist ein guter Anlass, sich mit der Bilanz der Arbeit dieser Regierung unter Bundeskanzler Schüssel auseinander zu setzen. (Abg. Neudeck: Das ist eine gute Bilanz! – Abg. Dr. Fekter: Wie viele Bilanzen habt ihr ...?)
Abg. Neudeck: Das ist eine gute Bilanz! – Abg. Dr. Fekter: Wie viele Bilanzen habt ihr ...?
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Der vorletzte Tag dieser Gesetzgebungsperiode (Abg. Neudeck: Das ist eine matte Sache!) ist ein guter Anlass, sich mit der Bilanz der Arbeit dieser Regierung unter Bundeskanzler Schüssel auseinander zu setzen. (Abg. Neudeck: Das ist eine gute Bilanz! – Abg. Dr. Fekter: Wie viele Bilanzen habt ihr ...?)
Abg. Neudeck: Die Graphik sieht man so gut, wie man Sie versteht: nämlich gar nicht!
Während wir in diesem Land in den Jahren, seitdem Wolfgang Schüssel Bundeskanzler ist (der Redner hält ein Schriftstück mit einer Graphik in die Höhe), ein sehr mäßiges, aber doch immerhin ein Realwachstum von knapp unter 8 Prozent – nämlich 7,6 Prozent – in insgesamt sechs Jahren hatten (Abg. Neudeck: Die Graphik sieht man so gut, wie man Sie versteht: nämlich gar nicht!), blieb das Realeinkommen – nämlich jener Menschen, die arbeiten, Herr Kollege Neudeck ... (Abg. Neudeck: Elsner, Flöttl!) – Nein, nicht! Die Menschen, die überall arbeiten, sind nämlich diejenigen, die auch Ihr Abgeordnetengehalt finanzieren, Herr Kollege Neudeck! (Abg. Neudeck: Das zahle ich von meinen Steuern selber!) Die Realeinkommen sind nur um 1 Prozent gewachsen. Die Differenz davon ist nicht angekommen.
Abg. Neudeck: Elsner, Flöttl!
Während wir in diesem Land in den Jahren, seitdem Wolfgang Schüssel Bundeskanzler ist (der Redner hält ein Schriftstück mit einer Graphik in die Höhe), ein sehr mäßiges, aber doch immerhin ein Realwachstum von knapp unter 8 Prozent – nämlich 7,6 Prozent – in insgesamt sechs Jahren hatten (Abg. Neudeck: Die Graphik sieht man so gut, wie man Sie versteht: nämlich gar nicht!), blieb das Realeinkommen – nämlich jener Menschen, die arbeiten, Herr Kollege Neudeck ... (Abg. Neudeck: Elsner, Flöttl!) – Nein, nicht! Die Menschen, die überall arbeiten, sind nämlich diejenigen, die auch Ihr Abgeordnetengehalt finanzieren, Herr Kollege Neudeck! (Abg. Neudeck: Das zahle ich von meinen Steuern selber!) Die Realeinkommen sind nur um 1 Prozent gewachsen. Die Differenz davon ist nicht angekommen.
Abg. Neudeck: Das zahle ich von meinen Steuern selber!
Während wir in diesem Land in den Jahren, seitdem Wolfgang Schüssel Bundeskanzler ist (der Redner hält ein Schriftstück mit einer Graphik in die Höhe), ein sehr mäßiges, aber doch immerhin ein Realwachstum von knapp unter 8 Prozent – nämlich 7,6 Prozent – in insgesamt sechs Jahren hatten (Abg. Neudeck: Die Graphik sieht man so gut, wie man Sie versteht: nämlich gar nicht!), blieb das Realeinkommen – nämlich jener Menschen, die arbeiten, Herr Kollege Neudeck ... (Abg. Neudeck: Elsner, Flöttl!) – Nein, nicht! Die Menschen, die überall arbeiten, sind nämlich diejenigen, die auch Ihr Abgeordnetengehalt finanzieren, Herr Kollege Neudeck! (Abg. Neudeck: Das zahle ich von meinen Steuern selber!) Die Realeinkommen sind nur um 1 Prozent gewachsen. Die Differenz davon ist nicht angekommen.
Abg. Dr. Fekter: Wir haben einen Wachstumsrekord, Herr Kollege!
Sie regen sich wahrscheinlich darüber auf, weil Sie noch mehr in Ihrer Tasche haben wollen. Aber ganz ehrlich, Herr Kollege Neudeck: Das ist keine positive Nachricht für die Menschen, denn in den Jahren seit 1945 bis vor dieser missglückten Regierungsbildung war es niemals so, dass es eine so hohe eklatante Differenz zwischen dem realen Wachstum und dem, was für die arbeitenden Menschen übrig geblieben ist, gegeben hat. (Abg. Dr. Fekter: Wir haben einen Wachstumsrekord, Herr Kollege!)
Abg. Neudeck: Das ist so wie bei Ihren Budgets!
Die Lohnquote – eines der wichtigsten Kriterien, um ableiten zu können, wie sich die Verteilung des jährlichen Volkseinkommens entwickelt hat – zeigt eine schauderliche Bilanz Ihrer Politik. (Abg. Neudeck: Das ist so wie bei Ihren Budgets!) Im Jahr 1999 war die Lohnquote noch 58,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, letztes Jahr nur noch 54,7 Prozent. (Abg. Bucher: Wie hoch war der Schuldenstand? – Abg. Neudeck: Radio Eriwan!) – Ich weiß nicht, ob Sie die Oesterreichische Nationalbank als „Radio Eriwan“ bezeichnen. Sie können gerne die Qualität des Dr. Christl, der dort als Vorstand die Statistische Abteilung leitet, kritisieren – tun Sie das nachher, Herr Kollege Neudeck! (Abg. Neudeck: Aber überhaupt nicht! Ich kritisiere nur Ihre Interpretation!) Das ist heutigen Datums bei der Oesterreichischen Nationalbank der ausgewiesene Wert.
Abg. Bucher: Wie hoch war der Schuldenstand? – Abg. Neudeck: Radio Eriwan!
Die Lohnquote – eines der wichtigsten Kriterien, um ableiten zu können, wie sich die Verteilung des jährlichen Volkseinkommens entwickelt hat – zeigt eine schauderliche Bilanz Ihrer Politik. (Abg. Neudeck: Das ist so wie bei Ihren Budgets!) Im Jahr 1999 war die Lohnquote noch 58,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, letztes Jahr nur noch 54,7 Prozent. (Abg. Bucher: Wie hoch war der Schuldenstand? – Abg. Neudeck: Radio Eriwan!) – Ich weiß nicht, ob Sie die Oesterreichische Nationalbank als „Radio Eriwan“ bezeichnen. Sie können gerne die Qualität des Dr. Christl, der dort als Vorstand die Statistische Abteilung leitet, kritisieren – tun Sie das nachher, Herr Kollege Neudeck! (Abg. Neudeck: Aber überhaupt nicht! Ich kritisiere nur Ihre Interpretation!) Das ist heutigen Datums bei der Oesterreichischen Nationalbank der ausgewiesene Wert.
Abg. Neudeck: Aber überhaupt nicht! Ich kritisiere nur Ihre Interpretation!
Die Lohnquote – eines der wichtigsten Kriterien, um ableiten zu können, wie sich die Verteilung des jährlichen Volkseinkommens entwickelt hat – zeigt eine schauderliche Bilanz Ihrer Politik. (Abg. Neudeck: Das ist so wie bei Ihren Budgets!) Im Jahr 1999 war die Lohnquote noch 58,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, letztes Jahr nur noch 54,7 Prozent. (Abg. Bucher: Wie hoch war der Schuldenstand? – Abg. Neudeck: Radio Eriwan!) – Ich weiß nicht, ob Sie die Oesterreichische Nationalbank als „Radio Eriwan“ bezeichnen. Sie können gerne die Qualität des Dr. Christl, der dort als Vorstand die Statistische Abteilung leitet, kritisieren – tun Sie das nachher, Herr Kollege Neudeck! (Abg. Neudeck: Aber überhaupt nicht! Ich kritisiere nur Ihre Interpretation!) Das ist heutigen Datums bei der Oesterreichischen Nationalbank der ausgewiesene Wert.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Und der ÖGB!
Es ist natürlich unangenehm, einen solchen Umstand hören zu müssen, denn er bedeutet nichts anderes, als dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch diese Politik verraten wurden. Und das BZÖ und die FPÖ haben da sechs Jahre lang mitgemacht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Und der ÖGB!)
Abg. Dr. Stummvoll: Überdurchschnittlich! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Dass Sie von Pleite reden, ist vermessen!
Ich weiß schon, da sind dann jeweils die Einzelnen schuld, nie Sie selbst, denn selbst hat man eine perfekte Politik gemacht. Wir loben uns für das Wirtschaftswachstum – so wie es Herr Bartenstein gestern gemacht hat. Österreich ist an der 18. Stelle in der Europäischen Union, im letzten Drittel! (Abg. Dr. Stummvoll: Überdurchschnittlich! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Dass Sie von Pleite reden, ist vermessen!) Unfassbar, welche Selbstbeweihräucherung Sie an den Tag legen!
Beifall bei der SPÖ.
Diese Chuzpe zu entwickeln, sich in solch einer Situation, statt sich ernsthaft Gedanken zu machen, wie man diese evident gewordene Schieflage behebt, selbst zu beweihräuchern, ist peinlich, Kolleginnen und Kollegen von den Regierungsfraktionen! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Reden Sie im Pluralis Majestatis?
Der Herr Finanzminister hat doch tatsächlich – wenn wir schon vorhin das Wort „Chuzpe“ verwendet haben (Ruf bei der ÖVP: Reden Sie im Pluralis Majestatis?) – am 10. Juli bei der Präsentation des Wirtschaftsberichtes der Regierung – nein, zitiert wurde es am 10. Juli, danach konnten es alle nachlesen – folgende Aufforderung ausgesprochen: „Ich ersuche Sie ganz dringend, sich entlastet zu fühlen.“ – Wissen Sie, was das für die Mehrheit bedeutet? – Dass sie sich ganz dringend sehr gefrotzelt fühlen muss. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Herr Finanzminister hat doch tatsächlich – wenn wir schon vorhin das Wort „Chuzpe“ verwendet haben (Ruf bei der ÖVP: Reden Sie im Pluralis Majestatis?) – am 10. Juli bei der Präsentation des Wirtschaftsberichtes der Regierung – nein, zitiert wurde es am 10. Juli, danach konnten es alle nachlesen – folgende Aufforderung ausgesprochen: „Ich ersuche Sie ganz dringend, sich entlastet zu fühlen.“ – Wissen Sie, was das für die Mehrheit bedeutet? – Dass sie sich ganz dringend sehr gefrotzelt fühlen muss. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kopf: Gott sei Dank!
Das sagt dieser Finanzminister, obwohl wenige Tage vorher die Schlagzeilen in den Zeitungen ganz anders gelautet haben, nämlich: Nichts da mit einer Reduktion der Lohnsteuer! Nein, allein 400 Millionen € mehr an Lohnsteuer gegenüber dem Vorjahr 2005. (Abg. Kopf: Gott sei Dank!) Und genau in dieser Situation kommt der zynische Ausspruch: „Ich ersuche Sie ganz dringend, sich entlastet zu fühlen.“ (Abg. Dr. Fasslabend: Mehr Arbeitsplätze! Das ist der Grund!)
Abg. Dr. Fasslabend: Mehr Arbeitsplätze! Das ist der Grund!
Das sagt dieser Finanzminister, obwohl wenige Tage vorher die Schlagzeilen in den Zeitungen ganz anders gelautet haben, nämlich: Nichts da mit einer Reduktion der Lohnsteuer! Nein, allein 400 Millionen € mehr an Lohnsteuer gegenüber dem Vorjahr 2005. (Abg. Kopf: Gott sei Dank!) Und genau in dieser Situation kommt der zynische Ausspruch: „Ich ersuche Sie ganz dringend, sich entlastet zu fühlen.“ (Abg. Dr. Fasslabend: Mehr Arbeitsplätze! Das ist der Grund!)
Abg. Rädler: Sie haben nicht Recht!
Sie knöpfen diesen Menschen, deren Lohnanteil am BIP zurückgegangen ist, die höchste Steuer seit je ab! Mit jeder Abstimmung ... (Abg. Rädler: Sie haben nicht Recht!) Ich verstehe Ihre Empörung. Sie ärgern sich wahrscheinlich selbst, dass Sie mit aufgestanden sind, aber Sie werden sich dafür verantworten müssen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Hornek.) Sie sind bei der Abstimmung aufgestanden, Sie sind damit verantwortlich für diesen Beutezug in den Geldtaschen der arbei-
Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Hornek.
Sie knöpfen diesen Menschen, deren Lohnanteil am BIP zurückgegangen ist, die höchste Steuer seit je ab! Mit jeder Abstimmung ... (Abg. Rädler: Sie haben nicht Recht!) Ich verstehe Ihre Empörung. Sie ärgern sich wahrscheinlich selbst, dass Sie mit aufgestanden sind, aber Sie werden sich dafür verantworten müssen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Hornek.) Sie sind bei der Abstimmung aufgestanden, Sie sind damit verantwortlich für diesen Beutezug in den Geldtaschen der arbei-
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kopf: Das ist ja unglaublich! Das ist peinlich!
tenden Menschen in diesem Lande. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kopf: Das ist ja unglaublich! Das ist peinlich!)
Ironische Heiterkeit des Abg. Scheibner.
Wenn es nur im Bereich der direkten Steuern gewesen wäre! Aber nein! Gleichzeitig ist es so, dass im Bereich der indirekten Steuern ... (Ironische Heiterkeit des Abg. Scheibner.) – Ich weiß schon, dass es für Sie extrem unangenehm ist, das hören zu müssen. Ich lese Ihnen nur die Daten aus den eigenen Budgetberichten des Herrn Finanzministers vor. (Abg. Amon: Der Gusenbauer ist schon gegangen! Der hält Ihre Rede nicht aus! – Abg. Dr. Stummvoll: Wirtschaftsaufschwung!)
Abg. Amon: Der Gusenbauer ist schon gegangen! Der hält Ihre Rede nicht aus! – Abg. Dr. Stummvoll: Wirtschaftsaufschwung!
Wenn es nur im Bereich der direkten Steuern gewesen wäre! Aber nein! Gleichzeitig ist es so, dass im Bereich der indirekten Steuern ... (Ironische Heiterkeit des Abg. Scheibner.) – Ich weiß schon, dass es für Sie extrem unangenehm ist, das hören zu müssen. Ich lese Ihnen nur die Daten aus den eigenen Budgetberichten des Herrn Finanzministers vor. (Abg. Amon: Der Gusenbauer ist schon gegangen! Der hält Ihre Rede nicht aus! – Abg. Dr. Stummvoll: Wirtschaftsaufschwung!)
Abg. Mag. Hakl: Sie tun mir Leid! Sie tun mir Leid!
An der Stelle, wenn so das zynische Lächeln mancher zu sehen ist, gleich einmal Folgendes: Das ist eine Abgehobenheit, die unglaublich ist. Denn was bedeutet diese Steuererhöhung? – Für jemanden mit 1 200, 1 500 € netto – und ich habe noch nicht die Pensionen genommen, die noch tiefer liegen – bedeuten die Heizkosten den Winter über, dass er dafür einen ganz wesentlichen Teil seines Einkommens aufbringen muss! (Abg. Mag. Hakl: Sie tun mir Leid! Sie tun mir Leid!) Für den bedeuten 33,9 Prozent Erhöhung eine Verschärfung der Lebensbedingungen, die Frau Hakl oder Frau Fuhrmann mit ihren Wurstsemmel-Preisannahmen natürlich nicht verstehen kann, denn dort ist der Anteil geringer. Sie sollten sich einmal in eine solche Situation hineinfühlen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wiener Belastungswelle! Wiener Belastungswelle!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wiener Belastungswelle! Wiener Belastungswelle!
An der Stelle, wenn so das zynische Lächeln mancher zu sehen ist, gleich einmal Folgendes: Das ist eine Abgehobenheit, die unglaublich ist. Denn was bedeutet diese Steuererhöhung? – Für jemanden mit 1 200, 1 500 € netto – und ich habe noch nicht die Pensionen genommen, die noch tiefer liegen – bedeuten die Heizkosten den Winter über, dass er dafür einen ganz wesentlichen Teil seines Einkommens aufbringen muss! (Abg. Mag. Hakl: Sie tun mir Leid! Sie tun mir Leid!) Für den bedeuten 33,9 Prozent Erhöhung eine Verschärfung der Lebensbedingungen, die Frau Hakl oder Frau Fuhrmann mit ihren Wurstsemmel-Preisannahmen natürlich nicht verstehen kann, denn dort ist der Anteil geringer. Sie sollten sich einmal in eine solche Situation hineinfühlen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wiener Belastungswelle! Wiener Belastungswelle!)
Der Redner zeigt eine Graphik mit einem roten und einem grünen Balken. – Abg. Donabauer: Die Tafel haben Sie schon gebracht!
Damit man es klarer sieht, die zweite wichtige Kennzahl: In jedem OECD-Vergleich, wie die Steuerstrukturen ausschauen, ist das Verhältnis der jeweiligen Steuern zum gesamten Steueraufkommen ausgewiesen. Und auch hier wiederum eine hoch interessante Entwicklung! (Der Redner zeigt eine Graphik mit einem roten und einem grünen Balken. – Abg. Donabauer: Die Tafel haben Sie schon gebracht!) Der Anteil der Lohnsteuern am gesamten Steuerkuchen stieg um fast 6 Prozent, die Körperschaftsteuer ist in ihrem Anteil um 15 Prozent gefallen. Das heißt, Sie haben eine Verteilung gemacht: Sie haben aus der Tasche der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Zwischenrufe bei der ÖVP), der Pensionistinnen und Pensionisten, aus der Tasche der kleinen und mittleren Unternehmen zusätzlich Geld in die Tasche der Großkonzerne geschaufelt. (Abg. Mag. Hakl: Mehr Arbeitsplätze! Niedrigere Steuern! – Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Damit man es klarer sieht, die zweite wichtige Kennzahl: In jedem OECD-Vergleich, wie die Steuerstrukturen ausschauen, ist das Verhältnis der jeweiligen Steuern zum gesamten Steueraufkommen ausgewiesen. Und auch hier wiederum eine hoch interessante Entwicklung! (Der Redner zeigt eine Graphik mit einem roten und einem grünen Balken. – Abg. Donabauer: Die Tafel haben Sie schon gebracht!) Der Anteil der Lohnsteuern am gesamten Steuerkuchen stieg um fast 6 Prozent, die Körperschaftsteuer ist in ihrem Anteil um 15 Prozent gefallen. Das heißt, Sie haben eine Verteilung gemacht: Sie haben aus der Tasche der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Zwischenrufe bei der ÖVP), der Pensionistinnen und Pensionisten, aus der Tasche der kleinen und mittleren Unternehmen zusätzlich Geld in die Tasche der Großkonzerne geschaufelt. (Abg. Mag. Hakl: Mehr Arbeitsplätze! Niedrigere Steuern! – Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Abg. Mag. Hakl: Mehr Arbeitsplätze! Niedrigere Steuern! – Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Damit man es klarer sieht, die zweite wichtige Kennzahl: In jedem OECD-Vergleich, wie die Steuerstrukturen ausschauen, ist das Verhältnis der jeweiligen Steuern zum gesamten Steueraufkommen ausgewiesen. Und auch hier wiederum eine hoch interessante Entwicklung! (Der Redner zeigt eine Graphik mit einem roten und einem grünen Balken. – Abg. Donabauer: Die Tafel haben Sie schon gebracht!) Der Anteil der Lohnsteuern am gesamten Steuerkuchen stieg um fast 6 Prozent, die Körperschaftsteuer ist in ihrem Anteil um 15 Prozent gefallen. Das heißt, Sie haben eine Verteilung gemacht: Sie haben aus der Tasche der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Zwischenrufe bei der ÖVP), der Pensionistinnen und Pensionisten, aus der Tasche der kleinen und mittleren Unternehmen zusätzlich Geld in die Tasche der Großkonzerne geschaufelt. (Abg. Mag. Hakl: Mehr Arbeitsplätze! Niedrigere Steuern! – Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.
Richtig, denn das ist eines im Kern ... (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) – Herr Kollege Molterer, das ist für Sie, da Sie den ÖVP-Klub leiten, der das eingebracht und mit beschlossen hat, ganz besonders wichtig: Das ist ein Verrat an den Interessen der Mehrzahl der österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler – nichts anderes ist das! (Beifall und Jawohl-Rufe bei der SPÖ.)
Beifall und Jawohl-Rufe bei der SPÖ.
Richtig, denn das ist eines im Kern ... (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) – Herr Kollege Molterer, das ist für Sie, da Sie den ÖVP-Klub leiten, der das eingebracht und mit beschlossen hat, ganz besonders wichtig: Das ist ein Verrat an den Interessen der Mehrzahl der österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler – nichts anderes ist das! (Beifall und Jawohl-Rufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Wie ist das mit der BAWAG?
Sie haben eine Politik gemacht, die nicht nur von unten nach oben verteilt hat, Sie haben eine Entwicklung zugelassen, die durch die Steuern verschärft wurde. (Abg. Mag. Molterer: Wie ist das mit der BAWAG?) Und Sie haben auch im Bereich der Wirt-
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Traumdeuter!
schaft von Klein zu Groß gearbeitet. Sie haben den Nährboden für die Entwicklung der großen internationalen Konzerne bereitet. Sie waren jene, die den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, den kleinen und mittleren Unternehmen das Leben schwerer gemacht haben. Das ist die Bilanz dieser Politik, sichtbar in Ihren eigenen Abgabenzahlen! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Traumdeuter!)
Abg. Walch: Du kennst dich nicht aus!
Wenn wir uns der Kernfrage zuwenden, nämlich wie die Bilanz ausschaut und wie es dazu kommen konnte, dann, muss ich sagen, sind ja manchen die Maßnahmen, die sie hier in diesem Haus beschlossen haben, entfallen: die Halbierung des Absetzbetrages für die Arbeitnehmer, die Kürzung des Pensionistenabsetzbetrages, die unzureichenden Erhöhungen der Pendlerpauschalen, zuerst die jahrelang nicht durchgeführte Erhöhung der Kilometergelder und dann die unzulängliche Erhöhung derselben. (Abg. Walch: Du kennst dich nicht aus!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kopf: Herr Kollege, Sie haben die Befristung beschlossen!
Hier sitzen Unternehmer, die bei der Abstimmung aufgestanden sind, als dieser Finanzminister den IFB abgeschafft hat. Und als er die Investitionszuwachsprämie auf unser Drängen hin behandelte – es war nämlich meine Fraktion im April 2002, die das im Hochwasserpaket eingebracht hat –: Was haben Sie gemacht, meine Damen und Herren? – Aufgestanden sind Sie bei der Abschaffung! Das war Ihre Steuerreform: Bestrafung der Unternehmen, die im Inland investieren, und Förderung der anderen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kopf: Herr Kollege, Sie haben die Befristung beschlossen!)
Abg. Großruck: Das ist ungeheuerlich!
Das ist auch interessant. Kollege Kopf schreit hier heraus, obwohl die Kernforderung der Wirtschaft, nämlich den Faktor Arbeit zu reduzieren, genau nicht stattgefunden hat. Die einzige Reduktion, die Sie gemacht haben, war ein Attentat auf die kleinen Unternehmen, nämlich die Abschaffung des Entgeltfortzahlungsfonds. (Abg. Großruck: Das ist ungeheuerlich!) Das ist eine Bilanz, bei der man feststellen muss: Investitionsförderung gestrichen, Entgeltfortzahlung gestrichen, keine Entlastung gewährt!
Abg. Großruck: So viel Erfolg gehabt wie wir!
Keine Regierung unter Beteiligung der SPÖ hat jemals in der langen Geschichte Österreichs (Abg. Großruck: So viel Erfolg gehabt wie wir!) auch nur die Idee gehabt, die Investitionsbegünstigungen zu streichen. Sie haben es zusammengebracht. Gratuliere! Das ist eine investitionsfeindliche Politik, die wir jetzt in ihren Folgen für die Beschäftigung gegen die Menschen im Land erleben müssen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Spärlicher Applaus!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Spärlicher Applaus!
Keine Regierung unter Beteiligung der SPÖ hat jemals in der langen Geschichte Österreichs (Abg. Großruck: So viel Erfolg gehabt wie wir!) auch nur die Idee gehabt, die Investitionsbegünstigungen zu streichen. Sie haben es zusammengebracht. Gratuliere! Das ist eine investitionsfeindliche Politik, die wir jetzt in ihren Folgen für die Beschäftigung gegen die Menschen im Land erleben müssen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Spärlicher Applaus!)
Abg. Murauer: Na geh!
Wenn Sie sich diese Bilanz vor Augen halten, dann ist es ja interessant, wen Sie aller im Fokus hatten, um in Wirklichkeit deren Leben schwerer zu machen. Fangen wir mit den Seniorinnen und Senioren an: Pensionskürzungen, unzureichende Erhöhungen, Hinaufsetzung des Erwerbsalters mit gleichzeitigem Anstieg der Altersarbeitslosigkeit, gleichzeitig stagnierende Reallöhne, Teilzeit statt Vollzeit. Das alles haben Sie in diesen Jahren beschlossen. (Abg. Murauer: Na geh!) Das alles haben Sie gemacht – kühl lächelnd wie der Kollege, der da lacht –, obwohl es gleichzeitig eine Vervielfachung der Armut gibt. (Zwischenruf des Abg. Walch.) Wenn es gleichzeitig eine Verdreifachung der Zahl der Sozialhilfefälle gibt, da lachen Sie, Herr Kollege? Da sollten Sie sich in Wirklichkeit schämen! (Beifall bei der SPÖ. – Die Abgeordneten Steibl und Großruck: BAWAG! BAWAG! BAWAG!)
Zwischenruf des Abg. Walch.
Wenn Sie sich diese Bilanz vor Augen halten, dann ist es ja interessant, wen Sie aller im Fokus hatten, um in Wirklichkeit deren Leben schwerer zu machen. Fangen wir mit den Seniorinnen und Senioren an: Pensionskürzungen, unzureichende Erhöhungen, Hinaufsetzung des Erwerbsalters mit gleichzeitigem Anstieg der Altersarbeitslosigkeit, gleichzeitig stagnierende Reallöhne, Teilzeit statt Vollzeit. Das alles haben Sie in diesen Jahren beschlossen. (Abg. Murauer: Na geh!) Das alles haben Sie gemacht – kühl lächelnd wie der Kollege, der da lacht –, obwohl es gleichzeitig eine Vervielfachung der Armut gibt. (Zwischenruf des Abg. Walch.) Wenn es gleichzeitig eine Verdreifachung der Zahl der Sozialhilfefälle gibt, da lachen Sie, Herr Kollege? Da sollten Sie sich in Wirklichkeit schämen! (Beifall bei der SPÖ. – Die Abgeordneten Steibl und Großruck: BAWAG! BAWAG! BAWAG!)
Beifall bei der SPÖ. – Die Abgeordneten Steibl und Großruck: BAWAG! BAWAG! BAWAG!
Wenn Sie sich diese Bilanz vor Augen halten, dann ist es ja interessant, wen Sie aller im Fokus hatten, um in Wirklichkeit deren Leben schwerer zu machen. Fangen wir mit den Seniorinnen und Senioren an: Pensionskürzungen, unzureichende Erhöhungen, Hinaufsetzung des Erwerbsalters mit gleichzeitigem Anstieg der Altersarbeitslosigkeit, gleichzeitig stagnierende Reallöhne, Teilzeit statt Vollzeit. Das alles haben Sie in diesen Jahren beschlossen. (Abg. Murauer: Na geh!) Das alles haben Sie gemacht – kühl lächelnd wie der Kollege, der da lacht –, obwohl es gleichzeitig eine Vervielfachung der Armut gibt. (Zwischenruf des Abg. Walch.) Wenn es gleichzeitig eine Verdreifachung der Zahl der Sozialhilfefälle gibt, da lachen Sie, Herr Kollege? Da sollten Sie sich in Wirklichkeit schämen! (Beifall bei der SPÖ. – Die Abgeordneten Steibl und Großruck: BAWAG! BAWAG! BAWAG!)
in Richtung des Abg. Großruck
Es ist schon lustig, es ist schon hoch interessant: Was fällt Ihnen darauf ein statt einer Entschuldigung? Was fällt ihm (in Richtung des Abg. Großruck) ein statt einer Entschuldigung? Er schreit heraus: BAWAG, BAWAG, BAWAG! (Abg. Großruck: So ist es!) So peinlich ist Ihnen Ihre Politik, dass Sie nicht einmal ein Wort darüber diskutieren können. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Nein, Sie hoffen, dass mit einem Kriminalfall all diese Dinge, die dem Land angetan wurden, keine Berücksichtigung finden. Das Gegenteil wird der Fall sein, Sie werden die Quittung dafür bekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: So ist es!
Es ist schon lustig, es ist schon hoch interessant: Was fällt Ihnen darauf ein statt einer Entschuldigung? Was fällt ihm (in Richtung des Abg. Großruck) ein statt einer Entschuldigung? Er schreit heraus: BAWAG, BAWAG, BAWAG! (Abg. Großruck: So ist es!) So peinlich ist Ihnen Ihre Politik, dass Sie nicht einmal ein Wort darüber diskutieren können. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Nein, Sie hoffen, dass mit einem Kriminalfall all diese Dinge, die dem Land angetan wurden, keine Berücksichtigung finden. Das Gegenteil wird der Fall sein, Sie werden die Quittung dafür bekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Es ist schon lustig, es ist schon hoch interessant: Was fällt Ihnen darauf ein statt einer Entschuldigung? Was fällt ihm (in Richtung des Abg. Großruck) ein statt einer Entschuldigung? Er schreit heraus: BAWAG, BAWAG, BAWAG! (Abg. Großruck: So ist es!) So peinlich ist Ihnen Ihre Politik, dass Sie nicht einmal ein Wort darüber diskutieren können. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Nein, Sie hoffen, dass mit einem Kriminalfall all diese Dinge, die dem Land angetan wurden, keine Berücksichtigung finden. Das Gegenteil wird der Fall sein, Sie werden die Quittung dafür bekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist schon lustig, es ist schon hoch interessant: Was fällt Ihnen darauf ein statt einer Entschuldigung? Was fällt ihm (in Richtung des Abg. Großruck) ein statt einer Entschuldigung? Er schreit heraus: BAWAG, BAWAG, BAWAG! (Abg. Großruck: So ist es!) So peinlich ist Ihnen Ihre Politik, dass Sie nicht einmal ein Wort darüber diskutieren können. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Nein, Sie hoffen, dass mit einem Kriminalfall all diese Dinge, die dem Land angetan wurden, keine Berücksichtigung finden. Das Gegenteil wird der Fall sein, Sie werden die Quittung dafür bekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: BAWAG! BAWAG!
Aber wer ist denn das? Sind das die mit den Volksaktien? Nein! Wem gehören diese Unternehmungen? (Rufe bei der ÖVP: BAWAG! BAWAG!) – Schon wieder! Es ist wirklich interessant, wie schlecht Ihr Gewissen sein muss, dass Sie nicht einmal anhören wollen, wie die Entwicklung aller Unternehmen ist.
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Dann wollen wir uns gerne einmal damit auseinander setzen. Sie kritisieren bei der BAWAG den Heuschreckenkapitalismus? Das sind genau jene, die die Profiteure sind, die Hedgefonds, die Investmentfonds, die Spekulanten. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Sie sind die Profiteure, und die wurden von Ihnen gefördert: mit einem Viertel Senkung der Körperschaftsteuer für Großkonzerne und einem Gruppenbesteuerungsprivileg. (Abg. Dr. Stummvoll: Und die vielen kleinen GesmbHs!?) Das ist die interessanteste Maßnahme dabei.
Abg. Dr. Stummvoll: Und die vielen kleinen GesmbHs!?
Dann wollen wir uns gerne einmal damit auseinander setzen. Sie kritisieren bei der BAWAG den Heuschreckenkapitalismus? Das sind genau jene, die die Profiteure sind, die Hedgefonds, die Investmentfonds, die Spekulanten. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Sie sind die Profiteure, und die wurden von Ihnen gefördert: mit einem Viertel Senkung der Körperschaftsteuer für Großkonzerne und einem Gruppenbesteuerungsprivileg. (Abg. Dr. Stummvoll: Und die vielen kleinen GesmbHs!?) Das ist die interessanteste Maßnahme dabei.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Das Wachstum ist höher!
Diese Regierung hat die Investitionsbegünstigung im Inland gestrichen, sie wollte nicht, dass Unternehmen investieren, damit Arbeitsplätze entstehen. Und sie hat gleichzeitig ein Gruppenbesteuerungsprivileg eingeführt, mit dem die Verluste internationaler Konzerne, und zwar jene ihrer ausländischen Töchter, voll von der österreichischen Steuergrundlage abgezogen werden können. Das ist eine unglaubliche Maßnahme: Feindschaft gegen Investitionen im Inland, Förderung von Verlustbetrieben im Ausland. Das ist Politik Marke Regierung Wolfgang Schüssel. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Das Wachstum ist höher!)
Demonstrativer Beifall des Abg. Scheibner.
Wir sehen ja die Konsequenzen dieser Entwicklung. Nicht nur dass wir im untersten Drittel beim Wachstum liegen – ein paar Unternehmen profitieren überproportional. Nehmen wir allein die Veränderung in den Jahren 2004/2005! Bei den 20 größten Konzernen im ATX – bei allen 20! – ist in einem Jahr der Gewinn um 53 Prozent auf 8,3 Milliarden € gestiegen. (Demonstrativer Beifall des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Nur für euch sind die Gewinne gestiegen!
Ja, jetzt applaudiert er auch gleich zur zweiten Zahl. Und das, weil der Lohnaufwand nur um ein Prozent gestiegen ist! Das gefällt dem Herrn Scheibner: die Gewinne 53 Prozent und für die Arbeitnehmer ein Prozent. Es ist bezeichnend, wo Sie angekommen sind, Herr Kollege Scheibner. Wir halten das für einen Skandal. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Nur für euch sind die Gewinne gestiegen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Wurm: Leider!
Das Topping darauf ist, dass gleichzeitig die Steuerleistung bei den Unternehmen gesunken ist. Bei 53 Prozent mehr Gewinn ist sie gesunken! Das ist das Ergebnis dieser Politik. Es ist daher auch kein Wunder, dass in seinem Budget 2006 (in Richtung Bundesminister Mag. Grasser) nur noch 3,8 Milliarden € Körperschaftsteuer stehen. Im Jahr 2001 waren es noch weit mehr als 5 Milliarden €. Diese Reduktion bei gleichzeitig explodierenden Konzerngewinnen, das ist Politik Marke pro Finanzkapital und gegen die Arbeit und gegen die KMUs. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Wurm: Leider!)
Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Das werden wir umsetzen, und wir werden das Mandat dafür bekommen – und Sie werden es entzogen bekommen! (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Bundesminister für Finanzen Mag. Karl-Heinz Grasser: Danke vielmals, Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Herr Staatssekretär! Ich darf mich zunächst bei den Sozialdemokraten sehr herzlich für diese Dringliche Anfrage bedanken. Sie gibt mir ein weiteres Mal Gelegenheit, die Erfolge in der Finanz- und Wirtschaftspolitik dieser Bundesregierung darzustellen. Und ich freue mich, dass Sie es gar nicht oft genug hören können, es wird mir ein Vergnügen sein, sie wiederum auszuführen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Bures: Österreich hat sich Besseres verdient!
Die Frage, die wir uns nüchtern stellen sollten und die sich die Bevölkerung stellen sollte, ist: Was ist besser für Österreich? Was ist besser für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, für die Pensionisten, für die Unternehmen, für den Standort? (Abg. Bures: Österreich hat sich Besseres verdient!) Und ich glaube, die Ergebnisse sollten ganz nüchtern entscheiden, wer hier eine bessere Politik gemacht hat. Schauen wir uns die Ergebnisse an!
Abg. Sburny: Und Arbeitslose?
Unselbständig Beschäftigte im Jahr 1999 – das letzte Jahr, in dem Sie Verantwortung gehabt haben –: 3 107 000 Beschäftigte; jetzt, in unserer Zeit: 3 228 000 Beschäftigte. (Abg. Sburny: Und Arbeitslose?) Das heißt, immerhin um 120 000 mehr Menschen in Beschäftigung. Das ist Rekordbeschäftigung in Österreich, so viele Menschen hatten noch nie einen Arbeitsplatz. Diese Entwicklung zeigt ganz klar, welchen Weg wir gehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Unselbständig Beschäftigte im Jahr 1999 – das letzte Jahr, in dem Sie Verantwortung gehabt haben –: 3 107 000 Beschäftigte; jetzt, in unserer Zeit: 3 228 000 Beschäftigte. (Abg. Sburny: Und Arbeitslose?) Das heißt, immerhin um 120 000 mehr Menschen in Beschäftigung. Das ist Rekordbeschäftigung in Österreich, so viele Menschen hatten noch nie einen Arbeitsplatz. Diese Entwicklung zeigt ganz klar, welchen Weg wir gehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Gradwohl: Da finden wir mehrere!
Die Arbeitslosigkeit ist angesprochen worden. – Sehr geehrte Frau Abgeordnete, wenn Sie eine Regierung finden, die mehr an aktiver Arbeitsmarktpolitik getan hat, eine Regierung finden, die mehr für unsere Jugendlichen getan hat (Abg. Gradwohl: Da finden wir mehrere!), eine Regierung finden, der es ein größeres Anliegen war, die Jugendarbeitslosigkeit zu reduzieren (Ruf bei der SPÖ: Ha, ha, ha, ha!), wenn Sie eine Regierung finden, die nach schwierigen konjunkturellen Jahren jetzt die Wende auf dem Arbeitsmarkt so wie wir in Österreich geschafft hat – ich sage Ihnen, Sie werden keine finden, denn eine Bundesregierung, der es ein größeres Anliegen als der unseren ist, die Arbeitslosigkeit auf europäischer Ebene und im eigenen Land zu reduzieren, gibt es nicht. – Auch in dieser Frage eine klare, erfolgreiche Bilanz für uns. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Ha, ha, ha, ha!
Die Arbeitslosigkeit ist angesprochen worden. – Sehr geehrte Frau Abgeordnete, wenn Sie eine Regierung finden, die mehr an aktiver Arbeitsmarktpolitik getan hat, eine Regierung finden, die mehr für unsere Jugendlichen getan hat (Abg. Gradwohl: Da finden wir mehrere!), eine Regierung finden, der es ein größeres Anliegen war, die Jugendarbeitslosigkeit zu reduzieren (Ruf bei der SPÖ: Ha, ha, ha, ha!), wenn Sie eine Regierung finden, die nach schwierigen konjunkturellen Jahren jetzt die Wende auf dem Arbeitsmarkt so wie wir in Österreich geschafft hat – ich sage Ihnen, Sie werden keine finden, denn eine Bundesregierung, der es ein größeres Anliegen als der unseren ist, die Arbeitslosigkeit auf europäischer Ebene und im eigenen Land zu reduzieren, gibt es nicht. – Auch in dieser Frage eine klare, erfolgreiche Bilanz für uns. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Die Arbeitslosigkeit ist angesprochen worden. – Sehr geehrte Frau Abgeordnete, wenn Sie eine Regierung finden, die mehr an aktiver Arbeitsmarktpolitik getan hat, eine Regierung finden, die mehr für unsere Jugendlichen getan hat (Abg. Gradwohl: Da finden wir mehrere!), eine Regierung finden, der es ein größeres Anliegen war, die Jugendarbeitslosigkeit zu reduzieren (Ruf bei der SPÖ: Ha, ha, ha, ha!), wenn Sie eine Regierung finden, die nach schwierigen konjunkturellen Jahren jetzt die Wende auf dem Arbeitsmarkt so wie wir in Österreich geschafft hat – ich sage Ihnen, Sie werden keine finden, denn eine Bundesregierung, der es ein größeres Anliegen als der unseren ist, die Arbeitslosigkeit auf europäischer Ebene und im eigenen Land zu reduzieren, gibt es nicht. – Auch in dieser Frage eine klare, erfolgreiche Bilanz für uns. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Eder: Haben alles die Leute bezahlt!
Zum Budgetsaldo, meine Damen und Herren: Was ist uns übergeben worden? 3,1 Prozent Defizit im Durchschnitt – ich sage Ihnen gar nicht die schlechten Jahre – von 25 Jahren sozialdemokratischer Finanzpolitik, hoch rote Zahlen. Wir haben es nach den 25 Jahren in den ersten zwei Jahren unserer Budgetpolitik geschafft, sofort einen ausgeglichenen Haushalt zustande zu bringen. (Abg. Eder: Haben alles die Leute bezahlt!) Wir haben jetzt im Durchschnitt ein Defizit von 1,1 Prozent zu verantworten, und dieses Defizit kommt zustande, weil wir ganz klar gesagt haben: Entlastung, wir wollen den Menschen mehr Freiheit geben, wir wollen, dass ihnen mehr Geld in der Brieftasche bleibt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zum Budgetsaldo, meine Damen und Herren: Was ist uns übergeben worden? 3,1 Prozent Defizit im Durchschnitt – ich sage Ihnen gar nicht die schlechten Jahre – von 25 Jahren sozialdemokratischer Finanzpolitik, hoch rote Zahlen. Wir haben es nach den 25 Jahren in den ersten zwei Jahren unserer Budgetpolitik geschafft, sofort einen ausgeglichenen Haushalt zustande zu bringen. (Abg. Eder: Haben alles die Leute bezahlt!) Wir haben jetzt im Durchschnitt ein Defizit von 1,1 Prozent zu verantworten, und dieses Defizit kommt zustande, weil wir ganz klar gesagt haben: Entlastung, wir wollen den Menschen mehr Freiheit geben, wir wollen, dass ihnen mehr Geld in der Brieftasche bleibt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: So ein dummer Vergleich! Das ist unwürdig für einen Finanzminister!
Anders ausgedrückt: In Ihrer Zeit, in der Sie die Finanzminister gestellt haben, hat die Bevölkerung bis Mitte Juni für den Staat arbeiten müssen, jetzt ist es Ende Mai. (Abg. Mag. Kogler: So ein dummer Vergleich! Das ist unwürdig für einen Finanzminister!) Wir haben die Entlastung umgesetzt. Auch hier spricht die Bilanz sehr klar für uns. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Anders ausgedrückt: In Ihrer Zeit, in der Sie die Finanzminister gestellt haben, hat die Bevölkerung bis Mitte Juni für den Staat arbeiten müssen, jetzt ist es Ende Mai. (Abg. Mag. Kogler: So ein dummer Vergleich! Das ist unwürdig für einen Finanzminister!) Wir haben die Entlastung umgesetzt. Auch hier spricht die Bilanz sehr klar für uns. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Eder: Und wer hat die Sparguthaben? Sie selber? Oder Ihre Frau? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, wenn Sie schauen wollen, wie gut es der Bevölkerung geht: Sparguthaben in Ihrer Zeit 122 Milliarden €, jetzt knapp 140 Milliarden €. Das heißt, der Bevölkerung geht es offensichtlich besser als zuvor. (Abg. Eder: Und wer hat die Sparguthaben? Sie selber? Oder Ihre Frau? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Gott sei Dank können die Leute sich etwas auf die Seite legen, Gott sei Dank kann sich die Bevölkerung mehr leisten. Daher, meine Damen und Herren: Diese Bilanz könnte eindeutiger wohl nicht ausfallen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Meine Damen und Herren, wenn Sie schauen wollen, wie gut es der Bevölkerung geht: Sparguthaben in Ihrer Zeit 122 Milliarden €, jetzt knapp 140 Milliarden €. Das heißt, der Bevölkerung geht es offensichtlich besser als zuvor. (Abg. Eder: Und wer hat die Sparguthaben? Sie selber? Oder Ihre Frau? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Gott sei Dank können die Leute sich etwas auf die Seite legen, Gott sei Dank kann sich die Bevölkerung mehr leisten. Daher, meine Damen und Herren: Diese Bilanz könnte eindeutiger wohl nicht ausfallen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Eder: Lauter Floskeln!
Wir, die Regierung, die unter Bundeskanzler Schüssel in den letzten Jahren gearbeitet hat, stehen für stabilitätsorientierte Staatsfinanzen. Wir stehen für das Halten des Generationenvertrages. Wir wissen, dass die Kinder die Zukunft unseres Landes sind. (Abg. Eder: Lauter Floskeln!) Wir stehen für Entlastung. Wir stehen für mehr Freiheit des Einzelnen. Wir stehen für Rekordbeschäftigung. Und wir wissen, das sorgt für den besten sozialen Zusammenhalt, den es in Österreich geben kann. Das ist ein guter, ein richtiger, ein notwendiger Weg für unser Land. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Mag. Kogler: Sie sind ja auf Ihrer eigenen NLP-Platte hängen geblieben! – Lebhafte Heiterkeit sowie Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Mag. Kogler: Sie sind ja auf Ihrer eigenen NLP-Platte hängen geblieben! – Lebhafte Heiterkeit sowie Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Wir, die Regierung, die unter Bundeskanzler Schüssel in den letzten Jahren gearbeitet hat, stehen für stabilitätsorientierte Staatsfinanzen. Wir stehen für das Halten des Generationenvertrages. Wir wissen, dass die Kinder die Zukunft unseres Landes sind. (Abg. Eder: Lauter Floskeln!) Wir stehen für Entlastung. Wir stehen für mehr Freiheit des Einzelnen. Wir stehen für Rekordbeschäftigung. Und wir wissen, das sorgt für den besten sozialen Zusammenhalt, den es in Österreich geben kann. Das ist ein guter, ein richtiger, ein notwendiger Weg für unser Land. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Mag. Kogler: Sie sind ja auf Ihrer eigenen NLP-Platte hängen geblieben! – Lebhafte Heiterkeit sowie Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich kann Ihnen eine Reihe von Stimmen anführen; ich habe die deutschen genommen, damit sie auch verständlich sind. Der „Stern“ hat geschrieben: Warum Österreich Spitze ist. Die „FAZ“ hat geschrieben: Österreich, Du hast es besser. Der „Focus“ hat geschrieben: Felix Austria – glückliches Österreich. Die „Neue Zürcher Zeitung“ hat geschrieben: Österreich, ein Erfolgsmodell. „Die Welt“ hat geschrieben: Österreichs Erfolg heißt Wolfgang Schüssel. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich muss Ihnen sagen, meine Damen und Herren: Machen wir doch bitte nicht immer unser eigenes Land schlecht! Es geht uns gut, Österreich ist auf einem guten Weg, und das wird international anerkannt und honoriert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Wir werden eingeladen in ganz Europa. Meine Damen und Herren! Wir fahren mittlerweile nach England, wir fahren nach Italien, wir fahren nach Spanien, wir fahren nach Deutschland. (Abg. Sburny: Sie! Sie! – Abg. Riepl: Sie sind ein Reiseminister, kein Finanzminister! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Und wissen Sie, was das Thema ist? – Wir sollen erklären, wie wir diesen österreichischen Erfolgsweg möglich gemacht haben. Wir haben Preise bekommen für die beste Finanz- und Wirtschaftspolitik im Jahr 2004 in Europa.
Abg. Sburny: Sie! Sie! – Abg. Riepl: Sie sind ein Reiseminister, kein Finanzminister! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Ich muss Ihnen sagen, meine Damen und Herren: Machen wir doch bitte nicht immer unser eigenes Land schlecht! Es geht uns gut, Österreich ist auf einem guten Weg, und das wird international anerkannt und honoriert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Wir werden eingeladen in ganz Europa. Meine Damen und Herren! Wir fahren mittlerweile nach England, wir fahren nach Italien, wir fahren nach Spanien, wir fahren nach Deutschland. (Abg. Sburny: Sie! Sie! – Abg. Riepl: Sie sind ein Reiseminister, kein Finanzminister! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Und wissen Sie, was das Thema ist? – Wir sollen erklären, wie wir diesen österreichischen Erfolgsweg möglich gemacht haben. Wir haben Preise bekommen für die beste Finanz- und Wirtschaftspolitik im Jahr 2004 in Europa.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Darauf, meine Damen und Herren, kann man zu Recht stolz sein, dass uns hier einiges gelungen ist für unser Land und für unsere Bevölkerung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, es gibt noch einen zweiten Punkt. Das eine sind die Programme, die Inhalte und die Ergebnisse, worüber jeder von uns die Bevölkerung informieren wird, damit man sieht, was am Ende des Tages für das Land, für die Menschen unseres Landes herausgekommen ist. Dann gibt es aber noch die zweite Frage, die man der Bevölkerung stellen wird: Wem traut man etwas zu? Wem vertraut die Bevölkerung ihr Geld an? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wem vertraut die österreichische Bevölkerung, was die Zukunft unseres Landes betrifft? Und das wird eine ganz einfache Frage sein: Sagt die Bevölkerung, sie vertraut die Zukunft unseres Landes dem Alfred Gusenbauer an, dem Herrn Cap, dem Herrn Matznetter (Abg. Dr. Stummvoll: Nein!), dem Herrn Verzetnitsch – ah, der ist nicht mehr da (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ) –, oder traut es die Bevölkerung dem Team unter Bundeskanzler Schüssel zu, die Zukunft Österreichs weiter positiv zu gestalten? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Nein!
Meine Damen und Herren, es gibt noch einen zweiten Punkt. Das eine sind die Programme, die Inhalte und die Ergebnisse, worüber jeder von uns die Bevölkerung informieren wird, damit man sieht, was am Ende des Tages für das Land, für die Menschen unseres Landes herausgekommen ist. Dann gibt es aber noch die zweite Frage, die man der Bevölkerung stellen wird: Wem traut man etwas zu? Wem vertraut die Bevölkerung ihr Geld an? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wem vertraut die österreichische Bevölkerung, was die Zukunft unseres Landes betrifft? Und das wird eine ganz einfache Frage sein: Sagt die Bevölkerung, sie vertraut die Zukunft unseres Landes dem Alfred Gusenbauer an, dem Herrn Cap, dem Herrn Matznetter (Abg. Dr. Stummvoll: Nein!), dem Herrn Verzetnitsch – ah, der ist nicht mehr da (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ) –, oder traut es die Bevölkerung dem Team unter Bundeskanzler Schüssel zu, die Zukunft Österreichs weiter positiv zu gestalten? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ
Meine Damen und Herren, es gibt noch einen zweiten Punkt. Das eine sind die Programme, die Inhalte und die Ergebnisse, worüber jeder von uns die Bevölkerung informieren wird, damit man sieht, was am Ende des Tages für das Land, für die Menschen unseres Landes herausgekommen ist. Dann gibt es aber noch die zweite Frage, die man der Bevölkerung stellen wird: Wem traut man etwas zu? Wem vertraut die Bevölkerung ihr Geld an? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wem vertraut die österreichische Bevölkerung, was die Zukunft unseres Landes betrifft? Und das wird eine ganz einfache Frage sein: Sagt die Bevölkerung, sie vertraut die Zukunft unseres Landes dem Alfred Gusenbauer an, dem Herrn Cap, dem Herrn Matznetter (Abg. Dr. Stummvoll: Nein!), dem Herrn Verzetnitsch – ah, der ist nicht mehr da (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ) –, oder traut es die Bevölkerung dem Team unter Bundeskanzler Schüssel zu, die Zukunft Österreichs weiter positiv zu gestalten? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, es gibt noch einen zweiten Punkt. Das eine sind die Programme, die Inhalte und die Ergebnisse, worüber jeder von uns die Bevölkerung informieren wird, damit man sieht, was am Ende des Tages für das Land, für die Menschen unseres Landes herausgekommen ist. Dann gibt es aber noch die zweite Frage, die man der Bevölkerung stellen wird: Wem traut man etwas zu? Wem vertraut die Bevölkerung ihr Geld an? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wem vertraut die österreichische Bevölkerung, was die Zukunft unseres Landes betrifft? Und das wird eine ganz einfache Frage sein: Sagt die Bevölkerung, sie vertraut die Zukunft unseres Landes dem Alfred Gusenbauer an, dem Herrn Cap, dem Herrn Matznetter (Abg. Dr. Stummvoll: Nein!), dem Herrn Verzetnitsch – ah, der ist nicht mehr da (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ) –, oder traut es die Bevölkerung dem Team unter Bundeskanzler Schüssel zu, die Zukunft Österreichs weiter positiv zu gestalten? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Und was haben die Menschen davon?
Österreich ist das Land mit dem dritthöchsten Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in der Eurozone, also eines der reichsten Länder in der Europäischen Union. (Abg. Parnigoni: Und was haben die Menschen davon?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Ja, meine Damen und Herren, da kann man mit Recht sagen und kann diese Regierung für sich in Anspruch nehmen, wir haben Rahmenbedingungen geschaffen, mit denen Österreich moderner wurde, mit denen Österreich sicherer wurde, mit denen Österreich menschlicher wurde und mit denen wir es den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, den Unternehmern ermöglicht haben, einen erstklassigen Standort vorzufinden: ein erfolgreiches Österreich mit mehr Wachstum, mit mehr Beschäftigung, mit weniger Arbeitslosigkeit. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Ruf bei der SPÖ: Da hat er auch Recht!
Ein interessanter Punkt ist angesprochen worden, nämlich die Frage der Steuerpolitik. Herr Abgeordneter Matznetter hat gesagt: Verrat am Steuerzahler. (Ruf bei der SPÖ: Da hat er auch Recht!) Meine Damen und Herren, schauen wir uns auch hier die Bilanz an! – 44 Prozent, genau 43,8 Prozent, Abgabenquote haben wir übernommen. Jetzt ist sie um mehr als 3 Prozent niedriger und liegt bei 40,7 Prozent heuer. (Abg. Mag. Wurm: Für wen? – Abg. Riepl: Für wen?)
Abg. Mag. Wurm: Für wen? – Abg. Riepl: Für wen?
Ein interessanter Punkt ist angesprochen worden, nämlich die Frage der Steuerpolitik. Herr Abgeordneter Matznetter hat gesagt: Verrat am Steuerzahler. (Ruf bei der SPÖ: Da hat er auch Recht!) Meine Damen und Herren, schauen wir uns auch hier die Bilanz an! – 44 Prozent, genau 43,8 Prozent, Abgabenquote haben wir übernommen. Jetzt ist sie um mehr als 3 Prozent niedriger und liegt bei 40,7 Prozent heuer. (Abg. Mag. Wurm: Für wen? – Abg. Riepl: Für wen?)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Herr Abgeordneter Matznetter sagt im August 2004: Eine hohe Abgabenquote spiegle den Zivilisationsgrad der Gesellschaft wider. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – An Ihrer Stelle würde ich mich an meine eigenen Zitate auch nicht gern erinnern. (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Herr Abgeordneter Matznetter sagt im August 2004: Eine hohe Abgabenquote spiegle den Zivilisationsgrad der Gesellschaft wider. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – An Ihrer Stelle würde ich mich an meine eigenen Zitate auch nicht gern erinnern. (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Oh-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer war das? Wer hat das gesagt?
Meine Damen und Herren! Herr Abgeordneter Matznetter hat die Lohnnebenkostensenkung angesprochen und gesagt, wir haben nichts in diese Richtung getan. – Erstens sage ich Ihnen dazu, Faktum ist, wir haben die Lohnnebenkosten um 648 Millionen € reduziert. Und zweitens darf ich Ihnen ein Zitat Ihres Parteivorsitzenden Alfred Gusenbauer bringen, „profil“, 3. September 2001: Eine Senkung der Lohnnebenkosten halte ich offen gesagt für gefährlich. (Oh-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer war das? Wer hat das gesagt?) – Das war der Herr Abgeordnete Gusenbauer.
Oje-Rufe bei der ÖVP.
Herr Abgeordneter Matznetter, wenn Sie sich hier herausstellen und von Belastung und vom Verrat der Steuerzahler reden, dann haben Sie offensichtlich vergessen, dass Sie im Jahr 2004 ein Wirtschaftsprogramm der Sozialdemokratie präsentiert haben. (Oje-Rufe bei der ÖVP.) In dem Programm haben Sie verlangt: höhere Sparbuch-
Abg. Dr. Matznetter: Wieso sagen Sie die Unwahrheit, Herr Minister?
steuer, höhere Besteuerung von Vermögen, höhere Krankenkassenbeiträge, stärkerer Einfluss des Staates auf die Wirtschaft. (Abg. Dr. Matznetter: Wieso sagen Sie die Unwahrheit, Herr Minister?)
Abg. Großruck: Zickzack!
Das hat Herrn Dr. Gusenbauer dazu gebracht, in den nächsten Tagen danach Ihre Aussagen zu korrigieren und klarzustellen: Die Steuer- und Abgabenquote wird nicht erhöht. Die Sparbuchsteuer wird nicht erhöht. Vermögensteuer wird nicht erhöht. (Abg. Großruck: Zickzack!) Zickzack, genau!
Abg. Dr. Stummvoll: Weil sie erhöhen wollen, das ist ja logisch!
Dann fordern Sie, bevor diese Bundesregierung die Steuerreform 2004/2005 umgesetzt hat, eine Milliarde € an Entlastung für die breite Bevölkerung, für die Arbeitnehmer. – Diese Bundesregierung macht genau das, beschließt sogar 1,5 Milliarden € an Entlastung für die Bevölkerung, und die Sozialdemokratie stimmt hier im Parlament gegen diese Entlastung. Wenn es darauf ankommt, ist man für oder ist man gegen Entlastung, stimmen Sie dagegen. (Abg. Dr. Stummvoll: Weil sie erhöhen wollen, das ist ja logisch!)
Abg. Mag. Kogler: Falsch!
Meine Damen und Herren! Wir, diese Bundesregierung, haben eine Steuerreform umgesetzt, eine Steuerreform, von der alle profitieren: 2,6 Millionen Arbeitnehmer – 990 Millionen € Entlastung (Abg. Mag. Kogler: Falsch!); 1 050 000 Pensionisten – 450 Millionen € Entlastung. – Was ist der richtige Wert, Herr Kogler? (Abg. Mag. Molterer: Er weiß ja nichts!) Sie haben gesagt, das ist falsch – was ist also der richtige Wert? (Abg. Mag. Kogler: Es sind nicht 2,6 Millionen!) 2,6 Millionen Arbeitnehmer, die Steuern zahlen, das ist falsch? (Abg. Gradwohl: Herr Finanzminister! Wo glauben Sie, dass Sie sind? ...!) Jetzt müssen Sie in Ihrer Programmierung nachschauen und den richtigen Takt finden, Herr Kogler!
Abg. Mag. Molterer: Er weiß ja nichts!
Meine Damen und Herren! Wir, diese Bundesregierung, haben eine Steuerreform umgesetzt, eine Steuerreform, von der alle profitieren: 2,6 Millionen Arbeitnehmer – 990 Millionen € Entlastung (Abg. Mag. Kogler: Falsch!); 1 050 000 Pensionisten – 450 Millionen € Entlastung. – Was ist der richtige Wert, Herr Kogler? (Abg. Mag. Molterer: Er weiß ja nichts!) Sie haben gesagt, das ist falsch – was ist also der richtige Wert? (Abg. Mag. Kogler: Es sind nicht 2,6 Millionen!) 2,6 Millionen Arbeitnehmer, die Steuern zahlen, das ist falsch? (Abg. Gradwohl: Herr Finanzminister! Wo glauben Sie, dass Sie sind? ...!) Jetzt müssen Sie in Ihrer Programmierung nachschauen und den richtigen Takt finden, Herr Kogler!
Abg. Mag. Kogler: Es sind nicht 2,6 Millionen!
Meine Damen und Herren! Wir, diese Bundesregierung, haben eine Steuerreform umgesetzt, eine Steuerreform, von der alle profitieren: 2,6 Millionen Arbeitnehmer – 990 Millionen € Entlastung (Abg. Mag. Kogler: Falsch!); 1 050 000 Pensionisten – 450 Millionen € Entlastung. – Was ist der richtige Wert, Herr Kogler? (Abg. Mag. Molterer: Er weiß ja nichts!) Sie haben gesagt, das ist falsch – was ist also der richtige Wert? (Abg. Mag. Kogler: Es sind nicht 2,6 Millionen!) 2,6 Millionen Arbeitnehmer, die Steuern zahlen, das ist falsch? (Abg. Gradwohl: Herr Finanzminister! Wo glauben Sie, dass Sie sind? ...!) Jetzt müssen Sie in Ihrer Programmierung nachschauen und den richtigen Takt finden, Herr Kogler!
Abg. Gradwohl: Herr Finanzminister! Wo glauben Sie, dass Sie sind? ...!
Meine Damen und Herren! Wir, diese Bundesregierung, haben eine Steuerreform umgesetzt, eine Steuerreform, von der alle profitieren: 2,6 Millionen Arbeitnehmer – 990 Millionen € Entlastung (Abg. Mag. Kogler: Falsch!); 1 050 000 Pensionisten – 450 Millionen € Entlastung. – Was ist der richtige Wert, Herr Kogler? (Abg. Mag. Molterer: Er weiß ja nichts!) Sie haben gesagt, das ist falsch – was ist also der richtige Wert? (Abg. Mag. Kogler: Es sind nicht 2,6 Millionen!) 2,6 Millionen Arbeitnehmer, die Steuern zahlen, das ist falsch? (Abg. Gradwohl: Herr Finanzminister! Wo glauben Sie, dass Sie sind? ...!) Jetzt müssen Sie in Ihrer Programmierung nachschauen und den richtigen Takt finden, Herr Kogler!
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Bundesminister, Sie haben jetzt 13 Minuten geredet und noch keine Frage beantwortet. Irgendwann einmal müssen wir uns den Fragen zuwenden. – Bitte. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Mag. Wurm: Fühlen sie sich entlastet?
Genau deswegen haben wir jetzt noch ein Paket obendrauf gelegt mit 200 Millionen € weiterer Entlastung für 300 000 Einnahmen-/Ausgabenrechner. In Summe also 1,5 Milliarden € an Entlastung für unsere Klein- und Mittelbetriebe. Wir haben es umgesetzt, wir haben es ermöglicht – Sie haben dagegen gestimmt. Das zeigt sehr klar, wer wofür steht: Wir stehen für Entlastung, Sie stehen für die Belastung, und der Wähler wird zeigen, was sein Weg ist, was der richtige Weg ist. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Mag. Wurm: Fühlen sie sich entlastet?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Fühlen sie sich entlastet? – Absolut, und dazu stehe ich, weil es auch um die Psychologie und um den Optimismus für ein Land geht. Wenn Sie sich anschauen, wie Österreich dasteht und die Menschen in diesem Land auf diesem erfolgreichen Weg mitgehen, dann sehen Sie, das ist extrem wichtig. Und dann wollen wir nicht immer Schiedsrichter sein, die nicht wissen, wie es geht. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Steht im Finanzbericht! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Meine Damen und Herren, ich möchte einmal feststellen, da Sie es bei mir auch immer sehr genau nehmen: Sie reden davon, dass das Lohnsteueraufkommen seit dem Jahr 2000 um 22 Prozent angestiegen ist. – Diese Behauptung ist falsch! Meine Experten haben errechnet, dass es 14,3 Prozent sind. (Ruf bei der SPÖ: Steht im Finanzbericht! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Ruf: Gott sei Dank!
Sie haben also kritisiert, jetzt abgesehen vom falschen Prozentsatz, dass das Lohnsteueraufkommen steigt. (Ruf: Gott sei Dank!) „Gott sei Dank“, ist die Antwort, danke vielmals! Wir haben die Lohnsteuer gesenkt. Wir haben eine Steuerreform gemacht, die die Lohnsteuer senkt, trotzdem steigt das Aufkommen. Was können die Gründe dafür sein? Wenn eine Regierung eine Steuersenkung beschließt und das Aufkommen trotzdem steigt, dann gibt es zwei Gründe dafür. Erstens: Es zahlen viel mehr Menschen Steuer, weil viel mehr Menschen einen Job, einen Arbeitsplatz haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Sie haben also kritisiert, jetzt abgesehen vom falschen Prozentsatz, dass das Lohnsteueraufkommen steigt. (Ruf: Gott sei Dank!) „Gott sei Dank“, ist die Antwort, danke vielmals! Wir haben die Lohnsteuer gesenkt. Wir haben eine Steuerreform gemacht, die die Lohnsteuer senkt, trotzdem steigt das Aufkommen. Was können die Gründe dafür sein? Wenn eine Regierung eine Steuersenkung beschließt und das Aufkommen trotzdem steigt, dann gibt es zwei Gründe dafür. Erstens: Es zahlen viel mehr Menschen Steuer, weil viel mehr Menschen einen Job, einen Arbeitsplatz haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Bures
Sie kennen die Werte, und Sie wissen, dass wir vor allem die kleinen Einkommensbezieher entlastet haben. Ich kann Ihnen nochmals gerne ein Beispiel geben: Eine allein erziehende Mutter von zwei Kindern mit 1 500 € brutto im Monat – 1 500 €, ein kleines Einkommen (Zwischenruf der Abg. Bures) – wird mit 744 € entlastet, Frau Abgeordnete! 744 € im Jahr hat sie netto mehr in der Brieftasche. Das ist eine Politik, für die wir stehen wollen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Haben Sie schon etwas von der kalten Progression gehört?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Haben Sie schon etwas von der kalten Progression gehört?
Sie kennen die Werte, und Sie wissen, dass wir vor allem die kleinen Einkommensbezieher entlastet haben. Ich kann Ihnen nochmals gerne ein Beispiel geben: Eine allein erziehende Mutter von zwei Kindern mit 1 500 € brutto im Monat – 1 500 €, ein kleines Einkommen (Zwischenruf der Abg. Bures) – wird mit 744 € entlastet, Frau Abgeordnete! 744 € im Jahr hat sie netto mehr in der Brieftasche. Das ist eine Politik, für die wir stehen wollen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Haben Sie schon etwas von der kalten Progression gehört?)
Abg. Dr. Gusenbauer: Ist das in der NLP-Schule nicht vorgekommen, die kalte Progression?
Sie kritisieren auch, dass das Umsatzsteueraufkommen steigt. Sie sagen, es ist um 14 Prozent gestiegen. – Zweite Frage, zweiter Fehler. Auch das ist falsch von Ihnen berechnet worden. Herr Abgeordneter Gusenbauer, es sind nicht 14 Prozent! (Abg. Dr. Gusenbauer: Ist das in der NLP-Schule nicht vorgekommen, die kalte Progression?)
Abg. Dr. Gusenbauer: Oder weil der Ölpreis so hoch ist!
Auch hier gilt: Die Bundesregierung hat die Umsatzsteuer selbstverständlich nicht erhöht, hat also hier keine Steuererhöhung vorgenommen, aber das Umsatzsteueraufkommen hat zugenommen. Meine Damen und Herren! Wiederum die Frage: Warum nimmt die Umsatzsteuer zu, wenn die Steuer nicht angehoben worden ist? – Vielleicht kommen wir auf die Idee: Weil die Wertschöpfung steigt, weil die Menschen konsumieren, weil sie einkaufen, weil sie mehr Geld in der Brieftasche haben, weil der Wirtschaftsmotor läuft, weil es Österreich gut geht, weil der Privatkonsum seit dem Jahr 2000 um 14 Prozent angestiegen ist! (Abg. Dr. Gusenbauer: Oder weil der Ölpreis so hoch ist!) – Und damit sage ich Ihnen: Ich bin froh, dass die Umsatzsteuer steigt! Die Menschen haben mehr Geld zum Ausgeben, sie haben mehr Geld in der Brieftasche, und das zahlt sich aus für den Standort Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Der hohe Ölpreis wirkt sich nicht aus, oder?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Der hohe Ölpreis wirkt sich nicht aus, oder?
Auch hier gilt: Die Bundesregierung hat die Umsatzsteuer selbstverständlich nicht erhöht, hat also hier keine Steuererhöhung vorgenommen, aber das Umsatzsteueraufkommen hat zugenommen. Meine Damen und Herren! Wiederum die Frage: Warum nimmt die Umsatzsteuer zu, wenn die Steuer nicht angehoben worden ist? – Vielleicht kommen wir auf die Idee: Weil die Wertschöpfung steigt, weil die Menschen konsumieren, weil sie einkaufen, weil sie mehr Geld in der Brieftasche haben, weil der Wirtschaftsmotor läuft, weil es Österreich gut geht, weil der Privatkonsum seit dem Jahr 2000 um 14 Prozent angestiegen ist! (Abg. Dr. Gusenbauer: Oder weil der Ölpreis so hoch ist!) – Und damit sage ich Ihnen: Ich bin froh, dass die Umsatzsteuer steigt! Die Menschen haben mehr Geld zum Ausgeben, sie haben mehr Geld in der Brieftasche, und das zahlt sich aus für den Standort Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Der hohe Ölpreis wirkt sich nicht aus, oder?)
Abg. Dr. Stummvoll: Alles falsch!
Sie sagen, die Pendlerpauschale sei um 15 Prozent gestiegen – von uns erhöht worden. – Das ist falsch! (Abg. Dr. Stummvoll: Alles falsch!) Sie ist in zwei Schritten um 26,5 Prozent erhöht worden. (Abg. Bures: Haben Sie die Pendlerpauschale eingeführt?)
Abg. Bures: Haben Sie die Pendlerpauschale eingeführt?
Sie sagen, die Pendlerpauschale sei um 15 Prozent gestiegen – von uns erhöht worden. – Das ist falsch! (Abg. Dr. Stummvoll: Alles falsch!) Sie ist in zwei Schritten um 26,5 Prozent erhöht worden. (Abg. Bures: Haben Sie die Pendlerpauschale eingeführt?)
Ruf bei der SPÖ: Die Fragen beantworten! Nicht ...! – Abg. Bures: Haben Sie die Pendlerpauschale eingeführt, Herr Minister? – Abg. Scheibner – in Richtung der Abg. Bures –: Nicht nervös werden, ...!
Erstens möchte ich daher anführen: Mineralölsteuer. – Meine Damen und Herren! Wir wissen alle, und ich bin froh, dass ich das ... (Ruf bei der SPÖ: Die Fragen beantworten! Nicht ...! – Abg. Bures: Haben Sie die Pendlerpauschale eingeführt, Herr Minister? – Abg. Scheibner – in Richtung der Abg. Bures –: Nicht nervös werden, ...!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Herr Abgeordneter, wenn mir die sozialdemokratischen Abgeordneten eine Frage stellen und die Zahlen in der Frage falsch sind, dann betrachte ich es als meine Verantwortung als Minister, Ihnen die richtigen Zahlen zu sagen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Sie nicht, denn Sie kassieren!
Ich darf etwas Zweites klarstellen: Die Mineralölsteuer ist eine Mengensteuer. Das heißt, wir alle würden uns niedrigere Ölpreise wünschen, wir alle würden uns niedrigere Benzin- und Dieselpreise wünschen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie nicht, denn Sie kassieren!) Faktum ist aber, dass ein Finanzminister nichts von höheren Preisen ... (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie kassieren!) – Danke für das Stichwort. Ich kassiere eben nicht! Und damit darf ich das klarstellen (Abg. Dr. Gusenbauer: Mit der Erdölsteuer kassieren Sie nicht?): Nein, weil es eine Mengensteuer ist und ich pro Liter Treibstoff immer nur die gleichen Einnahmen habe! Und ob der Preis am Ende des Tages höher ist oder nicht, erhöht die Einnahmen für den Finanzminister überhaupt nicht. (Abg. Dr. Gusenbauer: Die Mehrwertsteuer ist keine Mengensteuer!) Daher ist das Mineralölsteueraufkommen eines, das rein an der konsumierten Menge liegt. (Abg. Dr. Gusenbauer: Die Mehrwertsteuer ist keine Mengensteuer! – Reden Sie keinen Unsinn!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Sie kassieren!
Ich darf etwas Zweites klarstellen: Die Mineralölsteuer ist eine Mengensteuer. Das heißt, wir alle würden uns niedrigere Ölpreise wünschen, wir alle würden uns niedrigere Benzin- und Dieselpreise wünschen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie nicht, denn Sie kassieren!) Faktum ist aber, dass ein Finanzminister nichts von höheren Preisen ... (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie kassieren!) – Danke für das Stichwort. Ich kassiere eben nicht! Und damit darf ich das klarstellen (Abg. Dr. Gusenbauer: Mit der Erdölsteuer kassieren Sie nicht?): Nein, weil es eine Mengensteuer ist und ich pro Liter Treibstoff immer nur die gleichen Einnahmen habe! Und ob der Preis am Ende des Tages höher ist oder nicht, erhöht die Einnahmen für den Finanzminister überhaupt nicht. (Abg. Dr. Gusenbauer: Die Mehrwertsteuer ist keine Mengensteuer!) Daher ist das Mineralölsteueraufkommen eines, das rein an der konsumierten Menge liegt. (Abg. Dr. Gusenbauer: Die Mehrwertsteuer ist keine Mengensteuer! – Reden Sie keinen Unsinn!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Mit der Erdölsteuer kassieren Sie nicht?
Ich darf etwas Zweites klarstellen: Die Mineralölsteuer ist eine Mengensteuer. Das heißt, wir alle würden uns niedrigere Ölpreise wünschen, wir alle würden uns niedrigere Benzin- und Dieselpreise wünschen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie nicht, denn Sie kassieren!) Faktum ist aber, dass ein Finanzminister nichts von höheren Preisen ... (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie kassieren!) – Danke für das Stichwort. Ich kassiere eben nicht! Und damit darf ich das klarstellen (Abg. Dr. Gusenbauer: Mit der Erdölsteuer kassieren Sie nicht?): Nein, weil es eine Mengensteuer ist und ich pro Liter Treibstoff immer nur die gleichen Einnahmen habe! Und ob der Preis am Ende des Tages höher ist oder nicht, erhöht die Einnahmen für den Finanzminister überhaupt nicht. (Abg. Dr. Gusenbauer: Die Mehrwertsteuer ist keine Mengensteuer!) Daher ist das Mineralölsteueraufkommen eines, das rein an der konsumierten Menge liegt. (Abg. Dr. Gusenbauer: Die Mehrwertsteuer ist keine Mengensteuer! – Reden Sie keinen Unsinn!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Die Mehrwertsteuer ist keine Mengensteuer!
Ich darf etwas Zweites klarstellen: Die Mineralölsteuer ist eine Mengensteuer. Das heißt, wir alle würden uns niedrigere Ölpreise wünschen, wir alle würden uns niedrigere Benzin- und Dieselpreise wünschen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie nicht, denn Sie kassieren!) Faktum ist aber, dass ein Finanzminister nichts von höheren Preisen ... (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie kassieren!) – Danke für das Stichwort. Ich kassiere eben nicht! Und damit darf ich das klarstellen (Abg. Dr. Gusenbauer: Mit der Erdölsteuer kassieren Sie nicht?): Nein, weil es eine Mengensteuer ist und ich pro Liter Treibstoff immer nur die gleichen Einnahmen habe! Und ob der Preis am Ende des Tages höher ist oder nicht, erhöht die Einnahmen für den Finanzminister überhaupt nicht. (Abg. Dr. Gusenbauer: Die Mehrwertsteuer ist keine Mengensteuer!) Daher ist das Mineralölsteueraufkommen eines, das rein an der konsumierten Menge liegt. (Abg. Dr. Gusenbauer: Die Mehrwertsteuer ist keine Mengensteuer! – Reden Sie keinen Unsinn!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Die Mehrwertsteuer ist keine Mengensteuer! – Reden Sie keinen Unsinn!
Ich darf etwas Zweites klarstellen: Die Mineralölsteuer ist eine Mengensteuer. Das heißt, wir alle würden uns niedrigere Ölpreise wünschen, wir alle würden uns niedrigere Benzin- und Dieselpreise wünschen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie nicht, denn Sie kassieren!) Faktum ist aber, dass ein Finanzminister nichts von höheren Preisen ... (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie kassieren!) – Danke für das Stichwort. Ich kassiere eben nicht! Und damit darf ich das klarstellen (Abg. Dr. Gusenbauer: Mit der Erdölsteuer kassieren Sie nicht?): Nein, weil es eine Mengensteuer ist und ich pro Liter Treibstoff immer nur die gleichen Einnahmen habe! Und ob der Preis am Ende des Tages höher ist oder nicht, erhöht die Einnahmen für den Finanzminister überhaupt nicht. (Abg. Dr. Gusenbauer: Die Mehrwertsteuer ist keine Mengensteuer!) Daher ist das Mineralölsteueraufkommen eines, das rein an der konsumierten Menge liegt. (Abg. Dr. Gusenbauer: Die Mehrwertsteuer ist keine Mengensteuer! – Reden Sie keinen Unsinn!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Die Mehrwertsteuer ist keine Mengensteuer, Herr Finanzminister!
Und auch da muss ich Ihnen sagen: Wenn Sie sich anschauen, wer in Europa welche Steuern zahlt (Abg. Dr. Gusenbauer: Die Mehrwertsteuer ist keine Mengensteuer, Herr Finanzminister!) – nehmen Sie Dieselkraftstoff heute als Beispiel –, dann sehen
Abg. Reheis: Und wo in Österreich? Da sind unterschiedliche Preise! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Nicht auf der Autobahn! Da ist es am teuersten! – Abg. Reheis: Schauen Sie einmal die Preise in Tirol an!
Sie: Es wird in Großbritannien 1,41 € pro Liter bezahlt, in Schweden 1,20 €, in Italien 1,20 €, in Deutschland 1,14 €. Europäischer Mittelwert: 1,12 €. – In Österreich liegen wir bei 1,045 €! Wir liegen um 8 Cent pro Liter unter dem europäischen Durchschnitt (Abg. Reheis: Und wo in Österreich? Da sind unterschiedliche Preise! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Nicht auf der Autobahn! Da ist es am teuersten! – Abg. Reheis: Schauen Sie einmal die Preise in Tirol an!) – mit ein Grund, warum sehr viele nach Österreich kommen, zum Beispiel unsere deutschen Nachbarn, und in Österreich tanken und der Tanktourismus zu positiven Einnahmen für Österreich führt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie: Es wird in Großbritannien 1,41 € pro Liter bezahlt, in Schweden 1,20 €, in Italien 1,20 €, in Deutschland 1,14 €. Europäischer Mittelwert: 1,12 €. – In Österreich liegen wir bei 1,045 €! Wir liegen um 8 Cent pro Liter unter dem europäischen Durchschnitt (Abg. Reheis: Und wo in Österreich? Da sind unterschiedliche Preise! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Nicht auf der Autobahn! Da ist es am teuersten! – Abg. Reheis: Schauen Sie einmal die Preise in Tirol an!) – mit ein Grund, warum sehr viele nach Österreich kommen, zum Beispiel unsere deutschen Nachbarn, und in Österreich tanken und der Tanktourismus zu positiven Einnahmen für Österreich führt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ
Weiterer Punkt: Wir haben ein Bonus-Malus-System eingeführt, was den Diesel betrifft. Wir haben gesagt: 300 € quasi Strafzahlung als Malus, wenn man einen Diesel-PKW ohne Filter kauft, 150 € Bonus, also Entlastung, wenn man einen mit Filter kauft. Ich darf Sie darüber informieren, dass die jetzigen Werte, die uns vorliegen, dahin gehend sind, dass bereits 35 Prozent aller Neuzulassungen von Diesel-PKW mit Partikelfiltern ausgestattet sind (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ) – ein so großer Erfolg, dass Deutschland dieses Bonus-Malus-System nachgemacht hat, weil man dort gesagt hat: Das ist eine gute Politik für eine saubere Umwelt!
Abg. Riepl: Zu wenig! Viel zu wenig!
Ich darf am Rande darüber informieren, weil Sie das weggelassen haben: Wir haben natürlich auch das Kilometergeld entsprechend angehoben. (Abg. Riepl: Zu wenig! Viel zu wenig!) Das Kilometergeld wurde um rund 2 Cent angehoben und liegt damit viel höher als in Deutschland und anderen Ländern. (Abg. Riepl: ... die Arbeitslosen! Die sind auch mehr geworden!)
Abg. Riepl: ... die Arbeitslosen! Die sind auch mehr geworden!
Ich darf am Rande darüber informieren, weil Sie das weggelassen haben: Wir haben natürlich auch das Kilometergeld entsprechend angehoben. (Abg. Riepl: Zu wenig! Viel zu wenig!) Das Kilometergeld wurde um rund 2 Cent angehoben und liegt damit viel höher als in Deutschland und anderen Ländern. (Abg. Riepl: ... die Arbeitslosen! Die sind auch mehr geworden!)
Ruf bei der ÖVP: Was schwierig ist!
Hier ist die Lohnpolitik angesprochen, und ich muss Ihnen sagen: In der Lohnpolitik sollten wir den Sozialpartnern vertrauen (Ruf bei der ÖVP: Was schwierig ist!), und wir sollten anerkennen, dass das Primat der Lohnpolitik bei den Sozialpartnern liegt. Daher glaube ich, dass die Wirtschaftskammer mit der Gewerkschaft hier einen verantwortungsvollen Weg für Österreich gegangen ist. Wenn Sie das anders sehen, würde ich Sie bitten, hier mit der Gewerkschaft und mit der Wirtschaftskammer in eine Diskussion einzutreten.
Abg. Riepl: Warum kritisieren Sie dann die Kollektivvertragsabschlüsse?
Uns war es ein großes Anliegen, die Realeinkommen in der Bevölkerung zu erhöhen. Wir haben eine Steuerreform gemacht: 500 € im Durchschnitt an Entlastung für jeden Einzelnen. Steuerfreiheit der Bruttojahreseinkommen: 15 770 €; darunter zahlt niemand in Österreich Steuern. Und wenn Sie sich die Entwicklung anschauen, sehen Sie: 2005 und 2006 sind die Realeinkommen in Österreich netto um 2,5 Prozent gestiegen, in der Eurozone waren es 0,9 Prozent, in Deutschland waren es 0,7 Prozent. Ich glaube also, auch mit den Sozialpartnern ein verantwortungsvoller, ein guter Weg für unser Land. (Abg. Riepl: Warum kritisieren Sie dann die Kollektivvertragsabschlüsse?)
Abg. Dr. Fekter: Ja schau! Mehr als das Doppelte!
in Österreich investiert wird, dass die heimische Wirtschaft in Österreich investiert, dass international in Österreich investiert wird. Und daher freuen wir uns, dass die Investitionen in Österreich – 1999 waren es 23 Milliarden € – im letzten Jahr 52,9 Milliarden € betragen haben (Abg. Dr. Fekter: Ja schau! Mehr als das Doppelte!) – weil man dem Standort, weil man unseren Beschäftigten entsprechend vertraut! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
in Österreich investiert wird, dass die heimische Wirtschaft in Österreich investiert, dass international in Österreich investiert wird. Und daher freuen wir uns, dass die Investitionen in Österreich – 1999 waren es 23 Milliarden € – im letzten Jahr 52,9 Milliarden € betragen haben (Abg. Dr. Fekter: Ja schau! Mehr als das Doppelte!) – weil man dem Standort, weil man unseren Beschäftigten entsprechend vertraut! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Riepl: Einen Satz zu den Arbeitslosen, bitte! Einen Satz! Ein Wort zu den Arbeitslosen!
Insofern, meine Damen und Herren: Die Bilanz stimmt! Ich hoffe, dass dieser Weg so fortgesetzt werden kann. (Abg. Riepl: Einen Satz zu den Arbeitslosen, bitte! Einen Satz! Ein Wort zu den Arbeitslosen!)
Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
Der Wähler hat die Möglichkeit, am 1. Oktober diese Bilanz zu ziehen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Prinz: ... wenn die SPÖ eine Dringliche stellt! – Abg. Mag. Hakl: Selber schuld! – Abg. Prinz: Das war ein Schuss ins eigene Knie!
Jetzt sind Sie am Wort, Frau Kollegin Bures. Ihre Wunschredezeit beträgt 7 Minuten. – Bitte. (Abg. Prinz: ... wenn die SPÖ eine Dringliche stellt! – Abg. Mag. Hakl: Selber schuld! – Abg. Prinz: Das war ein Schuss ins eigene Knie!)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben nur mehr zwei Tage in diesem Haus. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Ich würde Sie ersuchen, sich ein bisschen darauf zu konzentrieren, wofür uns die Leute gewählt haben, nämlich um eine gute Politik in diesem Land zu machen. Das ist allerdings für Sie ein Fremdwort. (Ruf bei der ÖVP: Bleiben Sie bei der Wahrheit!) – Ich weiß, dass das so ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Bleiben Sie bei der Wahrheit!
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben nur mehr zwei Tage in diesem Haus. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Ich würde Sie ersuchen, sich ein bisschen darauf zu konzentrieren, wofür uns die Leute gewählt haben, nämlich um eine gute Politik in diesem Land zu machen. Das ist allerdings für Sie ein Fremdwort. (Ruf bei der ÖVP: Bleiben Sie bei der Wahrheit!) – Ich weiß, dass das so ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben nur mehr zwei Tage in diesem Haus. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Ich würde Sie ersuchen, sich ein bisschen darauf zu konzentrieren, wofür uns die Leute gewählt haben, nämlich um eine gute Politik in diesem Land zu machen. Das ist allerdings für Sie ein Fremdwort. (Ruf bei der ÖVP: Bleiben Sie bei der Wahrheit!) – Ich weiß, dass das so ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Donnerbauer: ... so eine Politik wie bei der BAWAG und beim ÖGB?! – ... doch keine Ahnung! Keine einzige Zahl stimmt!
Ich ersuche um ein bisschen Höflichkeit, wenn man am Rednerpult steht. Und ich denke, der Herr Bundesminister hat ja einigen Raum geboten, hier heute zu antworten. (Abg. Mag. Donnerbauer: ... so eine Politik wie bei der BAWAG und beim ÖGB?! – ... doch keine Ahnung! Keine einzige Zahl stimmt!)
Abg. Großruck: Kennen Sie den Herrn Elsner?
Herr Bundesminister! Was ich Ihnen vorwerfe, ist, dass Sie die Chance heute nicht genützt haben, sich auch nur eine Sekunde lang in irgendeiner Form in die Lebensrealität und die Lebenssituation einer durchschnittlichen Familie, eines durchschnittlichen Österreichers oder einer durchschnittlichen Österreicherin zu versetzen (Abg. Großruck: Kennen Sie den Herrn Elsner?), denn anders kann ich mir Ihre Aussagen nicht erklären. Jeder Österreicher und jede Österreicherin, der/die diese Aussagen hört (Abg. Großruck: Kennen Sie den Herrn Elsner? – Ruf bei der ÖVP: Und den Herrn Zwettler? Und den Herrn Verzetnitsch?), muss ja glauben, dass ein Paradies in Österreich herrscht.
Abg. Großruck: Kennen Sie den Herrn Elsner? – Ruf bei der ÖVP: Und den Herrn Zwettler? Und den Herrn Verzetnitsch?
Herr Bundesminister! Was ich Ihnen vorwerfe, ist, dass Sie die Chance heute nicht genützt haben, sich auch nur eine Sekunde lang in irgendeiner Form in die Lebensrealität und die Lebenssituation einer durchschnittlichen Familie, eines durchschnittlichen Österreichers oder einer durchschnittlichen Österreicherin zu versetzen (Abg. Großruck: Kennen Sie den Herrn Elsner?), denn anders kann ich mir Ihre Aussagen nicht erklären. Jeder Österreicher und jede Österreicherin, der/die diese Aussagen hört (Abg. Großruck: Kennen Sie den Herrn Elsner? – Ruf bei der ÖVP: Und den Herrn Zwettler? Und den Herrn Verzetnitsch?), muss ja glauben, dass ein Paradies in Österreich herrscht.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer – auf die auf der Galerie anwesenden Besucher weisend –: Frau Bures, fragen Sie die Menschen da oben, ob das stimmt!
Herr Bundesminister! Das haben Sie vielleicht zu Hause, aber die Lebensrealität der österreichischen Familien, der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sieht leider auf Grund Ihrer schlechten Politik traurig aus. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer – auf die auf der Galerie anwesenden Besucher weisend –: Frau Bures, fragen Sie die Menschen da oben, ob das stimmt!)
Unruhe im Saal – Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer – Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen
Sie haben heute hier nur heiße Luft und Häme für diese Menschen übrig gehabt, und allein schon deshalb gehören Sie abgewählt. Aber ich möchte doch Bilanz ziehen über Ihre politische Tätigkeit und das, was Sie heute hier gesagt haben, denn von all dem, was Sie heute hier verkündet haben (Unruhe im Saal – Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer – Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen), spüren die Menschen nämlich in Wirklichkeit nichts! – Entweder leiden Sie unter Realitätsverlust, oder Sie sind irgendwie ein professioneller Spaßvogel (He-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ); anders kann ich mir das, wie gesagt, wirklich nicht erklären. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Das ist die eingeforderte „Höflichkeit“, Frau Bures!)
He-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ
Sie haben heute hier nur heiße Luft und Häme für diese Menschen übrig gehabt, und allein schon deshalb gehören Sie abgewählt. Aber ich möchte doch Bilanz ziehen über Ihre politische Tätigkeit und das, was Sie heute hier gesagt haben, denn von all dem, was Sie heute hier verkündet haben (Unruhe im Saal – Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer – Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen), spüren die Menschen nämlich in Wirklichkeit nichts! – Entweder leiden Sie unter Realitätsverlust, oder Sie sind irgendwie ein professioneller Spaßvogel (He-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ); anders kann ich mir das, wie gesagt, wirklich nicht erklären. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Das ist die eingeforderte „Höflichkeit“, Frau Bures!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Das ist die eingeforderte „Höflichkeit“, Frau Bures!
Sie haben heute hier nur heiße Luft und Häme für diese Menschen übrig gehabt, und allein schon deshalb gehören Sie abgewählt. Aber ich möchte doch Bilanz ziehen über Ihre politische Tätigkeit und das, was Sie heute hier gesagt haben, denn von all dem, was Sie heute hier verkündet haben (Unruhe im Saal – Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer – Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen), spüren die Menschen nämlich in Wirklichkeit nichts! – Entweder leiden Sie unter Realitätsverlust, oder Sie sind irgendwie ein professioneller Spaßvogel (He-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ); anders kann ich mir das, wie gesagt, wirklich nicht erklären. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Das ist die eingeforderte „Höflichkeit“, Frau Bures!)
Abg. Kößl: Sie reden von einem anderen Land, nicht von Österreich!
Herr Bundesminister – jetzt gehe ich konkret auf Ihre Punkte ein –, Sie reden davon, dass es Beschäftigungswachstum in Österreich gegeben hat, seit Sie an der Regierung sind. Was ist denn die Realität? – Wir haben die höchste Arbeitslosigkeit! Wir haben Zigtausende Menschen in Österreich, die keinen Job haben! Und wir haben 85 000 Vollzeitarbeitsplätze weniger! (Abg. Kößl: Sie reden von einem anderen Land, nicht von Österreich!) Wovon wir mehr haben, das sind geringfügige Beschäftigung und Teilzeitarbeit, und das ist Arbeit, bei der die Menschen schwer und hart arbeiten. Aber wissen Sie, was: Sie können davon nicht leben! – Und Vollzeitarbeitsplätze sind auf Grund Ihrer Politik abgebaut worden! Nicht ein einziger kam dazu. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: ... die Gewerkschaft!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: ... die Gewerkschaft!
Herr Bundesminister – jetzt gehe ich konkret auf Ihre Punkte ein –, Sie reden davon, dass es Beschäftigungswachstum in Österreich gegeben hat, seit Sie an der Regierung sind. Was ist denn die Realität? – Wir haben die höchste Arbeitslosigkeit! Wir haben Zigtausende Menschen in Österreich, die keinen Job haben! Und wir haben 85 000 Vollzeitarbeitsplätze weniger! (Abg. Kößl: Sie reden von einem anderen Land, nicht von Österreich!) Wovon wir mehr haben, das sind geringfügige Beschäftigung und Teilzeitarbeit, und das ist Arbeit, bei der die Menschen schwer und hart arbeiten. Aber wissen Sie, was: Sie können davon nicht leben! – Und Vollzeitarbeitsplätze sind auf Grund Ihrer Politik abgebaut worden! Nicht ein einziger kam dazu. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: ... die Gewerkschaft!)
Abg. Scheibner: Weil die Gewerkschaften nichts mehr tun! Das ist die Aufgabe der Gewerkschaften!
Wir haben Working poor: Wir haben Menschen, die 38,5 Stunden hart arbeiten und ein Einkommen haben, von dem sie nicht leben können! Das ist ein Phänomen (Abg. Scheibner: Weil die Gewerkschaften nichts mehr tun! Das ist die Aufgabe der Gewerkschaften!), das es erst gibt, seit Sie in der Regierung sind: Working poor – hart arbeiten, aber davon nicht leben können, weil das Einkommen so gering ist! – Das sind die Probleme, die die Menschen in Österreich haben! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Was hat der ARBÖ-Generalsekretär verdient?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Was hat der ARBÖ-Generalsekretär verdient?
Wir haben Working poor: Wir haben Menschen, die 38,5 Stunden hart arbeiten und ein Einkommen haben, von dem sie nicht leben können! Das ist ein Phänomen (Abg. Scheibner: Weil die Gewerkschaften nichts mehr tun! Das ist die Aufgabe der Gewerkschaften!), das es erst gibt, seit Sie in der Regierung sind: Working poor – hart arbeiten, aber davon nicht leben können, weil das Einkommen so gering ist! – Das sind die Probleme, die die Menschen in Österreich haben! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Was hat der ARBÖ-Generalsekretär verdient?)
Abg. Scheibner: ... in Frankreich Golf spielen!
Herr Bundesminister, richten Sie den 500 000 Menschen, die in akuter Armut leben, aus, wie toll Sie nicht alles gemacht haben, wie super es ist, wie man jetzt nach Griechenland fahren kann, nach Italien fahren kann, nach Spanien fahren kann? – Sie können dort in der Badehose herumrennen, aber die Menschen, die können dort nicht herumfahren! (Abg. Scheibner: ... in Frankreich Golf spielen!) Das ist das Problem, das die Menschen haben, weil sie arm sind auf Grund Ihrer Politik! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum sind Sie so unhöflich, sagen Sie?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum sind Sie so unhöflich, sagen Sie?
Herr Bundesminister, richten Sie den 500 000 Menschen, die in akuter Armut leben, aus, wie toll Sie nicht alles gemacht haben, wie super es ist, wie man jetzt nach Griechenland fahren kann, nach Italien fahren kann, nach Spanien fahren kann? – Sie können dort in der Badehose herumrennen, aber die Menschen, die können dort nicht herumfahren! (Abg. Scheibner: ... in Frankreich Golf spielen!) Das ist das Problem, das die Menschen haben, weil sie arm sind auf Grund Ihrer Politik! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum sind Sie so unhöflich, sagen Sie?)
Abg. Ellmauer: 40 000 weniger!
170 000 Menschen mehr leben in akuter Armut, seit Karl-Heinz Grasser Finanzminister ist. Das sind um 60 Prozent mehr Menschen, die in akuter Armut leben! (Abg. Ellmauer: 40 000 weniger!) – Ihm geht es gut, den Menschen geht es aber bekanntlich viel schlechter und lange nicht so gut, und es könnte ihnen besser gehen. (Abg. Fauland: Wenn die BAWAG ...! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wenn wir vom Herrn Elsner das Geld hätten, dann könnte es ihnen besser gehen!)
Abg. Fauland: Wenn die BAWAG ...! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wenn wir vom Herrn Elsner das Geld hätten, dann könnte es ihnen besser gehen!
170 000 Menschen mehr leben in akuter Armut, seit Karl-Heinz Grasser Finanzminister ist. Das sind um 60 Prozent mehr Menschen, die in akuter Armut leben! (Abg. Ellmauer: 40 000 weniger!) – Ihm geht es gut, den Menschen geht es aber bekanntlich viel schlechter und lange nicht so gut, und es könnte ihnen besser gehen. (Abg. Fauland: Wenn die BAWAG ...! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wenn wir vom Herrn Elsner das Geld hätten, dann könnte es ihnen besser gehen!)
Abg. Ellmauer: Die Gewerkschaften haben viel von Ihrer Politik, sehr viel!
Das Problem ist, es könnte ihnen besser gehen, denn was Sie machen, ist Folgendes: Sie machen Steuergeschenke an ein paar Große. Großkonzerne werden entlastet – Klein- und Mittelbetriebe haben nichts davon, Mittelverdiener haben nichts davon, die Familien haben nichts davon. (Abg. Ellmauer: Die Gewerkschaften haben viel von Ihrer Politik, sehr viel!) Die sind einer Belastungspolitik ausgesetzt, und die hatten in
Beifall bei der SPÖ.
den letzten Jahren unter Ihrer Politik zu leiden, und daher werden Sie am 1. Oktober dafür auch Ihre Rechnung bekommen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht in Ihren kleinen Kopf nicht hinein, dass man die Industrie unterstützen muss!
Herr Bundesminister, den Vergleich zwischen Ihrer Finanzpolitik und der Finanzpolitik der Jahre zuvor ziehe ich auch gerne: Auf Grund Ihrer großzügigen Steuergeschenke, die Sie an Großkonzerne getätigt haben – während Sie auf die Klein- und Mittelverdiener völlig vergessen haben (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht in Ihren kleinen Kopf nicht hinein, dass man die Industrie unterstützen muss!) –, haben wir auch eine Steuersituation, die dramatisch ist – und auf Grund der hohen Kosten der Arbeitslosigkeit haben wir, im Übrigen, natürlich auch eine Situation, die ganz dramatisch ist –: Herr Bundesminister, auf Grund Ihrer schlechten Steuerpolitik sind Sie damit konfrontiert, dass es ein Mahnverfahren der EU gibt. Das ist Ihre Steuerpolitik und Ihre Finanzpolitik: ein Mahnverfahren der Europäischen Union! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, den Vergleich zwischen Ihrer Finanzpolitik und der Finanzpolitik der Jahre zuvor ziehe ich auch gerne: Auf Grund Ihrer großzügigen Steuergeschenke, die Sie an Großkonzerne getätigt haben – während Sie auf die Klein- und Mittelverdiener völlig vergessen haben (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht in Ihren kleinen Kopf nicht hinein, dass man die Industrie unterstützen muss!) –, haben wir auch eine Steuersituation, die dramatisch ist – und auf Grund der hohen Kosten der Arbeitslosigkeit haben wir, im Übrigen, natürlich auch eine Situation, die ganz dramatisch ist –: Herr Bundesminister, auf Grund Ihrer schlechten Steuerpolitik sind Sie damit konfrontiert, dass es ein Mahnverfahren der EU gibt. Das ist Ihre Steuerpolitik und Ihre Finanzpolitik: ein Mahnverfahren der Europäischen Union! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit des Bundesministers Mag. Grasser.
Finanzminister Ferdinand Lacina hingegen war der beste Finanzminister Europas. Das ist ein Vergleich, den ziehe ich gerne! (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit des Bundesministers Mag. Grasser.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Stummvoll sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Vielleicht hätten Sie von Ferdinand Lacina einiges lernen können. (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Stummvoll sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.) Das hätte Ihnen nicht geschadet!
Abg. Dr. Partik-Pablé: Den Herrn Elsner hat er ausgebildet!
Ich sage Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren: Wir sind leider damit konfrontiert, dass es auf Grund Ihrer Politik weniger Jobs gibt, dass es weniger Ausbildungschancen gibt (Abg. Dr. Partik-Pablé: Den Herrn Elsner hat er ausgebildet!), dass weniger Menschen einen Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung haben, dass die Menschen im Alter leider weniger haben (Abg. Steibl: Das ist eine Zumutung! Das ist eine bodenlose Zumutung!), dass ihre Pensionen immer weniger werden und dass wir eine soziale Schieflage haben, die in einem so reichen Land wie Österreich nicht notwendig wäre.
Abg. Steibl: Das ist eine Zumutung! Das ist eine bodenlose Zumutung!
Ich sage Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren: Wir sind leider damit konfrontiert, dass es auf Grund Ihrer Politik weniger Jobs gibt, dass es weniger Ausbildungschancen gibt (Abg. Dr. Partik-Pablé: Den Herrn Elsner hat er ausgebildet!), dass weniger Menschen einen Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung haben, dass die Menschen im Alter leider weniger haben (Abg. Steibl: Das ist eine Zumutung! Das ist eine bodenlose Zumutung!), dass ihre Pensionen immer weniger werden und dass wir eine soziale Schieflage haben, die in einem so reichen Land wie Österreich nicht notwendig wäre.
Abg. Fauland: Keine Drohungen!
Daher verspreche ich, dass wir das gerechter verteilen werden! (Abg. Fauland: Keine Drohungen!) Wir werden diese soziale Schieflage aufheben. (Abg. Großruck: ... BAWAG!) Wir werden dafür sorgen, dass im Mittelpunkt die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit (weitere Zwischenrufe – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) und die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit steht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: ... BAWAG!
Daher verspreche ich, dass wir das gerechter verteilen werden! (Abg. Fauland: Keine Drohungen!) Wir werden diese soziale Schieflage aufheben. (Abg. Großruck: ... BAWAG!) Wir werden dafür sorgen, dass im Mittelpunkt die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit (weitere Zwischenrufe – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) und die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit steht. (Beifall bei der SPÖ.)
weitere Zwischenrufe – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Daher verspreche ich, dass wir das gerechter verteilen werden! (Abg. Fauland: Keine Drohungen!) Wir werden diese soziale Schieflage aufheben. (Abg. Großruck: ... BAWAG!) Wir werden dafür sorgen, dass im Mittelpunkt die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit (weitere Zwischenrufe – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) und die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit steht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher verspreche ich, dass wir das gerechter verteilen werden! (Abg. Fauland: Keine Drohungen!) Wir werden diese soziale Schieflage aufheben. (Abg. Großruck: ... BAWAG!) Wir werden dafür sorgen, dass im Mittelpunkt die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit (weitere Zwischenrufe – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) und die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit steht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: So wie der Herr Elsner!
Und wir werden dafür sorgen, dass es sehr wohl eine Steuersenkung gibt, aber nicht für die Großkonzerne, sondern für die Klein- und Mittelbetriebe und für die Bezieher kleinerer und mittlerer Einkommen. Und wir werden dafür sorgen, dass investiert wird in die Zukunft, in die Forschung und in die Bildung. Und wir werden dafür sorgen, dass man auch in der Pension ein würdiges Leben führen kann, ohne Altersarmut (Abg. Großruck: So wie der Herr Elsner!), und dass man sich, wenn man krank ist, auch – unabhängig davon, ob man arm oder reich ist – eine gute Gesundheitsversorgung leisten kann. Dafür werden wir sorgen!
Abg. Scheibner: Wo haben Sie denn da eine Umfrage gemacht? Im Karl-Marx-Hof?
Ich sage Ihnen: 68 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sagen, durch Ihre Politik ist die Kluft zwischen Arm und Reich leider größer geworden. (Abg. Scheibner: Wo haben Sie denn da eine Umfrage gemacht? Im Karl-Marx-Hof?) Und ich denke mir, dass es mit unserem Programm gelingen wird, Österreich ein gutes Stück sozialer, gerechter und fairer zu machen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Der „arme“ Herr Elsner!) Das ist etwas, was sich die Österreicherinnen und Österreicher wünschen. – Wir werden dafür sorgen, und die Österreicherinnen und Österreicher haben es sich auch verdient! Sie haben sich etwas Besseres verdient als Ihre Politik und als diese soziale Schieflage, die Sie zu verantworten haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Der „arme“ Herr Elsner!
Ich sage Ihnen: 68 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sagen, durch Ihre Politik ist die Kluft zwischen Arm und Reich leider größer geworden. (Abg. Scheibner: Wo haben Sie denn da eine Umfrage gemacht? Im Karl-Marx-Hof?) Und ich denke mir, dass es mit unserem Programm gelingen wird, Österreich ein gutes Stück sozialer, gerechter und fairer zu machen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Der „arme“ Herr Elsner!) Das ist etwas, was sich die Österreicherinnen und Österreicher wünschen. – Wir werden dafür sorgen, und die Österreicherinnen und Österreicher haben es sich auch verdient! Sie haben sich etwas Besseres verdient als Ihre Politik und als diese soziale Schieflage, die Sie zu verantworten haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen: 68 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sagen, durch Ihre Politik ist die Kluft zwischen Arm und Reich leider größer geworden. (Abg. Scheibner: Wo haben Sie denn da eine Umfrage gemacht? Im Karl-Marx-Hof?) Und ich denke mir, dass es mit unserem Programm gelingen wird, Österreich ein gutes Stück sozialer, gerechter und fairer zu machen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Der „arme“ Herr Elsner!) Das ist etwas, was sich die Österreicherinnen und Österreicher wünschen. – Wir werden dafür sorgen, und die Österreicherinnen und Österreicher haben es sich auch verdient! Sie haben sich etwas Besseres verdient als Ihre Politik und als diese soziale Schieflage, die Sie zu verantworten haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich weiß schon, PISA-Test, geht nicht. Jene, die nachrechnen: 22,34 Prozent. – Das könnte ich für alle anderen Zahlen auch machen. Sie sollten eine PISA-Studie machen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Das wird wieder teuer!
Präsident Dr. Andreas Khol: Als nächster Redner gelangt Herr Abgeordneter Dkfm. Dr. Stummvoll ans Rednerpult. Seine Wunschredezeit beträgt 8 Minuten. – Bitte. (Abg. Mag. Wurm: Das wird wieder teuer!)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren, lassen Sie mich zunächst sagen: Ich habe Verständnis dafür, dass die Opposition heute eine Dringliche Anfrage macht. Ich habe Verständnis dafür! Wenn man so tief im roten Netzwerk des BAWAG-Skandals steckt (Zwischenruf des Abg. Parnigoni – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), versucht man Ablenkungsstrategien, Herr Kollege! Und dies, meine Damen und Herren, umso mehr, als die bisherigen Ablenkungsstrategien in sich zusammengebrochen sind.
Abg. Parnigoni: Wenn Ihnen nichts Gescheiteres einfällt, das ist wirklich schlimm – für den Finanzsprecher der ÖVP! Unfassbar!
Strategie Nummer 1 war: Schuld ist nicht der Dieb, schuld ist der Polizist, er hätte den Diebstahl verhindern müssen! (Abg. Parnigoni: Wenn Ihnen nichts Gescheiteres einfällt, das ist wirklich schlimm – für den Finanzsprecher der ÖVP! Unfassbar!) – Meinen Sie wirklich, dass irgendjemand in diesem Land wirklich glaubt, dass nicht der Eigentümer und die BAWAG schuld sind, sondern dass der Finanzminister schuld ist am BAWAG-Skandal?! Glauben Sie das wirklich? Halten Sie die Menschen für so dumm, meine Damen und Herren? – Strategie in sich zusammengebrochen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Strategie Nummer 1 war: Schuld ist nicht der Dieb, schuld ist der Polizist, er hätte den Diebstahl verhindern müssen! (Abg. Parnigoni: Wenn Ihnen nichts Gescheiteres einfällt, das ist wirklich schlimm – für den Finanzsprecher der ÖVP! Unfassbar!) – Meinen Sie wirklich, dass irgendjemand in diesem Land wirklich glaubt, dass nicht der Eigentümer und die BAWAG schuld sind, sondern dass der Finanzminister schuld ist am BAWAG-Skandal?! Glauben Sie das wirklich? Halten Sie die Menschen für so dumm, meine Damen und Herren? – Strategie in sich zusammengebrochen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Jetzt sagen Sie zu Recht: Jetzt werden wir ganz etwas anderes machen, jetzt lenken wir überhaupt vom Thema ab! Wir reden über etwas anderes! – Das verstehe ich. Ich verstehe das Bestreben einer Ablenkungsstrategie. Was ich jedoch nicht verstehe, meine lieben Kollegen von der SPÖ, ist, dass Sie sich als Thema gerade einen Bereich aussuchen, der eine klassische Erfolgsstory der Regierungspolitik ist! Das verstehe ich, ehrlich gestanden, nicht. Ein aufgelegter Elfmeter für den Herrn Finanzminister, meine sehr geehrten Damen und Herren! Eine Materie, wo Sie einen der erfolgreichsten Finanzminister dieser Republik angreifen und keine Chance haben, dieses Duell zu gewinnen! – Das verstehe ich eigentlich nicht. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Parnigoni – in Richtung Redner sowie Regierungsbank weisend –: ... desaströs!
Ich verstehe zweitens nicht, meine Damen und Herren, dass Sie einen direkten Vergleich provozieren zwischen einer erfolgreichen Finanzpolitik dieser Bundesregierung und einer desaströsen Finanzpolitik führender SPÖ-Funktionäre. (Abg. Parnigoni – in Richtung Redner sowie Regierungsbank weisend –: ... desaströs!) Das wollen Sie wirklich? Diesen Vergleich wollen Sie durchführen? – Also das verstehe ich nicht, Herr Kollege. (Abg. Parnigoni: ... desaströs!) Und, Rudi Parnigoni, wenn du noch so laut zwischenrufst (Abg. Parnigoni: Ja, ja: Ihr habt eine desaströse Finanzpolitik!), dann muss ich sagen, die Stärke der Zwischenrufe ist immer umgekehrt proportional zum Inhalt der Argumente, Herr Kollege Parnigoni. Genau so ist es! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Parnigoni: ... desaströs!
Ich verstehe zweitens nicht, meine Damen und Herren, dass Sie einen direkten Vergleich provozieren zwischen einer erfolgreichen Finanzpolitik dieser Bundesregierung und einer desaströsen Finanzpolitik führender SPÖ-Funktionäre. (Abg. Parnigoni – in Richtung Redner sowie Regierungsbank weisend –: ... desaströs!) Das wollen Sie wirklich? Diesen Vergleich wollen Sie durchführen? – Also das verstehe ich nicht, Herr Kollege. (Abg. Parnigoni: ... desaströs!) Und, Rudi Parnigoni, wenn du noch so laut zwischenrufst (Abg. Parnigoni: Ja, ja: Ihr habt eine desaströse Finanzpolitik!), dann muss ich sagen, die Stärke der Zwischenrufe ist immer umgekehrt proportional zum Inhalt der Argumente, Herr Kollege Parnigoni. Genau so ist es! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Parnigoni: Ja, ja: Ihr habt eine desaströse Finanzpolitik!
Ich verstehe zweitens nicht, meine Damen und Herren, dass Sie einen direkten Vergleich provozieren zwischen einer erfolgreichen Finanzpolitik dieser Bundesregierung und einer desaströsen Finanzpolitik führender SPÖ-Funktionäre. (Abg. Parnigoni – in Richtung Redner sowie Regierungsbank weisend –: ... desaströs!) Das wollen Sie wirklich? Diesen Vergleich wollen Sie durchführen? – Also das verstehe ich nicht, Herr Kollege. (Abg. Parnigoni: ... desaströs!) Und, Rudi Parnigoni, wenn du noch so laut zwischenrufst (Abg. Parnigoni: Ja, ja: Ihr habt eine desaströse Finanzpolitik!), dann muss ich sagen, die Stärke der Zwischenrufe ist immer umgekehrt proportional zum Inhalt der Argumente, Herr Kollege Parnigoni. Genau so ist es! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Ich verstehe zweitens nicht, meine Damen und Herren, dass Sie einen direkten Vergleich provozieren zwischen einer erfolgreichen Finanzpolitik dieser Bundesregierung und einer desaströsen Finanzpolitik führender SPÖ-Funktionäre. (Abg. Parnigoni – in Richtung Redner sowie Regierungsbank weisend –: ... desaströs!) Das wollen Sie wirklich? Diesen Vergleich wollen Sie durchführen? – Also das verstehe ich nicht, Herr Kollege. (Abg. Parnigoni: ... desaströs!) Und, Rudi Parnigoni, wenn du noch so laut zwischenrufst (Abg. Parnigoni: Ja, ja: Ihr habt eine desaströse Finanzpolitik!), dann muss ich sagen, die Stärke der Zwischenrufe ist immer umgekehrt proportional zum Inhalt der Argumente, Herr Kollege Parnigoni. Genau so ist es! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Wittmann: Hochmut kommt vor dem Fall!
Und was ich auch nicht verstehe, meine Damen und Herren, ist die Tatsache, dass Sie mit dieser Dringlichen Anfrage den direkten Zusammenhang herstellen (Abg. Dr. Wittmann: Hochmut kommt vor dem Fall!) zwischen der Finanzpolitik dieser Bundesregierung (Abg. Dr. Wittmann: Sehr hochmütig!) und der BAWAG. Was ist das Verbindende, meine Damen und Herren? – Ja ist Ihnen nicht aufgefallen, Herr Parnigoni: die Zahl drei, 3 Milliarden €? (Abg. Parnigoni: Unglaublich!) 3 Milliarden € Steuersenkung und 3 Milliarden € Gesamtschaden der BAWAG, meine Damen und Herren! (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ: Mehr! Mehr!) Mehr noch, mehr noch! 3 Milliarden €, um die die Regierung die Steuerzahler entlastet – und 3 Milliarden €, durch die Gewerkschaftsmitglieder belastet werden!
Abg. Dr. Wittmann: Sehr hochmütig!
Und was ich auch nicht verstehe, meine Damen und Herren, ist die Tatsache, dass Sie mit dieser Dringlichen Anfrage den direkten Zusammenhang herstellen (Abg. Dr. Wittmann: Hochmut kommt vor dem Fall!) zwischen der Finanzpolitik dieser Bundesregierung (Abg. Dr. Wittmann: Sehr hochmütig!) und der BAWAG. Was ist das Verbindende, meine Damen und Herren? – Ja ist Ihnen nicht aufgefallen, Herr Parnigoni: die Zahl drei, 3 Milliarden €? (Abg. Parnigoni: Unglaublich!) 3 Milliarden € Steuersenkung und 3 Milliarden € Gesamtschaden der BAWAG, meine Damen und Herren! (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ: Mehr! Mehr!) Mehr noch, mehr noch! 3 Milliarden €, um die die Regierung die Steuerzahler entlastet – und 3 Milliarden €, durch die Gewerkschaftsmitglieder belastet werden!
Abg. Parnigoni: Unglaublich!
Und was ich auch nicht verstehe, meine Damen und Herren, ist die Tatsache, dass Sie mit dieser Dringlichen Anfrage den direkten Zusammenhang herstellen (Abg. Dr. Wittmann: Hochmut kommt vor dem Fall!) zwischen der Finanzpolitik dieser Bundesregierung (Abg. Dr. Wittmann: Sehr hochmütig!) und der BAWAG. Was ist das Verbindende, meine Damen und Herren? – Ja ist Ihnen nicht aufgefallen, Herr Parnigoni: die Zahl drei, 3 Milliarden €? (Abg. Parnigoni: Unglaublich!) 3 Milliarden € Steuersenkung und 3 Milliarden € Gesamtschaden der BAWAG, meine Damen und Herren! (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ: Mehr! Mehr!) Mehr noch, mehr noch! 3 Milliarden €, um die die Regierung die Steuerzahler entlastet – und 3 Milliarden €, durch die Gewerkschaftsmitglieder belastet werden!
Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ: Mehr! Mehr!
Und was ich auch nicht verstehe, meine Damen und Herren, ist die Tatsache, dass Sie mit dieser Dringlichen Anfrage den direkten Zusammenhang herstellen (Abg. Dr. Wittmann: Hochmut kommt vor dem Fall!) zwischen der Finanzpolitik dieser Bundesregierung (Abg. Dr. Wittmann: Sehr hochmütig!) und der BAWAG. Was ist das Verbindende, meine Damen und Herren? – Ja ist Ihnen nicht aufgefallen, Herr Parnigoni: die Zahl drei, 3 Milliarden €? (Abg. Parnigoni: Unglaublich!) 3 Milliarden € Steuersenkung und 3 Milliarden € Gesamtschaden der BAWAG, meine Damen und Herren! (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ: Mehr! Mehr!) Mehr noch, mehr noch! 3 Milliarden €, um die die Regierung die Steuerzahler entlastet – und 3 Milliarden €, durch die Gewerkschaftsmitglieder belastet werden!
Abg. Dr. Wittmann: Warum erwähnen Sie die Hypo Alpe-Adria nicht?
Rechnen Sie zusammen, meine Damen und Herren – ich habe meinen Kollegen Fritz Neugebauer gefragt –: Der durchschnittliche Gewerkschaftsbeitrag, sagte er mir, beträgt ungefähr 250 € im Jahr. (Abg. Dr. Wittmann: Warum erwähnen Sie die Hypo Alpe-Adria nicht?) Das heißt, ein Schaden von 3 Milliarden € bedeutet, dass die Mitgliedsbeiträge von 1,5 Millionen Gewerkschaftern von 15 Jahren in der Karibik und bei Refco versenkt wurden! 15 Jahre Mitgliedsbeiträge aller Gewerkschaftsmitglieder in der Karibik und bei Refco versenkt! – Also wer da die Bürger entlastet und wer sie belastet, davon würde sich der Wähler anhand dessen ein schönes Bild machen können, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen – BZÖ.
Rechnen Sie zusammen, meine Damen und Herren – ich habe meinen Kollegen Fritz Neugebauer gefragt –: Der durchschnittliche Gewerkschaftsbeitrag, sagte er mir, beträgt ungefähr 250 € im Jahr. (Abg. Dr. Wittmann: Warum erwähnen Sie die Hypo Alpe-Adria nicht?) Das heißt, ein Schaden von 3 Milliarden € bedeutet, dass die Mitgliedsbeiträge von 1,5 Millionen Gewerkschaftern von 15 Jahren in der Karibik und bei Refco versenkt wurden! 15 Jahre Mitgliedsbeiträge aller Gewerkschaftsmitglieder in der Karibik und bei Refco versenkt! – Also wer da die Bürger entlastet und wer sie belastet, davon würde sich der Wähler anhand dessen ein schönes Bild machen können, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Wittmann: Sehr hochmütig! Sehr hochmütig!
Also noch einmal: Verständnis für die Ablenkungsstrategie – kein Verständnis dafür, warum Sie uns hier als Regierung den Ball auf den Elfmeter-Punkt legen. Aber wir sind dankbar dafür, gar keine Frage. Herzlichen Dank dafür! (Abg. Dr. Wittmann: Sehr hochmütig! Sehr hochmütig!)
Abg. Hornek: Das ist sinnlos!
Schauen wir uns ein bisschen die konkreten Daten und Fakten an! Ich möchte in diesem Zusammenhang ein bisschen auf den Kollegen Matznetter eingehen (Abg. Hornek: Das ist sinnlos!) und auf die „bösen Konzerne“, meine Damen und Herren. Als die großen Konzerne erstens verstaatlicht waren, zweitens große Verluste gemacht haben, drittens Milliarden an Schulden gemacht haben, viertens 50 000 Arbeitsplätze abgebaut haben, da waren sie „gut“. Jetzt, da die Konzerne Gewinne machen, Arbeitsplätze schaffen, sind sie plötzlich „böse“. – Erklären Sie mir das, Herr Kollege Matznetter! Kommen Sie heraus und erklären Sie mir, warum die verstaatlichten Konzerne, die Schulden gemacht und Arbeitsplätze verloren haben, gut waren und jene Konzerne, die Zehntausende Klein- und Mittelbetriebe beschäftigen, Gewinne machen und Arbeitsplätze schaffen, plötzlich schlecht sind!
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Falsche Konzepte führen zu echten Pleiten, Herr Kollege Matznetter. Sie können nichts dafür. Ich bin froh darüber, dass Ihr Wirtschaftskonzept wieder in den Schubladen verschwunden ist, denn es würde sonst wahrscheinlich auch zu fürchterlichen Pleiten führen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Herr Finanzminister Grasser hat richtig ausgeführt – ist Ihnen das nicht aufgefallen? –: Egal, ob das der Raab-Kamitz-Kurs in den fünfziger Jahren war, ob das der Schüssel-Grasser-Kurs jetzt ist, immer dann, wenn Steuersätze gesenkt werden, bewirkt dies einen Wirtschaftsaufschwung, und der Wirtschaftsaufschwung bedeutet mehr Arbeitsplätze, mehr Einkommen, mehr Steueraufkommen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Das ist ja eine Banalität, Herr Kollege Matznetter. Das haben Sie nicht verstanden? Da brauchen Sie offensichtlich Nachhilfeunterricht. Das ist der typische Zusammenhang einer erfolgreichen Steuerpolitik: Runter mit den Sätzen heißt Wirtschaftsaufschwung, heißt mehr Einkommen, heißt mehr Arbeitsplätze, heißt mehr Steueraufkommen! Eine Win-Win-Situation, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Finanzminister Grasser hat richtig ausgeführt – ist Ihnen das nicht aufgefallen? –: Egal, ob das der Raab-Kamitz-Kurs in den fünfziger Jahren war, ob das der Schüssel-Grasser-Kurs jetzt ist, immer dann, wenn Steuersätze gesenkt werden, bewirkt dies einen Wirtschaftsaufschwung, und der Wirtschaftsaufschwung bedeutet mehr Arbeitsplätze, mehr Einkommen, mehr Steueraufkommen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Das ist ja eine Banalität, Herr Kollege Matznetter. Das haben Sie nicht verstanden? Da brauchen Sie offensichtlich Nachhilfeunterricht. Das ist der typische Zusammenhang einer erfolgreichen Steuerpolitik: Runter mit den Sätzen heißt Wirtschaftsaufschwung, heißt mehr Einkommen, heißt mehr Arbeitsplätze, heißt mehr Steueraufkommen! Eine Win-Win-Situation, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.
In Österreich gibt es jedes Jahr Pensionserhöhungen: Erhöhung der Mindestpensionen in diesen sechs Jahren um 100 € für Alleinstehende. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.) In den sechs Jahren SPÖ davor gab es 29 € Erhöhung! Erhöhung der Mindestpensionen für Ehepaare um über 200 €. – Das ist soziale Verantwortung!
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Öllinger: Da ist etwas daneben gegangen!
Lassen Sie mich auch noch Folgendes sagen: Wir haben seinerzeit bei der politischen Wende im Frühjahr 2000 bewusst gesagt, wir machen eine strategische Planung nicht für eine Legislaturperiode, sondern für die Periode 2000 bis 2010. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Öllinger: Da ist etwas daneben gegangen!)
Abg. Schieder: Sie werden nicht schwarz, sie werden rot, wenn Sie das sagen!
Schauen Sie sich jetzt die Kennzahlen an, Herr Kollege Matznetter, da können Sie noch so viel nörgeln, noch so viel Schwarzmalerei betreiben – mich wundert ja, dass ein Roter so viel schwarzmalen kann (Abg. Schieder: Sie werden nicht schwarz, sie werden rot, wenn Sie das sagen!), aber okay, sei es drum –: Wir werden diese Ziele früher erreichen, als wir uns seinerzeit vorgenommen haben. Wir sind gut unterwegs, und wir sind überzeugt und selbstbewusst genug, dass wir den Auftrag der Wählerinnen und Wähler bekommen, diese erfolgreiche Politik für die nächsten Jahre fortzusetzen. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Schauen Sie sich jetzt die Kennzahlen an, Herr Kollege Matznetter, da können Sie noch so viel nörgeln, noch so viel Schwarzmalerei betreiben – mich wundert ja, dass ein Roter so viel schwarzmalen kann (Abg. Schieder: Sie werden nicht schwarz, sie werden rot, wenn Sie das sagen!), aber okay, sei es drum –: Wir werden diese Ziele früher erreichen, als wir uns seinerzeit vorgenommen haben. Wir sind gut unterwegs, und wir sind überzeugt und selbstbewusst genug, dass wir den Auftrag der Wählerinnen und Wähler bekommen, diese erfolgreiche Politik für die nächsten Jahre fortzusetzen. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.
schon für diese Dringliche Anfrage bedankt. Kollege Matznetter muss uns nicht Leid tun dafür, dass er hier sozusagen als Notnagel auftritt und ein dringliches Anfragerl begründen muss. (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Leid tun muss einen nur der Sekretär, der das schreiben musste, denn ich glaube, der wird sich nicht wohl gefühlt haben. Ich stelle mir das so vor: Kurz vor dem Einbringen, eine Viertelstunde vorher wird der Kollege Cap gekommen sein und gesagt haben: Wir müssen irgendetwas einbringen, denn vielleicht wird sonst irgendetwas zur BAWAG oder irgendetwas Unangenehmes eingebracht! Haben wir nicht irgendetwas in der Schublade? – Dann hat man halt diese Zeilen zusammengeflickt und schnell noch sechs Anfragen geschrieben (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), hat den Kollegen Matznetter sozusagen zur Strafaktion eingeteilt, das hier zu begründen. Das kennen wir schon. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Leid tun muss einen nur der Sekretär, der das schreiben musste, denn ich glaube, der wird sich nicht wohl gefühlt haben. Ich stelle mir das so vor: Kurz vor dem Einbringen, eine Viertelstunde vorher wird der Kollege Cap gekommen sein und gesagt haben: Wir müssen irgendetwas einbringen, denn vielleicht wird sonst irgendetwas zur BAWAG oder irgendetwas Unangenehmes eingebracht! Haben wir nicht irgendetwas in der Schublade? – Dann hat man halt diese Zeilen zusammengeflickt und schnell noch sechs Anfragen geschrieben (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), hat den Kollegen Matznetter sozusagen zur Strafaktion eingeteilt, das hier zu begründen. Das kennen wir schon. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: In Deutschland ist die Steuer- und Abgabenquote wesentlich niedriger!
Ein bisschen mehr Genauigkeit hätten wir uns erwartet, aber da kann der Sekretär nichts dafür. Ihr werdet es wahrscheinlich nicht einmal mehr durchgelesen haben. Da steht nämlich, dass die indirekten Steuern, die Umsatzsteuer, so stark gestiegen seien. Ich zumindest weiß nichts davon! Vielleicht hat man die deutschen Verhältnisse herangezogen, wo es nach vielen Jahren Rot-Grün notwendig ist, die Umsatzsteuer stark anzuheben. In Österreich haben wir diese furchtbare Situation Gott sei Dank nicht. Alleine schon das ist falsch. (Abg. Mag. Kogler: In Deutschland ist die Steuer- und Abgabenquote wesentlich niedriger!) – Ja, ja, auch das Defizit! Verteidigt das nur weiter!
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Sie sind ja sonst nicht so vernunftresistent!
Ich sage euch nur: Eure Dringlichen Anfragen sind ja wenigstens noch wirklich mit Kern gefüllt. Auch wenn man sich manchmal ärgert, man kann darüber diskutieren. Aber so etwas als Dringliche Anfrage einzubringen, ist eigentlich eine Verhöhnung hinsichtlich eines Oppositionsmittels – das sollte man in Bezug auf die Geschäftsordnung einmal festhalten. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Sie sind ja sonst nicht so vernunftresistent!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie geniert sich ja!
Frau Kollegin Bures, wir sind ja gerne Ihre Sparringpartner für Ihr Wahlkampfredentraining. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie geniert sich ja!) Vielleicht, Herr Kollege Matznetter, sagen Sie uns, wo Sie dann im September auftreten werden. Wir kommen gerne und schauen uns dann einmal in der Realität an, wie das ankommt – vielleicht im Karl-Marx-Hof oder sonst irgendwo. Wir kommen gerne hin und hören uns an, ob das die Leute glauben – ich denke nicht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Frau Kollegin Bures, wir sind ja gerne Ihre Sparringpartner für Ihr Wahlkampfredentraining. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie geniert sich ja!) Vielleicht, Herr Kollege Matznetter, sagen Sie uns, wo Sie dann im September auftreten werden. Wir kommen gerne und schauen uns dann einmal in der Realität an, wie das ankommt – vielleicht im Karl-Marx-Hof oder sonst irgendwo. Wir kommen gerne hin und hören uns an, ob das die Leute glauben – ich denke nicht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Bures: Auf Grund der Belastungspolitik!
Meine Damen und Herren, es gehört ja schon wirklich einiges an schauspielerischer Qualität dazu, dass man sich ans Rednerpult stellt, wie das Frau Kollegin Bures gemacht hat, um sich dann als die Vertreterin der Armen, Schwachen in Österreich aufzuspielen und auf die hohe Steuerlast, auf die hohen Abgaben, auf die Kollektivverträge, auf die Lohn- und Einkommenssituation hinzuweisen und zu jammern, wie furchtbar das alles ist. (Abg. Bures: Auf Grund der Belastungspolitik!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Bures und Dr. Matznetter.
Frau Kollegin Bures! Wie ist denn das in Österreich? Legt die Bundesregierung die Löhne fest? (Zwischenrufe der Abgeordneten Bures und Dr. Matznetter.) Wer legt denn die Löhne fest? – Das sind die Sozialpartner – Stichwort: Kollektivverträge! Wer war in den letzten Jahren dafür verantwortlich, dass es höhere oder niedrigere Löhne gab, Frau Kollegin? (Abg. Bures: Sie!) Auf Ihrer Seite der Österreichische Gewerkschaftsbund.
Abg. Bures: Sie!
Frau Kollegin Bures! Wie ist denn das in Österreich? Legt die Bundesregierung die Löhne fest? (Zwischenrufe der Abgeordneten Bures und Dr. Matznetter.) Wer legt denn die Löhne fest? – Das sind die Sozialpartner – Stichwort: Kollektivverträge! Wer war in den letzten Jahren dafür verantwortlich, dass es höhere oder niedrigere Löhne gab, Frau Kollegin? (Abg. Bures: Sie!) Auf Ihrer Seite der Österreichische Gewerkschaftsbund.
Abg. Bures: Warum haben Sie keine Steuerreform für diese Menschen gemacht?
Jetzt frage ich Sie: Wer hat denn den Österreichischen Gewerkschaftsbund so weit gebracht, wie er jetzt ist, dass er eben überhaupt keine Möglichkeit, keine Machtposition hat, die von Ihnen kritisierte schlechte Einkommenssituation – ich weiß ja nicht, ob es stimmt, Sie behaupten es – zu verbessern? (Abg. Bures: Warum haben Sie keine Steuerreform für diese Menschen gemacht?) – Wir hätten keine Steuerreform ge-
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Bures.
macht? Sie haben die letzten sechs Jahre geschlafen, das ist mir schon klar. Ich weiß ja nicht, wie Ihre Realitäten sind – das kann ich nicht beurteilen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Bures.)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Wir haben die größte Steuersenkung in der Geschichte der Zweiten Republik gemacht. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Sie sind in den neunziger Jahren stecken geblieben! Das verstehen wir: Der Schock der Wahlen 1999 und der Regierungsbildung 2000 sitzt Ihnen ja jetzt noch in den Knochen! Und dass das so eine positive Entwicklung genommen hat, sitzt Ihnen auch noch in den Knochen. Sie haben ja damals gehofft, dass diese Bundesregierung auf Grund Ihrer Demonstrationen und der Sanktionen, die Sie bestellt haben, nach wenigen Wochen wird abdanken müssen und Sie Ihre Wirtschaft werden weitermachen können.
Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.
Im Jahr 1999 gab es dann folgende Situation: höchstes Defizit, höchste Steuern- und Abgabenquote und eine Problematik in der Wirtschaftsentwicklung. (Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.) Das wollten Sie schön weitermachen, denn damals hat man ja auch schon Spekulationen bei der REFCO und bei der BAWAG und beim ÖGB gemacht – ohne Kontrolle! (Abg. Bures: Ach so?) Das hätte man gerne noch weitergemacht, Frau Kollegin Bures!
Abg. Bures: Ach so?
Im Jahr 1999 gab es dann folgende Situation: höchstes Defizit, höchste Steuern- und Abgabenquote und eine Problematik in der Wirtschaftsentwicklung. (Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.) Das wollten Sie schön weitermachen, denn damals hat man ja auch schon Spekulationen bei der REFCO und bei der BAWAG und beim ÖGB gemacht – ohne Kontrolle! (Abg. Bures: Ach so?) Das hätte man gerne noch weitergemacht, Frau Kollegin Bures!
Abg. Bures: Das ist in Ihrer Regierungszeit gestiegen!
Wir sind einen anderen Weg gegangen. Und es ist richtig: Wir mussten am Anfang, in den Jahren 2000 und 2001 die Steuerquote anheben, um das Budgetdefizit, das Sie uns hinterlassen haben, zu sanieren. Das haben wir auch klar und deutlich gesagt, aber wir haben auch gesagt, das muss sich für die Sanierung auswirken. Wir haben es geschafft: Das Nulldefizit ist gelungen. (Abg. Bures: Das ist in Ihrer Regierungszeit gestiegen!)
Abg. Dr. Cap: Warum betreiben Sie keine bessere Politik?
Weiters haben wir gesagt: Als zweiter Schritt muss diese Steuer- und Abgabenquote gesenkt werden. Genau deshalb haben wir diese Steuersenkung – gegen Ihre Stimmen – durchgesetzt und freuen uns, dass heute die Steuer- und Abgabenquote wieder bei 40 Prozent ist. Man wird weitermachen müssen, Herr Finanzminister, Sie selbst haben es gesagt: Eine Steuersenkung rechnet sich in Wahrheit von selbst. Wir erwarten uns daher auch, dass weitere Schritte folgen werden. (Abg. Dr. Cap: Warum betreiben Sie keine bessere Politik?)
Abg. Bures: Ihre Rede ist so lustig!
Frau Kollegin Bures, Sie sind ja auch Wien-Abgeordnete. Es ist nicht lustig! Sie stellen sich schauspielerisch ans Rednerpult ... (Abg. Bures: Ihre Rede ist so lustig!) Ihnen wird das Lachen schon vergehen, denn die Leute, die Sie zu vertreten vorgeben, werden nämlich belastet: etwa über die Erhöhung der Kanalgebühren im Jahr 2006 um 28 Prozent, die Gebühren für die Müllentsorgung ab 1. März 2006 um 20 Prozent, die Erhöhung der Gaspreise bei dem schweren Winter ab 1. März 2006 um 17 Prozent, die Erhöhung der Strompreise um 5 Prozent, meine Damen und Herren.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Das trifft alle, ohne jede Einkommensbeschränkung. Das haben Sie, das hat Ihre rote Stadtverwaltung in Wien gerade den unteren Einkommensschichten verordnet! Und dann kritisieren Sie hier vom Rednerpult aus noch die Steuerentlastung der Bundesregierung! Dazu gehört wirklich eine gute schauspielerische Leistung, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
selbst die Absenkung des Steuersatzes auf bis zu 25 Prozent verlangt. Und Sie haben dann im Jahr 2003 gesagt, das wäre eine Signalwirkung und als Marketingmaßnahme für den Wirtschaftsstandort Österreich zu verstehen. – Jetzt auf einmal sind Sie dagegen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Bures: Aber Sie glauben das selbst nicht, was Sie sagen!
Wir sind froh darüber, dass die österreichischen Unternehmen Gewinne machen, denn dann können Sie wieder mehr Leute beschäftigen. Das steigert die Kaufkraft und erhöht das Steueraufkommen, so wie wir das heute hier auch wieder gehört haben. (Abg. Bures: Aber Sie glauben das selbst nicht, was Sie sagen!)
Abg. Bures: Ich habe Sie für intelligenter gehalten!
Frau Kollegin Bures, ich glaube das schon. Sie glauben das hoffentlich nicht selbst, was Sie gesagt haben, als Sie wieder über die schlechte Einkommenssituation referierten und sagten, wir würden nicht verstehen, wovon wir reden. (Abg. Bures: Ich habe Sie für intelligenter gehalten!)
Abg. Bures: Das ist so absurd!
Eine Zahl noch: Müssten wir die Zinsen und die Schuldenrückzahlungen Ihres Schuldenberges nicht nach wie vor bedienen, hätte wir in sechs Jahren dieser Wenderegierung einen Überschuss von 20 Milliarden € erwirtschaftet! (Abg. Bures: Das ist so absurd!) 20 Milliarden €, die wir dem Steuerzahler zurückgeben könnten! Diese zahlen aber heute noch für die Schulden, die Sie in 30 Jahren erwirtschaftet haben. – Das ist die Realität, meine Damen und Herren! Und trotz dieser Bürde haben wir Österreich weitergebracht.
Abg. Bures: Soziale Schieflage beseitigen!
Sie haben eine Drohung ausgesprochen. Sie haben gesagt, wenn Sie wieder in der Regierung sind, dann werden Sie das alles anders machen. (Abg. Bures: Soziale Schieflage beseitigen!) Und Sie haben dann noch gesagt, Sie wurden gewählt dafür, eine gute Politik zu machen, und der Wähler werde das entscheiden.
Abg. Bures: Sie haben ein schlechtes Gewissen!
Wenn ich mir das alles anhöre, was Sie hier bei diesem Dringlichen Anfragerl bringen, wo Sie sich selbst nicht ernst nehmen, dann muss ich sagen: Wir werden alles daransetzen, dass Ihre Vision wirklich eine Vision bleibt und dass Sie Ihre Energien noch lange in Dringliche Anfragen stecken. (Abg. Bures: Sie haben ein schlechtes Gewissen!) Wir werden unsere Energie auch weiterhin dahingehend einsetzen, dass es Österreich gut geht und dass Österreich auch in Zukunft gut und aktiv und modern regiert wird. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Wenn ich mir das alles anhöre, was Sie hier bei diesem Dringlichen Anfragerl bringen, wo Sie sich selbst nicht ernst nehmen, dann muss ich sagen: Wir werden alles daransetzen, dass Ihre Vision wirklich eine Vision bleibt und dass Sie Ihre Energien noch lange in Dringliche Anfragen stecken. (Abg. Bures: Sie haben ein schlechtes Gewissen!) Wir werden unsere Energie auch weiterhin dahingehend einsetzen, dass es Österreich gut geht und dass Österreich auch in Zukunft gut und aktiv und modern regiert wird. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das Anhängsel von der SPÖ! Verteidiger! Pflichtverteidiger!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Kogler. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 8 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das Anhängsel von der SPÖ! Verteidiger! Pflichtverteidiger!)
Abg. Dr. Matznetter: Wenn die Lohnquote sinkt, kann nicht die Lohnsteuer steigen!
Es ist nicht so verwunderlich, dass die Lohnsteuereinnahmen, also das Aufkommen steigt. Darin würde ich noch nicht so sehr ein Problem orten. Das Problem liegt in der Gesamtstruktur des Steuersystems. Darauf wird gleich noch einzugehen sein. (Abg. Dr. Matznetter: Wenn die Lohnquote sinkt, kann nicht die Lohnsteuer steigen!)
Abg. Mag. Molterer: Das ist auch gut so!
weilige Antwort ist einfach ideologiedurchtränkt. Das ist einfach so, dazu müsste man sich bekennen. (Abg. Mag. Molterer: Das ist auch gut so!) – Ja, das ist in Ordnung!
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.
Zunächst zur ersten Frage: Offensichtlich sind wir schon die einzigen, die sich dazu bekennen, dass wir auch vor Wahlen nicht durch die Lande rasseln und Steuersenkungen gleich welcher Klientel gegenüber versprechen sollten. Wir sind der Meinung, es ist nicht so viel zu versprechen. Es ist auch nicht primär schlecht, wenn die Steuer- und Abgabenquote bei 40 oder 41 Prozent liegt. (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.)
Beifall bei den Grünen.
Genau für diese Dinge braucht es ein staatliches Manövriervolumen. Das liegt eben im Budget, und wenn das kein besonders Defizit verursachen soll, was wir auch nicht wollen – da bin ich mir eben nicht so sicher –, dann brauchen wir entsprechende Steuer- und Abgabeneinnahmen! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Herr Kollege Stummvoll, es war schon eine Spur enttäuschend, dass Sie dann selbst das verstärken und sagen: Die Senkung der Steuersätze – und damit auch des Aufkommens zunächst einmal – führt immer dazu, dass am Schluss das Aufkommen steigt. – Das mag sein, wenn das Abgabenaufkommen auf einem bestimmten hohen Niveau ist. (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.) Wenn man einmal weit genug nach unten gegangen ist, dann stimmt die Rechnung nicht mehr.
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Das ist im Übrigen so ähnlich wie die Frage der Gegengeschäfte, da müssten wir auch doppelt so viele Abfangjäger kaufen, um dann noch einmal doppelt so viele wunderwirksame Gegengeschäfte zu machen. Irgendwann hört sich diese Rechnung auf. Das ist ein bisschen eine Hausnummern-Ökonomie. (Zwischenruf des Abg. Murauer.) In den USA ist es dem wegweisenden Ökonomen Präsident Reagan ja gelungen, diese Philosophie auf einen Bierdeckel zu knallen – und das hat ihm so gut gefallen, seitdem ist das als Bierdeckel-Ökonomie bekannt, was Sie hier verbreiten. Davon halte ich nichts. Darüber kann man reden, wenn man ganz hohe Steuer- und Abgabenquoten hat und am Schluss nichts Gescheites damit öffentlich finanziert wird, denn das führt zwangsläufig zur Ineffizienz im öffentlichen Bereich.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Jetzt kann man sagen – Herr Staatssekretär, Sie sind ja für diese Formulierung Pate gestanden –, dass bei uns die Erbschaftssteuer und die Schenkungssteuer schon eine Bagatelle sind. Also aufheben? – Darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein. Es geht nicht darum, dass man die kleine Erbschaft der kleinen Häuselbauerin über Gebühr belastet; da kann man mit großzügigeren Freibeträgen noch viel machen. Aber was hier geschehen ist, ist, dass wir Schlusslicht in Europa und in der OECD bei den Vermögenssteuern sind, und da geht es um jene Bereiche, in denen wirklich hohe Vermögen kumuliert werden. Das halte ich nicht für gescheit. Ich halte das steuerpolitisch auch ein bisschen für schändlich, wie es bei uns zugeht, und wir sollten da einmal mit ein paar Privilegien aufräumen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Da geht es in erster Linie um die Stiftungsprivilegien. Diese kann man so gestalten – Sie wissen das ganz genau –, dass nicht, wie Sie sonst antworten würden, gleich das ganze Kapital sich selbst in die Hand nimmt, wie das berühmte scheue Reh nach Liechtenstein hüpft und, husch, weg ist. Da kann man schon noch sehr viel tun, um Ungerechtigkeiten zu beseitigen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Jetzt muss ich Ihnen sagen, es braucht keinen Quotenfetischismus, der unbedingt nach unten weist, und keine Bierdeckel-Ökonomien, sondern es ist einfach die Frage zu beantworten: Wie wollen wir das Steuersystem umstrukturieren? – Das ist ganz einfach: Im Bereich der Lohnsteuer kann man mit der negativen Einkommensteuer unten sehr viel machen; das ist angesprochen worden. Herr Finanzminister, das würde im Übrigen auch einmal das Defizit beseitigen und mit Ihrer Mär aufräumen, dass mit der letzten Steuerreform alle entlastet worden wären. Natürlich waren mehr als eine Million davon überhaupt nicht betroffen, weil sie zuvor schon keine Steuer gezahlt hatten – aber nur im Lohnsteuerbereich, die anderen Abgaben zahlen sie natürlich sehr wohl! Die sind aber gestiegen, daher hat sich die Umverteilungs-Schräglage in diesem Bereich verschärft. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Deshalb geht es um eine Umstrukturierung des Steuersystems, damit wir erstens einmal etwas finanzieren können – Armutsbekämpfung, Bildungsoffensive, das sollte Ihnen auch nicht mehr fremd sein –, und die restlichen Elemente des Steuersystems sollten dazu führen, dass wir auf der einen Seite Realinvestitionen fördern und auf der anderen Seite noch ein paar ökologische Elemente unterbringen. So viel Spielraum, wie Sie vorgeben, haben wir nicht, es gibt nichts zu verschenken. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Neudeck – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Katzian –: Wie komme ich mit 11 000 € über die Runden?
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Katzian. Wunschredezeit: 5 Minuten. – Bitte. (Abg. Neudeck – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Katzian –: Wie komme ich mit 11 000 € über die Runden?)
Abg. Scheibner: Die Arbeitsplätze ...!
Ich glaube, jeder weiß, wie er das einzuschätzen hat. Dem ist nichts hinzuzufügen. (Abg. Scheibner: Die Arbeitsplätze ...!) Und unter uns gesagt: Bei den Umfrageergebnissen hinsichtlich Ihrer Partei würde ich mich hüten, hier an den Wähler zu appellieren. (Abg. Scheibner: Im ÖGB werden die Arbeitsplätze ...!) Sie werden die Rechnung für das, was Sie getan haben, sowieso präsentiert bekommen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Jetzt vernichten Sie sogar die eigenen Arbeitsplätze ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Scheibner: Im ÖGB werden die Arbeitsplätze ...!
Ich glaube, jeder weiß, wie er das einzuschätzen hat. Dem ist nichts hinzuzufügen. (Abg. Scheibner: Die Arbeitsplätze ...!) Und unter uns gesagt: Bei den Umfrageergebnissen hinsichtlich Ihrer Partei würde ich mich hüten, hier an den Wähler zu appellieren. (Abg. Scheibner: Im ÖGB werden die Arbeitsplätze ...!) Sie werden die Rechnung für das, was Sie getan haben, sowieso präsentiert bekommen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Jetzt vernichten Sie sogar die eigenen Arbeitsplätze ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Jetzt vernichten Sie sogar die eigenen Arbeitsplätze ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich glaube, jeder weiß, wie er das einzuschätzen hat. Dem ist nichts hinzuzufügen. (Abg. Scheibner: Die Arbeitsplätze ...!) Und unter uns gesagt: Bei den Umfrageergebnissen hinsichtlich Ihrer Partei würde ich mich hüten, hier an den Wähler zu appellieren. (Abg. Scheibner: Im ÖGB werden die Arbeitsplätze ...!) Sie werden die Rechnung für das, was Sie getan haben, sowieso präsentiert bekommen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Jetzt vernichten Sie sogar die eigenen Arbeitsplätze ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Scheibner: Sind Sie dann im November noch hier?
Meine Damen und Herren! Der Herr Finanzminister hat erklärt (Abg. Scheibner: Sind Sie dann im November noch hier?): Liebe Leute in Österreich, fühlen Sie sich entlastet! – Die Menschen haben kurz innegehalten, sie haben gemerkt, dass sie irgendwie nicht entlastet sind, und weil sie sich nicht ausreichend entlastet fühlen, bekommen wir hier Länge mal Breite Zahlenfriedhöfe vorgelegt. Diese Zahlenfriedhöfe ... (Abg. Scheibner: Ist das Ihre Abschiedsrede?)
Abg. Scheibner: Ist das Ihre Abschiedsrede?
Meine Damen und Herren! Der Herr Finanzminister hat erklärt (Abg. Scheibner: Sind Sie dann im November noch hier?): Liebe Leute in Österreich, fühlen Sie sich entlastet! – Die Menschen haben kurz innegehalten, sie haben gemerkt, dass sie irgendwie nicht entlastet sind, und weil sie sich nicht ausreichend entlastet fühlen, bekommen wir hier Länge mal Breite Zahlenfriedhöfe vorgelegt. Diese Zahlenfriedhöfe ... (Abg. Scheibner: Ist das Ihre Abschiedsrede?)
Abg. Scheibner: Ich frage Sie!
Oh, das würde ich aber nicht tun, Herr Abgeordneter Scheibner! Wenn Sie mir sagen, dass das meine Abschiedsrede ist (Abg. Scheibner: Ich frage Sie!), dann würde ich einmal nachschauen, wie die Umfrageergebnisse hinsichtlich Ihrer Partei sind, und würde dann die Frage stellen, wer hier eine Abschiedsrede zu halten hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Oh, das würde ich aber nicht tun, Herr Abgeordneter Scheibner! Wenn Sie mir sagen, dass das meine Abschiedsrede ist (Abg. Scheibner: Ich frage Sie!), dann würde ich einmal nachschauen, wie die Umfrageergebnisse hinsichtlich Ihrer Partei sind, und würde dann die Frage stellen, wer hier eine Abschiedsrede zu halten hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber ungeachtet der Zahlenfriedhöfe, die wir präsentiert bekommen, meine Damen und Herren, ist ja die eigentliche Frage, die sich stellt und die meiner Meinung nach die Sauerei – ich verwende das Wort ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Genau das ist es!
schlechtreden, und das sind die, die schwarz malen. (Ruf bei der ÖVP: Genau das ist es!)
Abg. Amon: Schauen Sie einmal Ihre Partei an!
In Wirklichkeit wollen Sie das nicht haben, dass es hier Menschen in unterschiedlichsten Funktionen gibt, die die Wahrheit aussprechen. (Abg. Amon: Schauen Sie einmal Ihre Partei an!) Die Wahrheit ist, dass es einen dramatischen Anstieg der Armut gibt. Die Wahrheit ist, dass es eine Zunahme bei der Arbeitslosigkeit gibt, umgerechnet in Vollzeitäquivalente. Und die Wahrheit ist, dass die prekären Dienstverhältnisse zunehmen. (Zwischenrufe bei der ÖVP sowie Gegenrufe bei der SPÖ.) Wir haben heute um 85 000 Vollzeitbeschäftigte weniger, als es noch vor sechs Jahren der Fall war. Aber wir haben eine Zunahme bei den prekären und Teilzeitverhältnissen um 43 Prozent seit dem Jahr 2000.
Zwischenrufe bei der ÖVP sowie Gegenrufe bei der SPÖ.
In Wirklichkeit wollen Sie das nicht haben, dass es hier Menschen in unterschiedlichsten Funktionen gibt, die die Wahrheit aussprechen. (Abg. Amon: Schauen Sie einmal Ihre Partei an!) Die Wahrheit ist, dass es einen dramatischen Anstieg der Armut gibt. Die Wahrheit ist, dass es eine Zunahme bei der Arbeitslosigkeit gibt, umgerechnet in Vollzeitäquivalente. Und die Wahrheit ist, dass die prekären Dienstverhältnisse zunehmen. (Zwischenrufe bei der ÖVP sowie Gegenrufe bei der SPÖ.) Wir haben heute um 85 000 Vollzeitbeschäftigte weniger, als es noch vor sechs Jahren der Fall war. Aber wir haben eine Zunahme bei den prekären und Teilzeitverhältnissen um 43 Prozent seit dem Jahr 2000.
Beifall bei der SPÖ.
Das ist die Realität! Die wollen Sie nicht hören, daher sind alle, die das ansprechen, „Land-Schlechtmacher“ und „Schwarzmaler“. Das ist ein Schmäh, den Ihnen niemand abnehmen wird, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Wer verhandelt denn die Löhne?
Nun zur Entwicklung der Realeinkommen: Lieber Herr Scheibner, Sie haben zuvor in Ihrem Diskussionsbeitrag natürlich auch deutlich gemacht, dass Sie von Kollektivvertragspolitik nicht sehr viel verstehen. Ich möchte daher versuchen, einen kurzen Abriss darüber zu geben, wie das funktioniert. (Abg. Scheibner: Wer verhandelt denn die Löhne?)
Abg. Scheibner: Aber Frau Kollegin Bures sagt, das ist alles zu niedrig!
Meine Damen und Herren! Faktum ist, dass die österreichischen Gewerkschaften und die Wirtschaftskammer sowohl im Herbst des vergangenen Jahres als auch im Frühjahr dieses Jahres eine sehr erfolgreiche Kollektivvertragspolitik durchgeführt haben (Abg. Scheibner: Aber Frau Kollegin Bures sagt, das ist alles zu niedrig!), eine erfolgreiche Kollektivvertragspolitik mit Abschlüssen über der Inflationsrate. (Abg. Scheibner: Dann sagen Sie das der Frau Kollegin Bures! – Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Abg. Scheibner: Dann sagen Sie das der Frau Kollegin Bures! – Zwischenruf des Abg. Murauer.
Meine Damen und Herren! Faktum ist, dass die österreichischen Gewerkschaften und die Wirtschaftskammer sowohl im Herbst des vergangenen Jahres als auch im Frühjahr dieses Jahres eine sehr erfolgreiche Kollektivvertragspolitik durchgeführt haben (Abg. Scheibner: Aber Frau Kollegin Bures sagt, das ist alles zu niedrig!), eine erfolgreiche Kollektivvertragspolitik mit Abschlüssen über der Inflationsrate. (Abg. Scheibner: Dann sagen Sie das der Frau Kollegin Bures! – Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Abg. Scheibner: Niedrige Löhne ...!
Wenn daher trotz erfolgreicher Lohnabschlüsse und Gehaltsabschlüsse die realen Einkommen stagnieren, dann hat das zwei Gründe. (Abg. Scheibner: Niedrige Löhne ...!) Der eine Grund ist, dass es weniger Vollzeitbeschäftigung und mehr prekäre und Teilzeit-Dienstverhältnisse gibt. Der zweite Grund ist, dass es eine Steuer- und Abgabenpolitik gibt, die den Menschen ein Vielfaches von dem, was Sie draufbekommen, wieder wegnimmt. Das ist eine Tatsache. Die Körperschaftsteuer sinkt, die Lohnsteuer steigt (Abg. Scheibner: Nein, das war nicht die Behauptung von Frau Kollegin Bures!), und die Arbeitnehmer zahlen einen großen Teil der Erhöhung, die wir für sie herausverhandeln, wieder an den Staat zurück.
Abg. Scheibner: Nein, das war nicht die Behauptung von Frau Kollegin Bures!
Wenn daher trotz erfolgreicher Lohnabschlüsse und Gehaltsabschlüsse die realen Einkommen stagnieren, dann hat das zwei Gründe. (Abg. Scheibner: Niedrige Löhne ...!) Der eine Grund ist, dass es weniger Vollzeitbeschäftigung und mehr prekäre und Teilzeit-Dienstverhältnisse gibt. Der zweite Grund ist, dass es eine Steuer- und Abgabenpolitik gibt, die den Menschen ein Vielfaches von dem, was Sie draufbekommen, wieder wegnimmt. Das ist eine Tatsache. Die Körperschaftsteuer sinkt, die Lohnsteuer steigt (Abg. Scheibner: Nein, das war nicht die Behauptung von Frau Kollegin Bures!), und die Arbeitnehmer zahlen einen großen Teil der Erhöhung, die wir für sie herausverhandeln, wieder an den Staat zurück.
Abg. Murauer: Wer hat Ihnen denn das ausgerechnet?
Meine Damen und Herren! In Wirklichkeit war die „größte Steuerreform in der Geschichte“ ein Über-Schmäh, der nicht einmal das Papier wert ist, auf dem das geschrieben ist (Abg. Murauer: Wer hat Ihnen denn das ausgerechnet?), weil sie für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht die entsprechenden Ergebnisse gebracht hat. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Sie machen sich ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Sie machen sich ...!
Meine Damen und Herren! In Wirklichkeit war die „größte Steuerreform in der Geschichte“ ein Über-Schmäh, der nicht einmal das Papier wert ist, auf dem das geschrieben ist (Abg. Murauer: Wer hat Ihnen denn das ausgerechnet?), weil sie für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht die entsprechenden Ergebnisse gebracht hat. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Sie machen sich ...!)
Abg. Murauer: Wer hat Ihnen das ausgerechnet? Ich hoffe, niemand vom ÖGB!
Meine Damen und Herren! Wenn es Ihnen wirklich darum geht, für die Mindesteinkommen- und für die kleinsten Einkommensbezieher etwas zu tun (Abg. Murauer: Wer hat Ihnen das ausgerechnet? Ich hoffe, niemand vom ÖGB!), dann frage ich Sie: Wieso gibt es immer noch Bereiche, in denen wir den Mindestlohn von 1 000 € nicht durchgesetzt haben? – Ich kann Ihnen sagen, sie sind in Ihrem Nahbereich angesiedelt. Ein paar ernste und aufmunternde Worte etwa an die Ärzte und an die Rechtsanwälte würden dafür sorgen, dass wir auch in diesem Bereich bald einen Mindestlohn von 1 000 € im Kollektivvertrag verankern könnten. In diesen Bereichen wird das nämlich seit Jahren blockiert. – Da sind Sie jetzt schmähstad, denn da fällt Ihnen nichts mehr dazu ein.
Beifall bei der SPÖ.
Es geht darum: Die Kleinen sollen „abgeräumt“ werden, die Großen sollen gewinnen. Dieser Politik muss ein Ende gesetzt werden! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, da Sie jetzt davon gesprochen haben, dass der Mindestlohn von 1 000 € nicht durchgesetzt worden ist: Die Gewerkschaft verhandelt ja, bitte, warum haben Sie es dann nicht durchgesetzt? Und warum stimmen Sie immer wieder zu? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Das muss man hier schon auch einmal sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, da Sie jetzt davon gesprochen haben, dass der Mindestlohn von 1 000 € nicht durchgesetzt worden ist: Die Gewerkschaft verhandelt ja, bitte, warum haben Sie es dann nicht durchgesetzt? Und warum stimmen Sie immer wieder zu? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Das muss man hier schon auch einmal sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Herr Kollege Matznetter, ich glaube, dass Sie heute wieder einmal das „Steuerberater-Kapperl“ heruntergenommen und sich das „SPÖ kann nicht wirtschaften-Kapperl“ aufgesetzt haben. Denn: Was soll diese Dringliche Anfrage bedeuten? – Ich bin zwar kein Fußballfan, aber ich meine, wir haben doch eine sehr große Freude, weil das ein glatter Elfer ist, den Sie uns hier aufgelegt haben. Auch der Herr Finanzminister hat sich gefreut, weil er jetzt natürlich wieder seine erfolgreiche Wirtschafts- und Steuerpolitik präsentieren durfte. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren von der SPÖ! Ihre Mieselsüchtigkeit hilft Ihnen überhaupt nicht weiter. Hätten Sie der Steuerreform zugestimmt, dann hätten Sie wenigstens das bekommen, was wir heute haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Nein!
Warum ist die Lohnsteuer jetzt trotzdem gestiegen? – Weil es mehr Beschäftigung gibt! (Abg. Dr. Matznetter: Nein!) Bitte, wir haben jetzt eine Rekordbeschäftigung: Ende Juni sind um 1,57 Prozent mehr Menschen in Beschäftigung gewesen.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Und was ist mit dem Umsatzsteueraufkommen? – Das Umsatzsteueraufkommen ist eine ganz glatte Sache. Sie haben sich hierher gestellt und haben gesagt, die Umsatzsteuer sei so hoch gestiegen. Ist denn der Satz gestiegen? Haben ihn wir erhöht? – Nein, wir haben ihn nicht erhöht, sondern die Leute können sich auf Grund unserer Steuerreform, der größten in der Zweiten Republik, mehr leisten! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.) Sie haben mehr im Tascherl, daher können sie sich mehr leisten, und daher ist auch das Umsatzsteueraufkommen gestiegen. (Abg. Dr. Matznetter: Die meisten sind auf dieser Seite belastet!)
Abg. Dr. Matznetter: Die meisten sind auf dieser Seite belastet!
Und was ist mit dem Umsatzsteueraufkommen? – Das Umsatzsteueraufkommen ist eine ganz glatte Sache. Sie haben sich hierher gestellt und haben gesagt, die Umsatzsteuer sei so hoch gestiegen. Ist denn der Satz gestiegen? Haben ihn wir erhöht? – Nein, wir haben ihn nicht erhöht, sondern die Leute können sich auf Grund unserer Steuerreform, der größten in der Zweiten Republik, mehr leisten! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.) Sie haben mehr im Tascherl, daher können sie sich mehr leisten, und daher ist auch das Umsatzsteueraufkommen gestiegen. (Abg. Dr. Matznetter: Die meisten sind auf dieser Seite belastet!)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Wollen Sie vielleicht eines vertuschen, nämlich dass die Kaufkraft in Wien nicht so stark gestiegen ist wie in Gesamt-Österreich? Wollen Sie vertuschen, dass im letzten halben Jahr die Belastungswelle in Wien gerollt ist? – Jemand, der nur das Licht oder die Heizung aufdrehen möchte, den Müll entsorgen möchte oder die Wassergebühr zahlen muss (Zwischenrufe bei der SPÖ), der muss in Wien, also eine Wienerin oder ein Wiener, 294 € pro Jahr jetzt mehr bezahlen! Wollen Sie das vertuschen? – Das können Sie nicht vertuschen, Herr Matznetter! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wollen Sie vielleicht eines vertuschen, nämlich dass die Kaufkraft in Wien nicht so stark gestiegen ist wie in Gesamt-Österreich? Wollen Sie vertuschen, dass im letzten halben Jahr die Belastungswelle in Wien gerollt ist? – Jemand, der nur das Licht oder die Heizung aufdrehen möchte, den Müll entsorgen möchte oder die Wassergebühr zahlen muss (Zwischenrufe bei der SPÖ), der muss in Wien, also eine Wienerin oder ein Wiener, 294 € pro Jahr jetzt mehr bezahlen! Wollen Sie das vertuschen? – Das können Sie nicht vertuschen, Herr Matznetter! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn sich jemand dann noch den Luxus leistet, Kinder zu haben, muss er auch für den Kindergartenplatz 230 € an Mehrbelastung hinnehmen. Dazu muss ich Ihnen sagen, dass an all dem die rote Alleinregierung in Wien schuld ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich glaube, dass dieses Ihr Krankjammern den Österreicherinnen und Österreichern so auf die Nerven geht, dass sie Ihnen am 1. Oktober die Rechnung dafür präsentieren werden und Sie dort lassen werden, wo Sie sind, nämlich in der Opposition! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Öllinger: Wird das jetzt besser als das von der Vorrednerin?
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Öllinger: Wird das jetzt besser als das von der Vorrednerin?) Ich werde mich sehr bemühen, Herr Kollege Öllinger. (Abg. Neudeck: Aber so schlecht war das nicht!) Aber das fällt einem ziemlich schwer, wenn man sich so ein „Dringerl“ anschaut, das hat ja Kollege Scheibner schon richtig erkannt.
Abg. Neudeck: Aber so schlecht war das nicht!
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Öllinger: Wird das jetzt besser als das von der Vorrednerin?) Ich werde mich sehr bemühen, Herr Kollege Öllinger. (Abg. Neudeck: Aber so schlecht war das nicht!) Aber das fällt einem ziemlich schwer, wenn man sich so ein „Dringerl“ anschaut, das hat ja Kollege Scheibner schon richtig erkannt.
Abg. Dr. Einem: Er heißt Matznetter! – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Herr Kollege Matzenetter wirft uns vor, dass wir einen Verrat am Steuerzahler begangen hätten. (Abg. Dr. Einem: Er heißt Matznetter! – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Matznetter, ja.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das haben wir schon gewusst! – Abg. Lentsch: Er ist leider nicht da!
Herr Kollege Matznetter, wissen Sie, was Sie uns verraten haben? – Sie haben uns verraten, dass Sie von Finanz- und Wirtschaftspolitik offensichtlich nicht sehr viel Ahnung haben, wenn Sie solche Fragen formulieren (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das haben wir schon gewusst! – Abg. Lentsch: Er ist leider nicht da!): „Wie kann sich das Lohnsteueraufkommen erhöhen?“, wenn gleichzeitig 120 000 mehr in Beschäftigung stehen; „Wie kann sich die Umsatzsteuer erhöhen?“, wenn wir in den letzten Jahren Gott sei Dank ein Wirtschaftswachstum zu verzeichnen gehabt haben? – Das ist Ihr Verständnis von Wirtschaftspolitik.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Nie am Laufenden!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das zu erfahren, ist bei weitem nicht dringend, denn das sollten Sie schon längst wissen, und das sollte das Basiswissen eines jeden Abgeordneten sein. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Nie am Laufenden!)
Abg. Reheis: Das hat die SPÖ getan?
Wenn man in den Ausführungen des Kollegen Matznetter weitergeht und vom „Verrat am Steuerzahler“ hört, dann frage ich mich wirklich: Welchen Verrat hat denn die SPÖ vor dem Jahr 2000 begangen? War das kein Verrat, frage ich mich, 130 Milliarden € an Schulden zu hinterlassen? Ist das kein Verrat? (Abg. Reheis: Das hat die SPÖ getan?) Ist das kein Verrat, der zukünftigen Regierung 7 Milliarden € an Schuldenzinsen „umzuhängen“? Ist das kein Verrat? (Abg. Broukal: Kann es sein, dass die ÖVP auch in dieser Regierung war?)
Abg. Broukal: Kann es sein, dass die ÖVP auch in dieser Regierung war?
Wenn man in den Ausführungen des Kollegen Matznetter weitergeht und vom „Verrat am Steuerzahler“ hört, dann frage ich mich wirklich: Welchen Verrat hat denn die SPÖ vor dem Jahr 2000 begangen? War das kein Verrat, frage ich mich, 130 Milliarden € an Schulden zu hinterlassen? Ist das kein Verrat? (Abg. Reheis: Das hat die SPÖ getan?) Ist das kein Verrat, der zukünftigen Regierung 7 Milliarden € an Schuldenzinsen „umzuhängen“? Ist das kein Verrat? (Abg. Broukal: Kann es sein, dass die ÖVP auch in dieser Regierung war?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sag ihm, dass Edlinger ein sozialdemokratischer Finanzminister war!
Das ist der buchstäbliche Verrat, von dem auszugehen ist, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sag ihm, dass Edlinger ein sozialdemokratischer Finanzminister war!) Und dass wir heute 70 Prozent dieser Zinsen ins Ausland zahlen müssen! Wieso schütteln Sie den Kopf? (Abg. Broukal: Kann es sein, dass auch ÖVP-Minister ...?) – Das ist der absolute Verrat: Wir müssen 70 Prozent der Zinsen in Höhe von 7 Milliarden € ins Ausland bezahlen! Daher wäre ich schon vorsichtig mit dem Vorwurf, wer wen in dieser Republik verrät, meine Damen und Herren. (Abg. Mag. Johann Moser: Was ist die Botschaft, Herr Kollege?)
Abg. Broukal: Kann es sein, dass auch ÖVP-Minister ...?
Das ist der buchstäbliche Verrat, von dem auszugehen ist, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sag ihm, dass Edlinger ein sozialdemokratischer Finanzminister war!) Und dass wir heute 70 Prozent dieser Zinsen ins Ausland zahlen müssen! Wieso schütteln Sie den Kopf? (Abg. Broukal: Kann es sein, dass auch ÖVP-Minister ...?) – Das ist der absolute Verrat: Wir müssen 70 Prozent der Zinsen in Höhe von 7 Milliarden € ins Ausland bezahlen! Daher wäre ich schon vorsichtig mit dem Vorwurf, wer wen in dieser Republik verrät, meine Damen und Herren. (Abg. Mag. Johann Moser: Was ist die Botschaft, Herr Kollege?)
Abg. Mag. Johann Moser: Was ist die Botschaft, Herr Kollege?
Das ist der buchstäbliche Verrat, von dem auszugehen ist, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sag ihm, dass Edlinger ein sozialdemokratischer Finanzminister war!) Und dass wir heute 70 Prozent dieser Zinsen ins Ausland zahlen müssen! Wieso schütteln Sie den Kopf? (Abg. Broukal: Kann es sein, dass auch ÖVP-Minister ...?) – Das ist der absolute Verrat: Wir müssen 70 Prozent der Zinsen in Höhe von 7 Milliarden € ins Ausland bezahlen! Daher wäre ich schon vorsichtig mit dem Vorwurf, wer wen in dieser Republik verrät, meine Damen und Herren. (Abg. Mag. Johann Moser: Was ist die Botschaft, Herr Kollege?)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Wenn wir uns genau anschauen, wie sich das Budget in den letzten Jahren entwickelt hat, dann können wir uns doch glücklich schätzen, dass diese Bundesregierung den Haushalt saniert hat und dass es gelungen ist, einen Primärsaldo, einen Primärüberschuss von 20 Milliarden € zu erzielen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Herr Kollege Matznetter, Sie haben sich heute mit Ihren Äußerungen disqualifiziert. Der Primärsaldo ist so etwas wie der Cashflow in einem Unternehmen. Ohne die Zinsen, die Sie uns „umgehängt“ haben, hätten wir heute 20 Milliarden € mehr für eine Umverteilung, ein Mehr an Wirtschaftsdynamik in unserem Land, mehr Entlastung in diesem Land!
Abg. Dr. Partik-Pablé: Hoffentlich wird das nicht umgesetzt in Österreich!
Ich weiß schon, das wollen Sie nicht. Das wollen Sie nicht, deshalb haben Sie ja so ein tolles Buch veröffentlicht, das ich jetzt vor allem der SPÖ – so gutmütig sind wir – nicht nahe legen möchte. (Der Redner hält ein rotes Buch mit der Aufschrift „alfred gusenbauer“ und „netzwerk innovation“ in die Höhe.) Es ist das eine Bombe, die da drinsteckt. Aber der ÖVP darf ich das näher bringen, ein Buch, in dem der Wirtschafts- und Steuerexperte der SPÖ Gusenbauer zum Ausdruck bringt, was da alles drinsteht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Hoffentlich wird das nicht umgesetzt in Österreich!) Sie haben ja tolle Organisationen, die das unter die Leute bringen können. Daher empfehle ich Ihnen: Bringen Sie das in Österreich unter die Leute, und der Wahlerfolg der ÖVP und des BZÖ ist uns sicher, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Ich weiß schon, das wollen Sie nicht. Das wollen Sie nicht, deshalb haben Sie ja so ein tolles Buch veröffentlicht, das ich jetzt vor allem der SPÖ – so gutmütig sind wir – nicht nahe legen möchte. (Der Redner hält ein rotes Buch mit der Aufschrift „alfred gusenbauer“ und „netzwerk innovation“ in die Höhe.) Es ist das eine Bombe, die da drinsteckt. Aber der ÖVP darf ich das näher bringen, ein Buch, in dem der Wirtschafts- und Steuerexperte der SPÖ Gusenbauer zum Ausdruck bringt, was da alles drinsteht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Hoffentlich wird das nicht umgesetzt in Österreich!) Sie haben ja tolle Organisationen, die das unter die Leute bringen können. Daher empfehle ich Ihnen: Bringen Sie das in Österreich unter die Leute, und der Wahlerfolg der ÖVP und des BZÖ ist uns sicher, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Oh-Rufe bei der ÖVP
Wissen Sie, was da drinsteht? – Entfall der Steuerbegünstigung auf die Sonderzahlungen des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes (Oh-Rufe bei der ÖVP), das steht hier drin. Entfall der Steuerbegünstigung der ersten fünf Überstunden, Vermögensbesteuerung, Steuer auf Zweitwohnsitze (Abg. Dr. Niederwieser: Wo steht das? Vorlesen!), Beitragserhöhungen zur Finanzierung des Gesundheitssystems. (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.) Da kommt zum Ausdruck, was geschehen würde – das ist eine Drohung (Abg. Dr. Niederwieser: Sie haben es nicht einmal gelesen!) –, wenn Sie den Finanzminister stellen würden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Niederwieser: Wo steht das? Vorlesen!
Wissen Sie, was da drinsteht? – Entfall der Steuerbegünstigung auf die Sonderzahlungen des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes (Oh-Rufe bei der ÖVP), das steht hier drin. Entfall der Steuerbegünstigung der ersten fünf Überstunden, Vermögensbesteuerung, Steuer auf Zweitwohnsitze (Abg. Dr. Niederwieser: Wo steht das? Vorlesen!), Beitragserhöhungen zur Finanzierung des Gesundheitssystems. (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.) Da kommt zum Ausdruck, was geschehen würde – das ist eine Drohung (Abg. Dr. Niederwieser: Sie haben es nicht einmal gelesen!) –, wenn Sie den Finanzminister stellen würden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Wissen Sie, was da drinsteht? – Entfall der Steuerbegünstigung auf die Sonderzahlungen des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes (Oh-Rufe bei der ÖVP), das steht hier drin. Entfall der Steuerbegünstigung der ersten fünf Überstunden, Vermögensbesteuerung, Steuer auf Zweitwohnsitze (Abg. Dr. Niederwieser: Wo steht das? Vorlesen!), Beitragserhöhungen zur Finanzierung des Gesundheitssystems. (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.) Da kommt zum Ausdruck, was geschehen würde – das ist eine Drohung (Abg. Dr. Niederwieser: Sie haben es nicht einmal gelesen!) –, wenn Sie den Finanzminister stellen würden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Niederwieser: Sie haben es nicht einmal gelesen!
Wissen Sie, was da drinsteht? – Entfall der Steuerbegünstigung auf die Sonderzahlungen des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes (Oh-Rufe bei der ÖVP), das steht hier drin. Entfall der Steuerbegünstigung der ersten fünf Überstunden, Vermögensbesteuerung, Steuer auf Zweitwohnsitze (Abg. Dr. Niederwieser: Wo steht das? Vorlesen!), Beitragserhöhungen zur Finanzierung des Gesundheitssystems. (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.) Da kommt zum Ausdruck, was geschehen würde – das ist eine Drohung (Abg. Dr. Niederwieser: Sie haben es nicht einmal gelesen!) –, wenn Sie den Finanzminister stellen würden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Wissen Sie, was da drinsteht? – Entfall der Steuerbegünstigung auf die Sonderzahlungen des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes (Oh-Rufe bei der ÖVP), das steht hier drin. Entfall der Steuerbegünstigung der ersten fünf Überstunden, Vermögensbesteuerung, Steuer auf Zweitwohnsitze (Abg. Dr. Niederwieser: Wo steht das? Vorlesen!), Beitragserhöhungen zur Finanzierung des Gesundheitssystems. (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.) Da kommt zum Ausdruck, was geschehen würde – das ist eine Drohung (Abg. Dr. Niederwieser: Sie haben es nicht einmal gelesen!) –, wenn Sie den Finanzminister stellen würden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Eines haben wir in den letzten Wochen und Monaten gelernt: Geld dürfen wir Ihnen keines anvertrauen, und das Budget des Staates Österreich dürfen wir Ihnen auch nicht anvertrauen. Das haben wir gelernt, meine sehr geehrten Damen und Herren, in den letzten Wochen und Tagen! (Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Dr. Einem: Matznetter!
Herr Kollege Matznetter hat es noch zusätzlich untermauert vor zwei Tagen in der „Presse“, dort war zu lesen: Die Abgabenquote will Matzenetter aber nicht senken. (Abg. Dr. Einem: Matznetter!) Matznetter – die Abgaben in Österreich will er nicht senken. (Abg. Dr. Matznetter: Wenn das Defizit bei 3 Prozent ist ...!) Sie wollen also die Steuerpolitik Lacinas und Vranitzkys weiter fortführen, die Österreicherinnen und Österreicher weiterhin so besteuern. Wissen Sie denn nicht, was das für die Wirtschaft und für den Mittelstand in Österreich heißt? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter: Wenn das Defizit bei 3 Prozent ist ...!
Herr Kollege Matznetter hat es noch zusätzlich untermauert vor zwei Tagen in der „Presse“, dort war zu lesen: Die Abgabenquote will Matzenetter aber nicht senken. (Abg. Dr. Einem: Matznetter!) Matznetter – die Abgaben in Österreich will er nicht senken. (Abg. Dr. Matznetter: Wenn das Defizit bei 3 Prozent ist ...!) Sie wollen also die Steuerpolitik Lacinas und Vranitzkys weiter fortführen, die Österreicherinnen und Österreicher weiterhin so besteuern. Wissen Sie denn nicht, was das für die Wirtschaft und für den Mittelstand in Österreich heißt? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Herr Kollege Matznetter hat es noch zusätzlich untermauert vor zwei Tagen in der „Presse“, dort war zu lesen: Die Abgabenquote will Matzenetter aber nicht senken. (Abg. Dr. Einem: Matznetter!) Matznetter – die Abgaben in Österreich will er nicht senken. (Abg. Dr. Matznetter: Wenn das Defizit bei 3 Prozent ist ...!) Sie wollen also die Steuerpolitik Lacinas und Vranitzkys weiter fortführen, die Österreicherinnen und Österreicher weiterhin so besteuern. Wissen Sie denn nicht, was das für die Wirtschaft und für den Mittelstand in Österreich heißt? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Wissen Sie nicht, was das heißt? – Sie sind gegen Wachstum, Sie sind gegen Beschäftigung in Österreich (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), und Sie sind für eine weitere Versteuerung des Einkommens der Österreicherinnen und Österreicher, der leistungswilligen Menschen in unserem Land. Das können Sie von uns nicht erwarten, deshalb werden wir das auch weiter bekämpfen. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Wissen Sie nicht, was das heißt? – Sie sind gegen Wachstum, Sie sind gegen Beschäftigung in Österreich (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), und Sie sind für eine weitere Versteuerung des Einkommens der Österreicherinnen und Österreicher, der leistungswilligen Menschen in unserem Land. Das können Sie von uns nicht erwarten, deshalb werden wir das auch weiter bekämpfen. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Sie haben sich ja gemeldet!
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Herr Präsident, vielen Dank, dass Sie mich aufrufen! (Abg. Neudeck: Sie haben sich ja gemeldet!)
Abg. Fauland: ... das ist eine Ausrede!
Ich berichtige tatsächlich: Gas- und Strommarkt sind seit Jahren liberalisiert, niemand in Wien ist gezwungen, Gas und Strom bei der Wien Energie zu kaufen. (Abg. Fauland: ... das ist eine Ausrede!)
Abg. Gahr: Das ist keine Berichtigung! – Abg. Neudeck: Wem gehören denn die Leitungen in Wien?
Ich berichtige allerdings: Es ist weiter wahr, dass man nach den Berechnungen der E-Control in Österreich Gas und Strom nicht billiger kaufen kann als bei der Wien Energie. (Abg. Gahr: Das ist keine Berichtigung! – Abg. Neudeck: Wem gehören denn die Leitungen in Wien?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Ein Drittel sind ja nicht wohlhabend, haben Sie zuerst gesagt!
Wahr ist vielmehr: Ein Drittel der Eltern, deren Kinder in Wien in den Kindergarten gehen, zahlen dafür null Euro, ein weiteres Drittel zahlt zwischen null und 264 €, und nur das wohlhabende Drittel der Wiener Eltern – von denen gibt es Gott sei Dank in Wien sehr viele – zahlen diese 264 €. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Ein Drittel sind ja nicht wohlhabend, haben Sie zuerst gesagt!)
Abg. Neudeck: Ihr habt gerade gesagt, 80 Prozent sind arm! Wie kann dann ein Drittel wohlhabend sein?
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Es ist ein Faktum, dass der Wohlstand in Österreich steigt – so viel, so klar. (Abg. Neudeck: Ihr habt gerade gesagt, 80 Prozent sind arm! Wie kann dann ein Drittel wohlhabend sein?) – Genau, es gibt Wohlhabende. (Abg. Murauer: Auf einmal gibt es Wohlhabende!) Zu denen gehört ganz sicher der Herr Finanzminister. (Abg. Lentsch: Auch Sie!) – Na ja, in gewisser Weise und im Vergleich zu vielen anderen gehören wahrscheinlich die meisten Abgeordneten hier im Haus zu den Wohlhaben-
Abg. Murauer: Auf einmal gibt es Wohlhabende!
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Es ist ein Faktum, dass der Wohlstand in Österreich steigt – so viel, so klar. (Abg. Neudeck: Ihr habt gerade gesagt, 80 Prozent sind arm! Wie kann dann ein Drittel wohlhabend sein?) – Genau, es gibt Wohlhabende. (Abg. Murauer: Auf einmal gibt es Wohlhabende!) Zu denen gehört ganz sicher der Herr Finanzminister. (Abg. Lentsch: Auch Sie!) – Na ja, in gewisser Weise und im Vergleich zu vielen anderen gehören wahrscheinlich die meisten Abgeordneten hier im Haus zu den Wohlhaben-
Abg. Lentsch: Auch Sie!
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Es ist ein Faktum, dass der Wohlstand in Österreich steigt – so viel, so klar. (Abg. Neudeck: Ihr habt gerade gesagt, 80 Prozent sind arm! Wie kann dann ein Drittel wohlhabend sein?) – Genau, es gibt Wohlhabende. (Abg. Murauer: Auf einmal gibt es Wohlhabende!) Zu denen gehört ganz sicher der Herr Finanzminister. (Abg. Lentsch: Auch Sie!) – Na ja, in gewisser Weise und im Vergleich zu vielen anderen gehören wahrscheinlich die meisten Abgeordneten hier im Haus zu den Wohlhaben-
Abg. Ellmauer: Stimmt nicht! Schauen Sie die Mindestrenten an!
Es kann ja wohl auch Ihnen nicht nur darum gehen, dass die Reichen immer reicher werden, sondern es wird ja wohl auch darum gehen, dass die, die unter dem Durchschnitt liegen, auch etwas von diesem Wohlstand bekommen. – Und darum geht es mir, darum geht es uns, und das ist das, was Sie sich beharrlich weigern anzuerkennen oder worüber Sie sich weigern auch nur zu reden. (Abg. Ellmauer: Stimmt nicht! Schauen Sie die Mindestrenten an!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Das hat aber schon einer von euch gesagt!
Das sagte das Wirtschaftsforschungsinstitut im September 2005. Sie haben da schwarz auf weiß, dass diese ungleiche Situation in Österreich durch diese Regierung einzementiert wird. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Das hat aber schon einer von euch gesagt!)
Beifall bei den Grünen.
Ähnliches sagt im Übrigen das Sozialministerium – bekanntlich auch nicht in der Hand der Grünen. Das stellt nämlich 2004 fest, dass Österreichs Vermögensverteilung extrem ungleich ist: 1 Prozent der Österreicher – vielleicht sind auch ganz wenige Österreicherinnen dabei – besitzen 34 Prozent des Vermögens, 10 Prozent besitzen 69 Prozent, und dem stehen 90 Prozent gegenüber, die 31 Prozent des Vermögens besitzen. – Wenn das nicht Ungleichverteilung ist, dann weiß ich nicht, ob bei Ihnen dieses Vokabel überhaupt vorkommt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hornek: Es gibt drei Bürgermeisterinnen!
Am interessantesten finde ich ja Kollegen Stummvoll, der jetzt leider nicht mehr da ist. Ich hätte mit ihm gerne Folgendes besprochen: Kollege Stummvoll ist – so wie ich – viel im Waldviertel unterwegs. Wir waren vor gar nicht allzu langer Zeit gemeinsam bei einer Veranstaltung der EU Plattform Pro Waldviertel, bei der sich so ziemlich alle Bürgermeister und die eine Bürgermeisterin, die es im Waldviertel gibt, versammelt haben, um über die Situation im Waldviertel zu diskutieren. – (Abg. Hornek: Es gibt drei Bürgermeisterinnen!) – Dort war eine.
Abg. Hornek: Das ist unseriös, was Sie da behaupten!
Mit der Politik, die die Regierung derzeit betreibt – nämlich dass sie genau solche Regionen wie das Waldviertel aushungert, indem genau diese EPUs, die Ein-Personen-Unternehmen ... (Abg. Hornek: Das ist unseriös, was Sie da behaupten!) – Nein, das ist nicht unseriös! Dann gehen Sie einmal dorthin und hören Sie den Bürgermeistern zu! (Abg. Hornek: Ich wohne dort!) – Ja, aber hören Sie denen einmal zu, dann werden Sie es bemerken! (Abg. Walch: Er ist selber Bürgermeister dort!) – Ja, dann waren
Abg. Hornek: Ich wohne dort!
Mit der Politik, die die Regierung derzeit betreibt – nämlich dass sie genau solche Regionen wie das Waldviertel aushungert, indem genau diese EPUs, die Ein-Personen-Unternehmen ... (Abg. Hornek: Das ist unseriös, was Sie da behaupten!) – Nein, das ist nicht unseriös! Dann gehen Sie einmal dorthin und hören Sie den Bürgermeistern zu! (Abg. Hornek: Ich wohne dort!) – Ja, aber hören Sie denen einmal zu, dann werden Sie es bemerken! (Abg. Walch: Er ist selber Bürgermeister dort!) – Ja, dann waren
Abg. Walch: Er ist selber Bürgermeister dort!
Mit der Politik, die die Regierung derzeit betreibt – nämlich dass sie genau solche Regionen wie das Waldviertel aushungert, indem genau diese EPUs, die Ein-Personen-Unternehmen ... (Abg. Hornek: Das ist unseriös, was Sie da behaupten!) – Nein, das ist nicht unseriös! Dann gehen Sie einmal dorthin und hören Sie den Bürgermeistern zu! (Abg. Hornek: Ich wohne dort!) – Ja, aber hören Sie denen einmal zu, dann werden Sie es bemerken! (Abg. Walch: Er ist selber Bürgermeister dort!) – Ja, dann waren
Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Das ist ja absurd! – Abg. Parnigoni: Ich kann das bezeugen! Ich war auch dort!
Sie nicht dort, denn sonst wüssten Sie nämlich, dass dort ganz große Betroffenheit darüber herrschte, wie sich die Situation im Waldviertel entwickelt, und dass es da ganz große Angriffe gegen die Politik der Regierung gab. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Das ist ja absurd! – Abg. Parnigoni: Ich kann das bezeugen! Ich war auch dort!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Schwachsinnig! Das G’schichterl ist danebengegangen!
Genau das wollen Sie nicht wahrhaben: dass es da nämlich ganz große Unterschiede gibt und dass Sie eigentlich aufgerufen wären, endlich etwas dafür zu unternehmen, dass diese völlige Ungleichbelastung und Ungleichbehandlung zwischen armen und reichen Regionen, zwischen großen und kleine Betrieben und zwischen wohlhabenden und armen Leuten endlich beendet wird. – Da werden Sie sich etwas überlegen müssen! Da nützt Ihr ganzes Gejohle, Geklatsche und Gekreische nichts, wenn irgendjemand von der SPÖ oder von den Grünen auch nur darauf hinweist. Sie werden sich das irgendwann von der Bevölkerung anhören müssen und vielleicht auch einmal irgendeine Maßnahme dazu treffen müssen. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Schwachsinnig! Das G’schichterl ist danebengegangen!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Neudeck: Da hat er wahrscheinlich ein Inserat geschaltet!
Finanzminister Lacina wurde 1992 von der renommierten britischen Finanzzeitschrift „International Financing Review“ zum besten Finanzminister 1992 gekürt – nur zur Erinnerung für Sie! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Neudeck: Da hat er wahrscheinlich ein Inserat geschaltet!)
Abg. Neudeck: In welchem „erschienen ist“?
Die zweite Information: In der renommierten britischen Zeitschrift „Economist“ (Abg. Neudeck: In welchem „erschienen ist“?) erschien ein Beitrag über Österreich mit dem Titel „A Small House in Order“, in dem der damalige Finanzminister Androsch lobend hervorgehoben wurde – ebenfalls zur Erinnerung für Sie. (Abg. Neudeck: Aber Sie wissen schon, was er über Sie sagt!) – Ich weiß nicht, wo überall Sie schon waren – vielleicht waren Sie irgendwann einmal auch bei einer gesponserten Rede vom Hayek-Institut –, aber Sie können das ja dann hier vortragen. (Abg. Parnigoni – in Richtung von Bundesminister Mag. Grasser, der mit einem Mitarbeiter spricht –: Der führt Gespräche, der Herr Minister!)
Abg. Neudeck: Aber Sie wissen schon, was er über Sie sagt!
Die zweite Information: In der renommierten britischen Zeitschrift „Economist“ (Abg. Neudeck: In welchem „erschienen ist“?) erschien ein Beitrag über Österreich mit dem Titel „A Small House in Order“, in dem der damalige Finanzminister Androsch lobend hervorgehoben wurde – ebenfalls zur Erinnerung für Sie. (Abg. Neudeck: Aber Sie wissen schon, was er über Sie sagt!) – Ich weiß nicht, wo überall Sie schon waren – vielleicht waren Sie irgendwann einmal auch bei einer gesponserten Rede vom Hayek-Institut –, aber Sie können das ja dann hier vortragen. (Abg. Parnigoni – in Richtung von Bundesminister Mag. Grasser, der mit einem Mitarbeiter spricht –: Der führt Gespräche, der Herr Minister!)
Abg. Parnigoni – in Richtung von Bundesminister Mag. Grasser, der mit einem Mitarbeiter spricht –: Der führt Gespräche, der Herr Minister!
Die zweite Information: In der renommierten britischen Zeitschrift „Economist“ (Abg. Neudeck: In welchem „erschienen ist“?) erschien ein Beitrag über Österreich mit dem Titel „A Small House in Order“, in dem der damalige Finanzminister Androsch lobend hervorgehoben wurde – ebenfalls zur Erinnerung für Sie. (Abg. Neudeck: Aber Sie wissen schon, was er über Sie sagt!) – Ich weiß nicht, wo überall Sie schon waren – vielleicht waren Sie irgendwann einmal auch bei einer gesponserten Rede vom Hayek-Institut –, aber Sie können das ja dann hier vortragen. (Abg. Parnigoni – in Richtung von Bundesminister Mag. Grasser, der mit einem Mitarbeiter spricht –: Der führt Gespräche, der Herr Minister!)
Abg. Parnigoni: Er hat scheinbar Bürogespräche! Herr Präsident! Können Sie da nicht eingreifen? Unglaublich!
Ein zweiter Punkt, den Sie in Ihren ökonomischen Analysen wieder so brillant vorgetragen haben – Kollege Kogler hat es ja schon erwähnt –: Natürlich steigt das Mehrwertsteueraufkommen auch, wenn es eine Inflation gibt – na selbstverständlich! Der Begriff heißt „kalte Progression“. Das haben Sie vergessen zu sagen. (Abg. Parnigoni: Er hat scheinbar Bürogespräche! Herr Präsident! Können Sie da nicht eingreifen? Unglaublich!)
Abg. Parnigoni – in Richtung von Bundesminister Mag. Grasser, der mit einer Mitarbeiterin spricht –: Interessiert Sie das nicht? – Abg. Mag. Gaßner: Herr Finanzminister, können Sie nicht aufpassen?
Ich habe es mir ausgerechnet: Zwei Drittel dieses Aufkommens haben als Grund die kalte Progression, aber das haben Sie bewusst verschwiegen, weil Sie hier parteipolitische Aktivitäten betreiben. – Ich halte es nicht für gut, das vor solch einem Publikum zu tun. (Abg. Parnigoni – in Richtung von Bundesminister Mag. Grasser, der mit einer Mitarbeiterin spricht –: Interessiert Sie das nicht? – Abg. Mag. Gaßner: Herr Finanzminister, können Sie nicht aufpassen?)
Abg. Neudeck: Ab mit dem Geld in die Karibik!
Ein nächster Punkt: Wenn Sie da so großartig von sich geben, dass das Sparguthaben in Österreich steigt, dann muss ich sagen: Das ist richtig. Wichtig ist aber vor allem die Zusammensetzung des Sparvermögens, und da liegen Sie verkehrt, da das eigentlich das Sparvermögen der Reichen ist. Wenn Sie sich im Vergleich dazu die Konsumquote anschauen, so ist sie gesunken – also stimmt Ihr ökonomisches Verständnis nicht besonders! (Abg. Neudeck: Ab mit dem Geld in die Karibik!)
Abg. Prinz: Schauen Sie einmal, was 1998 unter Klima war mit der Arbeitslosigkeit! Unter Klima war sie höher!
Es kommt aber nicht von ungefähr, dass die Vermögensverteilung und die Einkommensverteilung so dramatisch auseinander klaffen. Am Arbeitsmarkt kann man das sehr gut beobachten. Sie reden immer wieder davon, dass Sie die Wende am Arbeitsmarkt geschafft haben. – Ja, wer hat denn überhaupt dazu beigetragen, dass eine Wende notwendig ist? Seitdem Sie regieren, seit sieben Jahren steigt die Arbeitslosigkeit kontinuierlich, eine Rekordhöhe löst die andere ab, und dann sind Sie auch noch stolz auf das Ganze! (Abg. Prinz: Schauen Sie einmal, was 1998 unter Klima war mit der Arbeitslosigkeit! Unter Klima war sie höher!)
Abg. Murauer: Moser! Hast du irgendein Beispiel, wie es besser geht? Wo haben sie es besser? Ein Beispiel, das man nachahmen kann!
Das funktioniert überhaupt nicht. Die Arbeitslosigkeit kostet uns in Österreich 5,5 Milliarden €. Das ist Verschwendung! Das sind soziale Kosten, die sich auf andere volkswirtschaftliche Bereiche auswirken. (Abg. Murauer: Moser! Hast du irgendein Beispiel, wie es besser geht? Wo haben sie es besser? Ein Beispiel, das man nachahmen kann!)
Beifall bei der SPÖ.
ist eine Politik, die Sie zu verantworten haben, und am 1. Oktober werden Sie dafür auch die Rechnung präsentiert bekommen. – Sie werden sicher abgewählt werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Herr Bürgermeister, Sie können das besser!
Den Kollegen Kogler möchte ich ausdrücklich ausnehmen. Ich habe Respekt vor seinem Debattenbeitrag heute, aber was da ansonsten bisher geboten wurde, muss man sagen, ist politische Selbstverstümmelung. Aber das ist euer Problem. – Macht nur so weiter, ich gratuliere euch dazu! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Herr Bürgermeister, Sie können das besser!)
Abg. Dr. Puswald: Das will ich mir auch verbitten, von Ihnen belehrt zu werden! – Ruf bei der SPÖ: Oberlehrerhaft!
Meine Damen und Herren! Fassen Sie Folgendes bitte nicht als Belehrung auf, aber vielleicht einmal als Hilfestellung (Abg. Dr. Puswald: Das will ich mir auch verbitten, von Ihnen belehrt zu werden! – Ruf bei der SPÖ: Oberlehrerhaft!): Wenn man im österreichischen Fernsehen den einen oder anderen Beitrag der Opposition vernimmt, dann wird alles in diesem Land als schlecht und furchtbar dargestellt.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
kennen lernen, wer vielleicht wirklich der Politiker ist, der von Wirtschaftspolitik etwas versteht! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter: Das waren „Bild-Zeitung“ und „Stern“!
Herr Kollege Matznetter! Wenn man schon die Pressestimmen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, der „Neuen Zürcher Zeitung“, des „Focus“ und so weiter nicht ganz ernst nimmt (Abg. Dr. Matznetter: Das waren „Bild-Zeitung“ und „Stern“!) – ich weiß, dass das eine oder andere Mal Medienberichte etwas schöner oder weniger schön darstellen –, aber wenn ein deutscher Finanzminister, der kein politisches Leichtgewicht ist, genau das machen will, was in Österreich zum Erfolg geführt hat, dann erklären Sie mir bitte schön, was daran falsch sein soll!
Abg. Lentsch: Ja, das haben wir eigentlich immer!
Meine Damen und Herren! Das sagt einmal allerhand. Man müsste ja heute mit dem Kollegen Matznetter fast ein bisschen Nachsicht haben. (Abg. Lentsch: Ja, das haben wir eigentlich immer!) Er ist ein viel beschäftigter Mann, hat ungeheuer viel zu tun und ist als Finanzsprecher engagiert. – Das soll ihm niemand absprechen. Wirtschaft und Finanzen sind sowieso ein Problem in der SPÖ. Wenn man sich verschiedene Bereiche ansieht, dann muss man sagen, das ist nicht gerade kompatibel mit euch, aber das müsst ihr auch untereinander ausmachen.
Abg. Mag. Molterer: Den Mitgliedern!
Er behauptet, es findet eine Umverteilung von unten nach oben statt. – Das habe ich mir gedacht, als ich mir die Vorgänge im ÖGB und in der BAWAG angesehen habe! Je höher oben im Penthouse, umso besser ist es manchen ergangen. Je höher oben, desto besser geht es denen. Aber wie es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im ÖGB und in der BAWAG (Abg. Mag. Molterer: Den Mitgliedern!) oder gar den Mitgliedern geht, da würde ich mich einmal ein bisschen erkundigen, meine Damen und Herren! Offensichtlich steigt auch die Kaufkraft jener Bewohner umso deutlicher, je weiter sie oben sind, wenn ich mir nämlich ansehe, was man sich damit alles kaufen könnte.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Meine Damen und Herren! Oder vielleicht sollte es nur von der heutigen Schlagzeile ablenken: ÖBG – weitere Stiftungen gefunden. – Meine Damen und Herren! Daher würde ich Ihnen dringend raten: Überlegen Sie sich in Zukunft die Dringlichen! Wir sind Ihnen dankbar, machen Sie weiter so, vielleicht jede Woche! – Es kann uns nichts Besseres passieren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
dass da falsche Zahlen enthalten sind, dann könnte das eine Gefahr für Ihren Betrieb sein, und das will ich nicht. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.) Ich will Ihnen da helfen und Sie schonen, denn der SPÖ ist das egal: Die schicken Sie zuerst vor, und dann lassen sie Sie fallen. – Das ist so typisch. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
dass da falsche Zahlen enthalten sind, dann könnte das eine Gefahr für Ihren Betrieb sein, und das will ich nicht. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.) Ich will Ihnen da helfen und Sie schonen, denn der SPÖ ist das egal: Die schicken Sie zuerst vor, und dann lassen sie Sie fallen. – Das ist so typisch. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn ich die Kollegin Bures schon höre, wie sie von Menschen spricht, die 38,5 Wochenstunden arbeiten und davon nicht leben können, weil sie so wenig Lohn haben! Kollegin Bures! Welcher Partei gehören Sie denn an? Gehen Sie zu Ihrer Kollegin Csörgits, die ist hauptverantwortlich für die letzten Jahrzehnte, als Sie in wirtschaftlich guten Zeiten verschlafen haben, dementsprechende Kollektivverträge abzuschließen, damit diese Frauen beziehungsweise diese Beschäftigten bei Vollzeitarbeit lebensfähig sind! – Das ist Ihre Aufgabe. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Ich muss wirklich sagen: Diese Regierung, den Erfolgskurs, den diese Regierung gefahren hat, das würdet ihr euch wünschen. Wenn ihr nur solche Regierungsmitglieder hättet wie das BZÖ und die ÖVP! Das Haus Österreich, das ihr in dem letzten Jahrzehnt heruntergewirtschaftet habt, wie das heute schon benannt wurde, mit 174 Milliarden € Schulden, mit 7,5 Milliarden € Zinsen, die wir im Jahr zahlen müssen, mit einer total heruntergewirtschafteten Verstaatlichten und vielem mehr, mit einer Verstaatlichten-Politik, durch die über 60 000 Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz verloren haben – das habt ihr uns hinterlassen. Wir haben darauf geschaut, dass wir genau dieser Verstaatlichten wieder dementsprechend unter die Arme gegriffen haben, dass es wieder bergauf gegangen ist. Damit sind wieder zusätzlich über 100 000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden und vieles mehr. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Geh Walch, was habt ihr denn schon getan? – Ruf bei der SPÖ: Das war jetzt seine Abschiedsrede!
Ich hoffe, dass die Österreicherinnen und Österreicher sich von eurer Penthouse-Politik ein dementsprechendes Bild machen und alles tun, um zu verhindern, dass ihr wieder einmal an die Regierung kommt. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Geh Walch, was habt ihr denn schon getan? – Ruf bei der SPÖ: Das war jetzt seine Abschiedsrede!)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen – BZÖ.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächste gelangt Frau Abgeordnete Mag. Weinzinger zu Wort. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen – BZÖ.) – Meine Damen und Herren, bitte!
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Walch: Die Koalition funktioniert, gell!
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung und des Hohen Hauses! Herr Abgeordneter Walch, ich darf einmal kurz den Schleier lüften, der Sie offensichtlich von einer korrekten Sicht auf die Kollektivvertragsverhandlungen trennt, denn wissen Sie, Herr Abgeordneter, da verhandelt nicht der ÖGB mit der Arbeiterkammer darüber, wie hoch die Gehälter sein werden, sondern da verhandeln die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen und die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Darum kann es auch nicht ganz so sein, dass der ÖGB allein dafür verantwortlich ist, was dabei rauskommt. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Walch: Die Koalition funktioniert, gell!)
Abg. Dr. Fekter: Dafür sind sie kostenlos und nicht so teuer wie in Wien!
Herr Minister, in Niederösterreich, wo ich herkomme, ist das Durchschnittseinkommen sämtlicher Frauen 1 400 €. Alleinerzieherinnen mit zwei Kindern, vielleicht noch im betreuungspflichtigen Alter, und das in Niederösterreich mit seiner Versorgung mit Kinderbetreuungsplätzen, die dort vor allem bei den unter Dreijährigen sehr mangelhaft ist, die können nur träumen davon, dass sie 1 500 € verdienen. (Abg. Dr. Fekter: Dafür sind sie kostenlos und nicht so teuer wie in Wien!) Die verdient unter 1 000 €, und für die trifft genau das zu, was viele schon kritisiert haben: Die hat von Ihrer hochgejubelten Steuerreform genau gar nichts! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Herr Minister, in Niederösterreich, wo ich herkomme, ist das Durchschnittseinkommen sämtlicher Frauen 1 400 €. Alleinerzieherinnen mit zwei Kindern, vielleicht noch im betreuungspflichtigen Alter, und das in Niederösterreich mit seiner Versorgung mit Kinderbetreuungsplätzen, die dort vor allem bei den unter Dreijährigen sehr mangelhaft ist, die können nur träumen davon, dass sie 1 500 € verdienen. (Abg. Dr. Fekter: Dafür sind sie kostenlos und nicht so teuer wie in Wien!) Die verdient unter 1 000 €, und für die trifft genau das zu, was viele schon kritisiert haben: Die hat von Ihrer hochgejubelten Steuerreform genau gar nichts! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie haben außerdem als eine der Errungenschaften Ihrer Regierungspolitik darauf hingewiesen, dass die Beschäftigung so zugenommen hat. Sie haben jedoch die Arbeitslosenzahlen zu erwähnen vergessen. Die haben nämlich auch saftig zugenommen. Das Beispiel wieder aus dem Frauenbereich genommen: Seit Sie mit Kanzler Schüssel in dieser Regierung zusammenarbeiten, sind jeden Tag 18 Frauen zusätzlich arbeitslos geworden. Das haben Sie nicht gesagt in Ihrer Statistik. (Die Rednerin dreht sich zur Regierungsbank um, die Bundesminister Mag. Grasser jedoch mittlerweile verlassen hat.) – Weg ist er! Hops! So schnell kann’s gehen. Nicht, dass ich traurig wäre darüber! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
In Summe bleibt eine Schieflage in der Steuerreform und in dem, was die Regierung in der gesamten Budgetpolitik betreibt – trotz der Tatsache, dass Sie hin und wieder im Lauf der letzten paar Jahre das Wort „Gender Budgeting“ verloren haben; Sie rechnen dann ohnehin komische Dinge wie etwa die Behinderten-Milliarde dazu. Sie haben eine Politik betrieben, die die Reichen reicher gemacht, die Männer günstiger gestellt, die Frauen weiterhin benachteiligt und die Armen ärmer gemacht hat. – Danke, das reicht. Zurücktreten wäre fein. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Sie wissen ja, wie das ist!
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Frau Präsidentin! Die Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Herr Kollege Auer, wenn Sie und andere Redner und Rednerinnen der Regierungsfraktionen die heutige Dringliche mit einem Fußballspiel verglichen haben, dann fällt mir dazu ein: Sie erinnern mich an die Leute, die in der VIP-Lounge sitzen, keinen Kontakt mehr haben zu den ZuschauerInnen und auf die Leute, die vor dem Stadion stehen, schon lange vergessen haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Sie wissen ja, wie das ist!)
Beifall bei der SPÖ. – Die Abgeordneten Wattaul und Neudeck: Theoretisch!
Fakt ist, dass sich viele Pensionisten und Pensionistinnen von ihren Pensionen heute weniger leisten können als vor sechs Jahren. Und das ist es, was die Menschen tagtäglich spüren. Das ist es, was diesen Menschen sozusagen täglich auf den Kopf fällt – und da hilft Ihnen Ihr ganzes Schönreden letzten Endes nichts! Diese Menschen verdienen sich eine bessere, eine fairere und sozialere Politik. Wir von der SPÖ bieten diesen Menschen diese fairere und sozialere Politik an. (Beifall bei der SPÖ. – Die Abgeordneten Wattaul und Neudeck: Theoretisch!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Herren vom BZÖ, ich finde es beachtlich, wenn Sie darüber lachen, wenn man von einer sozialen und fairen Politik spricht. Es ist aber klar: Wenn man Klientelpolitik betreibt, dann weiß man nicht, was fair und sozial ist. Das ist richtig. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren, was haben jene 480 000 von Armut betroffenen Menschen davon, dass Österreich reich ist? Herr Bundesminister, für diese Menschen sind Ihre Ausführungen blanker Zynismus! Die akut von Armut betroffenen und die 1 Million von Armut gefährdeten Menschen verdienen sich ebenfalls eine fairere und sozialere Politik. Und diese Konzepte bieten wir, die SPÖ, an, denn Sie haben diese Menschen schmählich im Stich gelassen, meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Besonders dramatisch aber ist die Klientelpolitik dieser Bundesregierung für jene Menschen, denen die Perspektiven für die Zukunft fehlen, nämlich für jene jungen Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Ich darf Sie daran erinnern: Wir haben jedes Mal, wenn die Arbeitslosigkeit gestiegen ist, Anträge eingebracht, die die Situation der betroffenen Menschen verbessern sollten. Sie sind darüber hinweggegangen und haben gesagt: Die Talsohle ist durchschritten. Es wird alles besser, es wird alles schöner. Sie haben mit keiner Wimper gezuckt, um für diese Menschen tatsächlich etwas zu tun. Was ist das Ergebnis? – Wir haben im Jahr 2006 70 Prozent mehr Jugendliche, die von Arbeitslosigkeit betroffen waren, als im Jahr 2000. Im ersten Halbjahr 2000 haben 5 500 Lehrstellen gefehlt. 2006 waren es bereits 13 500 Lehrstellen. – Herr Kollege, das finde ich nicht sehr witzig. Wenn das BZÖ das witzig findet, dass die Jugend keine Perspektiven hat, dann werden die Wählerinnen und Wähler daraus ihre Schlüsse ziehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wir, die SPÖ, machen soziale und faire Politik für die Jugend, für die Menschen und für Österreich. Und die Österreicherinnen und Österreicher werden uns das am 1. Oktober auch bestätigen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Sie müssen mit den Menschen reden!
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche - BZÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Die Kollegen von der SPÖ haben sich hier heruntergestellt und gejammert, schlechte Stimmung verbreitet und haben so getan ... (Abg. Silhavy: Sie müssen mit den Menschen reden!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Was glauben Sie, mit wem ich rede? Ich rede jetzt auch mit Menschen, aber ich rede auch mit Menschen, die nicht im Nationalrat sitzen. Die sind nicht so unzufrieden wie Sie. Die fragen mich: Wie kann es passieren, dass Gewerkschafter im BAWAG-Aufsichtsrat sitzen, dort Millionen und Milliarden verschleudert werden, keiner etwas sieht, Leute mit Penthäusern und mit Abfertigungen belohnt werden? Das fragen die Leute. So schlecht, wie Sie behaupten, geht es den Leuten nicht. Das ist das, was Sie gerne hören würden. Sie kommen mir vor wie so ein riesiger Tanker, der im Trockendock steht, mit großen Rostlöchern, einer Riesenfahne drauf: „Startklar“, und bei jedem Wahltermin steht der SP-Parteivorsitzende mit einer großen Sektflasche da und will den Stapellauf in Gang bringen. Die Löcher sind aber so groß, dass Ihnen die Flasche immer durchfällt. Sie bringen einfach das startklare Schiff mit den großen Löchern aus dem Trockendock nicht ins Wasser, Sie kommen nicht ins Schwimmen, obwohl Ihnen das Wasser bis zum Hals steht, Kollegen. Das kann doch nicht sein! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nein, das kann wirklich nicht sein!
Abg. Dr. Wittmann: Jetzt ist mir klar, warum das BZÖ nicht gewählt wird!
Kollege Matznetter bringt eine Dringliche Anfrage ein. Die kann er nicht gelesen haben, bevor er versucht hat, sie hier in einer gewissen Weise unter das Publikum zu bringen. Kollege Wittmann, was haben Sie? (Abg. Dr. Wittmann: Jetzt ist mir klar, warum das BZÖ nicht gewählt wird!) Wer sagt denn das? Wer sagt Ihnen das? (Abg. Dr. Fekter: Wieder ein Prophet!) Da sind Sie schon wieder als Traumdeuter unterwegs. Das ist das, was Sie sich wünschen. Das hat mit der Wahrheit nichts zu tun.
Abg. Dr. Fekter: Wieder ein Prophet!
Kollege Matznetter bringt eine Dringliche Anfrage ein. Die kann er nicht gelesen haben, bevor er versucht hat, sie hier in einer gewissen Weise unter das Publikum zu bringen. Kollege Wittmann, was haben Sie? (Abg. Dr. Wittmann: Jetzt ist mir klar, warum das BZÖ nicht gewählt wird!) Wer sagt denn das? Wer sagt Ihnen das? (Abg. Dr. Fekter: Wieder ein Prophet!) Da sind Sie schon wieder als Traumdeuter unterwegs. Das ist das, was Sie sich wünschen. Das hat mit der Wahrheit nichts zu tun.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Eder: Eine Abschiedsrede!
mern. Das wird nicht geschehen. Die Leute sind nicht so dumm, wie Sie es glauben und wie es Kollege Matznetter bräuchte, damit er seine Argumente unter die Leute bringen kann. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Eder: Eine Abschiedsrede!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ein kleines Licht!
Abgeordneter Dr. Ferdinand Maier (ÖVP): Frau Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lassen Sie mich einleitend ein Sprichwort abwandeln, das lautet abgewandelt: Wenn du glaubst, das gibt es nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her, ein rotes. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ein kleines Licht!)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Wir haben aber noch immer das Problem, dass Sie jetzt, geleitet aus der Sicht eines Oberbuchhalters, versuchen, die Wirtschaftspolitik zu machen. Und insofern ist der Kollege Matznetter der Einäugige unter den Blinden bei Ihnen. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Er ist in irgendeiner Form ein Mann, der zu wissen glaubt, was die Wirtschaftspolitik braucht, und hat Ihnen daher auch diese Fragen eingeredet. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Dr. Fekter: Keine Ahnung, Kollege Matznetter! Keine Ahnung!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Dr. Fekter: Keine Ahnung, Kollege Matznetter! Keine Ahnung!
Wir haben aber noch immer das Problem, dass Sie jetzt, geleitet aus der Sicht eines Oberbuchhalters, versuchen, die Wirtschaftspolitik zu machen. Und insofern ist der Kollege Matznetter der Einäugige unter den Blinden bei Ihnen. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Er ist in irgendeiner Form ein Mann, der zu wissen glaubt, was die Wirtschaftspolitik braucht, und hat Ihnen daher auch diese Fragen eingeredet. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Dr. Fekter: Keine Ahnung, Kollege Matznetter! Keine Ahnung!)
Abg. Dr. Matznetter – eine Graphik zeigend –: Da sieht man Ihre Steuerpolitik!
Wissen Sie, das ist irgendwie ein bissel der Retro-Trend der Wirtschaftspolitik, den der Kollege Matznetter vertritt. Er glaubt, höhere Steuern sind das Rezept, höhere Defizite sind das Rezept. Damit könnte es natürlich allen besser gehen. (Abg. Dr. Matznetter – eine Graphik zeigend –: Da sieht man Ihre Steuerpolitik!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
das sollten Sie sich auch wieder vor Augen halten! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Brosz: Ist das eine Rede oder zitieren Sie nur?
Jetzt lassen Sie mich noch einen Herrn zitieren, der leider Gottes viel zu früh verstorben ist, Günther Nenning, der in der „Kronen Zeitung“ vom 8. September 2004 geschrieben hat (Abg. Brosz: Ist das eine Rede oder zitieren Sie nur?):
Lebhafte Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Gusenbauer hat gar nichts in der Hand, auch sein Team nicht, sein Programm, er hat gar nichts, außer – und ich lese wörtlich vor – „die Selbstmordbrigade“. – Da meint er den Klub, Herr Klubobmann. (Lebhafte Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Neuerliche Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Sein Finanzschattenminister Matznetter, gegen den ist ja Grasser ein Genie. – Bitte, ich zitiere nur Nenning. (Neuerliche Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.) – Matznetter spielt mit tödlichem Sprengstoff: Steuererhöhungen. – Ihr Rezept damals waren Steuererhöhungen.
Abg. Dr. Fekter: Ja, genau! Gegen die kleinen Leute!
Meine Damen und Herren, jetzt lassen Sie mich noch Folgendes sagen: Als uns der Herr Kollege Van der Bellen zu einer Sondersitzung wegen des ORF geladen hat, da habe ich etwas vermisst. Da hätte ich schon erwartet, dass Sie sich darüber aufregen, dass gerade die Wiener Sozialdemokraten die ORF-Gebühr im Wege des Kulturschillings um beträchtlich mehr als einen Euro erhöht haben. Eine Ungeheuerlichkeit, was die Belastung der ORF-Seher anbelangt. (Abg. Dr. Fekter: Ja, genau! Gegen die kleinen Leute!) Das hätte ich mir von Ihnen erwartet.
Abg. Dr. Matznetter weist wieder auf die vorhin erwähnte Graphik.
Ich weiß schon, dass Sie keine Ahnung haben von Steuerreformen. (Abg. Dr. Matznetter weist wieder auf die vorhin erwähnte Graphik.) Ihr ehemaliger – lang, lang ist es her! – Vertreter der Wirtschaftspolitik, ein gewisser Finanzminister Salcher, hat ja geglaubt, Steuerreform heißt, die Gültigkeit der Lohnsteuerkarte von einem Jahr auf zwei Jahre zu verlängern. (Lebhafte Heiterkeit bei der ÖVP.) Das war die große Errungenschaft in der Kreisky-Ära. Erst mit dem Eintritt der ÖVP in die Bundesregierung 1987 kam es zum ersten großen Steuerreformwurf. Und in der Folge gab es mehrere. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Lebhafte Heiterkeit bei der ÖVP.
Ich weiß schon, dass Sie keine Ahnung haben von Steuerreformen. (Abg. Dr. Matznetter weist wieder auf die vorhin erwähnte Graphik.) Ihr ehemaliger – lang, lang ist es her! – Vertreter der Wirtschaftspolitik, ein gewisser Finanzminister Salcher, hat ja geglaubt, Steuerreform heißt, die Gültigkeit der Lohnsteuerkarte von einem Jahr auf zwei Jahre zu verlängern. (Lebhafte Heiterkeit bei der ÖVP.) Das war die große Errungenschaft in der Kreisky-Ära. Erst mit dem Eintritt der ÖVP in die Bundesregierung 1987 kam es zum ersten großen Steuerreformwurf. Und in der Folge gab es mehrere. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Ich weiß schon, dass Sie keine Ahnung haben von Steuerreformen. (Abg. Dr. Matznetter weist wieder auf die vorhin erwähnte Graphik.) Ihr ehemaliger – lang, lang ist es her! – Vertreter der Wirtschaftspolitik, ein gewisser Finanzminister Salcher, hat ja geglaubt, Steuerreform heißt, die Gültigkeit der Lohnsteuerkarte von einem Jahr auf zwei Jahre zu verlängern. (Lebhafte Heiterkeit bei der ÖVP.) Das war die große Errungenschaft in der Kreisky-Ära. Erst mit dem Eintritt der ÖVP in die Bundesregierung 1987 kam es zum ersten großen Steuerreformwurf. Und in der Folge gab es mehrere. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich verstehe schon, dass Sie natürlich aus ideologischen Gründen das nicht wollen. Sie wollen den Steuerdruck. Sie wollen die Abhängigkeit. Sie denken ja gar nicht daran, diesen Freiraum zu schaffen. (Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist in Wirklichkeit Ihr Problem. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Ihr Problem ist, dass andere besser gelesen haben als Sie!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Ihr Problem ist, dass andere besser gelesen haben als Sie!
Ich verstehe schon, dass Sie natürlich aus ideologischen Gründen das nicht wollen. Sie wollen den Steuerdruck. Sie wollen die Abhängigkeit. Sie denken ja gar nicht daran, diesen Freiraum zu schaffen. (Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist in Wirklichkeit Ihr Problem. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Ihr Problem ist, dass andere besser gelesen haben als Sie!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, das sage ich Ihnen jetzt unter dem Titel der „Selbstmordbrigade“: Sie sollten sich überlegen, ob Sie wieder so eine Aktion machen wie heute diese Dringliche. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich höre, im August sind Sondersitzungen kurz vor dem Wahlkampf angesagt. Bei „Selbstmordbrigaden“ könnte das gefährlich werden. In dem Sinne wäre es ja schade, wenn Sie sich selbst ins Knie schießen, wie Sie es heute probiert haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Meine Damen und Herren, das sage ich Ihnen jetzt unter dem Titel der „Selbstmordbrigade“: Sie sollten sich überlegen, ob Sie wieder so eine Aktion machen wie heute diese Dringliche. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich höre, im August sind Sondersitzungen kurz vor dem Wahlkampf angesagt. Bei „Selbstmordbrigaden“ könnte das gefährlich werden. In dem Sinne wäre es ja schade, wenn Sie sich selbst ins Knie schießen, wie Sie es heute probiert haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Wolfmayr: Sprichwörter kennen Sie wahrscheinlich keine!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Frau Präsidentin! Wissen Sie, Herr Maier, eine Ansammlung von Sätzen, auch wenn sie von einem Sprichwort garniert wird, ergibt noch nicht eine gute Rede. Aber das sei einmal dahingestellt. (Abg. Dr. Wolfmayr: Sprichwörter kennen Sie wahrscheinlich keine!)
Bundesminister Mag. Grasser: Jawohl! – Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Er hat darauf gewartet!
Beim Sprichwort, das Sie genannt haben, ist mir gleich der Herr Finanzminister eingefallen, der ja ebenfalls einmal ein Sprichwort umgedeutet hat in einer seiner berühmten Budgetreden, wo er sich zu lyrischen Höhen aufgeschwungen und gesagt hat: „Ein guter Tag beginnt mit einem sanierten Budget.“ (Bundesminister Mag. Grasser: Jawohl!) – „Jawohl“, sagt er noch! (Bundesminister Mag. Grasser: Jawohl! – Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Er hat darauf gewartet!) Ich kann mich noch an den Zwischenruf dazu erinnern: „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!“, Herr Finanzminister. Und der hat gestimmt – nicht Ihr Satz! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Beim Sprichwort, das Sie genannt haben, ist mir gleich der Herr Finanzminister eingefallen, der ja ebenfalls einmal ein Sprichwort umgedeutet hat in einer seiner berühmten Budgetreden, wo er sich zu lyrischen Höhen aufgeschwungen und gesagt hat: „Ein guter Tag beginnt mit einem sanierten Budget.“ (Bundesminister Mag. Grasser: Jawohl!) – „Jawohl“, sagt er noch! (Bundesminister Mag. Grasser: Jawohl! – Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Er hat darauf gewartet!) Ich kann mich noch an den Zwischenruf dazu erinnern: „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!“, Herr Finanzminister. Und der hat gestimmt – nicht Ihr Satz! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Wo denn?
Ich muss Ihnen ehrlich sagen, ich finde die Debatte teilweise absurd. Da stellt sich der Herr Maier heraus und kritisiert die SPÖ als Steuererhöhungspartei. Mag sein! Aber das, was die SPÖ hier vorgeschlagen hat, war ein massives Steuersenkungsprogramm (Abg. Scheibner: Wo denn?), ein massives Steuersenkungsprogramm, zu dem wir Grüne sagen: Na halt! Aufpassen! Wenn wir öffentliche Ausgaben finanzieren wollen, dann werden wir auch diese Einnahmen und Steuermittel brauchen. (Beifall bei den Grünen.) So einfach, dass wir uns gegenseitig nach unten konkurrieren und derjenige der Gewinner ist, der den niedrigsten Steuer- und Abgabensatz ausruft, wird es nicht gehen, auch wenn das der Herr Stummvoll selbst in einem seiner wunderbaren Lehrsätze so darzustellen versucht hat. Er hat nämlich ganz simpel behauptet: Je niedriger die Steuern, desto höher der Aufschwung.
Beifall bei den Grünen.
Ich muss Ihnen ehrlich sagen, ich finde die Debatte teilweise absurd. Da stellt sich der Herr Maier heraus und kritisiert die SPÖ als Steuererhöhungspartei. Mag sein! Aber das, was die SPÖ hier vorgeschlagen hat, war ein massives Steuersenkungsprogramm (Abg. Scheibner: Wo denn?), ein massives Steuersenkungsprogramm, zu dem wir Grüne sagen: Na halt! Aufpassen! Wenn wir öffentliche Ausgaben finanzieren wollen, dann werden wir auch diese Einnahmen und Steuermittel brauchen. (Beifall bei den Grünen.) So einfach, dass wir uns gegenseitig nach unten konkurrieren und derjenige der Gewinner ist, der den niedrigsten Steuer- und Abgabensatz ausruft, wird es nicht gehen, auch wenn das der Herr Stummvoll selbst in einem seiner wunderbaren Lehrsätze so darzustellen versucht hat. Er hat nämlich ganz simpel behauptet: Je niedriger die Steuern, desto höher der Aufschwung.
Abg. Dr. Stummvoll: Sie hätten aufpassen sollen!
Also so etwas Banales von Ihrer Seite, Herr Abgeordneter Stummvoll, hätte ich mir nicht vorstellen können. (Abg. Dr. Stummvoll: Sie hätten aufpassen sollen!) Denn das bedeutet nichts anderes als: Wenn die Steuern auf Null sind, dann haben wir den höchsten Aufschwung. Und so funktioniert leider Wirtschaft mit Sicherheit nicht. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Da können Sie noch so oft daherkommen und sich gegenseitig Steuersenkungsprogramme an den Kopf werfen – das löst unsere Aufgaben nicht.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Also so etwas Banales von Ihrer Seite, Herr Abgeordneter Stummvoll, hätte ich mir nicht vorstellen können. (Abg. Dr. Stummvoll: Sie hätten aufpassen sollen!) Denn das bedeutet nichts anderes als: Wenn die Steuern auf Null sind, dann haben wir den höchsten Aufschwung. Und so funktioniert leider Wirtschaft mit Sicherheit nicht. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Da können Sie noch so oft daherkommen und sich gegenseitig Steuersenkungsprogramme an den Kopf werfen – das löst unsere Aufgaben nicht.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das sagen Sie?
Das ist unbefriedigend, meine sehr geehrten Damen und Herren. Denn wie schon – jetzt komme ich mit noch einem Zitat – Augustinus, ein Kirchenlehrer – ah, es ist jetzt die Frau Präsidentin Prammer oben und nicht der Herr Khol; der hätte das sicher gewusst –, gesagt hat: Was anderes sind große Staaten, wenn ihnen Gerechtigkeit fehlt, als Räuberbanden? – Und Recht hat er, der Augustinus! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das sagen Sie?)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Wunderbares Beispiel: Überheblicher und arroganter, als sich die ÖVP heute dargestellt hat, kann man es fast nicht mehr machen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie glauben, Sie haben die Wahl schon gewonnen. Sie sagen es ja selbst: Eine kleine, aber feine absolute Mehrheit ist jetzt schon drinnen. Und so sind auch Ihre Auftritte. Die Rede des Ferdinand Maier war ein Paradebeispiel dafür. Schade, dass sie nicht übertragen worden ist, dann könnte sich der Wähler und die Wählerin ein Bild machen, mit welcher Überheblichkeit Sie hier auftreten und wie Sie glauben, hier ununterbrochen immer nur das Richtige zu machen.
Beifall bei der SPÖ.
Aber genauso der Finanzminister. Bitte, erinnern wir uns daran – weil hier dauernd die Frage nach der Kompetenz gestellt wurde –, wie der Finanzminister bei seinen Börsegangversuchen dilettiert hat, bei seinen Privatisierungsschritten dilettiert hat und wie aus ideologischen Gründen und wegen eines PR-Gags in Kauf genommen wurde, dass es nicht zu Wachstum gekommen ist, dass die Arbeitslosigkeit gestiegen ist, dass es Arbeitsplätze gekostet hat, nur damit Sie aus ideologischen und PR-Gründen sagen können, das ist Ihre Politik des Kaputtsparens und des Nulldefizit-Sparens. Dafür stehen Sie, und das haben Sie zu verantworten! (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Das ist Ihre Geisteshaltung, das ist Ihre christliche oder in Wirklichkeit unchristliche Geisteshaltung. Wo ist denn Ihr christlicher Anspruch, wenn Sie dauernd auf Ihre christlich-sozialen Wurzeln verweisen? Na nirgends! Sie heulen mit den neoliberalen Wölfen. Das ist in Wahrheit Ihre Politik, und das haben wir heute dargestellt. Und Sie haben sich jetzt überheblich hergestellt und gesagt: Ihre Politik ist richtig, Wurscht, was rauskommt. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Bravorufe und Beifall bei der ÖVP
Wunderbar! Machen Sie so weiter! Mehr Maier, mehr Molterer, mehr Grasser, und das am besten direkt übertragen in die Wohnungen der Wählerinnen und Wähler (Bravorufe und Beifall bei der ÖVP), dann garantiere ich Ihnen: Es wird das Gegenteil von dem herauskommen, was Sie glauben, heute schon im Sack zu haben, nämlich die absolute Mehrheit. Das wollen Sie, und Sie glauben, das haben Sie schon. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wunderbar! Machen Sie so weiter! Mehr Maier, mehr Molterer, mehr Grasser, und das am besten direkt übertragen in die Wohnungen der Wählerinnen und Wähler (Bravorufe und Beifall bei der ÖVP), dann garantiere ich Ihnen: Es wird das Gegenteil von dem herauskommen, was Sie glauben, heute schon im Sack zu haben, nämlich die absolute Mehrheit. Das wollen Sie, und Sie glauben, das haben Sie schon. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Ich kann Ihnen nur sagen, meine Damen und Herren: Ein Cap-Auftritt zum Schluss macht aus einem Rohrkrepierer, aus einem Durchfaller noch keine Glanzpremiere. Das wollte ich Ihnen zum Schluss noch ins Stammbuch geschrieben haben. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen. (Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich glaube, Sie, Herr Präsident, haben auf die Managementschule in St. Gallen hingewiesen, deren Chef Fredmund Malik heißt, der die Grundsätze der „Corporate Governance“ als so wunderbar bezeichnet hat. Nur: Wer ist es, der sie nicht einhält? – Er selbst bei den ÖBB. Und Sie, Herr Staatssekretär Kukacka, schauen zu, wie diese Firma des Herrn Malik dann auch noch Berateraufträge bekommt. Neues Futter für den Rechnungshof. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Reheis: Seipel zum Beispiel! – Abg. Dr. Kräuter: Seipel!
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche - BZÖ): Frau Präsidentin! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Staatssekretär! Frau Kollegin Moser hat hier auch in den Chor der Kritiker eingestimmt – allerdings nicht ganz so laut, wie das der Kollege Kräuter immer macht, der grundsätzlich die Kritik des Rechnungshofes, die ja etwas Positives bewirken soll, als etwas Spezielles sieht. Es gibt ja nur ganz wenige „museale“ Direktoren, die trotz Rechnungshofkritik noch immer der Meinung sind, dass das, was sie gemacht haben, richtig ist. (Abg. Reheis: Seipel zum Beispiel! – Abg. Dr. Kräuter: Seipel!) Ja, tut’s ein bisserl kritisieren. Das Hölzl habe ich geworfen, ihr könnt es apportieren. Danke.
Abg. Broukal: Ein bisschen mitschneiden bei dieser Gelegenheit!
Frau Kollegin Moser, die Beratungsverträge zum Zeitpunkt der Trennung dieses Riesenunternehmens in Profit Centers sind etwas, was man durchaus noch verteidigen kann. Nur: Man muss jetzt aufpassen, dass auch das, was aus diesen Beraterverträgen geflossen ist, umgesetzt wird und man nicht das Ganze wieder in ein Kuddelmuddel hineinschmeißt und dann mit Geldverschieben von einem Profit Center zum anderen schaut, dass jeder gut aussteigt. (Abg. Broukal: Ein bisschen mitschneiden bei dieser Gelegenheit!)
Abg. Broukal: Die Leute wissen das bei mir! So einfach ist das!
Ja, genau, es wird wieder irgendeine Moderation geben, Kollege Broukal, wo man ein bisschen mitschneiden kann. Natürlich, es sei Ihnen vergönnt, Sie zahlen ja auch Steuer dafür. Ich habe damit überhaupt kein Problem. Wenn Sie dann bei Diskussionen als Moderator auftreten und zu einem Nationalratskollegen sagen: Sie im Nationalrat!, was soll man sich dann denken? Sie kassieren für die Moderation, sagen aber nicht, dass Sie gleichzeitig Abgeordneter sind. (Abg. Broukal: Die Leute wissen das bei mir! So einfach ist das!) Die Leute wissen es schon. Aber solche Geschichten passieren.
Ruf bei der SPÖ: Wer?
Schauen Sie, wenn Kollege Jarolim dann bei seinen Zwischenrufen zu den Beraterverträgen des Herrn Malik die Brille herunternimmt und genau zuhört, dann muss ich sagen: Reden Sie einmal mit dem Kollegen Lansky, ob es ihm besser geht, wenn er von den ÖBB nichts mehr bekommt! Fragen Sie einmal nach! Es war im Rechnungshof nicht zu erfahren, wer die Beraterverträge bekommt, wer mit dem Privatjet nach Berlin fliegt, obwohl es noch gar keinen Auftrag gibt. (Ruf bei der SPÖ: Wer?) Lansky. Das ist eine Rechtsanwaltskanzlei bei der Rotenturmstraße in einem Haus mit einer Glaskuppel. Der Flöttl und der Verzetnitsch sehen genau bei ihm in die Kanzlei hinein, in die Glaskuppel – und umgekehrt. Also da gibt es offenbar irgendeine Wahlverwandtschaft zwischen den Bewohnern der Penthäuser.
Abg. Mag. Kogler: Das ist eine Provokation!
Kollege Kogler, wenn Sie einen Termin festlegen, werden wir die Berichte, die vorliegen, noch erledigen. Das liegt an Ihnen als dem Vorsitzenden. Sie tun immer so, als ob wir nicht wollten. (Abg. Mag. Kogler: Das ist eine Provokation!) Ich bin arbeitsbereit, ich stehe zur Verfügung. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Kollege Kogler, wenn Sie einen Termin festlegen, werden wir die Berichte, die vorliegen, noch erledigen. Das liegt an Ihnen als dem Vorsitzenden. Sie tun immer so, als ob wir nicht wollten. (Abg. Mag. Kogler: Das ist eine Provokation!) Ich bin arbeitsbereit, ich stehe zur Verfügung. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Wir werden eh einen Antrag stellen, den Ausschuss für permanent erklären zu lassen! Da werden wir dann schauen, ob Sie mitstimmen!
Der zweite Kollege, der im Ausschuss ist, steht auch zur Verfügung. Tun Sie etwas! Nicht hinsetzen und sagen: Die Regierung will nicht! – Ich glaube, Sie wollen einen schönen Sommer erleben, Sie wollen den Ausschuss nicht tagen lassen. (Abg. Mag. Kogler: Wir werden eh einen Antrag stellen, den Ausschuss für permanent erklären zu lassen! Da werden wir dann schauen, ob Sie mitstimmen!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
zusammenbringen und eine zukunftsweisende Regelung beschließen können. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Traurig, meine Damen und Herren, denn: Dieser Manager ist genauso abrufreif wie Sie als Bundesregierung! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Reheis: Ich war nicht bei den ÖBB!
Abgeordneter Konrad Steindl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren im Hohen Haus! Herr Kollege Reheis, wenn ich eine Unternehmung so hinterlassen würde, wie Sie uns die ÖBB hinterlassen haben (Abg. Reheis: Ich war nicht bei den ÖBB!), dann würde ich den Mund nicht so voll nehmen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Konrad Steindl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren im Hohen Haus! Herr Kollege Reheis, wenn ich eine Unternehmung so hinterlassen würde, wie Sie uns die ÖBB hinterlassen haben (Abg. Reheis: Ich war nicht bei den ÖBB!), dann würde ich den Mund nicht so voll nehmen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Eder: Wer war denn der Vorgänger von Huber? Der Herr Vorm Walde!
Es ist doch so, dass bei einem Unternehmen, wo für Pensionsabgänge derzeit aus dem Budget in etwa 1,9 Milliarden € zu zahlen sind, was in etwa dem Umsatz des Unternehmens entspricht, allerhöchster Reorganisationsbedarf gegeben ist. (Abg. Eder: Wer war denn der Vorgänger von Huber? Der Herr Vorm Walde!)
Abg. Reheis: Sie geben den Menschen keine Pension, aber Millionen Ihren Günstlingen!
Meine Damen und Herren, leider haben wir nicht alle notwendigen Kompetenzen in der Unternehmung ÖBB und sind deswegen auf externe Beratungsleistungen angewiesen. (Abg. Reheis: Sie geben den Menschen keine Pension, aber Millionen Ihren Günstlingen!) Sie werden kein Unternehmen und keinen Konzern in dieser Größenordnung finden, der ohne externe Beratungsleistungen auskommt.
Beifall bei der ÖVP.
Bei der Vorbereitung dieses Unternehmens auf das neue EU-Verkehrsrecht müssen wir auch die Maastricht-Kriterien im Auge behalten, und deswegen ist es höchst an der Zeit, die entsprechenden Maßnahmen zu setzen. Dabei sind wir auf gutem Weg. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Zuerst waren Sie dagegen!
Abgeordneter Stefan Prähauser (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Präsident Dr. Moser, Respekt! Ich hätte Ihnen am Beginn Ihrer Amtszeit nicht zugetraut, dass Sie mit solcher Selbstverständlichkeit Probleme beim Schopf nehmen und nennen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Zuerst waren Sie dagegen!) Man kann auch einmal ein bisschen Lob ausstreuen, wenn man vielleicht Kritik erwartet. Noch einmal: Respekt! (Abg. Scheibner: Wir haben euch das gleich gesagt!)
Abg. Scheibner: Wir haben euch das gleich gesagt!
Abgeordneter Stefan Prähauser (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Präsident Dr. Moser, Respekt! Ich hätte Ihnen am Beginn Ihrer Amtszeit nicht zugetraut, dass Sie mit solcher Selbstverständlichkeit Probleme beim Schopf nehmen und nennen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Zuerst waren Sie dagegen!) Man kann auch einmal ein bisschen Lob ausstreuen, wenn man vielleicht Kritik erwartet. Noch einmal: Respekt! (Abg. Scheibner: Wir haben euch das gleich gesagt!)
Abg. Scheibner: Habt ihr das nicht?
Wenn ich weiß, dass Vorstände dort zusammen Millionen € verdienen, wenn ich gleichzeitig erfahre, dass man für Coaching, um das Auftreten vor den eigenen Mitarbeitern zu erleichtern, Millionen ausgibt (Abg. Scheibner: Habt ihr das nicht?), dann habe ich ein Problem, meine Damen und Herren. Ich würde kein Problem damit haben, einen jungen Abteilungsleiter oder eine Abteilungsleiterin in eine Schulung zu schicken, damit er/sie das lernt. Für jemanden, der an der Spitze der Eisenbahn ist, Millionen auszugeben, um ihn zu schulen, wie er vor seinen Mitarbeitern aufzutreten hat, ist etwas, wofür ich kein Verständnis habe, denn da frage ich mich: Wer hat denn bei diesen Managern das Hearing gemacht? (Abg. Scheibner: Ihr braucht auch ein Coaching! Da braucht ihr auch Millionen!)
Abg. Scheibner: Ihr braucht auch ein Coaching! Da braucht ihr auch Millionen!
Wenn ich weiß, dass Vorstände dort zusammen Millionen € verdienen, wenn ich gleichzeitig erfahre, dass man für Coaching, um das Auftreten vor den eigenen Mitarbeitern zu erleichtern, Millionen ausgibt (Abg. Scheibner: Habt ihr das nicht?), dann habe ich ein Problem, meine Damen und Herren. Ich würde kein Problem damit haben, einen jungen Abteilungsleiter oder eine Abteilungsleiterin in eine Schulung zu schicken, damit er/sie das lernt. Für jemanden, der an der Spitze der Eisenbahn ist, Millionen auszugeben, um ihn zu schulen, wie er vor seinen Mitarbeitern aufzutreten hat, ist etwas, wofür ich kein Verständnis habe, denn da frage ich mich: Wer hat denn bei diesen Managern das Hearing gemacht? (Abg. Scheibner: Ihr braucht auch ein Coaching! Da braucht ihr auch Millionen!)
Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Wer hat die Verantwortung dafür, dass diese Herren in dieser Position sitzen? Eigentlich meine ich, dass das Geld für die Kosten für dieses Coaching diese hoch bezahlten Manager selbst berappen sollten. Man kann dieses Geld an das Unternehmen refundieren, das ist kein Problem. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – BZÖ.) Das würde diesen Herren nicht schaden. Vielleicht würden sie dann darüber nachden-
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
ken, ob die eigenen Abteilungen nicht Qualität genug hätten, um ihnen das mitzugeben. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kößl: Das ist ein Blödsinn!
In einem anderen Punkt habe ich wieder Verständnis: Man kann sich auch coachen lassen, um mit streikenden Mitarbeitern umgehen zu können. Das verstehe ich, denn in der Privatwirtschaft, wo der Chef selbstherrlich anschafft, ist man nicht gewöhnt, dass sich jemand wehrt. Gott sei Dank ist es bei der Eisenbahn anders. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kößl: Das ist ein Blödsinn!)
Zwischenruf bei der SPÖ
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Auch ich möchte mich sehr herzlich beim Rechnungshof bedanken für die sicherlich sehr gute und qualifizierte Arbeit, die in den letzten Jahren geleistet wurde. Heute tun Sie dem Rechnungshof allerdings ein bisschen zu viel der Ehre an (Zwischenruf bei der SPÖ), denn diese Beratungsleistungen, meine Damen und Herren, sind nicht auf Initiative des Rechnungshofes untersucht worden, sondern auf Initiative des Verkehrsministeriums und des Verkehrsministers und Vizekanzlers, der den konkreten Auftrag gegeben hat, man möge die Jahre 1999 bis 2004 entsprechend untersuchen.
Ruf bei der SPÖ: Vorm Walde!
Diese Prüfung ist deshalb zustande gekommen, weil auch wir im Ministerium der Meinung waren, dass die ÖBB und die damaligen Manager – ich möchte doch betonen: die damaligen Manager!; in diesem Zeitraum waren Herr Generaldirektor Draxler und Herr Generaldirektor Vom Walde (Ruf bei der SPÖ: Vorm Walde!) dafür verantwortlich und zuständig – in dieser Zeit Beratungsleistungen in Anspruch genommen haben. (Abg. Eder: Das ist Ihr Mann gewesen, der Herr Vorm Walde!)
Abg. Eder: Das ist Ihr Mann gewesen, der Herr Vorm Walde!
Diese Prüfung ist deshalb zustande gekommen, weil auch wir im Ministerium der Meinung waren, dass die ÖBB und die damaligen Manager – ich möchte doch betonen: die damaligen Manager!; in diesem Zeitraum waren Herr Generaldirektor Draxler und Herr Generaldirektor Vom Walde (Ruf bei der SPÖ: Vorm Walde!) dafür verantwortlich und zuständig – in dieser Zeit Beratungsleistungen in Anspruch genommen haben. (Abg. Eder: Das ist Ihr Mann gewesen, der Herr Vorm Walde!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich weise aber doch darauf hin, dass nach Auskunft der ÖBB der neue Vorstand bereits umgehend mit dem operativen Start des neuen ÖBB-Konzerns ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es ist Ihnen offensichtlich nicht ganz klar, dass diese neue Gesellschaft und diese neue Struktur erst mit 1. Jänner 2005 operativ begonnen haben, meine Damen und Herren! Wir werden dafür sorgen und darauf Obacht geben, dass tatsächlich jetzt die notwendigen Konsequenzen aus diesem Bericht gezogen werden. (Abg. Dr. Kräuter: Was sagen Sie zum Fall Malik?)
Abg. Dr. Kräuter: Was sagen Sie zum Fall Malik?
Ich weise aber doch darauf hin, dass nach Auskunft der ÖBB der neue Vorstand bereits umgehend mit dem operativen Start des neuen ÖBB-Konzerns ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es ist Ihnen offensichtlich nicht ganz klar, dass diese neue Gesellschaft und diese neue Struktur erst mit 1. Jänner 2005 operativ begonnen haben, meine Damen und Herren! Wir werden dafür sorgen und darauf Obacht geben, dass tatsächlich jetzt die notwendigen Konsequenzen aus diesem Bericht gezogen werden. (Abg. Dr. Kräuter: Was sagen Sie zum Fall Malik?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Eder: Wer von den beiden war im Aufsichtsrat?
Ich sage auch etwas zum Fall Malik – aber ich sage auch etwas zum Fall Lansky, meine Damen und Herren. Sie sollten den ganzen Bericht lesen und nicht immer versuchen, nur der einen Seite die Schuld zuzuschieben, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Eder: Wer von den beiden war im Aufsichtsrat?)
Abg. Eder: Ist er im Aufsichtsrat?
Kollege Lansky, der Ihnen nicht unbekannt ist, weil er der Obmann des „Change 06“-Vereines ist, der die politische Wende in Österreich herbeiführen will, war der Hauptnutznießer dieser Beratungstätigkeit, meine Damen und Herren. (Abg. Eder: Ist er im Aufsichtsrat?) Also seien Sie einmal auch selbstkritisch diesbezüglich und fragen Sie
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Der ist mit involviert!
Wir werden dafür sorgen, dass die Corporate Governance-Regeln eingehalten werden. Und ich bin überzeugt davon, dass sich der ÖBB-Aufsichtsrat und auch der Holding-Aufsichtsrat noch einmal mit dieser Frage beschäftigen werden. Und ich vertraue darauf und ich weiß auch, dass Herr Generaldirektor Reithofer als Aufsichtsratspräsident der Holding dafür sorgen wird, dass diese Regeln in einer ganz klaren und eindeutigen Weise auch für die Zukunft interpretiert und umgesetzt werden, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Der ist mit involviert!)
Abg. Eder: Was Sie da zusammenreden, ist arg!
Ich möchte schon darauf hinweisen, Herr Kollege Eder, weil Sie hier ein bisschen einseitig vorgehen ... (Abg. Eder: Was Sie da zusammenreden, ist arg!) Ich habe jedes Verständnis für parlamentarische Kritik, und Sie haben kritisiert, dass Herr Huber im letzten Rechnungshofausschuss nicht anwesend war, sondern beim Fußballspiel war. Ja, war er – als Privatmann.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Herr Huber hat auch keine Ladung vom Rechnungshofausschuss erhalten; das ist doch sonst üblich, ich habe auch jahrelange Praxis. Es ist noch nie eine Auskunftsperson nur auf Zuruf über die Medien vor dem Rechnungshofausschuss oder vor einem Untersuchungsausschuss erschienen, Herr Kollege Kräuter! Selbstverständlich muss es entsprechende Ladungen geben, und diese sind zu diesem Zeitpunkt nicht vorgelegen. Das, glaube ich, muss man der Ehrlichkeit und der Objektivität wegen auch dazusagen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Bei der letzten Diskussion hier im Haus, als wir über ähnliche Themen diskutiert haben: Wer war nicht anwesend? – Herr Klubobmann Gusenbauer war nicht anwesend! Wir haben schon einmal so eine Debatte geführt, und Klubobmann Gusenbauer war während dieser Nationalratsdebatte beim letzten Fußballländerspiel, meine Damen und Herren! Also seien Sie doch bei Privatpersonen nicht anspruchsvoller als bei Ihren eigenen Funktionären und Klubobmännern, was die Anwesenheit in parlamentarischen Gremien betrifft! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Eder: Die sind ja alle verbandelt untereinander!
Ich möchte auch darauf hinweisen, dass bereits Ende 2004 der Vorsitzende des Holding-Aufsichtsrates veranlasst hat, dass die Beratungsleistungen in den Katalog der genehmigungspflichtigen Geschäfte aufgenommen werden, und dass auch die diesbezüglichen Genehmigungsgrenzen entsprechend reduziert wurden, meine Damen und Herren. (Abg. Eder: Die sind ja alle verbandelt untereinander!)
Abg. Eder: Gibt es keine Beamten mehr, die sich auskennen?
dessen ausgegeben wurden, was vom Unternehmen selbst ausgegeben wurde. (Abg. Eder: Gibt es keine Beamten mehr, die sich auskennen?)
Abg. Eder: Nichts hat sich verbessert!
Ich glaube, dass wir auf dem richtigen Weg sind, dass die notwendigen Konsequenzen aus diesem Bericht gezogen werden, dass wir aber doch nicht vergessen sollten bei der vielen Kritik, die auch hier und heute am neuen Vorstand geäußert wurde: Es sind bereits nachhaltige Maßnahmen gesetzt worden! Die wirtschaftliche Situation der ÖBB hat sich verbessert, das EGT hat sich deutlich verbessert, die Produktivität ist klar angestiegen. (Abg. Eder: Nichts hat sich verbessert!) Es hat einen Zuwachs der Gesamterträge gegeben, die Beiträge des Bundes sind bereits um rund 180 Millionen € im Jahr 2005 reduziert worden. (Abg. Eder: Das gibt es ja normal nicht!) Es gibt mehr Fahrgäste, es gibt weniger Krankenstände, es gibt ein höheres Pensionsantrittsalter. Es gibt eine große Investitionsoffensive sowohl bei der Infrastruktur als auch bei den Fahrbetriebsmitteln, und es gibt einen deutlichen Rückgang beim Personalaufwand um rund 300 Millionen €. (Abg. Eder: Wo ist eigentlich der Minister?)
Abg. Eder: Das gibt es ja normal nicht!
Ich glaube, dass wir auf dem richtigen Weg sind, dass die notwendigen Konsequenzen aus diesem Bericht gezogen werden, dass wir aber doch nicht vergessen sollten bei der vielen Kritik, die auch hier und heute am neuen Vorstand geäußert wurde: Es sind bereits nachhaltige Maßnahmen gesetzt worden! Die wirtschaftliche Situation der ÖBB hat sich verbessert, das EGT hat sich deutlich verbessert, die Produktivität ist klar angestiegen. (Abg. Eder: Nichts hat sich verbessert!) Es hat einen Zuwachs der Gesamterträge gegeben, die Beiträge des Bundes sind bereits um rund 180 Millionen € im Jahr 2005 reduziert worden. (Abg. Eder: Das gibt es ja normal nicht!) Es gibt mehr Fahrgäste, es gibt weniger Krankenstände, es gibt ein höheres Pensionsantrittsalter. Es gibt eine große Investitionsoffensive sowohl bei der Infrastruktur als auch bei den Fahrbetriebsmitteln, und es gibt einen deutlichen Rückgang beim Personalaufwand um rund 300 Millionen €. (Abg. Eder: Wo ist eigentlich der Minister?)
Abg. Eder: Wo ist eigentlich der Minister?
Ich glaube, dass wir auf dem richtigen Weg sind, dass die notwendigen Konsequenzen aus diesem Bericht gezogen werden, dass wir aber doch nicht vergessen sollten bei der vielen Kritik, die auch hier und heute am neuen Vorstand geäußert wurde: Es sind bereits nachhaltige Maßnahmen gesetzt worden! Die wirtschaftliche Situation der ÖBB hat sich verbessert, das EGT hat sich deutlich verbessert, die Produktivität ist klar angestiegen. (Abg. Eder: Nichts hat sich verbessert!) Es hat einen Zuwachs der Gesamterträge gegeben, die Beiträge des Bundes sind bereits um rund 180 Millionen € im Jahr 2005 reduziert worden. (Abg. Eder: Das gibt es ja normal nicht!) Es gibt mehr Fahrgäste, es gibt weniger Krankenstände, es gibt ein höheres Pensionsantrittsalter. Es gibt eine große Investitionsoffensive sowohl bei der Infrastruktur als auch bei den Fahrbetriebsmitteln, und es gibt einen deutlichen Rückgang beim Personalaufwand um rund 300 Millionen €. (Abg. Eder: Wo ist eigentlich der Minister?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Das alles, meine Damen und Herren, zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg – auch deshalb, weil wir die langjährigen Empfehlungen des Rechnungshofes zum ersten Mal annehmen! Früher sind diese vollkommen negiert worden. Diese Regierung war die erste, die die langjährigen Hinweise, die die langjährige Kritik, die die langjährigen Vorschläge des Rechnungshofes tatsächlich berücksichtigt und umgesetzt hat. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schöls.
Aber es ist gelungen, ein gutes neues Projekt auf die Beine zu stellen, ein Projekt, das vor allem auch den sicherheitstechnischen Erkenntnissen der modernen Zeit entspricht. Es ist ein zweiröhriger Tunnel geplant und nicht nur ein einröhriger, so wie das ursprünglich der Fall war. (Zwischenruf des Abg. Schöls.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Glauben Sie das, was Sie da sagen, Frau Kollegin? – Abg. Höllerer – das Rednerpult verlassend –: Ja! – Abg. Gradwohl: Die Enttäuschung wird groß sein!
Also: ein neues Projekt, ein neuer Tunnel, wo die Erkenntnisse aus dem alten Bauvorhaben einfließen werden, wo selbstverständlich mit größter Vorsicht im Hinblick auf die Wasserressourcen und die Umwelteinflüsse vorgegangen werden muss, wo vor allem auch die sicherheitstechnischen Erkenntnisse voll einfließen werden, wo zweiröhrig im Sinne einer Flachbahn gebaut wird. – Ich denke, dass in diesem Sinne und auf Grund der Erfahrungen, die man aus dem alten Projekt Semmering-Basistunnel gewonnen hat, in Zukunft ein effizientes neues Projekt entstehen wird! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Glauben Sie das, was Sie da sagen, Frau Kollegin? – Abg. Höllerer – das Rednerpult verlassend –: Ja! – Abg. Gradwohl: Die Enttäuschung wird groß sein!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Staatssekretär Kukacka, angesichts dessen, wie Sie heute in der Diskussion zum Rechnungshofbericht in Ihrer Argumentation geschwommen sind, muss man ja den Herrn Vizekanzler bitten, bei der Bodenseeschifffahrt vielleicht dafür zu sorgen, dass dort noch ein Platz für Sie frei wird. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Großruck: Weniger Schienen werden transportiert? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Es wird „auf den Schienen“ transportiert, nicht „die Schienen“ werden transportiert!
Im Übrigen lassen die Äußerungen der Kolleginnen und Kollegen von den Regierungsfraktionen darauf schließen, dass sie anscheinend nicht sehr viel mit der Bahn fahren. Die WCs auf Bahnhöfen werden gesperrt, viel weniger Schienen werden transportiert (Abg. Großruck: Weniger Schienen werden transportiert? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Es wird „auf den Schienen“ transportiert, nicht „die Schienen“ werden transportiert!), und es wird auf Grund der Filetierung der ÖBB schon öffentlich darüber diskutiert, dass im Jahr 2008 verschiedene Gesellschaften kein Geld mehr haben werden. Als das Frau Direktorin Goldmann thematisiert hat, wurde ihr nachgestellt, wie es in der Geschichte noch nie vorgekommen ist.
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne kann man nur sagen: Hören Sie auf und widmen Sie sich dem Schwimmen – das ist besser für Österreich! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Was bedeutet das? Vorlesen kann ich es auch!
Die ursprünglich vorgesehene österreichische Lebensmittelgroßknotenlösung, Lager- und Transportlogistik in Linz, konnte nicht realisiert werden, da man vergessen hatte beziehungsweise nicht in der Lage war, eine entsprechende Kühlanlage einzubauen. Der Materialflussrechner der EDV und das hochmoderne Hochregallager lassen nicht zu, dass Stückgut, welches größer als eine Palette ist, gelagert werden kann. (Abg. Neudeck: Was bedeutet das? Vorlesen kann ich es auch!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Das ist doch einmal eine Ansage!
Wer ist verantwortlich für dieses Chaos? – Mit Sicherheit jene, denen Freunderlwirtschaft im Aufsichtsrat, die Bodenseeschifffahrt und Golfspielen während der Dienstzeit wichtiger sind als die wahren Probleme im Betrieb. Diese unhaltbaren Zustände sind unmittelbar mit den Namen Huber und Gorbach verbunden – deren Rücktritte sind längst überfällig! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Das ist doch einmal eine Ansage!)
Abg. Gradwohl: Er hat gar nicht gesucht, er hat sie schon gefunden gehabt! Du hast nicht zugehört, das ist das Problem!
Kollege Krist, Frau Präsidentin – ich habe sehr darauf Acht gegeben –, hat für den Ausdruck „Stümper“ keinen Ordnungsruf bekommen, daher darf ich jetzt sagen: Wenn Kollege Krist Stümper gesucht hat, dann darf ich ihm einen nennen beziehungsweise einen heißen Tipp geben. (Abg. Gradwohl: Er hat gar nicht gesucht, er hat sie schon gefunden gehabt! Du hast nicht zugehört, das ist das Problem!) In der Frage der Energiebesteuerung kritisiert der Rechnungshof zu Recht, dass diese Regelung keine Regelung für Energiesparen war, sondern ausschließlich fiskalischen Charakter hatte und nur der Sanierung des Budgets diente.
Abg. Gradwohl: Noch einmal: Er hat keine Stümper gesucht, sondern er hat sie schon gefunden!
Kollege Krist, auf der Suche nach Stümpern: Kollege Hoscher kann Ihnen vielleicht einen heißen Tipp geben, denn er war seinerzeit Kabinettschef von Finanzminister Staribacher, der diese stümperhafte Vorlage gebracht hat, die der Rechnungshof zu Recht kritisiert! (Abg. Gradwohl: Noch einmal: Er hat keine Stümper gesucht, sondern er hat sie schon gefunden!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Daher: Sie sind in der Sackgasse – der Wähler wird es Ihnen am 1. Oktober klar sagen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Im Übrigen ist die Energiematerie, wenn es nicht gerade um die Besteuerung geht, seit langer Zeit im Wirtschaftsministerium angesiedelt. Ich kann daher überhaupt nicht verstehen, dass Sie da nach zehn Jahren mit Steinen herumschmeißen, nur weil es gerade en vogue ist. Was Sie ausgelassen haben, ist, dass die Bawag auch noch dazupasst. – Mit diesem Niveau, bitte, behelligen Sie uns hier herinnen nicht mehr! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Herinnen auch nicht!
Da muss ich natürlich wieder auf das Hauptthema zurückkommen, das hier immer wieder aufgeworfen wird – gerade vorher wieder –, nämlich darüber zu reden, welche Berichte nicht im Haus erscheinen. Und schauen Sie, Sie können das jetzt noch weiß ich wie oft wiederholen, ich meine, draußen wird es sowieso keinen interessieren, aber auch wenn Sie es dort tun ... (Abg. Neudeck: Herinnen auch nicht!) – Herinnen weiß ich nicht.
Abg. Neudeck: Das ist absurd, aber es ist wahr!
Aber einfach nur der guten Ordnung halber, denn alles muss man sich da ja nicht gefallen lassen und muss auch nicht einreißen: Es ist absurd, zu behaupten, dass die Oppositionsfraktionen oder die Grünen oder auch der Vorsitzende des Ausschusses die Termine und die Berichtsabwicklung verhindern würden! (Abg. Neudeck: Das ist absurd, aber es ist wahr!)
Abg. Dr. Fekter: Es gibt eine jahrzehntelange Usance, dass das im Konsens stattfindet! Und Sie verabschieden sich davon!
Sie verhindern in der konkreten Abfolge die Möglichkeiten der Geschäftsordnung! (Abg. Dr. Fekter: Es gibt eine jahrzehntelange Usance, dass das im Konsens stattfindet! Und Sie verabschieden sich davon!) Das ist schon eine vernünftige Usance, dass etwas im Konsens stattfindet!
Abg. Dr. Fekter: Sie verabschieden sich vom Konsens!
Es ist überhaupt keine Rede davon! Was Sie nicht verstehen, ist, dass der Usus des Parlaments nicht so weit gehen kann, dass geschäftsordnungsgemäße Rechte überhaupt nie ausgeübt werden können. Das ist doch logisch! (Abg. Dr. Fekter: Sie verabschieden sich vom Konsens!) – Sie haben ja überhaupt keine Ahnung von den Vorgängen dort! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Neudeck: Also bitte!) Na wirklich wahr!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Neudeck: Also bitte!
Es ist überhaupt keine Rede davon! Was Sie nicht verstehen, ist, dass der Usus des Parlaments nicht so weit gehen kann, dass geschäftsordnungsgemäße Rechte überhaupt nie ausgeübt werden können. Das ist doch logisch! (Abg. Dr. Fekter: Sie verabschieden sich vom Konsens!) – Sie haben ja überhaupt keine Ahnung von den Vorgängen dort! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Neudeck: Also bitte!) Na wirklich wahr!
Abg. Dr. Fekter: Nicht zustande kommt, weil die Opposition nicht unterschreibt! Ist doch genau dasselbe!
schreiben, dann wird das damit blockiert! (Abg. Dr. Fekter: Nicht zustande kommt, weil die Opposition nicht unterschreibt! Ist doch genau dasselbe!) – Hören Sie das Argument zu Ende an! – Dann würde mir ja nur mehr die Möglichkeit bleiben ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Ferdinand Maier.) Das ist deshalb wichtig, weil es um ein paar demokratische Spielregeln geht! Ich weiß schon, dass die ÖVP auf diesem Auge schon blind ist. (Abg. Dr. Fekter: Sie verabschieden sich von diesem Konsens!) – Nein! Jetzt hören Sie endlich zu, bis das Argument fertig ist!
Zwischenruf des Abg. Dr. Ferdinand Maier.
schreiben, dann wird das damit blockiert! (Abg. Dr. Fekter: Nicht zustande kommt, weil die Opposition nicht unterschreibt! Ist doch genau dasselbe!) – Hören Sie das Argument zu Ende an! – Dann würde mir ja nur mehr die Möglichkeit bleiben ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Ferdinand Maier.) Das ist deshalb wichtig, weil es um ein paar demokratische Spielregeln geht! Ich weiß schon, dass die ÖVP auf diesem Auge schon blind ist. (Abg. Dr. Fekter: Sie verabschieden sich von diesem Konsens!) – Nein! Jetzt hören Sie endlich zu, bis das Argument fertig ist!
Abg. Dr. Fekter: Sie verabschieden sich von diesem Konsens!
schreiben, dann wird das damit blockiert! (Abg. Dr. Fekter: Nicht zustande kommt, weil die Opposition nicht unterschreibt! Ist doch genau dasselbe!) – Hören Sie das Argument zu Ende an! – Dann würde mir ja nur mehr die Möglichkeit bleiben ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Ferdinand Maier.) Das ist deshalb wichtig, weil es um ein paar demokratische Spielregeln geht! Ich weiß schon, dass die ÖVP auf diesem Auge schon blind ist. (Abg. Dr. Fekter: Sie verabschieden sich von diesem Konsens!) – Nein! Jetzt hören Sie endlich zu, bis das Argument fertig ist!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Neudeck: Es ist trotzdem nicht wahr!
Ich würde erst den Konsens verlassen, wenn ich selbst einen Ausschuss ohne Präsidialrundlauf einberufen würde, aber in Wahrheit wäre es die letzte Möglichkeit, dass wir überhaupt wieder aktuelle Aussprachen abhalten könnten, weil es ja nicht anders geht, denn Sie verhindern es vorher! – Das ist es immerhin wert, im Protokoll festgehalten zu werden. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Neudeck: Es ist trotzdem nicht wahr!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Wenn Herr Abgeordneter Kräuter hat in seiner Eingangsrede gesagt, der Rechnungshof oder der Rechnungshofausschuss sei nicht der „Wachhund“, sondern der „Schoßhund“ der Regierung!, dann muss doch einer von Ihnen erwarten, dass ich da herausgehe und Herrn Abgeordnetem Kräuter sage: Der Rechnungshof ist kein Schoßhund der Regierung! Er macht nicht das, was die Regierung sagt, sondern er hat einen Auftrag, und er prüft gut! (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.)
Abg. Dr. Kräuter: So ein Blödsinn!
Auf der einen Seite loben Sie ihn, auf der anderen Seite wissen Sie aber nicht, was Sie mit dem Lob anfangen sollen und müssen ihn gleich wieder kritisieren. – Das ist Ihr Problem! (Abg. Dr. Kräuter: So ein Blödsinn!) – Klar ist das ein Problem von Ihnen: dass Sie nicht einfach positiv kritisch sind oder jetzt kritisch mit einem Zugang, sondern Sie kritisieren einfach! Und das, was Ihnen am liebsten ist, wenn Ihnen keine Antwort mehr einfällt, ist eine Geschäftsordnungsdebatte, die brauchen wir auch noch, weil die Geschäftsordnung immer dafür herhalten muss, um der Regierung zu erklären, wie undemokratisch sie sei. (Abg. Dr. Puswald: Das stimmt ja!) – Und das stimmt eben nicht!
Abg. Dr. Puswald: Das stimmt ja!
Auf der einen Seite loben Sie ihn, auf der anderen Seite wissen Sie aber nicht, was Sie mit dem Lob anfangen sollen und müssen ihn gleich wieder kritisieren. – Das ist Ihr Problem! (Abg. Dr. Kräuter: So ein Blödsinn!) – Klar ist das ein Problem von Ihnen: dass Sie nicht einfach positiv kritisch sind oder jetzt kritisch mit einem Zugang, sondern Sie kritisieren einfach! Und das, was Ihnen am liebsten ist, wenn Ihnen keine Antwort mehr einfällt, ist eine Geschäftsordnungsdebatte, die brauchen wir auch noch, weil die Geschäftsordnung immer dafür herhalten muss, um der Regierung zu erklären, wie undemokratisch sie sei. (Abg. Dr. Puswald: Das stimmt ja!) – Und das stimmt eben nicht!
Abg. Mag. Gaßner: Jeder einzeln!
Was tut dann die Sozialdemokratie, wo sie den Rechnungshofausschuss doch so liebt, wo sie kritisieren kann? – Gesammelt verlässt sie den Raum. (Abg. Mag. Gaßner: Jeder einzeln!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
keiner mehr da!) Genau! Man sieht also, wie groß das Interesse der Sozialdemokratie ist. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) – Nein, nein! Ihr seid ja diejenigen, die kontrollieren oder kritisieren wollen! Aber da macht ihr euch nicht einmal die Mühe, weil keine Fernsehübertragung mehr ist!
Weitere Zwischenrufe.
Und Sie haben dann die Mühe gehabt und haben abgezählt: Sind wir ja genug? Sind wir ja genug? (Weitere Zwischenrufe.) – Ja klar! Klar! Aber wie mühevoll ist es, wenn Abgeordnete, die eine Pflicht hätten, im Ausschuss zu sitzen und ihre Arbeit zu machen, nur deshalb, weil sie nicht den ÖBB-General Martin Huber vorladen haben können, den Raum verlassen! – Ja wo sind wir denn? Wir haben da ja keine Diktatur! (Abg. Gradwohl: Manchmal hat man als Oppositionsabgeordneter den Eindruck!)
Abg. Gradwohl: Manchmal hat man als Oppositionsabgeordneter den Eindruck!
Und Sie haben dann die Mühe gehabt und haben abgezählt: Sind wir ja genug? Sind wir ja genug? (Weitere Zwischenrufe.) – Ja klar! Klar! Aber wie mühevoll ist es, wenn Abgeordnete, die eine Pflicht hätten, im Ausschuss zu sitzen und ihre Arbeit zu machen, nur deshalb, weil sie nicht den ÖBB-General Martin Huber vorladen haben können, den Raum verlassen! – Ja wo sind wir denn? Wir haben da ja keine Diktatur! (Abg. Gradwohl: Manchmal hat man als Oppositionsabgeordneter den Eindruck!)
Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
Ob es Opposition oder Regierungspartei ist: Beide haben die Pflicht, für die Bevölkerung zu arbeiten – und nicht den Raum zu verlassen wie beleidigte Kinder, wenn es um etwas geht, was vielleicht jetzt, sage ich einmal, nicht in ihrem Sinn funktioniert. (Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Ja!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Frau Präsidentin! Mein Vorredner hat tatsachenwidrig behauptet, ich hätte gemeint, der Rechnungshof wäre ein Schoßhund der Regierung. – Das entspricht nicht den Tatsachen! (Abg. Mag. Kogler: Ja!)
Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit sowie Zwischenrufe bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Ich habe ausgeführt – nachdem Präsident Khol den Rechnungshof als „Wachhund des Parlaments“ bezeichnet hat –, dass Ihre Politik, Ihr Verhalten und Ihr Umgang mit Rechnungshofberichten diesen Rechnungshof durch Ihre Vorgangsweise zu einem Schoßhund machen. (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit sowie Zwischenrufe bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Neudeck.
Diese Kontrolle erfüllt eine sehr wichtige Funktion für die österreichische Wirtschaft und sorgt für die Einhaltung arbeitsrechtlicher Grundlagen. (Demonstrativer Beifall des Abg. Neudeck.)
Beifall bei der SPÖ und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich danke dem Rechnungshof für seine hervorragende Arbeit. (Beifall bei der SPÖ und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
hier auch den Beamten der KIAB und der schnellen Eingreiftruppe zu danken, dass sie ihre nicht leichte Arbeit so hervorragend erledigen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
Gleichzeitig danke ich auch dem Rechnungshof dafür, wenn Mängel aufgezeigt und diese rasch beseitigt werden. Dann ist das ein System zu beiderseitigem Nutzen. – Danke, Herr Präsident Dr. Moser! (Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Mag. Regler: Road-Pricing!
Werte Damen und Herren, das ist Auftrag des Rechnungshofes an uns, endlich die Kostenwahrheit auf der Straße herzustellen, denn auf der Schiene muss ständig das Schieneninfrastrukturbenützungsentgelt gezahlt werden – auf den Bundes- und Landesstraßen hingegen fährt der LKW kostenlos, ist nicht bemautet. (Abg. Mag. Regler: Road-Pricing!) Wir fordern endlich eine LKW-Maut auch auf Bundes- und Landesstraßen im Sinne der Feststellung des Rechnungshofes. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Werte Damen und Herren, das ist Auftrag des Rechnungshofes an uns, endlich die Kostenwahrheit auf der Straße herzustellen, denn auf der Schiene muss ständig das Schieneninfrastrukturbenützungsentgelt gezahlt werden – auf den Bundes- und Landesstraßen hingegen fährt der LKW kostenlos, ist nicht bemautet. (Abg. Mag. Regler: Road-Pricing!) Wir fordern endlich eine LKW-Maut auch auf Bundes- und Landesstraßen im Sinne der Feststellung des Rechnungshofes. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Deine Wiese ist nicht so groß!
Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Staatssekretär! Wenn man als später hier Redner herauskommt, dann hat man ein Problem: Frau Kollegin Schönpass hat mir meine ganze „Wiese“ abgegrast. Ich wollte mich eigentlich auch auf die schnelle Eingreiftruppe da irgendwie ... (Abg. Mag. Gaßner: Deine Wiese ist nicht so groß!) – Da hast du eine Ahnung! Ich habe große Wiesen! Aber sie sind nicht so sauer wie eure, das muss ich auch dazu sagen. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Staatssekretär! Wenn man als später hier Redner herauskommt, dann hat man ein Problem: Frau Kollegin Schönpass hat mir meine ganze „Wiese“ abgegrast. Ich wollte mich eigentlich auch auf die schnelle Eingreiftruppe da irgendwie ... (Abg. Mag. Gaßner: Deine Wiese ist nicht so groß!) – Da hast du eine Ahnung! Ich habe große Wiesen! Aber sie sind nicht so sauer wie eure, das muss ich auch dazu sagen. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: Redezeit hat sie nicht weggenommen!
Frau Kollegin Schönpass, Sie haben mir wirklich viel von der Redezeit weggenommen. Ich möchte nur dazu sagen, wir haben ... (Abg. Gradwohl: Redezeit hat sie nicht weggenommen!) – Des Inhalts, und jetzt muss ich sie füllen. Und wenn ihr keine Zwischen-
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ, der ÖVP sowie des Abg. Gradwohl. – Abg. Dr. Fekter: Danke! Bravo!
Da mir jetzt noch ein bissel Zeit übrigbleibt und Sie mein Thema sehr abgegrast haben und es auch um die ÖBB geht: Frau Kollegin Fekter hat gemeint, dass es eine Landesausstellung in Oberösterreich mit dem Titel „Kohle und Dampf“ gibt, die mit den ÖBB und mit Eisenbahn zu tun hat. Daher passt es natürlich auch zu diesem Bericht des Rechnungshofes. Kollegin Schönpass, die in Ampflwang Bürgermeisterin ist, beheimatet sozusagen diese Landesausstellung. Kollegin Fekter hat gesagt, das sei eine sehr gute Ausstellung. Ich darf also alle Kolleginnen und Kollegen, alle, die vielleicht dann auch das Protokoll nachlesen, zur Frau Kollegin Schönpass nach Ampflwang zu dieser Ausstellung einladen. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ, der ÖVP sowie des Abg. Gradwohl. – Abg. Dr. Fekter: Danke! Bravo!)
Abg. Dr. Fekter: Nein, die ist hervorragend!
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hoffentlich schadet es der oberösterreichischen Landesausstellung nicht, wenn ein Wiener einlädt! (Abg. Dr. Fekter: Nein, die ist hervorragend!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Fekter.
Ich darf Sie noch korrigieren, Herr Kollege Neudeck: Es ist nicht nur Eisenbahn, es ist Kohle, Kohlebergbau und Geschichte der Arbeitnehmer in diesem Revier zu sehen. Und daher möchte ich diese Einladung unterstreichen. Es ist eine ausgezeichnete Ausstellung. Bitte, kommen Sie dorthin! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Fekter.)
Staatssekretär Dr. Finz: Erster Platz!
Herr Staatssekretär Finz, Sie behaupten, wir in Österreich wären Europameister im e-Government. (Staatssekretär Dr. Finz: Erster Platz!) – Ja, erster Platz, aber da sind wir
Beifall bei der SPÖ.
Und bedeutend sind diese Einrichtungen, Herr Staatssekretär, meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn man nämlich bedenkt, dass 6,3 Milliarden € an Außenständen in Österreich existieren – Geld, das den öffentlichen Haushalten fehlt. Sie aber gehen mit jenen Einrichtungen, die dazu da wären, dieses Geld einzutreiben, ganz locker und lässig um! – Davon redet niemand, aber ich höre schon wieder: BAWAG! BAWAG! BAWAG! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Eines versichere ich: Wir nehmen die Kritik des Rechnungshofes ernst und werden sie selbstverständlich jetzt bei der Neuorganisation in der Abgabenverwaltung voll berücksichtigen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Ja gar nicht!
Ich stelle Ihnen eine Frage und nenne Ihnen drei Antwortmöglichkeiten: Wie beantwortet ein SPÖ-Landeshauptmann eine Dringliche Anfrage in einem Landtag? – Möglichkeit 1: kompetent, Möglichkeit 2: inkompetent, Möglichkeit 3: gar nicht. (Abg. Dr. Fekter: Ja gar nicht!) – Gar nicht. – Das würde man nicht glauben, aber so geschehen durch Landeshauptmann Voves am gleichen Tag, als wir im Rechnungshofausschuss auch die ÖBB-Frage Teilbetrieb Güterbeförderung besprochen haben. (Abg. Grillitsch: Das ist Machtrausch!)
Abg. Grillitsch: Das ist Machtrausch!
Ich stelle Ihnen eine Frage und nenne Ihnen drei Antwortmöglichkeiten: Wie beantwortet ein SPÖ-Landeshauptmann eine Dringliche Anfrage in einem Landtag? – Möglichkeit 1: kompetent, Möglichkeit 2: inkompetent, Möglichkeit 3: gar nicht. (Abg. Dr. Fekter: Ja gar nicht!) – Gar nicht. – Das würde man nicht glauben, aber so geschehen durch Landeshauptmann Voves am gleichen Tag, als wir im Rechnungshofausschuss auch die ÖBB-Frage Teilbetrieb Güterbeförderung besprochen haben. (Abg. Grillitsch: Das ist Machtrausch!)
Ruf bei der ÖVP: Gar nicht!
Jetzt kommt die schwierigere Frage – das war nur die Aufwärmfrage –: Wie arbeitet eine SPÖ-Fraktion im Rechnungshofausschuss, wenn es um ein Thema geht, das sie vorgeblich zu interessieren scheint: kompetent, inkompetent oder gar nicht? (Ruf bei der ÖVP: Gar nicht!) – Gar nicht. Sie haben schon wieder Recht, zweimal gewonnen! Sie können sich dann den Preis abholen.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Herzlichen Dank, aber trotzdem bitte ein bisschen mehr Verantwortungsgefühl. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Ich möchte nur ganz kurz, damit ich Sie nicht zu lange aufhalte, den Güterverkehr erwähnen, der auch ein Bestandteil dieses Berichtes ist. Der Rechnungshof hat betreffend das Logistik-Center Linz aufgezeigt, welche Probleme es gibt, wie schlecht die Planung war, dass dieses Projekt ursprünglich wirklich, wie Gutachter festgehalten haben, ins Blaue gebaut wurde – mit der Konsequenz, dass, wie auch der Vorstand der ÖBB erwähnt hat, proaktiv agiert wurde, dass ein Verfahren durchgeführt wurde und dass die Empfehlung des Rechnungshofes, Schadenersatz zu verlangen, nämlich Schadenersatz vom Generalunternehmer, doch zu einem positiven Ergebnis geführt hat. Auch in diesem Fall hat der Rechnungshof bewirkt, dass Millionenbeträge eingespart werden konnten. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ, der ÖVP und der SPÖ.
Ich möchte mich auch noch einmal bei den Mitarbeitern persönlich bedanken, die wirklich Motivation gezeigt haben. Sie haben den Rechnungshof weiter entwickelt und sind mitgegangen. Ich glaube, ihre Arbeitsleistung kann sich sehen lassen. Recht herzlichen Dank! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ, der ÖVP und der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Kennzahlen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die guten Kennzahlen unterstreichen die gute Arbeit der Beamtenschaft der KIAB und der Finanzprüfung. (Abg. Öllinger: Kennzahlen!) Gewisse Startprobleme wurden und werden noch beseitigt. Wir haben einen Beschäftigungsrekord – Herr Kollege Öllinger, auch wenn Ihnen das nicht immer gefällt –, und für heuer erwarten wir ein Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die guten Kennzahlen unterstreichen die gute Arbeit der Beamtenschaft der KIAB und der Finanzprüfung. (Abg. Öllinger: Kennzahlen!) Gewisse Startprobleme wurden und werden noch beseitigt. Wir haben einen Beschäftigungsrekord – Herr Kollege Öllinger, auch wenn Ihnen das nicht immer gefällt –, und für heuer erwarten wir ein Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die empfohlenen und auch bereits umgesetzten Verbesserungsvorschläge, für die ich mich auch beim Rechnungshof sehr bedanken möchte, ermöglichen auch in Zukunft eine erfolgreiche Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik in Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
Wir brauchen mehr Transparenz bei den Unternehmen selbst, denn immer mehr Scheinfirmen sind einfach nicht zu greifen. Ich meine, da müssen wirklich alle Behörden zusammenarbeiten, denn sonst wird es für den Finanzminister und seine Prüfer ein äußerst schwieriges Unterfangen werden. (Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen.
Ich möchte mir daher in den drei Minuten Redezeit keine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Materie erlauben, und ich bedauere als Obmann im Namen aller vier Fraktionen – meine Damen und Herren, das richtet sich an die Präsidiale! –, dass dieses so wichtige Thema an einem Abend und bei einer derart kurzen Redezeit auf die Tagesordnung gesetzt wird. Wir haben wesentlich weniger wichtige Themen gestern zu einer hervorragenden Tageszeit behandelt, und dieses wichtige Thema wird jetzt in ein paar Minuten abgehandelt. Ich bringe hier wirklich den Protest des Finanzausschusses, aller vier Fraktionen zum Ausdruck, meine Damen und Herren! (Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte mich auch bedanken bei den Damen und Herren des Ressorts, die wir natürlich auch immer wieder beiziehen mussten, weil die Komplexität und die Schwierigkeit der Materie es einfach erforderlich machten, da im ständigen Kontakt mit dem Praktiker zu sein. Ich möchte mich ganz besonders bedanken bei Herbert Pichler, der auf der Galerie sitzt, ohne dessen Know-how, ohne dessen Zähigkeit, ohne dessen Engagement wir – das sage ich ganz offen – im Parlament eigentlich ziemlich verloren gewesen wären. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Immer dann, wenn es brenzlig war, haben wir gesagt: Herbert Pichler, wie siehst du das? Gib uns einen Rat! – Herbert, herzlichen Dank! Er war von allen Fraktionen anerkannt, ein ehrlicher, treuer Makler zwischen den einzelnen Fraktionen, und er hat uns hier wirklich bestens beraten.
Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen.
In diesem Sinne ein Danke an alle, die hier mitgeholfen haben. (Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen.)
Rufe bei der ÖVP: Ach so?
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Ich schließe beim Kollegen Stummvoll an. Heute bekommt er einmal ein Kompliment von mir. (Rufe bei der ÖVP: Ach so?) Es betrifft aber eine ganz andere und auch sehr wichtige Phase, die noch unbeleuchtet ist. Die entscheidenden Weichenstellungen sind nicht hier, sondern auf der europäischen Ebene gefallen. Und natürlich ist das Entstehen einer solchen Richtlinie etwas, bei dem sehr unterschiedliche Interessen aufeinander treffen.
Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen.
In diesem Sinne, mit diesen beiden Entschließungsanträgen, durchaus – offen zugegeben – auch deshalb, weil keine Neuerungen beim Glücksspiel kommen, freue ich mich, dass wir eine einstimmige Fassung zustande gebracht haben, und ich bedanke mich bei allen Mitwirkenden, insbesondere beim Kollegen Stummvoll, der es auch in der eigenen Fraktion nicht immer leicht gehabt hat. Wieso tut er sich dann das an mit der Opposition? – Ich glaube, die Sache ist es wert. Wir haben viel weitergebracht. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen.)
Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen.
Das hat uns auch beruhigt in unserer Sicht, was Basel II betrifft. Daher sind wir auch guten Mutes, dass es für die österreichische Kreditwirtschaft einerseits wie auch für die Kreditnehmer andererseits eine dienliche Grundlage für ein Miteinander sein kann. Und ich glaube, dass sehr, sehr viele Bedenken ausgeräumt werden konnten, in letzter Sekunde sozusagen. Das ist natürlich auch der konstruktiven Mitwirkung aller politischen Parteien zu verdanken. Verlierer gibt es in diesem Fall keine, würde ich sagen. Wir haben das Beste für den Wirtschaftsstandort Österreich herausgeholt, und das ist gut und richtig so. (Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen.)
Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen.
Ich möchte noch einmal den Status einer unabhängigen Behörde – zumindest aus meiner Sicht – explizieren, weil das Einräumen von Möglichkeiten für eine auch möglichst unabhängige Behörde im Sinne einer Verordnungsermächtigung noch nicht bedeutet, dass eine Unabhängigkeit eingeschränkt werden würde, wenn man die Verordnungsermächtigung zurücknimmt oder die Verordnungswege so bindet, dass der Nationalrat, in welcher Form auch immer, eingebunden ist. Nach meinem Verständnis – und so hatten wir das im Übrigen vor Jahren auch gemeinsam verhandelt – hat sich die Unabhängigkeit der Behörde vor allem daran zu messen, wie sie operativ ihrem Prüfgeschäft nachgeht, und nicht daran, welche Verordnungen sie erlässt und damit eigentlich normsetzend zu wirken beginnt. Da können wir ja gleich die Gesetzgebung privatisieren, wenn wir diesen Gedanken zu Ende denken – aber das war jetzt ein sehr weiter Griff. (Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir werben natürlich um Zustimmung, aber ich weiß nicht, ob Sie sich heute anders verhalten werden als das letzte Mal. – Im Übrigen wird es anlässlich der Untersuchungsausschuss-Debatte noch Gelegenheit geben, über das österreichische Bankprüfwesen Statements abzugeben, denn sonst verbrauche ich endgültig die Redezeit der Fraktion. (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit.
Damit hatte er wirklich Recht, meine sehr verehrten Damen und Herren, denn manche Erfinder dieser Regulierungswut, behaupte ich, haben offensichtlich schon lange keinen lebenden Kunden mehr gesehen. (Heiterkeit.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Meine Damen und Herren, es sind dies Entschließungsanträge aller vier Fraktionen. Sie sind durchaus ausgewogen und wurden lange diskutiert. Es wurde bereits ausgeführt: Es ist hier wirklich gemeinsam etwas gelungen, wovon – so hoffe ich – die Kreditwirtschaft und die Kunden auch etwas haben. Das sollte letztlich das Wichtigste sein, und nicht nur die Bürokratie alleine. Die Bestimmungen sind zwar wichtig, wichtig ist aber auch, wie sie gelebt werden. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Abg. Neudeck: Die hätten wir auch gerne!
Die Komplexität hat mir René Alfons Haiden geschildert, als er mir ein Glossar überreicht hat mit Fachausdrücken – 38 Seiten Fachausdrücke! –, damit man diesen Ansatz überhaupt verstehen kann. Hochkomplizierte Wörter auf 38 Seiten, um das Ganze einmal begreifen zu können! (Abg. Neudeck: Die hätten wir auch gerne!) – Die gibt es.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ein Punkt, den Kollege Kogler vor mir angeführt hat, ist auch die Frage der erhöhten Bankenaufsicht, die notwendig ist. Wir sind ja auch sehr stark für eine externe Rotation eingetreten, gerade auch im Hinblick auf die letzten Ergebnisse der Wirtschaftsprüfer, der Bankenprüfer, um da eine zusätzliche Sicherheit hineinzubringen. Ich glaube, man geht jetzt einmal diesen Weg – man soll ihn auch gehen –, aber es wird sicherlich noch sehr viel Anpassung in der Zukunft notwendig sein. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Die Arbeit wird uns jedenfalls nicht ausgehen. Ich hoffe, auch die werden wir wieder gemeinsam leisten und zu einem erfolgreichen Ergebnis führen können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Neudeck: Das hat er nicht gesagt!
Abschließend noch ein Wort zum Kollegen Schöls, der gerade nicht im Saal ist, zur vorhergehenden Debatte. Er hat hier in Richtung des Kollegen Staribacher und in meine Richtung gemeint – so auf die Art –, es wäre etwas Ehrenrühriges, im Finanzministerium Kabinettschef gewesen zu sein. (Abg. Neudeck: Das hat er nicht gesagt!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Nicht einmal das!
Ich glaube, es ist mitnichten ehrenrührig, Kabinettschef bei irgendeinem Finanzminister zu sein, egal bei welchen, aber – damit komme ich jetzt zum Punkt und möchte mit Schöls’ eigenen Worten sprechen – „stümperhaft“ recherchiert: Ich war leider nie Kabinettschef. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Nicht einmal das!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Die FMA hat noch eine Blitzumfrage in allen europäischen Ländern durchgeführt. Die Bagatellschwelle ist in vielen Ländern niedriger als 100 €; Deutschland hat diese 100 €. Aber um auch hier Entgegenkommen zu zeigen, hat mir heute die FMA mitgeteilt, dass sie diesen Betrag auf 250 € festsetzen wird. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
In diesem Sinn danke für den Kompromiss und für diese Möglichkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wer verliert schon gerne einen Auftrag? – Niemand! Daher ist man vielleicht milder als notwendig. Ich weiß schon, dass das auch bezahlt werden muss, dennoch meine ich, dass der Antrag auf Rotation der Prüfer richtig ist. Er wird deswegen auch von der sozialdemokratischen Fraktion unterstützt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne möchte ich sagen, es war eine gute Arbeit der österreichischen Parlamentarier zu diesem Projekt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Trotzdem meine ich, dass der vorliegende Gesetzentwurf in diesem Punkt ein erster richtiger Schritt in die richtige Richtung ist. Wir werden daher dieser Vorlage unsere Zustimmung geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Er ist deswegen gekommen!
Abschließend danke ich noch einmal allen. – Kollege Kogler ist jetzt auch wieder da: Bei Ihnen habe ich mich auch bedankt, weil Sie bei dieser intensiven Arbeit auch sehr produktiv dabei waren. (Abg. Mag. Gaßner: Er ist deswegen gekommen!) – Er ist deswegen gekommen, wahrscheinlich. – Vielen Dank, und ich freue mich auf die gemeinsame Abstimmung. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend danke ich noch einmal allen. – Kollege Kogler ist jetzt auch wieder da: Bei Ihnen habe ich mich auch bedankt, weil Sie bei dieser intensiven Arbeit auch sehr produktiv dabei waren. (Abg. Mag. Gaßner: Er ist deswegen gekommen!) – Er ist deswegen gekommen, wahrscheinlich. – Vielen Dank, und ich freue mich auf die gemeinsame Abstimmung. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Was früher unter sozialdemokratischen Finanzministern oft einmal verabsäumt wurde, ist unter Karl-Heinz Grasser mit dem UFS realisiert worden, und diesen erfolgreichen Weg wollen wir zugunsten der Bürgerinnen und Bürger dieses Land weitergehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wesentlich in dieser Novelle ist auch die Änderung des Normverbrauchsabgabegesetzes. Ein EuGH-Urteil zwingt die Finanz, dass die Normverbrauchsabgabe zum Beispiel für ein Fahrzeug, das von Österreich ins Ausland transportiert wird, zurückgezahlt wird. Das kostet den Bund 20 Millionen € jährlich, und das wird jetzt folgendermaßen aufgeteilt: 14,6 Millionen € Bund, 3,1 Millionen € Länder und 2,3 Millionen € Gemeinden. Wir werden sehen, wie die Gemeinden diese Kürzung verkraften werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Wir sind auch sehr glücklich darüber, dass dieses Organ, diese Institution eine so effiziente Marktausrichtung erfährt, und stimmen diesem Gesetz sehr gerne zu. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall und Bravorufe bei den Grünen sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Endlich einmal eine 1-Minuten-Rede. (Beifall und Bravorufe bei den Grünen sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist erfreulich, dass wir hier auch wieder einer Meinung sind. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Die Abgeordneten Glaser und Steibl: Glaser! Glaser! – Der am Präsidium sitzende Beamte der Parlamentsdirektion: Franz Glaser ist der Erste!
Erster Debattenredner ist Herr Abgeordneter Mag. Maier. (Die Abgeordneten Glaser und Steibl: Glaser! Glaser! – Der am Präsidium sitzende Beamte der Parlamentsdirektion: Franz Glaser ist der Erste!) – Hier steht „Maier“ – ich kann Ihnen nicht helfen! Dann geben Sie mir die richtige Datei!
Abg. Mag. Johann Maier: Bitte!
Also wenn Sie, Herr Abgeordneter Mag. Maier, Abstand nehmen, dann ist Herr Abgeordneter Glaser am Wort. (Abg. Mag. Johann Maier: Bitte!) – Schauen Sie, wie vornehm! (Abg. Schieder – in Richtung des Abg. Mag. Johann Maier –: Du kannst nicht „Abstand nehmen“, ... Rednerliste! – Abg. Steibl: Eigentlich ist es der Glaser!)
Abg. Schieder – in Richtung des Abg. Mag. Johann Maier –: Du kannst nicht „Abstand nehmen“, ... Rednerliste! – Abg. Steibl: Eigentlich ist es der Glaser!
Also wenn Sie, Herr Abgeordneter Mag. Maier, Abstand nehmen, dann ist Herr Abgeordneter Glaser am Wort. (Abg. Mag. Johann Maier: Bitte!) – Schauen Sie, wie vornehm! (Abg. Schieder – in Richtung des Abg. Mag. Johann Maier –: Du kannst nicht „Abstand nehmen“, ... Rednerliste! – Abg. Steibl: Eigentlich ist es der Glaser!)
Weitere Zwischenrufe.
Ich habe hier einen Bildschirm – und gestatten Sie vielmals, dass ich nach diesem Bildschirm vorgehe, und seien Sie nicht ungeduldig mit mir! (Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Glaser: Jawohl!
(Abg. Glaser: Jawohl!) – Bitte, Herr Abgeordneter Mag. Maier. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
(Abg. Glaser: Jawohl!) – Bitte, Herr Abgeordneter Mag. Maier. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Steibl: Ah geh, Karibik? BAWAG, Elsner, Flöttl?
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Im Wettbereich haben wir kein Problem. Ein Problem haben wir im Internet-Bereich, was Glücksspielangebote betrifft – Online-Angebote beispielsweise aus der Karibik (Abg. Steibl: Ah geh, Karibik? BAWAG, Elsner, Flöttl?), von diversen Inseln, zu denen es Warnungen von europäischen Verbraucherorganisationen gegeben hat. – Das ist also das Hauptproblem.
Beifall bei der SPÖ.
höhten Anteil von Spielsüchtigen in diesem Land führt. Daher bekennen wir uns zur Monopol-Regelung in Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Das war auch ein Glück: Das war ein Glück für das Burgenland!
Abgeordneter Franz Glaser (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Zwischen dem Produktpirateriegesetz oder dem Glücksspielgesetz und der Jubiläumsgabe für das Burgenland besteht vielleicht nicht unbedingt ein Zusammenhang. (Abg. Dr. Mitterlehner: Das war auch ein Glück: Das war ein Glück für das Burgenland!) Erlauben Sie mir trotzdem, dass ich zur Jubiläumsgabe für das Burgenland spreche.
Beifall bei der ÖVP.
Wir werden auch für die Phasing-out-Periode noch einmal 158 Millionen € bekommen, nicht zuletzt auf Grund eines Verhandlungserfolges unseres Bundeskanzlers Wolfgang Schüssel – und auch dafür möchte ich mich bei der Bundesregierung und beim Bundeskanzler sehr herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Mitterlehner: Gerne!
Danke noch einmal für das Geburtstagsgeschenk, das Sie uns heute machen werden! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Mitterlehner: Gerne!)
Beifall der Abg. Dr. Partik-Pablé
Deshalb wäre ich ja fast geneigt zu sagen, dass wir das Glücksspielgesetz im Justizausschuss besprechen und verhandeln sollten (Beifall der Abg. Dr. Partik-Pablé), weil es sich dabei um eine Gesetzesmaterie handelt, die sozusagen nicht von den Gehirnen der Finanz- und Steuerexperten entschieden werden sollte, weil dieses Gesetz Auswirkungen im echten Leben der Kriminalität, auch des Gesundheitswesen et cetera zeigt, wo wir – unter Umständen – nicht die nötige Sensibilität und das entsprechende Empfinden an den Tag legen. (Abg. Neudeck: Ich bin sehr sensibel ...!)
Abg. Neudeck: Ich bin sehr sensibel ...!
Deshalb wäre ich ja fast geneigt zu sagen, dass wir das Glücksspielgesetz im Justizausschuss besprechen und verhandeln sollten (Beifall der Abg. Dr. Partik-Pablé), weil es sich dabei um eine Gesetzesmaterie handelt, die sozusagen nicht von den Gehirnen der Finanz- und Steuerexperten entschieden werden sollte, weil dieses Gesetz Auswirkungen im echten Leben der Kriminalität, auch des Gesundheitswesen et cetera zeigt, wo wir – unter Umständen – nicht die nötige Sensibilität und das entsprechende Empfinden an den Tag legen. (Abg. Neudeck: Ich bin sehr sensibel ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Was jetzt die Jubiläumsspende für das Burgenland betrifft, so finde ich das sehr positiv. Ich gratuliere auch dem Burgenland zum 85-jährigen Bestehen: Herzlich willkommen in Österreich sozusagen! Ich finde es sehr sinnvoll, dass 2 Millionen € für wertvolle Projekte im Bereich des Sozialen, der Wirtschaft und der Beschäftigung zur Verfügung stehen. Ich weiß das aus der Sicht des Landes Kärnten, weil dort mit derartigen Mitteln Projekte unterstützt werden, für die aus dem ordentlichen Haushalt kaum Mittel zur Verfügung stehen. Ich glaube, dass diese Mittel gut angelegt sind, und das Burgenland wird diese Projekte auch bestens umzusetzen wissen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Eine kurze Rede ...!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Drei Vorlagen: Ja zur Unterstützung für das Burgenland, ja zum Produktpirateriegesetz-Antrag. Und was die Angelegenheit Glücksspiel betrifft, so lassen Sie mich denn doch ein paar Worte sagen, und zwar weniger wegen dem, was hier vorliegt, denn das ist ja ein Mini-... (Ruf bei der ÖVP: Eine kurze Rede ...!) – Nun, die letzte war auch nur eine Minute, also halten Sie mich nicht auf!
Beifall bei den Grünen.
Das sind also die wesentlichsten Argumente. – Und am Schluss habe ich ja den Verdacht – aber das werden wir auch noch herauskriegen –, dass hier noch ganz schnell etwas über die Bühne gebracht werden sollte, was schlicht und ergreifend die Einflusssphären von bestimmten Unternehmen betrifft und von bestimmten Managern dort und von bestimmten Leuten, die dort noch Manager werden sollen – und die möglicherweise, wie schon so vieles in diesem Land, aus dem Kabinett des Finanzministers kommen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Der zweite Punkt ist der, dass ich gerade in den letzten Tagen angesichts der Diskussion über die Kärntner Minderheiten- und Ortstafelfrage vollkommen der Überzeugung bin, dass es ungeheuer wichtig ist, in einer derartigen Situation all das Gemeinsame zu betonen und nicht das Trennende zu stärken. Und ich frage mich wirklich, ob das von allen Seiten, von allen Betroffenen auch im entsprechenden Ausmaß geschehen ist. Es ist ungeheuer sensibel, und ich glaube, wir sollten uns in einer derartigen Situation, wo wir ein Erfolgsmodell haben und auf der anderen Seite vor dem Scheitern einer Lösung stehen, auch überlegen, wie wir das in Zukunft anpacken. – Eine der letzten Gelegenheiten, um einer Minderheit zu ihrem Recht zu verhelfen und gleichzeitig den Frieden im Land zu gewährleisten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie Beifall und Bravoruf des Abg. Mag. Kogler. – Abg. Mag. Kogler: Wahrscheinlich machen sie mit dem auch schon BZÖ-Werbung!
Zur so genannten Trägerrakete des Kollegen Kogler ist zu sagen: Ich rede dem Prinzip Hoffnung, einem neu zusammengesetzten Nationalrat und einer neu zusammengesetzten Bundesregierung das Wort – in der Hoffnung, dass dann die Glücksspielkonzern-Lobbyisten Widerstand finden hier im Hohen Hause und auf den Regierungsbänken. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall und Bravoruf des Abg. Mag. Kogler. – Abg. Mag. Kogler: Wahrscheinlich machen sie mit dem auch schon BZÖ-Werbung!)
Abg. Mag. Trunk: Nicht täuschen!
Es tut mir wirklich Leid, liebe Katharina Pfeffer, dass niemand der burgenländischen SPÖ-Abgeordneten zu dieser Jubiläumsgabe gesprochen hat. (Abg. Mag. Trunk: Nicht täuschen!) – Wieso nicht täuschen? Kommt sie jetzt? – Gott sei Dank. Ich habe schon befürchtet, du, Kollegin Pfeffer, sprichst nicht dazu, weil du nicht auf der Liste stehst. (Beifall bei der ÖVP sowie demonstrativer Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie demonstrativer Beifall bei der SPÖ.
Es tut mir wirklich Leid, liebe Katharina Pfeffer, dass niemand der burgenländischen SPÖ-Abgeordneten zu dieser Jubiläumsgabe gesprochen hat. (Abg. Mag. Trunk: Nicht täuschen!) – Wieso nicht täuschen? Kommt sie jetzt? – Gott sei Dank. Ich habe schon befürchtet, du, Kollegin Pfeffer, sprichst nicht dazu, weil du nicht auf der Liste stehst. (Beifall bei der ÖVP sowie demonstrativer Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Dr. Alfred Finz: Herr Präsident! Frau Abgeordnete Trunk hat die Frage an mich gestellt, ob wir den Jubiläumszuschuss an Kärnten überwiesen haben. – Wir haben kurz nach dem Beschluss selbstverständlich überwiesen, wie es vorgesehen ist; wir haben aber noch keine Abrechnung von Kärnten erhalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, das ist wahr!
Die Zeit reicht nicht, ich kann jetzt nicht alles aufzählen. Unsere Menschen, meine Damen und Herren, sind bekannt für ihre Freundlichkeit und Offenherzigkeit. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, das ist wahr!)
Beifall der Abg. Mag. Trunk.
Unsere Volksgruppen haben kein Problem im Umgang miteinander: egal, ob Deutsch, Kroatisch, Ungarisch oder Romani an Muttersprache. (Beifall der Abg. Mag. Trunk.) Wir sind alle Burgenländerinnen und Burgenländer, und wir fühlen uns als solche. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lentsch: Das musst du der Stoisits sagen, Katharina!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lentsch: Das musst du der Stoisits sagen, Katharina!
Unsere Volksgruppen haben kein Problem im Umgang miteinander: egal, ob Deutsch, Kroatisch, Ungarisch oder Romani an Muttersprache. (Beifall der Abg. Mag. Trunk.) Wir sind alle Burgenländerinnen und Burgenländer, und wir fühlen uns als solche. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lentsch: Das musst du der Stoisits sagen, Katharina!)
Beifall bei der SPÖ sowie demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich stehe natürlich nicht an, meine Damen und Herren, mich im Namen meiner Landsleute für die Jubiläumsgabe in der Höhe von 2 Millionen € herzlichst zu bedanken. Dieser Betrag wird sicher im Sinne unserer Bevölkerung und für die Bevölkerung unseres Bundeslandes Burgenland verwendet werden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Heiterkeit der Abg. Lentsch.
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Dass ich so viel lieber Frau Kollegin Pfeffer höre als Frau Kollegin Trunk – ich weiß nicht, woran’s liegt! (Heiterkeit der Abg. Lentsch.) Im Burgenland funktioniert der Fremdenverkehr so gut, weil ihr einen Kärntner Fremdenverkehrsdirektor habt, nämlich den Gerhard Gucher, und ich glaube, er hat die Rede geschrieben. (Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Dass ich so viel lieber Frau Kollegin Pfeffer höre als Frau Kollegin Trunk – ich weiß nicht, woran’s liegt! (Heiterkeit der Abg. Lentsch.) Im Burgenland funktioniert der Fremdenverkehr so gut, weil ihr einen Kärntner Fremdenverkehrsdirektor habt, nämlich den Gerhard Gucher, und ich glaube, er hat die Rede geschrieben. (Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Es wird da einiges aufzuarbeiten sein, und ich hoffe, dass das im Konsens geht, wie es ja auch bei Basel II geschehen ist. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Wollen!
chung der Millenniumsziele damit allein sicherlich noch nicht möglich sein wird, sondern dass es noch zusätzlicher und größerer Anstrengungen bedarf, wobei ich aber schon erinnern möchte, dass sich Österreich dazu bekennt, dass wir den Anteil, den Österreich für die Entwicklungsarbeit zur Verfügung stellt, bis zum Jahr 2010 auf 0,5 Prozent beziehungsweise bis zum Jahr 2015 auf 0,7 Prozent erhöhen wollen. (Abg. Mag. Kogler: Wollen!) – Werden, so hoffe ich! Das werden wir gemeinsam hier beschließen – das ist die Zukunft.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich möchte aber schon auch erwähnen, dass im Jahr 2005 bereits einmal der Wert von 0,5 Prozent überschritten wurde, was allerdings durch ganz spezielle Entschuldungsmaßnahmen für den Irak und Nigeria zustande gekommen ist. Das muss sicherlich nicht als Messlatte genommen werden, sondern es geht darum, dass wir wirklich kontinuierlich und konsequent diesen Wert von 0,5 und 0,7 Prozent anstreben. Nur so wird es möglich sein – und das müssen dann natürlich alle industrialisierten Länder zustande bringen –, dass wir Krankheit und Hunger besiegen, dass wir Gleichberechtigung erreichen und dass wir insgesamt auch für die Bildung entsprechende Mittel zur Verfügung stellen. Jedenfalls glaube ich, dass wir hier einen guten und wichtigen Beitrag leisten. Wir werden uns aber sicherlich in der Zukunft noch zusätzlich anstrengen müssen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Lassen Sie mich noch ein Wort zu den Doppelbesteuerungsabkommen sagen, von deren ja auch einige unter diesen Tagesordnungspunkten mitdiskutiert werden. Wir wünschen uns da eine ähnlich seriöse Diskussion, wie sie schon bei dem Investitionsschutzabkommen begonnen worden ist. Es geht uns politisch darum, zu verhindern, dass Österreich auf fiskalischer Ebene wie auch immer benachteiligt wird und dass es noch zu weiteren negativen, tertiären Effekten kommen könnte. Wir werden auf jeden Fall diesen fünf Vorlagen zustimmen. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Daher unterstützen wir das und sind glücklich darüber, dass die Mittel auch zur Verfügung gestellt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
auf der Regierungsbank Platz nehmen, haben vielleicht gerade noch ein bisschen etwas von dem verbalen Bekenntnis, aber die Handlungen fehlen entweder oder gehen gar in eine andere Richtung. Im Fall der Entwicklungshilfe und der österreichischen Anteile – das hat jetzt schon gar nicht mehr so sehr mit dem Punkt zu tun – sind wir sträflich und schändlich hinten. Vergleichen Sie das mit anderen europäischen Ländern oder überhaupt mit den OECD-Daten! Der Herr Finanzminister – wir erinnern uns an die letzten Regierungsverhandlungen – steht so sehr auf der Bremse, dass es raucht und quietscht, sodass Sie Ihr Ziel schon bald wieder nicht mehr sehen können, weil so viel Nebel entstanden ist. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abschließend: Wir sind jederzeit bereit, über ökologisch vernünftig dimensionierte, gut durchdachte und vor allem mit Chancen ausgestattete Sport-Großprojekte zu diskutieren und sie mitzutragen. In diesem Fall, bei der Olympia-Bewerbung Salzburg 2014, sehen wir das nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
fahren. Ich habe nicht festgestellt, dass du ganz dagegen bist, und ich glaube, als Sportsprecher kannst du ja nicht wirklich gegen Olympische Spiele in Österreich sein. Ich denke, dass man mit Optimismus an so eine Sache herangehen muss und nicht vorher schon jammert, weil irgendein kleines Problem auftaucht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Im Sinne von Olympia, von Salzburg und von Österreich ersuche ich um Unterstützung. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich glaube, Olympia 2014 ist eine große Chance für Salzburg, eine große Chance für Österreich. Daher bekennen wir Sozialdemokraten uns zu dieser Bewerbung und damit auch zu diesem Olympia-Ermächtigungsgesetz. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Brosz: Und über Walter Mayer!
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es wird nicht leicht werden. Nur zu Ihrer Information: Sotschi verfügt über ein Budget von 30 bis 70 Millionen € allein für die Bewerbung! Wir verfügen über 7,1 Millionen € (Abg. Brosz: Und über Walter Mayer!), Pyeongchang offiziell über 25 bis 30 Millionen €.
Beifall bei der SPÖ.
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Salzburg ist ein Sportland, eine Sportstadt. Wir haben heuer im September die Weltmeisterschaften im Radfahren. Ich darf Sie namens meiner Kollegen einladen, von 19. bis 24. September die Weltmeisterschaften im Radfahren in Salzburg zu besuchen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Abgeordneter Markus Fauland (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich kann dieser Grünmalerei einfach nicht beipflichten. Am Beginn einer Bewerbung zu stehen und hier, indem man Negativ-Esprit verspritzt, schon zu behaupten, dass alles verloren ist, das ist für mich der falsche Ansatz, vor allem wenn es um ein Ereignis geht, das sich nicht nur über Salzburg, sondern über ganz Österreich drüberstülpt. Man soll nie vergessen, dass wir in Österreich seit über 30 Jahren keine Olympischen Spiele mehr gehabt haben und dass das eine Chance ist, vor allem eine Chance dafür, das Wintersportland Österreich wieder einmal international darzustellen als das, was es ist, nämlich als eines der besten Länder in diesem Bereich. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Deswegen fordere ich alle auf, die Stellungnahme vielleicht noch einmal zu überdenken, denn eine breite Unterstützung würde auch nach außen hin und international das Signal geben, dass wir wirklich wollen, dass Salzburg aus dieser Bewerbung als Gewinner hervorgeht, und wir sollten nicht schon im Vorfeld mit dem „Ich habe es eh schon gewusst“ die Sache krankreden. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Brosz: Jetzt ist es überhaupt vorbei mit der Bewerbung!
Abgeordneter Mag. Hans Langreiter (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! (Der Redner hält eine Fotographie in die Höhe.) So zielsicher, wie der Herr Bundeskanzler diesen Ball führt, so zielsicher gehen wir in die Olympia-Bewerbung, und so zielsicher nehmen wir auch die Haftungserklärung des Bundes an. (Abg. Brosz: Jetzt ist es überhaupt vorbei mit der Bewerbung!) Dafür bedanken wir uns bei drei Parteien in diesem Hohen Haus.
Abg. Brosz: Das ist aber eine Winterolympiade, falls das nicht ganz ...!
Wir sind keine Sportmuffel, Herr Kollege Brosz, sondern wir gehen ohne Lamentieren, mit Hoffnung und auch mit entsprechender Kraft hinein. (Abg. Brosz: Das ist aber eine Winterolympiade, falls das nicht ganz ...!) Ja, ich sage nur, der Sport regiert, und er wird auch 2014 in Österreich regieren. Wir wissen ja, dass wir vielleicht schon heuer die Olympiade gehabt hätten – bei besten Bedingungen. Wenn wir sie gehabt hätten, dann hätten wir unsere Republik und unser Land vielleicht auch, was die Wertschöpfung betrifft, um einiges weitergebracht.
Abg. Mag. Kogler: Nomen est omen: Schaden!
Ein wenig sehe ich schon auch einen Anachronismus bei den Oppositionsparteien. Wenn man bedenkt, dass wir gegenüber dem IOC dazu verpflichtet sind, entsprechende Sicherheitsmaßnahmen durchzuführen, ist es so, dass wir auch den Luftraum entsprechend sichern müssen. Den Luftraum müssen wir entsprechend sichern, und Kollege Schaden, der Bürgermeister von Salzburg, war der Einzige, der gesagt hat (Abg. Mag. Kogler: Nomen est omen: Schaden!): Ich bin ein Kind des Staatsvertrages, ich stehe zur Neutralität. Wenn es Neutralität heißt, dann heißt es auch Bundesheer. Und Bundesheer kann sich nicht nur am Boden abspielen, sondern es muss sich auch im Luftraum abspielen.
Abg. Mag. Kogler: Wieso können morgen die Rolling Stones spielen, und es sind keine Eurofighter am Himmel? Erklären Sie mir das!
Ein Bekenner übrigens auch zur Luftraumüberwachung – wichtig für unsere Olympiade –, und interessanterweise auch eine Persönlichkeit, die für diese vorderen Plätze hier (der Redner weist in Richtung SPÖ) gehandelt wird! Also ein Politiker, der durchaus auch Mut hat, gemeinsam mit den Bürgermeisterkollegen von Innergebirg im Lande Salzburg, die gemeinsam mit den Seilbahnunternehmungen vorerst 1,5 Millionen € für die Bewerbung aufnehmen. (Abg. Mag. Kogler: Wieso können morgen die Rolling Stones spielen, und es sind keine Eurofighter am Himmel? Erklären Sie mir das!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dieser Schritt ist für uns wichtig, er ist gut für unser Land und vor allen Dingen auch gut für die Republik Österreich. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich würde die Grünen einladen, daran mitzuarbeiten, um diese Projekte vielleicht noch zu verbessern, und zwar auch aus ökologischer Sicht. Und ich würde sagen, wir sollten alle gemeinsam diese Spiele gut vorbereiten, auch aus Umweltsicht, und sollten uns auf umweltfreundliche Spiele 2014 in Salzburg freuen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Es wird meines Erachtens gut daran gearbeitet, vernünftige, nachhaltige Konzepte umzusetzen. Wichtig ist sicherlich die Stimmung in der Bevölkerung. Wenn auf die Abstimmung Bezug genommen wird, die schon stattgefunden hat, ist dazu zu sagen, dass natürlich auch noch Informationsarbeit geleistet werden muss. Diese Befragung der Bevölkerung fand ja zur letzten Olympiade statt. Da hat es offensichtlich nicht so gut funktioniert, aber ich sehe dem sehr positiv entgegen. Wichtig ist also eine positive Grundeinstellung, die man dazu haben sollte. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Zuletzt möchte ich noch auf die wirtschaftlichen Aspekte und auf die positiven Auswirkungen im Bereich des Tourismus hinweisen. Ich bin überzeugt davon, dass man das – da ja auch die Stadt Salzburg, das Land Salzburg und Österreich insgesamt profitieren werden – mit entsprechendem Vorspann und mit entsprechendem Engagement positiv hinüberbringt und zu einem positiven Ergebnis im Zusammenhang mit dieser Bewerbung kommt, wenn man auch den Charme dieser – wie ich meine – sehr schönen Stadt nützt. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Schade im wahrsten Sinne des Wortes: Schaden!
Schade ist nur, dass die Grünen bei dieser Geschichte nicht mitmachen. Schade auch deshalb, weil sie sich letzten Endes auf eine Meinungsumfrage mit nicht einmal 20 Prozent Beteiligung berufen und das für sie letztendlich der ausschlaggebende Grund war, da nicht mitzustimmen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Schade im wahrsten Sinne des Wortes: Schaden!) Vielleicht überdenken Sie das noch. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Gott sei Dank sind es nicht viele!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Gott sei Dank sind es nicht viele!
Schade ist nur, dass die Grünen bei dieser Geschichte nicht mitmachen. Schade auch deshalb, weil sie sich letzten Endes auf eine Meinungsumfrage mit nicht einmal 20 Prozent Beteiligung berufen und das für sie letztendlich der ausschlaggebende Grund war, da nicht mitzustimmen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Schade im wahrsten Sinne des Wortes: Schaden!) Vielleicht überdenken Sie das noch. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Gott sei Dank sind es nicht viele!)
Allgemeiner Beifall.
Ich wünsche mir – und das ist auch der Wunsch von vielen Salzburgerinnen und Salzburgern –, dass der Dialog zwischen allen Parteien wieder auf eine sachliche Ebene zurückfindet und dass der da und dort eingetretene parteiinterne Populismus wieder verschwindet. Ich wünsche mir, dass das langfristig Notwendige kurzfristig umgesetzt wird. Und ich wünsche Ihnen auf alle Fälle von Herzen alles Gute. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
In diesem Sinne hoffen wir, dass die Salzburger nächstes Jahr bei der endgültigen Qualifikation und Ausscheidung erfolgreich sind und wir die Olympiade wieder nach Österreich bringen. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Es geht daher darum, alle Möglichkeiten zu nutzen, dieses Weltsportereignis 2014 nach Salzburg zu bringen und jetzt im Vorfeld alle notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Normalerweise sollte es eine gemeinsame Kraftanstrengung sein. Es tut mir Leid, dass die Grünen da nicht mitgehen können. Wir stehen mit großem Engagement zu diesem wichtigen Großereignis und werden daher dieses Gesetz unterstützen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Neudeck: Was war dir lieber?
Diese 16 Jahre haben mich auf der einen Seite als Regierungsabgeordneten gesehen, und auf der anderen Seite als Oppositionsabgeordneten. Das heißt, ich habe die beiden ... (Abg. Neudeck: Was war dir lieber?) – Das kommt auf den Fall an, Kollege Neudeck. Manchmal habe ich mich als Oppositionsabgeordneter pudelwohl gefühlt, ich kann mich aber auch an Momente erinnern, in denen das Befinden als Regierungsabgeordneter auch sehr angenehm war.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Lipizzanergestüt!
Ich bin stolz darauf, dass meine Fraktion es mir, dem kleinen Arbeiterbuben aus der Obersteiermark, ermöglicht hat, in solche Positionen zu kommen, das Gentechnikgesetz zu verhandeln und an allen möglichen anderen gesetzlichen Bestimmungen mitwirken und mitgestalten zu dürfen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Lipizzanergestüt!) – Auch über die Lipizzaner zu konferieren.
Allgemeiner Beifall.
Geschätzte Damen und Herren! Lassen Sie mich neben dem Dank vielleicht auch einen Wunsch anbringen und aussprechen: Ich denke, die Aufgabe von Abgeordneten in diesem Haus ist es nicht nur, an der Gesetzgebung mitzuwirken und Bestandteil des Klubs zu sein, sondern gleichzeitig auch die Balance zwischen der Tätigkeit im Wahlkreis, den Menschen in den Wahlkreisen und der Gesetzgebung hier herzustellen, und dieser Balanceakt ist meiner Meinung nach durch keine Stricherllisten ausdrückbar. (Allgemeiner Beifall.)
Anhaltender allgemeiner, stehend dargebrachter Beifall.
In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön, Ihnen alles Gute und ein herzliches Glückauf! (Anhaltender allgemeiner, stehend dargebrachter Beifall.)
Allgemeine Heiterkeit.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege Gradwohl! Alle guten Wünsche von uns allen begleiten Sie, aber täuschen Sie sich nicht: Wir werden uns noch oft hier wieder sehen, bevor Sie endgültig in Pension gehen können. (Allgemeine Heiterkeit.) Alles Gute, und die Standing Ovations zeigen Ihnen, man hat Sie geschätzt! (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege Gradwohl! Alle guten Wünsche von uns allen begleiten Sie, aber täuschen Sie sich nicht: Wir werden uns noch oft hier wieder sehen, bevor Sie endgültig in Pension gehen können. (Allgemeine Heiterkeit.) Alles Gute, und die Standing Ovations zeigen Ihnen, man hat Sie geschätzt! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist schade, und das ist der Grund, warum wir nicht zustimmen. Beim Sammelbericht geht es meiner Meinung nach nicht nur darum, diese Petitionen, die heute auf der Tagesordnung stehen, einzeln durchzugehen, sondern am Ende einer Legislaturperiode muss es auch möglich sein, einfach Revue passieren zu lassen, wie der Ausschuss als solcher gearbeitet hat und wie mit diesem Instrument der Bürgerinitiativen umgegangen wurde. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Diese Petition ist ganz wichtig, und ich ersuche jene, die im Außenpolitischen Ausschuss sitzen, diese Petition nicht einfach vom Tisch zu wischen, sondern wirklich zu behandeln, denn es geht um sehr viel. Es geht um Menschenrechte für alle, auch in den Entwicklungsländern. Ich glaube, Österreich hat da auch einen Auftrag, sich darum zu kümmern, dass diese endlich eingehalten werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das darf nicht sein, und ich verspreche Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren – Sie können sich darauf vorbereiten –: Das Thema Gleichstellung von Menschen, die schwerhörig oder gehörlos sind, ist eines meiner großen Ziele in der nächsten Legislaturperiode. Ich kündige es Ihnen schon an, damit Sie dann nicht überrascht sind und jetzt schon wissen, wo der Zug langgeht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Dafür möchte ich ihm ganz persönlich danke sagen. Er hat mich wirklich jahrelang sehr intensiv unterstützt. Ihm war es wahrscheinlich nicht so bewusst, aber für mich war es eine ganz große Hilfe, und dafür möchte ich noch einmal ganz persönlich danke sagen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Außerdem hat nicht jeder das Glück, einen so netten Nachbarn zu haben, wie ich ihn in Herrn Gradwohl gehabt habe. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Dr. Pirklhuber.
Mit solchen Aussagen, geschätzter Herr Kollege Pirklhuber, verunsichern Sie nur die Menschen in Österreich – und ich glaube, das kann doch nicht Sinn der Sache sein. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Dr. Pirklhuber.) Da wird doch etwas nur der Kritik willen kritisiert.
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Wir alle hier sollten doch das Ziel haben, Anliegen der Bürgerinnen und Bürger möglichst gut und gerecht zu vertreten, und deshalb ersuche ich um Zustimmung zu diesem vorliegenden Sammelbericht. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Freund.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Kollege Freund hat soeben eine geradezu unglaubliche Vorstellung gegeben. (Zwischenruf des Abg. Freund.) – Auf dieses Thema komme ich dann noch zu sprechen, Kollege Freund.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Bürgerinitiativen aufzuwerten. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Rossmann: Auch meine Gemeinde ist eine Klimaschutzgemeinde!
Da Herr Kollege Freund hier das Thema Ökostrom angeschnitten hat: Faktum ist, dass es gerade bei den drei Gemeinden, die eine Petition eingereicht haben, es sich um Petitionen handelt, die von allen Fraktionen getragen wurden. Ich gebe schon zu, dass in allen Gemeinden starke grüne Listen beziehungsweise Bürgerlisten vertreten sind. In Bad Zell ist das so mit der Bürgerliste; in Thal bei Graz ist es eine grüne Gemeindeliste; in Gallneunkirchen eine starke grüne Gemeindeliste. Gemeinsam mit den anderen Fraktionen sind diese Gemeinden Klimabündnisgemeinden, Gemeinden, die erneuerbare Energieträger zu forcieren trachten. (Abg. Rossmann: Auch meine Gemeinde ist eine Klimaschutzgemeinde!)
Abg. Freund: Das stimmt doch nicht!
Da, meine Damen und Herren – das sage ich jetzt in Richtung SPÖ –, ist es schon sehr tragisch, dass Sie von der SPÖ dem Ökostromgesetz 2006 Ihre Zustimmung gegeben haben. Hermann Scheer, ein SPD-Abgeordneter und einer der Wegbereiter in Bezug auf erneuerbare Energieträger in Deutschland, bezeichnete es als besonders unverständlich, dass man in einer Art Zwei-Drittel-Festschreibung auf Jahre hinaus Ökostrom benachteiligt und deckelt. (Abg. Freund: Das stimmt doch nicht!)
Abg. Freund: Zusätzlich!
Herr Kollege Freund, die 17 Millionen € jährlich, die Sie angesprochen haben ... (Abg. Freund: Zusätzlich!) – Ja, natürlich, aber vergleichen Sie doch den Investitionsanteil mit Deutschland! In Deutschland erfolgen diesbezüglich jährlich Investitionen in Höhe von 5 Milliarden €; in Österreich um den Faktor 30 weniger. Das sind ja auch Arbeitsplätze in diesem Bereich! Das sollten Sie doch auch einmal so sehen.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Pirklhuber hat nicht oft Recht, aber wo er Recht hat, hat er Recht!
Auch da wollen die Bürgerinnen und Bürger nicht nur Lippenbekenntnisse, sondern dass das tatsächlich in reale Politik umgesetzt wird. – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Pirklhuber hat nicht oft Recht, aber wo er Recht hat, hat er Recht!)
Beifall bei der SPÖ.
Es ärgert mich schon, und es tut mir leid für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, dass wir diesen Tagesordnungspunkt wieder einmal gegen Ende einer Sitzung, am Ende der Tagesordnung behandeln. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist deshalb ein Problem, weil wir im Parlament immer wieder darauf hinweisen, dass es uns darum geht, dass Bürgerinnen und Bürger Mitspracherechte haben sollen, dass Bürgerinitiativen und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger ernst genommen werden. Es wäre daher auch ein gutes und richtiges Zeichen, wenn wir solche Themen hier im Parlament zu
Beifall bei der SPÖ.
einer anderen Zeit als immer zu so später Stunde debattieren könnten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Rossmann und Dipl.-Ing. Scheuch.
Nun möchte ich noch kurz Bilanz ziehen, sehr geehrte Damen und Herren. Vom Kollegen Dr. Pirklhuber wurde bereits die Geschäftsordnung angesprochen. Ich habe einen Antrag als Geschäftsordnungsantrag eingebracht. Er liegt leider immer noch im Parlament. Es geht in ihm genau darum, die Möglichkeiten des Ausschusses zu erweitern. Ich erinnere nur daran, dass Bürgerinitiativen ab 16 eingebracht werden können sollten, dass die Berichte der Volksanwaltschaft im Ausschuss behandelt werden sollen. Wir haben uns dann damit beholfen, dass wir die Volksanwälte eingeladen haben. Das war ein gutes, ein wichtiges Unterfangen. Es hat uns gut getan, und es war ein Austausch mit den Volksanwälten, die ja viel mit den Bürgern und Bürgerinnen zu tun haben, ebenso mit Konsequenzen der Verwaltung, die zu tragen sind. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Rossmann und Dipl.-Ing. Scheuch.)
Abg. Schieder: Die Zeit ist aus!!
Ich weiß, die Zeit ist knapp. (Abg. Schieder: Die Zeit ist aus!!) Genau das ist ja auch das Problem, auf das ich hingewiesen habe. Ich werde jetzt trotzdem noch diesen einen Punkt ausführen; eigentlich sind es zwei Punkte, zu denen ich noch etwas sagen möchte.
Beifall bei der SPÖ, den Grünen sowie des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Es wäre mir ein Anliegen, dass Bürgerinitiativen nicht verfallen. Das ist das eine. – Dann möchte ich noch dem Präsidenten Khol für die ausführliche Beantwortung meiner Anfrage danken, die Anregung, dass in Zukunft auch elektronische Bürgerinitiativen hier im Parlament behandelt werden, dass es die Möglichkeit dazu gibt. (Beifall bei der SPÖ, den Grünen sowie des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Beifall bei der SPÖ, den Grünen sowie des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
In diesem Sinne: herzlichen Dank für Ihre Geduld! (Beifall bei der SPÖ, den Grünen sowie des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich würde aber auch anregen, dass in Zukunft Petitionen, die viele Abgeordnete, aber auch viele Bürger zu unterschreiben bereit sind, nicht von einer Legislaturperiode zur anderen verfallen, denn es ist einfach ein Unsinn, wenn Bürger unterschreiben, dass sie zur selben Causa, die bis dorthin nicht erledigt ist, dann noch einmal unterschreiben müssen. (Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne hoffe ich, dass in der nächsten Legislaturperiode der Petitionsausschuss einen andern Stellenwert bekommt. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von SPÖ sowie Freiheitlichen – BZÖ.
In diesem Sinne möchte ich mich für die Ausschussarbeit bedanken, möchte mich auch bei der Vorsitzenden und beim Stellvertreter bedanken für die gute Leitung des Ausschusses. Es war das sicherlich nicht immer leicht, aber sehr interessant. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von SPÖ sowie Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Leider wurde seitens der Regierungsfraktionen im Ausschuss meinem Antrag nicht beigetreten, diese Petition dem Landesverteidigungsausschuss zuzuweisen. Durch „Kenntnisnahme“ wurde dieser Petition leider im Ausschuss ein Begräbnis erster Klasse verpasst. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Freiheitlichen – BZÖ.
Ich war dreieinhalb Jahre lang im Petitionsausschuss und möchte mich ausdrücklich bei meiner Kollegin Gisela Wurm für die umsichtige Vorsitzführung und bei meinem Freund Karl Freund – nomen est omen – für die Fraktionsführung bedanken. Es war ein sehr interessanter Ausschuss. Man konnte sehr viel von den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger erfahren – und ich schließe mich der Meinung an, dass es schade ist, dass wir das jetzt erst zu dieser späten Stunde diskutieren. Gisela, da gebe ich dir Recht! – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Auch das ist Schicksal mancher Initiativen und Petitionen unseres Ausschusses, und ich finde es auch sehr schade, dass nicht einmal mehr im Verfassungsausschuss darüber diskutiert werden konnte. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr spricht Frau Abgeordnete Rest-Hinterseer. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Nein, sie ist eine Kontrarednerin! – Heidemarie Rest-Hinterseer ist die nächste Rednerin. (Zwischenruf der Abg. Rest-Hinterseer.) Sie sind eine Kontrarednerin, alle anderen sind Proredner. Nach der Geschäftsordnung kommen Sie dran. (Abg. Rest-Hinterseer begibt sich zum Rednerpult.) Der Gang zum Rednerpult wird nicht in die Redezeit eingerechnet. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Restredezeit Ihrer Fraktion: 3 Minuten. – Bitte.
Zwischenruf der Abg. Rest-Hinterseer.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr spricht Frau Abgeordnete Rest-Hinterseer. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Nein, sie ist eine Kontrarednerin! – Heidemarie Rest-Hinterseer ist die nächste Rednerin. (Zwischenruf der Abg. Rest-Hinterseer.) Sie sind eine Kontrarednerin, alle anderen sind Proredner. Nach der Geschäftsordnung kommen Sie dran. (Abg. Rest-Hinterseer begibt sich zum Rednerpult.) Der Gang zum Rednerpult wird nicht in die Redezeit eingerechnet. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Restredezeit Ihrer Fraktion: 3 Minuten. – Bitte.
Abg. Rest-Hinterseer begibt sich zum Rednerpult.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr spricht Frau Abgeordnete Rest-Hinterseer. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Nein, sie ist eine Kontrarednerin! – Heidemarie Rest-Hinterseer ist die nächste Rednerin. (Zwischenruf der Abg. Rest-Hinterseer.) Sie sind eine Kontrarednerin, alle anderen sind Proredner. Nach der Geschäftsordnung kommen Sie dran. (Abg. Rest-Hinterseer begibt sich zum Rednerpult.) Der Gang zum Rednerpult wird nicht in die Redezeit eingerechnet. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Restredezeit Ihrer Fraktion: 3 Minuten. – Bitte.
Heiterkeit bei der ÖVP.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr spricht Frau Abgeordnete Rest-Hinterseer. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Nein, sie ist eine Kontrarednerin! – Heidemarie Rest-Hinterseer ist die nächste Rednerin. (Zwischenruf der Abg. Rest-Hinterseer.) Sie sind eine Kontrarednerin, alle anderen sind Proredner. Nach der Geschäftsordnung kommen Sie dran. (Abg. Rest-Hinterseer begibt sich zum Rednerpult.) Der Gang zum Rednerpult wird nicht in die Redezeit eingerechnet. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Restredezeit Ihrer Fraktion: 3 Minuten. – Bitte.
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.
Das ist für die Menschen eigentlich ein Affront. Sie sind extra vom Gasteiner Tal hierher gefahren, haben das dem Herrn Präsidenten überreicht – und werden jetzt mit der Nachricht „beglückt“, dass sie das alles wieder neu beginnen müssen, um zur Erfüllung ihres berechtigten Anliegens zu kommen. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich danke jedoch für die gute Zusammenarbeit, für Ihre Aufmerksamkeit und bitte um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Stoisits.
Ich darf daher dazu auffordern, dieses Gesetz dann in der nächsten Legislaturperiode zu beschließen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Stoisits.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Man kann nur hoffen, dass in Äthiopien die Einhaltung der Menschenrechte so rasch wie möglich durchgesetzt wird. Österreich hat einiges dazu unternommen, damit dieses Ziel Erfolg hat. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Freund: Das gilt aber für die Opposition auch!
Natürlich ist dieser Ausschuss vor allem ein Instrumentarium der Oppositionsparteien, darum ist es schon oftmals zum Schmunzeln, wenn die Regierungsfraktionen immer wieder fleißig Petitionen einbringen. Sie bräuchten ja als Regierungsfraktion nur einen Antrag einzubringen (Abg. Freund: Das gilt aber für die Opposition auch!) und diesen dann eben zu beschließen. So einfach würde es gehen; aber gut.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Stoisits.
Ich meine, es wäre gescheit, wenn wir das machten. Wir Sozialdemokraten werden uns auf alle Fälle dafür einsetzen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Stoisits.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Mag. Wurm und Mag. Stoisits.
Ich hoffe, dass das Einzug in alle Krankenkassen findet. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Mag. Wurm und Mag. Stoisits.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Besonders aktiv, was Petitionen betrifft, ist mir aufgefallen, sind Menschen im ländlichen Raum. Und das aus gutem Grund: Der ländliche Raum wurde nämlich von dieser Bundesregierung in den letzten Jahren besonders ausgedünnt, denn jene, die sich ununterbrochen als Wahrer und Behüter des ländlichen Lebens feiern lassen, haben am laufenden Band wichtige Infrastruktureinrichtungen ausradiert und damit auch Arbeitsplätze vernichtet und den Menschen immer größere Entfernungen zugemutet, um zum nächsten Arzt, Postamt, Finanzamt, Gericht oder was auch immer zu kommen. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Beifall bei der SPÖ.
Also in dieser Petition und in vielen anderen haben die Menschen ihre Sorge und ihren Unmut zum Ausdruck gebracht. Bitte, nehmen wir sie ernst! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schieder: Sie hat alles ausgedünnt!
Ich berichtige tatsächlich (Abg. Schieder: Sie hat alles ausgedünnt!): Gerade diese Bundesregierung setzt sich besonders für den Erhalt des ländlichen Raumes ein! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Ich berichtige tatsächlich (Abg. Schieder: Sie hat alles ausgedünnt!): Gerade diese Bundesregierung setzt sich besonders für den Erhalt des ländlichen Raumes ein! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Wir werden es nicht auf die Goldwaage legen um 22 Uhr, aber: gewogen und für zu leicht befunden, Herr Kollege. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bedanke mich bei allen für das Engagement. Aus allen Fraktionen habe ich Menschen, habe ich Abgeordnete kennen gelernt, die mit sehr viel Energie diese Anliegen der Menschen hier vertreten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, das wäre eine Anregung im Sinne und zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. Das sind wir ihnen als Abgeordnete dieses Hauses sehr wohl schuldig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Die Abgeordneten Keck und Schieder: Danke!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege Keck, ich bin dieser Diskussion aufmerksam gefolgt und möchte Ihnen sagen: Ich werde diese Anregung in mein Arbeitsprogramm – oder es wird das mein Nachfolger sein – aufnehmen. Nach der Wahl, bis zur Regierungsbildung, haben wir acht Wochen Zeit, in der wir diese Fragen besprechen können. Das wollen alle Fraktionen, und ich werde das sicher übernehmen. (Beifall bei der SPÖ. – Die Abgeordneten Keck und Schieder: Danke!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich kann im Sinne der Bürgernähe und im Sinne dessen, was jetzt von meinen Vorrednerinnen und Vorrednern gesagt wurde, gerade was die Arbeit im Petitionsausschuss betrifft und das, was wir damit bezwecken wollen, nur um ein gemeinsames Arbeiten im Sinne der Betroffenen ersuchen, ebenso um Unterstützung und um gute Zusammenarbeit. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Scheuch, ich möchte Sie einladen, einmal mit mir die Region Pinzgau-Pongau-Lungau abzufahren, und dann werden Sie erleben, dass ein behinderter Mensch, der zur Ausbildungsstätte nach Oberrain kommt, für eine Strecke von 40 Kilometern fünf Stunden lang unterwegs ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, dass die Mistel-Therapie für den onkologischen Patienten nachweislich eine Verbesserung der Lebensqualität beziehungsweise eine zusätzliche Chance und vor allem zusätzliche Hoffnung bedeutet. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Das stimmt nicht! Die werden wieder zugewiesen!
Abgeordneter Dr. Robert Rada (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Ich schließe gerne an die Ausführungen des Abgeordneten Freund an, der gemeint hat, dass der Petitionsausschuss für anderes gut ist, als dass Abgeordnete selbst Petitionen unterschreiben. Da gebe ich ihn vollkommen Recht, nur: Es gibt auch viele Anträge von Abgeordneten, die in den einzelnen Ausschüssen derart abgelehnt werden, sodass nichts anderes mehr übrig bleibt, als dann doch mittels überparteilichen Initiativen Petitionen einzubringen (Abg. Wittauer: Das stimmt nicht! Die werden wieder zugewiesen!) – so, wie auch ich das getan habe, nämlich betreffend die Senkung der Klassenschüler-Höchstzahlen.
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Herr Abgeordneter, Sie werden miterlebt haben, wie groß sich Abgeordneter Amon hier feiern ließ, dass wir die Klassenschüler-Höchstzahl auf 25 senken. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Abg. Dr. Brinek: Sie wollen das ja nur für ein Jahr!
Was ist geschehen? – Nichts! Diese Anträge werden irgendwann nach den Wahlen wieder diskutiert werden. (Abg. Dr. Brinek: Sie wollen das ja nur für ein Jahr!)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Wir brauchen nicht die Selektion im Unterricht, sondern wir brauchen die Integration. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Ich war nahezu bestürzt über das, Frau Abgeordnete Brinek, was Sie mit Ihren „Ausländerklassen“ noch wollten, wo sie meinten, dass das sinnvoll sei. (Abg. Dr. Brinek: Schauen Sie nach Europa!)
Abg. Dr. Brinek: Schauen Sie nach Europa!
Wir brauchen nicht die Selektion im Unterricht, sondern wir brauchen die Integration. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Ich war nahezu bestürzt über das, Frau Abgeordnete Brinek, was Sie mit Ihren „Ausländerklassen“ noch wollten, wo sie meinten, dass das sinnvoll sei. (Abg. Dr. Brinek: Schauen Sie nach Europa!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Schauen Sie nach Europa! Das ist ignorant!
Ich wundere mich über diese Ihre Integrationsvorstellungen, Frau Abgeordnete. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Schauen Sie nach Europa! Das ist ignorant!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich für die schöne Zusammenarbeit und hoffe, dass der Ausschuss positiv weiterarbeiten wird, und zwar auch in der nächsten Legislaturperiode. Wenn die Anregungen aufgegriffen werden, dass die Behandlung der Petitionen und der Bürgerinitiativen übergreifend über mehrere Legislaturperioden geht, dann haben wir, glaube ich, heute etwas Positives erreicht; auch zu später Stunde. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Sie wissen, dass das nicht finanzierbar ist! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
es höchst an der Zeit, die unnötigen polemischen Meldungen, die es im Petitionsausschuss von Seiten der Abgeordneten der ÖVP gegeben hat, zu stoppen und gemeinsam an die Umsetzung dieses wichtigen Gesetzesvorhabens heranzugehen. Aber das interessiert Sie anscheinend überhaupt nicht, denn anstatt ... (Abg. Wittauer: Sie wissen, dass das nicht finanzierbar ist! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Nein, nein! Anstatt beim zuständigen Ministerium Stellungnahmen einzuholen, um wirklich umfassend in die Debatte einzusteigen, haben Sie das vertagt und an den Verkehrsausschuss weitergeleitet, obwohl Sie genau gewusst haben, dass dieser nicht mehr tagen wird. Und wenn dann noch von Ihrer Seite, Herr Kollege, im Ausschuss gesagt wird, wenn man mehr Busse einsetzt, dann schade das unserer Umwelt, dann finde ich das mehr als polemisch, denn die Sicherheit unserer Kinder mit der Umweltbelastung zu vergleichen, grenzt meiner Meinung nach schon an eine fiese Vorgangsweise. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen hat in seiner Sitzung vom 6. Juli diese Petition durch Kenntnisnahme erledigt. (Beifall bei der ÖVP.)
Lebhafter Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich frage, ob das die objektive Grundlage zur Beurteilung von Fleiß ist? (Lebhafter Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ansonsten darf ich ersuchen, dem Antrag auf Kenntnisnahme des Berichtes des Ausschusses für Petitionen und Bürgerinitiativen zuzustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe.
Zu Wort gelangt der Antragsteller, Herr Abgeordneter Mag. Kogler. Redezeit: 10 Minuten. – Bitte, Herr Kollege. (Zwischenrufe.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! „Kurz und schmerzlos“, höre ich da. Schmerzlos ist die Sache nicht – weder der Anlassfall, einer der größten oder vermutlich der größte Bankenskandal, ausgerechnet im Umfeld einer Gewerkschaft. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Das hat, objektiv betrachtet, eine Schräglage; aber Objektivität ist ja nicht Ihr Problem in diesem Zusammenhang. Sie ziehen ja ganz andere Vorteile aus der Sache: Mit dem Unterausschuss haben Sie einfach die Möglichkeit, das Thema zu jonglieren, wie Sie es brauchen. Ich sage Ihnen, es ist zwar politisch vielleicht vordergründig und kurzfristig opportun – aus machtpolitischen Überlegungen –, es dient aber nicht wirklich der Aufklärung. (Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Abg. Dr. Ferdinand Maier: Bringen Sie es auf den Punkt! Was wollen Sie sagen?
Da gibt es einen gewissen Herrn Gancz, lange Jahre Abteilungsleiter im Finanzministerium, jedenfalls in der fraglichen Zeit der BAWAG-Affäre. Für die Bankenaufsicht ist im Jahr 1994 ein relativ strenger, um nicht zu sagen – aber aus heutiger Sicht ist man natürlich gescheiter, damals war das unüblich –, ein dramatischer Bescheid erlassen worden, was die Wirkungsweisen der Aufsichtsgremien gegenüber der BAWAG betrifft. Da ist sehr viel drin, und das war nicht umsonst, das war schon im Jahr 1994 ... (Abg. Dr. Ferdinand Maier: Bringen Sie es auf den Punkt! Was wollen Sie sagen?) – Kommen Sie zu sich, ich bin am Punkt! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Da gibt es einen gewissen Herrn Gancz, lange Jahre Abteilungsleiter im Finanzministerium, jedenfalls in der fraglichen Zeit der BAWAG-Affäre. Für die Bankenaufsicht ist im Jahr 1994 ein relativ strenger, um nicht zu sagen – aber aus heutiger Sicht ist man natürlich gescheiter, damals war das unüblich –, ein dramatischer Bescheid erlassen worden, was die Wirkungsweisen der Aufsichtsgremien gegenüber der BAWAG betrifft. Da ist sehr viel drin, und das war nicht umsonst, das war schon im Jahr 1994 ... (Abg. Dr. Ferdinand Maier: Bringen Sie es auf den Punkt! Was wollen Sie sagen?) – Kommen Sie zu sich, ich bin am Punkt! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich füge noch einmal hinzu: Der wirkliche Skandal ist natürlich die Gaunerei davor, aber wir sollen und können im Prinzip natürlich nur überprüfen, was die Vollziehungsorgane anlässlich solcher Berichte dann leisten. Wozu haben wir denn ein Bankenaufsichtswesen, wenn es dann, wenn es gebraucht wird, rigoros versagt? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Diese Frage darf man schon stellen, und man muss sie stellen.
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Wenn Sie schon in den Untersuchungsgegenstand hineingeschrieben haben, dass bis zum Jahr 2000 grundsätzlich untersucht werden soll und ab dem Jahr 2001 nur mehr deshalb, weil der Herr Finanzminister angeblich – das steht sogar im Prüfverlangen!; so etwas Absurdes habe ich überhaupt noch nicht gelesen – so eine tolle Wirkungsweise entfaltet hat, was die Bankenaufsicht und die FMA betrifft (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), ja dann überprüfen wir doch die wunderbare Wirkungsweise dieser FMA, wenn wir schon die gesetzlichen Vorgaben gegeben haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Sonnberger.) – Sparen Sie sich Ihre Überheblichkeit, Sie werden auch noch munter werden! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Sonnberger.
Wenn Sie schon in den Untersuchungsgegenstand hineingeschrieben haben, dass bis zum Jahr 2000 grundsätzlich untersucht werden soll und ab dem Jahr 2001 nur mehr deshalb, weil der Herr Finanzminister angeblich – das steht sogar im Prüfverlangen!; so etwas Absurdes habe ich überhaupt noch nicht gelesen – so eine tolle Wirkungsweise entfaltet hat, was die Bankenaufsicht und die FMA betrifft (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), ja dann überprüfen wir doch die wunderbare Wirkungsweise dieser FMA, wenn wir schon die gesetzlichen Vorgaben gegeben haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Sonnberger.) – Sparen Sie sich Ihre Überheblichkeit, Sie werden auch noch munter werden! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Wenn Sie schon in den Untersuchungsgegenstand hineingeschrieben haben, dass bis zum Jahr 2000 grundsätzlich untersucht werden soll und ab dem Jahr 2001 nur mehr deshalb, weil der Herr Finanzminister angeblich – das steht sogar im Prüfverlangen!; so etwas Absurdes habe ich überhaupt noch nicht gelesen – so eine tolle Wirkungsweise entfaltet hat, was die Bankenaufsicht und die FMA betrifft (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), ja dann überprüfen wir doch die wunderbare Wirkungsweise dieser FMA, wenn wir schon die gesetzlichen Vorgaben gegeben haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Sonnberger.) – Sparen Sie sich Ihre Überheblichkeit, Sie werden auch noch munter werden! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Nein, nicht geschätzt heute!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Geschätzter Kollege Kogler! (Abg. Dr. Brinek: Nein, nicht geschätzt heute!) – Ich schätze den Kollegen Kogler durchaus. Einige Punkte, die Sie angesprochen haben, Herr Kollege Kogler, sind durchaus interessant, nämlich dass Sie – und den Eindruck hat man ja nicht immer – gesagt haben: zuerst einmal schauen, wo die Gauner sind, und dann sozusagen untersuchen, warum die Aufsicht gewisse Dinge nicht rechtzeitig herausfinden kann. Genau das ist unsere Linie und unsere Position, die leider von der SPÖ nicht geteilt wird. Die SPÖ vertritt immer die Position, die Aufsicht sei eigentlich schuld daran, dass das alles passiert ist, und nicht diejenigen, die in
Beifall bei der ÖVP.
diese Malversationen verwickelt sind! – Herr Kogler, da decken wir uns inhaltlich! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: Dann stimmen Sie zu!
Aber, und ich möchte eines sehr klar sagen: Es ist schon richtig, dass sich auf Grund der Dinge, die zunehmend an die Öffentlichkeit gelangen – heute oder gestern ist bekannt geworden, dass hier auch Bankkonten und Stiftungen eingefroren werden –, natürlich zunehmend die Indizien in eine Richtung verdichten, die eigentlich sehr stark zum Ausdruck bringt, dass wir ohne Untersuchungsausschuss pro futuro nicht auskommen werden. (Abg. Dr. Matznetter: Dann stimmen Sie zu!) Das ist der Eindruck, den ich habe. Aber es hat sich eigentlich sehr bewährt und es ist unsere Position, die wir als Regierungsparteien eingenommen haben, dass man zunächst einmal die Gerichte und die Behörden arbeiten lässt und dass wir dann entscheiden, inwieweit es nicht auch die politische Verantwortung im Rahmen eines Untersuchungsausschusses zu untersuchen gilt.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Dass es hier politische Implikationen gibt, das ist ja mittlerweile schon sehr offensichtlich. Das ist sehr offensichtlich, dass das ein unglaublicher, auch Politikskandal ist, der sich hier auftut. Aber dennoch bleiben wir bei der vorgesehenen Linie: Zunächst entscheiden die Gerichte, und dann ist die Frage der politischen Verantwortung zu klären, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Broukal: Wir wollen ihn, Herr Amon! Sie wollen ihn nicht!
Es ist ja lustig, dass aus den Reihen der SPÖ der Zwischenruf kommt, das sei der alte Schmäh. (Abg. Broukal: Wir wollen ihn, Herr Amon! Sie wollen ihn nicht!) Herr Kollege, darf ich Ihnen etwas sagen: Eigentlich sollten Sie uns ja dankbar dafür sein, dass wir noch keinen Untersuchungsausschuss beschlossen haben. Dankbar sollten Sie uns sein dafür! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich sage Ihnen, wir bleiben bei dieser Linie, weil es nicht darum geht, hier einen Schauprozess relativ knapp vor einer stattfindenden Nationalratswahl abzuhalten, sondern es geht darum, dass einmal die unabhängigen Gerichte ihre Entscheidungen treffen. Dann ist immer noch ausreichend Zeit, die politische Verantwortung in dem Zusammenhang zu klären, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es ist ja lustig, dass aus den Reihen der SPÖ der Zwischenruf kommt, das sei der alte Schmäh. (Abg. Broukal: Wir wollen ihn, Herr Amon! Sie wollen ihn nicht!) Herr Kollege, darf ich Ihnen etwas sagen: Eigentlich sollten Sie uns ja dankbar dafür sein, dass wir noch keinen Untersuchungsausschuss beschlossen haben. Dankbar sollten Sie uns sein dafür! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich sage Ihnen, wir bleiben bei dieser Linie, weil es nicht darum geht, hier einen Schauprozess relativ knapp vor einer stattfindenden Nationalratswahl abzuhalten, sondern es geht darum, dass einmal die unabhängigen Gerichte ihre Entscheidungen treffen. Dann ist immer noch ausreichend Zeit, die politische Verantwortung in dem Zusammenhang zu klären, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist ja lustig, dass aus den Reihen der SPÖ der Zwischenruf kommt, das sei der alte Schmäh. (Abg. Broukal: Wir wollen ihn, Herr Amon! Sie wollen ihn nicht!) Herr Kollege, darf ich Ihnen etwas sagen: Eigentlich sollten Sie uns ja dankbar dafür sein, dass wir noch keinen Untersuchungsausschuss beschlossen haben. Dankbar sollten Sie uns sein dafür! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich sage Ihnen, wir bleiben bei dieser Linie, weil es nicht darum geht, hier einen Schauprozess relativ knapp vor einer stattfindenden Nationalratswahl abzuhalten, sondern es geht darum, dass einmal die unabhängigen Gerichte ihre Entscheidungen treffen. Dann ist immer noch ausreichend Zeit, die politische Verantwortung in dem Zusammenhang zu klären, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Gründen. Es ist auch noch kein Ende des Unterausschusses in Aussicht. Und ich bin eigentlich überzeugt davon, dass der Unterausschuss eine wesentliche Vorarbeit für die Untersuchung dieses unglaublichen Politikskandals, in den bedauerlicherweise wesentliche SPÖ-Funktionäre involviert sind, leistet. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Ich weiß nicht, ob „Heuchelei“ auf dem Index steht. – Nein? Dann kann ich es als das bezeichnen, was es ist, nämlich Heuchelei, Kollege Amon. (Beifall bei der SPÖ.) Wenn das stimmen würde – wir haben gesagt, wir stimmen zu –, dann ermöglichen Sie doch jetzt den Untersuchungsausschuss! Stimmen Sie dem Antrag zu, dann fangen wir nämlich das zu untersuchen an, was Auftrag ist!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Erstens: Ein Kriminalfall gehört aufgeklärt durch die zuständigen Behörden. Das sind Sicherheitsbehörden, Staatsanwaltschaft und Untersuchungsrichter. Der bankrechtliche Teil gehört durch die Aufsicht überprüft. Wenn es Zweifel daran gibt, dass die Aufsicht ordnungsgemäß funktioniert hat, dann ist es Aufgabe dieses Hauses, das zu untersuchen, denn dann ist es ein Vollziehungsproblem. Und genau dort haben wir die Schwäche gesehen: ein Finanzminister, der keine der kritischen Fragen beantwortet hat. 96 Fragen musste ich einbringen, weil er nicht geantwortet hat. Im Untersuchungsausschuss müsste er uns Rede und Antwort stehen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Und wenn Sie den politischen Skandal angehen – wo ist Kollege Amon? –: Warum laden Sie Herrn Wolfgang Flöttl nicht? Das hat doch ganz andere Gründe! – Na klar müssten wir das Umfeld klären, na klar müssten wir klären, wie die politischen Kontakte sind, wie die persönlichen Beziehungen sind. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Und wir müssten auch fragen, welche Informationen wann vorgelegen sind. Denn eines ist ja auch klar, meine Damen und Herren: Wir haben größtes Interesse daran, dass die Täter gefunden werden, dass jene festgestellt werden. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und wenn Sie den politischen Skandal angehen – wo ist Kollege Amon? –: Warum laden Sie Herrn Wolfgang Flöttl nicht? Das hat doch ganz andere Gründe! – Na klar müssten wir das Umfeld klären, na klar müssten wir klären, wie die politischen Kontakte sind, wie die persönlichen Beziehungen sind. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Und wir müssten auch fragen, welche Informationen wann vorgelegen sind. Denn eines ist ja auch klar, meine Damen und Herren: Wir haben größtes Interesse daran, dass die Täter gefunden werden, dass jene festgestellt werden. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Das ist Heuchelei!
Das ist relativ einfach beantwortet, wenn Sie Zweifel haben: Diese Gewerkschaftsbewegung wurde zuerst um 1,5 Milliarden beraubt und in der Folge durch das Zudecken dieses Bankraubes um weitere 1,5 Milliarden, wenn man Refco mitrechnet. Und das ist Geld der Gewerkschaftsmitglieder! – Wenn es in der Verfolgung der Täter keine Verhaftungen gibt, zu spät Hausdurchsuchungen gibt, dann werden wir das untersuchen. Wenn Prüfberichte ignoriert werden, werden wir das untersuchen. Und wenn es politische Gründe dafür gibt, dass fünf Jahre geschlafen wurde, dann gehören diese auf den Tisch – auch wenn es für viele unangenehm ist, die nicht dem Risiko unterliegen, vielleicht einmal als stellvertretender Generaldirektor der SPÖ beigetreten zu sein. Es wird ungeachtet der Person aufgedeckt werden. (Abg. Wittauer: Das ist Heuchelei!)
Beifall bei der SPÖ.
ten. Denn nur die SPÖ damit zu beschütten, das wird Ihnen nicht gelingen. Es ist ein Riesenskandal, der weit die Grenzen sprengt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Warum hat sie nichts unternommen?
Und da Sie so nett tun in dieser Frage: Sie glauben doch nicht wirklich, dass ein Prüfbericht der Oesterreichischen Nationalbank, bei dem alle Gesetzesverstöße nach dem BWG aufgezählt sind, die bis damals begangen worden sind, auch nach dem neuen Bericht, einfach grundlos schubladisiert wird! (Abg. Dr. Fekter: Warum hat sie nichts unternommen?) Die Nationalbank ist nur die Prüferin; Frau Kollegin, das ist peinlich für eine mit Ihrer Funktion im Justizausschuss.
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Mich interessiert genau die Kette, wie es dazu kommt, und die gehört aufgeklärt, ungeachtet der Person. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Genau das ist die Vollziehung, und genau dafür hat das Parlament das Untersuchungsrecht. Und da brauchen wir weder auf Gerichte noch auf Ihre Parteipropagandaveranstaltung „kleiner Untersuchungsausschuss“, wo niemand antwortet, zu warten. Das können wir gleich machen. Tun Sie es jetzt, denn Sie werden die Konsequenz tragen müssen und einmal antworten müssen, warum Sie die Aufklärung just vor der Wahl verweigert haben! Und womöglich werden wir es auch noch vor der Wahl diskutieren.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Wittauer – in der ersten Bankreihe sitzend –: Das ist nicht auszuhalten!
Noch etwas möchte ich Ihnen ins Stammbuch schreiben: Sie sind hier Abgeordnete nicht einer Partei. Nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr, stimmen Sie zu, und wir klären das Ganze auf! – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Wittauer – in der ersten Bankreihe sitzend –: Das ist nicht auszuhalten!)
Abg. Wittauer: Ich habe keinen Zwischenruf gemacht!
Herr Abgeordneter Wittauer, das ist nicht Ihr Sitz! Zwischenrufe nur von Ihrem eigenen Sitz – und auch von Ihrem eigenen Sitz nicht ununterbrochen dazwischenreden! (Abg. Wittauer: Ich habe keinen Zwischenruf gemacht!) Und wenn Sie jetzt noch weiter Zwischenrufe machen, bekommen Sie einen Ordnungsruf!
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Zahlreiche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Hier hat der Finanzreferent der SPÖ gesprochen, der mit Scheingewinnen aus der BAWAG und dem ÖGB seine Partei saniert hat. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Zahlreiche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ
Meine Damen und Herren, dieser Antrag der Grünen dient nur dazu (anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ), um Gerichtsverfahren zu verhindern, damit nicht die Gerichte noch vor der Wahl endlich die Wahrheit auf den Tisch bringen.
Neuerliche anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es war immer Usance in diesem Hause, dass wir, solange die Justiz ermittelt, keinen Untersuchungsausschuss einrichten. (Neuerliche anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Kollegen, beruhigen Sie sich! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Es war immer Usance in diesem Hause, dass wir, solange die Justiz ermittelt, keinen Untersuchungsausschuss einrichten. (Neuerliche anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Kollegen, beruhigen Sie sich! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abgeordnete der SPÖ verlassen den Sitzungssaal.
sind. Also was soll die Aufregung? (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abgeordnete der SPÖ verlassen den Sitzungssaal.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich werde mir das Protokoll anschauen. Man kann nicht vorher hineinhauen und sich dann wundern, wenn die andere Seite ... (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das gilt für beide Seiten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Ich bitte um Zurückhaltung in der Debatte!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich werde mir das Protokoll anschauen. Man kann nicht vorher hineinhauen und sich dann wundern, wenn die andere Seite ... (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das gilt für beide Seiten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Ich bitte um Zurückhaltung in der Debatte!
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Und ein Redakteur der „Presse“ – nicht ich sage das – schreibt: „Die Kernaussage dieser Entscheidung lässt sich auch auf die Causa BAWAG übertragen. Schließlich könnte ja auch der ÖGB versucht sein, die Bankenaufsicht und dadurch die Republik für die Missstände mitverantwortlich machen zu wollen. Das nun vorliegende Urteil dürfte die Eigentümer der BAWAG dann allerdings enttäuschen.“ (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Worum geht es? – Kollege Kogler, da enttäuschen mich die Grünen ganz besonders. – Ein gerichtliches Verfahren zu behindern, weil wir hier einen Untersuchungsausschuss installieren wollen, wo wir Originalunterlagen verlangen, wo wir Einsicht verlangen? Sie können hier nicht untersuchen, warum Personen nicht in Haft sind. Die Untersuchungsrichterin sagt, diese Personen stehen immer zur Verfügung; sie sieht keine Verdunkelungs- und keine Verabredungsgefahr; Fluchtgefahr ist nicht gegeben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Silhavy: Zur Geschäftsbehandlung!
Sie wollen mit diesem Untersuchungsausschuss, dem wir nicht zustimmen, nur die gerichtliche Aufklärung vor der Wahl verhindern. Daher fordere ich die Regierungsfraktionen auf, nicht zuzustimmen. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Silhavy: Zur Geschäftsbehandlung!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Partei saniert!
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Abgeordneter Neudeck hat nicht nur das Wort „Sauerei“ verwendet – was mich weiters weniger aufreibt und was Sie heute schon einmal mit einem Ordnungsruf bedacht haben –, aber es hat sich um die Unterstellung einer kriminellen Tat eines Abgeordnetenkollegen gehandelt. Ich ersuche Sie, dass hier sichergestellt wird, dass Kollege Neudeck das nicht so gemeint hat und sich entschuldigt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Partei saniert!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Ich meine, beantragen Sie einen Ordnungsruf oder alles mögliche, aber lassen Sie einen Redner seine Darstellung auch vorbringen! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
schuss gibt als das! Genieren Sie sich für Ihr Eigentor, Herr Neudeck! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Es geht um den Sachverhalt!
Abgeordneter Dr. Michael Spindelegger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Hohes Haus! Sie haben selbst vorher entschieden, dass Sie sich das Protokoll anschauen wollen, dass Sie danach entscheiden werden, ob Sie einen Ordnungsruf erteilen. Aber ich glaube, dass das jetzt nicht der Grund sein sollte, dass wir in dieser aufgeheizten Stimmung (Abg. Dr. Jarolim: Es geht um den Sachverhalt!) einander irgendetwas vorwerfen sollen. Es ist Ihre Entscheidung, einen Ordnungsruf zu erteilen oder nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Michael Spindelegger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Hohes Haus! Sie haben selbst vorher entschieden, dass Sie sich das Protokoll anschauen wollen, dass Sie danach entscheiden werden, ob Sie einen Ordnungsruf erteilen. Aber ich glaube, dass das jetzt nicht der Grund sein sollte, dass wir in dieser aufgeheizten Stimmung (Abg. Dr. Jarolim: Es geht um den Sachverhalt!) einander irgendetwas vorwerfen sollen. Es ist Ihre Entscheidung, einen Ordnungsruf zu erteilen oder nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich beantrage einen Ordnungsruf! Herr Abgeordneter Puswald hat gesagt in Richtung Neudeck: Das ist ein völlig Wahnsinniger!
Präsident Dr. Andreas Khol: Damit ist jede Fraktion zu Wort gekommen, damit ist die Geschäftsordnungsfrage ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich beantrage einen Ordnungsruf! Herr Abgeordneter Puswald hat gesagt in Richtung Neudeck: Das ist ein völlig Wahnsinniger!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident! Es fällt vielleicht schwer ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Herr Abgeordneter Grillitsch, beruhigen Sie sich! Ich wollte gerade auch an Sie appellieren, etwas kühlen Kopf zu bewahren. Kühler Kopf ist notwendig, und mit diesem kühlen Kopf interpretieren Sie bitte zwei Äußerungen – oder lassen Sie sich diese zwei Äußerungen des Kollegen Amon noch einmal so richtig zu Gemüte gehen.
Rufe bei der ÖVP: Ja!
Kollege Amon hat einen bemerkenswerten Satz gesagt: Die Indizien verdichten sich, dass wir pro futuro nicht ohne Untersuchungsausschuss auskommen können. (Rufe bei der ÖVP: Ja!) Ich wiederhole: Die Indizien verdichten sich, dass wir pro futuro nicht ohne Untersuchungsausschuss auskommen können. Und dann kam der zweite Satz: Zunächst entscheiden die Gerichte. (Ruf bei der ÖVP: Ja, richtig!) – Ja, sagen Sie, so kurz ist das Gedächtnis der ÖVP. So kurz ist das Gedächtnis. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Ja, richtig!
Kollege Amon hat einen bemerkenswerten Satz gesagt: Die Indizien verdichten sich, dass wir pro futuro nicht ohne Untersuchungsausschuss auskommen können. (Rufe bei der ÖVP: Ja!) Ich wiederhole: Die Indizien verdichten sich, dass wir pro futuro nicht ohne Untersuchungsausschuss auskommen können. Und dann kam der zweite Satz: Zunächst entscheiden die Gerichte. (Ruf bei der ÖVP: Ja, richtig!) – Ja, sagen Sie, so kurz ist das Gedächtnis der ÖVP. So kurz ist das Gedächtnis. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Kollege Amon hat einen bemerkenswerten Satz gesagt: Die Indizien verdichten sich, dass wir pro futuro nicht ohne Untersuchungsausschuss auskommen können. (Rufe bei der ÖVP: Ja!) Ich wiederhole: Die Indizien verdichten sich, dass wir pro futuro nicht ohne Untersuchungsausschuss auskommen können. Und dann kam der zweite Satz: Zunächst entscheiden die Gerichte. (Ruf bei der ÖVP: Ja, richtig!) – Ja, sagen Sie, so kurz ist das Gedächtnis der ÖVP. So kurz ist das Gedächtnis. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Da war doch kein Gerichtsverfahren anhängig!
Ich sage Ihnen eines, meine Damen und Herren, und da appelliere ich wirklich an Sie, dieses Muster zu verfolgen: Im Jahre 1999, vor der Wahl, gab es auf Anstrengung der Grünen einen kleinen ständigen Untersuchungsausschuss zur Causa „Euroteam“. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Da war doch kein Gerichtsverfahren anhängig!) Dann war die Wahl vorbei, und mit der Mehrheit, aber auch mit unserer Zustimmung, und ich glaube, auch mit der der Sozialdemokraten, hat es einen Untersuchungsausschuss zur Causa „Euroteam“ und zum Sozialministerium gegeben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Da war kein Gerichtsverfahren anhängig!) Beruhigen Sie sich, Sie kommen schon noch dran, Frau Partik-Pablé! Sie kommen schon noch dran in meiner Rede! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich „fürchte“ mich schon!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Da war kein Gerichtsverfahren anhängig!
Ich sage Ihnen eines, meine Damen und Herren, und da appelliere ich wirklich an Sie, dieses Muster zu verfolgen: Im Jahre 1999, vor der Wahl, gab es auf Anstrengung der Grünen einen kleinen ständigen Untersuchungsausschuss zur Causa „Euroteam“. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Da war doch kein Gerichtsverfahren anhängig!) Dann war die Wahl vorbei, und mit der Mehrheit, aber auch mit unserer Zustimmung, und ich glaube, auch mit der der Sozialdemokraten, hat es einen Untersuchungsausschuss zur Causa „Euroteam“ und zum Sozialministerium gegeben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Da war kein Gerichtsverfahren anhängig!) Beruhigen Sie sich, Sie kommen schon noch dran, Frau Partik-Pablé! Sie kommen schon noch dran in meiner Rede! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich „fürchte“ mich schon!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich „fürchte“ mich schon!
Ich sage Ihnen eines, meine Damen und Herren, und da appelliere ich wirklich an Sie, dieses Muster zu verfolgen: Im Jahre 1999, vor der Wahl, gab es auf Anstrengung der Grünen einen kleinen ständigen Untersuchungsausschuss zur Causa „Euroteam“. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Da war doch kein Gerichtsverfahren anhängig!) Dann war die Wahl vorbei, und mit der Mehrheit, aber auch mit unserer Zustimmung, und ich glaube, auch mit der der Sozialdemokraten, hat es einen Untersuchungsausschuss zur Causa „Euroteam“ und zum Sozialministerium gegeben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Da war kein Gerichtsverfahren anhängig!) Beruhigen Sie sich, Sie kommen schon noch dran, Frau Partik-Pablé! Sie kommen schon noch dran in meiner Rede! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich „fürchte“ mich schon!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das Verfahren ist anhängig!
Es hat einen Untersuchungsausschuss gegeben, ohne dass die Strafgerichte geurteilt haben. Und ich sage Ihnen: Das Strafgericht in der Causa „Euroteam“ hat bis heute nicht geurteilt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das Verfahren ist anhängig!) Aber darum geht es nicht. Es hat einen Untersuchungsausschuss gegeben, der seinen Untersuchungsgegenstand nie abgeschlossen hat, weil die Regierungsparteien unfähig waren oder es auch nicht wollten. Und ich erkläre Ihnen auch, warum sie das nicht wollten, genauso wenig, wie Sie vor dem Jahr 2000 einen Untersuchungsausschuss zur Causa „Euroteam“ wollten, den wollten wir. Den wollte die SPÖ nicht, den wollte die ÖVP nicht, die FPÖ wollte ihn damals gemeinsam mit uns schon. Aber die Regierungsparteien wollten ihn nicht.
Rufe bei der SPÖ: Da schau her!
Der ÖVP ist es damals im Wesentlichen nur darum gegangen, mit diesem kleinen Unterausschuss das Thema bis zur Wahl am Köcheln zu halten. Und nach der Wahl hat es zwar dann einen Untersuchungsausschuss gegeben, bei dem uns – dem Untersuchungsausschuss! – die Vorsitzende Partik-Pablé – jetzt kommen Sie dran – zensurierte Dokumente geliefert hat. (Rufe bei der SPÖ: Da schau her!) Das war ein Stück für sich.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist doch so ein Unsinn!
Da hat eine Innenrevision ihrer Meinung nach schwere Verstöße festgestellt, und die hat dem Untersuchungsausschuss berichtet. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist doch so ein Unsinn!) Frau Partik-Pablé als Vorsitzende dieses Untersuchungsausschusses war der Meinung, das darf der Untersuchungsausschuss nicht wissen. Deshalb haben wir dann Dokumente erhalten – von ihr, von Ihnen –, in denen ein Teil geweißt war, und nur kleine Stellen haben wir erhalten, denn ein Untersuchungsausschuss darf nicht alles wissen, wenn es nach der Abgeordneten Partik-Pablé geht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Der darf nur ein bisschen etwas wissen, so weit, wie es den Regierungsparteien nützlich ist. (Abg. Parnigoni: Ungeheuerlich!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Da hat eine Innenrevision ihrer Meinung nach schwere Verstöße festgestellt, und die hat dem Untersuchungsausschuss berichtet. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist doch so ein Unsinn!) Frau Partik-Pablé als Vorsitzende dieses Untersuchungsausschusses war der Meinung, das darf der Untersuchungsausschuss nicht wissen. Deshalb haben wir dann Dokumente erhalten – von ihr, von Ihnen –, in denen ein Teil geweißt war, und nur kleine Stellen haben wir erhalten, denn ein Untersuchungsausschuss darf nicht alles wissen, wenn es nach der Abgeordneten Partik-Pablé geht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Der darf nur ein bisschen etwas wissen, so weit, wie es den Regierungsparteien nützlich ist. (Abg. Parnigoni: Ungeheuerlich!)
Abg. Parnigoni: Ungeheuerlich!
Da hat eine Innenrevision ihrer Meinung nach schwere Verstöße festgestellt, und die hat dem Untersuchungsausschuss berichtet. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist doch so ein Unsinn!) Frau Partik-Pablé als Vorsitzende dieses Untersuchungsausschusses war der Meinung, das darf der Untersuchungsausschuss nicht wissen. Deshalb haben wir dann Dokumente erhalten – von ihr, von Ihnen –, in denen ein Teil geweißt war, und nur kleine Stellen haben wir erhalten, denn ein Untersuchungsausschuss darf nicht alles wissen, wenn es nach der Abgeordneten Partik-Pablé geht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Der darf nur ein bisschen etwas wissen, so weit, wie es den Regierungsparteien nützlich ist. (Abg. Parnigoni: Ungeheuerlich!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Die Innenrevisionen, die arbeiten nämlich durchaus, nicht überall gleich, manche werden von ihren Ministern gebremst. Das wissen wir gerade aus den letzten Jahren, dass manche Innenrevisionen nicht mehr arbeiten dürfen. Da werden dann die eigenen Leute hineingesetzt, damit ja nichts herauskommt. Aber genau das kann ein Untersuchungsausschuss feststellen. Aber Sie wollen das gar nicht, Sie wollen gar keinen Untersuchungsausschuss. Sie wollen keine Untersuchung; Sie wollen das Thema lediglich am Köcheln halten. Das ist Ihr einziges Interesse, und darum machen Sie einen kleinen Ausschuss, und dann pro futuro kann man auch schauen. An der Sache sind Sie nicht interessiert. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)