Eckdaten:
Für die 79. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1062 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Abg. Kopf begibt sich zum Rednerpult und platziert dort, unter dem Beifall von ÖVP-Abgeordneten und Abgeordneten der Freiheitlichen, eine rot-weiß-rote Tafel mit der Aufschrift „Aufschwung schafft Arbeit“.
(Abg. Kopf begibt sich zum Rednerpult und platziert dort, unter dem Beifall von ÖVP-Abgeordneten und Abgeordneten der Freiheitlichen, eine rot-weiß-rote Tafel mit der Aufschrift „Aufschwung schafft Arbeit“.)
Abg. Dr. Einem: Das Rot ist das Schönste!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich freue mich, dass Sie auf diese Tafel – und vor allem, nehme ich an, auf die darauf stehende Aussage – an diesem Morgen so erfreut reagieren. (Abg. Dr. Einem: Das Rot ist das Schönste!) Ich glaube in der Tat, dass der gestrige 13. Oktober und natürlich auch der heutige 14. Oktober besondere Tage sind – man sollte sie fast zu Feiertagen erheben (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen – Rufe bei der SPÖ und den Grünen: „Mehr Feiertage!“ – „Weniger Arbeit!“ – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen – Abg. Riepl: Die Feiertage, die Sie einführen, ...!) –, denn der Herr Finanzminister hat uns gestern ein Budget vorgelegt, dessen Kern die wohl größte Steuerentlastung der Zweiten Republik bildet. (Abg. Parnigoni: Für die Reichen!) Und Entlastung, meine Damen und Herren, schafft Aufschwung, und Aufschwung schafft Arbeit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen – Rufe bei der SPÖ und den Grünen: „Mehr Feiertage!“ – „Weniger Arbeit!“ – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen – Abg. Riepl: Die Feiertage, die Sie einführen, ...!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich freue mich, dass Sie auf diese Tafel – und vor allem, nehme ich an, auf die darauf stehende Aussage – an diesem Morgen so erfreut reagieren. (Abg. Dr. Einem: Das Rot ist das Schönste!) Ich glaube in der Tat, dass der gestrige 13. Oktober und natürlich auch der heutige 14. Oktober besondere Tage sind – man sollte sie fast zu Feiertagen erheben (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen – Rufe bei der SPÖ und den Grünen: „Mehr Feiertage!“ – „Weniger Arbeit!“ – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen – Abg. Riepl: Die Feiertage, die Sie einführen, ...!) –, denn der Herr Finanzminister hat uns gestern ein Budget vorgelegt, dessen Kern die wohl größte Steuerentlastung der Zweiten Republik bildet. (Abg. Parnigoni: Für die Reichen!) Und Entlastung, meine Damen und Herren, schafft Aufschwung, und Aufschwung schafft Arbeit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: Für die Reichen!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich freue mich, dass Sie auf diese Tafel – und vor allem, nehme ich an, auf die darauf stehende Aussage – an diesem Morgen so erfreut reagieren. (Abg. Dr. Einem: Das Rot ist das Schönste!) Ich glaube in der Tat, dass der gestrige 13. Oktober und natürlich auch der heutige 14. Oktober besondere Tage sind – man sollte sie fast zu Feiertagen erheben (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen – Rufe bei der SPÖ und den Grünen: „Mehr Feiertage!“ – „Weniger Arbeit!“ – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen – Abg. Riepl: Die Feiertage, die Sie einführen, ...!) –, denn der Herr Finanzminister hat uns gestern ein Budget vorgelegt, dessen Kern die wohl größte Steuerentlastung der Zweiten Republik bildet. (Abg. Parnigoni: Für die Reichen!) Und Entlastung, meine Damen und Herren, schafft Aufschwung, und Aufschwung schafft Arbeit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich freue mich, dass Sie auf diese Tafel – und vor allem, nehme ich an, auf die darauf stehende Aussage – an diesem Morgen so erfreut reagieren. (Abg. Dr. Einem: Das Rot ist das Schönste!) Ich glaube in der Tat, dass der gestrige 13. Oktober und natürlich auch der heutige 14. Oktober besondere Tage sind – man sollte sie fast zu Feiertagen erheben (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen – Rufe bei der SPÖ und den Grünen: „Mehr Feiertage!“ – „Weniger Arbeit!“ – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen – Abg. Riepl: Die Feiertage, die Sie einführen, ...!) –, denn der Herr Finanzminister hat uns gestern ein Budget vorgelegt, dessen Kern die wohl größte Steuerentlastung der Zweiten Republik bildet. (Abg. Parnigoni: Für die Reichen!) Und Entlastung, meine Damen und Herren, schafft Aufschwung, und Aufschwung schafft Arbeit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ gewandt –: Du bist noch nicht munter heute! – Gegenrufe bei der SPÖ.
Ich weiß schon, meine Damen und Herren von der Opposition, es gibt in Ihren Reihen Menschen, die haben kürzlich ... (Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ gewandt –: Du bist noch nicht munter heute! – Gegenrufe bei der SPÖ.) – Es sind alle schon recht munter heute!
Abg. Dr. Pirklhuber: Aber der Umkehrschluss ist auch völlig falsch!
Meine Damen und Herren! Es gibt in Ihren Reihen Menschen, die tatsächlich eine hohe Abgabenquote für einen Indikator für den Entwicklungsstand oder den Entwicklungsgrad einer Gesellschaft halten, wie kürzlich Herr Matznetter gesagt hat. (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber der Umkehrschluss ist auch völlig falsch!) Ich bin eher der Meinung (Abg. Dr. Pirklhuber: Der Umkehrschluss ist detto falsch!), dass das ein Gradmesser für das
Abg. Dr. Pirklhuber: Der Umkehrschluss ist detto falsch!
Meine Damen und Herren! Es gibt in Ihren Reihen Menschen, die tatsächlich eine hohe Abgabenquote für einen Indikator für den Entwicklungsstand oder den Entwicklungsgrad einer Gesellschaft halten, wie kürzlich Herr Matznetter gesagt hat. (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber der Umkehrschluss ist auch völlig falsch!) Ich bin eher der Meinung (Abg. Dr. Pirklhuber: Der Umkehrschluss ist detto falsch!), dass das ein Gradmesser für das
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Maß an Entmündigung durch den Staat ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe bei der SPÖ: Was?
Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und sage: Eine hohe Abgabenquote ist moderne Sklaverei. (Rufe bei der SPÖ: Was?) – Ihre Philosophie scheint nämlich folgende zu sein: Arbeite lange für den Staat und gib ihm dein Einkommen in Form einer hohen Steuer- und Abgabenquote – und er gibt dir dann wieder das, was du seiner Ansicht nach zum Leben brauchst. (Abg. Dr. Pirklhuber – auf den Redner weisend –: Er hat keinen Kaffee getrunken in der Früh!) – Wir sind eher der Meinung, dass die Abgabenquote niedrig sein sollte, weil dies Leistung stimuliert, weil den Menschen dadurch ihre Leistung, die sie erbringen, auch honoriert wird.
Abg. Dr. Pirklhuber – auf den Redner weisend –: Er hat keinen Kaffee getrunken in der Früh!
Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und sage: Eine hohe Abgabenquote ist moderne Sklaverei. (Rufe bei der SPÖ: Was?) – Ihre Philosophie scheint nämlich folgende zu sein: Arbeite lange für den Staat und gib ihm dein Einkommen in Form einer hohen Steuer- und Abgabenquote – und er gibt dir dann wieder das, was du seiner Ansicht nach zum Leben brauchst. (Abg. Dr. Pirklhuber – auf den Redner weisend –: Er hat keinen Kaffee getrunken in der Früh!) – Wir sind eher der Meinung, dass die Abgabenquote niedrig sein sollte, weil dies Leistung stimuliert, weil den Menschen dadurch ihre Leistung, die sie erbringen, auch honoriert wird.
Abg. Dr. Pirklhuber: Kollege Kopf, rechnen Sie uns einmal vor, wie lange ...!
Aber, meine Damen und Herren, eine hohe Abgabenquote ist immer auch ein Stück weit Ausdruck der Budgetpolitik der Vergangenheit. Sie, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, haben in der Vergangenheit ein hohes Defizit immer damit argumentiert, dass das Beschäftigung schaffe. (Abg. Dr. Pirklhuber: Kollege Kopf, rechnen Sie uns einmal vor, wie lange ...!) Ich kann Ihnen leicht den Gegenbeweis erbringen: Deutschland: 3,6 Prozent Defizit, aber Rekordarbeitslosigkeit (Abg. Heinzl: Und wir nicht?) mit 9,8 Prozent; Frankreich: 3,7 Prozent Defizit, aber trotzdem 9,6 Prozent Arbeitslosigkeit; Italien: 3,2 Prozent Defizit und 8,5 Prozent Arbeitslosigkeit. Österreich hingegen: gerade einmal 1,3 Prozent Defizit heuer, aber die geringste Arbeitslosigkeit aller EU-Staaten mit 4,5 Prozent! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen und Bravoruf bei der ÖVP.)
Abg. Heinzl: Und wir nicht?
Aber, meine Damen und Herren, eine hohe Abgabenquote ist immer auch ein Stück weit Ausdruck der Budgetpolitik der Vergangenheit. Sie, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, haben in der Vergangenheit ein hohes Defizit immer damit argumentiert, dass das Beschäftigung schaffe. (Abg. Dr. Pirklhuber: Kollege Kopf, rechnen Sie uns einmal vor, wie lange ...!) Ich kann Ihnen leicht den Gegenbeweis erbringen: Deutschland: 3,6 Prozent Defizit, aber Rekordarbeitslosigkeit (Abg. Heinzl: Und wir nicht?) mit 9,8 Prozent; Frankreich: 3,7 Prozent Defizit, aber trotzdem 9,6 Prozent Arbeitslosigkeit; Italien: 3,2 Prozent Defizit und 8,5 Prozent Arbeitslosigkeit. Österreich hingegen: gerade einmal 1,3 Prozent Defizit heuer, aber die geringste Arbeitslosigkeit aller EU-Staaten mit 4,5 Prozent! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen und Bravoruf bei der ÖVP.
Aber, meine Damen und Herren, eine hohe Abgabenquote ist immer auch ein Stück weit Ausdruck der Budgetpolitik der Vergangenheit. Sie, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, haben in der Vergangenheit ein hohes Defizit immer damit argumentiert, dass das Beschäftigung schaffe. (Abg. Dr. Pirklhuber: Kollege Kopf, rechnen Sie uns einmal vor, wie lange ...!) Ich kann Ihnen leicht den Gegenbeweis erbringen: Deutschland: 3,6 Prozent Defizit, aber Rekordarbeitslosigkeit (Abg. Heinzl: Und wir nicht?) mit 9,8 Prozent; Frankreich: 3,7 Prozent Defizit, aber trotzdem 9,6 Prozent Arbeitslosigkeit; Italien: 3,2 Prozent Defizit und 8,5 Prozent Arbeitslosigkeit. Österreich hingegen: gerade einmal 1,3 Prozent Defizit heuer, aber die geringste Arbeitslosigkeit aller EU-Staaten mit 4,5 Prozent! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen und Bravoruf bei der ÖVP.)
Abg. Brosz: Ist das die Rede von Grasser gestern?
Meine Damen und Herren! Damit ist der Beweis erbracht, dass ein hohes Defizit mit Sicherheit nicht zu einer hohen Beschäftigung beiträgt. Wir haben in Österreich Rekordbeschäftigung mit 3 244 000 Beschäftigten – das sind und 100 000 mehr als 1999, das sind um 28 000 mehr als vor einem Jahr. Das Bruttoinlandsprodukt in Österreich pro Kopf, also die Wertschöpfung in diesem Land, liegt um 21 Prozent über dem Durchschnitt aller europäischen Staaten. Die Inflation der letzten Jahre liegt mit 1,8 Prozent unter dem europäischen Schnitt. Die Realeinkommen steigen um etwa 2 Prozent, die Exporte sind heuer im ersten Halbjahr um 11 Prozent gestiegen. (Abg. Brosz: Ist das die Rede von Grasser gestern?) Sie sind in den letzten vier Jahren um 31 Prozent gestiegen, und wir haben 50 000 neue Unternehmen in Österreich. (Abg. Riepl: Und 50 000 Arbeitslose ...!)
Abg. Riepl: Und 50 000 Arbeitslose ...!
Meine Damen und Herren! Damit ist der Beweis erbracht, dass ein hohes Defizit mit Sicherheit nicht zu einer hohen Beschäftigung beiträgt. Wir haben in Österreich Rekordbeschäftigung mit 3 244 000 Beschäftigten – das sind und 100 000 mehr als 1999, das sind um 28 000 mehr als vor einem Jahr. Das Bruttoinlandsprodukt in Österreich pro Kopf, also die Wertschöpfung in diesem Land, liegt um 21 Prozent über dem Durchschnitt aller europäischen Staaten. Die Inflation der letzten Jahre liegt mit 1,8 Prozent unter dem europäischen Schnitt. Die Realeinkommen steigen um etwa 2 Prozent, die Exporte sind heuer im ersten Halbjahr um 11 Prozent gestiegen. (Abg. Brosz: Ist das die Rede von Grasser gestern?) Sie sind in den letzten vier Jahren um 31 Prozent gestiegen, und wir haben 50 000 neue Unternehmen in Österreich. (Abg. Riepl: Und 50 000 Arbeitslose ...!)
Abg. Heinzl: 50 000 Arbeitslose, du weißt es!
Meine Damen und Herren! Die Konjunktur der letzten Jahre war mit Sicherheit nicht besonders berauschend – weltweit –, aber wir in Österreich haben diese schwierigen Jahre viel besser überstanden als alle anderen. Ich kann Ihnen auch sagen, warum: Wir haben in den letzten Jahren in der Politik gehandelt: Wir haben zwei Konjunkturbelebungspakete gemacht, wir haben ein Wachstums- und Stabilitäts- und Standortpaket gemacht (Abg. Heinzl: 50 000 Arbeitslose, du weißt es!) – und konnten trotzdem das Defizit auf dem niedrigsten Wert von gerade einmal 1,3 Prozent halten! Ohne diese zusätzlichen Maßnahmen wäre das Defizit sogar weiterhin bei null geblieben.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das heißt, es gilt tatsächlich der Spruch: Spare in der Zeit, dann hast du – nicht „in der Not“, aber: wenn du es brauchst! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: ... Schmäh führen!
Meine Damen und Herren! Die Konjunktur beginnt sich weltweit zu erholen. Und wir nutzen diesen beginnenden Aufschwung und machen die größte Steuerreform der Zweiten Republik. Der Zeitpunkt dafür könnte nicht besser sein! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: ... Schmäh führen!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist keine gute Maßnahme!
Meine Damen und Herren! Die österreichische Wirtschaft steht in einem internationalen Wettbewerb, der Standort Österreich steht mitten in einem internationalen Wettbewerb. Unsere Arbeitsplätze sind auf dem Markt einer globalisierten Welt. Wir haben zehn neue EU-Staaten um uns herum, in denen die Steuersituation folgende ist: Diese Staaten besteuern die Unternehmenserträge, in der Slowakei mit 19 Prozent, in Ungarn nur mit 16 Prozent, in Polen mit 19 Prozent. – Und wir setzen die richtige Maßnahme! Alle Experten sagen uns, die Senkung der Körperschaftsteuer von 34 auf 25 Prozent (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist keine gute Maßnahme!), die Halbierung der Besteuerung der nicht entnommenen Gewinne in den Personengesellschaften und auch diese neue Gruppenbesteuerung (Ruf bei den Grünen: Die besonders! – Abg. Öllinger: Die besonders!) bringen Arbeitsplätze nach Österreich und sichern die bestehenden Arbeitsplätze in Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Pirklhuber: Bei den Gemeinden, da geht uns das Geld ab!)
Ruf bei den Grünen: Die besonders! – Abg. Öllinger: Die besonders!
Meine Damen und Herren! Die österreichische Wirtschaft steht in einem internationalen Wettbewerb, der Standort Österreich steht mitten in einem internationalen Wettbewerb. Unsere Arbeitsplätze sind auf dem Markt einer globalisierten Welt. Wir haben zehn neue EU-Staaten um uns herum, in denen die Steuersituation folgende ist: Diese Staaten besteuern die Unternehmenserträge, in der Slowakei mit 19 Prozent, in Ungarn nur mit 16 Prozent, in Polen mit 19 Prozent. – Und wir setzen die richtige Maßnahme! Alle Experten sagen uns, die Senkung der Körperschaftsteuer von 34 auf 25 Prozent (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist keine gute Maßnahme!), die Halbierung der Besteuerung der nicht entnommenen Gewinne in den Personengesellschaften und auch diese neue Gruppenbesteuerung (Ruf bei den Grünen: Die besonders! – Abg. Öllinger: Die besonders!) bringen Arbeitsplätze nach Österreich und sichern die bestehenden Arbeitsplätze in Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Pirklhuber: Bei den Gemeinden, da geht uns das Geld ab!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Pirklhuber: Bei den Gemeinden, da geht uns das Geld ab!
Meine Damen und Herren! Die österreichische Wirtschaft steht in einem internationalen Wettbewerb, der Standort Österreich steht mitten in einem internationalen Wettbewerb. Unsere Arbeitsplätze sind auf dem Markt einer globalisierten Welt. Wir haben zehn neue EU-Staaten um uns herum, in denen die Steuersituation folgende ist: Diese Staaten besteuern die Unternehmenserträge, in der Slowakei mit 19 Prozent, in Ungarn nur mit 16 Prozent, in Polen mit 19 Prozent. – Und wir setzen die richtige Maßnahme! Alle Experten sagen uns, die Senkung der Körperschaftsteuer von 34 auf 25 Prozent (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist keine gute Maßnahme!), die Halbierung der Besteuerung der nicht entnommenen Gewinne in den Personengesellschaften und auch diese neue Gruppenbesteuerung (Ruf bei den Grünen: Die besonders! – Abg. Öllinger: Die besonders!) bringen Arbeitsplätze nach Österreich und sichern die bestehenden Arbeitsplätze in Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Pirklhuber: Bei den Gemeinden, da geht uns das Geld ab!)
Abg. Riepl: „900 Milliarden“? – Weitere Rufe bei der SPÖ: „900 Milliarden“?
Die Stimmung draußen in den Betrieben ist gut, meine Damen und Herren – Sie werden sie nicht vermiesen können –, und wir setzen die richtigen Prioritäten: Wir investieren in Forschung und Entwicklung. In den Jahren 2000 bis 2004 haben wir die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 47 Prozent gesteigert. Wir sind mit unserer Quote von 2,3 Prozent in Forschung und Entwicklung bereits auf Platz fünf der EU! Wir investieren 900 Milliarden € jährlich in Bildung – das sind 14 Prozent des gesamten Budgets. (Abg. Riepl: „900 Milliarden“? – Weitere Rufe bei der SPÖ: „900 Milliarden“?)
Abg. Schieder: „900 Milliarden“?
Wir investieren in die Infrastruktur, meine Damen und Herren (Abg. Schieder: „900 Milliarden“?): In den vergangenen Jahren waren es um 32 Prozent mehr als zu Ihrer Regierungszeit. (Abg. Marizzi: ... 900 Milliarden €?)
Abg. Marizzi: ... 900 Milliarden €?
Wir investieren in die Infrastruktur, meine Damen und Herren (Abg. Schieder: „900 Milliarden“?): In den vergangenen Jahren waren es um 32 Prozent mehr als zu Ihrer Regierungszeit. (Abg. Marizzi: ... 900 Milliarden €?)
Abg. Dr. Gabriela Moser: ... die 900 Milliarden €?
Betreffend Arbeitsmarktpolitik: Für die aktive und aktivierende Arbeitsmarktpolitik stehen uns 1,5 Milliarden € zur Verfügung. Das sind um 100 Prozent mehr als noch im Jahre 1999! (Abg. Dr. Gabriela Moser: ... die 900 Milliarden €?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Ich fasse zusammen, Herr Präsident: Wir haben schwierige Zeiten besser überstanden als andere. Der Aufschwung ist spürbar. Wir unterstützen durch die Entlastung – und Entlastung schafft Aufschwung, Aufschwung schafft Arbeit, und Arbeit sichert den Wohlstand in diesem Land! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Abg. Mandak – auf die auf dem Rednerpult platzierte Tafel weisend –: Kann man das Taferl bitte wegnehmen? – Abg. Kopf entfernt die Tafel vom Rednerpult.
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu einer einleitenden Stellungnahme hat sich Herr Bundesminister Dr. Bartenstein zu Wort gemeldet. Ich erteile es ihm. Auch seine Redezeit soll 10 Minuten nicht überschreiten. (Abg. Mandak – auf die auf dem Rednerpult platzierte Tafel weisend –: Kann man das Taferl bitte wegnehmen? – Abg. Kopf entfernt die Tafel vom Rednerpult.)
Abg. Heinzl: 50 000 Arbeitslose mehr! 50 000!
Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein: Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren des Hohen Hauses! Ein gesetzlicher Feiertag wird es wohl nicht werden, aber ein politischer ist es allemal. Frau Abgeordnete Silhavy! Wenn fünf Jahre nach dem Ende sozialdemokratischer Kanzlerschaft und fünf Jahre nach dem Ende der Verantwortung sozialdemokratischer Finanzminister (Abg. Heinzl: 50 000 Arbeitslose mehr! 50 000!) die Abgabenquote in diesem Land von 45 Prozent um etwa 5 Prozent auf 40 Prozent und noch etwas sinkt, dann ist das ein großartiger Erfolg, den gestern Karl-Heinz Grasser hier bekannt geben konnte, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein: Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren des Hohen Hauses! Ein gesetzlicher Feiertag wird es wohl nicht werden, aber ein politischer ist es allemal. Frau Abgeordnete Silhavy! Wenn fünf Jahre nach dem Ende sozialdemokratischer Kanzlerschaft und fünf Jahre nach dem Ende der Verantwortung sozialdemokratischer Finanzminister (Abg. Heinzl: 50 000 Arbeitslose mehr! 50 000!) die Abgabenquote in diesem Land von 45 Prozent um etwa 5 Prozent auf 40 Prozent und noch etwas sinkt, dann ist das ein großartiger Erfolg, den gestern Karl-Heinz Grasser hier bekannt geben konnte, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Heinzl: 50 000 Arbeitslose mehr!
Natürlich stimmt es: Aufschwung schafft Arbeit! Aber Karlheinz Kopf hat schon gesagt, berauschend war der Aufschwung in den letzten Jahren nicht. (Abg. Heinzl: 50 000 Arbeitslose mehr!) 2001 bis 2003 ... (Abg. Schieder: „900 Milliarden“!) – Was regt Sie so auf, Herr Abgeordneter? (Abg. Heinzl: 50 000 Arbeitslose mehr!)
Abg. Schieder: „900 Milliarden“!
Natürlich stimmt es: Aufschwung schafft Arbeit! Aber Karlheinz Kopf hat schon gesagt, berauschend war der Aufschwung in den letzten Jahren nicht. (Abg. Heinzl: 50 000 Arbeitslose mehr!) 2001 bis 2003 ... (Abg. Schieder: „900 Milliarden“!) – Was regt Sie so auf, Herr Abgeordneter? (Abg. Heinzl: 50 000 Arbeitslose mehr!)
Abg. Heinzl: 50 000 Arbeitslose mehr!
Natürlich stimmt es: Aufschwung schafft Arbeit! Aber Karlheinz Kopf hat schon gesagt, berauschend war der Aufschwung in den letzten Jahren nicht. (Abg. Heinzl: 50 000 Arbeitslose mehr!) 2001 bis 2003 ... (Abg. Schieder: „900 Milliarden“!) – Was regt Sie so auf, Herr Abgeordneter? (Abg. Heinzl: 50 000 Arbeitslose mehr!)
Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo?
Jetzt ist es so weit: Der Aufschwung ist da! (Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo?) Karl-Heinz Grasser konnte gestern berichten, dass die Weltwirtschaft stärker denn je in den letzten 30 Jahren anzieht, und zwar mit einem Wachstum von rund 5 Prozent. (Weitere Rufe bei der SPÖ: Wo ist der Aufschwung? – Abg. Murauer: In Österreich! – Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.)
Weitere Rufe bei der SPÖ: Wo ist der Aufschwung? – Abg. Murauer: In Österreich! – Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.
Jetzt ist es so weit: Der Aufschwung ist da! (Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo?) Karl-Heinz Grasser konnte gestern berichten, dass die Weltwirtschaft stärker denn je in den letzten 30 Jahren anzieht, und zwar mit einem Wachstum von rund 5 Prozent. (Weitere Rufe bei der SPÖ: Wo ist der Aufschwung? – Abg. Murauer: In Österreich! – Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
2 Prozent, sagen die Wirtschaftsforscher, sollten es heuer werden, 2,5 Prozent im nächsten Jahr – das ist schon etwas. Das, was wir an Strukturreformen gewissermaßen als Saat ausgesät haben, kommt jetzt als Ernte für die Österreicher, für die Bürger, in Form von Aufschwung zurück. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Das ist gut, denn
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
es geht nicht um die Ernte für uns, es geht darum, dass die Menschen, die Bürger etwas davon haben. Und das ist in diesen Monaten der Fall. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Das stimmt doch nicht!
Die Rekordbeschäftigung – fast 100 000, nämlich mehr als 90 000 Beschäftigte mehr als zur Zeit sozialdemokratischer Arbeits- und Sozialminister – ist etwas, was letztlich zeigt (Abg. Öllinger: Das stimmt doch nicht!), dass man auch in Zeiten schlechten und schwachen Aufschwungs Arbeitsplätze schaffen kann. Aber jetzt geht es natürlich leichter.
Abg. Öllinger: Das stimmt doch nicht!
Den 3,24 Millionen unselbständig Erwerbstätigen (Abg. Öllinger: Das stimmt doch nicht!), die Karl-Heinz Kopf erwähnt hat, möchte ich noch die selbständig Beschäftigten hinzufügen. – Eurostat-Daten, meine sehr verehrten Damen und Herren! – 3,8 Millionen Menschen finden in diesem Land Arbeit, fast die Hälfte der gesamten Bevölkerung – und das ist ein großer Erfolg für die Regierung Schüssel I und II. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Den 3,24 Millionen unselbständig Erwerbstätigen (Abg. Öllinger: Das stimmt doch nicht!), die Karl-Heinz Kopf erwähnt hat, möchte ich noch die selbständig Beschäftigten hinzufügen. – Eurostat-Daten, meine sehr verehrten Damen und Herren! – 3,8 Millionen Menschen finden in diesem Land Arbeit, fast die Hälfte der gesamten Bevölkerung – und das ist ein großer Erfolg für die Regierung Schüssel I und II. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Riepl: Lehrberechtigten!
Da möchte ich, meine sehr verehrten Damen und Herren, heute den Unternehmern, den Lehrherren in diesem Land sehr, sehr herzlich danken, denn jüngste Daten zeigen per Ende September ... (Abg. Riepl: Lehrberechtigten!) – Den Lehrherren! Ich habe jetzt nicht gesagt: der Gewerkschaft, Herr Kollege, sondern den Lehrherren danke ich jetzt einmal. – Regen Sie sich nicht so auf! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Die Wirtschaft besteht für Sie nur aus „Herren“! Neugebauer ...! Wo ist denn der ÖAAB?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Die Wirtschaft besteht für Sie nur aus „Herren“! Neugebauer ...! Wo ist denn der ÖAAB?
Da möchte ich, meine sehr verehrten Damen und Herren, heute den Unternehmern, den Lehrherren in diesem Land sehr, sehr herzlich danken, denn jüngste Daten zeigen per Ende September ... (Abg. Riepl: Lehrberechtigten!) – Den Lehrherren! Ich habe jetzt nicht gesagt: der Gewerkschaft, Herr Kollege, sondern den Lehrherren danke ich jetzt einmal. – Regen Sie sich nicht so auf! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Die Wirtschaft besteht für Sie nur aus „Herren“! Neugebauer ...! Wo ist denn der ÖAAB?)
Abg. Parnigoni: Wirtschaft besteht für Sie nur aus „Herren“!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Im Jahresabstand ist die Zahl der abgeschlossenen Lehrverträge um nicht weniger als 5,2 Prozent gestiegen. (Abg. Parnigoni: Wirtschaft besteht für Sie nur aus „Herren“!) – Hören Sie nochmals zu: plus 5,2 Prozent bei den abgeschlossenen Lehrverträgen! (Abg. Parnigoni: Neugebauer, was sagen Sie dazu? Wie ist das beim ÖAAB?) Bund, Länder und Gemeinden setzen noch etwas drauf: Durch eine Initiative unseres Bundeskanzlers, aber auch des Staatssekretärs Finz ist es uns gelungen, insgesamt 1 800 zusätzliche Lehrstellen im öffentlichen Bereich anzubieten, das kommt da noch dazu! (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ein großer Erfolg im Sinne der Beschäftigung junger Menschen – und ich bin sicher, sehr geehrte Frau Abgeordnete Silhavy, dass auch Sie das bei allem Oppositionsdenken mittragen werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Sie haben das vorher herunter...!)
Abg. Parnigoni: Neugebauer, was sagen Sie dazu? Wie ist das beim ÖAAB?
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Im Jahresabstand ist die Zahl der abgeschlossenen Lehrverträge um nicht weniger als 5,2 Prozent gestiegen. (Abg. Parnigoni: Wirtschaft besteht für Sie nur aus „Herren“!) – Hören Sie nochmals zu: plus 5,2 Prozent bei den abgeschlossenen Lehrverträgen! (Abg. Parnigoni: Neugebauer, was sagen Sie dazu? Wie ist das beim ÖAAB?) Bund, Länder und Gemeinden setzen noch etwas drauf: Durch eine Initiative unseres Bundeskanzlers, aber auch des Staatssekretärs Finz ist es uns gelungen, insgesamt 1 800 zusätzliche Lehrstellen im öffentlichen Bereich anzubieten, das kommt da noch dazu! (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ein großer Erfolg im Sinne der Beschäftigung junger Menschen – und ich bin sicher, sehr geehrte Frau Abgeordnete Silhavy, dass auch Sie das bei allem Oppositionsdenken mittragen werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Sie haben das vorher herunter...!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Im Jahresabstand ist die Zahl der abgeschlossenen Lehrverträge um nicht weniger als 5,2 Prozent gestiegen. (Abg. Parnigoni: Wirtschaft besteht für Sie nur aus „Herren“!) – Hören Sie nochmals zu: plus 5,2 Prozent bei den abgeschlossenen Lehrverträgen! (Abg. Parnigoni: Neugebauer, was sagen Sie dazu? Wie ist das beim ÖAAB?) Bund, Länder und Gemeinden setzen noch etwas drauf: Durch eine Initiative unseres Bundeskanzlers, aber auch des Staatssekretärs Finz ist es uns gelungen, insgesamt 1 800 zusätzliche Lehrstellen im öffentlichen Bereich anzubieten, das kommt da noch dazu! (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ein großer Erfolg im Sinne der Beschäftigung junger Menschen – und ich bin sicher, sehr geehrte Frau Abgeordnete Silhavy, dass auch Sie das bei allem Oppositionsdenken mittragen werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Sie haben das vorher herunter...!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Sie haben das vorher herunter...!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Im Jahresabstand ist die Zahl der abgeschlossenen Lehrverträge um nicht weniger als 5,2 Prozent gestiegen. (Abg. Parnigoni: Wirtschaft besteht für Sie nur aus „Herren“!) – Hören Sie nochmals zu: plus 5,2 Prozent bei den abgeschlossenen Lehrverträgen! (Abg. Parnigoni: Neugebauer, was sagen Sie dazu? Wie ist das beim ÖAAB?) Bund, Länder und Gemeinden setzen noch etwas drauf: Durch eine Initiative unseres Bundeskanzlers, aber auch des Staatssekretärs Finz ist es uns gelungen, insgesamt 1 800 zusätzliche Lehrstellen im öffentlichen Bereich anzubieten, das kommt da noch dazu! (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ein großer Erfolg im Sinne der Beschäftigung junger Menschen – und ich bin sicher, sehr geehrte Frau Abgeordnete Silhavy, dass auch Sie das bei allem Oppositionsdenken mittragen werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Sie haben das vorher herunter...!)
Abg. Öllinger: Die Binnenkonjunktur geht runter!
Auch wenn es Herrn Abgeordnetem Moser noch nicht aufgefallen ist, wir haben seit dem zweiten Quartal dieses Jahres einen ausgesprochenen Exportboom: Plus 11 Prozent! – Jetzt werden Sie fragen: Welche direkten Auswirkungen hat das denn auf die Österreicher? – Die Wirtschaftsforscher rechnen das mit plus 70 000 Arbeitsplätzen! (Abg. Öllinger: Die Binnenkonjunktur geht runter!) Diese 11 Prozent innerhalb der ersten sieben Monate machen nicht weniger als 50 Milliarden € Exportvolumen aus, sagen uns die Wirtschaftsforscher, und plus 70 000 Arbeitsplätze. Das ist doch etwas! Ein weiterer großer Erfolg!
Abg. Parnigoni: ... Kompensationsgeschäfte?
Ein nicht ganz so großer Erfolg – weil es sich nicht um Zigtausend Arbeitsplätze handelt, aber immerhin um gut 1 000 abgesicherte und neue – ist: Wie gestern viele in den Medien lesen konnten – und wir über Monate politisch begleiten durften –, gibt es einen sehr großen und wichtigen Militärauftrag aus dem Vereinigten Königreich, nämlich einige Tausend Militär-LKWs für MAN. Dies bedeutet 1,7 Milliarden € Beschaffungsvolumen, davon 700 Millionen € österreichische Wertschöpfung, es werden 800 Jobs vor allem in Wien gesichert, 300 Jobs gibt es zusätzlich. (Abg. Parnigoni: ... Kompensationsgeschäfte?) Von 2007 bis 2012-14 werden diese LKWs geliefert. Und, Herr Abgeordneter Kräuter, ob es Ihnen passt oder nicht, es sind das Gegengeschäfte im Zuge der Eurofighter-Beschaffung. Auch das sei gesagt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Ein nicht ganz so großer Erfolg – weil es sich nicht um Zigtausend Arbeitsplätze handelt, aber immerhin um gut 1 000 abgesicherte und neue – ist: Wie gestern viele in den Medien lesen konnten – und wir über Monate politisch begleiten durften –, gibt es einen sehr großen und wichtigen Militärauftrag aus dem Vereinigten Königreich, nämlich einige Tausend Militär-LKWs für MAN. Dies bedeutet 1,7 Milliarden € Beschaffungsvolumen, davon 700 Millionen € österreichische Wertschöpfung, es werden 800 Jobs vor allem in Wien gesichert, 300 Jobs gibt es zusätzlich. (Abg. Parnigoni: ... Kompensationsgeschäfte?) Von 2007 bis 2012-14 werden diese LKWs geliefert. Und, Herr Abgeordneter Kräuter, ob es Ihnen passt oder nicht, es sind das Gegengeschäfte im Zuge der Eurofighter-Beschaffung. Auch das sei gesagt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Märchenstunde!
Besonders erfreulich ist, dass die OMV bei der Übernahme von Petrom mit 1,5 Milliarden € die größte Auslandsinvestition aller Zeiten getätigt hat – nicht zufällig in Rumänien! Die Aktivitäten in Mittel- und Osteuropa liegen im Mainstream österreichischer unternehmerischer Tätigkeit. Alleine in Slowenien, in Kroatien, in Bosnien-Herzegowina und in Rumänien sind wir der Investor Nummer 1, in andere Ländern der Investor Nummer 3, wie etwa bei unseren direkten Nachbarn. Und auch dazu sagt das Wifo, dass dadurch nicht nur Hunderttausende Jobs von Österreichern in diesen Ländern gesichert, sondern durch die Osterweiterung der Europäischen Union, durch die zehn neuen Mitgliedstaaten, durch die Aktivitäten seit 1989 indirekt auch 60 000 Jobs in Österreich neu geschaffen wurden. (Ruf bei der SPÖ: Märchenstunde!)
Abg. Reheis: Weniger!
Damit komme ich zu etwas, was ähnlich wie die Sicherheit der Arbeitsplätze, ähnlich wie neu geschaffene Arbeitsplätze für die Bürger dieses Landes von Bedeutung ist, nämlich: Weniger Steuern, mehr Geld zum Leben! Das sagt unser Finanzminister – und ich sage es auch. Was bleibt also in den Brieftaschen und auf den Gehaltskonten übrig? (Abg. Reheis: Weniger!) – Nein, auch da haben Sie wieder einmal Unrecht, aber das ist ja bei Ihnen Mainstream, Sie haben meistens Unrecht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Wurm: Hochmut kommt vor dem Fall!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Wurm: Hochmut kommt vor dem Fall!
Damit komme ich zu etwas, was ähnlich wie die Sicherheit der Arbeitsplätze, ähnlich wie neu geschaffene Arbeitsplätze für die Bürger dieses Landes von Bedeutung ist, nämlich: Weniger Steuern, mehr Geld zum Leben! Das sagt unser Finanzminister – und ich sage es auch. Was bleibt also in den Brieftaschen und auf den Gehaltskonten übrig? (Abg. Reheis: Weniger!) – Nein, auch da haben Sie wieder einmal Unrecht, aber das ist ja bei Ihnen Mainstream, Sie haben meistens Unrecht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Wurm: Hochmut kommt vor dem Fall!)
Abg. Dr. Einem: Dafür haben Sie mehr in der Tasche!
hat kein Einziges gestimmt. (Abg. Dr. Einem: Dafür haben Sie mehr in der Tasche!) Sie waren überall in der Sache daneben. (Abg. Silhavy: Sie haben eine sehr selektive Wahrnehmung!)
Abg. Silhavy: Sie haben eine sehr selektive Wahrnehmung!
hat kein Einziges gestimmt. (Abg. Dr. Einem: Dafür haben Sie mehr in der Tasche!) Sie waren überall in der Sache daneben. (Abg. Silhavy: Sie haben eine sehr selektive Wahrnehmung!)
Abg. Parnigoni: ... präpotent!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Lassen Sie mich mit den folgenden ermutigenden Zahlen schließen: Was sagen denn die Wirtschaftsforscher? (Abg. Parnigoni: ... präpotent!) Wie wird es denn mit dem Privatkonsum ausschauen? Wie wird es denn mit den netto verfügbaren Einkommen im nächsten Jahr ausschauen? Auch diesbezüglich waren wir nämlich in den letzten drei Jahren nicht zufrieden. – Und da sagen uns die Wirtschaftsforscher, dass der Konsum jetzt beginnt anzuziehen! Nicht nur die Exporte, die ja bereits angezogen haben, sondern auch der private Konsum wird im Jahr 2005 um nicht weniger als 2,5 Prozent steigen. (Abg. Marizzi: Präpotent!)
Abg. Marizzi: Präpotent!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Lassen Sie mich mit den folgenden ermutigenden Zahlen schließen: Was sagen denn die Wirtschaftsforscher? (Abg. Parnigoni: ... präpotent!) Wie wird es denn mit dem Privatkonsum ausschauen? Wie wird es denn mit den netto verfügbaren Einkommen im nächsten Jahr ausschauen? Auch diesbezüglich waren wir nämlich in den letzten drei Jahren nicht zufrieden. – Und da sagen uns die Wirtschaftsforscher, dass der Konsum jetzt beginnt anzuziehen! Nicht nur die Exporte, die ja bereits angezogen haben, sondern auch der private Konsum wird im Jahr 2005 um nicht weniger als 2,5 Prozent steigen. (Abg. Marizzi: Präpotent!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Auch das ist eine erfolgreiche Nebenwirkung, eine erwünschte Nebenwirkung von „Aufschwung schafft Arbeit“! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Silhavy – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Jakob Auer –: Na, Herr Bürgermeister, wie schaut es denn aus mit dem Budget der Gemeinden? – Abg. Jakob Auer stellt eine Tafel auf das Rednerpult mit der rot-weiß-rot unterlegten Aufschrift: „Aufschwung schafft Arbeit“. – Abg. Öllinger: Na bitte, nicht schon wieder!
Zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Auer. – Bitte. (Abg. Silhavy – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Jakob Auer –: Na, Herr Bürgermeister, wie schaut es denn aus mit dem Budget der Gemeinden? – Abg. Jakob Auer stellt eine Tafel auf das Rednerpult mit der rot-weiß-rot unterlegten Aufschrift: „Aufschwung schafft Arbeit“. – Abg. Öllinger: Na bitte, nicht schon wieder!)
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Ruf: Was sagt der Bürgermeister? – Abg. Dr. Wittmann: ... zum Weinen ...!
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Präsident! Herr Bundesminister! Diese Aktuelle Stunde mit dem Thema „Aufschwung schafft Arbeit“ wäre doch eine Chance, sich seriös damit auseinander zu setzen. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Ruf: Was sagt der Bürgermeister? – Abg. Dr. Wittmann: ... zum Weinen ...!) – Durchaus kritisch, meine Damen und Herren, selbstverständlich, warum denn nicht?
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Hier die Maßnahmen der Regierung mit einer erfolgreichen Wirtschaftspolitik, einer Budgetpolitik, die in die Zukunft gerichtet ist, einer Arbeitsmarktpolitik – und auch wenn Sie sich noch so kritisch damit beschäftigen, sie kann jedem internationalen Vergleich standhalten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Wittmann: Die Gemeinden werden zur Kasse gebeten!
Meine Damen und Herren! Auf der anderen Seite die Konzepte der Opposition. (Abg. Dr. Wittmann: Die Gemeinden werden zur Kasse gebeten!) In dieser Mitte, im Bereich der Grünen, warte ich immer noch auf ein Konzept. Auf der SPÖ-Seite soll es eines geben. Matznetter hat sich damit beschäftigt, er durfte nicht ganz und doch ein wenig, musste es verändern. Auch wenn Sie mir noch so aufs Hirn deuten, Herr Kollege Matznetter (Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt einfach nicht! – Abg. Neugebauer – in Richtung des Abg. Dr. Matznetter –: Schlechter Stil ist das!), erstens ist es unangebracht, zweitens haben Sie ja selber in Ihrer Presskonferenz zugeben müssen: Sie sind noch vorhanden, von Ihrem Konzept aber ist nicht mehr viel da. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Lesen Sie es einmal!)
Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt einfach nicht! – Abg. Neugebauer – in Richtung des Abg. Dr. Matznetter –: Schlechter Stil ist das!
Meine Damen und Herren! Auf der anderen Seite die Konzepte der Opposition. (Abg. Dr. Wittmann: Die Gemeinden werden zur Kasse gebeten!) In dieser Mitte, im Bereich der Grünen, warte ich immer noch auf ein Konzept. Auf der SPÖ-Seite soll es eines geben. Matznetter hat sich damit beschäftigt, er durfte nicht ganz und doch ein wenig, musste es verändern. Auch wenn Sie mir noch so aufs Hirn deuten, Herr Kollege Matznetter (Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt einfach nicht! – Abg. Neugebauer – in Richtung des Abg. Dr. Matznetter –: Schlechter Stil ist das!), erstens ist es unangebracht, zweitens haben Sie ja selber in Ihrer Presskonferenz zugeben müssen: Sie sind noch vorhanden, von Ihrem Konzept aber ist nicht mehr viel da. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Lesen Sie es einmal!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Lesen Sie es einmal!
Meine Damen und Herren! Auf der anderen Seite die Konzepte der Opposition. (Abg. Dr. Wittmann: Die Gemeinden werden zur Kasse gebeten!) In dieser Mitte, im Bereich der Grünen, warte ich immer noch auf ein Konzept. Auf der SPÖ-Seite soll es eines geben. Matznetter hat sich damit beschäftigt, er durfte nicht ganz und doch ein wenig, musste es verändern. Auch wenn Sie mir noch so aufs Hirn deuten, Herr Kollege Matznetter (Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt einfach nicht! – Abg. Neugebauer – in Richtung des Abg. Dr. Matznetter –: Schlechter Stil ist das!), erstens ist es unangebracht, zweitens haben Sie ja selber in Ihrer Presskonferenz zugeben müssen: Sie sind noch vorhanden, von Ihrem Konzept aber ist nicht mehr viel da. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Lesen Sie es einmal!)
Abg. Murauer: Wer hat das gesagt?
Darf ich die Voest-Privatisierung des letzten Jahres ins Gedächtnis rufen: Meine Damen und Herren, was gab es darüber hier für Aufregung, hier und auch in Oberösterreich! „Die Russen kommen!“ hat es geheißen, „Sie übernehmen diesen Betrieb!“ (Abg. Murauer: Wer hat das gesagt?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Jetzt wird er wenigstens kabarettistisch!
Meine Damen und Herren! Die Russen kommen! Ja, sie kommen, und zwar auf Besuch, um zu sehen, wie erfolgreich der Betrieb heute dasteht, beste Zahlen liefern kann. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Jetzt wird er wenigstens kabarettistisch!)
Zwischenrufe bei der SPÖ – Abg. Silhavy: Das ist aber nicht Ihr Verdienst!
Meine Damen und Herren! Ich darf Sie gleichzeitig daran erinnern – und Sie sollten sich freuen –, dass über 10 Prozent an diesem Betrieb in die Mitarbeiterbeteiligung gegangen sind. Freuen Sie sich darüber (Zwischenrufe bei der SPÖ – Abg. Silhavy: Das ist aber nicht Ihr Verdienst!), dass diese guten Arbeitskräfte auch von den besseren Ergebnissen dieses Betriebes profitieren können! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich darf Sie gleichzeitig daran erinnern – und Sie sollten sich freuen –, dass über 10 Prozent an diesem Betrieb in die Mitarbeiterbeteiligung gegangen sind. Freuen Sie sich darüber (Zwischenrufe bei der SPÖ – Abg. Silhavy: Das ist aber nicht Ihr Verdienst!), dass diese guten Arbeitskräfte auch von den besseren Ergebnissen dieses Betriebes profitieren können! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: Rohrkrepierer!
Was war denn zu diesem Konzept aus den Reihen der SPÖ zu hören? Wie sagte Androsch zum Matznetter-Konzept? – Das ist eine politische Bombe! (Abg. Murauer: Rohrkrepierer!) Nun, Gusenbauer musste diese politische Bombe entschärfen, er war der erste politische Feuerwehrmann in der SPÖ, um diesen offensichtlichen Flächenbrand zu löschen.
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall des Abg. Walch.
Meine Damen und Herren, Aufschwung schafft Arbeit! Ein wenig bin ich schon stolz darauf, dass, wenn man sich die Liste der in puncto Beschäftigung, in puncto niedrigste Arbeitslosenzahlen besten Bezirke Österreichs ansieht: Unter den besten zehn Bezirken sind sieben aus Oberösterreich! Sieben aus Oberösterreich, meine Damen und Herren! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall des Abg. Walch.)
Abg. Mag. Prammer: Da hat aber die Landesregierung nichts dazu getan!
Absoluter Spitzenreiter mit einer Arbeitslosigkeit von nur 2,7 Prozent: der Bezirk Eferding! Immerhin gibt es aber auch in der Stadt Linz, das sei klar gesagt, tolle Beschäftigungszahlen. (Abg. Mag. Prammer: Da hat aber die Landesregierung nichts dazu getan!) Wenn ein großes Bundesland – oder sollten wir sagen, eine Gemeinde oder Stadt – im Osten auch nur ähnliche Zahlen aufweisen könnte, wir würden hervorragend dastehen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Rufe bei der SPÖ: ... Niederösterreich?!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Rufe bei der SPÖ: ... Niederösterreich?!
Absoluter Spitzenreiter mit einer Arbeitslosigkeit von nur 2,7 Prozent: der Bezirk Eferding! Immerhin gibt es aber auch in der Stadt Linz, das sei klar gesagt, tolle Beschäftigungszahlen. (Abg. Mag. Prammer: Da hat aber die Landesregierung nichts dazu getan!) Wenn ein großes Bundesland – oder sollten wir sagen, eine Gemeinde oder Stadt – im Osten auch nur ähnliche Zahlen aufweisen könnte, wir würden hervorragend dastehen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Rufe bei der SPÖ: ... Niederösterreich?!)
Zwischenruf des Abg. Faul.
Ein zweiter Punkt: Es sollte auch einmal erwähnt werden, dass im Agrar- und Ernährungsbereich immerhin rund 462 500 Beschäftigte ihr Einkommen sichern können. Es ist dies also ein wichtiger Bereich, der durch das Agrarpaket, das gestern von Herrn Bundesminister Grasser, nach besten Verhandlungen mit unserem Herrn Bundesminister Pröll, fixiert und bestätigt worden ist, ebenfalls zur Sicherstellung von Arbeitsplätzen beiträgt. (Zwischenruf des Abg. Faul.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Sie haben bis heute – und das war auch gestern spürbar – nichts Besonderes vorgetragen, außer: Alles ist nichts! Dem setzen wir das Konzept der Entlastung, der Sicherung von Arbeitsplätzen entgegen: Aufschwung schafft Arbeit! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Das war der beste Witz!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Daher SPÖ! Das ist meine Antwort auf Ihren Slogan. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Das war der beste Witz!)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
Und im Übrigen, Herr Kollege Kopf: Wenn schon Feiertag, dann am schwarz-blauen Abwahltag. Es ist gerechtfertigt, dass wir dann die Zahl der Feiertage etwas erweitern. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Aber wenn ich mir die Zahlenjongleure hier anhöre – gestern sagt Karl-Heinz Grasser, oberster Zahlenjongleur der Republik: Durch den Export entstehen 50 000 Arbeitsplätze! Heute sagt Bartenstein 70 000! – Gott sei Dank haben wir morgen keine Plenarsitzung, da wären es dann wohl 90 000! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das haben wir ja schon alles einmal gehört!
Wenn ich mir Ihre Zahlen über den Beschäftigtenstand so anschaue – der in Wirklichkeit stagniert und bei dem nur Teilzeitbeschäftigte dazukommen –, dann meine ich, es wird wohl der Tag nicht mehr fern sein, an dem Sie in Ihren Statistiken mehr Beschäftigte aufzählen, als Menschen in Österreich leben. (Abg. Scheibner: Das haben wir ja schon alles einmal gehört!) Das ist Ihre Art, wie Sie mit Statistiken umgehen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn ich mir Ihre Zahlen über den Beschäftigtenstand so anschaue – der in Wirklichkeit stagniert und bei dem nur Teilzeitbeschäftigte dazukommen –, dann meine ich, es wird wohl der Tag nicht mehr fern sein, an dem Sie in Ihren Statistiken mehr Beschäftigte aufzählen, als Menschen in Österreich leben. (Abg. Scheibner: Das haben wir ja schon alles einmal gehört!) Das ist Ihre Art, wie Sie mit Statistiken umgehen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Und Sie wissen ganz genau, bei Ihrem „Abgabenquote wird geringer“ (Zwischenrufe bei der ÖVP) – übrigens, zu Prognosen: es kommen ja lauter Seher heraus, lauter Propheten mit Orakel-Sprüchen, die sich hier niederlassen –, wird sich etwas tun. Sie wissen, dass die EU-Statistiker die Berechnungsgrundlage für das BIP geändert haben. Das allein bewirkt, dass das eine andere Abgabenquotenberechnung wird.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Wo? Wo? Bei der SPÖ?
Also kommen Sie nicht mit diesen Schmähs hier heraus. Da sitzen zu viele Experten, die das nicht durchschauen. Jawohl. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Wo? Wo? Bei der SPÖ?)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich verstehe ja, dass Sie sich gegenseitig loben. Es lobt Sie ja sonst niemand. Und genau das ist Ihr Problem! Wenn ich mir die heutigen Kommentare in den Zeitungen anschaue, so meine ich, das ist eine einzige Kritikorgie an dem, was gestern der Finanzminister hier geliefert hat. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Überschrift „Lustlos“ war da noch das Harmloseste. „Rekorddefizit statt Nulldefizit“, das ist „super“, klar!
Zwischenruf bei der ÖVP.
Dann, wenn es notwendig ist, dass man auch nachfrageorientiert etwas macht, da haben Sie nichts gemacht. Es hat keine Entlastung für die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen, keine Förderung für die kleinen und mittleren Unternehmer gegeben. Das war für Sie kein Thema. „Prozyklisch“ nennt man das, in der Konjunktur mitschwimmen, Gegenstand der Konjunktur sein, nicht versuchen, sie wirtschaftspolitisch zu beeinflussen! (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein politischer Abdankprozess war das, den Sie letztendlich hier zu verantworten haben. Ergebnis: Pensionskürzungen und die Österreicherinnen und Österreicher haben nichts im Geldbörsel gehabt. Das war das Ergebnis Ihrer Politik! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und da können Sie noch so sehr versuchen, auf der Angebotsseite Erleichterungen zu schaffen, da kann der Unternehmer die besten und erlauchtesten Waren in sein Schaufenster stellen: Wenn Herr Österreicher oder Frau Österreicherin daran vorbeispaziert, schaut er oder sie rein ins Schaufenster, denkt kurz an Bartenstein oder Grasser, geht weiter und kauft nicht! Das ist das Problem! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Wo ist der Experte?
Deswegen hat es keine Wachstumsstimulanz gegeben, deswegen keine Beschäftigungsstimulanz, und deswegen ist Ihre Wirtschaftspolitik im Ergebnis so erbärmlich, wie sie ist und wie sie auch die Experten in den Zeitungen zu Recht beschrieben haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Wo ist der Experte?)
Abg. Scheibner: ... keine seriöse Rede!
Das ist keine seriöse Wirtschaftspolitik! (Abg. Scheibner: ... keine seriöse Rede!) So geht man nicht mit der Wirtschaft um! So geht man nicht mit den Arbeitnehmern um, wie Sie das hier letztendlich machen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist keine seriöse Wirtschaftspolitik! (Abg. Scheibner: ... keine seriöse Rede!) So geht man nicht mit der Wirtschaft um! So geht man nicht mit den Arbeitnehmern um, wie Sie das hier letztendlich machen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kopf: Von welchem Land sprechen Sie?
Und wissen Sie, die Belastungspakete haben das abgewürgt, stagnierende Realeinkommen, nichts im Geldbörsel, Rekordarbeitslosigkeit und ein stagnierender Beschäftigtenstand. Das ist das, wofür Sie die Verantwortung zu übernehmen haben. (Abg. Kopf: Von welchem Land sprechen Sie?)
Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dann kommt in der Grasser-Rede im Zusammenhang mit einer Steuerreform, die faktisch nur ein Plus von 0,3 Prozent für das Wachstum ausmacht, noch der berühmte Satz: Wir schenken den Menschen mehr Freiheit! – Danke, Majestät! Danke, dass Sie so nett sind und mehr Freiheit schenken, nämlich die Freiheit, Steuer zu zahlen, mehr Steuer zu zahlen. (Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Wenn Sie sich das nämlich anschauen, so sehen Sie: plus 18 Prozent bei der Lohnsteuer, nur plus 5 Prozent bei den Kapitalerträgen und minus 5 Prozent bei den Unternehmen! So schaut Ihre Politik aus!
Abg. Steibl: Das ist auch gut so!
Und gesellschaftspolitisch wird Ihr ÖVP-Familienmodell gefördert. Das ist die Wahrheit! (Abg. Steibl: Das ist auch gut so!) Die Frau zu Hause, den Mann bei Laune halten, kurz ein Liedchen singen und dann, laut Elisabeth Gehrer, ab ins Schlafzimmer! Das ist Ihr ÖVP-Familienmodell, das Sie uns hier anbieten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Was soll denn das?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Was soll denn das?
Und gesellschaftspolitisch wird Ihr ÖVP-Familienmodell gefördert. Das ist die Wahrheit! (Abg. Steibl: Das ist auch gut so!) Die Frau zu Hause, den Mann bei Laune halten, kurz ein Liedchen singen und dann, laut Elisabeth Gehrer, ab ins Schlafzimmer! Das ist Ihr ÖVP-Familienmodell, das Sie uns hier anbieten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Was soll denn das?)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Schlusssatz: Nicht einmal in der Physik gibt es einen Quantensprung. Experimente haben nämlich ergeben, es gibt überhaupt keinen Quantensprung. Und in Ihrer Politik schon gar nicht! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Minister! Meine geschätzten Damen und Herren! Davon, wer hier Theater spielt und wer hier eine Show abliefert, konnten sich, glaube ich, Hunderttausende Österreicherinnen und Österreicher gerade live im Fernsehen überzeugen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine geschätzten Damen und Herren! Das ist der falsche Weg, denn so schlecht, wie Sie es darstellen, ist Österreich nicht. Das kann ich Ihnen garantieren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Trunk: Danke ist zu wenig! Gerechte Einkommen wären gefragt!
Aber, meine geschätzten Damen und Herren, es scheint mir bei so einer Gelegenheit auch einmal wichtig zu sein, zu sagen: Es gibt so viele Lobesworte von Seiten der Regierung und natürlich die Kritik der Opposition an der Wirtschaftspolitik, am Wirtschaftsstandort und den Rahmenbedingungen, das ist klar. Ich glaube, man sollte hier von dieser Stelle aus auch einmal jenen Leuten danken, die es sich verdient haben, nämlich den über 3,8 Millionen Beschäftigten, den mehreren hunderttausend Betrieben, die für dieses Land arbeiten und die eben diesen Wirtschaftsstandort und diese Qualität in diesem Land aufrechterhalten. Von uns Freiheitlichen einmal einen herzlichen Dank an all jene Menschen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Trunk: Danke ist zu wenig! Gerechte Einkommen wären gefragt!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.
Frau Kollegin Trunk! Wer schreit, hat nicht Recht. Dieser Spruch gilt auch heute wieder. (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.) Das nützt leider nichts. Wir haben Recht, und die Experten geben uns Recht, denn Österreich (Zwischenruf des Abg. Broukal – Abg. Silhavy: Wie ist das mit gerechten Einkommen?) – und das sagen alle Experten – liegt im Spitzenfeld. (Abg. Mag. Trunk: Danke, Jörg! Danke, Uwe!) Ich möchte jetzt hier in den nächsten Minuten nicht viele Zahlen auftischen, sondern generell versuchen, diesen Standort darzustellen.
Zwischenruf des Abg. Broukal – Abg. Silhavy: Wie ist das mit gerechten Einkommen?
Frau Kollegin Trunk! Wer schreit, hat nicht Recht. Dieser Spruch gilt auch heute wieder. (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.) Das nützt leider nichts. Wir haben Recht, und die Experten geben uns Recht, denn Österreich (Zwischenruf des Abg. Broukal – Abg. Silhavy: Wie ist das mit gerechten Einkommen?) – und das sagen alle Experten – liegt im Spitzenfeld. (Abg. Mag. Trunk: Danke, Jörg! Danke, Uwe!) Ich möchte jetzt hier in den nächsten Minuten nicht viele Zahlen auftischen, sondern generell versuchen, diesen Standort darzustellen.
Abg. Mag. Trunk: Danke, Jörg! Danke, Uwe!
Frau Kollegin Trunk! Wer schreit, hat nicht Recht. Dieser Spruch gilt auch heute wieder. (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.) Das nützt leider nichts. Wir haben Recht, und die Experten geben uns Recht, denn Österreich (Zwischenruf des Abg. Broukal – Abg. Silhavy: Wie ist das mit gerechten Einkommen?) – und das sagen alle Experten – liegt im Spitzenfeld. (Abg. Mag. Trunk: Danke, Jörg! Danke, Uwe!) Ich möchte jetzt hier in den nächsten Minuten nicht viele Zahlen auftischen, sondern generell versuchen, diesen Standort darzustellen.
Abg. Reheis: Viel Fleiß, wenig Geld!
Die Gründe dafür, warum Österreich ein guter Wirtschaftsstandort ist, liegen auf der Hand. Da gibt es einmal die vielen wirtschaftlichen Gründe: die Steuerreform, die Absenkung der KöSt, Rahmenbedingungen von Seiten der Politik. Dann gibt es vor allen Dingen auch die Humanressourcen, die hohe Qualität der Facharbeiter, die hohe Qualität der Ausbildung, den Fleiß all der Menschen, die hier in Österreich arbeiten und leben, und die Bereitschaft zur Leistung. (Abg. Reheis: Viel Fleiß, wenig Geld!)
Abg. Öllinger: Unsere Seen sind schön – das wissen wir!
Wenn man sich umschaut, dann sieht man, Österreich ist auch ein guter Standort, weil es den Menschen gut geht, weil die Natur wunderschön und intakt ist, weil das Freizeitangebot sehr groß ist und die Trinkwasserqualität des Badesees bis hin zum Schifahren auf dem Berg bedeutend ist. (Abg. Öllinger: Unsere Seen sind schön – das wissen wir!)
Abg. Parnigoni: Also Sie machen Politik nur für die Manager!
Herr Kollege Öllinger, das wird Sie nicht interessieren, das glaube ich Ihnen, denn Sie stehen nicht in der Wirtschaft, Sie können das nicht beurteilen. Aber Topmanagern und hoch qualifizierten Arbeitskräften, die zehn, zwölf, 16 Stunden am Tag ihre Arbeit machen, gefällt es auch, wenn sie bei der Haustür hinausgehen und sehen, dass das Rundherum in Ordnung ist. (Abg. Parnigoni: Also Sie machen Politik nur für die Manager!) Denen ist auch wichtig, dass es ein gutes Schul- und Bildungssystem gibt, wo sie
Abg. Hagenhofer: So eine billige Argumentation!
Man braucht sich nur die Rankings, das Pro-Kopf-Einkommen und die Standortreihungen anzuschauen. Internationalen Studien, die europaweit über 1 200 Standorte vergleichen, zufolge belegt Österreich im Hinblick auf die Standorte die Plätze 11 bis 13 und 18 und 19. Es ist schon auch interessant, zu sehen, dass der Topwirtschaftsstandort Deutschland beim Vergleich der 1 200 Standorte nur Platz 443 einnimmt. Ich glaube, das zeigt, dass die Qualität der Politik von Blau und Schwarz Gutes tut. (Abg. Hagenhofer: So eine billige Argumentation!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abschließend möchte ich noch sagen: Diese Vergleiche machen sicher. Sie werden auch die Menschen draußen sicher machen. Im Endeffekt möchte ich damit schließen, womit ich begonnen habe: Jammern und raunzen ist zu wenig, das steht fest. Und ich stehe auch nicht hier, um zu sagen, dass alles, was so gut ist, von Schwarz-Blau kommt. Dazu haben auch SPÖ-Politiker beigetragen, vor allem SPÖ-Politiker, die Vertreter einer anderen Qualität von Politik sind, Politiker mit Handschlagqualität, vielleicht wie ein Hannes Androsch, der mittlerweile die SPÖ kritisiert, oder ein Bruno Kreisky. Die heutigen Politiker von Rot und Grün kommen über das Raunzen und über das Jammern nicht hinweg. Wir machen die Arbeit, Sie raunzen weiter. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich weiß nicht, was soll denn das heißen, das mit diesem Raunzen? Man könnte es auch umdrehen. Ich finde, das Thema ist zu ernst. Ich meine, es gibt schon Probleme, über die man auch objektiv und analytisch diskutieren kann. Was Sie machen, ist, sich einfach hinzustellen und egal, zu welchem Thema, irgendwie Werbesprüche herunterzuklopfen und nur mehr noch in Werbeslogans zu reden. Dafür sind die Probleme und die Sachfragen, die zu lösen sind, einfach zu ernst, um das hier so abzuhandeln. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
bracht und Beschäftigung geschaffen, und zwar sehr viel mehr Beschäftigung als jetzt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir haben immer noch 244 000 Arbeitslose, wir haben fast 40 000 arbeitslose Jugendliche. Im jetzigen Budget finde ich aber leider keine Aufstockung des Budgets für die aktive Arbeitsmarktpolitik. Es ist also nicht nur so, dass die Maßnahmen für die Vergangenheit eigentlich an dem Problem vorbeigegangen sind, auch die jetzt vorgelegten Maßnahmen für die Zukunft werden in diesem Bereich keine aktive Entlastung bringen. Das, was passiert, ist vielleicht zufällig, aber nicht von Ihnen geplant und gewollt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Genau, nächstes Jahr 2,5!
Wir bräuchten ein Wachstum von über 2 Prozent, um tatsächlich im Beschäftigtenbereich etwas zu spüren. (Abg. Mag. Molterer: Genau, nächstes Jahr 2,5!) – Ja, das ist wieder diese typische Schönfärberei, wo man sich hinstellt und ... (Abg. Mag. Molterer: Wirtschaftsforscher sagen das!) Wirtschaftsforscher sagen das nicht, im Gegenteil.
Abg. Mag. Molterer: Wirtschaftsforscher sagen das!
Wir bräuchten ein Wachstum von über 2 Prozent, um tatsächlich im Beschäftigtenbereich etwas zu spüren. (Abg. Mag. Molterer: Genau, nächstes Jahr 2,5!) – Ja, das ist wieder diese typische Schönfärberei, wo man sich hinstellt und ... (Abg. Mag. Molterer: Wirtschaftsforscher sagen das!) Wirtschaftsforscher sagen das nicht, im Gegenteil.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie verunsichern doch!
Wir haben ein Problem, was die Binnennachfrage betrifft. Da sind wir auch bei einem akuten Problem der schwarz-blauen Bundesregierung. Die Exporte funktionieren tatsächlich ordentlich, aber in der Binnennachfrage hat vor allem die Diskussion rund um die Pensionsreform nichts gebracht, es fehlt auch die Entlastung von BezieherInnen von kleinsten Einkommen im Rahmen der Steuerreform. Im Gegenteil, die Verunsicherung ist massiv gestiegen. Das sagen alle Wirtschaftsforscher. Die Menschen haben das aus den Einkommen gewonnene Geld auf die Sparbücher gelegt, und die Binnennachfrage ist dadurch massiv gedämpft worden. Das ist auch ein Problem, wenn man verunsichert, wenn man den Menschen für die Zukunft keine Sicherheit gibt und vor allem den BezieherInnen von kleinsten Einkommen keine Sicherheit gibt. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie verunsichern doch!)
Abg. Großruck: Das passiert ja!
Für mich sehr erschreckend ist, dass Sie den gesamten Beschäftigungsbereich, die Zukunftsarbeitsplätze, die im Bereich erneuerbarer Energien möglich wären – laut Wifo hätten wir ein Potential von über 26 000 Arbeitsplätzen im Bereich Klimaschutz, erneuerbare Energien, zukunftssichere Arbeitsplätze –, einfach in die Donau hinunterleeren, dass Sie das ganze Potential einfach ignorieren und ihm sogar jetzt noch den Todesstoß versetzen. (Abg. Großruck: Das passiert ja!) Das ist keine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik, und mit verantwortungsvoller Beschäftigungspolitik hat das gar nichts zu tun. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Für mich sehr erschreckend ist, dass Sie den gesamten Beschäftigungsbereich, die Zukunftsarbeitsplätze, die im Bereich erneuerbarer Energien möglich wären – laut Wifo hätten wir ein Potential von über 26 000 Arbeitsplätzen im Bereich Klimaschutz, erneuerbare Energien, zukunftssichere Arbeitsplätze –, einfach in die Donau hinunterleeren, dass Sie das ganze Potential einfach ignorieren und ihm sogar jetzt noch den Todesstoß versetzen. (Abg. Großruck: Das passiert ja!) Das ist keine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik, und mit verantwortungsvoller Beschäftigungspolitik hat das gar nichts zu tun. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Christine Marek (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Auch wenn Sie von der SPÖ und den Grünen es nicht hören wollen, muss ich Ihnen doch sagen: Wir setzen mit dem vorliegenden Budget und der Steuerreform die notwendigen Maßnahmen punktgenau dann, wenn es notwendig ist, und dort, wo es notwendig ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Und das sind keine Werbeslogans, liebe Eva.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aber, meine Damen und Herren, ich glaube, die Kombination macht es einfach, was Österreich auch beweist. Denn zusammen mit den genannten Maßnahmen und den großartigen Leistungen sowie dem ausgezeichneten Bildungsniveau der österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist Österreich einfach der perfekte Wirtschaftsstandort. Hier ein Dankeschön an die österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ein weiterer Punkt, den ich in Bezug auf die Unternehmensbesteuerung erwähnen möchte, ist die künftig begünstigte Besteuerung der nicht entnommenen Gewinne. Das, liebe Eva Glawischnig, ist auch wieder etwas, was gerade die kleinen und mittleren Unternehmen in diesem Land deutlich begünstigt und stärkt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese positiven und notwendigen Maßnahmen betone ich gerade in meiner Funktion als aktive Betriebsrätin in der Wiener Privatwirtschaft, ist es doch eine der vorrangigsten Interessen einer zukunftsorientierten und verantwortungsbewussten Arbeitnehmervertretung, dass Arbeitsplätze geschaffen, gehalten und gesichert werden. Und das, meine Damen und Herren von der SPÖ, kann man nicht mit einem Gießkannenschwenk tun, so wie Sie es machen, sondern indem man eben punktgenaue und bedarfsorientierte Konzepte umsetzt. Das haben wir in den letzten Jahren eben auch mit den beiden Konjunkturpaketen sehr eindrucksvoll erlebt. Während die Weltwirtschaft deutlich schwächelte, haben wir damit die österreichischen Unternehmen im internationalen Wettbewerb gestärkt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ein besonderes Anliegen, meine Damen und Herren, sind uns, so auch mir, gerade die jungen Menschen, die sich um Lehrstellen bemühen. Leider zeigen sich immer weniger Unternehmen oder nach wie vor viel zu wenig dazu bereit, Lehrlinge auszubilden und damit auch ihren Beitrag zum sehr erfolgreichen dualen österreichischen Ausbildungssystem zu leisten. Und auch da hat der Bundeskanzler erst vor wenigen Tagen ein wirklich tolles, eindrucksvolles Paket präsentiert, indem er angekündigt hat, dass der Bund 800 Lehrlinge zusätzlich ausbilden wird. Die Gemeinden und Länder haben sich dann mit 1 000 weiteren Lehrstellen angeschlossen. Hier ein Dankeschön an die Lehrherren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Steibl: Das ist es!
Dafür sind wir eben auch bereit, für einen gewissen Zeitraum vom Prinzip des Nulldefizits abzugehen, um mit der entstehenden Entlastung sowohl der Unternehmen als auch der Menschen in diesem Land eine Belebung für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt zu erreichen. Übrigens ist das ja eigentlich genau das, werte Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, was Sie im letzten Jahr schon fast gebetsmühlenartig immer wieder gefordert haben. Und das finde ich jetzt wirklich interessant. Denn jetzt machen wir es und es passt auch wieder nicht. Aber vielleicht wissen Sie nicht, was Sie wollen. (Abg. Steibl: Das ist es!) Oder doch? Oder nicht? – Ich weiß es nicht.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir senken die Abgabenquote, wir steigern die Effizienz der öffentlichen Verwaltung und wir setzen notwendige Reformen um, um eben die Solidarsysteme auch für die Zukunft entsprechend zu erhalten. Und das gibt in Österreich immer mehr Arbeit. Im roten Wien etwa folgt eine Gebührenlawine der nächsten, die Verwaltung braucht mehr Personal als die Europäische Union, und Reformen werden verschleppt bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Das kostet die Wienerinnen und Wiener jedes Jahr ein Vermögen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Und das außerdem, meine Damen und Herren, bei einem Beschäftigtenstand, der sich auf dem Niveau der sechziger Jahre befindet.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aber, meine Damen und Herren, der Vergleich macht uns einfach sicher. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Ja, so ist es!
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn man den Rednern der Regierungspartei so zuhört, dann müssten die Menschen vor den Fernsehschirmen eigentlich den Eindruck haben, da fließen Milch und Honig. (Ruf bei der ÖVP: Ja, so ist es!) Ich kann Ihnen sagen, die Lebensrealität vieler älterer Menschen, junger Menschen, junger Familien stellt sich eben leider ganz anders dar. Aber das ist genau das, wo Sie Kaiser sind. Sie sind Kaiser im Schönreden, Sie sind Kaiser in das eine sagen und das andere tun.
Abg. Ellmauer: Ein völliger Unsinn! Bleiben Sie doch bei den Tatsachen!
Abgeordneter Kopf hat gemeint, den gestrigen Tag könnten wir doch zu einem Feiertag erklären. Das sagt er angesichts eines ganz schlechten Budgets, das überall massiv kritisiert wird. Auf der anderen Seite wissen alle, dass Sie eigentlich nur daran arbeiten, Feiertage abzuschaffen und Sonntagsarbeit einzuführen. Das ist Ihr Ziel. (Abg. Ellmauer: Ein völliger Unsinn! Bleiben Sie doch bei den Tatsachen!) Sie sagen das eine, Sie tun das andere, Sie reden von Aufschwung und Arbeit, aber keines von diesen beiden Dingen tun Sie. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Kopf hat gemeint, den gestrigen Tag könnten wir doch zu einem Feiertag erklären. Das sagt er angesichts eines ganz schlechten Budgets, das überall massiv kritisiert wird. Auf der anderen Seite wissen alle, dass Sie eigentlich nur daran arbeiten, Feiertage abzuschaffen und Sonntagsarbeit einzuführen. Das ist Ihr Ziel. (Abg. Ellmauer: Ein völliger Unsinn! Bleiben Sie doch bei den Tatsachen!) Sie sagen das eine, Sie tun das andere, Sie reden von Aufschwung und Arbeit, aber keines von diesen beiden Dingen tun Sie. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Arbeit haben sie!
Das Traurige ist, von Ihren Sprechblasen und Worthülsen, die Sie hier produzieren, haben die Menschen zu Hause nichts. (Abg. Grillitsch: Arbeit haben sie!) Bekanntlich gibt es auch das Sprichwort: „Eigenlob stinkt.“ – Auch in dieser Disziplin sind Sie offensichtlich Kaiser.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Erstes Beispiel: Schönreden. Herr Minister Bartenstein hat sich heute hier hergestellt und gesagt, diese Regierung stellt 1,5 Milliarden für den Arbeitsmarkt zur Verfügung. Was ist die Wahrheit? – Die Wahrheit ist, es sind 600 Millionen €, also nicht einmal die Hälfte, für aktive Arbeitsmarktpolitik vorgesehen. Und für dieses Jahr, obwohl wir die höchste Arbeitslosigkeit der Zweiten Republik haben, geben Sie keinen einzigen Cent dazu. Im Budget sind es weiterhin 600 Millionen, ein Betrag, der also weit entfernt von Ihren 1,5 Milliarden ist. Das ist die Wahrheit, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Kopf: Die niedrigste Arbeitslosigkeit aller europäischen Länder!
Herr Bundesminister, Sie reden auch immer davon, Arbeitslosigkeit stelle kein Problem für den Bundeskanzler dar. Jugendarbeitslosigkeit war ja auch nur ein kleiner Schönheitsfehler. Wir kennen das. In Österreich gibt es 253 747 Menschen, die keine Beschäftigung haben. Und die haben unter anderem deshalb keine Arbeit, weil Sie die falsche Politik machen. Sie haben deshalb keine Arbeit, weil Sie eben tatsächlich zu wenig in die aktive Arbeitsmarktpolitik investieren. (Abg. Kopf: Die niedrigste Arbeitslosigkeit aller europäischen Länder!) Diese Leute haben nichts davon, wenn Sie immer mit Zahlen herumjonglieren und Österreich im internationalen Vergleich sehen. Es wissen doch alle, dass die Arbeitslosigkeit in den letzten vier Jahren Ihrer Regierungsverantwortung massiv angestiegen ist und wir es mit einer Arbeitslosigkeit zu tun haben, wie sie Österreich in der Vergangenheit noch nie gekannt hat.
Beifall bei der SPÖ.
Das Problem ist, dass diese Regierung in die Lebensrealität und in die Wirklichkeit nicht mehr zurückfindet. Sie verlieren sich in Superlativen. Es wird immer von Quantensprung, von Meilensteinen und Jahrhundertwerken gesprochen, und Sie lösen sogar die Quadratur des Kreises. Sie verlieren den Bezug zur Realität. Der Herr Bundeskanzler spricht davon, der Aufschwung ist da, alle spüren ihn. Die meisten Menschen spüren aber die Arbeitslosigkeit, die Teuerungsrate, den geringeren privaten Konsum. Das spüren die Menschen, und das ist die falsche Politik. Aber Sie verlieren sich in Ihrer Propaganda und in Ihren Propagandaschildern, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kopf: Alle irren sich: Das Wifo irrt sich, alle!
Das politische Problem ist, dass Sie bei der Selbstberuhigung und Selbstbeschwörung, die Sie betreiben, in Wirklichkeit untätig sind, dass Sie daher die wirkliche Lebensrealität vieler Menschen gar nicht wahrhaben wollen, dass Sie versuchen Probleme wegzureden, wegzuzaubern, schönzureden. Aber ich kann Ihnen sagen, das Problem ist, dass eben die Bevölkerung bei Ihrer Politik keine Lösung der Probleme zu erwarten hat. (Abg. Kopf: Alle irren sich: Das Wifo irrt sich, alle!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich komme zum Schluss: Es gibt Hoffnung, es gibt wieder einen Wahltag, und dann ist es Zeit für eine Regierung, die sich der Probleme der Menschen wieder annimmt. Die SPÖ ist startklar. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn nun die Oppositionsseite sagt, dass die Steuerpolitik mit einer Beschäftigungspolitik, mit einer Wirtschaftspolitik oder mit der Standortfrage Österreichs nichts zu tun hat, so sage ich: Das steht in engem Zusammenhang! Die Standortqualität Österreichs ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. In den letzten Jahren hat diese Bundesregierung, diese Koalition eine aktive Wirtschaftspolitik gemacht, die einfach allen durch mutige strukturpolitische Reformen, die hier umgesetzt wurden, zugute gekommen ist – der Gesamtbevölkerung in Österreich, egal, ob Arbeitnehmern, Selbständigen, Bauern oder Freiberuflern, allen ist sie zugute gekommen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht!
Die Steuerreform 2005 – ein Teil ist ja auf 2004 vorgezogen worden – war ebenfalls eine wichtige Maßnahme. Dadurch sind die Leute früher zu einem Steuersenkungsprogramm gekommen. Von dieser Steuerreform profitiert ebenfalls die gesamte Bevölkerung. (Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht!)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Mag. Molterer.
Jetzt wird immer wieder davon gesprochen: Ihr senkt die Körperschaftsteuer von 34 auf 25 Prozent. Sehr geehrte Damen und Herren! 1,4 Millionen Arbeitnehmer sind in Österreich in Kapitalgesellschaften beschäftigt; das kommt allen zugute. Das müssen Sie sich eben auch merken. Von den 5,9 Millionen Steuerzahlern werden jetzt 2,55 Millionen steuerfrei sein. Das passiert durch das Steuersenkungsprogramm dieser Bundesregierung, womit ein Bezieher eines Jahresbruttoeinkommens von 15 770 € im Jahr steuerfrei gestellt wird. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Mag. Molterer.)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni
Und da sagen Sie, das ist gar nichts? Geschätzte Damen und Herren, so kann es wohl nicht sein! Wer redet jetzt schlecht? – Sie reden schlecht! Lassen wir die Fakten sprechen! Ziel ist es, Vollbeschäftigung in Österreich zu halten. Arbeit und Einkommen sind die wirksamsten Mittel gegen Armut und soziale Ausgrenzung (Zwischenruf des Abg. Parnigoni), Herr Kollege.
Abg. Parnigoni: Wo ist die?
Herr Kollege Parnigoni! Oder bist du nicht für Vollbeschäftigung? Was ist? (Abg. Parnigoni: Wo ist die?) Wir haben heute den höchsten Beschäftigtenstand in Österreich überhaupt erreicht. Mit 3 244 380 Beschäftigten haben wir einen neuen Rekord. (Beifall
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Noch nie zuvor hat eine Bundesregierung mehr in die Zukunft unseres Landes investiert als die jetzige. Das sollten Sie sich merken! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Neudeck: Der Herbst ist dazwischen!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Winter kommt nach dem Sommer. Der Abend kommt nach dem Morgen. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Neudeck: Der Herbst ist dazwischen!)
Abg. Kopf hält eine rot-weiß-rote Tafel mit der Aufschrift „Aufschwung schafft Arbeit“ in die Höhe.
Was ist all diesen Sätzen gemeinsam, Herr Kollege Kopf? Was ist all diesen Sätzen gemeinsam? (Abg. Kopf hält eine rot-weiß-rote Tafel mit der Aufschrift „Aufschwung schafft Arbeit“ in die Höhe.) Sie sind genauso richtig wie falsch, sie sind von uns eigentlich nicht beeinflussbar – jedenfalls was den Morgen, den Abend, den Winter, den Frühling und auch alle sonstigen Jahreszeiten betrifft. Das ist doch eine Banalität, die Sie hier verbreiten, ein Beschwörungsmantra! Damit können Sie sich vielleicht selbst beruhigen, aber ganz sicher nicht die Menschen in diesem Land. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Was ist all diesen Sätzen gemeinsam, Herr Kollege Kopf? Was ist all diesen Sätzen gemeinsam? (Abg. Kopf hält eine rot-weiß-rote Tafel mit der Aufschrift „Aufschwung schafft Arbeit“ in die Höhe.) Sie sind genauso richtig wie falsch, sie sind von uns eigentlich nicht beeinflussbar – jedenfalls was den Morgen, den Abend, den Winter, den Frühling und auch alle sonstigen Jahreszeiten betrifft. Das ist doch eine Banalität, die Sie hier verbreiten, ein Beschwörungsmantra! Damit können Sie sich vielleicht selbst beruhigen, aber ganz sicher nicht die Menschen in diesem Land. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Kopf: Aber immer schon!
Aber Sie müssen auch die Fußnoten lesen! Das muss man tun, wenn man seriös ist. Dort steht zu lesen, dass die Kindergeldbezieherinnen, die Präsenzdiener und die Zivildiener mit hineingerechnet sind. (Abg. Kopf: Aber immer schon!) Die sind nicht unselbständig oder selbständig beschäftigt, die leisten einerseits einen Pflichtdienst oder sie beziehen andererseits Kindergeld, weil sie zu Hause sind. (Abg. Kopf: Die waren immer schon drinnen!) Wie kommen Sie auf die Idee, dass diese Leute eine Beschäftigung haben? – Das ist doch wieder ein Beschwörungsmantra, das Sie hier abziehen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Kopf: Die waren immer schon drinnen!
Aber Sie müssen auch die Fußnoten lesen! Das muss man tun, wenn man seriös ist. Dort steht zu lesen, dass die Kindergeldbezieherinnen, die Präsenzdiener und die Zivildiener mit hineingerechnet sind. (Abg. Kopf: Aber immer schon!) Die sind nicht unselbständig oder selbständig beschäftigt, die leisten einerseits einen Pflichtdienst oder sie beziehen andererseits Kindergeld, weil sie zu Hause sind. (Abg. Kopf: Die waren immer schon drinnen!) Wie kommen Sie auf die Idee, dass diese Leute eine Beschäftigung haben? – Das ist doch wieder ein Beschwörungsmantra, das Sie hier abziehen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Aber Sie müssen auch die Fußnoten lesen! Das muss man tun, wenn man seriös ist. Dort steht zu lesen, dass die Kindergeldbezieherinnen, die Präsenzdiener und die Zivildiener mit hineingerechnet sind. (Abg. Kopf: Aber immer schon!) Die sind nicht unselbständig oder selbständig beschäftigt, die leisten einerseits einen Pflichtdienst oder sie beziehen andererseits Kindergeld, weil sie zu Hause sind. (Abg. Kopf: Die waren immer schon drinnen!) Wie kommen Sie auf die Idee, dass diese Leute eine Beschäftigung haben? – Das ist doch wieder ein Beschwörungsmantra, das Sie hier abziehen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn Sie realistisch und genau rechnen, dann stellt sich etwas anderes heraus: Kein Aufschwung bei den Beschäftigten, sondern im Jahr 2003 3,070 300 Beschäftigte. Im Jahr 2001 hatten wir aber 3,078 und so weiter Millionen Beschäftigte. Was heißt das? – Im Jahr 2001 waren mehr Leute beschäftigt als im Jahr 2003. Und da kommen Sie daher und erzählen uns wieder irgendetwas mit Ihren Mantrasätzen von wegen Aufschwung, alles nehme zu, alles werde besser, alles werde stärker, alles werde dynamischer?! Das haben wir gestern schon gehört. Entschuldigen Sie, aber Herr Grasser sollte wirklich nicht mehr länger Ihr Maßstab für Propagandasätze sein! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kopf: Sie ist mit 4,5 Prozent am niedrigsten in der ganzen EU!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es schaut wirklich nicht so gut aus. Ich habe Ihnen schon die tatsächliche Zahl der Beschäftigten, die rückläufig ist, genannt. Jetzt nenne ich Ihnen noch andere Zahlen. Die Arbeitslosigkeit geht nicht zurück, sie ist gestiegen. 240 000, 244 000 Arbeitslose, aber es kommen noch 45 000 dazu, die in Kursen sind. (Abg. Kopf: Sie ist mit 4,5 Prozent am niedrigsten in der ganzen EU!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist eine Realität, über die Sie reden hätten sollen – und nicht Ihre sinnlose Taferl- und Mantrapolitik. „Ohm“ können Sie machen. Das ist Beschwörungspolitik! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Der Redner stellt eine rot-weiß-rote Tafel mit der Aufschrift „Aufschwung durch Entlastung“ vor sich auf das Rednerpult. – Abg. Öllinger: Nicht schon wieder! Drehen Sie es um!
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Der Redner stellt eine rot-weiß-rote Tafel mit der Aufschrift „Aufschwung durch Entlastung“ vor sich auf das Rednerpult. – Abg. Öllinger: Nicht schon wieder! Drehen Sie es um!) Aufschwung durch Entlastung. – Aufschwung brauchen wir, meine Damen und Herren, weil Aufschwung Arbeit schafft und Arbeit etwas ist, was das Wichtigste an politischer Zielsetzung ist, die eine Regierung, die Politik haben kann. Arbeit, meine Damen und Herren, ist nicht nur Lebensgrundlage, sondern Arbeit für die Menschen ist Zukunft, ist soziale Sicherheit. Sozial ist daher, was Arbeit schafft. Das ist unsere Zielsetzung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Der Redner stellt eine rot-weiß-rote Tafel mit der Aufschrift „Aufschwung durch Entlastung“ vor sich auf das Rednerpult. – Abg. Öllinger: Nicht schon wieder! Drehen Sie es um!) Aufschwung durch Entlastung. – Aufschwung brauchen wir, meine Damen und Herren, weil Aufschwung Arbeit schafft und Arbeit etwas ist, was das Wichtigste an politischer Zielsetzung ist, die eine Regierung, die Politik haben kann. Arbeit, meine Damen und Herren, ist nicht nur Lebensgrundlage, sondern Arbeit für die Menschen ist Zukunft, ist soziale Sicherheit. Sozial ist daher, was Arbeit schafft. Das ist unsere Zielsetzung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben mit diesem Budget einen weiteren ganz entscheidenden Schritt auf unserem klaren politischen, wirtschaftspolitischen Kurs für Österreich gesetzt. Meine Damen und Herren, wir suchen keinen Kurs, wir haben ihn! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir diskutieren kein Konzept, wir haben ein Konzept, meine Damen und Herren – und das nicht erst mit der Vorlage dieses Budgets für das Jahr 2005. Nein, wir sind am 4. Februar des Jahres 2000 mit diesem klaren wirtschaftspolitischen Kurs für Österreich angetreten. Und – das wird Sie nicht überraschen – es ist ein anderer Kurs als jener, den die SPÖ will. Es ist ein neuer Kurs, es ist ein Zukunftskurs für dieses Land Österreich, ein Kurs, der dem Land und den Menschen in Österreich positive Perspektiven gibt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Erstens: Wir haben uns von Anfang an vorgenommen, das Budget zu sanieren. Es war leider notwendig, meine Damen und Herren, und die Budgetsanierung ist nicht Selbstzweck, sondern ein saniertes Budget, ein Budget, das in Ordnung ist, schafft Spielraum für den Staat, schafft Spielraum für die Zukunft. Ein Budget, meine Damen und Herren, das nicht in Ordnung ist, bedeutet doch eigentlich, dass wir die Lasten auf die jungen Menschen verlagern. Damit muss Schluss sein! Fairness und Nachhaltigkeit in der Budgetpolitik sind unsere Zielsetzung. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Sburny: Koste es, was es wolle!
Wir haben ein zweites klares Ziel formuliert: Wir wollen die Abgabenquote senken. (Abg. Sburny: Koste es, was es wolle!) Das spricht sich technisch so leicht aus, aber es ist in Wirklichkeit das, was wir beim Budget wollen, nämlich Spielraum für den Staat. Abgabensenkung heißt Spielraum für den Bürger, meine Damen und Herren, Spielraum für die Österreicherin, für den Österreicher. Mehr Geld in der eigenen Tasche – das heißt Senkung der Abgabenquote!
Abg. Silhavy: Das ist eine späte Selbsterkenntnis!
Dieses Ziel ist politisch wichtig, weil wir im Gegensatz zu manchen in der Politik eben meinen, eine hohe Abgabenquote ist keine zivilisatorische Leistung. Das Gegenteil ist der Fall! (Abg. Silhavy: Das ist eine späte Selbsterkenntnis!) Eine hohe Abgabenquote bedeutet, der Staat hat ständig die Finger in den Taschen der Bürger. Damit muss Schluss sein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dieses Ziel ist politisch wichtig, weil wir im Gegensatz zu manchen in der Politik eben meinen, eine hohe Abgabenquote ist keine zivilisatorische Leistung. Das Gegenteil ist der Fall! (Abg. Silhavy: Das ist eine späte Selbsterkenntnis!) Eine hohe Abgabenquote bedeutet, der Staat hat ständig die Finger in den Taschen der Bürger. Damit muss Schluss sein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
steht. So wie ein Unternehmen im Wettbewerb Bestand haben muss, gilt das auch für den Staat. Wenn wir Strukturreformen nicht setzen, meine Damen und Herren, dann gehen wir zurück, dann machen wir einen Schritt nach rückwärts. Nein, das wollen wir nicht! Wir wollen nach vorwärts, und nur durch Strukturreformen wird Österreich in der Lage sein, den harten Wettbewerb zu bestehen und vorwärts zu gehen. Das ist unsere Zielsetzung! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben ein viertes, strategisch wichtiges Ziel, nämlich in die richtigen Zukunftsbereiche zu investieren. Auch darüber kann man diskutieren. Ja, das ist okay und legitim. Selbstverständlich bekennen wir uns zu einer Familienpolitik, wir scheuen auch die Diskussion und den Vergleich nicht. (Beifall bei der ÖVP.) Wir sind eine christdemokratische Partei, meine Damen und Herren. Wir wollen keine Familienpolitik der Beliebigkeit, sondern wir wollen eine Familienpolitik, die unseren gesellschaftspolitischen Wertvorstellungen entspricht. (Abg. Murauer: Bravo!) Dazu bekennen wir uns, und diese Diskussion führen wir gerne mit Ihnen von der linken Reichshälfte. (Abg. Sburny: ... ist keine Familie für Sie! Nur heterosexuelle verheiratete Paare!) Gesellschaftspolitik ist keine Schande, Wertorientierung ist etwas Gutes.
Abg. Murauer: Bravo!
Wir haben ein viertes, strategisch wichtiges Ziel, nämlich in die richtigen Zukunftsbereiche zu investieren. Auch darüber kann man diskutieren. Ja, das ist okay und legitim. Selbstverständlich bekennen wir uns zu einer Familienpolitik, wir scheuen auch die Diskussion und den Vergleich nicht. (Beifall bei der ÖVP.) Wir sind eine christdemokratische Partei, meine Damen und Herren. Wir wollen keine Familienpolitik der Beliebigkeit, sondern wir wollen eine Familienpolitik, die unseren gesellschaftspolitischen Wertvorstellungen entspricht. (Abg. Murauer: Bravo!) Dazu bekennen wir uns, und diese Diskussion führen wir gerne mit Ihnen von der linken Reichshälfte. (Abg. Sburny: ... ist keine Familie für Sie! Nur heterosexuelle verheiratete Paare!) Gesellschaftspolitik ist keine Schande, Wertorientierung ist etwas Gutes.
Abg. Sburny: ... ist keine Familie für Sie! Nur heterosexuelle verheiratete Paare!
Wir haben ein viertes, strategisch wichtiges Ziel, nämlich in die richtigen Zukunftsbereiche zu investieren. Auch darüber kann man diskutieren. Ja, das ist okay und legitim. Selbstverständlich bekennen wir uns zu einer Familienpolitik, wir scheuen auch die Diskussion und den Vergleich nicht. (Beifall bei der ÖVP.) Wir sind eine christdemokratische Partei, meine Damen und Herren. Wir wollen keine Familienpolitik der Beliebigkeit, sondern wir wollen eine Familienpolitik, die unseren gesellschaftspolitischen Wertvorstellungen entspricht. (Abg. Murauer: Bravo!) Dazu bekennen wir uns, und diese Diskussion führen wir gerne mit Ihnen von der linken Reichshälfte. (Abg. Sburny: ... ist keine Familie für Sie! Nur heterosexuelle verheiratete Paare!) Gesellschaftspolitik ist keine Schande, Wertorientierung ist etwas Gutes.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Fest in den Werten, modern in den Wegen! – Das ist unser Motto, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Einem: Für Sie schon!
Wenn wir heute, vier Jahre nach diesem 4. Februar 2000, oder auch etwas mehr, innehalten, können wir sagen: Dieser Weg hat sich gelohnt. (Abg. Dr. Einem: Für Sie schon!) Die Entscheidung für diesen Zukunftsweg war richtig. Wir sind auf gutem Zukunftskurs, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn wir heute, vier Jahre nach diesem 4. Februar 2000, oder auch etwas mehr, innehalten, können wir sagen: Dieser Weg hat sich gelohnt. (Abg. Dr. Einem: Für Sie schon!) Die Entscheidung für diesen Zukunftsweg war richtig. Wir sind auf gutem Zukunftskurs, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aber die Wachstumsprognosen, meine Damen und Herren, sind nicht von uns vorgelegt, sondern sie sind vorgelegt beispielsweise vom Institut für Höhere Studien. Das IHS sagt ganz deutlich: Wir erwarten für heuer eine nach oben revidierte Wachstumsrate von 2,1 Prozent und für nächstes Jahr eine Rate von 2,5 Prozent. – Meine Damen und Herren! Das ist die höchste Wachstumsrate seit vielen Jahren in unserem Land. Und das ist gut so. Wir brauchen das, weil der Aufschwung Arbeit schafft. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Auch mit dem Budgetentwurf für das Jahr 2005 setzen wir diesen Weg, diesen Zukunftsweg für Österreich fort. Ich danke für diesen Entwurf, für dessen Erarbeitung unserem Finanzminister und seinem Staatssekretär, vor allem auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Finanzministerium, sehr, sehr herzlich. Exzellente Arbeit wurde hier geleistet! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Erstens: „Aufschwung durch Entlastung“. Jawohl, Teil dieser Budgetstrategie ist unsere erfolgreiche Steuerreform, die wir in diesem Haus schon beschlossen haben. Von Ihnen leider abgelehnt, wir haben sie umgesetzt! Sie führt genau zum richtigen Zeitpunkt zur notwendigen Entlastung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, für die Unternehmen, damit wir die anziehende Konjunktur durch unsere politischen Entscheidungen entsprechend unterstützen. Sie ist fair, weil sie ausgewogen ist zwischen den Arbeitnehmern und der Wirtschaft. Sie ist, und das ist politisch entscheidend, ohne Gegenfinanzierung gemacht. Wir erhöhen die Steuern nicht, meine Damen und Herren, das zu diskutieren bleibt Ihnen überlassen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Erbschaftssteuer, Grundsteuer, Schenkungssteuer, Mieterträge, diese Liste könnte ich noch fortsetzen, Sparbuchsteuer und so weiter. Das ist Ihre Politik, unsere nicht! Ohne Gegenfinanzierung, ohne Steuererhöhung machen wir unsere Steuerentlastung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Erstens: „Aufschwung durch Entlastung“. Jawohl, Teil dieser Budgetstrategie ist unsere erfolgreiche Steuerreform, die wir in diesem Haus schon beschlossen haben. Von Ihnen leider abgelehnt, wir haben sie umgesetzt! Sie führt genau zum richtigen Zeitpunkt zur notwendigen Entlastung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, für die Unternehmen, damit wir die anziehende Konjunktur durch unsere politischen Entscheidungen entsprechend unterstützen. Sie ist fair, weil sie ausgewogen ist zwischen den Arbeitnehmern und der Wirtschaft. Sie ist, und das ist politisch entscheidend, ohne Gegenfinanzierung gemacht. Wir erhöhen die Steuern nicht, meine Damen und Herren, das zu diskutieren bleibt Ihnen überlassen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Erbschaftssteuer, Grundsteuer, Schenkungssteuer, Mieterträge, diese Liste könnte ich noch fortsetzen, Sparbuchsteuer und so weiter. Das ist Ihre Politik, unsere nicht! Ohne Gegenfinanzierung, ohne Steuererhöhung machen wir unsere Steuerentlastung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir machen die Steuerentlastung auch zum richtigen Zeitpunkt; zum richtigen Zeitpunkt auch deshalb, weil gerade jetzt mit der EU-Erweiterung der Wettbewerb um den Standort schärfer wird. Wir spüren das. Aber weil wir gehandelt haben, wandern die Betriebe nicht ab, sondern sie wandern zu. Und wenn Betriebe zuwandern, wandern auch Arbeitsplätze zu, meine Damen und Herren! Das ist unser politisches Konzept. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist nicht meine politische Sprache, meine Damen und Herren, das müssen Sie verantworten. Diesen Stil will ich nicht in diesem Land, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben drittens einen große Schwerpunkt im Bereich der sozialen Gerechtigkeit. Das ist uns ein Anliegen: eine faire und gerechte Altersvorsorge, auch durch Harmonisierung der Pensionen, eine Aufstockung des Pflegegeldes und eine entsprechende Dotierung der Familienleistung, meine Damen und Herren! – Das ist praktische Sozialpolitik, wie wir sie verstehen und leben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben einen vierten großen Schwerpunkt: die Frage der Sicherheit. Wer viel mit Menschen diskutiert – und ich nehme an, das tun wir alle –, spürt, dass es in der Sicherheitsfrage ein großes Bedürfnis ist, noch mehr zu tun. – Und wir tun noch mehr! Wir reformieren die Polizei und die Gendarmerie, und wir investieren. Dieses Budget gibt Impulse in der materiellen Ausstattung unserer Sicherheitseinrichtungen und auch in der personellen Ausstattung. Mehr Exekutivwachebeamte werden für Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sorgen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Selbstverständlich gilt unser Impuls mit diesem Budget auch dem Arbeitsmarkt, und zwar nicht nur durch die Arbeitsmarktmaßnahmen. Es sind erste Anzeichen da, dass sich am Arbeitsmarkt auch eine Trendwende ergibt, nämlich ein Abschwung der Arbeitslosenrate. Und das wollen wir fortsetzen. Die Arbeitslosigkeit muss sinken, weil Vollbeschäftigung unser Ziel ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Mit diesem Budget für das Jahr 2005 setzen wir den erfolgreichen Weg fort. – Mehr soziale Gerechtigkeit, mehr Sicherheit und mehr Vollbeschäftigung, weil Aufschwung Arbeit schafft, meine Damen und Herren! (Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Ellmauer: War exzellent!
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die gestrige Budgetrede des Herrn Finanzministers (Abg. Ellmauer: War exzellent!) ist wie seine Gesamtbilanz in einem Satz zusammenzufassen (Abg. Dr. Fekter: Hervorragend!): Er hat viel versprochen und nichts gehalten! Genau das zeichnet seine Politik aus! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Fekter: Hervorragend!
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die gestrige Budgetrede des Herrn Finanzministers (Abg. Ellmauer: War exzellent!) ist wie seine Gesamtbilanz in einem Satz zusammenzufassen (Abg. Dr. Fekter: Hervorragend!): Er hat viel versprochen und nichts gehalten! Genau das zeichnet seine Politik aus! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die gestrige Budgetrede des Herrn Finanzministers (Abg. Ellmauer: War exzellent!) ist wie seine Gesamtbilanz in einem Satz zusammenzufassen (Abg. Dr. Fekter: Hervorragend!): Er hat viel versprochen und nichts gehalten! Genau das zeichnet seine Politik aus! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Das Ziel ist Vollbeschäftigung!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie haben heute früh gesagt: Lassen wir die Fakten sprechen! Nun, sie sollen es tun. Sie haben die Vollbeschäftigung versprochen – Realität ist, dass heute 50 000 Menschen mehr in Österreich arbeitslos sind. Zu behaupten, das wäre Vollbeschäftigung, ist ein absoluter Zynismus gegenüber jedem einzelnen Arbeitslosen in unserem Land. (Abg. Mag. Molterer: Das Ziel ist Vollbeschäftigung!) Merken Sie sich das, Herr Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie haben heute früh gesagt: Lassen wir die Fakten sprechen! Nun, sie sollen es tun. Sie haben die Vollbeschäftigung versprochen – Realität ist, dass heute 50 000 Menschen mehr in Österreich arbeitslos sind. Zu behaupten, das wäre Vollbeschäftigung, ist ein absoluter Zynismus gegenüber jedem einzelnen Arbeitslosen in unserem Land. (Abg. Mag. Molterer: Das Ziel ist Vollbeschäftigung!) Merken Sie sich das, Herr Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Scheibner: Das habt ihr kritisiert!
Zweitens: Sie haben das Nulldefizit versprochen. (Abg. Scheibner: Das habt ihr kritisiert!) – Was Sie vorlegen, das ist ein Budget mit einem neuen Rekorddefizit von über 5 Milliarden € für das nächste Jahr. Jahrelang haben Sie jeden Tag gesagt, das Allerwichtigste sei ein Nulldefizit. (Zwischenruf des Abg. Kopf.) Zu jedem einzelnen Vorschlag, der gemacht wurde, haben Sie immer nur gesagt: Das können wir uns alles nicht leisten. – Nulldefizit! Nulldefizit! Nulldefizit! Jetzt gibt es 5 Milliarden € neues Budgetdefizit. Das ist weit entfernt von dem von Ihnen immer wieder angesagten Nulldefizit, Herr Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kopf.
Zweitens: Sie haben das Nulldefizit versprochen. (Abg. Scheibner: Das habt ihr kritisiert!) – Was Sie vorlegen, das ist ein Budget mit einem neuen Rekorddefizit von über 5 Milliarden € für das nächste Jahr. Jahrelang haben Sie jeden Tag gesagt, das Allerwichtigste sei ein Nulldefizit. (Zwischenruf des Abg. Kopf.) Zu jedem einzelnen Vorschlag, der gemacht wurde, haben Sie immer nur gesagt: Das können wir uns alles nicht leisten. – Nulldefizit! Nulldefizit! Nulldefizit! Jetzt gibt es 5 Milliarden € neues Budgetdefizit. Das ist weit entfernt von dem von Ihnen immer wieder angesagten Nulldefizit, Herr Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zweitens: Sie haben das Nulldefizit versprochen. (Abg. Scheibner: Das habt ihr kritisiert!) – Was Sie vorlegen, das ist ein Budget mit einem neuen Rekorddefizit von über 5 Milliarden € für das nächste Jahr. Jahrelang haben Sie jeden Tag gesagt, das Allerwichtigste sei ein Nulldefizit. (Zwischenruf des Abg. Kopf.) Zu jedem einzelnen Vorschlag, der gemacht wurde, haben Sie immer nur gesagt: Das können wir uns alles nicht leisten. – Nulldefizit! Nulldefizit! Nulldefizit! Jetzt gibt es 5 Milliarden € neues Budgetdefizit. Das ist weit entfernt von dem von Ihnen immer wieder angesagten Nulldefizit, Herr Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Meine Damen und Herren! Versprochen wurde: Zukunft ohne Schulden! – Nichts gehalten! Rekordverschuldung ist die Bilanz Ihrer Politik. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Wieder: Viel versprochen, nichts gehalten! Das kennzeichnet Ihre Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Diese Lamentiererei kann man schon nicht mehr aushalten!
Sie sprechen von der „Zeit der Ernte“. Wunderbar! Das nach Jahren der Entbehrungen, der Belastungen, hat Herr Klubobmann Molterer gesagt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Diese Lamentiererei kann man schon nicht mehr aushalten!) Er hat sich im Übrigen ganz anders angehört als gestern der Finanzminister, bei dem man den Eindruck gehabt hat, dass bis zum Jahr 2000 die Österreicherinnen und Österreicher in Armut und Verzweiflung gelebt haben (Abg. Rädler: So war es!) und dass man erst jetzt, seit es Finanzminister Karl-Heinz Grasser gibt, in einem Land lebt, wo nur Milch und Honig fließen. (Abg. Rädler: So ist es!) – Herr Finanzminister! Ihre Sicht der Realität hat mit den Lebensverhältnissen der österreichischen Bevölkerung überhaupt nichts zu tun! Merken Sie sich das! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rädler: So war es!
Sie sprechen von der „Zeit der Ernte“. Wunderbar! Das nach Jahren der Entbehrungen, der Belastungen, hat Herr Klubobmann Molterer gesagt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Diese Lamentiererei kann man schon nicht mehr aushalten!) Er hat sich im Übrigen ganz anders angehört als gestern der Finanzminister, bei dem man den Eindruck gehabt hat, dass bis zum Jahr 2000 die Österreicherinnen und Österreicher in Armut und Verzweiflung gelebt haben (Abg. Rädler: So war es!) und dass man erst jetzt, seit es Finanzminister Karl-Heinz Grasser gibt, in einem Land lebt, wo nur Milch und Honig fließen. (Abg. Rädler: So ist es!) – Herr Finanzminister! Ihre Sicht der Realität hat mit den Lebensverhältnissen der österreichischen Bevölkerung überhaupt nichts zu tun! Merken Sie sich das! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rädler: So ist es!
Sie sprechen von der „Zeit der Ernte“. Wunderbar! Das nach Jahren der Entbehrungen, der Belastungen, hat Herr Klubobmann Molterer gesagt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Diese Lamentiererei kann man schon nicht mehr aushalten!) Er hat sich im Übrigen ganz anders angehört als gestern der Finanzminister, bei dem man den Eindruck gehabt hat, dass bis zum Jahr 2000 die Österreicherinnen und Österreicher in Armut und Verzweiflung gelebt haben (Abg. Rädler: So war es!) und dass man erst jetzt, seit es Finanzminister Karl-Heinz Grasser gibt, in einem Land lebt, wo nur Milch und Honig fließen. (Abg. Rädler: So ist es!) – Herr Finanzminister! Ihre Sicht der Realität hat mit den Lebensverhältnissen der österreichischen Bevölkerung überhaupt nichts zu tun! Merken Sie sich das! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie sprechen von der „Zeit der Ernte“. Wunderbar! Das nach Jahren der Entbehrungen, der Belastungen, hat Herr Klubobmann Molterer gesagt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Diese Lamentiererei kann man schon nicht mehr aushalten!) Er hat sich im Übrigen ganz anders angehört als gestern der Finanzminister, bei dem man den Eindruck gehabt hat, dass bis zum Jahr 2000 die Österreicherinnen und Österreicher in Armut und Verzweiflung gelebt haben (Abg. Rädler: So war es!) und dass man erst jetzt, seit es Finanzminister Karl-Heinz Grasser gibt, in einem Land lebt, wo nur Milch und Honig fließen. (Abg. Rädler: So ist es!) – Herr Finanzminister! Ihre Sicht der Realität hat mit den Lebensverhältnissen der österreichischen Bevölkerung überhaupt nichts zu tun! Merken Sie sich das! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kopf: Selbst Fiedler hat nicht immer Recht!
Es heißt: Jetzt kommt die Zeit der Ernte. Die Zeit der Ernte ist angebrochen. – Soll ich Ihnen etwas sagen? Die Minimini-Steuerentlastung, die Sie für die Arbeitnehmer in Österreich durchführen, bedeutet nicht einmal eine Abgeltung der Belastungen der letzten Jahre. Es ist knapp mehr als das, was Sie allein im heurigen Jahr zusätzlich durch die erhöhten Ölpreise einnehmen. Hier ist er gestanden, Rechnungshofpräsident Fiedler, und hat dem Parlament gesagt: Diese Steuerreform gleicht nicht einmal die kalte Progression von einem Jahr aus! (Abg. Kopf: Selbst Fiedler hat nicht immer Recht!) Das, was Sie als Zeit der Ernte betrachten, ist nichts anderes als der Versuch, einige Beruhigungspillen zu verteilen. Aber den Aufschwung für die arbeitenden Menschen in unserem Land bringt diese Mini-Steuerentlastung bei weitem nicht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Es heißt: Jetzt kommt die Zeit der Ernte. Die Zeit der Ernte ist angebrochen. – Soll ich Ihnen etwas sagen? Die Minimini-Steuerentlastung, die Sie für die Arbeitnehmer in Österreich durchführen, bedeutet nicht einmal eine Abgeltung der Belastungen der letzten Jahre. Es ist knapp mehr als das, was Sie allein im heurigen Jahr zusätzlich durch die erhöhten Ölpreise einnehmen. Hier ist er gestanden, Rechnungshofpräsident Fiedler, und hat dem Parlament gesagt: Diese Steuerreform gleicht nicht einmal die kalte Progression von einem Jahr aus! (Abg. Kopf: Selbst Fiedler hat nicht immer Recht!) Das, was Sie als Zeit der Ernte betrachten, ist nichts anderes als der Versuch, einige Beruhigungspillen zu verteilen. Aber den Aufschwung für die arbeitenden Menschen in unserem Land bringt diese Mini-Steuerentlastung bei weitem nicht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Fekter: Sie wollen sie lieber abwandern lassen! Sie sind für die Abwanderung der Großkonzerne!
unternehmen? Für die ist das wunderbar, keine Frage, die werden sich darüber freuen, dass sie 1 Milliarde € weniger an Steuern zahlen müssen. (Abg. Dr. Fekter: Sie wollen sie lieber abwandern lassen! Sie sind für die Abwanderung der Großkonzerne!)
ironische Heiterkeit bei der ÖVP
Herr Finanzminister! Herr Klubobmann Molterer! Das hat nichts mit einem geraden Kurs zu tun, das hat auch nichts mit einem vernünftigen Kurs zu tun, sondern das, was Sie hier machen, ist eine Politik auf Kosten der Zukunft unseres Landes (ironische Heiterkeit bei der ÖVP), die letztendlich nach dem Jahr 2006 zu bezahlen sein werden.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen
Soll ich Ihnen etwas sagen? Ihr arrogantes Lachen hilft Ihnen nichts (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen), denn jeder Wirtschaftsforscher sagt Ihnen: Vorne steht „Budget 2005“ drauf, und auf die Rückseite müsste geschrieben werden: „Sparpaket“. Die Konsequenz dieses Budgets ist das wahrscheinlich dramatischste Sparpaket, das Sie der österreichischen Bevölkerung als Konsequenz dieser Politik aufdividieren wollen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist nicht gerade Politik, Herr Molterer, das ist nichts anderes als Sand in die Augen streuen, Geschäfte mit ungedeckten Schecks machen. Das lehnen wir Sozialdemokraten ab! Es ist unehrlich und unvernünftig! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Soll ich Ihnen etwas sagen? Ihr arrogantes Lachen hilft Ihnen nichts (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen), denn jeder Wirtschaftsforscher sagt Ihnen: Vorne steht „Budget 2005“ drauf, und auf die Rückseite müsste geschrieben werden: „Sparpaket“. Die Konsequenz dieses Budgets ist das wahrscheinlich dramatischste Sparpaket, das Sie der österreichischen Bevölkerung als Konsequenz dieser Politik aufdividieren wollen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist nicht gerade Politik, Herr Molterer, das ist nichts anderes als Sand in die Augen streuen, Geschäfte mit ungedeckten Schecks machen. Das lehnen wir Sozialdemokraten ab! Es ist unehrlich und unvernünftig! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Soll ich Ihnen etwas sagen? Ihr arrogantes Lachen hilft Ihnen nichts (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen), denn jeder Wirtschaftsforscher sagt Ihnen: Vorne steht „Budget 2005“ drauf, und auf die Rückseite müsste geschrieben werden: „Sparpaket“. Die Konsequenz dieses Budgets ist das wahrscheinlich dramatischste Sparpaket, das Sie der österreichischen Bevölkerung als Konsequenz dieser Politik aufdividieren wollen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist nicht gerade Politik, Herr Molterer, das ist nichts anderes als Sand in die Augen streuen, Geschäfte mit ungedeckten Schecks machen. Das lehnen wir Sozialdemokraten ab! Es ist unehrlich und unvernünftig! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Herr Finanzminister! Es gibt natürlich Alternativen zu Ihrem Kurs. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Wenn schon die Energiepreise so hoch sind – passen Sie einmal auf, Herr Abgeordneter, denn dann können Sie darüber diskutieren –, dann könnten Sie ja die Chance ergreifen, zu sagen: Jetzt, da die Energiepreise hoch sind, nehmen wir die Chance wahr, den Faktor Arbeit zu entlasten! – Jahrelang haben Sie die Grünen verbal geprügelt, wenn sie gefordert haben: Höhere Besteuerung der Energie, dafür Entlastung des Faktors Arbeit! Jetzt, da die Energiepreise hoch sind und die Ölspekulanten, die internationalen Erdölfirmen und Sie als Finanzminister dadurch verdienen, gibt es kein Problem mit den hohen Energiepreisen. Es hätte aus Ihrer Sicht Probleme gegeben, wenn man das Geld dazu verwendet hätte, den Faktor Arbeit zu entlasten und damit wirklich den Arbeitnehmern und den kleinen und mittleren Unternehmen in unserem Land zu helfen. Sie setzen keine einzige Initiative, das in die Tat umzusetzen.
Abg. Scheibner: Eure!
Herr Finanzminister, Sie haben gesagt, es gebe keine linke und keine rechte Wirtschaftspolitik, sondern nur eine richtige Wirtschaftspolitik. Aber das stimmt nicht, denn Sie erbringen tagtäglich den Beweis dafür, dass es noch eine vierte Wirtschaftspolitik gibt (Abg. Scheibner: Eure!), nämlich eine falsche Wirtschaftspolitik – und die wird von Ihnen jeden Tag gemacht, Herr Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Die der SPÖ! – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Die der SPÖ! – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Finanzminister, Sie haben gesagt, es gebe keine linke und keine rechte Wirtschaftspolitik, sondern nur eine richtige Wirtschaftspolitik. Aber das stimmt nicht, denn Sie erbringen tagtäglich den Beweis dafür, dass es noch eine vierte Wirtschaftspolitik gibt (Abg. Scheibner: Eure!), nämlich eine falsche Wirtschaftspolitik – und die wird von Ihnen jeden Tag gemacht, Herr Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Die der SPÖ! – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: Dieselbe Rede wie im Vorjahr!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Man muss sich ja auch die Frage stellen, ob dieses Budgetdefizit überhaupt halten wird. (Abg. Großruck: Dieselbe Rede wie im Vorjahr!) Wir haben hier einen Finanzminister, der für das Jahr 2004 ein Budget vorgelegt hat und der sich dann nonchalant hierher stellt und sagt: Leider habe ich mich geirrt, das Budgetdefizit im Jahr 2004 ist doppelt so hoch als vorher angenommen! – Doppelt so hoch! Als Erklärung, die der Finanzminister dafür bietet, sagt er: Na ja, das sind gewisse Vorwirkungen der Steuerreform! – Herr Finanzminister! Ich erinnere mich nicht daran, dass Sie die Umsatz- oder die Mehrwertsteuer in Österreich gesenkt hätten, aber dort gehen Ihnen 700 Millionen € ab! (Beifall des Abg. Broukal.)
Beifall des Abg. Broukal.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Man muss sich ja auch die Frage stellen, ob dieses Budgetdefizit überhaupt halten wird. (Abg. Großruck: Dieselbe Rede wie im Vorjahr!) Wir haben hier einen Finanzminister, der für das Jahr 2004 ein Budget vorgelegt hat und der sich dann nonchalant hierher stellt und sagt: Leider habe ich mich geirrt, das Budgetdefizit im Jahr 2004 ist doppelt so hoch als vorher angenommen! – Doppelt so hoch! Als Erklärung, die der Finanzminister dafür bietet, sagt er: Na ja, das sind gewisse Vorwirkungen der Steuerreform! – Herr Finanzminister! Ich erinnere mich nicht daran, dass Sie die Umsatz- oder die Mehrwertsteuer in Österreich gesenkt hätten, aber dort gehen Ihnen 700 Millionen € ab! (Beifall des Abg. Broukal.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich kann Ihnen sagen, wieso Ihnen 700 Millionen € abgehen. Wenn Sie in Österreich unterwegs wären und mit den Menschen sprechen würden, egal ob es Arbeitnehmer sind, ob es sich um Taxifahrer handelt, um Geschäftsleute oder Gastronomen ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Passen Sie auf, denn Sie reden ja mit den Leuten nicht, und daher wissen Sie auch nicht, was sie sagen.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Menschen würden Ihnen immer wieder sagen, was das Hauptproblem ist. Das Hauptproblem ist: Die Menschen haben zu wenig Geld und geben daher zu wenig Geld aus! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Cap: So ist es!
Daher brauchen Sie sich nicht zu wundern, Herr Finanzminister, wenn dann unter dem Titel „Mehrwertsteuer“ bei Ihnen im Finanzministerium eine riesige Lücke klafft. Wenn die Menschen kein Geld haben, können sie auch keines ausgeben, und dann gibt es weniger Umsatz und daher auch weniger Steuereinnahmen. (Abg. Dr. Cap: So ist es!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Ich frage mich: Wie viele dieser ungeklärten Fragen sind im vorliegenden Budget enthalten? – Ich möchte nur ein Beispiel bringen – lesen Sie dieses Budget genau! –: Der Finanzminister sieht als Defizit für das Gesundheitssystem im nächsten Jahr 0,1 Prozent des BIP vor, das heißt 240 Millionen €. Nach Auskunft des Hauptverbandes liegt der Abgang im Gesundheitssystem im nächsten Jahr zwischen 480 Millionen und 500 Millionen €. Was bedeutet das, Herr Finanzminister? (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) Wenn nur die Hälfte durch das Budget gedeckt ist, heißt das dann,
Abg. Dr. Mitterlehner: Angstmache!
dass Sie neue Selbstbehalte im Gesundheitssystem einführen werden (Abg. Dr. Mitterlehner: Angstmache!) und damit erneut die österreichische Bevölkerung belasten werden, nur damit das Budget, das Sie hier vorgelegt haben, hält? (Abg. Dr. Mitterlehner: Ist das Budget der Wiener Gebietskrankenkasse Bundesbudget, oder was?)
Abg. Dr. Mitterlehner: Ist das Budget der Wiener Gebietskrankenkasse Bundesbudget, oder was?
dass Sie neue Selbstbehalte im Gesundheitssystem einführen werden (Abg. Dr. Mitterlehner: Angstmache!) und damit erneut die österreichische Bevölkerung belasten werden, nur damit das Budget, das Sie hier vorgelegt haben, hält? (Abg. Dr. Mitterlehner: Ist das Budget der Wiener Gebietskrankenkasse Bundesbudget, oder was?)
Abg. Dr. Fekter: Da soll Wien einmal die Hausaufgaben machen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! In diesem Budget ist nicht Vorsorge dafür getroffen, dass die wesentlichsten Funktionen in unserem Staat auch tatsächlich für die Menschen erfüllt werden können – in der Gesundheitspolitik, in der Bildungspolitik, in der Sozial- und in der Pensionspolitik (Abg. Dr. Fekter: Da soll Wien einmal die Hausaufgaben machen!) –, sondern dieses Budget lässt viele Fragen offen. (Abg. Kopf: Aber nur für Sie!) So wie in der Vergangenheit haben Sie viel versprochen, aber auch in diesem Budget nichts gehalten!
Abg. Kopf: Aber nur für Sie!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! In diesem Budget ist nicht Vorsorge dafür getroffen, dass die wesentlichsten Funktionen in unserem Staat auch tatsächlich für die Menschen erfüllt werden können – in der Gesundheitspolitik, in der Bildungspolitik, in der Sozial- und in der Pensionspolitik (Abg. Dr. Fekter: Da soll Wien einmal die Hausaufgaben machen!) –, sondern dieses Budget lässt viele Fragen offen. (Abg. Kopf: Aber nur für Sie!) So wie in der Vergangenheit haben Sie viel versprochen, aber auch in diesem Budget nichts gehalten!
Zwischenrufe bei der ÖVP
Gestern haben Sie sich hierher gestellt und gesagt, die Regierung habe das Unmögliche möglich gemacht. Sie selbst hätten nach Ihren Aussagen die Quadratur des Kreises geschafft. Sie sagten, ein Meilenstein nach dem anderen sei durch Ihre Politik gesetzt worden. – Dazu sage ich Ihnen ganz offen, Herr Finanzminister (Zwischenrufe bei der ÖVP): Der Weihrauch, den Sie jeden Tag zur Selbstbeweihräucherung verwenden, hat offensichtlich Ihre Sinne bereits so verwirrt, dass Sie keinen klaren Blick mehr haben für die Zustände in Österreich (Abg. Mag. Molterer: Geh, geh, geh!) und für die Auswirkungen Ihrer Wirtschafts- und Finanzpolitik! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Fekter: Das ist sehr tief! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Mag. Molterer: Geh, geh, geh!
Gestern haben Sie sich hierher gestellt und gesagt, die Regierung habe das Unmögliche möglich gemacht. Sie selbst hätten nach Ihren Aussagen die Quadratur des Kreises geschafft. Sie sagten, ein Meilenstein nach dem anderen sei durch Ihre Politik gesetzt worden. – Dazu sage ich Ihnen ganz offen, Herr Finanzminister (Zwischenrufe bei der ÖVP): Der Weihrauch, den Sie jeden Tag zur Selbstbeweihräucherung verwenden, hat offensichtlich Ihre Sinne bereits so verwirrt, dass Sie keinen klaren Blick mehr haben für die Zustände in Österreich (Abg. Mag. Molterer: Geh, geh, geh!) und für die Auswirkungen Ihrer Wirtschafts- und Finanzpolitik! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Fekter: Das ist sehr tief! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Fekter: Das ist sehr tief! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Gestern haben Sie sich hierher gestellt und gesagt, die Regierung habe das Unmögliche möglich gemacht. Sie selbst hätten nach Ihren Aussagen die Quadratur des Kreises geschafft. Sie sagten, ein Meilenstein nach dem anderen sei durch Ihre Politik gesetzt worden. – Dazu sage ich Ihnen ganz offen, Herr Finanzminister (Zwischenrufe bei der ÖVP): Der Weihrauch, den Sie jeden Tag zur Selbstbeweihräucherung verwenden, hat offensichtlich Ihre Sinne bereits so verwirrt, dass Sie keinen klaren Blick mehr haben für die Zustände in Österreich (Abg. Mag. Molterer: Geh, geh, geh!) und für die Auswirkungen Ihrer Wirtschafts- und Finanzpolitik! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Fekter: Das ist sehr tief! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Großruck: Sprechen Sie bitte weiter! Sprechen Sie bitte so lang, wie das Fernsehen beigeschaltet ist!
Ich komme zum Schluss meiner Ausführungen, Herr Präsident. (Abg. Großruck: Sprechen Sie bitte weiter! Sprechen Sie bitte so lang, wie das Fernsehen beigeschaltet ist!) Der Herr Finanzminister hat gesagt, er wolle den Österreicherinnen und Österreichern mehr Freiheit geben. (Abg. Kopf: Wer ist da arrogant, Herr Kollege?) Ich sage Ihnen: Österreich war, ist und bleibt ein freies Land – vor und nach Finanzminister Grasser! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kopf: Wer ist da arrogant, Herr Kollege?
Ich komme zum Schluss meiner Ausführungen, Herr Präsident. (Abg. Großruck: Sprechen Sie bitte weiter! Sprechen Sie bitte so lang, wie das Fernsehen beigeschaltet ist!) Der Herr Finanzminister hat gesagt, er wolle den Österreicherinnen und Österreichern mehr Freiheit geben. (Abg. Kopf: Wer ist da arrogant, Herr Kollege?) Ich sage Ihnen: Österreich war, ist und bleibt ein freies Land – vor und nach Finanzminister Grasser! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei den Grünen.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei den Grünen.
Ich komme zum Schluss meiner Ausführungen, Herr Präsident. (Abg. Großruck: Sprechen Sie bitte weiter! Sprechen Sie bitte so lang, wie das Fernsehen beigeschaltet ist!) Der Herr Finanzminister hat gesagt, er wolle den Österreicherinnen und Österreichern mehr Freiheit geben. (Abg. Kopf: Wer ist da arrogant, Herr Kollege?) Ich sage Ihnen: Österreich war, ist und bleibt ein freies Land – vor und nach Finanzminister Grasser! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei den Grünen.)
der Redner zeigt ein kleines Stück Papier – Heiterkeit
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Abgeordneter Gusenbauer hat einen Teil seines Redekonzepts hier vergessen (der Redner zeigt ein kleines Stück Papier – Heiterkeit) – das ist auch symptomatisch für seine Ausführungen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Abgeordneter Gusenbauer hat einen Teil seines Redekonzepts hier vergessen (der Redner zeigt ein kleines Stück Papier – Heiterkeit) – das ist auch symptomatisch für seine Ausführungen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Selbstverständlich hat auch diese Bundesregierung seit dem Jahr 2000 Fehler gemacht, keine Frage, aber man muss sich immer die Bilanz ansehen, und wenn wir uns die Bilanz dieser österreichischen Bundesregierung ansehen, dann können wir feststellen: Wir können und Österreich kann sehr, sehr stolz sein auf das, was diese Bundesregierung seit dem Jahr 2000 geleistet hat! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Seit Jahren kündigen Sie eine echte Alternative zu dieser Bundesregierung an, und zwar inhaltlich und personell. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) Aha, die sitzen alle hier. Man bewahre uns vor einer solch großen Bundesregierung! Ich weiß ja gar nicht, wie viele Mandate Sie hier noch haben, meine Damen und Herren von der SPÖ. (Abg. Dr. Wittmann: Das Kabinett der Finsternis sitzt hinter Ihnen!)
Abg. Dr. Wittmann: Das Kabinett der Finsternis sitzt hinter Ihnen!
Seit Jahren kündigen Sie eine echte Alternative zu dieser Bundesregierung an, und zwar inhaltlich und personell. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) Aha, die sitzen alle hier. Man bewahre uns vor einer solch großen Bundesregierung! Ich weiß ja gar nicht, wie viele Mandate Sie hier noch haben, meine Damen und Herren von der SPÖ. (Abg. Dr. Wittmann: Das Kabinett der Finsternis sitzt hinter Ihnen!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.
Ihre Konzepte – und Sie haben ja vehement Ihrem eigenen Budgetsprecher, der Steuererhöhungen verlangt hat, widersprochen – kennen wir ja, Herr Kollege Gusenbauer. Sie haben gesagt, das Konzept, das da ausgearbeitet worden ist, nämlich Vorschläge für ein SPÖ-Regierungsprogramm, sei so toll, Sie würden sich schon auf die Konkretisierung und politische Umsetzung freuen. Was aber steht in diesem politischen Konzept? – Sie schauen so finster, Herr Abgeordneter Gusenbauer. (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Unvorstellbar ist das!
Das war das „Netzwerk Innovation“, „Vorschläge für ein SPÖ-Regierungsprogramm“. – Jetzt nicken Sie, also das ist schon richtig, was hier gebracht wird. Da braucht man nur ein paar Beispiele zu zitieren, etwa: Steuererhöhungen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Unvorstellbar ist das!), Entfall der Steuerbegünstigung für Sonderzahlungen, also volle Besteuerung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes sowie der Abfertigung (Zwischenrufe bei der ÖVP) – Vorschlag für ein SPÖ-Regierungsprogramm! –, Entfall der Steuerbegünstigung für die ersten fünf Überstunden, Erhöhung der Grundsteuer, der Erbschaftssteuer und Beitragserhöhungen zur Finanzierung des Gesundheitssystems. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ist das? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eine Steuererhöhungspartei!)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Das war das „Netzwerk Innovation“, „Vorschläge für ein SPÖ-Regierungsprogramm“. – Jetzt nicken Sie, also das ist schon richtig, was hier gebracht wird. Da braucht man nur ein paar Beispiele zu zitieren, etwa: Steuererhöhungen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Unvorstellbar ist das!), Entfall der Steuerbegünstigung für Sonderzahlungen, also volle Besteuerung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes sowie der Abfertigung (Zwischenrufe bei der ÖVP) – Vorschlag für ein SPÖ-Regierungsprogramm! –, Entfall der Steuerbegünstigung für die ersten fünf Überstunden, Erhöhung der Grundsteuer, der Erbschaftssteuer und Beitragserhöhungen zur Finanzierung des Gesundheitssystems. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ist das? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eine Steuererhöhungspartei!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ist das? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eine Steuererhöhungspartei!
Das war das „Netzwerk Innovation“, „Vorschläge für ein SPÖ-Regierungsprogramm“. – Jetzt nicken Sie, also das ist schon richtig, was hier gebracht wird. Da braucht man nur ein paar Beispiele zu zitieren, etwa: Steuererhöhungen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Unvorstellbar ist das!), Entfall der Steuerbegünstigung für Sonderzahlungen, also volle Besteuerung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes sowie der Abfertigung (Zwischenrufe bei der ÖVP) – Vorschlag für ein SPÖ-Regierungsprogramm! –, Entfall der Steuerbegünstigung für die ersten fünf Überstunden, Erhöhung der Grundsteuer, der Erbschaftssteuer und Beitragserhöhungen zur Finanzierung des Gesundheitssystems. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ist das? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eine Steuererhöhungspartei!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herr Kollege Gusenbauer, das sind die Vorschläge Ihrer Denkfabriken für Regierungsprogramme. Gott sei Dank, meine Damen und Herren, wird dieses Programm der SPÖ nie Realität werden – dafür werden wir sorgen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Das war der Finanzminister!
Ich sage Ihnen auch noch Folgendes: Nur gesundbeten, das ist ganz schlecht, alles loben, das ist auch schlecht, nicht seriös (Abg. Dr. Gusenbauer: Das war der Finanzminister!), aber die Politik, Herr Kollege Gusenbauer, die Sie machen, nämlich nicht nur krankzujammern (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Rote Raunzer!), sondern hier sogar, wie Sie das gestern auch beim Thema „Heizkostenzuschuss“ gemacht haben, Bilder zu entwickeln, als herrsche in Österreich Armut (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Leute erfrieren“!), als müssten Senioren und Pensionisten in ungeheizten Wohnungen frieren, ist verantwortungslos! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Rote Raunzer!
Ich sage Ihnen auch noch Folgendes: Nur gesundbeten, das ist ganz schlecht, alles loben, das ist auch schlecht, nicht seriös (Abg. Dr. Gusenbauer: Das war der Finanzminister!), aber die Politik, Herr Kollege Gusenbauer, die Sie machen, nämlich nicht nur krankzujammern (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Rote Raunzer!), sondern hier sogar, wie Sie das gestern auch beim Thema „Heizkostenzuschuss“ gemacht haben, Bilder zu entwickeln, als herrsche in Österreich Armut (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Leute erfrieren“!), als müssten Senioren und Pensionisten in ungeheizten Wohnungen frieren, ist verantwortungslos! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Leute erfrieren“!
Ich sage Ihnen auch noch Folgendes: Nur gesundbeten, das ist ganz schlecht, alles loben, das ist auch schlecht, nicht seriös (Abg. Dr. Gusenbauer: Das war der Finanzminister!), aber die Politik, Herr Kollege Gusenbauer, die Sie machen, nämlich nicht nur krankzujammern (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Rote Raunzer!), sondern hier sogar, wie Sie das gestern auch beim Thema „Heizkostenzuschuss“ gemacht haben, Bilder zu entwickeln, als herrsche in Österreich Armut (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Leute erfrieren“!), als müssten Senioren und Pensionisten in ungeheizten Wohnungen frieren, ist verantwortungslos! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Ich sage Ihnen auch noch Folgendes: Nur gesundbeten, das ist ganz schlecht, alles loben, das ist auch schlecht, nicht seriös (Abg. Dr. Gusenbauer: Das war der Finanzminister!), aber die Politik, Herr Kollege Gusenbauer, die Sie machen, nämlich nicht nur krankzujammern (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Rote Raunzer!), sondern hier sogar, wie Sie das gestern auch beim Thema „Heizkostenzuschuss“ gemacht haben, Bilder zu entwickeln, als herrsche in Österreich Armut (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Leute erfrieren“!), als müssten Senioren und Pensionisten in ungeheizten Wohnungen frieren, ist verantwortungslos! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wer die wohl sind?
Sie selbst – kommen wir zur gestrigen Diskussion zurück – haben kein Wort dazu gefunden, dass es nur drei Bundesländer in Österreich gibt, die keinen einzigen Euro zusätzlich für wirklich Bedürftige für Heizkosten geben (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wer die wohl sind?), nämlich das rote Wien, das rote Salzburg und das rote Burgenland, meine
Abg. Dr. Gusenbauer: Falsch!
Damen und Herren! (Abg. Dr. Gusenbauer: Falsch!) – Das ist das Problem, das wir mit Ihrer Politik haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Damen und Herren! (Abg. Dr. Gusenbauer: Falsch!) – Das ist das Problem, das wir mit Ihrer Politik haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.
Sie haben einmal vom „Fetisch Nulldefizit“ gesprochen und gesagt, das dürfe kein Dogma sein. Da habe ich Ihnen Recht gegeben. Auch ich habe das immer kritisiert, und ich bin nach wie vor der Meinung: Einsparungen dürfen nicht Selbstzweck sein, keine Frage! (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.) Jetzt kritisieren Sie aber, dass der Kurs Nulldefizit verlassen wird und dass mehr Defizit gemacht wird, um die Steuer- und Abgabenquote zu senken, was Sie damals noch als das wichtigste Ziel Ihrer Wirtschaftspolitik erachtet haben. Also was passt jetzt: Sollen wir ein Nulldefizit haben, wie Sie es einmal verlangt haben, als Sie gefordert haben, den ausgeglichenen Haushalt in der Verfassung zu verankern, oder nicht? – Sehr „gescheit“! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist der Zickzackkurs, den kennen wir ja! Nicht nachvollziehbar!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist der Zickzackkurs, den kennen wir ja! Nicht nachvollziehbar!
Sie haben einmal vom „Fetisch Nulldefizit“ gesprochen und gesagt, das dürfe kein Dogma sein. Da habe ich Ihnen Recht gegeben. Auch ich habe das immer kritisiert, und ich bin nach wie vor der Meinung: Einsparungen dürfen nicht Selbstzweck sein, keine Frage! (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.) Jetzt kritisieren Sie aber, dass der Kurs Nulldefizit verlassen wird und dass mehr Defizit gemacht wird, um die Steuer- und Abgabenquote zu senken, was Sie damals noch als das wichtigste Ziel Ihrer Wirtschaftspolitik erachtet haben. Also was passt jetzt: Sollen wir ein Nulldefizit haben, wie Sie es einmal verlangt haben, als Sie gefordert haben, den ausgeglichenen Haushalt in der Verfassung zu verankern, oder nicht? – Sehr „gescheit“! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist der Zickzackkurs, den kennen wir ja! Nicht nachvollziehbar!)
Abg. Schieder – in Richtung des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch, der einen Sitzplatz in der ersten Bankreihe eingenommen hat –: Keine Zwischenrufe von einem fremden Platz! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch, replizierend: Das werden Sie nicht sagen, wo ich sitze! Das entscheiden andere!
In der letzten Sitzung des Verfassungskonvents hat eine Vertreterin der Sozialdemokratie das als „Unsinn“ bezeichnet. – Das ist die Problematik, meine Damen und Herren: Bei fünf Wortmeldungen von Ihnen haben wir mindestens acht oder neun verschiedene Meinungen! (Abg. Schieder – in Richtung des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch, der einen Sitzplatz in der ersten Bankreihe eingenommen hat –: Keine Zwischenrufe von einem fremden Platz! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch, replizierend: Das werden Sie nicht sagen, wo ich sitze! Das entscheiden andere!) Das ist keine seriöse Politik für Österreich, was hier von der Sozialdemokratie präsentiert wird! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
In der letzten Sitzung des Verfassungskonvents hat eine Vertreterin der Sozialdemokratie das als „Unsinn“ bezeichnet. – Das ist die Problematik, meine Damen und Herren: Bei fünf Wortmeldungen von Ihnen haben wir mindestens acht oder neun verschiedene Meinungen! (Abg. Schieder – in Richtung des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch, der einen Sitzplatz in der ersten Bankreihe eingenommen hat –: Keine Zwischenrufe von einem fremden Platz! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch, replizierend: Das werden Sie nicht sagen, wo ich sitze! Das entscheiden andere!) Das ist keine seriöse Politik für Österreich, was hier von der Sozialdemokratie präsentiert wird! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: „Begangen hat“!
Wir bekennen uns dazu, meine Damen und Herren, wir bekennen uns zu dem Kurs, den diese Bundesregierung seit dem Jahr 2000 begangen hat. (Abg. Dr. Matznetter: „Begangen hat“!) Ja, wir mussten einen sehr schweren Weg gehen, Herr Kollege Matznetter. (Abg. Dr. Matznetter: „Begangen“ ist der Ausdruck des Scheibners! – Abg. Großruck: Der Matznetter sitzt sonst auch nicht dort!)
Abg. Dr. Matznetter: „Begangen“ ist der Ausdruck des Scheibners! – Abg. Großruck: Der Matznetter sitzt sonst auch nicht dort!
Wir bekennen uns dazu, meine Damen und Herren, wir bekennen uns zu dem Kurs, den diese Bundesregierung seit dem Jahr 2000 begangen hat. (Abg. Dr. Matznetter: „Begangen hat“!) Ja, wir mussten einen sehr schweren Weg gehen, Herr Kollege Matznetter. (Abg. Dr. Matznetter: „Begangen“ ist der Ausdruck des Scheibners! – Abg. Großruck: Der Matznetter sitzt sonst auch nicht dort!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich sage Ihnen: Als wir Freiheitliche das erste Mal mit den Tatsachen konfrontiert worden sind, die Sie damals anscheinend nicht einmal dem Koalitionspartner gesagt haben, nämlich die Wahrheit über das Budget, das Sie verbrochen haben, haben wir gewusst, dass es ein schwerer Weg wird, aber aus Verantwortungsbewusstsein für unser Land und für die Zukunft Österreichs sind wir diesen Weg gegangen, und es ist ein erfolgreicher Weg für Österreich, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: Herbert, wie schaut das in konkreten Zahlen aus?
Meine Damen und Herren! 1998, am Höhepunkt der Konjunktur: Wirtschaftswachstum: 3,9 Prozent – wir alle würden uns wünschen, sehr rasch wieder zu solch einem Wirtschaftswachstum zu kommen –, öffentliches Defizit: 2,4 Prozent. Also in einer Zeit der Höchstkonjunktur hatten Sie auch höchste Defizite zu verantworten. Aber auch höchste Arbeitslosenraten gab es damals, und zwar mit 4,2 Prozent eine höhere als im Jahr 2003. Außerdem gab es eine extrem hohe Steuer- und Abgabenquote, nämlich eine solche von 44,4 Prozent. (Abg. Gradwohl: Herbert, wie schaut das in konkreten Zahlen aus?) Das heißt: höchste Abgabenquote, höchste Arbeitslosigkeit, höchstes Defizit beim größten Wirtschaftswachstum. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Und keine Reform!) Das haben nur Sie, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, mit Ihrer Finanz- und Wirtschaftspolitik zusammengebracht.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Und keine Reform!
Meine Damen und Herren! 1998, am Höhepunkt der Konjunktur: Wirtschaftswachstum: 3,9 Prozent – wir alle würden uns wünschen, sehr rasch wieder zu solch einem Wirtschaftswachstum zu kommen –, öffentliches Defizit: 2,4 Prozent. Also in einer Zeit der Höchstkonjunktur hatten Sie auch höchste Defizite zu verantworten. Aber auch höchste Arbeitslosenraten gab es damals, und zwar mit 4,2 Prozent eine höhere als im Jahr 2003. Außerdem gab es eine extrem hohe Steuer- und Abgabenquote, nämlich eine solche von 44,4 Prozent. (Abg. Gradwohl: Herbert, wie schaut das in konkreten Zahlen aus?) Das heißt: höchste Abgabenquote, höchste Arbeitslosigkeit, höchstes Defizit beim größten Wirtschaftswachstum. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Und keine Reform!) Das haben nur Sie, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, mit Ihrer Finanz- und Wirtschaftspolitik zusammengebracht.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Im Vergleich dazu das Jahr 2003: bei einem Miniwirtschaftswachstum von 0,7 Prozent ein öffentliches Defizit von 1,1 Prozent, eine Arbeitslosigkeit von 4,1 Prozent – also niedriger als 1998 – und eine Steuer- und Abgabenquote von 43 Prozent. – Das ist der Unterschied zwischen der Sozialdemokratie und dieser Bundesregierung aus Freiheitlichen und Österreichischer Volkspartei! Mehr braucht man dazu nicht zu sagen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: Die bis heute noch nicht ausbezahlt ist!
Wir haben auch immer gesagt, dass es wichtig ist, mit diesem Sanierungskurs – und es war schwer, und da haben selbstverständlich die Menschen sehr, sehr mitgearbeitet, wofür wir sehr, sehr dankbar sind, denn nur gemeinsam mit der Bevölkerung ist das gelungen – Freiräume zu schaffen. Wir haben Freiräume geschaffen und konnten durch Konjunkturpakete, die Sie alle abgelehnt haben, Österreich vor einer Rezession bewahren – im Gegensatz zu Deutschland. Wir konnten dadurch nach der Hochwasserkatastrophe eine Rekordunterstützung geben (Abg. Gradwohl: Die bis heute noch nicht ausbezahlt ist!), und wir können jetzt, am Beginn des Konjunkturaufschwungs, auch Maßnahmen setzen, um die Steuer- und Abgabenquote, Herr Kollege (Abg. Gradwohl: Sie reden von Märchen!), auf ein Rekordmindestmaß von 40 Prozent bis zum Jahr 2006 zu senken. Das ist sinnvolle Steuer-, Finanz- und Budgetpolitik, meine Damen und Herren! Das sollten Sie wenigstens ein bisschen loben, anstatt alles immer nur zu kritisieren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: Sie reden von Märchen!
Wir haben auch immer gesagt, dass es wichtig ist, mit diesem Sanierungskurs – und es war schwer, und da haben selbstverständlich die Menschen sehr, sehr mitgearbeitet, wofür wir sehr, sehr dankbar sind, denn nur gemeinsam mit der Bevölkerung ist das gelungen – Freiräume zu schaffen. Wir haben Freiräume geschaffen und konnten durch Konjunkturpakete, die Sie alle abgelehnt haben, Österreich vor einer Rezession bewahren – im Gegensatz zu Deutschland. Wir konnten dadurch nach der Hochwasserkatastrophe eine Rekordunterstützung geben (Abg. Gradwohl: Die bis heute noch nicht ausbezahlt ist!), und wir können jetzt, am Beginn des Konjunkturaufschwungs, auch Maßnahmen setzen, um die Steuer- und Abgabenquote, Herr Kollege (Abg. Gradwohl: Sie reden von Märchen!), auf ein Rekordmindestmaß von 40 Prozent bis zum Jahr 2006 zu senken. Das ist sinnvolle Steuer-, Finanz- und Budgetpolitik, meine Damen und Herren! Das sollten Sie wenigstens ein bisschen loben, anstatt alles immer nur zu kritisieren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben auch immer gesagt, dass es wichtig ist, mit diesem Sanierungskurs – und es war schwer, und da haben selbstverständlich die Menschen sehr, sehr mitgearbeitet, wofür wir sehr, sehr dankbar sind, denn nur gemeinsam mit der Bevölkerung ist das gelungen – Freiräume zu schaffen. Wir haben Freiräume geschaffen und konnten durch Konjunkturpakete, die Sie alle abgelehnt haben, Österreich vor einer Rezession bewahren – im Gegensatz zu Deutschland. Wir konnten dadurch nach der Hochwasserkatastrophe eine Rekordunterstützung geben (Abg. Gradwohl: Die bis heute noch nicht ausbezahlt ist!), und wir können jetzt, am Beginn des Konjunkturaufschwungs, auch Maßnahmen setzen, um die Steuer- und Abgabenquote, Herr Kollege (Abg. Gradwohl: Sie reden von Märchen!), auf ein Rekordmindestmaß von 40 Prozent bis zum Jahr 2006 zu senken. Das ist sinnvolle Steuer-, Finanz- und Budgetpolitik, meine Damen und Herren! Das sollten Sie wenigstens ein bisschen loben, anstatt alles immer nur zu kritisieren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Kommen eh!
Dass Sie bei Ihrer Kritik von einer Steuersenkung sprechen, zeugt schon ein bisschen, Herr Kollege Gusenbauer, von Einsehen, denn bei der letzten Budgetdebatte haben Sie noch warnend davon gesprochen, dass 2004 und 2005 Steuererhöhungen auf die Österreicher zukommen werden. (Abg. Dr. Gusenbauer: Kommen eh!) Es ist eine massive Steuerentlastung für die Erwerbstätigen (Abg. Dr. Gusenbauer: Minimini!) Wenn für Sie „minimini“ ist, dass in Zukunft diejenigen, die im Jahr 15 700 € verdienen, keine Steuern mehr werden zahlen müssen und dass 2,5 Millionen Österreicher – die Hälfte der Erwerbstätigen – überhaupt keine Lohn- oder Einkommensteuer mehr werden zahlen müssen, also wenn das für Sie „minimini“ ist, dann ist das Ihre Sache, okay. (Abg. Dr. Fekter: Er ist so abgehoben, dass er keine Ahnung hat! Er ist so weit weg von der ...!) Ich aber bin sehr stolz auf diese von Ihnen „Minimini“-Reform genannte Steuerreform, die sehr viele Österreicher wirklich massiv und spürbar entlasten wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Minimini!
Dass Sie bei Ihrer Kritik von einer Steuersenkung sprechen, zeugt schon ein bisschen, Herr Kollege Gusenbauer, von Einsehen, denn bei der letzten Budgetdebatte haben Sie noch warnend davon gesprochen, dass 2004 und 2005 Steuererhöhungen auf die Österreicher zukommen werden. (Abg. Dr. Gusenbauer: Kommen eh!) Es ist eine massive Steuerentlastung für die Erwerbstätigen (Abg. Dr. Gusenbauer: Minimini!) Wenn für Sie „minimini“ ist, dass in Zukunft diejenigen, die im Jahr 15 700 € verdienen, keine Steuern mehr werden zahlen müssen und dass 2,5 Millionen Österreicher – die Hälfte der Erwerbstätigen – überhaupt keine Lohn- oder Einkommensteuer mehr werden zahlen müssen, also wenn das für Sie „minimini“ ist, dann ist das Ihre Sache, okay. (Abg. Dr. Fekter: Er ist so abgehoben, dass er keine Ahnung hat! Er ist so weit weg von der ...!) Ich aber bin sehr stolz auf diese von Ihnen „Minimini“-Reform genannte Steuerreform, die sehr viele Österreicher wirklich massiv und spürbar entlasten wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Er ist so abgehoben, dass er keine Ahnung hat! Er ist so weit weg von der ...!
Dass Sie bei Ihrer Kritik von einer Steuersenkung sprechen, zeugt schon ein bisschen, Herr Kollege Gusenbauer, von Einsehen, denn bei der letzten Budgetdebatte haben Sie noch warnend davon gesprochen, dass 2004 und 2005 Steuererhöhungen auf die Österreicher zukommen werden. (Abg. Dr. Gusenbauer: Kommen eh!) Es ist eine massive Steuerentlastung für die Erwerbstätigen (Abg. Dr. Gusenbauer: Minimini!) Wenn für Sie „minimini“ ist, dass in Zukunft diejenigen, die im Jahr 15 700 € verdienen, keine Steuern mehr werden zahlen müssen und dass 2,5 Millionen Österreicher – die Hälfte der Erwerbstätigen – überhaupt keine Lohn- oder Einkommensteuer mehr werden zahlen müssen, also wenn das für Sie „minimini“ ist, dann ist das Ihre Sache, okay. (Abg. Dr. Fekter: Er ist so abgehoben, dass er keine Ahnung hat! Er ist so weit weg von der ...!) Ich aber bin sehr stolz auf diese von Ihnen „Minimini“-Reform genannte Steuerreform, die sehr viele Österreicher wirklich massiv und spürbar entlasten wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Dass Sie bei Ihrer Kritik von einer Steuersenkung sprechen, zeugt schon ein bisschen, Herr Kollege Gusenbauer, von Einsehen, denn bei der letzten Budgetdebatte haben Sie noch warnend davon gesprochen, dass 2004 und 2005 Steuererhöhungen auf die Österreicher zukommen werden. (Abg. Dr. Gusenbauer: Kommen eh!) Es ist eine massive Steuerentlastung für die Erwerbstätigen (Abg. Dr. Gusenbauer: Minimini!) Wenn für Sie „minimini“ ist, dass in Zukunft diejenigen, die im Jahr 15 700 € verdienen, keine Steuern mehr werden zahlen müssen und dass 2,5 Millionen Österreicher – die Hälfte der Erwerbstätigen – überhaupt keine Lohn- oder Einkommensteuer mehr werden zahlen müssen, also wenn das für Sie „minimini“ ist, dann ist das Ihre Sache, okay. (Abg. Dr. Fekter: Er ist so abgehoben, dass er keine Ahnung hat! Er ist so weit weg von der ...!) Ich aber bin sehr stolz auf diese von Ihnen „Minimini“-Reform genannte Steuerreform, die sehr viele Österreicher wirklich massiv und spürbar entlasten wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es sollte auch Ihnen klar sein, dass nicht der Staat in Form von öffentlichen Maßnahmen und Investitionen der beste Arbeitgeber ist, sondern dass das die Betriebe sind. Wir müssen die Standorte, die Rahmenbedingungen für unsere Wirtschaft, für die Betriebe sichern. Das ist unser Ziel, und das haben wir durch dieses Wirtschaftspaket auch erreicht! – Sie waren leider, wie immer, dagegen, wenn es darum ging, positive Maßnahmen zu setzen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Kräuter: Haben Sie heute schon den „Standard“ gelesen, Herr Scheibner?
Wir haben selbstverständlich auch – und das haben Sie auch wieder negiert – in die Zukunft investiert. Es hat noch nie in Österreich so hohe Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, für Wissenschaft und Bildung gegeben wie unter dieser österreichischen Bundesregierung, auch noch nie so hohe Aufwendungen wie in den Budgets 2005 und 2006. (Abg. Dr. Kräuter: Haben Sie heute schon den „Standard“ gelesen, Herr Scheibner?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der Kräuter ist anscheinend Pressesprecher geworden!
Sie beziehen Ihre Informationen aus dem „Standard“, das ist Ihr Problem, deshalb werden hier ständig nur Zeitungslesungen vorgeführt. Ich weiß, meine Damen und Herren, was Regierungspolitik ist. Und wir stehen dazu. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der Kräuter ist anscheinend Pressesprecher geworden!) Wir brauchen keine Zeitungskommentare, um zu wissen, was wir zu tun haben. Die Realität ist der bessere Ratgeber. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sie beziehen Ihre Informationen aus dem „Standard“, das ist Ihr Problem, deshalb werden hier ständig nur Zeitungslesungen vorgeführt. Ich weiß, meine Damen und Herren, was Regierungspolitik ist. Und wir stehen dazu. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der Kräuter ist anscheinend Pressesprecher geworden!) Wir brauchen keine Zeitungskommentare, um zu wissen, was wir zu tun haben. Die Realität ist der bessere Ratgeber. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Schulden-Rudi“!
Herr Kollege Kräuter! Trotz all dieser Maßnahmen – größte steuerliche Entlastung in der Geschichte der Zweiten Republik, Rekordaufwendungen und -investitionen in die Infrastruktur, in Forschung und Entwicklung, Rekordinvestitionen in die Familien – ist das Budgetdefizit geringer als zu Ihrer besten Zeit, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie! Sie haben ja 1997 noch zwei Belastungspakete gebraucht, um ein Defizit zusammenzubringen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Schulden-Rudi“!), das höher ist als unser jetziges bei dieser Entlastungsinitiative der österreichischen Bundesregierung.
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Wir werden über eine Gesundheitsreform diskutieren und sie auch umsetzen müssen, und zwar nicht über Beitragserhöhungen, Herr Kollege Gusenbauer, wie Sie das vielleicht wollen, sondern über andere Wege in der Gesundheitspolitik, über Investition in die Prävention, dass die Leute gesund bleiben und wir nicht die Krankheit finanzieren müssen – eine Gesundheitsreform also, die dazu führt, dass der hohe Qualitätsstandard auch im Gesundheitssystem erhalten bleibt. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich glaube, hier haben wir noch Handlungsbedarf. Wir sind nicht mehr die Insel der Seligen, wie wir es vielleicht früher einmal geglaubt haben. Sowohl die innere Sicherheit als auch die äußere Sicherheit müssen eine absolute Priorität dieser Bundesregierung sein. Hier muss man einmal davon abgehen, rasenmäherartig Personal- und Budgeteinsparungen vorzunehmen, hier müssen noch mehr als bisher klare Schwerpunkte gesetzt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Aber auch hier wird das Parlament gefordert sein und einen guten Ratgeber für die österreichische Bundesregierung und den Finanzminister darstellen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
samteuropa. Österreich ist vom Nachzügler zum Vorzugsschüler geworden, und daran soll sich auch in Zukunft nichts ändern. Dieses Budget 2005 wird den erfolgreichen Kurs der Bundesregierung fortsetzen: Budgetdisziplin, aber klare Schwerpunktsetzung für die Zukunft der Menschen in Österreich. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Drittes Nebelfeld, und das finde ich fast am ärgsten: Sie suggerieren allein durch den Titel Ihrer Budgetrede und durch die schönen Schilder der Taferlklassler von der ÖVP heute: „Aufschwung durch Entlastung“, dass die kommende Konjunkturerholung auf der Steuerreform beziehungsweise der Steuersenkung gründet. Auch diese Suggestion ist unwahr, und Sie wissen das ganz genau. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Gaál: Nicht einmal annähernd! – Abg. Mag. Molterer: Prozente!
Zum ersten Nebel: Die Höhe des Budgetdefizits beträgt nicht 4 und nicht 5, sondern knapp unter 6 Milliarden €. Das ist ein Betrag – ich lade die Kollegen von der SPÖ ein, das nachzuprüfen –, den Kollege Edlinger, glaube ich, nicht erreicht hat in seinen angeblichen Bemühungen. (Abg. Gaál: Nicht einmal annähernd! – Abg. Mag. Molterer: Prozente!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich hoffe andererseits – in diesem Fall hoffe ich es geradezu –, dass das eine oder andere Budgetüberschreitungsgesetz 2005 die Misere zum Beispiel an den Universitäten beseitigen wird, denn es gibt berechtigte Zusatzwünsche in diesem Bereich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Nehmen Sie einmal den Schnitt!
Finanzminister Grasser hat gestern an ein oder zwei Stellen Fairness eingefordert. Ich mache das gern, Herr Finanzminister, und wenn mir die Zeit bleibt, kann ich noch einige Beispiele bringen. Aber bleiben wir bei der Höhe des Defizits: Haben nicht ÖVP und FPÖ den letzten SPÖ-Finanzminister gerne als „Schulden-Rudi“ bezeichnet? Aber dann seien Sie fair – gleiches Recht für alle! Wenn die Defizite von Edlinger den Spitznamen „Schulden-Rudi“ rechtfertigen, dann haben wir hier einen Kandidaten für den „Schulden-Karli“ aber locker! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Nehmen Sie einmal den Schnitt!)
Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Mag. Grasser: Sagen Sie uns die Zahlen, Herr Professor!
Wenn wir auf das administrative Defizit – ich halte Sie mit den Zahlen nicht auf, aber ich stütze mich auf den Tabellenband zur Budgetrede – des Bundes abstellen, so waren die Defizite 1998/1999 – und das waren die Jahre von „Schulden-Rudi“ – absolut sicherlich niedriger als die über 5 Milliarden €, die hier falsch ausgewiesen werden, korrekt für das administrative Defizit, aber falsch für das Maastricht-Defizit des Bundes. Also: „Schulden-Karli“! (Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Mag. Grasser: Sagen Sie uns die Zahlen, Herr Professor!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das müssen Sie jetzt schon sagen, wie es 1998 war!
desminister Mag. Grasser: Und wie hoch war es 1998?) Ich sage nur: Wenn „Schulden-Rudi“ als Spitzname berechtigt war, dann ist es angesichts des Defizits 2005 aber „Schulden-Karli“ locker, locker, locker! Wir reden hier vom Bundeshaushalt! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das müssen Sie jetzt schon sagen, wie es 1998 war!)
Abg. Scheibner: Sie hätten die 98er-Zahlen dazu nennen müssen!
Ich bin schon gespannt auf die Budgetrede des nächsten Finanzministers nach Grasser – der wird wahrscheinlich, befürchte ich, den einen oder anderen Textbaustein aus der gestrigen Rede herausnehmen. (Abg. Scheibner: Sie hätten die 98er-Zahlen dazu nennen müssen!) Das war echt witzig, ich habe mich da amüsiert! Ich habe mich gar nicht geärgert, ich habe mich amüsiert, Herr Kollege Scheibner, wenn Grasser davon spricht, was er nicht alles von Rudolf Edlinger übernommen hat, nämlich das Defizit – und dazu eine nicht finanzierte Steuerreform! Er meint eine Steuersenkung auf Pump. – Exakt das ist die Situation, die der nächste Finanzminister von Karl-Heinz Grasser zu übernehmen haben wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bin schon gespannt auf die Budgetrede des nächsten Finanzministers nach Grasser – der wird wahrscheinlich, befürchte ich, den einen oder anderen Textbaustein aus der gestrigen Rede herausnehmen. (Abg. Scheibner: Sie hätten die 98er-Zahlen dazu nennen müssen!) Das war echt witzig, ich habe mich da amüsiert! Ich habe mich gar nicht geärgert, ich habe mich amüsiert, Herr Kollege Scheibner, wenn Grasser davon spricht, was er nicht alles von Rudolf Edlinger übernommen hat, nämlich das Defizit – und dazu eine nicht finanzierte Steuerreform! Er meint eine Steuersenkung auf Pump. – Exakt das ist die Situation, die der nächste Finanzminister von Karl-Heinz Grasser zu übernehmen haben wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ.
Ich habe nicht die Zeit gehabt, mich damit im Detail zu beschäftigen, ich kann nur sagen, nicht: Guten Tag, saniertes Budget!, sondern: Tschüss, adieu, ciao, saniertes Budget! (Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ.) – Die Budgetdisziplin geht den Bach hinunter. (Abg. Öllinger: Den Gorbach hinunter!)
Abg. Öllinger: Den Gorbach hinunter!
Ich habe nicht die Zeit gehabt, mich damit im Detail zu beschäftigen, ich kann nur sagen, nicht: Guten Tag, saniertes Budget!, sondern: Tschüss, adieu, ciao, saniertes Budget! (Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ.) – Die Budgetdisziplin geht den Bach hinunter. (Abg. Öllinger: Den Gorbach hinunter!)
Abg. Mag. Molterer: Auch!
Drittes Nebelfeld: Die Konjunkturerholung ist offenbar eine Folge der Steuersenkung. (Abg. Mag. Molterer: Auch!) – Sie sagen, auch, Herr Kollege Molterer – das wäre korrekt gewesen. Der Finanzminister hat aber diese Leidenschaft – ich verstehe das ja auch nicht ganz –, etwas an und für sich Korrektes so aufzublasen, so aufzubauschen, dass es dann wieder unrichtig wird. Wenn der Titel lautet: „Aufschwung durch Entlastung“, dann wird jeder Mensch denken: Aha, der Aufschwung entsteht durch die Entlastung – und suggeriert wird: durch die Steuerentlastung.
Abg. Mag. Molterer: Dann wären Sie glücklich, oder was?
Ich bin überzeugt davon, dass Minister Grasser die Wifo-Untersuchungen zu diesem Punkt kennt. Das Wifo kommt zu dem Schluss: 2,5 Prozent Wirtschaftswachstum nächstes Jahr. Und wie viel davon auf Grund der Steuersenkung, Herr Kollege Molterer? – 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte. Ohne Steuersenkung wäre das Wirtschaftswachstum 2,2, 2,3 Prozent des BIP. (Abg. Mag. Molterer: Dann wären Sie glücklich, oder was?) Dann wäre ich nicht glücklicher, ich fordere nur Wahrheit ein, ich fordere nur Seriosität in der Argumentation ein, das ist alles! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich bin überzeugt davon, dass Minister Grasser die Wifo-Untersuchungen zu diesem Punkt kennt. Das Wifo kommt zu dem Schluss: 2,5 Prozent Wirtschaftswachstum nächstes Jahr. Und wie viel davon auf Grund der Steuersenkung, Herr Kollege Molterer? – 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte. Ohne Steuersenkung wäre das Wirtschaftswachstum 2,2, 2,3 Prozent des BIP. (Abg. Mag. Molterer: Dann wären Sie glücklich, oder was?) Dann wäre ich nicht glücklicher, ich fordere nur Wahrheit ein, ich fordere nur Seriosität in der Argumentation ein, das ist alles! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Haben Sie einen vertrauten Kreis mit dem Finanzminister?
Finanzminister Grasser behauptet nebenbei, dass die Steuersenkung 0,5 Prozent des BIP an Wachstum verursacht. Der betreffende Beamte, der die Rede geschrieben hat, hat die entsprechende Wifo-Tabelle falsch gelesen. Ich bin gerne bereit, das dann im vertrauten Kreise sozusagen zu begründen. (Abg. Scheibner: Haben Sie einen vertrauten Kreis mit dem Finanzminister?) Na ja, lassen wir das!
Abg. Mag. Molterer: Sehr viel!
Wissen Sie, wenn man die Budgetdisziplin schon aufgibt, dann stellt sich die Frage: Machen die jetzt etwas für die Zukunft oder nicht? (Abg. Mag. Molterer: Sehr viel!) – Ja, sehr viel, eben, mehr als Worthülsen gibt es nämlich nicht.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Forschungsbereich. Herr Kollege Scheibner, auch Sie haben vorhin behauptet, noch nie sei so viel für die Forschung getan worden wie jetzt. (Vizekanzler Gorbach: Richtig!) – Na ja, schon! Schauen Sie sich die Übersicht 23 zur Budgetrede an: Die Zahl steigt von 2004 auf 2005 von 1,56 Milliarden € auf 1,58 Milliarden €, wenn es wahr ist. Dieser Zuwachs liegt unter der Inflationsrate, Herr Kollege Scheibner! Ich hoffe, dass diese Übersicht so wie sehr viele Übersichten in der Budgetrede unvollständig ist. Wir wissen natürlich, dass einiges ausgegliedert worden ist und eben nicht mehr darin enthalten ist, aber wie sollen wir als Parlamentarier, wenn diese Übersichten nicht verbessert werden, dann noch unterscheiden können, was Wahrheit, was Unwahrheit, was Halbwahrheit und was einfach frei erfunden ist? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Steibl: Sind Sie gegen das Kinderbetreuungsgeld? Sind Sie gegen die Schülerfreifahrt?
In bestimmten anderen Bereichen allerdings explodieren die Ausgaben, aber nicht in den investiven, und das, meine ich, ist ein Kernproblem dieses Budgets. Beispielsweise Familienlastenausgleichsfonds, der in den Jahren 2003 bis 2005 schon rund 1 Milliarde € an Defiziten akkumuliert hat. Dort explodieren ... (Abg. Steibl: Sind Sie gegen das Kinderbetreuungsgeld? Sind Sie gegen die Schülerfreifahrt?) Frau Kollegin! Ich sage nur, dort explodieren die Ausgaben! Der FLAF, der Familienlastenausgleichsfonds, ist längst ausgeräumt!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich finde, wir stecken zu viel Geld in den Konsum – und das ist es letztlich in diesem Bereich –, und wir investieren zu wenig in die Zukunft. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Wir investieren zu wenig in die Schulen, wir investieren zu wenig in die Universitäten, wir investieren zu wenig in Forschung und Entwicklung. Das sind die harten Daten, die aus diesem Budget hervorgehen, und das können Sie durch noch so viele Taferln, auch wenn Sie sie kiloweise und quadratmeterweise hier zum Rednerpult herausschleppen, nicht wettmachen: dieses Defizit an Zukunftsorientierung. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wo wollen Sie kürzen? Welche Familienleistung wollen Sie streichen?)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wo wollen Sie kürzen? Welche Familienleistung wollen Sie streichen?
Ich finde, wir stecken zu viel Geld in den Konsum – und das ist es letztlich in diesem Bereich –, und wir investieren zu wenig in die Zukunft. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Wir investieren zu wenig in die Schulen, wir investieren zu wenig in die Universitäten, wir investieren zu wenig in Forschung und Entwicklung. Das sind die harten Daten, die aus diesem Budget hervorgehen, und das können Sie durch noch so viele Taferln, auch wenn Sie sie kiloweise und quadratmeterweise hier zum Rednerpult herausschleppen, nicht wettmachen: dieses Defizit an Zukunftsorientierung. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wo wollen Sie kürzen? Welche Familienleistung wollen Sie streichen?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben also den Staat moderner gemacht. Österreich ist inzwischen ein Standort, um den uns viele andere Länder beneiden. Etwa in den neunziger Jahren – meine Damen und Herren, ich darf es in Erinnerung bringen – wurde Österreich von internationalen Organisationen wie zum Beispiel der OECD kritisiert, eben wegen zu hoher Steuerquote, wegen fehlender Beschäftigungspolitik, wegen schwachen Wirtschaftswachstums. Und 2004, man höre und staune, werden wir von denselben Organisationen gelobt. Das ist doch erfreulich und eine sehr positive Entwicklung! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir haben aber auch eine verhältnismäßig gute Arbeitslosenquote – darüber wurde heute schon diskutiert –: 4,5 Prozent in Österreich, 8,5 Prozent in Italien, 9,8 Prozent in Deutschland. Zusammenfassend möchte ich sagen: Vergleichen wir, denn der Vergleich macht uns sicher! Wir sind die Besseren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben gute internationale Wirtschaftszahlen, und wir machen jetzt die größte Steuerentlastung, die es jemals in der Zweiten Republik gegeben hat, nämlich 3 Milliarden € Entlastung. Wir haben jetzt die Pensionen sichergestellt. Wir investieren jetzt, Herr Kollege Van der Bellen, in die Ausbildung, in die Universitäten so viel wie nie zuvor in diesem Lande. Wir investieren jetzt für Forschung und Entwicklung so viel wie nie zuvor in diesem Lande. Wir investieren jetzt in den Ausbau der Infrastruktur so viel wie nie zuvor in diesem Lande. – Das ist die Zeit der Ernte. Wir geben, wenn Sie so wollen, der Bevölkerung die Erfolgsdividende dieser Regierung zurück. Und das sind die Auszahlungen, die wir jetzt und in den nächsten Jahren vornehmen können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Auch noch ein Wort zu dem, was Herr Kollege Van der Bellen gesagt hat. Natürlich macht nicht allein die Steuerreform das Defizit aus, sondern auch das Konjunkturpaket I, das Konjunkturpaket II, das Wirtschaftswachstumspaket und die Steuerreform. Diese Pakete waren aber gut für das Wirtschaftswachstum, das wissen Sie. Hätten wir diese Pakete nicht geschnürt, hätten wir 2005 ein ausgeglichenes Budget und 2006 bereits einen Überschuss. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
ein zweites Schaubild mit einer entsprechenden Graphik vorweisend – Abg. Broukal: Aber in den letzten Jahren Stillstand, keine Steigerung!
Vielleicht noch eine Steigerung, Herr Kollege Broukal, was die Infrastruktur betrifft, inklusive ÖBB und Schienenausbau (ein zweites Schaubild mit einer entsprechenden Graphik vorweisend – Abg. Broukal: Aber in den letzten Jahren Stillstand, keine Steigerung!): plus 32 Prozent zwischen 2000 und 2004! – Ich stelle Ihnen diese Tafeln gerne zum Nachrechnen zur Verfügung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Broukal: Viel zu klein! Ich kann es nicht lesen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Broukal: Viel zu klein! Ich kann es nicht lesen!
Vielleicht noch eine Steigerung, Herr Kollege Broukal, was die Infrastruktur betrifft, inklusive ÖBB und Schienenausbau (ein zweites Schaubild mit einer entsprechenden Graphik vorweisend – Abg. Broukal: Aber in den letzten Jahren Stillstand, keine Steigerung!): plus 32 Prozent zwischen 2000 und 2004! – Ich stelle Ihnen diese Tafeln gerne zum Nachrechnen zur Verfügung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Broukal: Viel zu klein! Ich kann es nicht lesen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
klare Ziele und zum Zweiten der brennende Wunsch, diese zu erreichen. – Ich kann im Namen der gesamten Bundesregierung sagen: Wir haben klare Ziele, wir haben den brennenden Wunsch, diese zu erreichen – und wir haben auch das Budget dazu. Wir sind auf dem Erfolgsweg! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe des Abg. Dr. Jarolim. – Abg. Dr. Mitterlehner begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine rot-weiß-rote Tafel mit der Aufschrift „Aufschwung durch Entlastung“ auf.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als nächster Redner gelangt Herr Abgeordneter Dr. Mitterlehner zu Wort. Redezeit: 10 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Zwischenrufe des Abg. Dr. Jarolim. – Abg. Dr. Mitterlehner begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine rot-weiß-rote Tafel mit der Aufschrift „Aufschwung durch Entlastung“ auf.)
Abg. Broukal: „Schulden-Karli“! – Abg. Gradwohl: Nennen Sie doch bitte die absoluten Zahlen auch dazu!
Das Zweite – der Herr Gusenbauer ist leider, wie schon so oft, bei der Debatte nicht mehr anwesend –: Ich glaube schon, dass man den Zeitbegriff ein wenig erweitern sollte, dass man da ein wenig relativer vorgehen sollte. Sie reden dauernd von „Rekorddefiziten“, und gerade ist der Ausdruck „Schulden-Rudi“ strapaziert worden und so weiter. Schauen Sie einmal die Defizite der Vergangenheit an: 1993: 4,2 Prozent, 1994: 5 Prozent, 1995: 5,2 Prozent. (Abg. Broukal: „Schulden-Karli“! – Abg. Gradwohl: Nennen Sie doch bitte die absoluten Zahlen auch dazu!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Broukal: Was ist mit den Schulden, die Sie gemacht haben?
Da 1999 angesprochen wurde, das Jahr, in dem Rudi Edlinger das letzte Budget verantworten musste: Da hatten wir auch eine Verschuldungsquote von 67,5 Prozent. Daran leiden wir heute noch, denn – und das ist das Problem – wir müssen die Schulden der Vergangenheit aufarbeiten, während andere Länder längst in die Zukunft investieren konnten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Broukal: Was ist mit den Schulden, die Sie gemacht haben?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie werden die entsprechenden Zahlen erst in der Zukunft haben, nicht jetzt, aber es wird Investitionen geben, es wird Arbeitsplätze geben. Das sollten Sie eigentlich sehen, und das sollten Sie akzeptieren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte Ihnen jetzt einen Witz mitgeben, den letzten SPÖ-Witz: Wir haben eine einheitliche Parteilinie. – Das ist ein Sickerwitz, da werden Sie länger brauchen. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Sie von der SPÖ widersprechen sich alle Augenblicke selber und wissen eigentlich nicht, welche Linie Sie in der Politik fahren wollen.
Zwischenrufe des Abg. Dr. Jarolim
Damit komme ich zum dritten Teil, und der dritte Teil schaut folgendermaßen aus: Bestimmte Leute, auch Medienkommentatoren (Zwischenrufe des Abg. Dr. Jarolim) – wer schreit, hat Frust, haben wir heute schon gehört –, bestimmte Kommentatoren sagen, wir sollten uns nicht am Schnitt der Länder ein Beispiel nehmen, sondern wir sollten uns ein Beispiel an Finnland, an Spanien nehmen, an Ländern, die Überschüsse haben. Das klingt eigentlich sehr positiv. Die Realität ist: Wir sind eben mit 35 Prozent unserer Wirtschaftskraft mit Deutschland verflochten und daher von dort auch ein bisschen abhängig.
Abg. Broukal: Philips baut ab in Wien! Wissen Sie das nicht?
Besonders interessant ist – und das möchte ich betonen –, dass wir, was die Forschungsfinanzierung anbelangt, einen Anteil von 21 Prozent aus dem Ausland haben, das heißt: internationale Konzerne. Sie kritisieren diese Konzerne und sagen, die werden jetzt mit der Gruppenbesteuerung bevorzugt. Ganz im Gegenteil! Die sind hier operativ tätig, die investieren. Und schauen Sie sich an, welche Firmen das sind: Infineon in Villach, Baxter AG in Krems, Boehringer Ingelheim, MAN-Steyr, Sandoz Kundl, Philips Wien – überall hier werden Kompetenz-Center geschaffen, wird im Forschungs- und Entwicklungsbereich entsprechend investiert. (Abg. Broukal: Philips baut ab in Wien! Wissen Sie das nicht?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Wie viele Arbeitsplätze werden geschaffen in Österreich? – Abg. Steibl: Aber geh!
Aber schauen Sie sich das bitte an: Sie machen ein Konzernzentrum für Speaker Systems und so weiter! Das heißt, Medizintechnik wird entsprechend intensiviert. Natürlich gibt es auch entsprechende Umstrukturierungen in dem einen oder anderen Bereich, wenn Sie aber gesamt sehen, was die Auslandsfinanzierungen anbelangt, werden Sie feststellen, dass die Entwicklung in Österreich mehr als positiv ist. Diese Entwicklung wird in keinem anderen Land der Europäischen Union, was das Vertrauen der ausländischen Konzerne anbelangt, erreicht. Daher war diese Politik sicher richtig. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Wie viele Arbeitsplätze werden geschaffen in Österreich? – Abg. Steibl: Aber geh!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie wollen das nicht wahrhaben, aber wir haben die beste Beschäftigungssituation. Und wenn Sie dauernd so tun, als wären die geringfügig Beschäftigten dabei: Die sind da nicht mitgerechnet. Wir haben da eine sehr gute Situation. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zusammenfassend: Wir haben ein gutes Budget, das den Aufschwung sichert – alles andere ist reine Oppositionsrhetorik. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Ist ja nicht wahr!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Das Taferl ist weg: Aufschwung durch Entlassung, wie es eigentlich der Vorstellungswelt der ÖVP entspricht. Schade! Aber reden wir gleich über die Arbeitslosen, weil der Kollege Scheibner die österreichische Rechnung von Arbeitslosenquoten mit jener nach EU-Richtlinien verwechselt. (Abg. Scheibner: Ist ja nicht wahr!) Kein Problem. Absolute Arbeitslosigkeit im Jahr 1998: 237 794 Menschen, 2003: 240 079, also um 3 000 Menschen mehr arbeitslos. – Für Herrn Scheibner anscheinend eine gute Entwicklung. (Abg.
Beifall bei der SPÖ.
Kopf: Das ist unseriös!) Unseriös, die Anzahl der Arbeitslosen?! Hinter jedem Arbeitslosen steht ein Schicksal, nicht Prozente! Das, was Sie machen, ist unseriös! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Wenn Sie mir zugehört haben: Ich habe gesagt, zusätzlich wird es die geben!
Bleiben wir gleich bei der Unseriosität des Kollegen Scheibner. – Abgesehen von irgendwelchen weißen Papieren, die in der FPÖ mit ihren Ideen, die sie vielleicht selber hat, beschriftet werden, ein paar Details zum Beispiel zum Heizkostenzuschuss. Herr Exminister, Herr Eurofighter-Exminister, der zwei Milliarden für diese Fliegerbestellung ausgegeben hat (Abg. Scheibner: Wenn Sie mir zugehört haben: Ich habe gesagt, zusätzlich wird es die geben!): Der Heizkostenzuschuss in Österreich schaut so aus: Burgenland: 40 € einmalig, Kärnten: 60 bis 100 € einmalig, Niederösterreich: 50 € einmalig, Oberösterreich: nichts, Salzburg: auf Beschluss der ÖVP-Regierung keinen seit 2000, Antrag der SPÖ gibt es, Steiermark: 50 bis 100 € einmalig, Tirol: 75 € oder Briketts einmalig, Vorarlberg: 150 € einmalig, und Wien: 67,24 € monatlich Heizbeihilfe von Oktober bis April. – Er kann nicht mal sieben multiplizieren. Die höchste Beihilfe gibt es in Wien! – So viel zur Ernsthaftigkeit des Herrn Scheibner. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist falsch!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist falsch!
Bleiben wir gleich bei der Unseriosität des Kollegen Scheibner. – Abgesehen von irgendwelchen weißen Papieren, die in der FPÖ mit ihren Ideen, die sie vielleicht selber hat, beschriftet werden, ein paar Details zum Beispiel zum Heizkostenzuschuss. Herr Exminister, Herr Eurofighter-Exminister, der zwei Milliarden für diese Fliegerbestellung ausgegeben hat (Abg. Scheibner: Wenn Sie mir zugehört haben: Ich habe gesagt, zusätzlich wird es die geben!): Der Heizkostenzuschuss in Österreich schaut so aus: Burgenland: 40 € einmalig, Kärnten: 60 bis 100 € einmalig, Niederösterreich: 50 € einmalig, Oberösterreich: nichts, Salzburg: auf Beschluss der ÖVP-Regierung keinen seit 2000, Antrag der SPÖ gibt es, Steiermark: 50 bis 100 € einmalig, Tirol: 75 € oder Briketts einmalig, Vorarlberg: 150 € einmalig, und Wien: 67,24 € monatlich Heizbeihilfe von Oktober bis April. – Er kann nicht mal sieben multiplizieren. Die höchste Beihilfe gibt es in Wien! – So viel zur Ernsthaftigkeit des Herrn Scheibner. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist falsch!)
Ruf bei der ÖVP: Richtig!
Zum Beispiel: Bundeskanzler Schüssel in der Regierungserklärung 2000: „Österreich braucht ein stabiles Budget. ... – Weil die Schulden von heute die Steuern von morgen sind ...“ (Ruf bei der ÖVP: Richtig!)
Abg. Kopf: Kollege, was ist Ihr Vorschlag?
Und was ist die Realität? Schauen Sie in Ihre eigenen Budgetunterlagen: Der Schuldenstand ist gestiegen, von ursprünglich 133 Milliarden € auf heuer, 2004, 149,9 Milliarden, nächstes Jahr 154,86 Milliarden €. Das sind 21,86 Milliarden €! (Abg. Kopf: Kollege, was ist Ihr Vorschlag?)
Abg. Scheibner: Sind Sie Fernsehsprecher oder Redner im Parlament?
Für die Damen und Herren an den Fernsehapparaten: eine unvorstellbare Summe, diesmal für die Pendler ausgerechnet (Abg. Scheibner: Sind Sie Fernsehsprecher oder Redner im Parlament?): Man könnte, wenn ein Golf 16 940 € kostet, 1 290 000 VW-Golfs kaufen, allein mit dem Betrag, um den sich die Schulden erhöht haben, die unter diesem smarten Herrn – wie haben Sie gesagt, Herr Kollege?, „Schulden-Karli“; das gefällt mir sehr gut –, unter dem „Schulden-Karli“ angehäuft wurden. Die würden Stoßstange an Stoßstange 5 400 Kilometer nagelneue VW-Golfs hintereinander bedeuten. Und diese Regierung hat sich erdreistet, auf Kosten der Steuerzahler und Steuerzahlerinnen Plakate und Inserate zu machen: Keine neuen Schulden – wir haben Zukunft. – So viel zum Thema „viel versprochen, nichts gehalten“. Die Nichthalter sitzen hinter mir. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Für die Damen und Herren an den Fernsehapparaten: eine unvorstellbare Summe, diesmal für die Pendler ausgerechnet (Abg. Scheibner: Sind Sie Fernsehsprecher oder Redner im Parlament?): Man könnte, wenn ein Golf 16 940 € kostet, 1 290 000 VW-Golfs kaufen, allein mit dem Betrag, um den sich die Schulden erhöht haben, die unter diesem smarten Herrn – wie haben Sie gesagt, Herr Kollege?, „Schulden-Karli“; das gefällt mir sehr gut –, unter dem „Schulden-Karli“ angehäuft wurden. Die würden Stoßstange an Stoßstange 5 400 Kilometer nagelneue VW-Golfs hintereinander bedeuten. Und diese Regierung hat sich erdreistet, auf Kosten der Steuerzahler und Steuerzahlerinnen Plakate und Inserate zu machen: Keine neuen Schulden – wir haben Zukunft. – So viel zum Thema „viel versprochen, nichts gehalten“. Die Nichthalter sitzen hinter mir. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Denken Sie an Ihr Wirtschaftsprogramm mit der Steuererhöhung!
Noch einmal: Schulden und Defizite. (Bundesminister Mag. Grasser: Die Maastricht-Zahl?) Herr Minister, Schulden und Defizite: Sie haben gestern von 133 Milliarden € an übernommenen Schulden gesprochen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Denken Sie an Ihr Wirtschaftsprogramm mit der Steuererhöhung!) Ich lese Ihnen Ihre Zahlen vor – sie liegen deutlich darüber. So ein Budget mit einem Defizit von über 5 Milliarden hat Minister Edlinger niemals gehabt! (Beifall bei der SPÖ. – Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt nicht! – Bundesminister Mag. Grasser: Lesen Sie mir vor ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt nicht! – Bundesminister Mag. Grasser: Lesen Sie mir vor ...!
Noch einmal: Schulden und Defizite. (Bundesminister Mag. Grasser: Die Maastricht-Zahl?) Herr Minister, Schulden und Defizite: Sie haben gestern von 133 Milliarden € an übernommenen Schulden gesprochen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Denken Sie an Ihr Wirtschaftsprogramm mit der Steuererhöhung!) Ich lese Ihnen Ihre Zahlen vor – sie liegen deutlich darüber. So ein Budget mit einem Defizit von über 5 Milliarden hat Minister Edlinger niemals gehabt! (Beifall bei der SPÖ. – Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt nicht! – Bundesminister Mag. Grasser: Lesen Sie mir vor ...!)
Abg. Scheibner: Ohne Van der Bellen sind Sie richtig hilflos! – Bundesminister Mag. Grasser: 1,9 ist gleich Maastricht! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ein oppositioneller Plauderer sind Sie!
Lesen Sie Ihre eigenen Unterlagen! Nicht in Prozenten, Herr Staatssekretär (Bundesminister Mag. Grasser: Lesen Sie mir vor ...!), in den Zahlen der Bilanz, unter dem Strich der Bilanz. (Bundesminister Mag. Grasser: ’98 Maastricht! Sagen Sie uns ’98 Maastricht!) Sie haben Maastricht nicht einmal für Ihr aktuelles Budget 2005 genannt, wie Professor Van der Bellen Sie vorhin belehrt hat. Bleiben wir beim administrativen Defizit, das haben Sie genannt. (Abg. Scheibner: Ohne Van der Bellen sind Sie richtig hilflos! – Bundesminister Mag. Grasser: 1,9 ist gleich Maastricht! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ein oppositioneller Plauderer sind Sie!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Da war ja Cap noch besser, obwohl der zum Plaudern ...!
Kommen wir zu den anderen Dingen, und zwar zu der Fragestellung: Wie kann es sein, dass ein Minister, der mit Sparen angetreten ist, das höchste Defizit seit dem Jahr 1996 zusammenbringt? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Da war ja Cap noch besser, obwohl der zum Plaudern ...!) Sie traten an, um zu sparen. Wo spart eigentlich diese Regierung? – Schaut man sich die Entwicklung der Ausgaben in jedem der administrativen Haushalte an, dann waren unter Finanzminister Edlinger die Ausgaben noch 57,25 Milliarden €; Sie liegen bei 64 Milliarden €, Herr Mag. Grasser!
Abg. Hornek: 40 Millionen € ...!
Jetzt nehmen wir nicht an, dass alles in den Geburtstagspartys des Staatssekretärs Morak oder in den neuen Dienstkarossen wie dem Audi A8 im Wert von einer halben Million Schilling des Herrn Finanzministers aufgegangen ist. Aber die Bereitschaft dieser Regierung, zu sparen, ist nirgends zu sehen! Allein für Beratung und Werbung haben nur die Ressorts von Grasser und Schüssel 22 und 16 Millionen € ausgegeben, die Regierung seit dem Jahr 2000 insgesamt 72 Millionen €. (Abg. Hornek: 40 Millionen € ...!) Eine Milliarde Schilling für Beratung und Werbung: Herr Grasser, Sie sind nicht nur ein „Schulden-Karli“, Sie sind auch ein „Mister Verschwendung“! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Jetzt nehmen wir nicht an, dass alles in den Geburtstagspartys des Staatssekretärs Morak oder in den neuen Dienstkarossen wie dem Audi A8 im Wert von einer halben Million Schilling des Herrn Finanzministers aufgegangen ist. Aber die Bereitschaft dieser Regierung, zu sparen, ist nirgends zu sehen! Allein für Beratung und Werbung haben nur die Ressorts von Grasser und Schüssel 22 und 16 Millionen € ausgegeben, die Regierung seit dem Jahr 2000 insgesamt 72 Millionen €. (Abg. Hornek: 40 Millionen € ...!) Eine Milliarde Schilling für Beratung und Werbung: Herr Grasser, Sie sind nicht nur ein „Schulden-Karli“, Sie sind auch ein „Mister Verschwendung“! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: ... Pannenstreifen!
Widmen wir uns aber nun der Frage, ob wir auf der Überholspur oder auf der Kriechspur sind. (Ruf bei der SPÖ: ... Pannenstreifen!) Im Durchschnitt ist Österreich in den Jahren 1991 bis 1995 mit 2 Prozent deutlich über dem EU-Schnitt von 1,5 Prozent gewachsen. Noch von 1996 bis 1999 waren wir mit 2,8 Prozent deutlich über dem EU-Schnitt von 2,6 Prozent. In den abgelaufenen Jahren lagen wir mit 0,9 Prozent deutlich unter 1,3 Prozent. Das ist der Misserfolg Ihrer Politik, Herr Bundesminister! Da ist kein Aufschwung durch Entlastung, da ist weniger Wachstum wegen Ihrer Politik! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Widmen wir uns aber nun der Frage, ob wir auf der Überholspur oder auf der Kriechspur sind. (Ruf bei der SPÖ: ... Pannenstreifen!) Im Durchschnitt ist Österreich in den Jahren 1991 bis 1995 mit 2 Prozent deutlich über dem EU-Schnitt von 1,5 Prozent gewachsen. Noch von 1996 bis 1999 waren wir mit 2,8 Prozent deutlich über dem EU-Schnitt von 2,6 Prozent. In den abgelaufenen Jahren lagen wir mit 0,9 Prozent deutlich unter 1,3 Prozent. Das ist der Misserfolg Ihrer Politik, Herr Bundesminister! Da ist kein Aufschwung durch Entlastung, da ist weniger Wachstum wegen Ihrer Politik! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist diese Rede von Gusenbauer angeschaut worden? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Damit nicht wieder ...!
Wir sprechen gerne über die Frage, ob Ihre Steuerreform den Menschen etwas bringt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist diese Rede von Gusenbauer angeschaut worden? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Damit nicht wieder ...!) Schauen Sie sich einmal im Budget das Kapitel 52 an: Von 17,3 auf genau 17 Milliarden € fällt die Lohnsteuerleistung (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hat der Herr Klubobmann ...?), das ist ein Skontoabzug von 1,7 Prozent, im Durchschnitt gerade 5 € im Monat weniger für jeden Lohnsteuerzahler. Das ist die Wahrheit über die Entlastung: keine Entlastung für die lohnsteuerpflichtigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Pensionistinnen und Pensionisten! In Summe sind es
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hat der Herr Klubobmann ...?
Wir sprechen gerne über die Frage, ob Ihre Steuerreform den Menschen etwas bringt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist diese Rede von Gusenbauer angeschaut worden? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Damit nicht wieder ...!) Schauen Sie sich einmal im Budget das Kapitel 52 an: Von 17,3 auf genau 17 Milliarden € fällt die Lohnsteuerleistung (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hat der Herr Klubobmann ...?), das ist ein Skontoabzug von 1,7 Prozent, im Durchschnitt gerade 5 € im Monat weniger für jeden Lohnsteuerzahler. Das ist die Wahrheit über die Entlastung: keine Entlastung für die lohnsteuerpflichtigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Pensionistinnen und Pensionisten! In Summe sind es
Abg. Dr. Partik-Pablé: Und was sagen Sie zu Ihrem Steuererhöhungsprogramm?
in dem Land gerade 300 Millionen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Und was sagen Sie zu Ihrem Steuererhöhungsprogramm?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sind Sie im Schattenkabinett?
Aber im Bereich der Körperschaftsteuer wird die Mindestkörperschaftsteuer für die vielen KMUs nicht gesenkt, die dürfen weiter zahlen. Und die großen Konzerne (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sind Sie im Schattenkabinett?), vor allem die, die in der Gruppenbesteuerung mit österreichischen Steuergeldern ausländische Verlustbetriebe subventioniert bekommen, werden mit Hunderten Millionen – allein in diesem Budget 700 Millionen – gefördert.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Unter Ihrer noch mehr!
Aber die Bevölkerung hat schon zahlen müssen unter dieser Regierung Schwarz-Blau, wir hatten insgesamt 40 Belastungen! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Unter Ihrer noch mehr!) Es hat bei der Energieabgabe begonnen, bei der Verdoppelung der Vignettengebühr, es hat von der ORF-Gebühr bis zur motorbezogenen Versicherungssteuer und der Tabaksteuer eine Summe von Erhöhungen gegeben (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Haben Sie sich Ihr Programm angeschaut?), die durch diese Steuerreform niemals ausgeglichen werden. Der Mittelstand, die Menschen, die arbeiten, sind die Melkkuh der Nation. Diese Regierung entlastet sie nicht, sie macht ein neues Defizit von Rekordausmaßen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie wollen sie melken!), um einen Sachzwang zu erzeugen, um ein neues Sparpaket nach den Wahlen zu schnüren.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Haben Sie sich Ihr Programm angeschaut?
Aber die Bevölkerung hat schon zahlen müssen unter dieser Regierung Schwarz-Blau, wir hatten insgesamt 40 Belastungen! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Unter Ihrer noch mehr!) Es hat bei der Energieabgabe begonnen, bei der Verdoppelung der Vignettengebühr, es hat von der ORF-Gebühr bis zur motorbezogenen Versicherungssteuer und der Tabaksteuer eine Summe von Erhöhungen gegeben (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Haben Sie sich Ihr Programm angeschaut?), die durch diese Steuerreform niemals ausgeglichen werden. Der Mittelstand, die Menschen, die arbeiten, sind die Melkkuh der Nation. Diese Regierung entlastet sie nicht, sie macht ein neues Defizit von Rekordausmaßen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie wollen sie melken!), um einen Sachzwang zu erzeugen, um ein neues Sparpaket nach den Wahlen zu schnüren.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie wollen sie melken!
Aber die Bevölkerung hat schon zahlen müssen unter dieser Regierung Schwarz-Blau, wir hatten insgesamt 40 Belastungen! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Unter Ihrer noch mehr!) Es hat bei der Energieabgabe begonnen, bei der Verdoppelung der Vignettengebühr, es hat von der ORF-Gebühr bis zur motorbezogenen Versicherungssteuer und der Tabaksteuer eine Summe von Erhöhungen gegeben (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Haben Sie sich Ihr Programm angeschaut?), die durch diese Steuerreform niemals ausgeglichen werden. Der Mittelstand, die Menschen, die arbeiten, sind die Melkkuh der Nation. Diese Regierung entlastet sie nicht, sie macht ein neues Defizit von Rekordausmaßen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie wollen sie melken!), um einen Sachzwang zu erzeugen, um ein neues Sparpaket nach den Wahlen zu schnüren.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Was heißt das: ein Sparpaket? – Dasselbe wie die von Ihnen beschlossene Pensionsreform: die Kürzung bei den Leistungen für die Menschen! Ich sage Ihnen eines – und das sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben –: Für eine Seniorin, für einen Senior, der Jahrzehnte gearbeitet hat, ist die Kürzung einer Pension, die Sie gemacht haben, dasselbe wie eine Steuererhöhung. Das lehnen wir ab, meine Damen und Herren! – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche): Sehr geehrte Frau Präsident! Verehrte Regierungsmitglieder! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich begrüße auch Herrn Kollegen Gusenbauer, da er zu unserer Budgetdebatte wieder dazugestoßen ist, um mitzuerleben, was Herr Matznetter alles von sich gibt, um aufzupassen, dass er nicht wieder aus der politischen Gehschule hinausfällt, wie es in den letzten Wochen schon mehrmals der Fall gewesen ist. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich glaube, man sieht es ja sehr klar an der jetzigen Debatte, wie sehr sich die Standpunkte zwischen den Regierungsparteien – der Regierung – und der Opposition strukturell unterscheiden. Die Regierung legt ein zukunftsorientiertes Haushaltsprogramm vor, die Opposition taumelt gewissermaßen in einer Orientierungslosigkeit. Die Regierung senkt die Steuern, die Opposition philosophiert darüber: Steuern müssen erhöht werden, Abgaben müssen erhöht werden. Meine sehr geehrten Damen und Herren, das lässt ein wenig den Schluss zu – konzentriert in einem Satz –: Die Regierung handelt, die Opposition grantelt! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.
Meine Damen und Herren! Wir müssen uns auch die Situation des Jahres 2000 immer wieder vor Augen führen, unter welch schwierigen Bedingungen diese Bundesregierung angetreten ist: mit 130 Milliarden € an Schulden, mit 7 Milliarden € an jährlichen Verpflichtungen allein für die Zinsen, mit desolaten Universitäten, mit einer maroden ÖBB, mit einem Abgang bei der ASFINAG, mit Schulden über Schulden bei der ÖIAG, mit unsanierten Haushalten, wo man auch hingeschaut hat. (Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.) Das waren die Voraussetzungen, unter denen diese Bundesregierung angetreten ist. Heute ist sie auf der Überholspur, meine Damen und Herren!
Abg. Eder: Bei den Schulden sind wir auf der Überholspur!
Alle Wirtschaftsindikatoren, die herangezogen werden können (Abg. Eder: Bei den Schulden sind wir auf der Überholspur!), all die ökonomischen Eckdaten stellen unter Beweis, dass Österreich heute unter den drei besten Wirtschafts- und Arbeitsstandorten in der Europäischen Union liegt. Noch nie waren so viele Menschen aktiv in Beschäftigung. Wir haben mit Zypern die niedrigste Arbeitslosenrate in der Europäischen Union, auch international gesehen liegen wir äußerst günstig. Mit einer Inflationsrate von 1,9 Prozent liegen wir deutlich über der Eurozone, und wir haben ein Wachstum von 1,7 Prozent. Wir haben eine wirklich tolle Exportentwicklung mit einem Plus von 11 Prozent (Abg. Eder: Warum verliert die FPÖ die Wahlen?), und in den Unternehmensgründungen ist ein wahrer Boom zu verzeichnen mit über 30 000 neuen, jungen Unternehmen, die die Wirtschaft beflügeln. Das sind Rekorddaten, die die Beschäftigung sichern und die internationale Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes glanzvoll darstellen, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Eder: Warum verliert die FPÖ die Wahlen?
Alle Wirtschaftsindikatoren, die herangezogen werden können (Abg. Eder: Bei den Schulden sind wir auf der Überholspur!), all die ökonomischen Eckdaten stellen unter Beweis, dass Österreich heute unter den drei besten Wirtschafts- und Arbeitsstandorten in der Europäischen Union liegt. Noch nie waren so viele Menschen aktiv in Beschäftigung. Wir haben mit Zypern die niedrigste Arbeitslosenrate in der Europäischen Union, auch international gesehen liegen wir äußerst günstig. Mit einer Inflationsrate von 1,9 Prozent liegen wir deutlich über der Eurozone, und wir haben ein Wachstum von 1,7 Prozent. Wir haben eine wirklich tolle Exportentwicklung mit einem Plus von 11 Prozent (Abg. Eder: Warum verliert die FPÖ die Wahlen?), und in den Unternehmensgründungen ist ein wahrer Boom zu verzeichnen mit über 30 000 neuen, jungen Unternehmen, die die Wirtschaft beflügeln. Das sind Rekorddaten, die die Beschäftigung sichern und die internationale Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes glanzvoll darstellen, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Alle Wirtschaftsindikatoren, die herangezogen werden können (Abg. Eder: Bei den Schulden sind wir auf der Überholspur!), all die ökonomischen Eckdaten stellen unter Beweis, dass Österreich heute unter den drei besten Wirtschafts- und Arbeitsstandorten in der Europäischen Union liegt. Noch nie waren so viele Menschen aktiv in Beschäftigung. Wir haben mit Zypern die niedrigste Arbeitslosenrate in der Europäischen Union, auch international gesehen liegen wir äußerst günstig. Mit einer Inflationsrate von 1,9 Prozent liegen wir deutlich über der Eurozone, und wir haben ein Wachstum von 1,7 Prozent. Wir haben eine wirklich tolle Exportentwicklung mit einem Plus von 11 Prozent (Abg. Eder: Warum verliert die FPÖ die Wahlen?), und in den Unternehmensgründungen ist ein wahrer Boom zu verzeichnen mit über 30 000 neuen, jungen Unternehmen, die die Wirtschaft beflügeln. Das sind Rekorddaten, die die Beschäftigung sichern und die internationale Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes glanzvoll darstellen, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Eder: Das brauchen Sie nur zu lesen, das Konzept! Das gibt es alles! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wir haben heute erlebt, wie Herr Kollege Gusenbauer versucht hat, uns klarzumachen, dass beispielsweise die soziale Gesellschaft, die Familienförderung, die Gesundheitsversorgung, alles das sich ein wenig in marodem Zustand befindet, auch die Bildungsförderung et cetera. Herr Kollege Gusenbauer, dann müssen Sie uns auch einmal sagen, welches Konzept Sie anwenden wollen, um all diese Schwachstellen zu beheben. (Abg. Eder: Das brauchen Sie nur zu lesen, das Konzept! Das gibt es alles! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir vermissen das Konzept. Wir haben kein Konzept gesehen, weil Sie auch kein Konzept haben, meine Damen und Herren! (Abg. Bures: O ja!) Sie sagen uns nicht, wie Sie all diese Leistungen, die Sie versprechen, auch finanzieren wollen, außer über Steuererhöhungen und Beitragserhöhungen, und das werden wir niemals mittragen können! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Bures: O ja!
Meine Damen und Herren! Wir haben heute erlebt, wie Herr Kollege Gusenbauer versucht hat, uns klarzumachen, dass beispielsweise die soziale Gesellschaft, die Familienförderung, die Gesundheitsversorgung, alles das sich ein wenig in marodem Zustand befindet, auch die Bildungsförderung et cetera. Herr Kollege Gusenbauer, dann müssen Sie uns auch einmal sagen, welches Konzept Sie anwenden wollen, um all diese Schwachstellen zu beheben. (Abg. Eder: Das brauchen Sie nur zu lesen, das Konzept! Das gibt es alles! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir vermissen das Konzept. Wir haben kein Konzept gesehen, weil Sie auch kein Konzept haben, meine Damen und Herren! (Abg. Bures: O ja!) Sie sagen uns nicht, wie Sie all diese Leistungen, die Sie versprechen, auch finanzieren wollen, außer über Steuererhöhungen und Beitragserhöhungen, und das werden wir niemals mittragen können! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir haben heute erlebt, wie Herr Kollege Gusenbauer versucht hat, uns klarzumachen, dass beispielsweise die soziale Gesellschaft, die Familienförderung, die Gesundheitsversorgung, alles das sich ein wenig in marodem Zustand befindet, auch die Bildungsförderung et cetera. Herr Kollege Gusenbauer, dann müssen Sie uns auch einmal sagen, welches Konzept Sie anwenden wollen, um all diese Schwachstellen zu beheben. (Abg. Eder: Das brauchen Sie nur zu lesen, das Konzept! Das gibt es alles! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir vermissen das Konzept. Wir haben kein Konzept gesehen, weil Sie auch kein Konzept haben, meine Damen und Herren! (Abg. Bures: O ja!) Sie sagen uns nicht, wie Sie all diese Leistungen, die Sie versprechen, auch finanzieren wollen, außer über Steuererhöhungen und Beitragserhöhungen, und das werden wir niemals mittragen können! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Sie haben die Wirtschaft abgewürgt! Nachweislich!
Wir haben ja aus dem Wirtschaftsprogramm des Herrn Matznetter einiges erfahren dürfen: die Anhebung der Grundsteuer, der Erbschaftssteuer, eine Wiedereinführung der Gewerbesteuer, die die Wirtschaft mit etwa einer Milliarde belasten könnte. Das sind doch völlig unvernünftige, auch zum falschen Zeitpunkt an die Bevölkerung herangetragene Botschaften! Das schreckt Investoren ab, das würgt die Wirtschaft ab, das würgt den Aufschwung ab, zum falschen Zeitpunkt. Ich glaube, Sie sind sich der Verantwortung nicht bewusst, die Sie da innehaben; deren sind Sie sich nicht bewusst. Denn ausländische Investoren, die in Österreich ihr Geld anlegen, können nicht immer unterscheiden zwischen Oppositionspolitikern und Regierungspolitikern. Sie haben eine Verantwortung auch gegenüber diesen Investoren, die in Österreich ihr Geld anlegen. Ich glaube, da müssten Sie sich auch einmal bei der Nase nehmen und schauen (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Sie haben die Wirtschaft abgewürgt! Nachweislich!), ob
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie mit diesem Zickzackkurs weiterkommen, den Sie hier fahren, mit diesen beweglichen Zielen, die im Übrigen so beweglich sind, dass sie niemals getroffen werden können. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Bezahlt hat das Volk! Das Volk hat bezahlt!
Meine Damen und Herren! Das Drängen der Freiheitlichen, was die erste und zweite Etappe der Steuerreform betrifft, hat sich bezahlt gemacht. Das sehen wir jetzt schon an den sehr motivierenden Kennzahlen, an dieser Aufschwungsdynamik, die da drinsteckt. (Abg. Eder: Bezahlt hat das Volk! Das Volk hat bezahlt!) Wir haben uns in diesem Haushalt auch das Ziel gesetzt, die Österreicherinnen und Österreicher mit insgesamt 4 Milliarden € zu entlasten: die Arbeitnehmer und Pensionisten mit 1,5 Milliarden, die Unternehmen mit 1,5 Milliarden. Das sorgt für Wachstum und Beschäftigung in unserem Land.
Abg. Mag. Kogler: Eine Steuer- und Abgabenquote, die um 5 Prozent niedriger ist! – Abg. Mag. Wurm: Für wen?
Halten wir uns vor Augen, wie viel oder, besser gesagt, wie wenig die rot-grüne Regierung in Deutschland geschafft hat, einer Volkswirtschaft, die zehnmal größer als jene in Österreich ist. Dort spricht man von einer großen Steuerreform, die gerade einmal 8 Milliarden € an Entlastung mit sich gebracht hat; wir in Österreich haben 4 Milliarden € Entlastung zustande gebracht. (Abg. Mag. Kogler: Eine Steuer- und Abgabenquote, die um 5 Prozent niedriger ist! – Abg. Mag. Wurm: Für wen?) Das ist ein großartiger Erfolg zum richtigen Zeitpunkt für mehr Wachstum und Beschäftigung in Österreich! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Halten wir uns vor Augen, wie viel oder, besser gesagt, wie wenig die rot-grüne Regierung in Deutschland geschafft hat, einer Volkswirtschaft, die zehnmal größer als jene in Österreich ist. Dort spricht man von einer großen Steuerreform, die gerade einmal 8 Milliarden € an Entlastung mit sich gebracht hat; wir in Österreich haben 4 Milliarden € Entlastung zustande gebracht. (Abg. Mag. Kogler: Eine Steuer- und Abgabenquote, die um 5 Prozent niedriger ist! – Abg. Mag. Wurm: Für wen?) Das ist ein großartiger Erfolg zum richtigen Zeitpunkt für mehr Wachstum und Beschäftigung in Österreich! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Ein gefährlicher Schleuderkurs!
Das gilt, auch wenn damit eine kurzfristige Defizitduldung verbunden ist, durchaus berechenbar, einkalkulierbar, durchaus richtig und wichtig, in einer sehr wichtigen wirtschaftlichen Situation, in einer wichtigen konjunkturellen Phase. Manchmal muss man eben vom Weg abkommen, um nicht auf der Strecke zu bleiben, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition! (Abg. Öllinger: Ein gefährlicher Schleuderkurs!)
Abg. Eder: Für die FPÖ schon!
Das ist kein gefährlicher Schleuderkurs (Abg. Eder: Für die FPÖ schon!), sondern das ist eine zum richtigen Zeitpunkt getroffene Entscheidung, damit die österreichische Wirtschaft Fuß fassen kann, damit die österreichische Wirtschaft eine Entwicklung nehmen kann, die mehr Vertrauen schafft, die Arbeitsplätze sichert und die vor allem auch die Massenkaufkraft stärkt. Eine Steuerreform mit einer Entlastung im Ausmaß von 4 Milliarden € wird dazu beitragen, dass wir über den Konsum zu mehr Wirtschaftsaufschwung in unserem Land kommen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das ist kein gefährlicher Schleuderkurs (Abg. Eder: Für die FPÖ schon!), sondern das ist eine zum richtigen Zeitpunkt getroffene Entscheidung, damit die österreichische Wirtschaft Fuß fassen kann, damit die österreichische Wirtschaft eine Entwicklung nehmen kann, die mehr Vertrauen schafft, die Arbeitsplätze sichert und die vor allem auch die Massenkaufkraft stärkt. Eine Steuerreform mit einer Entlastung im Ausmaß von 4 Milliarden € wird dazu beitragen, dass wir über den Konsum zu mehr Wirtschaftsaufschwung in unserem Land kommen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dolinschek: Wer denn?
Weil Herr Kollege Gusenbauer davon gesprochen hat, dass der Faktor Arbeit viel zu stark belastet ist: Das ist ja im Grunde genommen nichts Neues, das wissen wir schon seit vielen Jahrzehnten. Nur müssen Sie sich auch einmal die Frage stellen, wer dieses System in Österreich eingeführt hat vor vielen, vielen Jahren, mit dem wir heute zu kämpfen haben. (Abg. Dolinschek: Wer denn?) Wenn Sie sich auf dem Lohnzettel die belastenden Lohnnebenkosten anschauen, dann werden Sie draufkommen, das sind die Sozialversicherungsbeiträge, das sind die Pensionsbeiträge. Aber Sie sind nicht bereit, zu irgendeiner Reform in der Pensionsversicherung oder in der Gesundheitsversicherung auch nur irgendeinen Beitrag zu leisten, damit wir dort von den Beiträgen, von den belastenden Lohnkostenbeiträgen etwas herunterkommen. Da sind Sie nie bereit gewesen, mit uns in einen konstruktiven Dialog zu treten.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dieses Haushaltsbudget 2005/2006 ist sozusagen die Stunde der Fleißigen und Tüchtigen. Es ist ein Haushaltsbudget für die Familienerhalter, für die kleine und mittlere Wirtschaft, für die Kleinverdiener, ein Haushaltsplan, der die Wirtschaft, die Menschen in unserem Land beflügeln wird. Herr Finanzminister, aus dieser Sicht haben Sie die volle Unterstützung der Freiheitlichen Partei in diesem Haus. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Genau!
Ihr Argument, das Sie hier mit Taferln verstärken wollten, war doch: Das ist der Königsweg, um die Konjunktur in Österreich wieder in Schwung zu bringen und damit Beschäftigung zu schaffen. (Abg. Mag. Molterer: Genau!) Aber jetzt hat Ihnen Alexander Van der Bellen vorgerechnet – niemand von Ihnen konnte dem widersprechen, und der Finanzminister und sein Staatssekretär sind ja seit diesem Debattenbeitrag schon heftig am Nachschauen und Nachrechnen –, dass im besten Fall laut Wifo-Prognose ein Zehntel des zu erhoffenden Konjunkturaufschwungs Steuersenkungen zu verdanken sein wird. (Abg. Dr. Mitterlehner: Er hat gesagt: 20 ...!)
Abg. Dr. Mitterlehner: Er hat gesagt: 20 ...!
Ihr Argument, das Sie hier mit Taferln verstärken wollten, war doch: Das ist der Königsweg, um die Konjunktur in Österreich wieder in Schwung zu bringen und damit Beschäftigung zu schaffen. (Abg. Mag. Molterer: Genau!) Aber jetzt hat Ihnen Alexander Van der Bellen vorgerechnet – niemand von Ihnen konnte dem widersprechen, und der Finanzminister und sein Staatssekretär sind ja seit diesem Debattenbeitrag schon heftig am Nachschauen und Nachrechnen –, dass im besten Fall laut Wifo-Prognose ein Zehntel des zu erhoffenden Konjunkturaufschwungs Steuersenkungen zu verdanken sein wird. (Abg. Dr. Mitterlehner: Er hat gesagt: 20 ...!)
Abg. Mag. Molterer: Wenn Peter Pilz in der Ökonomie ist, wird es gefährlich!
Für dieses Zehntel, für diese 0,2 Prozent, gehen Sie vom geraden Weg ab? Und eines der wichtigsten Versprechen Ihrer Bundesregierung: eiserne Budgetdisziplin, Nulldefizit, nie wieder verschulden, die Kinder und die Enkelkinder vor der Schuldenmacherei schützen – das alles wird aufgegeben? (Abg. Mag. Molterer: Wenn Peter Pilz in der Ökonomie ist, wird es gefährlich!) Für 0,2 Prozent des BIP, und nicht einmal die sind sicher? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Schuster, bleib bei deinen Leisten!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Schuster, bleib bei deinen Leisten!
Für dieses Zehntel, für diese 0,2 Prozent, gehen Sie vom geraden Weg ab? Und eines der wichtigsten Versprechen Ihrer Bundesregierung: eiserne Budgetdisziplin, Nulldefizit, nie wieder verschulden, die Kinder und die Enkelkinder vor der Schuldenmacherei schützen – das alles wird aufgegeben? (Abg. Mag. Molterer: Wenn Peter Pilz in der Ökonomie ist, wird es gefährlich!) Für 0,2 Prozent des BIP, und nicht einmal die sind sicher? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Schuster, bleib bei deinen Leisten!)
Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen und der SPÖ
Jetzt sitzt hinter mir – laut Selbstdarstellung – ein erfolgreicher, ehrlicher und bescheidener Finanzminister (Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen und der SPÖ), der sein erfolgreiches, bescheidenes und ehrliches Zahlenwerk präsentiert. Ich könnte Ihnen jetzt vorlesen – aber das erspare ich uns und Ihnen –, was unter dem Namen „Karl-Heinz Grasser“ über das Nulldefizit im Jahre 2001 verkündet wurde. Man wird vielleicht später einmal sagen, das war nicht Karl-Heinz Grasser, sondern hinter seinem Rücken ist ein Verein zur Förderung der Null-Economy gegründet worden, die haben sein Foto und so weiter – aber lassen wir das. Das Entscheidende ist: Jahr für Jahr – und das ist der große Gegensatz zu Rudolf Edlinger, dessen Budgetpolitik wir in der Vergangenheit in vielen Punkten kritisiert haben – wird die Meinung, die Haltung, die grundsätzliche Position geändert, als gäbe es kein Gedächtnis, als gäbe es keine Grundsätze, als gäbe es keine politische Haltung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Jetzt sitzt hinter mir – laut Selbstdarstellung – ein erfolgreicher, ehrlicher und bescheidener Finanzminister (Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen und der SPÖ), der sein erfolgreiches, bescheidenes und ehrliches Zahlenwerk präsentiert. Ich könnte Ihnen jetzt vorlesen – aber das erspare ich uns und Ihnen –, was unter dem Namen „Karl-Heinz Grasser“ über das Nulldefizit im Jahre 2001 verkündet wurde. Man wird vielleicht später einmal sagen, das war nicht Karl-Heinz Grasser, sondern hinter seinem Rücken ist ein Verein zur Förderung der Null-Economy gegründet worden, die haben sein Foto und so weiter – aber lassen wir das. Das Entscheidende ist: Jahr für Jahr – und das ist der große Gegensatz zu Rudolf Edlinger, dessen Budgetpolitik wir in der Vergangenheit in vielen Punkten kritisiert haben – wird die Meinung, die Haltung, die grundsätzliche Position geändert, als gäbe es kein Gedächtnis, als gäbe es keine Grundsätze, als gäbe es keine politische Haltung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Der Großteil der direkten Steuerlast trifft nach wie vor die Lohnsumme. Erklären Sie einmal, Herr Finanzminister, warum man nicht endlich die Besteuerungsgrundlage um das Vermögen erweitert! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Jetzt ist er wieder dort! – Abg. Scheibner: Das ist wieder die unterste Lade!
Jetzt gibt es welche, die profitieren – und die machen ein gutes Geschäft! Wenn Ihnen die Industriellenvereinigung – und der Verein ist nur vorgeschoben, alle wissen das – 200 000 € überweist und sich dafür im Gegenzug darüber freuen kann, dass sich die Unternehmen, insbesondere die größten unter ihnen, mindestens 700 Millionen € an Körperschaftsteuer sparen, dann ist das ein exzellentes Geschäft. (Abg. Mag. Molterer: Jetzt ist er wieder dort! – Abg. Scheibner: Das ist wieder die unterste Lade!) Es gibt wenig politische Geschäfte mit einem Finanzminister, die so aufgegangen sind. Eine persönliche Leihgabe als Sekretär ins Kabinett, 200 000 € auf ein Konto, 10 000 € davon weiter auf ein privates Konto des Finanzministers, aber das ist wieder eine andere Geschichte, und 700 Millionen KöSt-Entlastung. (Abg. Mag. Molterer: Typisch Pilz! Jetzt ist er wieder beim Patzlwerfen!)
Abg. Mag. Molterer: Typisch Pilz! Jetzt ist er wieder beim Patzlwerfen!
Jetzt gibt es welche, die profitieren – und die machen ein gutes Geschäft! Wenn Ihnen die Industriellenvereinigung – und der Verein ist nur vorgeschoben, alle wissen das – 200 000 € überweist und sich dafür im Gegenzug darüber freuen kann, dass sich die Unternehmen, insbesondere die größten unter ihnen, mindestens 700 Millionen € an Körperschaftsteuer sparen, dann ist das ein exzellentes Geschäft. (Abg. Mag. Molterer: Jetzt ist er wieder dort! – Abg. Scheibner: Das ist wieder die unterste Lade!) Es gibt wenig politische Geschäfte mit einem Finanzminister, die so aufgegangen sind. Eine persönliche Leihgabe als Sekretär ins Kabinett, 200 000 € auf ein Konto, 10 000 € davon weiter auf ein privates Konto des Finanzministers, aber das ist wieder eine andere Geschichte, und 700 Millionen KöSt-Entlastung. (Abg. Mag. Molterer: Typisch Pilz! Jetzt ist er wieder beim Patzlwerfen!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Wie sagt der Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Herr Lorenz Fritz? – Die Zahlungen der Industriellenvereinigung für die Homepage vom Finanzminister Karl-Heinz Grasser wären eine gute Investition. – Dem ist nichts hinzuzufügen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Das ist halt eine Budgetdebatte à la Pilz! – Abg. Scheibner: Tiefer geht es nicht!
Sie müssten einmal hineinhören in diese Republik, was dieser Umgang mit der Steuermoral durch den Finanzminister bereits ausgelöst hat. Ich habe gestern meinen Steuerberater gefragt, und der hat gesagt, er habe neue, zusätzliche Arbeit, mit der er nicht gerechnet hat, weil immer öfter Klienten und Klientinnen zu ihm kommen und sagen: Herr Doktor, ich habe mir überlegt, ich könnte einen Verein gründen, in den ein Teil meines Einkommens fließt, mit dem dann die Ausbildung meiner Kinder finanziert wird, und ich brauche dann dafür keine Einkommensteuer zu zahlen. Stimmt das? Mein Steuerberater sagt darauf immer: Nein, das stimmt nicht! – Und die fragen dann ganz ratlos: Warum stimmt das nicht? Er könnte ihnen die einzig richtige Antwort geben: Weil Sie ein ganz normaler Bürger oder eine ganz normale Bürgerin dieser Republik und nicht Finanzminister sind, deswegen haben Sie Einkommensteuer zu zahlen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Das ist halt eine Budgetdebatte à la Pilz! – Abg. Scheibner: Tiefer geht es nicht!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Wie, Herr Finanzminister, wollen Sie Steuervermeidung, Steuerschonung und Steuerhinterziehung bekämpfen, wenn Sie selber zu genau dem Gegenteil ermuntern? (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Zweytick: Redezeit! – Abg. Scheibner: Was ist mit der Redezeit? So geht das nicht!
Meine Damen und Herren! (Abg. Zweytick: Redezeit! – Abg. Scheibner: Was ist mit der Redezeit? So geht das nicht!) Das Vertreten einer Minderheit in dieser Republik gegen die Interessen der Republik selbst, das Bevorzugen von Freunden gegenüber allen anderen in Form einer Freunderlwirtschaft (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen) und letzen Endes auch das Untergraben der Steuermoral, das alles ist eines Finanzministers der Republik Österreich nicht würdig! – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen
Meine Damen und Herren! (Abg. Zweytick: Redezeit! – Abg. Scheibner: Was ist mit der Redezeit? So geht das nicht!) Das Vertreten einer Minderheit in dieser Republik gegen die Interessen der Republik selbst, das Bevorzugen von Freunden gegenüber allen anderen in Form einer Freunderlwirtschaft (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen) und letzen Endes auch das Untergraben der Steuermoral, das alles ist eines Finanzministers der Republik Österreich nicht würdig! – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Meine Damen und Herren! (Abg. Zweytick: Redezeit! – Abg. Scheibner: Was ist mit der Redezeit? So geht das nicht!) Das Vertreten einer Minderheit in dieser Republik gegen die Interessen der Republik selbst, das Bevorzugen von Freunden gegenüber allen anderen in Form einer Freunderlwirtschaft (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen) und letzen Endes auch das Untergraben der Steuermoral, das alles ist eines Finanzministers der Republik Österreich nicht würdig! – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesminister für Finanzen Mag. Karl-Heinz Grasser: Geschätzte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Lieber Alfred Finz! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Ich hoffe, Sie verstehen, wenn ich zur gehaltvollen und vertiefenden Budgetrede des Abgeordneten Pilz nicht wirklich kommentierend beitragen will, weil ich denke, wir sollten an dieser Stelle eine seriöse Debatte über das Budget führen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Da suchen Sie sich doch einfach raus, was für Sie am besten aussieht!
Ich meine, es ist einfach fair, wenn wir das, was in Österreich erreicht wird, was die Daten und Fakten zeigen, in einen internationalen Zusammenhang stellen. Man sieht dann, wo Österreich im Vergleich zu vielen anderen Ländern liegt. (Abg. Dr. Glawischnig: Da suchen Sie sich doch einfach raus, was für Sie am besten aussieht!) Wenn man sich das letzte Jahr anschaut, 2003, kommt man darauf, dass Österreich ein doppelt so großes Wirtschaftswachstum hat wie die Eurozone. Österreich hat weniger als
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn wir uns das nächste Jahr anschauen, meine Damen und Herren, das Jahr 2005, dann sagen Sie von der Opposition: Das Defizit von 1,9 Prozent sei zu hoch. Die Eurozone wird im nächsten Jahr 2,8 Prozent Defizit haben. Wir sind die Fünftbesten in der Eurozone, wir sind die Neuntbesten jener 25 Länder, die jetzt Mitglieder der Europäischen Union sind. Das heißt, wir sind im vorderen Drittel, wir sind im guten Mittelfeld und ich denke, das zeigt ausreichend, welch gute Finanz- und Budgetpolitik in Österreich gemacht wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das zeigt es vor allem dann, meine Damen und Herren, wenn man weiß, dass wir in Österreich von all diesen Mitgliedsländern gleichzeitig die Steuerbelastung am stärksten gesenkt haben. Es hat noch keine Regierung gegeben, die die Bevölkerung und die Wirtschaft so stark entlastet hat, wie das unter dieser Bundesregierung der Fall ist. Wir haben viel für die Bezieher niedriger Einkommen getan, 1,5 Milliarden Entlastung, durchschnittlich 500 € für jeden Steuerzahler im nächsten Jahr an Entlastung, weniger Steuern, also mehr Einkommen, mehr Kaufkraft, mehr Geld für den Privatkonsum. Wir haben viel getan für die breite Masse der Klein- und Mittelbetriebe, weil wir wissen, dass sie das Rückgrat unserer Wirtschaft sind, weil wir wissen, dass sie den Großteil der Arbeitnehmer beschäftigen, zum Wachstum beitragen und auch den Großteil der Steuern zahlen. Daher ist es wichtig, dass wir diese Entlastungen durchgeführt haben: Von fast 45 Prozent Abgabenquote kommen wir damit auf 40,6 Prozent. Das ist die größte Senkung in der Europäischen Union, und das wird uns Beschäftigung, das wird uns den Wirtschaftsaufschwung in Österreich bringen, und zwar stärker als in den anderen Ländern der Europäischen Union. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und daher sage ich Ihnen: Wir haben die richtige Balance aus Defizit auf der einen Seite, aus Entlastung und Wirtschaftsaufschwung auf der anderen Seite gefunden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Vielleicht hätte man auch wo sparen können?
Herr Abgeordneter Gusenbauer sagt: Die Steuerreform ist „minimini“ – so hat er es ausgedrückt. Sie ist ihm also viel zu klein. – Herr Abgeordneter Gusenbauer, wenn Sie damit indizieren wollen, Sie hätten eine viel größere Steuerreform gemacht, dann darf ich Ihnen sagen, das Defizit wäre dann nicht bei 1,9 Prozent gewesen, sondern wahrscheinlich über 3 Prozent gegangen, das wäre die Konsequenz gewesen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Vielleicht hätte man auch wo sparen können?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Zickzack!
tet wird. Sie haben dagegen gestimmt, dass viele Millionen der österreichischen Bevölkerung – Arbeitnehmer, Pensionisten, Bauern und viele andere – mehr entlastet werden. Das heißt, Sie sind gegen die Entlastung, sagen aber gleichzeitig, dass das nur eine Minimini-Geschichte sei. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Zickzack!)
Abg. Dr. Van der Bellen: Für den Bund!
Auch in Richtung Professor Van der Bellen, der gemeint hat, es sei nicht nachvollziehbar, dass es das Defizit deswegen gebe, weil wir die Steuern gesenkt haben, möchte ich sagen: Sie haben erwähnt, dass der Effekt dieser Steuerreform 1,3 bis 1,4 Milliarden € sei. (Abg. Dr. Van der Bellen: Für den Bund!) – Für den Bund!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich denke, wir haben ein gutes Budget vorgelegt, wir haben eine gute Balance gefunden, Steuersenkung auf der einen Seite, Wirtschaftsaufschwung und ein vernünftiges, im internationalen Vergleich sehr gut herzeigbares Budgetdefizit auf der anderen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Spindelegger begibt sich zum Rednerpult und platziert dort eine Tafel mit einer aufgedruckten Graphik.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster ist Herr Abgeordneter Dr. Spindelegger zu Wort gemeldet. In der nun beginnende Runde hat jeder Redner/jede Rednerin 5 Minuten Redezeit. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Spindelegger begibt sich zum Rednerpult und platziert dort eine Tafel mit einer aufgedruckten Graphik.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das ist doch ein sehr guter Weg! Es ist unser Weg, und wir identifizieren uns voll und ganz damit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Wir haben doch schon einen! Grasser!
Das wäre sicher der falsche Weg! Kollege Gusenbauer würde sich bei all dem, was er jetzt verspricht, sicherlich zu einem neuen Kaiser der Abgabenquote in Österreich aufschwingen. Das brauchen wir nicht, dem setzen wir einen anderen Weg entgegen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Wir haben doch schon einen! Grasser!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich erinnere: Eine allein erziehende Mutter mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von 1 300 € bezahlte bisher pro Jahr 862 € Steuer. Nach unserer Steuerreform bezahlt Sie keine Steuer mehr, sondern sie bekommt noch 14 € vom Finanzminister ausbezahlt. – Das ist eine konkrete Politik, mit der Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen entlastet werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Alles gelogen!
Meine Damen und Herren! Das ist unsere Politik. Sie haben heute auch wieder erzählt – im Übrigen auch Kollege Pilz; da sind sich die Grünen mit der SPÖ einig –, dass Sie einen anderen Steuerkurs fahren würden. Das berühmte Wirtschaftsprogramm von Matznetter zeigt: Neue Steuern erfinden, höhere Steuern erfinden, Grundsteuer erhöhen, Schenkungssteuer erhöhen, Erbschaftsteuer erhöhen. (Abg. Dr. Matznetter: Alles gelogen!) Kollege Pilz hat jetzt noch die Vermögensteuer eingebracht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Meine Damen und Herren! Das ist unsere Politik. Sie haben heute auch wieder erzählt – im Übrigen auch Kollege Pilz; da sind sich die Grünen mit der SPÖ einig –, dass Sie einen anderen Steuerkurs fahren würden. Das berühmte Wirtschaftsprogramm von Matznetter zeigt: Neue Steuern erfinden, höhere Steuern erfinden, Grundsteuer erhöhen, Schenkungssteuer erhöhen, Erbschaftsteuer erhöhen. (Abg. Dr. Matznetter: Alles gelogen!) Kollege Pilz hat jetzt noch die Vermögensteuer eingebracht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Matznetter wäre ein neuer Staatsmeister in neuen Steuern. Das brauchen wir nicht, meine Damen und Herren! Wir brauchen weniger Steuern in Österreich, denn das hilft auch dabei, der Bevölkerung Arbeit zu bieten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Sie haben 21,6 Milliarden € Schulden!
Meine Damen und Herren! Auf Ihrem Weg Arbeitsplätze zu schaffen, sie nämlich durch Schulden zu finanzieren, damit müssen wir einmal aufhören! Die rote Laterne des Kollegen Edlinger, die kennen wir, die wird im ewig bleiben für das größte Defizit, das es je gegeben hat. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben 21,6 Milliarden € Schulden!) Das brauchen wir nicht in Österreich! Ganz im Gegenteil: Wir brauchen Investitionen, damit es mehr Arbeit in diesem Land gibt! Dann können wir mit unserer Wirtschafts- und Budgetpolitik, so wie wir sie uns denken, vor die Wähler hintreten und sagen: Mit Ent-
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
lastung, mit geringeren Steuern, mit einem Standortvorteil für Österreich ist es allemal besser als mit höheren Steuern, einer hohen Staatsquote und dem, was Sie sich vorstellen, nämlich Schulden machen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Nein, danke! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
lastung, mit geringeren Steuern, mit einem Standortvorteil für Österreich ist es allemal besser als mit höheren Steuern, einer hohen Staatsquote und dem, was Sie sich vorstellen, nämlich Schulden machen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Nein, danke! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Herr Dr. Spindelegger, hätten Sie unser Wirtschaftsprogramm gelesen, dann hätten Sie jetzt nicht hier stehen und solche Unwahrheiten verbreiten können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bleiben Sie zu Hause! Vergleichen Sie uns nicht dauernd mit der Eurozone! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist doch an den Haaren herbeigezogen!
Vergleichen Sie lieber die Zahlen hier in Österreich: vor Schwarz-Blau und seit Schwarz-Blau. Seit Schwarz-Blau haben wir nämlich leider um 50 000 arbeitslose Menschen – Männer und Frauen – mehr in Österreich. Insgesamt sind das über 200 000 Schicksale, meine Damen und Herren, das sind Menschen, denen Sie die Hoffnung auf eine sichere Zukunft nehmen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist doch an den Haaren herbeigezogen!)
Beifall bei der SPÖ.
Was bieten Sie an in Ihrem Budget, Herr Finanzminister? – Die bessere Aufwertung der Kindererziehungszeiten macht nie und nimmer den Verlust wett, den Frauen durch die Lebensdurchrechnung erfahren, und das wissen Sie genau. Sie haben viel versprochen, aber nichts gehalten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten brauchen und fordern Geld von Ihnen Herr Finanzminister, Geld für den Wiedereinstieg von Frauen. – Warum lachen Sie, Kollegin Partik-Pablé? Wollen Sie kein Geld einsetzen für den Wiedereinstieg arbeitsloser Frauen? Das richtet sich von selbst. Lachen Sie nur weiter! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Da muss man ja lachen!
Meine Damen und Herren! Wir machen es besser, denn Frauen müssen die Gelegenheit haben, nach einer Pause gut qualifiziert und gut vorbereitet wieder in ihren Beruf einsteigen zu können. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Da muss man ja lachen!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir machen es besser, meine Damen und Herren, denn verpflichtende Frauenförderpläne in den Betrieben – das geht auch Sie an, meine Herren da oben (die Rednerin weist in die letzten Bankreihen von ÖVP und Freiheitlichen) –, würden nämlich Arbeitsplätze schaffen. Wir wollen und müssen die Frauen auf dem Arbeitsmarkt wieder gut etablieren. Uns ist das ein Anliegen, Ihnen nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Sie sind ja nicht gezwungen zur Kinderbetreuung!
Eine von Kollegin Prammer in Auftrag gegebene Befragung hat ergeben, dass junge Frauen ihr eigenes Geld verdienen wollen und finanziell unabhängig sein wollen. (Abg. Scheibner: Sie sind ja nicht gezwungen zur Kinderbetreuung!) Arbeit gehört zum Leben. Frauen arbeiten gerne, wenn sie Arbeit haben. Sie nehmen den Frauen die Arbeit! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Eine von Kollegin Prammer in Auftrag gegebene Befragung hat ergeben, dass junge Frauen ihr eigenes Geld verdienen wollen und finanziell unabhängig sein wollen. (Abg. Scheibner: Sie sind ja nicht gezwungen zur Kinderbetreuung!) Arbeit gehört zum Leben. Frauen arbeiten gerne, wenn sie Arbeit haben. Sie nehmen den Frauen die Arbeit! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rossmann: Genau das machen wir!
Wir machen es besser, meine Damen und Herren, denn wir wollen, dass Beruf und Kind für Frauen möglich sein müssen. (Abg. Rossmann: Genau das machen wir!) – Sie machen es nicht. Wir fordern: Kinderbetreuungsplätze für unter Dreijährige und für über Sechsjährige in ausreichender Anzahl, gut erreichbar für die Mütter und mit Öffnungszeiten, die sich auch an den Arbeitsplatz anpassen, wo man nicht zu Mittag das Kind herausnehmen muss und es nicht einmal ein Mittagessen gibt. (Abg. Rossmann: So wie Sie es schildern, ist es in Wien der Fall!)
Abg. Rossmann: So wie Sie es schildern, ist es in Wien der Fall!
Wir machen es besser, meine Damen und Herren, denn wir wollen, dass Beruf und Kind für Frauen möglich sein müssen. (Abg. Rossmann: Genau das machen wir!) – Sie machen es nicht. Wir fordern: Kinderbetreuungsplätze für unter Dreijährige und für über Sechsjährige in ausreichender Anzahl, gut erreichbar für die Mütter und mit Öffnungszeiten, die sich auch an den Arbeitsplatz anpassen, wo man nicht zu Mittag das Kind herausnehmen muss und es nicht einmal ein Mittagessen gibt. (Abg. Rossmann: So wie Sie es schildern, ist es in Wien der Fall!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf außerdem mit Bedauern festhalten und darauf hinweisen, dass diese Wiedereinstiegsmilliarde – es sind 75 Millionen € – von Ihnen leider für Luxusdienstautos, für Eigenwerbung, für Beratung ausgegeben wurden, und ich sage Ihnen: Für diese Prasserei sollten Sie sich eigentlich schämen! (Beifall bei der SPÖ.)
Oh-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Ich darf weiters darauf hinweisen, meine Damen und Herren, dass Ihnen, Herr Finanzminister, Männer offensichtlich viel mehr am Herzen liegen als Frauen (Oh-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen), so wie den Regierungsfraktionen im Allgemeinen. Ich bin die erste Frau, die hier am Rednerpult steht. Schämen Sie sich dafür! Nicht einmal eine Frau von der ÖVP oder eine Frau von der FPÖ ist hier herausgetreten und hat zur ersten Lesung des Budgets etwas zu sagen gehabt, weil Sie das nicht wollten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf weiters darauf hinweisen, meine Damen und Herren, dass Ihnen, Herr Finanzminister, Männer offensichtlich viel mehr am Herzen liegen als Frauen (Oh-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen), so wie den Regierungsfraktionen im Allgemeinen. Ich bin die erste Frau, die hier am Rednerpult steht. Schämen Sie sich dafür! Nicht einmal eine Frau von der ÖVP oder eine Frau von der FPÖ ist hier herausgetreten und hat zur ersten Lesung des Budgets etwas zu sagen gehabt, weil Sie das nicht wollten. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf von Bundesminister Mag. Grasser.
Sie, Herr Finanzminister, bedanken sich in Ihrer gesamten Budgetrede mit keinem einzigen Wort bei der Frauenministerin. Wie kann ich das nun deuten? Arbeitet sie so im Verborgenen, dass Sie darauf vergessen haben, oder sind Sie einfach frauenfeindlich, was ich nicht glauben will. (Zwischenruf von Bundesminister Mag. Grasser.) Gender Budgeting. Sie haben uns überhaupt nicht erklärt, was das ist. Wissen Sie es, Herr Finanzminister? (Abg. Mag. Molterer: Mein Gott, nein!) Dann erklären Sie uns das bitte! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Ich komme zum Schlusssatz, Frau Präsidentin. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Mein Gott, nein!
Sie, Herr Finanzminister, bedanken sich in Ihrer gesamten Budgetrede mit keinem einzigen Wort bei der Frauenministerin. Wie kann ich das nun deuten? Arbeitet sie so im Verborgenen, dass Sie darauf vergessen haben, oder sind Sie einfach frauenfeindlich, was ich nicht glauben will. (Zwischenruf von Bundesminister Mag. Grasser.) Gender Budgeting. Sie haben uns überhaupt nicht erklärt, was das ist. Wissen Sie es, Herr Finanzminister? (Abg. Mag. Molterer: Mein Gott, nein!) Dann erklären Sie uns das bitte! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Ich komme zum Schlusssatz, Frau Präsidentin. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Sie, Herr Finanzminister, bedanken sich in Ihrer gesamten Budgetrede mit keinem einzigen Wort bei der Frauenministerin. Wie kann ich das nun deuten? Arbeitet sie so im Verborgenen, dass Sie darauf vergessen haben, oder sind Sie einfach frauenfeindlich, was ich nicht glauben will. (Zwischenruf von Bundesminister Mag. Grasser.) Gender Budgeting. Sie haben uns überhaupt nicht erklärt, was das ist. Wissen Sie es, Herr Finanzminister? (Abg. Mag. Molterer: Mein Gott, nein!) Dann erklären Sie uns das bitte! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Ich komme zum Schlusssatz, Frau Präsidentin. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Sie, Herr Finanzminister, bedanken sich in Ihrer gesamten Budgetrede mit keinem einzigen Wort bei der Frauenministerin. Wie kann ich das nun deuten? Arbeitet sie so im Verborgenen, dass Sie darauf vergessen haben, oder sind Sie einfach frauenfeindlich, was ich nicht glauben will. (Zwischenruf von Bundesminister Mag. Grasser.) Gender Budgeting. Sie haben uns überhaupt nicht erklärt, was das ist. Wissen Sie es, Herr Finanzminister? (Abg. Mag. Molterer: Mein Gott, nein!) Dann erklären Sie uns das bitte! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Ich komme zum Schlusssatz, Frau Präsidentin. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Nein!
Ich möchte Ihnen zum Abschluss eines mitgeben (Abg. Mag. Molterer: Nein!) – ich darf den Schlusssatz noch sprechen (Widerspruch bei der ÖVP), natürlich darf ich –, und ich zitiere in Abwandlung des Herrn Finanzministers, meine Damen und Herren: Ein guter Tag beginnt ohne Grasser! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Widerspruch bei der ÖVP
Ich möchte Ihnen zum Abschluss eines mitgeben (Abg. Mag. Molterer: Nein!) – ich darf den Schlusssatz noch sprechen (Widerspruch bei der ÖVP), natürlich darf ich –, und ich zitiere in Abwandlung des Herrn Finanzministers, meine Damen und Herren: Ein guter Tag beginnt ohne Grasser! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich möchte Ihnen zum Abschluss eines mitgeben (Abg. Mag. Molterer: Nein!) – ich darf den Schlusssatz noch sprechen (Widerspruch bei der ÖVP), natürlich darf ich –, und ich zitiere in Abwandlung des Herrn Finanzministers, meine Damen und Herren: Ein guter Tag beginnt ohne Grasser! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Pfeffer: Nervös sind Sie!
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Werter Herr Finanzminister! Werter Herr Staatssekretär! Ich verstehe schon meine Vorrednerin. So eine Nervosität ist klar. (Abg. Pfeffer: Nervös sind Sie!) Ihr hättet ja 30 Jahre Zeit gehabt, das zu erledigen.
Abg. Mag. Wurm: Ach nein!
Und eines verbiete ich mir: Familienpolitik habt ihr in Österreich nie gemacht. (Abg. Mag. Wurm: Ach nein!) Ihr habt die Familienbeihilfen gekürzt (Abg. Mag. Wurm: Eingeführt!), ihr habt das Karenzgeld gekürzt und vieles mehr. Ihr habt die Zuverdienstgrenze eingeführt, aber nur geringfügig. Wir haben die Wahlfreiheit für die Familien in Österreich eingeführt, wir haben ein Kindergeld eingeführt, wir haben das Karenzgeld bis zu drei Jahre erhöht, wir haben eine Zuverdienstgrenze von 200 000 S eingeführt
Abg. Mag. Wurm: Eingeführt!
Und eines verbiete ich mir: Familienpolitik habt ihr in Österreich nie gemacht. (Abg. Mag. Wurm: Ach nein!) Ihr habt die Familienbeihilfen gekürzt (Abg. Mag. Wurm: Eingeführt!), ihr habt das Karenzgeld gekürzt und vieles mehr. Ihr habt die Zuverdienstgrenze eingeführt, aber nur geringfügig. Wir haben die Wahlfreiheit für die Familien in Österreich eingeführt, wir haben ein Kindergeld eingeführt, wir haben das Karenzgeld bis zu drei Jahre erhöht, wir haben eine Zuverdienstgrenze von 200 000 S eingeführt
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
und vieles mehr. Ihr habt nicht Familienpolitik gemacht, ihr habt gegen die Familien gearbeitet. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Broukal: Das liegt an euch! Ihr wisst nicht, wie man im Internet surft!
Wir haben uns heute die Kollegen Gusenbauer, Cap und Matznetter, der das arbeitnehmerfeindliche Wirtschaftsprogramm der SPÖ erfunden hat, angehört. Aber es ist schon wieder verschwunden. Ihr müsst euch einen neuen Computer kaufen oder ein neues Programm. Ich habe nämlich heute gesucht, ich habe nichts gefunden. Es ist verschwunden. (Abg. Broukal: Das liegt an euch! Ihr wisst nicht, wie man im Internet surft!) Oder ist vielleicht heute Kollege Verzetnitsch nicht da, weil er jetzt ein neues Programm sucht. (Abg. Silhavy: Ihr braucht einen Computerkurs!) – Ja, ich weiß schon, euer Wirtschaftsprogramm, das habt ihr nicht können, und ihr habt natürlich einen dementsprechenden Neid.
Abg. Silhavy: Ihr braucht einen Computerkurs!
Wir haben uns heute die Kollegen Gusenbauer, Cap und Matznetter, der das arbeitnehmerfeindliche Wirtschaftsprogramm der SPÖ erfunden hat, angehört. Aber es ist schon wieder verschwunden. Ihr müsst euch einen neuen Computer kaufen oder ein neues Programm. Ich habe nämlich heute gesucht, ich habe nichts gefunden. Es ist verschwunden. (Abg. Broukal: Das liegt an euch! Ihr wisst nicht, wie man im Internet surft!) Oder ist vielleicht heute Kollege Verzetnitsch nicht da, weil er jetzt ein neues Programm sucht. (Abg. Silhavy: Ihr braucht einen Computerkurs!) – Ja, ich weiß schon, euer Wirtschaftsprogramm, das habt ihr nicht können, und ihr habt natürlich einen dementsprechenden Neid.
Abg. Riepl: Das stimmt ja gar nicht!
Kollege Edlinger war ja auch nicht der Beste, das muss ich ganz ehrlich sagen, denn er hat 1999 eine Steuerreform von 1,2 Milliarden gemacht. Wir haben jetzt gemeinsam – der Finanzminister mit unseren Regierungsmitgliedern – eine Steuerentlastung für 2004 und 2005 für alle Bürger mit einer Gesamtsumme von 3 Milliarden € gemacht. (Abg. Riepl: Das stimmt ja gar nicht!) Gell, Kollege Matznetter, da schaust! Das musst du einmal zusammenbringen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Bei diesem Schuldenstand, bei diesem abgewirtschafteten Haus Österreich haben wir wieder einen Aufschwung zusammengebracht: mehr Geld für die Familien, mehr Geld für Bildung und Ausbildung, mehr Geld für Forschung!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Kollege Edlinger war ja auch nicht der Beste, das muss ich ganz ehrlich sagen, denn er hat 1999 eine Steuerreform von 1,2 Milliarden gemacht. Wir haben jetzt gemeinsam – der Finanzminister mit unseren Regierungsmitgliedern – eine Steuerentlastung für 2004 und 2005 für alle Bürger mit einer Gesamtsumme von 3 Milliarden € gemacht. (Abg. Riepl: Das stimmt ja gar nicht!) Gell, Kollege Matznetter, da schaust! Das musst du einmal zusammenbringen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Bei diesem Schuldenstand, bei diesem abgewirtschafteten Haus Österreich haben wir wieder einen Aufschwung zusammengebracht: mehr Geld für die Familien, mehr Geld für Bildung und Ausbildung, mehr Geld für Forschung!
Abg. Dr. Wittmann: Das ist die falsche Rede! Die passt nicht zum Budget!
Wir haben einen Vizekanzler und Infrastrukturminister, der in die Bauwirtschaft entsprechend investiert. Die Bauwirtschaft ... (Abg. Dr. Wittmann: Das ist die falsche Rede! Die passt nicht zum Budget!) – Werdet nicht so nervös! Wer schreit, ist schuldig. Die Bauwirtschaft ist der Motor der Wirtschaft. Wenn die Bauwirtschaft entsprechend punktet, haben alle eine Arbeit.
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Passt ein bissel auf! Erzählt nicht immer die Unwahrheit in der Öffentlichkeit, es glaubt euch sowieso niemand mehr. Mich rufen rote Betriebsräte an und fragen: He du, Max, wie ist das wirklich bei der Pensionsreform? (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Wie ist das? Den Unseren glauben wir nichts mehr, denn da wird die Unwahrheit gesagt, dass sich die Balken dementsprechend biegen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Silhavy: Weil der Walch sich so gut auskennt vor allem!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Silhavy: Weil der Walch sich so gut auskennt vor allem!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Passt ein bissel auf! Erzählt nicht immer die Unwahrheit in der Öffentlichkeit, es glaubt euch sowieso niemand mehr. Mich rufen rote Betriebsräte an und fragen: He du, Max, wie ist das wirklich bei der Pensionsreform? (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Wie ist das? Den Unseren glauben wir nichts mehr, denn da wird die Unwahrheit gesagt, dass sich die Balken dementsprechend biegen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Silhavy: Weil der Walch sich so gut auskennt vor allem!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Was habt Ihr gemacht? – Ihr habt immer genommen, nicht gegeben. Wir sind die Geberfraktionen, ihr seid die Nehmerfraktion. Ihr sollt euch nicht mehr Sozialdemokraten nennen, sondern „Unsozialdemokraten“ müsstet ihr euch nennen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: „Portei“?
Das ist schon das Schönste, und das ärgert mich persönlich, wenn sich ein Kollege Gusenbauer, ein Kollege Cap da herausstellt und Kritik an dieser Regierung übt. Ihr habt das ja alles verursacht! Ihr wart diejenigen, die Privilegien geschaffen haben, ihr wart ja die, die den hohen Schuldenstand verursacht haben. Ihr seid halt keine Wirtschaftspartei in Österreich (Abg. Dr. Gusenbauer: „Portei“?), und ich hoffe auch, dass die Bevölkerung noch weiß, wie 60 000 Arbeitnehmer in der Verstaatlichten unter eurer Regierung den Arbeitsplatz verloren haben, wie eure Partei mit dem „Konsum“ – ihr habt einen eigenen Betrieb gehabt – umgegangen ist und vieles andere mehr. (Abg. Bures: Die Redezeit ist zu Ende!)
Abg. Bures: Die Redezeit ist zu Ende!
Das ist schon das Schönste, und das ärgert mich persönlich, wenn sich ein Kollege Gusenbauer, ein Kollege Cap da herausstellt und Kritik an dieser Regierung übt. Ihr habt das ja alles verursacht! Ihr wart diejenigen, die Privilegien geschaffen haben, ihr wart ja die, die den hohen Schuldenstand verursacht haben. Ihr seid halt keine Wirtschaftspartei in Österreich (Abg. Dr. Gusenbauer: „Portei“?), und ich hoffe auch, dass die Bevölkerung noch weiß, wie 60 000 Arbeitnehmer in der Verstaatlichten unter eurer Regierung den Arbeitsplatz verloren haben, wie eure Partei mit dem „Konsum“ – ihr habt einen eigenen Betrieb gehabt – umgegangen ist und vieles andere mehr. (Abg. Bures: Die Redezeit ist zu Ende!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Also ich kann euch nur sagen: Wir sichern Arbeitsplätze! Wir werden die Wirtschaft ankurbeln! Mit dieser Regierung, kann man nur sagen, geht es aufwärts – bei euch ist es abwärts gegangen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Mag. Grasser: ..., das war ein Kompliment!
Ich glaube, es sollte auch einmal gesagt werden, dass es offensichtlich erkennbar ist, dass der Vorredner Walch und der Herr Finanzminister zumindest irgendwann einmal in einer gleichen oder ähnlichen Partei waren, weil die ökonomischen Erkenntnisse ungefähr – wenn man die Sprache einmal gleichsetzt – gleich klingen. (Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Mag. Grasser: ..., das war ein Kompliment!) Das machen Sie sich selbst aus, wer sich beleidigt fühlen muss, aber ich sage Ihnen nur: Zu den zentralen Fragen, die hier gestellt wurden, haben Sie – zugegeben, Sie haben nur 7 Minuten Zeit gehabt – eigentlich nichts gesagt. Wenn man sich dann noch an die gestrige Budgetrede erinnert, die eigentlich ein Wald-und-Wiesen-Referat mit sehr blumigen Ausdrücken war, kann man eine gewisse Enttäuschung nicht verhehlen.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Damit darf ich auch zum Schluss kommen. Ich muss es leider diagnostizieren: Es dominiert die ordinäre Klientelpolitik und nicht wirklich eine umsichtige und zukunftsorientierte Budgetpolitik. Das ist kein Wunder, denn es gibt eben doch bestimmte Abhängigkeiten des Finanzministers. – So weit ist es in der Republik gekommen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Gibt es wieder etwas zum Weißwaschen?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu Wort gelangt nun Herr Staatssekretär Dr. Finz. Herr Staatssekretär, Sie haben dieselbe Redezeit wie Ihre Kollegen auf der Regierungsbank: 7 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Cap: Gibt es wieder etwas zum Weißwaschen?)
Abg. Dr. Matznetter: Sozialversicherung!
Nehmen wir zum Beispiel das Jahr 1998 her. Da hat das Maastricht-Defizit des Bundes minus 3 Prozent betragen und die entsprechende Zahl 5,794 Milliarden. Ich weiß nicht, wie Herr Abgeordneter Van der Bellen zu dem Betrag von 6 Milliarden gekommen ist, ich weiß nicht, wo er das herausgelesen hat. (Abg. Dr. Matznetter: Sozialversicherung!)
Abg. Öllinger: Was war das bis jetzt, Herr Staatssekretär?
Meine Damen und Herren! Mit dem Budget 2005 wird ein erfolgreicher Reformprozess in der öffentlichen Verwaltung fortgesetzt. (Abg. Öllinger: Was war das bis jetzt, Herr Staatssekretär?) Wir brauchen diese Reformen, um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden. Hätten wir seit dem Jahr 2000 keine Reformen gemacht, so hätten wir im Budget 2005 um 1,5 Milliarden höhere Ausgaben. Diese 1,5 Milliarden stehen für die Entlastung und somit für den Aufschwung in Form einer Steuersenkung zur Verfügung.
Abg. Dr. Matznetter: Was für eine Steuer?
Wir haben die Steuerreform auch dazu benützt, gleichzeitig Maßnahmen zu setzen, dass der Steuerbetrug zurückgesetzt wird, denn zu einer Fair-and-easy-Steuer (Abg. Dr. Matznetter: Was für eine Steuer?) gehört auch dazu, dass alle in gleicher Form dazu beitragen. Wir schaffen damit gleiche Bedingungen für die Unternehmungen, und wir schaffen damit einen fairen Wettbewerb zwischen den Unternehmungen mit der Reduzierung des Steuerbetruges.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Jahrzehntelang wurde davon gesprochen, dass die Exekutive zusammengeführt wird – eine jahrelange Forderung des Rechnungshofes! Damit diese auch wirksam durchgesetzt werden kann, wird es im Innenministerium um 163 Millionen € mehr geben. Damit kann die Exekutive technisch besser ausgerüstet werden, es kann mehr Personal aufgenommen werden als bisher, und es können damit wirksame Maßnahmen gesetzt werden, damit die Verbrechensbekämpfung und die Verbrechensvorbeugung verbessert werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Ach ja!
Ein einheitlicher Wachkörper schafft schlankere, straffere Strukturen (Abg. Dr. Gusenbauer: Ach ja!) und bringt wesentlich mehr Leute auf die Straße, wo wir sie auch wirklich benötigen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Ach, Sie wollen die Leute auf der Straße haben?) – Wollen Sie nicht die Exekutive auf der Straße haben? Wollen Sie sie im Büro haben, Herr Abgeordneter? – Das müssen Sie mir schon erklären, wie Sie dann Sicherheit schaffen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Ach, Sie wollen die Leute auf der Straße haben?
Ein einheitlicher Wachkörper schafft schlankere, straffere Strukturen (Abg. Dr. Gusenbauer: Ach ja!) und bringt wesentlich mehr Leute auf die Straße, wo wir sie auch wirklich benötigen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Ach, Sie wollen die Leute auf der Straße haben?) – Wollen Sie nicht die Exekutive auf der Straße haben? Wollen Sie sie im Büro haben, Herr Abgeordneter? – Das müssen Sie mir schon erklären, wie Sie dann Sicherheit schaffen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ein einheitlicher Wachkörper schafft schlankere, straffere Strukturen (Abg. Dr. Gusenbauer: Ach ja!) und bringt wesentlich mehr Leute auf die Straße, wo wir sie auch wirklich benötigen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Ach, Sie wollen die Leute auf der Straße haben?) – Wollen Sie nicht die Exekutive auf der Straße haben? Wollen Sie sie im Büro haben, Herr Abgeordneter? – Das müssen Sie mir schon erklären, wie Sie dann Sicherheit schaffen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Johann Maier: Verfahrensverkürzung? Eine Verfahrensverkürzung?
Ich weise aber auch auf den gesteigerten Komfort für die Bürgerinnen und Bürger hin, indem zum Beispiel heute Videozuschaltungen bei Zeugeneinvernahmen möglich sind, wobei sich der Bürger dann die entsprechende Reise zum Gericht erspart, oder digitale Protokolle von Prozessen möglich sind, wodurch heute eine Verfahrensverkürzung gegeben ist. (Abg. Mag. Johann Maier: Verfahrensverkürzung? Eine Verfahrensverkürzung?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Diese Bundesregierung stellt für das nächste Jahr 4,7 Milliarden € für die äußere und innere Sicherheit zur Verfügung – das sind um 334 Millionen € mehr als im Jahr 2004. Diese Regierung zeigt damit, dass ihr die äußere und innere Sicherheit wichtig sind, und sie zeigt auch die Reformkraft dieser Bundesregierung! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Grillitsch begibt sich zum Rednerpult und platziert dort eine rot-weiß-rote Tafel mit der Aufschrift „Aufschwung durch Entlastung“.
(Abg. Grillitsch begibt sich zum Rednerpult und platziert dort eine rot-weiß-rote Tafel mit der Aufschrift „Aufschwung durch Entlastung“.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine verehrten Herren Bundesminister! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herbstzeit ist Erntezeit, und ich möchte einmal beginnen bei jenen Menschen (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald) – auch Sie leben davon! –, bei denen ich mich jetzt bedanken möchte, und da verlange ich Respekt und Akzeptanz für unsere Bäuerinnen und Bauern, Herr Abgeordneter Puswald! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine verehrten Herren Bundesminister! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herbstzeit ist Erntezeit, und ich möchte einmal beginnen bei jenen Menschen (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald) – auch Sie leben davon! –, bei denen ich mich jetzt bedanken möchte, und da verlange ich Respekt und Akzeptanz für unsere Bäuerinnen und Bauern, Herr Abgeordneter Puswald! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: Leere Worte!
Wenn Sie es nicht der Mühe wert finden, sich dem anzuschließen, was ich jetzt tun will, nämlich den Bauern zu danken für ihre tagtäglichen Leistungen, damit wir sichere Lebensmittel in Österreich haben (Abg. Dr. Puswald: Leere Worte!), damit wir eine umweltgerechte Produktion vorfinden, damit wir eine tierschutzkompetente Produktion vorfinden (Abg. Dr. Glawischnig: Reden Sie zum Budget?), dann melden Sie sich hier zu Wort und sagen Sie, was Sie darüber denken, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Van der Bellen: Budgetrede!)
Abg. Dr. Glawischnig: Reden Sie zum Budget?
Wenn Sie es nicht der Mühe wert finden, sich dem anzuschließen, was ich jetzt tun will, nämlich den Bauern zu danken für ihre tagtäglichen Leistungen, damit wir sichere Lebensmittel in Österreich haben (Abg. Dr. Puswald: Leere Worte!), damit wir eine umweltgerechte Produktion vorfinden, damit wir eine tierschutzkompetente Produktion vorfinden (Abg. Dr. Glawischnig: Reden Sie zum Budget?), dann melden Sie sich hier zu Wort und sagen Sie, was Sie darüber denken, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Van der Bellen: Budgetrede!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Van der Bellen: Budgetrede!
Wenn Sie es nicht der Mühe wert finden, sich dem anzuschließen, was ich jetzt tun will, nämlich den Bauern zu danken für ihre tagtäglichen Leistungen, damit wir sichere Lebensmittel in Österreich haben (Abg. Dr. Puswald: Leere Worte!), damit wir eine umweltgerechte Produktion vorfinden, damit wir eine tierschutzkompetente Produktion vorfinden (Abg. Dr. Glawischnig: Reden Sie zum Budget?), dann melden Sie sich hier zu Wort und sagen Sie, was Sie darüber denken, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Van der Bellen: Budgetrede!)
Abg. Öllinger: „Danke! Danke! Danke!“
Das ist aber auch nur dadurch möglich, weil wir in Österreich seit Jahrzehnten eine konsequente nachhaltige Politik machen. So bedanke ich mich auch bei der Bundesregierung (Abg. Öllinger: „Danke! Danke! Danke!“), dass es wiederum möglich war, das 3-Milliarden-€-Paket für die Bauern sicherzustellen, weil sie diese Stabilität und Sicherheit im Budget und für ihre tägliche Arbeit und ihre Planungen für Investitionen auch für die Zukunft brauchen werden: damit wir letztlich auch alle kofinanzierten Programme sicherstellen können, damit es ein Umweltprogramm gibt (Abg. Dr. Glawischnig: Ein Umweltprogramm, das Gentechnik fördert!), damit es eine Ausgleichszulage gibt, damit es Investitionsförderungen gibt, damit wir entsprechende Marktorientierungen vornehmen können. Gerade auch in dieser erweiterten EU ist das, glaube ich, ein Gebot der
Abg. Dr. Glawischnig: Ein Umweltprogramm, das Gentechnik fördert!
Das ist aber auch nur dadurch möglich, weil wir in Österreich seit Jahrzehnten eine konsequente nachhaltige Politik machen. So bedanke ich mich auch bei der Bundesregierung (Abg. Öllinger: „Danke! Danke! Danke!“), dass es wiederum möglich war, das 3-Milliarden-€-Paket für die Bauern sicherzustellen, weil sie diese Stabilität und Sicherheit im Budget und für ihre tägliche Arbeit und ihre Planungen für Investitionen auch für die Zukunft brauchen werden: damit wir letztlich auch alle kofinanzierten Programme sicherstellen können, damit es ein Umweltprogramm gibt (Abg. Dr. Glawischnig: Ein Umweltprogramm, das Gentechnik fördert!), damit es eine Ausgleichszulage gibt, damit es Investitionsförderungen gibt, damit wir entsprechende Marktorientierungen vornehmen können. Gerade auch in dieser erweiterten EU ist das, glaube ich, ein Gebot der
Abg. Dr. Glawischnig: Und jetzt machen Sie es hin!
Stunde. Wir können sagen, dass wir durch diese unsere Agrarpolitik und durch diese stabile Politik dieser österreichischen Bundesregierung Spitzenreiter sind, Europameister sind: beim Umweltprogramm, im Biolandbau, und wir haben jetzt auch ein Ökostromgesetz verabschiedet (Abg. Dr. Glawischnig: Und jetzt machen Sie es hin!), das viele neue Chancen für die Bäuerinnen und Bauern im Bereich der Stromproduktion aus Biomasse und Biogas bietet. (Abg. Dr. Glawischnig: Und jetzt machen Sie es hin!)
Abg. Dr. Glawischnig: Und jetzt machen Sie es hin!
Stunde. Wir können sagen, dass wir durch diese unsere Agrarpolitik und durch diese stabile Politik dieser österreichischen Bundesregierung Spitzenreiter sind, Europameister sind: beim Umweltprogramm, im Biolandbau, und wir haben jetzt auch ein Ökostromgesetz verabschiedet (Abg. Dr. Glawischnig: Und jetzt machen Sie es hin!), das viele neue Chancen für die Bäuerinnen und Bauern im Bereich der Stromproduktion aus Biomasse und Biogas bietet. (Abg. Dr. Glawischnig: Und jetzt machen Sie es hin!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es gibt nun eine neue Biotreibstoffrichtlinie, wo wir vorbildhaft in Europa unterwegs sind: beginnend mit 2,75 Prozent, bis 2008 auf 5,75 Prozent! Es gibt auch neue Absatzchancen für die Bauern, es erfolgt aber auch die Schaffung von Arbeitsplätzen durch die Nutzung heimischer Potentiale und neuer Technologien. Das ist, glaube ich, wirklich ein nachhaltiger, richtiger Weg, der auch im Budget entsprechend berücksichtigt wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP
Meine Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Aufschwung durch Entlastung – und nicht Abschwung durch Belastung, sondern Aufschwung durch Entlastung, meine Damen und Herren (Beifall bei der ÖVP) –: um die Wettbewerbsfähigkeit unserer österreichischen Unternehmen sicherzustellen, beispielsweise für unsere bäuerlichen Unternehmer mit dem Agrardiesel internationale Wettbewerbsfähigkeit herzustellen, Entlastung für die Familien, Entlastung für die Pendler, Standortsicherung durch Senkung der KöSt – BMW, Magna und viele andere Beispiele sind genannt worden.
Abg. Dr. Gusenbauer: Reden Sie doch nicht so einen Unsinn!
Ich sage das als jemand, der aus einer Region kommt, wo Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, jahrzehntelang Arbeitsplätze vernichtet haben, nämlich in der Obersteiermark, in einer Krisenregion, die heute eine Zukunftsregion wird durch die Senkung der KöSt (Abg. Dr. Gusenbauer: Reden Sie doch nicht so einen Unsinn!) – Beispiel: Pöls, Herr Kollege Gusenbauer. (Abg. Dr. Gusenbauer: Reden Sie nicht so einen Blödsinn!) – Schauen Sie es sich an, wenn Sie das nicht glauben: Sicherung von 300 Arbeitsplätzen, Schaffung von 60 neuen Arbeitsplätzen durch Neuinvestitionen, die der neue Eigentümer in Pöls tätigt, und für die heimische Forstwirtschaft ab nächstem Jahr 500 000 Festmeter mehr Absatz an Industrieholz (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen) – und insgesamt eine Auswirkung für 5 000 bis 6 000 Menschen in dieser nun Zukunftsregion, wo Sie lange Jahre dafür Verantwortung getragen haben, dass es eine Krisenregion war, meine Damen und Herren von der SPÖ!
Abg. Dr. Gusenbauer: Reden Sie nicht so einen Blödsinn!
Ich sage das als jemand, der aus einer Region kommt, wo Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, jahrzehntelang Arbeitsplätze vernichtet haben, nämlich in der Obersteiermark, in einer Krisenregion, die heute eine Zukunftsregion wird durch die Senkung der KöSt (Abg. Dr. Gusenbauer: Reden Sie doch nicht so einen Unsinn!) – Beispiel: Pöls, Herr Kollege Gusenbauer. (Abg. Dr. Gusenbauer: Reden Sie nicht so einen Blödsinn!) – Schauen Sie es sich an, wenn Sie das nicht glauben: Sicherung von 300 Arbeitsplätzen, Schaffung von 60 neuen Arbeitsplätzen durch Neuinvestitionen, die der neue Eigentümer in Pöls tätigt, und für die heimische Forstwirtschaft ab nächstem Jahr 500 000 Festmeter mehr Absatz an Industrieholz (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen) – und insgesamt eine Auswirkung für 5 000 bis 6 000 Menschen in dieser nun Zukunftsregion, wo Sie lange Jahre dafür Verantwortung getragen haben, dass es eine Krisenregion war, meine Damen und Herren von der SPÖ!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen
Ich sage das als jemand, der aus einer Region kommt, wo Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, jahrzehntelang Arbeitsplätze vernichtet haben, nämlich in der Obersteiermark, in einer Krisenregion, die heute eine Zukunftsregion wird durch die Senkung der KöSt (Abg. Dr. Gusenbauer: Reden Sie doch nicht so einen Unsinn!) – Beispiel: Pöls, Herr Kollege Gusenbauer. (Abg. Dr. Gusenbauer: Reden Sie nicht so einen Blödsinn!) – Schauen Sie es sich an, wenn Sie das nicht glauben: Sicherung von 300 Arbeitsplätzen, Schaffung von 60 neuen Arbeitsplätzen durch Neuinvestitionen, die der neue Eigentümer in Pöls tätigt, und für die heimische Forstwirtschaft ab nächstem Jahr 500 000 Festmeter mehr Absatz an Industrieholz (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen) – und insgesamt eine Auswirkung für 5 000 bis 6 000 Menschen in dieser nun Zukunftsregion, wo Sie lange Jahre dafür Verantwortung getragen haben, dass es eine Krisenregion war, meine Damen und Herren von der SPÖ!
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Eines ist klar: Wir entlasten – Sie belasten. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Ich komme schon zum Schlusssatz, Frau Präsidentin. – Wir stehen für belebte Regionen, wir stehen für volle Fabrikshallen, wo Menschen Arbeit finden – Sie stehen für leere Fabrikshallen mit einer hohen Arbeitslosenzahl! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Eines ist klar: Wir entlasten – Sie belasten. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Ich komme schon zum Schlusssatz, Frau Präsidentin. – Wir stehen für belebte Regionen, wir stehen für volle Fabrikshallen, wo Menschen Arbeit finden – Sie stehen für leere Fabrikshallen mit einer hohen Arbeitslosenzahl! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Grillitsch – die Tafel mit der Aufschrift „Aufschwung durch Entlastung“ vom Rednerpult, an welches Abg. Broukal tritt, entfernend –: Das müssen wir jetzt wegtun, denn da stünde jetzt „Abschwung“ oben!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Broukal zu Wort. 4 Minuten Redezeit. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Grillitsch – die Tafel mit der Aufschrift „Aufschwung durch Entlastung“ vom Rednerpult, an welches Abg. Broukal tritt, entfernend –: Das müssen wir jetzt wegtun, denn da stünde jetzt „Abschwung“ oben!)
Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich verstehe, dass Kollege Grillitsch sich freut: die ÖVP hat ja immer ein sehr offenes Herz für die Bauern gehabt. (Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.) – Wir würden uns wünschen, dass auch andere Bevölkerungsgruppen gleichermaßen gut bedient würden.
Abg. Dr. Lopatka – die gedruckte Fassung der Budgetrede in die Höhe haltend und auf eine aufgeschlagene Seite weisend –: Seite 17! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
In der Budgetrede Ihres Finanzministers – ich darf ihn ja schon „Ihren“ Finanzminister nennen – ist eine ganze Seite den Bauern beziehungsweise der Landwirtschaft gewidmet, und ich frage Sie jetzt: Wie viele Seiten wohl der Universität und der Forschung? Eine Seite? Eine halbe Seite? Eine Viertelseite? – Sieben Zeilen von 800 Zeilen Budgetrede beschäftigen sich mit den Universitäten! Das ist der Stellenwert, den Sie der Forschung und den Universitäten dieses Landes geben! (Abg. Dr. Lopatka – die gedruckte Fassung der Budgetrede in die Höhe haltend und auf eine aufgeschlagene Seite weisend –: Seite 17! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
weitere Zwischenrufe bei der ÖVP – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Aber es ist ja auch klar: Sie haben keine guten Nachrichten für die Universitäten – aber die Redlichkeit, ihnen reinen Wein einzuschenken (weitere Zwischenrufe bei der ÖVP – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), die haben Sie auch nicht.
anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen
Meine Damen und Herren! Auch wenn Sie noch so schreien (anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen): Auch Sie lesen jeden Tag Zeitung, auch Sie hören jeden Tag Radio, auch Sie sehen jeden Tag fern, und Sie sehen, in welcher existentiellen Krise sich Österreichs Universitäten befinden. Die Universitäten, ihre Rektoren schreien um Hilfe: Sie können einfach nicht mehr weiter.
Zwischenrufe der Abgeordneten Hornek und Schöls. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Tausende Studenten warten in diesen Tagen darauf, dass sie ihre Prüfungen ablegen können, weil es zu wenige Lehrerinnen und Lehrer gibt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hornek und Schöls. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Tausende Studenten zahlen Studiengebühren, obwohl die Universität für sie kein Angebot bereit hält. (Abg. Jakob Auer – die gedruckte Fassung der Budgetrede in die Höhe haltend –: Eineinhalb Seiten! – Abg. Amon: Eineinhalb Seiten!) Tausende Studenten finden in überfüllten Hörsälen keinen Platz. Universitätslehrer mieten auf eigene Kosten Räume in Volkshochschulen! (Weitere anhaltende Zwischenrufe.)
Abg. Jakob Auer – die gedruckte Fassung der Budgetrede in die Höhe haltend –: Eineinhalb Seiten! – Abg. Amon: Eineinhalb Seiten!
Tausende Studenten warten in diesen Tagen darauf, dass sie ihre Prüfungen ablegen können, weil es zu wenige Lehrerinnen und Lehrer gibt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hornek und Schöls. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Tausende Studenten zahlen Studiengebühren, obwohl die Universität für sie kein Angebot bereit hält. (Abg. Jakob Auer – die gedruckte Fassung der Budgetrede in die Höhe haltend –: Eineinhalb Seiten! – Abg. Amon: Eineinhalb Seiten!) Tausende Studenten finden in überfüllten Hörsälen keinen Platz. Universitätslehrer mieten auf eigene Kosten Räume in Volkshochschulen! (Weitere anhaltende Zwischenrufe.)
Weitere anhaltende Zwischenrufe.
Tausende Studenten warten in diesen Tagen darauf, dass sie ihre Prüfungen ablegen können, weil es zu wenige Lehrerinnen und Lehrer gibt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hornek und Schöls. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Tausende Studenten zahlen Studiengebühren, obwohl die Universität für sie kein Angebot bereit hält. (Abg. Jakob Auer – die gedruckte Fassung der Budgetrede in die Höhe haltend –: Eineinhalb Seiten! – Abg. Amon: Eineinhalb Seiten!) Tausende Studenten finden in überfüllten Hörsälen keinen Platz. Universitätslehrer mieten auf eigene Kosten Räume in Volkshochschulen! (Weitere anhaltende Zwischenrufe.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Ja, Sie! Sie!
Abgeordneter Josef Broukal (fortsetzend): Frau Präsidentin! Es hätte mich nicht gestört, es ist eine ewige Wiederholung desselben. Ich meine, ich habe stundenlange Sondersendungen gemacht, ich werde auch mit Ihrer Schreierei zurechtkommen. (Zwischenbemerkung von der Regierungsbank: Aber wir sind hier im Parlament und nicht im ORF!) Ja, wir sind im Parlament, und der Unterschied ist wohl, dass man hier länger ungestraft Halbwahrheiten sagen kann als in einer Nachrichtensendung. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Ja, Sie! Sie!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Neudeck: Wer hat noch Geburtstag? Wen lassen Sie noch grüßen?
Ich habe heute Vormittag mit dem Rektor der Technischen Universität in Wien, Herrn Professor Skalicky, gesprochen, der nach einem Herzinfarkt wieder in Genesung begriffen ist – ich möchte ihn an dieser Stelle herzlich grüßen und ihm alles Gute wünschen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Neudeck: Wer hat noch Geburtstag? Wen lassen Sie noch grüßen?)
Abg. Kopf: Ja super!
warum? – Weil zwei private Sponsoren die halbe Million € aufgebracht haben, die er brauchte, um wissenschaftlich weiterarbeiten zu können. (Abg. Kopf: Ja super!) Ich nenne Ihnen die Namen gerne: Es waren Siemens Österreich mit Generaldirektor Hochleitner, und es war die Stadt Wien mit Bürgermeister Häupl. (Abg. Mag. Molterer: Was ist da schlecht?) – Aber so weit ist es heute gekommen: dass die Universitäten betteln gehen müssen, wenn sie Professoren Arbeitsmöglichkeiten bieten wollen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Was ist da schlecht?
warum? – Weil zwei private Sponsoren die halbe Million € aufgebracht haben, die er brauchte, um wissenschaftlich weiterarbeiten zu können. (Abg. Kopf: Ja super!) Ich nenne Ihnen die Namen gerne: Es waren Siemens Österreich mit Generaldirektor Hochleitner, und es war die Stadt Wien mit Bürgermeister Häupl. (Abg. Mag. Molterer: Was ist da schlecht?) – Aber so weit ist es heute gekommen: dass die Universitäten betteln gehen müssen, wenn sie Professoren Arbeitsmöglichkeiten bieten wollen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
warum? – Weil zwei private Sponsoren die halbe Million € aufgebracht haben, die er brauchte, um wissenschaftlich weiterarbeiten zu können. (Abg. Kopf: Ja super!) Ich nenne Ihnen die Namen gerne: Es waren Siemens Österreich mit Generaldirektor Hochleitner, und es war die Stadt Wien mit Bürgermeister Häupl. (Abg. Mag. Molterer: Was ist da schlecht?) – Aber so weit ist es heute gekommen: dass die Universitäten betteln gehen müssen, wenn sie Professoren Arbeitsmöglichkeiten bieten wollen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Redezeit!
Wir versprechen hier und heute: Wir geben den Universitäten das Geld wieder zurück, das Sie ihnen zu Unrecht genommen haben, das Geld, das sie brauchen, um ordentlich arbeiten zu können. Wir geben den Studenten wieder eine Uni zurück (Abg. Dr. Partik-Pablé: Redezeit!), an der sie mit Freude studieren können, und wir geben den akademischen Lehrerinnen und Lehrern wieder eine Berufsperspektive in Lehre und Forschung. (Präsidentin Dr. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Danke für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Präsidentin Dr. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Wir versprechen hier und heute: Wir geben den Universitäten das Geld wieder zurück, das Sie ihnen zu Unrecht genommen haben, das Geld, das sie brauchen, um ordentlich arbeiten zu können. Wir geben den Studenten wieder eine Uni zurück (Abg. Dr. Partik-Pablé: Redezeit!), an der sie mit Freude studieren können, und wir geben den akademischen Lehrerinnen und Lehrern wieder eine Berufsperspektive in Lehre und Forschung. (Präsidentin Dr. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Danke für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Wir versprechen hier und heute: Wir geben den Universitäten das Geld wieder zurück, das Sie ihnen zu Unrecht genommen haben, das Geld, das sie brauchen, um ordentlich arbeiten zu können. Wir geben den Studenten wieder eine Uni zurück (Abg. Dr. Partik-Pablé: Redezeit!), an der sie mit Freude studieren können, und wir geben den akademischen Lehrerinnen und Lehrern wieder eine Berufsperspektive in Lehre und Forschung. (Präsidentin Dr. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Danke für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Cap: Ewald Stadler!
Und das passt: Verdorbene Mägen haben Sie von der SPÖ – im übertragenen Sinn –, weil Sie nicht darüber hinwegkommen, dass Sie nicht mehr in der Regierung sind (Abg. Dr. Cap: Ewald Stadler!), und die Grünen sind frustriert deshalb, weil sie noch nicht in der Regierung sind – das zehrt an ihren Nerven. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig: ... überhaupt nicht frustriert! – Abg. Dr. Gusenbauer: Die Bundesregierung wird von der Frau Abgeordneten mit dem Kommunismus verglichen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig: ... überhaupt nicht frustriert! – Abg. Dr. Gusenbauer: Die Bundesregierung wird von der Frau Abgeordneten mit dem Kommunismus verglichen!
Und das passt: Verdorbene Mägen haben Sie von der SPÖ – im übertragenen Sinn –, weil Sie nicht darüber hinwegkommen, dass Sie nicht mehr in der Regierung sind (Abg. Dr. Cap: Ewald Stadler!), und die Grünen sind frustriert deshalb, weil sie noch nicht in der Regierung sind – das zehrt an ihren Nerven. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig: ... überhaupt nicht frustriert! – Abg. Dr. Gusenbauer: Die Bundesregierung wird von der Frau Abgeordneten mit dem Kommunismus verglichen!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Die Frau Abgeordnete setzt die Bundesregierung mit dem Kommunismus gleich! Sehr interessant!
Was Ihre Kritik anlangt, meine sehr geehrten Damen und Herren: Sie sehen nicht das Ganze, Sie sehen nicht die umfassende Reform, den Reformprozess, der notwendig war – den Sie nämlich nicht gemacht haben, als Sie 30 Jahre lang in der Regierung waren. Der Reformprozess ist notwendig, um den Wohlstand zu sichern, um unser Gesundheitssystem zu sichern! (Abg. Dr. Gusenbauer: Die Frau Abgeordnete setzt die Bundesregierung mit dem Kommunismus gleich! Sehr interessant!)
Rufe bei der SPÖ: „Nein!“
Folgendes möchte ich Ihnen auch noch sagen: Diese Bundesregierung denkt nicht nur in Legislaturperioden (Rufe bei der SPÖ: „Nein!“) und schaut nicht nur, wie man am besten bis zur nächsten Wahl über die Runden kommen kann, sondern sie denkt in größeren Zeitspannen (Abg. Scheibner: Wir denken in Dekaden!) – im Interesse der Österreicher (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP): um die Pensionen zu sichern, um der Jugend eine Chance zu geben. Das sind die wichtigen Aspekte, Lang-
Abg. Scheibner: Wir denken in Dekaden!
Folgendes möchte ich Ihnen auch noch sagen: Diese Bundesregierung denkt nicht nur in Legislaturperioden (Rufe bei der SPÖ: „Nein!“) und schaut nicht nur, wie man am besten bis zur nächsten Wahl über die Runden kommen kann, sondern sie denkt in größeren Zeitspannen (Abg. Scheibner: Wir denken in Dekaden!) – im Interesse der Österreicher (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP): um die Pensionen zu sichern, um der Jugend eine Chance zu geben. Das sind die wichtigen Aspekte, Lang-
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP
Folgendes möchte ich Ihnen auch noch sagen: Diese Bundesregierung denkt nicht nur in Legislaturperioden (Rufe bei der SPÖ: „Nein!“) und schaut nicht nur, wie man am besten bis zur nächsten Wahl über die Runden kommen kann, sondern sie denkt in größeren Zeitspannen (Abg. Scheibner: Wir denken in Dekaden!) – im Interesse der Österreicher (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP): um die Pensionen zu sichern, um der Jugend eine Chance zu geben. Das sind die wichtigen Aspekte, Lang-
Abg. Mag. Wurm: Wie viele Personen sind Arbeitnehmer – und wie viele Unternehmer?
Beispielsweise hat Herr Abgeordneter Gusenbauer behauptet, die Steuerentlastung für die Unternehmer hätte mehr gekostet als jene für die Arbeitnehmer. – Das stimmt überhaupt nicht! 1,5 Milliarden für die Unternehmer – 1,5 Milliarden für die Arbeitnehmer (Abg. Mag. Wurm: Wie viele Personen sind Arbeitnehmer – und wie viele Unternehmer?), und zusätzlich 230 Millionen für die Familien, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Wo steht das? – Nicht in diesem Bezirk!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Wo steht das? – Nicht in diesem Bezirk!
Beispielsweise hat Herr Abgeordneter Gusenbauer behauptet, die Steuerentlastung für die Unternehmer hätte mehr gekostet als jene für die Arbeitnehmer. – Das stimmt überhaupt nicht! 1,5 Milliarden für die Unternehmer – 1,5 Milliarden für die Arbeitnehmer (Abg. Mag. Wurm: Wie viele Personen sind Arbeitnehmer – und wie viele Unternehmer?), und zusätzlich 230 Millionen für die Familien, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Wo steht das? – Nicht in diesem Bezirk!)
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Zeigen Sie nicht mit dem Finger da her!
Herr Abgeordneter Broukal! Halbwahrheiten, haben Sie heute gesagt, ließen sich hier so leicht sagen. – Ja, von Ihnen! Sie sagen ununterbrochen Halbwahrheiten! (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Zeigen Sie nicht mit dem Finger da her!)
Abg. Dr. Glawischnig: Seien Sie fair!
Gestern haben Sie Taferln hochgehalten, meine sehr geehrten Damen und Herren, auf denen gestanden ist: „Höchste Staatsverschuldung“. – Ich bewundere Ihre Kühnheit beziehungsweise Ihre Selbstverleugnung, denn vergessen Sie, welchen Schuldenstand Sie uns hinterlassen haben? – 133 Milliarden, meine sehr geehrten Damen und Herren! Die SPÖ unter einem sozialistischen Finanzminister hat täglich 140 Millionen Schilling Schulden gemacht! (Abg. Dr. Glawischnig: Seien Sie fair!) Die Zinsenlast war unerträglich! (Ruf bei der SPÖ: Unerträglich: Halbe Wahrheit!)
Ruf bei der SPÖ: Unerträglich: Halbe Wahrheit!
Gestern haben Sie Taferln hochgehalten, meine sehr geehrten Damen und Herren, auf denen gestanden ist: „Höchste Staatsverschuldung“. – Ich bewundere Ihre Kühnheit beziehungsweise Ihre Selbstverleugnung, denn vergessen Sie, welchen Schuldenstand Sie uns hinterlassen haben? – 133 Milliarden, meine sehr geehrten Damen und Herren! Die SPÖ unter einem sozialistischen Finanzminister hat täglich 140 Millionen Schilling Schulden gemacht! (Abg. Dr. Glawischnig: Seien Sie fair!) Die Zinsenlast war unerträglich! (Ruf bei der SPÖ: Unerträglich: Halbe Wahrheit!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt sind es schon 19 000!
Herr Gusenbauer hat heute gesagt, jeder, von der Wiege bis zum Großpapa, ist mit 15 000 € belastet. – Denken Sie doch einmal daran, wer uns diesen Schuldenstand hinterlassen hat, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt sind es schon 19 000!) Als wir in die Regierung gekommen sind, waren wir Schlusslicht in der EU, was das Budget betrifft; jetzt haben wir uns in das Mittelfeld vorgearbeitet. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herr Gusenbauer hat heute gesagt, jeder, von der Wiege bis zum Großpapa, ist mit 15 000 € belastet. – Denken Sie doch einmal daran, wer uns diesen Schuldenstand hinterlassen hat, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt sind es schon 19 000!) Als wir in die Regierung gekommen sind, waren wir Schlusslicht in der EU, was das Budget betrifft; jetzt haben wir uns in das Mittelfeld vorgearbeitet. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: „Schulden-Karli“! „Schulden-Karli“!
Das Ziel dieser Regierung ist: Weniger Schulden (Abg. Dr. Gusenbauer: „Schulden-Karli“! „Schulden-Karli“!), weniger Zinsendienst, Stärkung des Unternehmertums, Stärkung der Einkommen, insbesondere der Bezieher niedriger Einkommen – und das alles bei stabilen Staatsfinanzen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Abg. Dr. Gusenbauer: Rekord-Defizit!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Rekord-Defizit!
Das Ziel dieser Regierung ist: Weniger Schulden (Abg. Dr. Gusenbauer: „Schulden-Karli“! „Schulden-Karli“!), weniger Zinsendienst, Stärkung des Unternehmertums, Stärkung der Einkommen, insbesondere der Bezieher niedriger Einkommen – und das alles bei stabilen Staatsfinanzen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Abg. Dr. Gusenbauer: Rekord-Defizit!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Weil das alles nicht stimmt! Alles falsch!
Ich verstehe es nicht: Warum fällt es Ihnen so schwer, all diese positiven Dinge, die im Interesse der Österreicher sind, auch anzuerkennen? (Abg. Dr. Gusenbauer: Weil das alles nicht stimmt! Alles falsch!) – Sie müssten doch eigentlich mit uns froh sein, dass es den Österreichern gut geht, dass wir so gute Daten haben. Bekehren Sie sich einmal zu einer positiven Aussicht! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich verstehe es nicht: Warum fällt es Ihnen so schwer, all diese positiven Dinge, die im Interesse der Österreicher sind, auch anzuerkennen? (Abg. Dr. Gusenbauer: Weil das alles nicht stimmt! Alles falsch!) – Sie müssten doch eigentlich mit uns froh sein, dass es den Österreichern gut geht, dass wir so gute Daten haben. Bekehren Sie sich einmal zu einer positiven Aussicht! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Nicht das Einzige!
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Sehr geehrte Herren auf der Ministerbank! Eine zentrale Beschwörungsformel dieser Regierung ist die Frage nach der Senkung der Abgabenquote – bei jeder Rede kommt das vor. Das Einzige, worum es geht, ist die Senkung der Abgabenquote (Abg. Mag. Molterer: Nicht das Einzige!), um angeblich das Wirtschaftswachstum zu fördern und damit alle mehr zum Leben haben.
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kopf.
wenn man weniger Steuern zahlt, a) der Rest besser verteilt ist und b) die Wirtschaft deswegen wächst. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kopf.)
Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie das?
Am Beispiel Schweden: Schweden hat eine Abgabenquote von – man höre und staune – 50,7 Prozent (Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie das?) und 2,8 Prozent Wachstum – das heißt: 1 Prozent mehr. (Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie das? – Sie wollen eine höhere Abgabenquote, und Van der Bellen macht ...!) Ich sage nur, dass es nichts mit Wirtschaftswachstum zu tun hat. – Ich will, dass es ein höheres Wirtschaftswachstum gibt, und das hat ganz offensichtlich nichts mit der Höhe der Abgabenquote zu tun, weil es nämlich auch bei hohen Abgabenquoten hohes Wachstum gibt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie das? – Sie wollen eine höhere Abgabenquote, und Van der Bellen macht ...!
Am Beispiel Schweden: Schweden hat eine Abgabenquote von – man höre und staune – 50,7 Prozent (Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie das?) und 2,8 Prozent Wachstum – das heißt: 1 Prozent mehr. (Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie das? – Sie wollen eine höhere Abgabenquote, und Van der Bellen macht ...!) Ich sage nur, dass es nichts mit Wirtschaftswachstum zu tun hat. – Ich will, dass es ein höheres Wirtschaftswachstum gibt, und das hat ganz offensichtlich nichts mit der Höhe der Abgabenquote zu tun, weil es nämlich auch bei hohen Abgabenquoten hohes Wachstum gibt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Am Beispiel Schweden: Schweden hat eine Abgabenquote von – man höre und staune – 50,7 Prozent (Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie das?) und 2,8 Prozent Wachstum – das heißt: 1 Prozent mehr. (Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie das? – Sie wollen eine höhere Abgabenquote, und Van der Bellen macht ...!) Ich sage nur, dass es nichts mit Wirtschaftswachstum zu tun hat. – Ich will, dass es ein höheres Wirtschaftswachstum gibt, und das hat ganz offensichtlich nichts mit der Höhe der Abgabenquote zu tun, weil es nämlich auch bei hohen Abgabenquoten hohes Wachstum gibt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig: ... höhere Geburtenrate! – Ruf bei der SPÖ: Die Frauen arbeiten!
Schweden hat darüber hinaus, und das ist mir noch viel wichtiger, höhere Bildungsausgaben – das sind Investitionen in die Zukunft –, Schweden hat eine wesentlich höhere Frauenbeschäftigung, und Schweden hat ein flächendeckendes Kinderbetreuungssystem (Abg. Dr. Glawischnig: ... höhere Geburtenrate! – Ruf bei der SPÖ: Die Frauen arbeiten!) – und das ist das, was Sie, Herr Kollege Kopf, als „moderne Sklaverei“ bezeichnen. Diese Zustände bezeichnen Sie als „moderne Sklaverei“: eine hohe Abgabenquote (Abg. Kopf: Der Staat nimmt mir und gibt mir das, was er glaubt, dass ich brauche!), die allerdings zu flächendeckenden Kinderbetreuungseinrichtungen führt – diese sind aus Ihrer Sicht „moderne Sklaverei“ –, eine hohe Frauenarbeitsquote ist „moderne Sklaverei“, wenn es nach Ihnen geht, hohe Bildungsausgaben sind „moderne Sklaverei“. – Das ist das, was Sie gesagt haben. (Abg. Kopf: Das habe ich nicht gesagt!)
Abg. Kopf: Der Staat nimmt mir und gibt mir das, was er glaubt, dass ich brauche!
Schweden hat darüber hinaus, und das ist mir noch viel wichtiger, höhere Bildungsausgaben – das sind Investitionen in die Zukunft –, Schweden hat eine wesentlich höhere Frauenbeschäftigung, und Schweden hat ein flächendeckendes Kinderbetreuungssystem (Abg. Dr. Glawischnig: ... höhere Geburtenrate! – Ruf bei der SPÖ: Die Frauen arbeiten!) – und das ist das, was Sie, Herr Kollege Kopf, als „moderne Sklaverei“ bezeichnen. Diese Zustände bezeichnen Sie als „moderne Sklaverei“: eine hohe Abgabenquote (Abg. Kopf: Der Staat nimmt mir und gibt mir das, was er glaubt, dass ich brauche!), die allerdings zu flächendeckenden Kinderbetreuungseinrichtungen führt – diese sind aus Ihrer Sicht „moderne Sklaverei“ –, eine hohe Frauenarbeitsquote ist „moderne Sklaverei“, wenn es nach Ihnen geht, hohe Bildungsausgaben sind „moderne Sklaverei“. – Das ist das, was Sie gesagt haben. (Abg. Kopf: Das habe ich nicht gesagt!)
Abg. Kopf: Das habe ich nicht gesagt!
Schweden hat darüber hinaus, und das ist mir noch viel wichtiger, höhere Bildungsausgaben – das sind Investitionen in die Zukunft –, Schweden hat eine wesentlich höhere Frauenbeschäftigung, und Schweden hat ein flächendeckendes Kinderbetreuungssystem (Abg. Dr. Glawischnig: ... höhere Geburtenrate! – Ruf bei der SPÖ: Die Frauen arbeiten!) – und das ist das, was Sie, Herr Kollege Kopf, als „moderne Sklaverei“ bezeichnen. Diese Zustände bezeichnen Sie als „moderne Sklaverei“: eine hohe Abgabenquote (Abg. Kopf: Der Staat nimmt mir und gibt mir das, was er glaubt, dass ich brauche!), die allerdings zu flächendeckenden Kinderbetreuungseinrichtungen führt – diese sind aus Ihrer Sicht „moderne Sklaverei“ –, eine hohe Frauenarbeitsquote ist „moderne Sklaverei“, wenn es nach Ihnen geht, hohe Bildungsausgaben sind „moderne Sklaverei“. – Das ist das, was Sie gesagt haben. (Abg. Kopf: Das habe ich nicht gesagt!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ
Ich werde Ihnen sagen, was „moderne Sklaverei“ ist, wenn es nach mir geht: Das ist nämlich Ihre Politik, die Frauen wieder zurück an den Herd zwingt (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ), die Rahmenbedingungen schafft, unter denen Frauen nicht genug Einkommen haben, weil sie nämlich keine Vollzeit-Arbeitsplätze mehr bekommen und daher ihre Pensionen auch nicht entsprechend finanzieren können. Ihre Politik führt dazu, dass Frauen wieder in zunehmende Abhängigkeit geführt werden – und das nenne ich „moderne Sklaverei“! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich werde Ihnen sagen, was „moderne Sklaverei“ ist, wenn es nach mir geht: Das ist nämlich Ihre Politik, die Frauen wieder zurück an den Herd zwingt (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ), die Rahmenbedingungen schafft, unter denen Frauen nicht genug Einkommen haben, weil sie nämlich keine Vollzeit-Arbeitsplätze mehr bekommen und daher ihre Pensionen auch nicht entsprechend finanzieren können. Ihre Politik führt dazu, dass Frauen wieder in zunehmende Abhängigkeit geführt werden – und das nenne ich „moderne Sklaverei“! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Selig! Heilig kommt später!
Es ist also völlig unsinnig, die Höhe der Abgabenquote quasi heilig zu stellen (Abg. Dr. Cap: Selig! Heilig kommt später!) – Sie machen hier dasselbe, wie Sie es mit dem Nulldefizit gemacht haben. Sie haben gesagt: Nulldefizit ist heilig, dann wird alles wieder besser werden. Dasselbe machen Sie jetzt mit der Abgabenquote. Und Sie werden in ein paar Jahren draufkommen, dass es auch mit der Abgabenquote nicht stimmt: dass es nämlich durchaus Sinn haben kann, eine gewisse Abgabenquote in einer gewissen Höhe zu haben. Die Frage ist nämlich nur, wie Sie sie verwenden. – Und das ist der große Streitpunkt zwischen uns: Wie verteilen Sie denn die Einnahmen, die Sie hereinbekommen, um?
Abg. Dr. Cap: Alle Arbeitnehmer!
Was Sie machen, ist Folgendes: Sie senken die Abgabenquote, „entlasten“ – unter Anführungszeichen – zum Beispiel in sehr hohem Ausmaß Kapitalgesellschaften, aber Sie schauen nicht: Wer leidet darunter? (Abg. Dr. Cap: Alle Arbeitnehmer!)
Abg. Dr. Cap: Tantalos!
Leiden tut in Österreich momentan in erster Linie die Bildung, die Universität. Und wenn Sie sich – was Sie ja vermutlich getan haben – das Budget anschauen (Abg. Dr. Cap: Tantalos!), dann werden Sie sehen, dass 2005 nicht mehr, sondern weniger Ausgaben sowohl für das Kapitel „Bildung und Kultur“ als auch für das Kapitel „Universitäten“ vorgesehen sind.
Abg. Kopf: 80 Prozent der GesmbHs haben weniger als 20 Beschäftigte!
Sie könnten weiters feststellen, dass die Entlastung zum Beispiel der kleinen Betriebe gegenüber den Kapitalgesellschaften ein wirklicher Mini-Mini-Mini-Punkt ist. (Abg. Kopf: 80 Prozent der GesmbHs haben weniger als 20 Beschäftigte!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn Sie mit den Leuten reden, dann werden Sie merken, dass die das ganz genau wissen und nicht auf Ihre großartigen Reden hereinfallen. Was man sicher sagen kann, ist, dass Sie mit diesem Budget vielleicht gute Klientel-Politik machen, aber ganz sicher nicht eine gerechte und wachstumsfördernde Politik fördern. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Bei meiner Vorrednerin ist wieder einmal sehr klar geworden, dass es große Auffassungsunterschiede darüber gibt, welche Position der Staat haben soll und welche der einzelne Staatsbürger. Wir sind der Auffassung, dass der einzelne Staatsbürger in seiner Geldtasche möglichst viel haben soll, und der Staat nur das Notwendige. Wir wollen keine Taschengeldgesellschaft, in der der Staat bestimmt, was wir machen dürfen. Das ist der große Unterschied! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Sburny: Die Frage ist nur, wie Sie es verwenden! Wenn Sie es für Kinderbetreuung und Arbeitsplätze verwenden, ist es ja ...!
Je höher die Abgabenquote, Herr Professor Van der Bellen, umso mehr Geld ist in der Verfügungsgewalt des Staates und umso weniger kann der Einzelne bestimmen. (Abg. Sburny: Die Frage ist nur, wie Sie es verwenden! Wenn Sie es für Kinderbetreuung und Arbeitsplätze verwenden, ist es ja ...!) Wir wollen nicht auf dem Weg zu einer Taschengeldgesellschaft sein. Wir wollen den selbstbestimmten, den eigenbestimmten Menschen. Das sind eben ideologische Unterschiede! Und das ist der Grund dafür, warum für uns eine Senkung der Abgabenquote der richtige Weg ist und wir nichts Gutes daran finden, die Abgabenquote zu steigern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Je höher die Abgabenquote, Herr Professor Van der Bellen, umso mehr Geld ist in der Verfügungsgewalt des Staates und umso weniger kann der Einzelne bestimmen. (Abg. Sburny: Die Frage ist nur, wie Sie es verwenden! Wenn Sie es für Kinderbetreuung und Arbeitsplätze verwenden, ist es ja ...!) Wir wollen nicht auf dem Weg zu einer Taschengeldgesellschaft sein. Wir wollen den selbstbestimmten, den eigenbestimmten Menschen. Das sind eben ideologische Unterschiede! Und das ist der Grund dafür, warum für uns eine Senkung der Abgabenquote der richtige Weg ist und wir nichts Gutes daran finden, die Abgabenquote zu steigern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Molterer: Recht hat er! – Abg. Kopf: Da hat er Recht!
„Ich kann die Kollegen“ der SPÖ „nur warnen vor Ideen wie der Wiedereinführung der Gewerbekapital- oder der Vermögenssteuer. Das trifft auch Sparer und Häuslbauer.“ – Zitatende. (Abg. Mag. Molterer: Recht hat er! – Abg. Kopf: Da hat er Recht!)
Abg. Mag. Molterer: Ah! Ah so? – Ruf bei der ÖVP: Aber er kommt nicht in die Regierung! – Abg. Kopf: Das ist ja eine Gefahr ..., aber die Gefahr ist real nicht so groß!
Das waren Ihre Ideen im Sommer. Danach ist Matznetter dazu befragt worden, und was sagte er dazu in „NEWS“? – Es gebe unterschiedliche Auffassungen darüber, wie klar er, Matznetter, in der Opposition aussprechen solle, was er in der Regierung vorhabe. (Abg. Mag. Molterer: Ah! Ah so? – Ruf bei der ÖVP: Aber er kommt nicht in die Regierung! – Abg. Kopf: Das ist ja eine Gefahr ..., aber die Gefahr ist real nicht so groß!)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn man sich die Familienförderung in Österreich anschaut, dann ist das mit Abstand die größte, die es in Europa gibt. – Bravo! Sehr gut!, kann ich nur sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Csörgits.
Meine Damen und Herren! Wir machen beides: Wir haben die hohe Familienförderung, und wir senken die Steuern. Das ist der große Unterschied zu Ihnen. Sie können noch so lautstark schreien, Frau Kollegin Hosek, das laute Schreien bringt den Frauen nichts. Das aber, was wir hier mit der Steuerreform machen, bringt den Frauen sehr viel. (Zwischenruf der Abg. Csörgits.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Csörgits: Dann vergesst ihr, was ihr zusätzlich an Belastungen gemacht habt!
Ihnen sei abschließend gesagt – Sie kommen ja nachher noch zu Wort –: Wenn eine allein erziehende Mutter mit zwei Kindern und einem Durchschnittseinkommen von 1 300 € brutto in Hinkunft 862 € weniger an Steuern zahlt, dann ist das etwas Messbares, dann ist das etwas, woran auch wir und unsere Politik gemessen werden können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Csörgits: Dann vergesst ihr, was ihr zusätzlich an Belastungen gemacht habt!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Kollege Lopatka, ich glaube, wir brauchen nicht zu schreien, wir können ohne weiteres in einen normalen Dialog eintreten. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Es war interessant – Sie brauchen auch nicht zu schreien, auch wir können, glaube ich, normal reden –, dass Sie zum Budget selbst nicht allzu viel gesagt haben.
Abg. Kopf: Das ist richtig!
Ich darf auch zu Herrn Vizekanzler Gorbach eine Anmerkung machen. – Herr Vizekanzler, mir ist da etwas aufgefallen. Sie haben gemeint, seit 1999 gebe es um 50 000 Unternehmen mehr als vorher, und das freue Sie sehr. (Abg. Kopf: Das ist richtig!) – Man muss das aber hinterfragen. Ich hoffe nicht, dass da auch einzelne Chauffeure als Unternehmer geführt werden, die nicht einmal selbst wissen, dass sie LKW-Chauffeure sind, und ebenfalls bei diesen 50 000 enthalten sind.
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Das sind ja Märchen, Herr Kollege! Das stimmt doch gar nicht!
nehmen können, weil die Viadukte immer brüchiger werden, aber derzeit keine Sanierungen vorgesehen sind, weil man nicht weiß, ob der Tunnel nicht doch kommt. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Das sind ja Märchen, Herr Kollege! Das stimmt doch gar nicht!) Das heißt im Klartext: Es geschieht dort einmal nichts!
Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler, Dipl.-Ing. Missethon und Zweytick.
Und die Verkehrspolitik, wonach – und alle, die hier im Raum sitzen, betonen dies in allen Reden immer wieder – wir die zusätzlichen Güterbelastungen weg von der Straße hin zur Schiene bringen wollen, die ist Ihnen beim Semmering nicht gelungen! Da machen wir zurzeit eine völlig kontraproduktive Verkehrspolitik. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler, Dipl.-Ing. Missethon und Zweytick.) Ich hoffe aber, dass wir das gemeinsam wieder umpolen werden, und freue mich, wenn Sie da mithelfen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und die Verkehrspolitik, wonach – und alle, die hier im Raum sitzen, betonen dies in allen Reden immer wieder – wir die zusätzlichen Güterbelastungen weg von der Straße hin zur Schiene bringen wollen, die ist Ihnen beim Semmering nicht gelungen! Da machen wir zurzeit eine völlig kontraproduktive Verkehrspolitik. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler, Dipl.-Ing. Missethon und Zweytick.) Ich hoffe aber, dass wir das gemeinsam wieder umpolen werden, und freue mich, wenn Sie da mithelfen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Eder: Ja, das spüren die Leute!
Abgeordneter Dr. Reinhard Eugen Bösch (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Eder, der Eintritt der FPÖ in die Bundesregierung im Jahre 2000 hat einen klaren Paradigmenwechsel in der Finanz-, Budget- und Wirtschaftspolitik erst möglich gemacht (Abg. Eder: Ja, das spüren die Leute!), nämlich den Paradigmenwechsel: Schluss mit der rot-schwarzen Schuldenpolitik! Dieser Paradigmenwechsel ist realisiert worden, meine Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Reinhard Eugen Bösch (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Eder, der Eintritt der FPÖ in die Bundesregierung im Jahre 2000 hat einen klaren Paradigmenwechsel in der Finanz-, Budget- und Wirtschaftspolitik erst möglich gemacht (Abg. Eder: Ja, das spüren die Leute!), nämlich den Paradigmenwechsel: Schluss mit der rot-schwarzen Schuldenpolitik! Dieser Paradigmenwechsel ist realisiert worden, meine Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Beide Schwerpunkte, meine Damen und Herren, sind bereits umgesetzt worden. Wenn ich daran erinnern darf, dass diese Regierung im Jahre 2000 unter schwierigen Voraussetzungen ihre Arbeit beginnen hat müssen, nämlich Ihren Schuldenberg zu übernehmen, ihn abzubauen und eine neue Politik zu machen, so ist diese Leistung bemerkenswert. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn ich mir, meine Damen und Herren von der SPÖ, im Besonderen Ihre Wirtschaftsprogramme ansehe, dann bin ich zuversichtlich, dass diese Bundesregierung so lange im Amt sein wird, dass es ihr auch noch gelingen wird, einen Budgetüberschuss zu erwirtschaften. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Auch mehr Geld für die Sicherheit im Gesamten wird es geben. Wir werden mehr als 4 Milliarden € für die innere und äußere Sicherheit einsetzen. Es wird eine Reform des gesamten Polizeiwesens geben, die mehr Sicherheit für die Bürger bringen wird, draußen in den ländlichen Bereichen, aber auch in den Städten. Und wir investieren auch mehr in die Landsverteidigung, sodass dieses Budget ein Budget ist, das in die richtige Richtung weist. – Danke sehr. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Was, was, was?
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist irgendwie erstaunlich, dass Ihnen von den Koalitionsparteien schön langsam nichts mehr wirklich zu blöd ist (Ruf bei der ÖVP: Was, was, was?), dass die Grenze, dass Ihnen etwas zu blöd ist, anscheinend noch lange nicht erreicht wurde. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist irgendwie erstaunlich, dass Ihnen von den Koalitionsparteien schön langsam nichts mehr wirklich zu blöd ist (Ruf bei der ÖVP: Was, was, was?), dass die Grenze, dass Ihnen etwas zu blöd ist, anscheinend noch lange nicht erreicht wurde. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Rufe bei den Grünen: Wow!
Wissen Sie, wie viel das in Euro ist? Haben Sie sich das schon einmal durchgerechnet? Das sind 2,8 € im Monat (Rufe bei den Grünen: Wow!) für 60 Prozent der PflegegeldbezieherInnen. (Abg. Sburny: Da geht sich für Frau Fuhrmann schon eine Wurstsemmel aus!) Das muss man einmal sagen, damit wir wissen, wovon wir reden. (Abg. Öllinger: Das ist eine Fuhrmann-Wurstsemmel! – Rufe bei den Grünen: Weniger!) – Nein, das ist eine halbe Fuhrmann-Wurstsemmel. (Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Seit der SPÖ nicht erhöht worden!)
Abg. Sburny: Da geht sich für Frau Fuhrmann schon eine Wurstsemmel aus!
Wissen Sie, wie viel das in Euro ist? Haben Sie sich das schon einmal durchgerechnet? Das sind 2,8 € im Monat (Rufe bei den Grünen: Wow!) für 60 Prozent der PflegegeldbezieherInnen. (Abg. Sburny: Da geht sich für Frau Fuhrmann schon eine Wurstsemmel aus!) Das muss man einmal sagen, damit wir wissen, wovon wir reden. (Abg. Öllinger: Das ist eine Fuhrmann-Wurstsemmel! – Rufe bei den Grünen: Weniger!) – Nein, das ist eine halbe Fuhrmann-Wurstsemmel. (Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Seit der SPÖ nicht erhöht worden!)
Abg. Öllinger: Das ist eine Fuhrmann-Wurstsemmel! – Rufe bei den Grünen: Weniger!
Wissen Sie, wie viel das in Euro ist? Haben Sie sich das schon einmal durchgerechnet? Das sind 2,8 € im Monat (Rufe bei den Grünen: Wow!) für 60 Prozent der PflegegeldbezieherInnen. (Abg. Sburny: Da geht sich für Frau Fuhrmann schon eine Wurstsemmel aus!) Das muss man einmal sagen, damit wir wissen, wovon wir reden. (Abg. Öllinger: Das ist eine Fuhrmann-Wurstsemmel! – Rufe bei den Grünen: Weniger!) – Nein, das ist eine halbe Fuhrmann-Wurstsemmel. (Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Seit der SPÖ nicht erhöht worden!)
Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Seit der SPÖ nicht erhöht worden!
Wissen Sie, wie viel das in Euro ist? Haben Sie sich das schon einmal durchgerechnet? Das sind 2,8 € im Monat (Rufe bei den Grünen: Wow!) für 60 Prozent der PflegegeldbezieherInnen. (Abg. Sburny: Da geht sich für Frau Fuhrmann schon eine Wurstsemmel aus!) Das muss man einmal sagen, damit wir wissen, wovon wir reden. (Abg. Öllinger: Das ist eine Fuhrmann-Wurstsemmel! – Rufe bei den Grünen: Weniger!) – Nein, das ist eine halbe Fuhrmann-Wurstsemmel. (Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Seit der SPÖ nicht erhöht worden!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Angesichts dessen trauen Sie sich, sich hinzustellen und zu sagen, wie gut und wie super Sie sind? – Also dass Ihnen das nicht zu blöd ist, das verstehe ich schön langsam nicht mehr! Ich verstehe es nicht mehr, und die behinderten Menschen in Österreich auch nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, wir haben schon so oft – über parlamentarische Anfragen – korrespondiert. (Bundesminister Mag. Grasser: Das stimmt!) Wenn Ihnen das Kapitel der Absetzbarkeit von behinderungsbedingten Aufwendungen wirklich ein Anliegen wäre, dann müssten Sie die Negativsteuer einführen, denn dann würden auch jene, die keine Steuer zahlen, die sich aber auch Prothesen um Tausende von Euro kaufen müssen, das Geld zurückkriegen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist keine Analyse!
Herr Minister, das ist kein Budget! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist keine Analyse!) Ich erwarte mir, dass Sie Zahlen vorweisen, die absolut der Realität entsprechen, und nicht irgendwelche Phantasiezahlen, und dass Sie dann nicht wieder draufkommen: Mir fehlt ja eine Milliarde! Kann mir jemand sagen, wo die geblieben ist? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist peinlich!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist peinlich!
Herr Minister, das ist kein Budget! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist keine Analyse!) Ich erwarte mir, dass Sie Zahlen vorweisen, die absolut der Realität entsprechen, und nicht irgendwelche Phantasiezahlen, und dass Sie dann nicht wieder draufkommen: Mir fehlt ja eine Milliarde! Kann mir jemand sagen, wo die geblieben ist? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist peinlich!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Der Ansatz wäre ja vernünftig!
Meine Damen und Herren! Nicht schlecht reden, sondern gut handeln, gut disponieren, sorgfältig planen und budgetieren und dann gut kommunizieren und sich nicht in Schlechtrederei üben – das ist mein Ansatz, und damit werden wir sicher Erfolg haben. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Der Ansatz wäre ja vernünftig!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Das sind die Realitäten!
Ich zitiere und berichtige tatsächlich aus der Übersicht 17 der Budgetrede des Finanzministers, Kapitel 14 Wissenschaft. Budgetvoranschlag im Jahr 2004: 3 160 Millionen €, im Jahr 2005: 3 120 Millionen €. Das sind 40 Millionen € weniger als im Jahr 2004. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Das sind die Realitäten!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Wenn man sich dann diese Zahl von 623 Millionen anschaut, Herr Finanzminister, dann stellt man fest, dass für Frauenförderung im Jahr 2005 lediglich 3,55 Millionen € zur Verfügung gestellt werden. Da reden Sie von einem Gender Budget, und dazu hat die Frauenministerin ihre Zustimmung gegeben? Das frage ich Sie wirklich. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Wenn man sich das anschaut, was das im Zusammenhang mit Frauenförderung bedeutet, so darf ich Ihnen sagen, dass es pro Frau in Österreich 88 Cent beträgt. Das ist gemessen am Gesamtbudget nicht einmal ein Hundertstel. Und wir stellen in Österreich mehr als die Hälfte der Bevölkerung dar. Da reden Sie von Gender Budget? Das ist ja zum Schämen, bitte! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Bundesminister Mag. Grasser: Das ist ein Blödsinn!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Bundesminister Mag. Grasser: Das ist ein Blödsinn!
Wenn man sich dann diese Zahl von 623 Millionen anschaut, Herr Finanzminister, dann stellt man fest, dass für Frauenförderung im Jahr 2005 lediglich 3,55 Millionen € zur Verfügung gestellt werden. Da reden Sie von einem Gender Budget, und dazu hat die Frauenministerin ihre Zustimmung gegeben? Das frage ich Sie wirklich. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Wenn man sich das anschaut, was das im Zusammenhang mit Frauenförderung bedeutet, so darf ich Ihnen sagen, dass es pro Frau in Österreich 88 Cent beträgt. Das ist gemessen am Gesamtbudget nicht einmal ein Hundertstel. Und wir stellen in Österreich mehr als die Hälfte der Bevölkerung dar. Da reden Sie von Gender Budget? Das ist ja zum Schämen, bitte! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Bundesminister Mag. Grasser: Das ist ein Blödsinn!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Erzählen Sie mir nicht, dass das ein Blödsinn ist! Erstens einmal: Wie reden Sie mit mir?! Und zweitens einmal möchte ich auch feststellen: Es ist interessant, im Zusammenhang mit Subventionen von Frauenprojekten waren im Jahre 2004 noch 23,247 Millionen vorbudgetiert. Die sind auf einmal weg, die gibt es nicht mehr! Und da reden Sie von Gender Mainstreaming in der Politik? – Grüß Gott, kann ich da nur sagen. Schlecht schaut es mit der Frauenpolitik in diesem Lande aus! Sie haben überhaupt kein Interesse daran, eine aktive Frauenpolitik zu machen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Neudeck: Wer hat Ihnen das aufgeschrieben?
Sie, Herr Finanzminister, sagen, dass im Zuge der Steuerreform die Zeit des Erntens gekommen ist. Was Sie verschweigen, sehr dezent verschweigen, ist, dass 2,1 Millionen ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen durch Ihre kalte, herzlose, sozial unausgewogene Belastungspolitik in die Armut gedrängt werden. Sie haben diese Leute ganz einfach der Armut preisgegeben und werden es noch weiter tun. Sie haben viel versprochen und nichts, ja überhaupt nichts gehalten! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Neudeck: Wer hat Ihnen das aufgeschrieben?)
Abg. Jakob Auer: Dafür ist in Wien alles erhöht worden!
Sie sagen, dass diese 2,1 Millionen Menschen zwar keine Lohnsteuer zahlen müssen, aber Sie verschweigen – und Sie wissen ohnehin, warum –, dass auf Grund der vielen Belastungen – es sind nämlich mehr als 40, es sind zum Beispiel die Passgebühren erhöht worden, der Preis der Autobahnvignette, auch die Heizkosten sind gestiegen (Abg. Jakob Auer: Dafür ist in Wien alles erhöht worden!) – die Leute ganz einfach wirklich arm werden und sich das alles nicht mehr leisten können. (Abg. Neudeck: Hätten Sie mehr gespart in den letzten Jahrzehnten, dann hätten wir mehr Geld!) Da hätten Sie sehr viel tun können, wenn Sie nämlich genau für diesen Bereich die Negativsteuer von 100 € auf 220 € erhöht hätten. Das hätten nämlich zum Beispiel wir gemacht. Wir machen das schon besser, keine Sorge! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Hätten Sie mehr gespart in den letzten Jahrzehnten, dann hätten wir mehr Geld!
Sie sagen, dass diese 2,1 Millionen Menschen zwar keine Lohnsteuer zahlen müssen, aber Sie verschweigen – und Sie wissen ohnehin, warum –, dass auf Grund der vielen Belastungen – es sind nämlich mehr als 40, es sind zum Beispiel die Passgebühren erhöht worden, der Preis der Autobahnvignette, auch die Heizkosten sind gestiegen (Abg. Jakob Auer: Dafür ist in Wien alles erhöht worden!) – die Leute ganz einfach wirklich arm werden und sich das alles nicht mehr leisten können. (Abg. Neudeck: Hätten Sie mehr gespart in den letzten Jahrzehnten, dann hätten wir mehr Geld!) Da hätten Sie sehr viel tun können, wenn Sie nämlich genau für diesen Bereich die Negativsteuer von 100 € auf 220 € erhöht hätten. Das hätten nämlich zum Beispiel wir gemacht. Wir machen das schon besser, keine Sorge! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie sagen, dass diese 2,1 Millionen Menschen zwar keine Lohnsteuer zahlen müssen, aber Sie verschweigen – und Sie wissen ohnehin, warum –, dass auf Grund der vielen Belastungen – es sind nämlich mehr als 40, es sind zum Beispiel die Passgebühren erhöht worden, der Preis der Autobahnvignette, auch die Heizkosten sind gestiegen (Abg. Jakob Auer: Dafür ist in Wien alles erhöht worden!) – die Leute ganz einfach wirklich arm werden und sich das alles nicht mehr leisten können. (Abg. Neudeck: Hätten Sie mehr gespart in den letzten Jahrzehnten, dann hätten wir mehr Geld!) Da hätten Sie sehr viel tun können, wenn Sie nämlich genau für diesen Bereich die Negativsteuer von 100 € auf 220 € erhöht hätten. Das hätten nämlich zum Beispiel wir gemacht. Wir machen das schon besser, keine Sorge! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Die Negativsteuer ist um 30 Millionen erhöht worden!
Wenn ich mir jetzt das Kapitel Gesundheit anschaue, dann, meine Damen und Herren, kann ich schlichtweg feststellen: Das haben Sie schon „gesund gespart“. Da ist nicht mehr viel zum Sparen, das Kapitel Gesundheit ist schon kaputt! Zwei Drittel der für den Gesundheitsbereich veranschlagten Ausgaben sind auf Grund gesetzlicher Vorschriften gebunden. (Abg. Wittauer: Die Negativsteuer ist um 30 Millionen erhöht worden!) Das hat nichts mit einer aktiven Gesundheitspolitik zu tun, aber davon haben Sie natürlich keine Ahnung, Herr Kollege. Denken Sie zuerst einmal nach, bevor Sie dazwischen reden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn ich mir jetzt das Kapitel Gesundheit anschaue, dann, meine Damen und Herren, kann ich schlichtweg feststellen: Das haben Sie schon „gesund gespart“. Da ist nicht mehr viel zum Sparen, das Kapitel Gesundheit ist schon kaputt! Zwei Drittel der für den Gesundheitsbereich veranschlagten Ausgaben sind auf Grund gesetzlicher Vorschriften gebunden. (Abg. Wittauer: Die Negativsteuer ist um 30 Millionen erhöht worden!) Das hat nichts mit einer aktiven Gesundheitspolitik zu tun, aber davon haben Sie natürlich keine Ahnung, Herr Kollege. Denken Sie zuerst einmal nach, bevor Sie dazwischen reden! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Die meisten Selbstbehalte sind ja von Ihnen eingeführt worden!
Das, meine Damen und Herren von ÖVP und Freiheitlichen, ist schlicht und ergreifend Schönfärberei, denn Ihr Defizit wird mindestens 2 Prozent betragen! Oder haben Sie schon im Hinterköpfchen, dass Sie neue Selbstbehalte einführen oder vielleicht zusätzliche „Strafsteuern“ für kranke Menschen? (Abg. Wittauer: Die meisten Selbstbehalte sind ja von Ihnen eingeführt worden!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen
Meine Damen und Herren! Das Budget ist die in Zahlen gegossene Politik. Frauenpolitik und Gesundheitspolitik liegen Ihnen von ÖVP und FPÖ nicht am Herzen (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen), und zwar gar nicht, denn das ignorieren Sie ganz einfach! Sie haben viel versprochen – und nichts gehalten!
Beifall bei der SPÖ. – Ruf: Ja, natürlich! – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich verspreche Ihnen: Wir machen es viel, viel besser! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf: Ja, natürlich! – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Da ist es ihr nicht eingefallen!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Regierungsmitglieder! Frau Abgeordnete Csörgits, Sie haben offensichtlich die 30 Jahre Regierungspolitik der SPÖ vergessen, wo Sie es hätten besser machen können, aber es nicht besser gemacht haben! (Abg. Neudeck: Da ist es ihr nicht eingefallen!) Außer Schulden – auch für die Frauen, weil da jetzt so großartig darüber geredet wird – haben Sie gar nichts gemacht! Für die Frauen haben Sie auch gar nichts gemacht! (Zwischenruf der Abg. Csörgits.) Wir hingegen machen Familienpolitik, und wir machen auch eine ordentliche Familienpolitik! Was aber tun Sie von der SPÖ? – Sie machen dieser Regierung einen Vorwurf! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Csörgits.)
Zwischenruf der Abg. Csörgits.
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Regierungsmitglieder! Frau Abgeordnete Csörgits, Sie haben offensichtlich die 30 Jahre Regierungspolitik der SPÖ vergessen, wo Sie es hätten besser machen können, aber es nicht besser gemacht haben! (Abg. Neudeck: Da ist es ihr nicht eingefallen!) Außer Schulden – auch für die Frauen, weil da jetzt so großartig darüber geredet wird – haben Sie gar nichts gemacht! Für die Frauen haben Sie auch gar nichts gemacht! (Zwischenruf der Abg. Csörgits.) Wir hingegen machen Familienpolitik, und wir machen auch eine ordentliche Familienpolitik! Was aber tun Sie von der SPÖ? – Sie machen dieser Regierung einen Vorwurf! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Csörgits.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Csörgits.
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Regierungsmitglieder! Frau Abgeordnete Csörgits, Sie haben offensichtlich die 30 Jahre Regierungspolitik der SPÖ vergessen, wo Sie es hätten besser machen können, aber es nicht besser gemacht haben! (Abg. Neudeck: Da ist es ihr nicht eingefallen!) Außer Schulden – auch für die Frauen, weil da jetzt so großartig darüber geredet wird – haben Sie gar nichts gemacht! Für die Frauen haben Sie auch gar nichts gemacht! (Zwischenruf der Abg. Csörgits.) Wir hingegen machen Familienpolitik, und wir machen auch eine ordentliche Familienpolitik! Was aber tun Sie von der SPÖ? – Sie machen dieser Regierung einen Vorwurf! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Csörgits.)
Widerspruch bei der SPÖ.
Sie von der SPÖ propagieren, dass wir angeblich die Frauen zurück zum Herd drängen wollen! – Das stimmt doch nicht! (Widerspruch bei der SPÖ.) Wir geben den Frauen die Entscheidungsfreiheit, geben aber auch Jugendlichen und Kindern Sicherheit! Das ist unsere Art von Politik! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abg. Csörgits.) – Die Gewerkschafter schreien da so, dass mir das direkt in den Ohren wehtut. Hoffentlich muss ich so etwas nicht oft hier erleben.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abg. Csörgits.
Sie von der SPÖ propagieren, dass wir angeblich die Frauen zurück zum Herd drängen wollen! – Das stimmt doch nicht! (Widerspruch bei der SPÖ.) Wir geben den Frauen die Entscheidungsfreiheit, geben aber auch Jugendlichen und Kindern Sicherheit! Das ist unsere Art von Politik! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abg. Csörgits.) – Die Gewerkschafter schreien da so, dass mir das direkt in den Ohren wehtut. Hoffentlich muss ich so etwas nicht oft hier erleben.
Abg. Dr. Glawischnig: Ihr seid „so super“!
Diese Regierung hat es geschafft, unseren Bauern, unseren großteils Biobauern eine Existenzsicherung zu geben. (Abg. Dr. Glawischnig: Ihr seid „so super“!) Ich erinnere Sie nur an die nicht unbeträchtliche Summe von 3 Milliarden €! Und ich erinnere Sie weiters daran, wie sehr wir, als wir Freiheitlichen in diese Bundesregierung eingetreten sind, für diese 3 Milliarden € gekämpft haben! Heute gilt das geradezu als festgeschrieben in dieser Regierung, und das ist etwas, was wirklich viel wert ist. Die Bauern werden sich bei den Sozialdemokraten „bedanken“, denn sie wissen ganz genau: Wenn ihr von der SPÖ an der Regierung seid, geht es den Bauern an den Kragen – und damit geht es der ganzen Gesellschaft an den Kragen, denn in Österreich würde ohne Bauern vieles nicht so sein! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Diese Regierung hat es geschafft, unseren Bauern, unseren großteils Biobauern eine Existenzsicherung zu geben. (Abg. Dr. Glawischnig: Ihr seid „so super“!) Ich erinnere Sie nur an die nicht unbeträchtliche Summe von 3 Milliarden €! Und ich erinnere Sie weiters daran, wie sehr wir, als wir Freiheitlichen in diese Bundesregierung eingetreten sind, für diese 3 Milliarden € gekämpft haben! Heute gilt das geradezu als festgeschrieben in dieser Regierung, und das ist etwas, was wirklich viel wert ist. Die Bauern werden sich bei den Sozialdemokraten „bedanken“, denn sie wissen ganz genau: Wenn ihr von der SPÖ an der Regierung seid, geht es den Bauern an den Kragen – und damit geht es der ganzen Gesellschaft an den Kragen, denn in Österreich würde ohne Bauern vieles nicht so sein! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig: Das sagt das Wifo aber nicht! Das Wifo sagt, das ist ein ganz bescheidener Beitrag zum Arbeitsmarkt!
Gerade mit der Senkung der KöSt ist es gelungen, zur Sicherung von Arbeitsplätzen beizutragen. Ich darf nur darauf hinweisen, dass über 2 Millionen Arbeitnehmer in Kapitalgesellschaften tätig sind. – Aber da wird von Ihnen von den Oppositionsparteien so drübergefahren und gesagt: Das ist doch gar nichts, das ist ja nur für einige wenige Unternehmen! – Nein, meine Damen und Herren, das ist Arbeitsplatzsicherung! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig: Das sagt das Wifo aber nicht! Das Wifo sagt, das ist ein ganz bescheidener Beitrag zum Arbeitsmarkt!)
Abg. Silhavy: So ein Blödsinn!
Nachweislich hat unsere Politik aber nicht nur zur Arbeitsplatzsicherung, sondern auch zur Arbeitsplatzschaffung beigetragen. Ein gutes Beispiel hiefür ist da zum Beispiel die Oststeiermark. In der Oststeiermark wurden Arbeitsplätze geschaffen und werden Arbeitsplätze gesichert, weil eben entsprechende Maßnahmen seitens dieser Bundesregierung gesetzt wurden. (Abg. Silhavy: So ein Blödsinn!)
Abg. Dr. Glawischnig: Das ist ein absoluter Albtraum, was Sie da machen!
Zum Ökostromgesetz, das Sie so kritisieren, Frau Abgeordnete: 17 Millionen € jedes Jahr, fortgeschrieben bis zum Jahre 2010. (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist ein absoluter Albtraum, was Sie da machen!) Das bedeutet, auf zwölf Jahre umgerechnet, 1,3 Milliarden € für zukunftssichernde Maßnahmen! Und das ist bei Ihnen von den Oppositionsparteien gar nichts?!
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie versuchen es und beschäftigen sich halt immer nur mit wirklich kleinen Dingen – wir hingegen leisten großen Aufgaben, und zwar für die Bevölkerung und deren Gesundheit! Das ist unsere Art von Politik! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Steigerung der Mittel für Forschung und Wissenschaft gäbe! Über so viel Frechheit, die da hier heraußen von Ihnen andauernd passiert, lachen doch nur noch die Hühner! (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Zur Infrastruktur im Gesamten: Mit unserem Verkehrsminister Vizekanzler Hubert Gorbach wird erstmals gewährleistet, dass künftig in den Bereichen Wissenschaft und Forschung eine Steigerung festgeschrieben wird. Das Dilemma aber, dass manche Verkehrsprobleme nicht ganz gelöst werden können, haben wir jemand anderem zu „verdanken“, aber: Wir werden alle Kraft daransetzen, Lösungen zu erarbeiten und diese auch umzusetzen. Deshalb stehen ja auch für diesen Bereich nicht unbeträchtliche finanzielle Mittel zur Verfügung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Hagenhofer spricht mit Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Was machen Sie? – Vernadern! Sagen Sie einmal!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Öllinger. Ich erteile es ihm. (Abg. Hagenhofer spricht mit Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Was machen Sie? – Vernadern! Sagen Sie einmal!)
Heiterkeit bei den Grünen.
„Es gibt keine rechte Wirtschaftspolitik, keine linke Wirtschaftspolitik, sondern es gibt nur eine richtige Wirtschaftspolitik“, und Sie, Herr Bundesminister Grasser, schreiben das Lothar Späth zu. – Falsch! Interessant ist, von wem das wirklich stammt; Millionenquiz-Frage sozusagen an Sie: Es hat das nicht Lothar Späth, sondern Gerhard Schröder gesagt. (Heiterkeit bei den Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Das ist ein bisschen unseriös!
Herr Bundesminister, fangen Sie jetzt nicht an, mit mir darüber zu streiten, wer das vorher gesagt hat. Ich könnte Ihnen das Zitat von Lothar Späth bringen, wo er ausdrücklich sagt, dass Gerhard Schröder das gesagt hat. Das kann ich Ihnen bringen. – Herr Bundesminister Grasser, Sie haben das falsch aus Ihrem Fundus geholt! (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist ein bisschen unseriös!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
auf hingewiesen, dass wir das Nulldefizit brauchen. – Jetzt ist es erledigt. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
„Beherrsche die Sache, dann werden die Worte schon folgen!“ – Das ist diesmal von Cato, und Sie können es gerne überprüfen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich muss Ihnen ehrlich sagen: Abgesehen von den falsch zitierten Zitaten, wäre dann, wenn sich das bestätigen würde, das, was da an Zahlenmaterial enthalten ist und in den Teilkapiteln steht, völlig unbrauchbar. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dolinschek.
Wie war denn die Prognose über das Aufgabengebiet unserer Kommissarin Ferrero-Waldner? – Sie würde in der EU nichts bekommen, wurde hier gesagt. Man hat ihr auch die Zustimmung verweigert. Sie wäre ein Leichtgewicht. – Interessant, ich freue mich, ich gebe es zu: Sie war Klassenbeste bei der Anhörung vor dem EU-Parlament, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dolinschek.)
Abg. Mag. Kogler: Herr Kollege Auer! ...!
Die Realität ist: Dieses Budget sichert die höchste Forschungsquote, sichert Beschäftigung; noch nie so viel wie bisher! Dieses Budget verstärkt den Aufschwung und sichert die Rahmenbedingungen für unsere investitionsfreudige Wirtschaft: Steuerreform, KöSt, das sind notwendige Maßnahmen. (Abg. Mag. Kogler: Herr Kollege Auer! ...!)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Sie beklagen sich bitter über eine sehr moderate Pensionssicherungsreform. Sie sei zu extrem, sei nicht verträglich. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Meine Damen und Herren! Wenn, wenn Sie das tun, dann sollten Sie schon alles auf den Tisch legen, nicht nur Teile davon. (Abg. Sburny: Dann bringen Sie es dorthin! – Abg. Mag. Kogler: Sie sind doch sonst so seriös!)
Abg. Sburny: Dann bringen Sie es dorthin! – Abg. Mag. Kogler: Sie sind doch sonst so seriös!
Sie beklagen sich bitter über eine sehr moderate Pensionssicherungsreform. Sie sei zu extrem, sei nicht verträglich. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Meine Damen und Herren! Wenn, wenn Sie das tun, dann sollten Sie schon alles auf den Tisch legen, nicht nur Teile davon. (Abg. Sburny: Dann bringen Sie es dorthin! – Abg. Mag. Kogler: Sie sind doch sonst so seriös!)
Abg. Mag. Kogler: Erklären Sie Ihre Pyjamastrategie!
Streiten wir uns nicht, meine Damen und Herren von der Opposition, über die Beurteilung der Regierungspolitik! Nicht unser Lob, nicht Ihre Kritik. Lassen wir einen der erfolgreichsten Manager, die Österreich hat, Herrn OMV-Generaldirektor Ruttenstorfer sprechen! (Abg. Mag. Kogler: Erklären Sie Ihre Pyjamastrategie!)
Abg. Mag. Trunk: Warum?
Ich lese heute in den „Oberösterreichischen Nachrichten“, dass bereits 200 Gemeinden in finanziellen Schwierigkeiten sind. (Abg. Mag. Trunk: Warum?) Es ist das eingetreten, was ich seit langem prognostiziert habe. Ich bitte daher nachzudenken, wie man gerade den finanzschwächeren, den benachteiligten Gemeinden, die für Wasser, für Naturschutz und derartige Dinge zu sorgen haben, helfen kann, damit gerade auch die regionale Wirtschaft vor Ort die Chance für Investitionen hat, denn letztlich sichern viele Gemeinden Tausende Arbeitsplätze.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dolinschek.
Meine Damen und Herren! Insgesamt ist dieses Budget, das hier und heute vorliegt und diskutiert wird und gestern vom Herrn Bundesminister dargestellt wurde, ein positives Budget! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dolinschek.)
Beifall bei der SPÖ.
Die dritte Zahl, die man vielleicht noch heranziehen kann, ist die Pro-Kopf-Verschuldung. Sie wurde am Vormittag schon diskutiert. Inzwischen hat jeder Österreicher und jede Österreicherin 19 000 € Schulden. Das ist ein historischer Höchststand, Herr Minister! Dafür sind Sie verantwortlich, und das entgegen Ihrer ursprünglichen Ankündigung. Sie haben alles versprochen, Sie haben aber bis jetzt nichts gehalten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kopf: Welche?
Wenn Sie immer den Slogan „Aufschwung durch Entlastung“ bringen, dann müssen Sie uns diesen Zusammenhang einmal näher erklären. In Wirklichkeit geht es darum, dass wenigen viel mehr gegeben wird. Es sind Großkonzerne, es sind die großen Bauern, es sind Großgrundbesitzer und es sind die sehr gut Verdienenden, die etwas bekommen. Was erwartet man von dieser Politik? Lesen Sie in der Ausgabe vom 7. Oktober in der „Zeit“ nach! Dort steht: „Und sie schwimmen in Milliarden“. (Abg. Kopf: Welche?) – Die Unternehmen.
Abg. Kopf: Welche Firmen? In Deutschland?
Das ist eine ganz normale Politik, wenn man die großen, gut verdienenden Konzerne, die an der Börse notieren ... (Abg. Kopf: Welche Firmen? In Deutschland?) – In Deutschland. Sie werden das Gleiche auch in Österreich erwarten können, in Japan, in den USA, weil es völlig klar ist, dass dieser Zusammenhang besteht. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Diese Unternehmen investieren nur dann, wenn die Leute Geld für die Nachfrage haben.
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Das ist eine ganz normale Politik, wenn man die großen, gut verdienenden Konzerne, die an der Börse notieren ... (Abg. Kopf: Welche Firmen? In Deutschland?) – In Deutschland. Sie werden das Gleiche auch in Österreich erwarten können, in Japan, in den USA, weil es völlig klar ist, dass dieser Zusammenhang besteht. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Diese Unternehmen investieren nur dann, wenn die Leute Geld für die Nachfrage haben.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist Klassenkampf!
Genau das ist das Problem in Österreich: dass eben immer mehr Leute weniger in den Taschen haben (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist Klassenkampf!), dass man den Klein- und Mittelbetrieben kein Geld zur Verfügung stellt. Diese können nicht investieren. (Abg. Grillitsch: ...! Haben Sie das noch immer nicht kapiert?) Sie können nichts produzieren. Diesen Zusammenhang müssen Sie klar erkennen. (Abg. Kopf: 80 Prozent der GesmbHs haben weniger als 20 Beschäftigte!)
Abg. Grillitsch: ...! Haben Sie das noch immer nicht kapiert?
Genau das ist das Problem in Österreich: dass eben immer mehr Leute weniger in den Taschen haben (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist Klassenkampf!), dass man den Klein- und Mittelbetrieben kein Geld zur Verfügung stellt. Diese können nicht investieren. (Abg. Grillitsch: ...! Haben Sie das noch immer nicht kapiert?) Sie können nichts produzieren. Diesen Zusammenhang müssen Sie klar erkennen. (Abg. Kopf: 80 Prozent der GesmbHs haben weniger als 20 Beschäftigte!)
Abg. Kopf: 80 Prozent der GesmbHs haben weniger als 20 Beschäftigte!
Genau das ist das Problem in Österreich: dass eben immer mehr Leute weniger in den Taschen haben (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist Klassenkampf!), dass man den Klein- und Mittelbetrieben kein Geld zur Verfügung stellt. Diese können nicht investieren. (Abg. Grillitsch: ...! Haben Sie das noch immer nicht kapiert?) Sie können nichts produzieren. Diesen Zusammenhang müssen Sie klar erkennen. (Abg. Kopf: 80 Prozent der GesmbHs haben weniger als 20 Beschäftigte!)
Abg. Kopf: 1 Milliarde Steuersenkung!
Wenn Sie dann diese Politik verfolgen und auf Tabelle 22 der Budgetrede schauen, dann kommt eines ganz deutlich zu Tage: Die Förderungsmaßnahme für die Wirtschaft ist zurückgegangen. Sie ist besonders bei Förderungsmaßnahmen für Industrie und Gewerbe zurückgegangen. Sie ist gleich geblieben ... (Abg. Kopf: 1 Milliarde Steuersenkung!) – Hören Sie zu! – Sie ist gleich geblieben bei der Arbeitsmarktpolitik, und sie ist interessanterweise gestiegen bei den Förderungsmaßnahmen für die Landwirtschaft.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Betreiben Sie nicht immer Klassenkampf vom Rednerpult aus!
Schauen Sie sich Tabelle 22 an, dann werden Sie diesen Zusammenhang klar erkennen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Betreiben Sie nicht immer Klassenkampf vom Rednerpult aus!) Sie machen hier klare Klientelpolitik. Das Motto „Aufschwung durch Entlastung“ funktioniert nicht! (Abg. Grillitsch: Klassenkämpfer! Klassenkämpfer!)
Abg. Grillitsch: Klassenkämpfer! Klassenkämpfer!
Schauen Sie sich Tabelle 22 an, dann werden Sie diesen Zusammenhang klar erkennen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Betreiben Sie nicht immer Klassenkampf vom Rednerpult aus!) Sie machen hier klare Klientelpolitik. Das Motto „Aufschwung durch Entlastung“ funktioniert nicht! (Abg. Grillitsch: Klassenkämpfer! Klassenkämpfer!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ein „toller“ Leitspruch!
Unser Leitspruch ist: Aufschwung durch Nachfrage. – Das ist der Weg für die Zukunft, der Weg der Sozialdemokraten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ein „toller“ Leitspruch!)
Abg. Öllinger: Über das könnte man noch streiten!
Bundesminister für Finanzen Mag. Karl-Heinz Grasser: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich kann die Ausführungen des Herrn Abgeordneten Öllinger natürlich nicht so stehen lassen. Damit Sie das Vertrauen ins unsere Zahlen wiedergewinnen können, darf ich Folgendes erläutern, aber zuerst vorausschicken, dass ich mich auch gerne belehren lasse, was Zitate betrifft. Daher: Danke für Ihre Korrektur. Ich sage aber dazu, ich hätte es auch dann gebracht, wenn es von Schröder ist, weil die Hauptsache ist, es ist ein gutes Zitat. (Abg. Öllinger: Über das könnte man noch streiten!) Und daher meine ich, es geht nicht um links und rechts, sondern es geht um die richtige Wirtschaftspolitik! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Bundesminister für Finanzen Mag. Karl-Heinz Grasser: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich kann die Ausführungen des Herrn Abgeordneten Öllinger natürlich nicht so stehen lassen. Damit Sie das Vertrauen ins unsere Zahlen wiedergewinnen können, darf ich Folgendes erläutern, aber zuerst vorausschicken, dass ich mich auch gerne belehren lasse, was Zitate betrifft. Daher: Danke für Ihre Korrektur. Ich sage aber dazu, ich hätte es auch dann gebracht, wenn es von Schröder ist, weil die Hauptsache ist, es ist ein gutes Zitat. (Abg. Öllinger: Über das könnte man noch streiten!) Und daher meine ich, es geht nicht um links und rechts, sondern es geht um die richtige Wirtschaftspolitik! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Abg. Öllinger: Wunderbar!
Unter dem Strich bleibt übrig: Die Zahlen stimmen, das darf ich Ihnen versichern. Wir sind gerne bereit dazu, das auch in einer Detailanalyse privat weiter auszuführen. (Abg. Öllinger: Wunderbar!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Abg. Jakob Auer: Die SPÖ wird wieder daneben liegen!
Ich darf Ihnen sagen, andere überholen uns in der Finanzschuld. Wir sind als die Viertschlechtesten angetreten, jetzt haben uns zum Beispiel die Deutschen überholt, weil deren Finanzschuld in Prozent des BIP höher geworden ist als unsere. Unsere Finanzschuld sinkt! Ich habe es gestern schon gesagt: Die Größenordnung, die wir übernommen haben, war 67 Prozent, jetzt geht sie in Richtung 63 Prozent. Und Sie werden sehen, wir schaffen es, unter 60 Prozent zu kommen. Das ist unsere erfolgreiche Finanzpolitik! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Abg. Jakob Auer: Die SPÖ wird wieder daneben liegen!)
Abg. Mag. Trunk: Das ist die Generation des Herrn Finanzministers!
Aber was zu verzeichnen ist, ist eine Durchgängigkeit des Schuldenmachens während Ihrer Regierungszeit. Ich meine, Sie haben damit Perspektiven geraubt – Perspektiven für die unselbständig Erwerbstätigen, also für Angestellte und Arbeiter, aber auch Perspektiven für die österreichischen Betriebe und für selbständig Erwerbstätige. Und was noch viel schlimmer ist: Sie haben der Jugend die Perspektiven geraubt, jener Generation, die die künftige Gestaltung macht. Hier haben Sie Zukunft verspielt! (Abg. Mag. Trunk: Das ist die Generation des Herrn Finanzministers!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Lassen Sie mich abschließend noch ein Wort zur so genannten Drohung eines Belastungspaketes nach der Wahl, wie das Herr Kollege Matznetter angesprochen beziehungsweise beschworen hat, sagen, geschätzte Damen und Herren! Die Darstellung war so, als wäre dies unumstößlich. Ich sage Ihnen, ich glaube auch an dieses Belastungspaket. Ich glaube an dieses Belastungspaket nach einer Wahl, wenn es dieser Bundesregierung einfiele, wieder in die Budget- und Finanzpolitik vergangener Zeiten, also jener sozialistischer Prägung, zu verfallen. Anderenfalls wird es mit dieser Bundesregierung, mit den Freiheitlichen in der Bundesregierung sicherlich kein Belastungspaket nach der Wahl geben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich bin froh darüber, geschätzte Damen und Herren, dass diese Bundesregierung längst überfällige Reformen umsetzt, Pensionen sichert, Betriebe und die Bevölkerung entlastet, in Infrastruktur, also in die Zukunft investiert, Verwaltung vereinfacht, eine aktive Familienpolitik betreibt, damit sich in Österreich Leistung wieder lohnt. Ich bin froh darüber, dass es eine Bundesregierung in dieser Konstellation, nämlich ÖVP und Freiheitliche, gibt. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Sie werden mir nicht beweisen können, dass die Budgets, die Sie mit einem Schwerpunkt Forschung und Bildung als Zukunftschancen für unsere Jugend darstellen, das sind, was sich Jugend, junge Forscherinnen und Forscher und auch die Eltern von Studierenden erwarten. Wenn man Schwerpunkte setzt – bin ich der vermessenen Auffassung –, müssen sich Schwerpunkte auch im Budget abzeichnen, sonst ähnelt das alles einer Art Waschmittelreklame, und ich halte es nicht aus, alles weißer als weiß gewaschen zu sehen. Wenn dann alle Universitätsangehörigen bleich, verkocht, geschrumpft aus dieser budgetären Waschmaschine heraussteigen und dann auch noch irgendwo an einer Leine aufgeknüpft werden, um im Winter Konkurrenz zu trocknen, das kann es nicht sein. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn in Ihrer Budgetrede gesagt wird – ich muss jetzt fast zitieren –, Gehrer, Gorbach, Mainoni haben diese Herausforderung angenommen und den Weg geebnet, so fällt mir schon eine Darstellung von Gehrer in einer „ZiB 2“ ein, in der sie betreffend den Skandal, dass Studierende in Wien keine Betreuung für Diplomarbeiten in einzelnen Fächern mehr bekommen können, sagt: Dann sollen die Studierenden halt nach Linz gehen. – Das verstehe ich nicht unter „einen Weg in der Forschung ebnen“. Das ist Forschungspolitik mit der Schubraupe oder mit dem Caterpillar, und das kann es nicht sein. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Noch so schöne Jongleurakte und Kunststücke mit Budgetzahlen werden durch die Realität einfach konterkariert, und ich meine, Budgetpolitik, egal ob links oder rechts, muss realitätsnah und fair sein – und das vermisse ich! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Professor Grünewald, Veränderungen entstehen nur dann, wenn man an die Zukunft glaubt, aber nicht, wenn man immer nur rückwärts schaut. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Oje!
Erstens: Aufschwung schafft Arbeit, und Arbeit bedeutet Lebensgrundlage (Abg. Öllinger: Oje!) – nix oje! – für Familien, bedeutet Zukunft für unsere Kinder, für unsere Jugend – ich weiß nicht, ob Sie Kinder haben –, bedeutet soziale Sicherheit für alle Menschen in unserem Land. Wir machen Gesellschaftspolitik, wir machen Generationenpolitik, und wir machen diese bedarfsgerecht und nicht nach dem Gießkannenprinzip, wie das die Opposition immer will. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Erstens: Aufschwung schafft Arbeit, und Arbeit bedeutet Lebensgrundlage (Abg. Öllinger: Oje!) – nix oje! – für Familien, bedeutet Zukunft für unsere Kinder, für unsere Jugend – ich weiß nicht, ob Sie Kinder haben –, bedeutet soziale Sicherheit für alle Menschen in unserem Land. Wir machen Gesellschaftspolitik, wir machen Generationenpolitik, und wir machen diese bedarfsgerecht und nicht nach dem Gießkannenprinzip, wie das die Opposition immer will. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Mach dir keine Sorgen, ich lasse mich nicht von Männern verdrängen!
Heidrun Silhavy, du hättest vor mir reden können, du stehst ja auf der Liste, aber du hast dich leider von einem Mann verdrängen lassen. Also bitte jetzt nicht aus der Bank heraus reden, sondern hierher an das Rednerpult kommen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Mach dir keine Sorgen, ich lasse mich nicht von Männern verdrängen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
kann das keinen Abzug bedeuten, sondern ist eine wichtige Förderung für die Region. Und das bedeutet Wachstum, denn dadurch werden auch Arbeitsplätze geschaffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich denke, genau das sind jene Punkte, die Sie nicht wahrhaben wollen. Wir schaffen Aufschwung und Wachstum, wir haben einen Kurs, wir entlasten die Familien – und das wollen Sie nicht wahrhaben! Schade darum. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Kollegin Steibl, ich möchte nur an Folgendes erinnern: Diese Vorlagen müssen in der Bundesregierung üblicherweise beschlossen werden, damit sie dem Parlament zugeleitet werden können. Ich weiß jetzt nicht, wie vielen solchen Vorlagen einer SPÖ/ÖVP-Regierung du in diesem Haus zugestimmt hast – weil du hier über Defizite redest, die von der großen Koalition gemacht worden sind! Du solltest dazu stehen! Du solltest dazu stehen, dass du in deiner politischen Verantwortung dafür gestimmt hast, und dich nicht heute hier herstellen und etwas anderes behaupten! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Weil sie inhaltlich gut waren, und du hast keine Antwort darauf!
Meine Damen und Herren! Auf weitere Details von Kollegin Steibl einzugehen erspare ich mir jetzt. (Abg. Steibl: Weil sie inhaltlich gut waren, und du hast keine Antwort darauf!) Ich glaube, ihr Beitrag hat sich von selbst geordnet.
Beifall bei der SPÖ.
FLAF, keine Gießkanne, Kinderbetreuungsgeld, ungedeckte Schecks, euer gestriges Verhalten in Sachen Heizkostenzuschuss – also eure Widersprüche braucht man nur an Hand des Protokolls nachzulesen, dann weiß man die Qualität eurer Politik einzuschätzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Donabauer.
Die Pensionsharmonisierung ist in diesem Haus noch nicht beschlossen, soll aber ab 1. Jänner 2005 in Kraft treten. – Wo finde ich das beschlossen, wenn ich im Kapitel „Sozialversicherung“ lese, die Werte 2004/2005 (Bundesminister Mag. Grasser: Die jetzige Gesetzeslage sagt, wir dürfen das nicht!) – das ist mir schon klar! – basieren auf Schätzungen? Natürlich dürfen Sie das nicht, aber Sie sitzen ja auch in der Bundesregierung. (Zwischenruf des Abg. Donabauer.) Die Pensionsharmonisierung ist
Abg. Donabauer: Nein!
Das heißt, wir diskutieren über Auswirkungen auf die Sozialversicherung, wir diskutieren über Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt – alles elementare Dinge, die die Menschen in diesem Land interessieren, das werden nicht einmal Sie uns absprechen, Herr Kollege Donabauer. (Abg. Donabauer: Nein!) – Gut, das ist sehr zufrieden stellend. Aber man kann dazu eigentlich nichts sagen, denn in den entsprechenden Unterlagen steht nichts darüber. Das heißt, ich könnte genauso gut eine Glaskugel befragen oder der Vorhersage einer Zauberin, einer Hexe oder sonst etwas entgegensehen.
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben auch da viel versprochen und nichts gehalten – wie halt üblich in Ihrer Politik! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Was soll das heißen: damit die Rauch-Kallat ein Ressort hat!? Ist euch die Gesundheit nicht wichtig?
Besonders interessant, Herr Minister, ist auch das Kapitel „Gesundheit“. Wenn ich dort nachlese, sehe ich, dass wir in diesem Budget 5,7 Millionen € mehr für Personalausgaben für die Umstrukturierung – dankenswerter Weise, damit Frau Rauch-Kallat ein Ressort hat – aufwenden müssen (Abg. Steibl: Was soll das heißen: damit die Rauch-Kallat ein Ressort hat!? Ist euch die Gesundheit nicht wichtig?), aber für die Krankenanstaltenfinanzierung haben wir nur 3,5 Millionen € mehr. Das finde ich schon beachtlich, wo doch in der Regierung der Spargedanke im Vordergrund steht. Das finde ich skandalös, meine Damen und Herren, noch dazu, wenn ich daran denke, dass Sie gestern einen geringfügigen Beitrag für einen allgemeinen Heizkostenzuschuss für jene Menschen, die es wirklich brauchen und wo kein Gießkannenprinzip dahinter gesteckt wäre, abgelehnt haben. Das ist Ihre Kälte, Ihre sozialpolitische Kälte, die Sie an den Tag legen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: In Wien keinen Euro zusätzlich! – Abg. Grillitsch: Fragen Sie einmal Ihre Landeshauptleute!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: In Wien keinen Euro zusätzlich! – Abg. Grillitsch: Fragen Sie einmal Ihre Landeshauptleute!
Besonders interessant, Herr Minister, ist auch das Kapitel „Gesundheit“. Wenn ich dort nachlese, sehe ich, dass wir in diesem Budget 5,7 Millionen € mehr für Personalausgaben für die Umstrukturierung – dankenswerter Weise, damit Frau Rauch-Kallat ein Ressort hat – aufwenden müssen (Abg. Steibl: Was soll das heißen: damit die Rauch-Kallat ein Ressort hat!? Ist euch die Gesundheit nicht wichtig?), aber für die Krankenanstaltenfinanzierung haben wir nur 3,5 Millionen € mehr. Das finde ich schon beachtlich, wo doch in der Regierung der Spargedanke im Vordergrund steht. Das finde ich skandalös, meine Damen und Herren, noch dazu, wenn ich daran denke, dass Sie gestern einen geringfügigen Beitrag für einen allgemeinen Heizkostenzuschuss für jene Menschen, die es wirklich brauchen und wo kein Gießkannenprinzip dahinter gesteckt wäre, abgelehnt haben. Das ist Ihre Kälte, Ihre sozialpolitische Kälte, die Sie an den Tag legen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: In Wien keinen Euro zusätzlich! – Abg. Grillitsch: Fragen Sie einmal Ihre Landeshauptleute!)
Beifall bei der SPÖ.
Das, meine ich, kommentiert sich von selbst! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gradwohl: Karl-Heinz Grasser hat zwei Jahre gebraucht, bis er es gelernt hat! Gestern hat er es ähnlich gesagt!
Also: Welche Qualität? (Abg. Gradwohl: Karl-Heinz Grasser hat zwei Jahre gebraucht, bis er es gelernt hat! Gestern hat er es ähnlich gesagt!) Heute stellte sich Gusenbauer hier her und kritisierte das Abgehen vom Nulldefizit, damals sprach er von „ökonomischem Unsinn“.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber es geht noch weiter: Auch im „Sommergespräch“ hat Ihr Parteivorsitzender gesagt, das Nulldefizit als Dogma in einer Zeit wirtschaftlicher Rezession sei ein Zeichen von Verantwortungslosigkeit. – Wir haben die Verantwortung wahrgenommen und haben innerhalb eines Zyklus kurzfristig ein höheres Budgetdefizit in Kauf genommen, um eben diesen Forderungen nachzukommen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: Wo? Wo, Frau Rossmann? Zeigen Sie mir den Ansatz!
Es geht noch weiter: Das Nulldefizit sei nur einnahmenseitig erreicht worden – nur einnahmenseitig! Die SPÖ wolle eine Steuerreform für kleinere und mittlere Einkommen. – Gerade das machen wir ja. (Abg. Gradwohl: Wo? Wo, Frau Rossmann? Zeigen Sie mir den Ansatz!) Ihr Parteivorsitzender hat das am 18. Jänner 2002 gefordert – und wir machen es.
Abg. Gradwohl: Das ist aber Ihr Fehler!
Ich habe mir die Mühe gemacht, mir das Wirtschaftsprogramm näher anzuschauen, nämlich nicht das Wirtschaftsprogramm von Herrn Matznetter, das wir nicht ernst nehmen, weil es nicht ernst zu nehmen ist – hoffentlich nicht einmal für Sie (Abg. Gradwohl: Das ist aber Ihr Fehler!) –, sondern das neue Wirtschaftsprogramm Ihres Parteivorsitzenden, mit dem er jetzt auf Tour ist.
Abg. Mag. Wurm: Was zum Beispiel?
Er spricht darin von einer aktiven Wachstumspolitik. Er hat Überschriften drinnen, No-na-Forderungen (Abg. Mag. Wurm: Was zum Beispiel?) und Forderungen, die schon längst umgesetzt sind, und zwar durch diese Bundesregierung und von uns beschlossen.
Abg. Mag. Wurm: Wo denn?
Zum Beispiel als kurzfristig wirksame Maßnahmen sind gefordert: „Sofortmaßnahmen für Infrastrukturinvestitionen“. – Ich kann sagen, wir haben hier drei Konjunkturbelebungspakete verabschiedet. (Abg. Mag. Wurm: Wo denn?) Sie haben dagegen gestimmt, deshalb fordern Sie es wahrscheinlich noch immer. (Abg. Mag. Trunk: Genau! 1 Million für die Seebühne in Kärnten, das war die ganze Konjunkturbelebung!)
Abg. Mag. Trunk: Genau! 1 Million für die Seebühne in Kärnten, das war die ganze Konjunkturbelebung!
Zum Beispiel als kurzfristig wirksame Maßnahmen sind gefordert: „Sofortmaßnahmen für Infrastrukturinvestitionen“. – Ich kann sagen, wir haben hier drei Konjunkturbelebungspakete verabschiedet. (Abg. Mag. Wurm: Wo denn?) Sie haben dagegen gestimmt, deshalb fordern Sie es wahrscheinlich noch immer. (Abg. Mag. Trunk: Genau! 1 Million für die Seebühne in Kärnten, das war die ganze Konjunkturbelebung!)
Abg. Mag. Wurm: Die Gemeinden hungern Sie aus!
„Steuerliche und monetäre Maßnahmen zur Belebung von Investitionen“. – Sie haben wahrscheinlich vergessen – weil Sie nicht mitgestimmt haben (Abg. Mag. Wurm: Die Gemeinden hungern Sie aus!) –, dass wir gerade den Halbsteuersatz für nicht entnommene Gewinne dafür geschaffen haben. Sie fordern es, wir machen es.
Abg. Gradwohl: Wo, Frau Kollegin Rossmann?
Weiters: „Stabilitäts- und Wachstumsfonds für Klein- und Mittelbetriebe“. – Die gibt es bereits. (Abg. Gradwohl: Wo, Frau Kollegin Rossmann?)
Abg. Gradwohl: Weiß das die kleine Wirtschaft auch?
„Exportoffensive“. – Haben Sie noch nicht gelesen, dass es diese Exportmilliarde aus dem Wirtschaftsministerium zur Belebung des Exportes gibt? (Abg. Gradwohl: Weiß das die kleine Wirtschaft auch?)
Abg. Reheis: Das habt ihr eh schon gemacht, oder?
Abschließend – und das ist eigentlich der Gipfel dieses Papiers, mit dem Ihr Parteivorsitzender auf Tour ist – wird gefordert – und da schaue ich Sie an, Frau Kollegin Silhavy, denn Sie sind hier gestanden und haben die Reduzierung der Körperschaftsteuer vehement kritisiert und gesagt, das sei Schwachsinn, das bringe nichts, das bringe den Kleinen nichts; aber die folgende Forderung steht wörtlich im Papier Ihres Parteivorsitzenden –: „Damit das Aufkommen an Körperschaftssteuer weiterhin einen Beitrag zur Finanzierung staatlicher Aufgaben leistet, sind ... Schlupflöcher und Privilegien zu beseitigen.“ (Abg. Reheis: Das habt ihr eh schon gemacht, oder?) – Das ist klar, das ist die höchste Aufgabe des Finanzministers. (Abg. Krainer: Bei der Schenkungssteuer oder wo?) – Aber: „unter Beibehaltung des Körperschaftssteuersatzes von 25 %“.
Abg. Krainer: Bei der Schenkungssteuer oder wo?
Abschließend – und das ist eigentlich der Gipfel dieses Papiers, mit dem Ihr Parteivorsitzender auf Tour ist – wird gefordert – und da schaue ich Sie an, Frau Kollegin Silhavy, denn Sie sind hier gestanden und haben die Reduzierung der Körperschaftsteuer vehement kritisiert und gesagt, das sei Schwachsinn, das bringe nichts, das bringe den Kleinen nichts; aber die folgende Forderung steht wörtlich im Papier Ihres Parteivorsitzenden –: „Damit das Aufkommen an Körperschaftssteuer weiterhin einen Beitrag zur Finanzierung staatlicher Aufgaben leistet, sind ... Schlupflöcher und Privilegien zu beseitigen.“ (Abg. Reheis: Das habt ihr eh schon gemacht, oder?) – Das ist klar, das ist die höchste Aufgabe des Finanzministers. (Abg. Krainer: Bei der Schenkungssteuer oder wo?) – Aber: „unter Beibehaltung des Körperschaftssteuersatzes von 25 %“.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Jetzt sagen Sie mir noch einmal, was von der Qualität Ihrer Politik zu halten ist. Ich glaube, diesbezüglich bildet sich jeder selbst ein Urteil. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Ich rätsle gerade, ob Frau Abgeordnete Rossmann mit dem Aufruf, die höchste Aufgabe des Finanzministers sei es, Schlupflöcher zu beseitigen, dem Finanzminister eine indirekte Rücktrittsaufforderung übermittelt hat. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Kopf: Für alle drei Millionen Arbeitnehmer!
Zum Budget selbst, da ich nicht annehme, dass er meiner Interpretation der Rücktrittsaufforderung gleich nachkommt: Wir haben heute in zahlreichen Ausführungen, also schon sehr durchgängig ein Prinzip erkennen können, das in diesem Budget dieses Finanzministers – so wie in seinen letzten Budgets – eben erkennbar ist, nämlich eine ganz gezielte Klientelpolitik (Abg. Kopf: Für alle drei Millionen Arbeitnehmer!), die nicht einmal makroökonomisch besonders Sinn macht, nämlich ein Budget, das gezielt unausgewogen ist in Richtung der Interessen nahe stehender Verbände und Zugänge des Finanzministers, der nicht zufällig in dieser Regierung damit Politik macht.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es gibt allerdings auch Ankündigungen, wobei ich mir gedacht habe, dass es vielleicht doch einen Ansatz des Umdenkens gibt. Ich habe mich gefreut, von der Frauenministerin in einer informellen Gesprächsrunde zu hören, dass man sich diesmal dem Gender Budgeting ein wenig angenähert habe. Der Herr Finanzminister hat gestern dieses Wort sogar in einem Nebensatz verwendet, auch wenn das seine einzige Annäherung an geschlechtsspezifische Fragestellungen war, denen er sich sonst in seiner Rede sprachlich konsequent verweigert hat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Das ist ja ein Blödsinn!
Gender Budgeting wäre – und das hat ein einziges Ressort gemacht, wenn ich mich jetzt nach der groben Durchsicht richtig erinnere –, zu sagen: In der Landwirtschaft gibt es geförderte Kurse, wir merken, der größte Teil davon kommt Männern zugute (Abg. Grillitsch: Das ist ja ein Blödsinn!), selbst finanziell aufgerechnet, also nicht nur nach Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Der nächste Schritt fehlt allerdings noch – ich hoffe, dass diesbezüglich Lernfähigkeit gegeben ist –: dass man eine korrigierende Maßnahme setzt, um sicherzustellen, dass Männer und Frauen gleichermaßen von den Kursen profitieren. (Abg. Grillitsch: Sie sprechen wie der Blinde von der Farbe!)
Abg. Grillitsch: Sie sprechen wie der Blinde von der Farbe!
Gender Budgeting wäre – und das hat ein einziges Ressort gemacht, wenn ich mich jetzt nach der groben Durchsicht richtig erinnere –, zu sagen: In der Landwirtschaft gibt es geförderte Kurse, wir merken, der größte Teil davon kommt Männern zugute (Abg. Grillitsch: Das ist ja ein Blödsinn!), selbst finanziell aufgerechnet, also nicht nur nach Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Der nächste Schritt fehlt allerdings noch – ich hoffe, dass diesbezüglich Lernfähigkeit gegeben ist –: dass man eine korrigierende Maßnahme setzt, um sicherzustellen, dass Männer und Frauen gleichermaßen von den Kursen profitieren. (Abg. Grillitsch: Sie sprechen wie der Blinde von der Farbe!)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Wie skurril dieser Gender-Ansatz umgesetzt wurde, zeigt jedoch auch das Landwirtschaftsministerium, das das Beispiel der ländlichen Entwicklung gewählt hat, um Gender-Aspekte zu bearbeiten, und uns erfreulicherweise mitteilt, dass es im Programm der ländlichen Entwicklung eine Generalklausel gibt, die besagt, dass alle, unabhängig vom Geschlecht, Zugang zu diesen Maßnahmen der Förderung haben. – Ich bin wirklich gerührt, ein Verfassungsgrundsatz wird eingehalten. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Der Gleichheitssatz, dass niemand diskriminiert werden darf auf Grund des Geschlechts, wird sogar im Bereich der ländlichen Entwicklung im Landwirtschaftsministerium eingehalten. Dazu brauchen wir Gender Budgeting?
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich werde jetzt nicht alle Ressorts durchgehen, sondern nur noch einen Aspekt herausgreifen, der besondere Beachtung verdient. Ein einziges Ressort hat nicht einmal eine Silbe dazu abgegeben. Das Wirtschaftsministerium hat einen Satz geschafft, immerhin, aber ein Ressort hat keine einzige Silbe zu Gender-Fragen verloren: das Außenministerium, dem noch immer exakt jene Ministerin vorsteht, die in einem Wahlkampf geglaubt hat, mit ihrer Politik große Sympathien bei Frauen erlangen zu können. – So wichtig ist es ihr wirklich! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
schlechter Vortrag helfen diesem Land, sondern ausnahmslos gute Arbeit. Und solche haben Sie, Herr Minister, in hervorragender Weise geleistet. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Da heute sehr oft davon gesprochen wurde, dass uns die Schulden so quälen, dann frage ich schon: Auf welcher Spur ist unsere größte Oppositionspartei unterwegs? Zum einen bezichtigen Sie uns des Kaputtsparens – alles schon gehört! –, zum anderen verlangen Sie das Nulldefizit. – Sie wissen ja nicht, was Sie wollen! Sie haben jeden Tag einen anderen Kommentar zu Ihren Vorstellungen – das ist nicht Staatspolitik, das ist abzulehnen und bringt uns auch nicht weiter. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
„Althaussanierungsprogramm mit Schwerpunkt Energiesparen“ – da sind wir mit unseren Bundesländern hervorragend unterwegs. Da haben wir Wohnbauförderungen herzuzeigen, die sonst wo in Europa kaum zu finden sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn Sie vielleicht einen Beweis dafür haben wollen: Anhebung des Pflegegeldes – seit dem Jahr 1997 ist das nicht gelungen, wir machen es! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Wir sehen darin eine Notwendigkeit, daher machen wir es, obwohl wir in einer schwierigen Situation sind. – Ja, es gäbe noch mehr.
Zwischenruf des Abg. Mag. Posch
Winston Churchill sagte einmal – weil heute schon so viele Zitate vorgetragen wurden – zum Unterschied zwischen Politiker und Staatsmann: Politiker denken vorerst an die nächste Wahl (Zwischenruf des Abg. Mag. Posch) – du kannst nachschauen! –, Staatsmänner an die Zukunft des Landes. – Ich freue mich, dass Staatsmänner in der Regierung sind!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir werden dieses Budget nicht nur annehmen und unterstützen, sondern auch zu den Bürgern hinaustragen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Posch: Dass der Churchill an den Herrn Donabauer gedacht hat!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Mag. Muttonen. – Bitte. (Abg. Mag. Posch: Dass der Churchill an den Herrn Donabauer gedacht hat!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Das Budget für Kunst und Kultur dümpelt also weiter vor sich hin, und an den wahren kulturpolitischen Fragen wird vorbeibudgetiert. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Niederwieser: Der Grasser hat dich enttäuscht, gell?
Abgeordneter Elmar Lichtenegger (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Was mich heute den ganzen Tag ein bisschen enttäuscht hat, war (Abg. Dr. Niederwieser: Der Grasser hat dich enttäuscht, gell?), dass es sich da wirklich um grundsätzliche Diskussionen, um Grundsatzdiskussionen gehandelt hat. Ich meine, der wichtigste Grundsatz einer Budgetpolitik, einer Finanzpolitik oder einer Wirtschaftspolitik sollte sein, dass man immer rechtzeitig die sich ändernden Situationen erkennt und entsprechend handelt (Abg. Reheis: Und zurücktritt, wenn es notwendig ist!) – das weiß ich als Jungunternehmer. Ich glaube, dieser Grundsatz ist das Wichtigste.
Abg. Reheis: Und zurücktritt, wenn es notwendig ist!
Abgeordneter Elmar Lichtenegger (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Was mich heute den ganzen Tag ein bisschen enttäuscht hat, war (Abg. Dr. Niederwieser: Der Grasser hat dich enttäuscht, gell?), dass es sich da wirklich um grundsätzliche Diskussionen, um Grundsatzdiskussionen gehandelt hat. Ich meine, der wichtigste Grundsatz einer Budgetpolitik, einer Finanzpolitik oder einer Wirtschaftspolitik sollte sein, dass man immer rechtzeitig die sich ändernden Situationen erkennt und entsprechend handelt (Abg. Reheis: Und zurücktritt, wenn es notwendig ist!) – das weiß ich als Jungunternehmer. Ich glaube, dieser Grundsatz ist das Wichtigste.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Insofern, muss ich sagen, bietet gerade das Sportbudget Perspektiven. Wir werden weiterhin in die richtige Richtung arbeiten. Eines möchte ich noch sagen: Es wird immer wieder gesagt, für den Behindertensport werde sehr wenig getan. Ich habe mir natürlich auch die Zahlen angeschaut: Zu Zeiten, als ein Herr Schlögl oder ein Herr Wittmann verantwortlich waren, hat es überhaupt kein Geld für die Behindertensportler gegeben. Wir haben aber jetzt ein tolles Budget dafür vorgesehen, das auch immer wieder erhöht wird. Also da kann uns wirklich keiner etwas vorwerfen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
rium null zum Gender Budgeting vorgesehen hat. Ich hoffe, dass es bald eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger geben wird, der mit mehr Druck gegenüber dem Rest der Regierung die Interessen Österreichs im Bereich der Außenpolitik vertritt. Sonst sehe ich da schwarz für die nächste Zeit. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Sburny: Abgabenquote!
In Summe ist die Debatte aber heute einigermaßen verblüffend, denn die SPÖ schreit die ganze Zeit eigentlich deutlich nach Steuererhöhungen. Ich glaube, den Vogel abgeschossen hat aber heute die grüne Abgeordnete Sburny, als sie sagte, dass eine Steuerquote von über 50 Prozent (Abg. Sburny: Abgabenquote!) etwas absolut Wünschenswertes, Erstrebenswertes wäre. (Abg. Sburny: Das habe ich nicht gesagt!) Dass jeder Österreicher mehr als ein halbes Jahr nur noch für den Staat arbeitet, soll etwas Positives sein? (Abg. Sburny: Das habe ich nicht gesagt! Vielleicht hören Sie mir einmal zu!)
Abg. Sburny: Das habe ich nicht gesagt!
In Summe ist die Debatte aber heute einigermaßen verblüffend, denn die SPÖ schreit die ganze Zeit eigentlich deutlich nach Steuererhöhungen. Ich glaube, den Vogel abgeschossen hat aber heute die grüne Abgeordnete Sburny, als sie sagte, dass eine Steuerquote von über 50 Prozent (Abg. Sburny: Abgabenquote!) etwas absolut Wünschenswertes, Erstrebenswertes wäre. (Abg. Sburny: Das habe ich nicht gesagt!) Dass jeder Österreicher mehr als ein halbes Jahr nur noch für den Staat arbeitet, soll etwas Positives sein? (Abg. Sburny: Das habe ich nicht gesagt! Vielleicht hören Sie mir einmal zu!)
Abg. Sburny: Das habe ich nicht gesagt! Vielleicht hören Sie mir einmal zu!
In Summe ist die Debatte aber heute einigermaßen verblüffend, denn die SPÖ schreit die ganze Zeit eigentlich deutlich nach Steuererhöhungen. Ich glaube, den Vogel abgeschossen hat aber heute die grüne Abgeordnete Sburny, als sie sagte, dass eine Steuerquote von über 50 Prozent (Abg. Sburny: Abgabenquote!) etwas absolut Wünschenswertes, Erstrebenswertes wäre. (Abg. Sburny: Das habe ich nicht gesagt!) Dass jeder Österreicher mehr als ein halbes Jahr nur noch für den Staat arbeitet, soll etwas Positives sein? (Abg. Sburny: Das habe ich nicht gesagt! Vielleicht hören Sie mir einmal zu!)
Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht!
Dem gegenüber haben wir in Österreich eine Arbeitslosenquote, die geringer ist, und die Quote – was mir besonders wichtig erscheint – hinsichtlich Langzeitarbeitslosen liegt bei 1,1 Prozent. Das ist die niedrigste Quote in ganz Europa. (Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht!) Im Gegensatz zu Schweden, wo die Zahl der Beschäftigten permanent sinkt, haben wir in Österreich einen Beschäftigungsrekord, haben wir in Österreich ebenso einen Unternehmensgründungsrekord. (Abg. Öllinger: Auch das stimmt nicht!) – Das sind also die Unterschiede! Daher: Diese Politik wollen und werden wir auch fortführen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Auch das stimmt nicht!
Dem gegenüber haben wir in Österreich eine Arbeitslosenquote, die geringer ist, und die Quote – was mir besonders wichtig erscheint – hinsichtlich Langzeitarbeitslosen liegt bei 1,1 Prozent. Das ist die niedrigste Quote in ganz Europa. (Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht!) Im Gegensatz zu Schweden, wo die Zahl der Beschäftigten permanent sinkt, haben wir in Österreich einen Beschäftigungsrekord, haben wir in Österreich ebenso einen Unternehmensgründungsrekord. (Abg. Öllinger: Auch das stimmt nicht!) – Das sind also die Unterschiede! Daher: Diese Politik wollen und werden wir auch fortführen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dem gegenüber haben wir in Österreich eine Arbeitslosenquote, die geringer ist, und die Quote – was mir besonders wichtig erscheint – hinsichtlich Langzeitarbeitslosen liegt bei 1,1 Prozent. Das ist die niedrigste Quote in ganz Europa. (Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht!) Im Gegensatz zu Schweden, wo die Zahl der Beschäftigten permanent sinkt, haben wir in Österreich einen Beschäftigungsrekord, haben wir in Österreich ebenso einen Unternehmensgründungsrekord. (Abg. Öllinger: Auch das stimmt nicht!) – Das sind also die Unterschiede! Daher: Diese Politik wollen und werden wir auch fortführen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Nicht umsonst gründen ja Konzerne, die hier ihre Muttergesellschaft haben, auch ihre Forschungstöchter hier. Und das sind genau jene Arbeitsplätze, die wir brauchen, die wir haben wollen, auf denen gut ausgebildete junge Menschen tätig sein können, Tätigkeitsfelder also mit zukunftsfähiger und zukunftssicherer Beschäftigung, wo Spin-Offs entstehen – und in Folge weitere Top-Arbeitsplätze in Österreich. Und da werden wir weitermachen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Richtig ist vielmehr, dass ich festgestellt habe, dass eine Abgabenquote – nicht Steuerquote – von über 50 Prozent, wie es sie in Schweden gibt, tatsächlich zu mehr Wachstum als in Österreich geführt hat und tatsächlich eine höhere Frauenbeschäftigung, flächendeckende Kinderbetreuung und ein hervorragendes Sozialsystem hervorgebracht hat. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wir haben in Österreich also nicht einen Beschäftigungsrekord, sondern ein Beschäftigungsminus, und zwar allein in den letzten Jahren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
material versteckt. Es gibt darunter sehr viele atypisch Beschäftigte, auch sehr viele halbtags Beschäftigte, und nicht zu vergessen: Die Arbeitslosenquote der Frauen in Österreich – vor allem bei uns in Tirol: plus 8,1 Prozent im vergangenen September – ist wirklich beschämend. Die Erwerbsquote der Frauen in Österreich ist beschämend, auch das muss gesagt werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenbemerkung des auf der Regierungsbank sitzenden Staatssekretärs Dr. Finz.
Ich möchte Sie jetzt an Folgendes erinnern, Herr Finanzstaatssekretär Finz, sehr geehrte Damen und Herren: Vor zirka einem Jahr, genau im November vergangenen Jahres, war es, als mehr als 2 000 Richter, Staatsanwälte und Bedienstete der Justiz hier in unserer Nachbarschaft, und zwar im Justizpalast, demonstrierten und auf die Zustände in der Justiz hinwiesen, dass nämlich viel zu wenig Personal vorhanden ist. – Viel mehr Personal wird es nach diesen Budgetzahlen auch nicht geben; das geht gar nicht. Das Gegenteil ist der Fall: Es sind wieder weniger Personalplanstellen ausgewiesen. Lediglich 10 926 Planstellen sind ausgewiesen, 11 064 waren es noch im Jahre 2003. (Zwischenbemerkung des auf der Regierungsbank sitzenden Staatssekretärs Dr. Finz.)
Abg. Scheibner: Dass einmal die Straftaten aufgeklärt werden!
Zum Thema Justiz sei auch noch gesagt, dass in vielen Bereichen Probleme eine hausgemachte Sache sind, denn wie erklären Sie sich denn das, Herr Staatssekretär, dass zum Beispiel die Häftlingszahlen vom Jahre 2002 bis zum Jahre 2004 auf 8 500 gestiegen sind?! Das ist eine Steigerung um 20 Prozent! Was ist denn da passiert in unserem Land? Sind auf einmal alle kriminell geworden? Was ist denn da geschehen? (Abg. Scheibner: Dass einmal die Straftaten aufgeklärt werden!)
Abg. Scheibner: Das ist falsch! Die sinkt nur in Wien!
Die Aufklärungsquote, Herr Klubobmann Scheibner, ist massiv gesunken! Und auch das liegt in Ihrer Verantwortung, in der Verantwortung des Herrn Bundesministers Strasser in diesem Falle. (Abg. Scheibner: Das ist falsch! Die sinkt nur in Wien!)
Abg. Scheibner: Ich runzle gar nichts!
Die Aufklärungsrate ist gesunken, und zwar auf unter 40 Prozent, das ist Niedrigststand in der Zweiten Republik! Schauen Sie sich das doch an! Das müsste Sie doch zum Stirnrunzeln bringen! (Abg. Scheibner: Ich runzle gar nichts!) Immer wieder mokiert sich auch der Landeshauptmann von Kärnten über die Zustände, die sich im Innenministerium abspielen, wie Sie ja wissen. (Abg. Scheibner: Das ist wieder etwas anderes!) – Das ist das Gleiche!
Abg. Scheibner: Das ist wieder etwas anderes!
Die Aufklärungsrate ist gesunken, und zwar auf unter 40 Prozent, das ist Niedrigststand in der Zweiten Republik! Schauen Sie sich das doch an! Das müsste Sie doch zum Stirnrunzeln bringen! (Abg. Scheibner: Ich runzle gar nichts!) Immer wieder mokiert sich auch der Landeshauptmann von Kärnten über die Zustände, die sich im Innenministerium abspielen, wie Sie ja wissen. (Abg. Scheibner: Das ist wieder etwas anderes!) – Das ist das Gleiche!
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
werden können. Und das ist bei diesem Gesetz sicherlich nicht der Fall. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Ich komme zum Schluss, sehr geehrte Damen und Herren. – Herr Innenminister Strasser, der verantwortlich ist für die höchsten Zahlen in der Kriminalstatistik und für die niedrigste Aufklärungsquote, ist in diesem Kapitel auch erwähnt. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Hier steht, dass es darum geht, die Wachekörper zusammenzulegen. Das ist sozusagen der große Beitrag für die Sicherheit. Was wir seit vier Jahren hier in Österreich erleben, ist das Gegenteil davon. Die Städte überlegen sich sogar schon, eigene Wachekörper zu installieren.
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (fortsetzend): Herr Wittauer hat zur Einrichtung der städtischen Polizei gesagt: Die Stadt soll selber zahlen! – Das werden wir weder in Innsbruck noch in Wien leisten können. Der Innenminister ist hier gefordert, also die Kompetenz des Bundes. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Da kommen wir zu dem, was immer wieder die wirtschaftspolitische Debatte bei Gegengeschäften geprägt hat, nämlich eine – ich will jetzt nicht sagen: Vodoo-Ökonomie, weil man den Begriff Vodoo nicht ständig schlecht machen sollte; nur aus diesem Grund. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.) Das ist eigentlich ein Anachronismus. Herr Klubobmann Scheibner weiß das. Klubobmann Scheibner – weil er mich gerade anschaut (Abg. Scheibner: Ich kann auch woanders hinschauen!), fällt mir das ein – hat ja bei einem kleinen Untersuchungsausschuss in der vorvorletzten Legislaturperiode seine Unterschrift unter einen Ausschussbericht gesetzt, in welchem eindeutig festgehalten wurde, dass die Abwicklung der damaligen Gegengeschäfte mit der Firma Thompson haarsträubend war und dass, wenn dort überhaupt ein Geschäft stattgefunden hat, der Verdacht auf Provisionszahlungen gegeben war.
Abg. Scheibner: Ich kann auch woanders hinschauen!
Da kommen wir zu dem, was immer wieder die wirtschaftspolitische Debatte bei Gegengeschäften geprägt hat, nämlich eine – ich will jetzt nicht sagen: Vodoo-Ökonomie, weil man den Begriff Vodoo nicht ständig schlecht machen sollte; nur aus diesem Grund. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.) Das ist eigentlich ein Anachronismus. Herr Klubobmann Scheibner weiß das. Klubobmann Scheibner – weil er mich gerade anschaut (Abg. Scheibner: Ich kann auch woanders hinschauen!), fällt mir das ein – hat ja bei einem kleinen Untersuchungsausschuss in der vorvorletzten Legislaturperiode seine Unterschrift unter einen Ausschussbericht gesetzt, in welchem eindeutig festgehalten wurde, dass die Abwicklung der damaligen Gegengeschäfte mit der Firma Thompson haarsträubend war und dass, wenn dort überhaupt ein Geschäft stattgefunden hat, der Verdacht auf Provisionszahlungen gegeben war.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Fragen wurde wenigstens irgendetwas gesagt. – Das ist also die Bilanz, die quantitative Bilanz dieser Anfragebeantwortung, und ich sage das auch deshalb dazu, weil ich es schon für richtig halte, dass, wenn es ein Fragerecht der Abgeordneten gibt, die Minister die Fragen dann auch beantworten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ellmauer: Das sind alles alte Hüte!
Das sind Ihre Milestones beziehungsweise – dazu können Sie sich erklären – jene Dinge, die von EADS zumindest in die Welt gesetzt wurden und die Sie auf Ihre Homepage der Transparenz wegen einfach übernehmen. (Abg. Ellmauer: Das sind alles alte Hüte!)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Das heißt, es wird da unentwegt bis zum Schluss herumjongliert, und ich darf deshalb einen Manager von EADS zitieren, der da sagte – und ich finde das abenteuerlich –: Wir wollen das jetzt durchziehen! Es ist letztlich völlig egal, was das für eine Summe ist, wir werden jetzt handeln, es ist ja ohnehin alles nur fiktiv! – Meine Damen und Herren, ein wahres Wort von der Rüstungsindustrie! (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das wollen wir uns aber nicht gefallen lassen, aber nicht nur wir, sondern auch der Rechnungshof bemängelt die äußerst oberflächliche Projektführung schon in der ganzen Vorphase. – Auch diesen Bericht habe ich mitgebracht, damit man sich nicht nur auf Ihre dürre Anfragebeantwortung stützen muss, die diesen Namen nicht einmal verdient. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Deshalb haben wir uns die Mühe gemacht, uns jetzt hier zu unterhalten, damit das Parlament wenigstens an irgendeinem Ort noch seiner Kontrolltätigkeit, seiner Kontrollfunktion nachkommen kann. Letztlich werden Sie jetzt die Aufgabe haben, diese Sache hier zu beantworten. Kommen Sie mir nicht mit irgendwelchen Schmähs – wir haben heute schon genug Grasser gehabt! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zu Ihren Vorwürfen und zu Ihren Kritikpunkten, wie „Wachstum durch Abfangjäger“: Es steht Ihnen frei, polemisch zu sein, aber ich sage: Luftraumüberwachung durch Abfangjäger! Um nicht mehr und nicht weniger geht es. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das hat er im April 2002 gesagt. Nach der Typenentscheidung durch die Bundesregierung war es dann möglich, diesen großartigen Gesamtauftrag, bestehend aus mehreren Detailaufträgen, an Land zu ziehen, und Ihr Parteifreund Dr. Androsch, sehr geehrter Herr Kräuter, hat sich erst gestern in einer Runde hochmögender Business-Leute sehr anerkennend über diese Gegengeschäftsmöglichkeit geäußert und hat dort nach meinen Informationen zu erkennen gegeben, dass auch er der Auffassung ist, dass ohne Gegengeschäftsunterlage diese Airbus-, diese EADS-Aufträge wohl nicht für FACC an Land gezogen hätten werden können. Sagen Sie das einmal den Arbeitnehmern der FACC, wie Sie sich dazu verhalten, Herr Kräuter! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es wird jedenfalls nicht unerheblich sein – daraus meine Ableitung –, rund 300 zusätzliche Jobs. Ich hoffe, Sie freuen sich ähnlich, wie ich mich darüber freue, und auch die Abgeordneten dieses Hohen Hauses, sehr geehrter Herr Abgeordneter Kogler! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Molterer: Optimist!
Sehr geehrter Herr Abgeordnete Kogler, ich hoffe, Ihnen ergänzend zu meiner Anfragebeantwortung jetzt einige weitere wertvolle Informationen gegeben zu haben, und rechne damit, dass in Zukunft die Unterscheidung zwischen abgeschlossenen Verträgen sowie abgewickelten und damit anerkennungsfähigen Gegengeschäften ein wenig leichter fallen wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Molterer: Optimist!)
Abg. Schieder: Es hat ja auch gestimmt!
Ich wollte das nur deshalb sagen, weil es haargenau das gleiche Schauspiel auch bei allen anderen Typenentscheidungen gegeben hat, ob bei Panzern, beim Artilleriegerät oder was immer. (Abg. Schieder: Es hat ja auch gestimmt!) Es hat nie gestimmt! Es hat nie gestimmt, was er behauptet hat, aber es erfolgte immer nach dem gleichen Schema, das da hieß: Es funktioniert nichts, und letztendlich ist es zu teuer! (Rufe und Gegenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Rufe und Gegenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Ich wollte das nur deshalb sagen, weil es haargenau das gleiche Schauspiel auch bei allen anderen Typenentscheidungen gegeben hat, ob bei Panzern, beim Artilleriegerät oder was immer. (Abg. Schieder: Es hat ja auch gestimmt!) Es hat nie gestimmt! Es hat nie gestimmt, was er behauptet hat, aber es erfolgte immer nach dem gleichen Schema, das da hieß: Es funktioniert nichts, und letztendlich ist es zu teuer! (Rufe und Gegenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher sollten Sie sich, meine Herren, diese Vorgangsweise überlegen! Ich glaube, dass Oppositionspolitik hart sein soll, dass sie aber nicht darauf hinauslaufen sollte, einfach einen ganzen Bereich zu diskriminieren und zu skandalisieren. Für Skandalisierung und Diskriminierung gibt es wahrlich keinen Grund! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Wenn Sie wissen, dass in den ganzen Beurteilungsprozess nicht nur internationale Unternehmen wie Ernst & Young und so weiter eingeschaltet sind (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), sondern dass auch die Wirtschaftskammer, die Arbeiterkammer und verschiedene andere mit dabei sind, dann sollten auch Sie das anders beurteilen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn Sie wissen, dass in den ganzen Beurteilungsprozess nicht nur internationale Unternehmen wie Ernst & Young und so weiter eingeschaltet sind (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), sondern dass auch die Wirtschaftskammer, die Arbeiterkammer und verschiedene andere mit dabei sind, dann sollten auch Sie das anders beurteilen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Im Wirtschaftsministerium muss es Leute geben, die einen Blödsinn nach dem anderen machen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer.) – Frau Baumgartner, das würde ich nie behaupten! Das sagt die steirische ÖVP-Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder. Sie sieht das ein bisschen anders als Kollege Fasslabend, und sie sagt zu den Gegengeschäften auch, dass der Skandal – der „Skandal“, Herr Minister! – nicht in Graz, sondern in Wien zu Hause ist. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Im Wirtschaftsministerium muss es Leute geben, die einen Blödsinn nach dem anderen machen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer.) – Frau Baumgartner, das würde ich nie behaupten! Das sagt die steirische ÖVP-Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder. Sie sieht das ein bisschen anders als Kollege Fasslabend, und sie sagt zu den Gegengeschäften auch, dass der Skandal – der „Skandal“, Herr Minister! – nicht in Graz, sondern in Wien zu Hause ist. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.)
Abg. Scheibner: Ihnen wird schon noch was einfallen!
Meine Damen und Herren! Was soll man als Oppositionspolitiker dann noch draufsetzen, wenn es heißt: „Skandal“, „Blödsinn“ und „Ungeheuerlichkeit“? (Abg. Scheibner: Ihnen wird schon noch was einfallen!) Mir fällt ganz bestimmt was ein.
Bundesminister Dr. Bartenstein: Geben Sie Ihren Zeigefinger weg!
Herr Minister! Auf Ehre und Gewissen – es waren im letzten Rechnungshofausschuss 25 Zeugen dabei –: Sie haben behauptet, Sie hätten nie gesagt, dass es Eurofighter-Gegengeschäfte um 5,5 Milliarden gäbe. Stimmt das? (Bundesminister Dr. Bartenstein: Geben Sie Ihren Zeigefinger weg!) – Das haben Sie gesagt, Herr Minister!
Bundesminister Dr. Bartenstein: Große Enttäuschung für Sie!
Es ist unglaublich! Sie reden zuerst von Gegengeschäften, Sie setzen dann eine Jubelmeldung über steirische Firmen ab, aber dem Parlament gegenüber? – Herr Präsident, ich muss mich schon wundern, dass Sie solche Anfragebeantwortungen überhaupt dulden, wenn drei Tage später öffentlich das Gegenteil davon behauptet wird. Das ist unglaublich: Hier wird einfach behauptet, dass es kein Gegengeschäft gibt, und drei Tage später gibt es eine Jubelmeldung über Gegengeschäfte. Unglaublich! (Bundesminister Dr. Bartenstein: Große Enttäuschung für Sie!)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Eine Frechheit! – Abg. Steibl: Das ist aber so billig! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Minister! Apropos Enttäuschung, große Enttäuschung – die Zurufe von Ihnen von der Regierungsbank haben so die Qualität Ihres Benehmens beim Schuhkauf. Das möchte ich Ihnen auch einmal gesagt haben! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Eine Frechheit! – Abg. Steibl: Das ist aber so billig! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Es ist die Zeit für Sie aus, Herr Kräuter!
vorlesen. (Abg. Grillitsch: Es ist die Zeit für Sie aus, Herr Kräuter!) Substanzielle Prüfungshandlungen, sagen Ernst & Young, können auftragsgemäß nicht durchgeführt werden.
Abg. Steibl: Vielleicht unter dem Vorsitz von Herrn Kräuter! – Abg. Grillitsch: Die Zeit ist aus, Herr Kräuter!
Herr Minister, ich fordere Sie auf: Schauen Sie, dass es eine unabhängige Kommission unter dem Vorsitz des ehemaligen Rechnungshofpräsidenten Fiedler gibt! Dann kann hier Licht ins Dunkel kommen. (Abg. Steibl: Vielleicht unter dem Vorsitz von Herrn Kräuter! – Abg. Grillitsch: Die Zeit ist aus, Herr Kräuter!)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Herr Minister, das ist einfach unglaublich! (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Schminken Sie sich diesen FACC-Schmäh ab! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Herr Minister, das ist einfach unglaublich! (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Schminken Sie sich diesen FACC-Schmäh ab! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Silhavy: Schon eine peinliche Geschichte! – Abg. Fauland – auf dem Weg zum Rednerpult –: Nein, das ist keine peinliche Geschichte!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Fauland. Redezeit: 5 Minuten. – Bitte. (Abg. Silhavy: Schon eine peinliche Geschichte! – Abg. Fauland – auf dem Weg zum Rednerpult –: Nein, das ist keine peinliche Geschichte!)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Abgeordneter Markus Fauland (Freiheitliche): Es ist teilweise schon sehr seltsam, was man hier hört. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Ja, das passt schon, Frau Kollegin.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Nun einmal zum Grundsätzlichen: Es ist äußerst verwunderlich, dass vor allem die Opposition immer wieder versucht, wenn es um Rüstungsgeschäfte geht, zuerst einmal die Notwendigkeit zu hinterfragen; dann, wenn Ihnen die Notwendigkeit vor Augen geführt wird, zu hinterfragen, ob im Verfahren alles rechtens war, ob die Typenwahl richtig war; und im Anschluss daran andauernd zu monieren, dass irgendetwas im Ablauf von Gegengeschäften nicht funktioniert. Ich stelle jetzt einmal klar, dass der Eurofighter sicherlich nicht wegen der Gegengeschäfte gekauft wurde, sondern zur Sicherung einer Luftraumüberwachung zur Sicherheit Österreichs und auch zur Sicherheit der österreichischen Bürgerinnen und Bürger! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Dann sind Sie eben ein bisschen traurig!
Aber wenn man das einzige Land in Europa ist, das nicht in der Lage ist, den Konsens im Bereich der Sicherheit der eigenen Bürgerinnen und Bürger zu finden, und wenn alle anderen Länder, so auch ein rot-grün regiertes Deutschland, sich sehr wohl zu einer aktiven Luftraumüberwachung bekennen, dann ist es eigentlich sehr traurig, dass Sie nicht in der Lage und nicht willens sind, einen Fehler einzugestehen und einmal über Ihren Schatten zu springen. (Abg. Öllinger: Dann sind Sie eben ein bisschen traurig!)
Zwischenruf der Abg. Silhavy
Was Sie weiters mit Ihrer andauernden Nörgelei an diesem Kauf bewirken, ist eine Schwächung des Wirtschaftsstandorts Österreich. Wie sieht denn das aus, wenn man einen rechtskräftigen Vertrag (Zwischenruf der Abg. Silhavy) – danke! –, einen rechtswirksamen Vertrag mit einer Firma wie EADS abschließt, wenn man von EADS verlangt, Gegengeschäfte abzuschließen, Gegengeschäfte auf den Tisch zu legen, und auf der anderen Seite andauernd verlangt, das Geschäft zu beenden! Das ist eine Frage einer sehr bedauerlichen Glaubwürdigkeit, die hier an den Tag gelegt wird. Denn: Wenn ich mich zu einem Geschäft entschließe, wenn ich hier im Plenum Gegengeschäfte einfordere und dann auf der anderen Seite versuche, das Geschäft abzudrehen, dann ist das, würde ich sagen, eine etwas unprofessionelle Vorgangsweise. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was Sie weiters mit Ihrer andauernden Nörgelei an diesem Kauf bewirken, ist eine Schwächung des Wirtschaftsstandorts Österreich. Wie sieht denn das aus, wenn man einen rechtskräftigen Vertrag (Zwischenruf der Abg. Silhavy) – danke! –, einen rechtswirksamen Vertrag mit einer Firma wie EADS abschließt, wenn man von EADS verlangt, Gegengeschäfte abzuschließen, Gegengeschäfte auf den Tisch zu legen, und auf der anderen Seite andauernd verlangt, das Geschäft zu beenden! Das ist eine Frage einer sehr bedauerlichen Glaubwürdigkeit, die hier an den Tag gelegt wird. Denn: Wenn ich mich zu einem Geschäft entschließe, wenn ich hier im Plenum Gegengeschäfte einfordere und dann auf der anderen Seite versuche, das Geschäft abzudrehen, dann ist das, würde ich sagen, eine etwas unprofessionelle Vorgangsweise. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin der Auffassung, und auch die Freiheitliche Partei ist der Auffassung, dass wir selbstverständlich dem Minister Bartenstein zutrauen, diese Gegengeschäfte in der vorgegebenen Art abzuwickeln. Ich bin überzeugt davon, dass diese Gegengeschäfte auch den Rahmen, der vereinbart wurde, erreichen werden, und ich bin auch überzeugt davon, dass wir spätestens 2007 den ersten fliegenden Eurofighter in Österreich erleben dürfen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Kräuter: Keine Polemik von der Regierungsbank!
Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein: Herr Präsident! Hohes Haus! In aller Kürze zu den drei untergriffigsten Unterstellungen des Herrn Abgeordneten Kräuter. (Abg. Dr. Kräuter: Keine Polemik von der Regierungsbank!) Zwei dieser Unterstellungen habe ich im Ausschuss schon beantwortet, aber es soll auch im Plenum so sein.
Abg. Dr. Kräuter: Sie haben am 7. Oktober diese Beantwortung zugestellt!
Zum Dritten: Wenn ich Ihre parlamentarische Anfrage beantworte vor der Arbeit der Plattform Gegengeschäfte, vor deren Empfehlung, die am 30. September dieses Jahres erfolgt ist, und vor der Beschlussfassung meines Hauses und von mir auf Anerkennung als Gegengeschäfte, das heißt letztlich vor dem vorläufig finalen Akt, dann steht es mir wohl frei und ist es wohl gute Courtoisie, Ihnen noch nicht sagen zu können, welche Geschäfte zum Beispiel auch in der Steiermark zur Anrechnung kommen. Sowohl die Empfehlung der Plattform als auch die Entscheidung meines Hauses ist erst einige Tage nach Beantwortung Ihrer parlamentarischen Anfrage erfolgt. (Abg. Dr. Kräuter: Sie haben am 7. Oktober diese Beantwortung zugestellt!) Ich gehe davon aus, dass Sie als angeblich steirischer Abgeordneter sich unter dem Strich darüber
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
freuen werden, dass 19 der anerkannten Gegengeschäfte für die Steiermark anerkannt werden konnten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Das habe ich nicht behauptet!
Herr Bundesminister, wenn Sie erklären, die Firma Ernst & Young hätte Vertragsabschlüsse überprüft, dann ist das schon deswegen falsch und die Unwahrheit, weil sie dazu nicht die Voraussetzungen hatte. Es wurden ausschließlich Eintragungen ... (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das habe ich nicht behauptet!) Ich habe mitgeschrieben! Schauen Sie dann im Protokoll nach. Ich möchte Ihnen nicht unterstellen, absichtlich die Unwahrheit gesagt zu haben, das ist auch nicht notwendig. Ich möchte nur etwas richtig stellen, damit das Parlament nicht falsch informiert wird.
Bundesminister Dr. Bartenstein: Das stimmt nicht!
Zweiter Punkt: Es wurden Ernst & Young verweigert der Gegengeschäftsvertrag, die Einsicht in die Akten und Gespräche mit den zuständigen Beamten. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das stimmt nicht!) Ich habe mich im Detail erkundigt, und Sie haben sicherlich die Möglichkeit, Herr Bundesminister, das klarzustellen.
Abg. Gaál: Das ist ja unerhört!
Weiters: Der Prüfungsauftrag umfasste nicht die Richtigkeit der Daten, die sachliche Entsprechung zum Gegengeschäftsvertrag, die Zulässigkeit der Geschäftspartner, die Erreichung der sonstigen Ziele des Gegengeschäftsvertrags, die – und das ist wichtig – Zusätzlichkeit des Geschäfts und die Klärung, ob der Gegengeschäftsvertrag der Grund für das Zustandekommen war, und die inländische Wertschöpfung. Also alles, was wichtig ist, durfte nicht überprüft werden. Für etwas, was Ihre Beamten in einer Stunde hätten überprüfen können – nämlich: Sind die Zettel da und existieren die Firmen? –, wurde ein externer Prüfungsauftrag vergeben. Das, Herr Bundesminister, können Sie nicht erklären. (Abg. Gaál: Das ist ja unerhört!) Wenn Sie sagen, das sei billig gewesen, dann sage ich: Jeder Cent dafür war zu viel! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Weiters: Der Prüfungsauftrag umfasste nicht die Richtigkeit der Daten, die sachliche Entsprechung zum Gegengeschäftsvertrag, die Zulässigkeit der Geschäftspartner, die Erreichung der sonstigen Ziele des Gegengeschäftsvertrags, die – und das ist wichtig – Zusätzlichkeit des Geschäfts und die Klärung, ob der Gegengeschäftsvertrag der Grund für das Zustandekommen war, und die inländische Wertschöpfung. Also alles, was wichtig ist, durfte nicht überprüft werden. Für etwas, was Ihre Beamten in einer Stunde hätten überprüfen können – nämlich: Sind die Zettel da und existieren die Firmen? –, wurde ein externer Prüfungsauftrag vergeben. Das, Herr Bundesminister, können Sie nicht erklären. (Abg. Gaál: Das ist ja unerhört!) Wenn Sie sagen, das sei billig gewesen, dann sage ich: Jeder Cent dafür war zu viel! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich!
Drittens – und damit wende ich mich an Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen –: Ich persönlich bin froh, dass angesichts der Weigerung der Abgeordneten, vieler der ÖVP und aller der FPÖ, das alles im Rechnungshofausschuss ordentlich nachzufragen und endlich kompetente Auskunftspersonen zu bekommen, da das von Ihnen abgewürgt worden ist und das Parlament an seiner Arbeit gehindert wurde und die Mehrheit immer wieder, und zwar nicht nur im Rechnungshofausschuss, ihre Macht missbraucht, die Mehrheit in diesem Nationalrat auf eine unverschämte Art und Weise ihre Macht missbraucht und das geduldet wird, mein Kollege Werner Kogler dem Nationalrat noch eine Chance gegeben hat – und ich bedanke mich bei ihm dafür – und als Vorsitzender des Rechnungshofausschusses in Erfüllung seiner parlamentarischen Pflichten die Sitzung unterbrochen hat und Ihnen eine Chance gegeben hat, wieder zu parlamentarischem Verhalten zu finden. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich!)
Staatssekretär Dr. Finz verlässt die Regierungsbank.
Abgeordnete Mag. Christine Muttonen (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär? (Staatssekretär Dr. Finz verlässt die Regierungsbank.) Meine Damen und Herren! Eigentlich wollte ich die Frau Ministerin Gehrer hier begrüßen, die zuständige Kulturministerin, aber sie zieht es offensichtlich vor, nicht nur zu schweigen, sondern auch ganz einfach nicht zu kommen. Es ist praktisch jetzt niemand mehr auf der Regierungsbank – sehr interessant! So sehr interessiert das also die Regierung. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Es handelt sich um einen Fristsetzungsantrag! – Abg. Scheibner: Laut Geschäftsordnung ist das eine parlamentarische Angelegenheit!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Es handelt sich um einen Fristsetzungsantrag! – Abg. Scheibner: Laut Geschäftsordnung ist das eine parlamentarische Angelegenheit!
Abgeordnete Mag. Christine Muttonen (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär? (Staatssekretär Dr. Finz verlässt die Regierungsbank.) Meine Damen und Herren! Eigentlich wollte ich die Frau Ministerin Gehrer hier begrüßen, die zuständige Kulturministerin, aber sie zieht es offensichtlich vor, nicht nur zu schweigen, sondern auch ganz einfach nicht zu kommen. Es ist praktisch jetzt niemand mehr auf der Regierungsbank – sehr interessant! So sehr interessiert das also die Regierung. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Es handelt sich um einen Fristsetzungsantrag! – Abg. Scheibner: Laut Geschäftsordnung ist das eine parlamentarische Angelegenheit!)
Abg. Mag. Molterer: Sie hat gesagt, er hat den Raub zu verantworten! Das ist ungeheuerlich!
Direktor Seipel hat in seiner Amtszeit den größten Kulturraub der Zweiten Republik, den Raub der „Saliera“ zu verantworten, und er hat auch schwere Sicherheitsmängel zu verantworten. (Abg. Mag. Molterer: Sie hat gesagt, er hat den Raub zu verantworten! Das ist ungeheuerlich!) Schwere Sicherheitsmängel zu verantworten! (Abg.
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP und Gegenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Christine Muttonen (fortsetzend): Durch die Sicherheitsmängel ist es zu diesem Raub gekommen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP und Gegenrufe bei der SPÖ.) Durch massive Sicherheitsmängel, wie sie auch immer wieder von verschiedenen Seiten aufgezeigt wurden, wurde er möglich.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Bürgermeister Häupl hat zur Königin von Norwegen auch „Königliche Hoheit“ gesagt!
Zuletzt fand dann im Kunsthistorischen Museum noch eine Buchpräsentation statt, bei welcher Herr Direktor Seipel vor laufenden Kameras seine monarchistischen Sympathien auslebte, und das als hoher Funktionär der Republik Österreich am Vorabend der Feiern dieser Zweiten Republik. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Bürgermeister Häupl hat zur Königin von Norwegen auch „Königliche Hoheit“ gesagt!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ministerin Gehrer hat sich einen Museumsfürsten aufgebaut, über dessen Museumsführung ihr die Kontrolle entglitten ist. Die SteuerzahlerInnen schauen sich seine Führung im Bereich des Kunsthistorischen Museums, die einer barocken Machtentfaltung gleichkommt, jedenfalls fassungslos an. Ich kann nur sagen: Bei einem derart katastrophalen Management, bei einer derartigen Misswirtschaft würde in der Privatwirtschaft ein Manager, der so agiert, nicht nur gefeuert, sondern auch belangt werden, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank!
Die Opposition hat in den letzten Jahren nicht nur einmal, sondern öfter und immer wieder auf die offenen Probleme im Kunsthistorischen Museum hingewiesen. Wir haben eine Unzahl von Anfragen gestellt, wir haben das im Kulturausschuss debattiert, und trotzdem wird dazu nicht wirklich Stellung bezogen. Die Rufe sind ungehört verhallt. Statt für mehr Kontrolle zu sorgen, statt für mehr Transparenz zu sorgen, wird geschwiegen. Es werden keine Aussagen getätigt, und der Vertrag von Direktor Seipel wird bis 2008 verlängert. (Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Wir fordern daher Ministerin Gehrer auf, endlich die Konsequenzen zu ziehen. Wir fordern sie auf, den Geschäftsführer des Kunsthistorischen Museums, Dr. Wilfried Seipel, vorzeitig abzuberufen, das Museumsgesetz gibt ihr die Möglichkeit dazu. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Andrea Wolfmayr (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Es kommt ja überhaupt nicht in Frage, dass ich eine parlamentarische Unsitte, die schon im Sommer erste Blüten getrieben hat, mit meiner Wortmeldung verstärke und auf die Vorwürfe der Opposition gegen die Person von Generaldirektor Seipel eingehe. Ich lasse mich ganz sicher nicht provozieren und dazu verleiten, inhaltlich auf Ihre Skandalisierungsshow einzusteigen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig: Und was wäre dann parlamentarische Kultur: verschweigen und vertuschen?
Was du, Kollege Zinggl, seit Wochen inszenierst, und woran Sie, Kollegin Muttonen, sich gleich anhängen – und ich bin enttäuscht, dass Sie auf diesen Diffamierungszug gleich aufspringen, und ich nenne Sie bewusst in dieser Reihenfolge –, das ist für mich parlamentarische Unkultur, zugunsten kurzfristiger politischer Vorteile, ja Gags. Zugunsten einer Profilierungskampagne in den Medien veranstaltet die Opposition ein Scherbengericht. (Abg. Dr. Glawischnig: Und was wäre dann parlamentarische Kultur: verschweigen und vertuschen?) Was haben Sie wirklich in der Hand – außer bis heute unbewiesenen, unwiderlegten Vorwürfen? (Abg. Dr. Glawischnig: Begründen Sie das einmal!) Die Stellungnahme von Seiten des Kunsthistorischen Museums plus Kuratoriumsvertretern kennen wir alle noch nicht. (Abg. Mag. Wurm: Wie lange noch?) Sie wurde dem Rechnungshof zur weiteren Behandlung übermittelt und wird in den Endbericht einfließen. (Abg. Mag. Wurm: Wie lange dauert das noch?) Das sage ich jetzt gleich, nicht so ungeduldig, bitte, Frau Kollegin! (Abg. Dr. Cap: Wer hat Ihnen diesen Text geschrieben?)
Abg. Dr. Glawischnig: Begründen Sie das einmal!
Was du, Kollege Zinggl, seit Wochen inszenierst, und woran Sie, Kollegin Muttonen, sich gleich anhängen – und ich bin enttäuscht, dass Sie auf diesen Diffamierungszug gleich aufspringen, und ich nenne Sie bewusst in dieser Reihenfolge –, das ist für mich parlamentarische Unkultur, zugunsten kurzfristiger politischer Vorteile, ja Gags. Zugunsten einer Profilierungskampagne in den Medien veranstaltet die Opposition ein Scherbengericht. (Abg. Dr. Glawischnig: Und was wäre dann parlamentarische Kultur: verschweigen und vertuschen?) Was haben Sie wirklich in der Hand – außer bis heute unbewiesenen, unwiderlegten Vorwürfen? (Abg. Dr. Glawischnig: Begründen Sie das einmal!) Die Stellungnahme von Seiten des Kunsthistorischen Museums plus Kuratoriumsvertretern kennen wir alle noch nicht. (Abg. Mag. Wurm: Wie lange noch?) Sie wurde dem Rechnungshof zur weiteren Behandlung übermittelt und wird in den Endbericht einfließen. (Abg. Mag. Wurm: Wie lange dauert das noch?) Das sage ich jetzt gleich, nicht so ungeduldig, bitte, Frau Kollegin! (Abg. Dr. Cap: Wer hat Ihnen diesen Text geschrieben?)
Abg. Mag. Wurm: Wie lange noch?
Was du, Kollege Zinggl, seit Wochen inszenierst, und woran Sie, Kollegin Muttonen, sich gleich anhängen – und ich bin enttäuscht, dass Sie auf diesen Diffamierungszug gleich aufspringen, und ich nenne Sie bewusst in dieser Reihenfolge –, das ist für mich parlamentarische Unkultur, zugunsten kurzfristiger politischer Vorteile, ja Gags. Zugunsten einer Profilierungskampagne in den Medien veranstaltet die Opposition ein Scherbengericht. (Abg. Dr. Glawischnig: Und was wäre dann parlamentarische Kultur: verschweigen und vertuschen?) Was haben Sie wirklich in der Hand – außer bis heute unbewiesenen, unwiderlegten Vorwürfen? (Abg. Dr. Glawischnig: Begründen Sie das einmal!) Die Stellungnahme von Seiten des Kunsthistorischen Museums plus Kuratoriumsvertretern kennen wir alle noch nicht. (Abg. Mag. Wurm: Wie lange noch?) Sie wurde dem Rechnungshof zur weiteren Behandlung übermittelt und wird in den Endbericht einfließen. (Abg. Mag. Wurm: Wie lange dauert das noch?) Das sage ich jetzt gleich, nicht so ungeduldig, bitte, Frau Kollegin! (Abg. Dr. Cap: Wer hat Ihnen diesen Text geschrieben?)
Abg. Mag. Wurm: Wie lange dauert das noch?
Was du, Kollege Zinggl, seit Wochen inszenierst, und woran Sie, Kollegin Muttonen, sich gleich anhängen – und ich bin enttäuscht, dass Sie auf diesen Diffamierungszug gleich aufspringen, und ich nenne Sie bewusst in dieser Reihenfolge –, das ist für mich parlamentarische Unkultur, zugunsten kurzfristiger politischer Vorteile, ja Gags. Zugunsten einer Profilierungskampagne in den Medien veranstaltet die Opposition ein Scherbengericht. (Abg. Dr. Glawischnig: Und was wäre dann parlamentarische Kultur: verschweigen und vertuschen?) Was haben Sie wirklich in der Hand – außer bis heute unbewiesenen, unwiderlegten Vorwürfen? (Abg. Dr. Glawischnig: Begründen Sie das einmal!) Die Stellungnahme von Seiten des Kunsthistorischen Museums plus Kuratoriumsvertretern kennen wir alle noch nicht. (Abg. Mag. Wurm: Wie lange noch?) Sie wurde dem Rechnungshof zur weiteren Behandlung übermittelt und wird in den Endbericht einfließen. (Abg. Mag. Wurm: Wie lange dauert das noch?) Das sage ich jetzt gleich, nicht so ungeduldig, bitte, Frau Kollegin! (Abg. Dr. Cap: Wer hat Ihnen diesen Text geschrieben?)
Abg. Dr. Cap: Wer hat Ihnen diesen Text geschrieben?
Was du, Kollege Zinggl, seit Wochen inszenierst, und woran Sie, Kollegin Muttonen, sich gleich anhängen – und ich bin enttäuscht, dass Sie auf diesen Diffamierungszug gleich aufspringen, und ich nenne Sie bewusst in dieser Reihenfolge –, das ist für mich parlamentarische Unkultur, zugunsten kurzfristiger politischer Vorteile, ja Gags. Zugunsten einer Profilierungskampagne in den Medien veranstaltet die Opposition ein Scherbengericht. (Abg. Dr. Glawischnig: Und was wäre dann parlamentarische Kultur: verschweigen und vertuschen?) Was haben Sie wirklich in der Hand – außer bis heute unbewiesenen, unwiderlegten Vorwürfen? (Abg. Dr. Glawischnig: Begründen Sie das einmal!) Die Stellungnahme von Seiten des Kunsthistorischen Museums plus Kuratoriumsvertretern kennen wir alle noch nicht. (Abg. Mag. Wurm: Wie lange noch?) Sie wurde dem Rechnungshof zur weiteren Behandlung übermittelt und wird in den Endbericht einfließen. (Abg. Mag. Wurm: Wie lange dauert das noch?) Das sage ich jetzt gleich, nicht so ungeduldig, bitte, Frau Kollegin! (Abg. Dr. Cap: Wer hat Ihnen diesen Text geschrieben?)
Abg. Mag. Kogler: Dann müssen Sie einem Untersuchungsausschuss zustimmen!
Ein Kommentar des Rechnungshofs zur Stellungnahme des Kunsthistorischen Museums ist für Ende November geplant, und der Endbericht wird voraussichtlich erst im Februar vorliegen. Leider! Das dauert auch mir zu lange. In dieser Sache hätte auch ich es gerne gehabt, dass es schneller geht, aber das ist nun einmal so. Bei einem der fünf größten, international renommiertesten Museen ist es selbstverständlich wichtig, dass es ein genaues und differenziertes Abwägen und Darstellen gibt. (Abg. Mag. Kogler: Dann müssen Sie einem Untersuchungsausschuss zustimmen!) Auf keinen Fall darf es – wie wir das jetzt haben – Vorverurteilungen, Desavouierungen oder gar Kriminalisierungen geben.
Abg. Dr. Cap: Lesen Sie nicht so schnell!
Ich möchte darauf jetzt näher eingehen, weil es mich wirklich ärgert. Auch lächerlich machen, meine Damen und Herren, ist eine Form der Desavouierung, und sie dient letztendlich – und Sie wissen das genau – der Kriminalisierung und Vorverurteilung. (Abg. Dr. Cap: Lesen Sie nicht so schnell!) In jedem Fall – und auch das habe ich schon einmal gesagt, und Journalisten haben das ebenfalls geäußert – ist einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze noch immer: audiatur et altera pars. (Abg. Dr. Cap: Sie lesen zu schnell!) Es ist immer auch die Gegenseite, die andere Seite zu hören! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Er sagt ja nichts!)
Abg. Dr. Cap: Sie lesen zu schnell!
Ich möchte darauf jetzt näher eingehen, weil es mich wirklich ärgert. Auch lächerlich machen, meine Damen und Herren, ist eine Form der Desavouierung, und sie dient letztendlich – und Sie wissen das genau – der Kriminalisierung und Vorverurteilung. (Abg. Dr. Cap: Lesen Sie nicht so schnell!) In jedem Fall – und auch das habe ich schon einmal gesagt, und Journalisten haben das ebenfalls geäußert – ist einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze noch immer: audiatur et altera pars. (Abg. Dr. Cap: Sie lesen zu schnell!) Es ist immer auch die Gegenseite, die andere Seite zu hören! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Er sagt ja nichts!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Er sagt ja nichts!
Ich möchte darauf jetzt näher eingehen, weil es mich wirklich ärgert. Auch lächerlich machen, meine Damen und Herren, ist eine Form der Desavouierung, und sie dient letztendlich – und Sie wissen das genau – der Kriminalisierung und Vorverurteilung. (Abg. Dr. Cap: Lesen Sie nicht so schnell!) In jedem Fall – und auch das habe ich schon einmal gesagt, und Journalisten haben das ebenfalls geäußert – ist einer der wichtigsten Rechtsgrundsätze noch immer: audiatur et altera pars. (Abg. Dr. Cap: Sie lesen zu schnell!) Es ist immer auch die Gegenseite, die andere Seite zu hören! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Er sagt ja nichts!)
Abg. Dr. Glawischnig: Seipel selbst hat den Rohbericht an die Medien weitergeleitet!
Es ärgert mich auch, und zwar aus folgendem Grund: Wir haben einander getroffen – und ich erinnere mich noch gut daran – und haben darüber gesprochen und waren beide der Meinung, Rohbericht ist Rohbericht, und der Endbericht wird dann behandelt (Abg. Dr. Glawischnig: Seipel selbst hat den Rohbericht an die Medien weitergeleitet!), darüber waren wir uns einig, und das war ein sehr ruhiges und sehr angenehmes Gespräch, aber offiziell wird dann ein anderer Kurs gefahren, ein Kurs der Vorverurteilung. (Abg. Mag. Kogler: Seipel selbst ist an die Öffentlichkeit gegangen!)
Abg. Mag. Kogler: Seipel selbst ist an die Öffentlichkeit gegangen!
Es ärgert mich auch, und zwar aus folgendem Grund: Wir haben einander getroffen – und ich erinnere mich noch gut daran – und haben darüber gesprochen und waren beide der Meinung, Rohbericht ist Rohbericht, und der Endbericht wird dann behandelt (Abg. Dr. Glawischnig: Seipel selbst hat den Rohbericht an die Medien weitergeleitet!), darüber waren wir uns einig, und das war ein sehr ruhiges und sehr angenehmes Gespräch, aber offiziell wird dann ein anderer Kurs gefahren, ein Kurs der Vorverurteilung. (Abg. Mag. Kogler: Seipel selbst ist an die Öffentlichkeit gegangen!)
Abg. Dr. Cap: Reden Sie nicht so lustlos!
ist, dann werden wir das nicht vertuschen, sondern wir werden das Thema offensiv und gründlich angehen (Abg. Dr. Cap: Reden Sie nicht so lustlos!), und wir werden alle Kritikpunkte behandeln (Abg. Mag. Kogler: Und wieder verhindern, dass Seipel als Auskunftsperson zur Verfügung steht!) – Wieso? Wir haben einen Rohbericht, Herr Kogler! –, das aber immer auch in Relation zu den Verdiensten; das möchte ich auch sagen dürfen.
Abg. Mag. Kogler: Und wieder verhindern, dass Seipel als Auskunftsperson zur Verfügung steht!
ist, dann werden wir das nicht vertuschen, sondern wir werden das Thema offensiv und gründlich angehen (Abg. Dr. Cap: Reden Sie nicht so lustlos!), und wir werden alle Kritikpunkte behandeln (Abg. Mag. Kogler: Und wieder verhindern, dass Seipel als Auskunftsperson zur Verfügung steht!) – Wieso? Wir haben einen Rohbericht, Herr Kogler! –, das aber immer auch in Relation zu den Verdiensten; das möchte ich auch sagen dürfen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich will vor allem beide Seiten hören, denn ich will Gerechtigkeit. Dass ich das ausgerechnet Ihnen sagen muss, kommt mir beinahe komisch vor. Es wird nämlich hier anscheinend eine unfaire Vorgehensweise vorgezogen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Sie werden schon wieder dafür sorgen, dass Seipel nicht als Auskunftsperson geladen wird!
Es wird nach Stecknadeln im Heuhaufen gesucht, nach dem Motto: Es wäre ja gelacht, wenn wir da nichts fänden! Öffentlich anschütten, das hat ja immer geholfen. (Abg. Mag. Kogler: Sie werden schon wieder dafür sorgen, dass Seipel nicht als Auskunftsperson geladen wird!) Wir werden im Ausschuss nach Vorliegen des Endberichts des Rechnungshofs ganz bestimmt Punkt für Punkt das Thema durchdiskutieren. Bis dahin ist das nicht Thema der parlamentarischen Debatte, kann es nicht sein. Daher lehnen wir Ihren Antrag selbstverständlich ab. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es wird nach Stecknadeln im Heuhaufen gesucht, nach dem Motto: Es wäre ja gelacht, wenn wir da nichts fänden! Öffentlich anschütten, das hat ja immer geholfen. (Abg. Mag. Kogler: Sie werden schon wieder dafür sorgen, dass Seipel nicht als Auskunftsperson geladen wird!) Wir werden im Ausschuss nach Vorliegen des Endberichts des Rechnungshofs ganz bestimmt Punkt für Punkt das Thema durchdiskutieren. Bis dahin ist das nicht Thema der parlamentarischen Debatte, kann es nicht sein. Daher lehnen wir Ihren Antrag selbstverständlich ab. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Molterer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Reheis –: Was sagst du zur Aussage der Muttonen?
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Reheis. 5 Minuten Redezeit. – Bitte, Herr Kollege. (Abg. Mag. Molterer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Reheis –: Was sagst du zur Aussage der Muttonen?)
Abg. Kopf: Das ist eine Fristsetzung! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Kennen Sie die Geschäftsordnung?
Abgeordneter Gerhard Reheis (SPÖ): Herr Präsident! Teure, nicht anwesende Bundesregierung und Bundesministerin! Ich meine, das ist einmal in erster Linie eine Unsitte, dass die Frau Bundesministerin es nicht der Mühe wert findet, sich hierher zu setzen und sich die Anklagen und Beschwerden der Oppositionsparteien und der Öffentlichkeit, was den Generaldirektor Seipel betrifft, anzuhören. (Abg. Kopf: Das ist eine Fristsetzung! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Kennen Sie die Geschäftsordnung?) Das nenne ich eine Missachtung und eine parlamentarische Unsitte und Unkultur. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Was haben Sie für ein parlamentarisches Selbstverständnis? Was ist das für eine Auslegung der Geschäftsordnung?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Was haben Sie für ein parlamentarisches Selbstverständnis? Was ist das für eine Auslegung der Geschäftsordnung?
Abgeordneter Gerhard Reheis (SPÖ): Herr Präsident! Teure, nicht anwesende Bundesregierung und Bundesministerin! Ich meine, das ist einmal in erster Linie eine Unsitte, dass die Frau Bundesministerin es nicht der Mühe wert findet, sich hierher zu setzen und sich die Anklagen und Beschwerden der Oppositionsparteien und der Öffentlichkeit, was den Generaldirektor Seipel betrifft, anzuhören. (Abg. Kopf: Das ist eine Fristsetzung! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Kennen Sie die Geschäftsordnung?) Das nenne ich eine Missachtung und eine parlamentarische Unsitte und Unkultur. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Was haben Sie für ein parlamentarisches Selbstverständnis? Was ist das für eine Auslegung der Geschäftsordnung?)
Abg. Scheibner: Kennen Sie die Geschäftsordnung?
Nun etwas zur Kollegin Wolfmayr. Frau Kollegin, in den Ausschüssen haben die Frau Bundesministerin, aber auch der Herr Generaldirektor Seipel schon des Öfteren Gelegenheit gehabt, Stellung zu nehmen. Was hat man gemacht? Mit Ihrer Mehrheit hat man das immer angelehnt und abgewürgt. Von wegen Stellung nehmen. Ihre Mehrheit setzen Sie beinhart ein, und kein Mensch kann mehr Stellung nehmen. (Abg. Scheibner: Kennen Sie die Geschäftsordnung?) Das ist in Wirklichkeit die Skandalisierung in dieser Angelegenheit.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie hier von Skandalisierungsversuchen der Opposition gegen Generaldirektor Seipel sprechen, meine Damen und Herren, dann muss ich schon eines sagen: Tatsache ist, dass es hier keiner Skandalisierung bedarf, denn das Verhalten und das Herrschertum des Herrn Generaldirektors ist allein schon Skandal genug, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Was soll das?
Es muss erlaubt sein, ja es ist eine Verpflichtung der Abgeordneten und des Rechnungshofes, auf die Machenschaften des Herrn Generaldirektors hinzuweisen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was soll das?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Entschuldigen Sie sich!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege Reheis! „Machenschaften“ ist ein Wort, das für jemanden, der hier nicht im Raum ist, nicht verwendet werden soll. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Entschuldigen Sie sich!)
Abg. Großruck: Haben Sie die „Saliera“ gekannt?
Abgeordneter Gerhard Reheis (fortsetzend): Herr Präsident! Da fällt mir allerdings nichts anderes dazu ein. Aber auf Unzulänglichkeiten des Herrn Generaldirektors muss man auf jeden Fall hinweisen. Beginnen wir mit dem Raub der Saliera – das ist unbestritten der größte Kunstraub aller Zeiten –, den hat der Herr Generaldirektor als „kleinen Betriebsunfall“ bezeichnet, meine Damen und Herren. (Abg. Großruck: Haben Sie die „Saliera“ gekannt?) Aber man muss auch darauf hinweisen, was der Rechnungshof sagt. Meine Damen und Herren, passen Sie einmal auf! Ich zitiere:
Abg. Scheibner: Das haben wir jetzt nicht verstanden!
„Darüber hinaus verlieh der Generaldirektor Bilder, die nicht verliehen werden dürfen, kaufte von seinem Museum altägyptische Grabbeilagen, obwohl diese bereits ,unveräußerliches Gut‘ geworden waren, und ging Nebenbeschäftigungen nach, die er sich nicht hatte genehmigen lassen. Ausstellungen in Japan wurden ohne Durchführungsgenehmigung des zuständigen Ministeriums gezeigt, das dafür vereinbarte Entgelt wurde nur zum Teil überwiesen.“ (Abg. Scheibner: Das haben wir jetzt nicht verstanden!)
Beifall bei der SPÖ.
Man braucht sich daher nicht zu wundern, dass auch die Medien ihre Schlagzeilen und ihre Artikel entsprechend formulieren: „Seipels Doppelrolle. Als Museumschef kaufte er um viel Geld eine defizitäre Firma, deren Geschäftsführer er selbst war.“ – Ungeheuerlich! Das ist aufklärungsbedürftig! Ein Mann, der solche Dinge macht, gehört abberufen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Der Häupl hat auch von Hoheit gesprochen!
Ich denke auch – um das vielleicht noch abschließend hinzuzufügen –, wenn man um die Begrüßung des Herrn Habsburg als „Kaiserliche Hoheit“ weiß, dann muss man sagen: Das spricht auch für den Herrn Generaldirektor, der vielleicht ein Möchtegern-Baron der österreichischen Museen sein möchte. Aber er ist es nicht, und die kaiserlichen Hoheiten haben in Österreich Gott sei Dank auch ausgedient. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Der Häupl hat auch von Hoheit gesprochen!)
Beifall bei der SPÖ.
Bitte, schauen Sie darauf, was dieser Herr aufführt – und decken Sie nicht mit Ihren Mehrheiten diese Unzulänglichkeiten! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Genau!
Van der Bellen einmal zu bitten, eine Geschäftsordnungsklausur für ihre Fraktion zu machen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Genau!), damit nicht der Ordner der SPÖ verlangt, dass bei einer derartigen Debatte ein Regierungsmitglied anwesend ist. Schauen Sie doch in die Geschäftsordnung! Das ist nicht vorgesehen und auch nicht notwendig.
Abg. Bures: Das können Sie auch nicht!
Aber ich weiß, was Sie stört. Sie stört, dass Direktor Seipel mit seinem Museum ... Ich möchte jetzt keine Verteidigungsrede für ihn halten (Abg. Bures: Das können Sie auch nicht!), weil in dem Rohbericht Vorwürfe drinnen sind, die man sich durchaus anschauen muss, aber bitte auf eine Art und Weise, die dem Parlamentarismus entspricht. Auch in der österreichischen Justizordnung ist es so, dass die Anklage nicht das Urteil ist. Das hätten Sie vielleicht gern, aber das spielt es mit uns sicher nicht, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Aber ich weiß, was Sie stört. Sie stört, dass Direktor Seipel mit seinem Museum ... Ich möchte jetzt keine Verteidigungsrede für ihn halten (Abg. Bures: Das können Sie auch nicht!), weil in dem Rohbericht Vorwürfe drinnen sind, die man sich durchaus anschauen muss, aber bitte auf eine Art und Weise, die dem Parlamentarismus entspricht. Auch in der österreichischen Justizordnung ist es so, dass die Anklage nicht das Urteil ist. Das hätten Sie vielleicht gern, aber das spielt es mit uns sicher nicht, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Bures: Der Eintritt ist doppelt so hoch, und das Defizit ist doppelt so hoch!
Meine Damen und Herren! Ich glaube, die Kollegin Muttonen hat jetzt einmal nachgeschaut. Monatelang war es bei den Sozialdemokraten en vouge: Wir hauen KHG! Das Kürzel gibt es schon, jetzt hauen wir KHM. Das ist das Kunsthistorische Museum. Das ist nicht sehr einfallsreich, aber, bitte, das erwartet man ja nicht. (Abg. Bures: Der Eintritt ist doppelt so hoch, und das Defizit ist doppelt so hoch!) Das ist nicht sehr einfallsreich von euch, Kollegin Bures, aber das erwarte ich von euch nicht. Ihr macht keine gute Oppositionspolitik.
Abg. Mag. Kogler: Genau das soll passieren!
Das ist eine Art und Weise der Vorverurteilung, die Sie mit uns sicher nicht machen können. Es ist ein Rohbericht, Kritikpunkte sind drinnen, es gibt eine Antwort von Direktor Seipel, doch Sie können mit dieser Aktion eine Person und eine Institution wirklich schwer beschädigen und vernichten. Der Endbericht des Rechnungshofes ist derzeit nicht bekannt und kann ganz anders aussehen und die gesamte Angelegenheit in ein anderes Licht rücken. (Abg. Mag. Kogler: Genau das soll passieren!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Es ist für mich als Demokrat unmöglich, jetzt hier ein Urteil zu fällen. Wir werden das im Rechnungshofausschuss behandeln, und es wird daher von unserer Seite zu Ihren Anträgen keine Zustimmung geben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Walch: Die wäre Ihnen auch zu groß! – Heiterkeit bei den Freiheitlichen
Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (Grüne): Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte, ehrlich gesagt, nicht in der Haut des Herrn Neudeck stecken (Abg. Walch: Die wäre Ihnen auch zu groß! – Heiterkeit bei den Freiheitlichen), in jemandes Haut, der eigentlich aus einer Partei kommt, die immer wieder für Ordnung und Rechtschaffenheit eingetreten ist. Ich möchte auch nicht in deiner Haut stecken, liebe Kollegin Wolfmayr. Du bist sicher guten Willens, musst aber jetzt irgendwie jemanden decken und weißt genau, dass das sehr schwer wird. Also du hast eine Aufgabe bekommen, die ich nicht haben möchte.
Abg. Scheibner: Wo haben Sie den her?
Ich habe jetzt den besagten Rechnungshof-Rohbericht hier. (Abg. Scheibner: Wo haben Sie den her?) Den habe ich mir sehr gut durchgelesen, und Sie könnten mir jetzt irgendeine Seite sagen, die ich aufschlagen soll – die können Sie ganz frei wählen –, und ich lese Ihnen dann dementsprechend entweder irgendeine Unregelmäßigkeit in der wirtschaftlichen Abwicklung vor oder eine Gesetzesverletzung oder irgendeine Ausgabe jenseits von Gut und Böse. (Abg. Scheibner: Woher haben Sie den Rohbericht?) Also irgendwelche Unappetitlichkeiten finden sich haufenweise, in Hundertschaft.
Abg. Scheibner: Woher haben Sie den Rohbericht?
Ich habe jetzt den besagten Rechnungshof-Rohbericht hier. (Abg. Scheibner: Wo haben Sie den her?) Den habe ich mir sehr gut durchgelesen, und Sie könnten mir jetzt irgendeine Seite sagen, die ich aufschlagen soll – die können Sie ganz frei wählen –, und ich lese Ihnen dann dementsprechend entweder irgendeine Unregelmäßigkeit in der wirtschaftlichen Abwicklung vor oder eine Gesetzesverletzung oder irgendeine Ausgabe jenseits von Gut und Böse. (Abg. Scheibner: Woher haben Sie den Rohbericht?) Also irgendwelche Unappetitlichkeiten finden sich haufenweise, in Hundertschaft.
Abg. Scheibner: Wo haben Sie den Rohbericht her?
Aber ich habe für Sie da drei oder vier Beispiele herausgesucht, und ich habe ganz absichtlich keine spekulativen oder spektakulären Beispiele gewählt, sondern solche, die die Zeitungen gar nicht haben wollen, einfach deshalb, weil ich Ihnen auch darstellen möchte, dass hier System dahinter ist. (Abg. Scheibner: Wo haben Sie den Rohbericht her?) Es ist ja nicht so, dass es da irgendwelche Spitzen gibt, und wenn man die korrigieren kann, dann ist alles in Ordnung. Da wimmelt es wirklich, da sind so viele Beispiele von Unregelmäßigkeiten dicht beisammen. Da können Sie jetzt selbst urteilen.
Abg. Dr. Fasslabend: Ein guter Direktor!
Jetzt kann man aber noch etwas sagen: Ein Mann wie Seipel ist ja nicht nur Direktor und Geschäftsführer des Kunsthistorischen Museums (Abg. Dr. Fasslabend: Ein guter Direktor!), sondern er ist auch Universitätsrat, er ist Publikumsrat, er ist Stiftungsrat, er ist Archäologierat, er ist auch Hofrat, und ich frage mich: Was rät uns der denn in all diesen Institutionen? Diese Rats-Stellung ist mir eigentlich völlig unklar. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Und Sie sind Nationalrat!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Und Sie sind Nationalrat!
Jetzt kann man aber noch etwas sagen: Ein Mann wie Seipel ist ja nicht nur Direktor und Geschäftsführer des Kunsthistorischen Museums (Abg. Dr. Fasslabend: Ein guter Direktor!), sondern er ist auch Universitätsrat, er ist Publikumsrat, er ist Stiftungsrat, er ist Archäologierat, er ist auch Hofrat, und ich frage mich: Was rät uns der denn in all diesen Institutionen? Diese Rats-Stellung ist mir eigentlich völlig unklar. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Und Sie sind Nationalrat!)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Also, ich würde sagen, passen Sie auf, Sie haben jetzt noch die Gelegenheit, mit diesem Fristsetzungsantrag nur den Direktor in Frage zu stellen (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), und ich glaube, dass der letzten Endes nicht mehr haltbar ist. In zwei, drei Stunden gibt es dann meinen Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses. (Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen), Dieser betrifft die mangelnden Konsequenzen der Ministerin. Das können Sie natürlich auch abblocken ...
Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen
Also, ich würde sagen, passen Sie auf, Sie haben jetzt noch die Gelegenheit, mit diesem Fristsetzungsantrag nur den Direktor in Frage zu stellen (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), und ich glaube, dass der letzten Endes nicht mehr haltbar ist. In zwei, drei Stunden gibt es dann meinen Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses. (Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen), Dieser betrifft die mangelnden Konsequenzen der Ministerin. Das können Sie natürlich auch abblocken ...
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Dr. Zinggl.
(Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Dr. Zinggl.)
Abg. Mag. Hakl: Ich habe eine tatsächliche Berichtigung!
Der Nächste, der sich zu Wort gemeldet hat, ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Scheuch. Seine Redezeit beträgt 4 Minuten, so wie die Redezeit aller anderen Redner. (Abg. Mag. Hakl: Ich habe eine tatsächliche Berichtigung!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – auf dem Weg zum Rednerpult –: Pech gehabt!
Am Wort ist der Redner. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – auf dem Weg zum Rednerpult –: Pech gehabt!) Frau Abgeordnete, melden Sie sich bei der zuständigen Stelle. Ich habe das Wort bereits erteilt.
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Jakob Auer. – Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Es wurde heute von Seiten der SPÖ von irgendeinem Redner auch bereits einmal Kritik daran geübt, dass die Regierung solch ein Lobbying für die bäuerliche Bevölkerung macht und dass sie sich so stark für die Bauern einsetzt. – Ich muss sagen, ich habe mich selten so gefreut über eine Kritik der SPÖ, weil das der Beweis dafür ist, dass wir eine gute Agrarpolitik machen, und ich glaube auch, dass die SPÖ angehalten wäre, ihren Klassenkampf, der immer wieder hier stilisiert wird, aufzugeben. Speziell in Anbetracht dessen, dass, wie ich heute in den Medien lesen konnte, unsere ehemalige Kollegin, Frau Sima, die jetzt in Wien Landesrätin wurde, einen großen Bauernempfang gegeben hat und einen großen Erntedank auf Wiener Ebene feiert, möchte ich sagen, dass man sich, glaube ich, auch in der SPÖ dessen bewusst werden sollte, dass es gut wäre, wenn auch in der SPÖ der Stellenwert der Landwirtschaft entsprechend hochgehalten wird und nicht immer auf Basis des Klassenkampfes und Ständekampfes – Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Landwirtschaft – weitergearbeitet wird. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Jakob Auer. – Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Abg. Gradwohl: Man muss immer das Gesamte sehen!
Lieber Heinz, das ist eine ernste Sache! Ich bin auch immer wieder fasziniert, wenn ich miterlebe, wie ernst und wie emotional du im Ausschuss für Land- und Forstwirtschaft für die Anliegen der Bauern kämpfst, aber dann immer wieder mitklatscht, wenn deine Kollegen, die die Bauern und Bäuerinnen eben als nicht so wichtig erachten, was sagen. Dann bist du immer der oberste Klatscher, wenn es darum geht, hier Klassenkampf zu betreiben. (Abg. Gradwohl: Man muss immer das Gesamte sehen!) Also ich glaube einfach, man sollte hier nie – nie! – auf dem Rücken der bäuerlichen Bevölkerung Wasser predigen und Wein trinken. Das ist eine gefährliche Sache!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend noch einmal mein Appell auch an die Vertreter von den Grünen und von der SPÖ, diesen Klassenkampf zwischen Landwirtschaft, Forstwirtschaft und den restlichen Berufsgruppen wirklich aufzugeben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Abgeordnete Mag. Karin Hakl (ÖVP): Herr Präsident! Frau Abgeordnete Wurm hat noch vor der Unterbrechung gesagt, die Politik der ÖVP schade der Frauenbeschäftigungsquote. (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte tatsächlich berichtigen, dass Österreich bei der Frauenbeschäftigungsquote mit über 63 Prozent bereits ... (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ: Sehr peinlich!
Präsident Dr. Andreas Khol: Frau Abgeordnete, das ist ein Redebeitrag und keine tatsächliche Berichtigung. (Rufe bei der SPÖ: Sehr peinlich!)
Abg. Ellmauer: Alles ist vergänglich!
Im „WirtschaftsBlatt“ war gestern zu lesen: „Grasser jongliert mit vergänglichen Zahlen.“ (Abg. Ellmauer: Alles ist vergänglich!) – Wir sollten uns, wie bei jeder Budgetdebatte, vor Augen halten, dass die Zahlen, die uns heute vorliegen, leider nicht die Zahlen sind, mit denen wir endgültig rechnen können. Herr Staatssekretär, das ist wahrscheinlich auch Ihr tägliches Brot, mit dem Sie zu leben haben. Meistens sind die Umstände – unter denen Sie auch zu leiden haben – so, dass das, was man sich vorstellt, nicht eintrifft, dass also faktisch die Einnahmen- und die Ausgabensituation in einem Jahr anders sein wird, als sie uns jetzt zum Beispiel für das Jahr 2005 vorliegen. (Staatssekretär Dr. Finz: Ja, aber bisher haben wir eine sehr hohe Rate ...!) – Sie haben vielleicht eine hohe Trefferrate in der Annäherung gehabt, aber auch nicht immer. Ich kann es gerne für Sie wiederholen. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.)
Staatssekretär Dr. Finz: Ja, aber bisher haben wir eine sehr hohe Rate ...!
Im „WirtschaftsBlatt“ war gestern zu lesen: „Grasser jongliert mit vergänglichen Zahlen.“ (Abg. Ellmauer: Alles ist vergänglich!) – Wir sollten uns, wie bei jeder Budgetdebatte, vor Augen halten, dass die Zahlen, die uns heute vorliegen, leider nicht die Zahlen sind, mit denen wir endgültig rechnen können. Herr Staatssekretär, das ist wahrscheinlich auch Ihr tägliches Brot, mit dem Sie zu leben haben. Meistens sind die Umstände – unter denen Sie auch zu leiden haben – so, dass das, was man sich vorstellt, nicht eintrifft, dass also faktisch die Einnahmen- und die Ausgabensituation in einem Jahr anders sein wird, als sie uns jetzt zum Beispiel für das Jahr 2005 vorliegen. (Staatssekretär Dr. Finz: Ja, aber bisher haben wir eine sehr hohe Rate ...!) – Sie haben vielleicht eine hohe Trefferrate in der Annäherung gehabt, aber auch nicht immer. Ich kann es gerne für Sie wiederholen. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.)
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.
Im „WirtschaftsBlatt“ war gestern zu lesen: „Grasser jongliert mit vergänglichen Zahlen.“ (Abg. Ellmauer: Alles ist vergänglich!) – Wir sollten uns, wie bei jeder Budgetdebatte, vor Augen halten, dass die Zahlen, die uns heute vorliegen, leider nicht die Zahlen sind, mit denen wir endgültig rechnen können. Herr Staatssekretär, das ist wahrscheinlich auch Ihr tägliches Brot, mit dem Sie zu leben haben. Meistens sind die Umstände – unter denen Sie auch zu leiden haben – so, dass das, was man sich vorstellt, nicht eintrifft, dass also faktisch die Einnahmen- und die Ausgabensituation in einem Jahr anders sein wird, als sie uns jetzt zum Beispiel für das Jahr 2005 vorliegen. (Staatssekretär Dr. Finz: Ja, aber bisher haben wir eine sehr hohe Rate ...!) – Sie haben vielleicht eine hohe Trefferrate in der Annäherung gehabt, aber auch nicht immer. Ich kann es gerne für Sie wiederholen. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.)
Abg. Ellmauer: Jedes Jahr besser!
„Von Grassers bisherigen vier Budgets sind drei abgerechnet. Und jedes weicht mehr oder minder stark vom Plan ab.“ – Das steht im „WirtschaftsBlatt“. (Abg. Ellmauer: Jedes Jahr besser!) Besonders gravierend seien die Rechenfehler 2002 gewesen, da ist es „völlig aus dem Ruder“ gelaufen, und für das vergangene Jahr – wir haben es ja vormittags schon gehört – sind die Einnahmen aus der Umsatzsteuer um 700 Millio-
Staatssekretär Dr. Finz: Ende des Jahres werden wir sehen!
nen € geringer als erwartet und als budgetiert. (Staatssekretär Dr. Finz: Ende des Jahres werden wir sehen!)
Abg. Großruck: Da kennen Sie sich nicht aus!
Herr Kollege Großruck, Sie wissen es ja selber aus der Gemeindeperspektive. Wir haben auf Landesebene von heute auf morgen Einsparungsmaßnahmen von sage und schreibe 30 Millionen € innerhalb von 14 Tagen zu bewältigen, und Sie haben auf Gemeindeebene – ich glaube Grießkirchen ist nicht viel anders dran als Vöcklabruck – teilweise Rückgänge von bis zu 25 Prozent bei den Ertragsanteilen. (Abg. Großruck: Da kennen Sie sich nicht aus!)
Beifall bei den Grünen.
Auf der anderen Seite müssen Sie hier im Plenum stets für eine Budgetpolitik die Hand hochheben, die Ihnen zu Hause die Mittel raubt. Auf dieses Problem ist heute noch viel zu wenig hingewiesen worden. Da ja derzeit auch die Finanzausgleichsverhandlungen laufen, ist es, glaube ich, wert, auch einmal die Hand in diese Wunde zu legen und Sie darauf hinzuweisen, bitte auch auf Bundesebene eine Budgetpolitik zu betreiben, die vor Ort in den Gemeinden und in den Ländern Handlungsspielräume zulässt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Spezialdebatte wird uns dann noch Gelegenheit geben – und deswegen freue ich mich schon auf die einzelnen Spezialdebatten –, Ihre Budgetpolitik wirklich auf den Prüfstein zu stellen und noch systematisch abzuklopfen. – Danke einstweilen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Das stimmt nicht!
Ich möchte dazu auf den arbeitsmarktpolitischen Ansatz selbst kurz eingehen und ihn dann auch der Spezialdebatte vorbehalten lassen. Er betrifft 4,5 Milliarden €, von denen 1,9 Milliarden € alleine den Maßnahmen zur aktiven Arbeitsmarktpolitik dienen. (Abg. Öllinger: Das stimmt nicht!) Ich halte das für beachtenswert, und ich betone das deshalb, weil Sie sicherlich wieder behaupten werden, dass die Mittel für die aktive Arbeitsmarktpolitik sinken. – Das Gegenteil ist der Fall! Dieser Wert war noch nie so hoch. 1,9 Milliarden € ist fast doppelt so viel wie die Mittel, die im Jahr 1999 für aktive Arbeitsmarktpolitik ausgegeben wurden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte dazu auf den arbeitsmarktpolitischen Ansatz selbst kurz eingehen und ihn dann auch der Spezialdebatte vorbehalten lassen. Er betrifft 4,5 Milliarden €, von denen 1,9 Milliarden € alleine den Maßnahmen zur aktiven Arbeitsmarktpolitik dienen. (Abg. Öllinger: Das stimmt nicht!) Ich halte das für beachtenswert, und ich betone das deshalb, weil Sie sicherlich wieder behaupten werden, dass die Mittel für die aktive Arbeitsmarktpolitik sinken. – Das Gegenteil ist der Fall! Dieser Wert war noch nie so hoch. 1,9 Milliarden € ist fast doppelt so viel wie die Mittel, die im Jahr 1999 für aktive Arbeitsmarktpolitik ausgegeben wurden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Körperschaftsteuersenkung dient dem Erhalt und der Stärkung der österreichischen Arbeitsplätze! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neugebauer: Na bravo!
Ich weiß schon, die SPÖ seit Matznetter hat es wahrscheinlich anders geplant, nämlich die Sparbuchsteuer auf die 34 Prozent der Körperschaftsteuer anzuheben. (Abg. Neugebauer: Na bravo!) Das ist nicht unser Weg! Wir wollen mit Steuersenkung Arbeitsplätze, Aufschwung und Wachstum sicherstellen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich weiß schon, die SPÖ seit Matznetter hat es wahrscheinlich anders geplant, nämlich die Sparbuchsteuer auf die 34 Prozent der Körperschaftsteuer anzuheben. (Abg. Neugebauer: Na bravo!) Das ist nicht unser Weg! Wir wollen mit Steuersenkung Arbeitsplätze, Aufschwung und Wachstum sicherstellen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Und die meisten Jobs!
Es wurde unter anderem auch der Lissabon-Prozess angesprochen. Auch da ist viel versprochen worden, aber nichts gehalten worden. Ein ganz klares Ziel des Lissabon-Prozesses ist die Vollbeschäftigung. Was erreicht die Regierung? – Die höchste Arbeitslosigkeit in der Zweiten Republik, insbesondere auch die höchste Jugendarbeitslosigkeit. (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Und die meisten Jobs!) Wenn Ihnen die Jugendarbeitslosen egal sind und Sie die Zehntausenden Jugendlichen, die keine Arbeit haben, mit den Jobs, die geschaffen werden, beruhigen, dann ist das Ihr Problem. (Ruf bei der ÖVP: Schauen Sie sich Wien an!) Das entlarvt das Budget einmal mehr. (Abg. Ellmauer – ein Exemplar der Budgetrede in die Höhe haltend –: Habt ihr euch das angeschaut?)
Ruf bei der ÖVP: Schauen Sie sich Wien an!
Es wurde unter anderem auch der Lissabon-Prozess angesprochen. Auch da ist viel versprochen worden, aber nichts gehalten worden. Ein ganz klares Ziel des Lissabon-Prozesses ist die Vollbeschäftigung. Was erreicht die Regierung? – Die höchste Arbeitslosigkeit in der Zweiten Republik, insbesondere auch die höchste Jugendarbeitslosigkeit. (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Und die meisten Jobs!) Wenn Ihnen die Jugendarbeitslosen egal sind und Sie die Zehntausenden Jugendlichen, die keine Arbeit haben, mit den Jobs, die geschaffen werden, beruhigen, dann ist das Ihr Problem. (Ruf bei der ÖVP: Schauen Sie sich Wien an!) Das entlarvt das Budget einmal mehr. (Abg. Ellmauer – ein Exemplar der Budgetrede in die Höhe haltend –: Habt ihr euch das angeschaut?)
Abg. Ellmauer – ein Exemplar der Budgetrede in die Höhe haltend –: Habt ihr euch das angeschaut?
Es wurde unter anderem auch der Lissabon-Prozess angesprochen. Auch da ist viel versprochen worden, aber nichts gehalten worden. Ein ganz klares Ziel des Lissabon-Prozesses ist die Vollbeschäftigung. Was erreicht die Regierung? – Die höchste Arbeitslosigkeit in der Zweiten Republik, insbesondere auch die höchste Jugendarbeitslosigkeit. (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Und die meisten Jobs!) Wenn Ihnen die Jugendarbeitslosen egal sind und Sie die Zehntausenden Jugendlichen, die keine Arbeit haben, mit den Jobs, die geschaffen werden, beruhigen, dann ist das Ihr Problem. (Ruf bei der ÖVP: Schauen Sie sich Wien an!) Das entlarvt das Budget einmal mehr. (Abg. Ellmauer – ein Exemplar der Budgetrede in die Höhe haltend –: Habt ihr euch das angeschaut?)
Abg. Bucher: Zuwachsprämie 10 Prozent!
Auch die öffentlichen Investitionen sind diesbezüglich wichtig. Ein Ziel des Lissabon-Prozesses ist es, die öffentlichen Investitionen zu stärken. Was passiert in Österreich? – 2003 sind wir bei den öffentlichen Investitionen bereits Schlusslicht in der Europäischen Union, mit 50 Prozent unter dem Schnitt der EU. (Abg. Bucher: Zuwachsprämie 10 Prozent!)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn daher am Beginn der Budgetrede ausgeführt wurde, man hätte mutige Reformen gesetzt, dann muss ich da in einem Bereich tatsächlich zustimmen: Für ein derartiges wirtschaftspolitisches Chaos braucht man wirklich viel Mut! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Eine sei zuerst erwähnt: Gerade der Schwerpunkt in der Förderung der Forschung und Entwicklung, den sich diese Bundesregierung in diesem Budget gesetzt hat, bringt gute Investitionen für die Wirtschaft, denn Forschung und Entwicklung sind ein Motor für unsere Wirtschaft und tragen dazu bei, dass nachhaltig Arbeitsplätze gesichert werden und auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Reheis: Haben Sie das nicht gelesen?
Die Forschungs- und Entwicklungsquote ist in Österreich im Durchschnitt höher als die der Europäischen Union, seit die schwarz-blaue Regierung an der Macht ist. Die Statistik Austria hat berechnet, dass im Jahr 2004 fast 2,26 Prozent des BIP für Forschung und Entwicklung zur Verfügung stehen. (Abg. Reheis: Haben Sie das nicht gelesen?)
Abg. Reheis: Sie hat es nicht gelesen! – Abg. Mag. Wurm: Die haben Sie uns vorenthalten!
Ich weiß, Kollege Niederwieser, der jetzt gerade hereinkommt, und Kollege Broukal wollen diese Zahlen nicht glauben, aber ich kann Ihnen mathematisch mit Hilfe der Statistik Austria beweisen, dass diese Zahl sehr wohl Faktum ist und auch die tatsächliche Forschung und Entwicklung in Österreich darstellt. (Abg. Reheis: Sie hat es nicht gelesen! – Abg. Mag. Wurm: Die haben Sie uns vorenthalten!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Brosz: Was hat das mit den Arbeitslosenzahlen zu tun?
Auch wenn Kollege Öllinger gemeint hat, Kindererziehung sei keine Beschäftigung, finde ich es gut, dass unsere Regierungsmitglieder darauf achten, dass Kindererziehung als Leistung auch im Bereich der Pensionsharmonisierung einen wichtigen Stellenwert hat. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Brosz: Was hat das mit den Arbeitslosenzahlen zu tun?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
ständigen Angstmacherei und Verunsicherungspolitik, die Sie, meine Damen und Herren von der Opposition, immerzu betreiben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Die Rednerin atmet geräuschvoll aus. – Abg. Mag. Molterer: Wie schreibt man das? Was tun da die Stenographen?
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Staatssekretär! Ich habe mir die gestrige Rede des Finanzministers einmal dahingehend angeschaut, wofür er überall Geld ausgibt. Es ist wirklich sensationell: Er gibt mehr Geld aus für private Haushalte, für Forschung und Entwicklung, für Bildung und Ausbildung, für Infrastruktur, mehr Geld für Sicherheit, mehr Geld für Familien, mehr Geld für Wirtschaft, mehr Geld für Arbeitnehmer und Selbständige, Erwerbstätige und Pensionisten, Klein- und Mittelbetriebe, Großbetriebe, Alleinverdiener, Pendler, Landwirte, Einzelunternehmen und Personengesellschaften, GesmbHs und Aktiengesellschaften. (Die Rednerin atmet geräuschvoll aus. – Abg. Mag. Molterer: Wie schreibt man das? Was tun da die Stenographen?)
Beifall bei den Grünen.
Ich frage mich jetzt: Was ist denn eigentlich Ihr Ziel? Welche politische Steuerung nehmen Sie mit dieser Finanzpolitik vor? Sie setzen überhaupt keine Schwerpunkte! Sie verteilen das Geld gießkannenförmig, und der einzige Zweck, den Sie damit verfolgen, ist, bei den nächsten Wahlen etwas weniger schlecht auszusteigen, als Sie es sonst machen würden! Das ist der einzige Zweck Ihrer Finanzpolitik! Sonst haben Sie keinen! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Wenn man verfolgt, was die Rednerinnen und Redner von den Regierungsparteien und von der Opposition sagen, dann kann man sehr stark das Muster beobachten, dass von Seiten der Regierungsparteien immer wieder irgendwelche Statistiken genannt werden und gesagt wird, welchen Platz Österreich in irgendeiner Statistik einnimmt, und dass unser Zugang hingegen der ist, dass wir immer wieder sagen: Wie schaut denn die Realität all jener aus, die diese Statistik betrifft? (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Kollegin Brinek hat heute die Ausgaben für Bildung und Forschung wieder hoch gelobt, aber wenn man sich die Zustände an den Universitäten anschaut, dann zeigt sich einfach ein anderes Bild, davor kann man die Augen einfach nicht verschließen.
Abg. Ellmauer: Kinderabsetzbetrag nicht vergessen!
Der Finanzminister hat in seiner Absichtserklärung davon gesprochen, dass er die Stärkung der Kaufkraft der Familien und die Armutsbekämpfung als sehr wichtige Ziele ansieht. Er hat auch ein Beispiel gebracht, nämlich, dass eine allein erziehende Mutter jetzt plötzliche eine Verbesserung von 876 € monatlich hat. – Das werden wir uns noch anschauen! Tatsache ist aber auf jeden Fall, dass eine allein erziehende Mutter, die schon bisher keine Steuern gezahlt hat, weil ihr Verdienst unter der Grenze von 1 300 € lag, durch die Steuerreform nicht dazu gewonnen hat. (Abg. Ellmauer: Kinderabsetzbetrag nicht vergessen!)
Abg. Freund: Die zahlen keine Steuer!
ärgsten von Armut betroffen beziehungsweise gefährdet sind. Genau diese Menschen steigen bei Ihrer Steuerreform am allerschlechtesten aus. (Abg. Freund: Die zahlen keine Steuer!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Der Minister hat die Anhebung des Pflegegelds gelobt. Kollegin Haidlmayr hat ihn dafür schon kritisiert, weil es um lächerliche Beträge geht. Es geht aber auch um lächerliche Prozentzahlen. Es handelt sich nämlich um Steigerungen von 2 Prozent in acht Jahren! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Unsere und Ihre Gehälter sind in sieben Jahren um 4,8 Prozent gestiegen, und wir haben bei Gott andere Einkommen. All jenen aber, die es am notwendigsten brauchen, verweigern sie sogar diese Steigerung, die sie selber haben. So schaut Ihre Politik aus! Leider! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bitte Sie, diese Fakten einfach einmal anzunehmen beziehungsweise hinzunehmen, wenn Sie Finanzpolitik und Budgetpolitik für Österreich machen! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Berufstätige Frauen konnten wählen zwischen Vollkarenz und Teilkarenz, und sie hatten bei der Teilkarenz noch dazu die schöne Möglichkeit, dass sie arbeitsrechtlich abgesichert waren. Von einem Arbeitsverbot kann keine Rede sein! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
nehmer und Unternehmer von der Steuerreform 2004 und 2005. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das Budgetdefizit wird bei einem nominellen Wirtschaftswachstum von 4,3 Prozent nur 1,9 Prozent betragen – in der EU liegt der Durchschnitt bei 2,7 Prozent –, und die Verschuldensquote sinkt trotz eines Budgetdefizits. Die SPÖ hat der Wirtschafts- und Sicherheitspolitik der Regierung Schüssel nichts entgegenzusetzen. Diese Bundesregierung geht einen klaren Weg im Gegensatz zum Zickzackkurs der Opposition. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Diese Aufträge wären sonst nach Spanien oder China gegangen. Derzeit entsteht in Reichersberg ein neues Firmengebäude, und mehr als 200 Arbeitsplätze konnten dort neu entstehen. Es sind dies Arbeitsplätze für Frauen und natürlich auch für jungen Menschen, und deshalb ist das letzten Endes zu befürworten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dafür bedanke ich mich bei der Bundesregierung. Ich unterstütze gerne den weiteren konsequenten Weg in der Wirtschafts- und Sicherheitspolitik. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kuntzl – auf dem Weg zum Rednerpult –: Wir werden sehen, Herr Präsident!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Mag. Kuntzl. 3 Minuten Wunschredezeit. Wollen Sie weniger? (Abg. Mag. Kuntzl – auf dem Weg zum Rednerpult –: Wir werden sehen, Herr Präsident!) – Bitte, Frau Abgeordnete.
Abg. Ellmauer: Da irren Sie, Frau Kollegin!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Auch in der Familienpolitik wurde im vorliegenden Budget, in der Budgetrede des Finanzministers, die allgemeine Leitlinie, nämlich sehr viel versprechen und wenig einhalten, durchgezogen. (Abg. Ellmauer: Da irren Sie, Frau Kollegin!)
Abg. Mag. Molterer: Selbstverständlich!
schon Absicht sein! Klubobmann Molterer hat das heute in seiner Rede sehr nobel formuliert, indem er von Familienpolitik sprach, die sich „an unseren Wertvorstellungen orientiert“. (Abg. Mag. Molterer: Selbstverständlich!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Man wird doch Wertvorstellungen haben dürfen!
Es entspricht allerdings offensichtlich Ihren Wertvorstellungen, dass die Frauen zu Hause bleiben und nach dieser langen Zeit auch nicht mehr die Chance bekommen, in ihren Beruf ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Man wird doch Wertvorstellungen haben dürfen!) Ja, ja! Aber ich darf auch über Ihre Wertvorstellungen reden und wie sich diese auswirken! (Abg. Mag. Molterer: Sie haben doch auch Wertvorstellungen!) Ich werfe Ihnen nicht vor, dass Sie Wertvorstellungen haben, ich sage nur, dass ich diese nicht teile, wie sie sich offensichtlich darstellen!
Abg. Mag. Molterer: Sie haben doch auch Wertvorstellungen!
Es entspricht allerdings offensichtlich Ihren Wertvorstellungen, dass die Frauen zu Hause bleiben und nach dieser langen Zeit auch nicht mehr die Chance bekommen, in ihren Beruf ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Man wird doch Wertvorstellungen haben dürfen!) Ja, ja! Aber ich darf auch über Ihre Wertvorstellungen reden und wie sich diese auswirken! (Abg. Mag. Molterer: Sie haben doch auch Wertvorstellungen!) Ich werfe Ihnen nicht vor, dass Sie Wertvorstellungen haben, ich sage nur, dass ich diese nicht teile, wie sie sich offensichtlich darstellen!
Beifall bei der SPÖ.
Der nächste Punkt ist die Frage der Armutsbekämpfung: Auch diesbezüglich treffen Ihre Versprechungen nicht zu! In der ersten Zeit, während Kindergeld bezogen wird, mag das der Fall sein. Nachher jedoch nicht mehr, im Gegenteil: Wir wissen nämlich aus den Studien, dass jene Familien armutsgefährdet sind, in denen es mehrere Kinder gibt und nur ein Einkommen vorhanden ist. Das heißt: Die wichtigste Maßnahme gegen Kinderarmut ist, die Frauenberufstätigkeit zu fördern, weil zwei Einkommen in der Familie wichtig und notwendig sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Kindergartenmilliarde war wichtig und hat Impulse gesetzt. Ich denke, die realen Zahlen dazu, wie viele Plätze fehlen, zeigen, dass es dringend notwendig wäre, auch von Bundesseite her für die bessere Vereinbarkeit für Beruf und Familie und auch für das Recht des Kindes, diese wichtige pädagogische Betreuung zu bekommen, mehr Geld in die Hand zu nehmen, um entsprechende Anreize zu geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Abgeordneter Markus Fauland (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! (Zwischenruf bei der SPÖ.) Man lernt ja. Ich bin lernfähig, im Gegensatz zu manchen anderen hier im Haus. (Abg. Dr. Jarolim: Was haben Sie jetzt gelernt?)
Abg. Dr. Jarolim: Was haben Sie jetzt gelernt?
Abgeordneter Markus Fauland (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! (Zwischenruf bei der SPÖ.) Man lernt ja. Ich bin lernfähig, im Gegensatz zu manchen anderen hier im Haus. (Abg. Dr. Jarolim: Was haben Sie jetzt gelernt?)
Abg. Reheis: Denn sie wissen nicht, was sie tun!
Zum vorliegenden Budget: Aus unserer Sicht ist dieses Budget, wenn man die vergangenen Jahrzehnte auch einmal ganz kurz Revue passieren lässt, ein Budget, das in Generationen denkt und nicht in Legislaturperioden. (Abg. Reheis: Denn sie wissen nicht, was sie tun!) Es ist dies ein Budget, das sehr wohl in Dezennien denkt und auf zehn Jahre organisiert ist, und wenn man sagt, dass wir heute ein Defizit von 1,9 Prozent haben ... (Abg. Öllinger: Sie wissen doch nicht einmal die Zahlen von 2006!) Danke!
Abg. Öllinger: Sie wissen doch nicht einmal die Zahlen von 2006!
Zum vorliegenden Budget: Aus unserer Sicht ist dieses Budget, wenn man die vergangenen Jahrzehnte auch einmal ganz kurz Revue passieren lässt, ein Budget, das in Generationen denkt und nicht in Legislaturperioden. (Abg. Reheis: Denn sie wissen nicht, was sie tun!) Es ist dies ein Budget, das sehr wohl in Dezennien denkt und auf zehn Jahre organisiert ist, und wenn man sagt, dass wir heute ein Defizit von 1,9 Prozent haben ... (Abg. Öllinger: Sie wissen doch nicht einmal die Zahlen von 2006!) Danke!
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Wenn man zurückschaut, was die SPÖ in Zeiten der Hochkonjunktur an Budgetüberschüssen erwirtschaftet hat, dann wird man leere Bücher finden, denn es wurden keine erwirtschaftet, sondern man hat das gemeinsame Gehaltskonto, das jeder Österreicher und jede Österreicherin mit dem Staat hat, maßlos überzogen. Man hatte allerdings den Eindruck, dass es den damaligen Verantwortlichen egal war, was sich da an Schulden für die neuen Generationen auftürmte! (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Abg. Öllinger: Aha! Wo wollen Sie hin?
Jetzt aber ein kurzer Exkurs: Für mich ganz wesentlich ist der Bereich Sicherheit. Im Bereich Sicherheit zeigt diese Bundesregierung, dass die Bedürfnisse der Bevölkerung nach mehr Sicherheit sich auch in den Budgets ausdrücken und dass sich die Budgets auszeichnen durch die diesbezüglichen Erhöhungen im Bereich Justiz, im Bereich Inneres und auch im Bereich Landesverteidigung. Im Bereich Landesverteidigung liegen wir derzeit sicherlich noch nicht im europäischen Durchschnitt, aber man kann in diese Richtung arbeiten. (Abg. Öllinger: Aha! Wo wollen Sie hin?) Wir werden schon schauen!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es geht um die Frage der Grundversorgung der Bevölkerung mit Sicherheit. Diese Bundesregierung ist sich dieser Verantwortung bewusst, und die Mehrausgaben werden sich auch in ein sichereres Österreich niederschlagen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Spiel“ ist die richtige Bezeichnung!
Abgeordneter Dieter Brosz (Grüne): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Es ist eine Freude, Sie hier wieder zu sehen! Jetzt kann man das Spiel von Kollegen Öllinger fortsetzen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Spiel“ ist die richtige Bezeichnung!) Ich hätte nämlich auch eine konkrete Frage, wie sich da im Budget etwas ausgehen soll.
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Das sind die Landeslehrer. Das ist ja nicht wenig! Wenn man sich dann die Entwicklung ansieht, dann stellt man fest, dass das seit 2000 relativ konstant geblieben ist, und zwar unter anderem dadurch, dass es eine Erhöhung der Lehrverpflichtung gegeben hat und dass die Schülerzahlen auch von den letzten Jahren zurückgegangen sind. Aber selbst mit diesen Maßnahmen ist man nicht zu einer Kostensenkung gekommen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Das sind mehr als 2 Prozent weniger Budget! Kollege Neugebauer kennt sich da wahrscheinlich auch genauer aus, was das bedeutet: 2 Prozent weniger budgetiert für die Landeslehrer als im Vorjahr – bei einem Struktureffekt, der in etwa 2 Prozent ausmachen wird, die man eigentlich dazubudgetieren müsste! – Angeblich sollen es heuer 1 Prozent weniger Schüler gewesen sein. Also da fehlen irgendwie einige Prozente bei der Dotierung der Landeslehrer, und es scheint, dass es noch notwendig ist, zu klären, wo sie hingekommen sind. Vielleicht können Sie das auch entsprechend beantworten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich sage Ihnen, dass für uns Bildung, Universitäten, Forschung mehr Gewicht haben als der große Jubel über eine Abgabenquote, die vielleicht noch um 0,2 oder 0,3 Prozent gesenkt werden konnte. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neudeck – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Großruck –: Stimmt das, dass du für den Literatur-Nobelpreis vorgeschlagen bist ...?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Großruck zu Wort. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 5 Minuten. (Abg. Neudeck – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Großruck –: Stimmt das, dass du für den Literatur-Nobelpreis vorgeschlagen bist ...?)
Abg. Mag. Wurm: Machen Sie einen Reim! Reimen!
Wenn man sich anschaut, was hängen geblieben ist – und man braucht sich nur die Reden der vergangenen Jahre, die der Vorsitzende Gusenbauer hier in diesem Saal gehalten hat, anzuschauen –, so stellt man fest, dass seine Reden faktisch im Maßstab 1 : 1 jedes Jahr die gleichen sind. In Erinnerung bleibt: die soziale Kälte, die Politik der Regierung, heute ist noch die Armut dazugekommen und dass die Leute verhungern und erfrieren müssen – und dann die bekannten Stehsätze. Das glaubt Ihnen doch niemand mehr! Diese Leier, die Sie permanent herunterleiern, die Frau Bures, der Herr Gusenbauer und alle anderen, das hängt doch den Leuten schon zum Hals heraus! Das glaubt niemand! (Abg. Mag. Wurm: Machen Sie einen Reim! Reimen!) Sie haben nur nicht die Möglichkeit – und Sie werden sie lange nicht haben –, das, was Sie kritisieren, auch realisieren zu können. Aber, meine Damen und Herren, es gibt ein Sprichwort: An ihren Taten werdet ihr sie erkennen! (Abg. Mag. Wurm: Nein, das ist ein Bibelzitat!)
Abg. Mag. Wurm: Nein, das ist ein Bibelzitat!
Wenn man sich anschaut, was hängen geblieben ist – und man braucht sich nur die Reden der vergangenen Jahre, die der Vorsitzende Gusenbauer hier in diesem Saal gehalten hat, anzuschauen –, so stellt man fest, dass seine Reden faktisch im Maßstab 1 : 1 jedes Jahr die gleichen sind. In Erinnerung bleibt: die soziale Kälte, die Politik der Regierung, heute ist noch die Armut dazugekommen und dass die Leute verhungern und erfrieren müssen – und dann die bekannten Stehsätze. Das glaubt Ihnen doch niemand mehr! Diese Leier, die Sie permanent herunterleiern, die Frau Bures, der Herr Gusenbauer und alle anderen, das hängt doch den Leuten schon zum Hals heraus! Das glaubt niemand! (Abg. Mag. Wurm: Machen Sie einen Reim! Reimen!) Sie haben nur nicht die Möglichkeit – und Sie werden sie lange nicht haben –, das, was Sie kritisieren, auch realisieren zu können. Aber, meine Damen und Herren, es gibt ein Sprichwort: An ihren Taten werdet ihr sie erkennen! (Abg. Mag. Wurm: Nein, das ist ein Bibelzitat!)
Ironische Heiterkeit der Abg. Hagenhofer.
Jetzt möchte ich Ihnen schon eines sagen: Die Entscheidung, sparen zu müssen, mag legitim sein. Aber hier in einem Handstreich, über Nacht einfach das Dienstrecht zu ändern, wie es der Vorstand und der Aufsichtsrat – der sozialistisch dominierte – gemacht haben, die ganzen Mitarbeiter auszusperren, Dienstrechte abzuändern, erworbene Rechte über den Haufen zu werfen, definitive Dienststellungen, Pensionszusagen nicht mehr in der bisherigen Qualität zuzulassen, das ist Marke SPÖ! Ich würde mich fürchten, wenn diese auch hier in der Politik mehr zu sagen hätte. Da lobe ich mir die Sensibilität, mit der die Regierung Reformen gemacht hat. (Ironische Heiterkeit der Abg. Hagenhofer.) Das ist Qualität – und nicht das, was Sie bei der Bank Austria jetzt Ihren Mitarbeitern gegenüber unter Beweis gestellt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt möchte ich Ihnen schon eines sagen: Die Entscheidung, sparen zu müssen, mag legitim sein. Aber hier in einem Handstreich, über Nacht einfach das Dienstrecht zu ändern, wie es der Vorstand und der Aufsichtsrat – der sozialistisch dominierte – gemacht haben, die ganzen Mitarbeiter auszusperren, Dienstrechte abzuändern, erworbene Rechte über den Haufen zu werfen, definitive Dienststellungen, Pensionszusagen nicht mehr in der bisherigen Qualität zuzulassen, das ist Marke SPÖ! Ich würde mich fürchten, wenn diese auch hier in der Politik mehr zu sagen hätte. Da lobe ich mir die Sensibilität, mit der die Regierung Reformen gemacht hat. (Ironische Heiterkeit der Abg. Hagenhofer.) Das ist Qualität – und nicht das, was Sie bei der Bank Austria jetzt Ihren Mitarbeitern gegenüber unter Beweis gestellt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Eine Großruck-Kette!
Meine Damen und Herren! Ich vermisse die Demonstranten irgendwo in der Löwelstraße. Hätte das die Regierung gemacht, dann wäre um das ganze Parlament herum schon eine Menschenkette oder weiß Gott was gewesen. – So ist Ihre Politik. Das müssen Sie aber selbst wissen (Abg. Dr. Jarolim: Eine Großruck-Kette!), wie Sie damit fertig werden. – Herr ... – Wie heißt der Herr Abgeordnete, der jetzt hereingerufen hat? (Ruf bei der ÖVP: „Eurolim“!) Der Herr Jarolim, ja. Entschuldigung, ich kenne Sie zwar, aber Ihr Name ist mir momentan nicht eingefallen. (Abg. Dr. Jarolim: Da muss ich wieder öfter ...!)
Ruf bei der ÖVP: „Eurolim“!
Meine Damen und Herren! Ich vermisse die Demonstranten irgendwo in der Löwelstraße. Hätte das die Regierung gemacht, dann wäre um das ganze Parlament herum schon eine Menschenkette oder weiß Gott was gewesen. – So ist Ihre Politik. Das müssen Sie aber selbst wissen (Abg. Dr. Jarolim: Eine Großruck-Kette!), wie Sie damit fertig werden. – Herr ... – Wie heißt der Herr Abgeordnete, der jetzt hereingerufen hat? (Ruf bei der ÖVP: „Eurolim“!) Der Herr Jarolim, ja. Entschuldigung, ich kenne Sie zwar, aber Ihr Name ist mir momentan nicht eingefallen. (Abg. Dr. Jarolim: Da muss ich wieder öfter ...!)
Abg. Dr. Jarolim: Da muss ich wieder öfter ...!
Meine Damen und Herren! Ich vermisse die Demonstranten irgendwo in der Löwelstraße. Hätte das die Regierung gemacht, dann wäre um das ganze Parlament herum schon eine Menschenkette oder weiß Gott was gewesen. – So ist Ihre Politik. Das müssen Sie aber selbst wissen (Abg. Dr. Jarolim: Eine Großruck-Kette!), wie Sie damit fertig werden. – Herr ... – Wie heißt der Herr Abgeordnete, der jetzt hereingerufen hat? (Ruf bei der ÖVP: „Eurolim“!) Der Herr Jarolim, ja. Entschuldigung, ich kenne Sie zwar, aber Ihr Name ist mir momentan nicht eingefallen. (Abg. Dr. Jarolim: Da muss ich wieder öfter ...!)
Abg. Brosz: Ja, ja!
Lieber Kollege Kogler! – Ist er da? – Nein. Aber es hat zuerst auch Kollege Brosz gesagt, dass mit der Steuerreform die Großunternehmer gefördert werden. Habe ich da richtig gehört? Stimmt das? (Abg. Brosz: Ja, ja!) Jetzt nehmen wir einmal die Großunternehmer her. Ich nehme einmal den „Herrn BMW“ her. (Ruf bei der SPÖ: Was?) Das ist ein Großunternehmer. – Den „Herrn BMW“ gibt es nicht, das wissen wir, das ist ein Großunternehmen (Abg. Dr. Puswald – zwischen den vorderen Bankreihen stehend –: Ein „Großruck-Unternehmen“!), das durch die Steuerreform gefördert wird, um den Wirtschaftsstandort Österreich attraktiv zu machen, um hier Betriebe anzusiedeln, um hier Arbeitsplätze zu schaffen!
Ruf bei der SPÖ: Was?
Lieber Kollege Kogler! – Ist er da? – Nein. Aber es hat zuerst auch Kollege Brosz gesagt, dass mit der Steuerreform die Großunternehmer gefördert werden. Habe ich da richtig gehört? Stimmt das? (Abg. Brosz: Ja, ja!) Jetzt nehmen wir einmal die Großunternehmer her. Ich nehme einmal den „Herrn BMW“ her. (Ruf bei der SPÖ: Was?) Das ist ein Großunternehmer. – Den „Herrn BMW“ gibt es nicht, das wissen wir, das ist ein Großunternehmen (Abg. Dr. Puswald – zwischen den vorderen Bankreihen stehend –: Ein „Großruck-Unternehmen“!), das durch die Steuerreform gefördert wird, um den Wirtschaftsstandort Österreich attraktiv zu machen, um hier Betriebe anzusiedeln, um hier Arbeitsplätze zu schaffen!
Abg. Dr. Puswald – zwischen den vorderen Bankreihen stehend –: Ein „Großruck-Unternehmen“!
Lieber Kollege Kogler! – Ist er da? – Nein. Aber es hat zuerst auch Kollege Brosz gesagt, dass mit der Steuerreform die Großunternehmer gefördert werden. Habe ich da richtig gehört? Stimmt das? (Abg. Brosz: Ja, ja!) Jetzt nehmen wir einmal die Großunternehmer her. Ich nehme einmal den „Herrn BMW“ her. (Ruf bei der SPÖ: Was?) Das ist ein Großunternehmer. – Den „Herrn BMW“ gibt es nicht, das wissen wir, das ist ein Großunternehmen (Abg. Dr. Puswald – zwischen den vorderen Bankreihen stehend –: Ein „Großruck-Unternehmen“!), das durch die Steuerreform gefördert wird, um den Wirtschaftsstandort Österreich attraktiv zu machen, um hier Betriebe anzusiedeln, um hier Arbeitsplätze zu schaffen!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dasselbe ist der Fall bei Magna, bei MAN, bei der Voest, wo das größte Investment in der Geschichte der Voest stattfinden soll – nicht, weil sie es so gut gemacht haben, sondern weil die kommende Steuerreform die Betriebe anreizt, das zu tun, und damit Arbeitsplätze geschaffen werden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: ... Grasser heißt er!
Meine Damen und Herren! Ich komme zur Zickzackpolitik der SPÖ. Wir haben ja das Wirtschaftsprogramm heute schon einige Male gehört: einmal auf, einmal ab. Da wird zuerst die Grundsteuer erhöht, die Sparbuchsteuer erhöht, die Erbschaftssteuer wird erhöht, die Erträge werden erhöht, die Beiträge werden erhöht – und dann gilt alles nicht mehr. Es kennt sich also niemand mehr aus. (Abg. Mag. Wurm: ... Grasser heißt er!) Es wird zu Recht von einer Zickzackpolitik gesprochen. Inzwischen schreiben auch die Zeitungen schon darüber.
Abg. Dr. Puswald: Die Zeit ist aus, Herr Kollege!
Ich darf Ihnen, meine Damen und Herren, da meine Redezeit zu Ende ist, noch resümierend einen eineinhalbfachen Vierzeiler bringen. (Abg. Dr. Puswald: Die Zeit ist aus, Herr Kollege!) – Hören Sie zu, Herr Puswald! Sie kommen dann ohnehin noch heraus ans Rednerpult. – An und für sich haben wir vereinbart, Frau Präsidentin, dass es nicht sein sollte, dass jemand vorne steht und dazwischenruft. Aber es ist sehr amüsant, wenn wir Ihre qualifizierten Beiträge hören, Herr Puswald. Danke schön!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Neudeck – zu dem auf seinen Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Großruck –: Was gibt Stockholm her?
Das ist Ihre Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Neudeck – zu dem auf seinen Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Großruck –: Was gibt Stockholm her?)
Abg. Dr. Puswald: Ich bitte um Vergebung! – Abg. Neudeck: Aber der Herr Kollege Puswald kennt sich nicht aus bei der Geschäftsordnung! – Gegenrufe bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Aber das ist quasi die Geschäftsordnung! Eine Interpretation der Geschäftsordnung! – Man muss auch die Urteile kennen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Puswald! Es ist vollkommen richtig, was Herr Abgeordneter Großruck gesagt hat: Zwischenrufe, die nicht vom Platz aus erfolgen, werden nicht gestattet. (Abg. Dr. Puswald: Ich bitte um Vergebung! – Abg. Neudeck: Aber der Herr Kollege Puswald kennt sich nicht aus bei der Geschäftsordnung! – Gegenrufe bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Aber das ist quasi die Geschäftsordnung! Eine Interpretation der Geschäftsordnung! – Man muss auch die Urteile kennen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Puswald – auf die ÖVP weisend, zu dem auf seinen Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Dr. Einem –: Herr Abgeordneter, das ist eine Wirtshauspartei und keine Wirtschaftspartei! Darum wissen sie das nicht!
Richtig ist, dass es im Aufsichtsrat und im Vorstand jeweils einen Sozialdemokraten gibt, dass dort sonst eine schwarze Mehrheit besteht und dass das daher ein Beispiel für konservative Personalpolitik ist! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Puswald – auf die ÖVP weisend, zu dem auf seinen Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Dr. Einem –: Herr Abgeordneter, das ist eine Wirtshauspartei und keine Wirtschaftspartei! Darum wissen sie das nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Wurm: Als Bürgermeister!
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! – Möglicherweise ist er irgendwo. – Hohes Haus! Mit meinem unmittelbaren Vorredner Großruck muss ich mich nicht auseinander setzen. Er hat es vermieden, irgendetwas zum Budget zu sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Wurm: Als Bürgermeister!)
Abg. Ellmauer: Da liegen Sie falsch, Herr Kollege! Völlig falsch!
Wahrscheinlich wollten Sie sich ersparen, über dieses Trauerspiel-Budget etwas zu reden, und haben sich stattdessen mit uns und unserem Wirtschaftsprogramm beschäftigt – sicher ein lohnendes Unternehmen! (Abg. Ellmauer: Da liegen Sie falsch, Herr Kollege! Völlig falsch!) Lesen Sie es erst einmal, dann können Sie das nächste Mal sicher noch viel kompetenter darüber reden!
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Kommen wir zum Bildungsbudget; zunächst noch ein paar Sätze zu den Universitäten. Kollege Bucher hat heute in seiner Rede gemeint, Sie hätten desolate Universitäten übernehmen müssen. – Ich bitte Sie, diese Aussage auch zu treffen, wenn dann Ministerin Gehrer hier sitzt, denn als Sie im Jahr 2000 an die Regierung gekommen sind, hat Ministerin Gehrer schon fünf Jahre ihr Amt ausgeübt. Sagen Sie ihr, dass sie Ihnen desolate Universitäten hinterlassen hat, und sagen Sie das nicht uns! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Bundesminister für Finanzen! Auch das sind Rankings – und es sind Rankings, über die sich eigentlich niemand hier im Saal freuen kann. Und die Zahl der Menschen, die das Ende dieser bildungsfeindlichen Regierung herbeisehnen, wird von Tag zu Tag größer. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In Bezug auf den Vorredner darf ich sagen, meine Damen und Herren: Das Budget der Frau Bundesminister Gehrer steigt. Auch wenn Sie es um die Bilanzverlängerung bereinigen, steigt es an, weil wir natürlich im Bereich der Forschung, im Bereich der Bildung einen Schwerpunkt gesetzt haben. Und wir sind uns sicher, dass sich das auch in guter Qualität bei unseren Schulen und vor allem dann auch bei den Schülerinnen und Schülern positiv für die Zukunft auswirken wird. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ruf – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dolinschek –: Sag was G’scheites!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dolinschek zu Wort gemeldet. Herr Abgeordneter, Ihre freiwillige Redezeit habe ich auf 3 Minuten eingestellt. – Bitte. (Ruf – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dolinschek –: Sag was G’scheites!)
Beifall der Abgeordneten Bucher und Neudeck.
Ich möchte noch erwähnen, dass das Pflegegeld ebenfalls erstmals seit langem – ich glaube, seit 1995 – erhöht wird, und zwar um plus 2 Prozent. Dies ist für die Pflegebedürftigen in Österreich ein wichtiger Schritt. Aber auch bei der Steuerreform mit einer Gesamtentlastung von 3 Millionen €, die zu gleichen Teilen auf Betriebe und Arbeitnehmer aufgeteilt ist, ist ein ganz wichtiger Punkt, dass die Familien entlastet worden sind: 230 Millionen kommen vor allem den Familien zugute. (Beifall der Abgeordneten Bucher und Neudeck.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich muss sagen: In der Vergangenheit hat es keine Bundesregierung gegeben, die so viel in die Zukunft unseres Landes investiert hat wie diese! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Oje!
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen des Hohen Hauses! Ich möchte einen unverdächtigen Zeugen (Ruf bei der ÖVP: Oje!) sozusagen anrufen, und zwar den Rechnungshof, der in den letzten Jahren die Maßnahmen des Bundes überprüft hat. (Abg. Neudeck: Sie dürfen aber nicht telefonieren da herinnen!)
Abg. Neudeck: Sie dürfen aber nicht telefonieren da herinnen!
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen des Hohen Hauses! Ich möchte einen unverdächtigen Zeugen (Ruf bei der ÖVP: Oje!) sozusagen anrufen, und zwar den Rechnungshof, der in den letzten Jahren die Maßnahmen des Bundes überprüft hat. (Abg. Neudeck: Sie dürfen aber nicht telefonieren da herinnen!)
Ruf bei der ÖVP: ... Mischung!
Der Bundesrechnungshof sagt dazu weiters: „Aus volkswirtschaftlicher Sicht war die Entwicklung der Finanzierungssalden des Gesamtstaates im Jahr 2001 überwiegend auf einnahmenseitige und im Jahr 2002 überwiegend auf ausgabenseitige Maßnahmen zurückzuführen.“ (Ruf bei der ÖVP: ... Mischung!)
Abg. Kopf: Ach, so war das!
Ja, das haben wir gemerkt, dass das zuerst einnahmenseitig war, denn es gab eine enorme Steigerung der Abgaben, die Sie zuerst so kritisiert haben. Der Finanzminister hat sich von den Einwohnerinnen und Einwohnern dieses Landes all das geholt, was er zur Konsolidierung gebraucht hat. Es hat aber zu eben dieser hohen Abgabenquote geführt! Damit hat den Leuten, uns allen, das Geld für die Ausgaben des täglichen Lebens zunehmend gefehlt, die Nachfrage ist dramatisch eingebrochen. (Abg. Kopf: Ach, so war das!) Immer noch ist das so, aber seit 2000 hören wir: Aufschwung ist in Sicht, Herr Kopf! Aufschwung ist in Sicht – ganz lang schon. Es muss ein langer Aufschwung sein, der so lang braucht, bis er bei uns ist.
Abg. Ellmauer: So viel Unsinn auf einmal ist schwer zu verkraften!
Dann hat sich Herr Mag. Grasser gedacht, dass er jetzt zurückrudern muss, es müsse bei den Ausgaben gespart werden – was er eigentlich schon vorher vorgehabt hat. Das hat sich aber in erster Linie auf die Länder und die Gemeinden ausgewirkt. (Abg. Ellmauer: So viel Unsinn auf einmal ist schwer zu verkraften!)
Abg. Kopf: Ich spüre es auch zu Hause, wenn ich spare!
Die Länder und Gemeinden haben also gespart. Die Auswirkungen davon spüren die Bürgerinnen und Bürger täglich. Wir spüren es bei der Verschlechterung des öffentlichen Nahverkehrs, wir leben mit randvollen Klassen in den öffentlichen Schulen. (Abg. Kopf: Ich spüre es auch zu Hause, wenn ich spare!) Ja! Nahversorger sperren zu. Vielleicht haben Sie auch gar keinen Krämer mehr ums Eck. Beratungseinrichtungen werden ausgehungert, und die Gemeinden haben in einem hohen Ausmaß Aufgaben übernommen, für die sie gar nicht bezahlt werden.
Abg. Kopf: ... CDU haben Sie gesagt!
Zum anderen ist es – das ist in diesem Fall ein Zitat eines CDU-Bürgermeisters – eine Folge einer falschen Steuerpolitik, die fast ausschließlich große Kapitalgesellschaften begünstigt. (Abg. Kopf: ... CDU haben Sie gesagt!) – In Deutschland, ja! Sie zitieren ja immer Deutschland. (Abg. Kopf: Wir sind im österreichischen Nationalrat!) – Ja, ja, aber Sie zitieren ja immer die rot-grüne Politik. (Abg. Neudeck: Ah, doch!) Die sind also auch schon darauf gekommen: Es ist ganz schlecht, wenn man ausschließlich große Kapitalgesellschaften begünstigt. (Ruf bei der ÖVP: Wie schaut das in der Schweiz aus?) Dieser Bürgermeister befürchtet, dass die Kommunen über kurz oder lang in diesem desaströsen Steuerwettbewerb nicht bestehen werden können.
Abg. Kopf: Wir sind im österreichischen Nationalrat!
Zum anderen ist es – das ist in diesem Fall ein Zitat eines CDU-Bürgermeisters – eine Folge einer falschen Steuerpolitik, die fast ausschließlich große Kapitalgesellschaften begünstigt. (Abg. Kopf: ... CDU haben Sie gesagt!) – In Deutschland, ja! Sie zitieren ja immer Deutschland. (Abg. Kopf: Wir sind im österreichischen Nationalrat!) – Ja, ja, aber Sie zitieren ja immer die rot-grüne Politik. (Abg. Neudeck: Ah, doch!) Die sind also auch schon darauf gekommen: Es ist ganz schlecht, wenn man ausschließlich große Kapitalgesellschaften begünstigt. (Ruf bei der ÖVP: Wie schaut das in der Schweiz aus?) Dieser Bürgermeister befürchtet, dass die Kommunen über kurz oder lang in diesem desaströsen Steuerwettbewerb nicht bestehen werden können.
Abg. Neudeck: Ah, doch!
Zum anderen ist es – das ist in diesem Fall ein Zitat eines CDU-Bürgermeisters – eine Folge einer falschen Steuerpolitik, die fast ausschließlich große Kapitalgesellschaften begünstigt. (Abg. Kopf: ... CDU haben Sie gesagt!) – In Deutschland, ja! Sie zitieren ja immer Deutschland. (Abg. Kopf: Wir sind im österreichischen Nationalrat!) – Ja, ja, aber Sie zitieren ja immer die rot-grüne Politik. (Abg. Neudeck: Ah, doch!) Die sind also auch schon darauf gekommen: Es ist ganz schlecht, wenn man ausschließlich große Kapitalgesellschaften begünstigt. (Ruf bei der ÖVP: Wie schaut das in der Schweiz aus?) Dieser Bürgermeister befürchtet, dass die Kommunen über kurz oder lang in diesem desaströsen Steuerwettbewerb nicht bestehen werden können.
Ruf bei der ÖVP: Wie schaut das in der Schweiz aus?
Zum anderen ist es – das ist in diesem Fall ein Zitat eines CDU-Bürgermeisters – eine Folge einer falschen Steuerpolitik, die fast ausschließlich große Kapitalgesellschaften begünstigt. (Abg. Kopf: ... CDU haben Sie gesagt!) – In Deutschland, ja! Sie zitieren ja immer Deutschland. (Abg. Kopf: Wir sind im österreichischen Nationalrat!) – Ja, ja, aber Sie zitieren ja immer die rot-grüne Politik. (Abg. Neudeck: Ah, doch!) Die sind also auch schon darauf gekommen: Es ist ganz schlecht, wenn man ausschließlich große Kapitalgesellschaften begünstigt. (Ruf bei der ÖVP: Wie schaut das in der Schweiz aus?) Dieser Bürgermeister befürchtet, dass die Kommunen über kurz oder lang in diesem desaströsen Steuerwettbewerb nicht bestehen werden können.
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Grasser rudert weiter und sagt: Gut, was machen wir im Jahr 2005? – Erstens: eine Rückkehr zur altbekannten Schuldenmacherei, das kennt man schon, wie das geht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) Das Blöde ist nur, dass jetzt schon fast das ganze Familiensilber verhökert ist, und das heißt: Es steigt neuerlich die Belastung im Budget! Was haben wir dann zu erwarten? – Wir haben eine neue Auswahl von flotten Sprüchen zu erwarten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Grasser rudert weiter und sagt: Gut, was machen wir im Jahr 2005? – Erstens: eine Rückkehr zur altbekannten Schuldenmacherei, das kennt man schon, wie das geht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) Das Blöde ist nur, dass jetzt schon fast das ganze Familiensilber verhökert ist, und das heißt: Es steigt neuerlich die Belastung im Budget! Was haben wir dann zu erwarten? – Wir haben eine neue Auswahl von flotten Sprüchen zu erwarten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Niederwieser: Finz!
„Leistung aus Leidenschaft!“ (Abg. Dr. Niederwieser: Finz!), „Das ist die erfolgreiche Finanzpolitik!“ (Rufe bei der ÖVP: Van der Bellen!), „Im Mittelpunkt: Wert steigern!“ (Abg. Öllinger: Grasser! – Rufe bei der ÖVP: Gusenbauer!), „Sozial ist, was Arbeit schafft!“ (Rufe: Wieder Gusenbauer! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, das ist Haider!), „Nichts ist unmöglich!“ (Ruf: Gusenbauer! – Abg. Öllinger: Grasser!), „Nachhaltig denken, verantwortungsvoll handeln, dauerhaft erfolgreich sein!“ (Abg. Dr. Glawischnig: Molterer!), „Zukunft aktiv gestalten!“. (Ruf: Scheuch!)
Rufe bei der ÖVP: Van der Bellen!
„Leistung aus Leidenschaft!“ (Abg. Dr. Niederwieser: Finz!), „Das ist die erfolgreiche Finanzpolitik!“ (Rufe bei der ÖVP: Van der Bellen!), „Im Mittelpunkt: Wert steigern!“ (Abg. Öllinger: Grasser! – Rufe bei der ÖVP: Gusenbauer!), „Sozial ist, was Arbeit schafft!“ (Rufe: Wieder Gusenbauer! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, das ist Haider!), „Nichts ist unmöglich!“ (Ruf: Gusenbauer! – Abg. Öllinger: Grasser!), „Nachhaltig denken, verantwortungsvoll handeln, dauerhaft erfolgreich sein!“ (Abg. Dr. Glawischnig: Molterer!), „Zukunft aktiv gestalten!“. (Ruf: Scheuch!)
Abg. Öllinger: Grasser! – Rufe bei der ÖVP: Gusenbauer!
„Leistung aus Leidenschaft!“ (Abg. Dr. Niederwieser: Finz!), „Das ist die erfolgreiche Finanzpolitik!“ (Rufe bei der ÖVP: Van der Bellen!), „Im Mittelpunkt: Wert steigern!“ (Abg. Öllinger: Grasser! – Rufe bei der ÖVP: Gusenbauer!), „Sozial ist, was Arbeit schafft!“ (Rufe: Wieder Gusenbauer! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, das ist Haider!), „Nichts ist unmöglich!“ (Ruf: Gusenbauer! – Abg. Öllinger: Grasser!), „Nachhaltig denken, verantwortungsvoll handeln, dauerhaft erfolgreich sein!“ (Abg. Dr. Glawischnig: Molterer!), „Zukunft aktiv gestalten!“. (Ruf: Scheuch!)
Rufe: Wieder Gusenbauer! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, das ist Haider!
„Leistung aus Leidenschaft!“ (Abg. Dr. Niederwieser: Finz!), „Das ist die erfolgreiche Finanzpolitik!“ (Rufe bei der ÖVP: Van der Bellen!), „Im Mittelpunkt: Wert steigern!“ (Abg. Öllinger: Grasser! – Rufe bei der ÖVP: Gusenbauer!), „Sozial ist, was Arbeit schafft!“ (Rufe: Wieder Gusenbauer! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, das ist Haider!), „Nichts ist unmöglich!“ (Ruf: Gusenbauer! – Abg. Öllinger: Grasser!), „Nachhaltig denken, verantwortungsvoll handeln, dauerhaft erfolgreich sein!“ (Abg. Dr. Glawischnig: Molterer!), „Zukunft aktiv gestalten!“. (Ruf: Scheuch!)
Ruf: Gusenbauer! – Abg. Öllinger: Grasser!
„Leistung aus Leidenschaft!“ (Abg. Dr. Niederwieser: Finz!), „Das ist die erfolgreiche Finanzpolitik!“ (Rufe bei der ÖVP: Van der Bellen!), „Im Mittelpunkt: Wert steigern!“ (Abg. Öllinger: Grasser! – Rufe bei der ÖVP: Gusenbauer!), „Sozial ist, was Arbeit schafft!“ (Rufe: Wieder Gusenbauer! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, das ist Haider!), „Nichts ist unmöglich!“ (Ruf: Gusenbauer! – Abg. Öllinger: Grasser!), „Nachhaltig denken, verantwortungsvoll handeln, dauerhaft erfolgreich sein!“ (Abg. Dr. Glawischnig: Molterer!), „Zukunft aktiv gestalten!“. (Ruf: Scheuch!)
Abg. Dr. Glawischnig: Molterer!
„Leistung aus Leidenschaft!“ (Abg. Dr. Niederwieser: Finz!), „Das ist die erfolgreiche Finanzpolitik!“ (Rufe bei der ÖVP: Van der Bellen!), „Im Mittelpunkt: Wert steigern!“ (Abg. Öllinger: Grasser! – Rufe bei der ÖVP: Gusenbauer!), „Sozial ist, was Arbeit schafft!“ (Rufe: Wieder Gusenbauer! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, das ist Haider!), „Nichts ist unmöglich!“ (Ruf: Gusenbauer! – Abg. Öllinger: Grasser!), „Nachhaltig denken, verantwortungsvoll handeln, dauerhaft erfolgreich sein!“ (Abg. Dr. Glawischnig: Molterer!), „Zukunft aktiv gestalten!“. (Ruf: Scheuch!)
Ruf: Scheuch!
„Leistung aus Leidenschaft!“ (Abg. Dr. Niederwieser: Finz!), „Das ist die erfolgreiche Finanzpolitik!“ (Rufe bei der ÖVP: Van der Bellen!), „Im Mittelpunkt: Wert steigern!“ (Abg. Öllinger: Grasser! – Rufe bei der ÖVP: Gusenbauer!), „Sozial ist, was Arbeit schafft!“ (Rufe: Wieder Gusenbauer! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, das ist Haider!), „Nichts ist unmöglich!“ (Ruf: Gusenbauer! – Abg. Öllinger: Grasser!), „Nachhaltig denken, verantwortungsvoll handeln, dauerhaft erfolgreich sein!“ (Abg. Dr. Glawischnig: Molterer!), „Zukunft aktiv gestalten!“. (Ruf: Scheuch!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kopf: Na schlecht?
Fast alles ist falsch! Die Zitate sind von der Deutschen Bank, von Continental, von adidas-Salomon und von BMW. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kopf: Na schlecht?) – Nein! Aber mich wundert es nicht mehr, dass Dr. Schüssel und Mag. Grasser allein schon (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So hell sind!) 22 Millionen und 16 Millionen € nur für Beratung und Werbung ausgeben müssen. Das ist klar, denn sie haben ja auch dann solche Berater. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So hell sind!
Fast alles ist falsch! Die Zitate sind von der Deutschen Bank, von Continental, von adidas-Salomon und von BMW. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kopf: Na schlecht?) – Nein! Aber mich wundert es nicht mehr, dass Dr. Schüssel und Mag. Grasser allein schon (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So hell sind!) 22 Millionen und 16 Millionen € nur für Beratung und Werbung ausgeben müssen. Das ist klar, denn sie haben ja auch dann solche Berater. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Fast alles ist falsch! Die Zitate sind von der Deutschen Bank, von Continental, von adidas-Salomon und von BMW. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kopf: Na schlecht?) – Nein! Aber mich wundert es nicht mehr, dass Dr. Schüssel und Mag. Grasser allein schon (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So hell sind!) 22 Millionen und 16 Millionen € nur für Beratung und Werbung ausgeben müssen. Das ist klar, denn sie haben ja auch dann solche Berater. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
ist der Spruch: „Ich will so bleiben, wie ich bin!“?) Daran kann man auch erkennen, dass Mag. Grasser leider die Kunst der Politik noch nicht verstanden hat. Er ist für mich ein Konzernmanager in Ausbildung, aber kein Politiker mit Zukunft. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Niederwieser – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Ferdinand Maier –: Bitte keinen Spruch! Das haben wir jetzt ...!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Maier. Herr Abgeordneter, Sie haben sich eine Redezeit von 5 Minuten einstellen lassen. – Bitte. (Abg. Dr. Niederwieser – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Ferdinand Maier –: Bitte keinen Spruch! Das haben wir jetzt ...!)
Abg. Neugebauer: Walter!
Abgeordneter Dr. Ferdinand Maier (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe mich deshalb zu Wort gemeldet, weil ich an sich an die Ausführungen von Jakob Auer beziehungsweise auch von Werner Tancsits (Abg. Neugebauer: Walter!) – Walter Tancsits, danke! – anschließen möchte.
Abg. Mag. Trunk: Na so viel Zeit hat er nicht!
Da ich weiß, dass sich der Bürgermeister von Wien, Herr Häupl, dann und wann die Protokolle kommen lässt, um nachzulesen, was denn hier gesprochen wird, und unlängst gemeint hat, ich sei immer so kritisch in Bezug auf Wien, denke ich mir, dass ich ihm wieder einmal ein bisschen Lektüre zukommen lasse, damit er wieder einmal hört, was man in dieser Stadt verbessern oder verändern kann. (Abg. Mag. Trunk: Na so viel Zeit hat er nicht!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Ich habe schon einmal über den waff gesprochen. Das ist jene Organisation, in der zirka 44 Prozent der Mittel nur für die Verwaltung aufgehen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) Aber ich habe natürlich auch über den Schwarzenbergplatz gesprochen, weil ich glaube, dass das nicht wirklich ein Bilderbuchplatz ist.
Abg. Dr. Einem: Das ist eine Wiener Behörde?
Heute jedoch will ich angesichts der Arbeitslosigkeit in Wien über das Arbeitsmarktservice Wien reden. (Abg. Dr. Einem: Das ist eine Wiener Behörde?) – Ja, das sage ich Ihnen gleich. Da haben Sie ja ein bisschen Einfluss, und wenn Sie aufpassen, kann ich Ihnen das auch erklären. (Zwischenruf des Abg. Reheis.)
Zwischenruf des Abg. Reheis.
Heute jedoch will ich angesichts der Arbeitslosigkeit in Wien über das Arbeitsmarktservice Wien reden. (Abg. Dr. Einem: Das ist eine Wiener Behörde?) – Ja, das sage ich Ihnen gleich. Da haben Sie ja ein bisschen Einfluss, und wenn Sie aufpassen, kann ich Ihnen das auch erklären. (Zwischenruf des Abg. Reheis.)
Abg. Öllinger: Aber nicht durch Vermittlung, sondern ...!
Ganz erfreulich ist, dass Mitarbeiter des oberösterreichischen Arbeitsmarktservice für Wien abgestellt wurden und im AMS Dresdner Straße ein Test- und Projektlauf gemacht wurde. Durch den Einsatz dieser Mitarbeiter aus der oberösterreichischen Arbeitsmarktverwaltung kam es dort zu einer sprunghaften Verbesserung um 15,7 Prozent oder, in absoluten Zahlen: 1 412 früher arbeitslose Menschen sind nicht mehr arbeitslos. (Abg. Öllinger: Aber nicht durch Vermittlung, sondern ...!)
Zwischenruf des Abg. Gaál.
Es gibt ein Ranking in Wien. Das Arbeitsmarktservice in der Dresdner Straße lag bisher auf dem 11. Platz und ist auf Grund dieser Beratung und Hilfe der oberösterreichischen Kollegen auf den 3. Platz vorgestoßen. (Zwischenruf des Abg. Gaál.) Wenn Sie sich anschauen, wie sich die Langzeitarbeitslosigkeit in Wien im ersten Halbjahr 2004 entwickelt hat, so gibt es dort im Schnitt um 7 Prozent mehr Langzeitarbeitslose, im AMS Dresdner Straße hingegen um 8 Prozent weniger.
Abg. Dr. Mitterlehner: Was lernen wir daraus?
Das hat dazu geführt, dass das Wiener Arbeitsmarktservice meint, man könnte das eigentlich flächendeckend machen, um so in allen Bereichen Wiens effizienter zu wirken. Und ich glaube – und darauf sollten wir jetzt unser Augenmerk legen –, wenn das Ziel dieses Projekts tatsächlich erfolgreich realisiert wird, haben wir nur mehr 159 Tage Vormerkdauer, das heißt: ein Vielfaches dessen, was dieser Versuch kostet, wird in Wirklichkeit bei der Arbeitslosenversicherung eingespart. (Abg. Dr. Mitterlehner: Was lernen wir daraus?)
Abg. Gaál: Immer der Wiener Bürgermeister!
Daher glaube ich, wir sollten darüber nachdenken, ob diese Konstruktion in der derzeitigen Form mit dem gemischten Vorstand tatsächlich das effizienzsteigernde Instrument ist. Ich erhoffe mir vom Wiener Bürgermeister, dass er diese Zeilen liest und diesbezüglich einwirkt. (Abg. Gaál: Immer der Wiener Bürgermeister!) Er hat ja dazu die besten Möglichkeiten, wie er seinen Kollegen und Kolleginnen, die dort sitzen ... (Abg. Dr. Niederwieser: Welche?) – Selbstverständlich! Ich sage Ihnen dann die Namen, Herr Kollege, bei denen er das machen kann. (Abg. Dr. Einem: Sagen Sie es gleich!)
Abg. Dr. Niederwieser: Welche?
Daher glaube ich, wir sollten darüber nachdenken, ob diese Konstruktion in der derzeitigen Form mit dem gemischten Vorstand tatsächlich das effizienzsteigernde Instrument ist. Ich erhoffe mir vom Wiener Bürgermeister, dass er diese Zeilen liest und diesbezüglich einwirkt. (Abg. Gaál: Immer der Wiener Bürgermeister!) Er hat ja dazu die besten Möglichkeiten, wie er seinen Kollegen und Kolleginnen, die dort sitzen ... (Abg. Dr. Niederwieser: Welche?) – Selbstverständlich! Ich sage Ihnen dann die Namen, Herr Kollege, bei denen er das machen kann. (Abg. Dr. Einem: Sagen Sie es gleich!)
Abg. Dr. Einem: Sagen Sie es gleich!
Daher glaube ich, wir sollten darüber nachdenken, ob diese Konstruktion in der derzeitigen Form mit dem gemischten Vorstand tatsächlich das effizienzsteigernde Instrument ist. Ich erhoffe mir vom Wiener Bürgermeister, dass er diese Zeilen liest und diesbezüglich einwirkt. (Abg. Gaál: Immer der Wiener Bürgermeister!) Er hat ja dazu die besten Möglichkeiten, wie er seinen Kollegen und Kolleginnen, die dort sitzen ... (Abg. Dr. Niederwieser: Welche?) – Selbstverständlich! Ich sage Ihnen dann die Namen, Herr Kollege, bei denen er das machen kann. (Abg. Dr. Einem: Sagen Sie es gleich!)
Abg. Dr. Einem: Also reine Polemik!
Die Kosten, die entstehen ... (Abg. Dr. Einem: Also reine Polemik!) Ich sage Ihnen nur die Kosten: Der oberösterreichische Schnitt für den Langzeitarbeitslosen liegt bei 9 900, der österreichische Schnitt beträgt das Doppelte, nämlich 20 000. Und das könnten wir einsparen! Man kann auch darüber nachdenken, ob nicht dieser Ausgleich unter den Bundesländern auf diese Art geschafft wird. Wenn nämlich diese Effizienzsteigerung zustande kommt, braucht man nicht die Arbeitskräfte aus den anderen Bundesländern.
Abg. Dr. Einem: Bartenstein!
Zusammenfassend für die Arbeitsmarktverwaltung, Herr Kollege: Nicht parken und warten, sondern (Abg. Dr. Einem: Bartenstein!) Schulung und Vermittlung sind angesagt! Und das können Sie anhand der oberösterreichischen Beispiele lernen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zusammenfassend für die Arbeitsmarktverwaltung, Herr Kollege: Nicht parken und warten, sondern (Abg. Dr. Einem: Bartenstein!) Schulung und Vermittlung sind angesagt! Und das können Sie anhand der oberösterreichischen Beispiele lernen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Die Abgeordneten Auer und Neugebauer: Kein Applaus!
Aber nun zum Budget. Liebe Kolleginnen und Kollegen! (Die Abgeordneten Auer und Neugebauer: Kein Applaus!) Ich möchte heute eine Frau zitieren, die bekanntermaßen das Ohr am Mund der Bevölkerung hat, und zwar „Amanda Klachl“ von der „Kleinen Zeitung“. Sie schreibt:
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
In der Budgetrede hat der Grasser die Pensionsreform als großen Wurf gelobt. Stimmt! Die meisten fühlen sich aufs Kreuz gelegt. – Also die „Amanda Klachl“ hat vollkommen Recht! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Meine Damen und Herren! Wie soll das möglich sein? Nur ein Beispiel aus meiner Gemeinde dazu, was die Steuerreform 2005 kostet: 2005 kostet die Stadt Imst 298 000 €, das dann jährlich. Das kriegen wir durch die Steuerreform als Gemeinde nie wieder herein! Nie! Und das sind Investitionen, die unserer Gemeinde abgehen, die wir einfach nicht tätigen können, weil wir dieses Geld nicht mehr zur Verfügung haben. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Das tät’ euch so passen, gell?
nobelpreis an Euro bringt, ist das Dichten modern. Wenn sich Stockholm jetzt die Protokolle kommen lässt, wird man der Jelinek vielleicht noch im Nachhinein den Literaturnobelpreis aberkennen. (Abg. Dr. Glawischnig: Das tät’ euch so passen, gell?) – Ich habe nichts davon, mich interessiert nur, ob das Geld, das mit dem Literaturnobelpreis verbunden ist, steuerpflichtig wäre, Herr Staatssekretär. (Abg. Krainer: Das ist schwierig! – Rufe bei der SPÖ: Das wird ein Verein!) Sonst haben wir dann vielleicht wieder so eine Vereins- und Homepage-Geschichte, und das auch noch aus dem Ausland.
Abg. Krainer: Das ist schwierig! – Rufe bei der SPÖ: Das wird ein Verein!
nobelpreis an Euro bringt, ist das Dichten modern. Wenn sich Stockholm jetzt die Protokolle kommen lässt, wird man der Jelinek vielleicht noch im Nachhinein den Literaturnobelpreis aberkennen. (Abg. Dr. Glawischnig: Das tät’ euch so passen, gell?) – Ich habe nichts davon, mich interessiert nur, ob das Geld, das mit dem Literaturnobelpreis verbunden ist, steuerpflichtig wäre, Herr Staatssekretär. (Abg. Krainer: Das ist schwierig! – Rufe bei der SPÖ: Das wird ein Verein!) Sonst haben wir dann vielleicht wieder so eine Vereins- und Homepage-Geschichte, und das auch noch aus dem Ausland.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Er hat ihm ja die Rede vorher geschrieben!
Meine Damen und Herren! Es war heute so interessant. Klubobmann Gusenbauer ist ja wenig im Saal. Im Plenarsaal sieht man ihn sehr selten. Heute ist während der Zeit der Fernsehübertragung Kollege Matznetter heruntergekommen – ich habe zuerst geglaubt, es ist die Zunge, aber es war die rote Krawatte, mit der er dann hier gestanden ist –, und innerhalb einer halben Minute war Gusenbauer da! Er wollte anscheinend verhindern, dass während der Fernsehübertragung im Redebeitrag von Matznetter so etwas passiert wie mit dem Wirtschaftsprogramm (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Er hat ihm ja die Rede vorher geschrieben!), das ja in Wirklichkeit ein Steuererhöhungs- und Arbeitsplatzvernichtungsprogramm war. Aber keine Angst, Matznetter hat nichts Neues und Eigenes gebracht, er hat nur in oppositioneller Tradition das Budget zu zerpflücken versucht. (Abg. Krainer: Könnten wir bitte die vorbereitete Rede hören? Die ist vielleicht ein bisschen spannender!)
Abg. Krainer: Könnten wir bitte die vorbereitete Rede hören? Die ist vielleicht ein bisschen spannender!
Meine Damen und Herren! Es war heute so interessant. Klubobmann Gusenbauer ist ja wenig im Saal. Im Plenarsaal sieht man ihn sehr selten. Heute ist während der Zeit der Fernsehübertragung Kollege Matznetter heruntergekommen – ich habe zuerst geglaubt, es ist die Zunge, aber es war die rote Krawatte, mit der er dann hier gestanden ist –, und innerhalb einer halben Minute war Gusenbauer da! Er wollte anscheinend verhindern, dass während der Fernsehübertragung im Redebeitrag von Matznetter so etwas passiert wie mit dem Wirtschaftsprogramm (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Er hat ihm ja die Rede vorher geschrieben!), das ja in Wirklichkeit ein Steuererhöhungs- und Arbeitsplatzvernichtungsprogramm war. Aber keine Angst, Matznetter hat nichts Neues und Eigenes gebracht, er hat nur in oppositioneller Tradition das Budget zu zerpflücken versucht. (Abg. Krainer: Könnten wir bitte die vorbereitete Rede hören? Die ist vielleicht ein bisschen spannender!)
Abg. Dr. Glawischnig: Wie viel sind es jetzt?
Wir haben Österreich mit einem Schuldenstand von 133 Milliarden übernommen. Es tut mir Leid, das wiederholen zu müssen, aber das sind 140 Millionen Schilling Schulden. (Abg. Dr. Glawischnig: Wie viel sind es jetzt?) – Es sind im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt wesentlich weniger, Frau Kollegin. Wenn Sie das verantwortungsvolle Budgetpolitik nennen, dann haben Sie Recht, da können wir nicht mit. Wir sehen unsere Arbeit für Österreich nicht nur in Legislaturperioden, wir blicken über den Tellerrand der SPÖ hinaus und machen Zukunftspolitik. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben Österreich mit einem Schuldenstand von 133 Milliarden übernommen. Es tut mir Leid, das wiederholen zu müssen, aber das sind 140 Millionen Schilling Schulden. (Abg. Dr. Glawischnig: Wie viel sind es jetzt?) – Es sind im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt wesentlich weniger, Frau Kollegin. Wenn Sie das verantwortungsvolle Budgetpolitik nennen, dann haben Sie Recht, da können wir nicht mit. Wir sehen unsere Arbeit für Österreich nicht nur in Legislaturperioden, wir blicken über den Tellerrand der SPÖ hinaus und machen Zukunftspolitik. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Bitte, sei nicht so pessimistisch!
Die Reformen, die wir in Angriff genommen haben, sind notwendig. Natürlich, Kollege Reheis, sind sie unpopulär. Und wenn uns die nächsten Wahlen nicht Recht geben, dass sie notwendig waren, so doch die Geschichte. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Bitte, sei nicht so pessimistisch!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich stimme mit dem Finanzminister und dem Staatssekretär überein, wenn er sagt: sozial verträgliches Wachstum, Steuern runter, Österreich rauf. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Er ist ja nicht da!
Herr Minister, wenn Sie schon ein Schulkind hätten (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Er ist ja nicht da!) – ich weiß, das macht ja nichts, so wie ich lesen kann, kann er auch lesen und alles nachlesen, was er ganz bestimmt tun wird (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das wird er sicher machen!) –, dann wüssten Sie, dass wir heute im Schulbereich – jetzt rede ich nicht vom universitären Bereich, sondern vom Pflichtschulbereich – in einer Situation sind, die wirklich einmalig ist, zumindest einmalig im Hinblick auf mein Lebensalter. Er ist noch jünger, für ihn ist es dann noch einmaliger. Es wird nämlich erstmals wirklich brutal gekürzt. (Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt nicht!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das wird er sicher machen!
Herr Minister, wenn Sie schon ein Schulkind hätten (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Er ist ja nicht da!) – ich weiß, das macht ja nichts, so wie ich lesen kann, kann er auch lesen und alles nachlesen, was er ganz bestimmt tun wird (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das wird er sicher machen!) –, dann wüssten Sie, dass wir heute im Schulbereich – jetzt rede ich nicht vom universitären Bereich, sondern vom Pflichtschulbereich – in einer Situation sind, die wirklich einmalig ist, zumindest einmalig im Hinblick auf mein Lebensalter. Er ist noch jünger, für ihn ist es dann noch einmaliger. Es wird nämlich erstmals wirklich brutal gekürzt. (Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt nicht!)
Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt nicht!
Herr Minister, wenn Sie schon ein Schulkind hätten (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Er ist ja nicht da!) – ich weiß, das macht ja nichts, so wie ich lesen kann, kann er auch lesen und alles nachlesen, was er ganz bestimmt tun wird (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das wird er sicher machen!) –, dann wüssten Sie, dass wir heute im Schulbereich – jetzt rede ich nicht vom universitären Bereich, sondern vom Pflichtschulbereich – in einer Situation sind, die wirklich einmalig ist, zumindest einmalig im Hinblick auf mein Lebensalter. Er ist noch jünger, für ihn ist es dann noch einmaliger. Es wird nämlich erstmals wirklich brutal gekürzt. (Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt nicht!)
Staatssekretär Dr. Finz: Ein Enkelkind!
Haben Sie ein Kind in der Volksschule, Herr Staatssekretär? (Staatssekretär Dr. Finz: Ein Enkelkind!) – Ein Enkelkind. Dann sagen Sie mir, in welche Volksschule es geht, und dann werde ich Ihnen wahrscheinlich nachweisen können, wo gekürzt wird – allerdings nur für den Fall, dass es sich um keine private Volksschule handelt, denn da habe ich keinen Einblick. Ich rede vom öffentlichen Schulwesen, und dort wird überall gekürzt, ob es auf dem Land ist, etwa im Burgenland, beispielsweise bei den Kleinstschulen, auch beim zweisprachigen Unterricht, oder in Wien. Das passiert nämlich immer dort, wo dieser Satz so unwahr wird: „Dieser Bundesregierung ist soziale Gerechtigkeit ein großes Anliegen.“
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist das schlecht?
Die zweite Bemerkung, auch diesem Prosawerk zu entnehmen: „Justizministerin Karin Miklautsch entwickelt eine große Justizreform, um sowohl Gerichtsbarkeit als auch Strafvollzug den Erfordernissen des 21. Jahrhunderts anzupassen.“ (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist das schlecht?)
Beifall bei den Grünen.
Das wird sie ganz bestimmt nicht tun können. Dafür wird der Herr Bundesminister, assistiert vom Herrn Staatssekretär, leider sorgen. Deshalb mache ich mir, sehr geehrter Herr Staatssekretär, wirklich Sorgen um die Justizreform und den Strafvollzug in Österreich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Mitterlehner: Na geh!
Ich berichtige tatsächlich: Jetzt, im Jahre 2004, gibt es um 50 000 Arbeitslose mehr als am Ende der rot-schwarzen Koalition. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Mitterlehner: Na geh!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Georg Keuschnigg (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Kollege Krainer, trotz dieses Instrumentes der tatsächlichen Berichtigung werden Sie nicht wegreden können, dass Österreich, was das Ausmaß an Arbeitslosigkeit anlangt, eine führende Position in Europa einnimmt, nämlich hinsichtlich der geringsten Arbeitslosenrate in Europa. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der Unterschied zu Osteuropa ist, dass dort landwirtschaftliche Monostrukturen zusammenbrechen, während wir in Österreich einen klassischen Mix im ländlichen Raum haben, und zwar bestehend aus Landwirtschaft, Gewerbe, Tourismus, Industrie und Dienstleistungen. Und diesen Mix werden wir auch weiterhin fördern und weiterentwickeln, und zwar so weiterentwickeln, dass er auch in Zukunft gewahrt sein wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir brauchen jedenfalls eine Politik – und dieses Budget gießt sie in die richtigen Zahlen –, die zukunftsfähig und regional ausgewogen ist. Das ist bei diesem Budget der Fall, und dafür bedanke ich mich auch sehr herzlich bei den Verantwortlichen dieser Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Was ist das für eine tatsächliche Berichtigung, Frau Präsidentin?
Mittel dazu war, wie schon gesagt: Erhöhung der Zahl der Schulungsteilnehmer und Erhöhung der Zahl von Personen, die Pensionsvorschuss beziehen. (Rufe bei der ÖVP: Was ist das für eine tatsächliche Berichtigung, Frau Präsidentin?) Pensionsvorschuss ist eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung und keine Leistung aus der Pensionsversicherung. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Mittel dazu war, wie schon gesagt: Erhöhung der Zahl der Schulungsteilnehmer und Erhöhung der Zahl von Personen, die Pensionsvorschuss beziehen. (Rufe bei der ÖVP: Was ist das für eine tatsächliche Berichtigung, Frau Präsidentin?) Pensionsvorschuss ist eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung und keine Leistung aus der Pensionsversicherung. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Schöls: Er soll einen Redebeitrag machen! Skandalös!
Herr Abgeordneter Maier, es geht hier also nur um Kostenverlagerung und nicht um die tatsächliche Reduktion von Kosten! – Das hat Herr Abgeordneter Maier von der ÖVP falsch dargestellt! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Schöls: Er soll einen Redebeitrag machen! Skandalös!)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP, Freiheitlichen und Grünen.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Stadlbauer. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 3 Minuten. – Bitte. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP, Freiheitlichen und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
So, ich habe mir das Ganze angesehen und kann nur sagen – wie bei so vielen anderen Dingen –: Sie haben viel versprochen und nichts gehalten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dann hat sich ein ganz netter Freud’scher Fehler ausgerechnet beim Frauenministerium eingeschlichen, und zwar steht hier „das Bundesmisterium für Frauen und Gesundheit“. – Also auch hier sehen wir wieder: Frauenpolitik ist für Sie ein Mysterium. (Beifall bei der SPÖ.)
Widerspruch bei der ÖVP.
Zum Gender-Aspekt im Sozialministerium. Nicht die so genannte Pensionsharmonisierung und die Auswirkung auf die Frauen werden da unter die Lupe genommen, sondern als Beispiel wird einzig und allein eine Veranstaltung, eine Familienkonferenz, herangezogen. – Da wird wieder einmal deutlich, wo Sie die Frauen sehen: in der Familie, und zwar ausschließlich dort! (Widerspruch bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Gender-Aspekt im Wirtschafts- und Arbeitsministerium. Da finden wir überhaupt nur den Hinweis, dass sich Gender Budgeting ohnehin durch das ganze Ministerium zieht. – Ha, ha! Wie erklären Sie dann die hohe Frauenarbeitslosigkeit und Ihr Nichtstun? Wie erklären Sie die schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf?, und vor allem: Was tun Sie dann dagegen? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Wir sehen also: Gender Budgeting ist in Ihrem Budget kein durchgängiges Prinzip, sondern ein Marketing-Gag! Frauenpolitik wird von Ihnen – wieder einmal – ignoriert! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Wittmann: Das ist ja noch ärger!
Die Häftlingssituation hat sich nicht verbessert. Der Herr Abgeordnete weiß es genau, alle anderen wissen es auch, weil es oft genug öffentlich gesagt wurde. Statt 7 000 Häftlingen, die wir üblicherweise hatten, haben wir jetzt 8 900 zu verwahren. Diese Steigerung erfolgte nicht bei den Strafhäftlingen – das ist der ewige Irrtum der Opposition –, sondern bei den Untersuchungshäftlingen, die man nicht „bedingt entlassen“ kann. Also dieser Ansatz ist nicht ganz richtig. (Abg. Dr. Wittmann: Das ist ja noch ärger!)
Abg. Broukal: Fairness ist kein Regierungsziel! Das wissen Sie!
Wenn ich etwas Falsches gesagt habe, Herr Staatssekretär, sagen Sie es mir bitte gleich ins Ohr, damit ich es korrigieren kann. Ich werde sofort darauf Bezug nehmen. Habe ich etwas Falsches gesagt? Habe ich eine falsche Zahl genannt? – Also bitte. Es ist natürlich eine Frage der Fairness, mir das jetzt zu sagen, damit ich gleich darauf antworten kann. (Abg. Broukal: Fairness ist kein Regierungsziel! Das wissen Sie!) Aber ich sage, ich habe keine falsche Zahl genannt, auch bezüglich des vorhin genannten Briefes keine falsche Uhrzeit, sondern ich möchte schon darum bitten, im Interesse der Justiz in diesem Bereich das notwendige Personal zur Verfügung zu stellen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber, eines muss ich schon sagen: Wohlstand gibt es nicht ohne Rechtsstaatlichkeit. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: So wie gestern das Strafrechtliche Entschädigungsgesetz!
Das heißt, in diesen Ländern wurden zwar die Gesetze beschlossen, die ein Rechtsstaat braucht, aber sie können nicht umgesetzt werden, sie können nicht verwirklicht werden (Abg. Mag. Wurm: So wie gestern das Strafrechtliche Entschädigungsgesetz!), weil es dort keine korruptionsfreie Gesellschaft gibt. – Bedenken Sie das auch, wenn Sie über die Türkei sprechen! Das sage ich Ihnen ganz deutlich.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Das erste Mal, dass ich zu einer Böhmdorfer-Rede klatschen konnte!
Bei der EU hat man dieses Problem erkannt. Wir werden es zu erleiden haben, dass unser Level an Rechtsstaatlichkeit von den Neuen noch nicht erreicht wurde. Aber wir dürfen auch den österreichischen Level nicht durch zu weit gehende Sparmaßnahmen riskieren. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Das erste Mal, dass ich zu einer Böhmdorfer-Rede klatschen konnte!)
Zwischenruf des Abg. Brosz. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Ferdinand Maier (ÖVP): Herr Staatssekretär! Ich habe mich zu einer tatsächlichen Berichtigung gemeldet, weil Herr Kollege Öllinger gemeint hat, bei meinen Ausführungen hätte ich irgendwelche falschen Zahlen verwendet. (Zwischenruf des Abg. Brosz. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Lernen Sie die Geschäftsordnung!
Ich möchte nur auf Folgendes hinweisen: Ich glaube, in der Betrachtungsweise sollte man die Gesamtkosten sehen und diese Gesamtkosten sollte man ... (Ruf bei der SPÖ: Lernen Sie die Geschäftsordnung!)
Abg. Krainer: Eine tatsächliche Berichtigung darf man nicht berichtigen! Geschäftsordnung lesen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter! Es kann keine tatsächliche Berichtung zu einer tatsächlichen Berichtigung geben. Da müssten Sie sich noch einmal zu Wort melden. Tut mir Leid! (Abg. Krainer: Eine tatsächliche Berichtigung darf man nicht berichtigen! Geschäftsordnung lesen!)
Abg. Scheibner: Aber 600 sind gefordert, Herr Staatssekretär!
Der Stellenplan für die Justizwachebediensteten hat im Jahr 2003 2 994 betragen, im Jahr 2004 3 007 und jetzt, im neuen Budget, 3 130. Wir haben also trotz knapper Ressourcen den Stellenplan um immerhin 123 Bedienstete aufgestockt. (Abg. Scheibner: Aber 600 sind gefordert, Herr Staatssekretär!) Wir erkennen also den Schwerpunkt.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Die Böhmdorfer-Rede war aber plausibler! – Abg. Jakob Auer: „Eurolim“!
Allerdings muss ich sagen, ich würde mir schon seit längerem – und ich hoffe, dass das auch der Konvent entsprechend unterstützt – eine Gesamtreform des Gerichtswesens erwarten. Hier haben wir noch immer eine Organisationsform aus dem 19. Jahrhundert. Das sollte geschehen, damit die Personalnöte insgesamt effektiver gelöst werden können. Es gibt ja schon seit jeher den Plan, eine Gerichtsebene einzusparen und größere Eingangsgerichte zu schaffen. Das würde natürlich ebenfalls die Personalnot lindern. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Die Böhmdorfer-Rede war aber plausibler! – Abg. Jakob Auer: „Eurolim“!)
Abg. Broukal: Sieben Zeilen!
Herr Abgeordneter Broukal hat ja im Zusammenhang mit den Universitäten darauf hingewiesen, dass nur neun Zeilen (Abg. Broukal: Sieben Zeilen!), sieben Zeilen zu diesem Bereich in der Budgetrede des Finanzministers vorhanden sind. Für Kultur sind zwei Zeilen vorgesehen. Eine Zeile lautet: „Österreich ist eine weltweit zu Recht berühmte Kulturnation.“ Die andere Zeile lautet, Staatssekretär Morak habe erfolgreich für die Budgetmittel 2005, also fürs Jubiläumsjahr verhandelt.
Beifall bei den Grünen.
ist. Ich würde zumindest im Zusammenhang mit dem Kulturbudget doch vorschlagen, in Zukunft bei Erhöhungen der Mittel weniger ein Festspielhaus zu sanieren, als einen Bereich einzurichten, der für diverse Flops des Staatssekretärs herhalten kann. Das Geld mag für Sie irgendwie sehr lieb sein, für uns ist es jedenfalls zu teuer. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Frau Präsidentin! Was ist das?
Ich stelle tatsächlich richtig: Die sozialdemokratische Fraktion und ich wissen genau, was Strafgefangene sind, was U-Häftlinge sind (Abg. Mag. Molterer: Frau Präsidentin! Was ist das?) und was Untergebrachte sind. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Krainer: Besser als Molterer gestern auf jeden Fall!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Krainer: Besser als Molterer gestern auf jeden Fall!
Ich stelle tatsächlich richtig: Die sozialdemokratische Fraktion und ich wissen genau, was Strafgefangene sind, was U-Häftlinge sind (Abg. Mag. Molterer: Frau Präsidentin! Was ist das?) und was Untergebrachte sind. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Krainer: Besser als Molterer gestern auf jeden Fall!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit der Abg. Mag. Wurm.
So wird im vorliegenden Budget diese Sicherheit in Zahlen gegossen. Es wird diesen drei Notwendigkeiten Rechnung getragen. Daher hat der künftige Haushalt 2005/2006 vor allem auf dem Sektor der inneren Sicherheit einen Sieger, nämlich die österreichische Bevölkerung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit der Abg. Mag. Wurm.) – Na sicher.
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Mit diesem Budget ist es nun möglich, Hunderte von Polizisten und Gendarmen neu auszubilden und gleichzeitig die technische Ausrüstung innovativ zu verbessern. Im Detail werden im nächsten Jahr über 500 Exekutivbeamte auch für Ihre Sicherheit ausgebildet werden. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Das ist doch sensationell, Frau Kollegin. Ich freue mich, dass Sie da zustimmen werden müssen oder können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Mit diesem Budget ist es nun möglich, Hunderte von Polizisten und Gendarmen neu auszubilden und gleichzeitig die technische Ausrüstung innovativ zu verbessern. Im Detail werden im nächsten Jahr über 500 Exekutivbeamte auch für Ihre Sicherheit ausgebildet werden. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Das ist doch sensationell, Frau Kollegin. Ich freue mich, dass Sie da zustimmen werden müssen oder können. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: ...! Das ist die Gefahr!
Ich will aber noch kurz auf die Verwaltungsreform im Innenressort eingehen. Der Umbau des Innenressorts, die zeitgemäße Adaptierung von polizeilichen Arbeitsvorgängen und schlussendlich die Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei, all das wird Strukturen schaffen, die kompakter sind, Informationen schneller und Wege kürzer machen, und es erlaubt, Mitarbeiter effizienter und zielgerichteter einzusetzen. (Abg. Mag. Wurm: ...! Das ist die Gefahr!)
Beifall des Abg. Murauer.
Kein Gendarmerieposten und kein Wachzimmer weniger, dafür aber Hunderte Beamte mehr im exekutiven Außendienst für unser aller Sicherheit! (Beifall des Abg. Murauer.)
Beifall des Abg. Ing. Schultes.
Mehr Geld, mehr Reformen, vor allem kluges Einsetzen von Ressourcen zeichnet unsere Politik aus. (Beifall des Abg. Ing. Schultes.)
Abg. Mag. Wurm: ...! Sie werden sich noch wundern!
Daher hoffe ich, dass diesmal auch die Abgeordneten der SPÖ zustimmen werden, weil der Aufstockung des Sicherheitsbudgets um 36 Millionen € für das laufende Jahr konnten Sie ja die Zustimmung nicht geben. Ich hoffe, dass das diesmal anders sein wird. (Abg. Mag. Wurm: ...! Sie werden sich noch wundern!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Das bedeutet vice versa, die Menschen wissen auch, dass Sie nichts tun. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Dr. Fekter: Das stimmt ja nicht!
Wenn du es genau anschaust, fließt alles in den Zivildienst und Asylbereich. Für die Exekutive bleibt leider nichts übrig. (Abg. Dr. Fekter: Das stimmt ja nicht!) Aber ich glaube, Kollege Parnigoni wird dazu dann im Detail noch einiges sagen.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Staatssekretär! Da hilft die Schönfärberei des Herrn Finanzministers nichts. Da sind auch Sie nicht in der Lage, ihm diesmal einen Persilschein auszustellen. Damit ist erwiesen, dass das Kaputtsparen, diese Kaputtsparpolitik der letzten Jahre nichts außer viel menschliches Leid gebracht hat. Es waren fünf verlorene Jahre für Österreich, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Widerspruch bei der ÖVP.
Mit diesem Budget hat die Bundesregierung den letzten Rest an Glaubwürdigkeit verloren. Das gilt leider auch für den Bereich der Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die dem Herrn Finanzminister nur wenige Zeilen wert waren. (Widerspruch bei der ÖVP.) Dabei hat er sich mit Überschriften, Schlagworten und Worthülsen begnügt. Er hat sehr wenig übrig für die Sicherheits- und Verteidigungspolitik, sehr wenig übrig für eine leistungsfähige Sicherheitspolitik, sehr wenig übrig für eine zukunftsorientierte Politik.
Beifall bei der SPÖ.
Schlussendlich: Auch die Entscheidung zum Kauf der Eurofighter wird sich negativ auswirken, denn schon allein das ist, finanziell gesehen, eine Katastrophe für Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gaál: 1996!
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Hohes Haus! Herr Abgeordneter Gaál hat die Behauptung aufgestellt, dass das Budgetdefizit im Jahr 2005 das höchste seit dem Jahr 1997 gewesen sei. (Abg. Gaál: 1996!)
Abg. Schieder: Nicht prozentuell! Absolut!
Diese Behauptung – das gilt auch für 1996 – ist unrichtig! Es hat im Jahr 1998 ein Budgetdefizit von 2,4 Prozent gegeben (Abg. Schieder: Nicht prozentuell! Absolut!), im Jahr 1999 eines von 2,3 Prozent und im Jahr 2005 eines von 1,9 Prozent.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Daran sieht man, dass diese Bundesregierung trotz steuerlicher Entlastung ein niedrigeres Budgetdefizit hat als frühere Regierungen vor dem Jahr 2000. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Das war Beiwerk!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Klubobmann, ich hätte vielleicht doch die Bestimmungen wiederholen sollen. Der letzte Satz hat natürlich nichts mit einer tatsächlichen Berichtigung zu tun. (Abg. Scheibner: Das war Beiwerk!)
Abg. Dr. Einem: Wir reden hier über das Bundesbudget!
Im Jahr 1996 hat das Defizit 3,7 Prozent betragen. Das entspricht einem Betrag von 6,813 Milliarden €. (Abg. Dr. Einem: Wir reden hier über das Bundesbudget!) – Wir können auch über das Bundesbudget reden, da stimmt es auch nicht. (Abg. Öllinger: Ja, bitte! Darum geht es jetzt!)
Abg. Öllinger: Ja, bitte! Darum geht es jetzt!
Im Jahr 1996 hat das Defizit 3,7 Prozent betragen. Das entspricht einem Betrag von 6,813 Milliarden €. (Abg. Dr. Einem: Wir reden hier über das Bundesbudget!) – Wir können auch über das Bundesbudget reden, da stimmt es auch nicht. (Abg. Öllinger: Ja, bitte! Darum geht es jetzt!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Machen Sie jetzt eine tatsächliche Berichtigung von der Regierungsbank?
Wie auch immer: Die Beträge sind falsch. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Machen Sie jetzt eine tatsächliche Berichtigung von der Regierungsbank?)
Beifall bei der ÖVP.
Ich kann Ihnen auch die Beträge für das Bundesbudget nennen. Bundesbudget im Jahr 2005: 2,29 Prozent, das entspricht einem Betrag von 5,553 Milliarden €; Bundesbudget im Jahr 1996: minus 4 Prozent Defizit, das entspricht einem Betrag von 7,409 Milliarden. – Bitte schön. (Beifall bei der ÖVP.)
allgemeiner Beifall
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie – viele Zuhörer haben wir ja heute nicht mehr! Lassen Sie mich noch einmal kurz auf die Thematik des ländlichen Raums eingehen und bei der Gelegenheit auch gleich den Bäuerinnen und Bauern in Österreich für ihre Arbeit danken (allgemeiner Beifall); danken dafür, dass sie diese österreichische Kulturlandschaft erhalten, dass sie diese wichtigen sensiblen Zonen der Alpen weiter bewirtschaften – trotz einer unsozialen Agrarpolitik, meine Damen und Herren! (Abg. Murauer: Das ist eine sehr selektive Sicht!)
Abg. Murauer: Das ist eine sehr selektive Sicht!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie – viele Zuhörer haben wir ja heute nicht mehr! Lassen Sie mich noch einmal kurz auf die Thematik des ländlichen Raums eingehen und bei der Gelegenheit auch gleich den Bäuerinnen und Bauern in Österreich für ihre Arbeit danken (allgemeiner Beifall); danken dafür, dass sie diese österreichische Kulturlandschaft erhalten, dass sie diese wichtigen sensiblen Zonen der Alpen weiter bewirtschaften – trotz einer unsozialen Agrarpolitik, meine Damen und Herren! (Abg. Murauer: Das ist eine sehr selektive Sicht!)
Abg. Jakob Auer: Das wäre dasselbe, wenn ich jetzt sage, dass die Voest ...!
Das ist nämlich die Herausforderung, Kollege Murauer: trotz einer Agrarpolitik, die 800 Betriebe eindeutig massiv begünstigt. Diese 800 Betriebe erhalten in diesem Land gleich viel Förderung wie die 50 000 kleinsten Landwirtschaftsbetriebe. (Abg. Jakob Auer: Das wäre dasselbe, wenn ich jetzt sage, dass die Voest ...!) 800 Betriebe, Kollege Auer! Wo bleibt da die soziale Gerechtigkeit? Wo bleibt da Ihr soziales Gewissen? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das ist nämlich die Herausforderung, Kollege Murauer: trotz einer Agrarpolitik, die 800 Betriebe eindeutig massiv begünstigt. Diese 800 Betriebe erhalten in diesem Land gleich viel Förderung wie die 50 000 kleinsten Landwirtschaftsbetriebe. (Abg. Jakob Auer: Das wäre dasselbe, wenn ich jetzt sage, dass die Voest ...!) 800 Betriebe, Kollege Auer! Wo bleibt da die soziale Gerechtigkeit? Wo bleibt da Ihr soziales Gewissen? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Jakob Auer: Das haben die Grünen nicht ändern können!
Ihre Steuerreform, meine Damen und Herren, dient sicher nicht dem ländlichen Raum, denn den Gemeinden und Ländern geht das Geld massiv ab. Das spüren wir draußen in den Dörfern jetzt schon, und das wissen auch gerade Sie, Kollege Auer. Sie sind ja, so nehme ich an, noch immer Bürgermeister (Abg. Jakob Auer: Das haben die Grünen nicht ändern können!), daher werden Sie von dieser Steuerreform genauso betroffen sein und in Ihrem Heimatort erklären müssen, wieso diese Reform gut sein soll für die Gemeinde, für den ländlichen Raum, für den Standort und für die Bäuerinnen und Bauern in diesem ländlichen Raum.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wolfgang, der Vertrag ist in Brüssel beschlossen worden!
worden!) Er spricht von einer konsequenten Umsetzung des 3-Milliarden-Paketes, aber verschweigt, dass im Jahr 2005 712 Millionen € nach neuen Kriterien verteilt werden, nämlich nach unsozialen Kriterien (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wolfgang, der Vertrag ist in Brüssel beschlossen worden!), nach dem historischen Bewirtschaftungsmodell.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Der Nulldefizit-Minister, meine Damen und Herren, ist zum „Schulden-Karli“ geworden, das ist das Faktum! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Überflüssig!
Ein kurzer Blick zur Opposition (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Überflüssig!), und da möchte ich schon Folgendes klarstellen: Die Denkansätze der Sozialdemokraten in ihrem vorgelegten Wirtschaftsprogramm sind weder wissenschaftlich haltbar noch mit politischem Verantwortungsbewusstsein zu vereinbaren. Sie unterstreichen damit vielmehr aufs Neue die wirtschaftliche Inkompetenz und die Steuererhöhungspolitik der SPÖ.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Angesichts der positiven Entwicklung seit dem Jahr 2000 ist die heutige Kritik der Opposition nicht nachvollziehbar. Diese Bundesregierung hat die Staatsfinanzen konsolidiert und mit der größten Steuerreform der Zweiten Republik die Bevölkerung und die Wirtschaft zusätzlich nachhaltig entlastet. Offensichtlich werden diese Errungenschaften von der Opposition nicht zur Kenntnis genommen, von maßgeblichen Stellen hingegen sehr wohl. So haben wir zum Beispiel vom Internationalen Währungsfonds, aber auch von der OECD für dieses Budget und für die Steuerreform großes Lob erhalten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
„Aufschwung durch Entlastung“ ist auch weiterhin der richtige Weg. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: Also bitte!
Abgeordnete Mag. Melitta Trunk (SPÖ): Wirklich geschätzte Frau Präsidentin! Ich denke, die Rede des Herrn Kollegen Ellmauer von der ÖVP war eine bemühte ÖVP-Verteidigungsrede – und so etwas ist mir wesentlich lieber als die letzte Wortmeldung des Herrn Staatssekretärs Finz, der sich hier als Zahlenjongleur betätigt hat, indem er total Unterschiedliches und überhaupt nicht Vergleichbares miteinander verglichen hat (Abg. Murauer: Also bitte!), und dass er, wenn es ihm passt, vom Gesamtstaatshaushalt redet und dann – peinlich! – zum eigentlichen Bundesbudget kommt. – Danke für Ihre Wortmeldung, Herr Kollege Ellmauer! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Mag. Melitta Trunk (SPÖ): Wirklich geschätzte Frau Präsidentin! Ich denke, die Rede des Herrn Kollegen Ellmauer von der ÖVP war eine bemühte ÖVP-Verteidigungsrede – und so etwas ist mir wesentlich lieber als die letzte Wortmeldung des Herrn Staatssekretärs Finz, der sich hier als Zahlenjongleur betätigt hat, indem er total Unterschiedliches und überhaupt nicht Vergleichbares miteinander verglichen hat (Abg. Murauer: Also bitte!), und dass er, wenn es ihm passt, vom Gesamtstaatshaushalt redet und dann – peinlich! – zum eigentlichen Bundesbudget kommt. – Danke für Ihre Wortmeldung, Herr Kollege Ellmauer! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ – Zwischenrufe bei der ÖVP
Ich denke, darüber sollten Sie von ÖVP und FPÖ nachdenken (Beifall bei der SPÖ – Zwischenrufe bei der ÖVP), denn wie Ihre Rhetorik im krassen Gegensatz zur Realität der Lebenswirklichkeit der Menschen in Österreich steht, spricht aus diesem Zitat.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Kein einziger Abgeordneter/keine einzige Abgeordnete der beiden Regierungsparteien hat heute gesprochen von den 6 000 Unternehmern, die in diesem Jahr vor den Konkursrichter treten mussten. Niemand von Ihnen hat hier gesprochen von den 250 000 Menschen, die auf Arbeitsuche sind, die keine Hoffnung haben! Das sind Menschenschicksale und nicht irgendwelche statistischen Zahlen, die man beliebig austauschen kann, wie das Finz und Grasser so gerne tun. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Staatssekretär Dr. Finz: Nein!
Herr Staatssekretär Finz, Sie wissen, dass Sie die Gemeinden und Länder in den Würgegriff nehmen (Staatssekretär Dr. Finz: Nein!), und Sie nicken lustvoll, wenn noch mehr aus ihnen herausgepresst werden kann. Sie wissen ganz genau, dass Sie dort, wo es um Aufgabenverteilung geht, nur eine Adresse kennen, nämlich jene der Länder und der Gemeinden – egal, ob im Sozialbereich oder im Bereich des Arbeitsmarktservice. Kollege Maier von der ÖVP hat nämlich in seiner langatmigen Rede hier ganz vergessen, die realen Budgetkürzungen für das AMS zu erwähnen.
Ruf bei der ÖVP: Na sicher! Ihr Häupl!
Was den von uns beantragten Heizkostenzuschusses und Ihr gestriges Verhalten dazu betrifft, das war ja sehr, sehr typisch: 400 Millionen € Mehreinnahmen auf Grund des erhöhten Ölpreises! Ich betone: Mehreinnahmen! – Und die Länder sollen den Heizkostenzuschuss bezahlen! (Ruf bei der ÖVP: Na sicher! Ihr Häupl!) Das haben Sie mit Ihrem Antrag beschlossen.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir von der SPÖ wollten und verlangen: 150 Millionen von diesen 400 Millionen € für die Menschen in Österreich, und der Bund hat es zu zahlen – und nicht die mittlerweile ausgehungerten Länder und Gemeinden! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Trunk: Sie werden nicht definieren, was Vernunft ist und was nicht Vernunft ist! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Liebe Frau Kollegin Trunk, wenn Sie sich wieder beruhigt haben, können wir vernünftig über das Budget und die Situation Österreichs reden. (Abg. Mag. Trunk: Sie werden nicht definieren, was Vernunft ist und was nicht Vernunft ist! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Lassen Sie das Definieren darüber mir über, da richte ich mich sicher nicht nach Ihnen! (Abg. Rädler: Die Dame hat ein Problem!)
Abg. Rädler: Die Dame hat ein Problem!
Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Liebe Frau Kollegin Trunk, wenn Sie sich wieder beruhigt haben, können wir vernünftig über das Budget und die Situation Österreichs reden. (Abg. Mag. Trunk: Sie werden nicht definieren, was Vernunft ist und was nicht Vernunft ist! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Lassen Sie das Definieren darüber mir über, da richte ich mich sicher nicht nach Ihnen! (Abg. Rädler: Die Dame hat ein Problem!)
Abg. Heinisch-Hosek: Was heißt das?
Über „Lug und Trug“ haben Sie, Frau Kollegin Trunk, in diesem Zusammenhang gesprochen. Und das finde ich unpassend, und zwar für Sie als Frau und auch als Abgeordnete. (Abg. Heinisch-Hosek: Was heißt das?) Deswegen möchte ich darauf auch gar nicht weiter eingehen.
Abg. Mag. Darabos: 5 Milliarden!
Es ist überhaupt hoch interessant – ich habe mich den ganzen Tag über bemüht, zuzuhören –, zu sehen, welche Schwierigkeiten Sie von der linken Seite dieses Hauses, also Grüne und Sozialdemokraten, damit haben, zur Kenntnis zu nehmen, dass das Budget ein Defizit aufweist, von dem sozialistische Finanzminister nur träumen konnten. (Abg. Mag. Darabos: 5 Milliarden!) Das hat keiner von Ihnen zustande gebracht, aber jetzt heißt es: „Schulden-Karli“. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Es ist überhaupt hoch interessant – ich habe mich den ganzen Tag über bemüht, zuzuhören –, zu sehen, welche Schwierigkeiten Sie von der linken Seite dieses Hauses, also Grüne und Sozialdemokraten, damit haben, zur Kenntnis zu nehmen, dass das Budget ein Defizit aufweist, von dem sozialistische Finanzminister nur träumen konnten. (Abg. Mag. Darabos: 5 Milliarden!) Das hat keiner von Ihnen zustande gebracht, aber jetzt heißt es: „Schulden-Karli“. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Nein, das gibt es ja nicht!
Mit Worthülsen, mit verbalen Verrenkungen versuchen Sie von SPÖ und Grüne den ganzen Tag über abzulenken – Kollege Kummerer, ich hoffe, du kommst noch dran, du kannst dann zur Sicherheitspolitik reden –, jedenfalls wollen und können Sie nicht zur Kenntnis nehmen, dass wir ein kalkulierbares Defizit wegen Steuererhöhung haben, dass wir eine Beschäftigungsrate haben, die Österreich an die Spitze aller europäischen Länder gebracht hat, und dass wir die Jugendarbeitslosigkeit weitgehend in den Griff bekommen haben. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein, das gibt es ja nicht!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Frau Kollegin, wenn Sie behaupten, uns seien Arbeitslose egal, so empfinde ich das wirklich als Zumutung! Ich weise das aufs Schärfste zurück! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Trunk: Kürzen des Budgets!
Wir bemühen uns persönlich und mit unseren politischen Maßnahmen, eine hohe, ja höchste Beschäftigungsrate in unserem Lande zu haben – und wir haben auch fast 96 Prozent Beschäftigung! (Abg. Mag. Trunk: Kürzen des Budgets!) Nehmen auch Sie von der SPÖ das zur Kenntnis! Wir werden alles daran setzen, dass wir alle Österreicherinnen und Österreicher, die arbeiten können und wollen, beschäftigen können.
Abg. Gaál: Tatsächliche Berichtigung!
Meine Damen und Herren! Dem österreichischen Bundesheer steht nach diesem Bundesvoranschlag mehr Geld zur Verfügung, wie das alle gefordert haben, auch die Sozialdemokraten, nämlich um 70 Millionen € mehr. Das ist eine zusätzliche – in Schilling – Milliarde für die Ausrüstung, für die Ausstattung. (Abg. Gaál: Tatsächliche Berichtigung!) Das ermöglicht es unserem Bundesheer, die Aufgaben zu erfüllen, und zwar sowohl im Inland als auch international.
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Dafür hat sich die Bundesregierung entschieden – eine entsprechende Begleiterscheinung sind die Nebengeschäfte. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.) Und die Nebengeschäfte laufen transparent ab, auch wenn du es nicht glaubst.
Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.
Ich bin stolz darauf, dass wir heute erfahren können – Herr Kollege Einem, Sie werden sicher auch dafür sein –, dass der MAN-Konzern ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.) – Nicht. Wir werden unseren Arbeitern und Angestellten in Steyr mitteilen, wie Sie dazu stehen, dass zusätzliche Geschäfte (Abg. Dr. Einem: Nebengeschäfte will ich keine! „Gschaftl“ will ich keine!) erwirkt werden, eben die Gegengeschäfte aus der Kombination EADS und Ankauf der Flugzeuge.
Abg. Dr. Einem: Nebengeschäfte will ich keine! „Gschaftl“ will ich keine!
Ich bin stolz darauf, dass wir heute erfahren können – Herr Kollege Einem, Sie werden sicher auch dafür sein –, dass der MAN-Konzern ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.) – Nicht. Wir werden unseren Arbeitern und Angestellten in Steyr mitteilen, wie Sie dazu stehen, dass zusätzliche Geschäfte (Abg. Dr. Einem: Nebengeschäfte will ich keine! „Gschaftl“ will ich keine!) erwirkt werden, eben die Gegengeschäfte aus der Kombination EADS und Ankauf der Flugzeuge.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Im Moment zeigt uns der internationale Vergleich, dass wir an der Spitze Europas unterwegs sind – und mit dieser Bundesregierung wird es auch so bleiben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Der Redner zeigt ein Exemplar der schriftlichen Ausgabe der Budgetrede zum Budget 2005. – Rufe bei der ÖVP: Ja!
Abgeordneter Stefan Prähauser (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! Wissen Sie, was das ist? (Der Redner zeigt ein Exemplar der schriftlichen Ausgabe der Budgetrede zum Budget 2005. – Rufe bei der ÖVP: Ja!) – Die Quadratur des Kreises, allerdings mit – nach Maastricht – fast 6 Milliarden Defizit. Wenn das die Quadratur des Kreises ist, meine Damen und Herren, dann habe ich ein Unbehagen. Und wenn ich gleichzeitig weiß, dass der Hauptverantwortliche dafür vor einem halben Jahr noch 1 Milliarde aus dem heurigen Budget gesucht und selbst gesagt hat, er habe keine Ahnung, wohin sie gekommen sei, dann habe ich
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
sogar schwere Bedenken, wie das umzusetzen ist. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Abg. Amon: Das hat mit dem Hochwasser zu tun gehabt!
Meine Damen und Herren! Ich habe weitere Bedenken, wenn ein Finanzminister keine Probleme in der Anschaffung von Kampfflugzeugen sieht, wovon zuerst 24 Stück 1,9 Milliarden kosten. Dann haben die Betreiber mitgeteilt, es wäre doch vielleicht besser – weil die Flugzeuge so effizient in der Kampfkraft sind –, nur 20 Stück zu nehmen, da könnte man sich Geld sparen. Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, dass die ... (Abg. Amon: Das hat mit dem Hochwasser zu tun gehabt!) – Hören Sie auf, Herr Kollege Amon, hören Sie einfach zu! Der Rechnungshof hat das ja berichtet.
Abg. Dr. Mitterlehner: Das ist nicht einmal die Quadratur des Kreises, sondern schlichtweg fad!
Die 20 Flugzeuge, die angeboten wurden, waren dann teurer als 24. Und dann ist man auf die „gute“ Idee gekommen (Abg. Dr. Mitterlehner: Das ist nicht einmal die Quadratur des Kreises, sondern schlichtweg fad!), die Hochwasserprobleme voranzustellen und hat 18 gekauft. Die 18 Stück kosten allerdings mehr als die ursprünglich 24. (Abg. Dr. Mitterlehner: Das haben wir schon zehn Mal gehört, habt ihr nichts Neues?) Dann frage ich mich, meine Damen und Herren: Was ist die Grundlage für solche Maßnahmen? Und wenn jene die Quadratur des Kreises für erledigt sehen, habe ich hier sehr, sehr schwere Bedenken.
Abg. Dr. Mitterlehner: Das haben wir schon zehn Mal gehört, habt ihr nichts Neues?
Die 20 Flugzeuge, die angeboten wurden, waren dann teurer als 24. Und dann ist man auf die „gute“ Idee gekommen (Abg. Dr. Mitterlehner: Das ist nicht einmal die Quadratur des Kreises, sondern schlichtweg fad!), die Hochwasserprobleme voranzustellen und hat 18 gekauft. Die 18 Stück kosten allerdings mehr als die ursprünglich 24. (Abg. Dr. Mitterlehner: Das haben wir schon zehn Mal gehört, habt ihr nichts Neues?) Dann frage ich mich, meine Damen und Herren: Was ist die Grundlage für solche Maßnahmen? Und wenn jene die Quadratur des Kreises für erledigt sehen, habe ich hier sehr, sehr schwere Bedenken.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Herr Professor Van der Bellen hat heute „Schulden-Karli“ gesagt. Das ist mir zu despektierlich. Ich würde sagen: Herr Karl mit den Schulden – sonst nichts! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Darum haben wir allen Grund zu Optimismus. Ich verstehe nicht, warum Sie in einer derart pessimistischen Haltung verharren. Freuen Sie sich doch darüber, dass es mit der Wirtschaft in unserem Lande bergauf geht! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
wenn man sich die Defizite anschaut, die es in ihrer Regierungszeit gab. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Heinisch-Hosek: Mit der ÖVP!
Ich habe mir das sehr genau angeschaut, und zwar die elf Jahre vor 1999, meine Damen und Herren! (Abg. Heinisch-Hosek: Mit der ÖVP!) – Ja, das ist vollkommen richtig. Die ÖVP war dabei, das ist richtig (Zwischenrufe bei der SPÖ), aber die ÖVP ist jetzt auch dabei – und plötzlich haben wir andere Zahlen. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass es damals einen SPÖ-Bundeskanzler und einen SPÖ-Finanzminister gab, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich habe mir das sehr genau angeschaut, und zwar die elf Jahre vor 1999, meine Damen und Herren! (Abg. Heinisch-Hosek: Mit der ÖVP!) – Ja, das ist vollkommen richtig. Die ÖVP war dabei, das ist richtig (Zwischenrufe bei der SPÖ), aber die ÖVP ist jetzt auch dabei – und plötzlich haben wir andere Zahlen. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass es damals einen SPÖ-Bundeskanzler und einen SPÖ-Finanzminister gab, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe mir das sehr genau angeschaut, und zwar die elf Jahre vor 1999, meine Damen und Herren! (Abg. Heinisch-Hosek: Mit der ÖVP!) – Ja, das ist vollkommen richtig. Die ÖVP war dabei, das ist richtig (Zwischenrufe bei der SPÖ), aber die ÖVP ist jetzt auch dabei – und plötzlich haben wir andere Zahlen. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass es damals einen SPÖ-Bundeskanzler und einen SPÖ-Finanzminister gab, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: „Wir haben ja das alles nicht gewusst!“
Schauen wir uns das doch ganz genau an! (Der Redner zeigt eine Graphik.) Wenn wir hier ein Blatt anlegen, am höchsten Defizit, das die schwarz-blaue Bundesregierung in ihrer Amtszeit je hatte (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: „Wir haben ja das alles nicht gewusst!“), und das vergleichen mit den Zahlen Ihrer Regierungszeit, dann sehen wir, dass vom Defizit der schwarz-blauen Bundesregierung überhaupt nichts zu sehen ist, aber die SPÖ-Balken überall drüberschauen. Die Defizite, die Sie von der SPÖ gebaut haben, werden noch manche Generationen zahlen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: Wo waren Sie denn, Herr Amon, damals?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: Wo waren Sie denn, Herr Amon, damals?
Schauen wir uns das doch ganz genau an! (Der Redner zeigt eine Graphik.) Wenn wir hier ein Blatt anlegen, am höchsten Defizit, das die schwarz-blaue Bundesregierung in ihrer Amtszeit je hatte (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: „Wir haben ja das alles nicht gewusst!“), und das vergleichen mit den Zahlen Ihrer Regierungszeit, dann sehen wir, dass vom Defizit der schwarz-blauen Bundesregierung überhaupt nichts zu sehen ist, aber die SPÖ-Balken überall drüberschauen. Die Defizite, die Sie von der SPÖ gebaut haben, werden noch manche Generationen zahlen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: Wo waren Sie denn, Herr Amon, damals?)
Abg. Heinisch-Hosek: Stimmt ja auch!
Ich war auch überrascht über die Tafeln, die Sie gestern in die Höhe gehalten haben. Auf einem stand zum Beispiel: „Rekordarbeitslosigkeit“. (Abg. Heinisch-Hosek: Stimmt ja auch!) Sie negieren völlig, dass wir den höchsten Beschäftigtenstand seit 1945 haben. Ein Erfolg dieser Bundesregierung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich war auch überrascht über die Tafeln, die Sie gestern in die Höhe gehalten haben. Auf einem stand zum Beispiel: „Rekordarbeitslosigkeit“. (Abg. Heinisch-Hosek: Stimmt ja auch!) Sie negieren völlig, dass wir den höchsten Beschäftigtenstand seit 1945 haben. Ein Erfolg dieser Bundesregierung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Einem: Sie haben die besten Daten übernommen!
Ich bin weit davon entfernt, es nicht ernst zu nehmen, wenn jemand arbeitslos ist – da ist alles zu tun, um diesem Menschen zu helfen, um eine entsprechende Jobvermittlung sicherzustellen –, darf aber trotzdem hier ins Treffen führen, dass 24 Staaten in der EU jene Zahlen nicht zustande bringen, die wir in Österreich erreicht haben, dass 24 Regierungen Europas offenbar eine schlechtere Arbeitsmarktpolitik machen als diese Bundesregierung. Das sollte man auch einmal sagen, und das dürfen auch Sie als Opposition einmal anerkennen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Einem: Sie haben die besten Daten übernommen!)
Beifall bei der ÖVP.
Eine Partei, die die größte Insolvenz in der Geschichte der Republik Österreich, nämlich die des „Konsum“ zu verantworten hat, eine Partei, die letztlich auch wesentlich Verantwortung trägt in der Bank Austria, wo es zu einem drastischen Personalabbau gekommen – seit 1997 sind unter sozialdemokratischer Verantwortung 4 000 Jobs dort abgebaut worden –, eine solche Partei braucht uns über Arbeitsmarktpolitik nicht wirklich viel sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kopf: Und ein Fernsehprogramm!
Ein sehr sympathischer Sozialdemokrat hat heute im Laufe der Debatte gesagt, die SPÖ hat viele Programme: Sie hat ein Wirtschaftsprogramm, sie hat ein Bildungsprogramm, sie hat ein Pensionsprogramm, sie hat ein Familienprogramm. (Abg. Kopf: Und ein Fernsehprogramm!) Ich gratuliere Ihnen von der SPÖ! Ja, Sie haben Programme, aber leider haben Sie nirgends ein Konzept. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Ein sehr sympathischer Sozialdemokrat hat heute im Laufe der Debatte gesagt, die SPÖ hat viele Programme: Sie hat ein Wirtschaftsprogramm, sie hat ein Bildungsprogramm, sie hat ein Pensionsprogramm, sie hat ein Familienprogramm. (Abg. Kopf: Und ein Fernsehprogramm!) Ich gratuliere Ihnen von der SPÖ! Ja, Sie haben Programme, aber leider haben Sie nirgends ein Konzept. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Gibt es nicht mehr!
denn bei 70 Milliarden Schilling, also 5 Milliarden €, an Schulden sowie bei insgesamt 23 Milliarden € beziehungsweise 315 Milliarden Schilling (Abg. Dr. Mitterlehner: Gibt es nicht mehr!) an neuen Schulden ist das auch kein Wunder.
Abg. Murauer: Parnigoni, weißt du, was wir an Zinsendienst zahlen?
Das bedeutet, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, dass Sie in nur fünf Jahren eine gewaltige zusätzliche Verschuldung in unserem Lande verursacht haben. (Abg. Murauer: Parnigoni, weißt du, was wir an Zinsendienst zahlen?) Darüber, Kollege Murauer, sind wir sichtlich erregt und empört, wir haben selbstverständlich Schwierigkeiten damit! Das ist doch überhaupt keine Frage! (Abg. Murauer: 35 Milliarden zahlen wir allein an Zinsen!)
Abg. Murauer: 35 Milliarden zahlen wir allein an Zinsen!
Das bedeutet, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, dass Sie in nur fünf Jahren eine gewaltige zusätzliche Verschuldung in unserem Lande verursacht haben. (Abg. Murauer: Parnigoni, weißt du, was wir an Zinsendienst zahlen?) Darüber, Kollege Murauer, sind wir sichtlich erregt und empört, wir haben selbstverständlich Schwierigkeiten damit! Das ist doch überhaupt keine Frage! (Abg. Murauer: 35 Milliarden zahlen wir allein an Zinsen!)
Ruf bei der ÖVP: Eine Unterstellung!
Auch das, Kollege Amon, ist ganz klar: Wir Sozialdemokraten haben natürlich auch ganz große Schwierigkeiten damit, wenn Sie versuchen, die größte Arbeitslosigkeit seit 1945 ganz einfach herunterzuspielen, Ihnen das Schicksal Arbeitsloser völlig egal ist und Sie hier versuchen, mit Zahlenspielereien den Menschen Sand in die Augen zu streuen. (Ruf bei der ÖVP: Eine Unterstellung!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
„Innenminister Strasser treibt eine grundlegende Exekutivreform voran.“ (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Hören Sie ganz genau zu!
Zwischenrufe bei der ÖVP
So stand das auf dreieinhalb Zeilen. Und jetzt erklären Sie mir bitte, was das heißt! Ich kann ja nur annehmen, dass Innenminister Strasser diese Rede vorher nicht gelesen hat (Zwischenrufe bei der ÖVP), denn eines steht wohl fest: Endlich wissen die Tausenden Exekutivbeamtinnen und -beamten, die immer schon rätseln, wie dieser neue Körper, zusammengelegt aus Polizei, Gendarmerie und Kriminalpolizei, heißen soll. – Jetzt wissen wir es, der Finanzminister hat es verkündet. Neu heißen diese Kollegen dann „Team 04“. – Ein größerer Unsinn ist in keiner Budgetrede seit 1945 gestanden! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
So stand das auf dreieinhalb Zeilen. Und jetzt erklären Sie mir bitte, was das heißt! Ich kann ja nur annehmen, dass Innenminister Strasser diese Rede vorher nicht gelesen hat (Zwischenrufe bei der ÖVP), denn eines steht wohl fest: Endlich wissen die Tausenden Exekutivbeamtinnen und -beamten, die immer schon rätseln, wie dieser neue Körper, zusammengelegt aus Polizei, Gendarmerie und Kriminalpolizei, heißen soll. – Jetzt wissen wir es, der Finanzminister hat es verkündet. Neu heißen diese Kollegen dann „Team 04“. – Ein größerer Unsinn ist in keiner Budgetrede seit 1945 gestanden! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Kopf: Wieso? Er darf doch eine andere Meinung haben als der Innenminister!
Das war also vor der Wahl. Fünf Monate nach der Wahl waren die Kolleginnen und Kollegen bereits im Innenministerium. – So viel also zur Glaubwürdigkeit Ihres Finanzministers (Abg. Kopf: Wieso? Er darf doch eine andere Meinung haben als der Innenminister!), Ihres Budgets und zur Glaubwürdigkeit der Regierungsparteien. Sie haben hier wirklich keine guten Leistungen erbracht; das steht fest. Mit diesem Budget schaden Sie der Bevölkerung unseres Landes. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das war also vor der Wahl. Fünf Monate nach der Wahl waren die Kolleginnen und Kollegen bereits im Innenministerium. – So viel also zur Glaubwürdigkeit Ihres Finanzministers (Abg. Kopf: Wieso? Er darf doch eine andere Meinung haben als der Innenminister!), Ihres Budgets und zur Glaubwürdigkeit der Regierungsparteien. Sie haben hier wirklich keine guten Leistungen erbracht; das steht fest. Mit diesem Budget schaden Sie der Bevölkerung unseres Landes. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Solch ein Blödsinn!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Halten wir fest: Das ist der höchste Schuldenstand in dieser Republik seit 1945! (Ruf bei der ÖVP: Solch ein Blödsinn!) Der höchste Schuldenstand in dieser Republik! (Ruf bei der ÖVP: Wenn Sie es noch öfter wiederholen, wird es auch nicht wahrer!) In absoluten Zahlen gesprochen ist es der höchste Schuldenstand – nicht prozentuell gesehen, sondern in absoluten Zahlen. Und es ist, wieder in absoluten Zahlen gesprochen, der höchste Arbeitslosenstand, den es in dieser Republik jemals gegeben hat. Es geht nicht nur um die Prozentzahlen, sondern auch um die absoluten Zahlen, die man hier erwähnen muss. (Abg. Dr. Mitterlehner: Selbstverständlich geht es um die Prozentsätze!)
Ruf bei der ÖVP: Wenn Sie es noch öfter wiederholen, wird es auch nicht wahrer!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Halten wir fest: Das ist der höchste Schuldenstand in dieser Republik seit 1945! (Ruf bei der ÖVP: Solch ein Blödsinn!) Der höchste Schuldenstand in dieser Republik! (Ruf bei der ÖVP: Wenn Sie es noch öfter wiederholen, wird es auch nicht wahrer!) In absoluten Zahlen gesprochen ist es der höchste Schuldenstand – nicht prozentuell gesehen, sondern in absoluten Zahlen. Und es ist, wieder in absoluten Zahlen gesprochen, der höchste Arbeitslosenstand, den es in dieser Republik jemals gegeben hat. Es geht nicht nur um die Prozentzahlen, sondern auch um die absoluten Zahlen, die man hier erwähnen muss. (Abg. Dr. Mitterlehner: Selbstverständlich geht es um die Prozentsätze!)
Abg. Dr. Mitterlehner: Selbstverständlich geht es um die Prozentsätze!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Halten wir fest: Das ist der höchste Schuldenstand in dieser Republik seit 1945! (Ruf bei der ÖVP: Solch ein Blödsinn!) Der höchste Schuldenstand in dieser Republik! (Ruf bei der ÖVP: Wenn Sie es noch öfter wiederholen, wird es auch nicht wahrer!) In absoluten Zahlen gesprochen ist es der höchste Schuldenstand – nicht prozentuell gesehen, sondern in absoluten Zahlen. Und es ist, wieder in absoluten Zahlen gesprochen, der höchste Arbeitslosenstand, den es in dieser Republik jemals gegeben hat. Es geht nicht nur um die Prozentzahlen, sondern auch um die absoluten Zahlen, die man hier erwähnen muss. (Abg. Dr. Mitterlehner: Selbstverständlich geht es um die Prozentsätze!)
Abg. Großruck: Und vier Wirbelstürme in Amerika, das ist auch Chaos!
Was ist noch alles passiert? – Sie haben mit Ihren letzten Budgets – mit diesem setzen Sie es fort – ein Chaos an den Universitäten hervorgerufen, haben die Bildungspolitik in Grund und Boden gefahren. Es gibt eine total verunsicherte Exekutive, weil die MitarbeiterInnen nicht einmal wissen, in welchen Wachekörper sie zusammengefasst werden. (Abg. Großruck: Und vier Wirbelstürme in Amerika, das ist auch Chaos!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner
In Wirklichkeit haben Sie überall, wo Sie hineingeschnitten haben, Chaos hinterlassen, und mit diesem Budget werden Sie wieder nur Chaos hinterlassen! Sie haben nichts vorgesehen für die Universitäten (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner), Sie haben nichts vorgesehen für den Bildungsbereich, Sie haben auch in den anderen Bereichen nichts vorgesehen! Das heißt, in Wirklichkeit sind Sie von einem Nulldefizit weit weg. Mit diesem Budget haben Sie all Ihre Ziele über Bord geworfen – und haben die Republik ausgehungert, indem Sie das Familiensilber verkauft haben. (Abg. Kopf: Beschäftigungs-Europameister sind wir!) Sie sind nicht einmal mehr manövrierfähig und nicht mehr in der Lage, irgendetwas Sinnvolles zu investieren, weil Sie sich bis ganz hinauf auf die Schuldendecke begeben haben.
Abg. Kopf: Beschäftigungs-Europameister sind wir!
In Wirklichkeit haben Sie überall, wo Sie hineingeschnitten haben, Chaos hinterlassen, und mit diesem Budget werden Sie wieder nur Chaos hinterlassen! Sie haben nichts vorgesehen für die Universitäten (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner), Sie haben nichts vorgesehen für den Bildungsbereich, Sie haben auch in den anderen Bereichen nichts vorgesehen! Das heißt, in Wirklichkeit sind Sie von einem Nulldefizit weit weg. Mit diesem Budget haben Sie all Ihre Ziele über Bord geworfen – und haben die Republik ausgehungert, indem Sie das Familiensilber verkauft haben. (Abg. Kopf: Beschäftigungs-Europameister sind wir!) Sie sind nicht einmal mehr manövrierfähig und nicht mehr in der Lage, irgendetwas Sinnvolles zu investieren, weil Sie sich bis ganz hinauf auf die Schuldendecke begeben haben.
Beifall bei der SPÖ.
In den Ermächtigungen, genau unter Ziffer 12, haben Sie sich noch einmal 10 Millionen € für Werbung für die EU-Präsidentschaft zuerkannt. Unter Ziffer 13 sieht man: Weitere 6 Millionen € genehmigt! All das nur zum besseren Verkaufen des Bundeskanzlers! Das ist doch pure Verschwendung, ein Hinausschmeißen von Geld! Das ist abgehobene Politik, liebe Freunde! Hochmut kommt vor dem Fall! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kopf: Wirst eingeladen dazu, Peter! Reg dich nicht auf, du wirst eh eingeladen!
Kollege Zinggl, unter Ziffer 20 im Kunstbudget kann man sehen: 2,5 Millionen €, die Sie sich für Feiern reserviert haben. Da gehen sich, glaube ich, schon ein paar Geburtstagsfeiern für Herrn Staatssekretär Morak aus. Da wird wieder losgelegt werden im Jahre 2005; da wird man sicherlich wieder im Kunsthistorischen Museum feiern – oder wo immer. (Abg. Kopf: Wirst eingeladen dazu, Peter! Reg dich nicht auf, du wirst eh eingeladen!) Kosten spielen ja keine Rolle. Wir feiern das nächste Jahr, wir feiern alles! Wir stehen zwar einen Schritt vor dem Abgrund, aber wir feiern! (Abg. Wittauer: Jetzt kommt gleich Schaum vor den Mund!)
Abg. Wittauer: Jetzt kommt gleich Schaum vor den Mund!
Kollege Zinggl, unter Ziffer 20 im Kunstbudget kann man sehen: 2,5 Millionen €, die Sie sich für Feiern reserviert haben. Da gehen sich, glaube ich, schon ein paar Geburtstagsfeiern für Herrn Staatssekretär Morak aus. Da wird wieder losgelegt werden im Jahre 2005; da wird man sicherlich wieder im Kunsthistorischen Museum feiern – oder wo immer. (Abg. Kopf: Wirst eingeladen dazu, Peter! Reg dich nicht auf, du wirst eh eingeladen!) Kosten spielen ja keine Rolle. Wir feiern das nächste Jahr, wir feiern alles! Wir stehen zwar einen Schritt vor dem Abgrund, aber wir feiern! (Abg. Wittauer: Jetzt kommt gleich Schaum vor den Mund!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer.
In Wirklichkeit ermächtigen Sie sich zu 20 Millionen € zusätzlich zu 34 Millionen, nur um sich zu verkaufen, nur um sich gut darzustellen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer.) – An Ihrer Stelle, der Stelle der FPÖ, würde ich Acht geben. Das ist ein Vorwahlkampf, für den 50 Millionen € ausgegeben werden; 700 Millionen hat sich der Kanzler genehmigt. Und da sind Sie von der FPÖ nicht dabei; das ist nur für den Bundeskanzler und nicht für Sie.
Beifall bei der SPÖ.
In Wirklichkeit also ein desaströses Budget. Nur Mittel zur Selbstvermarktung in diesem Budget, alle anderen Budgetkapitel zurückgeschnitten. Früher waren es ja noch liebevolle Namen wie „Susi und Strolchi“; geblieben sind Ihnen jetzt „Schulden-Karli“ und „Persilschein-Fredi“. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Warum sind wir dann in der Welt so gut?
Das alles, sehr verehrte Damen und Herren, ist kein Ausdruck dafür, dass Sie in Bildung investieren, ganz im Gegenteil, Sie haben sie niedergespart in den letzten Jahren, und jetzt mit diesem Budget sparen Sie sie noch einmal nieder. (Abg. Wittauer: Warum sind wir dann in der Welt so gut?)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
gesagt hat, auch wieder 3,1 Millionen. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich habe nichts anderes von Ihnen erwartet!
Jetzt frage ich Sie, Herr Finz: Was passiert tatsächlich? – Da gibt es drei Möglichkeiten: Entweder das Budget stimmt nicht; das haben schon einige vor mir behauptet, und ich bin geneigt, das auch zu glauben. Da stimmt ja etwas nicht! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich habe nichts anderes von Ihnen erwartet!) Oder zweite mögliche Antwort: Frau Bundesministerin Gehrer hat etwas versprochen, was es tatsächlich nicht geben wird, sonst täte es ja im Budget stehen. Auch eine Möglichkeit, würde ich sehr schade finden. Dritte Möglichkeit: Vielleicht deckt sie das mit ehrenamtlich Tätigen ab oder macht das auf Vereinsbasis? Das wäre großartig, würde ich meinen, das wäre einzigartig. Da wäre sie wahrscheinlich die Siegerin des von Bundesminister Haupt ausgeschriebenen Bewerbs für die Ehrenamtliche des Jahres.
Beifall bei der SPÖ.
Irgendetwas, sehr geehrte Damen und Herren, stimmt hier nicht, und ich bitte dringend, das zu überprüfen, denn was wir tatsächlich brauchen, sind mehr ganztägige Plätze für Kinder in Österreichs Schulen. Was wir tatsächlich brauchen, ist mehr Schulqualität und mehr Bildungsqualität, denn das ist wohl das wertvollste Zukunftskapital, das wir hier in Österreich haben, nämlich die Ausbildung und die Zukunft unserer Kinder. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Haben wir jetzt eine sozialdemokratische Offensive?
Abgeordnete Anita Fleckl (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Mehr Schein als Sein charakterisiert das vorliegende Budget und die dazu gehaltene Budgetrede. (Abg. Wittauer: Haben wir jetzt eine sozialdemokratische Offensive?) Ein Bereich, wo Schein und Sein besonders arg auseinander klaffen, ist der Bereich Jugend. Der Kanzler wollte einmal dafür sorgen, dass jeder Jugendliche einen Ausbildungsplatz in Österreich bekommt. Was ist geblieben? – Die Zahl der Lehr- und Ausbildungsplätze geht sukzessive zurück. (Rufe bei der ÖVP: Nein! Nein!) Der Zuwachs an arbeitslosen Jugendlichen beträgt seit den letzten vier Jahren fast 50 Prozent, und immer mehr Jugendliche stehen auf der Straße. Viel versprochen, nichts gehalten, Herr Kollege Mitterlehner! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Stimmt nicht!)
Rufe bei der ÖVP: Nein! Nein!
Abgeordnete Anita Fleckl (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Mehr Schein als Sein charakterisiert das vorliegende Budget und die dazu gehaltene Budgetrede. (Abg. Wittauer: Haben wir jetzt eine sozialdemokratische Offensive?) Ein Bereich, wo Schein und Sein besonders arg auseinander klaffen, ist der Bereich Jugend. Der Kanzler wollte einmal dafür sorgen, dass jeder Jugendliche einen Ausbildungsplatz in Österreich bekommt. Was ist geblieben? – Die Zahl der Lehr- und Ausbildungsplätze geht sukzessive zurück. (Rufe bei der ÖVP: Nein! Nein!) Der Zuwachs an arbeitslosen Jugendlichen beträgt seit den letzten vier Jahren fast 50 Prozent, und immer mehr Jugendliche stehen auf der Straße. Viel versprochen, nichts gehalten, Herr Kollege Mitterlehner! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Stimmt nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Stimmt nicht!
Abgeordnete Anita Fleckl (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Mehr Schein als Sein charakterisiert das vorliegende Budget und die dazu gehaltene Budgetrede. (Abg. Wittauer: Haben wir jetzt eine sozialdemokratische Offensive?) Ein Bereich, wo Schein und Sein besonders arg auseinander klaffen, ist der Bereich Jugend. Der Kanzler wollte einmal dafür sorgen, dass jeder Jugendliche einen Ausbildungsplatz in Österreich bekommt. Was ist geblieben? – Die Zahl der Lehr- und Ausbildungsplätze geht sukzessive zurück. (Rufe bei der ÖVP: Nein! Nein!) Der Zuwachs an arbeitslosen Jugendlichen beträgt seit den letzten vier Jahren fast 50 Prozent, und immer mehr Jugendliche stehen auf der Straße. Viel versprochen, nichts gehalten, Herr Kollege Mitterlehner! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Stimmt nicht!)
Abg. Wittauer: Ihre eigenen Leute tun nur Zeitung lesen, die interessieren sich gar nicht dafür, was Sie sagen!
Sie haben doch zu Beginn Ihrer Regierungszeit behauptet, dass es bei Bildung keine Einsparungen geben wird. (Abg. Wittauer: Ihre eigenen Leute tun nur Zeitung lesen, die interessieren sich gar nicht dafür, was Sie sagen!) Klingt gut, ist aber nicht so! Viel versprochen, nichts gehalten, Herr Kollege Wittauer! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben doch zu Beginn Ihrer Regierungszeit behauptet, dass es bei Bildung keine Einsparungen geben wird. (Abg. Wittauer: Ihre eigenen Leute tun nur Zeitung lesen, die interessieren sich gar nicht dafür, was Sie sagen!) Klingt gut, ist aber nicht so! Viel versprochen, nichts gehalten, Herr Kollege Wittauer! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Glawischnig: Mit so etwas lassen sich keine Löcher stopfen! Die kriegen kein Geld!
Mit der Erstellung dieses Budgets haben Sie die große Chance verpasst, die Qualität an unseren Bildungseinrichtungen zu verbessern. Wo bleiben Maßnahmen, um den Universitäten überhaupt den laufenden Betrieb zu sichern? Oder wollen Ministerin und Kanzler mit Querflöte, Gitarre und Hut auf der Mariahilfer Straße für unsere Universitäten sammeln? So nach dem Motto: Löcher stopfen mit schrägen Tönen. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Glawischnig: Mit so etwas lassen sich keine Löcher stopfen! Die kriegen kein Geld!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das haben wir schon vor fünf Jahren gehört!
Klar ist, dass in diesem Budget das nächste Sparpaket in Wirklichkeit schon versteckt ist. Sie sagen, die Steuerreform verleiht Flügel. Die Österreicherinnen und Österreicher wissen, dass Sie die Einzigen sind, die Flügel haben werden, wenn Sie, sehr geehrte Damen und Herren von den Regierungsparteien, nach der nächsten Wahl den Abflug machen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das haben wir schon vor fünf Jahren gehört!)
Beifall bei der ÖVP.
Es stimmt auch nicht, dass den Universitäten weniger Mittel zur Verfügung stehen. Die Grundvergütung, die die Universitäten erhalten – das kann man ja aus dem entsprechenden Ansatz herauslesen –, ist um 20 Millionen erhöht, entsprechend den Vorgaben, als sie im Rahmen der Ausgliederung in die Universitätsautonomie entlassen worden sind. Es stimmt einfach nicht, dass weniger Geld vorhanden ist, sondern es ist mehr vorhanden! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kopf: Das hat er sicher nicht gesagt!
Der Finanzminister hat gestern gemeint: Wohlstand führt in einer globalisierten Welt zu Standortnachteilen. – Ich habe mir gedacht, ich höre nicht richtig. Wenn Wohlstand gegeben ist, sind die Arbeitskräfte motiviert, und das kann nur ein Standortvorteil sein, kein Standortnachteil! Und gesellschaftspolitische oder sozialpolitische Zustände wie in China und überhaupt in Asien wollen die Österreicher sicher nicht und wir auch nicht. (Abg. Kopf: Das hat er sicher nicht gesagt!) – Das hat der Herr Finanzminister gesagt, ich habe mitgeschrieben!
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
50 000 neue Unternehmen in Österreich – der Kreditschutzverband sagt: So viele Pleiten wie noch nie, und: mehr Privatkonkurse. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) – Dann ist es ein Betrug, dann seid aber ihr daran, dass ihr es ändert, dafür zu sorgen, dass das so nicht gemacht werden kann!
Abg. Wittauer: Man muss die ganze Wahrheit sehen und nicht nur die halbe!
Und dann gibt es noch diese Ansage: Nulldefizit. Wir haben alles verkauft, was wir verkaufen konnten. Wir haben die höchste Abgabenquote. Die OECD schreibt in ihrer Kritik: höchster Defizitanstieg innerhalb der Europäischen Union. (Abg. Wittauer: Man muss die ganze Wahrheit sehen und nicht nur die halbe!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ein Klassenkampf!
Zum wissensbasierten Standort. Da fehlt mir ganz klar die Erwachsenenbildung, denn die 11 Milliarden € für Erwachsenenbildung, die im Budget ausgewiesen sind, sind eindeutig zu wenig, weil Arbeitsplätze abwandern, weil die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitsplätzen gegeben ist und keine Existenz sichernde finanzielle Umstiegshilfe für Berufswechsler vorgesehen ist. Es gibt Menschen, die mit 30, 35 Jahren den Beruf wechseln möchten, aber können nicht, weil es keine entsprechende Umstiegshilfe, wie es in der Landwirtschaft der Fall ist, wo es eine Umstiegshilfe gibt, für die Arbeitnehmer gibt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ein Klassenkampf!) – Das ist kein Klassenkampf, das ist nur ein Gleichstellen der Menschen, die in Österreich leben. (Abg. Wittauer: Das ist schon ein Unterschied, was die Landwirte jeden Tag leisten!) Auch für diese Menschen soll es Umstiegshilfen geben, wie in der Industrie, wie im Gewerbe und in der Landwirtschaft. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Das ist schon ein Unterschied, was die Landwirte jeden Tag leisten!
Zum wissensbasierten Standort. Da fehlt mir ganz klar die Erwachsenenbildung, denn die 11 Milliarden € für Erwachsenenbildung, die im Budget ausgewiesen sind, sind eindeutig zu wenig, weil Arbeitsplätze abwandern, weil die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitsplätzen gegeben ist und keine Existenz sichernde finanzielle Umstiegshilfe für Berufswechsler vorgesehen ist. Es gibt Menschen, die mit 30, 35 Jahren den Beruf wechseln möchten, aber können nicht, weil es keine entsprechende Umstiegshilfe, wie es in der Landwirtschaft der Fall ist, wo es eine Umstiegshilfe gibt, für die Arbeitnehmer gibt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ein Klassenkampf!) – Das ist kein Klassenkampf, das ist nur ein Gleichstellen der Menschen, die in Österreich leben. (Abg. Wittauer: Das ist schon ein Unterschied, was die Landwirte jeden Tag leisten!) Auch für diese Menschen soll es Umstiegshilfen geben, wie in der Industrie, wie im Gewerbe und in der Landwirtschaft. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum wissensbasierten Standort. Da fehlt mir ganz klar die Erwachsenenbildung, denn die 11 Milliarden € für Erwachsenenbildung, die im Budget ausgewiesen sind, sind eindeutig zu wenig, weil Arbeitsplätze abwandern, weil die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitsplätzen gegeben ist und keine Existenz sichernde finanzielle Umstiegshilfe für Berufswechsler vorgesehen ist. Es gibt Menschen, die mit 30, 35 Jahren den Beruf wechseln möchten, aber können nicht, weil es keine entsprechende Umstiegshilfe, wie es in der Landwirtschaft der Fall ist, wo es eine Umstiegshilfe gibt, für die Arbeitnehmer gibt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ein Klassenkampf!) – Das ist kein Klassenkampf, das ist nur ein Gleichstellen der Menschen, die in Österreich leben. (Abg. Wittauer: Das ist schon ein Unterschied, was die Landwirte jeden Tag leisten!) Auch für diese Menschen soll es Umstiegshilfen geben, wie in der Industrie, wie im Gewerbe und in der Landwirtschaft. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Jetzt kommt der Kummer!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Kummerer. – Bitte. (Abg. Wittauer: Jetzt kommt der Kummer!)
Abg. Großruck: Der hat eine Bandscheibenoperation! – Abg. Kopf: Der liegt im Spital!
Er geniert sich dafür so, dass er heute nicht einmal da ist. (Abg. Großruck: Der hat eine Bandscheibenoperation! – Abg. Kopf: Der liegt im Spital!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Für was geniert sich denn der Gusenbauer, dass er nicht da ist?
Kollege Parnigoni hat schon über die Schludrigkeit des Finanzministers gesprochen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Für was geniert sich denn der Gusenbauer, dass er nicht da ist?) – Lieber Kollege Scheuch, berühmter Landwirt, erklär mir das Zitat des Finanzministers, deines ehemaligen Freundes: Mit der Förderung des Biodiesels sinken die Kosten für die Bauern! – Biodiesel oder Agrardiesel? Kennt euer Finanzminister nicht einmal den Unterschied zwischen Biodiesel und Agrardiesel? (Abg. Kopf: Da hat er sich verredet!) – Was heißt, verredet? Das hat er drucken lassen! Das steht in der schriftlichen Unterlage zum Budget 2005! Wie viele Dummheiten steht auch das hier drinnen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Kopf: Da hat er sich verredet!
Kollege Parnigoni hat schon über die Schludrigkeit des Finanzministers gesprochen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Für was geniert sich denn der Gusenbauer, dass er nicht da ist?) – Lieber Kollege Scheuch, berühmter Landwirt, erklär mir das Zitat des Finanzministers, deines ehemaligen Freundes: Mit der Förderung des Biodiesels sinken die Kosten für die Bauern! – Biodiesel oder Agrardiesel? Kennt euer Finanzminister nicht einmal den Unterschied zwischen Biodiesel und Agrardiesel? (Abg. Kopf: Da hat er sich verredet!) – Was heißt, verredet? Das hat er drucken lassen! Das steht in der schriftlichen Unterlage zum Budget 2005! Wie viele Dummheiten steht auch das hier drinnen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Kollege Parnigoni hat schon über die Schludrigkeit des Finanzministers gesprochen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Für was geniert sich denn der Gusenbauer, dass er nicht da ist?) – Lieber Kollege Scheuch, berühmter Landwirt, erklär mir das Zitat des Finanzministers, deines ehemaligen Freundes: Mit der Förderung des Biodiesels sinken die Kosten für die Bauern! – Biodiesel oder Agrardiesel? Kennt euer Finanzminister nicht einmal den Unterschied zwischen Biodiesel und Agrardiesel? (Abg. Kopf: Da hat er sich verredet!) – Was heißt, verredet? Das hat er drucken lassen! Das steht in der schriftlichen Unterlage zum Budget 2005! Wie viele Dummheiten steht auch das hier drinnen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ähnlich ist es bei der Sicherheit, bei der Landesverteidigung. Murauer hat mich zwar angesprochen, ist aber dann davongelaufen. Wie schaut es bei der Landesverteidigung aus? Im Jahr 2000 angetreten mit 1 Prozent vom BIP. Es waren dann im Jahr 2000 0,82 Prozent. Jetzt sind es 0,75 Prozent vom BIP. – Mehr oder weniger, Herr Ex-Minister Fasslabend? Wie schaut es denn aus? Was hat das Bundesheer unter Edlinger zur Verfügung gehabt? 0,80 Prozent! – Mehr oder weniger, Herr Bundesminister? Also so schlecht können die Edlinger-Budgets beileibe nicht gewesen sein. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir dieses 1 Prozent für die Landesverteidigung, für die Sicherheit erreichen wollen, was Scheibner nie geschafft hat – wenn man sich die Reihe anschaut, sieht man, es ist nur hinuntergegangen unter ihm, es hat sich nie geändert –, dann fehlen dem Bundesheer 453 Millionen €. – Damit ihr seht, was ihr alles versprochen und nicht gehalten habt! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Auch weniger Schüler! Ein Lehrer, 14 Schüler!
Es wurde heute schon von anderen Rednern betont, und ich möchte es am Beispiel Niederösterreich festmachen: Es sind nicht bloß sinkende Schülerzahlen dafür verantwortlich, dass es weniger Lehrerdienstposten gibt, es sind ganz einfach diese neuen höheren Kennzahlen daran schuld. Allein in Niederösterreich haben wir seit dem Jahr 2001 um 700 Lehrerdienstposten weniger (Abg. Bucher: Auch weniger Schüler! Ein Lehrer, 14 Schüler!), nur auf Grund dieser Kennzahlen, nicht wegen der geringeren Anzahl an Schülern! Es beruft sich zwar die Frau Ministerin gerne auf die Schülerzahlen in diesem Zusammenhang, es sind aber diese Kennzahlen! (Staatssekretär Dr. Finz: Die sind ja vereinbart worden!)
Staatssekretär Dr. Finz: Die sind ja vereinbart worden!
Es wurde heute schon von anderen Rednern betont, und ich möchte es am Beispiel Niederösterreich festmachen: Es sind nicht bloß sinkende Schülerzahlen dafür verantwortlich, dass es weniger Lehrerdienstposten gibt, es sind ganz einfach diese neuen höheren Kennzahlen daran schuld. Allein in Niederösterreich haben wir seit dem Jahr 2001 um 700 Lehrerdienstposten weniger (Abg. Bucher: Auch weniger Schüler! Ein Lehrer, 14 Schüler!), nur auf Grund dieser Kennzahlen, nicht wegen der geringeren Anzahl an Schülern! Es beruft sich zwar die Frau Ministerin gerne auf die Schülerzahlen in diesem Zusammenhang, es sind aber diese Kennzahlen! (Staatssekretär Dr. Finz: Die sind ja vereinbart worden!)
Beifall bei der SPÖ.
Der Herr Finanzminister hat den Lernenden, also den Schülern, die Ruder, das heißt die Lehrer, weggenommen: Die Schulqualität treibt zurück. (Beifall bei der SPÖ.)
ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Daher glaube ich, dass wir in den nächsten zwei Jahren wirklich vor einem großen Problem stehen, dass nämlich dieses Budgetdefizit, das Sie jetzt prognostizieren, noch wesentlich höher ausfallen wird, als jetzt darzustellen versucht wird. Ich vermute, dass die Bundesregierung darüber natürlich klar Bescheid weiß und auch entsprechende strategische Überlegungen anstellt. Ich bin fast sicher, dass diese Regierungsperiode vorzeitig beendet werden wird (ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen), weil man sich aus der Verantwortung drücken wird müssen, um das halbwegs schadlos zu überstehen.
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne, glaube ich, ist das ein sehr problematisches Budget. Wir werden diesem Budget natürlich nicht zustimmen, sondern ihm die Zustimmung verweigern. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Sie glauben es, aber Sie wissen es nicht!
Abgeordnete Dr. Elisabeth Hlavac (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Gartlehner hat jetzt sehr vornehm von einem optimistischen Ansatz gesprochen. Ich würde meinen, dass es eine Reihe von Zahlen in diesem Voranschlag gibt, die äußerst fragwürdig sind und von denen ich nicht glaube, dass sie der Realität standhalten werden. (Ruf bei der ÖVP: Sie glauben es, aber Sie wissen es nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, auch für den Schulbereich gilt das, was für das ganze Budget und für Ihre gesamte Politik gilt: Viel versprochen, aber nichts gehalten. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Das haben wir schon gehört!
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Man sagt, das Budget ist in Zahlen gegossene Politik. (Ruf bei der ÖVP: Das haben wir schon gehört!) – Aber es stimmt trotzdem.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man sich nun Ihr Budget anschaut, findet man diesen Satz auch tatsächlich wieder. Das ist aber leider gar kein Grund zur Freunde, es ist vielmehr Klientel-Politik, die man da entdeckt. Es ist vor allem eine Gesellschaftspolitik, die in einem wirklich krassen Gegensatz zu dem steht, was die Menschen in Österreich wollen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ihre Antwort darauf ist aber nicht, wie man vielleicht meinen könnte, die Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik aufzustocken. Nein, da wird bestenfalls umgeschichtet, es werden andere Löcher aufgemacht. Und es kommt noch krasser: Laut Budget wird es sogar weniger Geld für aktive Arbeitsmarktpolitik geben als im Jahr 2003. Ihnen fällt nichts anderes dazu ein, als mit Taferln zu kommen, auf denen zu lesen steht „Aufschwung schafft Arbeit“. Ich finde das gelinde gesagt vor allem den arbeitslosen Menschen gegenüber sehr zynisch. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ganz kurz noch zum Schluss: Sie sind so stolz darauf, dass 2,5 Millionen Menschen nächstes Jahr keine Steuern zahlen. – Wissen Sie eigentlich, wie viel diese Menschen im Monat zum Leben haben? – Das sind nicht einmal 920 € netto! Und darauf sind Sie stolz?! Und so wollen Sie weitermachen?! – Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen das nicht, denn sozial ist, was Arbeit schafft, von der die Menschen auch leben können. (Beifall bei der SPÖ.)
Widerspruch bei der SPÖ. – Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Lügen haben kurze Beine – so viel zur Seriosität der Zahlen. (Widerspruch bei der SPÖ. – Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Ich würde Ihnen empfehlen, Ihre Dienststelle wieder zu besuchen!
Abg. Kopf: Sie haben es gleich ganz abgeschafft in Ihrem Betrieb!
Außerdem hat diese Bundesregierung für heuer und für das kommende Jahr beschlossen, dass alle Pensionen, die über der Armutsgrenze – also von 670 € monatlich – liegen, keine Teuerungsabgeltung erhalten; sie werden somit weiter gekürzt. (Abg. Kopf: Sie haben es gleich ganz abgeschafft in Ihrem Betrieb!)
Abg. Scheibner: Sagt er schon wieder diesen Blödsinn! Das stimmt nicht!
Diese Herzlosigkeit von ÖVP und FPÖ hat sich gestern leider weiter fortgesetzt: Sie haben einen bundeseinheitlichen Heizkostenzuschuss für die Ärmsten der Armen abgelehnt! (Abg. Scheibner: Sagt er schon wieder diesen Blödsinn! Das stimmt nicht!) Und nach Ihrer von Ihnen so bejubelten Steuerreform zeigt sich schon heute sehr, sehr deutlich: Gerade wieder die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Pensionistinnen und Pensionisten mit den kleinen Einkommen bekommen davon gar nichts – und die mittleren Einkommensbezieher nur sehr, sehr wenig.
Beifall bei der SPÖ.
Die SPÖ jedenfalls ist startklar: startklar für eine gerechte und sozialere Politik in unserem Lande. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Falsche Rede! – Abg. Wittauer: Wer hat denn die Rede geschrieben?
Hohes Haus! Das sind die Kernaussagen des heute schon oft zitierten und hochaktuellen Armuts- und Reichtumsberichtes der Österreichischen Gesellschaft für Politikentwicklung: Ohnehin Wohlhabende konnten ihr Vermögen maßgeblich vermehren, die Netto-Einkommen der Arbeitnehmer und PensionistInnen sind dagegen geringer geworden. Insgesamt sind in Österreich 930 000 Menschen arm oder armutsgefährdet. Das ist, wie ich meine, eine dramatische Entwicklung mit negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft und auf das soziale Gefüge in Österreich. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Falsche Rede! – Abg. Wittauer: Wer hat denn die Rede geschrieben?)
Abg. Wittauer: Herr Abgeordneter Heinzl! Wer hat denn diese Rede geschrieben?
23 Prozent aller Alleinverdiener, 23 Prozent aller Arbeitslosen, 35 Prozent aller allein stehenden Pensionistinnen ab 65 werden bereits als arm klassifiziert. – Diese Entwicklung birgt im Großen und Ganzen gesellschaftspolitischen Sprengstoff. (Abg. Wittauer: Herr Abgeordneter Heinzl! Wer hat denn diese Rede geschrieben?)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Herr Wittauer, genießen Sie die Zeit, die Sie noch hier im Hohen Haus verbringen dürfen! (Heiterkeit bei der SPÖ.) Ich bin der festen Überzeugung: Nach der nächsten Wahl werden Sie nicht mehr hier sein – und auch niemand sonst von Ihrer Partei, denn das österreichische Volk wird Sie aus diesem Haus hinauswählen, sehr geehrte Damen und Herren von der FPÖ! Davon bin ich überzeugt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Wittauer, genießen Sie die Zeit, die Sie noch hier im Hohen Haus verbringen dürfen! (Heiterkeit bei der SPÖ.) Ich bin der festen Überzeugung: Nach der nächsten Wahl werden Sie nicht mehr hier sein – und auch niemand sonst von Ihrer Partei, denn das österreichische Volk wird Sie aus diesem Haus hinauswählen, sehr geehrte Damen und Herren von der FPÖ! Davon bin ich überzeugt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist das die Abschiedsrede?
Noch kurz zum Budget. – Die gestrige Budgetrede des Herrn Ministers war – das ist heute schon öfter gesagt worden, ich möchte es nur wiederholen – eine Schönfärberei, voll mit unzähligen Marketing-Blasen. Rekord-Arbeitslosigkeit, weniger Pension, wer krank ist, soll zahlen, Steuerlast und kein Ende, Wachstum unter dem EU-Schnitt – das alles ist kein Thema für den Herrn Finanzminister, und auch für Sie nicht, Herr Staatssekretär Finz. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist das die Abschiedsrede?)
Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der unsoziale Umverteilungskurs der Regierung gefährdet auch die Städte und die Gemeinden dramatisch. Und heute wurde schon so oft von der „Zeit der Ernte“ gesprochen: Herr Wittauer! Herr Scheuch! Sehr geehrte Damen und Herren von den Regierungsparteien! Die Zeit der Ernte gilt aber nur für wenige Konzerne, die unter Mithilfe von Grasser und Schüssel die Brieftaschen der Österreicher abernten. Und die Erntezeit für uns Sozialdemokraten – ich möchte sogar sagen: für die Opposition – wird der nächste Wahltag sein, der gleichzeitig für Sie der Zahltag sein wird. (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Jetzt kommt wieder eine Vernünftige! Eine Bürgermeisterin!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Walther. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Jetzt kommt wieder eine Vernünftige! Eine Bürgermeisterin!)
Abg. Neugebauer: Haben Sie schon einen Abschluss getätigt?
Herr Minister Grasser hat von 1,9 Prozent an Maastricht-relevantem Defizit gesprochen. Dabei nicht berücksichtigt hat er jedoch die Lohnrunde der Beamten, die mit 2 Prozent zu veranschlagen ist, also mit ungefähr 400 Millionen €. (Abg. Neugebauer: Haben Sie schon einen Abschluss getätigt?) Oder wollen Sie das niedriger ansetzen, Herr Kollege? (Abg. Neugebauer: ... setzen Sie 3 Prozent ein! – Weitere Zwischenrufe
Staatssekretär Dr. Finz: Das ist aber noch nie veranschlagt worden, auch unter Ihrem Minister nicht! – Abg. Kopf: Das darf er gar nicht!
bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Es bleibt dabei, dass es nicht berücksichtigt wurde; dann ist es noch mehr. (Staatssekretär Dr. Finz: Das ist aber noch nie veranschlagt worden, auch unter Ihrem Minister nicht! – Abg. Kopf: Das darf er gar nicht!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Herr Bundesminister, Sie haben viel versprochen und wenig gehalten. Herr Bundesminister, Sie werden Ihrem neuen Spitznamen „Schulden-Karli“ schon jetzt gerecht. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
So ist die Tatsache: von 2001 bis heute die Steigerung. Das war es. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Wittmann: Wird „Lüge“ nicht mehr bestraft, Herr Präsident? Wird „Lüge“ nicht mehr bestraft?
Das Wort erhält zunächst der Antragsteller. Herr Abgeordneter Dr. Zinggl, Sie sind am Wort. (Abg. Dr. Wittmann: Wird „Lüge“ nicht mehr bestraft, Herr Präsident? Wird „Lüge“ nicht mehr bestraft?)
Unruhe im Saal. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (Grüne): Herr Präsident! Hohes Haus! (Unruhe im Saal. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Dieser Nach-
Abg. Scheibner: Da würde ich auch nichts mehr sagen, wenn Sie hundert Mal fragen!
Ich kann Ihnen versichern, da verstehe ich wirklich nicht, dass Ministerin Gehrer überhaupt nicht tätig wird und dass sie nichts unternommen hat, nachdem wir bereits über hundert parlamentarische Anfragen an sie gerichtet haben (Abg. Scheibner: Da würde ich auch nichts mehr sagen, wenn Sie hundert Mal fragen!) und letzten Endes, nachdem auch die ersten Veröffentlichungen zum Rohbericht über den „Standard“ und die „Presse“ bekannt geworden sind, im Juni einen Untersuchungsausschuss verlangt haben. – Mittlerweile sind fünf Monate vergangen, und es ist überhaupt nichts geschehen!
Abg. Scheibner: Herr Kollege, stellen Sie den Antrag ...!
Oder diese leidige Geschichte mit der Sphinx um 3,8 Millionen €, die er bei irgendeinem kleinen Händler in Mallorca gekauft hat: Ein Händler, der einen jährlichen Umsatz von 50 000 € hat, meine Damen und Herren, verkauft dem Direktor oder dem Kunsthistorischen Museum eine Sphinx um 3,8 Millionen € – und der Direktor führt diese Sphinx nicht, wie alle glauben, mit dem „Kunsttrans“, also mit einem professionellen Kunsttransport, nach Wien, sondern mit einem privaten PKW, und er lässt diese Sphinx nicht einmal versichern. Da frage ich mich: Woher kommt so eine Sphinx wirklich? Das würde mich interessieren: Stehen die irgendwo am Meer herum, so ähnlich wie irgendwelche „Salieras“? – Das sind ja Exponate, die es nur ganz selten gibt, daher ist das äußerst mysteriös. (Abg. Scheibner: Herr Kollege, stellen Sie den Antrag ...!) So etwas kann ein Rechnungshofbericht einfach nicht nachvollziehen, da muss das Parlament tätig werden.
Abg. Scheibner: Frau Kollegin Glawischnig hat das plastischer dargestellt, mit Hammer und Taschenlampe!
Seit kurzem wissen wir noch mehr. Wir wissen, dass Direktor Seipel überhaupt kein inneres Controlling zulässt. Wenn jemand 400 Angestellte in seinem Betrieb hat und jahrelang keine Personalleitung braucht (Abg. Scheibner: Frau Kollegin Glawischnig hat das plastischer dargestellt, mit Hammer und Taschenlampe!), zwei Jahre niemanden für die Verwaltung braucht (Abg. Scheibner: Das war besser! Das merken wir uns heute noch!), keine Innenrevision, wenn jedes Jahr ein anderer Finanzmanager da ist, dieser also ständig gewechselt wird, entlassen wird, dann ist es natürlich sehr leicht, mysteriöse Kaufgeschäfte zu verbergen, wie sie der Rohbericht des Rechnungshofs ja mehrfach aufzeigt.
Abg. Scheibner: Das war besser! Das merken wir uns heute noch!
Seit kurzem wissen wir noch mehr. Wir wissen, dass Direktor Seipel überhaupt kein inneres Controlling zulässt. Wenn jemand 400 Angestellte in seinem Betrieb hat und jahrelang keine Personalleitung braucht (Abg. Scheibner: Frau Kollegin Glawischnig hat das plastischer dargestellt, mit Hammer und Taschenlampe!), zwei Jahre niemanden für die Verwaltung braucht (Abg. Scheibner: Das war besser! Das merken wir uns heute noch!), keine Innenrevision, wenn jedes Jahr ein anderer Finanzmanager da ist, dieser also ständig gewechselt wird, entlassen wird, dann ist es natürlich sehr leicht, mysteriöse Kaufgeschäfte zu verbergen, wie sie der Rohbericht des Rechnungshofs ja mehrfach aufzeigt.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meinung nach jetzt, da uns der Rechnungshof eindeutig darauf aufmerksam gemacht hat, auch gar nicht mehr zu warten! Sie kann sofort handeln! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Nein, wir wollen endlich wissen, woher kommt diese Sphinx?
Wir können das so belassen, und wir können beschließen, nichts zu machen. (Abg. Scheibner: Nein, wir wollen endlich wissen, woher kommt diese Sphinx?) Aber dann passiert Folgendes: Es werden, wenn wir den Dingen nicht auf den Grund gehen, die anderen Museen erkennen, dass man es genau so machen muss und dass man geradezu dumm ist, wenn man spart, dass man also mit den anvertrauten Geldern auch so umgehen kann, wie im Kunsthistorischen Museum damit umgegangen wird, nämlich dass zum Beispiel ein Zehntel für die Repräsentationskosten, die normalerweise ausgegeben werden, viel zu wenig ist und dass diese Repräsentationskosten nicht einmal ordentlich abgerechnet werden, dass für die Reisen keine Zwecke angegeben werden und so weiter. Ich möchte Sie jetzt mit diesen Dingen nicht mehr weiter befassen, Sie haben das ja in den Medien gelesen – und werden es in Zukunft weiter lesen.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich bitte Sie einfach als Parlamentarier, hier diese Verantwortung wahrzunehmen, und ich garantiere Ihnen: Da kommt etwas heraus! Sollte bei dieser Kontrolle gar nichts herauskommen, dann verspreche ich Ihnen, dass ich persönlich zu Herrn Seipel gehe, um mich zu entschuldigen. Ich bringe ihm auch noch ein paar Uschebtis mit, ein paar Skarabäen, und eine Sphinx aus Mallorca nehme ich auch im Gepäck mit. – Aber das wird nicht notwendig sein. – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: So ist es!
Abgeordneter Dr. Peter Sonnberger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Es liegt nach wie vor und noch immer erst ein Rechnungshof-Rohbericht vor, aus dem bereits im Sommer zitiert wurde. Ich sage Ihnen, es ist undemokratisch und rechtsstaatlich bedenklich, wenn diese Berichte schon in diesem Stadium öffentlich diskutiert werden! (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: So ist es!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Sie, meine Damen und Herren von der Opposition, beweisen, dass Sie nicht bereit sind, den Endbericht abzuwarten. Rohbericht, was heißt das? – „Roh“ ist ein unfertiger Zustand, das müssten sogar Sie verstehen. Oder etwas akademischer: Auch der andere Teil ist zu hören! (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Es gibt ein Recht auf Abgabe einer Stellungnahme, bevor der Rechnungshofbericht fertig gestellt wird. Rechnungshofberichte sind kein Gegenstand öffentlicher Diskussion. (Abg. Dr. Gusenbauer: Ach so? Aha!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Ach so? Aha!
Sie, meine Damen und Herren von der Opposition, beweisen, dass Sie nicht bereit sind, den Endbericht abzuwarten. Rohbericht, was heißt das? – „Roh“ ist ein unfertiger Zustand, das müssten sogar Sie verstehen. Oder etwas akademischer: Auch der andere Teil ist zu hören! (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Es gibt ein Recht auf Abgabe einer Stellungnahme, bevor der Rechnungshofbericht fertig gestellt wird. Rechnungshofberichte sind kein Gegenstand öffentlicher Diskussion. (Abg. Dr. Gusenbauer: Ach so? Aha!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie, Frau Abgeordnete Muttonen, sprechen von einem „Sittenbild unprofessioneller Geschäftsführung“. Ich sage Ihnen: Wie Sie mit Generaldirektor Seipel und seinem beruflichen Lebenswerk umgehen, diese Art von Vorverurteilungen, das ist ein Sittenbild unprofessioneller Oppositionspolitik und einer Kulturpolitikerin nicht würdig! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Schauen Sie sich nur die Entwicklung der Besucherzahlen, die Anzahl der Ausstellungen und vor allem die Qualität der Ausstellungen an! Sie werden zur Kenntnis nehmen müssen – auch wenn es Ihnen nicht „schmeckt“ –, dass da ein Quantensprung in der Museumspolitik gemacht wurde: weg von staatlich gelenkter Ausstellungspolitik, hin zu zukunftsweisender Museumsarbeit! Als Beispiele seien angeführt: über 300 Sonderausstellungen, wahre Publikumsmagneten wie „Breughel“, „Das Gold der Pharaonen“ und „El Greco“. 1,4 bis 1,6 Millionen Besucher pro Jahr, 800 000 aus dem Ausland – für den Städtetourismus, der sich im Aufwind befindet, ein beachtlicher Beitrag! (Beifall bei der ÖVP.) Tausende Leihgaben ans In- und Ausland, 3 000 Exponate aus dem Ausland für das KHM – das alles sind Zeichen eines funktionierenden Kulturaustausches!
Abg. Gaál: Diese Wortmeldung ...!
Seipel hat auch in Oberösterreich hervorragende Museumspolitik gemacht. „Kunst der Azteken“ und „Mensch und Kosmos“ waren Ausstellungen, die Menschen aus der ganzen Welt besuchten. Wir haben diesen Experten nicht gerne nach Wien ziehen lassen. (Abg. Gaál: Diese Wortmeldung ...!) Moderne Museumspolitik mit Bundesministerin Gehrer und Seipel heißt gesicherte jährliche Dotierung in Form einer Basisabgeltung, und die ist seit 1998 gleich geblieben.
Beifall bei der ÖVP.
Was brachte die Vollrechtsfähigkeit? – Die wirtschaftliche Autonomie brachte eine beträchtliche Steigerung der Eigenleistung der Museen. Der selbst erwirtschaftete Teil des Gesamtbudgets – und bitte hören Sie von der Opposition jetzt ganz genau zu! – beträgt beachtliche 40 Prozent! Was war unter sozialistischen Kulturministern der Fall? Wie hoch war damals der Anteil? – Das ist eine gewaltige Leistung, die in dieser Museumslandschaft in den letzten zehn, vierzehn Jahren erbracht wurde! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Neugebauer: Bravo!
Abschließend ist es mir ein Anliegen, mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bundesmuseen zu bedanken, die diesen Aufschwung und die Neuorientierung der Museumspolitik erfolgreich umgesetzt haben. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Neugebauer: Bravo!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir sehen derzeit keinen Handlungsbedarf und keinen Grund, einen Untersuchungsausschuss zur Untersuchung der Verantwortung der Bundesministerin in Angelegenheit Kopfjagd auf Seipel einzusetzen. Die Kulturpolitik der Opposition beschränkt sich aufs Schlechtmachen. – Wir hingegen konzentrieren uns auf eine erfolgreiche Fortschreibung einer modernen Museumspolitik, und wenn dann der Rechnungshof-Endbericht vorliegt, werden wir auch die notwendigen Konsequenzen ziehen. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Kopf: Der behaupteten Missstände!
Abgeordnete Mag. Christine Muttonen (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Sonnberger, die Ausstellungen sind das eine paar Schuhe, die Darstellung und die Durchleuchtung der Missstände ist ein anderes paar Schuhe. (Abg. Kopf: Der behaupteten Missstände!) Das Kunsthistorische Museum mit seinem Direktor Seipel ist in den letzten Wochen, in den letzten Monaten – und jetzt können wir bald von letzten Jahren sprechen – ständig mit Negativ-Schlagzeilen in der Öffentlichkeit und sorgt für diese Negativ-Schlagzeilen.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich frage Sie: Wo bleibt diese Kontrolle? (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ein kleines Postskriptum noch: Ich weiß wohl, dass Ministerin Gehrer nicht gesetzlich verpflichtet ist, hier anwesend zu sein, aber es gibt vielleicht doch so etwas wie eine moralische Verpflichtung und ein politisches Interesse. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Zinggl.
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Abgeordneter Zinggl, Sie waren der Antragsteller. Also zwei Behauptungen muss ich gleich einmal vorweg zurückweisen, bevor ich mich mit Ihrem Antrag direkt beschäftige, und zwar behaupteten Sie, dass das Kunsthistorische Museum wirtschaftlich und kulturell einem Niedergang entgegengehe, beziehungsweise Sie sagten sogar, dass es einen solchen erlebe. (Zwischenruf des Abg. Dr. Zinggl.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das stimmt nicht! Ganz im Gegenteil! Man muss schon die Kirche im Dorf lassen. Egal, wie man zu Herrn Direktor Seipel steht, aber: Die Kirche muss man im Dorf lassen! So viele Besucher hat es noch nie gegeben, so viele Sonderausstellungen hat es noch nie gegeben und so viele potente Sponsoren hat es auch noch nicht gegeben. Das möchte ich schon sagen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Die zweite Behauptung, Herr Abgeordneter Zinggl, ist die, dass die behauptete Misswirtschaft mit Willen und Wissen von Frau Minister Gehrer ablaufe. – Es ist ganz einfach lächerlich, so etwas zu behaupten. Das ist an den Haaren herbeigezogen, und trotz all Ihres Engagements ist es nicht richtig, finde ich, dass Sie der Frau Ministerin eigentlich in Wirklichkeit Amtsmissbrauch vorwerfen, wenn Sie sagen, dass das unter ihren Augen und mit ihrem Wissen geschieht. Das würde ich zurücknehmen, Herr Abgeordneter. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich meine also, wir würden da doppelgleisig fahren. Wir wissen ganz genau, dass der Rechnungshof akribisch alle Vorwürfe untersucht, und deshalb bin ich der Meinung, wir sollten auf alle Fälle einmal das Vorliegen des Rechnungshofberichts abwarten – das wird im Februar kommenden Jahres sein – und jetzt einmal noch keine Maßnahmen setzen. Dann werden wir uns alles genau anschauen, und dann wird auch sicherlich die Frau Ministerin Maßnahmen setzen, wenn dies notwendig sein sollte. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich komme nunmehr auf die Vorwürfe gegen das Kunsthistorische Museum respektive seinen Direktor und auf das eigenartige Spiel zu sprechen, das im Wesentlichen die Mehrheitsfraktionen in dieser Angelegenheit immer wieder darbieten. Ich gebe einfach einmal eine Prognose ab, für den Fall, dass dieser Rechnungshofbericht nächstes Frühjahr käme zum Beispiel. Wissen Sie, was sein kann? – Der Herr Seipel ist möglicherweise schon in Pension geschickt worden. Es wird Ihre Mehrheit sein, die dann sagt: Einer, der in Pension ist, braucht nicht mehr zu kommen. Das ist immer Ihr Argument. Jetzt auch. Und im Rechnungshofausschuss heißt es, das ist kein Untersuchungsausschuss. Und jetzt heißt es, warten wir auf den Rechnungshofausschuss, und wenn Rechnungshofausschuss ist, heißt es: Machen Sie aus diesem Gremium keinen Kontrollausschuss, sondern ein Versenkungsgremium! – Das ist Ihre Mehrheitslinie! Das muss einmal gesagt werden, auch hier im Plenum. Es tut mir ja Leid, dass es so ist, es ist aber die Wahrheit. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Und was tut ihr jetzt?
Meine Damen und Herren! Dem Rechnungshof, einem Organ des Parlaments, werden nicht einmal die notwendigen Unterlagen herausgerückt! Ja wo sind wir denn?! Alleine das – ohne in die Materie einzugehen – würde einen Untersuchungsausschuss rechtfertigen. Wir brauchen im Übrigen auch nicht in die Debatte einzusteigen, die der neue Herr Rechnungshofpräsident aufmacht – ich will ihn nicht daran hindern –, welchen Status das hat, was Sie Rohbericht nennen, und welchen das Endergebnis. Das geht nicht von uns aus. Man kann sich da an bestimmte Dinge halten, wir machen das so im Ausschuss. Wir diskutieren nur die Dinge im Endbericht, und niemals wird irgendein Rechnungshofpräsident oder sonst jemand angehalten, etwas über laufende Prüfungen zu sagen. Das wird strikt getrennt. (Abg. Mag. Molterer: Und was tut ihr jetzt?) Jetzt rede ich über Vorgänge, die mir zur Kenntnis gebracht wurden aus einem Prüfergebnis. Im Übrigen war es Seipel selbst, der zunächst, und zwar schon im Frühjahr, Journalisten mit Details und Teilen von diesem Prüfergebnis konfrontiert hat. Was ihn da geritten hat, weiß ich nicht, das soll er selber erklären, aber er schweigt ja mittlerweile.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Da geht es um fundamentale Missstände, sodass man überhaupt auf keinen Endbericht mehr warten muss. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Das sollten Sie einsehen! (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Sie können Ihre Mehrheit wieder dazu verwenden, den Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses hier abzulehnen. Helfen wird es Ihnen langfristig nichts. Auch diese Wahrheit wird ans Licht kommen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Genau so ist es!)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Da geht es um fundamentale Missstände, sodass man überhaupt auf keinen Endbericht mehr warten muss. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Das sollten Sie einsehen! (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Sie können Ihre Mehrheit wieder dazu verwenden, den Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses hier abzulehnen. Helfen wird es Ihnen langfristig nichts. Auch diese Wahrheit wird ans Licht kommen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Genau so ist es!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Genau so ist es!
Da geht es um fundamentale Missstände, sodass man überhaupt auf keinen Endbericht mehr warten muss. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Das sollten Sie einsehen! (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Sie können Ihre Mehrheit wieder dazu verwenden, den Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses hier abzulehnen. Helfen wird es Ihnen langfristig nichts. Auch diese Wahrheit wird ans Licht kommen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Genau so ist es!)