Eckdaten:
Für die 101. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 844 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Präsident Dr. Andreas Khol: Gegenstand ist der Bericht des Budgetausschusses über die Regierungsvorlage (830 der Beilagen): Bundesfinanzgesetz 2006 samt Anlagen (840 der Beilagen). (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) – Darf ich bitten, den Geräuschpegel etwas zu senken!
Abg. Dr. Stummvoll: Das stimmt ja nicht! – Abg. Scheibner: Aber nur bei Ihnen in der Sektion!
Herr Bundeskanzler, Sie haben gestern wortreich darauf hingewiesen, was denn die Bundesregierung so alles unternimmt. Dabei habe ich mir die Frage gestellt: Wie ist es möglich, dass zwei so unterschiedliche Realitäten in den Ausführungen zum Vorschein kommen? – Dass Sie im Wesentlichen den Eindruck erwecken, es wäre alles in Ordnung, es werde ohnehin alles besser und das Menschenmögliche getan, dass aber auf der anderen Seite die österreichische Bevölkerung einen ganz anderen Eindruck hat? (Abg. Dr. Stummvoll: Das stimmt ja nicht! – Abg. Scheibner: Aber nur bei Ihnen in der Sektion!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Man kann doch nicht über die konkrete Betroffenheit der Bevölkerung einfach hinweggehen und so tun, als ob das in Ordnung wäre! Bei den Preissteigerungen, die es vor allem für Pensionisten gegeben hat, sind 16 Cent Netto-Pensionserhöhung in zwei Jahren nicht wirklich eine faire Erhöhung. Das ist keine Teuerungsabgeltung, und die Pensionserhöhung wird daher für die Menschen nicht wirksam. – Das ist die Bilanz! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Tun wir auch!
Oder ein zweiter Punkt – auch da Ihre Aussagen und die Realität gegenübergestellt –: Sie sprechen über den Schwerpunkt in der Bildungspolitik. Niemand wird bestreiten, dass Bildung ganz, ganz entscheidend ist für die Verteilung von Lebenschancen in unserem Land. Jeder in diesem Hohen Haus unterschreibt den Satz, glaube ich, dass wir mehr für Bildung tun müssen. (Abg. Dr. Stummvoll: Tun wir auch!)
Abg. Rossmann: In Wien!
Nur: Wenn man ins Budget hineinschaut, dann wird man feststellen, dass zum Ersten für Bildung nicht mehr finanzielle Mittel vorgesehen sind und zum Zweiten die Realität an den Schulen die ist, dass die Klassen nicht kleiner, sondern größer werden, dass weiterhin Assistenzlehrerstellen gestrichen werden und dass täglich ein Abbau bei Bildungsdienstleistungen stattfindet. (Abg. Rossmann: In Wien!) Das spüren nicht nur die Lehrer und die Schüler, sondern auch die Eltern. Es steht also auf der einen Seite Ihre Aussage der bildungspolitischen Initiative, und auf der anderen Seite steht die Realität in unseren Schulen.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bin der Meinung: Wenn man die Menschen und ihre Anliegen und wenn man die Prioritäten ernst nimmt, dann muss sich das auch im Budget niederschlagen. Wenn Bildungspolitik ein Schwerpunkt sein soll, dann muss für Bildung auch im Budget mehr Geld ausgegeben werden, damit es eine bessere Bildungspolitik in unserem Land gibt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scheibner: Das verwechseln Sie mit dem Ederer-Tausender!
Ein drittes Beispiel: Sie sprachen von der „größten Steuerreform aller Zeiten“. Ich erinnere Sie daran: Eine Woche vor der letzten Nationalratswahl haben Sie den Menschen versprochen – gemeinsam mit dem Finanzminister! –, dass es ab dem Jahr 2005 für jeden Österreicher/jede Österreicherin eine Steuerentlastung von 1 000 € geben wird. Was ist die Realität? (Abg. Scheibner: Das verwechseln Sie mit dem Ederer-Tausender!) Nein! Die durchschnittliche ... (Abg. Scheibner: Mit den Tausendern haben Sie ein Problem! Wir halten unsere Versprechen!)
Abg. Scheibner: Mit den Tausendern haben Sie ein Problem! Wir halten unsere Versprechen!
Ein drittes Beispiel: Sie sprachen von der „größten Steuerreform aller Zeiten“. Ich erinnere Sie daran: Eine Woche vor der letzten Nationalratswahl haben Sie den Menschen versprochen – gemeinsam mit dem Finanzminister! –, dass es ab dem Jahr 2005 für jeden Österreicher/jede Österreicherin eine Steuerentlastung von 1 000 € geben wird. Was ist die Realität? (Abg. Scheibner: Das verwechseln Sie mit dem Ederer-Tausender!) Nein! Die durchschnittliche ... (Abg. Scheibner: Mit den Tausendern haben Sie ein Problem! Wir halten unsere Versprechen!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ihre Aussagen, Herr Bundeskanzler, sind von der Lebensrealität der österreichischen Bevölkerung sehr weit entfernt. Ich würde Sie einladen, sich endlich aus Ihrem Wolkenkuckucksheim zu entfernen und sich mit der Lebensrealität der Bevölkerung auseinander zu setzen – denn das ist entscheidend für die Zukunft in unserem Land! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Nichts!
Aber ich stelle Ihnen folgende Frage: Was ist in den letzten sechs Wochen geschehen, seit Arbeitsminister Bartenstein mit den Sozialpartnern zusammengesessen ist? (Ruf bei der SPÖ: Nichts!) Absolut nichts ist geschehen! Gestern sagten Sie: Wir machen am 1. Mai einen großen Reformgipfel! Ich frage Sie, nachdem jetzt schon sechs Wochen lang nichts geschehen ist: Warum soll die österreichische Bevölkerung noch einen Monat lang warten, in dem nichts geschieht? Bei dieser dramatischen Entwicklung sind endlich Aktionen und nicht Inszenierungen gefragt. Das würde der österreichischen Bevölkerung helfen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber ich stelle Ihnen folgende Frage: Was ist in den letzten sechs Wochen geschehen, seit Arbeitsminister Bartenstein mit den Sozialpartnern zusammengesessen ist? (Ruf bei der SPÖ: Nichts!) Absolut nichts ist geschehen! Gestern sagten Sie: Wir machen am 1. Mai einen großen Reformgipfel! Ich frage Sie, nachdem jetzt schon sechs Wochen lang nichts geschehen ist: Warum soll die österreichische Bevölkerung noch einen Monat lang warten, in dem nichts geschieht? Bei dieser dramatischen Entwicklung sind endlich Aktionen und nicht Inszenierungen gefragt. Das würde der österreichischen Bevölkerung helfen! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Dort ist der Fischer jetzt!
Wie man überhaupt sagen muss: Es wird auch das Absenden von Luftblasen nicht viel helfen. Auch die bekannten Hofburgmonologe, wie Herr Professor Van der Bellen das nennt, werden keinen einzigen Arbeitsplatz schaffen. (Ruf bei der ÖVP: Dort ist der Fischer jetzt!) Wir brauchen da nicht eine große Inszenierung, sondern wir brauchen konkrete Verhandlungen mit konkreten Ergebnissen, und nach Monaten der Untätigkeit – nach Monaten der Untätigkeit! – müssen endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Dazu ist es erforderlich, dass es sachliche Verhandlungen mit Ergebnissen gibt – und nicht das Absenden von weiteren Luftblasen. Verhandeln mit Ergebnissen ist in der jetzigen Situation gefordert! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wie man überhaupt sagen muss: Es wird auch das Absenden von Luftblasen nicht viel helfen. Auch die bekannten Hofburgmonologe, wie Herr Professor Van der Bellen das nennt, werden keinen einzigen Arbeitsplatz schaffen. (Ruf bei der ÖVP: Dort ist der Fischer jetzt!) Wir brauchen da nicht eine große Inszenierung, sondern wir brauchen konkrete Verhandlungen mit konkreten Ergebnissen, und nach Monaten der Untätigkeit – nach Monaten der Untätigkeit! – müssen endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Dazu ist es erforderlich, dass es sachliche Verhandlungen mit Ergebnissen gibt – und nicht das Absenden von weiteren Luftblasen. Verhandeln mit Ergebnissen ist in der jetzigen Situation gefordert! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wenn mit Recht viele meinen, dass es Besorgnis erregend sei, wie sich die Skepsis der österreichischen Bevölkerung gegenüber der Europäischen Union entwickle, dann muss man schon die Frage stellen: Warum leistet die Europäische Union, unter anderem bei diesem Rat, nicht einen deutlicheren Beitrag zum Abbau der Skepsis, indem nämlich endlich konkrete Maßnahmen gesetzt werden und nicht das Thema von einem Monat auf den anderen verschoben wird? Das wäre ein guter Beitrag, um das Europa-Bewusstsein zu stärken! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Hohes Haus! Wenn man das Budget Posten für Posten durchgeht und prüft: Was wird in der Bildung getan, in der Arbeitsmarktpolitik, in der Infrastrukturpolitik, in der Wissenschaftspolitik?, wird man eigentlich keine besonderen Akzente erkennen. Es ist dieses Budget initiativlos, phantasielos und mutlos. Dieses Budget ist in Wirklichkeit ein Ausdruck des Stillstands dieser Regierungspolitik und der Krise nicht nur der FPÖ, sondern der gesamten Bundesregierung. Das kommt in diesem Budget zum Ausdruck! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es wird damit in Wirklichkeit kein Problem gelöst, es wird einfach das Bestehende fortgeschrieben, mit steigendem Defizit und mit steigender Verschuldung. Herr Abgeordneter Scheibner, da drinnen ist wenig gestalterische Energie zu erkennen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: Sit down and be quiet!
Sie haben ja gerne englische Zitate, Herr Bundeskanzler. Sie haben gestern gesagt, Sie sind so „down to earth“. – Wunderbar! Ich würde sagen, halten wir uns an den alten Grundsatz „gentlemen agree upon facts“. (Abg. Großruck: Sit down and be quiet!) Und das, was Sie gestern hier erzählt haben, hat mit den Fakten der Betroffenheit der österreichischen Bevölkerung aber schon überhaupt nichts zu tun. Es war der Versuch, die Regierungskrise schönzureden, ohne Aussicht, die Probleme in unserem Land zu lösen. Und das ist zu wenig für eine österreichische Bundesregierung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Sit down and be quiet!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Sit down and be quiet!
Sie haben ja gerne englische Zitate, Herr Bundeskanzler. Sie haben gestern gesagt, Sie sind so „down to earth“. – Wunderbar! Ich würde sagen, halten wir uns an den alten Grundsatz „gentlemen agree upon facts“. (Abg. Großruck: Sit down and be quiet!) Und das, was Sie gestern hier erzählt haben, hat mit den Fakten der Betroffenheit der österreichischen Bevölkerung aber schon überhaupt nichts zu tun. Es war der Versuch, die Regierungskrise schönzureden, ohne Aussicht, die Probleme in unserem Land zu lösen. Und das ist zu wenig für eine österreichische Bundesregierung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Sit down and be quiet!)
Abg. Murauer: Wie lange wird der Vorschlag halten?
Aber ich mache Ihnen eine fairen Vorschlag. (Abg. Murauer: Wie lange wird der Vorschlag halten?) Es ist jetzt gut zwei Jahre her, dass diese Bundesregierung erneut im Amt ist. Wieso stellen Sie sich nicht einer öffentlichen Diskussion, mit mir oder mit den anderen Parteivorsitzenden – im österreichischen Fernsehen könnte es ja auch wieder einmal eine interessante Sendung geben –, und diskutieren die Lage in Österreich zwei Jahre nach dem Amtsantritt dieser Bundesregierung, bei konkreter Gegenüberstellung der Fakten und Klärung jeder einzelnen Frage gleich im direkten Dialog?
Beifall bei der SPÖ.
Nur Inszenierungen, nur Luftblasen und nur Regierungsstillstand, das ist wahrlich zu wenig – Österreich verdient Besseres! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Herr Bundeskanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Ich gebe Alfred Gusenbauer völlig Recht: Die Österreicherinnen und Österreicher haben ein Recht darauf, zu erfahren, wie es in diesem Land weitergeht. Nach Ihrer heutigen Rede, Herr Kollege Gusenbauer, wissen Sie es aber wieder nicht – was mich nicht wundert, denn Antworten hat die SPÖ noch nie gehabt. Die Antworten auf die Zukunftsfragen des Landes haben wir, Herr Kollege Gusenbauer! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Eine letzte Bemerkung zu Ihnen, zu Ihrer Forderung nach einem Reformdialog. – Herr Kollege Gusenbauer, der letzte Reformdialog über den Bereich Bildung war hochinteressant und wirklich effizient. Das Interessante war nur: Wer nicht dort war, das war der Herr Kollege Gusenbauer! Also insofern können Sie nicht einmal wissen, was dort geredet wurde, und das mag vielleicht auch die Ursache sein für Ihren Zickzackkurs in der Schulpolitik. Wären Sie dort gewesen, wäre Ihre Linie vielleicht klarer. Unsere Linie ist klar. Wir haben die Antworten, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich habe Ihnen gestern schon gesagt, Herr Kollege Gusenbauer – und das gilt nach Ihrer Rede offensichtlich auch heute –, Sie sagen zu allen wesentlichen Strukturreformen nein, während wir ja zur Veränderung sagen, ja zu einer klaren Strategie für unser Land. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zur Steuerentlastung. – Wir haben mit der Steuerentlastung und den Konjunkturpaketen insgesamt 4 Milliarden € in Bewegung gesetzt, wodurch wir die Bürgerinnen und Bürger weniger belasten und der Wirtschaft und damit den Arbeitsplätzen mehr Chancen geben. Das ist unsere Politik, doch dazu haben Sie nein gesagt! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie haben die Bildungspolitik angesprochen. 7,5 Milliarden € für die Bildung im Jahr 1999, 9,1 Milliarden € für die Bildung im Jahr 2006. Das sind die Fakten, Herr Kollege Gusenbauer! Insofern wäre ich mit Ihrem Gentlemen-Beispiel vorsichtig. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: Verunsicherung schaffen Sie!
Die Fakten sprechen nämlich für uns – etwa im Bereich der Sicherheit. Wir haben im Jahr 1999 für die Sicherheit 4,1 Milliarden € aufgewendet, heuer, im Budget 2006, beschließen wir 4,7 Milliarden €. Ich könnte das jetzt fortsetzen. Das Budget zeigt die Zukunftsperspektiven, die wir für unser Land ganz konkret umsetzen werden, klar und deutlich. (Abg. Mag. Wurm: Verunsicherung schaffen Sie!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie haben zwei Bereiche angesprochen, mit denen ich mich näher beschäftigen werde. Der eine ist der Bereich Soziales. Das ist ein wichtiges Thema. Die Menschen in diesem Land haben ein Anrecht auf soziale Sicherheit, die es aber nur dann geben wird, wenn wir den Mut zu notwendigen Veränderungen haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Diese soziale Sicherheit, die uns ein solch großes Anliegen ist (Abg. Silhavy: Das merkt man an den Arbeitslosenzahlen!), kommt dadurch zum Ausdruck,
Abg. Silhavy: Das merkt man an den Arbeitslosenzahlen!
Sie haben zwei Bereiche angesprochen, mit denen ich mich näher beschäftigen werde. Der eine ist der Bereich Soziales. Das ist ein wichtiges Thema. Die Menschen in diesem Land haben ein Anrecht auf soziale Sicherheit, die es aber nur dann geben wird, wenn wir den Mut zu notwendigen Veränderungen haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Diese soziale Sicherheit, die uns ein solch großes Anliegen ist (Abg. Silhavy: Das merkt man an den Arbeitslosenzahlen!), kommt dadurch zum Ausdruck,
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.
dass beispielsweise, Herr Kollege Gusenbauer, bis zum Jahr 1999 in Österreich die Sozialquote gesunken ist, während seit dem Jahr 2000 die Sozialquote wieder steigt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.)
Abg. Mag. Johann Moser: Für die Kosten der Arbeitslosigkeit!
Aber was heißt Anstieg der Sozialquote, Herr Kollege Moser? – Anstieg der Sozialquote heißt, dass wir in Relation zu dem, was die Wirtschaft erwirtschaftet, mehr Geld für Soziales aufwenden (Abg. Mag. Johann Moser: Für die Kosten der Arbeitslosigkeit!) als in der Zeit, als SPÖ-Verantwortung in der Bundesregierung gegeben war. Das sind die Fakten!
Abg. Silhavy: Dafür ist der FLAF defizitär!
Oder: Karenzgeld. Im Jahr 1999 wurden für das Karenzgeld 580 Millionen € aufgewendet. (Abg. Silhavy: Dafür ist der FLAF defizitär!) Als wir gekommen sind, haben wir das Kindergeld eingeführt, meine Damen und Herren. Dafür wenden wir im Jahr 2006 – sage und schreibe! – 1,4 Milliarden € auf. Drei Mal so viel, meine Damen und Herren, wie Ihnen die Kinder und die Familien wert gewesen sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Wurm: Den FLAF haben Sie ausgeräumt!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Wurm: Den FLAF haben Sie ausgeräumt!
Oder: Karenzgeld. Im Jahr 1999 wurden für das Karenzgeld 580 Millionen € aufgewendet. (Abg. Silhavy: Dafür ist der FLAF defizitär!) Als wir gekommen sind, haben wir das Kindergeld eingeführt, meine Damen und Herren. Dafür wenden wir im Jahr 2006 – sage und schreibe! – 1,4 Milliarden € auf. Drei Mal so viel, meine Damen und Herren, wie Ihnen die Kinder und die Familien wert gewesen sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Wurm: Den FLAF haben Sie ausgeräumt!)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bei der Steuerreform gibt es eine soziale Tangente. Mit dieser Steuerreform sind 2,5 Millionen Österreicherinnen und Österreicher, die an sich lohn- und einkommensteuerpflichtig wären, steuerbefreit. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Die Steuerreform setzt Akzente für Familien, für Pendler und für jene, die es in besonderer Weise auch in der Tarifgestaltung brauchen.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Oder etwa Arbeitsmarktpolitik: Herr Kollege Gusenbauer, im Jahr 1999 wurden für aktive Arbeitsmarktpolitik rund 750 Millionen bis 760 Millionen € ausgegeben. Im Jahr 2006 1 500 Millionen €! Doppelt so viel, wie Ihnen das wert gewesen ist, meine Damen und Herren von der SPÖ! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie haben das Defizit angesprochen, Herr Kollege Gusenbauer. Wenn ein SPÖ-Politiker das Wort „Defizit“ in den Mund nimmt, dann ist das in Wirklichkeit eine Chuzpe. Das sage ich ganz offen. Warum? – Weil das, was wir heute an Defizit haben, jene Schulden sind, die ganz konkret Sie zu verantworten haben, meine Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Johann Moser: ... pro Kopf!
Wir haben heuer ein Defizit von 5,8 Milliarden €. Ja, das haben wir. (Abg. Mag. Johann Moser: ... pro Kopf!) Aber wissen Sie, wie viel wir für die Zinsen zahlen? – Wir zahlen heuer beziehungsweise im Jahr 2006 für die Zinsen der Altschulden, der „roten Altlast“ 6 Milliarden €! Das heißt, hätten wir keine Schulden übernommen, müssten wir keine Zinsen zahlen und hätten einen Überschuss im Budget. Das ist die Realität! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben heuer ein Defizit von 5,8 Milliarden €. Ja, das haben wir. (Abg. Mag. Johann Moser: ... pro Kopf!) Aber wissen Sie, wie viel wir für die Zinsen zahlen? – Wir zahlen heuer beziehungsweise im Jahr 2006 für die Zinsen der Altschulden, der „roten Altlast“ 6 Milliarden €! Das heißt, hätten wir keine Schulden übernommen, müssten wir keine Zinsen zahlen und hätten einen Überschuss im Budget. Das ist die Realität! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: So ein Topfen!
Dr. Stummvoll: Oje!), was zusätzlich an Budgetausgaben getätigt werden sollte (Abg. Dr. Matznetter: So ein Topfen!), dann sage ich Ihnen: Ich komme – wir haben uns das sehr genau angesehen – auf einen Betrag von über 20 Milliarden €. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Machten wir Ihre Politik, Herr Kollege Matznetter, hätten wir nicht 1,7 Prozent Defizit, sondern 7,8 Prozent Defizit! (Ah-Rufe bei der ÖVP.) SPÖ-Politik ist Schuldenpolitik! Und damit ist in diesem Land Schluss! Diese Bundesregierung handelt zukunftsorientiert. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Dr. Stummvoll: Oje!), was zusätzlich an Budgetausgaben getätigt werden sollte (Abg. Dr. Matznetter: So ein Topfen!), dann sage ich Ihnen: Ich komme – wir haben uns das sehr genau angesehen – auf einen Betrag von über 20 Milliarden €. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Machten wir Ihre Politik, Herr Kollege Matznetter, hätten wir nicht 1,7 Prozent Defizit, sondern 7,8 Prozent Defizit! (Ah-Rufe bei der ÖVP.) SPÖ-Politik ist Schuldenpolitik! Und damit ist in diesem Land Schluss! Diese Bundesregierung handelt zukunftsorientiert. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ah-Rufe bei der ÖVP.
Dr. Stummvoll: Oje!), was zusätzlich an Budgetausgaben getätigt werden sollte (Abg. Dr. Matznetter: So ein Topfen!), dann sage ich Ihnen: Ich komme – wir haben uns das sehr genau angesehen – auf einen Betrag von über 20 Milliarden €. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Machten wir Ihre Politik, Herr Kollege Matznetter, hätten wir nicht 1,7 Prozent Defizit, sondern 7,8 Prozent Defizit! (Ah-Rufe bei der ÖVP.) SPÖ-Politik ist Schuldenpolitik! Und damit ist in diesem Land Schluss! Diese Bundesregierung handelt zukunftsorientiert. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dr. Stummvoll: Oje!), was zusätzlich an Budgetausgaben getätigt werden sollte (Abg. Dr. Matznetter: So ein Topfen!), dann sage ich Ihnen: Ich komme – wir haben uns das sehr genau angesehen – auf einen Betrag von über 20 Milliarden €. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Machten wir Ihre Politik, Herr Kollege Matznetter, hätten wir nicht 1,7 Prozent Defizit, sondern 7,8 Prozent Defizit! (Ah-Rufe bei der ÖVP.) SPÖ-Politik ist Schuldenpolitik! Und damit ist in diesem Land Schluss! Diese Bundesregierung handelt zukunftsorientiert. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Krainer zu Wort gemeldet. 2 Minuten Redezeit. Die Geschäftsordnung ist bekannt. – Bitte. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Rufe bei der ÖVP: Ja!
Erstens: Kollege Molterer hat behauptet, die SPÖ würde die Steuern erhöhen wollen. (Rufe bei der ÖVP: Ja!) – Ich berichtige tatsächlich: Die ÖVP/FPÖ-Regierung hat Steuern und Abgaben massiv erhöht – wir hingegen wollen sie senken. (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.
Erstens: Kollege Molterer hat behauptet, die SPÖ würde die Steuern erhöhen wollen. (Rufe bei der ÖVP: Ja!) – Ich berichtige tatsächlich: Die ÖVP/FPÖ-Regierung hat Steuern und Abgaben massiv erhöht – wir hingegen wollen sie senken. (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Ja!
Zweitens: Kollege Molterer hat behauptet, die SPÖ hätte Schulden zu verantworten, das wäre unsere Verantwortung. (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Ja!) – Ich berichtige tatsächlich: Es ist unsere gemeinsame Verantwortung! Persönlich ist Ihre Verantwortung wesentlich größer als zum Beispiel meine, denn ich bin in keiner Regierung gesessen, die auch mit Ihrer Stimme irgendwelche einstimmigen Beschlüsse gefasst hat. Ich war damals nicht einmal im Parlament. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Dr. Stummvoll: Sie reden von den Schulden von 1986!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Dr. Stummvoll: Sie reden von den Schulden von 1986!
Zweitens: Kollege Molterer hat behauptet, die SPÖ hätte Schulden zu verantworten, das wäre unsere Verantwortung. (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Ja!) – Ich berichtige tatsächlich: Es ist unsere gemeinsame Verantwortung! Persönlich ist Ihre Verantwortung wesentlich größer als zum Beispiel meine, denn ich bin in keiner Regierung gesessen, die auch mit Ihrer Stimme irgendwelche einstimmigen Beschlüsse gefasst hat. Ich war damals nicht einmal im Parlament. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Dr. Stummvoll: Sie reden von den Schulden von 1986!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Das ist keine Berichtigung!
Drittens hat Abgeordneter Molterer gemeint oder behauptet, wenn hier die Politik der SPÖ vonstatten ginge, wäre das Defizit 7,8 Prozent hoch. – Das ist falsch! Das Defizit wäre geringer. Schauen Sie sich die Zahlen genau an! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Das ist keine Berichtigung!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind großzügig, Herr Präsident!
Präsident Dr. Andreas Khol: Bei Nachsicht aller Taxen war das eine tatsächliche Berichtigung. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind großzügig, Herr Präsident!)
Abg. Dr. Brinek: Weil es weniger Schüler gibt!
Erstens: Bildung. – In den Budgets für 2005 und für 2006 werden Tausende Stellen von Pflichtschullehrern gestrichen. Das können Sie nicht leugnen. (Abg. Dr. Brinek: Weil es weniger Schüler gibt!) Sie argumentieren mit einem Sinken der Schülerzahlen. Ich argumentiere und die Grünen argumentieren damit, dass wir es uns angesichts der in bestimmten Punkten katastrophalen Ergebnisse der PISA-Studie nicht leisten können, Tausende von Pflichtschullehrerstellen zu streichen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Erstens: Bildung. – In den Budgets für 2005 und für 2006 werden Tausende Stellen von Pflichtschullehrern gestrichen. Das können Sie nicht leugnen. (Abg. Dr. Brinek: Weil es weniger Schüler gibt!) Sie argumentieren mit einem Sinken der Schülerzahlen. Ich argumentiere und die Grünen argumentieren damit, dass wir es uns angesichts der in bestimmten Punkten katastrophalen Ergebnisse der PISA-Studie nicht leisten können, Tausende von Pflichtschullehrerstellen zu streichen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wenn jemand lernt, bleibt er nicht sitzen!
Wenn alles mit unserem Pflichtschulwesen in Ordnung wäre, dann könnten wir darüber reden, dass proportional zu den Schülerzahlen die Lehrerzahlen gekürzt werden können – aber jetzt nicht! Jetzt brauchen wir eine stärkere individuelle Förderung der Kinder in den Schulen, und wir müssen darüber nachdenken, wie wir dieses unsinnige Sitzenbleiben in den Schulen verringern. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wenn jemand lernt, bleibt er nicht sitzen!) Wir müssen darüber nachdenken, wie wir die Milliarden an Ausgaben von Eltern für die private Nachhilfe verringern. (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Deswegen gibt es Lehrer!) Wir müssen darüber nachdenken – da brauchen wir nicht mehr darüber nachzudenken –, wir müssen akzeptieren, dass das Alter von zehn Jahren – diese scharfe Trennlinie im österreichischen Schulwesen – für die Entscheidung zwischen den verschiedenen Schultypen ein zu früher Zeitpunkt ist. Das ist alles Common Sense, möchte man meinen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Deswegen gibt es Lehrer!
Wenn alles mit unserem Pflichtschulwesen in Ordnung wäre, dann könnten wir darüber reden, dass proportional zu den Schülerzahlen die Lehrerzahlen gekürzt werden können – aber jetzt nicht! Jetzt brauchen wir eine stärkere individuelle Förderung der Kinder in den Schulen, und wir müssen darüber nachdenken, wie wir dieses unsinnige Sitzenbleiben in den Schulen verringern. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wenn jemand lernt, bleibt er nicht sitzen!) Wir müssen darüber nachdenken, wie wir die Milliarden an Ausgaben von Eltern für die private Nachhilfe verringern. (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Deswegen gibt es Lehrer!) Wir müssen darüber nachdenken – da brauchen wir nicht mehr darüber nachzudenken –, wir müssen akzeptieren, dass das Alter von zehn Jahren – diese scharfe Trennlinie im österreichischen Schulwesen – für die Entscheidung zwischen den verschiedenen Schultypen ein zu früher Zeitpunkt ist. Das ist alles Common Sense, möchte man meinen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Wenn alles mit unserem Pflichtschulwesen in Ordnung wäre, dann könnten wir darüber reden, dass proportional zu den Schülerzahlen die Lehrerzahlen gekürzt werden können – aber jetzt nicht! Jetzt brauchen wir eine stärkere individuelle Förderung der Kinder in den Schulen, und wir müssen darüber nachdenken, wie wir dieses unsinnige Sitzenbleiben in den Schulen verringern. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wenn jemand lernt, bleibt er nicht sitzen!) Wir müssen darüber nachdenken, wie wir die Milliarden an Ausgaben von Eltern für die private Nachhilfe verringern. (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Deswegen gibt es Lehrer!) Wir müssen darüber nachdenken – da brauchen wir nicht mehr darüber nachzudenken –, wir müssen akzeptieren, dass das Alter von zehn Jahren – diese scharfe Trennlinie im österreichischen Schulwesen – für die Entscheidung zwischen den verschiedenen Schultypen ein zu früher Zeitpunkt ist. Das ist alles Common Sense, möchte man meinen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Das ist sie ja auch!
Vor allem aber müssen wir daran denken, Frau Kollegin Brinek – das dürfte auch Ihnen nicht verborgen bleiben –, dass eine gute Schule heute und morgen personalintensiv sein wird und sein muss. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Das ist sie ja auch!) Deswegen ist die Kürzung von Tausenden von Stellen für Pflichtschullehrer kontraproduktiv. Die Verantwortung für diese Entwicklung trägt in erster Linie Frau Ministerin Gehrer, und zweitens trägt sie Finanzminister Grasser und drittens (Abg. Großruck: Bundeskanzler Schüssel!) Minister Bartenstein.
Abg. Großruck: Bundeskanzler Schüssel!
Vor allem aber müssen wir daran denken, Frau Kollegin Brinek – das dürfte auch Ihnen nicht verborgen bleiben –, dass eine gute Schule heute und morgen personalintensiv sein wird und sein muss. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Das ist sie ja auch!) Deswegen ist die Kürzung von Tausenden von Stellen für Pflichtschullehrer kontraproduktiv. Die Verantwortung für diese Entwicklung trägt in erster Linie Frau Ministerin Gehrer, und zweitens trägt sie Finanzminister Grasser und drittens (Abg. Großruck: Bundeskanzler Schüssel!) Minister Bartenstein.
Abg. Dr. Stummvoll: Daher haben wir die geringste Jugendarbeitslosigkeit! Sehr logisch!
Dieses Fünftel von 15-Jährigen, die laut der PISA-Studie über eklatante Leseschwächen verfügen, die auch einfache Texte nicht Sinn verstehend lesen können, ist das Arbeitslosenheer der Zukunft. (Abg. Dr. Stummvoll: Daher haben wir die geringste Jugendarbeitslosigkeit! Sehr logisch!) Das sind laut der PISA-Studie derzeit rund 18 000 Jugendliche pro Jahr. (Ruf bei der ÖVP: 15 000!)
Ruf bei der ÖVP: 15 000!
Dieses Fünftel von 15-Jährigen, die laut der PISA-Studie über eklatante Leseschwächen verfügen, die auch einfache Texte nicht Sinn verstehend lesen können, ist das Arbeitslosenheer der Zukunft. (Abg. Dr. Stummvoll: Daher haben wir die geringste Jugendarbeitslosigkeit! Sehr logisch!) Das sind laut der PISA-Studie derzeit rund 18 000 Jugendliche pro Jahr. (Ruf bei der ÖVP: 15 000!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Angesichts dessen kommen Sie und argumentieren mit sinkenden Schülerzahlen?! – Na soll sein, sind es halt 15 000 pro Jahr, Herr Kollege! 15 000 mal 5 sind immer noch 75 000 innerhalb von fünf Jahren. Das werden die Leute sein, die auf dem Arbeitsmarkt keine Schwierigkeiten haben werden? – Ganz im Gegenteil! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Die werden diesem Budget zur Last fallen, muss man in diesem Fall sagen, nämlich dem Budget der Arbeitslosenversicherung.
Abg. Mag. Wurm: Erwachsenenbildung zum Beispiel!
Da gibt es eine unselige Trennung zwischen Bildungsverantwortung und Arbeitsmarktverantwortung. Deswegen sage ich: Auch ein Minister Bartenstein, der nach der derzeitigen Kompetenzordnung für den Arbeitsmarkt hauptverantwortlich ist (Abg. Mag. Wurm: Erwachsenenbildung zum Beispiel!), trägt für diese Entwicklung, weil er sich nicht entsprechend wehrt, Mitverantwortung – von Bundeskanzler Schüssel ganz zu schweigen, der eine Art Generalverantwortung mitzutragen hat. (Abg. Mag. Molterer: Das ist eh klar! Aber nicht die Grünen!)
Abg. Mag. Molterer: Das ist eh klar! Aber nicht die Grünen!
Da gibt es eine unselige Trennung zwischen Bildungsverantwortung und Arbeitsmarktverantwortung. Deswegen sage ich: Auch ein Minister Bartenstein, der nach der derzeitigen Kompetenzordnung für den Arbeitsmarkt hauptverantwortlich ist (Abg. Mag. Wurm: Erwachsenenbildung zum Beispiel!), trägt für diese Entwicklung, weil er sich nicht entsprechend wehrt, Mitverantwortung – von Bundeskanzler Schüssel ganz zu schweigen, der eine Art Generalverantwortung mitzutragen hat. (Abg. Mag. Molterer: Das ist eh klar! Aber nicht die Grünen!)
Abg. Dr. Brinek: Das ist auch nicht generell richtig!
Der zweite Punkt betrifft Forschung und Wissenschaft, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! Die Universitäten betreiben seit Jahren eine Mangelverwaltung. Das können Sie nicht leugnen! (Abg. Dr. Brinek: Das ist auch nicht generell richtig!) Oder Sie haben weder mit Rektoren noch mit Professoren noch mit dem Mittelbau noch mit Studenten Kontakt. Es ist schwer vorstellbar, dass Sie das nicht haben. (Abg. Mag. Molterer: Mit wem ich Kontakt habe, weiß ich!) Wenn Sie diese
Abg. Mag. Molterer: Mit wem ich Kontakt habe, weiß ich!
Der zweite Punkt betrifft Forschung und Wissenschaft, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! Die Universitäten betreiben seit Jahren eine Mangelverwaltung. Das können Sie nicht leugnen! (Abg. Dr. Brinek: Das ist auch nicht generell richtig!) Oder Sie haben weder mit Rektoren noch mit Professoren noch mit dem Mittelbau noch mit Studenten Kontakt. Es ist schwer vorstellbar, dass Sie das nicht haben. (Abg. Mag. Molterer: Mit wem ich Kontakt habe, weiß ich!) Wenn Sie diese
Abg. Dr. Stummvoll: Wünsche nach mehr gibt es immer!
Kontakte aber haben, dann kann ich nur sagen: Dann sagen Sie die Unwahrheit, wenn Sie behaupten, dass mit den Universitäten in Österreich alles in Ordnung ist! (Abg. Dr. Stummvoll: Wünsche nach mehr gibt es immer!)
Abg. Mag. Molterer: Schlecht?
Für den Gipfel in diesem Zusammenhang halte ich eine kleine Passage – sozusagen eine Mickey-Mouse-Passage – in der Budgetrede von Karl-Heinz Grasser von vor einigen Wochen. Dort hat er uns im Ernst erzählt, dass er oder Österreich oder die Bundesregierung – das blieb ein bisschen unklar – in Österreich die Gründung eines Massachusetts Institute of Technology, des MIT, plane. (Abg. Mag. Molterer: Schlecht?)
Abg. Mag. Molterer: Immerhin!
Das MIT, meine Damen und Herren, ist, wie ich es schon einmal sagte, eine der bedeutendsten Universitäten der Welt. Sie produziert Nobelpreisträger nicht gerade am Fließband, aber laufend (Abg. Mag. Molterer: Immerhin!), darunter auch im Bereich der Wirtschaftswissenschaften. Haben Sie auf der Homepage des MIT schon nachgeschaut, was das MIT für ein Budget hat, Herr Kollege Molterer? (Abg. Mag. Molterer: Das haben Sie uns das letzte Mal schon gesagt!) – Das habe ich Ihnen schon das letzte Mal gesagt. Ich wiederhole es jetzt, weil ich bis heute keine Antwort darauf erhalten habe, nicht von Herrn Minister Grasser – das wundert mich ja nicht –, aber auch nicht von Ihnen, Herr Molterer! Schauen Sie einmal auf der Homepage nach! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Das haben Sie uns das letzte Mal schon gesagt!
Das MIT, meine Damen und Herren, ist, wie ich es schon einmal sagte, eine der bedeutendsten Universitäten der Welt. Sie produziert Nobelpreisträger nicht gerade am Fließband, aber laufend (Abg. Mag. Molterer: Immerhin!), darunter auch im Bereich der Wirtschaftswissenschaften. Haben Sie auf der Homepage des MIT schon nachgeschaut, was das MIT für ein Budget hat, Herr Kollege Molterer? (Abg. Mag. Molterer: Das haben Sie uns das letzte Mal schon gesagt!) – Das habe ich Ihnen schon das letzte Mal gesagt. Ich wiederhole es jetzt, weil ich bis heute keine Antwort darauf erhalten habe, nicht von Herrn Minister Grasser – das wundert mich ja nicht –, aber auch nicht von Ihnen, Herr Molterer! Schauen Sie einmal auf der Homepage nach! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das MIT, meine Damen und Herren, ist, wie ich es schon einmal sagte, eine der bedeutendsten Universitäten der Welt. Sie produziert Nobelpreisträger nicht gerade am Fließband, aber laufend (Abg. Mag. Molterer: Immerhin!), darunter auch im Bereich der Wirtschaftswissenschaften. Haben Sie auf der Homepage des MIT schon nachgeschaut, was das MIT für ein Budget hat, Herr Kollege Molterer? (Abg. Mag. Molterer: Das haben Sie uns das letzte Mal schon gesagt!) – Das habe ich Ihnen schon das letzte Mal gesagt. Ich wiederhole es jetzt, weil ich bis heute keine Antwort darauf erhalten habe, nicht von Herrn Minister Grasser – das wundert mich ja nicht –, aber auch nicht von Ihnen, Herr Molterer! Schauen Sie einmal auf der Homepage nach! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Was soll der Vergleich?
Die Bundesregierung hat keine 100 Millionen Investitionsunterstützung für die Universitäten, für die Erneuerung abgeschriebener PCs und was weiß ich alles. Aber das Geld für das MIT, das haben Sie, das Geld für das MIT, das allein ein Budget wie sämtliche österreichische Universitäten zusammen hat? (Abg. Dr. Brinek: Was soll der Vergleich?) Das Geld für eine Verdoppelung des Universitätsbudgets, das haben Sie?! Wo denn? (Abg. Dr. Stummvoll: Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich!) Hören Sie auf, von solchen Phantasiegebilden zu faseln! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich!
Die Bundesregierung hat keine 100 Millionen Investitionsunterstützung für die Universitäten, für die Erneuerung abgeschriebener PCs und was weiß ich alles. Aber das Geld für das MIT, das haben Sie, das Geld für das MIT, das allein ein Budget wie sämtliche österreichische Universitäten zusammen hat? (Abg. Dr. Brinek: Was soll der Vergleich?) Das Geld für eine Verdoppelung des Universitätsbudgets, das haben Sie?! Wo denn? (Abg. Dr. Stummvoll: Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich!) Hören Sie auf, von solchen Phantasiegebilden zu faseln! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Die Bundesregierung hat keine 100 Millionen Investitionsunterstützung für die Universitäten, für die Erneuerung abgeschriebener PCs und was weiß ich alles. Aber das Geld für das MIT, das haben Sie, das Geld für das MIT, das allein ein Budget wie sämtliche österreichische Universitäten zusammen hat? (Abg. Dr. Brinek: Was soll der Vergleich?) Das Geld für eine Verdoppelung des Universitätsbudgets, das haben Sie?! Wo denn? (Abg. Dr. Stummvoll: Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich!) Hören Sie auf, von solchen Phantasiegebilden zu faseln! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck.
Ich finde das wirklich ärgerlich! Wir alle wissen, dass es eine Mangelverwaltung an den Universitäten gibt. Sie weigern sich, etwas zu tun! Sie können nicht! – Ich weiß nicht, aus welchen Gründen. – Die 50 oder 100 Millionen jährlich haben Sie nicht zusätzlich, aber das MIT, das zusätzliche, die Verdoppelung des Budgets, das schaffen Sie anzukündigen! Das ist Ankündigungsweltmeisterschaft! – Gratuliere! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Abg. Mag. Molterer: Forschungsstiftung! Haben Sie ja gesagt zur Forschungsstiftung?!
Ganz abgesehen davon, dass wir weder im Budget 2005 noch im Budget 2006 die seit Jahren versprochene – schon von Rot-Schwarz versprochene, aber von Blau-Schwarz und Schwarz-Blau ebenso versprochene – mittelfristige Absicherung der Forschungsinstitutionen haben, insbesondere des FWF. (Abg. Mag. Molterer: Forschungsstiftung! Haben Sie ja gesagt zur Forschungsstiftung?!) – Ich sage: Mittelfristige Absicherung, Herr Molterer! Ich glaube, Sie haben nicht verstanden, was eine Absicherung ist! – Das ist die längerfristige Planbarkeit eines Budgets, die Sicherheit, heuer, nächstes Jahr und in fünf Jahren über eine bestimmte Summe verfügen zu können. Die Betonung liegt auf Sicherheit, und da genügt nicht ein Mickey-Mouse-Betrag, sondern da bedarf es eines Betrags, der Österreich eines Tages ermöglicht, mit Max-Planck-Instituten und Ähnlichem konkurrieren zu können. Das meine ich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ganz abgesehen davon, dass wir weder im Budget 2005 noch im Budget 2006 die seit Jahren versprochene – schon von Rot-Schwarz versprochene, aber von Blau-Schwarz und Schwarz-Blau ebenso versprochene – mittelfristige Absicherung der Forschungsinstitutionen haben, insbesondere des FWF. (Abg. Mag. Molterer: Forschungsstiftung! Haben Sie ja gesagt zur Forschungsstiftung?!) – Ich sage: Mittelfristige Absicherung, Herr Molterer! Ich glaube, Sie haben nicht verstanden, was eine Absicherung ist! – Das ist die längerfristige Planbarkeit eines Budgets, die Sicherheit, heuer, nächstes Jahr und in fünf Jahren über eine bestimmte Summe verfügen zu können. Die Betonung liegt auf Sicherheit, und da genügt nicht ein Mickey-Mouse-Betrag, sondern da bedarf es eines Betrags, der Österreich eines Tages ermöglicht, mit Max-Planck-Instituten und Ähnlichem konkurrieren zu können. Das meine ich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Von Verantwortung tragen kann man hier nicht sprechen, Herr Professor! – Abg. Riepl: Und der Bundeskanzler!
Die Verantwortung für diese Entwicklung tragen Bundesministerin Gehrer, Bundesminister Grasser und Bundesminister Gorbach, der für einen wichtigen Teil der Forschung verantwortlich und daher für die Gesamtforschung in Österreich mitverantwortlich ist. (Abg. Dr. Jarolim: Von Verantwortung tragen kann man hier nicht sprechen, Herr Professor! – Abg. Riepl: Und der Bundeskanzler!)
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Sie haben das Kindergeld eingeführt, das führt eine kurzfristige Verbesserung der Situation der Frau und eine gewisse Armutsabsicherung während der Zeit des Daheimbleibens herbei. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) – Ja, das ist so. Doch nachher, Herr Kollege Scheibner, was ist nachher? Das ist Ihnen Wurscht? (Abg. Scheibner: Nein! Sie tun das alles so ab!) Das sind Milliarden an Volksvermögen, die hier jährlich verpulvert werden. Wir brauchen diese Betreuung im Vorschulalter und während der Schulzeit – doch die Bundesregierung schläft! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Nein! Sie tun das alles so ab!
Sie haben das Kindergeld eingeführt, das führt eine kurzfristige Verbesserung der Situation der Frau und eine gewisse Armutsabsicherung während der Zeit des Daheimbleibens herbei. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) – Ja, das ist so. Doch nachher, Herr Kollege Scheibner, was ist nachher? Das ist Ihnen Wurscht? (Abg. Scheibner: Nein! Sie tun das alles so ab!) Das sind Milliarden an Volksvermögen, die hier jährlich verpulvert werden. Wir brauchen diese Betreuung im Vorschulalter und während der Schulzeit – doch die Bundesregierung schläft! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Sie haben das Kindergeld eingeführt, das führt eine kurzfristige Verbesserung der Situation der Frau und eine gewisse Armutsabsicherung während der Zeit des Daheimbleibens herbei. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) – Ja, das ist so. Doch nachher, Herr Kollege Scheibner, was ist nachher? Das ist Ihnen Wurscht? (Abg. Scheibner: Nein! Sie tun das alles so ab!) Das sind Milliarden an Volksvermögen, die hier jährlich verpulvert werden. Wir brauchen diese Betreuung im Vorschulalter und während der Schulzeit – doch die Bundesregierung schläft! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Na, deshalb waren Sie nicht da!
Verantwortlich dafür ist Bundesministerin Gehrer, Bundesminister Grasser und ... Ich habe gestern Abend, als ich mich mit dieser Rede beschäftigt habe, lange nachdenken müssen, wer eigentlich Frauenministerin in dieser Regierung ist. (Abg. Scheibner: Na, deshalb waren Sie nicht da!) Dann ist mir nur Minister Haupt eingefallen, und ich habe mir gedacht: Das kann nicht sein, Herr Kollege Haupt ist ja nicht mehr Minister! Es ist Ministerin Rauch-Kallat, habe ich mich aufklären lassen. (Abg. Riepl: Und der Bundeskanzler ist verantwortlich!) – Der Bundeskanzler ohnehin, natürlich! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Danke für den Hinweis, verehrte Kollegen! (Abg. Mag. Molterer: Der Bundeskanzler-Fanclub!)
Abg. Riepl: Und der Bundeskanzler ist verantwortlich!
Verantwortlich dafür ist Bundesministerin Gehrer, Bundesminister Grasser und ... Ich habe gestern Abend, als ich mich mit dieser Rede beschäftigt habe, lange nachdenken müssen, wer eigentlich Frauenministerin in dieser Regierung ist. (Abg. Scheibner: Na, deshalb waren Sie nicht da!) Dann ist mir nur Minister Haupt eingefallen, und ich habe mir gedacht: Das kann nicht sein, Herr Kollege Haupt ist ja nicht mehr Minister! Es ist Ministerin Rauch-Kallat, habe ich mich aufklären lassen. (Abg. Riepl: Und der Bundeskanzler ist verantwortlich!) – Der Bundeskanzler ohnehin, natürlich! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Danke für den Hinweis, verehrte Kollegen! (Abg. Mag. Molterer: Der Bundeskanzler-Fanclub!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Verantwortlich dafür ist Bundesministerin Gehrer, Bundesminister Grasser und ... Ich habe gestern Abend, als ich mich mit dieser Rede beschäftigt habe, lange nachdenken müssen, wer eigentlich Frauenministerin in dieser Regierung ist. (Abg. Scheibner: Na, deshalb waren Sie nicht da!) Dann ist mir nur Minister Haupt eingefallen, und ich habe mir gedacht: Das kann nicht sein, Herr Kollege Haupt ist ja nicht mehr Minister! Es ist Ministerin Rauch-Kallat, habe ich mich aufklären lassen. (Abg. Riepl: Und der Bundeskanzler ist verantwortlich!) – Der Bundeskanzler ohnehin, natürlich! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Danke für den Hinweis, verehrte Kollegen! (Abg. Mag. Molterer: Der Bundeskanzler-Fanclub!)
Abg. Mag. Molterer: Der Bundeskanzler-Fanclub!
Verantwortlich dafür ist Bundesministerin Gehrer, Bundesminister Grasser und ... Ich habe gestern Abend, als ich mich mit dieser Rede beschäftigt habe, lange nachdenken müssen, wer eigentlich Frauenministerin in dieser Regierung ist. (Abg. Scheibner: Na, deshalb waren Sie nicht da!) Dann ist mir nur Minister Haupt eingefallen, und ich habe mir gedacht: Das kann nicht sein, Herr Kollege Haupt ist ja nicht mehr Minister! Es ist Ministerin Rauch-Kallat, habe ich mich aufklären lassen. (Abg. Riepl: Und der Bundeskanzler ist verantwortlich!) – Der Bundeskanzler ohnehin, natürlich! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Danke für den Hinweis, verehrte Kollegen! (Abg. Mag. Molterer: Der Bundeskanzler-Fanclub!)
Abg. Dr. Stummvoll: Was heißt „gehabt“? Wieso „gehabt“? – Wir haben es!
Viertens: Für das Fehlen der Wachstumsabsicherung ist die Bundesregierung mit ihrer Ignoranz verantwortlich – und da ist zwischen Schwarz und Blau kein Unterschied, was das Wachstumspotential von Umwelttechnologien betrifft. Die EU 10, die neuen Beitrittsländer, haben alle steigende und anspruchsvollere Umweltstandards zu erfüllen. China, Indien, der ostasiatische Raum und der südostasiatische Raum werden alle mit steigenden Umweltproblemen konfrontiert und sind dabei, ihre Standards zu ändern. Sind das keine Marktchancen? Sind das keine neuen Märkte, die entstehen? Hat Österreich hier nicht einmal ein positives Image auf dem Weltmarkt gehabt (Abg. Dr. Stummvoll: Was heißt „gehabt“? Wieso „gehabt“? – Wir haben es!), was diese Dinge betrifft, egal, ob das jetzt Güter betrifft, ob das Dienstleistungen betrifft oder ob das den Verkauf von Know-how betrifft?
Abg. Dr. Stummvoll: Schuld ist immer der Bundeskanzler!
Was die Bundesregierung macht, Herr Kollege Stummvoll, ist (Abg. Dr. Stummvoll: Schuld ist immer der Bundeskanzler!): Bremsen beim Kyoto-Protokoll, verhindern, dass anspruchsvolle Ziele, von Maßnahmen ganz zu schweigen, in der Fortsetzung des Kyoto-Protokolls auf EU-Ebene festgelegt werden. Was die Bundesregierung macht, ist eine „Mickey-Mouse-ierung“ der Umweltverträglichkeitsprüfung. (Abg. Scheibner: Schon wieder das! Ich glaube, Sie haben gestern ...!) Das bringen Sie zustande. Sie bringen eine Verminderung der Förderung bei den erneuerbaren Energien zustande. Sie bringen es zustande, bei der Feinstaubvermeidung einfach Augen und Ohren zu schließen, die Nasen und die Lungen zu schließen. Bei der Bevölkerung bringen Sie allerdings nichts zustande. Das ist das Problem! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Was heißt: Die Nase und Lunge schließen? Was ist das? Wie wollen Sie die Nase und die Lunge schließen?)
Abg. Scheibner: Schon wieder das! Ich glaube, Sie haben gestern ...!
Was die Bundesregierung macht, Herr Kollege Stummvoll, ist (Abg. Dr. Stummvoll: Schuld ist immer der Bundeskanzler!): Bremsen beim Kyoto-Protokoll, verhindern, dass anspruchsvolle Ziele, von Maßnahmen ganz zu schweigen, in der Fortsetzung des Kyoto-Protokolls auf EU-Ebene festgelegt werden. Was die Bundesregierung macht, ist eine „Mickey-Mouse-ierung“ der Umweltverträglichkeitsprüfung. (Abg. Scheibner: Schon wieder das! Ich glaube, Sie haben gestern ...!) Das bringen Sie zustande. Sie bringen eine Verminderung der Förderung bei den erneuerbaren Energien zustande. Sie bringen es zustande, bei der Feinstaubvermeidung einfach Augen und Ohren zu schließen, die Nasen und die Lungen zu schließen. Bei der Bevölkerung bringen Sie allerdings nichts zustande. Das ist das Problem! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Was heißt: Die Nase und Lunge schließen? Was ist das? Wie wollen Sie die Nase und die Lunge schließen?)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Was heißt: Die Nase und Lunge schließen? Was ist das? Wie wollen Sie die Nase und die Lunge schließen?
Was die Bundesregierung macht, Herr Kollege Stummvoll, ist (Abg. Dr. Stummvoll: Schuld ist immer der Bundeskanzler!): Bremsen beim Kyoto-Protokoll, verhindern, dass anspruchsvolle Ziele, von Maßnahmen ganz zu schweigen, in der Fortsetzung des Kyoto-Protokolls auf EU-Ebene festgelegt werden. Was die Bundesregierung macht, ist eine „Mickey-Mouse-ierung“ der Umweltverträglichkeitsprüfung. (Abg. Scheibner: Schon wieder das! Ich glaube, Sie haben gestern ...!) Das bringen Sie zustande. Sie bringen eine Verminderung der Förderung bei den erneuerbaren Energien zustande. Sie bringen es zustande, bei der Feinstaubvermeidung einfach Augen und Ohren zu schließen, die Nasen und die Lungen zu schließen. Bei der Bevölkerung bringen Sie allerdings nichts zustande. Das ist das Problem! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Was heißt: Die Nase und Lunge schließen? Was ist das? Wie wollen Sie die Nase und die Lunge schließen?)
Abg. Murauer: Das Gegenteil ist der Fall!
Sie bringen es nicht zustande, die Wohnbauförderung im Laufe der Jahre und Jahrzehnte so zu ändern, dass Wärmedämmung, Energie sparendes Häuserbauen und Häuserumbauen zentrale Frage bei den Architekten und bei den Baumeistern wird. (Abg. Murauer: Das Gegenteil ist der Fall!) Marktchancen über die Jahrzehnte haben Sie versäumt, Vorarlberg vielleicht ausgenommen. (Abg. Mag. Hakl: Tirol und Vorarlberg!) In Vorarlberg war die Wohnbauförderung in diesem Bereich, verglichen mit anderen Ländern, immer vorbildlich. (Abg. Murauer: Gehen Sie nach Oberösterreich!)
Abg. Mag. Hakl: Tirol und Vorarlberg!
Sie bringen es nicht zustande, die Wohnbauförderung im Laufe der Jahre und Jahrzehnte so zu ändern, dass Wärmedämmung, Energie sparendes Häuserbauen und Häuserumbauen zentrale Frage bei den Architekten und bei den Baumeistern wird. (Abg. Murauer: Das Gegenteil ist der Fall!) Marktchancen über die Jahrzehnte haben Sie versäumt, Vorarlberg vielleicht ausgenommen. (Abg. Mag. Hakl: Tirol und Vorarlberg!) In Vorarlberg war die Wohnbauförderung in diesem Bereich, verglichen mit anderen Ländern, immer vorbildlich. (Abg. Murauer: Gehen Sie nach Oberösterreich!)
Abg. Murauer: Gehen Sie nach Oberösterreich!
Sie bringen es nicht zustande, die Wohnbauförderung im Laufe der Jahre und Jahrzehnte so zu ändern, dass Wärmedämmung, Energie sparendes Häuserbauen und Häuserumbauen zentrale Frage bei den Architekten und bei den Baumeistern wird. (Abg. Murauer: Das Gegenteil ist der Fall!) Marktchancen über die Jahrzehnte haben Sie versäumt, Vorarlberg vielleicht ausgenommen. (Abg. Mag. Hakl: Tirol und Vorarlberg!) In Vorarlberg war die Wohnbauförderung in diesem Bereich, verglichen mit anderen Ländern, immer vorbildlich. (Abg. Murauer: Gehen Sie nach Oberösterreich!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das hat vielleicht damit zu tun, dass in Vorarlberg eine Architektenszene entstanden ist, die mit großartigen Leistungen, zum Beispiel im Bereich der Fassadengestaltung, der Photovoltaik und so weiter, europaweit wahrgenommen wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Kleine Schritte werden schon gemacht, Herr Kollege! Ja, ja, und im Budget 2006 sehen Sie das auch? (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Aha, Sie schon, dann habe ich eine Leseschwäche und nicht Sie. (Abg. Murauer: Das ist nicht ausgeschlossen!) Verantwortlich dafür ist in erster Linie Minister Bartenstein.
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das hat vielleicht damit zu tun, dass in Vorarlberg eine Architektenszene entstanden ist, die mit großartigen Leistungen, zum Beispiel im Bereich der Fassadengestaltung, der Photovoltaik und so weiter, europaweit wahrgenommen wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Kleine Schritte werden schon gemacht, Herr Kollege! Ja, ja, und im Budget 2006 sehen Sie das auch? (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Aha, Sie schon, dann habe ich eine Leseschwäche und nicht Sie. (Abg. Murauer: Das ist nicht ausgeschlossen!) Verantwortlich dafür ist in erster Linie Minister Bartenstein.
Abg. Murauer: Das ist nicht ausgeschlossen!
Das hat vielleicht damit zu tun, dass in Vorarlberg eine Architektenszene entstanden ist, die mit großartigen Leistungen, zum Beispiel im Bereich der Fassadengestaltung, der Photovoltaik und so weiter, europaweit wahrgenommen wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Kleine Schritte werden schon gemacht, Herr Kollege! Ja, ja, und im Budget 2006 sehen Sie das auch? (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Aha, Sie schon, dann habe ich eine Leseschwäche und nicht Sie. (Abg. Murauer: Das ist nicht ausgeschlossen!) Verantwortlich dafür ist in erster Linie Minister Bartenstein.
Abg. Scheibner: Reden Sie nur weiter! Wir haben eh nichts anderes zu tun!
Wenn die Uhr stimmt, Herr Präsident, dann werde ich meine Redezeit gnadenlos ausnützen und noch einige Worte über Folgendes verlieren (Abg. Scheibner: Reden Sie nur weiter! Wir haben eh nichts anderes zu tun!): Die Zeit dieser Bundesregierung läuft unwiderruflich ab. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ihre Redezeit Gott sei Dank auch!) Ob das der Juni 2005 oder der Oktober 2005 oder ein anderes Datum ist: Die Dämmerung dieser Bundesregierung ist unwiderruflich eingetreten. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ihre Redezeit Gott sei Dank auch!
Wenn die Uhr stimmt, Herr Präsident, dann werde ich meine Redezeit gnadenlos ausnützen und noch einige Worte über Folgendes verlieren (Abg. Scheibner: Reden Sie nur weiter! Wir haben eh nichts anderes zu tun!): Die Zeit dieser Bundesregierung läuft unwiderruflich ab. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ihre Redezeit Gott sei Dank auch!) Ob das der Juni 2005 oder der Oktober 2005 oder ein anderes Datum ist: Die Dämmerung dieser Bundesregierung ist unwiderruflich eingetreten. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Wenn die Uhr stimmt, Herr Präsident, dann werde ich meine Redezeit gnadenlos ausnützen und noch einige Worte über Folgendes verlieren (Abg. Scheibner: Reden Sie nur weiter! Wir haben eh nichts anderes zu tun!): Die Zeit dieser Bundesregierung läuft unwiderruflich ab. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ihre Redezeit Gott sei Dank auch!) Ob das der Juni 2005 oder der Oktober 2005 oder ein anderes Datum ist: Die Dämmerung dieser Bundesregierung ist unwiderruflich eingetreten. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Stummvoll: Jawohl! – Abg. Öllinger: Verunglückte!
Das legt die Frage nahe, wie sich in erster Linie die ÖVP einen – wie soll ich sagen? – idealen Bündnispartner in einer Koalition vorstellt. Man könnte Dutzende von Zitaten bringen. Ich konzentriere mich nur auf eines, weil es gerade gestern in den „Salzburger Nachrichten“ zu lesen war, nämlich auf die Aussage von Herrn Kollegen Molterer: Wir werden mit der FPÖ bis Herbst 2006 eine professionelle Partnerschaft haben. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Stummvoll: Jawohl! – Abg. Öllinger: Verunglückte!)
Heiterkeit des Abg. Eder.
Aussagen dieser Art sind Pars pro toto, ich könnte andere auch heranziehen. (Heiterkeit des Abg. Eder.) Das legt jetzt die Frage nahe, wie in der nächsten Bundesregierung diese professionelle Partnerschaft oder wie überhaupt nach Ansicht der ÖVP als möglicher Regierungspartei eine professionelle Partnerschaft aussieht. Ich finde, das muss man sich schon genau anschauen. Nach ziemlich oberflächlicher Durchsicht dieser Berichte und Kommentare meine ich, dies in drei Punkten zusammenfassen zu können:
Abg. Rädler: Sind das Ihre Sorgen?
Ein professioneller Partner für die ÖVP ist eine Partei, die sich erstens während der Regierungszeit den Wünschen der ÖVP unterwirft, die sich zweitens bis zum Wahltag schleichend auflöst, die aber drittens einen Nationalratsklub hat, der bis zu diesem Wahltag, bis zur Auflösung, das Überleben der Bundesregierung garantiert. Das ist ganz einfach. (Abg. Rädler: Sind das Ihre Sorgen?) – Das sind, bis zu einem gewissen Grad, auch meine Sorgen, weil ich zu erklären versuche ... (Abg. Neudeck: War das jetzt Ihr Bewerbungsschreiben?) – Ich analysiere, was nach Ansicht der ÖVP eine professionelle, daher ideale Partnerschaft ausmacht.
Abg. Neudeck: War das jetzt Ihr Bewerbungsschreiben?
Ein professioneller Partner für die ÖVP ist eine Partei, die sich erstens während der Regierungszeit den Wünschen der ÖVP unterwirft, die sich zweitens bis zum Wahltag schleichend auflöst, die aber drittens einen Nationalratsklub hat, der bis zu diesem Wahltag, bis zur Auflösung, das Überleben der Bundesregierung garantiert. Das ist ganz einfach. (Abg. Rädler: Sind das Ihre Sorgen?) – Das sind, bis zu einem gewissen Grad, auch meine Sorgen, weil ich zu erklären versuche ... (Abg. Neudeck: War das jetzt Ihr Bewerbungsschreiben?) – Ich analysiere, was nach Ansicht der ÖVP eine professionelle, daher ideale Partnerschaft ausmacht.
Abg. Scheibner: Potemkinsch seid ihr! Da ist nämlich keiner mehr da!
Die FPÖ ist nicht mein Thema. Die FPÖ ist nur als Regierungspartner der ÖVP mein Thema. Das ist es, was mich interessiert! Unterwerfen, auflösen, der Nationalratsklub aber muss sozusagen als potemkinsches Dorf weiter existieren (Abg. Scheibner: Potemkinsch seid ihr! Da ist nämlich keiner mehr da!) und als der formal juristische Träger der Regierung im Nationalrat der Regierung die Stange halten. Was nachher passiert, ist nicht die Sorge der ÖVP. Ich bin der ÖVP in gewisser Weise dankbar dafür, dass sie uns das so klar vor Augen führt. Ich habe kein Mitleid mit der FPÖ,
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir brauchen Ihr Mitleid ja überhaupt nicht!
auch wenn man das haben könnte (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir brauchen Ihr Mitleid ja überhaupt nicht!), sondern ich versuche das ganz trocken und nüchtern zu analysieren.
Abg. Eder: Ja!
Es sollte den Sozialdemokraten und natürlich auch den Grünen zu denken geben, wie so eine professionelle Partnerschaft nach Ansicht der ÖVP aussieht. Zum Beispiel: Wenn es unpopuläre Themen gibt, werden sie sofort dem anderen angehängt. Wir planen eine Pensionskürzung? – Super! Minister Haupt ist dafür hauptverantwortlich. (Abg. Eder: Ja!) Wir wissen, dass der Abfangjägerkauf unpopulär ist? – Super! Minister Scheibner macht das für uns, damals in der Regierung Schüssel I. Wir planen Steuersenkungen? – Aufpassen, das müssen wir zuerst im Jahr 2002 blockieren, dann müssen wir als Schritt zwei Grasser adoptieren, und als Schritt drei machen wir es, denn dann ist es unsere Steuersenkung und nicht jene der FPÖ.
Abg. Lentsch: Das ist aber sein Problem!
Dass Grasser inzwischen mit Homepage-Affären und privaten Fotoalben, die mit denen von „NEWS“ konkurrieren, ein bisschen ins Abseits geraten war, war nicht planbar. Ich meine, es kann nicht alles funktionieren, was man sich vornimmt. (Abg. Lentsch: Das ist aber sein Problem!)
Abg. Großruck: Sprechen Sie zum Budget?
Zum Thema „Stabilität“ möchte ich Folgendes sagen: Wie oft haben wir gehört, dass diese Bundesregierung stabil ist? Jetzt hören wir: Okay, CSU-Modell ist möglich, Spaltung in FPÖ-alt und FPÖ-neu ist möglich, zwei oder zwölf Parteien werden vielleicht entstehen. – Herr Stadler als einer der Proponenten einer neuen oder alten Partei – ich kenne mich da nicht so genau aus – sitzt heute auf der Regierungsbank. (Abg. Großruck: Sprechen Sie zum Budget?) Das ist nach Ansicht der ÖVP alles egal, da gibt es Dutzende von Stellungnahmen. Es stimmt, es ist Ihnen völlig Wurscht, solange sich der Nationalratsklub nicht auflöst, solange nur Frau Rosenkranz eine Kandidatin sein könnte oder der Dritte Nationalratspräsident Prinzhorn, der bei der letzten Sitzung auch gegen Haubner gestimmt hat. Solange nur zwei Stimmen fehlen, macht das nichts. Das sind Mickey-Mouse-Probleme. (Abg. Scheibner: Schon wieder Mickey Mouse! – Abg. Neudeck: Was Sie alles analysieren! Seit wann redet der Goofy so viel über Mickey Mouse?)
Abg. Scheibner: Schon wieder Mickey Mouse! – Abg. Neudeck: Was Sie alles analysieren! Seit wann redet der Goofy so viel über Mickey Mouse?
Zum Thema „Stabilität“ möchte ich Folgendes sagen: Wie oft haben wir gehört, dass diese Bundesregierung stabil ist? Jetzt hören wir: Okay, CSU-Modell ist möglich, Spaltung in FPÖ-alt und FPÖ-neu ist möglich, zwei oder zwölf Parteien werden vielleicht entstehen. – Herr Stadler als einer der Proponenten einer neuen oder alten Partei – ich kenne mich da nicht so genau aus – sitzt heute auf der Regierungsbank. (Abg. Großruck: Sprechen Sie zum Budget?) Das ist nach Ansicht der ÖVP alles egal, da gibt es Dutzende von Stellungnahmen. Es stimmt, es ist Ihnen völlig Wurscht, solange sich der Nationalratsklub nicht auflöst, solange nur Frau Rosenkranz eine Kandidatin sein könnte oder der Dritte Nationalratspräsident Prinzhorn, der bei der letzten Sitzung auch gegen Haubner gestimmt hat. Solange nur zwei Stimmen fehlen, macht das nichts. Das sind Mickey-Mouse-Probleme. (Abg. Scheibner: Schon wieder Mickey Mouse! – Abg. Neudeck: Was Sie alles analysieren! Seit wann redet der Goofy so viel über Mickey Mouse?)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich als Comic-Fan sage zur Metapher Mickey Mouse: Die Mickey Mouse ist sehr klein, das stimmt an dem Bild, aber es ist eine sehr intelligente Maus! (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Neuerliche Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Vielleicht klären Sie uns übrigens noch auf, wie das mit diesem CSU-Modell gemeint ist. CSU-Modell heißt, die CSU kandidiert in Bayern, aber sonst nirgends. Die CDU kandidiert im Rest von Deutschland, aber nicht in Bayern. Das heißt also, die CSU/FPÖ kandidiert in Kärnten, aber sonst nirgends. Aber wo kandidiert die Rest-FPÖ? Ich meine, wer ist das überhaupt noch? Existiert die noch? (Neuerliche Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Aber im Kabarett! – Abg. Dr. Stummvoll: Bleiben Sie ernsthaft!
Diese Nicht-CSU-FPÖ ist derzeit eher eine Lachnummer. Okay, hören wir auf damit. Es würde sich lohnen und es würde mir Spaß machen, das bei Gelegenheit noch fortzuführen. (Abg. Neudeck: Aber im Kabarett! – Abg. Dr. Stummvoll: Bleiben Sie ernsthaft!) Aber noch einmal: Es geht mir nicht um die FPÖ. Ich weiß, wie Ihnen zumute ist. Ich spotte nicht über Sie, sondern ich sehe das aus dem Blickwinkel der ÖVP: Unterwerfen, auflösen! (Abg. Dr. Stummvoll: Sind Sie noch Ökonom, Herr Professor?) Das ist das Bild, das Wunschbild, das Sie an Ihren jetzigen und künftigen Koalitionspartner vermitteln!
Abg. Dr. Stummvoll: Sind Sie noch Ökonom, Herr Professor?
Diese Nicht-CSU-FPÖ ist derzeit eher eine Lachnummer. Okay, hören wir auf damit. Es würde sich lohnen und es würde mir Spaß machen, das bei Gelegenheit noch fortzuführen. (Abg. Neudeck: Aber im Kabarett! – Abg. Dr. Stummvoll: Bleiben Sie ernsthaft!) Aber noch einmal: Es geht mir nicht um die FPÖ. Ich weiß, wie Ihnen zumute ist. Ich spotte nicht über Sie, sondern ich sehe das aus dem Blickwinkel der ÖVP: Unterwerfen, auflösen! (Abg. Dr. Stummvoll: Sind Sie noch Ökonom, Herr Professor?) Das ist das Bild, das Wunschbild, das Sie an Ihren jetzigen und künftigen Koalitionspartner vermitteln!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Die „Budgetrede“ des Alexander Van der Bellen!
Ich danke vielmals für diese Klarstellung. Wir werden darüber noch zu reden haben: Wir Grüne, die Sozialdemokraten, die FPÖ-neu oder alt, wer auch immer dafür in Frage kommt. – Ich danke vielmals für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Die „Budgetrede“ des Alexander Van der Bellen!)
Abg. Öllinger: Lösen Sie das einmal auf!
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! (Abg. Öllinger: Lösen Sie das einmal auf!) Wir haben jetzt nach dieser Rede von Klubobmann Van der Bellen zumindest ein Rätsel gelöst. Es ist nicht das Rätsel, wie die budgetpolitischen und wirtschaftspolitischen Ideen der Grünen für die nächsten Jahre aussehen (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim), dieses Rätsel haben wir nicht gelöst, aber wir haben, Herr Kollege Van der Bellen, ein Rätsel wirklich gelöst, und zwar fragen wir uns schon seit langem: Was machen die Grünen und vor allem die Führungsmannschaft der Grünen an einem Plenartag nach 18 Uhr? (Abg. Mag. Molterer: Die gibt es nicht! – Abg. Gaál: Hast du keine anderen Sorgen?)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! (Abg. Öllinger: Lösen Sie das einmal auf!) Wir haben jetzt nach dieser Rede von Klubobmann Van der Bellen zumindest ein Rätsel gelöst. Es ist nicht das Rätsel, wie die budgetpolitischen und wirtschaftspolitischen Ideen der Grünen für die nächsten Jahre aussehen (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim), dieses Rätsel haben wir nicht gelöst, aber wir haben, Herr Kollege Van der Bellen, ein Rätsel wirklich gelöst, und zwar fragen wir uns schon seit langem: Was machen die Grünen und vor allem die Führungsmannschaft der Grünen an einem Plenartag nach 18 Uhr? (Abg. Mag. Molterer: Die gibt es nicht! – Abg. Gaál: Hast du keine anderen Sorgen?)
Abg. Mag. Molterer: Die gibt es nicht! – Abg. Gaál: Hast du keine anderen Sorgen?
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! (Abg. Öllinger: Lösen Sie das einmal auf!) Wir haben jetzt nach dieser Rede von Klubobmann Van der Bellen zumindest ein Rätsel gelöst. Es ist nicht das Rätsel, wie die budgetpolitischen und wirtschaftspolitischen Ideen der Grünen für die nächsten Jahre aussehen (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim), dieses Rätsel haben wir nicht gelöst, aber wir haben, Herr Kollege Van der Bellen, ein Rätsel wirklich gelöst, und zwar fragen wir uns schon seit langem: Was machen die Grünen und vor allem die Führungsmannschaft der Grünen an einem Plenartag nach 18 Uhr? (Abg. Mag. Molterer: Die gibt es nicht! – Abg. Gaál: Hast du keine anderen Sorgen?)
Zwischenruf des Abg. Broukal
Du hast Recht, lieber Kollege Gaál! Wir haben auch andere Sorgen (Zwischenruf des Abg. Broukal), und zwar müssen wir die Budgetpolitik und die Wirtschaftspolitik des Landes 2005 und 2006 auf ein gutes Fundament stellen, und ich glaube, dass dieses Budget eine richtige Weichenstellung dafür ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Du hast Recht, lieber Kollege Gaál! Wir haben auch andere Sorgen (Zwischenruf des Abg. Broukal), und zwar müssen wir die Budgetpolitik und die Wirtschaftspolitik des Landes 2005 und 2006 auf ein gutes Fundament stellen, und ich glaube, dass dieses Budget eine richtige Weichenstellung dafür ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Du musst „an Sitzungstagen“ dazu sagen!
Wir sitzen da bis 22, 23 Uhr. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Du musst „an Sitzungstagen“ dazu sagen!) Du sitzt auch immer hier. Du wartest zwar auch, bis deine Klubführung zurückkommt, aber sie kommt wenigstens, zumindest teilweise, 50 Prozent der Klubführung, wieder. (Abg. Eder: Ich war da!) Bei den Grünen wartet man vergeblich darauf.
Abg. Eder: Ich war da!
Wir sitzen da bis 22, 23 Uhr. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Du musst „an Sitzungstagen“ dazu sagen!) Du sitzt auch immer hier. Du wartest zwar auch, bis deine Klubführung zurückkommt, aber sie kommt wenigstens, zumindest teilweise, 50 Prozent der Klubführung, wieder. (Abg. Eder: Ich war da!) Bei den Grünen wartet man vergeblich darauf.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ha, ha! Da könnte sie besser sein! – Abg. Dr. Stummvoll: Er war vorbereitet? Das war doch keine Rede!
Jetzt wissen wir, was Sie an einem Plenartag nach 18 Uhr machen. Kollege Van der Bellen hat es uns gesagt: Erstens bereitet er seine Rede für den nächsten Tag vor. Dagegen ist ja nichts zu sagen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ha, ha! Da könnte sie besser sein! – Abg. Dr. Stummvoll: Er war vorbereitet? Das war doch keine Rede!) Zweitens dürfte er auch seiner Leidenschaft frönen, nämlich Comic-Studien weiterzuführen, denn acht bis zehn Mal ist in seinen heutigen Ausführungen die Mickey Mouse vorgekommen. (Abg. Mag. Johann Moser: Umdrehen, Herr Kollege! Zurückschauen!) – Auch dagegen ist nichts zu sagen.
Abg. Mag. Johann Moser: Umdrehen, Herr Kollege! Zurückschauen!
Jetzt wissen wir, was Sie an einem Plenartag nach 18 Uhr machen. Kollege Van der Bellen hat es uns gesagt: Erstens bereitet er seine Rede für den nächsten Tag vor. Dagegen ist ja nichts zu sagen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ha, ha! Da könnte sie besser sein! – Abg. Dr. Stummvoll: Er war vorbereitet? Das war doch keine Rede!) Zweitens dürfte er auch seiner Leidenschaft frönen, nämlich Comic-Studien weiterzuführen, denn acht bis zehn Mal ist in seinen heutigen Ausführungen die Mickey Mouse vorgekommen. (Abg. Mag. Johann Moser: Umdrehen, Herr Kollege! Zurückschauen!) – Auch dagegen ist nichts zu sagen.
Abg. Dr. Van der Bellen: Was hat das jetzt mit dem Budget zu tun?
Das Dritte, was die Grünen so machen dürften, ist: vor den Fernsehschirmen zu sitzen, die Pressedienste zu studieren, die möglicherweise die Klubreferenten mitschicken, und natürlich mit befreundeten Journalisten, Analysten, Meinungsforschern zusammenzusitzen und sich zu denken (Abg. Dr. Van der Bellen: Was hat das jetzt mit dem Budget zu tun?): Wann endlich ist es denn so weit? Da gibt es einen Präsidenten, hat dieser vielleicht mit seinem Abstimmungsverhalten gegen die Parteichefin gestimmt? Gibt es da nicht vielleicht doch noch den einen oder anderen freiheitlichen Abgeordneten, der abspringen könnte? Wann ist es denn endlich so weit, dass diese Koalition, die so erfolgreich ist (ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen – Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen) – die so erfolgreich ist! (Rufe bei der SPÖ: Noch einmal!) –, doch einmal zu arbeiten aufhört? So könntet ihr vielleicht doch einmal die Chance haben, in Verhandlungen einzutreten und in eine Regierung zu kommen. Das ist ja das große Ziel, und daher verwendet man jetzt die ganze Kraft auf diese Analysen.
ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen – Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Das Dritte, was die Grünen so machen dürften, ist: vor den Fernsehschirmen zu sitzen, die Pressedienste zu studieren, die möglicherweise die Klubreferenten mitschicken, und natürlich mit befreundeten Journalisten, Analysten, Meinungsforschern zusammenzusitzen und sich zu denken (Abg. Dr. Van der Bellen: Was hat das jetzt mit dem Budget zu tun?): Wann endlich ist es denn so weit? Da gibt es einen Präsidenten, hat dieser vielleicht mit seinem Abstimmungsverhalten gegen die Parteichefin gestimmt? Gibt es da nicht vielleicht doch noch den einen oder anderen freiheitlichen Abgeordneten, der abspringen könnte? Wann ist es denn endlich so weit, dass diese Koalition, die so erfolgreich ist (ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen – Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen) – die so erfolgreich ist! (Rufe bei der SPÖ: Noch einmal!) –, doch einmal zu arbeiten aufhört? So könntet ihr vielleicht doch einmal die Chance haben, in Verhandlungen einzutreten und in eine Regierung zu kommen. Das ist ja das große Ziel, und daher verwendet man jetzt die ganze Kraft auf diese Analysen.
Rufe bei der SPÖ: Noch einmal!
Das Dritte, was die Grünen so machen dürften, ist: vor den Fernsehschirmen zu sitzen, die Pressedienste zu studieren, die möglicherweise die Klubreferenten mitschicken, und natürlich mit befreundeten Journalisten, Analysten, Meinungsforschern zusammenzusitzen und sich zu denken (Abg. Dr. Van der Bellen: Was hat das jetzt mit dem Budget zu tun?): Wann endlich ist es denn so weit? Da gibt es einen Präsidenten, hat dieser vielleicht mit seinem Abstimmungsverhalten gegen die Parteichefin gestimmt? Gibt es da nicht vielleicht doch noch den einen oder anderen freiheitlichen Abgeordneten, der abspringen könnte? Wann ist es denn endlich so weit, dass diese Koalition, die so erfolgreich ist (ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen – Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen) – die so erfolgreich ist! (Rufe bei der SPÖ: Noch einmal!) –, doch einmal zu arbeiten aufhört? So könntet ihr vielleicht doch einmal die Chance haben, in Verhandlungen einzutreten und in eine Regierung zu kommen. Das ist ja das große Ziel, und daher verwendet man jetzt die ganze Kraft auf diese Analysen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herr Kollege Van der Bellen, Sie können es natürlich bedauern, wenn sowohl Klubobmann Molterer als auch ich Ihnen jetzt sagen: Es ist richtig, jede Regierung hat ein Ablaufdatum, auch diese Bundesregierung, das steht so in der Verfassung, und genau dieses Ablaufdatum werden wir einhalten: Herbst 2006! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Da können Sie noch viele Reden vorbereiten, Herr Kollege Van der Bellen, da können Sie noch viele Mickey-Mouse-Bücher lesen und da können Sie noch viele Analysen und Interpretationen in Ihre Diskussionen einfließen lassen: Wir stellen
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
uns dieser Verantwortung! Das ist keine Mehrheitsbeschaffung, sondern wir als gewählte Abgeordnete des freiheitlichen Parlamentsklubs stellen uns auch in Zukunft der Verantwortung, positive Regierungsarbeit für dieses Land zu leisten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber nun zur SPÖ. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Na selbstverständlich, oder habt ihr gemeint, dass man heute einfach so darüber hinweggehen kann? Über die Inhalte möglicherweise, weil das immer das Gleiche ist, eigentlich immer dasselbe; nicht einmal Luftblasen, bei einer Luftblase wäre nämlich noch irgendetwas Konstruktives zu sehen.
Abg. Dr. Gusenbauer: Was heißt „bei uns“? – Abg. Öllinger: „Bei uns“?
Ihr glaubt wirklich immer, das Parlament sei eine Sektion der SPÖ irgendwo bei euch draußen. Ich habe das gestern schon gesagt, bei dieser Podiumsdiskussion hat man das klar erkennen können. Ihr glaubt, ihr könnt euch hier bei uns auch so präsentieren. (Abg. Dr. Gusenbauer: Was heißt „bei uns“? – Abg. Öllinger: „Bei uns“?) – Hier im Parlament, Herr Kollege Öllinger! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich habe nicht gesagt, bei „mir“, sondern bei „uns“, und ich hoffe, Sie fühlen sich dadurch angesprochen, Herr Kollege.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ihr glaubt wirklich immer, das Parlament sei eine Sektion der SPÖ irgendwo bei euch draußen. Ich habe das gestern schon gesagt, bei dieser Podiumsdiskussion hat man das klar erkennen können. Ihr glaubt, ihr könnt euch hier bei uns auch so präsentieren. (Abg. Dr. Gusenbauer: Was heißt „bei uns“? – Abg. Öllinger: „Bei uns“?) – Hier im Parlament, Herr Kollege Öllinger! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich habe nicht gesagt, bei „mir“, sondern bei „uns“, und ich hoffe, Sie fühlen sich dadurch angesprochen, Herr Kollege.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herr Kollege Gusenbauer, Sie sagen, die Einkommen der Bevölkerung würden sinken. Ein Mal – die Nationalbank veröffentlicht die Statistiken –, ein Mal in den letzten Jahren ist das Nettoeinkommen der Bevölkerung gesunken, und zwar von 1996 auf 1997, als Sie der Bevölkerung ordentliche Sparpakete oktroyiert haben. Damals sind die Nettoeinkommen gesunken. Seit damals und vor allem seit dem Jahr 2000 steigen die Nettoeinkommen jedes Jahr. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Falsch! Das stimmt ja nicht!
Ich sage Ihnen: Diese Zahlen können Sie nicht wegdiskutieren! Seit dem Jahr 2000 sind die verfügbaren Einkommen um 16 Milliarden € gestiegen (Abg. Dr. Gusenbauer: Falsch! Das stimmt ja nicht!), die Sozialleistungen an die privaten Haushalte um 9 Milliarden € erhöht worden (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), sind die Jahresbruttolöhne um 2 500 € pro Jahr und Beschäftigten gestiegen, ist das Pro-Kopf-Vermögen der Österreicher um 7 500 € gestiegen. – Das ist die Erfolgsgeschichte dieser Bundesregierung in Zahlen gegossen, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Ich sage Ihnen: Diese Zahlen können Sie nicht wegdiskutieren! Seit dem Jahr 2000 sind die verfügbaren Einkommen um 16 Milliarden € gestiegen (Abg. Dr. Gusenbauer: Falsch! Das stimmt ja nicht!), die Sozialleistungen an die privaten Haushalte um 9 Milliarden € erhöht worden (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), sind die Jahresbruttolöhne um 2 500 € pro Jahr und Beschäftigten gestiegen, ist das Pro-Kopf-Vermögen der Österreicher um 7 500 € gestiegen. – Das ist die Erfolgsgeschichte dieser Bundesregierung in Zahlen gegossen, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich sage Ihnen: Diese Zahlen können Sie nicht wegdiskutieren! Seit dem Jahr 2000 sind die verfügbaren Einkommen um 16 Milliarden € gestiegen (Abg. Dr. Gusenbauer: Falsch! Das stimmt ja nicht!), die Sozialleistungen an die privaten Haushalte um 9 Milliarden € erhöht worden (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), sind die Jahresbruttolöhne um 2 500 € pro Jahr und Beschäftigten gestiegen, ist das Pro-Kopf-Vermögen der Österreicher um 7 500 € gestiegen. – Das ist die Erfolgsgeschichte dieser Bundesregierung in Zahlen gegossen, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Das ist ein Zirkelschluss!
sem Land alles gut läuft, dann ist daraus wohl zu schließen, dass die Beteiligung der Freiheitlichen in einer Bundesregierung doch einen positiven Effekt auf die Arbeit dieser Regierung hat (Abg. Öllinger: Das ist ein Zirkelschluss!), Herr Kollege Öllinger, denn sonst könnte der Vergleich der Situation von damals mit jener von heute nicht so aussehen.
Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.
Selbstverständlich – Sie wissen es, Herr Finanzminister, und das muss ich bei jeder Budgetdebatte anführen – ist es notwendig, in Zukunft mehr in die Sicherheit in diesem Land zu investieren, und zwar sowohl beim Personal als auch bei der Infrastruktur. Das werden wir im Bereich des Inneren ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.) – Also Ihrem Beispiel als Innenminister brauchen wir nicht zu folgen! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.) Ja, selbstverständlich, weil ich im Gegensatz zu Ihnen ja nicht der Meinung bin, dass alles, was man selbst macht, gut ist, und alles, was die anderen machen, schlecht ist. Ich sage: Im Bereich Sicherheit gibt es noch einen Handlungsbedarf!
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.
Selbstverständlich – Sie wissen es, Herr Finanzminister, und das muss ich bei jeder Budgetdebatte anführen – ist es notwendig, in Zukunft mehr in die Sicherheit in diesem Land zu investieren, und zwar sowohl beim Personal als auch bei der Infrastruktur. Das werden wir im Bereich des Inneren ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.) – Also Ihrem Beispiel als Innenminister brauchen wir nicht zu folgen! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.) Ja, selbstverständlich, weil ich im Gegensatz zu Ihnen ja nicht der Meinung bin, dass alles, was man selbst macht, gut ist, und alles, was die anderen machen, schlecht ist. Ich sage: Im Bereich Sicherheit gibt es noch einen Handlungsbedarf!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es ist viel passiert, gerade jetzt, jüngst im Personalbereich, aber es besteht noch Handlungsbedarf. Auch bei der Heeresreform, meine Damen und Herren! Diesbezüglich sind Sie ja auch in der Fraktion derer, die sagen: Je weniger desto besser! Das sage ich nicht! Ich sage: Je effizienter desto besser! Man wird auch investieren müssen. Man wird die Strukturen nicht nur verkleinern müssen, sondern auch wirklich qualitativ aufwerten müssen. Dieser Verantwortung müssen wir uns stellen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Ich komme zum Schluss meiner Ausführungen, meine Damen und Herren. In der Debatte über die obersten Organe haben wir auch den Rechnungshof und die Volksanwaltschaft mitzudiskutieren; ein ganz klarer Auftrag für das Parlament. Wir haben gestern einen Sonderausschuss – leider gegen die Stimmen der Opposition – beschlossen, in welchem wir die Ergebnisse des Verfassungs-Konvents sehr, sehr intensiv werden diskutieren müssen. Dabei wird es auch darum gehen, dem Rechnungshof und der Volksanwaltschaft gemeinsam mit den Repräsentanten dieser Institutionen das notwendige Handwerkszeug zu geben, um die bisher schon hervorragend ausgeübte Arbeit auch in Zukunft weiterführen zu können und noch besser zu werden.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich kann nur sagen: Gratulation an die Institution Volksanwaltschaft, Gratulation – bei aller Kritik, die in den Ausschüssen manchmal von der Opposition kommt – an die Institution Rechnungshof! Wir sind stolz auf diese Organe des Parlaments, und wir sollten im Sonderausschuss dafür sorgen, dass deren Effizienz noch weitergeführt werden kann. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Gefragt wurde, ob wir der Meinung sind, alles sei in Ordnung. – Das glaube ich überhaupt nicht, aber ich hoffe auch, dass Sie nicht der Meinung sind, in Österreich sei nichts in Ordnung. Ich meine, Sinn einer Budgetdebatte, in der über alle politischen Fragen diskutiert und debattiert werden soll, ist auch eine gewisse Differenzierung. Es ist klar, die Opposition wird eher das Kritische herausstellen, und wir versuchen natürlich, unsere Leistungen darzustellen, aber insgesamt kann man in diesem Jubiläums- oder Gedankenjahr 2005 durchaus sagen: Österreich hat in diesen 60 Jahren eine beeindruckende Erfolgsbilanz aufzuzeigen, an der letztlich alle politischen Parteien mitgewirkt haben. Zu dieser Kontinuität bis zum heutigen Tag und hoffentlich auch in der Zukunft soll man stehen, und das soll auch die Bevölkerung wissen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist schon interessant: Mit Beginn dieses Jahres werden die Pensionen um 450 Millionen € erhöht und wird die Steuerleistung für Pensionisten um 450 Millionen € verringert! Das ist, bitte, netto ein Einkommensgewinn für die Pensionisten Österreichs von 900 Millionen €! Das ist, bitte, nicht nichts! Das möchte ich hier schon einmal sagen dürfen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Man muss schon dazusagen: Wir sollen die Schulen bei aller berechtigten kritischen Sicht – Pisa-Studie et cetera – nicht generell schlechtreden. Das tatsächliche Ergebnis, die tatsächliche Leistungsbilanz unseres Schulsystems ist doch in Wirklichkeit die Beschäftigungsquote junger Menschen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Finnland als Vorbild – ja, gut, in manchen Bereichen gern, aber die wirkliche Vergleichsbilanz ergibt: Die Finnen haben eine mehr als doppelt so hohe Jugendarbeitslosigkeit wie Österreich. Und das möchte ich, bitte, mit Finnland wirklich nicht tauschen, Herr Professor! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Man muss schon dazusagen: Wir sollen die Schulen bei aller berechtigten kritischen Sicht – Pisa-Studie et cetera – nicht generell schlechtreden. Das tatsächliche Ergebnis, die tatsächliche Leistungsbilanz unseres Schulsystems ist doch in Wirklichkeit die Beschäftigungsquote junger Menschen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Finnland als Vorbild – ja, gut, in manchen Bereichen gern, aber die wirkliche Vergleichsbilanz ergibt: Die Finnen haben eine mehr als doppelt so hohe Jugendarbeitslosigkeit wie Österreich. Und das möchte ich, bitte, mit Finnland wirklich nicht tauschen, Herr Professor! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
sie dort nicht Zeitgeschichte und Zusammenhänge und Toleranz lernen? – Dass Österreich eines der sichersten Länder ist, eines der tolerantesten Länder, eines jener Länder, die umweltbewusst sind, und durchaus auch Respekt vor einer anderen Religion, einer anderen Rasse, einer anderen Einstellung hat, ist doch ein großartiges Verdienst unserer Lehrer und auch der Eltern. Sagen wir doch wenigstens einmal dieser Gruppe, die in der öffentlichen Meinung ohnehin ständig „gedroschen“ wird, ein großes herzliches Dankeschön von diesem Hohen Haus aus! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das mit der zehnjährigen scharfen Trennung, Herr Professor, stimmt ja nicht. Wir haben ein vollkommen durchlässiges System. In Wien geht die überwiegende Zahl der jungen Leute in die höheren Schulen, in die Langform der höheren Schulen. Auf dem Land geht die überwiegende Zahl der jungen Leute in die Hauptschulen, die übrigens in manchen ländlichen Gegenden eins a ausgerichtet und eingerichtet sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Broukal: Wie viele?
Eine Hauptschule in Alpbach – ich habe mich persönlich davon überzeugt – oder in der Steiermark sind besser ausgestattet als meine so genannte Eliteschule, die ich seinerzeit, in den späten fünfziger, frühen sechziger Jahren, besucht habe. Das ist ja überhaupt kein Vergleich. (Abg. Broukal: Wie viele?) Seien wir doch stolz darauf! – Da brauchen Sie nicht dazwischenzurufen, Herr Abgeordneter Broukal! Was stört Sie daran? Es ist doch großartig, dass heute ein durchlässiges Bildungssystem gegeben ist, dass ein Lehrling die Matura machen kann, an die Universität gehen kann und dass umgekehrt ein Maturant eine Zusatzausbildung mit einer beruflichen Qualifikation in der Lehre hat. So muss es sein! Es ist doch auch kein Zufall, dass die österreichischen Schüler und Lehrlinge jede Berufsolympiade gewinnen. Vielleicht können Sie sich das auch einmal aus dem Computer herunterladen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Eine Hauptschule in Alpbach – ich habe mich persönlich davon überzeugt – oder in der Steiermark sind besser ausgestattet als meine so genannte Eliteschule, die ich seinerzeit, in den späten fünfziger, frühen sechziger Jahren, besucht habe. Das ist ja überhaupt kein Vergleich. (Abg. Broukal: Wie viele?) Seien wir doch stolz darauf! – Da brauchen Sie nicht dazwischenzurufen, Herr Abgeordneter Broukal! Was stört Sie daran? Es ist doch großartig, dass heute ein durchlässiges Bildungssystem gegeben ist, dass ein Lehrling die Matura machen kann, an die Universität gehen kann und dass umgekehrt ein Maturant eine Zusatzausbildung mit einer beruflichen Qualifikation in der Lehre hat. So muss es sein! Es ist doch auch kein Zufall, dass die österreichischen Schüler und Lehrlinge jede Berufsolympiade gewinnen. Vielleicht können Sie sich das auch einmal aus dem Computer herunterladen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie sagen, die Steuersenkung mache nicht das aus, was Grasser und ich und viele andere gesagt haben. Rechnen Sie diese 3 Prozent um, wie viel das ist! 7,5 Milliarden € weniger an Steuern und Abgaben als sonst, hätte man diese Steuer- und Abgabenquote weiter auf jenem Level gehalten, auf dem sie Rudi Edlinger einst hielt. Das dividieren Sie jetzt durch sechs Millionen Steuerpflichtige, und Sie kommen auf weit mehr als auf 1 000 € Entlastung durch die Senkung der Steuer- und Abgabenquote! Das können Sie überprüfen, ganz eindeutig, es ist eine einfache Rechnung! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
die Grundlage dafür, dass Österreich und seine Arbeitsplätze auch in Zukunft sicher sind. Es erscheint mir ganz wichtig, das heute noch einmal in Erinnerung zu rufen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Was?
Wir dürfen auch nicht unterschätzen, was auf europäischer Ebene jetzt gemeinsam geschehen ist, dass wir einen flexibleren Stabilitätspakt haben. Übrigens: Da sind durchaus auch österreichische Ideen, meine Ideen und Ideen von Bundesminister Grasser, eingeflossen. (Abg. Dr. Matznetter: Was?) – Na sicher. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Entschuldigen Sie, hätten Sie es wirklich für gescheit gehalten, das gesamte Verteidigungsbudget herauszurechnen? Nein! Er und ich waren dagegen. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Wir dürfen auch nicht unterschätzen, was auf europäischer Ebene jetzt gemeinsam geschehen ist, dass wir einen flexibleren Stabilitätspakt haben. Übrigens: Da sind durchaus auch österreichische Ideen, meine Ideen und Ideen von Bundesminister Grasser, eingeflossen. (Abg. Dr. Matznetter: Was?) – Na sicher. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Entschuldigen Sie, hätten Sie es wirklich für gescheit gehalten, das gesamte Verteidigungsbudget herauszurechnen? Nein! Er und ich waren dagegen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir dürfen auch nicht unterschätzen, was auf europäischer Ebene jetzt gemeinsam geschehen ist, dass wir einen flexibleren Stabilitätspakt haben. Übrigens: Da sind durchaus auch österreichische Ideen, meine Ideen und Ideen von Bundesminister Grasser, eingeflossen. (Abg. Dr. Matznetter: Was?) – Na sicher. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Entschuldigen Sie, hätten Sie es wirklich für gescheit gehalten, das gesamte Verteidigungsbudget herauszurechnen? Nein! Er und ich waren dagegen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Stummvoll: Das ist unseriös!
Ich habe mir Folgendes herausgeschrieben: Im Jahr 2001 haben Sie verlangt: Das Nulldefizit soll als Prinzip in die Verfassung geschrieben werden. Im Jahr 2002 haben Sie kritisiert, dass das ausgeglichene Budget die Konjunktur abwürge. Im vorigen Jahr haben Sie kritisiert, dass das Defizit zu hoch sei, da wir ja durch die Steuersenkung tatsächlich einen Einnahmenausfall hatten, den wir nicht gegenfinanziert haben. Jetzt aber schlagen Sie zusätzliche Ausgaben in Milliardenhöhe vor, ohne auch nur irgendeine Bedeckung anzugeben. (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist unseriös!) Sie sollten sich jetzt wirklich einmal entscheiden, wie Sie es gerne hätten. Wollen Sie schmale Hosen, breite Hosen, schmale Hosen, breite Hosen? (Ruf bei der ÖVP: Zickzack!) Man kann nicht, meine Damen und Herren, jedes Jahr seinen Standpunkt im Zusammenhang mit einer Defizitprognose ändern, sein wirtschaftspolitisches Credo um 180 Grad ändern! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Zickzack!
Ich habe mir Folgendes herausgeschrieben: Im Jahr 2001 haben Sie verlangt: Das Nulldefizit soll als Prinzip in die Verfassung geschrieben werden. Im Jahr 2002 haben Sie kritisiert, dass das ausgeglichene Budget die Konjunktur abwürge. Im vorigen Jahr haben Sie kritisiert, dass das Defizit zu hoch sei, da wir ja durch die Steuersenkung tatsächlich einen Einnahmenausfall hatten, den wir nicht gegenfinanziert haben. Jetzt aber schlagen Sie zusätzliche Ausgaben in Milliardenhöhe vor, ohne auch nur irgendeine Bedeckung anzugeben. (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist unseriös!) Sie sollten sich jetzt wirklich einmal entscheiden, wie Sie es gerne hätten. Wollen Sie schmale Hosen, breite Hosen, schmale Hosen, breite Hosen? (Ruf bei der ÖVP: Zickzack!) Man kann nicht, meine Damen und Herren, jedes Jahr seinen Standpunkt im Zusammenhang mit einer Defizitprognose ändern, sein wirtschaftspolitisches Credo um 180 Grad ändern! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich habe mir Folgendes herausgeschrieben: Im Jahr 2001 haben Sie verlangt: Das Nulldefizit soll als Prinzip in die Verfassung geschrieben werden. Im Jahr 2002 haben Sie kritisiert, dass das ausgeglichene Budget die Konjunktur abwürge. Im vorigen Jahr haben Sie kritisiert, dass das Defizit zu hoch sei, da wir ja durch die Steuersenkung tatsächlich einen Einnahmenausfall hatten, den wir nicht gegenfinanziert haben. Jetzt aber schlagen Sie zusätzliche Ausgaben in Milliardenhöhe vor, ohne auch nur irgendeine Bedeckung anzugeben. (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist unseriös!) Sie sollten sich jetzt wirklich einmal entscheiden, wie Sie es gerne hätten. Wollen Sie schmale Hosen, breite Hosen, schmale Hosen, breite Hosen? (Ruf bei der ÖVP: Zickzack!) Man kann nicht, meine Damen und Herren, jedes Jahr seinen Standpunkt im Zusammenhang mit einer Defizitprognose ändern, sein wirtschaftspolitisches Credo um 180 Grad ändern! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zum Thema Frauen: Herr Professor Van der Bellen, ich bin Ihnen geradezu dankbar für den Hinweis, dass Frauen wertvollstes Humankapital – „Kapital“ stört mich in diesem Fall eigentlich –, gestaltende Kraft in unserer Gesellschaft sind. Natürlich ist das auch eine symbolische Frage und eine Substanzfrage. Schauen Sie auf die Regierungsbank – nicht gerade heute, aber sonst –: Die Hälfte der Ministerfunktionen bekleiden qualifizierte Frauen. Das hat es in Österreich noch nie gegeben! Das hat noch keine andere Regierungskonstellation zusammengebracht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: Was ist nach zwei Jahren?
und Armut trifft natürlich oft allein erziehende Frauen. (Abg. Mag. Wurm: Was ist nach zwei Jahren?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich darf Ihnen die ganz konkreten Zahlen nennen: Karenzgeld im Jahr 1999: 80 000 Bezieher – heute gibt es 170 000 Kindergeldbezieher; also mehr als doppelt so viele. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Damals für 18 Monate – heute für 30 Monate. Damals betrug das Karenzgeld 400 € im Monat – heute sind es 436 € im Monat. Damals konnte man 4 000 € im Jahr dazuverdienen – heute 14 000 € im Jahr. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich darf Ihnen die ganz konkreten Zahlen nennen: Karenzgeld im Jahr 1999: 80 000 Bezieher – heute gibt es 170 000 Kindergeldbezieher; also mehr als doppelt so viele. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Damals für 18 Monate – heute für 30 Monate. Damals betrug das Karenzgeld 400 € im Monat – heute sind es 436 € im Monat. Damals konnte man 4 000 € im Jahr dazuverdienen – heute 14 000 € im Jahr. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Mag. Wurm: Kinderlose Frauen gibt es keine, oder?
Wer ist, bitte, frauenfreundlicher: Sie mit dieser alten Politik – oder wir mit dieser Frauenoffensive, mit dieser Familienoffensive? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Mag. Wurm: Kinderlose Frauen gibt es keine, oder?)
Abg. Dr. Matznetter: Ich habe mir gedacht, 15 Jahre!
Professor Van der Bellen hat 100-prozentig Recht: Das muss durch andere Maßnahmen ergänzt werden, etwa im Pensionsrecht. Früher brauchte man 25 Jahre – eigene oder Ersatzzeiten (Abg. Dr. Matznetter: Ich habe mir gedacht, 15 Jahre!); ist ja nicht wahr, 25 Jahre! –, um eine Pension zu bekommen. Heute genügen 15 Jahre, und die Kindererziehungszeiten sind doppelt so hoch bewertet wie damals. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Allein durch diese beiden Maßnahmen werden 70 000 Frauen eine Pension bekommen, die früher, im alten System – sozialdemokratische Sozialminister! –, nie eine Chance darauf gehabt hätten. Das soll die Öffentlichkeit wissen. Diese Leistungsbilanz zeigen wir auch her. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Professor Van der Bellen hat 100-prozentig Recht: Das muss durch andere Maßnahmen ergänzt werden, etwa im Pensionsrecht. Früher brauchte man 25 Jahre – eigene oder Ersatzzeiten (Abg. Dr. Matznetter: Ich habe mir gedacht, 15 Jahre!); ist ja nicht wahr, 25 Jahre! –, um eine Pension zu bekommen. Heute genügen 15 Jahre, und die Kindererziehungszeiten sind doppelt so hoch bewertet wie damals. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Allein durch diese beiden Maßnahmen werden 70 000 Frauen eine Pension bekommen, die früher, im alten System – sozialdemokratische Sozialminister! –, nie eine Chance darauf gehabt hätten. Das soll die Öffentlichkeit wissen. Diese Leistungsbilanz zeigen wir auch her. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Professor Van der Bellen hat 100-prozentig Recht: Das muss durch andere Maßnahmen ergänzt werden, etwa im Pensionsrecht. Früher brauchte man 25 Jahre – eigene oder Ersatzzeiten (Abg. Dr. Matznetter: Ich habe mir gedacht, 15 Jahre!); ist ja nicht wahr, 25 Jahre! –, um eine Pension zu bekommen. Heute genügen 15 Jahre, und die Kindererziehungszeiten sind doppelt so hoch bewertet wie damals. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Allein durch diese beiden Maßnahmen werden 70 000 Frauen eine Pension bekommen, die früher, im alten System – sozialdemokratische Sozialminister! –, nie eine Chance darauf gehabt hätten. Das soll die Öffentlichkeit wissen. Diese Leistungsbilanz zeigen wir auch her. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Mag. Wurm: Sie haben die Kindergarten-Milliarde abgeschafft!
Professor Van der Bellen hat 100-prozentig Recht, dass das durch familienfreundliche Maßnahmen ergänzt werden muss, wie etwa durch Ganztagsbetreuung. Ich habe mir angeschaut, wie es war, als der letzte sozialdemokratische Unterrichtsminister für die Kinderbetreuungsplätze verantwortlich war – und wie es heute unter Elisabeth Gehrer ist. Die Antwort ist: Es gibt heute fünfmal so viele Plätze mit dem Angebot der Ganztagsbetreuung in den österreichischen Schulen wie zu der Zeit, als Sie die Verantwortung hatten. (Abg. Mag. Wurm: Sie haben die Kindergarten-Milliarde abgeschafft!) Das ist eine Leistungsbilanz, auf die Liesl Gehrer absolut stolz sein kann. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Professor Van der Bellen hat 100-prozentig Recht, dass das durch familienfreundliche Maßnahmen ergänzt werden muss, wie etwa durch Ganztagsbetreuung. Ich habe mir angeschaut, wie es war, als der letzte sozialdemokratische Unterrichtsminister für die Kinderbetreuungsplätze verantwortlich war – und wie es heute unter Elisabeth Gehrer ist. Die Antwort ist: Es gibt heute fünfmal so viele Plätze mit dem Angebot der Ganztagsbetreuung in den österreichischen Schulen wie zu der Zeit, als Sie die Verantwortung hatten. (Abg. Mag. Wurm: Sie haben die Kindergarten-Milliarde abgeschafft!) Das ist eine Leistungsbilanz, auf die Liesl Gehrer absolut stolz sein kann. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Warum reden Sie dann darüber?
Dazu passt jetzt, finde ich persönlich, die Idee der Professoren Zeilinger und Schuster hervorragend dazu. Machen Sie doch diese Idee nicht schlecht! Sie ist ja noch nicht einmal geboren. Das Ei ist noch nicht einmal durch den Schließmuskel gegangen, ist noch nicht einmal gelegt. (Abg. Dr. Matznetter: Warum reden Sie dann darüber?) Warum macht man nach der schlechten österreichischen Tradition eine Idee, die ein Privater mit seinen Freunden hatte, von vornherein schlecht? Ich hätte gerne, dass man ihm eine Chance gibt. Vielleicht ist diese Idee so großartig, dass wir dafür eine Zusatzfinanzierung auftreiben, der Sie, Herr Professor Van der Bellen, vielleicht sogar zustimmen können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dazu passt jetzt, finde ich persönlich, die Idee der Professoren Zeilinger und Schuster hervorragend dazu. Machen Sie doch diese Idee nicht schlecht! Sie ist ja noch nicht einmal geboren. Das Ei ist noch nicht einmal durch den Schließmuskel gegangen, ist noch nicht einmal gelegt. (Abg. Dr. Matznetter: Warum reden Sie dann darüber?) Warum macht man nach der schlechten österreichischen Tradition eine Idee, die ein Privater mit seinen Freunden hatte, von vornherein schlecht? Ich hätte gerne, dass man ihm eine Chance gibt. Vielleicht ist diese Idee so großartig, dass wir dafür eine Zusatzfinanzierung auftreiben, der Sie, Herr Professor Van der Bellen, vielleicht sogar zustimmen können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Da ist es um eine Verhandlungsposition gegangen!
Deswegen habe ich persönlich gesagt: Erstens: Wir können Ziele angeben, aber das dürfen nicht alleinige Ziele sein – wenn die anderen, die Amerikaner, Russen, Chinesen, Inder, mittun, dann bin ich gerne einverstanden. Zweitens: Ich möchte einen überschaubaren Zeitraum, einmal bis 2020 (Abg. Dr. Glawischnig: Da ist es um eine Verhandlungsposition gegangen!) – das können wir hoffentlich noch gemeinsam erleben. Aber 2050 als quantitatives, fixes Ziel, das werden nicht einmal Sie, Frau Abgeordnete Glawischnig, in einer aktiven Regierungsfunktion dann erleben. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Deswegen habe ich persönlich gesagt: Erstens: Wir können Ziele angeben, aber das dürfen nicht alleinige Ziele sein – wenn die anderen, die Amerikaner, Russen, Chinesen, Inder, mittun, dann bin ich gerne einverstanden. Zweitens: Ich möchte einen überschaubaren Zeitraum, einmal bis 2020 (Abg. Dr. Glawischnig: Da ist es um eine Verhandlungsposition gegangen!) – das können wir hoffentlich noch gemeinsam erleben. Aber 2050 als quantitatives, fixes Ziel, das werden nicht einmal Sie, Frau Abgeordnete Glawischnig, in einer aktiven Regierungsfunktion dann erleben. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig: Es geht um die Position für einen neuen Vertrag!
In meinen Augen ist es unseriös, dass man sich hinstellt und einen lustigen Beschluss fasst (Abg. Dr. Glawischnig: Es geht um die Position für einen neuen Vertrag!) – weil es klass ist, weil das gut klingt –, ohne zu wissen, was es für Wachstum und Arbeitsplätze bedeutet.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Deswegen habe ich gemeinsam mit der rot-grünen Regierung Deutschlands, Gerhard Schröder, Jürgen Trittin, Joschka Fischer, einen gemeinsamen Vorschlag Österreichs und Deutschlands beim Gipfel in Brüssel unterbreitet, der erfolgreich war, nämlich dass wir die Ziele bis 2020 festschreiben, aber auch die anderen Regionen mit einbinden. – Das halte ich persönlich für eine seriöse Politik. Dazu kann ich stehen, und ich lade Sie ein, hier mitzugehen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.
Ich versuche, eine Partnerschaft zu leben. Fragen Sie jene, die mit mir jeden Tag zusammenarbeiten, wie es wirklich ist! Glauben Sie nicht alles, was in den Zeitungen steht! (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.) Manche Dinge werden ja auch durchaus mit ganz bestimmter Tendenz ausgestreut. Versuchen Sie, auch ein wenig die Resultate und das Klima, das Sie als gewiefter Beobachter ja jederzeit mitkriegen, zu sehen! Wir machen es nicht schlecht, wir schauen, dass jeder atmen kann (ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen), dass die Leistungen, die die einzelnen Minister, Staatssekretäre erbringen, auch wirklich in der Öffentlichkeit dargestellt werden. Ich bin der Erste, der das zugibt, und ich versuche auch immer wieder, Mut zuzusprechen und auch Rückhalt zu geben, wenn es da oder dort intern oder nach außen schwierig wird.
ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen
Ich versuche, eine Partnerschaft zu leben. Fragen Sie jene, die mit mir jeden Tag zusammenarbeiten, wie es wirklich ist! Glauben Sie nicht alles, was in den Zeitungen steht! (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.) Manche Dinge werden ja auch durchaus mit ganz bestimmter Tendenz ausgestreut. Versuchen Sie, auch ein wenig die Resultate und das Klima, das Sie als gewiefter Beobachter ja jederzeit mitkriegen, zu sehen! Wir machen es nicht schlecht, wir schauen, dass jeder atmen kann (ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen), dass die Leistungen, die die einzelnen Minister, Staatssekretäre erbringen, auch wirklich in der Öffentlichkeit dargestellt werden. Ich bin der Erste, der das zugibt, und ich versuche auch immer wieder, Mut zuzusprechen und auch Rückhalt zu geben, wenn es da oder dort intern oder nach außen schwierig wird.
Heiterkeit sowie lang anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Letzter Punkt: Herr Professor Van der Bellen, Sie haben gesagt, für diese Bundesregierung komme die Dämmerung. Ich danke Ihnen für diesen Hinweis, denn wenn jemand in der Früh so etwas sagt, dann spricht er wohl von der Morgendämmerung. (Heiterkeit sowie lang anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu einer tatsächlichen Berichtigung zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Broukal. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich darf an die Bestimmungen der Geschäftsordnung erinnern: Zuerst die Darstellung der zu berichtigenden Fakten und dem gegenüber eine Darstellung der richtigen Fakten – ohne politische Bewertung. – Bitte, Herr Abgeordneter.
Abg. Neudeck: Sie sollen es sich nicht merken, Sie sollen es machen!
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Herr Präsident! Ich werde mir das sicher einmal merken, vielen Dank für das Erinnern daran. (Abg. Neudeck: Sie sollen es sich nicht merken, Sie sollen es machen!)
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Durch die Steuerzahler!
Der Herr Bundeskanzler hat gemeint, man solle die Gesamtsumme der nach seiner Meinung gegebenen Steuerentlastung durch die Köpfe der Österreicher dividieren und käme dann zum Ergebnis (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Durch die Steuerzahler!), durch die Steuerzahler dividieren und käme dann zum Ergebnis, dass es im Schnitt mehr als 1 000 € ausmacht.
Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich stelle tatsächlich richtig: Nach Auskunft der Gehaltsverrechnung der Parlamentsdirektion habe ich im März 2005 auf den Cent genauso viel erhalten wie im November 2004. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.) Meine Steuerentlastung beträgt 0,0 €. (Ironische Heiterkeit und anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit und anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich stelle tatsächlich richtig: Nach Auskunft der Gehaltsverrechnung der Parlamentsdirektion habe ich im März 2005 auf den Cent genauso viel erhalten wie im November 2004. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.) Meine Steuerentlastung beträgt 0,0 €. (Ironische Heiterkeit und anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Broukal, Sie haben eine Durchschnittsberechnung mit einer Individualberechnung berichtigt. (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Matznetter. – Ich bitte, die Heiterkeit einzustellen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) – Ich bitte um Ruhe für den nächsten Redner. Herr Abgeordneter Matznetter, Sie haben 5 Minuten Redezeit, ich schalte jetzt die Uhr ein.
Abg. Miedl sammelt innerhalb der Bankreihen der ÖVP Geld.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Bundesminister! Meine Herren Staatssekretäre! Herr Präsident des Rechnungshofes! Meine Damen und Herren Volksanwälte! Es ist ja schon hochinteressant, dass dann, wenn die Bundesregierung der Republik Österreich in diesem Haus das Budget für das Jahr 2006 vorlegt und der Inhalt dieses Budgets so wenig hergibt an Maßnahmen, die diese Regierung noch in diesem Land setzen will, die gesamte Diskussion hier, insbesondere die Redebeiträge der Herren Mag. Molterer und Scheibner, aber jetzt ... (Abg. Miedl sammelt innerhalb der Bankreihen der ÖVP Geld.)
Abg. Großruck: Wir sammeln für Herrn Broukal!
Ich darf die ÖVP-Abgeordneten Höllerer und so weiter bitten, Platz zu nehmen und den Redner nicht zu stören! (Abg. Großruck: Wir sammeln für Herrn Broukal!)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (fortsetzend): Danke, Herr Präsident. Sie müssen die Unruhe verstehen, Herr Präsident, diese Herren Abgeordneten sind mit einer Sammlung beschäftigt. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Allerdings wird das nicht reichen, Herr Kollege (Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Sammeln Sie für Matznetter auch!), denn im Unterschied zum Abgeordneten Broukal gibt es nämlich 2,5 Millionen Österreicherinnen und Österreicher mit einem Einkommen unter 1 000 €, die keinen einzigen Cent bekommen haben! (Beifall bei der SPÖ.) Für die sollten Sie und die Bundesregierung etwas machen, aber nicht hier
Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Sammeln Sie für Matznetter auch!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (fortsetzend): Danke, Herr Präsident. Sie müssen die Unruhe verstehen, Herr Präsident, diese Herren Abgeordneten sind mit einer Sammlung beschäftigt. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Allerdings wird das nicht reichen, Herr Kollege (Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Sammeln Sie für Matznetter auch!), denn im Unterschied zum Abgeordneten Broukal gibt es nämlich 2,5 Millionen Österreicherinnen und Österreicher mit einem Einkommen unter 1 000 €, die keinen einzigen Cent bekommen haben! (Beifall bei der SPÖ.) Für die sollten Sie und die Bundesregierung etwas machen, aber nicht hier
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (fortsetzend): Danke, Herr Präsident. Sie müssen die Unruhe verstehen, Herr Präsident, diese Herren Abgeordneten sind mit einer Sammlung beschäftigt. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Allerdings wird das nicht reichen, Herr Kollege (Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Sammeln Sie für Matznetter auch!), denn im Unterschied zum Abgeordneten Broukal gibt es nämlich 2,5 Millionen Österreicherinnen und Österreicher mit einem Einkommen unter 1 000 €, die keinen einzigen Cent bekommen haben! (Beifall bei der SPÖ.) Für die sollten Sie und die Bundesregierung etwas machen, aber nicht hier
Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Sammeln Sie für Matznetter!
sammeln. (Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Sammeln Sie für Matznetter!) Aber dieser Armut sind Sie nicht entgegengetreten, dort gibt es null Entlastung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
sammeln. (Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Sammeln Sie für Matznetter!) Aber dieser Armut sind Sie nicht entgegengetreten, dort gibt es null Entlastung! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Peinlich!
An dieser Stelle könnten Sie sich überhaupt das Humoristische abschminken, denn diese Leute zahlen nämlich die Mehreinnahmen im Bereich der Umsatzsteuer, die in diesem Budget ausgewiesen ist. (Abg. Scheibner: Peinlich!) Das sind jene Menschen, die von den Gebührenerhöhungen außerhalb der Maastricht-Rechnung betroffen sind, von den Kürzungen im Bereich der Kostenerstattung durch die Sozialversicherung, denen kein Heizkostenzuschuss ausbezahlt wurde, die also von Ihrer Politik voll getroffen werden und denen Sie 2003 die Pensionen gekürzt haben. Und heute sagt der Herr Bundeskanzler: 2005 haben wir eine kleine Entlastung.
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben einen Teil der Harmonisierung zurückgenommen, aber an der Kürzung hat sich nichts geändert. Für diese Menschen sollten Sie nicht sammeln, sondern eine gescheite Politik machen – aber das können Sie nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Sie sind ja nicht die SPÖ!
Da jetzt in den Regierungsfraktionen wieder Ruhe eingekehrt ist, komme ich wieder zum Gegenstand unserer Verhandlungen, zum Budget 2006. Offensichtlich ist im Budget zu wenig enthalten, sodass man sich damit beschäftigt, ob ich irgendwelche Steuererhöhungen verlangt habe. – Habe ich nie! Das ist einfach ein Blödsinn, Kollege Scheibner. (Abg. Scheibner: Sie sind ja nicht die SPÖ!)
Abg. Dr. Stummvoll: Aber, bitte!
Herr Mag. Molterer wiederum behauptet, dass wir Ausgabenerhöhungen in Milliardenhöhe gefordert hätten. – Niemals, Herr Kollege Molterer! (Abg. Dr. Stummvoll: Aber, bitte!)
Abg. Mag. Molterer: Ja!
Allein wenn man im Budgetbericht des Jahres 2006 die noch ausgewiesenen Jahre 1996 bis 2002 anschaut – auf Seite 90 (Abg. Mag. Molterer: Ja!) –, stellt man fest, es sind 12,5 Milliarden €, die Sie als „Ausgabenminister“ zu verantworten haben. (Abg. Mag. Molterer: Was heißt das?) Und in der Zeit vor 1999 war Herr Mag. Molterer der Verantwortliche für einen der größten Brocken der Ausgaben. (Abg. Mag. Molterer: Also streichen wir die Agrarförderungen!?) Ich sage es Ihnen ganz ehrlich, Herr Mag. Molterer: Ich würde mich nicht hier herstellen und hier großartig vom Verschulden reden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Für wen ist denn das Geld? – Für die Bauern!) Das kann man ja leicht klären.
Abg. Mag. Molterer: Was heißt das?
Allein wenn man im Budgetbericht des Jahres 2006 die noch ausgewiesenen Jahre 1996 bis 2002 anschaut – auf Seite 90 (Abg. Mag. Molterer: Ja!) –, stellt man fest, es sind 12,5 Milliarden €, die Sie als „Ausgabenminister“ zu verantworten haben. (Abg. Mag. Molterer: Was heißt das?) Und in der Zeit vor 1999 war Herr Mag. Molterer der Verantwortliche für einen der größten Brocken der Ausgaben. (Abg. Mag. Molterer: Also streichen wir die Agrarförderungen!?) Ich sage es Ihnen ganz ehrlich, Herr Mag. Molterer: Ich würde mich nicht hier herstellen und hier großartig vom Verschulden reden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Für wen ist denn das Geld? – Für die Bauern!) Das kann man ja leicht klären.
Abg. Mag. Molterer: Also streichen wir die Agrarförderungen!?
Allein wenn man im Budgetbericht des Jahres 2006 die noch ausgewiesenen Jahre 1996 bis 2002 anschaut – auf Seite 90 (Abg. Mag. Molterer: Ja!) –, stellt man fest, es sind 12,5 Milliarden €, die Sie als „Ausgabenminister“ zu verantworten haben. (Abg. Mag. Molterer: Was heißt das?) Und in der Zeit vor 1999 war Herr Mag. Molterer der Verantwortliche für einen der größten Brocken der Ausgaben. (Abg. Mag. Molterer: Also streichen wir die Agrarförderungen!?) Ich sage es Ihnen ganz ehrlich, Herr Mag. Molterer: Ich würde mich nicht hier herstellen und hier großartig vom Verschulden reden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Für wen ist denn das Geld? – Für die Bauern!) Das kann man ja leicht klären.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Für wen ist denn das Geld? – Für die Bauern!
Allein wenn man im Budgetbericht des Jahres 2006 die noch ausgewiesenen Jahre 1996 bis 2002 anschaut – auf Seite 90 (Abg. Mag. Molterer: Ja!) –, stellt man fest, es sind 12,5 Milliarden €, die Sie als „Ausgabenminister“ zu verantworten haben. (Abg. Mag. Molterer: Was heißt das?) Und in der Zeit vor 1999 war Herr Mag. Molterer der Verantwortliche für einen der größten Brocken der Ausgaben. (Abg. Mag. Molterer: Also streichen wir die Agrarförderungen!?) Ich sage es Ihnen ganz ehrlich, Herr Mag. Molterer: Ich würde mich nicht hier herstellen und hier großartig vom Verschulden reden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Für wen ist denn das Geld? – Für die Bauern!) Das kann man ja leicht klären.
Abg. Grillitsch: Für wen?
Für wen das Geld nicht ist, kann ich sagen. (Abg. Grillitsch: Für wen?) Es sind nur noch Marktordnungsmaßnahmen. Und was ist bei der agrarischen Strukturförderung passiert? – Die wurde auf Null gesetzt. (Abg. Grillitsch: Weg mit dem Geld für die Bauern, ja?) Was ist mit den Bergbauern passiert? – Nichts; die Großgrundbesitzer haben das Geld bekommen.
Abg. Grillitsch: Weg mit dem Geld für die Bauern, ja?
Für wen das Geld nicht ist, kann ich sagen. (Abg. Grillitsch: Für wen?) Es sind nur noch Marktordnungsmaßnahmen. Und was ist bei der agrarischen Strukturförderung passiert? – Die wurde auf Null gesetzt. (Abg. Grillitsch: Weg mit dem Geld für die Bauern, ja?) Was ist mit den Bergbauern passiert? – Nichts; die Großgrundbesitzer haben das Geld bekommen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Die Zoologie ist nicht Ihres!
tomische Studien betreibt, statt die Behandlung des Budgets anzugehen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Die Zoologie ist nicht Ihres!)
Abg. Mag. Molterer: Das ist nicht Ihres: weder die Budgetpolitik noch die Zoologie!
Ich kann Ihnen erklären, Herr Kollege Molterer, dass auch in der Kloake der Schließmuskel vom Rest getrennt ist. (Abg. Mag. Molterer: Das ist nicht Ihres: weder die Budgetpolitik noch die Zoologie!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Bitte noch ein paar so Redner!
Letzter Punkt: Ein Budget, das keine Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit setzt, ein Budget, das bei den Infrastrukturinvestitionen entgegen der Behauptung des Kollegen Molterer einen Rückgang bedeutet, ein Budget, das keinerlei Zukunftsinvestitionen erweitert, ein Budget, das keinerlei Maßnahmen setzt, ist kein Budget einer Morgendämmerung, sondern einer dem Ende zugehenden Regierung. Schauen Sie, dass das Land eine bessere Regierung bekommt! Das gilt für Sie als Wählerinnen und Wähler. Schauen Sie darauf, dieses Land hat eine bessere Regierung verdient, die wieder Maßnahmen setzt, damit die Arbeitslosigkeit sinkt, das Land wieder stärker wächst und die Realeinkommen der Menschen wirklich steigen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Bitte noch ein paar so Redner!)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Ich weiß auch nicht, in welcher Welt Sie leben. Und ich will mich hier überhaupt nicht auf innerösterreichische Medien oder österreichische Aussagen beziehen, sondern in Vorbereitung auf dieses Budget habe ich nichts anderes getan, als mir die internationalen Zeitungen angeschaut, und zwar der Monate Februar, März. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Herr Kollege Öllinger, nicht nur die „Neue Zürcher Zeitung“, sondern ich kann Ihnen eine Fülle von internationalen Meinungen bringen, die vielleicht für Sie irrelevant sind. Aber es ist nicht irrelevant, wie die Entwicklung in Österreich ausschaut und wie das Land international dasteht. Das sollte auch nicht spurlos an Ihnen vorbeigegangen sein, Herr Kollege! (Abg. Öllinger: Stark betroffen!) – Ja, es betrifft Sie nicht. Es ist mir schon klar, dass Sie diese etwas engere Sicht der Dinge haben, weil Sie sie ja haben wollen. Nur das verstehe ich nicht, Herr Kollege Öllinger, Sie können doch auch irgendwann einmal stolz sein auf dieses Land. Oder gelingt Ihnen das nicht? – Das gelingt Ihnen nicht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Stark betroffen!
Ich weiß auch nicht, in welcher Welt Sie leben. Und ich will mich hier überhaupt nicht auf innerösterreichische Medien oder österreichische Aussagen beziehen, sondern in Vorbereitung auf dieses Budget habe ich nichts anderes getan, als mir die internationalen Zeitungen angeschaut, und zwar der Monate Februar, März. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Herr Kollege Öllinger, nicht nur die „Neue Zürcher Zeitung“, sondern ich kann Ihnen eine Fülle von internationalen Meinungen bringen, die vielleicht für Sie irrelevant sind. Aber es ist nicht irrelevant, wie die Entwicklung in Österreich ausschaut und wie das Land international dasteht. Das sollte auch nicht spurlos an Ihnen vorbeigegangen sein, Herr Kollege! (Abg. Öllinger: Stark betroffen!) – Ja, es betrifft Sie nicht. Es ist mir schon klar, dass Sie diese etwas engere Sicht der Dinge haben, weil Sie sie ja haben wollen. Nur das verstehe ich nicht, Herr Kollege Öllinger, Sie können doch auch irgendwann einmal stolz sein auf dieses Land. Oder gelingt Ihnen das nicht? – Das gelingt Ihnen nicht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich weiß auch nicht, in welcher Welt Sie leben. Und ich will mich hier überhaupt nicht auf innerösterreichische Medien oder österreichische Aussagen beziehen, sondern in Vorbereitung auf dieses Budget habe ich nichts anderes getan, als mir die internationalen Zeitungen angeschaut, und zwar der Monate Februar, März. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Herr Kollege Öllinger, nicht nur die „Neue Zürcher Zeitung“, sondern ich kann Ihnen eine Fülle von internationalen Meinungen bringen, die vielleicht für Sie irrelevant sind. Aber es ist nicht irrelevant, wie die Entwicklung in Österreich ausschaut und wie das Land international dasteht. Das sollte auch nicht spurlos an Ihnen vorbeigegangen sein, Herr Kollege! (Abg. Öllinger: Stark betroffen!) – Ja, es betrifft Sie nicht. Es ist mir schon klar, dass Sie diese etwas engere Sicht der Dinge haben, weil Sie sie ja haben wollen. Nur das verstehe ich nicht, Herr Kollege Öllinger, Sie können doch auch irgendwann einmal stolz sein auf dieses Land. Oder gelingt Ihnen das nicht? – Das gelingt Ihnen nicht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: „Manager-Magazin“!
Ich sage Ihnen nur: „Frankfurter Allgemeine Zeitung“: „Österreich, du hast es besser“. (Abg. Öllinger: „Manager-Magazin“!) Dann: „Neue Zürcher Zeitung“: „Österreich: Ein Erfolgsmodell“. Die „Süddeutsche Zeitung“: „Erfolgsmodell Österreich“. „Manager-Magazin“ – Sie sagen es –: „Österreich – das bessere Deutschland“. „Zürcher Trend“: „Österreich läuft allen davon“. „Wirtschaftswunderland Österreich“. Und „Die Welt“: „Österreichs Erfolg heißt Wolfgang Schüssel“. – Und das ist das, worum es eigentlich geht, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen nur: „Frankfurter Allgemeine Zeitung“: „Österreich, du hast es besser“. (Abg. Öllinger: „Manager-Magazin“!) Dann: „Neue Zürcher Zeitung“: „Österreich: Ein Erfolgsmodell“. Die „Süddeutsche Zeitung“: „Erfolgsmodell Österreich“. „Manager-Magazin“ – Sie sagen es –: „Österreich – das bessere Deutschland“. „Zürcher Trend“: „Österreich läuft allen davon“. „Wirtschaftswunderland Österreich“. Und „Die Welt“: „Österreichs Erfolg heißt Wolfgang Schüssel“. – Und das ist das, worum es eigentlich geht, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte auch darauf hinweisen, dass es unabhängig von den Schwerpunkten, die Herr Klubobmann Molterer bereits genannt hat – wie Forschung, Infrastruktur, Bildung und Sicherheit –, noch andere Schwerpunktthemen gibt. Zum Beispiel sind die Leistungen nach dem Bundespflegegeldgesetz in diesem Kapitel gestiegen. Im Rahmen der Flutkatastrophenhilfe hat es Mehrausgaben gegeben, die mit 100 Millionen dotiert sind. Ein ganz wesentlicher Punkt ist, dass die Ausgaben für den Umweltschutz um 6,6 Prozent steigen – auch ein ganz wichtiger Beitrag dazu, das Leben in Österreich lebenswert zu gestalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
An den Eckwerten dieses Budgets kann man erkennen, dass alles getan worden ist, die anvisierten Ziele auch zu erreichen. Bereits in der letzten Legislaturperiode wurde der Haushalt erfolgreich konsolidiert. Das Nulldefizit wurde früher erreicht, nämlich bereits 2001. Auch jetzt wird es mit Hilfe einer sehr guten Steuerreform gelingen, das Land weiterhin auf Erfolgskurs zu halten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Was mir auch wesentlich erscheint, ist der folgende Punkt: Wie wir alle wissen, wird Österreich zu Beginn des Jahres 2006 die EU-Präsidentschaft innehaben. Auch hier gibt es ganz wesentliche Anliegen, ganz wesentliche Vorhaben. Im ersten Halbjahr 2006 während der Präsidentschaft werden 25 Millionen € zur Verfügung stehen. Es werden – und das ist für uns sehr wichtig – ganz wesentliche Weichenstellungen während dieser EU-Präsidentschaft vorgenommen werden. Es wird, so hoffe ich, während der österreichischen Präsidentschaft zur Ratifikation der EU-Verfassung kommen, auch zum Abschluss der Verhandlungen über den Finanzrahmen 2007 bis 2013. Es wird voraussichtlich auch zu Beitrittsverhandlungen mit neuen Mitgliedstaaten kommen. Dafür benötigen wir die entsprechenden Möglichkeiten, die entsprechenden Mittel, und dafür hat diese Bundesregierung mit diesem Budget vorgesorgt. Wir werden daher diesem Budget gerne unsere Zustimmung geben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Meine Damen und Herren! Geschätzte Vorrednerin, natürlich kann man auf dieses Land auch stolz sein, wie Sie das auszudrücken pflegen – allerdings trotz dieser Bundesregierung und nicht wegen. Das ist halt dann der kleine Unterschied! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Wir können gerne einmal auf ein Glaserl gehen, aber erst nach der Sitzung!
Trotzdem darf man dem Appell des Kanzlers in einem Punkt vielleicht folgen wollen, nämlich sich an der Sinnhaftigkeit einer Budgetdebatte orientieren zu wollen. Da muss man sich wahrscheinlich mit mehr beschäftigen. Kollege Scheibner! Es wäre gut, wenn auch Sie Ihre Reden nach 18 Uhr vorbereiten würden. (Abg. Scheibner: Wir können gerne einmal auf ein Glaserl gehen, aber erst nach der Sitzung!)
Zwischenruf der Abg. Steibl.
Ähnlich das Problem in der Frauenpolitik. Sie behaupten hier, dass in Österreich noch nie so viel getan wurde wie jetzt. – Das ist schon möglich, aber auch aus Ihrer Sichtweise, im Rahmen Ihres ideologischen Zugangs. Letztlich ist es offensichtlich so, dass Ihr Schwerpunkt darauf liegt, Transfers in Richtung Heim und Herd zu richten und in die Kinderbetreuungsplätze wesentlich weniger – ich weiß schon, dass ich da bei Ihnen an etwas rühre – zu investieren. (Zwischenruf der Abg. Steibl.) Da liegt das Problem. Und dann wundern Sie sich bei Ihrer Politik, warum wir bei der Frauenerwerbsquote entsprechend zurückbleiben. Während in allen EU-15-Ländern die Frauenerwerbsquote steigt, ist sie in Österreich zwischenzeitig rückläufig. Das ist das Problem.
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Sie sollten Ihre Reden auch besser vorbereiten, lieber Kollege – egal, ob vor oder nach 18 Uhr! Alles falsch!
Wenn Sie schon Gerechtigkeitsindikatoren bemühen, meine ich, dann darf hier wohl die Entwicklung der Einkommensschere zwischen Frauen und Männern auch als Indikator dienen. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Sie sollten Ihre Reden auch besser vorbereiten, lieber Kollege – egal, ob vor oder nach 18 Uhr! Alles falsch!)
Abg. Steibl: Das ist nichts Negatives!
Sie kommen hier mit derartigen statistischen Vergleichen nicht durch. Es wäre wahrscheinlich vernünftiger, wenn man sich dann seriöserweise auf einige Kennzahlen beschränken würde. Und ich darf Sie wirklich dazu auffordern, Herr Bundeskanzler, hier nicht immer mit einer gewissen Selbstverständlichkeit, mit – zugegebenermaßen – selbstbewusstem Auftreten, aber letztlich doch mit dem Nebelwerfer zu agieren. (Abg. Steibl: Das ist nichts Negatives!)
Abg. Hornek: Das stimmt doch überhaupt nicht!
Und jetzt – und das ist eigentlich der Wechsel, der passiert ist, auch in der Politik, die Sie verkaufen wollen – plötzlich muss wieder – und der Herr Bundeskanzler hat es ja wieder vorgeführt – der Umweltschutz als Sündenbock herhalten, und das halte ich wirklich für einen Rückschritt. (Abg. Hornek: Das stimmt doch überhaupt nicht!) Der Umweltschutz als Sündenbock für Ihre verfehlte Politik – auch jetzt hat es wieder genau so geklungen –, anstatt dass wir hergehen und durch bestimmte Anreizmechanismen beziehungsweise durch Zuschüsse, indirekte Investitionsförderung, hier ein ökologisches Investitionsprogramm auf die Beine stellen würden, das sich tatsächlich gewaschen hat. – Das passiert nicht! (Abg. Hornek: Schauen Sie sich Niederösterreich an!)
Abg. Hornek: Schauen Sie sich Niederösterreich an!
Und jetzt – und das ist eigentlich der Wechsel, der passiert ist, auch in der Politik, die Sie verkaufen wollen – plötzlich muss wieder – und der Herr Bundeskanzler hat es ja wieder vorgeführt – der Umweltschutz als Sündenbock herhalten, und das halte ich wirklich für einen Rückschritt. (Abg. Hornek: Das stimmt doch überhaupt nicht!) Der Umweltschutz als Sündenbock für Ihre verfehlte Politik – auch jetzt hat es wieder genau so geklungen –, anstatt dass wir hergehen und durch bestimmte Anreizmechanismen beziehungsweise durch Zuschüsse, indirekte Investitionsförderung, hier ein ökologisches Investitionsprogramm auf die Beine stellen würden, das sich tatsächlich gewaschen hat. – Das passiert nicht! (Abg. Hornek: Schauen Sie sich Niederösterreich an!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
ganz normal durchgehalten, obwohl der EU-Vorsitz ins Haus gestanden ist. Das ist also aus meiner Sicht eine billige Ausrede. Man hat fast den Verdacht, dass die Regierungskrisen, die sich ständig wiederholen, entsprechend vorausgesehen werden und dass man schon im Herbst 2004 die Zahlen für 2006 festgezimmert hat. Fast ist man durch die Realität bestätigt, wenn man sich das Treiben anschaut. Ich sage nur: Budget- und wirtschaftspolitisch ist das völlig falsch, so wie vieles andere auch von dieser Regierung. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich berichtige tatsächlich: In Österreich gibt es eine Frauenerwerbsquote von 62,8 Prozent, das ist eine Steigerung, Herr Kollege, von 3,2 Prozent seit 1999, und wir liegen um 7 Prozent über dem EU-Durchschnitt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig – den Sitzungssaal betretend –: Von was reden Sie?
Natürlich, im einen oder anderen Fall kann es sein, dass wir Nachholbedarf haben, aber Übertreibungen, wie Sie sie fordern, glaube ich, sind nicht finanzierbar. Ich höre, Sie wollen auch schon die Autobahnen begrünen. Also das sind Maßnahmen, die einfach ein Wahnsinn sind! Ich weiß nicht, was Sie sich vorgestellt haben: dass Sie bei einer begrünten Autobahn dann eine 50-Kilometer-Beschränkung machen und dann auch noch das Gefühl des Rasens haben? (Abg. Dr. Glawischnig – den Sitzungssaal betretend –: Von was reden Sie?) – Ich rede von Ihren Vorstellungen, die Sie manchmal so entwickeln innerhalb der Abgeordnetenbänke, in den Reihen. Also da kommt mir dann schon der Zweifel an der Ernsthaftigkeit Ihrer Politik, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Natürlich, im einen oder anderen Fall kann es sein, dass wir Nachholbedarf haben, aber Übertreibungen, wie Sie sie fordern, glaube ich, sind nicht finanzierbar. Ich höre, Sie wollen auch schon die Autobahnen begrünen. Also das sind Maßnahmen, die einfach ein Wahnsinn sind! Ich weiß nicht, was Sie sich vorgestellt haben: dass Sie bei einer begrünten Autobahn dann eine 50-Kilometer-Beschränkung machen und dann auch noch das Gefühl des Rasens haben? (Abg. Dr. Glawischnig – den Sitzungssaal betretend –: Von was reden Sie?) – Ich rede von Ihren Vorstellungen, die Sie manchmal so entwickeln innerhalb der Abgeordnetenbänke, in den Reihen. Also da kommt mir dann schon der Zweifel an der Ernsthaftigkeit Ihrer Politik, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren, das sollten Sie auch zur Kenntnis nehmen, wenn Sie die Zahlen vergleichen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Das sind ja Bremser!
Ich erlaube mir, die Opposition, vor allem die SPÖ, aufzufordern, auf diesen Zukunftskurs aufzuspringen (Abg. Neudeck: Das sind ja Bremser!), mitzuziehen mit dem Reformtempo dieser Bundesregierung. Dieses Budget ist besser, als wir selbst es erwartet haben, und es ist vor allem besser, als es die SPÖ erlaubt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich erlaube mir, die Opposition, vor allem die SPÖ, aufzufordern, auf diesen Zukunftskurs aufzuspringen (Abg. Neudeck: Das sind ja Bremser!), mitzuziehen mit dem Reformtempo dieser Bundesregierung. Dieses Budget ist besser, als wir selbst es erwartet haben, und es ist vor allem besser, als es die SPÖ erlaubt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Niederwieser: Ha! – „Der Kanzler hat nichts offen gelassen“?! Bitte?! Alles!
Bundesminister für Finanzen Mag. Karl-Heinz Grasser: Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Werte Regierungskollegen! Rechnungshofpräsident! Volksanwälte! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Wenn man die Debatte Revue passieren lässt, dann muss man sagen: Die Opposition hat kritisiert – das ist ihre Aufgabe –, sie hat Fragen gestellt, der Kanzler hat nichts offen gelassen (Abg. Dr. Niederwieser: Ha! – „Der Kanzler hat nichts offen gelassen“?! Bitte?! Alles!), er hat all die gestellten Fragen beantwortet und erklärt, wie gute Regierungspolitik funktioniert, und damit wieder einmal gezeigt, was anderen Ländern fehlt, und bewiesen und bestätigt, was Paul Lendvai am 2. Februar des heurigen Jahres in einer großen deutschen Zeitung geschrieben hat, wo man sich gefragt hat: Wie macht das Österreich? Und Paul Lendvai, einer der Doyens des österreichischen Journalismus, hat geschrieben: Das Erfolgsgeheimnis Österreichs heißt Wolfgang Schüssel! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Bundesminister für Finanzen Mag. Karl-Heinz Grasser: Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Werte Regierungskollegen! Rechnungshofpräsident! Volksanwälte! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Wenn man die Debatte Revue passieren lässt, dann muss man sagen: Die Opposition hat kritisiert – das ist ihre Aufgabe –, sie hat Fragen gestellt, der Kanzler hat nichts offen gelassen (Abg. Dr. Niederwieser: Ha! – „Der Kanzler hat nichts offen gelassen“?! Bitte?! Alles!), er hat all die gestellten Fragen beantwortet und erklärt, wie gute Regierungspolitik funktioniert, und damit wieder einmal gezeigt, was anderen Ländern fehlt, und bewiesen und bestätigt, was Paul Lendvai am 2. Februar des heurigen Jahres in einer großen deutschen Zeitung geschrieben hat, wo man sich gefragt hat: Wie macht das Österreich? Und Paul Lendvai, einer der Doyens des österreichischen Journalismus, hat geschrieben: Das Erfolgsgeheimnis Österreichs heißt Wolfgang Schüssel! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Man muss sich doch auch fragen: Warum hat denn Deutschland jetzt reagiert? Warum senkt man denn in Deutschland die Unternehmenssteuern? – Doch deshalb, weil Österreich in Europa der Vorreiter ist, weil Österreich bei der Unternehmensbesteuerung den Satz von 34 Prozent auf 25 Prozent gesenkt hat und in den anderen Ländern dadurch Druck entsteht, weil man weiß, dass das gut für den Standort, gut für die Beschäftigung und gut für die Reduktion der Arbeitslosigkeit ist. Dieser österreichische Weg ist der richtige, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist eine ganz konkrete Aktion, wenn wir heuer im Budget um 104 Millionen € mehr für den Arbeitsmarkt ausgeben, wenn wir die Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik bei 1,5 Milliarden € festmachen – das haben wir mit dem Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein so vereinbart –, und damit liegt dieser Wert etwa doppelt so hoch wie jener im Jahr 1999. Es ist ganz konkretes Tun und Handeln für den Arbeitsmarkt, wenn wir in Summe 4,9 Milliarden € für den Arbeitsmarkt in Österreich ausgeben. Das zeigt: Uns ist es ein riesiges Anliegen beziehungsweise es ist eine der höchsten Prioritäten, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren, und deswegen haben wir das Budget 2006 – und auch die Budgetrede 2006 – unter das Motto gestellt: Arbeit schaffen und Zukunft gewinnen! Das ist die Priorität dieser Bundesregierung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir sehen die Schicksale der Menschen, wir sehen die Familien, wir sehen die Personen, die in Arbeitslosigkeit sind. Ich kann Ihnen nur sagen: Ergreifen wir gemeinsam diese Chance, nehmen wir dieses Angebot an und versuchen wir alles, um die Arbeitslosigkeit zu reduzieren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das ist eine Debatte, die wir schon seit längerem führen. Wir sind jetzt schon länger im Geschäft, es ist dies das siebente Budget, das wir machen, das siebente Budget, für das wir Verantwortung tragen, und ich muss sagen: Man kann Budgetstrukturen nicht von heute auf morgen verändern. Aber nach sieben Jahren kann man Bilanz ziehen und schauen: Was haben wir tatsächlich für das mittelfristige Wachstum zustande gebracht? Hier zu sagen, es sei nichts vorgesehen, es sei nichts passiert, das ist einfach ein parteipolitisches, polemisches Argument, das mit der Sache nichts zu tun hat. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wir geben für Forschung und Entwicklung 10,1 Milliarden € aus. Das ist eine Steigerung von 34 Prozent über den gesamten Zeitraum, wo wir die Jahre 2000 bis 2006 mit den Jahren 1993 bis 1999 vergleichen. Deswegen ist auch die Forschungsquote auf 2,3 Prozent angestiegen, deswegen werden wir das Ziel 2,5 Prozent im Jahr 2006 auch schaffen. Wir gehen natürlich weiterhin dynamisch vorwärts in Richtung der 3 Prozent, denn es ist völlig klar, dass Forschung und Innovation hoch qualifizierte Arbeitsplätze schaffen – und das muss unser Ziel sein! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Wir haben die Investitionen im Zeitraum von 2000 bis 2006 auf 17,7 Milliarden € in Summe erhöht und geben damit im Infrastrukturbereich um 60 Prozent mehr aus, als das vorher der Fall war. Wir zeigen damit, dass wir für mittelfristiges Wachstum in unserem Land etwas ganz Konkretes tun. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Brosz: 1,1 Milliarden seit wann?
Meine Damen und Herren! Wenn wir für Bildung 1,1 Milliarden € mehr ausgeben, dann zeigt das: Uns ist die Ausbildung, die Bildung unserer Kinder ein ganz, ganz wichtiges Anliegen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Brosz: 1,1 Milliarden seit wann?) Wir wissen, da geht es um den Standort, da geht es um die Familien, da geht es um unsere Gesellschaft von morgen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir erhöhen aber dort, wo wir nur um 6 000 Schüler mehr haben, das Budget um 57 Millionen €, also um knapp doppelt so viel. Auf das Prinzip: bei mehr Schülern mehr Geld vom Steuerzahler, bei weniger Schülern weniger Geld vom Steuerzahler, sollten wir uns, meine Damen und Herren, doch einigen können, denn auf Grund 30-jähriger Schuldenpolitik – und da gab es das, was Sie sagen, Herr Kollege Brosz, nämlich einen undifferenzierten Ruf nach mehr Geld – ist man genau in diese Situation gekommen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Damit ist der undifferenzierte Ruf: Mehr Geld löst das Problem!, einfach falsch! Es ist nicht mehr Geld, das das Problem löst, sondern die bessere Verwendung dieses Geldes, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dazu muss ich sagen: Solche Zahlen wünschen sich andere Länder! Daher: Ja, wir sind im Schulbereich personalintensiv, wir stehen dazu! Wir wollen zu unseren Pädagogen vorbehaltlos stehen. Wir haben bessere Relationen als andere Länder. Wir sollten das Beste daraus machen und sollten diese Schwerpunktpolitik der österreichischen Bundesregierung für unsere Schüler, für unsere Jugend, für unsere Kinder und damit für die Zukunft unseres Landes entsprechend fortsetzen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
zusätzliche Ausgabenpläne im Ausmaß von 18 Milliarden € entwickelt, dann muss ich sagen: Da ist die Sachlichkeit, die Kompetenz in der Finanz- und Budgetpolitik einfach verloren gegangen! Da gibt es keine Linie, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn wir im Zusammenhang mit dem Kyoto-Ziel für die drei Jahre 2006, 2005, 2004 jeweils 30 Millionen € mehr zur Verfügung stellen, nämlich 30 Millionen, 60 Millionen und 90 Millionen € zusätzlich, dann zeigt das doch, dass es uns ein riesiges Anliegen ist, im Kyoto-Bereich, im Bereich nachhaltigen Wirtschaftens ganz vorne mit dabei zu sein. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn man es dann noch obendrein schafft, bis 2020 Ziele festzulegen, wie man nach Kyoto die Schadstoffbelastung weiter reduzieren will – und wir wissen, dass Österreich eines der besten Länder der Welt ist, was Umweltstandards betrifft –, ja dann, das muss ich Ihnen einfach sagen, haben wir auch die Aufgabe, zuerst, bevor wir etwas beschließen, darüber nachzudenken, welche Auswirkungen das auf den Standort, auf die Industrie, auf die Klein- und Mittelbetriebe, auf die Beschäftigten haben kann! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Sie haben steigende Defizite!
In Anbetracht der Trends, die wir vorher hatten, war es einfach klar: Wir hatten steigende Steuer- und Abgabenquoten, und wir hatten auch steigende Defizite, hohe Defizite; ich wiederhole: steigende Steuern und Abgaben, hohe Defizite. Wir haben einen klaren Trend in Richtung sinkender Steuern und Abgaben und zu wesentlich niedrigeren Defiziten geschafft. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben steigende Defizite!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Damit, glaube ich, ist es ein guter Weg für unser Land. Ich danke vielmals für die Unterstützung. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Broukal!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Brosz zu Wort gemeldet. (Rufe bei der ÖVP: Broukal!) Herr Abgeordneter, Sie kennen die Bestimmungen: 2 Minuten Redezeit. – Bitte.
Heiterkeit des Abg. Mag. Molterer. – Bundesminister Mag. Grasser: Im Verhältnis zu 1999!
Abgeordneter Dieter Brosz (Grüne): Danke, Frau Präsidentin! – Finanzminister Grasser hat behauptet, die Ausgaben für Bildung würden um 1,1 Milliarden € steigen. Er hat zwar kein Jahr dazu gesagt, dennoch ist diese Aussage auf jeden Fall unrichtig, weil ... (Heiterkeit des Abg. Mag. Molterer. – Bundesminister Mag. Grasser: Im Verhältnis zu 1999!) – Im Verhältnis zu 1999, danke! Ich habe drei Mal gefragt, jetzt sagen Sie es.
Abg. Ellmauer: Berichtigung?! – Abg. Mag. Molterer: Frau Präsidentin! Was ist das?
Das ist deshalb unrichtig, weil die Steigerungsrate seit dem letzten Jahr nicht einmal ein Zehntel dieses Betrages ausmacht. Und wenn Sie wieder einmal mit 1999 vergleichen und von 1,1 Milliarden € reden, dann machen Sie den gleichen Fehler, den Sie schon seit Jahren machen, dass Sie nämlich die Bilanzverlängerung bei den Universitäten, die heuer noch 600 Millionen € beträgt (Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser) – Sie können in Ihren eigenen Heften nachschauen, die sind in den 1,1 Milliarden € drinnen –, wieder mit einrechnen. (Abg. Ellmauer: Berichtigung?! – Abg. Mag. Molterer: Frau Präsidentin! Was ist das?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Bundesminister Mag. Grasser: Herr Abgeordneter, das ist herausgerechnet!
Die Erhöhung ist weit geringer als das, was Sie hier behauptet haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Bundesminister Mag. Grasser: Herr Abgeordneter, das ist herausgerechnet!)
Rufe bei der ÖVP: Österreich! – Abg. Dr. Lopatka: Österreich ist seine Welt!
Was ist die Realität? – Die Realität ist ... (Rufe bei der ÖVP: Österreich! – Abg. Dr. Lopatka: Österreich ist seine Welt!) Was haben Sie mit den letzten sieben Budgets in Österreich erwirkt? – Sie haben die höchste Arbeitslosenrate erwirkt, die es je gegeben hat. Sie haben die höchste Jugendarbeitslosigkeit erwirkt, die es in Österreich je gegeben hat. Sie haben erwirkt, dass wir zurzeit den in absoluten Zahlen höchsten Schuldenstand haben, der jemals in Österreich geherrscht hat. Sie haben erwirkt, dass das gesamte Finanzvermögen verschleudert wird.
Beifall bei der SPÖ.
In absoluten Zahlen bedeutet das bei einer Nettopension von 912 € den absoluten Betrag von 17 €, um den ein Pensionist weniger bekommt als vorher. Sie aber sprechen noch immer von Pensionserhöhungen. Das ist unwahr, und es bleibt unwahr, und es passt in Ihre Phantasie vom Wolkenkuckucksheim! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit des Abg. Dr. Puswald.
Wenn ich dann vom Finanzminister höre, sein Budget stünde unter dem Titel „Arbeit schaffen“, so muss ich sagen: Es hat heute um 10 Uhr eine Pressekonferenz des Wifo gegeben, dort wurde die Prognose für die Arbeitslosenrate 2006 nach oben revidiert, angehoben. – Das ist Ihre Politik gegen Arbeitslosigkeit! Sie vermehren die Arbeitslosigkeit, sprechen aber von aktiver Arbeitsmarktpolitik. Das kann doch nicht mehr als seriös gelten, wenn Sie von seriöser Politik sprechen. Das ist so wie Ihre Treffen mit dem Finanzminister von den Malediven und in Frankreich mit irgendeinem Vize-Finanzminister. (Heiterkeit des Abg. Dr. Puswald.) Das ist nicht seriös, was Sie hier verzapfen. Das ist und bleibt unwahr und unrichtig.
Abg. Neudeck: Mit dem kommt der Häupl nicht einmal in einem Monat aus!
Jetzt kommen wir zu 2006: Da hat sich der Herr Bundeskanzler noch einmal – noch einmal! – 10 Millionen € für die EU-Präsidentschaft und noch einmal 3 Millionen € für die Information der österreichischen Bevölkerung genehmigen lassen. Das heißt, rund 30 Millionen € hat er sich für versteckte Wahlkampfmittel in diesem Budget verpackt. (Abg. Neudeck: Mit dem kommt der Häupl nicht einmal in einem Monat aus!) Diese verwendet er auch gegen die FPÖ! Bei den FPÖ-Ministern habe ich nichts Derartiges gefunden, mit dem sie Werbung machen können. (Abg. Neudeck: Kennen Sie Bürgermeister Häupl?)
Abg. Neudeck: Kennen Sie Bürgermeister Häupl?
Jetzt kommen wir zu 2006: Da hat sich der Herr Bundeskanzler noch einmal – noch einmal! – 10 Millionen € für die EU-Präsidentschaft und noch einmal 3 Millionen € für die Information der österreichischen Bevölkerung genehmigen lassen. Das heißt, rund 30 Millionen € hat er sich für versteckte Wahlkampfmittel in diesem Budget verpackt. (Abg. Neudeck: Mit dem kommt der Häupl nicht einmal in einem Monat aus!) Diese verwendet er auch gegen die FPÖ! Bei den FPÖ-Ministern habe ich nichts Derartiges gefunden, mit dem sie Werbung machen können. (Abg. Neudeck: Kennen Sie Bürgermeister Häupl?)
Beifall bei der SPÖ.
rung ..., alle zurücktreten!), weil Sie unfähig sind, ein Stadion zu bauen, dann gehen Sie als „Mickey-Mouse-Bundeskanzler“ in die Geschichte ein! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich brauche in diesem Zusammenhang nur auf ein besonders wichtiges Grundsatzgesetz hinzuweisen, dass wir alle fraktionsübergreifend befürwortet haben, nämlich die Buchpreisbindung und ihre unbefristete Verlängerung – beispielgebend für ganz Europa! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich behaupte, dass wir in Österreich eine Kunst- und Kulturszene haben, die lebt und sich entwickelt, weil sie gehegt und gepflegt wird, auch in wirtschaftlich nicht einfachen Zeiten, und das wird von außen bemerkt. Ich darf die „Neue Zürcher Zeitung“ vom Beginn dieses Jahres zitieren: „Die neue Geschichte Österreichs ist eine Erfolgsgeschichte, wirtschaftlich und sozial, politisch und auch kulturell.“ – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
In Anbetracht dessen also, dass Sie nach fünf Jahren Regierungspolitik den „undifferenzierten Ruf nach mehr Geld“ quasi als Vorwurf hier deponieren, möchte ich gerne sehen, wie SchülerInnen-Mütter und -Väter, aber auch Lehrerinnen und Lehrer hierher kommen und das gegenteilige Zeugnis ablegen. Die Schule in Österreich zeichnet sich heute durch eine Tatsache aus, nämlich dass nur gekürzt, gekürzt, gekürzt wird und weniger in diese Schiene der Bildung investiert wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Jawohl!
Wir werden nie „europafit“ werden, wenn das so weitergeht. Darum gibt es für mich persönlich nur eine Lösung: Diese Regierung muss abdanken (Abg. Parnigoni: Jawohl!), aber nicht nächstes Jahr oder im Herbst, sondern auf der Stelle! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Wir werden nie „europafit“ werden, wenn das so weitergeht. Darum gibt es für mich persönlich nur eine Lösung: Diese Regierung muss abdanken (Abg. Parnigoni: Jawohl!), aber nicht nächstes Jahr oder im Herbst, sondern auf der Stelle! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Unter Ihrer Anwesenheit, Herr Staatssekretär – ich war auch dort –, haben wir dort Ende Jänner eine meiner Ansicht nach sehr würdevolle Feier erlebt. Der Herr Bundespräsident hat durch seine Anwesenheit diese Feier des Gedenkens ausgezeichnet, und Sie haben dort eine beachtliche Rede gehalten, ich habe sie gehört. Seither sind aber wieder zwei Monate vergangen. Schöne Reden gefallen mir, und wenn es dann auch noch besonders gute Reden sind, dann gefallen sie mir noch besser, aber das bringt den Roma in Oberwart keinen Geschäftsführer. Sie warten immer noch darauf. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich kann Sie nur bitten, wenden Sie sich diesem Problem zu! Wenn man schon keine visionäre und europäische Volksgruppenpolitik betreibt, dann sollte man entweder den Mut haben, zu bekennen, warum man kleine Probleme in Österreich nicht löst, oder den Mut haben, sie zu lösen. Das wäre mein Vorschlag. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Einem: Eine Sternstunde des Parlamentarismus!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Bösch. Wunschredezeit: 5 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Einem: Eine Sternstunde des Parlamentarismus!)
Abg. Scheibner: Zeitung lesen ist auch nicht besser!
Abgeordneter Dr. Reinhard Eugen Bösch (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Herr Kollege von Einem, ob ich Ihnen das, was Sie sich erhoffen, bieten kann, weiß ich nicht. (Abg. Scheibner: Zeitung lesen ist auch nicht besser!) – Das glaube ich auch.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Wie Sie von Seiten der SPÖ die Finanz-, Wirtschafts- und Budgetpolitik sehen, das konnte die gesamte österreichische Öffentlichkeit beurteilen nach der Vorstellung Ihres Programms durch Kollegen Matznetter. Die Rezepte, die Sie im Gegensatz zur Bundesregierung angeboten haben, waren die alten. Das waren die alten, Herr Kollege Matznetter! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Ihre Rezepte waren: Schulden
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Sie haben die Bundesschulden erhöht!
machen und Steuern erhöhen, und das wird diese Regierung nicht zulassen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Sie haben die Bundesschulden erhöht!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Meine Damen und Herren! Die Opposition hat in der Demokratie eine wichtige Aufgabe. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Herr Kollege Matznetter, die Opposition muss kritisch sein. Ich kenne das aus eigener Erfahrung, ich war es auch sehr gerne. Es ist auch Ihre Aufgabe. In Bezug auf die Finanzpolitik dieser Bundesregierung, Herr Kollege Matznetter – auch die Kollegen von den Grünen sind da keine Ausnahme –, ist die Opposition aber krampfhaft kritisch, weil Ihnen keine Argumente mehr einfallen, weil diese Politik ausgezeichnet ist, seit wir Freiheitlichen in die Regierung eingetreten sind. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Silhavy – in Richtung des Redners –: Sie sind sehr humorvoll!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Silhavy – in Richtung des Redners –: Sie sind sehr humorvoll!
Meine Damen und Herren! Die Opposition hat in der Demokratie eine wichtige Aufgabe. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Herr Kollege Matznetter, die Opposition muss kritisch sein. Ich kenne das aus eigener Erfahrung, ich war es auch sehr gerne. Es ist auch Ihre Aufgabe. In Bezug auf die Finanzpolitik dieser Bundesregierung, Herr Kollege Matznetter – auch die Kollegen von den Grünen sind da keine Ausnahme –, ist die Opposition aber krampfhaft kritisch, weil Ihnen keine Argumente mehr einfallen, weil diese Politik ausgezeichnet ist, seit wir Freiheitlichen in die Regierung eingetreten sind. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Silhavy – in Richtung des Redners –: Sie sind sehr humorvoll!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Sie brauchen nicht zu lachen, ich mache für die Schuldenpolitik nicht allein die SPÖ verantwortlich. Herr Kollege Matznetter, Sie haben Recht, dass auch die ÖVP mitverantwortlich ist, dass es eine Gesamtverantwortung der großen Koalition gibt, die mit den Freiheitlichen beendet wurde. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter: Nicht Deutschland!
Wir haben für das Jahr 2006, das wir heute und in den kommenden Tagen debattieren, ein Jahresdefizit in der Höhe von 2,3 Prozent veranschlagt. Im Gegensatz dazu hat Deutschland, wo Rot-Grün regiert, ein Defizit in der Höhe von 3,7 Prozent. (Abg. Dr. Matznetter: Nicht Deutschland!) Frankreich hat minus 3,7 Prozent, Herr Kollege Matznetter! Dieser Vergleich in diesem Bereich macht sicher. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Die Gesamtschuld, die im Jahr 2004 noch 64 Prozent des Bruttoinlandsproduktes betragen hat, haben wir auf 62,8 Prozent heruntergearbeitet. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben abgewirtschaftet, das stimmt!) Das heißt also, der Stabilitätspakt auf europäischer Ebene wird von dieser Bundesregierung ernst genommen.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Wir haben für das Jahr 2006, das wir heute und in den kommenden Tagen debattieren, ein Jahresdefizit in der Höhe von 2,3 Prozent veranschlagt. Im Gegensatz dazu hat Deutschland, wo Rot-Grün regiert, ein Defizit in der Höhe von 3,7 Prozent. (Abg. Dr. Matznetter: Nicht Deutschland!) Frankreich hat minus 3,7 Prozent, Herr Kollege Matznetter! Dieser Vergleich in diesem Bereich macht sicher. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Die Gesamtschuld, die im Jahr 2004 noch 64 Prozent des Bruttoinlandsproduktes betragen hat, haben wir auf 62,8 Prozent heruntergearbeitet. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben abgewirtschaftet, das stimmt!) Das heißt also, der Stabilitätspakt auf europäischer Ebene wird von dieser Bundesregierung ernst genommen.
Abg. Dr. Matznetter: Sie haben abgewirtschaftet, das stimmt!
Wir haben für das Jahr 2006, das wir heute und in den kommenden Tagen debattieren, ein Jahresdefizit in der Höhe von 2,3 Prozent veranschlagt. Im Gegensatz dazu hat Deutschland, wo Rot-Grün regiert, ein Defizit in der Höhe von 3,7 Prozent. (Abg. Dr. Matznetter: Nicht Deutschland!) Frankreich hat minus 3,7 Prozent, Herr Kollege Matznetter! Dieser Vergleich in diesem Bereich macht sicher. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Die Gesamtschuld, die im Jahr 2004 noch 64 Prozent des Bruttoinlandsproduktes betragen hat, haben wir auf 62,8 Prozent heruntergearbeitet. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben abgewirtschaftet, das stimmt!) Das heißt also, der Stabilitätspakt auf europäischer Ebene wird von dieser Bundesregierung ernst genommen.
Abg. Dr. Matznetter: Aber nur für die Konzerne!
Meine Damen und Herren! Diese Bundesregierung hat erfolgreich Schwerpunkte gesetzt: Schwerpunkte in Bezug auf einen ausgeglichenen Haushalt über einen Konjunkturzyklus hinweg, in Bezug auf Senkung der Steuer- und Abgabenquote in Richtung EU-Durchschnitt von 40 Prozent. (Abg. Dr. Matznetter: Aber nur für die Konzerne!)
Abg. Dr. Matznetter: Die Lohnsteuer steigt, Herr Kollege!
Wir haben in den Jahren 2004 und 2005 eine umfassende Steuerreform gemacht und dadurch die Reduktion der Steuer- und Abgabenquote in diese Richtung erst ermöglicht, Herr Kollege Matznetter! (Abg. Dr. Matznetter: Die Lohnsteuer steigt, Herr Kollege!) Wir setzen die Strukturreformen auf der Ausgabenseite im öffentlichen Haushalt fort. Die Harmonisierung der Pensionssysteme und die Sicherung der langfristigen Finanzierbarkeit der Pensionssysteme sind ein wichtiger Punkt. (Abg. Dr. Matznetter: Die Steuern steigen!)
Abg. Dr. Matznetter: Die Steuern steigen!
Wir haben in den Jahren 2004 und 2005 eine umfassende Steuerreform gemacht und dadurch die Reduktion der Steuer- und Abgabenquote in diese Richtung erst ermöglicht, Herr Kollege Matznetter! (Abg. Dr. Matznetter: Die Lohnsteuer steigt, Herr Kollege!) Wir setzen die Strukturreformen auf der Ausgabenseite im öffentlichen Haushalt fort. Die Harmonisierung der Pensionssysteme und die Sicherung der langfristigen Finanzierbarkeit der Pensionssysteme sind ein wichtiger Punkt. (Abg. Dr. Matznetter: Die Steuern steigen!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Sie sind am Ende, Herr Kollege! – Abg. Öllinger: Sie waren ein wesentlicher Teil!
Meine Damen und Herren! Die Gesundheitsreform und all diese Punkte, die noch ausstehen und die diese Bundesregierung noch anpacken wird, sind nicht weniger wichtig als das, was diese Regierung – wir Freiheitlichen waren ein wesentlicher Teil davon – schon umgesetzt hat. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Sie sind am Ende, Herr Kollege! – Abg. Öllinger: Sie waren ein wesentlicher Teil!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte nur einen Satz aus der internationalen Presse wiederholen, der einen klaren Vergleich zwischen Rot-Grün in der Bundesrepublik Deutschland und Schwarz-Blau hier in Österreich zieht, und zwar dass „Österreich das bessere Deutschland“ ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Ich möchte zu zwei Themen der Beratungsgruppen kurz Stellung nehmen, möchte mich aber eingangs namens meiner Fraktion, aber auch persönlich bei allen Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Parlamentsdirektion für die ausgezeichnete Arbeit für uns und im Interesse aller sehr herzlich bedanken. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte mich abschließend namens meiner Fraktion bei allen öffentlich Bediensteten für ihre Dienstleistung sehr herzlich bedanken. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Jugend! Mein Thema ist der Sport. Es war eine erfolgreiche Sportwoche für Österreich. Österreich hat in der WM-Qualifikation glücklich 1 : 0 gewonnen, und wir sind Vize-Europameister im Tischtennis geworden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Lieber Peter Wittmann, ich hätte mir schon erwartet, dass du ein bisschen etwas zum Sport sagst, dass du den Sport ein bissel lobst. – Im Sport ist es sicher das Schönste, wenn man auf dem Stockerl steht, und das Ziel ist es und muss es sein, dafür hart zu arbeiten. Österreich steht in Europa ganz oben auf dem Stockerl, und darüber sollten wir uns freuen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Sie sind so überheblich!
Ich war vor kurzem bei den internationalen Ficep-Spielen, wo ich die Gelegenheit hatte, mich mit Vertretern aus Frankreich, Deutschland, Österreich und der Schweiz auszutauschen. Dabei habe ich zwei besonders positive Erlebnisse gehabt. Zum einen haben wir fast alle Medaillen dort gewonnen, was besonders erfreulich war und für die Top-Mannschaften aus Österreich spricht. Und zum Zweiten wurde von allen Seiten das Vorzeigemodell Österreich gelobt. Ein deutscher Kollege hat mir gesagt, seit Rot-Grün in Deutschland regiert, mussten Stolz und Unternehmergeist der Depression und dem Pessimismus Platz machen, und dass es bei uns in Österreich alleine von der Stimmung her viel besser sei. Und darauf kommt es auch an. (Abg. Dr. Glawischnig: Sie sind so überheblich!) Ist nämlich die Stimmung gut, geht es den Menschen gut. Ich möchte in diesem Zusammenhang einen Vergleich aus dem Sport strapazieren: Mit der richtigen Mannschaft und dem richtigen Teamchef stellen sich auch die Erfolge ein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich war vor kurzem bei den internationalen Ficep-Spielen, wo ich die Gelegenheit hatte, mich mit Vertretern aus Frankreich, Deutschland, Österreich und der Schweiz auszutauschen. Dabei habe ich zwei besonders positive Erlebnisse gehabt. Zum einen haben wir fast alle Medaillen dort gewonnen, was besonders erfreulich war und für die Top-Mannschaften aus Österreich spricht. Und zum Zweiten wurde von allen Seiten das Vorzeigemodell Österreich gelobt. Ein deutscher Kollege hat mir gesagt, seit Rot-Grün in Deutschland regiert, mussten Stolz und Unternehmergeist der Depression und dem Pessimismus Platz machen, und dass es bei uns in Österreich alleine von der Stimmung her viel besser sei. Und darauf kommt es auch an. (Abg. Dr. Glawischnig: Sie sind so überheblich!) Ist nämlich die Stimmung gut, geht es den Menschen gut. Ich möchte in diesem Zusammenhang einen Vergleich aus dem Sport strapazieren: Mit der richtigen Mannschaft und dem richtigen Teamchef stellen sich auch die Erfolge ein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das ist eine einmalige Chance für den Sport, und der Sport wird sie sicher nutzen. Dafür sorgen die Tausenden ehrenamtlichen Trainer, Übungsleiter und Funktionäre, denen ich hier von dieser Stelle aus auch einmal einen ganz aufrichtigen Dank aussprechen möchte. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Ohne sie wäre im Sport nichts möglich. Und so wird die Aktion „Fit für Österreich“ Österreich sicher sportlicher und damit sicher auch gesünder machen.
Abg. Dr. Kräuter: Aber nichts in das eigene Tor! – Abg. Marizzi: Nicht in das eigene Tor schießen!
Die EURO 2008 darf nicht gefährdet sein. Es ist wichtig, dass wir dieses Ereignis in unserem Land halten. Dazu gehört natürlich einerseits, dass die Verfahren ordentlich rechtlich abgewickelt werden, aber auch andererseits ein gewisses Miteinander, ein Teamgeist. Passt das Team, passt das Ergebnis! Wir alle müssen beim Stadion Klagenfurt in die gleiche Richtung auf ein Tor spielen und die Einbindung und die Entscheidung herbeiführen – wenn notwendig, sogar mit Hilfe des gegnerischen Tormannes. (Abg. Dr. Kräuter: Aber nichts in das eigene Tor! – Abg. Marizzi: Nicht in das eigene Tor schießen!)
Beifall bei der ÖVP.
Österreich wird in naher Zukunft noch Gastgeber von vielen tollen Sportgroßveranstaltungen sein; da bin ich mir sicher. Für Herrn Gusenbauer – er ist leider schon weg – hätte ich noch einen Tipp für seine Vierer-Kompetenzkette. Er könnte vielleicht zwei Spieler auswechseln, die zurzeit ein wenig gefährlich sind: Die Abgeordneten Broukal und Matznetter sind jederzeit für ein Eigentor gut. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich schließe mit den Worten: immer wieder, immer wieder Österreich! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was das operative Budget angeht, Herr Staatssekretär, ist es ein Irrtum, wenn Sie glauben, dass da irgendetwas gestiegen ist. Wie man an den Zahlen sieht, sind sogar beim operativen Budget Rückgänge zu verzeichnen. Das ist ja auch ganz logisch, denn wenn die Budgetabschlüsse Rückgänge verzeichnen und die Budgets in zwei Teile gegliedert werden, wie Sie das gerne machen, nämlich in die gedeckelten Kosten für die Bundestheater, die ja konstant bleiben müssen und auch konstant geblieben sind, dann bleibt gar nichts anderes übrig – das ist eine Milchmädchen-Rechnung –, als dass das operative Budget rückläufig ist. Daher ist das eine Vortäuschung von falschen Tatsachen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich denke auch, dass das Kunstbudget insgesamt ein trauriges ist, dass es einen Stillstand, eine Flaute beweist, und ich hoffe, dass das Feld, das sehr gut bespielt werden könnte, sehr bald anders bespielt wird, von wem auch immer. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe diesmal selbst die Chance gehabt, in Athen einige Sportler zu sehen und auch einige Leistungen zu beobachten, und ich finde, es war wirklich großartig, was die Österreicher geleistet haben. Ich bitte auch, dass man diese Art des Sportes, nämlich den Behindertensport, weiterhin fördert, denn einerseits haben die Österreicher in diesem Bereich wirklich gute Chancen, und andererseits gibt er den Menschen, die ohnehin schon ein sehr schweres Leben haben und ihr Schicksal meistern müssen, auch sehr, sehr viel Freude und Kraft. Es hat auch Beispielswirkung für andere, vielleicht nicht gerade Leistungssport zu machen, sich aber doch sportlich zu betätigen, obwohl es ihnen sicher schwerer fällt als anderen Personen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Das war gestern genauso falsch wie jetzt!
Es geht ja immer wieder in die Richtung, die Sie und die SPÖ verfolgen: Sie fordern mehr Geld, aber das Defizit soll nicht wachsen. Ich habe es gestern schon gesagt, Ihre Forderungen sind ja wirklich interessant: 100 Millionen € hat Herr Broukal für die Universitäten verlangt. 5 Millionen hat Herr ... (Abg. Dr. Jarolim: Das war gestern genauso falsch wie jetzt!) – Ich habe es mitgeschrieben! Sagen Sie doch nicht, das ist falsch! Ich habe mitgeschrieben, als diese Forderungen erhoben worden sind. (Abg. Neudeck: Er meint, die Forderungen sind falsch!)
Abg. Neudeck: Er meint, die Forderungen sind falsch!
Es geht ja immer wieder in die Richtung, die Sie und die SPÖ verfolgen: Sie fordern mehr Geld, aber das Defizit soll nicht wachsen. Ich habe es gestern schon gesagt, Ihre Forderungen sind ja wirklich interessant: 100 Millionen € hat Herr Broukal für die Universitäten verlangt. 5 Millionen hat Herr ... (Abg. Dr. Jarolim: Das war gestern genauso falsch wie jetzt!) – Ich habe es mitgeschrieben! Sagen Sie doch nicht, das ist falsch! Ich habe mitgeschrieben, als diese Forderungen erhoben worden sind. (Abg. Neudeck: Er meint, die Forderungen sind falsch!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Abgeordneter Brosz verlangt 5 Millionen € für die Absicherung der Schulen, und zwar der freien Schulen, also der alternativen Schulen. Herr Abgeordneter Niederwieser verlangt ebenfalls für die Schulen Millionen. Herr Parnigoni verlangt 5 Millionen für 1 000 Polizisten. Insgesamt 18 Milliarden € an Belastungen werden von der Opposition verlangt. Und dann verlangen Sie auch noch, dass das Budgetdefizit null sein soll oder zumindest weniger als im Vorjahr ausmachen soll. Also wo Ihre großen Mathematiker und Ihre großen Budgetexperten sitzen, das frage ich mich angesichts solcher Forderungen, die Sie da ununterbrochen erheben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Also, Herr Staatssekretär, ich bitte darum, dass man nicht weiterhin sagt, der Fonds ist eh so irrsinnig gut, in Wirklichkeit brauchen wir da nichts zu verbessern, sondern da müssen wir – und da bitte ich auch Sie, dass Sie mithelfen – zu einer besseren Regelung kommen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Abgeordneter Zinggl, ich bitte Sie, das Sie nicht ununterbrochen diesen Kunstbereich schlecht machen. Gerade Sie als einer, der in der Kunstszene wirklich sehr gut bewandert ist, sollen das hervorheben, was in Österreich in diesem Bereich getan wird, trotz des Diktates, dass das Budget saniert werden muss und das Defizit möglichst gering gehalten werden soll. Darum bitte ich Sie. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Es ist schon einigermaßen bizarr, wenn Frau Kollegin Partik-Pablé hier Additionsübungen veranstaltet. – Frau Kollegin, rechnen Sie einmal die Schulden von Ihrer Konkurspartei zusammen, und dann können wir wieder gemeinsam weiterrechnen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Abg. Neudeck: Das kann der Häupl am besten: 40 Millionen €!
Erste These, meine Damen und Herren: Je schlechter die Regierungspolitiker, desto höher der Werbeaufwand! (Abg. Neudeck: Das kann der Häupl am besten: 40 Millionen €!) Bleiben wir gleich bei der FPÖ, bei Frau Haubner: In drei Monaten ist es gelungen, vier umfangreiche Inseratenkampagnen zu starten: „Mehr Vorteile für Lehrlinge“,
Abg. Dr. Fekter: Information an die Bürger!
„Fit und aktiv im Alter“, „Rund um die Familie“, „Pensionsharmonisierung“. (Abg. Dr. Fekter: Information an die Bürger!) Von Kompetenz keine Spur bei Frau Haubner, Herr Kollege Scheibner, aber für Inserate haben Sie das Geld! Das ist unmöglich. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.
„Fit und aktiv im Alter“, „Rund um die Familie“, „Pensionsharmonisierung“. (Abg. Dr. Fekter: Information an die Bürger!) Von Kompetenz keine Spur bei Frau Haubner, Herr Kollege Scheibner, aber für Inserate haben Sie das Geld! Das ist unmöglich. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Abg. Scheibner: Haben Sie Ihre gestrige Dringliche gelesen mit den Rechtschreibfehlern?
Aber bleiben wir bei der Kompetenz, wenn Sie schon unqualifiziert dazwischenrufen: Da schließt sie einer Studie einen Begleitbrief an, und siehe da, es finden sich zwei katastrophale Rechtschreibfehler darin. (Der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe.) Also, meine Damen und Herren, für so viele Inserate Geld ausgeben, aber nicht einmal rechtschreiben können, das ist schon ein starkes Stück! (Abg. Scheibner: Haben Sie Ihre gestrige Dringliche gelesen mit den Rechtschreibfehlern?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wieder einmal falsch informiert!
Die Homepage dieser Institution schaut so aus! (Der Redner zeigt einen Ausdruck der Homepage des Bundesinstituts für internationalen Bildungs- und Technologietransfer, auf der zu lesen steht: „In Arbeit! – Seite wird in Kürze verfügbar sein.“) Meine Damen und Herren, das ist ein starkes Stück. Da werden Gesellschaften gegründet, die nichts anderes zu tun haben, als die Auslandsreisen vom Herrn Verkehrsminister zu arrangieren. Einfach unglaublich! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wieder einmal falsch informiert!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Das Ganze ist ein schauderhafter Zustand, aber die Bevölkerung hat längst registriert, dass Sie die Kontrolle verweigern, mit Demokratie nichts am Hut haben und Geld verschwenden. Die Rechnung dafür kriegen Sie ja bei einer Wahl nach der anderen präsentiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Staatssekretär im Bundeskanzleramt Franz Morak: Frau Präsidentin! Liebe Kollegen auf der Regierungsbank! Herr Präsident des Rechnungshofes! Meine Damen und Herren des Hohen Hauses! Lassen Sie mich sagen: Traurig an der Kulturpolitik ist gar nichts, maximal die Vorstellung, die Kollege Zinggl hier geboten hat. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf kurz etwas ausholen: Kulturpolitik, wie ich sie verstehe, findet unter drei Parametern statt: mehr Präsenz der österreichischen Kunst im Ausland, verstärkte Zuwendung zu unseren Nachbarländern und Verteilungsgerechtigkeit. Die Provinz ist im Kopf und kein geographischer Begriff in der heutigen Zeit. (Beifall bei der ÖVP.) Das und vieles mehr ist mit diesem Budget möglich.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein zweiter Punkt, der mir sehr wichtig war, ist eine regionale Verteilung der Fördermittel gerade im Bereich der Kunst. Wenn Sie sich erinnern, grundsätzlich war die Kunst und war die traditionelle Kunstförderung immer Hauptstadt-zentriert. Das heißt, in der Hauptstadt war alles. In der heutigen Zeit ist dieser Standpunkt nicht mehr haltbar, deswegen muss es eine neue Verteilungsgerechtigkeit geben. Ich sage aber gleich dazu, das ist ein evolutionärer Vorgang, der nicht von heute auf morgen passieren kann. Peu à peu nähern wir uns hier Idealwerten an. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie haben keine Chancengleichheit!
Frau Abgeordnete Partik-Pablé, ich möchte schon hier ein rückhaltloses Bekenntnis dazu abgeben, dass diese Theater, die wir als GesmbHs organisiert haben, auch für ihre Leistungen belohnt zu werden haben, wenn das Haus funktioniert, wenn die Einnahmensituation entsprechend ist. Wir können die Erfolgreichen nicht bestrafen! Und ich glaube, wir sollten auch dazu stehen und die Direktoren ermuntern, diese Beispiele nachzuahmen. Ich glaube, wir haben gerade in den Aufsichtsräten der Bundestheater, im Burgtheater und in der Volksoper, Initiativen gesetzt, die ein neues Verhältnis auch zu den Eintrittspreisen und auch ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie haben keine Chancengleichheit!) – Da gibt es eine Chancengleichheit, glauben Sie mir! Aber ich bin gerne bereit, die Diskussion mit Ihnen zu führen und einmal anhand der Zahlen das herunterzubrechen.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Notstandshilfe hat er in Anspruch genommen!
Das Zweite ist: Ich möchte mir diesen Pensionsfonds, den wir hier in diesem Haus, und zwar mit großer Zustimmung, gegründet haben, nicht madig machen lassen. Wir haben natürlich für Schauspieler eine Sozialversicherung, das ist die ganz normale Sozialversicherung, die es gibt. Aber man muss sich auch fragen: Wie gehen wir denn damit um? Erinnern Sie sich an den Fall Fortell, wie plötzlich, als ein Schauspieler die Sozialversicherung in Anspruch genommen hat, mit ihm in der Öffentlichkeit umgegangen wurde. Er hat nur die ganz normalen Leistungen aus der Sozialversicherung in Anspruch genommen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Notstandshilfe hat er in Anspruch genommen!) Ich glaube, diese Diskussion ist schon zu führen, aber ich glaube nicht, dass wir dieses Problem, das hier aufgekommen ist, mit einer Sozialversicherung aus der Welt schaffen würden, denn die könnte nichts anderes als genau das Gleiche machen. Schauspieler sind nach dem Urteil des VwGH natürlich Arbeitnehmer und als solche sozialversichert. Ich glaube, man sollte das auch in dieser Diskussion bedenken.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In diesem Sinne, meine Damen und Herren, danke ich Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich stelle das deswegen in den Mittelpunkt, weil in Sonntagsreden üblicherweise den öffentlich Bediensteten, die in ihrer Arbeit zum objektiven Gesetzesvollzug verpflichtet sind und gemeinwohlorientiert arbeiten, immer Dank ausgesprochen wird. Wir sind hier letztendlich auch Arbeitgeber, wir sanktionieren die Kollektivverträge für die öffentlich Bediensteten und ich denke, dass wir von diesem Hause aus auf Grund der letzten Erhebung durch die Europäische Zentralbank, die uns von der Leistungsfähigkeit öffentlicher Dienste her in Europa an die zweite Stelle nach Luxemburg rückt, tatsächlich allen öffentlich Bediensteten Dank aussprechen dürfen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Faul: Für das Wetter sind wir nicht zuständig!
Ich möchte noch auf ein Beispiel hinweisen, auf das Schweizer Competitiveness Yearbook: Es geht um die Lebensqualität in Europa der 15 EU-Länder nach der letzten Erhebung. Nach all dem, was an Parametern – 79 sind es insgesamt für 60 Industrienationen – zusammengeführt wird, befindet sich Österreich punkto Lebensqualität an zweiter Stelle. Wer liegt an erster Stelle? – Island. Wer schon dort war, eine bezaubernde Insel, faszinierend, aber sechs Monate saukalt und finster. Hätte man als Parameter auch noch das Klima einbezogen, wären wir punkto Lebensqualität in Europa an erster Stelle. In welchem Kontrast steht das zum Stimmungsbild, dass in manchen Äußerungen von Seiten der Opposition gezeichnet wird! (Abg. Faul: Für das Wetter sind wir nicht zuständig!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Das haben wir schon einmal erlebt! – Abg. Dr. Fekter: Und wie sind dann die Wahlen ausgegangen? – Abg. Dr. Kräuter: „Schau mir in die Augen, Kleiner!“
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich habe auch sehr aufmerksam die Eingangsrede des Herrn Klubobmannes Dr. Gusenbauer verfolgt. Mir ist es relativ egal, ob er sich beraten lässt, einen neuen Spindoktor hat oder sonst etwas, aber er hat am Schluss seiner Ausführungen zum Herrn Bundeskanzler gemeint, er solle mit ihm zwecks Hebung der Qualität des ORF in einen Dialog im Fernsehen eintreten. Also ich würde den Spindoktor in die Wüste schicken, denn wenn Herr Dr. Gusenbauer mit Bundeskanzler Schüssel in einen Dialog im Fernsehen eintritt, dann muss er sich warm anziehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Das haben wir schon einmal erlebt! – Abg. Dr. Fekter: Und wie sind dann die Wahlen ausgegangen? – Abg. Dr. Kräuter: „Schau mir in die Augen, Kleiner!“)
Beifall bei den Grünen.
Kommen wir daher noch auf das Sportbudget zu sprechen. Es zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die Zahlen hinten und vorne nicht stimmen. Das muss ich in diesem Fall leider sagen, – auch das ungläubige Schauen des Staatssekretärs ändert daran nichts –, weil das Budget de facto vor einem halben Jahr gemacht worden ist. Das zeigt sich beispielsweise, wenn man sich die Budgetansätze bei der besonderen Sportförderung anschaut – 40 Millionen € sind ja nicht irgendetwas –, wo einfach der Betrag vom vorigen Jahr fortgeschrieben wurde, obwohl er von der Bilanzentwicklung im Glücksspiel abhängt. Auf die Nachfrage, wie viel es denn wirklich ist, wird darauf verwiesen, dass man das jetzt nicht sagen kann. Da frage ich mich: Warum machen wir überhaupt Budgets? Sonst schätzen wir auch in allen Bereichen ab, wie die Entwicklung ist. Da steht halt irgendetwas drinnen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
unterschrieben von Wolfgang Schüssel – ich weiß nicht, wer es ausgearbeitet hat –, weil wir wissen wollten, wie hoch die Kosten für die Stadien im Zusammenhang mit der Fußball-EM 2008 im Jahr 2006 tatsächlich sein werden. Und da kommt die Antwort, dass man das auch erst in den nächsten Jahren budgetieren wird. Ich hoffe ja doch, dass Sie jetzt zumindest ein Gefühl haben, wie viel diese Fußball-EM kosten könnte, und dass irgendwer auch die Budgets für die nächsten Jahre erstellt und man diese Fragen beantworten kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn die Fußball-EM dadurch gefährdet wird, dass der Bund und das Land Kärnten nicht in der Lage sind, ein Stadionprojekt abzuwickeln, dann entspricht das ziemlich dem Status der Bundesregierung. Auf Österreich, das Sportland Österreich würde jedoch ein bezeichnendes Licht werfen, dass es meines Wissens die erste Fußball-EM oder Fußball-WM überhaupt wäre, die abgesagt oder verschoben werden muss. Das ausgerechnet hier! Das wäre denn doch eine Peinlichkeit, die selbst für diese Bundesregierung noch einen besonderen Gipfelpunkt darstellen würde. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Brosz: Klagenfurt ist nicht wirklich positiv!
Staatssekretär im Bundeskanzleramt Mag. Karl Schweitzer: Meine Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich verstehe schon, dass man auch beim Sport, wo wir uns an und für sich quer über alle Parteien und alle Dachverbände und Fachverbände hinweg ein sehr, sehr konstruktives Verhältnis erarbeitet haben, weil im Sport tatsächlich auch sehr viel Positives passiert ist – und das wird ja auch von den Oppositionssprechern immer wieder anerkannt –, in der Budgetdebatte einiges kontroversiell diskutieren muss. (Abg. Brosz: Klagenfurt ist nicht wirklich positiv!) Ich werde aber trotzdem versuchen aufzuklären, damit die Kontroverse sofort wieder beendet wird.
Abg. Lackner: Gibt es überhaupt eine?
Faktum ist – bleiben wir einmal beim Budget –, dass es wirklich eine ganz, ganz besondere neue Finanzierungsgrundlage des Sports gibt. (Abg. Lackner: Gibt es überhaupt eine?) Während früher unter Finanzminister Edlinger ein Deckel eingezogen wurde und somit die Mittel für den Sport von Jahr zu Jahr weniger wurden, konnten wir diesen Deckel jetzt wegbringen, und die Mittel steigen beträchtlich. In Wahrheit gibt es einen Sprung von 1999 auf 2005 von rund 30 Prozent – und ich meine, dass 30 Prozent nicht gerade wenig sind für das Sportbudget.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Im Moment müssen wir davon ausgehen, dass es diesen Betrag von 40 Millionen € gibt, weil wir, Kollege Brosz, die Bilanzen noch nicht kennen, die Bilanzen von Lotto und Toto noch nicht kennen. Ich bin aber überzeugt davon, dass nach Vorliegen dieser Bilanzen der Betrag von 40 Millionen € noch überschritten werden wird, dass also der monatliche Fixbetrag dann noch weitaus mehr ausmachen wird als momentan und ein beträchtliches Mehr für alle Fachverbände zur Verfügung stehen wird. Wir arbeiten ja auch gemeinsam – und es sind alle eingebunden – an neuen Richtlinien, damit dieses Geld, das jetzt vermehrt zur Verfügung steht, auch sinnvoll eingesetzt wird. Wir sind mit den Dachverbänden und den Vertretern der Fachverbände einer Meinung, dass wir Schwerpunkte setzen werden bei der Traineraus- und -fortbildung, bei der Trainerbezahlung, bei der Förderung von ganz spezifischen Nachwuchs-Projekten und insbesondere auch bei der Professionalisierung der Verbände. – Da gibt es überall Einverständnis, und das läuft auch hervorragend. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mag. Posch: Wenn es diese Regierung am 15. Mai noch gibt!
Nun zum Stadion Klagenfurt: Das Vergabeverfahren hat schlussendlich eine einstimmige Vergabe erbracht, und diese Einstimmigkeit ist für mich die Garantie, dass nach Ablauf der Frist, die maximal bis 15. Mai läuft, auch der Zuschlag erfolgen wird. Was jetzt passiert, ist im Gesetz festgelegt. Kein Politiker ist gut beraten, sich in die Arbeit des Unabhängigen Verwaltungssenats einzumischen: Es ist das Ergebnis abzuwarten! Aber jeder, der sich wirklich damit beschäftigt hat, weiß, dass die Argumente, mit denen die Entscheidung beeinsprucht wurde, nicht wirklich stichhaltig sind und somit auch nicht dazu führen werden, dass dieser Zuschlag noch einmal verändert werden muss. Das heißt für mich klar und deutlich: Am 15. Mai wird mit dem Bau des Stadions in Klagenfurt begonnen, und damit ist die Europameisterschaft 2008 in Österreich auch gesichert. (Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mag. Posch: Wenn es diese Regierung am 15. Mai noch gibt!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Meine Herren Staatssekretäre! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Kollege Kräuter stellt sich da in bewährter oder üblicher – bewährt ist sie ja eigentlich nicht – Weise heraus und spricht über Skandale, die keine Skandale sind. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kräuter: Strache!
schon einiges, was man kritisieren könnte. (Abg. Dr. Kräuter: Strache!) Schauen Sie einmal, ob das Kontrollamt das kritisch anschauen darf ich Wien. – Ich glaube, das ist nicht ganz so.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Aus gutem Grund gibt es kein Foto von ihm!
Da Sie eine Homepage hergezeigt haben, auf der nicht viel drauf steht: Auf der Homepage von Alfred Gusenbauer steht „Willkommen“. Da gibt es einen Brief, aber es gibt nicht einmal ein Foto von ihm. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aus gutem Grund gibt es kein Foto von ihm!) Und wenn man dann Sachfragen sucht, dann findet man „Rot is(s)t gut“ – Rot isst gut! Da steht: Rot ist gut. – und man glaubt, es kommen Vorschläge. Es gibt dort aber Kochrezepte beziehungsweise Lieblingsspeisen. Das Erste – ich werde die anderen gar nicht vorlesen – ist gleich von André Heller der Scheiterhaufen, und das auf der Seite „Rot ist gut“, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Da Sie eine Homepage hergezeigt haben, auf der nicht viel drauf steht: Auf der Homepage von Alfred Gusenbauer steht „Willkommen“. Da gibt es einen Brief, aber es gibt nicht einmal ein Foto von ihm. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aus gutem Grund gibt es kein Foto von ihm!) Und wenn man dann Sachfragen sucht, dann findet man „Rot is(s)t gut“ – Rot isst gut! Da steht: Rot ist gut. – und man glaubt, es kommen Vorschläge. Es gibt dort aber Kochrezepte beziehungsweise Lieblingsspeisen. Das Erste – ich werde die anderen gar nicht vorlesen – ist gleich von André Heller der Scheiterhaufen, und das auf der Seite „Rot ist gut“, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer regiert denn eigentlich in Wien?
Nun zu Wien: In Wien wurden seit dem Jahre 2001 die Wohnbau-Förderungsmittel halbiert und damit eine Mieterhöhung von 40 € bedingt, es wurde die Stromsteuer von 0,9 Cent pro Kilowattstunde ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer regiert denn eigentlich in Wien?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist ja ein Fass ohne Boden!
Es gab kräftige Erhöhungen bei den Wiener Linien um bis zu 25 Prozent im Jahr 2002. Es wurde die Wiener Müllsteuer mit 1. Juli neu eingeführt – eine Gebührenerhöhung von 26 Prozent! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist ja ein Fass ohne Boden!) Kollegin Bures, das führt durch die Betriebskosten-Verteuerung natürlich auch zu einer Verteuerung der Wohnkosten. Sie schieben das dann auf den Bund, aber das alles ist in Wien hausgemacht!
Abg. Dr. Partik-Pablé: Die armen Familien!
Es wurde die Autoabschleppgebühr mit 1. Juli 2002 um 27 Prozent erhöht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Die armen Familien!) Es erfolgte die Erhöhung der städtischen Kindergartengebühren mit 1. September 2002 auf bis zu 200 €. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Kann man in Wien nicht mehr leben?) Es kam zur Verteuerung der städtischen Sportanlagen mit 1. September 2002 um 20 Prozent, liebe Kollegen. (Abg. Dr. Kräuter: Möchten Sie in den Landtag?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Kann man in Wien nicht mehr leben?
Es wurde die Autoabschleppgebühr mit 1. Juli 2002 um 27 Prozent erhöht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Die armen Familien!) Es erfolgte die Erhöhung der städtischen Kindergartengebühren mit 1. September 2002 auf bis zu 200 €. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Kann man in Wien nicht mehr leben?) Es kam zur Verteuerung der städtischen Sportanlagen mit 1. September 2002 um 20 Prozent, liebe Kollegen. (Abg. Dr. Kräuter: Möchten Sie in den Landtag?)
Abg. Dr. Kräuter: Möchten Sie in den Landtag?
Es wurde die Autoabschleppgebühr mit 1. Juli 2002 um 27 Prozent erhöht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Die armen Familien!) Es erfolgte die Erhöhung der städtischen Kindergartengebühren mit 1. September 2002 auf bis zu 200 €. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Kann man in Wien nicht mehr leben?) Es kam zur Verteuerung der städtischen Sportanlagen mit 1. September 2002 um 20 Prozent, liebe Kollegen. (Abg. Dr. Kräuter: Möchten Sie in den Landtag?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Es ist ja interessant, das zu hören!
Ich gehe nicht in den Landtag, nein. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Es ist ja interessant, das zu hören!) Sie stellen die sozialdemokratische Politik immer so gut dar und lächeln, wenn wir sagen, welch gute Politik in Kärnten gemacht wird. Daher zeigen wir Ihnen jetzt einmal im Spiegel, wie es in Wien wirklich aussieht, meine Damen und Herren! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich weiß schon, dass Sie das nervös macht, weil ich erst bei der Hälfte der Liste bin, Kollege Kräuter. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich gehe nicht in den Landtag, nein. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Es ist ja interessant, das zu hören!) Sie stellen die sozialdemokratische Politik immer so gut dar und lächeln, wenn wir sagen, welch gute Politik in Kärnten gemacht wird. Daher zeigen wir Ihnen jetzt einmal im Spiegel, wie es in Wien wirklich aussieht, meine Damen und Herren! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich weiß schon, dass Sie das nervös macht, weil ich erst bei der Hälfte der Liste bin, Kollege Kräuter. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich gehe nicht in den Landtag, nein. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Es ist ja interessant, das zu hören!) Sie stellen die sozialdemokratische Politik immer so gut dar und lächeln, wenn wir sagen, welch gute Politik in Kärnten gemacht wird. Daher zeigen wir Ihnen jetzt einmal im Spiegel, wie es in Wien wirklich aussieht, meine Damen und Herren! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich weiß schon, dass Sie das nervös macht, weil ich erst bei der Hälfte der Liste bin, Kollege Kräuter. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber die Armen!
Es wurden die Spitalskosten in den Wiener Spitälern erhöht. Es gab die Erhöhung des Bädertarifs mit 1. Mai 2003 um 10 bis 25 Prozent. Ihr alle habt wahrscheinlich einen Swimmingpool, ihr zahlt nicht in den Wiener Bädern. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber die Armen!) Das sind die Wähler, die euch einmal die absolute Mehrheit in Wien gegeben haben, Kollegen.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Die kinderreichen Familien!
Erhöhung der Gaspreise mit 1. Juli 2003 um 10 Prozent zu Lasten der Privathaushalte. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Die kinderreichen Familien!) Erhöhung der städtischen Feuerwehrgebühren – es betrifft sogar die roten Autos: Die Feuerwehrgebühren habt ihr mit 1. August 2003 um 150 Prozent erhöht. Also sogar vor Rot habt ihr keine Achtung und erhöht die Gebühren! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist verständlich!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist verständlich!
Erhöhung der Gaspreise mit 1. Juli 2003 um 10 Prozent zu Lasten der Privathaushalte. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Die kinderreichen Familien!) Erhöhung der städtischen Feuerwehrgebühren – es betrifft sogar die roten Autos: Die Feuerwehrgebühren habt ihr mit 1. August 2003 um 150 Prozent erhöht. Also sogar vor Rot habt ihr keine Achtung und erhöht die Gebühren! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist verständlich!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Unerträglich!
Verteuerung der Gebrauchsabgaben mit 1. August 2003, der Wasseranschlussabgabe um 11 Prozent mit 1. August 2003. Erhöhung des Urlaubskostenbeitrags für Familien mit geringem Einkommen um 15 Prozent mit 1. September 2003. Einführung einer neuen Aufgrabungsgebühr mit 1. Dezember 2003 – dabei gibt es in Wien so viel zuzudecken; warum man also jetzt teurer aufgraben soll, weiß ich nicht. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Unerträglich!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ein Armutszeugnis!
Kollege Kräuter! Kollegen von der SPÖ! Kehren Sie vor der eigenen Tür! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ein Armutszeugnis!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Einem –: Eine Erhöhung vergessen?
Herr Abgeordneter, Sie kennen die GO-Bestimmungen. 2 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Einem –: Eine Erhöhung vergessen?)
Abg. Neudeck: Und die anderen stimmen, Herr Kollege?
Abgeordneter Dr. Caspar Einem (SPÖ): Frau Präsidentin! Die Herren Staatssekretäre! Herr Abgeordneter Neudeck hat soeben eine ganze Reihe von Dingen behauptet. – Aus Zeitgründen berichtige ich nur eine Behauptung. (Abg. Neudeck: Und die anderen stimmen, Herr Kollege?)
Abg. Eder: Farnleitner!
Richtig ist, dass für die Einführung der Autobahnvignette die Wirtschaftsminister – und die waren schwarze Minister! – zuständig waren. (Abg. Eder: Farnleitner!) Sie sollten sich, auch wenn Sie mit der ÖVP in der Regierung sind, daran erinnern, was die Schwarzen gemacht haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Aber Sie haben dem zugestimmt!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Aber Sie haben dem zugestimmt!
Richtig ist, dass für die Einführung der Autobahnvignette die Wirtschaftsminister – und die waren schwarze Minister! – zuständig waren. (Abg. Eder: Farnleitner!) Sie sollten sich, auch wenn Sie mit der ÖVP in der Regierung sind, daran erinnern, was die Schwarzen gemacht haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Aber Sie haben dem zugestimmt!)
Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Faul zu Wort. (Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Wunschredezeit: 3 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter.
Abg. Neudeck: Von 2004! – weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP
Abgeordneter Christian Faul (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Werte Damen und Herren von der Volksanwaltschaft! Wenn man dem Kollegen Neudeck zugehört hat, was für alte Hüte und was für alte Knochen er ausgegraben hat (Abg. Neudeck: Von 2004! – weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP), dann muss man vermuten, dass die FPÖ eine Riesengruft ausgräbt, in die sie sich zurückziehen wird. Ihr schreibt auf eurer Homepage: „die FPÖ ist hin“ – oder „dahin“, wenn das ein bisschen freundlicher ist. Ich glaube, das passt für euch. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Manchmal ist es besser ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Manchmal ist es besser ...!
Abgeordneter Christian Faul (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Werte Damen und Herren von der Volksanwaltschaft! Wenn man dem Kollegen Neudeck zugehört hat, was für alte Hüte und was für alte Knochen er ausgegraben hat (Abg. Neudeck: Von 2004! – weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP), dann muss man vermuten, dass die FPÖ eine Riesengruft ausgräbt, in die sie sich zurückziehen wird. Ihr schreibt auf eurer Homepage: „die FPÖ ist hin“ – oder „dahin“, wenn das ein bisschen freundlicher ist. Ich glaube, das passt für euch. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Manchmal ist es besser ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Ein bisschen enttäuscht – und ich möchte das wirklich nur als einen Punkt herausnehmen – waren wir von dieser Ihrer Ansicht: Ich glaube, es ist der Volksanwaltschaft nicht würdig, wenn Sie Ihre Ansicht zum Ergebnis des Österreich-Konvents so kommentieren, dass Sie, Herr Volksanwalt Stadler, von einem Ergebnis sprechen, das aus Ihrer Sicht sehr dürftig und nur metaphysisch war. Aber bilden Sie sich selbst ein Urteil darüber. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: Aber sonst nichts!
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Herren Staatssekretäre! Sehr geehrter Herr Präsident des Rechnungshofes! Liebe Frau Volksanwältin Rosemarie Bauer und Herr Volksanwalt Stadler! Meine sehr geehrten Damen und Herren des Hohen Hauses! Werte Besucher auf der Galerie! Dieses Budget hat das Motto „Arbeit schaffen und Zukunft gewinnen“. (Abg. Riepl: Aber sonst nichts!) Das werden wir auch erreichen, Herr Kollege Eder. (Rufe bei der SPÖ: Riepl!)
Rufe bei der SPÖ: Riepl!
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Herren Staatssekretäre! Sehr geehrter Herr Präsident des Rechnungshofes! Liebe Frau Volksanwältin Rosemarie Bauer und Herr Volksanwalt Stadler! Meine sehr geehrten Damen und Herren des Hohen Hauses! Werte Besucher auf der Galerie! Dieses Budget hat das Motto „Arbeit schaffen und Zukunft gewinnen“. (Abg. Riepl: Aber sonst nichts!) Das werden wir auch erreichen, Herr Kollege Eder. (Rufe bei der SPÖ: Riepl!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese Bundesregierung, diese Koalition ist ein Garant für die Kontinuität im Reformkurs. Herr Kollege Faul, Ihre Äußerung zur FPÖ war ziemlich faul, muss ich ganz ehrlich sagen, aber es ist eben seit 2002 einfach ein Faktum, dass die SPÖ diese Bundesregierung unterschätzt und nicht zur Kenntnis nehmen will, dass wir erfolgreich sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Ich gehe einmal grundsätzlich davon aus, dass Sie nicht lernfähig sind. Sie werden auch noch für die nächsten eineinhalb Jahre, in denen diese Regierung arbeiten wird, diese Regierung wiederum unterschätzen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und darüber hinaus!) Und darüber hinaus – Herr Kollege Scheuch, ich stimme Ihnen zu! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und darüber hinaus!
Diese Bundesregierung, diese Koalition ist ein Garant für die Kontinuität im Reformkurs. Herr Kollege Faul, Ihre Äußerung zur FPÖ war ziemlich faul, muss ich ganz ehrlich sagen, aber es ist eben seit 2002 einfach ein Faktum, dass die SPÖ diese Bundesregierung unterschätzt und nicht zur Kenntnis nehmen will, dass wir erfolgreich sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Ich gehe einmal grundsätzlich davon aus, dass Sie nicht lernfähig sind. Sie werden auch noch für die nächsten eineinhalb Jahre, in denen diese Regierung arbeiten wird, diese Regierung wiederum unterschätzen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und darüber hinaus!) Und darüber hinaus – Herr Kollege Scheuch, ich stimme Ihnen zu! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese Bundesregierung, diese Koalition ist ein Garant für die Kontinuität im Reformkurs. Herr Kollege Faul, Ihre Äußerung zur FPÖ war ziemlich faul, muss ich ganz ehrlich sagen, aber es ist eben seit 2002 einfach ein Faktum, dass die SPÖ diese Bundesregierung unterschätzt und nicht zur Kenntnis nehmen will, dass wir erfolgreich sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Ich gehe einmal grundsätzlich davon aus, dass Sie nicht lernfähig sind. Sie werden auch noch für die nächsten eineinhalb Jahre, in denen diese Regierung arbeiten wird, diese Regierung wiederum unterschätzen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und darüber hinaus!) Und darüber hinaus – Herr Kollege Scheuch, ich stimme Ihnen zu! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Silhavy: Deswegen steigt die Arbeitslosigkeit ...! – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Wichtig an diesem gesamten Kurs ist, dass wir die Abgabenquote gesenkt haben – das heißt, die Menschen haben mehr Geld zur Verfügung –, aber die Sozialquote haben wir gleichzeitig erhöht. Unter Sozialministern der SPÖ, also bis 1999, ist die Sozialquote kontinuierlich gesunken; seit Bundeskanzler Schüssel und seit Sozialministern, die der Freiheitlichen Partei angehören, steigt die Sozialquote wieder. (Abg. Silhavy: Deswegen steigt die Arbeitslosigkeit ...! – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Bis auf den Broukal! Für den ist’s gefährlich! Der hat die Armutsgrenze erreicht!
Ihre Kritik, Frau Kollegin, geht hier eindeutig ins Leere. Wir können beweisen, dass wir mit der Erhöhung der Sozialquote auch die Lebensqualität der Menschen erhöht haben. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Bis auf den Broukal! Für den ist’s gefährlich! Der hat die Armutsgrenze erreicht!) Beispielsweise: Früher gab es 80 000 Bezieher von Ka-
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
renzgeld, heute haben wir 140 000. Früher hatten wir eine Zuverdienstgrenze von 4 000 €, heute haben wir 14 000 €. Die pensionsbegründenden Kindererziehungszeiten haben wir von 18 auf 24 Monate erhöht, mit einer besseren Bemessungsgrundlage. Wir haben die Erwerbsquote der Frauen um 3,2 Prozent erhöht; sie steigt mit dieser Bundesregierung, und wir liegen im Übrigen 7 Prozent über dem EU-Durchschnitt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Silhavy: Ein Trauerspiel!
Beschäftigungspolitik, Sozialpolitik, Frauenpolitik im effizienten Einklang, und die Sozialpolitik dieser Bundesregierung kann sich sehen lassen! (Abg. Silhavy: Ein Trauerspiel!) Nur als Beispiel: Die Leistungen im Bundespflegegeld steigen um 12,6 Millionen € allein in diesem Budget, das wir hier beschließen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist dies ein Erfolgskurs, der uns international in allen Medien bestätigt wird. Das macht uns sicher. Die von Ihnen geübte Kritik geht ins Leere, wenn man sich die Fakten im Detail anschaut. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Posch: Der einzige Überlebende!
Abgeordnete Mag. Ruth Becher (SPÖ): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Beim Budgetvoranschlag des Rechnungshofes ist festzustellen, dass dieser sehr sparsam wirtschaftet, vor allem auch angesichts der Tatsache, dass seit 2001 keine Personalaufstockungen vorgenommen worden sind (Abg. Mag. Posch: Der einzige Überlebende!) und der Arbeitsaufwand des Kontrollorgans des Nationalrates ständig steigt. Daher denke ich, dass das eine durchaus anerkennenswerte Tatsache ist. (Beifall bei der SPÖ, der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ, der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Mag. Ruth Becher (SPÖ): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Beim Budgetvoranschlag des Rechnungshofes ist festzustellen, dass dieser sehr sparsam wirtschaftet, vor allem auch angesichts der Tatsache, dass seit 2001 keine Personalaufstockungen vorgenommen worden sind (Abg. Mag. Posch: Der einzige Überlebende!) und der Arbeitsaufwand des Kontrollorgans des Nationalrates ständig steigt. Daher denke ich, dass das eine durchaus anerkennenswerte Tatsache ist. (Beifall bei der SPÖ, der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist für mich ein Beweis mehr dafür, wie abgehoben diese Regierung ist. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein weiterer Punkt, der wichtig ist, betrifft Bildung und Kultur. Die Ausgaben werden angehoben, und der Mitteleinsatz für die Arbeitsmarktmaßnahmen hat das höchste Niveau seit jeher erreicht. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das sind nun einmal Fakten, die Sie einfach auch zur Kenntnis nehmen müssen. Es gibt hier Schwerpunkte, da gibt es Verbesserungen, vor allem eben im Forschungsbereich. (Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.) Der müsste Sie, Herr Kollege Einem, auch besonders interessieren.
Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.
Ein weiterer Punkt, der wichtig ist, betrifft Bildung und Kultur. Die Ausgaben werden angehoben, und der Mitteleinsatz für die Arbeitsmarktmaßnahmen hat das höchste Niveau seit jeher erreicht. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das sind nun einmal Fakten, die Sie einfach auch zur Kenntnis nehmen müssen. Es gibt hier Schwerpunkte, da gibt es Verbesserungen, vor allem eben im Forschungsbereich. (Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.) Der müsste Sie, Herr Kollege Einem, auch besonders interessieren.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Um dieses Erfolgsmodell weiterführen zu können, braucht es natürlich eine effiziente und gute Kontrolle. Diese führen wir hier im Parlament durch den Rechnungshof durch. Ich danke auch allen Mitarbeitern – und voran dem Präsidenten – dafür, dass sie unabhängig und weisungsfrei tätig sind. Ich denke, es steht außer Diskussion, dass im Rechnungshof gut gearbeitet wird, und wir danken hier für die gute Arbeit, die geleistet wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aber geh! Eine überflüssige Frage!
Kollege Kräuter, ich frage Sie nur einmal: Haben Sie auch irgendwelche konstruktiven Vorschläge? – Ihre Partei hat in vielen Jahren gezeigt, was Sie können und wie Sie es machen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aber geh! Eine überflüssige Frage!) Sie hatten lange genug Zeit, hier Ihre Dinge einzubringen – und es war wirklich Zeit für eine Wende und für einen Wandel in Österreich, zu dem wir Freiheitliche beitragen konnten (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Er hält ja seine Rede zum Selbstzweck! Ist eher ein Wendehals!) –, Sie hatten lange genug Zeit, mit Steuererhöhungen, mit Verteilungen nach dem Gießkannenprinzip und nach Gutdünken die Bevölkerung in Geiselhaft zu nehmen. Jetzt ist es Zeit für Steuersenkungen und Familienfreundlichkeit, und dafür stehen wir Freiheitliche als Garant.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Er hält ja seine Rede zum Selbstzweck! Ist eher ein Wendehals!
Kollege Kräuter, ich frage Sie nur einmal: Haben Sie auch irgendwelche konstruktiven Vorschläge? – Ihre Partei hat in vielen Jahren gezeigt, was Sie können und wie Sie es machen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aber geh! Eine überflüssige Frage!) Sie hatten lange genug Zeit, hier Ihre Dinge einzubringen – und es war wirklich Zeit für eine Wende und für einen Wandel in Österreich, zu dem wir Freiheitliche beitragen konnten (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Er hält ja seine Rede zum Selbstzweck! Ist eher ein Wendehals!) –, Sie hatten lange genug Zeit, mit Steuererhöhungen, mit Verteilungen nach dem Gießkannenprinzip und nach Gutdünken die Bevölkerung in Geiselhaft zu nehmen. Jetzt ist es Zeit für Steuersenkungen und Familienfreundlichkeit, und dafür stehen wir Freiheitliche als Garant.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Und, Kollege Faul: Totgesagte leben länger. Sie werden es sich merken. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Bleckmann: Das können Sie schwer beurteilen, was mir gut tut!
Abgeordneter Mag. Walter Posch (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Frau Bleckmann, der freiheitliche Wandel hat Ihnen aber nicht gut getan, glaube ich. Ganz im Gegenteil: Er hat Sie ziemlich beschädigt. (Abg. Dr. Bleckmann: Das können Sie schwer beurteilen, was mir gut tut!)
Zwischenruf des Abg. Amon
Besonders traurig ist die Jugendarbeitslosigkeit der 15- bis 24-Jährigen mit einer Zahl von 46 500 im Februar 2005 (Zwischenruf des Abg. Amon) – Sie können es nachlesen; das entspricht schon einer relativ großen österreichischen Stadt –, wobei 11,3 Prozent der 15- bis 19-Jährigen in Österreich weder eine Ausbildung noch einen Job haben. Das bedeutet, dass sich jährlich etwa 10 000 junge Menschen aus dem System verabschieden „müssen“.
Abg. Silhavy: Das ist ein Skandal!
Zu den Spezialkapiteln wäre zu sagen, dass die Regierung vor allem nach dem von Bundeskanzler Schüssel getätigten Ausspruch lebt, wonach die echten Schwerpunktsetzungen dieser Bundesregierung in den Bereich der Propaganda und der Selbstdarstellung fallen. Dafür wird im Bereich der Volksgruppenförderung massiv gespart, was sich in nominal gleich bleibenden Budgets schon seit einer ganzen Dekade ausdrückt. Trotz verfassungsmäßig festgeschriebener Staatszielbestimmung gibt es seit 1999 den gleichen Ansatz: 3,7 Millionen €. Die Kosten für den Eurofighter entsprechen 600 Jahren Volksgruppenförderung in Österreich! (Abg. Silhavy: Das ist ein Skandal!) Anschaffung der Eurofighter – 600 Jahre Volksgruppenförderung!
Beifall bei der SPÖ.
Wie insgesamt für die Kunst- und Kulturpolitik des Landes gesagt werden kann, dass sie nicht erkennbar ist, außer an den Schattenseiten ihrer unerträglichen Kumpanei von Politik und Kunstmanagement. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn wir die europäischen Vergleichszahlen hernehmen, erkennen wir, dass wir in Österreich in der allgemeinen Arbeitslosenstatistik immerhin mit der zweitniedrigsten Arbeitslosenzahl unter 25 europäischen Staaten konfrontiert sind, und wir haben die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in ganz Europa. Und wenn diese Bundesregierung mit ihren Maßnahmen erfolgreicher als 24 andere Regierungen in Europa ist, dann ist das durchaus ein wenig auch ein Grund, auf diese Maßnahmen stolz zu sein. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Auch das darf man durchaus zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das sind, glaube ich, Leistungen, die sich sehen lassen können, und zur Redlichkeit der Debatte gehört auch dazu, dass eine Opposition diese positiven Dinge anerkennt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Brinek: Man kann immer reformieren!
angekündigt, dass am 1. Mai ein Reformdialog stattfinden soll, nämlich genau zum Thema Arbeitslosigkeit. (Abg. Dr. Brinek: Man kann immer reformieren!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Wien!
Man kann immer reformieren, aber meistens ist es zu spät, denn seit diese Bundesregierung in Amt und Würden ist, hat sich die Zahl der Arbeitslosen in Österreich um 70 000 erhöht! Und das ist dramatisch, Frau Kollegin! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Wien!)
Zwischenrufe der Abg. Dr. Brinek.
Lesen Sie doch auch einmal das „WirtschaftsBlatt“, in dem steht – das sage ich jetzt ganz bewusst an die Adresse der steirischen Abgeordneten –, dass es in der Steiermark die höchsten Strompreise gibt und dass die RHI an eine Abwanderung aus dieser Region denkt. (Zwischenrufe der Abg. Dr. Brinek.) Und beim Strom, liebe Kollegen aus der Steiermark, braut sich gleichfalls eine Krise zusammen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Lesen Sie doch auch einmal das „WirtschaftsBlatt“, in dem steht – das sage ich jetzt ganz bewusst an die Adresse der steirischen Abgeordneten –, dass es in der Steiermark die höchsten Strompreise gibt und dass die RHI an eine Abwanderung aus dieser Region denkt. (Zwischenrufe der Abg. Dr. Brinek.) Und beim Strom, liebe Kollegen aus der Steiermark, braut sich gleichfalls eine Krise zusammen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Probleme könnte man doch auch auf konstruktive Art und Weise lösen, aber: Seit Sie von ÖVP und FPÖ in der Bundesregierung sind, redet niemand von einem forcierten Kraftwerksbau, von Planungen, von einem Ausbau der Infrastruktur et cetera. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) – Nein, ich rede jetzt von einem ökologischen Ausbau, von Kraft-Wärme-Kopplungen, von Gaskraftwerken und so weiter, davon, dass österreichische Industriebetriebe nicht nur im Ausland bauen, sondern auch auf Referenzprojekte im Inland hinweisen können. – Das sollten Sie zum Beispiel in einen Reformdialog einbauen. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Probleme könnte man doch auch auf konstruktive Art und Weise lösen, aber: Seit Sie von ÖVP und FPÖ in der Bundesregierung sind, redet niemand von einem forcierten Kraftwerksbau, von Planungen, von einem Ausbau der Infrastruktur et cetera. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) – Nein, ich rede jetzt von einem ökologischen Ausbau, von Kraft-Wärme-Kopplungen, von Gaskraftwerken und so weiter, davon, dass österreichische Industriebetriebe nicht nur im Ausland bauen, sondern auch auf Referenzprojekte im Inland hinweisen können. – Das sollten Sie zum Beispiel in einen Reformdialog einbauen. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Ruf bei der ÖVP: Wer redet „quatschi-quatschi“? Sie?
Und dann muss man bei Ihnen schon schauen, ob es nicht zwischen dem Reden und dem Handeln einen großen Unterschied gibt. Ihre „Spitzengespräche“ und Ihre „Reformdialoge“ haben nämlich so ungefähr die gleiche Wirkung wie Valium. Das, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, ist doch eine virtuelle Welt, die Sie den Österreichern vorspielen. Sie behaupten, es sei ohnehin alles in Ordnung; wir kommen zusammen, jeder/jede redet rund 3 Minuten lang – quatschi-quatschi! (Ruf bei der ÖVP: Wer redet „quatschi-quatschi“? Sie?) –, dann gehen wir wieder nach Hause, und in Österreich gibt es wieder um 10 000 Arbeitslose mehr! – Das wollen wir von der SPÖ nicht! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und dann muss man bei Ihnen schon schauen, ob es nicht zwischen dem Reden und dem Handeln einen großen Unterschied gibt. Ihre „Spitzengespräche“ und Ihre „Reformdialoge“ haben nämlich so ungefähr die gleiche Wirkung wie Valium. Das, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, ist doch eine virtuelle Welt, die Sie den Österreichern vorspielen. Sie behaupten, es sei ohnehin alles in Ordnung; wir kommen zusammen, jeder/jede redet rund 3 Minuten lang – quatschi-quatschi! (Ruf bei der ÖVP: Wer redet „quatschi-quatschi“? Sie?) –, dann gehen wir wieder nach Hause, und in Österreich gibt es wieder um 10 000 Arbeitslose mehr! – Das wollen wir von der SPÖ nicht! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Marizzi: Hab’ ich gerade gemacht!
Das heißt, die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, die Ansätze der Bundesregierung kennen zu lernen – und gleichermaßen auch ein Recht darauf, zu erfahren, welche Gedanken und Programme es seitens der Opposition gibt, die ja eigentlich auch eine sehr wichtige Rolle wahrzunehmen hätte, die das jedoch, wie ich meine, leider nicht tut. Sie von SPÖ und Grünen kommen Ihrer Verpflichtung als Oppositionsparteien, auch einmal mit konstruktiven Vorschlägen aufzuwarten, nicht nach! (Abg. Marizzi: Hab’ ich gerade gemacht!)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Es mangelt Ihnen an Programmen, und Sie beschränken sich darauf, Opposition zu sein um der Opposition willen, um parteipolitische Polemik anzubringen. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Das einzige Programm, das mir bekannt ist, mit dem Sie von der SPÖ in letzter Zeit an die Öffentlichkeit getreten sind, war Ihr Wirtschaftsprogramm, geschätzte Damen und Herren von der SPÖ. Dessen Inhalt: Erhöhung der Erbschaftssteuer sowie Erhöhung der Grundsteuer. (Abg. Dr. Matznetter: Grasser war das mit der Grundsteuer! Am 10. Juli in der „Presse“!)
Abg. Dr. Matznetter: Grasser war das mit der Grundsteuer! Am 10. Juli in der „Presse“!
Es mangelt Ihnen an Programmen, und Sie beschränken sich darauf, Opposition zu sein um der Opposition willen, um parteipolitische Polemik anzubringen. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Das einzige Programm, das mir bekannt ist, mit dem Sie von der SPÖ in letzter Zeit an die Öffentlichkeit getreten sind, war Ihr Wirtschaftsprogramm, geschätzte Damen und Herren von der SPÖ. Dessen Inhalt: Erhöhung der Erbschaftssteuer sowie Erhöhung der Grundsteuer. (Abg. Dr. Matznetter: Grasser war das mit der Grundsteuer! Am 10. Juli in der „Presse“!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Nein!
Ich teile nicht unbedingt die Meinung meiner Fraktionskollegen, dass Kollege Matznetter dann einen Rückzieher gemacht hat, sondern glaube vielmehr, dass Matznetter vom Parteivorsitzenden Gusenbauer den Auftrag bekommen hat, genau dieses Wirtschaftsprogramm zu entwickeln beziehungsweise zu präsentieren. Dann jedoch hat Kollege Gusenbauer sozusagen Kindesweglegung betrieben. Ich, Herr Kollege Matznetter, traue Ihnen ein solches Programm eigentlich nicht zu, denn ich halte Sie für zu pfiffig, als dass Sie selbst ein solches „Wirtschaftsprogramm“ konzipiert hätten, sondern glaube vielmehr, dass Sie dieses lediglich zu präsentieren hatten. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Nein!)
Rufe bei der ÖVP: Arm!
In diesem Zusammenhang eine Anmerkung: Ich bedauere natürlich sehr die Einkommenssituation unseres geschätzten sozialistischen Kollegen Broukal, dem – eigenen Angaben nach – keine Steuersenkung zuteil wurde, hoffe aber, dass die für ihn angeregte Kollekte ihm doch einigermaßen darüber hinweghilft. (Rufe bei der ÖVP: Arm!)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich darf noch ganz kurz auf weitere Ausführungen von Vorrednern der Oppositionsparteien eingehen und Folgendes sagen: Für mich ist es geradezu schockierend, wenn Kollege Marizzi hier anführt, dass die Zahl der Arbeitslosen in Österreich um 70 000 gestiegen ist – ja, das ist richtig und bedauerlich; wobei wir uns bei einem internationalen Vergleich, und ein solcher wurde ja angestellt, mit der Situation in Österreich noch einigermaßen glücklich preisen können, obgleich natürlich jeder Arbeitslose einer zu viel ist (Zwischenrufe bei der SPÖ) –, und seine Fraktion dazu geschlossen applaudiert, so, als hätten Sie geradezu Freude daran! Das halte ich, gelinde gesagt, für einen Skandal! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ungeheuerlich! – Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ungeheuerlich! – Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Ich darf noch ganz kurz auf weitere Ausführungen von Vorrednern der Oppositionsparteien eingehen und Folgendes sagen: Für mich ist es geradezu schockierend, wenn Kollege Marizzi hier anführt, dass die Zahl der Arbeitslosen in Österreich um 70 000 gestiegen ist – ja, das ist richtig und bedauerlich; wobei wir uns bei einem internationalen Vergleich, und ein solcher wurde ja angestellt, mit der Situation in Österreich noch einigermaßen glücklich preisen können, obgleich natürlich jeder Arbeitslose einer zu viel ist (Zwischenrufe bei der SPÖ) –, und seine Fraktion dazu geschlossen applaudiert, so, als hätten Sie geradezu Freude daran! Das halte ich, gelinde gesagt, für einen Skandal! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ungeheuerlich! – Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Kollege Kräuter, dein Debattenbeitrag hat ausschließlich aus Hasstiraden bestanden, und ich sowie meine Kollegen haben feststellen müssen, dass von dir, Kollege Kräuter, kein einziger konstruktiver Vorschlag gekommen ist! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Wirtschaftswachstum – weil ja von Ihnen, von den Oppositionsparteien gesagt wurde, die Regierung tue zu wenig, die Wirtschaft würde nicht entsprechend angekurbelt –: Gerade heute, und zwar um elf Uhr, wurde im Rahmen einer Pressekonferenz ein für Österreich, wie ich meine, sehr gutes Ergebnis präsentiert: In Österreich wird es ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum geben, sodass hinsichtlich der entsprechenden Prognosen eine Korrektur nach oben vorgenommen wurde. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Dr. Einem: Ein Tiefpunkt!
Geschätzte Damen und Herren! Diese Bundesregierung – und das wird mit dem vorliegenden Budget dokumentiert – ist auf einem Reformkurs, ist auf einem Erfolgskurs, und dies spiegeln auch alle Zahlen des Budgets wider. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Dr. Einem: Ein Tiefpunkt!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ein Widerspruch ...!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu einer – geschäftsordnungskonformen – tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Dr. Matznetter zu Wort gemeldet. Ich erteile es ihm. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ein Widerspruch ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich jedenfalls habe eine Erhöhung der Grundsteuer nie gefordert. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Fauland: Noch mehr heiße Luft!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Herr Kollege Hoffmann hat behauptet (Abg. Fauland: Noch mehr heiße Luft!), ich hätte in meiner beeindruckenden Rede keinen konkreten Vorschlag gemacht. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Herr Kollege Hoffmann hat behauptet (Abg. Fauland: Noch mehr heiße Luft!), ich hätte in meiner beeindruckenden Rede keinen konkreten Vorschlag gemacht. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Fauland: Selbstüberschätzung! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Optimismus ist die eine Geschichte!
Ich berichtige tatsächlich: Ich habe einmal mehr Richtlinien zur Eindämmung der ausufernden Beraterausgaben dieses Finanzministers eingebracht. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Fauland: Selbstüberschätzung! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Optimismus ist die eine Geschichte!)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Ing. Erwin Kaipel (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Am Beginn darf ich Ihnen, Herr Präsident des Rechnungshofes, mit Ihrer Mannschaft für Ihre hervorragende und seriöse Arbeit herzlich danken, eine Arbeit, die für die Kontrolltätigkeit des Parlaments unverzichtbar ist. – Danke sehr. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Großruck: Beweihräuchern tut das Ausland! Das kostet nichts!
Oder anders ausgedrückt: Was die zentralistische Bundesbeschaffung bisher der regionalen Wirtschaft zum Schaden der Volkswirtschaft entzogen hat, verwendet die Regierung für Selbstbeweihräucherung und Freunderlwirtschaft. (Abg. Großruck: Beweihräuchern tut das Ausland! Das kostet nichts!) Das ist ein Schlag ins Gesicht der kleinen Unternehmen, Herr Kollege!
Abg. Lentsch: Wer hat diese schlechte Rede geschrieben?
Jahr 2006 um 50 Prozent auf 740 Millionen € erhöht wird, ohne dass es dafür eine schlüssige Begründung gibt. Das ist eine Politik, die die Reichen über die Armen finanziert, eine Politik, die von unglaubwürdigen Repräsentanten gemacht wird. Ich erinnere nur an Aussagen wie: Eine Stimme weniger und wir sind weg! – Das Ergebnis kennen wir. Oder: Zukunft ohne neue Schulden! – Das Ergebnis ist, dass Österreich noch nie so hoch verschuldet war wie heute. Auch dazu gäbe es noch viele Beispiele. (Abg. Lentsch: Wer hat diese schlechte Rede geschrieben?) – Solche Politik verträgt eben keine Kontrolle, Frau Kollegin!
Beifall bei der SPÖ.
Aber man kann den Bogen auch überspannen, und Sie sind dabei, dies zu tun. Es ist außerdem auch unklug, meine Damen und Herren der Regierungsfraktionen, die Intelligenz der Menschen zu unterschätzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Sehr verehrte Damen und Herren! Die Budgetberatungen für das kommende Jahr 2006 sind auch Anlass, danke zu sagen. Ich darf dies als Vorsitzender des Budgetausschusses zuerst an all die Bediensteten des Hauses, die uns perfekt, verlässlich und präzise zur Verfügung gestanden sind, ganz besonders zum Ausdruck bringen. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Dr. Brinek: Was sind unwesentliche Kapitel?
Ich habe aber trotzdem einige Vorschläge, meine Damen und Herren! Erstens: Ich halte nichts davon, dass wesentliche Kapitel in zwei Stunden – ich formuliere es einmal drastisch – „abzuwürgen“ sind. Es sollte doch darüber nachgedacht werden, ob man nicht für wesentliche Kapitel zumindest drei Stunden zur Beratung zur Verfügung hat. (Abg. Dr. Brinek: Was sind unwesentliche Kapitel?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es wäre auch zu überlegen, ob nicht der Ausschussvorsitz während des Tages wechseln kann. Ich halte es aus, ich sage das ganz offen, aber es ist nicht gerade angenehm, wenn ein Vorsitzender von neun Uhr in der Früh bis – wir hatten es schon einmal – drei viertel zwei Uhr in der Nacht vorne sitzt, während alle Beschäftigten – zu Recht – alle paar Stunden oder zumindest bei jedem Kapitel wechseln. Das wäre hier auch notwendig. Natürlich kann der Einwand kommen: In den übrigen Ausschüssen wird auch nicht gewechselt. – In derartigen Ausschüssen sind aber die Obmann-Stellvertreter anwesend, man kann einen Wechsel vornehmen. Ich glaube, diesbezüglich sollten wir uns etwas überlegen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Vergleich in Europa. Kollege Amon hat das in so treffender Weise gesagt: Wenn Österreich von 25 europäischen Ländern an der zweitbesten Stelle bei der Beschäftigung, an der besten Stelle bei der Jugendbeschäftigung als Land steht, das sicher nicht zu den Ländern mit großen Bodenschätzen gehört, dann kann man dank der Tüchtigkeit der Arbeitnehmer, dank der professionellen Arbeit der Führungskräfte, dank des Mutes der Unternehmer und einer sehr positiven Politik diesen Vergleich mit anderen jederzeit eingehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das gilt für die Regierung auch! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Der fehlende Mut zu Neuem ist auch ein Hinderungsgrund. In der Wirtschaft gilt das eherne Gesetz: Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das gilt für die Regierung auch! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Nur in der Politik – wenn ich gerade dieser Seite zuhöre – soll alles immer so bleiben, wie es ist! Ich frage mich, ob Kollege Matznetter in seinem Steuerberatungs- und Wirtschaftstreuhänderbüro heute auch noch so arbeiten könnte wie vor 10, 20, 30 Jahren. (Abg. Dr. Brinek: Niemals!) Das würde mich interessieren. Reformen sind daher auch in der politischen Arbeit notwendig. Sie werden auch in Zukunft notwendig sein, meine Damen und Herren.
Abg. Dr. Brinek: Niemals!
Der fehlende Mut zu Neuem ist auch ein Hinderungsgrund. In der Wirtschaft gilt das eherne Gesetz: Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das gilt für die Regierung auch! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Nur in der Politik – wenn ich gerade dieser Seite zuhöre – soll alles immer so bleiben, wie es ist! Ich frage mich, ob Kollege Matznetter in seinem Steuerberatungs- und Wirtschaftstreuhänderbüro heute auch noch so arbeiten könnte wie vor 10, 20, 30 Jahren. (Abg. Dr. Brinek: Niemals!) Das würde mich interessieren. Reformen sind daher auch in der politischen Arbeit notwendig. Sie werden auch in Zukunft notwendig sein, meine Damen und Herren.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Offensichtlich haben manche vergessen, dass in der Voest über 10 Prozent den Mitarbeitern gehören. Gratulieren Sie diesen Mitarbeitern zum Kauf dieser Aktien! Das war die beste Mitarbeiterbeteiligung. Diesem Beispiel sollten wir in vielen Fällen folgen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Fauland.
Abgeordnete Beate Schasching (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Dame und sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! 40 Millionen € für den Sport in Österreich sind eine schöne Zahl und gemessen an den mangelnden Initiativen für Mittel arbeitsmarktpolitischer Art oder weiteren Streichungen im Bildungswesen durchaus ein Lichtblick im Budgetdunkel. Dass von den erwähnten 40 Millionen auch der organisierte Vereinssport profitiert, ist wichtig und mehr als legitim. Österreich hat ein gut funktionierendes Vereinswesen, das von Tausenden ehrenamtlichen Funktionärinnen und Funktionären getragen wird. Bei denen, Herr Sportstaatssekretär, sollten wir uns auch wirklich ganz herzlich für ihre Arbeit bedanken. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Fauland.)
in Richtung Staatssekretär Mag. Schweitzer
Ein echtes Problemfeld im Bereich Sport ist allerdings völlig offen. Völlig offen ist, wie es im Schulsport weitergehen soll. Ich rede hier nicht von kleinen „Projektchen“, die durchaus erfolgreich sind und die wir auch unterstützen. Ich spreche davon, dass in den letzten Jahren im Schulsport massiv eingespart wurde, dass Sportstunden verloren gegangen sind, dass Sie sich (in Richtung Staatssekretär Mag. Schweitzer) leider nicht gegen Bundesministerin Gehrer, die das zugelassen hat, durchsetzen konnten, dass es an unverbindlichen Übungen fehlt, dass mancherorts nicht einmal mehr Neigungsgruppen oder Freigegenstände in diesem Fach durchgeführt werden können. Es gibt sogar Schulen, in denen Sport nur mehr vierzehntägig stattfindet, und wenn das dann auf einen Feiertag fällt, wird einen ganzen Monat lang kein Sport ausgeübt. All das kann nicht in unserem gemeinsamen Sinne sein!
Abg. Fauland: Was hat er denn geschrieben?
Um das zu beweisen, möchte ich etwas zitieren und verlesen. Der Salzburger Sportlandesrat Dr. Othmar Raus hat mir Folgendes geschrieben (Abg. Fauland: Was hat er denn geschrieben?):
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bucher: Die Politik soll eingreifen!
Selbstverständlich versteht das jedermann! Selbstverständlich ist das ein Problem, und ich appelliere ganz intensiv! Der Sportstaatssekretär muss jetzt endlich an den Bundeskanzler herantreten und sagen: Wir müssen hier gemeinsam fordern! Das Stadion Klagenfurt ist zu bauen, und zwar sofort! Die EM ist in Österreich festzumachen, denn sonst würde ein volkswirtschaftlicher Schaden entstehen. Und die Reputation Österreichs als Sportland steht auf dem Spiel! – Also bitte, handeln! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bucher: Die Politik soll eingreifen!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter
Abgeordneter Markus Fauland (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Herren Staatssekretäre! Herr Präsident des Rechnungshofes! Meine Dame und Herren Volksanwälte! Bevor ich mich jetzt mit dem Bereich Sport beschäftige, möchte ich Folgendes sagen: Kollege Kräuter, Sie reden hier von einer „fulminanten Rede“ (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter), wobei ich den Vergleich des Bundeskanzlers, was den Comic betrifft, heranziehen möchte. Der Unterschied zwischen einem Comic und Ihrem Auftritt ist, dass in einem Comic in einer Sprechblase immer noch Text zu finden ist. (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Der war „gut“!)
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Der war „gut“!
Abgeordneter Markus Fauland (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Herren Staatssekretäre! Herr Präsident des Rechnungshofes! Meine Dame und Herren Volksanwälte! Bevor ich mich jetzt mit dem Bereich Sport beschäftige, möchte ich Folgendes sagen: Kollege Kräuter, Sie reden hier von einer „fulminanten Rede“ (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter), wobei ich den Vergleich des Bundeskanzlers, was den Comic betrifft, heranziehen möchte. Der Unterschied zwischen einem Comic und Ihrem Auftritt ist, dass in einem Comic in einer Sprechblase immer noch Text zu finden ist. (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Der war „gut“!)
Abg. Bucher: Das war wirklich das Letzte!
Wie richtungweisend Sie agieren, ist auch auf der „vorbildhaft“ geführten Seite www.rechnungshofsprecher.at zu finden, wo die Zeitrechnung anscheinend am 22. September 2004 beendet wurde. Das war das Letzte, was man da aktuell finden kann. (Abg. Bucher: Das war wirklich das Letzte!) Aber so ist es halt, wenn man keine Themen hat. Sie haben das bewiesen! Das richtet sich selbst!
Rufe bei der SPÖ: Wann?
Zusätzlich stehen in diesem Budget, in einem Budgetbegleitgesetz, auch im Jahr 2006 wieder 15 Millionen € für die Verbesserung der Sportinfrastruktur in Österreich zur Verfügung. Seien Sie beruhigt: Das Stadion in Salzburg wird rechtzeitig fertig werden, trotz eines Kunstrasens, den man dort verlegt hat, wo man nun wieder einen natürlichen Rasen drauflegen muss. – So viel sage ich zu Othmar Raus. Auch das Stadion in Kärnten wird sicherlich gebaut, und es wird fertig gestellt werden. (Rufe bei der SPÖ: Wann?)
Abg. Schopf: Aber welche?
Aber greifen Sie nicht in die Prozesse des österreichischen Rechts ein! Eine Einspruchsfrist ist gegeben. Diese Einspruchsfrist ist einzuhalten. Es wird rechtzeitig eine Entscheidung gefällt werden. Sie können sicher sein, es werden dort Spiele stattfinden! (Abg. Schopf: Aber welche?) – Fußballspiele! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber greifen Sie nicht in die Prozesse des österreichischen Rechts ein! Eine Einspruchsfrist ist gegeben. Diese Einspruchsfrist ist einzuhalten. Es wird rechtzeitig eine Entscheidung gefällt werden. Sie können sicher sein, es werden dort Spiele stattfinden! (Abg. Schopf: Aber welche?) – Fußballspiele! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sport ist eine Möglichkeit einer positiven Freizeitgestaltung, und diese Freizeitgestaltung gehört in größtem Ausmaß gefördert. Ich gratuliere dem Sport-Staatssekretär zu dieser Initiative. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Mein Vorredner hat behauptet, auf der allgemein beliebten Homepage „www.rechnungshofsprecher.at“ (ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen) gäbe es seit Oktober 2004 keine Eintragungen. – Das ist nachweislich falsch!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gahr: Zahlen bitte, Kollege Kräuter! Zahlen!
Wer immer mir in Österreich eine einzige Aktion des Nationalratspräsidenten Andreas Khol nennen kann, wo er sich erfolgreich für die Kontrolle eingesetzt hat, bekommt 1 000 €. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gahr: Zahlen bitte, Kollege Kräuter! Zahlen!)
Staatssekretär Mag. Schweitzer: Gibt es schon!
Ich darf dem den Wunsch des Herrn Staatssekretärs nachschicken, der diese Einrichtungen auch für die Kindergärten vorhat. (Staatssekretär Mag. Schweitzer: Gibt es schon!)
Beifall bei der SPÖ. – Bundeskanzler Dr. Schüssel: Bringen S’ mir a’ Schaufel, und ich fang’ gleich an!
Zum Schluss darf ich noch einmal eindringlich den Wunsch meiner Fraktion laut werden lassen: Herr Bundeskanzler, Herr Staatssekretär, sorgen Sie für den Bau des Stadions Klagenfurt! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Bundeskanzler Dr. Schüssel: Bringen S’ mir a’ Schaufel, und ich fang’ gleich an!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich denke, dass das Budget, das wir jetzt verhandeln, in der Lage ist, diese Erfolgsgeschichte fortzusetzen – wirtschaftlich und sozial! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin auch der festen Überzeugung, dass es nur eine gemeinsame Wirtschafts- und Sozialkompetenz gibt. Sie reden zwar viel vom Sozialen, aber in Wirklichkeit sind Sie nicht in der Lage, Ihre Vorstellungen zu erreichen, weil Ihnen die Wirtschaftskompetenz fehlt. Gerade am wichtigsten sozialen Problem unserer Tage, nämlich an der Arbeitslosigkeit, kann man sehen, dass Sozialkompetenz ohne Wirtschaftskompetenz eigentlich undenkbar ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo?
Nur dann, wenn es gelingt, entsprechende wirtschaftliche Maßnahmen zu setzen, kann man auch zumindest gute Teilerfolge bei der Arbeitslosigkeit erzielen. Und das haben wir! (Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo?) Es ist kein Zufall, dass es in ganz Europa, in der gesamten EU (Abg. Gradwohl: Für Österreich tragen Sie die Verantwortung!), kein einziges Land gibt – wenn man vom kleinen Luxemburg absieht –, das eine so niedrige Arbeitslosigkeit hat wie Österreich.
Abg. Gradwohl: Für Österreich tragen Sie die Verantwortung!
Nur dann, wenn es gelingt, entsprechende wirtschaftliche Maßnahmen zu setzen, kann man auch zumindest gute Teilerfolge bei der Arbeitslosigkeit erzielen. Und das haben wir! (Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo?) Es ist kein Zufall, dass es in ganz Europa, in der gesamten EU (Abg. Gradwohl: Für Österreich tragen Sie die Verantwortung!), kein einziges Land gibt – wenn man vom kleinen Luxemburg absieht –, das eine so niedrige Arbeitslosigkeit hat wie Österreich.
Abg. Riepl: Positiv ist, wenn wir weniger Arbeitslose haben!
Gesamt betrachtet ist das, glaube ich, ein sehr positiver Befund; ein sehr positiver Befund nicht nur über die Vergangenheit, sondern auch für die Zukunft. (Abg. Riepl: Positiv ist, wenn wir weniger Arbeitslose haben!) Da ist nichts parteipolitisch motiviert, sondern das drückt aus, dass es eine Sozialkompetenz ohne eine Wirtschaftskompetenz nicht gibt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Gesamt betrachtet ist das, glaube ich, ein sehr positiver Befund; ein sehr positiver Befund nicht nur über die Vergangenheit, sondern auch für die Zukunft. (Abg. Riepl: Positiv ist, wenn wir weniger Arbeitslose haben!) Da ist nichts parteipolitisch motiviert, sondern das drückt aus, dass es eine Sozialkompetenz ohne eine Wirtschaftskompetenz nicht gibt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Silhavy: Und warum?
Dritter Punkt: Es ist zum ersten Mal seit Jahren wieder so weit, dass die Sozialquote im Steigen begriffen ist. (Abg. Silhavy: Und warum?) Das heißt, diese Regierung gibt absolut und relativ mehr aus, als das die sozialdemokratisch geführte Regierung der neunziger Jahre getan hat. Sie können kritisieren, was Sie wollen, aber dass mehr für Soziales getan wird als unter einem sozialdemokratischen Bundeskanzler und Sozial-
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.
minister, das können Sie nicht abstreiten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Mehr Arbeitslose, mehr Arme! Super!
In diesem Sinne: Ich bin vollkommen sicher, dass diese Wirtschafts- und Sozialkompetenz ein wichtiges Markenzeichen für diese Regierung ist und bleiben wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Mehr Arbeitslose, mehr Arme! Super!)
Beifall bei der SPÖ, der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Katharina Pfeffer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Herren Staatssekretäre! Herr Rechnungshofpräsident! Frau Volksanwältin! Herr Volksanwalt! Zum Sportbudget wäre Folgendes anzumerken: Mit der Änderung der besonderen Sportförderung, wonach die Untergrenze 40 Millionen € beziehungsweise 3 Prozent des Umsatzerlöses der Österreichischen Lotterien beträgt, ist ein Meilenstein gelungen, der dem Sport in seiner Vielfalt sowie allen Sportlerinnen und Sportlern zu Gute kommt. (Beifall bei der SPÖ, der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall der Abg. Lentsch.
Ich bin seit 1980 Sportfunktionärin in allen Bereichen, von der Schriftführerin bis zur Vereinsobfrau, jetzt Vizepräsidentin des ASVÖ Burgenland. (Beifall der Abg. Lentsch.) Ich komme vom Jiu Jitsu; mein Mann hat in dieser Sportart im Burgenland Pionierarbeit geleistet. Bei vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist diese Sportart Nummer 1 geworden.
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss ersuche ich Sie: Gehen Sie an die Arbeit, machen Sie dem Durcheinander in Bezug auf das Stadion Klagenfurt ein Ende, und bauen Sie es! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das macht er immer schon! Das ist nicht neu!
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Herren Staatssekretäre! Frau Volksanwältin! Herr Rechnungshofpräsident! Als heute Vormittag die Generaldebatte begonnen hat und der erste Redner von der Oppositionspartei zum Rednerpult gegangen ist, hat man ihm große Aufmerksamkeit entgegengebracht, weil man einen konstruktiven Beitrag erwartet hat. Man wurde aber leider enttäuscht. Er hat seine ganze politische Erfahrung und seine Intelligenz darauf verwendet, dieses Land, sein Österreich, als europäisches Entwicklungsland herabzuwürdigen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das macht er immer schon! Das ist nicht neu!) Das ist, bitte, nicht in Ordnung, das kann man nicht gutheißen! – Das muss man einmal aufzeigen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Herren Staatssekretäre! Frau Volksanwältin! Herr Rechnungshofpräsident! Als heute Vormittag die Generaldebatte begonnen hat und der erste Redner von der Oppositionspartei zum Rednerpult gegangen ist, hat man ihm große Aufmerksamkeit entgegengebracht, weil man einen konstruktiven Beitrag erwartet hat. Man wurde aber leider enttäuscht. Er hat seine ganze politische Erfahrung und seine Intelligenz darauf verwendet, dieses Land, sein Österreich, als europäisches Entwicklungsland herabzuwürdigen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das macht er immer schon! Das ist nicht neu!) Das ist, bitte, nicht in Ordnung, das kann man nicht gutheißen! – Das muss man einmal aufzeigen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist die Wirklichkeit! Daher sollten Sie auch mit Ihrer Kritik an der Wirtschaftspolitik etwas sensibler umgehen. Ich würde meinen, das wäre gut für das Land, auch gut für das Parlament und für uns alle. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Stichwort „Sozialpolitik“, eine letzte Betrachtung. – Soziale Sicherheit wird nicht, wird schon gar nicht dadurch geboten, dass man Altes fortschreibt, sondern dadurch, dass man es anpasst, neu ausrichtet, dass man Mut zu Veränderungen hat und dass man auch Maßnahmen setzt. Professor Marin, der Ihnen sehr nahe steht, hat vor einigen Tagen in seinem Kommentar zur Pensionsreform Folgendes gesagt: Eine goldrichtige Sache! Beispielgebend für Europa, nur leider um zehn Jahre zu spät. – Das war aber die Zeit, in der Sie an der Regierung waren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
noch immer, dass in erster Linie die Eltern verantwortlich sind für ihre Kinder und die Eltern auch am besten wissen, was für ihre Kinder gut ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Unsere Aufgabe ist es allerdings, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass für die Kinder eine optimale Entwicklung möglich ist.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben gemeinsam, nämlich das Bundeskanzleramt mit der Sportartikelindustrie, der österreichischen Tourismuswirtschaft und den Österreichischen Seilbahnen, zum Beispiel darauf reagiert, dass die Teilnahme an den Schikursen sehr stark zurückgeht. Die Zahl der Teilnehmer ist von einstmals 250 000 zurückgegangen auf 100 000. Gemeinsam mit den genannten Organisationen ist es gelungen, ein All-inclusive-Angebot zustande zu bringen, sodass man um 200 € eine Woche auf Schikurs fahren kann, bestes Material zur Verfügung gestellt bekommt, Vollpension in einem wunderbaren Quartier hat sowie einen Wochenschipass, und auch der Transport ist inklusive. Ich denke, das zeigt, dass wir uns sehr bemühen, die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich glaube, dass die Aktionen insgesamt Ihren Intentionen Rechnung tragen, und hoffe, Sie unterstützen uns auch vor Ort als Bürgermeister, sodass das Projekt „SportKids“, die freiwillige Nachmittagsbetreuung gemeinsam mit dem Sport in den Schulen, aber auch die betriebliche Gesundheitsvorsorge, die zum Projekt „Fit für Österreich“ dazugehört, genauso wie das Projekt „Fit für 50 plus“ auch in Ihrer Gemeinde umgesetzt werden können. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Haubner, du hast auch gemeint, unser Teamkapitän möge sich überlegen, aus- oder einzutauschen. Lieber Freund Peter Haubner – ich darf das wirklich so sagen, denn uns verbindet ja viel mehr als manche glauben –, denk einmal darüber nach, warum dich dein Teamkapitän bisher nicht einmal in den Kader berufen hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das bezweifle ich!
Abgeordnete Carina Felzmann (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Dame und sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Es war heute Morgen ein Vergnügen, Herrn Professor Van der Bellen zuzuhören (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das bezweifle ich!), der die Bedeutung der Architektur erkannt hat – das freut mich. Er hat Vorarlberg als eines der Beispiele zitiert. (Abg. Dr. Stummvoll: Die einzige Passage, die erfreulich war!)
Abg. Dr. Stummvoll: Die einzige Passage, die erfreulich war!
Abgeordnete Carina Felzmann (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Dame und sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Es war heute Morgen ein Vergnügen, Herrn Professor Van der Bellen zuzuhören (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das bezweifle ich!), der die Bedeutung der Architektur erkannt hat – das freut mich. Er hat Vorarlberg als eines der Beispiele zitiert. (Abg. Dr. Stummvoll: Die einzige Passage, die erfreulich war!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Eine Anregung noch für die Opposition für die Zukunft: Ich bin überzeugt davon, dass der Wettbewerb der Zukunft nicht auf einem Schuldenberg gewonnen werden wird, sondern auf dem Feld der Kreativität. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Prinz: Wer ist das?
Es gibt die Forderung des ÖGB-Präsidenten Fritz Verzetnitsch (Abg. Prinz: Wer ist das?), sich nicht erst am 1. Mai zusammenzusetzen, sondern sofort mit Gesprächen zu beginnen. – Herr Bundeskanzler, Sie werden aufgefordert, dieser Forderung des ÖGB-Präsidenten nachzugeben, die Gespräche sofort zu suchen und nicht erst am 1. Mai damit zu beginnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt die Forderung des ÖGB-Präsidenten Fritz Verzetnitsch (Abg. Prinz: Wer ist das?), sich nicht erst am 1. Mai zusammenzusetzen, sondern sofort mit Gesprächen zu beginnen. – Herr Bundeskanzler, Sie werden aufgefordert, dieser Forderung des ÖGB-Präsidenten nachzugeben, die Gespräche sofort zu suchen und nicht erst am 1. Mai damit zu beginnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Ein schlechter Verlierer!
Ich bin diese Wette eingegangen und habe drei Beispiele genannt. Einige Tage später hat Kollege Kräuter jedoch das Wort „eingesetzt“ durch „umgesetzt“ ersetzt – damit hat er die Wette praktisch abgelehnt. Die 1 000 € sind bis heute nicht eingelangt. (Abg. Dr. Stummvoll: Ein schlechter Verlierer!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Kollege Kräuter möchte nicht zahlen! Ich möchte diesen Betrag karitativ spenden, bin aber momentan nicht dazu in der Lage – ich hoffe, dass das Geld noch einlangt. – So viel zu dieser Wette mit Kollegem Kräuter. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Wer sagt das?
Meine Damen und Herren! Ich denke, dieses Budget 2006 ist ein nachhaltiges, zukunftsorientiertes und auch verantwortungsvolles Budget. (Abg. Dr. Jarolim: Wer sagt das?) Es geht darum, maßvoll mit den Ausgaben umzugehen, aber auch Reformen in diesem Staat umzusetzen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: „Dank-August“!
Nachdem Staatssekretär Finz in der letzten Sitzung des Rechnungshofausschusses ganz klar aufgezeigt hat, welche Reformen bisher in diesem Staat gegriffen haben, möchte ich heute an dieser Stelle einmal Staatssekretär Finz danken, der die äußerst undankbare Aufgabe hat, hier Reformen einzuleiten, umzusetzen und auch Reformen für die Zukunft vorzubereiten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: „Dank-August“!)
Abg. Dr. Cap: Danken Sie uns auch!
Ich möchte mich auch beim Rechnungshof bedanken. (Abg. Dr. Cap: Danken Sie uns auch!) Das Klima im Rechnungshofausschuss ist ja durchaus sehr positiv. Unter der neuen Führung von Präsident Moser gibt es auch, sage ich, eine stabile Ausschusstätigkeit und natürlich auch sehr nachhaltige Berichte – ich bin auch dafür dankbar. (Abg. Dr. Cap: Na endlich!) So wird es auch künftig gelingen, die Kontrolltätigkeit im Staat aufrechtzuerhalten; die Finanzkontrolle funktioniert.
Abg. Dr. Cap: Na endlich!
Ich möchte mich auch beim Rechnungshof bedanken. (Abg. Dr. Cap: Danken Sie uns auch!) Das Klima im Rechnungshofausschuss ist ja durchaus sehr positiv. Unter der neuen Führung von Präsident Moser gibt es auch, sage ich, eine stabile Ausschusstätigkeit und natürlich auch sehr nachhaltige Berichte – ich bin auch dafür dankbar. (Abg. Dr. Cap: Na endlich!) So wird es auch künftig gelingen, die Kontrolltätigkeit im Staat aufrechtzuerhalten; die Finanzkontrolle funktioniert.
Abg. Dr. Cap: Ich bin dankbar, dass das Lichtlein brennt!
Es gibt einige neue Ideen, die wir mit Präsident Moser sicher noch diskutieren und umsetzen werden. Es geht darum, dass auch künftig der Rechnungshof durch eine entsprechende Budgetgebarung funktionsfähig ist. (Abg. Dr. Cap: Ich bin dankbar, dass das Lichtlein brennt!) Es gibt einige Wünsche, wie den Wunsch nach einem Umbau, glaube ich, Herr Präsident, und auch einige Verbesserungen sind notwendig – Stichwort „externe Ausbildung“ –, aber insgesamt funktioniert die Kontrolle.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es wird so sein, dass uns auch in Zukunft Reformen begleiten, wie das Kollege Jakob Auer schon gesagt hat. Ein Staat muss ständig reformiert werden, ein Unternehmen muss sich ständig reformieren, erneuern und verändern – und wir stehen diesen Veränderungen offen gegenüber und freuen uns auf die Zukunft. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Schöls: Leg das Geld auf den Tisch! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Legen Sie 1 000 € auf den Tisch! – Abg. Dr. Stummvoll: Wettschulden sind Ehrenschulden! – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! (Abg. Schöls: Leg das Geld auf den Tisch! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Legen Sie 1 000 € auf den Tisch! – Abg. Dr. Stummvoll: Wettschulden sind Ehrenschulden! – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Mein Vorredner, Herr Kollege Gahr, hat behauptet, er und ich hätten eine „Wette“ abgeschlossen dahin gehend, ob sich Nationalratspräsident Khol jemals irgendwie für die Kontrolle engagiert hätte. – Das ist nachweislich falsch!
Abg. Prinz: Das ist zu billig, Kollege Kräuter, zu einfach! Unfassbar!
Es handelt sich um eine Auslobung gemäß § 860 ABGB. Und bis zur heutigen Stunde war niemand in Österreich in der Lage, auch nur ein einziges Beispiel zu nennen (Abg. Prinz: Das ist zu billig, Kollege Kräuter, zu einfach! Unfassbar!), wo sich Präsident Khol für die Kontrolle eingesetzt hätte. – Und ich kann mein Glück gar nicht fassen
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schöls: Zahlen! – Abg. Prinz: Bezahlen!
über die weitere Bewerbung dieser Auslobung. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schöls: Zahlen! – Abg. Prinz: Bezahlen!)
Abg. Neugebauer: Hervorragend! – Beifall bei der ÖVP.
Wie schaut also die Situation von Kunst und Kultur aus? (Abg. Neugebauer: Hervorragend! – Beifall bei der ÖVP.) – Der Befund lässt sich in drei Sätzen zusammenfassen (Abg. Dr. Stummvoll: In einem Wort: hervorragend!) – vielleicht hören Sie zu –: Die Kulturausgaben sind rückläufig. Sparen ersetzt kein kulturpolitisches Konzept. Und zur kulturpolitischen Wetterlage: „Aufmucken“ ist unerwünscht, kritisch sein ist ebenfalls unerwünscht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist aber kein Befund, denn ein Befund ist ein Gutachten von einem Sachverständigen, und das sind Sie wirklich nicht!)
Abg. Dr. Stummvoll: In einem Wort: hervorragend!
Wie schaut also die Situation von Kunst und Kultur aus? (Abg. Neugebauer: Hervorragend! – Beifall bei der ÖVP.) – Der Befund lässt sich in drei Sätzen zusammenfassen (Abg. Dr. Stummvoll: In einem Wort: hervorragend!) – vielleicht hören Sie zu –: Die Kulturausgaben sind rückläufig. Sparen ersetzt kein kulturpolitisches Konzept. Und zur kulturpolitischen Wetterlage: „Aufmucken“ ist unerwünscht, kritisch sein ist ebenfalls unerwünscht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist aber kein Befund, denn ein Befund ist ein Gutachten von einem Sachverständigen, und das sind Sie wirklich nicht!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist aber kein Befund, denn ein Befund ist ein Gutachten von einem Sachverständigen, und das sind Sie wirklich nicht!
Wie schaut also die Situation von Kunst und Kultur aus? (Abg. Neugebauer: Hervorragend! – Beifall bei der ÖVP.) – Der Befund lässt sich in drei Sätzen zusammenfassen (Abg. Dr. Stummvoll: In einem Wort: hervorragend!) – vielleicht hören Sie zu –: Die Kulturausgaben sind rückläufig. Sparen ersetzt kein kulturpolitisches Konzept. Und zur kulturpolitischen Wetterlage: „Aufmucken“ ist unerwünscht, kritisch sein ist ebenfalls unerwünscht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist aber kein Befund, denn ein Befund ist ein Gutachten von einem Sachverständigen, und das sind Sie wirklich nicht!)
Abg. Dr. Jarolim: Da kann man „stolz“ darauf sein! Eine „Leistung“!
Ein Blick auf die Budgetzahlen der vergangenen Jahre macht deutlich: Investitionen in den Kunst- und Kulturbereich sind keine vordringliche Aufgabe der konservativen Politik. Lag der Anteil der Kulturausgaben an den Gesamtausgaben des Bundes Mitte der neunziger Jahre noch bei 1 Prozent, so liegt er jetzt weit darunter. Dieser Bereich ist sogar an die letzte Stelle aller Ausgabenbereiche des Bundes gerückt. (Abg. Dr. Jarolim: Da kann man „stolz“ darauf sein! Eine „Leistung“!) Ja, traurig ist das!
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner
Auffällig ist auch, meine Damen und Herren, dass Kunststaatssekretär Morak seine Koordinationsfunktion im Bereich der Kunst nicht wahrnimmt, denn sonst würde er sich dafür interessieren, dass die Kulturausgaben insgesamt rückläufig sind (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner), sonst würde er sich dafür einsetzen, dass es zu einer umfassenden Künstlersozialversicherung kommt, oder würde eine Lösung für die schwierige Situation der Bundestheater suchen oder sich auch für die kulturelle Bildung in den Schulen stark machen. Das wäre eigentlich seine Aufgabe in seiner Koordinierungsfunktion.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Mitterlehner: Das spottet jeder Beschreibung!
Alles in allem, die Resultate sprechen nach fünf Jahren konservativer, unambitionierter und kunstfeindlicher Kulturpolitik in Österreich für sich. Mit unserer Zustimmung zum Kunstbudget 2006 können Sie nicht rechnen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Mitterlehner: Das spottet jeder Beschreibung!)
Abg. Mag. Wurm: Macht!
Abgeordneter Mag. Hans Langreiter (ÖVP): Sehr geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Damen! Werte Herren auf der Regierungsbank! Kollegin Muttonen, natürlich ist Kritik angebracht, Kritik ist durchaus angebracht, Kritik braucht die Regierung, brauchen die Regierungsfraktionen. Kritik alleine genügt allerdings nicht, man muss auch Lösungsvorschläge auf den Tisch legen, und diese Lösungsvorschläge gehen uns von Seiten der Opposition auch ab. Deswegen müssen wir das selber machen. (Abg. Mag. Wurm: Macht!) Das ist eine ganz einfache Regel und eine ganz einfache Schlussfolgerung.
Abg. Mag. Gaßner: Na geh! – Abg. Lackner: Sie machen ja neue Schulden!
Meine Damen und Herren! Diese Regierung arbeitet, wir haben leider auch die Schulden der SPÖ aufzuarbeiten, zumindest einmal die Zinsen, die uns jetzt sehr ... (Abg. Mag. Gaßner: Na geh! – Abg. Lackner: Sie machen ja neue Schulden!) Ich glaube, mit diesem Budget arbeiten wir gut daran, und das ist gut so. Kompliment dieser Bundesregierung und unseren Regierungsfraktionen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Diese Regierung arbeitet, wir haben leider auch die Schulden der SPÖ aufzuarbeiten, zumindest einmal die Zinsen, die uns jetzt sehr ... (Abg. Mag. Gaßner: Na geh! – Abg. Lackner: Sie machen ja neue Schulden!) Ich glaube, mit diesem Budget arbeiten wir gut daran, und das ist gut so. Kompliment dieser Bundesregierung und unseren Regierungsfraktionen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Dame und werte Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Welches Budgetkapitel man auch ansieht, es bietet sich überall das gleiche Bild: Es herrschen Stagnation und Stillstand, und dort, wo es Bewegung gibt, meine sehr geehrten Damen und Herren, gibt es Rückschritt, und zwar in einem rasanten Tempo. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Also die Rede hat ein niedriges Niveau!
Auch beim Budgetkapitel Kunst kann man nur eines feststellen: Da herrscht Stagnation auf niedrigstem Niveau! (Abg. Steibl: Also die Rede hat ein niedriges Niveau!) Die Budgetansätze des Vorjahres werden weitgehend einfach fortgeschrieben ohne nennenswerte Aufstockungen, wo sie dringend notwendig wären, wie etwa bei den Bundestheatern, ohne Berücksichtigung des Mehrbedarfs, was im Endeffekt eben eine reale Kürzung bedeutet. Die operativ zur Verfügung stehenden Mittel stagnieren seit mehreren Jahren, ja sie sind sogar rückläufig, kann man sagen (Abg. Steibl: Wer hat Ihnen diese Rede geschrieben? – Ruf bei der ÖVP: Der Kalina!), wenn man in Betracht zieht, dass die budgetierte Erhöhung, auf die Sie so stolz sind, sehr geehrte Frau Kollegin Wolfmayr, auf den Investitionszuschuss zu den Bregenzer Festspielen, der 2006 auch wieder fortgeschrieben wird, und auf den Bundeszuschuss zu den Salzburger Festspielen wegen des Mozart-Jahres zurückzuführen ist. Das sind Sonderinvestitionen, die, wenn man sie herausrechnet, eine reale Kürzung für sonstige Kunstschaffende ergeben, die eben nicht so im Rampenlicht der medialen Aufmerksamkeit stehen.
Abg. Steibl: Wer hat Ihnen diese Rede geschrieben? – Ruf bei der ÖVP: Der Kalina!
Auch beim Budgetkapitel Kunst kann man nur eines feststellen: Da herrscht Stagnation auf niedrigstem Niveau! (Abg. Steibl: Also die Rede hat ein niedriges Niveau!) Die Budgetansätze des Vorjahres werden weitgehend einfach fortgeschrieben ohne nennenswerte Aufstockungen, wo sie dringend notwendig wären, wie etwa bei den Bundestheatern, ohne Berücksichtigung des Mehrbedarfs, was im Endeffekt eben eine reale Kürzung bedeutet. Die operativ zur Verfügung stehenden Mittel stagnieren seit mehreren Jahren, ja sie sind sogar rückläufig, kann man sagen (Abg. Steibl: Wer hat Ihnen diese Rede geschrieben? – Ruf bei der ÖVP: Der Kalina!), wenn man in Betracht zieht, dass die budgetierte Erhöhung, auf die Sie so stolz sind, sehr geehrte Frau Kollegin Wolfmayr, auf den Investitionszuschuss zu den Bregenzer Festspielen, der 2006 auch wieder fortgeschrieben wird, und auf den Bundeszuschuss zu den Salzburger Festspielen wegen des Mozart-Jahres zurückzuführen ist. Das sind Sonderinvestitionen, die, wenn man sie herausrechnet, eine reale Kürzung für sonstige Kunstschaffende ergeben, die eben nicht so im Rampenlicht der medialen Aufmerksamkeit stehen.
Beifall bei der SPÖ.
wie Sie sie da angestimmt haben, gibt es wirklich keinen Anlass. Sie haben von einer Kunst- und Kulturszene gesprochen, die lebt und sich entwickelt. Das kann schon sein und ist vereinzelt auch so, aber wenn das so ist, dann sicherlich nicht wegen, sondern trotz Ihrer Politik, Herr Staatssekretär. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist so lächerlich, was Sie da sagen! Das glauben Sie ja selber nicht! Ich glaube, Sie haben keine Ahnung!
Dass im Zusammenhang mit der Künstlersozialversicherung nicht wirklich etwas weitergegangen ist, hat heute bemerkenswerterweise auch Frau Kollegin Partik-Pablé erkannt. Und wenn Sie mit den Verantwortlichen der Bundestheater reden, mit den Verantwortlichen der Diagonale oder überhaupt mit Kunstschaffenden, die kein Naheverhältnis zu den Regierungsparteien haben, dann werden Ihnen alle bestätigen, dass sie es bei dieser Bundesregierung wirklich alles andere als leicht haben. Für Künstlerinnen, Künstler und Kulturinitiativen, die sich mit moderner Kunst beschäftigen, haben Sie einfach nichts übrig. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist so lächerlich, was Sie da sagen! Das glauben Sie ja selber nicht! Ich glaube, Sie haben keine Ahnung!) Die werden ausgehungert. Das sind natürlich zufällig auch jene Gruppen, die sich kritisch mit Ihrer Politik auseinander setzen, und übers Geld sollen die anscheinend mundtot gemacht werden. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich glaube, Sie verfolgen die Kunstszene nicht!) Aber das, meine sehr geehrten Damen und Herren auf der rechten Seite dieses Hauses, wird Ihnen nicht gelingen, denn dazu sind diese Menschen viel zu couragiert.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich glaube, Sie verfolgen die Kunstszene nicht!
Dass im Zusammenhang mit der Künstlersozialversicherung nicht wirklich etwas weitergegangen ist, hat heute bemerkenswerterweise auch Frau Kollegin Partik-Pablé erkannt. Und wenn Sie mit den Verantwortlichen der Bundestheater reden, mit den Verantwortlichen der Diagonale oder überhaupt mit Kunstschaffenden, die kein Naheverhältnis zu den Regierungsparteien haben, dann werden Ihnen alle bestätigen, dass sie es bei dieser Bundesregierung wirklich alles andere als leicht haben. Für Künstlerinnen, Künstler und Kulturinitiativen, die sich mit moderner Kunst beschäftigen, haben Sie einfach nichts übrig. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist so lächerlich, was Sie da sagen! Das glauben Sie ja selber nicht! Ich glaube, Sie haben keine Ahnung!) Die werden ausgehungert. Das sind natürlich zufällig auch jene Gruppen, die sich kritisch mit Ihrer Politik auseinander setzen, und übers Geld sollen die anscheinend mundtot gemacht werden. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich glaube, Sie verfolgen die Kunstszene nicht!) Aber das, meine sehr geehrten Damen und Herren auf der rechten Seite dieses Hauses, wird Ihnen nicht gelingen, denn dazu sind diese Menschen viel zu couragiert.
Beifall bei der SPÖ.
Sie, meine Damen und Herren, lassen das Geld lieber in Prestigeprojekte und in Eigenwerbung fließen, deren Kosten Sie ja auch in diesem Budgetposten verpackt haben. Eigenwerbung, meine sehr geehrten Herren hinter mir, haben Sie anscheinend bitter nötig, denn diese Politik, die höchste Arbeitslosigkeit der Zweiten Republik bei gleichzeitiger Rekordverschuldung auch noch als Erfolg zu verkaufen, das ist wirklich eine Kunst, und übrigens die Einzige, die diese Bundesregierung wirklich fördert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Mag. Roderich Regler (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Ich möchte zuerst kurz auf das Kapitel Rechnungshof zu sprechen kommen und mich sogleich bei Präsident Dr. Josef Moser und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr herzlich für die ausgezeichnete Arbeit, die mit großem Engagement erfolgt, bedanken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinn glaube ich, wie gesagt, auch, dass ebenso wie beim Rechnungshof auch bei diesem Ansatz das Förderungsziel erreicht wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Beispiel: An einer Hauptschule war die Wochenstundenzahl vor zehn Jahren noch 137 Stunden, nach zehn Jahren Gehrer liegt sie heute bei 120 Stunden, also um 17 Stunden weniger in der Woche, das sind 12 Prozent Kürzung. Das sind die bildungspolitischen Stolper- und nicht Meilensteine dieser Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ.) Eine Verkürzung auf dem Rücken und zu Lasten unserer Kinder, eine Verkürzung auf Kosten der Gesundheit unserer Jüngsten, wie wir heute schon des Öfteren gehört haben, weil die Kürzungen hauptsächlich den Sportbereich, die Bewegungsstunden betreffen.
Abg. Mag. Molterer: Rot gibt es in Kärnten nicht mehr – oder wie?
Zu Klagenfurt: Politische Interventionen, Einmischungen, Begehrlichkeiten, Eitelkeiten diverser Kärntner Politiker werden wahrscheinlich, wenn das nicht zu verhindern ist, ungeheuren volkswirtschaftlichen Schaden hervorrufen, und es ist zu befürchten, dass diese Europameisterschaft im blau-orangen Kärntner Sumpf versinken wird. (Abg. Mag. Molterer: Rot gibt es in Kärnten nicht mehr – oder wie?) Ich fordere Schüssel und Schweitzer auf, nachhaltig dagegen anzutreten, damit diese Europameisterschaft durchgeführt werden kann. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Cap: Rettet unsere EM!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Cap: Rettet unsere EM!
Zu Klagenfurt: Politische Interventionen, Einmischungen, Begehrlichkeiten, Eitelkeiten diverser Kärntner Politiker werden wahrscheinlich, wenn das nicht zu verhindern ist, ungeheuren volkswirtschaftlichen Schaden hervorrufen, und es ist zu befürchten, dass diese Europameisterschaft im blau-orangen Kärntner Sumpf versinken wird. (Abg. Mag. Molterer: Rot gibt es in Kärnten nicht mehr – oder wie?) Ich fordere Schüssel und Schweitzer auf, nachhaltig dagegen anzutreten, damit diese Europameisterschaft durchgeführt werden kann. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Cap: Rettet unsere EM!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Ingrid Turkovic-Wendl (ÖVP): Herr Präsident! Die beiden Herren Staatssekretäre! Herr Präsident des Rechnungshofes! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich grüße auch, weil es so schön generationsübergreifend ist, die Schülerinnen und Schüler und die Senioren auf der Galerie. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Vom Spitzensport bis zur Aktion „Fit für Österreich“, initiiert von Staatssekretär Karl Schweitzer, das ist im Budget mit über 700 000 € bedacht. Dieser Budgetvoranschlag ist für uns alle gedacht, für die Kinder, für die Jugendlichen, für die Senioren und für die übrigen Erwachsenen. Er wird uns nicht in olympische Höhen führen, sondern zu einem gesunden Verständnis für unseren Bewegungsapparat und unseren Körper. Auch da wäre, sofern wir alle diese Botschaft auch aufnehmen, jeder Cent des Budgets richtig investiert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abschließend darf ich diese Gelegenheit dafür nützen, der Volksanwältin und den beiden Volksanwälten und ihren Beamten für ihre wertvolle und engagierte Tätigkeit, die sie zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger leisten, herzlich zu danken. Sie und ihre Beamten konnten und können mit ihrer Arbeit vielen Bürgern Gerechtigkeit verschaffen, und sie leisten damit einen äußerst wertvollen Beitrag zum Bestehen und Gelingen unserer Demokratie. Dafür herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: Steiermarkwahlen stehen vor der Tür!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Lopatka. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Steiermarkwahlen stehen vor der Tür!)
Zwischenruf bei der SPÖ
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Noch bevor ich zu Wort komme, gibt es schon Zwischenrufe – danke, das erhöht die Aufmerksamkeit! – Viereinhalb Stunden lang haben wir jetzt diskutiert, und diese viereinhalb Stunden Diskussion haben wieder einmal sehr deutlich gezeigt: Hier von der Regierungsbank aus, vom Herrn Bundeskanzler und vom Herrn Finanzminister eine umfassende Leistungsbilanz (Zwischenruf bei der SPÖ), von der Opposition hingegen .... (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Sie brauchen sich nicht so aufzuregen, es ist so! Das mag Sie zwar ärgern, aber die Österreicher freuen sich darüber, dass es eine solche Leistungsbilanz gibt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Noch bevor ich zu Wort komme, gibt es schon Zwischenrufe – danke, das erhöht die Aufmerksamkeit! – Viereinhalb Stunden lang haben wir jetzt diskutiert, und diese viereinhalb Stunden Diskussion haben wieder einmal sehr deutlich gezeigt: Hier von der Regierungsbank aus, vom Herrn Bundeskanzler und vom Herrn Finanzminister eine umfassende Leistungsbilanz (Zwischenruf bei der SPÖ), von der Opposition hingegen .... (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Sie brauchen sich nicht so aufzuregen, es ist so! Das mag Sie zwar ärgern, aber die Österreicher freuen sich darüber, dass es eine solche Leistungsbilanz gibt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Noch bevor ich zu Wort komme, gibt es schon Zwischenrufe – danke, das erhöht die Aufmerksamkeit! – Viereinhalb Stunden lang haben wir jetzt diskutiert, und diese viereinhalb Stunden Diskussion haben wieder einmal sehr deutlich gezeigt: Hier von der Regierungsbank aus, vom Herrn Bundeskanzler und vom Herrn Finanzminister eine umfassende Leistungsbilanz (Zwischenruf bei der SPÖ), von der Opposition hingegen .... (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Sie brauchen sich nicht so aufzuregen, es ist so! Das mag Sie zwar ärgern, aber die Österreicher freuen sich darüber, dass es eine solche Leistungsbilanz gibt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Oder, ein anderes Beispiel: Wir haben nicht nur die Pensionsausgaben für jene, die schon in Pension sind, deutlich erhöhen können, sondern wir haben auch an die nächste Generation gedacht und eine Pensionsreform umgesetzt, die eine Jahrhundertreform ist. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Das ist eine Leistungsbilanz, die eine SPÖ-geführte Regierung nie legen konnte, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Oder, ein anderes Beispiel: Wir haben nicht nur die Pensionsausgaben für jene, die schon in Pension sind, deutlich erhöhen können, sondern wir haben auch an die nächste Generation gedacht und eine Pensionsreform umgesetzt, die eine Jahrhundertreform ist. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Das ist eine Leistungsbilanz, die eine SPÖ-geführte Regierung nie legen konnte, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese Regierung ist auch eine Regierung für die kleinen Leute. Das hat ja eindrucksvoll Ihr Abgeordneter Broukal unter Beweis gestellt. Denn: Wir haben kein schlechtes Gewissen, wenn auf seinem Gehaltszettel kein Plus aufscheint. Wir hätten ein schlechtes Gewissen, wenn bei den kleinen Leuten kein Plus auf ihrem Gehaltszettel wäre, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Das höre ich zum ersten Mal!
Wir führen eine faire Auseinandersetzung (Abg. Dr. Jarolim: Das höre ich zum ersten Mal!), und daher bin ich auch so fair, zu sagen: Der Kollege Broukal hat auch ein
Abg. Neudeck: Das war ihm zu wenig, deshalb hat er es gespendet!
Gewissen. Es hat ihn sein Gewissen geplagt, und er hat die Spende vom ÖVP-Klub umgehend an das SOS-Kinderdorf einbezahlt. (Abg. Neudeck: Das war ihm zu wenig, deshalb hat er es gespendet!) Ich bedanke mich, dass auch Sie, trotz des Nichtzuwachses bei Ihrem Gehalt, zum Spenden bereit sind. Danke, Kollege Broukal! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Gewissen. Es hat ihn sein Gewissen geplagt, und er hat die Spende vom ÖVP-Klub umgehend an das SOS-Kinderdorf einbezahlt. (Abg. Neudeck: Das war ihm zu wenig, deshalb hat er es gespendet!) Ich bedanke mich, dass auch Sie, trotz des Nichtzuwachses bei Ihrem Gehalt, zum Spenden bereit sind. Danke, Kollege Broukal! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
ironische Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer
Sie haben 1970 einen ausgeglichenen Haushalt übernommen. Als Wolfgang Schüssel an die Spitze der Regierung gekommen ist, haben wir 120 Milliarden € an Staatsschuld mitbekommen. Jetzt sind wir dabei, wieder dahin zu kommen, was von 1966 bis 1970 die ÖVP-Alleinregierung geschafft hat, und zwar jetzt mit Unterstützung der FPÖ: ein ausgeglichenes Budget (ironische Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer) mit einer richtigen Schwerpunktsetzung, nämlich für jene, die die Unterstützung besonders brauchen. Das sind die Bezieher kleinerer Einkommen, das sind die Familien, das sind die Pendler – aber das sind nicht jene, die Sie immer ansprechen, nämlich die großen Konzerne, die anonymen Firmen. Diese Menschen, die kleinen Leute, können sich auf uns verlassen. Wir sind der Anwalt dieser Menschen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nehmen Sie das, bitte, von mir hier mit als Abschluss dieser Debatte! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie haben 1970 einen ausgeglichenen Haushalt übernommen. Als Wolfgang Schüssel an die Spitze der Regierung gekommen ist, haben wir 120 Milliarden € an Staatsschuld mitbekommen. Jetzt sind wir dabei, wieder dahin zu kommen, was von 1966 bis 1970 die ÖVP-Alleinregierung geschafft hat, und zwar jetzt mit Unterstützung der FPÖ: ein ausgeglichenes Budget (ironische Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer) mit einer richtigen Schwerpunktsetzung, nämlich für jene, die die Unterstützung besonders brauchen. Das sind die Bezieher kleinerer Einkommen, das sind die Familien, das sind die Pendler – aber das sind nicht jene, die Sie immer ansprechen, nämlich die großen Konzerne, die anonymen Firmen. Diese Menschen, die kleinen Leute, können sich auf uns verlassen. Wir sind der Anwalt dieser Menschen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nehmen Sie das, bitte, von mir hier mit als Abschluss dieser Debatte! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie haben 1970 einen ausgeglichenen Haushalt übernommen. Als Wolfgang Schüssel an die Spitze der Regierung gekommen ist, haben wir 120 Milliarden € an Staatsschuld mitbekommen. Jetzt sind wir dabei, wieder dahin zu kommen, was von 1966 bis 1970 die ÖVP-Alleinregierung geschafft hat, und zwar jetzt mit Unterstützung der FPÖ: ein ausgeglichenes Budget (ironische Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer) mit einer richtigen Schwerpunktsetzung, nämlich für jene, die die Unterstützung besonders brauchen. Das sind die Bezieher kleinerer Einkommen, das sind die Familien, das sind die Pendler – aber das sind nicht jene, die Sie immer ansprechen, nämlich die großen Konzerne, die anonymen Firmen. Diese Menschen, die kleinen Leute, können sich auf uns verlassen. Wir sind der Anwalt dieser Menschen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nehmen Sie das, bitte, von mir hier mit als Abschluss dieser Debatte! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Stummvoll: Na geh! – Abg. Scheibner: Das ist nicht zulässig!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Volksanwälte! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren hier im Hohen Haus! Wie lautete jetzt der Schlusssatz von Ihnen, Herr Kollege Lopatka: Wir sind der Anwalt der kleinen Leute?! Also, das ist mir das Neueste! Das zeigt ganz genau eine Entwicklung, die wir immer schon behauptet haben, nämlich, dass Sie völlig verhaidern. Die Verhaiderung der ÖVP zeigt sich in Ihrer Rede. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Stummvoll: Na geh! – Abg. Scheibner: Das ist nicht zulässig!)
Abg. Dr. Stummvoll: Seien wir doch froh!
Jetzt darf ich Ihnen auch etwas zeigen (eine Zeitungsseite in die Höhe haltend): Ihre Kleine-Leute-Politik führt genau dazu, dass in der „Presse“ vom 16. März zu lesen ist: „Österreichs Konzerne verdienen wie noch nie.“ – Wie noch nie verdienen die großen Konzerne in Österreich! (Abg. Dr. Stummvoll: Seien wir doch froh!) Sie werden es nicht glauben, Herr Stummvoll: Ich bin ja durchaus froh! Nur möchte ich haben, dass die „Presse“ auch titelt: Der einfachen Österreicherin, den kleinen Leuten in Österreich geht es so gut wie noch nie! Das wäre für mich die Schlagzeile des nächsten Tages! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Jetzt darf ich Ihnen auch etwas zeigen (eine Zeitungsseite in die Höhe haltend): Ihre Kleine-Leute-Politik führt genau dazu, dass in der „Presse“ vom 16. März zu lesen ist: „Österreichs Konzerne verdienen wie noch nie.“ – Wie noch nie verdienen die großen Konzerne in Österreich! (Abg. Dr. Stummvoll: Seien wir doch froh!) Sie werden es nicht glauben, Herr Stummvoll: Ich bin ja durchaus froh! Nur möchte ich haben, dass die „Presse“ auch titelt: Der einfachen Österreicherin, den kleinen Leuten in Österreich geht es so gut wie noch nie! Das wäre für mich die Schlagzeile des nächsten Tages! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Großruck: Glauben Sie, dass bei den Konzernen niemand arbeitet?
Nicht nur Österreichs Konzerne sollen verdienen wie noch nie, sondern auch die kleinen Leute sollen verdienen wie noch nie! (Abg. Großruck: Glauben Sie, dass bei den Konzernen niemand arbeitet?)
Abg. Großruck: Das ist falsch!
Herr Staatssekretär, erklären Sie mir einmal, warum es Subventionen und eine Forschungsförderung für ein Institut an der Universität Wien gibt – ich glaube, an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät –, wo konkret danach geforscht wird, wie Steuer gespart werden kann! Warum muss ich als Staatsbürgerin der Republik Österreich das mitzahlen beziehungsweise warum geben Sie als Staatssekretär Subventionen für ein Forschungsprojekt zum Steuersparen bei Großkonzernen? Erklären Sie mir das einmal! Das können Sie genau in dem Buch „Asoziale Marktwirtschaft“ vom Herrn Hans Weiss und vom Herrn Ernst Schmiederer nachlesen. Das ist meiner Meinung nach der falsche Ansatzpunkt bei Ihrer Subventionspolitik. Das bringt uns in die jetzt leider zu erduldende Budgetsituation (Abg. Großruck: Das ist falsch!), wo die kleinen Leute weniger haben als die großen Verdiener. (Abg. Großruck: Das ist falsch!) Nein, die haben eindeutig weniger! Diese Schere ist ja – und das sage ich jetzt in Richtung SPÖ – selbst in der Ära Kreisky weiter auseinander gegangen. Nur: Jetzt nimmt diese Spannweite rapide zu, und das ist der Ansatzpunkt, wo wir sagen: Wir müssen jetzt endlich runtergehen bei den Lohnnebenkosten! Ihre Steuerreformpolitik hat dieses Thema sträflich vernachlässigt. Die Betriebe wollen das: die Senkung von Lohnnebenkosten. Wir wollen Beschäftigung durch das Senken der Lohnnebenkosten. Wir wollen eine ökosoziale Steuerreform, die das berücksichtigt. Kein Wort gab es in der Budgetdebatte von Ihrer Seite dazu. Das ist ein ernstes Anliegen der Wirtschaft, ein ernstes Anliegen aller ökologisch Orientierten und vor allem auch ein ernstes Anliegen der Menschen, die Beschäftigung brauchen, die Arbeitsplätze brauchen.
Abg. Großruck: Das ist falsch!
Herr Staatssekretär, erklären Sie mir einmal, warum es Subventionen und eine Forschungsförderung für ein Institut an der Universität Wien gibt – ich glaube, an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät –, wo konkret danach geforscht wird, wie Steuer gespart werden kann! Warum muss ich als Staatsbürgerin der Republik Österreich das mitzahlen beziehungsweise warum geben Sie als Staatssekretär Subventionen für ein Forschungsprojekt zum Steuersparen bei Großkonzernen? Erklären Sie mir das einmal! Das können Sie genau in dem Buch „Asoziale Marktwirtschaft“ vom Herrn Hans Weiss und vom Herrn Ernst Schmiederer nachlesen. Das ist meiner Meinung nach der falsche Ansatzpunkt bei Ihrer Subventionspolitik. Das bringt uns in die jetzt leider zu erduldende Budgetsituation (Abg. Großruck: Das ist falsch!), wo die kleinen Leute weniger haben als die großen Verdiener. (Abg. Großruck: Das ist falsch!) Nein, die haben eindeutig weniger! Diese Schere ist ja – und das sage ich jetzt in Richtung SPÖ – selbst in der Ära Kreisky weiter auseinander gegangen. Nur: Jetzt nimmt diese Spannweite rapide zu, und das ist der Ansatzpunkt, wo wir sagen: Wir müssen jetzt endlich runtergehen bei den Lohnnebenkosten! Ihre Steuerreformpolitik hat dieses Thema sträflich vernachlässigt. Die Betriebe wollen das: die Senkung von Lohnnebenkosten. Wir wollen Beschäftigung durch das Senken der Lohnnebenkosten. Wir wollen eine ökosoziale Steuerreform, die das berücksichtigt. Kein Wort gab es in der Budgetdebatte von Ihrer Seite dazu. Das ist ein ernstes Anliegen der Wirtschaft, ein ernstes Anliegen aller ökologisch Orientierten und vor allem auch ein ernstes Anliegen der Menschen, die Beschäftigung brauchen, die Arbeitsplätze brauchen.
Abg. Scheibner: Nennen Sie einmal die absoluten Beträge!
Außerdem hat Kollege Kräuter dankenswerterweise darauf hingewiesen, dass derselbe Herr Vizekanzler, der äußerst großzügig mit Spesen umgeht, der Budgets um 100 Prozent überschreitet – generös, um 100 Prozent, mehr kann es auch noch sein (Abg. Scheibner: Nennen Sie einmal die absoluten Beträge!) –, fährt fleißig ins Ausland, seine Reisetätigkeit ist ja schon Legende. Aber er bedient sich nicht irgendeines Reisebüros – meiner Meinung nach kosten ja die Reisen schon viel zu viel –, nein, es wird extra etwas dafür gegründet, nämlich ein Bundesinstitut für internationalen Bildungs- und Technologietransfer, dessen Homepage under construction ist. (Abg. Scheibner: Sie wissen überhaupt nicht, worum es da geht!)
Abg. Scheibner: Sie wissen überhaupt nicht, worum es da geht!
Außerdem hat Kollege Kräuter dankenswerterweise darauf hingewiesen, dass derselbe Herr Vizekanzler, der äußerst großzügig mit Spesen umgeht, der Budgets um 100 Prozent überschreitet – generös, um 100 Prozent, mehr kann es auch noch sein (Abg. Scheibner: Nennen Sie einmal die absoluten Beträge!) –, fährt fleißig ins Ausland, seine Reisetätigkeit ist ja schon Legende. Aber er bedient sich nicht irgendeines Reisebüros – meiner Meinung nach kosten ja die Reisen schon viel zu viel –, nein, es wird extra etwas dafür gegründet, nämlich ein Bundesinstitut für internationalen Bildungs- und Technologietransfer, dessen Homepage under construction ist. (Abg. Scheibner: Sie wissen überhaupt nicht, worum es da geht!)
Abg. Scheibner: Das ist alles falsch, was Sie da sagen!
Da geht es um Steuergelder! Herr Rechnungshofpräsident, ich werde Ihnen anschließend das als konkreten Hinweis, wo Ihre Tätigkeit sich fokussieren kann, mitgeben. Bitte, so steht es auch ums Steuergeld! (Abg. Scheibner: Das ist alles falsch, was Sie da sagen!) Bitte, widerlegen Sie es, ich habe ja nur den Beleg! (Abg. Scheibner: Es
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Na, na, na! Hallo!
Von unserer Seite war bereits am Anfang dieser heutigen Budgetdiskussion die Rede vom so genannten professionellen Team. Die ÖVP, der Herr Bundeskanzler und, soweit ich weiß, auch der Herr Klubobmann Molterer haben davon gesprochen. Es gibt einen professionellen Partner in diesem Team. Ich darf Ihnen jetzt einmal die Personalpolitik dieses professionellen Partners, die blaue Postenschacher-Politik (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Na, na, na! Hallo!) anhand von einzelnen Namen vorlesen, weil alle diese Menschen jetzt Beamte sind, jetzt im Budgetkapitel „Oberste Organe“ enthalten sind.
Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.
Josef Hackl, Austro Control. (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.)
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Was ist das jetzt: eine schwarze Liste?
Nächste Seite, es gibt ja drei Seiten. (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Was ist das jetzt: eine schwarze Liste?)
Abg. Scheibner: Was soll mit diesen Leuten jetzt passieren? Was wollen Sie mit diesen Leuten machen? Legen Sie da eine schwarze Liste an?
Gilbert Trattner, ehemaliger FPÖ-Finanzreferent, jetzt Finanzchef bei der SCHIG, noch dazu Finanzchef bei der ÖBB-Infrastruktur-Bau AG. (Abg. Scheibner: Was soll mit diesen Leuten jetzt passieren? Was wollen Sie mit diesen Leuten machen? Legen Sie da eine schwarze Liste an?)
Abg. Scheibner: Sollen die jetzt ein Berufsverbot bekommen oder aus dem Land gewiesen werden?
Elke Nebenführ. (Abg. Scheibner: Sollen die jetzt ein Berufsverbot bekommen oder aus dem Land gewiesen werden?)
Abg. Scheibner: Sagen Sie, was soll mit diesen Leuten passieren?
Frau Exbundesministerin Forstinger hat auch noch Aufträge von den ÖBB. (Abg. Scheibner: Sagen Sie, was soll mit diesen Leuten passieren?)
Abg. Scheibner: Ihre schwarze Liste können Sie behalten!
Es geht immer um Postenbesetzungen, die mit Steuergeldern finanziert werden. (Abg. Scheibner: Ihre schwarze Liste können Sie behalten!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Martin Santer; der hat gestern den Dienst angetreten; völlig überflüssig, eine Zweitbesetzung im SCHIG-Bereich. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Abg. Neudeck: Da können sie genauso gut das Wiener Telefonbuch vorlesen!
schäftigt. (Abg. Neudeck: Da können sie genauso gut das Wiener Telefonbuch vorlesen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das war nur ein kleiner Auszug aus dem breiten Pouvoir der Blaufärbung der Republik, wo eine Partei ursprünglich angetreten ist – da war ich ganz auf Ihrer Seite –, endlich zu entpolitisieren, dem Postenschacher den Riegel vorzuschieben. Aber das, was Sie machen, ist ärger als das, was Rot-Schwarz gemacht hat. Mit diesen Worten muss ich leider meine Ausführungen schließen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Das ist ein Wahnsinn! Das ist Chancengleichheit im umgekehrten Sinn!
Wenn der Vater Pflichtschulabschluss hat und die Familie auf dem Land wohnt, dann absolvieren 6 Prozent der Kinder aus solchen Familien eine AHS-Unterstufe. Hat der Vater Universitätsabschluss und wohnt die Familie in der Stadt, dann sind es nicht 6 Prozent, sondern 84 Prozent! (Abg. Mag. Wurm: Das ist ein Wahnsinn! Das ist Chancengleichheit im umgekehrten Sinn!)
Abg. Dr. Brinek: Was folgern wir daraus?
„Noch immer sind Kinder, deren Eltern den höheren Bildungsschichten angehören, in den höheren Schulen und unter den Studenten überrepräsentiert, führt der Bildungsweg von 90 Prozent der Akademikerkinder zur Reifeprüfung, während sich etwa die Hälfte der Arbeiterkinder (und auch der Bauernkinder) in einer Lehrlingsausbildung befindet.“ – (Abg. Dr. Brinek: Was folgern wir daraus?)
Abg. Dr. Brinek: Was folgern wir daraus?
Der Befund über die Chancengleichheit, die das österreichische Bildungssystem liefert, ist ebenso negativ wie der Befund über die Qualität. (Abg. Dr. Brinek: Was folgern wir daraus?)
Abg. Dr. Brinek: Immerhin!
Ein anderes Beispiel zur Chancengleichheit, Kollegin Brinek, und zwar dort, wo du zu Hause bist: Von den 1 600 ProfessorInnen an den österreichischen Universitäten sind nur 144 Frauen, das sind 9 Prozent. (Abg. Dr. Brinek: Immerhin!) Von den 33 600 LehrerInnen an den Volksschulen, wo die Lehrendenkarriere am unteren Ende ist, sind hingegen fast 30 000 Frauen, das sind 88 Prozent. Also auch der Befund über die Chancengleichheit, was das Geschlecht anlangt, ist negativ.
Abg. Mag. Molterer: Dass die Eltern keine Rolle spielen, wird nie sein! Gott sei Dank!
welchen Beruf sie haben. Erst dann ist ein Bildungssystem wirklich gerecht! (Abg. Mag. Molterer: Dass die Eltern keine Rolle spielen, wird nie sein! Gott sei Dank!) Und solche gerechten Systeme, Kollege Molterer, gibt es. (Abg. Mag. Molterer: Ich bin dafür, dass Eltern eine Rolle spielen!) – Natürlich spielen die eine Rolle, aber das Schulsystem muss diese Unterschiede ausgleichen, nicht verstärken! Das ist das Entscheidende! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: ... elternlose Kinder!?)
Abg. Mag. Molterer: Ich bin dafür, dass Eltern eine Rolle spielen!
welchen Beruf sie haben. Erst dann ist ein Bildungssystem wirklich gerecht! (Abg. Mag. Molterer: Dass die Eltern keine Rolle spielen, wird nie sein! Gott sei Dank!) Und solche gerechten Systeme, Kollege Molterer, gibt es. (Abg. Mag. Molterer: Ich bin dafür, dass Eltern eine Rolle spielen!) – Natürlich spielen die eine Rolle, aber das Schulsystem muss diese Unterschiede ausgleichen, nicht verstärken! Das ist das Entscheidende! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: ... elternlose Kinder!?)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: ... elternlose Kinder!?
welchen Beruf sie haben. Erst dann ist ein Bildungssystem wirklich gerecht! (Abg. Mag. Molterer: Dass die Eltern keine Rolle spielen, wird nie sein! Gott sei Dank!) Und solche gerechten Systeme, Kollege Molterer, gibt es. (Abg. Mag. Molterer: Ich bin dafür, dass Eltern eine Rolle spielen!) – Natürlich spielen die eine Rolle, aber das Schulsystem muss diese Unterschiede ausgleichen, nicht verstärken! Das ist das Entscheidende! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: ... elternlose Kinder!?)
Rufe bei der ÖVP: Mein Gott! Hören Sie auf!
Viele Bildungspolitiker in Europa wissen das, und Sie wissen das selbst auch, wollen es aber trotzdem nicht einführen. Sie wählen damit die Ungerechtigkeit und stehen für die Aufrechterhaltung von Privilegien. Sie wollen keine gerechtere Gesellschaft, sondern Sie wollen, dass die Reichen reicher und die Armen ärmer werden, und bei den Schwächsten wird gespart. (Rufe bei der ÖVP: Mein Gott! Hören Sie auf!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Ruf bei der SPÖ: Skandal! – Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!
Nehmen Sie das Beispiel der PraktikantInnen an den Universitäten, Frau Bildungsministerin! Die neuen Uni-Räte haben ihre Gage gleich bekommen – und die ist satter und höher als jene zuvor! Aber für die PraktikantInnen gibt es immer noch kein Geld, um deren Versicherung zu bezahlen. Das ist ein Beispiel dafür, wie Sie bei den Schwächsten sparen. Und die Österreicherinnen und Österreicher wissen das! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Ruf bei der SPÖ: Skandal! – Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Ja, freilich!
Auf die Frage, wie Schwarz-Blau die Gesellschaft geändert hat, haben 63 Prozent befunden, dass die Kluft zwischen Arm und Reich in Österreich größer geworden ist. Die SPÖ steht für eine gerechtere Gesellschaft, vor allem auch in der Bildungspolitik! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Ja, freilich!)
Abg. Murauer: KPdSU!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Lieber Erwin Niederwieser, das ist eine Rede, die vielleicht noch für einen SPÖ-Parteitag taugt (Abg. Murauer: KPdSU!) – wahrscheinlich nicht einmal dort! –, denn mit der Realität hat das nichts zu tun.
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Cap und Dr. Niederwieser.
Diese Unterstellung, dass es ein politisches Ziel wäre, dass die Reichen reicher und die Armen ärmer werden – bitte, warum soll irgendjemand dieses Ziel verfolgen? Warum soll irgendjemand dieses Ziel verfolgen? (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Cap und Dr. Niederwieser.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Antwort der Sozialdemokraten darauf ist, dass sie das Privatschulwesen in der Verfassung festschreiben wollen, die Antwort der Grünen ist, dass Schulen in der freien Trägerschaft stärker gefördert werden sollen. Wir stehen für ein gutes, starkes staatliches Bildungssystem, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Es ist eigentlich traurig, wenn sehr prominente SPÖ-Repräsentanten ihre Kinder in Elite-Privatschulen unterbringen, wo es Schulgeld gibt. Das ist nämlich die Wahrheit, lieber Erwin Niederwieser! Und darum sage ich: Deine Rede taugt im besten Fall für einen SPÖ-Parteitag, mit der Realität hat das alles nichts zu tun. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Allerdings hat die Frau Bildungsministerin – auch im Zusammenhang mit den Finanzausgleichsverhandlungen – einen sehr richtigen Voranschlag getroffen: Es wurde nicht um diese Summe, also um 43 Millionen reduziert, sondern, ganz im Gegenteil, im Finanzausgleich, der bekanntlich unter jenen Parteien, die in den Bundesländern Hauptverantwortung tragen, also Sozialdemokraten, Vertreter der Volkspartei und der Freiheitlichen Partei, ausverhandelt wurde, vereinbart, dass entgegen diesem angesprochenen Rechenmodell doch um 12 Millionen € mehr zur Verfügung gestellt werden, um eben einerseits die Schulen im ländlichen Raum entsprechend zu unterstützen – da geht es uns darum, Klein- und Kleinstschulen ausdrücklich zu erhalten, weil wir nicht wollen, dass Kinder schon allzu früh zu Pendlern gemacht werden – und andererseits auch andere notwendige Fördermaßnahmen zu ermöglichen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Und auch diesbezüglich unterscheidet sich unser Modell maßgeblich von jenem der Sozialdemokratie, denn: Was war Ihr Vorschlag im Konvent? – Ihr Vorschlag im Konvent lautete, dass es keine kleineren Schuleinheiten als mit zumindest 300 Schülerinnen und Schülern geben soll, alle anderen Schulen seien zuzusperren oder zusammenzulegen. Das ist ein Modell, das an der Lebensrealität vorbeigeht. Wir wollen, dass die Kinder vor Ort ein Angebot erhalten, und wir werden darum kämpfen, Schulstandorte in kleinen Gemeinden so lange wie möglich zu erhalten, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Insgesamt glaube ich, dass das ein sehr realistisches Budget ist, Frau Bundesministerin, mit dem die österreichischen Schulen gut arbeiten können. Für Bildung wird auch im kommenden Jahr insgesamt wieder mehr ausgegeben als in diesem Jahr. Das ist eine richtige Maßnahme, denn letztlich entscheidet sich das Match der Zukunft ja durch das, was wir im Bildungsbereich tun – und da sind wir, Frau Bildungsministerin, so glaube ich, auf einem sehr guten Weg! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Brinek: Nicht „zusperren“, sondern „zusammenlegen“! – Abg. Mag. Molterer: „Nicht 300, sondern 600!“ – Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.
(Abg. Dr. Brinek: Nicht „zusperren“, sondern „zusammenlegen“! – Abg. Mag. Molterer: „Nicht 300, sondern 600!“ – Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Amon: Das steht im Konventspapier! – Abg. Mag. Molterer: Das ist nachzulesen!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Einmal mehr hat Herr Abgeordneter Amon heute behauptet, dass die SPÖ plant, kleine Schulstandorte zu schließen. (Abg. Amon: Das steht im Konventspapier! – Abg. Mag. Molterer: Das ist nachzulesen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amon: Bei einem Lehrer? Wie funktioniert das? – Abg. Mag. Molterer: Schlechtes Gewissen war das, keine tatsächliche Berichtigung!
Also: weniger Lehrer für die Verwaltung, sondern mehr Lehrer für die Schüler! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amon: Bei einem Lehrer? Wie funktioniert das? – Abg. Mag. Molterer: Schlechtes Gewissen war das, keine tatsächliche Berichtigung!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das Argument, die Hälfte der MaturantInnen komme aus Hauptschulen, ist nicht unrichtig, bestätigt aber auf der anderen Seite genau, dass die Chancen nicht gleich sind, wenn fast drei Mal so viele SchülerInnen in AHS-Unterstufen gehen wie in Hauptschulen. Man könnte es ja auch umgekehrt formulieren und sagen: Wer in eine Hauptschule geht, hat, statistisch betrachtet, eine dreifach niedrigere Chance, zur Matura und damit auch zu einer universitären Ausbildung zu kommen als AHS-SchülerInnen. Dass man das als chancengleich und durchlässig bezeichnet, stimmt natürlich im Einzelfall – klar, alle Möglichkeiten stehen offen! –, aber über die Gesamtbevölkerung gesehen stimmt es schlicht und einfach nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie sehen, dass Sie da nicht dauernd „schaumschlägern“ und sagen können, das stimme nicht. Diese Entwicklungen sind ablesbar und haben auch mit Zahlen zu tun. Und Sie können die Zahlen aus dem Jahr 2001 noch Hundert Mal zitieren, schauen Sie sich einmal an, wie die Sparmaßnahmen der letzten Jahre gewirkt haben, dann werden Sie auch wissen, woher das kommt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Nein! – Abg. Dr. Brinek: Das glauben wir nicht
Ich möchte aber noch zu einer grundsätzlichen Frage kommen. Sie haben jetzt einige Ihrer Vorstellungen darüber, was in der nächsten Zeit passieren soll, präsentiert. Heute beschließen wir nun das Budget 2006. Ist irgendetwas von dem, was Sie für die nächsten Monate angekündigt haben, in diesem Budget enthalten? 2006 ist das letzte Budget dieser Bundesregierung (Abg. Mag. Molterer: Nein! – Abg. Dr. Brinek: Das glauben wir nicht), Sie werden nach der nächsten Wahl vermutlich keine Möglichkeit mehr haben, irgendetwas zu verbessern – das will ich jetzt gar nicht sagen –, zu verändern. (Abg. Dr. Fekter: Aber mit Sicherheit!) Im Budget 2006 ist dafür nichts vorgesehen – ja, wo sollen denn da diese Veränderungen stattfinden? (Abg. Dr. Fekter: Täuschen Sie sich da nicht!) Das ist eine klassische Fortschreibung dessen, was bislang passiert ist.
Abg. Dr. Fekter: Aber mit Sicherheit!
Ich möchte aber noch zu einer grundsätzlichen Frage kommen. Sie haben jetzt einige Ihrer Vorstellungen darüber, was in der nächsten Zeit passieren soll, präsentiert. Heute beschließen wir nun das Budget 2006. Ist irgendetwas von dem, was Sie für die nächsten Monate angekündigt haben, in diesem Budget enthalten? 2006 ist das letzte Budget dieser Bundesregierung (Abg. Mag. Molterer: Nein! – Abg. Dr. Brinek: Das glauben wir nicht), Sie werden nach der nächsten Wahl vermutlich keine Möglichkeit mehr haben, irgendetwas zu verbessern – das will ich jetzt gar nicht sagen –, zu verändern. (Abg. Dr. Fekter: Aber mit Sicherheit!) Im Budget 2006 ist dafür nichts vorgesehen – ja, wo sollen denn da diese Veränderungen stattfinden? (Abg. Dr. Fekter: Täuschen Sie sich da nicht!) Das ist eine klassische Fortschreibung dessen, was bislang passiert ist.
Abg. Dr. Fekter: Täuschen Sie sich da nicht!
Ich möchte aber noch zu einer grundsätzlichen Frage kommen. Sie haben jetzt einige Ihrer Vorstellungen darüber, was in der nächsten Zeit passieren soll, präsentiert. Heute beschließen wir nun das Budget 2006. Ist irgendetwas von dem, was Sie für die nächsten Monate angekündigt haben, in diesem Budget enthalten? 2006 ist das letzte Budget dieser Bundesregierung (Abg. Mag. Molterer: Nein! – Abg. Dr. Brinek: Das glauben wir nicht), Sie werden nach der nächsten Wahl vermutlich keine Möglichkeit mehr haben, irgendetwas zu verbessern – das will ich jetzt gar nicht sagen –, zu verändern. (Abg. Dr. Fekter: Aber mit Sicherheit!) Im Budget 2006 ist dafür nichts vorgesehen – ja, wo sollen denn da diese Veränderungen stattfinden? (Abg. Dr. Fekter: Täuschen Sie sich da nicht!) Das ist eine klassische Fortschreibung dessen, was bislang passiert ist.
Abg. Dr. Brinek: Weil diese Stunden nicht einmal genutzt wurden!
Sie erzählen wirklich, die Super-Maßnahme in Österreich werde jetzt sein, die Fördermaßnahmen zu bündeln. Wir fördern nicht mehr! Wir haben in den Grundschulen eine Förderstunde pro Klasse und Woche – Ihre Lösung ist nicht, zu überlegen, ob wir vielleicht zwei oder vielleicht auch drei brauchen, nein, wir machen es so, dass man diese eine Stunde nicht mehr in einer Woche unterrichtet, sondern bündelt. (Abg. Dr. Brinek: Weil diese Stunden nicht einmal genutzt wurden!) Wir machen einmal drei Stunden, dann zwei Wochen nichts – und damit wird es „viel besser“ werden.
Abg. Dr. Brinek: Das sagen die Finnen selbst!
Sie schauen nur in die OECD-Zahlen! Ich finde es ja bemerkenswert, dass ausgerechnet Sie sich funktionierende Modelle nicht anschauen. Alle fahren nach Finnland, das Ministerium hat es nicht notwendig: Da ist es kalt, da ist es dunkel, wozu brauchen wir dort hinzufahren – die lesen nur deshalb so gut, weil der Winter dort so lange ist! Das ist eine Super-Erklärung, die Sie da bringen, aber so ist es nicht wirklich. (Abg. Dr. Brinek: Das sagen die Finnen selbst!)
Abg. Dr. Brinek: Genau!
In finnischen Schulen werden im Durchschnitt 20 Prozent mit Fördermodellen gefördert, und das heißt dort fast immer: Individualförderung oder Kleingruppenförderung. Fahren Sie einmal hin, schauen Sie es sich an! Es ist immer ein Super-Argument: In Finnland gibt es keine Nachmittagsschulen. – Stimmt, ganztägige Schulen sind nicht das Modell in Finnland. (Abg. Dr. Brinek: Genau!) Aber wie machen sie das dort mit der Förderung? – Dort gibt es LehrerInnen, die speziell für den Förderunterricht ausgebildet sind, sich die Schüler während des Regelunterrichts aus den Klassen holen und ihnen über einen längeren Zeitraum, in relativ intensiver Form Einzelunterricht oder Unterricht in Kleingruppen bieten. Dies geschieht mit im Durchschnitt 20 Prozent der SchülerInnen in den Grundschulen und 30 Prozent in den ersten beiden Schulstufen, jeder dritte Schüler, jede dritte Schülerin. Dazu kommen übrigens noch 6 Prozent mit Bedarf nach Sonderpädagogik. Sonderpädagogik bedeutet noch einmal viel mehr als bei uns. In Summe sind das fast 25, 27 Prozent.
Abg. Dr. Brinek: Aber im Schnitt ist es immer noch viel weniger!
Das war übrigens auch ein Aha-Erlebnis für mich: Sie haben immer behauptet, wir könnten uns nicht mit Finnland vergleichen, denn dort gebe es ja keine MigrantInnen. Bei uns gebe es MigrantInnen, als ein großes Problem. Wir haben einmal in Helsinki nachgefragt, wie es wirklich ausschaut, und bekamen die Antwort: Na ja, das stimme schon, über Finnland im Gesamten gesehen sei die Migrantenzahl relativ gering, aber es gebe Schulen in Helsinki mit einem MigrantInnen-Anteil von 60 Prozent. Das ist in etwa so wie in einigen Wiener Bezirken, wo wir diese speziellen Fälle haben. (Abg. Dr. Brinek: Aber im Schnitt ist es immer noch viel weniger!)
Abg. Dr. Brinek: Das schaue ich mir aber an in Wien!
60 Prozent! Frau Kollegin Brinek, die kümmern sich auch um diesen Schnitt viel mehr als wir. (Abg. Dr. Brinek: Das schaue ich mir aber an in Wien!) Bei uns gibt es viel mehr, aber wir machen in Summe sehr wenig dafür. In Finnland schaut man sich an: Es gibt diese Problematik in Ballungsräumen (Abg. Dr. Brinek: Fangen wir in Wien an!), und es gibt ... (Abg. Mag. Molterer schüttelt den Kopf.) – Ja, da können Sie ruhig den Kopf schütteln, Kollege Molterer, es macht nichts, aber man könnte es sich auch einmal anschauen! In Finnland gibt es eine Lehrerausbildung im Bereich des muttersprachlichen Unterrichts. (Abg. Mag. Molterer: Herr Oberlehrer Brosz!) – Na, der Oberlehrer sitzt eher in der ersten Bank als am Rednerpult, aber das macht ja nichts. (Heiterkeit, Beifall und Bravorufe bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Oberg’scheiter!)
Abg. Dr. Brinek: Fangen wir in Wien an!
60 Prozent! Frau Kollegin Brinek, die kümmern sich auch um diesen Schnitt viel mehr als wir. (Abg. Dr. Brinek: Das schaue ich mir aber an in Wien!) Bei uns gibt es viel mehr, aber wir machen in Summe sehr wenig dafür. In Finnland schaut man sich an: Es gibt diese Problematik in Ballungsräumen (Abg. Dr. Brinek: Fangen wir in Wien an!), und es gibt ... (Abg. Mag. Molterer schüttelt den Kopf.) – Ja, da können Sie ruhig den Kopf schütteln, Kollege Molterer, es macht nichts, aber man könnte es sich auch einmal anschauen! In Finnland gibt es eine Lehrerausbildung im Bereich des muttersprachlichen Unterrichts. (Abg. Mag. Molterer: Herr Oberlehrer Brosz!) – Na, der Oberlehrer sitzt eher in der ersten Bank als am Rednerpult, aber das macht ja nichts. (Heiterkeit, Beifall und Bravorufe bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Oberg’scheiter!)
Abg. Mag. Molterer schüttelt den Kopf.
60 Prozent! Frau Kollegin Brinek, die kümmern sich auch um diesen Schnitt viel mehr als wir. (Abg. Dr. Brinek: Das schaue ich mir aber an in Wien!) Bei uns gibt es viel mehr, aber wir machen in Summe sehr wenig dafür. In Finnland schaut man sich an: Es gibt diese Problematik in Ballungsräumen (Abg. Dr. Brinek: Fangen wir in Wien an!), und es gibt ... (Abg. Mag. Molterer schüttelt den Kopf.) – Ja, da können Sie ruhig den Kopf schütteln, Kollege Molterer, es macht nichts, aber man könnte es sich auch einmal anschauen! In Finnland gibt es eine Lehrerausbildung im Bereich des muttersprachlichen Unterrichts. (Abg. Mag. Molterer: Herr Oberlehrer Brosz!) – Na, der Oberlehrer sitzt eher in der ersten Bank als am Rednerpult, aber das macht ja nichts. (Heiterkeit, Beifall und Bravorufe bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Oberg’scheiter!)
Abg. Mag. Molterer: Herr Oberlehrer Brosz!
60 Prozent! Frau Kollegin Brinek, die kümmern sich auch um diesen Schnitt viel mehr als wir. (Abg. Dr. Brinek: Das schaue ich mir aber an in Wien!) Bei uns gibt es viel mehr, aber wir machen in Summe sehr wenig dafür. In Finnland schaut man sich an: Es gibt diese Problematik in Ballungsräumen (Abg. Dr. Brinek: Fangen wir in Wien an!), und es gibt ... (Abg. Mag. Molterer schüttelt den Kopf.) – Ja, da können Sie ruhig den Kopf schütteln, Kollege Molterer, es macht nichts, aber man könnte es sich auch einmal anschauen! In Finnland gibt es eine Lehrerausbildung im Bereich des muttersprachlichen Unterrichts. (Abg. Mag. Molterer: Herr Oberlehrer Brosz!) – Na, der Oberlehrer sitzt eher in der ersten Bank als am Rednerpult, aber das macht ja nichts. (Heiterkeit, Beifall und Bravorufe bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Oberg’scheiter!)
Heiterkeit, Beifall und Bravorufe bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Oberg’scheiter!
60 Prozent! Frau Kollegin Brinek, die kümmern sich auch um diesen Schnitt viel mehr als wir. (Abg. Dr. Brinek: Das schaue ich mir aber an in Wien!) Bei uns gibt es viel mehr, aber wir machen in Summe sehr wenig dafür. In Finnland schaut man sich an: Es gibt diese Problematik in Ballungsräumen (Abg. Dr. Brinek: Fangen wir in Wien an!), und es gibt ... (Abg. Mag. Molterer schüttelt den Kopf.) – Ja, da können Sie ruhig den Kopf schütteln, Kollege Molterer, es macht nichts, aber man könnte es sich auch einmal anschauen! In Finnland gibt es eine Lehrerausbildung im Bereich des muttersprachlichen Unterrichts. (Abg. Mag. Molterer: Herr Oberlehrer Brosz!) – Na, der Oberlehrer sitzt eher in der ersten Bank als am Rednerpult, aber das macht ja nichts. (Heiterkeit, Beifall und Bravorufe bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Oberg’scheiter!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Möchtegern-Besserwisser!
Dort gibt es explizit Ausbildungen für muttersprachlichen Unterricht, obwohl die Finnen viel weniger MigrantInnenkinder haben als wir. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Möchtegern-Besserwisser!) Bei uns gibt es so etwas wie eine Lehramtsausbildung für Türkisch, für Serbokroatisch nicht, obwohl diese die ZentralmigrantInnengruppe darstellen. Sie machen es ja mutwillig. Sie produzieren mit Ihrem Schulsystem ja erst genau jene Problemgruppen, weil Sie sich einfach nicht um sie kümmern, weil Sie nicht versuchen,
Abg. Mag. Molterer: Was heißt da „mutwillig“?
dort anzusetzen, wo die Probleme dieses Schulsystems existieren. (Abg. Mag. Molterer: Was heißt da „mutwillig“?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das schlägt sich auch wieder im Budget nieder, da gibt es keine Veränderung. Deshalb befürchte ich, dass mit diesem Budget die Ergebnisse des österreichischen Schulsystems leider nicht in dem Ausmaß besser werden können, wie sie es müssten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall und He-Rufe bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Richtig ist, dass die SPÖ in dieser Beziehung schon bei der Umsetzung ist. Sie schließt gerade eine Kleinschule im 2. Wiener Bezirk, nämlich die Volksschule Leopoldsgasse, und eine im 15. Bezirk, in der Goldschlaggasse, und zwar mit dem Hinweis, Kleinschulen seien in der Stadt nicht argumentierbar. – Danke. (Beifall und He-Rufe bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wieso? – Abg. Eder – in Richtung der Abg. Dr. Brinek –: Keine Disziplin, Frau Kollegin! – Abg. Brosz: Dass der Amon selten Recht hat, wissen wir auch! Aber warum ...?
Präsident Dr. Andreas Khol: Frau Abgeordnete, das war auch eine tatsächliche Berichtigung mit Nachsicht aller Taxen, eigentlich ein Redebeitrag. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wieso? – Abg. Eder – in Richtung der Abg. Dr. Brinek –: Keine Disziplin, Frau Kollegin! – Abg. Brosz: Dass der Amon selten Recht hat, wissen wir auch! Aber warum ...?)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Herr Dr. Zilk schreibt weiter im Gastkommentar: „Also schaffen wir die Großschulen, den ‚Betrieb Schule‘, die pädagogische Fabrik, die lässt sich leichter verwalten.“ – Das meinen Sie ja auch! (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) – Ja, ich zitiere Ihren Parteikollegen! Vielleicht haben Sie vor ihm doch solche Ehrfurcht, dass Sie einmal zuhören!
Abg. Mag. Molterer: Genau!
wissen wir, wie problematisch seelenlose Großorganisationen sind.“ (Abg. Mag. Molterer: Genau!) – So Dr. Helmut Zilk.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es geht um seelenlose Großorganisationen und um die Zusammenfassung von Schulstandorten, im Verwaltungsbereich werden 300 bis 1 000 Schüler zusammengefasst. – Das, was Sie in Ihrer tatsächlichen Berichtigung gesagt haben, haben Sie, glaube ich, hier schon 100 Mal dargelegt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: So ist es!
Ich erzähle aber auch, was Herr Dr. Zilk noch sagt, und das sagt er an Ihre Adresse, Frau Kuntzl und Genossen: „,Vorwärts, Genossen. Wir marschieren zurück!‘ Offenbar haben hier einige die Zeichen der Zeit nicht erkannt und sind vor zehn, 20 Jahren stecken geblieben.“ (Abg. Mag. Molterer: So ist es!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Kuntzl, ich werde jetzt jedes Mal, wenn Sie hier Ihre tatsächliche Berichtigung zum Thema Zusammenlegung der Schulverwaltungen auf zwischen 300 und 1 000 Schüler vorbringen, an den Gastkommentar Ihres Genossen Dr. Helmut Zilk mit den Worten „Vorwärts, Genossen. Wir marschieren zurück!“ erinnern. – Offenbar haben Sie die Zeichen der Zeit nicht erkannt! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Cap.
Jetzt komme ich zum Budget. – Es ist nicht meine Art, dass ich sehr viel über Zahlen spreche. (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Cap.) Rhetorisch sind Zahlen immer schwer zu kommunizieren. (Abg. Eder: Da muss man sich nämlich auskennen auch!) Sie von der Opposition haben in der Kritik der Budgetrede in Ihren wunderschön ausgeführten Kabarett-Beiträgen, Herr Abgeordneter Cap, auch nur wenige Zahlen genannt, denn sonst wäre es nicht so kabaretthaft. – Es ist schwierig, Zahlen zu kommunizieren, aber ich mache es trotzdem.
Abg. Eder: Da muss man sich nämlich auskennen auch!
Jetzt komme ich zum Budget. – Es ist nicht meine Art, dass ich sehr viel über Zahlen spreche. (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Cap.) Rhetorisch sind Zahlen immer schwer zu kommunizieren. (Abg. Eder: Da muss man sich nämlich auskennen auch!) Sie von der Opposition haben in der Kritik der Budgetrede in Ihren wunderschön ausgeführten Kabarett-Beiträgen, Herr Abgeordneter Cap, auch nur wenige Zahlen genannt, denn sonst wäre es nicht so kabaretthaft. – Es ist schwierig, Zahlen zu kommunizieren, aber ich mache es trotzdem.
Abg. Mag. Molterer: Die Lehrer haben es verdient!
Es ist eine Gehaltserhöhung für die Lehrer von 2,3 Prozent enthalten. Das muss auch nicht sein, das ist auch nicht selbstverständlich. Ich weiß, dass Sie das für die Personalvertretungswahlen natürlich gebraucht haben. Aus Ihrer Sicht ist das selbstverständlich! (Abg. Mag. Molterer: Die Lehrer haben es verdient!) Ich sage: Die Lehrer haben es selbstverständlich auch verdient! Die Lehrer verdienen auch, dass man deren Verdienste dementsprechend würdigt, und das tun wir hier im Hohen Haus x-mal!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, wenn Sie das Budget positiv lesen – und man kann es durchaus positiv lesen –, dann müssen Sie eingestehen, dass es sehr ausgewogen ist und in keiner Weise irgendeinen Angriffspunkt bietet. Im Hinblick darauf trifft Ihre Aussage, dass zu wenig für Bildung vorhanden ist, nicht zu. Sie müssen uns wirklich erst das Gegenteil beweisen! Sie können das Budget noch so zerpflücken, den Beweis können Sie hier nicht liefern! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Manchmal sind sie auch ein Unglücksfall, Herr Kollege Broukal, wie wir wissen!
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Wer wüsste besser als ich, dass tatsächliche Berichtigungen oft ein Glücksfall sind. (Abg. Mag. Molterer: Manchmal sind sie auch ein Unglücksfall, Herr Kollege Broukal, wie wir wissen!) Deswegen spreche ich kurz und ohne jede Häme.
Abg. Dr. Brinek: Aber als Volksschule wird sie geschlossen!
Die Schule in der Leopoldsgasse in Wien, Frau Dr. Brinek, wird nicht geschlossen. Sie wird als sonderpädagogische Schulanstalt weitergeführt. (Abg. Dr. Brinek: Aber als Volksschule wird sie geschlossen!) Die Schule in der Goldschlagstraße wird nicht geschlossen, sondern als sonderpädagogische Anstalt weitergeführt. Dazu darf ich Ihnen aber auch mitteilen: Die nächste Volksschule ist im Fall Leopoldsgasse 400 Meter entfernt, und im Fall Goldschlagstraße ist sie um die Ecke. Wenn Sie das mit dem Schließen von Schulen im ländlichen Raum vergleichen, wo der Schulweg nicht um 400 Meter mehr beträgt, sondern um vier oder fünf Kilometer, dann überdehnt das, glaube ich, ein bisschen die Analogie. – Okay.
Beifall bei der SPÖ.
Es ist nämlich kein Zustand, dass man an der Medizinischen Universität Wien im September dieses Jahres entweder ganz schnell am Computer auf dir Enter-Taste drücken oder sich zwei Tage und Nächte am Einschreibschalter anstellen muss, um einen der jetzt schon kontingentierten 1 500 Studienplätze zu bekommen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Welche Themen? Welche Experten?
Ich bin auch froh darüber, dass das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in der EuGH-Frage rechtzeitig und nicht mit Verspätung gehandelt hat und dass unsere Chancen gut stehen. In Wirklichkeit – und das geben sowohl Expertinnen und Experten in Österreich als auch auf EU-Ebene zu erkennen – haben wir uns im Zusammenhang mit der Mitgliedschaft zur Europäischen Union auch dieser Frage des Hochschulzugangs nicht genügend gestellt und müssen diese Diskussion in gewisser Weise nachholen. (Abg. Dr. Cap: Welche Themen? Welche Experten?)
Abg. Dr. Cap: Mein Gott!
Ein bisschen um Besinnung bitten möchte ich auch den Kollegen Niederwieser. Ich erinnerte mich bei seinen Ausführungen im Sinn einer klassenkämpferisch antiquierten Gleichmacheridee (Abg. Dr. Cap: Mein Gott!) an eine Aussage des Bruders des Finanzministers Lacina, Bezirksvorsteher des 20. Bezirks Lacina, der vor Jahren der Fiktion nachgehangen ist, dass man die unterschiedlich geborenen, sozialisierten und erzogenen Kinder eines Landes oder einer Stadt irgendwann in einem Abschnitt ihres Lebens durch einen gemeinsamen Gleichmachertunnel schickt und dann gerechterweise lauter Absolventen herauskommen. Lacina war SPÖ-Bezirksvorsteher und hat dann auch noch dazu gesagt: In Hinblick darauf müssen wir die Kinder dem Einfluss der Familie so früh wie möglich entziehen. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Ein bisschen um Besinnung bitten möchte ich auch den Kollegen Niederwieser. Ich erinnerte mich bei seinen Ausführungen im Sinn einer klassenkämpferisch antiquierten Gleichmacheridee (Abg. Dr. Cap: Mein Gott!) an eine Aussage des Bruders des Finanzministers Lacina, Bezirksvorsteher des 20. Bezirks Lacina, der vor Jahren der Fiktion nachgehangen ist, dass man die unterschiedlich geborenen, sozialisierten und erzogenen Kinder eines Landes oder einer Stadt irgendwann in einem Abschnitt ihres Lebens durch einen gemeinsamen Gleichmachertunnel schickt und dann gerechterweise lauter Absolventen herauskommen. Lacina war SPÖ-Bezirksvorsteher und hat dann auch noch dazu gesagt: In Hinblick darauf müssen wir die Kinder dem Einfluss der Familie so früh wie möglich entziehen. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Dann ist der Kardinal auch links!
Ja, das ist nachzulesen! Die Archive sind, wie wir gestern gehört haben, die Strafe der Journalisten und der Abgeordneten. Genau das hat er gesagt. (Abg. Dr. Cap: Dann ist der Kardinal auch links!) Das lässt sich nachrecherchieren, und das ist es mir wert! Und daher verstehen Sie bitte die entsprechenden Hinweise, doch diese alte Gleichmacheridee, diese alte Fiktion von Gerechtigkeit, die immer scheitern muss, endgültig in die Archive zu schicken und dort gut behütet im Karton für die Zukunft als vergangene Idee aufzubewahren. (Abg. Dr. Cap: Ist der Kardinal links?) Nicht anders, Herr Kollege Niederwieser, sollten Sie mit dieser Idee umgehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: Ist der Kardinal links?
Ja, das ist nachzulesen! Die Archive sind, wie wir gestern gehört haben, die Strafe der Journalisten und der Abgeordneten. Genau das hat er gesagt. (Abg. Dr. Cap: Dann ist der Kardinal auch links!) Das lässt sich nachrecherchieren, und das ist es mir wert! Und daher verstehen Sie bitte die entsprechenden Hinweise, doch diese alte Gleichmacheridee, diese alte Fiktion von Gerechtigkeit, die immer scheitern muss, endgültig in die Archive zu schicken und dort gut behütet im Karton für die Zukunft als vergangene Idee aufzubewahren. (Abg. Dr. Cap: Ist der Kardinal links?) Nicht anders, Herr Kollege Niederwieser, sollten Sie mit dieser Idee umgehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ja, das ist nachzulesen! Die Archive sind, wie wir gestern gehört haben, die Strafe der Journalisten und der Abgeordneten. Genau das hat er gesagt. (Abg. Dr. Cap: Dann ist der Kardinal auch links!) Das lässt sich nachrecherchieren, und das ist es mir wert! Und daher verstehen Sie bitte die entsprechenden Hinweise, doch diese alte Gleichmacheridee, diese alte Fiktion von Gerechtigkeit, die immer scheitern muss, endgültig in die Archive zu schicken und dort gut behütet im Karton für die Zukunft als vergangene Idee aufzubewahren. (Abg. Dr. Cap: Ist der Kardinal links?) Nicht anders, Herr Kollege Niederwieser, sollten Sie mit dieser Idee umgehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Broukal: Ihr seid aber um 22 Prozent darunter!
Ich nenne einmal diesbezügliche Zahlen, die allgemein in der Literatur kolportiert werden: Eine gute Neuorganisation bedeutet, dass 8 bis 14 Prozent der Mittel gespart werden. (Abg. Broukal: Ihr seid aber um 22 Prozent darunter!) Diese Mittel bleiben den Universitäten, und diese Mittel sollen gut beziehungsweise bestmöglich eingesetzt werden.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich glaube, wir können mit diesem Budget angesichts einer Gesamtvernünftigkeit, die dieses aufweist und ausweist, zufrieden sein. Alle Bedürfnisse, die gerechtfertigt, legitimierbar und von den Universitäten argumentierbar sind, werden im Laufe der weiteren Budgets und Budgetüberschreitungen – siehe gestriger Beschluss – sicherlich leistbar sein und hier vom Hohen Haus verabschiedet werden. Ich bin daher sehr froh, dass wir mit diesem Budget einen wichtigen Schritt einleiten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Brinek: Ein Bruder des Finanzministers!
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrter Herr Präsident! Wir haben jetzt einiges gehört. Kollegin Brinek erzählt, dass ein späterer Finanzminister (Abg. Dr. Brinek: Ein Bruder des Finanzministers!) beziehungsweise ein Bruder des Finanzministers die Kinder ihren Eltern wegnehmen will, und Kollege Amon spricht von Klassenkampf, wenn hier darüber debattiert wird, dass die Kluft zwischen arm und reich immer größer wird.
Abg. Mag. Molterer: Beinhart!
Nachdem wir über Wissenschaft und Bildung sprechen, Kollege Amon, nenne ich Ihnen beinhart eine Zahl. (Abg. Mag. Molterer: Beinhart!) 1 Prozent der reichsten Bevölkerung verfügt über 34 Prozent des gesamten Einkommens und Vermögens in Österreich, also über mehr als 90 Prozent der Bevölkerung. 10 Prozent der Reichsten haben genau das Doppelte der restlichen 90 Prozent. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Nachdem wir über Wissenschaft und Bildung sprechen, Kollege Amon, nenne ich Ihnen beinhart eine Zahl. (Abg. Mag. Molterer: Beinhart!) 1 Prozent der reichsten Bevölkerung verfügt über 34 Prozent des gesamten Einkommens und Vermögens in Österreich, also über mehr als 90 Prozent der Bevölkerung. 10 Prozent der Reichsten haben genau das Doppelte der restlichen 90 Prozent. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Kurzum: Was ich schön langsam etwas mühsam finde und was die Geduld vieler strapaziert, ist, dass fünf Jahre Bilanz über Universitäts- und Forschungspolitik mit dem Satz „Alles ist super“ kommentiert wird. Das scheint mir doch etwas dürftig zu sein! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Broukal.
Glauben Sie, Forscherinnen und Forscher an Universitäten haben nichts anderes zu tun, als Kanzler Schüssel zu ärgern oder Gehrer zu pflanzen? – Das ist kein Spiel. Die haben andere Interessen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Broukal.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Eine weitere Frage, die ich auch schon für kaum mehr zumutbar finde: Wie kommen denn Sie zu Ihren Steigerungsraten? – Sie nehmen immer die schlechtesten Jahre her und vergleichen Sie mit dem Iststand. Selbst ein Bundeskanzler kann vielleicht in einem Zeitraum von 60 Jahren nach seiner Geburt eine Wachstumsrate vom Faktor 3,5 aufweisen, während in den letzten 42 Jahren bezüglich Wachstum wahrscheinlich nichts passiert ist. Das sollte man sich auch überlegen: Was versteckt sich hinter solchen Zahlen? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie sagen auch nicht, dass Universitäten auf Grund Ihrer Budgets einen Investitionsstopp erlitten haben und diese Lücken durch die – sagen wir von mir aus – diskreten Steigerungsraten nicht mehr zu schließen sind. Der Innsbrucker Medizinuni, deren Ausgliederung wie auch die Ausgliederung anderer Medizinunis politisch erzwungen wurde, fehlen 5 Millionen € für den Betrieb. Sie brauchen auf Grund der Doppelstruktur 60 bis 80 Planposten mehr in der Verwaltung, weil sie nicht mehr bei der Hauptuni sind. Es werden keine Überstunden mehr ausbezahlt. Es gibt 5-prozentige Personalkürzungen. Im AKH-Wien müssen 140 ÄrztInnen-Planposten abgebaut werden. – Gehen wir angesichts dessen zur Tagesordnung über und sagen: Alles super, die Budgets steigen!? – Ich halte das für unverantwortlich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
In Innsbruck diskutiert man darüber – das ist überhaupt der Gipfel der Weisheit –, ob nicht verpflichtend Latein, vielleicht sogar das Große Latinum für das Medizinstudium verlangt werden muss, dass man das während des Studiums nicht mehr nachholen kann, da sonst die Mediziner nicht verstehen könnten, was „Kardiologie“ oder „Medizin“ heißt, weil sie nicht Latein können. Das ist ausgemachter Stumpfsinn, den man da beobachten kann. Da könnte man bei den Kulturwissenschaften sagen: Die Wiege der Kultur ist Mesopotamien. Es darf nur der Kulturwissenschaften studieren, der Sumerisch in Wort und Schrift beherrscht. Da hört sich wirklich jeder Spaß auf. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Wer sagt das?
Was mir wehtut, ist, wenn ich von Seiten der FPÖ immer höre: Reformen müssen wehtun. Ich weiß schon, Sie können sich vom Schmerz nicht mehr lösen. Sie sind Schmerz gewohnt, Sie geißeln sich selbst. (Abg. Scheibner: Wer sagt das?) Aber deswegen müssen Reformen nicht wehtun. Andere sagen dann wieder: Wenn die Unis mehr Geld haben, dann entwickeln sie Kreativität und Phantasie, dann geht es erst richtig los.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zum Schluss ein Bildbeispiel zu Ihrer Selbstbeweihräucherung, weil Bilder doch noch besser verstanden werden. Ich nehme ein Bild aus meinem Beruf. Herr Bundeskanzler Primar Schüssel geht in Gefolge seiner Ärztin Gehrer in ein Krankenzimmer. Dort liegt ein Patient, er bekommt keine Luft mehr und hat Schüttelfrost und Fieber. Schüssel geht zu ihm hin und sagt: Heute geht es schon viel besser. Der Patient erschrickt, schüttelt den Kopf und haucht leise: Nein. Gehrer zupft ein bisschen die Bettdecke zurecht. Schüssel sagt: Natürlich geht es viel besser, ich weiß es ja! und verlässt verärgert den Raum. – So kann die Politik nicht ausschauen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Grünewald: Aber was!
Dass im Forschungsbereich in den letzten vier Jahren viel geschehen ist (Abg. Dr. Grünewald: Aber was!) – das hat Kollegin Brinek auch am Anfang ihrer Rede gesagt –, ist wohl unbestritten – auch von Ihrer Seite her. 600 Millionen € Offensivprogramm ist nicht nichts, sondern ist viel Geld, das in diesen Bereich geflossen ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) – Das können Sie nicht einfach vom Tisch wischen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dass im Forschungsbereich in den letzten vier Jahren viel geschehen ist (Abg. Dr. Grünewald: Aber was!) – das hat Kollegin Brinek auch am Anfang ihrer Rede gesagt –, ist wohl unbestritten – auch von Ihrer Seite her. 600 Millionen € Offensivprogramm ist nicht nichts, sondern ist viel Geld, das in diesen Bereich geflossen ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) – Das können Sie nicht einfach vom Tisch wischen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Also ist es doch super!
Wenn Sie schon mit dem Jahr 1999 vergleichen, dann nehme ich wieder den Vergleich des Jahres 1999 mit 2004 im „Format“ her. Ausgaben für Forschung im Jahre 1999: 3,76 Milliarden €, Ausgaben für Forschung im Jahre 2004: 5,27 Milliarden €. Das ist viel und nicht nichts. Ausgaben für Bildung im Jahre 1999: 7,5 Milliarden €, im Jahr 2004: 9 Milliarden €. Das ist viel und nicht nichts. Das müssen Sie auch zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Also ist es doch super!)
Abg. Dr. Grünewald: Habe ich nicht angesprochen!
Wenn Sie von Finanzierungslücken sprechen, meinen Sie da zufällig auch die ÖAW, die Österreichische Akademie für Wissenschaft? (Abg. Dr. Grünewald: Habe ich nicht angesprochen!) – Okay, dann sage ich nichts dazu. Wenn Sie das nicht angesprochen haben, dann ersparen wir uns das. Das muss dann ein anderer Bereich sein. Ich bitte daher, das nächste Mal etwas genauer anzusprechen, was Sie wirklich meinen, wo es denn echte Finanzierungslücken im Forschungsbereich gibt, obwohl dieser Bereich gerade so viel Geld bekommen hat. Sagen Sie es deutlich, und reden Sie nicht so nebulos von irgendwelchen Lücken! Sagen Sie es genau und konkret, dann kann man vielleicht etwas tun, aber reden Sie bitte nicht nebulos darüber. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Rufe bei den Grünen: FWF!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Rufe bei den Grünen: FWF!
Wenn Sie von Finanzierungslücken sprechen, meinen Sie da zufällig auch die ÖAW, die Österreichische Akademie für Wissenschaft? (Abg. Dr. Grünewald: Habe ich nicht angesprochen!) – Okay, dann sage ich nichts dazu. Wenn Sie das nicht angesprochen haben, dann ersparen wir uns das. Das muss dann ein anderer Bereich sein. Ich bitte daher, das nächste Mal etwas genauer anzusprechen, was Sie wirklich meinen, wo es denn echte Finanzierungslücken im Forschungsbereich gibt, obwohl dieser Bereich gerade so viel Geld bekommen hat. Sagen Sie es deutlich, und reden Sie nicht so nebulos von irgendwelchen Lücken! Sagen Sie es genau und konkret, dann kann man vielleicht etwas tun, aber reden Sie bitte nicht nebulos darüber. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Rufe bei den Grünen: FWF!)
Abg. Dr. Cap: Was ist jetzt?
Wir haben nie gesagt, dass Reformen wehtun müssen, sondern wir haben immer gesagt: Reformen sind notwendig! Denn in den letzten Jahren vor der blau-schwarzen Regierung hat sich ein Reformstau gebildet. Es hat so viele anstehende Probleme gegeben, vor allem im Bildungsbereich! Wir haben so viel gemacht, und Sie haben – speed kills – immer gejammert! (Abg. Dr. Cap: Was ist jetzt?)
Abg. Dr. Cap: Rien ne va plus!
Herr Kollege Cap, Sie fragen: Was ist jetzt? (Abg. Dr. Cap: Rien ne va plus!) Jetzt ist vielleicht einmal die Zeit, Früchte zu ernten und zu sehen, dass all das, was gemacht worden ist, auch gut ist – auch im Universitätsbereich. (Abg. Öllinger: Sie sind gerade bei der Ernte! So schaut es aus!) Es ist viel geschehen: Wir haben die Universitäten in die Autonomie entlassen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Sie sind gerade bei der Ernte! So schaut es aus!
Herr Kollege Cap, Sie fragen: Was ist jetzt? (Abg. Dr. Cap: Rien ne va plus!) Jetzt ist vielleicht einmal die Zeit, Früchte zu ernten und zu sehen, dass all das, was gemacht worden ist, auch gut ist – auch im Universitätsbereich. (Abg. Öllinger: Sie sind gerade bei der Ernte! So schaut es aus!) Es ist viel geschehen: Wir haben die Universitäten in die Autonomie entlassen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Kollege Cap, Sie fragen: Was ist jetzt? (Abg. Dr. Cap: Rien ne va plus!) Jetzt ist vielleicht einmal die Zeit, Früchte zu ernten und zu sehen, dass all das, was gemacht worden ist, auch gut ist – auch im Universitätsbereich. (Abg. Öllinger: Sie sind gerade bei der Ernte! So schaut es aus!) Es ist viel geschehen: Wir haben die Universitäten in die Autonomie entlassen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Grünewald: Von nichts habe ich nicht gesprochen!
Kollege Grünewald, Sie können nicht sagen, dass ein gesichertes Globalbudget in der Höhe von 1,66 Milliarden €, das den Universitäten zur Verfügung gestellt wird, nichts ist. (Abg. Dr. Grünewald: Von nichts habe ich nicht gesprochen!) Ich sage immer: Auch die Universitäten – vor allem jene, die Fächer wie Wirtschaftswissenschaften lehren – müssen in der Lage sein, mit ihren Budgets gut umzugehen; wirtschaftlich zu handeln; sparsam zu sein (Abg. Dr. Grünewald: Wirtschaftswissenschaftler wissen, dass man Geld braucht!) und zu überlegen: Wie können wir uns vernetzen, wie können wir kooperieren, wie können wir Doppelgleisigkeiten abbauen? – Und genau in der Zeit, in der es Übergänge gibt, gibt es auch zusätzliche Mittel aus dem Budget für die Universitäten, um die Probleme, die Übergangs-, die Implementierungskosten abzufedern. Dafür gibt es Gelder, daher können Sie nicht einfach sagen, 1,66 Milliarden € seien nichts. – Es ist viel geschehen.
Abg. Dr. Grünewald: Wirtschaftswissenschaftler wissen, dass man Geld braucht!
Kollege Grünewald, Sie können nicht sagen, dass ein gesichertes Globalbudget in der Höhe von 1,66 Milliarden €, das den Universitäten zur Verfügung gestellt wird, nichts ist. (Abg. Dr. Grünewald: Von nichts habe ich nicht gesprochen!) Ich sage immer: Auch die Universitäten – vor allem jene, die Fächer wie Wirtschaftswissenschaften lehren – müssen in der Lage sein, mit ihren Budgets gut umzugehen; wirtschaftlich zu handeln; sparsam zu sein (Abg. Dr. Grünewald: Wirtschaftswissenschaftler wissen, dass man Geld braucht!) und zu überlegen: Wie können wir uns vernetzen, wie können wir kooperieren, wie können wir Doppelgleisigkeiten abbauen? – Und genau in der Zeit, in der es Übergänge gibt, gibt es auch zusätzliche Mittel aus dem Budget für die Universitäten, um die Probleme, die Übergangs-, die Implementierungskosten abzufedern. Dafür gibt es Gelder, daher können Sie nicht einfach sagen, 1,66 Milliarden € seien nichts. – Es ist viel geschehen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es ist aber notwendig, noch mehr zu tun. Sie können sich sicher sein, wir werden noch weitere Reformen angehen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: Aber nicht auf Grünewald!
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer: Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Dr. Grünewald hat in seinem Beitrag gefordert, auf Argumente einzugehen. – Ich gehe gerne auf Argumente ein (Abg. Dr. Cap: Aber nicht auf Grünewald!), verlange dann aber auch, dass die Argumente, die da vorgetragen werden, redlich sind und überprüft werden können.
Abg. Öllinger: Nur mit Umwegen!
Was soll der Vergleich zwischen Hauptschülern und AHS-Unterstufe? – Jeder hat die Chance, in eine weiterführende Schule zu gehen! (Abg. Öllinger: Nur mit Umwegen!) Ich stelle ganz ernsthaft die Frage: Ist Chancengerechtigkeit in einem Land erst dann gegeben, wenn alle Matura machen?
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Ich habe Hochachtung vor jungen Menschen, die eine Lehre machen (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen), vor jungen Menschen, die als Facharbeiter in wichtigen Bereichen der österreichischen Industrie und in österreichischen Betrieben arbeiten, die sich weiterbilden. Ich habe Hochachtung vor Menschen, die früh ins Berufsleben einsteigen und sich vielleicht später weiterbilden. – Ich möchte also festhalten: Chancengerechtigkeit heißt für mich: Jeder hat die Chance, jede Schule zu besuchen. In Österreich sind die weiterführenden Schulen dermaßen dicht über das Land verteilt, dass jeder Jugendliche, der an eine weiterführende Schule gehen möchte, auch diese Chance hat.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir haben in den letzten Jahren 30 000 zusätzliche Plätze an den weiterführenden Schulen in Österreich geschaffen, wir haben den jungen Leuten aber auch die Chance gegeben, neue Lehrberufe zu erlernen und somit in neue Berufsfelder einzusteigen. – Ich bitte, die Chancengerechtigkeit so zu sehen, dass wir jedem die Chance geben, dass sich aber schlussendlich auch jeder frei für ein Berufsfeld entscheiden darf. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
sagt das?) Ich setze auf die Autonomie der Schulen und auf die Selbständigkeit der Lehrer und Lehrerinnen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich fasse zusammen: Der Bildungsbereich ist ein Schwerpunktbereich. Der Wissenschaftsbereich ist ein Schwerpunktbereich. Der Forschungsbereich ist ein Schwerpunktbereich. Wir stellen mehr Mittel dafür zur Verfügung. Der Kulturbereich ist ein wichtiger Bereich. Wer mit offenen Augen durch Wien geht, der sieht, wie viele Millionen an Steuergeldern in die Museen investiert wurden. Wir haben viel gemacht, es gibt noch viel zu tun. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Molterer: In Zukunft nicht mehr!
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Die Frau Bundesministerin hat gesagt, es gebe diese Gruppen A, B, C, D und so weiter nicht mehr. (Abg. Mag. Molterer: In Zukunft nicht mehr!) Wir sollten uns daran gewöhnen, dass es ein neues Dienstrecht gibt. (Bundesministerin Gehrer: Ein neues Bundesmitarbeitergesetz!)
Bundesministerin Gehrer: Ein neues Bundesmitarbeitergesetz!
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Die Frau Bundesministerin hat gesagt, es gebe diese Gruppen A, B, C, D und so weiter nicht mehr. (Abg. Mag. Molterer: In Zukunft nicht mehr!) Wir sollten uns daran gewöhnen, dass es ein neues Dienstrecht gibt. (Bundesministerin Gehrer: Ein neues Bundesmitarbeitergesetz!)
Beifall bei der SPÖ. – Bundesministerin Gehrer: Auslaufend!
Ich stelle richtig: Das Beamten-Dienstrechtsgesetz ist natürlich weiterhin voll in Gültigkeit, so lange, bis dieses Haus es irgendwann einmal abschaffen wird. (Beifall bei der SPÖ. – Bundesministerin Gehrer: Auslaufend!)
Bundesministerin Gehrer: Lustig!
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin, Sie haben behauptet, ich hätte mich über den Ausdruck „Bakkalaurea“ und „Bakkalaureus“ lächerlich gemacht (Bundesministerin Gehrer: Lustig!) oder lustig gemacht. – Wahr ist vielmehr, dass ich keinen der beiden Ausdrücke gebraucht habe.
Beifall bei den Grünen.
Zweitens haben Sie behauptet, dass manche Leute die Zeichen der Zeit nicht verstanden haben, und zwar im Zusammenhang mit der ersten Behauptung. Ich schließe daraus, dass ich damit nicht gemeint sein konnte. (Beifall bei den Grünen.)
Bundesministerin Gehrer: Halte ich locker aus!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Ministerin Gehrer, wenn Sie hier schon Stilkritik machen: Ein bisserl haben Sie hier gegenüber Oppositionsabgeordneten eine Tonlage gehabt, als ob das so ungezogene Fragen wären und diese uninformierten Oppositionshascherln Sie ununterbrochen mit Kritik quälen würden. – Wenn man Minister ist, muss man das aushalten. (Bundesministerin Gehrer: Halte ich locker aus!) Die Kritik ist berechtigt, und wir werden sie so oft wiederholen, wie es eben notwendig ist. (Abg. Mag. Molterer: Die Kritik an der Opposition ist berechtigt!)
Abg. Mag. Molterer: Die Kritik an der Opposition ist berechtigt!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Ministerin Gehrer, wenn Sie hier schon Stilkritik machen: Ein bisserl haben Sie hier gegenüber Oppositionsabgeordneten eine Tonlage gehabt, als ob das so ungezogene Fragen wären und diese uninformierten Oppositionshascherln Sie ununterbrochen mit Kritik quälen würden. – Wenn man Minister ist, muss man das aushalten. (Bundesministerin Gehrer: Halte ich locker aus!) Die Kritik ist berechtigt, und wir werden sie so oft wiederholen, wie es eben notwendig ist. (Abg. Mag. Molterer: Die Kritik an der Opposition ist berechtigt!)
Abg. Dr. Brinek: Das war ich, nicht die Frau Ministerin!
Sie haben dem Kollegen Niederwieser vorgeworfen, er bringe hier Klassenkampftöne herein. (Abg. Dr. Brinek: Das war ich, nicht die Frau Ministerin!) Ich möchte Ihnen kurz diesen einen Passus aus dem verfassungsrechtlichen Leitbild vorlesen, das die SPÖ mit Kardinal Schönborn und im Einvernehmen mit der Bischofskonferenz ausgearbeitet
Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Das ist eine Koalition, ein Wahnsinn!
hat. (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Das ist eine Koalition, ein Wahnsinn!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Bravorufe bei der ÖVP.
Da sollten Sie jetzt sehr genau zuhören. Da steht, dass wir für eine Schule in Österreich sind, die für die gesamte Bevölkerung – und jetzt hören Sie gut zu, das steht nämlich im Gegensatz zu Ihrer Ideologie! –, unabhängig von Herkunft, sozialer Lage und finanziellem Hintergrund, ein höchstmögliches Bildungsniveau sichert. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie der Meinung sind, dass das links ist, okay, dann ist die SPÖ links, dann ist der Kardinal links, dann sind die Bischöfe links – und dann sind Sie halt rückschrittlich! Das muss man einmal in aller Deutlichkeit feststellen! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Zur Sache!
Aber jetzt will ich eigentlich zur Kultur etwas sagen. (Ruf bei der ÖVP: Zur Sache!) Das ist ja zur Sache – wenn Sie sich ein bisserl konzentrieren, werden Sie das merken!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn wir das dann kritisieren, kommen Sie her und sagen, wir seien für eine zentralistische Museumsplanwirtschaft. Obwohl ohnehin nur Lachsalven kommen, wenn man das hört, kommen Sie immer wieder mit diesen alten Kalauern. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Bundesministerin Gehrer: Das ist das „Mozart-Jahr“!
Im Rahmen einer Kurzen Budgetanfrage der Frau Abgeordneten Mag. Kuntzl haben wir auf die Frage: Welche internationalen Großausstellungen werden von der Albertina im Jahr 2006 durchgeführt?, folgende Antwort bekommen – und das ist dann das Ergebnis –: Paul Klee und seine Zeit, Pablo Picassos Spätwerk und Wolfgang Amadeus Mozart. Also wenn Sie mir jetzt erklären, das große graphische Werk des Wolfgang Amadeus Mozart wird in der Albertina ausgestellt, dann frage ich mich ... (Bundesministerin Gehrer: Das ist das „Mozart-Jahr“!) Ja, aber seien Sie mir nicht böse, das ist die Logik von dem Ganzen! Das ist die Logik, wenn man das alles zulässt, was Sie zugelassen haben: diese Konzeptlosigkeit und diesen Wildwuchs am Beispiel Albertina.
Ruf bei der ÖVP: Ostern ist schon vorbei, Herr Kollege!
Die nächste Logik ist, dass dann der „Hase“ weltweit verschickt wird: ohne Genehmigung (Ruf bei der ÖVP: Ostern ist schon vorbei, Herr Kollege!), unser „Hase“ dann in Madrid ist, dann dort länger bleibt, am Anfang mit 50 Lux bestrahlt wird, obwohl er nur
Abg. Dr. Fasslabend: Zu Recht! Zu Recht!
Das war jetzt zur Albertina, und jetzt komme ich noch zum Herrn Seipel, dem Sie ungeheuerlich die Mauer machen. Ich frage mich im Übrigen: Wo ist der Bericht des Rechnungshofausschusses? Drängen Sie auch ein wenig ...! (Abg. Dr. Fasslabend: Zu Recht! Zu Recht!) – Zu Recht, ja, zu Recht wird hier Kritik an Herrn Seipel geübt! – Wo ist der Bericht des Rechnungshofausschusses?
Abg. Dr. Fasslabend: Das ist eine Unterstellung!
Heißt das, dass Dr. Seipel zum Beispiel eine Ausstellung kuratiert und dafür Geld bekommt, dass er mitwirkt an der Katalogerstellung und dafür Geld bekommt? – Frau Ministerin, da ist Aufklärung notwendig, und zwar nicht nur, was die altägyptischen Grabbeigaben betrifft und sonstige Dinge – bis hin zum Verschwinden der „Saliera“, wo Seipel bei einer Anhörung im Kulturausschuss gesagt hat: 113 Jahre lang ist in diesem Museum nichts passiert; jetzt ist halt etwas passiert! – Geradezu so, als ob Seipel dort schon seit 113 Jahren Direktor wäre und dafür gesorgt hätte, dass 113 Jahre lang nicht im Kunsthistorischen Museum eingebrochen worden ist! Aber jetzt ist es halt einmal passiert, und alle 113 Jahre darf halt ein Kulturgut von dort verschwinden! – Das ist die Geisteshaltung des Herrn Seipel! Und Sie, Frau Minister, dulden das! Da sind Sie mitverantwortlich! (Abg. Dr. Fasslabend: Das ist eine Unterstellung!)
Abg. Mag. Molterer – demonstrativ Beifall spendend –: Stimmt!
Nein, Herr Abgeordneter Fasslabend, wackeln Sie nicht wie üblich mit dem Kopf hin und her und sagen „schwacher Oppositionsredner“ und so weiter! (Abg. Mag. Molterer – demonstrativ Beifall spendend –: Stimmt!) Da geht es darum, dass Herr Direktor Seipel ablösereif ist, und zwar mehrfach ablösereif! Das kann ich Ihnen sagen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das kann man doch nicht alles dulden!
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Nein, Herr Abgeordneter Fasslabend, wackeln Sie nicht wie üblich mit dem Kopf hin und her und sagen „schwacher Oppositionsredner“ und so weiter! (Abg. Mag. Molterer – demonstrativ Beifall spendend –: Stimmt!) Da geht es darum, dass Herr Direktor Seipel ablösereif ist, und zwar mehrfach ablösereif! Das kann ich Ihnen sagen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das kann man doch nicht alles dulden!
Beifall bei der SPÖ.
Ich könnte jetzt noch lange – die Redezeit gebietet es jedoch, aufzuhören – das Sündenregister dieses Direktors aufzeigen. Sie, Frau Bundesministerin, machen sich da mitschuldig. Ich habe Ihnen schon einmal gesagt, dass das damit enden wird, dass Sie beide Direktoren bei der Hand nehmen und die Bühne verlassen müssen, denn das ist die Logik der Eigendynamik, die Sie mitzuverantworten haben und wo Sie keine Schritte setzen, diese Eigendynamik abzubremsen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Der ist von Tirol! – Weitere Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Von Tirol! Von Tirol!
Ich stelle richtig: Dieser Satz stammt vom ÖVP-Landeshauptmann von Oberösterreich Dr. Herwig van Staa ... (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Der ist von Tirol! – Weitere Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Von Tirol! Von Tirol!) – Oberösterreich, Tirol, gerne, gleich noch dazu! (Abg. Mag. Molterer: Nicht einmal das weiß er! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Hören Sie zu, jetzt kommt das Wichtige! (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich kann Ihnen jetzt noch eine Minute zuhören, so viel Zeit habe ich noch! Sie werden gleich wissen, warum es so ist. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Und bevor Sie noch lange darüber lachen, wünsche ich Ihnen allen, dass Sie sich nie wieder versprechen.
Abg. Mag. Molterer: Nicht einmal das weiß er! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich stelle richtig: Dieser Satz stammt vom ÖVP-Landeshauptmann von Oberösterreich Dr. Herwig van Staa ... (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Der ist von Tirol! – Weitere Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Von Tirol! Von Tirol!) – Oberösterreich, Tirol, gerne, gleich noch dazu! (Abg. Mag. Molterer: Nicht einmal das weiß er! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Hören Sie zu, jetzt kommt das Wichtige! (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich kann Ihnen jetzt noch eine Minute zuhören, so viel Zeit habe ich noch! Sie werden gleich wissen, warum es so ist. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Und bevor Sie noch lange darüber lachen, wünsche ich Ihnen allen, dass Sie sich nie wieder versprechen.
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich stelle richtig: Dieser Satz stammt vom ÖVP-Landeshauptmann von Oberösterreich Dr. Herwig van Staa ... (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Der ist von Tirol! – Weitere Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Von Tirol! Von Tirol!) – Oberösterreich, Tirol, gerne, gleich noch dazu! (Abg. Mag. Molterer: Nicht einmal das weiß er! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Hören Sie zu, jetzt kommt das Wichtige! (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich kann Ihnen jetzt noch eine Minute zuhören, so viel Zeit habe ich noch! Sie werden gleich wissen, warum es so ist. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Und bevor Sie noch lange darüber lachen, wünsche ich Ihnen allen, dass Sie sich nie wieder versprechen.
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Ich stelle richtig: Dieser Satz stammt vom ÖVP-Landeshauptmann von Oberösterreich Dr. Herwig van Staa ... (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Der ist von Tirol! – Weitere Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Von Tirol! Von Tirol!) – Oberösterreich, Tirol, gerne, gleich noch dazu! (Abg. Mag. Molterer: Nicht einmal das weiß er! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Hören Sie zu, jetzt kommt das Wichtige! (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich kann Ihnen jetzt noch eine Minute zuhören, so viel Zeit habe ich noch! Sie werden gleich wissen, warum es so ist. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Und bevor Sie noch lange darüber lachen, wünsche ich Ihnen allen, dass Sie sich nie wieder versprechen.
Abg. Neudeck: Tirol! Tirol! – Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Peinlich! Peinlich!
Auf einem Bundesparteitag der ÖVP in Linz, und zwar am 25. April 2003, sagte der Landeshauptmann von Oberösterreich Herwig van Staa wörtlich (Abg. Neudeck: Tirol! Tirol! – Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Peinlich! Peinlich!): Reformen, die nicht weh tun, sind keine Reformen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Auf einem Bundesparteitag der ÖVP in Linz, und zwar am 25. April 2003, sagte der Landeshauptmann von Oberösterreich Herwig van Staa wörtlich (Abg. Neudeck: Tirol! Tirol! – Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Peinlich! Peinlich!): Reformen, die nicht weh tun, sind keine Reformen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Präsident Dr. Andreas Khol: Als Tiroler muss ich Herwig van Staa für Tirol reklamieren. Er ist Landeshauptmann von Tirol, aber gebürtiger Oberösterreicher. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordnete Dr. Andrea Wolfmayr (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Auch wenn Sie, Herr Cap, und Sie alle von der Opposition es nicht wahrhaben wollen, wenn Sie sich nach Kräften bemühen, der Presse und der Öffentlichkeit ein Zerr- und Schreckensbild unserer Museumslandschaft zu liefern: Die österreichischen Bundesmuseen stehen in der Öffentlichkeit so gut da wie nie zuvor! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Und was die Nationalbibliothek betrifft: Es wird doch niemand im Ernst behaupten wollen, dass seit der Ausgliederung und unter der neuen Führung durch Generaldirektorin Rachinger diese geistige Schatzkammer – ich sage es moderner: dieser Fundus, dieses „Gehirn“ Österreichs – keine Belebung und Aufwertung erfahren hätte, wie sie nicht nur beispiellos, sondern auch beispielgebend für viele andere Länder ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: Und die Seipel-Fehler?
Darauf wurde auch sofort von Seiten der Museumsleitung reagiert, ebenso von den damit befassten Institutionen wie Bundesdenkmalamt, Kuratorium und Ministerium. Es wurden Maßnahmen eingeleitet, damit so etwas nicht wieder passiert. Und auch die Sicherheitsvorkehrungen wurden folgerichtig weiter verstärkt: mit hohen finanziellen Aufwendungen, die wir hiefür im Budget vorgesehen haben. (Abg. Dr. Cap: Und die Seipel-Fehler?)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.
Ich muss Sie das jetzt wirklich fragen: Haben Sie allen Ernstes ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.) – Ich möchte aufs Grundsätzliche kommen und mich jetzt gar nicht auf eine Diskussion über einzelne Personen einlassen. (Abg. Dr. Jarolim: Reden wir über den Herrn Seipel!) – Ja, das möchten Sie gerne, dass ich mich darauf einlasse!
Abg. Dr. Jarolim: Reden wir über den Herrn Seipel!
Ich muss Sie das jetzt wirklich fragen: Haben Sie allen Ernstes ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.) – Ich möchte aufs Grundsätzliche kommen und mich jetzt gar nicht auf eine Diskussion über einzelne Personen einlassen. (Abg. Dr. Jarolim: Reden wir über den Herrn Seipel!) – Ja, das möchten Sie gerne, dass ich mich darauf einlasse!
Abg. Dr. Cap: Einbrüche!
Nein, grundsätzlich: Haben Sie allen Ernstes erwartet, dass so ein gewaltiger und umfassender Paradigmenwechsel, der endlich nach einer jahrzehntelangen antiquierten Museumspolitik geschehen ist, ganz ohne irgendwelche Kratzer oder irgendwelche Probleme (Abg. Dr. Cap: Einbrüche!), durchaus auch Einbrüche, vonstatten gehen kann?!
Abg. Dr. Cap: Was ist mit dem Menschen Seipel?
Ich bleibe dabei: Wir lernen aus Fehlern. Und durch strengere und genauere Kontrolle wird mit budgetären Mitteln in Zukunft so gearbeitet werden, dass der Auftrag der Bundesmuseen gewahrt werden kann. (Abg. Dr. Cap: Was ist mit dem Menschen Seipel?) Und ich danke Ihnen wirklich für die öffentliche Debatte, die Sie teilweise ausgelöst und auch nach Kräften forciert haben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bleibe dabei: Wir lernen aus Fehlern. Und durch strengere und genauere Kontrolle wird mit budgetären Mitteln in Zukunft so gearbeitet werden, dass der Auftrag der Bundesmuseen gewahrt werden kann. (Abg. Dr. Cap: Was ist mit dem Menschen Seipel?) Und ich danke Ihnen wirklich für die öffentliche Debatte, die Sie teilweise ausgelöst und auch nach Kräften forciert haben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Das wäre interessant einmal, genau!
Ich hätte wahnsinnig gerne einmal, dass mir irgendjemand von der Bundesregierung, vielleicht Sie, Frau Ministerin, erklärt, was Sie überhaupt unter Kultur und unter Kulturpolitik verstehen. (Abg. Dr. Jarolim: Das wäre interessant einmal, genau!) Der Herr Staatssekretär hat heute vor einer Stunde von der Kulturpolitik seines Ressorts gesprochen. Also werden Sie sich doch einmal einig: Wer macht jetzt da überhaupt die Kulturpolitik? Was ist der Unterschied zwischen Kunst und Kultur bei Ihnen? (Abg. Dr. Jarolim: Und Gehrer!)
Abg. Dr. Jarolim: Und Gehrer!
Ich hätte wahnsinnig gerne einmal, dass mir irgendjemand von der Bundesregierung, vielleicht Sie, Frau Ministerin, erklärt, was Sie überhaupt unter Kultur und unter Kulturpolitik verstehen. (Abg. Dr. Jarolim: Das wäre interessant einmal, genau!) Der Herr Staatssekretär hat heute vor einer Stunde von der Kulturpolitik seines Ressorts gesprochen. Also werden Sie sich doch einmal einig: Wer macht jetzt da überhaupt die Kulturpolitik? Was ist der Unterschied zwischen Kunst und Kultur bei Ihnen? (Abg. Dr. Jarolim: Und Gehrer!)
Abg. Dr. Jarolim: Passt auch!
Sie, Frau Ministerin, sind ja in erster Linie für die Museen zuständig. (Abg. Dr. Jarolim: Passt auch!) Das ist natürlich ein sehr eingeschränkter Kulturbegriff, aber immerhin. Sie haben aber auch diese Verantwortung sukzessive abgegeben, Sie haben sie sich vom Hals geschafft, indem Sie die Museen in ihre Autonomie entlassen haben. Und jetzt schauen Sie sich – erste Reihe fußfrei – an, was da so passiert. Und was sehen sie: dass sich die Museen streiten! Da gibt es jede Woche einen anderen Skandal. (Abg. Mag. Molterer: Zinggl mag überall die Hand drauf haben! Mit Freiheit können die Grünen nie etwas anfangen!)
Abg. Mag. Molterer: Zinggl mag überall die Hand drauf haben! Mit Freiheit können die Grünen nie etwas anfangen!
Sie, Frau Ministerin, sind ja in erster Linie für die Museen zuständig. (Abg. Dr. Jarolim: Passt auch!) Das ist natürlich ein sehr eingeschränkter Kulturbegriff, aber immerhin. Sie haben aber auch diese Verantwortung sukzessive abgegeben, Sie haben sie sich vom Hals geschafft, indem Sie die Museen in ihre Autonomie entlassen haben. Und jetzt schauen Sie sich – erste Reihe fußfrei – an, was da so passiert. Und was sehen sie: dass sich die Museen streiten! Da gibt es jede Woche einen anderen Skandal. (Abg. Mag. Molterer: Zinggl mag überall die Hand drauf haben! Mit Freiheit können die Grünen nie etwas anfangen!)
Abg. Mag. Molterer: Ich schau mir die Museen an, nicht die Medien! Gehen Sie in die Museen! Ich gehe oft in die Museen! – Abg. Dr. Sonnberger: Das ist toll, was dort gemacht wird!
Da Sie von den Regierungsparteien alle miteinander so gerne von den internationalen Medien sprechen, die die Bundesregierung und angeblich vielleicht auch die Kulturpolitik so gerne loben: Schauen Sie sich diese Medien in den letzten Wochen einmal wirklich an, und zwar die internationalen! – Schauen Sie sich einmal die amerikanischen Medien an! (Abg. Mag. Molterer: Ich schau mir die Museen an, nicht die Medien! Gehen Sie in die Museen! Ich gehe oft in die Museen! – Abg. Dr. Sonnberger: Das ist toll, was dort gemacht wird!)
Abg. Mag. Molterer: Das, was Sie veranlasst haben, das müssen wir jetzt ...!
Herr Kollege Molterer, haben Sie vorige Woche den „Volkskrant“ gelesen? Das ist die entscheidende Zeitung in Amsterdam. Dort finden Sie eine ganze Seite zur Museumspolitik in Österreich und dazu, warum es gefährlich ist, einen Vermeer aus Österreich einzuladen – weil da möglicherweise Probleme entstehen könnten. (Abg. Mag. Molterer: Das, was Sie veranlasst haben, das müssen wir jetzt ...!)
Abg. Dr. Jarolim – in Richtung der Abg. Wolfmayr –: Darauf brauchen Sie nicht stolz zu sein!
Frau Kollegin Wolfmayr, wenn Sie davon reden, dass Österreichs Kunstschätze durch Skandale wenigstens berühmt werden, weil dann wenigstens alle wissen, dass wir Kunstschätze haben (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung der Abg. Wolfmayr –: Darauf brauchen Sie nicht stolz zu sein!), dann muss ich sagen: Teilweise haben wir diese Kunstschätze. Die „Saliera“ haben wir aber zum Beispiel nicht mehr. Die hätten wir gerne gehabt, aber wir sind bekannt dafür, dass bei uns manche Sachen auch verloren gehen oder verschwinden können. (Abg. Dr. Brinek: Bitte nicht so verkürzen!)
Abg. Dr. Brinek: Bitte nicht so verkürzen!
Frau Kollegin Wolfmayr, wenn Sie davon reden, dass Österreichs Kunstschätze durch Skandale wenigstens berühmt werden, weil dann wenigstens alle wissen, dass wir Kunstschätze haben (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung der Abg. Wolfmayr –: Darauf brauchen Sie nicht stolz zu sein!), dann muss ich sagen: Teilweise haben wir diese Kunstschätze. Die „Saliera“ haben wir aber zum Beispiel nicht mehr. Die hätten wir gerne gehabt, aber wir sind bekannt dafür, dass bei uns manche Sachen auch verloren gehen oder verschwinden können. (Abg. Dr. Brinek: Bitte nicht so verkürzen!)
Ah-Rufe und Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Diese Ausgliederung ist in Wirklichkeit ein strukturelles Problem. Es geht ja weniger um den Direktor Seipel – das übernimmt dann der Kollege Cap (Ah-Rufe und Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen) –, sondern es geht um ein strukturelles Problem, und zwar darum, dass diese Ausgliederung einfach nicht professionell genug vonstatten gegangen ist. (Abg. Dr. Brinek: Aber da war die SPÖ beteiligt! Die SPÖ war dabei!)
Abg. Dr. Brinek: Aber da war die SPÖ beteiligt! Die SPÖ war dabei!
Diese Ausgliederung ist in Wirklichkeit ein strukturelles Problem. Es geht ja weniger um den Direktor Seipel – das übernimmt dann der Kollege Cap (Ah-Rufe und Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen) –, sondern es geht um ein strukturelles Problem, und zwar darum, dass diese Ausgliederung einfach nicht professionell genug vonstatten gegangen ist. (Abg. Dr. Brinek: Aber da war die SPÖ beteiligt! Die SPÖ war dabei!)
Abg. Mag. Molterer: Zu einem tollen Erfolg geworden ist!
Ausgliederung (Abg. Mag. Molterer: Zu einem tollen Erfolg geworden ist!) zu überhaupt keinen Einsparungen geführt hat – im Unterschied zum Beispiel zu den Bundestheatern, wo tatsächlich die Ausgaben gedeckelt sind. (Abg. Dr. Sonnberger: Kennen Sie die Besucherzahlen?)
Abg. Dr. Sonnberger: Kennen Sie die Besucherzahlen?
Ausgliederung (Abg. Mag. Molterer: Zu einem tollen Erfolg geworden ist!) zu überhaupt keinen Einsparungen geführt hat – im Unterschied zum Beispiel zu den Bundestheatern, wo tatsächlich die Ausgaben gedeckelt sind. (Abg. Dr. Sonnberger: Kennen Sie die Besucherzahlen?)
Abg. Mag. Molterer: Wie ist die Besucherentwicklung?
Da sehen wir, dass im Jahre 2002 noch 120 Millionen € für die Bundesmuseen ausgegeben wurden, und jetzt, im Voranschlag für 2006, werden es 127 Millionen € sein. (Abg. Mag. Molterer: Wie ist die Besucherentwicklung?)
Abg. Dr. Sonnberger: Wie schaut es mit der Besucherentwicklung aus?
Aber letzten Endes geht es darum, dass Jahr für Jahr mehr für die Museen ausgegeben wird. (Abg. Dr. Sonnberger: Wie schaut es mit der Besucherentwicklung aus?) – Ja, die Besucherzahlen können Sie sich auch anschauen, die sinken nämlich auch. (Abg. Dr. Sonnberger: Die sind gut!) – Ja, die sind „sehr gut“: Im Kunsthistorischen Museum sind sie radikal zurückgegangen! (Abg. Dr. Sonnberger: Die werden heuer wieder gewaltig steigen!)
Abg. Dr. Sonnberger: Die sind gut!
Aber letzten Endes geht es darum, dass Jahr für Jahr mehr für die Museen ausgegeben wird. (Abg. Dr. Sonnberger: Wie schaut es mit der Besucherentwicklung aus?) – Ja, die Besucherzahlen können Sie sich auch anschauen, die sinken nämlich auch. (Abg. Dr. Sonnberger: Die sind gut!) – Ja, die sind „sehr gut“: Im Kunsthistorischen Museum sind sie radikal zurückgegangen! (Abg. Dr. Sonnberger: Die werden heuer wieder gewaltig steigen!)
Abg. Dr. Sonnberger: Die werden heuer wieder gewaltig steigen!
Aber letzten Endes geht es darum, dass Jahr für Jahr mehr für die Museen ausgegeben wird. (Abg. Dr. Sonnberger: Wie schaut es mit der Besucherentwicklung aus?) – Ja, die Besucherzahlen können Sie sich auch anschauen, die sinken nämlich auch. (Abg. Dr. Sonnberger: Die sind gut!) – Ja, die sind „sehr gut“: Im Kunsthistorischen Museum sind sie radikal zurückgegangen! (Abg. Dr. Sonnberger: Die werden heuer wieder gewaltig steigen!)
Abg. Dr. Sonnberger: Wie schaut es mit den Eigenmitteln aus? Sponsoring?
Es kommen aber noch weitere Beträge dazu, weil Staatssekretär Morak nämlich auch Geld für die Bundesmuseen ausgibt. Das müssen Sie sich einfach einmal anschauen! – Das ist nicht wirklich Kostenwahrheit! (Abg. Dr. Sonnberger: Wie schaut es mit den Eigenmitteln aus? Sponsoring?)
Abg. Mag. Molterer: Also ist jetzt doch etwas gut?
Natürlich wissen wir, dass mit dem Geld, das für die Museen ausgegeben wird, irgendetwas gemacht wird. – No na!, kann ich nur sagen. 127 Millionen € – da kann man ja nicht sagen, es wird nichts gemacht. (Abg. Mag. Molterer: Also ist jetzt doch etwas gut?) Das wäre ja noch schöner, wenn all diese Gelder nicht ab und zu für Ausstellungen ausgegeben würden, sondern alles nur in Banketten, halben Kälbern und
Abg. Dr. Brinek: Wovon sprechen Sie? Ich erinnere an die Feste der Frau Stadträtin Pasterk!
Sektkorken aufgehen würde. – Das wäre ja wohl wirklich eigenartig. (Abg. Dr. Brinek: Wovon sprechen Sie? Ich erinnere an die Feste der Frau Stadträtin Pasterk!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Sonnberger: Grottenschlechte Kulturrede! – Abg. Dr. Jarolim: ... exemplarisch! – Abg. Mag. Molterer: Jarolim hat Recht! Die Rede war exemplarisch schlecht!
Aber eines kann man sagen: Die Kosten-Nutzen-Rechnung in der Museumspolitik zeigt deutlich: Viel schlechter kann man Museumspolitik nicht betreiben als Sie, Frau Ministerin, seitdem Sie die Möglichkeit dazu bekommen haben. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Sonnberger: Grottenschlechte Kulturrede! – Abg. Dr. Jarolim: ... exemplarisch! – Abg. Mag. Molterer: Jarolim hat Recht! Die Rede war exemplarisch schlecht!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Broukal: Ich habe von der Budgetrede gesprochen, falls Sie zugehört haben, und da ist es eine halbe Seite!
Kollege Broukal misst ja die Schwerpunkte der Regierung an den Seiten, die irgendwo in den Budgets dargestellt sind. Sie haben zuerst von einer halben Seite gesprochen. Ich weiß nicht, es gibt da so Beilagen, die umfassen mehr als elf Seiten, aber die sind natürlich mühsam zu lesen. Dort stehen jedoch all die Zahlen, die sehr eindeutig und klar aufzeigen, wie viel Budget und wie viel an finanziellen Mitteln gerade im Bereich Forschung, Entwicklung und Wissenschaft von dieser Regierung ausgegeben wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Broukal: Ich habe von der Budgetrede gesprochen, falls Sie zugehört haben, und da ist es eine halbe Seite!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Auch im Forschungsbereich hat Professor Botz Verbesserungen genannt, und zwar durch die Individualisierung der Drittmittelverwaltung und durch die Schaffung von Einstiegspositionen für qualifizierte Doktoranden und Post-Doc-Bewerber. Das ist eine Beseitigung von Defiziten, die schon vor Jahren hätte geschehen sollen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Man kann auch sagen: SPÖ-Politik!
Natürlich ist klar: Es ist nicht mehr das so genannte Gießkannenprinzip, wo jederzeit Geld eingesteckt werden kann, ohne dass eine gewisse Leistung nachgewiesen werden muss. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Man kann auch sagen: SPÖ-Politik!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.
Von 2000 bis 2006 waren beziehungsweise sind über 8,9 Millionen € genau für diesen Bereich vorgesehen, und zwar einerseits für Förderprogramme, die im Universitätsgesetz vorgeschrieben sind, aber auch für Informationsmaßnahmen: sei es an den Schulen, um Mädchen mehr für Naturwissenschaften zu begeistern, oder sei es auch auf der anderen Seite hinsichtlich der Anreize, die dafür gegeben werden, dass die Anzahl der Professorinnen an den Unis steigt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.)
Abg. Dr. Brinek: So ist es!
Wenn man insbesondere die verstärkten Programme für Frauen in der Wissenschaft in Betracht zieht, ist es mir sehr unverständlich, dass heute gerade der Vorsitzende der SPÖ, Herr Gusenbauer, gemeint hat, es gebe keine positiven Akzente in der Wissenschaft. (Abg. Dr. Brinek: So ist es!) Ich denke, gerade von dieser Anzahl von finanziell unterstützten Maßnahmen für Frauen hätte man unter einer SPÖ-Regierung wirklich nur träumen können!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Die gleiche Rede wie die Kollegin Brinek! – Abg. Dr. Brinek – in Richtung des Abg. Dr. Jarolim –: Da haben Sie aber nicht aufgepasst! Nicht zugehört! Merkleistung: fünf!
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie es nicht als positive Akzente sehen, wenn Frauen gefördert werden, aber es kommt mir so vor, denn Ihr Parteivorsitzender hat das heute so dargestellt. Darum fordere ich Sie auf: Hören Sie endlich auf, die Universitäten und die Studierenden für Ihre Parteipolitik zu missbrauchen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Die gleiche Rede wie die Kollegin Brinek! – Abg. Dr. Brinek – in Richtung des Abg. Dr. Jarolim –: Da haben Sie aber nicht aufgepasst! Nicht zugehört! Merkleistung: fünf!)
Abg. Dr. Brinek: Ihre eigenen Leute zahlen Schulgeld für Eliteschulen! Ihre eigenen Kollegen geben ihre Kinder in Eliteschulen! – Abg. Dr. Jarolim – in Richtung der Abg. Dr. Brinek –: Sie sollten mitschreiben! – Abg. Dr. Brinek: Sie auch! – Abg. Dr. Puswald: Wir können nicht schreiben! ... PISA!
Vor diesem Hintergrund verstehe ich schon, dass Sie Probleme haben, den SPÖ-Vorschlag der Verankerung des kostenlosen Schulbesuches und der Schulgeldfreiheit zuzustimmen. Das muss damit zu tun haben, dass Sie eben nach wie vor solche Probleme mit dem Begriff „Chancengerechtigkeit“ haben. (Abg. Dr. Brinek: Ihre eigenen Leute zahlen Schulgeld für Eliteschulen! Ihre eigenen Kollegen geben ihre Kinder in Eliteschulen! – Abg. Dr. Jarolim – in Richtung der Abg. Dr. Brinek –: Sie sollten mitschreiben! – Abg. Dr. Brinek: Sie auch! – Abg. Dr. Puswald: Wir können nicht schreiben! ... PISA!)
Abg. Dr. Brinek: Weil in der Stadt auch mehr Akademiker leben als am Land!
Frau Bundesministerin Gehrer hat von hundertprozentiger Durchlässigkeit des österreichischen Schulsystems gesprochen. – Frau Kollegin Brinek, das wird nicht richtiger, je öfter Sie es wiederholen. Die hundertprozentige Durchlässigkeit des österreichischen Schulsystems sehe ich bei weitem nicht gegeben, Frau Bundesministerin! Dazu muss man noch einmal die Zahlen aus der neuen Studie des Instituts für Familienforschung zitieren, wonach die Chancen von Kindern, deren Eltern Akademiker sind und in der Stadt leben, bei rund 90 Prozent liegen, eine AHS mit Matura abzuschließen, während die Chancen darauf von Kindern, deren Eltern auf dem Land leben und maximal die Pflichtschule abgeschlossen haben, lediglich bei 7 Prozent liegen. (Abg. Dr. Brinek: Weil in der Stadt auch mehr Akademiker leben als am Land!)
Abg. Rädler: Diese Vergleiche! Sandkastenspiele!
Die Chancen sind also nach wie vor in einem extrem hohen Ausmaß von der sozialen und der regionalen Herkunft bestimmt. Von hundertprozentiger Durchlässigkeit kann man da wirklich nicht reden! (Abg. Rädler: Diese Vergleiche! Sandkastenspiele!)
Abg. Dr. Sonnberger: Sondern?
Frau Bundesministerin, Sie fragen uns, wann wir denn Chancengerechtigkeit wirklich erreicht sehen. Erst dann, wenn alle Matura gemacht haben? – Nein, natürlich nicht! (Abg. Dr. Sonnberger: Sondern?) Es ist selbstverständlich klar, dass das kein Ziel sein kann. Das ist leider bloß Uralt-Polemik, Frau Bundesministerin. Es geht nicht darum, dass alle Matura machen müssen – bei weitem nicht, selbstverständlich nicht! Aber es geht darum, dass alle – gleich welcher sozialen oder regionalen Herkunft –, die gleiche Chance haben, Matura zu machen – oder welchen Bildungsabschluss auch immer sie gerne machen möchten, eben entsprechend ihren Fähigkeiten und ihren Interessen. (Abg. Dr. Sonnberger: Selbstverständlich, Frau Kollegin!)
Abg. Dr. Sonnberger: Selbstverständlich, Frau Kollegin!
Frau Bundesministerin, Sie fragen uns, wann wir denn Chancengerechtigkeit wirklich erreicht sehen. Erst dann, wenn alle Matura gemacht haben? – Nein, natürlich nicht! (Abg. Dr. Sonnberger: Sondern?) Es ist selbstverständlich klar, dass das kein Ziel sein kann. Das ist leider bloß Uralt-Polemik, Frau Bundesministerin. Es geht nicht darum, dass alle Matura machen müssen – bei weitem nicht, selbstverständlich nicht! Aber es geht darum, dass alle – gleich welcher sozialen oder regionalen Herkunft –, die gleiche Chance haben, Matura zu machen – oder welchen Bildungsabschluss auch immer sie gerne machen möchten, eben entsprechend ihren Fähigkeiten und ihren Interessen. (Abg. Dr. Sonnberger: Selbstverständlich, Frau Kollegin!)
Abg. Dr. Brinek: Genau das ist der Punkt!
Genau das ist aber im österreichischen Schulsystem offensichtlich nicht gegeben, und genau daraufhin muss man es überprüfen und weiterentwickeln. (Abg. Dr. Brinek: Genau das ist der Punkt!)
Abg. Rädler: Schauen Sie einmal Niederösterreich an! Gehen Sie nicht immer von Wien aus! – Abg. Dr. Sonnberger: Schauen Sie sich einmal die Zahlen von Wien an! 350 €!
Erstens: Ansetzen bei der Frühförderung. Man kann es nicht oft genug wiederholen. Sie tun aber leider nichts, um zusätzliche Kindergartenplätze zur Verfügung zu stellen, damit alle Kinder die Möglichkeit haben, schon im frühen Alter entsprechend gefördert zu werden. (Abg. Rädler: Schauen Sie einmal Niederösterreich an! Gehen Sie nicht immer von Wien aus! – Abg. Dr. Sonnberger: Schauen Sie sich einmal die Zahlen von Wien an! 350 €!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist eine Erkenntnis! Selbsterkenntnis!
Daher – und damit komme ich zum Schluss – wäre es wichtig, offen zu diskutieren; auch über die gemeinsame Schule der 6-Jährigen bis 14-Jährigen! – und nicht zum Schaden der Kinder in Österreich ideologische Scheuklappen anzulegen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist eine Erkenntnis! Selbsterkenntnis!)
Abg. Dr. Jarolim: Ich hoffe, es ist keine Fortsetzung der Brinek-Rede!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Neugebauer. Auch seine Redezeit beträgt 4 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Ich hoffe, es ist keine Fortsetzung der Brinek-Rede!)
Abg. Mag. Wurm: Ein Astrologe!
Abgeordneter Fritz Neugebauer (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Irgendwie muss heute der Mond für einige Kollegen von der sozialdemokratischen Fraktion schief stehen. (Abg. Mag. Wurm: Ein Astrologe!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch telefoniert mit seinem Handy. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Ich hoffe, dass tatsächlich irgendwann in diesem Prozess – bei aller Unterschiedlichkeit und trotz der kontroversiell geführten Debatte – der Groschen insoweit fällt, dass Bildungsfragen ein gesamtgesellschaftliches Anliegen sind und dass uns Schuldzuweisungen an gewisse Gruppen in dieser Frage überhaupt nicht weiterbringen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch telefoniert mit seinem Handy. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Brinek: So ist es!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! So gesehen denke ich: Ob einfache Mehrheiten oder qualifizierte Mehrheiten: In der Frage der Notwendigkeit der ganztägigen Betreuung etwa müssten wir uns relativ rasch einig sein. (Abg. Dr. Brinek: So ist es!)
Abg. Dr. Brinek: Zuhören, Jarolim!
Ob man das pädagogische Prinzip der verschränkten oder der additiven Betreuung verwirklicht, ist an sich Geschmackssache. Wir haben die Priorität der Inanspruchnahme der Freiwilligkeit durch die Erziehungsberechtigten, und das ist ja in Wirklichkeit auch ein Thema der Eltern. (Abg. Dr. Brinek: Zuhören, Jarolim!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist ganz einfach auch der Schlüssel zur Frage der Lesekompetenz, die ja auch durch die Lesemotivation erzeugt wird. Darum geht es ja auch in der PISA-Studie, wobei man die beiden Studien schon auch entsprechend vergleichen muss. – Das ist nicht sauber geschehen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, zum Schluss: Werner Amon ist nicht da, seine Ausführungen sind heute schon einmal tatsächlich berichtigt worden. Ich muss seine Ausführungen heute noch einmal berichtigen. Amon hat nämlich gemeint, der Beitrag des Kollegen Dr. Niederwieser könnte auf einem SPÖ-Parteitag gehalten werden. – Das glaube ich nicht, denn wenn Kollege Niederwieser einen solchen Beitrag bei der Österreichischen Gewerkschaftsjugend hielte, dann müsste er den geordneten Rückzug antreten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Es geht um die SPÖ-Gleichmacherei! Gleichheit und Chancengleichheit sind nicht das Gleiche! Gleichmacherei wollen wir tatsächlich nicht!
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Ministerin! Kollege Neugebauer, Sie haben gerade vorhin gesagt, Bildungswerte seien wieder ein Thema und dies freue Sie. Jetzt frage ich mich nur: Welche sind Ihre Bildungswerte? Also wenn ich mich an die Aussagen der Kollegin Brinek von vorhin erinnere, die davon gesprochen hat, dass – ich zitiere sie – die alte Idee von Gleichmacherei und Gerechtigkeit, die immer scheitern muss, im Raum gestanden ist – diesen Vorwurf haben Sie der SPÖ gemacht –, dann kann ich Ihnen nur antworten: Wir glauben bis heute an diese Idee von Chancengleichheit und Gerechtigkeit, und wir wollen, dass das umgesetzt wird, und dafür werden wir uns politisch einsetzen! Sie offenbar nicht. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Es geht um die SPÖ-Gleichmacherei! Gleichheit und Chancengleichheit sind nicht das Gleiche! Gleichmacherei wollen wir tatsächlich nicht!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Dann, denke ich, sollten Sie sich anders ausdrücken. Das war jedenfalls Ihr Zitat. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Sie haben auch von Gerechtigkeit gesprochen; ich habe das wie so oft mitgeschrieben. (Abg. Dr. Jarolim: Eine grauenhafte Rede war das!)
Abg. Dr. Jarolim: Eine grauenhafte Rede war das!
Dann, denke ich, sollten Sie sich anders ausdrücken. Das war jedenfalls Ihr Zitat. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Sie haben auch von Gerechtigkeit gesprochen; ich habe das wie so oft mitgeschrieben. (Abg. Dr. Jarolim: Eine grauenhafte Rede war das!)
Beifall bei den Grünen.
Ich weiß, Frau Ministerin, Sie können das Wort „PISA“ schon nicht mehr hören, aber Sie müssen sich damit auseinander setzen, dass diese eklatanten Leseschwächen bestehen. Klubobmann Van der Bellen hat es in seiner ersten Budgetrede schon gesagt: Denken Sie auch daran, was damit verloren geht, auch der Wirtschaft an Arbeitskräften, was das zur Folge hat, wenn so viele junge Menschen nicht Sinn erfassend lesen können. Ich haben den Eindruck, dass das bei Ihnen noch immer nicht eingesickert ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ihnen: Diese 1 Milliarde investiert in den Schulbereich hätte nicht nur den großen Wirtschaftsunternehmen genutzt, sondern allen Menschen in Österreich und der Wirtschaft im Besonderen, weil sie entschieden besser ausgebildete Arbeitskräfte zur Verfügung hätte. Leider haben Sie das nicht getan. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das Wichtigste ist aber die Flexibilität, die durch die Autonomie geschaffene Möglichkeit, Finanzmittel so zu verwenden, wie es für die einzelne Universität am besten ist. Das war ein ganz, ganz wichtiger Schritt, das darf man nicht vergessen. Daher glaube ich, dass diese Finanzierung im Budget für das Jahr 2006 vollkommen ausreichend ist und eine gute Weiterentwicklung der Universitäten ermöglicht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Beschämend war das!
Abgeordnete Mag. Christine Muttonen (SPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Meine Damen und Herren! Frau Wolfmayr– sie ist jetzt leider nicht da – hat gesagt, dass Fehler passiert sind. – Da kann ich ihr nur zustimmen. Und sie hat weiters gesagt: Diese dürfen nicht wieder vorkommen. Auch da kann ich ihr zustimmen. Die Frage ist nur: Was wäre die Konsequenz? – Wir haben das ja in der Presse mitbekommen. – Die Konsequenz war, dass man die Schuld einer Transportfirma in die Schuhe geschoben hat. (Abg. Dr. Jarolim: Beschämend war das!) Das war beschämend, richtig.
Abg. Dr. Jarolim: Der reinste Selbstbedienungsladen!
Die Resultate dieser Laisser-faire-Museumspolitik der Kulturministerin sind unter anderem, dass Museumsexponate nicht mehr auffindbar sind, dass sich so mancher Museumsdirektor so benimmt, als ob das sein persönliches Gut wäre und mit den Dingen so umgeht, wie er sich das vorstellt. (Abg. Dr. Jarolim: Der reinste Selbstbedienungsladen!) Es gibt eben keine Koordination.
Abg. Mag. Regler: Rohbericht!
Nicht nur die Albertina, sondern auch das Kunsthistorische Museum hat Sprünge im Lack bekommen, und das beginnt langsam abzubröckeln. Wenn Sie sich erinnern: Sicherheitsmängel führten zum Verschwinden der „Saliera“. Was geschieht? – Es gibt sofort einen Persilschein für Direktor Seipel: von Ihnen, Frau Ministerin. Dann gibt es diesen äußerst kritischen Rechnungshofbericht. (Abg. Mag. Regler: Rohbericht!) – Rohbericht. – Wieder wird sofort eine Wand vor dem Direktor des Kunsthistorischen Museums aufgebaut, und dergleichen mehr. Das alles – und das ist nur angerissen – gemeinsam mit den Turbulenzen rund um den Feldhasen, der ohne Genehmigung verliehen worden ist, rund um die anderen Hauptwerke der Albertina, auch rund um die gebleichten Schiele-Bilder. (Abg. Mag. Regler: Ostern ist vorbei!) Das sind Dinge, die passiert sind, die zeigen, was geschehen kann, wenn es eben keinen klaren bildungs- und kulturpolitischen Auftrag gibt.
Abg. Mag. Regler: Ostern ist vorbei!
Nicht nur die Albertina, sondern auch das Kunsthistorische Museum hat Sprünge im Lack bekommen, und das beginnt langsam abzubröckeln. Wenn Sie sich erinnern: Sicherheitsmängel führten zum Verschwinden der „Saliera“. Was geschieht? – Es gibt sofort einen Persilschein für Direktor Seipel: von Ihnen, Frau Ministerin. Dann gibt es diesen äußerst kritischen Rechnungshofbericht. (Abg. Mag. Regler: Rohbericht!) – Rohbericht. – Wieder wird sofort eine Wand vor dem Direktor des Kunsthistorischen Museums aufgebaut, und dergleichen mehr. Das alles – und das ist nur angerissen – gemeinsam mit den Turbulenzen rund um den Feldhasen, der ohne Genehmigung verliehen worden ist, rund um die anderen Hauptwerke der Albertina, auch rund um die gebleichten Schiele-Bilder. (Abg. Mag. Regler: Ostern ist vorbei!) Das sind Dinge, die passiert sind, die zeigen, was geschehen kann, wenn es eben keinen klaren bildungs- und kulturpolitischen Auftrag gibt.
Abg. Mag. Regler: Gelächter bei wem?
Frau Ministerin, Sie sind ja nach wie vor der Meinung, es gäbe keine Defizite und keine strukturellen Probleme. Stattdessen wird diese Kuschelweich-Studie präsentiert – wir haben das schon gehört –, die zum Teil ja eher Gelächter hervorgerufen hat. (Abg. Mag. Regler: Gelächter bei wem?) Da geht es um Leute, um Prüfer, die von den Direktoren selbst ausgesucht wurden. Mir scheint, da ist einfach nur mehr Chaos zu bemerken.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Keine Konzepte, keine Visionen, keine Strategien! Eine verfehlte Kulturpolitik, meine Damen und Herren! – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Jarolim: Vermögen wir sie nicht zu erkennen?
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Fuhrmann. – Da die Abgeordnete nicht im Saal ist, erteile ich Frau Abgeordneter Sburny das Wort. (Abg. Dr. Jarolim: Vermögen wir sie nicht zu erkennen?) 5 Minuten Redezeit. (Ruf bei der SPÖ: Fuhrmann ist wahrscheinlich wieder Wurstsemmeln holen!)
Ruf bei der SPÖ: Fuhrmann ist wahrscheinlich wieder Wurstsemmeln holen!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Fuhrmann. – Da die Abgeordnete nicht im Saal ist, erteile ich Frau Abgeordneter Sburny das Wort. (Abg. Dr. Jarolim: Vermögen wir sie nicht zu erkennen?) 5 Minuten Redezeit. (Ruf bei der SPÖ: Fuhrmann ist wahrscheinlich wieder Wurstsemmeln holen!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Da sagen Sie jetzt genau das Gegenteil wie vor zehn Jahren!
Eine Möglichkeit, die es offensichtlich gibt, um dem entgegenzuwirken, ist zum Beispiel die phasenweise Trennung von Mädchen und Buben im Unterricht, nicht ein grundsätzliches Aufgeben der Koedukation, sondern eine phasenweise Trennung, wo sowohl ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Da sagen Sie jetzt genau das Gegenteil wie vor zehn Jahren!) – Nein, da irren Sie sich, Frau Partik-Pablé, ich habe vor zehn Jahren genau dasselbe gesagt, weil ich nämlich in einer Schule unterrichtet habe, wo wir das machen konnten und genau dieselben Erfahrungen gemacht haben, die auch die PISA-Studie hervorbringt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich meine auch nicht Sie persönlich, sondern Ihre Gruppierung! Da waren doch alle für die antiautoritäre Erziehung!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich meine auch nicht Sie persönlich, sondern Ihre Gruppierung! Da waren doch alle für die antiautoritäre Erziehung!
Eine Möglichkeit, die es offensichtlich gibt, um dem entgegenzuwirken, ist zum Beispiel die phasenweise Trennung von Mädchen und Buben im Unterricht, nicht ein grundsätzliches Aufgeben der Koedukation, sondern eine phasenweise Trennung, wo sowohl ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Da sagen Sie jetzt genau das Gegenteil wie vor zehn Jahren!) – Nein, da irren Sie sich, Frau Partik-Pablé, ich habe vor zehn Jahren genau dasselbe gesagt, weil ich nämlich in einer Schule unterrichtet habe, wo wir das machen konnten und genau dieselben Erfahrungen gemacht haben, die auch die PISA-Studie hervorbringt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich meine auch nicht Sie persönlich, sondern Ihre Gruppierung! Da waren doch alle für die antiautoritäre Erziehung!)
Beifall bei den Grünen.
Faktum ist, dass es, wenn man solche Phasen einführt, Mädchen und Buben ermöglicht wird, auch in geschlechtshomogenen Gruppen Zugang zu bestimmten Bereichen zu bekommen, dieser leichter erfolgt, als das in gemischten Gruppen der Fall wäre, und das betrifft vor allem den naturwissenschaftlichen Bereich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es wäre an der Zeit, auch da ein bisschen Geld und Energie zu investieren, um die Schulbücher von geradezu „klassischen“ Geschlechtsstereotypen zu befreien. Vielleicht hilft uns das dann auch dabei, dass Mädchen einen besseren Zugang zu den Naturwissenschaften bekommen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Kollege Neugebauer hat gesagt, er hoffe, dass Bildungsfragen irgendwann einmal ein Gesamtinteresse sein würden und dass es in diesem Bereich nicht nur ein Gegeneinander von Opposition und Regierung gebe. – Es bleibt trotzdem eine Verantwortung der Regierung für die Maßnahmen. Falls wir uns nämlich darüber einig sind, dass es notwendig ist, dass in Bezug auf Frauen einiges geschehen muss im Bildungsbereich – falls!, Sie können ja sagen, ob wir uns da einig sind –, könnten wir in Bezug auf Chancengleichheit zwischen Mädchen und Buben beziehungsweise zwischen Frauen und Männern Maßnahmen überlegen. Nur müssten Sie diese Maßnahmen tatsächlich einmal ergreifen. – Unsere Unterstützung wäre Ihnen dabei sicher. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Csörgits: Politische Bildung!
denserziehung, Sexualerziehung, und seit gestern weiß ich auch, dass Ernährungserziehung wichtig wäre. (Abg. Csörgits: Politische Bildung!)
Abg. Sburny: Ist die Schule kein Teil der Gesellschaft?
Geschätzte Damen und Herren! Es ist nicht so, dass ich diese Bereiche für unwichtig hielte, aber ich habe meine Zweifel, ob es wirklich die Schule sein muss, die das alles bewältigen soll. Es kann ja nicht Aufgabe der Schule sein, alles zu reparieren, was gesellschaftlich nicht in Ordnung ist. (Abg. Sburny: Ist die Schule kein Teil der Gesellschaft?)
Abg. Sburny: Aber sie ist Teil der Gesellschaft!
Die Schule ist keine Reparaturwerkstätte. (Abg. Sburny: Aber sie ist Teil der Gesellschaft!) Ich habe mir die Frage gestellt: Warum wird eigentlich alles auf die Schule projiziert? Warum? Was ist der Grund dafür? – Ein Grund ist, so glaube ich, der, dass die Erwachsenengeneration, dass manche Erwachsene Gewissensbisse haben, weil so manches nicht „hinhaut“. Und die denken sich halt, es ist genug, wenn sich die Schule darum kümmert. – Das wird aber nicht gehen! Das kann nicht sein, weil dieser Gedanke eindeutig in die falsche Richtung führt. Er führt letztlich dazu, dass der Schule die ganze Verantwortung für alles, was in der Gesellschaft passiert, auferlegt wird. Das gilt selbst dann nicht, wenn Schule zu einer totalen Institution ausgebaut wird, wie das ja Kollege Brosz so gerne hätte.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich glaube, das ist das Wichtigste: Die individuelle Situation des immer einmaligen Kindes muss im Mittelpunkt stehen. Und ich glaube, dass die Schritte, die im Reformdialog erarbeitet wurden, genau die richtigen sind. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Mehrbedarf in der Nachmittagsbetreuung nicht gedeckt werden kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Puswald: Endlich ein Vierzeiler! – Abg. Grillitsch: Aber er kann’s!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr spricht Herr Abgeordneter Großruck. – Gewünschte Redezeit: 3 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Puswald: Endlich ein Vierzeiler! – Abg. Grillitsch: Aber er kann’s!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Wolfgang Großruck (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Wir führen jetzt eine Debatte über das Budgetkapitel Bildung, und eines kann man feststellen: dass das Budget 2006 die Anforderungen an ein modernes Bildungssystem, an die beste Ausbildung unserer Schüler, an eine garantierte, gute Ausbildung abdeckt. Alles andere, was von der Opposition kommt, sind nur Grabgesänge. Unsere Frau Bundesministerin Elisabeth Gehrer hat die Verantwortung und nimmt diese auch bestens wahr. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
All dem müsste die SPÖ eigentlich zustimmen, vor allem die Granden der SPÖ, denn wir wissen ja, dass gerade sie ihre Kinder in die Elite-Schulen schicken, in Schulen, die differenzieren, und nicht in die Gesamtschule. Aber das ist Ihre Politik: Gesamtschule fordern und die eigenen Kinder in die Elite-Schulen schicken – Wasser predigen und Wein trinken! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: War nicht besonders gut!
(Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: War nicht besonders gut!)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Kurt Gartlehner (SPÖ): Herr Präsident! Jetzt habe ich wirklich schon gefürchtet, Kollege Großruck verzichtet auf seinen Vierzeiler. Aber Gott sei Dank hat er wieder seine Kreativität walten lassen. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Wieso wolltest du auf so etwas Genussvolles verzichten?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Forschungs... (Abg. Grillitsch: Wieso wolltest du auf so etwas Genussvolles verzichten?) – Ich war schon sehr skeptisch.
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren! Die universitäre Forschung im Ministerium ist natürlich ein stark vom Umbruch betroffenes – sozusagen – Projekt. Die Situation für die Universitätsprofessoren – ich habe mich erst diese Woche wieder in mehreren Gesprächen mit Professoren davon überzeugt – ist wirklich sehr schwierig. Sie sind sehr unzufrieden mit diesen Neuorganisationen, kennen ihre eigenen Drittmittel-Budgets nicht, und, und, und. Es gibt eine lange Liste von Problemen, die derzeit im Universitätssektor auf die Herren warten. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe die Frau Außenministerin zuletzt ersucht, hier Ausweitungen zu überlegen, anzudenken, denn diese Schnittstelle des Wissenschaftsattachés liegt wirklich sehr schön zwischen dem Handelsdelegierten und dem wirklichen Diplomaten, konzentriert auf den Bereich Forschung, Technologie und Wissenschaften. Es wäre daher wirklich eine sehr innovative Angelegenheit, Frau Bundesministerin, wenn man diese Wissenschaftsattachés auch in anderen wichtigen Industrie- und Forschungsstandorten im Ausland ansiedeln könnte. Das ist nicht sehr personalintensiv. Wenn die Menschen dort engagiert arbeiten, kann wirklich sehr gute Arbeit im Interesse Österreichs geschehen. In diesem Sinne ersuche ich Sie, in Zukunft sozusagen eine Ausweitung dieser Budgetkapitel anzudenken. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mandak: Das ist aber derzeit nicht der Fall!
Chancengerechtigkeit ist dann gegeben, wenn jeder die Schule besuchen kann, die er besuchen möchte, wenn jeder nach seinen Fähigkeiten gefördert beziehungsweise gefordert wird. (Abg. Mandak: Das ist aber derzeit nicht der Fall!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich danke den Lehrerinnen und Lehrern, die einen hervorragenden Unterricht gestalten, und ich bin davon überzeugt, dass wir uns auf einem guten bildungspolitischen Weg befinden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber die SPÖ hat keine „angenehme Streitkultur“! Das müssen Sie Ihre Kollegen noch lehren!
Auch Streitkultur ist ein wichtiges Kulturgut, und gerade im Parlament soll eine angenehme Streitkultur angesiedelt sein. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber die SPÖ hat keine „angenehme Streitkultur“! Das müssen Sie Ihre Kollegen noch lehren!) Ich habe sie jetzt eingefordert, und wenn das nicht immer gemacht wird – ich glaube, auch von Ihrer Seite nicht –, ist das schade, aber wir sollten uns darum bemühen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch Streitkultur ist ein wichtiges Kulturgut, und gerade im Parlament soll eine angenehme Streitkultur angesiedelt sein. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber die SPÖ hat keine „angenehme Streitkultur“! Das müssen Sie Ihre Kollegen noch lehren!) Ich habe sie jetzt eingefordert, und wenn das nicht immer gemacht wird – ich glaube, auch von Ihrer Seite nicht –, ist das schade, aber wir sollten uns darum bemühen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die gleichen Chancen für alle von 6 bis 15 Jahren sollen kostenlos für alle Kinder bestehen. Das wäre, glaube ich, für uns alle ein wichtiges Ziel dieser XXII. Gesetzgebungsperiode. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Im Zuge der Schulreform haben wir das Ziel klar festgelegt, nämlich individuelle Förderung von nicht behinderten und behinderten Kindern. Ich glaube, wenn jedes Kind dort „abgeholt“ wird, wo es seinen Fähigkeiten entspricht, wenn es gefordert und gefördert wird, dann ist das ein sehr anstrebenswertes Ziel. Der Weg ist sehr gut und richtig gelegt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Niederwieser.
Ein zweiter Punkt in der schulischen Weiterentwicklung wird bei der Umstrukturierung der Pädagogischen Akademien zu Hochschulen erfolgen, wo auch behinderte StudentInnen zu LehrerInnen ausgebildet werden sollen. Das ist ein, so denke ich, ganz wichtiger Schritt, der gesetzt wird. Ich glaube, dass der Reformdialog und die Zukunftskommission sehr wichtige Schritte und Impulse gesetzt haben, die für nicht behinderte, aber auch für behinderte Kinder sehr wertvoll sein werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Niederwieser.)
Abg. Großruck: Und wo ist der Witz? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist die „Diskussionskultur“!
Abgeordneter Dr. Robert Rada (SPÖ): Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Ich bleibe thematisch bei meinem Vorredner. Alles, was Herr Abgeordneter Huainigg gesagt hat, ist das, was die Schule derzeit ausmacht. Ich kann ihm in vielen Bereichen hundertprozentig zustimmen. Bezüglich der Rede des Kollegen Großruck habe ich dabei Probleme. Er hat aber gesagt, es sei heute eine Bildungsdebatte. Vielleicht sind ihm daher die Vierzeiler ein bisschen „durchgelaufen“ und waren nicht so wirklich gut. – Aber jetzt zu den ernsten Dingen. (Abg. Großruck: Und wo ist der Witz? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist die „Diskussionskultur“!) – Es war kein Witz, Herr Abgeordneter! Der Vierzeiler gehört irgendwie dazu! Aber Sie haben gesagt, heute sei eine Bildungsdebatte und Sie werden sich sehr bemühen. Das wird man aus Ihrem Vierzeiler im Protokoll noch nachvollziehen können.
Abg. Dr. Jarolim: Sparen beim ...!
Es geht aber generell um Bildungspolitik. Frau Bundesministerin, wir sind beim Budget! Es gibt einen Spargedanken. Der Spargedanke bedeutet ein allgemeines Zusperren. (Abg. Dr. Jarolim: Sparen beim ...!) Wir haben die Probleme in all diesen Bereichen. Sie machen es sich relativ einfach: Sie sind die Bundesministerin, Sie delegieren an die Länder. Die Länder delegieren an die Gemeinden. Die Gemeinden sind dann letztendlich diejenigen, die sagen müssen: Es gibt diese erste oder zweite Klasse nicht mehr.
Beifall bei der SPÖ.
Drittens kommt noch Folgendes dazu: Unsere allein erziehenden Mütter und auch beiderseitig erziehende Elternteile haben nicht 13 Wochen Urlaubszeit. Für all diese Zeiten muss es Betreuungseinrichtungen geben. Es kann nicht so sein, dass man das einzig und allein auf die Gemeinden oder diese Elternteile abschiebt. Ich fordere von Ihnen Lösungsansätze! Wie können wir die Ferienzeiten übertauchen, damit auch allein erziehende Mütter und beiderseitig erziehende Eltern, die berufstätig sein müssen, ihre Kinder erziehen können? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, dass dieser Budgetansatz gut ist. Ich möchte mich dafür bei den Verantwortlichen im Bundesministerium und bei der Frau Bundesministerin bedanken. Ich glaube, wir sind auf dem Weg zur angestrebten Forschungsquote gut unterwegs. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Christian Faul (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn die Frau Bundesministerin von der Frühförderung redet, ohne dass wirklich Mittel für Lehrerinnen und Lehrer vorhanden sind, ohne dass es Institutionen für die Durchführung gibt, dann gehört das eben zu ihrer Ankündigungspolitik. Wenn das aber Kollege Neugebauer als Gewerkschafter heute auch so in den Vordergrund rückt – er als Gewerkschafter müsste wissen, dass weder personell noch institutionell etwas dafür vorgesehen ist –, dann sage ich: Das ist wirklich fahrlässig von einem Gewerkschafter! Oder aber er leidet unter dem Mond, den er heute beschrieben hat: Dieser Vollmond hat eben eine hohe Vergessensrate in ihm geweckt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Was habt ihr gegen die Vierzeiler? Gefallen sie euch nicht? Tun sie euch weh? – Abg. Dr. Jarolim: Zeigen nur die „Qualität“! PISA-geschädigte ...!
Folgendes muss man noch dazu sagen: Frau Präsidentin, es ist zu hinterfragen, ob wir uns den Vierzeilern, die von Herrn Kollegem Großruck „PISA-geschädigt“ für uns vorgetragen werden, aussetzen müssen. – Das ist eine echte Frage, die ich an Sie stelle! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Was habt ihr gegen die Vierzeiler? Gefallen sie euch nicht? Tun sie euch weh? – Abg. Dr. Jarolim: Zeigen nur die „Qualität“! PISA-geschädigte ...!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Geschätzte Damen und Herren, alles in allem ist das Budget 2006 richtungweisend für die Zukunft. Wir werden diesem Budget selbstverständlich unsere Zustimmung erteilen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Jakob Auer.
Meine Frage zu diesem Thema ist: Sind Sie bereit, darüber nachzudenken, wie man da, wenn beide Lehrvertragspartner, also die Firma und der Lehrling, das wollen, Flexibilität hineinbringen könnte, um etwas Sinnvolles daraus zu machen? Vielleicht kann man darüber einmal nachdenken! (Demonstrativer Beifall des Abg. Jakob Auer.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.
Ich denke, beide Schulen sind gut und anerkannt. Weniger Kosten für den Betrieb, für den Lehrling und für die Gesellschaft wäre etwas, was wir zu erreichen versuchen sollten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir wollen oder sollen die Chancen, die sich dort technisch ergeben, auch universitär – vielleicht mit einem Zentrum – nutzen. Eine IHS-Studie belegt, dass wir dort zusätzlich 400 Arbeitsplätze ansiedeln können. Ich danke der Bundesregierung für die Chancen, die sich dadurch in unserer Region ergeben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Nach Ansicht der SPÖ ist das Ziel des Entwicklungsplans III mit gut 33 000 Plätzen im Jahr 2010 ohnehin sehr bescheiden. Ich denke, dass Ihre Fachhochschulpolitik weder den Ansprüchen der Bewerberinnen und Bewerber noch den Ansprüchen des Wirtschaftsstandorts Österreich wirklich gerecht wird. Es herrscht mehr oder weniger Stagnation. Ein Fachhochschulbudget unter sozialdemokratischer Federführung hätte garantiert anders ausgesehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Der kleine Prinz!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Prinz zu Wort. Wunschredezeit: 3 Minuten. – Bitte. (Abg. Mag. Wurm: Der kleine Prinz!)
Abg. Dr. Puswald: Mit Prinz beginnt’s!
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! (Abg. Dr. Puswald: Mit Prinz beginnt’s!) Mut zur Veränderung und die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen – das ist verantwortungsvolle Bildungspolitik! Die heutige Debatte zeigt uns aber leider ganz deutlich, wo die Grenzen des Möglichen sind. Wir sehen eindeutig, wer für Fortschritt und Zukunftsgestaltung steht und wer am liebsten alles neu blockiert. Es wird klar, wer Freiräume und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten schafft und wer Reformansätze schon in der Diskussionsphase verweigert.
Abg. Dr. Pirklhuber: ... also ein Zufallsgenerator ...!
Bildung ist ein zu hohes Gut, um es jenen zu überlassen, die nicht wissen, was sie wirklich wollen. Daher ist es richtig und für die Zukunft unserer Kinder notwendig, die budgetären Maßnahmen im Bildungsbereich dort zu setzen, wo sie gebraucht werden. Es muss Schluss sein mit Automatismen, wir müssen den finanziellen Mitteln Raum für Schwerpunktförderung geben. (Abg. Dr. Pirklhuber: ... also ein Zufallsgenerator ...!) So wie das Lernen an sich von Alter und Persönlichkeit abhängig ist, so ist es auch mit der Bedarfszuwendung.
Beifall bei der ÖVP.
Mit 12 Millionen € zusätzlich wird der Erhalt von Kleinschulen gesichert und können eigene Fördermaßnahmen zur Verfügung gestellt werden. Das beweist einmal mehr, dass Bundesministerin Elisabeth Gehrer zukunftsorientierte Bildungspolitik, speziell auch für den ländlichen Raum, macht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ihre Politik tut dazu nichts! Im Gegenteil, Sie nehmen den Menschen die Chancen, und Sie erschweren ihnen auch die Zugänge: zum einen speziell im ländlichen Raum, weil das entsprechende Weiterbildungs- und Bildungsangebot immer kleiner wird, und zum anderen, weil sich die Menschen das Bildungsangebot mit ihrem geringen Durchschnittseinkommen immer weniger leisten können. Es liegt nicht an den Menschen und daran, dass sie nicht weiterbildungswillig wären – sie sind es durchaus –, sondern es liegt an Ihrer verfehlten Politik. (Beifall bei der SPÖ.) Sie sparen am falschen Platz, Sie sparen zu viel, und Sie sparen vor allem auch beim Erwachsenenbildungsbudget.
Beifall bei der SPÖ.
Es wäre daher viel besser, als von Seiten der Regierungsparteien so viele unnötige Sprechblasen zu produzieren, endlich eine tatsächliche, innovative, zukunftsorientierte und vor allem verantwortungsvolle Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik für die Menschen in Österreich zu machen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Das war ein grüner Satz!
Trotzdem ist natürlich eine laufende Effizienzkontrolle notwendig. Das wissen wir, das passiert auch (Abg. Öllinger: Das war ein grüner Satz!), und dazu gehören verschiedene Maßnahmen. Dazu gehören objektive Tests, die bei den Schülern und den Studenten wirklich vergleichbar sind, dazu gehört die Beobachtung der Verhaltensentwicklung unserer Jugend – das müssen wir auch im Auge behalten –, dazu gehört eine Überprüfung der Annahme des Angebotes beziehungsweise der Absolvierung der Schulen, also die Beobachtung darüber, wie diese erfolgt.
Abg. Öllinger: Bitte nicht!
Nach einer umfassenden Evaluierung und nach vielen Reformgesprächen gibt es hier viele Schlüsse, und ich möchte nur einige wenige daraus ziehen. (Abg. Öllinger: Bitte nicht!) Dazu gehört, dass an allen Hebeln verändert wird und nicht nur bei den Lehrern, wenngleich da ein gewisser Bedarf besteht, auch was die Ausbildung und die Qualifizierung anbelangt. Es geht dabei auch um die Schulverwaltung und um die Rahmenlehrpläne. Es geht um eine effiziente Leistungserfassung, davon dürfen wir uns nicht verabschieden. Hier darf es nicht nur grüne oder rote Pickerl für eine Leistungsbeurteilung geben, sondern hier darf es durchaus auch Noten geben.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: So wie bei den Finnen!
Ich darf auch noch die Elternrechte und -pflichten erwähnen, die, wenn sie nicht unbedingt zweckdienlich sind – und das tritt immer wieder zutage –, ebenfalls reformiert gehören. Das heißt, eine zu hohe Großzügigkeit ist durchaus fehl am Platz. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: So wie bei den Finnen!) – Ja, Herr Kollege Öllinger, das kann durchaus auch auf Ihre Fraktion zutreffen. (Abg. Öllinger: Ich habe von den Finnen gesprochen!) Ich glaube, dass die Lehrerinnen und Lehrer auch schon ausschließlich Erziehungsarbeit bei den Kindern und Schülern übernehmen. Das führt ganz sicherlich zu weit. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Öllinger: Ich habe von den Finnen gesprochen!
Ich darf auch noch die Elternrechte und -pflichten erwähnen, die, wenn sie nicht unbedingt zweckdienlich sind – und das tritt immer wieder zutage –, ebenfalls reformiert gehören. Das heißt, eine zu hohe Großzügigkeit ist durchaus fehl am Platz. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: So wie bei den Finnen!) – Ja, Herr Kollege Öllinger, das kann durchaus auch auf Ihre Fraktion zutreffen. (Abg. Öllinger: Ich habe von den Finnen gesprochen!) Ich glaube, dass die Lehrerinnen und Lehrer auch schon ausschließlich Erziehungsarbeit bei den Kindern und Schülern übernehmen. Das führt ganz sicherlich zu weit. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Ich darf auch noch die Elternrechte und -pflichten erwähnen, die, wenn sie nicht unbedingt zweckdienlich sind – und das tritt immer wieder zutage –, ebenfalls reformiert gehören. Das heißt, eine zu hohe Großzügigkeit ist durchaus fehl am Platz. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: So wie bei den Finnen!) – Ja, Herr Kollege Öllinger, das kann durchaus auch auf Ihre Fraktion zutreffen. (Abg. Öllinger: Ich habe von den Finnen gesprochen!) Ich glaube, dass die Lehrerinnen und Lehrer auch schon ausschließlich Erziehungsarbeit bei den Kindern und Schülern übernehmen. Das führt ganz sicherlich zu weit. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Geben wir daher nicht nur unserer Jugend eine Zukunftschance, geben wir auch unseren Pädagogen die Möglichkeit und die Unterstützung zur positiven Entwicklung, und geben wir ihnen das gebührende Ansehen zurück! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Bundesministerin Gehrer: Mache ich gerne!
Mit einem Wort: Es läuft in der Museumspolitik einiges schief, und dafür, Frau Bundesministerin, müssen Sie die politische Verantwortung übernehmen. (Beifall bei der SPÖ. – Bundesministerin Gehrer: Mache ich gerne!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir geben für den Bereich Bildung seit 1999 um 1,1 Milliarden € mehr aus. Die von der Opposition angesprochenen Kürzungen werden nur dort stattfinden, wo es tatsächlich weniger Schüler gibt. Im Rahmen der Bildungsdiskussion haben wir alle die Aufgabe, uns sinnvoll einzubringen und nicht nur zu jammern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sind in einem Land der Arbeit, in einem Land der Bildung und Forschung, einem Land der ökosozialen Marktwirtschaft, einem Land des Sportes, einem Land der Kunst und Kultur. In vielen Bereichen sind wir Europameister, in manchen Bereichen sogar Weltmeister. Ein lebenswertes Heimatland, kein Jammertal! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Murauer: Dass man nicht zu jammern braucht ...!
Abgeordnete Anita Fleckl (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Die Frauen Ministerinnen! Hohes Haus! Liebe Frau Abgeordnete Schiefermair, was lerne ich jetzt daraus? Welche Botschaft wollten Sie uns übermitteln? (Abg. Murauer: Dass man nicht zu jammern braucht ...!) Dass eine Mindestrentnerin gefälligst mit 700 € im Monat zufrieden sein soll? (Abg. Dr. Fekter: Dass viele jammern! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Mehr kann ich dazu nicht sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Dass viele jammern! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Anita Fleckl (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Die Frauen Ministerinnen! Hohes Haus! Liebe Frau Abgeordnete Schiefermair, was lerne ich jetzt daraus? Welche Botschaft wollten Sie uns übermitteln? (Abg. Murauer: Dass man nicht zu jammern braucht ...!) Dass eine Mindestrentnerin gefälligst mit 700 € im Monat zufrieden sein soll? (Abg. Dr. Fekter: Dass viele jammern! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Mehr kann ich dazu nicht sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Anita Fleckl (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Die Frauen Ministerinnen! Hohes Haus! Liebe Frau Abgeordnete Schiefermair, was lerne ich jetzt daraus? Welche Botschaft wollten Sie uns übermitteln? (Abg. Murauer: Dass man nicht zu jammern braucht ...!) Dass eine Mindestrentnerin gefälligst mit 700 € im Monat zufrieden sein soll? (Abg. Dr. Fekter: Dass viele jammern! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Mehr kann ich dazu nicht sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Fakt ist: 48 Seiten um 100 000 €! 100 000 € an Steuergeldern, die verschleudert wurden, 100 000 €, die zu absolut keinem Ergebnis geführt haben – dieses Verschleudern von Steuergeldern werden Sie den Österreicherinnen und Österreichern erklären müssen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Broukal, ich möchte noch ganz kurz zur Kollekte, zur Sammlung, Folgendes sagen: Diese Steuerreform hat wirklich punktgenau das Ziel erreicht, nämlich: kleinere und mittlere Einkommen steuerlich zu entlasten. (Beifall bei der ÖVP.) Nicht Ihr Einkommen steuerlich zu entlasten war Ziel dieser Regierung, sondern kleinere und mittlere Einkommen. (Abg. Dr. Puswald: Ziel verfehlt, Herr Kollege!)
Abg. Dr. Puswald: Ziel verfehlt, Herr Kollege!
Broukal, ich möchte noch ganz kurz zur Kollekte, zur Sammlung, Folgendes sagen: Diese Steuerreform hat wirklich punktgenau das Ziel erreicht, nämlich: kleinere und mittlere Einkommen steuerlich zu entlasten. (Beifall bei der ÖVP.) Nicht Ihr Einkommen steuerlich zu entlasten war Ziel dieser Regierung, sondern kleinere und mittlere Einkommen. (Abg. Dr. Puswald: Ziel verfehlt, Herr Kollege!)
Abg. Broukal: Das hat die Frau Brinek heute gesagt!
„Ich habe später gelernt, dass wir oft versuchten, neuen Verhältnissen durch Umorganisation zu begegnen. Es ist eine phantastische Methode. Sie erzeugt die Illusion des Fortschritts.“ – Das hat wer gesagt? Gaius Petronius vor zirka 2 000 Jahren. (Abg. Broukal: Das hat die Frau Brinek heute gesagt!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte die Schulzufriedenheit in Österreich positiv hervorheben. Unsere Schülerinnen und Schüler fühlen sich in den österreichischen Schulen sehr, sehr wohl. Es ist ein gutes Zeichen, dass sie gerne in die Schule gehen, das bestätigt, dass sie dort Bildung konsumieren können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Niederwieser: 2006 ist das! – Abg. Broukal: 2006, nicht heute! Falsch!
Mal 70 € pro Jahr. (Abg. Dr. Niederwieser: 2006 ist das! – Abg. Broukal: 2006, nicht heute! Falsch!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Schule ist in Bewegung. Wir können von einem guten Fundament ausgehen. Gemeinsam mit den Pädagogen, Eltern und Kindern ist es uns ein Anliegen, die Schulen so weiter zu entwickeln, dass die Ergebnisse noch besser werden. Die Pisa-Studie ist und bleibt eine Studie, wie es viele andere gibt. Uns muss allen klar sein: Vom Wiegen wird die Sau nicht fett, also: Krempeln wir die Ärmeln hoch und arbeiten wir gemeinsam an einer Verbesserung des Bildungssystems! – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn die Opposition – wie immer – jammert, wie schlecht es in Österreich ist, dann frage ich sie: In welchem anderen Land würden Sie sich lieber ausbilden lassen? Ich sage: nur in Österreich! Dieses Budget ist Grundlage für eine gute Politik für die Menschen in unserem Land. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Da frage ich mich schon: Ist das wirklich der Fortschritt, den wir anstreben? Wenn ich mich zurückerinnere, kann ich nur sagen, das ist das Schulsystem, das wir vor zirka 150 Jahren hatten. Damals sind alle in die Volksschule gegangen, und die einzige Differenzierung, die es gegeben hat: Es hat Schulen für Buben und Schulen für Mädchen gegeben. Wenn wir dorthin zurückwollen, dann, kann ich nur sagen, sind wir nicht unbedingt auf dem richtigen Dampfer. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Stark!
Herr Abgeordneter Gusenbauer, Sie schütteln leicht das Haupt (Abg. Dr. Gusenbauer: Stark!), ich verstehe das. Sie haben so viele Salti gemacht, und ich möchte nur eines dazu sagen: Wenn man so viele Salti in so kurzer Zeit macht wie Sie im Zusammenhang mit der Zweidrittelmehrheit, dann muss man schon sehr aufpassen, dass nicht einmal ein Salto mortale dabei ist. Das kann viel schneller passieren, als man glaubt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Keine Sorge!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Keine Sorge!
Herr Abgeordneter Gusenbauer, Sie schütteln leicht das Haupt (Abg. Dr. Gusenbauer: Stark!), ich verstehe das. Sie haben so viele Salti gemacht, und ich möchte nur eines dazu sagen: Wenn man so viele Salti in so kurzer Zeit macht wie Sie im Zusammenhang mit der Zweidrittelmehrheit, dann muss man schon sehr aufpassen, dass nicht einmal ein Salto mortale dabei ist. Das kann viel schneller passieren, als man glaubt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Keine Sorge!)
Beifall bei der ÖVP.
Kurz noch ein Wort zu den Museen. – Frau Bundesminister, wir sind stolz auf das, was sich in der Wiener Museenlandschaft entwickelt hat! (Beifall bei der ÖVP.) Wilfried Seipel, Klaus Albrecht Schröder, Gabriele Zuna-Kratky, Johanna Rachinger, Rudolf Leopold, das sind Glanzpunkte der österreichischen Kultur. Wien ist nicht nur eine Musikstadt, sondern in den letzten Jahren auch eine Museumsstadt geworden. Setzen Sie diesen richtigen, erfolgreichen Weg fort! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Kurz noch ein Wort zu den Museen. – Frau Bundesminister, wir sind stolz auf das, was sich in der Wiener Museenlandschaft entwickelt hat! (Beifall bei der ÖVP.) Wilfried Seipel, Klaus Albrecht Schröder, Gabriele Zuna-Kratky, Johanna Rachinger, Rudolf Leopold, das sind Glanzpunkte der österreichischen Kultur. Wien ist nicht nur eine Musikstadt, sondern in den letzten Jahren auch eine Museumsstadt geworden. Setzen Sie diesen richtigen, erfolgreichen Weg fort! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Unterm Strich kann man sagen: Sowohl das Bildungsbudget als auch das Budget für die Wissenschaft sind gesichert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Frau Hlavac versteigt sich sogar dazu, dass sie sagt, die ganze Geschichte um den „Hasen“ zeige die verfehlte Museums- und Kulturpolitik. – Das ist doch wirklich absurd! Der „Hase“ war eine Schlamperei, und das muss man Herrn Direktor Schröder auch zum Vorwurf machen, hat aber nichts mit der Kulturpolitik dieser Bundesregierung zu tun, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Gehrer.
Irgendwie weiß man nicht, was Sie in Wirklichkeit wollen. In Wirklichkeit sind Sie glücklich über den Diebstahl der „Saliera“ und über die „Hasen“-Geschichte, somit haben Sie wenigstens etwas zu bejammern, denn etwas ganz Konkretes zu bejammern gibt es in Wirklichkeit ja überhaupt nicht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Gehrer.) – Stimmt’s nicht, Frau Minister?
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das wirklich Positive erwähnen Sie ja überhaupt nicht. Beispiel: die gute Entwicklung des MuseumsQuartiers. Das MuseumsQuartier kann sich in Wirklichkeit selbst erhalten. Es ist das achtgrößte Museum der Welt – das heißt doch etwas! Ein relativ kleines Land wie Österreich hat das achtgrößte Museum der Welt! Weshalb sagen Sie nicht einmal, dass das etwas Positives ist, meine sehr geehrten Damen und Herren? (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich habe heute in meiner Post diesen Art Guide gehabt, da sehen Sie wirklich – dieser ist nur für Wien –, was Wien zu bieten hat. Schauen Sie sich das einmal an, seien Sie stolz auf diese Kulturpolitik und auf unsere kulturhistorischen Werke, und jammern Sie nicht ununterbrochen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Aber ihr seid ja auch gegen das Bundesheer!
sperrt (Abg. Scheibner: Aber ihr seid ja auch gegen das Bundesheer!), wie wichtig es ist, dass man die Strafen erhöht: Was soll die Bevölkerung davon halten, wenn Sie auf der einen Seite vorgaukeln, Sie würden etwas für die Sicherheit tun wollen, auf der anderen Seite aber diese wichtigsten Ministerien, das Innen- und das Justizministerium, aushungern. Erklären Sie das, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Sind Sie für eine Erhöhung des Verteidigungsbudgets? – Abg. Mag. Posch: Das kann man nicht erklären!) – Man kann es nicht erklären, Walter, du sagst es richtig.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Sind Sie für eine Erhöhung des Verteidigungsbudgets? – Abg. Mag. Posch: Das kann man nicht erklären!
sperrt (Abg. Scheibner: Aber ihr seid ja auch gegen das Bundesheer!), wie wichtig es ist, dass man die Strafen erhöht: Was soll die Bevölkerung davon halten, wenn Sie auf der einen Seite vorgaukeln, Sie würden etwas für die Sicherheit tun wollen, auf der anderen Seite aber diese wichtigsten Ministerien, das Innen- und das Justizministerium, aushungern. Erklären Sie das, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Sind Sie für eine Erhöhung des Verteidigungsbudgets? – Abg. Mag. Posch: Das kann man nicht erklären!) – Man kann es nicht erklären, Walter, du sagst es richtig.
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Ich kann Ihnen nur sagen: Es gibt eine Entwicklung, die ganz klar dahin geht, dass wir ... (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) – Herr Kollege, Sie kennen sich leider nicht aus, und daher sagen Sie auch immer besonders laut solche Dinge, und das ist das, was ich an Ihnen so „schätze“.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja das ist doch so ein Blödsinn, was Sie sagen! Das glauben Sie doch selber nicht! Das gibt es doch gar nicht, dass das der Justizsprecher ist! Der größte Blödsinn!
Weil Sie es eben nicht zustande bringen, dort die Kriminalität zu bekämpfen, müssen jetzt großflächig Kleinstkriminelle, die man normalerweise nie einsperren würde, ins Gefängnis wandern, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja das ist doch so ein Blödsinn, was Sie sagen! Das glauben Sie doch selber nicht! Das gibt es doch gar nicht, dass das der Justizsprecher ist! Der größte Blödsinn!) Jene Personen, von denen man sagen könnte, man sollte sie nicht in Gefängnisse geben, damit sie diesem Infekt nicht ausgesetzt werden. – Das ist Ihre Politik, meine Damen und Herren?! Dazu sage ich: danke schön! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Weil Sie es eben nicht zustande bringen, dort die Kriminalität zu bekämpfen, müssen jetzt großflächig Kleinstkriminelle, die man normalerweise nie einsperren würde, ins Gefängnis wandern, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja das ist doch so ein Blödsinn, was Sie sagen! Das glauben Sie doch selber nicht! Das gibt es doch gar nicht, dass das der Justizsprecher ist! Der größte Blödsinn!) Jene Personen, von denen man sagen könnte, man sollte sie nicht in Gefängnisse geben, damit sie diesem Infekt nicht ausgesetzt werden. – Das ist Ihre Politik, meine Damen und Herren?! Dazu sage ich: danke schön! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Niederwieser: Der Molterer war das!
Frau Justizministerin, ich muss sagen, zu Beginn war ich von Ihrer Tätigkeit sehr eingenommen, weil ich einen wohlwollenden Unterschied gegenüber den anderen Regierungsmitgliedern, nämlich einen Zug zur Vernunft, festgestellt habe. Wenn ich mir allerdings Ihre letzte Pressekonferenz anschaue, Frau Ministerin, muss ich sagen – ich glaube nicht, dass das wirklich von Ihnen ausgeht, aber es hat sich offensichtlich irgendetwas hier abgespielt (Abg. Dr. Niederwieser: Der Molterer war das!), vielleicht ist es die Eifersucht des Bundeskanzlers, der gemeint hat, es könne nicht sein, dass sich jemand in der Regierung profiliert, oder was auch immer –, Sie haben sich plötzlich um 180 Grad gewendet!
Abg. Steibl: Es ist der 1. April – ein April-Scherz!
Frau Ministerin Miklautsch, ich darf Sie dringend auffordern, sich Ihrer Verantwortung zu besinnen (Abg. Steibl: Es ist der 1. April – ein April-Scherz!), auch etwa bei der Frage der Deserteure – wir haben das lange diskutiert –, wo alle die Meinung vertreten haben, da müsse etwas geschehen, diese „Kriegsverbrechen“ müssten beseitigt werden und jenen, die sich geweigert haben, hier teilzunehmen, müsste endlich entsprechend gedankt werden! Sie müssten erklären, dass das eigentlich nichts damit zu tun habe, es werde Feigheit kein Stellenwert eingeräumt! (Abg. Mag. Posch: Das ist eine nationale Schande!)
Abg. Mag. Posch: Das ist eine nationale Schande!
Frau Ministerin Miklautsch, ich darf Sie dringend auffordern, sich Ihrer Verantwortung zu besinnen (Abg. Steibl: Es ist der 1. April – ein April-Scherz!), auch etwa bei der Frage der Deserteure – wir haben das lange diskutiert –, wo alle die Meinung vertreten haben, da müsse etwas geschehen, diese „Kriegsverbrechen“ müssten beseitigt werden und jenen, die sich geweigert haben, hier teilzunehmen, müsste endlich entsprechend gedankt werden! Sie müssten erklären, dass das eigentlich nichts damit zu tun habe, es werde Feigheit kein Stellenwert eingeräumt! (Abg. Mag. Posch: Das ist eine nationale Schande!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf Sie ersuchen, Frau Kollegin Fekter, geben Sie auch hier der Vernunft eine Chance, lassen Sie uns diesen Weg weitergehen, damit sich endlich einmal irgendwo etwas Vernünftiges entwickelt! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Selbstverständlich ist der Patientenwille zu berücksichtigen, aber ich glaube, dieses Thema ist ethisch sehr, sehr weit gehend zu betrachten. Ich möchte deshalb hier deponieren, dass meine Haltung dazu sehr zurückhaltend und restriktiv ist. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Der Patientenwille hat nämlich seine Grenze bei der geltenden Rechtsordnung, er kann nicht in Richtung Euthanasie gehen, und der Patient darf vom Arzt nichts Gesetzwidriges verlangen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Selbstverständlich ist der Patientenwille zu berücksichtigen, aber ich glaube, dieses Thema ist ethisch sehr, sehr weit gehend zu betrachten. Ich möchte deshalb hier deponieren, dass meine Haltung dazu sehr zurückhaltend und restriktiv ist. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Der Patientenwille hat nämlich seine Grenze bei der geltenden Rechtsordnung, er kann nicht in Richtung Euthanasie gehen, und der Patient darf vom Arzt nichts Gesetzwidriges verlangen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sosehr ich den Patientenwillen respektiere, halte ich dieses Instrument jedoch für höchst missbrauchsanfällig – das müssen wir gemeinsam verhindern. Ich bitte daher in dieser Frage um einen breiten Konsens im Hohen Haus. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Sollen wir hinausgehen?
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Grüß Gott, Frau Bundesministerin! Frau Präsidentin! Es ist schön, wenn man sich nur an Damen wenden kann. Das gefällt mir sehr (Abg. Neudeck: Sollen wir hinausgehen?), das kommt ja nicht so oft vor. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) – Hast du ein Problem, Herr Klubobmann? (Abg. Mag. Molterer: Hast du ein Problem?) Nein (Abg. Mag. Molterer: Ich auch nicht!), ich habe mit Männern überhaupt kein Problem, aber ich liebe die Frauen, vor allem auf Regierungsbänken und in anderen wichtigen Funktionen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Am liebsten sind mir weibliche Klubobmänner – das wäre ein Ratschlag an die ÖVP. (Abg. Mag. Molterer: Was ist mit dem Alexander Van der Bellen?) Die Grünen sind die jüngste Partei und haben die reichste Tradition von Frauen in Spitzenpositionen. (Abg. Mag. Molterer: Dem Alexander Van der Bellen wird es an den Kragen gehen!) Denk zurück an Freda Meissner-Blau, denk zurück an Madeleine Petrovic! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber eine Vizekanzlerin habt ihr noch nicht gehabt!) Jessas, jessas! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Eine Nationalratspräsidentin auch nicht!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Grüß Gott, Frau Bundesministerin! Frau Präsidentin! Es ist schön, wenn man sich nur an Damen wenden kann. Das gefällt mir sehr (Abg. Neudeck: Sollen wir hinausgehen?), das kommt ja nicht so oft vor. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) – Hast du ein Problem, Herr Klubobmann? (Abg. Mag. Molterer: Hast du ein Problem?) Nein (Abg. Mag. Molterer: Ich auch nicht!), ich habe mit Männern überhaupt kein Problem, aber ich liebe die Frauen, vor allem auf Regierungsbänken und in anderen wichtigen Funktionen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Am liebsten sind mir weibliche Klubobmänner – das wäre ein Ratschlag an die ÖVP. (Abg. Mag. Molterer: Was ist mit dem Alexander Van der Bellen?) Die Grünen sind die jüngste Partei und haben die reichste Tradition von Frauen in Spitzenpositionen. (Abg. Mag. Molterer: Dem Alexander Van der Bellen wird es an den Kragen gehen!) Denk zurück an Freda Meissner-Blau, denk zurück an Madeleine Petrovic! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber eine Vizekanzlerin habt ihr noch nicht gehabt!) Jessas, jessas! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Eine Nationalratspräsidentin auch nicht!)
Abg. Mag. Molterer: Hast du ein Problem?
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Grüß Gott, Frau Bundesministerin! Frau Präsidentin! Es ist schön, wenn man sich nur an Damen wenden kann. Das gefällt mir sehr (Abg. Neudeck: Sollen wir hinausgehen?), das kommt ja nicht so oft vor. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) – Hast du ein Problem, Herr Klubobmann? (Abg. Mag. Molterer: Hast du ein Problem?) Nein (Abg. Mag. Molterer: Ich auch nicht!), ich habe mit Männern überhaupt kein Problem, aber ich liebe die Frauen, vor allem auf Regierungsbänken und in anderen wichtigen Funktionen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Am liebsten sind mir weibliche Klubobmänner – das wäre ein Ratschlag an die ÖVP. (Abg. Mag. Molterer: Was ist mit dem Alexander Van der Bellen?) Die Grünen sind die jüngste Partei und haben die reichste Tradition von Frauen in Spitzenpositionen. (Abg. Mag. Molterer: Dem Alexander Van der Bellen wird es an den Kragen gehen!) Denk zurück an Freda Meissner-Blau, denk zurück an Madeleine Petrovic! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber eine Vizekanzlerin habt ihr noch nicht gehabt!) Jessas, jessas! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Eine Nationalratspräsidentin auch nicht!)
Abg. Mag. Molterer: Ich auch nicht!
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Grüß Gott, Frau Bundesministerin! Frau Präsidentin! Es ist schön, wenn man sich nur an Damen wenden kann. Das gefällt mir sehr (Abg. Neudeck: Sollen wir hinausgehen?), das kommt ja nicht so oft vor. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) – Hast du ein Problem, Herr Klubobmann? (Abg. Mag. Molterer: Hast du ein Problem?) Nein (Abg. Mag. Molterer: Ich auch nicht!), ich habe mit Männern überhaupt kein Problem, aber ich liebe die Frauen, vor allem auf Regierungsbänken und in anderen wichtigen Funktionen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Am liebsten sind mir weibliche Klubobmänner – das wäre ein Ratschlag an die ÖVP. (Abg. Mag. Molterer: Was ist mit dem Alexander Van der Bellen?) Die Grünen sind die jüngste Partei und haben die reichste Tradition von Frauen in Spitzenpositionen. (Abg. Mag. Molterer: Dem Alexander Van der Bellen wird es an den Kragen gehen!) Denk zurück an Freda Meissner-Blau, denk zurück an Madeleine Petrovic! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber eine Vizekanzlerin habt ihr noch nicht gehabt!) Jessas, jessas! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Eine Nationalratspräsidentin auch nicht!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Grüß Gott, Frau Bundesministerin! Frau Präsidentin! Es ist schön, wenn man sich nur an Damen wenden kann. Das gefällt mir sehr (Abg. Neudeck: Sollen wir hinausgehen?), das kommt ja nicht so oft vor. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) – Hast du ein Problem, Herr Klubobmann? (Abg. Mag. Molterer: Hast du ein Problem?) Nein (Abg. Mag. Molterer: Ich auch nicht!), ich habe mit Männern überhaupt kein Problem, aber ich liebe die Frauen, vor allem auf Regierungsbänken und in anderen wichtigen Funktionen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Am liebsten sind mir weibliche Klubobmänner – das wäre ein Ratschlag an die ÖVP. (Abg. Mag. Molterer: Was ist mit dem Alexander Van der Bellen?) Die Grünen sind die jüngste Partei und haben die reichste Tradition von Frauen in Spitzenpositionen. (Abg. Mag. Molterer: Dem Alexander Van der Bellen wird es an den Kragen gehen!) Denk zurück an Freda Meissner-Blau, denk zurück an Madeleine Petrovic! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber eine Vizekanzlerin habt ihr noch nicht gehabt!) Jessas, jessas! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Eine Nationalratspräsidentin auch nicht!)
Abg. Mag. Molterer: Was ist mit dem Alexander Van der Bellen?
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Grüß Gott, Frau Bundesministerin! Frau Präsidentin! Es ist schön, wenn man sich nur an Damen wenden kann. Das gefällt mir sehr (Abg. Neudeck: Sollen wir hinausgehen?), das kommt ja nicht so oft vor. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) – Hast du ein Problem, Herr Klubobmann? (Abg. Mag. Molterer: Hast du ein Problem?) Nein (Abg. Mag. Molterer: Ich auch nicht!), ich habe mit Männern überhaupt kein Problem, aber ich liebe die Frauen, vor allem auf Regierungsbänken und in anderen wichtigen Funktionen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Am liebsten sind mir weibliche Klubobmänner – das wäre ein Ratschlag an die ÖVP. (Abg. Mag. Molterer: Was ist mit dem Alexander Van der Bellen?) Die Grünen sind die jüngste Partei und haben die reichste Tradition von Frauen in Spitzenpositionen. (Abg. Mag. Molterer: Dem Alexander Van der Bellen wird es an den Kragen gehen!) Denk zurück an Freda Meissner-Blau, denk zurück an Madeleine Petrovic! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber eine Vizekanzlerin habt ihr noch nicht gehabt!) Jessas, jessas! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Eine Nationalratspräsidentin auch nicht!)
Abg. Mag. Molterer: Dem Alexander Van der Bellen wird es an den Kragen gehen!
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Grüß Gott, Frau Bundesministerin! Frau Präsidentin! Es ist schön, wenn man sich nur an Damen wenden kann. Das gefällt mir sehr (Abg. Neudeck: Sollen wir hinausgehen?), das kommt ja nicht so oft vor. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) – Hast du ein Problem, Herr Klubobmann? (Abg. Mag. Molterer: Hast du ein Problem?) Nein (Abg. Mag. Molterer: Ich auch nicht!), ich habe mit Männern überhaupt kein Problem, aber ich liebe die Frauen, vor allem auf Regierungsbänken und in anderen wichtigen Funktionen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Am liebsten sind mir weibliche Klubobmänner – das wäre ein Ratschlag an die ÖVP. (Abg. Mag. Molterer: Was ist mit dem Alexander Van der Bellen?) Die Grünen sind die jüngste Partei und haben die reichste Tradition von Frauen in Spitzenpositionen. (Abg. Mag. Molterer: Dem Alexander Van der Bellen wird es an den Kragen gehen!) Denk zurück an Freda Meissner-Blau, denk zurück an Madeleine Petrovic! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber eine Vizekanzlerin habt ihr noch nicht gehabt!) Jessas, jessas! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Eine Nationalratspräsidentin auch nicht!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber eine Vizekanzlerin habt ihr noch nicht gehabt!
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Grüß Gott, Frau Bundesministerin! Frau Präsidentin! Es ist schön, wenn man sich nur an Damen wenden kann. Das gefällt mir sehr (Abg. Neudeck: Sollen wir hinausgehen?), das kommt ja nicht so oft vor. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) – Hast du ein Problem, Herr Klubobmann? (Abg. Mag. Molterer: Hast du ein Problem?) Nein (Abg. Mag. Molterer: Ich auch nicht!), ich habe mit Männern überhaupt kein Problem, aber ich liebe die Frauen, vor allem auf Regierungsbänken und in anderen wichtigen Funktionen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Am liebsten sind mir weibliche Klubobmänner – das wäre ein Ratschlag an die ÖVP. (Abg. Mag. Molterer: Was ist mit dem Alexander Van der Bellen?) Die Grünen sind die jüngste Partei und haben die reichste Tradition von Frauen in Spitzenpositionen. (Abg. Mag. Molterer: Dem Alexander Van der Bellen wird es an den Kragen gehen!) Denk zurück an Freda Meissner-Blau, denk zurück an Madeleine Petrovic! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber eine Vizekanzlerin habt ihr noch nicht gehabt!) Jessas, jessas! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Eine Nationalratspräsidentin auch nicht!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Eine Nationalratspräsidentin auch nicht!
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Grüß Gott, Frau Bundesministerin! Frau Präsidentin! Es ist schön, wenn man sich nur an Damen wenden kann. Das gefällt mir sehr (Abg. Neudeck: Sollen wir hinausgehen?), das kommt ja nicht so oft vor. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) – Hast du ein Problem, Herr Klubobmann? (Abg. Mag. Molterer: Hast du ein Problem?) Nein (Abg. Mag. Molterer: Ich auch nicht!), ich habe mit Männern überhaupt kein Problem, aber ich liebe die Frauen, vor allem auf Regierungsbänken und in anderen wichtigen Funktionen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Am liebsten sind mir weibliche Klubobmänner – das wäre ein Ratschlag an die ÖVP. (Abg. Mag. Molterer: Was ist mit dem Alexander Van der Bellen?) Die Grünen sind die jüngste Partei und haben die reichste Tradition von Frauen in Spitzenpositionen. (Abg. Mag. Molterer: Dem Alexander Van der Bellen wird es an den Kragen gehen!) Denk zurück an Freda Meissner-Blau, denk zurück an Madeleine Petrovic! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber eine Vizekanzlerin habt ihr noch nicht gehabt!) Jessas, jessas! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Eine Nationalratspräsidentin auch nicht!)
Abg. Mag. Molterer: Schade!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Jetzt habe ich schon zwei Minuten dafür verbraucht, Kollegen Molterer darauf hinzuweisen, dass er frauenpolitisch, also was die Repräsentanz von Frauen angeht, am Anfang des 19. Jahrhunderts stehen geblieben ist. Aber mehr Zeit kann ich ihm jetzt nicht mehr widmen (Abg. Mag. Molterer: Schade!), obwohl ich am Ende dieser Woche große Lust dazu hätte.
Abg. Neudeck: Also bitte! Sollen die Leute spazieren gehen?! Wieso ist das Kabarett?
ner, die man bei den ÖBB nicht mehr braucht, werden jetzt zum Dienst in der Justizwache umgeschult. Allein diese Tatsache, die eigentlich mehr einer Art Kabarett gleicht (Abg. Neudeck: Also bitte! Sollen die Leute spazieren gehen?! Wieso ist das Kabarett?), wenn man das hört, zeigt die Hilflosigkeit im Zusammenhang mit der justizpolitischen Ausrichtung, die in den letzten fünf Jahren unter vormals Blau-Schwarz, jetzt Schwarz-Blau trotz manchmal zarter Ansätze von früheren oder – wie sagt man? – abgetretenen Ressortverantwortlichen das Gegenteil bewirkt hat: Wir haben noch nie so viele Menschen in Österreichs Gefängnissen gehabt wie jetzt, dies trotz zum Teil rückläufiger Kriminalität.
Abg. Neudeck: Aber es sind mehr da als bei Ihnen! Obwohl Sie reden, sind bei Ihnen weniger da als bei uns!
Wenn ich jetzt in die Reihen der Freiheitlichen schaue, sehe ich, ehrlich gesagt – es sind zwar nur wenige da, aber selbst, wenn alle da wären, wäre es so –, da nur Herrn Scheibner und Frau Dr. Partik-Pablé. (Abg. Neudeck: Aber es sind mehr da als bei Ihnen! Obwohl Sie reden, sind bei Ihnen weniger da als bei uns!) Nein, es ist Wurscht, ob die, die damals ohnehin nicht im Nationalrat waren, jetzt nicht da sind (Abg. Neudeck: Das ist nicht Wurscht!), denn es sind eigentlich nur zwei da, die damals schon hier waren, nämlich Frau Dr. Partik-Pablé und Herr Scheibner. Und diese beiden haben 1995 selbstverständlich – wie wir alle anderen auch! – das Amnestiegesetz 1995
Abg. Neudeck: Das ist nicht Wurscht!
Wenn ich jetzt in die Reihen der Freiheitlichen schaue, sehe ich, ehrlich gesagt – es sind zwar nur wenige da, aber selbst, wenn alle da wären, wäre es so –, da nur Herrn Scheibner und Frau Dr. Partik-Pablé. (Abg. Neudeck: Aber es sind mehr da als bei Ihnen! Obwohl Sie reden, sind bei Ihnen weniger da als bei uns!) Nein, es ist Wurscht, ob die, die damals ohnehin nicht im Nationalrat waren, jetzt nicht da sind (Abg. Neudeck: Das ist nicht Wurscht!), denn es sind eigentlich nur zwei da, die damals schon hier waren, nämlich Frau Dr. Partik-Pablé und Herr Scheibner. Und diese beiden haben 1995 selbstverständlich – wie wir alle anderen auch! – das Amnestiegesetz 1995
Beifall bei den Grünen.
nicht nur mitgetragen mit ihrer Zustimmung, sondern sogar den Antrag mitgetragen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht Sie eigentlich nichts an!
Ich weiß, Sie, Frau Ministerin, sind zwar nicht FPÖ-Mitglied – ich weiß jetzt nicht, ob Sie das auszeichnet oder nicht (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht Sie eigentlich nichts an!), da enthalte ich mich jeder Bewertung –, aber Sie sind die Justizministerin der Republik, und aus dieser Tatsache heraus erwarte ich von Ihnen oder sind Sie sogar verpflichtet, wie ich meine, hier eine Haltung zu haben, die Sie auch der Öffentlichkeit mitteilen.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In Wirklichkeit ist es so: Es kostet Sie einmal Aufstehen – dies zur Beruhigung des historischen Gewissens dieser Republik, sozusagen repräsentiert durch den Nationalrat, durch die Volksvertretung. Das wäre ein ganz wesentlicher, ich würde sogar sagen, Meilenstein im Zusammenhang mit den Republiksfeierlichkeiten und Jubiläumsfeierlichkeiten im Jahr 2005. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Oberstaatsanwälte! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Abgeordneter Dr. Dieter Böhmdorfer (Freiheitliche): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Justizministerin! Sehr geehrte Damen, aber mit Verlaub auch: Sehr geehrte Herren des Hohen Hauses! Ich glaube, solange wir hier gemeinsam arbeiten, werden wir doch wohl keinen Unterschied zwischen den Damen und den Herren machen. Dass man da vielleicht bewusst auch noch eine Frauenpolitik in die Justizpolitik hineinmischt, ist gerade bei der Justiz nicht unbedingt notwendig, denn 70 Prozent der Richter werden in Zukunft Richterinnen sein. Frauen haben dort einen sehr starken Anteil. Die Justiz ermöglicht das. (Abg. Öllinger: Oberstaatsanwälte! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Sie brauchen sich gar nicht so aufzuregen, wir machen das schon richtig. Da wird niemand diskriminiert.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und ein Drittes: Es gibt noch viel mehr Sparpotentiale, aber eines muss ich sagen: Die Finanz hat einen Vollstreckungsdienst mit 450 Beamten. Auch die Justiz hat einen Vollstreckungsdienst. Es gibt ein Angebot der Justiz an den Herrn Finanzminister, diese Vollstreckungsdienste zusammenzulegen, mit der Garantieerklärung des Justizministeriums, dass die Hälfte der Beamten im Bereich des Vollstreckungsdienstes der Finanz dadurch eingespart werden könnte. Wieder von mir der Appell an den Herrn Finanzminister, nicht untätig zu bleiben, zusammenzuarbeiten und diesen Vollstreckungsdienst der Finanz mit jenem der Justiz zusammenzulegen. Das wäre ein Fortschritt. Es gäbe noch viele andere Bereiche. Man muss nur zusammenarbeiten, die Frau Justizministerin kann das nicht allein machen, da muss der Gesamtwille der Bundesregierung aktiviert werden. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sie haben ja sicherlich schon in den Medien gehört, es gibt natürlich auch Überlegungen und es ist auch ein Teil des Regierungsprogramms, die bedingte Entlassung zu überdenken. Es gibt auch ein Modell hinsichtlich elektronischer Fußfesseln. Wir werden in diesem Zusammenhang sicher weiterarbeiten. Es gibt ein weiteres Modell mit gemeinnütziger Arbeit anstelle von Ersatzfreiheitsstrafen. Da wird es im Herbst ein Pilotprojekt geben, und ich hoffe, dass es gelingen wird, eine Lösung zu finden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich wurde weiters auch auf die Personalsituation angesprochen und darf Herrn Dr. Jarolim – ich glaube, Sie haben das Modell mit den Eisenbahnen im Bereich der Justiz sehr heftig kritisiert – darauf aufmerksam machen, dass wir, wie Sie ja wissen, Personalnöte im Bereich der Justiz haben, teilweise im Bereich der Justizanstalten, vor allem aber im Bereich der Vertragsbediensteten und Beamten, in gewissen Bereichen natürlich auch bei den Richtern und Staatsanwälten. Aber dieses Modell, das wir mit den Österreichischen Bundesbahnen geschaffen haben, ist für mich aus mehreren Gründen ein sehr sinnvolles. Es gibt Betriebe, die staatsnahe sind. In diesen Betrieben gibt es Menschen, die auf Grund von Umstrukturierungen in weiterer Folge keine Arbeit mehr hätten und daher in Frühpension gehen müssten; sie würden sicher nicht arbeitslos. Für mich ist es so, dass Arbeit einem Menschen Lebenssinn gibt, und meiner Überzeugung nach macht es durchaus Sinn, wenn wir jetzt Eisenbahnern, die sich freiwillig zu uns melden können, die Möglichkeit geben, im Bereich der Justiz, wo wir diese Leute nach entsprechender Ausbildung sicherlich auch sehr gut einsetzen können, zu arbeiten und ihnen somit Lebenssinn durch Arbeit zu bieten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das ist auch ein Modell, wo wir feststellen müssen, es macht Sinn, wenn wir als Ressortverantwortliche für den Fall, dass wir Personalnöte haben, dann, wenn in einem Ressort Personal abgebaut werden muss, darauf schauen, wo wir diese Menschen dann wieder einsetzen können, wieder, wie gesagt, Lebenssinn durch Arbeit, anstatt dass diese mit 35, 40, 45 oder 50 Jahren auf einmal auf der Straße stehen. Es sollte vielmehr die Möglichkeit bestehen, in einem anderen Ressort zu arbeiten. Also meiner Überzeugung nach ist das ein sehr gutes Modell. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es gäbe jetzt noch viel zu anzuführen – ich rede schon so lange, das ist bei mir immer ein Problem –, aber ich werde jetzt einmal eine Pause machen. Ich rede lieber später dann noch einmal. – Danke vielmals. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Regler: Das stimmt ja nicht!
Nun zum Budget: Der „Standard“ vom 3. März hat getitelt: „Budget 2006: Grasser spart bei Schulen, Justiz und Sicherheit.“ Ich muss sagen: Es ist schon absurd – Kollege Jarolim hat schon darauf hingewiesen –, dass ausgerechnet im Bereich Sicherheit so massiv gespart wird! (Abg. Mag. Regler: Das stimmt ja nicht!)
Abg. Neudeck: Mini-Mouse!
Frau Ministerin, Sie haben es nicht leicht, wenn Sie mit Leuten, denen die Sicherheit in diesem Staat so wenig bedeutet, verhandeln müssen. Für die ist das wahrscheinlich ein „Mickey-Mouse-Thema“. (Abg. Neudeck: Mini-Mouse!) Sogar Herr Abgeordneter Neudeck stimmt mir in diesem Fall zu. (Abg. Neudeck: Sie hören nicht zu!)
Abg. Neudeck: Sie hören nicht zu!
Frau Ministerin, Sie haben es nicht leicht, wenn Sie mit Leuten, denen die Sicherheit in diesem Staat so wenig bedeutet, verhandeln müssen. Für die ist das wahrscheinlich ein „Mickey-Mouse-Thema“. (Abg. Neudeck: Mini-Mouse!) Sogar Herr Abgeordneter Neudeck stimmt mir in diesem Fall zu. (Abg. Neudeck: Sie hören nicht zu!)
Abg. Neudeck: Aber nicht heute!
Frau Ministerin, Sie selbst haben schon im Ausschuss bei der Diskussion über das Budget darauf hingewiesen, dass die Situation in den Strafvollzugsanstalten dramatisch ist und dass es da einiges zu tun gilt. Dass da Eisenbahner jetzt hinzugezogen werden sollen, das ist ein Vorschlag, mit dem ich nicht ganz glücklich bin, aber es wird etwas geschehen müssen, dass die Haftanstalten nicht aus den Nähten platzen. Die Personalsituation, die zurzeit in den österreichischen Gefängnissen herrscht, ist nicht mehr zu verantworten. – Kollege Pendl wird sich dazu noch näher äußern. (Abg. Neudeck: Aber nicht heute!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck – in Richtung der Abg. Mag. Wurm –: Das war ein Hinweis auf den 1. April! Heute ist der 1. April! – Abg. Mag. Wurm – darauf replizierend –: Das ist Galgenhumor!
Wir von der SPÖ werden und können es besser machen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck – in Richtung der Abg. Mag. Wurm –: Das war ein Hinweis auf den 1. April! Heute ist der 1. April! – Abg. Mag. Wurm – darauf replizierend –: Das ist Galgenhumor!)
Abg. Mag. Wurm: Es gibt so viel Kriminalität wie noch nie!
Was meine ich damit? – Wir haben gehört, es gab für das Jahr 2005 um 11 Prozent mehr als im Jahr 2004. Man hätte es natürlich auch anders machen können, um Ihrem Wunsch gerecht zu werden: Man hätte diese 11 Prozent auf zwei Jahre aufteilen können. (Abg. Mag. Wurm: Es gibt so viel Kriminalität wie noch nie!)
Abg. Mag. Wurm: 30 Prozent mehr Kriminalität seit 1999!
Meine Damen und Herren! Wir haben im Herbst letzten Jahres beim Budget für das Jahr 2005 100 neue Richterplanstellen im Justizbereich beschlossen. Man hätte das auch auf zwei Jahre aufteilen können. Dann könnten Sie sagen: Ja, es ist jedes Jahr ein bisschen mehr geworden! (Abg. Mag. Wurm: 30 Prozent mehr Kriminalität seit 1999!)
Beifall bei der ÖVP.
Zusammenfassend darf ich das so sagen: Durch den effizienteren Einsatz der vorhandenen Mittel sollen die Dienste für die Kunden der Justiz verbessert werden. Da soll man, glaube ich, nicht immer nur nach mehr Geld rufen, sondern sich wirklich bemühen, solche Lösungen zu finden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin zuversichtlich, dass mit diesem Budget auch das Jahr 2006 sehr gut bewältigt werden kann, wenn von allen Kräften die Bereitschaft dazu da ist, neuen Lösungen eine Chance zu geben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Sie alle haben ja gelesen, dass in letzter Zeit bei den Mieten ein eklatanter Preisanstieg – im Durchschnitt um 8 Prozent – zu vermerken ist. Da müssen wir gegensteuern, und zwar auch im Justizressort, was das einzelne Mietrecht anlangt, und ein Beispiel habe ich Ihnen ja genannt. Sicherlich ist es auch eine Frage des Volumens und eine Frage des Marktes und eine Frage der Wohnbauförderung, aber da sind Sie, Frau Ministerin, ja nicht zuständig. Sie sind für die rein rechtlichen Seiten zuständig, und auch da ließe sich etwas machen, was uns im Budget nichts kostet, was aber den Leuten vor Ort konkret etwas bringen würde. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Kollege Maier ist zwar jetzt etwas ermattet, ich verstehe es ja, denn er setzt sich immer sehr für den KonsumentInnenschutz ein, aber auch ich versuche, das einigermaßen voranzutreiben. Auch diesbezüglich gibt es, Frau Ministerin, zahlreiche Vorschläge von Seiten der Opposition, wie man kostensparend für die Republik das Leben des Einzelnen verbessern kann. Das wäre, wenn Sie das in Angriff nehmen würden, auch eine ambitionierte Justizpolitik. – Frau Ministerin, wie immer ein Wunschzettel meinerseits. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé notiert sich gerade etwas.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr gelangt Frau Abgeordnete Dr. Partik-Pablé ans Rednerpult. Sie beansprucht 6 Minuten Redezeit. (Abg. Dr. Partik-Pablé notiert sich gerade etwas.) – Frau Kollegin Partik-Pablé, Sie sind dran! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Entschuldigung! Ich habe nicht aufgepasst!) Hat das geheißen, Sie brauchen nur 3 Minuten? (Abg. Dr. Partik-Pablé – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich glaube, ich komme mit 3 Minuten aus!) Gut, ich stelle die Uhr auf 3 Minuten. – Bitte.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Entschuldigung! Ich habe nicht aufgepasst!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr gelangt Frau Abgeordnete Dr. Partik-Pablé ans Rednerpult. Sie beansprucht 6 Minuten Redezeit. (Abg. Dr. Partik-Pablé notiert sich gerade etwas.) – Frau Kollegin Partik-Pablé, Sie sind dran! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Entschuldigung! Ich habe nicht aufgepasst!) Hat das geheißen, Sie brauchen nur 3 Minuten? (Abg. Dr. Partik-Pablé – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich glaube, ich komme mit 3 Minuten aus!) Gut, ich stelle die Uhr auf 3 Minuten. – Bitte.
Abg. Dr. Partik-Pablé – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich glaube, ich komme mit 3 Minuten aus!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr gelangt Frau Abgeordnete Dr. Partik-Pablé ans Rednerpult. Sie beansprucht 6 Minuten Redezeit. (Abg. Dr. Partik-Pablé notiert sich gerade etwas.) – Frau Kollegin Partik-Pablé, Sie sind dran! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Entschuldigung! Ich habe nicht aufgepasst!) Hat das geheißen, Sie brauchen nur 3 Minuten? (Abg. Dr. Partik-Pablé – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich glaube, ich komme mit 3 Minuten aus!) Gut, ich stelle die Uhr auf 3 Minuten. – Bitte.
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche)|: Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Frau Minister, Sie sehen, man wird da irrsinnig unter Druck gesetzt, was die Redezeit anlangt. – Ich möchte zugeben, dass Sie in einer wirklich sehr, sehr schwierigen Situation sind, denn es gibt in Österreich – das ist schon angeschnitten worden – 9 000 Häftlinge oder sogar noch mehr. Ich finde es zwar gut, dass Sie, Frau Minister, darüber klagen, aber ich finde es noch besser, dass Sie nicht aufgeben, zu kämpfen und diese Situation zu meistern. Sie haben ja schon zumindest einen Teilerfolg erreichen können, nämlich insofern, als Sie 100 Planposten für Aspiranten dazubekommen haben, und dass wird sicher diese Situation entschärfen – das wird auch den Kollegen Pendl freuen –, weil nämlich damit einigermaßen sichergestellt ist, dass wenigstens der organisatorische Betrieb aufrecht erhalten wird. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Sind die 3 Minuten schon aus?
Abg. Mag. Wurm: Diese Verbrecher erwischen Sie ja nicht!
Was die so genannte Resozialisierung anlangt, muss ich sagen: Ich glaube, dass wir es heute zu einem ganz, ganz großen Teil wirklich mit Profiverbrechern zu tun haben, also mit Leuten, die nicht resozialisiert werden können, weil sie ganz einfach das Verbrechertum zu ihrem „Beruf“ erkoren haben. (Abg. Mag. Wurm: Diese Verbrecher erwischen Sie ja nicht!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: Die kriegt man nicht!
Frau Abgeordnete Wurm, ich sehe nicht ein, warum wir jenen Leuten, die alte Frauen überfallen, wenn sie auf die Bank gehen, oder denjenigen, die Bankomaten durch Explosionen in die Luft sprengen und damit auch andere Leute gefährden, nur in irgendeiner Weise entgegenkommen sollten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: Die kriegt man nicht!)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Solche Leute gehören aus der Gesellschaft entfernt, und zwar so lange, wie ein unabhängiges Gericht dies festgesetzt hat. Die gehören nicht bedingt entlassen, da braucht man keine Bestrebungen zu machen, sie zu resozialisieren, weil das eben nicht möglich ist! (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich schließe mich der Opposition an, die gesagt hat, der Konsumentenschutz ist ein wichtiges Thema; dieser Meinung schließe ich mich an. Da müssen wir dringend etwas tun. – Ich habe meine Redezeit überschritten. Ich schließe jetzt nach vier Minuten meine Ausführungen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Freiheitlichen.
Hohes Haus! Es gibt in der Europäischen Union die Initiative für einen Rahmenbeschluss, dass es zu einer Vorratsspeicherung von Verkehrsdaten kommt. Das ist datenschutzrechtlich absolut bedenklich! Daher bin ich froh darüber, dass die österreichischen Bundesministerien dem Vorschlag des Datenschutzrates gefolgt sind und eine ganz klare Position ausgearbeitet haben, nämlich, dass einer Datenverarbeitung nur dann zugestimmt wird, wenn es entsprechende Schutzmaßnahmen für die Wahrung der Grundrechte der Bürger gibt. Herzlichen Dank für diese Vorgangsweise! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Diese Vorgangsweise ist nicht zu akzeptieren, und wir ersuchen Sie, Frau Bundesministerin, um Ihre Unterstützung! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr spricht Frau Abgeordnete Dr. Baumgartner-Gabitzer. Redezeit 2 bis 3 Minuten. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich glaube, dass es sich hierbei um eine gute Möglichkeit handelt, da es ein neues und flexibles Modell ist, das meiner Überzeugung nach auch sehr angenommen werden wird. Das Justizministerium – und da möchte ich mich bei allen Bediensteten des Justizministeriums gleich für ihre gute Arbeit bedanken – wird es nahtlos schaffen, diese Bediensteten in den Betrieb zu übernehmen und reibungslos einzugliedern. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Der dritte Bereich betrifft das Thema Unterhalt. – Wir wissen aus dem Sozialbericht, dass allein erziehende Frauen sehr armutsgefährdet sind. Diesbezüglich könnte man im Unterhaltsvorschussgesetz, das man in ein Unterhaltssicherungsgesetz umwandeln müsste, vieles für die betroffenen Gruppen tun. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Hofmann – auf dem Weg zum Rednerpult –: 3 Minuten!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Hofmann. Wie viele Minuten? (Abg. Dipl.-Ing. Hofmann – auf dem Weg zum Rednerpult –: 3 Minuten!) – 2 Minuten. (Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Bitte drei!)
Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Bitte drei!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Hofmann. Wie viele Minuten? (Abg. Dipl.-Ing. Hofmann – auf dem Weg zum Rednerpult –: 3 Minuten!) – 2 Minuten. (Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Bitte drei!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Erwähnt wurde bereits der Kinderanwalt; den zu installieren ist sehr begrüßenswert, wir unterstützen das natürlich. – Ich bedanke mich. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Der Redner macht eine Pause. – Abg. Stadlbauer: Die zwei Minuten sind schon aus! – Abg. Bucher: Komm, Christian, sprich zu uns!
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Werte Kollegenschaft! (Der Redner macht eine Pause. – Abg. Stadlbauer: Die zwei Minuten sind schon aus! – Abg. Bucher: Komm, Christian, sprich zu uns!)
Heiterkeit. – Ruf: Er hat noch nie angefangen!
Präsident Dr. Andreas Khol: Ist Ihre Wortmeldung schon beendet, Herr Kollege? (Heiterkeit. – Ruf: Er hat noch nie angefangen!) Sie sind am Wort, Herr Kollege!
Abg. Scheibner: Jetzt haben wir schon geglaubt ...!
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (fortsetzend): Alle, die gehofft haben, es wäre Sprachlosigkeit, muss ich enttäuschen, auch alle, die meinen, ich würde den Nobelpreisträger Heinrich Böll aus seiner Kurzgeschichte „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ zitieren, muss ich enttäuschen, obwohl Murks gut zu diesem Budget passen würde. (Abg. Scheibner: Jetzt haben wir schon geglaubt ...!) Ich habe mich lediglich bemüht, in der nötigen Kürze, gleichzeitig aber mit der notwendigen Ausführlichkeit ... (Abg. Dr. Fekter: Ein schlechter Scherz! – Abg. Dr. Stummvoll: Ein „substantieller“ Beitrag!) ... mit der notwendigen Ausführlichkeit die unsägliche Arbeit dieser schwarz-blauen Koalition zu beschreiben. Und das kann man am besten durch Stillstand. Mehr haben Sie leider nicht zu bieten – und mehr kann auch ich nicht dazu bieten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Sie müssen aufpassen, dass Sie nicht umfallen in Kärnten!)
Abg. Dr. Fekter: Ein schlechter Scherz! – Abg. Dr. Stummvoll: Ein „substantieller“ Beitrag!
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (fortsetzend): Alle, die gehofft haben, es wäre Sprachlosigkeit, muss ich enttäuschen, auch alle, die meinen, ich würde den Nobelpreisträger Heinrich Böll aus seiner Kurzgeschichte „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ zitieren, muss ich enttäuschen, obwohl Murks gut zu diesem Budget passen würde. (Abg. Scheibner: Jetzt haben wir schon geglaubt ...!) Ich habe mich lediglich bemüht, in der nötigen Kürze, gleichzeitig aber mit der notwendigen Ausführlichkeit ... (Abg. Dr. Fekter: Ein schlechter Scherz! – Abg. Dr. Stummvoll: Ein „substantieller“ Beitrag!) ... mit der notwendigen Ausführlichkeit die unsägliche Arbeit dieser schwarz-blauen Koalition zu beschreiben. Und das kann man am besten durch Stillstand. Mehr haben Sie leider nicht zu bieten – und mehr kann auch ich nicht dazu bieten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Sie müssen aufpassen, dass Sie nicht umfallen in Kärnten!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Sie müssen aufpassen, dass Sie nicht umfallen in Kärnten!
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (fortsetzend): Alle, die gehofft haben, es wäre Sprachlosigkeit, muss ich enttäuschen, auch alle, die meinen, ich würde den Nobelpreisträger Heinrich Böll aus seiner Kurzgeschichte „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ zitieren, muss ich enttäuschen, obwohl Murks gut zu diesem Budget passen würde. (Abg. Scheibner: Jetzt haben wir schon geglaubt ...!) Ich habe mich lediglich bemüht, in der nötigen Kürze, gleichzeitig aber mit der notwendigen Ausführlichkeit ... (Abg. Dr. Fekter: Ein schlechter Scherz! – Abg. Dr. Stummvoll: Ein „substantieller“ Beitrag!) ... mit der notwendigen Ausführlichkeit die unsägliche Arbeit dieser schwarz-blauen Koalition zu beschreiben. Und das kann man am besten durch Stillstand. Mehr haben Sie leider nicht zu bieten – und mehr kann auch ich nicht dazu bieten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Sie müssen aufpassen, dass Sie nicht umfallen in Kärnten!)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Ich könnte natürlich auch der FPÖ in ihrem leuchtenden Beispiel folgen: Mit dieser Ausstattung könnte ich mich herlegen und versuchen, im Liegen umzufallen. Aber mein Bedürfnis nach Selbsterniedrigung hat eine gewisse Untergrenze, und Sie verzeihen, dass ich diese Übung Ihnen überlasse. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – im Gang zwischen den Sitzplätzen stehend –: Christian, Christian, steh ...!
Ich möchte aber meinen Versuch, eine Mindesthöhe ... (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – im Gang zwischen den Sitzplätzen stehend –: Christian, Christian, steh ...!)
Allgemeine Heiterkeit.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Scheuch, ich will Sie nicht verscheuchen, aber bitte: Stehende Zwischenrufe gibt es nicht! (Allgemeine Heiterkeit.)
Heiterkeit, Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Zum Schluss möchte ich noch meiner Dankbarkeit dafür Ausdruck verleihen, dass Kollege Miedl nach mir spricht. Da erspare ich mir, auf seine unqualifizierten Argumente einzugehen. (Heiterkeit, Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP
Bundesministerin für Justiz Mag. Karin Miklautsch: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren des Hohen Hauses! Ich werde mich bemühen, das auf eine ein bisschen sachlichere Ebene zu bringen (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP), denn das Justizministerium und das Justizbudget, das wir hier heute behandeln, sind für mich sehr, sehr wichtige und vor allem ernst zu nehmende Themen. Darum möchte ich Sie wirklich bitten.
Abg. Eder: 10 Prozent Mieterhöhung letztes Jahr! Das habt ihr zusammengebracht!
Ich möchte auch noch auf die Bereiche Mietrechtsgesetz und Wohnungseigentumsgesetz eingehen. Sie können sicher sein, dass das in den nächsten Wochen dem Ministerrat und in weiterer Folge dem Nationalrat zugemittelt werden wird. Wir hoffen, dass wir dem Justizausschuss am 1. Juni eine Vorlage bringen können. (Abg. Eder: 10 Prozent Mieterhöhung letztes Jahr! Das habt ihr zusammengebracht!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Für uns ist es wichtig, Doppelgleisigkeiten zu vermeiden. Die Frauenhelpline passt sicherlich nicht ins Ressort, da wir schon eine eigene Hotline haben. (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Nein! Es gibt im Bereich des Opferschutzes Möglichkeiten der Kooperation, das ist aber wieder eine andere Schiene. Man muss schauen, wie man das vernetzen kann.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es gäbe noch einiges zu berichten. Im Hinblick auf die vorgeschrittene Zeit und darauf, dass noch vier Redner auf der Liste stehen – außerdem hatten Sie heute ja einen langen Budgettag –, möchte ich mich für Ihre Aufmerksamkeit bedanken. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie der Abgeordneten Dr. Puswald, Dr. Jarolim und Dr. Matznetter.
Abgeordneter Werner Miedl (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lieber selbstverliebter Kollege Puswald: Es bellten die Hunde, die Karawane zieht weiter. Zu einem muss man der FPÖ in Kärnten wirklich gratulieren: dass sie der SPÖ den Vorzug gelassen hat, den Kollegen Puswald bei sich aufzunehmen. Dazu recht herzliche Gratulation! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie der Abgeordneten Dr. Puswald, Dr. Jarolim und Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Jarolim: Wir danken dem Herrn Puswald für seine Wortmeldung!
Frau Bundesminister, ich danke Ihnen für die sehr sympathische Art Ihres Vortrages. Sie haben das heute sehr gut gemacht. (Abg. Dr. Jarolim: Wir danken dem Herrn Puswald für seine Wortmeldung!) – Was hat denn Kollege Puswald überhaupt gesagt? (Abg. Dr. Puswald: Dass Ihnen das zu hoch war, glaube ich Ihnen aufs Wort!) Außer dass er sich selbst in Szene gesetzt hat, habe ich überhaupt nichts mitgekriegt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: Dass Ihnen das zu hoch war, glaube ich Ihnen aufs Wort!
Frau Bundesminister, ich danke Ihnen für die sehr sympathische Art Ihres Vortrages. Sie haben das heute sehr gut gemacht. (Abg. Dr. Jarolim: Wir danken dem Herrn Puswald für seine Wortmeldung!) – Was hat denn Kollege Puswald überhaupt gesagt? (Abg. Dr. Puswald: Dass Ihnen das zu hoch war, glaube ich Ihnen aufs Wort!) Außer dass er sich selbst in Szene gesetzt hat, habe ich überhaupt nichts mitgekriegt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Frau Bundesminister, ich danke Ihnen für die sehr sympathische Art Ihres Vortrages. Sie haben das heute sehr gut gemacht. (Abg. Dr. Jarolim: Wir danken dem Herrn Puswald für seine Wortmeldung!) – Was hat denn Kollege Puswald überhaupt gesagt? (Abg. Dr. Puswald: Dass Ihnen das zu hoch war, glaube ich Ihnen aufs Wort!) Außer dass er sich selbst in Szene gesetzt hat, habe ich überhaupt nichts mitgekriegt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Und damit lassen wir das! Puswald ist es nicht wert, weiter darüber zu reden. Ich denke, da sind wir uns einig. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Wittmann: Aber Puswalds Bemerkungen waren intelligenter als Ihre!
Frau Bundesminister, ich wollte Ihnen folgende Idee vortragen. Angesichts der wirklich hohen Qualität im gesamten Strafvollzug in Österreich ... (Abg. Dr. Wittmann: Aber Puswalds Bemerkungen waren intelligenter als Ihre!) – Gescheiter sind meine als Ihre, Herr Kollege! Da sind wir uns auch einig! – Es gibt eine relativ hohe Qualität, und wir sind uns auch darüber einig, dass diese Qualität durch das Personal bedingt ist. (Abg.
Abg. Dr. Jarolim: Verstehen Sie jetzt, was Puswald meint?
Frau Minister, ich habe von einem Versuch in Ohio in den Vereinigten Staaten gehört. Dort arbeitet man im Strafvollzug mit Tieren, und zwar genau mit Hunden. Strafvollzugsbeamte führen gemeinsam mit Häftlingen die Ausbildung von Blindenhunden durch. (Abg. Dr. Jarolim: Verstehen Sie jetzt, was Puswald meint?) Dieses Projekt war überaus erfolgreich, es sind bereits mehr als 500 Hunde ausgebildet worden.
ironische Heiterkeit bei der SPÖ
Für Österreich hätte das folgende Bedeutung, Frau Justizministerin: Wir haben in Österreich einen irrsinnigen Engpass bei den Blindenhunden. Sie sind auch sehr teuer. Man könnte diese Blindenhunde in einer viel dichteren Anzahl auch in den Haftanstalten ausbilden lassen (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), womit man – so ein Blindenhund kostet immerhin 21 000 €, das sind rund 300 000 Schilling! – eine doppelte Wirkung erzielen könnte, Frau Justizminister. (Anhaltende ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) – Sie lachen!? Ja, schön!
Anhaltende ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Für Österreich hätte das folgende Bedeutung, Frau Justizministerin: Wir haben in Österreich einen irrsinnigen Engpass bei den Blindenhunden. Sie sind auch sehr teuer. Man könnte diese Blindenhunde in einer viel dichteren Anzahl auch in den Haftanstalten ausbilden lassen (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), womit man – so ein Blindenhund kostet immerhin 21 000 €, das sind rund 300 000 Schilling! – eine doppelte Wirkung erzielen könnte, Frau Justizminister. (Anhaltende ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) – Sie lachen!? Ja, schön!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Man könnte eine doppelte Wirkung erreichen: Zum einen hat sich für den betreffenden Häftling die Arbeit mit Tieren als sehr positiv herausgestellt. Das ist etwas sehr Positives. Zum anderen könnten wir auch erreichen, dass man den behinderten Menschen rascher und kostengünstiger zu einem Blindenhund verhilft. Ich habe Unterlagen über diesen in Ohio durchgeführten Versuch. Ich würde Ihnen diese gerne zukommen lassen. In der Schweiz und in Deutschland probiert man das auch schon, und ich denke, es wäre durchaus lohnend, einen solchen Versuch auch in Österreichs Justizanstalten durchzuführen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Wenn man einen Blick in die Erläuterungen wirft, erhält man dort auch die entsprechenden Antworten. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Bei den Änderungen zur Rügepflicht steht nämlich, dass sich diese Regelung in der Praxis als echte Vermieterfalle erwiesen hat, und angesichts einer so eindeutigen Schlagseite zu Gunsten der Hausherren stellt die Ausweitung bei der Erhaltungspflicht des Vermieters nur einen Tropfen auf den heißen Stein dar.
Abg. Neudeck: Das ist wohl ein Blödsinn!
verantwortlich sind, ebenso die Maklerprovision, die in keinem anderen Land so hoch ist wie in Österreich. (Abg. Neudeck: Das ist wohl ein Blödsinn!)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Darauf muss ich Ihnen etwas sagen, weil nämlich immer aus einer bestimmten Ecke von Ihnen Zwischenrufe kommen: Zur Mietrechtsnovelle gibt es eine Stellungnahme des Obersten Gerichtshofes, in welcher steht: Es sollte nicht jeder Zuruf eines Fachschriftstellers oder eines Lobbyisten schon Anlass zu einer Gesetzesänderung sein. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zu all diesen drei Themenbereichen haben wir – hat meine Fraktion – Entschließungsanträge eingebracht, und Sie sind herzlich dazu eingeladen, dem zuzustimmen; die MieterInnen werden es Ihnen danken! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Selbständige!
Präsident Dr. Andreas Khol: Frau Kollegin, darf ich Sie fragen: Sind das Selbständige oder Unselbständige Anträge? (Ruf bei der SPÖ: Selbständige!) – Es sind dies Selbständige Anträge, danke.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Anna Franz (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Geschätzte Damen und Herren! Ich möchte mich mit dem Thema Opferschutz befassen, sofern das noch jemanden interessiert. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Opfer sind auch Kinder, deshalb ist es doppelt begrüßenswert, dass auch ein Kinderanwalt geschaffen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Pendl –: Bravo, Otto!
Präsident Dr. Andreas Khol: Letzter Redner ist Herr Abgeordneter Pendl. 3 Minuten Redezeit. – Herr Kollege, Sie sind am Wort. (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Pendl –: Bravo, Otto!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte daher hier gleich zu Beginn meinen Dank und den Dank unserer Fraktion an die hohe Beamtenschaft des Justizministeriums, aber natürlich auch an alle Bediensteten und vor allem an meine Kolleginnen und Kollegen bei der Justizwache zum Ausdruck bringen. Meine Damen und Herren! Ich weiß schon, dass vieles wichtig ist, liebe Kolleginnen und Kollegen, aber unsere Freunde leisten einen wichtigen Dienst für die österreichische Bevölkerung, und wir sollten ihnen dabei helfen. Dazu lade ich Sie sehr herzlich ein! (Beifall bei der SPÖ.)
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Frau Minister, unsere Unterstützung in dieser Frage haben Sie. – Vielleicht helfen die Regierungsfraktionen auch mit! (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)