Eckdaten:
Für die 103. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 880 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Anton Heinzl
Petition betreffend „Gegen die Verschiebung des Umbaues des Hauptbahnhofes St. Pölten und des Weiterbaues der Güterzugumfahrung St. Pölten“ (Ordnungsnummer 59) (überreicht vom Abgeordneten Anton Heinzl)
überreicht vom Abgeordneten Anton Heinzl
Petition betreffend „Gegen die Umwandlung des Landesgerichtes St. Pölten in ein Regionalgericht“ (Ordnungsnummer 60) (überreicht vom Abgeordneten Anton Heinzl)
Abg. Scheibner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dipl.-Ing. Kummerer –: 3 Minuten als Erstredner?
Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Kummerer. Seine Wunschredezeit beträgt 3 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Scheibner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dipl.-Ing. Kummerer –: 3 Minuten als Erstredner?)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Werner Kummerer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Herzlich willkommen an diesem Tag 2 der Koalition-neu, der Koalition schwarz-blau-orange. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Jakob Auer: Denk an Kärnten!
Wir werden uns heute so wie gestern mit dem Budget beschäftigen (Abg. Jakob Auer: Denk an Kärnten!) und uns fragen: Macht es Sinn, ist dieses Budget tatsächlich eine Grundlage der Arbeit dieses Kasperltheaters, wie es gestern schon mehrmals bezeichnet wurde, oder ist es nicht reine Makulatur? – Meine Damen und Herren! Schauen wir es uns eben auf den Verdacht hin, den Sie uns angedroht haben, einmal an, insbesondere das Budget für den Bereich Landwirtschaft. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Wir werden uns heute so wie gestern mit dem Budget beschäftigen (Abg. Jakob Auer: Denk an Kärnten!) und uns fragen: Macht es Sinn, ist dieses Budget tatsächlich eine Grundlage der Arbeit dieses Kasperltheaters, wie es gestern schon mehrmals bezeichnet wurde, oder ist es nicht reine Makulatur? – Meine Damen und Herren! Schauen wir es uns eben auf den Verdacht hin, den Sie uns angedroht haben, einmal an, insbesondere das Budget für den Bereich Landwirtschaft. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe Sie gefragt, Herr Bundesminister, wie Sie in Zukunft mit dem Wasserrechtsgesetz, mit der Grundwassersanierung umgehen wollen. – Diese meine Frage haben Sie nicht beantwortet. Ich habe Sie gefragt, wie Ihr Standpunkt zur Gülleaufbringung in Salzburg ist. – Auch diese Frage haben Sie nicht beantwortet. Das Parlament sollte aber schon ein Ort des Austausches der Gedanken in Rede und Gegenrede sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wieder einmal – um nicht zu sagen: wie immer – zählt die Landwirtschaft zu den Gewinnern dieses Budgets. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Das könnte durchaus positiv sein, wenn es nicht nur einige wenige Auserwählte wären, die zu diesen Gewinnern zählen, die höher beglückt werden. Die Kleinbauern, die Nebenerwerbsbauern, die zählen wie der Großteil der österreichischen Bevölkerung zu den Verlierern Ihrer Politik! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Kleinbauern, liebe Freunde, merken das. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wieder einmal – um nicht zu sagen: wie immer – zählt die Landwirtschaft zu den Gewinnern dieses Budgets. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Das könnte durchaus positiv sein, wenn es nicht nur einige wenige Auserwählte wären, die zu diesen Gewinnern zählen, die höher beglückt werden. Die Kleinbauern, die Nebenerwerbsbauern, die zählen wie der Großteil der österreichischen Bevölkerung zu den Verlierern Ihrer Politik! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Kleinbauern, liebe Freunde, merken das. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wieder einmal – um nicht zu sagen: wie immer – zählt die Landwirtschaft zu den Gewinnern dieses Budgets. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Das könnte durchaus positiv sein, wenn es nicht nur einige wenige Auserwählte wären, die zu diesen Gewinnern zählen, die höher beglückt werden. Die Kleinbauern, die Nebenerwerbsbauern, die zählen wie der Großteil der österreichischen Bevölkerung zu den Verlierern Ihrer Politik! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Kleinbauern, liebe Freunde, merken das. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Perfekt!
Der Unmut über die Enteignung, die Sie mit der Agrarreform durchgeführt haben, ist groß. Zur Erinnerung: Die Flächenprämie bleibt beim Bewirtschafter (Abg. Grillitsch: Perfekt!) – der Eigentümer wurde enteignet. Zugepachtet haben üblicherweise die Großen: Die Großen gewinnen, die Kleinen verlieren!
Abg. Grillitsch: In Niederösterreich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber ihr bekommt schön langsam die Rechnung dafür präsentiert. Ihr habt – noch nicht in Prozenten, noch nicht! – bei den Wahlen zur Landwirtschaftskammer gesehen, wie einzelne Gemeinden gewählt haben. (Abg. Grillitsch: In Niederösterreich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Freund: Er hat gewonnen!
Kollege Schultes! Du hast Poysdorf groß angesprochen. (Abg. Freund: Er hat gewonnen!) Poysdorf hat ein Minus von 806 Stimmen auf 615 Stimmen, satte 25 Prozent weniger für den Bauernbund (Zwischenruf des Abg. Freund) allein in Poysdorf. Das ist die Rechnung, die euch zusteht. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Freund
Kollege Schultes! Du hast Poysdorf groß angesprochen. (Abg. Freund: Er hat gewonnen!) Poysdorf hat ein Minus von 806 Stimmen auf 615 Stimmen, satte 25 Prozent weniger für den Bauernbund (Zwischenruf des Abg. Freund) allein in Poysdorf. Das ist die Rechnung, die euch zusteht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Schultes! Du hast Poysdorf groß angesprochen. (Abg. Freund: Er hat gewonnen!) Poysdorf hat ein Minus von 806 Stimmen auf 615 Stimmen, satte 25 Prozent weniger für den Bauernbund (Zwischenruf des Abg. Freund) allein in Poysdorf. Das ist die Rechnung, die euch zusteht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Dieser Politik: Alles für die Großen, nichts für die Kleinen! und somit auch diesem Budget werden wir nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Verehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Ich hoffe, dass Sie in der Früh gut gefrühstückt haben und wissen, woher die gute Qualität der österreichischen Lebensmittel kommt, nämlich von unseren bäuerlichen Familien. Dafür möchte ich mich recht herzlich bedanken. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Ich bedanke mich dafür, dass sie uns diese Qualität und diesen Geschmack jeden Tag ins Haus liefern. Und diesen guten Geschmack lassen wir uns nicht einmal beispielsweise durch die Rede des Kollegen Kummerer zum Thema Landwirtschaft verderben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Herr Kollege Kummerer, ich bin stolz darauf, hier im Parlament eine Berufsgruppe vertreten zu dürfen, die eine der flexibelsten Berufsgruppen in diesem Staate ist, nämlich die Bauern. Wir wissen, dass die Bauern in den letzten Jahrzehnten sehr viel mitgestalten, sehr viel verändern mussten, und das verdient Respekt und Anerkennung. Aber zum Beispiel durch die Verhinderer werden sie und wird das ständig ins Eck gestellt. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Wer die Verhinderer in diesem Lande sind, wissen wir seit spätestens gestern: Sie sind die Verhinderer, weil Sie nicht in der Lage sind, politische Veränderungen mitzutragen, mitzugestalten. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Sie stellen sich ins Eck, raunzen und jammern und machen Österreich schlecht. Etwas anderes ist Ihnen in den letzten zwei Jahren hier nicht eingefallen, meine lieben Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Wer die Verhinderer in diesem Lande sind, wissen wir seit spätestens gestern: Sie sind die Verhinderer, weil Sie nicht in der Lage sind, politische Veränderungen mitzutragen, mitzugestalten. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Sie stellen sich ins Eck, raunzen und jammern und machen Österreich schlecht. Etwas anderes ist Ihnen in den letzten zwei Jahren hier nicht eingefallen, meine lieben Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben analysiert, wir haben Verantwortung wahrgenommen, und das Ergebnis dieser GAP-Reform lässt sich sehen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen
Sehr geehrter Herr Minister, ich möchte mich bei dir wirklich sehr herzlich bedanken, denn es ist ein großer österreichischer Erfolg (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen), dass wir beispielsweise keine Kürzung der Marktordnungsprämien in der Höhe von 20 Prozent vornehmen mussten, die Sie begrüßt haben, sondern nur 3 bis 5 Prozent in den nächsten Jahren, dass wir eine um 50 000 Stück höhere Mutterkuhquote in Österreich haben und dass wir vor allem für unsere Milchbetriebe die Milchquote bis zum Milchwirtschaftsjahr 2014/15 sichern konnten. Dafür möchte ich mich wirklich recht herzlich bedanken. (Abg. Gradwohl: Danke!)
Abg. Gradwohl: Danke!
Sehr geehrter Herr Minister, ich möchte mich bei dir wirklich sehr herzlich bedanken, denn es ist ein großer österreichischer Erfolg (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen), dass wir beispielsweise keine Kürzung der Marktordnungsprämien in der Höhe von 20 Prozent vornehmen mussten, die Sie begrüßt haben, sondern nur 3 bis 5 Prozent in den nächsten Jahren, dass wir eine um 50 000 Stück höhere Mutterkuhquote in Österreich haben und dass wir vor allem für unsere Milchbetriebe die Milchquote bis zum Milchwirtschaftsjahr 2014/15 sichern konnten. Dafür möchte ich mich wirklich recht herzlich bedanken. (Abg. Gradwohl: Danke!)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Meine Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir haben auch vor großen Veränderungen in der Zukunft keine Angst und werden mittragen, mitgestalten und mitverändern, ob das WTO-Verhandlungen sind, ob das ... (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.) – Ihr verhindert, nicht wir! (Beifall bei der ÖVP.) Die Verhinderer sitzen hier in diesem Haus auf der linken Seite und nicht in der Mitte und auf der rechten Seite, Herr Kollege Kummerer, damit das auch einmal klar festgestellt ist! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir haben auch vor großen Veränderungen in der Zukunft keine Angst und werden mittragen, mitgestalten und mitverändern, ob das WTO-Verhandlungen sind, ob das ... (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.) – Ihr verhindert, nicht wir! (Beifall bei der ÖVP.) Die Verhinderer sitzen hier in diesem Haus auf der linken Seite und nicht in der Mitte und auf der rechten Seite, Herr Kollege Kummerer, damit das auch einmal klar festgestellt ist! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir haben auch vor großen Veränderungen in der Zukunft keine Angst und werden mittragen, mitgestalten und mitverändern, ob das WTO-Verhandlungen sind, ob das ... (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.) – Ihr verhindert, nicht wir! (Beifall bei der ÖVP.) Die Verhinderer sitzen hier in diesem Haus auf der linken Seite und nicht in der Mitte und auf der rechten Seite, Herr Kollege Kummerer, damit das auch einmal klar festgestellt ist! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Wir tragen mit. Wir haben uns nicht einmal bei der Harmonisierung der Pensionssysteme hinten angestellt, sondern haben trotz der schwierigen bäuerlichen Sicht gesagt: Ja, auch diesen Schritt tragen wir mit! Wir gestalten die Gesundheitsreform mit, wir gestalten entsprechende Wachstumspakete mit Schwerpunkten mit, beispielsweise für den Ausbau der Biomasse in Österreich oder die Breitbandtechnologie gerade für den ländlichen Raum, den Sie nun nach Jahrzehnten in Österreich auch entdeckt haben. Sie haben immer gesagt: Weg mit den Geldern aus dem ländlichen Raum, hinein in die Stadt, in die Ballungszentren, um dort Arbeitsplätze zu sichern! All das ist nachweisbar. Aber wir haben auch für den ländlichen Raum immer die Kompetenz wahrgenommen. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Abg. Marizzi: Weil Sie Angst gehabt haben!
Daher bin ich sehr froh darüber, dass wir die Budgets – und das haben Sie in Ihren Regierungsperioden nie zusammengebracht – über zwei Jahre sichern können: 2005, 2006. Wir beschließen jetzt bereits das Budget für 2006 (Abg. Marizzi: Weil Sie Angst gehabt haben!), damit wir unseren bäuerlichen Betrieben auch für die Zukunft Sicherheit und Planbarkeit geben können, damit wir das 3-Milliarden-Paket sichern können, auch in der Kofinanzierung, und damit wir den Bauern entsprechende Ausgleichszulagen für sinkende Preise, die wir erleben mussten, geben können.
Abg. Mag. Gaßner: Wer sagt denn das?
Dazu sage ich auch ganz offen: Wir stehen da, gerade was die ländliche Entwicklung betrifft, Herr Bundesminister, vor großen Herausforderungen, um den Anteil Österreichs von 10 Prozent bei 2 Prozent der Bauern halten zu können – und das ist eine schwierige Aufgabe –, damit wir auch wieder ein Umweltprogramm, eine Ausgleichszulage für die Bergbauern und entsprechende Investitionsförderungen zur Verfügung stellen können, denn in Summe arbeiten heute im Bereich dieses Lebensmittelclusters rund 600 000 Menschen in Österreich. Sehen Sie das daher nicht nur als Subventionen oder als Almosen, wie Sie immer sagen, für die Bauern (Abg. Mag. Gaßner: Wer sagt denn das?), sondern sehen Sie das auch als beschäftigungspolitischen Turbo, der
Abg. Mag. Gaßner: Aufpassen!
hier für die Bauern zur Verfügung gestellt wird, meine Damen und Herren. (Abg. Mag. Gaßner: Aufpassen!) – Ihr sagt das ständig, ja, ihr. (Abg. Mag. Gaßner: Eh „ihr“!)
Abg. Mag. Gaßner: Eh „ihr“!
hier für die Bauern zur Verfügung gestellt wird, meine Damen und Herren. (Abg. Mag. Gaßner: Aufpassen!) – Ihr sagt das ständig, ja, ihr. (Abg. Mag. Gaßner: Eh „ihr“!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Kollege Moser hat in der letzten Sitzung des Hauptausschusses gesagt, dass die Bauern fürs Nichtstun bezahlt werden. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir werden das den Bauern sagen, meine lieben Kolleginnen und Kollegen. Das steht ja auch im Protokoll. (Abg. Silhavy: Für die Prämie für das Brachland auch oder nicht?)
Abg. Silhavy: Für die Prämie für das Brachland auch oder nicht?
Herr Kollege Moser hat in der letzten Sitzung des Hauptausschusses gesagt, dass die Bauern fürs Nichtstun bezahlt werden. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir werden das den Bauern sagen, meine lieben Kolleginnen und Kollegen. Das steht ja auch im Protokoll. (Abg. Silhavy: Für die Prämie für das Brachland auch oder nicht?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen offen: Die Bäuerinnen und Bauern in Österreich sind auch in Zukunft bereit, in diesem Lande mitzutragen, mitzugestalten, mitzuverändern, das Anforderungsprofil, das Sie sich wünschen, das die Konsumenten sich wünschen, sicherzustellen. Das geht aber nur dann, wenn es entsprechend faire Preise und politische Rahmenbedingungen gibt, wie wir sie sicherstellen, was Sie nie konnten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ein Klubmitarbeiter der Grünen stellt eine Tafel auf das Rednerpult. – Abg. Mag. Molterer: Da sieht man die Rednerin nicht! – Abg. Dr. Glawischnig: Ich bin groß genug, Herr Kollege Molterer! – Abg. Scheibner: Das ist zu groß!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Dr. Glawischnig. Wunschredezeit: 8 Minuten. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Ein Klubmitarbeiter der Grünen stellt eine Tafel auf das Rednerpult. – Abg. Mag. Molterer: Da sieht man die Rednerin nicht! – Abg. Dr. Glawischnig: Ich bin groß genug, Herr Kollege Molterer! – Abg. Scheibner: Das ist zu groß!)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Es ist jetzt sehr schwierig, sich mit Budgetdetails auseinander zu setzen. Denn: Welche Haltbarkeit hat das, was wir jetzt beschließen, was wir jetzt diskutieren? – Sehr offen: Es gibt eine Metapher, die sowohl auf die Umweltdiskussion als auch auf die aktuelle politische Situation passt, nämlich Staub, zerstäuben. Deswegen habe ich auch eine Feinstaubmaske mitgebracht. (Die Rednerin zeigt diese.) Die Regierung zerbröselt, das ist offenkundig – vielleicht brauchen Sie sie noch. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Abg. Scheibner: Ich möchte etwas über Feinstaub hören und über die Landwirtschaft!
Es ist tatsächlich jetzt fast unmöglich, sich mit diesem Budget im Detail auseinander zu setzen, aber es bleibt Ihnen auch nicht erspart, sich tatsächlich noch zwei, drei internationale Pressestimmen zur Situation in Österreich anzuhören. Ich weiß, Kollege Scheibner hält es nicht aus, wenn ich jetzt schon wieder etwas vorlese (Abg. Scheibner: Ich möchte etwas über Feinstaub hören und über die Landwirtschaft!), aber Bundeskanzler Schüssel liest auch so gerne aus der „NZZ“ vor (Abg. Scheibner: Das mag ich auch nicht!), daher darf ich das auch einmal machen.
Abg. Scheibner: Das mag ich auch nicht!
Es ist tatsächlich jetzt fast unmöglich, sich mit diesem Budget im Detail auseinander zu setzen, aber es bleibt Ihnen auch nicht erspart, sich tatsächlich noch zwei, drei internationale Pressestimmen zur Situation in Österreich anzuhören. Ich weiß, Kollege Scheibner hält es nicht aus, wenn ich jetzt schon wieder etwas vorlese (Abg. Scheibner: Ich möchte etwas über Feinstaub hören und über die Landwirtschaft!), aber Bundeskanzler Schüssel liest auch so gerne aus der „NZZ“ vor (Abg. Scheibner: Das mag ich auch nicht!), daher darf ich das auch einmal machen.
Abg. Scheibner: Bitte!
Okay, diskutieren wir trotzdem das Budget (Abg. Scheibner: Bitte!), obwohl jederzeit der Absturz ins Chaos droht. Ich möchte mich, weil jederzeit die Einsicht bei Ihnen durchsickern kann, dass dieses Projekt keine Zukunft mehr hat, auf aktuelle Probleme beschränken, die tatsächlich dringend nach Maßnahmen, nach Aktivität und nach Politik schreien und nicht nach Streiten, Schönreden, verzweifeltem Umfärben und Ummalen von alt gewordenen Parteien und alt gewordenen Programmen.
Jeder Abgeordnete der Grünen zeigt eine Feinstaubmaske, die er in Händen hält. – Abg. Mag. Molterer: Eins, zwei, drei – aufsetzen! – Weitere Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Aufsetzen!
Wir hatten seit der letzten Diskussion im Rahmen der Aktuellen Stunde hier in diesem Haus weitere Grenzwertüberschreitungen bei Feinstaub in fast allen Landeshauptstädten. In der Steiermark sind es mittlerweile 62 Tage mit Grenzwertüberschreitungen. Ich erinnere Sie daran, die Ganzjahresfrist sind 30 Tage. In Innsbruck sind es mittlerweile 41, in Niederösterreich 36, in Kärnten 36, in Oberösterreich 36, in Tirol 35, in Wien 33 Tage. Die Situation ist also, seit wir das letzte Mal diskutiert haben, noch drastisch schlechter geworden. Ich frage Sie daher heute noch einmal: Gedenken Sie, das einfach so hinzunehmen, gedenken Sie, die Gefährdung der Gesundheit der Kinder einfach weiterhin so hinzunehmen, oder geben Sie sich endlich einen Ruck und beenden Sie diesen Stillstand in der Umwelt- und Gesundheitspolitik? (Jeder Abgeordnete der Grünen zeigt eine Feinstaubmaske, die er in Händen hält. – Abg. Mag. Molterer: Eins, zwei, drei – aufsetzen! – Weitere Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Aufsetzen!)
Beifall bei den Grünen.
Herr Molterer, Sie können zwar in dieser Fraktion, die neben Ihnen sitzt, Befehle erteilen, aber für unsere Fraktion mittlerweile noch nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Schwarz...!
Herr Bundesminister Pröll, Sie haben mir das letzte Mal eine so schöne Tasche geschenkt, Sie bekommen heute von mir etwas, aber vergessen Sie nicht, dass das eine sehr ernste Problematik ist. Es geht in diesem Fall nicht um Ihre Gesundheit, sondern um die Gesundheit von sehr, sehr vielen Kindern. Sie haben mir eine so schöne grüne Tasche geschenkt, das ist die Modefarbe, denke ich – auch bei Ihnen offensichtlich (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Schwarz...!) Nicht schwarz-grün, sondern grün ist sie. Aber nehmen Sie dieses Problem etwas ernster (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich nehme es sehr ernst! – die Rednerin dreht sich zur Regierungsbank um und überreicht Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll eine Feinstaubmaske – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Danke!), stellen Sie sich vor dieses Haus und verkünden Sie endlich, was Sie dagegen tun werden.
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich nehme es sehr ernst! – die Rednerin dreht sich zur Regierungsbank um und überreicht Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll eine Feinstaubmaske – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Danke!
Herr Bundesminister Pröll, Sie haben mir das letzte Mal eine so schöne Tasche geschenkt, Sie bekommen heute von mir etwas, aber vergessen Sie nicht, dass das eine sehr ernste Problematik ist. Es geht in diesem Fall nicht um Ihre Gesundheit, sondern um die Gesundheit von sehr, sehr vielen Kindern. Sie haben mir eine so schöne grüne Tasche geschenkt, das ist die Modefarbe, denke ich – auch bei Ihnen offensichtlich (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Schwarz...!) Nicht schwarz-grün, sondern grün ist sie. Aber nehmen Sie dieses Problem etwas ernster (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich nehme es sehr ernst! – die Rednerin dreht sich zur Regierungsbank um und überreicht Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll eine Feinstaubmaske – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Danke!), stellen Sie sich vor dieses Haus und verkünden Sie endlich, was Sie dagegen tun werden.
Beifall bei den Grünen.
Herr Bundesminister, es gibt selbstverständlich Verantwortlichkeiten, die nicht bei Ihnen allein liegen, aber das ist genau das Problem: Es gibt auch Zuständigkeiten bei den Landeshauptleuten. Und man kann durchaus einmal aufzählen, welche Landeshauptleute das sind und was sie alles nicht machen, aber letztendlich bleibt die Grundverantwortung – auch für diese Untätigkeit der Landeshauptleute –, nämlich gegen diese Untätigkeit etwas zu unternehmen, ausschließlich bei Ihnen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich frage mich: Was ist Ihnen eigentlich lieber oder wo haben Sie weniger Skrupel: einen Landeshauptmann in seinem Stolz zu kränken, dass er etwas angewiesen bekommt und per Weisung gesundheitsfördernde Maßnahmen erlässt, oder fällt es Ihnen schwerer, einer Familie zu sagen, wo das Kind an Asthma erkrankt ist: Tut mir Leid, aber um den Stolz eines Landeshauptmanns nicht zu kränken, weise ich nicht an, etwas dagegen zu unternehmen!? (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
In diesem Fall hat er Recht, und er hat auch ein neues Prädikat für Sie geprägt, nämlich „Anti-Umweltminister“. Es ist leider so, dass nicht nur im Bereich Feinstaub, sondern in vielen umweltpolitischen Bereichen Stillstand herrscht, ob das die Anti-Atompolitik ist, wo mit dem Melker Prozess nur Papier hin- und hergeschoben worden ist, ob das die UVP-Novelle ist, wo man auch ein Geschenk an die Landeshauptleute gemacht hat, sich zu entscheiden: Mache ich eine Umweltverträglichkeitsprüfung oder nicht?, ob das in sehr vielen anderen klimaschutzrelevanten Bereichen ist, etwa bei Geschenken an die Wirtschaft mit Emissionszertifikathandel. (Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Also die Bilanz Ihrer Umweltpolitik ist keinesfalls eine, die von einem Umweltminister stammt, sondern eine, die – so wie es der Herr Strudl sagt – von einem Anti-Umweltminister kommt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig: Das nennt man selektive Wahrnehmung!
Was soll das jetzt heißen? – Soll das heißen, Sie sind in der Erwartungshaltung, dass Sie endlich etwas angeschafft bekommen (Abg. Dr. Glawischnig: Das nennt man selektive Wahrnehmung!), sind Sie in der Hoffnung, dass es endlich Neuwahlen gibt und Sie vielleicht doch einmal dann Minister oder Ministerin werden? Was war da der Vater des Gedankens? – Die Hoffnung, der Wunsch, die Verzweiflung, dass Sie jetzt eigentlich endlich wieder etwas machen müssen? Sie müssen wieder etwas machen. Sie müssen jetzt wieder arbeiten, denn wir haben uns ganz klar ausgerichtet, wir haben uns positioniert. Sie werden ab dem gestrigen Tag keine Wählerstimme mehr bekommen, ohne dafür zu arbeiten, und deswegen werden es wenige Wählerstimmen sein, die Sie bekommen.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Diese Bundesregierung mit der ÖVP, mit dem freiheitlichen Klub und mit dem Bündnis Zukunft für Österreich wird es Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen und vor allen Dingen liebe Frau Dr. Glawischnig, nicht leicht machen, die nächsten Wahlen zu gewinnen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: Das ist ziemlich untergegangen! Der ganze Klub ist untergegangen!
Eigentliches Thema ist aber das Budget. Ich darf mich mit Land- und Forstwirtschaft beschäftigen. Ich bin ja, auch wenn es in den letzten Tages etwas untergegangen ist, Agrarsprecher dieses Klubs und denke mir, dass es die Bauern und Bäuerinnen ... (Abg. Brosz: Das ist ziemlich untergegangen! Der ganze Klub ist untergegangen!) Kollege Brosz, Sie können wohl lachen. Sich über Bauern lustig zu machen, mag zu Ihrem Charakter passen, aber es passt sicherlich nicht zu diesem Haus. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Eigentliches Thema ist aber das Budget. Ich darf mich mit Land- und Forstwirtschaft beschäftigen. Ich bin ja, auch wenn es in den letzten Tages etwas untergegangen ist, Agrarsprecher dieses Klubs und denke mir, dass es die Bauern und Bäuerinnen ... (Abg. Brosz: Das ist ziemlich untergegangen! Der ganze Klub ist untergegangen!) Kollege Brosz, Sie können wohl lachen. Sich über Bauern lustig zu machen, mag zu Ihrem Charakter passen, aber es passt sicherlich nicht zu diesem Haus. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP
Dem Bauernbund, Kollege Grillitsch, kann ich nicht danken. Das habe ich dir schon bei der letzten Budgetrede gesagt. Das habe ich mir gerade angeschaut. Auch damals wolltest du schon, dass man dem Bauernbund dankt. Danken müssen wir den Bauern und den Bäuerinnen. Wenn wir der Berufsvertretung danken, dann müssen wir den Kammern danken (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP), denn die Kammern sind der Grundstein dafür. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Es ist schon so, dass die Kammern politisch natürlich hauptsächlich vom Bauernbund dominiert sind, aber nicht nur politisch.
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Dem Bauernbund, Kollege Grillitsch, kann ich nicht danken. Das habe ich dir schon bei der letzten Budgetrede gesagt. Das habe ich mir gerade angeschaut. Auch damals wolltest du schon, dass man dem Bauernbund dankt. Danken müssen wir den Bauern und den Bäuerinnen. Wenn wir der Berufsvertretung danken, dann müssen wir den Kammern danken (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP), denn die Kammern sind der Grundstein dafür. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Es ist schon so, dass die Kammern politisch natürlich hauptsächlich vom Bauernbund dominiert sind, aber nicht nur politisch.
Abg. Grillitsch: Der kennt sich aus!
Dieser sozialistische Bauernvertreter, Herr Kammervorstand Johann Thaler, ein gestandener Bergbauer, Vertreter genau eines dieser kleinen bäuerlichen Betriebe, die Sie so schützen wollen, hat im letzten Jahr bei sage und schreibe 98 Prozent der Beschlüsse, Resolutionen, Initiativen und Umsetzungsvorschläge der Kammer für Land- und Fostwirtschaft in Kärnten mitgestimmt. Das heißt, 98 Prozent all dessen, was dort gemacht wird, findet auch die Zustimmung und die Unterstützung der sozialistischen Bauern. (Abg. Grillitsch: Der kennt sich aus!) Dies ist ein Beweis für eine nicht so schlechte Agrarpolitik. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Wir sollten wirklich einmal dazu übergehen, auch hier diesen Klassenkampf zu beenden.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Dieser sozialistische Bauernvertreter, Herr Kammervorstand Johann Thaler, ein gestandener Bergbauer, Vertreter genau eines dieser kleinen bäuerlichen Betriebe, die Sie so schützen wollen, hat im letzten Jahr bei sage und schreibe 98 Prozent der Beschlüsse, Resolutionen, Initiativen und Umsetzungsvorschläge der Kammer für Land- und Fostwirtschaft in Kärnten mitgestimmt. Das heißt, 98 Prozent all dessen, was dort gemacht wird, findet auch die Zustimmung und die Unterstützung der sozialistischen Bauern. (Abg. Grillitsch: Der kennt sich aus!) Dies ist ein Beweis für eine nicht so schlechte Agrarpolitik. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Wir sollten wirklich einmal dazu übergehen, auch hier diesen Klassenkampf zu beenden.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine geschätzten Damen und Herren! Hier geht es jetzt um die Landwirtschaft, um die Forstwirtschaft, um das Budget in diesem Bereich, um die Umwelt, und hier sind alle aufgefordert, den Schulterschluss so zu suchen, Herr Kollege Kummerer, wie es Ihr Vertreter in der Kärntner Landwirtschaftskammer macht, und das ist konsensbewusst, konsensorientiert. Mir ist es prinzipiell völlig egal, ob das ein Bauernbundbauer, ein sozialistischer Bauer, ein freiheitlicher Bauer, ein grüner Bauer oder ein Biobauer ist. Es geht hier um den Arbeitsplatz draußen vor Ort, es geht hier um die Familien. Diese Grundsätze sind abzusichern, und diese Regierung bekennt sich dazu. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundesminister! Die Debatte über das Budget zum Umweltkapitel ist natürlich auch eine gute Möglichkeit, ein bisschen Bilanz zu ziehen über Ihre Umweltpolitik, über die Politik der ÖVP vor allem in diesem Bereich. Es wird sich herausstellen, ob das eine gute Bilanz ist. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Abg. Wittauer: Das habe ich schon vor einem Jahr gesagt! Unglaublich!
Zweiter Bereich: Tank-Tourismus. In Österreich sind Benzin und Diesel zum Teil erheblich billiger als in unseren Nachbarländern, und anders als vor 10 oder 15 Jahren, als viele Österreicherinnen und Österreicher noch im Ausland getankt haben, tanken jetzt viele Menschen bei uns. (Abg. Wittauer: Das habe ich schon vor einem Jahr gesagt! Unglaublich!) Sie haben eine Studie in Auftrag gegeben, um zu schauen, wie viel das eigentlich ist. Und siehe da: Über 1 Milliarde € spült der Tanktourismus in die Kassen des Finanzministers. Klubobmann Scheibner bekommt schon leuchtende Augen, der rechnet das vielleicht gerade in Abfangjäger um, das weiß ich nicht (Abg. Scheibner: Wenn Sie wollen!), aber über 1 Milliarde € pro Jahr nehmen wir dadurch ein. Des einen Freud, des anderen Leid: Natürlich werden Österreich auch die CO2-Emissionen von diesem Treibstoff angerechnet, das sind zirka 7 Millionen Tonnen, in Euro ausgedrückt zirka 42 Millionen. Das heißt, noch immer ein Bombengeschäft für Österreich, mehr als 95 Prozent Gewinn, mehr als 950 Millionen € jedes Jahr Plus. Jeder hätte sich an und für sich erwartet, dass sich der Minister jetzt in die Himmelpfortgasse bewegt, zum Finanzminister geht und sagt, er brauche mehr Geld für Klimaziele, er brauche mehr Geld fürs Umweltbudget. Und er hätte ja eine gute Argumentation gehabt, die Tanktourismusstudie stärkt ihm ja den Rücken in dieser Frage. Doch was macht er? – Er legt wieder den Rückwärtsgang ein und fährt weg vom Finanzministerium und landet wieder in Brüssel, wo er wieder gegen eine Mauer fährt und wieder sein eigenes Image ramponiert, was mir jetzt nicht so wichtig ist, aber auch das Image Österreichs ramponiert. Oder glauben Sie wirklich, dass Sie sich mit dieser Rosinenpickerei in Brüssel einen schlanken Fuß holen? (Abg. Scheibner: Also bitte, schön sprechen!) – Ganz und gar nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Wenn Sie wollen!
Zweiter Bereich: Tank-Tourismus. In Österreich sind Benzin und Diesel zum Teil erheblich billiger als in unseren Nachbarländern, und anders als vor 10 oder 15 Jahren, als viele Österreicherinnen und Österreicher noch im Ausland getankt haben, tanken jetzt viele Menschen bei uns. (Abg. Wittauer: Das habe ich schon vor einem Jahr gesagt! Unglaublich!) Sie haben eine Studie in Auftrag gegeben, um zu schauen, wie viel das eigentlich ist. Und siehe da: Über 1 Milliarde € spült der Tanktourismus in die Kassen des Finanzministers. Klubobmann Scheibner bekommt schon leuchtende Augen, der rechnet das vielleicht gerade in Abfangjäger um, das weiß ich nicht (Abg. Scheibner: Wenn Sie wollen!), aber über 1 Milliarde € pro Jahr nehmen wir dadurch ein. Des einen Freud, des anderen Leid: Natürlich werden Österreich auch die CO2-Emissionen von diesem Treibstoff angerechnet, das sind zirka 7 Millionen Tonnen, in Euro ausgedrückt zirka 42 Millionen. Das heißt, noch immer ein Bombengeschäft für Österreich, mehr als 95 Prozent Gewinn, mehr als 950 Millionen € jedes Jahr Plus. Jeder hätte sich an und für sich erwartet, dass sich der Minister jetzt in die Himmelpfortgasse bewegt, zum Finanzminister geht und sagt, er brauche mehr Geld für Klimaziele, er brauche mehr Geld fürs Umweltbudget. Und er hätte ja eine gute Argumentation gehabt, die Tanktourismusstudie stärkt ihm ja den Rücken in dieser Frage. Doch was macht er? – Er legt wieder den Rückwärtsgang ein und fährt weg vom Finanzministerium und landet wieder in Brüssel, wo er wieder gegen eine Mauer fährt und wieder sein eigenes Image ramponiert, was mir jetzt nicht so wichtig ist, aber auch das Image Österreichs ramponiert. Oder glauben Sie wirklich, dass Sie sich mit dieser Rosinenpickerei in Brüssel einen schlanken Fuß holen? (Abg. Scheibner: Also bitte, schön sprechen!) – Ganz und gar nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Also bitte, schön sprechen!
Zweiter Bereich: Tank-Tourismus. In Österreich sind Benzin und Diesel zum Teil erheblich billiger als in unseren Nachbarländern, und anders als vor 10 oder 15 Jahren, als viele Österreicherinnen und Österreicher noch im Ausland getankt haben, tanken jetzt viele Menschen bei uns. (Abg. Wittauer: Das habe ich schon vor einem Jahr gesagt! Unglaublich!) Sie haben eine Studie in Auftrag gegeben, um zu schauen, wie viel das eigentlich ist. Und siehe da: Über 1 Milliarde € spült der Tanktourismus in die Kassen des Finanzministers. Klubobmann Scheibner bekommt schon leuchtende Augen, der rechnet das vielleicht gerade in Abfangjäger um, das weiß ich nicht (Abg. Scheibner: Wenn Sie wollen!), aber über 1 Milliarde € pro Jahr nehmen wir dadurch ein. Des einen Freud, des anderen Leid: Natürlich werden Österreich auch die CO2-Emissionen von diesem Treibstoff angerechnet, das sind zirka 7 Millionen Tonnen, in Euro ausgedrückt zirka 42 Millionen. Das heißt, noch immer ein Bombengeschäft für Österreich, mehr als 95 Prozent Gewinn, mehr als 950 Millionen € jedes Jahr Plus. Jeder hätte sich an und für sich erwartet, dass sich der Minister jetzt in die Himmelpfortgasse bewegt, zum Finanzminister geht und sagt, er brauche mehr Geld für Klimaziele, er brauche mehr Geld fürs Umweltbudget. Und er hätte ja eine gute Argumentation gehabt, die Tanktourismusstudie stärkt ihm ja den Rücken in dieser Frage. Doch was macht er? – Er legt wieder den Rückwärtsgang ein und fährt weg vom Finanzministerium und landet wieder in Brüssel, wo er wieder gegen eine Mauer fährt und wieder sein eigenes Image ramponiert, was mir jetzt nicht so wichtig ist, aber auch das Image Österreichs ramponiert. Oder glauben Sie wirklich, dass Sie sich mit dieser Rosinenpickerei in Brüssel einen schlanken Fuß holen? (Abg. Scheibner: Also bitte, schön sprechen!) – Ganz und gar nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zweiter Bereich: Tank-Tourismus. In Österreich sind Benzin und Diesel zum Teil erheblich billiger als in unseren Nachbarländern, und anders als vor 10 oder 15 Jahren, als viele Österreicherinnen und Österreicher noch im Ausland getankt haben, tanken jetzt viele Menschen bei uns. (Abg. Wittauer: Das habe ich schon vor einem Jahr gesagt! Unglaublich!) Sie haben eine Studie in Auftrag gegeben, um zu schauen, wie viel das eigentlich ist. Und siehe da: Über 1 Milliarde € spült der Tanktourismus in die Kassen des Finanzministers. Klubobmann Scheibner bekommt schon leuchtende Augen, der rechnet das vielleicht gerade in Abfangjäger um, das weiß ich nicht (Abg. Scheibner: Wenn Sie wollen!), aber über 1 Milliarde € pro Jahr nehmen wir dadurch ein. Des einen Freud, des anderen Leid: Natürlich werden Österreich auch die CO2-Emissionen von diesem Treibstoff angerechnet, das sind zirka 7 Millionen Tonnen, in Euro ausgedrückt zirka 42 Millionen. Das heißt, noch immer ein Bombengeschäft für Österreich, mehr als 95 Prozent Gewinn, mehr als 950 Millionen € jedes Jahr Plus. Jeder hätte sich an und für sich erwartet, dass sich der Minister jetzt in die Himmelpfortgasse bewegt, zum Finanzminister geht und sagt, er brauche mehr Geld für Klimaziele, er brauche mehr Geld fürs Umweltbudget. Und er hätte ja eine gute Argumentation gehabt, die Tanktourismusstudie stärkt ihm ja den Rücken in dieser Frage. Doch was macht er? – Er legt wieder den Rückwärtsgang ein und fährt weg vom Finanzministerium und landet wieder in Brüssel, wo er wieder gegen eine Mauer fährt und wieder sein eigenes Image ramponiert, was mir jetzt nicht so wichtig ist, aber auch das Image Österreichs ramponiert. Oder glauben Sie wirklich, dass Sie sich mit dieser Rosinenpickerei in Brüssel einen schlanken Fuß holen? (Abg. Scheibner: Also bitte, schön sprechen!) – Ganz und gar nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Krainer übergibt Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll einen Rückspiegel.
Zusammenfassend: Die Politik der ÖVP und die Politik dieser Bundesregierung im Umweltbereich ist eine Politik des Rückwärtsfahrens und eine Politik im Rückwärtsgang. Jetzt werden wir Ihnen wahrscheinlich das Rückwärtsfahren nicht abgewöhnen können, dafür sorgen schon Sie und Ihre Kollegen Bartenstein und Schüssel. Aber das, was wir Ihnen trotzdem hier überreichen wollen, ist ein Rückspiegel, damit Sie wenigstens nicht dauernd Österreichs Image ramponieren. Und sehen Sie es auch als Symbol für Ihre Politik, die ÖVP-Politik ist nämlich im Bereich der Umwelt eine Politik im Rückwärtsgang. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Krainer übergibt Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll einen Rückspiegel.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Brosz: Das war für Sie eine Fortbildungsmaßnahme!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Dank der Reden der beiden Umweltsprecher der Oppositionsparteien wissen wir jetzt endlich, wo die umweltpolitischen Probleme dieses Landes liegen. Wir haben zwar keine Lösungsvorschläge gehört, aber immerhin sind jetzt endlich die Probleme klar. Ich danke dafür. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Brosz: Das war für Sie eine Fortbildungsmaßnahme!)
Abg. Parnigoni: Gemacht haben Sie nichts! Wissen tun Sie es grundsätzlich!
müssen, das hätten wir auch vorher schon gewusst. (Abg. Parnigoni: Gemacht haben Sie nichts! Wissen tun Sie es grundsätzlich!) Aber es ist natürlich allemal leichter für eine Opposition, den Leuten Angst zu machen mit Plakaten, wo ein Kind abgebildet ist und das Wort „Feinstaub“ drauf ist, denn natürlich fürchtet sich da jeder.
Abg. Öllinger: Dort, wo Sie Politik machen, gibt es das Stadion gar nicht!
Ich erinnere mich noch an die Diskussion mit Frau Kollegin Glawischnig kürzlich in der „ZiB 2“, wo es um diese UVP-Novelle gegangen ist. Da hat sie sich doch tatsächlich dazu verstiegen, weil es für das Stadion in Klagenfurt beispielsweise möglicherweise keine UVP mehr braucht, damit zu drohen, ob ich das vor den armen Kindern, die neben dem Stadion wohnen, verantworten kann. (Abg. Öllinger: Dort, wo Sie Politik machen, gibt es das Stadion gar nicht!) Wenn man so Politik macht, wenn man nur mit Angstmache gegenüber den Menschen operiert, obwohl wir bei der UVP-Novelle kein einziges Materiengesetz antasten, sondern alle Schutzbestimmungen aufrecht lassen, dann muss ich sagen, damit kann man keine Politik machen. Da kann man bestenfalls versuchen, da oder dort billig ein paar Stimmen abzuräumen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Bürgerbeteiligung!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Bürgerbeteiligung!
Ich erinnere mich noch an die Diskussion mit Frau Kollegin Glawischnig kürzlich in der „ZiB 2“, wo es um diese UVP-Novelle gegangen ist. Da hat sie sich doch tatsächlich dazu verstiegen, weil es für das Stadion in Klagenfurt beispielsweise möglicherweise keine UVP mehr braucht, damit zu drohen, ob ich das vor den armen Kindern, die neben dem Stadion wohnen, verantworten kann. (Abg. Öllinger: Dort, wo Sie Politik machen, gibt es das Stadion gar nicht!) Wenn man so Politik macht, wenn man nur mit Angstmache gegenüber den Menschen operiert, obwohl wir bei der UVP-Novelle kein einziges Materiengesetz antasten, sondern alle Schutzbestimmungen aufrecht lassen, dann muss ich sagen, damit kann man keine Politik machen. Da kann man bestenfalls versuchen, da oder dort billig ein paar Stimmen abzuräumen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Bürgerbeteiligung!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Mein Kollege Grillitsch hat vorhin zu Recht darauf verwiesen, dass er stolz ist auf die österreichischen Bauern, deren Leistungen und auch deren Flexibilität im Umgang mit den notwendigen Veränderungen. Und er hat auch zu Recht darauf verwiesen, dass er stolz ist auf die Umweltpolitik, auf die Landwirtschaftspolitik, die wir betreiben – zu Recht, wie ich meine –, weil sie behutsam diese notwendigen Veränderungen begleitet, aber die agrarische Bevölkerung dabei nicht im Stich lässt. Und ich denke, mit dem gleichen Stolz kann ich als Umweltsprecher der ÖVP hier auch auf die Umweltpolitik unserer Partei und dieser Regierung verweisen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie von der Opposition können es zwar nicht mehr hören, das verstehe ich schon, aber es ist halt einmal eine Tatsache, dass Österreich in Europa das Umweltmusterland schlechthin ist. Schauen Sie sich die Rankings an, ganz egal, in welchem Bereich: Wir sind in nahezu allen Bereichen Spitze in Europa, und das wollen wir selbstverständlich auch bleiben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das Budget, das heute hier zur Beschlussfassung vorliegt, setzt wieder einen Schritt in diese Richtung. Es erfährt eine signifikante Steigerung, und zwar vor allem im Bereich des Klimaschutzes, wo wiederum die Mittel gegenüber 2005 um 30 Millionen € aufgestockt werden. Wir finanzieren auch das hier vorhin kritisierte Programm für flexible Mechanismen für die Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen im Ausland. Diese sind dort angesichts des guten Standards, den wir bei uns haben, natürlich allemal effizienter als im eigenen Land. Jede Million Euro, die wir in diese Programme investieren, bringt natürlich einen viel größeren Return on Investment, als dies beispielsweise bei dem schon guten Standard im eigenen Land der Fall wäre. Es macht daher Sinn – natürlich nicht ausschließlich, aber auch –, in solche Umweltschutzprogramme im Ausland zu investieren, weil es ein sehr effizienter Beitrag zum Klimaschutz auf der Erde ist – und bekanntlich ist die CO2-Problematik ja keine, die vor Landesgrenzen Halt macht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Österreich ist in Sachen Umweltpolitik ein Musterschüler in Europa. Mit diesem Budget wird Österreich auch weiterhin Musterschüler in Europa bleiben können. Ich bitte daher um Ihre Zustimmung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Kopf – der in der ersten Reihe sitzt, aufzeigend –: Ich habe mich extra nahe zu Ihnen hingesetzt!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Kollege Kopf, wirklich beachtlich ist Folgendes: Dem Umweltsprecher der ÖVP geht offensichtlich jedes Problembewusstsein verloren. Das macht mir wirklich Sorge, Herr Kollege Kopf! – Jetzt ist er anscheinend ohnehin hinausgegangen. (Abg. Kopf – der in der ersten Reihe sitzt, aufzeigend –: Ich habe mich extra nahe zu Ihnen hingesetzt!) – Ah, da sitzt er! Grüße Sie!
Abg. Kopf: Wir tun etwas!
Also: Das ist die Sorge, die wir haben! Sie lassen das notwendige Problembewusstsein (Abg. Kopf: Wir tun etwas!) – genauso wie der Umweltminister! – vermissen. Es fehlt der notwendige Druck auf die Länder, damit die Feinstaubbelastung, die laut internationalen Studien groß ist, umgehend massiv verringert wird. Das wollen wir, und das erwarten wir uns von einem Umweltminister! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Also: Das ist die Sorge, die wir haben! Sie lassen das notwendige Problembewusstsein (Abg. Kopf: Wir tun etwas!) – genauso wie der Umweltminister! – vermissen. Es fehlt der notwendige Druck auf die Länder, damit die Feinstaubbelastung, die laut internationalen Studien groß ist, umgehend massiv verringert wird. Das wollen wir, und das erwarten wir uns von einem Umweltminister! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das sagt ein wissenschaftliches Gutachten zu Ihrer Umsetzung der EU-Agrarpolitik, Herr Bundesminister! Sie haben bisher nichts getan, um das zu bereinigen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ellmauer: Das ist nur eine Rechtsmeinung!
Meine Damen und Herren! Da werden schwerwiegende juristische Bedenken gegen Ihre Agrarpolitik geäußert, und zwar schwerwiegende Bedenken hinsichtlich 25 Prozent des vorliegenden Agrarbudgets für das Jahr 2006! (Abg. Ellmauer: Das ist nur eine Rechtsmeinung!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Das ist nicht rechtskonform, und zwar dann nicht rechtskonform, wenn die EU-Verordnung verschiedene Möglichkeiten der Umsetzung zur Verfügung stellt. Doch genau das, Herr Bundesminister, ist bei der Betriebsprämienregelung der Fall. Wir haben das immer wieder in diesem Hohen Haus klargemacht. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf bei der SPÖ.) Das interessiert ihn nicht? – Möglich! Ja!
Ruf bei der ÖVP: Wo?
Darüber hinaus sollte man die einheitliche regionale Flächenprämie für Acker- und Grünland nicht vergessen. Das ist jenes Modell, das die Grünen favorisiert haben. Dieses Modell wurde in Europa auch mehrheitlich umgesetzt. (Ruf bei der ÖVP: Wo?) In Deutschland, in Luxemburg, in Dänemark, in Schweden, in Großbritannien, in Finnland und in allen neuen Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Das heißt, mit einer deutlichen Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten wurde ein Modell umgesetzt, das bauern- und konsumentenfreundlich ist und das die Zukunft einer flächendeckenden Landwirtschaft sicherstellt. Dieses Modell führt nämlich zu einheitlichen Prämien für Acker- und Grünland. Genau das wollen auch die Bäuerinnen und Bauern! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Darüber hinaus sollte man die einheitliche regionale Flächenprämie für Acker- und Grünland nicht vergessen. Das ist jenes Modell, das die Grünen favorisiert haben. Dieses Modell wurde in Europa auch mehrheitlich umgesetzt. (Ruf bei der ÖVP: Wo?) In Deutschland, in Luxemburg, in Dänemark, in Schweden, in Großbritannien, in Finnland und in allen neuen Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Das heißt, mit einer deutlichen Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten wurde ein Modell umgesetzt, das bauern- und konsumentenfreundlich ist und das die Zukunft einer flächendeckenden Landwirtschaft sicherstellt. Dieses Modell führt nämlich zu einheitlichen Prämien für Acker- und Grünland. Genau das wollen auch die Bäuerinnen und Bauern! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hornek: Wie viel Prämie hat sie bekommen?
Null Euro Prämie hat eine Bäuerin, die seit einem Jahr erhöhte Sozialversicherungsbeiträge zahlt, weil sie durch die Zunahme der Fläche, die sie bewirtschaftet, auch eine höhere Bemessungsgrundlage hat! (Abg. Hornek: Wie viel Prämie hat sie bekommen?) Diese Bäuerin bekommt keinen Groschen mehr an notwendiger Prämie und ist jetzt verzweifelt, weil sie damit de facto aus der landwirtschaftlichen Produktion hinausgedrängt wird!
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hornek.
Kollege Hornek, dieses Problem hat aber nicht nur diese Bäuerin, sondern Hunderte, Tausende Bäuerinnen und Bauern sind aus diesem Grund verzweifelt! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hornek.) Ich meine, dass Sie in diesem Punkt, Herr Bundesminister – wir haben Sie immer wieder darauf hingewiesen –, auf voller Linie versagt haben.
Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll – die Hände zusammenschlagend –: Bitte?!
Herr Bundesminister, ich möchte aber noch auf einen Kernpunkt eingehen, nämlich auf Ihre so genannte Synergiefunktion als Umwelt- und Landwirtschaftsminister. In dieser Rolle hätten Sie schon längst ein Maßnahmenpaket für den Biolandbau für die nächste Periode, für die Periode 2007 bis 2013, vorlegen müssen. Genau für jenen Bereich der Landwirtschaft, in welchem definitiv die engste Verschränkung von Umweltpolitik und Landwirtschaftspolitik stattfindet, nämlich für den Biolandbau, tun Sie nach wie vor viel zu wenig. (Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll – die Hände zusammenschlagend –: Bitte?!)
Beifall bei den Grünen.
Abschließend, Herr Bundesminister Pröll, möchte ich nochmals festhalten: Sie haben in der Causa der Umsetzung der EU-Agrarreform versagt. Ihr Budget ist nicht verfassungskonform. Daher werden wir die Betriebsprämien-Verordnung vor dem Verfassungsgerichtshof anfechten. Desem Budget werden wir selbstverständlich unsere Zustimmung nicht geben. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Welche Partei?
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Minister! Hohes Haus! Frau Abgeordnete Glawischnig, ich merke natürlich ganz genau, wie wichtig Ihnen die Umwelt ist, wenn Sie gleich an den Anfang Ihres Statements Ihre Kritik an der Freiheitlichen Partei stellen und sich in Ihrer Rede mehr mit uns (Abg. Öllinger: Welche Partei?), mit den Freiheitlichen beschäftigen. (Abg. Öllinger: Ah! Was ist da der Unterschied?)
Abg. Öllinger: Ah! Was ist da der Unterschied?
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Minister! Hohes Haus! Frau Abgeordnete Glawischnig, ich merke natürlich ganz genau, wie wichtig Ihnen die Umwelt ist, wenn Sie gleich an den Anfang Ihres Statements Ihre Kritik an der Freiheitlichen Partei stellen und sich in Ihrer Rede mehr mit uns (Abg. Öllinger: Welche Partei?), mit den Freiheitlichen beschäftigen. (Abg. Öllinger: Ah! Was ist da der Unterschied?)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Meine Damen und Herren! Wir sind angetreten ... (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Herr Abgeordneter Krainer, 1999 hat es mit diesen Freiheitlichen die Wende gegeben: Der Stillstand der großen Koalition wurde beendet, und seither ist es mit unserem Land aufwärts gegangen, weil Programme für die Menschen und für die Umwelt gemacht worden sind. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.) Das sind Fakten! Da kann man noch so laut schreien – das ist so!
Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.
Meine Damen und Herren! Wir sind angetreten ... (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Herr Abgeordneter Krainer, 1999 hat es mit diesen Freiheitlichen die Wende gegeben: Der Stillstand der großen Koalition wurde beendet, und seither ist es mit unserem Land aufwärts gegangen, weil Programme für die Menschen und für die Umwelt gemacht worden sind. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.) Das sind Fakten! Da kann man noch so laut schreien – das ist so!
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich weiß schon, wie bedauerlich es für Sie ist, hier sitzen zu müssen und nicht mitregieren zu können und die Ressourcen, die Sie früher verteilt haben, nicht mehr verteilen zu können. Das ist für Sie eine bittere Pille! (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir sind angetreten, für die Menschen da zu sein, und wir arbeiten für die Menschen! Sie können, wenn Sie wollen, hier jammern und alles krankreden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das tun Sie, wenn Sie hier heraußen sagen: Der Umweltminister ist jetzt nicht mehr derjenige, der das Image der Umwelt nach außen trägt!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP
Ich sage Ihnen: Österreich ist Umweltland Nummer eins in Europa (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP), und mit dieser Regierung bleibt es auch Umweltland Nummer eins in Europa. Das kann ich Ihnen garantieren! (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Ich sage Ihnen: Österreich ist Umweltland Nummer eins in Europa (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP), und mit dieser Regierung bleibt es auch Umweltland Nummer eins in Europa. Das kann ich Ihnen garantieren! (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.
Ich erinnere mich sehr wohl noch an die Zeit der Sanktionen, daran, wer damals für das Image Österreichs gekämpft hat. Ich erinnere mich auch noch gut daran, wie die Sozialdemokraten und all die anderen, die draußen waren, Österreich schlecht gemacht haben. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.) Also sagen Sie doch hier nicht Dinge, von denen Sie nichts verstehen!
Abg. Reheis: Das ist schlicht überheblich, was Sie da tun! Also so etwas von Überheblichkeit! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das gilt auch für die Umwelt. Sie können nur reden, und das ohne Inhalt, aber wir handeln und setzen um! (Abg. Reheis: Das ist schlicht überheblich, was Sie da tun! Also so etwas von Überheblichkeit! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Reheis.
Wenn ich mir dieses wunderbare Land anschaue, in dem ich lebe, dann sehe ich auch, wie viel an Leistung für die Allgemeinheit die Landwirte – und ich bin auch Landwirt –erbringen. (Zwischenruf des Abg. Reheis.) Das muss eine gute Rede sein, wenn Sie sich so aufregen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Wenn ich mir dieses wunderbare Land anschaue, in dem ich lebe, dann sehe ich auch, wie viel an Leistung für die Allgemeinheit die Landwirte – und ich bin auch Landwirt –erbringen. (Zwischenruf des Abg. Reheis.) Das muss eine gute Rede sein, wenn Sie sich so aufregen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Herr Abgeordneter Pirklhuber! Das, was Sie hier vorgetragen haben, ist eine alte Leier. Ich sage Ihnen: Die größte Reform in der Geschichte Europas ist im Bereich der Landwirtschaft geschehen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Es ist klar, dass jemand, der zehn Jahre sein Land nicht bewirtschaftet hat, dann gewisse Nachteile hat. Aber wir haben dafür gesorgt, dass es für Härtefälle einen Fonds gibt, und wenn es gerechtfertigt ist, dann wird auch Recht gegeben. Dass am Anfang eines Ansuchens immer ein negativer Bescheid steht und dann unter Umständen das eine oder andere richtig gestellt wird, ist klar.
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Ich kenne nicht viele Bauern, die sich beklagt haben. Ich kenne aber viele Bauern, die für die Zukunft arbeiten, die den Herausforderungen der Zukunft gerecht werden wollen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Ja, wir Landwirte haben es schwer gehabt, denn wir haben durch den EU-Beitritt die größte Umstellung zu verkraften gehabt. Europäische Reformen werden bei uns in Österreich in der Form umgesetzt, dass tatsächlich immer noch die biologische Landwirtschaft am meisten unterstützt wird, Bergbauern massiv unterstützt werden, klein strukturierte Landwirtschaft – nicht nur die
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
großen Landwirtschaftsbetriebe – unterstützt wird. Aber all das wird von vornherein hier schlecht gemacht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Herr Abgeordneter Pirklhuber, wenn Sie jetzt dieser Regierung drohen, dass Sie zum Verfassungsgerichtshof gehen werden und dort Anklage erheben werden, dann muss ich Ihnen sagen: Da werden sich die Bauern bei Ihnen bedanken! Außerdem frage ich mich, warum eigentlich die Grünen nicht schon längst in der Landwirtschaftskammer sitzen und dort den Präsidenten stellen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
In Oberösterreich ist der Erich Haider zuständig (Zwischenrufe bei der SPÖ) – soviel ich weiß, ist er für den Verkehrsbereich zuständig und Anschober für den Umweltbereich –, in Salzburg ist es Frau Burgstaller, im Burgenland der Herr Niessl, in Tirol der Herr Gschwendtner und in Wien der Herr Häupl. Da ist schon eine Reihe von Leuten, die das IG-Luft endlich einmal umsetzen sollten, damit wir ein erfolgreiches Programm haben. Statt den Minister anzujammern, solltet ihr in den eigenen Reihen endlich etwas für die Menschen tun! Aber macht eines nicht: das Parlament für eure Jammerei missbrauchen! Arbeitet statt dessen besser mit, dann kommen wir auf einen guten Weg für Österreich! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ.
In Oberösterreich ist der Erich Haider zuständig (Zwischenrufe bei der SPÖ) – soviel ich weiß, ist er für den Verkehrsbereich zuständig und Anschober für den Umweltbereich –, in Salzburg ist es Frau Burgstaller, im Burgenland der Herr Niessl, in Tirol der Herr Gschwendtner und in Wien der Herr Häupl. Da ist schon eine Reihe von Leuten, die das IG-Luft endlich einmal umsetzen sollten, damit wir ein erfolgreiches Programm haben. Statt den Minister anzujammern, solltet ihr in den eigenen Reihen endlich etwas für die Menschen tun! Aber macht eines nicht: das Parlament für eure Jammerei missbrauchen! Arbeitet statt dessen besser mit, dann kommen wir auf einen guten Weg für Österreich! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zwei wichtige zentrale Budgetkapitel stehen hier heute zur Diskussion. Ich werde dann später auch auf die einzelnen Punkte, die hier angesprochen worden sind, eingehen, möchte aber vorerst einmal Folgendes sagen: Wir haben beim Gesamtressort in den Budgeteckdaten eine Entwicklung, die sich sehen lassen kann. 2003 gab es für die Kapitel 60 und 61, Landwirtschaft und Umwelt, 2,459 Milliarden €. Seit 2003 gibt es bis in das Jahr 2006 eine Steigerung um 8,7 Prozent auf eine Summe von 2,673 Milliarden €. Das ist wichtig für die Entwicklung des ländlichen Raumes, wichtig für die Unterstützung der bäuerlichen Menschen, wichtig für die Weiterentwicklung einer zielgerichteten Umweltpolitik in Österreich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Krainer: Am 1. April?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Kummerer! Sie haben gesagt, ich hätte die Fragen nicht beantwortet. Ich habe am 1. April dem Hohen Haus alle Fragen überantwortet, die Antworten sind Ihnen zugegangen. (Abg. Krainer: Am 1. April?)
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner
Auch Folgendes kann ich nicht im Raum stehen lassen: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir geben im Jahr 2006 für die Landwirtschaft – ländliche Entwicklung, Marktordnung – 2,113 Milliarden € aus, und wir unterscheiden dabei nicht zwischen Groß und Klein, sondern wir belohnen Umweltleistungen (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner), wir gleichen mit der Bergbauern-Ausgleichszahlung (Abg. Gradwohl: Ja, und die wird immer weniger!) gerade die Benachteiligung für die kleinen Betriebe aus. Es ist ein System, das die Budgetmittel für die Entwicklung des ländlichen Raumes und für die Bauern gerecht und effizient einsetzt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mittermüller.)
Abg. Gradwohl: Ja, und die wird immer weniger!
Auch Folgendes kann ich nicht im Raum stehen lassen: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir geben im Jahr 2006 für die Landwirtschaft – ländliche Entwicklung, Marktordnung – 2,113 Milliarden € aus, und wir unterscheiden dabei nicht zwischen Groß und Klein, sondern wir belohnen Umweltleistungen (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner), wir gleichen mit der Bergbauern-Ausgleichszahlung (Abg. Gradwohl: Ja, und die wird immer weniger!) gerade die Benachteiligung für die kleinen Betriebe aus. Es ist ein System, das die Budgetmittel für die Entwicklung des ländlichen Raumes und für die Bauern gerecht und effizient einsetzt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mittermüller.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mittermüller.
Auch Folgendes kann ich nicht im Raum stehen lassen: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir geben im Jahr 2006 für die Landwirtschaft – ländliche Entwicklung, Marktordnung – 2,113 Milliarden € aus, und wir unterscheiden dabei nicht zwischen Groß und Klein, sondern wir belohnen Umweltleistungen (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner), wir gleichen mit der Bergbauern-Ausgleichszahlung (Abg. Gradwohl: Ja, und die wird immer weniger!) gerade die Benachteiligung für die kleinen Betriebe aus. Es ist ein System, das die Budgetmittel für die Entwicklung des ländlichen Raumes und für die Bauern gerecht und effizient einsetzt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mittermüller.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist keine logische Antwort!
Wir haben mit der Reform der „Gemeinsamen Agrarpolitik“ eine Antwort auf internationale Ereignisse rund um die WTO geben müssen: und die Entkoppelung ist die Antwort, die wir gegeben haben. Sehr intensiv, mit hoher Beratungsleistung, ist es gelungen, in den letzten Monaten die größte Systemumstellung, die wir im agrarpolitischen Bereich in Europa je hatten, auch in Österreich zu implementieren und eine richtige und logische Antwort zu geben. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist keine logische Antwort!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mittermüller.
Ich stehe nicht an, zu sagen, es ist mein Ziel, Konstanz zu erreichen, in Europa dafür zu kämpfen, dass Österreich, was die Frage der ländlichen Entwicklung betrifft, auch in Zukunft die Spitzenstellung einnimmt. Wir holen mit Abstand das meiste Geld ab. In den nächsten Wochen und Monaten geht es nun darum, hier wichtige Impulse zu setzen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mittermüller.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mittermüller.
Wir haben in den letzten Jahren noch etwas getan, was für Österreich notwendig ist, nämlich im Bereich der Wildbach- und Lawinenverbauung auf Grund der Topographie unseres Landes die richtigen Antworten zu geben. Wir setzen im Schutzwasserbau, in der Wildbach- und Lawinenverbauung zum Schutz der Menschen in diesem Land 100 Millionen € an Bundesmitteln ein. Und damit sichern wir im ländlichen Raum direkt, durch die Investitionen vor Ort, gerade in diesen benachteiligten Gebiet mehr als 6 500 Arbeitsplätze pro Jahr. Gerade in Zeiten wie diesen ist das unabdingbar notwendig! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mittermüller.)
Abg. Marizzi: Sie nehmen immer nur deutsche Zeitungen!
Frau Abgeordnete Glawischnig, Sie lesen ja so gerne aus Zeitungen vor. Ich habe auch eine mitgebracht, eine aus Deutschland, nämlich „Die Zeit“. (Abg. Marizzi: Sie nehmen immer nur deutsche Zeitungen!) Der Artikel hat die Überschrift:
Abg. Dr. Glawischnig: Ich zitiere immer nur österreichische Zeitungen! Sie reden immer nur über Deutschland!
„Den Feldhamster trifft keine Schuld. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit gerät der Umweltschutz unter Beschuss – ...“ (Abg. Dr. Glawischnig: Ich zitiere immer nur österreichische Zeitungen! Sie reden immer nur über Deutschland!) Da ist auch eine interessante Graphik enthalten. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
„Den Feldhamster trifft keine Schuld. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit gerät der Umweltschutz unter Beschuss – ...“ (Abg. Dr. Glawischnig: Ich zitiere immer nur österreichische Zeitungen! Sie reden immer nur über Deutschland!) Da ist auch eine interessante Graphik enthalten. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Von wem reden Sie? Deutschland oder Österreich?
Ich weiß schon, dass Sie das nicht hören wollen, aber das ist wichtig, wenn man über das Budget redet. Diese Tabelle zeigt, wie hoch die Umweltschutzausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes (Abg. Dr. Glawischnig: Von wem reden Sie? Deutschland oder Österreich?) im Vergleich der einzelnen Länder sind. Und da – man höre und staune! – ist Österreich mit Abstand führend. 2,4 Prozent werden bei uns für den Umweltschutz ausgegeben! (Abg. Krainer: Landwirtschaftsförderung ist das!) Danach kommen die Niederlande mit 2 Prozent, dann Polen, Frankreich, Schweiz – Deutschland erst nach den USA, das ist interessant.
Abg. Krainer: Landwirtschaftsförderung ist das!
Ich weiß schon, dass Sie das nicht hören wollen, aber das ist wichtig, wenn man über das Budget redet. Diese Tabelle zeigt, wie hoch die Umweltschutzausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes (Abg. Dr. Glawischnig: Von wem reden Sie? Deutschland oder Österreich?) im Vergleich der einzelnen Länder sind. Und da – man höre und staune! – ist Österreich mit Abstand führend. 2,4 Prozent werden bei uns für den Umweltschutz ausgegeben! (Abg. Krainer: Landwirtschaftsförderung ist das!) Danach kommen die Niederlande mit 2 Prozent, dann Polen, Frankreich, Schweiz – Deutschland erst nach den USA, das ist interessant.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mittermüller.
Ich hoffe, dass der österreichischen Umwelt Rot-Grün lange erspart bleibt, sonst würden wir auch eine massive Verschlechterung der Umweltqualität zu erwarten haben, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mittermüller.)
Rufe bei den Grünen: Das wissen wir eh!
Sie haben auch das Thema Feinstaub angesprochen, und auch ich möchte dazu kurz etwas sagen. Wir haben ausgiebig darüber diskutiert. Die Verantwortung liegt bei den Ländern. (Rufe bei den Grünen: Das wissen wir eh!) Die Länder wollten die Verantwortung, nun müssen sie sie auch wahrnehmen! Sie haben heute schon gesagt, sie ließen sich nicht gerne etwas anschaffen beziehungsweise noch nicht anschaffen, aber Sie verlangen von mir, Ihrem Landesrat Rudi Anschober anzuschaffen, wie er Umweltpolitik machen soll. Ich gehe davon aus, dass er das eigentlich wissen müsste, aber – offensichtlich! – nicht die entsprechenden Maßnahmen ergreift, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Grünen!
Abg. Dr. Glawischnig: Auch für Sie!
Ich sage aber klipp und klar: Jene, die Verantwortung tragen, sie gewollt und übernommen haben, müssen dann auch die entsprechenden Maßnahmen setzen! Das gilt für alle Bereiche der politischen Auseinandersetzung (Abg. Dr. Glawischnig: Auch für Sie!), aber eben auch für die zentrale Frage der Feinstaub-Problematik, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Abg. Krainer: Das gilt auch für Sie!)
Abg. Krainer: Das gilt auch für Sie!
Ich sage aber klipp und klar: Jene, die Verantwortung tragen, sie gewollt und übernommen haben, müssen dann auch die entsprechenden Maßnahmen setzen! Das gilt für alle Bereiche der politischen Auseinandersetzung (Abg. Dr. Glawischnig: Auch für Sie!), aber eben auch für die zentrale Frage der Feinstaub-Problematik, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Abg. Krainer: Das gilt auch für Sie!)
Abg. Krainer: Das ist doch Landwirtschaftsförderung!
Was die Bilanz der Umweltpolitik in Österreich betrifft, so ist zu sagen: Wir geben dafür verglichen mit den anderen Ländern der Europäischen Union am meisten Geld aus. (Abg. Krainer: Das ist doch Landwirtschaftsförderung!) Wir liegen, meine sehr geehrten Damen und Herren, was die Lebensqualität in Europa betrifft, im absoluten Spit-
Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Grillitsch und Krainer.
zenfeld. (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Grillitsch und Krainer.) Das fällt nicht vom Himmel, sondern wurde aktiv von dieser Bundesregierung gestaltet.
Abg. Dr. Pirklhuber: ... in dem Bereich noch nicht ausreichend!
Was ist die Bilanz? – Wir stellen in der Wasserversorgung, in der Abwasserentsorgung 218 Millionen € an Bundesmitteln pro Jahr zur Verfügung, sichern also die Wasserverbesserung, eine Qualitätsverbesserung sowie 18 000 Arbeitsplätze in Österreich mit richtigen, wichtigen Umweltinvestments. (Abg. Dr. Pirklhuber: ... in dem Bereich noch nicht ausreichend!) Wir steigern die Mittel zur Erreichung unseres Klimaschutzzieles abermals um 30 Millionen €! Plus 30 Millionen € bei einer Kapitelsumme von 525 Millionen €, meine sehr geehrten Damen und Herren – das ist ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung, um das umzusetzen, was wir uns im Bereich Klimaschutz vorgenommen haben.
Abg. Krainer: Die Zahlen sagen aber anderes!
Wir haben als eines der ersten Länder der Europäischen Union mit der Emissionshandelsrichtlinie die Antwort auf die ökologischen Herausforderungen im Klimaschutz und auch die Berücksichtigung der ökonomischen Ziele des Landes optimal vereinbaren können. Wir wollen mit dem Emissionshandel 1,65 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr reduzieren – wir haben das als erstes Land in Europa umgesetzt, eingereicht und Punkt für Punkt in diesem Bereich weitergearbeitet. (Abg. Krainer: Die Zahlen sagen aber anderes!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Wir haben gestern ein Bundeslärmschutzgesetz durch den Ministerrat gebracht. Erstmals wird damit ein zentrales umweltpolitisches Thema, zersplittert auf viele Materiengesetze, in ein Bundesgesetz konzentriert. Ich, wir sagen der Lärmbelastung der österreichischen Bevölkerung den Kampf an. Auch diese Herausforderung werden wir zum Wohle der Menschen in diesem Land gemeinsam entsprechend beantworten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
dieser Basis können wir auch für die Zukunft eine positive Entwicklung gestalten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Werner Kummerer (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Der Herr Bundesminister hat soeben behauptet, dass er alle an ihn gestellten Budgetanfragen am 1. April schriftlich beantwortet hat. – Das ist unrichtig! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig! Das stimmt! Das wurde zugesagt!
Richtig ist vielmehr, dass der Herr Bundesminister die an ihn gestellten kurzen schriftlichen Budgetanfragen gemäß § 32a Abs. 5 GOG beantwortet hat, die mündlich in der zweiten Runde gestellten Fragen, bezüglich deren es eine Vier-Parteien-Einigung und eine Zusicherung des Herrn Bundesministers gab, diese zu beantworten, wurden nicht beantwortet. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig! Das stimmt! Das wurde zugesagt!)
Abg. Rädler: Ein weiterer „Höhepunkt“!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Gaßner. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Rädler: Ein weiterer „Höhepunkt“!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich habe nicht geschimpft!
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Es freut mich, dass Sie es für einen Höhepunkt halten, Herr Kollege, wenn ich spreche. – Herr Bundesminister, die Stellungnahmen der Regierungsmitglieder gleichen einander sehr: Jubel, Jubel, Halleluja singen und ein bissel über Deutschland schimpfen. – Das war es dann. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich habe nicht geschimpft!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ihr könnt alles beschließen!
Übrigens, Herr Bundesminister, die Partikelfilter für die LKWs, durch die die Feinstaubbelastung geringer wird, können wir ja hier beschließen, oder? (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ihr könnt alles beschließen!) – Na ja, eben! Wo ist das Gesetz? Wo ist so ein Gesetzesvorschlag? (Abg. Marizzi: Eben! – Abg. Gaál: Das ist Bundeskompetenz!)
Abg. Marizzi: Eben! – Abg. Gaál: Das ist Bundeskompetenz!
Übrigens, Herr Bundesminister, die Partikelfilter für die LKWs, durch die die Feinstaubbelastung geringer wird, können wir ja hier beschließen, oder? (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ihr könnt alles beschließen!) – Na ja, eben! Wo ist das Gesetz? Wo ist so ein Gesetzesvorschlag? (Abg. Marizzi: Eben! – Abg. Gaál: Das ist Bundeskompetenz!)
Abg. Grillitsch: ... das mit der Ausgleichszulage für Bergbauern?
60 Millionen € mehr für das Landwirtschaftsbudget – Jubel von den Bauernbündlern. Die anderen Bünde halten sich schon etwas mehr zurück; leider, denn wenn man sieht, wie die Verteilung ausschaut, dann erkennt man, es hat sich nichts geändert: Je mehr Kuhschwänze, je mehr Hektar, desto mehr Geld. Es ist nicht die Arbeitszeit, es sind nicht die Arbeitskraft und der Arbeitsplatz die Maßgröße, sondern die Größe des Betriebes. (Abg. Grillitsch: ... das mit der Ausgleichszulage für Bergbauern?)
Abg. Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer: Das hat er ja nicht gesagt!
Und da unterscheiden wir uns in der Sichtweise. (Abg. Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer: Das hat er ja nicht gesagt!) Für uns von der SPÖ gehören alle Menschen, die dort leben und wohnen, zum ländlichen Raum, und zwar mit den Schulen, die es dort noch gibt, mit der öffentlichen Infrastruktur, die es dort noch gibt – Ihre Ministerkollegen bemühen sich ja redlich und sehr erfolgreich, diese Einrichtungen zu schließen, siehe Post, Gendarmerie, Bezirksgerichte –, auch mit den Gemeindeverwaltungen, die es dort noch gibt, mit dem öffentlichen Nahverkehr, den es dort noch gibt, mit den kleinen Gewerbebetrieben, die es dort vereinzelt noch gibt, und mit den Arbeitsplätzen. Das ist für uns der ländliche Raum, sehr geehrter Herr Minister!
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Gerne!
Ich freue mich auf die Stellungnahme der ÖVP-Bürgermeister zu dieser Aussage des Gemeindebundes. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Gerne!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen des Hohen Hauses! Herr Kollege Gaßner, Sie haben sich jetzt sehr intensiv dem ländlichen Raum gewidmet. Die SPÖ hat ja gerade in den letzten Jahren den ländlichen Raum entdeckt; in den Jahren und Jahrzehnten davor, als Sie tatsächlich die Möglichkeiten gehabt hätten, konsequent für den ländlichen Raum einzutreten, war allerdings nichts davon zu hören. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Reheis: Sie haben den ländlichen Raum zerschlagen! Das ist das Problem!
Ich darf Sie daran erinnern, dass die ersten Schließungen im ländlichen Raum auch Sie, auch die SPÖ – ganz alleine! – zu verantworten gehabt haben. (Abg. Reheis: Sie haben den ländlichen Raum zerschlagen! Das ist das Problem!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Reheis.
Der ländliche Raum ist für unseren Minister ganz sicherlich mehr als die Urproduktion, aber er hat ganz vehement darauf hingewiesen, dass die Urproduktion schlichtweg die Basis für den ländlichen Raum ist. Sie können ganz sicherlich nicht bestreiten, dass Land- und Forstwirtschaft nach wie vor die Basis im ländlichen Raum ist. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Reheis.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.
Werte Damen und Herren, ich möchte mich daher auch dem ländlichen Raum widmen, der für uns immer ein großes Gewicht gehabt hat und dem große Aufmerksamkeit zuteil wurde. Seit dem Beitritt zur EU ist er von der Agrarpolitik her auch in finanzieller Hinsicht ein ganz wesentlicher Baustein. Wir geben, glaube ich, die richtigen Antworten auf die Fragen der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.) In den bisherigen Perioden – das heißt von 1995 bis 1999 und jetzt von 2000 bis 2006 – haben wir sehr viele Programme dafür entwickelt.
Abg. Dr. Bauer: ... richtig!
Ich darf hier insbesondere das Leader-Programm herausgreifen, das, glaube ich, auch sehr genau als Antwort auf den Kollegen Gaßner passt. Im Leader, einem Pilotprogramm für innovative Strategien, geht es um die multisektorale Einbindung, um die multisektorale Vernetzung – das ist ein Grundprinzip. Das heißt: Auch da ist nicht nur die Landwirtschaft beteiligt, sondern die Gewerbebereiche, der Tourismus, Soziales, Infrastruktur sind genauso hinzuzufügen – all das unter Einbeziehung der lokalen Akteure. (Abg. Dr. Bauer: ... richtig!)
Rufe bei der ÖVP: Zeit!
Es gibt viele Projekte im ländlichen Raum, die genau diese Prinzipien berücksichtigt, die zu einer Vernetzung aller Sektoren geführt haben. Dafür werden wir auch in den nächsten Jahren sorgen: Für die künftige Programmperiode von 2007 bis 2013 schaffen wir bereits jetzt die Grundlagen (Rufe bei der ÖVP: Zeit!), und unser Minister für den ländlichen Raum wird ganz sicher dafür sorgen, denn er ist eben nicht nur der Lebensminister, sondern insgesamt der Minister für den ländlichen Raum, in dem alle Lebensbereiche vorhanden sind. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Es gibt viele Projekte im ländlichen Raum, die genau diese Prinzipien berücksichtigt, die zu einer Vernetzung aller Sektoren geführt haben. Dafür werden wir auch in den nächsten Jahren sorgen: Für die künftige Programmperiode von 2007 bis 2013 schaffen wir bereits jetzt die Grundlagen (Rufe bei der ÖVP: Zeit!), und unser Minister für den ländlichen Raum wird ganz sicher dafür sorgen, denn er ist eben nicht nur der Lebensminister, sondern insgesamt der Minister für den ländlichen Raum, in dem alle Lebensbereiche vorhanden sind. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Es gibt gerade in der Landwirtschaftspolitik ein sehr interessantes Phänomen: Seit Beginn der Ersten Republik hatten wir 22 ÖVP-Landwirtschaftsminister, Herr Minister Pröll ist der 23. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Und in dieser Zeit hatten wir einen ungebremsten Rückgang der Zahl bäuerlicher Betriebe – einen ungebremsten Rückgang der Zahl bäuerlicher Betriebe! (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Sburny und Grillitsch.)
Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Sburny und Grillitsch.
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Es gibt gerade in der Landwirtschaftspolitik ein sehr interessantes Phänomen: Seit Beginn der Ersten Republik hatten wir 22 ÖVP-Landwirtschaftsminister, Herr Minister Pröll ist der 23. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Und in dieser Zeit hatten wir einen ungebremsten Rückgang der Zahl bäuerlicher Betriebe – einen ungebremsten Rückgang der Zahl bäuerlicher Betriebe! (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Sburny und Grillitsch.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
sucht werden! Was passiert hier? – Im Landwirtschaftsbereich ist das aber nicht so. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Hornek: Haben Sie etwas zu verbergen?
Ich muss Ihnen Recht geben, Herr Minister, im Landwirtschaftsbereich ist das System extrem effizient. Wir Bauern und Bäuerinnen sind „durchsichtig“. Wir sind der gläserne Bauer und die gläserne Bäuerin. Bei uns ist selbst bekannt, welches Waschmittel wir verwenden. Das ist die Situation. Aber dieses System ist extrem ungerecht, es ist extrem ungerecht in der Förderverteilpolitik. (Abg. Hornek: Haben Sie etwas zu verbergen?) – Was soll ich zu verbergen haben? Soll ich verbergen, dass 10 000 Arbeitsplätze im ländlichen Raum verloren gegangen sind? Stimmt Sie das fröhlich? Was soll das für ein Erfolg sein? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich muss Ihnen Recht geben, Herr Minister, im Landwirtschaftsbereich ist das System extrem effizient. Wir Bauern und Bäuerinnen sind „durchsichtig“. Wir sind der gläserne Bauer und die gläserne Bäuerin. Bei uns ist selbst bekannt, welches Waschmittel wir verwenden. Das ist die Situation. Aber dieses System ist extrem ungerecht, es ist extrem ungerecht in der Förderverteilpolitik. (Abg. Hornek: Haben Sie etwas zu verbergen?) – Was soll ich zu verbergen haben? Soll ich verbergen, dass 10 000 Arbeitsplätze im ländlichen Raum verloren gegangen sind? Stimmt Sie das fröhlich? Was soll das für ein Erfolg sein? (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ellmauer: Ein völliger Unsinn!
Wir haben also 22 ÖVP-Landwirtschaftsminister seit der Gründung der Ersten Republik, den 23. haben wir jetzt, und wir haben einen Rückgang der Anzahl der bäuerlichen Arbeitsplätze in einem ungeahnten Ausmaß. Dazu kommt noch, dass die Bäuerinnen und Bauern, die sehr ökologisch vorgegangen sind, Lieferverzicht geübt haben bei der Milchquote, bei der Milchprämie, und diese werden jetzt vom Minister taxfrei zu Vergangenheitsbetrieben erklärt. Diese Bauern wollen wir lieber nicht fördern, wollen wir lieber nicht in die Zukunft mitnehmen. Mitnehmen hingegen wollen wir die großen Betriebe, die extrem umweltunfreundlich wirtschaften. (Abg. Ellmauer: Ein völliger Unsinn!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ihnen nicht!
Jetzt muss ich noch ein bisschen auf das Thema Umwelt zu sprechen kommen. Herr Minister Pröll ist auch Umweltminister, obwohl das nicht immer auffällt. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ihnen nicht!) Er sagt, dass 2,4 Prozent des Budgets in Österreich für Umweltmaßnahmen verwendet werden. (Abg. Kopf: Wenn jemand arbeitet, muss er nicht unbedingt laut sein!) Das ist gut so. Ich glaube auch aus der Anfragebeantwortung herauslesen zu können, dass der Herr Minister durch unsere Feinstaubkampagne aufgerüttelt worden ist, weil er gesehen hat, dass er jetzt selbst etwas tun muss, nachdem im Verkehrsministerium nach fünf Jahren Misswirtschaft durch FPÖ- und jetzt BZÖ-Minister ein totaler Stillstand eingetreten ist. Das sind verlorene Jahre für die österreichische Verkehrspolitik, daher muss er jetzt selbst etwas unternehmen. Und er hat durchaus dankens- und erwähnenswerterweise auch für diesen Bereich Mittel frei gemacht.
Abg. Kopf: Wenn jemand arbeitet, muss er nicht unbedingt laut sein!
Jetzt muss ich noch ein bisschen auf das Thema Umwelt zu sprechen kommen. Herr Minister Pröll ist auch Umweltminister, obwohl das nicht immer auffällt. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ihnen nicht!) Er sagt, dass 2,4 Prozent des Budgets in Österreich für Umweltmaßnahmen verwendet werden. (Abg. Kopf: Wenn jemand arbeitet, muss er nicht unbedingt laut sein!) Das ist gut so. Ich glaube auch aus der Anfragebeantwortung herauslesen zu können, dass der Herr Minister durch unsere Feinstaubkampagne aufgerüttelt worden ist, weil er gesehen hat, dass er jetzt selbst etwas tun muss, nachdem im Verkehrsministerium nach fünf Jahren Misswirtschaft durch FPÖ- und jetzt BZÖ-Minister ein totaler Stillstand eingetreten ist. Das sind verlorene Jahre für die österreichische Verkehrspolitik, daher muss er jetzt selbst etwas unternehmen. Und er hat durchaus dankens- und erwähnenswerterweise auch für diesen Bereich Mittel frei gemacht.
Abg. Kopf: Sagt die „Neue Zürcher Zeitung“!
Das spürt auch Herr Minister Pröll, das kann ich mir sehr gut vorstellen. (Abg. Kopf: Sagt die „Neue Zürcher Zeitung“!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich fürchte mich nicht!
Das fürchtet der Herr Minister natürlich. Er hat viel gearbeitet (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich fürchte mich nicht!) und möchte jetzt nicht mit dieser Chaos-Truppe
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich fürchte mich nicht! – Abg. Kopf: So furchtsam schaut er nicht aus!
untergehen. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich fürchte mich nicht! – Abg. Kopf: So furchtsam schaut er nicht aus!) Das merkt man natürlich auch an seiner jetzigen Politik. (Abg. Neudeck: Er fürchtet Ihre Analysen mehr!)
Abg. Neudeck: Er fürchtet Ihre Analysen mehr!
untergehen. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich fürchte mich nicht! – Abg. Kopf: So furchtsam schaut er nicht aus!) Das merkt man natürlich auch an seiner jetzigen Politik. (Abg. Neudeck: Er fürchtet Ihre Analysen mehr!)
Beifall bei den Grünen.
Wenn es schon nicht auf nationaler Ebene gelingt, etwas für Österreich weiterzubringen, so hoffe ich doch, dass die internationale Ebene funktioniert. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Frau Kollegin Rest-Hinterseer, als Vertreterin der von Ihnen gerade angesprochenen „Chaos-Truppe“ möchte ich ganz klar sagen, dass wir sehr genau wissen, was wir wollen, dass wir heute hier stehen, um das Budget zu verhandeln, und dass wir konstruktive Regierungsarbeit leisten. Weder die Regierung noch, so glaube ich, der Herr Bundesminister sind verzagt, denn wir leisten sehr konstruktive und gute Arbeit für alle Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Die Regierung nimmt Klimaschutz ernst, und das zeigt sich auch im vorliegenden Budget, in dem über 30 Millionen € mehr für Klimaschutz für das Jahr 2006 zur Verfügung stehen werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Bundesregierung setzt konkrete Taten, um den hohen Umweltstandard in Österreich erhalten zu können. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Er übt wieder einmal! – Abg. Wittauer: Wozu gibt es eine Berichtigung? Berichtigung von der Berichtigung!
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Dr. Einem zu Wort gemeldet. Fakten gegen Fakten. – Bitte. (Abg. Neudeck: Er übt wieder einmal! – Abg. Wittauer: Wozu gibt es eine Berichtigung? Berichtigung von der Berichtigung!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Da sieht man es wieder! Nicht einmal das hat er gemacht!
Frau Abgeordnete, Ihre Erinnerung trügt Sie. Die „Straßenminister“ waren stets von der ÖVP und keine sozialistischen Minister, falls Sie das nicht mehr wissen sollten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Da sieht man es wieder! Nicht einmal das hat er gemacht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: War das jetzt der Schlusssatz?
Abgeordnete Gabriele Binder (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Kollege Neudeck, es kommt immer auf die Zuständigkeit an. Gschaftlhuber brauchen wir nicht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: War das jetzt der Schlusssatz?)
Zwischenruf des Abg. Wittauer
Zwei Bemerkungen zu Ausführungen von Vorrednern: Kollege Auer, den ländlichen Raum brauchen wir nicht zu entdecken (Zwischenruf des Abg. Wittauer), denn der Großteil von uns lebt nämlich im ländlichen Raum. Hören und staunen Sie nur! Es sind Sie und Ihre Partei, die den ländlichen Raum aushöhlen. (Abg. Wittauer: Frau Kollegin, jetzt geht Ihnen der Stoff aus!) – Kollege Wittauer gibt wieder Zwischenrufe in fester Lautstärke von sich.
Abg. Wittauer: Frau Kollegin, jetzt geht Ihnen der Stoff aus!
Zwei Bemerkungen zu Ausführungen von Vorrednern: Kollege Auer, den ländlichen Raum brauchen wir nicht zu entdecken (Zwischenruf des Abg. Wittauer), denn der Großteil von uns lebt nämlich im ländlichen Raum. Hören und staunen Sie nur! Es sind Sie und Ihre Partei, die den ländlichen Raum aushöhlen. (Abg. Wittauer: Frau Kollegin, jetzt geht Ihnen der Stoff aus!) – Kollege Wittauer gibt wieder Zwischenrufe in fester Lautstärke von sich.
Beifall bei der SPÖ
Zweiter Punkt, meine Damen und Herren: Auf Grund der Ausführungen meiner Vorredner habe ich mir kurz überlegt, mein Redekonzept zu verändern, denn Ihre Angriffe auf die Opposition, wenn es um Fakten und Zahlen geht und wenn es darum geht, Versäumnisse aufzuzeigen, sind eigentlich Luft im leeren Raum, aber ich bleibe dabei, dass wir stolz auf unsere Bauern in Österreich sind (Beifall bei der SPÖ), denn sie sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft, unseres Lebens und vor allen Dingen auch unseres Landes. (Abg. Wittauer: Wie viel sind das?) Sie leisten vor allem hervorragende Arbeit unter sehr schwierigen und sehr unterschiedlichen Bedingungen – Bedingungen, die sehr differenziert zu sehen sind. Deshalb brauchen auch die Bäuerinnen und Bauern Unterstützung und Förderung, die auch sehr differenziert gewährleistet werden muss. Vor allen Dingen, meine Damen und Herren, hätten sich die Bäuerinnen und Bauern die beste Interessenvertretung verdient, die es gibt. (Rufe bei der ÖVP: Die haben sie! – Abg. Hornek: Sie haben das zweite Mal Recht!) Dass dem nicht so ist, Kolleginnen und Kollegen, zeigt, dass immer mehr Bäuerinnen und Bauern mit dem derzeitigen System absolut unzufrieden sind. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Welche Bauern?)
Abg. Wittauer: Wie viel sind das?
Zweiter Punkt, meine Damen und Herren: Auf Grund der Ausführungen meiner Vorredner habe ich mir kurz überlegt, mein Redekonzept zu verändern, denn Ihre Angriffe auf die Opposition, wenn es um Fakten und Zahlen geht und wenn es darum geht, Versäumnisse aufzuzeigen, sind eigentlich Luft im leeren Raum, aber ich bleibe dabei, dass wir stolz auf unsere Bauern in Österreich sind (Beifall bei der SPÖ), denn sie sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft, unseres Lebens und vor allen Dingen auch unseres Landes. (Abg. Wittauer: Wie viel sind das?) Sie leisten vor allem hervorragende Arbeit unter sehr schwierigen und sehr unterschiedlichen Bedingungen – Bedingungen, die sehr differenziert zu sehen sind. Deshalb brauchen auch die Bäuerinnen und Bauern Unterstützung und Förderung, die auch sehr differenziert gewährleistet werden muss. Vor allen Dingen, meine Damen und Herren, hätten sich die Bäuerinnen und Bauern die beste Interessenvertretung verdient, die es gibt. (Rufe bei der ÖVP: Die haben sie! – Abg. Hornek: Sie haben das zweite Mal Recht!) Dass dem nicht so ist, Kolleginnen und Kollegen, zeigt, dass immer mehr Bäuerinnen und Bauern mit dem derzeitigen System absolut unzufrieden sind. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Welche Bauern?)
Rufe bei der ÖVP: Die haben sie! – Abg. Hornek: Sie haben das zweite Mal Recht!
Zweiter Punkt, meine Damen und Herren: Auf Grund der Ausführungen meiner Vorredner habe ich mir kurz überlegt, mein Redekonzept zu verändern, denn Ihre Angriffe auf die Opposition, wenn es um Fakten und Zahlen geht und wenn es darum geht, Versäumnisse aufzuzeigen, sind eigentlich Luft im leeren Raum, aber ich bleibe dabei, dass wir stolz auf unsere Bauern in Österreich sind (Beifall bei der SPÖ), denn sie sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft, unseres Lebens und vor allen Dingen auch unseres Landes. (Abg. Wittauer: Wie viel sind das?) Sie leisten vor allem hervorragende Arbeit unter sehr schwierigen und sehr unterschiedlichen Bedingungen – Bedingungen, die sehr differenziert zu sehen sind. Deshalb brauchen auch die Bäuerinnen und Bauern Unterstützung und Förderung, die auch sehr differenziert gewährleistet werden muss. Vor allen Dingen, meine Damen und Herren, hätten sich die Bäuerinnen und Bauern die beste Interessenvertretung verdient, die es gibt. (Rufe bei der ÖVP: Die haben sie! – Abg. Hornek: Sie haben das zweite Mal Recht!) Dass dem nicht so ist, Kolleginnen und Kollegen, zeigt, dass immer mehr Bäuerinnen und Bauern mit dem derzeitigen System absolut unzufrieden sind. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Welche Bauern?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Welche Bauern?
Zweiter Punkt, meine Damen und Herren: Auf Grund der Ausführungen meiner Vorredner habe ich mir kurz überlegt, mein Redekonzept zu verändern, denn Ihre Angriffe auf die Opposition, wenn es um Fakten und Zahlen geht und wenn es darum geht, Versäumnisse aufzuzeigen, sind eigentlich Luft im leeren Raum, aber ich bleibe dabei, dass wir stolz auf unsere Bauern in Österreich sind (Beifall bei der SPÖ), denn sie sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft, unseres Lebens und vor allen Dingen auch unseres Landes. (Abg. Wittauer: Wie viel sind das?) Sie leisten vor allem hervorragende Arbeit unter sehr schwierigen und sehr unterschiedlichen Bedingungen – Bedingungen, die sehr differenziert zu sehen sind. Deshalb brauchen auch die Bäuerinnen und Bauern Unterstützung und Förderung, die auch sehr differenziert gewährleistet werden muss. Vor allen Dingen, meine Damen und Herren, hätten sich die Bäuerinnen und Bauern die beste Interessenvertretung verdient, die es gibt. (Rufe bei der ÖVP: Die haben sie! – Abg. Hornek: Sie haben das zweite Mal Recht!) Dass dem nicht so ist, Kolleginnen und Kollegen, zeigt, dass immer mehr Bäuerinnen und Bauern mit dem derzeitigen System absolut unzufrieden sind. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Welche Bauern?)
Abg. Neudeck: Da haben Sie aber jetzt Gusenbauer auch dazu gezählt!
Tatsache ist, meine Damen und Herren, dass immer mehr Geld für immer weniger Bäuerinnen und Bauern zur Verfügung gestellt wird. (Abg. Neudeck: Da haben Sie aber jetzt Gusenbauer auch dazu gezählt!) Und das ist absolut ungerecht, denn viele Bäuerinnen und Bauern schauen gerade (Abg. Wittauer: Frau Kollegin, Sie haben keine Ahnung!) auf Grund dieser Umverteilungspolitik, Kollege Wittauer, durch die Finger. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Mit der Landwirtschaft haben Sie überhaupt nichts zu tun! – Abg. Reheis: Herr Präsident! Wittauer sitzt nicht auf seinem Platz!)
Abg. Wittauer: Frau Kollegin, Sie haben keine Ahnung!
Tatsache ist, meine Damen und Herren, dass immer mehr Geld für immer weniger Bäuerinnen und Bauern zur Verfügung gestellt wird. (Abg. Neudeck: Da haben Sie aber jetzt Gusenbauer auch dazu gezählt!) Und das ist absolut ungerecht, denn viele Bäuerinnen und Bauern schauen gerade (Abg. Wittauer: Frau Kollegin, Sie haben keine Ahnung!) auf Grund dieser Umverteilungspolitik, Kollege Wittauer, durch die Finger. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Mit der Landwirtschaft haben Sie überhaupt nichts zu tun! – Abg. Reheis: Herr Präsident! Wittauer sitzt nicht auf seinem Platz!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Mit der Landwirtschaft haben Sie überhaupt nichts zu tun! – Abg. Reheis: Herr Präsident! Wittauer sitzt nicht auf seinem Platz!
Tatsache ist, meine Damen und Herren, dass immer mehr Geld für immer weniger Bäuerinnen und Bauern zur Verfügung gestellt wird. (Abg. Neudeck: Da haben Sie aber jetzt Gusenbauer auch dazu gezählt!) Und das ist absolut ungerecht, denn viele Bäuerinnen und Bauern schauen gerade (Abg. Wittauer: Frau Kollegin, Sie haben keine Ahnung!) auf Grund dieser Umverteilungspolitik, Kollege Wittauer, durch die Finger. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Mit der Landwirtschaft haben Sie überhaupt nichts zu tun! – Abg. Reheis: Herr Präsident! Wittauer sitzt nicht auf seinem Platz!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
In diesem Sinne, Herr Minister, fordere ich Sie auf, die berechtigten Anliegen der Bäuerinnen und Bauern, der Frauen und Männer im ländlichen Raum ernst zu nehmen und für Gerechtigkeit und Ausgewogenheit im ländlichen Raum zu sorgen, denn – ich zitiere meinen Kollegen Bauer – der ländliche Raum ist auf keinen Fall Bauernbund. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Wittauer: Auf die Unterstellungen erwarte ich mir jetzt schon Antworten! – Gegenruf des Abg. Dr. Cap.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Hornek. 4 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Wittauer: Auf die Unterstellungen erwarte ich mir jetzt schon Antworten! – Gegenruf des Abg. Dr. Cap.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Nicht einmal bei der Landwirtschaftsdebatte ist Gusenbauer da!
Abgeordneter Erwin Hornek (ÖVP): Herr Kollege Cap, soll ich Herrn Gusenbauer als Bauer würdigen, oder was ist Ihr Wunsch? (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Nicht einmal bei der Landwirtschaftsdebatte ist Gusenbauer da!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir in Österreich energiepolitisch auf dem richtigen Weg sind, und unter der Leitung unseres Bundesministers Dipl.-Ing. Pröll wird uns in diesem Zusammenhang ein Schritt nach dem anderen gelingen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wittauer: Da haben wir keine Bedenken!
Abgeordneter Christian Faul (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Kolleginnen und Kollegen! Kollege Wittauer hat heute hier am Rednerpult so großartig und so vollmundig die Wende beschworen und uns gesagt, was sich schon weiterbewegt hat und weiterbewegen wird: Hoffentlich, lieber Kollege Wittauer, hast du nicht die Sessel eurer FPÖ-Abgeordneten gemeint, die sich leeren werden, um dann durch unsere Abgeordneten besetzt zu werden. Hättest du dir lieber gewünscht, du wärst Sitzenbleiber geblieben! Das wäre besser für dich. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wittauer: Da haben wir keine Bedenken!)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Die war staatstragend! Eine staatstragende Rede!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Kollege Scheuch ist heute hier ans Rednerpult getreten und hat wieder die alte Keule des Klassenkampfes ausgepackt. Dazu braucht man sich nur die heutige Rede von Fritz Grillitsch anzuhören (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Die war staatstragend! Eine staatstragende Rede!): Fritz Grillitsch hat über Allerweltsthemen gesprochen, aber nicht über die Landwirtschaft, insbesondere nicht über die Förderungen, weil er Angst hat, dass bei den Vertretern der kleinen und mittleren Unternehmen, den Vertretern der Wirtschaft (Abg. Grillitsch: Da hast du aber nicht zugehört!) – diese waren zwar nicht da – Unfriede erzeugt wird und dass von dort die Kritik aus den eigenen Reihen kommt.
Abg. Grillitsch: Da hast du aber nicht zugehört!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Kollege Scheuch ist heute hier ans Rednerpult getreten und hat wieder die alte Keule des Klassenkampfes ausgepackt. Dazu braucht man sich nur die heutige Rede von Fritz Grillitsch anzuhören (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Die war staatstragend! Eine staatstragende Rede!): Fritz Grillitsch hat über Allerweltsthemen gesprochen, aber nicht über die Landwirtschaft, insbesondere nicht über die Förderungen, weil er Angst hat, dass bei den Vertretern der kleinen und mittleren Unternehmen, den Vertretern der Wirtschaft (Abg. Grillitsch: Da hast du aber nicht zugehört!) – diese waren zwar nicht da – Unfriede erzeugt wird und dass von dort die Kritik aus den eigenen Reihen kommt.
Abg. Grillitsch: Die laut Moser nichts tun!
schaftet. Das Geld geht nach Brüssel und zu 85 Prozent, Herr Bundesminister, zu Ihnen und zu den Bauern zurück. (Abg. Grillitsch: Die laut Moser nichts tun!) Sie haben den Zugriff, und Sie haben mit diesem Budget auch die letzte Möglichkeit für den ländlichen Raum, jene Gelder zu nutzen, die im EU-Regionalmanagement – dort, wo die öffentliche Hand, dort, wo Unternehmerinnen und Unternehmer noch eine Wertschöpfung herausbringen konnten – geparkt waren, verbaut und das unter Ihren Zugriff gebracht. (Abg. Grillitsch: Sagst du das dem Moser?)
Abg. Grillitsch: Sagst du das dem Moser?
schaftet. Das Geld geht nach Brüssel und zu 85 Prozent, Herr Bundesminister, zu Ihnen und zu den Bauern zurück. (Abg. Grillitsch: Die laut Moser nichts tun!) Sie haben den Zugriff, und Sie haben mit diesem Budget auch die letzte Möglichkeit für den ländlichen Raum, jene Gelder zu nutzen, die im EU-Regionalmanagement – dort, wo die öffentliche Hand, dort, wo Unternehmerinnen und Unternehmer noch eine Wertschöpfung herausbringen konnten – geparkt waren, verbaut und das unter Ihren Zugriff gebracht. (Abg. Grillitsch: Sagst du das dem Moser?)
Abg. Wittauer: ...! Die Wirtschaft gegen die Landwirtschaft – das brauchen wir nicht!
Herr Bundesminister, zu Ihrem Slogan „der Bauer als Unternehmer“: 135 Millionen sind dort geparkt, aber es gibt keine Antwort auf die Frage, wie Sie sich das vorstellen! Werden Sie sich mit Ihren Bauern auch der Gewerbeordnung unterwerfen? Werden Sie dort auch die Steuern abführen wie ein ordentlicher Unternehmer, eine ordentliche Unternehmerin (Abg. Wittauer: ...! Die Wirtschaft gegen die Landwirtschaft – das brauchen wir nicht!) – oder werden Sie dadurch nur die kleinen und mittleren Unternehmen in Österreich konkurrenzieren? (Abg. Wittauer: Wir reden über die Landwirtschaft! ...! Seien wir doch froh, dass es ... Projekte gibt!)
Abg. Wittauer: Wir reden über die Landwirtschaft! ...! Seien wir doch froh, dass es ... Projekte gibt!
Herr Bundesminister, zu Ihrem Slogan „der Bauer als Unternehmer“: 135 Millionen sind dort geparkt, aber es gibt keine Antwort auf die Frage, wie Sie sich das vorstellen! Werden Sie sich mit Ihren Bauern auch der Gewerbeordnung unterwerfen? Werden Sie dort auch die Steuern abführen wie ein ordentlicher Unternehmer, eine ordentliche Unternehmerin (Abg. Wittauer: ...! Die Wirtschaft gegen die Landwirtschaft – das brauchen wir nicht!) – oder werden Sie dadurch nur die kleinen und mittleren Unternehmen in Österreich konkurrenzieren? (Abg. Wittauer: Wir reden über die Landwirtschaft! ...! Seien wir doch froh, dass es ... Projekte gibt!)
Abg. Wittauer: ...! Das bedeutet nichts anderes, als dass die Sozialdemokraten die Förderungen abschaffen wollen!
Wir haben gelesen, sie wollen werden: Mechaniker, Installateur, sie wollen Häuser bauen – alles rund um die Wirtschaft. Sie haben aber nicht gesagt, ob Sie sich in dieser Frage auch wie alle anderen Unternehmerinnen und Unternehmer in Österreich der Gewerbeordnung unterwerfen wollen und ob Sie auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich ordentlich beschäftigen wollen. (Abg. Wittauer: ...! Das bedeutet nichts anderes, als dass die Sozialdemokraten die Förderungen abschaffen wollen!)
Abg. Hornek: Hö, hö, hö! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch
Ich nenne Ihnen dazu ein Beispiel, Herr Bundesminister: In einem Supermarkt in meiner Heimatstadt habe ich durch Zufall gesehen, dass die bäuerlichen Genossenschaften dort im Rahmen des Maschinenrings die Putzdienste übernehmen – ohne ordentliche Anstellung, ohne Beschäftigung (Abg. Hornek: Hö, hö, hö! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch) und eigentlich im schwarzen Raum. Das werden wir uns in Weiz anschauen! Diese Konkurrenz müssen Sie auch in den eigenen Reihen durchstehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich nenne Ihnen dazu ein Beispiel, Herr Bundesminister: In einem Supermarkt in meiner Heimatstadt habe ich durch Zufall gesehen, dass die bäuerlichen Genossenschaften dort im Rahmen des Maschinenrings die Putzdienste übernehmen – ohne ordentliche Anstellung, ohne Beschäftigung (Abg. Hornek: Hö, hö, hö! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch) und eigentlich im schwarzen Raum. Das werden wir uns in Weiz anschauen! Diese Konkurrenz müssen Sie auch in den eigenen Reihen durchstehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher
Abgeordneter Dipl.-Ing. Hannes Missethon (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Ein guter Tag für den Bezirk Leoben – ich begrüße den auf der Galerie anwesenden Seniorenbund des Bezirkes Leoben! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher) – beginnt mit Euro-Millionen für den Nationalpark Gesäuse. Herzlichen Dank an die Koalition! (Abg. Marizzi: Und was ist mit Spielberg?)
Abg. Marizzi: Und was ist mit Spielberg?
Abgeordneter Dipl.-Ing. Hannes Missethon (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Ein guter Tag für den Bezirk Leoben – ich begrüße den auf der Galerie anwesenden Seniorenbund des Bezirkes Leoben! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher) – beginnt mit Euro-Millionen für den Nationalpark Gesäuse. Herzlichen Dank an die Koalition! (Abg. Marizzi: Und was ist mit Spielberg?)
Abg. Marizzi: Ach so!
Thema Feinstaub: Geschätzte Damen und Herren! Frau Glawischnig hat sich aus dem Staub gemacht, sehe ich. (Abg. Marizzi: Ach so!) Herr Krainer hat sich auch aus dem Staub gemacht, sehe ich. Ein gutes Beispiel dafür, dass man mit rot-grüner Helikopter-Politik – nämlich mit viel Getöse anfliegen, Staub aufwirbeln und, bevor es etwas zu arbeiten gibt, wieder dahin sein – in diesem Land nicht weiterkommt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Brosz: Arbeitet der Kopf auch?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Brosz: Arbeitet der Kopf auch?
Thema Feinstaub: Geschätzte Damen und Herren! Frau Glawischnig hat sich aus dem Staub gemacht, sehe ich. (Abg. Marizzi: Ach so!) Herr Krainer hat sich auch aus dem Staub gemacht, sehe ich. Ein gutes Beispiel dafür, dass man mit rot-grüner Helikopter-Politik – nämlich mit viel Getöse anfliegen, Staub aufwirbeln und, bevor es etwas zu arbeiten gibt, wieder dahin sein – in diesem Land nicht weiterkommt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Brosz: Arbeitet der Kopf auch?)
Abg. Brosz: Wo arbeitet denn der Kopf gerade?
Geschätzte Damen und Herren! Wir werden am Thema Feinstaub dranbleiben! (Abg. Brosz: Wo arbeitet denn der Kopf gerade?) Ich nenne Ihnen ein konkretes Beispiel, Herr Kollege – bleiben wir bei Wien, und dann gehen wir zur Steiermark. (Abg. Brosz: Wo arbeitet denn der Kopf gerade?) Ich habe heute von Frau Kollegin Glawischnig wieder nichts gehört zur Umweltpolitik in Wien, zur Kollegin Sima. Sie ist mittlerweile
Abg. Brosz: Wo arbeitet denn der Kopf gerade?
Geschätzte Damen und Herren! Wir werden am Thema Feinstaub dranbleiben! (Abg. Brosz: Wo arbeitet denn der Kopf gerade?) Ich nenne Ihnen ein konkretes Beispiel, Herr Kollege – bleiben wir bei Wien, und dann gehen wir zur Steiermark. (Abg. Brosz: Wo arbeitet denn der Kopf gerade?) Ich habe heute von Frau Kollegin Glawischnig wieder nichts gehört zur Umweltpolitik in Wien, zur Kollegin Sima. Sie ist mittlerweile
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Kollege Seitinger von der ÖVP, Umweltlandesrat der Steiermark, zeigt, wie es geht. Wenn Sie die Telefonnummer brauchen: 0316/8772210. Da wird Umweltpolitik gemacht, da zeigt man, wie man Feinstaub bekämpft, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Gradwohl: Die leichteste Methode ist immer, die Grenzwerte zu verändern!
Mit Raunzen (Abg. Gradwohl: Die leichteste Methode ist immer, die Grenzwerte zu verändern!), mit Krankjammern werden wir nicht weiterkommen. Wir werden dafür sorgen, dass die rot-grüne Raunzerecke klein bleibt, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Mit Raunzen (Abg. Gradwohl: Die leichteste Methode ist immer, die Grenzwerte zu verändern!), mit Krankjammern werden wir nicht weiterkommen. Wir werden dafür sorgen, dass die rot-grüne Raunzerecke klein bleibt, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Ist das ein offener Brief?
Sehr geehrter Herr Minister (Abg. Neudeck: Ist das ein offener Brief?), Sie haben im Rahmen der Budgetausschusssitzung gesagt, Sie würden die mündlich gestellten Fragen schriftlich beantworten. Leider musste auch ich feststellen, dass nur eine von zahlreichen Fragen beantwortet wurde. Ich werde deshalb nun vier davon wiederholen.
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Sehr geehrter Herr Minister! Die Konsumentinnen und Konsumenten erwarten von Ihnen vertrauensbildende Maßnahmen! (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
jährlich zirka 4 300 land- und forstwirtschaftliche Betriebe aufgegeben werden. Stimmt Sie das nicht bedenklich, wenn gleichzeitig die Budgetkosten für den Gesamtbereich steigen? Dies bedeutet: Immer mehr Geld für immer weniger Landwirte und dadurch immer mehr Kritik innerhalb der Landwirte und in meiner Gegend, in Vöcklabruck, auch innerhalb der Bauernbund-Funktionäre. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Alle wollen und alle schätzen diese Leistungen, nur: Vom Dank allein können die Bäuerinnen und Bauern nicht leben! Daher brauchen wir eben die Mittel aus den öffentlichen Haushalten. Hier gilt, bitte, das Prinzip: Leistung – Gegenleistung. Wir Bäuerinnen und Bauern sind keine Sozialhilfeempfänger und wollen auch nicht in dieses Eck gedrängt werden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Rest-Hinterseer.
Ich darf Kollegen Pirklhuber fragen, wie viel Prozent der Bauern nun tatsächlich hinter seiner Politik stehen. Er selbst hat es ja versucht und in Oberösterreich bei der Landwirtschaftskammerwahl kandidiert, und er hat es meines Wissens nicht geschafft, da hineinzukommen. In Salzburg das Gleiche: Meine – persönlich sehr geschätzte – Kollegin Heidemarie Rest-Hinterseer hat ja auch mit der grünen Politik bei der Wahl zur Interessenvertretung kandidiert. 1,8 Prozent war die Zustimmung der Bäuerinnen und der Bauern zur grünen Politik – 1,8 Prozent! (Zwischenruf der Abg. Rest-Hinterseer.) Ich darf euch ersparen, wie viel Prozent der Bauernbund in Salzburg oder vor allem auch in Niederösterreich bekommen hat: Hermann Schultes über 90 Prozent!
Beifall bei der ÖVP.
forderungen für eine moderne Landwirtschaftspolitik entspricht und gut ist für die Menschen in Österreich. Deshalb werden wir diesem Budgetentwurf auch zustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, dass hier dringender Handlungsbedarf gegeben ist und dass diese Bescheide beziehungsweise die dagegen erhobenen Einsprüche dringend bearbeitet werden müssen, um nicht zu provozieren, dass weitere kleine Bauern aufhören müssen, weil sie über ÖPUL und über die Betriebsprämienverordnung keine Zuwendung mehr bekommen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Diese Bundesregierung steht für nachhaltige Umweltpolitik. Die ökologische Vernetztheit bedingt allerdings, dass Umweltschutz im verstärkten Ausmaß auch auf globaler Ebene vorangetrieben werden muss. Auf nationaler Ebene haben wir jedenfalls mit dem Budget 2006 – und zwar geben wir zirka 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Umwelt aus – einen weiteren Baustein für die Stabilisierung der hohen Umweltstandards in Österreich gesetzt. Ich stimme daher dem Kapitel Umwelt gerne zu. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Ellmauer: 2,4 Prozent des BIP ist europaweit spitze! Nehmen Sie das einmal zur Kenntnis!
Abgeordneter Gerhard Reheis (SPÖ): Frau Präsidentin! Wertes Mitglied der Bundesregierung! Die Halleluja-Stimmung, die da immer wieder im Bereich der Landwirtschaft und im Umweltbereich seitens der Regierungsmitglieder und Regierungsfraktionen vermittelt wird, wird langsam wirklich unerträglich, nämlich deswegen unerträglich, weil das Gegenteil passiert. (Abg. Ellmauer: 2,4 Prozent des BIP ist europaweit spitze! Nehmen Sie das einmal zur Kenntnis!)
Beifall bei der SPÖ.
Es werden hier im Haus immer Schuldzuweisungen gemacht. Was zum Beispiel die Bewältigung der Umweltproblematik betrifft, haben immer die anderen Schuld, nur: Sie, die Sie in der Regierung sitzen, tragen überhaupt nichts dazu bei, dass es hier zu einer Verbesserung kommt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Das sagen wir ja!
Da hilft es uns überhaupt nichts, wenn wir mit dem Finger auf das Land, auf den Bund oder wo auch immer hinzeigen (Abg. Wittauer: Das sagen wir ja!), sondern da ist es erforderlich, dass wir alle gemeinsam weiterkommen. Ich fordere hier einen nationalen Arbeitskreis mit allen Landes- und Bundesverantwortlichen ein, um dieser Problematik Herr zu werden, weil wir sonst diesbezüglich überhaupt nicht weiterkommen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Jetzt ist der Minister schon verantwortlich für ganz Europa!
Herr Minister, ich frage Sie: Was machen Sie in dieser Sache in Europa? Was machen Sie dort? Es werden zwar die Richtlinien festgesetzt, aber von Begleitmaßnahmen, was den Transit betrifft, was den Verkehr betrifft, was den Ausbau der Schiene betrifft, hören wir überhaupt nichts, meine Damen und Herren! Und das fordere ich auf jeden Fall ein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Jetzt ist der Minister schon verantwortlich für ganz Europa!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich bitte Sie darum, in dieser Problematik gemeinsam und ohne Schuldzuweisungen weiterzukommen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Posch: In Lienz!
Abgeordnete Helga Machne (ÖVP): Sehr verehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das Frühjahr ist da, es wird wärmer, die Luftbewegung nimmt zu – und die Luft wird auch wieder besser. Gott sei Dank, denn zweifelsohne haben wir vor allem im städtischen Bereich, in Imst genauso wie in Lienz, aber auch in anderen Gebieten in Österreich ein Luftproblem. (Abg. Mag. Posch: In Lienz!) Die Feinstaubproblematik ist bei uns sehr groß; es wurde ja in der Vergangenheit ausführlich darüber debattiert. (Abg. Mag. Posch: Übernehmen Sie die Verantwortung dafür!) – Ja, die übernehme ich gerne und habe ich auch gerne übernommen. Ich sage Ihnen auch, wieso. (Abg. Mag. Posch: ... In Lienz ist sie ganz schlecht!)
Abg. Mag. Posch: Übernehmen Sie die Verantwortung dafür!
Abgeordnete Helga Machne (ÖVP): Sehr verehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das Frühjahr ist da, es wird wärmer, die Luftbewegung nimmt zu – und die Luft wird auch wieder besser. Gott sei Dank, denn zweifelsohne haben wir vor allem im städtischen Bereich, in Imst genauso wie in Lienz, aber auch in anderen Gebieten in Österreich ein Luftproblem. (Abg. Mag. Posch: In Lienz!) Die Feinstaubproblematik ist bei uns sehr groß; es wurde ja in der Vergangenheit ausführlich darüber debattiert. (Abg. Mag. Posch: Übernehmen Sie die Verantwortung dafür!) – Ja, die übernehme ich gerne und habe ich auch gerne übernommen. Ich sage Ihnen auch, wieso. (Abg. Mag. Posch: ... In Lienz ist sie ganz schlecht!)
Abg. Mag. Posch: ... In Lienz ist sie ganz schlecht!
Abgeordnete Helga Machne (ÖVP): Sehr verehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das Frühjahr ist da, es wird wärmer, die Luftbewegung nimmt zu – und die Luft wird auch wieder besser. Gott sei Dank, denn zweifelsohne haben wir vor allem im städtischen Bereich, in Imst genauso wie in Lienz, aber auch in anderen Gebieten in Österreich ein Luftproblem. (Abg. Mag. Posch: In Lienz!) Die Feinstaubproblematik ist bei uns sehr groß; es wurde ja in der Vergangenheit ausführlich darüber debattiert. (Abg. Mag. Posch: Übernehmen Sie die Verantwortung dafür!) – Ja, die übernehme ich gerne und habe ich auch gerne übernommen. Ich sage Ihnen auch, wieso. (Abg. Mag. Posch: ... In Lienz ist sie ganz schlecht!)
Beifall bei der ÖVP.
Aber ein Verursacher ist sicher auch der Hausbrand. Ich habe bereits vor zwei Jahren im Hohen Haus über unser Biomasseheizwerk erzählt, und es freut mich natürlich, dass auch der Herr Kollege aus Imst jetzt eines errichtet und den Spatenstich gemacht hat. Ich kann nur sagen, das ist wirklich eine Erfolgsgeschichte. Wir haben inzwischen von 35 Megawatt auf 60 Megawatt erhöht. Wir versorgen 90 Prozent der Lienzer Haushalte und Objekte und haben auch schon Umlandgemeinden angeschlossen. Zudem haben wir jetzt eine eigene Hackschnitzelaufbereitung und sind in der Lage, sehr viel Hackgut von den Bauern zu übernehmen, und können 20 000 Schüttraummeter selbst produzieren. (Beifall bei der ÖVP.) Dadurch sind wir nicht mehr so sehr auf die Holzindustrie angewiesen und schaffen natürlich auch Einkommen für unsere Bauern.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Unser Herr Bundesminister tut dies. Wir sind spitze in Europa, und er wird dafür sorgen, dass wir spitze bleiben und vielleicht noch besser werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, einen Appell möchte ich noch anbringen, speziell an die Bauernvertreter gerichtet: Denken Sie endlich um! Machen Sie endlich ein Förderungssystem, das wirklich gerecht ist, damit auch die kleinen Betriebe überleben können! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Der ist aber nicht im Saal!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Ing. Schultes. (Abg. Parnigoni: Der ist aber nicht im Saal!) Das ist der Nächste bei mir auf der Rednerliste. – Es gibt eine Umnominierung, wie mir gemeldet wird.
Abg. Parnigoni: Sehr tolerant, Frau Präsidentin! Ich hoffe, dass der Herr Erste Präsident das auch in Zukunft so macht!
Als Nächster zu Wort gemeldet ist somit Herr Abgeordneter Keuschnigg. Wunschredezeit: 3 Minuten. – Bitte. (Abg. Parnigoni: Sehr tolerant, Frau Präsidentin! Ich hoffe, dass der Herr Erste Präsident das auch in Zukunft so macht!)
Abg. Gradwohl: Dürfen wir besser werden vielleicht?
Kollege Pirklhuber, Sie haben einiges an der Agrarpolitik kritisiert, vor allem dass es angeblich zu wenig Programme für den Biolandbau gäbe beziehungsweise zu wenig finanzielle Vorschau. Ich möchte dazu sagen, Österreich ist anerkanntermaßen und mit Abstand Spitzenreiter bei der Biolandwirtschaft in Europa. Und das haben wir eigentlich zustande gebracht, um es höflich zu formulieren, ohne dass wir unbedingt auf den Ratschlag der Grünen angewiesen gewesen wären. (Abg. Gradwohl: Dürfen wir besser werden vielleicht?) – Ja, unbedingt! (Ruf bei der ÖVP: Weltmeister!)
Ruf bei der ÖVP: Weltmeister!
Kollege Pirklhuber, Sie haben einiges an der Agrarpolitik kritisiert, vor allem dass es angeblich zu wenig Programme für den Biolandbau gäbe beziehungsweise zu wenig finanzielle Vorschau. Ich möchte dazu sagen, Österreich ist anerkanntermaßen und mit Abstand Spitzenreiter bei der Biolandwirtschaft in Europa. Und das haben wir eigentlich zustande gebracht, um es höflich zu formulieren, ohne dass wir unbedingt auf den Ratschlag der Grünen angewiesen gewesen wären. (Abg. Gradwohl: Dürfen wir besser werden vielleicht?) – Ja, unbedingt! (Ruf bei der ÖVP: Weltmeister!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Aber es ist nicht verfassungskonform, was Sie machen! Das ist das Problem!
Zweitens haben Sie von der Verzweiflung mancher Bauern bei der Umsetzung dieser Agrarreform gesprochen. Ich möchte für die SPÖ und für alle hier im Hause sagen: Wir setzen die größte Agrarreform um. Es wird das gesamte System auf den Kopf gestellt, und selbstverständlich sind da nicht nur die Bauern gefordert, sondern auch die Verwaltung ist im höchsten Maße gefordert. Dies ist ein Riesenprojekt! Aber wir realisieren dieses Projekt, verlassen Sie sich darauf, und wir realisieren es mit dem Vertrauen der Bauern! (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber es ist nicht verfassungskonform, was Sie machen! Das ist das Problem!) Mein Kollege Eßl hat schon darauf hingewiesen: Sie sagen das angesichts der Kammerwahlergebnisse von Salzburg und Niederösterreich! Das werden ja zunehmend Minderheitsfeststellungen! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. –
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Das mag intellektuell durchaus scharf sein, was Sie hier sagen, aber an der Basis der Bauern fasst das offensichtlich nicht Fuß, sonst würde es wohl andere Wahlergebnisse geben. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) – Sie stehlen mir hier wertvolle Sekunden, Herr Kollege!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Redezeit ist leider um, es rächt sich dieser Dialog. – Abschließend: Ich glaube, diesen Mitteleinsatz, den Österreich in der Landwirtschaft tätigt, bekommt die Republik Österreich und bekommt die österreichische Gesellschaft hundertfach zurück. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.
Punkt eins, Herr Kollege Keuschnigg: Der Dialog wäre wichtig, und den Dialog hätten wir immer gesucht, allein er war nicht führbar, weil alle diese Entscheidungen zur gemeinsamen Agrarpolitik sich der Herr Landwirtschaftsminister auf der einen Seite, der Bauernbund und die PRÄKO-Vertreter des Bauernbundes auf der anderen Seite ausgemacht haben. Selbst einen Unterausschuss hier im Hause, der sich mit dem Thema beschäftigen wollte, weil die Parlamentarier mitwirken wollten, habt ihr einfach kalt sterben lassen. Das ist Faktum, und das ist das Schlechte zum einen an der Situation. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Keuschnigg, zum Zweiten ist das Schlechte an der Situation: Es geht nicht um Groß und Klein, da gebe ich Ihnen Recht, aber es geht um eine gerechte Verteilung, und diese gerechte Verteilung findet in Österreich nicht statt. Der Grüne Bericht beweist es jedes Jahr! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da hier immer wieder die Rede davon ist, dass nur kritisiert wird und keine Vorschläge kommen, wiederhole ich gebetsmühlenartig: Herr Bundesminister, Sie haben in Ihrem Ressort eine Arbeitszeitstudie liegen, die als Fördergrundlage herhalten könnte, und zwar hervorragend herhalten könnte. Alleine: Sie weigern sich, sie zu verwenden. Wenn Vorschläge auf dem Tisch liegen, meine Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, dann tun Sie so, als wenn sie nicht vorhanden wären. Nicht einmal ignorieren ist die Devise, um dann zu sagen, es kommen keine Vorschläge. Schämt euch! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Herr Bundesminister, Sie hätten die Chance: Wir haben demnächst – hoffentlich! – wieder eine Sitzung des Agrarausschusses, in der wir darüber reden könnten. Wir könnten hier für mehr Gerechtigkeit sorgen – wenn Sie das wollen. Wir sind dabei! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Steindl – auf dem Weg zum Rednerpult –: 3 Minuten!
Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Steindl. Herr Abgeordneter, wie viel Redezeit darf ich Ihnen einstellen? (Abg. Steindl – auf dem Weg zum Rednerpult –: 3 Minuten!) – Bitte, Sie sind am Wort.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Bundesminister Pröll, ich habe größte Hochachtung vor Ihnen für die von Ihnen gesetzten Maßnahmen und die von Ihnen gemachte Umweltpolitik, die uns in der Umweltbilanz mit Sicherheit weiter voranbringen wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Umweltminister, die Taktik, hauptsächlich den Ländern den „schwarzen Peter“ zuzuspielen, ist nicht gerade dazu geeignet, das Problem der Feinstaubbelastung in den Griff zu bekommen! Beim Feinstaub – das wissen wir! – handelt es sich um eine überregionale Problematik, und die gilt es auch national, wie Kollege Reheis gesagt hat, zu lösen. Ich glaube – und diesen Eindruck erwecken Sie –, dass in Bezug auf die Feinstaubproblematik eher zu viel Staub Ihre klare Sicht behindert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher, Herr Minister: Alle Bekenntnisse zum Umweltschutz bleiben wertlos, wenn sich die Politik vor der Umsetzung entsprechender Maßnahmen drückt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wir von der ÖVP bekennen uns zur Vielfalt des ländlichen Raums, zur Stärke der Regionen – als klare Antwort auf den Versuch einer Einheitswelt ohne Kultur. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Hornek: Kollege, es gibt Höhen und es gibt Tiefen!
Ich möchte aber auch noch erwähnen – der Umweltminister hat das zu Recht zitiert –, dass wir 2,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Umweltschutz aufwenden. Das ist ein beachtlicher Wert, der zeigt, dass Umweltpolitik in Österreich bereits viele Jahrzehnte hindurch betrieben wurde. Keine Regierung entdeckt Umweltschutz neu, und keine Regierung ist losgelöst von dem zu beurteilen, was war. Wir haben in Österreich tatsächlich eine sehr ausgeprägte Umweltpolitik verfolgt, aber ich stelle fest, Herr Bundesminister, dass jetzt in vielen Bereichen eine „Umweltpolitik im Rückwärtsgang“ betrieben wird. (Abg. Hornek: Kollege, es gibt Höhen und es gibt Tiefen!)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt auch andere Bereiche, die durchaus positiv zu erwähnen sind, zum Beispiel die Wasserwirtschaft. Als jemand, der lange Zeit dafür in Niederösterreich zuständig war, muss ich aber doch feststellen, dass auch in diesem Bereich eine Verlängerung der Ausbauperiode erfolgte. Ursprünglich sollte praktisch der Vollausbau bereits 2010 erreicht werden, und jetzt wird dieses Ziel auf 2015 hinausgeschoben – das kann man nicht als positiven Beitrag zur Umweltpolitik bezeichnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend: Umweltpolitik soll in Zukunft verstärkte Bedeutung bekommen aus der Bedeutung für die Lebensqualität der Menschen und für die Wirtschaft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Schwacher Applaus! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Hervorheben möchte ich dabei die Förderung der Maßnahmen für die ländliche Entwicklung, denn dadurch werden Arbeitsplätze geschaffen. Im kommenden Jahr werden 30 Millionen € mehr als heuer für den ländlichen Raum ausgegeben. Kollege Bauer von der SPÖ: Wir dünnen den ländlichen Raum nicht aus, sondern wir stärken ihn! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Schwacher Applaus! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Binder: Sie haben nicht zugehört, Herr Kollege!
Ich weiß, dass Sie von der SPÖ diese Leistungen der Bäuerinnen und Bauern nicht zu schätzen wissen (Abg. Binder: Sie haben nicht zugehört, Herr Kollege!), und ich komme wieder darauf zurück, was Kollege Moser im so genannten EU-Ausschuss gesagt hat: Dass die Landwirtschaft von uns fürs Nichtstun bezahlt wird und keine Wirkung auf die Beschäftigung in Österreich hätte. – Es tut mir wirklich Leid, dass so etwas von Ihrer Seite gesagt wird, und ich möchte das auf das Schärfste zurückweisen!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Dieser Budgetvoranschlag steht für die Absicherung der österreichischen Landwirtschaft durch das Umweltprogramm, durch die Ausgleichszahlungen und die Förderung der ländlichen Entwicklung. All das bringt eine Stärkung des ländlichen Raumes und auch unserer so wichtigen Landwirtschaft. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Hornek
Herr Landwirtschaftsminister, Sie wissen, es ist mir ein besonderes Anliegen, dass gerade in Ihrem Ressort Ökostromförderung nicht mit Landwirtschaftsförderung verwechselt wird, denn nicht alles, was Wärme produziert, ist auch umweltfreundlich. Ich darf darauf verweisen, dass gerade die Kleinanlagen auf Biomassebasis leider mangels entsprechender Filteranlagen (Zwischenruf des Abg. Hornek) – Kollege Hornek, du kannst dich davon überzeugen, ich weiß auch, dass du darüber Bescheid weißt – einen sehr hohen Anteil an der Feinstaubproduktion haben. Die negativen Auswirkungen auf die Menschen in unserem Land und die Umwelt wurden bereits ausreichend angesprochen.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Landwirtschaftsminister, Sie haben heute für Ihre Rückwärtspolitik in der Umweltpolitik einen Rückspiegel erhalten, damit Ihnen nichts passiert; dennoch glaube ich, dass es im Sinne einer guten Umweltpolitik höchste Zeit wäre, einmal den Vorwärtsgang einzulegen und mit entsprechendem Tempo die Umweltsituation zu verbessern. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Kolleginnen und Kollegen! Die Herausforderungen, die die Bäuerinnen und Bauern zu bewältigen haben, werden immer größer. Auch der Druck, wettbewerbsfähig zu bleiben, steigt ständig. Die Politik war und ist hier permanent gefordert, entsprechende Antworten zu geben. Sieht man sich die letzten Jahre in der Landwirtschaftspolitik an, wird man sehr schnell erkennen, wie viel sich da getan hat. An dieser Stelle ist sicher unserem Bundesminister Sepp Pröll und seinem Amtsvorgänger Willi Molterer zu danken, denen es mit ihrem unermüdlichen Einsatz für unsere bäuerlichen Betriebe gelungen ist, eine finanzielle Basis und Rahmenbedingungen zu erarbeiten, die unseren Bäuerinnen und Bauern klare Chancen für die Zukunft geben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Bei uns muss nicht jeder Bauer zwei Minuten reden!
Bedauerlich ist, dass sich die Grünen offensichtlich aus dieser Diskussion verabschiedet haben, denn wenn zu den Kapiteln Umwelt und Landwirtschaft nur ganze drei Wortmeldungen zu zählen sind, ist das wirklich sehr bezeichnend. Vor allem haben Sie in diesen Wortmeldungen nur Vorwürfe erhoben und keinerlei Vorschläge gemacht. Wirklich bedauerlich! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Bei uns muss nicht jeder Bauer zwei Minuten reden!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir Landwirte leisten kostenlos vielfältige Beiträge für unsere Gesellschaft, von denen alle Gruppen, vor allem auch der Tourismus profitieren. Wir sollten das Wort „Förderungen“, meine Damen und Herren, aus unserem Wortschatz streichen und vielmehr durch das Wort „Leistungsabgeltungen“ ersetzen. Das wäre eine Bitte an das ganze Haus. (Beifall bei der ÖVP.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Denen geht es ganz schlecht!
Da ich aus einer Region in Vorarlberg unweit der deutschen Grenze komme, bin ich mit vielen Berufskollegen in Deutschland befreundet. Die Stimmung und die Situation, die dort herrscht, ist schwer zu beschreiben. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Denen geht es ganz schlecht!) Zukunftsängste und fehlende Perspektiven sind das Ergebnis einer verfehlten rot-grünen Agrarpolitik. (Abg. Dr. Glawischnig: Haben die deutschen und italienischen Bauern auch Zukunftsängste?) Besitzer von Betrieben in besten landwirtschaftlichen Gunstlagen sehen sich gezwungen, das Handtuch zu werfen. Überbordende Arbeitsbelastungen und fehlende Chancen auf eine Betriebsnachfolge treiben die Betriebe zu Tausenden ins Aus. Auch diese Entwicklung, die Ministerin Renate Künast von den Grünen dort zu verantworten hat, trägt das Ihre zur tristen gesamtdeutschen Situation bei. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Abg. Dr. Glawischnig: Haben die deutschen und italienischen Bauern auch Zukunftsängste?
Da ich aus einer Region in Vorarlberg unweit der deutschen Grenze komme, bin ich mit vielen Berufskollegen in Deutschland befreundet. Die Stimmung und die Situation, die dort herrscht, ist schwer zu beschreiben. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Denen geht es ganz schlecht!) Zukunftsängste und fehlende Perspektiven sind das Ergebnis einer verfehlten rot-grünen Agrarpolitik. (Abg. Dr. Glawischnig: Haben die deutschen und italienischen Bauern auch Zukunftsängste?) Besitzer von Betrieben in besten landwirtschaftlichen Gunstlagen sehen sich gezwungen, das Handtuch zu werfen. Überbordende Arbeitsbelastungen und fehlende Chancen auf eine Betriebsnachfolge treiben die Betriebe zu Tausenden ins Aus. Auch diese Entwicklung, die Ministerin Renate Künast von den Grünen dort zu verantworten hat, trägt das Ihre zur tristen gesamtdeutschen Situation bei. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Da ich aus einer Region in Vorarlberg unweit der deutschen Grenze komme, bin ich mit vielen Berufskollegen in Deutschland befreundet. Die Stimmung und die Situation, die dort herrscht, ist schwer zu beschreiben. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Denen geht es ganz schlecht!) Zukunftsängste und fehlende Perspektiven sind das Ergebnis einer verfehlten rot-grünen Agrarpolitik. (Abg. Dr. Glawischnig: Haben die deutschen und italienischen Bauern auch Zukunftsängste?) Besitzer von Betrieben in besten landwirtschaftlichen Gunstlagen sehen sich gezwungen, das Handtuch zu werfen. Überbordende Arbeitsbelastungen und fehlende Chancen auf eine Betriebsnachfolge treiben die Betriebe zu Tausenden ins Aus. Auch diese Entwicklung, die Ministerin Renate Künast von den Grünen dort zu verantworten hat, trägt das Ihre zur tristen gesamtdeutschen Situation bei. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Auch in Österreich ist die Agrarpolitik vor große Herausforderungen gestellt. Denken wir nur an die Umsetzung der GAP-Reform! Deshalb ist es auch ein so großer Erfolg, dass es unserem Minister Sepp Pröll gelungen ist, bei den Budgetverhandlungen dafür zu sorgen, dass sämtliche Mittel, die wir kofinanziert von Brüssel einfordern können, auch tatsächlich in Anspruch genommen werden können. Dieses 3-Milliarden-Paket gibt unseren bäuerlichen Betrieben Zukunftssicherheit und Planbarkeit. Dafür möchte ich Ihnen, Herr Minister, herzlich danken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Grillitsch: Wer sagt das?
Abgeordnete Anita Fleckl (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Feinstaub und Temelín stehen für die verfehlte Umweltpolitik der ÖVP. „Vorausschauen“ ist Ihnen ein Fremdwort, Herr Minister, Klientelpolitik ist ein Synonym für ÖVP! (Abg. Grillitsch: Wer sagt das?)
Abg. Lentsch: Seien wir froh, dass wir ihn haben!
Die katastrophale Klimabilanz der österreichischen Bundesregierung würde dringende Maßnahmen zur Reduktion der CO2-Belastung erfordern. Jedoch alles, was Ihnen dazu einfällt, Herr Bundesminister, ist eine der teuersten Möglichkeiten, Klimaschutz zu betreiben, nämlich der Einsatz von Biokraftstoffen. Biosprit ist zu teuer, umweltpolitisch ineffizient und sein Einsatz in Österreich schier unmöglich. (Abg. Lentsch: Seien wir froh, dass wir ihn haben!) Über Biosprit freut sich nur der Herr Finanzminister, denn er schröpft dann wieder die Pendler, die mit Nichtbiotreibstoffen fahren. Umweltfreundliche Effekte erzielen Sie damit in Österreich sicher nicht, Herr Minister!
Abg. Hornek: So ein Blödsinn!
Die Zahlen sprechen für sich. Im Jahr 2004 wurden 1 034 Hektar Raps für die Dieselproduktion geerntet – eine eher geringe Ausbeute, wenn man bedenkt, dass man pro Hektar maximal 1 000 bis 1 100 Liter Biosprit gewinnen kann. Das heißt, dass der Großteil für die Biodieselverarbeitung in Österreich bereits jetzt schon importiert werden muss. Würde man ausschließlich heimische Produktion gewährleisten wollen, müsste ein Viertel der Fläche österreichischen Ackerlandes für Rapsanbau verwendet werden. Dass das nicht möglich ist, muss ich Ihnen als Landwirtschaftsminister wohl nicht erklären. Oder wollen Sie künftig in jedem Schrebergarten Rapsanbau verpflichtend einführen? (Abg. Hornek: So ein Blödsinn!)
Abg. Hornek: Das ist Schwachsinn!
Biosprit bringt weder der Volkswirtschaft noch dem Klima entscheidende Vorteile. Darin sind sich, wie Sie wissen, Herr Minister, selbst die Experten einig. Die Einzigen, die davon profitieren werden, sind industrielle Landwirtschaftsbetriebe, also Ihre Klientel, Herr Minister, denn klein strukturierte Bauernhöfe, wie wir sie bei uns im Bezirk vorfinden, werden dadurch nicht gefördert. (Abg. Hornek: Das ist Schwachsinn!)
Abg. Hornek: Das ist ja hanebüchen! – Abg. Grillitsch: Wer hat Ihnen diese Rede aufgesetzt?
Wieder einmal geben Sie vor, umweltpolitisch zu handeln. Sie senken die Mineralölsteuer für Biosprit und gleichzeitig erhöhen Sie bei Nichtbiotreibstoffen die Steuer. (Abg. Hornek: Das ist ja hanebüchen! – Abg. Grillitsch: Wer hat Ihnen diese Rede aufgesetzt?) Das bezahlt die breite Masse der Konsumentinnen und Konsumenten, wie zum Beispiel wieder einmal: die Pendler. (Abg. Hornek: Ja, sind Sie jetzt für Umweltschutz oder dagegen?)
Abg. Hornek: Ja, sind Sie jetzt für Umweltschutz oder dagegen?
Wieder einmal geben Sie vor, umweltpolitisch zu handeln. Sie senken die Mineralölsteuer für Biosprit und gleichzeitig erhöhen Sie bei Nichtbiotreibstoffen die Steuer. (Abg. Hornek: Das ist ja hanebüchen! – Abg. Grillitsch: Wer hat Ihnen diese Rede aufgesetzt?) Das bezahlt die breite Masse der Konsumentinnen und Konsumenten, wie zum Beispiel wieder einmal: die Pendler. (Abg. Hornek: Ja, sind Sie jetzt für Umweltschutz oder dagegen?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Die Rede können Sie in schriftlicher Form abgeben! Die kann man gleich wegschmeißen! Ein so ein Blödsinn! Ein so ein Unfug!
Herr Minister, es ist schade, dass Sie Ihre Verantwortung als Umweltminister nicht wahrnehmen. Es ist schade, dass Sie keine wirklichen Maßnahmen für den Klimaschutz setzen. Wieder einmal zeigen Sie damit, dass Sie die Umweltpolitik im Rückwärtsgang in den umweltpolitischen Graben Österreichs fahren. Ich würde mir für Österreich wünschen, dass Sie als Umweltminister den Erfolg erzielen könnten, den Sie als Bauernminister erzielen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Die Rede können Sie in schriftlicher Form abgeben! Die kann man gleich wegschmeißen! Ein so ein Blödsinn! Ein so ein Unfug!)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie der Abgeordneten Gradwohl und Dr. Pirklhuber.
Das österreichische Parlament ersuche ich nun, diesen Vier-Parteien-Antrag zu unterstützen und gemeinsam mit uns zu beschließen. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie der Abgeordneten Gradwohl und Dr. Pirklhuber.)
Der Redner hält das genannte Schriftstück in die Höhe. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Kennt er sich nicht aus, Herr Minister?
Herr Minister, es gibt einen Bescheid! (Der Redner hält das genannte Schriftstück in die Höhe. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Kennt er sich nicht aus, Herr Minister?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jakob Auer: Was sagt da der Trittin dazu, oder der Schröder? – Abg. Schopf überreicht Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll ein Schriftstück.
Meine Damen und Herren und insbesondere Herr Minister, es ist jetzt an der Zeit! Da wir zur Kenntnis nehmen mussten, dass Sie mit unseren Nachbarn nichts zu Stande gebracht haben, ersuchen wir Sie, gemeinsam mit dem Bundeskanzler auf EU-Ebene mit den anderen Regierungschefs über diese Problematik, insbesondere über die Ausstiegsszenarien für Temelín, zu diskutieren und einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jakob Auer: Was sagt da der Trittin dazu, oder der Schröder? – Abg. Schopf überreicht Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll ein Schriftstück.)
Abg. Krainer: Das sind Ihre Schlagworte! Das kommt von Khol!
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Rückschritt, Stillstand, Speed kills – das sind die Schlagworte, die wir in den letzten Wochen, in den letzten Tagen in dieser Debatte von Ihrer Seite gehört haben. (Abg. Krainer: Das sind Ihre Schlagworte! Das kommt von Khol!) Das sagen Sie bei einem Plus von 36 Millionen € für das Umweltbudget und einer Steigerungsrate von plus 8 Prozent in diesem Budgetkapitel! – Ich frage mich: Was tun wir in den Ausschüssen? Sie haben alle miteinander, so glaube ich, im Umweltausschuss immer wieder positive Beiträge eingebracht, haben Positives geleistet. Wir haben einen Spitzenwert im europäischen Ranking in der Umweltpolitik erreicht: Seien wir stolz darauf und machen Sie von der linken Reichshälfte die Umweltpolitik nicht mies! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Rückschritt, Stillstand, Speed kills – das sind die Schlagworte, die wir in den letzten Wochen, in den letzten Tagen in dieser Debatte von Ihrer Seite gehört haben. (Abg. Krainer: Das sind Ihre Schlagworte! Das kommt von Khol!) Das sagen Sie bei einem Plus von 36 Millionen € für das Umweltbudget und einer Steigerungsrate von plus 8 Prozent in diesem Budgetkapitel! – Ich frage mich: Was tun wir in den Ausschüssen? Sie haben alle miteinander, so glaube ich, im Umweltausschuss immer wieder positive Beiträge eingebracht, haben Positives geleistet. Wir haben einen Spitzenwert im europäischen Ranking in der Umweltpolitik erreicht: Seien wir stolz darauf und machen Sie von der linken Reichshälfte die Umweltpolitik nicht mies! (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir sollten auf der anderen Seite aber nicht hergehen – so, wie es Herr Abgeordneter Pirklhuber gemacht hat – und sagen: Wir müssen mehr Druck auf die Länder ausüben. – Herr Abgeordneter, ich weiß nicht, ob Sie überhaupt der richtige Vertreter für agrarpolitische Fragen sind! Wenn ich mir die Ergebnisse der Landwirtschaftskammerwahl in meinem Bezirk, in Wiener Neustadt, anschaue, dann sehe ich: Von 7 075 Wahlberechtigten haben 35 die Grünen gewählt. 35 Grüne! Sie können stolz darauf sein! Ihre Wähler kennen Sie alle beim Vornamen! Das ist der Vorteil dabei. (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Aber es ist keine Berechtigung, hier zur Agrarpolitik das Wort zu erheben, würde ich sagen. – Das ist die eine Seite. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Sburny: Das können Sie uns nicht aberkennen! – Zwischenruf der Abg. Mandak.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Sburny: Das können Sie uns nicht aberkennen! – Zwischenruf der Abg. Mandak.
Wir sollten auf der anderen Seite aber nicht hergehen – so, wie es Herr Abgeordneter Pirklhuber gemacht hat – und sagen: Wir müssen mehr Druck auf die Länder ausüben. – Herr Abgeordneter, ich weiß nicht, ob Sie überhaupt der richtige Vertreter für agrarpolitische Fragen sind! Wenn ich mir die Ergebnisse der Landwirtschaftskammerwahl in meinem Bezirk, in Wiener Neustadt, anschaue, dann sehe ich: Von 7 075 Wahlberechtigten haben 35 die Grünen gewählt. 35 Grüne! Sie können stolz darauf sein! Ihre Wähler kennen Sie alle beim Vornamen! Das ist der Vorteil dabei. (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Aber es ist keine Berechtigung, hier zur Agrarpolitik das Wort zu erheben, würde ich sagen. – Das ist die eine Seite. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Sburny: Das können Sie uns nicht aberkennen! – Zwischenruf der Abg. Mandak.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist keine Politik! Gehen Sie diesen Weg nicht weiter! Gehen Sie den Weg weiter mit uns, mit der Schwarz-F- – „F“ für Freunde – Regierung für eine gute Umweltpolitik in Österreich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Rädler: Wenn er die entsprechende ...! – Ruf bei der SPÖ: Nehmen Sie Platz!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Rädler, ich nehme nicht an, dass Sie es so gemeint haben, aber natürlich kann in diesem Haus jeder/jede Abgeordnete zu allen Dingen Stellung beziehen und sich zu Wort melden. (Abg. Rädler: Wenn er die entsprechende ...! – Ruf bei der SPÖ: Nehmen Sie Platz!)
Zwischenruf des Abg. Schöls.
Abgeordneter Anton Heinzl (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Der vorliegende Entwurf für das Budgetkapitel Umwelt bringt wenig Neues – wie wir schon gehört haben – und zeigt sehr deutlich, dass sich auch die Umweltpolitik im Rückwärtsgang befindet. (Zwischenruf des Abg. Schöls.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Im Übrigen bin ich der Meinung, sehr geehrte Damen und Herren, Hohes Haus, Herr Minister, dass auch die Schwellenwerte im UVP-Verfahren bald gesenkt werden müssen! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Da haben Sie uns schon das letzte Mal einen Blödsinn erzählt! – Abg. Heinzl – das Rednerpult verlassend –: Wer „Blödsinn“ sagt, ist blöd!
Sehr geehrte Damen und Herren, die Belastung durch Tiermastbetriebe vor allem in ländlichen Gebieten hat schon längst die Zumutbarkeit für die Bevölkerung überschritten. Ich bitte Sie, das UVP-Gesetz bald dringend dahin gehend zu ändern, dass die Schwellenwerte wieder gesenkt werden! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Da haben Sie uns schon das letzte Mal einen Blödsinn erzählt! – Abg. Heinzl – das Rednerpult verlassend –: Wer „Blödsinn“ sagt, ist blöd!)
Rufe bei der ÖVP: Hallo! He!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Praßl. (Rufe bei der ÖVP: Hallo! He!) – Was war das jetzt? (Abg. Jakob Auer: Haben Sie das
Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung des Abg. Heinzl –: Entschuldigen Sie sich!
Meine Damen und Herren! Ich ersuche um Ruhe! Ich fordere dringend beide Herren auf – ich habe vorhin auch das Wort „Blödsinn“ gehört, habe aber nicht gesehen, von wem –, diese Ausdrücke zurückzunehmen! (Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung des Abg. Heinzl –: Entschuldigen Sie sich!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Eine große Bedeutung, meine Damen und Herren, muss ich auch dem ländlichen Raum beimessen. Ich vertrete in meinem Wahlkreis diesen ländlichen Raum und muss diesbezüglich zur Korrektur meiner Abgeordnetenkollegin Heidrun Walther eines sagen: Der ländliche Raum wächst nicht zu, sondern es entstehen in diesen Regionen hunderte positive, sehr viel versprechende Projekte. Wir gestalten außer den hervorragenden Weinbergen blühende Kürbisfelder und blühende Sonnenblumenfelder, die letztendlich einen großen Beitrag auch für die Tourismusbranche leisten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher. – Abg. Eder: Die sollen anbauen, alle! Nur den Marktpreis müssen sie halten!
Meine Damen und Herren! Beachtliche Mittel, die für den ländlichen Raum eingesetzt werden, sollen Umweltverbesserungsmaßnahmen, standortgemäße und nachhaltige Bewirtschaftungsweisen mit sich bringen. Das ist auch gut so! Da aber der Herr Bundesminister gesagt hat, dass ab 1. Oktober auch die Biotreibstoffherstellung und die Beimischrate kommt, dann betrachte ich das auch als eine große Chance für den ländlichen Raum. Diesbezüglich muss ich wiederum zur Rede von Frau Kollegin Fleckl sagen: Es stimmt nicht, dass in diesem Bereich nur die Großen erzeugen werden! Ich habe in meinem Wahlkreis vielmehr eine Versammlung mit über 170 interessierten Bauern gehabt, die sich daran beteiligen wollen und solche umweltbezogene Projekte, die dann der Landwirtschaft dienen, gestalten wollen. Ich sehe das als einen großen Fortschritt an. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher. – Abg. Eder: Die sollen anbauen, alle! Nur den Marktpreis müssen sie halten!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister! Abschließend möchte ich für die 11 000 bäuerlichen Betriebe in meinem Wahlkreis eines sagen: Ich möchte mich bei dir für deine zukunftsorientierte und weit vorausdenkende Art der Agrarpolitik herzlich bedanken. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, wir erwarten uns mehr Bundesaktivitäten, wir erwarten uns, dass Sie den Naturschutz der Alpen über die Alpenkonvention in Brüssel durchsetzen und dass Sie die internationale Anerkennung der österreichischen Nationalparks verstärkt vorantreiben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall des Abg. Großruck
können. Das haben wir in den letzten Tagen schon des Öfteren gehört, und wir stellen diesen Vergleich gerne an, weil wir natürlich stolz darauf sind. Dieser hohe Standard wurde hart erarbeitet (Beifall des Abg. Großruck), nicht nur von der Bundesregierung gemeinsam mit unseren Abgeordneten, sondern auch gemeinsam mit den Menschen dieses Landes, im Besonderen des ländlichen Raumes, mit unseren Landwirten. Es sind zwar nur 200 000, die vollbeschäftigt sind, aber im nachgelagerten Bereich über 600 000, die letztlich über 8 Millionen Menschen gegenüber Verantwortung zu tragen haben, nämlich die Verantwortung für eine gesicherte Lebensmittelproduktion, für eine vor allem kontrollierte hohe Qualität der Produkte und die Nachvollziehbarkeit in der Herstellung, sprich die Verantwortung für gesunde Nahrungsmittel. Auch das hält einem EU- und auch weltweiten Vergleich stand.
Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der SPÖ
Diese Genussregionen kommen nicht von irgendwo. Das sind die Leistungen dieser Politik, die mit den Landwirten in unserem Land konform geht. Auch das ist vergleichbar! Sie alle stimmen mir sicher zu, dass wir in Österreich die beste Butter der Welt essen, die beste Milch trinken, den besten Käse essen, und wir alle trinken selbstverständlich auch den österreichischen Wein (Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der SPÖ), nicht nur den roten.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bitte Sie daher, dass wir gemeinsam diesem Zukunftsbudget für 2006, der Sicherung und dem Fortbestand unserer Landwirtschaft zustimmen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Kollege Zweytick, in einem stimme ich Ihnen zu, nämlich was den Geschmack Ihres Weines betrifft, der durchaus auch meinen Zuspruch hat, das darf ich Ihnen auch einmal persönlich sagen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Kollege Zweytick, Sie haben zu Recht gesagt, es gibt viele Bäuerinnen und Bauern, die diese hochqualitativen Produkte erzeugen und enorme Leistungen erbringen. Aber leider, sage ich, hängt das nicht mit der Politik dieser Bundesregierung zusammen, sondern mit der Leistung, die die Bäuerinnen und Bauern trotz dieser Politik erbringen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Das muss man auch einmal klar sehen, das ist nämlich die Realität.
Abg. Grillitsch: Deutschland! Rot-Grün!
Zu Recht haben die KollegInnen von der SPÖ als einen Schwerpunkt die Fragestellung des Bauernsterbens angeführt. Das ist die soziale Herausforderung des ländlichen Raumes. Jährlich gehen Tausende von Arbeitsplätzen verloren, das ist Realität, das können Sie nicht einfach wegreden. Sie wissen genauso gut wie ich, Kollege Zweytick, dass gerade in der Steiermark, in diesen kleinbetrieblichen Strukturen, ein massiver Abbau der Arbeitsplätze im ländlichen Raum, gerade in der Landwirtschaft, am Laufen ist – durch eine falsche Umsetzung dieser Agrarreform, meine Damen und Herren! Das ist Fakt, und darauf wollen wir Ihre politische Antwort. (Abg. Grillitsch: Deutschland! Rot-Grün!) – Kollege Grillitsch, wenn Sie in der Sache selbst nicht mehr weiter wissen, dann fangen Sie damit an, aus irgendeiner Kiste Argumente hervorzukramen und damit herumzuwerfen.
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Einen Punkt möchte ich trotz allem auch in Richtung SPÖ ansprechen, nämlich die schwierige Frage der Biotreibstoffe. Frau Kollegin Fleckl, das sollten wir einmal ausführlich diskutieren, ich lade Sie dazu ein! Ich würde es gut finden, wenn wir dieses Thema im Ausschuss einmal intensiv diskutierten. Es ist das eine schwierige, aber wichtige Materie, weil wir weiter in Richtung Biotreibstoffe gehen müssen. Das ist meine grüne Überzeugung! (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Wir müssen das im Detail diskutieren, denn da steckt durchaus ab und zu der Wurm drin.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abschließend möchte ich kurz auf den Antrag der SPÖ eingehen: Natürlich unterstützen wir diesen Antrag, weil die grünen Bäuerinnen und Bauern Mitglied in der überparteilichen Plattform für eine gerechte Agrarreform sind und weil wir diese federführend mittragen. Ich möchte die KollegInnen von allen anderen Fraktionen endlich um einen entsprechenden Schulterschluss ersuchen, damit wir wirklich eine soziale und ökologische Agrarreform in Österreich umsetzen können. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In der gesamten land- und forstwirtschaftlichen Ausbildung macht die forstliche Ausbildung nur 8 bis 10 Prozent aus. Ich darf daher auch den Wunsch anbringen, die forstliche Ausbildung einerseits im Schulbereich, andererseits aber auch vor allem im Bereich der forstlichen Praxisplätze wesentlich mehr zu unterstützen. Ich darf erwähnen, dass die Bereitstellung von Praxisplätzen in den Landesforstdiensten, auch in einigen Privatforstbetrieben, aber vor allem auch wieder erstmals bei den Österreichischen Bundesforsten zeigt, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind. Dafür darf ich herzlich danken, aber auch gleichzeitig die Bitte anbringen, diesen Weg fortzuführen. – In diesem Sinne danke ich schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Reiter-Ferien!
Abschließend darf ich noch kurz auf eine der größten Landwirtschaftsveranstaltungen im heurigen Jahr verweisen: Ende Mai findet die Haflinger Weltausstellung in Österreich statt. Über tausend Pferde aus zwanzig Nationen kommen für fünf Tage nach Österreich; mit 50 000 Besuchern sicher eine der größten landwirtschaftlichen Veranstaltungen. Sie wird in Ebbs in Tirol stattfinden, und ich darf Sie alle recht herzlich dazu einladen; vielleicht einmal eine Gelegenheit, Landwirtschaft in Kombination Pferd und Urlaub, Tourismus und internationales Erfolgsprodukt zu genießen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Reiter-Ferien!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Noch ein Wort zur Opposition: Bitte hören Sie auf mit dieser Jammerei über die Regierungskrise! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie versuchen, diese seit Monaten herbeizuführen. Ich halte es hier mit „Warten auf Godot“ oder mit Roman Polanskis „Wenn Katelbach kommt“: Diese Regierungskrise kommt nicht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Noch ein Wort zur Opposition: Bitte hören Sie auf mit dieser Jammerei über die Regierungskrise! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie versuchen, diese seit Monaten herbeizuführen. Ich halte es hier mit „Warten auf Godot“ oder mit Roman Polanskis „Wenn Katelbach kommt“: Diese Regierungskrise kommt nicht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Rest-Hinterseer.
Zum Thema „Die Regierung arbeitet“ sollte wohl auch gehören, dass Anträge, die im Verkehrsausschuss liegen, auch bearbeitet werden. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Rest-Hinterseer.)
Beifall bei der SPÖ.
Eine letzte Bemerkung möchte ich noch zum Generalverkehrsplan machen. Ich ersuche darum, diesen Generalverkehrsplan, der damals noch unter Forstinger von dieser Regierung erstellt wurde, echt und ernsthaft rasch zu überarbeiten, denn auch ÖBB-Chef Huber will den Bahnausbau neu verhandeln und auch Herr Staatssekretär Kukacka meint, das Bahnausbaupläne veränderbar sind. Wenn das alles so ist, meine Herren, dann, bitte, verändern Sie diese Pläne zum Positiven. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Kräuter: Ich bin schon neugierig, wie sie punkto Semmering abstimmen werden!
Dritte Feststellung: Wir sind uns auch darin einig, dass die Nord-Süd-Verbindungen in Österreich einiges an Nachholbedarf haben, und zwar sowohl die Brenner- als auch die Pyhrn- ebenso wie auch die Koralm- und die Semmeringstrecke. Jetzt sind wir uns also darin einig, dass der Bau solcher Strecken, das Wahrnehmen dieser verkehrspolitischen Aufgaben wirtschaftsstrategische Bedeutung hat. Das ist ein strategisches Projekt. Jetzt bin ich mir selber unschlüssig in der Beurteilung, meine Damen und Herren, was die SPÖ tatsächlich will. Und da spreche ich Sie an, Herr Kollege Kräuter, weil ich mit Ihrer Politik und der Politik der SPÖ, die Sie da offensichtlich verkörpern, überhaupt nicht mehr mitkomme. (Abg. Dr. Kräuter: Ich bin schon neugierig, wie sie punkto Semmering abstimmen werden!)
Abg. Dr. Kräuter: Da geht es um den Semmering-Basistunnel!
Wenn wir uns über diese Grundsätze einig sind, dann verstehe ich das Verhalten des Kollegen Kräuter und mit diesem das der SPÖ überhaupt nicht. Wenn wir wissen, dass vom Baltikum über Polen bis hin zur Tschechei die Verbindungen vom Norden her in Planung oder bereits fertig sind und wir vom Süden her bis Tarvis bereits ein fix und fertig ausgebautes Bahnnetz haben, dann sprechen wir weder von einem steirischen noch von einem niederösterreichischen, ja nicht einmal von einem österreichischen, sondern von einem europäischen Projekt besonderer Bedeutung, meine Damen und Herren. Ich denke, da haben wir auch einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten. (Abg. Dr. Kräuter: Da geht es um den Semmering-Basistunnel!)
Abg. Dr. Kräuter: Semmering-Basistunnel! Wie schaut es damit aus?
Herr Kollege Kräuter, wir haben mit dem Beschluss des Baus der Koralmbahn, wenn Sie das so wollen, sozusagen den strategischen Schuhlöffel, damit das Bahnprojekt über die Südstrecke durch Österreich möglich wird. Was ich mir von einem österreichischen Abgeordneten, der hier herinnen im Parlament sitzt, erwarte, das ist, dass er diese Vorgangsweise unterstützt und nicht konterkariert. (Abg. Dr. Kräuter: Semmering-Basistunnel! Wie schaut es damit aus?)
Abg. Parnigoni: Nicht besprochen haben Sie etwas, sondern eingeredet haben Sie auf ihn! – Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Herr Kollege, beim Semmering-Basistunnel – ich sage Ihnen das gleich – gibt es zwei Gründe, derenthalben eine Neuorientierung notwendig geworden ist. Der erste Grund – ich habe das mit Kollegen Eder vorhin besprochen – ist natürlich, dass der Semmering-Basistunnel ... (Abg. Parnigoni: Nicht besprochen haben Sie etwas, sondern eingeredet haben Sie auf ihn! – Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Kollege Kräuter, wissen Sie, was mir auffällt? – Die Mundwerksburschen der SPÖ sind immer da, wenn es darum geht, etwas zu konterkarieren und irgendwo dagegen zu sein. In Ihrer Regierungszeit wurde kein Kilometer Bahn Nord-Süd gebaut. Das muss auch einmal festgehalten werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Gaál: Die braucht kein Mensch!
Meine Damen und Herren, erster Punkt: Aus Sicherheitsgründen musste der Semmeringtunnel neu konzipiert und geplant werden, und die zweite Geschichte ist, dass die Koralmbahn als Flachbahn ausgeführt wird, folglich auch die Bahn auf der Semmeringstrecke als Flachbahn auszuführen ist. (Abg. Gaál: Die braucht kein Mensch!)
Abg. Dr. Cap: So hat es nicht gerade ausgesehen!
Das, was in dieser Frage erreicht wurde, ist, dass zwei Landeshauptleute, nämlich die Frau Landeshauptmann der Steiermark gemeinsam mit dem niederösterreichischen Landeshauptmann, der Bundeskanzler und der Verkehrsminister es geschafft haben, ein Projekt politisch außer Streit zu stellen. (Abg. Dr. Cap: So hat es nicht gerade ausgesehen!) Das ist politisch außer Streit gestellt! (Abg. Dr. Cap: Pröll hat da aber anders argumentiert! – Abg. Gaál: Die ÖVP ist in dieser Frage in sich zerrissen!) Erstmals werden dafür auch Mittel zur Verfügung gestellt.
Abg. Dr. Cap: Pröll hat da aber anders argumentiert! – Abg. Gaál: Die ÖVP ist in dieser Frage in sich zerrissen!
Das, was in dieser Frage erreicht wurde, ist, dass zwei Landeshauptleute, nämlich die Frau Landeshauptmann der Steiermark gemeinsam mit dem niederösterreichischen Landeshauptmann, der Bundeskanzler und der Verkehrsminister es geschafft haben, ein Projekt politisch außer Streit zu stellen. (Abg. Dr. Cap: So hat es nicht gerade ausgesehen!) Das ist politisch außer Streit gestellt! (Abg. Dr. Cap: Pröll hat da aber anders argumentiert! – Abg. Gaál: Die ÖVP ist in dieser Frage in sich zerrissen!) Erstmals werden dafür auch Mittel zur Verfügung gestellt.
Abg. Dr. Cap: Sagen Sie das Ihrem Parteikollegen Pröll!
Meine Damen und Herren! Das haben Sie alles vergessen. Herr Kollege Kräuter, die SPÖ hat sich unter Ihrer Führung – ist ja witzig, dass Sie Verkehrspolitik machen – dazu hinreißen lassen, sozusagen einen eigenen Unterausschuss zu installieren, der einzig dem Zweck dienen soll, verkehrspolitische Vorhaben europäischer Dimension zu konterkarieren und unmöglich zu machen. (Abg. Dr. Cap: Sagen Sie das Ihrem Parteikollegen Pröll!)
Abg. Gaál: Sagen Sie das Pröll in St. Pölten!
Herr Kollege Kräuter, das ist Ihre Art der Politik und niemals unsere! Unsere ist, darauf zu schauen, dass Österreich, bitte schön, an die Welt angeschlossen wird. Sie müssen wissen, Herr Kollege Kräuter, da geht es nicht um die Steiermark, da geht es nicht um Niederösterreich, auch nicht nur um Österreich, sondern da geht es darum, dass wir die Adriahäfen erreichen, dass wir Koper, Triest, Rijeka erreichen, was jetzt nur schwer möglich ist. (Abg. Gaál: Sagen Sie das Pröll in St. Pölten!) Zurzeit orientiert sich alles an Rotterdam.
Abg. Dr. Cap: Das Problem ist Pröll!
Herr Kollege Kräuter, wir müssen schauen, dass wir mit der Koralm-Durchquerung das Grazer Becken, das Klagenfurter Becken erschließen. Darauf wurde in Ihrer Politik bislang immer wieder vergessen, das wurde nie ernst genommen. (Abg. Dr. Cap: Das Problem ist Pröll!)
Abg. Dr. Puswald: Weil es notwendig ist!
Herr Kollege Kräuter, zu Ihrer Art der Politik abschließend noch eines: Meine Bitte an Sie wäre, dass Sie Politik nicht zusätzlich kriminalisieren. Ich habe mir Ihre Aussendungen angeschaut. Ich weiß nicht, wie oft Sie mit dem Staatsanwalt drohen. (Abg. Dr. Puswald: Weil es notwendig ist!) Anstatt Politik zu machen, ruft Herr Kollege Kräuter – es wird alles kriminalisiert – permanent nach dem Staatsanwalt.
Abg. Dr. Puswald: Das sieht man ja an den Arbeitslosenzahlen!
Ich würde Ihnen empfehlen: Setzen Sie die Gerichte ein, solange Sie wollen! Wir werden die Politik im Interesse Österreichs, der österreichischen Wirtschaft und der Arbeitsplätze weiter vorantreiben – ob Sie das wollen oder nicht. (Abg. Dr. Puswald: Das sieht man ja an den Arbeitslosenzahlen!) Wir sind da nicht aufzuhalten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich würde Ihnen empfehlen: Setzen Sie die Gerichte ein, solange Sie wollen! Wir werden die Politik im Interesse Österreichs, der österreichischen Wirtschaft und der Arbeitsplätze weiter vorantreiben – ob Sie das wollen oder nicht. (Abg. Dr. Puswald: Das sieht man ja an den Arbeitslosenzahlen!) Wir sind da nicht aufzuhalten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Staatssekretär Mag. Mainoni: Das dauert lang! – Abg. Wittauer: Schwarz-orange haben Sie vergessen!
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Minister! Die Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Lassen Sie mich mit einer Rückschau beginnen, bevor wir auf das Budget 2006 eine Vorschau wagen, eine Rückschau auf fünf Jahre schwarz-blaue Verkehrspolitik mit mittlerweile eins, zwei, drei, vier Ministern, beginnend mit Herrn Michael Schmid. (Staatssekretär Mag. Mainoni: Das dauert lang! – Abg. Wittauer: Schwarz-orange haben Sie vergessen!) Er war genau neun Monate Verkehrsminister. (Abg. Wittauer: Ein guter Minister!) Er hat sich durch eine Hü-Hott Politik bei der Schieneninfrastruktur ausgezeichnet, hat einerseits im Nahverkehr um 15 Prozent gekürzt, hat aber dafür bei sich selbst nicht gespart und hat sehr hohe Repräsentationsspesen gehabt. (Abg. Wittauer: Mein Gott!) Wir denken, dass damals seine Vergangenheit als steirischer Blasmusiklandesrat etwas durchgeschlagen hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was hat das mit dem Budget zu tun?)
Abg. Wittauer: Ein guter Minister!
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Minister! Die Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Lassen Sie mich mit einer Rückschau beginnen, bevor wir auf das Budget 2006 eine Vorschau wagen, eine Rückschau auf fünf Jahre schwarz-blaue Verkehrspolitik mit mittlerweile eins, zwei, drei, vier Ministern, beginnend mit Herrn Michael Schmid. (Staatssekretär Mag. Mainoni: Das dauert lang! – Abg. Wittauer: Schwarz-orange haben Sie vergessen!) Er war genau neun Monate Verkehrsminister. (Abg. Wittauer: Ein guter Minister!) Er hat sich durch eine Hü-Hott Politik bei der Schieneninfrastruktur ausgezeichnet, hat einerseits im Nahverkehr um 15 Prozent gekürzt, hat aber dafür bei sich selbst nicht gespart und hat sehr hohe Repräsentationsspesen gehabt. (Abg. Wittauer: Mein Gott!) Wir denken, dass damals seine Vergangenheit als steirischer Blasmusiklandesrat etwas durchgeschlagen hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was hat das mit dem Budget zu tun?)
Abg. Wittauer: Mein Gott!
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Minister! Die Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Lassen Sie mich mit einer Rückschau beginnen, bevor wir auf das Budget 2006 eine Vorschau wagen, eine Rückschau auf fünf Jahre schwarz-blaue Verkehrspolitik mit mittlerweile eins, zwei, drei, vier Ministern, beginnend mit Herrn Michael Schmid. (Staatssekretär Mag. Mainoni: Das dauert lang! – Abg. Wittauer: Schwarz-orange haben Sie vergessen!) Er war genau neun Monate Verkehrsminister. (Abg. Wittauer: Ein guter Minister!) Er hat sich durch eine Hü-Hott Politik bei der Schieneninfrastruktur ausgezeichnet, hat einerseits im Nahverkehr um 15 Prozent gekürzt, hat aber dafür bei sich selbst nicht gespart und hat sehr hohe Repräsentationsspesen gehabt. (Abg. Wittauer: Mein Gott!) Wir denken, dass damals seine Vergangenheit als steirischer Blasmusiklandesrat etwas durchgeschlagen hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was hat das mit dem Budget zu tun?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Was hat das mit dem Budget zu tun?
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Minister! Die Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Lassen Sie mich mit einer Rückschau beginnen, bevor wir auf das Budget 2006 eine Vorschau wagen, eine Rückschau auf fünf Jahre schwarz-blaue Verkehrspolitik mit mittlerweile eins, zwei, drei, vier Ministern, beginnend mit Herrn Michael Schmid. (Staatssekretär Mag. Mainoni: Das dauert lang! – Abg. Wittauer: Schwarz-orange haben Sie vergessen!) Er war genau neun Monate Verkehrsminister. (Abg. Wittauer: Ein guter Minister!) Er hat sich durch eine Hü-Hott Politik bei der Schieneninfrastruktur ausgezeichnet, hat einerseits im Nahverkehr um 15 Prozent gekürzt, hat aber dafür bei sich selbst nicht gespart und hat sehr hohe Repräsentationsspesen gehabt. (Abg. Wittauer: Mein Gott!) Wir denken, dass damals seine Vergangenheit als steirischer Blasmusiklandesrat etwas durchgeschlagen hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was hat das mit dem Budget zu tun?)
Abg. Wittauer: Fahren Sie Auto? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Es geht um Verkehrspolitik, Frau Kollegin!
Michael Schmid war bekannt für markige Sprüche und ist unvergesslich als Minister, der als Verkehrsminister beim Autofahren telefoniert hat und sich dabei auch noch stolz hat filmen lassen. Das war auch der Grund seines Rücktritts. (Abg. Wittauer: Fahren Sie Auto? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Es geht um Verkehrspolitik, Frau Kollegin!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Mainoni, gib ihr eine Ministerliste!
Forstinger war auch in der Transitfrage einer der schwarz-blauen Sargnägel, hat sie doch im Bereich der Bahnliberalisierung einen gut fundierten und abgesicherten Vorbehalt Österreichs aufgegeben. Den hätte man dann später bei den Verhandlungen wie ein Stück Brot gebraucht als Druckmittel beziehungsweise als Abtauschpunkt für eine bessere Lösung in der Transitfrage. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Mainoni, gib ihr eine Ministerliste!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Was Sie alles wissen!
Schließen wir das Kapitel Forstinger ab – und gehen wir über zu Mathias Reichhold. Er war genau ein Jahr Verkehrsminister. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was Sie alles wissen!) Als Minister ist er zum Beispiel besonders durch Grand Prix-Besuche mit italienischen Rechtsaußen-Politikern aufgefallen, was wiederum kein Wunder ist. Reichhold hat sich mit ausländischen Frächtervertretern getroffen, hat dort aber offensichtlich nichts erreicht. Viel mehr erreicht hat er dabei, ehemaligen FPÖ-Ministersekretären lukrative
Abg. Großruck: Das ist Simpl!
Posten zuzuschieben. (Abg. Großruck: Das ist Simpl!) – Ja, das war wirklich ziemlich simpel – leider, und es ist auch nichts weitergegangen. (Abg. Großruck: Das Kabarett meinte ich!)
Abg. Großruck: Das Kabarett meinte ich!
Posten zuzuschieben. (Abg. Großruck: Das ist Simpl!) – Ja, das war wirklich ziemlich simpel – leider, und es ist auch nichts weitergegangen. (Abg. Großruck: Das Kabarett meinte ich!)
Abg. Wittauer: Warum denn? Wir haben dafür gekämpft!
Der Nächste ist dann schon der bis jetzt am längsten dienende Verkehrsminister der FPÖ, jetzt BZÖ? Stimmt das? Ja, BZÖ. (Vizekanzler Gorbach: Wie Sie wollen!) Also, wie ich will, beides: BZÖ und FPÖ. (Vizekanzler Gorbach: Sagen Sie einfach Verkehrsminister!) Er ist jetzt seit zwei Jahren im Amt, hat beim Transitdesaster – ersatzlose Streichung der Ökopunkte per Ende 2003 – eine unrühmliche Rolle gespielt. (Vizekanzler Gorbach: Das ist ungerecht!) Seither gibt es eine Steigerung beim LKW-Verkehr in den Osten um 7 bis 16 Prozent, je nach Staatszugehörigkeit der LKWs – das wird extra aufgelistet –, und über den Brenner plus 20 Prozent. (Abg. Wittauer: Warum denn? Wir haben dafür gekämpft!) – Warum? Weil die Ökopunkte ersatzlos gestrichen wurden und keine bessere Lösung gefunden wurde. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das ist unglaublich! – Gegenrufe bei der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das ist unglaublich! – Gegenrufe bei der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Der Nächste ist dann schon der bis jetzt am längsten dienende Verkehrsminister der FPÖ, jetzt BZÖ? Stimmt das? Ja, BZÖ. (Vizekanzler Gorbach: Wie Sie wollen!) Also, wie ich will, beides: BZÖ und FPÖ. (Vizekanzler Gorbach: Sagen Sie einfach Verkehrsminister!) Er ist jetzt seit zwei Jahren im Amt, hat beim Transitdesaster – ersatzlose Streichung der Ökopunkte per Ende 2003 – eine unrühmliche Rolle gespielt. (Vizekanzler Gorbach: Das ist ungerecht!) Seither gibt es eine Steigerung beim LKW-Verkehr in den Osten um 7 bis 16 Prozent, je nach Staatszugehörigkeit der LKWs – das wird extra aufgelistet –, und über den Brenner plus 20 Prozent. (Abg. Wittauer: Warum denn? Wir haben dafür gekämpft!) – Warum? Weil die Ökopunkte ersatzlos gestrichen wurden und keine bessere Lösung gefunden wurde. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das ist unglaublich! – Gegenrufe bei der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Es geht hier um Verkehrspolitik und nicht um Personalia!
Die Misserfolge in der Verkehrspolitik wurden allerdings mehr als wettgemacht durch Erfolge in der Personalpolitik. Unter Gorbach ist das größte Kabinett aller Zeiten entstanden – 53 Leute inklusive dem Kukacka- und dem Mainoni-Büro –, und es gibt eine Explosion bei den Repräsentationsausgaben, nämlich teilweise mehr als das Doppelte der budgetierten. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Es geht hier um Verkehrspolitik und nicht um Personalia!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
„Spesenritter Hubsi“, so wird Herr Vizekanzler Gorbach in den Zeitungen tituliert; das kommt nicht von mir, Herr Kollege. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Die skandalösen Höhepunkte des freiheitlichen Postenschachers hat erst er erreicht, und das ist eine Kunst, denn der ist bereits davor unglaublich gut vorangekommen. Dazu kommen noch Auslandsreisen, die frei von jeder verkehrspolitischen Relevanz sind. Herr Vizekanzler Gorbach wurde jetzt nur durch die FPÖ-Wirren davon abgehalten, wieder nach Japan zu reisen. (Vizekanzler Gorbach: Genau!) Warum, weiß man nicht, um Verkehrspolitik in Japan zu studieren vermutlich. (Abg. Wittauer: Das muss man sich von der Wirtschaft her anschauen!)
Abg. Wittauer: Das muss man sich von der Wirtschaft her anschauen!
„Spesenritter Hubsi“, so wird Herr Vizekanzler Gorbach in den Zeitungen tituliert; das kommt nicht von mir, Herr Kollege. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Die skandalösen Höhepunkte des freiheitlichen Postenschachers hat erst er erreicht, und das ist eine Kunst, denn der ist bereits davor unglaublich gut vorangekommen. Dazu kommen noch Auslandsreisen, die frei von jeder verkehrspolitischen Relevanz sind. Herr Vizekanzler Gorbach wurde jetzt nur durch die FPÖ-Wirren davon abgehalten, wieder nach Japan zu reisen. (Vizekanzler Gorbach: Genau!) Warum, weiß man nicht, um Verkehrspolitik in Japan zu studieren vermutlich. (Abg. Wittauer: Das muss man sich von der Wirtschaft her anschauen!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Reheis.
Das heißt: 200 000 Fahrzeuge mehr in Österreich – nur zur Wiederholung –, 200 000 Fahrzeuge mehr auf den Straßen und weniger für den Nahverkehr, ausgedünnte Regionen auch deshalb, weil die Leute noch viel mehr fahren müssen, weil sie kein Bezirksgericht mehr vorfinden, keine Postämter mehr vorfinden, keinen Gendarmerieposten mehr vorfinden. Das ist alles Regionalpolitik, die ÖVP-Handschrift trägt. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Reheis.)
Abg. Großruck: Wer ist denn in Deutschland Umweltminister?
eingebaut werden. Sie haben sich auch nicht wichtig gemacht im Industrielobbying zum Beispiel bei der Neubeschaffung von Dienstfahrzeugen. Sie wurden wieder bei einem deutschen Automobilkonzern beschafft, der sich seit vier Jahren erfolgreich geweigert hat, Dieselpartikelfilter einzubauen. (Abg. Großruck: Wer ist denn in Deutschland Umweltminister?)
Abg. Großruck: In Deutschland haben sie einen grünen Umweltminister!
Wieder dieselbe Politik, es wird derselbe Hersteller präferiert, der genau diese Fahrzeuge ausliefert. (Abg. Großruck: In Deutschland haben sie einen grünen Umweltminister!) Ja, das ist wahrscheinlich ein grüner Konzern, ein grüner Automobilkonzern. Ganz genau! Da können Sie dann einen Vierzeiler darauf schreiben. Das ist super! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Wasser predigen, Wein trinken! – Staatssekretär Mag. Kukacka: Aber die sind dort weniger weit als wir!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Wasser predigen, Wein trinken! – Staatssekretär Mag. Kukacka: Aber die sind dort weniger weit als wir!
Wieder dieselbe Politik, es wird derselbe Hersteller präferiert, der genau diese Fahrzeuge ausliefert. (Abg. Großruck: In Deutschland haben sie einen grünen Umweltminister!) Ja, das ist wahrscheinlich ein grüner Konzern, ein grüner Automobilkonzern. Ganz genau! Da können Sie dann einen Vierzeiler darauf schreiben. Das ist super! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Wasser predigen, Wein trinken! – Staatssekretär Mag. Kukacka: Aber die sind dort weniger weit als wir!)
Abg. Reheis: Weniger als Null!
Die Frage ist: Wurde in Österreich wirklich etwas in Bewegung gebracht – auch mit dieser ÖBB-Reform? Wir wissen, wir haben einen ungeheuer aufgeblähten Apparat. (Vizekanzler Gorbach: Hatten!) Wir hatten noch nie so viele Aufsichtsratposten zu versorgen. Das geht alles auf Kosten des österreichischen Steuerzahlers und der österreichischen Steuerzahlerin. Und was bekommt er oder sie dafür? – Genau Null kommt für die österreichischen Steuerzahler und Steuerzahlerinnen heraus! (Abg. Reheis: Weniger als Null!)
Beifall bei den Grünen.
Das braucht man offensichtlich auch gar nicht zu wissen. (Vizekanzler Gorbach: Ist das zur ÖBB?) – Was wichtig ist: Der neue Parteichef hat angekündigt, dass es weitere Projekte gibt. Bitte keine weiteren Projekte wie die Koralmbahn! Bitte öffnen Sie kein neues Milliardengrab, das von der österreichischen Bevölkerung bezahlt werden muss! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Eder: Von Eurer Vergangenheit!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Mit den 5 Minuten werde ich nicht auskommen! Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Es ist schon unglaublich: Die Rede der Frau Abgeordneten Rest-Hinterseer war kein Beitrag zur Verkehrspolitik, sondern das war Vergangenheitsbewältigung! (Abg. Eder: Von Eurer Vergangenheit!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Das ist genau die Seriosität, die ich meine! Ihr habt keine Seriosität! Sie können doch so etwas nicht behaupten! Das ist einfach nicht wahr! Das stimmt nicht! Wenn vier Verkehrsminister nichts weiterbringen! Das ist seriöse Politik? Unseriös!
Ich sage Ihnen: Jeder einzelne freiheitliche Verkehrsminister hat mehr geleistet als jeder sozialdemokratische Verkehrsminister in den vier Jahren davor, und das ist relativ leicht zu begründen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Das ist genau die Seriosität, die ich meine! Ihr habt keine Seriosität! Sie können doch so etwas nicht behaupten! Das ist einfach nicht wahr! Das stimmt nicht! Wenn vier Verkehrsminister nichts weiterbringen! Das ist seriöse Politik? Unseriös!)
Abg. Eder: Das haben Sie da herinnen gehört, nicht draußen!
Das ist jetzt an den Abgeordneten Eder gerichtet: Wenn ich da heraußen höre (Abg. Eder: Das haben Sie da herinnen gehört, nicht draußen!) – und Sie sind für mich sicher jemand, mit dem man immer reden kann –, die europäischen Parlamentarier hätten die TEN-Strecken ausverhandelt, dann muss ich Ihnen sagen, dass gerade die freiheitlichen Verkehrsminister und besonders Vizekanzler Gorbach beim Ausverhandeln der TEN-Strecken Erfolg gehabt hat, weil er einen guten Kontakt zu Europa hat. (Abg. Eder: Mit dem Mölzer hat er das verhandelt!)
Abg. Eder: Mit dem Mölzer hat er das verhandelt!
Das ist jetzt an den Abgeordneten Eder gerichtet: Wenn ich da heraußen höre (Abg. Eder: Das haben Sie da herinnen gehört, nicht draußen!) – und Sie sind für mich sicher jemand, mit dem man immer reden kann –, die europäischen Parlamentarier hätten die TEN-Strecken ausverhandelt, dann muss ich Ihnen sagen, dass gerade die freiheitlichen Verkehrsminister und besonders Vizekanzler Gorbach beim Ausverhandeln der TEN-Strecken Erfolg gehabt hat, weil er einen guten Kontakt zu Europa hat. (Abg. Eder: Mit dem Mölzer hat er das verhandelt!)
Abg. Eder: Wo ist denn der Semmering? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das hat man jetzt wieder beim Brenner-Basistunnel gesehen. Wer hat denn etwas erreicht? – (Abg. Eder: Wo ist denn der Semmering? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Die Sozialdemokraten jedenfalls nicht! Dem kleinen Haufen, der sich da jetzt aufregt, muss man sagen: Leistet einmal bessere Oppositionsarbeit, sodass mehr dabei herauskommt als immer dieses Manöver! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Ein „kleiner Haufen“, Herr Kollege? – Ein „kleiner Haufen“ sind Sie!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Ein „kleiner Haufen“, Herr Kollege? – Ein „kleiner Haufen“ sind Sie!
Das hat man jetzt wieder beim Brenner-Basistunnel gesehen. Wer hat denn etwas erreicht? – (Abg. Eder: Wo ist denn der Semmering? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Die Sozialdemokraten jedenfalls nicht! Dem kleinen Haufen, der sich da jetzt aufregt, muss man sagen: Leistet einmal bessere Oppositionsarbeit, sodass mehr dabei herauskommt als immer dieses Manöver! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Ein „kleiner Haufen“, Herr Kollege? – Ein „kleiner Haufen“ sind Sie!)
Abg. Eder: Dann lehnt sie ab ...!
59 Anträge seien nicht abgearbeitet, ist vorher gesagt worden. Ich habe Sie letztes Mal im Verkehrsausschuss schon aufgefordert, jeden einzelnen dieser 59 Anträge zurückzuziehen, denn an jedem einzelnen Bereich arbeiten wir schon und haben bessere Lösungen. – Aber nicht einmal die akzeptieren Sie! (Abg. Eder: Dann lehnt sie ab ...!)
Abg. Dr. Puswald: ... auf der falschen Seite! Er kommt nicht weiter!
Zu den Begleitmaßnahmen – Brenner-Basistunnel: Es ist schon erschreckend für mich: Da ist gerade wieder so beiläufig das Wort „Milliardengrab“ gefallen. Also, ich erwarte mir vom Abgeordneten Reheis, dass er den Brenner-Basistunnel hier am Rednerpult mit allem, was er hat, verteidigt (Abg. Dr. Puswald: ... auf der falschen Seite! Er kommt nicht weiter!) und dass er den Begriff „Milliardengrab“ – hinter dem so oft ein Fragezeichen steht – zurückweist, denn das, was Sie „Milliardengrab“ nennen (Abg. Eder: Das ist im „Kurier“ gestanden! Zitat „Kurier“!), ist wichtig für die verkehrspolitische Zukunft von Tirol und ist daher zu unterstützen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Das ist im „Kurier“ gestanden! Zitat „Kurier“!
Zu den Begleitmaßnahmen – Brenner-Basistunnel: Es ist schon erschreckend für mich: Da ist gerade wieder so beiläufig das Wort „Milliardengrab“ gefallen. Also, ich erwarte mir vom Abgeordneten Reheis, dass er den Brenner-Basistunnel hier am Rednerpult mit allem, was er hat, verteidigt (Abg. Dr. Puswald: ... auf der falschen Seite! Er kommt nicht weiter!) und dass er den Begriff „Milliardengrab“ – hinter dem so oft ein Fragezeichen steht – zurückweist, denn das, was Sie „Milliardengrab“ nennen (Abg. Eder: Das ist im „Kurier“ gestanden! Zitat „Kurier“!), ist wichtig für die verkehrspolitische Zukunft von Tirol und ist daher zu unterstützen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Zu den Begleitmaßnahmen – Brenner-Basistunnel: Es ist schon erschreckend für mich: Da ist gerade wieder so beiläufig das Wort „Milliardengrab“ gefallen. Also, ich erwarte mir vom Abgeordneten Reheis, dass er den Brenner-Basistunnel hier am Rednerpult mit allem, was er hat, verteidigt (Abg. Dr. Puswald: ... auf der falschen Seite! Er kommt nicht weiter!) und dass er den Begriff „Milliardengrab“ – hinter dem so oft ein Fragezeichen steht – zurückweist, denn das, was Sie „Milliardengrab“ nennen (Abg. Eder: Das ist im „Kurier“ gestanden! Zitat „Kurier“!), ist wichtig für die verkehrspolitische Zukunft von Tirol und ist daher zu unterstützen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: Weil der Herr Vizekanzler allein nicht weiterkommt, deshalb muss man ihn unterstützen!
Warum ist es zu unterstützen? (Abg. Dr. Puswald: Weil der Herr Vizekanzler allein nicht weiterkommt, deshalb muss man ihn unterstützen!) – Weil der Transitvertrag, den ihr verschuldet habt, uns gezwungen hat, teure Maßnahmen zu treffen. Wenn man dann sagt, wir müssen uns jetzt Gedanken über Begleitmaßnahmen machen, damit ja der Transport von der Straße auf die Schiene verlagert wird, dann muss ich Ihnen sagen, Herr Abgeordneter Eder:
Abg. Dr. Puswald: Fünf Jahre zu spät! Fünf Jahre haben Sie verschlafen!
Wir sind jetzt dabei, die Finanzierung zu sichern. Wir sind jetzt dabei, den Bau zu sichern (Abg. Dr. Puswald: Fünf Jahre zu spät! Fünf Jahre haben Sie verschlafen!), aber nicht mit Ihrer Hilfe, weil Sie in der letzten Zeit im Rechnungshofunterausschuss gefordert haben, das Projekt soll überprüft und am besten abgeschafft werden. – So habe ich das verstanden. Dazu erwarte ich mir von den Sozialdemokraten ein Wort und außerdem, dass Sie den Vizekanzlers dabei unterstützten, dass der Brenner-Basistunnel für die Zukunft gesichert und auch gebaut wird. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Der Vizekanzler soll sich mit dem kleinen orangen Haufen begnügen und sich dort Unterstützung holen! – Abg. Eder hält einen „Kurier“-Artikel in die Höhe.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Der Vizekanzler soll sich mit dem kleinen orangen Haufen begnügen und sich dort Unterstützung holen! – Abg. Eder hält einen „Kurier“-Artikel in die Höhe.
Wir sind jetzt dabei, die Finanzierung zu sichern. Wir sind jetzt dabei, den Bau zu sichern (Abg. Dr. Puswald: Fünf Jahre zu spät! Fünf Jahre haben Sie verschlafen!), aber nicht mit Ihrer Hilfe, weil Sie in der letzten Zeit im Rechnungshofunterausschuss gefordert haben, das Projekt soll überprüft und am besten abgeschafft werden. – So habe ich das verstanden. Dazu erwarte ich mir von den Sozialdemokraten ein Wort und außerdem, dass Sie den Vizekanzlers dabei unterstützten, dass der Brenner-Basistunnel für die Zukunft gesichert und auch gebaut wird. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Der Vizekanzler soll sich mit dem kleinen orangen Haufen begnügen und sich dort Unterstützung holen! – Abg. Eder hält einen „Kurier“-Artikel in die Höhe.)
Abg. Dr. Kräuter: Tempoerhöhung 160! Das ist die FPÖ!
Ich habe da einen kleinen Kritikpunkt: Für mich bedeutet Verkehrspolitik immer Maßnahmen, um die Menschen zu sensibilisieren und das Bewusstsein für etwas zu steigern. (Abg. Dr. Kräuter: Tempoerhöhung 160! Das ist die FPÖ!) Ich werde vielleicht mit dem Vizekanzler darüber reden, dass diese Tafeln der Section Control ein bisschen
Abg. Dr. Puswald: Er wird sich schon selber loben!
Wenn man weitere Maßnahmen in sensiblen Bereichen setzt, dann ist das ein Erfolg. Sagen Sie hier, Herr Verkehrssprecher der Sozialdemokraten Abgeordneter Eder, was für Erfolge der Vizekanzler Gorbach zu präsentieren hat! – Er wird es nachher ohnehin selber sagen. (Abg. Dr. Puswald: Er wird sich schon selber loben!) – Ich weiß, deine Stimme hast du verloren, weil du in Kärnten so laut geschrieen hast, und keiner hat dich gehört! (Abg. Dr. Puswald: Tut’s weiter eure Loblieder singen! Das ist das Einzige, was ihr noch könnt! – Staatssekretär Mag. Kukacka: Kein Niveau mehr!)
Abg. Dr. Puswald: Tut’s weiter eure Loblieder singen! Das ist das Einzige, was ihr noch könnt! – Staatssekretär Mag. Kukacka: Kein Niveau mehr!
Wenn man weitere Maßnahmen in sensiblen Bereichen setzt, dann ist das ein Erfolg. Sagen Sie hier, Herr Verkehrssprecher der Sozialdemokraten Abgeordneter Eder, was für Erfolge der Vizekanzler Gorbach zu präsentieren hat! – Er wird es nachher ohnehin selber sagen. (Abg. Dr. Puswald: Er wird sich schon selber loben!) – Ich weiß, deine Stimme hast du verloren, weil du in Kärnten so laut geschrieen hast, und keiner hat dich gehört! (Abg. Dr. Puswald: Tut’s weiter eure Loblieder singen! Das ist das Einzige, was ihr noch könnt! – Staatssekretär Mag. Kukacka: Kein Niveau mehr!)
Abg. Dr. Puswald: Herr Kollege, niedersetzen!
Glauben Sie mir: Vergnügen ist es für keinen Minister, eine Auslandsreise zu machen, sondern das ist Stress! Das müssten Sie von den Sozialdemokraten doch wissen. Vielleicht ist es für die Grünen Urlaub, aber bei uns arbeiten die Minister für Österreich – auch im Ausland! (Abg. Dr. Puswald: Herr Kollege, niedersetzen!) Und wenn sich ein Minister bereit erklärt, diese Auslandsreisen zu unternehmen – im Sinne der Wirtschaft, im Sinne Österreichs und im Sinne der Arbeitsplätze in Österreich –, dann ist das wichtig, und man sollte das loben und nicht so sehen, als ob er da Urlaub auf Hawaii machen würde. (Abg. Marizzi: Er hat ja gar keine Zeit gehabt, die letzten sechs Wochen!) Das ist eine Frechheit! So etwas tut man nicht, sondern man unterstützt die Regierung dort, wo es notwendig ist. (Abg. Eder begibt sich zur Regierungsbank.)
Abg. Marizzi: Er hat ja gar keine Zeit gehabt, die letzten sechs Wochen!
Glauben Sie mir: Vergnügen ist es für keinen Minister, eine Auslandsreise zu machen, sondern das ist Stress! Das müssten Sie von den Sozialdemokraten doch wissen. Vielleicht ist es für die Grünen Urlaub, aber bei uns arbeiten die Minister für Österreich – auch im Ausland! (Abg. Dr. Puswald: Herr Kollege, niedersetzen!) Und wenn sich ein Minister bereit erklärt, diese Auslandsreisen zu unternehmen – im Sinne der Wirtschaft, im Sinne Österreichs und im Sinne der Arbeitsplätze in Österreich –, dann ist das wichtig, und man sollte das loben und nicht so sehen, als ob er da Urlaub auf Hawaii machen würde. (Abg. Marizzi: Er hat ja gar keine Zeit gehabt, die letzten sechs Wochen!) Das ist eine Frechheit! So etwas tut man nicht, sondern man unterstützt die Regierung dort, wo es notwendig ist. (Abg. Eder begibt sich zur Regierungsbank.)
Abg. Eder begibt sich zur Regierungsbank.
Glauben Sie mir: Vergnügen ist es für keinen Minister, eine Auslandsreise zu machen, sondern das ist Stress! Das müssten Sie von den Sozialdemokraten doch wissen. Vielleicht ist es für die Grünen Urlaub, aber bei uns arbeiten die Minister für Österreich – auch im Ausland! (Abg. Dr. Puswald: Herr Kollege, niedersetzen!) Und wenn sich ein Minister bereit erklärt, diese Auslandsreisen zu unternehmen – im Sinne der Wirtschaft, im Sinne Österreichs und im Sinne der Arbeitsplätze in Österreich –, dann ist das wichtig, und man sollte das loben und nicht so sehen, als ob er da Urlaub auf Hawaii machen würde. (Abg. Marizzi: Er hat ja gar keine Zeit gehabt, die letzten sechs Wochen!) Das ist eine Frechheit! So etwas tut man nicht, sondern man unterstützt die Regierung dort, wo es notwendig ist. (Abg. Eder begibt sich zur Regierungsbank.)
Abg. Gaál – auf Abg. Eder deutend –: Er hat ja nichts gesagt! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Herr Abgeordneter Eder! (Abg. Gaál – auf Abg. Eder deutend –: Er hat ja nichts gesagt! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Ich kann mich auch zu Ihnen umdrehen. Sie werden mich nicht durcheinander bringen. (Abg. Eder: Das ist schon passiert! – Abg. Dr. Puswald: Da waren wir schon erfolgreich!) Ich glaube, dass gerade die Erfolge in der Verkehrspolitik für sich sprechen.
Abg. Eder: Das ist schon passiert! – Abg. Dr. Puswald: Da waren wir schon erfolgreich!
Herr Abgeordneter Eder! (Abg. Gaál – auf Abg. Eder deutend –: Er hat ja nichts gesagt! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Ich kann mich auch zu Ihnen umdrehen. Sie werden mich nicht durcheinander bringen. (Abg. Eder: Das ist schon passiert! – Abg. Dr. Puswald: Da waren wir schon erfolgreich!) Ich glaube, dass gerade die Erfolge in der Verkehrspolitik für sich sprechen.
Abg. Marizzi: Alles von den Sozialdemokraten!
Ich zähle sie Ihnen auf, zum Beispiel im Bereich der Straße: West Autobahn: 168,1 Millionen €, A 2 Süd Autobahn: 436,61 Millionen €, A 6 Nordost Autobahn: 182 Millionen €, A 7 Mühlkreis Autobahn: 149 Millionen €, Pyhrn Autobahn: 228 Millionen €. – Das kann weitergehen! Und dann sagt da ein Abgeordneter, das sei unfinanzierbar. – Das sind Projekte, die in Arbeit sind. Das sind Projekte, die umgesetzt werden! (Abg. Marizzi: Alles von den Sozialdemokraten!)
Abg. Dr. Puswald: BZÖ oder freiheitlicher?
Wenn es nach den Sozialdemokraten ginge, dann hätten wir das Gleiche wie 1999, nämlich Stillstand. Ich habe es heute schon einmal gesagt: Mit freiheitlicher Beteiligung (Abg. Dr. Puswald: BZÖ oder freiheitlicher?) ist nicht nur insgesamt in Österreich etwas weitergegangen, sondern im Besonderen auch in der Verkehrspolitik und bei der Infrastruktur, bei Forschung und Wissenschaft. – Das ist freiheitliche Handschrift, und das wird in Zukunft weiterhin so sein! (Abg. Dr. Puswald: Blau oder Orange?)
Abg. Dr. Puswald: Blau oder Orange?
Wenn es nach den Sozialdemokraten ginge, dann hätten wir das Gleiche wie 1999, nämlich Stillstand. Ich habe es heute schon einmal gesagt: Mit freiheitlicher Beteiligung (Abg. Dr. Puswald: BZÖ oder freiheitlicher?) ist nicht nur insgesamt in Österreich etwas weitergegangen, sondern im Besonderen auch in der Verkehrspolitik und bei der Infrastruktur, bei Forschung und Wissenschaft. – Das ist freiheitliche Handschrift, und das wird in Zukunft weiterhin so sein! (Abg. Dr. Puswald: Blau oder Orange?)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Völliges Durcheinander! – Abg. Dr. Puswald: Blau-oranges Zerwürfnis!
Glauben Sie mir Folgendes: 2006 wird ein Wahljahr sein, Ende 2006 wird gewählt. Grün und Rot werden weiterhin schlechte Oppositionspolitik machen, aber auf der Oppositionsbank bleiben Sie auf alle Fälle! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Völliges Durcheinander! – Abg. Dr. Puswald: Blau-oranges Zerwürfnis!)
Ruf bei der SPÖ: Jetzt wird es wenigstens seriöser! – Abg. Eder: Das wird ja eine Wohltat!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Vizekanzler Gorbach. – Bitte, Herr Vizekanzler. (Ruf bei der SPÖ: Jetzt wird es wenigstens seriöser! – Abg. Eder: Das wird ja eine Wohltat!)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren! Von 1985 bis 1999 wurden für das hochrangige Straßennetz 20 Milliarden € Investitionssumme ausgegeben. In den nächsten Jahren – 2000 bis 2014 – sind es insgesamt 32,5 Milliarden. – Das ist eine Steigerung von mehr als 50 Prozent, und zwar – ich sage es noch einmal! – in Zeiten, wo man sonst angehalten ist, überall den Rotstift anzusetzen! (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Zum Beispiel die Investitionen in Lärmschutzmaßnahmen an den hochrangigen Straßen: 2004: 49 Millionen €, 2005: 52 Millionen €, 2003 waren es noch 26 Millionen €. Zählt man Lärmschutzmaßnahmen an Schiene und Straße zusammen, kommt man insgesamt auf Steigerungen zwischen 35 und 45 Prozent von Jahr zu Jahr. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das sind Zahlen, über die man diskutieren könnte und die nicht selbstverständlich sind. Meine Damen und Herren, nehmen Sie diese Zahlen auch sehr ernst! – Die Summen müssen ja zuerst aufgebracht werden, und sie sind budgetrelevant, aber vor allem auch beschäftigungswirksam. – Sie wissen, dass 1 Milliarde Investition in Infrastruktur etwa 15 000 bis 17 000 Arbeitsplätze bedeutet. Auch unter diesem Gesichtspunkt sind diese Maßnahmen ja äußerst positiv zu beurteilen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Puswald: Das glaube ich! Völlige Fehlentscheidung!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn Herr Kollege Eder über die Teilprivatisierung des Postbusses gesprochen hat, dann darf ich Ihnen sagen, dass ich mit diesem Verlauf sehr zufrieden bin. (Abg. Dr. Puswald: Das glaube ich! Völlige Fehlentscheidung!) Wir haben uns vorgenommen, diese 31 Pakete möglichst in österreichischer Hand zu belassen – möglichst! 21 sind verkauft, und alle 21 sind in österreichischer Hand! Wenn das weiterhin nicht mehr möglich ist, dann werden wir uns daran erinnern müssen, dass wir in Europa leben, dass wir Mitglied der Europäischen Union sind und die Teilprivatisierung trotzdem abwickeln. (Abg. Dr. Puswald: Sie machen ja sowieso alles ...!)
Abg. Dr. Puswald: Sie machen ja sowieso alles ...!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn Herr Kollege Eder über die Teilprivatisierung des Postbusses gesprochen hat, dann darf ich Ihnen sagen, dass ich mit diesem Verlauf sehr zufrieden bin. (Abg. Dr. Puswald: Das glaube ich! Völlige Fehlentscheidung!) Wir haben uns vorgenommen, diese 31 Pakete möglichst in österreichischer Hand zu belassen – möglichst! 21 sind verkauft, und alle 21 sind in österreichischer Hand! Wenn das weiterhin nicht mehr möglich ist, dann werden wir uns daran erinnern müssen, dass wir in Europa leben, dass wir Mitglied der Europäischen Union sind und die Teilprivatisierung trotzdem abwickeln. (Abg. Dr. Puswald: Sie machen ja sowieso alles ...!)
Abg. Mag. Johann Moser: Willkürakt!
Aber, Herr Kollege Eder und liebe Freunde von der SPÖ! (Abg. Mag. Johann Moser: Willkürakt!) Ich sage Ihnen auch, warum es gescheitert ist, die letzten zehn Pakete auch noch österreichisch zu privatisieren. Soll ich es Ihnen sagen? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Nein, nicht die Chinesen! Es ist daran gescheitert, dass die eventuellen Übernehmer – es sind zwei große Unternehmen – gesagt haben: Das, was Verkehrsminister Gorbach in seiner sozialen Verantwortung und sozialen Kompetenz vorgegeben hat – nämlich dass die bisherigen Mitarbeiter auch übernommen werden müssen –, das akzeptieren wir nicht! (Abg. Dr. Puswald: ... Arbeitsmarkt! Was Sie versprochen haben! – Abg. Mag. Johann Moser: Die Vorgaben waren Ihre!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber, Herr Kollege Eder und liebe Freunde von der SPÖ! (Abg. Mag. Johann Moser: Willkürakt!) Ich sage Ihnen auch, warum es gescheitert ist, die letzten zehn Pakete auch noch österreichisch zu privatisieren. Soll ich es Ihnen sagen? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Nein, nicht die Chinesen! Es ist daran gescheitert, dass die eventuellen Übernehmer – es sind zwei große Unternehmen – gesagt haben: Das, was Verkehrsminister Gorbach in seiner sozialen Verantwortung und sozialen Kompetenz vorgegeben hat – nämlich dass die bisherigen Mitarbeiter auch übernommen werden müssen –, das akzeptieren wir nicht! (Abg. Dr. Puswald: ... Arbeitsmarkt! Was Sie versprochen haben! – Abg. Mag. Johann Moser: Die Vorgaben waren Ihre!)
Abg. Dr. Puswald: ... Arbeitsmarkt! Was Sie versprochen haben! – Abg. Mag. Johann Moser: Die Vorgaben waren Ihre!
Aber, Herr Kollege Eder und liebe Freunde von der SPÖ! (Abg. Mag. Johann Moser: Willkürakt!) Ich sage Ihnen auch, warum es gescheitert ist, die letzten zehn Pakete auch noch österreichisch zu privatisieren. Soll ich es Ihnen sagen? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Nein, nicht die Chinesen! Es ist daran gescheitert, dass die eventuellen Übernehmer – es sind zwei große Unternehmen – gesagt haben: Das, was Verkehrsminister Gorbach in seiner sozialen Verantwortung und sozialen Kompetenz vorgegeben hat – nämlich dass die bisherigen Mitarbeiter auch übernommen werden müssen –, das akzeptieren wir nicht! (Abg. Dr. Puswald: ... Arbeitsmarkt! Was Sie versprochen haben! – Abg. Mag. Johann Moser: Die Vorgaben waren Ihre!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Puswald und Mag. Johann Moser.
Und da sind Sie dagegen, dass ich das tue? – Reden Sie mit Ihrem Kollegen, mit Gewerkschaftsvertreter Wurm, der wird das anerkennen, denn das habe ich vorgegeben, um eben die Sicherheit für diese Mitarbeiter und für diese Arbeitsplätze auch wirklich zu geben. – Ich glaube, das kann man schon diskutieren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Puswald und Mag. Johann Moser.)
Abg. Mag. Johann Moser: Da müsst ihr euch beeilen, sonst seid ihr aus der Regierung draußen!
Ich habe gesagt, ich möchte jetzt einmal Modelle: Was kostet dieser Brenner-Basistunnel, soweit man das heute schon beurteilen kann? – Die Projekttiefe ist noch nicht sehr groß, das Projekt ist noch nicht sehr weit fortgeschritten, aber wie stellt man sich das ungefähr vor? – Da sind irre Zahlen herumgeschwirrt. Ich habe eine erfahrene internationale Gruppe beauftragt, mir einmal Modelle zu errechnen, wie das ausschauen könnte. (Abg. Mag. Johann Moser: Da müsst ihr euch beeilen, sonst seid ihr aus der Regierung draußen!) – Hören Sie gut zu!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Man weiß auch – je nach Finanzierungsmodell –, dass etwa 50 Prozent Finanzierungskosten gerechnet werden müssen, wenn man auf der sicheren Seite sein will. – Das sind die Fakten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das ist auch so ein Punkt, der da angesprochen wurde: Lobbying betreibt man natürlich nicht am Telefon und auch nicht beim Wiener Heurigen – obwohl es dort schöner wäre –, sondern da muss man eben ein bisschen hinausfahren. – Deshalb sage ich Ihnen: Sowohl als Verkehrsminister wie auch als Vizekanzler bin ich eigentlich zu wenig international unterwegs, nicht zu viel! Und alle, die das nicht verstehen, tun mir ein bisschen Leid, aber ich lasse sie in diesem Glauben, dass man Lobbying zu Hause am Schreibtisch betreiben kann. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Sburny: Die Senkung des BIP ...!
In Österreich wurden im letzten Jahr für Forschungsarbeiten und für Forschungsleistungen von Industrie, Wirtschaft und öffentlicher Hand insgesamt 5,3 Milliarden € ausgegeben. Das ist ein absoluter Rekordwert! Wenn wir wissen, dass es mir gelungen ist, eine neuerliche Forschungsoffensive in der Größenordnung von 220 Millionen € für 2006 und danach zu erreichen, und wenn wir wissen, dass wir in den letzten sechs Jahren 1,1 Milliarden an zusätzlichen Mitteln in Forschung investiert und für diesen wichtigen Bereich ausgegeben haben, dann ist schon klar, warum wir unserem Ziel, bis 2006 2,5 Prozent und bis 2010 3,0 Prozent des BIP als Forschungsquote zu erreichen, schon sehr nahe gekommen sind. (Abg. Sburny: Die Senkung des BIP ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
In Österreich hatten wir im Jahre 2004 eine Forschungsquote von 2,27 Prozent, geschätzte Kollegin, während der europäische Durchschnitt 1,99 Prozent betrug. Damit ist Österreich mit seiner Forschungsquote – erstmals überhaupt, seit verglichen wird – über der europäischen Durchschnitts-Forschungsquote! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Das ist eine Bilanz, über die ich gerne sehr lange referieren würde, weil sie zur übrigen Regierungsarbeit passt, wo man sagen kann: Es ist eine Erfolgsbilanz!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich kann für die Bereiche Verkehr und Infrastruktur – auch für die moderne Infrastruktur, also Kommunikationsmittel, Stichwort: Breitbandoffensive –, aber auch für die Bereiche Technologie, Innovation, Forschung und Entwicklung nur sagen: Heute wird in diese wichtigen Bereiche so viel investiert wie nie zuvor! Ich hoffe, dass das in den nächsten Jahren auch noch der Fall sein wird. Diese Regierung ist jedenfalls ein Garant dafür. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kainz: Pröll braucht keine Rettungsaktionen ...!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Kollege Miedl, eines steht für mich fest: Die Aktion, die Sie in Bezug auf den Semmering-Basistunnel gestartet haben, ist in Wirklichkeit nichts anderes als eine Rettungsaktion für den Landeshauptmann von Niederösterreich, Pröll, um ihn vor dem Vorwurf des Amtsmissbrauches zu retten. Das ist ein Faktum, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kainz: Pröll braucht keine Rettungsaktionen ...!)
Abg. Mag. Hakl: ... haben Sie eingegraben! ... Klima!
Das Zweite, meine Damen und Herren – Herr Minister hat den Kollegen Wittauer sowieso berichtigt –, ist, dass nicht Kollege Eder vom „Milliardengrab“ gesprochen hat, sondern dass das im „Kurier“ gestanden ist. Aber ich sage Ihnen, beim Semmering-Basistunnel haben Sie 93 Millionen € – das ist auch ein bisschen mehr als 1 Milliarde Schilling – eingegraben! Die haben Sie schon eingegraben, wir trauen Ihnen also, ehrlich gesagt, nicht! (Abg. Mag. Hakl: ... haben Sie eingegraben! ... Klima!) Daher ist die Gefahr sehr groß, wenn der Herr Vizekanzler von 2 bis 15 Milliarden € spricht, dann ist das eine Summe von 30 Milliarden Schilling bis hin zu knapp 200 Milliarden Schilling. Da haben wir also wirklich große Sorge!
Abg. Eder: Genau!
Herr Bundesminister, Sie sprechen von Straßenbauinvestitionen und Schieneninvestitionen. Faktum ist: alles auf Pump! Die ASFINAG hat 8,5 Milliarden € an Schulden (Abg. Eder: Genau!), die Bahn hat massive Schulden! (Vizekanzler Gorbach: Woher?)
Beifall bei der SPÖ.
Sie investieren zu Lasten dieser beiden Unternehmungen – und sorgen nicht dafür, dass sie zu den notwendigen Einnahmen kommen. (Beifall bei der SPÖ.) Sie sind jene Partei gewesen, die gesagt hat: keine neuen Schulden. Sie machen jeden Tag neue Schulden! Das ist ein Faktum! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie investieren zu Lasten dieser beiden Unternehmungen – und sorgen nicht dafür, dass sie zu den notwendigen Einnahmen kommen. (Beifall bei der SPÖ.) Sie sind jene Partei gewesen, die gesagt hat: keine neuen Schulden. Sie machen jeden Tag neue Schulden! Das ist ein Faktum! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Mit so einer Politik des Stillstandes bringen Sie nichts weiter! Es ist daher gescheiter, Sie treten zurück! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Ein Dank für diese konstruktive Rede?
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine Herren Staatssekretäre! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ja, mein Vorredner Rudi Parnigoni – es ist in der Politik wirklich ein bisschen eigenartig ... (Abg. Parnigoni: Ein Dank für diese konstruktive Rede?) Wir kommen aus dem gleichen Wahlkreis. Wenn wir Anliegen des Waldviertels haben, praktizieren wir engen Schulterschluss und sind eigentlich immer einer Meinung. – In der Bundespolitik jedoch könnten wir konträrer nicht sein! Lieber Rudi Parnigoni, ich müsste jetzt eigentlich all das widerlegen, was du gesagt hast. (Abg. Parnigoni: Das gelingt dir ja nicht!)
Abg. Parnigoni: Das gelingt dir ja nicht!
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine Herren Staatssekretäre! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ja, mein Vorredner Rudi Parnigoni – es ist in der Politik wirklich ein bisschen eigenartig ... (Abg. Parnigoni: Ein Dank für diese konstruktive Rede?) Wir kommen aus dem gleichen Wahlkreis. Wenn wir Anliegen des Waldviertels haben, praktizieren wir engen Schulterschluss und sind eigentlich immer einer Meinung. – In der Bundespolitik jedoch könnten wir konträrer nicht sein! Lieber Rudi Parnigoni, ich müsste jetzt eigentlich all das widerlegen, was du gesagt hast. (Abg. Parnigoni: Das gelingt dir ja nicht!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Aber ich habe mir als Thema vorgenommen: Forschung, Entwicklung, Innovation, Technologie. Das sind jene Grundpfeiler, meine Damen und Herren, die einer der drei tragenden Pfeiler der finanz- und wirtschaftspolitischen Strategie dieser Bundesregierung sind. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Da haben wir einmal den ausgeglichenen Staatshaushalt als einen Grundpfeiler – Stabilität im Staatshaushalt –, zweitens die Senkung der Steuer- und Abgabenquote, drittens Investitionen in die Zukunft, das heißt Forschung, Entwicklung, Infrastruktur, Bildung, Technologie. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber ich habe mir als Thema vorgenommen: Forschung, Entwicklung, Innovation, Technologie. Das sind jene Grundpfeiler, meine Damen und Herren, die einer der drei tragenden Pfeiler der finanz- und wirtschaftspolitischen Strategie dieser Bundesregierung sind. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Da haben wir einmal den ausgeglichenen Staatshaushalt als einen Grundpfeiler – Stabilität im Staatshaushalt –, zweitens die Senkung der Steuer- und Abgabenquote, drittens Investitionen in die Zukunft, das heißt Forschung, Entwicklung, Infrastruktur, Bildung, Technologie. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
vergleichen mit den Jahren von 2000 bis 2005, so sehen wir, dass wir eine Steigerung um fast 50 Prozent haben! Meine Damen und Herren, das ist vorausschauende Gestaltung der Zukunft, das löst in Zukunft weitere Wachstumseffekte aus. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Sburny: Rein virtuell!
Wir haben hier eine Reihe von Maßnahmen auch außerhalb des unmittelbaren Forschungsbudgets. Ich erinnere an den Quantensprung, der uns mit der Nationalstiftung für Forschung und Entwicklung gelungen ist. Da haben wir ein Vermögen von 3,3 Milliarden € aus ERP-Fonds und Notenbank (Abg. Sburny: Rein virtuell!), mit Jahreserträgnissen von 125 Millionen €, meine Damen und Herren, die für diesen wichtigen Bereich der Wirtschaftspolitik jedes Jahr hineinfließen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren, das alles ist kein Zufall, sondern letztlich die Konsequenz einer vorausschauenden, Zukunft gestaltenden Politik in diesem Bereich. Herr Vizekanzler, Ihnen und Ihren beiden Staatssekretären: Kompliment für diese Entwicklung! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Johann Moser: Das ist nicht so schwer! Die sind ja so kurz!
Wir haben damit auch erreicht – das hat der Herr Vizekanzler soeben gesagt –, dass wir genau im Etappenplan liegen. Mit den 2,27 Prozent an Forschungsquote heuer und den 2,5 Prozent im nächsten Jahr werden wir die angestrebten 3 Prozent im Jahr 2010 zweifellos erreichen. Das ist ja auch das Neue an dieser Politik, dass wir bewusst über Legislaturperioden hinaus Strategien entwickeln und uns Ziele setzen – Österreich 2010. (Abg. Mag. Johann Moser: Das ist nicht so schwer! Die sind ja so kurz!) Herr Kollege Moser, wir werden 2010 die Forschungsquote von 3 Prozent haben. (Abg. Mag. Johann Moser: Da müssen Sie ja weiter denken!)
Abg. Mag. Johann Moser: Da müssen Sie ja weiter denken!
Wir haben damit auch erreicht – das hat der Herr Vizekanzler soeben gesagt –, dass wir genau im Etappenplan liegen. Mit den 2,27 Prozent an Forschungsquote heuer und den 2,5 Prozent im nächsten Jahr werden wir die angestrebten 3 Prozent im Jahr 2010 zweifellos erreichen. Das ist ja auch das Neue an dieser Politik, dass wir bewusst über Legislaturperioden hinaus Strategien entwickeln und uns Ziele setzen – Österreich 2010. (Abg. Mag. Johann Moser: Das ist nicht so schwer! Die sind ja so kurz!) Herr Kollege Moser, wir werden 2010 die Forschungsquote von 3 Prozent haben. (Abg. Mag. Johann Moser: Da müssen Sie ja weiter denken!)
Abg. Sburny: Aber die haben schon so viele Mitnahmeeffekte!
Da ist es natürlich sehr schwierig, es ist fast die Quadratur des Kreises. Hier müssen wir schauen (Abg. Sburny: Aber die haben schon so viele Mitnahmeeffekte!) – genauso wie Professor Consemüller sagt: Wir haben viel getan, aber eigentlich müssten wir noch mehr tun. (Abg. Sburny: Ja, noch mehr Mitnahmen!) Ich würde hier anregen, Herr Minister, Herr Staatsekretär, vielleicht könnten wir einmal Folgendes prüfen – ich bin da kein Experte –: Vielleicht kann man das Prinzip des Private-Public-Partnerships auch da anwenden.
Abg. Sburny: Ja, noch mehr Mitnahmen!
Da ist es natürlich sehr schwierig, es ist fast die Quadratur des Kreises. Hier müssen wir schauen (Abg. Sburny: Aber die haben schon so viele Mitnahmeeffekte!) – genauso wie Professor Consemüller sagt: Wir haben viel getan, aber eigentlich müssten wir noch mehr tun. (Abg. Sburny: Ja, noch mehr Mitnahmen!) Ich würde hier anregen, Herr Minister, Herr Staatsekretär, vielleicht könnten wir einmal Folgendes prüfen – ich bin da kein Experte –: Vielleicht kann man das Prinzip des Private-Public-Partnerships auch da anwenden.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich weiß nicht, ob dies geht; jedenfalls sind wir sind gut damit beraten, wenn wir unseren erfolgreichen Weg fortsetzen und uns dessen bewusst sind: Alles, was wir hier investieren, investieren wir in Wachstum und Beschäftigung, investieren wir in Arbeitsplätze, Einkommenschancen und letztlich auch in die soziale Sicherheit, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Hakl: Das fällt ja nicht schwer!
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Geschätzte Gäste auf der Galerie! Ich habe jetzt schon ein paar Probleme; man darf hier auf dem Podium sozusagen gewisse Worte nicht benutzen, man darf natürlich nicht „Gauner“ sagen, man darf nicht „Lüge“ sagen. (Abg. Mag. Hakl: Das fällt ja nicht schwer!) Aber das Problem fängt woanders an: Man darf heraußen sonst sagen, was man will, und zwar egal, ob es stimmt oder nicht. Das kann in einem Parlament nicht gut sein! (Abg. Neugebauer: ... sagen es halt außerhalb des Parlaments!)
Abg. Neugebauer: ... sagen es halt außerhalb des Parlaments!
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Geschätzte Gäste auf der Galerie! Ich habe jetzt schon ein paar Probleme; man darf hier auf dem Podium sozusagen gewisse Worte nicht benutzen, man darf natürlich nicht „Gauner“ sagen, man darf nicht „Lüge“ sagen. (Abg. Mag. Hakl: Das fällt ja nicht schwer!) Aber das Problem fängt woanders an: Man darf heraußen sonst sagen, was man will, und zwar egal, ob es stimmt oder nicht. Das kann in einem Parlament nicht gut sein! (Abg. Neugebauer: ... sagen es halt außerhalb des Parlaments!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Reheis.
Die Mitglieder der Regierungsparteien und ihre Abgeordneten gehen jetzt vielleicht noch ein Stück weiter. Sie haben heute Vormittag mehrfach gesagt, man sollte als Opposition auch nicht mehr kritisieren, man sollte Österreich nicht schlecht machen. Da werde ich langsam allergisch deswegen, weil Sie meinen: ÖVP ist Österreich, FPÖ ist Österreich, und BZÖ ist auch Österreich! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Reheis.)
Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Mag. Johann Moser: Die Verschuldung!
Auch beim Kritisieren kann eine Opposition natürlich seriös sein, und ich glaube, wir sind auch seriös. Niemand sagt, dass die Forschung über keine Budgets verfügt, niemand sagt, dass die Unis ohne Budgets dastehen. In absoluten Zahlen – da hat Stummvoll recht – hat sich etwas nach oben entwickelt. Aber nach oben entwickelt hat sich wahrscheinlich auch das Taschengeld österreichischer Kinder; nach oben entwickelt hat sich vieles. (Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Mag. Johann Moser: Die Verschuldung!)
Abg. Mag. Hakl: In Prozent des BIP!
Sie wissen als Wirtschaftsexperte genau, dass die Bedeutung von Themenfeldern, an den Budgets gemessen, am Volksvermögen, also prozentual bestimmt wird; das sagt mehr aus. (Abg. Mag. Hakl: In Prozent des BIP!) In Prozentanteilen am BIP stagnieren die Forschungsquote in Österreich beziehungsweise die universitären Budgets völlig! (Abg. Mag. Hakl: Nein, das ist falsch!) Das ist nicht falsch, außer Abgeordnete Hakl weiß mehr als das IHS, und sie weiß mehr als der von der Regierung bestellte Rat für Forschung und Technologieentwicklung. Bei aller Sympathie: Das wage ich zu bezweifeln. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Hakl: Nein, das ist falsch!
Sie wissen als Wirtschaftsexperte genau, dass die Bedeutung von Themenfeldern, an den Budgets gemessen, am Volksvermögen, also prozentual bestimmt wird; das sagt mehr aus. (Abg. Mag. Hakl: In Prozent des BIP!) In Prozentanteilen am BIP stagnieren die Forschungsquote in Österreich beziehungsweise die universitären Budgets völlig! (Abg. Mag. Hakl: Nein, das ist falsch!) Das ist nicht falsch, außer Abgeordnete Hakl weiß mehr als das IHS, und sie weiß mehr als der von der Regierung bestellte Rat für Forschung und Technologieentwicklung. Bei aller Sympathie: Das wage ich zu bezweifeln. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie wissen als Wirtschaftsexperte genau, dass die Bedeutung von Themenfeldern, an den Budgets gemessen, am Volksvermögen, also prozentual bestimmt wird; das sagt mehr aus. (Abg. Mag. Hakl: In Prozent des BIP!) In Prozentanteilen am BIP stagnieren die Forschungsquote in Österreich beziehungsweise die universitären Budgets völlig! (Abg. Mag. Hakl: Nein, das ist falsch!) Das ist nicht falsch, außer Abgeordnete Hakl weiß mehr als das IHS, und sie weiß mehr als der von der Regierung bestellte Rat für Forschung und Technologieentwicklung. Bei aller Sympathie: Das wage ich zu bezweifeln. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Sie machen es sich sehr leicht!
Der zweite Trick, den Sie immer anwenden, ist, dass Sie jede Steigerung an den schlechtesten Jahren messen. Jeder weiß – sogar ein Sektionschef hat es zugegeben –, dass das Jahr 2003 in diesem Sektor ein Katastrophenjahr war. Na gut, im Vergleich zu Katastrophenjahren wird man immer eine Steigerung erreichen, aber ob das zur Weltklasse genügt, Herr Stummvoll, das frage ich! (Abg. Dr. Stummvoll: Sie machen es sich sehr leicht!)
Abg. Dr. Stummvoll: Die wissen es schon!
müsste aber mindestens über 3 Prozent betragen, und diese Steigerung sehe ich weder auf der Uni noch sonst wo. Das müssen Sie mir jetzt vorrechnen – außer Sie reden wieder virtuell davon, dass die Nationalstiftung über 3 Milliarden verfügt, aber wenn man die Leute dort fragt, wo die sind, dann wissen sie es nicht. (Abg. Dr. Stummvoll: Die wissen es schon!) Die wissen es schon? – Dann weiß ich nicht, mit wem Sie reden; vielleicht auch mit virtuellen Figuren. (Abg. Dr. Stummvoll: Bei der Notenbank ... wo die Erträge her sind!)
Abg. Dr. Stummvoll: Bei der Notenbank ... wo die Erträge her sind!
müsste aber mindestens über 3 Prozent betragen, und diese Steigerung sehe ich weder auf der Uni noch sonst wo. Das müssen Sie mir jetzt vorrechnen – außer Sie reden wieder virtuell davon, dass die Nationalstiftung über 3 Milliarden verfügt, aber wenn man die Leute dort fragt, wo die sind, dann wissen sie es nicht. (Abg. Dr. Stummvoll: Die wissen es schon!) Die wissen es schon? – Dann weiß ich nicht, mit wem Sie reden; vielleicht auch mit virtuellen Figuren. (Abg. Dr. Stummvoll: Bei der Notenbank ... wo die Erträge her sind!)
Abg. Dr. Niederwieser: Nein, das stimmt nicht!
Aber worüber ich jetzt sprechen möchte, ist einfach die Balance zwischen den Forschungssektoren. Da gibt es die Grundlagenwissenschaft, die wirtschaftsnahe und angewandte Wissenschaft, und vielleicht auch die Geistes- und Kulturwissenschaften, die einer Bildungspartei wie der ÖVP ja irgendwo am Herzen liegen sollten. (Abg. Dr. Niederwieser: Nein, das stimmt nicht!) – Da muss ich dem Erwin Niederwieser wieder Recht geben, wenn er das in Zweifel zieht.
Abg. Mag. Hakl: Nicht bei der Steuer herein ...!
Aber da kommt in der Balance einiges durcheinander. Man redet von „Hebelwirkungen“ und davon, was Investitionen in wirtschaftsnahe Forschung letztlich an Sekundärinvestitionen auslösen. Wenn Sie da wiederum Experten heranziehen, dann befinden Sie sich ja nur noch in virtuellen Zahlen! Zu glauben, für jede Million Euro, die man in angewandte Forschung investiert, purzeln dann drei bei der Steuer wieder herein, das ist schlichtweg international über jedem Level der Diskussion. Das ist nicht der Fall! (Abg. Mag. Hakl: Nicht bei der Steuer herein ...!)
Abg. Mag. Johann Moser: Lopatka ist Ideologe, bitte!
Ganz zum Schluss noch – ich bin betrübt, dass Lopatka den Saal verlassen hat –: Wir reden über Eliten und Exzellenz; das ist nicht verboten, das ist ganz gut. Aber die absurdeste Idee, gekennzeichnet – ich sage das jetzt ganz bewusst – von letztklassiger Ahnungslosigkeit, kommt in einer steirischen Zeitschrift für Politikwissenschaften von Lopatka, dem Generalsekretär der ÖVP. Er sagt, die Elite-Universität in Österreich ist notwendig, und sie soll sich auf Wissenschaftsgebiete konzentrieren, die in Österreich nicht existieren. – So etwas habe ich noch nie gehört! Jede Wissenschaftlerin Österreichs, jeder Präsident eines Forschungsfonds wird die Hände über dem Kopf zusammenschlagen (Abg. Mag. Johann Moser: Lopatka ist Ideologe, bitte!), wenn ihm sozusagen diese Arbeit, verglichen zu Lopatka, der Mühe überhaupt noch wert ist.
Beifall bei den Grünen.
Bitte korrigieren Sie, Herr Vizekanzler – es ist ja interessant, dass man jetzt bereits auf die FPÖ oder das BZÖ hoffen muss –, solche Aussagen, die nichts anderes sind als wissenschaftlicher, als forschungspolitischer Unsinn! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Herr Kollege Grünewald, Sie können wirklich nicht leugnen, dass für Forschung und Entwicklung in der jetzigen Regierung so viel getan worden ist wie nie zuvor. Ich lasse mich von Ihnen sicher nicht als Lügnerin bezeichnen, wenn ich Ihnen im Folgenden mit Fakten und Zahlen belegen kann, dass die österreichische Politik in Forschung und Entwicklung eine Erfolgsgeschichte darstellt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Hätten vorige Regierungen und auch die zuständigen Minister dieselben Anstrengungen unternommen und genauso viel wie wir in Forschung und Entwicklung investiert, hätten wir nicht so viel Nachholbedarf, wie das jetzt der Fall ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich fordere Sie von der Opposition auf, dass Sie, anstatt ständig alles mies zu machen, diese erfolgreiche Forschungs- und Entwicklungspolitik der Regierung unterstützen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.
Abgeordneter Gerhard Reheis (SPÖ): Herr Präsident! Teure Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Ja, es ist schon richtig, man muss nicht alles schlecht machen, aber hochjubeln, wie Sie das die ganze Zeit machen, ist, glaube ich, auch nicht immer angebracht, denn es gibt auch genug zu kritisieren. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.)
Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: An deiner Stelle würde ich den Transitvertrag nicht erwähnen!
Wenn Herr Minister Gorbach heute von „Lobbyismus“ gesprochen hat sowie davon, dass der nicht am Stammtisch passiert und leider auch nicht, wie Sie sagten, im Heurigenlokal, so muss man doch auch hier an dieser Stelle feststellen, dass Ihre Vorgänger keinen, aber überhaupt keinen Lobbyismus in Europa gemacht haben, sonst wäre es nicht passiert, dass zum Beispiel der Transitvertrag sang- und klanglos und eigentlich ersatzlos verschwunden ist. (Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: An deiner Stelle würde ich den Transitvertrag nicht erwähnen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Das ist schon sehr schwach! Es wäre gut, wenn ihr zu euren eigenen Fehlern stehen würdet!
Das ist natürlich auch ein Werk dieser Bundesregierung beziehungsweise auch der Vorgänger, die offensichtlich Lobbyismus nicht verstanden haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Das ist schon sehr schwach! Es wäre gut, wenn ihr zu euren eigenen Fehlern stehen würdet!)
Beifall bei der SPÖ.
Hinter diesen nackten Zahlen, meine Damen und Herren, stehen Menschen, Menschen entlang dieser Transitroute, und immer mehr dieser Menschen werden überfahren von Lärm, Gestank, Stickoxiden und von der – wie wir heute schon gehört haben – zunehmend stärker werdenden PM-10-Feinstaubbelastung. Da haben wir etwas zu tun, meine Damen und Herren, da sind Sie gefordert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von der Bundesregierung und von der BZÖ, ich hoffe nicht, dass Sie nur Bahn-Zerstörer Österreichs sind, sondern dass Sie wirklich etwas weiterentwickeln, auch im Transit für unser Land und für die Bevölkerung unseres Landes – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Grünen äußern sich unterschiedlich: auf europäischer Ebene, auf Tiroler Ebene, auf nationaler Ebene. Das eine Mal wird gesagt, wir brauchen diesen Tunnel, das andere Mal wird gesagt, wir vergraben unglaublich viel Geld, wir brauchen ihn gar nicht, und der dritte Verkehrszuständige der Grünen sagt dann: Ja, wenn, aber, und, auch, oder. Da gibt es noch keine Position, was mir Leid tut, was mir ausgesprochen Leid tut, denn ich glaube, wenn man es ernst damit meint, dass wir dass Transitproblem oder dieses Verkehrsproblem – es ist nicht nur ein Transitproblem – lösen müssen, könnten wir alle dazu wohl am besten beitragen, indem wir endlich eine einstimmige parteiübergreifende Entschließung zu diesem Projekt und zur Vorgangsweise zusammenbringen würden, um unseren Vertretern, auch auf europäischer Ebene, den Rücken zu stärken. Wir werden hier wieder einen Vorstoß machen und Sie um Unterstützung bitten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir müssen die Brenner-Alpentransversale also unterirdisch ausbauen. Die Verkehrszuwächse alleine werden – was ich bedaure – dazu führen, dass selbst ohne Begleitmaßnahmen dieser Tunnel ein Erfolg werden wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Reheis: Aber die Begleitmaßnahmen brauchen wir trotzdem! – Abg. Mag. Hakl – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Ja, aber selbst wenn wir sie nicht haben, wird es ein Erfolg!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächste Rednerin zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Sburny. (Abg. Reheis: Aber die Begleitmaßnahmen brauchen wir trotzdem! – Abg. Mag. Hakl – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Ja, aber selbst wenn wir sie nicht haben, wird es ein Erfolg!)
Beifall bei den Grünen.
Ich gehe einmal davon aus, dass mit den Offensivmitteln doch einiges an Investition geschehen ist. Das sagt uns auch der Rat für Forschung und Technologieentwicklung, das sagen uns auch die Betriebe. Was nicht geschehen ist, ist, dass die fixen Budgetmittel im Bereich von Forschung und Entwicklung erhöht worden sind. Das ist einer unserer Kritikpunkte, weil das Problem dadurch entsteht, dass die Mittel eben genau nicht verstetigt werden. (Beifall bei den Grünen.) Sie müssen jedes Mal ein neues Offensivprogramm beschließen – das ist von ich weiß nicht was allem abhängig –, und im regulären Budget gibt es keine Entsprechung für diese Steigerung.
Beifall bei den Grünen.
Dazu kommt, dass die Offensivmittel der Kontrolle des Parlaments im Wesentlichen entzogen sind. Ich sage nicht, dass die schlecht vergeben werden momentan. Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung macht das aus meiner Sicht zumindest einmal im Augenblick gut. Faktum ist aber: So lange diese Dinge nicht im Parlament diskutiert werden, wird ein Teil des Forschungsbudgets praktisch ausgegliedert und der Kontrolle des Parlaments entzogen. Das finde ich nicht in Ordnung und das sollte aus meiner Sicht wieder geändert werden. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe.
Ich möchte jetzt ganz kurz noch das 7. Rahmenprogramm ansprechen, nämlich den europäischen Forschungsraum, weil es nicht nur um die Quantität geht. Es geht nicht nur darum, dass wir dieses 3-Prozent-Ziel erreichen, obwohl ich es für wichtig halten würde und es aus meiner Sicht aus vielen Gründen, die auch Kollege Grünewald angesprochen hat, in weiter Ferne ist. Kollege Stummvoll ist nicht mehr da, aber ich würde hier wirklich, ich weiß nicht, eine Flasche guten Waldviertler Weins mit ihm darauf verwetten, dass wir diese 3 Prozent nicht erreichen. (Zwischenrufe.) – Den gibt’s! Ich kann es Ihnen sagen, den gibt’s tatsächlich. (Abg. Kurzbauer: Einen hervorragenden Wein!) Hervorragenden Wein gibt es im Waldviertel. Also gut, wenigstens da sind wir einer Meinung. Also ich meine, dass wir diese 3 Prozent nicht erreichen werden, wenn Sie keine dramatischen Änderungen in der Budgetierung vornehmen.
Abg. Kurzbauer: Einen hervorragenden Wein!
Ich möchte jetzt ganz kurz noch das 7. Rahmenprogramm ansprechen, nämlich den europäischen Forschungsraum, weil es nicht nur um die Quantität geht. Es geht nicht nur darum, dass wir dieses 3-Prozent-Ziel erreichen, obwohl ich es für wichtig halten würde und es aus meiner Sicht aus vielen Gründen, die auch Kollege Grünewald angesprochen hat, in weiter Ferne ist. Kollege Stummvoll ist nicht mehr da, aber ich würde hier wirklich, ich weiß nicht, eine Flasche guten Waldviertler Weins mit ihm darauf verwetten, dass wir diese 3 Prozent nicht erreichen. (Zwischenrufe.) – Den gibt’s! Ich kann es Ihnen sagen, den gibt’s tatsächlich. (Abg. Kurzbauer: Einen hervorragenden Wein!) Hervorragenden Wein gibt es im Waldviertel. Also gut, wenigstens da sind wir einer Meinung. Also ich meine, dass wir diese 3 Prozent nicht erreichen werden, wenn Sie keine dramatischen Änderungen in der Budgetierung vornehmen.
Beifall bei den Grünen.
Was mich allerdings noch qualitativ bewegt und was ich für sehr bedauerlich halte, ist, dass im 7. Rahmenprogramm der EU der Entwicklung der Atomtechnologie weitaus größere Bedeutung beigemessen wird als zum Beispiel der Entwicklung der erneuerbaren Energie oder der Ökotechnologie oder der Informationsgesellschaft. (Beifall bei den Grünen.) Also ich glaube, dass Sie da auch auf europäischer Ebene noch einiges zu tun haben im Hinblick darauf, wofür Sie sich einsetzen müssen.
Beifall bei den Grünen.
Zu den 3 Prozent noch ganz zum Schluss. Das ist ein Wert, der auch davon abhängt, wie hoch das BIP ist. (Beifall bei den Grünen.) Und wenn wir 3 Prozent erreichen, weil das BIP nicht steigt und die Forschungsausgaben gleich bleiben, dann können Sie zwar stolz drauf sein, aber rein mathematisch ist das kein besonders großer Wurf. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zu den 3 Prozent noch ganz zum Schluss. Das ist ein Wert, der auch davon abhängt, wie hoch das BIP ist. (Beifall bei den Grünen.) Und wenn wir 3 Prozent erreichen, weil das BIP nicht steigt und die Forschungsausgaben gleich bleiben, dann können Sie zwar stolz drauf sein, aber rein mathematisch ist das kein besonders großer Wurf. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Grünewald: Aufpassen! Aufpassen!
Jahre 2004 wurden gemäß aktuellen Schätzungen der Statistik Austria voraussichtlich insgesamt 5,27 Milliarden € für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Wenn dann Kollege Grünewald davon spricht, dass es in Forschung und Entwicklung nur um Taschengeld geht, so ist das eine Argumentation unter der Gürtellinie (Abg. Dr. Grünewald: Aufpassen! Aufpassen!), denn das trägt man dann in der Hosentasche, nach dem, wie Sie es sagen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
5,27 Milliarden € das ist nicht nichts, sondern das ist sehr viel Geld, das hier für diesen Bereich ausgegeben wird, der dieser Regierung sehr wichtig ist – und dazu stehen wir, und darauf sind wir auch stolz, Herr Kollege! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Sburny: Nein! Nein! ... besser als Sie!
Aber ich verstehe schon – nachdem ich jetzt gehört habe, wie Sie die Arbeit unter den Kollegen aufteilen –: Sie haben sich offensichtlich nur ein Kapitel angeschaut und mussten das dann irgendwie zusammentun. (Abg. Sburny: Nein! Nein! ... besser als Sie!) Und das war vielleicht ein bisschen das Problem dafür, dass Sie das nicht so ganz zusammenzählen konnten.
Abg. Sburny: Wir lesen sogar mehr als einen Artikel im „FORMAT“!
Aber ich sage es Ihnen noch einmal – wie auch schon in meiner letzten Rede zu diesem Thema –, weil Sie schon wieder gesagt haben, die Steigerung werde nur an den schlechteren Jahren gemessen: Wenn Sie den einen Artikel im „FORMAT“, den ich auch schon letztes Mal angesprochen habe, noch einmal durchlesen (Abg. Sburny: Wir lesen sogar mehr als einen Artikel im „FORMAT“!) und das Jahr 1999 mit dem Jahr 2004 vergleichen, werden Sie feststellen – und das sagt das „FORMAT“ und nicht die Regierung –, dass gerade im Forschungsbereich viel mehr ausgegeben wurde, dass es da zu großen Verbesserungen gekommen ist. (Zwischenruf des Abg. Dr. Grünewald.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Grünewald.
Aber ich sage es Ihnen noch einmal – wie auch schon in meiner letzten Rede zu diesem Thema –, weil Sie schon wieder gesagt haben, die Steigerung werde nur an den schlechteren Jahren gemessen: Wenn Sie den einen Artikel im „FORMAT“, den ich auch schon letztes Mal angesprochen habe, noch einmal durchlesen (Abg. Sburny: Wir lesen sogar mehr als einen Artikel im „FORMAT“!) und das Jahr 1999 mit dem Jahr 2004 vergleichen, werden Sie feststellen – und das sagt das „FORMAT“ und nicht die Regierung –, dass gerade im Forschungsbereich viel mehr ausgegeben wurde, dass es da zu großen Verbesserungen gekommen ist. (Zwischenruf des Abg. Dr. Grünewald.)
Abg. Dr. Grünewald: Was einem passt!
Das sagt eben ein Vergleich der Jahre 1999 und 2004 – nicht von der Regierung, sondern vom „FORMAT“ durchgeführt –: dass es da zu wirklichen Verbesserungen gekommen ist. Man vergleicht also nicht nur die schlechtesten Jahre miteinander, sondern einfach (Abg. Dr. Grünewald: Was einem passt!) Daten, bei denen es wichtig ist, sie zu vergleichen (Abg. Broukal: Ist das die Zeitschrift mit den vielen Regierungsinseraten, das „FORMAT“?) – Herr Kollege Broukal, passen Sie auf! –, um zu zeigen, da auch von der Verstetigung der Zahlen gesprochen wurde, dass es gerade in der Zeit unter Ihrem SPÖ-Minister Einem – da waren Sie, Herr Broukal, wahrscheinlich noch gar nicht bei der SPÖ – sogar zu einem absoluten Stillstand im Forschungsbereich gekommen war.
Abg. Broukal: Ist das die Zeitschrift mit den vielen Regierungsinseraten, das „FORMAT“?
Das sagt eben ein Vergleich der Jahre 1999 und 2004 – nicht von der Regierung, sondern vom „FORMAT“ durchgeführt –: dass es da zu wirklichen Verbesserungen gekommen ist. Man vergleicht also nicht nur die schlechtesten Jahre miteinander, sondern einfach (Abg. Dr. Grünewald: Was einem passt!) Daten, bei denen es wichtig ist, sie zu vergleichen (Abg. Broukal: Ist das die Zeitschrift mit den vielen Regierungsinseraten, das „FORMAT“?) – Herr Kollege Broukal, passen Sie auf! –, um zu zeigen, da auch von der Verstetigung der Zahlen gesprochen wurde, dass es gerade in der Zeit unter Ihrem SPÖ-Minister Einem – da waren Sie, Herr Broukal, wahrscheinlich noch gar nicht bei der SPÖ – sogar zu einem absoluten Stillstand im Forschungsbereich gekommen war.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Grünewald.
Die Schwerpunktpolitik, die jetzt gemacht wird, ist nun einmal eine andere Art von Politik als jene nach dem Gießkannenprinzip, als die Politik, Gelder nur an Institutionen zu vergeben – ohne zu wissen, was im Endeffekt damit passiert, ohne Leistungsnachweise zu erhalten. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Grünewald.)
Abg. Dr. Grünewald: Kennen Sie einen?
Im Rahmen der jetzigen Schwerpunktpolitik wird dann eben von den Institutionen verlangt, dass sie genau in jenen Bereichen, wo österreichische Schwerpunkte für die Zukunft gesetzt werden (Abg. Dr. Grünewald: Kennen Sie einen?), das Geld investieren.
Ironische Heiterkeit der Abg. Sburny.
daher in allen Bereichen Geld dafür zur Verfügung gestellt wird. (Ironische Heiterkeit der Abg. Sburny.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Sburny: Nein, nicht das Ziel! Ich habe gesagt, so werden Sie es nicht erreichen!
Wir sind der Meinung, es ist wichtig, dass mehrere Ministerien damit beschäftigt sind, aber es muss ein gemeinsames Ziel geben – und das kennen wir alle, das unterstützen Sie ja auch. Dieses gemeinsame Ziel lautet, bis zum Jahre 2010 3 Prozent des BIP zu erreichen. Auch wenn Sie das Ziel jetzt schon wieder schlecht machen und sagen: 3 Prozent des BIP, weil das BIP halt niedriger ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Sburny: Nein, nicht das Ziel! Ich habe gesagt, so werden Sie es nicht erreichen!)
Abg. Sburny: Ich habe gesagt, das Ziel ist in Ordnung! Sie werden es nicht erreichen!
Sie machen es jetzt schon wieder schlecht, ohne zu wissen, was nachher ist, das ist das Problem. (Abg. Sburny: Ich habe gesagt, das Ziel ist in Ordnung! Sie werden es nicht erreichen!) Aha, das Ziel ist in Ordnung – und wir werden es erreichen. Sie werden sehen, liebe Kolleginnen und Kollegen, wir werden es, wenn wir noch in der Regierung sind, erreichen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Wer seid ihr eigentlich, „wir“?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Wer seid ihr eigentlich, „wir“?
Sie machen es jetzt schon wieder schlecht, ohne zu wissen, was nachher ist, das ist das Problem. (Abg. Sburny: Ich habe gesagt, das Ziel ist in Ordnung! Sie werden es nicht erreichen!) Aha, das Ziel ist in Ordnung – und wir werden es erreichen. Sie werden sehen, liebe Kolleginnen und Kollegen, wir werden es, wenn wir noch in der Regierung sind, erreichen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Wer seid ihr eigentlich, „wir“?)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist unzumutbar! Diese Verkehrspolitik auf dem Rücken der „kleinen Leute“ ist auf das Schärfste abzulehnen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Rudolf Parnigoni hat gesagt, dass wir so hohe Schulden bei der Asfinag haben. – Sicher haben wir 8,5 Milliarden € Schulden bei der Asfinag, aber wenn allein das Geld, das die Autofahrer pro Jahr ins Budget zahlen und das nicht für den Straßenbau verwendet wird, zum Rückzahlen der Schulden der Asfinag verwendet würde, wäre die Asfinag in zwei Jahren schuldenfrei. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das geht aber nicht, denn wir brauchen das Geld für den öffentlichen Verkehr. Es werden 1 022 Millionen € in die Eisenbahninfrastruktur investiert, dazu kommen noch 1,2 Milliarden €, welche die ÖBB an Krediten aufnimmt. Also 2,2 Milliarden € werden in die Schieneninfrastruktur investiert. Das ist wesentlich mehr, als jemals unter einem SPÖ-Verkehrs- und SPÖ-Finanzminister dort investiert wurde. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Deshalb ist es, wie ich meine, sinnvoll, dass jetzt dieser Schritt gesetzt wird. Mir tut es auch Leid, dass eine große Verzögerung eingetreten ist – und dass das teurer wird; dafür haben wir jetzt jedoch ein besseres Projekt. Ich hoffe, dass wir, wie vorgesehen, in etwa 15 Jahren wirklich durch den Semmering-Basistunnel werden fahren können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Der auf der Regierungsbank sitzende Staatssekretär Mag. Kukacka blättert in schriftlichen Unterlagen.
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es hat sich gezeigt, dass durch die Zersplitterung der ÖBB in vielen Bereichen Chaos ausgebrochen ist. Und das, Herr Staatssekretär Kukacka, geht auf Ihr Konto! Dieses Chaos gibt es – und es war ein solches auch zu erwarten. (Der auf der Regierungsbank sitzende Staatssekretär Mag. Kukacka blättert in schriftlichen Unterlagen.) – Herr Staatssekretär, vielleicht können Sie mir jetzt ein bisschen zuhören und dann die Akten unterschreiben (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Kukacka), denn das sind Dinge, mit denen Sie sich auseinander setzen sollten! (Abg. Sburny: Ich glaube, er zeichnet nur nervös!) Wenn Sie schon Pfusch bauen, dann haben Sie auch die Pflicht, diesen wieder rückgängig zu machen! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Kukacka
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es hat sich gezeigt, dass durch die Zersplitterung der ÖBB in vielen Bereichen Chaos ausgebrochen ist. Und das, Herr Staatssekretär Kukacka, geht auf Ihr Konto! Dieses Chaos gibt es – und es war ein solches auch zu erwarten. (Der auf der Regierungsbank sitzende Staatssekretär Mag. Kukacka blättert in schriftlichen Unterlagen.) – Herr Staatssekretär, vielleicht können Sie mir jetzt ein bisschen zuhören und dann die Akten unterschreiben (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Kukacka), denn das sind Dinge, mit denen Sie sich auseinander setzen sollten! (Abg. Sburny: Ich glaube, er zeichnet nur nervös!) Wenn Sie schon Pfusch bauen, dann haben Sie auch die Pflicht, diesen wieder rückgängig zu machen! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Sburny: Ich glaube, er zeichnet nur nervös!
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es hat sich gezeigt, dass durch die Zersplitterung der ÖBB in vielen Bereichen Chaos ausgebrochen ist. Und das, Herr Staatssekretär Kukacka, geht auf Ihr Konto! Dieses Chaos gibt es – und es war ein solches auch zu erwarten. (Der auf der Regierungsbank sitzende Staatssekretär Mag. Kukacka blättert in schriftlichen Unterlagen.) – Herr Staatssekretär, vielleicht können Sie mir jetzt ein bisschen zuhören und dann die Akten unterschreiben (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Kukacka), denn das sind Dinge, mit denen Sie sich auseinander setzen sollten! (Abg. Sburny: Ich glaube, er zeichnet nur nervös!) Wenn Sie schon Pfusch bauen, dann haben Sie auch die Pflicht, diesen wieder rückgängig zu machen! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es hat sich gezeigt, dass durch die Zersplitterung der ÖBB in vielen Bereichen Chaos ausgebrochen ist. Und das, Herr Staatssekretär Kukacka, geht auf Ihr Konto! Dieses Chaos gibt es – und es war ein solches auch zu erwarten. (Der auf der Regierungsbank sitzende Staatssekretär Mag. Kukacka blättert in schriftlichen Unterlagen.) – Herr Staatssekretär, vielleicht können Sie mir jetzt ein bisschen zuhören und dann die Akten unterschreiben (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Kukacka), denn das sind Dinge, mit denen Sie sich auseinander setzen sollten! (Abg. Sburny: Ich glaube, er zeichnet nur nervös!) Wenn Sie schon Pfusch bauen, dann haben Sie auch die Pflicht, diesen wieder rückgängig zu machen! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Darauf ich: Von wo Sie san, is ma Wurscht; Sie san doch a ÖBBler, das seh’ ich an Ihrer Jacke – und Sie sagen mir das jetzt bitte! – Hat er gesagt: Nein, denn er sei eigentlich verpflichtet worden, keine Auskünfte zu geben, sondern die Leute stehen zu lassen; die sollen selber schauen, wie sie sich z’rechtfinden. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Da hat dieser ÖBB-Bedienstete bei mir natürlich Pech gehabt; das war klar. Nur: Das hat er nicht gewusst. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dann sind wir gemeinsam in die Fahrdienstleitung: Ich bin gerollt, er ist marschiert. Dort angekommen, habe ich gefragt: Sie, was tan ma jetzt?, und habe meine Sachen niedergestellt. – Darauf er: Sie, i bin net zuständig, ich bin vom ...! Ich weiß nicht mehr, was er gesagt hat! – Habe ich gesagt: Des is ma a Wurscht, denn i will da jetzt mitfahren! Wie tua i denn do jetzt?
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich glaube, diese Geschichte kennen wir schon! Diese Geschichte haben Sie schon einmal erzählt!
Jedenfalls: Keiner hat auf diesem Bahnhof etwas gewusst. Daraufhin habe ich gesagt: Sie, wenn Sie nichts wissen, dann gebe ich Ihnen eine Alternative: Ich fahre mit einem anderen Zug, und Sie lassen den in St. Valentin stoppen, damit ich aussteigen kann! Jedenfalls hatte ich keine Lust, nach Linz zu fahren, dort eine Stunde lang am Bahnhof herumzustehen, um dann wieder nach Steyr zurückfahren zu müssen. – Darauf hat er gefragt: Warum wissen S’ denn des? – Habe ich gesagt: Na ja, weil ich mich auch ein wenig auskenn’ im Fahrplan! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich glaube, diese Geschichte kennen wir schon! Diese Geschichte haben Sie schon einmal erzählt!) – So wurde es dann auch gemacht. – Das war die eine Sache.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich traue mich schon zu sagen, dass ich teilweise mehr ÖBB-Expertin bin als so mancher, der da vielleicht 20, 30 Jahre lang dort sitzt, na ja gut, vielleicht noch nicht so lange. Also die Kunden am Bahnhof könnte ich sicherlich besser betreuen als so mancher anderer, der dort jetzt herumsteht. Das traue ich mir ganz einfach zu. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Jedenfalls war es mir dann doch möglich, in St. Valentin umzusteigen, weil der Fahrdienstleiter die „Gnade“ hatte, in seiner Zentrale auf einen Knopf zu drücken, um Linz zu verständigen, damit diese die Zugbegleiter des IC verständigen, dass ich in St. Valentin einsteigen möchte. Es hat dann geklappt, aber es hat nur deshalb geklappt, weil ich es war, die da fahren wollte. (Beifall bei den Grünen.) Wäre das jemand gewesen, der nicht elf Jahre lang Erfahrung mit den ÖBB hat und der diese ganzen „Tricks“ und „Feinheiten“ nicht kennt, dann wäre er wahrscheinlich daneben gestanden und nie wieder mit der Bahn gefahren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Jedenfalls war es mir dann doch möglich, in St. Valentin umzusteigen, weil der Fahrdienstleiter die „Gnade“ hatte, in seiner Zentrale auf einen Knopf zu drücken, um Linz zu verständigen, damit diese die Zugbegleiter des IC verständigen, dass ich in St. Valentin einsteigen möchte. Es hat dann geklappt, aber es hat nur deshalb geklappt, weil ich es war, die da fahren wollte. (Beifall bei den Grünen.) Wäre das jemand gewesen, der nicht elf Jahre lang Erfahrung mit den ÖBB hat und der diese ganzen „Tricks“ und „Feinheiten“ nicht kennt, dann wäre er wahrscheinlich daneben gestanden und nie wieder mit der Bahn gefahren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Dass das jetzt so ist, dass auf einem Bahnhof niemand mehr irgendetwas angreifen will, weil er automatisch sagt: Ich gehöre nicht zu dieser Partie dazu, ich bin von einer anderen Firma! (Zwischenrufe bei der ÖVP), das, Herr Staatssekretär, ist sozusagen auf Ihrem Mist gewachsen! Da gibt es, wie ich meine, großen Reform- und Handlungsbedarf!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Staatssekretär, da haben Sie sich etwas zu überlegen, dass sich da etwas ändert, und zwar zum Positiven! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Rädler: Passiert ist nichts!
Herr Staatssekretär, früher gab es Geld für eine barrierefreie Ausgestaltung (Abg. Rädler: Passiert ist nichts!), aber Frau Minister Forstinger hat das gestrichen mit der „Begründung“, dass ohnedies alles passe. Dafür brauche man keinen einzigen Cent mehr, denn es passe ohnehin alles, meinte sie. – Ich sage Ihnen: Es passt nichts! Es gibt gute Ideen, wie man gewisse Dinge umsetzen könnte, und diese guten Ideen kommen von der österreichischen Behindertenbewegung. Wir haben dafür bei Herrn Dr. Wehinger Gehör gefunden, und er unterstützt uns. Und diese Zusage habe ich natürlich nicht nur mündlich, sondern auch schriftlich.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Staatssekretär Kukacka, geben Sie das an Ihr Sekretariat weiter, damit uns das gleich sagt, wann wir einen Termin bekommen, denn auf einen solchen bestehe ich. Und wenn ich keinen Termin bekomme, dann komme ich eben so! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ja, das wäre mein heutiger Beitrag zu den ÖBB. Ich bin aber – leider! – überzeugt davon, dass es noch lange dauern wird, bis es wirklich funktioniert, dass auch für mobilitätsbeeinträchtigte Menschen das Reisen mit den ÖBB eine Selbstverständlichkeit wird. Es gibt, wie gesagt, Signale in diese Richtung, aber es fehlt hiefür noch das notwendige Geld. Aber, Herr Staatssekretär: Das aufzutreiben, dafür sind Sie zuständig! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Eder.
Sehr geehrte Herren Staatssekretäre, Sie gestatten, dass ich noch versuche, die Diskussion 160 km/h kurz aufzugreifen. (Zwischenruf des Abg. Eder.) Ich finde es sehr eigenartig, wenn reflexartige Reaktionen kommen, ein Aufheulen der Nein-Sager, und zwar der Nein-Sager aus Prinzip, ein Aufheulen von Verhinderern. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich halte das für eine Diskussionsverweigerung, und ich finde es schlimm, wenn man darüber – egal, welche Position man einnimmt – nicht diskutieren kann und will, wenn man einfach festhält an einem starren und, wie ich meine, nicht besonders intelligenten System, einem System der Vergangenheit. Egal, ob der Benutzer österreichischer Autobahnen die Sinnhaftigkeit dieses starren Systems akzeptiert oder nicht: Er hinterfrägt sie jedenfalls. Das wird, wie ich meine, als Schikane empfunden, und ein Informations- oder Argumentationsaustausch wäre durchaus angebracht.
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sehr geehrte Herren Staatssekretäre, Sie gestatten, dass ich noch versuche, die Diskussion 160 km/h kurz aufzugreifen. (Zwischenruf des Abg. Eder.) Ich finde es sehr eigenartig, wenn reflexartige Reaktionen kommen, ein Aufheulen der Nein-Sager, und zwar der Nein-Sager aus Prinzip, ein Aufheulen von Verhinderern. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich halte das für eine Diskussionsverweigerung, und ich finde es schlimm, wenn man darüber – egal, welche Position man einnimmt – nicht diskutieren kann und will, wenn man einfach festhält an einem starren und, wie ich meine, nicht besonders intelligenten System, einem System der Vergangenheit. Egal, ob der Benutzer österreichischer Autobahnen die Sinnhaftigkeit dieses starren Systems akzeptiert oder nicht: Er hinterfrägt sie jedenfalls. Das wird, wie ich meine, als Schikane empfunden, und ein Informations- oder Argumentationsaustausch wäre durchaus angebracht.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Noch ein Wort zur Luftfahrt. Sehr geehrte Herren Staatssekretäre, ich begrüße es außerordentlich, dass an der JAR-FCL, der Vorgabe eines privaten europäischen Vereins hinsichtlich von Luftfahrtlizenzen, in Österreich nicht mehr weitergearbeitet wird. Die Unsinnigkeiten dieser Auswirkung haben wir bereits auf Grund der Gespräche, die wir mit Vertretern der Bundesrepublik Deutschland geführt haben, in Erfahrung gebracht. Sogar von Behördenseite wird davon abgeraten, diese JAR-FCL in nationales Recht umzusetzen. Also ich begrüße es außerordentlich, dass das gestoppt wurde. Es kann nicht so sein, dass wir Maßnahmen, die zu einer Kostenexplosion im Bereich der Luftfahrt, insbesondere der General Aviation führen und eine Aufblähung des Verwaltungsaufwandes bewirken, ungefiltert in nationales Recht umsetzen. Insofern, denke ich, haben wir eine große Chance mit der EASA, mit der zuständigen europäischen Behörde, und ich denke, dass es möglich sein wird, da auch auf nationaler Ebene vernünftige Regelungen zu finden. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Herr Minister Gorbach ist ganz offensichtlich inzwischen verreist, aber eigentlich egal. Er hat ja seinen Platz sicher schon in der Ahnengalerie der gescheiterten FPÖ-Minister zwischen Reichhold und Forstinger, würde ich vorschlagen, aber es ist schon bezeichnend, dass er das eigene Verkehrsbudget heute schwänzt und offensichtlich neu verreist ist. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Abg. Dr. Regler: Wo nur die SPÖ-Landesräte positive Bescheide erlassen müssen!
Das wird die Nagelprobe, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Regler: Wo nur die SPÖ-Landesräte positive Bescheide erlassen müssen!) Und bitte kommen Sie nicht mit dem Schmäh von Föderalismus oder Natur- und Umweltschutz! Als Sie nämlich die UVP-Novelle beschlossen haben, war Ihnen das so was von Wurscht. Als Sie versucht haben, diese Spielberg-Debakel, den Trümmerhaufen, den Frau Klasnic in Spielberg angerichtet hat, unter den Teppich zu kehren, war Ihnen das völlig egal!
Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.
Wissen Sie, Herr Lopatka, was im ORF-Radio am 10. März die Hörerumfrage war? – Was ist jetzt mit dem „Waltraud Klasnic-Stollen“? Es hat ja hochinteressante Beiträge gegeben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.) Soll man eine unterirdische Langlaufstrecke machen, vielleicht die A1-Rennstrecke? Könnte der Klasnic-Stollen als Christstollen dienen oder als Büro für die blau-schwarze Regierung oder am besten als Hochsicherheitsgefängnis für die steirische ÖVP? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wissen Sie, Herr Lopatka, was im ORF-Radio am 10. März die Hörerumfrage war? – Was ist jetzt mit dem „Waltraud Klasnic-Stollen“? Es hat ja hochinteressante Beiträge gegeben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.) Soll man eine unterirdische Langlaufstrecke machen, vielleicht die A1-Rennstrecke? Könnte der Klasnic-Stollen als Christstollen dienen oder als Büro für die blau-schwarze Regierung oder am besten als Hochsicherheitsgefängnis für die steirische ÖVP? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von der ÖVP, wenn Sie heute dieser Bundeskompetenz für den Semmering-Basistunnel nicht zustimmen, dann entpuppt sich das alles endgültig als ein Wahlkampfschmäh. Herr Lopatka, wenn Sie einen Funken Glaubwürdigkeit noch retten wollen, dann kommen Sie jetzt heraus und sagen Sie, Sie werden selbstverständlich diesem Antrag beitreten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Krainer.
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka: Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir werden selbstverständlich diesen Antrag des Kollegen Kräuter und damit auch der sozialdemokratischen Fraktion ganz genau prüfen und uns mit ihm beschäftigen. Wir werden uns vor allem auch mit der Frage beschäftigen, ob denn die sozialdemokratischen Landesräte und Landeshauptleute diesem Antrag zustimmen werden, meine Damen und Herren, denn der wüde ganz klar und eindeutig auch eine Einschränkung der Naturschutzkompetenzen zum Beispiel der Länder bedeuten. Und die sozialdemokratischen Naturschutzreferenten und Landeshauptleute haben sich bisher vehement dagegen ausgesprochen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald
Kollege Parnigoni hat gesagt, was hier gebaut wird, das ist ja alles ganz schön und gut, und zwar im Bereich der Schieneninfrastruktur und im Straßensystem, aber das geschieht ja alles auf Pump! – Ja, meine Damen und Herren, das geschieht zum Teil auch auf Pump, und dazu bekennen wir uns auch, weil Infrastruktur, Verkehrsinfrastruktur selbstverständlich auch (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald), eine Investition in die Zukunft ist. Selbstverständlich müssen zukünftige Generationen auch zur Refinanzierung dieser Infrastruktur beitragen, meine Damen und Herren.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber was haben denn Sie gemacht? – Ja um Gottes willen, das, was damals an Straßenbau- und Schieneninfrastruktur errichtet wurde, das ist doch alles nur auf Pump gebaut worden, und zwar viel gravierender als heute. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Regen Sie sich nicht auf!
Abg. Dr. Kräuter: Sie waren der Verkehrssprecher!
Wie war denn das bei der ASFINAG, meine Damen und Herren? (Abg. Dr. Kräuter: Sie waren der Verkehrssprecher!) – Ja, ich war der Verkehrssprecher, ich kritisiere das ja nicht, Sie haben das kritisiert. Sie sagen, alles werde auf Pump gebaut, nicht ich.
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich stelle fest, die sozialdemokratischen Verkehrs- und Finanzminister haben bei der ASFINAG Schulden in Höhe von 140 Milliarden Schilling aufgebaut, die wir heute noch zurückzahlen müssen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Eder: Die haben doch wir miteinander eingeführt!
Und was hat diese Regierung gemacht, meine Damen und Herren? – Wir haben die Maut, die LKW-Maut eingeführt, und zusätzlich werden 600 Millionen € aus der LKW-Maut diesbezüglich eingenommen. (Abg. Eder: Die haben doch wir miteinander eingeführt!) Wir haben damit ein selbst finanzierendes System geschaffen. Zum ersten Mal in der Geschichte werden die Ausgaben, die da anfallen, durch die Einnahmen gedeckt, die von der LKW-Wirtschaft, aber auch von privaten PKW-Besitzern finanziert werden. So schaut´s derzeit in Wirklichkeit aus! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und was hat diese Regierung gemacht, meine Damen und Herren? – Wir haben die Maut, die LKW-Maut eingeführt, und zusätzlich werden 600 Millionen € aus der LKW-Maut diesbezüglich eingenommen. (Abg. Eder: Die haben doch wir miteinander eingeführt!) Wir haben damit ein selbst finanzierendes System geschaffen. Zum ersten Mal in der Geschichte werden die Ausgaben, die da anfallen, durch die Einnahmen gedeckt, die von der LKW-Wirtschaft, aber auch von privaten PKW-Besitzern finanziert werden. So schaut´s derzeit in Wirklichkeit aus! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben das System umgestellt, wir haben ein selbst finanzierendes System errichtet, wir haben den Straßenbau auf gesunde Beine gestellt. Das ist die Wahrheit, meine Damen und Herren! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Wie viel war das?
Ganz Ähnliches ist bei der Schiene geschehen, meine Damen und Herren. Auch da haben wir das System umgestellt: Es wird nicht mehr, so wie das in der Vergangenheit der Fall war, durch die SCHIG einfach alles auf Schulden finanziert. 120 Milliarden € sind durch SPÖ-Verkehrs- und Finanzminister im Schienenbereich an Schulden entstanden! (Abg. Neudeck: Wie viel war das?) – 120 Milliarden Schilling!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Was hat diese Bundesregierung gemacht? – Sie hat erstens die ÖBB-Reform gemacht und sie hat einmal die Hälfte der Schulden, die in diesem Bereich entstanden sind, von den ÖBB abgezogen, indem der Finanzminister dieser Regierung die Schulden der Vergangenheit zur Hälfte abgedeckt hat. Das, meine Damen und Herren, ist die Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Lentsch: Blöde G’schicht!
Ich weiß, Sie spekulieren mit dem politischen Kurzzeitgedächtnis der Bevölkerung, aber ich habe ein verkehrspolitisches Langzeitgedächtnis. (Abg. Lentsch: Blöde G’schicht!) Ich weiß ganz genau, was sozialdemokratische Verkehrs- und Finanzminister in diesem Bereich angestellt haben, meine Damen und Herren.
Abg. Marizzi: Oje!
Ich frage mich auch, meine Damen und Herren, wie denn das mit dem Semmering-Basistunnel war. (Abg. Marizzi: Oje!) Sie von der SPÖ sagen, Herr Landeshauptmann Pröll habe die Schuld. – Ja, es ist richtig, dass das Land Niederösterreich seine entsprechenden Umweltschutzkompetenzen ausgenützt und gesagt hat: Im Interesse der Anrainer und des Naturschutzes sind wir gegen dieses Projekt. Das ist sein gutes Recht, meine Damen und Herren, auch wenn wir damit politisch auf Bundesebene nicht einverstanden sind, aber Landeshauptmann Pröll hat die Interessen des Landes und der Anrainer zu wahren.
Beifall bei der ÖVP.
Aber was ist dann geschehen? – Dann haben Sie zum Vorwurf gemacht, 93 Millionen € seien dort „verbraten“, seien in diesem Probestollen verbaut worden, die heute unwiderruflich weg seien. – Ja, das stimmt schon, meine Damen und Herren, aber warum ist denn das geschehen? – Weil sozialdemokratische Verkehrsminister den Auftrag gegeben haben, dieser Probetunnel müsse gebaut werden, ohne dass die entsprechenden naturschutzrechtlichen und sonstigen wasserrechtlichen Bewilligungen endgültig vorhanden waren! Das ist ja das Problem! (Beifall bei der ÖVP.) Es ist gebaut worden, ohne dass ausreichende endgültige Bewilligungen vorhanden waren, und das hat eben dazu geführt, dass beim endgültigen Baustopp durch die Höchstgerichte eben dieses Geld verloren war. Das ist die Wahrheit, und daran kommen wir nicht vorbei. (Abg. Dr. Kräuter: Sie kommen nicht vorbei, das steht fest!)
Abg. Dr. Kräuter: Sie kommen nicht vorbei, das steht fest!
Aber was ist dann geschehen? – Dann haben Sie zum Vorwurf gemacht, 93 Millionen € seien dort „verbraten“, seien in diesem Probestollen verbaut worden, die heute unwiderruflich weg seien. – Ja, das stimmt schon, meine Damen und Herren, aber warum ist denn das geschehen? – Weil sozialdemokratische Verkehrsminister den Auftrag gegeben haben, dieser Probetunnel müsse gebaut werden, ohne dass die entsprechenden naturschutzrechtlichen und sonstigen wasserrechtlichen Bewilligungen endgültig vorhanden waren! Das ist ja das Problem! (Beifall bei der ÖVP.) Es ist gebaut worden, ohne dass ausreichende endgültige Bewilligungen vorhanden waren, und das hat eben dazu geführt, dass beim endgültigen Baustopp durch die Höchstgerichte eben dieses Geld verloren war. Das ist die Wahrheit, und daran kommen wir nicht vorbei. (Abg. Dr. Kräuter: Sie kommen nicht vorbei, das steht fest!)
Ruf bei der SPÖ: Geh bitte, das ist ja unglaublich!
Meine Damen und Herren! Kollege Heinzl hat kritisiert, dass die Autofahrer belastet sind. Jawohl, Autofahrer müssen heute viel Geld zahlen, auch für die Finanzierung der Staatsausgaben und der Verkehrsinfrastruktur. Aber Kollege Heinzl hat dabei vergessen, dazu sagen, dass im Zuge der letzten Steuerreform durch die Anhebung des Pendlerpauschales 675 000 österreichische Pendler um über 30 € pro Jahr weniger an Steuern zahlen, dass also die Pendler von der Steuerreform in der Regel ebenso profitiert haben wie von der Tarifreform und von den höheren Absetzbeträgen für Alleinverdiener. (Ruf bei der SPÖ: Geh bitte, das ist ja unglaublich!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
aber die operative Durchführung muss natürlich dort erfolgen. Und wir wissen, dass es diesbezüglich noch Widerstand gibt, aber ich bin davon überzeugt, dass es gelingen wird, diesen Widerstand zu beseitigen, weil auch die ÖBB und die neue ÖBB-Führung erkannt haben, dass die Zeiten des alten Monopols endlich vorbei sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Sie sehen also, dass es darum geht, eine Verkehrspolitik zu machen, die wirklich aufbaut auf den Bedürfnissen der Menschen. Genau in diese Richtung sind wir unterwegs, und ich glaube, das es notwendig ist, dass wir alle Einseitigkeiten ablehnen und gemeinsam versuchen, in Österreich in diesem Bereich wirklich neue, moderne, zukunftsträchtige Wege zu gehen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Oje!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu einer tatsächlichen Berichtigung zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Eder. (Ruf bei der ÖVP: Oje!) Ich verweise auf die Bestimmungen der Geschäftsordnung. – Bitte, Herr Abgeordneter.
Oh-Ruf des Abg. Dr. Puswald
Richtig ist, dass 1996, und zwar unter Wirtschaftsminister Schüssel (Oh-Ruf des Abg. Dr. Puswald), die LKW-Maut gesetzlich beschlossen wurde und die Einführung dieser Maut von der ÖVP-LKW-Lobby sechs Jahre lang verhindert wurde (Abg. Dr. Puswald: Aha!), was für die österreichische Bevölkerung einen Verlust von 25 Milliarden Schilling bedeutet hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Puswald: Aha!
Richtig ist, dass 1996, und zwar unter Wirtschaftsminister Schüssel (Oh-Ruf des Abg. Dr. Puswald), die LKW-Maut gesetzlich beschlossen wurde und die Einführung dieser Maut von der ÖVP-LKW-Lobby sechs Jahre lang verhindert wurde (Abg. Dr. Puswald: Aha!), was für die österreichische Bevölkerung einen Verlust von 25 Milliarden Schilling bedeutet hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Richtig ist, dass 1996, und zwar unter Wirtschaftsminister Schüssel (Oh-Ruf des Abg. Dr. Puswald), die LKW-Maut gesetzlich beschlossen wurde und die Einführung dieser Maut von der ÖVP-LKW-Lobby sechs Jahre lang verhindert wurde (Abg. Dr. Puswald: Aha!), was für die österreichische Bevölkerung einen Verlust von 25 Milliarden Schilling bedeutet hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Lopatka. – Bitte. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Kräuter hält zwei Zeitungen in die Höhe mit den Schlagzeilen: „Bahntunnel als Wahlkampf-Gag“ und „Falsches Spiel mit Semmeringtunnel“.
verschlafen, was am 8. März außer Streit gestellt worden ist, nämlich dass der Semmering-Basistunnel kommen wird – wir haben ohnehin lange warten müssen –, weil sich Schüssel, Gorbach, Klasnic und Pröll – und das sind die dafür Verantwortlichen – darauf geeinigt haben, dass dieser Tunnel kommt. (Abg. Dr. Kräuter hält zwei Zeitungen in die Höhe mit den Schlagzeilen: „Bahntunnel als Wahlkampf-Gag“ und „Falsches Spiel mit Semmeringtunnel“.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Da können Sie meinetwegen noch so viele Zeitungen mit Schlagzeilen hier zeigen, der Semmering-Basistunnel wird gegen den Willen der SPÖ kommen! Sie sind diejenigen, die mit allen Mitteln versuchen, dieses Projekt schlechtzureden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Kräuter hält wiederum die beiden Zeitungen mit den genannten Schlagzeilen in die Höhe.
Meine Damen und Herren! Der innerösterreichische Wirtschaftskernraum Wien – Linz – Graz wird mit dem Semmering-Basistunnel geschlossen. (Abg. Kräuter hält wiederum die beiden Zeitungen mit den genannten Schlagzeilen in die Höhe.) Das ist kein falsches Spiel! (Abg. Eder: Das ist hanebüchen! Der Pröll hat es verhindert!) Streicher, Scholten, Klima und Einem haben da versagt, meine Damen und Herren von der SPÖ – Schüssel und Gorbach werden es gemeinsam mit Klasnic und Pröll umsetzen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Das ist hanebüchen! Der Pröll hat es verhindert!
Meine Damen und Herren! Der innerösterreichische Wirtschaftskernraum Wien – Linz – Graz wird mit dem Semmering-Basistunnel geschlossen. (Abg. Kräuter hält wiederum die beiden Zeitungen mit den genannten Schlagzeilen in die Höhe.) Das ist kein falsches Spiel! (Abg. Eder: Das ist hanebüchen! Der Pröll hat es verhindert!) Streicher, Scholten, Klima und Einem haben da versagt, meine Damen und Herren von der SPÖ – Schüssel und Gorbach werden es gemeinsam mit Klasnic und Pröll umsetzen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Der innerösterreichische Wirtschaftskernraum Wien – Linz – Graz wird mit dem Semmering-Basistunnel geschlossen. (Abg. Kräuter hält wiederum die beiden Zeitungen mit den genannten Schlagzeilen in die Höhe.) Das ist kein falsches Spiel! (Abg. Eder: Das ist hanebüchen! Der Pröll hat es verhindert!) Streicher, Scholten, Klima und Einem haben da versagt, meine Damen und Herren von der SPÖ – Schüssel und Gorbach werden es gemeinsam mit Klasnic und Pröll umsetzen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie werden es umsetzen in einer Form, wo wir selbstverständlich dem föderalistischen Gedanken der Republik Österreich Rechnung tragen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir werden sehr wohl, meine Damen und Herren von der SPÖ, Ihren Antrag betreffend ein Bundesverfassungsgesetz, mit dem Natur- und Landschaftsschutz bei Eisenbahnhochleistungsstrecken in die Kompetenz des Bundes übergehen sollen, ihren Landeshauptleuten zur Kenntnis bringen. Ich bin gespannt, wie Sie sich dann verantworten werden, Kollege Kräuter. Sie lassen kein Fettnäpfchen aus. Sie haben auch jetzt in dieses voll getroffen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie werden es umsetzen in einer Form, wo wir selbstverständlich dem föderalistischen Gedanken der Republik Österreich Rechnung tragen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir werden sehr wohl, meine Damen und Herren von der SPÖ, Ihren Antrag betreffend ein Bundesverfassungsgesetz, mit dem Natur- und Landschaftsschutz bei Eisenbahnhochleistungsstrecken in die Kompetenz des Bundes übergehen sollen, ihren Landeshauptleuten zur Kenntnis bringen. Ich bin gespannt, wie Sie sich dann verantworten werden, Kollege Kräuter. Sie lassen kein Fettnäpfchen aus. Sie haben auch jetzt in dieses voll getroffen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Hornek: Wirklich? Wie heißt der SPÖ-Landesrat in Niederösterreich?
Abgeordnete Gabriele Binder (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Herr Lopatka, Ihr Redebeitrag gehört ins Land der Träume. Klar und eindeutig: Die SPÖ steht zur Tunnelquerung des Semmerings. (Abg. Hornek: Wirklich? Wie heißt der SPÖ-Landesrat in Niederösterreich?) Wir stehen zum Semmering-Basistunnel! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Gabriele Binder (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Herr Lopatka, Ihr Redebeitrag gehört ins Land der Träume. Klar und eindeutig: Die SPÖ steht zur Tunnelquerung des Semmerings. (Abg. Hornek: Wirklich? Wie heißt der SPÖ-Landesrat in Niederösterreich?) Wir stehen zum Semmering-Basistunnel! (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
Eindeutig verhindert hat die geplante Trasse Landeshauptmann Pröll – und sonst gar niemand! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.) – Das zum Ersten.
Beifall bei der SPÖ.
Zum Zweiten: Herr Staatssekretär, Ihr Langzeitgedächtnis mag wohl funktionieren, aber Sie haben hier Behauptungen aufgestellt und Geschichten erzählt, die zwar Ihnen angenehm sein mögen, die aber absolut nichts mit der Wahrheit zu tun haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Vizekanzler Gorbach: Na, na! – Abg. Hornek, ironisch lachend: Ah so was!
Wenn Sie dann am Schluss, Herr Staatssekretär, nachdem Sie hier die Opposition ordentlich gepiesackt haben (Vizekanzler Gorbach: Na, na! – Abg. Hornek, ironisch lachend: Ah so was!), sagen: Ich lade Sie ein, machen wir gemeinsam eine konstruktive Verkehrspolitik!, dann muss ich Sie fragen: Wie soll denn das ausschauen? So, wie der Dialog in der letzten Zeit geführt wurde, nämlich einseitig? – Das ist kein Dialog! So wollen wir nicht mit Ihnen gemeinsam arbeiten!
Abg. Hornek: Das haben sie jahrelang nicht gewusst!
Herr Minister, grundsätzlich ist zu sagen, dass Sie in der Verkehrspolitik absolut säumig sind. Es funktioniert fast nichts mehr; da gebe ich der Kollegin Haidlmayr Recht. Grund dafür ist die Zerschlagung und Aufteilung der Österreichischen Bundesbahnen. Die Menschen dort wissen nicht, wer wofür zuständig ist. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Gorbach.) – Sagen Sie nicht „Geh bitte!“ hinter meinen Rücken! – Die Menschen haben zwar Arbeitsplätze, wissen aber zum Teil nicht, was sie tatsächlich zu tun haben (Abg. Hornek: Das haben sie jahrelang nicht gewusst!), welche Kompetenzen sie haben.
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben eigentlich den Eisenbahnerinnen und Eisenbahnern zu verdanken, dass wir überhaupt noch mit der Eisenbahn fahren können, denn wenn es nach Ihnen ginge, würden die Sicherheit und auch die Qualität nicht mehr stimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, Sie sind eindeutig säumig. Was wir tatsächlich bräuchten, das wäre ein politischer Taurus! Aber Ihre Politik ist absolut auf dem Abstellgleis. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren von der Opposition! Ich darf allen Unkenrufen zum Trotz sagen, dass im Jahr 2005 genügend Mittel vorhanden sind und das wir auf Grund dieses Budgets auch im Jahr 2006 über genügend Mittel verfügen werden, um die Forschungsoffensive dahin zu bringen, wo wir sie haben wollen. Wir wollen nämlich die Forschungsoffensive dazu nützen, im Jahr 2006 die 2,5-Prozentquote zu erreichen und im Jahr 2010 schließlich die 3-Prozentquote. Auch Sie wissen, warum. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Aber wir in Österreich, die österreichische Bundesregierung bekennt sich nach wie vor zur Verwirklichung dieser Strategie und zur Erreichung dieser Forschungsziele! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich werde in Kürze wieder die Damen und Herren von der Opposition einladen, mit mir ein weiteres Gespräch über die künftige Forschungsstrategie zu führen. Ziel muss es sein – das wurde heute bereits von Professor Grünewald angesprochen; wir sind, glaube ich, auf gutem Weg dahin –, dass die Forschungsoffensive politisch in Zukunft außer Streit steht. Nach 2006 muss gesichert sein, vor allem für all diejenigen Unternehmen und Personen, die mittelfristig forschen wollen, dass es von Seiten der österreichischen Bundesregierung eine entsprechende Forschungsförderung gibt, die sicherstellt, dass die Forschung in Österreich auch in Zukunft weiterhin Vorrang genießt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir in Österreich stehen in einer ganz anderen Position: Einerseits das Neutralitätsgesetz und andererseits natürlich auch andere gesetzliche Grundlagen machen es unmöglich – und ich halte das persönlich auch für richtig –, die Rüstungsforschung voranzutreiben. Wir suchen uns Nischen – und wir sind bereits dabei –, ob das nun im Bereich der Verkehrssicherheit oder im Bereich der Umweltsicherheit ist. Aber auch die Bereiche Containersicherheit, Luftfahrt, Zutrittskontrollen und auch viele Technologiebereiche, die erforscht werden müssen, werden für uns zukünftige Märkte sein, wo wir Gelder der Europäischen Union aus dem Bereich der Sicherheitsforschung für Österreich lukrieren wollen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Niederwieser: Wie werdet ihr denn 2010 heißen?
Lassen Sie mich nun auf das Budget zu sprechen kommen! Aus unserer Sicht – wünschen kann man sich immer mehr! – sind die Ziele: 2006 die 2,5 Prozent Forschungsquote zu erreichen und im Jahr 2010 die 3 Prozent Forschungsquote zu erreichen (Abg. Dr. Niederwieser: Wie werdet ihr denn 2010 heißen?), deshalb so wichtig, damit in Österreich Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden, damit das soziale Netz erhalten und ausgebaut werden kann, damit das Wirtschaftswachstum steigt und damit letztendlich die österreichische Bevölkerung etwas davon hat. – Ich danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Lassen Sie mich nun auf das Budget zu sprechen kommen! Aus unserer Sicht – wünschen kann man sich immer mehr! – sind die Ziele: 2006 die 2,5 Prozent Forschungsquote zu erreichen und im Jahr 2010 die 3 Prozent Forschungsquote zu erreichen (Abg. Dr. Niederwieser: Wie werdet ihr denn 2010 heißen?), deshalb so wichtig, damit in Österreich Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden, damit das soziale Netz erhalten und ausgebaut werden kann, damit das Wirtschaftswachstum steigt und damit letztendlich die österreichische Bevölkerung etwas davon hat. – Ich danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Eder: 1984, in nur einem Jahr?
Ich habe mir das angeschaut: 1984 waren Lacina, Streicher, Klima, Scholten und Einem Verkehrsminister. Was haben die gemacht? – Planen, planen, planen, prüfen, prüfen, prüfen, dann haben sie wieder von vorne angefangen. Vom Verwirklichen war wirklich nicht die Rede! (Abg. Eder: 1984, in nur einem Jahr?)
Abg. Eder: Wo?
Jetzt haben wir einen Verkehrs- und Infrastrukturminister, und jetzt ist wirklich Bewegung in das Ganze hineingekommen. Der plant, der prüft und der verwirklicht auch! (Abg. Eder: Wo?) Kollege, pass auf (Abg. Eder: Ich passe eh auf!), damit du dann die Wahrheit in der Öffentlichkeit erzählen kannst!
Abg. Eder: Ich passe eh auf!
Jetzt haben wir einen Verkehrs- und Infrastrukturminister, und jetzt ist wirklich Bewegung in das Ganze hineingekommen. Der plant, der prüft und der verwirklicht auch! (Abg. Eder: Wo?) Kollege, pass auf (Abg. Eder: Ich passe eh auf!), damit du dann die Wahrheit in der Öffentlichkeit erzählen kannst!
Abg. Eder, die Hände zusammenschlagend: 40 000 Arbeitsplätze?!
Im Vergleich zu den 14 Jahren der SPÖ-Koalitionsregierung beziehungsweise der damaligen Verkehrminister hat dieser Infrastrukturminister um 60 Prozent mehr Budgetmittel zur Verfügung gestellt und auch zur Umsetzung gebracht. Ich erwähne als Beispiel nur die Koralmbahn: 4 Milliarden € Investition, 40 000 Arbeitsplätze! (Abg. Eder, die Hände zusammenschlagend: 40 000 Arbeitsplätze?!)
Beifall bei den Freiheitlichen
Ihr habt die Beschäftigten in der Verstaatlichten, nachdem ihr die verstaatlichten Betriebe zugesperrt habt, in die Arbeitslosigkeit oder in Frühpension geschickt. Dieser Verkehrsminister und Vizekanzler macht positive Politik (Beifall bei den Freiheitlichen), er schaut voraus und macht einen Generalverkehrsplan. Er schaut in die Zukunft, handelt zeitgerecht und schaut voraus.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ihr habt 30 Jahre lang geplant, unser Minister ist zwei Jahre im Amt, und er hat verwirklicht. – Lesen, denken, rechnen und dann erst sprechen, wäre eigentlich die Devise! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das hat aber nicht ein SPÖ-Verkehrsminister gemacht! Daran kann ich mich nicht erinnern. Ihr habt, wie ich schon gesagt habe, nur geplant, aber nichts verwirklicht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Aber unser Vizekanzler und Infrastrukturminister Hubert Gorbach ist der Motor der Wirtschaft, der Bauwirtschaft.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Hubert, du musst noch lange Infrastrukturminister bleiben, dann schaut die Zukunft für die Arbeitnehmer, für die Wirtschaft und für die Umwelt in Österreich positiv aus! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Richtig ist vielmehr, dass bis September 1984 Minister Lausecker und ab 10. September Minister Lacina Verkehrsminister waren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich verstehe es nicht ganz: Es gibt so unheimlich viele Initiativen rund um das Motorrad, angefangen von der Plattform Motorrad, den Red Bikern, dem Bikers Project, arge2Rad, den Dykes on Bike, den Blue Knights Austria, der Gemeinschaft österreichischer Motorrad Clubs, der Harley Owners Group, der Österreichischen Biker Union bis hin zu den Hells Angels und Outsider. Aber all ihre Forderungen – ihre berechtigten Forderungen! – ignorieren Sie ganz einfach! Nur: Ihre Politik der Ignoranz kann ziemlich tödlich sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Binder: Ja, ja!
Da ich hier von Frau Abgeordneter Gabriele Binder gehört habe, dass es bei den ÖBB Leute gibt, die nicht wissen, was sie zu tun haben oder tun sollen (Abg. Binder: Ja, ja!), darf ich Ihnen ein Angebot machen, das Sie bitte ernst nehmen: Nennen Sie mir diese Leute! Als Eigentümervertreter werde ich mich persönlich darum kümmern, dass sie in Zukunft wissen, was sie zu tun haben! (Abg. Dr. Kräuter: Der Vorm Walde ist so einer! – Abg. Mag. Johann Moser: Sie haben kein Weisungsrecht, das ist eine Aktiengesellschaft! Da haben Sie keinen Zugriff!)
Abg. Dr. Kräuter: Der Vorm Walde ist so einer! – Abg. Mag. Johann Moser: Sie haben kein Weisungsrecht, das ist eine Aktiengesellschaft! Da haben Sie keinen Zugriff!
Da ich hier von Frau Abgeordneter Gabriele Binder gehört habe, dass es bei den ÖBB Leute gibt, die nicht wissen, was sie zu tun haben oder tun sollen (Abg. Binder: Ja, ja!), darf ich Ihnen ein Angebot machen, das Sie bitte ernst nehmen: Nennen Sie mir diese Leute! Als Eigentümervertreter werde ich mich persönlich darum kümmern, dass sie in Zukunft wissen, was sie zu tun haben! (Abg. Dr. Kräuter: Der Vorm Walde ist so einer! – Abg. Mag. Johann Moser: Sie haben kein Weisungsrecht, das ist eine Aktiengesellschaft! Da haben Sie keinen Zugriff!)
Abg. Dr. Kräuter: Sagen Sie etwas zu Vorm Walde!
Meine Damen und Herren, hätten wir diese ÖBB-Reform, die ja schon sozialdemokratische Minister vor mir in Angriff genommen, nur irgendwann wieder – aus welchen Gründen auch immer – schubladisiert haben (Abg. Dr. Kräuter: Sagen Sie etwas zu Vorm Walde!), hätten wir diese nicht im letzten Abdruck noch eingeleitet, beschlossen, umgesetzt, die ÖBB wären international nicht wettbewerbsfähig. (Abg. Binder: Das ist sie ja jetzt auch nicht!) Dann wüsste dieser Mann wirklich nicht mehr, was er tun soll, weil er keinen Arbeitgeber ÖBB mehr hätte! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Was sagen Sie zu Vorm Walde?)
Abg. Binder: Das ist sie ja jetzt auch nicht!
Meine Damen und Herren, hätten wir diese ÖBB-Reform, die ja schon sozialdemokratische Minister vor mir in Angriff genommen, nur irgendwann wieder – aus welchen Gründen auch immer – schubladisiert haben (Abg. Dr. Kräuter: Sagen Sie etwas zu Vorm Walde!), hätten wir diese nicht im letzten Abdruck noch eingeleitet, beschlossen, umgesetzt, die ÖBB wären international nicht wettbewerbsfähig. (Abg. Binder: Das ist sie ja jetzt auch nicht!) Dann wüsste dieser Mann wirklich nicht mehr, was er tun soll, weil er keinen Arbeitgeber ÖBB mehr hätte! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Was sagen Sie zu Vorm Walde?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Was sagen Sie zu Vorm Walde?
Meine Damen und Herren, hätten wir diese ÖBB-Reform, die ja schon sozialdemokratische Minister vor mir in Angriff genommen, nur irgendwann wieder – aus welchen Gründen auch immer – schubladisiert haben (Abg. Dr. Kräuter: Sagen Sie etwas zu Vorm Walde!), hätten wir diese nicht im letzten Abdruck noch eingeleitet, beschlossen, umgesetzt, die ÖBB wären international nicht wettbewerbsfähig. (Abg. Binder: Das ist sie ja jetzt auch nicht!) Dann wüsste dieser Mann wirklich nicht mehr, was er tun soll, weil er keinen Arbeitgeber ÖBB mehr hätte! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Was sagen Sie zu Vorm Walde?)
Abg. Verzetnitsch: So ist es! Ja!
Noch etwas: Es wird immer so salopp übernommen, was einige sehr plakativ formuliert haben – auch der von mir sehr geschätzte Gewerkschaftschef Verzetnitsch hat es im Zuge der Diskussion immer gesagt –, dass wir nämlich nur Häuptlinge und keine Indianer schaffen würden. (Abg. Verzetnitsch: So ist es! Ja!) Auch heute wurde wieder etwas abfällig darüber gesprochen, dass durch die Umstrukturierung sehr viel Overhead angeschafft wurde.
Abg. Binder: Nein!
Die jetzige Struktur schafft klare Verhältnisse! (Abg. Binder: Nein!) Reden Sie einmal erstens mit ÖBB-Mitarbeitern auch im mittleren Management, diese werden Ihnen bestätigen, dass die Verantwortungsbereiche jetzt endlich sehr klar sind! (Abg. Mandak: Nein! – Abg. Binder: Ich träume wohl!) Und hören Sie zweitens mir zu, ich sage Ihnen, wie das ausschaut: Wenn ich die leitenden Positionen, die Geschäftsführer, Vorstand oder Direktor – wie immer das früher geheißen hat oder jetzt heißt –, vergleiche, dann werden Sie feststellen, dass wir in der alten Form 28 solche Posten hatten und jetzt nur mehr 19.
Abg. Mandak: Nein! – Abg. Binder: Ich träume wohl!
Die jetzige Struktur schafft klare Verhältnisse! (Abg. Binder: Nein!) Reden Sie einmal erstens mit ÖBB-Mitarbeitern auch im mittleren Management, diese werden Ihnen bestätigen, dass die Verantwortungsbereiche jetzt endlich sehr klar sind! (Abg. Mandak: Nein! – Abg. Binder: Ich träume wohl!) Und hören Sie zweitens mir zu, ich sage Ihnen, wie das ausschaut: Wenn ich die leitenden Positionen, die Geschäftsführer, Vorstand oder Direktor – wie immer das früher geheißen hat oder jetzt heißt –, vergleiche, dann werden Sie feststellen, dass wir in der alten Form 28 solche Posten hatten und jetzt nur mehr 19.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.
Ich sage noch etwas dazu: Es wird auch die Summe der Löhne und Gehälter nicht steigen; und auch wenn Sie nur die Leitung, also die Führenden anschauen, wird diese Summe nicht höher sein als früher, obwohl wir wesentlich bessere und klarere Strukturen haben. Ich hoffe, ich habe das auch im Sinne meines Vorgängers als Vizekanzler jetzt einmal „in aller Klarheit“ klargestellt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Sie können sich noch einmal drei Zahlen merken, ohne Zeitung zu lesen: 600, 1 400 und 1 600. Jetzt ist es möglich, dass eine Lokomotive 600 Tonnen transportiert, 1 400 wären in der alten Version möglich gewesen, aber 1 600 in der neuen Version – natürlich auch wieder abgestimmt auf die Koralmbahn, ungleich betriebswirtschaftlicher und Ähnliches mehr. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Dr. Kräuter hält neuerlich zwei Ausgaben der „Kronen Zeitung“ in die Höhe.
Insgesamt hat man mit diesem Kompromiss beziehungsweise mit dieser Entscheidung, die zwischen den Verantwortlichen der Länder Steiermark, Niederösterreich, auch Oberösterreich, dem Finanzminister, dem Bundeskanzler und meiner Wenigkeit gefallen ist, das ganze Projekt also endlich entkrampft und ein Stück weitergebracht, wieder eine klare Handschrift dafür, wie diese Regierung zu operieren gedenkt: Wenn der Karren verfahren ist, dann kommt jemand, der ihn wieder aus dem Dreck zieht! (Abg. Dr. Kräuter hält neuerlich zwei Ausgaben der „Kronen Zeitung“ in die Höhe.) Dieser liest dann nicht nur die Zeitung und hält sich hier herinnen auf, sondern handelt, damit wir weiter kommen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Bevölkerung, vor allem aber auch die Wirtschaft in dieser südlichen Region, die ich erwähnt habe, hat es verdient, dass wir nicht eine Zeitung lesende, eine nur diskutierende, eine parlierende, sondern eine handelnde Regierung haben. Und das wird auch so bleiben! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Wir haben uns zu dieser Besprechung der Anfragebeantwortung entschlossen, weil die Koalition der Sesselkleber und der Selbstbeweihräucherer nicht nur für ein dramatisches Absinken des Sicherheitsstandards in unserem Land verantwortlich ist (Zwischenruf bei der ÖVP), sondern in diesem hoch sensiblen Bereich auch weder die Bevölkerung noch das österreichische Parlament ausreichend und detailgetreu informiert.
Abg. Rädler: Schlögl war das!
Zur Vorgeschichte: Schon unter Innenminister Strasser wurde versucht, den dramatisch sinkenden Personalstand in der Exekutive durch möglichst unpräzise (Abg. Rädler: Schlögl war das!) und ausweichende Angaben zu verschleiern (Rufe bei der ÖVP: Schlögl!), daher haben wir im Hochsommer 2004 eine sehr ausführliche parlamentarische Anfrage an ihn betreffend tatsächliche Personalstände, meine Damen und Herren, in der Exekutive, und zwar mit Stand 1. September 2004, das ist die Anfrage 2102/J, gerichtet. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Schlögl!
Zur Vorgeschichte: Schon unter Innenminister Strasser wurde versucht, den dramatisch sinkenden Personalstand in der Exekutive durch möglichst unpräzise (Abg. Rädler: Schlögl war das!) und ausweichende Angaben zu verschleiern (Rufe bei der ÖVP: Schlögl!), daher haben wir im Hochsommer 2004 eine sehr ausführliche parlamentarische Anfrage an ihn betreffend tatsächliche Personalstände, meine Damen und Herren, in der Exekutive, und zwar mit Stand 1. September 2004, das ist die Anfrage 2102/J, gerichtet. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Zur Vorgeschichte: Schon unter Innenminister Strasser wurde versucht, den dramatisch sinkenden Personalstand in der Exekutive durch möglichst unpräzise (Abg. Rädler: Schlögl war das!) und ausweichende Angaben zu verschleiern (Rufe bei der ÖVP: Schlögl!), daher haben wir im Hochsommer 2004 eine sehr ausführliche parlamentarische Anfrage an ihn betreffend tatsächliche Personalstände, meine Damen und Herren, in der Exekutive, und zwar mit Stand 1. September 2004, das ist die Anfrage 2102/J, gerichtet. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Rädler: Da waren Sie schlecht informiert!
Darin haben wir uns unter anderem erkundigt, wie der genaue Personalstand für alle Dienststellen ist, aufgeschlüsselt nach jedem Bundesland, aufgeschlüsselt auch nach den Verwendungsgruppen, also E1, E2a, E2b et cetera. Die Antworten des Innenministers haben unsere schlimmsten Befürchtungen hinsichtlich des sinkenden Personalstandes deutlich übertroffen. (Abg. Rädler: Da waren Sie schlecht informiert!) Formal gesehen – das möchte ich aber zugeben – war die Beantwortung exakt ausgeführt.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Hohes Haus! Das ist wahrlich ein starkes Stück! Drei Monate zuvor war diese Aufschlüsselung nämlich noch möglich, war sie noch vorhanden. Jetzt auf einmal gibt es das nicht mehr. Was ist in diesen drei Monaten geschehen, meine Damen und Herren, Frau Bundesministerin? Sind Ihnen Akten abhanden gekommen? Hat man Ihnen Dokumente geklaut? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das könnte ja möglich sein. Bei dieser Kriminalitätsrate ist ja alles möglich, auch im Innenministerium – möglicherweise.
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Hohes Haus! Das ist aber noch nicht alles, denn obwohl Sie, Frau Ministerin, es dem Parlament und der Bevölkerung schwer machen, kann man zumindest die Gesamtstände des Personals der Stichtage September und Dezember 2004 miteinander vergleichen. Da kommt aber die Wahrheit ans Licht! Zählt man nämlich alles zusammen, meine Damen und Herren, so ist zum Beispiel im Bereich der Gendarmerie noch im September des Jahres 2004 ein Personalstand von 14 707 angegeben, im Dezember nur noch einer von 13 769, das ergibt einen Schwund von beinahe 1 000 Beamten! Das erfinde ich nicht, das ist in Ihren Anfragebeantwortungen genau so gestanden. (Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Abg. Großruck: Oder ihr kommt nicht mit! Das ist die dritte Variante!
Jetzt erklären Sie mir einmal, wie Sie in drei Monaten 1 000 Beamte verloren haben. Das ist ja ungeheuerlich! Entweder Sie erzählen nur Schmähs in Ihren Anfragebeantwortungen, oder es stimmt tatsächlich, dass Sie in drei Monaten 1 000 Beamte verlieren konnten. (Abg. Großruck: Oder ihr kommt nicht mit! Das ist die dritte Variante!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Schwach wie immer, der Parnigoni! Ist Ihnen nichts Gescheiteres eingefallen?
würde das alles erkennbar und deutlich werden. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Schwach wie immer, der Parnigoni! Ist Ihnen nichts Gescheiteres eingefallen?)
Abg. Großruck: Im Konkurs habt ihr ja Erfahrung! Beim Konkurs kennen Sie sich ja aus!
Wenn dies unwissentlich geschehen ist, so würde das die Sache auch nicht besser machen, Frau Bundesministerin, denn dann müsste man Ihnen wirklich unterstellen, dass Sie keine Ahnung davon haben, wie viele BeamtInnen tatsächlich in Ihrem Ministerium tätig sind, weil Sie gar keine Daten zur Verfügung haben können, wie Sie in Ihrer Anfragebeantwortung zugeben. Das wäre allerdings wahrlich eine Bankrotterklärung Ihrer Politik, denn jede Firma in der Privatwirtschaft, das steht fest, würde in Rekordzeit in Konkurs gehen, wenn der Firmenchef nicht einmal weiß, wie viele Leute für ihn arbeiten. (Abg. Großruck: Im Konkurs habt ihr ja Erfahrung! Beim Konkurs kennen Sie sich ja aus!)
Abg. Großruck – auf die Abg. Mag. Wurm weisend –: Die sitzt aber bei euch drüben!
Meine Damen und Herren! Die österreichische Firma „Exekutive“ erzeugt Sicherheit, und die muss gewährleistet sein, die muss gesichert sein, das steht fest, selbst unter einer Regierung, in der der Wurm ist. (Abg. Großruck – auf die Abg. Mag. Wurm weisend –: Die sitzt aber bei euch drüben!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ein Zoologe sind Sie nicht!
Frau Bundesministerin, geben Sie dem Parlament in solch wichtigen Fragen mit aller gebotenen Sorgfalt Auskunft! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ein Zoologe sind Sie nicht!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Erzählen Sie keinen Schmäh! Ihr wisst ja nicht einmal, was Kooperation ist!
Wir hoffen, dass Sie, Frau Bundesminister, im Laufe Ihrer Amtszeit dafür mehr Einsicht aufbringen werden! Wir stehen dann jederzeit zur Kooperation bereit, wenn es um die Hebung des Sicherheitsstandards in Österreich geht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Erzählen Sie keinen Schmäh! Ihr wisst ja nicht einmal, was Kooperation ist!) Aber dazu brauchen wir korrekte Informationen und vor allem eine faire parlamentarische Behandlung! – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir hoffen, dass Sie, Frau Bundesminister, im Laufe Ihrer Amtszeit dafür mehr Einsicht aufbringen werden! Wir stehen dann jederzeit zur Kooperation bereit, wenn es um die Hebung des Sicherheitsstandards in Österreich geht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Erzählen Sie keinen Schmäh! Ihr wisst ja nicht einmal, was Kooperation ist!) Aber dazu brauchen wir korrekte Informationen und vor allem eine faire parlamentarische Behandlung! – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zum Stichtag 1. Jänner 2000 waren im Vergleich dazu 21 901 Exekutivbeamte im exekutiven Außendienst und 3 400 Beamte in den Stabsstellen beschäftigt. – Allein der Vergleich dieser beiden Zahlen zeigt, dass heute mehr Exekutivbeamte im Außendienst sind. Dank des Abbaus von Doppelgleisigkeiten und auf Grund schlankerer und effizienterer Führungsstrukturen ist es möglich, diese Aufstockung in der Außendienstpräsenz um mehr als 500 Personen zu erreichen. – Ich vergleiche jetzt 2000 mit 2005. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Der Erfolg des eingeschlagenen Weges macht sich bemerkbar! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich glaube, dass wir mit unserem Personal, mit unserem Know-how und mit dem Engagement unserer Beamtinnen und Beamten nicht nur den Standard sichern können, sondern ihn auch tatsächlich ausbauen können! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Freund: Wie immer!
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Die Ausführungen des Kollegen Parnigoni waren natürlich Polemik pur. (Abg. Freund: Wie immer!) Ich glaube, dass es gerade im Bereich der Sicherheit wesentlich wäre, sehr sachlich zu diskutieren, wir können natürlich auch über die Personalsituation im Exekutivbereich diskutieren.
Abg. Mag. Wurm: Das war ein Kraut- und Rüben-Antrag!
Was ist die Leistung der SPÖ im Personalbereich der Exekutive? – Erinnern Sie sich zurück: Im Dezember des Jahres 2003 wurde hier in einer Sitzung beschlossen, dass es 36 Millionen € mehr für das Innenressort und 150 Beamte zusätzlich geben soll. (Abg. Mag. Wurm: Das war ein Kraut- und Rüben-Antrag!) – Die SPÖ hat dagegen gestimmt!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Gerade in diesem Bereich ist die Glaubwürdigkeit der SPÖ gänzlich verloren gegangen! Das muss man in aller Deutlichkeit und Schärfe sagen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Gaál.
Geschätzte Damen und Herren! Warum fehlen uns in den Gendarmerie- und Polizeidienststellen Exekutivbeamte? – Leider Gottes ist jetzt Ex-Innenminister Einem nicht hier, er war es nämlich, der im Jahre 1996 die Schulplanstellen gestrichen hat. Und wenn wir jetzt 947 Beamte in der Grundausbildung und zusätzlich dazu Beamte in der Ergänzungsausbildung haben, dann befinden sich weit mehr als 1 000 Beamte in Ausbildung, und diese Beamten fehlen uns bei den Dienststellen von Polizei und Gendarmerie! (Zwischenruf des Abg. Gaál.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abschließend möchte ich betonen: Das Personal wird dort eingesetzt, wo es erforderlich ist, nämlich dort, wo Arbeit anfällt. So wird es auch nach der Zusammenführung der Wachkörper sein. Das ist die vorgegebene Linie. Frau Minister! Bitte setzen Sie diesen Weg fort! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Darabos. Auch er spricht 5 Minuten zu uns. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Großruck: Die Vorgänger haben den Stecker herausgezogen!
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Rädler, ich habe auf Ihren Zwischenruf schon gewartet. Sie haben vom Stecker-Herausziehen gesprochen. – Ich gebe zu: Zwischen Oktober und Dezember bin ich unerkannt ins Innenministerium eingedrungen und habe den Stecker herausgezogen. (Abg. Großruck: Die Vorgänger haben den Stecker herausgezogen!)
Abg. Großruck: Das hat eine Vorgeschichte!
Bei der Anfragebeantwortung handelt es sich um den Unterschied zwischen Oktober und Dezember. Das ist auch für uns sozusagen der Knackpunkt. Das sage ich ganz ehrlich, Frau Minister. Sie haben von uns einen Vertrauensvorschuss bekommen. (Abg. Großruck: Das hat eine Vorgeschichte!) Wir reden jetzt von der Anfragebeantwortung im Jahr 2004!
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie die Anfragebeantwortung vor einigen Monaten nämlich anders als jetzt konzipiert haben, dann frage ich mich: Wissen Sie nicht, in welcher Gehaltsstufe Ihre Beamten sind? Sie können mir doch nicht sagen, dass Sie noch im September aufschlüsseln konnten, in welchen Gehaltsstufen Ihre Beamten und Beamtinnen sind, dass Sie das jetzt aber nicht mehr können! Das wirft kein gutes Licht auf Ihre Amtsführung und auf die Regierungsarbeit insgesamt! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Wie viel ist das brutto?
Ich sage Ihnen ganz offen: Ich glaube nicht, dass der Grund dafür Umstrukturierungsmaßnahmen sind, sondern ich glaube, der Grund ist einfach, dass Sie hier verschleiern wollen! Sie hatten – Kollege Parnigoni hat es schon angesprochen – in diesem Zeitraum um 1 000 Beamte weniger. In 21 Monaten waren es netto um 3 000 Exekutivbeamte weniger. (Abg. Großruck: Wie viel ist das brutto?) Und wenn man mit Ihren Beamtinnen und Beamten, die vor Ort eingesetzt sind, spricht, dann sagen diese hinter vorgehaltener Hand oder auch offen, dass es nicht stimmt, dass es jetzt mehr Beamtinnen und Beamte vor Ort gibt.
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Wenn man sich die Kriminalstatistik anschaut, kann man feststellen, dass es unter sozialdemokratischen Ministern eine Kriminalitätsrate von insgesamt 450 000 Delikten gab. Jetzt haben wir über 700 000 Delikte! Damals hatten wir eine Aufklärungsrate von 51 Prozent, jetzt liegt der Schnitt bei 36 Prozent bis 37 Prozent, in manchen Bundesländern unter 30 Prozent! (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Und das unter einer – bisher – schwarz-blauen Regierung; ich weiß ja noch nicht, welche jetzt die zweite Farbe sein wird!
Abg. Dr. Partik-Pablé: Haben Sie nicht gehört, was die Frau Ministerin gesagt hat? Es wird besser und nicht schlechter!
Die Schere geht immer stärker auseinander, und es wird noch schlechter werden, denn die Maßnahmen, die Sie im Bereich der Zusammenlegung der Wachkörper gesetzt haben, führen jetzt dazu, dass sich die Beamtinnen und Beamten mehr mit ihrer persönlichen Karriere beschäftigen als mit der Bekämpfung der Kriminalität in Österreich. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Haben Sie nicht gehört, was die Frau Ministerin gesagt hat? Es wird besser und nicht schlechter!)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Es gibt jetzt 5 000 Neuausschreibungen betreffend die Spitzen der Landespolizeikommanden, dort wird jetzt auf die zweite, dritte und vierte Ebene herunter gebrochen, und das wird natürlich nicht bewirken, dass die Sicherheit in Österreich verbessert wird, sondern das bewirkt, dass sich die Sicherheit auf einem Niveau befindet, das eigentlich schon erschreckend ist! (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Amon: Wenn Sie sich nicht auskennen, da kann man nichts machen!
Zum Abschluss kommend möchte ich ein durchaus versöhnliches Angebot machen: Sie werden uns weiter als Partner haben! Ich möchte nur bitten, dass Sie auch auf die Gegebenheiten im Parlament Rücksicht nehmen, indem Sie etwa Anfragen so beantworten, dass sie für die parlamentarische Arbeit auch verwendet werden können, die nicht verschleiern, sondern ... (Abg. Amon: Wenn Sie sich nicht auskennen, da kann man nichts machen!) Ich glaube, ich kenne mich besser aus als Sie, Herr Kollege!
Abg. Murauer: Das glauben aber nur Sie selbst!
Aus diesen Zahlen ist nämlich sogar nach mühsamer Kleinarbeit zu eruieren, dass es in drei Monaten um 1 000 Beamte weniger in Österreich gibt. (Abg. Murauer: Das glauben aber nur Sie selbst!) Das ist das Faktum, das bleibt unterm Strich übrig, das können Sie auch durch Ihre Zwischenrufe nicht wegreden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.
Aus diesen Zahlen ist nämlich sogar nach mühsamer Kleinarbeit zu eruieren, dass es in drei Monaten um 1 000 Beamte weniger in Österreich gibt. (Abg. Murauer: Das glauben aber nur Sie selbst!) Das ist das Faktum, das bleibt unterm Strich übrig, das können Sie auch durch Ihre Zwischenrufe nicht wegreden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sind bereit zu einer Partnerschaft. Wir erwarten uns aber in einer solchen eine Vorgangsweise, die einer ordentlichen parlamentarischen Behandlung gerecht wird. – Bei dieser Anfragebeantwortung war das jedenfalls nicht der Fall! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Genau so ist es!
Abgeordneter Dr. Reinhard Eugen Bösch (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Ministerin! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Parnigoni, Herr Kollege Darabos: Die SPÖ konstruiert im Bereich des Innenministeriums Probleme, wo es überhaupt keine gibt. Aber ich habe Verständnis dafür, denn die SPÖ ist bestürzt darüber, dass sie im Innenressort nicht mehr ihren Postenschacher so wie früher durchführen kann! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Genau so ist es!)
Zwischenruf des Abg. Eder.
SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Und wir hoffen, Frau Minister, dafür auch Ihr Verständnis zu haben! (Zwischenruf des Abg. Eder.) Ich danke Ihnen sehr! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Und wir hoffen, Frau Minister, dafür auch Ihr Verständnis zu haben! (Zwischenruf des Abg. Eder.) Ich danke Ihnen sehr! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Diese Regierung musste dieses Erbe übernehmen und macht daraus jetzt das Beste, was daraus zu machen ist. Diese Regierung hat sich entschlossen, einen kräftigen Reformschritt nach vorne zu machen, nämlich Gendarmerie und Polizei zu vereinen, um dadurch auch viele Verwaltungsposten einzusparen. – Ich habe Verständnis für Sie, denn das waren bisher SPÖ-Posten, und da werden jetzt einige wegfallen! Ihre Empörung ist deshalb durchaus am Platz, aber ich verstehe sie nicht! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Diese Personaleinsparungen auch im Bereich des Inneren sind notwendig. Wir haben eine Gesamtbudgetsituation, der wir uns stellen müssen. Sagen Sie doch, woher Sie das Geld nehmen wollen! Wo wollen Sie einsparen, wenn Sie hier Geld ausgeben wollen? – Sprechen Sie jetzt nicht von den Abfangjägern, denn die haben Sie schon bei der Entwicklungshilfepolitik und bei der Verkehrspolitik ausgespielt. Sagen Sie uns: Wollen Sie die Pensionen senken, oder wollen Sie bei der Bildungspolitik sparen, um diese Bereiche auffetten zu können? (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Die Problematik in der Kriminalitätsbekämpfung lässt sich nicht allein durch mehr Personal lösen. Vielmehr sind auch intelligente Rahmenbedingungen zu schaffen, und die Regierung packt das auch an, zum Beispiel im Asylgesetz. Wir können nicht leugnen, dass zirka zwei Drittel der Untersuchungshäftlinge in Österreich Ausländer sind. Das heißt: Die Kundschaft der Polizei besteht im Wesentlichen zu zwei Dritteln aus Ausländern, und wir haben im Rahmen einer neuen konsequenten Asylgesetzgebung entsprechende Maßnahmen zu setzen, zu deren Erarbeitung wir Sie herzlich einladen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Im Wesentlichen setzt diese Bundesregierung ein breites Spektrum an Maßnahmen, um im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung erfolgreich zu sein. Diese Bundesregierung setzt die richtigen Schritte. Ihre Befürchtungen, meine Damen und Herren, in Bezug auf Ihren SPÖ-Postenschacher sind völlig fehl am Platz. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Die Wahrheit hat sie gesagt!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Präsident! Ich bitte um Aufklärung und darum, das eventuell in der Präsidiale zu klären: Die Frau Bundesministerin hat in ihrer Beantwortung etwas erklärt (Abg. Wittauer: Die Wahrheit hat sie gesagt!), was unüblich ist und dem wir nachgehen sollten, nämlich Sie habe Zahlen nicht in die Anfragebeantwortung genommen oder möglicherweise sogar falsche Zahlen genommen, weil der Verwaltungsaufwand zur Erstellung richtiger Zahlen zu groß gewesen wäre. (Abg. Großruck: Das hat sie nicht gesagt! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: Das hat sie nicht gesagt! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Präsident! Ich bitte um Aufklärung und darum, das eventuell in der Präsidiale zu klären: Die Frau Bundesministerin hat in ihrer Beantwortung etwas erklärt (Abg. Wittauer: Die Wahrheit hat sie gesagt!), was unüblich ist und dem wir nachgehen sollten, nämlich Sie habe Zahlen nicht in die Anfragebeantwortung genommen oder möglicherweise sogar falsche Zahlen genommen, weil der Verwaltungsaufwand zur Erstellung richtiger Zahlen zu groß gewesen wäre. (Abg. Großruck: Das hat sie nicht gesagt! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Hätten Sie aufgepasst!
Ich hoffe, es handelt sich da um ein Missverständnis, aber der Verweis auf den zu hohen Verwaltungsaufwand, der es nicht möglich gemacht habe, eine parlamentarische Anfrage ordentlich zu beantworten, war sehr klar. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Hätten Sie aufgepasst!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wieder einmal nicht aufgepasst, aber den Mund aufmachen!
Jetzt wende ich mich ausnahmsweise persönlich an Sie, Herr Präsident (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wieder einmal nicht aufgepasst, aber den Mund aufmachen!), und rege an, zu klären, ob das die Vorgangsweise eines Regierungsmitgliedes gegenüber einem anfragenden Abgeordneten und seinen Kolleginnen und Kollegen sein kann (Abg. Dr. Partik-Pablé: Selten da, aber wenn er da ist, sagt er etwas Falsches!), zu sagen: Ich frage nicht einmal nach, ob ich es später beantworten darf, ich frage nicht einmal nach, ob der oder die Abgeordnete damit einverstanden wäre, wenn ich die Fragen etwas später mit weniger Verwaltungsaufwand beantworte, sondern ich nehme mir einfach das Recht, nicht oder falsch zu antworten und dann auf den Verwaltungsaufwand zu verweisen.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Selten da, aber wenn er da ist, sagt er etwas Falsches!
Jetzt wende ich mich ausnahmsweise persönlich an Sie, Herr Präsident (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wieder einmal nicht aufgepasst, aber den Mund aufmachen!), und rege an, zu klären, ob das die Vorgangsweise eines Regierungsmitgliedes gegenüber einem anfragenden Abgeordneten und seinen Kolleginnen und Kollegen sein kann (Abg. Dr. Partik-Pablé: Selten da, aber wenn er da ist, sagt er etwas Falsches!), zu sagen: Ich frage nicht einmal nach, ob ich es später beantworten darf, ich frage nicht einmal nach, ob der oder die Abgeordnete damit einverstanden wäre, wenn ich die Fragen etwas später mit weniger Verwaltungsaufwand beantworte, sondern ich nehme mir einfach das Recht, nicht oder falsch zu antworten und dann auf den Verwaltungsaufwand zu verweisen.
Abg. Großruck: Dazu braucht sie keinen Pilz, um das zu wissen!
Frau Bundesministerin, ich weise Sie darauf hin, dass Sie zwar auch dem Gedanken der Sparsamkeit verpflichtet sind, vor allem aber den österreichischen Gesetzen, und das Geschäftsordnungsgesetz ist ein ebensolches Gesetz. (Abg. Großruck: Dazu braucht sie keinen Pilz, um das zu wissen!) Ich ersuche Sie, sich auch bei Anfragen der Opposition an die gesetzlichen Bestimmungen zu halten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Dazu braucht sie keinen Pilz, um das zu wissen!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Dazu braucht sie keinen Pilz, um das zu wissen!
Frau Bundesministerin, ich weise Sie darauf hin, dass Sie zwar auch dem Gedanken der Sparsamkeit verpflichtet sind, vor allem aber den österreichischen Gesetzen, und das Geschäftsordnungsgesetz ist ein ebensolches Gesetz. (Abg. Großruck: Dazu braucht sie keinen Pilz, um das zu wissen!) Ich ersuche Sie, sich auch bei Anfragen der Opposition an die gesetzlichen Bestimmungen zu halten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Dazu braucht sie keinen Pilz, um das zu wissen!)
Abg. Kößl: Komm wieder zurück zum Sachlichen!
Welch ein Zustand ist das, dass die Ministerin nicht exakt angeben kann, wie viel Menschen in welcher Funktion und mit welcher Qualifikation derzeit im Innenministerium tätig sind? (Abg. Kößl: Komm wieder zurück zum Sachlichen!) – Das ist im Rahmen einer Budgetdebatte ein Offenbarungseid der eher schlechteren Sorte. (Abg. Kößl: Das Gescheiteste ist das Schlusswort von dir!)
Abg. Kößl: Das Gescheiteste ist das Schlusswort von dir!
Welch ein Zustand ist das, dass die Ministerin nicht exakt angeben kann, wie viel Menschen in welcher Funktion und mit welcher Qualifikation derzeit im Innenministerium tätig sind? (Abg. Kößl: Komm wieder zurück zum Sachlichen!) – Das ist im Rahmen einer Budgetdebatte ein Offenbarungseid der eher schlechteren Sorte. (Abg. Kößl: Das Gescheiteste ist das Schlusswort von dir!)
Abg. Kößl: Blödsinn! Das ist wirklich ein Schwachsinn!
ministerin auf der Straße ihren Dienst versehen. (Abg. Kößl: Blödsinn! Das ist wirklich ein Schwachsinn!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ganz arm ist das! – Abg. Wittauer: Niemand hat das nachgerechnet! Das interessiert doch die Republik nicht!
Was ist passiert? Hat die Innenministerin einzelnen Beamten und Beamtinnen, die auf der Straße ihren Dienst tun, das Wahlrecht zur Personalvertretung entzogen? Oder was ist da passiert? Versehen Beamten und Beamtinnen Dienst, die nicht einmal das Wahlrecht haben? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ganz arm ist das! – Abg. Wittauer: Niemand hat das nachgerechnet! Das interessiert doch die Republik nicht!) – Das sind Fragen, denen wir nachgehen sollten.
Beifall bei den Grünen.
Ein weiterer Hinweis, Frau Bundesministerin: Auch in anderen Bereichen gibt es offensichtlich falsche Zahlen. Im Bereich der Telefonüberwachung stimmen die Zahlen des Justizministeriums, des Innenministeriums und der Telefonprovider schlicht und einfach nicht überein und weichen bis zum Faktor 4 voneinander ab. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kößl: Arm!
Meine Damen und Herren dieses Hauses! Wir werden im Innenausschuss und auch im Plenum noch einmal darüber reden müssen, wie wir sicherstellen können – hoffentlich mit Unterstützung der Frau Ministerin –, dass wir endlich zu seriösen Zahlen über die Tätigkeiten im Innenministerium kommen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kößl: Arm!)
Abg. Großruck: Was hat das mit der Anfragebeantwortung zu tun? – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Allerletzte Bemerkung: Ich bitte um Aufklärung, was der kryptische Satz des Kollegen Bösch heißen soll: Wenn es rote oder schwarze Gefahr von Schiebungen im Personalbereich gebe, werden – ich zitiere – wir Freiheitlichen dafür sorgen, dass hier nichts passiert. Welche Freiheitlichen meint er? – Es gibt meines Wissens keine freiheitlichen Nationalratsabgeordneten beziehungsweise nur eine. (Abg. Großruck: Was hat das mit der Anfragebeantwortung zu tun? – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Wittauer: Das ist kein Schlusssatz!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (fortsetzend): Ich nehme zur Kenntnis, dass es vielleicht ein bisschen zu wenig ist, dass Frau Abgeordnete Rosenkranz diese titanische Aufgabe übernehmen soll. (Abg. Wittauer: Das ist kein Schlusssatz!) Der grüne Klub würde es an ihrer Stelle tun. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (fortsetzend): Ich nehme zur Kenntnis, dass es vielleicht ein bisschen zu wenig ist, dass Frau Abgeordnete Rosenkranz diese titanische Aufgabe übernehmen soll. (Abg. Wittauer: Das ist kein Schlusssatz!) Der grüne Klub würde es an ihrer Stelle tun. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Eder: Die ist besonders spannend! – Abg. Lentsch: Herr Kollege Eder!
Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Dr. Brinek. Sie ist am Wort. (Abg. Eder: Die ist besonders spannend! – Abg. Lentsch: Herr Kollege Eder!)
Beifall bei der ÖVP.
Ebenso – das haben wir von Regierungsmitgliedern gehört – ist es bei dem Lissabon-Ziel. Das Forschungsziel ist unbeirrt weiterhin das Ziel über die Gesetzgebungsperiode hinaus und wird auch, soweit wir das angesichts des Endes der Legislaturperiode 2006 sagen können, bis zum Jahr 2010 weiter verfolgt werden. Ich glaube, dieses Bekenntnis können wir von hier aus abgeben. Ich lade Sie alle ein, dieses jeweils in Ihren Beiträgen zu tun, soweit es uns die Gesetzgebung und die Finanzgesetze überhaupt ermöglichen, über die Gesetzgebungsperiode hinaus Festlegungen zu treffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Schluss sage ich etwas in Richtung meines Kollegen Grünewald, der gerade aus der Entfernung lauscht: Er schließt gerne Forschungsdebatten mit Bildern, mit Sprachbildern, mit gedanklichen Vergleichen. Ich schließe meinen Beitrag gerne auch mit einem Bild aus dem Krankenhaus; er liebt das sehr. Vor Jahren ist der Patient Forschung als blässlicher, kaum überlebensfähiger, unbetreuter Patient in das Krankenhaus gekommen. Nach Einberufung eines neuen Ärzteteams, nach Aufstellung einer neuen Therapie und unter Einbezug internationaler Experten hat vor kurzem ein lebensfähiger, lebensfroher und zukunftsoffener Mann dieses Krankenhaus verlassen, und er ist auf internationaler Partnerinnensuche, was ich sehr unterstütze. Mit dem Budget 2006 können wir ihn gerne politisch bei dieser Suche begleiten. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
meringtunnel zurück. Das neue Projekt ist technisch gesehen um ein Drittel länger und um ein Drittel teurer, aber wir begrüßen es trotzdem, weil wir für eine moderne Verkehrspolitik stehen. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Zwischenruf des Abg. Schöls.
Das neue Projekt ist auch parteipolitisch zu betrachten. Das neue Projekt ist auch ein Versuch, den Gordischen ÖVP-Knoten intern zu lösen. Das kennen wir alle, das brauche ich nicht zu wiederholen. Natürlich hat Herr Landeshauptmann Pröll einen gewissen Standpunkt, aber dann wurde ein neues Projekt vorgestellt. Und das haben viele durchschaut. (Zwischenruf des Abg. Schöls.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist das falsche Spiel der ÖVP im Zusammenhang mit dem Semmeringtunnel. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zuerst wird gesagt, das alte Projekt ist kaputt, wir machen ein neues, dann kommt das neue Projekt wieder in die Planungsphase, und dann kann man wieder sagen, das Wasser rinnt aus dem Berg, da müssen wir wieder neu planen. Dann haben Sie das Projekt so lange overruled, bis das Projekt schön langsam entschläft. Ich glaube, das sollten sich vor allem die steirischen Abgeordneten der ÖVP hinter die Ohren schreiben: Das Semmeringtunnel-Projekt soll kein Wahlkampf-Gag sein, meine sehr geehrten Damen und Herren! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Marizzi: Darum geht es nicht, sondern um ...!
Meine Damen und Herren! Jetzt werden wir sehen, wer falsches Spiel mit den Menschen in den Regionen betreibt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Marizzi: Darum geht es nicht, sondern um ...!)
Abg. Grillitsch: Wer ist falsch?
Abgeordnete Anita Fleckl (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Kollege Grillitsch, falsch: Nicht die Welt kommt ins Dorf (Abg. Grillitsch: Wer ist falsch?), sondern
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Verstehen Sie denn nicht, was die Breitbandförderung ...?
bei Ihrer Politik werden die Menschen aus dem Dorf in die Welt getrieben! Das ist es! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Verstehen Sie denn nicht, was die Breitbandförderung ...?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Sie sind nicht mehr hier!
Zu Ihrem Antrag und Vorhaben für das Jahr 2007: 2007 sind Sie hoffentlich nicht mehr in dieser Regierung, davon bin ich fast überzeugt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Sie sind nicht mehr hier!)
Rufe bei der ÖVP: Nein!
Sie treiben das Unternehmen ÖBB in eine noch größere Schuldenfalle und vernichten damit Arbeitsplätze. (Rufe bei der ÖVP: Nein!) Sie haben zu verantworten, dass Bahnlinien in den ländlichen Regionen und Dörfern eingespart werden, und das wissen Sie genau, Herr Kollege Grillitsch! Diese Bahnlinien werden eingestellt! Und wer leidet darunter? – Die Pendlerinnen und Pendler. Und warum gibt es keine Maßnahmen und Initiativen für die Pendlerinnen und Pendler? – Im Budget 2006 ist zumindest nichts zu finden.
Beifall bei der SPÖ.
Machen Sie endlich etwas im Sinne der Österreicherinnen und Österreicher! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Apropos Zukunft: Wir in Salzburg brauchen für die Durchführung der Olympischen Spiele 2014 eine perfekte Infrastruktur. Wir hoffen auch hier auf die Unterstützung der Bundesregierung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Stefan Prähauser (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Kollege Haubner, die Aussage im letzten Absatz deiner Rede, dass es die Infrastruktur für die Olympiade in Salzburg auszubauen gilt, kann ich nur unterstreichen, und ich darf dir versprechen, alles daranzusetzen und daran mitzuwirken, dass das auch funktioniert. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Hier muss man sich anschauen, wie man das besser verteilen kann, dann sind wir auch in der Lage, das Geld aufzutreiben, das wir brauchen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Aber hören wir bitte insbesondere auf, davon zu träumen, mit 160 km/h politisches Kleingeld zu machen. Das gefährdet die Verkehrsteilnehmer, und das ist letztendlich teuer. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Was ist gut?
Für die Infrastruktur (Abg. Dr. Pirklhuber: Was ist gut?) – zuhören, Kollege! (Abg. Dr. Pirklhuber: Na was?) – wurden 1993 bis 1999 11,1 Milliarden € ausgegeben. Seit diese Regierung arbeitet, werden 17,7 Milliarden ausgegeben. Das ist eine Steigerung um 60 Prozent, meine Damen und Herren.
Abg. Dr. Pirklhuber: Na was?
Für die Infrastruktur (Abg. Dr. Pirklhuber: Was ist gut?) – zuhören, Kollege! (Abg. Dr. Pirklhuber: Na was?) – wurden 1993 bis 1999 11,1 Milliarden € ausgegeben. Seit diese Regierung arbeitet, werden 17,7 Milliarden ausgegeben. Das ist eine Steigerung um 60 Prozent, meine Damen und Herren.
Abg. Dr. Einem: In den nächsten 100 Jahren!
Eines der größten Vorhaben der Zukunft, der Semmering-Basistunnel, wird in Angriff genommen. Seit 8. März dieses Jahres, nach einem Gespräch mit Bundeskanzler, Vizekanzler und den Landeshauptleuten Pröll und Klasnic, ist das Projekt Semmering-Basistunnel auf Schiene. Es gibt eine Einigung über die Umsetzung des Vorhabens, und es wird unverzüglich zur Umsetzung kommen. Für die Projektentwicklung wird der Rahmenplan der ÖBB um 100 Millionen € aufgestockt. Die Bundesländer Steiermark und Niederösterreich werden in einer konstruktiven Zusammenarbeit das Projekt Semmering-Basistunnel umsetzen (Abg. Dr. Einem: In den nächsten 100 Jahren!), und die Minister für Verkehr und Finanzen werden die Mittel zur Verfügung stellen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Bauer: 15 Jahre redet ihr schon vom Semmering!
In diesem Sinn ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Bauer: 15 Jahre redet ihr schon vom Semmering!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Friedrich Verzetnitsch (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Wer 15 Jahre lang den Bau verzögert, soll nicht anderen dafür die Schuld geben, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie schon von Verkehrsverbindungen sprechen, dann empfehle ich Ihnen: Gehen Sie einmal nach Niederösterreich, nach Hohenau! Dort wird zwar ein Denkmal anlässlich des Beitritts zehn weiterer EU-Staaten zur Europäischen Union errichtet, aber wenn Sie sich die Straßenverbindung unmittelbar nach diesem Ort ansehen, dann müssen Sie feststellen, dass diese weit davon entfernt ist, ein Zukunftsprojekt zu sein, sie ist vielmehr ein Denkmal der Vergangenheit. Das könnten Sie ändern, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Johann Moser: Er ist ja der Urheber!
Der Herr Vizekanzler ist jetzt leider nicht anwesend. Er hat vor kurzem gemeint, dass die erste Ebene der Bundesbahn schlanker wird. Sie hat bisher 15 Personen umfasst – die erste Ebene; der Herr Staatssekretär weiß das sicher sehr genau und vielleicht sogar besser als ich. (Abg. Mag. Johann Moser: Er ist ja der Urheber!) 15 bisher – jetzt haben wir ein Vielfaches davon! Und es ist schon die Frage zu stellen, warum zum Beispiel die für die Immobilien zuständige Verantwortliche heute mehr verdient als der ehemalige Generaldirektor der Bundesbahn. Auch das wäre zu hinterfragen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Staatssekretär Mag. Kukacka: Das stimmt aber nicht!)
Staatssekretär Mag. Kukacka: Das stimmt aber nicht!
Der Herr Vizekanzler ist jetzt leider nicht anwesend. Er hat vor kurzem gemeint, dass die erste Ebene der Bundesbahn schlanker wird. Sie hat bisher 15 Personen umfasst – die erste Ebene; der Herr Staatssekretär weiß das sicher sehr genau und vielleicht sogar besser als ich. (Abg. Mag. Johann Moser: Er ist ja der Urheber!) 15 bisher – jetzt haben wir ein Vielfaches davon! Und es ist schon die Frage zu stellen, warum zum Beispiel die für die Immobilien zuständige Verantwortliche heute mehr verdient als der ehemalige Generaldirektor der Bundesbahn. Auch das wäre zu hinterfragen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Staatssekretär Mag. Kukacka: Das stimmt aber nicht!)
in Richtung des Abg. Dr. Mitterlehner
Viel dramatischer ist aber meiner Meinung nach, dass im Technologie-Ranking, im IT-Ranking Österreich zum zweiten Mal hintereinander, Herr Generalsekretär (in Richtung des Abg. Dr. Mitterlehner) – zum zweiten Mal hintereinander! – zurückfällt. Breitband – ich nenne nur ein Beispiel –: Hier haben wir etliche Abgeordnete, die ihre Laptops benutzen. Wir haben hier im Hause State-of-the-Art-Breitband. Was wir aber in Österreich nicht haben, ist ein Masterplan, wie wir auch in entlegenen Regionen das Breitband einführen können. (Abg. Parnigoni: Zum Beispiel im Waldviertel! – Abg. Mag. Hakl: Breitbandinitiative des Bundes!)
Abg. Parnigoni: Zum Beispiel im Waldviertel! – Abg. Mag. Hakl: Breitbandinitiative des Bundes!
Viel dramatischer ist aber meiner Meinung nach, dass im Technologie-Ranking, im IT-Ranking Österreich zum zweiten Mal hintereinander, Herr Generalsekretär (in Richtung des Abg. Dr. Mitterlehner) – zum zweiten Mal hintereinander! – zurückfällt. Breitband – ich nenne nur ein Beispiel –: Hier haben wir etliche Abgeordnete, die ihre Laptops benutzen. Wir haben hier im Hause State-of-the-Art-Breitband. Was wir aber in Österreich nicht haben, ist ein Masterplan, wie wir auch in entlegenen Regionen das Breitband einführen können. (Abg. Parnigoni: Zum Beispiel im Waldviertel! – Abg. Mag. Hakl: Breitbandinitiative des Bundes!)
Abg. Dr. Brinek: Das ist bekannt, Herr Präsident! ...!
Weil heute von Herrn Staatssekretär Mainoni die Forschung angesprochen wurde, darf ich daran erinnern – damit Sie nicht gleich wieder sagen: ja, Oppositionkritik! –: Es ist schon seltsam, dass die Industriellenvereinigung zum 7. Forschungs- und Entwicklungsrahmenprogramm anmerkt, dass in Österreich auf dem Weg zum Lissabon-Forschungsziel von 3 Prozent des BIP ab heuer jährlich 100 Millionen € fehlen. – Keine Oppositionskritik, sondern eine Kritik jener, die die Forschung auch dementsprechend betreiben müssen. (Abg. Dr. Brinek: Das ist bekannt, Herr Präsident! ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehen Sie das Breitband-Kommunikationsnetz als ein wichtiges Anliegen an! Arbeiten wir daran! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Der Herr Pilz soll sich entschuldigen bei der Frau Minister! – Abg. Mag. Johann Moser: ... wird selber wissen, was er macht! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich habe das zum Herrn Präsidenten gesagt, ich habe ja nicht Sie ...! Ich habe ihn ersucht, dass er ihm das nahe legt! – Neuerlicher Gegenruf des Abg. Mag. Johann Moser.
Nächster Rädler ... – Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Rädler. Seine Redezeit beträgt 2 Minuten. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Der Herr Pilz soll sich entschuldigen bei der Frau Minister! – Abg. Mag. Johann Moser: ... wird selber wissen, was er macht! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich habe das zum Herrn Präsidenten gesagt, ich habe ja nicht Sie ...! Ich habe ihn ersucht, dass er ihm das nahe legt! – Neuerlicher Gegenruf des Abg. Mag. Johann Moser.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Herr Präsident! Nomen est omen! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Präsident Verzetnitsch ist leider weggegangen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Das nehme ich an. Ist er hier? (Ruf bei der SPÖ: Keine Brille auf!) – Ich habe die Brille mit; ich werde sie verwenden.
Ruf bei der SPÖ: Keine Brille auf!
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Herr Präsident! Nomen est omen! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Präsident Verzetnitsch ist leider weggegangen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Das nehme ich an. Ist er hier? (Ruf bei der SPÖ: Keine Brille auf!) – Ich habe die Brille mit; ich werde sie verwenden.
Beifall bei der ÖVP.
keln von Niederösterreich die Offensive für Breitband. Das ist, glaube ich, vorbildlich! Man kann nicht für alle Aufgaben den Bund verantwortlich machen! – So ist es. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schöls: Da schau her! Da schau her! – Ah-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Schöls: Wie hat der Fritz gemeint?
Weitaus wichtiger ist aber der Semmering-Basistunnel, der heute bereits mehrmals angesprochen wurde, ein wirtschaftliches Projekt für die gesamte Region der Steiermark, für Oberösterreich, aber auch für Niederösterreich. Und wenn hier von der linken Reichshälfte vehement der Standpunkt vertreten wurde, dass es in Niederösterreich Verhinderer gebe, dann würde ich jetzt Herrn Kollegen Puswald Folgendes sagen, und ebenso Herrn Kräuter, der, glaube ich, aus dem Saal gegangen ist – vielleicht treffen Sie sich in der Mitte: Dort werden Sie einen Herrn sehen, der jetzt durch seine Brille schaut und schon weiß, worum es geht, nämlich Herrn Abgeordneten Bauer, der damals, als von der Naturschutzbehörde die ersten Maßnahmen betreffend den Semmering-Basistunnel gesetzt wurden, Naturschutzreferent in Niederösterreich war. (Abg. Schöls: Da schau her! Da schau her! – Ah-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Schöls: Wie hat der Fritz gemeint?) Er hat zuerst applaudiert, als über die Verhinderer gesprochen wurde. Hier sitzen die Verhinderer! – Waren es die, die Sie gemeint haben, Herr Präsident? (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Weitaus wichtiger ist aber der Semmering-Basistunnel, der heute bereits mehrmals angesprochen wurde, ein wirtschaftliches Projekt für die gesamte Region der Steiermark, für Oberösterreich, aber auch für Niederösterreich. Und wenn hier von der linken Reichshälfte vehement der Standpunkt vertreten wurde, dass es in Niederösterreich Verhinderer gebe, dann würde ich jetzt Herrn Kollegen Puswald Folgendes sagen, und ebenso Herrn Kräuter, der, glaube ich, aus dem Saal gegangen ist – vielleicht treffen Sie sich in der Mitte: Dort werden Sie einen Herrn sehen, der jetzt durch seine Brille schaut und schon weiß, worum es geht, nämlich Herrn Abgeordneten Bauer, der damals, als von der Naturschutzbehörde die ersten Maßnahmen betreffend den Semmering-Basistunnel gesetzt wurden, Naturschutzreferent in Niederösterreich war. (Abg. Schöls: Da schau her! Da schau her! – Ah-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Schöls: Wie hat der Fritz gemeint?) Er hat zuerst applaudiert, als über die Verhinderer gesprochen wurde. Hier sitzen die Verhinderer! – Waren es die, die Sie gemeint haben, Herr Präsident? (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
So war es. – Ich darf abschließend sagen: Für uns in der Ostregion, für Niederösterreich ist es wichtig, dass von diesen rund 7,1 Milliarden €, die im Rahmenplan der ÖBB für die Schiene vorgesehen sind, eine gewaltige Summe, nämlich 1,8 Milliarden, bis 2010 für die Infrastruktur für unser Niederösterreich, für unsere Region investiert werden! Das ist die erfolgreiche Verkehrspolitik dieser Bundesregierung! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Regler: „Versaut“!?
Ebenso wichtig für einen Standort ist neben der Infrastruktur natürlich auch die Forschung und Entwicklung, das Innovationspotential. Beides ist wichtig, und da gab es in letzter Zeit gar nicht so schlechte Ansätze. Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung oder die Forschungsförderungsgesellschaft, das waren gute Entwicklungen, aber Sie haben es in der Umsetzung wieder dahin gebracht, dass es auch wieder ein organisatorisches Wirrwarr sein wird und dass es für die österreichische Forschung und Entwicklung wiederum nicht voll wirksam wird. Das haben Sie bereits wieder versaut. (Abg. Mag. Regler: „Versaut“!?) – Sie haben es versaut!
Heiterkeit der Abg. Mandak sowie Ruf: Da ist aber ein Unterschied!
Abgeordneter Mag. Johann Moser (fortsetzend): Sie haben es organisatorisch verwässert. (Heiterkeit der Abg. Mandak sowie Ruf: Da ist aber ein Unterschied!)
Abg. Mag. Regler: Wer zerstört?
Das, glaube ich, könnte man auch auf das Beispiel Siemens und VA TECH übertragen: Auch da werden österreichische Konzerne zerstört (Abg. Mag. Regler: Wer zerstört?), die Forschungsergebnisse ins Ausland transferiert und österreichisches Steuergeld dafür verwendet.
Beifall bei der SPÖ.
Mein Appell lautet daher, meine Damen und Herren: Erfolgreiche Wirtschaftspolitik braucht Leute, die die Zusammenhänge erkennen, die nicht nur die Input-Seite sehen, sondern auch die Output-Seite. Ansonsten sehe ich die Aussichten für den Wirtschaftsstandort Österreich nicht als so rosig. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich glaube, dass wir hier alle gemeinsam eine neue große Aufgabe vor uns haben, die wir aber für und im Interesse der Menschen in diesen Regionen lösen müssen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Regler.
Ich weiß schon, im Bund haben die Infrastrukturinvestitionen volumsmäßig kaum mehr eine Bedeutung, aber bei den ausgegliederten Gesellschaften eine sehr große. (Zwischenruf des Abg. Mag. Regler.) Und wenn es dann um Beträge über 2 Milliarden € geht, dann haben wir große Sorgen, speziell in den Gewerkschaften. Und da, meine Damen und Herren, ist es mir nicht so wichtig, wie die Infrastrukturinvestitionen 1985 oder in anderen Jahren waren, sondern dieser Rückgang der Infrastrukturinvestitionen von 2005 auf 2006 ist entscheidend für die Arbeitsplätze! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Regler: Wo ist der Rückgang? – Staatssekretär Mag. Kukacka: Wo soll denn der Rückgang sein?) – Das habe ich ja gerade gesagt – schauen Sie ins Budget! (Staatssekretär Mag. Kukacka: Ja, aber wo, in welchem Bereich?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Regler: Wo ist der Rückgang? – Staatssekretär Mag. Kukacka: Wo soll denn der Rückgang sein?
Ich weiß schon, im Bund haben die Infrastrukturinvestitionen volumsmäßig kaum mehr eine Bedeutung, aber bei den ausgegliederten Gesellschaften eine sehr große. (Zwischenruf des Abg. Mag. Regler.) Und wenn es dann um Beträge über 2 Milliarden € geht, dann haben wir große Sorgen, speziell in den Gewerkschaften. Und da, meine Damen und Herren, ist es mir nicht so wichtig, wie die Infrastrukturinvestitionen 1985 oder in anderen Jahren waren, sondern dieser Rückgang der Infrastrukturinvestitionen von 2005 auf 2006 ist entscheidend für die Arbeitsplätze! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Regler: Wo ist der Rückgang? – Staatssekretär Mag. Kukacka: Wo soll denn der Rückgang sein?) – Das habe ich ja gerade gesagt – schauen Sie ins Budget! (Staatssekretär Mag. Kukacka: Ja, aber wo, in welchem Bereich?)
Staatssekretär Mag. Kukacka: Ja, aber wo, in welchem Bereich?
Ich weiß schon, im Bund haben die Infrastrukturinvestitionen volumsmäßig kaum mehr eine Bedeutung, aber bei den ausgegliederten Gesellschaften eine sehr große. (Zwischenruf des Abg. Mag. Regler.) Und wenn es dann um Beträge über 2 Milliarden € geht, dann haben wir große Sorgen, speziell in den Gewerkschaften. Und da, meine Damen und Herren, ist es mir nicht so wichtig, wie die Infrastrukturinvestitionen 1985 oder in anderen Jahren waren, sondern dieser Rückgang der Infrastrukturinvestitionen von 2005 auf 2006 ist entscheidend für die Arbeitsplätze! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Regler: Wo ist der Rückgang? – Staatssekretär Mag. Kukacka: Wo soll denn der Rückgang sein?) – Das habe ich ja gerade gesagt – schauen Sie ins Budget! (Staatssekretär Mag. Kukacka: Ja, aber wo, in welchem Bereich?)
Abg. Mag. Regler: Die ASFINAG-Zahlen sind nicht drinnen!
schon seit längerem rückläufig in dem Land. In diesem Zusammenhang ist eine Tatsache besonders wichtig: Die Investitionen in den Straßenbau sind ebenfalls zum ersten Mal in einem Budget rückläufig. Aber ich biete Ihnen an, diese Zahlen im Interesse der Arbeitnehmer abzuklären. (Abg. Mag. Regler: Die ASFINAG-Zahlen sind nicht drinnen!) Schauen wir es uns einmal an!
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Machen wir uns daran, eine positive Entwicklung auch in diesem Beratungskapitel einzuleiten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Gemeinden der Grenzregion unterstützen die Aktivitäten unserer Bundesregierung in diesem grenzüberschreitenden Infrastrukturbereich mit Leistungen aus eigener Kraft im Wert von 80 000 € und zeigen somit, wie wichtig den Menschen der Grenzregion moderne Infrastruktur ist. Eine gute Verkehrsinfrastruktur ist eine Grundvoraussetzung für die Zukunftsgestaltung. Wir arbeiten daran. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Brinek: Genau das hat Kollege Grünewald gesagt!
Abgeordneter Ing. Kurt Gartlehner (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte zu den Ausführungen der Kollegin Brinek, die gemeint hat, der Forschungspatient war fast tot und ist jetzt wiederbelebt worden und wird nun sozusagen erstarken, etwas sagen. (Abg. Dr. Brinek: Genau das hat Kollege Grünewald gesagt!)
Abg. Dr. Brinek: Das ist ja evident! Das ist ja nicht eine Frage von Durchsetzen, sondern von Evidenz!
Frau Kollegin Brinek! Ich glaube, Sie selbst haben sich mit Ihrer Argumentationslinie in den letzten Jahren innerhalb der Regierung nicht durchgesetzt. (Abg. Dr. Brinek: Das ist ja evident! Das ist ja nicht eine Frage von Durchsetzen, sondern von Evidenz!) Diese fehlenden 100 Millionen € sind nötig, damit wir Ihr Ziel, dass Sie sich gesetzt haben, überhaupt erreichen können. (Abg. Mag. Regler: Wir sind gut unterwegs!)
Abg. Mag. Regler: Wir sind gut unterwegs!
Frau Kollegin Brinek! Ich glaube, Sie selbst haben sich mit Ihrer Argumentationslinie in den letzten Jahren innerhalb der Regierung nicht durchgesetzt. (Abg. Dr. Brinek: Das ist ja evident! Das ist ja nicht eine Frage von Durchsetzen, sondern von Evidenz!) Diese fehlenden 100 Millionen € sind nötig, damit wir Ihr Ziel, dass Sie sich gesetzt haben, überhaupt erreichen können. (Abg. Mag. Regler: Wir sind gut unterwegs!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Vier?! Vier?! – Abg. Mag. Regler: Vier?! Vier?! Das ist aber sehr ambitioniert! Das hören wir jetzt zum ersten Mal!
Mainoni hat heute den Appell an uns gerichtet, die Oppositionsfraktionen möchten doch die Ziele der Forschungspolitik in ihre Wahlprogramme hineinnehmen, wahrscheinlich in der Hoffnung darauf, dass sie dann auch von diesen jetzigen Oppositionsparteien realisiert werden. Dazu können wir Ihnen versichern, wir haben vor, bis 2010 die Forschungsquote auf 4 Prozent anzuheben, um wirklich zu den Spitzenreitern in Europa zu gehören. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Vier?! Vier?! – Abg. Mag. Regler: Vier?! Vier?! Das ist aber sehr ambitioniert! Das hören wir jetzt zum ersten Mal!)
Beifall bei der SPÖ.
Daher sind wir sicher, dass Sie uns heute auch die Zustimmung zu unserer Entschließung geben werden, die auch genau das beinhaltet, was Sie, Frau Kollegin Brinek, und Herr Kollege Mainoni sich vorstellen und wünschen. Ich bin sehr optimistisch, dass Sie unserem Entschließungsantrag heute zustimmen werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
dann noch dazu? Das würde uns sehr interessieren. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
5,3 Milliarden € beziehungsweise 2,27 Prozent sind eine Riesensumme, und wenn wir diese Quote vergleichen mit dem Durchschnitt in der EU, der bei 1,99 Prozent liegt, dann, denke ich, ist das der Beweis, dass diese Bundesregierung gerade im Bereich Innovation und Technologie hervorragend gearbeitet hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Es sind aber auch einige unterstützende Maßnahmen in Form von Strukturveränderungen gesetzt worden. Ich denke, mit der Errichtung der Forschungsförderungsgesellschaft, FFG, mit 1. September 2004 oder der Reform des FWF oder beispielsweise mit der eigenen Rechtspersönlichkeit für den Rat für Forschungs- und Technologieentwicklung, ebenfalls mit 1. September 2004, mit der Einrichtung der Nationalstiftung und der Errichtung des Hauses der Forschung sind die notwendigen Maßnahmen gesetzt worden. Es handelt sich hier zum Teil auch um organisatorische Maßnahmen, die uns davon ausgehen lassen, dass wir diesen erfolgreichen Weg der letzten Jahre gemeinsam weitergehen werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Regler: Also bitte! Besser als unter SPÖ-Ministern!
Der nun wirklich mickrige Budgetposten für den Bereich Forschung und Innovation (Abg. Mag. Regler: Also bitte! Besser als unter SPÖ-Ministern!) ist aber für mich auch äußerer Ausdruck einer zukunftsverbauenden Haltung. – Hören Sie zu, Herr Kollege, Sie werden es dann noch sehen!
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ihre spärlichen 30 Millionen €, die Sie in den nächsten beiden Jahren für Lärmschutzmaßnahmen im Bereich der Bahn investieren wollen, wären mehr wert, würden Sie mehr in die Forschung der lärmarmen Schiene investieren. Das wäre nur ein kleiner Einsatz mit großer Wirkung, ein Einsatz, zu dem man aber bereit sein muss, die entsprechenden Mittel zur Verfügung zu stellen. Wir von der SPÖ wären bereit, das mitzutragen, Sie sind es, wie ich befürchte, aber überhaupt nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn ich mir anschaue, dass in den Jahren 1990 bis 1994 insgesamt 11,5 Milliarden € investiert wurden und in den Jahren von 2005 bis 2009 13,6 Milliarden € für diesen Bereich eingesetzt werden, so muss ich sagen, das ist eine ganz gewaltige Summe. Und das Schöne für mich daran ist – und das spricht auch für die Verkehrspolitik dieser Bundesregierung –, dass 7,1 Milliarden € in den Ausbau der Schiene investiert werden, also mehr in den Ausbau der Schiene als in den Ausbau der Straße, wobei zu sagen ist, dass für den Straßenbereich trotzdem 6,5 Milliarden € bereitgestellt werden. Ich glaube, das ist ein gutes Zeichen für engagierte Umweltpolitik, die eine Querschnittmaterie ist, und das zeigt auch, dass wir einen entsprechenden Beitrag dazu leisten, dem Kyoto-Ziel näher zu kommen, und hier auf dem richtigen Weg unterwegs sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir sind in der Verkehrspolitik insgesamt zweifellos gefragt. Die Erweiterung der Europäischen Union um zehn neue Mitgliedsländer bedeutet ein vermehrtes Verkehrsaufkommen. Hier ist rasches Reagieren angesagt, und deshalb begrüße ich auch die Ausbaupläne in der Ostregion, die S 1, die Verbindung der Südautobahn und der Ostautobahn – das Teilstück Schwechat ist ja fertig gestellt – sowie die wichtigen Verkehrsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Pottendorfer Linie, die auch meinen Bezirk betreffen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch im Interesse der sehr erfolgreichen, hoch technologisierten, in diesem Bereich stark unterschätzten heimischen Tourismus- und Freizeitwirtschaft unterstützen wir daher die grundsätzlichen Ziele der ARGE Breitband. Die rasche flächendeckende Versorgung mit Breitband muss ein substanzieller Teil auch der Tourismuswirtschaft und Tourismuspolitik sein, und die Bundesregierung sollte diesbezüglich ihre Bringschuld daher endlich erfüllen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Investitionen in die Infrastruktur sichern unsere Standorte und schaffen Arbeit, und Arbeit schaffen heißt Zukunft gewinnen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Noch nie etwas gehört von Initiativen des Landes?
Abgeordneter Walter Schopf (SPÖ): Sehr verehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Ich möchte mich ebenfalls mit der Problematik der Förderungspolitik im Bereich der Breitbandtechnologie auseinander setzen, weil ich denke, dass der Ausbau dieser Technologie in vielen Bereichen unserer Republik äußerst dürftig ist, insbesondere in den ländlichen Gebieten. Ich als Oberösterreicher denke da konkret an das Innere Salzkammergut, ich denke auch aber an das Mühlviertel, wo wir ganz, ganz massive Schwierigkeiten haben. (Abg. Großruck: Noch nie etwas gehört von Initiativen des Landes?)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir wissen auf Grund von vielen Gesprächen mit Firmen, mit Firmeninhabern, sehr genau, dass der Ausbau dieser Technologie im Zusammenhang mit der Standortauswahl eine sehr wichtige Frage ist. Die heutige Wirtschaft und vor allem auch die moderne Verwaltung benötigen eine entsprechende Technologie. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Als Abgeordneter des Mühlviertels würde mich interessieren: Wie schauen konkret die Ausbaupläne für unsere Region, für das Mühlviertel, aus? – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Autobahn, Eisenbahn, Datenbahn im Dienste der österreichischen Wirtschaft! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Europäische Kommission hat bei der Erstellung des 7. Rahmenprogramms sehr klare Leitlinien und Zielsetzungen formuliert, darunter auch den Gesichtspunkt, dass Europa für die besten Wissenschaftler attraktiver gemacht werden soll. Unter diesem Punkt geht es unter anderem auch darum, dass die Rolle und der Platz der Frauen in Wissenschaft und Forschung deutlicher hervorgekehrt werden soll. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Caspar Einem (fortsetzend): Ich halte die Frage der Rolle der Frau in der Forschung für nicht ganz unwichtig, und es wäre nett, wenn Sie mir zuhören würden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.
Oder haben Sie sich vorgenommen, allenfalls gemeinsam mit dem Bildungsministerium ein Projekt zu entwickeln, das Forschungsantrag-Stipendien vorsieht, bei denen es darum ginge, dass man ja in der Zeit, die man aufwenden muss, um überhaupt europäische Projekte auf den Weg zu bringen, nichts bezahlt bekommt? Die Frage ist: Wie sollen diejenigen, die diese Forschungsprojekte entwickeln, in der Zeit, in der sie diese Projekte entwickeln, davon leben, wenn sie nicht von Haus aus auf der Universität finanziert werden? (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.)
Abg. Mag. Regler: SPÖ-Landesrat!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das, was Sie hier vorhaben, ist nicht seriös. Das, was Sie hier vorhaben, ist erstens, dass Sie nach jahrelangen Bemühungen insbesondere sozialdemokratischer Verkehrsminister, endlich den Semmering-Basistunnel zu bauen – Bemühungen, die vom niederösterreichischen Landeshauptmann konterkariert wurden (Abg. Mag. Regler: SPÖ-Landesrat!) –, nunmehr, kurz bevor ein Höchstgericht Niederösterreich daran gehindert hätte, das weiter zu sabotieren, entschieden haben, das alte Projekt zurückzuziehen und es ganz neu zu machen.
Beifall bei der SPÖ
Eine „wunderbare“ Idee! Diese „wunderbare“ Idee bedeutet, dass es in den nächsten 15 Jahren keinen Semmering-Basistunnel gibt, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und jetzt hätten Sie gerne, dass wir dem auch noch zustimmen, dass es die nächsten 15 Jahre keinen Semmering-Basistunnel gibt. – Das ist keine seriöse Politik, meine sehr geehrten Damen und Herren (Beifall bei der SPÖ), und dem können wir so nicht zustimmen.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich weiß, wovon ich rede. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich habe das Projekt nicht erfunden, aber ich habe mich jahrelang seriös dafür eingesetzt, dass es gebaut werden kann. Ich bin immer wieder auf fadenscheinige Argumente des Landes Niederösterreich gestoßen; sie haben in der Regel auch vor den Höchstgerichten nicht gehalten.
Beifall bei der SPÖ. – Ah-Rufe bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Das können wir nicht akzeptieren, das werden wir nicht akzeptieren, und daher werden wir diesem Antrag sicher nicht zustimmen! (Beifall bei der SPÖ. – Ah-Rufe bei der ÖVP.)
Unruhe im Sitzungssaal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Nicht zuletzt bietet uns der EU-Beitritt der Nachbarländer Ungarn und Slowenien eine große Chance. (Unruhe im Sitzungssaal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Hier gibt es eine sehr sanfte Entwicklung, ein intelligentes Wirtschaftswachstum. Wir benötigen eine infrastrukturelle Anbindung an diesen europäischen Raum.
Abg. Bures: Sagen Sie das dem Herrn Pröll!
Ein Wort möchte ich noch als steirischer Abgeordneter sagen: Bahn frei! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir brauchen diesen Semmering-Basistunnel notwendig (Abg. Bures: Sagen Sie das dem Herrn Pröll!), diese Verbindung Koralm–Pyhrn, ein notwendiges Dreieck zwischen Wien, Linz und Graz! Die Steiermark ist ein modernes, ein auf-
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
strebendes Bundesland. Wir wollen damit auch Vorzeigeland werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Verehrte Damen und Herren! Herr Staatssekretär! Ein Wort möchte ich noch zur Ausbaustrecke „Ostbahn“ sagen, die im Generalverkehrsplan enthalten und eine sehr wichtige Zugverbindung zwischen Graz und Ungarn über St. Gotthard ist. Herr Staatssekretär! Ich bitte Sie, auch diese Ausbaustrecke nicht aus den Augen zu verlieren! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Praßl!
Abgeordneter Heinz Gradwohl (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! Lieber Kollege Preßl! (Rufe bei der ÖVP: Praßl!) – Entschuldigung: Praßl! – Wir stimmen darin überein, dass wir den Semmering-Basistunnel brauchen. Aber wir hätten ihn schon längst gebraucht, nämlich zu dem Zeitpunkt, zu dem eine gewisse Frau Klasnic in der Steiermark plakatieren ließ: Durchgesetzt! (Abg. Steibl: Das ist die Frau Landeshauptmann! Nicht „eine gewisse Frau“!) Aber das wäre eigentlich schon vor einigen Jahren gewesen.
Abg. Steibl: Das ist die Frau Landeshauptmann! Nicht „eine gewisse Frau“!
Abgeordneter Heinz Gradwohl (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! Lieber Kollege Preßl! (Rufe bei der ÖVP: Praßl!) – Entschuldigung: Praßl! – Wir stimmen darin überein, dass wir den Semmering-Basistunnel brauchen. Aber wir hätten ihn schon längst gebraucht, nämlich zu dem Zeitpunkt, zu dem eine gewisse Frau Klasnic in der Steiermark plakatieren ließ: Durchgesetzt! (Abg. Steibl: Das ist die Frau Landeshauptmann! Nicht „eine gewisse Frau“!) Aber das wäre eigentlich schon vor einigen Jahren gewesen.
Rufe bei der ÖVP: „Letztklassig“! – Abg. Mag. Regler: Ein gutes Projekt!
Das, was Sie jetzt machen, ist so etwas von durchsichtig, durchschaubar und eigentlich letztklassig, dass man darüber gar nicht zu reden bräuchte! (Rufe bei der ÖVP: „Letztklassig“! – Abg. Mag. Regler: Ein gutes Projekt!) Bevor das Projekt, das eigentlich schon lange läuft, jetzt durch richterliche Sprüche umsetzbar wird, sagen Sie: Sagen wir es einfach ab! Sagen wir, es war nichts! Damit nehmen wir die Landeshauptfrau der Steiermark aus der Ziehung, dass sie das schon lange durchgesetzt hat. Auf der anderen Seite ermöglichen wir wieder Wartezeiten bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag, um die Verbindung herzustellen.
Abg. Mag. Regler: Was? – Abg. Scheibner: Sie sind sich ja selbst nicht einig in der Fraktion! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Weiters sagen Sie dann: Im Rahmen der Budgetdebatte machen wir einen Entschließungsantrag, in den wir all das und zusätzlich noch hineinpacken, dass alle, die bisher Verantwortung getragen haben, der Verantwortung enthoben werden. Das heißt: Man braucht nie wieder darüber zu diskutieren, warum so viele Millionen in einem Loch – im „Waltraud-Stollen“ – versickert sind und nichts damit geschehen ist. – Das wollen Sie auch noch mitmachen? Dann wollen Sie noch namentlich abstimmen, um zu beweisen, bei all diesen Schweinereien ... (Abg. Mag. Regler: Was? – Abg. Scheibner: Sie sind sich ja selbst nicht einig in der Fraktion! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
ironische Heiterkeit bei der ÖVP
Abgeordneter Heinz Gradwohl (fortsetzend): Herr Präsident! Ich nehme das Wort „Schweinereien“ zurück, aber es erregt mich ein wenig (ironische Heiterkeit bei der ÖVP), wenn ich derart politische Winkelzüge miterleben muss – und das zu Lasten der steirischen Bevölkerung! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja, ich bin erregt, allerdings nicht so, wie du das meinst, Willi Molterer! Das gelingt mir im Parlament nicht! (Abg. Mag. Molterer: Wie meine ich das? Was hat der für eine Phantasie?)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Heinz Gradwohl (fortsetzend): Herr Präsident! Ich nehme das Wort „Schweinereien“ zurück, aber es erregt mich ein wenig (ironische Heiterkeit bei der ÖVP), wenn ich derart politische Winkelzüge miterleben muss – und das zu Lasten der steirischen Bevölkerung! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja, ich bin erregt, allerdings nicht so, wie du das meinst, Willi Molterer! Das gelingt mir im Parlament nicht! (Abg. Mag. Molterer: Wie meine ich das? Was hat der für eine Phantasie?)
Abg. Mag. Molterer: Wie meine ich das? Was hat der für eine Phantasie?
Abgeordneter Heinz Gradwohl (fortsetzend): Herr Präsident! Ich nehme das Wort „Schweinereien“ zurück, aber es erregt mich ein wenig (ironische Heiterkeit bei der ÖVP), wenn ich derart politische Winkelzüge miterleben muss – und das zu Lasten der steirischen Bevölkerung! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja, ich bin erregt, allerdings nicht so, wie du das meinst, Willi Molterer! Das gelingt mir im Parlament nicht! (Abg. Mag. Molterer: Wie meine ich das? Was hat der für eine Phantasie?)
Beifall bei der SPÖ.
steirischen ÖVP-Abgeordneten auch diesem unserem Antrag ihre namentliche Zustimmung geben werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Der Redner hält die Titelseite einer Ausgabe der „Kronen Zeitung“ in die Höhe. – Abg. Neudeck: Herr Kolporteur, haben Sie den „Kurier“ auch?
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Caspar Einem und mein Vorredner Heinz Gradwohl haben sehr deutlich gesagt, worum es beim Semmering-Basistunnel geht. Ich möchte es Ihnen noch einmal zeigen. (Der Redner hält die Titelseite einer Ausgabe der „Kronen Zeitung“ in die Höhe. – Abg. Neudeck: Herr Kolporteur, haben Sie den „Kurier“ auch?)
Rufe bei der ÖVP: SPÖ!
„Falsches Spiel um Semmeringtunnel“. Bahntunnel als Wahlkampfgag. – Das steht hier. (Rufe bei der ÖVP: SPÖ!)
Beifall bei der SPÖ.
Zweitens, meine Damen und Herren, bezüglich dieses Antrags der ÖVP, der hier vorliegt: Was haben Sie eigentlich damit vor? Was bezwecken Sie? Wollen Sie vielleicht Haftungsfragen vorweg eliminieren? Wollen Sie die Untersuchung einer 100-Millionen-€-Verschwendung unterlaufen? Wollen Sie im Sinne von Landeshauptmann Pröll ein baureifes Projekt vernichten? Oder wollen Sie den Wahlkampfschmäh der Frau Klasnic fortsetzen? – Meine Damen und Herren! Dieser Antrag ist ungeeignet und entlarvt sich von selbst. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Freiheitlicher Klub, ganz einfach!
Wenn Sie, meine Damen und Herren von der ÖVP und von orangefarbenen, blauen Klubs ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Freiheitlicher Klub, ganz einfach!) – Gestern, Frau Partik-Pablé, waren Sie noch orange, heute sind Sie wieder blau! – Wenn Sie wirklich etwas rasch, einfach und tatsächlich für den Semmering-Basistunnel tun wollen, dann stimmen Sie dem Entschließungsantrag der SPÖ zu, den ich jetzt referieren werde. (Ruf bei der ÖVP: Der ist sehr uninteressant!)
Ruf bei der ÖVP: Der ist sehr uninteressant!
Wenn Sie, meine Damen und Herren von der ÖVP und von orangefarbenen, blauen Klubs ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Freiheitlicher Klub, ganz einfach!) – Gestern, Frau Partik-Pablé, waren Sie noch orange, heute sind Sie wieder blau! – Wenn Sie wirklich etwas rasch, einfach und tatsächlich für den Semmering-Basistunnel tun wollen, dann stimmen Sie dem Entschließungsantrag der SPÖ zu, den ich jetzt referieren werde. (Ruf bei der ÖVP: Der ist sehr uninteressant!)
Abg. Neudeck: Der Einem ist nur mehr Abgeordneter!
(Abg. Neudeck: Der Einem ist nur mehr Abgeordneter!), aus diesem Grund sofort für die Projektentwicklung sowie die Planungsarbeiten zusätzliche Mittel in entsprechender Höhe sowie die für den Bau erforderlichen Mittel sicherzustellen. Die Mittel im Rahmenplan gemäß § 43 Bundesbahngesetz mögen entsprechend aufgestockt werden.
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Was noch besonders wichtig ist und noch dazukommt – ich bin schon gespannt, wie Sie sich verhalten werden, Kollege Grillitsch –, ist dieser letzte Absatz des Antrags. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Alles verschlafen!
Meine Damen und Herren! Wenn Sie für dieses Projekt wirklich etwas tun wollen und nicht nur Herrn Landeshauptmann Pröll schützen und Frau Klasnic bei ihrem Wahlkampf helfen wollen, dann stimmen Sie diesem Antrag zu! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Alles verschlafen!)
Ruf bei der ÖVP: Kurt, mach es kurz!
Derzeit letzter Redner hiezu ist Herr Abgeordneter Eder. 2 Minuten Redezeit. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Kurt, mach es kurz!)
Abg. Grillitsch: Die SPÖ war das!
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Dieser Antrag, den die ÖVP (Abg. Grillitsch: Die SPÖ war das!) heute in den letzten Minuten konzipiert und eingebracht hat (Zwischenrufe bei der ÖVP – die Abgeordneten Mag. Molterer und Dr. Stummvoll halten das genannte Papier in die Höhe), ist meines Erachtens ein sehr scheinheiliger Antrag. Daher werden wir diesem Antrag nicht zustimmen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP – die Abgeordneten Mag. Molterer und Dr. Stummvoll halten das genannte Papier in die Höhe
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Dieser Antrag, den die ÖVP (Abg. Grillitsch: Die SPÖ war das!) heute in den letzten Minuten konzipiert und eingebracht hat (Zwischenrufe bei der ÖVP – die Abgeordneten Mag. Molterer und Dr. Stummvoll halten das genannte Papier in die Höhe), ist meines Erachtens ein sehr scheinheiliger Antrag. Daher werden wir diesem Antrag nicht zustimmen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Dieser Antrag, den die ÖVP (Abg. Grillitsch: Die SPÖ war das!) heute in den letzten Minuten konzipiert und eingebracht hat (Zwischenrufe bei der ÖVP – die Abgeordneten Mag. Molterer und Dr. Stummvoll halten das genannte Papier in die Höhe), ist meines Erachtens ein sehr scheinheiliger Antrag. Daher werden wir diesem Antrag nicht zustimmen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Unter dem!
Ich finde das deswegen scheinheilig, weil es dem Herrn Landeshauptmann Pröll Wurscht ist, wenn über den Semmering ein Straßentunnel gebaut wird (Abg. Neudeck: Unter dem!), wenn jetzt die LKWs über den Semmering donnern und die Umwelt verschmutzen, wenn 93 Millionen € in den Sand geschrieben werden! (Abg. Kainz: Dem Pröll ist gar nichts Wurscht!) Wer soll das verantworten, bitte? Wir werden einmal schauen, wer diese 93 Millionen € eigentlich zu verantworten hat! – Da lacht Herr Klubobmann Molterer. Das ist eine Reinwaschungsaktion des Herrn Landeshauptmannes Pröll, der verhindert hat, dass dieser Tunnel bis jetzt errichtet werden kann. (Abg. Mag. Molterer: Nerven schonen!)
Abg. Kainz: Dem Pröll ist gar nichts Wurscht!
Ich finde das deswegen scheinheilig, weil es dem Herrn Landeshauptmann Pröll Wurscht ist, wenn über den Semmering ein Straßentunnel gebaut wird (Abg. Neudeck: Unter dem!), wenn jetzt die LKWs über den Semmering donnern und die Umwelt verschmutzen, wenn 93 Millionen € in den Sand geschrieben werden! (Abg. Kainz: Dem Pröll ist gar nichts Wurscht!) Wer soll das verantworten, bitte? Wir werden einmal schauen, wer diese 93 Millionen € eigentlich zu verantworten hat! – Da lacht Herr Klubobmann Molterer. Das ist eine Reinwaschungsaktion des Herrn Landeshauptmannes Pröll, der verhindert hat, dass dieser Tunnel bis jetzt errichtet werden kann. (Abg. Mag. Molterer: Nerven schonen!)
Abg. Mag. Molterer: Nerven schonen!
Ich finde das deswegen scheinheilig, weil es dem Herrn Landeshauptmann Pröll Wurscht ist, wenn über den Semmering ein Straßentunnel gebaut wird (Abg. Neudeck: Unter dem!), wenn jetzt die LKWs über den Semmering donnern und die Umwelt verschmutzen, wenn 93 Millionen € in den Sand geschrieben werden! (Abg. Kainz: Dem Pröll ist gar nichts Wurscht!) Wer soll das verantworten, bitte? Wir werden einmal schauen, wer diese 93 Millionen € eigentlich zu verantworten hat! – Da lacht Herr Klubobmann Molterer. Das ist eine Reinwaschungsaktion des Herrn Landeshauptmannes Pröll, der verhindert hat, dass dieser Tunnel bis jetzt errichtet werden kann. (Abg. Mag. Molterer: Nerven schonen!)
Beifall bei der SPÖ.
Der Rettungsversuch der ÖVP, die Frau Landeshauptfrau für die Steiermark zu retten, geht mit diesem Antrag, den Sie gestellt haben, sicher daneben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
ren! Aber so reden wir wieder von einer neuen Planung, so reden wir von 10 bis 15 Jahren. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf der Abg. Steibl.
Wissen Sie, was in dieser Zeit passiert? – In dieser Zeit werden Millionen Tonnen von Gütern mit LKWs über die Straßen zu Lasten der Bevölkerung, die dort beheimatet ist, geführt. Aber das ist der ÖVP Wurscht! (Zwischenruf der Abg. Steibl.) Ihr geht es darum, Prestige zu haben! Es geht ihr darum, eine Landtagswahl, die nicht mehr zu retten ist, im letzten Moment noch zu retten. Das wird Ihnen nicht gelingen, meine Damen und Herren von der ÖVP! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ.
Wissen Sie, was in dieser Zeit passiert? – In dieser Zeit werden Millionen Tonnen von Gütern mit LKWs über die Straßen zu Lasten der Bevölkerung, die dort beheimatet ist, geführt. Aber das ist der ÖVP Wurscht! (Zwischenruf der Abg. Steibl.) Ihr geht es darum, Prestige zu haben! Es geht ihr darum, eine Landtagswahl, die nicht mehr zu retten ist, im letzten Moment noch zu retten. Das wird Ihnen nicht gelingen, meine Damen und Herren von der ÖVP! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der Entschließungsantrag der Abgeordneten Wittauer, Miedl, Kolleginnen und Kollegen ist somit angenommen. (E 97.) (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Wir leben in unsicheren Zeiten! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Schuld daran, Hohes Haus, ist natürlich ganz klar die Koalition der Angst vor dem Wähler (Abg. Murauer: Parnigoni, fürchte dich nicht, wir sind bei dir!), die sich mit einem blauen Auge und auf orangenen Krücken ihrem Ende zubewegt. Es geht halt nichts mehr! Angesichts dessen könnte ja Schadenfreude aufkommen, aber nein, das tut es nicht, denn es ist eine viel zu ernste Situation.
Abg. Murauer: Parnigoni, fürchte dich nicht, wir sind bei dir!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Wir leben in unsicheren Zeiten! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Schuld daran, Hohes Haus, ist natürlich ganz klar die Koalition der Angst vor dem Wähler (Abg. Murauer: Parnigoni, fürchte dich nicht, wir sind bei dir!), die sich mit einem blauen Auge und auf orangenen Krücken ihrem Ende zubewegt. Es geht halt nichts mehr! Angesichts dessen könnte ja Schadenfreude aufkommen, aber nein, das tut es nicht, denn es ist eine viel zu ernste Situation.
Abg. Murauer: Wer hat geschlossen? Parnigoni, wer hat geschlossen?
Hohes Haus! In diesen fünf Jahren hat diese Koalition Tausende Planposten im Bereich des Inneren wegrationalisiert, 120 Gendarmerieposten geschlossen (Abg. Murauer: Wer hat geschlossen? Parnigoni, wer hat geschlossen?), die Ausbildung verkümmert, im Beamtenapparat wurden in absolutistischer Art und Weise Reformen durchgezogen, die eine tiefe Verunsicherung bei den Kolleginnen und Kollegen herbeigeführt haben. Das, meine Damen und Herren, ist der falsche Weg! Das ist eine falsche Politik! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Na, na!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Na, na!
Hohes Haus! In diesen fünf Jahren hat diese Koalition Tausende Planposten im Bereich des Inneren wegrationalisiert, 120 Gendarmerieposten geschlossen (Abg. Murauer: Wer hat geschlossen? Parnigoni, wer hat geschlossen?), die Ausbildung verkümmert, im Beamtenapparat wurden in absolutistischer Art und Weise Reformen durchgezogen, die eine tiefe Verunsicherung bei den Kolleginnen und Kollegen herbeigeführt haben. Das, meine Damen und Herren, ist der falsche Weg! Das ist eine falsche Politik! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Na, na!)
Beifall bei der SPÖ.
Mit Ihrer Belastungspolitik haben Sie den Menschen das Geld aus der Tasche gezogen, und durch zu wenige Sicherheitskräfte wird den Menschen auch noch immer öfter das Börsel aus dem Rock gestohlen – und das, Hohes Haus, ungestraft, denn von den 643 000 Delikten sind 466 000 strafbare Handlungen gegen fremdes Vermögen, also 72,5 Prozent, und bei diesen 72,5 Prozent, also über 450 000 Delikten, gibt es nur eine Aufklärungsrate von sage und schreibe 22,29 Prozent. Das ist ja ungeheuerlich! Ein glattes Versagen Ihrer Politik! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin Prokop sagt in einem Magazin, nämlich in ihrem eigenen Magazin „Öffentliche Sicherheit“: Hohes Sicherheitsniveau erhalten! – Frau Bundesminister! Ich kann es gar nicht glauben, denn wenn Sie damit meinen, dass Sie diese hohe Kriminalitätsrate und diese dramatisch schlechte Aufklärung als Ihr politisches Ziel ansehen, also dann – bei aller persönlichen Sympathie – sind Sie wirklich fehl am Platz. Da verstehen Sie die Sicherheitspolitik falsch. Das kann es nicht wirklich sein! Österreich hat sich in Wirklichkeit eine bessere Sicherheitspolitik verdient! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Die SPÖ natürlich!
Was glauben Sie, meine Damen und Herren, wer bei dieser Rangordnung den letzten Platz belegt? (Abg. Murauer: Die SPÖ natürlich!) – Die österreichische Bundesregierung! Und da zeigt sich mit einem Mal ganz genau: Diese Regierung ist der größte Unsicherheitsfaktor, und die Sicherheit in diesem Land wird erst wieder dann einkehren, wenn die Koalition der Sesselkleber und des Stillstands das Feld räumt! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was glauben Sie, meine Damen und Herren, wer bei dieser Rangordnung den letzten Platz belegt? (Abg. Murauer: Die SPÖ natürlich!) – Die österreichische Bundesregierung! Und da zeigt sich mit einem Mal ganz genau: Diese Regierung ist der größte Unsicherheitsfaktor, und die Sicherheit in diesem Land wird erst wieder dann einkehren, wenn die Koalition der Sesselkleber und des Stillstands das Feld räumt! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ellmauer: Immer das Gleiche!
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Ich habe mir eigentlich auch nichts anderes erwartet vom Kollegen Parnigoni. (Abg. Ellmauer: Immer das Gleiche!) Verunsichern, schlechtreden, krankjammern, das ist seit fünf Jahren die Philosophie der SPÖ im Sicherheitsbereich, und heute hat es eben eine Fortsetzung in diesem Sinne gegeben.
Abg. Parnigoni: Das stimmt aber nicht mehr!
Im Sicherheitsbereich hat es fünf Jahre lang von Seiten der SPÖ nur Nein gegeben. Es ist eigentlich ein Trauerspiel, dass wir nach wie vor als sicherstes Land der Welt gelten ... (Abg. Parnigoni: Das stimmt aber nicht mehr!) ... nach wie vor gelten, und ich habe das bereits gestern in der Debatte über den Gesundheitsbereich gesagt: Ich komme mir wie in einer Region im hinteren Indien vor und nicht in Österreich, und das charakterisiert an und für sich die Wortmeldung des Sicherheitssprechers der SPÖ. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Im Sicherheitsbereich hat es fünf Jahre lang von Seiten der SPÖ nur Nein gegeben. Es ist eigentlich ein Trauerspiel, dass wir nach wie vor als sicherstes Land der Welt gelten ... (Abg. Parnigoni: Das stimmt aber nicht mehr!) ... nach wie vor gelten, und ich habe das bereits gestern in der Debatte über den Gesundheitsbereich gesagt: Ich komme mir wie in einer Region im hinteren Indien vor und nicht in Österreich, und das charakterisiert an und für sich die Wortmeldung des Sicherheitssprechers der SPÖ. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Abg. Murauer: Und wer hat das zustande gebracht?
Denken Sie einmal daran zurück, welche Reformen in den vergangenen fünf Jahren durchgeführt wurden, und zwar im Sinne der Sicherheit, damit wir die Herausforderungen der Zukunft tatsächlich bewältigen können! Im Bereich Sicherheit ist es erforderlich, die eigenen Strukturen entsprechend anzupassen und das dann umzusetzen. Ich bin überzeugt davon, dass die Zusammenführung der Wachkörper ein ganz, ganz wichtiger und richtiger Schritt ist, damit Doppelgleisigkeiten abgebaut werden und natürlich auch Überschneidungen wegfallen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Abg. Murauer: Und wer hat das zustande gebracht?) – Na wer: unsere Minister, Minister Strasser und natürlich unsere Frau Innenminister!
Abg. Mag. Wurm: Es hat auch noch nie so viele Verbrechen und Vergehen gegeben!
Ich möchte wirklich noch einmal anführen, dass es noch nie in der Zweiten Republik derartige Budgetansätze für den Bereich Inneres gegeben hat wie in den Jahren 2006 und im vorhergehenden Jahr, also für das Jahr 2005. (Abg. Mag. Wurm: Es hat auch noch nie so viele Verbrechen und Vergehen gegeben!) – Wenn Sie die Kriminalstatistik ansprechen, muss ich Ihnen erklären, dass die Kriminalität Gott sei Dank rückläufig ist. Es wird extrem gut gearbeitet, und auch ich möchte mich bei meinen Kolleginnen und Kollegen draußen herzlich für das Engagement und für die großartige Leistung im Sinne unserer Bevölkerung bedanken, und ich meine, dass mit diesem Budget auch zukünftig diese gute Arbeit weiter gewährleistet ist. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Ich möchte wirklich noch einmal anführen, dass es noch nie in der Zweiten Republik derartige Budgetansätze für den Bereich Inneres gegeben hat wie in den Jahren 2006 und im vorhergehenden Jahr, also für das Jahr 2005. (Abg. Mag. Wurm: Es hat auch noch nie so viele Verbrechen und Vergehen gegeben!) – Wenn Sie die Kriminalstatistik ansprechen, muss ich Ihnen erklären, dass die Kriminalität Gott sei Dank rückläufig ist. Es wird extrem gut gearbeitet, und auch ich möchte mich bei meinen Kolleginnen und Kollegen draußen herzlich für das Engagement und für die großartige Leistung im Sinne unserer Bevölkerung bedanken, und ich meine, dass mit diesem Budget auch zukünftig diese gute Arbeit weiter gewährleistet ist. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministein, nur eine Verkürzung des Wehrersatzdienstes, nämlich des Zivildienstes, auf neun Monate ist eindeutig zu wenig und würde bedeuten, dass Zivildienstleistende nach wie vor ungleich gestellt sind und in dieser Republik weiterhin ausgebeutet werden. Und damit, Frau Ministerin, muss endlich Schluss sein! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Großruck: Ersuchen, nicht „auffordern!“ – Abg. Mag. Wurm: Die Zeit der Monarchie ist vorbei! – Gegenruf des Abg. Großruck. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Diese Situation muss endlich ein Ende haben, es muss damit Schluss sein, dass die Ungleichstellung weiter aufrecht bleibt. Und ich fordere Sie auf, Frau Ministerin, im Interesse der Zivildienst leistenden jungen Männer in Österreich, die durch ihre Arbeit wirklich einen großen Beitrag für die Gesellschaft leisten, dass Sie diese auch ordentlich entlohnen und dass Sie ihnen auch jenes Geld zum Essen geben, das sie brauchen, um nicht hungern zu müssen. (Abg. Großruck: Ersuchen, nicht „auffordern!“ – Abg. Mag. Wurm: Die Zeit der Monarchie ist vorbei! – Gegenruf des Abg. Großruck. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Damit es nicht so weit kommt, ersuche ich Sie, Frau Ministerin: Machen Sie eine anständige Zivildienstgesetz-Novelle und entlohnen Sie Zivildiener anständig! Geben Sie ihnen endlich das Geld, damit sie nicht hungern müssen, sondern so wie wir alle das tägliche Essen finanzieren können! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Wittmann: Farbenspiele machen Sie!
Noch etwas: Ich merke immer wieder an Sitzungstagen, dass manche Abgeordnete der Opposition Schwierigkeiten haben, uns anzusprechen. Ich sage Ihnen, sagen Sie ganz einfach: „Sie vom freiheitlichen Klub“, denn wir sind der freiheitliche Klub, und Sie brauchen nicht ein Farbenspiel zu machen und Vermutungen anzustellen, wenn wir ein rotes, blaues oder oranges Sakko tragen. (Abg. Dr. Wittmann: Farbenspiele machen Sie!)
Abg. Dr. Wittmann: Abgeordneter Eder gehört aber zweifelsfrei der SPÖ an!
Ich taxiere ja auch nicht, dass Herr Abgeordneter Eder ein blaues Sakko anhat, dass er deshalb ein Blauer ist, oder gestern waren einige in Orange, ich meine aber trotzdem nicht, dass sie deshalb Orange zu ihrer Parteifarbe gemacht haben. (Abg. Dr. Wittmann: Abgeordneter Eder gehört aber zweifelsfrei der SPÖ an!) Das ist doch alles nebensächlich. Sagen Sie: „Sie vom freiheitlichen Klub“; das könnte die Sprachregelung sein, dann haben Sie keine Schwierigkeiten, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich taxiere ja auch nicht, dass Herr Abgeordneter Eder ein blaues Sakko anhat, dass er deshalb ein Blauer ist, oder gestern waren einige in Orange, ich meine aber trotzdem nicht, dass sie deshalb Orange zu ihrer Parteifarbe gemacht haben. (Abg. Dr. Wittmann: Abgeordneter Eder gehört aber zweifelsfrei der SPÖ an!) Das ist doch alles nebensächlich. Sagen Sie: „Sie vom freiheitlichen Klub“; das könnte die Sprachregelung sein, dann haben Sie keine Schwierigkeiten, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Sehr spärlicher Applaus!
Was viel ärger ist, ist allerdings Ihre Freude daran, alles und jedes schlecht zu machen. Es ist Ihnen eine Freude, alles und jedes, was in Österreich passiert, welche Maßnahmen die Regierung auch setzt, schlecht zu machen und die Menschen zu verunsichern. Das ist wirklich das Bedenkliche an Ihrer gesamten Politik. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Sehr spärlicher Applaus!) – Danke vielmals für den Beifall!
Abg. Riepl: Jetzt gibt es aber mehr Schulden als je zuvor!
Ich stimme Ihnen ja zu, auch wir jubeln nicht über dieses Budget, aber wir haben auch damals nicht gejubelt, als 2000 diese Regierung vor leeren Kassen gestanden ist, weil Ihre sozialistischen Finanzminister keine ordentliche Budgetpolitik gemacht haben. (Abg. Riepl: Jetzt gibt es aber mehr Schulden als je zuvor!) Herr Abgeordneter, Sie wissen doch ganz genau, dass es nicht möglich ist, unbegrenzte Budgetausgaben zu machen, weil wir ja von der EU Vorschriften bezüglich der Höhe des Defizits haben, das wissen Sie doch ganz genau.
Abg. Riepl: Wie wahr!
Unabhängig von den EU-Bestimmungen sind wir aber auch im eigenen nationalen Interesse daran interessiert, das Budgetdefizit möglichst gering zu halten, weil wir ja die Schuldenlast, die Zinsen tilgen wollen. Das Defizit wird immer größer, aber es geht ja darum ... (Abg. Riepl: Wie wahr!) – Die Schulden werden größer, aber es geht um das Ausmaß. Sie haben das Defizit in ungeahnte Höhen getrieben, sehr geehrter Herr Abgeordneter, das wissen Sie doch, und wir müssen das jetzt alles sanieren, und deshalb muss eingespart werden. (Abg. Riepl: Sie haben noch mehr Schulden angehäuft!) Deshalb bleibt das Budget für das Innenressort auch gleich. (Abg. Silhavy: Wann werden Sie mit dem Schmäh einmal aufhören?) – Das ist kein „Schmäh“, Frau Abgeordnete, Sie wissen das! Leider Gottes wollen Sie es bis jetzt noch nicht einsehen, obwohl Sie es ohnehin schon 50 Mal gehört haben. (Abg. Silhavy: Jetzt sind Sie aber schon lange genug in der Regierung, um auch die Verantwortung für die Finanzen zu übernehmen!)
Abg. Riepl: Sie haben noch mehr Schulden angehäuft!
Unabhängig von den EU-Bestimmungen sind wir aber auch im eigenen nationalen Interesse daran interessiert, das Budgetdefizit möglichst gering zu halten, weil wir ja die Schuldenlast, die Zinsen tilgen wollen. Das Defizit wird immer größer, aber es geht ja darum ... (Abg. Riepl: Wie wahr!) – Die Schulden werden größer, aber es geht um das Ausmaß. Sie haben das Defizit in ungeahnte Höhen getrieben, sehr geehrter Herr Abgeordneter, das wissen Sie doch, und wir müssen das jetzt alles sanieren, und deshalb muss eingespart werden. (Abg. Riepl: Sie haben noch mehr Schulden angehäuft!) Deshalb bleibt das Budget für das Innenressort auch gleich. (Abg. Silhavy: Wann werden Sie mit dem Schmäh einmal aufhören?) – Das ist kein „Schmäh“, Frau Abgeordnete, Sie wissen das! Leider Gottes wollen Sie es bis jetzt noch nicht einsehen, obwohl Sie es ohnehin schon 50 Mal gehört haben. (Abg. Silhavy: Jetzt sind Sie aber schon lange genug in der Regierung, um auch die Verantwortung für die Finanzen zu übernehmen!)
Abg. Silhavy: Wann werden Sie mit dem Schmäh einmal aufhören?
Unabhängig von den EU-Bestimmungen sind wir aber auch im eigenen nationalen Interesse daran interessiert, das Budgetdefizit möglichst gering zu halten, weil wir ja die Schuldenlast, die Zinsen tilgen wollen. Das Defizit wird immer größer, aber es geht ja darum ... (Abg. Riepl: Wie wahr!) – Die Schulden werden größer, aber es geht um das Ausmaß. Sie haben das Defizit in ungeahnte Höhen getrieben, sehr geehrter Herr Abgeordneter, das wissen Sie doch, und wir müssen das jetzt alles sanieren, und deshalb muss eingespart werden. (Abg. Riepl: Sie haben noch mehr Schulden angehäuft!) Deshalb bleibt das Budget für das Innenressort auch gleich. (Abg. Silhavy: Wann werden Sie mit dem Schmäh einmal aufhören?) – Das ist kein „Schmäh“, Frau Abgeordnete, Sie wissen das! Leider Gottes wollen Sie es bis jetzt noch nicht einsehen, obwohl Sie es ohnehin schon 50 Mal gehört haben. (Abg. Silhavy: Jetzt sind Sie aber schon lange genug in der Regierung, um auch die Verantwortung für die Finanzen zu übernehmen!)
Abg. Silhavy: Jetzt sind Sie aber schon lange genug in der Regierung, um auch die Verantwortung für die Finanzen zu übernehmen!
Unabhängig von den EU-Bestimmungen sind wir aber auch im eigenen nationalen Interesse daran interessiert, das Budgetdefizit möglichst gering zu halten, weil wir ja die Schuldenlast, die Zinsen tilgen wollen. Das Defizit wird immer größer, aber es geht ja darum ... (Abg. Riepl: Wie wahr!) – Die Schulden werden größer, aber es geht um das Ausmaß. Sie haben das Defizit in ungeahnte Höhen getrieben, sehr geehrter Herr Abgeordneter, das wissen Sie doch, und wir müssen das jetzt alles sanieren, und deshalb muss eingespart werden. (Abg. Riepl: Sie haben noch mehr Schulden angehäuft!) Deshalb bleibt das Budget für das Innenressort auch gleich. (Abg. Silhavy: Wann werden Sie mit dem Schmäh einmal aufhören?) – Das ist kein „Schmäh“, Frau Abgeordnete, Sie wissen das! Leider Gottes wollen Sie es bis jetzt noch nicht einsehen, obwohl Sie es ohnehin schon 50 Mal gehört haben. (Abg. Silhavy: Jetzt sind Sie aber schon lange genug in der Regierung, um auch die Verantwortung für die Finanzen zu übernehmen!)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diesen Schuldenberg, den Sie hinterlassen haben, kann man nicht innerhalb von fünf Jahren abtragen. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Das ist ganz einfach unmöglich. Hören Sie auf, dazwischenzurufen (Abg. Silhavy: Ja, aber das stimmt!), und denken Sie lieber darüber nach, was wir Ihnen schon alles gesagt haben! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Abg. Silhavy: Ja, aber das stimmt!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diesen Schuldenberg, den Sie hinterlassen haben, kann man nicht innerhalb von fünf Jahren abtragen. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Das ist ganz einfach unmöglich. Hören Sie auf, dazwischenzurufen (Abg. Silhavy: Ja, aber das stimmt!), und denken Sie lieber darüber nach, was wir Ihnen schon alles gesagt haben! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diesen Schuldenberg, den Sie hinterlassen haben, kann man nicht innerhalb von fünf Jahren abtragen. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Das ist ganz einfach unmöglich. Hören Sie auf, dazwischenzurufen (Abg. Silhavy: Ja, aber das stimmt!), und denken Sie lieber darüber nach, was wir Ihnen schon alles gesagt haben! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Abg. Dr. Wittmann: Für wen reden Sie jetzt? Orange oder Blau?
Ich möchte Ihnen aber auch noch Folgendes sagen: Es ist ja nicht nur das eingesetzte Geld maßgeblich für die Sicherheitspolitik, sondern es sind auch die Maßnahmen, die ergriffen werden – unabhängig von den eingesetzten Geldmitteln – wichtig. (Abg. Dr. Wittmann: Für wen reden Sie jetzt? Orange oder Blau?) Außerdem sind ja, wie die Frau Minister heute schon gesagt hat, jetzt nach der Zusammenlegung, nach der Reform, die insbesondere in Wien gemacht worden ist, mehr Polizisten im Außendienst im Einsatz als je zuvor. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Stimmt ja nicht!) –
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Stimmt ja nicht!
Ich möchte Ihnen aber auch noch Folgendes sagen: Es ist ja nicht nur das eingesetzte Geld maßgeblich für die Sicherheitspolitik, sondern es sind auch die Maßnahmen, die ergriffen werden – unabhängig von den eingesetzten Geldmitteln – wichtig. (Abg. Dr. Wittmann: Für wen reden Sie jetzt? Orange oder Blau?) Außerdem sind ja, wie die Frau Minister heute schon gesagt hat, jetzt nach der Zusammenlegung, nach der Reform, die insbesondere in Wien gemacht worden ist, mehr Polizisten im Außendienst im Einsatz als je zuvor. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Stimmt ja nicht!) –
Abg. Riepl: Aber das stimmt ja wirklich nicht! – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Ihre einzige Antwort auf alles ist „das stimmt nicht“! Etwas anderes als „das stimmt nicht“ und „das ist falsch“ können Sie nicht sagen! (Abg. Riepl: Aber das stimmt ja wirklich nicht! – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Soll ich sagen, das stimmt?
Denken Sie einmal nach, kontrollieren Sie alles, dann werden Sie sehen, dass es sehr wohl stimmt, was ich sage! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Soll ich sagen, das stimmt?)
Heiterkeit bei der SPÖ
Frau Bundesminister Prokop hat heute auch schon gesagt, dass man bereits einen Rückgang der Kriminalitätsbelastung merkt. Im Februar waren es minus 5 Prozent, um die die Kriminalität gesunken ist – stimmt wieder nicht, sagen Sie! (Heiterkeit bei der SPÖ) –, und im März sind es 8,6 Prozent. (Abg. Neugebauer: Das stimmt auch nicht?) Ich würde sagen, diese einfache Gegenargumentation – „das stimmt nicht“ – können Sie aufgeben. Schauen Sie sich die Zahlen an, schauen Sie sich die Berichte an, und dann werden Sie zu einer besseren Ansicht kommen! (Abg. Riepl: In Ottakring 50 Polizisten zu wenig, das stimmt!)
Abg. Neugebauer: Das stimmt auch nicht?
Frau Bundesminister Prokop hat heute auch schon gesagt, dass man bereits einen Rückgang der Kriminalitätsbelastung merkt. Im Februar waren es minus 5 Prozent, um die die Kriminalität gesunken ist – stimmt wieder nicht, sagen Sie! (Heiterkeit bei der SPÖ) –, und im März sind es 8,6 Prozent. (Abg. Neugebauer: Das stimmt auch nicht?) Ich würde sagen, diese einfache Gegenargumentation – „das stimmt nicht“ – können Sie aufgeben. Schauen Sie sich die Zahlen an, schauen Sie sich die Berichte an, und dann werden Sie zu einer besseren Ansicht kommen! (Abg. Riepl: In Ottakring 50 Polizisten zu wenig, das stimmt!)
Abg. Riepl: In Ottakring 50 Polizisten zu wenig, das stimmt!
Frau Bundesminister Prokop hat heute auch schon gesagt, dass man bereits einen Rückgang der Kriminalitätsbelastung merkt. Im Februar waren es minus 5 Prozent, um die die Kriminalität gesunken ist – stimmt wieder nicht, sagen Sie! (Heiterkeit bei der SPÖ) –, und im März sind es 8,6 Prozent. (Abg. Neugebauer: Das stimmt auch nicht?) Ich würde sagen, diese einfache Gegenargumentation – „das stimmt nicht“ – können Sie aufgeben. Schauen Sie sich die Zahlen an, schauen Sie sich die Berichte an, und dann werden Sie zu einer besseren Ansicht kommen! (Abg. Riepl: In Ottakring 50 Polizisten zu wenig, das stimmt!)
Abg. Dr. Wittmann: Das stimmt nicht!
Aber Ihnen von der Opposition ist es wichtig, Panik und Verunsicherung zu erzeugen. – Das ist Ihre Politik, und die setzen Sie ganz einfach fort. (Abg. Dr. Wittmann: Das stimmt nicht!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch die Videoüberwachung in den U-Bahnen gibt Sicherheit, und das subjektive Sicherheitsgefühl ist ganz einfach ungeheuer wichtig. Die Bevölkerung muss wissen, dass sie in den U-Bahnen insbesondere in der Nacht nicht ungeschützt ist. Das betrifft eben auch die jungen Menschen, die Schüler: Es ist wichtig, dass jemand da ist, der die Szene vor einer Schule beobachtet. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: Ach so? Was sagt er?
Ich finde auch, dass es richtig ist, dass der Bürgermeister da Pflichten übernommen hat, die die Sicherheit erhöhen sollen. (Abg. Mag. Wurm: Ach so? Was sagt er?) – Der Herr Bürgermeister hat auch finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, um eben das Bundesbudget zu entlasten. – Die Frau Minister wird wahrscheinlich dann darüber berichten. (Abg. Mag. Wurm: Gewaltmonopol hat der Bund!) – Nicht einmal das wissen Sie, was der sozialistische Bürgermeister in Wien für die Sicherheit getan hat, Frau Abgeordnete Wurm. Das sollten Sie ja eigentlich wenigstens wissen! (Abg. Mag. Wurm: Was hat er denn gemacht? – Zwischenruf des Abg. Schöls.)
Abg. Mag. Wurm: Gewaltmonopol hat der Bund!
Ich finde auch, dass es richtig ist, dass der Bürgermeister da Pflichten übernommen hat, die die Sicherheit erhöhen sollen. (Abg. Mag. Wurm: Ach so? Was sagt er?) – Der Herr Bürgermeister hat auch finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, um eben das Bundesbudget zu entlasten. – Die Frau Minister wird wahrscheinlich dann darüber berichten. (Abg. Mag. Wurm: Gewaltmonopol hat der Bund!) – Nicht einmal das wissen Sie, was der sozialistische Bürgermeister in Wien für die Sicherheit getan hat, Frau Abgeordnete Wurm. Das sollten Sie ja eigentlich wenigstens wissen! (Abg. Mag. Wurm: Was hat er denn gemacht? – Zwischenruf des Abg. Schöls.)
Abg. Mag. Wurm: Was hat er denn gemacht? – Zwischenruf des Abg. Schöls.
Ich finde auch, dass es richtig ist, dass der Bürgermeister da Pflichten übernommen hat, die die Sicherheit erhöhen sollen. (Abg. Mag. Wurm: Ach so? Was sagt er?) – Der Herr Bürgermeister hat auch finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, um eben das Bundesbudget zu entlasten. – Die Frau Minister wird wahrscheinlich dann darüber berichten. (Abg. Mag. Wurm: Gewaltmonopol hat der Bund!) – Nicht einmal das wissen Sie, was der sozialistische Bürgermeister in Wien für die Sicherheit getan hat, Frau Abgeordnete Wurm. Das sollten Sie ja eigentlich wenigstens wissen! (Abg. Mag. Wurm: Was hat er denn gemacht? – Zwischenruf des Abg. Schöls.)
Abg. Dr. Wittmann: Orange oder blau?
Frau Minister, ich möchte Sie in diesem Zusammenhang auch darauf aufmerksam machen, welche Gefährdung von den Überfällen auf Bankomaten ausgeht – insbesondere in Wien, wo die meisten Bankfilialen in Wohnhäusern untergebracht sind. Wir erleben immer wieder, dass Banden – es handelt sich da meistens um organisierte Kriminalität – Bankomaten in die Luft sprengen und dadurch die Bevölkerung enorm gefährdet wird. (Abg. Dr. Wittmann: Orange oder blau?) Ich glaube, man muss die Banken wirklich dazu verpflichten, ihr Eigentum, ihren Bereich besser zu schützen, denn die Bevölkerung ist, wie gesagt, einer immensen Gefahr ausgesetzt.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Zum Schluss möchte ich noch Folgendes sagen: Der Hauptanteil der Kriminalität in Österreich ist organisierte Kriminalität, ist importierte Kriminalität. Es muss den international agierenden Kriminellen klargemacht werden, dass es in Österreich nicht leicht ist, kriminelle Handlungen zu setzen, sondern dass unsere Prävention ganz einfach so gut ist, dass es sich nicht auszahlt, nach Österreich zu kommen und hier tätig zu sein. Sie sollen – nach dem Florianiprinzip – woanders hingehen, und dort muss man sich dann eben auch um die Sicherheitsmaßnahmen sorgen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Bundesministerin für Inneres Liese Prokop: Frau Präsidentin! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist mir sehr wichtig anzumerken, dass die innere Sicherheit in unserem Lande sehr wohl gewährleistet ist und dass sie hohes internationales Ansehen genießt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Trotzdem muss man wirklich Äpfel mit Äpfeln und nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, denn im Vergleich zu vor fünf Jahren hat sich in ganz Europa die Kriminalstatistik verändert. Wir befinden uns derzeit international gesehen in einer wirklich guten Position. So weist der aktuelle Jahresbericht des Schweizer „Institute for Management Development“ eindeutig aus, dass Österreich im Bereiche der persönlichen Sicherheit und des Eigentumsschutzes an erster Stelle liegt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Im Bereiche der Sicherheit vor Bedrohung und Gewalt liegt Österreich hinter Island an zweiter Stelle der führenden Industrienationen. Dafür gibt es sicherlich mehrere Gründe, und ich möchte wirklich als ersten und wichtigsten Grund die Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Exekutive als entscheidend nennen. Auch die Erfolgsbilanz, die Frau Abgeordnete Partik-Pablé gerade erwähnt hat, ist eindeutig: Die Kriminalstatistik weist eigentlich seit Mitte vorigen Jahres, aber intensiv seit Anfang dieses Jahres eine deutlich fallende Tendenz auf – um durchschnittlich mehr als 5 Prozent in Gesamtösterreich, wobei Wien besonders gut abschneidet. Das ist ein ganz wichtiger Faktor und ein Indikator dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Gaál – in Richtung ÖVP –: Es schlafen alle!
Ich denke, dass wir damit auch wirklich eine solide Grundlage für Investitionen, für Ausrüstung und für Ausstattung in der so wichtigen Technik schaffen können. (Abg. Gaál – in Richtung ÖVP –: Es schlafen alle!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Im Personalbereich ist 2006 mit der Zusammenlegung der Gendarmerie und der Polizei sowie den notwendigen flankierenden Maßnahmen die angestrebte Modernisierungsdividende gegeben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Allein die Zusammenführung der 45 verschiedenen Kommandostrukturen auf dann neun Landespolizeikommanden ist ein Gewinn an Kapazität. Wenn ich nur die Vereinheitlichung der Verwaltung betrachte, so sind die Beschaffung, die Logistik und die Infrastruktur alles Dinge, die zusammengeführt werden können. Auch die Nutzung von Synergieeffekten im Exekutivdienst, die Zusammenführung von operativen Einheiten, der Wegfall der derzeitigen wachkörperbedingten Sprengelgrenzen – das alles wird zusätzliche Beweglichkeit und Flexibilität bringen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zudem werden die Sicherheitsdirektionen und die Bundespolizeidirektionen einer genauen Evaluierung unterzogen, um so wirklich schlanke, zeitgemäße, moderne Verwaltungsstrukturen zu garantieren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Eder – in Richtung ÖVP –: Vorbild Wien! Horcht’s zu! Ihr schimpft’s immer auf Wien!
Ich bin sehr dankbar dafür, dass Herr Bürgermeister Häupl bereit war, da neue Ideen mitzutragen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Eder – in Richtung ÖVP –: Vorbild Wien! Horcht’s zu! Ihr schimpft’s immer auf Wien!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Neugebauer: Gratulation!
Ein ähnliches Ergebnis wurde beim Vertrauenstest der Zeitschrift „Reader’s Digest“ erreicht, wo 79 Prozent der Befragten sagten, das Vertrauen sei gegeben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Neugebauer: Gratulation!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir werden notwendige Umsetzungsmaßnahmen treffen, die erprobten Strategien weiterentwickeln und diese durch neue Maßnahmen ergänzen. Der Prozess der Konzentration auf die wirklichen Kernaufgaben wird fortgesetzt werden, und ich glaube, dass wir damit noch viel mehr in die Sicherheit investieren können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich bin davon überzeugt, dass wir diesem obersten Ziel auch mit diesem Budget weiterhin entsprechen können und dass wir für die Menschen Sicherheit gewährleisten können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Gestatten Sie mir zunächst einige Bemerkungen zum Zivilschutz; das ist ja für mich persönlich etwas Angenehmeres. Ich darf mich bei Ihnen, Frau Bundesministerin, sehr herzlich für die Übernahme der Schirmherrschaft über die Kindersicherheits-Olympiade bedanken, und auch bei den Beamten Ihres Hauses, mit denen uns eine sehr konstruktive Zusammenarbeit verbindet, dem Österreichischen Zivilschutzverband und seinen neun Landesorganisationen, weil wir hier als verlängerter Arm des Innenministeriums tätig sind und heuer zum sechsten Mal diese Kindersicherheits-Olympiade „Safety-Tour 2005“ starten, beginnend am 23. Mai, quer durch Österreich. Immerhin erreichen wir damit mehr als 50 000 Volksschülerinnen und Volksschüler, die um den Titel der sichersten Volksschule in Österreich kämpfen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Diese Aktivitäten haben Vorbildcharakter in Europa. Viele Staaten in der EU sind dabei, diese „Safety-Tour“ als Europaprojekt in ihren Ländern durchzuführen. Diese Sicherheitsinitiative des Österreichischen Zivilschutzverbandes mit seinen neun Landesorganisationen ist ganz einfach nur möglich durch die tatkräftigste Unterstützung und Bereitstellung der finanziellen Mittel durch das Ressort, und dafür möchte ich mich bedanken, Frau Bundesministerin! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Murauer: Jedem Bürger einen Kieberer!
Da ist noch einiges zu tun. Im Gegensatz zu Ihnen, Frau Bundesministerin, glaube ich, dass es noch immer zu wenig Polizei auf der Straße gibt. Daher ist eine Frage der Sicherheit auch eine Frage der Prävention und der Präsenz. (Abg. Murauer: Jedem Bürger einen Kieberer!) Die Politik – Sie haben es gesagt – ist verpflichtet, der Bevölkerung Schutz und Sicherheit zu geben. Ich glaube, es ist das falsche Signal, im Bereich der Sicherheit zu sparen. Das findet nicht unsere Zustimmung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da ist noch einiges zu tun. Im Gegensatz zu Ihnen, Frau Bundesministerin, glaube ich, dass es noch immer zu wenig Polizei auf der Straße gibt. Daher ist eine Frage der Sicherheit auch eine Frage der Prävention und der Präsenz. (Abg. Murauer: Jedem Bürger einen Kieberer!) Die Politik – Sie haben es gesagt – ist verpflichtet, der Bevölkerung Schutz und Sicherheit zu geben. Ich glaube, es ist das falsche Signal, im Bereich der Sicherheit zu sparen. Das findet nicht unsere Zustimmung! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ellmauer – auf dem Weg zum Rednerpult –: 4 Minuten!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort kommt Herr Abgeordneter Ellmauer. Wunschredezeit: 3 Minuten. (Abg. Ellmauer – auf dem Weg zum Rednerpult –: 4 Minuten!) 4 Minuten? (Abg. Großruck: 3 plus 1!) – Gut, 4 Minuten Wunschredezeit. – Bitte.
Abg. Großruck: 3 plus 1!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort kommt Herr Abgeordneter Ellmauer. Wunschredezeit: 3 Minuten. (Abg. Ellmauer – auf dem Weg zum Rednerpult –: 4 Minuten!) 4 Minuten? (Abg. Großruck: 3 plus 1!) – Gut, 4 Minuten Wunschredezeit. – Bitte.
Abg. Murauer: Richtig!
dies eindeutig: höchste Beschäftigungsquote, Entlastung der Österreicherinnen und Österreicher durch die größte Steuerreform der Zweiten Republik (Abg. Murauer: Richtig!), Förderung und Stärkung der Wirtschaft, 60 Prozent mehr an Investitionen in die Infrastruktur (Abg. Großruck: Jawohl!), Erhöhung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung und mehr Sozialleistungen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: Bravo!)
Abg. Großruck: Jawohl!
dies eindeutig: höchste Beschäftigungsquote, Entlastung der Österreicherinnen und Österreicher durch die größte Steuerreform der Zweiten Republik (Abg. Murauer: Richtig!), Förderung und Stärkung der Wirtschaft, 60 Prozent mehr an Investitionen in die Infrastruktur (Abg. Großruck: Jawohl!), Erhöhung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung und mehr Sozialleistungen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: Bravo!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: Bravo!
dies eindeutig: höchste Beschäftigungsquote, Entlastung der Österreicherinnen und Österreicher durch die größte Steuerreform der Zweiten Republik (Abg. Murauer: Richtig!), Förderung und Stärkung der Wirtschaft, 60 Prozent mehr an Investitionen in die Infrastruktur (Abg. Großruck: Jawohl!), Erhöhung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung und mehr Sozialleistungen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: Bravo!)
Abg. Murauer: Jawohl!
Auch wenn diverse Zeitungsberichte, Studien und Expertisen schon zur Genüge vorgetragen worden sind, kann man die Tatsache nicht von der Hand weisen: Österreich steht gut da! Österreich ist interessant für ausländische Investoren, bestehende Firmen expandieren, und den heimischen Unternehmen und den Mitarbeitern geht es gut. (Abg. Murauer: Jawohl!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Großruck: Jawohl! – Abg. Murauer: So ist es!
Österreich ist das sicherste Land der Welt, doch wird der Bedarf nach Sicherheit immer größer. Durch Strukturreformmaßnahmen und professionelles Management konnte die ausgezeichnete österreichische Sicherheitspolitik erhalten und Vorsorge für ein sicheres Österreich auch für die Zukunft getroffen werden. Maßgeschneiderte regionale Sicherheitskonzepte, eine schlanke, zielsichere Sicherheitsdienstleistungsorganisation, höchstmögliche Präsenz und direkter Dialog mit den Bürgern, internationale Zusammenarbeit, nationaler Katastrophenschutz und koordiniertes Krisenmanagement, alle diese Punkte garantieren der österreichischen Bevölkerung die Beibehaltung dieser hohen Sicherheitsstandards. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Großruck: Jawohl! – Abg. Murauer: So ist es!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Im Zentrum der Überlegungen über die neuen Regelungen zum Asyl- und Fremdenwesen stehen die Sicherheit der Menschen und die faire Behandlung der Asylsuchenden. Es muss jedenfalls unterschieden werden zwischen jenen, die Asyl brauchen, und jenen, die Asyl missbrauchen. Für Letztere müssen Maßnahmen ermöglicht und Instrumentarien geschaffen werden, um dem Asylmissbrauch mit entsprechender Konsequenz entgegentreten zu können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie, diesen Dank auch an Ihre Mitarbeiter weiterzuleiten. Sie haben für Österreich Hervorragendes geleistet! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Wenn was passiert wäre, hätten Sie auch geschrien!
Herausgekommen bei dieser – darf ich es so nennen, Frau Ministerin? – Perlustrierung von 30 Personen ist eigentlich gar nichts. Diese 30 Leute sind nicht von der Polizei mitgenommen worden oder sonst was (Abg. Großruck: Wenn was passiert wäre, hätten Sie auch geschrien!), sondern sie sind von der Polizei kontrolliert worden in einer, wie der Anrufer mir gegenüber betont hat, durchaus korrekten und besonnenen Art und Weise, vor dem Wettbüro – vielleicht auch deshalb, weil er sich schon als Bezirkspolitiker zu erkennen gegeben hat –, und ihnen wurde dann gesagt, sie dürfen nicht mehr in das „Admiral“-Wettbüro.
Abg. Murauer: Weiß!
Frau Ministerin! Sie werden wahrscheinlich schon eine Vermutung haben, warum ich Ihnen das erzähle. Wenn 200 Leute in einem Wettbüro sind, dann kommen 20 Uniformierte und kontrollieren 30: Was glauben Sie, welche Hautfarbe diese Menschen hatten? (Abg. Murauer: Weiß!) Nein, eine, die sie von den 170 anderen unterscheidet!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Der Bezirkspolitiker sagt dort: Entschuldigung, warum kontrollieren Sie mich nicht? Auch andere, die sich solidarisiert haben, fragen: Warum die, die schwarz sind, und nicht die, die weiß sind? – Das frage ich Sie auch, Frau Bundesministerin! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist mir auch wesentlich, das zu sagen. Ich gehöre nicht zu denjenigen, die hier im Parlament am Rednerpult stehen und immer sagen: Die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher ist mir wichtig! – Mir ist wichtig die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner dieses Landes. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Großruck: Aber auch unsere Kinder verdienen Sicherheit vor Rauschgift!
Auch Touristen aus Japan, auch Asylwerber aus China und auch Migranten, Zuwanderer und Gastarbeiter aus der Türkei verdienen Sicherheit und die Befriedigung ihres objektiven und ihres subjektiven Sicherheitsgefühls. (Abg. Großruck: Aber auch unsere Kinder verdienen Sicherheit vor Rauschgift!) Und unsere Kinder, Kollege Großruck (Abg. Großruck: Unsere Kinder verdienen Sicherheit!), unsere Kinder sind die Kinder der Bewohner und Bewohnerinnen dieses Landes! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Großruck: Unsere Kinder verdienen Sicherheit!
Auch Touristen aus Japan, auch Asylwerber aus China und auch Migranten, Zuwanderer und Gastarbeiter aus der Türkei verdienen Sicherheit und die Befriedigung ihres objektiven und ihres subjektiven Sicherheitsgefühls. (Abg. Großruck: Aber auch unsere Kinder verdienen Sicherheit vor Rauschgift!) Und unsere Kinder, Kollege Großruck (Abg. Großruck: Unsere Kinder verdienen Sicherheit!), unsere Kinder sind die Kinder der Bewohner und Bewohnerinnen dieses Landes! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Auch Touristen aus Japan, auch Asylwerber aus China und auch Migranten, Zuwanderer und Gastarbeiter aus der Türkei verdienen Sicherheit und die Befriedigung ihres objektiven und ihres subjektiven Sicherheitsgefühls. (Abg. Großruck: Aber auch unsere Kinder verdienen Sicherheit vor Rauschgift!) Und unsere Kinder, Kollege Großruck (Abg. Großruck: Unsere Kinder verdienen Sicherheit!), unsere Kinder sind die Kinder der Bewohner und Bewohnerinnen dieses Landes! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neugebauer: Das kann so bleiben!
Ich habe schon seit zehn Jahren die Gelegenheit, zu erkennen, dass Sie damit ein Problem haben. Aber die Frau Bundesministerin kenne ich erst sehr kurz, nämlich seit Dezember letzten Jahres, doch andererseits wieder schon sehr lang, weil ich zehn Jahre alt war, als sie damals Medaillengewinnerin wurde. Schon damals war ich sozusagen stolz auf Sie, Frau Ministerin (Abg. Neugebauer: Das kann so bleiben!), und ich sage Ihnen, ich würde das gerne bleiben, weil Sie nämlich die Persönlichkeit sind, die für die Sicherheit dieses Landes maßgeblich verantwortlich ist, die das größte Ressort leitet, die das meiste Personal hat.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Allerdings, Frau Ministerin: Sie haben es gesagt. Aber gut, was sollen Sie sagen? – Sie müssen Ihr Budget verteidigen. Dass hier jedoch andere kommen und uns vormachen wollen, dass dieses neue Budget eine Verbesserung bedeutet, obwohl man Hunderte von Dienstposten verliert, ist meiner Ansicht nach wirklich nur mehr lachhaft. Hunderte Dienstposten weniger, und die Sicherheit wird steigen? – Diesen Beweis, Frau Ministerin, den treten Sie einmal an! Aber wir werden ja hoffentlich nicht mehr Gelegenheit haben, das in dieser Konstellation zu besprechen, weil hoffentlich vorher das geschehen wird, was dringend notwendig ist, nämlich dass in diesem Land gewählt wird! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Kößl: Denken Sie einmal zurück ...!
Gezählte elf Verletzungen der Genfer Flüchtlingskonvention (Abg. Kößl: Denken Sie einmal zurück ...!): Nicht jeder Flüchtling, der Schutz braucht – was die oberste Prämisse der Regierung oder der Ministerin ist –, wird künftig diesen Schutz bekommen, sagt der Repräsentant des UNHCR in Österreich. Die Abschiebung in die Hände der Verfolger, schwere Menschenrechtsverbrechen können sich entwickeln, sagt er. (Abg. Kößl: Man kann alles übertreiben!) Das ist kein Linksradikaler, das ist kein Grüner, das ist kein – unter Anführungszeichen – „Gutmensch“, sondern das ist jemand, der seinen Job ernst nimmt und der sich Ihre Entwürfe, die Sie jetzt in Begutachtung geschickt haben, genau angeschaut hat, Frau Ministerin!
Abg. Kößl: Man kann alles übertreiben!
Gezählte elf Verletzungen der Genfer Flüchtlingskonvention (Abg. Kößl: Denken Sie einmal zurück ...!): Nicht jeder Flüchtling, der Schutz braucht – was die oberste Prämisse der Regierung oder der Ministerin ist –, wird künftig diesen Schutz bekommen, sagt der Repräsentant des UNHCR in Österreich. Die Abschiebung in die Hände der Verfolger, schwere Menschenrechtsverbrechen können sich entwickeln, sagt er. (Abg. Kößl: Man kann alles übertreiben!) Das ist kein Linksradikaler, das ist kein Grüner, das ist kein – unter Anführungszeichen – „Gutmensch“, sondern das ist jemand, der seinen Job ernst nimmt und der sich Ihre Entwürfe, die Sie jetzt in Begutachtung geschickt haben, genau angeschaut hat, Frau Ministerin!
Abg. Großruck: Sie unterstützen ungebremste Einwanderungspolitik!
Ich kann jetzt nur an Sie den Appell richten, dass Sie diese Einwände, die es hier gibt, wirklich ernst nehmen oder ernst nehmen „lassen“ durch Ihre Mitarbeiter. Im Übrigen stelle ich die Notwendigkeit dieser Art von Novellierungen gänzlich in Frage. Das ist sozusagen Politpopulismus, der hier passiert, denn damit wird viel mehr Rechtsunsicherheit geschaffen, ohne dass irgendetwas gewonnen werden könnte. (Abg. Großruck: Sie unterstützen ungebremste Einwanderungspolitik!)
Abg. Kößl: Es bringt mehr Rechtssicherheit für Flüchtlinge und Asylwerber!
Frau Ministerin Prokop, das liegt alles vor Ihrer Zeit, aber wir haben demnächst, wenn es nach Ihrem Plan geht, eine Situation, in der die Rechtsanwender zum Thema Asyl und Asylrecht ein Asylgesetz-alt, ein Asylgesetz-neu, das nicht einmal noch ein Jahr gilt, Frau Ministerin – es ist erst mit 1. Mai letzten Jahres in Kraft getreten –, und dann ein Asylgesetz-neu-neu-Prokop in Händen haben. (Abg. Kößl: Es bringt mehr Rechtssicherheit für Flüchtlinge und Asylwerber!)
Abg. Kößl: Oh ja, darum machen wir es ja!
Ja, glauben Sie wirklich, dass das Sinn macht? (Abg. Kößl: Oh ja, darum machen wir es ja!) Ich glaube es nicht. Aber ich glaube es nicht deshalb nicht, weil ich ich bin, sondern weil die Stellungnahmen, die es bis jetzt dazu gegeben hat, alle diese Sprache sprechen. Das ist eine – das sind jetzt meine Worte – Vorgangsweise, die Rechtsunsicherheit schaffen wird, die das Prinzip, wer Schutz braucht, soll Schutz bekommen, bewusst untergraben wird, Frau Ministerin.
Abg. Neudeck: Das fällt jetzt unter Gesprächstherapie, was Sie da machen!
Jetzt habe ich meine Zeit schon enorm überzogen – ich hoffe, zu Ungunsten niemandes anderen in unserem Klub –, aber es ist notwendig, das zu sagen, Frau Ministerin, vor allem auch deshalb, weil Sie noch neu in dieser Funktion sind. Wir würden damit auch das gefährden, was wir hier im Parlament, alle gemeinsam, auch als eine – wie soll ich sagen? – außergewöhnliche Leistung betrachtet haben (Abg. Neudeck: Das fällt jetzt unter Gesprächstherapie, was Sie da machen!), nämlich die Tatsache, dass es gelungen ist, im Großen und Ganzen keine obdachlosen Flüchtlinge in Österreich zu haben, und zwar durch die Grundversorgung und durch das neue Bundesbetreuungsgesetz, Frau Ministerin. (Abg. Kößl: Denkt einmal daran, wie ihr das Asylgesetz 2003 kritisiert habt! Aber wir wissen genau, dass wir es novellieren müssen!)
Abg. Kößl: Denkt einmal daran, wie ihr das Asylgesetz 2003 kritisiert habt! Aber wir wissen genau, dass wir es novellieren müssen!
Jetzt habe ich meine Zeit schon enorm überzogen – ich hoffe, zu Ungunsten niemandes anderen in unserem Klub –, aber es ist notwendig, das zu sagen, Frau Ministerin, vor allem auch deshalb, weil Sie noch neu in dieser Funktion sind. Wir würden damit auch das gefährden, was wir hier im Parlament, alle gemeinsam, auch als eine – wie soll ich sagen? – außergewöhnliche Leistung betrachtet haben (Abg. Neudeck: Das fällt jetzt unter Gesprächstherapie, was Sie da machen!), nämlich die Tatsache, dass es gelungen ist, im Großen und Ganzen keine obdachlosen Flüchtlinge in Österreich zu haben, und zwar durch die Grundversorgung und durch das neue Bundesbetreuungsgesetz, Frau Ministerin. (Abg. Kößl: Denkt einmal daran, wie ihr das Asylgesetz 2003 kritisiert habt! Aber wir wissen genau, dass wir es novellieren müssen!)
Abg. Kößl: Zu diskutieren!
Deshalb, Frau Ministerin, lade ich Sie, lade ich alle Kolleginnen und Kollegen ein, am Freitag um 9.30 Uhr ins Lokal VIII zu kommen. Da gibt es nämlich ein großes Hearing zu den Begutachtungsentwürfen von Fremdenpolizeigesetz und Asylgesetz, bei dem wir mit NGOs, mit kirchlichen Organisationen, mit Verfassungsexperten, mit RechtsanwältInnen, mit Vertretern auch Ihres Ressorts, Frau Ministerin, mit Vertretern von Rechtsanwendern in Bezug auf das Asylrecht versuchen werden, diese Gesetzentwürfe (Abg. Kößl: Zu diskutieren!) sozusagen in gemeinsamer Arbeit kritisch, aber durchaus kritisch aus beiden Richtungen – es gibt nämlich auch Dinge drinnen, die positiv sind –, zu begutachten und damit einen Beitrag zu einem positiven Ergebnis zu leisten. (Abg. Kößl: Dieser Entwurf ist generell positiv!)
Abg. Kößl: Dieser Entwurf ist generell positiv!
Deshalb, Frau Ministerin, lade ich Sie, lade ich alle Kolleginnen und Kollegen ein, am Freitag um 9.30 Uhr ins Lokal VIII zu kommen. Da gibt es nämlich ein großes Hearing zu den Begutachtungsentwürfen von Fremdenpolizeigesetz und Asylgesetz, bei dem wir mit NGOs, mit kirchlichen Organisationen, mit Verfassungsexperten, mit RechtsanwältInnen, mit Vertretern auch Ihres Ressorts, Frau Ministerin, mit Vertretern von Rechtsanwendern in Bezug auf das Asylrecht versuchen werden, diese Gesetzentwürfe (Abg. Kößl: Zu diskutieren!) sozusagen in gemeinsamer Arbeit kritisch, aber durchaus kritisch aus beiden Richtungen – es gibt nämlich auch Dinge drinnen, die positiv sind –, zu begutachten und damit einen Beitrag zu einem positiven Ergebnis zu leisten. (Abg. Kößl: Dieser Entwurf ist generell positiv!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte diese Einladung zur Veranstaltung auch ausdrücklich an die Kolleginnen und Kollegen der Regierungsfraktionen richten, natürlich auch an die Kolleginnen und Kollegen der SPÖ, denn das, was im Vorfeld bezüglich dieser elf Verletzungen der Genfer Flüchtlingskonvention schon diskutiert und unter Umständen korrigiert werden kann, wird dann den Innenausschuss nicht mehr beschäftigen müssen. Und das kann ja nur in unserem Sinne sein. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Tochter berichtet mir auch, dass es kaum einen Diskothekenbesuch gibt, bei dem sie nicht auf Drogen, auf Ecstasy-Tabletten und vieles mehr angesprochen wird. Ich weiß, es ist sehr, sehr schwer, die ganze Szene in den Griff zu kriegen, ich weiß auch, dass die Szene wandert, aber trotzdem: Ich möchte Sie auch als Mutter wirklich inständig bitten, alles zu unternehmen, um das zu unterbinden. Ich glaube, dass die Szene nicht nur in Graz so dramatisch ist, ich glaube auch in Wien und vielen anderen Ballungszentren. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: Sie haben das Hausbesorgergesetz abgeschafft!
Ein zweites Thema, das ich ansprechen möchte, ist natürlich die dramatische Zunahme im Bereich der Einbruchsstatistik. Es ist – das wird aus der Statistik deutlich – einfach eine Tatsache, dass nach der Osterweiterung die Einbrüche, vor allem im Osten Österreichs, dramatisch zugenommen haben; in Niederösterreich, im Burgenland, aber auch in Oberösterreich. Wir wissen, es ist dort einerseits organisierte Kriminalität am Werk, auf der anderen Seite ist es aber auch diese immer mehr zunehmende Einstellung, dass einen der Nachbar nicht mehr interessiert. Ob die Haustür in einem mehrstöckigen Wohnhaus zugesperrt ist oder nicht, interessiert einen auch immer weniger. Es gibt auch weniger Hausmeister. Die Hausmeisterproblematik ist mir bekannt. (Abg. Mag. Wurm: Sie haben das Hausbesorgergesetz abgeschafft!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich bitte Sie aber auch, all Ihren Einfluss geltend zu machen, dass die Erweiterungsländer Schengen wirklich erst vollziehen, wenn die Reife dafür erreicht ist, das heißt, wenn die Grenzsicherung allumfassend ist und die Möglichkeit geschaffen wird, dass wir auch mit gutem Gewissen sagen können: Okay, man kann in der EU zustimmen, dass Schengen umgesetzt wird, weil zu erwarten ist, dass die österreichische Bevölkerung wirklich weiterhin in Sicherheit leben kann. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Insgesamt, glaube ich, ist es sehr positiv, dass die Kriminalitätsstatistik rückläufig ist. Aber, wie gesagt, gerade der Bereich Einbrüche, vor allem im Osten Österreichs, und der gesamte Drogenbereich sind Problemfelder, die uns auch noch während der nächsten Jahre intensiv beschäftigen werden. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Kainz: Das muss man sich anschauen!
Abgeordneter Mag. Walter Posch (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Minister! Eingangs: Wenn die Geschichte der Frau Stoisits vom Prater stimmt und wenn sich die so zugetragen hat, wie sie es geschildert hat, dann meine ich – und ich gehe davon aus, da Ihre Beamten nicht mehr da sind, dass sie schon intensiv auf Recherche sind –, dass das nicht geduldet werden kann. (Abg. Kainz: Das muss man sich anschauen!) Bitte? (Abg. Kainz: Man muss sich das anschauen!) Ja, ich sage, man muss es sich anschauen. Ich weiß es ja nicht. Ich konnte ja nur das hören, was die Frau Kollegin Stoisits gesagt hat. Aber wenn sich die Geschichte so zugetragen hat, dann ist das reif für Konsequenzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kainz: Man muss sich das anschauen!
Abgeordneter Mag. Walter Posch (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Minister! Eingangs: Wenn die Geschichte der Frau Stoisits vom Prater stimmt und wenn sich die so zugetragen hat, wie sie es geschildert hat, dann meine ich – und ich gehe davon aus, da Ihre Beamten nicht mehr da sind, dass sie schon intensiv auf Recherche sind –, dass das nicht geduldet werden kann. (Abg. Kainz: Das muss man sich anschauen!) Bitte? (Abg. Kainz: Man muss sich das anschauen!) Ja, ich sage, man muss es sich anschauen. Ich weiß es ja nicht. Ich konnte ja nur das hören, was die Frau Kollegin Stoisits gesagt hat. Aber wenn sich die Geschichte so zugetragen hat, dann ist das reif für Konsequenzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Walter Posch (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Minister! Eingangs: Wenn die Geschichte der Frau Stoisits vom Prater stimmt und wenn sich die so zugetragen hat, wie sie es geschildert hat, dann meine ich – und ich gehe davon aus, da Ihre Beamten nicht mehr da sind, dass sie schon intensiv auf Recherche sind –, dass das nicht geduldet werden kann. (Abg. Kainz: Das muss man sich anschauen!) Bitte? (Abg. Kainz: Man muss sich das anschauen!) Ja, ich sage, man muss es sich anschauen. Ich weiß es ja nicht. Ich konnte ja nur das hören, was die Frau Kollegin Stoisits gesagt hat. Aber wenn sich die Geschichte so zugetragen hat, dann ist das reif für Konsequenzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kößl: Es werden alle Aufgaben erfüllt werden können!
Das ist umso weniger erfreulich, als es im Bereich (Abg. Kößl: Es werden alle Aufgaben erfüllt werden können!) – ich habe nur drei Minuten – des Personals keinerlei Aufstockung zu geben scheint, weder bei der Sicherheitsexekutive noch bei den zentralen Problemfeldern der vergangenen Jahre, nämlich dem Bundesasylamt und dem UBAS. Beim UBAS sinken die budgetierten Personalausgaben sogar im Vergleich zum Budget 2005, und auch im Stellenplan finde ich keine anderen Zahlen, sodass sich die Frage erhebt: Wie ist eine Beschleunigung der Asylverfahren zu erreichen? Auch wenn Sie auf ein neues UBAS-Gesetz verwiesen haben, das kommen wird, werden Sie trotzdem mehr Personal brauchen und dafür auch die entsprechende budgetäre Dotierung.
Beifall bei der SPÖ.
Zum Asylgesetz hätte ich gern noch einiges gesagt, aber meine Ordnerin zeigt mir schon die Rute; drei Minuten sind eben kurz. Ich wiederhole daher abschließend nur den Satz, den die Kollegin Stoisits gesagt hat: Nehmen Sie die Kritik des UNHCR ernst! Da sind etliche Härten drinnen, wenn ich zum Beispiel nur an die Zwangsernährung denke. Das hat bis jetzt nur die Türkei mit ihren politischen Gefangenen gemacht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
In meinem Heimatbundesland Oberösterreich ist die Zahl der Straftaten durch die Maßnahmen des Innenministeriums und durch die hohe Einsatzbereitschaft unserer Exekutive deutlich gesunken, und mit 53,4 Prozent Aufklärungsquote im Februar stand Oberösterreich klar an der Spitze. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Unter SP-Innenminister Schlögl waren Anfang des Jahres 2000 in Oberösterreich 2 916 Exekutivbeamte im Außendienst tätig. Unter Innenminister Strasser und Liese Prokop erhöhte sich diese Zahl bis Anfang des heurigen Jahres auf 3 069, das ist ein Plus von 153 Beamten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ und der Freiheitlichen.
Ich stelle fest, dass wir in Österreich ein flächendeckendes und sehr gut funktionierendes Zivilschutzsystem haben, welches die Frau Bundesminister bestens unterstützt, wie bereits vorher Präsident Gaál festgestellt hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ und der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Hohes Haus! Den Anliegen des Zivilschutzes und der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger wird in diesem Budgetvoranschlag Rechnung getragen, und Österreich wird weiterhin, davon bin ich überzeugt, eines der sichersten Länder dieser Welt bleiben. Ich gebe diesem Budget gerne meine Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: Das ist ein Unterschied!
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Ministerin Prokop, Sie sind ja jene Vertreterin, die sozusagen das halbe Dutzend voll gemacht hat, als es um die Vermarktung ging, dass jetzt so viele Frauen in Ministerämter berufen worden sind, und ich denke, es wäre inzwischen an der Zeit, auch etwas davon zu merken, wenn es einen Unterschied ausmacht, ob jetzt Strasser als Mann das Ressort führt oder Prokop als Frau das Ressort führt. (Abg. Murauer: Das ist ein Unterschied!)
Abg. Kößl: Einmal geht es euch zu langsam, einmal zu schnell!
Das Erste, was wir gemerkt haben, war – das war zumindest noch ein kleiner Lichtschimmer der Hoffnung –, dass es relativ plötzlich einen Frauenförderplan im Innenministerium gab. Allerdings, glaube ich, ist es der dünnste, spärlichste und unambitionierteste Frauenförderplan sämtlicher Ressorts. Vielleicht war es ein Schnellschuss. Dann würde ich Sie auffordern, schnell einmal langsamer und gründlicher zu arbeiten und einen ordentlichen Frauenförderplan auf den Tisch zu legen. (Abg. Kößl: Einmal geht es euch zu langsam, einmal zu schnell!)
Abg. Kößl: Entweder Sie verstehen das nicht, oder Sie wollen es nicht verstehen!
Dann wollte ich abwarten, ob sich vielleicht in den weiteren politischen Aktivitäten, die etwas mehr Zeit zur Verfügung haben, die Handschrift der Frau irgendwo ablesen lässt. Ich muss ehrlich gestehen, Frau Ministerin Prokop, ich kenne Sie schon aus dem Niederösterreichischen Landtag, ich hatte daher nur sehr eingeschränkte Hoffnungen. Sie haben sich ja auch dort nicht gerade als frauenpolitische Vorreiterin profiliert. Wir haben jetzt auch tatsächlich eine Polizeireform, bei der die Spitzenpositionen fest in Männerhand sind. Das ist nicht wirklich überraschend, aber es wäre eine Chance gewesen, wirklich Gender Mainstreaming auch dort anzuwenden, wo es um etwas geht. (Abg. Kößl: Entweder Sie verstehen das nicht, oder Sie wollen es nicht verstehen!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kößl: Aber denken Sie doch einmal nach, um Gottes willen! Sie verstehen das nicht!
Ich weiß, die Männer regen sich immer auf, wenn es darum geht, ein paar Posten auch an die Frauen abzutreten. Aber es wäre höchste Zeit. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kößl: Aber denken Sie doch einmal nach, um Gottes willen! Sie verstehen das nicht!)
Abg. Kößl: Das wird schon noch kommen!
Meine Herren Abgeordneten, ich wünsche mir, dass bald die Fifty-fifty-Quote auch im Klub der ÖVP kommt, nur werden dann einige von Ihnen halt leider nicht dabei sein. Leider für Sie, ob für die ÖVP weiß man ja nicht. (Abg. Kößl: Das wird schon noch kommen!) – Das wird schon noch kommen. Wunderbar! Einmal schauen, wen von Ihnen es trifft, der dann nicht mehr da sein wird. Okay. Sie könnten ja sogar durch freiwilligen Mandatsverzicht das Verfahren beschleunigen. Aber freiwillig zurücktreten ist nicht Sache der Regierung und der Regierungsparteien. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Herren Abgeordneten, ich wünsche mir, dass bald die Fifty-fifty-Quote auch im Klub der ÖVP kommt, nur werden dann einige von Ihnen halt leider nicht dabei sein. Leider für Sie, ob für die ÖVP weiß man ja nicht. (Abg. Kößl: Das wird schon noch kommen!) – Das wird schon noch kommen. Wunderbar! Einmal schauen, wen von Ihnen es trifft, der dann nicht mehr da sein wird. Okay. Sie könnten ja sogar durch freiwilligen Mandatsverzicht das Verfahren beschleunigen. Aber freiwillig zurücktreten ist nicht Sache der Regierung und der Regierungsparteien. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Jetzt frage ich Sie, Frau Ministerin: Wie können Sie verantworten, dass Sie der gesetzlichen Verpflichtung zum Gewaltschutz schlichtweg nicht nachkommen, weil Sie nicht genügend Finanzmittel dafür budgetiert haben? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) – Das Interesse der Ministerin hält sich offenbar in Grenzen, stelle ich fest. (Abg. Kößl: Entschuldigung, das ist ja unvorstellbar! Das ist ein Affront sondergleichen vom Rednerpult aus! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Kößl: Entschuldigung, das ist ja unvorstellbar! Das ist ein Affront sondergleichen vom Rednerpult aus! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Jetzt frage ich Sie, Frau Ministerin: Wie können Sie verantworten, dass Sie der gesetzlichen Verpflichtung zum Gewaltschutz schlichtweg nicht nachkommen, weil Sie nicht genügend Finanzmittel dafür budgetiert haben? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) – Das Interesse der Ministerin hält sich offenbar in Grenzen, stelle ich fest. (Abg. Kößl: Entschuldigung, das ist ja unvorstellbar! Das ist ein Affront sondergleichen vom Rednerpult aus! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Stummvoll: Die Arroganz der Minderheit! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Ich finde es auch unverschämt, dass sich die Ministerin für den Gewaltschutz nicht stärker interessiert und engagiert. (Abg. Dr. Stummvoll: Die Arroganz der Minderheit! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Der geschlechtsspezifische Aspekt der Gender-Politik, der Frauenförderung im Innenministerium besteht darin, dass man einer gesetzlichen Verpflichtung unzureichend nachkommt. Das ist empörend. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: „PR-Gag der Regierung“ ist stark! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau Ministerin, da wäre doch einmal gefordert, dass Sie Ihr Frau-Sein nicht nur als PR-Gag der Regierung ausleben, sondern tatsächlich frauenpolitisch aktiv werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: „PR-Gag der Regierung“ ist stark! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Meiner Ansicht nach stellt sich aber auch die Frage, ob auf Grund der Tatsache, dass wir seit 1. Mai 2004 nur noch Länder der Europäischen Union und sichere Drittstaaten um uns haben, nicht die Zahl der in den Erstaufnahmezentren Aufzunehmenden geringer werden müsste. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Insofern halte ich es für durchaus sinnvoll. Es scheint auch so zu sein, dass bei der Novelle des Asylgesetzes gerade diese Missbrauchsmöglichkeit abgestellt wird. Ich betone, dass dann, wenn eine wirkliche Traumatisierung vorliegt, selbstverständlich auch Hilfestellung geleistet werden muss. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Zur Frage der Interventionsstellen hat schon Kollegin Weinzinger gesprochen. Auch dort brauchen wir mehr Personal. Wir wollen, dass dieses Gesetz ordentlich umgesetzt wird. (Bundesministerin Prokop spricht mit einem Mitarbeiter.) – Frau Bundesministerin, ich würde mich freuen, wenn Sie mir zuhören würden, denn ich glaube, die Frage der Interventionsstellen ist für jene Frauen, die von Gewalt bedroht sind, eine sehr wichtige. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Es gäbe eine Reihe von Aufgaben, aber ich denke, mit diesem Budget werden Sie nicht imstande sein, diese zu bewältigen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Weiters möchte ich kurz von einem Ereignis erzählen, das vor zirka einem Monat in meinem Wahlkreis, in Hartberg stattgefunden hat. Ich hatte dort die Ehre, bei der Eröffnung des Gendarmeriepostens Rohrbach an der Lafnitz anwesend zu sein, und möchte Ihnen, Frau Bundesministerin, hier im Namen der Beamten des Postens Rohrbach an der Lafnitz recht herzlich danke dafür sagen, und zwar stellvertretend für Ihr Ministerium, dass die Abwicklung für diesen Bau so schnell und reibungslos umgesetzt werden konnte. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In diesem Sinne, sehr geehrte Damen und Herren von der Opposition, hören Sie auf, die Exekutive schlecht zu reden und unser Land in die Unsicherheit zu bringen! Helfen Sie vielmehr dabei mit, unseren Mitbürgern ein entsprechendes Sicherheitsgefühl zu vermitteln! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Auf Grund der Kürze der Zeit nur zwei Spotlights auf Ihren Bereich, Frau Minister. Sie haben das Zivildienstgesetz angesprochen. Ich würde Sie bitten und an Sie appellieren, diesen Bereich noch einmal zu überdenken, so wie das von Ihren Kollegen aus der ÖVP in den letzten Wochen angesprochen wurde, und dafür zu sorgen, dass eine Gleichstellung zwischen Zivildienst und Wehrdienst erfolgt. Das wäre eine moderne Politik in diesem Bereich, denn die große Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher hat erkannt, dass das ehemalige Drückebergerimage von Zivildienern erstens nie gestimmt hat und dass zweitens infolge der Arbeit der Zivildiener auch eine Angleichung kommen muss. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie in diesem Bereich Effizienz zeigen können, dann wird es von uns auch Gesprächsbereitschaft geben. Verfassungsmäßigkeit, Menschlichkeit und Effizienz, das heißt mehr Personal in diesem Bereich, dann können Sie mit uns rechnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Alfred Schöls (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte an dieser Stelle im Rahmen der Budgetdebatte vorerst einmal allen Kolleginnen und Kollegen des Exekutivdienstes, die im In- und Ausland Dienst tun, herzlich für ihre Tätigkeit danken, weil sie natürlich in einem Brennpunkt steht, der von der Öffentlichkeit nicht immer positiv wahrgenommen wird. Ich glaube, sie haben sich alle diesen Dank verdient. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Gaál: Nicht im Saal!
Ich möchte Kollegin Weinzinger – sie ist leider im Moment nicht im Haus (Abg. Gaál: Nicht im Saal!) – schon sagen, dass die Frau Bundesminister kein „PR-Gag dieser Regierung“ ist, sondern sehr wohl die erfolgreiche Arbeit ihres Vorgängers fortsetzt. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Ich möchte Kollegin Weinzinger – sie ist leider im Moment nicht im Haus (Abg. Gaál: Nicht im Saal!) – schon sagen, dass die Frau Bundesminister kein „PR-Gag dieser Regierung“ ist, sondern sehr wohl die erfolgreiche Arbeit ihres Vorgängers fortsetzt. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Abg. Kößl: Im Verwaltungsbereich – das ist der Unterschied!
Ich beneide die sozialdemokratische Fraktion, lieber Rudi Parnigoni, ich beneide euch um euer selektives Wahrnehmungsvermögen. Unter drei sozialdemokratischen Innenministern – einer davon sitzt ja noch hier –, nämlich Löschnak, Einem und Schlögl, wurden über tausend Dienstposten eingespart. (Abg. Kößl: Im Verwaltungsbereich – das ist der Unterschied!) Drei sozialdemokratische Innenminister haben es dazu gebracht, auf weicher Erde einen Spatenstich zu machen, nämlich interessanterweise jedes Mal vor Nationalratswahlen, in Traiskirchen. Herr Kollege Einem, wir waren dort sogar einmal miteinander, also jetzt keine Kindesweglegung, aber ist egal. Und jetzt
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
sind wir in der Situation, dass die von allen geforderte Reform der Exekutivdienste durchgeführt wurde. Kollege Einem hat, wenn wir über Personaleinsparungen geredet haben, auch immer gesagt: Tut euch nichts an wegen ein paar Schantinger! – Also so viel zur historischen Wahrheit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Gaál: Tausende Dienstposten eingespart!
Liebe Frau Bundesminister, ich darf daher danke sagen dafür, dass dieses Projekt „Team 04“ so ruhig gefahren wird. (Abg. Gaál: Tausende Dienstposten eingespart!) Die Ängste der Umfärbung, dass so viel Rote, die es vorher gab, jetzt auf Rot-Weiß-Rote kommen, habt ihr alle gehabt. Das hat sich alles nicht bewahrheitet. Es wurde bewiesen, ein konsequentes Team. Frau Bundesminister, ich danke dafür, dass im Namen und im Interesse der österreichischen Sicherheitspolitik gute Arbeit geleistet wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Liebe Frau Bundesminister, ich darf daher danke sagen dafür, dass dieses Projekt „Team 04“ so ruhig gefahren wird. (Abg. Gaál: Tausende Dienstposten eingespart!) Die Ängste der Umfärbung, dass so viel Rote, die es vorher gab, jetzt auf Rot-Weiß-Rote kommen, habt ihr alle gehabt. Das hat sich alles nicht bewahrheitet. Es wurde bewiesen, ein konsequentes Team. Frau Bundesminister, ich danke dafür, dass im Namen und im Interesse der österreichischen Sicherheitspolitik gute Arbeit geleistet wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Katharina Pfeffer (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Auch ich stehe nicht an, namens meiner Fraktion allen Beamtinnen und Beamten der Exekutive von dieser Stelle aus ganz herzlich für ihre Arbeit zum Wohle der Bevölkerung zu danken. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Kößl: Das ist für die SPÖ unvorstellbar!
Im Moment herrscht ja in dieser Berufsgruppe eine gewisse Unruhe und Umbruchsphase. Viele fragen sich, wie es mit der neuen Exekutivreform weitergehen wird und ob sie persönlich betroffen sein werden. Bei der Bestellung der Landespolizeikommandanten hat mich Ihre Aussage, Frau Bundesministerin, Sie wüssten gar nicht, welcher Partei diese angehören, schon ein wenig irritiert. Also ganz ehrlich: Eine Bestellung von so wichtigen Personen, und Sie informieren sich nicht im Vorhinein über die vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten, das nehme ich Ihnen nicht ab. (Abg. Kößl: Das ist für die SPÖ unvorstellbar!) Sie sind doch eigentlich kein politisches Greenhorn mehr. Ich denke, Sie haben schon sehr viel Erfahrung in der Politik.
Beifall bei der SPÖ.
Leider muss Folgendes festgestellt werden: Ihr Vorgänger Strasser hat gute Vorarbeit für die ÖVP geleistet. Nur zur Erinnerung: Drei Landesgendarmeriekommandanten, von Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgendland, wurden vom damaligen Innenminister kurz vor der Wahl im Herbst 2002 in einer Nacht- und Nebelaktion in Zwangspension geschickt. Das haben wir noch nicht vergessen, meine Damen und Herren! Auch wenn durch das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes diese Zwangspensionierungen der drei Landesgendarmeriekommandanten Schmied, Kanz und Scheifinger als rechtswidrig aufgehoben wurden, so hat man trotzdem das parteipolitische Ziel erreicht, nämlich Ihre Leute unterzubringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kößl: Denken Sie doch zurück, bei der SPÖ hat es nur SPÖ gegeben! Da hat ein anderer gar keine Chance gehabt!
Trotzdem können Sie das Gesamtbild nicht leugnen. 13 : 5 ist kein Unentschieden und kein ausgewogenes Personalpaket, sondern eindeutig ein schwarzes! (Abg. Kößl: Denken Sie doch zurück, bei der SPÖ hat es nur SPÖ gegeben! Da hat ein anderer gar keine Chance gehabt!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, wir alle und vor allem diejenigen, die hier Entscheidungen treffen, sollten alles tun, dass alle Beamtinnen und Beamten einen Arbeitsplatz vorfinden, an dem sie sich auch wohl fühlen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Du bist so ein netter Kerl, aber bleib bei der Wahrheit!
Abgeordneter Ing. Norbert Kapeller (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Österreich ist das sicherste Land der Welt. Das ist unbestritten, nicht wegzudiskutieren und nur erreichbar, weil eben zusammengeführt wird, was zusammen gehört, weil gute, ausgezeichnete Budgetpolitik gemacht wird, und vor allem, weil gute und hoch motivierte Beamte im Innenressort tätig sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Du bist so ein netter Kerl, aber bleib bei der Wahrheit!)
Abg. Gaál: Tirol!
Liebe Kollegen von der SPÖ, Sie können sich ja von dieser Motivation überzeugen, denn wir färben unsere Polizei nicht um, auch wenn es Kollege Kaipel in einer Presseaussendung behauptet. Es gibt ja noch immer – man staune! – vier Landespolizeikommandanten, die Ihnen zuzuordnen sind. Dass es früher anders war, weiß auch ich. Ich kann mich an meine Anfangszeit in der Gendarmerie erinnern. Da gab es überhaupt keinen Landesgendarmeriekommandanten oder Polizeidirektor, der nicht bekennender SPÖler gewesen wäre, denn ohne SPÖ-Mitgliedschaft ist man bis 2000 bei der Exekutive unmöglich etwas geworden. (Abg. Gaál: Tirol!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir aber nehmen die Besten, und das erzeugt Mitarbeiterzufriedenheit, Motivation und somit Sicherheit für die Menschen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Und was tun wir mit den Pensionisten?
Wir schauen auch, dass ein Maximum an Beamten im Außendienst tätig ist. Das ist nämlich ein weiterer Erfolgsfaktor: plus 500 Beamte durch die Zusammenlegung und beinahe tausend Beamte ab dem nächsten Jahr, weil sie die Ausbildung beendet haben und ausgemustert werden. (Abg. Parnigoni: Und was tun wir mit den Pensionisten?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Aber auch in der Flüchtlingspolitik, Herr Kollege, tut sich Gutes. Neben den bereits hohen budgetären Mitteln für die Flüchtlingsbetreuung gibt es zusätzlich eine Ermächtigung über 50 Millionen €, wenn sie benötigt werden. Genau so bleiben wir das sicherste und vor allem auch eines der humansten Länder der Welt, dank der Politik unserer Frau Bundesministerin und dank der Arbeit meiner Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Zahl jener Menschen ab, die heuer in Pension gehen werden. – So viel dazu. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Leider habe ich sehr wenig Zeit, daher nur ein paar Sätze zum Budget. Ich finde, dieses Budget ist kein gutes Budget für die Sicherheit in Österreich. Es ist ein Sparbudget, das den Anforderungen und Herausforderungen unserer Zeit keineswegs gerecht wird und das das Grundrecht der Menschen auf Sicherheit in keiner Weise befriedigen kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin Prokop, Sie haben in Ihrer Antrittsrede versprochen, dass Sie sich vor Ort von den Gegebenheiten, die die BeamtInnen dort vorfinden, ein Bild machen werden. – Ich möchte mich an dieser Stelle bei diesen BeamtInnen dort für ihre großartige Arbeit bedanken, denn sie leisten wirklich Großartiges. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das gibt es doch nicht: dass das das Thema einer Budgetrede ist! – Abg. Gaál – in Richtung der Abg. Dr. Partik-Pablé –: Es geht ums Zusperren!
Ich finde es auch sehr schade, dass Sie – entgegen Ihrer ersten Ankündigung in einem Gespräch mit mir, in dem Sie mir gesagt haben, Sie könnten eventuell einen Abstecher nach Ennsdorf machen, wenn Sie in Oberösterreich sind – jetzt doch nicht nach Ennsdorf kommen möchten. Auch wenn wenig Hoffnung besteht, dass dieser Posten doch nicht zugesperrt wird, so wie Sie mir gesagt haben, und Sie den BeamtInnen keine falschen Hoffnungen machen wollen, glaube ich trotzdem, dass es eine Reise wert wäre, nach Ennsdorf zu kommen, um den Beamtinnen und Beamten dort die Wertschätzung ausdrücken. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das gibt es doch nicht: dass das das Thema einer Budgetrede ist! – Abg. Gaál – in Richtung der Abg. Dr. Partik-Pablé –: Es geht ums Zusperren!) – Es geht sicher um das Budget, Frau Kollegin!
Abg. Dr. Niederwieser: Viel zu lange! Das ist keine Gleichstellung mit dem Wehrdienst!
Die Zivildienstreform-Kommission schlägt vor, den Zivildienst von 12 auf 9 Monate zu verkürzen, plus eine freiwillige Option, ihn um drei Monate zu verlängern. (Abg. Dr. Niederwieser: Viel zu lange! Das ist keine Gleichstellung mit dem Wehrdienst!) Warum! Was sind die wesentlichen Gründe dafür? Diese möchte ich jetzt kurz anführen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: So ist es!
Wir haben nur rund 36 000 Taugliche. 2005: 36 091, 2006: 37 108, 2015: 33 683. Das ist hochgerechnet. Wir brauchen die allgemeine Wehrpflicht, damit wir auch am Zivildienst festhalten können. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: So ist es!)
Abg. Dr. Niederwieser: Ist das ein Vorschlag?
Das Bundesheer sagt ganz klar – auch in der Reformkommission ist das gesagt worden –, dass mindestens 25 000 taugliche Männer benötigt werden. Erklären Sie mir jetzt, meine Damen und Herren von der SPÖ, wie das möglich sein soll! Müssen wir Jungmänner importieren, damit wir unseren Präsenzdienst und den Zivildienst, der notwendig ist – wir bekennen uns dazu! – aufrecht erhalten können? (Abg. Dr. Niederwieser: Ist das ein Vorschlag?) Das heißt also, das ist von heute auf morgen nicht möglich.
Abg. Dr. Niederwieser: Das ist zu wenig!
Der zweite Punkt, der auch mit dem Finanziellen zusammenhängt, sind die Attraktivierungsmaßnahmen; das hat auch die Frau Kollegin Haidlmayr angesprochen. Dabei geht es um die Pauschalvergütung und um das Verpflegsgeld. (Abg. Dr. Niederwieser: Das ist zu wenig!)
Abg. Dr. Niederwieser: Das kostet weniger als die Werbung von zwei Ministerien!
Es wissen alle, die in der Zivildienstreform-Kommission gesessen sind, dass die Pauschalvergütung Mehrkosten von rund 8 Millionen Euro mit sich brächte und dass das Verpflegsgeld, das auf 13,60 € angehoben werden soll, Mehrkosten von 29 Millionen € mit sich brächte. (Abg. Dr. Niederwieser: Das kostet weniger als die Werbung von zwei Ministerien!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abschließend, meine sehr geehrten Damen und Herren: Dafür muss die Finanzierung sichergestellt werden! Sie sind herzlich eingeladen, über die Vorlage, die die Bundesministerin ins Parlament bringen wird, gemeinsam mit uns zu beraten. Ich hoffe, dass im Sinne des Zivildienstes der Vorschlag, den die Zivildienstreform-Kommission ausgearbeitet hat, auch umgesetzt werden wird. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Kößl.
Zweite Bemerkung: Danke, Frau Minister für Ihre Klarstellung am Nachmittag. Es sind 1 000 Planstellen weniger im Vergleich zu 2000. Also brauchen wir nicht zu diskutieren, denn so lauten auch unsere Zahlen. (Zwischenruf des Abg. Kößl.) Ob das gut ist oder schlecht ist, darüber können wir, lieber Kollege Kößl, noch so oft diskutieren, es ist eine Tatsache, und das wissen wir beide. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kößl.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kößl.
Zweite Bemerkung: Danke, Frau Minister für Ihre Klarstellung am Nachmittag. Es sind 1 000 Planstellen weniger im Vergleich zu 2000. Also brauchen wir nicht zu diskutieren, denn so lauten auch unsere Zahlen. (Zwischenruf des Abg. Kößl.) Ob das gut ist oder schlecht ist, darüber können wir, lieber Kollege Kößl, noch so oft diskutieren, es ist eine Tatsache, und das wissen wir beide. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kößl.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch wir sind stolz darauf, dass Österreich ein sicheres Land ist. Ausschließlich den übermenschlichen Leistungen unserer Kollegenschaft der Exekutive ist das zu verdanken, liebe Freunde! Ihnen gebührt unser Dank! Das gehört einmal ausgesprochen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Minister, nun zu der Einladung. – Ich weiß schon, dass Sie dieses Ressort in einer schwierigen Zeit übernommen haben. Viel war bereits vorgegeben, aber wir müssen, wie ich meine, die Exekutive mit jenen Rahmenbedingungen ausstatten, die sie ganz einfach braucht. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kößl.
Es nützt nichts, dass man sich gegenseitig erzählt: Da tun wir ein bissel sparen, und da tun wir ein bissel sparen! Wenn wir zu der Kollegenschaft hinausfahren, liebe Freunde, dann sehen wir, wie sie Dienst versieht. (Zwischenruf des Abg. Kößl.) Du, Günther, siehst es ja genauso. Von „alle sind glücklich“ kann keine Rede sein. Das kann ich
Abg. Kainz nickt bejahend mit dem Kopf
Ich will jetzt gar nicht zitieren, was in diesem Zusammenhang schon wieder gesagt wurde, nämlich: Dort nicht und da nicht! Ich stelle nur fest, meiner Damen und Herren: Seit 1956 hat die Stadt Traiskirchen mit ihrer Bevölkerung für die Republik Österreich Übermenschliches geleistet, und ich meine, wir sollten gemeinsam – und ich glaube, auch mein Freund, der Christoph, ist dafür (Abg. Kainz nickt bejahend mit dem Kopf) – im Interesse dieser Region hier dieses humane Thema endlich einer positiven Lösung zuführen. Frau Ministerin, wir sind schon stolz, dass wir derzeit bei 700 Personen sind, aber Sie wissen, welche Rahmenbedingungen wir haben. Ich lade Sie alle ein: Lösen wir dieses Problem im Interesse der Menschlichkeit! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Ich will jetzt gar nicht zitieren, was in diesem Zusammenhang schon wieder gesagt wurde, nämlich: Dort nicht und da nicht! Ich stelle nur fest, meiner Damen und Herren: Seit 1956 hat die Stadt Traiskirchen mit ihrer Bevölkerung für die Republik Österreich Übermenschliches geleistet, und ich meine, wir sollten gemeinsam – und ich glaube, auch mein Freund, der Christoph, ist dafür (Abg. Kainz nickt bejahend mit dem Kopf) – im Interesse dieser Region hier dieses humane Thema endlich einer positiven Lösung zuführen. Frau Ministerin, wir sind schon stolz, dass wir derzeit bei 700 Personen sind, aber Sie wissen, welche Rahmenbedingungen wir haben. Ich lade Sie alle ein: Lösen wir dieses Problem im Interesse der Menschlichkeit! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Beifall bei der SPÖ.
Vergehen und Verbrechen dürfen sich nicht lohnen. Deshalb müssen wir uns stets für eine leistungsfähige, motivierte und als Autorität anerkannte Polizei einsetzen und das Innenministerium in diesen Sachen voll unterstützen. – Ich danke sehr. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kößl.
Frau Ministerin, als Sie am Sonntag die neuen Landespolizeikommandanten und deren Stellvertreter vorgestellt haben, musste ich feststellen, dass nur eine Frau darunter war. Es war sozusagen ein Gruppenbild mit Dame. (Zwischenruf des Abg. Kößl.) Nun frage ich Sie, Frau Ministerin: Wie schaut es bei den nachgeordneten Stellen aus, wo 5 000 Stellen neu besetzt werden können?
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kößl: Ihr habt wirklich keine Ahnung! Das ist ein Trauerspiel!
Es wurden sehr viele Posten mit jungen Männern – vor allem mit Männern! – besetzt. So werden wir noch weitere zwanzig Jahre diese alten vermännlichten Strukturen haben, und das ist ein Problem. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kößl: Ihr habt wirklich keine Ahnung! Das ist ein Trauerspiel!)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Frau Ministerin, Sie haben gesagt, es gäbe mehr Polizisten auf der Straße, und haben eine Zahl genannt.– Ich sage Ihnen: Die Situation bei uns in Tirol ist nicht erfreulich. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Der Abgeordnete Wittauer hört ganz aufmerksam zu, er wird es mir bestätigen. (Abg. Wittauer: Ich sperre bei uns in Tirol nicht einmal die Tür ab, so sicher ist es dort!)
Abg. Wittauer: Ich sperre bei uns in Tirol nicht einmal die Tür ab, so sicher ist es dort!
Frau Ministerin, Sie haben gesagt, es gäbe mehr Polizisten auf der Straße, und haben eine Zahl genannt.– Ich sage Ihnen: Die Situation bei uns in Tirol ist nicht erfreulich. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Der Abgeordnete Wittauer hört ganz aufmerksam zu, er wird es mir bestätigen. (Abg. Wittauer: Ich sperre bei uns in Tirol nicht einmal die Tür ab, so sicher ist es dort!)
Abg. Miedl: Das glaube ich nicht!
Wir haben heuer im Winter in Westendorf große Probleme gehabt. Es gab einen Raufhandel nach dem anderen. Aber es gibt nur eine Streife im ganzen Brixental. Sie wissen, dass es im Bezirk Kitzbühel sehr viele Gäste gibt. Sehr viele Touristen und Touristinnen halten sich in dieser Gegend auf. Es war schlicht und einfach keine Polizei vor Ort. Was hat man dann in der Gemeinde Westendorf gemacht? Man hat sich zehn Privatsheriffs, sage ich einmal despektierlich, anstellen müssen. (Abg. Miedl: Das glaube ich nicht!)
Abg. Miedl: Genau!
Da sage ich Ihnen: Das Gewaltmonopol ist zu Recht in der Hand des Bundes. Und so soll es auch bleiben! (Abg. Miedl: Genau!) Da haben Privatpolizisten und -polizistinnen nichts verloren. Aber die Polizei braucht die entsprechende Ausstattung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da sage ich Ihnen: Das Gewaltmonopol ist zu Recht in der Hand des Bundes. Und so soll es auch bleiben! (Abg. Miedl: Genau!) Da haben Privatpolizisten und -polizistinnen nichts verloren. Aber die Polizei braucht die entsprechende Ausstattung! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kößl.
Ein weiteres Beispiel: In meiner Heimatstadt Innsbruck sollen jetzt fünf Beamte mit erweiterten Befugnissen ausgestattet werden, und zwar Beamte vom Erhebungsamt der Stadt. Das ist nicht möglich, wir wissen das, das konkurriert nämlich. (Zwischenruf des Abg. Kößl.) Das ist nicht möglich, weil es gegen das Gesetz ist. Es ist gegen das Verfassungsgesetz, gegen das Sicherheitspolizeigesetz und gegen das Verwaltungsstrafgesetz. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kößl.) Schauen Sie sich das an! Ich
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kößl.
Ein weiteres Beispiel: In meiner Heimatstadt Innsbruck sollen jetzt fünf Beamte mit erweiterten Befugnissen ausgestattet werden, und zwar Beamte vom Erhebungsamt der Stadt. Das ist nicht möglich, wir wissen das, das konkurriert nämlich. (Zwischenruf des Abg. Kößl.) Das ist nicht möglich, weil es gegen das Gesetz ist. Es ist gegen das Verfassungsgesetz, gegen das Sicherheitspolizeigesetz und gegen das Verwaltungsstrafgesetz. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kößl.) Schauen Sie sich das an! Ich
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Auch in diesen Bereichen brauchen wir Fortschritt!
will, dass das Gewaltmonopol dort bleibt, wo es hingehört, nämlich bei der Bundespolizei, und zwar auch in Zukunft. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Auch in diesen Bereichen brauchen wir Fortschritt!)
Abg. Wittauer: In Innsbruck hatten wir einen großen Erfolg gegen die Drogendealer!
Abschließend, Frau Ministerin, möchte ich Ihnen noch sagen: Es fehlt meiner Ansicht nach in diesem Budget vor allen Dingen eines: das entsprechende Augenmerk auf die Verbrechensprävention, auf die Verbrechensverhütung. (Abg. Wittauer: In Innsbruck hatten wir einen großen Erfolg gegen die Drogendealer!) Dafür müsste mehr Geld zur Verfügung stehen, ob für Interventionsstellen auf der einen Seite oder für die kriminalpolitische Beratung auf der anderen Seite. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend, Frau Ministerin, möchte ich Ihnen noch sagen: Es fehlt meiner Ansicht nach in diesem Budget vor allen Dingen eines: das entsprechende Augenmerk auf die Verbrechensprävention, auf die Verbrechensverhütung. (Abg. Wittauer: In Innsbruck hatten wir einen großen Erfolg gegen die Drogendealer!) Dafür müsste mehr Geld zur Verfügung stehen, ob für Interventionsstellen auf der einen Seite oder für die kriminalpolitische Beratung auf der anderen Seite. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Christoph Kainz (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Es wurde zwar schon mehrere Male gesagt, ich möchte es aber noch einmal wiederholen, weil es die Bevölkerung draußen auch so sieht: Ja, Österreich zählt zu den sichersten Ländern der Welt, und die Leute fühlen das auch so! Deswegen gilt mein Dank einerseits der zuständigen Ressortministerin und andererseits den vielen tausenden Beamtinnen und Beamten, die draußen für diese Sicherheit sorgen. Dafür ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, moderne Strukturen sind gefragt, und da komme ich auf ein Beispiel mit regionalem Bezug zu sprechen. Bei uns im südlichen Niederösterreich gibt es die Einsatzgruppe Ost. Das sind die richtigen Antworten auf das Entstehen einer flexibleren und schnelleren Kriminalität, wo heute ganze Banden mit Autos kommen. Es ist wichtig, darauf die richtigen Antworten zu geben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Nun einige Sätze zum Flüchtlingslager Traiskirchen. Der Kollege und auch Freund Otto Pendl hat es schon gesagt, und auch ich kann sagen: Ja, wir haben im Bezirk eine gute Zusammenarbeit, das stimmt! Eine gute Zusammenarbeit hat die Frau Minister auch mit vielen Landeshauptleuten. Auch dafür danke ich ihr. Ich bin auch der Meinung, dass wir Traiskirchen entlasten müssen. In diesem Zusammenhang danke ich für das neue Asylgesetz. Das ist die richtige Antwort, auch aus der Praxis gesprochen. Wir können das sagen, denn wir leben damit. Noch einmal: Ich glaube, dass das die richtige Antwort ist. Ein Dank auch dafür, dass Traiskirchen derzeit „nur“ – unter Anführungszeichen – 750 Asylwerber hat. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Fakten, warum das so ist, sprechen für sich: Im Jahr 2000 gab es rund 500 000 Delikte bei einer Aufklärungsquote von 51,4 Prozent. Jetzt, fünf Jahre später, gibt es eine drastische Erhöhung: 650 000 Delikte stehen einer Aufklärungsquote von 38 Prozent gegenüber. – Ich sage hier ganz klar: Österreich ist unsicherer geworden! – Das ist letztlich das Ergebnis Ihrer verfehlten Sicherheitspolitik, die uns eine Zustimmung unmöglich macht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
rung, wir stellen uns dieser. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Marianne Hagenhofer (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte nur eines klar stellen: Einer meiner Vorredner hat gesagt, wir sollten doch aufhören, die Exekutive ständig schlecht zu reden. – Ich stelle klar: Wir reden nicht die Exekutive schlecht, sondern die Rahmenbedingungen, unter denen die Exekutive zu arbeiten hat, geschätzte Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Parnigoni: Sehr gut! Bestens!
Als Abschluss möchte ich noch feststellen, dass die Bediensteten des Gendarmeriepostens Altheim seit zwei Jahren auf einen Neubau warten. Im Gegensatz dazu wurde gelobt, dass der Gendarmerieposten Rohrbach an der Lafnitz eröffnet werden konnte. Ich bitte Sie, nehmen Sie dies endlich in Angriff! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Parnigoni: Sehr gut! Bestens!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Das hat aber lange gedauert, bis Sie ...!
mehr als rechtfertigt! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Das hat aber lange gedauert, bis Sie ...!)
Abg. Grillitsch: Ich habe geglaubt, es ist schon aus!
Sollte jetzt die STRABAG über ein privatrechtliches Modell bei diesem Vergabeverfahren doch zum Zug kommen (Abg. Grillitsch: Ich habe geglaubt, es ist schon aus!), dann bekommt natürlich auch die Rolle des Bundeskanzlers und des Bundeskanzleramtes eine ganz andere Dimension, wo man sich fragt: Warum erstattet man keine Anzeige? Warum gibt man das nicht weiter an jene Organe, die das untersuchen sollen? – Entweder will man etwas vertuschen, oder man ist sich dieser politischen Dimension in ihren Auswirkungen noch nicht bewusst.
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen
Sie nehmen das jetzt noch auf die leichte Schulter. Aber sollte die Europameisterschaft nicht stattfinden und sollten alle Haftungen schlagend werden, dann wird man sehr wohl die Rolle des Bundeskanzlers, der hier immer wieder zum Abwarten rät, zu hinterleuchten haben. Ich glaube auch, dass dann ein Untersuchungsausschuss Licht ins Dunkel bringen und aufzeigen wird, warum man sich während des Vergabeverfahrens so sehr gegen eine Aufklärung dieser Machenschaften gewehrt hat, die eindeutig (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen) den Verdacht der Korruption, den Verdacht der Parteienfinanzierung, aber auch den Verdacht einer illegalen Vergabe in sich bergen.
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen
Es wäre mehr als angebracht (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen), einen Untersuchungsausschuss über diese Vorgangsweise einzusetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es wäre mehr als angebracht (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen), einen Untersuchungsausschuss über diese Vorgangsweise einzusetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit.
ÖVP-Mercedesfahrer, aufgepasst: Sollten Sie heute nach Hause fahren wollen, vergewissern Sie sich, dass Sie den Autoschlüssel haben. Ein solcher wurde bei mir abgegeben. Gegen einen Finderlohn an die entsprechende Mitarbeiterin des Hauses befindet er sich hier zur Einsichtnahme. (Heiterkeit.)
Abg. Brosz: Wieso weiß man, dass ein Mercedes automatisch jemandem von der ÖVP gehört? – Heiterkeit.
Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Haubner. (Abg. Brosz: Wieso weiß man, dass ein Mercedes automatisch jemandem von der ÖVP gehört? – Heiterkeit.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich glaube, lieber Kollege Wittmann, das war jetzt ein Konstrukt aus Spekulationen und Verdächtigungen, die an und für sich keine Grundlage haben. Ich denke, das kann einfach nicht die Grundlage eines Untersuchungsausschusses sein. Den brauchen wir nicht, und ich kann von vornherein klar feststellen, dass wir diesen ablehnen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! In einem sind wir aber sicher alle einer Meinung: Wir wollen die Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich durchführen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Österreich ist als ein perfektes Gastgeberland für Sportereignisse und für die Abwicklung von perfekten Sportgroßveranstaltungen auf der ganzen Welt bekannt. Dies wollen wir auch bei der „Euro 2008“ unter Beweis stellen.
Abg. Dr. Puswald: Sagen Sie Ihrem Bürgermeister Scheucher in Klagenfurt ...!
Drei Viertel aller Stadien – Wien, Salzburg und Innsbruck – sind bereit und können jederzeit mit dem Ausbau beginnen. Wenn wir alle zusammenarbeiten und wenn wir schauen, dass dies auch in Klagenfurt funktioniert, dann werden wir auch das vierte Stadion (Abg. Dr. Puswald: Sagen Sie Ihrem Bürgermeister Scheucher in Klagenfurt ...!), Herr Kollege Puswald, problemlos auf die Beine stellen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Puswald: Sie sind schuld, dass ...!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Puswald: Sie sind schuld, dass ...!
Drei Viertel aller Stadien – Wien, Salzburg und Innsbruck – sind bereit und können jederzeit mit dem Ausbau beginnen. Wenn wir alle zusammenarbeiten und wenn wir schauen, dass dies auch in Klagenfurt funktioniert, dann werden wir auch das vierte Stadion (Abg. Dr. Puswald: Sagen Sie Ihrem Bürgermeister Scheucher in Klagenfurt ...!), Herr Kollege Puswald, problemlos auf die Beine stellen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Puswald: Sie sind schuld, dass ...!)
Abg. Dr. Puswald: Sie haben die Aufgabe! Sie sind in der Regierung!
Die Politik, Herr Kollege, hat die Aufgabe, alles zu tun, dass die „Euro 2008“ stattfindet, und darf nicht zulassen, dass sie verhindert wird. (Abg. Dr. Puswald: Sie haben die Aufgabe! Sie sind in der Regierung!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.
Sehr geehrte Damen und Herren von der Opposition: Bei allem Verständnis für Ihren politischen Aktionismus: Die Europameisterschaft und der Sport sind dafür zu schade! (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.) Wir sind gewohnt, etwas weiterzubringen. Meine Damen und Herren, Teamgeist ist für diese Fußballeuropameisterschaft gefragt! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sehr geehrte Damen und Herren von der Opposition: Bei allem Verständnis für Ihren politischen Aktionismus: Die Europameisterschaft und der Sport sind dafür zu schade! (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.) Wir sind gewohnt, etwas weiterzubringen. Meine Damen und Herren, Teamgeist ist für diese Fußballeuropameisterschaft gefragt! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: Sie sollten den Ernst der Lage einmal erkennen!
Die Fußballeuropameisterschaft hat durchwegs positive Aspekte: 6 600 Arbeitsplätze, Wertschöpfungseffekte von 87 Millionen €, Impulse für den Tourismus und für den Sport. (Abg. Dr. Puswald: Sie sollten den Ernst der Lage einmal erkennen!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Ich frage Sie, meine Damen und Herren: Wollen Sie das nicht auch? – Wir werden am 21. April auch im Sportausschuss noch einen Vierparteienantrag einbringen. Diese Fußballeuropameisterschaft, meine Damen und Herren, ist eine Riesenchance für Österreich, und Sie wissen nichts Besseres zu tun, als all das zu kriminalisieren! (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Meine Damen und Herren! Halten wir den Ball im Spiel! Wir brauchen keinen Untersuchungsausschuss! Was wir brauchen, das ist Teamgeist und die gemeinsame Anstrengung, den Willen, alles zu unternehmen, dass dieses vierte Stadion, das Stadion in Klagenfurt gebaut wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Schön reden wird Sie auch nicht weiterbringen!
Halten wir also, wie gesagt, den Ball im Spiel! Dann werden wir ab 7. Juni 2008 ein perfekter Gastgeber für diese Fußballeuropameisterschaft sein! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Schön reden wird Sie auch nicht weiterbringen!)
Zwischenruf des Abg. Zweytick.
Ich treffe jetzt noch eine konsensuale Feststellung: Es war aus sportpolitischen und geopolitischen Gründen auch immer unbestritten, dass die südliche Region Österreichs ein Austragungsort der Europameisterschaft sein wird. Was ist mit der Steiermark? Was ist mit Graz?, fragen viele. – Ich sage: Das hat die ÖVP-Steiermark schon lange vermurkst und verbockt! (Zwischenruf des Abg. Zweytick.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.
Schauen wir einmal zum Fußball! – Dr. Haider hat sich irgendwann einmal gedacht: Das ist jung, das ist lässig, vielleicht kann man mit dem Fußball auch die eine oder andere Stimme gewinnen. Dann ist er Präsident des FC Kärnten geworden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.) Der FC Kärnten ist kurz darauf abgestiegen, das sollte man vielleicht auch dazusagen. In diese Zeit fallen dann Zusagen, Vereinbarungen, Mauscheleien im Zusammenhang mit dem EM-Stadion, und das ist eigentlich der Ursprung des Desasters. Dort sollte die Untersuchung eigentlich ansetzen, denn Fußball kostet Geld – Seebühnen übrigens auch! –, und wie es mit den Parteifinanzen der FPÖ ausschaut, das führen Sie eh lebhaft vor!
Abg. Dr. Puswald: Wer ist schon Haider? Der hat nichts zu vermelden!
Meine Damen und Herren! Was macht Dr. Haider, wenn er in Bedrängnis ist? Er ergreift die Flucht, zum Beispiel nach Kanada, oder er ergreift die Flucht nach vorne, und – und jetzt kommt es, meine Damen und Herren! – er verlangt selbst einen Untersuchungsausschuss. (Abg. Dr. Puswald: Wer ist schon Haider? Der hat nichts zu vermelden!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das haben Sie jetzt schon dreimal erzählt!
In der „Wiener Zeitung“ vom 18. Februar 2005 steht im Zusammenhang mit dem EM-Stadion Klagenfurt“ zu lesen: „Auch ein Untersuchungsausschuss ist für Haider ein Weg.“ – (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das haben Sie jetzt schon dreimal erzählt!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So ist es!
Jetzt noch etwas Lustiges, das muss ich noch erzählen: Frau Partik-Pablé hat gestern bei der Dringlichen Anfrage geradezu einen demokratiepolitischen Anfall gehabt. Sie hat gesagt: Es geht um Kontrolle! Es geht um das freie Mandat! Man darf nicht der Regierung die Mauer machen! Alle Volksvertreter sollen Kontrollarbeit machen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So ist es!) – Das ist alles O-Ton Partik-Pablé.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von der orangen Partei, vulgo FPÖ-Klub: Der Ober-Orange hat einen Untersuchungsausschuss verlangt, Sie selbst singen das Hohelied der Demokratie. Stimmen Sie also zu, oder fallen Sie um? Ich tippe eher auf Zweiteres. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
eingreifen möchte, schon gar nicht mit einem Untersuchungsausschuss, wenn es nur Vermutungen und Verdächtigungen, aber keine Beweise gibt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.
Es sind nun in einem laufenden Verfahren die Beschlüsse der unabhängigen Gerichte beziehungsweise zunächst einmal der Erstbeschluss des Bundesvergabeamtes abzuwarten, bevor weitere Entscheidungen getroffen werden können. (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.) Es wäre völlig unredlich und auch nicht der Justiz entsprechend, wenn jetzt irgendwelche weiteren parlamentarischen Schritte unternommen würden. (Abg. Dr. Puswald: Wir reden jetzt von einem Untersuchungsausschuss und nicht von der Justiz!)
Abg. Dr. Puswald: Wir reden jetzt von einem Untersuchungsausschuss und nicht von der Justiz!
Es sind nun in einem laufenden Verfahren die Beschlüsse der unabhängigen Gerichte beziehungsweise zunächst einmal der Erstbeschluss des Bundesvergabeamtes abzuwarten, bevor weitere Entscheidungen getroffen werden können. (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.) Es wäre völlig unredlich und auch nicht der Justiz entsprechend, wenn jetzt irgendwelche weiteren parlamentarischen Schritte unternommen würden. (Abg. Dr. Puswald: Wir reden jetzt von einem Untersuchungsausschuss und nicht von der Justiz!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Genau!
Einerseits ist in ein laufendes Verfahren nicht einzugreifen, andererseits sind Doppelgleisigkeiten nicht zielführend, außerdem wäre das Ganze nur mit Mehrkosten verbunden und würde uns in der Sache nicht weiterbringen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Genau!) – Daher werden wir einem solchen Untersuchungsausschuss nicht zustimmen. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Einerseits ist in ein laufendes Verfahren nicht einzugreifen, andererseits sind Doppelgleisigkeiten nicht zielführend, außerdem wäre das Ganze nur mit Mehrkosten verbunden und würde uns in der Sache nicht weiterbringen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Genau!) – Daher werden wir einem solchen Untersuchungsausschuss nicht zustimmen. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Im Debattenbeitrag der ÖVP wurde händeringend appelliert, den Ball im Spiel zu lassen. – Dazu sage ich Ihnen Folgendes: Man würde allein dafür schon einen Untersuchungsausschuss brauchen, um jenen Ball zu finden, der Ihrer Meinung nach angeblich noch im Spiel ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich kann ein letztes Mal beim Vorredner von der ÖVP anknüpfen und diese Litanei, die er hier zum Besten über das Gute gegeben hat, nur so interpretieren, dass das offensichtlich das Gefahrenmoment ist, an dem sich entscheidet, was uns alles entgeht, wenn man Sie so weiterhin fuhrwerken lässt, wie Sie in letzter Zeit nun einmal gefuhrwerkt haben. Es war eine Schadensbilanz der Sonderklasse, die Sie uns hier gepredigt haben, und die gilt es in der Tat abzuwenden! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Diese gilt es abzuwenden, und wir werden auch noch einen Vorschlag dazu machen.
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das ist der typische Zustand der Regierung als Ganzer: Man sagt: Wir sind es nicht, Ihr seid es nicht! Frage: Wer dann? Wer wenn nicht wer jetzt? Das mit dem er wird nämlich nichts mehr. Wer wenn nicht – und jetzt im Chor! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Wir machen keine Ausschüsse, denn Sie unterbrechen diese ohnedies immer!
Ein Untersuchungsausschuss ist dann notwendig, wenn es um politische Verantwortung geht und wenn bestimmte Dinge offensichtlich mehr oder weniger absichtlich gerichtlich gar nicht geklärt werden können beziehungsweise möglicherweise gerichtlich nicht geklärt werden sollen, weil ohnedies schon längst der Verdacht besteht, dass auch auf die Justiz Einfluss genommen wurde. (Abg. Neudeck: Wir machen keine Ausschüsse, denn Sie unterbrechen diese ohnedies immer!)
Abg. Scheibner: Da schreit überhaupt niemand!
Fangen Sie nicht gleich wieder an zu schreien (Abg. Scheibner: Da schreit überhaupt niemand!) – ich sage das hier jetzt prophylaktisch; das letzte Mal haben Sie das genau an dieser Stelle gemacht! –, dass ich die Unabhängigkeit der Justiz in Frage stellen würde. (Abg. Neudeck: Sie sagen immer dasselbe!) Dieses Argument wiederhole ich gerne, weil es bei Ihnen ja einen Sickerprozess braucht!
Abg. Neudeck: Sie sagen immer dasselbe!
Fangen Sie nicht gleich wieder an zu schreien (Abg. Scheibner: Da schreit überhaupt niemand!) – ich sage das hier jetzt prophylaktisch; das letzte Mal haben Sie das genau an dieser Stelle gemacht! –, dass ich die Unabhängigkeit der Justiz in Frage stellen würde. (Abg. Neudeck: Sie sagen immer dasselbe!) Dieses Argument wiederhole ich gerne, weil es bei Ihnen ja einen Sickerprozess braucht!
Beifall bei den Grünen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Mag. Kogler.
(Beifall bei den Grünen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Mag. Kogler.)