Eckdaten:
Für die 82. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 834 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Abg. Dr. Partik-Pablé: Nein, bitte! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich erzähle Ihnen folgende Geschichte. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Nein, bitte! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) – Sie wollen das nicht hören? Sie wollen nicht hören, wie es an den Universitäten zugeht? – Das ist typisch! (Beifall bei den Grünen.) Wenn Sie sich einmal die Mühe machten, mit Betroffenen zu reden, wie zum Beispiel den Vizerektoren, die für die Finanzierung zuständig sind, die für die Erstellung der Budgets für die Universitäten verantwortlich sind, dann würden Sie das hören, was mir neulich gesagt worden ist. Aber Sie wollen das ja nicht hören!
Beifall bei den Grünen.
Ich erzähle Ihnen folgende Geschichte. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Nein, bitte! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) – Sie wollen das nicht hören? Sie wollen nicht hören, wie es an den Universitäten zugeht? – Das ist typisch! (Beifall bei den Grünen.) Wenn Sie sich einmal die Mühe machten, mit Betroffenen zu reden, wie zum Beispiel den Vizerektoren, die für die Finanzierung zuständig sind, die für die Erstellung der Budgets für die Universitäten verantwortlich sind, dann würden Sie das hören, was mir neulich gesagt worden ist. Aber Sie wollen das ja nicht hören!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Der betreffende Rektor hat dieses Angebot dankend abgelehnt. Und ich glaube, er hat Recht. Das kann nicht der Weg der Universitäten in die Zukunft sein! Ich kann vor dieser Entwicklung nur warnen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber nur lachen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Bundesministerin Gehrer erwidert in der Regel auf solche Vorhalte: Ich kann gar nichts dafür; das Globalbudget der Universitäten ist zwischen den Rektoren und Finanzminister Grasser verhandelt worden! – Es ist richtig, Frau Universitätsministerin, dass die Verhandlungen so gelaufen sind. Sie sollten sich aber nicht auf die Position zurückziehen: selber schuld, wenn es nicht reicht. So stiehlt man sich nämlich nur in der Provinzpolitik, nicht in der „Weltklasse“-Politik aus der Verantwortung! Da geht es aber nicht nur um die Universitäten als solche, sondern um die Zukunft des Landes mit den entsprechenden wirtschaftlichen Effekten für die Produktivität der Arbeitnehmer in der Zukunft. – Herr Kollege Stummvoll! Sie zumindest sollten doch nachvollziehen können, worum es da geht – jenseits der reinen Kosten für die Lehre und die Forschung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Bundesminister Gehrer zieht sich aus der Verantwortung zurück und verweist auf den Rat für Forschung und Technologie. – Frau Bundesministerin Gehrer, Sie haben schon auch noch eine Zuständigkeit für die Universitäten! (Beifall bei den Grünen.) Der Rat hat außerdem nur Forschungsmittel zu vergeben und ist nicht zuständig für die Infrastruktur in der Lehre.
Beifall bei den Grünen.
Und jene Mittel, die Sie hier angekündigt haben, sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Jetzt kann man schon sagen: Ein Tropfen ist besser als gar kein Tropfen. – Ja, aber dann hören Sie bitte auf, gleichzeitig von der „Weltklasse-Universität“ zu schwafeln! Das kann einem nur auf die Nerven gehen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das kann nicht in unser aller Interesse sein, meine Damen und Herren – auch von den Regierungsparteien. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Schauen wir uns den nächsten PISA-Bericht an, um zu sehen, wie unser Schulsystem im internationalen Vergleich abschneidet. Ich bin sehr skeptisch. Ich lasse mich gerne positiv überraschen. Aber wenn diese positive Überraschung nicht eintritt, Frau Ministerin Gehrer, dann sind Sie und nur Sie für dieses Ergebnis verantwortlich. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Verantwortung geht aber noch weiter. Meine Verantwortung heißt auch, dass ich etwas, was die Verhandler beim Globalbudget vergessen haben, nämlich die Pensionskosten für Überstunden und zusätzliche Aufwendungen, mit dem Finanzminister ausverhandelt habe. Das, was damals vergessen wurde, kommt nämlich auch zum Budget dazu: die zusätzlich anfallenden Pensionskosten, die damals beim Grundbudget, beim Globalbudget nicht mitberechnet wurden. Genauso kommen dazu die Dienstalterszulagen, die damals auch nicht mitberechnet wurden. Das heißt, ich habe meine Verantwortung sehr wohl wahrgenommen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: Das ist das Parlament, nicht die Schule!
Ich bitte Sie, das jetzt mitzuschreiben (Ruf bei der SPÖ: Das ist das Parlament, nicht die Schule!): Wir haben heuer 18 Millionen € zusätzlich und in den nächsten Jahren 50 Millionen € zusätzlich. Wer behauptet, dass 68 Millionen € (Ruf bei der SPÖ: Können Sie es auf die Tafel schreiben?) nichts sei, der hat meiner Meinung nach das Verhältnis zum Geld verloren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) 68 Millionen € zusätzlich für Infrastruktur, das sind 936 Millionen Schilling an zusätzlichen Investitionen. Ich finde, das ist sehr viel Geld, sehr viel Geld vom österreichischen Steuerzahler.
Ruf bei der SPÖ: Können Sie es auf die Tafel schreiben?
Ich bitte Sie, das jetzt mitzuschreiben (Ruf bei der SPÖ: Das ist das Parlament, nicht die Schule!): Wir haben heuer 18 Millionen € zusätzlich und in den nächsten Jahren 50 Millionen € zusätzlich. Wer behauptet, dass 68 Millionen € (Ruf bei der SPÖ: Können Sie es auf die Tafel schreiben?) nichts sei, der hat meiner Meinung nach das Verhältnis zum Geld verloren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) 68 Millionen € zusätzlich für Infrastruktur, das sind 936 Millionen Schilling an zusätzlichen Investitionen. Ich finde, das ist sehr viel Geld, sehr viel Geld vom österreichischen Steuerzahler.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bitte Sie, das jetzt mitzuschreiben (Ruf bei der SPÖ: Das ist das Parlament, nicht die Schule!): Wir haben heuer 18 Millionen € zusätzlich und in den nächsten Jahren 50 Millionen € zusätzlich. Wer behauptet, dass 68 Millionen € (Ruf bei der SPÖ: Können Sie es auf die Tafel schreiben?) nichts sei, der hat meiner Meinung nach das Verhältnis zum Geld verloren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) 68 Millionen € zusätzlich für Infrastruktur, das sind 936 Millionen Schilling an zusätzlichen Investitionen. Ich finde, das ist sehr viel Geld, sehr viel Geld vom österreichischen Steuerzahler.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir liegen also längst bei den 100 Millionen €, die Sie gefordert haben, und zwar zusätzlich zum Budget. Zusätzlich zum Gesamtbudget kommen mindestens 100 Millionen € in den Jahren 2004/2005/2006 dazu. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: „Diskutiert“, aber warum? Das müssen Sie sich fragen!
Meine Damen und Herren! Den Universitäten in Österreich nützt es herzlich wenig, wenn man in der Öffentlichkeit ständig behauptet, wie schlecht sie seien. Interessanterweise sieht es das Ausland anders. Interessanterweise haben die österreichischen Universitäten im Ausland einen sehr guten Ruf. Das neue Universitätsgesetz wird immer wieder in allen europäischen Ländern als ganz besonderes Gesetz diskutiert. (Abg. Öllinger: „Diskutiert“, aber warum? Das müssen Sie sich fragen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich glaube, es wäre gut, wenn die Universitäten von der Politik mehr positives Feedback bekommen, Unterstützung zur Bewältigung der Herausforderungen, aber auch positives Feedback. Darum bitte ich Sie. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: Schauen Sie sich die Verhältnisse an!
Die Zahlen, die Zeitungsmeldungen von 1977 bis heute lassen sich fortsetzen. Jedes Jahr zu Semesterbeginn, manchmal schon früher als am 9. November, kommt die Opposition auf die Idee, die Uni krankzureden. Und so tut sie es auch diesmal wieder. Von Notstand ist die Rede, es gibt Krisengerede. (Abg. Dr. Puswald: Schauen Sie sich die Verhältnisse an!) – Ich bin mehr an den Universitäten als Sie, Herr Kollege, weil ich dort lehre; und so mancher hier auch. Daher kenne ich die Verhältnisse ein wenig besser. – Von Chaos und von Budgettricks ist die Rede. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Zahlen, die Zeitungsmeldungen von 1977 bis heute lassen sich fortsetzen. Jedes Jahr zu Semesterbeginn, manchmal schon früher als am 9. November, kommt die Opposition auf die Idee, die Uni krankzureden. Und so tut sie es auch diesmal wieder. Von Notstand ist die Rede, es gibt Krisengerede. (Abg. Dr. Puswald: Schauen Sie sich die Verhältnisse an!) – Ich bin mehr an den Universitäten als Sie, Herr Kollege, weil ich dort lehre; und so mancher hier auch. Daher kenne ich die Verhältnisse ein wenig besser. – Von Chaos und von Budgettricks ist die Rede. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Haben Sie ein Konzept?
Jetzt wende ich mich ganz besonders an den Kollegen Van der Bellen, nicht an den Herrn Professor. (Abg. Dr. Van der Bellen: Haben Sie ein Konzept?) Ich bin entsetzt, ich bin beunruhigt, wenn ich an Ihr Ethos als Hochschullehrer denke und Ihre Aussagen lese, dass es der Regierung darum gehe, den Unruheherd Universität auszuhungern.
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin erschrocken, Herr Professor, mit welcher Undifferenziertheit, mit welcher Art der pauschalen Polemik und Generalisierung Sie den Zustand der Universitäten beschreiben, als ich die Tageszeitungen vom Wochenende gelesen habe. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Sburny: Sie machen permanent Vernebelung!
Sie, Herr Professor Van der Bellen, haben gesagt: Schluss mit dem „Geschwafel“! – Ja, ich stimme zu! Schluss mit dem Geschwafel von Notstand, Chaos, Krise und so weiter. Dieses Geschwafel gibt es seit den siebziger Jahren! Wir tun den Universitäten nichts Gutes, wenn wir dieses Geschwafel fortsetzen. (Abg. Sburny: Sie machen permanent Vernebelung!) Die Regierung handelt. Dieses Parlament will den Universitäten mehrheitlich Gutes, will differenzierte Rede, will differenzierte Politik und maßvolle Konsolidierung, so wie das andere Länder und andere Städte auch tun. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie, Herr Professor Van der Bellen, haben gesagt: Schluss mit dem „Geschwafel“! – Ja, ich stimme zu! Schluss mit dem Geschwafel von Notstand, Chaos, Krise und so weiter. Dieses Geschwafel gibt es seit den siebziger Jahren! Wir tun den Universitäten nichts Gutes, wenn wir dieses Geschwafel fortsetzen. (Abg. Sburny: Sie machen permanent Vernebelung!) Die Regierung handelt. Dieses Parlament will den Universitäten mehrheitlich Gutes, will differenzierte Rede, will differenzierte Politik und maßvolle Konsolidierung, so wie das andere Länder und andere Städte auch tun. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Da sind Sie noch froh darüber?
(Abg. Öllinger: Da sind Sie noch froh darüber?) – Nein, es geht um Konsolidierung und das gemeinsame Ganze.
Abg. Dr. Grünewald: Sind jetzt die Bauern schuld?
Kleines Aperçu: Haben Sie gewusst, dass die niederösterreichischen Getreidebauern acht Mal so viel Getreide verkaufen müssen, um ein Kilo Brot kaufen zu können, wie vor zehn Jahren? (Abg. Dr. Grünewald: Sind jetzt die Bauern schuld?) Alle tragen etwas bei! Wenn 6 Prozent mehr Budget für das Jahr 2004 für die Universitäten herauskommt, dann können Sie nicht von einem Notstand, dann können Sie nicht von einem Chaos und von einer Krise reden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Kleines Aperçu: Haben Sie gewusst, dass die niederösterreichischen Getreidebauern acht Mal so viel Getreide verkaufen müssen, um ein Kilo Brot kaufen zu können, wie vor zehn Jahren? (Abg. Dr. Grünewald: Sind jetzt die Bauern schuld?) Alle tragen etwas bei! Wenn 6 Prozent mehr Budget für das Jahr 2004 für die Universitäten herauskommt, dann können Sie nicht von einem Notstand, dann können Sie nicht von einem Chaos und von einer Krise reden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Bravo! – Demonstrativer Beifall des Abg. Öllinger.
Ich bin daher dafür, dass wir mit ehrlichen Zahlen arbeiten. (Abg. Öllinger: Bravo! – Demonstrativer Beifall des Abg. Öllinger.) Der heute abwesende Kollege Broukal sagte zum Beispiel zum Thema Publizistikinstitut: 3 000 Studenten warten auf Betreuung. – Dann waren es 1 000, in der vorletzten Stufe 300, und wie sich herausgestellt hat, waren es 100 Studenten, für die auch eine Betreuung gefunden wurde.
Abg. Dr. Van der Bellen: Das finden Sie gut? Die ERASMUS-Kürzung habe ich überhaupt vergessen!
Auch der ERASMUS-Beirat hat die Reduktion der Zuschüsse selbständig vorgenommen. (Abg. Dr. Van der Bellen: Das finden Sie gut? Die ERASMUS-Kürzung habe ich überhaupt vergessen!) Die Ministerin hat 500 000 € zur Verfügung gestellt, um das auszugleichen.
Abg. Dr. Van der Bellen: Das ERASMUS-Programm ist ein Trauerspiel!
Zu den Aufwendungen für die Forschungsinfrastruktur. Sie dürfen sich nicht aussuchen, welches Mascherl Geld haben muss. Es ist Geld der Steuerzahler, der Regierung, das den Universitäten für Forschungszwecke gewährt wird. Forschungsgeleitete Lehre heißt, in Forschungsinfrastruktur zu investieren. (Abg. Dr. Van der Bellen: Das ERASMUS-Programm ist ein Trauerspiel!) Diese Kritikpunkte sind einzig übrig geblieben. Diese Kritikpunkte hat die Ministerin entkräftet. Es werden mehr als 68 Millionen € für die Verbesserung der Forschungsinfrastruktur gegeben.
Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Am 9. November vor 15 Jahren ist die Mauer in Berlin gefallen. Wir haben das hier, ich erinnere mich sehr genau, bejubelt. – Errichten wir nicht neue Mauern und Bollwerke gegen die Vernunft und gegen das Denken! Die Universität ist der Platz der differenzierten Rede und der differenzierten Argumentation. Diese steht uns auch in Zukunft sehr gut an. Nehmen wir uns daher selber ernst und beim Wort! – Danke. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Steibl: Das war eine sehr gute Rede!
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Frau Kollegin Brinek, Sie verwechseln da offensichtlich einiges. (Abg. Steibl: Das war eine sehr gute Rede!) Wir reden hier nicht vom Notstand an den Universitäten in Form dessen, dass die Universitäten unfähig wären. Wir reden hier von einer unfähigen Bildungspolitik dieser Regierung und dieses Hauses, die Sie zu verantworten haben. Und am Titel der Aktuellen Stunde gibt es überhaupt nichts zu deuteln. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Frau Kollegin Brinek, Sie verwechseln da offensichtlich einiges. (Abg. Steibl: Das war eine sehr gute Rede!) Wir reden hier nicht vom Notstand an den Universitäten in Form dessen, dass die Universitäten unfähig wären. Wir reden hier von einer unfähigen Bildungspolitik dieser Regierung und dieses Hauses, die Sie zu verantworten haben. Und am Titel der Aktuellen Stunde gibt es überhaupt nichts zu deuteln. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Erstens: Das Uni-Budget ist absolut unzureichend. Im Jahre 1999 gab es noch 4,3 Prozent Anteil des Bundesbudgets für die Hochschulen. Heute sind es 3,86 Prozent, ein drastischer Rückgang. – Das ist die Realität, nicht das, was Sie an schönen Zahlen sagen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Mit eurer Jammerei kein Wunder!
Drittens: Die Motivation an den Universitäten ist am Boden. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Mit eurer Jammerei kein Wunder!) Schuld ist Ihr Universitätsgesetz, Kollege, Ihr UG, mit dem Sie Tausende von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Universitäten von jeder qualifizierten Mitsprache ausgeschlossen haben. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die lernen nur jammern!) Das sind in erster Linie die habilitierten Mittelbauangehörigen, die nichts mehr zu reden haben, weil Ihr Gesetz sie davon ausschließt. (Abg. Großruck: Bist du jetzt für den Ambrozy oder dagegen?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die lernen nur jammern!
Drittens: Die Motivation an den Universitäten ist am Boden. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Mit eurer Jammerei kein Wunder!) Schuld ist Ihr Universitätsgesetz, Kollege, Ihr UG, mit dem Sie Tausende von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Universitäten von jeder qualifizierten Mitsprache ausgeschlossen haben. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die lernen nur jammern!) Das sind in erster Linie die habilitierten Mittelbauangehörigen, die nichts mehr zu reden haben, weil Ihr Gesetz sie davon ausschließt. (Abg. Großruck: Bist du jetzt für den Ambrozy oder dagegen?)
Abg. Großruck: Bist du jetzt für den Ambrozy oder dagegen?
Drittens: Die Motivation an den Universitäten ist am Boden. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Mit eurer Jammerei kein Wunder!) Schuld ist Ihr Universitätsgesetz, Kollege, Ihr UG, mit dem Sie Tausende von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Universitäten von jeder qualifizierten Mitsprache ausgeschlossen haben. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die lernen nur jammern!) Das sind in erster Linie die habilitierten Mittelbauangehörigen, die nichts mehr zu reden haben, weil Ihr Gesetz sie davon ausschließt. (Abg. Großruck: Bist du jetzt für den Ambrozy oder dagegen?)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der SPÖ: Das ist ein Armutszeugnis!
Das ist eine Vergeudung geistiger Ressourcen, für die Sie verantwortlich sind. Das ist keine Glanzleistung, sondern das ist eine grottenschlechte Bildungspolitik, die Sie zu verantworten haben! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der SPÖ: Das ist ein Armutszeugnis!)
Abg. Großruck: Kommt darauf an!
Es geht um die Frage: Was ist in Österreich in den Augen dieses Hohen Hauses, in Ihren Augen, Kollegin Brinek, ein akademischer Abschluss? Fangen wir mit ein paar einfachen Fragen an! Ist der Besuch einer Volksschule ein akademischer Abschluss? (Abg. Großruck: Kommt darauf an!) – Wir werden uns einig sein: Nein. Ist eine Matura ein akademischer Abschluss? – Auch nicht.
Abg. Großruck: Ist „Radio Eriwan“ ein ...?
Ist ein Bachelor ein akademischer Abschluss? (Abg. Großruck: Ist „Radio Eriwan“ ein ...?) Ist ein Bachelor ein akademischer Abschluss? – Selbstverständlich! Ist ein Magisterstudium an einer Fachhochschule ein akademischer Abschluss? – Auch! (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Werden künftige Lehrerinnen und Lehrer an den Hochschulen für Bildungsberufe akademische Abschlüsse haben? – Selbstverständlich!
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Ist ein Bachelor ein akademischer Abschluss? (Abg. Großruck: Ist „Radio Eriwan“ ein ...?) Ist ein Bachelor ein akademischer Abschluss? – Selbstverständlich! Ist ein Magisterstudium an einer Fachhochschule ein akademischer Abschluss? – Auch! (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Werden künftige Lehrerinnen und Lehrer an den Hochschulen für Bildungsberufe akademische Abschlüsse haben? – Selbstverständlich!
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Aber all diese Antworten sind falsch, wenn es nach dem neuen Beamtendienstrecht geht, das Sie hier demnächst beschließen wollen. Dort steht ganz klar drinnen, dass all diese akademischen Abschlüsse in den Augen dieses Gesetzgebers, dieser parlamentarischen Mehrheit, in den Augen von ÖVP und FPÖ keine akademischen Abschlüsse sind. Sie werden nicht anerkannt. Das ist ein Skandal der Sonderklasse! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Großruck: Der Broukal hat überhaupt keinen akademischen Abschluss! Und der ist euer Wissenschaftssprecher!
Damit führen Sie, Frau Bundesministerin, auf der einen Seite den Bachelor ein, brüsten sich in einer Aussendung – gerade gestern – damit, wie gut das mit dem dreigliedrigen Studium funktioniert, und in Wirklichkeit sagen Sie auf der anderen Seite allen Absolventinnen und Absolventen: Aber euer Abschluss hat für uns nur Matura-Niveau! (Abg. Großruck: Der Broukal hat überhaupt keinen akademischen Abschluss! Und der ist euer Wissenschaftssprecher!) – Das ist nicht so gleichgültig, Kollege Großruck. Das strahlt weit in den öffentlichen Dienst und in die Privatwirtschaft aus.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Das sind die sechs Punkte, angesichts derer man sagen muss: Es ist Zeit, dass diese Bildungspolitik, dass diese Hochschulpolitik ein Ende findet und dass diese Art der Bildungspolitik abgelöst wird. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des Abg. Dr. Niederwieser –: Erwin, wir sind froh, dass das gesagt worden ist!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Dipl.-Ing. Achleitner. 5 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des Abg. Dr. Niederwieser –: Erwin, wir sind froh, dass das gesagt worden ist!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Herr Kollege Niederwieser, Sie setzen wirklich die absoluten Widersprüche fort, in die sich die SPÖ ständig verstrickt. Ich habe hier eine Pressemeldung der Vorsitzenden der Hochschullehrergewerkschaft Andrea Kdolsky. Darin heißt es, dass sie es nicht gut findet, wenn das Doktorat mit dem Bakkalaureat und dem FH-Abschluss gleichgesetzt wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Ich denke, gerade die Gewerkschafter des ÖGB sind nicht unbedingt als regierungsnahe zu bezeichnen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrter Herr Kollege Niederwieser, wenn Sie vom Budget für die Wissenschaft reden, dann sollten Sie schon die Zahlen richtig anschauen. Im Jahre 1997 betrug das Budget für den Bereich Wissenschaft 1,02 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, während es heuer, 2004, 1,36 Prozent beträgt. Das zeigt sehr wohl, dass dieser Regierung die Wissenschaft und die Förderung der Universitäten wirklich am Herzen liegen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Puswald: Deswegen wandern die Wissenschafter ab?!
Sehr geehrte Damen und Herren! Die Universitäten sind natürlich durch das Universitätsgesetz gefordert. Autonomie, ein Globalbudget und die neuen Strukturen erfordern einen massiven Einsatz und auch ein Umdenken an den Universitäten, denn Eigenverantwortung bedeutet, sich Herausforderungen stellen zu müssen. Wenn man die Struktur des UOG 2002 wirklich verstanden hat – und ich befürchte, dass das von Seiten der SPÖ noch immer nicht erfolgt ist –, dann erkennt man, dass dieses Gesetz riesige Chancen bietet, Chancen für die Unis, zu attraktiven Forschungs- und Studienstätten zu werden. (Abg. Dr. Puswald: Deswegen wandern die Wissenschafter ab?!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist ganz klar, dass Umstrukturierungen in jedem Betrieb und in jeder Institution mühsam sind, denn es ist nicht so angenehm, von langjährigen Abläufen abzugehen, es ist auch aufwendig, diese Umstrukturierungen durchzuführen. Aber sie sind notwendig – sowohl in Betrieben als auch in Institutionen, und zwar für ein künftiges gutes Bestehen der Universitäten. Dazu brauchen die Unis ganz einfach Unterstützung und Motivation. Sie brauche nicht ständiges Polemisieren und Aufhetzen durch die Opposition. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Puswald: Aber es schadet nicht wirklich!
Eines ist auch ganz klar: Rein durch Geld, nur durch finanzielle Zuwendungen können die Organisationsstrukturen und Problemen nicht gelöst werden. (Abg. Dr. Puswald: Aber es schadet nicht wirklich!)
Abg. Dr. Brinek: Wie so oft!
Kollege Gusenbauer – er ist heute leider nicht da (Abg. Dr. Brinek: Wie so oft!) – hat in einer Meldung am 29. Oktober gesagt, dass der Raubbau an den Universitäten beendet werden müsse. Mir ist nicht ganz klar, mit welchem Zahlenmaterial die SPÖ rechnet. Es ist Tatsache, dass im Jahr 2004 alle Universitäten im Schnitt 6 Prozent mehr an finanziellen Mitteln für ihr Budget zugewiesen bekommen haben, die Universität Wien sogar über 11 Prozent.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es ist eine Tatsache, dass Österreich pro Student im Jahr deutlich mehr zahlt, als im Durchschnitt der OECD-Länder dafür bezahlt wird. Österreich liegt vor Deutschland, liegt vor Finnland, liegt vor Frankreich, liegt vor Japan und liegt vor Italien an neunter Stelle in der OECD, wenn es darum geht, wie viel Geld für Studenten ausgegeben wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Es gibt auch viele Institute, bei denen der Betrieb funktioniert. Die Opposition versucht ständig, nur jene wenigen Institute herauszugreifen, wo das nicht der Fall ist. Sie versucht die Tatsache, dass sich alle Assistenten und Professoren wirklich darum bemühen, einen funktionierenden Studienbetrieb ablaufen zu lassen, einfach unter den Tisch zu kehren und dies nicht einmal zur Kenntnis zu nehmen. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Brosz: Können Sie es uns bitte erklären?!
Sehr geehrte Damen und Herren! Die Opposition weiß wirklich nicht, was sie will. (Abg. Brosz: Können Sie es uns bitte erklären?!) Einerseits wollen Sie zentrale, planwirtschaftlich gesteuerte Unis, weil sie den Universitäten einfach nicht zutrauen, dass sie finanzielle Mittel effizient einsetzen. (Abg. Dr. Puswald: Redezeit!) Andererseits wollen Sie weniger Einfluss durch den Staat, natürlich nur dann, wenn es sich um eine blau-schwarze Regierung handelt. (Abg. Dr. Wittmann: Schlusssatz!)
Abg. Dr. Puswald: Redezeit!
Sehr geehrte Damen und Herren! Die Opposition weiß wirklich nicht, was sie will. (Abg. Brosz: Können Sie es uns bitte erklären?!) Einerseits wollen Sie zentrale, planwirtschaftlich gesteuerte Unis, weil sie den Universitäten einfach nicht zutrauen, dass sie finanzielle Mittel effizient einsetzen. (Abg. Dr. Puswald: Redezeit!) Andererseits wollen Sie weniger Einfluss durch den Staat, natürlich nur dann, wenn es sich um eine blau-schwarze Regierung handelt. (Abg. Dr. Wittmann: Schlusssatz!)
Abg. Dr. Wittmann: Schlusssatz!
Sehr geehrte Damen und Herren! Die Opposition weiß wirklich nicht, was sie will. (Abg. Brosz: Können Sie es uns bitte erklären?!) Einerseits wollen Sie zentrale, planwirtschaftlich gesteuerte Unis, weil sie den Universitäten einfach nicht zutrauen, dass sie finanzielle Mittel effizient einsetzen. (Abg. Dr. Puswald: Redezeit!) Andererseits wollen Sie weniger Einfluss durch den Staat, natürlich nur dann, wenn es sich um eine blau-schwarze Regierung handelt. (Abg. Dr. Wittmann: Schlusssatz!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich fordere Sie daher auf: Lassen Sie die Universitäten endlich arbeiten! Hören Sie damit auf, auf Kosten der Lehrenden und Studierenden Parteipolitik zu machen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Hoffentlich keine Kritik an Ihrem Parteivorsitzenden!
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Sie werden von mir keine Geschichten hören, sondern, wie Frau Partik-Pablé sich das wünscht, Daten und Fakten (Abg. Scheibner: Hoffentlich keine Kritik an Ihrem Parteivorsitzenden!), und die sind noch besser als Geschichten und lassen sich damit gut verknüpfen.
Abg. Scheibner: Also doch eine Geschichte!
Jetzt werden Sie sich fragen: Wozu dieser nautisch-maritim-biologische Ausflug? – In Innsbruck wurden an einem Institut für Limnologie und Zoologie die Aquarien neu gefüllt. (Abg. Scheibner: Also doch eine Geschichte!) Fakten! – Bald darauf schwammen alle Fische mit dem Bauch nach oben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist eine Ge-
Abg. Dr. Partik-Pablé: Die Geschichte ist nicht interessanter als die von Herrn Van der Bellen!
schichte! – Abg. Dr. Brinek: Märchen!) Man wiederholte dieses Experiment, und wiederum schwammen die Fische mit dem Bauch nach oben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Die Geschichte ist nicht interessanter als die von Herrn Van der Bellen!)
Abg. Dr. Brinek: Da gibt es eine Verantwortung für die Institute!
Wenn ich mir anschaue, wie Sie die Budgetsteigerungen verkaufen, dann komme ich zu ganz harten Fakten. (Abg. Dr. Brinek: Da gibt es eine Verantwortung für die Institute!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist alles bekannt – und in Anbetracht dessen sagen Sie, da sei kein Bedarf mehr, beim klinischen Mehraufwand sei kein Bedarf mehr?! Sie wissen, dass die Universitäten Ländern und Gemeinden ausgesetzt sind und dass das universitäre Personal an den Universitätskliniken zu nahezu 100 Prozent ihrer regulären Dienstzeit in der Patientenversorgung verbringt. Doch Sie sagen: Die Universitäten sind autonom! Macht mal! Tut mal! Reguliert mal! – Aber wer hilft ihnen, das zu beseitigen und diese Defizite in den Griff zu bekommen? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Krankenversorgung hat mit der Universität nichts zu tun!
Sie wissen, was in Innsbruck passiert ist. Kranke werden nicht um 4 Uhr nachmittags, nach Dienstschluss, oder um 7 Uhr am Abend, wenn da Dienstschluss ist, gesund, sondern man ist manchmal gezwungen, an diesen Patientinnen weiter zu therapieren und ihnen zu helfen. Überstunden könnten, schreibt der Rektor, nicht mehr budgetiert und nicht mehr bezahlt werden. Entweder man macht es freiwillig, oder man geht nach Hause. Auch da können Sie sagen: Macht mal, Ihr seid ja autonom! (Abg. Dr. Brinek: Krankenversorgung hat mit der Universität nichts zu tun!)
Abg. Dr. Brinek: Die Grenze ist 35!
Ich rede jetzt gar nicht von den Studienbedingungen, aber Folgendes möchte ich doch sagen: Wenn Seminare von 70 bis 100 Leuten besucht werden, dann kann man von keinem Seminar reden, das ist eine Massenvorlesung. (Abg. Dr. Brinek: Die Grenze ist 35!) Die gibt es! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich rede jetzt gar nicht von den Studienbedingungen, aber Folgendes möchte ich doch sagen: Wenn Seminare von 70 bis 100 Leuten besucht werden, dann kann man von keinem Seminar reden, das ist eine Massenvorlesung. (Abg. Dr. Brinek: Die Grenze ist 35!) Die gibt es! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich habe einmal folgenden Vergleich gebracht: Das heißt so viel, wie einen Gourmettempel im Land der Mangelernährten zu bauen. Ich würde sagen: Um solche Showelemente würde ich ganz gern entlastet werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Soll ich mitschreiben? – Abg. Neugebauer – darauf replizierend –: Wer es braucht!
Erstens: Ich rede nicht von „Elite-Universitäten“. (Ruf bei der SPÖ: Soll ich mitschreiben? – Abg. Neugebauer – darauf replizierend –: Wer es braucht!) Professor Zeilinger hat vorgeschlagen, eine Elite-Universität einzurichten, und wir setzen eine Arbeitsgruppe ein, um das zu prüfen. Ich rede nicht davon, sondern ich prüfe diesen Vorschlag!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Unsere Universitäten sind in ein gutes Jahr hinein gestartet, und wir müssen schauen, dass wir sie mit positiver Unterstützung auch in den nächsten Jahren weiterentwickeln. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von den Grünen! Sie haben heute die Zahlen gehört, und Sie haben auch im Budgetausschuss die Zahlen gehört. Sie haben heute von der Frau Ministerin und von meiner Kollegin Brinek wieder gehört: Es gibt mehr Geld für die Universitäten als in der Vergangenheit! Das kann doch wohl nicht zum Aushungern der Universitäten führen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Lassen Sie mich auch Folgendes noch feststellen: Die überwiegende Zahl der Seminare an der Universität Wien ist mit nur 30 bis 40 Studierenden besetzt, nicht mit mehr, und das ist durchaus eine passable Möglichkeit, zu arbeiten und Lehre zu betreiben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Sburny: Wo stellen sie sich jetzt an?
Abschließend: Sie von den Oppositionsparteien hängen auch weiterhin – und das ist, glaube ich, der Kardinalfehler – einem völlig veralteten Modell der Universitäten nach, nämlich dem Modell, Universitäten seien Dienststellen eines Bundesministeriums, müssten sich daher dort um ihr Geld anstellen und die Beamten dort davon überzeugen, welches Geld wohin fließen soll. – Das ist aber nicht mehr die reale Situation! (Abg. Sburny: Wo stellen sie sich jetzt an?) Das ist international nicht mehr die Realität, und das ist auch in Österreich nicht mehr die Realität! Nach dem Universitätsgesetz 2002, das ja sehr viele begrüßt haben, ist das anders. (Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.
Abschließend: Sie von den Oppositionsparteien hängen auch weiterhin – und das ist, glaube ich, der Kardinalfehler – einem völlig veralteten Modell der Universitäten nach, nämlich dem Modell, Universitäten seien Dienststellen eines Bundesministeriums, müssten sich daher dort um ihr Geld anstellen und die Beamten dort davon überzeugen, welches Geld wohin fließen soll. – Das ist aber nicht mehr die reale Situation! (Abg. Sburny: Wo stellen sie sich jetzt an?) Das ist international nicht mehr die Realität, und das ist auch in Österreich nicht mehr die Realität! Nach dem Universitätsgesetz 2002, das ja sehr viele begrüßt haben, ist das anders. (Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.)
Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen
Die Universitäten bekommen jetzt finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt – mehr als in der Vergangenheit! (Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen) –, und sie können diese Mittel einsetzen, wie sie glauben: effizient, sinnvoll und im Interesse der Studierenden sowie der Forschung. Das ist richtig, das ist wichtig – und das funktioniert auch an den Universitäten sehr gut. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Universitäten bekommen jetzt finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt – mehr als in der Vergangenheit! (Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen) –, und sie können diese Mittel einsetzen, wie sie glauben: effizient, sinnvoll und im Interesse der Studierenden sowie der Forschung. Das ist richtig, das ist wichtig – und das funktioniert auch an den Universitäten sehr gut. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Puswald: Die Budgetpolitik verunsichert!
Ich würde Sie daher ersuchen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition, besonders auch Sie von den Grünen: Hören Sie auf mit Ihrer Verunsicherungspolitik! (Abg. Dr. Puswald: Die Budgetpolitik verunsichert!) Hören Sie auf, die Universitäten krankzujammern!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Haben wir Vertrauen in die Universitäten, glauben wir gemeinsam an die Leistungsfähigkeit unserer Universitäten, ihrer Funktionäre, Mitarbeiter und Studierenden, die dort tätig sind! Das war in den letzten zwei Jahren erfolgreich – und wird es auch in Zukunft sein! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Das ist schön! Darf das nicht sein?
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn man Frau Bundesministerin Gehrer hier zuhört, könnte man den Eindruck gewinnen, es sei alles in Ordnung. (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Das ist schön! Darf das nicht sein?) Es ist durchaus eindrucksvoll, Frau Bundesministerin, wie Sie sich hier herstellen und die Dinge darstellen, sodaß man den Eindruck gewinnen könnte, die Universitäten hätten ohnehin ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung und Sie, Frau Bundesministerin, würden sich bemühen, dass immer mehr und mehr Mittel dazukommen. Sie reden weiters von „guten Studienbedingungen“, von „Weltklasse-Universität“ und meinen, wozu also diese Aufregung von Seiten der Opposition.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Weiters sagen Sie, die Opposition jammere die Universitäten krank und verweigere den Universitätsangehörigen das positive Feedback, das sich diese verdienen würden. – Ein solches verdienen sich die Universitäten übrigens wirklich! Ausdrücklich möchte ich von dieser Stelle aus betonen, dass wir wissen, dass sich viele Universitätsangehörige, und zwar in allen Berufsgruppen, wirklich sehr bemühen, auch angesichts der wirklich schwierigen und verzweifelten Situation das Beste daraus zu machen. Diese Leute trifft wahrlich keine Schuld! Ganz im Gegenteil! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Das war vor 20 Jahren schon so!
Im Institut für Romanistik beispielsweise muss man drei Stunden vor dem Computer warten, bis man sich für ein Seminar anmelden kann, dann schnell den richtigen Zeitpunkt erwischen – und wenn man Pech hat, ist kein Platz mehr frei! (Abg. Mag. Donnerbauer: Das war vor 20 Jahren schon so!) – Das war vor 20 Jahren nicht so, das wissen Sie genau! (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Im Institut für Romanistik beispielsweise muss man drei Stunden vor dem Computer warten, bis man sich für ein Seminar anmelden kann, dann schnell den richtigen Zeitpunkt erwischen – und wenn man Pech hat, ist kein Platz mehr frei! (Abg. Mag. Donnerbauer: Das war vor 20 Jahren schon so!) – Das war vor 20 Jahren nicht so, das wissen Sie genau! (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Zur finanziellen Situation. – Übrigens: Wir müssen uns gar nicht unterhalten darüber, ob die Zahlen stimmen oder nicht, denn hier (die Rednerin stellt eine Graphik mit der Überschrift „Hochschulbudget, Anteil am Bundesbudget“ vor sich auf das Rednerpult) können Sie sehen, dass das Hochschulbudget im Anteil des Gesamtbudgets immer niedriger wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sind offizielle Zahlen, sie stammen aus dem aktuellen Budgetheft, das zur Verhandlung steht. Die Situation wird also keinesfalls besser, und die Situation an den Universitäten schaut daher dementsprechend aus.
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Übrigens: Wenn man die Prioritätensetzung sozialdemokratischer Wissenschaftsminister fortgesetzt hätte, dann hätten die Universitäten heute Jahr für Jahr 280 Millionen € mehr. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Die Rektoren müssten dann nicht um ein Notprogramm von 100 Millionen € betteln (Abg. Dr. Brinek: Die müssen nicht betteln! Das weise ich zurück! Die Rektoren müssen nicht betteln! Die Rektoren sind keine Bettler!), ein Notprogramm, das jedoch Sie, Frau Bundesministerin, verweigern! Sie verweigern leider auch Gespräche Studierenden gegenüber! Die ÖH hat zu einem „runden Tisch“ eingeladen. – Ihre Zusage fehlt nach wie vor, Frau Bundesministerin. Bis 15. November haben Sie noch Zeit. Verweigern Sie, bitte, nicht auch noch Gespräche! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Brinek: Die müssen nicht betteln! Das weise ich zurück! Die Rektoren müssen nicht betteln! Die Rektoren sind keine Bettler!
Übrigens: Wenn man die Prioritätensetzung sozialdemokratischer Wissenschaftsminister fortgesetzt hätte, dann hätten die Universitäten heute Jahr für Jahr 280 Millionen € mehr. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Die Rektoren müssten dann nicht um ein Notprogramm von 100 Millionen € betteln (Abg. Dr. Brinek: Die müssen nicht betteln! Das weise ich zurück! Die Rektoren müssen nicht betteln! Die Rektoren sind keine Bettler!), ein Notprogramm, das jedoch Sie, Frau Bundesministerin, verweigern! Sie verweigern leider auch Gespräche Studierenden gegenüber! Die ÖH hat zu einem „runden Tisch“ eingeladen. – Ihre Zusage fehlt nach wie vor, Frau Bundesministerin. Bis 15. November haben Sie noch Zeit. Verweigern Sie, bitte, nicht auch noch Gespräche! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Übrigens: Wenn man die Prioritätensetzung sozialdemokratischer Wissenschaftsminister fortgesetzt hätte, dann hätten die Universitäten heute Jahr für Jahr 280 Millionen € mehr. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Die Rektoren müssten dann nicht um ein Notprogramm von 100 Millionen € betteln (Abg. Dr. Brinek: Die müssen nicht betteln! Das weise ich zurück! Die Rektoren müssen nicht betteln! Die Rektoren sind keine Bettler!), ein Notprogramm, das jedoch Sie, Frau Bundesministerin, verweigern! Sie verweigern leider auch Gespräche Studierenden gegenüber! Die ÖH hat zu einem „runden Tisch“ eingeladen. – Ihre Zusage fehlt nach wie vor, Frau Bundesministerin. Bis 15. November haben Sie noch Zeit. Verweigern Sie, bitte, nicht auch noch Gespräche! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: Na, bitte!
Aber heute war von dem überhaupt nichts zu bemerken, Herr Professor. Ihre Rede von zehn Minuten war irgendwie leer; da war überhaupt keine Vision, da war kein Inhalt drinnen. Eigentlich nur pure Enttäuschung! Es hat mich geradezu „fasziniert“, dass man eine Aktuelle Stunde mit so einem geringen Ausmaß an irgendwelchen Visionen oder mit so wenig an Ausblick in die Zukunft einleitet. (Abg. Mag. Kogler: Na, bitte!)
Abg. Scheibner: Sie drängen!
Es ist vielleicht damit zu erklären, dass die Grünen im Endeffekt eben doch noch nie in Regierungsverantwortung waren. (Abg. Scheibner: Sie drängen!) Und nach Ihrer heutigen Rede kann man nur hoffen, dass sie möglichst lange nicht in Regierungsverantwortung kommen werden! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: ... noch etwas abgewinnen, dieser Analyse!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: ... noch etwas abgewinnen, dieser Analyse!
Es ist vielleicht damit zu erklären, dass die Grünen im Endeffekt eben doch noch nie in Regierungsverantwortung waren. (Abg. Scheibner: Sie drängen!) Und nach Ihrer heutigen Rede kann man nur hoffen, dass sie möglichst lange nicht in Regierungsverantwortung kommen werden! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: ... noch etwas abgewinnen, dieser Analyse!)
Abg. Dr. Van der Bellen: Was können Sie zur Sache sagen?
Ich habe mir dann überlegt, es könnte aber auch sein, dass diese wirklich enttäuschende Rede darauf zurückzuführen ist, dass Sie andere Problem haben (Abg. Dr. Van der Bellen: Was können Sie zur Sache sagen?), denn wenn man die Grünen in den letzten Wochen und Monaten beobachtet, so bemerkt man eigentlich zu allen wirklich brisanten Themen überhaupt keine Position. (Abg. Dr. Van der Bellen: Zu den Universitäten fällt Ihnen nichts ein?)
Abg. Dr. Van der Bellen: Zu den Universitäten fällt Ihnen nichts ein?
Ich habe mir dann überlegt, es könnte aber auch sein, dass diese wirklich enttäuschende Rede darauf zurückzuführen ist, dass Sie andere Problem haben (Abg. Dr. Van der Bellen: Was können Sie zur Sache sagen?), denn wenn man die Grünen in den letzten Wochen und Monaten beobachtet, so bemerkt man eigentlich zu allen wirklich brisanten Themen überhaupt keine Position. (Abg. Dr. Van der Bellen: Zu den Universitäten fällt Ihnen nichts ein?)
Zwischenruf des Abg. Brosz
Zum Beispiel zur Gesundheitsreform, zum geplanten Finanzausgleich, überall dort, wo wir Freiheitliche uns einsetzen (Zwischenruf des Abg. Brosz), überall dort, wo wir konstruktive Lösungsansätze bieten, wo wir uns bemühen, wo wir kämpfen und ringen um gute Ergebnisse, dort hört man von Ihnen nichts! Das dürfte mitunter damit zu tun haben, dass in den Reihen der Grünen seit Tagen ein harter Kampf um die Neutralität entbrannt ist, dass Frau Dr. Glawischnig mit Herrn Dr. Pilz darum kämpft, ob wir neutral bleiben sollen oder nicht. All das sind Probleme, die die Grünen zu bewältigen haben. (Abg. Dr. Van der Bellen: Zu den Universitäten fällt Ihnen nichts ein!) Ich würde Sie wirklich bitten, dass Sie parteiintern Ihre Linie finden, dass Sie diese Linie festlegen und dann auf das politische Parkett zurückkommen. (Abg. Dr. Van der Bellen: Danke!) Dann können wir auch gerne wieder über Bildungspolitik sprechen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Sburny: ... nur warten, bis Sie Ihre internen Probleme gelöst haben!?)
Abg. Dr. Van der Bellen: Zu den Universitäten fällt Ihnen nichts ein!
Zum Beispiel zur Gesundheitsreform, zum geplanten Finanzausgleich, überall dort, wo wir Freiheitliche uns einsetzen (Zwischenruf des Abg. Brosz), überall dort, wo wir konstruktive Lösungsansätze bieten, wo wir uns bemühen, wo wir kämpfen und ringen um gute Ergebnisse, dort hört man von Ihnen nichts! Das dürfte mitunter damit zu tun haben, dass in den Reihen der Grünen seit Tagen ein harter Kampf um die Neutralität entbrannt ist, dass Frau Dr. Glawischnig mit Herrn Dr. Pilz darum kämpft, ob wir neutral bleiben sollen oder nicht. All das sind Probleme, die die Grünen zu bewältigen haben. (Abg. Dr. Van der Bellen: Zu den Universitäten fällt Ihnen nichts ein!) Ich würde Sie wirklich bitten, dass Sie parteiintern Ihre Linie finden, dass Sie diese Linie festlegen und dann auf das politische Parkett zurückkommen. (Abg. Dr. Van der Bellen: Danke!) Dann können wir auch gerne wieder über Bildungspolitik sprechen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Sburny: ... nur warten, bis Sie Ihre internen Probleme gelöst haben!?)
Abg. Dr. Van der Bellen: Danke!
Zum Beispiel zur Gesundheitsreform, zum geplanten Finanzausgleich, überall dort, wo wir Freiheitliche uns einsetzen (Zwischenruf des Abg. Brosz), überall dort, wo wir konstruktive Lösungsansätze bieten, wo wir uns bemühen, wo wir kämpfen und ringen um gute Ergebnisse, dort hört man von Ihnen nichts! Das dürfte mitunter damit zu tun haben, dass in den Reihen der Grünen seit Tagen ein harter Kampf um die Neutralität entbrannt ist, dass Frau Dr. Glawischnig mit Herrn Dr. Pilz darum kämpft, ob wir neutral bleiben sollen oder nicht. All das sind Probleme, die die Grünen zu bewältigen haben. (Abg. Dr. Van der Bellen: Zu den Universitäten fällt Ihnen nichts ein!) Ich würde Sie wirklich bitten, dass Sie parteiintern Ihre Linie finden, dass Sie diese Linie festlegen und dann auf das politische Parkett zurückkommen. (Abg. Dr. Van der Bellen: Danke!) Dann können wir auch gerne wieder über Bildungspolitik sprechen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Sburny: ... nur warten, bis Sie Ihre internen Probleme gelöst haben!?)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Sburny: ... nur warten, bis Sie Ihre internen Probleme gelöst haben!?
Zum Beispiel zur Gesundheitsreform, zum geplanten Finanzausgleich, überall dort, wo wir Freiheitliche uns einsetzen (Zwischenruf des Abg. Brosz), überall dort, wo wir konstruktive Lösungsansätze bieten, wo wir uns bemühen, wo wir kämpfen und ringen um gute Ergebnisse, dort hört man von Ihnen nichts! Das dürfte mitunter damit zu tun haben, dass in den Reihen der Grünen seit Tagen ein harter Kampf um die Neutralität entbrannt ist, dass Frau Dr. Glawischnig mit Herrn Dr. Pilz darum kämpft, ob wir neutral bleiben sollen oder nicht. All das sind Probleme, die die Grünen zu bewältigen haben. (Abg. Dr. Van der Bellen: Zu den Universitäten fällt Ihnen nichts ein!) Ich würde Sie wirklich bitten, dass Sie parteiintern Ihre Linie finden, dass Sie diese Linie festlegen und dann auf das politische Parkett zurückkommen. (Abg. Dr. Van der Bellen: Danke!) Dann können wir auch gerne wieder über Bildungspolitik sprechen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Sburny: ... nur warten, bis Sie Ihre internen Probleme gelöst haben!?)
Ruf bei der SPÖ: Weil er krank ist!
Interessanter ist es da mit der SPÖ: Da gibt es diesen selbst ernannten Uni-Reformer – „Professor Broukal“, „Dr. Broukal“, wie immer man ihn nennen möchte –, er ist heute aber nicht hier, er glänzt durch Abwesenheit. (Ruf bei der SPÖ: Weil er krank ist!) Das ist schade, denn es wäre eigentlich sein Thema. (Abg. Reheis: Darf er einmal krank sein?) – Entschuldige, Herr Kollege, aber ich habe ja gesagt, es ist schade! Ich habe es nicht kritisiert. (Abg. Schieder: Dann „glänzt“ er nicht durch Abwesenheit!) Ich habe eigentlich nur meine Trauer zum Ausdruck gebracht und dass es schade ist, dass er nicht hier ist. (Abg. Reheis: Sie sollten ihm gute Besserung wünschen!)
Abg. Reheis: Darf er einmal krank sein?
Interessanter ist es da mit der SPÖ: Da gibt es diesen selbst ernannten Uni-Reformer – „Professor Broukal“, „Dr. Broukal“, wie immer man ihn nennen möchte –, er ist heute aber nicht hier, er glänzt durch Abwesenheit. (Ruf bei der SPÖ: Weil er krank ist!) Das ist schade, denn es wäre eigentlich sein Thema. (Abg. Reheis: Darf er einmal krank sein?) – Entschuldige, Herr Kollege, aber ich habe ja gesagt, es ist schade! Ich habe es nicht kritisiert. (Abg. Schieder: Dann „glänzt“ er nicht durch Abwesenheit!) Ich habe eigentlich nur meine Trauer zum Ausdruck gebracht und dass es schade ist, dass er nicht hier ist. (Abg. Reheis: Sie sollten ihm gute Besserung wünschen!)
Abg. Schieder: Dann „glänzt“ er nicht durch Abwesenheit!
Interessanter ist es da mit der SPÖ: Da gibt es diesen selbst ernannten Uni-Reformer – „Professor Broukal“, „Dr. Broukal“, wie immer man ihn nennen möchte –, er ist heute aber nicht hier, er glänzt durch Abwesenheit. (Ruf bei der SPÖ: Weil er krank ist!) Das ist schade, denn es wäre eigentlich sein Thema. (Abg. Reheis: Darf er einmal krank sein?) – Entschuldige, Herr Kollege, aber ich habe ja gesagt, es ist schade! Ich habe es nicht kritisiert. (Abg. Schieder: Dann „glänzt“ er nicht durch Abwesenheit!) Ich habe eigentlich nur meine Trauer zum Ausdruck gebracht und dass es schade ist, dass er nicht hier ist. (Abg. Reheis: Sie sollten ihm gute Besserung wünschen!)
Abg. Reheis: Sie sollten ihm gute Besserung wünschen!
Interessanter ist es da mit der SPÖ: Da gibt es diesen selbst ernannten Uni-Reformer – „Professor Broukal“, „Dr. Broukal“, wie immer man ihn nennen möchte –, er ist heute aber nicht hier, er glänzt durch Abwesenheit. (Ruf bei der SPÖ: Weil er krank ist!) Das ist schade, denn es wäre eigentlich sein Thema. (Abg. Reheis: Darf er einmal krank sein?) – Entschuldige, Herr Kollege, aber ich habe ja gesagt, es ist schade! Ich habe es nicht kritisiert. (Abg. Schieder: Dann „glänzt“ er nicht durch Abwesenheit!) Ich habe eigentlich nur meine Trauer zum Ausdruck gebracht und dass es schade ist, dass er nicht hier ist. (Abg. Reheis: Sie sollten ihm gute Besserung wünschen!)
Die Abgeordneten Dr. Van der Bellen und Öllinger: Ein Wort zur Universität!
Dann gibt es noch den Parteivorsitzenden Gusenbauer, der auch nicht da ist. Vielleicht ist er ja auch krank, das kann ja sein. (Die Abgeordneten Dr. Van der Bellen und Öllinger: Ein Wort zur Universität!) Es ist faszinierend, er glänzt nämlich auch durch Anwesenheit. Es ist wirklich arg! Wahrscheinlich ist er gerade dabei, sein startklares Team ... (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Öllinger: ... ein Wort zur Uni! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Erzähl ihnen ein Märchen! Vielleicht verstehen sie das besser! – Abg. Dr. Cap: Nicht genügend! Setzen! – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Öllinger: ... ein Wort zur Uni! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Erzähl ihnen ein Märchen! Vielleicht verstehen sie das besser! – Abg. Dr. Cap: Nicht genügend! Setzen! – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Dann gibt es noch den Parteivorsitzenden Gusenbauer, der auch nicht da ist. Vielleicht ist er ja auch krank, das kann ja sein. (Die Abgeordneten Dr. Van der Bellen und Öllinger: Ein Wort zur Universität!) Es ist faszinierend, er glänzt nämlich auch durch Anwesenheit. Es ist wirklich arg! Wahrscheinlich ist er gerade dabei, sein startklares Team ... (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Öllinger: ... ein Wort zur Uni! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Erzähl ihnen ein Märchen! Vielleicht verstehen sie das besser! – Abg. Dr. Cap: Nicht genügend! Setzen! – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Rufe: So nicht!
Präsident Dr. Andreas Khol (das Glockenzeichen gebend): Meine Damen und Herren! Lassen Sie den Redner reden! (Rufe: So nicht!) – Bitte.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Du warst ja überhaupt noch nicht da bis jetzt!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (fortsetzend): Danke, Herr Präsident! In Wirklichkeit zeigt die Unruhe innerhalb der Opposition nur, dass man sie am richtigen Fuß erwischt hat, denn wenn sie nach einer Stunde Plenardebatte endlich munter werden, dann sind wir auf dem richtigen Weg! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Du warst ja überhaupt noch nicht da bis jetzt!)
Abg. Heinzl: Du bist ein Blitzgneißer!
Herr Dr. Niederwieser – ich komme jetzt zurück auf DDr. Niederwieser – stellt sich hier heraus (Abg. Heinzl: Du bist ein Blitzgneißer!) und bezeichnet die Bildungspolitik als „grottenschlecht“. Ich habe Frau Kollegin Dr. Pablé gefragt, was „grottenschlecht“ eigentlich bedeutet! Bei uns in Kärnten gibt es dazu zwei Zugänge: Da gibt es einmal die Kröte – das ist eine „Krot“ –, und dann gibt es die Grotte. (Abg. Dr. Niederwieser: Grotte mit Gustav!)
Abg. Dr. Niederwieser: Grotte mit Gustav!
Herr Dr. Niederwieser – ich komme jetzt zurück auf DDr. Niederwieser – stellt sich hier heraus (Abg. Heinzl: Du bist ein Blitzgneißer!) und bezeichnet die Bildungspolitik als „grottenschlecht“. Ich habe Frau Kollegin Dr. Pablé gefragt, was „grottenschlecht“ eigentlich bedeutet! Bei uns in Kärnten gibt es dazu zwei Zugänge: Da gibt es einmal die Kröte – das ist eine „Krot“ –, und dann gibt es die Grotte. (Abg. Dr. Niederwieser: Grotte mit Gustav!)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Es ist völlig egal, wer auch immer Verantwortung für die Bildungspolitik hat. Aber es ist sicherlich nicht völlig egal, solche Ausdrücke zu verwenden. Ich halte es einfach – und da möchte ich mich wirklich klar artikulieren – für beschämend, dass Herr DDr. Niederwieser solche Ausdrücke hier in diesem Hohen Haus verwendet. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Das hat sich weder die Regierung noch die Opposition verdient! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist, weil er immer nur als ...!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist, weil er immer nur als ...!
Es ist völlig egal, wer auch immer Verantwortung für die Bildungspolitik hat. Aber es ist sicherlich nicht völlig egal, solche Ausdrücke zu verwenden. Ich halte es einfach – und da möchte ich mich wirklich klar artikulieren – für beschämend, dass Herr DDr. Niederwieser solche Ausdrücke hier in diesem Hohen Haus verwendet. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Das hat sich weder die Regierung noch die Opposition verdient! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist, weil er immer nur als ...!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Sie, Herr Kollege, und auch Herr Kollege Broukal sprechen immer über die „veralteten Labors“, über die „veralteten Einrichtungen“, davon, dass wir bei den Universitäten etwas machen müssen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) – Bitte, ich habe 15 APA-Meldungen auf meinem Schreibtisch liegen, in denen darüber diskutiert wird.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Der Herr Niederwieser!
Bitte, wer war denn bis 2000 in Regierungsverantwortung? Wer hat denn diese Politik bis 2000 gemacht? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Der Herr Niederwieser!) Wer hat denn diese veralteten Dinge nie erneuert? (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Was ist denn der Grund dafür, dass wir heute diese Probleme zum Teil haben? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Bitte, wer war denn bis 2000 in Regierungsverantwortung? Wer hat denn diese Politik bis 2000 gemacht? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Der Herr Niederwieser!) Wer hat denn diese veralteten Dinge nie erneuert? (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Was ist denn der Grund dafür, dass wir heute diese Probleme zum Teil haben? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Bitte, wer war denn bis 2000 in Regierungsverantwortung? Wer hat denn diese Politik bis 2000 gemacht? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Der Herr Niederwieser!) Wer hat denn diese veralteten Dinge nie erneuert? (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Was ist denn der Grund dafür, dass wir heute diese Probleme zum Teil haben? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Er war ja gar nicht an der Uni!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (fortsetzend): Er wird munter, das ist ein gutes Zeichen! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Er war ja gar nicht an der Uni!)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Deswegen, meine geschätzten Damen und Herren, bin ich davon überzeugt, dass es auch in der Bildungspolitik Verbesserungsmöglichkeiten gibt. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) – Ich komme schon zum Schlusssatz, Herr Präsident. (Abg. Parnigoni: Zeit wird es, dass deine Zeit um ist!)
Abg. Parnigoni: Zeit wird es, dass deine Zeit um ist!
Deswegen, meine geschätzten Damen und Herren, bin ich davon überzeugt, dass es auch in der Bildungspolitik Verbesserungsmöglichkeiten gibt. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) – Ich komme schon zum Schlusssatz, Herr Präsident. (Abg. Parnigoni: Zeit wird es, dass deine Zeit um ist!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das war besser als ... Märchen von den Grünen!
Ich bin auch davon überzeugt, dass alle daran arbeiten sollen, diese Dinge zu verbessern. Nur: Das, was die Opposition heute hier geliefert hat, entbehrt eigentlich jeglichen Kommentars. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das war besser als ... Märchen von den Grünen!)
Abg. Parnigoni: Das war die Rede des Bildungssprechers?
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Sburny. 5 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Parnigoni: Das war die Rede des Bildungssprechers?)
Abg. Dr. Cap: Was soll er auch sagen?
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Ich glaube, zu dieser Rede braucht es ebenfalls keinen Kommentar, weil zu Bildungs- und Uni-Politik haben Sie, Herr Kollege Scheucht, überhaupt nichts gesagt! (Abg. Dr. Cap: Was soll er auch sagen?) Und dass es bei einer Aktuellen Stunde möglich ist, zu diesem Thema fünf Minuten lang einfach nichts zu sagen, das ist eine ziemliche Leistung! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ich habe das wiederholt, was Sie gesagt haben! Demnach haben Sie auch nichts gesagt!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ich habe das wiederholt, was Sie gesagt haben! Demnach haben Sie auch nichts gesagt!
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Ich glaube, zu dieser Rede braucht es ebenfalls keinen Kommentar, weil zu Bildungs- und Uni-Politik haben Sie, Herr Kollege Scheucht, überhaupt nichts gesagt! (Abg. Dr. Cap: Was soll er auch sagen?) Und dass es bei einer Aktuellen Stunde möglich ist, zu diesem Thema fünf Minuten lang einfach nichts zu sagen, das ist eine ziemliche Leistung! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ich habe das wiederholt, was Sie gesagt haben! Demnach haben Sie auch nichts gesagt!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und das ist nicht nur bildungspolitisch, sondern auch wirtschaftspolitisch, volkswirtschaftlich ein Desaster: Denn das, was Sie da machen, ist, intellektuelles Kapital in Österreich in irgendwelchen Schleifen zu parken, wo diese Menschen nie mehr herauskommen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir haben eine ganz niedrige Akademiker- und Akademikerinnenquote, die mit Ihren Maßnahmen und mit Ihren Sparmaßnahmen weiter sinken wird. Das trifft in erster Linie die Frauen, aber nicht nur diese. Auch da liegen Ressourcen brach, die wir in Österreich dringend brauchen würden. Insgesamt liegt die Bildungserwartung unserer Kinder und Jugendlichen weit unter dem OECD-Durchschnitt, was ebenfalls sowohl für die bildungspolitische als auch für die volkswirtschaftliche Situation nichts Gutes erwarten lässt! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Für Labors!
Natürlich ist die Universität für Lehre und Forschung zuständig. Und sehr oberflächlich betrachtet könnte man sagen, es werden damit Forschungsgelder vom Rat in Richtung Universitäten verschoben. – Das ist aber sehr oberflächlich! Was Sie hier wirklich machen, ist, Gelder, die für Investitionen in die Zukunft, für Forschungsprojekte gedacht waren, umzuschichten in den Grundbetrieb (Abg. Dr. Brinek: Für Labors!) der Universitäten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Brinek: Aber nein!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Brinek: Aber nein!
Natürlich ist die Universität für Lehre und Forschung zuständig. Und sehr oberflächlich betrachtet könnte man sagen, es werden damit Forschungsgelder vom Rat in Richtung Universitäten verschoben. – Das ist aber sehr oberflächlich! Was Sie hier wirklich machen, ist, Gelder, die für Investitionen in die Zukunft, für Forschungsprojekte gedacht waren, umzuschichten in den Grundbetrieb (Abg. Dr. Brinek: Für Labors!) der Universitäten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Brinek: Aber nein!)
Abg. Dr. Brinek: Falsch! Falsch!
Wissen Sie, was mir dazu einfällt? Das ist genau dasselbe, wie – weil wir heute schon bei der Landwirtschaft waren – wenn Sie mühsam, mit Ihrem letzten Geld, Saatgut kaufen – und wir haben uns sehr bemüht, in Forschung und Entwicklung Geld zu investieren; das gestehe ich zu, dass Sie da einiges hineingesteckt haben! –, aber dann, was machen Sie dann? – Statt das zu säen und eine Zukunftsinvestition zu tätigen, essen Sie das Saatgut auf! Sie schieben es einfach in die Grundversorgung hinein. (Abg. Dr. Brinek: Falsch! Falsch!) Und die Investitionen in die Zukunft bleiben auf der Strecke! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wissen Sie, was mir dazu einfällt? Das ist genau dasselbe, wie – weil wir heute schon bei der Landwirtschaft waren – wenn Sie mühsam, mit Ihrem letzten Geld, Saatgut kaufen – und wir haben uns sehr bemüht, in Forschung und Entwicklung Geld zu investieren; das gestehe ich zu, dass Sie da einiges hineingesteckt haben! –, aber dann, was machen Sie dann? – Statt das zu säen und eine Zukunftsinvestition zu tätigen, essen Sie das Saatgut auf! Sie schieben es einfach in die Grundversorgung hinein. (Abg. Dr. Brinek: Falsch! Falsch!) Und die Investitionen in die Zukunft bleiben auf der Strecke! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Brinek: Das ist die Basis! Die Forschungsbasis!
Ihre Bildungs- und Universitätspolitik ist insgesamt keine Investition in die Zukunft – und das, finde ich, zeigt sich an diesem Beispiel sehr schön. Es wird alles nur mehr in die Grundversorgung gesteckt. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Brinek: Das ist die Basis! Die Forschungsbasis!) – Ja, das ist die Basis. Aber bitte, Sie werden einmal eine Basis zur Verfügung stellen müssen! (Abg. Dr. Brinek: Das ist Steuergeld!) Oder sehen Sie das nicht mehr als öffentlichen Auftrag, dass eine Basis für die Universitäten ...
Abg. Dr. Brinek: Das ist Steuergeld!
Ihre Bildungs- und Universitätspolitik ist insgesamt keine Investition in die Zukunft – und das, finde ich, zeigt sich an diesem Beispiel sehr schön. Es wird alles nur mehr in die Grundversorgung gesteckt. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Brinek: Das ist die Basis! Die Forschungsbasis!) – Ja, das ist die Basis. Aber bitte, Sie werden einmal eine Basis zur Verfügung stellen müssen! (Abg. Dr. Brinek: Das ist Steuergeld!) Oder sehen Sie das nicht mehr als öffentlichen Auftrag, dass eine Basis für die Universitäten ...
Abg. Sburny: Das haben Sie mir nicht gezeigt!
Präsident Dr. Andreas Khol: Frau Kollegin! Ihre Redezeit ist abgelaufen, aber das Licht leuchtet nicht. (Abg. Sburny: Das haben Sie mir nicht gezeigt!) – Ich habe das gesehen, ja!
Abg. Dr. Brinek: Vor Finnland! Vor Deutschland!
Sie investieren nichts, sondern Sie sichern gerade – und das noch schlecht! – die Grundversorgung. Sie tätigen keine Investition in die Zukunft, sondern eine Hypothek auf die Zukunft. Und wenn Sie Österreich nicht zum diesbezüglich absoluten Schlusslicht in der OECD machen werden ... (Abg. Dr. Brinek: Vor Finnland! Vor Deutschland!) – Ja, Vorbildland! Das erinnert mich jetzt schon langsam an Gehirnwäsche. (Abg. Dr. Brinek: Nein! Vor Finnland! – Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer – mit den Fingerspitzen ihrer rechten Hand auf ihr rechtes Ohr deutend –: Hören!) – Frau Kollegin Baumgartner-Gabitzer, ich nehme an, dass solche Handbewegungen auch bei Ihnen nicht üblich sind!
Abg. Dr. Brinek: Nein! Vor Finnland! – Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer – mit den Fingerspitzen ihrer rechten Hand auf ihr rechtes Ohr deutend –: Hören!
Sie investieren nichts, sondern Sie sichern gerade – und das noch schlecht! – die Grundversorgung. Sie tätigen keine Investition in die Zukunft, sondern eine Hypothek auf die Zukunft. Und wenn Sie Österreich nicht zum diesbezüglich absoluten Schlusslicht in der OECD machen werden ... (Abg. Dr. Brinek: Vor Finnland! Vor Deutschland!) – Ja, Vorbildland! Das erinnert mich jetzt schon langsam an Gehirnwäsche. (Abg. Dr. Brinek: Nein! Vor Finnland! – Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer – mit den Fingerspitzen ihrer rechten Hand auf ihr rechtes Ohr deutend –: Hören!) – Frau Kollegin Baumgartner-Gabitzer, ich nehme an, dass solche Handbewegungen auch bei Ihnen nicht üblich sind!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn Sie nicht an den Schluss der OECD-Länder geraten wollen, dann haben Sie dringenden Handlungsbedarf. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Nein! Falsch!
ÖVP und FPÖ einigen sich darauf, die Beiträge für eine gesetzliche Pflichtvertretung, für eine Körperschaft öffentlichen Rechts, die die Interessen von Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Land vertritt, zu kürzen! (Rufe bei der ÖVP: Nein! Falsch!)
Abg. Öllinger: Ja! Ja!
Es wird parteipolitisch abgehandelt. Sie wollen die Wählerinnen und Wähler dafür strafen, dass sie – bewusst! – Ihren Fraktionen bei den letzten Arbeiterkammerwahlen nicht die Mehrheit gegeben haben (Abg. Öllinger: Ja! Ja!), und für die Zuwächse der Sozialdemokratie. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es wird parteipolitisch abgehandelt. Sie wollen die Wählerinnen und Wähler dafür strafen, dass sie – bewusst! – Ihren Fraktionen bei den letzten Arbeiterkammerwahlen nicht die Mehrheit gegeben haben (Abg. Öllinger: Ja! Ja!), und für die Zuwächse der Sozialdemokratie. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ellmauer: Wir haben jetzt Budgetbegleitgesetze!
Aber wie eingegriffen wird, ist auch hochinteressant! Es ist nämlich so, dass nicht etwa in der Breite der Beiträge diskutiert wird – nein! (Abg. Ellmauer: Wir haben jetzt Budgetbegleitgesetze!) –, es wird bei der Höchstbeitragsgrundlage, also justament für jenen kleinen Teil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – leider viel zu wenige im Lande! –, die jenseits von 3 450 € verdienen, eine Deckelung eingezogen.
Abg. Scheibner: Es werden Beiträge gesenkt!
Es gibt eine Reihe anderer Kammern, die deutlich mehr und deutlich höhere Beiträge kassieren, aber justament eine ist im Fokus dieser Regierung – eine, weil sie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vertritt! (Abg. Scheibner: Es werden Beiträge gesenkt!) Und das ist typisch für Sie!
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Schämen Sie sich dafür! Das wäre eine gerechte Form der Finanzierung! Und das wäre ein Beitrag, mit dem die Probleme hier leicht zu lösen wären. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Und das Stopp-Signal muss bei den nächsten Wahlen gesetzt werden! Ich wünsche Österreich: eine andere Regierung, die diesen Weg nicht fortsetzt! – Danke. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ein kleiner Nachsatz zu meinem Vorredner, zu Kollegem Matznetter: Er meinte, das Finanzausgleichspaket mit dem Gesundheitspaket sei hinter dicken Polstertüren verhandelt worden. Ich mache ihn nur darauf aufmerksam, dass auch die Vertreter seiner Partei dabei waren. Unsere Vertreter stehen dazu. Was Ihre Vertreter, meine Damen und Herren – Häupl, Rieder, Schaden sind ja nicht gerade Leichtgewichte in eurer Fraktion –, dazu gesagt haben, das mögen Sie sich selbst noch einmal in Erinnerung rufen. Ich erspare es mir, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In einem bemerkenswerten Interview in den Nachrichten hat vor kurzem ein durchaus anerkannter Wirtschaftsfachmann, ein erfolgreicher Unternehmer in Österreich – er war einmal Finanzminister der SPÖ –, Herr Dr. Hannes Androsch, Folgendes gesagt: Unternehmer sind wichtig, keine Unterlasser. – Meine Damen und Herren! Unternehmer sind wichtig, keine Unterlasser! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Neugebauer: Schrecklich!
Meine Damen und Herren! Vor kurzem gab es eine großartige Veranstaltung seitens der SPÖ: „,Heißer Riese‘ in der voestalpine ist erwacht.“ 5 000 Besucher waren da! Der so sehr geschätzte Wissenschaftssprecher Broukal hatte auf Grund seiner früheren Berufserfahrungen die Moderation inne. Man hat in den höchsten Tönen gelobt, wie großartig die Voest unterwegs sei. Ja, sage ich, sie ist großartig unterwegs! Ja, sage ich, sie sichert Arbeitsplätze, aber was war denn noch vor einem Jahr von dieser Seite zu hören? – Der Weltuntergang kommt, die Russen kommen, es wird verscherbelt, die Arbeitsplätze sind gefährdet. Heute bejubeln Sie das, was diese Regierung mit der Privatisierung begonnen hat. Ich danke Ihnen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Neugebauer: Schrecklich!) – Seien wir doch ein bisschen realistisch!
Abg. Brosz: Das ist das Liederbuch!
Mein Lieblingsbüchlein ist das „Wirtschafts- und sozialstatistische Taschenbuch“ der Arbeiterkammer. (Abg. Brosz: Das ist das Liederbuch!) Meine Damen und Herren! Das ist nicht mein Liederbuch. Das Hohe Lied zu dieser Einrichtung, die durchaus notwendig ist, wird immer von der linken Fraktion gesungen. Daher sollte man auch aus diesem Büchlein die objektiven Zahlen und Fakten zitieren.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bedanke mich aber auch beim Herrn Finanzminister, bei Staatssekretär Finz, die uns ein Budget vorgelegt haben mit dem Titel, der zu unterstreichen ist: „Aufschwung durch Entlastung“. Professor Lehner hat es bestätigt: Dieses Budget der Entlastung wird wesentlich besser sein, als Sie, meine Damen und Herren seitens der SPÖ, es heute, auch wenn Sie es noch so objektiv versuchen wollen, darstellen. Es gewährleistet eine entsprechende Zukunftssicherung für Österreichs Betriebe, für Österreichs Staatshaushalt und steht daher für eine positive Entwicklung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Fekter: Habt ihr es nicht verstanden?
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Geschätzter Vorredner, Ausschussobmann Auer, Sie machen das wirklich hervorragend in diesem Ausschuss. Offensichtlich ist nur jetzt das eingetreten, was wir schon länger befürchtet haben, nämlich dass der Finanzminister mit seiner wald- und wiesenartig angelegten Budgetrede zur weiteren Verwirrung beiträgt. Diese Vermutung liegt nahe, weil Sie jetzt die Segnungen mit dem Budget argumentiert haben. (Abg. Dr. Fekter: Habt ihr es nicht verstanden?)
Abg. Öllinger: Vielleicht kommt das noch!
hatten wir den einmaligen Vorgang, dass eine so genannte Pensionssicherungsreform und die Abfangjäger und was weiß ich noch alles unter einem relativ knapp hier „hereingedonnert“ wurden. Die damalige Debattenführung im Ausschuss, was bestimmte Aufklärungselemente bezüglich der Frage der Abfangjäger betroffen hat, ließ sehr zu wünschen übrig. (Abg. Öllinger: Vielleicht kommt das noch!)
Beifall bei den Grünen.
Ich möchte nur an eine Gesetzesvorlage über die größte Beschaffung der Republik erinnern – ich weiß, viele können das nicht mehr hören –, wo man mit vier x ausgekommen ist. Dem Parlament wurde ein Gesetzentwurf, der notwendig war, weil das Bundeshaushaltsgesetz das vorsieht, vorgelegt, bei dem es letztlich um die Summe von 2 Milliarden € ging, dies aber mit vier x bezeichnet wurde. Das ist der Zustand des Gesetzgebungsprozesses hier im Haus, und der setzt sich an vielen anderen Punkte fort. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich habe bis jetzt zumindest immer geglaubt, dass im Budget- und Finanzausschuss – ich habe es auch meistens so erlebt – seriös diskutiert wird und dass man zumindest mit einer gewissen Beharrlichkeit, die Sie uns sicher nicht absprechen werden, selbst als Oppositionsabgeordneter halbwegs den Zahlennebel lichten kann, obwohl das eigentlich nicht unser Job ist. Ich habe nicht das Gefühl, dass wir dafür bezahlt werden, sondern wir haben entsprechend der Mandate die Bevölkerung hier zu vertreten. Aber man nimmt das auf sich, man ist das gewohnt. Aber dass man dann unter Mithilfe – und das ist das Schlimme – und unter Schmierensteherei anderer Abgeordneter in dieser Art und Weise der Regierung die Mauer macht, ist ein Missbrauch des Mandats, und das zieht sich überall hier im Haus durch. Wir werden die nächsten beiden Wochen Gelegenheit haben, über die Verwahrlosung des Parlamentarismus hier in diesem Haus, wo sonst, zu debattieren. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hornek: Sie missbrauchen das Parlament als Vorsitzender!
Werden Sie ruhig munter! Es ist interessant, dass sich jetzt offensichtlich jene Abgeordneten besonders aufgerufen fühlen, die Gefahr laufen, ihr Gewissen in der Garderobe schon verloren zu haben. Diese Erkenntnis ist sehr nützlich. Gehen Sie in sich! (Abg. Hornek: Sie missbrauchen das Parlament als Vorsitzender!) Wir werden auch öffentlich machen, wer sich wie in den Ausschüssen verhält. Sie haben ein Mandat, das Sie nicht dazu berechtigt, Schrankenwärter der Bundesregierung zu sein, um die entgleisten Züge „durchzuwacheln“. Das ist ein Missverständnis. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Werden Sie ruhig munter! Es ist interessant, dass sich jetzt offensichtlich jene Abgeordneten besonders aufgerufen fühlen, die Gefahr laufen, ihr Gewissen in der Garderobe schon verloren zu haben. Diese Erkenntnis ist sehr nützlich. Gehen Sie in sich! (Abg. Hornek: Sie missbrauchen das Parlament als Vorsitzender!) Wir werden auch öffentlich machen, wer sich wie in den Ausschüssen verhält. Sie haben ein Mandat, das Sie nicht dazu berechtigt, Schrankenwärter der Bundesregierung zu sein, um die entgleisten Züge „durchzuwacheln“. Das ist ein Missverständnis. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Ich habe sie immer schon geschätzt!
Ich erinnere nur daran, was die von mir mittlerweile hoch geschätzte Kollegin Cordula Frieser gesagt hat. (Abg. Dr. Brinek: Ich habe sie immer schon geschätzt!) Wir werden Gelegenheit haben, ihre Aussagen im „Hohen Haus“, in der gleichnamigen Fernsehsendung, einzuspielen, und ich werde dafür sorgen, dass wortwörtlich gebracht wird, was Kollegin Frieser gesagt hat. Ihre Aussage ist der beste Beweis dafür, wie hier Gesetze gemacht werden. Sie hat sich genau auf die Steuer- und Finanzgesetzgebung bezogen, und diese Aussage stellt Ihnen ein vernichtendes Zeugnis aus. Gehen Sie in sich! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich erinnere nur daran, was die von mir mittlerweile hoch geschätzte Kollegin Cordula Frieser gesagt hat. (Abg. Dr. Brinek: Ich habe sie immer schon geschätzt!) Wir werden Gelegenheit haben, ihre Aussagen im „Hohen Haus“, in der gleichnamigen Fernsehsendung, einzuspielen, und ich werde dafür sorgen, dass wortwörtlich gebracht wird, was Kollegin Frieser gesagt hat. Ihre Aussage ist der beste Beweis dafür, wie hier Gesetze gemacht werden. Sie hat sich genau auf die Steuer- und Finanzgesetzgebung bezogen, und diese Aussage stellt Ihnen ein vernichtendes Zeugnis aus. Gehen Sie in sich! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Was heißt das „freien Durchlass gegeben haben“?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es war zuletzt auch eine Forderung der Freiheitlichen Partei, nicht so viele Gesetze in das Budgetbegleitgesetz zu verpacken, damit wir für die wesentlichen Bereiche der Budgetbehandlung genügend Zeit zur Verfügung haben. Es war aus meiner Sicht bemerkenswert, dass die Oppositionsparteien in den Ausschüssen ein wenig widerstandslos waren, diesem Budgetbegleitgesetz zwar nicht zugestimmt, aber diesen Gesetzen freien Durchlass gegeben haben. (Abg. Silhavy: Was heißt das „freien Durchlass gegeben haben“?) Das gibt schon ein wenig Anlass zur Vermutung, dass die Vorgehensweise der Regierungsparteien, einerseits wenige Begleitgesetze zu machen, andererseits vernünftige Begleitgesetze zuzulassen, wie beispielsweise die Anhebung des Pflegegeldes – übrigens ist dies die erste Anhebung seit dem Jahre 1995 –, Initiativen zur Belebung des Arbeitsmarktes, eine Erhöhung der Sportförderung, der Umweltförderung, mehr Geld für die Umwelt, für den Arbeitsmarkt vorzusehen und der Verkauf der Bundesanteile an den Wohnbaugenossenschaften richtig war.
Abg. Silhavy: Leider!
Damit komme ich wieder zurück zum Thema, meine Vorredner sind ja abgeschweift in einen Bereich, der nicht unmittelbar mit dem Budgetbegleitgesetz zusammenhängt. Wenn ich mir den Bericht anschaue, vor allem den Minderheitsbericht zum Budgetbegleitgesetz, den die SPÖ hineinreklamiert hat, so habe ich ein wenig das Gefühl, als ob Österreich einen Kommissar zur Seite gestellt bekommen muss, weil unsere Staatsfinanzen und die wirtschaftliche Entwicklung und die Arbeitslosenzahlen ja so katastrophal sind. (Abg. Silhavy: Leider!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Seit der letzten Dekade habe ein strategischer Wandel in der Politik Österreich zu einem europäischen Vorzeigeland bei Reformen gemacht. Dieser Politikwechsel sei notwendig gewesen, um seit langem bestehende Ungleichgewichte auszuräumen, Wachstumspotenzial der Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit voranzutreiben. – Das, meine Damen und Herren, ist Inhalt eines Berichtes des Internationalen Währungsfonds, der Österreich zubilligt, als eines der stabilsten Länder innerhalb der Europäischen Gemeinschaft zu gelten und führend zu sein, wenn es darum geht, bei den Lissabon-Zielen die Bestrebungen voranzutreiben. Wenn Sie also versuchen, Österreich, die Arbeit der Regierung abzuqualifizieren, dann, muss ich sagen, führt das an den realen Fakten vorbei. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir liegen, was die Arbeitslosenrate betrifft, mit 4,3 Prozent mit Zypern ungefähr gleich auf. Mit 1,9 Prozent weisen wir eine der niedrigsten Inflationsraten aus. Das Wachstum von 1,7 Prozent liegt deutlich über der Euro-Zone, und die Unternehmensneugründungen von 30 000 Betrieben, aber auch der Rekord an Direktinvestitionen, also Investitionen von ausländischen Unternehmen in Österreich, bestätigen, dass wir einen guten Kurs einer international wettbewerbsfähigen Volkswirtschaft gehen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die neue Steuerreform 2005 wird dieses Wachstum beschleunigen, wird Österreich wieder auf einen guten Kurs, auf einen vernünftigen Wachstumskurs führen. Ich bin überzeugt davon, wir sind überzeugt davon, dass diese große Entlastung von 3 Milliarden € mehr Wachstum, mehr Beschäftigung und mehr Wohlstand bringen wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Herr Abgeordneter Matznetter hat davon gesprochen, dass wir die Menschen und deren Nöte nicht ernst nehmen, dass uns das nicht interessieren würde, er hat von der „Krankheitssteuer“ gesprochen. – Meine Damen und Herren! Ich bitte einfach darum, dass man seriös bleibt, dass man sachlich bleibt und dass man anerkennt, dass Finanzausgleichspartner nichts anderes getan haben, als alles zu versuchen, die nachhaltige Finanzierung des Gesundheitssystems zu sichern. Und das ist eine gute Investition in die Gesundheit unserer Menschen, das ist eine gute Investition in die hohe Qualität des Gesundheitssystems in Österreich. Das ist ein gemeinsamer Konsens der Finanzausgleichspartner, und diesen Konsens vertrete ich, ich stehe dazu, und auch dieses Hohe Haus sollte ihn mittragen. Das ist meine Bitte. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Mag. Kogler: Was? – Abg. Öllinger: Wie? Wo?
dass die größte Gesundheitsreform, die es in den letzten Jahren gegeben hat, ausverhandelt wurde; wesentliche strukturelle Elemente mit der Artikel-15a-Krankenanstaltenvereinbarung. (Abg. Mag. Kogler: Was? – Abg. Öllinger: Wie? Wo?) Ich danke Maria Rauch-Kallat und den Finanzausgleichspartnern dafür, dass diese strukturellen Reformen im Gesundheitsbereich angegangen und ernst genommen werden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
dass die größte Gesundheitsreform, die es in den letzten Jahren gegeben hat, ausverhandelt wurde; wesentliche strukturelle Elemente mit der Artikel-15a-Krankenanstaltenvereinbarung. (Abg. Mag. Kogler: Was? – Abg. Öllinger: Wie? Wo?) Ich danke Maria Rauch-Kallat und den Finanzausgleichspartnern dafür, dass diese strukturellen Reformen im Gesundheitsbereich angegangen und ernst genommen werden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Sie sind ja schon wieder ein Opfer Ihrer Regierungspropaganda! – Abg. Öllinger: Ihrer eigenen Propaganda!
Das heißt ... (Abg. Mag. Kogler: Sie sind ja schon wieder ein Opfer Ihrer Regierungspropaganda! – Abg. Öllinger: Ihrer eigenen Propaganda!) – Setzen Sie sich dazu bei den Verhandlungen, Herr Abgeordneter Kogler! Schauen Sie sich an, was dabei herausgekommen ist! Lesen Sie die Punktation zur 15a-Vereinbarung, dort finden sich strukturelle Elemente, die es in den letzten Jahren in Österreich nicht gegeben hat! (Abg. Öllinger: Bürokratie, das findet sich!) Ich meine, das ist ein wesentlicher Fortschritt, den wir gemeinsam mit den Finanzausgleichspartnern und den Landesvertretern erreichen konnten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Bürokratie, das findet sich!
Das heißt ... (Abg. Mag. Kogler: Sie sind ja schon wieder ein Opfer Ihrer Regierungspropaganda! – Abg. Öllinger: Ihrer eigenen Propaganda!) – Setzen Sie sich dazu bei den Verhandlungen, Herr Abgeordneter Kogler! Schauen Sie sich an, was dabei herausgekommen ist! Lesen Sie die Punktation zur 15a-Vereinbarung, dort finden sich strukturelle Elemente, die es in den letzten Jahren in Österreich nicht gegeben hat! (Abg. Öllinger: Bürokratie, das findet sich!) Ich meine, das ist ein wesentlicher Fortschritt, den wir gemeinsam mit den Finanzausgleichspartnern und den Landesvertretern erreichen konnten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das heißt ... (Abg. Mag. Kogler: Sie sind ja schon wieder ein Opfer Ihrer Regierungspropaganda! – Abg. Öllinger: Ihrer eigenen Propaganda!) – Setzen Sie sich dazu bei den Verhandlungen, Herr Abgeordneter Kogler! Schauen Sie sich an, was dabei herausgekommen ist! Lesen Sie die Punktation zur 15a-Vereinbarung, dort finden sich strukturelle Elemente, die es in den letzten Jahren in Österreich nicht gegeben hat! (Abg. Öllinger: Bürokratie, das findet sich!) Ich meine, das ist ein wesentlicher Fortschritt, den wir gemeinsam mit den Finanzausgleichspartnern und den Landesvertretern erreichen konnten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dritter Punkt: kleine Gemeinden, finanzschwache Gemeinden. Wir haben viele Debatten hier im Hohen Haus geführt, wir haben das Thema aufgegriffen, haben es ernst genommen, haben erstmals einen Einstieg in einen Ausstieg aus dem abgestuften Bevölkerungsschlüssel im Konsens mit den Finanzausgleichspartnern erreicht und damit einen ganz wichtigen Schritt zur Stärkung der Finanzkraft der kleinen Gemeinden zustande gebracht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Dann legen Sie es einmal vor!
Ich will Ihnen nur sagen: Wir haben es uns nicht leicht gemacht. Wir haben über Monate verhandelt, haben mehr als zehn Verhandlungsrunden gebraucht, um einen Konsens zu erreichen. Wir haben dann – in guter Tradition des österreichischen Parlamentarismus, wie ich meine – gesagt, wir informieren als Verhandlungspartner des Finanzausgleichs, des Stabilitätspakts und der Krankenanstaltenfinanzierung den Bundeskanzler, den Vizekanzler und Alfred Gusenbauer als Parteiobmann der Sozialdemokratie über das Ergebnis und ersuchen darum, dass dieses auch von allen hier im Hohen Haus mitgetragen wird. (Abg. Mag. Kogler: Dann legen Sie es einmal vor!)
Abg. Mag. Kogler: Ist ein Bundesgesetz, und Sie legen nichts vor!
Daher muss ich Ihnen jetzt zumindest sagen, dass es für mich eine große persönliche Enttäuschung ist, wenn alle Anwesenden, denen berichtet wird, wie dieses Ergebnis aussieht – weil sie ja wissen, dass ein Finanzausgleich (Abg. Mag. Kogler: Ist ein Bundesgesetz, und Sie legen nichts vor!) nicht irgendeine Frage der Parteipolitik ist, sondern knapp 60 Milliarden € an Einnahmen pro Jahr in den nächsten vier Jahren umfasst, also mehr als 250 Milliarden € in Summe, und die Verteilung der Finanzmasse in Österreich auf Bund, Länder, Städte und Gemeinden regelt, weil sie ja wissen, dass der Finanzausgleich mit dem Stabilitätspakt auch die österreichischen Verpflichtungen im europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt regelt, und weil es uns allen ein Anliegen sein sollte, das Gesundheitssystem nachhaltig auszufinanzieren –, dann sagen: Staatspolitik interessiert mich nicht, Verwendungszusagen interessieren mich nicht!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Parteipolitik interessiert mich, ich erinnere mich nicht mehr an Verwendungszusagen! – Eine solche Politik lehne ich ab! Sie dient Österreich nicht, sondern sie gereicht Österreich zum Schaden, weil sie Instabilität bringt, weil sie Unsicherheit bringt. Das kann niemand wollen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Geh bitte!
Änderung des Bundeshaushaltsgesetzes in Artikel 7 Budgetbegleitgesetz: Es hat noch niemals – und ich danke Abgeordnetem Auer, der dies als Ausschussvorsitzender auch hervorgehoben hat –, es hat noch niemals so früh den Budgetbericht, die Teilhefte, die Arbeitsbehelfe, die Erläuterungen und den Bundesvoranschlag selbst, das Bundesfinanzgesetz für die Abgeordneten als Informationsmaterial gegeben. (Abg. Mag. Kogler: Geh bitte!) Es sind noch nie so früh – nämlich am Tag vor der Budgetrede – alle Materialien zur Verfügung gestellt worden. (Abg. Mag. Kogler: Nur weil Sie bunte Hefte verteilen, können Sie im Ausschuss trotzdem eine Antwort geben!)
Abg. Mag. Kogler: Nur weil Sie bunte Hefte verteilen, können Sie im Ausschuss trotzdem eine Antwort geben!
Änderung des Bundeshaushaltsgesetzes in Artikel 7 Budgetbegleitgesetz: Es hat noch niemals – und ich danke Abgeordnetem Auer, der dies als Ausschussvorsitzender auch hervorgehoben hat –, es hat noch niemals so früh den Budgetbericht, die Teilhefte, die Arbeitsbehelfe, die Erläuterungen und den Bundesvoranschlag selbst, das Bundesfinanzgesetz für die Abgeordneten als Informationsmaterial gegeben. (Abg. Mag. Kogler: Geh bitte!) Es sind noch nie so früh – nämlich am Tag vor der Budgetrede – alle Materialien zur Verfügung gestellt worden. (Abg. Mag. Kogler: Nur weil Sie bunte Hefte verteilen, können Sie im Ausschuss trotzdem eine Antwort geben!)
Abg. Mag. Kogler: Die Regierungsfraktionen haben den Antrag zurückgezogen!
Herr Abgeordneter Kogler! Ich kann es nicht unwidersprochen stehen lassen und lasse es auch nicht stehen, wenn Sie sagen, wir hätten absichtlich unterbudgetiert, und damit versuchen, die „Verwahrlosung der Gesetzgebung“ herbeizudiskutieren. Ich hätte mir Seriosität und Sachlichkeit erwartet. Wir haben im Ausschuss darüber diskutiert, wir haben uns im Ausschuss ausgeredet, und ich glaube, wir haben dort auch ein Verständnis erreicht. (Abg. Mag. Kogler: Die Regierungsfraktionen haben den Antrag zurückgezogen!)
Abg. Mag. Kogler: Abgeordneter Stummvoll, der dafür zuständig ist, hat gesagt, die Dinge haben miteinander nichts zu tun! Das Gegenteil von dem müssen Sie mir erklären!
Das ist bis jetzt noch nicht passiert – daher gibt es keine Verwahrlosung der Gesetzgebung! Wir haben die Anträge vorbereitet, Sie kennen diese Anträge, und sie werden selbstverständlich sofort eingebracht werden, sobald Konsens darüber vorliegt, wie und wann dieser Finanzausgleich hier in das Hohe Haus eingebracht werden wird. (Abg. Mag. Kogler: Abgeordneter Stummvoll, der dafür zuständig ist, hat gesagt, die Dinge haben miteinander nichts zu tun! Das Gegenteil von dem müssen Sie mir erklären!) Das bitte ich, zur Kenntnis zu nehmen!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Uns ist es extrem wichtig, ich stehe dazu, mir ist es ein großes Anliegen, dass die Gesetzgebung im Finanzbereich, im Budgetbereich vorbildlich läuft. Ich hätte eigentlich erwartet, dass auch Sie positiv erwähnen: Budgetbericht, Teilhefte, Arbeitsbehelfe, Erläuterungen, alles früher denn je, übersichtlicher denn je, informativer denn je. – Das hätte nämlich auch die Anerkennung durch eine Oppositionsfraktion verdient. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundessportförderung – ein wesentlicher Schritt ist hier erreicht worden. Staatssekretär Schweitzer, Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, wir erreichen, dass die besondere Sportförderung mit den Artikeln 22 und 23 des Budgetbegleitgesetzes auf zumindest 40 Millionen € angehoben wird, wahrscheinlich sogar deutlich darüber geht. Wir werden ungedeckelt entsprechende Beträge für die besondere Sportförderung als Anteil an den Erlösen aus den Lotterieeinnahmen zur Verfügung stellen, und das ist wirklich ein großer Sprung in der besonderen Sportförderung und damit ein wichtiger Erfolg dieses Budgetbegleitgesetzes. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Warum steigen dann die Zahlen? Warum haben wir immer mehr Arbeitslose?
Wir investieren im Jahr 2005 insgesamt 4,5 Milliarden € in den Arbeitsmarkt, und zwar deswegen, weil es uns extrem wichtig ist, den Arbeitsmarkt zu drehen, weil es uns wichtig ist, nicht nur die Beschäftigung zu erhöhen, sondern die Arbeitslosigkeit zu reduzieren. Wir als Bundesregierung haben das auch bewiesen, wenn Sie an die Lehrlingsinitiative denken: 800 Lehrlinge mehr in der Bundesverwaltung, Verhandlungen mit den Ländern und Gemeinden, zusätzlich 1 000 Lehrlinge bei den Ländern und Gemeinden. Das heißt, auf Initiative des Bundeskanzlers allein im öffentlichen Bereich 1 800 Lehrlinge mehr! Das zeigt, Arbeitslosigkeit wird von uns gezielt bekämpft. Jeder zusätzliche Arbeitsplatz ist wichtig, meine Damen und Herren, das ist unsere Zielsetzung! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Warum steigen dann die Zahlen? Warum haben wir immer mehr Arbeitslose?)
Abg. Verzetnitsch: Vor drei Jahren!
Weil, Herr Abgeordneter, wie Sie wissen, die Beschäftigung Gott sei Dank steigt, weil wir im letzten Monat auch Rekordbeschäftigung in Österreich hatten und weil wir nach wie vor die Auswirkungen von drei Jahren wirtschaftlicher Verflachung haben. (Abg. Verzetnitsch: Vor drei Jahren!)
Zwischenruf des Abg. Verzetnitsch.
Ich glaube, wir sollten positiv sehen: zweitniedrigste Arbeitslosigkeit im Jugendbereich von 25 Ländern in Europa, drittniedrigste Arbeitslosigkeit von 25 Ländern in Europa. Ich gebe Ihnen Recht, wir müssen noch besser werden. Mich macht das nicht zufrieden, wir kämpfen um jeden einzelnen Arbeitsplatz. Herr Abgeordneter Verzetnitsch, wir sind zusammengesessen bei Konjunkturbelebungspaketen, bei Wachstums- und Standortpaketen, wir haben eine 1 000-€-Lehrlingsprämie gemeinsam eingeführt. (Zwischenruf des Abg. Verzetnitsch.) Wir sind bereit, einen guten gemeinsamen Weg für den Arbeitsmarkt weiterzugehen, weil uns die Beschäftigung ein ganz, ganz großes Anliegen ist, das können Sie mir glauben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich glaube, wir sollten positiv sehen: zweitniedrigste Arbeitslosigkeit im Jugendbereich von 25 Ländern in Europa, drittniedrigste Arbeitslosigkeit von 25 Ländern in Europa. Ich gebe Ihnen Recht, wir müssen noch besser werden. Mich macht das nicht zufrieden, wir kämpfen um jeden einzelnen Arbeitsplatz. Herr Abgeordneter Verzetnitsch, wir sind zusammengesessen bei Konjunkturbelebungspaketen, bei Wachstums- und Standortpaketen, wir haben eine 1 000-€-Lehrlingsprämie gemeinsam eingeführt. (Zwischenruf des Abg. Verzetnitsch.) Wir sind bereit, einen guten gemeinsamen Weg für den Arbeitsmarkt weiterzugehen, weil uns die Beschäftigung ein ganz, ganz großes Anliegen ist, das können Sie mir glauben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Artikel 19 als letztes Beispiel, meine Damen und Herren – ich möchte das deshalb hervorheben, weil man im Zusammenhang mit dieser Bundesregierung so viel über soziale Gerechtigkeit diskutiert. Artikel 19 regelt die Änderung des Bundespflegegeldgesetzes. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Mag. Lapp: Das zahlen die Unfallrentnerinnen und Unfallrentner!
Meine Damen und Herren! Wir haben es im Regierungsübereinkommen des Jahres 2003 versprochen – und wir haben es gehalten. Die erstmalige Anpassung des Pflegegeldes seit dem Jahr 1995 wird von uns vorgenommen, eine notwendige Valorisierung, eine Erhöhung des Pflegegeldes ... (Abg. Mag. Lapp: Das zahlen die Unfallrentnerinnen und Unfallrentner!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich kann Ihnen nur sagen: Uns ist die Erhöhung des Pflegegeldes wichtig, es ist versprochen und gehalten. Erstmals seit 1995 valorisieren wir das Pflegegeld und nehmen Mehrkosten von 29,3 Millionen € in Kauf. Ein wichtiger Impuls für die pflegebedürftigen Menschen in unserem Land. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich denke, das Budget 2005 ist herzeigbar, das Budgetbegleitgesetz ist gut gelungen, die Steuerreform bringt die notwendige Entlastung. Ich hoffe, Sie alle können diesem Budgetbegleitgesetz zustimmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, das ist ein passenderes Zitat als jenes, das Sie verwendet haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie sind bei den Investitionen in der EU zum Schlusslicht geworden. Und wenn Sie schon von Wachstum sprechen, darf ich Ihnen sagen: Das österreichische Wachstum hat zwischen 1996 und 2000, also unter sozialdemokratischen Finanzministern, plus 8 Prozent gegenüber dem EU-Durchschnitt betragen, vom Jahr 2001 bis zum Jahr 2003 liegen wir 13 Prozent unter dem EU-Durchschnitt. Das ist eine Erfolgsstory? Ich glaube nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich könnte noch weiter fortfahren unter dem Motto: „Viel versprochen, nichts gehalten!“ Sie haben versprochen, im Zusammenhang mit der Finanzierung der Eurofighter eine Wirtschaftsplattform zu gründen. Sie haben eine Steuerreform versprochen, die 1 000 € Entlastung pro Arbeitnehmer bedeutet, herausgekommen ist jedoch eine Miniministeuerreform. Und Sie haben noch eine Woche vor der Wahl im Jahr 2002 eine Pensionsreform abgestritten, und jetzt haben wir die höchste Pensionskürzungsaktion in der Zweiten Republik, die Sie gemeinsam mit dem Bundeskanzler zu verantworten haben. Unwahrheit ist unter Ihnen zur politischen Kategorie erhoben worden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen ganz offen: Wir sind bereit, diese 65 Millionen mit Ihnen mitzutragen, aber nicht auf Kosten der Klein- und Mittelverdiener, schon gar nicht auf Kosten der vielen Tausenden Pensionistinnen und Pensionisten. Das können Sie sich aus dem Kopf schlagen. Die Sozialdemokratie steht für diese unsoziale Politik nicht zur Verfügung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Hier geht es gar nicht um die wirtschaftspolitische Ansage, sondern um die Frage von Ehrlichkeit und Vertrauen in der Politik. Innerhalb von Wochen ändern Sie hier Ihre Meinung. Ich glaube, wenn Sie Ihr Ego ein bisschen zurücknehmen würden, dann könnten Sie auch ein bisschen besser erkennen, dass Ihre Budgetpolitik zum Scheitern verurteilt und einseitige Klientelpolitik ist, die als zuungunsten von sozial Schwachen zu bewerten ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Der war gut!
Abgeordneter Matthias Ellmauer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Das gegenständliche Budgetbegleitgesetz besticht durch Einfachheit, Klarheit und Verständlichkeit. Es ist uns sehr gut gelungen, die Zahl der Gesetzesänderungen möglichst gering zu halten. (Abg. Öllinger: Der war gut!) So scheinen dieses Jahr im Budgetbegleitgesetz nur 25 Gesetzesänderungen auf.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dank der verantwortungsbewussten Politik unserer Bundesregierung können wir der Zukunft positiv entgegenblicken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Oje, oje, das tut weh!
Ich stimme also voll und ganz mit unserem Finanzminister überein: Aufschwung durch Entlastung ist der richtige Weg. (Abg. Öllinger: Oje, oje, das tut weh!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen! Aus aktuellem Anlass weise ich darauf hin, dass es in der Zweiten Republik noch nie den Fall gegeben hat, dass ein ausverhandelter und paktierter Finanzausgleich, der von allen vier Finanzausgleichspartnern unterschrieben und gemeinsam der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, in Frage gestellt wurde, wie dies jetzt von der SPÖ und insbesondere von Herrn Gusenbauer, der heute wieder einmal durch Abwesenheit glänzt, gemacht wird. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Hier wird populistische Verhinderungspolitik als SPÖ-Linie praktiziert, die nicht einmal vor der Desavouierung der eigenen Verhandlungspartner zurückschreckt! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Fraktion hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, die Politik in der Siedlungswasserwirtschaft kontinuierlich weiterzuführen, um den kommenden Generationen eine intakte Umwelt übergeben zu können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Zusammenfassend lässt sich sagen: Das Budgetbegleitgesetz ist Zeugnis einer erfolgreichen nachhaltigen Wirtschaftspolitik. Deshalb stimmt meine Fraktion gerne diesem Budgetbegleitgesetz zu. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Danke, Herr Minister!
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ja, Herr Finanzminister, es stimmt, diesmal wird das Pflegegeld erhöht, aber nur um 2 Prozent. Und wenn Sie das berechnet haben, wissen Sie vielleicht, wie viel das für den Einzelnen tatsächlich ist. Für 70 Prozent der PflegegeldbezieherInnen ist das eine Erhöhung zwischen 2,90 € und 3,60 € pro Monat. (Abg. Neudeck: Danke, Herr Minister!) Herr Minister! Darauf brauchen Sie wirklich nicht stolz zu sein! (Abg. Neudeck: Aber es ist weit mehr als in den letzten Jahren!)
Abg. Neudeck: Aber es ist weit mehr als in den letzten Jahren!
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ja, Herr Finanzminister, es stimmt, diesmal wird das Pflegegeld erhöht, aber nur um 2 Prozent. Und wenn Sie das berechnet haben, wissen Sie vielleicht, wie viel das für den Einzelnen tatsächlich ist. Für 70 Prozent der PflegegeldbezieherInnen ist das eine Erhöhung zwischen 2,90 € und 3,60 € pro Monat. (Abg. Neudeck: Danke, Herr Minister!) Herr Minister! Darauf brauchen Sie wirklich nicht stolz zu sein! (Abg. Neudeck: Aber es ist weit mehr als in den letzten Jahren!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Finanzminister! Die Pflegegelderhöhung, die es jetzt gibt, nehmen Sie doch den Betroffenen fünf-, ja sechsmal wieder weg! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Finanzminister! Das Thema Unfallrentenbesteuerung ist für 2003 noch immer nicht abgeschlossen. Wie Sie wissen, zahlen Personen, die eine Unfallrente bekommen, für das Jahr 2003 ihre Steuern. Es gibt einen kleinen Härteausgleich, aber, Herr Minister, der ist so klein, dass er eigentlich vernachlässigbar ist. Deshalb gibt es absolut keinen Grund, Herr Finanzminister, dass Sie sich auf Kosten behinderter Menschen in irgendeiner Form rühmen, was Sie Positives getan haben. Sie haben unterm Strich nichts Positives getan, sondern Sie ziehen Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen genauso das Geld aus der Tasche wie allen anderen auch! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Sehr richtig!
Wenn Sie ernsthaft vorgehabt hätten, irgendwelche Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen zu machen, warum haben Sie dann nicht die Negativsteuer eingeführt, die ich und die österreichische Behindertenbewegung seit Jahren von Ihnen fordern? (Abg. Mag. Kogler: Sehr richtig!) Es bringt ganz einfach nichts, wenn es gute Freibetragsmöglichkeiten gibt, die Leute aber so wenig Einkommen haben, dass sie gar keine Steuern bezahlen. Denen bringt ein Freibetrag nichts! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn Sie ernsthaft vorgehabt hätten, irgendwelche Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen zu machen, warum haben Sie dann nicht die Negativsteuer eingeführt, die ich und die österreichische Behindertenbewegung seit Jahren von Ihnen fordern? (Abg. Mag. Kogler: Sehr richtig!) Es bringt ganz einfach nichts, wenn es gute Freibetragsmöglichkeiten gibt, die Leute aber so wenig Einkommen haben, dass sie gar keine Steuern bezahlen. Denen bringt ein Freibetrag nichts! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Minister, deshalb besteht absolut kein Grund dafür, dass Sie sich rühmen. Es gibt nichts, weshalb Sie sich rühmen könnten, sondern es gäbe einiges zu verbessern, aber das wollen Sie ganz einfach nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Aber nun zum Budgetbegleitgesetz. Obwohl ÖVP und FPÖ die Regierung mit einem riesigen Schuldenstand übernommen haben, und das in einer Zeit, wo es wirtschaftliche Schwierigkeiten in ganz Europa gibt, schaffen wir es immer wieder, ein entsprechendes Budget zu machen, das der Wirtschaft, den Arbeitnehmern und vielen anderen zugute kommt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen.
Das Wichtigste für mich ist aber die Steuerreform 2005; die erste Etappe ist ja schon 2004 in Kraft getreten, die größte Steuerreform der Zweiten Republik kommt 2005. Ihr von der Opposition könnt sie schlechtreden, soviel ihr wollt: Die Bürgerinnen und Bürger werden im Jahr 2005 sehen, um wie viel mehr Geld ihnen in den Taschen bleibt. (Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen.) Das ist wichtig, denn das kurbelt die Wirtschaft entsprechend an. Aber das spielt ja für euch von der Opposition ohnehin keine Rolle, denn ihr stimmt ja gegen alles, ohne eigene Vorschläge zu machen.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Was mich ganz besonders freut: Unser Sozialminister Herbert Haupt hat es erreicht, dass das Pflegegeld, das Dr. Gusenbauer als Fehlentscheidung bezeichnet hat, mit 1.1.2005 um 2 Prozent erhöht wird. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Und die Behindertenmilliarde ist auch gesichert für die nächsten Jahre. Das ist Arbeitnehmerpolitik, Wirtschaftspolitik, Jugendpolitik – Politik für den Bürger in Österreich! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was mich ganz besonders freut: Unser Sozialminister Herbert Haupt hat es erreicht, dass das Pflegegeld, das Dr. Gusenbauer als Fehlentscheidung bezeichnet hat, mit 1.1.2005 um 2 Prozent erhöht wird. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Und die Behindertenmilliarde ist auch gesichert für die nächsten Jahre. Das ist Arbeitnehmerpolitik, Wirtschaftspolitik, Jugendpolitik – Politik für den Bürger in Österreich! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrter Herr Bundesminister! Wenn das in dieser Konsequenz so weitergeht und die Bahnkosten immer mehr steigen, dann werden natürlich immer weniger Menschen mit den Zügen fahren, was in weiterer Konsequenz bedeutet, dass mehr Autos auf den Straßen sind. Ich erinnere nur an die Süd Autobahn, an die Tangente, wo wir täglich Staus haben. Das heißt, man sollte doch das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel entsprechend verbessern, anstatt die Tarife um 7 Prozent zu erhöhen. Das ist meines Erachtens der falsche Weg, Herr Bundesminister. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Regler: Gute Reform! Gute Reform!
Es setzt aber auch eine negative Spirale in Gang, die das vorbildliche öffentliche Verkehrssystem, das Österreich einmal gehabt hat, langsam zu ruinieren droht, aber auch in diesem Bereich hat diese Regierung leider keine Erfolge zu verzeichnen. Diese Erhöhung der Tarife um 7 Prozent, die man jetzt so mir nichts, dir nichts einfach verordnet hat, war ja vorauszusehen, denn bei dieser unglücklichen Reform der Österreichischen Bundesbahnen, die letzten Jahres stattgefunden hat (Abg. Dipl.-Ing. Regler: Gute Reform! Gute Reform!), war bereits klar, dass das Schienenbenützungsentgelt, Kollege Regler, um 50 Prozent erhöht wird. Und natürlich war zu erwarten, dass diese Kosten dann an die Kunden weitergegeben werden. Bezahlen müssen es jene Leute, die täglich in die Arbeit fahren müssen, was letztlich einer Gehaltskürzung gleichkommt, und das ist schon weniger gut.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Dieses Budget ist im Verkehrsbereich objektiv gesehen ein Budget, das weitere Belastungen für die Österreicherinnen und Österreicher und noch höhere Mobilitätskosten garantiert. Es schadet damit der Kaufkraft und dem Wirtschaftsstandort – wir lehnen daher das Budget und auch die Budgetbegleitgesetze ab. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Wir schon! – Abg. Eder: Die Insolvenzen sind Ihnen nicht bekannt, gell?
Abgeordnete Edeltraud Lentsch (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Hohes Haus! Ich möchte mir hier nicht den Kopf der Opposition zerbrechen, aber Wunder ist es keines, wenn Ihnen die Österreicherinnen und Österreicher in puncto Finanzen absolut nichts zutrauen. Zuerst haben Sie das Nulldefizit kritisiert, weil Sie der Meinung sind, dass wir damit unser Land kaputtsparen würden. Glauben Sie mir, ich habe in der Zwischenzeit noch niemanden gefunden, keinen Unternehmer und auch keinen Privaten, der sich kaputtgespart hätte! (Abg. Öllinger: Wir schon! – Abg. Eder: Die Insolvenzen sind Ihnen nicht bekannt, gell?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn man fast jeden Tag unterwegs ist, Veranstaltungen besucht, dann spürt man auch, dass die Bürgerinnen und Bürger diese Reformen verstehen und sie auch mittragen. Ein großes Lob dem Finanzminister, seinem Staatssekretär und den Beamten für die Budgetunterlagen. Das Budget ist übersichtlich, man findet alles, und wer will, kennt sich aus. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Glauben Sie mir: Finanzminister bei dieser Opposition zu sein ist ein äußerst schwieriges Unterfangen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: Der ist verschwunden!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich wollte mein Bedauern eigentlich direkt an den Finanzminister richten. (Ruf bei der SPÖ: Der ist verschwunden!) Er kann einem ja schon fast Leid tun, wenn er ein ums andere Mal nicht aus dem Dickicht oder Kauderwelsch von Managementsprache, Marketingsprache und Orwell’schem Neusprech herausfindet. Wenn ich mir vorstelle, der Herr Finanzminister – schade, dass er nicht da ist – verwendet diese Diktion nicht nur im Parlament, sondern auch im privaten Kreis, das ist ja furchtbar!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Kollege Ellmauer ist ein wirklich netter Abgeordneter von der ÖVP, aber er versucht, das nachzumachen, was der Finanzminister vorgibt: Wir sind die Besten! Wir sind die Größten! Wir sind am Vormarsch, sind die Nummer eins, super, spitze! – Das kann man doch nicht mehr anhören, und das ist doch auch – bitte um Entschuldigung! – etwas unter der Würde von Regierungsabgeordneten, dass sie sich hinstellen und sich nur mehr als Propagandisten betätigen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Qualität der Kursmaßnahmen beim AMS hat seit Jahren eindeutig abgenommen. Es kann nicht mehr Qualität angeboten werden, es wird nur mehr abgezielt auf Quantität, auf kurze Kurse. Sie lesen – egal, in welcher Zeitung; es ist nicht nur die „Kronen Zeitung“, auch die lokalen Medien schreiben darüber –: Jugendliche werden in Kurse geschickt, die für sie völlig sinnlos sind. Trotzdem, es passiert. Das AMS kann es auch nicht anders machen. Das ist kein Vorwurf an das AMS, sondern ein Vorwurf an die Politik, die auf eine bestimmte krisenhafte Situation auf dem Arbeitsmarkt eigentlich nur mehr zynisch reagiert. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Die Leute sollen in Bewegung gehalten werden. Die Qualität der Maßnahmen ist völlig irrelevant. Das ist der eine Punkt, und damit habe ich ganz kurz das AMS gestreift.
Abg. Kopf: Großartige!
Ich möchte aber eigentlich schon noch etwas sagen zu dem, was wir hier eigentlich nicht verhandeln. Mein Kollege Kogler hat schon darauf hingewiesen: Wo sind die Vorlagen zu dem, was in den letzten Tagen in der Öffentlichkeit bekannt wurde, aber hinter verschlossenen Türen verhandelt wird? Nicht im Parlament, nicht in der Bundesregierung, sondern irgendwo zwischen den Landeshauptleuten, gestern in einem Vier-Augen-Gespräch zwischen Frau Haubner und Herrn Schüssel, da werden die großen Einigungen dieser Tage erzielt – oder auch nicht. Doch da kommen Sie her, Herr Bundesminister, und sagen: Es finden sich in diesen Ergebnissen großartige strukturelle Elemente, die es bisher nicht gegeben hat! – Ja, so kann ich den Satz auch unterschreiben: Es finden sich strukturelle Elemente (Abg. Kopf: Großartige!) in der Einigung zur Gesundheitsreform, die es bisher nicht gegeben hat! (Abg. Kopf: Großartige!) – Großartige. Danke, wunderbar! Wieder: Spitze, Nummer eins!
Abg. Kopf: Großartige!
Ich möchte aber eigentlich schon noch etwas sagen zu dem, was wir hier eigentlich nicht verhandeln. Mein Kollege Kogler hat schon darauf hingewiesen: Wo sind die Vorlagen zu dem, was in den letzten Tagen in der Öffentlichkeit bekannt wurde, aber hinter verschlossenen Türen verhandelt wird? Nicht im Parlament, nicht in der Bundesregierung, sondern irgendwo zwischen den Landeshauptleuten, gestern in einem Vier-Augen-Gespräch zwischen Frau Haubner und Herrn Schüssel, da werden die großen Einigungen dieser Tage erzielt – oder auch nicht. Doch da kommen Sie her, Herr Bundesminister, und sagen: Es finden sich in diesen Ergebnissen großartige strukturelle Elemente, die es bisher nicht gegeben hat! – Ja, so kann ich den Satz auch unterschreiben: Es finden sich strukturelle Elemente (Abg. Kopf: Großartige!) in der Einigung zur Gesundheitsreform, die es bisher nicht gegeben hat! (Abg. Kopf: Großartige!) – Großartige. Danke, wunderbar! Wieder: Spitze, Nummer eins!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Gesundheitsagentur, Gesundheitsplattformen, Gremien in den Gesundheitsplattformen, wo sich die einen mit den anderen beraten müssen, Drittgremien, wo sie dann den Kompromiss schließen müssen – das ist ja alles nur mehr entsetzlich! Doch da geht der Finanzminister her und sagt: Großartige strukturelle Elemente sind neu geschaffen worden! – Das ist das Ergebnis dessen, was Sie hinter verschlossenen Türen verhandelt haben?! Das kann es doch nicht sein. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Scheucher-Pichler: Zwei!
Niemand in Österreich zahlt gerne Steuern, aber gestatten Sie mir, bitte, eine Frage – der Kollege Kopf wird zuhören –: Die Wirtschaftskammer erzielt auch Beiträge, auch aus Lohnnebenkosten, egal wie Sie es titulieren. Ein, zwei oder drei Umlagen werden da eingehoben. (Abg. Mag. Scheucher-Pichler: Zwei!) Die Wirtschaftskammer hat die Taschen voller Geld, egal in welche Fachabteilung oder Sektion Sie hineinschauen! Die Wirtschaftskammer hat die Taschen voller Geld. Da wird nicht diskutiert darüber, dass man die Beiträge leicht absenken könnte (Abg. Ellmauer: Wurde bereits abgesenkt!), aber bei der Arbeiterkammer wird sehr wohl darüber diskutiert, Kollege Ellmauer. Da frage ich mich, ob das mit einer etwas unbequemen Haltung der Arbeiterkammer gegenüber manchen Regierungsvorlagen zusammenhängt.
Abg. Ellmauer: Wurde bereits abgesenkt!
Niemand in Österreich zahlt gerne Steuern, aber gestatten Sie mir, bitte, eine Frage – der Kollege Kopf wird zuhören –: Die Wirtschaftskammer erzielt auch Beiträge, auch aus Lohnnebenkosten, egal wie Sie es titulieren. Ein, zwei oder drei Umlagen werden da eingehoben. (Abg. Mag. Scheucher-Pichler: Zwei!) Die Wirtschaftskammer hat die Taschen voller Geld, egal in welche Fachabteilung oder Sektion Sie hineinschauen! Die Wirtschaftskammer hat die Taschen voller Geld. Da wird nicht diskutiert darüber, dass man die Beiträge leicht absenken könnte (Abg. Ellmauer: Wurde bereits abgesenkt!), aber bei der Arbeiterkammer wird sehr wohl darüber diskutiert, Kollege Ellmauer. Da frage ich mich, ob das mit einer etwas unbequemen Haltung der Arbeiterkammer gegenüber manchen Regierungsvorlagen zusammenhängt.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich vermute, genau das ist der Punkt! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Sie wollen eine wichtige Institution ... (Abg. Dr. Mitterlehner: Um 30 Prozent abgesenkt!) Herr Kollege Mitterlehner, ich bin nicht da, um der Wirtschaftskammer ihre Beiträge streitig zu machen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Die wurden um 30 Prozent per Gesetz abgesenkt!)
Abg. Dr. Mitterlehner: Um 30 Prozent abgesenkt!
Ich vermute, genau das ist der Punkt! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Sie wollen eine wichtige Institution ... (Abg. Dr. Mitterlehner: Um 30 Prozent abgesenkt!) Herr Kollege Mitterlehner, ich bin nicht da, um der Wirtschaftskammer ihre Beiträge streitig zu machen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Die wurden um 30 Prozent per Gesetz abgesenkt!)
Abg. Dr. Mitterlehner: Die wurden um 30 Prozent per Gesetz abgesenkt!
Ich vermute, genau das ist der Punkt! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Sie wollen eine wichtige Institution ... (Abg. Dr. Mitterlehner: Um 30 Prozent abgesenkt!) Herr Kollege Mitterlehner, ich bin nicht da, um der Wirtschaftskammer ihre Beiträge streitig zu machen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Die wurden um 30 Prozent per Gesetz abgesenkt!)
Abg. Dr. Fekter: Trotzdem eine gute Maßnahme!
Ja, aber: Von welchem Status haben Sie abgesenkt? Von einem so (eine entsprechende Handbewegung machend) hohen Status, Herr Kollege Mitterlehner. Aber die Arbeiterkammer hat 0,5 Prozent für zwei Millionen Menschen. (Abg. Dr. Fekter: Trotzdem eine gute Maßnahme!) 0,5 Prozent! Wir diskutieren hier nicht über die Beiträge. (Abg. Dr. Mitterlehner: Um 30 Prozent gesenkt!) Hat man mit Ihnen darüber gesprochen, Herr Kollege? Sind Sie einverstanden mit der Senkung der Arbeiterkammerumlage? Haben Sie etwas dazu zu sagen? – Dann sagen Sie es!
Abg. Dr. Mitterlehner: Um 30 Prozent gesenkt!
Ja, aber: Von welchem Status haben Sie abgesenkt? Von einem so (eine entsprechende Handbewegung machend) hohen Status, Herr Kollege Mitterlehner. Aber die Arbeiterkammer hat 0,5 Prozent für zwei Millionen Menschen. (Abg. Dr. Fekter: Trotzdem eine gute Maßnahme!) 0,5 Prozent! Wir diskutieren hier nicht über die Beiträge. (Abg. Dr. Mitterlehner: Um 30 Prozent gesenkt!) Hat man mit Ihnen darüber gesprochen, Herr Kollege? Sind Sie einverstanden mit der Senkung der Arbeiterkammerumlage? Haben Sie etwas dazu zu sagen? – Dann sagen Sie es!
Abg. Ellmauer: Schon lange gesenkt!
Man hat offensichtlich mit Ihnen genauso wenig gesprochen wie mit allen anderen Abgeordneten hier im Parlament. (Abg. Ellmauer: Schon lange gesenkt!) Letztendlich sollen es aber Sie, Herr Kollege Ellmauer, beschließen. (Abg. Ellmauer: Die Wirtschaftskammer hat schon lange die Beiträge abgesenkt!) Sie werden dann vielleicht wieder mit dem Weihwasserkessel und mit dem Weihrauch herausgehen und sagen: Tolle Budgetpolitik! – Das kann es doch nicht gewesen sein, Herr Kollege Ellmauer. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Ellmauer: Die Wirtschaftskammer hat schon lange die Beiträge abgesenkt!
Man hat offensichtlich mit Ihnen genauso wenig gesprochen wie mit allen anderen Abgeordneten hier im Parlament. (Abg. Ellmauer: Schon lange gesenkt!) Letztendlich sollen es aber Sie, Herr Kollege Ellmauer, beschließen. (Abg. Ellmauer: Die Wirtschaftskammer hat schon lange die Beiträge abgesenkt!) Sie werden dann vielleicht wieder mit dem Weihwasserkessel und mit dem Weihrauch herausgehen und sagen: Tolle Budgetpolitik! – Das kann es doch nicht gewesen sein, Herr Kollege Ellmauer. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Man hat offensichtlich mit Ihnen genauso wenig gesprochen wie mit allen anderen Abgeordneten hier im Parlament. (Abg. Ellmauer: Schon lange gesenkt!) Letztendlich sollen es aber Sie, Herr Kollege Ellmauer, beschließen. (Abg. Ellmauer: Die Wirtschaftskammer hat schon lange die Beiträge abgesenkt!) Sie werden dann vielleicht wieder mit dem Weihwasserkessel und mit dem Weihrauch herausgehen und sagen: Tolle Budgetpolitik! – Das kann es doch nicht gewesen sein, Herr Kollege Ellmauer. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Reinhold Mitterlehner (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Öllinger hat behauptet, die Wirtschaftskammer hätte die Taschen voller Geld. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Alle Organe und alle sonstigen Gruppierungen, Sektionen oder wie immer sie heißen, haben Sie gesagt.
Abg. Dr. Glawischnig: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Ich stelle fest: Das ist absolut unrichtig! Wir haben drei Jahre hindurch das Budget nicht mehr ausgleichen können und haben auf gesetzlicher Basis, die Sie meines Wissens sogar mitbeschlossen haben (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!), unsere Umlagen um 30 Prozent gesenkt. Das entspricht der Realität – und nicht die Polemik Ihrerseits! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich stelle fest: Das ist absolut unrichtig! Wir haben drei Jahre hindurch das Budget nicht mehr ausgleichen können und haben auf gesetzlicher Basis, die Sie meines Wissens sogar mitbeschlossen haben (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!), unsere Umlagen um 30 Prozent gesenkt. Das entspricht der Realität – und nicht die Polemik Ihrerseits! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Na! Na bitte! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Ich hätte es natürlich gerne gesehen, wenn alle Parteien im Sinne des Sports diesem Budgetbegleitgesetz zustimmen würden, aber leider bleibt es einmal mehr den Regierungsparteien vorbehalten, sich aktiv für den Sport einzusetzen, erstmals eine aktive Sportpolitik zu machen. (Abg. Öllinger: Na! Na bitte! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Die BSO hat es seit langem versucht, schon mit Ihren Kollegen, aber das ist in den letzten Jahren nicht gelungen. (Abg. Dr. Matznetter: Aber erst auf unseren Antrag hin!)
Abg. Dr. Matznetter: Aber erst auf unseren Antrag hin!
Ich hätte es natürlich gerne gesehen, wenn alle Parteien im Sinne des Sports diesem Budgetbegleitgesetz zustimmen würden, aber leider bleibt es einmal mehr den Regierungsparteien vorbehalten, sich aktiv für den Sport einzusetzen, erstmals eine aktive Sportpolitik zu machen. (Abg. Öllinger: Na! Na bitte! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Die BSO hat es seit langem versucht, schon mit Ihren Kollegen, aber das ist in den letzten Jahren nicht gelungen. (Abg. Dr. Matznetter: Aber erst auf unseren Antrag hin!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir versuchen seit geraumer Zeit, Aktivität und Schwung in den österreichischen Sport, in den organisierten Sport, in den Breitensport und in den Gesundensport zu bringen. Das gelingt uns auch, und ich hoffe, dass wir in Zukunft noch breitere Zustimmung finden und dass es mit dem Budget auch weiterhin nach oben geht, vorausgesetzt – und dafür haben wir die gesetzliche Möglichkeit geschaffen –, dass das Glücksspiel und die Lotto- und Toto-Gesellschaft ihre Umsätze weiterhin vergrößern. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
gesetze für Budgetkosmetik, und dafür ist ihm wirklich nichts zu schlecht. Herr Minister! Sie „verscherbeln“ gemeinnützige Wohnbaugesellschaften, Sie „verscherbeln“ Entwicklungsgesellschaften in der Obersteiermark, die hervorragende Arbeit geleistet haben, Sie tauschen bei den Bundesforsten eine Einmal-Dividende von 100 Millionen gegen die Übernahme von Pensionsverpflichtungen. – Das ist Budgetkosmetik, und dagegen wehren wir uns ganz entschieden! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Wer hat denn die VA Tech verkauft? Das war der rote Betriebsrat! Der Streicher! Die SPÖ!
Aber, Herr Minister, der Gipfel ist, dass Sie österreichische Kernindustrie verschleudern. Ich habe mir das ausgerechnet: Die drei Beteiligungen von voestalpine, Böhler-Uddeholm und der VA Tech wurden im Vorjahr verkauft. In der Zwischenzeit ... (Abg. Großruck: Wer hat denn die VA Tech verkauft? Das war der rote Betriebsrat! Der Streicher! Die SPÖ!) 9 Prozent, Kollege! 9 Prozent im Vorjahr! 8. August! Lesen Sie nach!
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Jetzt komme ich zum dramatischen neuen Fall: Dieser neue Fall der VA Tech – die restlichen 15 Prozent –, das ist eine neue Qualität. Diese „Qualität“ ist das Kennzeichen dieser Bundesregierung! Da führt die Bundesregierung den größten österreichischen Technologiekonzern auf die Schlachtbank. Dieser Konzern wird zum Filetieren freigegeben. – Dagegen, meine sehr geehrten Damen und Herren, müssen wir uns wehren! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Demokratie gefährdet? – Zwischenrufe des Abg. Kopf.
Auch Kovats hat noch vor drei Wochen gesagt, er werde nicht verkaufen, er werde Großaktionärbleiben. – Wenn das überhand nimmt, dann sehe ich die Demokratie in Österreich nachhaltig gefährdet! (Abg. Dr. Stummvoll: Demokratie gefährdet? – Zwischenrufe des Abg. Kopf.) – Warte, ich komme schon dazu! Ich komme dazu!
Beifall bei der SPÖ.
Hochleitner hat auch gesagt, dass er den gesamten Deal mit wichtigen Vertretern der österreichischen Politik vorher abgesprochen hat. Es gibt Indizien, dass vom Bundeskanzleramt in der Übernahmekommission diesbezüglich interveniert wurde. Wenn das der Fall ist, dann muss man sich wirklich fragen, in welcher Republik wir leben, und es ist wirklich alles zu unternehmen, um dagegen aufzutreten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher fordern wir die Bundesregierung auf, die ÖIAG auf, ihren Anteil bei der VA Tech zu behalten und sofort eine 10-prozentige Mitarbeiterstiftung zu unterstützen, damit hier ein österreichischer Kernaktionär bestehen bleibt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Abgeordneter Johann Kurzbauer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Herren Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Österreich ist ein Musterland einer erfolgreichen Wirtschafts- und Budgetpolitik. Jetzt wird Herr Kollege Öllinger fragen, wie ich eigentlich auf diese Aussage komme, und er wird wieder sagen, wir würden uns beweihräuchern. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Abg. Öllinger: Schauen Sie sich die Kurse ein Jahr vorher an!
Herr Kollege Öllinger, Sie haben auch gemeint: Schauen Sie sich die Kurse an! – Ich weiß schon, Sie haben gemeint: die Kurse des AMS. Ich sage jetzt: Schauen Sie sich die Kurse an – und zwar die Aktienkurse des ATX! (Abg. Öllinger: Schauen Sie sich die Kurse ein Jahr vorher an!) Beispielsweise der ATX-Kurs Oktober 2002: 1 000, der ATX-Kurs Anfang November 2004 – Sie hören richtig! –: 2 175. – Das heißt, geschätzte Damen und Herren, unsere Unternehmen, die österreichischen Unternehmen, sind in dieser Zeit doppelt so viel wert geworden, sie verzeichneten eine Steigerung von 117 Prozent! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Und was ist mit den Arbeitslosen?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Und was ist mit den Arbeitslosen?
Herr Kollege Öllinger, Sie haben auch gemeint: Schauen Sie sich die Kurse an! – Ich weiß schon, Sie haben gemeint: die Kurse des AMS. Ich sage jetzt: Schauen Sie sich die Kurse an – und zwar die Aktienkurse des ATX! (Abg. Öllinger: Schauen Sie sich die Kurse ein Jahr vorher an!) Beispielsweise der ATX-Kurs Oktober 2002: 1 000, der ATX-Kurs Anfang November 2004 – Sie hören richtig! –: 2 175. – Das heißt, geschätzte Damen und Herren, unsere Unternehmen, die österreichischen Unternehmen, sind in dieser Zeit doppelt so viel wert geworden, sie verzeichneten eine Steigerung von 117 Prozent! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Und was ist mit den Arbeitslosen?)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.
Geschätzte Damen und Herren! Der Weg für eine weiterhin gesunde und erfolgreiche Budgetpolitik dieser Bundesregierung ist vorgezeichnet! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.)
Abg. Heinzl: Die Arbeitslosen auch nicht!
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Herr Kollege Kurzbauer, es freut mich ja, dass es Sie freut, dass die Kurse des ATX steigen. Das heißt aber nichts anderes, als dass damit der Besitzanteil und die Einkünfte aus Finanzvermögen in Österreich steigen. Die Pflegegeldbezieherinnen und Pflegegeldbezieher, denen Sie jetzt „großartig“ zwei Prozent Steigerung – nach acht Jahren – als Almosen geben, die haben von den Steigerungen des ATX nichts! (Abg. Heinzl: Die Arbeitslosen auch nicht!) – Diese Zusammenhänge sollten Sie einmal sehen. Es geht nicht nur darum, dass die Wirtschaft floriert, sondern es ist auch die Frage, wer davon profitieren kann und wem das zugute kommt, und da würden wir andere Prioritäten setzen, als Sie das derzeit in Ihrer Regierung tun. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gradwohl.
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Herr Kollege Kurzbauer, es freut mich ja, dass es Sie freut, dass die Kurse des ATX steigen. Das heißt aber nichts anderes, als dass damit der Besitzanteil und die Einkünfte aus Finanzvermögen in Österreich steigen. Die Pflegegeldbezieherinnen und Pflegegeldbezieher, denen Sie jetzt „großartig“ zwei Prozent Steigerung – nach acht Jahren – als Almosen geben, die haben von den Steigerungen des ATX nichts! (Abg. Heinzl: Die Arbeitslosen auch nicht!) – Diese Zusammenhänge sollten Sie einmal sehen. Es geht nicht nur darum, dass die Wirtschaft floriert, sondern es ist auch die Frage, wer davon profitieren kann und wem das zugute kommt, und da würden wir andere Prioritäten setzen, als Sie das derzeit in Ihrer Regierung tun. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Heinzl.
Sport, wenn es darum geht, Menschen vom Drogenkonsum abzuhalten. Auch da sollte man fragen, ob man nicht andere Prioritäten zu setzen hat. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Heinzl.)
Staatssekretär Dr. Finz: Das ist keine ...!
Was tun Sie jetzt im Budgetbegleitgesetz? – Sie gehen her und ziehen aus diesem ohnedies schon so leer geräumten FLAF 20 Millionen € ab: als „Verwaltungsaufwand bei Vollziehung dieses Bundesgesetzes“, also für die Abwicklung der Familienbeihilfe. – Das heißt, aus diesem Fonds nehmen Sie 20 Millionen € und geben diese den Finanzämtern, damit sie etwas tun, was ihre ureigenste Aufgabe ist (Staatssekretär Dr. Finz: Das ist keine ...!), nämlich für die Verteilung der Familienbeihilfe zu sorgen. (Staatssekretär Dr. Finz: Das ist keine Kernaufgabe eines Finanzamts!) – Natürlich ist das eine Kernaufgabe der Finanzämter! – Dann gehen Sie her und räumen aus diesem leer geräumten Topf zusätzlich Gelder aus, die Sie der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse dafür zahlen müssen, dass sie das Kinderbetreuungsgeld auszahlt und die gesamte Abwicklung in diesem Bereich ermöglicht.
Staatssekretär Dr. Finz: Das ist keine Kernaufgabe eines Finanzamts!
Was tun Sie jetzt im Budgetbegleitgesetz? – Sie gehen her und ziehen aus diesem ohnedies schon so leer geräumten FLAF 20 Millionen € ab: als „Verwaltungsaufwand bei Vollziehung dieses Bundesgesetzes“, also für die Abwicklung der Familienbeihilfe. – Das heißt, aus diesem Fonds nehmen Sie 20 Millionen € und geben diese den Finanzämtern, damit sie etwas tun, was ihre ureigenste Aufgabe ist (Staatssekretär Dr. Finz: Das ist keine ...!), nämlich für die Verteilung der Familienbeihilfe zu sorgen. (Staatssekretär Dr. Finz: Das ist keine Kernaufgabe eines Finanzamts!) – Natürlich ist das eine Kernaufgabe der Finanzämter! – Dann gehen Sie her und räumen aus diesem leer geräumten Topf zusätzlich Gelder aus, die Sie der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse dafür zahlen müssen, dass sie das Kinderbetreuungsgeld auszahlt und die gesamte Abwicklung in diesem Bereich ermöglicht.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Staatssekretär in Vertretung des Herrn Finanzministers! So kann man keine Budgetbegleitgesetze erstellen! So kann man keine seriöse Budgetpolitik für Familien machen! Das ist nicht in unserem Sinn. Solchen Maßnahmen werden wir sicher nicht zustimmen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mandak: Es ist ja nichts mehr drinnen! – Abg. Öllinger: Wenn aber nichts drinnen ist! – Abg. Gradwohl: Da muss man es haben, damit man es ausschütten kann!
Abgeordnete Barbara Rosenkranz (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Frau Kollegin Mandak! Es ist eine positive Sache, wenn aus dem Familienlastenausgleichsfonds jetzt mehr Geld ausgeschüttet wird als noch 1999. (Abg. Mandak: Es ist ja nichts mehr drinnen! – Abg. Öllinger: Wenn aber nichts drinnen ist! – Abg. Gradwohl: Da muss man es haben, damit man es ausschütten kann!) Das Kinderbetreuungsgeld, auch im Vollausbau, ist finanziell abgesichert. Es war immer ein großes Ärgernis früherer Regierungen, dass im Familienlastenausgleichsfonds immer mehr – auf Grund der niedrigen Geburtenzahlen – Geld ... (Abg. Silhavy: Aber das ist ein ungedeckter Scheck, Frau Rosenkranz!) Nein, das habt ihr schon gesagt, bevor wir es eingeführt haben! (Abg. Silhavy: Und das hat sich auch bewahrheitet!) Das Kinderbetreuungsgeld funktioniert, und der Scheck ist gedeckt!
Abg. Silhavy: Aber das ist ein ungedeckter Scheck, Frau Rosenkranz!
Abgeordnete Barbara Rosenkranz (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Frau Kollegin Mandak! Es ist eine positive Sache, wenn aus dem Familienlastenausgleichsfonds jetzt mehr Geld ausgeschüttet wird als noch 1999. (Abg. Mandak: Es ist ja nichts mehr drinnen! – Abg. Öllinger: Wenn aber nichts drinnen ist! – Abg. Gradwohl: Da muss man es haben, damit man es ausschütten kann!) Das Kinderbetreuungsgeld, auch im Vollausbau, ist finanziell abgesichert. Es war immer ein großes Ärgernis früherer Regierungen, dass im Familienlastenausgleichsfonds immer mehr – auf Grund der niedrigen Geburtenzahlen – Geld ... (Abg. Silhavy: Aber das ist ein ungedeckter Scheck, Frau Rosenkranz!) Nein, das habt ihr schon gesagt, bevor wir es eingeführt haben! (Abg. Silhavy: Und das hat sich auch bewahrheitet!) Das Kinderbetreuungsgeld funktioniert, und der Scheck ist gedeckt!
Abg. Silhavy: Und das hat sich auch bewahrheitet!
Abgeordnete Barbara Rosenkranz (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Frau Kollegin Mandak! Es ist eine positive Sache, wenn aus dem Familienlastenausgleichsfonds jetzt mehr Geld ausgeschüttet wird als noch 1999. (Abg. Mandak: Es ist ja nichts mehr drinnen! – Abg. Öllinger: Wenn aber nichts drinnen ist! – Abg. Gradwohl: Da muss man es haben, damit man es ausschütten kann!) Das Kinderbetreuungsgeld, auch im Vollausbau, ist finanziell abgesichert. Es war immer ein großes Ärgernis früherer Regierungen, dass im Familienlastenausgleichsfonds immer mehr – auf Grund der niedrigen Geburtenzahlen – Geld ... (Abg. Silhavy: Aber das ist ein ungedeckter Scheck, Frau Rosenkranz!) Nein, das habt ihr schon gesagt, bevor wir es eingeführt haben! (Abg. Silhavy: Und das hat sich auch bewahrheitet!) Das Kinderbetreuungsgeld funktioniert, und der Scheck ist gedeckt!
Abg. Silhavy: Sie machen dafür Schulden! Sie machen Schulden für die Zukunft!
Was Sie damals gesagt haben, hat sich überhaupt nicht bewahrheitet. Jeder, der das Kinderbetreuungsgeld beantragt, bekommt es! (Abg. Silhavy: Sie machen dafür Schulden! Sie machen Schulden für die Zukunft!) Aber es war ein Ärgernis vor allem der sozialistisch dominierten Regierungen, dass Geld, das im FLAF bedauerlicherweise übrig geblieben ist – denn man hätte ja mehr ausschütten können; gerade wenn die Kinderzahlen sinken, wäre es auch notwendig gewesen, das zu tun –, immer wieder als schlichter Puffer für das Budget missbraucht worden ist, herausgenommen worden ist. Am Anfang hat man ja noch denken können, irgendwann werde es zurückkommen. Das war aber nie der Fall. (Abg. Öllinger: Jetzt ist es umgekehrt!) – Es ist gut, dass die Gelder aus dem FLAF ausgeschüttet werden!
Abg. Öllinger: Jetzt ist es umgekehrt!
Was Sie damals gesagt haben, hat sich überhaupt nicht bewahrheitet. Jeder, der das Kinderbetreuungsgeld beantragt, bekommt es! (Abg. Silhavy: Sie machen dafür Schulden! Sie machen Schulden für die Zukunft!) Aber es war ein Ärgernis vor allem der sozialistisch dominierten Regierungen, dass Geld, das im FLAF bedauerlicherweise übrig geblieben ist – denn man hätte ja mehr ausschütten können; gerade wenn die Kinderzahlen sinken, wäre es auch notwendig gewesen, das zu tun –, immer wieder als schlichter Puffer für das Budget missbraucht worden ist, herausgenommen worden ist. Am Anfang hat man ja noch denken können, irgendwann werde es zurückkommen. Das war aber nie der Fall. (Abg. Öllinger: Jetzt ist es umgekehrt!) – Es ist gut, dass die Gelder aus dem FLAF ausgeschüttet werden!
Abg. Öllinger: Sind Sie auch für die Agentur? Sie waren ja vorige Woche noch dagegen!
Wie sind immer der Meinung gewesen: Strukturreformen sind zu machen! So ganz nichts, Herr Abgeordneter Öllinger, ist das nicht. Wir wissen, dass im Gesundheitswesen ein ganz großer Kostensteigerungsfaktor darin liegt (Abg. Öllinger: Sind Sie auch für die Agentur? Sie waren ja vorige Woche noch dagegen!), dass die beiden Bereiche – der stationäre und der niedergelassene – nicht vernetzt sind. Das sagt jeder, und jeder weiß auch, dass es, bevor das nicht zusammengeführt wird, ganz bestimmt nicht zu einer Effizienzsteigerung kommen wird.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir waren aber immer auch der Meinung, man sollte das Pferd nicht beim Schwanz aufzäumen, sondern zuerst die notwendigen Strukturreformen machen – und nicht, so wie es jetzt verlangt wird, neue Mittel in ein nicht effizientes System leiten. Gerade unser Klubobmann hat das zuletzt am Sonntag in der „Pressestunde“ wirklich sehr wacker verteidigt und dargestellt, und für uns ist diese Sache auch wirklich noch nicht erledigt. Es sind nämlich Einsparungen möglich! Das könnte man gerade in Wien sehr gut argumentieren, man muss nur einmal den Vergleich zwischen öffentlichen Spitälern und Ordensspitälern ziehen. Da kann man sehen, dass in den Ordensspitälern medizinisch höchste Qualität geboten wird, der Standard der pflegerischen Leistungen, der Betreuung ist über jede Kritik erhaben – menschlich, human einwandfrei –, und das alles zu wesentlich günstigeren Kosten! Diesen Vergleich könnte man gerade in Wien gut anführen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren von der SPÖ! Was Sie hier verfolgen, ist eine Doppelstrategie: Ihre Landespolitiker schinden sich mit der Drohung, sich jeder Strukturreform zu verweigern, zusätzliche Mittel heraus und verursachen damit die Debatte über zusätzliche Einnahmen und Erhöhungen – und Sie beklagen das lauthals, nach der Devise: Haltet den Dieb! – Vernünftiger wäre es, sich hier ernsthaft zu Strukturreformen zu bekennen und das auch gegenüber der Landespolitik zu vertreten und durchzusetzen. Das wäre etwas, was die Patienten schont und womit nicht Politik auf dem Rücken der Patienten ausgetragen wird. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Frau Kollegin Rosenkranz, Ihr Beispiel betreffend Ordensspitäler ist sehr interessant, es ist allerdings an die falsche Adresse gerichtet: In der Steiermark fehlen die Gelder für die Ordensspitäler, weil die ÖVP-Landesrätin diese nicht hergeben will! – So einfach ist das. Also wenden Sie sich in dieser Frage an Ihren Koalitionspartner! Da wären Sie an der richtigen Adresse. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Es genügt ja schon, dass Sie so was denken, was ordnungsrufverdächtig ist!
„Druck machen“ – höflich ausgedrückt! Es gibt andere Worte dafür, diese will ich aber nicht in den Mund nehmen, denn sonst würde ich mir wahrscheinlich einen Ordnungsruf einhandeln. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Es genügt ja schon, dass Sie so was denken, was ordnungsrufverdächtig ist!) Aber ich glaube, Sie können sich alle vorstellen, was man unter „Druck machen“ versteht – das hat irgendwie etwas mit „Presse“, mit „pres-
Beifall bei der SPÖ.
Ich muss Ihnen noch einmal sagen: Es ist der falsche Weg! Wir wollen eine Gesundheitsversorgung und eine Gesundheitspolitik, die in die Zukunft gerichtet und an zukunftsweisenden Dingen orientiert sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Tancsits: Nicht von Deutschland!
Sehr interessant waren auch die Ausführungen des Erstredners der ÖVP, nämlich des Kollegen Auer, der hier von einer erfolgreichen Arbeitsmarktpolitik gesprochen hat. Jetzt weiß ich nicht, von welchem Land Herr Kollege Auer gesprochen hat. (Abg. Mag. Tancsits: Nicht von Deutschland!) Seitdem Sie an der Bundesregierung sind, steigen permanent die Arbeitslosenzahlen! Wir hatten im Oktober die höchsten Arbeitslosenzahlen seit 20 Jahren zu verzeichnen – und Sie reden von einer erfolgreichen Arbeitsmarktpolitik?! – Schämen sollten Sie sich dafür! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steibl.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steibl.
Sehr interessant waren auch die Ausführungen des Erstredners der ÖVP, nämlich des Kollegen Auer, der hier von einer erfolgreichen Arbeitsmarktpolitik gesprochen hat. Jetzt weiß ich nicht, von welchem Land Herr Kollege Auer gesprochen hat. (Abg. Mag. Tancsits: Nicht von Deutschland!) Seitdem Sie an der Bundesregierung sind, steigen permanent die Arbeitslosenzahlen! Wir hatten im Oktober die höchsten Arbeitslosenzahlen seit 20 Jahren zu verzeichnen – und Sie reden von einer erfolgreichen Arbeitsmarktpolitik?! – Schämen sollten Sie sich dafür! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steibl.)
Abg. Dr. Brinek: Sie wollen doch immer mehr ... haben! Wie geht denn das zusammen, Frau Kollegin? Sie müssen sich entscheiden, was Sie wollen! Die SPÖ weiß nicht, was sie will!
Der Herr Bundesminister sagt selbst und gibt es ja auch immer zu, dass die Entwicklung keine gute ist, dass sie nicht erfolgreich ist. Aber er macht nichts dagegen! Jedes Jahr haben wir hier dasselbe Theater, wenn es um die Lehrlinge geht. Die Lehrlingsquote bei den Geburtenjahrgängen war im Jahr 2000 noch 44 Prozent. Sie haben es innerhalb dieser kurzen Zeit geschafft, sie auf 40 Prozent abzusenken! (Abg. Dr. Brinek: Sie wollen doch immer mehr ... haben! Wie geht denn das zusammen, Frau Kollegin? Sie müssen sich entscheiden, was Sie wollen! Die SPÖ weiß nicht, was sie will!)
Beifall bei der SPÖ.
Weil wir jedes Jahr darüber diskutieren müssen, wie man den Jugendlichen überhaupt eine Zukunft gibt – denn Sie geben sie ihnen von selbst nicht –, bringen wir heute einen Entschließungsantrag zum Thema Lehrlingsausbildung ein, der Ihnen die Möglichkeit geben soll, etwas für die Jugend zu tun. Wir wissen, was wir wollen! Wir machen konstruktive Vorschläge, nur: Sie haben beide Ohren zu. Sie wollen es offensichtlich nicht wahrnehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, Sie können nun zeigen, ob Sie wirklich gewillt sind, der Jugend auch eine Zukunft zu geben – oder ob Sie nur Maßnahmen zu Lasten der Jugend beschließen, wie Sie es mit Ihren Pensionsreformen derzeit in Permanenz tun. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.
den Pensionszeiten angerechnet, genauso wie die Kinderbetreuung, was natürlich vielen Frauen zu einer Pension verhilft. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das ist die verantwortungsvolle Sozialpolitik dieser Bundesregierung, und dafür bedanke ich mich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Wir sind ja nicht in der Kirche!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister Grasser, der jetzt hoffentlich beim Schnitzelessen ist, damit er sich sozusagen irgendwie stärkt, weil das, was er heute bisher geliefert hat, ja wenig erleuchtend war (Abg. Neudeck: Wir sind ja nicht in der Kirche!), hat heute – darauf möchte ich verweisen – seinen Appell in den Raum gestellt, man möge doch seriös und sachlich bleiben. (Abg. Dr. Brinek: ... Schweinsbraten!)
Abg. Dr. Brinek: ... Schweinsbraten!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister Grasser, der jetzt hoffentlich beim Schnitzelessen ist, damit er sich sozusagen irgendwie stärkt, weil das, was er heute bisher geliefert hat, ja wenig erleuchtend war (Abg. Neudeck: Wir sind ja nicht in der Kirche!), hat heute – darauf möchte ich verweisen – seinen Appell in den Raum gestellt, man möge doch seriös und sachlich bleiben. (Abg. Dr. Brinek: ... Schweinsbraten!)
Abg. Neudeck: Sind Sie auch ein bisschen verdunkelt? – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Meine Damen und Herren, „seriös und sachlich“: Offensichtlich hat der Herr Bundesminister heute sich selbst gemeint (Abg. Neudeck: Sind Sie auch ein bisschen verdunkelt? – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen), weil er ja letztens in einer völlig überzogenen Budgetrede davon gesprochen hat, die Quadratur des Kreises geschafft zu haben. Davon kann natürlich absolut nicht gesprochen werden! (Abg. Neudeck: Haben Sie es nachgerechnet?) Wir haben heute in der Aktuellen Stunde auch gehört, was im Bereich Wissenschaften, was im Bereich Universitäten für ein Handlungsbedarf vorhanden wäre. Aber da sind in diesem Budget aus unserer Sicht überhaupt keine Signale gegeben. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neudeck: Haben Sie es nachgerechnet?
Meine Damen und Herren, „seriös und sachlich“: Offensichtlich hat der Herr Bundesminister heute sich selbst gemeint (Abg. Neudeck: Sind Sie auch ein bisschen verdunkelt? – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen), weil er ja letztens in einer völlig überzogenen Budgetrede davon gesprochen hat, die Quadratur des Kreises geschafft zu haben. Davon kann natürlich absolut nicht gesprochen werden! (Abg. Neudeck: Haben Sie es nachgerechnet?) Wir haben heute in der Aktuellen Stunde auch gehört, was im Bereich Wissenschaften, was im Bereich Universitäten für ein Handlungsbedarf vorhanden wäre. Aber da sind in diesem Budget aus unserer Sicht überhaupt keine Signale gegeben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, „seriös und sachlich“: Offensichtlich hat der Herr Bundesminister heute sich selbst gemeint (Abg. Neudeck: Sind Sie auch ein bisschen verdunkelt? – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen), weil er ja letztens in einer völlig überzogenen Budgetrede davon gesprochen hat, die Quadratur des Kreises geschafft zu haben. Davon kann natürlich absolut nicht gesprochen werden! (Abg. Neudeck: Haben Sie es nachgerechnet?) Wir haben heute in der Aktuellen Stunde auch gehört, was im Bereich Wissenschaften, was im Bereich Universitäten für ein Handlungsbedarf vorhanden wäre. Aber da sind in diesem Budget aus unserer Sicht überhaupt keine Signale gegeben. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.
Meine Damen und Herren! Die Bundesforste werden dem Bund 100 Millionen € an Kapital zur Verfügung stellen, das noch dazu die Bundesforste selbst nicht haben, sondern über Kredite aufnehmen müssen. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) Sie müssen einen Kredit aufnehmen, 100 Millionen dem Bundesminister (Staatssekretär Dr. Finz: ... Übernahme der Pensionen, ja!), Herr Kollege Finz, 100 Millionen dem Bundesminister zur Verfügung stellen, der gerade etwa 10 Millionen € im Jahre 2005 für die Pensionen wird aufwenden müssen. 10 Millionen €, da bleibt ein Netto-Plus von 90 Millionen im Budget – natürlich eine reine Budgetkosmetik: 90 Millionen, die ja in den nächsten Jahren immer wieder an die Auszahlung dieser Pensionen gebunden sind! Das ist also ein klassischer Budgettrick, völlig ungeeignet dafür, eine nachhaltige Budgetpolitik zu betreiben, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Staatssekretär Dr. Finz: Vereinheitlichung!)
Staatssekretär Dr. Finz: ... Übernahme der Pensionen, ja!
Meine Damen und Herren! Die Bundesforste werden dem Bund 100 Millionen € an Kapital zur Verfügung stellen, das noch dazu die Bundesforste selbst nicht haben, sondern über Kredite aufnehmen müssen. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) Sie müssen einen Kredit aufnehmen, 100 Millionen dem Bundesminister (Staatssekretär Dr. Finz: ... Übernahme der Pensionen, ja!), Herr Kollege Finz, 100 Millionen dem Bundesminister zur Verfügung stellen, der gerade etwa 10 Millionen € im Jahre 2005 für die Pensionen wird aufwenden müssen. 10 Millionen €, da bleibt ein Netto-Plus von 90 Millionen im Budget – natürlich eine reine Budgetkosmetik: 90 Millionen, die ja in den nächsten Jahren immer wieder an die Auszahlung dieser Pensionen gebunden sind! Das ist also ein klassischer Budgettrick, völlig ungeeignet dafür, eine nachhaltige Budgetpolitik zu betreiben, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Staatssekretär Dr. Finz: Vereinheitlichung!)
Beifall bei den Grünen. – Staatssekretär Dr. Finz: Vereinheitlichung!
Meine Damen und Herren! Die Bundesforste werden dem Bund 100 Millionen € an Kapital zur Verfügung stellen, das noch dazu die Bundesforste selbst nicht haben, sondern über Kredite aufnehmen müssen. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) Sie müssen einen Kredit aufnehmen, 100 Millionen dem Bundesminister (Staatssekretär Dr. Finz: ... Übernahme der Pensionen, ja!), Herr Kollege Finz, 100 Millionen dem Bundesminister zur Verfügung stellen, der gerade etwa 10 Millionen € im Jahre 2005 für die Pensionen wird aufwenden müssen. 10 Millionen €, da bleibt ein Netto-Plus von 90 Millionen im Budget – natürlich eine reine Budgetkosmetik: 90 Millionen, die ja in den nächsten Jahren immer wieder an die Auszahlung dieser Pensionen gebunden sind! Das ist also ein klassischer Budgettrick, völlig ungeeignet dafür, eine nachhaltige Budgetpolitik zu betreiben, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Staatssekretär Dr. Finz: Vereinheitlichung!)
Beifall bei den Grünen.
Abschließend: Diese Budgetbegleitgesetze lassen eine sozial engagierte und ökologisch zukunftsorientierte Perspektive aus unserer Sicht völlig vermissen. Wir werden daher erwartungsgemäß diesem Paket unsere Zustimmung nicht geben. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Die Entwicklung im Bereich der aktiven Arbeitsmarktpolitik war in den vergangenen Jahren äußerst positiv, auch wenn sie jetzt von den Oppositionsparteien bekrittelt wird. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Aber seit dem Jahr 1999, Kollege Öllinger, hat es eine Verdoppelung der eingesetzten Mittel für die aktive Arbeitsmarktpolitik gegeben. So ist es! Für die aktive und aktivierende Arbeitsmarktpolitik werden jetzt insgesamt 1 496 Millionen € ausgegeben. Die 70 Millionen €, die jetzt wiederum an Rückstellungen für die aktive Arbeitsmarktpolitik herangezogen werden, habe ich ja schon erwähnt.
Abg. Öllinger: Die höchste!
Wichtig unserer Überzeugung nach ist – und jetzt wird ja oft beklagt, dass die Arbeitslosigkeit zu hoch ist –, dass auch für uns jeder einzelne Arbeitslose um einen zu viel ist. Aber wir haben, international gesehen, eine niedrige Arbeitslosigkeit, wir haben einen hohen Beschäftigtenstand, und auf diesem niedrigen Niveau der Arbeitslosigkeit wollen wir bleiben. Deswegen ist es wichtig, dass die Mittel der Arbeitsmarktpolitik, der aktiven Arbeitsmarktpolitik (Abg. Öllinger: Die höchste!), ausgedehnt und erhöht werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wichtig unserer Überzeugung nach ist – und jetzt wird ja oft beklagt, dass die Arbeitslosigkeit zu hoch ist –, dass auch für uns jeder einzelne Arbeitslose um einen zu viel ist. Aber wir haben, international gesehen, eine niedrige Arbeitslosigkeit, wir haben einen hohen Beschäftigtenstand, und auf diesem niedrigen Niveau der Arbeitslosigkeit wollen wir bleiben. Deswegen ist es wichtig, dass die Mittel der Arbeitsmarktpolitik, der aktiven Arbeitsmarktpolitik (Abg. Öllinger: Die höchste!), ausgedehnt und erhöht werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dolinschek: Nein, ich bin Österreicher!
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Wenn man dem Herrn Kollegen Dolinschek zuhört, dann glaubt man, er lebt in einem anderen Land oder auf einem anderen Planeten. (Abg. Dolinschek: Nein, ich bin Österreicher!) Es ist so, dass sich die Arbeitslosigkeit in Zeiten der
Abg. Dolinschek: Reden Sie von der Bundesrepublik Deutschland oder von Österreich?
schwarz-blauen Bundesregierung dramatisch erhöht hat und dass dadurch mehr Mittel für den Arbeitsmarkt freigesetzt werden müssen, dass aber die Kurse nicht dazu führen, dass die Menschen stärker in Beschäftigung kommen, sondern es ist das Gegenteil der Fall. (Abg. Dolinschek: Reden Sie von der Bundesrepublik Deutschland oder von Österreich?)
Beifall bei der SPÖ.
Den Beschäftigten des Bundessozialamtes, die hervorragende Arbeit leisten und bei denen wir uns alle bedanken sollten, möchte ich versichern, dass wir genau darauf schauen werden, welche Qualifikationen und Qualitäten künftige Leiter des Bundessozialamtes haben werden und dass hier keine Parteibuchwirtschaft Einzug hält. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die vorliegenden Budgetbegleitgesetze sind alles andere als „Kosmetik“: Es sind sinnvolle Maßnahmen im Sinne unseres Reformkurses für Österreich! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben außerdem gesagt, es sei eine hervorragende Leistung der Bundesregierung, dass das Pflegegeld von 1996 auf 2004 um 2 Prozent angehoben wird. Das macht 0,25 Prozent pro Jahr. Daraus ersieht man, dass die Größenordnung in der Valorisierung etwas auseinander fallen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Da hätte man beispielsweise auch darüber nachdenken können, wie das mit der Schulsportförderung ausschaut, welche Maßnahmen da eventuell nötig wären, um bessere Möglichkeiten zu bekommen. – Jetzt rede ich nicht davon, dass man Lehrer bezahlt, aber Koordinationstätigkeiten zum Beispiel, worüber wir bereits im Ministerium gesprochen haben. Was wäre notwendig, um die Vereine mit dem Schulsport zusammenzubringen? – Das wären Möglichkeiten gewesen, mit den vorhandenen Mitteln auch anderes herbeiführen zu können. Ich bin also ehrlich gesagt nicht wirklich zufrieden, dass das jetzt in die klassische Gießkanne geht. Da hätte man schon mehr Kreativität walten lassen können. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In diesen Bereichen braucht es dringend Weiterentwicklungen, und ich werde mich dafür einsetzen, dass diese auch stattfinden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Bucher: Wo haben Sie das her?
Was ist dieser Regierung in den letzten Jahren in der Finanzpolitik gelungen? – Wir haben die höchste Steuer- und Abgabenquote, die es jemals gegeben hat. (Abg. Bucher: Wo haben Sie das her?) Wir liegen mit unserer Steuer- und Abgabenquote europaweit im Spitzenfeld, und Sie wissen das genau. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Sie wissen, dass Deutschland weit hinter uns liegt. Sie wissen, dass andere Länder weit hinter unserer Steuer- und Abgabenquote liegen. Sie haben den höchsten Schuldenstand seit 1945 erreicht. (Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt auch nicht!) Sie brauchen nur die Zahlen anzuschauen, die Sie selbst veröffentlichen. Sie haben in absoluten Zahlen gemessen den höchsten Schuldenstand seit 1945 erreicht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Was ist dieser Regierung in den letzten Jahren in der Finanzpolitik gelungen? – Wir haben die höchste Steuer- und Abgabenquote, die es jemals gegeben hat. (Abg. Bucher: Wo haben Sie das her?) Wir liegen mit unserer Steuer- und Abgabenquote europaweit im Spitzenfeld, und Sie wissen das genau. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Sie wissen, dass Deutschland weit hinter uns liegt. Sie wissen, dass andere Länder weit hinter unserer Steuer- und Abgabenquote liegen. Sie haben den höchsten Schuldenstand seit 1945 erreicht. (Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt auch nicht!) Sie brauchen nur die Zahlen anzuschauen, die Sie selbst veröffentlichen. Sie haben in absoluten Zahlen gemessen den höchsten Schuldenstand seit 1945 erreicht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt auch nicht!
Was ist dieser Regierung in den letzten Jahren in der Finanzpolitik gelungen? – Wir haben die höchste Steuer- und Abgabenquote, die es jemals gegeben hat. (Abg. Bucher: Wo haben Sie das her?) Wir liegen mit unserer Steuer- und Abgabenquote europaweit im Spitzenfeld, und Sie wissen das genau. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Sie wissen, dass Deutschland weit hinter uns liegt. Sie wissen, dass andere Länder weit hinter unserer Steuer- und Abgabenquote liegen. Sie haben den höchsten Schuldenstand seit 1945 erreicht. (Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt auch nicht!) Sie brauchen nur die Zahlen anzuschauen, die Sie selbst veröffentlichen. Sie haben in absoluten Zahlen gemessen den höchsten Schuldenstand seit 1945 erreicht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was ist dieser Regierung in den letzten Jahren in der Finanzpolitik gelungen? – Wir haben die höchste Steuer- und Abgabenquote, die es jemals gegeben hat. (Abg. Bucher: Wo haben Sie das her?) Wir liegen mit unserer Steuer- und Abgabenquote europaweit im Spitzenfeld, und Sie wissen das genau. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Sie wissen, dass Deutschland weit hinter uns liegt. Sie wissen, dass andere Länder weit hinter unserer Steuer- und Abgabenquote liegen. Sie haben den höchsten Schuldenstand seit 1945 erreicht. (Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt auch nicht!) Sie brauchen nur die Zahlen anzuschauen, die Sie selbst veröffentlichen. Sie haben in absoluten Zahlen gemessen den höchsten Schuldenstand seit 1945 erreicht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Staatssekretär Dr. Finz: Genau die wird es geben!
Dazu kommt noch, dass die Steuerreform zum vollkommen falschen Zeitpunkt, nämlich prozyklisch gemacht wird, statt dass man antizyklisch antizipierend gesagt hätte: Jetzt brauche ich Kaufkraft, um entgegenzusteuern. (Staatssekretär Dr. Finz: Genau die wird es geben!) Eine derartige Maßnahme hätte 2003 erfolgen müssen, doch nicht jetzt, wo sie genau in den Konjunkturzyklus hineinfällt. In dieser Phase der Konjunkturentwicklung wird sie in Wirklichkeit nur verpuffen.
demonstrativer Beifall und Rufe bei der ÖVP: Genau! Sehr treffend!
Lange Rede, kurzer Sinn (demonstrativer Beifall und Rufe bei der ÖVP: Genau! Sehr treffend!): höchste Abgabenquote, höchste Verschuldung.
Beifall bei der SPÖ.
Und es bleibt dabei: Auch durch meinen Versprecher wird Ihre Wirtschaftspolitik nicht besser! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die politische Aussage dazu: Wer in Österreich studieren möchte, kann es, und muss es auch können. Dazu stehen wir selbstverständlich. Wer es sich nicht leisten kann, wird vom österreichischen Staat, vom österreichischen Steuerzahler vornehm unterstützt. Österreich behandelt seine studierende Jugend hervorragend, und wir brauchen in dieser Hinsicht in Europa keinen Vergleich zu scheuen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf sagen, ich nenne das einen leistungsorientierten, einen bürgerfreundlichen, einen kundenorientierten staatlichen Vollzug. Die zuständige Frau Bundesministerin ist nicht hier, aber vielleicht darf ich diese Gratulation dazu an den Herrn Staatssekretär weiterreichen. Ich glaube, hier ist ein Kompliment notwendig. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
(Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen
Jetzt zum Bundesmuseen-Gesetz, denn die Budgetbegleitgesetze sehen auch eine Änderung des Bundesmuseen-Gesetzes vor, weil die Museen eben mehr Geld erhalten sollen. Sie werden verstehen, dass verantwortungsbewusste Menschen so einer Forderung nicht gut zustimmen können. Das ist sehr schwierig. Wenn nämlich jede Kontrolle über die Museen und deren Gebarung verloren gegangen ist, wenn ein barocker Museumsdirektor prasst und urasst, als wäre er nachgerade die kleine Raupe Nimmersatt (Beifall bei den Grünen), dann muss man sich fragen, warum wir diesem gefräßigen Nimmersatt immer mehr Geld in den Rachen schieben sollen. Mich erinnert so eine Budgeterhöhung in gewisser Weise auch an Eltern, die ihrem Kind, das das Taschengeld ständig hinauswirft, aber immer wieder kommt und noch einmal das Taschengeld haben möchte oder eine Erhöhung des Taschengeldes haben möchte, verantwortungslos einfach immer mehr geben. Und das ist im Zusammenhang mit den Museen eben nicht verantwortlich. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Jetzt zum Bundesmuseen-Gesetz, denn die Budgetbegleitgesetze sehen auch eine Änderung des Bundesmuseen-Gesetzes vor, weil die Museen eben mehr Geld erhalten sollen. Sie werden verstehen, dass verantwortungsbewusste Menschen so einer Forderung nicht gut zustimmen können. Das ist sehr schwierig. Wenn nämlich jede Kontrolle über die Museen und deren Gebarung verloren gegangen ist, wenn ein barocker Museumsdirektor prasst und urasst, als wäre er nachgerade die kleine Raupe Nimmersatt (Beifall bei den Grünen), dann muss man sich fragen, warum wir diesem gefräßigen Nimmersatt immer mehr Geld in den Rachen schieben sollen. Mich erinnert so eine Budgeterhöhung in gewisser Weise auch an Eltern, die ihrem Kind, das das Taschengeld ständig hinauswirft, aber immer wieder kommt und noch einmal das Taschengeld haben möchte oder eine Erhöhung des Taschengeldes haben möchte, verantwortungslos einfach immer mehr geben. Und das ist im Zusammenhang mit den Museen eben nicht verantwortlich. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn ich mir als Parlamentarier im Budgetausschuss die Frage erlaube, wie viel Geld denn das Kunsthistorische Museum im Jahr 2003 erhalten hat, dann bekomme ich keine Antwort darauf. Nun aber sollen wir diesem Bundesmuseen-Gesetz zustimmen, das eine Erhöhung der Gelder vorsieht für eine Institution, die bereits leck ist und die wie ein gieriger Moloch immer mehr frisst, ein Fass ohne Boden. Ich finde das eigentlich bodenlos im wahrsten Sinne des Wortes. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf: Pro Monat?
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe natürlich auch Ihren Minderheitsbericht aus dem Budgetausschuss sehr genau durchgelesen und habe mich gewundert, woher Sie die 5 € pro Monat nehmen, die sich so mancher Österreicher durch die Steuerreform ersparen wird. Wenn man davon ausgeht, dass sich eine allein erziehende Mutter mit zwei Kindern bis zu 876 € ersparen kann, dann weiß ich nicht, woher Sie diese Zahlen nehmen. (Ruf: Pro Monat?) Pro Jahr natürlich sind diese 876 €. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe natürlich auch Ihren Minderheitsbericht aus dem Budgetausschuss sehr genau durchgelesen und habe mich gewundert, woher Sie die 5 € pro Monat nehmen, die sich so mancher Österreicher durch die Steuerreform ersparen wird. Wenn man davon ausgeht, dass sich eine allein erziehende Mutter mit zwei Kindern bis zu 876 € ersparen kann, dann weiß ich nicht, woher Sie diese Zahlen nehmen. (Ruf: Pro Monat?) Pro Jahr natürlich sind diese 876 €. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der ÖVP.
In Wien dagegen haben wir, im Jahresschnitt gesehen, seit dem Jahr 2000 rückläufige Beschäftigungszahlen. Daran sind ausschließlich die Sozialdemokraten beteiligt. Das ist keine Schwarzmalerei, wie Sie sie immer betreiben. Im Gegensatz zu Ihnen machen wir Reformen und sind wir konstruktiv. Sie können immer nur Schwarzmalerei und Raunzerei betreiben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bucher – den „Standard“ hochhaltend –: Haben Sie das aus dem „Standard“?
Ich glaube, dass angesichts dieser Zahlen der Inlandskonsum nicht wirklich steigen wird. (Abg. Bucher – den „Standard“ hochhaltend –: Haben Sie das aus dem „Standard“?) – Nein, das ist nicht „Standard“, das ist eine SWS-Umfrage mit einem Sample von 1 200, was für Österreich durchaus repräsentativ ist, wenn ich mir überlege, dass manche Samples der Regierungsparteien bei 300 liegen, wenn Sie bei Wahlumfragen nachschauen. Aber, wie gesagt, dass angesichts dieser Skepsis, die sich in diesen Zahlen widerspiegelt, der Inlandskonsum nicht gerade angekurbelt wird und dass dann etwa auch Einnahmen bei der Umsatzsteuer fehlen, die man jetzt verzweifelt sucht – Milliarden an Steuereinnahmen gehen ab und derartige Dinge –, das ist sicherlich nicht verwunderlich.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn daher der Herr Finanzminister mehrfach betont hat, dass das Budget und auch die Budgetbegleitgesetze mehr Freiheit schaffen, dann macht es durchaus auch Sinn, das wirtschaftshistorisch zu betrachten. Und wirtschaftshistorisch gesehen ist der Befund hier eindeutig: Freiheit haben jene Regierungen geschaffen, die sich auch in der Wirtschaftspolitik interventionistisch verhalten haben und nicht scheuklappenartig neoliberal. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Franz Xaver Böhm (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Als österreichischer Unternehmer, als Salzburger Unternehmer muss ich zuerst einmal unserem Staatssekretär für diese Budgetbegleitgesetze recht herzlichen Dank sagen. Gerade die klein- und mittelständische Wirtschaft ist sehr froh über diese Budgetbegleitgesetze, vor allem was die verringerten Einkommensteuersätze anbelangt. Für den Not leidenden Handel in Westösterreich ist das, glaube ich, sehr wichtig, und dafür möchte ich mich bei meiner Fraktion jetzt schon sehr herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Situation bei der General Aviation ist eine eigene und gehört kunden- und zielorientiert behandelt, vor allem wegen der Kosten. Im Sinne der Sicherheit auf dem Land, auf dem Wasser und in der Luft: Für ein sicheres Österreich! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
dort auch inhaltlich sehr schnell auf einen erfolgreichen grünen Zweig gekommen wären und es dazu Übereinstimmung hätte geben können. – Aber: So nicht! – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Sicherheit auf Zivilflughäfen musste notwendigerweise massiv verbessert werden, und ich glaube, dass diese Vorlage auch nachhaltig dazu beiträgt. Ich danke auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bundesministeriums für diese Arbeit und möchte noch einmal betonen: Sicherheit hat, und zwar auf allen Ebenen, bei den Regierungsparteien einen sehr hohen Stellenwert. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
in Richtung Staatssekretär Dr. Finz
Abgeordnete Mag. Melitta Trunk (SPÖ): Herr Präsident! Herr (in Richtung Staatssekretär Dr. Finz) – einsamer – Staatssekretär! Ich danke den zahlreichen Expertinnen und Experten, die ihre Stellungnahme zu diesem Teil des Budgets, der nun vorliegt, formuliert haben. Breite Bereiche des Budgets sind ja noch völlig im Unklaren. Laut „Newsline“ – und wahrscheinlich werden Sie das auch auf SMS gelesen haben – ist es
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Zusätzlich und anhand zweier kleiner Beispiele darf ich auf den äußerst schlampigen und sorglosen Umgang mit Steuermitteln durch diese Bundesregierung hinweisen. Erstes Beispiel: die Wörtherseebühne in Kärnten. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Da wurde von ÖVP und FPÖ im November 2003 im Budgetausschuss, und zwar mit dem Konjunkturpaket III, eine Sonderzahlung an das Land Kärnten, eben für die Wörtherseebühne, in Höhe von 1,6 Millionen € (Abg. Wittauer: Wart ihr Sozialdemokraten da nicht dabei? – weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen) – wir reden hier von Kunst und Kultur! – zugesichert. (Abg. Grillitsch: Was ist mit Ihrem Parteivorsitzendem Ambrozy? Ist er überhaupt noch Ihr Parteivorsitzender? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Wart ihr Sozialdemokraten da nicht dabei? – weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen
Zusätzlich und anhand zweier kleiner Beispiele darf ich auf den äußerst schlampigen und sorglosen Umgang mit Steuermitteln durch diese Bundesregierung hinweisen. Erstes Beispiel: die Wörtherseebühne in Kärnten. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Da wurde von ÖVP und FPÖ im November 2003 im Budgetausschuss, und zwar mit dem Konjunkturpaket III, eine Sonderzahlung an das Land Kärnten, eben für die Wörtherseebühne, in Höhe von 1,6 Millionen € (Abg. Wittauer: Wart ihr Sozialdemokraten da nicht dabei? – weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen) – wir reden hier von Kunst und Kultur! – zugesichert. (Abg. Grillitsch: Was ist mit Ihrem Parteivorsitzendem Ambrozy? Ist er überhaupt noch Ihr Parteivorsitzender? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Grillitsch: Was ist mit Ihrem Parteivorsitzendem Ambrozy? Ist er überhaupt noch Ihr Parteivorsitzender? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zusätzlich und anhand zweier kleiner Beispiele darf ich auf den äußerst schlampigen und sorglosen Umgang mit Steuermitteln durch diese Bundesregierung hinweisen. Erstes Beispiel: die Wörtherseebühne in Kärnten. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Da wurde von ÖVP und FPÖ im November 2003 im Budgetausschuss, und zwar mit dem Konjunkturpaket III, eine Sonderzahlung an das Land Kärnten, eben für die Wörtherseebühne, in Höhe von 1,6 Millionen € (Abg. Wittauer: Wart ihr Sozialdemokraten da nicht dabei? – weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen) – wir reden hier von Kunst und Kultur! – zugesichert. (Abg. Grillitsch: Was ist mit Ihrem Parteivorsitzendem Ambrozy? Ist er überhaupt noch Ihr Parteivorsitzender? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerliche Rufe bei der ÖVP: Ist Ambrozy noch Ihr Parteivorsitzender?
Ich habe damals den Herrn Finanzminister gefragt, ob er Kenntnis über die Kalamitäten rund um die Wörtherseebühne hat. – Minister Grasser hat diese Argumente vom Tisch gewischt und gemeint, dafür sei nicht er zuständig, sondern der Herr Bundeskanzler und der Herr Landeshauptmann. (Neuerliche Rufe bei der ÖVP: Ist Ambrozy noch Ihr Parteivorsitzender?) – Kulturreferent ist nicht Herr Ambrozy, sondern Ihr Koalitionspartner Haider! Haider und die ÖVP/FPÖ-Koalition hier auf Bundesebene werden diese Zahlung von 1,6 Millionen € an Bundesmitteln, die fahrlässig und wider besseres Wissen an das Land Kärnten gezahlt wurden (Abg. Grillitsch: Mit Zustimmung der SPÖ!), büßen müssen! Das wird Konsequenzen haben! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Grillitsch: Mit Zustimmung der SPÖ!
Ich habe damals den Herrn Finanzminister gefragt, ob er Kenntnis über die Kalamitäten rund um die Wörtherseebühne hat. – Minister Grasser hat diese Argumente vom Tisch gewischt und gemeint, dafür sei nicht er zuständig, sondern der Herr Bundeskanzler und der Herr Landeshauptmann. (Neuerliche Rufe bei der ÖVP: Ist Ambrozy noch Ihr Parteivorsitzender?) – Kulturreferent ist nicht Herr Ambrozy, sondern Ihr Koalitionspartner Haider! Haider und die ÖVP/FPÖ-Koalition hier auf Bundesebene werden diese Zahlung von 1,6 Millionen € an Bundesmitteln, die fahrlässig und wider besseres Wissen an das Land Kärnten gezahlt wurden (Abg. Grillitsch: Mit Zustimmung der SPÖ!), büßen müssen! Das wird Konsequenzen haben! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich habe damals den Herrn Finanzminister gefragt, ob er Kenntnis über die Kalamitäten rund um die Wörtherseebühne hat. – Minister Grasser hat diese Argumente vom Tisch gewischt und gemeint, dafür sei nicht er zuständig, sondern der Herr Bundeskanzler und der Herr Landeshauptmann. (Neuerliche Rufe bei der ÖVP: Ist Ambrozy noch Ihr Parteivorsitzender?) – Kulturreferent ist nicht Herr Ambrozy, sondern Ihr Koalitionspartner Haider! Haider und die ÖVP/FPÖ-Koalition hier auf Bundesebene werden diese Zahlung von 1,6 Millionen € an Bundesmitteln, die fahrlässig und wider besseres Wissen an das Land Kärnten gezahlt wurden (Abg. Grillitsch: Mit Zustimmung der SPÖ!), büßen müssen! Das wird Konsequenzen haben! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe des Abg. Wittauer
Das ist die Wahrheit, und das ist Ihr Umgang mit dem schwer erarbeitetem Steuergeld der Österreicherinnen und Österreicher im Bereich Kunst (Zwischenrufe des Abg. Wittauer), und zwar in Höhe von 1,6 Millionen €! Damit könnten Kultur- und Kunstinitiativen in sehr vielen Bundesländern überleben! (Ruf bei den Freiheitlichen: Alles mit Zustimmung der SPÖ! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Ruf bei den Freiheitlichen: Alles mit Zustimmung der SPÖ! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Das ist die Wahrheit, und das ist Ihr Umgang mit dem schwer erarbeitetem Steuergeld der Österreicherinnen und Österreicher im Bereich Kunst (Zwischenrufe des Abg. Wittauer), und zwar in Höhe von 1,6 Millionen €! Damit könnten Kultur- und Kunstinitiativen in sehr vielen Bundesländern überleben! (Ruf bei den Freiheitlichen: Alles mit Zustimmung der SPÖ! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Nun zu einem weiteren Bereich, zu Ihrem Umgang mit den Wohnbaugesellschaften. Auch das letzte Töchterchen der ESG wird mit diesem Budgetbegleitgesetz veräußert. Über unsere Intervention wird dem Land Kärnten ein Vorkaufsrecht eingeräumt, aber FPÖ-Pfeifenberger und FPÖ-Wohnlandesrat Dörfler werden, wie beim ESG-Verkauf, sicherlich auch wieder die Vorkaufsrechtsfrist verstreichen lassen! Das ist Fahrlässigkeit im Umgang mit öffentlichem Eigentum! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir brauchen in Europa eine starke und freie Marktwirtschaft, die den jetzigen Notwendigkeiten nach der Öffnung Rechnung trägt. In der Zeitschrift „Welt am Sonntag“ von vergangenem Wochenende habe ich einen hochinteressanten Artikel gelesen, und zwar darüber, welche Rolle Wien in der Wirtschaft spielt: dass zum Beispiel jene internationalen Firmen, die in Mittel- und Osteuropa tätig sind, in wesentlich größerer Zahl in Wien ihren Hauptfirmensitz haben, als das etwa in Berlin der Fall ist. – Also ich glaube, das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und da mit einer modernen Wirtschaftspolitik vorangehen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Mit dieser Bundesregierung – davon bin ich überzeugt – sind wir auf dem richtigen Weg: auf einem wirtschaftsfreundlichen Weg, auf einem Weg in die Zukunft, auf einem Weg, den wir in Europa gehen müssen. – Ich danke sehr. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Bucher: Glauben Sie es – oder wissen Sie es schon?
In diesem Sinne, meine Damen und Herren, werden wir, glaube ich, dem Budgetbegleitgesetz unsere Zustimmung nicht geben können ... (Abg. Bucher: Glauben Sie es – oder wissen Sie es schon?) Wir sind sicher!
Beifall bei der SPÖ.
Wir erhoffen uns daher einen Politikwechsel in Österreich! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe des Abg. Wittauer. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Genau ist das wirklich nicht dargelegt worden! ... Von „genau“ kann da wirklich keine Rede sein! – Abg. Dr. Niederwieser – in Richtung der Abg. Dr. Partik-Pablé –: So genau wie Ihr Finanzminister auf jeden Fall ...!
Abgeordnete Mag. Ruth Becher (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die KollegInnen meiner Fraktion haben ja bereits genau dargelegt, warum seitens der SPÖ die Budgetbegleitgesetze abgelehnt werden. (Zwischenrufe des Abg. Wittauer. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Genau ist das wirklich nicht dargelegt worden! ... Von „genau“ kann da wirklich keine Rede sein! – Abg. Dr. Niederwieser – in Richtung der Abg. Dr. Partik-Pablé –: So genau wie Ihr Finanzminister auf jeden Fall ...!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Die Arbeitsbedingungen der Menschen in diesem Bereich, die für den Staat mit sehr großem Engagement tätig sind, sind auf Grund der gegebenen Personalsituation unerträglich. Aber offensichtlich wird sich daran auch in Zukunft nichts ändern, eben auf Grund Ihrer schlechten Budgetpolitik! Es wird weder für die Beschäftigten im Bereich Justiz noch für die Bevölkerung Besserung geben. Wir alle werden letztlich die Leidtragenden sein. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Großruck: Sie wissen ja selber: einmal gemeinnützig immer gemeinnützig!
gemeinnützigkeitsgesetz gilt für die EGAM-Wohnungen nicht? (Abg. Großruck: Sie wissen ja selber: einmal gemeinnützig immer gemeinnützig!) Herr Kollege Großruck, das wäre schlicht und ergreifend verwerflich!
Beifall bei der SPÖ.
Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Sie, Herr Kollege Großruck, mit Ihrer Stimme diese Regierung unterstützen, nämlich nimm den Kleinen und Armen und gib es den Großen und Reichen. Dafür, geschätzte Damen und Herren der Regierungsfraktionen und der Regierungsparteien, sind wir nicht zu haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Staatssekretär, welche Schlüsse lässt das zu? – Erstens: 2023, also in 19 Jahren, gibt es keine Pensionsberechtigten mehr, die sind alle ausgestorben. – Das glaube ich eher nicht. Zweitens: Ab 2023 wird es keine Auszahlungen mehr geben. – Auch das unterstelle ich Ihnen hier nicht. Aber drittens – und das scheint die Möglichkeit zu sein, die sich durch dieses Budget durchzieht –: Sie haben 2023 schlicht und ergreifend aufgehört zu berechnen, denn bis dahin gibt es Sie und den Herrn Finanzminister in Ihren Funktionen schon nicht mehr. Und nach mir die Sintflut. Das ist Inhalt des Budgetbegleitgesetzes und des Budgets. Daher lehnen wir es ab. (Beifall bei der SPÖ.)
Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Dr. Niederwieser: So ein Unsinn!
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Dr. Alfred Finz: Sehr verehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Ich gebe zu, dass eine Opposition stets versuchen wird, die für sie günstigsten Daten herauszusuchen, aber eine Grundfairness sollte gegeben sein. Die Grundfairness heißt, dass 30 Jahre lang eine extreme Schuldenpolitik gemacht wurde. (Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Dr. Niederwieser: So ein Unsinn!) 30 Jahre Schuldenpolitik bedeutet in Zahlen umgelegt, dass wir allein für den Zinsendienst 7 Milliarden € aufzuwenden haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Dr. Alfred Finz: Sehr verehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Ich gebe zu, dass eine Opposition stets versuchen wird, die für sie günstigsten Daten herauszusuchen, aber eine Grundfairness sollte gegeben sein. Die Grundfairness heißt, dass 30 Jahre lang eine extreme Schuldenpolitik gemacht wurde. (Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Dr. Niederwieser: So ein Unsinn!) 30 Jahre Schuldenpolitik bedeutet in Zahlen umgelegt, dass wir allein für den Zinsendienst 7 Milliarden € aufzuwenden haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Matznetter und Gradwohl.
nommen, ein ausgeglichenes Budget und nahezu keine Schulden. Das war die Ausgangslage. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Matznetter und Gradwohl.)
Abg. Dr. Cap: In Zentimetern!
Herr Abgeordneter Cap, Herr Abgeordneter Wittmann und Frau Abgeordnete Becher und alle anderen Abgeordneten! Ein Budgetdefizit misst man nicht in absoluten Zahlen (Abg. Dr. Cap: In Zentimetern!), weil es ja eine inflationäre Reihe gibt. Man misst es immer in Prozentsätzen am Bruttosozialprodukt. (Abg. Dr. Cap: In Kilogramm!) Da kann man erkennen, dass die Gesamtverschuldung rückläufig ist und dass natürlich die jährlichen Defizitquoten sowohl im nationalen als auch internationalen Vergleich Bestdaten sind, absolute Bestdaten sind.
Abg. Dr. Cap: In Kilogramm!
Herr Abgeordneter Cap, Herr Abgeordneter Wittmann und Frau Abgeordnete Becher und alle anderen Abgeordneten! Ein Budgetdefizit misst man nicht in absoluten Zahlen (Abg. Dr. Cap: In Zentimetern!), weil es ja eine inflationäre Reihe gibt. Man misst es immer in Prozentsätzen am Bruttosozialprodukt. (Abg. Dr. Cap: In Kilogramm!) Da kann man erkennen, dass die Gesamtverschuldung rückläufig ist und dass natürlich die jährlichen Defizitquoten sowohl im nationalen als auch internationalen Vergleich Bestdaten sind, absolute Bestdaten sind.
Abg. Dr. Matznetter: Gerne!
Herr Abgeordneter Matznetter! Ich lade Sie ein, fahren Sie einmal nach Brüssel, erheben Sie dort die Daten, vergleichen Sie die europäischen Daten mit unseren Daten! (Abg. Dr. Matznetter: Gerne!) Sie müssen doch diese Daten auch kennen. Oder fragen Sie international renommierte Wirtschaftsforscher, was die zu den heutigen Daten und jenen, die früher gegolten haben, sagen.
Abg. Dr. Matznetter: Weil sie gemeinnützig waren!
Wir haben auch dort die extreme Verschuldung zurückgeführt, indem wir sinnvolle Privatisierungsschritte gesetzt haben, und zwar deshalb sinnvoll, weil vieles nicht mehr der Staat selbst machen muss. Wieso muss der Staat heute Wohnungen verwalten? Wir haben doch keine extreme Wohnungsnot mehr. Wieso kann man das nicht Privaten oder anderen überlassen? Wieso kann man diese Wohnungen, dieses ehemalige Staatseigentum nicht veräußern und mit diesem Geld Schulden tilgen? (Abg. Dr. Matznetter: Weil sie gemeinnützig waren!) Das ist ja höchst effektvoll. Wenn die Schuldenverringerung, der Zinsendienst größer ist als die zu erwartenden Gewinne, dann ist das betriebs- und finanzwirtschaftlich betrachtet eine sehr gute Aktion.
Abg. Dr. Matznetter: Wieso in absoluten Zahlen?
Herr Abgeordneter Wittmann! Wir haben heute eine sensationell niedrige Abgabenbelastungsquote. Und zwar wird sie im nächsten Jahr mit der Steuerreform knapp über 40 Prozent liegen. Unter unseren Vorgängern lag sie bei 44 Prozent. Das sind ja Werte, die eindeutig mathematisch nachvollziehbar sind und von jedem Fachmann bestätigt werden können. Man kann doch nicht hier hergehen und genau das Gegenteil behaupten. Wie haben wir diese Steuerreformen im Vergleich zu früher gemacht? Um den dreifachen Betrag unter einem Minister Lacina oder seinen Vorgängern hat die Steuerreform Edlinger bestenfalls zwischen 800 Millionen € und 1,2 Milliarden betragen. Jetzt beträgt die Steuerreform 3 Milliarden, also die dreifache Summe! (Abg. Dr. Matznetter: Wieso in absoluten Zahlen?)
Abg. Dr. Matznetter: Gar nichts gestoppt!
sichern, kommt dies ja der allgemeinen Arbeitsmarktlage zugute, weil damit Beschäftigung geschaffen wird. Natürlich ist es auch wichtig, dass es eine neue Form von Gruppenbesteuerung gibt, weil damit Konzernzentralen und die damit verbundenen Industriezweige nach Österreich gelockt werden. Beobachten Sie, wie nervös die bairischen Politiker sind, die fürchten, dass diese Betriebe nach Österreich abwandern. An den entsprechenden Anfragen bei uns merkt man das ja. Wir haben einen Weggang von Unternehmungen damit wirksam gestoppt. (Abg. Dr. Matznetter: Gar nichts gestoppt!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Höchste Arbeitslosigkeit in Europa!
Sie müssen doch diese objektiven Zahlen selbst im Rahmen einer Oppositionspolitik anerkennen können. Zeigen Sie uns, welch bessere Ideen Sie haben! Ich vermisse sie. Ich höre immer nur Einzelkritik, aber ich sehe bei Ihnen nie ein Paket von günstigen Vorschlägen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Höchste Arbeitslosigkeit in Europa!)
Abg. Dr. Matznetter: Sie haben in Brüssel 35 Prozent zugestimmt!
Herr Abgeordneter Matznetter, Ihre Wirtschaftsvorschläge wurden nicht einmal von Ihrer eigenen Partei angenommen. Die Zinsen auf Sparbücher erhöhen, das ist wirklich keine Kunst. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben in Brüssel 35 Prozent zugestimmt!)
Abg. Dr. Matznetter: Nein!
Wir haben als Erste eine wirklich nachhaltige Verwaltungsreform gemacht. (Abg. Dr. Matznetter: Nein!) Wir geben heute für das Personal weniger Geld aus – das lässt sich aus dem Rechnungsabschluss nachweisen – als im Jahr 1999. (Abg. Dr. Matznetter: Nein, unglaublich!)
Abg. Dr. Matznetter: Nein, unglaublich!
Wir haben als Erste eine wirklich nachhaltige Verwaltungsreform gemacht. (Abg. Dr. Matznetter: Nein!) Wir geben heute für das Personal weniger Geld aus – das lässt sich aus dem Rechnungsabschluss nachweisen – als im Jahr 1999. (Abg. Dr. Matznetter: Nein, unglaublich!)
Abg. Gaál: Schauen Sie sich die Arbeitslosigkeit an!
Selbst mit den Ausgliederungen haben wir über 10 000 Bedienstete und somit Posten eingespart, indem wir sie nicht mehr nachbesetzt haben. Herr Abgeordneter Matznetter! Das ist die Wahrheit. Ich weiß, es tut weh, wenn man merkt, dass wir Erfolg haben, während Sie beziehungsweise Ihre Kollegen vor Ihnen keinen Erfolg gehabt haben. Wir haben aber trotzdem die Verwaltungsleistungen reformiert, verbessert. Erledigungen durch die Behörden erfolgen heute wesentlich schneller und kürzer, weil wir Strukturen abgebaut haben, weil wir die EDV-Organisationen ausgebaut haben. Bei den Bezirkshauptmannschaften gibt es sogar Wettbewerbe dahin gehend, wie rasch ein Führerschein ausgestellt werden kann, die im Minutenbereich liegen. Der eine braucht 14 Minuten, der andere 16 Minuten. Bei Ihnen hat es Monate gebraucht. Bei uns geht es in Minuten. Das ist unsere Art von Politik, die wir gemacht haben. (Abg. Gaál: Schauen Sie sich die Arbeitslosigkeit an!)
Beifall bei der ÖVP.
Also ich glaube, wenn man all diese Reformen zusammennimmt – und dieser Tage werden wir auch eine wichtige Pensionsreform, von der Sie immer nur geredet haben, die Sie aber nie beschlossen haben, erledigen –, dann sehen Sie, das ist nicht nur eine Regierung, die das Budget saniert, die die größte Steuerreform macht, sondern die eine extrem starke Reformkraft hat, um die sie ganz Europa beneidet, überhaupt Ihre Genossen in Deutschland. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Dr. Matznetter zu Wort gemeldet. (Oh-Rufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Das ist die Wahrheit, und behaupten Sie nicht weiter solche Dinge! – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Beate Schasching (SPÖ): Herr Staatssekretär! Herr Präsident! Es ist schon so, dass man es sich nicht aussuchen kann, ob man einmal in absoluten Zahlen und einmal in Prozentzahlen redet. Faktum ist – und das müssen wir immer wieder feststellen –, diese Bundesregierung hat das höchste Budgetdefizit seit 1996 zu verantworten. Das ist der Punkt, und darauf möchte ich hinweisen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Maßnahmen sind einhergegangen mit einem weiteren gebrochenen Versprechen, nämlich dem Versprechen hinsichtlich Vollbeschäftigung. Das wurde uns 2000 versprochen, und auch das wurde nicht eingehalten. Wir stehen jetzt einer großen Zahl von Arbeitslosen in Österreich gegenüber. Das ist ein trauriges Faktum, und das haben Sie zu verantworten. Das hat diese Bundesregierung zu verantworten. Das ist wirklich sehr, sehr schade. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Einen Satz noch zum Entschließungsantrag, der heute von den Kollegen der Regierungsfraktionen eingebracht wurde. Hier geht es um eine Valorisierung der Mittel für Dachverbände und des ÖFB ab 1. Jänner 2007, und dem stimmen wir auch im Sinne des Verhandlungsergebnisses der BSO selbstverständlich und sehr gerne zu. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Der letzte Regierungsredner! Das ist der Stil!
Es ist das eine Materiengesetzgebung (Abg. Mag. Kogler: Der letzte Regierungsredner! Das ist der Stil!), die eigentlich bereits rechtens ist und nur um ein Jahr verlängert wird. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Es ist das eine Materiengesetzgebung (Abg. Mag. Kogler: Der letzte Regierungsredner! Das ist der Stil!), die eigentlich bereits rechtens ist und nur um ein Jahr verlängert wird. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Mag. Kogler: Schon wieder haben Abgeordnete irgendeine Ministeriumssache ministriert! – Abg. Dr. Cap: Das ist eine „Kultur“!
Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Wimmer. (Abg. Mag. Kogler: Schon wieder haben Abgeordnete irgendeine Ministeriumssache ministriert! – Abg. Dr. Cap: Das ist eine „Kultur“!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Herr Staatssekretär, wir haben schon verstanden, was Sie wollen. Sie wollen nämlich den Lebensstandard auf jenen des Jahres 1970 zurückdrehen. Ich sagen Ihnen: Wir Sozialdemokraten stehen Ihnen für dieses Unterfangen ganz sicher nicht zur Verfügung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch wenn Sie noch so temperamentvoll argumentieren wie vorhin, sage ich Ihnen: Seit dem Jahr 2000 haben Sie 23 Milliarden € an neuen Schulden zu verantworten. Sie können sagen, was Sie wollen: Das ist die Wahrheit, das ist einfach so! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Es ist heute schon in der Debatte, gleich zu Beginn, angesprochen worden: Die Kürzung der finanziellen Mittel in den Arbeiterkammern ist wirklich ein Anschlag auf die Arbeitnehmer in diesem Land. Das ist bezeichnend für die Politik dieser Bundesregierung. Sie beschneiden die Rechte der arbeitenden Menschen, und in Wirklichkeit wollen Sie auch der Interessenvertretung der Arbeitnehmer ihre Existenzgrundlage entziehen. Sie machen jedoch die Rechnung ohne den Wirt! (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Die Menschen wissen, was sie an ihren Arbeiterkammern haben, sie wissen, welche Qualität sie dort zu erwarten haben, und sie werden sich das in dieser Form sicher nicht gefallen lassen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Es ist heute schon in der Debatte, gleich zu Beginn, angesprochen worden: Die Kürzung der finanziellen Mittel in den Arbeiterkammern ist wirklich ein Anschlag auf die Arbeitnehmer in diesem Land. Das ist bezeichnend für die Politik dieser Bundesregierung. Sie beschneiden die Rechte der arbeitenden Menschen, und in Wirklichkeit wollen Sie auch der Interessenvertretung der Arbeitnehmer ihre Existenzgrundlage entziehen. Sie machen jedoch die Rechnung ohne den Wirt! (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Die Menschen wissen, was sie an ihren Arbeiterkammern haben, sie wissen, welche Qualität sie dort zu erwarten haben, und sie werden sich das in dieser Form sicher nicht gefallen lassen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Sie haben bereits alles verkauft, was nicht niet- und nagelfest ist. Sie haben die Menschen in einem Ausmaß belastet, das es bisher noch nie gab. Sie bestrafen die Menschen jetzt mit dem neuen Pensionsrecht, Sie haben die höchste Arbeitslosenrate zu verantworten. Und gleichzeitig ist das Budgetdefizit so hoch wie noch nie. Das ist eine Leistung, Herr Staatssekretär, auf die Sie wahrlich nicht stolz zu sein brauchen! Sie werden die Rechnung präsentiert bekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir haben in den letzten Jahren einiges erlebt: Budgetbegleitgesetz 2000 – ein Anschlag nach dem anderen auf die Geldbörsen der Österreicher! Sie haben nichts gelernt. Das neue Budgetbegleitgesetz stellt wiederum einen Anschlag dar. Aber das, was Sie sich jetzt geleistet haben, schlägt dem Fass den Boden aus. Mit Ihren Vorschlägen zur Gesundheitsreform haben Sie einen Anschlag gegen die Interessenvertretungen der Arbeitnehmer in Österreich durchgeführt, meine sehr verehrten Damen und Herren! Und das wird von uns mit aller Entschiedenheit und Deutlichkeit abgelehnt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich möchte mich nun mit dem Budgetbegleitgesetz auseinander setzen. Kollegin Stoisits hat auf die Probleme im Justizbereich hingewiesen. Herr Staatssekretär Finz, Sie haben ganz diffus von Schulden gesprochen. Wir stehen ja vor dem Problem, dass Menschen in Österreich Schulden machen müssen, um Zugang zur Bildung zu bekommen. Ich frage mich: Wann kommen nach den Bildungsökonomen, nach den Gesundheitsökonomen die Justizökonomen, die uns erklären, wann ein Verfahren überhaupt zulässig ist und was ein Verfahren wert ist? – Eines stellen wir fest: Rechtspolitisch wurde im Budgetausschuss nicht über die Änderung der Strafprozessordnung und des StGB diskutiert. Budgetäre Überlegungen dominieren die Justizpolitik und nicht mehr rechtspolitische und rechtsstaatliche Überlegungen. Daher lehnen wir von der SPÖ diese Bestimmungen ab. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mit dieser Regelung werden Sie die Sicherheit auf den Flughäfen nicht verbessern. Die sozialdemokratische Fraktion lehnt aus diesen und allen anderen Gründen dieses Budgetbegleitgesetz mit allem Nachdruck ab. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer – in Richtung des Abg. Dr. Stummvoll –: Nie wieder Schulden hat einmal einer gesagt!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Öllinger. (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer – in Richtung des Abg. Dr. Stummvoll –: Nie wieder Schulden hat einmal einer gesagt!)
Abg. Ellmauer: Lesen Sie den Antrag vor!
Aber das wäre korrekt, Herr Kollege Ellmauer. Sie kommen wirklich in allerletzter Minute, nicht in einem Ausschuss oder vor einem Ausschuss, sondern hier im Plenum und ausgerechnet zum Budgetbegleitgesetz, mit einem Abänderungsantrag, der natürlich auch finanzielle Auswirkungen hat. (Abg. Ellmauer: Lesen Sie den Antrag vor!) Und Sie erdreisten sich, nicht einmal diese finanziellen Auswirkungen zu beschreiben, obwohl sie selbstverständlich budgetrelevant sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber das wäre korrekt, Herr Kollege Ellmauer. Sie kommen wirklich in allerletzter Minute, nicht in einem Ausschuss oder vor einem Ausschuss, sondern hier im Plenum und ausgerechnet zum Budgetbegleitgesetz, mit einem Abänderungsantrag, der natürlich auch finanzielle Auswirkungen hat. (Abg. Ellmauer: Lesen Sie den Antrag vor!) Und Sie erdreisten sich, nicht einmal diese finanziellen Auswirkungen zu beschreiben, obwohl sie selbstverständlich budgetrelevant sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Das ist gegen das Bundeshaushaltsrecht! – Ruf bei der ÖVP: Drei Zeilen!
Jetzt können Sie natürlich sagen: Interessiert uns nicht, wird schon nicht so viel sein (Abg. Mag. Kogler: Das ist gegen das Bundeshaushaltsrecht! – Ruf bei der ÖVP: Drei Zeilen!), wer weiß, was Kollege Öllinger da sagt. Der übertreibt wieder wie üblich, Fundamentalopposition! – Wir kennen das schon zum Erbrechen, Herr Kollege. (Abg. Scheibner: So weit sind wir noch nicht! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das müssen auch Sie schaffen, diese drei Zeilen!)
Abg. Scheibner: So weit sind wir noch nicht! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das müssen auch Sie schaffen, diese drei Zeilen!
Jetzt können Sie natürlich sagen: Interessiert uns nicht, wird schon nicht so viel sein (Abg. Mag. Kogler: Das ist gegen das Bundeshaushaltsrecht! – Ruf bei der ÖVP: Drei Zeilen!), wer weiß, was Kollege Öllinger da sagt. Der übertreibt wieder wie üblich, Fundamentalopposition! – Wir kennen das schon zum Erbrechen, Herr Kollege. (Abg. Scheibner: So weit sind wir noch nicht! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das müssen auch Sie schaffen, diese drei Zeilen!)
Abg. Scheibner: Aber bitte!
vorgebracht in der Art und Weise, wie Sie es jetzt tun, verstoßen Sie gegen das demokratische Prinzip. (Abg. Scheibner: Aber bitte!)
Abg. Scheibner: Wo leben Sie denn eigentlich?
Diese Art der Vorgangsweise kann nicht angehen, nämlich dass hier, nach dem, was wir heute schon erlebt haben, wesentliche Bestimmungen nicht mehr im Parlament, sondern außerhalb des Parlaments verhandelt werden, zwischen den Landeshauptleuten verhandelt werden, zwischen der Parteiobfrau der FPÖ und dem Parteiobmann der ÖVP verhandelt werden, ohne dass sie ins Parlament kommen – und wenn, dann erst im Nachhinein ins Parlament kommen. Es wird nicht über die wesentlichen Vorhaben diskutiert. (Abg. Scheibner: Wo leben Sie denn eigentlich?)
der Redner hält ein Exemplar des Abänderungsantrages verkehrt herum in die Höhe – Abg. Scheibner: Das ist verkehrt!
Jetzt kommen Sie in allerletzter Minute mit einer Änderung daher (der Redner hält ein Exemplar des Abänderungsantrages verkehrt herum in die Höhe – Abg. Scheibner: Das ist verkehrt!), Herr Kollege Scheibner, und behaupten, das entspreche dem, wie dieses Haus zu arbeiten hat.
Abg. Öllinger dreht den Abänderungsantrag um. – Heiterkeit bei Staatssekretär Dr. Finz.
Herr Kollege Molterer! Ich kann es auch Ihnen zeigen, verkehrt oder richtig herum, ist schon egal. (Abg. Öllinger dreht den Abänderungsantrag um. – Heiterkeit bei Staatssekretär Dr. Finz.) Sie stimmen sowieso dafür, also kann ich es Ihnen gerne auch so herum zeigen. (Abg. Öllinger dreht den Abänderungsantrag abermals um. – Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger dreht den Abänderungsantrag abermals um. – Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Kollege Molterer! Ich kann es auch Ihnen zeigen, verkehrt oder richtig herum, ist schon egal. (Abg. Öllinger dreht den Abänderungsantrag um. – Heiterkeit bei Staatssekretär Dr. Finz.) Sie stimmen sowieso dafür, also kann ich es Ihnen gerne auch so herum zeigen. (Abg. Öllinger dreht den Abänderungsantrag abermals um. – Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Rasinger: Oje!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Kogler. (Abg. Dr. Rasinger: Oje!)
Heiterkeit bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ – Beifall des Abg. Öllinger
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Betreffend unbefristete Rahmenfristerstreckung wäre ich jetzt sehr interessiert zu erfahren, wie Kollege Walch seinem Sitznachbarn Miedl in der Zwischenzeit erklärt hat, was das ist (Heiterkeit bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ – Beifall des Abg. Öllinger), wie dieser das wiederum seinem Kollegen Lopatka erklärt hat und wie zu seiner Rechten, wie es eben sein muss, Kollege Walch das seinem Kollegen Scheuch ebenfalls erklärt hat. Vielleicht wäre es nützlich, wenn sich diese vier Abgeordneten hier zu Wort melden und zumindest mir – nehmen Sie das durchaus ernst! – erklären könnten, was eine unbefristete Rahmenfristerstreckung ist.
Zwischenrufe der Abg. Dr. Fekter.
Wenn Ihnen das noch nicht ernst genug ist, dann mache ich Sie darauf aufmerksam, dass diese lapidaren Sätze hier möglicherweise ... (Zwischenrufe der Abg. Dr. Fekter.) – Natürlich ist das geschäftsordnungskonform, das kann man schon machen, wenn Sie hier auf die Rechtslage hinweisen, aber diese Vorgangsweise widerspricht jedenfalls formal einer anderen einfachgesetzlichen Bestimmung, nämlich jener des Bundeshaushaltsgesetzes. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie müssen die Rechtslage doch kennen!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie müssen die Rechtslage doch kennen!
Wenn Ihnen das noch nicht ernst genug ist, dann mache ich Sie darauf aufmerksam, dass diese lapidaren Sätze hier möglicherweise ... (Zwischenrufe der Abg. Dr. Fekter.) – Natürlich ist das geschäftsordnungskonform, das kann man schon machen, wenn Sie hier auf die Rechtslage hinweisen, aber diese Vorgangsweise widerspricht jedenfalls formal einer anderen einfachgesetzlichen Bestimmung, nämlich jener des Bundeshaushaltsgesetzes. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie müssen die Rechtslage doch kennen!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wo ist Ihr Klubobmann?
Jetzt schaue ich einmal die Mitglieder des Budgetausschusses und des Finanzausschusses an. Herr Abgeordneter Rasinger, der hier aufmerksam mit dem Kollegen Auer schwätzt, sollte dieses einstellen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wo ist Ihr Klubobmann?) Herr Abgeordneter Auer, widerspricht diese Vorgangsweise dem Bundeshaushaltsgesetz, ja oder nein? – Es steht hier kein Wort über die finanziellen Auswirkungen! Wäre das erstens korrekterweise nicht mit 25 oder 22 Artikeln der Fall? – Das wird ja schon als Fortschritt gefeiert: das Waffengesetz in besonderer Verbindung mit dem Arbeitslosengesetz. Der Herr Finanzminister hat ja schon dargebracht, wie toll das ist. Das sei ein Fortschritt: früher 90 Artikel, jetzt 30. – Super, Applaus, spitze! – Das hatten wir alles schon.
Abg. Prinz: Herr Kollege, Sie gehören ins Burgtheater!
Aber in der ernsthaften Auseinandersetzung fehlt hier wenigstens die formale ... (Abg. Prinz: Herr Kollege, Sie gehören ins Burgtheater!) – Ja, Kollege Prinz, auch wenn in Ihrem Wahlkreis die Aufklärung noch nicht wirklich Einzug gehalten hat (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ), so erklären Sie Ihren Wählerinnen und Wählern, wie Sie es mit Ihrem Gewissen vereinbaren können, dass das, wenn Sie jetzt hier zustimmen, ohne die finanziellen Auswirkungen dieses Gesetzes begründen zu können, in Wirklichkeit, weil das ja nicht einmal dabeisteht, dem Bundeshaushaltsgesetz widerspricht! (Abg. Dr. Fekter: Das ist doch in der Arbeitslosenversicherung geregelt! Hätten Sie aufgepasst!)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ
Aber in der ernsthaften Auseinandersetzung fehlt hier wenigstens die formale ... (Abg. Prinz: Herr Kollege, Sie gehören ins Burgtheater!) – Ja, Kollege Prinz, auch wenn in Ihrem Wahlkreis die Aufklärung noch nicht wirklich Einzug gehalten hat (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ), so erklären Sie Ihren Wählerinnen und Wählern, wie Sie es mit Ihrem Gewissen vereinbaren können, dass das, wenn Sie jetzt hier zustimmen, ohne die finanziellen Auswirkungen dieses Gesetzes begründen zu können, in Wirklichkeit, weil das ja nicht einmal dabeisteht, dem Bundeshaushaltsgesetz widerspricht! (Abg. Dr. Fekter: Das ist doch in der Arbeitslosenversicherung geregelt! Hätten Sie aufgepasst!)
Abg. Dr. Fekter: Das ist doch in der Arbeitslosenversicherung geregelt! Hätten Sie aufgepasst!
Aber in der ernsthaften Auseinandersetzung fehlt hier wenigstens die formale ... (Abg. Prinz: Herr Kollege, Sie gehören ins Burgtheater!) – Ja, Kollege Prinz, auch wenn in Ihrem Wahlkreis die Aufklärung noch nicht wirklich Einzug gehalten hat (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ), so erklären Sie Ihren Wählerinnen und Wählern, wie Sie es mit Ihrem Gewissen vereinbaren können, dass das, wenn Sie jetzt hier zustimmen, ohne die finanziellen Auswirkungen dieses Gesetzes begründen zu können, in Wirklichkeit, weil das ja nicht einmal dabeisteht, dem Bundeshaushaltsgesetz widerspricht! (Abg. Dr. Fekter: Das ist doch in der Arbeitslosenversicherung geregelt! Hätten Sie aufgepasst!)
Abg. Mag. Kogler dreht und wendet ein Exemplar des gegenständlichen Abänderungsantrages
Es ist Ihnen alles Wurscht, Hauptsache Sie stimmen zu! Bei Ihnen muss man das nicht so oder so halten (Abg. Mag. Kogler dreht und wendet ein Exemplar des gegenständlichen Abänderungsantrages), bei Ihnen reicht das auch! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Es ist Ihnen alles Wurscht, Hauptsache Sie stimmen zu! Bei Ihnen muss man das nicht so oder so halten (Abg. Mag. Kogler dreht und wendet ein Exemplar des gegenständlichen Abänderungsantrages), bei Ihnen reicht das auch! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: ... ein wahres Wort gelassen ausgesprochen!
Wir gelangen zur Abstimmung über den Gesetzentwurf in 657 der Beilagen. (Abg. Dr. Jarolim: ... ein wahres Wort gelassen ausgesprochen!)
Beifall bei der SPÖ.
Alles in allem, meine Damen und Herren: Einmal ein Pfusch – immer ein Pfusch! Es wird einfach so nicht besser. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abschließend: Die Anstrengungen, die unsere Bürger in den Gemeinden für den Umweltschutz erbringen, sollten auch beim Finanzausgleich hervorgehoben werden, sollten dementsprechende Beachtung finden. Ich bitte alle hier in diesem Hohen Haus, der Stimme der Gemeinden im Bereich des Finanzausgleiches einen entsprechenden Stellenwert einzuräumen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Die mögen uns nicht! Das rührt noch aus der Sanktionszeit!
Das ist jetzt kein Zitat, das die österreichischen Grünen geschrieben haben, sondern das ist ein Zitat aus der schwedischen Studie. (Abg. Scheibner: Die mögen uns nicht! Das rührt noch aus der Sanktionszeit!) Gleich lautend ist die britische Studie.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne erwarte ich eine Überarbeitung des Planes. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig: Es geht nicht nur um England, sondern auch um alle anderen!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Frau Abgeordnete Glawischnig, Sie kennen ganz genau den großen Unterschied zwischen England und Österreich: Während wir in Österreich ein sehr hohes Niveau im Bereich der Industrie haben, umweltrelevante Maßnahmen bei uns schon sehr frühzeitig gesetzt worden sind und daher das Einsparungspotential bei uns relativ gering ist, ist in England, wo eine Fabrik nach der anderen zugesperrt wird – Fabriken, die ohnehin nicht mehr positiv geführt wurden –, von vornherein ein unglaubliches Einsparungspotential vorhanden. (Abg. Dr. Glawischnig: Es geht nicht nur um England, sondern auch um alle anderen!)
Abg. Dr. Glawischnig: Es geht um ganz Europa, nicht nur um England!
Der Zuteilungsplan hat natürlich auch die Funktion, den Wirtschaftsstandort Österreich nachhaltig zu sichern (Abg. Dr. Glawischnig: Es geht um ganz Europa, nicht nur um England!), und Nachhaltigkeit – und da sind wir beim nächsten Punkt angelangt – ist auch bei der Umwelt gegeben. Ich kenne die Zahl: Von 1990 bis 2001 sind die Treibhausgasemissionen um 10 Prozent gestiegen. Wir haben da ein großes Problem, aber mit diesem Zuteilungsplan ist es gelungen, dass wir uns dem Kyoto-Ziel sicher nähern.
Abg. Oberhaidinger hält eine Zeitungsseite in die Höhe.
Herr Abgeordneter Oberhaidinger, Sie haben gemeint, das sei nicht transparent. Sie brauchen nur ins Internet zu gehen und zu schauen, dann werden Sie sehen: Es ist sehr wohl transparent! Man sieht ganz genau, wer die Zuteilungen bekommt. Von einem Versteckspiel, wie behauptet wurde, ist da keine Spur. (Abg. Oberhaidinger hält eine Zeitungsseite in die Höhe.) Zeitung lesen kann jeder! Ich erwarte mir von einem Abgeordneten, dass er zuerst nachschaut, dass er sich genau informiert und erst dann hier herauskommt und seine Darstellung gibt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.
Herr Abgeordneter Oberhaidinger, Sie haben gemeint, das sei nicht transparent. Sie brauchen nur ins Internet zu gehen und zu schauen, dann werden Sie sehen: Es ist sehr wohl transparent! Man sieht ganz genau, wer die Zuteilungen bekommt. Von einem Versteckspiel, wie behauptet wurde, ist da keine Spur. (Abg. Oberhaidinger hält eine Zeitungsseite in die Höhe.) Zeitung lesen kann jeder! Ich erwarte mir von einem Abgeordneten, dass er zuerst nachschaut, dass er sich genau informiert und erst dann hier herauskommt und seine Darstellung gibt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.)
Abg. Krainer: Geh bitte!
Kyoto-Ziel zu erreichen – und wir werden es erreichen. Auf dem Weg dorthin wird es doch wohl bei ein paar Dingen, wo wir Beschlüsse fassen, auch die Zustimmung der Grünen und Roten geben können, denn umweltpolitisch hat diese Regierung Vorzeigepolitik gemacht. (Abg. Krainer: Geh bitte!) Diese werden wir auch weiterhin machen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Kyoto-Ziel zu erreichen – und wir werden es erreichen. Auf dem Weg dorthin wird es doch wohl bei ein paar Dingen, wo wir Beschlüsse fassen, auch die Zustimmung der Grünen und Roten geben können, denn umweltpolitisch hat diese Regierung Vorzeigepolitik gemacht. (Abg. Krainer: Geh bitte!) Diese werden wir auch weiterhin machen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.
Wir haben erst heute im Ministerrat eine ganz entscheidende Weichenstellung vorgenommen, nämlich in der Frage der Beimischung von nachwachsenden Rohstoffen zu fossilen Energieträgern. 5,75 Prozent sind geplant für das Jahr 2008, verbunden mit einem Steueranreiz. Damit werden wir in diesem Kernbereich, nämlich im Bereich der Verkehrsemissionen, eine Million Tonnen an CO2-Reduktion in der Endausbaustufe realisieren können. (Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist klar: Auch die Wirtschaft muss lernen, mit diesem ökonomischen Instrument umzugehen, und wir werden dann, nach den ersten zwei Jahren, eine erste Bilanz ziehen, um dann auch die Schlüsse für die Zielperiode im Emissionszertifikategesetz ziehen zu können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Das sind ja erst die Maßnahmen! ... habt ihr versagt, nichts getan ...!
Meine geschätzten Damen und Herren! Ich kann mich noch sehr lebhaft daran erinnern, dass uns Minister Pröll im März 2004 vorgerechnet hat, dass durch Maßnahmen im Inland insgesamt eine Reduktion um 14 Millionen Tonnen erreicht werden soll: aus der Raumwärme 4 Millionen Tonnen, aus dem Verkehrsbereich 3,7 Millionen Tonnen (Abg. Wittauer: Das sind ja erst die Maßnahmen! ... habt ihr versagt, nichts getan ...!), aus der Energieerzeugung 2,1 Millionen Tonnen und aus der Industrie 1,25 Millionen Tonnen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Meine geschätzten Damen und Herren! Ich kann mich noch sehr lebhaft daran erinnern, dass uns Minister Pröll im März 2004 vorgerechnet hat, dass durch Maßnahmen im Inland insgesamt eine Reduktion um 14 Millionen Tonnen erreicht werden soll: aus der Raumwärme 4 Millionen Tonnen, aus dem Verkehrsbereich 3,7 Millionen Tonnen (Abg. Wittauer: Das sind ja erst die Maßnahmen! ... habt ihr versagt, nichts getan ...!), aus der Energieerzeugung 2,1 Millionen Tonnen und aus der Industrie 1,25 Millionen Tonnen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Abg. Wittauer: Hätte man ...!
Geschätzte Damen und Herren! Der Straßenverkehr war im Jahr 2002 für 23,6 Prozent der Emissionen verantwortlich und ist damit der größte Einzelverursacher an Treibhausgasen. (Abg. Wittauer: Hätte man ...!) Daher sollte gerade dem Verkehr besonderes Augenmerk gewidmet werden.
Abg. Wittauer: 4,3 Milliarden ...!
für den Nahverkehr bleiben trotz gestiegener Aufwendungen für 2005 gleich. (Abg. Wittauer: 4,3 Milliarden ...!)
Abg. Wittauer: 95 Prozent!
Geschätzte Damen und Herren! Einen weiteren Unsicherheitsfaktor stellt auch die Neuverteilung der Emissionsrechte für die Zeit 2008 bis 2012 dar. Dieser Zustand trägt nicht wirklich dazu bei, die Unternehmen zu langfristigen, umweltfreundlichen Investitionen zu animieren. (Abg. Wittauer: 95 Prozent!) Zusätzlich fehlen im Emissionszertifikategesetz auch entsprechende Anreize. (Abg. Krainer – in Richtung Abg. Wittauer –: Kollege Wittauer, Sie kommen eh noch zwei Mal dran!) Unsere Forderungen nach einem eigenen Fördertopf für spezielle Energiesparmaßnahmen sind nicht anerkannt.
Abg. Krainer – in Richtung Abg. Wittauer –: Kollege Wittauer, Sie kommen eh noch zwei Mal dran!
Geschätzte Damen und Herren! Einen weiteren Unsicherheitsfaktor stellt auch die Neuverteilung der Emissionsrechte für die Zeit 2008 bis 2012 dar. Dieser Zustand trägt nicht wirklich dazu bei, die Unternehmen zu langfristigen, umweltfreundlichen Investitionen zu animieren. (Abg. Wittauer: 95 Prozent!) Zusätzlich fehlen im Emissionszertifikategesetz auch entsprechende Anreize. (Abg. Krainer – in Richtung Abg. Wittauer –: Kollege Wittauer, Sie kommen eh noch zwei Mal dran!) Unsere Forderungen nach einem eigenen Fördertopf für spezielle Energiesparmaßnahmen sind nicht anerkannt.
Beifall bei der SPÖ.
Zusammengefasst bleibt dem Emissionszertifikategesetz auch nach dieser Novellierung ein „Unbefriedigend“. Daher werden wir der heutigen Novellierung nicht zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Unterzeichnet hat es schon seit vielen Jahren!
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Vor wenigen Tagen hat nun endlich auch Russland nach zähen Verhandlungen das Kyoto-Protokoll unterzeichnet. (Abg. Krainer: Unterzeichnet hat es schon seit vielen Jahren!) Damit kann das weltweit wichtigste Klimaschutzabkommen in Kraft treten. Leider weigern sich die USA, China und auch Australien nach wie vor, dieses Abkommen zu unterzeichnen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Als Schlüsselfrage für die Zukunft ist eine nachhaltige Energieversorgung zu sehen. Und, meine Damen und Herren, ich bin stolz auf die führende Position Österreichs beim Einsatz erneuerbarer Energieträger! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Der große Problembereich ist der Verkehr, wo es enorme Zuwächse gibt. Dies ist der Hauptgrund dafür, dass die CO2-Emissionen von 1990 bis 2002 um 14,4 Prozent gestiegen sind. Und auch hier haben wir – wie uns der Minister heute berichtet hat, dass im Ministerrat beschlossen worden ist – einen wichtigen Beschluss gefasst, und zwar dahin gehend, dass bis 2008 eine Beimischung über 5 Prozent beschlossen worden ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Seit 2002 ist der Verkehr die größte Quelle der CO2-Emissionen. Davor war es die Industrie. Dies zeigt, dass mit dem EZG ein richtiger Schritt gesetzt wurde. In der Luftreinhaltung bestätigt die OECD eine positive Entwicklung in Österreich. Klimaschutz bleibt weiterhin die allererste Priorität der Umweltpolitik. Mit der starken Ökostromentwicklung, dem Emissionshandel oder der Anpassung der Wohnbauförderungen geben wir und unser Minister Sepp Pröll die richtigen Antworten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Nein, nein! Das ist überprüft worden, das haben wir gewusst!
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Herr Bundesminister! Hohes Haus! Das Emissionszertifikategesetz ist am 1. Mai 2004 in Kraft getreten, es ist also sozusagen ein Gesetzesbaby. Auch wenn Herr Minister Pröll nicht müde wird, zu betonen, dass nur zwei winzig kleine Pünktchen geändert werden mussten, ist es Faktum, dass wir so ein „frisches“ Gesetz jetzt schon wieder novellieren müssen. (Abg. Wittauer: Nein, nein! Das ist überprüft worden, das haben wir gewusst!)
Abg. Wittauer: Sie haben das Gesetz nicht begriffen!
Herr Minister Pröll hat uns im Umweltausschuss erklärt, das wäre eine Möglichkeit, aber die Betriebe seien nicht dazu aufgefordert, zu emittieren. Was ist das? Was für eine Behauptung ist das? Natürlich werden die emittieren, wenn sie emittieren dürfen! (Abg. Wittauer: Sie haben das Gesetz nicht begriffen!) Das ist wohl keine Frage. (Abg. Wittauer: Wir reden von verschiedenen Gesetzen, scheint’s!)
Abg. Wittauer: Wir reden von verschiedenen Gesetzen, scheint’s!
Herr Minister Pröll hat uns im Umweltausschuss erklärt, das wäre eine Möglichkeit, aber die Betriebe seien nicht dazu aufgefordert, zu emittieren. Was ist das? Was für eine Behauptung ist das? Natürlich werden die emittieren, wenn sie emittieren dürfen! (Abg. Wittauer: Sie haben das Gesetz nicht begriffen!) Das ist wohl keine Frage. (Abg. Wittauer: Wir reden von verschiedenen Gesetzen, scheint’s!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Von vier auf sieben!
Sie verkünden eine Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energieträger zur Stromerzeugung. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Von vier auf sieben!) Durch Reduktion bei Errichtung von Windkraftprojekten? Oder wie geht das? (Abg. Wittauer: Wasserkraft-
Abg. Wittauer: Ja, das ist aber nicht so!
Das Wifo schätzt das Investitionsvolumen im Bereich der thermischen Sanierung zur Erreichung des Kyoto-Ziels auf jährlich 530 Millionen €. Bis 2010 wären dazu insgesamt 5 Milliarden € notwendig, also um einiges mehr als Ihre 30/30/30-Regelung. Ein Aufwand von 2 Milliarden € an öffentlichen Mitteln wäre dazu notwendig. Damit könnte die Sanierungsrate von derzeit 0,5 auf die notwendigen 2 Prozent erhöht werden, und es könnten 750 000 Tonnen CO2-Emissionen und 120 Millionen € an Energiekosten eingespart werden. Und: Damit entstünden 11 400 Arbeitsplätze! – Das sind Berechnungen des Wifo. (Abg. Wittauer: Ja, das ist aber nicht so!)
Abg. Wittauer: ... über 30 Prozent Zuwächse!
Das Umweltressort sei beim Entwurf den Vorstellungen der Wirtschaft in einigen Punkten bereits entgegengekommen, hat Minister Bartenstein Anfang des Jahres stolz verkündet. (Abg. Wittauer: ... über 30 Prozent Zuwächse!) Die Industrie verlangt ja ein härteres Wording im Gesetz, beziehungsweise hat es verlangt, um sich nach dessen In-Kraft-Treten nicht vor unangenehme Überraschungen gestellt zu sehen. – Warum eigentlich „unangenehme Überraschungen“, wenn in der Bauindustrie so viele Arbeitsplätze zu schaffen wären?
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Minister! Wir sehen in der Novellierung dieses sehr jungen Gesetzes keine Verbesserung. Die Klimakonferenzen von Marrakesch und Johannesburg zeigten die Notwendigkeit raschen Handelns. Nationale Aktionsprogramme sind gefragt und gefordert, wir nehmen jedoch wahr, dass die Klimastrategie der Bundesregierung im Konzeptstadium stecken geblieben ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Bayr: Es ist traurig, das stimmt!
ner: ... ein bisschen ein Blödsinn, was Sie da sagen!) – Sie von der SPÖ lachen. (Abg. Bayr: Es ist traurig, das stimmt!)
Abg. Krainer: Was hat das mit dem Verkehr zu tun?
Es ist gerade von Kollegen Steier von einer inkonsequenten Umweltpolitik gesprochen worden. Herr Oberhaidinger hat eingangs erwähnt, dass die Umweltpolitik der Regierung zu wirtschaftsfreundlich sei. Ich frage Sie dann, was Sie zu der Aussage des Landeshauptmannstellvertreters von Oberösterreich, Erich Haider, sagen, der am 24. März gemeint hat, die Zuteilungspläne der Bundesregierung würden wertvolle Industriearbeitsplätze am Wirtschaftsstandort Oberösterreich massiv gefährden. (Abg. Krainer: Was hat das mit dem Verkehr zu tun?) Wichtig ist also, dass ein gewisser Ausgleich gefunden wird, sowohl von der Umwelt als auch von der Industrie und der Wirtschaft. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist gerade von Kollegen Steier von einer inkonsequenten Umweltpolitik gesprochen worden. Herr Oberhaidinger hat eingangs erwähnt, dass die Umweltpolitik der Regierung zu wirtschaftsfreundlich sei. Ich frage Sie dann, was Sie zu der Aussage des Landeshauptmannstellvertreters von Oberösterreich, Erich Haider, sagen, der am 24. März gemeint hat, die Zuteilungspläne der Bundesregierung würden wertvolle Industriearbeitsplätze am Wirtschaftsstandort Oberösterreich massiv gefährden. (Abg. Krainer: Was hat das mit dem Verkehr zu tun?) Wichtig ist also, dass ein gewisser Ausgleich gefunden wird, sowohl von der Umwelt als auch von der Industrie und der Wirtschaft. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Krainer: Sie haben vom Verkehr gesprochen!
Herr Kollege Krainer! Wir reden von den Allokationsplänen, und da sind Sie untereinander widersprüchlicher Meinung. (Abg. Krainer: Sie haben vom Verkehr gesprochen!) Es ist nicht nur der Fall, dass mit diesen Allokationen eingekauft wird, sondern die Betriebe werden auch angehalten, die Emissionen zu reduzieren, da sie durch umweltfreundliche Produktionen und durch abgasarme Produktionsmethoden natürlich ihre Abgase vermindern können und daher keine teuren Zertifikate kaufen müssen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Verantwortungsvolle Klimapolitik muss alle nur möglichen Maßnahmen nutzen, um den Klimaschutz zu erreichen und die Treibhausgase abzubauen. Emissionshandel ist eine dieser Maßnahmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Wo denn?
Es ist offensichtlich nicht in die Köpfe hineinzukriegen, dass es gerade im Bereich des Verkehrs, wo die CO2-Belastungen am meisten, am progressivsten steigen, ganz wichtig wäre, effiziente Maßnahmen zu treffen (Abg. Wittauer: Wo denn?) und den öffentlichen Verkehr auszubauen, ganz einfach! (Abg. Wittauer: Frau Abgeordnete! Lösungsansätze!) Und es ist offensichtlich nicht in die Köpfe hineinzubringen, dass es notwendig ist, ein ausverhandeltes, finanziertes Programm mit Ländern und Bund in der Frage des Klimaschutzes zu haben. (Abg. Wittauer: Haben wir ja! Wohnbauförderung ...!)
Abg. Wittauer: Frau Abgeordnete! Lösungsansätze!
Es ist offensichtlich nicht in die Köpfe hineinzukriegen, dass es gerade im Bereich des Verkehrs, wo die CO2-Belastungen am meisten, am progressivsten steigen, ganz wichtig wäre, effiziente Maßnahmen zu treffen (Abg. Wittauer: Wo denn?) und den öffentlichen Verkehr auszubauen, ganz einfach! (Abg. Wittauer: Frau Abgeordnete! Lösungsansätze!) Und es ist offensichtlich nicht in die Köpfe hineinzubringen, dass es notwendig ist, ein ausverhandeltes, finanziertes Programm mit Ländern und Bund in der Frage des Klimaschutzes zu haben. (Abg. Wittauer: Haben wir ja! Wohnbauförderung ...!)
Abg. Wittauer: Haben wir ja! Wohnbauförderung ...!
Es ist offensichtlich nicht in die Köpfe hineinzukriegen, dass es gerade im Bereich des Verkehrs, wo die CO2-Belastungen am meisten, am progressivsten steigen, ganz wichtig wäre, effiziente Maßnahmen zu treffen (Abg. Wittauer: Wo denn?) und den öffentlichen Verkehr auszubauen, ganz einfach! (Abg. Wittauer: Frau Abgeordnete! Lösungsansätze!) Und es ist offensichtlich nicht in die Köpfe hineinzubringen, dass es notwendig ist, ein ausverhandeltes, finanziertes Programm mit Ländern und Bund in der Frage des Klimaschutzes zu haben. (Abg. Wittauer: Haben wir ja! Wohnbauförderung ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Aus unserer Sicht ist diese Novelle einfach nicht zustimmungsfähig. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: ... nachweislich Nummer 1!
Auch halte ich diese Novelle nicht für eine, die, wie von Ihnen so bezeichnet, eine kleine Korrektur erfährt. In Wirklichkeit fehlt mehr, es wurde nämlich verabsäumt, jene Maßnahmen zu setzen, die mit dieser Novelle gleich mit behandelt werden könnten. Ich glaube, dieses allmähliche Zurückfallen von einer Vorreiterrolle in Sachen Umwelt in Europa ... (Abg. Wittauer: ... nachweislich Nummer 1!) In den siebziger und achtziger Jahren haben wir die absolute Vorreiterrolle innegehabt. Jetzt sind wir ins Mittelfeld abgerutscht. Man kann ja diskutieren ... (Abg. Wittauer: Nummer 1! Nummer 1 sind wir noch!) – Nein, nein! Man kann diskutieren, was man will: aus einem Vorreiterland wurde ein Land in einer mittleren Position! Und das ist eine falsche Umweltpolitik!
Abg. Wittauer: Nummer 1! Nummer 1 sind wir noch!
Auch halte ich diese Novelle nicht für eine, die, wie von Ihnen so bezeichnet, eine kleine Korrektur erfährt. In Wirklichkeit fehlt mehr, es wurde nämlich verabsäumt, jene Maßnahmen zu setzen, die mit dieser Novelle gleich mit behandelt werden könnten. Ich glaube, dieses allmähliche Zurückfallen von einer Vorreiterrolle in Sachen Umwelt in Europa ... (Abg. Wittauer: ... nachweislich Nummer 1!) In den siebziger und achtziger Jahren haben wir die absolute Vorreiterrolle innegehabt. Jetzt sind wir ins Mittelfeld abgerutscht. Man kann ja diskutieren ... (Abg. Wittauer: Nummer 1! Nummer 1 sind wir noch!) – Nein, nein! Man kann diskutieren, was man will: aus einem Vorreiterland wurde ein Land in einer mittleren Position! Und das ist eine falsche Umweltpolitik!
Abg. Wittauer: Landeshauptmannstellvertreter Haider in Oberösterreich hat gesagt: nicht ausreichend genug!
Ich möchte, geschätzte Damen und Herren, besonders darauf verweisen, dass wir heute bei den CO2-Emissionen die prinzipiellen Fehler nicht behoben haben und die Industrie sich dadurch nicht anschicken wird, wesentliche Verringerungen von CO2-Belastungen anzustreben. Der Emissionshandel, der immer so positiv dargestellt wird, kann von vielen auch als Freikauf verstanden werden. (Abg. Wittauer: Landeshauptmannstellvertreter Haider in Oberösterreich hat gesagt: nicht ausreichend genug!) Das bedeutet, dass durch diesen missverstandenen Freikauf in Wahrheit ein Emissionshandel betrieben wird, wo nur „heiße Luft“ transportiert wird und der keine echte Reduktion der Schadstoffe bringt.
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
leistet wird; Umweltschutz wird aber am besten dort geleistet, wo er auch für die Menschen im eigenen Land spürbar ist. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir die eingeschlagene Politik weiter verfolgen, dann verfehlen wir das Reduktionsziel um 80 Prozent. Das bedeutet, dass wir fast 200 Millionen € dafür ausgeben müssen. Diese 200 Millionen € werden von jenen aufgebracht, die nichts davon haben, nämlich von den Menschen, die in Österreich leben und die saubere Umwelt nicht genießen können. Diesen Nachteil sollte man erkennen, auch wenn man dem Emissionshandel das Wort redet. Für mich ist die beste Umweltschutzinvestition jene, die im eigenen Land stattfindet. In diesem Sinne soll es nicht als Freikauf für Umweltpolitik verstanden werden. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was sagen Sie jetzt dazu? – Jetzt ist Stille auf der rechten Seite dieses Hauses. Das muss man schön langsam setzen lassen in den Gehirnganglien, dass Sie in Wirklichkeit für eine der höchsten Schuldenstände verantwortlich sind. Ich hoffe, Sie haben das mitgeschrieben, Herr Finanzstaatssekretär, weil Sie das vorhin bestritten haben. Sie haben dauernd über die letzten 30 Jahre geredet, irgendwann werden Sie auch noch über die Römerzeit reden. Sie sollten sich einmal um die letzten vier Jahre kümmern, die diese schwarz-blaue Regierung zu verantworten hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Wieso habt ihr dann so schlechte Budgets gehabt?
Ich komme zuerst zu dem gewichtigen Aspekt der externen Beratung. Ich frage mich: Wieso brauchen Sie überhaupt eine externe Beratung? – Ihr Ministerium hat die besten Beamten der Republik und tolle Abteilungen. Fleißige, motivierte Menschen sind im Finanzministerium tätig, zumindest haben wir es so gekannt, als wir noch im Finanzministerium waren. Was in der Zwischenzeit passiert ist, weiß ich nicht, aber damals gab es hoch qualifizierte Beamte. (Abg. Neudeck: Wieso habt ihr dann so schlechte Budgets gehabt?)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Wenn Sie seit 4. Februar 2000, also seit Ihrem Amtsantritt, Herr Minister, mindestens 15,36 Millionen € für externe Beratung bezahlt haben, dann stellen sich mir folgende Fragen: Was machen Sie überhaupt noch selbst? Wozu sitzen Sie überhaupt noch drinnen? Was haben Sie überhaupt selbst entschieden? Wozu haben wir eine Aufblähung der Kosten des Personals in den einzelnen Ressorts, also auch in Ihrem Ressort? (Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Abg. Neudeck: Gehen die Ihnen ab?
Die Zahl der Bediensteten wurde in allen Ministerbüros erhöht. Manche haben Spitzeneinkommen in der Höhe von bis zu 15 000 €, Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter sitzen in bis zu acht Aufsichtsräten. Es muss jeden Montag eine Verteilungssitzung geben für Jobs, für Aufsichtsräte, für Stellen, wo man halt irgendwo jemanden unterbringt, der einem irgendwie zu Gesichte steht. (Abg. Neudeck: Gehen die Ihnen ab?) – Sie sind historisch anders angetreten. Sie werden zwar immer schmäler hier in diesem Haus – nicht körperlich gesehen –, sind aber angetreten, gegen Privilegien anzukämpfen, soweit ich mich richtig erinnere. Was ich aber jetzt registriere, das ist das pure Gegenteil davon. (Abg. Parnigoni: Neu regieren!)
Abg. Parnigoni: Neu regieren!
Die Zahl der Bediensteten wurde in allen Ministerbüros erhöht. Manche haben Spitzeneinkommen in der Höhe von bis zu 15 000 €, Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter sitzen in bis zu acht Aufsichtsräten. Es muss jeden Montag eine Verteilungssitzung geben für Jobs, für Aufsichtsräte, für Stellen, wo man halt irgendwo jemanden unterbringt, der einem irgendwie zu Gesichte steht. (Abg. Neudeck: Gehen die Ihnen ab?) – Sie sind historisch anders angetreten. Sie werden zwar immer schmäler hier in diesem Haus – nicht körperlich gesehen –, sind aber angetreten, gegen Privilegien anzukämpfen, soweit ich mich richtig erinnere. Was ich aber jetzt registriere, das ist das pure Gegenteil davon. (Abg. Parnigoni: Neu regieren!)
Abg. Scheibner: Gute Koalition!
Wenn Ihnen Beamte politisch nicht passen, dann werden sie zu Hunderten, so wie Sie es getan haben, in den Ruhestand versetzt beziehungsweise in den Karenzurlaub geschickt. Da sind Haider und Ewald Stadler gesessen, diese hätten angesichts dessen solch einen dicken Hals (eine entsprechende Handbewegung machend) bekommen, geschrieen hätten sie, wenn sie gehört hätten, dass Beamte in den Ruhestand versetzt oder in den Karenzurlaub geschickt werden. Was hätten die beiden hier alles erzählt?! Jetzt muss man ihn irgendwo in den Kärntner Tälern suchen, wenn man von ihm etwas hören will. (Abg. Scheibner: Gute Koalition!) Aber Sie alle sitzen da brav in der berühmten Stellung: Mein Name ist Hase, und ich weiß von nichts, und ich sehe auch nicht alles und stehe mit zugemachten Augen und verschlossenen Ohren auf, wenn wieder Beschlüsse der Regierung apportiert werden ! – Das ist die Wahrheit! Sie haben sich von Ihrem historischen Anspruch meilenweit entfernt.
Abg. Neudeck: Sie wird es nicht mehr geben, das haben wir schon gehört!
Jene, die fasst entspannt in den letzten und vorletzten Reihen da oben sitzen, sollten ein bisserl aufgeregter dieses Zahlenmaterial verfolgen (Abg. Neudeck: Sie wird es nicht mehr geben, das haben wir schon gehört!), und zwar nicht bloß deshalb, weil Sie, wie alle anderen hier, in ihren Wahlkreisen diese Missstände zu erklären und den Herrn Finanzminister und den Herrn Bundeskanzler für diese Maßnahmen zu verteidigen haben, sondern auch aus folgendem Grund: Wenn das auch am Wahltag Gegenstand der Erörterung ist, dann werden Sie in den letzten und vorletzten Reihen danach gar nicht mehr hier sitzen! Ich weiß nicht, wo Sie dann entspannt sitzen werden, aber sicher nicht hier – das kann ich Ihnen sagen!“ –, wenn diese Politik fortgesetzt wird. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Kollege Cap, das ist eine alte Rede!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Kollege Cap, das ist eine alte Rede!
Jene, die fasst entspannt in den letzten und vorletzten Reihen da oben sitzen, sollten ein bisserl aufgeregter dieses Zahlenmaterial verfolgen (Abg. Neudeck: Sie wird es nicht mehr geben, das haben wir schon gehört!), und zwar nicht bloß deshalb, weil Sie, wie alle anderen hier, in ihren Wahlkreisen diese Missstände zu erklären und den Herrn Finanzminister und den Herrn Bundeskanzler für diese Maßnahmen zu verteidigen haben, sondern auch aus folgendem Grund: Wenn das auch am Wahltag Gegenstand der Erörterung ist, dann werden Sie in den letzten und vorletzten Reihen danach gar nicht mehr hier sitzen! Ich weiß nicht, wo Sie dann entspannt sitzen werden, aber sicher nicht hier – das kann ich Ihnen sagen!“ –, wenn diese Politik fortgesetzt wird. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Kollege Cap, das ist eine alte Rede!)
Abg. Mag. Molterer: Streicher!
Neuerungen dazugekommen sind. (Abg. Mag. Molterer: Streicher!) Ich gebe Ihnen die Chance, dass Sie sich in die Debatte konstruktiv einbringen können.
Abg. Dr. Brinek: Wie der Schelm denkt, so ist er!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (fortsetzend): Dann sage ich nur „Helfer“ und lasse „Helfers“– den Genitiv – aus und bleibe bloß bei „Helfer“. – Sein treuer Helfer Staatssekretär Finz ist ihm permanent dabei behilflich. (Abg. Dr. Brinek: Wie der Schelm denkt, so ist er!) – Schelmerei!
Ruf bei der SPÖ: Freunderlwirtschaft!
Sie sind doch eigentlich diese Superprivatisierer, die privatwirtschaftlichen Experten, die auf den privaten Weltmärkten tanzen. Die Vertreter der Weltbank fragen einmal im Monat an, wann Sie endlich Zeit haben, damit sie sich bei Ihnen anstellen können, weil Sie so ein Genie sind. Trotzdem brauchen Sie für den simplen Verkauf der Bundeswohnbaugesellschaft Beraterfirmen mit Beratungskosten in der Höhe von 10,9 Millionen €! Es ist unfassbar, was Sie dafür ausgegeben haben! (Ruf bei der SPÖ: Freunderlwirtschaft!)
Abg. Mag. Molterer: Josef, die SPÖ schläft schon!
Wir könnten auch fast seminarmäßig Ihre Privatisierungsversuche oder Privatisierungsschritte durchgehen, die Sie getätigt haben: Ein bisschen in die Börse schauen, heiße Finger bekommen, wieder gehen, und dann kommt noch der Vorwurf des Insiderhandels. – Was ist übrigens daraus geworden, als wir gesagt haben: Bitte klären Sie das endlich auf. Es sollten die Kompetenzen der Finanzmarktaufsicht erweitert werden, es hätte eventuell ein Untersuchungsausschuss eingesetzt werden können. Was ist bei dem Ganzen, außer dass sich die Schweizer zurückgezogen haben, herausgekommen? – Der Mantel des Schweigens und sonst nichts! (Abg. Mag. Molterer: Josef, die SPÖ schläft schon!)
Abg. Mag. Molterer: Das wäre dir lieber als das derzeitige, das glaube ich! Freundschaft!
tisch siamesische Zwillinge, die hier auftreten. (Abg. Mag. Molterer: Das wäre dir lieber als das derzeitige, das glaube ich! Freundschaft!)
Abg. Neudeck: Was fahren Sie für ein Auto?
Wir kommen zum nächsten Punkt. Mich wundert, dass Sie überhaupt heute bei der Dringlichen anwesend sind, Herr Finanzminister! Ich habe mir gedacht, Sie haben wieder eine Probefahrt mit einem der Audis, die Sie gerade anschaffen. Was ich so gehört habe, sollen 40 Audi 8 angeschafft werden. (Abg. Neudeck: Was fahren Sie für ein Auto?) – Ich habe einen Xantia Turbo Diesel 1,9, acht Jahre alt. Ich nehme Sie gerne einmal mit, wenn Sie wollen. (Abg. Neudeck: Nein, danke!) Das ist ein sehr gutes Auto, ich kann Ihnen das wirklich empfehlen! Ehrlich gesagt: Ich komme auch von A nach B! (Abg. Neudeck: Klubobmann Gusenbauer?) Ich habe keine Probleme, gehe aber nicht so weit, dass ich der Regierung jetzt lauter Citroëns empfehle, denn sonst müsste ich die Automarke wechseln, und das will ich nicht. (Abg. Neudeck: Klubobmann Gusenbauer?)
Abg. Neudeck: Nein, danke!
Wir kommen zum nächsten Punkt. Mich wundert, dass Sie überhaupt heute bei der Dringlichen anwesend sind, Herr Finanzminister! Ich habe mir gedacht, Sie haben wieder eine Probefahrt mit einem der Audis, die Sie gerade anschaffen. Was ich so gehört habe, sollen 40 Audi 8 angeschafft werden. (Abg. Neudeck: Was fahren Sie für ein Auto?) – Ich habe einen Xantia Turbo Diesel 1,9, acht Jahre alt. Ich nehme Sie gerne einmal mit, wenn Sie wollen. (Abg. Neudeck: Nein, danke!) Das ist ein sehr gutes Auto, ich kann Ihnen das wirklich empfehlen! Ehrlich gesagt: Ich komme auch von A nach B! (Abg. Neudeck: Klubobmann Gusenbauer?) Ich habe keine Probleme, gehe aber nicht so weit, dass ich der Regierung jetzt lauter Citroëns empfehle, denn sonst müsste ich die Automarke wechseln, und das will ich nicht. (Abg. Neudeck: Klubobmann Gusenbauer?)
Abg. Neudeck: Klubobmann Gusenbauer?
Wir kommen zum nächsten Punkt. Mich wundert, dass Sie überhaupt heute bei der Dringlichen anwesend sind, Herr Finanzminister! Ich habe mir gedacht, Sie haben wieder eine Probefahrt mit einem der Audis, die Sie gerade anschaffen. Was ich so gehört habe, sollen 40 Audi 8 angeschafft werden. (Abg. Neudeck: Was fahren Sie für ein Auto?) – Ich habe einen Xantia Turbo Diesel 1,9, acht Jahre alt. Ich nehme Sie gerne einmal mit, wenn Sie wollen. (Abg. Neudeck: Nein, danke!) Das ist ein sehr gutes Auto, ich kann Ihnen das wirklich empfehlen! Ehrlich gesagt: Ich komme auch von A nach B! (Abg. Neudeck: Klubobmann Gusenbauer?) Ich habe keine Probleme, gehe aber nicht so weit, dass ich der Regierung jetzt lauter Citroëns empfehle, denn sonst müsste ich die Automarke wechseln, und das will ich nicht. (Abg. Neudeck: Klubobmann Gusenbauer?)
Abg. Neudeck: Klubobmann Gusenbauer?
Wir kommen zum nächsten Punkt. Mich wundert, dass Sie überhaupt heute bei der Dringlichen anwesend sind, Herr Finanzminister! Ich habe mir gedacht, Sie haben wieder eine Probefahrt mit einem der Audis, die Sie gerade anschaffen. Was ich so gehört habe, sollen 40 Audi 8 angeschafft werden. (Abg. Neudeck: Was fahren Sie für ein Auto?) – Ich habe einen Xantia Turbo Diesel 1,9, acht Jahre alt. Ich nehme Sie gerne einmal mit, wenn Sie wollen. (Abg. Neudeck: Nein, danke!) Das ist ein sehr gutes Auto, ich kann Ihnen das wirklich empfehlen! Ehrlich gesagt: Ich komme auch von A nach B! (Abg. Neudeck: Klubobmann Gusenbauer?) Ich habe keine Probleme, gehe aber nicht so weit, dass ich der Regierung jetzt lauter Citroëns empfehle, denn sonst müsste ich die Automarke wechseln, und das will ich nicht. (Abg. Neudeck: Klubobmann Gusenbauer?)
Abg. Neudeck: Sie sind sehr der Zeit hinten nach!
Konzentrieren Sie sich jetzt einmal! Ich höre, es geht um 40 Audi 8. In der Werbung heißt es: sportlich und luxuriös, und es gibt verschiedene Modelle. (Abg. Neudeck: Sie sind sehr der Zeit hinten nach!) Es gibt verschiedene Modelle, wie wir wissen. Meine Frage ist: Wieso brauchen Sie 40 Audi 8? Wieso muss das übrigens überhaupt diese Autotype sein, was ist so faszinierend daran? – Das müssen Sie mir erklären! (Abg. Neudeck: Was fährt Gusenbauer?)
Abg. Neudeck: Was fährt Gusenbauer?
Konzentrieren Sie sich jetzt einmal! Ich höre, es geht um 40 Audi 8. In der Werbung heißt es: sportlich und luxuriös, und es gibt verschiedene Modelle. (Abg. Neudeck: Sie sind sehr der Zeit hinten nach!) Es gibt verschiedene Modelle, wie wir wissen. Meine Frage ist: Wieso brauchen Sie 40 Audi 8? Wieso muss das übrigens überhaupt diese Autotype sein, was ist so faszinierend daran? – Das müssen Sie mir erklären! (Abg. Neudeck: Was fährt Gusenbauer?)
Abg. Parnigoni: 40 Audis, so viele Minister und Staatssekretäre gibt es gar nicht! Bekommt Scheibner auch einen?
Jedenfalls brauchen Sie für diese flotte Flotte immerhin 2 Millionen € der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, Herr Finanzminister! Es ist doch eine in höchstem Maße hoch interessante Frage, die man in diesem Zusammenhang klären sollte, ob in Zeiten, in denen man den Österreicherinnen und Österreichern sagt, es müsse gespart werden, in denen es faktisch keinen Bereich des österreichischen Sozialstaates gibt, wo Sie nicht sagen: Da muss eingespart werden!, Sie 40 Audis anschaffen müssen. (Abg. Parnigoni: 40 Audis, so viele Minister und Staatssekretäre gibt es gar nicht! Bekommt Scheibner auch einen?) Mit der Beschaffung dieser Dienstautos, mit dem Aufblähen des Apparates in den einzelnen Ressorts, mit den steigenden Repräsentationskosten und mit den steigenden Beratungskosten werfen Sie das Geld beim Fenster hinaus. – Das ist in höchstem Maße unmoralisch, Herr Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Androsch war der mit der Sonderanfertigung!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Androsch war der mit der Sonderanfertigung!
Jedenfalls brauchen Sie für diese flotte Flotte immerhin 2 Millionen € der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, Herr Finanzminister! Es ist doch eine in höchstem Maße hoch interessante Frage, die man in diesem Zusammenhang klären sollte, ob in Zeiten, in denen man den Österreicherinnen und Österreichern sagt, es müsse gespart werden, in denen es faktisch keinen Bereich des österreichischen Sozialstaates gibt, wo Sie nicht sagen: Da muss eingespart werden!, Sie 40 Audis anschaffen müssen. (Abg. Parnigoni: 40 Audis, so viele Minister und Staatssekretäre gibt es gar nicht! Bekommt Scheibner auch einen?) Mit der Beschaffung dieser Dienstautos, mit dem Aufblähen des Apparates in den einzelnen Ressorts, mit den steigenden Repräsentationskosten und mit den steigenden Beratungskosten werfen Sie das Geld beim Fenster hinaus. – Das ist in höchstem Maße unmoralisch, Herr Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Androsch war der mit der Sonderanfertigung!)
Abg. Neudeck: Jetzt kommen wir drauf: Sie sind schuld, Sie verursachen die Kosten!
Jetzt kommen wir zu einem Bereich, für den ich fast Verständnis habe, ich sage es ganz ehrlich. Sie sollten eine weihevolle Ruhe einlegen, Herr Klubobmann Molterer, denn ich signalisiere gerade Verständnis für die PR-Aktivitäten. Wenn ich solch ein Image habe wie der Herr Finanzminister, dann frage ich mich: Wer denkt nicht über eine PR-Firma nach (Abg. Neudeck: Jetzt kommen wir drauf: Sie sind schuld, Sie verursachen die Kosten!) und engagiert sich nach dem Motto: Die Politik kann ich zwar nicht mehr ändern, und ich kann mich selbst auch nicht ändern, denn ich bin, wie ich bin, aber eine gute PR-Firma könnte vielleicht ein bisschen etwas ändern!? – Bitte, machen Sie sich selbst ein Bild, ob diese PR-Firma eine Chance hätte! (Abg. Hornek: ... 100-mal mehr ausgeben, weil er besser werden will als Gusenbauer!) – Immer einen
Abg. Hornek: ... 100-mal mehr ausgeben, weil er besser werden will als Gusenbauer!
Jetzt kommen wir zu einem Bereich, für den ich fast Verständnis habe, ich sage es ganz ehrlich. Sie sollten eine weihevolle Ruhe einlegen, Herr Klubobmann Molterer, denn ich signalisiere gerade Verständnis für die PR-Aktivitäten. Wenn ich solch ein Image habe wie der Herr Finanzminister, dann frage ich mich: Wer denkt nicht über eine PR-Firma nach (Abg. Neudeck: Jetzt kommen wir drauf: Sie sind schuld, Sie verursachen die Kosten!) und engagiert sich nach dem Motto: Die Politik kann ich zwar nicht mehr ändern, und ich kann mich selbst auch nicht ändern, denn ich bin, wie ich bin, aber eine gute PR-Firma könnte vielleicht ein bisschen etwas ändern!? – Bitte, machen Sie sich selbst ein Bild, ob diese PR-Firma eine Chance hätte! (Abg. Hornek: ... 100-mal mehr ausgeben, weil er besser werden will als Gusenbauer!) – Immer einen
Beifall und Heiterkeit bei der SPÖ.
Witz auf den Lippen in der drittletzten Reihe. Ihnen wird das Lachen auch noch vergehen, das sage ich Ihnen! (Beifall und Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Am Parteiwechsel!
Seit dem Jahre 2000 wurden 8,5 Millionen € ausschließlich für Werbung für Finanzminister Grasser verwendet. – Ich muss die Beträge immer in die Alt-Währung umrechnen, dann sind die Zahlen auch viel deutlicher. – 100 Millionen Schilling wurden ausgegeben, und der Beliebtheitsgrad beträgt nur mehr ein Drittel. Woran ist das gelegen, Herr Finanzminister? Haben Sie in der Zwischenzeit die Firma gewechselt? (Abg. Scheibner: Am Parteiwechsel!)
Abg. Scheibner: Das war der Parteiwechsel!
Ich schaue mir auch die Rankings an, ich finde diese auch faszinierend: Zuerst lagen Sie ganz vorne, dann nur mehr im Mittelfeld – immer mit diesem leichten Abrutschtrend. (Abg. Scheibner: Das war der Parteiwechsel!) Die Magazine legen eine Schichtseife hin, und wieder fällt man um einen Platz weiter hinunter. Das war 100 Millionen wert: nur mehr ein Drittel Beliebtheitsgrad von vorher? Oder ist es doch an der Politik gelegen, dass die Leute gesagt haben: Der sagt dauernd, man soll sparen, aber selbst will er nicht sparen, der sagt: Liebe Österreicher, was ist mit eurer Steuermoral?, zahlt endlich die Steuern ehrlich und aufrecht, denn wenn ich sie schon nicht zahle, zahlt wenigstens ihr sie!? (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.) – Das verstehe ich!
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Ich schaue mir auch die Rankings an, ich finde diese auch faszinierend: Zuerst lagen Sie ganz vorne, dann nur mehr im Mittelfeld – immer mit diesem leichten Abrutschtrend. (Abg. Scheibner: Das war der Parteiwechsel!) Die Magazine legen eine Schichtseife hin, und wieder fällt man um einen Platz weiter hinunter. Das war 100 Millionen wert: nur mehr ein Drittel Beliebtheitsgrad von vorher? Oder ist es doch an der Politik gelegen, dass die Leute gesagt haben: Der sagt dauernd, man soll sparen, aber selbst will er nicht sparen, der sagt: Liebe Österreicher, was ist mit eurer Steuermoral?, zahlt endlich die Steuern ehrlich und aufrecht, denn wenn ich sie schon nicht zahle, zahlt wenigstens ihr sie!? (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.) – Das verstehe ich!
Abg. Neudeck: Sie schaffen das nicht einmal um 200 000!
Jetzt sage ich Ihnen noch etwas: Die Geschichte mit der „Financial Times“ wollen wir doch nicht vergessen! 60 000 € wurden ausgegeben, nur damit er einmal mit seinem Konterfei und einem von ihm ausgewählten Text in die Wall Street winken kann. Das war 60 000 € wert? Rechnen Sie einmal 60 000 € um! Er macht einen New York-Besuch, ist in der „Financial Times“ vertreten und winkt dazu. (Abg. Neudeck: Sie schaffen das nicht einmal um 200 000!)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen: Ich versuche jetzt wirklich, das realistisch zu sehen und zu beurteilen und nicht – so wie bei Ihnen immer Haider und Stadler – aus der populistischen Antidingsda, fast staatszerstörenden antipolitischen Perspektive. Nein! Mir geht es ja darum, dass wir konstruktiv mitwirken, auch in dieser Frage. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Sie sollen das wirklich so verstehen.
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Was soll mit dem Geld, das dafür veranschlagt worden ist, tatsächlich geschehen? Das sollten Sie uns jetzt schon sagen. Das sollte man auch normieren, dafür sollte es auch Regeln geben. Das Gleiche gilt für den österreichischen EU-Vorsitz im Jahr 2006. Bitte, keine Werbekampagne: Ratspräsident Schüssel – der beste Ratspräsident, den die EU jemals gehabt hat! (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Jubel, Jubel, Jubel! Weihrauch, Weihrauch, Weihrauch! – Genau, das ist der Reflex, ich wollte nur den Test machen, ob es noch funktioniert. Man sagt nur „Jubel“, „Schüssel“, und Sie bekommen schon ein Zucken in beiden Händen. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Wunderbar, Sie sind gut trainiert, es funktioniert nach wie vor.
Heiterkeit bei der SPÖ.
Was soll mit dem Geld, das dafür veranschlagt worden ist, tatsächlich geschehen? Das sollten Sie uns jetzt schon sagen. Das sollte man auch normieren, dafür sollte es auch Regeln geben. Das Gleiche gilt für den österreichischen EU-Vorsitz im Jahr 2006. Bitte, keine Werbekampagne: Ratspräsident Schüssel – der beste Ratspräsident, den die EU jemals gehabt hat! (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Jubel, Jubel, Jubel! Weihrauch, Weihrauch, Weihrauch! – Genau, das ist der Reflex, ich wollte nur den Test machen, ob es noch funktioniert. Man sagt nur „Jubel“, „Schüssel“, und Sie bekommen schon ein Zucken in beiden Händen. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Wunderbar, Sie sind gut trainiert, es funktioniert nach wie vor.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Sie werden uns zugestehen, dass wir jedenfalls in diesem Bereich genau wissen wollen, was geschehen soll. Liegt das im Interesse der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler? Wird mit dem Geld verantwortungsbewusst umgegangen, oder ist nur die Fortsetzung dessen geplant, was Sie seit Regierungsantritt gemacht haben, nämlich: den Leuten etwas vorgaukeln, mit zweierlei Maß messen, das Geld hinauswerfen und auf der anderen Seite den Österreichern aus der Tasche pressen!? Da werden wir sicher nicht mitspielen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen
Bundesminister für Finanzen Mag. Karl-Heinz Grasser: Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Hohes Haus! Ich darf mich sehr herzlich beim Abgeordneten Cap dafür bedanken, dass ich wieder einmal Gelegenheit habe, das Hohe Haus umfassend darüber zu informieren, wie sparsam diese Bundesregierung mit dem Geld des Steuerzahlers umgeht (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen), wie erfolgreich unsere Budgetpolitik im internationalen Vergleich ist und wie es uns gelingt, die Steuern und Abgaben stärker zu senken als jeder Bundesregierung vor uns.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben im nächsten Jahr die stärkste Steigerung der Realeinkommen seit vielen Jahren. – Gut für die Bevölkerung: mehr Geld in der Brieftasche! Gut für die Wirtschaft: mehr Investitionen! Schon heute können wir Ihnen sagen: 2005 – ein gutes Jahr für Österreich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Molterer: So schaut’s aus!
Meine Damen und Herren! Dort sieht die Sache ganz anders aus! Sie haben uns Schulden von 66,5 Prozent übergeben, Österreich war das viertschlechteste Land der Euro-Zone. Wir haben diese Schulden von 66,5 auf 63,7 Prozent reduziert und sind mittlerweile das siebentbeste Land in der Eurozone. – Das ist unsere Politik! Nicht Rekordstand, sondern Senkung! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Molterer: So schaut’s aus!)
Abg. Mag. Molterer: Er ist ja keiner!
Meine Damen und Herren! Bei all diesen Zahlen, bei dieser Ökonomie, ob es die Europäische Union ist, ob es der Internationale Währungsfonds ist, ob es die OECD ist, ob es um irgendeine einschlägige internationale Debatte geht, Herr Abgeordneter Cap, es geht um Finanzschuld, es geht um Schuldenquoten. Herr Abgeordneter Cap stellt sich hier heraus und sagt: Rekordschulden! Ich glaube nur an die Statistik, die ich, der Ökonom Cap, selbst gemacht habe, nur das wird gut und richtig sein! (Abg. Mag. Molterer: Er ist ja keiner!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Er ist ja kein Ökonom!
Lieber Abgeordneter Cap! Ich glaube, Sie sollten so wie jeder Ökonom in dieser Welt vielleicht einmal ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Er ist ja kein Ökonom!) Ich wollte jetzt charmant sein und Abgeordnetem Cap ausnahmsweise Kompetenz unterstellen. Herr Abgeordneter Cap! Wie alle anderen, die international Debatten führen, sollten wir uns darauf einigen, das wir an Hand von Schuldenquoten argumentieren, und dazu noch einmal: Diese Schuldenquoten sind gesenkt und nicht erhöht worden! (Abg. Parnigoni: Sie sind nicht gesenkt worden!)
Abg. Parnigoni: Sie sind nicht gesenkt worden!
Lieber Abgeordneter Cap! Ich glaube, Sie sollten so wie jeder Ökonom in dieser Welt vielleicht einmal ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Er ist ja kein Ökonom!) Ich wollte jetzt charmant sein und Abgeordnetem Cap ausnahmsweise Kompetenz unterstellen. Herr Abgeordneter Cap! Wie alle anderen, die international Debatten führen, sollten wir uns darauf einigen, das wir an Hand von Schuldenquoten argumentieren, und dazu noch einmal: Diese Schuldenquoten sind gesenkt und nicht erhöht worden! (Abg. Parnigoni: Sie sind nicht gesenkt worden!)
Zwischenruf des Abg. Eder.
Erstens haben wir gesagt: Wir stehen für solide Staatsfinanzen! Wir haben uns vorgenommen, ein Nulldefizit zu machen, und wenn Sie ehrlich sind, müssen Sie sagen, Sie hätten niemals gedacht, dass diese Bundesregierung in der Lage ist, dieses Nulldefizit zu erreichen. Wir haben es im Jahr 2001 geschafft, im Jahr 2002 gab es ein ganz kleines Defizit mit 0,2 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Eder.)
Abg. Schieder: Das stimmt ja nicht! – Abg. Dr. Gusenbauer: So ein aufgelegter Unsinn!
Ziehen Sie den Vergleich über die Jahre 1976 bis 1999, jene Zeit, in der sozialdemokratische Finanzminister und Bundeskanzler Verantwortung getragen haben! Sie haben ein durchschnittliches Defizit von 3,1 Prozent pro Jahr gemacht. Im Durchschnitt jedes Jahr, über 25 Jahre hinweg, 3,1 Prozent Defizit! (Abg. Schieder: Das stimmt ja nicht! – Abg. Dr. Gusenbauer: So ein aufgelegter Unsinn!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist unglaublich! – Abg. Schieder: Das ist nicht die Wahrheit, die Sie hier verbreiten!
Wir haben in unserer Zeit mit Alfred Finz ein Defizit von 0,9 Prozent zu verantworten. Das heißt, und das muss ich Ihnen sagen: Das ist eine andere Liga der Finanzpolitik! Wir haben es einfach dramatisch besser gemacht, solide Staatsfinanzen, nicht mehr Geld ausgegeben, als eingenommen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist unglaublich! – Abg. Schieder: Das ist nicht die Wahrheit, die Sie hier verbreiten!) – Herr Abgeordneter, rechnen Sie bitte nach!
Abg. Eder: Einmal die Wahrheit wenn Sie sagen!
Die Zahlen von 1976 bis 1999 ergeben im Durchschnitt 3,1 Prozent Defizit; eine relativ einfache Rechnung. (Abg. Eder: Einmal die Wahrheit wenn Sie sagen!) Die Zahlen von 2000 bis 2005 ergeben ein Defizit von 0,9 Prozent. Das ist (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist falsch!) die Wahrheit, das sind die Fakten, auch wenn Sie es nur schwer glauben wollen, weil Sie nicht einsehen können, dass Ihre Politik eben sehr hohe Defizite produziert hat. (Abg. Eder: Das ist wieder falsch!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist falsch!
Die Zahlen von 1976 bis 1999 ergeben im Durchschnitt 3,1 Prozent Defizit; eine relativ einfache Rechnung. (Abg. Eder: Einmal die Wahrheit wenn Sie sagen!) Die Zahlen von 2000 bis 2005 ergeben ein Defizit von 0,9 Prozent. Das ist (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist falsch!) die Wahrheit, das sind die Fakten, auch wenn Sie es nur schwer glauben wollen, weil Sie nicht einsehen können, dass Ihre Politik eben sehr hohe Defizite produziert hat. (Abg. Eder: Das ist wieder falsch!)
Abg. Eder: Das ist wieder falsch!
Die Zahlen von 1976 bis 1999 ergeben im Durchschnitt 3,1 Prozent Defizit; eine relativ einfache Rechnung. (Abg. Eder: Einmal die Wahrheit wenn Sie sagen!) Die Zahlen von 2000 bis 2005 ergeben ein Defizit von 0,9 Prozent. Das ist (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist falsch!) die Wahrheit, das sind die Fakten, auch wenn Sie es nur schwer glauben wollen, weil Sie nicht einsehen können, dass Ihre Politik eben sehr hohe Defizite produziert hat. (Abg. Eder: Das ist wieder falsch!)
Abg. Eder: Das ist ja nicht wahr! Schon wieder ein Schmäh!
Wir senken die Abgabenquote. (Abg. Eder: Das ist ja nicht wahr! Schon wieder ein Schmäh!) Die Abgabenquote 1999 lag bei 43,7 Prozent, die Abgabenquote im Jahr 2005 liegt bei 41,7 Prozent, im darauf folgenden Jahr bei 40,6 Prozent. Wir sind jene Bundesregierung, die die Steuern und Abgaben am stärksten gesenkt hat, weil wir sagen: Mehr Geld in die Brieftaschen der Bevölkerung! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir senken die Abgabenquote. (Abg. Eder: Das ist ja nicht wahr! Schon wieder ein Schmäh!) Die Abgabenquote 1999 lag bei 43,7 Prozent, die Abgabenquote im Jahr 2005 liegt bei 41,7 Prozent, im darauf folgenden Jahr bei 40,6 Prozent. Wir sind jene Bundesregierung, die die Steuern und Abgaben am stärksten gesenkt hat, weil wir sagen: Mehr Geld in die Brieftaschen der Bevölkerung! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Sburny: Wer hat denn jetzt was im Geldbörsel? Sagen Sie jetzt einmal, wer!
Herr Abgeordneter Cap, wenn Sie sich hier herausstellen und hinterfragen: Wer geht wie gut mit dem Geld des Steuerzahlers um? (Abg. Sburny: Wer hat denn jetzt was im Geldbörsel? Sagen Sie jetzt einmal, wer!), dann möchte ich sagen: Schauen wir uns zum Beispiel einmal die Bundesfinanzierungsagentur an! Wir alle wissen, dass der Staat sich refinanzieren muss, dass er seine Schulden entsprechend finanzieren muss.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Das, was hier geboten wird, ist eine absolute Frechheit! Das ist unglaublich! Das ist untragbar!
Die Bundesfinanzierungsagentur tut das auch, indem sie einen Teil in Schweizer Franken und in Yen refinanziert hat. Im Zeitraum 1993 bis 1999, also in der Verantwortung sozialistischer Finanzminister, sind im Vergleich zu Schilling- beziehungsweise Eurofinanzierungen 855 Millionen € verloren gegangen. Im Zeitraum von 2000 bis jetzt sind 3,9 Milliarden € gewonnen worden. 855 Millionen € durch Ihre Politik verloren – 3,9 Milliarden, 3 900 Millionen € durch eine kluge Refinanzierungspolitik der österreichischen Bundesfinanzierungsagentur gewonnen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Das, was hier geboten wird, ist eine absolute Frechheit! Das ist unglaublich! Das ist untragbar!)
Abg. Eder: Märchen!
Abschließend zur Frage 1 darf ich Ihnen Folgendes sagen: Sie haben eine Schuldenzahl genannt. Ich bringe eine noch höhere, nämlich die gesamtstaatliche, und diese liegt im Jahr 2005 bei 155 Milliarden €. Übergeben haben Sie uns einen Schuldenstand von 133 Milliarden € im Jahr 1999. Jetzt sagen Sie: Rekordstand! Ich habe Ihnen gesagt, man sollte mit Schuldenquoten argumentieren, und ich sage Ihnen auch noch, Herr Abgeordneter Cap, wenn Sie so argumentieren und sagen, in absoluten Zahlen hätten wir die höchsten Schulden überhaupt zu verantworten: mit der Wahrscheinlichkeit von 25 Jahren sozialdemokratischer Finanzpolitik! (Abg. Eder: Märchen!)
Abg. Eder: Märchen!
Hätten Sie in den letzten fünf Jahren so weitergewirtschaftet, dann hätten wir jetzt Schulden von 182 Milliarden €! Das haben wir uns ausgerechnet in der Budgetsektion. (Abg. Eder: Märchen!) Das heißt, wenn Sie in den letzten fünf Jahren Verantwortung getragen hätten, hätten wir um 27 Milliarden € mehr Schulden als jetzt. Wir haben ganz klar die bessere Finanzpolitik gemacht, ob Sie das hören wollen oder nicht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Hätten Sie in den letzten fünf Jahren so weitergewirtschaftet, dann hätten wir jetzt Schulden von 182 Milliarden €! Das haben wir uns ausgerechnet in der Budgetsektion. (Abg. Eder: Märchen!) Das heißt, wenn Sie in den letzten fünf Jahren Verantwortung getragen hätten, hätten wir um 27 Milliarden € mehr Schulden als jetzt. Wir haben ganz klar die bessere Finanzpolitik gemacht, ob Sie das hören wollen oder nicht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Bures: Abschaffen!
Herr Abgeordneter Cap, Sie haben sich hier herausgestellt und diesen Vorgang kritisiert. Ich darf Ihnen daher erstens sagen: Wir haben deswegen privatisiert, weil aus unserer Sicht der Staat kein guter Unternehmer ist, weil Wohnbau und Wohnungsvermietung nicht das Kerngeschäft des Staates sind und weil wir den sozialen Wohnbau entpolitisieren wollen. (Abg. Bures: Abschaffen!)
Zwischenruf der Abg. Bures.
Wir haben das sehr professionell gemacht, indem wir eine Expertenkommission eingesetzt haben. Wir haben das Parlament sehr umfassend informiert, wir haben die Interessen der Mieter gesichert, und wir haben damit eine professionelle Abwicklung gewährleistet. Wir haben zum Ersten die Rechte der Mieter sichergestellt, wir haben zum Zweiten den höchstmöglichen Preis erzielt, und wir haben die Vorgabe des Rechnungshofes, nämlich mindestens 500 bis 600 Millionen € zu erlösen, bei weitem übertroffen. (Zwischenruf der Abg. Bures.) Bar haben wir 1 016 Millionen € erzielt, der gesamte Transaktionserlös liegt bei 2 639 Millionen €, und, Frau Abgeordnete Bures, wir haben im Bereich der Bundeswohnbaugesellschaften eine österreichische Lösung erreicht, sodass niemand sagen kann, da werde irgendetwas ins Ausland verkauft. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben das sehr professionell gemacht, indem wir eine Expertenkommission eingesetzt haben. Wir haben das Parlament sehr umfassend informiert, wir haben die Interessen der Mieter gesichert, und wir haben damit eine professionelle Abwicklung gewährleistet. Wir haben zum Ersten die Rechte der Mieter sichergestellt, wir haben zum Zweiten den höchstmöglichen Preis erzielt, und wir haben die Vorgabe des Rechnungshofes, nämlich mindestens 500 bis 600 Millionen € zu erlösen, bei weitem übertroffen. (Zwischenruf der Abg. Bures.) Bar haben wir 1 016 Millionen € erzielt, der gesamte Transaktionserlös liegt bei 2 639 Millionen €, und, Frau Abgeordnete Bures, wir haben im Bereich der Bundeswohnbaugesellschaften eine österreichische Lösung erreicht, sodass niemand sagen kann, da werde irgendetwas ins Ausland verkauft. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Und vor allem berechtigt!
Ich kann Ihnen eines nicht ersparen, Herr Abgeordneter, wenn Sie sich hier herstellen und die Bundesregierung kritisieren. Das ist gut, das ist in Ordnung, das ist Aufgabe der Opposition (Abg. Dr. Gusenbauer: Und vor allem berechtigt!), aber dann muss man auch zur Kenntnis nehmen, muss man berechtigt, Herr Abgeordneter Gusenbauer, zur Kenntnis nehmen, dass die sozialdemokratische Fraktion, namentlich Herr Abgeordneter Eder, einen Antrag gestellt hat – ich konnte Ihnen diesen schon einmal präsentieren –, dass sie drei Wohnbaugesellschaften verkaufen will, und zwar zum Nominale von ungefähr 180 Millionen Schilling. (Abg. Eder: Aber nicht verscherbeln wollte! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Bures.) – Ja genau, an eine Wohnbaugesellschaft im Einflussbereich der Sozialdemokratie beziehungsweise der Gewerkschaft. Sie wollten Vermögen des Steuerzahlers in das Vermögen der Gewerkschaft beziehungsweise der Partei verschieben. (Rufe bei der ÖVP: Hört! Hört! – Abg. Eder: Das hat ja damit überhaupt nichts zu tun!)
Abg. Eder: Aber nicht verscherbeln wollte! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Bures.
Ich kann Ihnen eines nicht ersparen, Herr Abgeordneter, wenn Sie sich hier herstellen und die Bundesregierung kritisieren. Das ist gut, das ist in Ordnung, das ist Aufgabe der Opposition (Abg. Dr. Gusenbauer: Und vor allem berechtigt!), aber dann muss man auch zur Kenntnis nehmen, muss man berechtigt, Herr Abgeordneter Gusenbauer, zur Kenntnis nehmen, dass die sozialdemokratische Fraktion, namentlich Herr Abgeordneter Eder, einen Antrag gestellt hat – ich konnte Ihnen diesen schon einmal präsentieren –, dass sie drei Wohnbaugesellschaften verkaufen will, und zwar zum Nominale von ungefähr 180 Millionen Schilling. (Abg. Eder: Aber nicht verscherbeln wollte! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Bures.) – Ja genau, an eine Wohnbaugesellschaft im Einflussbereich der Sozialdemokratie beziehungsweise der Gewerkschaft. Sie wollten Vermögen des Steuerzahlers in das Vermögen der Gewerkschaft beziehungsweise der Partei verschieben. (Rufe bei der ÖVP: Hört! Hört! – Abg. Eder: Das hat ja damit überhaupt nichts zu tun!)
Rufe bei der ÖVP: Hört! Hört! – Abg. Eder: Das hat ja damit überhaupt nichts zu tun!
Ich kann Ihnen eines nicht ersparen, Herr Abgeordneter, wenn Sie sich hier herstellen und die Bundesregierung kritisieren. Das ist gut, das ist in Ordnung, das ist Aufgabe der Opposition (Abg. Dr. Gusenbauer: Und vor allem berechtigt!), aber dann muss man auch zur Kenntnis nehmen, muss man berechtigt, Herr Abgeordneter Gusenbauer, zur Kenntnis nehmen, dass die sozialdemokratische Fraktion, namentlich Herr Abgeordneter Eder, einen Antrag gestellt hat – ich konnte Ihnen diesen schon einmal präsentieren –, dass sie drei Wohnbaugesellschaften verkaufen will, und zwar zum Nominale von ungefähr 180 Millionen Schilling. (Abg. Eder: Aber nicht verscherbeln wollte! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Bures.) – Ja genau, an eine Wohnbaugesellschaft im Einflussbereich der Sozialdemokratie beziehungsweise der Gewerkschaft. Sie wollten Vermögen des Steuerzahlers in das Vermögen der Gewerkschaft beziehungsweise der Partei verschieben. (Rufe bei der ÖVP: Hört! Hört! – Abg. Eder: Das hat ja damit überhaupt nichts zu tun!)
Zwischenruf der Abg. Bures.
Sie wollten etwas verkaufen – Professor Van der Bellen, der jetzt leicht schmunzelt, weiß das genau, weil er damals auch Anfragen zu diesem Thema gestellt hat –, Sie wollten für 180 Millionen Schilling etwas verkaufen, das laut Anfragebeantwortungen von Finanzminister Edlinger außer Dienst mehr als 12 Milliarden Schilling wert war. Also bitte, Sie können immer kritisieren, aber stellen Sie sich nie hierher an das Rednerpult, um zu behaupten: Wir haben es viel besser gemacht! (Zwischenruf der Abg. Bures.)
Abg. Bures: Und Sie haben 1 Milliarde bekommen!
Frau Abgeordnete, Sie wollten 12 Milliarden Schilling Vermögen des Steuerzahlers (Abg. Bures: Und Sie haben 1 Milliarde bekommen!), 12 Milliarden Vermögen, 12 000 Millionen Schilling, an die Gewerkschaft beziehungsweise an die Sozialdemokratie verkaufen für 180 Millionen Schilling! Ich muss Ihnen sagen, das ist so etwas von inakzeptabel (Abg. Eder: Überhaupt nicht!), dass wir nie auf die Idee kämen, so
Abg. Eder: Überhaupt nicht!
Frau Abgeordnete, Sie wollten 12 Milliarden Schilling Vermögen des Steuerzahlers (Abg. Bures: Und Sie haben 1 Milliarde bekommen!), 12 Milliarden Vermögen, 12 000 Millionen Schilling, an die Gewerkschaft beziehungsweise an die Sozialdemokratie verkaufen für 180 Millionen Schilling! Ich muss Ihnen sagen, das ist so etwas von inakzeptabel (Abg. Eder: Überhaupt nicht!), dass wir nie auf die Idee kämen, so
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Warum haben Sie denn nicht die 12 Milliarden erzielt?
sorglos und verantwortungslos mit dem Vermögen des Steuerzahlers umzugehen. Das kommt bei uns nicht in Frage! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Warum haben Sie denn nicht die 12 Milliarden erzielt?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Ein völliger Unsinn!
Herr Abgeordneter! Warum habe ich nicht die 12 Milliarden erzielt? – Weil wir einen Gesamterlös von 2 Milliarden 639 Millionen € erzielt haben. Wenn Sie 2,6 Milliarden € hochrechnen auf Schilling, werden Sie draufkommen, dass das deutlich jenseits der 30 Milliarden Schilling liegt. Das heißt, wir haben uns nicht mit 12 Milliarden Schilling zufrieden gegeben, sondern wir haben viel mehr bekommen. – Ein sehr guter Verkaufserlös für den Steuerzahler! Ich danke, dass Sie das anerkennen. Das ist mir wichtig, und das hat kein Sozialdemokrat bis jetzt gemacht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Ein völliger Unsinn!) Offensichtlich haben wir wirklich gut privatisiert. (Abg. Schieder: Einmal in Schilling, einmal in Euro!) – Herr Abgeordneter Schieder! Ich weiß, dass Sie so flexibel sind, dass Sie zwischen Schilling und Euro hin- und herjonglieren können.
Abg. Schieder: Einmal in Schilling, einmal in Euro!
Herr Abgeordneter! Warum habe ich nicht die 12 Milliarden erzielt? – Weil wir einen Gesamterlös von 2 Milliarden 639 Millionen € erzielt haben. Wenn Sie 2,6 Milliarden € hochrechnen auf Schilling, werden Sie draufkommen, dass das deutlich jenseits der 30 Milliarden Schilling liegt. Das heißt, wir haben uns nicht mit 12 Milliarden Schilling zufrieden gegeben, sondern wir haben viel mehr bekommen. – Ein sehr guter Verkaufserlös für den Steuerzahler! Ich danke, dass Sie das anerkennen. Das ist mir wichtig, und das hat kein Sozialdemokrat bis jetzt gemacht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Ein völliger Unsinn!) Offensichtlich haben wir wirklich gut privatisiert. (Abg. Schieder: Einmal in Schilling, einmal in Euro!) – Herr Abgeordneter Schieder! Ich weiß, dass Sie so flexibel sind, dass Sie zwischen Schilling und Euro hin- und herjonglieren können.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Sie haben uns eine Unterdeckung von 1,3 Milliarden € übergeben. Wir haben jetzt eine Überdeckung von 4,2 Milliarden €. Das heißt, wir haben 5,5 Milliarden € an Vermögenszuwachs für den Steuerzahler geschaffen. 5 500 Millionen €! Jetzt wissen Sie, was mit Beratungsgeldern in diesem Land geschieht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben es ja vorgeschrieben, nicht bekommen! Das ist ein Unterschied!
über zehn Jahre lang! Wir haben es geschafft, in unserer Zeit ist es gelungen – das müssen Sie sich vorstellen! –, dass wir 2003 die ersten Dividenden bekommen haben, 2004 die nächsten Dividenden (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben es ja vorgeschrieben, nicht bekommen! Das ist ein Unterschied!), 2005, im nächsten Budget, haben wir 250 Millionen € an Dividenden der ÖIAG.
Zwischenruf des Abg. Eder.
Wenn Sie hinterfragen, was die Beteiligungsgesellschaften an Dividenden abgeliefert haben: Von 1996 bis 1999, in Ihrer Zeit, hat man 301 Millionen € an Dividenden bekommen. In unserer Zeit, von 2000 bis 2004, haben wir 1 Milliarde € an Dividenden bekommen. (Zwischenruf des Abg. Eder.) Das bedeutet mehr als eine Verdreifachung der Dividenden.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Wieso müssen alle immer mehr zahlen für immer weniger?!
Da muss ich noch einmal zurückkommen zur Frage: Was geschieht mit Beratungsgeldern, wie wird das Geld investiert? – Da reden wir nicht von Millionen, Herr Abgeordneter Cap, da reden wir von Milliarden, die wir dem Steuerzahler entweder erspart oder an zusätzlichen Vermögenswerten geschaffen haben. Dazu stehen wir, das ist eine Politik, die sich sehen lassen kann. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Wieso müssen alle immer mehr zahlen für immer weniger?!)
Abg. Dr. Kräuter: Wer denn dann?
Zu den Dienstwagen. Erster Punkt: Herr Abgeordneter Cap, Sie wissen natürlich, dass es keinen „Kfz-Stellenplan“ mehr gibt, daher habe ich auch nicht unmittelbar den Ankauf der Dienstwagen dieser ehemaligen Kategorie 3 zu genehmigen. (Abg. Dr. Kräuter: Wer denn dann?)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni
Zweiter Punkt: Ich habe hier eine Liste, welche Fahrzeuge in dieser Republik von Vranitzky bis Klima – ich kann zurückgehen bis Androsch, wenn Sie wollen, Lacina, ich habe alle hier – gefahren wurden. Ich muss Ihnen sagen: Wenn Sie sich die Preise anschauen, kommen Sie zum Beispiel auf Listenpreise von 74 000 €, von 83 000 €. Und wenn Sie so tun, als wäre der Audi A8 die Innovation dieser Bundesregierung: Ich habe den Audi A8 des Kollegen Ruttenstorfer übernommen, bin mit seinem Audi A8 weitergefahren. Selbstverständlich sind Sie genauso Audi A8 gefahren, selbstverständlich sind Sie 730er BMW gefahren. Ich sage Ihnen ehrlich: Ich finde nicht einmal etwas daran. Denn wenn man 50 000, 60 000, 70 000, 100 000 Kilometer im Jahr unterwegs ist, sollen wir dann eine Debatte führen, ob man mit einem VW Golf oder mit sonst etwas fahren soll? Ich bin dagegen, dass wir hier im Hohen Haus eine Neiddebatte führen. Ich meine, man sollte sagen: Die Sicherheit ist uns etwas wert (Zwischenruf des Abg. Parnigoni), wir versuchen, vor die Bevölkerung hinzutreten und das zu rechtfertigen (Zwischenruf der Abg. Mandak), das ist gut zu argumentieren, da geht keiner leichtfertig mit dem Steuergeld um. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Mandak
Zweiter Punkt: Ich habe hier eine Liste, welche Fahrzeuge in dieser Republik von Vranitzky bis Klima – ich kann zurückgehen bis Androsch, wenn Sie wollen, Lacina, ich habe alle hier – gefahren wurden. Ich muss Ihnen sagen: Wenn Sie sich die Preise anschauen, kommen Sie zum Beispiel auf Listenpreise von 74 000 €, von 83 000 €. Und wenn Sie so tun, als wäre der Audi A8 die Innovation dieser Bundesregierung: Ich habe den Audi A8 des Kollegen Ruttenstorfer übernommen, bin mit seinem Audi A8 weitergefahren. Selbstverständlich sind Sie genauso Audi A8 gefahren, selbstverständlich sind Sie 730er BMW gefahren. Ich sage Ihnen ehrlich: Ich finde nicht einmal etwas daran. Denn wenn man 50 000, 60 000, 70 000, 100 000 Kilometer im Jahr unterwegs ist, sollen wir dann eine Debatte führen, ob man mit einem VW Golf oder mit sonst etwas fahren soll? Ich bin dagegen, dass wir hier im Hohen Haus eine Neiddebatte führen. Ich meine, man sollte sagen: Die Sicherheit ist uns etwas wert (Zwischenruf des Abg. Parnigoni), wir versuchen, vor die Bevölkerung hinzutreten und das zu rechtfertigen (Zwischenruf der Abg. Mandak), das ist gut zu argumentieren, da geht keiner leichtfertig mit dem Steuergeld um. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zweiter Punkt: Ich habe hier eine Liste, welche Fahrzeuge in dieser Republik von Vranitzky bis Klima – ich kann zurückgehen bis Androsch, wenn Sie wollen, Lacina, ich habe alle hier – gefahren wurden. Ich muss Ihnen sagen: Wenn Sie sich die Preise anschauen, kommen Sie zum Beispiel auf Listenpreise von 74 000 €, von 83 000 €. Und wenn Sie so tun, als wäre der Audi A8 die Innovation dieser Bundesregierung: Ich habe den Audi A8 des Kollegen Ruttenstorfer übernommen, bin mit seinem Audi A8 weitergefahren. Selbstverständlich sind Sie genauso Audi A8 gefahren, selbstverständlich sind Sie 730er BMW gefahren. Ich sage Ihnen ehrlich: Ich finde nicht einmal etwas daran. Denn wenn man 50 000, 60 000, 70 000, 100 000 Kilometer im Jahr unterwegs ist, sollen wir dann eine Debatte führen, ob man mit einem VW Golf oder mit sonst etwas fahren soll? Ich bin dagegen, dass wir hier im Hohen Haus eine Neiddebatte führen. Ich meine, man sollte sagen: Die Sicherheit ist uns etwas wert (Zwischenruf des Abg. Parnigoni), wir versuchen, vor die Bevölkerung hinzutreten und das zu rechtfertigen (Zwischenruf der Abg. Mandak), das ist gut zu argumentieren, da geht keiner leichtfertig mit dem Steuergeld um. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Darabos: Wer sind wir?
Daher darf ich versuchen, wirklich emotionslos festzuhalten: 30 Jahre lang haben Sie mindestens ebenso teure Autos gekauft. Sie haben nicht versucht, die Kosten sehr deutlich herunterzudrücken. (Abg. Mag. Darabos: Wer sind wir?) Was wir mit diesem Rahmenvertrag haben, ist eine Vereinbarung, die sicherstellt, dass wir ein Standardfahrzeug kaufen – keinen Luxus, keinen Schnickschnack, keine aufwendige Sonderausstattung –, den bestmöglichen Preis bekommen, die bestmöglichen Wartungskosten bekommen, die bestmögliche Gewährleistung bekommen. Und da sage ich Ihnen: Um diesen Preis beneiden uns viele, beneiden uns wahrscheinlich auch Sie. – Klug verhandelt für den Steuerzahler, weil wir das Geld des Steuerzahlers sehr, sehr sorgsam behandeln! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher darf ich versuchen, wirklich emotionslos festzuhalten: 30 Jahre lang haben Sie mindestens ebenso teure Autos gekauft. Sie haben nicht versucht, die Kosten sehr deutlich herunterzudrücken. (Abg. Mag. Darabos: Wer sind wir?) Was wir mit diesem Rahmenvertrag haben, ist eine Vereinbarung, die sicherstellt, dass wir ein Standardfahrzeug kaufen – keinen Luxus, keinen Schnickschnack, keine aufwendige Sonderausstattung –, den bestmöglichen Preis bekommen, die bestmöglichen Wartungskosten bekommen, die bestmögliche Gewährleistung bekommen. Und da sage ich Ihnen: Um diesen Preis beneiden uns viele, beneiden uns wahrscheinlich auch Sie. – Klug verhandelt für den Steuerzahler, weil wir das Geld des Steuerzahlers sehr, sehr sorgsam behandeln! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.
Noch eine Zahl, Herr Abgeordneter Cap, für die Abendlektüre: Wir kommen auf Gesamtkosten von 40 Cent pro gefahrenen Kilometer – 40 Cent pro gefahrenen Kilometer, das entspricht, ganz normal in der freien Wirtschaft erworben, den Kosten eines Audi A4, die dieser bei einer Laufzeit von drei Jahren, 180 000 Kilometer pro Kilometer verursacht. Das ist unser Verhandlungserfolg! (Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Selbstverständlich nicht!
Es geht dabei um PR-Aktivitäten, Informationsarbeit – Sie sagen „Werbung“ dazu. – Ich darf sehr klar festhalten: Wir machen selbstverständlich keine Werbung, Herr Abgeordneter Cap (Abg. Dr. Gusenbauer: Selbstverständlich nicht!), sondern wir machen Information über Ressortthemen für die Bevölkerung. (Abg. Mag. Wurm: „Sehr“ informativ!)
Abg. Mag. Wurm: „Sehr“ informativ!
Es geht dabei um PR-Aktivitäten, Informationsarbeit – Sie sagen „Werbung“ dazu. – Ich darf sehr klar festhalten: Wir machen selbstverständlich keine Werbung, Herr Abgeordneter Cap (Abg. Dr. Gusenbauer: Selbstverständlich nicht!), sondern wir machen Information über Ressortthemen für die Bevölkerung. (Abg. Mag. Wurm: „Sehr“ informativ!)
Abg. Bures: Beantworten Sie die Frage 6!
Wer uns die Information nicht glaubt, dem darf ich, weil da einige Zwischenrufe kommen, aus einer Anfragebeantwortung des Mag. Klima aus der XX. Gesetzgebungsperiode vorlesen – ich zitiere Viktor Klima (Abg. Bures: Beantworten Sie die Frage 6!) –:
Abg. Mag. Wurm: Schilling oder Euro?
Für das Jahr 1998 wurden der Sektion III/Bundespressedienst für die allgemeine Öffentlichkeitsarbeit ... 33,493.000,– durch den Nationalrat zugewiesen. Im Rahmen der Ermächtigung zum Bundesfinanzgesetz 1998 wurde für die Europa-Informationsinitiative der Bundesregierung seitens der Sektion III/Bundespressedienst im Jahr 1998 ein Betrag von ... 128,804.180, 23 aufgewendet.“ – Das sagte Viktor Klima. (Abg. Mag. Wurm: Schilling oder Euro?)
Abg. Mag. Wurm: Alte Währung oder neue?
Zu dieser Informationsarbeit sage ich Ihnen auch ganz offen: Selbstverständlich ... (Abg. Mag. Wurm: Alte Währung oder neue?) – Damals noch Schilling, weil Viktor Klima in Schilling geantwortet hat. Ich würde nie Ihren Bundeskanzler verfälschen. Zitate sollen Zitate bleiben, Frau Abgeordnete! (Demonstrativer Beifall der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zu dieser Informationsarbeit sage ich Ihnen auch ganz offen: Selbstverständlich ... (Abg. Mag. Wurm: Alte Währung oder neue?) – Damals noch Schilling, weil Viktor Klima in Schilling geantwortet hat. Ich würde nie Ihren Bundeskanzler verfälschen. Zitate sollen Zitate bleiben, Frau Abgeordnete! (Demonstrativer Beifall der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Weil die Bevölkerung nicht von selbst darauf kommt ...!
Was die Informationsarbeit betrifft, sage ich Ihnen ganz offen – Sie kritisieren das manchmal auch zu Recht –: Ich glaube, dass es wichtig ist, dass es notwendig ist, die Bevölkerung über die Reformtätigkeit der Bundesregierung zu informieren, denn wenn man von der Bevölkerung eine „Mitträgerschaft“ haben möchte, wenn man Verständnis von der Bevölkerung haben möchte, dann muss man das erklären. (Abg. Dr. Gusenbauer: Weil die Bevölkerung nicht von selbst darauf kommt ...!) Und es ist das Recht der Bevölkerung und die Verpflichtung der Bundesregierung (Abg. Bures: Frage 6!), die Tätigkeit der Bundesregierung in der Öffentlichkeit entsprechend darzustellen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Bures: Beantworten Sie die Frage 6!)
Abg. Bures: Frage 6!
Was die Informationsarbeit betrifft, sage ich Ihnen ganz offen – Sie kritisieren das manchmal auch zu Recht –: Ich glaube, dass es wichtig ist, dass es notwendig ist, die Bevölkerung über die Reformtätigkeit der Bundesregierung zu informieren, denn wenn man von der Bevölkerung eine „Mitträgerschaft“ haben möchte, wenn man Verständnis von der Bevölkerung haben möchte, dann muss man das erklären. (Abg. Dr. Gusenbauer: Weil die Bevölkerung nicht von selbst darauf kommt ...!) Und es ist das Recht der Bevölkerung und die Verpflichtung der Bundesregierung (Abg. Bures: Frage 6!), die Tätigkeit der Bundesregierung in der Öffentlichkeit entsprechend darzustellen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Bures: Beantworten Sie die Frage 6!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Bures: Beantworten Sie die Frage 6!
Was die Informationsarbeit betrifft, sage ich Ihnen ganz offen – Sie kritisieren das manchmal auch zu Recht –: Ich glaube, dass es wichtig ist, dass es notwendig ist, die Bevölkerung über die Reformtätigkeit der Bundesregierung zu informieren, denn wenn man von der Bevölkerung eine „Mitträgerschaft“ haben möchte, wenn man Verständnis von der Bevölkerung haben möchte, dann muss man das erklären. (Abg. Dr. Gusenbauer: Weil die Bevölkerung nicht von selbst darauf kommt ...!) Und es ist das Recht der Bevölkerung und die Verpflichtung der Bundesregierung (Abg. Bures: Frage 6!), die Tätigkeit der Bundesregierung in der Öffentlichkeit entsprechend darzustellen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Bures: Beantworten Sie die Frage 6!)
Oh-Rufe bei der ÖVP
Sie hinterfragen die Höhe der Aufwendungen. Ich darf Ihnen sagen: 1998 bis 2000: Rudolf Edlinger hat im Schnitt 2 276 000 € pro Jahr ausgegeben. In meiner Amtszeit im Schnitt pro Jahr 1 258 000 € (Oh-Rufe bei der ÖVP), in etwa die Hälfte des Ministers Edlinger.
Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.
Zweiter Punkt, pro forma mitgeteilt: Repräsentationsaufwendungen: Durchschnitt pro Jahr unter Rudolf Edlinger 80 000 €, Durchschnitt pro Jahr bei uns 55 000 €. Also auch hier deutlich weniger. (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Zahlt den Rest der Homepage-Verein?
Daher kann zu diesen Fragen sehr, sehr klar festgehalten werden: Wir gehen mit dem Geld des Steuerzahlers sehr sorgsam um. (Abg. Dr. Gusenbauer: Zahlt den Rest der Homepage-Verein?)
Abg. Dr. Gusenbauer: Das kostet auch etwas!
Wenn Sie das Gedenkjahr – Herr Abgeordneter Gusenbauer, kurz zurück zum Ernst –, wenn Sie das Jubiläumsjahr 2005 hinterfragen (Abg. Dr. Gusenbauer: Das kostet auch etwas!) – das kostet etwas, das gebe ich ganz offen zu –, darf ich Ihnen sagen, dass zum Beispiel Bundeskanzler Vranitzky im Jahr 1995 gesagt hat – damals hat es nämlich auch Kritik am Jubiläumsjahr 1995 gegeben (Abg. Dr. Gusenbauer: Von Ihnen, oder?) –, dass die Republik ihre Festtage in „gutem Sinn“ und „würdiger Form“ begehen wird, nicht zu aufwendig, nicht martialisch, aber doch mit Inhalt und Charme. Er, Vranitzky, sei jedenfalls der Auffassung, dass man mit Anstand und Würde diesen Anlass begehen werde. (Zwischenruf des Abg. Mag. Posch.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Von Ihnen, oder?
Wenn Sie das Gedenkjahr – Herr Abgeordneter Gusenbauer, kurz zurück zum Ernst –, wenn Sie das Jubiläumsjahr 2005 hinterfragen (Abg. Dr. Gusenbauer: Das kostet auch etwas!) – das kostet etwas, das gebe ich ganz offen zu –, darf ich Ihnen sagen, dass zum Beispiel Bundeskanzler Vranitzky im Jahr 1995 gesagt hat – damals hat es nämlich auch Kritik am Jubiläumsjahr 1995 gegeben (Abg. Dr. Gusenbauer: Von Ihnen, oder?) –, dass die Republik ihre Festtage in „gutem Sinn“ und „würdiger Form“ begehen wird, nicht zu aufwendig, nicht martialisch, aber doch mit Inhalt und Charme. Er, Vranitzky, sei jedenfalls der Auffassung, dass man mit Anstand und Würde diesen Anlass begehen werde. (Zwischenruf des Abg. Mag. Posch.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Posch.
Wenn Sie das Gedenkjahr – Herr Abgeordneter Gusenbauer, kurz zurück zum Ernst –, wenn Sie das Jubiläumsjahr 2005 hinterfragen (Abg. Dr. Gusenbauer: Das kostet auch etwas!) – das kostet etwas, das gebe ich ganz offen zu –, darf ich Ihnen sagen, dass zum Beispiel Bundeskanzler Vranitzky im Jahr 1995 gesagt hat – damals hat es nämlich auch Kritik am Jubiläumsjahr 1995 gegeben (Abg. Dr. Gusenbauer: Von Ihnen, oder?) –, dass die Republik ihre Festtage in „gutem Sinn“ und „würdiger Form“ begehen wird, nicht zu aufwendig, nicht martialisch, aber doch mit Inhalt und Charme. Er, Vranitzky, sei jedenfalls der Auffassung, dass man mit Anstand und Würde diesen Anlass begehen werde. (Zwischenruf des Abg. Mag. Posch.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Das heißt, ein Großteil der Mittel sind für Auslandsaktivitäten?
Jetzt ersuche ich einfach darum, über die Parteigrenzen hinweg einen Konsens zu finden, dass wir im Hinblick auf das Jubiläumsjahr 2005 – 60 Jahre Zweite Republik, 50 Jahre Staatsvertrag, zehn Jahre Mitgliedschaft Österreichs in der Europäischen Union – plus das erste Halbjahr 2006, die Präsidentschaft Österreichs in der Europäischen Union, alle sagen: Es muss uns ein Anliegen sein, das, was in diesem Land aufgebaut wurde, was geleistet wurde, die Errungenschaften, die die Bevölkerung über Jahrzehnte zustande gebracht hat, die Tradition, die Leistungen dieses Landes, Österreich international in der Welt bestmöglich zu repräsentieren, und das wollen wir mit Würde und Anstand tun, sodass Österreich gut in der Welt dasteht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Das heißt, ein Großteil der Mittel sind für Auslandsaktivitäten?)
Abg. Dr. Gusenbauer: Sagen Sie, wie viel ist das in Schilling? – Abg. Mag. Molterer – in Richtung des Abg. Dr. Gusenbauer –: Haben Sie ein Problem mit der Präsidentschaft?
Was wird das kosten? Projekte und Informationen, was ist vorgesehen, Herr Abgeordneter? – Wir haben für das Jubiläumsjahr 2005 Überschreitungsermächtigungen für Informationsarbeit und für den Kunstbereich von maximal 8,5 Millionen € vorgesehen. Und wir haben für die österreichische Präsidentschaft im Jahr 2006 erstens jedem einzelnen Fachressort keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung gestellt – jedes Ressort hat bei den Budgetverhandlungen zur Kenntnis nehmen müssen, dass es aus dem Eigenen Schwerpunkte für die Präsidentschaft setzen muss –, wir haben aber zweitens für die Durchführung ein Zentralbudget, wie 1998 auch, beim Außenamt zur Verfügung gestellt. Dieses wird 2005 mit 15 Millionen € bedeckt, 2006 mit 25 Millionen €. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sagen Sie, wie viel ist das in Schilling? – Abg. Mag. Molterer – in Richtung des Abg. Dr. Gusenbauer –: Haben Sie ein Problem mit der Präsidentschaft?) 2006 gibt es auch noch eine Überschreitungsermächtigung von 10 Millionen €.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
für Österreich, gut für die Europäische Union. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Dafür, dass er keine Fragen beantwortet, redet er schon lange! Eine halbe Stunde und keine Fragen beantwortet
Ich habe mich diesbezüglich, weil Sie die Regeln des Rechnungshofes ansprechen, erkundigt (Abg. Dr. Gusenbauer: Dafür, dass er keine Fragen beantwortet, redet er schon lange! Eine halbe Stunde und keine Fragen beantwortet): Meine Fachleute, die Herr Abgeordneter Cap dankenswerterweise gelobt hat – ich tue das auch, wir haben hervorragende Fachleute –, sagen, es gebe keine verbindlichen offiziellen Regelungen des Rechnungshofes für Informations- und Werbemaßnahmen der Bundesregierung, also kein verbindliches Regelwerk.
Abg. Öllinger: Das tut weh!
Wir haben im Rechnungshofunterausschuss gerade die Frage der Berater sehr ausführlich diskutiert. Ich habe dort auch offen auf den Tisch gelegt, dass wir im Finanzressort 2002 und 2003, in diesen beiden Jahren, 18 Millionen € an Beratungskosten hatten. Diesen 18 Millionen an Beratungskosten stehen 1 263 Millionen € an Einsparungen und 637 Millionen € an Privatisierungserlösen gegenüber. (Abg. Öllinger: Das tut weh!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Sie stehen mit der Wahrheit auf Kriegsfuß!
Ich sage Ihnen daher: Dieses Geld ist wirklich gut investiertes Geld. Die Bundesregierungen vor uns haben Berater beschäftigt, die Bundesregierungen nach uns werden Berater beschäftigen (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie stehen mit der Wahrheit auf Kriegsfuß!), ich hoffe, dass sie so gute Leistungen zustande bringen mit den Beratern, sodass man vor den Steuerzahler treten und sagen kann: Die Leistungsbilanz stimmt!
Abg. Dr. Gusenbauer: Wann?
Diese Berater und diese Einsparungen haben dazu beigetragen, dass wir bei den Budgets heute besser dastehen, dass wir es geschafft haben, die Steuern und die Abgaben nachhaltig zu senken und dass wir die Abgabenquote auf 40,6 Prozent herunterbringen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wann?) Daher hoffe ich, meine Damen und Herren Abgeordneten von der Opposition, dass Sie einmal auch mit uns diskutieren über Alternativen, über Vorschläge, dass Sie die Inhalte der Politik mit uns diskutieren. Wir nehmen Ihre Kritik gerne zur Kenntnis, befassen uns aber viel lieber mit Vorschlägen, wir haben ein offenes Ohr dafür. Wir arbeiten für dieses Land. (Zwischenruf des Abg. Mag. Posch.) Ich glaube, wir setzen Reformen sehr vorbildlich um – das ist gut für Österreich, gut für die Beschäftigung, gut für den Wohlstand der Bevölkerung. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Posch.
Diese Berater und diese Einsparungen haben dazu beigetragen, dass wir bei den Budgets heute besser dastehen, dass wir es geschafft haben, die Steuern und die Abgaben nachhaltig zu senken und dass wir die Abgabenquote auf 40,6 Prozent herunterbringen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wann?) Daher hoffe ich, meine Damen und Herren Abgeordneten von der Opposition, dass Sie einmal auch mit uns diskutieren über Alternativen, über Vorschläge, dass Sie die Inhalte der Politik mit uns diskutieren. Wir nehmen Ihre Kritik gerne zur Kenntnis, befassen uns aber viel lieber mit Vorschlägen, wir haben ein offenes Ohr dafür. Wir arbeiten für dieses Land. (Zwischenruf des Abg. Mag. Posch.) Ich glaube, wir setzen Reformen sehr vorbildlich um – das ist gut für Österreich, gut für die Beschäftigung, gut für den Wohlstand der Bevölkerung. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese Berater und diese Einsparungen haben dazu beigetragen, dass wir bei den Budgets heute besser dastehen, dass wir es geschafft haben, die Steuern und die Abgaben nachhaltig zu senken und dass wir die Abgabenquote auf 40,6 Prozent herunterbringen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wann?) Daher hoffe ich, meine Damen und Herren Abgeordneten von der Opposition, dass Sie einmal auch mit uns diskutieren über Alternativen, über Vorschläge, dass Sie die Inhalte der Politik mit uns diskutieren. Wir nehmen Ihre Kritik gerne zur Kenntnis, befassen uns aber viel lieber mit Vorschlägen, wir haben ein offenes Ohr dafür. Wir arbeiten für dieses Land. (Zwischenruf des Abg. Mag. Posch.) Ich glaube, wir setzen Reformen sehr vorbildlich um – das ist gut für Österreich, gut für die Beschäftigung, gut für den Wohlstand der Bevölkerung. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Schütter war er!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Herr Finanzminister, weil Sie sich gar so diebisch freuen, weil Sie hier im Haus noch ein bisschen Applaus bekommen (Abg. Dr. Gusenbauer: Schütter war er!), möchte ich Ihnen etwas sagen: Die ÖVP-Abgeordneten applaudieren immer, wenn irgendetwas von der Regierungsbank aus gesagt wird, und die FPÖ-Abgeordneten applaudieren hier herinnen, das stimmt, aber draußen hört sich das ganz anders an. Herr Finanzminister, vom „fehlenden sozialen Gewissen“ über „moralische Flachwurzeln“ bis hin zu „Verräter“ hat man schon gehört. So schaut die Realität aus. Und bei der Bevölkerung haben Sie auch jeglichen Applaus verwirkt, Herr Minister. Ihre persönlichen Sympathiewerte, Ihre Glaubwürdigkeit, Ihre Kompetenz, alles ist im tiefsten Keller, nehmen Sie das einmal zur Kenntnis! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Herr Finanzminister, weil Sie sich gar so diebisch freuen, weil Sie hier im Haus noch ein bisschen Applaus bekommen (Abg. Dr. Gusenbauer: Schütter war er!), möchte ich Ihnen etwas sagen: Die ÖVP-Abgeordneten applaudieren immer, wenn irgendetwas von der Regierungsbank aus gesagt wird, und die FPÖ-Abgeordneten applaudieren hier herinnen, das stimmt, aber draußen hört sich das ganz anders an. Herr Finanzminister, vom „fehlenden sozialen Gewissen“ über „moralische Flachwurzeln“ bis hin zu „Verräter“ hat man schon gehört. So schaut die Realität aus. Und bei der Bevölkerung haben Sie auch jeglichen Applaus verwirkt, Herr Minister. Ihre persönlichen Sympathiewerte, Ihre Glaubwürdigkeit, Ihre Kompetenz, alles ist im tiefsten Keller, nehmen Sie das einmal zur Kenntnis! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Grund dafür, Herr Minister – neben vielen anderen wie Homepage, Budgetversagen, Eurofighter –, ist natürlich Ihre Geldverschwendung. Sie sagen zu den Leuten: Sparen!, greifen der Bevölkerung tief in die Tasche – Steuern, Gebühren, Teuerungen, zum Beispiel beim Treibstoff –, aber Sie selbst, Herr Minister, geben das Geld mit vollen Händen aus für Beraterverträge, für Werbung, für Dienstkarossen. Herr Minister, die Leute haben die Nase voll, und darum sind Sie als Minister bei der Bevölkerung „unten durch“! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Informationsarbeit, Herr Minister? Reformtätigkeit der Bundesregierung? – Meine Damen und Herren, da möchte ich an die Kleeblätter zum Jahreswechsel erinnern (der Redner zeigt die entsprechende Zeitungsseite), das war ein Dreivierteljahr, nachdem der Rechnungshof Richtlinien empfohlen hat. Was steht da? – Dass die Pensionen erhöht werden! Meine Damen und Herren! Die ältere Generation hat sich nach dem Jahreswechsel sehr genau den Zettel und die Brieftasche angeschaut, aber in der Brieftasche war weniger drinnen. Das nennen Sie Information, Herr Minister? – Das ist ja ein unglaublicher Skandal! Sagen Sie noch etwas dazu! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Hier müssen Richtlinien eingeführt werden! Das ist keine Information! Das ist eine unglaubliche Sauerei – ich möchte das so sagen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Der entgleist immer!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Kräuter! Das Wort „Sauerei“ ist kein Wort, das wir hier verwenden. Ich bitte Sie, das zurückzunehmen, sonst erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf! – Haben Sie es zurückgenommen? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Der entgleist immer!)
Abg. Marizzi: Er hat es zurückgenommen! – Weitere Zwischenrufe.
Präsident Dr. Andreas Khol: Gut. (Abg. Marizzi: Er hat es zurückgenommen! – Weitere Zwischenrufe.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Im Rechnungshofausschuss, meine Damen und Herren, gibt es das „unerhörte“, dieses „empörende“ Verlangen der Opposition, den Herrn Finanzminister und den seinerzeitigen Verteidigungsminister anzuhören. Die Regierung sagt immer: Da ist alles korrekt, alles sauber, alles transparent!, aber Ladungen werden abgelehnt. (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Ja warum, Herr Kollege Murauer? Es wird in höchster Not immer gesagt, dass der Herr Minister ja bei den Dringlichen Anfragen so ausreichend antwortet.
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Das ist ja unerträglich!
Also, Herr Finanzminister, äußern Sie sich dazu: Warum haben Sie ursprünglich Kampfflugzeuge abgelehnt, dann aber ausgerechnet das teuerste Modell unterstützt? War das eine politische Entscheidung jenseits aller Kosten- und Sachargumente? Oder ist es um die „tollen“ Gegengeschäfte gegangen, meine Damen und Herren? Oder war es einfach eine plumpe Bestechung bis hinauf in höchste Regierungskreise? (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Das ist ja unerträglich!) – Das ist tatsächlich unerträglich, Kollege, und daher werde ich noch kurz ein Schreiben von der Volksbank Graz-Bruck zur Kenntnis bringen:
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler. – Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Herr Minister, ich frage Sie: Wer ist diese dritte Seite? – Und solange diese Sachen nicht aufgeklärt sind, meine Damen und Herren, werden wir als Opposition in der Sache Eurofighter nicht locker lassen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler. – Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Diese Anfragebeantwortung pendelt zwischen Überheblichkeit und Phrasen. Das ist keine Anfragebeantwortung, sondern eine Farce, Herr Bundesminister, und in Wirklichkeit haben Sie einen weiteren Beitrag dazu geleistet, dass sich die Bevölkerung von Ihnen abwendet! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Kollege Cap, ich muss ehrlich sagen: Mit der Würde dieses Hauses war Ihre Rede, war aber auch die Rede des Kollegen Kräuter wirklich nicht vereinbar! Ich glaube, viel tiefer kann man eigentlich nicht mehr sinken. Ich habe Sie früher wirklich als brillanten Redner geschätzt, aber das, was Sie heute von sich gegeben haben, war nicht einmal das Kabarett, über das wir uns sonst immer lustig gemacht haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: Haben Sie Lust auf Opposition?
Der Herr Finanzminister hat zu Recht darauf hingewiesen, was die Daten und Fakten sind. (Abg. Dr. Cap: Haben Sie Lust auf Opposition?) Herr Kollege Cap! Übrigens: Warum stellen Sie keinen Misstrauensantrag? Der fehlt mir heute eigentlich. Den haben Sie ja schon oft gestellt. Kommt der noch oder kommt er nicht? (Abg. Heinzl: Den können Sie einbringen!) Aber eines muss man sagen: Ihr Angriff heute, Herr Kollege Cap, wird das gleiche Schicksal erleiden wie die früheren Angriffe: Es wird ein Bauchfleck werden, weil die Daten und Fakten eine andere Sprache sprechen.
Abg. Heinzl: Den können Sie einbringen!
Der Herr Finanzminister hat zu Recht darauf hingewiesen, was die Daten und Fakten sind. (Abg. Dr. Cap: Haben Sie Lust auf Opposition?) Herr Kollege Cap! Übrigens: Warum stellen Sie keinen Misstrauensantrag? Der fehlt mir heute eigentlich. Den haben Sie ja schon oft gestellt. Kommt der noch oder kommt er nicht? (Abg. Heinzl: Den können Sie einbringen!) Aber eines muss man sagen: Ihr Angriff heute, Herr Kollege Cap, wird das gleiche Schicksal erleiden wie die früheren Angriffe: Es wird ein Bauchfleck werden, weil die Daten und Fakten eine andere Sprache sprechen.
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Kollege Cap, Sie machen einen Fehler: Sie sollten auch Zeitungen lesen wie die „FAZ“, die „Neue Zürcher Zeitung“, die „Financial Times“. Sie lesen immer nur – und das ist Ihr Fehler – die eigenen Presseaussendungen, und die glauben Sie dann auch noch! Da kann man zu keinen ordentlichen Ergebnissen kommen. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Sie sollten ein bisschen schauen, was sagt der Währungsfonds, was sagt die OECD, was sagt die EU. Und die sagen, wir sind ein Musterbeispiel für unsere Reformen in der Wirtschafts- und Sozialpolitik. Wir liegen heute nach den EU-Kriterien im Lissabon-Prozess am dritten Platz in Europa. Das ist eine Performance, Herr Kollege Cap! Darüber sollten wir einmal reden.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich gebe schon zu, der Finanzminister hat auch Glück. Es ist das Glück des Tüchtigen. Er hat ein hervorragendes personelles Umfeld in der Regierungsmannschaft. Mit einem Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, mit einem Vizekanzler Hubert Gorbach, mit einem Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und so weiter ist es natürlich eine Freude zu arbeiten. Das ist das Glück des Tüchtigen, meine Damen und Herren, das Glück des Tüchtigen, mit einer solchen Mannschaft Finanzpolitik betreiben zu können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: Wie wäre es mit einem Handkuss?
Meine Damen und Herren! Eigentlich sind wir ja dankbar, dass Sie immer wieder solche „Veranstaltungen“ wie Dringliche Anfragen et cetera machen, weil Sie uns damit die Möglichkeit bieten, die Performance dieser Bundesregierung entsprechend darzustellen. (Abg. Dr. Cap: Wie wäre es mit einem Handkuss?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir hätten schon längst Überschüsse im Budget, und zwar hohe Überschüsse, wo wir mit anderen Ländern wie Irland und Finnland mithalten könnten, wenn wir nicht die Zinsen für die Schulden von 30 Jahren sozialistischer Finanzpolitik mitfinanzieren müssten, Herr Kollege Cap. Das ist ein Faktum! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Was die Ausgabenseite des Staatshaushaltes betrifft, gibt es wieder eine Kennzahl, international anerkannt: die Ausgabenquote. Ausgabenquote zu Beginn dieser Regierung: 53,2 Prozent, Ausgabenquote heute: 50,2 Prozent. Das ergibt eine Differenz von 3 Prozent des BIP, das sind ungefähr 7 Milliarden €, 100 Milliarden Schilling – Einsparungen auf der Ausgabenseite! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zum Abschluss: Einer Regierung, die im Verwaltungs- und Bürokratiebereich 14 000 Dienstposten einspart, bin ich bereit zu sagen: Kauft euch ruhig eine Expertise auf dem Markt zu! Und wenn die Expertise ein paar Millionen kostet, aber Milliarden damit eingespart werden, ist das eine sehr sinnvolle Investition. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Nicht einmal das! – Abg. Dr. Niederwieser: Sie denken immer nur an neue Steuern! – Abg. Dr. Wittmann: Ihre Performance möchte ich nicht haben!
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Ich bin jetzt sehr aufmerksam in den Reihen gesessen und habe mir die Rede von Herrn Cap angehört und habe mir vorgestellt, wie es wäre, wenn die SPÖ in der Bundesregierung wäre und Sie hier auf der Regierungsbank sitzen würden. In diesem Fall würde ich Ihnen ad hoc empfehlen, die Vergnügungssteuer anzuheben, denn das wäre gerechtfertigt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Nicht einmal das! – Abg. Dr. Niederwieser: Sie denken immer nur an neue Steuern! – Abg. Dr. Wittmann: Ihre Performance möchte ich nicht haben!) Die österreichische Bevölkerung hätte auch Verständnis dafür. Bei dieser amüsanten Darstellung der Finanzpolitik, wie Sie sie heute betrieben haben, wäre das Verständnis, glaube ich, sehr groß.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
nister nämlich schon drei-, viermal dargelegt. Ich frage mich die ganze Zeit, warum wir hier herinnen sitzen und das diskutieren müssen. Haben Sie nichts Substantielles anzubieten? Haben Sie nicht wenigstens einmal ein Wirtschaftsprogramm, über das wir diskutieren könnten? (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.
Aus unserer Sicht sind all diese Anfragen, die Sie da gestellt haben, und die erste Anfrage ist ja überhaupt ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.) Darf ich Ihnen die vorlesen? „Woraus resultiert der Umstand, dass der Regierungsentwurf des Bundesfinanzgesetzes 2005 nunmehr den absolut höchsten Schuldenstand ... der Republik vorsieht?“ (Abg. Dr. Cap: Das stimmt ja! Das muss man ja auch zurückzahlen!) – Das kann ich Ihnen schon erklären, woraus das resultiert: Aus 30 Jahren sozialdemokratischer Finanzpolitik resultiert das (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), aus 133 Milliarden € Schulden, die hinterlassen worden sind, und 7 Milliarden € Zinsen, die wir jährlich ins Budget hineinzuverpacken haben. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Das stimmt ja! Das muss man ja auch zurückzahlen!
Aus unserer Sicht sind all diese Anfragen, die Sie da gestellt haben, und die erste Anfrage ist ja überhaupt ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.) Darf ich Ihnen die vorlesen? „Woraus resultiert der Umstand, dass der Regierungsentwurf des Bundesfinanzgesetzes 2005 nunmehr den absolut höchsten Schuldenstand ... der Republik vorsieht?“ (Abg. Dr. Cap: Das stimmt ja! Das muss man ja auch zurückzahlen!) – Das kann ich Ihnen schon erklären, woraus das resultiert: Aus 30 Jahren sozialdemokratischer Finanzpolitik resultiert das (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), aus 133 Milliarden € Schulden, die hinterlassen worden sind, und 7 Milliarden € Zinsen, die wir jährlich ins Budget hineinzuverpacken haben. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
ironische Heiterkeit bei der SPÖ
Aus unserer Sicht sind all diese Anfragen, die Sie da gestellt haben, und die erste Anfrage ist ja überhaupt ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.) Darf ich Ihnen die vorlesen? „Woraus resultiert der Umstand, dass der Regierungsentwurf des Bundesfinanzgesetzes 2005 nunmehr den absolut höchsten Schuldenstand ... der Republik vorsieht?“ (Abg. Dr. Cap: Das stimmt ja! Das muss man ja auch zurückzahlen!) – Das kann ich Ihnen schon erklären, woraus das resultiert: Aus 30 Jahren sozialdemokratischer Finanzpolitik resultiert das (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), aus 133 Milliarden € Schulden, die hinterlassen worden sind, und 7 Milliarden € Zinsen, die wir jährlich ins Budget hineinzuverpacken haben. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aus unserer Sicht sind all diese Anfragen, die Sie da gestellt haben, und die erste Anfrage ist ja überhaupt ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.) Darf ich Ihnen die vorlesen? „Woraus resultiert der Umstand, dass der Regierungsentwurf des Bundesfinanzgesetzes 2005 nunmehr den absolut höchsten Schuldenstand ... der Republik vorsieht?“ (Abg. Dr. Cap: Das stimmt ja! Das muss man ja auch zurückzahlen!) – Das kann ich Ihnen schon erklären, woraus das resultiert: Aus 30 Jahren sozialdemokratischer Finanzpolitik resultiert das (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), aus 133 Milliarden € Schulden, die hinterlassen worden sind, und 7 Milliarden € Zinsen, die wir jährlich ins Budget hineinzuverpacken haben. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Schauen Sie sich das Budget einmal an: 7 Milliarden € an reinem Finanzierungsaufwand sind darin veranschlagt; natürlich sind auch Guthabenzinsen drinnen. Diese 7 Milliarden € entsprechen exakt den Ausgaben für Unterricht, Forschung und Entwicklung. 7 Milliarden € reiner Finanzierungsaufwand – der gesamte Aufwand des Bundes für Forschung, Entwicklung und Unterricht. Das müssen Sie sich einmal vor Augen halten, was Sie hier in diesen 30 Jahren alles verwirtschaftet haben und wie stark Sie den finanziellen Spielraum dieser Bundesregierung eingeengt haben. Dessen sollten Sie sich bewusst sein. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.) – Ich weiß schon, wovon ich spreche!
Abg. Dr. Cap: Welches Sample?
Man braucht ja nur in die Zeitung zu schauen. Wenn man heute den „Standard“ aufschlägt, dann liest man, wie die Stimmung in der Wirtschaft tatsächlich ist. Im heutigen „Standard“ steht – ich glaube, das ist, was unsere Fraktion betrifft, ein ziemlich unverdächtiges Blatt –, wie der Mittelstand die Geschäftslage derzeit einschätzt: 55,8 Prozent der Befragten sagen „sehr gut“ gegenüber 43,9 Prozent im Vorjahr. Was die Ertragsentwicklung anbelangt, sagen 28,4 Prozent, der Ertrag sei gestiegen, gegenüber 25 Prozent im Vorjahr. (Abg. Dr. Cap: Welches Sample?)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das heißt in Summe ein positives Wirtschaftsbild, resultierend aus den vernünftigen Überlegungen dieser Bundesregierung, die Steuern zu senken, die Wirtschaft anzukurbeln und Wohlstand in diesem Land zu erreichen, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Bures: Die leisten auch mehr!
Sie sollten sich schon einmal überlegen, die eine oder andere Reformmaßnahme der Bundesregierung mitzutragen, denn Ihre Haltung ist so etwas von destruktiv. Wir haben das zum Beispiel bei der AUA gesehen. Die AUA war ein gutes Beispiel: Da geht die Gewerkschaft her und verteidigt die Gehälter der Piloten bei der AUA, die brutto mehr verdienen als der Bundeskanzler. (Abg. Bures: Die leisten auch mehr!) Wo ist denn da Ihre soziale Kompetenz in dieser Frage gewesen, wenn Sie Pilotengehälter bei der AUA verteidigen? Also Sie sind nicht mehr die Vertreter der Schwerarbeiter, sondern Sie sind die Vertreter der Schwerverdiener, meine Damen und Herren von der SPÖ! So schaut es nämlich aus. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie sollten sich schon einmal überlegen, die eine oder andere Reformmaßnahme der Bundesregierung mitzutragen, denn Ihre Haltung ist so etwas von destruktiv. Wir haben das zum Beispiel bei der AUA gesehen. Die AUA war ein gutes Beispiel: Da geht die Gewerkschaft her und verteidigt die Gehälter der Piloten bei der AUA, die brutto mehr verdienen als der Bundeskanzler. (Abg. Bures: Die leisten auch mehr!) Wo ist denn da Ihre soziale Kompetenz in dieser Frage gewesen, wenn Sie Pilotengehälter bei der AUA verteidigen? Also Sie sind nicht mehr die Vertreter der Schwerarbeiter, sondern Sie sind die Vertreter der Schwerverdiener, meine Damen und Herren von der SPÖ! So schaut es nämlich aus. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir sehen die österreichische Finanzpolitik auf einem sehr soliden Weg, wir sehen sie in guten Händen und werden sie auch weiterhin unterstützen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist ein schöner Sinnzusammenhang dieser Dringlichen Anfrage. Herr Finanzminister, Sie haben wieder einmal alles dazu getan, diesen inhärenten Verdacht zu bestätigen. Nichts anderes durften wir allerdings erwarten. Es ist nur auffällig, dass Sie versuchen, das immer witziger zu machen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Wir haben uns angesehen, wie das so ist mit den Abgeordneten der ÖVP hier im Haus, die immer bei entsprechenden Bundesfinanzgesetzen mitgewirkt haben, zumindest bei der Abstimmung. Wir haben ja als kleines Neben- und mittlerweile Generalthema in diesen beiden Wochen ganz offensichtlich das eigenartig motivierte Abstimmungsverhalten von Regierungsabgeordneten. Jetzt stellt sich heraus, und möglicherweise ist da ein Zusammenhang mit der besten Rednerschaft des Kollegen Stummvoll gegeben, beides ist ... (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Worum es da geht? – Beide Male geht es um viel Geld! Es ist Kollege Stummvoll, der hier mit Abstand in Führung gegangen ist. Kollege Stummvoll hat bei den meisten Bundesfinanzgesetzen mitgestimmt, durch die dann eben jener Schuldenstand herausgekommen ist, der hier immer so kritisiert wird.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
bekommen, aber das ist eine eigene Debatte. Sie müssen sich den Spiegel vorhalten, den Sie ständig selbst hier konstruieren und wo Sie sich mehr oder weniger selbstverliebt zelebrieren. Das Ganze gilt offensichtlich auch für den einen oder anderen Abgeordneten, nur da ist es weniger eine Frage der lustigen Selbstpräsentation, sondern möglicherweise des fortschreitenden Alzheimer. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter! Diese Unterstellung ist nicht geschmackvoll gegenüber jenen, die Alzheimer haben; es ist eine Entgleisung! – Nehmen Sie das bitte zurück! (Demonstrativer Beifall der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Großruck: Wenn Sie nicht immun wären, dürften Sie so etwas nicht sagen!
Ein weiteres Thema ist meiner Meinung nach die Tatsache, dass Sie die Empfehlungen des Rechnungshofes ganz locker ignorieren und Anfragen entweder gar nicht oder schlecht beantworten. Und der Herr Bundeskanzler ist offensichtlich um nichts besser. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Großruck: Wenn Sie nicht immun wären, dürften Sie so etwas nicht sagen!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Ellmauer: Wie war das mit der Wiener Wohnbaugesellschaft?
Deshalb halte ich es für sehr wichtig, dass wir heute eine Dringliche Anfrage behandeln, in der es darum geht, aufzuzeigen, wie denn die Verschwendung von Steuermitteln und die Verschleuderung von Staatsvermögen aussieht. Da geht es um das Geld der Österreicherinnen und Österreicher! Was Sie mit Ihrem Privatgeld tun, ist uns ja wahrlich egal, aber es geht hier um öffentliches Eigentum und um öffentliches Vermögen, für das wir als Parlamentarier – und daher mein Appell auch an die Abgeordneten der Freiheitlichen Partei und der ÖVP – doch auch die Verantwortung zu tragen haben. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Ellmauer: Wie war das mit der Wiener Wohnbaugesellschaft?)
Abg. Großruck: Das trauen Sie sich auch nur zu sagen, weil Sie immun sind!
Wir werfen Ihnen aber auch vor, dass im Bereich von Abberufungen von Aufsichtsräten oder von Vorständen und im Bereich von zusätzlichen Gehältern, die Sie vor allem im Freundeskreis ganz gerne vergeben, zusätzliche Kosten von 1,4 Millionen € entstanden sind. (Abg. Großruck: Das trauen Sie sich auch nur zu sagen, weil Sie immun sind!)
Abg. Neudeck: Der hat aber schon keine Nadeln mehr, so alt ist der Schmäh!
Bei all diesen Summen – 1,4 Millionen €, 72 Millionen € – kommen einem so Dinge wie ein Vizekanzler, der sich voriges Jahr einen Weihnachtsbaum – Weihnachten kommt auch bald – um 1 600 € gekauft hat, fast ein bisschen läppisch vor. (Abg. Neudeck: Der hat aber schon keine Nadeln mehr, so alt ist der Schmäh!)
Abg. Neudeck: Ihr habt im Rathaus überall rote! Das ganze Rathaus ist voll!
Ich weiß, da ist es auch läppisch, dass sich der Herr Vizekanzler um 7 000 € einen blauen Teppich ins Vizekanzleramt legen lässt. (Abg. Neudeck: Ihr habt im Rathaus überall rote! Das ganze Rathaus ist voll!) Diese Beträge sind für diese Regierung läppisch, aber davon müssen Pensionisten ein ganzes Jahr lang leben. Der Herr Vizekanzler lässt sich aber für so einen Betrag einen blauen Teppich legen, und das ist das Verwerfliche daran, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: ... die Telefone herausgerissen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: ... die Telefone herausgerissen!
Ich weiß, da ist es auch läppisch, dass sich der Herr Vizekanzler um 7 000 € einen blauen Teppich ins Vizekanzleramt legen lässt. (Abg. Neudeck: Ihr habt im Rathaus überall rote! Das ganze Rathaus ist voll!) Diese Beträge sind für diese Regierung läppisch, aber davon müssen Pensionisten ein ganzes Jahr lang leben. Der Herr Vizekanzler lässt sich aber für so einen Betrag einen blauen Teppich legen, und das ist das Verwerfliche daran, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: ... die Telefone herausgerissen!)
Abg. Neudeck: Der war noch billiger!
Wir hatten auch einmal einen Justizminister, der sich überhaupt einen Jaguar kaufen wollte. (Abg. Neudeck: Der war noch billiger!) Wir kennen das: Sie haben einen Hang zum Luxusauto, und das Verwerfliche ist, Sie sparen beim Bürger, der das zahlen muss, aber für Sie selbst ist Ihnen nichts teuer genug. Da lieben Sie Luxus, und das ist das Verwerfliche an Ihrer Politik! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir hatten auch einmal einen Justizminister, der sich überhaupt einen Jaguar kaufen wollte. (Abg. Neudeck: Der war noch billiger!) Wir kennen das: Sie haben einen Hang zum Luxusauto, und das Verwerfliche ist, Sie sparen beim Bürger, der das zahlen muss, aber für Sie selbst ist Ihnen nichts teuer genug. Da lieben Sie Luxus, und das ist das Verwerfliche an Ihrer Politik! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Das ist alles billiger als das Donauinselfest! – Abg. Rädler: Ihr habt ja keinen Grund zum Feiern!
Wir werden nächstes Jahr, wie heute in den Zeitungen angekündigt, 100 Feste zu den Jubiläen feiern. Es wird Galakonzerte geben, es wird große Empfänge geben, und auch da wird Geld keine Rolle spielen. (Abg. Neudeck: Das ist alles billiger als das Donauinselfest! – Abg. Rädler: Ihr habt ja keinen Grund zum Feiern!)
Abg. Großruck: Verschleudert nicht, verkauft schon!
Gemeinnützige Wohnungen konnten nicht an irgendwelche Investoren und Spekulanten verschleudert werden (Abg. Großruck: Verschleudert nicht, verkauft schon!), sondern konnten nach der Gesetzeslage, die dieses Parlament damals beschlossen hat, nur zum Nominale verkauft werden, weil wir nicht wollten, dass der soziale Wohnbau ausverkauft wird. – Das haben Sie gemacht.
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben 62 000 Mieter im Regen stehen gelassen. Sie haben diese Wohnungen ausverkauft und einen Nepp dafür bekommen: eine Milliarde €, haben Sie heute gesagt, für 62 000 Wohnungen. Das sind pro Wohnung 16 000 €. Die Mieter hätten gerne um dieses Geld gekauft. Denen haben Sie die Wohnungen nicht gegeben. In Wirklichkeit ist das Ergebnis Ihrer Politik: Österreich ist ärmer geworden, hat weniger an Vermögen, die Mieter sind geschröpft worden, und einige Ihrer Freunde sind reicher geworden und haben sich bedient. – Das ist das Ergebnis Ihrer Politik! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: 150 €!
Daher noch einmal kurz zusammengefasst: Das Verwerfliche an Ihrer Politik ist, Sie verscherbeln alles in diesem Land an Freunde, was nicht niet- und nagelfest ist. Sie belasten die Bürger – von Pensionskürzungen bis zu Erhöhungen der Mineralölsteuer. Es ist kalt draußen. Viele alte Menschen haben von Ihnen noch immer keinen Heizkostenzuschuss bekommen und wissen nicht, wie sie ihre kalte Wohnung heizen sollen. (Abg. Bucher: 150 €!) Das ist das Verwerfliche, und jetzt sitzen Sie gerade zusammen und überlegen, wie Sie die Rezeptgebühr und das Spitalsgeld erhöhen können. (Abg. Dr. Rasinger: Was sagt der Herr Häupl dazu?)
Abg. Dr. Rasinger: Was sagt der Herr Häupl dazu?
Daher noch einmal kurz zusammengefasst: Das Verwerfliche an Ihrer Politik ist, Sie verscherbeln alles in diesem Land an Freunde, was nicht niet- und nagelfest ist. Sie belasten die Bürger – von Pensionskürzungen bis zu Erhöhungen der Mineralölsteuer. Es ist kalt draußen. Viele alte Menschen haben von Ihnen noch immer keinen Heizkostenzuschuss bekommen und wissen nicht, wie sie ihre kalte Wohnung heizen sollen. (Abg. Bucher: 150 €!) Das ist das Verwerfliche, und jetzt sitzen Sie gerade zusammen und überlegen, wie Sie die Rezeptgebühr und das Spitalsgeld erhöhen können. (Abg. Dr. Rasinger: Was sagt der Herr Häupl dazu?)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich empfehle Ihnen, veranstalten Sie nächstes Jahr ein bisschen weniger Galakonzerte und Galafeste, kaufen Sie sich keine teuren Autos und belasten Sie nicht die Kranken mit Rezeptgebühren und geben Sie den Menschen einen Heizkostenzuschuss! Der Winter steht vor der Tür, und ich garantiere Ihnen, für Ihre abgehobene Politik und Ihre Arroganz werden Sie auch abgewählt werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Jetzt wird es intellektuell! – Ruf bei der SPÖ: Schade um die Zeit!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Amon. 6 Minuten Wunschredezeit. – Bitte. (Abg. Dr. Cap: Jetzt wird es intellektuell! – Ruf bei der SPÖ: Schade um die Zeit!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Wurm: Was sagt der Herr ÖAAB-Funktionär? – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Man kann der SPÖ ja vieles unterstellen, und das meiste ist auch wahr. Eines kann man der SPÖ aber nicht unterstellen, nämlich dass sie nicht mutig ist. Es ist wirklich mutig von der SPÖ, ausdrücklich das Thema Wirtschafts-, Finanz- und Budgetpolitik zu wählen, denn man hätte ja erwarten können, dass die SPÖ ein Thema wählt, in dem sie zumindest verdächtigt wird, Kompetenz zu besitzen. In der Wirtschafts-, Finanz- und Budgetpolitik haben Sie keinerlei Kompetenz. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Wurm: Was sagt der Herr ÖAAB-Funktionär? – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Silhavy: Wer war Vizekanzler?
Es ist ja besonders interessant, dass Sie sich das Thema Verschwendung zum Hauptthema machen, denn in allen Bereichen – und ich werde Ihnen das Punkt für Punkt nachweisen –, wo Sie Verantwortung getragen haben, ist verschwendet, verschuldet und vergeudet worden, meine Damen und Herren! Kehren Sie vor der eigenen Türe und werfen Sie nicht mit großen Steinen, wenn Sie in einem Glashaus sitzen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Silhavy: Wer war Vizekanzler?)
Abg. Dr. Matznetter: Mehr Schulden!
Der Kurs wurde von dieser Bundesregierung geändert. Es gibt eine nachhaltige Budget- und Finanzpolitik. (Abg. Dr. Matznetter: Mehr Schulden!) Meine Damen und Herren! Mit dem, was Sie in 30 Jahren aufgebracht haben – nämlich die bekannten 133 Milliarden € an Schulden –, haben Sie für die Menschen in diesem Land ein gewaltiges Stück Zukunft „verjausnet“. (Abg. Dr. Matznetter: 23 Milliarden hat dieser Finanzminister ...!) Sie haben den Menschen in diesem Land ein gewaltiges Stück Zukunft genommen, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, und das ist Ihre Verantwortung! (Abg. Silhavy: Wo leben Sie eigentlich?)
Abg. Dr. Matznetter: 23 Milliarden hat dieser Finanzminister ...!
Der Kurs wurde von dieser Bundesregierung geändert. Es gibt eine nachhaltige Budget- und Finanzpolitik. (Abg. Dr. Matznetter: Mehr Schulden!) Meine Damen und Herren! Mit dem, was Sie in 30 Jahren aufgebracht haben – nämlich die bekannten 133 Milliarden € an Schulden –, haben Sie für die Menschen in diesem Land ein gewaltiges Stück Zukunft „verjausnet“. (Abg. Dr. Matznetter: 23 Milliarden hat dieser Finanzminister ...!) Sie haben den Menschen in diesem Land ein gewaltiges Stück Zukunft genommen, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, und das ist Ihre Verantwortung! (Abg. Silhavy: Wo leben Sie eigentlich?)
Abg. Silhavy: Wo leben Sie eigentlich?
Der Kurs wurde von dieser Bundesregierung geändert. Es gibt eine nachhaltige Budget- und Finanzpolitik. (Abg. Dr. Matznetter: Mehr Schulden!) Meine Damen und Herren! Mit dem, was Sie in 30 Jahren aufgebracht haben – nämlich die bekannten 133 Milliarden € an Schulden –, haben Sie für die Menschen in diesem Land ein gewaltiges Stück Zukunft „verjausnet“. (Abg. Dr. Matznetter: 23 Milliarden hat dieser Finanzminister ...!) Sie haben den Menschen in diesem Land ein gewaltiges Stück Zukunft genommen, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, und das ist Ihre Verantwortung! (Abg. Silhavy: Wo leben Sie eigentlich?)
Abg. Mag. Darabos: Da waren Sie in der Regierung!
Sehen wir uns doch die Bereiche an, in denen Sie verschwendet und vergeudet haben. Die Budgetpolitik habe ich Ihnen genannt: 133 Milliarden €. Die jährliche Zinszahlung, meine Damen und Herren, übersteigt bei weitem das Budget, das wir jährlich etwa für Bildungspolitik in Österreich zur Verfügung haben. (Abg. Mag. Darabos: Da waren Sie in der Regierung!) Das ist die Verschwendung, meine Damen und Herren, über die Sie sich Gedanken machen sollten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sehen wir uns doch die Bereiche an, in denen Sie verschwendet und vergeudet haben. Die Budgetpolitik habe ich Ihnen genannt: 133 Milliarden €. Die jährliche Zinszahlung, meine Damen und Herren, übersteigt bei weitem das Budget, das wir jährlich etwa für Bildungspolitik in Österreich zur Verfügung haben. (Abg. Mag. Darabos: Da waren Sie in der Regierung!) Das ist die Verschwendung, meine Damen und Herren, über die Sie sich Gedanken machen sollten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sehen Sie sich den Konkurs der „Arbeiter-Zeitung“ an: 65 Millionen Schilling wurden in den Sand gesetzt! Die „Konsum“-Pleite, meine Damen und Herren, die größte Insolvenz in der Geschichte der Zweiten Republik – eine Hochburg der SPÖ! Das ist die Verschwendung, das ist die Vergeudung, über die Sie sich Gedanken machen sollten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Bankrott!
Zur Sache!) 1996, nur drei Jahre später, hat sich der Schuldenstand der SPÖ bereits verdoppelt, und im Jahr 2000 hat er einen Rekord von über 25 Millionen € erreicht. Rechnet man die Verbindlichkeiten zwischen Bund, Ländern und SPÖ-nahen Firmen hinzu, haben wir etwa ein Volumen von 30 Millionen €, das die SPÖ an Schulden hat. 2002 hat die SPÖ noch immer einen offiziellen Schuldenstand – den Sie selbst publiziert haben – von 16 Millionen €. (Ruf bei der ÖVP: Bankrott!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich glaube also, von Ihnen brauchen wir uns in der Wirtschafts- und Finanzpolitik wirklich keine Vorschläge machen zu lassen. Im Interesse der Bevölkerung müssen wir, so meine ich, auch Abstand davon nehmen, die Ratschläge, die Sie uns geben, zu befolgen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Silhavy: Was hat das mit Verschwendung zu tun?
Diese Liste könnte man endlos fortsetzen, und sie beweist, dass es keine Linie in der SPÖ gibt, dass Sie keinen Kurs haben. Das ist Ihr Hauptproblem, meine Damen und Herren! (Abg. Silhavy: Was hat das mit Verschwendung zu tun?) Und darum: Lenken Sie nicht ab mit Dringlichen Anfragen, die nur die Absicht verfolgen, den erfolgreichsten Finanzminister in der Geschichte der Zweiten Republik und die Bundesregierung madig zu machen. (Abg. Dr. Matznetter: Der macht sich schon selber madig!) Unterlassen Sie das, meine Damen und Herren, dann werden Sie auch wieder oppositionsfähig! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Der macht sich schon selber madig!
Diese Liste könnte man endlos fortsetzen, und sie beweist, dass es keine Linie in der SPÖ gibt, dass Sie keinen Kurs haben. Das ist Ihr Hauptproblem, meine Damen und Herren! (Abg. Silhavy: Was hat das mit Verschwendung zu tun?) Und darum: Lenken Sie nicht ab mit Dringlichen Anfragen, die nur die Absicht verfolgen, den erfolgreichsten Finanzminister in der Geschichte der Zweiten Republik und die Bundesregierung madig zu machen. (Abg. Dr. Matznetter: Der macht sich schon selber madig!) Unterlassen Sie das, meine Damen und Herren, dann werden Sie auch wieder oppositionsfähig! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese Liste könnte man endlos fortsetzen, und sie beweist, dass es keine Linie in der SPÖ gibt, dass Sie keinen Kurs haben. Das ist Ihr Hauptproblem, meine Damen und Herren! (Abg. Silhavy: Was hat das mit Verschwendung zu tun?) Und darum: Lenken Sie nicht ab mit Dringlichen Anfragen, die nur die Absicht verfolgen, den erfolgreichsten Finanzminister in der Geschichte der Zweiten Republik und die Bundesregierung madig zu machen. (Abg. Dr. Matznetter: Der macht sich schon selber madig!) Unterlassen Sie das, meine Damen und Herren, dann werden Sie auch wieder oppositionsfähig! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Er hat nicht gesagt „während der Eigentümerschaft“!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Abgeordneter Amon hat behauptet, dass die „Arbeiter-Zeitung“ während der Eigentümerschaft der SPÖ in Konkurs gegangen ist. (Abg. Großruck: Er hat nicht gesagt „während der Eigentümerschaft“!) – Diese Behauptung ist unrichtig!
Beifall bei der SPÖ.
Die „Arbeiter-Zeitung“ ist während der Eigentümerschaft der SPÖ nicht in Konkurs gegangen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Heinzl: Herr Professor! – Ruf bei der ÖVP: Jetzt habt ihr sie schon so oft geschrieben! – Abg. Öllinger: Sie sind ja eher für die ganz alte Rechtschreibung zuständig!
strotzt vor Tippfehlern, Rechtschreibfehlern, Fallfehlern und Beistrichfehlern, aber sie war halt offensichtlich sehr dringlich. (Abg. Heinzl: Herr Professor! – Ruf bei der ÖVP: Jetzt habt ihr sie schon so oft geschrieben! – Abg. Öllinger: Sie sind ja eher für die ganz alte Rechtschreibung zuständig!)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Der Sieger kriegt einen Duden!
Ich weiß, dass der Herr Präsident den Vorsitz immer sehr souverän führt. Ich würde ihn trotzdem um Folgendes bitten: Vielleicht ist es möglich, dass wir gleichsam ein auflockerndes Spiel veranstalten, wer bis zum Ende der Plenarsitzung die meisten Fehler gefunden hat, und dass Sie, Herr Präsident, möglicherweise einen Preis hierfür ausloben. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Der Sieger kriegt einen Duden!) Ich darf mich eintragen lassen: Ich bin beim schnellen Lesen bei elf Fehlern gelandet.
Abg. Neudeck: Die Schiffchen von Finanzminister Vranitzky!
Geschätzte Damen und Herren! Zum Inhalt dieser Dringlichen Anfrage: Nun wissen wir ja, dass auch die Frage nach dem Ankauf von Dienstautos gestellt wurde, eine Frage an den Finanzminister. Es wird in der Begründung dieser Anfrage auch die DDSG angeführt. Da scheint es mir ein Trauma bei der Sozialdemokratie zu geben. (Abg. Neudeck: Die Schiffchen von Finanzminister Vranitzky!)
Abg. Neudeck: Mit wie vielen „f“ habt ihr „Schifffahrt“ geschrieben?
Sie haben es weniger mit den Autos, sondern, wie ich glaube, eher mehr mit der Schifffahrt. Die Frage an den Finanzminister war ja, warum es einer Verhandlungsassistenz bedurfte. Ich erinnere mich, da gab es bei der DDSG das berühmte Schiff „Mozart“. – Vielleicht kann sich noch jemand daran erinnern. (Abg. Neudeck: Mit wie vielen „f“ habt ihr „Schifffahrt“ geschrieben?) Im Jahr 1994 war es auch Gegenstand eines Rechnungshofausschusses.
Abg. Öllinger: Wann beginnt denn Ihre Zeitrechnung?
Geschätzte Damen und Herren! Ich stelle auch immer wieder fest, dass die Zeitrechnung der Sozialdemokraten offensichtlich erst am 4. Februar des Jahres 2000 beginnt, also am Tag der Angelobung der Bundesregierung bestehend aus der ÖVP und den Freiheitlichen, denn wie sonst könnte es sein, dass hier auf Arbeitsleihverträge verwiesen wird? (Abg. Öllinger: Wann beginnt denn Ihre Zeitrechnung?)
Abg. Öllinger: Von wo haben Sie diese Zahlen her? Vom Grasser?
Ich könnte Ihnen die einzelnen Steueraufkommen detailliert darlegen und auch den Vergleich dazu. Ich beschränke mich aber auf die Erhöhung der Gesamtsteuer, die von 1989 bis 1995 35 Prozent betragen hat, im Anschluss daran, von 1996 bis 1999, 29 Prozent, und für den Zeitraum von 2000 bis 2005 waren es 16 Prozent. (Abg. Öllinger: Von wo haben Sie diese Zahlen her? Vom Grasser?)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Beim Durchlesen dieser Anfrage – und ich habe sie sehr genau gelesen – stellte sich, für mich jedenfalls, die Frage, die ich bis jetzt nicht klären konnte: Ich weiß bis jetzt nicht, was an dieser Anfrage dringlich sein soll. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist sowohl absolut wie auch im Anteil am BIP der Zinsaufwand des Bundes gesunken. Jedermann kann das in der – dankenswerterweise vom Finanzminister zur Verfügung gestellten – Übersicht 9 zur Budgetrede nachlesen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Wir wollen uns nicht dauernd loben!
wieder unter Beweis stellt, dass man sich an alles vorher erinnern kann, aber ab dem 4. Februar 2000 einen kollektiven Total-Gedächtnisverlust hat. (Abg. Neudeck: Wir wollen uns nicht dauernd loben!) Und das, was wir gemeinsam einmal hier nachfragen sollten, ist: Warum passiert immer dasselbe in solchen Debatten, nämlich dass Sie, wenn, egal ob von der Sozialdemokratie oder von uns, jemand auf einen Missstand oder auf ein Problem hinweist, sagen: Ja, dazu fällt mir nichts ein, aber im Jahr 1988 hat ein sozialdemokratischer Minister zu viel Geld ausgegeben, und im Jahr 1985 auch!? (Abg. Mag. Donnerbauer: Das stimmt ja auch!)
Abg. Mag. Donnerbauer: Das stimmt ja auch!
wieder unter Beweis stellt, dass man sich an alles vorher erinnern kann, aber ab dem 4. Februar 2000 einen kollektiven Total-Gedächtnisverlust hat. (Abg. Neudeck: Wir wollen uns nicht dauernd loben!) Und das, was wir gemeinsam einmal hier nachfragen sollten, ist: Warum passiert immer dasselbe in solchen Debatten, nämlich dass Sie, wenn, egal ob von der Sozialdemokratie oder von uns, jemand auf einen Missstand oder auf ein Problem hinweist, sagen: Ja, dazu fällt mir nichts ein, aber im Jahr 1988 hat ein sozialdemokratischer Minister zu viel Geld ausgegeben, und im Jahr 1985 auch!? (Abg. Mag. Donnerbauer: Das stimmt ja auch!)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie vergessen nur eine Kleinigkeit: Neben dem sozialdemokratischen Minister ist immer Dr. Wolfgang Schüssel gesessen. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Wieso? War damals die Verfassung anders?
Aber auch das dürfte Teil Ihres Gedächtnisverlustes sein. (Abg. Neudeck: Wieso? War damals die Verfassung anders?) Ihr Bild ist ja, dass eine sozialdemokratische Minderheitsregierung bis zum 2. Februar 2000 dieses Land ruiniert hat, dann der Quereinsteiger Dr. Wolfgang Schüssel die Freiheitliche Partei angeworben hat und seitdem die Staatsfinanzen so saniert werden, dass eigentlich nur mehr eines übrig bleibt, nämlich Großaufträge an die deutsche Autoindustrie zu verteilen und mit dem Rest Abfangjäger zu finanzieren. (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Das ist zwar nicht wahr, aber es klingt nicht schlecht!)
Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Das ist zwar nicht wahr, aber es klingt nicht schlecht!
Aber auch das dürfte Teil Ihres Gedächtnisverlustes sein. (Abg. Neudeck: Wieso? War damals die Verfassung anders?) Ihr Bild ist ja, dass eine sozialdemokratische Minderheitsregierung bis zum 2. Februar 2000 dieses Land ruiniert hat, dann der Quereinsteiger Dr. Wolfgang Schüssel die Freiheitliche Partei angeworben hat und seitdem die Staatsfinanzen so saniert werden, dass eigentlich nur mehr eines übrig bleibt, nämlich Großaufträge an die deutsche Autoindustrie zu verteilen und mit dem Rest Abfangjäger zu finanzieren. (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Das ist zwar nicht wahr, aber es klingt nicht schlecht!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Und: Können Sie uns nicht endlich einmal diesen Wettbewerb in der Diskussion ersparen: Welche Partei hat wann schlechter gewirtschaftet? – Da stimmt ja einiges. Da gibt es der Sozialdemokratie einiges vorzuwerfen. Nur, wenn man betrachtet, wie in den letzten vier Jahren mit öffentlichem Eigentum umgegangen worden ist, muss man sagen: Es hat noch niemand so schlecht gewirtschaftet wie die derzeitige Bundesregierung. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Das gibt es schon, glaube ich!
Normalerweise begnügen sich Regierungsvertreter dann mit einer politischen Rechtfertigung und versuchen, zur Tagesordnung überzugehen. Der Finanzminister aber bestellt einen Berater – einen Berater, der erklären soll, dass der Rechnungshof Unrecht hat. Das heißt: Nicht einmal mehr die Entkräftung der Rechnungshofkritik ist Aufgabe der Bundesregierung, sondern sogar dazu werden bereits Berater beschäftigt! Das Einzige, was fehlt, ist, dass Sie Beratungsaufträge zum Regieren selbst vergeben und sagen: Wozu soll ich regieren, wenn ich Beratungsverträge vergeben kann? (Abg. Öllinger: Das gibt es schon, glaube ich!) Und da können Sie die schlechtesten Berater nehmen – es wird sich nichts verschlechtern, es wird möglicherweise nur eine Spur teurer werden. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Normalerweise begnügen sich Regierungsvertreter dann mit einer politischen Rechtfertigung und versuchen, zur Tagesordnung überzugehen. Der Finanzminister aber bestellt einen Berater – einen Berater, der erklären soll, dass der Rechnungshof Unrecht hat. Das heißt: Nicht einmal mehr die Entkräftung der Rechnungshofkritik ist Aufgabe der Bundesregierung, sondern sogar dazu werden bereits Berater beschäftigt! Das Einzige, was fehlt, ist, dass Sie Beratungsaufträge zum Regieren selbst vergeben und sagen: Wozu soll ich regieren, wenn ich Beratungsverträge vergeben kann? (Abg. Öllinger: Das gibt es schon, glaube ich!) Und da können Sie die schlechtesten Berater nehmen – es wird sich nichts verschlechtern, es wird möglicherweise nur eine Spur teurer werden. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das ist Privatisierung heute in Österreich unter Karl-Heinz Grasser! Hauptsache, irgendwer aus dem System der Grasser-Amigos kriegt irgendwas. Hauptsache, es ist ungefähr ein Drittel – die restlichen zwei Drittel werden irgendwann folgen. Hauptsache, das System wird bedient. Auf Seriosität wird schon seit langer Zeit kein Wert mehr gelegt. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Finanzminister, das werden wir Ihnen noch öffentlich nachweisen, ebenso viele andere Punkte. – Das war jetzt nur eine kleine Debatte zwischendurch. Ein großer Rest wird folgen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
in Richtung des von der Regierungsbank aufstehenden Staatssekretärs Dr. Finz
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr (in Richtung des von der Regierungsbank aufstehenden Staatssekretärs Dr. Finz) – davoneilender – Staatssekretär! Werte Kollegenschaft! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Jetzt werden Sie endlich den Finanzminister loben, nicht? – Abg. Neudeck: Die Krawatte ist zu groß und das Sakko zu klein!) Hoch geschätzte Frau Kollegin Dr. Partik-Pablé, dass Ihre Partei den Herrn Finanzminister verteidigt, ist deshalb erstaunlich, geht doch mit dessen Image-Niedergang die Zerbröselung der Regierungs-FPÖ einher, und daher verstehe ich diese wechselseitige Umklammerung nicht.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Jetzt werden Sie endlich den Finanzminister loben, nicht? – Abg. Neudeck: Die Krawatte ist zu groß und das Sakko zu klein!
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr (in Richtung des von der Regierungsbank aufstehenden Staatssekretärs Dr. Finz) – davoneilender – Staatssekretär! Werte Kollegenschaft! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Jetzt werden Sie endlich den Finanzminister loben, nicht? – Abg. Neudeck: Die Krawatte ist zu groß und das Sakko zu klein!) Hoch geschätzte Frau Kollegin Dr. Partik-Pablé, dass Ihre Partei den Herrn Finanzminister verteidigt, ist deshalb erstaunlich, geht doch mit dessen Image-Niedergang die Zerbröselung der Regierungs-FPÖ einher, und daher verstehe ich diese wechselseitige Umklammerung nicht.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Eher verstehe ich das schon bei der ÖVP, die es in mehr als 30 Jahren nicht geschafft hat, aus ihren eigenen und wirtschaftlich so kompetenten Reihen einen Finanzminister hervorzubringen: Na dann muss man eben Herrn Karl-Heinz Grasser ein bisschen loben, auch wenn’s schwer fällt! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Schwer fällt Ihnen das deshalb, weil es sich nicht – da muss ich Kollegem Pilz widersprechen – um kollektiven Gedächtnisschwund handelt, sondern, gelinde gesagt, um Geschichtsfälschung, und zwar aus folgendem Grund: Die Lösung hat uns der Herr Finanzminister freundlicherweise in die Hand gegeben, als er gesagt hat, dass zwischen 1976 und 1999 die Finanzschulden durchschnittlich um 3 Prozent gestiegen seien, hingegen unter seiner Ministerschaft wundersamerweise nur um rund 1,7 Prozent. – Beides ist falsch! (Bundesminister Mag. Grasser: Um 0,9 Prozent!) Noch viel „falscher“, Herr Finanzminister! Ich darf es Ihnen gleich erläutern.
Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Das waren nur vier Jahre! – Ruf bei der ÖVP: „Schulden-Rudi“!
Von 1970 bis 1983, Herr Finanzminister Grasser, haben die „bösen Roten“ alleine regiert. Damals gab es eine gesamte Finanzschuld-Erhöhung von 22 Prozent über 13 Jahre, das sind 1,7 Prozent pro Jahr. – Das ist deshalb relativ hoch – allerdings viel niedriger als Ihre Finanzschuld –, weil wir damals nach einer absoluten ÖVP-Regierung sozusagen aufräumen mussten. Da kannst d’ nichts machen! (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Das waren nur vier Jahre! – Ruf bei der ÖVP: „Schulden-Rudi“!) – Ich weiß, Sie von der ÖVP wollen das nicht hören! Ihr Gedächtnisschwund reicht nicht so weit, aber: Das gehört schon dazu! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Von 1970 bis 1983, Herr Finanzminister Grasser, haben die „bösen Roten“ alleine regiert. Damals gab es eine gesamte Finanzschuld-Erhöhung von 22 Prozent über 13 Jahre, das sind 1,7 Prozent pro Jahr. – Das ist deshalb relativ hoch – allerdings viel niedriger als Ihre Finanzschuld –, weil wir damals nach einer absoluten ÖVP-Regierung sozusagen aufräumen mussten. Da kannst d’ nichts machen! (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Das waren nur vier Jahre! – Ruf bei der ÖVP: „Schulden-Rudi“!) – Ich weiß, Sie von der ÖVP wollen das nicht hören! Ihr Gedächtnisschwund reicht nicht so weit, aber: Das gehört schon dazu! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Jetzt kommt das, was Kollege Pilz angesprochen hat: Ab 1986 kommt dann, und zwar bis 1999, die wundersame Mitwirkung der ÖVP, die unter dem von Pilz zitierten Gedächtnisschwund offenbar weitgehend vergessen wird, nämlich dass dann die Begehrlichkeiten der ÖVP – und offenbar das Bedürfnis nach einigen Jahren, in denen sie nichts verteilen konnte, wieder verteilen zu müssen – die Finanzschulden anwachsen ließen, und zwar auf 34,3 Prozent oder im Jahresschnitt auf 2,64 Prozent. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Mag. Grasser: Das ist Ihre Rechnung!
Jetzt, seit der „größte Finanzminister mit den besten Lösungen“ regiert, nämlich seit dem Jahre 2000, bis zum Jahr 2005 ergeben sich 23 Prozent oder im Schnitt 2 Prozent Finanzschulden. – Da frage ich Sie schon, welcher Vergleich Sie sicher macht – außer Sie haben wirklich den von Pilz zitierten „Gedächtnisverlust“! Und den sollten Sie auch beibehalten! (Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Mag. Grasser: Das ist Ihre Rechnung!)
Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Jetzt möchte ich noch mit einem letzten Märchen aufräumen, da immer wieder behauptet wird, dass in den Jahren der SPÖ-Regierung, also zwischen 1970 und 1999 – wovon die ÖVP 16 Jahre lang im Ministerrat einstimmig mitgewirkt hat –, eine Verschwendungs- und Verschleuderungspolitik betrieben worden sei: Da möchte ich Ihnen genau sagen, was damals verschwendet und verschleudert wurde. Mit den damals erzeugten Schulden sind jene Vermögenswerte geschaffen worden, die Sie, Herr Bundesminister Grasser, in den vergangenen Jahren verschleudert haben, um das Budget nicht zu sanieren! (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Damals sind Arbeitsplätze geschaffen worden, die Sie inzwischen vernichtet haben! Sie stehen vor dem Desaster dessen, dass Sie mit dem, was wir erwirtschaftet haben, alles „verschustert“ und nichts erreicht haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt möchte ich noch mit einem letzten Märchen aufräumen, da immer wieder behauptet wird, dass in den Jahren der SPÖ-Regierung, also zwischen 1970 und 1999 – wovon die ÖVP 16 Jahre lang im Ministerrat einstimmig mitgewirkt hat –, eine Verschwendungs- und Verschleuderungspolitik betrieben worden sei: Da möchte ich Ihnen genau sagen, was damals verschwendet und verschleudert wurde. Mit den damals erzeugten Schulden sind jene Vermögenswerte geschaffen worden, die Sie, Herr Bundesminister Grasser, in den vergangenen Jahren verschleudert haben, um das Budget nicht zu sanieren! (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Damals sind Arbeitsplätze geschaffen worden, die Sie inzwischen vernichtet haben! Sie stehen vor dem Desaster dessen, dass Sie mit dem, was wir erwirtschaftet haben, alles „verschustert“ und nichts erreicht haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Erst den Vierzeiler diesmal, bitte!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr spricht Herr Abgeordneter Großruck. 5 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Mag. Kogler: Erst den Vierzeiler diesmal, bitte!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren, ich möchte Folgendes in Erinnerung rufen: In der XXII. Gesetzgebungsperiode – diese dauert jetzt seit ungefähr zwei Jahren – hat die Opposition neun Misstrauensanträge gestellt, die das Finanzressort betreffen, davon acht an Finanzminister Grasser, einen an Staatssekretär Dr. Finz. Weiters: drei Dringliche Anfragen im Bundesrat, neun Dringliche Anfragen im Nationalrat, sechs Anträge auf Einsetzung von Untersuchungsausschüssen, eine Sondersitzung wurde beantragt und ein Antrag auf Ministeranklage eingebracht. – Das ist die Attacke, meine Damen und Herren von der SPÖ, die Sie in den letzten zwei Jahren gegen Finanzminister Grasser reiten, und: Er wird immer besser, immer kompetenter und immer beliebter. Sie erreichen doch das Gegenteil von dem, was Sie wollen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Fraktion“ mit dem „Sommelier“ Cap heute den x-ten Gang im „Jagdmenü Grasser“ serviert. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Mag. Kogler: Welche Untersuchungen?
Die Homepage, das ist ein alter Hut, der schmeckt niemandem mehr, die ist schon gegessen, ebenso geben die Abfangjäger nichts mehr her – das hat der Rechnungshof gesagt, das haben viele Untersuchungen gezeigt. (Abg. Mag. Kogler: Welche Untersuchungen?) Heute versuchen Sie von der SPÖ uns zu servieren: Wie schaut’s aus mit Einsparungen, wie schaut’s aus mit dem Verkauf von Bundeswohnungen, mit dem Werbeaufwand, mit dem Jubiläumsjahr 2005? – Aber: Dieser Cap’sche „Grenadiermarsch“ schmeckt genauso fad wie das Menü, das uns vorher zubereitet worden ist, meine Damen und Herren von der SPÖ.
Abg. Eder: Das ist ein Unsinn! – Abg. Gaál: Das ist ein Unfug!
Das, meine Damen und Herren, ist SPÖ-Politik: Wenn es Ihnen passt, dann ist Ihnen alles, was Sie hier heraußen kritisieren, Wurscht, dann tun Sie, nur weil es der Partei oder der Organisation oder der Gewerkschaft passt. (Abg. Eder: Das ist ein Unsinn! – Abg. Gaál: Das ist ein Unfug!) Das ist Ihre Politik, meine Damen und Herren! Und das sehen auch die Leute. Wir haben ja genügend Beispiele, wie es funktioniert. (Abg. Eder: Sie reden so viel Unsinn!)
Abg. Eder: Sie reden so viel Unsinn!
Das, meine Damen und Herren, ist SPÖ-Politik: Wenn es Ihnen passt, dann ist Ihnen alles, was Sie hier heraußen kritisieren, Wurscht, dann tun Sie, nur weil es der Partei oder der Organisation oder der Gewerkschaft passt. (Abg. Eder: Das ist ein Unsinn! – Abg. Gaál: Das ist ein Unfug!) Das ist Ihre Politik, meine Damen und Herren! Und das sehen auch die Leute. Wir haben ja genügend Beispiele, wie es funktioniert. (Abg. Eder: Sie reden so viel Unsinn!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie gehen heraus, verunsichern die Mieter und sagen, sie müssen höhere Mieten zahlen: Liebe Leute, schaut her! Durch den Verkauf der Bundeswohnungen könnt ihr euch eure Wohnungen nicht mehr leisten! – Das ist eine Politik, die wir ablehnen. Es ist eine Verunsicherung auf dem Rücken der Schwächsten, auf dem Rücken derer, die sich nicht helfen können – die Sie betreiben, meine Damen und Herren, nicht der Finanzminister, nicht die Regierung! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Rufe bei der SPÖ: Nein! Nein!
Ich komme zum Schluss, meine Damen und Herren. Um auch hier zu dokumentieren, wie erfolgreich unser Finanzminister ist, bringe ich einen eineinhalbfachen Vierzeiler (Rufe bei der SPÖ: Nein! Nein!):
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen.
(Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Rudolf Edlinger meinte ich! – Entschuldigung, habe ich nicht gewusst!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Großruck! Ich möchte an dieser Stelle nur vermerken, dass es einen Präsidialbeschluss gibt, wonach in diesem Haus weder von „Schulden-Rudi“ noch von „Schulden-Karli“ die Rede sein soll. (Abg. Großruck: Rudolf Edlinger meinte ich! – Entschuldigung, habe ich nicht gewusst!)
Ruf bei der ÖVP: Er hat eine neue Krawatte!
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Das einzig Dringliche bei dieser Dringlichen Anfrage war, glaube ich, das Datum, denn das war das Einzige, was daran neu war. Die Sparmaßnahmen bei der SPÖ gehen schon so weit, dass der Zweitklubobmann Cap hier die gleiche Rede wie das letzte Mal hält. (Ruf bei der ÖVP: Er hat eine neue Krawatte!) – Er hat überhaupt eine Krawatte, und er kann sie auch binden!
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Kollege Cap! Ich glaube, bei Ihnen sitzt das Problem in den vorderen Reihen! (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Ich glaube, nach den nächsten Wahlen werden Sie auch nicht mehr da sitzen – aber nicht, weil Sie auf die Regierungsbank wechseln, sondern weil Sie in der Versenkung verschwinden, denn ihr schafft selbst mit zwei Klubobleuten keine Dringlichen Anfragen, die zu unserer Oppositionszeit, als Sie noch in der Regierung waren – Sie nicht, aber Ihre Parteikollegen –, bei uns jeder Referent heruntergeschrieben hat. Dazu haben wir keine Klubobleute gebraucht. (Abg. Dr. Cap: Ihr werdet dann gar nicht mehr herinnen sein! Dann wird es ganz schlecht sein!)
Abg. Dr. Cap: Ihr werdet dann gar nicht mehr herinnen sein! Dann wird es ganz schlecht sein!
Kollege Cap! Ich glaube, bei Ihnen sitzt das Problem in den vorderen Reihen! (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Ich glaube, nach den nächsten Wahlen werden Sie auch nicht mehr da sitzen – aber nicht, weil Sie auf die Regierungsbank wechseln, sondern weil Sie in der Versenkung verschwinden, denn ihr schafft selbst mit zwei Klubobleuten keine Dringlichen Anfragen, die zu unserer Oppositionszeit, als Sie noch in der Regierung waren – Sie nicht, aber Ihre Parteikollegen –, bei uns jeder Referent heruntergeschrieben hat. Dazu haben wir keine Klubobleute gebraucht. (Abg. Dr. Cap: Ihr werdet dann gar nicht mehr herinnen sein! Dann wird es ganz schlecht sein!)
Abg. Dr. Cap: Dann werdet ihr nur mehr von draußen winken!
Kollege Cap! (Abg. Dr. Cap: Dann werdet ihr nur mehr von draußen winken!) Wir werden Ihnen winken, und wir werden uns wahrscheinlich fürchten, wenn Sie so Politik machen wie in den letzten 30 Jahren. Kollege Puswald, der gerade nicht im Saal ist, hat uns interessanterweise – ich hätte mir das gar nicht herausgesucht, aber wenn er
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Aber eines war interessant: Puswald hat, glaube ich, gesagt, dass die SPÖ das beste Budget in einer Zeit gemacht hat, als sie mit der FPÖ regiert hat, nämlich 1983 bis 1986. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Meine Damen und Herren von der SPÖ! Das zeigt: Dort, wo die FPÖ dabei ist, sind die Budgets in Ordnung, denn die ÖVP macht mit uns auch Budgets, die knapp unter null liegen – positiv waren sie ja noch nicht, wir haben ja Ihre Schulden abdienen müssen, aber sie waren doch mit einer sehr geringen Neuverschuldung beziehungsweise mit einem geringen Budgetdefizit behaftet.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Und natürlich, ja – ich muss es sagen: Der BUWOG-Verkauf war ein schlechtes Geschäft – ein schlechtes Geschäft nicht für Österreich, aber für die SPÖ. Die Kopierkosten in einigen Sektionen, die Portokosten in einigen Sektionen werden steigen, und die Inserateneinkommen bei Ihren Zeitungen werden fallen. – Insoweit ein schlechtes Geschäft für die SPÖ. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Mag. Lapp: Das ist eine Diffamierung!
Meine Damen und Herren! Ich finde es interessant, dass die SPÖ eine Anfrage wegen PR und Marketing und Beratern stellt. Meine Damen und Herren! 40 Millionen € und mehr gibt Bürgermeister Häupl für seine PR aus. Einzelne Budgetposten hat er um das Doppelte überschritten! Und, meine Damen und Herren: So etwas (der Redner zeigt die Titelseite der Farbbeilage einer Ausgabe der „Kronen Zeitung“ mit dem Wortlaut „20 Jahre Häupl“ und einer Abbildung des Wiener Bürgermeisters Dr. Häupl) mutiert in einem Bundesland! Ich habe das noch nicht erlebt, dass die Farbbeilage einer Zeitung in einem Bundesland mutiert wurde: „20 Jahre Häupl“; in den anderen Bundesländern war ein anständiges Sujet darauf. – Meine Damen und Herren! Das bekommt man nicht gratis! (Abg. Mag. Lapp: Das ist eine Diffamierung!) Ich werde keine Rechnung suchen – es wird keine geben. Aber gratis bekommt man das nicht. (Abg. Scheibner: Und eine nette Beilage bei „NEWS“ hat es auch gegeben!)
Abg. Scheibner: Und eine nette Beilage bei „NEWS“ hat es auch gegeben!
Meine Damen und Herren! Ich finde es interessant, dass die SPÖ eine Anfrage wegen PR und Marketing und Beratern stellt. Meine Damen und Herren! 40 Millionen € und mehr gibt Bürgermeister Häupl für seine PR aus. Einzelne Budgetposten hat er um das Doppelte überschritten! Und, meine Damen und Herren: So etwas (der Redner zeigt die Titelseite der Farbbeilage einer Ausgabe der „Kronen Zeitung“ mit dem Wortlaut „20 Jahre Häupl“ und einer Abbildung des Wiener Bürgermeisters Dr. Häupl) mutiert in einem Bundesland! Ich habe das noch nicht erlebt, dass die Farbbeilage einer Zeitung in einem Bundesland mutiert wurde: „20 Jahre Häupl“; in den anderen Bundesländern war ein anständiges Sujet darauf. – Meine Damen und Herren! Das bekommt man nicht gratis! (Abg. Mag. Lapp: Das ist eine Diffamierung!) Ich werde keine Rechnung suchen – es wird keine geben. Aber gratis bekommt man das nicht. (Abg. Scheibner: Und eine nette Beilage bei „NEWS“ hat es auch gegeben!)
Ruf bei der SPÖ: ... redet einen Stuss zusammen!
Das mit „NEWS“ haben wir ja schon geklärt. Da wurde ja gesagt, es wurden dort Räume angemietet, die man nicht braucht – und die Beilage, das ist der Ausfluss. Man hat dort also Räume gemietet, die man nicht braucht, aber die Umwegrentabilität kommt dann über diese Beilagen. (Ruf bei der SPÖ: ... redet einen Stuss zusammen!) Das haben wir aber schon einmal geklärt. Wir werden jetzt nicht die alten Dringlichen hervorräumen; man soll es aber nicht vergessen, man soll es wieder in Erinnerung rufen. (Abg. Eder: Neudeck, Neudeck, du warst schon besser!)
Abg. Eder: Neudeck, Neudeck, du warst schon besser!
Das mit „NEWS“ haben wir ja schon geklärt. Da wurde ja gesagt, es wurden dort Räume angemietet, die man nicht braucht – und die Beilage, das ist der Ausfluss. Man hat dort also Räume gemietet, die man nicht braucht, aber die Umwegrentabilität kommt dann über diese Beilagen. (Ruf bei der SPÖ: ... redet einen Stuss zusammen!) Das haben wir aber schon einmal geklärt. Wir werden jetzt nicht die alten Dringlichen hervorräumen; man soll es aber nicht vergessen, man soll es wieder in Erinnerung rufen. (Abg. Eder: Neudeck, Neudeck, du warst schon besser!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Einen solchen Vorschlag für die Selbständigen hätte Matznetter ja machen können – er ist ja Spitzenkandidat, nachdem er den Haiden hinausgedrückt hat bei den Kammerwahlen. Aber da sind ihm ja die Selbständigen Wurscht. Das wird erst im März nächsten Jahres für ihn interessant werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Zur Geschäftsordnung!
Meine Damen und Herren! Zu der Dringlichen Anfrage – bei der es ja auch um die Berater, die der Finanzminister hat, gegangen ist – kann ich nur eines sagen: Eine Politik, wie die SPÖ sie gemacht hat, braucht keine Berater, sondern nur Komplizen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Zur Geschäftsordnung!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Ich ersuche die Frau Präsidentin, einen Ordnungsruf zu erteilen. Es ist die Sprache aus der Ganovenwelt, die gerade verwendet wurde. Das brauchen wir uns hier nicht bieten zu lassen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.
Die Gegenüberstellung von Verkaufserlösen und Beratungskosten – ich meine, das schlägt ja wohl dem Fass den Boden aus! Das können Sie ja niemals gegenüberstellen (Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser): die Investition der Berater ist gleich der Verkaufserlös! – Da fallen Sie bei jeder Proseminarprüfung bei Professor Kofler in Klagenfurt durch, und zwar mit Bomben und Granaten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und die Rechnung werden Sie selbst wahrscheinlich spätestens 2006 dann sehen. Die Rechnung heißt: Neuverschuldung – und nicht mehr Nulldefizit. Bitte suchen Sie sich deshalb auch ein neues Dissertationsthema! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Johann Moser: Das ist ein Skandal!
Dieser immer hoch gelobte BUWOG-Verkauf: Meine sehr geehrten Damen und Herren, überlegen wir uns das einmal! Sie selbst haben heute gesagt, 1 Milliarde 14 Millionen € hat es gegeben (Bundesminister Mag. Grasser: 16 Millionen!) – 16 Millionen; bitte – für den Verkauf der Wohnungen. Das sind 4,3 Millionen Quadratmeter Wohnfläche. Wenn man sich das ausrechnet, dann hat ein Quadratmeter Wohnfläche 235 € gekostet. (Abg. Mag. Johann Moser: Das ist ein Skandal!) Wir alle wissen, dass der durchschnittliche Quadratmeter Wohnfläche in den Ballungsgebieten nicht unter 1 000 € zu erhalten ist. (Abg. Mag. Wurm: Das ist aber günstig!) Und dafür hat eine Beratungsfirma 110 Millionen Schilling – nein, mehr: 140 Millionen Schilling – kassiert, nämlich 10 Millionen €: dafür, dass man Ihnen sagt, die Wohnfläche verscherbeln wir um 235 €!
Abg. Mag. Wurm: Das ist aber günstig!
Dieser immer hoch gelobte BUWOG-Verkauf: Meine sehr geehrten Damen und Herren, überlegen wir uns das einmal! Sie selbst haben heute gesagt, 1 Milliarde 14 Millionen € hat es gegeben (Bundesminister Mag. Grasser: 16 Millionen!) – 16 Millionen; bitte – für den Verkauf der Wohnungen. Das sind 4,3 Millionen Quadratmeter Wohnfläche. Wenn man sich das ausrechnet, dann hat ein Quadratmeter Wohnfläche 235 € gekostet. (Abg. Mag. Johann Moser: Das ist ein Skandal!) Wir alle wissen, dass der durchschnittliche Quadratmeter Wohnfläche in den Ballungsgebieten nicht unter 1 000 € zu erhalten ist. (Abg. Mag. Wurm: Das ist aber günstig!) Und dafür hat eine Beratungsfirma 110 Millionen Schilling – nein, mehr: 140 Millionen Schilling – kassiert, nämlich 10 Millionen €: dafür, dass man Ihnen sagt, die Wohnfläche verscherbeln wir um 235 €!
Abg. Hornek: Wie ist denn das in Wiener Neustadt mit dem Herrn Linhart gewesen? Erklären Sie das einmal! Was haben Sie da gemacht?
zu billig verkauft und verscherbeln es und stehen jetzt vor dem Scherbenhaufen Ihrer Wirtschaftspolitik. Es ist unglaublich, dass Sie sich diese Ausgaben noch leisten. (Abg. Hornek: Wie ist denn das in Wiener Neustadt mit dem Herrn Linhart gewesen? Erklären Sie das einmal! Was haben Sie da gemacht?)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Liebe Kollegen von der FPÖ! Das wird ein Wahlkampf, ein Zwischenwahlkampf für die ÖVP nächstes Jahr, mit 10 Millionen € im Jahr 2006. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sehen Sie, sie bestätigen es ja schon, die Kollegen von der ÖVP! Was hat denn Ihre Fraktion für diesen Zwischenwahlkampf bekommen? – Ich würde jetzt einmal darüber nachdenken, dass da 10 Millionen beim Bundeskanzler ausschließlich für Werbezwecke verpackt sind. Das ist ein Zwischenwahlkampf, der gegen uns alle geht!
Abg. Hornek: Der Wahlkampf für den Vizebürgermeister ist schon zu Ende!
Was haben Sie denn auf der FPÖ-Seite dafür bekommen? (Abg. Hornek: Der Wahlkampf für den Vizebürgermeister ist schon zu Ende!) Was ist denn in den FPÖ-Ministerien verpackt worden? – Nichts! Sie sind über den Tisch gezogen worden. (Abg. Hornek: Der Wahlkampf für den Vizebürgermeister ist schon zu Ende seit gestern! Tote Hose!) Da sind Werbemittel von Grasser zum Bundeskanzler verschoben worden, und da wird ein Zwischenwahlkampf gemacht. Das ist pure Verschwendung! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Hornek: Der Wahlkampf für den Vizebürgermeister ist schon zu Ende seit gestern! Tote Hose!
Was haben Sie denn auf der FPÖ-Seite dafür bekommen? (Abg. Hornek: Der Wahlkampf für den Vizebürgermeister ist schon zu Ende!) Was ist denn in den FPÖ-Ministerien verpackt worden? – Nichts! Sie sind über den Tisch gezogen worden. (Abg. Hornek: Der Wahlkampf für den Vizebürgermeister ist schon zu Ende seit gestern! Tote Hose!) Da sind Werbemittel von Grasser zum Bundeskanzler verschoben worden, und da wird ein Zwischenwahlkampf gemacht. Das ist pure Verschwendung! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Was haben Sie denn auf der FPÖ-Seite dafür bekommen? (Abg. Hornek: Der Wahlkampf für den Vizebürgermeister ist schon zu Ende!) Was ist denn in den FPÖ-Ministerien verpackt worden? – Nichts! Sie sind über den Tisch gezogen worden. (Abg. Hornek: Der Wahlkampf für den Vizebürgermeister ist schon zu Ende seit gestern! Tote Hose!) Da sind Werbemittel von Grasser zum Bundeskanzler verschoben worden, und da wird ein Zwischenwahlkampf gemacht. Das ist pure Verschwendung! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Mag. Kogler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Lopatka –: Wie verwenden Sie diese Millionen? Welches Werbekonzept?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als vorläufig letzter Redner hiezu ist Herr Abgeordneter Dr. Lopatka zu Wort gemeldet. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 6 Minuten. Herr Abgeordneter, die Gesamt-Restredezeit der ÖVP beträgt 8 Minuten. – Bitte. (Abg. Mag. Kogler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Lopatka –: Wie verwenden Sie diese Millionen? Welches Werbekonzept?)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Einfallslosigkeit der SPÖ sind wirklich keine Grenzen gesetzt, das haben Sie heute wieder deutlich bewiesen. Sie haben wenigstens eines vermieden: sich auf ein Terrain zu begeben, auf dem Sie zuletzt sehr oft ausgerutscht sind, nämlich eigene Ideen hier zu präsentieren. (Heiterkeit bei der ÖVP.) So gesehen, ist es ein Fortschritt. (Beifall bei der ÖVP.) Aber was die Sache betrifft, ist es wirklich der x-te Aufguss, den Sie heute hier geliefert haben. Der wird genauso verdampfen wie die bisherigen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Einfallslosigkeit der SPÖ sind wirklich keine Grenzen gesetzt, das haben Sie heute wieder deutlich bewiesen. Sie haben wenigstens eines vermieden: sich auf ein Terrain zu begeben, auf dem Sie zuletzt sehr oft ausgerutscht sind, nämlich eigene Ideen hier zu präsentieren. (Heiterkeit bei der ÖVP.) So gesehen, ist es ein Fortschritt. (Beifall bei der ÖVP.) Aber was die Sache betrifft, ist es wirklich der x-te Aufguss, den Sie heute hier geliefert haben. Der wird genauso verdampfen wie die bisherigen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Einfallslosigkeit der SPÖ sind wirklich keine Grenzen gesetzt, das haben Sie heute wieder deutlich bewiesen. Sie haben wenigstens eines vermieden: sich auf ein Terrain zu begeben, auf dem Sie zuletzt sehr oft ausgerutscht sind, nämlich eigene Ideen hier zu präsentieren. (Heiterkeit bei der ÖVP.) So gesehen, ist es ein Fortschritt. (Beifall bei der ÖVP.) Aber was die Sache betrifft, ist es wirklich der x-te Aufguss, den Sie heute hier geliefert haben. Der wird genauso verdampfen wie die bisherigen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie haben sich heute als Citroën-Fahrer gefragt, was das Besondere an einem „A8“ ist. Ich kann Ihnen das auch nicht beantworten, mache Ihnen aber einen Vorschlag: Stellen Sie diese Frage Ihrem SPÖ-Landesvorsitzenden in Oberösterreich – dem Mann für die Bescheidenheit, für die „kleinen Leute“ –, der fährt dieses Fahrzeug. Sie nennen es Luxustyp; ich weiß nicht, wie Haider dazu sagt. Stellen Sie Haider diese Frage, wie es einem mit einem Dienstfahrzeug „A8“ geht. Warum sage ich das? – Weil die Heuchelei irgendwann einmal eine Grenze erreicht. Die Heuchelei erreicht irgendwann einmal eine Grenze, sage ich Ihnen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Gradwohl: Ausgerechnet Sie reden von „Heuchelei“!
Zweiter Punkt. (Abg. Gradwohl: Ausgerechnet Sie reden von „Heuchelei“!) Ja, weil ich mich mit dieser Frage sehr beschäftige (Zwischenrufe bei der SPÖ), da ich Ihre Vorgangsweise natürlich genau zu beobachten habe. Das ist ein Teil meiner Aufgabe, und ich merke ... (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Wurm und Silhavy.) Ich spreche nicht von Pharisäertum, ich spreche von Heuchelei. (Abg. Mag. Wurm: Selbsterfahrung!)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Zweiter Punkt. (Abg. Gradwohl: Ausgerechnet Sie reden von „Heuchelei“!) Ja, weil ich mich mit dieser Frage sehr beschäftige (Zwischenrufe bei der SPÖ), da ich Ihre Vorgangsweise natürlich genau zu beobachten habe. Das ist ein Teil meiner Aufgabe, und ich merke ... (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Wurm und Silhavy.) Ich spreche nicht von Pharisäertum, ich spreche von Heuchelei. (Abg. Mag. Wurm: Selbsterfahrung!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Wurm und Silhavy.
Zweiter Punkt. (Abg. Gradwohl: Ausgerechnet Sie reden von „Heuchelei“!) Ja, weil ich mich mit dieser Frage sehr beschäftige (Zwischenrufe bei der SPÖ), da ich Ihre Vorgangsweise natürlich genau zu beobachten habe. Das ist ein Teil meiner Aufgabe, und ich merke ... (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Wurm und Silhavy.) Ich spreche nicht von Pharisäertum, ich spreche von Heuchelei. (Abg. Mag. Wurm: Selbsterfahrung!)
Abg. Mag. Wurm: Selbsterfahrung!
Zweiter Punkt. (Abg. Gradwohl: Ausgerechnet Sie reden von „Heuchelei“!) Ja, weil ich mich mit dieser Frage sehr beschäftige (Zwischenrufe bei der SPÖ), da ich Ihre Vorgangsweise natürlich genau zu beobachten habe. Das ist ein Teil meiner Aufgabe, und ich merke ... (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Wurm und Silhavy.) Ich spreche nicht von Pharisäertum, ich spreche von Heuchelei. (Abg. Mag. Wurm: Selbsterfahrung!)
Ruf bei der ÖVP: Was?
Zweiter Punkt: Sie haben heute dem Finanzminister hier vorgeworfen, dass er von 2000 bis 2004 angeblich mehr als 8 Millionen € für Eigenwerbung verwendet hat. Auch da mache ich Ihnen einen Vorschlag: Reden Sie mit einem Abgeordneten-Kollegen – der weiß wahrscheinlich genau, warum er heute nicht hier ist –, reden Sie mit Ihrem Abgeordneten-Kollegen Caspar Einem. Caspar Einem hat, als er noch Minister war, jedes Jahr mindestens 3 Millionen € für Werbung ausgegeben (Ruf bei der ÖVP: Was?) – er hat es damals „Informationsarbeit“ genannt. Immerhin um ein Drittel mehr, als Sie es in der heutigen Zeit dem Finanzminister vorwerfen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Caspar Einem wird Ihnen sagen können, wofür er dieses Geld verwendet hat.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Zweiter Punkt: Sie haben heute dem Finanzminister hier vorgeworfen, dass er von 2000 bis 2004 angeblich mehr als 8 Millionen € für Eigenwerbung verwendet hat. Auch da mache ich Ihnen einen Vorschlag: Reden Sie mit einem Abgeordneten-Kollegen – der weiß wahrscheinlich genau, warum er heute nicht hier ist –, reden Sie mit Ihrem Abgeordneten-Kollegen Caspar Einem. Caspar Einem hat, als er noch Minister war, jedes Jahr mindestens 3 Millionen € für Werbung ausgegeben (Ruf bei der ÖVP: Was?) – er hat es damals „Informationsarbeit“ genannt. Immerhin um ein Drittel mehr, als Sie es in der heutigen Zeit dem Finanzminister vorwerfen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Caspar Einem wird Ihnen sagen können, wofür er dieses Geld verwendet hat.
Abg. Dr. Matznetter: Haben wir das vereinbart?
Und drittens ... (Abg. Dr. Matznetter: Haben wir das vereinbart?) – Bitte? (Abg. Dr. Matznetter: Haben wir das vereinbart?) Doch ... (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Kollege Matznetter, wenn Sie das schon sagen, dann sage ich Ihnen eines: Wissen Sie, dass damals von 160 Millionen für Werbung allein Klima 70 Millionen für sich beansprucht hat? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Das waren Summen! Aber auch hier bin ich wieder bei der Heuchelei, die langsam zu Ihrem Programm wird. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter: Haben wir das vereinbart?
Und drittens ... (Abg. Dr. Matznetter: Haben wir das vereinbart?) – Bitte? (Abg. Dr. Matznetter: Haben wir das vereinbart?) Doch ... (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Kollege Matznetter, wenn Sie das schon sagen, dann sage ich Ihnen eines: Wissen Sie, dass damals von 160 Millionen für Werbung allein Klima 70 Millionen für sich beansprucht hat? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Das waren Summen! Aber auch hier bin ich wieder bei der Heuchelei, die langsam zu Ihrem Programm wird. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Und drittens ... (Abg. Dr. Matznetter: Haben wir das vereinbart?) – Bitte? (Abg. Dr. Matznetter: Haben wir das vereinbart?) Doch ... (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Kollege Matznetter, wenn Sie das schon sagen, dann sage ich Ihnen eines: Wissen Sie, dass damals von 160 Millionen für Werbung allein Klima 70 Millionen für sich beansprucht hat? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Das waren Summen! Aber auch hier bin ich wieder bei der Heuchelei, die langsam zu Ihrem Programm wird. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Und drittens ... (Abg. Dr. Matznetter: Haben wir das vereinbart?) – Bitte? (Abg. Dr. Matznetter: Haben wir das vereinbart?) Doch ... (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Kollege Matznetter, wenn Sie das schon sagen, dann sage ich Ihnen eines: Wissen Sie, dass damals von 160 Millionen für Werbung allein Klima 70 Millionen für sich beansprucht hat? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Das waren Summen! Aber auch hier bin ich wieder bei der Heuchelei, die langsam zu Ihrem Programm wird. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Und drittens ... (Abg. Dr. Matznetter: Haben wir das vereinbart?) – Bitte? (Abg. Dr. Matznetter: Haben wir das vereinbart?) Doch ... (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Kollege Matznetter, wenn Sie das schon sagen, dann sage ich Ihnen eines: Wissen Sie, dass damals von 160 Millionen für Werbung allein Klima 70 Millionen für sich beansprucht hat? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Das waren Summen! Aber auch hier bin ich wieder bei der Heuchelei, die langsam zu Ihrem Programm wird. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Mag. Kogler: Weniger Steuern ...!
Der dritte Punkt, Kollege Matznetter, ist ohnehin schon von vielen Kollegen beantwortet worden. Daher brauche ich Sie nicht auf vormalige Finanzminister zu verweisen. (Abg. Mag. Kogler: Weniger Steuern ...!)
Abg. Mag. Kogler: Entschuldigung, Sie waren dabei! – Abg. Mag. Wurm: Waren Sie dabei oder nicht? – Abg. Dr. Matznetter: Die ÖVP ...! – Abg. Mag. Kogler: Schüssel ist der, der die meisten Schulden ...!
Sie haben hier gefragt, woraus der aktuelle Schuldenstand resultiert. Natürlich zu einem gut Teil aus dem, was wir von 30 Jahren SPÖ-Bundeskanzlern und SPÖ-Finanzministern übernommen haben! Sie werden von uns noch oft diese Summen hören, denn das sind gigantische Summen, die wir an Zinsendienst zu leisten haben für das, was Sie uns an Schulden hinterlassen haben. (Abg. Mag. Kogler: Entschuldigung, Sie waren dabei! – Abg. Mag. Wurm: Waren Sie dabei oder nicht? – Abg. Dr. Matznetter: Die ÖVP ...! – Abg. Mag. Kogler: Schüssel ist der, der die meisten Schulden ...!)
Abg. Dr. Matznetter: Nein!
Meine Damen und Herren! Was Sie hier behaupten, ist das Gegenteil von dem, was von dieser Regierung an Arbeit geleistet wird, denn diese Regierung arbeitet professionell, und Finanzminister Grasser ist ein Musterbeispiel für professionelle Arbeit! (Abg. Dr. Matznetter: Nein!) Ja, sage ich Ihnen, und nicht nein! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Was Sie hier behaupten, ist das Gegenteil von dem, was von dieser Regierung an Arbeit geleistet wird, denn diese Regierung arbeitet professionell, und Finanzminister Grasser ist ein Musterbeispiel für professionelle Arbeit! (Abg. Dr. Matznetter: Nein!) Ja, sage ich Ihnen, und nicht nein! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: ... weg weisen!
Meine Damen und Herren! Wenn Sie schon mir und uns keinen Glauben schenken wollen, so schenken Sie internationalen Beobachtern Glauben. Ganz neu liegt hier vor: „Eurostat Jahrbuch 2004 – Der statistische Wegweiser durch Europa“. Nehmen Sie diese Wegweisung ernst, denn sie weist uns hier mit hervorragenden Kenndaten aus, und es ist eine Fundgrube für die erfolgreiche Arbeit dieser Bundesregierung. (Abg. Mag. Kogler: ... weg weisen!) Das sind europäische Experten, und – Sie wissen es – die Europäische Kommission und Eurostat sind keine Auftragnehmer der Bundesregierung. Nehmen Sie diese Daten ernst!
Abg. Mag. Wurm: Ach so?
Deutschen Bank! (Abg. Mag. Wurm: Ach so?) Der müsste ein auch hier von Ihnen akzeptierter Experte sein. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Deutschen Bank! (Abg. Mag. Wurm: Ach so?) Der müsste ein auch hier von Ihnen akzeptierter Experte sein. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich darf Sie abschließend an eines erinnern: Denken Sie bei „Verschwendung von Steuergeldern“ bitte zuerst an das Werbebudget Ihres Wiener Bürgermeisters. Denken Sie auch daran, dass selbstverständlich mit Geldern des Presse- und Informationsdienstes der Stadt Wien alle Wiener darauf aufmerksam gemacht worden sind, dass ihr Bürgermeister 55 Jahre alt geworden ist. Ich gratuliere ihm zum Geburtstag, ich hätte mir aber gewünscht, dass er weniger Geld aus der Stadtkasse dafür aufwendet. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit und demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Es ist eine sehr einfallslose Debatte und eine sehr einfallslose Strategie (Heiterkeit und demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen), die die ÖVP hier an den Tag legt. (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Ich weiß nicht, warum Sie sich in Ihrer Einfallslosigkeit selbst beklatschen. Das ist mir ein Rätsel.
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Es ist eine sehr einfallslose Debatte und eine sehr einfallslose Strategie (Heiterkeit und demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen), die die ÖVP hier an den Tag legt. (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Ich weiß nicht, warum Sie sich in Ihrer Einfallslosigkeit selbst beklatschen. Das ist mir ein Rätsel.
Beifall bei der SPÖ.
Sie beantworten hier nicht die Fragen, die gestellt worden sind, sondern verweisen auf Klima, auf Vranitzky, auf 30 Jahre SPÖ-Politik. Ich sage Ihnen ganz ehrlich: 30 Jahre SPÖ-Politik waren gut für dieses Land, vier Jahre Schwarz-Blau waren sehr schlecht für dieses Land! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Schüssel – Schuldenkaiser!
Sozialdemokratische Budgets waren aber darauf ausgerichtet, für Wachstum zu sorgen. (Abg. Mag. Kogler: Schüssel – Schuldenkaiser!) Ich möchte es hier noch einmal wiederholen. Zwischen 1996 und 2000: Wachstum in Österreich 8 Prozent über dem EU-Durchschnitt; zwischen 2001 und 2003: minus 13 Prozent unter dem EU-Durchschnitt! Das haben Sie mit Ihrer ÖVP-FPÖ-Politik zu verantworten, und das ist, glaube ich, ein Punkt, von dem man sagen kann, Herr Kollege Großruck: Beides gesehen, beides erlebt – kein Vergleich! (Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Sozialdemokratische Budgets waren aber darauf ausgerichtet, für Wachstum zu sorgen. (Abg. Mag. Kogler: Schüssel – Schuldenkaiser!) Ich möchte es hier noch einmal wiederholen. Zwischen 1996 und 2000: Wachstum in Österreich 8 Prozent über dem EU-Durchschnitt; zwischen 2001 und 2003: minus 13 Prozent unter dem EU-Durchschnitt! Das haben Sie mit Ihrer ÖVP-FPÖ-Politik zu verantworten, und das ist, glaube ich, ein Punkt, von dem man sagen kann, Herr Kollege Großruck: Beides gesehen, beides erlebt – kein Vergleich! (Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Politik von Rudolf Edlinger war darauf ausgerichtet, Österreich im Wachstum an die Spitze Europas zu führen, bei den Investitionen an die Spitze Europas zu führen. Ihre Politik hat Österreich abgewirtschaftet, und der Schuldenstand ist höher als je zuvor – mit dem Unterschied, dass Österreich in der Welt angesehen war, sich aber jetzt in der Europäischen Union und im europäischen Vergleich als Schlusslicht bewegt. Das ist nicht die Politik, die wir wollen. Hier ist Verschwendungspolitik, dort war Wachstumspolitik! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Bundesminister! Ich habe nicht so viel wie Sie zu reden, 30 Minuten stehen mir nicht zur Verfügung, das macht einen Unterschied aus. Dafür brauche ich auch keinen PR-Berater, der mir sagt, was ich zu sagen habe. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Bucher: Gibt es ja gar nicht!
Ist es Information oder Werbung, wenn derselbe Sozialminister wenige Tage vor den Kärntner Wahlen alle Kärntner Medien – „Oberkärntner Nachrichten“, „Unterkärntner Nachrichten“, Mittelkärntner Nachrichten (Abg. Bucher: Gibt es ja gar nicht!), „Kärntner Woche“, „Kärntner Nachrichten“, alles gibt es in Kärnten, ein bunter Medienmarkt –, zupflastert mit Informationen des Sozialministeriums? Was ist es, Information oder Werbung (Abg. Scheibner: Information!), wenn der Verkehrsminister, auch nicht faul, sich denkt: Das, was der Sozialminister macht, kann ich auch!, und in Vorarlberg das Gleiche tut und zwei, drei Tage vor der Wahl ebenfalls noch mit Inseraten nachstößt? Ist das Information, oder ist das Werbung? (Abg. Scheibner: Information!)
Abg. Scheibner: Information!
Ist es Information oder Werbung, wenn derselbe Sozialminister wenige Tage vor den Kärntner Wahlen alle Kärntner Medien – „Oberkärntner Nachrichten“, „Unterkärntner Nachrichten“, Mittelkärntner Nachrichten (Abg. Bucher: Gibt es ja gar nicht!), „Kärntner Woche“, „Kärntner Nachrichten“, alles gibt es in Kärnten, ein bunter Medienmarkt –, zupflastert mit Informationen des Sozialministeriums? Was ist es, Information oder Werbung (Abg. Scheibner: Information!), wenn der Verkehrsminister, auch nicht faul, sich denkt: Das, was der Sozialminister macht, kann ich auch!, und in Vorarlberg das Gleiche tut und zwei, drei Tage vor der Wahl ebenfalls noch mit Inseraten nachstößt? Ist das Information, oder ist das Werbung? (Abg. Scheibner: Information!)
Abg. Scheibner: Information!
Ist es Information oder Werbung, wenn derselbe Sozialminister wenige Tage vor den Kärntner Wahlen alle Kärntner Medien – „Oberkärntner Nachrichten“, „Unterkärntner Nachrichten“, Mittelkärntner Nachrichten (Abg. Bucher: Gibt es ja gar nicht!), „Kärntner Woche“, „Kärntner Nachrichten“, alles gibt es in Kärnten, ein bunter Medienmarkt –, zupflastert mit Informationen des Sozialministeriums? Was ist es, Information oder Werbung (Abg. Scheibner: Information!), wenn der Verkehrsminister, auch nicht faul, sich denkt: Das, was der Sozialminister macht, kann ich auch!, und in Vorarlberg das Gleiche tut und zwei, drei Tage vor der Wahl ebenfalls noch mit Inseraten nachstößt? Ist das Information, oder ist das Werbung? (Abg. Scheibner: Information!)
Abg. Scheibner: ... keine Parteizeitung!
„Information“ – sehr interessant, Herr Klubobmann! Da sind wir beim zentralen Thema. Information ist vielerlei, aber ganz sicher nicht, wenn in Parteizeitungen beispielsweise in Kärnten, in Klagenfurt, der Sozialminister inseriert. Ist das Information? Oder ist das nicht Parteienfinanzierung an einer gerade noch rechtlich möglichen Grenze? (Abg. Scheibner: ... keine Parteizeitung!) Man müsste sich das sehr genau anschauen, Herr Klubobmann. Jedenfalls nach den Maßstäben, die bisher im Parlament geherrscht haben, geht das nicht mehr.
Abg. Scheibner: Wir „landen“ nicht!
Was ist es dann, wenn der Verkehrsminister auf Fragen von Abgeordneten, wie viel er für seine Information ausgegeben hat, antwortet: Das kann ich aus verwaltungsökonomischen Gründen nicht beantworten!? Was ist es dann? – Die Verweigerung eines Kontrollrechts ist es, Herr Klubobmann Scheibner! Da landen Sie, da sind Sie gelandet, Herr Klubobmann! (Abg. Scheibner: Wir „landen“ nicht!) 1999, 1998 haben die Abgeordneten der Freiheitlichen Partei an der damaligen Regierung noch kritisiert (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), dass sie es so gemacht hat, dass sie Geld für Information, für Werbung ausgegeben hat. (Abg. Scheibner: Das war die wirkliche Werbung!) Jetzt erhalten wir als Abgeordnete des Parlaments nicht einmal Antworten von den zuständigen ...
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Was ist es dann, wenn der Verkehrsminister auf Fragen von Abgeordneten, wie viel er für seine Information ausgegeben hat, antwortet: Das kann ich aus verwaltungsökonomischen Gründen nicht beantworten!? Was ist es dann? – Die Verweigerung eines Kontrollrechts ist es, Herr Klubobmann Scheibner! Da landen Sie, da sind Sie gelandet, Herr Klubobmann! (Abg. Scheibner: Wir „landen“ nicht!) 1999, 1998 haben die Abgeordneten der Freiheitlichen Partei an der damaligen Regierung noch kritisiert (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), dass sie es so gemacht hat, dass sie Geld für Information, für Werbung ausgegeben hat. (Abg. Scheibner: Das war die wirkliche Werbung!) Jetzt erhalten wir als Abgeordnete des Parlaments nicht einmal Antworten von den zuständigen ...
Abg. Scheibner: Das war die wirkliche Werbung!
Was ist es dann, wenn der Verkehrsminister auf Fragen von Abgeordneten, wie viel er für seine Information ausgegeben hat, antwortet: Das kann ich aus verwaltungsökonomischen Gründen nicht beantworten!? Was ist es dann? – Die Verweigerung eines Kontrollrechts ist es, Herr Klubobmann Scheibner! Da landen Sie, da sind Sie gelandet, Herr Klubobmann! (Abg. Scheibner: Wir „landen“ nicht!) 1999, 1998 haben die Abgeordneten der Freiheitlichen Partei an der damaligen Regierung noch kritisiert (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), dass sie es so gemacht hat, dass sie Geld für Information, für Werbung ausgegeben hat. (Abg. Scheibner: Das war die wirkliche Werbung!) Jetzt erhalten wir als Abgeordnete des Parlaments nicht einmal Antworten von den zuständigen ...
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordneter Karl Öllinger (fortsetzend): So schaut es inzwischen aus, und der Herr Finanzminister geht da leider mit dem allerbesten Beispiel voran! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das war wirklich eine schwache Dringliche!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Es ist dazu niemand mehr zu Wort gemeldet. Diese Debatte ist geschlossen. (Abg. Scheibner: Das war wirklich eine schwache Dringliche!)
Abg. Mag. Kogler: Bei der strahlenden Werbung!
Abgeordneter Ing. Josef Winkler (ÖVP): Geschätzte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren Bundesminister! Hohes Haus! Wir leben Gott sei Dank in einem Land, in dem es äußerst selten zu Strahlenunfällen kommt. Die letzte landesweite beziehungsweise auch über die Landesgrenzen hinausgehende Tragödie (Abg. Mag. Kogler: Bei der strahlenden Werbung!) ereignete sich im April 1986 auf Grund der Explosion im Kernkraftwerk Tschernobyl. Dennoch ist es äußerst wichtig (Abg. Mag. Kogler: Die Werbung der Bundesregierung ist stark strahlend und schwach aktiv!), dass jedes Land strenge Bestimmungen betreffend den Strahlenschutz – und manchmal braucht man ihn sogar da herinnen – für seine Bürger hat.
Abg. Mag. Kogler: Die Werbung der Bundesregierung ist stark strahlend und schwach aktiv!
Abgeordneter Ing. Josef Winkler (ÖVP): Geschätzte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren Bundesminister! Hohes Haus! Wir leben Gott sei Dank in einem Land, in dem es äußerst selten zu Strahlenunfällen kommt. Die letzte landesweite beziehungsweise auch über die Landesgrenzen hinausgehende Tragödie (Abg. Mag. Kogler: Bei der strahlenden Werbung!) ereignete sich im April 1986 auf Grund der Explosion im Kernkraftwerk Tschernobyl. Dennoch ist es äußerst wichtig (Abg. Mag. Kogler: Die Werbung der Bundesregierung ist stark strahlend und schwach aktiv!), dass jedes Land strenge Bestimmungen betreffend den Strahlenschutz – und manchmal braucht man ihn sogar da herinnen – für seine Bürger hat.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich ersuche daher im Sinne dessen, dass das Gesetz sicherlich dazu beitragen wird, Gefahren von Strahlenquellen beziehungsweise radioaktivem Material noch besser als bisher bewältigen zu können, um entsprechende Zustimmung zu diesem Gesetz. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Bei all diesen Punkten sollte man nicht vergessen, dass es sich bei den gegenständlichen Arbeitsmitteln oder Arbeitsstoffen, die ionisierende Strahlung freisetzen, um Höchstgefährdungspotentiale für Leib und Leben der damit beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer handelt. Da kleine Verbesserungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jedoch besser sind als gar keine, stimmen wir dieser Novelle auch zu. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Man könnte es auch besser umsetzen!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Es ist schon wieder eigenartig, ich habe irgendwie das Gefühl, ich bin da in der falschen Vorstellung. Wir stimmen deshalb zu, weil ein Mindestmaß an Anforderungen des Arbeitsschutzes umgesetzt wird! Es ist das Gemeinschaftsrecht, und es ist verpflichtend, es umzusetzen, und wir setzen es um. Das ist einmal Faktum. (Abg. Silhavy: Man könnte es auch besser umsetzen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Mir ist auch aufgefallen, dass des Öfteren von herrenlosen Strahlenquellen gesprochen wurde, und keiner weiß eigentlich, was das ist. Ich will das daher kurz sagen: Radioaktive Strahlenquellen, die aufgegeben, verlegt, ohne Genehmigung weitergegeben worden oder verloren gegangen sind, sind herrenlose Strahlenquellen, und auch diese werden wir in diesem Gesetz berücksichtigen. Ich erhoffe mir eine größere Kontrolle, mehr Sicherheit für die Bevölkerung, mehr Sicherheit im Arbeitsschutz, und ich meine, dass wir das mit der raschen Umsetzung auch erreichen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Rest-Hinterseer überreicht Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll die genannte Petition.
ionisierende Strahlen verabschieden, dann gehört es sich auch, dass wir zur gleichen Zeit auch diese Unterschriftenaktion unterstützen: 1 Million Unterschriften für den Ausstieg aus der Atomenergie. Ich möchte Ihnen das heute überreichen, Herr Minister, und Sie bitten, diese Petition ebenfalls zu unterschreiben. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Rest-Hinterseer überreicht Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll die genannte Petition.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Mit dem Strahlenschutz-EU-Anpassungsgesetz 2004 ist ein weiterer wichtiger Schritt zum Schutz der Menschen und ihrer Umwelt gemacht worden. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Und davor schon?
Sehr verehrte Damen und Herren! Ich meine, dass seit Amtsantritt dieser Regierung im Jahr 2000 Österreich leider kein Umweltvorreiterland und auch kein Umweltmusterland mehr ist. (Abg. Scheibner: Und davor schon?) Österreich ist von einem Spitzenplatz systematisch und kontinuierlich ins unbefriedigende Mittelfeld abgerutscht. Das zeigt sich unter anderem auch, wenn man den Bericht der EU-Generaldirektion für Umwelt liest: Mittlerweile sind 15 Fälle aufgezeigt worden, in denen eine mangelhafte Umsetzung in Österreich festgestellt wird.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister! Ich erwarte mir dann eigenständige Maßnahmen und nicht, dass in Österreich erst wieder nach der Rüge durch die Europäische Kommission etwas geschieht. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die vorliegende Gesetzesänderung bringt wirklich positive Maßnahmen, und ich hoffe und habe das Anliegen, dass diese so guten Maßnahmen so schnell wie möglich im Interesse der Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher umgesetzt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diesen Versuch wollen wir unternehmen. Deshalb habe ich den Antrag auf Rückverweisung dieser Materie an den Umweltausschuss eingebracht – ich wiederhole diesen Antrag hiermit noch einmal und bringe ihn auch ein. Wir wollen damit schlicht und einfach darum bitten, noch etwas Zeit zu haben, diesen Punkt weiter verhandeln zu können, um dann vielleicht im Dezember eine noch bessere Vorlage hier ins hohe Haus bringen zu können. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es tut auch Not, dieses Gesetz zu verbessern. Ich nenne nur zwei Bereiche: Das eine ist die angesprochene Verfahrenskonzentration, das andere ist, dass im Vergleich zur Ministerialvorlage die Regierungsvorlage weit weniger Rechte für Beteiligte, für NGOs, für Bürgerinitiativen vorsieht, und da sehen wir doch die Notwendigkeit, hier wieder einen Schritt in die andere Richtung zu gehen. Die Gespräche haben sehr positiv begonnen, und ich bin guter Dinge, dass wir dem Haus etwas Besseres vorlegen können, als dies heute der Fall ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Aber trotzdem meine Aufforderung, gemeinsam die UVP zu gestalten! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Werden wir machen!
Ich möchte aber kritisch anmerken, dass ich es immer für eine gute Tradition im Haus gehalten habe, dass bei Mehrheiten, wo es um Verfassungsfragen geht, alle vier Fraktionen zu Verhandlungen eingeladen werden (Abg. Scheibner: Werden wir machen!),
Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Sie haben heute gehört, dass man sich außerparlamentarisch nicht treffen kann!
und finde es befremdlich, dass die Grünen bis zum heutigen Tage aus diesen Gesprächen ausgeschlossen waren. Der Vorwurf richtet sich an beide Parteien, vor allem an ÖVP und SPÖ. Ich finde es nicht fair und auch demokratiepolitisch bedenklich, dass man sich ausschließlich auf die stürzt, die tatsächlich die Macht haben, anstatt eine faire parlamentarische Vier-Parteien-Verhandlung zu einem vorliegenden Gesetz zu führen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Sie haben heute gehört, dass man sich außerparlamentarisch nicht treffen kann!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Der Öllinger hat heute gesagt, man darf sich nicht außerhalb des Parlaments treffen! Also müssen wir da reden!
Zur Sache selber: Es hat einen Regierungsentwurf gegeben, der den alten Begutachtungsentwurf im Umweltbereich in vielen Punkten negativ überholt hat. Aber vielleicht haben wir in diesen Gesprächen noch die Chance, einige der ursprünglichen Verbesserungen im Bereich Mitsprache, Partizipation, Umweltverfahren, Waffengleichheit zwischen BürgerInnen und Antragstellern einzubringen und das zu reparieren. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Der Öllinger hat heute gesagt, man darf sich nicht außerhalb des Parlaments treffen! Also müssen wir da reden!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Wittauer.
Summarisch betrachtet bedeutet diese Novelle eine Verbesserung für die Bürgerrechte, eine Verbesserung für unsere Umwelt. Ich ersuche Sie, diesem zukunftsträchtigen Gesetz zuzustimmen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Wittauer.)
Abg. Dr. Jarolim: Aber wer soll das erklären?
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Werte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wieso dieses Gesetz die Umwelt verbessert, ist mir nicht ganz klar. Es verbessert den Zugang zur Information über die Umwelt! Wieso deswegen gleich die Umwelt besser sein soll, ist mir ein Rätsel. Aber vielleicht kann mir noch jemand von der ÖVP erklären, wieso das auch gleich automatisch die Umwelt verbessert. (Abg. Dr. Jarolim: Aber wer soll das erklären?) – Ja, das ist eine gute Frage. Es war ja auch mehr eine rhetorische Frage. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich werde es Ihnen erklären!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich werde es Ihnen erklären!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Werte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wieso dieses Gesetz die Umwelt verbessert, ist mir nicht ganz klar. Es verbessert den Zugang zur Information über die Umwelt! Wieso deswegen gleich die Umwelt besser sein soll, ist mir ein Rätsel. Aber vielleicht kann mir noch jemand von der ÖVP erklären, wieso das auch gleich automatisch die Umwelt verbessert. (Abg. Dr. Jarolim: Aber wer soll das erklären?) – Ja, das ist eine gute Frage. Es war ja auch mehr eine rhetorische Frage. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich werde es Ihnen erklären!)
Beifall bei der SPÖ.
Des Weiteren müssen Sie gemäß der Richtlinie, die wir umsetzen, alle vier Jahre einen Bericht an die Europäische Kommission abgeben, und ich wiederhole meinen Vorschlag, diesen Bericht auch dem Parlament zuzuleiten. Das erste Mal wäre das im Jahr 2009, aber Sie haben in der Zwischenzeit, spätestens im Februar 2004, bereits Leitlinien für so einen Bericht bekommen, und es wäre sehr nett von Ihnen, wenn Sie uns diese auch zuleiten würden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Man sieht es beim Umweltdatenkatalog!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Krainer, natürlich ist die Umweltinformation wesentlich für Effizienz und kann natürlich auch der Umwelt zugute kommen. Ich glaube, das begreift jeder, wenn – das ist natürlich die Voraussetzung – die Umweltinformation so gehandhabt wird, dass sie auch jeder bekommt. (Abg. Krainer: Man sieht es beim Umweltdatenkatalog!) – Nein, das kritisiere ich ja genauso.
Abg. Krainer: Jetzt ist es Ihre Verantwortlichkeit!
Es ist für mich überraschend zu hören, dass die Daten zehn Jahre alt sind. Ich hoffe, dass das schnell geändert wird. Aber ich muss schon sagen, von 1994 bis 2000 war eine andere Regierung mit sozialdemokratischer Beteiligung, und da frage ich mich, was in diesen sechs Jahren passiert ist. Seit vier Jahren ist jetzt eine andere. (Abg. Krainer: Jetzt ist es Ihre Verantwortlichkeit!) – Ja, das ist gleich, wer der Minister ist, die Regierungsverantwortlichkeit ist überall gegeben, auch bei uns.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir werden es umsetzen. Wir begrüßen, dass es stattfindet, und deshalb stimmen wir dafür. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Heiterkeit. – Abg. Wittauer schickt sich an, zum Rednerpult zurückzukehren.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter! Ich stelle nur fest, jetzt ist der Antrag nicht eingebracht. (Heiterkeit. – Abg. Wittauer schickt sich an, zum Rednerpult zurückzukehren.) Herr Abgeordneter, es tut mir Leid! Ich ersuche Sie, das Ihrem Kollegen weiterzugeben. Sie haben Ihre Wortmeldung beendet. Es tut mir Leid. (Abg. Krainer: Er war ganz verwirrt!)
Abg. Krainer: Er war ganz verwirrt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter! Ich stelle nur fest, jetzt ist der Antrag nicht eingebracht. (Heiterkeit. – Abg. Wittauer schickt sich an, zum Rednerpult zurückzukehren.) Herr Abgeordneter, es tut mir Leid! Ich ersuche Sie, das Ihrem Kollegen weiterzugeben. Sie haben Ihre Wortmeldung beendet. Es tut mir Leid. (Abg. Krainer: Er war ganz verwirrt!)
Beifall bei den Grünen.
Ich stelle mir unter der engagierten Umsetzung von EU-Umweltrecht eben eine Verbesserung vor, deswegen stimmen wir Grüne heute auch zu. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In diesem Sinne, so denke ich, ist das ein wichtiger Meilenstein für die Bevölkerung, sich informieren und Auskünfte einholen zu können. Wir erweitern den Kreis an Stellen, die Berichtspflicht haben. Wir haben auch diese Gratwanderung zwischen geschützten Daten und öffentlichem Zugang zu Daten im Sinne des Übereinkommens von Aarhus gut gemeistert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne wird meine Fraktion diesem Gesetz die Zustimmung erteilen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Bedauerlich, Herr Minister, ist aber, dass Österreich von der EU-Kommission in dieser Sache mit einem Nicht genügend beurteilt und gerügt worden ist. Wie in vielen Angelegenheiten reagiert diese Regierung erst nach Druck von außen und erledigt ihre Hausaufgaben nicht. Das kritisieren wir, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Uns von der SPÖ ist es wichtig, dass die Informationspolitik für die Bürgerinnen und Bürger, die ein Recht darauf haben, offen und ehrlich informiert zu werden, wesentlich verbessert und erweitert wird. Eine Beteiligung bei Umweltthemen schärft das Umweltbewusstsein der Bevölkerung und dient nachhaltig dem Schutz unserer Umwelt. Das wollen wir, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister! Eine Broschüre mit Ihrem Bild alleine wird nicht reichen. Nehmen Sie sich daran ein Beispiel! Handeln Sie rasch und unbürokratisch! Nehmen Sie die betroffenen Bürgerinnen und Bürger ernst! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Umweltinformationen sind ja auch jetzt schon erhältlich, aber durch die Art ihrer Ausgabe sogar sehr oft für Experten aufwändig. Wenn man sich Daten vom Umweltbundesamt holt, bekommt man meterlange Tabellen oder stoßweise analoge Informationen. Da ist auch oft die Weiterverarbeitung sehr mühsam. Daher ist es sehr begrüßenswert, dass in Zukunft die Umweltinformationen durch moderne Informations- und Kommunikationstechnologien verbreitet werden, weil dadurch bessere Kundenorientiertheit, Transparenz und Effizienz geboten wird. Dies leistet auch sicher einen Beitrag zu E-Government und zur generellen IKT-Strategie des Bundes. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
(Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Österreich ist in der Europäischen Union, aber auch weltweit, zweifellos Vorreiter in der Umweltpolitik. Wenn ich alleine an Niederösterreich denke: Wir haben sehr viele engagierte Kommunen und Bürgerinnen und Bürger. 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger Niederösterreichs wohnen in Klimabündnis-Gemeinden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Deswegen freue ich mich darüber, dass wir mit diesem Umweltinformationsgesetz wieder dem Ziel einen Schritt näher sind, womit mehr Transparenz und mehr Information zum Bürger hin passiert. Das ist letztendlich gut für eine weiterhin engagierte Umweltpolitik zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger in unseren Gemeinden, in unserem Land und in unserer Republik. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Da auch wir, Herr Bundesminister, die Wichtigkeit dieser Novelle schätzen, werden wir unsere Zustimmung dazu geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, man kann, was unsere Umweltpolitik betrifft, nicht von einem Nicht genügend sprechen. Von einem Madigmachen würde ich abraten. Ich würde sagen: Sie ist gut bis sehr gut. Da sagt vielleicht die Opposition: Das ist übertrieben!, aber wenn ich die heutige Diskussion Revue passieren lasse und mir diese Konsensmaterie anschaue, die von Information und Teilhabe an Umweltprozessen getragen ist, und auch die entsprechende Rechtsdurchsetzung in Betracht ziehe, dann mache ich mir um die Umweltpolitik in Österreich keine Sorgen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Besonders in meiner Heimat, dem Mühlviertel, das bekanntlich die Grenzregion zu Tschechien ist, wo wir massive Probleme und Schwierigkeiten mit dem Atomkraftwerk Temelín haben, ist es wichtig, die Bevölkerung ausführlich über Strahlungsgefahren zu informieren. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dass Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, in Ihrem Belastungshunger nicht doch auf die Idee kommen, auch für Umweltinformationen abzukassieren – zuzutrauen wäre es Ihnen ja angesichts Ihrer bisherigen Politik –, darauf werden wir von Seiten der Sozialdemokratie ganz genau achten. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die ÖVP mit Bundesminister Pröll ist europaweit – und das darf ich noch einmal sagen – im Bereich der Umweltpolitik, zu der auch die Umweltinformation gehört, Vorreiter. Da halte ich die Kritik von Frau Kollegin Scharer und von Herrn Kollegem Schopf für völlig unangebracht. Es gibt eine Reihe von Umweltmaßnahmen, die in den letzten Jahren und auch in den letzten Monaten gesetzt wurden. Ich erinnere an das Ökostromgesetz, an die Biokraftstoffrichtlinie et cetera. Das sind wirklich Maßnahmen, die nachhaltig wirken werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Diese Regierung sorgt dafür, dass Umweltinformationen reichhaltig zur Verfügung stehen. Sie müssen aber auch eingeholt werden. Wir dürfen – das als Anmerkung für die Zukunft – nicht nur Daten produzieren, deren Erstellung viel Geld kostet, denn auch bei der Umweltinformation muss es eine Kosten-Nutzen-Überlegung geben. Jetzt haben wir einen Standard erreicht, der wirklich herzeigbar ist, aber für die Zukunft müssen wir da sicher vorsichtig vorgehen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: So ist es!
Nicht verständlich war für mich die Aussage vom Kollegen Schopf, in welcher er behauptet hat, dass Österreich im Bereich der Umwelt nur EU-Anpassungen vornimmt. Ich glaube, Österreich ist international und europaweit ein Vorbildland, was den Bereich Umwelt anbelangt, und unter der Federführung vom Bundesminister Pröll sind wir äußerst bemüht, gemeinsam etwas weiterzubringen. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: So ist es!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dieser Gesetzesmaterie werden wir gerne zustimmen. Die Umwelt wird davon profitieren. – Ich danke dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Abfangjäger ... Favoriten!
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! (Rufe bei der ÖVP: Abfangjäger ... Favoriten!) Uns ging es im Militärbefugnisgesetz im Besonderen um die rechtliche Grundlage für das Handeln der militärischen Dienste, um eine ausreichende, klare gesetzliche Regelung, um mehr Rechtssicherheit in diesem doch sehr, sehr sensiblen Bereich, aber alle unsere Bedenken und Sorgen wurden von Ihnen oftmals – und ich würde auch meinen – zu Unrecht als unsachliche Kritik zurückgewiesen.
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
So mussten wir uns halt an den Verfassungsgerichtshof wenden, und dieser hat unserem Antrag in weiten Bereichen Recht gegeben und wichtige Bestimmungen dieses Bundesgesetzes als verfassungswidrig aufgehoben. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Ruf bei der ÖVP: Stimmt ja nicht!
Nicht erst heute, sondern seit Bestehen dieses Gesetzes haben wir immer wieder eine verstärkte, wirksame Kontrolle durch das Parlament gefordert. Der Rechtsschutzbeauftragte ist nur mehr Hilfsorgan und nicht mehr Kontrollorgan, Herr Bundesminister. Sie selbst bestellen nämlich den Rechtsschutzbeauftragten und entheben sich daher auch gleichzeitig Ihrer Auskunftspflicht gegenüber dem Rechtsschutzbeauftragten. Damit bestellt der Kontrollierte selbst seinen Kontrolleur. (Ruf bei der ÖVP: Stimmt ja nicht!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Daher, Herr Bundesminister, sagen wir zu Recht: Der Rechtsschutz kommt hier zu kurz, weil der Rechtsschutzbeauftragte wieder als Organ des Ministers festgeschrieben wird. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pilz.
Wir bestehen auf drei Rechtsschutzorgane, die Organe des Nationalrates sind und dem Parlament berichten müssen, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pilz.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wie gesagt: Wir stehen gerne zur Verfügung. Vielleicht schaffen wir einen wirklich starken Rechtsschutz, der die Kontrolle durch das Parlament sicherstellt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Gradwohl: „Einige Positionen“! Die Kernpositionen wurden aufgehoben!
Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sehr geehrter Kollege und Wehrsprecher Anton Gaál, das Militärbefugnisgesetz wurde, wie du richtig erwähnt hast, vom Verfassungsgerichtshof geprüft, aber nicht, wie du meinst, in wesentlichen Positionen aufgehoben, sondern es wurden nur einige wenige Positionen korrigiert, unter anderem auch ... (Abg. Gradwohl: „Einige Positionen“! Die Kernpositionen wurden aufgehoben!) – Welche zum Beispiel, Herr Kollege? Helfen wir zusammen! Welche wurden aufgehoben? (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl – aus einem Schriftstück zitierend –: ... verdeckte Ermittlungen, ...!) – Unter anderem auch Bestimmungen betreffend den Rechtsschutzbeauftragten!
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl – aus einem Schriftstück zitierend –: ... verdeckte Ermittlungen, ...!
Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sehr geehrter Kollege und Wehrsprecher Anton Gaál, das Militärbefugnisgesetz wurde, wie du richtig erwähnt hast, vom Verfassungsgerichtshof geprüft, aber nicht, wie du meinst, in wesentlichen Positionen aufgehoben, sondern es wurden nur einige wenige Positionen korrigiert, unter anderem auch ... (Abg. Gradwohl: „Einige Positionen“! Die Kernpositionen wurden aufgehoben!) – Welche zum Beispiel, Herr Kollege? Helfen wir zusammen! Welche wurden aufgehoben? (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl – aus einem Schriftstück zitierend –: ... verdeckte Ermittlungen, ...!) – Unter anderem auch Bestimmungen betreffend den Rechtsschutzbeauftragten!
Abg. Gradwohl: ... hat es noch immer nicht verstanden!
Es ist schon eine politische Kontinuität der Sonderklasse: Wenn ich es brauche, sage ich es, wenn ich es nicht brauche, na, dann ist es halt anders! Das, bitte, können wir nicht machen. Ich meine, Sie hätten noch Gelegenheit, eine entsprechende Korrektur hier ... (Abg. Gradwohl: ... hat es noch immer nicht verstanden!) – Noch immer nicht? Ja, jetzt wird es schwierig. Noch einmal: Der Verfassungsgerichtshof will den Rechtsschutzbeauftragten ebenfalls in den Verfassungsrang erhoben haben, und das hätten wir heute zu beschließen. (Abg. Gradwohl: Dann bewegen Sie sich doch noch ein bisschen! Nur ein bisschen Bewegung!) Leider beschließen Sie das nicht mit, wie Sie das im Ausschuss angekündigt haben! Auch die anderen Positionen korrigieren wir. Ich meine halt, es ist nicht sehr schwierig, das zu verstehen. Ich habe schon Verständnis dafür, dass man einiges nicht verstehen will. Das Können möchte ich Ihnen zuordnen, aber es ist eine Frage des Wollens, nicht? (Abg. Gaál: Mehr Rechte fürs Parlament!)
Abg. Gradwohl: Dann bewegen Sie sich doch noch ein bisschen! Nur ein bisschen Bewegung!
Es ist schon eine politische Kontinuität der Sonderklasse: Wenn ich es brauche, sage ich es, wenn ich es nicht brauche, na, dann ist es halt anders! Das, bitte, können wir nicht machen. Ich meine, Sie hätten noch Gelegenheit, eine entsprechende Korrektur hier ... (Abg. Gradwohl: ... hat es noch immer nicht verstanden!) – Noch immer nicht? Ja, jetzt wird es schwierig. Noch einmal: Der Verfassungsgerichtshof will den Rechtsschutzbeauftragten ebenfalls in den Verfassungsrang erhoben haben, und das hätten wir heute zu beschließen. (Abg. Gradwohl: Dann bewegen Sie sich doch noch ein bisschen! Nur ein bisschen Bewegung!) Leider beschließen Sie das nicht mit, wie Sie das im Ausschuss angekündigt haben! Auch die anderen Positionen korrigieren wir. Ich meine halt, es ist nicht sehr schwierig, das zu verstehen. Ich habe schon Verständnis dafür, dass man einiges nicht verstehen will. Das Können möchte ich Ihnen zuordnen, aber es ist eine Frage des Wollens, nicht? (Abg. Gaál: Mehr Rechte fürs Parlament!)
Abg. Gaál: Mehr Rechte fürs Parlament!
Es ist schon eine politische Kontinuität der Sonderklasse: Wenn ich es brauche, sage ich es, wenn ich es nicht brauche, na, dann ist es halt anders! Das, bitte, können wir nicht machen. Ich meine, Sie hätten noch Gelegenheit, eine entsprechende Korrektur hier ... (Abg. Gradwohl: ... hat es noch immer nicht verstanden!) – Noch immer nicht? Ja, jetzt wird es schwierig. Noch einmal: Der Verfassungsgerichtshof will den Rechtsschutzbeauftragten ebenfalls in den Verfassungsrang erhoben haben, und das hätten wir heute zu beschließen. (Abg. Gradwohl: Dann bewegen Sie sich doch noch ein bisschen! Nur ein bisschen Bewegung!) Leider beschließen Sie das nicht mit, wie Sie das im Ausschuss angekündigt haben! Auch die anderen Positionen korrigieren wir. Ich meine halt, es ist nicht sehr schwierig, das zu verstehen. Ich habe schon Verständnis dafür, dass man einiges nicht verstehen will. Das Können möchte ich Ihnen zuordnen, aber es ist eine Frage des Wollens, nicht? (Abg. Gaál: Mehr Rechte fürs Parlament!)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Kennen Sie das Zitat: Mit uns nie wieder Schulden!?
Ich möchte Sie gar nicht daran erinnern, dass das auch in anderen politischen Feldern bei Ihnen leider Gottes so ist: Wo es passt, sind wir dafür! Wo es nicht passt, sind wir natürlich dagegen! – Es wurde heute schon in der Diskussion auf das Nulldefizit aufmerksam gemacht. Zuerst haben Sie gesagt: Unmöglich, Nulldefizit, das ist unmöglich in unserem Land, alles bricht zusammen! Dann hat Herr Gusenbauer gemeint, es müsste in die Verfassung. Dann wieder eine Relativierung des Nulldefizits. Also, da ist Kontinuität nicht festzustellen gewesen! (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Kennen Sie das Zitat: Mit uns nie wieder Schulden!?)
Abg. Gaál: Aber der hat ja mit dem Militärbefugnisgesetz nichts zu tun!
Oder, bei den letzten Finanzausgleichsverhandlungen, haben Herr Häupl und Herr Rieder, die ja Mitglieder der Sozialdemokratie sind, dort abgestimmt. (Abg. Gaál: Aber der hat ja mit dem Militärbefugnisgesetz nichts zu tun!) Jetzt sagen Sie einfach: Na ja, gut, ob die für uns bei den Finanzausgleichsverhandlungen abgestimmt haben, das möchten wir eigentlich nicht so sehen!, und haben das widerrufen. Wir werden schauen, wie es morgen ausschaut, nicht? Wir lesen die Zeitungen und werden dann wieder etwas Neues hören. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Oder, bei den letzten Finanzausgleichsverhandlungen, haben Herr Häupl und Herr Rieder, die ja Mitglieder der Sozialdemokratie sind, dort abgestimmt. (Abg. Gaál: Aber der hat ja mit dem Militärbefugnisgesetz nichts zu tun!) Jetzt sagen Sie einfach: Na ja, gut, ob die für uns bei den Finanzausgleichsverhandlungen abgestimmt haben, das möchten wir eigentlich nicht so sehen!, und haben das widerrufen. Wir werden schauen, wie es morgen ausschaut, nicht? Wir lesen die Zeitungen und werden dann wieder etwas Neues hören. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Gaál: Mehr Rechte für das Parlament!
Heute geht es um das Militärbefugnisgesetz, und wir sollten den Rechtsschutzbeauftragten in einen höheren Rang erheben, nämlich in den Verfassungsrang. Dafür sollten Sie Ihre Zustimmung geben! (Abg. Gaál: Mehr Rechte für das Parlament!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Mehr Rechte fürs Parlament!
Ich hoffe, dass Sie sich dorthin bewegen können. Es ist kein sehr weiter Weg. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Mehr Rechte fürs Parlament!)
Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine Damen und Herren! Wenn der letzte Teil dieser Rede im Rahmen der Geschäftsordnung gehalten worden ist, unterliegt der Wiener Bürgermeister dem Militärbefugnisgesetz – und das ist ein Besorgnis erregender Zustand! (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Amon: Nur Ihnen nicht!
Rechtsschutzbeauftragten zu „heben“; auf welche Höhe, ist derzeit noch nicht ganz klar. (Abg. Amon: Nur Ihnen nicht!) Es soll ihm eine verfassungsmäßige Stellung gegeben werden – und es wird dabei davon ausgegangen, dass das dessen Unabhängigkeit stärke.
Abg. Hornek: Na, wie schaut der aus?
Es lohnt sich, den Gegenvorschlag zu prüfen (Abg. Hornek: Na, wie schaut der aus?), wie er von Toni Gaál und auch von uns immer wieder ventiliert, aber von den Regierungsparteien nicht ernsthaft diskutiert worden ist. Wir haben ein ganz einfaches Problem festgestellt: Der Rechtsschutzbeauftragte hat unseres Wissens die Aufgabe, in jenem Bereich, der ihm zur Prüfung zusteht, den Bundesminister sowie die zuständigen Beamten/die zuständigen Beamtinnen in ihrer Tätigkeit zu prüfen.
Abg. Murauer: Und? Wer noch? Herr Kollege Pilz, wer noch?
Wer setzt den Rechtsschutzbeauftragten ein und sucht in aus? – Der Bundesminister! (Abg. Murauer: Und? Wer noch? Herr Kollege Pilz, wer noch?) Ganz sicherlich ist es unüblich, dass der, der geprüft wird, seinen Prüfer bestimmt. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der, der geprüft werden soll, sagt: Ich suche mir jetzt den allerschärfsten Prüfer, denn ich möchte ja etwas erleben! (Ruf bei der ÖVP: Der prüft ja nicht den Minister!) – Ein solches Verhalten möchte ich dem derzeitigen und von mir persönlich sehr geschätzten Verteidigungsminister nicht unterstellen, weil es nämlich völlig irrational wäre.
Ruf bei der ÖVP: Der prüft ja nicht den Minister!
Wer setzt den Rechtsschutzbeauftragten ein und sucht in aus? – Der Bundesminister! (Abg. Murauer: Und? Wer noch? Herr Kollege Pilz, wer noch?) Ganz sicherlich ist es unüblich, dass der, der geprüft wird, seinen Prüfer bestimmt. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der, der geprüft werden soll, sagt: Ich suche mir jetzt den allerschärfsten Prüfer, denn ich möchte ja etwas erleben! (Ruf bei der ÖVP: Der prüft ja nicht den Minister!) – Ein solches Verhalten möchte ich dem derzeitigen und von mir persönlich sehr geschätzten Verteidigungsminister nicht unterstellen, weil es nämlich völlig irrational wäre.
Abg. Murauer: Und den Unterausschuss!
Zweitens: An wen erstattet der Rechtsschutzbeauftragte seinen Bericht? – An den Minister, der ihn bestellt hat! (Abg. Murauer: Und den Unterausschuss!) Auch das ist unüblich.
Abg. Dr. Mitterlehner: Er wird verfälscht!
Der Minister leitet den Bericht an den Unterausschuss. Daran knüpft sich die dritte Frage, und das ist eine Frage, bei der ich davon ausgehe, dass sie der Verteidigungsminister in unserem Sinne behandelt, der Innenminister – diese Frage kann ich hier nicht stellen – in welchem Sinne auch immer, aber dort werden wir diese Frage mit größerem Nachdruck wiederholen beziehungsweise stellen müssen, nämlich die Frage: Wird ein solcher Bericht 1 : 1 weitergeleitet; ohne jede Veränderung im Detail? (Abg. Dr. Mitterlehner: Er wird verfälscht!)
Abg. Dr. Mitterlehner: Aber bei Strasser sind Sie sich nicht so sicher!?
Nein! Ich bin mir persönlich wirklich ganz sicher, dass Bundesminister Platter diese Frage positiv beantworten kann, denn es gibt keinen Hinweis darauf, dass es da im Verteidigungsministerium irgendwelche Probleme geben könnte. (Abg. Dr. Mitterlehner: Aber bei Strasser sind Sie sich nicht so sicher!?) – Nur: Diese Konstruktion selbst halten wir für ausgesprochen problematisch und sicherlich nicht für die beste Konstruktion im Sinne einer wirklich funktionierenden Kontrolle! Da gibt es nur einen Ort, der diese Kontrolle sicherstellen kann, meine Damen und Herren (Abg. Hornek: Das ist der Pilz!): Das sind wir, das ist unser Nationalrat! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Murauer: Und wer ist im Unterausschuss? Wer?)
Abg. Hornek: Das ist der Pilz!
Nein! Ich bin mir persönlich wirklich ganz sicher, dass Bundesminister Platter diese Frage positiv beantworten kann, denn es gibt keinen Hinweis darauf, dass es da im Verteidigungsministerium irgendwelche Probleme geben könnte. (Abg. Dr. Mitterlehner: Aber bei Strasser sind Sie sich nicht so sicher!?) – Nur: Diese Konstruktion selbst halten wir für ausgesprochen problematisch und sicherlich nicht für die beste Konstruktion im Sinne einer wirklich funktionierenden Kontrolle! Da gibt es nur einen Ort, der diese Kontrolle sicherstellen kann, meine Damen und Herren (Abg. Hornek: Das ist der Pilz!): Das sind wir, das ist unser Nationalrat! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Murauer: Und wer ist im Unterausschuss? Wer?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Murauer: Und wer ist im Unterausschuss? Wer?
Nein! Ich bin mir persönlich wirklich ganz sicher, dass Bundesminister Platter diese Frage positiv beantworten kann, denn es gibt keinen Hinweis darauf, dass es da im Verteidigungsministerium irgendwelche Probleme geben könnte. (Abg. Dr. Mitterlehner: Aber bei Strasser sind Sie sich nicht so sicher!?) – Nur: Diese Konstruktion selbst halten wir für ausgesprochen problematisch und sicherlich nicht für die beste Konstruktion im Sinne einer wirklich funktionierenden Kontrolle! Da gibt es nur einen Ort, der diese Kontrolle sicherstellen kann, meine Damen und Herren (Abg. Hornek: Das ist der Pilz!): Das sind wir, das ist unser Nationalrat! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Murauer: Und wer ist im Unterausschuss? Wer?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir von der Opposition trauen uns dieses jedenfalls zu. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Deshalb ist es für mich unverständlich, dass Sie von der SPÖ dieser Novellierung, die Sie beantragt und sozusagen in die Wege geleitet haben, nicht zustimmen. – Danke sehr. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Murauer: Und wer sitzt im Unterausschuss? Sitzen da andere Leute als Parlamentarier?
Herr Kollege Murauer, wir wollen mehr Kontrolle für das Parlament! Auch Sie sind Parlamentarier! Daher: Wollen Sie das nicht auch? (Abg. Murauer: Und wer sitzt im Unterausschuss? Sitzen da andere Leute als Parlamentarier?)
Beifall bei der SPÖ.
Noch eines, meine Damen und Herren: Die Behauptung, dass der Rechtsschutzbeauftragte als Organ des Nationalrates systemwidrig wäre und in die Gewaltentrennung eingreife, finde ich absurd und weise ich daher zurück! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Obwohl es zu Verbesserungen gekommen ist – das gebe ich zu –, die aber nicht leider nicht weitgehend genug sind – unsere Zweifel wurden nicht beseitigt –, können wir dieser Vorlage nicht zustimmen. Unser Nein zu dieser Vorlage bleibt aufrecht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher lautet auch mein Appell, dass dieser Rechtsschutzbeauftragte weisungsfrei und unabhängig sein soll, und dazu braucht es die Zustimmung mit Zweidrittelmehrheit hier im Parlament. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Sicherheit der Menschen hat oberste Priorität. Um Sicherheit zu gewährleisten, ist eine ausgewogene Balance zwischen individueller Freiheit und Sicherheitsinstrumentarien notwendig. Nur dann, wenn Sicherheitsinstrumentarien funktionieren, wird die individuelle Freiheit der Österreicherinnen und Österreicher gewährleistet sein – und das ist, glaube ich, unser gemeinsames Ziel. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Noch einmal zu den Punkten, Kollege Murauer! (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Ich nehme an, nachdem du es jetzt dreimal gehört hast, wirst du wissen, welche gravierenden Punkte der Verfassungsgerichtshof angesprochen hat. Diese Punkte sind keine Kleinigkeiten, sondern dabei geht es um Grundrechte in unserer Demokratie, über die wir heute diskutieren.
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Vieles, was wir bereits im Vorjahr, was wir bereits im Jahr 2000 andiskutiert haben, wird heute umgesetzt. Erst bis man auf die Nase fällt, wird auf unsere Vorschläge eingegangen. (Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben die Möglichkeit, heute noch zu erklären, ob Sie dort beitreten wollen, und wenn ja, wie? (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Abgeordneter Markus Fauland (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Diese Diskussion ist schon etwas sonderbar. Bis hin zu den Vorwürfen, dass im Landesverteidigungsausschuss zu wenig gearbeitet wird, war diesmal wieder alles dabei, aber das sind wir hinlänglich gewohnt. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Die Dienste haben ihre Berechtigung, aber sie sind ein Konvolut an Machenschaften, die sehr wohl einer Kontrolle zu unterliegen haben. Diese Kontrolle würde durch einen weisungsfreien Rechtsschutzbeauftragten auch gut gemacht werden. Das, was die SPÖ aber hier betreibt, ist eigentlich eine Schwächung der Kontrolle. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Das ist eine Schwächung der Kontrolle, da Sie der Empfehlung des Verfassungsgerichtshofes nicht nachkommen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Sie wollen dieser Empfehlung nicht nachkommen, das ist hinlänglich bekannt. Mit diesem Nichtnachkommen der Empfehlung nehmen Sie auch dem Rechtsschutzbeauftragten die verfassungsmäßige Weisungsfreiheit.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Somit leisten Sie eigentlich dem Missbrauch Vorschub, und das sollte eigentlich nicht der Fall sein. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Bettina Stadlbauer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Sehr dünn sind die Argumente von den Vertretern der Regierungsparteien, aber sie tragen wenigstens zur allgemeinen Erheiterung bei. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Husch-Pfusch kann man wirklich nicht sagen!
Dieses Gesetz ist ein klassisches Beispiel einer Husch-Pfusch-Gesetzgebung dieser ÖVP und FPÖ-Regierung. (Abg. Murauer: Husch-Pfusch kann man wirklich nicht sagen!) Es gibt viele Gründe, warum wir dagegen sind, abgesehen davon, dass der Rechtsschutzbeauftragte ein Organ des Ministers sein soll. Wir wollen, dass er dem Nationalrat untersteht. Ein zweiter, nicht uninteressanter Aspekt ist, dass die Regelung für die Arbeit des Rechtsschutzbeauftragten eigentlich mehr als dehnbar ist, weil er Auskünfte nur dann erhält, wenn diese nicht die nationale Sicherheit oder die Sicherheit von Menschen gefährden.
Abg. Murauer: Welche „Hintertüre“?
Daher kann ich nur davon ausgehen, dass es Absicht ist, dass Sie sich eine Hintertüre offen halten wollen, um gegebenenfalls eingreifen zu können. Das ist für Sie Demokratiepolitik! (Abg. Murauer: Welche „Hintertüre“?)
Abg. Murauer: Ja, wieso wissen Sie das?
Um bei der Landesverteidigung und beim Bundesheer zu bleiben, sehen wir uns doch § 4 Abs. 7 des Wehrgesetzes an! Hiebei geht es um die Bundesheer-Beschwerdekommission – Kollege Murauer, Sie sind dort Mitglied – und um die Struktur und Organisation derselben. (Abg. Murauer: Ja, wieso wissen Sie das?)
Abg. Murauer: Das steht nicht zur Diskussion!
Das haben Sie aber konsequenterweise auch ignoriert. (Abg. Murauer: Das steht nicht zur Diskussion!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir stehen aber für etwas anderes, nämlich für mehr Demokratie, und wir wollen optimalen Rechtsschutz. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist jetzt auch schon zweimal hintereinander ein Vergleich mit der parlamentarischen Bundesheer-Beschwerdekommission angestellt worden. Ich habe selbst die Ehre, in dieser Kommission zu sitzen, zwar nur als Ersatzmitglied, aber ich bin sehr oft dabei und kann sagen: Sie leistet gute Arbeit, ist aber natürlich nicht zu vergleichen mit dem Rechtsschutzbeauftragten, wenn es um die Sicherheit des Landes Österreich und um den Schutz so wichtiger Daten geht. Einen derartigen Vergleich kann man meines Erachtens nicht anstellen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Murauer: Also Quellenschutz ist vollkommen richtig!
Ein Punkt noch, der auch in Presseaussendungen immer wieder erwähnt wird: Militärische Dienste müssen ihre Quellen bekannt geben. – Das kann nicht sein! Wenn ein Journalist seinen Informanten bekannt gibt, dann wird er sicher keine zweite Geschichte mehr schreiben, und wenn man von Kollegen hier im Parlament verlangen würde, ihre Quellen aufzudecken, dann würden so manche Anschuldigungen ins Bodenlose fallen. (Abg. Murauer: Also Quellenschutz ist vollkommen richtig!) So ist es!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir wollen einen unabhängigen und weisungsfreien Rechtsschutzbeauftragten. Überlegen Sie sich Ihr Stimmverhalten noch einmal! Stimmen Sie für Sicherheit, stimmen Sie für mehr Kontrolle und für eine gesicherte Kontrolle und zeigen Sie dadurch auch Verantwortung für Österreich! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Pack: Das ist aber keine Volksanwaltschaft! Das kann man nicht vergleichen! Das ist etwas anderes!
Abgeordneter Ing. Erwin Kaipel (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Pack, wir fordern nur das gleiche Recht, das auch der Volksanwalt hat. (Abg. Pack: Das ist aber keine Volksanwaltschaft! Das kann man nicht vergleichen! Das ist etwas anderes!)
Beifall bei der SPÖ.
Die vorliegende Reparatur beseitigt vor allem die demokratiepolitischen Schwachstellen nicht, und daher wird es von uns auch keine Zustimmung geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn SPÖ-Abgeordneter Gaál sagt, das sei ein verpfuschtes Gesetz, dann möchte ich ihm ganz vehement widersprechen. Das Gegenteil ist der Fall! Ich glaube, hier wird nur der Zickzackkurs, den die SPÖ in so manchen Bereichen fährt, fortgesetzt. Ich möchte Sie daher nochmals ersuchen, sich Ihr Abstimmungsverhalten zu überlegen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Das ist verantwortungsvolle Politik. Ich appelliere daher nochmals an die Kolleginnen und Kollegen von der Opposition, dieser Gesetzesnovelle zuzustimmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Schöls: Das erste Mal!
Ich möchte noch darauf hinweisen, dass wir von der Sozialdemokratie auch deshalb nicht zustimmen, weil wir keinen Zickzackkurs in der Demokratiepolitik fahren wollen. (Abg. Schöls: Das erste Mal!) Seit dem Jahr 2003 hat der Verfassungsgerichtshof zahlreiche Gesetze aufgehoben; so zum Beispiel die zwangsweise Pensionierung von Beamten, die Krankenkassenfinanzierung, die Ausgliederung der Verwaltung des Zivildienstes, zentrale Bestandteile des Asylgesetzes, zentrale Bestandteile des Sicherheitspolizeigesetzes und des Militärbefugnisgesetzes.
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Was denkt sich diese Regierung dabei, wenn der Minister sagt: Gesetze müssen der Verfassung voll entsprechen!? Sechs Gesetzesbeschlüsse wurden seit dem Jahr 2003 aufgehoben. – Das entspricht natürlich nicht den Intentionen der Verfassung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gaál: Nein, nein, aus formalen Gründen!
Abgeordneter Mag. Hans Langreiter (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Es ist immer wieder gut, wenn die Kollegen auch die einzelnen Gründe dafür darlegen, warum die Regierung bemüht ist, den Vorgaben des Verfassungsgerichtshofes nachzukommen. Man kann darüber diskutieren, ob da jetzt ein kleiner oder auch großer Teil vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben worden ist, die restlichen Bedenken jedenfalls sind vom Verfassungsgerichtshof in letzter Konsequenz zurückgewiesen worden; zum einen aus inhaltlichen Gründen (Abg. Gaál: Nein, nein, aus formalen Gründen!), denn die Beschwerde wegen einer in Frage zu stellenden Trennung zwischen Militär und Polizei war inhaltlich, und zum anderen – das gebe ich zu, Kollege Gaál – aus formalen Gründen. Ich glaube, die sind nicht einmal verhandelt worden.
Abg. Dr. Einem: Das Salzamt!
Es gibt den Ständigen Unterausschuss des Landesverteidigungsausschusses des Parlaments, es gibt die Datenschutzkommission, es gibt die Bundesheer-Beschwerdekommission, es gibt die Volksanwaltschaft, es gibt vieles andere mehr. (Abg. Dr. Einem: Das Salzamt!)
Beifall bei der ÖVP.
Gehen Sie mit uns, indem Sie der Weisungsfreiheit des Rechtsschutzbeauftragten zustimmen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
wird sich qualitativ einigermaßen einpendeln. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Ich darf bewerten, was ich will, Herr Abgeordneter Scheuch, das Rederecht werden Sie mir nicht nehmen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Das Rederecht werde ich mir von Ihnen nicht nehmen lassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
wird sich qualitativ einigermaßen einpendeln. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Ich darf bewerten, was ich will, Herr Abgeordneter Scheuch, das Rederecht werden Sie mir nicht nehmen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Das Rederecht werde ich mir von Ihnen nicht nehmen lassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
wird sich qualitativ einigermaßen einpendeln. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Ich darf bewerten, was ich will, Herr Abgeordneter Scheuch, das Rederecht werden Sie mir nicht nehmen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Das Rederecht werde ich mir von Ihnen nicht nehmen lassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Spindelegger: Herr Darabos! Wie lange sind Sie denn jetzt hier herinnen? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie haben doch selbst zugehört, Herr Abgeordneter Scheuch. Man sagt: Wir reparieren das Gesetz ja eh, was will die Opposition eigentlich? Was heißt: Wir reparieren das Gesetz eh!? Könnten Sie sich einmal dazu entschließen, vor allem die Kollegen von der ÖVP, Gesetze so zu machen, dass man nicht zum Verfassungsgerichtshof gehen muss, der diese Gesetze sozusagen in zentralen Punkten wieder aufhebt? (Abg. Dr. Spindelegger: Herr Darabos! Wie lange sind Sie denn jetzt hier herinnen? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Murauer: Herr Darabos! Wie lange sind Sie denn jetzt hier herinnen?
Herr Kollege Murauer, Sie sagen so salopp, das seien doch Kleinigkeiten. (Abg. Murauer: Herr Darabos! Wie lange sind Sie denn jetzt hier herinnen?) Das ist egal, wie lange ich jetzt hier herinnen tätig bin, Kollege Murauer (Abg. Murauer: Dann erkundigen Sie sich!), Bewertungen werde ich mir auch von Ihnen nicht verbieten lassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Dann erkundigen Sie sich!
Herr Kollege Murauer, Sie sagen so salopp, das seien doch Kleinigkeiten. (Abg. Murauer: Herr Darabos! Wie lange sind Sie denn jetzt hier herinnen?) Das ist egal, wie lange ich jetzt hier herinnen tätig bin, Kollege Murauer (Abg. Murauer: Dann erkundigen Sie sich!), Bewertungen werde ich mir auch von Ihnen nicht verbieten lassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Murauer, Sie sagen so salopp, das seien doch Kleinigkeiten. (Abg. Murauer: Herr Darabos! Wie lange sind Sie denn jetzt hier herinnen?) Das ist egal, wie lange ich jetzt hier herinnen tätig bin, Kollege Murauer (Abg. Murauer: Dann erkundigen Sie sich!), Bewertungen werde ich mir auch von Ihnen nicht verbieten lassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Danke, Herr Oberlehrer! Sollen wir mitschreiben?
In einem ordentlichen Rechtsstaat gibt es die Exekutive, die Legislative und die Judikative. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Danke, Herr Oberlehrer! Sollen wir mitschreiben?) Das ist für uns wichtig, und es ist ebenso wichtig, dass diese sicherheitspolizeilichen Befugnisse auch dorthin zugeordnet werden, wo sie hingehören.
Beifall bei der SPÖ.
Minister Strasser, der auch im Sicherheitsbereich tätig ist, hat gesagt: Was Recht ist, muss nicht unbedingt gut sein! – Das ist ein Zugang zum Verfassungsstaat, der bedenklich ist. Wenn wir draußen weiterreden würden, würden Sie das vielleicht auch zugeben. Sie würden das auch zugeben. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Ich sage offen: Mit uns ist auch ein Rechtsschutzbeauftragter legislativ festzulegen. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Sie müssen sich allerdings im Klaren darüber sein, dass die Bedingungen, die wir stellen, nämlich die Weisungsfreiheit zu gewährleisten, von uns ernst genommen werden.
Beifall bei der SPÖ.
Wir wollen drei Rechtsschutzbeauftragte, wir wollen die klare Legitimation durch das Parlament. Sie sollten hier über Ihren Schatten springen, dann steht einer gemeinsamen Beschlussfassung und einer Reparatur des Pfuschgesetzes aus dem Jahr 2001 nichts im Wege. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Die SPÖ möchte, dass der Rechtsschutzbeauftragte dem Nationalrat berichtspflichtig ist und somit die Kontrolle im Parlament gestärkt wird. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Gradwohl.
Ein bisschen kann man es ja spüren. Wenn man Kollegen Gaál oder Kollegin Pfeffer am Rednerpult beobachtet, dann hat man das Gefühl: Ja wollen tät ich eh, aber dürfen tu ich nicht! (Ironische Heiterkeit des Abg. Gradwohl.)
Abg. Dr. Einem: „Skandal“!
Liebe Kolleginnen und Kollegen, warum geben Sie es denn nicht zu? Warum geben Sie es nicht zu, dass Sie wider besseres Wissen hier in der Oppositionsrolle agieren? So, wie Sie im Jahre 1967 – und jetzt bin ich, gebe ich auch zu, ein bisschen von den Vorkommnissen rund um die Bundespersonalvertretungswahlen, die in 20 Tagen stattfinden werden, geprägt – als sozialdemokratische Bewegung gegen das Bundespersonalvertretungsgesetz gestimmt haben und damit gegen die rechtliche Grundlage der öffentlich Bediensteten bei der Wahl der Interessenvertretung. (Abg. Dr. Einem: „Skandal“!) – Hör zu, ich sage dir noch etwas, vielleicht wirst du ohnehin positiv erwähnt!
Beifall bei der ÖVP.
In all den Jahren, in denen Sie in der Regierung waren, haben Sie sehr schwache Arbeitnehmerinteressenvertretungspolitik gemacht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: Was hat das mit dem Rechtsschutzbeauftragten zu tun?
Ich habe mir die Mühe gemacht (Abg. Gradwohl: Was hat das mit dem Rechtsschutzbeauftragten zu tun?) und die Namen jener FSG-Abgeordneten ausdrucken lassen – nein, damit du die Brücke hast, damit ihr dann vielleicht doch wieder leichter zustimmen könnt (Abg. Gaál: Herr Kollege, deine Zeit ist abgelaufen!) –, die angeblich gegen die SPÖ gestimmt haben, aber es sich zu jenem Zeitpunkt auch nicht zugeben getraut haben. Daher nehmt jetzt (Abg. Gaál: Deine Zeit ist abgelaufen!) die Chance wahr, auch du, Toni, und stimmt zu, damit wir die entsprechende Mehrheit für die Weisungsfreistellung bekommen, damit ihr nicht dann wieder jammern und sagen müsst, dass
Abg. Gaál: Herr Kollege, deine Zeit ist abgelaufen!
Ich habe mir die Mühe gemacht (Abg. Gradwohl: Was hat das mit dem Rechtsschutzbeauftragten zu tun?) und die Namen jener FSG-Abgeordneten ausdrucken lassen – nein, damit du die Brücke hast, damit ihr dann vielleicht doch wieder leichter zustimmen könnt (Abg. Gaál: Herr Kollege, deine Zeit ist abgelaufen!) –, die angeblich gegen die SPÖ gestimmt haben, aber es sich zu jenem Zeitpunkt auch nicht zugeben getraut haben. Daher nehmt jetzt (Abg. Gaál: Deine Zeit ist abgelaufen!) die Chance wahr, auch du, Toni, und stimmt zu, damit wir die entsprechende Mehrheit für die Weisungsfreistellung bekommen, damit ihr nicht dann wieder jammern und sagen müsst, dass
Abg. Gaál: Deine Zeit ist abgelaufen!
Ich habe mir die Mühe gemacht (Abg. Gradwohl: Was hat das mit dem Rechtsschutzbeauftragten zu tun?) und die Namen jener FSG-Abgeordneten ausdrucken lassen – nein, damit du die Brücke hast, damit ihr dann vielleicht doch wieder leichter zustimmen könnt (Abg. Gaál: Herr Kollege, deine Zeit ist abgelaufen!) –, die angeblich gegen die SPÖ gestimmt haben, aber es sich zu jenem Zeitpunkt auch nicht zugeben getraut haben. Daher nehmt jetzt (Abg. Gaál: Deine Zeit ist abgelaufen!) die Chance wahr, auch du, Toni, und stimmt zu, damit wir die entsprechende Mehrheit für die Weisungsfreistellung bekommen, damit ihr nicht dann wieder jammern und sagen müsst, dass
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
ihr es ohnehin anders machen hättet wollen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Amon: Die bezeichnet unser Land als Bananenrepublik! Das ist unerhört!
Daher, geschätzte Damen und Herren, sind wir sehr, sehr sensibel, wenn es um die Wahrung von Grundrechten geht und wenn der Verfassungsgerichtshof ein Gesetz aufgehoben hat, das einen Passus enthalten hat, der wirklich nicht der österreichischen Demokratie, sondern einer Bananenrepublik entspricht, wonach die Möglichkeit gegeben war, ohne konkreten Tatverdacht vorläufige Festnahmen durchzuführen. Ja, sehr verehrte Damen und Herren, da hätte man halt damals auch mit uns sprechen müssen (Abg. Amon: Die bezeichnet unser Land als Bananenrepublik! Das ist unerhört!) und unsere Vorschläge konkret einbeziehen müssen, anstatt drüberzufahren, wie es damals der Fall war, so wie Sie es heute noch immer wieder provozieren. Man hätte vielmehr mit uns eine sachliche Debatte führen müssen.
Beifall bei der SPÖ.
Heute hätten Sie es ja auch versucht – jetzt ist es schon ein bisschen spät. Wir sind aber nach wie vor gesprächsbereit und haben unsere Grundhaltung zum Militärbefugnisgesetz und vor allem zur Unabhängigstellung des Rechtsschutzbeauftragten mehrfach dargelegt. Wir wollen das Parlament stärken, wir wollen die parlamentarische Kontrolle stärken – das ist uns ein Anliegen –, und wir wollen vor allem auch die Grundrechte erhalten wissen. Dass wir auf das Erhalten wissen Bedacht nehmen, ist, denke ich, bei dieser Regierungskonstellation ganz besonders wichtig. In diesem Sinne kann es zu dieser Vorlage hier und heute von uns keine Zustimmung geben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Niederwieser: Aber der Strasser hat das schon gemacht!
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Kollege Kummerer, ich glaube nicht, dass jemand süffisant lächelt, wenn ein Höchstgericht ein Gesetz oder Gesetzespunkte aufhebt. (Abg. Dr. Niederwieser: Aber der Strasser hat das schon gemacht!) Ganz im Gegenteil, wir nehmen
Abg. Dr. Puswald: Das wäre ja wie bei der ÖVP!
Frau Kollegin, ich glaube schon, dass es, wenn das Parlament einen Rechtsschutzbeauftragten einsetzt und wir von diesem sicher vernünftigen und guten Weg abgehen, dass die drei Präsidenten und die Höchstrichter einen Rechtsschutzbeauftragten bestimmen, eine Verpolitisierung des Rechtsschutzbeauftragten gibt. Ich bin ebenfalls überzeugt davon, lieber Toni, dass du heute diesem Gesetz sehr gerne zustimmen würdest, aber wieder einmal Parteilinie vor Sachpolitik gestellt wird. Das finde ich sehr, sehr traurig (Abg. Dr. Puswald: Das wäre ja wie bei der ÖVP!), weil ich glaube, gerade im Sicherheitsbereich sollte man die Parteipolitik hintanstellen und die Sachpolitik in den Vordergrund stellen.
Beifall bei der ÖVP.
Ich bitte euch noch einmal sehr eindringlich, das zu überdenken, für eine geordnete Rechtssicherheit zu stimmen und somit diesem Gesetz zuzustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Einem: Das sieht man ja beim Rechnungshof!
Abgeordneter Heinz Gradwohl (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Geschätzter Herr Kollege Kößl! Ich verstehe nicht, was daran parteilich oder gar parteipolitisch sein soll, wenn das Parlament die Berichte des Rechtsschutzbeauftragten entgegennimmt. (Abg. Dr. Einem: Das sieht man ja beim Rechnungshof!) Ich weiß ja nicht, vielleicht sind Sie der Ansicht, nachdem Sie einen Freiheitlichen zum Rechnungshofpräsidenten machen mussten, dass jetzt der Rechnungshof parteiisch ist. Ich glaube nach wie vor, dass der Rechnungshof als Instrument des Parlaments überparteilich agiert, und genauso sollte es auch beim Rechtsschutzbeauftragten sein. (Abg. Scheibner: Auch der Präsident!) Aber Kollege Kößl wird das nicht mitnehmen können, denn er hört leider nicht zu. Auch Kollege Murauer wird das nicht mitnehmen können, denn er hat auch nicht zugehört. (Abg. Murauer: Vielleicht wiederholt er ...!) Aber vielleicht hat er am 19. Februar den „Kurier“ gelesen, denn da hat nämlich Herr Christoph Kotanko seinen Kommentar getitelt: „Wer mithören will, muss fühlen“. Und er hat dann die Nachhaltigkeit der Gesetzgebung dieser Bundesregierung derart beschrieben, dass der Verfassungsgerichtshof mit der Arbeit nicht mehr mitkommt.
Abg. Scheibner: Auch der Präsident!
Abgeordneter Heinz Gradwohl (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Geschätzter Herr Kollege Kößl! Ich verstehe nicht, was daran parteilich oder gar parteipolitisch sein soll, wenn das Parlament die Berichte des Rechtsschutzbeauftragten entgegennimmt. (Abg. Dr. Einem: Das sieht man ja beim Rechnungshof!) Ich weiß ja nicht, vielleicht sind Sie der Ansicht, nachdem Sie einen Freiheitlichen zum Rechnungshofpräsidenten machen mussten, dass jetzt der Rechnungshof parteiisch ist. Ich glaube nach wie vor, dass der Rechnungshof als Instrument des Parlaments überparteilich agiert, und genauso sollte es auch beim Rechtsschutzbeauftragten sein. (Abg. Scheibner: Auch der Präsident!) Aber Kollege Kößl wird das nicht mitnehmen können, denn er hört leider nicht zu. Auch Kollege Murauer wird das nicht mitnehmen können, denn er hat auch nicht zugehört. (Abg. Murauer: Vielleicht wiederholt er ...!) Aber vielleicht hat er am 19. Februar den „Kurier“ gelesen, denn da hat nämlich Herr Christoph Kotanko seinen Kommentar getitelt: „Wer mithören will, muss fühlen“. Und er hat dann die Nachhaltigkeit der Gesetzgebung dieser Bundesregierung derart beschrieben, dass der Verfassungsgerichtshof mit der Arbeit nicht mehr mitkommt.
Abg. Murauer: Vielleicht wiederholt er ...!
Abgeordneter Heinz Gradwohl (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Geschätzter Herr Kollege Kößl! Ich verstehe nicht, was daran parteilich oder gar parteipolitisch sein soll, wenn das Parlament die Berichte des Rechtsschutzbeauftragten entgegennimmt. (Abg. Dr. Einem: Das sieht man ja beim Rechnungshof!) Ich weiß ja nicht, vielleicht sind Sie der Ansicht, nachdem Sie einen Freiheitlichen zum Rechnungshofpräsidenten machen mussten, dass jetzt der Rechnungshof parteiisch ist. Ich glaube nach wie vor, dass der Rechnungshof als Instrument des Parlaments überparteilich agiert, und genauso sollte es auch beim Rechtsschutzbeauftragten sein. (Abg. Scheibner: Auch der Präsident!) Aber Kollege Kößl wird das nicht mitnehmen können, denn er hört leider nicht zu. Auch Kollege Murauer wird das nicht mitnehmen können, denn er hat auch nicht zugehört. (Abg. Murauer: Vielleicht wiederholt er ...!) Aber vielleicht hat er am 19. Februar den „Kurier“ gelesen, denn da hat nämlich Herr Christoph Kotanko seinen Kommentar getitelt: „Wer mithören will, muss fühlen“. Und er hat dann die Nachhaltigkeit der Gesetzgebung dieser Bundesregierung derart beschrieben, dass der Verfassungsgerichtshof mit der Arbeit nicht mehr mitkommt.
Abg. Kößl: Zu dem haben wir ja den Unterausschuss!
Herr Kollege Murauer, wenn Sie irgendjemand anderem unterstellen, er würde es nicht verstehen wollen, denn das Können sei vorhanden, dann darf ich dieses Kompliment zurückgeben. Sie scheinen nicht verstehen zu wollen, dass es hier Parlamentarier gibt, die sich zutrauen, ohne den Filter des Herrn Bundesministers einen Bericht des Rechtsschutzbeauftragten entgegenzunehmen und auch zu beurteilen (Abg. Kößl: Zu dem haben wir ja den Unterausschuss!), und zwar genau im Unterausschuss, Kollege Kößl. Anscheinend lesen Sie nicht einmal die eigenen Vorlagen, denn dort steht drinnen: Er, der Herr Bundesminister, erstattet den Bericht.
Abg. Großruck: Die Schweizer Garde macht das auch!
Kollege Bösch, Sie haben vorher festgestellt, es hätte sich nur um einige Kleinigkeiten gehandelt, die der Verfassungsgerichtshof hier aufgehoben hat. – Es wurde schon einige Male angesprochen, aber ich möchte es noch einmal unterstreichen: Diese „Kleinigkeiten“, Herr Kollege Bösch, beschäftigen sich mit Dingen wie Grund- und Freiheitsrechtsschutz, nämlich damit, ob jemand verhaftet werden kann, festgenommen werden kann mit oder ohne Begründung und wie das weitere Verfahren abläuft. Und wenn Sie einer Republik das Wort reden, in der ein militärisches Organ einen Passanten auf der Straße ohne Angabe von Gründen festnehmen kann und es nicht ganz klar ist ... (Abg. Großruck: Die Schweizer Garde macht das auch!) – Sind wir im Vatikan, Kollege Großruck? Schön langsam weiß ich nicht mehr, wo wir sind. Ich jedenfalls fühle mich im österreichischen Parlament, Kollege Großruck – ich weiß nicht, wo du bist! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Kollege Bösch, Sie haben vorher festgestellt, es hätte sich nur um einige Kleinigkeiten gehandelt, die der Verfassungsgerichtshof hier aufgehoben hat. – Es wurde schon einige Male angesprochen, aber ich möchte es noch einmal unterstreichen: Diese „Kleinigkeiten“, Herr Kollege Bösch, beschäftigen sich mit Dingen wie Grund- und Freiheitsrechtsschutz, nämlich damit, ob jemand verhaftet werden kann, festgenommen werden kann mit oder ohne Begründung und wie das weitere Verfahren abläuft. Und wenn Sie einer Republik das Wort reden, in der ein militärisches Organ einen Passanten auf der Straße ohne Angabe von Gründen festnehmen kann und es nicht ganz klar ist ... (Abg. Großruck: Die Schweizer Garde macht das auch!) – Sind wir im Vatikan, Kollege Großruck? Schön langsam weiß ich nicht mehr, wo wir sind. Ich jedenfalls fühle mich im österreichischen Parlament, Kollege Großruck – ich weiß nicht, wo du bist! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Neugebauer: Ihr habt gerade von der „Bananenrepublik“ gesprochen!
Gerade deswegen, weil wir im österreichischen Parlament sind und weil wir stolz sind auf diese Republik und auch weiter stolz sein wollen auf diese Republik ... (Abg. Neugebauer: Ihr habt gerade von der „Bananenrepublik“ gesprochen!) Wir wollen keine Bananenrepublik werden, Kollege Neugebauer! Sie müssen ein bisschen zuhören, nicht selektiv wahrnehmen! Zuhören – verstehen – und dann verarbeiten! Oder, wie Kollege Walch sagt: Lesen – denken – reden! (Ruf bei der SPÖ: Wo ist der Walch?) Der ist leider nicht hier. Darum hat das jetzt nicht funktioniert.
Ruf bei der SPÖ: Wo ist der Walch?
Gerade deswegen, weil wir im österreichischen Parlament sind und weil wir stolz sind auf diese Republik und auch weiter stolz sein wollen auf diese Republik ... (Abg. Neugebauer: Ihr habt gerade von der „Bananenrepublik“ gesprochen!) Wir wollen keine Bananenrepublik werden, Kollege Neugebauer! Sie müssen ein bisschen zuhören, nicht selektiv wahrnehmen! Zuhören – verstehen – und dann verarbeiten! Oder, wie Kollege Walch sagt: Lesen – denken – reden! (Ruf bei der SPÖ: Wo ist der Walch?) Der ist leider nicht hier. Darum hat das jetzt nicht funktioniert.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Da wir diese Republik als rechtsstaatliche Republik erhalten wollen, meine Bitte: Lieber Kollege Murauer, fass Mut, gib deinem Herzen einen Stoß! Kollege Bösch, sei etwas mannhafter! Stimmt doch den Vorschlägen der Opposition zu! Stimmt einem Rechtsschutzbeauftragten zu, der diesen Namen auch verdient und wo das Parlament die Kontrolle darüber hat! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Wenn der Verfassungsgerichtshof Teile eines Gesetzes aufhebt und eine Neuordnung einfordert und das Parlament dann diesem Auftrag nachkommt und diese Neuordnung im Gesetz vornimmt, dann ist das eigentlich ein normaler rechtsstaatlicher Vorgang. Das mit einer Bananenrepublik zu vergleichen ist jedenfalls aus unserer Sicht mit aller Deutlichkeit zurückzuweisen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Schelm denkt, so ist er!) Unsere Position dazu ist, dass es ja wohl nicht so sein kann, dass der Quellenschutz für Journalisten gilt, aber für militärische Dienste nicht. Also ich glaube, diesen Vergleich sollten Sie zumindest akzeptieren. Alles andere geht in Richtung einer völlig pazifistischen Einstellung, die wir auch nicht teilen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Deshalb, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, möchte ich Sie noch einmal einladen: Überlegen Sie sich das! Geben wir dem Rechtsschutzbeauftragten jenen Stellenwert, der ihm zuzumessen ist – und das wäre jener im Verfassungsrang, der garantiert, dass er weisungsfrei agieren kann! Ich lade Sie nochmals herzlichst dazu ein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend möchte ich aber, da wir damit rechnen, wie wir es ja von der Sozialdemokratie gewöhnt sind, dass sie in ihrer leider nicht allzu konstruktiven Oppositionshaltung dem nicht die Zustimmung geben wird, noch einmal betonen, dass der Herr Bundesminister mehrmals erklärt hat, dass er, auch wenn es diese Weisungsmöglichkeit gibt, ausdrücklich den Rechtsschutzbeauftragten die volle Unterstützung zugesagt hat. Es gibt keinen einzigen Fall, der irgendwo öffentlich nachzulesen gewesen wäre, wo ein Rechtsschutzbeauftragter der Meinung gewesen wäre, er hätte nicht alle Informationen bekommen, die notwendig sind, um seiner Aufgabe nachzukommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Deshalb, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie: Ich würde Sie bitten, ein bisschen mehr Vertrauen in unsere Behörden zu haben, ein bisschen mehr Vertrauen in unsere Exekutivorgane zu haben. Diese arbeiten nämlich sehr ordentlich, arbeiten sehr genau nach den Buchstaben des Gesetzes. Dieses Misstrauen, das Sie hier schüren wollen, ist bei weitem nicht angebracht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Kein gutes Beispiel! Da seid ihr zurückgepfiffen worden!
Ich möchte hier die Vorgehensweise bei der Verteidigungsdoktrin anmerken (Abg. Scheibner: Kein gutes Beispiel! Da seid ihr zurückgepfiffen worden!), wo wir ganz nahe dran waren, gemeinsam eine Entscheidung zu fällen, die letztendlich aber an Begriffen wie NATO, Neutralität gescheitert ist. Und wenn man heute weiß, dass die ÖVP die Neutralität jetzt ganz anders sieht, darf man uns nicht unterstellen, nicht ernst genug dort verhandelt zu haben.
Beifall bei der SPÖ.
Wir als Sozialdemokraten haben dazu eine ganz klare Stellung: Wir sind für das österreichische Bundesheer, wir sind auch bei diesem Militärbefugnisgesetz an sich für einen weisungsfreien Rechtsschutzbeauftragten, aber ich wiederhole es noch einmal: Dieser sollte wirklich weisungsfrei und ausschließlich dem Parlament verantwortlich sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Gerade in der Novelle wurden die Bedenken des Verfassungsgerichtshofs beachtet, wie ich selbst feststellen konnte. Die Sachen sind weitest durchdiskutiert. Ich kann deshalb abschließend nur Folgendes sagen: Ich hoffe und darf bitten, dass alle diesem Entwurf zustimmen, denn im Bereich der Landesverteidigung müssen wir Österreicher und Europäer zusammenstehen. Ich darf daher noch einmal darum bitten, dass man sich vielleicht doch überlegt, das heute passieren zu lassen. – Ich danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein weiterer Grund ist, dass sowohl die Arbeitslosenversicherung, die Krankenversicherung als auch die Unfallversicherung netto in die Vergleichsberechnung eingehen und leider nicht mit der Bemessungsgrundlage, sodass diese unterschiedlichen Regelungen eine Verschlechterung für den sozial schlechter Gestellten bedeuten. Aus diesen Gründen lehnen wir diese Novelle ab. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In einer Durchschnittsbetrachtung wird es möglicherweise da und dort geringfügige Veränderungen geben. In der weitaus überwiegenden Zahl der Fälle wird die Neuregelung an den Witwen- beziehungsweise Witwerpensionen, die bisher mit 60 Prozent bemessen worden sind, nichts ändern. Ich bitte Sie um Zustimmung zu dieser Vorlage. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Kollege Neugebauer! Wie Sie wissen, haben wir Vorschläge für eine eigenständige Altersversorgung gemacht. Ich halte das für die Zukunft für wesentlich besser und sinnvoller. Abgesehen davon ändern die Regelungen, die hier zur Beschlusslage vorliegen, glaube ich, nichts daran, dass unter Umständen neue Ungerechtigkeiten produziert werden. Deshalb stimmen wir so wie bei der ASVG-Novellierung auch diesmal dagegen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Wir können uns den Einwendungen des Kollegen Öllinger und auch des Kollegen Wittmann nicht anschließen. Ich schließe mich aber umso lieber den Argumenten des Kollegen Neugebauer an. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Wir halten es für sinnvoll und notwendig, dem Verfassungsgerichtshof-Erkenntnis zu entsprechen, und das wird mit dieser Vorlage auch getan. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Sie entsprechen nicht!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Sie entsprechen nicht!
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Wir können uns den Einwendungen des Kollegen Öllinger und auch des Kollegen Wittmann nicht anschließen. Ich schließe mich aber umso lieber den Argumenten des Kollegen Neugebauer an. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Wir halten es für sinnvoll und notwendig, dem Verfassungsgerichtshof-Erkenntnis zu entsprechen, und das wird mit dieser Vorlage auch getan. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Sie entsprechen nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schöls: So ist es!
Liebe Kollegen! Liebe Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer von Seiten der Regierungsparteien! Wenn man etwas Schlechtes gemacht hat und jetzt etwas an ein schlechtes Recht anpasst, dann überlasse ich die Beurteilung darüber den Kolleginnen und Kollegen bei den bevorstehenden Personalvertretungswahlen, lieber Alfred Schöls! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schöls: So ist es!)
Abg. Schöls: Weil ihr immer schon gegen etwas Vernünftiges wart!
Beschlussfassung gestimmt hat? Soll ich es sagen? (Abg. Schöls: Weil ihr immer schon gegen etwas Vernünftiges wart!) – Weil die Dienstaufsicht die Personalvertretungsorgane kontrolliert hat! Das war der Grund. Das war damals schon euer demokratiepolitischer Zugang, Freunde, und erst die Regierung Kreisky hat das geändert. – Nur, damit wir wissen, wovon wir reden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Beschlussfassung gestimmt hat? Soll ich es sagen? (Abg. Schöls: Weil ihr immer schon gegen etwas Vernünftiges wart!) – Weil die Dienstaufsicht die Personalvertretungsorgane kontrolliert hat! Das war der Grund. Das war damals schon euer demokratiepolitischer Zugang, Freunde, und erst die Regierung Kreisky hat das geändert. – Nur, damit wir wissen, wovon wir reden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher werden wir von Seiten der Sozialdemokraten im Interesse der Kollegenschaft dieser Novelle nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Mit dieser Novelle und den geplanten Änderungen in der Berechnungsart für Witwen- und Witwerpensionen ist eine notwendige Gesetzesreparatur geschehen. Ich meine, es ist eine Verbesserung, und ich bitte Sie, diesem Gesetz die Zustimmung zu geben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Maria Grander (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Auch meine Kinderstube war der Betriebsrat; ich war Betriebsratsvorsitzende. Es ist also nicht nur eine Legitimation Ihrer Seite, sondern auch wir kommen aus diesem – sagen wir es so – „Stall“. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ansonst entspricht der Einkommensbegriff dem bisher geltenden. Die Neuregelung wird in der weitaus überwiegenden Mehrzahl aller Fälle keine Auswirkung auf den Prozentsatz des Witwen- und Witwerversorgungsgenusses haben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)