Eckdaten:
Für die 140. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1091 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Im Fernsehen hat voriges Jahr die Sendung „Bundesland heute“ im Durchschnitt fast eineinhalb Millionen Zuseher gehabt. „Zeit im Bild 2“ hat etwa rund eine halbe Million und „Zeit im Bild 1“ ungefähr 1,3 bis 1,4 Millionen. Das noch Interessantere ist, dass auch immer selektiver gesehen wird: Die Leute sitzen nicht jeden Abend vor dem elektronischen Altar, aber wenn etwas passiert, dann sind sie da. Sonst schaut man Unterhaltung auf welchem Kanal auch immer, aber wenn etwas los ist – das hat man beim Tsunami, beim Tod des Papstes, bei den Terroranschlägen in London oder bei den großartigen Dokumentationen von Hugo Portisch gemerkt –, dann steigt die Quote auf 1,5 bis 1,7 Millionen Zuseher. Ich glaube, wir können stolz sein auf den ORF und auch auf die Journalisten, die dort arbeiten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Herr Klubobmann! In einem gegenüber der Regierung durchaus kritisch eingestellten Medium, im „profil“ von voriger Woche, war eine OGM-Umfrage nachzulesen, laut der 40 Prozent der Österreicher der Meinung sind, dass sie im ORF gleich gut informiert werden wie vor fünf Jahren, 31 Prozent sind sogar der Meinung, sie werden besser informiert als vor fünf Jahren. 71 Prozent sind also nicht so schlecht für den ORF. Vielleicht liegt das, was Sie beklagen, daran, dass wir einfach mehr an Informationen anbieten können als Sie. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe bei der SPÖ: Frage!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! So neu war das, was vom Fragesteller gekommen ist, nicht, nämlich auch den ORF schlechtzureden. (Rufe bei der SPÖ: Frage!)
Abg. Mag. Gaßner: Fragen!
Meine Frage lautet daher: Uns geht es um die Chancen des ORF. (Abg. Mag. Gaßner: Fragen!) Herr Bundeskanzler! Wo sehen Sie in der digitalen Zukunft, die auch der ORF hat, die Chancen des ORF?
Beifall bei der ÖVP.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Der Publikumsrat wird sehr breit aus der österreichischen Bürgergesellschaft zusammengesetzt. Dazu gibt es Wahlen für sechs Publikumsräte. Natürlich haben wir gesehen, dass sehr stark versucht wird, über bestimmte Organisationen Einfluss zu nehmen. Da ist niemand frei, auch wir selbst nicht. Aber insgesamt glaube ich, dass der Publikumsrat eine große Breite repräsentiert und dass dort sehr intensiv daran gearbeitet wird, wie man das Programm im ORF noch weiter verbessern kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Frage!
lich-rechtlichen Senders Glaubwürdigkeit in politischer Berichterstattung und Unabhängigkeit ist. Sie haben jetzt eine „profil“-Umfrage zitiert (Ruf bei der ÖVP: Frage!) und einen wesentlichen Teil davon vergessen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist keine Antwort gewesen!
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Ich habe Ihnen zuerst aus der gleichen Umfrage zitiert, dass 71 Prozent der Meinung sind, sie werden gleich gut oder sogar noch besser informiert als früher. Ehrlich gesagt, jeder von uns hat irgendwann einmal das Gefühl, dass er schlecht oder zu schlecht behandelt wird. Das trifft Sie, das trifft aber auch uns, das muss ich ganz offen sagen. Niemand ist ganz zufrieden. Und das ist auch gut so bei einem unabhängigen ORF, und so soll er bleiben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist keine Antwort gewesen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zweitens haben wir mit allen Bundesländern regionale Wachstumsverträge abgeschlossen, die in Summe etwa 1,2 Milliarden an zusätzlichem Geld in die Regionen bringen; damit werden ungefähr 3 Milliarden an Investitionen letztlich freigesetzt. Dann haben wir im Herbst bei der Regierungsklausur ein Zusatzpaket für das Arbeitsmarktservice in der Höhe von etwa 300 Millionen € beschlossen, das jetzt zu wirken beginnt. Es sollen im heurigen Jahr etwa 60 000 Menschen eine Zusatzqualifikation bekommen. In Summe steht heuer 1 Milliarde € mehr Geld für aktive Arbeitsmarktförderung zur Verfügung als etwa im Jahr 1999. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe bei der SPÖ: Frage!
schen sensibel ist. (Rufe bei der SPÖ: Frage!) Die Frage folgt auf dem Fuße: Was tut die Bundesregierung, geschätzter Herr Bundeskanzler, insbesondere zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit junger Menschen?
Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.
Zweitens: die Qualifikation, die ich schon erwähnt habe, das Nachholen eines Pflichtschulabschlusses oder eines Lehrabschlusses. Die Arbeitsmarktdaten, die heute publiziert worden sind, zeigen ein ganz interessantes Bild: Zum ersten Mal seit vielen Monaten oder Jahren sinkt die Arbeitslosigkeit bei den Jungen bis zu 15 Jahren, aber auch bei den 15- bis 24-Jährigen. Darauf können wir gemeinsam stolz sein. Genauso sinkt die Arbeitslosigkeit mittlerweile auch in fünf Bundesländern. (Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.) Das sollte Sie freuen, Herr Abgeordneter! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zweitens: die Qualifikation, die ich schon erwähnt habe, das Nachholen eines Pflichtschulabschlusses oder eines Lehrabschlusses. Die Arbeitsmarktdaten, die heute publiziert worden sind, zeigen ein ganz interessantes Bild: Zum ersten Mal seit vielen Monaten oder Jahren sinkt die Arbeitslosigkeit bei den Jungen bis zu 15 Jahren, aber auch bei den 15- bis 24-Jährigen. Darauf können wir gemeinsam stolz sein. Genauso sinkt die Arbeitslosigkeit mittlerweile auch in fünf Bundesländern. (Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.) Das sollte Sie freuen, Herr Abgeordneter! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Mein Appell geht natürlich weiter, nämlich dass wir auch die Vorbildwirkung im öffentlichen Dienst anbieten. Der Bund hat 1 000 zusätzliche Lehrplätze, die Länder und Gemeinden, so hoffe ich, werden einen ähnlichen Schritt setzen, sodass wir insgesamt da ganz gut aufgestellt sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Unser Ziel ist es – ich habe diesbezüglich mit Christoph Leitl einen sehr engen Kontakt –, vor allem bei den jungen Menschen die Langzeitarbeitslosigkeit zum Verschwinden zu bringen. Das ist meine Ambition, und ich hoffe, wir werden es noch erleben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir wollen auch mit dieser Aktion den Lehrlingen zeigen: Wir stehen hinter euch, wir halten eure Arbeit für unerhört wichtig, denn wir werden in einigen Jahren diese Facharbeiter, diese Qualifikationen mit der Lupe suchen und bitternotwendig brauchen. Daher: Seien wir stolz auf die ausbildenden Betriebe, seien wir stolz auf die Lehrlinge – und gönnen Sie ihnen ein bisschen diese Freude, das gehört auch dazu! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
der Rechtsprechung des VfGH rechtskonformen Zustand herbeizuführen. Unabhängig von diesen juristischen Feinheiten habe ich mich viele Jahre lang bemüht, in Konsenskonferenzen, die alle politischen Parteien auf der Bundesebene und die Kärntner Landtagsparteien, vor allem aber auch die Slowenenorganisationen und die Heimatverbände mit einschließen, einen Konsens zu finden. Wir sind, würde ich einmal sagen, recht knapp daran. Lassen Sie uns einfach die Zeit bis 30. Juni nützen, damit wir in einem konstruktiven Dialog ein Ergebnis zustande bringen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Frau Abgeordnete! Ich lege großen Wert darauf, dass nicht einfach der Eindruck entsteht, in Kärnten sei nichts geschehen; das ist nicht richtig. Wir haben im vorigen Jahr – das war mir auch sehr wichtig –, im Gedankenjahr zusätzliche Ortstafeln aufgestellt, um die Verordnung, die Bruno Kreisky im Jahr 1971 erlassen hat, mit Leben zu erfüllen. Das ist der entscheidende Punkt. Ich bin der erste Bundeskanzler, der seit Bruno Kreisky dieses Thema bearbeitet. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Molterer: Das waren zwei Fragen!
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (SPÖ): Herr Bundeskanzler! Warum dulden Sie als für die Topographieverordnung Zuständiger, dass der Kärntner Landeshauptmann den Verfassungsgerichtshof verhöhnt und entgegen österreichischem Verfassungsrecht die Mehrheit über Minderheitenrechte abstimmen lässt? Und: Ist das Ihr Versuch, Ihren politisch toten Regierungspartner wiederzubeleben? (Abg. Mag. Molterer: Das waren zwei Fragen!)
Oh-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Herr Abgeordneter! Ich habe mit Ihrer Vorsitzenden, Frau Schaunig, genauso Gespräche geführt, und wir sind hier absolut in einer Linie. Das letzte Gespräch vor einigen Wochen mit Landeshauptmann Haider, Frau Landesrätin Schaunig und mit Herrn Landesrat Martinz hat immerhin dazu geführt, dass wir mit allen Bürgermeistern geredet haben. Seit Kreisky bin ich der Erste, der das gemacht hat, und ich kann Ihnen genau sagen, welche Bürgermeister, die Ihnen nicht ganz fern stehen (Oh-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen), am härtesten gegen das Aufstellen von Ortstafeln aufgetreten sind. Ich möchte auch das hier einmal sagen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
So einfach und so schwarz-weiß ist eben die Situation in Kärnten nicht. Daher: Bleiben wir bei dem bewährten Weg hier auf Bundesebene, dass wir mit dem Land mit allen relevanten Gruppen, mit den Slowenenorganisationen und mit den Heimatverbänden, einen Konsens suchen wollen. Und lassen wir dabei die parteipolitischen Spiele außer Acht – die haben hier nichts verloren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Wittmann: Ein gescheiter Landeshauptmann!
Abgeordnete Silvia Fuhrmann (ÖVP): Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Unter Ihnen wurden ja bereits im Jahr 2000 im Burgenland zweisprachige Ortstafeln aufgestellt. Welche Maßnahmen haben dort dazu geführt, dass die zweisprachigen Ortstafeln erfolgreich umgesetzt werden konnten? (Abg. Dr. Wittmann: Ein gescheiter Landeshauptmann!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Es ist nicht so einfach. Es war dies eine Zeit lang sehr umstritten im Burgenland. Es war zum Teil sehr umstritten. Es sind ja dort kroatische und ungarische Ortstafeln aufgestellt worden. Voraussetzung dafür war, dass wir ebenfalls monatelang Vorarbeiten gehabt haben, dass wir alle Organisationen eingebunden haben, dass es eine Zielgruppenanalyse gegeben hat, dass es Werbung für dieses Projekt gegeben hat und auch eine entsprechende Förderung. Und am Ende – und darauf bin ich schon ein wenig stolz – konnte ich mit dem damaligen Landeshauptmann Stix, Landeshauptmann-Stellvertreter Jellasitz und allen politischen Gruppen wirklich ein Volksfest bei der Aufstellung dieser zweisprachigen Ortstafeln feiern, wie es übrigens in Kärnten vor nicht ganz einem Jahr genauso gelungen ist. Das muss das Modell sein: gemeinsam, miteinander und nicht gegeneinander. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Keine Grundrechte gibt es!
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Die Aktion hat dazu geführt, quasi auf einem Umweg den Verfassungsgerichtshof mit einem Thema zu befassen, das er wahrscheinlich sonst nicht aufgegriffen hätte. Dabei sollten wir es aber wirklich belassen, denn im Prinzip gibt es überhaupt keinen Grund dafür (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Keine Grundrechte gibt es!), dass jetzt quasi durch alle möglichen Ortschaften bewusst dieses Mittel eingesetzt wird, weil es auch wieder dazu führt, dass polarisiert wird, und das halte ich persönlich in dieser Situation, die heikel und sensibel ist, nicht für richtig.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Jetzt ist der Weg des Miteinander der Volksgruppen angesagt, und ich möchte hier großen Respekt etwa dem Zentralverband der Kärntner Slowenen und auch dem Kollegen Sadovnik und seinem Verband aussprechen. Die machen das sehr ordentlich, und die distanzieren sich auch von solchen Aktionen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ein zweiter großer Punkt ist natürlich mehr Geld. Wir haben die Forschungsgelder innerhalb von fünf Jahren praktisch verdoppeln können, und damit ist ein Forschungsboom und auch ein Forscherboom in Österreich ausgelöst worden, der genau diese Ergebnisse gebracht hat. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Wie Sie wissen, haben wir in diesem Bereich von 1999, da waren wir bei etwas über 1,8 Prozent, bis jetzt einen Anstieg auf 2,35 Prozent zu verzeichnen. Unser Ziel ist, in den nächsten ein, zwei Jahren 2,5 Prozent und noch vor dem Jahr 2010 die 3-Prozent-Grenze zu erreichen. Ich halte das ohne weiteres für möglich, weil wir ja noch etwas gemacht haben, was ich vorhin vergessen habe zu erwähnen, nämlich eine der besten steuerlichen Förderungen innerhalb der Europäischen Union. Wer forscht, bekommt einen Forschungsfreibetrag von 25 Prozent oder, wenn er nicht genügend Gewinne macht, 8 Prozent Forschungsprämie. Das hat außer Irland, glaube ich, kein anderes europäisches Land. Das hat auch dazu beigetragen, dass die Wirtschaft sehr stark anzieht und nicht alles vom öffentlichen Steuerzahler gezahlt werden muss. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Bundeskanzler! Die Entwicklung von Innovationen braucht ebenso wie die Forschung Rahmenbedingungen, die sicherstellen, dass frei und unabhängig von politischem Einfluss gearbeitet werden kann. Wie werden Sie sicherstellen, dass ForscherInnen in Österreich nicht wie im Fall der so genannten Elite-Universität Gugging von der Regierungspolitik überfahren und instrumentalisiert werden und in der Folge für wichtige Aufgaben nicht mehr zur Verfügung stehen wollen? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Mit Verlaub gesagt, bitte: Ich kenne die Gegend ein bisschen, ich bin gebürtiger Wiener. Wenn mir einer einredet, dass der wohl spannendste und mit Lebensqualität am meisten behaftete Vorort von Wien – und das ist Klosterneuburg – nicht besser ist als ein Flugfeld im Norden, in Aspern bei Wien, der soll sich einmal die Gegend anschauen. Das eine ist Steppe, Einöde – und das andere ist ein pulsierender, urbaner Bereich, der allerdings verkehrsmäßig verbessert werden muss, aber jeder wird sich darum reißen, dort zu arbeiten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Weinzinger: Ja, ja, das ist ja das Problem!
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Also ich glaube, dass keine Partei ein solches Projekt vereinnahmen kann und soll. Ich sage das auch sehr offen dazu. Mit Verlaub gesagt, habe ich mit Elisabeth Gehrer wesentlich dazu beigetragen (Abg. Mag. Weinzinger: Ja, ja, das ist ja das Problem!), dass etwa das IMBA – hören Sie zu! –, das eine der spannendsten Forschungseinrichtungen ist, in Wien angesiedelt wird. Wann ich mich ganz dunkel daran erinnere, Herr Abgeordneter Broukal – Sie sind auch Wiener –, finanziert die Stadt Wien das nicht mit. Ich sage das nur. Wir finanzieren – mit Steuerzahlergeld natürlich – in Wien spannendste Forschungsprojekte!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben in Wien die Forschungseinrichtungen massiv aufgestockt. Und jetzt sage ich nicht, das ist die SPÖ in Wien – gar nicht. Ich bin Wiener, und wir sind alle dafür, wo immer es geht, Forschung zu etablieren. Eines möchte ich aber nicht haben: dass deswegen, weil zufällig – dank Wählergunst – die ÖVP in Niederösterreich vorne ist, in Niederösterreich keine Spitzenforschung möglich sein soll. Diese Abwertung halte ich nicht für zulässig, Herr Abgeordneter. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: Was ist mit der Antwort auf die Frage?
Gestern war im „Standard“ ein großartiger Artikel. (Abg. Dr. Puswald: Was ist mit der Antwort auf die Frage?) Ja, ich beantworte die Frage. Wenn Sie nicht zuhören und stattdessen schreien, kann ich nichts dafür. Aber das ist die inhaltliche Antwort darauf: Das ist ein Netzwerk, das mit den bestehenden Universitätsinstituten kooperieren soll. Es ist ja auch kein Zufall, dass die Rektorenkonferenz, die Akademie der Wissenschaften gerne dabei mitarbeiten wollen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Gestern war im „Standard“ ein großartiger Artikel. (Abg. Dr. Puswald: Was ist mit der Antwort auf die Frage?) Ja, ich beantworte die Frage. Wenn Sie nicht zuhören und stattdessen schreien, kann ich nichts dafür. Aber das ist die inhaltliche Antwort darauf: Das ist ein Netzwerk, das mit den bestehenden Universitätsinstituten kooperieren soll. Es ist ja auch kein Zufall, dass die Rektorenkonferenz, die Akademie der Wissenschaften gerne dabei mitarbeiten wollen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich darf Ihnen heute sagen, noch bevor es der Ministerrat beschlossen hat: Wir werden für dieses Projekt insgesamt 570 Millionen € in den nächsten zehn Jahren zur Verfügung stellen können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) 570 Millionen € – das ist die größte Investition in Forschung und Entwicklung, die es je gab! 340 Millionen € kommen von der öffentlichen Hand. Davon werden 115 Millionen € für Investitionen in die Gebäude, in die Labors und das Grundstück verwendet, 225 Millionen € für den laufenden Betrieb, der ja finanziert werden muss, Personalkosten und so weiter, und dann kommen dazu 135 Millionen € erwartete Drittmittel aus der Wirtschaft, von der Europäischen Union, oder Aufträge, und 95 Millionen € würde der Bund noch einmal dazugeben, um das zu matchen. Alles, was dieses Institut herbringt, wird dann noch einmal von der öffentlichen Hand, vom Bund zusätzlich angereichert.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Mir ist nur aufgefallen, dass Sie Ihre Anfrage jetzt modifiziert haben. Das ist interessant, denn Sie haben nämlich in der Anfrage ursprünglich formuliert: „Was werden Sie unternehmen, damit auch in Kärnten der Rechtsstaat eintritt ...?“ – Ich muss ganz ehrlich sagen, als ich diese Frage gelesen habe, hat es mich „g’rissen“. Sie sind Kärntnerin, und ich muss sagen, Kärnten ist genauso Rechtsstaat wie Burgenland, Wien, Niederösterreich oder jedes andere Bundesland. Und dafür sorgen Beamte, erstklassige Leute, Polizisten, Richter, Beamte auch im Landesdienst. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Kärntens und aller anderen Bundesländer, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Rufe: Frage!
Herr Bundeskanzler! Der Kärntner Landeshauptmann ist Ihr Koalitionspartner (Rufe: Frage!), und in dieser Ihrer Funktion als Bundeskanzler frage ich Sie, ob sich jemand, der Verfassungsrichter beschimpft, Ortstafeln verrückt, rechtsstaatliche Prinzipien ignoriert, innerhalb des von Präsidenten Khol formulierten „Verfassungsbogens“ befindet.
Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Frau Abgeordnete, eigentlich war der Kärntner Landeshauptmann bis vorgestern Ihr Koalitionspartner, wenn ich mich dunkel erinnere. (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Das ist also irgendwie ein Selbstschuss, diese Zusatzfrage. Aber um das sehr ernst zu beantworten: Selbstverständlich ist es auch meine Aufgabe, den Verfassungsdienst zu respektieren und ihm zu seinem Recht zu verhelfen, und das habe ich x-mal gesagt und werde es auch tun. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Wurm: Verfassungsgerichtshof!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Wurm: Verfassungsgerichtshof!
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Frau Abgeordnete, eigentlich war der Kärntner Landeshauptmann bis vorgestern Ihr Koalitionspartner, wenn ich mich dunkel erinnere. (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Das ist also irgendwie ein Selbstschuss, diese Zusatzfrage. Aber um das sehr ernst zu beantworten: Selbstverständlich ist es auch meine Aufgabe, den Verfassungsdienst zu respektieren und ihm zu seinem Recht zu verhelfen, und das habe ich x-mal gesagt und werde es auch tun. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Wurm: Verfassungsgerichtshof!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ohne Landeshauptmann!
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Frau Abgeordnete, ich bin Ihnen dankbar, dass Sie auf dieses wichtige Thema der Komensky-Schule hinweisen. Das ist ein deutsch-tschechisches Bildungszentrum in Wien. Wir haben das intensiv gefördert. Es gibt jetzt erstmals auch Slowakisch-Unterricht. Mit 50-jähriger Unterbrechung kann dort das Oberstufenrealgymnasium bis zur Matura geführt werden. Wir haben hier sehr viel Verständnis auch bei den Volksgruppen gefunden, dass sie ihre Förderungen vor allem in dieses Bildungszentrum hineinbringen. Diese Schule weist steigende Schülerzahlen auf, ist sehr geschätzt, wird geradezu gesucht von vielen, die bewusst dieses Bilinguale oder Trilinguale suchen – wie übrigens auch in Kärnten interessanterweise, entgegen dem, was man manchmal hört, die Anmeldungen zum Slowenisch-Unterricht deutlich gestiegen sind, was zeigt, dass das Miteinander der Volksgruppen eigentlich perfekt funktioniert. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ohne Landeshauptmann!) Und so soll es sein! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Frau Abgeordnete, ich bin Ihnen dankbar, dass Sie auf dieses wichtige Thema der Komensky-Schule hinweisen. Das ist ein deutsch-tschechisches Bildungszentrum in Wien. Wir haben das intensiv gefördert. Es gibt jetzt erstmals auch Slowakisch-Unterricht. Mit 50-jähriger Unterbrechung kann dort das Oberstufenrealgymnasium bis zur Matura geführt werden. Wir haben hier sehr viel Verständnis auch bei den Volksgruppen gefunden, dass sie ihre Förderungen vor allem in dieses Bildungszentrum hineinbringen. Diese Schule weist steigende Schülerzahlen auf, ist sehr geschätzt, wird geradezu gesucht von vielen, die bewusst dieses Bilinguale oder Trilinguale suchen – wie übrigens auch in Kärnten interessanterweise, entgegen dem, was man manchmal hört, die Anmeldungen zum Slowenisch-Unterricht deutlich gestiegen sind, was zeigt, dass das Miteinander der Volksgruppen eigentlich perfekt funktioniert. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ohne Landeshauptmann!) Und so soll es sein! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Einer meiner Impulse und mein Angebot war ja auch gegenüber den Bürgermeistern und gegenüber den Heimatverbänden und den Slowenisch sprechenden Volksgruppen, dass wir einen solchen großen Konsens unterfüttern wollen, stützen wollen durch Begleitmaßnahmen, die für die dort lebende Bevölkerung sehr wichtig sein werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei den Freiheitlichen: Frage!
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Herr Bundeskanzler! Ich bin einigermaßen verwundert darüber, was Sie als „bewährten Weg auf Bundesebene“ in Zusammenhang mit der Umsetzung von Erkenntnissen des Verfassungsgerichtshofes in Kärnten betrachten. Ist das ein „bewährter Weg“, wenn man von Ihrer Seite dazu schweigt, wenn der Herr Landeshauptmann von Kärnten Ortstafeln verrückt und so den Verfassungsgerichtshof geradezu verhöhnt? (Rufe bei den Freiheitlichen: Frage!)
Beifall bei den Grünen.
Meine Frage ist, Herr Bundeskanzler: Warum stellt die Bundesregierung keine Ministeranklage gegen Haider – eine Möglichkeit, die Sie haben? Warum stellt die Bundesregierung nicht den Antrag auf Verordnungsprüfung beim Verfassungsgerichthof – eine Möglichkeit, die die Bundesregierung hat? Das wäre ein „bewährter Weg“, zu handeln, Herr Bundeskanzler. Wann werden Sie das tun? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher glaube ich, dass wir auch mit den anderen reden müssen, mit den Gemeinden, mit den anderen Gruppierungen, dass wir eine solche Lösung zustande bringen. Mit Klagen werden Sie gar nichts erreichen, da polarisieren Sie nur. Das mag Ihnen recht sein, mir ist es das nicht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Broukal: Danke für diese „kritische“ Frage!
(Abg. Broukal: Danke für diese „kritische“ Frage!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Frau Abgeordnete! Hervorragend, denn im Jahr 2000 hatten diese Unternehmungen etwa 6 Milliarden € Schulden, heute sind sie praktisch schuldenfrei. Damals lag – trotz vieler Privatisierungen in der Zwischenzeit – der Börsewert vor der Privatisierung bei 5 Milliarden €, heute liegt er nach Privatisierungen bei weit über 8 Milliarden €. Jeder Mitarbeiter, der Aktien gekauft hat, hat ein Mehrfaches von dem, was er eingezahlt hat, wieder herausbekommen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) – Das von der Mitarbeiterbeteiligung hören Sie nicht gerne, stimmt’s? Aber die ist mir ein ganz besonders wichtiges Anliegen, Herr Abgeordneter. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Frau Abgeordnete! Hervorragend, denn im Jahr 2000 hatten diese Unternehmungen etwa 6 Milliarden € Schulden, heute sind sie praktisch schuldenfrei. Damals lag – trotz vieler Privatisierungen in der Zwischenzeit – der Börsewert vor der Privatisierung bei 5 Milliarden €, heute liegt er nach Privatisierungen bei weit über 8 Milliarden €. Jeder Mitarbeiter, der Aktien gekauft hat, hat ein Mehrfaches von dem, was er eingezahlt hat, wieder herausbekommen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) – Das von der Mitarbeiterbeteiligung hören Sie nicht gerne, stimmt’s? Aber die ist mir ein ganz besonders wichtiges Anliegen, Herr Abgeordneter. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Insgesamt hat sich der ATX, nicht zuletzt durch die Performance dieser börsennotierten Betriebe, vervierfacht – vervierfacht! – innerhalb von fünf, sechs Jahren. Das ist ein gewaltiges Leistungszeichen für diese Betriebe, für die Führung und für die Mitarbeiter. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Großruck – ein Schriftstück zeigend –: Jawohl!
Abgeordnete Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer (ÖVP): Herr Bundeskanzler! Große Aufregung herrscht in Oberösterreich. (Abg. Großruck – ein Schriftstück zeigend –: Jawohl!) Die SPÖ versucht, von außen über die Beteiligungen der Mitarbeiter mit zu entscheiden, von außen hineinzuregieren.
Abg. Mag. Kogler: Das hat er ja schon beantwortet! Da ist wieder etwas durcheinander gekommen!
Herr Bundeskanzler, wie beurteilen Sie derartige Aktionen des Hineinregierens von außen, und wie stehen Sie zur Mitarbeiterbeteiligung (Abg. Mag. Kogler: Das hat er ja schon beantwortet! Da ist wieder etwas durcheinander gekommen!) und zur freien Verantwortung derer, die da Eigentümer geworden sind?
Abg. Dr. Stummvoll: Das ist unglaublich!
Sie spielen auf die AMAG an, die ja nicht in der ÖIAG ist. Die AMAG war früher nichts mehr wert, sie ist praktisch um einen Schilling an die Mitarbeiter beziehungsweise an andere verkauft worden. Und dort haben die Mitarbeiter eben keine Rechte (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist unglaublich!), dort verfügen die Arbeiterkammer und der ÖGB zentral über diese Mitarbeiteraktien. Und die wollen jetzt verkaufen, jeder würde angeblich 60 000, 70 000 € bekommen durch diesen Verkauf an einen wirklich erstklassigen österreichischen Investor, der aus diesem Betrieb noch mehr machen könnte, und ÖGB und AK-Führung in Oberösterreich – unter dem Druck des oberösterreichischen SPÖ-Vorsitzenden – verhindern das. Ich halte das, ehrlich gesagt, nicht für in Ordnung. Das ist Fremdbestimmung und hat mit Mitarbeiterbeteiligung eigentlich nichts mehr zu tun. (Lebhafter Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Lebhafter Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sie spielen auf die AMAG an, die ja nicht in der ÖIAG ist. Die AMAG war früher nichts mehr wert, sie ist praktisch um einen Schilling an die Mitarbeiter beziehungsweise an andere verkauft worden. Und dort haben die Mitarbeiter eben keine Rechte (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist unglaublich!), dort verfügen die Arbeiterkammer und der ÖGB zentral über diese Mitarbeiteraktien. Und die wollen jetzt verkaufen, jeder würde angeblich 60 000, 70 000 € bekommen durch diesen Verkauf an einen wirklich erstklassigen österreichischen Investor, der aus diesem Betrieb noch mehr machen könnte, und ÖGB und AK-Führung in Oberösterreich – unter dem Druck des oberösterreichischen SPÖ-Vorsitzenden – verhindern das. Ich halte das, ehrlich gesagt, nicht für in Ordnung. Das ist Fremdbestimmung und hat mit Mitarbeiterbeteiligung eigentlich nichts mehr zu tun. (Lebhafter Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Ein Beispiel: Wenn ein Mitarbeiter 1 000 € beim Börsegang der ÖMV investiert hat, dann besitzt er heute Aktien im Wert von 17 700 €. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Wenn ein Mitarbeiter bei der Voest – das war ja dann später – 1 000 € investiert hat, besitzt er heute 5 400 €; bei der Telekom fast 4 000 €, eine Vervierfachung. Ich glaube, dass wir auf diese Performance wirklich stolz sein können.
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
All die Prophezeiungen – ich habe das noch im Ohr, ich war Leidtragender, als Erich Haider vor drei Jahren durch Oberösterreich gezogen ist und erklärt hat: Die Privatisierung der Voest ist abenteuerlich, desaströs und eine Vernichtung von Volksvermögen! – Mittlerweile hat sich der Aktienkurs verdoppelt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.
SPÖ-Wirtschaftssprecher Moser: Wer immer die Voest kauft, in drei bis fünf Jahren gibt es das Unternehmen in seiner Struktur nicht mehr. (Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.) – Drei Jahre haben wir schon! Machen Sie einen Besuch, Herr Abgeordneter, Sie werden sehen, der Voest geht es so gut wie nie zuvor, seit sich der Staat zurückgezogen hat! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
SPÖ-Wirtschaftssprecher Moser: Wer immer die Voest kauft, in drei bis fünf Jahren gibt es das Unternehmen in seiner Struktur nicht mehr. (Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.) – Drei Jahre haben wir schon! Machen Sie einen Besuch, Herr Abgeordneter, Sie werden sehen, der Voest geht es so gut wie nie zuvor, seit sich der Staat zurückgezogen hat! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Das ist die Antwort: Die Betriebe boomen, erstklassige Manager, gute Eigentümer, fleißige Mitarbeiter. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Nur so kann es gehen. Und die Politik soll raus aus den Betrieben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das ist die Antwort: Die Betriebe boomen, erstklassige Manager, gute Eigentümer, fleißige Mitarbeiter. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Nur so kann es gehen. Und die Politik soll raus aus den Betrieben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Unser Entschließungsantrag, dem Sie leider nicht zugestimmt haben!
zunächst nicht im Unternehmen verbleiben müsste, da die Liquiditätsreserven so hoch seien. Wer garantiert, dass die öffentliche Hand wieder Kapital zulegt, wenn dies notwendig und sinnvoll erscheint? (Abg. Mag. Molterer: Unser Entschließungsantrag, dem Sie leider nicht zugestimmt haben!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Es hängt alles von der Entwicklung des Betriebes ab. Es wäre ja möglich gewesen, den Betrieb vorher auszuräumen und dann an die Börse zu bringen, aber das ist bewusst nicht geschehen. Der Betrieb, der erstklassig aufgestellt ist, den übrigens ein der Sozialdemokratie nicht ganz fern stehender Manager börsenfähig gemacht hat, soll so an die Börse gehen. Die Mitarbeiter werden Konditionen bekommen, eine breite Volksaktie wird damit ermöglicht. Wie sich dann der Betrieb aufstellt, ist Sache des Managements und der Belegschaft, da werden wir uns nicht einmischen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Großruck
Abgeordneter Mag. Johann Moser (SPÖ): Herr Bundeskanzler! Ich frage Sie als Kanzler der Rekordarbeitslosigkeit, als Kanzler der höchsten Verschuldung pro Kopf in Österreich seit Ende des Zweiten Weltkrieges, wie Sie zur größten Volksvermögensumverteilung – Volksvermögensverschleuderung, kann man auch sagen (Zwischenruf des Abg. Großruck) – seit 2000 in Höhe von über 8 Milliarden € – über 8 Milliarden €! (Abg. Neudeck: Ist das die „Konsum“-Pleite?), das ist der gesamte Wohnbestand von Innsbruck – stehen und wie Sie die Situation von zwei ehemaligen österreichischen industriellen Flaggschiffen, der Austria Tabak und der VA Tech, sehen?
Abg. Neudeck: Ist das die „Konsum“-Pleite?
Abgeordneter Mag. Johann Moser (SPÖ): Herr Bundeskanzler! Ich frage Sie als Kanzler der Rekordarbeitslosigkeit, als Kanzler der höchsten Verschuldung pro Kopf in Österreich seit Ende des Zweiten Weltkrieges, wie Sie zur größten Volksvermögensumverteilung – Volksvermögensverschleuderung, kann man auch sagen (Zwischenruf des Abg. Großruck) – seit 2000 in Höhe von über 8 Milliarden € – über 8 Milliarden €! (Abg. Neudeck: Ist das die „Konsum“-Pleite?), das ist der gesamte Wohnbestand von Innsbruck – stehen und wie Sie die Situation von zwei ehemaligen österreichischen industriellen Flaggschiffen, der Austria Tabak und der VA Tech, sehen?
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Bei Ihnen muss immer alles das Größte und das Ärgste und ich weiß nicht was sein. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Warum können wir uns nicht darauf einigen, dass die Betriebe der ÖIAG, die in den achtziger Jahren kaputt waren, die 10 000 Arbeitsplätze verloren haben, wo der Steuerzahler 4,5 Milliarden € zuschießen musste, wo wir 6 Milliarden € Schulden übernommen haben, die heute weg, abgebaut sind, gut dastehen? Seien Sie doch froh, dass dieser Mühlstein um den Hals der Steuerzahler endlich weg ist! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Bravorufe bei der ÖVP.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Bei Ihnen muss immer alles das Größte und das Ärgste und ich weiß nicht was sein. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Warum können wir uns nicht darauf einigen, dass die Betriebe der ÖIAG, die in den achtziger Jahren kaputt waren, die 10 000 Arbeitsplätze verloren haben, wo der Steuerzahler 4,5 Milliarden € zuschießen musste, wo wir 6 Milliarden € Schulden übernommen haben, die heute weg, abgebaut sind, gut dastehen? Seien Sie doch froh, dass dieser Mühlstein um den Hals der Steuerzahler endlich weg ist! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Bravorufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die Austria Tabak Werke wurden erstklassig verkauft, das wurde sehr professionell abgewickelt, das wissen Sie ganz genau. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Da hat es nicht den Schatten eines Problems gegeben, das funktioniert auch alles, ist in Ordnung. Wenn Sie die VA Tech hernehmen (anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ), die VA Tech wurde jetzt von Siemens übernommen, was, wie ich glaube, eine industriell absolut interessante Lösung ist, der übrigens auch die Gewerkschaft, der ÖGB, durchaus etwas abgewinnen konnte. An der Spitze von Siemens finden Sie ja eine nicht ganz Unbekannte. (Abg. Broukal: Alle erfolgreichen Unternehmen werden von sozialdemokratischen Managern geführt! So ist es!)
anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ
Die Austria Tabak Werke wurden erstklassig verkauft, das wurde sehr professionell abgewickelt, das wissen Sie ganz genau. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Da hat es nicht den Schatten eines Problems gegeben, das funktioniert auch alles, ist in Ordnung. Wenn Sie die VA Tech hernehmen (anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ), die VA Tech wurde jetzt von Siemens übernommen, was, wie ich glaube, eine industriell absolut interessante Lösung ist, der übrigens auch die Gewerkschaft, der ÖGB, durchaus etwas abgewinnen konnte. An der Spitze von Siemens finden Sie ja eine nicht ganz Unbekannte. (Abg. Broukal: Alle erfolgreichen Unternehmen werden von sozialdemokratischen Managern geführt! So ist es!)
Abg. Broukal: Alle erfolgreichen Unternehmen werden von sozialdemokratischen Managern geführt! So ist es!
Die Austria Tabak Werke wurden erstklassig verkauft, das wurde sehr professionell abgewickelt, das wissen Sie ganz genau. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Da hat es nicht den Schatten eines Problems gegeben, das funktioniert auch alles, ist in Ordnung. Wenn Sie die VA Tech hernehmen (anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ), die VA Tech wurde jetzt von Siemens übernommen, was, wie ich glaube, eine industriell absolut interessante Lösung ist, der übrigens auch die Gewerkschaft, der ÖGB, durchaus etwas abgewinnen konnte. An der Spitze von Siemens finden Sie ja eine nicht ganz Unbekannte. (Abg. Broukal: Alle erfolgreichen Unternehmen werden von sozialdemokratischen Managern geführt! So ist es!)
Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Bravorufe bei der ÖVP.
Ich glaube, dass das ein vernünftiger Weg ist. Seien Sie doch froh darüber, dass die Wirtschaft in Österreich gut läuft und dass Sie sich nicht fürchten müssen vor der Zukunft. Österreich steht besser da, als Sie glauben, Herr Abgeordneter Moser! (Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Wissen Sie das?
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Frau Abgeordnete! Ich habe das bei meinem Treffen mit dem amerikanischen Präsidenten Bush natürlich angesprochen, und zwar in genau der gleichen Weise, wie dies etwa Angela Merkel später gemacht hat oder jetzt auch Tony Blair. Das ist eine Anomalie, sagt Blair. Dieses Gefängnis muss früher oder später geschlossen werden. Dort werden derzeit allerdings – auch das sei gesagt – mit hoher Wahrscheinlichkeit Terroristen gefangen gehalten. Gefährliche Leute! (Abg. Öllinger: Wissen Sie das?)
Abg. Öllinger: Nicht „früher oder später“!
Der Punkt ist: Nicht die Schließung eines Gefängnisses ist das Problem, sondern diese Menschen, auch der ärgste Terrorist, müssen das Recht haben, früher oder später vor einen Richter zu kommen (Abg. Öllinger: Nicht „früher oder später“!) und ein ordentliches Verfahren zu haben, genauso wie das mit Saddam Hussein jetzt im Irak geschieht. Das muss unser Ziel sein. – Wir bringen das auf internationaler und bilateraler Ebene immer wieder zur Sprache. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Der Punkt ist: Nicht die Schließung eines Gefängnisses ist das Problem, sondern diese Menschen, auch der ärgste Terrorist, müssen das Recht haben, früher oder später vor einen Richter zu kommen (Abg. Öllinger: Nicht „früher oder später“!) und ein ordentliches Verfahren zu haben, genauso wie das mit Saddam Hussein jetzt im Irak geschieht. Das muss unser Ziel sein. – Wir bringen das auf internationaler und bilateraler Ebene immer wieder zur Sprache. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Bundeskanzler! Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel hat in aller Öffentlichkeit klar und deutlich ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (fortsetzend): ... die Schließung des Lagers gefordert. Werden Sie bei Ihrem nächsten Zusammentreffen mit Bush im Juni ebenfalls klar und deutlich die Schließung dieses rechtswidrigen Lagers verlangen und auch die rückhaltlose Aufklärung aller Foltervorwürfe? (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Puswald: Was Sie sagen, ist gefragt!
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Frau Abgeordnete! Ich habe mir natürlich, weil ich mit dieser Frage gerechnet habe, mitgenommen, was Merkel wörtlich gesagt hat (Abg. Dr. Puswald: Was Sie sagen, ist gefragt!), nämlich: „Eine Institution wie Guantánamo kann und darf auf Dauer so nicht existieren. Es müssen Mittel und Wege für einen anderen Umgang mit den Gefangenen gefunden werden.“ – Zu 100 Prozent meine Meinung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Frau Abgeordnete! Ich habe mir natürlich, weil ich mit dieser Frage gerechnet habe, mitgenommen, was Merkel wörtlich gesagt hat (Abg. Dr. Puswald: Was Sie sagen, ist gefragt!), nämlich: „Eine Institution wie Guantánamo kann und darf auf Dauer so nicht existieren. Es müssen Mittel und Wege für einen anderen Umgang mit den Gefangenen gefunden werden.“ – Zu 100 Prozent meine Meinung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Ehrlich gesagt, ich verstehe jetzt diese Frage nicht ganz. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ein Auslandseinsatz des österreichischen Bundesheeres hat ja nichts mit Gefängnissen zu tun, sondern wenn wir beispielsweise nach Afghanistan gehen, um zu helfen, demokratische Wahlen im Auftrag der Vereinten Nationen mit zu sichern, dann kann ich das ja nicht abhängig machen davon, wie die Situation in einem Gefangenenhaus irgendwo in Afghanistan ist. (Abg. Schieder: Zum Beispiel die KFOR-Gefängnisse im Kosovo!)
Abg. Schieder: Zum Beispiel die KFOR-Gefängnisse im Kosovo!
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Ehrlich gesagt, ich verstehe jetzt diese Frage nicht ganz. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ein Auslandseinsatz des österreichischen Bundesheeres hat ja nichts mit Gefängnissen zu tun, sondern wenn wir beispielsweise nach Afghanistan gehen, um zu helfen, demokratische Wahlen im Auftrag der Vereinten Nationen mit zu sichern, dann kann ich das ja nicht abhängig machen davon, wie die Situation in einem Gefangenenhaus irgendwo in Afghanistan ist. (Abg. Schieder: Zum Beispiel die KFOR-Gefängnisse im Kosovo!)
Abg. Schieder: ... beim Einsatz, der Einsatzkräfte, Herr Bundeskanzler!
Ich denke, dass die Präsenz der österreichischen Soldaten immer ein stabilitätssicherndes Element war. Ich glaube, die Frage der Rechtsstaatlichkeit, der Justizbehörden ist ein Thema, das auf der politischen Ebene abgehandelt werden muss. (Abg. Schieder: ... beim Einsatz, der Einsatzkräfte, Herr Bundeskanzler!)
Abg. Schieder: KFOR!
Abgeordneter Schieder meint, beim Einsatz, trotzdem: Wir haben ja keine Gefängnisse, wir betreiben keine Gefängnisse dort. (Abg. Schieder: KFOR!) – KFOR. Wir werden uns einmal gemeinsam anschauen, was Sie jetzt konkret meinen und welche Aktion Sie haben wollen. Ich bin da absolut offen dafür.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Bei den Einsätzen – und das waren die Einsätze, um die wir gebeten worden sind, jetzt im Kongo beispielsweise – haben wir gesagt, wir gehen mit einigen Stabsoffizieren hin, aber nicht mit Truppen. Aber ich kann das nicht abhängig machen von der Situation des Justizwesens oder der Gefängnisse dort. Aber diskutieren wir das in Ruhe. Ich glaube nicht, dass das ein Thema ist, das uns trennen wird. Nur: Es muss praktisch umsetzbar sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Und das muss unsere Absicht sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.
Und mit Verlaub gesagt: Ich wehre mich ein bisschen dagegen, dass man das immer alles auf die Amerikaner schiebt. Das ist nicht der Punkt. Die Amerikaner sind so oft in ihrer Geschichte, auch in der europäischen Geschichte dafür eingetreten, dass Friede, Demokratie und Freiheit in Europa, in Österreich, in anderen Teilen der Welt verteidigt werden, sodass ich um etwas mehr Differenzierung bitte. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen ganz offen: Auf unsere Verwaltung können wir insofern sehr stolz sein, als diese auch ein positiver Standortvorteil geworden ist. Der österreichische Beamte ist verlässlich, er ist sauber, er ist effizient. Schauen Sie sich nur einmal an, wie schnell bei uns manche Behördenwege gehen, verglichen etwa mit Amerika, Großbritannien oder Deutschland; da halten wir jeden Vergleich aus. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir wollen mit diesem Mitarbeiterrecht die Qualität des öffentlichen Dienstes stärken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich hoffe sehr, dass wir noch in diesem Semester den Entwurf eines modernen Bundesmitarbeitergesetzes dem Hohen Haus vorlegen können, und dann liegt es an Ihnen, ihn zu verabschieden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: Vollarbeitsplätze!
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Herr Bundeskanzler! Da Sie ja heute ganz besonders „präzise“ Antworten geben, habe ich eine ganz präzise Frage an Sie: Wie viele zusätzliche Arbeitsplätze hat die Bundesregierung im Jahr 2005 in der österreichischen Bundesverwaltung geschaffen? (Abg. Dr. Cap: Vollarbeitsplätze!)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie Beifall des Abg. Wattaul.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Da Sie auf Präzision Wert legen, Frau Abgeordnete, bekommen Sie es schriftlich. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie Beifall des Abg. Wattaul.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Wie ich schon gesagt habe: ein bestimmter Bestandsschutz oder, wenn Sie so wollen, auch Sicherheit vor Willkür – das ist der entscheidende Punkt. Das Wort „Pragmatisierung“ gefällt mir persönlich überhaupt nicht, weil es ja kein Mensch mehr versteht. Aber es handelt sich um die Sicherheit vor Willkür, vor dem Gemobbtwerden, und das ist eine Sache, die sehr wichtig ist. Das kann sein gegenüber einem andersfärbigen Ressortchef, Journalisten, Anwälten, einem Unternehmer, der mit einem Bescheid nicht einverstanden ist, gegenüber einer NGO, die Druck ausübt. Beamte müssen also druckresistent sein, und sie müssen auch einen bestimmten Schutz haben. Dazu bekenne ich mich, und das werden wir auch entsprechend umsetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das muss überhaupt nicht „Pragmatisierung“ heißen, das muss eine moderne Form der Flexibilität bringen, wo auch sichergestellt ist, dass man beispielsweise, wenn in einem Teilbereich der Verwaltung eine Funktion nicht mehr notwendig ist, in einem anderen Bereich aber enorme Nachfrage entsteht, umschichten kann. Das ist, glaube ich, notwendig, und daran arbeitet Alfred Finz. Ein bisschen Vertraulichkeit wird noch notwendig sein, weil die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind, aber Sie wissen als alter Gewerkschafter ja, wie man das gut macht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wie beurteilen Sie die von den Bundesländern, insbesondere von Wien, für ihren eigenverantwortlichen Bereich beschlossenen Pensionsreformen? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Was?
Ich darf es Ihnen nur vorlesen. Zum Beispiel: Auf Grund des letzten Pensionsreformgesetzes gibt es in Wien eine amtswegige Ruhestandsversetzung ab dem 55. Lebensjahr bei Organisationsänderungen, auf Antrag ab dem 60. Lebensjahr. Die 40-jährige Durchrechnung kommt nicht wie beim Bund 2028, sondern 2042, bitte! (Ruf bei der ÖVP: Was?) 2042! (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist unglaublich!) So lange gibt es diese Wiener Beamtenprivilegien! Und wenn Sie mir erklären, das sei fair und gerecht, dann weiß ich nicht.
Abg. Dr. Stummvoll: Das ist unglaublich!
Ich darf es Ihnen nur vorlesen. Zum Beispiel: Auf Grund des letzten Pensionsreformgesetzes gibt es in Wien eine amtswegige Ruhestandsversetzung ab dem 55. Lebensjahr bei Organisationsänderungen, auf Antrag ab dem 60. Lebensjahr. Die 40-jährige Durchrechnung kommt nicht wie beim Bund 2028, sondern 2042, bitte! (Ruf bei der ÖVP: Was?) 2042! (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist unglaublich!) So lange gibt es diese Wiener Beamtenprivilegien! Und wenn Sie mir erklären, das sei fair und gerecht, dann weiß ich nicht.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben das auch richtigerweise beeinsprucht. Das hat die Wiener SPÖ-Mehrheit natürlich nicht daran gehindert, es trotzdem in Kraft zu setzen. Aber die Bevölkerung soll wissen, dass das nicht in Ordnung war. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie sollen jedenfalls dazu dienen, dass die Information und die Sachinhalte zum Ausdruck kommen. – Ich sage ganz offen, das versuchen wir und nichts anderes. Ich glaube auch nicht, dass dies einen besonderen Werbewert jetzt für einzelne Politiker hat, es werden auch relativ wenige Fotos verwendet, wie Sie wissen. Und die Art und Weise, wie wir für das werben, was wir tun, wo wir überzeugt sind, dass es Wachstums- und Beschäftigungsimpulse hat, das ist, glaube ich, ganz in Ordnung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Herr Abgeordneter, dies ist aber nicht wirklich eine Frage meines Vollzugsbereiches. Sie haben mich noch nicht viermal gesehen. Wenn Sie mich öfters sehen wollen, dann sagen Sie es einfach, dann komme ich vielleicht diesem Wunsch nach, aber es ist nicht eine Frage meines Ressorts. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ: Frage!
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Herr Bundeskanzler! SPÖ-Abgeordneter Kräuter versucht immer die Bundesregierung schlecht zu machen, vergisst aber ganz auf das rote Wien, wo Bürgermeister Häupl in einer Anfragebeantwortung zugeben musste, dass Wien in den Jahren 2002 bis 2005 6 000 Einschaltungen in 400 Printmedien getätigt hat. Die Kosten hat er aber ... (Rufe bei der SPÖ: Frage!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Frau Abgeordnete! Hohes Haus! Ich kann mir das nur so erklären, dass Wien unter Bürgermeister Häupl einfach einen höheren Werbenotwendigkeitswert für sich in Anspruch nehmen muss. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Danke, Herr Abgeordneter. 85 000 € insgesamt, die Schaltkosten für das Bundeskanzleramt. Ehrlich gesagt: Freuen Sie sich mit uns, dass wir das beste Ergebnis bei Winterspielen in der Geschichte Österreichs erzielt haben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist schon auch darauf zurückzuführen, dass wir die Mittel – das ist der Sachinhalt – für die Olympia-Förderung verdoppelt haben, dass der Verteidigungsminister jedes Jahr 10 Millionen € – Steuergelder natürlich – für das Leistungszentrum der österreichischen Sportler ausgibt. 300 Sportlerinnen und Sportler werden dort jedes Jahr ausgebildet, und dies soll auch die Öffentlichkeit wissen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Steht da nicht drauf!) 85 000 € als Gratulation für die österreichische Olympiamannschaft sind, glaube ich, ganz okay. Freuen Sie sich ein bissel, Herr Abgeordneter, es tut nicht weh! (Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Steht da nicht drauf!
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Danke, Herr Abgeordneter. 85 000 € insgesamt, die Schaltkosten für das Bundeskanzleramt. Ehrlich gesagt: Freuen Sie sich mit uns, dass wir das beste Ergebnis bei Winterspielen in der Geschichte Österreichs erzielt haben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist schon auch darauf zurückzuführen, dass wir die Mittel – das ist der Sachinhalt – für die Olympia-Förderung verdoppelt haben, dass der Verteidigungsminister jedes Jahr 10 Millionen € – Steuergelder natürlich – für das Leistungszentrum der österreichischen Sportler ausgibt. 300 Sportlerinnen und Sportler werden dort jedes Jahr ausgebildet, und dies soll auch die Öffentlichkeit wissen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Steht da nicht drauf!) 85 000 € als Gratulation für die österreichische Olympiamannschaft sind, glaube ich, ganz okay. Freuen Sie sich ein bissel, Herr Abgeordneter, es tut nicht weh! (Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Danke, Herr Abgeordneter. 85 000 € insgesamt, die Schaltkosten für das Bundeskanzleramt. Ehrlich gesagt: Freuen Sie sich mit uns, dass wir das beste Ergebnis bei Winterspielen in der Geschichte Österreichs erzielt haben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist schon auch darauf zurückzuführen, dass wir die Mittel – das ist der Sachinhalt – für die Olympia-Förderung verdoppelt haben, dass der Verteidigungsminister jedes Jahr 10 Millionen € – Steuergelder natürlich – für das Leistungszentrum der österreichischen Sportler ausgibt. 300 Sportlerinnen und Sportler werden dort jedes Jahr ausgebildet, und dies soll auch die Öffentlichkeit wissen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Steht da nicht drauf!) 85 000 € als Gratulation für die österreichische Olympiamannschaft sind, glaube ich, ganz okay. Freuen Sie sich ein bissel, Herr Abgeordneter, es tut nicht weh! (Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir behalten uns auf Grund Ihres Verhaltens unserem Antrag gegenüber auch die Zustimmung zu Ihrem Antrag vor, der zwar nichts Falsches enthält, aber natürlich sehr schwammig ist und nicht konkret genug im Vergleich zu anderen Anträgen. Wir ersuchen hier um Zustimmung zu unserem Antrag. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Dafür gibt es – und darüber bin ich froh – einen Vier-Parteien-Konsens, weil wir alle wissen, dass die Konsumenten im Großen und Ganzen diese Gentechnik in der Nahrungsmittelkette derzeit ablehnen. Es ist, so denke ich, ein Gebot der Stunde, alles zu tun, um den Konsumenten diesbezüglich Sicherheit zu geben. Das ist keine Frage! (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Diesen Konsens, Herr Kollege Gaßner, gibt es, und den sollten wir nicht parteipolitisch, ideologisch, emotional austragen, sondern im Sinne der Sicherheit der Konsumenten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Dafür gibt es – und darüber bin ich froh – einen Vier-Parteien-Konsens, weil wir alle wissen, dass die Konsumenten im Großen und Ganzen diese Gentechnik in der Nahrungsmittelkette derzeit ablehnen. Es ist, so denke ich, ein Gebot der Stunde, alles zu tun, um den Konsumenten diesbezüglich Sicherheit zu geben. Das ist keine Frage! (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Diesen Konsens, Herr Kollege Gaßner, gibt es, und den sollten wir nicht parteipolitisch, ideologisch, emotional austragen, sondern im Sinne der Sicherheit der Konsumenten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Es darf nicht sein!
Meine Damen und Herren, es kann nicht sein, dass man ständig neue Anforderungen an die Bauern stellt! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Es darf nicht sein!) – Es darf nicht sein! Danke, Herr Kollege Scheuch. Es darf nicht sein, dass immer neue Anforderungen an die Bäuerinnen und Bauern gestellt werden, ohne dass sie dafür einen Mehrwert haben und ohne dass dafür die Haftungsfrage so geklärt ist, dass der Bauer am Ende des Tages nicht haftet.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Welche Wahlmöglichkeit?
Daher ist es meiner Meinung nach wichtig, dass es in Zukunft diese Wahlmöglichkeit gibt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Welche Wahlmöglichkeit?) Der Konsument sollte auch die Freiheit haben, am Markt zu entscheiden, zu welchen Produkten er greift, Frau Kollegin. Ich bin dafür, dass die Gentechnik nicht in der Nahrungskette stattfindet, sondern nur in der Energieproduktion. Ich sage, wir bieten in Österreich tolle Programme an. Wir bieten beispielsweise ein Umweltprogramm an. Das ist ein freiwilliges Programm für die Bäuerinnen und Bauern, wobei 80 Prozent der Bauern mit 90 Prozent der Fläche bereits an diesem Programm teilnehmen.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja, warum nicht?
Ich weiß, dass es verschiedene Zugänge dazu gibt. Die einen – konkret die Grünen – meinen, man sollte die Gentechnikfreiheit in dieses ÖPUL hineinschreiben. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja, warum nicht?) Ich bin froh, dass die Kommission diesbezüglich eine klare Stellungnahme abgegeben hat, nämlich dass es rechtlich nicht möglich ist – da gibt es auch ein Antwortschreiben auf den Wunsch der Slowenen – und dass die Kommission ein solches Programm, in dem Gentechnikfreiheit festgeschrieben wird, nicht notifizieren wird. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Das müssen wir letztlich so zur Kenntnis nehmen. Ich bin gegen Einstiegshindernisse, weil dieses ÖPUL ein entsprechend freiwilliges Programm ist.
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Ich weiß, dass es verschiedene Zugänge dazu gibt. Die einen – konkret die Grünen – meinen, man sollte die Gentechnikfreiheit in dieses ÖPUL hineinschreiben. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja, warum nicht?) Ich bin froh, dass die Kommission diesbezüglich eine klare Stellungnahme abgegeben hat, nämlich dass es rechtlich nicht möglich ist – da gibt es auch ein Antwortschreiben auf den Wunsch der Slowenen – und dass die Kommission ein solches Programm, in dem Gentechnikfreiheit festgeschrieben wird, nicht notifizieren wird. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Das müssen wir letztlich so zur Kenntnis nehmen. Ich bin gegen Einstiegshindernisse, weil dieses ÖPUL ein entsprechend freiwilliges Programm ist.
Abg. Dr. Stummvoll: Das ist ja unglaublich!
Es wundert mich schon – das darf ich auch sagen –, dass es, als wir diese Woche noch versucht haben, in dieser konkreten Frage Gespräche mit der SPÖ zu führen, nur eines gegeben hat: Gesprächsverweigerung von der SPÖ mit uns. Sie war nicht einmal bereit, mit uns über diese Frage zu reden, meine Damen und Herren. (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist ja unglaublich!) Ich finde das sehr traurig, dass Sie jetzt aus welchen Gründen immer – aus parteitaktischen Gründen in Richtung Nationalratswahl gedacht – Gesprächsverweigerung betreiben.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Unglaublich, was da behauptet wird!
Ich sage Ihnen zum Schluss, meine Damen und Herren: Sehen wir nicht nur den Oktober oder November oder wann immer die Nationalratswahlen stattfinden, sondern bewegen wir uns in dieser sensiblen Frage der Gentechnik, wo es um den Schutz und die Sicherheit für die Konsumenten geht, aber auch, Kollege Pirklhuber, um den Schutz für die Bauern – das weißt du ganz genau – wieder zurück zum Weg des Konsenses! Ich denke, die Bäuerinnen und Bauern und die Konsumenten haben es verdient. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Unglaublich, was da behauptet wird!)
Abg. Grillitsch: Sie waren nicht im Ausschuss!
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wenn Herr Kollege Grillitsch von Konsens spricht, kommen mir schön langsam leichte Zweifel, muss ich ehrlich sagen. Er spricht von einem Konsens zwischen allen Parteien, davon, dass Gentechnikfreiheit in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion völlig unbestritten sei, und redet dann im nächsten Satz von Wahlfreiheit für die Bauern! (Abg. Grillitsch: Sie waren nicht im Ausschuss!)
Abg. Grillitsch: Da hat Ihnen der Pirklhuber etwas nicht gesagt! Ihr müsst mehr reden!
Ich war nicht im letzten Landwirtschaftsausschuss, das stimmt. (Abg. Grillitsch: Da hat Ihnen der Pirklhuber etwas nicht gesagt! Ihr müsst mehr reden!) Herr Kollege, trotzdem stelle ich mir die Frage, was die Bundesregierung nicht nur in den letzten Wochen, sondern vor allem seit sie im Amt ist, tatsächlich getan hat, um die österreichische
Abg. Hornek: Sehr viel!
Gentechnikfreiheit auf europäischer Ebene und auf österreichischer Ebene zu verteidigen und aufrechtzuerhalten. (Abg. Hornek: Sehr viel!)
Beifall bei den Grünen.
Ich denke, dass alle österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten von einem österreichischen Landwirtschaftsminister gerade nach der Entscheidung der WTO erwarten, dass alles getan wird, dass die österreichische Landwirtschaft weiterhin gentechnikfrei bleibt. (Beifall bei den Grünen.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Sicher!
Sie sind nicht bereit, für alle möglichen Importe von Genmais, Genraps, die im Moment auf dem Tisch liegen, ein Importverbot zu erlassen. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Sicher!) – Als Bundesregierung! Warum eigentlich nicht? Warum sind Sie nicht bereit, alle Schritte zu setzen, um das zu verhindern?
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was wollen Sie jetzt konkret?
Herr Kollege Grillitsch hat heute eine mögliche Antwort gegeben, nämlich Wahlfreiheit! Hinter dieser Wahlfreiheit, so denke ich, verbirgt sich eine Hintertür für die österreichischen Bauern und Bäuerinnen, die Sie vertreten, unter Umständen die Möglichkeit, ihnen den Weg zur Gentechnik zu eröffnen. Was ist mit dieser Wahlfreiheit sonst gemeint, Herr Kollege Grillitsch? Was ist damit gemeint? – Ich kann mir nichts anderes darunter vorstellen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was wollen Sie jetzt konkret?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, haben Sie nicht! Sie kritisieren nur!
Wir möchten – ich habe es Ihnen schon öfters erklärt (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, haben Sie nicht! Sie kritisieren nur!) –, dass das österreichische Programm für umweltgerechtes Landwirtschaften (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was für ein Teil des Programms?) als Fördervoraussetzung wie viele andere Fördervoraussetzungen auch die Gentechnikfreiheit für die nächsten Jahre verankert hat. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was für ein Teil des Programms?
Wir möchten – ich habe es Ihnen schon öfters erklärt (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, haben Sie nicht! Sie kritisieren nur!) –, dass das österreichische Programm für umweltgerechtes Landwirtschaften (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was für ein Teil des Programms?) als Fördervoraussetzung wie viele andere Fördervoraussetzungen auch die Gentechnikfreiheit für die nächsten Jahre verankert hat. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir möchten – ich habe es Ihnen schon öfters erklärt (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, haben Sie nicht! Sie kritisieren nur!) –, dass das österreichische Programm für umweltgerechtes Landwirtschaften (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was für ein Teil des Programms?) als Fördervoraussetzung wie viele andere Fördervoraussetzungen auch die Gentechnikfreiheit für die nächsten Jahre verankert hat. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was stört Sie daran? Glauben Sie, dass irgendjemand in Österreich versteht, dass man Umweltförderungen für die Landwirtschaft auch bekommen soll, wenn man mit Gentechnik verändertes Saatgut anbaut? Wollen Sie solche Dinge aus der Umweltförderung fördern? Ist das Ihr Ansatz? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Meiner ist das sicher nicht. Aber Sie lehnen das seit Jahren ab. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was stört Sie daran? Glauben Sie, dass irgendjemand in Österreich versteht, dass man Umweltförderungen für die Landwirtschaft auch bekommen soll, wenn man mit Gentechnik verändertes Saatgut anbaut? Wollen Sie solche Dinge aus der Umweltförderung fördern? Ist das Ihr Ansatz? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Meiner ist das sicher nicht. Aber Sie lehnen das seit Jahren ab. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Donabauer: Sie beschaffen die Mehrheit!
Ich würde mir erwarten, dass der Umweltminister, Landwirtschaftsminister hergeht und sagt: Ich möchte eine Weiterführung des Moratoriums auf europäischer Ebene! Ich möchte dafür einen Vorschlag machen, ich möchte das diskutiert haben! – Auch wenn das kontroversiell ist, aber sich immer dahinter zu verstecken ... (Abg. Donabauer: Sie beschaffen die Mehrheit!) – Das ist ja einmal eine Frage des Versuchs, aber es überhaupt nicht zu versuchen?! (Abg. Donabauer: Das ist eine Illusion, die Sie da schaffen!) Ich glaube, die Franzosen, die Briten und Vertreter vieler anderer Länder lachen uns aus, wenn man sich hinter dieser moderierenden Präsidentschaft versteckt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir versuchen, unsere Positionen in dieser Zeit möglichst nicht nach vorne zu tragen. Ich halte das für den völlig falschen Weg, das machen andere Länder ganz anders! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Deutschland, zum Beispiel!) Das ist ein Mythos, der in der österreichischen Innenpolitik vorherrscht: Man kann in einer Präsidentschaft heikle Fragen nicht ansprechen und schon gar keine Vorschläge, Direktiven oder irgendwelche Programme dafür vorlegen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Donabauer: Das ist eine Illusion, die Sie da schaffen!
Ich würde mir erwarten, dass der Umweltminister, Landwirtschaftsminister hergeht und sagt: Ich möchte eine Weiterführung des Moratoriums auf europäischer Ebene! Ich möchte dafür einen Vorschlag machen, ich möchte das diskutiert haben! – Auch wenn das kontroversiell ist, aber sich immer dahinter zu verstecken ... (Abg. Donabauer: Sie beschaffen die Mehrheit!) – Das ist ja einmal eine Frage des Versuchs, aber es überhaupt nicht zu versuchen?! (Abg. Donabauer: Das ist eine Illusion, die Sie da schaffen!) Ich glaube, die Franzosen, die Briten und Vertreter vieler anderer Länder lachen uns aus, wenn man sich hinter dieser moderierenden Präsidentschaft versteckt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir versuchen, unsere Positionen in dieser Zeit möglichst nicht nach vorne zu tragen. Ich halte das für den völlig falschen Weg, das machen andere Länder ganz anders! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Deutschland, zum Beispiel!) Das ist ein Mythos, der in der österreichischen Innenpolitik vorherrscht: Man kann in einer Präsidentschaft heikle Fragen nicht ansprechen und schon gar keine Vorschläge, Direktiven oder irgendwelche Programme dafür vorlegen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich würde mir erwarten, dass der Umweltminister, Landwirtschaftsminister hergeht und sagt: Ich möchte eine Weiterführung des Moratoriums auf europäischer Ebene! Ich möchte dafür einen Vorschlag machen, ich möchte das diskutiert haben! – Auch wenn das kontroversiell ist, aber sich immer dahinter zu verstecken ... (Abg. Donabauer: Sie beschaffen die Mehrheit!) – Das ist ja einmal eine Frage des Versuchs, aber es überhaupt nicht zu versuchen?! (Abg. Donabauer: Das ist eine Illusion, die Sie da schaffen!) Ich glaube, die Franzosen, die Briten und Vertreter vieler anderer Länder lachen uns aus, wenn man sich hinter dieser moderierenden Präsidentschaft versteckt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir versuchen, unsere Positionen in dieser Zeit möglichst nicht nach vorne zu tragen. Ich halte das für den völlig falschen Weg, das machen andere Länder ganz anders! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Deutschland, zum Beispiel!) Das ist ein Mythos, der in der österreichischen Innenpolitik vorherrscht: Man kann in einer Präsidentschaft heikle Fragen nicht ansprechen und schon gar keine Vorschläge, Direktiven oder irgendwelche Programme dafür vorlegen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Deutschland, zum Beispiel!
Ich würde mir erwarten, dass der Umweltminister, Landwirtschaftsminister hergeht und sagt: Ich möchte eine Weiterführung des Moratoriums auf europäischer Ebene! Ich möchte dafür einen Vorschlag machen, ich möchte das diskutiert haben! – Auch wenn das kontroversiell ist, aber sich immer dahinter zu verstecken ... (Abg. Donabauer: Sie beschaffen die Mehrheit!) – Das ist ja einmal eine Frage des Versuchs, aber es überhaupt nicht zu versuchen?! (Abg. Donabauer: Das ist eine Illusion, die Sie da schaffen!) Ich glaube, die Franzosen, die Briten und Vertreter vieler anderer Länder lachen uns aus, wenn man sich hinter dieser moderierenden Präsidentschaft versteckt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir versuchen, unsere Positionen in dieser Zeit möglichst nicht nach vorne zu tragen. Ich halte das für den völlig falschen Weg, das machen andere Länder ganz anders! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Deutschland, zum Beispiel!) Das ist ein Mythos, der in der österreichischen Innenpolitik vorherrscht: Man kann in einer Präsidentschaft heikle Fragen nicht ansprechen und schon gar keine Vorschläge, Direktiven oder irgendwelche Programme dafür vorlegen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich würde mir erwarten, dass der Umweltminister, Landwirtschaftsminister hergeht und sagt: Ich möchte eine Weiterführung des Moratoriums auf europäischer Ebene! Ich möchte dafür einen Vorschlag machen, ich möchte das diskutiert haben! – Auch wenn das kontroversiell ist, aber sich immer dahinter zu verstecken ... (Abg. Donabauer: Sie beschaffen die Mehrheit!) – Das ist ja einmal eine Frage des Versuchs, aber es überhaupt nicht zu versuchen?! (Abg. Donabauer: Das ist eine Illusion, die Sie da schaffen!) Ich glaube, die Franzosen, die Briten und Vertreter vieler anderer Länder lachen uns aus, wenn man sich hinter dieser moderierenden Präsidentschaft versteckt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir versuchen, unsere Positionen in dieser Zeit möglichst nicht nach vorne zu tragen. Ich halte das für den völlig falschen Weg, das machen andere Länder ganz anders! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Deutschland, zum Beispiel!) Das ist ein Mythos, der in der österreichischen Innenpolitik vorherrscht: Man kann in einer Präsidentschaft heikle Fragen nicht ansprechen und schon gar keine Vorschläge, Direktiven oder irgendwelche Programme dafür vorlegen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Letzte Frage an Sie, Herr Minister: Warum machen Sie jetzt keinen Vorstoß in Richtung Aufrechterhaltung der europäischen gentechnikfreien Landwirtschaft? Warum schlagen Sie nicht ein Moratorium vor, warum machen Sie das nicht als Tour-des-Capitales-Schwerpunkt, sondern warum reden Sie über Koexistenz? – Das ist auch wichtig, aber warum gehen Sie nicht einen kleinen Schritt, ein bisschen mutiger, ein Stückchen weiter voraus, so wie es sich, so denke ich, die Österreicherinnen und Österreicher erwarten würden? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Ich werde mir noch die Rede von Herrn Pirklhuber anhören, vielleicht bringt er die Antworten auf die Fragen, die ich gestellt habe, wo und wie – in welchen Bereichen, in welchen Dingen – man sich diese Gentechnikfreiheit dann im ÖPUL-Programm vorstellt und vorsieht. Dann muss man sich das genau anschauen. Ich denke auch, wir sollten einmal die Sachen auf den Tisch stellen! Es geht nicht, nur Gentechnikfreiheit zu fordern, aber nicht zu sagen, in welchen Bereichen und warum und wofür. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) Da müssen Sie mir einmal erklären, wie man die Gentechnikfreiheit bei der Mutterkuhhaltung einfordert und wie man sie bei anderen ÖPUL-Maßnahmen einfordert. ÖPUL-Maßnahmen in der Landwirtschaft, Frau Dr. Glawischnig, umfassen nämlich sehr viele Bereiche, es sind sehr viele Dinge davon erfasst. Wir werden uns das dann anhören. (Abg. Dr. Pirklhuber: Was ist dein Vorschlag?)
Abg. Dr. Pirklhuber: Was ist dein Vorschlag?
Ich werde mir noch die Rede von Herrn Pirklhuber anhören, vielleicht bringt er die Antworten auf die Fragen, die ich gestellt habe, wo und wie – in welchen Bereichen, in welchen Dingen – man sich diese Gentechnikfreiheit dann im ÖPUL-Programm vorstellt und vorsieht. Dann muss man sich das genau anschauen. Ich denke auch, wir sollten einmal die Sachen auf den Tisch stellen! Es geht nicht, nur Gentechnikfreiheit zu fordern, aber nicht zu sagen, in welchen Bereichen und warum und wofür. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) Da müssen Sie mir einmal erklären, wie man die Gentechnikfreiheit bei der Mutterkuhhaltung einfordert und wie man sie bei anderen ÖPUL-Maßnahmen einfordert. ÖPUL-Maßnahmen in der Landwirtschaft, Frau Dr. Glawischnig, umfassen nämlich sehr viele Bereiche, es sind sehr viele Dinge davon erfasst. Wir werden uns das dann anhören. (Abg. Dr. Pirklhuber: Was ist dein Vorschlag?)
Abg. Sburny: Weil Sie es nicht verstehen!
Nur, Faktum ist, Sie tun andauernd so, als ob ... (Abg. Sburny: Weil Sie es nicht verstehen!) – Frau Kollegin Sburny, über Landwirtschaft können wir gerne abseits dieses Plenums diskutieren. Bezüglich Verständnis in Fragen Landwirtschaft will ich Sie jetzt nicht vom Rednerpult aus angreifen, aber – seien Sie mir nicht böse –: Es hat jeder seinen Fachbereich! Wenn wir zwei über Verständnis in Fragen Landwirtschaft diskutieren, dann würde, so denke ich, einer von uns beiden alt aussehen, und das bin nicht ich, das steht außer Zweifel! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Sburny: Sie verstehen es nicht!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Sburny: Sie verstehen es nicht!
Nur, Faktum ist, Sie tun andauernd so, als ob ... (Abg. Sburny: Weil Sie es nicht verstehen!) – Frau Kollegin Sburny, über Landwirtschaft können wir gerne abseits dieses Plenums diskutieren. Bezüglich Verständnis in Fragen Landwirtschaft will ich Sie jetzt nicht vom Rednerpult aus angreifen, aber – seien Sie mir nicht böse –: Es hat jeder seinen Fachbereich! Wenn wir zwei über Verständnis in Fragen Landwirtschaft diskutieren, dann würde, so denke ich, einer von uns beiden alt aussehen, und das bin nicht ich, das steht außer Zweifel! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Sburny: Sie verstehen es nicht!)
Ruf bei der ÖVP: Geschlafen haben sie!
Bezüglich dieser Diskussion rund um diese Gentechnik: Es gibt ein klares Bekenntnis von allen Parteien, die sich gegen diese Gentechnik aussprechen! Wir haben in Kärnten ein Vorzeigegesetz gemeinsam mit der ÖVP abgeschlossen! Wo waren da die Grünen? Wo waren Sie? Wo haben Sie sich da beteiligt? (Ruf bei der ÖVP: Geschlafen haben sie!) Wo haben Sie sich beteiligt? Zeigen Sie mir einen Beistrich, wo Sie sich an einem guten Anti-Gentechnik-Gesetz, an einem guten Gentechnik-Vorsorgegesetz in Kärnten beteiligt haben! – Sie haben sich nirgends beteiligt! Sie haben geglänzt durch Abwesenheit, durch destruktive Beiträge und Aussagen, dass alles zu wenig war. (Zwischenruf der Abg. Sburny.)
Zwischenruf der Abg. Sburny.
Bezüglich dieser Diskussion rund um diese Gentechnik: Es gibt ein klares Bekenntnis von allen Parteien, die sich gegen diese Gentechnik aussprechen! Wir haben in Kärnten ein Vorzeigegesetz gemeinsam mit der ÖVP abgeschlossen! Wo waren da die Grünen? Wo waren Sie? Wo haben Sie sich da beteiligt? (Ruf bei der ÖVP: Geschlafen haben sie!) Wo haben Sie sich beteiligt? Zeigen Sie mir einen Beistrich, wo Sie sich an einem guten Anti-Gentechnik-Gesetz, an einem guten Gentechnik-Vorsorgegesetz in Kärnten beteiligt haben! – Sie haben sich nirgends beteiligt! Sie haben geglänzt durch Abwesenheit, durch destruktive Beiträge und Aussagen, dass alles zu wenig war. (Zwischenruf der Abg. Sburny.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das stimmt überhaupt nicht! Es geht um den Antrag!
So kann man nicht Politik machen! So kann man keinen Staat machen, indem man dadurch glänzt, dass man gegen alles ist, dass man meint, dass alles zu wenig ist. Herr Holub als ehemaliger Faschingsnarr vom „Klagenfurter Stadtgerücht“ hat keine Ahnung von dieser Koexistenzfrage. Das geht nicht, das ist nicht möglich. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das stimmt überhaupt nicht! Es geht um den Antrag!) Man wird die Probleme so nicht lösen. Das steht fest!
Abg. Dr. Pirklhuber: Leitbild, natürlich!
trag ablehnen sollte. – Ich sage auch ganz klar, warum: Wenn man sich den Antrag im Detail anschaut, sieht man, dass die Grünen fordern, dass die ländliche Entwicklung Europas und damit speziell auch Österreichs in den Jahren 2007 bis 2013 den Biolandbau als Leitbild sehen soll. (Abg. Dr. Pirklhuber: Leitbild, natürlich!) Ich sage ganz ehrlich, da wird versucht, der Mehrheit eine Minderheit aufs Auge zu drücken!
Ruf bei der ÖVP: Genau!
In Wirklichkeit ist es so: Es kann jeder Bauer für sich entscheiden, ob er biologisch wirtschaftet oder ob er konventionell wirtschaftet. (Ruf bei der ÖVP: Genau!) Wir brauchen diese freie Entscheidung für die Landwirtschaft! Das steht weder für noch gegen Biolandbau oder für oder gegen konventionelle Landwirtschaft, aber es ist falsch, dieses Leitbild an die oberste Stelle zu stellen, denn die Bäuerinnen und Bauern in diesem Land können selbst und frei entscheiden, ob sie konventionell wirtschaften, ob sie damit den Wettbewerb auf europäischer Ebene bestehen wollen oder ob sie sich für die Schiene des Biolandbaus entscheiden. (Abg. Dr. Pirklhuber: Kein Diktat! Es ist ein Leitbild!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Kein Diktat! Es ist ein Leitbild!
In Wirklichkeit ist es so: Es kann jeder Bauer für sich entscheiden, ob er biologisch wirtschaftet oder ob er konventionell wirtschaftet. (Ruf bei der ÖVP: Genau!) Wir brauchen diese freie Entscheidung für die Landwirtschaft! Das steht weder für noch gegen Biolandbau oder für oder gegen konventionelle Landwirtschaft, aber es ist falsch, dieses Leitbild an die oberste Stelle zu stellen, denn die Bäuerinnen und Bauern in diesem Land können selbst und frei entscheiden, ob sie konventionell wirtschaften, ob sie damit den Wettbewerb auf europäischer Ebene bestehen wollen oder ob sie sich für die Schiene des Biolandbaus entscheiden. (Abg. Dr. Pirklhuber: Kein Diktat! Es ist ein Leitbild!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das stimmt nicht!
Wenn man sieht, dass in der Entwicklung des Biolandbaus in Wirklichkeit alles hinter den Erwartungen bleibt und der Biolandbau anscheinend über die Nischenproduktion nicht hinauskommt, dann muss man das zur Kenntnis nehmen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das stimmt nicht!) Dann halte ich es agrarpolitisch für den falschen Weg, dass man den Bäuerinnen und Bauern das aufoktroyieren möchte und muss.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herr Kollege Pirklhuber, wir hatten gestern selbst eine Aussprache mit dem tschechischen Landwirtschaftsausschuss – eine sehr gute Diskussion, sehr interessant – über die Entwicklungen dort. Man sieht sehr wohl, dass Biolandbau nicht die reine Lehre für die Zukunft der Landwirtschaft sein kann. Deshalb lehne ich es ab, dass dies zum Leitbild wird, und habe dem Antrag im Landwirtschaftsausschuss nicht zugestimmt, oder besser gesagt: Ich wollte der Vertagung nicht zustimmen und damit den Antrag absetzen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Zur Geschäftsbehandlung!
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu Wort gemeldet hat sich nunmehr Herr Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Zur Geschäftsbehandlung!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zur Geschäftsbehandlung!
Ich denke, das ist dem Stil dieses Hauses nicht zuträglich, und ich beantrage einen Ordnungsruf für diese Bezeichnung. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zur Geschäftsbehandlung!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, wollte ich nicht! – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Sie wollten ihn also nicht beleidigen? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, wollte ich nicht! – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) – Gut.
Abg. Krainer – in Richtung des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch –: Geh, bitte! Das war sachliche Information, oder was?
Ich werde mir jedenfalls das Protokoll herbeiholen lassen. – Bitte, dann werde ich entscheiden. (Abg. Krainer – in Richtung des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch –: Geh, bitte! Das war sachliche Information, oder was?)
Zwischenruf des Abg. Brosz. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des Abg. Brosz –: Das war dann aber auch ein Ordnungsruf!
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Nach den Faschingsnarren wieder zu einem ernsten Thema, zum Thema Umgang mit der Gentechnik in der Land- und Forstwirtschaft in Europa und in Österreich. (Zwischenruf des Abg. Brosz. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des Abg. Brosz –: Das war dann aber auch ein Ordnungsruf!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Abgeordnete Glawischnig hat mich gefragt: Was hat denn diese Bundesregierung in der Frage der Gentechnik getan? – Ich sage Ihnen: So viel wie niemand in Europa, um die Gentechnik aus Österreich draußen zu halten! Bis dato ist uns das gelungen. Ich kann Ihnen eine eindrucksvolle Leistungsbilanz in der Frage Umgang mit Gentechnik in der Landwirtschaft legen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben mit der Gentechnikcharta, die die Grünen leider nicht unterschrieben haben, ein klares Bekenntnis in Österreich abgelegt, Gentechnik in der Frage Saatgut oder Auspflanzung aus Österreich fernzuhalten. Und das ist uns bis heute gelungen. Auch wenn der Gegenwind rauer wird, werden wir diese Linie konsequent weiter verfolgen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Noch an dem Abend, als ich hingefahren bin, hat es so ausgeschaut, als ob wir eine Niederlage erleiden würden. Über Nacht, mit vielen Verhandlungen mit Kolleginnen und Kollegen in Europa, konnten wir eine Mehrheit für unsere Verbotsverordnungen organisieren, und deshalb ist unser Land nach wie vor gentechnikfrei. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja wo ist sie denn, die Frau Gesundheitsministerin?
Zu den von Ihnen angesprochenen offenen Konstrukten, zur Raps-Sorte GT 73. – Sie wissen ganz genau, dass erstens die Zuständigkeit bei Maria Rauch-Kallat liegt – und das ist gut so, dass sich die Landwirtschaft in dieser Frage nicht selbst kontrolliert – und dass sie sehr genau prüft, mit welchen legistischen Maßnahmen (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja wo ist sie denn, die Frau Gesundheitsministerin?), Frau Abgeordnete, wir auch hier ein Verbot aussprechen können, und zwar so, dass wir nicht gleich den ersten Prozess vor dem EuGH oder vor den Instanzen der Europäischen Union verlieren, denn wir wollen, dass auch dieses Produkt Österreich fernbleibt.
Abg. Dr. Pirklhuber: Auf welchem Level?
10 Prozent der österreichischen Bauern sind Biobauern, null Toleranz, absolute Gentechnikfreiheit, der Konsument kann wählen beim Konsum – auch das eine wirkliche Erfolgsstory. Anknüpfend daran muss ich auch gleich Folgendes sagen: Es hat in Deutschland sieben Jahre lang eine rot-grüne Koalition gegeben, und Renate Künast, mit der mich durchaus auch konstruktive Umgangsformen und politische Diskussionen verbunden haben, ist angetreten mit dem Ziel: 20 Prozent Biobauern. (Abg. Dr. Pirklhuber: Auf welchem Level?) Nun wurde sie, nicht aus diesem Grund, aber aus anderen Gründen, mit abgewählt, und so liegt die Bilanz der deutschen Biobauern nicht bei 20 Prozent, sondern bei 4 Prozent; zugegeben, das ist eine Steigerung von 3 Prozent auf 4 Prozent. Gratulation! Wir liegen bei 10 Prozent, und das ist auch eine wichtige Erfolgsstory auf dem Weg, Gentechnik von Österreich fernzuhalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
10 Prozent der österreichischen Bauern sind Biobauern, null Toleranz, absolute Gentechnikfreiheit, der Konsument kann wählen beim Konsum – auch das eine wirkliche Erfolgsstory. Anknüpfend daran muss ich auch gleich Folgendes sagen: Es hat in Deutschland sieben Jahre lang eine rot-grüne Koalition gegeben, und Renate Künast, mit der mich durchaus auch konstruktive Umgangsformen und politische Diskussionen verbunden haben, ist angetreten mit dem Ziel: 20 Prozent Biobauern. (Abg. Dr. Pirklhuber: Auf welchem Level?) Nun wurde sie, nicht aus diesem Grund, aber aus anderen Gründen, mit abgewählt, und so liegt die Bilanz der deutschen Biobauern nicht bei 20 Prozent, sondern bei 4 Prozent; zugegeben, das ist eine Steigerung von 3 Prozent auf 4 Prozent. Gratulation! Wir liegen bei 10 Prozent, und das ist auch eine wichtige Erfolgsstory auf dem Weg, Gentechnik von Österreich fernzuhalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aber grün ist er nicht, der Pakt!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Weiters komme ich noch auf eines meiner Lieblingsthemen zu sprechen, nämlich auf die Frage Gentechnikfreiheit im neuen Umweltprogramm. Der Grüne Pakt für Österreich, für die ländlichen Regionen, für die Entwicklung der ländlichen Regionen, enthält für die Jahre 2007 bis 2013 drei Schwerpunkte: das Bergbauernprogramm, das Umweltprogramm und die Investitionsoffensive, und eröffnet klare Perspektiven. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aber grün ist er nicht, der Pakt!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Sie kennen unsere Forderungen, genau, im Detail!
Sie verlangen immer wieder, „gentechnikfrei“ dem Umweltprogramm zu implementieren. (Abg. Dr. Pirklhuber: Sie kennen unsere Forderungen, genau, im Detail!) Wir haben durchaus versucht, in der Europäischen Union entsprechende Gespräche zu
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: „Brief nach Europa“? Können Sie ein bisschen präziser sein?
führen, und dann das – für mich überraschend, aber auch Ihre Grundlagenarbeit aufzeigend –: Eine Expertin der Grünen, geladen am 18. Februar 2005 zu einer Diskussion hier im Parlament über die Zukunft der ländlichen Entwicklung, Namen tun jetzt nichts zur Sache, hat einen Brief geschrieben nach Europa. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: „Brief nach Europa“? Können Sie ein bisschen präziser sein?) – Einen Brief an die Europäische Kommission. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Seien Sie vorsichtig, dass Sie nichts Falsches sagen!) Nein, nein! Der Brief enthielt die Frage: Gentechnikfreiheit im Umweltprogramm möglich oder nicht?
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Seien Sie vorsichtig, dass Sie nichts Falsches sagen!
führen, und dann das – für mich überraschend, aber auch Ihre Grundlagenarbeit aufzeigend –: Eine Expertin der Grünen, geladen am 18. Februar 2005 zu einer Diskussion hier im Parlament über die Zukunft der ländlichen Entwicklung, Namen tun jetzt nichts zur Sache, hat einen Brief geschrieben nach Europa. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: „Brief nach Europa“? Können Sie ein bisschen präziser sein?) – Einen Brief an die Europäische Kommission. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Seien Sie vorsichtig, dass Sie nichts Falsches sagen!) Nein, nein! Der Brief enthielt die Frage: Gentechnikfreiheit im Umweltprogramm möglich oder nicht?
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Von wem?
Die Expertin hat daraufhin einen Brief erhalten (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Von wem?) von der Europäischen Kommission, Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, in dem nach diversen Abhandlungen als Schlussfolgerung der Kommission ... (Abg. Dr. Pirklhuber: Peinlich, Herr Bundesminister! Peinlich!) Ich kann Ihnen das nicht ersparen, weil Sie die Schuld immer anderen in die Schuhe schieben wollen.
Abg. Dr. Pirklhuber: Peinlich, Herr Bundesminister! Peinlich!
Die Expertin hat daraufhin einen Brief erhalten (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Von wem?) von der Europäischen Kommission, Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, in dem nach diversen Abhandlungen als Schlussfolgerung der Kommission ... (Abg. Dr. Pirklhuber: Peinlich, Herr Bundesminister! Peinlich!) Ich kann Ihnen das nicht ersparen, weil Sie die Schuld immer anderen in die Schuhe schieben wollen.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sie freuen sich darüber! Jahrelang haben Sie nichts gemacht, und jetzt machen Sie die Bergbauernvereinigung hier schlecht!
Folglich kann die Verwendung von gentechnikfreiem Saatgut weder zur Voraussetzung für eine Teilnahme am österreichischen Umweltprogramm gemacht werden noch unter diesem unterstützt werden. – Europäische Kommission, Antwort auf eine Anfrage einer Expertin der Grünen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sie freuen sich darüber! Jahrelang haben Sie nichts gemacht, und jetzt machen Sie die Bergbauernvereinigung hier schlecht!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Peinlich!
Es geht nicht nach EU-Recht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Dr. Pirklhuber: Peinlich!) – Das ist eine Expertin, die Sie geladen haben, die ich hier auch nicht namentlich zitiere. Ich zitiere aus einem Brief, aus einem Antwortschreiben, das für uns natürlich auch verbindlich ist. Sie haben das Projekt sozusagen selbst herausgeschossen. Gratuliere! (Abg. Dr. Fekter: Bumerang nennt man das!) Wir arbeiten jedenfalls konsequent auf der Linie weiter, Gentechnik aus Österreich möglichst draußen zu halten. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Auf dem Rücken der Bergbauernvereinigung! Das ist wirklich mies!) Sie haben jetzt gesagt, woher, ich habe das nicht in den Mund genommen.
Abg. Dr. Fekter: Bumerang nennt man das!
Es geht nicht nach EU-Recht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Dr. Pirklhuber: Peinlich!) – Das ist eine Expertin, die Sie geladen haben, die ich hier auch nicht namentlich zitiere. Ich zitiere aus einem Brief, aus einem Antwortschreiben, das für uns natürlich auch verbindlich ist. Sie haben das Projekt sozusagen selbst herausgeschossen. Gratuliere! (Abg. Dr. Fekter: Bumerang nennt man das!) Wir arbeiten jedenfalls konsequent auf der Linie weiter, Gentechnik aus Österreich möglichst draußen zu halten. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Auf dem Rücken der Bergbauernvereinigung! Das ist wirklich mies!) Sie haben jetzt gesagt, woher, ich habe das nicht in den Mund genommen.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Auf dem Rücken der Bergbauernvereinigung! Das ist wirklich mies!
Es geht nicht nach EU-Recht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Dr. Pirklhuber: Peinlich!) – Das ist eine Expertin, die Sie geladen haben, die ich hier auch nicht namentlich zitiere. Ich zitiere aus einem Brief, aus einem Antwortschreiben, das für uns natürlich auch verbindlich ist. Sie haben das Projekt sozusagen selbst herausgeschossen. Gratuliere! (Abg. Dr. Fekter: Bumerang nennt man das!) Wir arbeiten jedenfalls konsequent auf der Linie weiter, Gentechnik aus Österreich möglichst draußen zu halten. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Auf dem Rücken der Bergbauernvereinigung! Das ist wirklich mies!) Sie haben jetzt gesagt, woher, ich habe das nicht in den Mund genommen.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja, absolut!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zur Frage europäisches Engagement. Ich bin sehr verwundert, dass Ihnen das europäische Engagement der österreichischen Bundesregierung in der Frage der Gentechnik abgeht. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja, absolut!)
Beifall bei der ÖVP.
Von 4. bis 6. April dieses Jahres werden wir in Wien drei Tage lang – 700 Experten, Politiker, NGOs, große Bürgerbeteiligung; erstmals in der Europäischen Union, gegen den Widerstand vieler Nationalstaaten und auch mit sehr kritischen Anmerkungen der Kommission – die erste europäische Gentechnikkonferenz veranstalten; wir als österreichische Präsidentschaft. (Beifall bei der ÖVP.) Ich will, dass wir das Thema des restriktiven Zugangs der Gentechnik, die offenen Fragen in der Koexistenz in Europa einmal gemeinsam diskutieren. Es geht nicht um ein Ja oder ein Nein, wie Sie das manchmal so vereinfacht darstellen wollen, sondern um die Frage: Wie können wir die Themen Gentechnikfreiheit, Koexistenz von Gentechnik und konventionellem Landbau in Europa gemeinsam als europäische Herausforderung annehmen und diskutieren? Sie sind auch dazu eingeladen, das habe ich Ihnen gesagt.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir werden die Meinungen aller, von Pro- bis Anti-Gentechnik, hören und daran arbeiten, vernünftige Lösungen zustande zu bringen. Wir bleiben auf unserem Kurs, es gibt keine Alternative zu diesem Kurs: Wir wollen die Gentechnik aus dem Anbau in Österreich fernhalten, und dafür haben wir in Österreich und in Europa alles getan! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek
Abgeordneter Dipl.-Ing. Werner Kummerer (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Herr Minister, wir sind auf Ihrer Seite! Wir versuchen, Sie in allem, was die Gentechnik betrifft, zu stärken, und wir nehmen das bitterernst. Aber wir dürfen natürlich auch die Realität nicht aus den Augen lassen. In 21 Ländern werden heute bereits 90 Millionen Hektar mit GVOs bewirtschaftet. Wir dürfen auch nicht aus den Augen verlieren, dass sich heute bereits 500 000 Tonnen Importsoja in Österreich befinden, die verfüttert werden. Wo sind sie? – Das heißt, die Kennzeichnung ist das Minimum, das wir für unsere Konsumenten und Konsumentinnen verlangen können und verlangen müssen (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek), und diese Kennzeichnung muss bis hin zum Futtermittel lückenlos sein.
Abg. Grillitsch: Einen besseren Marktpreis!
Kollege Grillitsch, was soll das dann heißen: eine Belastung ohne Mehrwert? Verschiedene Firmen haben die Selbstkontrolle „ISO 9000“, „ISO 14000“ für ihren eigenen Erfolg, ohne Mehrwert, eingeführt. Meinst du mit „Belastung ohne Mehrwert“ eine zusätzliche Förderung für die Landwirtschaft für den Verzicht auf GVOs? Das kann es ja nicht sein. (Abg. Grillitsch: Einen besseren Marktpreis!)
Abg. Grillitsch: Fragts einmal euren Klubsekretär!
Wenn wir bei der Ehrlichkeit bleiben: Was heißt „Gesprächsverweigerung“, Kollege Grillitsch? (Abg. Grillitsch: Fragts einmal euren Klubsekretär!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Dann haben wir vereinbart – ich war dabei, ich war im Ausschuss –, dass innerhalb dieser 14 Tage von euch ein schriftlicher Vorschlag für einen Vier-Parteien-Antrag erfolgt. Was ist gekommen in diesen 14 Tagen? Nichts! Worüber sollen wir sprechen? Über das Nichts, das ihr vorgelegt habt? Das kann es ja wohl nicht sein. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Unser Antrag ist keineswegs eine Schwächung Ihrer Bemühungen, Herr Minister, sondern eine Stärkung. Ich ersuche die Regierungsparteien noch einmal, diesem Antrag zuzustimmen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Gleichzeitig wissen wir, dass die Gentechnik in der Landwirtschaft, die Gentechnik im Anbau in Österreich von unseren Mitbürgern, von den Kunden und vom Markt nicht geschätzt wird. – Unsere Bauern und wir alle wollen alles tun, um die Gentechnik aus dem Anbau fernzuhalten! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Sburny.
ließen: Kürzen Sie die Marktordnungsgelder für die Bauern um 20 Prozent! Das war wirklich bitter, und diese Ihre Aussage wird Ihnen sicherlich noch vorgerechnet werden, denn die 20 Prozent werden für die Bauern sicher eine Botschaft sein, die uns alle noch sehr ärgern wird. (Zwischenruf der Abg. Sburny.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Diskussionen, aber es werden keine Gentechnik-Diskussionen sein, sondern es werden Diskussionen um die Verlässlichkeit für die Bauern sein. Sie spielen da aber nicht mit. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist nicht abwertend gemeint?
Präsident Dr. Andreas Khol: Frau Abgeordnete Glawischnig, ich habe jetzt das Protokoll über die Ausführungen des Abgeordneten Scheuch erhalten, der Folgendes gesagt hat: „Herr Holub als ehemaliger Faschingsnarr vom ,Klagenfurter Stadtgerücht‘ hat keine Ahnung von dieser Koexistenzfrage. Das geht nicht, das ist nicht möglich. Man wird die Probleme so nicht lösen.“ (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist nicht abwertend gemeint?)
Abg. Sburny: Nein! Wo haben Sie das gehört?
Im Lichte der Erklärung hinterher sehe ich darin keine Stellungnahme, die die Würde des Hauses verletzt, allzumal ja Herr Pirklhuber im Zwischenruf auch Herrn Scheuch als „Faschingsnarr“ bezeichnet hat. (Abg. Sburny: Nein! Wo haben Sie das gehört?) Das war ja auch nicht abwertend gemeint. (Abg. Sburny: Wo haben Sie das gehört? Vom Kollegen Scheuch?) Ich erteile keinen Ordnungsruf. (Abg. Sburny: Das würde ich auch gerne im Protokoll nachlesen! Das ist nie gesagt worden!)
Abg. Sburny: Wo haben Sie das gehört? Vom Kollegen Scheuch?
Im Lichte der Erklärung hinterher sehe ich darin keine Stellungnahme, die die Würde des Hauses verletzt, allzumal ja Herr Pirklhuber im Zwischenruf auch Herrn Scheuch als „Faschingsnarr“ bezeichnet hat. (Abg. Sburny: Nein! Wo haben Sie das gehört?) Das war ja auch nicht abwertend gemeint. (Abg. Sburny: Wo haben Sie das gehört? Vom Kollegen Scheuch?) Ich erteile keinen Ordnungsruf. (Abg. Sburny: Das würde ich auch gerne im Protokoll nachlesen! Das ist nie gesagt worden!)
Abg. Sburny: Das würde ich auch gerne im Protokoll nachlesen! Das ist nie gesagt worden!
Im Lichte der Erklärung hinterher sehe ich darin keine Stellungnahme, die die Würde des Hauses verletzt, allzumal ja Herr Pirklhuber im Zwischenruf auch Herrn Scheuch als „Faschingsnarr“ bezeichnet hat. (Abg. Sburny: Nein! Wo haben Sie das gehört?) Das war ja auch nicht abwertend gemeint. (Abg. Sburny: Wo haben Sie das gehört? Vom Kollegen Scheuch?) Ich erteile keinen Ordnungsruf. (Abg. Sburny: Das würde ich auch gerne im Protokoll nachlesen! Das ist nie gesagt worden!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Spät! Sehr spät!
Eines sei unbestritten: In einem Punkt haben wir etwas erreicht! Die Grünen fordern seit mehreren Jahren, dass die GVO-Zulassungsverfahren auf neue wissenschaftliche Basis gestellt werden, dass diese European Food Safety Authority endlich unabhängig arbeitet und nicht nur die Konzernberichte bewertet, sondern dass in Europa unabhängige Risikoforschung betrieben wird. Das haben wir durchgesetzt in den Verhandlungen mit der ÖVP, dass das ein Thema geworden ist. Sie haben das aufgegriffen im Umweltministerrat. Okay, das ist richtig. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Spät! Sehr spät!)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren, das ist der Entschließungsantrag, den ich hiemit eingebracht habe und der wirklich die Nagelprobe dafür ist, ob Sie es ernst meinen, in dieser kritischen Phase für die gentechnikfreie Landwirtschaft in Österreich und in Europa konkrete Maßnahmen zu setzen, die jetzt anstehen, die Sie in der Ratspräsidentschaft auch vorantragen und damit wirklich zu einem echten europäischen Thema machen können. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Rest-Hinterseer: Die größten Flächen! – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll – die Hände zusammenschlagend –: Die Kommission hat ...!
dies angesichts der Tatsache, dass derjenige, der diese Anfrage beantwortet hat, nämlich der Chef der Generaldirektion Landwirtschaft, seit 1. Jänner 2006 nicht mehr in dieser Funktion tätig ist, weil es auf europäischer Ebene ein Rotationssystem gibt. Außerdem ist bekannt, dass dieser Chef Spanier ist und die Spanier natürlich die Einzigen in Europa sind, die massiv für die Gentechnikliberalisierung eintreten. (Abg. Rest-Hinterseer: Die größten Flächen! – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll – die Hände zusammenschlagend –: Die Kommission hat ...!) – Natürlich stimmt es! Rodriguez heißt er, und er ist nicht mehr Chef der DG AGRI. Das weißt du ganz genau, Josef.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Schiefermair: Der Einzige, der etwas umsetzt, ist der Minister! Sie haben nichts umgesetzt!
Sie sind weder mutig, noch machen Sie das, was sich jeder erwarten würde, nämlich kein Steuergeld für Gentechnik in Österreich und in Europa. Die Konsumenten wollen keine Gentechnik. Auch die Bäuerinnen und Bauern wollen das nicht, und Sie sollten dazu endlich einmal ja sagen und diese Maßnahmen ergreifen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Schiefermair: Der Einzige, der etwas umsetzt, ist der Minister! Sie haben nichts umgesetzt!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Beim Gentechnikvorsorgegesetz haben Sie nichts gemacht!
Jetzt kommen wir zu Rolf Holub. Kollege Scheuch hat gesagt, Rolf Holub habe nichts getan und habe keine Ahnung. – Die Grünen in Kärnten haben einen Antrag eingebracht, den alle vier Parteien mit unterzeichnet haben, nämlich die Forderung zu unterstützen, dass gentechnikfreies Saatgut im österreichischen Umweltprogramm etabliert wird. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Beim Gentechnikvorsorgegesetz haben Sie nichts gemacht!) Es ist nicht nur der Landtag in Kärnten, der das beschlossen hat, Kollege Scheuch, sondern auch der Landtag in Burgenland, mit Unterstützung des Landeshauptmannes. Es wird an dieser Forderung weitergearbeitet. Das wird von der Steiermark unterstützt, das wird auch von Oberösterreich in vielen Diskussionen unterstützt, auch wenn es dort keinen Antrag gibt.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ja, aber zu der Zeit waren ...!
Das wissen Sie ganz genau, Herr Bundesminister. Das ist unglaublich! Es ist einfach unglaublich, dass Sie das hier völlig verschweigen. Sie, Herr Kollege Scheuch, als Kärntner müssten doch wissen, was der Kärntner Landtag beschlossen hat. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ja, aber zu der Zeit waren ...!)
Beifall bei den Grünen.
Da sehen Sie, wie defensiv der Bauernbund bisher schon argumentiert hat. Und was Sie heute gemacht haben, Kollege Grillitsch, das ist einfach unglaublich! Sie wollen wirklich der Gentechnik in der Energieproduktion Tür und Tor öffnen. Dagegen werden wir Grüne etwas tun. Da können Sie sicher sein! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Seit wann verteidigst du den Grillitsch?
Es ist nicht fair gegenüber dem Präsidenten Grillitsch, zu sagen, dass er das fordert – wenn er fordern würde, dass man die Landwirtschaft für Gentechnik öffnet, würde er mit einem nassen Fetzen von Vertretern der Landwirtschaft davongejagt werden. (Abg. Dr. Pirklhuber: Seit wann verteidigst du den Grillitsch?) Das ist ja Humbug, würde ich einmal sagen, wenn so etwas behauptet wird.
Abg. Dr. Pirklhuber: 12 Prozent!
Es ist auch so, dass man sagen muss, die biologische Landwirtschaft ist mit einem Anteil von 10 Prozent eine Erfolgsstory. (Abg. Dr. Pirklhuber: 12 Prozent!) Aber 10 Prozent sind zu wenig, mir wären 100 Prozent am liebsten.
Abg. Mag. Gaßner: 80 Prozent!
Es bekennen sich jedoch 70 Prozent der Österreicher dazu und wollen biologische Lebensmittel. (Abg. Mag. Gaßner: 80 Prozent!) – 80 Prozent. Jetzt frage ich mich, warum jene 10 Prozent, die Erzeuger sind, nicht auf dem Markt verkaufen können. Das verbale Bekenntnis ist zwar da, aber nicht die entsprechenden Handlungen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Weiters brauchen wir noch den Konsens, dass wir alle möglichen Mittel ergreifen, gerade auf europäischer Ebene, um Europa zu überzeugen, dass der Weg Österreichs der bessere ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Das stimmt ja!
Diesbezüglich möchte ich sagen: Herr Kollege Grillitsch, es tut mir Leid, dass Sie da von Gesprächsverweigerung gesprochen haben. (Abg. Grillitsch: Das stimmt ja!) – Das stimmt nicht! Nein, wir hatten im Ausschuss ein konstruktives Gespräch (Abg. Grillitsch: Fragt euren Klubsekretär! Wo ist der Herr Kracher?), wir werden in Zukunft unsere Anliegen im Nationalrat – heute wurde der Entschließungsantrag eingebracht –, in den Landtagen – so es dort Initiativen gibt, werden wir das auch unterstützen –, im Bundesrat und natürlich bei der im April anstehenden Konferenz forcieren, deren Abhaltung wir ausdrücklich begrüßen, weil sie eine gute Plattform dafür bietet, dass sich in Österreich während der Präsidentschaft etwas weiterentwickelt und vielleicht auch Impulse für Europa gesetzt werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Grillitsch: Fragt euren Klubsekretär! Wo ist der Herr Kracher?
Diesbezüglich möchte ich sagen: Herr Kollege Grillitsch, es tut mir Leid, dass Sie da von Gesprächsverweigerung gesprochen haben. (Abg. Grillitsch: Das stimmt ja!) – Das stimmt nicht! Nein, wir hatten im Ausschuss ein konstruktives Gespräch (Abg. Grillitsch: Fragt euren Klubsekretär! Wo ist der Herr Kracher?), wir werden in Zukunft unsere Anliegen im Nationalrat – heute wurde der Entschließungsantrag eingebracht –, in den Landtagen – so es dort Initiativen gibt, werden wir das auch unterstützen –, im Bundesrat und natürlich bei der im April anstehenden Konferenz forcieren, deren Abhaltung wir ausdrücklich begrüßen, weil sie eine gute Plattform dafür bietet, dass sich in Österreich während der Präsidentschaft etwas weiterentwickelt und vielleicht auch Impulse für Europa gesetzt werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Diesbezüglich möchte ich sagen: Herr Kollege Grillitsch, es tut mir Leid, dass Sie da von Gesprächsverweigerung gesprochen haben. (Abg. Grillitsch: Das stimmt ja!) – Das stimmt nicht! Nein, wir hatten im Ausschuss ein konstruktives Gespräch (Abg. Grillitsch: Fragt euren Klubsekretär! Wo ist der Herr Kracher?), wir werden in Zukunft unsere Anliegen im Nationalrat – heute wurde der Entschließungsantrag eingebracht –, in den Landtagen – so es dort Initiativen gibt, werden wir das auch unterstützen –, im Bundesrat und natürlich bei der im April anstehenden Konferenz forcieren, deren Abhaltung wir ausdrücklich begrüßen, weil sie eine gute Plattform dafür bietet, dass sich in Österreich während der Präsidentschaft etwas weiterentwickelt und vielleicht auch Impulse für Europa gesetzt werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Wer ist jetzt Minister dort? Seehofer ist ein Parteikollege von Ihnen!
im Kampf gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen. Unser Minister ist auf diesem Weg so ambitioniert, dass er immer wieder versucht hat, die ehemalige deutsche Umweltministerin Renate Künast auf diesem Weg ein Stück weit mitzunehmen – leider nicht immer ganz erfolgreich. (Abg. Dr. Pirklhuber: Wer ist jetzt Minister dort? Seehofer ist ein Parteikollege von Ihnen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist ein freiwilliges Programm! Gerne, machen wir!
Die Mehrkosten des in Österreich gewollten Weges müssen aber abgegolten werden. Der Vorschlag der Grünen, die ÖPUL-Zahlungen vom Verzicht auf Anbau von gentechnisch verändertem Saatgut abhängig zu machen, ist aus folgenden Gründen abzulehnen: Da nicht alle Betriebe am ÖPUL teilnehmen, wäre diese Maßnahme einfach nicht zielführend. Außerdem muss zuerst eine funktionierende Koexistenz und Haftungsregelung in Europa geschaffen werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist ein freiwilliges Programm! Gerne, machen wir!)
Beifall bei der ÖVP.
Es wird beinahe unmöglich sein, gentechnisch veränderte Lebensmittel vollkommen aus den Regalen internationaler und heimischer Handelsketten zu verbannen. Deswegen ein Aufruf an alle Konsumentinnen und Konsumenten und auch an uns alle: Halten wir unser Klima rein, kaufen wir die Produkte unserer heimischen Bauern ein! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Das ist wirklich eine Unterstellung!
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Wir sind ja eigentlich schon fast zufrieden damit, dass nun bis zur ÖVP-Bauernschaft durchgedrungen ist, dass Gentechnik ein Thema ist. Es ist ja noch nicht so lange her, dass in diesem Haus Herr Kollege Schultes gesagt hat, jetzt rufen wir wieder zur Gruselstunde auf, fürchten wir uns mit Kollegem Pirklhuber wegen der Gentechnik. (Abg. Grillitsch: Das ist wirklich eine Unterstellung!) Wir haben mit der Gentechnik überhaupt keine Sorgen, haben Sie damals gesagt.
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Die Kommission hat ...!
Für mich ist völlig unverständlich, Herr Minister, wie Sie die Anfrage einer österreichischen NGO an eine europäische Einrichtung in dieser Art und Weise verurteilen können. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Die Kommission hat ...!) In dieser Woche gab es eine Veranstaltung zum Thema „Partizipation und Europäische Öffentlichkeit“. Was heißt das? – Nach Ihrer Meinung dürfte also niemand irgendetwas anfragen, bevor der Herr Minister nicht sein Einverständnis gibt.
Beifall bei den Grünen.
Was heißt das also? – In der Konsequenz heißt das, dass wir gar nichts erfahren, weil wir von dieser Regierung sehr oft im Unklaren darüber gelassen werden, wie die weiteren Vorgangsweisen ausschauen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir müssen eine Initiative für eine Reform der WTO setzen, und das sollte auch noch während Österreichs EU-Ratspräsidentschaft oder im Zusammenhang mit der Koexistenzkonferenz geschehen. Das Vorsorgeprinzip steht derzeit nur auf dem Papier, die Worthülsen müssen jetzt mit Taten gefüllt werden. Es kann doch nicht sein, dass eine große, weltweit agierende Organisation einzelnen Nationen vorschreibt, wie sie ihre Lebensmittelproduktion und ihren Verkauf organisieren! Wenn sie das machen will, dann soll sie auch die Haftung übernehmen, wenn Menschen tatsächlich gesundheitlichen Schaden nehmen. Das verstehe ich unter Vorsorgeprinzip – und dieses Vorsorgeprinzip muss endlich zum Leben erweckt werden. (Beifall bei den Grünen.)
Ironische Heiterkeit des Bundesministers Dipl.-Ing. Pröll.
Ich möchte jetzt noch anmerken, dass wir in Folge dieser Koexistenzkonferenz eine weitere Unterstützung Ihrer Arbeit planen, Herr Minister Pröll. Sie haben ja bisher von unserer Öffentlichkeitsarbeit sehr profitiert. (Ironische Heiterkeit des Bundesministers Dipl.-Ing. Pröll.) Eine Gentechnik-Debatte hätte es im Ausschuss gar nicht gegeben, wenn wir nicht einen Antrag eingebracht hätten. (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.
Ich möchte jetzt noch anmerken, dass wir in Folge dieser Koexistenzkonferenz eine weitere Unterstützung Ihrer Arbeit planen, Herr Minister Pröll. Sie haben ja bisher von unserer Öffentlichkeitsarbeit sehr profitiert. (Ironische Heiterkeit des Bundesministers Dipl.-Ing. Pröll.) Eine Gentechnik-Debatte hätte es im Ausschuss gar nicht gegeben, wenn wir nicht einen Antrag eingebracht hätten. (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.)
Abg. Ing. Schultes: Wo gehen wir hin?
Wir sind Mitorganisatoren beim Sternmarsch am 5. April in Wien. Sie sind, Herr Schultes, herzlich eingeladen, ganz vorne mitzumarschieren (Abg. Ing. Schultes: Wo gehen wir hin?), so wie Sie es bei den AGES-Verhandlungen gemacht haben. Ich finde es total unterstützend, wenn auch der ÖVP-Bauernbund zeigt, dass es ihm in dieser Frage ernst ist, anstatt nur mit Augenzwinkern darüber zu diskutieren, wie man es aus dem Protokoll der Sitzung in der Steiermark ersehen kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir sind Mitorganisatoren beim Sternmarsch am 5. April in Wien. Sie sind, Herr Schultes, herzlich eingeladen, ganz vorne mitzumarschieren (Abg. Ing. Schultes: Wo gehen wir hin?), so wie Sie es bei den AGES-Verhandlungen gemacht haben. Ich finde es total unterstützend, wenn auch der ÖVP-Bauernbund zeigt, dass es ihm in dieser Frage ernst ist, anstatt nur mit Augenzwinkern darüber zu diskutieren, wie man es aus dem Protokoll der Sitzung in der Steiermark ersehen kann. (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Franz Eßl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine geschätzten Damen und Herren! Frau Kollegin Rest-Hinterseer, es ist ganz klar, dass, wenn über bäuerliche Themenbereiche diskutiert wird, das im ÖVP-Bauernbund geschieht, denn grüne Bauern gibt es ja kaum. Da müsste man ja die „Schwellenwert-Diskussion“ in diesem Bereich führen, darüber, ob Sie wahrnehmbar sind oder nicht. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Fest steht auf alle Fälle, dass Österreich das Ökoland in Europa ist, und dazu gehört natürlich auch die Erhaltung eines GVO-freien Anbaues in der österreichischen Landwirtschaft. Das ist heute das Thema hier, und dazu haben wir natürlich einige Fakten vorzubringen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Ihr Argument wird dadurch, dass Sie es laut herausschreien, nicht richtiger, Herr Kogler, aber Sie können es dann am Rednerpult trotzdem versuchen.
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abschließend sei noch gesagt: Ziel dieser Regierung ist es, leistungsfähige bäuerliche Betriebe zu fördern, den Konsumenten Sicherheit zu geben und die Gentechnik betreffend praktikable Regelungen zu erwirken. In diesem Sinne darf ich Sie ersuchen, unserer Entschließung zuzustimmen. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen sowie demonstrativer Beifall des Abg. Kainz.
Ich berichtige tatsächlich: Die grünen Bäuerinnen und Bauern sind sehr aktiv in ganz Österreich. Seit der letzten steirischen Kammerwahl haben wir einen grünen Kammerrat in der Bezirksbauernkammer Radkersburg. (Beifall bei den Grünen sowie demonstrativer Beifall des Abg. Kainz.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen
Unser Umweltprogramm muss eindeutig gentechnikfrei werden (Beifall bei der SPÖ und den Grünen), zumal wir wissen, dass sich 80 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten eindeutig für Gentechnikfreiheit im Lebensmittelbereich aussprechen.
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Tut er immer!
Herr Bundesminister! Wann werden Sie endlich die Wünsche der Konsumentinnen und Konsumenten ernst nehmen? (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Tut er immer!)
Ruf bei den Grünen: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Abgeordneter Ing. Hermann Schultes (ÖVP): Herr Abgeordneter Pirklhuber hat gesagt, dass die politische Präsenz der Grünen über dem Grenzwert läge, und hat als Beweis dafür das Beispiel gebracht, dass es einen grünen Kammerrat in der Steiermark gibt. (Ruf bei den Grünen: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.
In der Steiermark gibt es 240 Kammerräte, und einer davon macht weniger als 0,4 Prozent aus, daher liegt das unter dem Grenzwert. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Lesen Sie die heutige Ausgabe der „Oberösterreichischen Nachrichten“, dort wird Ihnen nämlich ausgerichtet, wie die Menschen in dieser Region dazu stehen. Ich möchte nochmals an Sie appellieren: Lassen Sie die Finger von den Betrieben in dieser Region, bevormunden Sie nicht die Arbeitnehmer dort in diesen Betrieben! – Ich bedanke mich. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ruf bei den Freiheitlichen: Wo?
Bei den Konsumentinnen und Konsumenten herrscht nicht nur große Skepsis gegenüber gentechnisch veränderten Produkten, es werden Bioprodukte und gentechnikfreie Produkte ausdrücklich nachgefragt, und das nicht nur in Österreich. Erst vor kurzem vermeldete ein deutscher Produzent von Babynahrung, dass er seine gentechnikfreien Zutaten aus Österreich beziehe, da diese in Deutschland nicht ausreichend vorhanden sind. Wer gentechnikfrei produzieren und gentechnikfreie Landwirtschaft betreiben kann, hat hier einen Wettbewerbsvorteil (Ruf bei den Freiheitlichen: Wo?), denn wenn nirgendwo in Europa gentechnikfrei produziert wird, müssen Lebensmittelkonzerne auf österreichische Grundprodukte zurückgreifen. (Abg. Wittauer: Das funktioniert ja nicht!) Diese Situation haben wir zum Teil schon jetzt.
Abg. Wittauer: Das funktioniert ja nicht!
Bei den Konsumentinnen und Konsumenten herrscht nicht nur große Skepsis gegenüber gentechnisch veränderten Produkten, es werden Bioprodukte und gentechnikfreie Produkte ausdrücklich nachgefragt, und das nicht nur in Österreich. Erst vor kurzem vermeldete ein deutscher Produzent von Babynahrung, dass er seine gentechnikfreien Zutaten aus Österreich beziehe, da diese in Deutschland nicht ausreichend vorhanden sind. Wer gentechnikfrei produzieren und gentechnikfreie Landwirtschaft betreiben kann, hat hier einen Wettbewerbsvorteil (Ruf bei den Freiheitlichen: Wo?), denn wenn nirgendwo in Europa gentechnikfrei produziert wird, müssen Lebensmittelkonzerne auf österreichische Grundprodukte zurückgreifen. (Abg. Wittauer: Das funktioniert ja nicht!) Diese Situation haben wir zum Teil schon jetzt.
Beifall bei der SPÖ.
Diesen ökologisch-wirtschaftlichen Standortfaktor müssen wir immer im Hinterkopf behalten, wenn wir über gentechnische Manipulation von Saatgut, Futtermitteln oder Lebensmitteln reden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie demonstrativer Beifall des Abg. Neudeck.
Wir haben jetzt im Zuge der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft ganz besonders die Möglichkeit, in Europa den Schutz der Umwelt und der Menschen voranzutreiben. Diese Chance sollten wir nutzen und deutliche Zeichen gegen die Gentechnik und für den Konsumentenschutz setzen. Stimmen Sie daher unserem Antrag zu! (Beifall bei der SPÖ sowie demonstrativer Beifall des Abg. Neudeck.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Rest-Hinterseer.
Ich sage in Anlehnung an dieses Thema: Lassen Sie die Finger von gentechnisch veränderten Lebensmitteln! Das ist heute hier das eigentliche Thema. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Rest-Hinterseer.)
Abg. Grillitsch: Warum sagen Sie bewusst die Unwahrheit?
Sehr geehrter Herr Grillitsch! Herr Bauernbundpräsident! Sie behaupteten hier etwas, ohne auch nur im Entferntesten den Wahrheitsbeweis dafür antreten zu können. Sie haben in der Ausschussdebatte zu uns gemeint, es werde ein Vorschlag für einen Vier-Parteien-Antrag vorgelegt werden, und dann werde man darüber diskutieren. Und von dieser Aussage an war nichts mehr davon zu hören! (Abg. Grillitsch: Warum sagen Sie bewusst die Unwahrheit?) Aber Sie, Herr Grillitsch, und Ihre Kolleginnen und Kollegen werden von uns jede Möglichkeit bekommen, zu diesem unserem Antrag ja zu sagen. (Abg. Grillitsch: Warum sagen Sie bewusst die Unwahrheit?) Wir werden es im Nationalrat wieder bringen, wir werden es im Bundesrat bringen, wir werden es in den Landtagen bringen, denn irgendwann einmal müssen Sie auch aufhören, immer diese „Ja, aber“-Politik zu betreiben. Es gibt nicht „ein bisschen Gentechnik“ und es gibt nicht „ein bisschen nicht Gentechnik“. Entweder ich bin dafür – oder ich bin dagegen.
Abg. Grillitsch: Warum sagen Sie bewusst die Unwahrheit?
Sehr geehrter Herr Grillitsch! Herr Bauernbundpräsident! Sie behaupteten hier etwas, ohne auch nur im Entferntesten den Wahrheitsbeweis dafür antreten zu können. Sie haben in der Ausschussdebatte zu uns gemeint, es werde ein Vorschlag für einen Vier-Parteien-Antrag vorgelegt werden, und dann werde man darüber diskutieren. Und von dieser Aussage an war nichts mehr davon zu hören! (Abg. Grillitsch: Warum sagen Sie bewusst die Unwahrheit?) Aber Sie, Herr Grillitsch, und Ihre Kolleginnen und Kollegen werden von uns jede Möglichkeit bekommen, zu diesem unserem Antrag ja zu sagen. (Abg. Grillitsch: Warum sagen Sie bewusst die Unwahrheit?) Wir werden es im Nationalrat wieder bringen, wir werden es im Bundesrat bringen, wir werden es in den Landtagen bringen, denn irgendwann einmal müssen Sie auch aufhören, immer diese „Ja, aber“-Politik zu betreiben. Es gibt nicht „ein bisschen Gentechnik“ und es gibt nicht „ein bisschen nicht Gentechnik“. Entweder ich bin dafür – oder ich bin dagegen.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Kollege Sieber hat es ja sehr deutlich auf den Punkt gebracht, als er gemeint hat: Zusätzliche Auflagen zum Nulltarif sind unseren Bauern nicht mehr zumutbar. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Das heißt, wir können über Gentechnikfreiheit dann reden, wenn Sie dafür Ihre Bauern entgelten können. Das kann es doch nicht sein, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Kollege Sieber hat es ja sehr deutlich auf den Punkt gebracht, als er gemeint hat: Zusätzliche Auflagen zum Nulltarif sind unseren Bauern nicht mehr zumutbar. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Das heißt, wir können über Gentechnikfreiheit dann reden, wenn Sie dafür Ihre Bauern entgelten können. Das kann es doch nicht sein, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Dass ihr 50 Prozent kürzen wollt, das wissen wir eh!
Ich darf Ihnen aus der „Presse“ vom 1. März Wifo-Chef Aiginger zitieren, der unter der Überschrift „Zu hohe Agrarsubventionen“ Folgendes meint: „Positiv sei die Einigung auf die neue Dienstleistungsrichtlinie und auf den EU-Finanzrahmen bis 2013 gewesen, wenngleich weiterhin viel zu viel Geld für flächengebundene Agrarsubventionen ausgegeben werde.“ (Abg. Grillitsch: Dass ihr 50 Prozent kürzen wollt, das wissen wir eh!) – Das kann so nicht weitergehen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Dass ihr 50 Prozent kürzen wollt, das wissen wir eh!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Dass ihr 50 Prozent kürzen wollt, das wissen wir eh!
Ich darf Ihnen aus der „Presse“ vom 1. März Wifo-Chef Aiginger zitieren, der unter der Überschrift „Zu hohe Agrarsubventionen“ Folgendes meint: „Positiv sei die Einigung auf die neue Dienstleistungsrichtlinie und auf den EU-Finanzrahmen bis 2013 gewesen, wenngleich weiterhin viel zu viel Geld für flächengebundene Agrarsubventionen ausgegeben werde.“ (Abg. Grillitsch: Dass ihr 50 Prozent kürzen wollt, das wissen wir eh!) – Das kann so nicht weitergehen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Dass ihr 50 Prozent kürzen wollt, das wissen wir eh!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, hören Sie endlich auf mit diesem Lavieren, mit ein bisschen Ja und ein bisschen Nein! Sind Sie für Gentechnik oder sind Sie nicht dafür? Sagen Sie das klar! – Wir sind jedenfalls nicht dafür! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Gaßner: Ich habe ihn zitiert! Das habe nicht ich gesagt!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Frau Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Abgeordneter Gaßner hat behauptet, dass der Chef des Wirtschaftsforschungsinstitutes Karl Aiginger gesagt hätte, dass für die Bauern zu viel Geld zur Verfügung stehe. (Abg. Mag. Gaßner: Ich habe ihn zitiert! Das habe nicht ich gesagt!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Gaál: Das ist ja unerhört! Ein Missbrauch! – Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Aber wir Bauern machen, was wir wollen, gell?
Richtig ist: Gusenbauer wollte den Bauern 50 Prozent wegnehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Gaál: Das ist ja unerhört! Ein Missbrauch! – Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Aber wir Bauern machen, was wir wollen, gell?)
Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, auch das war keine tatsächliche Berichtigung! Sie wissen das. (Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Faul: Jetzt! Jetzt!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Frau Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es hat große Diskussionen gegeben über den Standort Piber, Diskussionen, die viele, die sich in der Sache auskennen, teilweise nicht verstanden haben. Es ist unverständlich, warum so viel Verunsicherung in die Bevölkerung getragen wird. Piber ist ganz einfach die Wiege der Lipizzaner und als Zentrum der Zucht abgesichert. Und es steht völlig außer Streit, dass dieser touristische Leitbetrieb für die Region Weststeiermark, aber auch für die gesamte Steiermark erhalten bleibt (Abg. Faul: Jetzt! Jetzt!), auch wenn manche versucht haben, Herr Kollege Faul, wirklich Angst und Unsicherheit in die Bevölkerung hineinzutragen, etwas, was ich wirklich nicht verstanden habe.
Beifall bei der ÖVP.
Ich kann nur an Sie appellieren: Machen Sie endlich Schluss mit der Panikmache! Helfen wir alle mit, dass dieses neue Konzept für den touristischen Leitbetrieb der Region Weststeiermark und der Steiermark insgesamt möglichst rasch umgesetzt wird! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: Das ist gut so, das zeigt, dass er richtig liegt!
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Den Lobeshymnen meines Vorredners kann ich mich leider nicht ganz anschließen (Abg. Großruck: Das ist gut so, das zeigt, dass er richtig liegt!), denn der vorliegende Vier-Parteien-Antrag hat eine sehr lange Vorgeschichte. (Abg. Dr. Fekter: Schon wieder alles madig machen!)
Abg. Dr. Fekter: Schon wieder alles madig machen!
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Den Lobeshymnen meines Vorredners kann ich mich leider nicht ganz anschließen (Abg. Großruck: Das ist gut so, das zeigt, dass er richtig liegt!), denn der vorliegende Vier-Parteien-Antrag hat eine sehr lange Vorgeschichte. (Abg. Dr. Fekter: Schon wieder alles madig machen!)
Abg. Dr. Fekter: Das sagen Sie! Alles schlecht machen!
Seit der missglückten Ausgliederung der Spanischen Hofreitschule im Jahr 2001 ist es leider gerade mit dem Gestüt Piber sehr stark bergab gegangen (Abg. Dr. Fekter: Das sagen Sie! Alles schlecht machen!), und darunter musste vor allem der Standort Piber leiden. Die Finanzlage des Gesamtunternehmens, das wissen wir alle, ist äußerst prekär, wie auch von der Unternehmensleitung selbst eingestanden wird. Als Sündenbock dafür wurde in erster Linie das teure Gestüt Piber genannt, obwohl bei den zahlreichen Besprechungen, die es gegeben hat, eigentlich nie eine interne Leistungsverrechnung zwischen der Spanischen Hofreitschule und dem Gestüt Piber ausgemacht werden konnte.
Abg. Hornek: Das kommt den Tieren zugute!
Erstens: Die Dimension des bisherigen Sommerquartiers in Lainz wurde bei weitem überschritten. (Abg. Hornek: Das kommt den Tieren zugute!) Dieses Sommerquartier ist übrigens bis 2017 ausbezahlt. Es sollen in Niederösterreich nicht nur Hengste während der Sommerpause eingestellt werden, sondern auch Stuten und Fohlen über längere Zeiträume. Und niederösterreichische Landespolitikerinnen und -politiker haben stolz verkündet, dass dort ein Lipizzanerzentrum als Tourismusmagnet entstehen sollte – frei nach dem Motto: Wenn Landeshauptmann Pröll Lipizzaner will, bekommt er auch welche, koste es, was es wolle! Ob Elite-Universität oder Elite-Pferde, des Landeshauptmannes Wunsch ist der Bundesregierung Befehl, und daran hält sich auch der brave Neffe Josef. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll – die Hände zusammenschlagend –: Sie tun mir richtig Leid! – Abg. Dr. Fekter: Typisch Sozi! – Abg. Grillitsch: Das ist beschämend, Frau Kollegin!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll – die Hände zusammenschlagend –: Sie tun mir richtig Leid! – Abg. Dr. Fekter: Typisch Sozi! – Abg. Grillitsch: Das ist beschämend, Frau Kollegin!
Erstens: Die Dimension des bisherigen Sommerquartiers in Lainz wurde bei weitem überschritten. (Abg. Hornek: Das kommt den Tieren zugute!) Dieses Sommerquartier ist übrigens bis 2017 ausbezahlt. Es sollen in Niederösterreich nicht nur Hengste während der Sommerpause eingestellt werden, sondern auch Stuten und Fohlen über längere Zeiträume. Und niederösterreichische Landespolitikerinnen und -politiker haben stolz verkündet, dass dort ein Lipizzanerzentrum als Tourismusmagnet entstehen sollte – frei nach dem Motto: Wenn Landeshauptmann Pröll Lipizzaner will, bekommt er auch welche, koste es, was es wolle! Ob Elite-Universität oder Elite-Pferde, des Landeshauptmannes Wunsch ist der Bundesregierung Befehl, und daran hält sich auch der brave Neffe Josef. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll – die Hände zusammenschlagend –: Sie tun mir richtig Leid! – Abg. Dr. Fekter: Typisch Sozi! – Abg. Grillitsch: Das ist beschämend, Frau Kollegin!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Steibl: Das ist aber auch das einzig Positive, was Sie sagen können!
Liebe Frau Kollegin Steibl, ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Lernfähigkeit und freue mich, dass wir heute einen gemeinsamen Antrag beschließen können! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Steibl: Das ist aber auch das einzig Positive, was Sie sagen können!)
Abg. Dr. Puswald: Das ist auch schwer zu verteidigen!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine geschätzten Damen und Herren! Frau Kollegin Grossmann, ich will da jetzt nicht unbedingt als Verteidiger der ÖVP auftreten (Abg. Dr. Puswald: Das ist auch schwer zu verteidigen!), aber es ist schon faszinierend, wie sehr in Vorwahlkampfzeiten auch so ein Kompromiss noch schlecht geredet werden kann.
Abg. Sburny: Warum „erdreistet“?
Wenn ich noch einmal auf das vorhergehende Thema eingehen darf, auf diese Nationalpark-Geschichte: Auch da haben wir im Ausschuss klar gesagt, das ist eine gute Sache. Nur, wenn die Opposition eine Minute vor der Abstimmung im Ausschuss einen Antrag verteilt, weil der Herr Krainer sich erdreistet, in den Landwirtschaftsausschuss zu kommen und das zu präsentieren (Abg. Sburny: Warum „erdreistet“?), und man dann uns dafür kritisiert, dass wir nicht zustimmen, dann ist das der falsche Weg. So werden wir diese Probleme nicht lösen können, und das sind wichtige Bereiche. Gentechnik ist ein wichtiger Bereich. (Abg. Reheis: Fundamental-Regierungspolitik!)
Abg. Reheis: Fundamental-Regierungspolitik!
Wenn ich noch einmal auf das vorhergehende Thema eingehen darf, auf diese Nationalpark-Geschichte: Auch da haben wir im Ausschuss klar gesagt, das ist eine gute Sache. Nur, wenn die Opposition eine Minute vor der Abstimmung im Ausschuss einen Antrag verteilt, weil der Herr Krainer sich erdreistet, in den Landwirtschaftsausschuss zu kommen und das zu präsentieren (Abg. Sburny: Warum „erdreistet“?), und man dann uns dafür kritisiert, dass wir nicht zustimmen, dann ist das der falsche Weg. So werden wir diese Probleme nicht lösen können, und das sind wichtige Bereiche. Gentechnik ist ein wichtiger Bereich. (Abg. Reheis: Fundamental-Regierungspolitik!)
Abg. Reheis: Die Opposition interessiert Sie nicht!
Das ist nicht Fundamentalregierung, das ist ein Vier-Parteien-Antrag, Herr Kollege! (Abg. Reheis: Die Opposition interessiert Sie nicht!) Vielleicht haben Sie im Ausschuss zu dem Zeitpunkt geschlafen, aber wir haben einen Vier-Parteien-Antrag verhandelt. Es stehen alle darauf, es ist eine gute Lösung. Und heute herzugehen und diesen Vier-Parteien-Antrag auch noch madig zu machen und im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Rücken der Pferde, der Lipizzaner, im Bezirk politisches Kleingeld sammeln zu wollen, das ist der falsche Ansatz.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir von unserer Fraktion halten das für eine gute Initiative. Wir haben das gemeinsam verhandelt, und wir werden diesen Antrag natürlich unterstützen und haben damit wieder einmal einen kleinen, aber wichtigen Schritt dafür gesetzt, dass Landwirtschaft in Österreich erhalten bleibt und in diesem Fall auch die Lipizzaner als wichtiges Aushängeschild für Österreich erhalten bleiben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Grüner Pakt!
Dieser schwarze Pakt, den Sie vor kurzem vorgestellt haben (Abg. Grillitsch: Grüner Pakt!) – ein wirklich ein tiefschwarzer, pechschwarzer Pakt! (Abg. Grillitsch: Grüner Pakt! Grüner Pakt! – Das tut dir weh, gell?) –, ist bisher ein kurioses Produkt. Sie haben zu Recht öffentliche Dialogforen durchgeführt. (Abg. Grillitsch: Der „Grüne Pakt“ tut dir weh, gell?) Wir haben an diesen Dialogforen teilgenommen. Das nächste wird am 13. März sein. (Abg. Grillitsch: Das ist der „Grüne Pakt“, ..., Kollege Pirklhuber!) Im letzten öffentlichen Dialogverfahren, das Sie hiezu organisiert haben, wurde die nationale Strategie zerfleddert, sage ich. Zerrissen wurde sie von den Teilnehmern, weil zum Beispiel die Frauenförderung nicht enthalten ist (Abg. Wittauer: Was hat denn das mit den Stuten zu tun?), die im europäischen Strategieplan drinnen ist, weil zum Beispiel die Nachhaltigkeitskriterien von Göteborg wenig klar und präzise umgesetzt sind, weil dazu keine Ziele formuliert sind (Abg. Grillitsch: Kollege Pirklhuber, du sagst schon wieder die Unwahrheit!), keine klaren Zielvorgaben, wohin es in der ländlichen Entwicklung in den nächsten sieben Jahren von 2007 bis 2013 gehen soll. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Kollege Pirklhuber, ... die Unwahrheit!)
Abg. Grillitsch: Grüner Pakt! Grüner Pakt! – Das tut dir weh, gell?
Dieser schwarze Pakt, den Sie vor kurzem vorgestellt haben (Abg. Grillitsch: Grüner Pakt!) – ein wirklich ein tiefschwarzer, pechschwarzer Pakt! (Abg. Grillitsch: Grüner Pakt! Grüner Pakt! – Das tut dir weh, gell?) –, ist bisher ein kurioses Produkt. Sie haben zu Recht öffentliche Dialogforen durchgeführt. (Abg. Grillitsch: Der „Grüne Pakt“ tut dir weh, gell?) Wir haben an diesen Dialogforen teilgenommen. Das nächste wird am 13. März sein. (Abg. Grillitsch: Das ist der „Grüne Pakt“, ..., Kollege Pirklhuber!) Im letzten öffentlichen Dialogverfahren, das Sie hiezu organisiert haben, wurde die nationale Strategie zerfleddert, sage ich. Zerrissen wurde sie von den Teilnehmern, weil zum Beispiel die Frauenförderung nicht enthalten ist (Abg. Wittauer: Was hat denn das mit den Stuten zu tun?), die im europäischen Strategieplan drinnen ist, weil zum Beispiel die Nachhaltigkeitskriterien von Göteborg wenig klar und präzise umgesetzt sind, weil dazu keine Ziele formuliert sind (Abg. Grillitsch: Kollege Pirklhuber, du sagst schon wieder die Unwahrheit!), keine klaren Zielvorgaben, wohin es in der ländlichen Entwicklung in den nächsten sieben Jahren von 2007 bis 2013 gehen soll. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Kollege Pirklhuber, ... die Unwahrheit!)
Abg. Grillitsch: Der „Grüne Pakt“ tut dir weh, gell?
Dieser schwarze Pakt, den Sie vor kurzem vorgestellt haben (Abg. Grillitsch: Grüner Pakt!) – ein wirklich ein tiefschwarzer, pechschwarzer Pakt! (Abg. Grillitsch: Grüner Pakt! Grüner Pakt! – Das tut dir weh, gell?) –, ist bisher ein kurioses Produkt. Sie haben zu Recht öffentliche Dialogforen durchgeführt. (Abg. Grillitsch: Der „Grüne Pakt“ tut dir weh, gell?) Wir haben an diesen Dialogforen teilgenommen. Das nächste wird am 13. März sein. (Abg. Grillitsch: Das ist der „Grüne Pakt“, ..., Kollege Pirklhuber!) Im letzten öffentlichen Dialogverfahren, das Sie hiezu organisiert haben, wurde die nationale Strategie zerfleddert, sage ich. Zerrissen wurde sie von den Teilnehmern, weil zum Beispiel die Frauenförderung nicht enthalten ist (Abg. Wittauer: Was hat denn das mit den Stuten zu tun?), die im europäischen Strategieplan drinnen ist, weil zum Beispiel die Nachhaltigkeitskriterien von Göteborg wenig klar und präzise umgesetzt sind, weil dazu keine Ziele formuliert sind (Abg. Grillitsch: Kollege Pirklhuber, du sagst schon wieder die Unwahrheit!), keine klaren Zielvorgaben, wohin es in der ländlichen Entwicklung in den nächsten sieben Jahren von 2007 bis 2013 gehen soll. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Kollege Pirklhuber, ... die Unwahrheit!)
Abg. Grillitsch: Das ist der „Grüne Pakt“, ..., Kollege Pirklhuber!
Dieser schwarze Pakt, den Sie vor kurzem vorgestellt haben (Abg. Grillitsch: Grüner Pakt!) – ein wirklich ein tiefschwarzer, pechschwarzer Pakt! (Abg. Grillitsch: Grüner Pakt! Grüner Pakt! – Das tut dir weh, gell?) –, ist bisher ein kurioses Produkt. Sie haben zu Recht öffentliche Dialogforen durchgeführt. (Abg. Grillitsch: Der „Grüne Pakt“ tut dir weh, gell?) Wir haben an diesen Dialogforen teilgenommen. Das nächste wird am 13. März sein. (Abg. Grillitsch: Das ist der „Grüne Pakt“, ..., Kollege Pirklhuber!) Im letzten öffentlichen Dialogverfahren, das Sie hiezu organisiert haben, wurde die nationale Strategie zerfleddert, sage ich. Zerrissen wurde sie von den Teilnehmern, weil zum Beispiel die Frauenförderung nicht enthalten ist (Abg. Wittauer: Was hat denn das mit den Stuten zu tun?), die im europäischen Strategieplan drinnen ist, weil zum Beispiel die Nachhaltigkeitskriterien von Göteborg wenig klar und präzise umgesetzt sind, weil dazu keine Ziele formuliert sind (Abg. Grillitsch: Kollege Pirklhuber, du sagst schon wieder die Unwahrheit!), keine klaren Zielvorgaben, wohin es in der ländlichen Entwicklung in den nächsten sieben Jahren von 2007 bis 2013 gehen soll. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Kollege Pirklhuber, ... die Unwahrheit!)
Abg. Wittauer: Was hat denn das mit den Stuten zu tun?
Dieser schwarze Pakt, den Sie vor kurzem vorgestellt haben (Abg. Grillitsch: Grüner Pakt!) – ein wirklich ein tiefschwarzer, pechschwarzer Pakt! (Abg. Grillitsch: Grüner Pakt! Grüner Pakt! – Das tut dir weh, gell?) –, ist bisher ein kurioses Produkt. Sie haben zu Recht öffentliche Dialogforen durchgeführt. (Abg. Grillitsch: Der „Grüne Pakt“ tut dir weh, gell?) Wir haben an diesen Dialogforen teilgenommen. Das nächste wird am 13. März sein. (Abg. Grillitsch: Das ist der „Grüne Pakt“, ..., Kollege Pirklhuber!) Im letzten öffentlichen Dialogverfahren, das Sie hiezu organisiert haben, wurde die nationale Strategie zerfleddert, sage ich. Zerrissen wurde sie von den Teilnehmern, weil zum Beispiel die Frauenförderung nicht enthalten ist (Abg. Wittauer: Was hat denn das mit den Stuten zu tun?), die im europäischen Strategieplan drinnen ist, weil zum Beispiel die Nachhaltigkeitskriterien von Göteborg wenig klar und präzise umgesetzt sind, weil dazu keine Ziele formuliert sind (Abg. Grillitsch: Kollege Pirklhuber, du sagst schon wieder die Unwahrheit!), keine klaren Zielvorgaben, wohin es in der ländlichen Entwicklung in den nächsten sieben Jahren von 2007 bis 2013 gehen soll. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Kollege Pirklhuber, ... die Unwahrheit!)
Abg. Grillitsch: Kollege Pirklhuber, du sagst schon wieder die Unwahrheit!
Dieser schwarze Pakt, den Sie vor kurzem vorgestellt haben (Abg. Grillitsch: Grüner Pakt!) – ein wirklich ein tiefschwarzer, pechschwarzer Pakt! (Abg. Grillitsch: Grüner Pakt! Grüner Pakt! – Das tut dir weh, gell?) –, ist bisher ein kurioses Produkt. Sie haben zu Recht öffentliche Dialogforen durchgeführt. (Abg. Grillitsch: Der „Grüne Pakt“ tut dir weh, gell?) Wir haben an diesen Dialogforen teilgenommen. Das nächste wird am 13. März sein. (Abg. Grillitsch: Das ist der „Grüne Pakt“, ..., Kollege Pirklhuber!) Im letzten öffentlichen Dialogverfahren, das Sie hiezu organisiert haben, wurde die nationale Strategie zerfleddert, sage ich. Zerrissen wurde sie von den Teilnehmern, weil zum Beispiel die Frauenförderung nicht enthalten ist (Abg. Wittauer: Was hat denn das mit den Stuten zu tun?), die im europäischen Strategieplan drinnen ist, weil zum Beispiel die Nachhaltigkeitskriterien von Göteborg wenig klar und präzise umgesetzt sind, weil dazu keine Ziele formuliert sind (Abg. Grillitsch: Kollege Pirklhuber, du sagst schon wieder die Unwahrheit!), keine klaren Zielvorgaben, wohin es in der ländlichen Entwicklung in den nächsten sieben Jahren von 2007 bis 2013 gehen soll. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Kollege Pirklhuber, ... die Unwahrheit!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Kollege Pirklhuber, ... die Unwahrheit!
Dieser schwarze Pakt, den Sie vor kurzem vorgestellt haben (Abg. Grillitsch: Grüner Pakt!) – ein wirklich ein tiefschwarzer, pechschwarzer Pakt! (Abg. Grillitsch: Grüner Pakt! Grüner Pakt! – Das tut dir weh, gell?) –, ist bisher ein kurioses Produkt. Sie haben zu Recht öffentliche Dialogforen durchgeführt. (Abg. Grillitsch: Der „Grüne Pakt“ tut dir weh, gell?) Wir haben an diesen Dialogforen teilgenommen. Das nächste wird am 13. März sein. (Abg. Grillitsch: Das ist der „Grüne Pakt“, ..., Kollege Pirklhuber!) Im letzten öffentlichen Dialogverfahren, das Sie hiezu organisiert haben, wurde die nationale Strategie zerfleddert, sage ich. Zerrissen wurde sie von den Teilnehmern, weil zum Beispiel die Frauenförderung nicht enthalten ist (Abg. Wittauer: Was hat denn das mit den Stuten zu tun?), die im europäischen Strategieplan drinnen ist, weil zum Beispiel die Nachhaltigkeitskriterien von Göteborg wenig klar und präzise umgesetzt sind, weil dazu keine Ziele formuliert sind (Abg. Grillitsch: Kollege Pirklhuber, du sagst schon wieder die Unwahrheit!), keine klaren Zielvorgaben, wohin es in der ländlichen Entwicklung in den nächsten sieben Jahren von 2007 bis 2013 gehen soll. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Kollege Pirklhuber, ... die Unwahrheit!)
Abg. Jakob Auer: Das war eine selektive Wahrnehmungsfähigkeit!
Aber im Kern, noch einmal: Ein so wesentliches Programm auf Basis einer Sonderrichtlinie, das ist nach jetzigem Stand – und das ist sehr gut auch durch Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofs belegt – nicht mehr ausreichend, Herr Bundesminister. Sie sollten es ja wissen. Bei der Betriebsprämienverordnung haben Sie ja im Ausschuss zugegeben, dass das ein Flop ist und dass Sie da offensichtlich im Marktordnungsgesetz noch nachbessern werden müssen. (Abg. Jakob Auer: Das war eine selektive Wahrnehmungsfähigkeit!) Die Tierprämienverordnung ist gefallen; das wissen wir, Sie haben das schon verlautbart. (Abg. Jakob Auer: Das war eine selektive Wahrnehmungsfähigkeit!)
Abg. Jakob Auer: Das war eine selektive Wahrnehmungsfähigkeit!
Aber im Kern, noch einmal: Ein so wesentliches Programm auf Basis einer Sonderrichtlinie, das ist nach jetzigem Stand – und das ist sehr gut auch durch Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofs belegt – nicht mehr ausreichend, Herr Bundesminister. Sie sollten es ja wissen. Bei der Betriebsprämienverordnung haben Sie ja im Ausschuss zugegeben, dass das ein Flop ist und dass Sie da offensichtlich im Marktordnungsgesetz noch nachbessern werden müssen. (Abg. Jakob Auer: Das war eine selektive Wahrnehmungsfähigkeit!) Die Tierprämienverordnung ist gefallen; das wissen wir, Sie haben das schon verlautbart. (Abg. Jakob Auer: Das war eine selektive Wahrnehmungsfähigkeit!)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll
Kollege Auer, der Verfassungsgerichtshof sagt klar: Wenn die Europäische Union mehrere Umsetzungsmöglichkeiten im Rahmen der europäischen Gesetzgebung erlaubt, dann reicht der Verordnungsweg nicht aus. Diese Feststellung des Verfassungsgerichtshofes ignorieren Sie (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll) – wieder! Sie ignorieren sie wieder in diesem zentralen Bereich der ländlichen Entwicklung, und es ist unglaublich, Herr Bundesminister, wie Sie wieder in den nächsten Fettnapf mitten hineinfallen! (Beifall bei den Grünen. – Ironische Heiterkeit des Bundesministers Dipl.-Ing. Pröll.)
Beifall bei den Grünen. – Ironische Heiterkeit des Bundesministers Dipl.-Ing. Pröll.
Kollege Auer, der Verfassungsgerichtshof sagt klar: Wenn die Europäische Union mehrere Umsetzungsmöglichkeiten im Rahmen der europäischen Gesetzgebung erlaubt, dann reicht der Verordnungsweg nicht aus. Diese Feststellung des Verfassungsgerichtshofes ignorieren Sie (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll) – wieder! Sie ignorieren sie wieder in diesem zentralen Bereich der ländlichen Entwicklung, und es ist unglaublich, Herr Bundesminister, wie Sie wieder in den nächsten Fettnapf mitten hineinfallen! (Beifall bei den Grünen. – Ironische Heiterkeit des Bundesministers Dipl.-Ing. Pröll.)
Abg. Dr. Fekter: Wir sind nicht in „Wünsch dir was!“! – Das hätten Sie gern!
Sie fallen mitten hinein in den nächsten Fettnapf und geben sich hier völlig einer Kritik preis, die kommen wird. (Abg. Dr. Fekter: Wir sind nicht in „Wünsch dir was!“! – Das hätten Sie gern!) Ich formuliere diese Kritik hier, und sie wird weiterhin nicht verstummen, weil in anderen Ländern diese Programme selbstverständlich über Gesetze, über nationale Parlamente abgesichert werden, weil ja das Vertrauen der Bevölkerung und auch sozusagen die Verfassungskonformität beim Einsatz von so viel Bundesmitteln gewährleistet sein muss: es sind über 500 Millionen € an Bundes- und Landesmitteln (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Pro Jahr!) – natürlich pro Jahr –, die da hineinfließen, und etwa 460 Millionen € von der Europäischen Union.
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Pro Jahr!
Sie fallen mitten hinein in den nächsten Fettnapf und geben sich hier völlig einer Kritik preis, die kommen wird. (Abg. Dr. Fekter: Wir sind nicht in „Wünsch dir was!“! – Das hätten Sie gern!) Ich formuliere diese Kritik hier, und sie wird weiterhin nicht verstummen, weil in anderen Ländern diese Programme selbstverständlich über Gesetze, über nationale Parlamente abgesichert werden, weil ja das Vertrauen der Bevölkerung und auch sozusagen die Verfassungskonformität beim Einsatz von so viel Bundesmitteln gewährleistet sein muss: es sind über 500 Millionen € an Bundes- und Landesmitteln (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Pro Jahr!) – natürlich pro Jahr –, die da hineinfließen, und etwa 460 Millionen € von der Europäischen Union.
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Geh, hör’ auf!
Also bitte, Herr Bundesminister, gehen Sie in sich! Legen Sie endlich diesen Gesetzesvorschlag vor, sonst wird das ein Flop werden – leider! (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Geh, hör’ auf!)
Abg. Dr. Fekter: Heiße Luft!
Ich freue mich auf der einen Seite sehr darüber, dass hier im Parlament breiter Konsens in der Frage der Unterstützung der zukünftigen Linie dieses Traditionsunternehmens, der Spanischen Hofreitschule – mehr als 400 Jahre alt! –, herrscht, um diesem auch eine solide Basis für die Zukunft zu ermöglichen. Was aber die Ausgangsposition für diesen Vier-Parteien-Antrag betrifft, so muss man diese doch etwas näher beleuchten, weil ich es unverantwortlich finde, dass in Wahlkampfzeiten in einem Bundesland ein so traditionsreiches Unternehmen wie die Spanische Hofreitschule, und speziell der Standort Piber, hergenommen und in eine Auseinandersetzung hineingezogen wird, wo keine war und auch keine ist (Abg. Dr. Fekter: Heiße Luft!), sondern wo das Gesetz immer, auch seit der Ausgliederung, klar war dahin gehend, dass der Standort Piber Zukunft haben muss, dass er die Zentrale der Lipizzanerzucht für die Spanische Hofreitschule auch in Zukunft sein muss. Niemand hat das hinterfragt – außer ein paar wenige, die viel Wirbel um nichts gemacht haben (Abg. Steibl: Ja! Ja!), und sie waren der Grund dafür, dass wir jetzt eine Vier-Parteien-Einigung brauchen, und sie waren es, die eigentlich diesen Standort schwer geschädigt und hinterfragt haben. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Wittauer. – Abg. Dr. Fekter: Jawohl! Jawohl!)
Abg. Steibl: Ja! Ja!
Ich freue mich auf der einen Seite sehr darüber, dass hier im Parlament breiter Konsens in der Frage der Unterstützung der zukünftigen Linie dieses Traditionsunternehmens, der Spanischen Hofreitschule – mehr als 400 Jahre alt! –, herrscht, um diesem auch eine solide Basis für die Zukunft zu ermöglichen. Was aber die Ausgangsposition für diesen Vier-Parteien-Antrag betrifft, so muss man diese doch etwas näher beleuchten, weil ich es unverantwortlich finde, dass in Wahlkampfzeiten in einem Bundesland ein so traditionsreiches Unternehmen wie die Spanische Hofreitschule, und speziell der Standort Piber, hergenommen und in eine Auseinandersetzung hineingezogen wird, wo keine war und auch keine ist (Abg. Dr. Fekter: Heiße Luft!), sondern wo das Gesetz immer, auch seit der Ausgliederung, klar war dahin gehend, dass der Standort Piber Zukunft haben muss, dass er die Zentrale der Lipizzanerzucht für die Spanische Hofreitschule auch in Zukunft sein muss. Niemand hat das hinterfragt – außer ein paar wenige, die viel Wirbel um nichts gemacht haben (Abg. Steibl: Ja! Ja!), und sie waren der Grund dafür, dass wir jetzt eine Vier-Parteien-Einigung brauchen, und sie waren es, die eigentlich diesen Standort schwer geschädigt und hinterfragt haben. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Wittauer. – Abg. Dr. Fekter: Jawohl! Jawohl!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Wittauer. – Abg. Dr. Fekter: Jawohl! Jawohl!
Ich freue mich auf der einen Seite sehr darüber, dass hier im Parlament breiter Konsens in der Frage der Unterstützung der zukünftigen Linie dieses Traditionsunternehmens, der Spanischen Hofreitschule – mehr als 400 Jahre alt! –, herrscht, um diesem auch eine solide Basis für die Zukunft zu ermöglichen. Was aber die Ausgangsposition für diesen Vier-Parteien-Antrag betrifft, so muss man diese doch etwas näher beleuchten, weil ich es unverantwortlich finde, dass in Wahlkampfzeiten in einem Bundesland ein so traditionsreiches Unternehmen wie die Spanische Hofreitschule, und speziell der Standort Piber, hergenommen und in eine Auseinandersetzung hineingezogen wird, wo keine war und auch keine ist (Abg. Dr. Fekter: Heiße Luft!), sondern wo das Gesetz immer, auch seit der Ausgliederung, klar war dahin gehend, dass der Standort Piber Zukunft haben muss, dass er die Zentrale der Lipizzanerzucht für die Spanische Hofreitschule auch in Zukunft sein muss. Niemand hat das hinterfragt – außer ein paar wenige, die viel Wirbel um nichts gemacht haben (Abg. Steibl: Ja! Ja!), und sie waren der Grund dafür, dass wir jetzt eine Vier-Parteien-Einigung brauchen, und sie waren es, die eigentlich diesen Standort schwer geschädigt und hinterfragt haben. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Wittauer. – Abg. Dr. Fekter: Jawohl! Jawohl!)
Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten auch mit der Vernunft ...! – Abg. Wittauer – in Richtung des Abg. Dr. Jarolim –: Du kennst dich überhaupt nicht aus ...!
Ich sage Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren: Gehen wir behutsam mit den Wahrheiten um! Niemand in dieser Republik hat jemals – zu keinem Zeitpunkt! – den Standort Piber auch nur im Ansatz hinterfragt! (Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten auch mit der Vernunft ...! – Abg. Wittauer – in Richtung des Abg. Dr. Jarolim –: Du kennst dich überhaupt nicht aus ...!) – Ich bin froh, dass der Zwischenrufer wieder angekommen ist: Grüß Gott auch hier im Plenum!
Abg. Dr. Fekter: Ah! Wien! Eure Sozi-Freunde!
eingestellt sind, und drittens: Wir hatten in Wien, in Lainz, ein Sommerquartier. Und dafür kann ich nichts, dass die Wiener in der Frage der Umorientierung von Lainz und des Ausbaues, den wir brauchen – auch für den Tierschutz, meine sehr geehrten Damen und Herren –, kein Angebot gelegt haben. (Abg. Dr. Fekter: Ah! Wien! Eure Sozi-Freunde!) Damals haben wir noch nicht gewusst, dass das Flugfeld Aspern frei bleibt und frei wird, zugegebenermaßen. Aber von Wien, meine sehr geehrten Damen und Herren, wurde nichts auf den Tisch gelegt!
Abg. Mag. Grossmann: So wie Gugging!
Niederösterreich hat im Zuge der Landesausstellung ein Angebot gelegt, und wir haben mit der Spanischen Hofreitschule gemeinsam – die Spanische Hofreitschule für sich – den bestmöglichen Standort gewählt. (Abg. Mag. Grossmann: So wie Gugging!) Und deswegen haben wir nun einen sehr modernen Standort, was die Frage Sommerquartier betrifft, in Wetzdorf. Wir haben in Piber vor, mehr als in der Vergangenheit zu investieren (Abg. Dr. Fekter: Wien hat verschlafen, verbockt, runtergewirtschaftet!), auch die in touristische Attraktivität des Standortes – das ist gut, das war immer auch geplant. Und wir sind derzeit dabei, mit der Spanischen Hofreitschule die Stallburg, diesen wunderschönen Renaissancehof hier mitten in Wien, umzubauen, zu restaurieren und dann der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. (Abg. Steibl: Aber wenn es große Konzerte oder Reitvorstellungen gibt, dann ist die Kollegin immer da, wahrscheinlich gratis! Aber das versteht sie leider nicht!)
Abg. Dr. Fekter: Wien hat verschlafen, verbockt, runtergewirtschaftet!
Niederösterreich hat im Zuge der Landesausstellung ein Angebot gelegt, und wir haben mit der Spanischen Hofreitschule gemeinsam – die Spanische Hofreitschule für sich – den bestmöglichen Standort gewählt. (Abg. Mag. Grossmann: So wie Gugging!) Und deswegen haben wir nun einen sehr modernen Standort, was die Frage Sommerquartier betrifft, in Wetzdorf. Wir haben in Piber vor, mehr als in der Vergangenheit zu investieren (Abg. Dr. Fekter: Wien hat verschlafen, verbockt, runtergewirtschaftet!), auch die in touristische Attraktivität des Standortes – das ist gut, das war immer auch geplant. Und wir sind derzeit dabei, mit der Spanischen Hofreitschule die Stallburg, diesen wunderschönen Renaissancehof hier mitten in Wien, umzubauen, zu restaurieren und dann der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. (Abg. Steibl: Aber wenn es große Konzerte oder Reitvorstellungen gibt, dann ist die Kollegin immer da, wahrscheinlich gratis! Aber das versteht sie leider nicht!)
Abg. Steibl: Aber wenn es große Konzerte oder Reitvorstellungen gibt, dann ist die Kollegin immer da, wahrscheinlich gratis! Aber das versteht sie leider nicht!
Niederösterreich hat im Zuge der Landesausstellung ein Angebot gelegt, und wir haben mit der Spanischen Hofreitschule gemeinsam – die Spanische Hofreitschule für sich – den bestmöglichen Standort gewählt. (Abg. Mag. Grossmann: So wie Gugging!) Und deswegen haben wir nun einen sehr modernen Standort, was die Frage Sommerquartier betrifft, in Wetzdorf. Wir haben in Piber vor, mehr als in der Vergangenheit zu investieren (Abg. Dr. Fekter: Wien hat verschlafen, verbockt, runtergewirtschaftet!), auch die in touristische Attraktivität des Standortes – das ist gut, das war immer auch geplant. Und wir sind derzeit dabei, mit der Spanischen Hofreitschule die Stallburg, diesen wunderschönen Renaissancehof hier mitten in Wien, umzubauen, zu restaurieren und dann der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. (Abg. Steibl: Aber wenn es große Konzerte oder Reitvorstellungen gibt, dann ist die Kollegin immer da, wahrscheinlich gratis! Aber das versteht sie leider nicht!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Wittauer. – Abg. Dr. Jarolim: Ich würde mir wünschen, dass der Kanzler dieses Format hat! Das würde ich mir wünschen!
Die Spanische Hofreitschule hat Zukunft! Danke für diese Unterstützung auch seitens des Parlaments! Und bitte unterlassen Sie in Zukunft alles an Wortmeldungen, auch in Wahlkampfzeiten, was diesem Traditionsunternehmen schaden kann! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Wittauer. – Abg. Dr. Jarolim: Ich würde mir wünschen, dass der Kanzler dieses Format hat! Das würde ich mir wünschen!)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend möchte ich sagen: Freuen wir uns doch alle über die Parteigrenzen hinweg über diesen Beschluss!, und ich danke vor allem Bundesminister Josef Pröll für die Erhaltung und den Ausbau des Standortes Piber und wünsche dem Unternehmen Bundesgestüt Piber für die Zukunft alles Gute! (Beifall bei der ÖVP.)
Dipl.-Ing. Pröll: ... falsch!
Herr Bundesminister! Immer dann, wenn wir über Piber und über die Hofreitschule geredet haben, sind bei Ihnen die Emotionen hochgekommen, wobei ich mich immer gewundert und gefragt habe (Dipl.-Ing. Pröll: ... falsch!): Warum kommen sie hoch? (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Weil falsch!) – Sie können mir das nicht glaubhaft erklären. (Abg. Dr. Fekter: Weil er ein engagierter Minister ist!) Dass Sie sich vielleicht einen anderen Ausgang gewünscht hätten oder dass Ihnen vielleicht die Ergebnisse der Landtagswahl heute noch wehtun, das könnte die „Kleinigkeit“ sein. – Ich glaube aber, dass unser Entschließungsantrag und unser gemeinsamer Antrag (Abg. Grillitsch: Kollege Faul! Jetzt haben wir einen Vier-Parteien-Antrag, und ihr habt euren noch immer nicht zurückgezogen!) in Wirklichkeit das Umdenken in der Steiermark erst bewirkt haben. Davon sind wir echt überzeugt! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Lauter heiße Luft!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Weil falsch!
Herr Bundesminister! Immer dann, wenn wir über Piber und über die Hofreitschule geredet haben, sind bei Ihnen die Emotionen hochgekommen, wobei ich mich immer gewundert und gefragt habe (Dipl.-Ing. Pröll: ... falsch!): Warum kommen sie hoch? (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Weil falsch!) – Sie können mir das nicht glaubhaft erklären. (Abg. Dr. Fekter: Weil er ein engagierter Minister ist!) Dass Sie sich vielleicht einen anderen Ausgang gewünscht hätten oder dass Ihnen vielleicht die Ergebnisse der Landtagswahl heute noch wehtun, das könnte die „Kleinigkeit“ sein. – Ich glaube aber, dass unser Entschließungsantrag und unser gemeinsamer Antrag (Abg. Grillitsch: Kollege Faul! Jetzt haben wir einen Vier-Parteien-Antrag, und ihr habt euren noch immer nicht zurückgezogen!) in Wirklichkeit das Umdenken in der Steiermark erst bewirkt haben. Davon sind wir echt überzeugt! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Lauter heiße Luft!)
Abg. Dr. Fekter: Weil er ein engagierter Minister ist!
Herr Bundesminister! Immer dann, wenn wir über Piber und über die Hofreitschule geredet haben, sind bei Ihnen die Emotionen hochgekommen, wobei ich mich immer gewundert und gefragt habe (Dipl.-Ing. Pröll: ... falsch!): Warum kommen sie hoch? (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Weil falsch!) – Sie können mir das nicht glaubhaft erklären. (Abg. Dr. Fekter: Weil er ein engagierter Minister ist!) Dass Sie sich vielleicht einen anderen Ausgang gewünscht hätten oder dass Ihnen vielleicht die Ergebnisse der Landtagswahl heute noch wehtun, das könnte die „Kleinigkeit“ sein. – Ich glaube aber, dass unser Entschließungsantrag und unser gemeinsamer Antrag (Abg. Grillitsch: Kollege Faul! Jetzt haben wir einen Vier-Parteien-Antrag, und ihr habt euren noch immer nicht zurückgezogen!) in Wirklichkeit das Umdenken in der Steiermark erst bewirkt haben. Davon sind wir echt überzeugt! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Lauter heiße Luft!)
Abg. Grillitsch: Kollege Faul! Jetzt haben wir einen Vier-Parteien-Antrag, und ihr habt euren noch immer nicht zurückgezogen!
Herr Bundesminister! Immer dann, wenn wir über Piber und über die Hofreitschule geredet haben, sind bei Ihnen die Emotionen hochgekommen, wobei ich mich immer gewundert und gefragt habe (Dipl.-Ing. Pröll: ... falsch!): Warum kommen sie hoch? (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Weil falsch!) – Sie können mir das nicht glaubhaft erklären. (Abg. Dr. Fekter: Weil er ein engagierter Minister ist!) Dass Sie sich vielleicht einen anderen Ausgang gewünscht hätten oder dass Ihnen vielleicht die Ergebnisse der Landtagswahl heute noch wehtun, das könnte die „Kleinigkeit“ sein. – Ich glaube aber, dass unser Entschließungsantrag und unser gemeinsamer Antrag (Abg. Grillitsch: Kollege Faul! Jetzt haben wir einen Vier-Parteien-Antrag, und ihr habt euren noch immer nicht zurückgezogen!) in Wirklichkeit das Umdenken in der Steiermark erst bewirkt haben. Davon sind wir echt überzeugt! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Lauter heiße Luft!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Lauter heiße Luft!
Herr Bundesminister! Immer dann, wenn wir über Piber und über die Hofreitschule geredet haben, sind bei Ihnen die Emotionen hochgekommen, wobei ich mich immer gewundert und gefragt habe (Dipl.-Ing. Pröll: ... falsch!): Warum kommen sie hoch? (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Weil falsch!) – Sie können mir das nicht glaubhaft erklären. (Abg. Dr. Fekter: Weil er ein engagierter Minister ist!) Dass Sie sich vielleicht einen anderen Ausgang gewünscht hätten oder dass Ihnen vielleicht die Ergebnisse der Landtagswahl heute noch wehtun, das könnte die „Kleinigkeit“ sein. – Ich glaube aber, dass unser Entschließungsantrag und unser gemeinsamer Antrag (Abg. Grillitsch: Kollege Faul! Jetzt haben wir einen Vier-Parteien-Antrag, und ihr habt euren noch immer nicht zurückgezogen!) in Wirklichkeit das Umdenken in der Steiermark erst bewirkt haben. Davon sind wir echt überzeugt! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Lauter heiße Luft!)
Abg. Steibl: Weil ihr es eh nicht versteht!
Herr Bundesminister, eines ist Fakt – und da können Sie schreien, so viel Sie wollen (Abg. Steibl: Weil ihr es eh nicht versteht!) –: Sie haben eines der wertvollsten Kulturgüter Österreichs mit einer – Sie haben es selbst gesagt – mehr als 400-jährigen Tradition durch den Privatisierungswahn in den Ruin treiben wollen. (Abg. Dr. Fekter: Das ist ein Blödsinn! So ein Blödsinn! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch. – Abg. Dr. Pirklhuber – in Richtung des Abg. Grillitsch –: Nicht mit vollem Mund schreien! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Das ist ein Blödsinn! So ein Blödsinn! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch. – Abg. Dr. Pirklhuber – in Richtung des Abg. Grillitsch –: Nicht mit vollem Mund schreien! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Bundesminister, eines ist Fakt – und da können Sie schreien, so viel Sie wollen (Abg. Steibl: Weil ihr es eh nicht versteht!) –: Sie haben eines der wertvollsten Kulturgüter Österreichs mit einer – Sie haben es selbst gesagt – mehr als 400-jährigen Tradition durch den Privatisierungswahn in den Ruin treiben wollen. (Abg. Dr. Fekter: Das ist ein Blödsinn! So ein Blödsinn! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch. – Abg. Dr. Pirklhuber – in Richtung des Abg. Grillitsch –: Nicht mit vollem Mund schreien! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Entschuldigung: Weißt du, was du sagst? – Ein ahnungsloser Sprecher!
Ja, natürlich! Sie haben einen Ministergünstling, nämlich Werner Pohl, als Geschäftsführer hingesetzt. (Abg. Grillitsch: Entschuldigung: Weißt du, was du sagst? – Ein ahnungsloser Sprecher!) Kollege Abentung, euer Sektionschef, hat in der Zeitung bestätigt – lesen Sie es nach, Kollege Grillitsch! –, dass Werner Pohl grundsätzlich falsche Entscheidungen getroffen hat, die dieses Unternehmen nahezu ruiniert haben,
Abg. Steibl: Und was macht der Voves? – Der Voves investiert jetzt in Herberstein! Das ist euch Wurscht! Jetzt füttert ihr die Löwen, und vorher habt ihr euch aufgeregt!
Einsparen, Herr Bundesminister – und jetzt kommt es stärker, und da muss ich wirklich Kollegin Grossmann verteidigen (Abg. Steibl: Und was macht der Voves? – Der Voves investiert jetzt in Herberstein! Das ist euch Wurscht! Jetzt füttert ihr die Löwen, und vorher habt ihr euch aufgeregt!) –, wollten Sie nur bei den kleinen Leuten! Sie wollten die Leute entlassen, die ein Nettoeinkommen von unter 1 000 € gehabt haben, Sie wollten die Landwirtschaft ausgliedern. Fritz Grillitsch, du hast heute erst gesagt, du freust dich, dass die Landwirtschaft nicht mehr verpachtet wird! – Nicht „Blödheit“ zu mir sagen! Das verdient einen Ordnungsruf! Du hast das heute in den Mund genommen und hast gesagt, heute ist die Verpachtung endlich vom Tisch!
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.
Sie können uns eines nicht vormachen, Herr Bundesminister – und da muss man hellhörig werden, angesichts von leeren Kassen –: Standort Wien – unbestritten –, Standort Lainz, an den Sie noch neun Jahre gebunden sind, Standort Piber und Standort Wetzdorf. – Wer würde so wirtschaften, dass er sich, wenn er noch mehr als neun Jahre lang an einen Standort mit einer Miete fix gebunden ist, trotzdem einen neuen Standort wählen würde? (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.) Wer würde das tun? – Jemand, der dem Landeshauptmann von Niederösterreich einfach einen Gefallen tun will! Wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, dass der Landeshauptmann von Niederösterreich die Steiermark wieder einmal rechts überholen wollte – das ist es, Herr Bundesminister! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Was auch jetzt nicht mehr schwer ist!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Was auch jetzt nicht mehr schwer ist!
Sie können uns eines nicht vormachen, Herr Bundesminister – und da muss man hellhörig werden, angesichts von leeren Kassen –: Standort Wien – unbestritten –, Standort Lainz, an den Sie noch neun Jahre gebunden sind, Standort Piber und Standort Wetzdorf. – Wer würde so wirtschaften, dass er sich, wenn er noch mehr als neun Jahre lang an einen Standort mit einer Miete fix gebunden ist, trotzdem einen neuen Standort wählen würde? (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.) Wer würde das tun? – Jemand, der dem Landeshauptmann von Niederösterreich einfach einen Gefallen tun will! Wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, dass der Landeshauptmann von Niederösterreich die Steiermark wieder einmal rechts überholen wollte – das ist es, Herr Bundesminister! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Was auch jetzt nicht mehr schwer ist!)
Abg. Wittauer: Weil es immer wieder eine Modeerscheinung ist!
Ich möchte zum Schluss nur eines sagen: Ich kann Ihnen keinen Rat geben, Herr Bundesminister, aber gescheit wäre es, wenn Sie Ihre Experten einmal nach Spanien schicken würden. – Ich bin jahrelang in Jerez, ich habe den Aufstieg der Spanischen Reitschule erlebt: Die Pferde haben gewonnen. Die Preise der Andalusier sind ein Vielfaches dessen, was jene der Lipizzaner sind. Sie haben diese in Grund und Boden gefahren. (Abg. Wittauer: Weil es immer wieder eine Modeerscheinung ist!) Die Schule und die Ausbildung der Pferde und der Reiter sind so, dass sie heute von einem millionenfachen Publikum aus der ganzen Welt besucht werden! (Abg. Wittauer: Ich frage mich, wo du eine Ahnung hast von Zucht!) Das werden Sie mir erst einmal zeigen, wie man das alles heute noch ... (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Zirkus! Zirkusaufführung!)
Abg. Wittauer: Ich frage mich, wo du eine Ahnung hast von Zucht!
Ich möchte zum Schluss nur eines sagen: Ich kann Ihnen keinen Rat geben, Herr Bundesminister, aber gescheit wäre es, wenn Sie Ihre Experten einmal nach Spanien schicken würden. – Ich bin jahrelang in Jerez, ich habe den Aufstieg der Spanischen Reitschule erlebt: Die Pferde haben gewonnen. Die Preise der Andalusier sind ein Vielfaches dessen, was jene der Lipizzaner sind. Sie haben diese in Grund und Boden gefahren. (Abg. Wittauer: Weil es immer wieder eine Modeerscheinung ist!) Die Schule und die Ausbildung der Pferde und der Reiter sind so, dass sie heute von einem millionenfachen Publikum aus der ganzen Welt besucht werden! (Abg. Wittauer: Ich frage mich, wo du eine Ahnung hast von Zucht!) Das werden Sie mir erst einmal zeigen, wie man das alles heute noch ... (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Zirkus! Zirkusaufführung!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Zirkus! Zirkusaufführung!
Ich möchte zum Schluss nur eines sagen: Ich kann Ihnen keinen Rat geben, Herr Bundesminister, aber gescheit wäre es, wenn Sie Ihre Experten einmal nach Spanien schicken würden. – Ich bin jahrelang in Jerez, ich habe den Aufstieg der Spanischen Reitschule erlebt: Die Pferde haben gewonnen. Die Preise der Andalusier sind ein Vielfaches dessen, was jene der Lipizzaner sind. Sie haben diese in Grund und Boden gefahren. (Abg. Wittauer: Weil es immer wieder eine Modeerscheinung ist!) Die Schule und die Ausbildung der Pferde und der Reiter sind so, dass sie heute von einem millionenfachen Publikum aus der ganzen Welt besucht werden! (Abg. Wittauer: Ich frage mich, wo du eine Ahnung hast von Zucht!) Das werden Sie mir erst einmal zeigen, wie man das alles heute noch ... (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Zirkus! Zirkusaufführung!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Sicher!
Nicht Zirkusausführungen! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Sicher!) Große Bereiter –Heldenberg, Bachinger –, die aus Ihrem Unternehmen ausgeschieden sind, bescheinigen, dass hier die Qualität der Ausbildung von Pferden und Bereitern schwer darunter gelitten hat.
Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Soll Piber nach Wien ziehen? Heißt es das? – Abg. Dr. Fekter: Er will Piber in Wien haben! Alles an einem Standort! – Abg. Wittauer: Nein, das, was er gemeint hat: Die Hofburg in die Steiermark! – Heiterkeit des Abg. Wittauer.
Herr Bundesminister! Auch das Zusammenfassen von Standorten in Spanien – da Ausbildung und da Zucht, an einem Standort! – hat den großen Erfolg in Spanien beschert. Nehmen Sie sich daran ein Beispiel! (Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Soll Piber nach Wien ziehen? Heißt es das? – Abg. Dr. Fekter: Er will Piber in Wien haben! Alles an einem Standort! – Abg. Wittauer: Nein, das, was er gemeint hat: Die Hofburg in die Steiermark! – Heiterkeit des Abg. Wittauer.)
Abg. Steibl: Im Semmering-Tunnel!
Eines würde mich jetzt auch interessieren: Ich habe mir jetzt so anschaulich vorgestellt, wie Herr Landeshauptmann Pröll Herrn Landeshauptmann Voves rechts überholt, und habe überlegt, wie das gehen könnte. (Abg. Steibl: Im Semmering-Tunnel!) Wahrscheinlich geht das nur auf der Autobahn, und das ist vielleicht das, was bei Ihnen dann die Emotionen hochbringt. Vielleicht ist es das – ich weiß es nicht.
Abg. Faul – auf Abg. Grillitsch weisend –: Der Fritz hat es ...!
Eines aber haben wir ja bei unserem Besuch, den wir gemeinsam in Piber gemacht haben, eindeutig gehört: dass mit Pferdezucht kein Gewinn zu machen ist. Ich glaube, das ist ja unbestritten, und das haben wir auch dort noch einmal nachhaltig zu hören bekommen. Und dass es mehrere Konzepte gegeben hat, wie man jetzt aus dieser Situation herauskommt, haben wir dort auch gehört, und die Konzepte waren eben unterschiedlicher Art: Es hat die Möglichkeit des Verkaufs von Grundstücken gegeben, die Möglichkeit von Verpachtung der Landwirtschaft, aber auch der Selbstnutzung. (Abg. Faul – auf Abg. Grillitsch weisend –: Der Fritz hat es ...!) Na ja, man hat sich jetzt für dieses gute Konzept, das uns ja auch präsentiert worden ist, entschieden. Und ich denke mir, es ist ja auch legitim, dass man die Varianten überlegt und dann die beste auswählt. Und es ist hier in meinen Augen die beste gewählt worden, und wir werden sehen, ob sie auch wirklich den Erfolg bringt, der uns dort groß präsentiert worden ist.
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Weil es dort so schön ist!
Ein Einziges – aber das hat mir dort leider auch niemand erklären können – ist für mich ein bisschen ein Wermutstropfen, nämlich, warum denn arme Mutterstuten mit ihren Fohlen nach Wetzdorf, das viel diskutierte, reisen müssen – das habe ich dort auch schon nachgefragt (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Weil es dort so schön ist!) –, und zwar für zehn Tage, denn mehr sei ihnen nicht zuzumuten, hat es geheißen. Nach zehn Tagen müssen die kleinen Fohlen mit den Mutterstuten dann wieder zurückreisen
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
und müssen für zehn Tage wieder hinreisen. Ich verstehe nicht ganz, warum diese Transportiererei notwendig ist. Wenn Niederösterreicher sich Fohlen, Lipizzaner-Fohlen anschauen wollen, dann sollen sie doch in die Steiermark kommen! – Vielleicht können wir das den Niederösterreichern auch erklären. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Sie reden zu den Pferden? Der redet zu jedem! Der kennt sich überall aus! – Weitere Zwischenrufe.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Präsidentin! (Abg. Wittauer: Sie reden zu den Pferden? Der redet zu jedem! Der kennt sich überall aus! – Weitere Zwischenrufe.) Pass auf, Herr Klubobmann!
Abg. Dr. Fekter: Das unterstellen Sie permanent!
Aber zur Sache selbst: Schauen Sie, da geht es nicht nur um die Pferde, sondern da geht es auch um die Ausgliederungspolitik dieser Bundesregierung. Es ist noch nicht so lange her, dass der nunmehrige Klubobmann Molterer wieder sozusagen ein Ausgliederungsritual vom Stapel gelassen hat, wie wir es schon kennen. Begonnen hat es mit Beraterverträgen, die bis heute nicht durchleuchtet worden sind, wo nicht klar ist, wer da für welche Beratungsleistung was mitgeschnitten hat. So geht es immer los! Das ist ja blau-orange-schwarze Tradition der Sonderklasse. (Abg. Dr. Fekter: Das unterstellen Sie permanent!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ja erklären Sie mir, warum Sie den Rechnungshof noch nicht damit beauftragt haben, dort Nachschau zu halten! Da könnten Sie sich verdient machen, Herr Bundesminister, denn das wieder ein Beispiel für eine Ausgliederung, bei der man am Schluss draufkommt, dass irgendein Pferdedirektor – von mir aus sind es jetzt die Pferde, die es betrifft – keine Ahnung davon hat, wie solch ein Betrieb zu führen ist. Das sind Ihre Beispiele! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Aber die SPÖ hat ihren Antrag ja nicht zurückgezogen!
Das ist doch das Problem. So hat das begonnen, was Sie jetzt der SPÖ vorhalten wollen, dass mehr oder weniger – ich kann das gar nicht so genau beurteilen – berechtigte Ängste bestanden haben. Dass das dann auf dem Rücken von anderen Standorten ausgetragen wird, nämlich mit einem so genannten Sanierungskonzept, wie man es bei Ihren Ausgliederungsmethoden regelmäßig braucht, das halte ich für nachvollziehbar. Daher verstehe ich das – von mir aus wechselseitige – Lamento nicht, aber jedenfalls auch Ihres auf dieser Seite nicht, wenn es ohnehin einen Vier-Parteien-Antrag gibt. Also ersparen wir uns das! (Abg. Grillitsch: Aber die SPÖ hat ihren Antrag ja nicht zurückgezogen!)
Abg. Grillitsch: Werner! Kollege! Hör zu!
Diese Einsicht, dass es dort um einen Wirtschaftsfaktor in einer ländlich strukturierten Region geht – das ist logisch und nachvollziehbar. Da sind ohnehin alle dafür, wie Sie sagen. (Abg. Grillitsch: Werner! Kollege! Hör zu!) Ja, ich höre. (Abg. Grillitsch: Die SPÖ hat ihren Antrag trotzdem nicht zurückgezogen, obwohl wir einen Vier-Parteien-Antrag haben!)
Abg. Grillitsch: Die SPÖ hat ihren Antrag trotzdem nicht zurückgezogen, obwohl wir einen Vier-Parteien-Antrag haben!
Diese Einsicht, dass es dort um einen Wirtschaftsfaktor in einer ländlich strukturierten Region geht – das ist logisch und nachvollziehbar. Da sind ohnehin alle dafür, wie Sie sagen. (Abg. Grillitsch: Werner! Kollege! Hör zu!) Ja, ich höre. (Abg. Grillitsch: Die SPÖ hat ihren Antrag trotzdem nicht zurückgezogen, obwohl wir einen Vier-Parteien-Antrag haben!)
Ruf bei der ÖVP: Alles!
Dann erklären Sie doch, was an dem Antrag der SPÖ schlecht ist. (Ruf bei der ÖVP: Alles!) Das ist ja alles kindisch. Da steht fast das Gleiche drin wie im Vier-Parteien-Antrag. Aber machen Sie sich das untereinander aus. (Abg. Großruck: Die SPÖ kann
Abg. Steibl: ... weil Sie sonst kein Thema haben!
Nächster Punkt: Mir fällt auf, dass sich das durch die letzten Wochen zieht, wenn man einmal schaut, wie in der Republik Standortentscheidungen fallen. Wieder ist Niederösterreich im Spiel. (Abg. Steibl: ... weil Sie sonst kein Thema haben!) Ich meine, nichts gegen Niederösterreich und dortige Ambitionen, vielleicht ist das auch ein vernünftiger Vorschlag gewesen. (Abg. Wittauer: Das haben wir gestern schon diskutiert!) Ich bin mir da aber nicht mehr so sicher, und wenn ich Kollegin Bleckmann – sie ist gerade nicht da – in ihrem Argument ernst nehme, war das kein so gescheiter Vorschlag.
Abg. Wittauer: Das haben wir gestern schon diskutiert!
Nächster Punkt: Mir fällt auf, dass sich das durch die letzten Wochen zieht, wenn man einmal schaut, wie in der Republik Standortentscheidungen fallen. Wieder ist Niederösterreich im Spiel. (Abg. Steibl: ... weil Sie sonst kein Thema haben!) Ich meine, nichts gegen Niederösterreich und dortige Ambitionen, vielleicht ist das auch ein vernünftiger Vorschlag gewesen. (Abg. Wittauer: Das haben wir gestern schon diskutiert!) Ich bin mir da aber nicht mehr so sicher, und wenn ich Kollegin Bleckmann – sie ist gerade nicht da – in ihrem Argument ernst nehme, war das kein so gescheiter Vorschlag.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Nein!
Schön langsam werden wir das Treiben dieses Herrn Pröll – nämlich des anderen Pröll – genauer unter die Lupe nehmen müssen, denn das ist ein Föderalismusprinzip, das über diese unnütze Polit-Folklore hinausgeht, weil dort wirklich Schaden entsteht. Und den hat die ÖVP zu verantworten! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Nein!)
Abg. Dr. Fekter – in Richtung Abg. Mag. Kogler –: Niederösterreich blüht auf, Wien wirtschaftet hinunter!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächste gelangt Frau Abgeordnete Steibl zu Wort. Wunschredezeit: 3 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Fekter – in Richtung Abg. Mag. Kogler –: Niederösterreich blüht auf, Wien wirtschaftet hinunter!)
Abg. Faul: ... diese Region nicht verdient!
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Dank der Wählerinnen und Wähler des Wahlkreises Steiermark Mitte und Graz Umgebung – Voitsberg ist es mir gelungen, seit 1994 mit einem Grundmandat hier in diesem Hohen Haus für diese wunderschöne Region tätig zu sein. (Abg. Faul: ... diese Region nicht verdient!) Voitsberg ist ein wachsender, aufstrebender Tourismusbezirk, insbesondere durch den Bestand und die positive Weiterentwicklung des Bundesgestütes Piber.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: Danke, Herr Bundesminister! Danke, Herr Bauernbundpräsident! Danke!
In diesem Zusammenhang möchte ich wirklich ein Danke an Herrn Bundesminister Pröll sagen, und auch ein Danke an unseren Bauernbundpräsidenten Fritz Grillitsch, der in dieser Sache immens unterwegs ist für alles, was Leben auf dem Lande, was Landwirtschaft betrifft! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: Danke, Herr Bundesminister! Danke, Herr Bauernbundpräsident! Danke!)
Abg. Faul: Ich glaube, Sie haben nicht zugehört!
Herr Kollege Faul! Wir haben heute sehr genau hingehört, und ich frage Sie ganz konkret: Was wollen Sie, Sie und Voves? – Voves „füttert“ jetzt Herberstein, und Sie wollen nur mehr Wien als Standort haben. Das werden wir uns merken! (Abg. Faul: Ich glaube, Sie haben nicht zugehört!) Das haben Sie hier vorhin in Ihrer Rede gesagt, Herr Kollege! (Abg. Dr. Fekter – in Richtung des Abg. Faul –: Konzentrieren an einem Standort, haben Sie gesagt! – Gegenruf des Abg. Faul.)
Abg. Dr. Fekter – in Richtung des Abg. Faul –: Konzentrieren an einem Standort, haben Sie gesagt! – Gegenruf des Abg. Faul.
Herr Kollege Faul! Wir haben heute sehr genau hingehört, und ich frage Sie ganz konkret: Was wollen Sie, Sie und Voves? – Voves „füttert“ jetzt Herberstein, und Sie wollen nur mehr Wien als Standort haben. Das werden wir uns merken! (Abg. Faul: Ich glaube, Sie haben nicht zugehört!) Das haben Sie hier vorhin in Ihrer Rede gesagt, Herr Kollege! (Abg. Dr. Fekter – in Richtung des Abg. Faul –: Konzentrieren an einem Standort, haben Sie gesagt! – Gegenruf des Abg. Faul.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: Aber auf die Richtung kommt es auch ein bisschen an! Bewegen allein ist ein Null-Programm! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
ihr wollt! – Abg. Faul: Dafür haben wir ein Protokoll! Im Protokoll ...!) Seit Sie Abgeordnete in Voitsberg sind, ist alles nur mehr negativ, ist alles nur mehr kleinlich. Sie sehen überhaupt keine positive Entwicklung. Wissen Sie, was positive Entwicklung heißt? – Nicht stehen zu bleiben, sondern sich zu bewegen, Zukunftsdenken zu haben. Wo haben Sie das? – Typisch sozialistisch! Nichts habt ihr am Hut! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: Aber auf die Richtung kommt es auch ein bisschen an! Bewegen allein ist ein Null-Programm! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Grossmann: Aufgeblüht dank der SPÖ!
Wissen Sie, dass das weh tut: Wenn du in einer Region lebst, die blüht, die aufgebaut hat nach dem Abbau von Kohle, und Sie jetzt herauskommen und in den Medien, in den Zeitungen nur mehr präsentieren, wie negativ alles ist?! (Abg. Mag. Grossmann: Aufgeblüht dank der SPÖ!) Ich werde Sie noch öfter beim Wort nehmen, auch wenn Sie das nicht wollen. Ich liebe diesen Bezirk, und Sie machen ihn nur madig. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: Ist das nicht eher eine Rede für eine Parteiveranstaltung in Voitsberg?) Na ja, das könnte seitens der SPÖ so sein. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: Ist das nicht eher eine Rede für eine Parteiveranstaltung in Voitsberg?
Wissen Sie, dass das weh tut: Wenn du in einer Region lebst, die blüht, die aufgebaut hat nach dem Abbau von Kohle, und Sie jetzt herauskommen und in den Medien, in den Zeitungen nur mehr präsentieren, wie negativ alles ist?! (Abg. Mag. Grossmann: Aufgeblüht dank der SPÖ!) Ich werde Sie noch öfter beim Wort nehmen, auch wenn Sie das nicht wollen. Ich liebe diesen Bezirk, und Sie machen ihn nur madig. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: Ist das nicht eher eine Rede für eine Parteiveranstaltung in Voitsberg?) Na ja, das könnte seitens der SPÖ so sein. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Wissen Sie, dass das weh tut: Wenn du in einer Region lebst, die blüht, die aufgebaut hat nach dem Abbau von Kohle, und Sie jetzt herauskommen und in den Medien, in den Zeitungen nur mehr präsentieren, wie negativ alles ist?! (Abg. Mag. Grossmann: Aufgeblüht dank der SPÖ!) Ich werde Sie noch öfter beim Wort nehmen, auch wenn Sie das nicht wollen. Ich liebe diesen Bezirk, und Sie machen ihn nur madig. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: Ist das nicht eher eine Rede für eine Parteiveranstaltung in Voitsberg?) Na ja, das könnte seitens der SPÖ so sein. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich möchte nur eines noch festhalten, weil inhaltlich ohnehin schon das Meiste gebracht wurde – Fritz Grillitsch oder der Herr Bundesminister hat das auf den Punkt gebracht –: Mit diesem betriebswirtschaftlichen Konzept und diesem erweiterten touristischen Angebot für Familien, für Kinder ist nicht nur Piber gesichert, sondern es ist auch die Zukunft der weißen Pferde in der Weststeiermark gesichert. Sie werden eine blühende Zukunft haben. Wenn Sie glauben, dass Sie damit Wählerstimmen gewinnen, dann hoffe ich, dass Sie auf dem Holzweg sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Da braucht man aber keinen Landeshauptmann!
Genauso ist es jetzt mit Piber. (Abg. Grillitsch: Da braucht man aber keinen Landeshauptmann!) Vor dem Wahlkampf wurde das Gerücht gestreut, Piber wird zugesperrt, es wird verkleinert, eingespart, und, und, und. Dann wundern Sie sich – darüber wundere ich mich nicht –, dass eine Menge Leute, die Angst haben, weil Sie diese Angst geschürt haben, unterschreiben. Das ist ja eine ganz normale Geschichte. (Abg. Mag. Grossmann: Das waren ÖVP-Vizebürgermeister, die die Initiative gestartet haben!)
Abg. Mag. Grossmann: Das waren ÖVP-Vizebürgermeister, die die Initiative gestartet haben!
Genauso ist es jetzt mit Piber. (Abg. Grillitsch: Da braucht man aber keinen Landeshauptmann!) Vor dem Wahlkampf wurde das Gerücht gestreut, Piber wird zugesperrt, es wird verkleinert, eingespart, und, und, und. Dann wundern Sie sich – darüber wundere ich mich nicht –, dass eine Menge Leute, die Angst haben, weil Sie diese Angst geschürt haben, unterschreiben. Das ist ja eine ganz normale Geschichte. (Abg. Mag. Grossmann: Das waren ÖVP-Vizebürgermeister, die die Initiative gestartet haben!)
Abg. Broukal: ... sagt Ihnen doch, das ist von ÖVP-Vizebürgermeistern ausgegangen!
Nein, das ist schon auch von den Abgeordneten ausgegangen. Da hat der Minister x-mal gesagt: Es wird nicht zugesperrt, dieser Standort wird ausgebaut, er wird auch mit Geld und mit Infrastruktur unterstützt! (Abg. Broukal: ... sagt Ihnen doch, das ist von ÖVP-Vizebürgermeistern ausgegangen!) Genauso hat der Vorsitzende Abentung gesagt – das ist aber vor der Wahl gewesen! –: Es ist Unsinn, dass wir aus Piber abwandern! Es wird investiert! Er verwies auf das Gesetz, auf die Garantie der Bundesregie-
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP.
Aber eines stimmt: Die Sozialdemokratie auf der linken Seite dieses Hauses ist zuständig dafür, dass der Ruf von Piber sehr gelitten hat. Dafür werden sich die Menschen bei Ihnen sehr wohl „bedanken“! (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Faul zu Wort gemeldet. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Herr Abgeordneter, Sie kennen die Bestimmungen der GO: 2 Minuten Redezeit; zunächst den zu berichtigenden Sachverhalt und dann die Berichtigung. – Bitte.
Abg. Dr. Fekter: Alles konzentrieren auf einem Standort!
Abgeordneter Christian Faul (SPÖ): Kollege Wittauer hat behauptet, ich möchte die Hofburg nach Piber bringen. (Abg. Dr. Fekter: Alles konzentrieren auf einem Standort!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich stelle richtig: Wir haben den Standort der Lipizzaner in Wien nie in Frage gestellt, sprechen uns aber für einen Aufzuchtstandort, für Piber, eineindeutig aus. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Abgeordneter Johannes Schweisgut (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Ich wundere mich, wie viele Pferdeexperten es hier in diesem Hohen Haus gibt. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Wenn ich mir dann allerdings die Aussagen der einzelnen Experten anschaue, dann handelt es sich hauptsächlich um Urlaubserinnerungen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Faul: Fragen Sie einmal die Hofreitschule! Sie sind nur Haflinger-Bereiter!
Lieber Herr Faul! Wenn Sie Jerez und die Millionen Besucher von Jerez mit der Spanischen Hofreitschule vergleichen, dann ist das etwas, was einem Pferdeexperten die Galle hochtreibt, weil Jerez eine Art Zirkus ist und nicht mit der Klassischen Schule in Wien vergleichbar ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Faul: Fragen Sie einmal die Hofreitschule! Sie sind nur Haflinger-Bereiter!)
Abg. Faul: Verraten Sie uns einmal die Erfolge!
Ich möchte auch eines ganz klar deponieren: Die Ausgliederung war eine Erfolgsstory für die Spanische Hofreitschule! (Abg. Faul: Verraten Sie uns einmal die Erfolge!) Schauen Sie sich an, wie Piber vor zehn Jahren ausgesehen hat. Es sind inzwischen über 10 Millionen € investiert worden. Es ist ein alter, über 400 Jahre traditionell geführter Betrieb zu einem modernen Unternehmen umgewandelt worden. Die Republik Österreich hat Bareinlagen in der Größenordnung von 20 Millionen € mitgegeben. Es ist Geld investiert worden, und ich glaube, es ist eine ganz tolle, für Österreich weiterhin als Aushängeschild verwendbare Anlage entstanden.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte nur bitten, dass man in dieser Diskussion auch berücksichtigt, dass wir in Österreich nicht nur eine traditionelle Pferderasse haben, sondern auch viele andere, dass es auch das traditionelle Gestüt in Stadl-Paura in Oberösterreich gibt und dass die gesamte österreichische Pferdezucht auch sehr intensiv mit gefördert werden muss. Ich sehe auch den Fohlenhof in Tirol in seiner regionalen Bedeutung, und ich darf den Minister bitten, auch die anderen, ebenfalls traditionellen Zuchten in Österreich nicht zu vergessen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
länder wären stolz, wenn sie so einen Betrieb hätten, Frau Kollegin! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Österreichs Pferdezucht ist vielfältig und muss auch in ihrer Vielfalt erhalten bleiben. Darum darf auch ich als begeisterter Pferdezüchter dich, Herr Minister, weiterhin um diese umfassende Unterstützung aller Pferdefreunde Österreichs bitten, samt Lipizzanerzucht! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Nebenerwerbs-Umweltminister!
Wenn Sie Politik machen, ist Ihnen offensichtlich nicht wesentlich, dass Kinder oder ältere Menschen unter dem Feinstaub leiden und wie es denen geht. Nicht die haben Sie im Auge, wenn Sie Politik machen, sondern Ihre Klientel. Da sieht man halt, dass für den Umweltsprecher der ÖVP – im Zivilberuf Wirtschaftsbundgeneral – die Wirtschaft wichtiger ist. Und Sie selbst sind ja nur ehrenhalber oder nebenberuflich Umweltminister, denn eigentlich und im Hauptberuf sind Sie Landwirtschaftsminister. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Nebenerwerbs-Umweltminister!) Auch diese Klientel versuchen Sie zu schützen. Nicht amtsführender Umweltminister – es gibt ja viele Titel, die er sich in diesem Bereich bereits erworben hat, die durchaus treffend sind.
Abg. Hornek: So ein Unsinn!
Stattdessen betreiben Sie reine Klientelpolitik und schützen die Landwirtschaft davor, auch nur irgendeine Maßnahme zu setzen. Da kann die Belastung so hoch sein, wie sie will, der Traktor ohne Dieselpartikelfilter darf immer fahren. (Abg. Hornek: So ein Unsinn!)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist eine Politik, die sich Österreich nicht verdient hat. Auch auf diesem Gebiet bedarf es eines Kurswechsels, damit wieder Umweltpolitik gemacht wird und nicht bloß PR- und Klientelpolitik. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hornek: Viel warme Luft war das! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das war sehr sachlich!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Krainer (Abg. Hornek: Viel warme Luft war das! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das war sehr sachlich!), man kann jede Berücksichtigung von legitimen Interessen einer Gruppe, einer größeren, einer kleineren, woher auch immer sie kommen mag, immer als Klientelpolitik abtun. Man kann das, wenn man konstruktiv oder positiv auf das Thema zugeht, natürlich genauso gut als notwendige Berücksichtigung von Interessen bezeichnen. Es bleibt Ihnen überlassen, das zu bewerten. Ich gehe einmal davon aus, dass es unserem Herrn Minister – und ich habe keinerlei Veranlassung, etwas anderes zu sehen und wahrzunehmen – sehr gut gelingt, die Notwendigkeiten der Umweltpolitik auch mit den notwendigen Rücksichtnahmen zu verbinden.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Das stimmt doch alles nicht!
nen, was wir an relativer Senkung der Einzelemissionen bei den einzelnen Anlagen, Betriebsanlagen und Fahrzeugen in der Zwischenzeit, in diesen 15 Jahren erreicht haben, Herr Kollege Krainer. Sie wollen das allerdings nicht wahrhaben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Das stimmt doch alles nicht!)
Weitere Zwischenrufe des Abg. Krainer sowie Gegenrufe bei der ÖVP.
Ich verstehe schon, dass der Opposition jede positive Nachricht unangenehm ist. Aber das, was ich Ihnen jetzt gerade gesagt habe, ist ein Faktum. (Weitere Zwischenrufe des Abg. Krainer sowie Gegenrufe bei der ÖVP.) Dennoch, meine Damen und Herren, ist Feinstaub eine Ursache beziehungsweise mit eine Ursache für Dinge, unter denen Menschen zu leiden haben: Husten, Asthma, bis hin zum Lungenkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das haben wir mit aller Kraft zu bekämpfen – ja, selbstverständlich! Reden Sie aber das, was in der Vergangenheit an Positivem geschehen ist, nicht klein!
Beifall bei der ÖVP.
Wir waren in den letzten 15 Jahren also sehr erfolgreich in der Grundbelastungsbekämpfung, aber manche Länder – weil Sie das gerade vorher angesprochen haben, Kollege Krainer – fallen bei der Umsetzung und Nützung der Möglichkeiten, die sie heute schon hätten, ganz ordentlich auf die Nase. Sie fordern jetzt noch weitere Möglichkeiten. – Ich weiß nicht, ob das gut wäre. Wenn man beispielsweise Frau Sima in Wien noch weitere Instrumente und Möglichkeiten in die Hand gibt, obwohl sie schon mit denen nicht umgehen kann, die sie heute hätte, wird mir angst und bange. Andere Länder können damit gut umgehen, aber Frau Sima in Wien sollte man, so meine ich, manchmal vor sich selbst schützen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ledolter: Genau das ist es!
Darum meine ich: Dieses Gesetz gibt den Ländern die notwendigen Instrumentarien und Möglichkeiten in die Hand, bei auftretenden Spitzenbelastungen Sofortmaßnahmen zu ergreifen. Als jemanden aus der Wiener SPÖ würde ich Sie aber dringend bitten, Ihre Stadträtin an der Hand zu nehmen und zu schauen, dass sie nicht mehr solche Bauchflecke produziert, wie sie mit Tempo 50 in Wien einen produziert hat. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ledolter: Genau das ist es!)
Abg. Kopf: Haben Sie mir nicht zugehört?
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Kopf, ich entnehme Ihren Ausführungen, dass Sie im Gegensatz zur Wiener ÖVP, die Tempo 50 massiv bekämpft hat, ein Befürworter von Tempo 50 sind und die Stadträtin in ihrer Vorgangsweise eigentlich unterstützen. (Abg. Kopf: Haben Sie mir nicht zugehört?) Wenn das nicht der Fall sein sollte, dann finde ich Ihr Agieren hier höchst unredlich, weil nämlich die eigene Stadtpartei eine massive Kampagne gegen diese Maßnahme führt, die zwar
Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Bravo Kopf!
unbestritten unpopulär ist, allerdings sehr wohl wirksam wäre. Ich verstehe die Logik nicht und ich finde es höchst unredlich, in einer so ernsten Sache so zu polemisieren. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Bravo Kopf!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Nur weil man an einer anderen Partei etwas zu kritisieren hat, braucht man es noch lange nicht auf diesem Niveau zu tun. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Kopf: Relativ!
Jetzt zum so genannten Fortschritt: Kollege Kopf hat vom Fortschritt geredet. Ich zeige Ihnen das einmal. (Die Rednerin hält eine Tafel in die Höhe.) Kollege Kopf hat davon gesprochen, dass es dem Bund gelungen sei, die langfristige Belastung, die Grundbelastung zu senken. (Abg. Kopf: Relativ!) Das ist die aktuelle Auswertung, die wir nach UBA-Daten – Umweltbundesamtsdaten – angefertigt haben. Sie können hier sehr gut die Entwicklung sehen: Die grauen Gebiete sind die Gebiete, die 2004 Sanierungsgebiete waren, und die orangen sind in den letzten beiden Jahren dazugekommen. Das ist nicht die Spitzenbelastung, sondern das ist eine Ausweitung der Grundbelastung über das ganze Jahre hinweg, die massive Auswirkungen auf die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher in diesen Gebieten hat. Es gab im Raum Wien eine sehr deutliche Ausweitung, in der Steiermark und in Oberösterreich eine große Ausweitung. – Wenn das so weitergeht, und das schreibt auch das Umweltbundesamt im Statusbericht, wird es entlang aller Autobahnen Sanierungszustand und natürlich auch in Tirol eine dramatische Entwicklung geben.
Abg. Neudeck: Da haben Sie viel Staub aufgewirbelt mit diesen Vorschlägen!
Jetzt zum Gesetz. Ich meine: Ihnen ist in Sachen Feinstaub einfach wirklich nicht zu helfen. Ich denke, wir waren sehr kooperativ und haben über 30 Vorschläge gemacht, was man auch auf Bundesebene tun könnte. (Abg. Neudeck: Da haben Sie viel Staub aufgewirbelt mit diesen Vorschlägen!) Feinstaubbekämpfung ist komplex, und man braucht dazu eine Basis, die sich Kooperation mit den Bundesländern nennt. Man ist jedoch mit der Brechstange gegen diejenigen vorgegangen, mit denen man eigentlich zusammenarbeiten muss – und das, so denke ich, erwartet auch die Bevölkerung bei der Bekämpfung von Feinstaub, nämlich Zusammenarbeit und dass nicht mit der Brechstange gegen die Bundesländer vorgegangen wird –, hat sie einfach überstimmt, ihre Einwände überhaupt nicht ernst genommen, hat die Einwände von acht Bundesländern nicht ernst genommen. (Abg. Wittauer: Weil die äußerst fadenscheinig waren!)
Abg. Wittauer: Weil die äußerst fadenscheinig waren!
Jetzt zum Gesetz. Ich meine: Ihnen ist in Sachen Feinstaub einfach wirklich nicht zu helfen. Ich denke, wir waren sehr kooperativ und haben über 30 Vorschläge gemacht, was man auch auf Bundesebene tun könnte. (Abg. Neudeck: Da haben Sie viel Staub aufgewirbelt mit diesen Vorschlägen!) Feinstaubbekämpfung ist komplex, und man braucht dazu eine Basis, die sich Kooperation mit den Bundesländern nennt. Man ist jedoch mit der Brechstange gegen diejenigen vorgegangen, mit denen man eigentlich zusammenarbeiten muss – und das, so denke ich, erwartet auch die Bevölkerung bei der Bekämpfung von Feinstaub, nämlich Zusammenarbeit und dass nicht mit der Brechstange gegen die Bundesländer vorgegangen wird –, hat sie einfach überstimmt, ihre Einwände überhaupt nicht ernst genommen, hat die Einwände von acht Bundesländern nicht ernst genommen. (Abg. Wittauer: Weil die äußerst fadenscheinig waren!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Zuerst haben Sie gesagt, dass man nicht streiten soll, und jetzt machen Sie es selber nicht besser!
Das ist das Gegenteil von Problemlösung und vor allem auch das Gegenteil des Willens, Probleme zu lösen. Offensichtlich wollen Sie diese nicht lösen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Zuerst haben Sie gesagt, dass man nicht streiten soll, und jetzt machen Sie es selber nicht besser!)
Beifall bei den Grünen.
Als wollte Ihnen das Wetter noch einmal zeigen, was es bedeutet, wenn die Wettersituation schlecht ist, haben wir bereits mit Ende Jänner dieses Jahres das gesamte Kontingent an möglicher Feinstaubbelastung nach EU-Recht ausgeschöpft. Das war Ende Jänner! Letztes Jahr war es erst im zweiten Quartal des Jahres ausgeschöpft. Wir haben teilweise Grenzwertüberschreitungen nicht nur um das Doppelte, sondern um das Dreifache und um das Vierfache! – Jetzt blättern Sie alle völlig uninteressiert in Ihren Unterlagen, aber ich denke, die Menschen, die das betrifft, sind alles andere als uninteressiert an der Gesundheit, vor allem an der eigenen und der ihrer Kinder. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wittauer: Er ist einfach die übergeordnete Behörde!
Warum hat der Verkehrsminister ein Einspruchsrecht bei Tempobeschränkungen nach drei Monaten? (Abg. Wittauer: Er ist einfach die übergeordnete Behörde!) Das ist absolut unsinnig! Keine Tempobeschränkung wird aus Jux und Tollerei verhängt, kein Landesrat macht das aus Willkür, jeder Landesrat wird das ausführlich begründen. Es gibt auch eine Verordnungsbegründungpflicht, falls Sie das nicht wissen. Das macht man also nicht zum Spaß. Vor allem sind das auch nicht sehr populäre Maßnahmen. Dort, wo man das gemacht hat – siehe Tauern Autobahn –, hat es auch deutliche Reduktionen – minus 10 Prozent Feinstaub – gegeben.
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Auch Umweltminister!
Der zweite Punkt: Es ist eine EU-Widrigkeit. Nachdem unser Landwirtschaftsminister in der letzten Debatte einen Brief, den die Bergbauernvereinigung an die Kommission geschrieben hat, als so entsetzlich bezeichnet hat, dass er in diesem Bereich nichts mehr machen könne, frage ich mich, wie er mit glatter EU-Widrigkeit im Bereich Luftreinhaltung umgeht. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Auch Umweltminister!)
Beifall bei den Grünen.
Die EU-Richtlinie schreibt ganz klar vorbeugenden Gesundheitsschutz vor. Bereits bei Gefahr von Grenzwertüberschreitungen müssen vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden. Das findet sich im Gesetz nirgendwo, und das ist EU-rechtswidrig. Wir haben hierzu ein Verfahren bei der Kommission, die unseren Rechtsstandpunkt grundsätzlich teilt, angeregt. Da würde ich mir also einfach denselben Maßstab wünschen, den sie bei der Bergbauernvereinigung angelegt haben. (Beifall bei den Grünen.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das hat nichts mit Feinstaub zu tun!
Als letzten Punkt noch: Es ist mir völlig unverständlich, warum Sie die Maßnahmen, die letztes Jahr gesetzt worden sind, so loben. Das waren Tropfen auf den heißen Stein. Wenn Sie mit dem Tempo bei den Partikelfiltern weitermachen, dann brauchen wir hochgerechnet 15, 18, 20 Jahre, um eine flächendeckende Umrüstung mit Partikelfiltern zu erreichen. Mindestens! Warum man sich gegen eine Winterreifenpflicht ausspricht, verstehe ich auch nicht. Ich denke, es ist unsinnig, es ist gefährlich und es bringt überhaupt nichts, bei Schnee ... (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das hat nichts mit Feinstaub zu tun!) – Ja doch! Das hat deswegen etwas mit Feinstaub zu tun, weil eines der großen Probleme Streusplitt ist, falls Ihnen der Zusammenhang noch nicht ganz klar ist, und es bei einer generellen Winterreifenpflicht auch zu Einschränkungen bei der Ausbringung von Streusplitt kommen kann. (Abg. Wittauer: Deswegen wird dann auch nicht weniger gestreut!) Das wäre also eine der sinnvollen Maßnahmen, und es gibt kein vernünftiges Argument, das nicht zu tun. Außerdem ist es auch sehr viel sicherer. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wittauer: Deswegen wird dann auch nicht weniger gestreut!
Als letzten Punkt noch: Es ist mir völlig unverständlich, warum Sie die Maßnahmen, die letztes Jahr gesetzt worden sind, so loben. Das waren Tropfen auf den heißen Stein. Wenn Sie mit dem Tempo bei den Partikelfiltern weitermachen, dann brauchen wir hochgerechnet 15, 18, 20 Jahre, um eine flächendeckende Umrüstung mit Partikelfiltern zu erreichen. Mindestens! Warum man sich gegen eine Winterreifenpflicht ausspricht, verstehe ich auch nicht. Ich denke, es ist unsinnig, es ist gefährlich und es bringt überhaupt nichts, bei Schnee ... (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das hat nichts mit Feinstaub zu tun!) – Ja doch! Das hat deswegen etwas mit Feinstaub zu tun, weil eines der großen Probleme Streusplitt ist, falls Ihnen der Zusammenhang noch nicht ganz klar ist, und es bei einer generellen Winterreifenpflicht auch zu Einschränkungen bei der Ausbringung von Streusplitt kommen kann. (Abg. Wittauer: Deswegen wird dann auch nicht weniger gestreut!) Das wäre also eine der sinnvollen Maßnahmen, und es gibt kein vernünftiges Argument, das nicht zu tun. Außerdem ist es auch sehr viel sicherer. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Als letzten Punkt noch: Es ist mir völlig unverständlich, warum Sie die Maßnahmen, die letztes Jahr gesetzt worden sind, so loben. Das waren Tropfen auf den heißen Stein. Wenn Sie mit dem Tempo bei den Partikelfiltern weitermachen, dann brauchen wir hochgerechnet 15, 18, 20 Jahre, um eine flächendeckende Umrüstung mit Partikelfiltern zu erreichen. Mindestens! Warum man sich gegen eine Winterreifenpflicht ausspricht, verstehe ich auch nicht. Ich denke, es ist unsinnig, es ist gefährlich und es bringt überhaupt nichts, bei Schnee ... (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das hat nichts mit Feinstaub zu tun!) – Ja doch! Das hat deswegen etwas mit Feinstaub zu tun, weil eines der großen Probleme Streusplitt ist, falls Ihnen der Zusammenhang noch nicht ganz klar ist, und es bei einer generellen Winterreifenpflicht auch zu Einschränkungen bei der Ausbringung von Streusplitt kommen kann. (Abg. Wittauer: Deswegen wird dann auch nicht weniger gestreut!) Das wäre also eine der sinnvollen Maßnahmen, und es gibt kein vernünftiges Argument, das nicht zu tun. Außerdem ist es auch sehr viel sicherer. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Schieder: Ist das eine tatsächliche Berichtigung? – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Ruf bei der ÖVP: Das ist die Wahrheit!
Frau Kollegin, ich habe vorhin etwas gesucht in den Unterlagen und habe es gefunden. Die „Rathauskorrespondenz“ hat die Wiener Grünen in diesem ganzen Zusammenhang als „unseriös“ bezeichnet. Sie verunsichere die Bevölkerung bei diesem Thema aus wahltaktischen Gründen. Das trifft das Ganze wohl am ehesten. (Abg. Schieder: Ist das eine tatsächliche Berichtigung? – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Ruf bei der ÖVP: Das ist die Wahrheit!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Deswegen ist es ja so! – Ruf bei den Freiheitlichen: Das ist der Grund!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Frau Kollegin Glawischnig, ich war schon sehr überrascht, als Sie sagten, dass gemäß der Karte, die Sie uns gezeigt haben, in Oberösterreich eine sehr große Belastung herrscht. Sie wissen aber schon, dass dort einer Ihrer Parteikollegen Landesrat für Umweltfragen ist. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Deswegen ist es ja so! – Ruf bei den Freiheitlichen: Das ist der Grund!) – Das ist der Grund.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ihnen ist es auch offensichtlich egal, wenn Ihr Landesrat sagt, dass das Maßnahmenprogramm in Oberösterreich halt erst 2007 Verbesserungen erwarten lässt. Wenn das, was die Bundesregierung macht, die vielen Maßnahmen, die getroffen werden, nicht sofort greifen, dann hat die Bundesregierung Schuld. Wenn Ihr Landesrat sagt, na ja, im Jahre 2007 wird es einmal Verbesserungen geben, dann ist alles rechtens, dann ist alles okay. – Sie messen da mit zweierlei Maß, Frau Kollegin, und das ist nicht richtig und nicht im Sinne der Menschen, die wirklich unter der Feinstaubbelastung leiden! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: 20 Jahre sind schon ein bisschen sehr lang!
Bleiben Sie also auf dem Boden der Tatsachen, dass, wenn irgendwo Verantwortung übernommen werden muss, konkrete Maßnahmen auch eine Zeit lang brauchen, bis sie wirklich greifen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: 20 Jahre sind schon ein bisschen sehr lang!) Wir würden uns alle wünschen, dass das schneller geht. Ich würde Sie aber schon bitten, dass Sie aufhören mit der Panikmache. Es geht doch darum,
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Welche denn?
dass wir konkrete Maßnahmen auch konkret umsetzen können. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Welche denn?)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Der Bundesrat hat das blockiert!
Ich finde es schon sehr komisch von Ihnen, dass Sie gerade dieses vorliegende Gesetz blockiert haben, so lange blockiert haben. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Der Bundesrat hat das blockiert!) – Das sind aber auch Ihre Parteikollegen, die das verhindert haben, die genau diese Möglichkeiten zur Feinstaubbekämpfung verhindert haben, die mit dieser Gesetzesnovelle vorliegen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Auch Kärnten!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Auch Kärnten!
Ich finde es schon sehr komisch von Ihnen, dass Sie gerade dieses vorliegende Gesetz blockiert haben, so lange blockiert haben. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Der Bundesrat hat das blockiert!) – Das sind aber auch Ihre Parteikollegen, die das verhindert haben, die genau diese Möglichkeiten zur Feinstaubbekämpfung verhindert haben, die mit dieser Gesetzesnovelle vorliegen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Auch Kärnten!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wir versuchen, Blockaden zu verhindern!
Fordern Sie die Regierung nicht auf, Maßnahmen zu ergreifen, wenn Sie sie dann im Nachhinein blockieren! Da verstehe ich Ihre „Logik“ überhaupt nicht! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wir versuchen, Blockaden zu verhindern!)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Also man muss mehrere Maßnahmen berücksichtigen, und eine ganz wichtige Maßnahme wurde von Experten im Bereich des Verkehrs aufgezeigt, nämlich dass man den Verkehrsfluss fördert. Genau auch das ist in dieser Gesetzesnovelle vorgesehen. Es sollen immissionsabhängige Messungen durchgeführt und der Verkehr durch Verkehrsbeeinflussungsanlagen entsprechend gesteuert werden, wodurch ebenfalls Feinstaub verhindert werden kann. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Gott sei Dank!
Und was machen Sie? – Sie verhindern das (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Gott sei Dank!), indem Sie dieses Gesetz monatelang, wochenlang blockieren.
Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Abschließend kann ich nur sagen: Im Gegensatz zu Ihnen, zu Rot und zu Grün, ist uns der Umweltschutz und die Gesundheit wirklich ein Anliegen. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Für uns ist es ganz wichtig, dass dieses Gesetz heute beschlossen wird und so schnell wie möglich in Kraft treten kann. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sie haben es noch nie gelesen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sie haben es noch nie gelesen!
Abschließend kann ich nur sagen: Im Gegensatz zu Ihnen, zu Rot und zu Grün, ist uns der Umweltschutz und die Gesundheit wirklich ein Anliegen. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Für uns ist es ganz wichtig, dass dieses Gesetz heute beschlossen wird und so schnell wie möglich in Kraft treten kann. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sie haben es noch nie gelesen!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aber geh! Das ist keine parteipolitische Blockade!
Was mir Leid tut, ist – auch in der Debatte gerade jetzt angesprochen – eine parteipolitisch motivierte Blockadepolitik im Bundesrat (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aber geh! Das ist keine parteipolitische Blockade!), ohne die die Gesundheit der Menschen schon früher hätte noch besser geschützt werden können, als das nun durch diese Blockadepolitik möglich ist. (Abg. Schieder: Das war ein demokratischer Einspruch!) Wir haben das Gesetz hier bereits diskutiert und haben heute zum zweiten Mal die Möglichkeit. (Abg. Schieder: Ein demokratischer Einspruch ist doch keine Blockade, Herr Minister!) – Ich weiß das schon, ich habe von parteipolitischer Blockadepolitik gesprochen (Abg. Schieder: Das macht es nicht besser!), und das ist der Punkt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wenn Ihnen etwas nicht passt, ist es parteipolitisch!) Sie müssen auch nicht nervös werden, wenn es um die Gesundheit und den Umweltschutz geht, ich sage Ihnen nur, wir könnten schon wesentlich weiter sein, wenn Rot und Grün nicht die entsprechenden Blockademaßnahmen im Bundesrat gesetzt hätten.
Abg. Schieder: Das war ein demokratischer Einspruch!
Was mir Leid tut, ist – auch in der Debatte gerade jetzt angesprochen – eine parteipolitisch motivierte Blockadepolitik im Bundesrat (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aber geh! Das ist keine parteipolitische Blockade!), ohne die die Gesundheit der Menschen schon früher hätte noch besser geschützt werden können, als das nun durch diese Blockadepolitik möglich ist. (Abg. Schieder: Das war ein demokratischer Einspruch!) Wir haben das Gesetz hier bereits diskutiert und haben heute zum zweiten Mal die Möglichkeit. (Abg. Schieder: Ein demokratischer Einspruch ist doch keine Blockade, Herr Minister!) – Ich weiß das schon, ich habe von parteipolitischer Blockadepolitik gesprochen (Abg. Schieder: Das macht es nicht besser!), und das ist der Punkt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wenn Ihnen etwas nicht passt, ist es parteipolitisch!) Sie müssen auch nicht nervös werden, wenn es um die Gesundheit und den Umweltschutz geht, ich sage Ihnen nur, wir könnten schon wesentlich weiter sein, wenn Rot und Grün nicht die entsprechenden Blockademaßnahmen im Bundesrat gesetzt hätten.
Abg. Schieder: Ein demokratischer Einspruch ist doch keine Blockade, Herr Minister!
Was mir Leid tut, ist – auch in der Debatte gerade jetzt angesprochen – eine parteipolitisch motivierte Blockadepolitik im Bundesrat (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aber geh! Das ist keine parteipolitische Blockade!), ohne die die Gesundheit der Menschen schon früher hätte noch besser geschützt werden können, als das nun durch diese Blockadepolitik möglich ist. (Abg. Schieder: Das war ein demokratischer Einspruch!) Wir haben das Gesetz hier bereits diskutiert und haben heute zum zweiten Mal die Möglichkeit. (Abg. Schieder: Ein demokratischer Einspruch ist doch keine Blockade, Herr Minister!) – Ich weiß das schon, ich habe von parteipolitischer Blockadepolitik gesprochen (Abg. Schieder: Das macht es nicht besser!), und das ist der Punkt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wenn Ihnen etwas nicht passt, ist es parteipolitisch!) Sie müssen auch nicht nervös werden, wenn es um die Gesundheit und den Umweltschutz geht, ich sage Ihnen nur, wir könnten schon wesentlich weiter sein, wenn Rot und Grün nicht die entsprechenden Blockademaßnahmen im Bundesrat gesetzt hätten.
Abg. Schieder: Das macht es nicht besser!
Was mir Leid tut, ist – auch in der Debatte gerade jetzt angesprochen – eine parteipolitisch motivierte Blockadepolitik im Bundesrat (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aber geh! Das ist keine parteipolitische Blockade!), ohne die die Gesundheit der Menschen schon früher hätte noch besser geschützt werden können, als das nun durch diese Blockadepolitik möglich ist. (Abg. Schieder: Das war ein demokratischer Einspruch!) Wir haben das Gesetz hier bereits diskutiert und haben heute zum zweiten Mal die Möglichkeit. (Abg. Schieder: Ein demokratischer Einspruch ist doch keine Blockade, Herr Minister!) – Ich weiß das schon, ich habe von parteipolitischer Blockadepolitik gesprochen (Abg. Schieder: Das macht es nicht besser!), und das ist der Punkt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wenn Ihnen etwas nicht passt, ist es parteipolitisch!) Sie müssen auch nicht nervös werden, wenn es um die Gesundheit und den Umweltschutz geht, ich sage Ihnen nur, wir könnten schon wesentlich weiter sein, wenn Rot und Grün nicht die entsprechenden Blockademaßnahmen im Bundesrat gesetzt hätten.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wenn Ihnen etwas nicht passt, ist es parteipolitisch!
Was mir Leid tut, ist – auch in der Debatte gerade jetzt angesprochen – eine parteipolitisch motivierte Blockadepolitik im Bundesrat (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aber geh! Das ist keine parteipolitische Blockade!), ohne die die Gesundheit der Menschen schon früher hätte noch besser geschützt werden können, als das nun durch diese Blockadepolitik möglich ist. (Abg. Schieder: Das war ein demokratischer Einspruch!) Wir haben das Gesetz hier bereits diskutiert und haben heute zum zweiten Mal die Möglichkeit. (Abg. Schieder: Ein demokratischer Einspruch ist doch keine Blockade, Herr Minister!) – Ich weiß das schon, ich habe von parteipolitischer Blockadepolitik gesprochen (Abg. Schieder: Das macht es nicht besser!), und das ist der Punkt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wenn Ihnen etwas nicht passt, ist es parteipolitisch!) Sie müssen auch nicht nervös werden, wenn es um die Gesundheit und den Umweltschutz geht, ich sage Ihnen nur, wir könnten schon wesentlich weiter sein, wenn Rot und Grün nicht die entsprechenden Blockademaßnahmen im Bundesrat gesetzt hätten.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Richtig!
Ich habe hier eine Aussendung von der Frau Abgeordneten Glawischnig: Luftbelastete Gebiete haben massiv zugenommen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Richtig!) ÖVP und BZÖ wollen unwirksames Feinstaubgesetz heute trotzdem beschließen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Richtig!) – Ich sage, genau deswegen wollen wir es beschließen. Wir wollen ein wirksames Feinstaubgesetz genau heute beschließen, um dieses Problem in den belasteten Gebieten in den Griff zu bekommen. (Abg. Krainer: Acht Umweltlandesräte sagen, dass das neue Gesetz sie mehr einschränkt als das alte!) Und Sie kritisieren dann in der Aussendung, Frau Abgeordnete Glawischnig, wie ich da lese, dass zukünftig in belasteten Gebieten die einzelnen Projekte nicht mehr genehmigt werden könnten.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Richtig!
Ich habe hier eine Aussendung von der Frau Abgeordneten Glawischnig: Luftbelastete Gebiete haben massiv zugenommen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Richtig!) ÖVP und BZÖ wollen unwirksames Feinstaubgesetz heute trotzdem beschließen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Richtig!) – Ich sage, genau deswegen wollen wir es beschließen. Wir wollen ein wirksames Feinstaubgesetz genau heute beschließen, um dieses Problem in den belasteten Gebieten in den Griff zu bekommen. (Abg. Krainer: Acht Umweltlandesräte sagen, dass das neue Gesetz sie mehr einschränkt als das alte!) Und Sie kritisieren dann in der Aussendung, Frau Abgeordnete Glawischnig, wie ich da lese, dass zukünftig in belasteten Gebieten die einzelnen Projekte nicht mehr genehmigt werden könnten.
Abg. Krainer: Acht Umweltlandesräte sagen, dass das neue Gesetz sie mehr einschränkt als das alte!
Ich habe hier eine Aussendung von der Frau Abgeordneten Glawischnig: Luftbelastete Gebiete haben massiv zugenommen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Richtig!) ÖVP und BZÖ wollen unwirksames Feinstaubgesetz heute trotzdem beschließen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Richtig!) – Ich sage, genau deswegen wollen wir es beschließen. Wir wollen ein wirksames Feinstaubgesetz genau heute beschließen, um dieses Problem in den belasteten Gebieten in den Griff zu bekommen. (Abg. Krainer: Acht Umweltlandesräte sagen, dass das neue Gesetz sie mehr einschränkt als das alte!) Und Sie kritisieren dann in der Aussendung, Frau Abgeordnete Glawischnig, wie ich da lese, dass zukünftig in belasteten Gebieten die einzelnen Projekte nicht mehr genehmigt werden könnten.
Abg. Krainer: Acht Bundesländer sagen, das neue Gesetz ist schlechter als das alte!
alles, um das Problem gemeinsam mit den Bundesländern in den Griff zu bekommen. (Abg. Krainer: Acht Bundesländer sagen, das neue Gesetz ist schlechter als das alte!)
Abg. Krainer: Acht Bundesländer sagen, das neue Gesetz schränkt sie ein!
Ich sage Ihnen auch, ich lasse mir die Länder und den Bund nicht auseinander dividieren. Wir hatten eine sehr, sehr gute Diskussion mit den Verantwortungsträgern in den Ländern in der Umweltreferentensitzung letztes Jahr. Wir haben uns vorgenommen, diesbezüglich gemeinsam vorzugehen. Ich kann aber nichts dafür, wenn in einzelnen Bundesländern sehr engagierte UmweltpolitikerInnen in der Umsetzung an ihren Verkehrslandesräten oder Planungslandesräten scheitern. (Abg. Krainer: Acht Bundesländer sagen, das neue Gesetz schränkt sie ein!) Das ist nicht das Problem der IG-Luft-Novelle des Bundes und auch nicht das Problem des Bundesministers, sondern da ist Arbeit vor Ort in der konkreten Umsetzung zu leisten.
Abg. Krainer: Liefert keinen Beitrag!
Die Maßnahmen werden greifen – gemeinsam mit den Bundesländern. Ich halte nichts vom Auseinanderdividieren. Die Bundesländer haben auch schon gehandelt. Wir sind auf einem guten Weg, und diese Gesetzesnovelle (Abg. Krainer: Liefert keinen Beitrag!) wird einen wesentlichen Beitrag, Herr Abgeordneter Krainer, auf diesem erfolgreichen Weg für die Zukunft leisten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Krainer: Es schränkt die Bundesländer ein! Das sagen die Länder selber!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Krainer: Es schränkt die Bundesländer ein! Das sagen die Länder selber!
Die Maßnahmen werden greifen – gemeinsam mit den Bundesländern. Ich halte nichts vom Auseinanderdividieren. Die Bundesländer haben auch schon gehandelt. Wir sind auf einem guten Weg, und diese Gesetzesnovelle (Abg. Krainer: Liefert keinen Beitrag!) wird einen wesentlichen Beitrag, Herr Abgeordneter Krainer, auf diesem erfolgreichen Weg für die Zukunft leisten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Krainer: Es schränkt die Bundesländer ein! Das sagen die Länder selber!)
Beifall bei der SPÖ.
nicht weniger Feinstaub, sondern Stillstand beim Feinstaub schon ein Erfolg wäre? Also Ihre Definition von Erfolg wünsche ich niemand anderem sonst. Seien Sie mir nicht böse! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Genau!
Es ist nicht wegzudiskutieren, dass das IG-Luft ein Verhinderungsgesetz ist (Abg. Krainer: Genau!), dass es wirkungsvolle Maßnahmen verhindert, die die Länder setzen könnten. Es verunmöglicht zum Beispiel, ein Fahrverbot für LKW mit Abgasstufe Euro 0 auszusprechen (Abg. Dr. Puswald – in Richtung des beim Präsidium stehenden Bundesministers Dipl.-Ing. Pröll –: Herr Bundesminister, würden Sie der Debatte folgen!), es sagt zum Beispiel, dass unbedingt die Zustimmung des Verkehrsministers gegeben sein muss, wenn man Geschwindigkeitsbeschränkungen macht, die mehr als 90 Tage gelten sollen. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wenn es mehr als drei Monate sind!) – Ich habe übrigens 3 Minuten (da das Licht am Rednerpult blinkt), und das kann noch nicht blinken. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Puswald – in Richtung des beim Präsidium stehenden Bundesministers Dipl.-Ing. Pröll –: Herr Bundesminister, würden Sie der Debatte folgen!
Es ist nicht wegzudiskutieren, dass das IG-Luft ein Verhinderungsgesetz ist (Abg. Krainer: Genau!), dass es wirkungsvolle Maßnahmen verhindert, die die Länder setzen könnten. Es verunmöglicht zum Beispiel, ein Fahrverbot für LKW mit Abgasstufe Euro 0 auszusprechen (Abg. Dr. Puswald – in Richtung des beim Präsidium stehenden Bundesministers Dipl.-Ing. Pröll –: Herr Bundesminister, würden Sie der Debatte folgen!), es sagt zum Beispiel, dass unbedingt die Zustimmung des Verkehrsministers gegeben sein muss, wenn man Geschwindigkeitsbeschränkungen macht, die mehr als 90 Tage gelten sollen. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wenn es mehr als drei Monate sind!) – Ich habe übrigens 3 Minuten (da das Licht am Rednerpult blinkt), und das kann noch nicht blinken. (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wenn es mehr als drei Monate sind!
Es ist nicht wegzudiskutieren, dass das IG-Luft ein Verhinderungsgesetz ist (Abg. Krainer: Genau!), dass es wirkungsvolle Maßnahmen verhindert, die die Länder setzen könnten. Es verunmöglicht zum Beispiel, ein Fahrverbot für LKW mit Abgasstufe Euro 0 auszusprechen (Abg. Dr. Puswald – in Richtung des beim Präsidium stehenden Bundesministers Dipl.-Ing. Pröll –: Herr Bundesminister, würden Sie der Debatte folgen!), es sagt zum Beispiel, dass unbedingt die Zustimmung des Verkehrsministers gegeben sein muss, wenn man Geschwindigkeitsbeschränkungen macht, die mehr als 90 Tage gelten sollen. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wenn es mehr als drei Monate sind!) – Ich habe übrigens 3 Minuten (da das Licht am Rednerpult blinkt), und das kann noch nicht blinken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist nicht wegzudiskutieren, dass das IG-Luft ein Verhinderungsgesetz ist (Abg. Krainer: Genau!), dass es wirkungsvolle Maßnahmen verhindert, die die Länder setzen könnten. Es verunmöglicht zum Beispiel, ein Fahrverbot für LKW mit Abgasstufe Euro 0 auszusprechen (Abg. Dr. Puswald – in Richtung des beim Präsidium stehenden Bundesministers Dipl.-Ing. Pröll –: Herr Bundesminister, würden Sie der Debatte folgen!), es sagt zum Beispiel, dass unbedingt die Zustimmung des Verkehrsministers gegeben sein muss, wenn man Geschwindigkeitsbeschränkungen macht, die mehr als 90 Tage gelten sollen. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wenn es mehr als drei Monate sind!) – Ich habe übrigens 3 Minuten (da das Licht am Rednerpult blinkt), und das kann noch nicht blinken. (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Drei Monate sind es!
Abgeordnete Petra Bayr (fortsetzend): Das freut mich ganz besonders. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Drei Monate sind es!) – Ja, Herr Bundesminister, 90 Tage sind drei Monate, das ist vollkommen richtig nachgerechnet. Gratuliere! Nicht schlecht!
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, dass eine weitere Novelle notwendig ist. Ich glaube, dass es Ausnahmebestimmungen für LKW einfach generell nicht geben darf. Ich glaube, dass der Einbau von Partikelfiltern in Off-Road-Kraftfahrzeugen ganz dringend notwendig ist. Es muss bundeseinheitliche Plaketten für Emissionsklassen aller Kraftfahrzeuge geben. Eine Pickerlprüfung auch für Bau- und Forstmaschinen ist dringend an der Zeit und mehr als notwendig. Der Ausbau der Bevorrangung von attraktiven öffentlichen Verkehrsmitteln wäre natürlich auch eine ganz wichtige Maßnahme. Dass wir da mit diesem Verkehrsminister keinen Staat machen, ist evident und klar. Schade ist, dass Sie auch als Umweltminister nicht viel dazu beizutragen haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
40‑prozentigen Wirtschaftswachstum. Nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Kopf: Sie wollen die Wahrheit nicht hören!
Auch wenn Sie, meine Damen und Herren von der Opposition, es nicht glauben wollen oder, besser gesagt, aus wahltaktischen Gründen wahrscheinlich nicht hören wollen: Mit den Maßnahmen, die diese Regierung gesetzt hat, werden wir bis 2012 das Klimaschutzziel von minus 13 Prozent CO2-Ausstoß erreichen. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Kopf: Sie wollen die Wahrheit nicht hören!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Krainer: Wenn etwas nach oben geht, ist das ein schlechter Trend im Umweltbereich!
Der aktuelle Trend stimmt absolut optimistisch. Aber auch in Zukunft werden gemeinsame Anstrengungen nötig sein, um das Kyoto-Ziel zu erreichen. Ich bin überzeugt, unser Minister Sepp Pröll ist der Mann, der hier den richtigen Kurs hält. Unterstützen wir ihn dabei! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Krainer: Wenn etwas nach oben geht, ist das ein schlechter Trend im Umweltbereich!)
Abg. Wittauer: Das stimmt ja!
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Ich entnehme der heutigen ORF-Online-Aussendung, dass Herr Umweltminister Josef Pröll darauf verweist, dass im Kampf gegen den Feinstaub die Bundesländer zuständig sind (Abg. Wittauer: Das stimmt ja!) und dass er insbesondere hervorhebt, dass in Graz oder in Wien mit verschiedenen Maßnahmen konsequent gearbeitet wird. Wir haben heute schon ganz etwas anderes gehört. Aber es scheint überhaupt so zu sein, dass es sehr verwirrend ist, was in dieser ÖVP-Regierung zum Thema Feinstaub gemacht wird.
Abg. Wittauer: Er ist eben für das hochrangige Straßennetz zuständig, Frau Kollegin!
Der Herr Bundesminister verweist darauf, dass die Länder mit dem IG-Luft die Kompetenz hätten, gleichzeitig wird heute ein Gesetz beschlossen, mit dem diese Kompetenz maßgeblich beschnitten wird und außerdem einem nicht zuständigen Minister eine doch sehr maßgebliche Verantwortung und Macht zugeschanzt wird. (Abg. Wittauer: Er ist eben für das hochrangige Straßennetz zuständig, Frau Kollegin!) Ausgerechnet dem Herrn „Minister 160 km/h“, geschätzter Herr Kollege.
Abg. Kopf: Das ist gescheit! Da hat er Recht!
Aber der Herr Minister sagt weiters, die regionalen Antworten könne er leider nicht geben, weil die Belastung von Region zu Region und von Stadt zu Stadt völlig verschieden sei, das hänge auch davon ab, ob Verkehr, Industrie oder Hausbrand die Problemverursacher sind. (Abg. Kopf: Das ist gescheit! Da hat er Recht!) Da hat er Recht. Interessant ist allerdings, dass die Frau Gesundheitsministerin Rauch-Kallat heute, wiederum dem ORF gegenüber, gesagt hat, sie habe keine Zeit für ein kurzes Interview, weil „das Thema für uns derzeit nicht aktuell ist“.
Abg. Hornek: Der eine ist da zuständig und der andere dort!
Also was ist jetzt? – Der ressortzuständige Umweltminister sagt, man sei sehr am Arbeiten und man werde diesen Prozess intensiv fortführen (Abg. Hornek: Der eine ist da zuständig und der andere dort!), und die ressortzuständige Gesundheitsministerin, die immerhin für die Gesundheit der Menschen in diesem Land zuständig ist, sagt, wir haben überhaupt kein Problem mit diesem Thema, das ist derzeit für uns nicht aktuell. Das ist ein einziges Hin- und Herschieben von Verantwortung in dieser Regierung, gleichzeitig sollen wir jetzt diese Sammelnovelle beschließen, die sinnigerweise Umweltrechtsanpassungsgesetz heißt. Das heißt wohl so viel, dass sie die Umwelt an die Untätigkeit des Ministers anpassen soll, weil weiterhin nichts geschieht beziehungsweise viel zu spät etwas unternommen wird.
Beifall bei den Grünen.
Welche Untätigkeit wird dem Minister vorgeworfen? – Es gibt keine vorbeugenden Maßnahmen – das ist auch in der Begründung des Bundesrates als Grund angeführt –, es gibt keine Aktionspläne, die schon längst gemacht hätten werden müssen, und der Europäische Gerichtshof rügt die fehlende Umsetzung der Richtlinie 90/62. Es fehlen die Informationen über bereits erlassene Maßnahmen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wittauer: Da mache ich eine tatsächliche Berichtigung, denn das ist eine Lüge! Das ist eine Lüge!
Das heißt, wir haben es hier mit einem Gesetz zu tun, das eine Verschlechterung für die Umwelt bedeutet. Ganz abgesehen davon, dass wir noch gar nicht die Maßnahmen angesprochen haben, die der Herr Minister jetzt auch noch zitiert hat, nämlich im Abfallwirtschaftsgesetz, wo wir nichts anderes beschließen, als dass Bahnschwellen, die hoch belastet sind, nur dann zu entfernen sind, wenn sie nicht auf dem Grund des Herrn Kollegen Wittauer eingegraben sind. (Abg. Wittauer: Da mache ich eine tatsächliche Berichtigung, denn das ist eine Lüge! Das ist eine Lüge!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Das ist eine Lüge!
Sie können eine Berichtigung machen, dann können wir endlich alles aufzählen, was in diesem Fall bereits geschehen ist. Wir können auch den Beseitigungsauftrag der BH Kufstein einholen. Der Verwaltungsgerichtshof hat geurteilt, dass das zu Recht erfolgt ist. Und jetzt wird darauf gewartet, wie dieses AWG heute geändert wird, damit Sie von dieser Beseitigungspflicht befreit sind. So sieht es mit der Umweltkompetenz dieser Regierung aus. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Das ist eine Lüge!)
Abg. Pfeffer: Das darf man nicht sagen! – Abg. Rest-Hinterseer: Ordnungsruf!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Minister! Ich sage es da noch einmal – Ordnungsruf hin oder her –: Das ist eine Lüge! Und wissen Sie, warum das eine Lüge ist? – Es gab nie ein Verfahren gegen meine Person wegen Schwellen. (Abg. Pfeffer: Das darf man nicht sagen! – Abg. Rest-Hinterseer: Ordnungsruf!) Das ist so, das ist ein Fakt, und ich werde das auch beweisen. Es ist im Ausschuss schon gesagt worden: „Lex Wittauer“. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Herr Präsident!) Vorher hat ein Kollege von der ÖVP gesagt, ich müsse eine besondere Macht haben. Es wurde von Ihnen behauptet, dass gegen mich ein Verfahren wegen Beseitigung der Bahnschwellen laufe und dass deswegen dieses Gesetz entstanden sei.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Herr Präsident!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Minister! Ich sage es da noch einmal – Ordnungsruf hin oder her –: Das ist eine Lüge! Und wissen Sie, warum das eine Lüge ist? – Es gab nie ein Verfahren gegen meine Person wegen Schwellen. (Abg. Pfeffer: Das darf man nicht sagen! – Abg. Rest-Hinterseer: Ordnungsruf!) Das ist so, das ist ein Fakt, und ich werde das auch beweisen. Es ist im Ausschuss schon gesagt worden: „Lex Wittauer“. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Herr Präsident!) Vorher hat ein Kollege von der ÖVP gesagt, ich müsse eine besondere Macht haben. Es wurde von Ihnen behauptet, dass gegen mich ein Verfahren wegen Beseitigung der Bahnschwellen laufe und dass deswegen dieses Gesetz entstanden sei.
Abg. Hagenhofer: Was sind das für Worte hier?
Es ist eine Schweinerei und eine Sauerei, dass mir unterstellt wird, dass dieses Parlament ein Gesetz für Wittauer Klaus macht. (Abg. Hagenhofer: Was sind das für Worte hier?) Ja, weil es mich ärgert! Sie sagen immer: nicht auf diesem Niveau, wenn es um andere Parteien geht. Sie haben das schlechteste Niveau in diesem Haus! (Abg. Rest-Hinterseer: Das ist wirklich schlechtes Niveau!) Sie unterstellen permanent Menschen etwas, was sie nicht tun, und das ist nicht gerecht und nicht fair, und Sie machen es öffentlich und vor allem im Schutze Ihrer Immunität. (Abg. Brosz: Darf man in einer Rede dann alles sagen?)
Abg. Rest-Hinterseer: Das ist wirklich schlechtes Niveau!
Es ist eine Schweinerei und eine Sauerei, dass mir unterstellt wird, dass dieses Parlament ein Gesetz für Wittauer Klaus macht. (Abg. Hagenhofer: Was sind das für Worte hier?) Ja, weil es mich ärgert! Sie sagen immer: nicht auf diesem Niveau, wenn es um andere Parteien geht. Sie haben das schlechteste Niveau in diesem Haus! (Abg. Rest-Hinterseer: Das ist wirklich schlechtes Niveau!) Sie unterstellen permanent Menschen etwas, was sie nicht tun, und das ist nicht gerecht und nicht fair, und Sie machen es öffentlich und vor allem im Schutze Ihrer Immunität. (Abg. Brosz: Darf man in einer Rede dann alles sagen?)
Abg. Brosz: Darf man in einer Rede dann alles sagen?
Es ist eine Schweinerei und eine Sauerei, dass mir unterstellt wird, dass dieses Parlament ein Gesetz für Wittauer Klaus macht. (Abg. Hagenhofer: Was sind das für Worte hier?) Ja, weil es mich ärgert! Sie sagen immer: nicht auf diesem Niveau, wenn es um andere Parteien geht. Sie haben das schlechteste Niveau in diesem Haus! (Abg. Rest-Hinterseer: Das ist wirklich schlechtes Niveau!) Sie unterstellen permanent Menschen etwas, was sie nicht tun, und das ist nicht gerecht und nicht fair, und Sie machen es öffentlich und vor allem im Schutze Ihrer Immunität. (Abg. Brosz: Darf man in einer Rede dann alles sagen?)
Abg. Dr. Pilz: ... wird normalerweise ausgewiesen!
in Oberösterreich werden von außerhalb angeweht. Laut einer ÖAMTC-Studie kommen 25 Prozent des gesamten verursachten Feinstaubes von Wien. 25 Prozent der gesamten Feinstaubbelastung sind von Wien. (Abg. Dr. Pilz: ... wird normalerweise ausgewiesen!)
Abg. Dr. Pilz: Ich bitte, diesem Sprachunkundigen die Staatsbürgerschaft zu entziehen!
Wo ist das Problem in Wien? – Es wird relativ spät, sage ich einmal, der Feinstaub bekämpft bei Winterdienst, bei Streu oder bei anderen Bereichen. (Abg. Dr. Pilz: Ich bitte, diesem Sprachunkundigen die Staatsbürgerschaft zu entziehen!) Das hat aber nichts beziehungsweise sehr wenig damit zu tun, was wir gesetzlich beschließen. Wir geben den Bundesländern die Möglichkeit, über IG-Luft Maßnahmen setzen zu können. (Abg. Krainer: Weniger!) – Nicht weniger! Das Einzige, was darin enthalten ist und was Sie kritisieren, ist, dass der Bundesminister für Verkehr auf Hochrangstraßen jetzt ein Einspruchsrecht hat. (Abg. Krainer: Was ist mit § 13?) Er ist ja zuständig für den Verkehr, und wenn er das nicht wäre, dann wäre er kein Minister und auch nicht dafür zuständig. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Krainer.) Man muss also schon zuhören und dem Minister seine Kompetenz dort lassen, wo er sie hat.
Abg. Krainer: Weniger!
Wo ist das Problem in Wien? – Es wird relativ spät, sage ich einmal, der Feinstaub bekämpft bei Winterdienst, bei Streu oder bei anderen Bereichen. (Abg. Dr. Pilz: Ich bitte, diesem Sprachunkundigen die Staatsbürgerschaft zu entziehen!) Das hat aber nichts beziehungsweise sehr wenig damit zu tun, was wir gesetzlich beschließen. Wir geben den Bundesländern die Möglichkeit, über IG-Luft Maßnahmen setzen zu können. (Abg. Krainer: Weniger!) – Nicht weniger! Das Einzige, was darin enthalten ist und was Sie kritisieren, ist, dass der Bundesminister für Verkehr auf Hochrangstraßen jetzt ein Einspruchsrecht hat. (Abg. Krainer: Was ist mit § 13?) Er ist ja zuständig für den Verkehr, und wenn er das nicht wäre, dann wäre er kein Minister und auch nicht dafür zuständig. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Krainer.) Man muss also schon zuhören und dem Minister seine Kompetenz dort lassen, wo er sie hat.
Abg. Krainer: Was ist mit § 13?
Wo ist das Problem in Wien? – Es wird relativ spät, sage ich einmal, der Feinstaub bekämpft bei Winterdienst, bei Streu oder bei anderen Bereichen. (Abg. Dr. Pilz: Ich bitte, diesem Sprachunkundigen die Staatsbürgerschaft zu entziehen!) Das hat aber nichts beziehungsweise sehr wenig damit zu tun, was wir gesetzlich beschließen. Wir geben den Bundesländern die Möglichkeit, über IG-Luft Maßnahmen setzen zu können. (Abg. Krainer: Weniger!) – Nicht weniger! Das Einzige, was darin enthalten ist und was Sie kritisieren, ist, dass der Bundesminister für Verkehr auf Hochrangstraßen jetzt ein Einspruchsrecht hat. (Abg. Krainer: Was ist mit § 13?) Er ist ja zuständig für den Verkehr, und wenn er das nicht wäre, dann wäre er kein Minister und auch nicht dafür zuständig. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Krainer.) Man muss also schon zuhören und dem Minister seine Kompetenz dort lassen, wo er sie hat.
Weiterer Zwischenruf des Abg. Krainer.
Wo ist das Problem in Wien? – Es wird relativ spät, sage ich einmal, der Feinstaub bekämpft bei Winterdienst, bei Streu oder bei anderen Bereichen. (Abg. Dr. Pilz: Ich bitte, diesem Sprachunkundigen die Staatsbürgerschaft zu entziehen!) Das hat aber nichts beziehungsweise sehr wenig damit zu tun, was wir gesetzlich beschließen. Wir geben den Bundesländern die Möglichkeit, über IG-Luft Maßnahmen setzen zu können. (Abg. Krainer: Weniger!) – Nicht weniger! Das Einzige, was darin enthalten ist und was Sie kritisieren, ist, dass der Bundesminister für Verkehr auf Hochrangstraßen jetzt ein Einspruchsrecht hat. (Abg. Krainer: Was ist mit § 13?) Er ist ja zuständig für den Verkehr, und wenn er das nicht wäre, dann wäre er kein Minister und auch nicht dafür zuständig. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Krainer.) Man muss also schon zuhören und dem Minister seine Kompetenz dort lassen, wo er sie hat.
Abg. Krainer: Was ist mit § 13? Das ist eine Einschränkung oder nicht?
Es gibt so manche Politiker, die nur der Bevölkerung signalisieren wollen, wir tun etwas, und Tempobeschränkungen machen, wie in Wien die 50-km/h-Beschränkung. (Abg. Krainer: Was ist mit § 13? Das ist eine Einschränkung oder nicht?) Jeder Taxifahrer regt sich darüber auf. Und durch die komischen Stopps und den stockenden Verkehr wird ja noch viel mehr Feinstaub erzeugt. Das muss man auch dazusagen.
Abg. Krainer: Was ist mit § 13? Ist das eine Einschränkung oder nicht?
Deshalb hat Landeshauptmann Häupl die Notbremse gezogen und manche dieser skurrilen Beschränkungen wieder aufgehoben, das muss man auch wieder anmerken. Wenn sie gut gewesen wären, hätte er das ja nicht getan. (Abg. Krainer: Was ist mit § 13? Ist das eine Einschränkung oder nicht?)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Oder: Ich fordere beispielsweise ein unabhängiges System, ein Verkehrsleitsystem, das mit den Immissionsmessstellen gekoppelt ist. Das wäre das Beste, da braucht niemand etwas zu verordnen, sondern das passiert automatisch. IG-Luft macht es möglich! (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Krainer: Die Wahrheit ist, die Möglichkeiten der Länder werden eingeschränkt!
Herr Abgeordneter! Ich kann noch 5, 10 oder 20 Minuten darüber reden. Sie wollen nur die Wahrheit nicht hören, und die Zeit ist kurz, das stimmt. Die Wahrheit bleibt die Wahrheit! Es ist Länderkompetenz, und die Länder können das machen. Nicht der Minister ist dafür zuständig, sondern wir machen die Gesetze und geben den Ländern die Möglichkeit, es umzusetzen, aber sie tun nichts. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Krainer: Die Wahrheit ist, die Möglichkeiten der Länder werden eingeschränkt!)
Abg. Dr. Pilz: Ein Ordnungsruf!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Steier. – Bitte. (Abg. Dr. Pilz: Ein Ordnungsruf!)
Abg. Dr. Pilz: Kann irgendjemand den Präsidenten aufwecken? Das ist kein Schlafsalon!
Wir Sozialdemokraten lehnen diesen Gesetzesvorschlag ab, denn diese Novelle bedeutet eine massive Einschränkung im Kampf gegen den Feinstaub. (Abg. Dr. Pilz: Kann irgendjemand den Präsidenten aufwecken? Das ist kein Schlafsalon!) Spätestens jetzt wird auch klar, warum diese Novelle ausgerechnet Umweltrechtsanpassungsgesetz heißt (Abg. Dr. Pilz: Vielleicht braucht er einen Polster!): Angepasst wird normalerweise, um Fehler zu verbessern, im konkreten Fall wird eindeutig verschlechtert.
Abg. Dr. Pilz: Vielleicht braucht er einen Polster!
Wir Sozialdemokraten lehnen diesen Gesetzesvorschlag ab, denn diese Novelle bedeutet eine massive Einschränkung im Kampf gegen den Feinstaub. (Abg. Dr. Pilz: Kann irgendjemand den Präsidenten aufwecken? Das ist kein Schlafsalon!) Spätestens jetzt wird auch klar, warum diese Novelle ausgerechnet Umweltrechtsanpassungsgesetz heißt (Abg. Dr. Pilz: Vielleicht braucht er einen Polster!): Angepasst wird normalerweise, um Fehler zu verbessern, im konkreten Fall wird eindeutig verschlechtert.
Abg. Dr. Pilz: Kann man dem Präsidenten einen Kaffee bringen und einen Thermophor und einen Hörapparat!
Meine geschätzten Damen und Herren! In diesem Umweltrechtsanpassungsgesetz ist übrigens eine Änderung des Abfallwirtschaftsgesetzes enthalten. (Abg. Dr. Pilz: Kann man dem Präsidenten einen Kaffee bringen und einen Thermophor und einen Hörapparat!) Diese massiven Einschränkungen der ohnedies nicht sehr schlagkräftigen Missbrauchsaufsicht werden von allen Experten auch kritisiert. (Abg. Dr. Pilz: Bitte ein Hörgerät für den Präsidenten!) Ob man da wohl die Brisanz der Änderung zum IG-Luft, Stichwort Feinstaubdebatte, genutzt hat, um auch gleich das AWG zu verwässern? – Unsere allgemeine Stellungnahme dazu lautet: Wir lehnen auch diese Sache ab.
Abg. Dr. Pilz: Bitte ein Hörgerät für den Präsidenten!
Meine geschätzten Damen und Herren! In diesem Umweltrechtsanpassungsgesetz ist übrigens eine Änderung des Abfallwirtschaftsgesetzes enthalten. (Abg. Dr. Pilz: Kann man dem Präsidenten einen Kaffee bringen und einen Thermophor und einen Hörapparat!) Diese massiven Einschränkungen der ohnedies nicht sehr schlagkräftigen Missbrauchsaufsicht werden von allen Experten auch kritisiert. (Abg. Dr. Pilz: Bitte ein Hörgerät für den Präsidenten!) Ob man da wohl die Brisanz der Änderung zum IG-Luft, Stichwort Feinstaubdebatte, genutzt hat, um auch gleich das AWG zu verwässern? – Unsere allgemeine Stellungnahme dazu lautet: Wir lehnen auch diese Sache ab.
Beifall bei der SPÖ.
Stickoxide gehören zu den Quellen von Feinstaub, und die Vielzahl von Quellen wie Verkehr, Industrie, Haushalte und Landwirtschaft erfordert die dringliche Einbeziehung aller maßgeblichen Verursacher. Für Arroganz in dieser Sache ist wirklich kein Platz. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Brosz: Zur Geschäftsbehandlung!
Österreich macht eine ausgezeichnete Umweltpolitik. Nicht umsonst sind wir bezüglich Umweltpolitik die Nummer 1 in Europa und, ich denke, weltweit. Herzliche Gratulation, Herr Bundesminister! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Brosz: Zur Geschäftsbehandlung!)
Abg. Krainer: Zur Geschäftsbehandlung!
Zweitens ersuche ich in Zukunft, wenn man zu mir auf das Präsidium kommt, die geeignete Form und die geeignete Ansprache mir gegenüber zu wählen. (Abg. Krainer: Zur Geschäftsbehandlung!)
Abg. Dr. Mitterlehner: Er hat eh gesagt, er schaut sich das Protokoll an!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich glaube, es ist relativ unerheblich, zu welchen Abgeordneten hier irgendjemand „Lügner“, „Sauerei“ oder „Schweinerei“ sagt. Das sind Wörter, die in diesem Haus nicht verwendet werden dürfen und in jedem Fall zu einem Ordnungsruf zu führen haben, und zwar unabhängig davon, ob der Adressat die Abgeordnete A oder B ist! (Abg. Dr. Mitterlehner: Er hat eh gesagt, er schaut sich das Protokoll an!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, es fehlen die mutigen Entscheidungen. Mutige Entscheidungen sind, gesetzliche Regelungen wie zum Beispiel eine Partikelfilterpflicht sowohl bei Neuanschaffungen als auch bei Nachrüstungen bundesweit zu verankern. Jetzt wäre noch einmal die Chance, in Kooperation mit den Bundesländern ein brauchbares Instrument zu schaffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf zum Schluss noch einen Appell aussprechen: Jeder in diesem Haus trägt dazu bei, dass die Luft belastet ist, und jeder in diesem Haus kann auch einen Beitrag dazu leisten, dass diese Situation verbessert wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Da können aber wir nichts dafür!
liegen. Auch da werden die Österreicherinnen und Österreicher kräftig zur Kasse gebeten werden. Es ist nicht nur ein langer, harter Winter (Abg. Grillitsch: Da können aber wir nichts dafür!), sondern höhere Gewalt, aber auch die explodierenden Öl- und Gaskosten werden für die Haushalte spürbar werden. Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern es geht einfach darum, dass wir in die Energieeffizienz gemeinsam so viel investieren müssen, um die Belastungen und die Abhängigkeiten auf diesem Wege entsprechend zu verringern. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
liegen. Auch da werden die Österreicherinnen und Österreicher kräftig zur Kasse gebeten werden. Es ist nicht nur ein langer, harter Winter (Abg. Grillitsch: Da können aber wir nichts dafür!), sondern höhere Gewalt, aber auch die explodierenden Öl- und Gaskosten werden für die Haushalte spürbar werden. Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern es geht einfach darum, dass wir in die Energieeffizienz gemeinsam so viel investieren müssen, um die Belastungen und die Abhängigkeiten auf diesem Wege entsprechend zu verringern. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt wäre es an der Zeit, die Bevölkerung entsprechend zu sensibilisieren, wenn wir gegensteuern wollen, und es wäre auch erforderlich, eine umfassende, langfristige Informationskampagne zu diesen Themen zu starten. Das wäre wahrscheinlich sinnvoller als die Eigenwerbung, die die Mitglieder der Bundesregierung auf Kosten des Steuerzahlers zurzeit veranstalten, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Redezeit ist leider schon vorbei. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Was wurde im Abfallwirtschaftsgesetz verbessert?
Abgeordneter Erwin Hornek (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Das Umweltrechtsanpassungsgesetz 2005 beinhaltet zahlreiche Verbesserungen im Immissionsschutzgesetz-Luft, im Abfallwirtschaftsgesetz sowie im Emissionszertifikategesetz. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Was wurde im Abfallwirtschaftsgesetz verbessert?) Mit der vorgesehenen Novelle zum IG-L werden neben Lösungen zur Feinstaubproblematik Klarstellungen im Verkehrsbereich und eine Ausweitung der bisherigen Maßnahmenkataloge für Maßnahmenprogramme erwirkt. Somit wurde ein wesentlich größeres Portfolio für die Landeshauptleute erreicht.
Beifall bei der ÖVP.
Ein Paket voll wichtiger Maßnahmen für unsere Umwelt – professionelle Arbeit unseres Bundesministers, professionelle Arbeit der Regierungsfraktionen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehen Sie sich das Energieflussbild der Republik Österreich an, und Sie werden feststellen, dass Österreich zwei kräftige Standbeine im Bereich der erneuerbaren Energie hat: Zum einen ist es die hervorragende österreichische Wasserkraft, zum anderen ist es das Biomassesegment, das einen sehr hohen Stellenwert hat. Viele Länder in Europa würden uns um Prozentsätze im Bereich der erneuerbaren Energie, wie sie in Österreich eine Selbstverständlichkeit sind, in höchstem Maße beneiden. Daher freut es mich ganz besonders, dass unser Herr Bundesminister die österreichischen Ideen des Umweltschutzes auf europäische Ebene bringt und somit zum Nutzen des Umweltschutzes in Österreich und auch im Rahmen der Europäischen Union allgemein wirken kann. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Bank Burgenland!
Wo ein Wille ist, meine Damen und Herren und Herr Bundesminister, geht es auch anders. Das zeigt mein Bundesland Burgenland durch das sehr erfolgreiche Projekt des Biomassewerks in Güssing. (Ruf bei der ÖVP: Bank Burgenland!) Hören Sie mir
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Auch ein erfolgreiches Projekt!
zu! Das hat mit der Bank Burgenland Gott sei Dank nichts zu tun. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Auch ein erfolgreiches Projekt!)
Abg. Grillitsch: Dank Josef Pröll!
Ich werde am Montag an einer Exkursion teilnehmen, die mich in die Stadt Güssing führen wird, die durch einheimische, nachwachsende, erneuerbare Energieträger versorgt wird. (Abg. Grillitsch: Dank Josef Pröll!) Das Burgenland ist das Land mit den meisten Sonnenstunden, daher wird hier auch die Solarenergie ein großes Thema werden. Im nördlichen Burgenland haben wir eine gut funktionierende Windenergie, die dort forciert wird.
Beifall bei der SPÖ.
Diese Energieträger, meine Damen und Herren, müssen zukünftig noch mehr genützt werden. Wir sind alle gefordert – und insbesondere Sie, Herr Bundesminister –, noch viel mehr zu tun, um das Kyoto-Ziel zu erreichen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Unser zuständiger Minister hat bereits mehrere Maßnahmen gesetzt, die schon mehrfach erwähnt worden sind; ich möchte sie daher nicht mehr aufzählen. Ich glaube, dass unser zuständiger Minister und dass diese Koalition auf gutem Wege sind, die Umweltproblematik zu entschärfen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich hoffe für dieses Haus hier nur, dass es in Zukunft nur im Bundesrat eine rot-grüne Mehrheit gibt, denn diese steht für dicke Luft und für eine Belastungswelle für die gesamte Bevölkerung. Das wollen wir hier herinnen nicht haben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Grillitsch: Schwachsinn!
Ein paar Fakten noch: Es ist in diesem Gesetz nicht einmal möglich, dass in Sanierungsgebieten schärfere Immissionsgrenzwerte vorgegeben werden, und das ist aus unserer Sicht wirklich das Letzte! Auch wenn Sie es nicht gerne hören, sage ich es Ihnen nochmals: Der Anteil der Landwirtschaft an der Gesamtbelastung-Luft liegt bei etwa 21 Prozent, jener des LKW-Verkehrs etwa bei 14 Prozent, aber der gesamte Agrar- und Frächterbereich bleibt völlig verschont. (Abg. Grillitsch: Schwachsinn!)
Abg. Grillitsch: Ein Niveau ist das!
Herr Grillitsch, wenn Sie sagen, das ist ein Schwachsinn, dann sage ich Ihnen: Ihnen dürfte der landwirtschaftliche Feinstaub schon einigermaßen die sachliche Sicht auf die Feinstaub-Problematik genommen haben. (Abg. Grillitsch: Ein Niveau ist das!)
Abg. Grillitsch: Sie müssen sich ständig selber fragen!
Ich frage mich, warum das Gesetz vor allem von den ÖVP-regierten Bundesländern abgelehnt wird, wenn es ja ohnehin so toll ist, wie Sie, Herr Grillitsch und Herr Minister Pröll, uns das weismachen wollen. Ich frage mich, Herr Minister: Sind alle ÖVP-regierten Länder auch parteipolitisch motiviert, weil sie dieses Gesetz nicht wollen? (Abg. Grillitsch: Sie müssen sich ständig selber fragen!) Ist der Landeshauptmann von Niederösterreich – Ihr Onkel, der Herr Pröll – parteipolitisch motiviert, weil er dieses Gesetz nicht will? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist nicht ein parteipolitischer Onkel!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist nicht ein parteipolitischer Onkel!
Ich frage mich, warum das Gesetz vor allem von den ÖVP-regierten Bundesländern abgelehnt wird, wenn es ja ohnehin so toll ist, wie Sie, Herr Grillitsch und Herr Minister Pröll, uns das weismachen wollen. Ich frage mich, Herr Minister: Sind alle ÖVP-regierten Länder auch parteipolitisch motiviert, weil sie dieses Gesetz nicht wollen? (Abg. Grillitsch: Sie müssen sich ständig selber fragen!) Ist der Landeshauptmann von Niederösterreich – Ihr Onkel, der Herr Pröll – parteipolitisch motiviert, weil er dieses Gesetz nicht will? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist nicht ein parteipolitischer Onkel!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Fragestunde war von neun bis zehn!
Herr Minister, ich frage Sie weiters (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Fragestunde war von neun bis zehn!): Was werden Sie in Zukunft wirklich tun, um die Feinstaubbelastung zu bekämpfen, und wann tun Sie wirklich einmal etwas, außer – hoffentlich nicht feinstaubbelastete – heiße Luft zu produzieren? (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch. – Abg. Krainer: Das hat sogar dem Kollegen Scheuch gefallen! – Abg. Oberhaidinger: Jetzt ist der Weihrauch wieder draußen!)
Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch. – Abg. Krainer: Das hat sogar dem Kollegen Scheuch gefallen! – Abg. Oberhaidinger: Jetzt ist der Weihrauch wieder draußen!
Herr Minister, ich frage Sie weiters (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Fragestunde war von neun bis zehn!): Was werden Sie in Zukunft wirklich tun, um die Feinstaubbelastung zu bekämpfen, und wann tun Sie wirklich einmal etwas, außer – hoffentlich nicht feinstaubbelastete – heiße Luft zu produzieren? (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch. – Abg. Krainer: Das hat sogar dem Kollegen Scheuch gefallen! – Abg. Oberhaidinger: Jetzt ist der Weihrauch wieder draußen!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Unglaublich! Wo ist das?
des Schweigens, dafür ist aber sicher, dass im rot regierten Wien die Gebühren für Erdgas um 17 Prozent, die Müllgebühr um 19,5 Prozent und die Kanalgebühr sogar um 28 Prozent erhöht wurden. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Unglaublich! Wo ist das?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In Erwartung verstärkter Länderinitiativen in Sanierungsgebieten und auch im Sinne der Verpflichtung zum vorbeugenden Gesundheitsschutz stimme ich daher dieser Novelle sehr gerne zu. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Krainer: Trotzdem hat Wien noch immer die geringsten Müllgebühren österreichweit! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Schopf. (Abg. Krainer: Trotzdem hat Wien noch immer die geringsten Müllgebühren österreichweit! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Dass man den eigenen Mitarbeitern neidig ist, habe ich auch noch nie gesehen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Walter Schopf (SPÖ): Ja, da gäbe es einige interessante Bemerkungen, zu Ranshofen! Wir sind froh, eine derartige Haltung eingenommen zu haben, dass es nicht möglich wird, die AMAG ins Ausland zu verkaufen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Dass man den eigenen Mitarbeitern neidig ist, habe ich auch noch nie gesehen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Ellmauer: Wegen der AMAG?
Wir alle wissen ja, dass wir vereinbart haben, gegenüber dem Jahr 1990 eine Reduzierung um 13 Prozent in Österreich zu verwirklichen. Wir wissen aber auch – und ein Vorredner hat das ja bereits sehr deutlich gesagt –, dass, wenn wir als Republik Österreich dieses Ziel nicht erreichen, die Möglichkeit besteht, dass beim Europäischen Gerichtshof eine Klage gegen die Republik eingereicht wird (Abg. Ellmauer: Wegen der AMAG?), und es besteht auch – leider oder Gott sei Dank – die Möglichkeit, dass es zu entsprechenden Strafzahlungen kommt, die ab 2012 letztendlich von den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern geleistet werden müssen.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – auf Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll weisend –: Er ist schuld!
Nur ein kleines Beispiel, das mir immer wieder persönlich ein wichtiges Anliegen ist: Wenn man mit dem Zug von Linz oder von Salzburg nach Wien fährt, so ist es nicht möglich, Telefongespräche mittels Handy zu führen, weil es immer wieder Unterbrechungen, und zwar sehr lange Unterbrechungen, gibt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – auf Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll weisend –: Er ist schuld!) Und das ist für mich immer wieder ein Grund, dass ich leider mit dem Auto fahren muss.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Stimmt schon, das gehört zum ländlichen Raum!
Ich denke, es ist auch nicht attraktiv, wenn das ÖBB-Personal auf den Bahnhöfen zwischen Linz und der Summerau abgezogen wird. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Stimmt schon, das gehört zum ländlichen Raum!) Es ist nicht attraktiv, wenn es allein in den letzten Jahren für die Kartenbezieher sechs Tariferhöhungen gegeben hat, wenn die Jahreskartenbezieher der ÖBB in den letzten fünf Jahren eine Teuerung von 40 Prozent – 40 Prozent! – erleben mussten.
Abg. Lentsch: „Herr Minister“!
Zum Schluss eine ganz konkrete Frage, Herr Pröll. (Abg. Lentsch: „Herr Minister“!) Sie haben angekündigt, es werde ein konsequentes Althaussanierungsprogramm geben, mit dem wir letztendlich auch die Möglichkeit haben, Arbeitsplätze zu schaffen, und zwar in einem Ausmaß von zirka 25 000. Herr Minister, sagen Sie uns bitte, was mit diesem Programm ist und was die konkreten Maßnahmen sind. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss eine ganz konkrete Frage, Herr Pröll. (Abg. Lentsch: „Herr Minister“!) Sie haben angekündigt, es werde ein konsequentes Althaussanierungsprogramm geben, mit dem wir letztendlich auch die Möglichkeit haben, Arbeitsplätze zu schaffen, und zwar in einem Ausmaß von zirka 25 000. Herr Minister, sagen Sie uns bitte, was mit diesem Programm ist und was die konkreten Maßnahmen sind. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hornek: Hat mit mir nichts zu tun!
Kollege Hornek hat gemeint, dass sich in diesem ganzen Paket auch noch eine Novelle des Abfallwirtschaftsgesetzes verbirgt, die eine Verbesserung darstellt. Ich möchte darauf noch einmal eingehen, weil das vorhin zu dem Streitfall geführt hat, dass ein Abgeordneter des BZÖ hier ungestraft „Lüge“, „Schweinerei“ und „Sauerei“ sagen darf. (Abg. Hornek: Hat mit mir nichts zu tun!) – Das hat mit Ihnen nichts zu tun, Herr Kollege Hornek.
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.
Sie beschließen jetzt hier eine Novelle, nach der diese konsequente Entsorgung nur noch in zwei Fällen notwendig ist, nämlich nur noch auf Spielplätzen und auf Plätzen, wo Freizeitgestaltung stattfindet beziehungsweise wenn häufiger Hautkontakt stattfindet. – Aber nicht mehr generell. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.) Das ist definitiv eine Verschlechterung für die betroffenen Personen – definitiv eine Verschlechterung, Herr Kollege Hornek!
Zwischenruf des Abg. Gahr.
Jetzt aber noch der zweite Teil: Ein Abgeordneter des BZÖ hat in Tirol auf seinem eigenen Grundstück bei seiner Pferdekoppel zur Einfriedung, zur Abgrenzung solche Bahnschwellen eingesetzt. Es gibt einen Beseitigungsauftrag der Bezirkshauptmannschaft Kufstein. (Zwischenruf des Abg. Gahr.) Dieser Auftrag zur Beseitigung wurde vom betroffenen Abgeordneten, nämlich Klaus Wittauer, bekämpft. Das entnimmt man
Abg. Gahr: Frau Kollegin! Sie müssen einmal die Bezirke vergleichen!
der „Tiroler Tageszeitung“, dem Online-Dienst vom 29. September 2005. (Abg. Gahr: Frau Kollegin! Sie müssen einmal die Bezirke vergleichen!) Das wurde bekämpft.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Gesetzesnovelle wurde vom Kollegen Wittauer angeregt und betrieben. – Ich frage Sie: Ist das jetzt etwas anderes als eine „Lex Wittauer“, die ausschließliche Begünstigung eines einzigen Abgeordneten durch dieses Haus, weil er nicht willens und nicht fähig ist, giftigen Abfall, der auf seinem eigenen Grundstück ist, zu entsorgen? Was ist das anderes als eine „Lex Wittauer“, eine ganz üble Machenschaft, um unterm Strich für sich selbst persönliche Vorteile herauszuschlagen? Was ist das anderes?! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Gahr.
Dies ist insbesondere auch deshalb so bedauerlich, weil viele von Ihnen, glaube ich, auf dem Land aufgewachsen sind und sehr gut wissen, wie Kinder auf dem Land spielen. Kinder auf dem Land spielen nicht auf Spielplätzen oder auf abgegrenzten Gebieten – und jetzt stellen Sie sich einmal vor, wie das in Zukunft sein wird: Dann müssen Eltern nachweisen, dass häufiger Hautkontakt mit einer giftigen Substanz stattfindet, nur weil Kollege Wittauer auf seiner Pferdekoppel weiterhin giftige Bahnschwellen eingraben will. (Zwischenruf des Abg. Gahr.)
Abg. Gahr: Sie müssen richtig recherchieren!
Behaupten Sie das außerhalb dieses Hauses auch noch einmal. Es ist alles belegbar. Warum klagen Sie nicht die „Tiroler Tageszeitung“, die ausgewiesen hat, dass Sie den Bescheid persönlich bekämpft haben?! (Abg. Gahr: Sie müssen richtig recherchieren!) Warum sagen Sie hier „Lüge“? Warum bekämpfen Sie nicht die Darstellung in der Öffentlichkeit? Und warum betreiben Sie überhaupt solch eine Novelle, wenn Sie selbst davon betroffen sind? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Behaupten Sie das außerhalb dieses Hauses auch noch einmal. Es ist alles belegbar. Warum klagen Sie nicht die „Tiroler Tageszeitung“, die ausgewiesen hat, dass Sie den Bescheid persönlich bekämpft haben?! (Abg. Gahr: Sie müssen richtig recherchieren!) Warum sagen Sie hier „Lüge“? Warum bekämpfen Sie nicht die Darstellung in der Öffentlichkeit? Und warum betreiben Sie überhaupt solch eine Novelle, wenn Sie selbst davon betroffen sind? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist aber auch unwahr – das zu dieser Behauptung selbst –, dass diese Eisenbahnschwellen auf Koppeln giftig wären. Es geht nichts direkt heraus. Ein Problem sind sie – und dort hat der Gesetzgeber gehandelt – auf Kinderspielplätzen, in Gebieten, wo eine Gefährdung vorliegen kann. Dort müssen sie entfernt werden. Es dürfen keine neuen mehr eingegraben werden. Es ist dies zum Schutz, wo Schutz notwendig ist, zum Beispiel für Kinder in Kindergärten – aber nicht bei Koppeln oder anderen Dingen, wo weder eine Gefährdung des Grundwassers noch eine Gefährdung des Menschen gegeben ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Kräuter begibt sich zum Rednerpult, beginnt jedoch nicht sogleich mit seinen Ausführungen, da Staatssekretär Mag. Kukacka mit Abgeordneten spricht. – Ruf bei der ÖVP: Geht schon, Kollege Kräuter! – Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Als erster Debattenredner zum Wort gelangt Herr Abgeordneter Dr. Kräuter. (Abg. Dr. Kräuter begibt sich zum Rednerpult, beginnt jedoch nicht sogleich mit seinen Ausführungen, da Staatssekretär Mag. Kukacka mit Abgeordneten spricht. – Ruf bei der ÖVP: Geht schon, Kollege Kräuter! – Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Neudeck: Was soll das jetzt? – Anhaltende Zwischenrufe.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Herr Staatssekretär, darf ich Sie ersuchen, langsam den Platz einzunehmen? (Abg. Neudeck: Was soll das jetzt? – Anhaltende Zwischenrufe.)
Abg. Mag. Molterer: Der Präsident sitzt dort oben! Dort oben sitzt der Präsident!
Herr Präsident! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Klubobmann Molterer, ich glaube, das sollten Sie auch tun (Abg. Mag. Molterer: Der Präsident sitzt dort oben! Dort oben sitzt der Präsident!), denn jetzt komme ich dazu, zu erläutern, wie es eigentlich bei den ÖBB ausschaut. Herr Klubobmann Molterer, da sollten Sie nicht fluchtartig den Plenarsaal verlassen (Abg. Dr. Fekter: Sie überschätzen sich ziemlich!), denn ich glaube, das ist etwas, was auch den Klubobmann der ÖVP etwas angehen sollte. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Sie überschätzen sich ziemlich!
Herr Präsident! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Klubobmann Molterer, ich glaube, das sollten Sie auch tun (Abg. Mag. Molterer: Der Präsident sitzt dort oben! Dort oben sitzt der Präsident!), denn jetzt komme ich dazu, zu erläutern, wie es eigentlich bei den ÖBB ausschaut. Herr Klubobmann Molterer, da sollten Sie nicht fluchtartig den Plenarsaal verlassen (Abg. Dr. Fekter: Sie überschätzen sich ziemlich!), denn ich glaube, das ist etwas, was auch den Klubobmann der ÖVP etwas angehen sollte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Präsident! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Klubobmann Molterer, ich glaube, das sollten Sie auch tun (Abg. Mag. Molterer: Der Präsident sitzt dort oben! Dort oben sitzt der Präsident!), denn jetzt komme ich dazu, zu erläutern, wie es eigentlich bei den ÖBB ausschaut. Herr Klubobmann Molterer, da sollten Sie nicht fluchtartig den Plenarsaal verlassen (Abg. Dr. Fekter: Sie überschätzen sich ziemlich!), denn ich glaube, das ist etwas, was auch den Klubobmann der ÖVP etwas angehen sollte. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Kräuter, bei dir ist es gescheiter, wenn man geht!
Wie schaut es denn aus bei den Bundesbahnen? – Geschlossene Toiletten, Fahrscheinautomaten, bei denen sich kein Mensch auskennt, Tariferhöhungen (Abg. Grillitsch: Kräuter, bei dir ist es gescheiter, wenn man geht!), eine politische Führung, die sich verabschiedet hat, ein Finanzdesaster, ein Managementchaos. Und was passiert? – Gorbach auf vier Fotos (der Redner zeigt den entsprechenden Zeitungsteil), einmal sogar mit ÖBB-Mütze! Meine Damen und Herren! Das ist nichts anderes als eine Verhöhnung der Bevölkerung, ein Schlag ins Gesicht von ehrlichen, fleißigen, anständigen Eisenbahnern und ein Schlag ins Gesicht der Steuerzahler! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wie schaut es denn aus bei den Bundesbahnen? – Geschlossene Toiletten, Fahrscheinautomaten, bei denen sich kein Mensch auskennt, Tariferhöhungen (Abg. Grillitsch: Kräuter, bei dir ist es gescheiter, wenn man geht!), eine politische Führung, die sich verabschiedet hat, ein Finanzdesaster, ein Managementchaos. Und was passiert? – Gorbach auf vier Fotos (der Redner zeigt den entsprechenden Zeitungsteil), einmal sogar mit ÖBB-Mütze! Meine Damen und Herren! Das ist nichts anderes als eine Verhöhnung der Bevölkerung, ein Schlag ins Gesicht von ehrlichen, fleißigen, anständigen Eisenbahnern und ein Schlag ins Gesicht der Steuerzahler! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Solange Sie ihm keinen Linksruck vorwerfen!
Herr Staatssekretär Kukacka, ich habe ein paar sehr gravierende Vorwürfe – wenn Sie jetzt langsam Ihre Aufmerksamkeit der Debatte widmen würden – an Sie zu richten, nämlich den Vorwurf des Rechtsbruchs. (Abg. Neudeck: Solange Sie ihm keinen Linksruck vorwerfen!) Was werden Sie als Eigentümervertreter dagegen unternehmen, dass im Zusammenhang mit dem Postenschacher glatter Rechtsbruch betrieben wird? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Staatssekretär Kukacka, ich habe ein paar sehr gravierende Vorwürfe – wenn Sie jetzt langsam Ihre Aufmerksamkeit der Debatte widmen würden – an Sie zu richten, nämlich den Vorwurf des Rechtsbruchs. (Abg. Neudeck: Solange Sie ihm keinen Linksruck vorwerfen!) Was werden Sie als Eigentümervertreter dagegen unternehmen, dass im Zusammenhang mit dem Postenschacher glatter Rechtsbruch betrieben wird? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Wie ist das in der AMAG?
Oder zum Semmering-Basistunnel: Bundeskanzler Schüssel ist voll dafür verantwortlich (Abg. Dr. Fekter: Wie ist das in der AMAG?), wenn der Rechnungshof feststellt, dass die niederösterreichischen Behörden in „fortgesetzter Rechtsbeugung“ Erkenntnisse von Höchstgerichten missachten. – Unglaublich! (Abg. Wattaul: Das war aber der Erwin Pröll!) Und damit verbunden ist Schüssel natürlich auch verantwortlich für die Verschleuderung von rund 100 Millionen € Steuergeld. Herr Staatssekretär! Ich verlange auch dazu von Ihnen eine Stellungnahme.
Abg. Wattaul: Das war aber der Erwin Pröll!
Oder zum Semmering-Basistunnel: Bundeskanzler Schüssel ist voll dafür verantwortlich (Abg. Dr. Fekter: Wie ist das in der AMAG?), wenn der Rechnungshof feststellt, dass die niederösterreichischen Behörden in „fortgesetzter Rechtsbeugung“ Erkenntnisse von Höchstgerichten missachten. – Unglaublich! (Abg. Wattaul: Das war aber der Erwin Pröll!) Und damit verbunden ist Schüssel natürlich auch verantwortlich für die Verschleuderung von rund 100 Millionen € Steuergeld. Herr Staatssekretär! Ich verlange auch dazu von Ihnen eine Stellungnahme.
Abg. Dr. Fekter: ... Generaldirektor! Wahrscheinlich ein Sozi!
Da gibt es Frau Steinacker mit einer Gage von 348 000 € (Abg. Dr. Fekter: ... Generaldirektor! Wahrscheinlich ein Sozi!), da gibt es den Vorstand Söllinger mit 425 000 €, Herrn Nigl mit 390 000 € und so weiter. (Abg. Dr. Fekter: Sozialdemokratische Politik ist das, was er da kritisiert!) Und zusätzlich verschleudern die Bundesbahnen 90 Millionen € an Beraterkosten?! Ja was tun denn diese hoch- und höchstbezahlten Manager eigentlich den ganzen Tag? (Abg. Dr. Fekter: Wer war denn Generaldirektor damals?) – Auch dazu verlange ich von Ihnen, Herr Staatssekretär, eine Stellungnahme.
Abg. Dr. Fekter: Sozialdemokratische Politik ist das, was er da kritisiert!
Da gibt es Frau Steinacker mit einer Gage von 348 000 € (Abg. Dr. Fekter: ... Generaldirektor! Wahrscheinlich ein Sozi!), da gibt es den Vorstand Söllinger mit 425 000 €, Herrn Nigl mit 390 000 € und so weiter. (Abg. Dr. Fekter: Sozialdemokratische Politik ist das, was er da kritisiert!) Und zusätzlich verschleudern die Bundesbahnen 90 Millionen € an Beraterkosten?! Ja was tun denn diese hoch- und höchstbezahlten Manager eigentlich den ganzen Tag? (Abg. Dr. Fekter: Wer war denn Generaldirektor damals?) – Auch dazu verlange ich von Ihnen, Herr Staatssekretär, eine Stellungnahme.
Abg. Dr. Fekter: Wer war denn Generaldirektor damals?
Da gibt es Frau Steinacker mit einer Gage von 348 000 € (Abg. Dr. Fekter: ... Generaldirektor! Wahrscheinlich ein Sozi!), da gibt es den Vorstand Söllinger mit 425 000 €, Herrn Nigl mit 390 000 € und so weiter. (Abg. Dr. Fekter: Sozialdemokratische Politik ist das, was er da kritisiert!) Und zusätzlich verschleudern die Bundesbahnen 90 Millionen € an Beraterkosten?! Ja was tun denn diese hoch- und höchstbezahlten Manager eigentlich den ganzen Tag? (Abg. Dr. Fekter: Wer war denn Generaldirektor damals?) – Auch dazu verlange ich von Ihnen, Herr Staatssekretär, eine Stellungnahme.
Abg. Dr. Fekter: Wie viel hat denn die Gewerkschaft mitgeredet? Der Aufsichtsrat?
Oder was die Politpropaganda betrifft (Abg. Dr. Fekter: Wie viel hat denn die Gewerkschaft mitgeredet? Der Aufsichtsrat?): Sie haben ja auch in ÖBB-Chef Huber eine Werbeikone. Ich darf an das Inserat mit Landeshauptfrau Klasnic erinnern – das Wahlergebnis ist ja bekannt.
Abg. Neudeck: Kollege, soll ich Ihnen den Praschak-Brief bringen, von der Kontrollbank?
Herr Huber hat sich noch dazu verstiegen, in der „Zeit im Bild 2“ zu sagen, weil jemand krank ist, müsse man neues Personal bestellen. (Abg. Neudeck: Kollege, soll ich Ihnen den Praschak-Brief bringen, von der Kontrollbank?) – Gestern war das Begräbnis! Mäßigen Sie sich, Herr Kollege!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Der Thüringer war krank, aber der Praschak hat sich umgebracht ...!
Ich danke in diesem Zusammenhang dem ehemaligen Verkehrsminister Dr. Caspar Einem. Er hat einen sehr sinnvollen und einfühlsamen Kommentar dazu verfasst. – Sie sollten sich schämen, Herr Staatssekretär! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Der Thüringer war krank, aber der Praschak hat sich umgebracht ...!)
Abg. Neudeck: Das ist ja pietätlos, einen kranken Menschen zu verwenden! Der Praschak hat sich umbringen müssen!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Schöls. – Bitte. (Abg. Neudeck: Das ist ja pietätlos, einen kranken Menschen zu verwenden! Der Praschak hat sich umbringen müssen!)
Abg. Dr. Fekter: Ja!
Abgeordneter Alfred Schöls (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Herr Präsident des Rechnungshofes! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Kollege Kräuter weiß, dass er das, was er hier gesagt hat, nur unter dem Schutz der Immunität sagen kann! (Abg. Dr. Fekter: Ja!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Kollege Kräuter nimmt als Abgeordneter die Immunität in Geiselhaft, weil er Unwahrheiten von diesem Rednerpult aus behauptet und weil er ein verzerrtes Zeitgedächtnis hat. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Kollege Kräuter, Ihnen geht es nicht um die Sache ÖBB, Ihnen geht es um reine Politpropaganda! Ihnen geht es um ganz billige Polemik! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Den Beweis kann er aber auch nicht bringen, der Huber! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie sollten also dankbar sein dafür, dass die Maßnahmen gesetzt wurden. (Abg. Neudeck: Den Beweis kann er aber auch nicht bringen, der Huber! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Kollege Kräuter, nehmen Sie zur Kenntnis: Seit diese Bundesregierung die notwendigen Schritte für die ÖBB eingeleitet hat, geht es mit den ÖBB, Gott sei Dank, bergauf. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wenn Sie hier tatsächlich behaupten, dass die von allen zu Recht angeprangerten sanitären Missstände in den ÖBB-Bahnhöfen erst in den letzten drei, vier Jahren entstanden sind, muss ich sagen: Das sind die „Häusl“, für die Ihre Verkehrsminister die Verantwortung haben, die Sanitäranlagen, die diese jahrelang nicht saniert haben!
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Landeshauptmann Pröll hat in einem Interview im „Inlandsreport“ im Jänner 1993 den seinerzeitigen Verkehrsminister Klima davor gewarnt, mit dem Bau des Semmering-Sondierstollens zu beginnen, bevor die entsprechenden rechtlichen Gutachten vorliegen. – Das ist Ihre Verantwortung! (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Sag einmal Gorbach!
Der Wähler hat zu Recht im Jahr 2000 für eine Wende votiert. Wir haben jetzt mit dem zuständigen Staatssekretär Helmut Kukacka einen Verantwortlichen, der die Möglichkeit hat, sich der durch SPÖ-Politiker aufgestauten Missstände anzunehmen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Sag einmal Gorbach!) Wir haben mit unserem Bundeskanzler Wolfgang Schüssel einen Mann, der Staatssekretär Kukacka den Rücken stärkt, und wir haben mit Generaldirektor Huber, der von Staatssekretär Kukacka beauftragt wurde, jemanden, der mit diesen Missständen aufräumt – dies im Gegensatz zu jenen, die seinerzeit unter Ihrer Parteidecke gestanden sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Faul: Die Umfragewerte sind wirklich schlecht!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Faul: Die Umfragewerte sind wirklich schlecht!
Der Wähler hat zu Recht im Jahr 2000 für eine Wende votiert. Wir haben jetzt mit dem zuständigen Staatssekretär Helmut Kukacka einen Verantwortlichen, der die Möglichkeit hat, sich der durch SPÖ-Politiker aufgestauten Missstände anzunehmen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Sag einmal Gorbach!) Wir haben mit unserem Bundeskanzler Wolfgang Schüssel einen Mann, der Staatssekretär Kukacka den Rücken stärkt, und wir haben mit Generaldirektor Huber, der von Staatssekretär Kukacka beauftragt wurde, jemanden, der mit diesen Missständen aufräumt – dies im Gegensatz zu jenen, die seinerzeit unter Ihrer Parteidecke gestanden sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Faul: Die Umfragewerte sind wirklich schlecht!)
Abg. Schöls: Das ist eine Unterstellung!
Aber bleiben wir doch kurz bei den ÖBB. Es ist ja nicht das Versäumnis des Rechnungshofes, dass wir hier immer relativ spät dran sind mit der Berichtsbehandlung. Gehen wir doch kurz auf die aktuellen Dinge ein. Erst vor wenigen Tagen haben wir einen Bericht – im Wesentlichen wieder über die ÖBB – bekommen, wo verschiedene Aspekte beleuchtet worden sind. Ich gehe jetzt nicht darauf ein, dass wieder einmal festgehalten wurde, dass das Land Niederösterreich fortgesetzte Rechtsbeugung betrieben hat. Es ist immerhin schön, dass dies in einem Rechnungshofbericht festgehalten wurde. (Abg. Schöls: Das ist eine Unterstellung!) – Das ist keine Unterstellung, es war ein korrektes Zitat. (Abg. Schöls: Aus einem Sachverständigengutachten!) Der Rechnungshof hat ja offensichtlich dem Bundesministerium nicht widersprochen, das das veräußert hat.
Abg. Schöls: Aus einem Sachverständigengutachten!
Aber bleiben wir doch kurz bei den ÖBB. Es ist ja nicht das Versäumnis des Rechnungshofes, dass wir hier immer relativ spät dran sind mit der Berichtsbehandlung. Gehen wir doch kurz auf die aktuellen Dinge ein. Erst vor wenigen Tagen haben wir einen Bericht – im Wesentlichen wieder über die ÖBB – bekommen, wo verschiedene Aspekte beleuchtet worden sind. Ich gehe jetzt nicht darauf ein, dass wieder einmal festgehalten wurde, dass das Land Niederösterreich fortgesetzte Rechtsbeugung betrieben hat. Es ist immerhin schön, dass dies in einem Rechnungshofbericht festgehalten wurde. (Abg. Schöls: Das ist eine Unterstellung!) – Das ist keine Unterstellung, es war ein korrektes Zitat. (Abg. Schöls: Aus einem Sachverständigengutachten!) Der Rechnungshof hat ja offensichtlich dem Bundesministerium nicht widersprochen, das das veräußert hat.
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Ansonsten freuen wir uns auf die nächsten Berichte des Rechnungshofes in diesem Bereich. Ich darf mich wieder ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) – Ja, das sind Exzesse, das können Sie nicht anders bezeichnen, das sind Exzesse, wie hier Steuergeld zum Fenster hinausgeschmissen wird. Sie sollten da ein genaueres Auge haben als Vertreter der Wirtschaft. Sie behaupten ja immer, die Klein- und Mittelbetriebe zahlen so viel Steuern. Dann schauen wir einmal, was da mit diesem Steuergeld passiert! Das ist einfach nicht legitim. Darüber, wo sonst noch Steuergeld hinausgeschmissen wird, weil das so schön zum Thema passt, werden wir uns ja in kurzer Zeit wieder ausgiebig unterhalten können.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Wer war denn damals Minister?
Abschließend zu den ÖBB: Es wird noch viele Berichte brauchen, bis überhaupt einmal feststellbar ist, ob sich das nur annähernd einstellt, was Sie mit dieser Reform verbunden haben. Wir befürchten Schlimmeres, aber vielleicht haben Sie auch nicht mehr Gelegenheit, dieses Werk in der Form zu Ende zu führen. Reparieren werden es wieder andere müssen. Die diesbezüglichen Kosten dürfen Sie aber nicht der Regierung umhängen, die dann am Werken ist, denn mit dem Rhythmus, mit dem Sie jetzt die Argumente aufbereitet haben, haben Sie eine Halbwertszeit von 16 Jahren. Das, was Sie heute präsentiert haben, bezieht sich ja auf 1998. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Wer war denn damals Minister?)
Abg. Reheis: Diese Regierung hat dieses Chaos zu verantworten!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Herr Rechnungshofpräsident! Es ist schon wieder einmal eigenartig, wie die Sozialdemokraten da vorgehen. Martin Huber, ein sehr fähiger Manager, hat jetzt das Chaos beseitigt, durch das er sich am Anfang mühevoll bewegt hat. Warum hat er das? (Abg. Reheis: Diese Regierung hat dieses Chaos zu verantworten!) Er hat es übernommen von Rüdiger vorm Walde, und der hat es wiederum übernommen von Draxler, von den Sozialdemokraten, welche die Bundesbahn als ihr Eigentum betrachtet haben, dort, sage ich einmal, ihre Leute untergebracht haben, denn sonst ist es ja nicht möglich, dass über 90 Prozent bei der Gewerkschaft und die meisten Parteimitglieder sind.
Rufe bei der SPÖ: Geh, bitte!
Aber man sieht schon die Kultur. Wenn 25 Prozent der Eisenbahner permanent im Krankenstand sind (Rufe bei der SPÖ: Geh, bitte!) – ja sowieso –, dann ist das eine Kultur, die dort übertragen wird. Oder wenn das durchschnittliche Pensionsalter 53 Jahre ist, dann muss ich sagen, das hat ja nicht der Martin Huber oder diese Bundesregierung erfunden, sondern das haben Sie erfunden. Das haben Sie ausverhandelt mit sich selber.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber jene Infrastrukturmaßnahmen, die diese Regierung getroffen hat, sei es bei der Schiene oder bei Bahnhöfen – in Wien-Süd hat es jetzt den Spatenstich gegeben –, beim Brenner-Basistunnel oder anderen Dingen, sind großartige Leistungen. Wenn Sie einmal die Verantwortung haben sollten – ich hoffe nicht, dass Sie einmal die Verantwortung haben –, hoffe ich, dass Sie diesen erfolgreichen Weg weiterführen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Schöls
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Herr Präsident! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Wir sehen jetzt seitens der RegierungsvertreterInnen, die hier zum Rednerpult treten, ein sehr schlechtes Schauspiel (Zwischenruf des Abg. Schöls): Bei Ihnen von der ÖVP kommt, wenn Sie erwischt werden, voll die Wehleidigkeit zum Ausdruck – und beim BZÖ greift offensichtlich der Gedächtnisverlust um sich. (Abg. Neudeck: Das braucht man zuerst einmal, damit man es verlieren kann!) Was jedoch die beiden Regierungsfraktionen verbindet, sind Abgehobenheit und Arroganz, die ihresgleichen suchen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Das braucht man zuerst einmal, damit man es verlieren kann!
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Herr Präsident! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Wir sehen jetzt seitens der RegierungsvertreterInnen, die hier zum Rednerpult treten, ein sehr schlechtes Schauspiel (Zwischenruf des Abg. Schöls): Bei Ihnen von der ÖVP kommt, wenn Sie erwischt werden, voll die Wehleidigkeit zum Ausdruck – und beim BZÖ greift offensichtlich der Gedächtnisverlust um sich. (Abg. Neudeck: Das braucht man zuerst einmal, damit man es verlieren kann!) Was jedoch die beiden Regierungsfraktionen verbindet, sind Abgehobenheit und Arroganz, die ihresgleichen suchen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Herr Präsident! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Wir sehen jetzt seitens der RegierungsvertreterInnen, die hier zum Rednerpult treten, ein sehr schlechtes Schauspiel (Zwischenruf des Abg. Schöls): Bei Ihnen von der ÖVP kommt, wenn Sie erwischt werden, voll die Wehleidigkeit zum Ausdruck – und beim BZÖ greift offensichtlich der Gedächtnisverlust um sich. (Abg. Neudeck: Das braucht man zuerst einmal, damit man es verlieren kann!) Was jedoch die beiden Regierungsfraktionen verbindet, sind Abgehobenheit und Arroganz, die ihresgleichen suchen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Ruf bei den Freiheitlichen: Das hat niemand gesagt!
Hier die MitarbeiterInnen der ÖBB als Saustall zu bezeichnen und zu behaupten, dass das alles nur Tachinierer wären – das waren Ihre Vorwürfe –, ist schon ein starkes Stück! (Ruf bei den Freiheitlichen: Das hat niemand gesagt!) Sie haben gesagt, die ÖBB-MitarbeiterInnen sind alle krank und gehen alle viel zu früh in Pension! (Zwischenrufe des Abg. Wittauer.) – Kollege Wittauer, dann machen Sie einmal den Job eines Lokführers, eines Schienenwärters beziehungsweise Sonstiges! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Wenn Sie das dreimal sagen, stimmt es auch nicht!)
Zwischenrufe des Abg. Wittauer.
Hier die MitarbeiterInnen der ÖBB als Saustall zu bezeichnen und zu behaupten, dass das alles nur Tachinierer wären – das waren Ihre Vorwürfe –, ist schon ein starkes Stück! (Ruf bei den Freiheitlichen: Das hat niemand gesagt!) Sie haben gesagt, die ÖBB-MitarbeiterInnen sind alle krank und gehen alle viel zu früh in Pension! (Zwischenrufe des Abg. Wittauer.) – Kollege Wittauer, dann machen Sie einmal den Job eines Lokführers, eines Schienenwärters beziehungsweise Sonstiges! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Wenn Sie das dreimal sagen, stimmt es auch nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Wenn Sie das dreimal sagen, stimmt es auch nicht!
Hier die MitarbeiterInnen der ÖBB als Saustall zu bezeichnen und zu behaupten, dass das alles nur Tachinierer wären – das waren Ihre Vorwürfe –, ist schon ein starkes Stück! (Ruf bei den Freiheitlichen: Das hat niemand gesagt!) Sie haben gesagt, die ÖBB-MitarbeiterInnen sind alle krank und gehen alle viel zu früh in Pension! (Zwischenrufe des Abg. Wittauer.) – Kollege Wittauer, dann machen Sie einmal den Job eines Lokführers, eines Schienenwärters beziehungsweise Sonstiges! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Wenn Sie das dreimal sagen, stimmt es auch nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Unsere Kritik wurde wieder voll bestätigt, und Kollege Kräuter hat völlig Recht mit dem, was er Ihnen vorwirft – und auch Ihre Erregtheit zeigt doch ganz eindeutig, dass Ihre Tage gezählt sind! Und das ist gut so! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Dr. Lansky wird sich freuen, wenn Sie so über ihn reden!
Zur ÖBB als „Goldgrube“ für externe Berater. Im Ausschuss haben Sie von den Freiheitlichen gesagt, welcher Saustall bei den ÖBB herrsche. – Jetzt wissen wir, wo der „Saustall“ ist: in den oberen Ebenen. Dort gibt es Aufträge für externe Berater, Leistungen werden zugekauft – aber erst im Nachhinein gibt es eine Ausschreibung! (Abg. Neudeck: Dr. Lansky wird sich freuen, wenn Sie so über ihn reden!) Obwohl es bei den ÖBB eine Kommunikationsabteilung gibt, wird das an externe Berater vergeben, wo sich die Kosten hiefür auf zig Millionen Euro belaufen, wobei da sozusagen alle ÖBBlerInnen ebenso dazu zahlen müssen – und denen unterstellen Sie jetzt bitte, dass diese nichts hackeln wollen!
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Das, meine Damen und Herren von den Koalitionsparteien, ist wirklich abzulehnen! Sie werden aber dafür die Rechnung ohnedies am Wahltag präsentiert bekommen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe des Abg. Schöls.
Ich verstehe Ihre Aufregung, Herr Kollege Schöls, aber diese wird sich sicherlich bald legen, denn wenn Sie dann nicht mehr hier herinnen sind, haben Sie sicherlich mehr Zeit und können sich mehr Yoga-Übungen und Sonstigem widmen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe des Abg. Schöls.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Unsere Kritik ist voll berechtigt – und es ist wirklich vehement zurückzuweisen, dass Sie die ÖBBler hier so beschimpfen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich möchte mich jetzt eher damit befassen, auf im Wahrnehmungsbericht aufgezeigte Mängel einzugehen; leider habe ich hiefür jedoch nur eine beschränkte zeitliche Möglichkeit. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Bei den ÖBB werden den Dienstnehmern immer noch sehr viele Privilegien geboten, wobei man nicht weiß, ob diese auch in Zukunft finanzierbar sein werden. Zum Thema Krankenstand. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Die Eisenbahner sind mit durchschnittlich 26 Tagen doppelt so lange krank wie andere Arbeitnehmer in Österreich. Durchschnittlich befinden sich – das ganze Jahr über – 3 450 ÖBB-Arbeitnehmer im Krankenstand. Dort ist es auch sozusagen Sitte geworden, dass man ein Jahr vor Pensionsantritt ein „Krankenstandsjahr“ einlegt. – Erstes Beispiel.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir werden daher alles daransetzen – der Herr Bundesminister, der Herr Staatssekretär sowie das ÖBB-Management –, die ÖBB wieder soweit instand zu setzen, dass diese auch in Zukunft bestehen können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Reheis: Jawohl!
Abgeordneter Alfred Schöls (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Abgeordnete Lapp hat behauptet, ich hätte in meiner Rede die ÖBBler beschimpft. – Das ist unrichtig! (Abg. Reheis: Jawohl!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Er hat ja gar nichts berichtigt!
Ich habe in meinem Debattenbeitrag nur die politische Verantwortung sozialistischer Funktionäre auf allen Ebenen in Erinnerung gerufen und diese zitiert – und das waren keine ÖBBler. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Er hat ja gar nichts berichtigt!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Es ist ja nicht so, dass da die Politik – zu keinem Zeitpunkt! – hergehen und sagen hätte können: Wir waschen unsere Hände in Unschuld, denn es ist nicht nur der Vorstand der ÖBB, der Vorstand der Post, der Vorstand der Telekom dafür verantwortlich, dass es dort zu Frühpensionierungen gekommen ist, sondern es war zu jedem Zeitpunkt so, dass diese Politik der vorzeitigen Versetzung in den Ruhestand von politischer Seite begleitet, ja empfohlen wurde. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Jetzt lese ich – und ich bin wirklich dankbar für diesen Bericht des Rechnungshofes – eine sehr, sehr nüchterne Darstellung. Dieser Rechnungshofbericht ist doch durch die Bundesregierung veranlasst worden, die gesagt hat: Wir schalten die Staatsanwaltschaft ein. Es hat sich aus Kärnten der Herr Haider, wenn ich mich nicht täusche, auch dazugeschaltet, ebenfalls mit einer Sachverhaltsdarstellung. Es wurde von einzelnen Fällen berichtet, von kriminellen Praktiken – es ist auch so benannt worden –, die im Bereich der ÖBB herrschen würden, und es ist absolut dramatisiert worden ... (Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Beifall bei den Grünen und bei der SPÖ.
Passen Sie doch auf, Herr Kollege Wittauer! Sie sollten ans Rednerpult kommen und sich stellvertretend für das, was Ihre Fraktion uns hier im Hohen Haus versucht hat einzureden, entschuldigen! (Beifall bei den Grünen und bei der SPÖ.) Es war nämlich nur Ihre Fraktion damals, die das aufgebauscht hat! (Abg. Parnigoni: Genau!) Und jetzt gibt es einen sehr nüchternen Rechnungshofbericht, der das in die richtige Relation bringt und eigentlich auch die Beziehung zwischen Politik und Management der ÖBB – sagen wir einmal – zart andeutet. Und genau so war es, meine sehr geehrten Damen und Herren.
Abg. Parnigoni: Genau!
Passen Sie doch auf, Herr Kollege Wittauer! Sie sollten ans Rednerpult kommen und sich stellvertretend für das, was Ihre Fraktion uns hier im Hohen Haus versucht hat einzureden, entschuldigen! (Beifall bei den Grünen und bei der SPÖ.) Es war nämlich nur Ihre Fraktion damals, die das aufgebauscht hat! (Abg. Parnigoni: Genau!) Und jetzt gibt es einen sehr nüchternen Rechnungshofbericht, der das in die richtige Relation bringt und eigentlich auch die Beziehung zwischen Politik und Management der ÖBB – sagen wir einmal – zart andeutet. Und genau so war es, meine sehr geehrten Damen und Herren.
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Sie sollten sich an der langen Nase nehmen! Sie haben damals bewusst skandalisiert! (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Sie haben zu einem Zeitpunkt die Frühpensionierungen im Bereich der ÖBB skandalisiert, wo zur selben Zeit in einem anderen Sektor des öffentlichen Dienstes, nämlich bei den Lehrern, die Lehrerinnen und Lehrer im Alter von „50 plus“ in den Vorruhestand geschickt worden sind, von Ihnen als Regierungsfraktionen. Da haben Sie schön den Mund gehalten, das war alles okay, und die ÖBB haben Sie versucht zu skandalisieren und zu kriminalisieren. Darüber, meine sehr geehrten Damen und Herren, sollten Sie anlässlich der Präsentation und der Diskussion dieses Rechnungshofberichts durchaus etwas mehr nachdenken! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Sie sollten sich an der langen Nase nehmen! Sie haben damals bewusst skandalisiert! (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Sie haben zu einem Zeitpunkt die Frühpensionierungen im Bereich der ÖBB skandalisiert, wo zur selben Zeit in einem anderen Sektor des öffentlichen Dienstes, nämlich bei den Lehrern, die Lehrerinnen und Lehrer im Alter von „50 plus“ in den Vorruhestand geschickt worden sind, von Ihnen als Regierungsfraktionen. Da haben Sie schön den Mund gehalten, das war alles okay, und die ÖBB haben Sie versucht zu skandalisieren und zu kriminalisieren. Darüber, meine sehr geehrten Damen und Herren, sollten Sie anlässlich der Präsentation und der Diskussion dieses Rechnungshofberichts durchaus etwas mehr nachdenken! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Na! Na!
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Ich denke, was ich hier von den Rednern der Opposition gehört habe, muss man wirklich weitgehend als sachlich ungerechtfertigt, als politisch unfair und vor allem auch als parteiisch und einseitig zurückweisen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Na! Na!) Ich glaube, das muss man der Gerechtigkeit halber sagen, und wenn ich das sage, Herr Kollege Kräuter, dann meine ich vor allem Sie. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Ich denke, was ich hier von den Rednern der Opposition gehört habe, muss man wirklich weitgehend als sachlich ungerechtfertigt, als politisch unfair und vor allem auch als parteiisch und einseitig zurückweisen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Na! Na!) Ich glaube, das muss man der Gerechtigkeit halber sagen, und wenn ich das sage, Herr Kollege Kräuter, dann meine ich vor allem Sie. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Jeder weiß doch, dass der Pröll das verhindert! – Abg. Neudeck: Jetzt weiß ich, was ein Klimastollen ist!
Dazu möchte ich grundsätzlich festhalten, Herr Kollege Kräuter: Der Bau des Probestollens – was jetzt vielfach kritisiert wird und was auch so genannte stranded costs verursacht hat – ist überhaupt nur zustande gekommen, weil SPÖ-Verkehrsminister Klima den Auftrag dazu erteilt hat, ohne dass die endgültigen naturschutzrechtlichen und wasserrechtlichen Voraussetzungen und Bescheide vorhanden gewesen wären, meine Damen und Herren. Dafür müsste man ihn eigentlich heute noch politisch und rechtlich zur Verantwortung ziehen! Das ist die eigentliche Frage. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Jeder weiß doch, dass der Pröll das verhindert! – Abg. Neudeck: Jetzt weiß ich, was ein Klimastollen ist!)
Abg. Parnigoni: Sie sind kein Parlamentarier! Sie sitzen auf der Regierungsbank! Ersparen Sie uns das!
Meine Damen und Herren! Mit dieser lauthals vorgebrachten Kritik am Bau des Semmering-Basistunnels wollen Sie wahrscheinlich doch auch vom Versagen jener SPÖ-Verkehrspolitiker ablenken, die an der Realisierung dieses Tunnels gescheitert sind! (Abg. Parnigoni: Sie sind kein Parlamentarier! Sie sitzen auf der Regierungsbank! Ersparen Sie uns das!) Deshalb fällt auch dieser Vorwurf, dass 93 Millionen € sozusagen unnütz verbaut worden sind, auf die damaligen SPÖ-Politiker zurück, die diesen Stollen errichtet haben (Ruf bei der SPÖ: Das glauben Sie ja selber nicht!), ohne dass es die dafür notwendigen endgültigen Bewilligungen gegeben hat. Das ist ein Faktum, an dem kommen Sie und leider auch wir nicht vorbei!
Ruf bei der SPÖ: Das glauben Sie ja selber nicht!
Meine Damen und Herren! Mit dieser lauthals vorgebrachten Kritik am Bau des Semmering-Basistunnels wollen Sie wahrscheinlich doch auch vom Versagen jener SPÖ-Verkehrspolitiker ablenken, die an der Realisierung dieses Tunnels gescheitert sind! (Abg. Parnigoni: Sie sind kein Parlamentarier! Sie sitzen auf der Regierungsbank! Ersparen Sie uns das!) Deshalb fällt auch dieser Vorwurf, dass 93 Millionen € sozusagen unnütz verbaut worden sind, auf die damaligen SPÖ-Politiker zurück, die diesen Stollen errichtet haben (Ruf bei der SPÖ: Das glauben Sie ja selber nicht!), ohne dass es die dafür notwendigen endgültigen Bewilligungen gegeben hat. Das ist ein Faktum, an dem kommen Sie und leider auch wir nicht vorbei!
Abg. Parnigoni: Aber den Verhinderer gibt es noch!
Ich möchte auch darauf hinweisen, dass Herr Landeshauptmann Pröll seinerzeit den damaligen Verkehrsminister Klima bei Baubeginn des Sondierstollens gewarnt hat. Das ist nachzusehen im „Inlandsreport“ des ORF vom Jänner 1993. Landeshauptmann Pröll hat gesagt, wenn der Herr Verkehrsminister das Projekt ohne Genehmigung startet, dann werde er dafür die volle politische Verantwortung tragen müssen. Verkehrsminister Klima gibt es nicht mehr (Abg. Parnigoni: Aber den Verhinderer gibt es noch!), aber der Schaden von 93 Millionen € ist leider allen österreichischen Steuerzahlern dadurch entstanden, meine Damen und Herren. (Abg. Faul: Das glaubt Ihnen kein Mensch mehr!) – Das zu diesem Thema, und damit sollte eigentlich die tatsächliche Verantwortung wirklich geklärt sein. (Abg. Faul: Da lachen die Hühner!)
Abg. Faul: Das glaubt Ihnen kein Mensch mehr!
Ich möchte auch darauf hinweisen, dass Herr Landeshauptmann Pröll seinerzeit den damaligen Verkehrsminister Klima bei Baubeginn des Sondierstollens gewarnt hat. Das ist nachzusehen im „Inlandsreport“ des ORF vom Jänner 1993. Landeshauptmann Pröll hat gesagt, wenn der Herr Verkehrsminister das Projekt ohne Genehmigung startet, dann werde er dafür die volle politische Verantwortung tragen müssen. Verkehrsminister Klima gibt es nicht mehr (Abg. Parnigoni: Aber den Verhinderer gibt es noch!), aber der Schaden von 93 Millionen € ist leider allen österreichischen Steuerzahlern dadurch entstanden, meine Damen und Herren. (Abg. Faul: Das glaubt Ihnen kein Mensch mehr!) – Das zu diesem Thema, und damit sollte eigentlich die tatsächliche Verantwortung wirklich geklärt sein. (Abg. Faul: Da lachen die Hühner!)
Abg. Faul: Da lachen die Hühner!
Ich möchte auch darauf hinweisen, dass Herr Landeshauptmann Pröll seinerzeit den damaligen Verkehrsminister Klima bei Baubeginn des Sondierstollens gewarnt hat. Das ist nachzusehen im „Inlandsreport“ des ORF vom Jänner 1993. Landeshauptmann Pröll hat gesagt, wenn der Herr Verkehrsminister das Projekt ohne Genehmigung startet, dann werde er dafür die volle politische Verantwortung tragen müssen. Verkehrsminister Klima gibt es nicht mehr (Abg. Parnigoni: Aber den Verhinderer gibt es noch!), aber der Schaden von 93 Millionen € ist leider allen österreichischen Steuerzahlern dadurch entstanden, meine Damen und Herren. (Abg. Faul: Das glaubt Ihnen kein Mensch mehr!) – Das zu diesem Thema, und damit sollte eigentlich die tatsächliche Verantwortung wirklich geklärt sein. (Abg. Faul: Da lachen die Hühner!)
Abg. Faul: Selbstanzeige!
Ein anderes Thema, das eine große Rolle gespielt hat, sind die hohen Beratungsleistungen und -zahlungen bei den ÖBB. Es ist extrem unfair, dass Sie das der Regierung oder auch dem Herrn Verkehrsminister in die Schuhe schieben. Es war Verkehrsminister Vizekanzler Gorbach, der den Auftrag an den Rechnungshof erteilt hat, das Ersuchen gestellt hat, eine entsprechende Untersuchung, eine Sonderprüfung vorzunehmen (Abg. Faul: Selbstanzeige!), meine Damen und Herren, weil dem Verkehrsministerium schon damals klar war, dass diese Beratungsleistungen überdurchschnittlich
Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter
Wenn also heute über dieses Thema diskutiert wird und wenn der Vorstand und der Aufsichtsrat deshalb auch den Auftrag erhalten werden, im Sinne einer sparsamen Verwaltung dafür zu sorgen, dass die Beratungsleistungen zurückgefahren werden, dass sie effizient und transparent durchgeführt werden, dass alle Richtlinien eingehalten werden (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter), dann deshalb, weil das Verkehrsministerium und der Verkehrsminister dafür gesorgt haben, dass gerade diese problematischen Beratungsleistungen entsprechend untersucht und analysiert werden, meine Damen und Herren. Das ist die Wahrheit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn also heute über dieses Thema diskutiert wird und wenn der Vorstand und der Aufsichtsrat deshalb auch den Auftrag erhalten werden, im Sinne einer sparsamen Verwaltung dafür zu sorgen, dass die Beratungsleistungen zurückgefahren werden, dass sie effizient und transparent durchgeführt werden, dass alle Richtlinien eingehalten werden (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter), dann deshalb, weil das Verkehrsministerium und der Verkehrsminister dafür gesorgt haben, dass gerade diese problematischen Beratungsleistungen entsprechend untersucht und analysiert werden, meine Damen und Herren. Das ist die Wahrheit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Ist das der Lansky? Oder wie heißt der?
Meine Damen und Herren! Ich kenne die Personen oder Unternehmen nicht, die von den ÖBB beauftragt wurden. Das ist auch überhaupt nicht meine Aufgabe. Ich kenne nur einen Berater, weil er immer an der Seite des damaligen Generaldirektors vorm Walde gestanden ist. Das war ein bekannter Wiener Anwalt, und dieser Wiener Anwalt ist dieser Tage wieder bekannt geworden, weil er Moderator beim Verein „Change 06“ war und ist, eine SPÖ-Plattform für den politischen Wechsel. (Abg. Neudeck: Ist das der Lansky? Oder wie heißt der?) Das halte ich nur fest. Das war ganz sicher einer jener kritisierten Nutznießer, die nach dem Rechnungshofbericht sozusagen ihre Beratungsleistung den ÖBB zur Verfügung gestellt haben.
Ruf bei der SPÖ: Sie sollen es beweisen!
Ich sage das vollkommen wertfrei, meine Damen und Herren, weil es unfair ist, auf der einen Seite das allenfalls der Regierung in die Schuhe zu schieben (Ruf bei der SPÖ: Sie sollen es beweisen!) oder gar dem neuen Management, das damit überhaupt noch nichts zu tun hat, und auf der anderen Seite selbst so zu tun, als wäre man in keiner Weise involviert gewesen. Meine Damen und Herren, nehmen Sie sich in dieser Frage bei der Nase! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Zum Rechnungshofbericht!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Zum Rechnungshofbericht!
Ich sage das vollkommen wertfrei, meine Damen und Herren, weil es unfair ist, auf der einen Seite das allenfalls der Regierung in die Schuhe zu schieben (Ruf bei der SPÖ: Sie sollen es beweisen!) oder gar dem neuen Management, das damit überhaupt noch nichts zu tun hat, und auf der anderen Seite selbst so zu tun, als wäre man in keiner Weise involviert gewesen. Meine Damen und Herren, nehmen Sie sich in dieser Frage bei der Nase! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Zum Rechnungshofbericht!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Kommen wir zum Rechnungshofbericht, über den Sie am allerwenigsten gesprochen haben, Herr Kollege Kräuter. Daher brauchen Sie das bei mir nicht einzumahnen. Das möchte ich auch in diesem Zusammenhang festhalten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Johann Moser: Sie treiben die Bundesbahnen in ein schweres Defizit!
ses Hauses, und er kritisiert seit vielen Jahren und Jahrzehnten ohne Folgen die Missstände bei den ÖBB, was das Dienstrecht betrifft. (Abg. Mag. Johann Moser: Sie treiben die Bundesbahnen in ein schweres Defizit!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Vier Minister haben Sie dort sitzen!
Wir waren jene Regierung, die zum ersten Mal genau diesen Rechnungshofbericht aufgegriffen und versucht hat, entsprechend und gemäß dem Rechnungshofbericht Änderungen und Reformen durchzuführen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Vier Minister haben Sie dort sitzen!)
Abg. Mag. Johann Moser: Bei den Bauern!
Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, was die Ursachen waren: Durchschnittlich 74 Prozent der ÖBB-Mitarbeiter gehen in die Frühpension. Der Staatszuschuss für die Pensionen beträgt 71 Prozent. Er ist in keinem anderen Sozialversicherungsbereich so hoch wie bei den Eisenbahnern, meine Damen und Herren. (Abg. Mag. Johann Moser: Bei den Bauern!) Das Pensionsantrittsalter liegt nach wie vor bei 52,6 Jahren. Die Höhe der Pensionen liegt bei 83 Prozent des Aktivgehaltes.
Abg. Mag. Johann Moser: Sie hassen dieses Unternehmen! Schämen Sie sich!
Sie kommen bei den verkehrspolitischen Diskussionen immer mit dem Beispiel Schweiz, meine Damen und Herren. Jawohl, die Schweiz ist in vielen Fragen ein Vorbild. Aber dort liegt das Pensionsalter bei 65 Jahren und die Höhe der Pensionen beträgt 60 Prozent des Aktivgehaltes! Darin liegt auch ein Unterschied! (Abg. Mag. Johann Moser: Sie hassen dieses Unternehmen! Schämen Sie sich!) Und auch in diesem Punkt sollten Sie sich die Schweiz zum Vorbild nehmen. So schaut nämlich die Realität aus. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie kommen bei den verkehrspolitischen Diskussionen immer mit dem Beispiel Schweiz, meine Damen und Herren. Jawohl, die Schweiz ist in vielen Fragen ein Vorbild. Aber dort liegt das Pensionsalter bei 65 Jahren und die Höhe der Pensionen beträgt 60 Prozent des Aktivgehaltes! Darin liegt auch ein Unterschied! (Abg. Mag. Johann Moser: Sie hassen dieses Unternehmen! Schämen Sie sich!) Und auch in diesem Punkt sollten Sie sich die Schweiz zum Vorbild nehmen. So schaut nämlich die Realität aus. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Johann Moser: Grenzenloser Hass!
Meine Damen und Herren! Wir haben viele Reformen angepackt. (Abg. Mag. Johann Moser: Grenzenloser Hass!) – Nein. Herr Kollege, Sie tun mir wirklich Leid, wenn Sie nicht in der Lage sind, hier sachlich über diese Probleme zu diskutieren, vor allem, wenn Sie sehen, dass Sie mit Ihren Argumenten anstehen. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wir haben viele Reformen angepackt. (Abg. Mag. Johann Moser: Grenzenloser Hass!) – Nein. Herr Kollege, Sie tun mir wirklich Leid, wenn Sie nicht in der Lage sind, hier sachlich über diese Probleme zu diskutieren, vor allem, wenn Sie sehen, dass Sie mit Ihren Argumenten anstehen. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Johann Moser: Ja, das Ganze!
Herr Kollege, hören Sie mir zu und sagen Sie mir in der Debatte, was von meinen Argumenten unrichtig war und welche Zahl, die ich hier angeführt habe, nicht stimmt, und was davon nicht durch den Rechnungshofbericht gedeckt ist! (Abg. Mag. Johann Moser: Ja, das Ganze!) Ich brauche mich nur auf Zahlen und auf entsprechende Berichte von Organen dieses Hauses zu verlassen. Ich brauche gar nicht parteipolitisch zu argumentieren, weil die nackten Zahlen und Fakten in dieser Frage auf meiner Seite sind. (Abg. Dr. Cap: Was haben Sie gegen die Bundesbahnen?)
Abg. Dr. Cap: Was haben Sie gegen die Bundesbahnen?
Herr Kollege, hören Sie mir zu und sagen Sie mir in der Debatte, was von meinen Argumenten unrichtig war und welche Zahl, die ich hier angeführt habe, nicht stimmt, und was davon nicht durch den Rechnungshofbericht gedeckt ist! (Abg. Mag. Johann Moser: Ja, das Ganze!) Ich brauche mich nur auf Zahlen und auf entsprechende Berichte von Organen dieses Hauses zu verlassen. Ich brauche gar nicht parteipolitisch zu argumentieren, weil die nackten Zahlen und Fakten in dieser Frage auf meiner Seite sind. (Abg. Dr. Cap: Was haben Sie gegen die Bundesbahnen?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben in diesem Bereich Gerechtigkeit geschaffen, und wir haben die Sonderrechte abgeschafft, weil wir denken, dass alle Arbeitnehmerrechte und auch alle Unternehmen gleich behandelt werden sollen. Es ist der inhaltlichen Konsequenz und der politischen Hartnäckigkeit der Bundesregierung zu verdanken, dass es uns gelungen ist, ein modernes Dienstleistungsunternehmen zu schaffen. Wir haben noch nicht alles, aber ein wichtiges Etappenziel erreicht: weg vom Staatsmonopol, hin zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen. Damit machen wir auch die Österreichischen Bundesbahnen, die wir brauchen, fit für die Zukunft, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Wattaul.
Ich berichtige tatsächlich: Die Krankenstandsquote bei der Eisenbahn beträgt 6,5 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Wattaul.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich berichtige tatsächlich: Der Staatszuschuss für die Pensionen der Bauern beträgt 87,3 Prozent. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche): Meine Herren Präsidenten! Die Herren Staatssekretäre! Meine Damen und Herren! Es wird sich nicht die ganze Rede ausgehen, aber ich werde mich am Anfang kurz auf den Kollegen Kräuter beziehen, weil ich es pietätlos finde, dass er hier das Begräbnis des Vorstandsdirektors Thüringer angeführt hat, der aus Krankheitsgründen etwas weniger Dienst versehen hat, der auf Grund einer Krankheit gestorben ist. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Abg. Mag. Johann Moser: So ein Blödsinn! – Abg. Reheis: Das ist ja ungeheuerlich!
Wegen Ihrer Partei hat sich der Vorstandsdirektor der Kontrollbank Praschak umgebracht. Ich habe vor einigen Tagen die handgeschriebenen Abschiedsbriefe gelesen. Ihre Partei hat gemobbt, um dort Scholten hineinzubringen. Praschak hat sich umgebracht, weil Sie ihn gemobbt haben – und dann sagen Sie hier, dass heute das Begräbnis des Kollegen ... (Abg. Mag. Johann Moser: So ein Blödsinn! – Abg. Reheis: Das ist ja ungeheuerlich!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
nach, was Ihre Partei verursacht hat und was Sie hier mit Ihren Ausführungen wieder aufgerissen haben. Schämen Sie sich! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Detlev Neudeck (fortsetzend): Dann sage ich danke und rede nach der Dringlichen weiter, Herr Präsident. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Schön sprechen!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär Morak, schauen Sie nicht so traurig drein, wir wissen, Sie können nichts dafür. Nachdem der Herr Bundeskanzler heute Vormittag zu diesem Thema den Mund noch ziemlich voll genommen hat (Rufe bei der ÖVP: Schön sprechen!), zieht er es offensichtlich jetzt am Nachmittag vor, zu kneifen. Und das finde ich nicht sauber, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Das finde ich nicht sauber angesichts des Umstandes, dass der Herr Bundeskanzler am Vormittag noch Behaup-
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär Morak, schauen Sie nicht so traurig drein, wir wissen, Sie können nichts dafür. Nachdem der Herr Bundeskanzler heute Vormittag zu diesem Thema den Mund noch ziemlich voll genommen hat (Rufe bei der ÖVP: Schön sprechen!), zieht er es offensichtlich jetzt am Nachmittag vor, zu kneifen. Und das finde ich nicht sauber, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Das finde ich nicht sauber angesichts des Umstandes, dass der Herr Bundeskanzler am Vormittag noch Behaup-
Zwischenrufe bei der ÖVP.
tungen in den Raum gestellt hat, die er ganz offensichtlich am Nachmittag so nicht mehr wiedergeben kann. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche zahlreiche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Neuerliche zahlreiche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn Sie sich beruhigt haben, können wir anfangen. (Abg. Scheibner: Okay, fangen Sie noch einmal von vorne an! Sie haben einen zweiten Versuch!) Okay, dann beginne ich folgendermaßen:
Abg. Scheibner: Okay, fangen Sie noch einmal von vorne an! Sie haben einen zweiten Versuch!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Neuerliche zahlreiche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn Sie sich beruhigt haben, können wir anfangen. (Abg. Scheibner: Okay, fangen Sie noch einmal von vorne an! Sie haben einen zweiten Versuch!) Okay, dann beginne ich folgendermaßen:
der Redner hält das entsprechende Inserat in die Höhe – demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Worüber reden wir heute angesichts des Umstandes, dass noch am Wochenende in österreichischen Medien Inserate geschaltet worden sind, in denen sich nicht nur der Bundeskanzler und sein Vizekanzler, sondern – etwas versteckt, aber durchaus deutlich – auch der Verteidigungsminister zur Olympiade und zu den tollen Erfolgen der österreichischen Olympionikinnen und Olympioniken erklären wollten (der Redner hält das entsprechende Inserat in die Höhe – demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen), nämlich in dem Sinn, dass die Mitglieder der Bundesregierung ganz offensichtlich auch einen Anteil haben an den Gewinnen der Olympioniken beziehungsweise dafür mit verantwortlich sind. (Demonstrativer Beifall und Jawohl-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Demonstrativer Beifall und Jawohl-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Worüber reden wir heute angesichts des Umstandes, dass noch am Wochenende in österreichischen Medien Inserate geschaltet worden sind, in denen sich nicht nur der Bundeskanzler und sein Vizekanzler, sondern – etwas versteckt, aber durchaus deutlich – auch der Verteidigungsminister zur Olympiade und zu den tollen Erfolgen der österreichischen Olympionikinnen und Olympioniken erklären wollten (der Redner hält das entsprechende Inserat in die Höhe – demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen), nämlich in dem Sinn, dass die Mitglieder der Bundesregierung ganz offensichtlich auch einen Anteil haben an den Gewinnen der Olympioniken beziehungsweise dafür mit verantwortlich sind. (Demonstrativer Beifall und Jawohl-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, halte ich für etwas vermessen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Das ist eine Politik, wie sie sonst nur üblich ist in Volksdemokratien, wo sich führende Spitzenpolitiker immer mit Spitzensportlern haben abbilden lassen, weil sie so gehofft haben, die Popularität von Seiten des Sportes auf sich lenken zu können. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) In den Volksdemokratien hat das nicht funktioniert, und bei Ihnen wird das auch nicht funktionieren, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Neuerlicher Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Mein Gott na, der Öllinger! Schwach! Reden Sie etwas G’scheites!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, halte ich für etwas vermessen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Das ist eine Politik, wie sie sonst nur üblich ist in Volksdemokratien, wo sich führende Spitzenpolitiker immer mit Spitzensportlern haben abbilden lassen, weil sie so gehofft haben, die Popularität von Seiten des Sportes auf sich lenken zu können. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) In den Volksdemokratien hat das nicht funktioniert, und bei Ihnen wird das auch nicht funktionieren, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Neuerlicher Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Mein Gott na, der Öllinger! Schwach! Reden Sie etwas G’scheites!)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Mein Gott na, der Öllinger! Schwach! Reden Sie etwas G’scheites!
Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, halte ich für etwas vermessen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Das ist eine Politik, wie sie sonst nur üblich ist in Volksdemokratien, wo sich führende Spitzenpolitiker immer mit Spitzensportlern haben abbilden lassen, weil sie so gehofft haben, die Popularität von Seiten des Sportes auf sich lenken zu können. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) In den Volksdemokratien hat das nicht funktioniert, und bei Ihnen wird das auch nicht funktionieren, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Neuerlicher Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Mein Gott na, der Öllinger! Schwach! Reden Sie etwas G’scheites!)
Abg. Mag. Molterer: Das ist der Fuchs, dem die Trauben zu sauer geworden sind!
Aber reden wir jenseits der Kampagne vom Wochenende, Herr Klubobmann Molterer (Abg. Mag. Molterer: Das ist der Fuchs, dem die Trauben zu sauer geworden sind!), reden wir auch einmal darüber ganz offen, was eine Bundesregierung informieren darf und was sie nicht informieren darf! (Abg. Mag. Molterer: Der Fuchs, dem die Trauben zu sauer geworden sind, heißt Öllinger!)
Abg. Mag. Molterer: Der Fuchs, dem die Trauben zu sauer geworden sind, heißt Öllinger!
Aber reden wir jenseits der Kampagne vom Wochenende, Herr Klubobmann Molterer (Abg. Mag. Molterer: Das ist der Fuchs, dem die Trauben zu sauer geworden sind!), reden wir auch einmal darüber ganz offen, was eine Bundesregierung informieren darf und was sie nicht informieren darf! (Abg. Mag. Molterer: Der Fuchs, dem die Trauben zu sauer geworden sind, heißt Öllinger!)
Rufe bei den Freiheitlichen: Halten Sie es noch einmal in die Höhe!
Sehr geehrter Herr Klubobmann Molterer! Es gibt nicht nur dieses Inserat vom Wochenende (Rufe bei den Freiheitlichen: Halten Sie es noch einmal in die Höhe!), sondern auch ein Inserat, wie es etwa vor wenigen Wochen zum Jahreswechsel geschaltet wurde. (Der Redner hält ein Inserat mit dem Titel „Österreich hat es besser“ in die Höhe. – Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Sie können gleich sagen „bravo“, nämlich bravo für Fehlinformationen.
Der Redner hält ein Inserat mit dem Titel „Österreich hat es besser“ in die Höhe. – Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sehr geehrter Herr Klubobmann Molterer! Es gibt nicht nur dieses Inserat vom Wochenende (Rufe bei den Freiheitlichen: Halten Sie es noch einmal in die Höhe!), sondern auch ein Inserat, wie es etwa vor wenigen Wochen zum Jahreswechsel geschaltet wurde. (Der Redner hält ein Inserat mit dem Titel „Österreich hat es besser“ in die Höhe. – Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Sie können gleich sagen „bravo“, nämlich bravo für Fehlinformationen.
neuerlicher demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – Abg. Wattaul: So viel Applaus haben Sie das ganze Jahr nicht! – Abg. Dr. Stummvoll: Öllinger wirbt für die Bundesregierung!
„Österreich hat es besser“ – auch wieder ein Inserat, das Bundeskanzler und Vizekanzler gezeichnet haben (neuerlicher demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – Abg. Wattaul: So viel Applaus haben Sie das ganze Jahr nicht! – Abg. Dr. Stummvoll: Öllinger wirbt für die Bundesregierung!) und in dem als Beleg dafür, weshalb es Österreich besser hat, angeführt wird: „Sieben von zehn Österreichern fühlen sich gesund“. (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Ja! Richtig!)
Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Ja! Richtig!
„Österreich hat es besser“ – auch wieder ein Inserat, das Bundeskanzler und Vizekanzler gezeichnet haben (neuerlicher demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – Abg. Wattaul: So viel Applaus haben Sie das ganze Jahr nicht! – Abg. Dr. Stummvoll: Öllinger wirbt für die Bundesregierung!) und in dem als Beleg dafür, weshalb es Österreich besser hat, angeführt wird: „Sieben von zehn Österreichern fühlen sich gesund“. (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Ja! Richtig!)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Rufe bei der ÖVP: Ja, richtig!
Dann steht da weiter: „Reformen in Österreich sind am nachhaltigsten“. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Rufe bei der ÖVP: Ja, richtig!)
Neuerlicher demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dann steht da weiter: „Die ältere Generation hat mehr Geld als je zuvor“. (Neuerlicher demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher demonstrativer Beifall und Jawohl-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dann steht da weiter: „Österreich hat das stärkste Wachstum außerhalb der Eurozone“. (Neuerlicher demonstrativer Beifall und Jawohl-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Sie klatschen Ihrem eigenen Unsinn zu. Das war der Beleg dafür, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Sie sind offensichtlich jetzt noch nicht imstande, den Blödsinn, der da verzapft wird ... (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: He! He! – Abg. Dr. Rasinger: Das ist der Würde des Hauses nicht entsprechend!)
Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: He! He! – Abg. Dr. Rasinger: Das ist der Würde des Hauses nicht entsprechend!
Sie klatschen Ihrem eigenen Unsinn zu. Das war der Beleg dafür, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Sie sind offensichtlich jetzt noch nicht imstande, den Blödsinn, der da verzapft wird ... (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: He! He! – Abg. Dr. Rasinger: Das ist der Würde des Hauses nicht entsprechend!)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Präsident Dr. Andreas Khol (das Glockenzeichen gebend): Herr Abgeordneter! Wir beginnen jetzt eine Debatte über ein ernstes Thema. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Es ist Ihre Verantwortung, dass wir ernsthaft reden können und hier nicht eine aufgeheizte Debatte entsteht. Ich bitte Sie, den Ausdruck „Blödsinn“ zurückzunehmen! (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Präsident Dr. Andreas Khol (das Glockenzeichen gebend): Herr Abgeordneter! Wir beginnen jetzt eine Debatte über ein ernstes Thema. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Es ist Ihre Verantwortung, dass wir ernsthaft reden können und hier nicht eine aufgeheizte Debatte entsteht. Ich bitte Sie, den Ausdruck „Blödsinn“ zurückzunehmen! (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordneter Karl Öllinger (fortsetzend): Wir sind nicht in der Volksschule, Herr Präsident! Ich möchte mich erklären dazu, das Recht habe ich! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordneter Karl Öllinger (fortsetzend): Ich erkläre Ihnen, aber auch dem Parlament: Ich habe jetzt etwas vorgelesen, und nicht ich, sondern die Mehrheit der Regierungsparteien hat sich bemüßigt gefühlt, zu jedem der Punkte zu klatschen. Sie hat auch jenen Punkt als richtig beklatscht, der der größte Unsinn in diesem Inserat ist, nämlich: „Österreich hat das stärkste Wachstum außerhalb der Eurozone“. – Das ist nachweislich falsch, aber die Regierungsparteien haben geklatscht, und das habe nicht ich veranlasst. Sie sind schon selber schuld, wenn Sie zu jedem Unsinn, wenn Sie so wollen, klatschen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Da kann ich leider nichts dafür, Herr Präsident! (Abg. Wattaul: Sie reden so undeutlich!)
Abg. Wattaul: Sie reden so undeutlich!
Abgeordneter Karl Öllinger (fortsetzend): Ich erkläre Ihnen, aber auch dem Parlament: Ich habe jetzt etwas vorgelesen, und nicht ich, sondern die Mehrheit der Regierungsparteien hat sich bemüßigt gefühlt, zu jedem der Punkte zu klatschen. Sie hat auch jenen Punkt als richtig beklatscht, der der größte Unsinn in diesem Inserat ist, nämlich: „Österreich hat das stärkste Wachstum außerhalb der Eurozone“. – Das ist nachweislich falsch, aber die Regierungsparteien haben geklatscht, und das habe nicht ich veranlasst. Sie sind schon selber schuld, wenn Sie zu jedem Unsinn, wenn Sie so wollen, klatschen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Da kann ich leider nichts dafür, Herr Präsident! (Abg. Wattaul: Sie reden so undeutlich!)
Abg. Mag. Molterer: Nein, es steht aber „Blödsinn“ nicht drin, das haben Sie gesagt! Am Vormittag hat es einen Ordnungsruf dafür gegeben!
Ich glaube nicht, dass ich dadurch dazu beigetragen habe, indem ich daraus zitiert habe. (Abg. Mag. Molterer: Nein, es steht aber „Blödsinn“ nicht drin, das haben Sie gesagt! Am Vormittag hat es einen Ordnungsruf dafür gegeben!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Es geht im Wesentlichen darum, dass hier falsche Informationen enthalten sind, die Sie beklatscht haben, und bei der Information, die nachweislich am falschesten war, weil Österreich eben nicht außerhalb der Eurozone liegt, haben Sie noch immer geklatscht. Sie sind offensichtlich bereit, zu allem und zu jedem Unsinn, der von Seiten der Bundesregierung in einem Inserat verbreitet wird, zu klatschen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Wattaul: Ja, das steht nicht drin!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter, ich habe nicht den Inhalt Ihrer Rede, ob falsch oder richtig, beurteilt, ich finde nur, dass das Wort „Blödsinn“ in diesem Zusammenhang der Würde des Hauses nicht entspricht. (Abg. Wattaul: Ja, das steht nicht drin!) Sie haben das jetzt auf „Unsinn“ korrigiert, und ich erteile Ihnen daher keinen Ordnungsruf. – Bitte, Sie sind am Wort. (Abg. Mag. Kogler: Es ist trotzdem ein aufgelegter Blödsinn!)
Abg. Mag. Kogler: Es ist trotzdem ein aufgelegter Blödsinn!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter, ich habe nicht den Inhalt Ihrer Rede, ob falsch oder richtig, beurteilt, ich finde nur, dass das Wort „Blödsinn“ in diesem Zusammenhang der Würde des Hauses nicht entspricht. (Abg. Wattaul: Ja, das steht nicht drin!) Sie haben das jetzt auf „Unsinn“ korrigiert, und ich erteile Ihnen daher keinen Ordnungsruf. – Bitte, Sie sind am Wort. (Abg. Mag. Kogler: Es ist trotzdem ein aufgelegter Blödsinn!)
Abg. Mag. Molterer: Genau!
Es gibt nicht nur dieses Inserat (Abg. Mag. Molterer: Genau!), sondern es gibt auch andere Inserate. Nachdem dieses Inserat (der Redner hält erneut das Inserat „Österreich hat es besser“ in die Höhe – demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP) in der „Presse“ erschienen ist, lautete ein Titel der „Presse“ am selben Tag: „Umfrage: Mehrheit fürchtet Zukunft“. (Abg. Mag. Molterer: Die rot-grüne Zukunft, das stimmt!) – So nahe sind Sie offensichtlich bei dem, was die Österreicherinnen und Österreicher tatsächlich über die Zukunft denken. „Mehrheit fürchtet Zukunft“, das war am 28. Dezember der Titel der „Presse“ – am 28. Dezember haben Sie Ihr Inserat mit diesem Unsinn verbreitet. (Abg. Mag. Molterer: Bitte, zeigen Sie es noch einmal her!) So schaut’s aus, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und das nennen Sie Informationsarbeit?
der Redner hält erneut das Inserat „Österreich hat es besser“ in die Höhe – demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Es gibt nicht nur dieses Inserat (Abg. Mag. Molterer: Genau!), sondern es gibt auch andere Inserate. Nachdem dieses Inserat (der Redner hält erneut das Inserat „Österreich hat es besser“ in die Höhe – demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP) in der „Presse“ erschienen ist, lautete ein Titel der „Presse“ am selben Tag: „Umfrage: Mehrheit fürchtet Zukunft“. (Abg. Mag. Molterer: Die rot-grüne Zukunft, das stimmt!) – So nahe sind Sie offensichtlich bei dem, was die Österreicherinnen und Österreicher tatsächlich über die Zukunft denken. „Mehrheit fürchtet Zukunft“, das war am 28. Dezember der Titel der „Presse“ – am 28. Dezember haben Sie Ihr Inserat mit diesem Unsinn verbreitet. (Abg. Mag. Molterer: Bitte, zeigen Sie es noch einmal her!) So schaut’s aus, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und das nennen Sie Informationsarbeit?
Abg. Mag. Molterer: Die rot-grüne Zukunft, das stimmt!
Es gibt nicht nur dieses Inserat (Abg. Mag. Molterer: Genau!), sondern es gibt auch andere Inserate. Nachdem dieses Inserat (der Redner hält erneut das Inserat „Österreich hat es besser“ in die Höhe – demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP) in der „Presse“ erschienen ist, lautete ein Titel der „Presse“ am selben Tag: „Umfrage: Mehrheit fürchtet Zukunft“. (Abg. Mag. Molterer: Die rot-grüne Zukunft, das stimmt!) – So nahe sind Sie offensichtlich bei dem, was die Österreicherinnen und Österreicher tatsächlich über die Zukunft denken. „Mehrheit fürchtet Zukunft“, das war am 28. Dezember der Titel der „Presse“ – am 28. Dezember haben Sie Ihr Inserat mit diesem Unsinn verbreitet. (Abg. Mag. Molterer: Bitte, zeigen Sie es noch einmal her!) So schaut’s aus, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und das nennen Sie Informationsarbeit?
Abg. Mag. Molterer: Bitte, zeigen Sie es noch einmal her!
Es gibt nicht nur dieses Inserat (Abg. Mag. Molterer: Genau!), sondern es gibt auch andere Inserate. Nachdem dieses Inserat (der Redner hält erneut das Inserat „Österreich hat es besser“ in die Höhe – demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP) in der „Presse“ erschienen ist, lautete ein Titel der „Presse“ am selben Tag: „Umfrage: Mehrheit fürchtet Zukunft“. (Abg. Mag. Molterer: Die rot-grüne Zukunft, das stimmt!) – So nahe sind Sie offensichtlich bei dem, was die Österreicherinnen und Österreicher tatsächlich über die Zukunft denken. „Mehrheit fürchtet Zukunft“, das war am 28. Dezember der Titel der „Presse“ – am 28. Dezember haben Sie Ihr Inserat mit diesem Unsinn verbreitet. (Abg. Mag. Molterer: Bitte, zeigen Sie es noch einmal her!) So schaut’s aus, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und das nennen Sie Informationsarbeit?
Abg. Scheibner: Deshalb braucht man Information!
Ich sage: Okay, man kann diesen Inseraten einen bestimmten beschränkten Informationswert nicht absprechen, aber was darin nicht enthalten ist, Herr Kollege Molterer, das ist beispielsweise die notwendige Information, wo die Leute ihr Geld bekommen. Das aber ist wesentlich; auch ein wesentlicher Grund dafür, dass der Dienstleistungsscheck nicht funktionieren wird, denn die Leute, die sich einen Dienstleistungsscheck einlösen, beziehungsweise diejenigen, die mit ihm beschäftigt werden, sind darauf angewiesen, dass sie das Geld sofort erhalten. (Abg. Scheibner: Deshalb braucht man Information!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek steht mit dem Rücken zum Redner neben Abg. Dr. Cap.
Diese Information ist nicht enthalten, und auch nicht enthalten ist die Information, dass entgegen der Aussage dieses Inserates ... (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek steht mit dem Rücken zum Redner neben Abg. Dr. Cap.)
Abg. Mag. Molterer: Aber sie ist nicht interessiert an der Öllinger-Rede – was mich nicht wundert!
Am Wort ist der Redner. (Abg. Mag. Molterer: Aber sie ist nicht interessiert an der Öllinger-Rede – was mich nicht wundert!)
Abg. Mag. Molterer: Wir werden wieder inserieren! Danke für den Hinweis!
Abgeordneter Karl Öllinger (fortsetzend): Es ist auch in diesem Inserat nur der Hinweis enthalten: bei Trafiken und der Post erhältlich. Nicht enthalten ist die Information, dass der Dienstleistungsscheck nur bei den wenigsten Trafiken und bei den wenigsten Postämtern in ganz Österreich erhältlich ist. (Abg. Mag. Molterer: Wir werden wieder inserieren! Danke für den Hinweis!) – Auch mit ein Grund dafür, aber nicht der einzige, dass der Dienstleistungsscheck ein Flop ist.
Abg. Mag. Molterer: Wir werden eine neue machen, die dann besser ist!
reich verkauft worden sind! Weitaus mehr, das Vielfache davon! (Abg. Mag. Molterer: Wir werden eine neue machen, die dann besser ist!)
Abg. Mag. Molterer: Wir werden eine neue machen!
Dass Sie eine neue Kampagne machen werden, ist inzwischen keine Drohung mehr, Herr Klubobmann Molterer, weil die Österreicherinnen und Österreicher eine entsprechende Antwort auf diese Ihre Kampagnen schon geben werden (Abg. Mag. Molterer: Wir werden eine neue machen!): Bei den nächsten Wahlen werden Sie diese Antwort erhalten! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Genau!) Ihre Hoffnung, dass die Menschen in Österreich das widerspruchslos zur Kenntnis nehmen würden, ist mehr als trügerisch, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Koalitionsparteien! (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Genau!
Dass Sie eine neue Kampagne machen werden, ist inzwischen keine Drohung mehr, Herr Klubobmann Molterer, weil die Österreicherinnen und Österreicher eine entsprechende Antwort auf diese Ihre Kampagnen schon geben werden (Abg. Mag. Molterer: Wir werden eine neue machen!): Bei den nächsten Wahlen werden Sie diese Antwort erhalten! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Genau!) Ihre Hoffnung, dass die Menschen in Österreich das widerspruchslos zur Kenntnis nehmen würden, ist mehr als trügerisch, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Koalitionsparteien! (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dass Sie eine neue Kampagne machen werden, ist inzwischen keine Drohung mehr, Herr Klubobmann Molterer, weil die Österreicherinnen und Österreicher eine entsprechende Antwort auf diese Ihre Kampagnen schon geben werden (Abg. Mag. Molterer: Wir werden eine neue machen!): Bei den nächsten Wahlen werden Sie diese Antwort erhalten! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Genau!) Ihre Hoffnung, dass die Menschen in Österreich das widerspruchslos zur Kenntnis nehmen würden, ist mehr als trügerisch, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Koalitionsparteien! (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Molterer: Das war zu wenig!
Nehmen wir nur die absoluten Zahlen der Beträge, die Sie mittlerweile für Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben haben: im Jahre 2000 9 Millionen €. (Abg. Mag. Molterer: Das war zu wenig!) – Das war zu wenig!, habe ich jetzt gehört. Der Zynismus des Kollegen Molterer ist nicht überbietbar! (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Herr Kollege Molterer, kommen S’ nur heraus mit Ihren Äußerungen. Insofern finde ich das ganz gut, dass Sie dazwischenrufen, da sich so jeder ein Bild machen kann, wie Sie mit Kritik, die ja nicht nur von der Opposition, sondern von einer wirklich breiten Öffentlichkeit kommt, umgehen.
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Nehmen wir nur die absoluten Zahlen der Beträge, die Sie mittlerweile für Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben haben: im Jahre 2000 9 Millionen €. (Abg. Mag. Molterer: Das war zu wenig!) – Das war zu wenig!, habe ich jetzt gehört. Der Zynismus des Kollegen Molterer ist nicht überbietbar! (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Herr Kollege Molterer, kommen S’ nur heraus mit Ihren Äußerungen. Insofern finde ich das ganz gut, dass Sie dazwischenrufen, da sich so jeder ein Bild machen kann, wie Sie mit Kritik, die ja nicht nur von der Opposition, sondern von einer wirklich breiten Öffentlichkeit kommt, umgehen.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie, Herr Kollege Molterer, Ihre Partei und Ihr Koalitionspartner – ich werde dann auch noch im Detail etwas dazu sagen – haben zu verantworten, dass es geradezu explodierende Informationskosten, enorm hohe Kosten für Jubelpropaganda seitens dieser Bundesregierung gibt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Im Jahre 2000 waren es 9 Millionen €, im Jahre 2004 gleich der doppelte Betrag, nämlich 18 Millionen €! Im Jahr 2005 hat allein die Frau Sozialministerin für die Kampagne „Zukunft Soziales Österreich“ 4,5 Millionen € ausgegeben! Da hört sich der Spaß auf – gerade auch angesichts der Kürzungsprogramme im Sozialbereich –, wenn die Sozialministerin nichts anderes zu tun hat, als Millionen Euro für Jubelpropaganda auszugeben. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) – Sie wissen das genauso gut wie ich, Herr Abgeordneter Molterer!
Abg. Mag. Molterer: Das stimmt nicht! Ganz im Gegenteil!
Was war denn die Information, die in zahlreichen dieser Kampagnen enthalten war? – Sie haben es sehr schnell begriffen, Herr Abgeordneter Molterer, dass die Information, dass die Werbe- oder Jubelkampagnen zum Thema „Steuerreform“ bei den Österreicherinnen und Österreichern nicht gut angekommen sind, weil sie natürlich gleich gemerkt haben, dass ihre eigene Realität eine andere ist als die auf diesen „schönen“ Inseraten dieser Bundesregierung dargestellte. (Abg. Mag. Molterer: Das stimmt nicht! Ganz im Gegenteil!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Entschuldigung: Das ist Missbrauch von Steuergeldern! So schlicht und einfach ist das, Herr Abgeordneter Molterer! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: Wie viel ist das in Schilling?
Ich habe versucht, diese Kosten aufzulisten, und kann sagen: Insgesamt sind in den Jahren 2000 bis 2004 71,4 Millionen € ausgegeben worden – wenn man den Zahlen Ihrer Ministerien glauben würde. (Abg. Parnigoni: Wie viel ist das in Schilling?) – Das ist rund 1 Milliarde Schilling; ausgegeben in fünf Jahren. (Abg. Parnigoni: Unglaublich!)
Abg. Parnigoni: Unglaublich!
Ich habe versucht, diese Kosten aufzulisten, und kann sagen: Insgesamt sind in den Jahren 2000 bis 2004 71,4 Millionen € ausgegeben worden – wenn man den Zahlen Ihrer Ministerien glauben würde. (Abg. Parnigoni: Wie viel ist das in Schilling?) – Das ist rund 1 Milliarde Schilling; ausgegeben in fünf Jahren. (Abg. Parnigoni: Unglaublich!)
Abg. Riepl: Das muss man den Leuten sagen!
71,4 Millionen € sind hier also ausgegeben worden, wenn man den Zahlen Ihrer Ministerien glauben kann; ich betone das. (Abg. Riepl: Das muss man den Leuten sagen!) Und ich bitte Sie ernsthaft, Herr Klubobmann Molterer, beziehungsweise auch den Herrn Präsidenten, dafür zu sorgen, dass wir Abgeordneten korrekte Informationen erhalten. Natürlich ist es schade, dass das jetzt Herr Staatssekretär Molterer ausbaden muss. (Abg. Mag. Molterer: Morak heißt er!) – Staatssekretär Morak, ja.
Abg. Mag. Molterer: Morak heißt er!
71,4 Millionen € sind hier also ausgegeben worden, wenn man den Zahlen Ihrer Ministerien glauben kann; ich betone das. (Abg. Riepl: Das muss man den Leuten sagen!) Und ich bitte Sie ernsthaft, Herr Klubobmann Molterer, beziehungsweise auch den Herrn Präsidenten, dafür zu sorgen, dass wir Abgeordneten korrekte Informationen erhalten. Natürlich ist es schade, dass das jetzt Herr Staatssekretär Molterer ausbaden muss. (Abg. Mag. Molterer: Morak heißt er!) – Staatssekretär Morak, ja.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
7 Millionen € hat also die Kampagne „Wir sichern die Pensionen“ gekostet. Bezahlt hat das Finanzministerium. Lesen Sie dazu die Anfragebeantwortung des Finanzministers aus dem Jahr 2000 – und Sie werden sehen: Davon steht da nichts drinnen! Lesen Sie dazu die Anfragebeantwortung des Bundeskanzlers – und Sie werden sehen: Von dieser Kampagne steht dort auch nichts drinnen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: Topfen ist gesund!
Mich würde interessieren, Herr Präsident des Nationalrates: Wer sagt da die Unwahrheit? Herr Staatssekretär Morak, Sie ersuche ich um eine Antwort. Ich möchte nicht von hier nach Hause gehen im Wissen, dass Mitglieder der Bundesregierung jederzeit in Anfragebeantwortungen irgendeinen Topfen, aber auf alle Fälle Unwahrheiten hineinschreiben können! (Abg. Großruck: Topfen ist gesund!)
Abg. Neudeck: Zu verschiedenen Zeitpunkten bekommen Sie verschiedene Antworten!
Sie schütteln zwar den Kopf, Herr Klubobmann Molterer, aber ich kann Ihnen sagen: In Anfragebeantwortungen der Frau Bundesministerin Haubner habe ich drei unterschiedliche Zahlen bekommen. (Abg. Neudeck: Zu verschiedenen Zeitpunkten bekommen Sie verschiedene Antworten!) Drei Anfragen hat es gebraucht, damit ich erfahre, wie sehr das Sozialministerium die „Kärntner Nachrichten“, eine FPÖ-Parteizeitung, mit Inseraten finanziert! Eine FPÖ-Parteizeitung wird über Jahre hinweg mit Inseraten finanziert, und das Sozialministerium antwortet, das habe 10 000 € ausgemacht. In der nächsten Anfragebeantwortung hieß es dann: 14 000 € – und in einer weiteren:
Abg. Neudeck: Zu verschiedenen Zeitpunkten bekommen Sie immer verschiedene Antworten!
19 000 €. Das ein und dasselbe Jahr betreffend! (Abg. Neudeck: Zu verschiedenen Zeitpunkten bekommen Sie immer verschiedene Antworten!) Kommen S’ mir doch nicht mit dem Schmäh, Herr Abgeordneter Neudeck, ich habe das alles gründlich geprüft! Ich will nicht gerne belogen werden – egal, von wem, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
19 000 €. Das ein und dasselbe Jahr betreffend! (Abg. Neudeck: Zu verschiedenen Zeitpunkten bekommen Sie immer verschiedene Antworten!) Kommen S’ mir doch nicht mit dem Schmäh, Herr Abgeordneter Neudeck, ich habe das alles gründlich geprüft! Ich will nicht gerne belogen werden – egal, von wem, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Wir Abgeordneten haben hier nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, für eine entsprechende Aufklärung von Seiten der Bundesregierung zu sorgen. Ich sage Ihnen auch ganz klar: Ich bin nicht gegen Informationsarbeit einer Bundesregierung, und es geht nicht um den Umstand, dass, sondern wie Informationen gegeben werden. Wenn aber immer herauskommt, dass vor Wahlen – egal, ob vor Nationalratswahlen wie im Jahre 2002 oder vor Landtagswahlen wie im Jahre 2004 – der Informationsbedarf der Ministerien ansteigt, vor allem einzelner Ministerien sprunghaft ansteigt, und diese noch das Bedürfnis verspüren, drei Tage vor einer Wahl große Inserate zu produzieren, dann hört sich der Spaß auf! Das haben die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler nicht verdient! Und natürlich fürchten sich die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler davor, dass Ihnen bei den kommenden Wahlen im Herbst durch diese Bundesregierung wieder das Geld aus der Tasche gezogen wird, durch diese Bundesregierung, die Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Koalitionsparteien, zu verantworten haben. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Wir werden mehr informieren!
Halten wir fest: Es geht um den Umstand, dass Sie Jubelpropaganda machen, leider zu wenig Information (Abg. Dr. Stummvoll: Wir werden mehr informieren!), leider oftmals falsche Information, dass Sie mit öffentlichen Mitteln auch Parteiförderung betreiben (Abg. Dr. Fasslabend: Geh bitte, das stimmt ja nicht!) – das habe ich ja vorhin nachzuweisen versucht –, und ich könnte dazu noch weitere Belege anführen, wie parteinahe Zeitungen über Jahre hinweg gefördert wurden, wie über Jahre hinweg geschaut wurde – egal, ob es dabei um eine FPÖ- oder um eine Bauernbund-Zeitung geht –, dass dorthin entsprechende Mittel fließen. (Abg. Dr. Fasslabend: Wie viel Prozent macht das aus?) Auch das lässt sich klar nachweisen, meine sehr geehrten Damen und Herren.
Abg. Dr. Fasslabend: Geh bitte, das stimmt ja nicht!
Halten wir fest: Es geht um den Umstand, dass Sie Jubelpropaganda machen, leider zu wenig Information (Abg. Dr. Stummvoll: Wir werden mehr informieren!), leider oftmals falsche Information, dass Sie mit öffentlichen Mitteln auch Parteiförderung betreiben (Abg. Dr. Fasslabend: Geh bitte, das stimmt ja nicht!) – das habe ich ja vorhin nachzuweisen versucht –, und ich könnte dazu noch weitere Belege anführen, wie parteinahe Zeitungen über Jahre hinweg gefördert wurden, wie über Jahre hinweg geschaut wurde – egal, ob es dabei um eine FPÖ- oder um eine Bauernbund-Zeitung geht –, dass dorthin entsprechende Mittel fließen. (Abg. Dr. Fasslabend: Wie viel Prozent macht das aus?) Auch das lässt sich klar nachweisen, meine sehr geehrten Damen und Herren.
Abg. Dr. Fasslabend: Wie viel Prozent macht das aus?
Halten wir fest: Es geht um den Umstand, dass Sie Jubelpropaganda machen, leider zu wenig Information (Abg. Dr. Stummvoll: Wir werden mehr informieren!), leider oftmals falsche Information, dass Sie mit öffentlichen Mitteln auch Parteiförderung betreiben (Abg. Dr. Fasslabend: Geh bitte, das stimmt ja nicht!) – das habe ich ja vorhin nachzuweisen versucht –, und ich könnte dazu noch weitere Belege anführen, wie parteinahe Zeitungen über Jahre hinweg gefördert wurden, wie über Jahre hinweg geschaut wurde – egal, ob es dabei um eine FPÖ- oder um eine Bauernbund-Zeitung geht –, dass dorthin entsprechende Mittel fließen. (Abg. Dr. Fasslabend: Wie viel Prozent macht das aus?) Auch das lässt sich klar nachweisen, meine sehr geehrten Damen und Herren.
Na-Rufe bei der ÖVP.
Was wir einfordern, ist eine saubere und transparente Darstellung von Kosten für Öffentlichkeitsarbeit durch die Ressorts einerseits und andererseits eine entsprechende Begleitung. Wir haben deshalb auch, weil ich das wirklich gut finde, den Vorschlag des Abgeordneten Kräuter in unseren Antrag aufgenommen. (Na-Rufe bei der ÖVP.) Da würde sich der Spaß, den Sie jetzt noch haben bei Ihren Jubelinseraten, zu denen Sie sogar klatschen, auch wenn diese Inserate falsch sind, sehr bald aufhören, wenn Sie darunter den Preis für die Kampagne schreiben müssten.
Zwischenruf des Abg. Freund.
Ich halte das für einen ausgezeichneten Vorschlag. (Zwischenruf des Abg. Freund.) Ich würde es auch begrüßen, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Koalitionsparteien, wenn Sie sich mit uns darauf einigen könnten, dass in Zeiten vor Wahlen eine unabhängige Kommission die Informationsarbeit der Bundesregierung begleiten soll. Bis jetzt war es nämlich so, dass Sie ganz offensichtlich weder auf die Empfehlungen des Rechnungshofes noch auf Versuche der Oppositionsparteien, dieses Thema hier zu thematisieren, anzusprechen und Ihnen Vorschläge zu machen, reagiert haben. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich halte das für einen ausgezeichneten Vorschlag. (Zwischenruf des Abg. Freund.) Ich würde es auch begrüßen, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Koalitionsparteien, wenn Sie sich mit uns darauf einigen könnten, dass in Zeiten vor Wahlen eine unabhängige Kommission die Informationsarbeit der Bundesregierung begleiten soll. Bis jetzt war es nämlich so, dass Sie ganz offensichtlich weder auf die Empfehlungen des Rechnungshofes noch auf Versuche der Oppositionsparteien, dieses Thema hier zu thematisieren, anzusprechen und Ihnen Vorschläge zu machen, reagiert haben. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben mit nichts reagiert, Sie haben einfach schlicht und ergreifend so weiter gemacht wie gehabt! Das ist zu wenig, Herr Abgeordneter Molterer. Reißen Sie sich zusammen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler haben eine Informationsarbeit verdient, aber keine Jubelpropaganda von Seiten der Regierungsparteien. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Neudeck entfernt die Graphik, die Abg. Öllinger auf dem Rednerpult zurückgelassen hat, und bringt diese zu dessen Platz.
Staatssekretär im Bundeskanzleramt Franz Morak: Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren des Hohen Hauses! Herr Abgeordneter Öllinger, selbst bei wirklich sehnsüchtigem Bemühen meinerseits, einen gewissen Zusammenhang zwischen diesem Dringlichen Antrag und Ihrer Rede herzustellen, ist mir das nicht ganz gelungen. Ich möchte aber trotzdem eine Antwort auf Ihren Dringlichen Antrag abgeben. (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Neudeck entfernt die Graphik, die Abg. Öllinger auf dem Rednerpult zurückgelassen hat, und bringt diese zu dessen Platz.) – Ich danke Ihnen schön! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Staatssekretär im Bundeskanzleramt Franz Morak: Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren des Hohen Hauses! Herr Abgeordneter Öllinger, selbst bei wirklich sehnsüchtigem Bemühen meinerseits, einen gewissen Zusammenhang zwischen diesem Dringlichen Antrag und Ihrer Rede herzustellen, ist mir das nicht ganz gelungen. Ich möchte aber trotzdem eine Antwort auf Ihren Dringlichen Antrag abgeben. (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Neudeck entfernt die Graphik, die Abg. Öllinger auf dem Rednerpult zurückgelassen hat, und bringt diese zu dessen Platz.) – Ich danke Ihnen schön! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Wittmann: Das ist ein intellektuelles Armutszeugnis!
Ich glaube, meine Damen und Herren, es herrscht in diesem Haus ... (Abg. Dr. Wittmann: Das ist ein intellektuelles Armutszeugnis!) – Schauen Sie, ich trage das jetzt vor, dann bin ich gleich fertig und dann können Sie eine Antwort darauf geben. Sie sind ja auf der Rednerliste. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Brosz. – Abg. Dr. Wittmann: Falsche Rede! Die haben Sie gestern gehalten!)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Brosz. – Abg. Dr. Wittmann: Falsche Rede! Die haben Sie gestern gehalten!
Ich glaube, meine Damen und Herren, es herrscht in diesem Haus ... (Abg. Dr. Wittmann: Das ist ein intellektuelles Armutszeugnis!) – Schauen Sie, ich trage das jetzt vor, dann bin ich gleich fertig und dann können Sie eine Antwort darauf geben. Sie sind ja auf der Rednerliste. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Brosz. – Abg. Dr. Wittmann: Falsche Rede! Die haben Sie gestern gehalten!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich glaube, es herrscht in diesem Haus Konsens darüber, dass in einer modernen demokratischen Gesellschaft Kommunikation und Information zwischen den staatlichen und öffentlichen Körperschaften auf der einen und dem Bürger auf der anderen Seite ein wesentliches Kriterium der politischen Kommunikation geworden sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Broukal: Jetzt outrieren Sie schon!
Es ist daher selbstverständlich, dass die Körperschaften des öffentlichen Rechts, Länder, Gemeinden, Sozialpartner, Interessenvertretungen, Parteien, das Parlament und schließlich auch die Bundesregierung Öffentlichkeitsarbeit betreiben. (Abg. Broukal: Jetzt outrieren Sie schon!) Über das Wie scheiden sich seit jeher – und nicht nur in der politischen Diskussion – in Österreich die Geister. (Abg. Öllinger: Das sind Kammerspiele! – Abg. Broukal: Werben oder nicht werben, das ist hier die Frage!) – Das kann ich auch. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Das sind Kammerspiele! – Abg. Broukal: Werben oder nicht werben, das ist hier die Frage!
Es ist daher selbstverständlich, dass die Körperschaften des öffentlichen Rechts, Länder, Gemeinden, Sozialpartner, Interessenvertretungen, Parteien, das Parlament und schließlich auch die Bundesregierung Öffentlichkeitsarbeit betreiben. (Abg. Broukal: Jetzt outrieren Sie schon!) Über das Wie scheiden sich seit jeher – und nicht nur in der politischen Diskussion – in Österreich die Geister. (Abg. Öllinger: Das sind Kammerspiele! – Abg. Broukal: Werben oder nicht werben, das ist hier die Frage!) – Das kann ich auch. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist daher selbstverständlich, dass die Körperschaften des öffentlichen Rechts, Länder, Gemeinden, Sozialpartner, Interessenvertretungen, Parteien, das Parlament und schließlich auch die Bundesregierung Öffentlichkeitsarbeit betreiben. (Abg. Broukal: Jetzt outrieren Sie schon!) Über das Wie scheiden sich seit jeher – und nicht nur in der politischen Diskussion – in Österreich die Geister. (Abg. Öllinger: Das sind Kammerspiele! – Abg. Broukal: Werben oder nicht werben, das ist hier die Frage!) – Das kann ich auch. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Schön gesprochen!
Dass die österreichische Bundesregierung sowohl im innerösterreichischen Vergleich als auch international ihrer Informationspflicht mit Augenmaß nachkommt, möchte ich Ihnen anhand einer Vergleichszahl deutlich machen. Sie betrifft die Zahl der Mitarbeiter, die für die Informationstätigkeit des Bundes zuständig sind. Der im Bundeskanzleramt angesiedelte Bundespressedienst umfasst derzeit 39 Mitarbeiter. (Abg. Öllinger: Schön gesprochen!) Dagegen umfasst der Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien laut Voranschlag 2006 111 Mitarbeiter. (Ah-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Wahnsinn! Das ist ja unglaublich!)
Ah-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Wahnsinn! Das ist ja unglaublich!
Dass die österreichische Bundesregierung sowohl im innerösterreichischen Vergleich als auch international ihrer Informationspflicht mit Augenmaß nachkommt, möchte ich Ihnen anhand einer Vergleichszahl deutlich machen. Sie betrifft die Zahl der Mitarbeiter, die für die Informationstätigkeit des Bundes zuständig sind. Der im Bundeskanzleramt angesiedelte Bundespressedienst umfasst derzeit 39 Mitarbeiter. (Abg. Öllinger: Schön gesprochen!) Dagegen umfasst der Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien laut Voranschlag 2006 111 Mitarbeiter. (Ah-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Wahnsinn! Das ist ja unglaublich!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das interessiert aber nicht!
Wenn also für den Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien fast dreimal so viele Mitarbeiter wie für den Bundespressedienst tätig sind, so spricht das eine deutliche Sprache dahin gehend, dass die Informationstätigkeit der Bundesregierung mit Augenmaß und in einem vertretbaren Umfang erfolgt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das interessiert aber nicht!)
Abg. Mag. Kogler: So ist es! – Abg. Öllinger: Richtig!
Sie haben, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition, dem Entschließungsantrag eine Reihe von Kriterien zugrunde gelegt, die sich fast wörtlich an jenem Katalog orientieren, den Präsident Fiedler aus Anlass einer Prüfung ausgewählter Werbemaßnahmen der Bundesregierung im Jahr 2002 vorgelegt hat. (Abg. Mag. Kogler: So ist es! – Abg. Öllinger: Richtig!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Brosz: Der Fiedler ...!
Ich kann Ihnen versichern, dass diese Kriterien schon jetzt für die Informationstätigkeit der Bundesregierung Richtschnur sind und dies auch in Zukunft sein werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Brosz: Der Fiedler ...!)
Abg. Dr. Fekter: Auch für Häupl! – Abg. Dr. Stummvoll: Auch für Wien!
Ich stimme Ihnen zu, dass es durchaus überlegenswert ist, anhand dieser Richtlinien einen Kriterienkatalog zu entwickeln, der allerdings dann für das gesamte öffentliche Leben in Österreich maßgeblich sein sollte. (Abg. Dr. Fekter: Auch für Häupl! – Abg. Dr. Stummvoll: Auch für Wien!) Ich möchte Sie in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass auch jene Mittel, die seitens der Länder, Gemeinden, aber auch der Arbeiterkammer und anderer Organisationen für Informationszwecke aufgewendet werden, direkt und indirekt vom Steuerzahler bezahlt werden müssen. (Abg. Dr. Fekter: Ja, genau! – Abg. Dr. Niederwieser: Die Wirtschaftskammer haben Sie vergessen!)
Abg. Dr. Fekter: Ja, genau! – Abg. Dr. Niederwieser: Die Wirtschaftskammer haben Sie vergessen!
Ich stimme Ihnen zu, dass es durchaus überlegenswert ist, anhand dieser Richtlinien einen Kriterienkatalog zu entwickeln, der allerdings dann für das gesamte öffentliche Leben in Österreich maßgeblich sein sollte. (Abg. Dr. Fekter: Auch für Häupl! – Abg. Dr. Stummvoll: Auch für Wien!) Ich möchte Sie in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass auch jene Mittel, die seitens der Länder, Gemeinden, aber auch der Arbeiterkammer und anderer Organisationen für Informationszwecke aufgewendet werden, direkt und indirekt vom Steuerzahler bezahlt werden müssen. (Abg. Dr. Fekter: Ja, genau! – Abg. Dr. Niederwieser: Die Wirtschaftskammer haben Sie vergessen!)
Abg. Dr. Wittmann: Kommen Sie sich nicht ein bisschen komisch vor?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wer heute als politisch interessierter Leser Wochenmagazine durchblättert, der wird sehr schnell feststellen, dass die Bundesregierung bei weitem nicht federführend bei bezahlten Werbeeinschaltungen und Inseraten ist. Sie können sich somit selbst davon überzeugen, dass die Informationstätigkeit etwa der Stadt Wien und der ihr zu 100 Prozent gehörenden Unternehmen im Rahmen der Wiener Holding bei weitem jene der Bundesregierung übersteigt. (Abg. Dr. Wittmann: Kommen Sie sich nicht ein bisschen komisch vor?) Daher ist es nur recht und billig, zu verlangen, dass, wenn man sich auf einen Kriterienkatalog für Öffentlichkeitsarbeit beziehungsweise Informations- und Werbemaßnahmen einigt, dies für alle Gebietskörperschaften und alle Sozialpartner bindend sein soll. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Dr. Stummvoll: Auch für Wien! – Abg. Dr. Fekter: Lange Gesichter bei der SPÖ!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Dr. Stummvoll: Auch für Wien! – Abg. Dr. Fekter: Lange Gesichter bei der SPÖ!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wer heute als politisch interessierter Leser Wochenmagazine durchblättert, der wird sehr schnell feststellen, dass die Bundesregierung bei weitem nicht federführend bei bezahlten Werbeeinschaltungen und Inseraten ist. Sie können sich somit selbst davon überzeugen, dass die Informationstätigkeit etwa der Stadt Wien und der ihr zu 100 Prozent gehörenden Unternehmen im Rahmen der Wiener Holding bei weitem jene der Bundesregierung übersteigt. (Abg. Dr. Wittmann: Kommen Sie sich nicht ein bisschen komisch vor?) Daher ist es nur recht und billig, zu verlangen, dass, wenn man sich auf einen Kriterienkatalog für Öffentlichkeitsarbeit beziehungsweise Informations- und Werbemaßnahmen einigt, dies für alle Gebietskörperschaften und alle Sozialpartner bindend sein soll. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Dr. Stummvoll: Auch für Wien! – Abg. Dr. Fekter: Lange Gesichter bei der SPÖ!)
Abg. Mag. Kogler: Das glaubt Ihnen kein Mensch! – Abg. Öllinger: Was machen Sie da überhaupt?
Im Übrigen kann ich Ihnen versichern, dass wir uns bei der Öffentlichkeitsarbeit des Bundes an den in Deutschland vom Bundesverfassungsgericht aufgestellten Leitsätzen für die Öffentlichkeitsarbeit orientieren. (Abg. Mag. Kogler: Das glaubt Ihnen kein Mensch! – Abg. Öllinger: Was machen Sie da überhaupt?) Lassen Sie mich dazu die Kernaussage eines einschlägigen Erkenntnisses des Deutschen Bundesverfassungsgerichtes zitieren:
Abg. Dr. Wittmann: Es ist Ihnen unangenehm!
Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner Rechtsprechung anerkannt, dass die Öffentlichkeitsarbeit von Regierung und gesetzgebenden Körperschaften nicht nur zulässig, sondern auch notwendig ist, um den Grundkonsens im demokratischen Gemeinwesen lebendig zu erhalten. In den Rahmen zulässiger Öffentlichkeitsarbeit fällt danach, die Politik der Regierung, ihre Maßnahmen und Vorhaben sowie künftig zu lösende Fragen darzulegen und zu erläutern. – Zitatende. (Abg. Dr. Wittmann: Es ist Ihnen unangenehm!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Wir sind nie im Glashaus gesessen!
teressant!) Manchmal fühlt man sich aber an den alten Grundsatz erinnert: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Wir sind nie im Glashaus gesessen!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Molterer und Abg. Dr. Stummvoll: Ah so?! – Abg. Öllinger: Wir haben nichts gegen Information!
Ihnen, meine Damen und Herren von den Grünen, darf ich nur in Erinnerung rufen, dass Sie dort, wo die Grünen an der Regierungsarbeit teilhaben, wie beispielsweise in Oberösterreich, gerne Möglichkeiten von Werbe- und Informationsmaßnahmen der jeweiligen Regierung nützen. Ist Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Grünen, nicht auch schon das eine oder andere Inserat der Oberösterreichischen Landesregierung aufgefallen, auf denen Ihnen der grüne Landesrat Anschober durch so manches oberösterreichische Medium entgegengelächelt hat? (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Molterer und Abg. Dr. Stummvoll: Ah so?! – Abg. Öllinger: Wir haben nichts gegen Information!)
Abg. Öllinger: Nicht Desinformation!
Ich darf Sie daher einladen, dass wir diese Debatte vor dem Hintergrund führen, zu dem wir uns alle bekennen, nämlich dass Informationsarbeit wichtig ist, dass Werbemaßnahmen ein legitimes Mittel der Information der breiten Öffentlichkeit (Abg. Öllinger: Nicht Desinformation!) durch eine Gebietskörperschaft – sei es Bund, Land oder Gemeinde – darstellen und dass es darum geht, wie überall im Leben, eine gewisse Proportionalität in der Verwendung der Mittel zu finden.
Abg. Öllinger: Ist das ansprechend?
Jedenfalls bin ich davon überzeugt, dass Informationen, auch wenn sie von der öffentlichen Hand kommen, in einer Art und Weise aufbereitet sein dürfen und sollen, in der sie die Bevölkerung ansprechen. (Abg. Öllinger: Ist das ansprechend?) So wie überall geht es auch bei allen Informationsaktivitäten der Gebietskörperschaften darum, den Adressaten, nämlich den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes, Botschaften zu vermitteln. – In diesem Sinne danke ich Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Jedenfalls bin ich davon überzeugt, dass Informationen, auch wenn sie von der öffentlichen Hand kommen, in einer Art und Weise aufbereitet sein dürfen und sollen, in der sie die Bevölkerung ansprechen. (Abg. Öllinger: Ist das ansprechend?) So wie überall geht es auch bei allen Informationsaktivitäten der Gebietskörperschaften darum, den Adressaten, nämlich den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes, Botschaften zu vermitteln. – In diesem Sinne danke ich Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Fekter – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Kogler –: Sie haben die falsche Rede! Die haben Sie gestern schon mitgehabt!
Die Debatte eröffnet Herr Abgeordneter Mag. Kogler. 10 Minuten Wunschredezeit und gesetzliche Redezeit. – Bitte. (Abg. Dr. Fekter – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Kogler –: Sie haben die falsche Rede! Die haben Sie gestern schon mitgehabt!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Das rote Licht hier kann nicht richtig sein, genauso wie aber die Zwischenrufe richtig sind, mit denen Sie wiederum darauf hinweisen (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer), dass ich einen Rechnungshofbericht mitgenommen habe. Ich habe den Rechnungshofbericht III-329 der Beilagen hier, in dem der Rechnungshof darauf hinweist, unter welchen Voraussetzungen Regierungswerbung überhaupt zulässig sein könnte.
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wo haben Sie Ihre Schenkel, Herr Kollege?
Aber bevor wir dazu kommen, lassen Sie mich noch eine kurze Anmerkung zu den Darbietungen hier im Saale machen! Das Inserat über die olympische Disziplin „Schenkelklopfen und Johlen von desorientierten Abgeordneten“ ist ja nicht mehr weit – so haben Sie sich heute hier präsentiert. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wo haben Sie Ihre Schenkel, Herr Kollege?)
Beifall bei den Grünen.
Zweitens: Was sind diese massiven Missbräuche? – Es ist keine Kleinigkeit mehr, wenn im Jahr – im Jahr! – 20 Millionen € auf diese Art und Weise verbraten werden, unabhängig davon, ob da oder dort etwas Richtiges oder Falsches gesagt wird – darauf werden wir noch kommen –, aber es geht schlicht und ergreifend darum – und man hat sich ja dazu verstiegen, sich noch einmal auf den Rechnungshof zu berufen –, ob bestimmte Standards eingehalten werden oder nicht, oder ob man mit Anlauf und mit voller Absicht das Geld der SteuerzahlerInnen beim Fenster hinauswirft, um sie noch mit diesen unsinnigen Inseraten zu belästigen oder ihnen sogar die Unwahrheit zu servieren. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Fekter: Wir müssen ständig eure Unwahrheiten korrigieren!
Das ist doch der Kreislauf, den Sie hier beschreiben: Steuergeld verschwenden, Unwahrheiten unter das Volk bringen, und die Menschen sollen sich noch mit selbst bezahlten Dingen von Ihren Unsinnigkeiten anagitieren lassen. Dass Ihnen da noch einmal etwas blühen wird, das wird Sie ja nicht wundern! (Abg. Dr. Fekter: Wir müssen ständig eure Unwahrheiten korrigieren!)
Abg. Mag. Molterer: Der Überzeugung!
Jetzt hatten wir hier wieder Herrn Staatssekretär Morak, der mit dem Ton (Abg. Mag. Molterer: Der Überzeugung!) – nein, nein, warten Sie ab; mit dem Tonfall können Sie ja dann noch konkurrenzieren – aus Grimms Märchenstunde gesprochen hat. Aber das wird alles nichts helfen!
Abg. Mag. Molterer: Das ist Kanzleramt!
Es war der Herr Bundeskanzler, der heute hier das Johlen und Schenkelklopfen mit seinen Antworten in der Fragestunde eingeleitet hat. Ich werde mich auch noch einmal auf ihn beziehen, denn diese Sache wäre eigentlich auch Sache des Kanzleramts, dort werden die Regierungsaktivitäten koordiniert und von dort ... (Abg. Mag. Molterer: Das ist Kanzleramt!)
Rufe bei der ÖVP: He!
Ja, ich weiß schon, aber es wäre gut, wenn sich der Herr Bundeskanzler dieser Verantwortung hier gestellt hätte und nicht einfach in der Fragestunde, wo man als Abgeordneter ja kaum Möglichkeiten hat, nachweislich und mehrmals die Unwahrheit in dieser Angelegenheit verzapft hätte – und ich sage Ihnen auch, wo er das getan hat. (Rufe bei der ÖVP: He!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es ist sowieso nichts Neues, dass es der Her Bundeskanzler mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, das ist mir schon klar, aber er hat sich ... (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Richtig!
Hier ist er gestanden und hat Folgendes bezüglich der Punkte des Rechnungshofes erklärt. – Vermutlich hat er sich über den Rechnungshof lustig machen wollen, denn wenn er es ernst gemeint hätte, so hat er nacheinander die Unwahrheit gesagt. – Er hat hier sechs Punkte zum Besten gegeben und hat gesagt, einer nach dem anderen ist erfüllt. (Abg. Dr. Fekter: Richtig!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Präsident Fiedler hat damals noch diese Punkte ausgearbeitet – wir waren dabei –, Fiedler sagte doch selbst – lesen Sie nach im „Kurier“ von vor wenigen Tagen, erst vor kurzem! –, dass mit den meisten Werbemaßnahmen, insbesondere mit jenen Jubelinseraten zu den Erfolgen der österreichischen Sportler bei weitem jedes Maß verloren gegangen ist und dass die Punkte des Rechnungshofes genau nicht eingehalten worden sind. Das ist die Aussage desjenigen Präsidenten des Rechnungshofes, der diese Richtlinien verfasst hat! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Er hat keine Ahnung!
Ich bleibe beim Kanzleramt und bei Bundeskanzler Schüssel. Der Herr Staatssekretär hat natürlich mitnichten – mitnichten! – diese Divergenzen aufgeklärt (Abg. Öllinger: Er hat keine Ahnung!), wo die Abgeordneten des Parlaments – letztlich auch Sie (in Richtung ÖVP), aber Ihnen ist das ja offensichtlich Wurscht – falsch informiert worden sind. Ich habe mir jetzt die Anfragen geholt, die Kollege Öllinger angesprochen hat:
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Wo?
Das ist doch unerhört! Da können Sie ruhig noch weiter darüber lachen, Faktum ist an dieser Stelle, dass entweder der Herr Finanzminister oder der Herr Bundeskanzler das Parlament falsch informiert hat, unwahre Angaben gemacht hat und Sie sich ruhig weiter darüber belustigen können. Anderswo, in einem anderen Parlament, wo die demokratischen Gepflogenheiten ein bisschen besser eingehalten werden, hätte das ganz andere Konsequenzen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Wo?)
Abg. Neudeck: Eine Geschäftsordnung, die die SPÖ mitbestimmt hat, als sie stärkste Partei war!
Ich darf mich wiederholen: Johlen und Schenkelklopfen ist Ihre Reaktion. Johlen und Schenkelklopfen! Und je mehr Sie klopfen und johlen, desto ernster sind offensichtlich die Vorhalte – die Vorhalte sind ja damit nicht zu Ende. Es geht ja auch nicht nur um die Summen. (Abg. Neudeck: Eine Geschäftsordnung, die die SPÖ mitbestimmt hat, als sie stärkste Partei war!)
Abg. Neudeck: Sie wissen, was mit Zeitungsenten passiert? Die kriegen auch die Vogelgrippe! – Abg. Dr. Fekter: Haben Sie Beweise dafür? – Abg. Neudeck: Dann legt etwas hin!
Bleiben wir nur im Sozialministerium! Dort explodieren die Kosten – also die Summen steigen –, aber: Wofür? Im Artikel im „Kurier“ wurde berichtet, dass mittlerweile schon die Mitarbeiter im Ministerium die sozusagen tragische, muss man fast sagen, Erkenntnis äußern, dass das dort nicht nur eine Sache der Betragshöhe ist, sondern dass möglicherweise auch falsch abgerechnet wird, dass unmittelbar und über Umwege das BZÖ Nutznießer dieser Millionen-Kampagnen ist, weil dort nicht einmal genau abgerechnet wird. Es ist also nicht einmal sicher, ob nicht diverse BZÖ-Aktivitäten unmittelbar aus dem Sozialressort finanziert werden! (Abg. Neudeck: Sie wissen, was mit Zeitungsenten passiert? Die kriegen auch die Vogelgrippe! – Abg. Dr. Fekter: Haben Sie Beweise dafür? – Abg. Neudeck: Dann legt etwas hin!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie mögen ja zu Recht jammern, was Sie wollen, aber Sozialfall im herkömmlichen Sinn sind Sie wohl hoffentlich noch nicht. Und deshalb gehört das überprüft! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Weinzinger hält die erwähnte Graphik in die Höhe.
Ich bin ja immer noch gespannt darauf, wann die Frau Sozialministerin endlich den Rechnungshof damit beauftragen wird, einmal Nachschau zu halten, wie denn diese vielen Millionen abgerechnet werden. Und es hilft ja nichts: Kaum hat man einmal einen Zipfel erwischt ... 4,2 Millionen € war die erste Auskunft. Das waren die Kosten für das Jahr 2005, bei 2006 sind wir noch gar nicht. Die Graphik des Kollegen Öllinger müsste so ausschauen, dass die Kurve 2006 steil nach oben geht – aber das ist wieder eine andere Debatte –, die müsste man noch ergänzen. (Abg. Mag. Weinzinger hält die erwähnte Graphik in die Höhe.)
Abg. Neudeck – auf das rot blinkende Licht am Rednerpult zeigend –: Sie auch nicht!
Ja, wunderbar! Gratuliere! Da gehört Geld hingeschoben! – So wird hier vorgegangen, aber viel Zeit haben Sie ja nicht mehr. (Abg. Neudeck – auf das rot blinkende Licht am Rednerpult zeigend –: Sie auch nicht!)
Beifall bei den Grünen.
Ich komme noch einmal zu einem Punkt, der hier behandelt worden ist, und stelle die Frage: Wie sonst soll es, Herr Präsident, bezeichnet werden, wenn die Bundesregierung behauptet, dass sie außerhalb des Euroraums ist – ich weiß ja nicht, ob man sich jetzt nicht dem Strache-Volksbegehren unterworfen hat –, und wenn das noch dazu unter die Leute gebracht wird und mit Steuergeld bezahlt wird? Als was soll man das sonst charakterisieren denn als ausgewiesenen, in Zeitungen dargestellten, dem Steuerzahler Geld kostenden und schlicht und ergreifenden Blödsinn. Das ist einfach ein Blödsinn! Und das ist auch zu sagen. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Ich komme nun zum abschließenden Punkt: Der Bundeskanzler und der Herr Vizekanzler haben sich dazu verstiegen, persönlich, so wie weiland bei irgendwelchen Diktaturen, die Sportler vor sich hinzustellen und zu sagen: Das sind unsere Erfolge! (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Das trägt dann noch die Unterschriften des Vizekanzlers und des Bundeskanzlers. Ich schlage vor: Wir werden das Geld bei den Herren persönlich wieder eintreiben, denn das muss man sich wirklich nicht gefallen lassen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich komme nun zum abschließenden Punkt: Der Bundeskanzler und der Herr Vizekanzler haben sich dazu verstiegen, persönlich, so wie weiland bei irgendwelchen Diktaturen, die Sportler vor sich hinzustellen und zu sagen: Das sind unsere Erfolge! (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Das trägt dann noch die Unterschriften des Vizekanzlers und des Bundeskanzlers. Ich schlage vor: Wir werden das Geld bei den Herren persönlich wieder eintreiben, denn das muss man sich wirklich nicht gefallen lassen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist das Parlament! Wir kontrollieren die Regierung! Wenn Sie den oberösterreichischen Landesrat ...!
den Grünen: Gott sei Dank! Mehrere!) Und da haben die Grünen einen Startvorteil: Sie können sich mit mehreren Regierungsmitgliedern beschäftigen, ich jedoch kann mich bei Ihnen nur mit einem Regierungsmitglied beschäftigen, und zwar mit Ihrem Regierungsmitglied in Oberösterreich. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist das Parlament! Wir kontrollieren die Regierung! Wenn Sie den oberösterreichischen Landesrat ...!)
Abg. Dr. Rasinger: Bitte, zeig das noch einmal!
Nummer eins: Neujahrsinserat; Hauptinformation ist das Bild. (Abg. Dr. Rasinger: Bitte, zeig das noch einmal!) Ich zeige das noch mehrere Male.
Rufe bei der ÖVP: Rechnungshof!
Die wichtigste Botschaft: Foto des Landesrates. (Rufe bei der ÖVP: Rechnungshof!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rasinger.
Oder – das sind nur die letzten Inserate, bei zehn höre ich auf, ich will niemanden langweilen –: „Ökostrom für Oberösterreich.“ Wo ist hier (eine Kopie des Inserates in die Höhe haltend) der Inhalt? (Zwischenruf des Abg. Dr. Rasinger.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Wichtigste Botschaft: Foto des Landesrates. – Kollege Rasinger, jetzt kennst du das Foto hoffentlich schon. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Rechnungshof!
Nächste inhaltliche Botschaft (eine Kopie des Inserates vorzeigend): „Ökobonus für Forschung im Umweltbereich.“ – Der Rest sind bildliche Darstellungen. Das ist überhaupt nur ein Bilderbuch. (Rufe bei der ÖVP: Rechnungshof!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wichtigste Botschaft: Foto des Landesrates. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Oder, und da bin ich ganz der Meinung des Landesrats (eine Kopie des Inserates vorzeigend): „Kaufen Sie Obst und Gemüse ...“ – Jawohl, sage ich! Kaufen wir Obst und Gemüse! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Oder (eine Kopie des Inserates in die Höhe haltend): „Oberösterreich“ ist „Europameister!“ – Wir lassen da das „Ober“ weg und sagen: Österreich ist Europameister! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aber es gibt einen Unterschied! Wir sagen: Es ist gut, dass informiert wird! Sie sagen: Das ist „peinlich, schäbig und protzig“, wie man in der „Neuen Zürcher Zeitung“ lesen kann. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Wer zahlt das?
Das unterscheidet uns voneinander: Hier sich als Schneewittchen herzustellen, aber dort, wo man in der Regierung ist, eifrig das eigene Konterfei möglichst schön ins Blickfeld zu rücken. – Der Herr Landesrat ist ja tatsächlich ein fescher Kerl, also so gesehen passt es. (Ruf bei der ÖVP: Wer zahlt das?)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.
Jetzt sage ich Ihnen eines: So gesehen war es goldrichtig, bei neun Goldmedaillen dieses Willkommens-Inserat letzten Sonntag zu schalten! Es war goldrichtig! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Den „Spiegel“ dieser Woche (ein Exemplar desselben in die Höhe haltend), nehmen Sie ihn selbst zur Hand! Wissen Sie, was da die Botschaft ist? Sie sehen es: Alle lachen hier, auch die Sozialdemokraten. Und die Botschaft ist: die „Stimmungslage der Nation“. Das ist das ganz Entscheidende! Deutschland wird hier sogar als „das Land des Lächelns“ bezeichnet – weil es ein Aufatmen gibt in Deutschland. Sieben Jahre Rot/Grün sind zu Ende, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sie aber können alles nur schlechtreden. Sie werden damit falsch liegen. Wir werden den Österreichern und Österreicherinnen sagen: Wir sind gut im Sport, in der Wirtschaft, in der Kunst, in der Kultur – und auch durch unsere Arbeit! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: 80 000 €! Das glaubt ja niemand!
Aber was ist der Unterschied zwischen Steuergeld, das hierfür verwendet worden ist, und den 80 000 €, die die Bundesregierung ausgegeben hat? Das möchte ich erklärt haben. Das würde mich auch interessieren. (Abg. Öllinger: 80 000 €! Das glaubt ja niemand!)
anhaltende Wow-Rufe bei der ÖVP
Das sind die Zahlen von Wien: Für das Jahr 2001: 26 Millionen € (anhaltende Wow-Rufe bei der ÖVP), für das Jahr 2002: 29 Millionen €, für das Jahr 2003: 27 Millionen € (Ruf bei der ÖVP: Wahnsinn!), für das Jahr 2004: 29 Millionen €.
Ruf bei der ÖVP: Wahnsinn!
Das sind die Zahlen von Wien: Für das Jahr 2001: 26 Millionen € (anhaltende Wow-Rufe bei der ÖVP), für das Jahr 2002: 29 Millionen €, für das Jahr 2003: 27 Millionen € (Ruf bei der ÖVP: Wahnsinn!), für das Jahr 2004: 29 Millionen €.
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Wissen Sie, was der Unterschied zum heurigen Jahr ist? – In der Vergangenheit hat man sich dafür noch geniert, denn im Voranschlag waren bisher immer nur 15 bis 20 Millionen € enthalten. Wissen Sie, was jetzt im Voranschlag für 2006 steht? – Da hat man bereits 27 Millionen € budgetiert. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Wenn die 10 Millionen noch dazukommen, die Sie immer zusätzlich ausgegeben haben, na dann gute Nacht!
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Khol gibt erneut das Glockenzeichen.
Also, meine Damen und Herren: Lassen Sie die Doppelbödigkeit! (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Khol gibt erneut das Glockenzeichen.) Stehen Sie dazu: Informationsarbeit ist in der Regierung notwendig! Staatssekretär Morak hat Recht! (Lebhafter Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Lebhafter Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Also, meine Damen und Herren: Lassen Sie die Doppelbödigkeit! (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Khol gibt erneut das Glockenzeichen.) Stehen Sie dazu: Informationsarbeit ist in der Regierung notwendig! Staatssekretär Morak hat Recht! (Lebhafter Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Fekter: Unfassbar großartig!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Angesichts der heutigen Fragestunde und der Auftritte unter anderem des Herrn Abgeordneten Lopatka entsteht der Eindruck, dass der Fasching noch nicht zu Ende ist. Es wirkt wie eine verlängerte Faschingssitzung. Vor allem das, was der Bundeskanzler in der heutigen Fragestunde geboten hat, ist unfassbar. (Abg. Dr. Fekter: Unfassbar großartig!) Er hat das einfach nicht als Fragestunde akzeptiert, er hat versucht, die Fragestunde lächerlich zu machen, runterzumachen – immerhin eine parlamentarische Einrichtung, die man ernst nehmen sollte. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Angesichts der heutigen Fragestunde und der Auftritte unter anderem des Herrn Abgeordneten Lopatka entsteht der Eindruck, dass der Fasching noch nicht zu Ende ist. Es wirkt wie eine verlängerte Faschingssitzung. Vor allem das, was der Bundeskanzler in der heutigen Fragestunde geboten hat, ist unfassbar. (Abg. Dr. Fekter: Unfassbar großartig!) Er hat das einfach nicht als Fragestunde akzeptiert, er hat versucht, die Fragestunde lächerlich zu machen, runterzumachen – immerhin eine parlamentarische Einrichtung, die man ernst nehmen sollte. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – Abg. Mag. Molterer: Eigenwerbung!
Jetzt sage ich Ihnen noch etwas: Am 9. Februar 2000 – Sie können das in Qualitätsbüchern nachlesen (ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – Abg. Mag. Molterer: Eigenwerbung!) – sagte der Bundeskanzler in seiner Regierungserklärung:
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Doch genau das Gegenteil haben Sie gemacht. Genau das Gegenteil! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Weit über eine Milliarde Schilling haben Sie verpulvert in den einzelnen Ministerien für Inserate, für Beraterverträge, für Repräsentationsaufgaben. Die Hubraumgrenze bei Dienstautos wurde beseitigt. All das haben Sie gemacht, und die Geldbeträge, die Sie hier verpulvert haben, gehen in unendliche Millionenhöhen. (Zwischenrufe und Heiterkeit bei der ÖVP. – Ruf bei den Freiheitlichen: Seien Sie sachlich!)
Zwischenrufe und Heiterkeit bei der ÖVP. – Ruf bei den Freiheitlichen: Seien Sie sachlich!
Doch genau das Gegenteil haben Sie gemacht. Genau das Gegenteil! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Weit über eine Milliarde Schilling haben Sie verpulvert in den einzelnen Ministerien für Inserate, für Beraterverträge, für Repräsentationsaufgaben. Die Hubraumgrenze bei Dienstautos wurde beseitigt. All das haben Sie gemacht, und die Geldbeträge, die Sie hier verpulvert haben, gehen in unendliche Millionenhöhen. (Zwischenrufe und Heiterkeit bei der ÖVP. – Ruf bei den Freiheitlichen: Seien Sie sachlich!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Sie finden das lustig? – Okay. Wir werden schauen, ob Sie dann, wenn wir diese Information an Ihre Wählerinnen und Wähler in Ihrem Wahlkreis weitergeben, bei den Wahlkreisveranstaltungen auch noch etwas zu lachen haben werden, wenn dort die wirklichen Probleme, die Beschäftigungslage in Ihrem Wahlkreis, die Standortfrage von Unternehmungen, die Förderungen im Agrarbereich, die Pensionskürzungen oder was auch immer das sein mag, zur Sprache kommen! (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Da muss in Wien die Politik sehr schlecht sein! Warum schmeißt Wien so viel Geld raus?
Ihre Linie, die Sie da vertreten haben, war, zu sagen: Das haben wir alles gemacht! Wir haben den SteuerzahlerInnen in die Geldtaschen gegriffen. Es haben die Reallöhne stagniert, und es gibt eine Zweiklassenmedizin. Das haben wir alles zu verantworten. Aber bei uns haben wir nicht gespart, für uns haben wir das Geld rausgeschmissen, weil wir der Meinung waren, je schlechter die Politik ist, desto mehr müssen wir werben und inserieren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Da muss in Wien die Politik sehr schlecht sein! Warum schmeißt Wien so viel Geld raus?) – Ja, ja, ja, ist schon gut so.
Beifall bei der SPÖ sowie demonstrativer Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich sehe ja Folgendes ein: dass man gratuliert. – Keine Frage. Warum nicht? Es war ja eine tolle Erfolgsbilanz der österreichischen Sportler. Keine Frage. (Beifall bei der SPÖ sowie demonstrativer Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Das möchte ich auch an dieser Stelle hier machen.
Heiterkeit bei der SPÖ.
Aber die Kulturform des Gratulierens kann man unterschiedlich bewerten. Ich habe mir die Szene angeschaut „Benni Raich und der Bundeskanzler“. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Benni Raich gibt als normal erzogener Mensch die Hand, der Bundeskanzler nimmt sie, zieht ihn zu sich, und es folgt ein Schmatz auf die linke Wange und ein Schmatz auf die rechte Wange. – Erich Honecker schau’ runter! Dieses Abbusseln von Sportlern
Beifall bei der SPÖ.
erinnert mich an etwas. – Das ist die Gratulationskultur des Herrn Bundeskanzlers! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer – auf Abg. Dr. Gusenbauer zeigend –: Aber der Bodenküsser sitzt dort!
Aber er war ja nicht der Einzige. (Abg. Mag. Molterer – auf Abg. Dr. Gusenbauer zeigend –: Aber der Bodenküsser sitzt dort!) Landeshauptmann Erwin Pröll trifft Michi Dorfmeister, die Goldmedaillengewinnerin. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Was passiert? – Schmatz auf die linke Wange, Schmatz auf die rechte Wange. Er hat sie begrüßt, als ob er mit ihr im Kindergarten aufgewachsen wäre bis zum sechsten Lebensjahr. (Abg. Mag. Molterer: Aber der Bodenküsser heißt Gusenbauer!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Aber er war ja nicht der Einzige. (Abg. Mag. Molterer – auf Abg. Dr. Gusenbauer zeigend –: Aber der Bodenküsser sitzt dort!) Landeshauptmann Erwin Pröll trifft Michi Dorfmeister, die Goldmedaillengewinnerin. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Was passiert? – Schmatz auf die linke Wange, Schmatz auf die rechte Wange. Er hat sie begrüßt, als ob er mit ihr im Kindergarten aufgewachsen wäre bis zum sechsten Lebensjahr. (Abg. Mag. Molterer: Aber der Bodenküsser heißt Gusenbauer!)
Abg. Mag. Molterer: Aber der Bodenküsser heißt Gusenbauer!
Aber er war ja nicht der Einzige. (Abg. Mag. Molterer – auf Abg. Dr. Gusenbauer zeigend –: Aber der Bodenküsser sitzt dort!) Landeshauptmann Erwin Pröll trifft Michi Dorfmeister, die Goldmedaillengewinnerin. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Was passiert? – Schmatz auf die linke Wange, Schmatz auf die rechte Wange. Er hat sie begrüßt, als ob er mit ihr im Kindergarten aufgewachsen wäre bis zum sechsten Lebensjahr. (Abg. Mag. Molterer: Aber der Bodenküsser heißt Gusenbauer!)
Beifall bei der SPÖ.
Heute habe ich mir den Gesichtsausdruck des Herrn Bundeskanzlers angeschaut. Was hat das Inserat gekostet?, wurde er gefragt. Er hat dabei dreingeschaut wie ein Schüler mit zehn, elf Jahren, den seine Mutter fragt: Wie war es heute in der Schule?, und der darauf sagt: Supertoll!, aber in Wahrheit war er im Kino. – So hat der Herr Bundeskanzler heute darauf reagiert! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Molterer: Das ist eine gute Selbstdefinition!
Sie sitzen da wie beim Villacher Fasching, dritter Teil, gegen Ende: Die Gesichter breit und lächelnd. So in etwa sitzen Sie hier herinnen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Molterer: Das ist eine gute Selbstdefinition!)
Abg. Neudeck: Wenn Sie jetzt noch eine Balletteinlage machen, dann ...!
Jetzt kommt eines meiner Lieblingsthemen. (Abg. Neudeck: Wenn Sie jetzt noch eine Balletteinlage machen, dann ...!) – Nein, nein! Ich frage Sie jetzt: Können Sie mir erklären, warum bei den Inseraten die wirkliche Information nicht mehr lesbar ist. Ich habe jetzt die Brille aufgesetzt, und ich kann es trotzdem nicht lesen, so klein ist das Gedruckte. Warum wollen Sie das verschweigen?
Abg. Mag. Molterer: Wir müssen größer inserieren!
„Die Förderung des Bundes für das ...“ – ich kann es nicht weiterlesen, es ist zu klein gedruckt. (Abg. Mag. Molterer: Wir müssen größer inserieren!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Jetzt ist Buße an der Zeit. Ab ins Kloster, Herr Klubobmann Molterer! Meditation, Buße, Einkehr, bevor Sie sich dem Wahlkampf stellen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Pressedienst!
Jetzt komme ich fast zu meinem Lieblingsthema, und zwar frage ich Sie: Wie viele Pressearbeiter sind beim Bundeskanzler: 39? (Abg. Mag. Molterer: Pressedienst!) –
Abg. Dr. Fekter: 122!
Pressedienst. Super. – Beim Bürgermeister in Wien sind es drei. Also drei zu 39. (Abg. Dr. Fekter: 122!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Staatssekretär Morak.
Zählen wir zusammen die Presseverantwortlichen der 15 Stadträte und die Presseverantwortlichen aller Ministerien, dann kommen wir auf das Doppelte bei Ihnen. Schwindeln Sie uns doch nicht mit irgendwelchen Zahlen an und machen Sie nicht Vergleiche, die nicht stimmen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Staatssekretär Morak.)
Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wien hat heuer eingespart, und zwar 5,7 Millionen €. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Bravo, das sparsame Wien!, kann man da nur sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wien hat heuer eingespart, und zwar 5,7 Millionen €. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Bravo, das sparsame Wien!, kann man da nur sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Salzburg hat die Ausgaben halbiert gegenüber dem Vorgänger Schausberger. – Bravo, das sparsame Salzburg! (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Die Burgenländer haben nichts zu verkünden!
Burgenland ist überhaupt am sparsamsten. – Bravo, das sparsame Burgenland! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Die Burgenländer haben nichts zu verkünden!)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Interessanterweise werden alle drei Bundesländer von Sozialdemokraten regiert. Das muss man dazusagen, damit es nicht in Vergessenheit gerät. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Das war der Anschober! So teuer ist der Anschober!
Und was sehe ich da, oh Schreck? – In Oberösterreich sind die Ausgaben um 3,7 Millionen € höher, sie wurde also fast verdoppelt. (Abg. Mag. Molterer: Das war der Anschober! So teuer ist der Anschober!) Ui, ui, ui, nicht sparsames Oberösterreich! Nicht genügend!
Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Niederösterreich: 28 Prozent höher als vor zwei Jahren. – Ui, ui, ui, nicht sparsames Niederösterreich! (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Auer: Lei, lei!
Jetzt komme ich zu den Rankings, weil Sie das so lieben. Wer ist der Goldmedaillengewinner beim Steuergeldrausschmeißen, bei den Repräsentationskosten, bei den Kosten für Inserate und so weiter? (Abg. Auer: Lei, lei!) – Knapp der Grasser mit 24,8 Millionen vor dem Schüssel mit 18,8 Millionen. Dann kommen schon die diversen Sozialminister mit ihren Werbungen, die noch in der orangen Farbe gehalten werden, damit man weiß, dass dahinter die BZÖ steht.
Ruf bei der ÖVP: Bravo!
Ich rate Ihnen: Strengen Sie sich ein bisschen mehr an! Es war nicht übel, wie es der Lopatka hier vorhin versucht hat. Das war doch eine interessante Information (Ruf bei der ÖVP: Bravo!) – aber viel zu wenig für den Schmäh, den Sie uns da erzählen wollen.
Beifall und Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Lei, lei!
Holen Sie wieder den Altmeister auf die Regierungsbank. Aber er soll diesmal Rede und Antwort stehen und nicht eine Faschingssitzung veranstalten, wie das heute in der Fragestunde der Fall war. (Beifall und Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Lei, lei!)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
„Faschingssitzung“ von heute haben Sie aber durchaus eine gewichtige Rolle gespielt (Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Die Büttenrede war gar nicht so schlecht, das sei Ihnen zugestanden, aber das zeigt natürlich auch den wahren Kern des Problems: dass halt eine Opposition dort, wo sie Opposition ist, sich darüber ärgert, dass eine Regierung dort, wo sie Regierung ist, über ihre eigenen Aktivitäten informiert.
Abg. Dr. Cap: Die „Schmatze“!
Nehmen Sie diese Sportlergeschichten her: Wie haben Sie gesagt? – Die Küsse auf die Wangen? (Abg. Dr. Cap: Die „Schmatze“!) – Die Schmatze auf die Wangen der Sportler! – Da kann ich nur sagen: Besser Schmatze auf Sportlerwangen als Schmatze auf sozialistische Heimaterde in Moskau, Herr Kollege Cap! (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Nehmen Sie diese Sportlergeschichten her: Wie haben Sie gesagt? – Die Küsse auf die Wangen? (Abg. Dr. Cap: Die „Schmatze“!) – Die Schmatze auf die Wangen der Sportler! – Da kann ich nur sagen: Besser Schmatze auf Sportlerwangen als Schmatze auf sozialistische Heimaterde in Moskau, Herr Kollege Cap! (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Kollege Cap! Meine Damen und Herren! Ich glaube sogar, dass das ein notwendiges und richtiges Signal war – nicht nur die Gratulation, sondern dass sich das offizielle Österreich in einer Zeit, als man versucht hat, genau diese Sportler zu diskreditieren und zu kriminalisieren, hinter seine Sportler stellt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Aber dahinter, nicht davor! Nicht vor die Sportler!
Da ist der Aufwand für ein derartiges Inserat relativ gering. (Abg. Öllinger: Aber dahinter, nicht davor! Nicht vor die Sportler!) – Na schon davor, lieber Freund, denn die Pfeile, die auf die Sportler abgezielt werden, sollen die Politiker abwehren, damit die Sportler in Ruhe ihre Leistungen erbringen können. Das wäre das Konzept, das unterstützt werden sollte. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Dann hätten Sie das Inserat in Italien schalten sollen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Dann hätten Sie das Inserat in Italien schalten sollen!
Da ist der Aufwand für ein derartiges Inserat relativ gering. (Abg. Öllinger: Aber dahinter, nicht davor! Nicht vor die Sportler!) – Na schon davor, lieber Freund, denn die Pfeile, die auf die Sportler abgezielt werden, sollen die Politiker abwehren, damit die Sportler in Ruhe ihre Leistungen erbringen können. Das wäre das Konzept, das unterstützt werden sollte. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Dann hätten Sie das Inserat in Italien schalten sollen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
das auch in der Öffentlichkeit so darzustellen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Na sicher!
Herr Kollege Öllinger, Sie kritisieren auch die Werbemaßnahmen im Sozialministerium (Abg. Öllinger: Na sicher!) und behaupten auch da, es werde BZÖ-Werbung gemacht. – Das (der Redner hält eine Broschüre in die Höhe) ist eine dieser Werbemaßnahmen, Herr Kollege Öllinger. (Abg. Öllinger: Ist das auch eingestampft worden?) – Ich glaube, das ist nicht eingestampft worden, aber das ist genau Ihre Art und Weise, Herr Sozialsprecher der Grünen, dass Sie da jetzt wieder mit Ihren Büttenbemerkungen herauskommen, wenn es darum geht, dass das Sozialministerium behinderte Menschen über Fragen der Gleichstellung informiert und auf der Rückseite auch noch die Kontaktadressen in ganz Österreich angibt. Kein Foto von der Sozialministerin, sondern da geht es darum, Diskriminierungsformen und die Rechtsfolgen anzusprechen sowie Hilfestellungen aufzuzeigen.
Abg. Öllinger: Ist das auch eingestampft worden?
Herr Kollege Öllinger, Sie kritisieren auch die Werbemaßnahmen im Sozialministerium (Abg. Öllinger: Na sicher!) und behaupten auch da, es werde BZÖ-Werbung gemacht. – Das (der Redner hält eine Broschüre in die Höhe) ist eine dieser Werbemaßnahmen, Herr Kollege Öllinger. (Abg. Öllinger: Ist das auch eingestampft worden?) – Ich glaube, das ist nicht eingestampft worden, aber das ist genau Ihre Art und Weise, Herr Sozialsprecher der Grünen, dass Sie da jetzt wieder mit Ihren Büttenbemerkungen herauskommen, wenn es darum geht, dass das Sozialministerium behinderte Menschen über Fragen der Gleichstellung informiert und auf der Rückseite auch noch die Kontaktadressen in ganz Österreich angibt. Kein Foto von der Sozialministerin, sondern da geht es darum, Diskriminierungsformen und die Rechtsfolgen anzusprechen sowie Hilfestellungen aufzuzeigen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Darüber kann man sich lustig machen, aber das ist nicht nur keine Geldverschwendung, sondern das ist notwendige Information für die behinderten Menschen in Österreich. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Den Pensionsfolder wenn Sie herzeigen!
Meine Damen und Herren, da könnten wir ja noch genug andere Beispiele bringen. Vielleicht haben Sie auch etwas gegen Inserate des Finanzministeriums? (Abg. Öllinger: Den Pensionsfolder wenn Sie herzeigen!) – Ja, das kann ich Ihnen alles zeigen, Herr Kollege Öllinger. Ich kann Ihnen auch dieses Inserat zeigen. (Der Redner hält eine Zeitungsseite mit einem Inserat mit dem Titel „Holen Sie sich Ihr Geld zurück“ in die Höhe, auf dem auch ein Sparschwein abgebildet ist.) – Da kann man auch sagen: Was ist der Informationswert an einem Sparschwein? Auf einer ganzen Seite ist ein Sparschwein abgebildet.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren von der Opposition, haben Sie dagegen auch etwas? – Ich bin der Meinung, das sind sehr sinnvolle Informationen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Sburny: Was steht auf dem Text in der Mitte?
Ich hätte auch nicht gesagt, dass das Orange, das Rot oder das Blau irgendetwas aussagt, aber sonst sehe ich auch keine Aussage – außer, dass sich Ihr Landesrat Anschober entsprechend darstellt. (Abg. Sburny: Was steht auf dem Text in der Mitte?) – Den Text kann ich Ihnen sagen.
Der Redner hält eine Zeitungsseite in die Höhe, auf der ein Inserat mit einem Foto von Landesrat Anschober abgebildet ist. – Abg. Dr. Stummvoll: Zufällig grün!
Hier haben wir zum Beispiel ein ganzseitiges Inserat, auch in einem schönen Grün gehalten. (Der Redner hält eine Zeitungsseite in die Höhe, auf der ein Inserat mit einem Foto von Landesrat Anschober abgebildet ist. – Abg. Dr. Stummvoll: Zufällig grün!) Da haben wir eine halbe Seite Information. (Der Redner deutet auf das Foto von Landesrat Anschober.) – Nennen Sie mir den Informationsgehalt von dieser halben Seite? (Hei-
Abg. Mag. Molterer: Wirklich wahr? – Abg. Dr. Stummvoll: Ein Wahnsinn!
terkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) So eine Seite kostet, glaube ich, 7 000 € (Abg. Mag. Molterer: Wirklich wahr? – Abg. Dr. Stummvoll: Ein Wahnsinn!), also enthält diese halbe Seite 3 500 € Informationsgehalt: der Herr Landesrat Anschober – sympathisch, er war ja unser Kollege hier.
Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Dann haben wir da eine Viertelseite, auf der rote Äpfel abgebildet sind. – Das ist natürlich auch eine schöne Information, dass es rote Äpfel gibt. Das kann man aber gratis auf jedem Markt sehen. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Ganz unten gibt es ein bisschen Information: Kaufen Sie Obst und Gemüse aus der Region! – Das ist der Informationsgehalt! Großartig, meine Damen und Herren!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll – in Richtung Grüne –: Sie sitzen im Glashaus!
Ich sagen Ihnen: Ja, der Landesrat soll werben, aber wenn Sie sich dann herstellen und so tun, als ob die Grünen gegen so eine Werbung wären, dann muss man Ihnen vorwerfen, dass das doppelbödig ist. Dort, wo Sie nicht in der entsprechenden Position sind, kritisieren Sie, und dort, wo Sie können, machen Sie es selbst so. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll – in Richtung Grüne –: Sie sitzen im Glashaus!)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Der Informationsgehalt für Wien war auch interessant. Kollege Cap hat gesagt – wie haben Sie gesagt? –, je schlechter die Politik, desto mehr Werbung muss man aufwenden. – Wenn ich daran erinnere, dass das zehnjährige Amtsjubiläum von Bürgermeister Häupl in Wien eine Woche lang gefeiert und von einer fünfzigseitigen Broschüre in „NEWS“ begleitet wurde (der Redner hält einen Artikel aus „NEWS“ mit dem Titel „10 Jahre Häupl“ in die Höhe), dann haben Sie vielleicht Recht, Herr Kollege, aber da würde ich ja fast den Bürgermeister Häupl noch in Schutz nehmen, denn so schlecht kann die Politik ja gar nicht sein, dass sie eine fünfzigseitige Broschüre wert sein kann, meine Damen und Herren! (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Was sagen Sie zum Rechnungshof?
setzen – so, wie wir das bei den Sportlern gemacht haben. Ehrlichkeit ist in Zeiten von Büttenreden eine schwere Erfordernis, aber vielleicht sollten wir es versuchen. (Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Was sagen Sie zum Rechnungshof?)
Abg. Dr. Stummvoll: Die Dringliche ist nach hinten losgegangen!
Präsident Dr. Andreas Khol: Ans Wort gelangt nunmehr Frau Abgeordnete Mandak. Sie wünscht sich 5 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Dr. Stummvoll: Die Dringliche ist nach hinten losgegangen!)
ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – Rufe bei der ÖVP: Wo ist da der Unterschied? Das ist ja unglaublich!
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Kollege Lopatka und Herr Kollege Scheibner, es ist halt ein bisschen ein Unterschied (ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – Rufe bei der ÖVP: Wo ist da der Unterschied? Das ist ja unglaublich!): Wenn Landesrat Anschober in einem Inserat bildlich aufscheint, dann ist das so, dass die Leute hinschauen und lesen, was er zu sagen hat. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Freund: Wo ist da der Unterschied?)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Freund: Wo ist da der Unterschied?
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Kollege Lopatka und Herr Kollege Scheibner, es ist halt ein bisschen ein Unterschied (ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – Rufe bei der ÖVP: Wo ist da der Unterschied? Das ist ja unglaublich!): Wenn Landesrat Anschober in einem Inserat bildlich aufscheint, dann ist das so, dass die Leute hinschauen und lesen, was er zu sagen hat. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Freund: Wo ist da der Unterschied?)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer – in Richtung der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek –: Frau Glawischnig, war das jetzt korrekt?
Wenn das Bild eines Regierungsmitgliedes irgendwo so groß aufscheint, schauen die Leute weg, weil sie gar nicht mehr hinschauen können. – Das ist der Unterschied! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer – in Richtung der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek –: Frau Glawischnig, war das jetzt korrekt?)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Zweytick: Wer im Glashaus sitzt!
Herr Kollege Lopatka scheint überhaupt seine Aufgabe hier herinnen darin zu sehen, die Opposition zu kontrollieren, aber nicht die Regierung, und auch nicht darin, zu kontrollieren, was die Regierung mit Steuergeldern tut. Das ist aber hier und heute Thema, und das wäre eigentlich der Fokus, den auch Sie – auch Sie sind Abgeordnete dieses Parlaments und auch Sie haben Kontrollaufgaben – hier herinnen eigentlich auch wahrnehmen sollten. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Zweytick: Wer im Glashaus sitzt!)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Punkt 1 heißt – ich zitiere wörtlich –: „Die Finanzierung von Öffentlichkeitsarbeit bzw. von Informations- und Werbemaßnahmen aus Haushaltsmitteln ist unter Beachtung der Grundsätze der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit zulässig.“ (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Die Rednerin zerreißt die vorhin erwähnte Kopie des Inserates. – Abg. Mag. Molterer: Das hat schon einmal einer gemacht! Scheuch hat der geheißen, der das schon gemacht hat!
Wissen Sie, was der Arzt machen kann? – Der kann seine Karriere vergessen! (Die Rednerin zerreißt die vorhin erwähnte Kopie des Inserates. – Abg. Mag. Molterer: Das hat schon einmal einer gemacht! Scheuch hat der geheißen, der das schon gemacht hat!) – Weil Sie heute nicht dafür sorgen, dass er die Ausbildung machen kann, die er machen möchte! Weil Sie den Schulbesuch von Kindern mit Behinderungen nach wie vor blockieren! Weil Sie nicht in der Lage sind, ein Gleichstellungsgesetz zu machen, das für Menschen mit Behinderung wirklich einen Anspruch ermöglicht! Genau das ist es, was wir daran so kritisieren! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wissen Sie, was der Arzt machen kann? – Der kann seine Karriere vergessen! (Die Rednerin zerreißt die vorhin erwähnte Kopie des Inserates. – Abg. Mag. Molterer: Das hat schon einmal einer gemacht! Scheuch hat der geheißen, der das schon gemacht hat!) – Weil Sie heute nicht dafür sorgen, dass er die Ausbildung machen kann, die er machen möchte! Weil Sie den Schulbesuch von Kindern mit Behinderungen nach wie vor blockieren! Weil Sie nicht in der Lage sind, ein Gleichstellungsgesetz zu machen, das für Menschen mit Behinderung wirklich einen Anspruch ermöglicht! Genau das ist es, was wir daran so kritisieren! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Jetzt müssen Sie vom Anschober ablenken, gell?
Sie können die Verdienste dieser Regierung – da wird es, wenn man genau hinschaut, sicherlich das eine oder andere geben, Sie haben ja den wohlwollenden, liebevollen Blick für Ihre eigene Arbeit – ja von mir aus darstellen, aber Sie können nicht solche Bilder entwerfen, wenn Sie heute genau das Gegenteil tun und genau wissen, dass die Menschen, um die es da geht, das in sechs Jahren niemals erreichen würden. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Jetzt müssen Sie vom Anschober ablenken, gell?)
Abg. Dr. Brinek: Sozialhilfe ist aber Ländersache! Fangen wir gleich in Wien an!
Ich sage Ihnen auch den Preis dafür: 4,2 Millionen €! Wissen Sie, wie viel das ist? – Das ist so viel, wie die Sozialhilfe für 700 AlleinerzieherInnen mit deren Kindern ausmacht! (Abg. Dr. Brinek: Sozialhilfe ist aber Ländersache! Fangen wir gleich in Wien an!)
Abg. Neudeck: Da haben wir die Grundlagen dafür geschaffen!
Von dem Geld, das diese eine Kampagne kostet, in der kein Informationsgehalt enthalten ist, bei der sich die Leute, die das sehen – jetzt darf man wieder manche Ausdrücke nicht verwenden –, durch den Kakao gezogen fühlen, könnten 700 AlleinerzieherInnen mit ihren Kindern leben. Können Sie sich das nicht vorstellen? Selber lebt jemand in Armut und muss im Fernsehen zuschauen, wie eine Familie mit fünf Kindern in Saus und Braus lebt und wie der gehörlose Kollege als Oberarzt in irgendeiner Klinik arbeitet?! – Nein, wirklich nicht! (Abg. Neudeck: Da haben wir die Grundlagen dafür geschaffen!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie hätten die Aufgabe, sich solche Werbemaßnahmen anzuschauen und sie genauso zu kritisieren. Sie haben die Möglichkeit dazu, wenn Sie unserem Antrag heute zustimmen. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
geehrten Damen und Herren, ist die Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Das war die Forderung des Rechnungshofes! Dem werden Sie ja wohl zustimmen können!
Das war leider ein sehr untauglicher Versuch. Im Grunde genommen war es sehr interessant, all die Reden zu hören, und in Wirklichkeit wurde dieser Antrag zu spät eingebracht. Er hätte zwei Tage früher kommen sollen, denn die Zeit der Büttenreden und die Zeit des Faschings ist vorbei. (Abg. Mag. Kogler: Das war die Forderung des Rechnungshofes! Dem werden Sie ja wohl zustimmen können!)
Rufe bei der SPÖ: Betrieben!
Jede der Fraktionen ist in der Lage, eine Menge von Beispielen zu bringen, wo Informationspolitik getrieben ... betrieben wird, und in welcher Art und Weise. (Rufe bei der SPÖ: Betrieben!) – „Getrieben wird“ – genau! Ich komme noch auf Sie zu sprechen! (Abg. Eder: Sigmund Freud beehrt uns mit seiner Anwesenheit! – Abg. Mag. Wurm: 150 Jahre Sigmund Freud! Sie haben einen Beitrag geleistet!)
Abg. Eder: Sigmund Freud beehrt uns mit seiner Anwesenheit! – Abg. Mag. Wurm: 150 Jahre Sigmund Freud! Sie haben einen Beitrag geleistet!
Jede der Fraktionen ist in der Lage, eine Menge von Beispielen zu bringen, wo Informationspolitik getrieben ... betrieben wird, und in welcher Art und Weise. (Rufe bei der SPÖ: Betrieben!) – „Getrieben wird“ – genau! Ich komme noch auf Sie zu sprechen! (Abg. Eder: Sigmund Freud beehrt uns mit seiner Anwesenheit! – Abg. Mag. Wurm: 150 Jahre Sigmund Freud! Sie haben einen Beitrag geleistet!)
Abg. Mag. Kogler: Sie reden dauernd vom Fasching! Sagen Sie etwas zum Antrag!
Wenn wir schon über Informationspolitik reden – Sie von den Grünen, haben ja das beste Beispiel dafür geliefert, wie das in Oberösterreich läuft –, so möchte ich doch als Wienerin ganz besonders auf Wien verweisen. (Abg. Mag. Kogler: Sie reden dauernd vom Fasching! Sagen Sie etwas zum Antrag!)
Abg. Weinzinger: Nicht immer Äpfel mit Birnen vergleichen!
Wissen Sie, was Wien – und zwar nur der Presse- und Informationsdienst der Gemeinde Wien – in fünf Jahren ausgegeben hat? – 133 Millionen €! Das ist das Doppelte im selben Zeitraum! (Abg. Weinzinger: Nicht immer Äpfel mit Birnen vergleichen!)
Abg. Dr. Brinek: Die sind ja in Koalition mit den Roten! Alle schon gekauft!
Helfen Sie uns doch einmal! Wir versuchen immer wieder, das in Wien aufzuzeigen, wir bringen Anfragen ein, wir haben uns sogar dazu verstiegen, in Wien einige Misstrauensanträge einzubringen, was wirklich unüblich ist. – Von den Wiener Grünen keine Spur! (Abg. Dr. Brinek: Die sind ja in Koalition mit den Roten! Alle schon gekauft!) Versteckt haben Sie sich, gerade dass Sie nicht den Saal verlassen haben. Gehört hat man überhaupt nichts von Ihnen. Dort wären Sie einmal gefragt. Sagen Sie das Ihren Wiener Kolleginnen und Kollegen!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Brinek – in Richtung SPÖ –: Rechnen!
Ein weiterer Vergleich: Wien gibt das Doppelte für Informationsmaterial aus als der Bund, nämlich 133 Millionen € in fünf Jahren für 1,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger, während der Bund – das ist Ihre Zahl – 71,4 Millionen € für 8 Millionen Bürgerinnen und Bürger ausgibt. – In Wirklichkeit ist auch der quantitative Vergleich ein ganz anderer. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Brinek – in Richtung SPÖ –: Rechnen!)
Abg. Broukal: Von welchem Bundesminister wollten Sie das wissen?
Die Wiener ÖVP hat versucht, vom Herrn Bundesminister in akribischer Kleinarbeit zu erfahren, was denn eigentlich tatsächlich für Werbe- und Informationsmaßnahmen ausgegeben wurde. (Abg. Broukal: Von welchem Bundesminister wollten Sie das wissen?)
Abg. Broukal: Sie haben „Bundesminister“ gesagt!
Ich will nichts vom Bundesminister wissen, sondern ich erinnere Sie und berichte darüber – das wird Sie vielleicht interessieren, Sie wohnen ja auch Wien –, was in Wien passiert, was der Herr Bürgermeister in Wien für Informationsmaßnahmen ausgegeben hat. (Abg. Broukal: Sie haben „Bundesminister“ gesagt!)
Abg. Broukal: Dann soll das auch ein Bundesminister beantworten!
Der Herr Bürgermeister hat darauf gar nicht geantwortet. Im Juni wurde eine Anfrage gestellt – und bis Oktober hat er sich nicht bemüßigt gefühlt, die Anfrage zu beantworten. (Abg. Broukal: Dann soll das auch ein Bundesminister beantworten!)
Abg. Broukal: Aber geh! – Abg. Öllinger: Da kommt dann ein Vorleser ins Parlament!
Sie, Herr Kollege, sind in der wirklich wunderbaren Lage, dass so etwas in der Bundesregierung nicht passiert. Jede Anfrage, die Sie an einen Bundesminister oder an den Herrn Bundeskanzler gestellt haben, hat noch blitzartig beziehungsweise innerhalb der vorgegebenen Frist von zwei Monaten wirklich eine Beantwortung gefunden. (Abg. Broukal: Aber geh! – Abg. Öllinger: Da kommt dann ein Vorleser ins Parlament!) Das ist der wesentliche oder qualitative Unterschied, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie, Herr Kollege, sind in der wirklich wunderbaren Lage, dass so etwas in der Bundesregierung nicht passiert. Jede Anfrage, die Sie an einen Bundesminister oder an den Herrn Bundeskanzler gestellt haben, hat noch blitzartig beziehungsweise innerhalb der vorgegebenen Frist von zwei Monaten wirklich eine Beantwortung gefunden. (Abg. Broukal: Aber geh! – Abg. Öllinger: Da kommt dann ein Vorleser ins Parlament!) Das ist der wesentliche oder qualitative Unterschied, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie was zum Antrag! – Abg. Mag. Molterer: Wir sagen was zum Anschober!
Wir haben uns heute schon darüber unterhalten, dass jede Fraktion in dem Moment, wo Sie in der Regierungsfunktion ist, Interesse daran hat, auch zu informieren. Das ist legitim. Das hat auch Herr Kollege Scheibner gesagt, und Sie sind alle dagesessen wie begossene Pudel und haben nichts weiter zu sagen gehabt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie was zum Antrag! – Abg. Mag. Molterer: Wir sagen was zum Anschober!)
Abg. Mag. Molterer: Demokratie à la Wien! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Ostblock!
In Wien können Sie auf dieses demokratiepolitische Verständnis leider nicht hoffen. (Abg. Mag. Molterer: Demokratie à la Wien! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Ostblock!) Ostblock und autoritär, so wie es in Wien halt passiert. 75 Jahre lang wurde die Gemeinde Wien von einem sozialdemokratischen Bürgermeister regiert, da kann es auch passieren, dass eine parlamentarische Anfrage einmal vergessen wird. – Das hat der Herr Bürgermeister ja auch noch süffisant gesagt. (Abg. Broukal: Wollen Sie wirklich behaupten, dass Wien Ostblock ist? Wollen Sie wirklich behaupten, dass Wien eine kommunistische Diktatur ist?)
Abg. Broukal: Wollen Sie wirklich behaupten, dass Wien Ostblock ist? Wollen Sie wirklich behaupten, dass Wien eine kommunistische Diktatur ist?
In Wien können Sie auf dieses demokratiepolitische Verständnis leider nicht hoffen. (Abg. Mag. Molterer: Demokratie à la Wien! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Ostblock!) Ostblock und autoritär, so wie es in Wien halt passiert. 75 Jahre lang wurde die Gemeinde Wien von einem sozialdemokratischen Bürgermeister regiert, da kann es auch passieren, dass eine parlamentarische Anfrage einmal vergessen wird. – Das hat der Herr Bürgermeister ja auch noch süffisant gesagt. (Abg. Broukal: Wollen Sie wirklich behaupten, dass Wien Ostblock ist? Wollen Sie wirklich behaupten, dass Wien eine kommunistische Diktatur ist?)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir stehen dazu, dass Information wichtig ist, auch für Sie! Wir stehen dazu, wir wollen uns aber nicht doppelbödiger Informationen bedienen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Die Richtlinie gibt es, und wir halten sie auch ein!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Frau Kollegin Baumgartner-Gabitzer, Sie brauchen eine Großpackung „Tempo“-Taschentücher zum Trocknen Ihrer Krokodilstränen. Sie haben gestern verbindliche Richtlinien abgelehnt. (Abg. Neudeck: Die Richtlinie gibt es, und wir halten sie auch ein!) Daher ist Ihre heutige Kritik geradezu lächerlich, durchsichtig und unglaubwürdig! (Abg. Gaál: Es ist beschämend! – Gegenruf des Abg. Neudeck.) Seien Sie mir nicht bös’, Frau Kollegin! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gaál: Es ist beschämend! – Gegenruf des Abg. Neudeck.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Frau Kollegin Baumgartner-Gabitzer, Sie brauchen eine Großpackung „Tempo“-Taschentücher zum Trocknen Ihrer Krokodilstränen. Sie haben gestern verbindliche Richtlinien abgelehnt. (Abg. Neudeck: Die Richtlinie gibt es, und wir halten sie auch ein!) Daher ist Ihre heutige Kritik geradezu lächerlich, durchsichtig und unglaubwürdig! (Abg. Gaál: Es ist beschämend! – Gegenruf des Abg. Neudeck.) Seien Sie mir nicht bös’, Frau Kollegin! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Frau Kollegin Baumgartner-Gabitzer, Sie brauchen eine Großpackung „Tempo“-Taschentücher zum Trocknen Ihrer Krokodilstränen. Sie haben gestern verbindliche Richtlinien abgelehnt. (Abg. Neudeck: Die Richtlinie gibt es, und wir halten sie auch ein!) Daher ist Ihre heutige Kritik geradezu lächerlich, durchsichtig und unglaubwürdig! (Abg. Gaál: Es ist beschämend! – Gegenruf des Abg. Neudeck.) Seien Sie mir nicht bös’, Frau Kollegin! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist eine Chuzpe der Sonderklasse – ich gehe davon aus, dass das durchgeht, Herr Präsident! –, was der Herr Bundeskanzler heute in der Fragestunde zu diesem Inserat gesagt hat. Er hat nämlich gesagt – und das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen –, dass dieses Inserat den Richtlinien des Rechnungshofes entspricht. Aber er hat sich dann noch selbst übertroffen. Haben Sie heute Gelegenheit gehabt hat, das Mittagsjournal zu hören? Was sagt denn da der Herr Bundeskanzler zu Inseraten? – Er hat heute gesagt: Wir bringen relativ wenige Fotos von Politikern, sondern Sachinformationen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren, kann mir irgendjemand von Ihnen beantworten, ob es wirklich relativ wenige Fotos sind, wenn uns etwa in diesem Blatt (der Redner hält eine Ausgabe der „Presse“ in die Höhe) gleich viermal das Konterfei des Vizekanzlers unterkommt? Seien S’ mir bitte nicht bös’: Die Aussage des Bundeskanzlers, dass die Inserate, die Artikel und die Werbung den Richtlinien des Rechnungshofes entsprechen, ist einfach lächerlich! (Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Prinz: Da redet gerade der Richtige!
Herr Staatssekretär, wie Sie wissen, hat auch die Volksanwaltschaft ihre Probleme und mahnt selbstverständlich öffentliche Richtlinien ein, wenn gegen die Vorgaben des Rechnungshofes verstoßen wird. Herr Lopatka, vom Verfassungsgerichtshof gibt es auch ein Gebot der Reinheit der Wahl. Aber es ist Ihnen ohnehin meistens egal, was von dort kommt. Dieses Gebot ist sozusagen die Anti-These zu Ihrem „dirty campaigning“ beziehungsweise zu Ihren Schmutzkübel-Kampagnen. (Abg. Prinz: Da redet gerade der Richtige!) Herr Staatssekretär, betreffend Reinheit der Wahl stellt der renommierte Verfassungsrechtler Heinz Mayer fest: Es dürfen keine Ministeriumsmittel eingesetzt werden, um die Nationalratswahl zu beeinflussen. (Abg. Rädler: Das wird eh nicht der Fall sein!)
Abg. Rädler: Das wird eh nicht der Fall sein!
Herr Staatssekretär, wie Sie wissen, hat auch die Volksanwaltschaft ihre Probleme und mahnt selbstverständlich öffentliche Richtlinien ein, wenn gegen die Vorgaben des Rechnungshofes verstoßen wird. Herr Lopatka, vom Verfassungsgerichtshof gibt es auch ein Gebot der Reinheit der Wahl. Aber es ist Ihnen ohnehin meistens egal, was von dort kommt. Dieses Gebot ist sozusagen die Anti-These zu Ihrem „dirty campaigning“ beziehungsweise zu Ihren Schmutzkübel-Kampagnen. (Abg. Prinz: Da redet gerade der Richtige!) Herr Staatssekretär, betreffend Reinheit der Wahl stellt der renommierte Verfassungsrechtler Heinz Mayer fest: Es dürfen keine Ministeriumsmittel eingesetzt werden, um die Nationalratswahl zu beeinflussen. (Abg. Rädler: Das wird eh nicht der Fall sein!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Oder: Die Post wird weit unter dem Substanzwert verschleudert. Was tut die Regierung? – Inserate schalten, wie toll all das ist! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit der Abg. Hagenhofer.
Etwas stimmt mich besonders bedenklich – Herr Staatssekretär, tun Sie jetzt bitte nicht das, was der Bundeskanzler immer macht, nämlich sagen, dass ihn das BZÖ überhaupt nichts angehe; übrigens haben die jetzt alle die Flucht ergriffen, wie ich sehe –: Was antwortet Dr. Haider auf die Frage des „profil“: Woher kommt denn das Geld für das BZÖ? – Dr. Haider sagt: Wir werden nicht viel brauchen, wir haben ja das Auslangen mit dem Apparat der Regierungsmitglieder. (Ironische Heiterkeit der Abg. Hagenhofer.) Wissen Sie, was das bedeutet? – Dass Kabinettsmitglieder quasi selbst sagen, dass das ein Selbstbedienungsladen par excellence ist. – Ungeheuerlich! (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Etwas stimmt mich besonders bedenklich – Herr Staatssekretär, tun Sie jetzt bitte nicht das, was der Bundeskanzler immer macht, nämlich sagen, dass ihn das BZÖ überhaupt nichts angehe; übrigens haben die jetzt alle die Flucht ergriffen, wie ich sehe –: Was antwortet Dr. Haider auf die Frage des „profil“: Woher kommt denn das Geld für das BZÖ? – Dr. Haider sagt: Wir werden nicht viel brauchen, wir haben ja das Auslangen mit dem Apparat der Regierungsmitglieder. (Ironische Heiterkeit der Abg. Hagenhofer.) Wissen Sie, was das bedeutet? – Dass Kabinettsmitglieder quasi selbst sagen, dass das ein Selbstbedienungsladen par excellence ist. – Ungeheuerlich! (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Mag. Wurm: Oder haben Sie inzwischen schon wieder Geburtstag?
Noch ein kleines Ceterum censeo – Sie haben sich dazu auch noch nie geäußert –: Wie steht es eigentlich mit dem Geld für Ihre Geburtstagsparty? Haben Sie den Betrag inzwischen schon zurückgezahlt, Herr Staatssekretär Morak? (Abg. Mag. Wurm: Oder haben Sie inzwischen schon wieder Geburtstag?) Sind Sie dazu bereit? Es gibt so viele arme Leute in Österreich, die nicht verstehen können, dass Tausende Euro ihres Steuergeldes dazu beitragen müssen, dass Sie eine tolle Geburtstagsparty feiern! (Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Noch ein kleines Ceterum censeo – Sie haben sich dazu auch noch nie geäußert –: Wie steht es eigentlich mit dem Geld für Ihre Geburtstagsparty? Haben Sie den Betrag inzwischen schon zurückgezahlt, Herr Staatssekretär Morak? (Abg. Mag. Wurm: Oder haben Sie inzwischen schon wieder Geburtstag?) Sind Sie dazu bereit? Es gibt so viele arme Leute in Österreich, die nicht verstehen können, dass Tausende Euro ihres Steuergeldes dazu beitragen müssen, dass Sie eine tolle Geburtstagsparty feiern! (Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Staatssekretär Morak, äußern Sie sich dazu! Wir könnten das Geld sicherlich gut gebrauchen und etwas Sinnvolles damit machen! Zahlen Sie das zurück? Ja oder nein? – Sie nicken! Ich gehe also davon aus, dass Sie das jetzt tun! Endlich ein lichtes Intervall beim Herrn Staatssekretär! Vielen Dank im Namen der Betroffenen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie können ihn ja auch zu sich bitten!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Kräuter, ich erteile Ihnen keinen Ordnungsruf für den Ausdruck „Chuzpe“, obwohl Präsident Benya in einer vergleichbaren Situation den Abgeordneten zu sich gebeten und gesagt hat: Verwenden Sie diesen Ausdruck nicht! – Ich würde Ihnen das auch anraten, aber ich habe heute schon einen Ordnungsruf erteilt, und im Augenblick möchte ich das nicht tun, denn die Rede war dann ruhig. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie können ihn ja auch zu sich bitten!)
Abg. Dr. Cap – in Richtung Staatssekretär Morak –: Wann ist die nächste Geburtstagsparty?
Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Scheuch. 6 Minuten Wunschredezeit. – Bitte. (Abg. Dr. Cap – in Richtung Staatssekretär Morak –: Wann ist die nächste Geburtstagsparty?)
Zwischenruf des Abg. Prinz.
Die zweite Geschichte betrifft auch Kollegen Anschober; Kollege Lopatka hat es bereits erwähnt. Mit zehn oder zwölf Inseraten wird belegt, wie gerne man doch bereit ist, auch Werbung zu machen, wenn es einen selbst betrifft. – Ich muss ehrlich sagen: Das scheint bei Herrn Kollegem Anschober ein bisschen System zu haben: Unlängst hat man nämlich in der Zeitung gelesen, dass er zunächst groß und vollmundig gesagt hat, dass er keinen Dienstwagen braucht. Dann hat man aber auf einmal gehört, dass er doch sehr häufig einen Dienstwagen mit Chauffeur bestellt und damit fährt. In Wirklichkeit zeigt sich ganz einfach, dass es, wenn man in die Verantwortung kommt, anscheinend verlockend ist, obwohl man zuerst Wasser gepredigt hat, dann Wein zu trinken. (Zwischenruf des Abg. Prinz.) Das ist leicht feststellbar! (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Die zweite Geschichte betrifft auch Kollegen Anschober; Kollege Lopatka hat es bereits erwähnt. Mit zehn oder zwölf Inseraten wird belegt, wie gerne man doch bereit ist, auch Werbung zu machen, wenn es einen selbst betrifft. – Ich muss ehrlich sagen: Das scheint bei Herrn Kollegem Anschober ein bisschen System zu haben: Unlängst hat man nämlich in der Zeitung gelesen, dass er zunächst groß und vollmundig gesagt hat, dass er keinen Dienstwagen braucht. Dann hat man aber auf einmal gehört, dass er doch sehr häufig einen Dienstwagen mit Chauffeur bestellt und damit fährt. In Wirklichkeit zeigt sich ganz einfach, dass es, wenn man in die Verantwortung kommt, anscheinend verlockend ist, obwohl man zuerst Wasser gepredigt hat, dann Wein zu trinken. (Zwischenruf des Abg. Prinz.) Das ist leicht feststellbar! (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Darabos.
Frau Kollegin Wurm, Sie brauchen gar nicht so aufgeregt sein! Das können Sie uns auch vorwerfen, keine Frage. Ich werde dem Vorwurf schon standhalten, allerdings bin ich nicht so scheinheilig dabei. Ich sage: Wenn man in der Regierungsverantwortung ist, dann nützt man natürlich die Möglichkeiten, die sich bieten, um seine Erfolge, die man im Rahmen der Regierungsarbeit hat, zu präsentieren. Natürlich versucht man, seine Arbeit gut darzustellen. Natürlich werden die verschiedenen Vertreter auch die Werbeetats dafür ausnützen. Ich glaube, es gibt keinen, der das zurückgestellt hat. (Zwischenruf des Abg. Mag. Darabos.) Aber die Kritik – zur SPÖ komme ich noch – ist sensationell! Da wird wirklich permanent Wasser gepredigt und Wein getrunken.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sprechen wir nun von der SPÖ. Es werden ihn (der Redner hält eine Zeitungsseite in die Höhe) wahrscheinlich die wenigsten Leute kennen. Die zwei auf dem Bild da kennt man, einer ist Goldmedaillengewinner, der andere Bronzemedaillengewinner. Derjenige auf der linken Seite – von Ihnen aus gesehen – ist aber Herr Sportlandesrat Schantl. Das ist der Sportlandesrat der SPÖ. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Er ist Mitglied einer Regierung, die vor wenigen Tagen ihre Koalition mit uns beendet hat. Witzigerweise haben Sie allerdings die Koalition zwar beendet, aber natürlich Ihre Ämter behalten, denn man will ja weiterhin mit am Trog sitzen, um auch Inserate schalten zu können. (Abg. Mag. Trunk: Was hat das gekostet?) Das werden Sie besser wissen, Frau Trunk! (Abg. Mag. Trunk: Sie werden uns das jetzt sagen!)
Abg. Mag. Trunk: Was hat das gekostet?
Sprechen wir nun von der SPÖ. Es werden ihn (der Redner hält eine Zeitungsseite in die Höhe) wahrscheinlich die wenigsten Leute kennen. Die zwei auf dem Bild da kennt man, einer ist Goldmedaillengewinner, der andere Bronzemedaillengewinner. Derjenige auf der linken Seite – von Ihnen aus gesehen – ist aber Herr Sportlandesrat Schantl. Das ist der Sportlandesrat der SPÖ. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Er ist Mitglied einer Regierung, die vor wenigen Tagen ihre Koalition mit uns beendet hat. Witzigerweise haben Sie allerdings die Koalition zwar beendet, aber natürlich Ihre Ämter behalten, denn man will ja weiterhin mit am Trog sitzen, um auch Inserate schalten zu können. (Abg. Mag. Trunk: Was hat das gekostet?) Das werden Sie besser wissen, Frau Trunk! (Abg. Mag. Trunk: Sie werden uns das jetzt sagen!)
Abg. Mag. Trunk: Sie werden uns das jetzt sagen!
Sprechen wir nun von der SPÖ. Es werden ihn (der Redner hält eine Zeitungsseite in die Höhe) wahrscheinlich die wenigsten Leute kennen. Die zwei auf dem Bild da kennt man, einer ist Goldmedaillengewinner, der andere Bronzemedaillengewinner. Derjenige auf der linken Seite – von Ihnen aus gesehen – ist aber Herr Sportlandesrat Schantl. Das ist der Sportlandesrat der SPÖ. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Er ist Mitglied einer Regierung, die vor wenigen Tagen ihre Koalition mit uns beendet hat. Witzigerweise haben Sie allerdings die Koalition zwar beendet, aber natürlich Ihre Ämter behalten, denn man will ja weiterhin mit am Trog sitzen, um auch Inserate schalten zu können. (Abg. Mag. Trunk: Was hat das gekostet?) Das werden Sie besser wissen, Frau Trunk! (Abg. Mag. Trunk: Sie werden uns das jetzt sagen!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Herr Sportlandesrat Schantl lässt sich hier abbilden, er gratuliert den Olympiasiegern und Medaillengewinnern, aber nicht einmal mit einem Foto von den Olympischen Spielen, sondern mit einem Foto der Sportler-Gala von vor einem Jahr, um sozusagen im Namen Kärntens und im Namen der Republik zu gratulieren. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Nein, das war eine Halbseite, nicht eine Viertelseite!
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Das nächste Beispiel – ich zitiere –: „Villach ist begeistert. Dreimal Gold. Der Bürgermeister der Stadt Villach und sein Team gratulieren Morgenstern, Koch und der Schiläufervereinigung in Villach.“ – Das wurde mit Steuergeldern der Stadt Villach bezahlt. Herr Manzenreiter lässt sich abfeiern. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Rädler: Genau!
Noch einmal, es ist ganz einfach: Wir haben kein Problem damit. Herr Schantl hat die Inserate nötig, den es kennt ihn niemand. Er braucht das. Er muss sich neben Thomas Morgenstern stellen, damit irgendwer weiß, wer er ist, denn wenn man das Inserat herzeigt, dann fragen die Leute: Wer ist denn der neben Thomas Morgenstern? Herr Schantl braucht das also! Er braucht diese Bekanntheit! (Abg. Rädler: Genau!) Aber die Scheinheiligkeit dabei ist nicht mehr zu überbieten! Im Hinblick darauf muss ich ehrlich sagen: Die SPÖ wäre besser bedient, schön ruhig und ganz leise zu sein, denn was da auf Landesebene oder anderswo auf Bundesebene passiert, ist ziemlich deckungsgleich.
Zwischenruf des Abg. Gaál.
Abschließend noch eine Sache, die mich besonders gestört hat. In Wirklichkeit wurde diese Kampagnendiskussion auf Grund des Olympia-Inserates hochgezogen, das die Bundesregierung geschaltet hat. Meine geschätzten Damen und Herren, ich glaube ... (Zwischenruf des Abg. Gaál.) Nein, es wurde an diesem Inserat hochgezogen!
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Meine geschätzten Damen und Herren! Wir erinnern uns alle, dass Alfred Gusenbauer in Paris zu einer Zeit Champagner getrunken hat, als wir um die Reputation des Landes gekämpft haben. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Ich sage Ihnen: Wir und diese Bundesregierung sind im Jahre 2000 hinter der Nation gestanden, und wir stehen jetzt im Jahre 2006 hinter den Sportlern. – Sie können hinter Ihren Schmuddelkampagnen stehen, so lange Sie wollen! Sie werden auch weiterhin nur in Kärnten Regierungsinserate schalten können, denn auf Bundesebene bleiben wir in der Regierung! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine geschätzten Damen und Herren! Wir erinnern uns alle, dass Alfred Gusenbauer in Paris zu einer Zeit Champagner getrunken hat, als wir um die Reputation des Landes gekämpft haben. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Ich sage Ihnen: Wir und diese Bundesregierung sind im Jahre 2000 hinter der Nation gestanden, und wir stehen jetzt im Jahre 2006 hinter den Sportlern. – Sie können hinter Ihren Schmuddelkampagnen stehen, so lange Sie wollen! Sie werden auch weiterhin nur in Kärnten Regierungsinserate schalten können, denn auf Bundesebene bleiben wir in der Regierung! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Erstens: Herr Staatssekretär Morak ist des sinnbetonenden Vorlesens mächtig. Ob er den Antrag selbst überhaupt gelesen und dessen Sinn erfasst hat, ist mir nicht nachvollziehbar. Aber immerhin kann man ihn statt „Staatssekretär“ in Zukunft „Staatsdeklarateur“ nennen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Ich halte es für armselig von der Bundesregierung, dass sie nicht anders Stellung nimmt! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Erstens: Herr Staatssekretär Morak ist des sinnbetonenden Vorlesens mächtig. Ob er den Antrag selbst überhaupt gelesen und dessen Sinn erfasst hat, ist mir nicht nachvollziehbar. Aber immerhin kann man ihn statt „Staatssekretär“ in Zukunft „Staatsdeklarateur“ nennen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Ich halte es für armselig von der Bundesregierung, dass sie nicht anders Stellung nimmt! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Punkt 2: Ob ich dasselbe jetzt von Abgeordnetem Lopatka sagen kann, ist schon in Frage zu stellen, denn mit Lesen hat er sich im Zusammenhang mit den Inseraten aus Oberösterreich nicht beschäftigt, sondern nur mit dem Anschauen von Bilderln. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Ob er dessen mächtig gewesen wäre, den großen Text daneben zu lesen, weiß ich nicht. Jedenfalls hat er es tunlichst unterlassen.
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Herr Abgeordneter Lopatka, ich darf Ihnen mitteilen: Sie haben gleich in mehreren Punkten Unrecht. Das ist hat die Profession, die Sie sich gewählt haben! (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Er nickt auch noch dazu! (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Die Begeisterung für das Unrecht-Haben und Unwahrheit-Verbreiten ist ihm ins Gesicht geschrieben! Das ist Ihre Entscheidung, nicht meine! (Abg. Neudeck: Jetzt sind Sie aber über Ihren eigenen Scherz gestolpert!)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Herr Abgeordneter Lopatka, ich darf Ihnen mitteilen: Sie haben gleich in mehreren Punkten Unrecht. Das ist hat die Profession, die Sie sich gewählt haben! (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Er nickt auch noch dazu! (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Die Begeisterung für das Unrecht-Haben und Unwahrheit-Verbreiten ist ihm ins Gesicht geschrieben! Das ist Ihre Entscheidung, nicht meine! (Abg. Neudeck: Jetzt sind Sie aber über Ihren eigenen Scherz gestolpert!)
Abg. Neudeck: Jetzt sind Sie aber über Ihren eigenen Scherz gestolpert!
Herr Abgeordneter Lopatka, ich darf Ihnen mitteilen: Sie haben gleich in mehreren Punkten Unrecht. Das ist hat die Profession, die Sie sich gewählt haben! (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Er nickt auch noch dazu! (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Die Begeisterung für das Unrecht-Haben und Unwahrheit-Verbreiten ist ihm ins Gesicht geschrieben! Das ist Ihre Entscheidung, nicht meine! (Abg. Neudeck: Jetzt sind Sie aber über Ihren eigenen Scherz gestolpert!)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
In mehreren Punkten der heutigen Ausführung haben Sie aber dezidiert Unrecht, etwa was die Unterschiede zwischen einem oberösterreichischen Landesrat, den Grünen und der ÖVP betrifft. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Oberösterreich hat in der Landesregierung ein verbindliches Regulativ vereinbart, wie sich die Spielregeln für Regierungsinformation gestalten, und man hält sich auch daran, genauso wie wir es Ihnen heute hier vorschlagen. (Abg. Großruck: Das stimmt nicht!) Was aber machen Sie? – Sie weichen dem Antrag aus, wie Sie nur können. Jetzt verlässt Herr Abgeordneter Lopatka sogar den Saal! (Abg. Rädler: Kein Wunder!) Sie haben nichts anderes zu tun, als Wien und Oberösterreich zu diskutieren. Aber da, wo es um verbindliche Regeln für Information durch Regierungsarbeit geht, da gehen Sie weg! Sich damit zu beschäfti-
Abg. Großruck: Das stimmt nicht!
In mehreren Punkten der heutigen Ausführung haben Sie aber dezidiert Unrecht, etwa was die Unterschiede zwischen einem oberösterreichischen Landesrat, den Grünen und der ÖVP betrifft. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Oberösterreich hat in der Landesregierung ein verbindliches Regulativ vereinbart, wie sich die Spielregeln für Regierungsinformation gestalten, und man hält sich auch daran, genauso wie wir es Ihnen heute hier vorschlagen. (Abg. Großruck: Das stimmt nicht!) Was aber machen Sie? – Sie weichen dem Antrag aus, wie Sie nur können. Jetzt verlässt Herr Abgeordneter Lopatka sogar den Saal! (Abg. Rädler: Kein Wunder!) Sie haben nichts anderes zu tun, als Wien und Oberösterreich zu diskutieren. Aber da, wo es um verbindliche Regeln für Information durch Regierungsarbeit geht, da gehen Sie weg! Sich damit zu beschäfti-
Abg. Rädler: Kein Wunder!
In mehreren Punkten der heutigen Ausführung haben Sie aber dezidiert Unrecht, etwa was die Unterschiede zwischen einem oberösterreichischen Landesrat, den Grünen und der ÖVP betrifft. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Oberösterreich hat in der Landesregierung ein verbindliches Regulativ vereinbart, wie sich die Spielregeln für Regierungsinformation gestalten, und man hält sich auch daran, genauso wie wir es Ihnen heute hier vorschlagen. (Abg. Großruck: Das stimmt nicht!) Was aber machen Sie? – Sie weichen dem Antrag aus, wie Sie nur können. Jetzt verlässt Herr Abgeordneter Lopatka sogar den Saal! (Abg. Rädler: Kein Wunder!) Sie haben nichts anderes zu tun, als Wien und Oberösterreich zu diskutieren. Aber da, wo es um verbindliche Regeln für Information durch Regierungsarbeit geht, da gehen Sie weg! Sich damit zu beschäfti-
Abg. Neudeck: Wenn die so sind, brauchen wir sie nicht!
gen, das würde ich Ihnen dringlich ans Herz legen! (Abg. Neudeck: Wenn die so sind, brauchen wir sie nicht!)
Abg. Rädler: Wie war denn das bei Frau Dohnal? Erinnern Sie sich noch an die Inserate?
Weiteres Beispiel – der Informationsgehalt einer Regierungswerbung. Sie selbst haben die vielen Inserate mit Rudi Anschober mit großen Textblöcken dazu gezeigt. – Ich zeige Ihnen jetzt (die Rednerin hält ein Zeitungsinserat in die Höhe) eine teure Kampagne der Frauenministerin, auf der ein Hemd mit einem Bügeleisen darauf zu sehen ist. Jetzt frage ich Sie: Wo ist da ein großer Textblock? Diese Kampagne der Frauenministerin soll offenbar besagen: Liebe Männer, überlegen Sie, wie energieraubend die täglichen Arbeiten und die oft großen Belastungssituationen Ihrer Partnerin sind! (Abg. Rädler: Wie war denn das bei Frau Dohnal? Erinnern Sie sich noch an die Inserate?) Packen Sie mit an! Arbeiten Sie mit an einer fairen Alltagsbewältigung! (Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Weiteres Beispiel – der Informationsgehalt einer Regierungswerbung. Sie selbst haben die vielen Inserate mit Rudi Anschober mit großen Textblöcken dazu gezeigt. – Ich zeige Ihnen jetzt (die Rednerin hält ein Zeitungsinserat in die Höhe) eine teure Kampagne der Frauenministerin, auf der ein Hemd mit einem Bügeleisen darauf zu sehen ist. Jetzt frage ich Sie: Wo ist da ein großer Textblock? Diese Kampagne der Frauenministerin soll offenbar besagen: Liebe Männer, überlegen Sie, wie energieraubend die täglichen Arbeiten und die oft großen Belastungssituationen Ihrer Partnerin sind! (Abg. Rädler: Wie war denn das bei Frau Dohnal? Erinnern Sie sich noch an die Inserate?) Packen Sie mit an! Arbeiten Sie mit an einer fairen Alltagsbewältigung! (Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Man kann über den Stil diskutieren. Es ist zumindest eine Kampagne und keine reine Jubelpropaganda, aber Informationsgehalt gibt es da nicht viel! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Rädler.) Sagen Sie mir, wo da der Informationsgehalt ist! (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Man kann über den Stil diskutieren. Es ist zumindest eine Kampagne und keine reine Jubelpropaganda, aber Informationsgehalt gibt es da nicht viel! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Rädler.) Sagen Sie mir, wo da der Informationsgehalt ist! (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Oder ziehen wir zum Beispiel einen Vergleich zum Inserat von Rudi Anschober über Abfallwirtschaft, in dem darüber berichtet wird, dass bei der Mülltrennung leider eine negative Entwicklung festzustellen ist und in dem ausgeführt wird, wie wichtig die Mülltrennung aus ökologischen Gründen ist. – Lopatka flüchtet schon wieder! (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Schließlich wird die Bevölkerung in diesem Inserat informiert, mit welchen Maßnahmen sie die Mülltrennung wieder verbessern kann. Und dann vergleichen wir das dann mit dem Informationsgehalt dieses Inserats: Österreich hat das stärkste Wachstum außerhalb der Eurozone. – Das ist nachweislich falsche Information! Das Einzige, was wirklich vergleichbar ist und wirklich Informationsgehalt hat, der dazu passt, war die Rückseite: Das Jahr der Katastrophen. – Bezogen auf die Regierungspolitik ist das allemal richtig! (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Oder ziehen wir zum Beispiel einen Vergleich zum Inserat von Rudi Anschober über Abfallwirtschaft, in dem darüber berichtet wird, dass bei der Mülltrennung leider eine negative Entwicklung festzustellen ist und in dem ausgeführt wird, wie wichtig die Mülltrennung aus ökologischen Gründen ist. – Lopatka flüchtet schon wieder! (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Schließlich wird die Bevölkerung in diesem Inserat informiert, mit welchen Maßnahmen sie die Mülltrennung wieder verbessern kann. Und dann vergleichen wir das dann mit dem Informationsgehalt dieses Inserats: Österreich hat das stärkste Wachstum außerhalb der Eurozone. – Das ist nachweislich falsche Information! Das Einzige, was wirklich vergleichbar ist und wirklich Informationsgehalt hat, der dazu passt, war die Rückseite: Das Jahr der Katastrophen. – Bezogen auf die Regierungspolitik ist das allemal richtig! (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren, zurück auf den Boden der Politik der Regierung: Stimmen Sie diesem Antrag zu, anstatt sich in irgendwelche Ausreden oder gar aus dem Saal zu flüchten, wie jetzt ja ein paar Mal versucht wurde. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Weinzinger: Zuhören, denken, sprechen!
Zu den Grünen, meine Damen und Herren. Frau Kollegin Weinzinger, Sie haben jetzt eine ganz eigenartige Verteidigungsstrategie, eine offensichtliche und durchschaubare an den Tag gelegt. Nachdem Ihnen nachgewiesen worden ist, dass Ihr Kollege Anschober in Oberösterreich dasselbe tut wie jeder andere Landesrat, wie jedes andere Regierungsmitglied, nämlich werben und dafür Geld, Steuergeld ausgeben, sind Sie auf einmal auf das Inhaltliche übergegangen. (Abg. Mag. Weinzinger: Zuhören, denken, sprechen!) Sie kreiden also nicht mehr die Kosten an, sondern Sie kritisieren die Art und Weise der Werbung. Das ist ja so offensichtlich, dass es nicht mehr offensichtlicher geht! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zu den Grünen, meine Damen und Herren. Frau Kollegin Weinzinger, Sie haben jetzt eine ganz eigenartige Verteidigungsstrategie, eine offensichtliche und durchschaubare an den Tag gelegt. Nachdem Ihnen nachgewiesen worden ist, dass Ihr Kollege Anschober in Oberösterreich dasselbe tut wie jeder andere Landesrat, wie jedes andere Regierungsmitglied, nämlich werben und dafür Geld, Steuergeld ausgeben, sind Sie auf einmal auf das Inhaltliche übergegangen. (Abg. Mag. Weinzinger: Zuhören, denken, sprechen!) Sie kreiden also nicht mehr die Kosten an, sondern Sie kritisieren die Art und Weise der Werbung. Das ist ja so offensichtlich, dass es nicht mehr offensichtlicher geht! (Beifall bei der ÖVP.)
Oh-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Das stimmt ja alles nicht, was Sie da vorlesen!
„Lieber Erich! Vielen Dank für die Übermittlung deines Briefes bezüglich Einschaltungen im Jahr 2006 und unserer gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit. Dazu darf ich Dir mitteilen, dass ich grundsätzlich mit den von Dir angeführten Medienschwerpunkten einverstanden bin. Einzig die Doppelseite im City Magazin“ – das ist ein Magazin, das in Linz, in Steyr und Wels vom SPÖ-dominierten Vorwärts-Verlag herausgegeben wird –, die von meinem Ressort zehn Mal zu schalten ist, bereitet mir Kopfzerbrechen, da dies mein Budget mit rund 110 000 € (...) belasten würde. – Zitatende. (Oh-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Das stimmt ja alles nicht, was Sie da vorlesen!)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen.
(Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen.)
Abg. Prinz: Wegen Ihrer Politik! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – Beifall des Abg. Neudeck
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Diskussion in den letzten Minuten ist, glaube ich, mit ein Grund, warum sich immer mehr Menschen von der Politik abwenden (Abg. Prinz: Wegen Ihrer Politik! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – Beifall des Abg. Neudeck), weil der Vorredner sich in einer Niveaulosigkeit mit einem Problem auseinander gesetzt hat, die nicht mehr zu übertreffen ist.
Abg. Ellmauer: Scheinheiligkeit der SPÖ! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Halten wir einmal fest, meine sehr geehrten Damen und Herren, worum es geht: Es geht darum, dass wir im Bereich der Eigenwerbung, der persönlichen Eitelkeiten einiger Regierungsmitglieder eine noch nie da gewesene Verschwendung haben. (Abg. Ellmauer: Scheinheiligkeit der SPÖ! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das bitte in einer Zeit, in der den Menschen immer mehr abverlangt wird, das in einer Zeit, wo Sie eine Politik der Belastungen gemacht haben, und das in einer Zeit, wo wir das Geld für viele andere Dinge brauchen würden.
Abg. Amon: Die werden heute schon erfüllt! – Abg. Ellmauer: Noch scheinheiliger geht es nicht mehr!
Halten wir gleichzeitig fest – keiner der Regierungsredner hat dazu etwas gesagt –, dass wir einen Rechnungshofbericht vorliegen haben, in dem massive Kritik an Ihrer Verschwendungspolitik in Sachen Eigenwerbung geübt wird, und dass der Rechnungshof Richtlinien vorschlägt, die dafür sorgen sollen, dass man in Zukunft verantwortungsbewusster mit dem Geld der österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler umgeht. (Abg. Amon: Die werden heute schon erfüllt! – Abg. Ellmauer: Noch scheinheiliger geht es nicht mehr!)
Beifall bei der SPÖ.
Darum geht es heute, und das sollten Sie ernst nehmen, wenn der Rechnungshof sagt, Sie sind nicht nur jene, die die höchste Arbeitslosigkeit in unserem Lande zu verantworten haben, sondern Sie sind auch die größten Verschwender der Steuergelder in unserem Land! Das sollten Sie ernst nehmen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Amon: Hallo! Hallo! Unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Erklären Sie sich, Herr Staatssekretär! Ich weiß nicht, sind Sie vom Bundeskanzler, dem Verschwendungskanzler, zurückgepfiffen worden? (Abg. Amon: Hallo! Hallo! Unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dürfen Sie das nicht mehr sagen, was Sie zu Recht noch vor einem Jahr gesagt haben, es müsse diese Richtlinien geben? Sind Sie zurückgepfiffen worden? Erklären Sie sich! Oder machen Sie das, was der Bundeskanzler immer tut: Sie sagen das eine, tun das andere – und kein Mensch kann Ihnen mehr Glauben schenken, auch Ihnen nicht, Herr Staatssekretär! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Amon: Eine Schmutzkübelrede nach der anderen!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Amon: Eine Schmutzkübelrede nach der anderen!
Erklären Sie sich, Herr Staatssekretär! Ich weiß nicht, sind Sie vom Bundeskanzler, dem Verschwendungskanzler, zurückgepfiffen worden? (Abg. Amon: Hallo! Hallo! Unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dürfen Sie das nicht mehr sagen, was Sie zu Recht noch vor einem Jahr gesagt haben, es müsse diese Richtlinien geben? Sind Sie zurückgepfiffen worden? Erklären Sie sich! Oder machen Sie das, was der Bundeskanzler immer tut: Sie sagen das eine, tun das andere – und kein Mensch kann Ihnen mehr Glauben schenken, auch Ihnen nicht, Herr Staatssekretär! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Amon: Eine Schmutzkübelrede nach der anderen!)
Rufe bei der ÖVP: In Wien! In Wien!
Ganz besonders betroffen macht mich Monat für Monat die Arbeitslosenstatistik. Stetig steigen die Arbeitslosenzahlen. (Rufe bei der ÖVP: In Wien! In Wien!) Monat für Monat steigt auf Grund Ihrer falschen Politik die Arbeitslosigkeit! Um 70 Millionen € weniger aus dem Europäischen Sozialfonds werden wir ab dem Jahr 2007 für aktive Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung haben. Wir könnten diese Lücke schließen, wenn Sie nicht aus persönlicher Eitelkeit dieses Geld für unsinnige Eigenwerbung verwenden würden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ganz besonders betroffen macht mich Monat für Monat die Arbeitslosenstatistik. Stetig steigen die Arbeitslosenzahlen. (Rufe bei der ÖVP: In Wien! In Wien!) Monat für Monat steigt auf Grund Ihrer falschen Politik die Arbeitslosigkeit! Um 70 Millionen € weniger aus dem Europäischen Sozialfonds werden wir ab dem Jahr 2007 für aktive Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung haben. Wir könnten diese Lücke schließen, wenn Sie nicht aus persönlicher Eitelkeit dieses Geld für unsinnige Eigenwerbung verwenden würden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Billig! Billig!
Aber ich kann Ihnen sagen: Sie werden von den jungen Menschen, von allen Österreicherinnen und Österreichern eine Antwort bei der nächsten Wahl bekommen, Sie werden nämlich abgewählt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Billig! Billig!)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Darabos.
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn ich mir diese Dringliche so anschaue, könnten wir Ihnen fast versprechen: Wenn Sie mehr solche Dringliche machen, können wir weniger werben!, denn diese Dringlichen, die Sie hier einbringen, gehen eigentlich immer für Sie in die Hose. Und wenn Sie diese Plakate dann auch noch sehr oft hoch halten, ist der Werbewert wahrscheinlich noch höher, vor allen Dingen, wenn Sie dabei Ihr eigenes Gesicht damit verdecken. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Darabos.) – Na ja, Kollege, den Test nehmen wir noch auf! Sie sind blass – und gehen.
Abg. Amon: Soziale Kälte ist das!
Meine Damen und Herren, in Wien haben wir 2004 bei der Wien Energie 100 Millionen € Überschuss, bei Kanal und Wasser 110 Millionen € Überschuss – und die SPÖ erhöht die Kanalgebühren mit 1. März 2006 um 28 Prozent. Der Gewinn ist Ihnen zu wenig! (Abg. Amon: Soziale Kälte ist das!) Die Müllentsorgung, der Gaspreis, der Strompreis, alles wird teurer: um 17 Prozent das Gas, um 5 Prozent der Strom. Es gibt 2004 100 Millionen € Gewinn – warum erhöhen Sie die Preise? Wie wollen Sie denn das bewerben?
Abg. Gaál: Ist das zur Tagesordnung?
Die budgetierten Werbeausgaben werden in Wien laufend überschritten. (Abg. Gaál: Ist das zur Tagesordnung?) Ich habe da die Zahlen aus dem Jahr 1997: 16,8 Millionen waren für Werbeaufwendungen in Wien budgetiert, und im Oktober lag man schon bei 28 Millionen €. – Kollege Gaál, was wolltest du? (Abg. Gaál: Was ist denn Tagesordnung? – Abg. Riepl: Sind Sie ein Rapid-Fan?) Nein, ich bin kein Fußballfan! (Abg. Riepl: Sie haben aber eine grüne Krawatte!) Da ist aber auch Blau drinnen. Und ich habe eine orange Unterwäsche, kann ich dir auch sagen, Kollege, wenn du es ganz genau wissen willst. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Das wollte ich nicht wissen!) Na ja, du hast so konkret gefragt!
Abg. Gaál: Was ist denn Tagesordnung? – Abg. Riepl: Sind Sie ein Rapid-Fan?
Die budgetierten Werbeausgaben werden in Wien laufend überschritten. (Abg. Gaál: Ist das zur Tagesordnung?) Ich habe da die Zahlen aus dem Jahr 1997: 16,8 Millionen waren für Werbeaufwendungen in Wien budgetiert, und im Oktober lag man schon bei 28 Millionen €. – Kollege Gaál, was wolltest du? (Abg. Gaál: Was ist denn Tagesordnung? – Abg. Riepl: Sind Sie ein Rapid-Fan?) Nein, ich bin kein Fußballfan! (Abg. Riepl: Sie haben aber eine grüne Krawatte!) Da ist aber auch Blau drinnen. Und ich habe eine orange Unterwäsche, kann ich dir auch sagen, Kollege, wenn du es ganz genau wissen willst. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Das wollte ich nicht wissen!) Na ja, du hast so konkret gefragt!
Abg. Riepl: Sie haben aber eine grüne Krawatte!
Die budgetierten Werbeausgaben werden in Wien laufend überschritten. (Abg. Gaál: Ist das zur Tagesordnung?) Ich habe da die Zahlen aus dem Jahr 1997: 16,8 Millionen waren für Werbeaufwendungen in Wien budgetiert, und im Oktober lag man schon bei 28 Millionen €. – Kollege Gaál, was wolltest du? (Abg. Gaál: Was ist denn Tagesordnung? – Abg. Riepl: Sind Sie ein Rapid-Fan?) Nein, ich bin kein Fußballfan! (Abg. Riepl: Sie haben aber eine grüne Krawatte!) Da ist aber auch Blau drinnen. Und ich habe eine orange Unterwäsche, kann ich dir auch sagen, Kollege, wenn du es ganz genau wissen willst. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Das wollte ich nicht wissen!) Na ja, du hast so konkret gefragt!
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Das wollte ich nicht wissen!
Die budgetierten Werbeausgaben werden in Wien laufend überschritten. (Abg. Gaál: Ist das zur Tagesordnung?) Ich habe da die Zahlen aus dem Jahr 1997: 16,8 Millionen waren für Werbeaufwendungen in Wien budgetiert, und im Oktober lag man schon bei 28 Millionen €. – Kollege Gaál, was wolltest du? (Abg. Gaál: Was ist denn Tagesordnung? – Abg. Riepl: Sind Sie ein Rapid-Fan?) Nein, ich bin kein Fußballfan! (Abg. Riepl: Sie haben aber eine grüne Krawatte!) Da ist aber auch Blau drinnen. Und ich habe eine orange Unterwäsche, kann ich dir auch sagen, Kollege, wenn du es ganz genau wissen willst. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Das wollte ich nicht wissen!) Na ja, du hast so konkret gefragt!
Abg. Gaál: Was ist Tagesordnung?
Sie überschreiten also dauernd Ihr Budget. Sportstadträtin Laska wird plakatiert – zahlt Wien Energie. (Abg. Gaál: Was ist Tagesordnung?) Ja, Entschuldigung, warum regen Sie sich denn dann so auf? Wir können uns ja darauf einigen. Es gibt da vier Parteien, und wenn man im Fettnapf steht, dann soll man nicht springen. Die ÖVP hat ja heute gezeigt, dass die Grünen hier auch nicht unbefleckt sind, sie greifen auch in den Werbetopf. Sie werben sogar mit großen Bildern und mit wenig Inhalten, wie wir gesehen haben. Die zweite Frage, die ich mir stelle, ist, ob man so mit dem Koalitionspartner umgeht, aber das müsst ihr euch untereinander ausmachen. Wäre das in Kärnten passiert, bevor die Koalition geplatzt ist, wäre von einer Koalitionskrise geschrieben worden. Aber es wird in diesem Fall nicht so sein.
Abg. Haidlmayr: Tatsächliche Berichtigung!
Wie ich gehört habe, ist sich Kollegin Haidlmayr nicht zu schlecht gewesen, diese Dame anzurufen und zu fragen, ob es überhaupt stimmt, dass sie im Rollstuhl fährt. (Abg. Haidlmayr: Tatsächliche Berichtigung!) – Und sie hat Pech gehabt: Diese Dame ist wirklich eine Behinderte! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung der Grünen –: Ungeheuerlich! – Abg. Haidlmayr: Tatsächliche Berichtigung!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung der Grünen –: Ungeheuerlich! – Abg. Haidlmayr: Tatsächliche Berichtigung!
Wie ich gehört habe, ist sich Kollegin Haidlmayr nicht zu schlecht gewesen, diese Dame anzurufen und zu fragen, ob es überhaupt stimmt, dass sie im Rollstuhl fährt. (Abg. Haidlmayr: Tatsächliche Berichtigung!) – Und sie hat Pech gehabt: Diese Dame ist wirklich eine Behinderte! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung der Grünen –: Ungeheuerlich! – Abg. Haidlmayr: Tatsächliche Berichtigung!)
Abg. Haidlmayr: Tatsächliche Berichtigung!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Mikesch. (Abg. Haidlmayr: Tatsächliche Berichtigung!) – Sie können sich zur tatsächlichen Berichtigung am Präsidium melden und kommen dann vor Schluss der Debatte dran.
Abg. Mag. Stoisits: Herr Präsident! Wie soll sie das machen? Hinunterrollen? Das dauert eine Dreiviertelstunde! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Am Wort ist Frau Abgeordnete Mikesch. (Abg. Mag. Stoisits: Herr Präsident! Wie soll sie das machen? Hinunterrollen? Das dauert eine Dreiviertelstunde! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Herta Mikesch (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Dass Sie, meine Damen und Herren von der Opposition, alles, was im Haus passiert, schlecht reden und mit einem miesepetrigen Gesicht herumlaufen, kann ich ja noch verstehen, denn Opposition ist einfach ein hartes Brot, vor allem dann, wenn man einer so erfolgreichen Bundesregierung gegenübersteht. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie etwas zum Antrag!
Sie vergönnen nicht einmal der erfolgreichsten Olympia-Mannschaft der Geschichte den Erfolg. Sie machen ein Gratulationsinserat zum Gegenstand kleinlicher parteipolitischer Diskussion! (Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie etwas zum Antrag!) Sie werfen der Politik vor, die Sportlerinnen und Sportler für sich zu vereinnahmen. Ich frage mich: Warum? (Abg. Sburny: Steht auf Ihrem Zettel auch etwas zum Antrag?)
Abg. Sburny: Steht auf Ihrem Zettel auch etwas zum Antrag?
Sie vergönnen nicht einmal der erfolgreichsten Olympia-Mannschaft der Geschichte den Erfolg. Sie machen ein Gratulationsinserat zum Gegenstand kleinlicher parteipolitischer Diskussion! (Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie etwas zum Antrag!) Sie werfen der Politik vor, die Sportlerinnen und Sportler für sich zu vereinnahmen. Ich frage mich: Warum? (Abg. Sburny: Steht auf Ihrem Zettel auch etwas zum Antrag?)
Beifall bei der ÖVP.
Ich frage mich: Was wäre passiert, wenn die SPÖ den Regierungschef stellte? Hätte sich Herr Gusenbauer dann so wie einst Bundeskanzler Kreisky mit Karl Schranz mit unseren Medaillengewinnern auf den Balkon am Ballhausplatz gestellt? (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
damit, dass wir 163 Sportschulen in Österreich haben, die hervorragende Arbeit für unseren Nachwuchs im Schisport leisten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Gerade diese Einrichtungen haben es sich verdient, einmal vor den Vorhang geholt zu werden. Auch in meinem Verband in Niederösterreich habe ich das Trainingszentrum Waidhofen und die Schihauptschule Lilienfeld, und gerade wir in Lilienfeld freuen uns sehr über den Doppel-Olympiasieg unserer Michaela Dorfmeister. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Sie sind ja selbst ein wandelndes Inserat! Werden Sie auch gesponsert?
Ich danke daher dem Bundeskanzler und dem Vizekanzler sehr, sehr herzlich für diese Einschaltung, für dieses Inserat, denn damit wird endlich einmal unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unseren Funktionärinnen und Funktionären für ihre Arbeit gedankt, denn sie machen hervorragende Arbeit im Hintergrund. (Abg. Mag. Kogler: Sie sind ja selbst ein wandelndes Inserat! Werden Sie auch gesponsert?)
Abg. Reheis: 1 Milliarde Schilling Verschwendung! Verschwendung von 1 Milliarde Schilling!
Meine Damen und Herren von der SPÖ, in einem sind Sie wahre Spitzensportler: im Meinungsslalom. Die Kärntner SPÖ schaltet mehrere Inserate und gratuliert Sportlerinnen und Sportlern – und Sie, Herr Cap, regen sich auf, wenn sich der Bundeskanzler und der Landeshauptmann emotional über die Erfolge freuen. (Abg. Reheis: 1 Milliarde Schilling Verschwendung! Verschwendung von 1 Milliarde Schilling!)
Beifall bei der ÖVP.
Machen Sie nicht schlecht, was Ihre eigenen Leute tun! Ihr Kollege Wittmann und Ihre Frau Landesrat zeigen sich genauso mit den Sportlern und freuen sich mit ihnen – und ich glaube, dass das auch richtig ist. Sie sollten sich aber einmal einig werden über das, was Sie wirklich wollen, denn wenn Sie noch lange so weitertun, werden Sie irgendwann bei Ihrem Meinungsslalom einfädeln, und das tut vielleicht nicht gut! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Wo waren denn die hervorragend?
Herr Kollege Öllinger, lassen wir doch einmal die Kirche im Dorf! Öffentlichkeitsarbeit gehört ganz einfach zu hervorragenden Leistungen! (Abg. Öllinger: Wo waren denn die hervorragend?) Und wenn man über die 71,4 Millionen € redet, die die Bundesregierung auch auf die Bevölkerung umlegt, dann sind das in diesen vier Jahren 8,7 €, die pro Einwohner verwendet werden. (Abg. Öllinger: Nein, es sind mehr!) – Über das rote Wien haben wir ja schon sehr vieles gehört, aber ich zeige Ihnen eine weitere Landeshauptstadt auf, wo sehr vieles in der Öffentlichkeitsarbeit und in der Imagewerbung getan wird: Das ist St. Pölten.
Abg. Öllinger: Nein, es sind mehr!
Herr Kollege Öllinger, lassen wir doch einmal die Kirche im Dorf! Öffentlichkeitsarbeit gehört ganz einfach zu hervorragenden Leistungen! (Abg. Öllinger: Wo waren denn die hervorragend?) Und wenn man über die 71,4 Millionen € redet, die die Bundesregierung auch auf die Bevölkerung umlegt, dann sind das in diesen vier Jahren 8,7 €, die pro Einwohner verwendet werden. (Abg. Öllinger: Nein, es sind mehr!) – Über das rote Wien haben wir ja schon sehr vieles gehört, aber ich zeige Ihnen eine weitere Landeshauptstadt auf, wo sehr vieles in der Öffentlichkeitsarbeit und in der Imagewerbung getan wird: Das ist St. Pölten.
Abg. Dr. Stummvoll: Wer ist denn da Bürgermeister?
In St. Pölten werden 34 € pro Jahr und Kopf für Imagewerbung ausgegeben. Rechnen wir das auf Österreich um, sind das rund 280 Millionen € im Jahr – das wäre viermal so viel, wie die Bundesregierung ausgegeben hat! (Abg. Dr. Stummvoll: Wer ist denn da Bürgermeister?) Wir kennen unseren Herrn Bürgermeister, den Herrn Stadler von der SPÖ. (Ah-Rufe bei der ÖVP.) Und nehmen Sie auch Anleihe an Ihrer eigenen teuren Werbung! (Abg. Mag. Kogler: Das ist ja Schwachsinn, was Sie da reden!)
Ah-Rufe bei der ÖVP.
In St. Pölten werden 34 € pro Jahr und Kopf für Imagewerbung ausgegeben. Rechnen wir das auf Österreich um, sind das rund 280 Millionen € im Jahr – das wäre viermal so viel, wie die Bundesregierung ausgegeben hat! (Abg. Dr. Stummvoll: Wer ist denn da Bürgermeister?) Wir kennen unseren Herrn Bürgermeister, den Herrn Stadler von der SPÖ. (Ah-Rufe bei der ÖVP.) Und nehmen Sie auch Anleihe an Ihrer eigenen teuren Werbung! (Abg. Mag. Kogler: Das ist ja Schwachsinn, was Sie da reden!)
Abg. Mag. Kogler: Das ist ja Schwachsinn, was Sie da reden!
In St. Pölten werden 34 € pro Jahr und Kopf für Imagewerbung ausgegeben. Rechnen wir das auf Österreich um, sind das rund 280 Millionen € im Jahr – das wäre viermal so viel, wie die Bundesregierung ausgegeben hat! (Abg. Dr. Stummvoll: Wer ist denn da Bürgermeister?) Wir kennen unseren Herrn Bürgermeister, den Herrn Stadler von der SPÖ. (Ah-Rufe bei der ÖVP.) Und nehmen Sie auch Anleihe an Ihrer eigenen teuren Werbung! (Abg. Mag. Kogler: Das ist ja Schwachsinn, was Sie da reden!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.
Und wenn wir gerade unsere Sportlerinnen und Sportler wertschätzen, dann fällt mir zu Ihnen nur noch eines ein, wie es auch auf einer Plakatwerbung von Ihnen steht: Österreich hat sich Besseres verdient! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Zu Ihnen noch, Herr Präsident: Ich habe mich rechtzeitig zu Wort gemeldet. Ich kann nicht hinunterfliegen, denn dabei würde ich großen Schaden nehmen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Ist groß! Der ist sehr groß, Herr Kollege!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Der Unterschied zwischen der Regierung und mir (Abg. Mag. Molterer: Ist groß! Der ist sehr groß, Herr Kollege!): Ich brauche nichts zu bezahlen, wenn ich in die Zeitung komme; denn man kommt der Informationspflicht nach, wenn man jemandem gratuliert. Ich brauche daher keine Zeitungsinserate zu schalten.
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Hängt das vielleicht mit dem Wahlkampf zusammen, dass man jetzt die Ausgaben für Öffentlichkeitsarbeit im Bundeskanzleramt von 27 Millionen € auf 36 Millionen €, plus Ermächtigung in Höhe von noch einmal 10 Millionen €, erhöht? (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Das heißt, es drängt sich der Verdacht auf, dass das ausschließlich mit dem Wahlkampf zusammenhängt. Und, meine Damen und Herren, dieses Inserat hat wirklich keinerlei Informationsinhalt – außer dem, dass wir jetzt auch erfahren, dass der Herr Vizekanzler weiß, dass Olympische Spiele waren. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Aber dafür ist es eindeutig zu teuer! Und ich muss einmal noch festhalten: Was soll man einem Bundeskanzler glauben, der bewusst bei der Anfragebeantwortung die Unwahrheit sagt?! Diese Regierung gibt nämlich am meisten für Öffentlichkeitsarbeit
Abg. Scheibner: Das wird die Dringliche auch nicht mehr retten!
aus, insbesondere das Bundeskanzleramt. Aber was soll man einem Kanzler glauben, der als Dritter in Opposition gehen wollte, der Abfangjäger über eine Wirtschaftsplattform bezahlt und der in dieser Republik eigentlich noch kein Wort gehalten hat? (Abg. Scheibner: Das wird die Dringliche auch nicht mehr retten!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Ich glaube, es ist höchst an der Zeit, dass man aufhört, hier Unwahrheiten über Steuergelder zu verbreiten. Wenn man sich allein nur die Inserate ansieht! Können Sie sich an diesen berühmten Fernsehspot anlässlich der Steuerreform erinnern? Ich rufe in Erinnerung: Die Steuerreform hat 1 Million ÖsterreicherInnen nichts gebracht; dem Durchschnitt der Österreicher hat sie 11 € gebracht. Und dann sind Werbespots gekommen, wo man Leute gezeigt hat, die sich auf einmal ein Auto, eine Reise leisten können; eine hat sich einen Steirer-Janker geleistet. Dabei ist ihnen in Wirklichkeit die Lederhose ausgezogen worden, weil alles andere teurer geworden ist! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.
Es ist schlichtweg falsch, was er behauptet, und er ist ganz einfach in dieser Frage genauso wenig ehrlich, wie er es in anderen Fragen ist! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Scheibner: Was ist mit dem Apfel-Inserat?
Wir geben nicht klein bei, sondern wollen nun gemeinsam mit dem Agrarressort und den Landtagsfraktionen massive Barrieren im Einklang mit dem Europarecht in fünf konkreten Schritten errichten.“ (Abg. Scheibner: Was ist mit dem Apfel-Inserat?)
Der Geräuschpegel im Saal ist sehr hoch. – Abg. Großruck: ... Gratis-Inserat!
Schritt 5: Verstärkung ...“ (Der Geräuschpegel im Saal ist sehr hoch. – Abg. Großruck: ... Gratis-Inserat!)
Abg. Mag. Molterer: Wie viel hat das Inserat gekostet?
„Schritt 5: Verstärkung der OÖ Gemeinschaft von ProduzentInnen, Handel und KonsumentInnen gegen gentechnisch manipulierte Lebensmittel.“ (Abg. Mag. Molterer: Wie viel hat das Inserat gekostet?)
Abg. Scheibner: Das ist viel zu viel Text für ein Inserat!
„Wir alle haben als Konsumentinnen und Konsumenten mit jedem Griff ins Regal eine ungeheure Macht, denn mit dem täglichen Einkauf von regionalen, biologischen und fair gehandelten Produkten entscheiden wir uns für Umweltschutz und Nachhaltigkeit.“ (Abg. Scheibner: Das ist viel zu viel Text für ein Inserat!)
Abg. Neudeck: Und was ist mit den anderen? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Mit dem Anschober drauf!
Das ist ein politischer Aufruf. (Abg. Neudeck: Und was ist mit den anderen? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Mit dem Anschober drauf!) Hätten Sie irgendetwas in dieser Art und Weise in Form eines bezahlten Inserates in den letzten sechs Jahren zustande gebracht, hätten wir das nicht nur geduldet, sondern Ihnen dafür auch unseren Respekt aussprechen müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist ein politischer Aufruf. (Abg. Neudeck: Und was ist mit den anderen? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Mit dem Anschober drauf!) Hätten Sie irgendetwas in dieser Art und Weise in Form eines bezahlten Inserates in den letzten sechs Jahren zustande gebracht, hätten wir das nicht nur geduldet, sondern Ihnen dafür auch unseren Respekt aussprechen müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Was ist mit dem Apfel? Dem Anschober und dem Apfel?
Der Vergleich macht sicher: „Weniger Steuern – mehr für’s Leben!“ (Abg. Scheibner: Was ist mit dem Apfel? Dem Anschober und dem Apfel?) „Sabine, 28, Angestellte: Entlastung pro Monat: 29 €. Albrecht, 69, Pensionist: Entlastung pro Monat: 21 €. Hermann, 28, Arbeiter: Entlastung pro Monat: 28 €.“ (Abg. Mag. Molterer: Richtig! Genau!) „Bundesministerium für Finanzen“. – Das ist Information?!
Abg. Mag. Molterer: Richtig! Genau!
Der Vergleich macht sicher: „Weniger Steuern – mehr für’s Leben!“ (Abg. Scheibner: Was ist mit dem Apfel? Dem Anschober und dem Apfel?) „Sabine, 28, Angestellte: Entlastung pro Monat: 29 €. Albrecht, 69, Pensionist: Entlastung pro Monat: 21 €. Hermann, 28, Arbeiter: Entlastung pro Monat: 28 €.“ (Abg. Mag. Molterer: Richtig! Genau!) „Bundesministerium für Finanzen“. – Das ist Information?!
Heiterkeit bei den Grünen.
Und alle Hermanns und alle Sabinen, bei denen das möglicherweise nicht stimmt, wie kommen die zu ihren 28 €? (Heiterkeit bei den Grünen.) – Ist doch alles Unsinn!
Beifall bei Abgeordneten der Grünen sowie der SPÖ.
Meine Damen und Herren, die G’schicht’ ist watscheneinfach: Die Kassen des BZÖ sind genauso gähnend leer wie die politischen Köpfe dieser Partei. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen sowie der SPÖ.) Wenn der Parteichef einen Deckel aufmacht, gähnt ihm die Leere der Kassa entgegen! Turnauer spendet nicht mehr, Glock spendet nicht mehr, Haselsteiner spendet nicht mehr – die Spender wenden sich mit Grauen vom BZÖ ab. Nicht einmal die Industriellenvereinigung ist mehr bereit, Spenden für das BZÖ zu waschen!
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frau Präsident!
Wenn die Beine kurz werden, werden die Finger lang, und das BZÖ ist heute die Partei der kurzen Beine und der langen Finger (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frau Präsident!) und versucht, über ihre Ministerämter zu Steuergeldern zu kommen (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ – weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen) – und genau so schaut es aus! Und darüber reden wir! Wir reden über den Griff in die Kassen (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), der durch kein Gesetz gerechtfertigt ist, meine Damen und Herren! Und das wollten wir mit unserem Dringlichen Antrag darstellen. (Anhaltende lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ – weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen
Wenn die Beine kurz werden, werden die Finger lang, und das BZÖ ist heute die Partei der kurzen Beine und der langen Finger (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frau Präsident!) und versucht, über ihre Ministerämter zu Steuergeldern zu kommen (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ – weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen) – und genau so schaut es aus! Und darüber reden wir! Wir reden über den Griff in die Kassen (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), der durch kein Gesetz gerechtfertigt ist, meine Damen und Herren! Und das wollten wir mit unserem Dringlichen Antrag darstellen. (Anhaltende lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Wenn die Beine kurz werden, werden die Finger lang, und das BZÖ ist heute die Partei der kurzen Beine und der langen Finger (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frau Präsident!) und versucht, über ihre Ministerämter zu Steuergeldern zu kommen (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ – weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen) – und genau so schaut es aus! Und darüber reden wir! Wir reden über den Griff in die Kassen (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), der durch kein Gesetz gerechtfertigt ist, meine Damen und Herren! Und das wollten wir mit unserem Dringlichen Antrag darstellen. (Anhaltende lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ungeheuerlich!
neuerlich das Glockenzeichen.) – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ungeheuerlich!)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Pilz, für die Unterstellung der „langen Finger“ erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Neudeck: Gott sei Dank!
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Das ist ja wieder ein altbekanntes Mittel: Da machen die Grünen eine Dringliche Anfrage, die abstürzt, wie Herr Kollege Cap schon gesagt hat, zu einer Bütten-Veranstaltung – und dann kommt zum Schluss Kollege Pilz, den man ja sonst wenig hier im Plenum sieht (Abg. Neudeck: Gott sei Dank!), und versucht, das geradezubiegen – leider, leider vergeblich!
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sein wahres Gesicht!
Und zum Schluss merkt Pilz dann, jetzt muss er noch etwas draufsetzen, und dann erkennen wir Herrn Pilz wieder, so wie er immer wieder ist (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sein wahres Gesicht!): kriminalisieren, diskreditieren und hier Vorwürfe machen und in den Raum stellen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Und zum Schluss merkt Pilz dann, jetzt muss er noch etwas draufsetzen, und dann erkennen wir Herrn Pilz wieder, so wie er immer wieder ist (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sein wahres Gesicht!): kriminalisieren, diskreditieren und hier Vorwürfe machen und in den Raum stellen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz. – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen und der SPÖ.
Das ist Ihre Art und Weise – das kennen wir ja noch aus den diversen Gruppen, wo Sie früher einmal dabei gewesen sind –: Wenn einem die Argumente ausgehen, dann wird kriminalisiert, dann kommt man mit der Keule, meine Damen und Herren! – Machen Sie hier gescheite Dringliche Anfragen, aber beleidigen Sie nicht Abgeordnete und Politiker in diesem Land! Unterstellen Sie nicht kriminelle Handlungen! – Das ist ungeheuerlich! (Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz. – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen und der SPÖ.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Ja, schreien Sie, was Sie wollen! Sie können vorlesen, was Sie wollen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), Sie werden deshalb nicht zudecken, dass Sie dort, wo Sie – Gott sei Dank nur in Oberösterreich! – ein Regierungsmitglied haben, genauso mit Steuergeldern dieses Regierungsmitglied mit großen Fotos und dünnen Texten bewerben! (Abg. Mag. Weinzinger: ... wenigstens einmal anschauen!) – Das ist die Realität, und das können Sie mit Ihren Kriminalisierungsversuchen nicht überdecken, meine Damen und Herren, lieber Herr Abgeordneter Pilz! (Ruf: „Lieber“?)
Abg. Mag. Weinzinger: ... wenigstens einmal anschauen!
Ja, schreien Sie, was Sie wollen! Sie können vorlesen, was Sie wollen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), Sie werden deshalb nicht zudecken, dass Sie dort, wo Sie – Gott sei Dank nur in Oberösterreich! – ein Regierungsmitglied haben, genauso mit Steuergeldern dieses Regierungsmitglied mit großen Fotos und dünnen Texten bewerben! (Abg. Mag. Weinzinger: ... wenigstens einmal anschauen!) – Das ist die Realität, und das können Sie mit Ihren Kriminalisierungsversuchen nicht überdecken, meine Damen und Herren, lieber Herr Abgeordneter Pilz! (Ruf: „Lieber“?)
Ruf: „Lieber“?
Ja, schreien Sie, was Sie wollen! Sie können vorlesen, was Sie wollen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), Sie werden deshalb nicht zudecken, dass Sie dort, wo Sie – Gott sei Dank nur in Oberösterreich! – ein Regierungsmitglied haben, genauso mit Steuergeldern dieses Regierungsmitglied mit großen Fotos und dünnen Texten bewerben! (Abg. Mag. Weinzinger: ... wenigstens einmal anschauen!) – Das ist die Realität, und das können Sie mit Ihren Kriminalisierungsversuchen nicht überdecken, meine Damen und Herren, lieber Herr Abgeordneter Pilz! (Ruf: „Lieber“?)
Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen sowie Beifall bei der ÖVP.
Machen Sie in Zukunft besser vorbereitete Dringliche Anfragen, dann ersparen Sie sich selbst Ordnungsrufe und uns den Ärger, denn gewisse Grenzen des politischen Anstandes wollen wir auch eingehalten haben. (Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen sowie Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Dobar dan!
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe gar nicht ... (Ruf bei der ÖVP: Dobar dan!) Dobar dan, ja! – Das war Frau Scheucher, oder? – Nein? Ich habe gedacht, Sie waren es. – Nein, das war meine burgenländische Kollegin! Die ist multikulturell, denn das Burgenland ist vielsprachig.
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch
Meine Damen und Herren, ich habe gar nicht damit gerechnet, dass die Fristsetzungsdebatte heute Nachmittag so sehr an Aktualität gewinnen wird, und diese Aktualität, die die Fristsetzungsdebatte hat – über die Intention als solche hinaus –, hat der Herr Bundeskanzler heute in der Früh in der Fragestunde geliefert, denn er hat – und ich wiederhole es jetzt sinngemäß (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch) – nein, er hat heute Vormittag auf meine Frage, wann er die Topographieverordnung für Kärnten auf Grund der Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes 2001 und 2005 erlassen wird, hier gesagt: Es bedarf keiner Topographieverordnung, denn es gibt zwar ein Problem in Kärnten und es gibt demzufolge auch ein Problem mit dem Rechtsstaat, aber er ist nicht dafür zuständig.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, ein paar Meter!
Meine Damen und Herren, was inzwischen passiert ist, das wissen Sie: Der Herr Landeshauptmann hat die Frist bis zum 30. Juni, die der Verfassungsgerichtshof gegeben hat, nicht verstreichen lassen, sondern Herr Landeshauptmann Haider hat schon agiert. Er hat die einsprachige Ortstafel von Bleiburg/Pliberk, also nur „Bleiburg“, um ein paar Zentimeter versetzt (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, ein paar Meter!), oder um ein paar Meter, und zieht daraus rechtlich den Schluss, dass damit dem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs Genüge getan ist. Er hat eine neue Verordnung erlassen, die alte Tafel ist entfernt, eine neue Tafel – sie ist identisch mit der vorherigen – ist ein paar Meter weiter aufgestellt, und deshalb gibt es keine weiteren rechtlichen Schritte zu setzen.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ganz sicher!
Meine Damen und Herren: Österreich ist ein Rechtsstaat. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ganz sicher!) Gott sei Dank ist Österreich ein Rechtsstaat, Uwe Scheuch! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aber Kärnten auch!) Wäre Österreich kein Rechtsstaat, dann gute Nacht! (Abg. Neugebauer: Dann wäre es nämlich ein Linksstaat!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aber Kärnten auch!
Meine Damen und Herren: Österreich ist ein Rechtsstaat. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ganz sicher!) Gott sei Dank ist Österreich ein Rechtsstaat, Uwe Scheuch! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aber Kärnten auch!) Wäre Österreich kein Rechtsstaat, dann gute Nacht! (Abg. Neugebauer: Dann wäre es nämlich ein Linksstaat!)
Abg. Neugebauer: Dann wäre es nämlich ein Linksstaat!
Meine Damen und Herren: Österreich ist ein Rechtsstaat. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ganz sicher!) Gott sei Dank ist Österreich ein Rechtsstaat, Uwe Scheuch! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aber Kärnten auch!) Wäre Österreich kein Rechtsstaat, dann gute Nacht! (Abg. Neugebauer: Dann wäre es nämlich ein Linksstaat!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Deshalb bitte ich Sie erstens um die Zustimmung für den Fristsetzungsantrag – das gilt in alle Richtungen – und zweitens um eine seriöse Diskussion im Verfassungsausschuss, damit diese Verordnungsprüfung, die ja inzwischen der Rechtsmeinung des Bundeskanzlers entspricht, wie wir seit heute Früh wissen, auch tatsächlich umgehend beantragt wird. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Deshalb bitte ich Sie erstens um die Zustimmung für den Fristsetzungsantrag – das gilt in alle Richtungen – und zweitens um eine seriöse Diskussion im Verfassungsausschuss, damit diese Verordnungsprüfung, die ja inzwischen der Rechtsmeinung des Bundeskanzlers entspricht, wie wir seit heute Früh wissen, auch tatsächlich umgehend beantragt wird. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Schieder: Gott sei Dank, dass Sie da waren! Dann ist alles gerettet!
Man sieht also, Sie selbst nehmen das nicht wirklich wichtig (Abg. Schieder: Gott sei Dank, dass Sie da waren! Dann ist alles gerettet!), sondern Sie wollen hier ja nur eine
Abg. Mag. Kogler: Erkundigen Sie sich überhaupt, bevor Sie Unsinn reden?
künstliche Aufregung hereinbringen. (Abg. Mag. Kogler: Erkundigen Sie sich überhaupt, bevor Sie Unsinn reden?) Ja, das können Sie leicht nachvollziehen. Das war ja so, das haben alle gesehen. – Gut. (Abg. Mag. Kogler: Wozu gibt es dieses Instrument? Ist ja unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.)
Abg. Mag. Kogler: Wozu gibt es dieses Instrument? Ist ja unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
künstliche Aufregung hereinbringen. (Abg. Mag. Kogler: Erkundigen Sie sich überhaupt, bevor Sie Unsinn reden?) Ja, das können Sie leicht nachvollziehen. Das war ja so, das haben alle gesehen. – Gut. (Abg. Mag. Kogler: Wozu gibt es dieses Instrument? Ist ja unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.)
Abg. Öllinger: Weil man es nicht gemacht hat!
Wie schon gesagt wurde, geht es darum, dass es ein Volksgruppengesetz gibt, in dem über sehr lange Zeit, über Jahrzehnte auch eine zahlenmäßige, nämlich eine prozentuelle Festlegung enthalten war, in welchen Gemeinden zweisprachige Ortstafeln anzubringen sind. Diese Zahl von 25 Prozent hat über Jahrzehnte auch niemanden aufgeregt. (Abg. Öllinger: Weil man es nicht gemacht hat!)
Abg. Öllinger: Sie übernehmen die Diktion von Haider!
Wie wir ebenfalls wissen, hat dann der Verfassungsgerichtshof über den Prüfungsantrag im Fall eines notorischen Rasers, der bewusst mit mehr als 50 Stundenkilometern durch Ortsgebiete fährt ... (Abg. Öllinger: Sie übernehmen die Diktion von Haider!) Ja, das war so, das ist keine Frage. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist die Wahrheit, Kollege Öllinger!) Wenn jemand mit weit mehr als 70 Stundenkilometern durch Ortsgebiete fährt (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sind Menschenleben gefährdet!), dann, bitte, muss man sagen, es ist das einfach der Fall, und zwar bewusst und vorsätzlich. (Abg. Öllinger: Und was ist mit Gorbach?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist die Wahrheit, Kollege Öllinger!
Wie wir ebenfalls wissen, hat dann der Verfassungsgerichtshof über den Prüfungsantrag im Fall eines notorischen Rasers, der bewusst mit mehr als 50 Stundenkilometern durch Ortsgebiete fährt ... (Abg. Öllinger: Sie übernehmen die Diktion von Haider!) Ja, das war so, das ist keine Frage. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist die Wahrheit, Kollege Öllinger!) Wenn jemand mit weit mehr als 70 Stundenkilometern durch Ortsgebiete fährt (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sind Menschenleben gefährdet!), dann, bitte, muss man sagen, es ist das einfach der Fall, und zwar bewusst und vorsätzlich. (Abg. Öllinger: Und was ist mit Gorbach?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sind Menschenleben gefährdet!
Wie wir ebenfalls wissen, hat dann der Verfassungsgerichtshof über den Prüfungsantrag im Fall eines notorischen Rasers, der bewusst mit mehr als 50 Stundenkilometern durch Ortsgebiete fährt ... (Abg. Öllinger: Sie übernehmen die Diktion von Haider!) Ja, das war so, das ist keine Frage. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist die Wahrheit, Kollege Öllinger!) Wenn jemand mit weit mehr als 70 Stundenkilometern durch Ortsgebiete fährt (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sind Menschenleben gefährdet!), dann, bitte, muss man sagen, es ist das einfach der Fall, und zwar bewusst und vorsätzlich. (Abg. Öllinger: Und was ist mit Gorbach?)
Abg. Öllinger: Und was ist mit Gorbach?
Wie wir ebenfalls wissen, hat dann der Verfassungsgerichtshof über den Prüfungsantrag im Fall eines notorischen Rasers, der bewusst mit mehr als 50 Stundenkilometern durch Ortsgebiete fährt ... (Abg. Öllinger: Sie übernehmen die Diktion von Haider!) Ja, das war so, das ist keine Frage. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist die Wahrheit, Kollege Öllinger!) Wenn jemand mit weit mehr als 70 Stundenkilometern durch Ortsgebiete fährt (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sind Menschenleben gefährdet!), dann, bitte, muss man sagen, es ist das einfach der Fall, und zwar bewusst und vorsätzlich. (Abg. Öllinger: Und was ist mit Gorbach?)
Abg. Mag. Stoisits: Aber nur, weil ...!
Aber sei es, wie es sei – der Verfassungsgerichtshof hat diesen Teil des Volksgruppengesetzes und damit auch Teile der Topographieverordnung aufgehoben, sodass jetzt – und das hat auch Kollegin Stoisits richtig gesagt – nach Ansicht des Verfassungsgerichtshofes der Staatsvertrag von Wien in diesem Bereich direkt anwendbar ist. (Abg. Mag. Stoisits: Aber nur, weil ...!) Das ist der Punkt, den du ja selbst erwähnt hast und der auch besonders herausgestrichen ist.
Abg. Dr. Puswald: Das glauben Sie doch nicht selbst!
Da ist nun der Herr Bundeskanzler und die Bundesregierung überhaupt nicht gefordert! Ich glaube, es kommt auch niemand auf die Idee, dass jetzt der Herr Bundeskanzler durch alle Gemeinden fahren soll, alle kundgemachten Verkehrszeichen, alle Ortsbezeichnungen darauf prüfen soll, ob sie allen einschlägigen rechtlichen Bestimmungen entsprechen, und dann, wenn dies nicht der Fall ist, eben die entsprechenden Verordnungen anzufechten hat. (Abg. Dr. Puswald: Das glauben Sie doch nicht selbst!) Ich glaube, das stellt das gesamte System auf den Kopf. Es ist eben nicht die Bundesregierung dafür zuständig, Verordnungen zu erlassen oder deren Rechtmäßigkeit zu prüfen, sondern das ist Aufgabe der jeweiligen Behörde erster Instanz. Das ist auch geschehen.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Abschließend noch, wie bereits angekündigt: Es gibt neben der juristischen Seite auch eine zweite, die menschliche Seite dieser Problematik. Diese betrifft einfach, liebe Terezija, das Zusammenleben der Volksgruppen untereinander. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Hier – und das hat heute auch der Herr Bundeskanzler in seiner Anfragebeantwortung ganz klar gesagt – kann man nicht mit der juristischen Keule arbeiten. (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Hier helfen keine Klagen, sondern hier helfen Verhandlungen und das Zusammensitzen am Verhandlungstisch. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Abschließend noch, wie bereits angekündigt: Es gibt neben der juristischen Seite auch eine zweite, die menschliche Seite dieser Problematik. Diese betrifft einfach, liebe Terezija, das Zusammenleben der Volksgruppen untereinander. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Hier – und das hat heute auch der Herr Bundeskanzler in seiner Anfragebeantwortung ganz klar gesagt – kann man nicht mit der juristischen Keule arbeiten. (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Hier helfen keine Klagen, sondern hier helfen Verhandlungen und das Zusammensitzen am Verhandlungstisch. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abschließend noch, wie bereits angekündigt: Es gibt neben der juristischen Seite auch eine zweite, die menschliche Seite dieser Problematik. Diese betrifft einfach, liebe Terezija, das Zusammenleben der Volksgruppen untereinander. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Hier – und das hat heute auch der Herr Bundeskanzler in seiner Anfragebeantwortung ganz klar gesagt – kann man nicht mit der juristischen Keule arbeiten. (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Hier helfen keine Klagen, sondern hier helfen Verhandlungen und das Zusammensitzen am Verhandlungstisch. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Kollege Cap fängt so ehrlich an und endet so scheinheilig!
So, wie der Landeshauptmann von Kärnten agiert, ist das nicht in diesem Sinn. Er hat in einem bestimmten Moment – das war eine gewisse Zeit nach dieser einen Konsenskonferenz, bei der ich noch anwesend war – begonnen, das Ganze als ein Feld der politischen Auseinandersetzung zu suchen, um sich dort das Grundmandat zu sichern oder sich die Umfragewerte zu verbessern. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Kollege Cap fängt so ehrlich an und endet so scheinheilig!)
Abg. Mag. Stoisits: Das ist ja ein anderer Antrag, bitte!
Ich muss ehrlicherweise auch sagen, dass mir diese Fristsetzung rechtlich nicht klar ist. Wir haben schon das letzte Mal dagegen gestimmt, wir werden das auch heute wieder tun. (Abg. Mag. Stoisits: Das ist ja ein anderer Antrag, bitte!) Nein, es ist auch heute nicht klar! Es ist der Bezirkshauptmann zuständig, und der hat es jetzt zu machen. Wenn das nicht eingehalten wird, dann hat die Staatsanwaltschaft einzuschreiten. (Abg. Öllinger: Was?) Dann liegt Amtsmissbrauch vor. Dafür gibt es ganz klare rechtliche Regelungen, und dazu stehen wir. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Was?
Ich muss ehrlicherweise auch sagen, dass mir diese Fristsetzung rechtlich nicht klar ist. Wir haben schon das letzte Mal dagegen gestimmt, wir werden das auch heute wieder tun. (Abg. Mag. Stoisits: Das ist ja ein anderer Antrag, bitte!) Nein, es ist auch heute nicht klar! Es ist der Bezirkshauptmann zuständig, und der hat es jetzt zu machen. Wenn das nicht eingehalten wird, dann hat die Staatsanwaltschaft einzuschreiten. (Abg. Öllinger: Was?) Dann liegt Amtsmissbrauch vor. Dafür gibt es ganz klare rechtliche Regelungen, und dazu stehen wir. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich muss ehrlicherweise auch sagen, dass mir diese Fristsetzung rechtlich nicht klar ist. Wir haben schon das letzte Mal dagegen gestimmt, wir werden das auch heute wieder tun. (Abg. Mag. Stoisits: Das ist ja ein anderer Antrag, bitte!) Nein, es ist auch heute nicht klar! Es ist der Bezirkshauptmann zuständig, und der hat es jetzt zu machen. Wenn das nicht eingehalten wird, dann hat die Staatsanwaltschaft einzuschreiten. (Abg. Öllinger: Was?) Dann liegt Amtsmissbrauch vor. Dafür gibt es ganz klare rechtliche Regelungen, und dazu stehen wir. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stoisits: Die Lösung haben wir bemerkt!
man gemerkt beim Verrücken!) Es gibt – das ist, glaube ich, legitim – verschiedene Lösungszugänge. (Abg. Mag. Stoisits: Die Lösung haben wir bemerkt!)
Abg. Öllinger: Absurd!
Wir haben immer gesagt ... (Abg. Öllinger: Absurd!) Das ist nicht absurd, Herr Kollege Öllinger. Sie haben sich damals in der „ZiB 3“ nicht ausgekannt, und Sie kennen sich heute noch immer nicht aus. Das ist auch legitim, Sie sind ja Sozialpolitiker und wahrscheinlich kein Experte auf dem Gebiet, das muss man Ihnen zuerkennen. (Abg. Mag. Stoisits: Und du bist Forstwirt! Das merkt man!) Ich bin in dieser Sache ziemlich firm, weil in Wirklichkeit das die Kärntnerinnen und Kärntner beschäftigt. (Abg. Mag. Stoisits: Mit Bäumen kennst du dich sehr gut aus, das ist wahr!)
Abg. Mag. Stoisits: Und du bist Forstwirt! Das merkt man!
Wir haben immer gesagt ... (Abg. Öllinger: Absurd!) Das ist nicht absurd, Herr Kollege Öllinger. Sie haben sich damals in der „ZiB 3“ nicht ausgekannt, und Sie kennen sich heute noch immer nicht aus. Das ist auch legitim, Sie sind ja Sozialpolitiker und wahrscheinlich kein Experte auf dem Gebiet, das muss man Ihnen zuerkennen. (Abg. Mag. Stoisits: Und du bist Forstwirt! Das merkt man!) Ich bin in dieser Sache ziemlich firm, weil in Wirklichkeit das die Kärntnerinnen und Kärntner beschäftigt. (Abg. Mag. Stoisits: Mit Bäumen kennst du dich sehr gut aus, das ist wahr!)
Abg. Mag. Stoisits: Mit Bäumen kennst du dich sehr gut aus, das ist wahr!
Wir haben immer gesagt ... (Abg. Öllinger: Absurd!) Das ist nicht absurd, Herr Kollege Öllinger. Sie haben sich damals in der „ZiB 3“ nicht ausgekannt, und Sie kennen sich heute noch immer nicht aus. Das ist auch legitim, Sie sind ja Sozialpolitiker und wahrscheinlich kein Experte auf dem Gebiet, das muss man Ihnen zuerkennen. (Abg. Mag. Stoisits: Und du bist Forstwirt! Das merkt man!) Ich bin in dieser Sache ziemlich firm, weil in Wirklichkeit das die Kärntnerinnen und Kärntner beschäftigt. (Abg. Mag. Stoisits: Mit Bäumen kennst du dich sehr gut aus, das ist wahr!)
Abg. Mag. Stoisits: An wem ist es gescheitert? An Haider!
Ich bin froh über den großteils wirklich vernünftigen Debattenbeitrag der SPÖ, dass das dem Konsensweg zuzuführen ist. Es ist leider an dieser Konsenskonferenz gescheitert: einmal Slowenen, einmal Heimatdienst (Abg. Mag. Stoisits: An wem ist es gescheitert? An Haider!), dann ist auch die SPÖ nicht mitgegangen, weil sie gesagt hat, dass die Bürgermeister nicht dazu zu bringen sind. (Abg. Mag. Stoisits: An Haider und sonst niemand!)
Abg. Mag. Stoisits: An Haider und sonst niemand!
Ich bin froh über den großteils wirklich vernünftigen Debattenbeitrag der SPÖ, dass das dem Konsensweg zuzuführen ist. Es ist leider an dieser Konsenskonferenz gescheitert: einmal Slowenen, einmal Heimatdienst (Abg. Mag. Stoisits: An wem ist es gescheitert? An Haider!), dann ist auch die SPÖ nicht mitgegangen, weil sie gesagt hat, dass die Bürgermeister nicht dazu zu bringen sind. (Abg. Mag. Stoisits: An Haider und sonst niemand!)
Abg. Mag. Stoisits: An Landeshauptmann Haider ist es gescheitert!
Das ist ja nicht wahr! Er war damals bereit, diesen Konsens zu schließen, Frau Kollegin Stoisits. Sie waren entweder nicht dabei oder sind schlecht informiert. Das ist nicht wahr, es ist damals an einem Slowenenverband und an einem Heimatverband gescheitert. (Abg. Mag. Stoisits: An Landeshauptmann Haider ist es gescheitert!) Nein, das ist nicht wahr. – So, dann gehen wir weiter.
Abg. Öllinger: Aha! Wie im Basar!
Über die Höhe der Prozentsätze können wir verhandeln. (Abg. Öllinger: Aha! Wie im Basar!) Nein, nicht wie im Basar. Herr Kollege Öllinger, Sie wissen genau: Zwischen 10 und 25 Prozent sind machbar. 25 Prozent ist 1996 beschlossen worden, das ist aufgehoben worden. Wir können über alle Varianten diskutieren. Das ist gut und recht so. Und mit unserer Volksbefragung, die wir jetzt in Kärnten andenken, wollen wir versuchen, unter Einbindung der Bevölkerung und unter Einbindung der Betroffenen einen Konsens herbeizuführen, den sich alle führenden Politiker im Land wünschen. Jeder, vom Bundespräsidenten bis zum Landeshauptmann, sagt: Nur im Konsens mit der Bevölkerung! Wir stellen hier klarerweise nicht die Frage: Wollen Sie Ortstafeln oder nicht?, sondern die Frage (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) – ich komme zum Schlusssatz, Frau Präsident – ist: Wo finden wir uns bei den Prozenten, um wieder ein vernünftiges Minderheitengesetz für die Ortstafeln auf die Beine zu stellen, für das es dann hoffentlich im Parlament eine Zweidrittelmehrheit geben wird? (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Über die Höhe der Prozentsätze können wir verhandeln. (Abg. Öllinger: Aha! Wie im Basar!) Nein, nicht wie im Basar. Herr Kollege Öllinger, Sie wissen genau: Zwischen 10 und 25 Prozent sind machbar. 25 Prozent ist 1996 beschlossen worden, das ist aufgehoben worden. Wir können über alle Varianten diskutieren. Das ist gut und recht so. Und mit unserer Volksbefragung, die wir jetzt in Kärnten andenken, wollen wir versuchen, unter Einbindung der Bevölkerung und unter Einbindung der Betroffenen einen Konsens herbeizuführen, den sich alle führenden Politiker im Land wünschen. Jeder, vom Bundespräsidenten bis zum Landeshauptmann, sagt: Nur im Konsens mit der Bevölkerung! Wir stellen hier klarerweise nicht die Frage: Wollen Sie Ortstafeln oder nicht?, sondern die Frage (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) – ich komme zum Schlusssatz, Frau Präsident – ist: Wo finden wir uns bei den Prozenten, um wieder ein vernünftiges Minderheitengesetz für die Ortstafeln auf die Beine zu stellen, für das es dann hoffentlich im Parlament eine Zweidrittelmehrheit geben wird? (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Über die Höhe der Prozentsätze können wir verhandeln. (Abg. Öllinger: Aha! Wie im Basar!) Nein, nicht wie im Basar. Herr Kollege Öllinger, Sie wissen genau: Zwischen 10 und 25 Prozent sind machbar. 25 Prozent ist 1996 beschlossen worden, das ist aufgehoben worden. Wir können über alle Varianten diskutieren. Das ist gut und recht so. Und mit unserer Volksbefragung, die wir jetzt in Kärnten andenken, wollen wir versuchen, unter Einbindung der Bevölkerung und unter Einbindung der Betroffenen einen Konsens herbeizuführen, den sich alle führenden Politiker im Land wünschen. Jeder, vom Bundespräsidenten bis zum Landeshauptmann, sagt: Nur im Konsens mit der Bevölkerung! Wir stellen hier klarerweise nicht die Frage: Wollen Sie Ortstafeln oder nicht?, sondern die Frage (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) – ich komme zum Schlusssatz, Frau Präsident – ist: Wo finden wir uns bei den Prozenten, um wieder ein vernünftiges Minderheitengesetz für die Ortstafeln auf die Beine zu stellen, für das es dann hoffentlich im Parlament eine Zweidrittelmehrheit geben wird? (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Der Kärntner Öllinger!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Kollege Scheuch! (Abg. Scheibner: Der Kärntner Öllinger!) Das ist jetzt vielleicht an die falsche Adresse gerichtet, aber wissen Sie, dass ich in dieser Situation für das eigentlich Traurige halte, dass Sie sagen: Mit dem Abgehen von der 25-Prozent-Lösung ist der Konsens verlassen worden. Das haben Sie so gesagt. Und ich meine, Sie stehen auch dazu, denn sonst hätten Sie hier nicht angeboten, dass wir ohnehin über alles zwischen 10 und 25 Prozent verhandeln könnten. Das steht aber nicht zur Verhandlung! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Doch!) Es handelt sich auch dann, wenn es Ihnen, und selbst dann, wenn es mir nicht passen würde, um einen Spruch des VfGH, der umzusetzen ist. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was steht denn da drinnen?) Es ist ein Staatsvertrag, der zwar keine konkrete Regelung beinhaltet, aber der VfGH hat sie richtigerweise interpretiert, und das ist umzusetzen – und nichts anderes, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das stimmt doch nicht!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Doch!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Kollege Scheuch! (Abg. Scheibner: Der Kärntner Öllinger!) Das ist jetzt vielleicht an die falsche Adresse gerichtet, aber wissen Sie, dass ich in dieser Situation für das eigentlich Traurige halte, dass Sie sagen: Mit dem Abgehen von der 25-Prozent-Lösung ist der Konsens verlassen worden. Das haben Sie so gesagt. Und ich meine, Sie stehen auch dazu, denn sonst hätten Sie hier nicht angeboten, dass wir ohnehin über alles zwischen 10 und 25 Prozent verhandeln könnten. Das steht aber nicht zur Verhandlung! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Doch!) Es handelt sich auch dann, wenn es Ihnen, und selbst dann, wenn es mir nicht passen würde, um einen Spruch des VfGH, der umzusetzen ist. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was steht denn da drinnen?) Es ist ein Staatsvertrag, der zwar keine konkrete Regelung beinhaltet, aber der VfGH hat sie richtigerweise interpretiert, und das ist umzusetzen – und nichts anderes, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das stimmt doch nicht!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was steht denn da drinnen?
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Kollege Scheuch! (Abg. Scheibner: Der Kärntner Öllinger!) Das ist jetzt vielleicht an die falsche Adresse gerichtet, aber wissen Sie, dass ich in dieser Situation für das eigentlich Traurige halte, dass Sie sagen: Mit dem Abgehen von der 25-Prozent-Lösung ist der Konsens verlassen worden. Das haben Sie so gesagt. Und ich meine, Sie stehen auch dazu, denn sonst hätten Sie hier nicht angeboten, dass wir ohnehin über alles zwischen 10 und 25 Prozent verhandeln könnten. Das steht aber nicht zur Verhandlung! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Doch!) Es handelt sich auch dann, wenn es Ihnen, und selbst dann, wenn es mir nicht passen würde, um einen Spruch des VfGH, der umzusetzen ist. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was steht denn da drinnen?) Es ist ein Staatsvertrag, der zwar keine konkrete Regelung beinhaltet, aber der VfGH hat sie richtigerweise interpretiert, und das ist umzusetzen – und nichts anderes, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das stimmt doch nicht!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das stimmt doch nicht!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Kollege Scheuch! (Abg. Scheibner: Der Kärntner Öllinger!) Das ist jetzt vielleicht an die falsche Adresse gerichtet, aber wissen Sie, dass ich in dieser Situation für das eigentlich Traurige halte, dass Sie sagen: Mit dem Abgehen von der 25-Prozent-Lösung ist der Konsens verlassen worden. Das haben Sie so gesagt. Und ich meine, Sie stehen auch dazu, denn sonst hätten Sie hier nicht angeboten, dass wir ohnehin über alles zwischen 10 und 25 Prozent verhandeln könnten. Das steht aber nicht zur Verhandlung! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Doch!) Es handelt sich auch dann, wenn es Ihnen, und selbst dann, wenn es mir nicht passen würde, um einen Spruch des VfGH, der umzusetzen ist. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was steht denn da drinnen?) Es ist ein Staatsvertrag, der zwar keine konkrete Regelung beinhaltet, aber der VfGH hat sie richtigerweise interpretiert, und das ist umzusetzen – und nichts anderes, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das stimmt doch nicht!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja nicht wahr! Sie kennen sich einfach in Kärnten nicht aus!
Im Zusammenhang mit dieser Entwicklung erklärt der Präsident des Nationalrates – damals war er es ja noch nicht – ganz offensichtlich einem Vertreter dieser Minderheit, dass die einzige Chance, hier wieder etwas in Richtung Durchsetzung von Recht in Bewegung zu bringen, die ist, schneller durch ein Ortsgebiet zu fahren. Dann tut das Herr Vouk, der macht das. Und was machen Sie? – Sie machen ihn verantwortlich. Und witzigerweise – oder auch wenig witzig – erklärt jetzt auch die ÖVP den Vertreter einer Minderheit, die seit Jahrzehnten um ihre Rechte betrogen wird (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja nicht wahr! Sie kennen sich einfach in Kärnten nicht aus!) – na selbstverständlich wird sie das, in einem für Sie vielleicht nicht so wichtigen Punkt, aber offensichtlich für die Minderheit dennoch wichtigen Punkt –, für verantwortlich!
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Der Präsident des Verfassungsgerichtshofes Korinek fordert faktisch die Bundesregierung auf, gegen die Kärntner Landesverwaltungsbehörden tätig zu werden. Der Herr Bundeskanzler sagt: Wir können da nichts machen! Auf Deutsch: Der Verfassungsgerichtshof wird durch die Bundesregierung, durch die Exekutive im Regen stehen gelassen. Der Verfassungsgerichtshof wird in einer unwürdigen Auseinandersetzung, die durch den Kärntner Landeshauptmann mehrmals provoziert wurde, in keiner Weise von der Bundesregierung unterstützt. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist das eigentlich Fatale, und deshalb braucht es Schritte des Parlaments, nämlich die Unterstützung dieser Fristsetzung. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung SPÖ, die für den Fristsetzungsantrag stimmt –: Was ist das jetzt? Die neue Linie?
Ich bitte jene Damen und Herren, die für den Fristsetzungsantrag sind, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist die Minderheit. Dieser Antrag ist somit abgelehnt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung SPÖ, die für den Fristsetzungsantrag stimmt –: Was ist das jetzt? Die neue Linie?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren, abschließend: Der Grund dafür, dass die ÖBB nicht dort endeten, wo der „Konsum“ geendet hat, ist nur darin zu sehen, dass sich im Jahr 2000 die Regierung geändert hat. Das war für die ÖBB positiv. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Regler: Der Bundesbahn geht es heute so gut wie nie zuvor! Besser, als es ihr unter der SPÖ je gegangen ist!
Abgeordneter Ing. Erwin Kaipel (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der Rechnungshofbericht zeigt sehr deutlich, dass die Regierung Schüssel die Österreichischen Bundesbahnen heruntergewirtschaftet hat. Der Antrieb dazu ist ganz wesentlich ein ideologischer. Das Ergebnis ist, dass den Österreichischen Bundesbahnen heute der Konkurs droht. (Abg. Mag. Regler: Der Bundesbahn geht es heute so gut wie nie zuvor! Besser, als es ihr unter der SPÖ je gegangen ist!)
Beifall bei der SPÖ.
Es reicht nicht Ihr Hinweis, Herr Kollege, dass es ohnedies die Staatshaftung gibt. Das ist zu kurz und zu billig. Der volkswirtschaftliche Schaden ist trotzdem entstanden, und der Steuerzahler wird dafür geradestehen müssen. Das, Herr Kollege, ist Ihre und nur Ihre Verantwortung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Neudeck, Herr Schöls: Es stimmt einfach, dass sich die Österreichischen Bundesbahnen auf einer Gesetzesgrundlage entwickeln, die Sie von der jetzigen Regierungsmehrheit geschaffen haben. Daher ist es lächerlich, wenn Sie sich immer wieder auf die SPÖ ausreden wollen. Lassen Sie sich etwas Neues einfallen! Diese Phrasen sind jedenfalls abgedroschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Puswald: Zukunftssicherung à la BZÖ! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Edel-Sozialist!
Eine Bemerkung noch zum Schluss, eine Bemerkung zum meiner Meinung nach skandalösen Umgang des Herrn Ministers und des Staatssekretärs mit dem Ausschuss. Während der Herr Bundesminister ständig die Ausschusssitzungen schwänzt – offensichtlich ist er nur mehr mit der von ihm für ihn verscherbelten Bodensee-Schifffahrt beschäftigt –, verweigert Herr Staatssekretär Kukacka sehr beharrlich jede Auskunft beziehungsweise gibt Nicht-Auskünfte. (Abg. Dr. Puswald: Zukunftssicherung à la BZÖ! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Edel-Sozialist!)
Beifall bei der SPÖ.
Daher möchte ich beiden empfehlen: Wenn Sie nicht mehr bereit sind, die Verantwortung zu tragen, dann denken Sie doch über Konsequenzen nach! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Erste persönliche Anmerkung: Ich darf gestehen, dass mich sowohl die Angelobung als auch dieses Zum-ersten-Mal-hier-Stehen mit tiefem Respekt vor der Aufgabe und vor der damit verbundenen Verantwortung erfüllt. Dieser Respekt – das darf ich ganz persönlich anmerken – leidet vielleicht ein wenig, wenn es mir so geht, wie es einem Staatsbürger gehen muss, wenn er vielleicht heute zugehört hat, dass eine Sitzung dazu gebraucht wurde, dass man sich selbst ungestraft hierher stellt, sich selbst als Faschingsredner profilieren will und sich andererseits auch so bezeichnen lässt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der rote Voves!
Darf ich zum Sachlichen kommen, wobei mir das auch etwas schwer fällt. – Bei meiner ersten Rede ist das vielleicht auch eine sehr emotionale Angelegenheit, dennoch möchte ich gerne meine Gedanken mitteilen. – Darf ich zum Sachlichen kommen, obwohl das auch schwer fällt. Als ich Herrn Abgeordneten Kräuter gehört habe, als er über die Personalbesetzung der Bundesregierung gesprochen hat, und wenn ich als Steirer beobachte, wie die neue steirische Landesregierung, wie Herr Landeshauptmann Voves in kürzester Zeit eine Personalpolitik betreibt, die man nur als Drüberfahren bezeichnen kann, dann muss ich ehrlich sagen, dass das meiner Ansicht nach schon sehr verwunderlich ist. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der rote Voves!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bedanke mich recht herzlich für Ihre Aufmerksamkeit. Sorry, dass ich nur 3 Minuten hatte, und entschuldigen Sie, wenn die eine oder andere Äußerung Sie getroffen hat, aber mich macht es wirklich betroffen, da ich diesen Job, diese Berufung mit einer etwas anderen Einstellung angegangen bin. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wattaul: Haben die keine Gewerkschaft?
Man fragt direkt bei der Direktion nach, wie es das gibt. Die alle wissen doch, dass Freitag Nachmittag immer Studenten und Studentinnen, Schüler und Schülerinnen mit dem Zug fahren, und die Auskunft ist: Wir können im Moment keine neuen Waggons ankaufen. Das kann man fast nicht glauben, wenn man das hört. (Abg. Wattaul: Haben die keine Gewerkschaft?)
Abg. Wattaul: Ein Wahnsinn!
Da wird sozusagen die junge Kundschaft, da werden die, die in Zukunft die ÖBB benutzen können sollten, so nachhaltig verprellt, dass sie wahrscheinlich nichts anderes im Kopf haben, als den Führerschein zu machen, um in Hinkunft nie mehr davon abhängig zu sein, dass sie die Fahrt von Wien nach Salzburg auf dem Boden sitzend, aber bezahlend verbringen müssen. (Abg. Wattaul: Ein Wahnsinn!) Ja, das ist sehr schlecht. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wattaul: Und die sozialdemokratische Gewerkschaft macht nichts!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wattaul: Und die sozialdemokratische Gewerkschaft macht nichts!
Da wird sozusagen die junge Kundschaft, da werden die, die in Zukunft die ÖBB benutzen können sollten, so nachhaltig verprellt, dass sie wahrscheinlich nichts anderes im Kopf haben, als den Führerschein zu machen, um in Hinkunft nie mehr davon abhängig zu sein, dass sie die Fahrt von Wien nach Salzburg auf dem Boden sitzend, aber bezahlend verbringen müssen. (Abg. Wattaul: Ein Wahnsinn!) Ja, das ist sehr schlecht. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wattaul: Und die sozialdemokratische Gewerkschaft macht nichts!)
Beifall bei der ÖVP.
Aber gerade diese Bundesregierung mit den Parteien ÖVP, BZÖ und Freiheitlichen hat es in den letzten Jahren geschafft, diese Rahmenbedingungen bei den ÖBB dahin gehend zu gestalten, dass auch in den nächsten Jahren wieder damit zu rechnen ist, positive Zahlen zu erwirtschaften. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es sind sicherlich – und das ist positiv zu vermerken – auch bei den ÖBB durch das Bundesbahnpensionsgesetz Maßnahmen ergriffen worden, die in Richtung einer Harmonisierung mit den Beamten und mit den ASVG-Bediensteten gegangen sind und die diese Sonderbegünstigungen tatsächlich beeinträchtigt beziehungsweise abgebaut haben, aber es ist auch darauf hinzuweisen, dass die Pensionslücke weiter aufgeht. Man sollte sehr wohl überlegen – das möchte ich besonders erwähnen, weil mir die ÖBB-Bediensten am Herzen liegen und ich weiß, dass sie eine hervorragende Dienstleistung erbringen, weil ich auch weiß, dass die ÖBB-Bediensteten einen höheren Pensionsbeitrag zahlen, einen höheren Pensionssicherungsbeitrag zahlen, dass sie eine besondere Eigenheit des Dienstes haben –, man sollte überlegen, ob die Sonderbegünstigungen, die es tatsächlich in diesem Bereich noch gibt, tragbar sind, ob sie finanzierbar sind und ob man nicht danach trachten sollte, auch eine Harmonisierung zwischen Beamten, ASVG-Bediensteten und ÖBB-Bediensteten herbeizuführen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ein Punkt noch, die Bundespolizeidirektion Wien betreffend: Mehr als 290 Beamte, Exekutivbedienstete waren nicht im exekutiven Außendienst beschäftigt, sondern mit Verwaltungstätigkeiten. Da wäre es auch angebracht, dass man sofort die Leute – es wären 91 – für den exekutiven Außendienst, sprich für die Sicherheit und die Kriminalitätsbekämpfung einsetzt und die restlichen Planstellen in Verwaltungsplanstellen umwandelt, damit die Leute dort verwendet werden, wofür sie eine entsprechende Ausbildung haben. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Lansky heißt er, glaube ich!
Zur Verdeutlichung: Die Abfertigungszahlung für Ex-ÖBB-Chef Vorm Walde beliefen sich auf mehr als 1,2 Millionen €. (Abg. Mag. Molterer: Lansky heißt er, glaube ich!)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der SPÖ und Abg. Mag. Molterer.
Jeder der beiden Vorstände der ÖBB-Holding AG erhält pro Jahr 625 000 € Fixvergütung, die mit Prämien auf über 900 000 € erhöhbar ist. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der SPÖ und Abg. Mag. Molterer.) Dazu kommen die Gehälter weiterer 18 Topmanager; der Begriff bezieht sich auf die Gehaltsebene von neun Vorständen, neun Geschäftsführern in den Konzerngesellschaften. Wen wundert es noch, dass die ÖBB rote Zahlen schreiben? – Eine derartige Belastung im Bereich der Personalkosten muss erst einmal verdient werden!
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte noch einen Punkt als Forderung einbringen, der der Öffentlichkeit und insbesondere den Kundinnen und Kunden der ÖBB besonders am Herzen liegt: mehr Service, mehr Leistung – anstatt Verschwendung bei Beratungskosten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Bei der AMAG! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie verbitten sich zum Beispiel heute Vormittag ... (Abg. Mag. Molterer: Bei der AMAG! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ein bisschen weniger heiße Luft, es ist eh schon warm genug herinnen, meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Molterer: Bei der AMAG!)
Abg. Mag. Molterer: Bei der AMAG!
Sie verbitten sich zum Beispiel heute Vormittag ... (Abg. Mag. Molterer: Bei der AMAG! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ein bisschen weniger heiße Luft, es ist eh schon warm genug herinnen, meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Molterer: Bei der AMAG!)
Abg. Mag. Molterer: Da darf der AK-Präsident ...! – Abg. Großruck: Bei der AMAG haben Sie Hausverbot!
Sie verbitten sich die Einmischung in die Betriebe (Abg. Mag. Molterer: Da darf der AK-Präsident ...! – Abg. Großruck: Bei der AMAG haben Sie Hausverbot!), dabei mischt sich niemand anderer als Sie brutal und hemmungslos in Institutionen, in Betriebe und in Gebietskörperschaften ein, um entweder die eigene Macht zu positionieren oder um ein paar Posten für Ihren maroden Regierungspartner zu organisieren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Bei der AMAG!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Bei der AMAG!
Sie verbitten sich die Einmischung in die Betriebe (Abg. Mag. Molterer: Da darf der AK-Präsident ...! – Abg. Großruck: Bei der AMAG haben Sie Hausverbot!), dabei mischt sich niemand anderer als Sie brutal und hemmungslos in Institutionen, in Betriebe und in Gebietskörperschaften ein, um entweder die eigene Macht zu positionieren oder um ein paar Posten für Ihren maroden Regierungspartner zu organisieren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Bei der AMAG!)
Abg. Mag. Molterer: Bei der AMAG!
Sie haben jeden Grund, leiser zu treten und in diesen Tagen zu fasten. Nutzen Sie die Chance auf Reinigung, Einsicht und Bekehrung, Sie haben es absolut notwendig! (Abg. Mag. Molterer: Bei der AMAG!)
Zwischenruf des Abg. Großruck
Eigentlich hätte ich meine Fragen gerne an Herrn Staatssekretär Kukacka gestellt, aber er zieht es vor, durch Abwesenheit zu glänzen, wenn man über die ÖBB diskutiert. Aber trotzdem stelle ich ihm die Frage, wie er sich die Tatsache erklärt (Zwischenruf des Abg. Großruck), dass sich durch die unsinnige Zerteilung der ÖBB in verschiedenste Strukturunternehmungen und so weiter und durch die Aufblähung des Overheads vieles zum Schlechteren gewendet hat. Millionen von Euro – der Rechnungshof hat das bestätigt – verschwinden im Sumpf sinnloser Beratungstätigkeiten bei überzogenen Vorstandsgagen, und Sie alle schauen tatenlos zu.
Abg. Mag. Molterer: Was ist „angeblich hört“?
Herr Staatssekretär Kukacka, wie halten Sie es mit einem ehemaligen Justizminister dieses Hauses, der in verschiedenen Aufsichtsräten von Bahngesellschaften sitzt? Weiters hört man – oder angeblich hört man –, dass viele Rechtsgeschäfte dieser Gesellschaften über seine Anwaltskanzlei abgewickelt werden. (Abg. Mag. Molterer: Was ist „angeblich hört“?) Halten Sie das für anständig? Ist das normal bei Ihnen, ist das selbstverständlich? (Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie Lansky lieber?) Ich würde mir da Aufklärung und ein Abstellen dieser Missstände erwarten. (Abg. Mag. Molterer: Lansky ist euch lieber!)
Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie Lansky lieber?
Herr Staatssekretär Kukacka, wie halten Sie es mit einem ehemaligen Justizminister dieses Hauses, der in verschiedenen Aufsichtsräten von Bahngesellschaften sitzt? Weiters hört man – oder angeblich hört man –, dass viele Rechtsgeschäfte dieser Gesellschaften über seine Anwaltskanzlei abgewickelt werden. (Abg. Mag. Molterer: Was ist „angeblich hört“?) Halten Sie das für anständig? Ist das normal bei Ihnen, ist das selbstverständlich? (Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie Lansky lieber?) Ich würde mir da Aufklärung und ein Abstellen dieser Missstände erwarten. (Abg. Mag. Molterer: Lansky ist euch lieber!)
Abg. Mag. Molterer: Lansky ist euch lieber!
Herr Staatssekretär Kukacka, wie halten Sie es mit einem ehemaligen Justizminister dieses Hauses, der in verschiedenen Aufsichtsräten von Bahngesellschaften sitzt? Weiters hört man – oder angeblich hört man –, dass viele Rechtsgeschäfte dieser Gesellschaften über seine Anwaltskanzlei abgewickelt werden. (Abg. Mag. Molterer: Was ist „angeblich hört“?) Halten Sie das für anständig? Ist das normal bei Ihnen, ist das selbstverständlich? (Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie Lansky lieber?) Ich würde mir da Aufklärung und ein Abstellen dieser Missstände erwarten. (Abg. Mag. Molterer: Lansky ist euch lieber!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schöls: Wach auf!
Meine Damen und Herren! Sie wollen uns Nichteinmischen vorschreiben, wenn Sie unsere Betriebe an das Ausland verscherbeln, Strukturen zertrümmern und diese Republik als Selbstbedienungsladen verwenden. Diesen Gefallen tun wir Ihnen nicht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schöls: Wach auf!)
Abg. Mag. Molterer: Er erklärt uns jetzt, wie das in der AMAG wirklich ist! – Abg. Neudeck: Du stehst ja gar nicht auf der Rednerliste!
Abgeordneter Christian Faul (SPÖ): Herr Präsident! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Staatssekretär! (Abg. Mag. Molterer: Er erklärt uns jetzt, wie das in der AMAG wirklich ist! – Abg. Neudeck: Du stehst ja gar nicht auf der Rednerliste!) Kollege Neudeck hat bei seiner Rede moniert, dass die Stimmung nach drei Stunden Unterbrechung weg sei. Daher möchte ich mich ein bisschen an den Anfang erinnern. Herr Kollege Molterer ist bei den Ausführungen des Kollegen Kräuter herumgerannt, als hätte er gerade die neuesten Umfragen der ÖVP-Werte gelesen, so sauer war er! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Ich habe sie nicht einmal gehört, habe aber nichts versäumt!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Ich habe sie nicht einmal gehört, habe aber nichts versäumt!
Abgeordneter Christian Faul (SPÖ): Herr Präsident! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Staatssekretär! (Abg. Mag. Molterer: Er erklärt uns jetzt, wie das in der AMAG wirklich ist! – Abg. Neudeck: Du stehst ja gar nicht auf der Rednerliste!) Kollege Neudeck hat bei seiner Rede moniert, dass die Stimmung nach drei Stunden Unterbrechung weg sei. Daher möchte ich mich ein bisschen an den Anfang erinnern. Herr Kollege Molterer ist bei den Ausführungen des Kollegen Kräuter herumgerannt, als hätte er gerade die neuesten Umfragen der ÖVP-Werte gelesen, so sauer war er! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Ich habe sie nicht einmal gehört, habe aber nichts versäumt!)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Wenn Kollege Schöls auf unsere Verkehrsminister zu sprechen kommt, dann möchte ich ihn daran erinnern, dass die Fraktion neben ihm fünf Verkehrsminister und unzählige Vorstände verbraucht hat, die es nicht geschafft haben, die Bahn nachhaltig positiv zu verändern. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Wenn ich einen prüfen lasse, ist das doch keine Selbstanzeige!
tigstellung war. Für mich – das sage ich dir ganz ehrlich – war das eine Form von Selbstanzeige, wenn ich sage, man müsse etwas untersuchen, wofür ich selbst verantwortlich bin. Ich hätte Huber auf Grund seiner Verfehlungen schon längst hinausgeworfen und hätte ihm gesagt, er solle sich bessern, und nicht reumütig geschaut, wie er darauf reagiert. Das ist die Wahrheit, liebe Freunde! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Wenn ich einen prüfen lasse, ist das doch keine Selbstanzeige!)
Zwischenruf des Abg. Schöls
Apropos Huber: Der schönste und markanteste Stehsatz des Vorstandsdirektors Martin Huber ist: Ich werde erst dann glücklich sein, wenn der letzte Rote den Bahnhof verlassen hat. Ich sage euch, liebe Freunde, dieser Satz (Zwischenruf des Abg. Schöls) – wir verstehen es schon, lieber Freund Schöls – hat eine doppelte Bedeutung. In Wahrheit ist das die politische Linie, die die Bahn begleitet.
Abg. Mag. Molterer: Haberzettl hat Huber schon gewählt!
Bundeskanzler Schüssel und Kollege Molterer haben mit ihrem ÖVP-Klub euch Freiheitlichen die Bahn ausgeliefert, um in ihren Bereichen wie dem ORF, dem Innenministerium, dem Hauptverband der Exekutive Zugriff zu haben. (Abg. Mag. Molterer: Haberzettl hat Huber schon gewählt!) Sie haben euch in dieser Frage kaltgestellt, und mit Staatssekretär Kukacka haben sie jemanden nominiert (Abg. Mag. Molterer: Haberzettl hat Huber gewählt!), der persönlich voll von Hass ist, der einfach alles ausrotten möchte, was sozialdemokratisch dominiert ist, und das wider jede betriebswirtschaftliche Vernunft. (Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Abg. Mag. Molterer: Warum hat Haberzettl Huber gewählt?)
Abg. Mag. Molterer: Haberzettl hat Huber gewählt!
Bundeskanzler Schüssel und Kollege Molterer haben mit ihrem ÖVP-Klub euch Freiheitlichen die Bahn ausgeliefert, um in ihren Bereichen wie dem ORF, dem Innenministerium, dem Hauptverband der Exekutive Zugriff zu haben. (Abg. Mag. Molterer: Haberzettl hat Huber schon gewählt!) Sie haben euch in dieser Frage kaltgestellt, und mit Staatssekretär Kukacka haben sie jemanden nominiert (Abg. Mag. Molterer: Haberzettl hat Huber gewählt!), der persönlich voll von Hass ist, der einfach alles ausrotten möchte, was sozialdemokratisch dominiert ist, und das wider jede betriebswirtschaftliche Vernunft. (Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Abg. Mag. Molterer: Warum hat Haberzettl Huber gewählt?)
Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Abg. Mag. Molterer: Warum hat Haberzettl Huber gewählt?
Bundeskanzler Schüssel und Kollege Molterer haben mit ihrem ÖVP-Klub euch Freiheitlichen die Bahn ausgeliefert, um in ihren Bereichen wie dem ORF, dem Innenministerium, dem Hauptverband der Exekutive Zugriff zu haben. (Abg. Mag. Molterer: Haberzettl hat Huber schon gewählt!) Sie haben euch in dieser Frage kaltgestellt, und mit Staatssekretär Kukacka haben sie jemanden nominiert (Abg. Mag. Molterer: Haberzettl hat Huber gewählt!), der persönlich voll von Hass ist, der einfach alles ausrotten möchte, was sozialdemokratisch dominiert ist, und das wider jede betriebswirtschaftliche Vernunft. (Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Abg. Mag. Molterer: Warum hat Haberzettl Huber gewählt?)
Abg. Mag. Molterer: Warum hat Haberzettl Huber gewählt?
Ich möchte das zusammenfassen, weil Kollege Neudeck wahrscheinlich der „Architekt“ ist. (Abg. Mag. Molterer: Warum hat Haberzettl Huber gewählt?) Ich glaube, dazu kommen – ähnlich wie bei den Bundesimmobilien – Zusammenhänge, die für uns derzeit noch nicht nachvollziehbar sind, die wir aber ergründen werden. Es sind dies Zusammenhänge von überhöhten Ausschreibungen, von doppelten Betriebswirtschaftsstunden und von Beauftragungen wider das Gesetz sowie permanent wider die Ausschreibungsrichtlinien des Bundes.
Abg. Wattaul: Mehr lesen und weniger reden!
Liebe Freunde! Wenn ich heute die Presse lese (Abg. Wattaul: Mehr lesen und weniger reden!), dann muss ich nicht einmal ein Aufdeckungsjournalist sein, um zu verstehen, dass bei diesen überhöhten Gagen und bei den doppelten Ausgaben – das haben Sie mit Recht moniert – der Verdacht bestehen bleibt, dass da etwas in die Parteikassen zurückgeflossen sein muss. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Was kann da ich dafür?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Was kann da ich dafür?
Liebe Freunde! Wenn ich heute die Presse lese (Abg. Wattaul: Mehr lesen und weniger reden!), dann muss ich nicht einmal ein Aufdeckungsjournalist sein, um zu verstehen, dass bei diesen überhöhten Gagen und bei den doppelten Ausgaben – das haben Sie mit Recht moniert – der Verdacht bestehen bleibt, dass da etwas in die Parteikassen zurückgeflossen sein muss. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Was kann da ich dafür?)
Zwischenruf des Abg. Faul.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Faul, das Wort „ausrotten“ steht zwar nicht auf der Liste der Ordnungsrufe, ich empfehle Ihnen aber, dieses Wort zurückzunehmen. (Zwischenruf des Abg. Faul.) – Sie haben es gehört, er hat es zurückgenommen. (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Steibl: Das war kein Zurücknehmen, Frau Präsidentin!)
Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Steibl: Das war kein Zurücknehmen, Frau Präsidentin!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Faul, das Wort „ausrotten“ steht zwar nicht auf der Liste der Ordnungsrufe, ich empfehle Ihnen aber, dieses Wort zurückzunehmen. (Zwischenruf des Abg. Faul.) – Sie haben es gehört, er hat es zurückgenommen. (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Steibl: Das war kein Zurücknehmen, Frau Präsidentin!)
Abg. Neudeck: Wenn die Präsidentin es sagt, hat er es zurückgenommen!
Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Puswald. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Neudeck: Wenn die Präsidentin es sagt, hat er es zurückgenommen!)
Abg. Neudeck: Stimmt es, dass du Masseverwalter bei der SPÖ-Kärnten bist?
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren im Hause! Es gefällt mir, welche Aufregung dieses Thema verursacht, und sie ist begründet. (Abg. Neudeck: Stimmt es, dass du Masseverwalter bei der SPÖ-Kärnten bist?)
Beifall bei der SPÖ.
haben, nämlich den des externen Beraters der ÖVP oder im ÖVP-nahen Umfeld. Daher gibt es jetzt offenbar eine neue Definition von ÖVP: Das ist die österreichische Verschwenderpartei, und darauf können Sie stolz sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Das ist eine Rechtsanwaltskanzlei, die der SPÖ zugehörig ist!
Viel schlimmer ist aber, was Sie mit dem Geld machen. Ich sage es ganz ehrlich, ich bin ein bisschen neidig, denn wenn ich sehe, dass sich allein im Jahr 2003 die Rechtsberatungskosten um das 3,5-Fache erhöht haben (Abg. Wittauer: Das ist eine Rechtsanwaltskanzlei, die der SPÖ zugehörig ist!), muss ich sagen, biete ich als kleiner Landadvokat Ihnen die Sanierung und Umstrukturierung weitaus billiger an, und es kommt sogar etwas heraus dabei. Ich empfehle Ihnen, suchen Sie sich richtige Berater aus, Kollege Wattaul, dann wird sogar vielleicht noch etwas daraus. (Abg. Wittauer: Das war vielleicht eine geheime SPÖ-Finanzierung!)
Abg. Wittauer: Das war vielleicht eine geheime SPÖ-Finanzierung!
Viel schlimmer ist aber, was Sie mit dem Geld machen. Ich sage es ganz ehrlich, ich bin ein bisschen neidig, denn wenn ich sehe, dass sich allein im Jahr 2003 die Rechtsberatungskosten um das 3,5-Fache erhöht haben (Abg. Wittauer: Das ist eine Rechtsanwaltskanzlei, die der SPÖ zugehörig ist!), muss ich sagen, biete ich als kleiner Landadvokat Ihnen die Sanierung und Umstrukturierung weitaus billiger an, und es kommt sogar etwas heraus dabei. Ich empfehle Ihnen, suchen Sie sich richtige Berater aus, Kollege Wattaul, dann wird sogar vielleicht noch etwas daraus. (Abg. Wittauer: Das war vielleicht eine geheime SPÖ-Finanzierung!)
Abg. Wattaul: Du solltest ein Buch schreiben, das ist ein Roman!
Aber ich weiß schon, warum Sie diese Berater brauchen: Für das viele Geld machen sie Ihnen eine Struktur, so wie Sie sie brauchen, dann können Sie nämlich Rot hinaus- und Schwarz und Blau hinein geben. (Abg. Wattaul: Du solltest ein Buch schreiben, das ist ein Roman!) Es gibt jedoch einen Schönheitsfehler dabei: Das Einzige, was darin ist, sind schwarze und blaue Funktionäre, aber die roten Zahlen steigen immer mehr an. Das Schlimme an der Geschichte ist, dass die ÖBB pleite sind, während Sie mit der Bilanz jonglieren und klar machen wollen, dass es ohnehin ein Triple-A-Unternehmen ist, weil Sicherheiten, die der Staat bietet, dahinter stehen.
Abg. Wittauer: Warum?
Ich sage Ihnen jetzt, was das auf gut Deutsch heißt. Für Sie bedeutet das, Sie hätten ein ausgegliedertes privatisiertes Unternehmen. Die Wahrheit ist aber, dass erst wieder der Staat für die Schulden aufkommen muss. Sie betreiben Bilanzfälschung, und Sie haben nicht den Mut dazu (Abg. Wittauer: Warum?), dass Sie den Bürgern die Wahrheit sagen, dass es in Wirklichkeit ein staatliches Unternehmen ist, dass Sie es aber ausgliedern und es aus einer anderen Tasche zahlen. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen jetzt, was das auf gut Deutsch heißt. Für Sie bedeutet das, Sie hätten ein ausgegliedertes privatisiertes Unternehmen. Die Wahrheit ist aber, dass erst wieder der Staat für die Schulden aufkommen muss. Sie betreiben Bilanzfälschung, und Sie haben nicht den Mut dazu (Abg. Wittauer: Warum?), dass Sie den Bürgern die Wahrheit sagen, dass es in Wirklichkeit ein staatliches Unternehmen ist, dass Sie es aber ausgliedern und es aus einer anderen Tasche zahlen. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Wattaul: Das ist nicht wahr!
Zum Abschluss ein Zitat aus der Zeitung, denn Sie hören ja so gerne, was Zeitungen schreiben (Abg. Wattaul: Das ist nicht wahr!); da heißt es etwa: Unter dem Titel ÖBB-Neu rührt die Bundesregierung in Unternehmen zwecks Illuminierung roter Markierungen – offenbar zur Einführung roter Zahlen – seit Jahren kräftig um. Offenbar ziemlich planlos, denn die ÖBB verpulvert in diesen Jahren viel mehr, als externe Berater jemals wieder hereinbringen können. Sie fährt auf das ökonomische Abstellgleis. Die Letztverantwortung liegt beim Minister Gorbach. Das hat offenbar auch Jörg Haider erkannt und wird ihn deshalb wahrscheinlich noch in diesem Jahr austauschen, bevor er dann ohnedies aus dem Amt durch Wahl scheiden muss. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Abschluss ein Zitat aus der Zeitung, denn Sie hören ja so gerne, was Zeitungen schreiben (Abg. Wattaul: Das ist nicht wahr!); da heißt es etwa: Unter dem Titel ÖBB-Neu rührt die Bundesregierung in Unternehmen zwecks Illuminierung roter Markierungen – offenbar zur Einführung roter Zahlen – seit Jahren kräftig um. Offenbar ziemlich planlos, denn die ÖBB verpulvert in diesen Jahren viel mehr, als externe Berater jemals wieder hereinbringen können. Sie fährt auf das ökonomische Abstellgleis. Die Letztverantwortung liegt beim Minister Gorbach. Das hat offenbar auch Jörg Haider erkannt und wird ihn deshalb wahrscheinlich noch in diesem Jahr austauschen, bevor er dann ohnedies aus dem Amt durch Wahl scheiden muss. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist Ihnen offensichtlich wirklich völlig egal, welche Menschen plötzlich diese Hilfe brauchen und wie sie behandelt werden. Das macht Ihnen nichts aus. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Es wurde ein System gewählt, welches funktioniert, aber im Vorfeld hatte Kollege Kräuter dieses LKW-Mautsystem sehr oft und sehr intensiv in allen Medien schlecht gemacht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Die Meldung wird schon noch kommen! Trotzdem müssen wir stolz darauf sein, Herr Kollege Kräuter, dass wir heute ein System haben, das in Europa vorbildhaft ist. Ihre Ankündigungen, dass nur die GPS-Technik funktioniert, und Ihre Meinung, dass die Mikrowellentechnik überholt ist, müssen Sie, glaube ich, revidieren.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich glaube, es ist wichtig, dass das Management gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieses Unternehmen in eine Zukunft führt. Man muss ja schließlich auch dem Steuerzahler erklären können, dass jeder Österreicher im Jahr über 500 € für die ÖBB zu investieren hat, und diese 500 € sollten anständig und für die Zukunft investiert werden. Das ist mein Wunsch in diesem Zusammenhang, und auch, dass es in Zukunft mehr Sachlichkeit gibt, mehr Offenheit gibt statt Polemik und statt die ÖBB parteipolitisch zu missbrauchen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Dieses Vorhaben wollen Sie natürlich vor den Wahlen nicht preisgeben, aber nach den Wahlen sollen dann die Autofahrer, die ja die Leidtragenden sind, dafür zahlen, genau so, wie Sie vor den Wahlen noch durchbringen – wir haben heute alle die Zeitungen gelesen –, dass Ihr Parteigänger, der ehemalige Verkehrsminister, einen Vorstandsposten, der sehr hoch dotiert ist, bei der ASFINAG bekommen soll. Die Wähler werden sich ihr Bild dazu selbst machen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Eder: Völliger Unsinn!
Wir haben heute im Rechnungshofbericht den klaren Beweis: Schwarz auf weiß steht da, dass diese Regierung tatsächlich wirtschaftlich sinnvoll arbeitet (Abg. Eder: Völliger Unsinn!), während die Sozialdemokraten absolut nicht regieren können – und das wird der Wähler auch erkennen! Freut euch nicht zu früh, denn wenn die Bevölkerung ein bisschen ins Nachdenken kommt, dann wird sie alles wählen, aber keinen Gusenbauer. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir haben heute im Rechnungshofbericht den klaren Beweis: Schwarz auf weiß steht da, dass diese Regierung tatsächlich wirtschaftlich sinnvoll arbeitet (Abg. Eder: Völliger Unsinn!), während die Sozialdemokraten absolut nicht regieren können – und das wird der Wähler auch erkennen! Freut euch nicht zu früh, denn wenn die Bevölkerung ein bisschen ins Nachdenken kommt, dann wird sie alles wählen, aber keinen Gusenbauer. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In diesem Sinne: Danke für die Tätigkeit des Rechnungshofes! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Jetzt ist der Weg frei zu einer besseren Lösung! – In diesem Sinne: Glück auf! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Es wäre eigentlich höchst notwendig, dass aus diesem Projekt etwas Gescheites wird, wir haben nämlich wieder einmal eine wunderbare Veranstaltung des österreichischen Föderalismus Marke ÖVP: Ein schwarz geführtes Innenministerium geht die Sache an – irgendwann war die ÖVP dann doch zuständig, auch ohne SPÖ –, aber im Prinzip fehlen alle Voraussetzungen, um ein derart – ich gebe das zu – großes und schwieriges Projekt zu starten. Das ist sicher nicht einfach, technisch nicht, nicht von der Logistik her und auch nicht, wie man – das ist ja in Österreich bekanntermaßen auch nicht einfach – so viele verschiedene Vereine unter einen Hut bringt. Seien wir froh, dass wir die Freiwilligen-Vereine haben – das wissen wir alles. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein Danke an den Präsidenten des Rechnungshofes. Sie haben sich jetzt nicht mehr zu Wort gemeldet aus Rücksicht auf die Uhrzeit, nehme ich an, das sollte nicht verschwiegen werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Eines unserer heutigen Themen ist ein besonders interessantes. Haben wir nicht vor zwei Plenartagen hier – genau hier! – mehrmals gehört: Die Postprivatisierung dient ausschließlich dazu, dem Unternehmen strategisch die Entwicklung nach Osten zu ermöglichen!? (Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt!) Haben wir nicht gehört, dass sie keinesfalls dazu dient, Budgetlöcher zu stopfen? (Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt!) Genau, Sie behaupten es immer noch!
Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Eines unserer heutigen Themen ist ein besonders interessantes. Haben wir nicht vor zwei Plenartagen hier – genau hier! – mehrmals gehört: Die Postprivatisierung dient ausschließlich dazu, dem Unternehmen strategisch die Entwicklung nach Osten zu ermöglichen!? (Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt!) Haben wir nicht gehört, dass sie keinesfalls dazu dient, Budgetlöcher zu stopfen? (Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt!) Genau, Sie behaupten es immer noch!
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Aber was ist die Wahrheit, meine Damen und Herren? (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) – Bereits beim Abgabenänderungsgesetz war ein ganz besonderes Gesetz dabei, nämlich eines, das dem Finanzminister den Griff auf Dividenden von Geschäftsjahren, die noch gar nicht zu Ende gegangen sind, erlaubt. Nachdem dieses Gesetz aber nicht mit unser aller Stimmen beschließbar war, wurde dieser Punkt herausgenommen – und gleich darauf, 5 Minuten später, wieder in einem neuen Gesetzesantrag in dieses Haus eingebracht. Und das steht heute zur Abstimmung. (Abg. Dr. Stummvoll: Ein technischer Vorgang!)
Abg. Dr. Stummvoll: Ein technischer Vorgang!
Aber was ist die Wahrheit, meine Damen und Herren? (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) – Bereits beim Abgabenänderungsgesetz war ein ganz besonderes Gesetz dabei, nämlich eines, das dem Finanzminister den Griff auf Dividenden von Geschäftsjahren, die noch gar nicht zu Ende gegangen sind, erlaubt. Nachdem dieses Gesetz aber nicht mit unser aller Stimmen beschließbar war, wurde dieser Punkt herausgenommen – und gleich darauf, 5 Minuten später, wieder in einem neuen Gesetzesantrag in dieses Haus eingebracht. Und das steht heute zur Abstimmung. (Abg. Dr. Stummvoll: Ein technischer Vorgang!)
Abg. Dr. Stummvoll: Kaufen! Matznetter wird kaufen!
Seit das „FORMAT“ letzte Woche erschienen ist, wissen wir ja, wie die Bilanzwerte 2005 ausschauen (Abg. Dr. Stummvoll: Kaufen! Matznetter wird kaufen!) – jeder kann dort nachlesen –: buchmäßiges Eigenkapital 700 Millionen, Rücklage für Unterbeschäftigung 120 Millionen, Sozialkapital 70 Millionen. Das ergibt einen Buchwert – reiner Buchwert mit historischen Anschaffungskosten (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter); Frau Kollegin, das ist auch für Sie interessant – mit 900 Millionen €. Allein 550 Millionen € betragen die stillen Reserven nach den Auskünften der Aufsichtsräte, wie jeder nachlesen kann; darunter ist auch Präsident Schellhorn, der uns ja in diesem Zusammenhang nichts Falsches sagen wird. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Frau Kollegin Fekter, 550 Millionen! Das sind insgesamt mehr als 1,4 Milliarden!
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter
Seit das „FORMAT“ letzte Woche erschienen ist, wissen wir ja, wie die Bilanzwerte 2005 ausschauen (Abg. Dr. Stummvoll: Kaufen! Matznetter wird kaufen!) – jeder kann dort nachlesen –: buchmäßiges Eigenkapital 700 Millionen, Rücklage für Unterbeschäftigung 120 Millionen, Sozialkapital 70 Millionen. Das ergibt einen Buchwert – reiner Buchwert mit historischen Anschaffungskosten (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter); Frau Kollegin, das ist auch für Sie interessant – mit 900 Millionen €. Allein 550 Millionen € betragen die stillen Reserven nach den Auskünften der Aufsichtsräte, wie jeder nachlesen kann; darunter ist auch Präsident Schellhorn, der uns ja in diesem Zusammenhang nichts Falsches sagen wird. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Frau Kollegin Fekter, 550 Millionen! Das sind insgesamt mehr als 1,4 Milliarden!
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Seit das „FORMAT“ letzte Woche erschienen ist, wissen wir ja, wie die Bilanzwerte 2005 ausschauen (Abg. Dr. Stummvoll: Kaufen! Matznetter wird kaufen!) – jeder kann dort nachlesen –: buchmäßiges Eigenkapital 700 Millionen, Rücklage für Unterbeschäftigung 120 Millionen, Sozialkapital 70 Millionen. Das ergibt einen Buchwert – reiner Buchwert mit historischen Anschaffungskosten (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter); Frau Kollegin, das ist auch für Sie interessant – mit 900 Millionen €. Allein 550 Millionen € betragen die stillen Reserven nach den Auskünften der Aufsichtsräte, wie jeder nachlesen kann; darunter ist auch Präsident Schellhorn, der uns ja in diesem Zusammenhang nichts Falsches sagen wird. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Frau Kollegin Fekter, 550 Millionen! Das sind insgesamt mehr als 1,4 Milliarden!
Zwischenruf des Abg. Dr. Fasslabend
Was würde ein Eigentümer bei solch einem Substanzwert – da ist noch gar nicht der Ertragswert gerechnet – machen, wenn er ernsthaft einen Börsegang vor hätte? (Zwischenruf des Abg. Dr. Fasslabend) Herr Kollege Fasslabend, wir kommen gleich zum Punkt! – Was würde er machen? – Er würde versuchen, zumindest den höchstmöglichen Preis zu erzielen. Aber was macht Herr Grasser? Was machen Sie? – 300 Millionen, 400 Millionen! Sie wollen es zum niedrigsten Wert verschenken, unter dem
Abg. Dr. Fekter: Sie wollen die Anleger abzocken! Höchstpreis, damit der Kurs ...! Das ist eine Anlegerabzocke!
Substanzwert (Abg. Dr. Fekter: Sie wollen die Anleger abzocken! Höchstpreis, damit der Kurs ...! Das ist eine Anlegerabzocke!), um den Mehrwert wieder den internationalen Anlegern zuzuschieben.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ununterbrochene Politik: Alle Privatisierungen seit 2000 waren eine Förderung der internationalen Spekulanten. Dass Sie sich aufregen, weil ich das hier klar sage, ist verständlich, Frau Kollegin. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie sind Interessenvertreter der Investmentfonds. (Abg. Dr. Fekter: Wir wollen ehrlich sein!)
Abg. Dr. Fekter: Wir wollen ehrlich sein!
Ununterbrochene Politik: Alle Privatisierungen seit 2000 waren eine Förderung der internationalen Spekulanten. Dass Sie sich aufregen, weil ich das hier klar sage, ist verständlich, Frau Kollegin. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie sind Interessenvertreter der Investmentfonds. (Abg. Dr. Fekter: Wir wollen ehrlich sein!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Bei der ÖMV habt ihr es so gemacht!
Wir glauben, dass wir für die Menschen etwas tun sollten. Und da hätte man jene Werte in eine bessere Versorgung statt in eine schlechtere investieren sollen. – Das ist der Unterschied zwischen uns und Ihnen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Bei der ÖMV habt ihr es so gemacht!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Immer wieder versuchen Sie, mit Angstpropaganda, mit Horrorszenarien, mit Argumenten wie etwa „Verscherbelung des Familiensilbers“ daraus politisches Kleingeld zu schlagen. Es wird auch bei der Post wieder schief gehen, Herr Kollege Matznetter! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Sie wissen genau, dass nicht wegen des Erlöses privatisiert wird, sondern deshalb, weil wir die Betriebe aus der Umklammerung des Staates herauslösen wollen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Was hat sich gezeigt? Schauen Sie sich die Aktienkurse an! – Kaum waren die Unternehmen von der Last der Staatseigentümerschaft befreit, sind sie aufgeblüht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Aus defizitären, subventionierten Staatsbetrieben wurden erfolgsorientierte, börsennotierte, gewinnorientierte Betriebe, und die Profiteure dabei sind in hohem Ausmaß auch die Arbeitnehmer. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Was hat sich gezeigt? Schauen Sie sich die Aktienkurse an! – Kaum waren die Unternehmen von der Last der Staatseigentümerschaft befreit, sind sie aufgeblüht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Aus defizitären, subventionierten Staatsbetrieben wurden erfolgsorientierte, börsennotierte, gewinnorientierte Betriebe, und die Profiteure dabei sind in hohem Ausmaß auch die Arbeitnehmer. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Gibt es noch eine Elektrolyse?
Sie kennen die Grunddaten schon?! – 11 Milliarden Schilling Subvention, um einen symbolischen Schilling verkauft, heutiger Wert des Unternehmens: 10 Milliarden Schilling. Das ist unter der Federführung der Sozialdemokratie erfolgt! (Abg. Dr. Matznetter: Gibt es noch eine Elektrolyse?)
Abg. Mag. Johann Moser: Das ist ja keine Neuigkeit!
Ich habe erst vor kurzem mit einem Vorstand eines großen multinationalen Unternehmens im Elektrobereich in Österreich gesprochen. Der hat mir gesagt, dass die Hälfte des heutigen Umsatzes mit Produkten erzielt wird, die vor zwei Jahren noch gar nicht auf dem Markt waren. (Abg. Mag. Johann Moser: Das ist ja keine Neuigkeit!) Das heißt, ohne Forschung haben wir keine Zukunft. Wenn wir die Forschung fördern und wenn wir die Dividendengewährung auch für die Finanzierung der Forschungsanleihe verwenden, dann nur im Sinne einer Wachstums- und Beschäftigungsstrategie. Das ist die Zielsetzung dieser Regierung!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Kollege Matznetter, machen Sie nicht den Fehler, den Sie bei der Voest gemacht haben, indem Sie argumentierten: Die Russen kommen! Das Unternehmen wird zerschlagen! Alles wird verscherbelt! Die Arbeitsplätze gehen verloren! – Die Geschichte der Voest ist heute eine Erfolgsstory, und wir sind stolz auf solche Unternehmen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Ich muss die Dinge noch einmal ein bisschen einordnen. Kollege Stummvoll, Sie haben hier zunächst moniert, dass es eigentlich nur um die unterjährige Möglichkeit der Dividendenausschüttung ginge, so als Mahnung in Richtung der Reihen der SPÖ, und sind dann wieder dort gelandet – es hat eigentlich nur noch der Zwischenruf „Konsum“ von dieser Seite (in Richtung ÖVP) gefehlt –, dass die Roten alles schlecht gemacht haben und die Schwarzen alles gut. Das kennen wir jetzt schon. (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.) Wir können gerne auf diese Thematik eingehen, aber zunächst einmal zum eigentlichen Anlassfall.
Zwischenruf des Abg. Murauer
Aber worum es hier geht, ist ja zusätzlich etwas noch ganz anderes. Und da war der Herr Bundeskanzler heute in der Früh sehr verräterisch – das war überhaupt eine ergiebige Fragestunde (Zwischenruf des Abg. Murauer) –, nämlich nicht bei den Antworten, die er gegeben hat, sondern bei den Dingen, die er entweder nicht gesagt hat oder die er eben ins Lächerliche gezerrt hat. (Abg. Dr. Fasslabend: Er war sehr gut!) – Dass Ihnen das gefallen hat, haben wir ohnehin gemerkt. Sie haben ja die 19-Uhr-Aschermittwoch-Stimmung heute schon um 9 Uhr am Vormittag gehabt, das war ja erkennbar.
Abg. Dr. Fasslabend: Er war sehr gut!
Aber worum es hier geht, ist ja zusätzlich etwas noch ganz anderes. Und da war der Herr Bundeskanzler heute in der Früh sehr verräterisch – das war überhaupt eine ergiebige Fragestunde (Zwischenruf des Abg. Murauer) –, nämlich nicht bei den Antworten, die er gegeben hat, sondern bei den Dingen, die er entweder nicht gesagt hat oder die er eben ins Lächerliche gezerrt hat. (Abg. Dr. Fasslabend: Er war sehr gut!) – Dass Ihnen das gefallen hat, haben wir ohnehin gemerkt. Sie haben ja die 19-Uhr-Aschermittwoch-Stimmung heute schon um 9 Uhr am Vormittag gehabt, das war ja erkennbar.
Abg. Dr. Stummvoll: Überhaupt nicht!
Ihnen glauben wir halt nichts mehr in diesen Sachen und Angelegenheiten. Für uns ist dieser Vorgang, so wie Sie das hier angehen, ein bedenklicher, um nicht zu sagen, ein bedrohlicher. (Abg. Dr. Stummvoll: Überhaupt nicht!) – O ja, es ist ja niemand da, der sagt, dass es dieses und jenes Postkonzept gibt, dass das bis zu den Jahren 2007, 2009 in dieser Art und Weise umgesetzt wird, dass dann soviel neues Kapital gebraucht wird. Oder stellen Sie sich jetzt hier her und sagen: Das Postkonzept schaut so aus, dass wir eigentlich gar kein Geld brauchen, weil wir ohnehin nur zusperren wollen, und bei der Sache mit den Paketen in Sarajewo werden wir sehen, ob wir uns dort einkaufen können!? – Na die werden dort auf uns warten! (Abg. Dr. Stummvoll: Post-Vorstand! Dazu gibt es einen Post-Vorstand!)
Abg. Dr. Stummvoll: Post-Vorstand! Dazu gibt es einen Post-Vorstand!
Ihnen glauben wir halt nichts mehr in diesen Sachen und Angelegenheiten. Für uns ist dieser Vorgang, so wie Sie das hier angehen, ein bedenklicher, um nicht zu sagen, ein bedrohlicher. (Abg. Dr. Stummvoll: Überhaupt nicht!) – O ja, es ist ja niemand da, der sagt, dass es dieses und jenes Postkonzept gibt, dass das bis zu den Jahren 2007, 2009 in dieser Art und Weise umgesetzt wird, dass dann soviel neues Kapital gebraucht wird. Oder stellen Sie sich jetzt hier her und sagen: Das Postkonzept schaut so aus, dass wir eigentlich gar kein Geld brauchen, weil wir ohnehin nur zusperren wollen, und bei der Sache mit den Paketen in Sarajewo werden wir sehen, ob wir uns dort einkaufen können!? – Na die werden dort auf uns warten! (Abg. Dr. Stummvoll: Post-Vorstand! Dazu gibt es einen Post-Vorstand!)
Abg. Dr. Stummvoll: Sie wollen hineinregieren!
Also sagen Sie einmal, was das Konzept ist, und dann kann das irgendwie vielleicht noch einmal nachvollziehbar werden. (Abg. Dr. Stummvoll: Sie wollen hineinregieren!) Aber dass diese Novelle nur genau diesen einen Grund hat, wissen Sie ganz genau. Sie stellen sich heraus und sagen: Ja, es geht überhaupt nicht um die Post, es geht bloß um irgendeine ÖIAG-Novelle!, um dann – lassen wir das an dieser Stelle, es wird sonst zu lang – wieder das Loblied auf die ÖIAG-Privatisierungen Ihrer Regierung zu singen.
Abg. Dr. Stummvoll: Genau!
Was im konkreten Fall die Stahlindustrie betrifft, ist doch völlig klar, was passiert ist. Wenn Sie schon seriöse Vergleiche ziehen wollen, dann machen Sie einen Branchenvergleich. Man müsste doch schauen, was in der Stahlbranche in den letzten Jahren passiert ist, international, wie die Börsenwerte und die Aktienwerte zugenommen haben. Und da müsste man allenfalls schauen, ob jetzt im Fall der Voest quasi ein Mehrwert darüber hinaus erzeugt wurde oder nicht. (Abg. Dr. Stummvoll: Genau!) Aber genau diesen Vergleich machen Sie ja nicht.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Sie tun ja gerade so, als ob jetzt der Schüssel und der Grasser dafür zuständig wären, dass China eine Stahlnachfrage entwickelt hat, wie sie auf dem Weltmarkt lange nicht erwartet wurde. Das treibt die Preise in die Höhe und das treibt die Kurse der entsprechenden Unternehmen in die Höhe. Und diese Federn wollen Sie sich auch noch umhängen? – Also Sie könnten es besser machen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Matznetter, wenn Sie die Geschichte der ÖIAG zurückverfolgen, dann werden Sie anhand der Fakten feststellen können – daran gibt es ja nichts herumzudeuteln und zu interpretieren, die Faktenlage ist klar –, dass die ÖIAG, als sie diese Bundesregierung im Jahr 2000 übernommen hat, eine Schuldenholding mit 5 Milliarden € Schulden war. Heute ist die ÖIAG ein saniertes Beteiligungsunternehmen mit einem Vermögen von 8 Milliarden €! (Beifall bei der ÖVP.) Das sind die Fakten, die man sich, wie ich meine, auch einmal zu Gemüte führen sollte.
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir jetzt über die Dividendenvorwegnahme diskutieren, dann muss ich sagen: Ich kann daran überhaupt nichts Negatives sehen. Ob ich die Dividenden ein halbes Jahr vorher oder ein halbes Jahr später entnehme, hat auf die Unternehmensentwicklung überhaupt keinen Einfluss. Ganz im Gegenteil! Ich finde es dringend notwendig und wichtig, dass wir die Mittel, die wir früher für Forschung und Entwicklung bekommen können, rechtzeitig in den Wirtschaftskreislauf einspeisen, um dadurch notwendige Investitionen tätigen zu können und notwendige Impulse auf dem Arbeitsmarkt und für Wachstum und Entwicklung zu geben. Damit können wir den Wirtschaftsstandort Österreich rechtzeitig absichern. Daher stehen wir auch zu diesem Gesetz. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Aber nicht in Moskau!
Abgeordneter Mag. Johann Moser (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bucher, ich glaube, Sie haben ja auch Betriebswirtschaft studiert. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Aber nicht in Moskau!) Wenn ja, dann würde ich Ihnen empfehlen: Schauen Sie sich die Bilanz, die G&V der ÖIAG an! Da werden Sie sehen, dass das etwas anderes ist. Dort haben nämlich die Aktiva die Passiva schon überschritten. Und wenn Sie sich die Mühe machen und alle ÖIAG-Beteiligungen zum Jahr 2000 anschauen, dann werden Sie sehen, dass jedes einzelne Unternehmen ein positives EGT hat.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
In Anbetracht dessen stellen sich die Nebochanten nun hier her und behaupten etwas Gegenteiliges. Schauen Sie sich die Bilanzen an, und dann reden Sie über das, was ich hier auch gesagt habe! Sie sind betriebswirtschaftliche Nebochanten! Das wiederhole ich hier in aller Schärfe. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Der einen Schuss hat!
Zweiter Punkt: Da gibt es einen Minister, dieser wird unterstützt von den Abgeordneten der Regierungsfraktion, der lässt sich hier eine Vorschussregelung gesetzlich absegnen. Wer nimmt denn heute einen Vorschuss? (Ruf bei der SPÖ: Der einen Schuss hat!) – Der, dem es ganz mies geht, nimmt einen Vorschuss. Und das ist das, was hier vorliegt. Das liegt hier vor. Das heißt, da kracht es ja hinten und vorne im Budget, und da wird zugegriffen, ganz mühsam zugegriffen.
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz
Schauen wir uns den nächsten Punkt an, weil Sie hier immer so von Verbindlichkeiten und vom Nettovermögenszuwachs sprechen! Ich habe mir die Mühe gemacht und habe diese Unternehmen zum Jahre 2000 und im Jahr 2005 bewertet. Da hat Österreich – die ÖIAG und der Finanzminister – Volksvermögen in Höhe von 8,7 Milliarden € liegen gelassen! Das haben Spekulanten, Manager (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz) – so schaut die Rechnung aus! – und internationale Investmentbanken gemacht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Schauen wir uns den nächsten Punkt an, weil Sie hier immer so von Verbindlichkeiten und vom Nettovermögenszuwachs sprechen! Ich habe mir die Mühe gemacht und habe diese Unternehmen zum Jahre 2000 und im Jahr 2005 bewertet. Da hat Österreich – die ÖIAG und der Finanzminister – Volksvermögen in Höhe von 8,7 Milliarden € liegen gelassen! Das haben Spekulanten, Manager (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz) – so schaut die Rechnung aus! – und internationale Investmentbanken gemacht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist Politik nach dem Motto: Mehr für die Reichen, weniger für die Armen! Das ist Schüssels neues Motto. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der SPÖ
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Dr. Alfred Finz: Sehr verehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Moser, ich konnte schon im Ausschuss diese Rechnung nicht nachvollziehen (Rufe bei der SPÖ), und sie ist auch heute nicht glaubwürdiger geworden. Ich habe Ihnen damals schon erklärt, wie das Portfolio im Jahre 2000 war, wie der Schuldenstand im Jahre 2000 war, dass wir jetzt keine Schulden mehr haben und dass das Portfolio höher ist als im Jahr 2000. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Dr. Alfred Finz: Sehr verehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Moser, ich konnte schon im Ausschuss diese Rechnung nicht nachvollziehen (Rufe bei der SPÖ), und sie ist auch heute nicht glaubwürdiger geworden. Ich habe Ihnen damals schon erklärt, wie das Portfolio im Jahre 2000 war, wie der Schuldenstand im Jahre 2000 war, dass wir jetzt keine Schulden mehr haben und dass das Portfolio höher ist als im Jahr 2000. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Rufe bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter Matznetter, Sie haben heute davon gesprochen, dass wir die Post viel zu billig verkaufen. Wieso wissen Sie einen Preis? Wir wissen keinen! (Rufe bei der SPÖ.) Wissen Sie denn nicht, Herr Abgeordneter Matznetter, dass ein Preisband für die Aktie erst unmittelbar vor dem öffentlichen Angebot festgelegt wird? Erst dann können Sie sagen: Das war meiner Ansicht nach zu hoch oder zu niedrig! Aber jetzt können Sie es doch nicht sagen! Außerdem legt nicht das Finanzministerium den Kurs fest, sondern die ÖIAG. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Abgeordneter Matznetter, Sie haben heute davon gesprochen, dass wir die Post viel zu billig verkaufen. Wieso wissen Sie einen Preis? Wir wissen keinen! (Rufe bei der SPÖ.) Wissen Sie denn nicht, Herr Abgeordneter Matznetter, dass ein Preisband für die Aktie erst unmittelbar vor dem öffentlichen Angebot festgelegt wird? Erst dann können Sie sagen: Das war meiner Ansicht nach zu hoch oder zu niedrig! Aber jetzt können Sie es doch nicht sagen! Außerdem legt nicht das Finanzministerium den Kurs fest, sondern die ÖIAG. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Stummvoll – in Richtung SPÖ –: Jetzt passt auf!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Auer. (Abg. Dr. Stummvoll – in Richtung SPÖ –: Jetzt passt auf!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wissen Sie, was Sie hier behauptet haben? – Sie sollten sich ja schämen auf Grund dessen, was Sie hier alles behauptet haben, meine Damen und Herren! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie sollten sich schämen, denn es ist fast bewundernswert, was ein derartiges Unternehmen trotz Ihrer Unkenrufe und Schmähbehauptungen fertig bringt, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wissen Sie, was Sie hier behauptet haben? – Sie sollten sich ja schämen auf Grund dessen, was Sie hier alles behauptet haben, meine Damen und Herren! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie sollten sich schämen, denn es ist fast bewundernswert, was ein derartiges Unternehmen trotz Ihrer Unkenrufe und Schmähbehauptungen fertig bringt, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Freund: Das ist ein Skandal, was Sie da machen! – Beifall bei der ÖVP.
Jetzt, wo es darum geht, dass diese Mitarbeiter bei der AMAG eine Chance hätten, auch zu dem zu kommen, was sie mit ihrer Hände Arbeit, mit ihrer Fähigkeit, mit ihrem Einsatz, mit ihrem Engagement fertig gebracht haben, blockieren Sie als Gewerkschafter jede Möglichkeit, dass diese Leute eine Chance haben, zu etwas zu kommen. (Abg. Freund: Das ist ein Skandal, was Sie da machen! – Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zum Schluss, meine Damen und Herren: „ÖGB holt BAWAG heim“, war die Schlagzeile vor einem Jahr. Wie ist es denn jetzt plötzlich, wenn bei der BAWAG das Requiem für Bösendorfer, für andere Bereiche, Verkaufsliste, Elektrohandelskette, angestimmt wird? – Ach so, da wird jetzt plötzlich verkauft? Ist das etwas anderes, wenn verkauft wird? Darf die Gewerkschaft, der ÖGB verkaufen, über die BAWAG? Darf die alles verkaufen, meine Damen und Herren? Wo bleibt hier die Arbeitsplatzgarantie für die Beschäftigten in diesen Unternehmen? Sie sollten einmal wirklich nachdenken! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Aber ich nehme an, nachdem Sie dem auch zugestimmt haben, dass das in die Forschungsanleihe fließen soll, dass Sie noch mit einem Abänderungsantrag kom- men werden. Und ich darf hier bereits die Bereitschaft meiner Fraktion kundtun, dass wir diesem Abänderungsantrag natürlich sehr gerne zustimmen werden, und wir har- ren hier Ihrer Vorschläge. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Herr Kollege Matznetter, was mich dabei besonders wundert, ist dieser rote Faden, der sich da durchzieht von Ihren Äußerungen bis zu den Aussagen von Kollegen Hoscher, wenn Sie ausführen, das dient dazu, um Budgetlöcher zu stopfen, oder das dient nur dazu, um das Budget zu sanieren. – Ja, genau das ist es! Und das unterscheidet uns wahrscheinlich auch in der Wirtschaftspolitik diametral. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP.
Unser Ziel ist es bitte, ein ausgeglichenes Budget zu haben. (Beifall bei der ÖVP.) Und bei Ihnen hat man den Eindruck, dass Ihnen auf der Einnahmenseite gar nicht bewusst ist, dass nicht nur laufende Einnahmen dazu gehören, sondern auch außerordentliche Aufwendungen. Dazu muss man sich auch bekennen, selbstverständlich, sonst kann man kein Sozialsystem finanzieren, sonst kann man keine Infrastrukturleistungen machen, sonst kann man keine Arbeitsplätze schaffen. Also ich kann nur eines sagen: Das ist eine der unintelligentesten Formeln, die ich jemals gehört habe. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Unser Ziel ist es bitte, ein ausgeglichenes Budget zu haben. (Beifall bei der ÖVP.) Und bei Ihnen hat man den Eindruck, dass Ihnen auf der Einnahmenseite gar nicht bewusst ist, dass nicht nur laufende Einnahmen dazu gehören, sondern auch außerordentliche Aufwendungen. Dazu muss man sich auch bekennen, selbstverständlich, sonst kann man kein Sozialsystem finanzieren, sonst kann man keine Infrastrukturleistungen machen, sonst kann man keine Arbeitsplätze schaffen. Also ich kann nur eines sagen: Das ist eine der unintelligentesten Formeln, die ich jemals gehört habe. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich habe den Eindruck, es geht nicht nur mir dabei so, sondern eigentlich der großen Mehrheit der Österreicher. Daher bin ich auch davon überzeugt, wenn Sie diesen Weg fortsetzen, werden Sie noch lange von der Macht fern sein. Die österreichische Bevölkerung wird Ihnen die Wirtschaft des Landes mit Sicherheit nicht anvertrauen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Eh!
Abgeordneter Dkfm. Dr. Hannes Bauer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! Zuerst einmal bedanke ich mich bei Herrn Kollegen Fasslabend für die Offenheit. Es wurde nämlich immer gesagt, es handle sich eigentlich um ein Gesetz, das eine Abschlagszahlung für Dividenden bereits zu Beginn des Jahres ermöglichen soll. (Abg. Dr. Stummvoll: Eh!) – Nein, du hast jetzt über das Budget und das Stopfen der Budgetlöcher viel mehr gesprochen als über die Abschlagszahlung, die primär für die Forschungsfinanzierung verwendet werden soll. Das ist ja auch die Wahrheit, und du bist so ehrlich gewesen, dass du es angesprochen hast. Und, Kollege Fasslabend, diese Feststellung halte ich für sehr, sehr wichtig, weil du noch öfter als Kronzeuge aufgerufen werden wirst. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dkfm. Dr. Hannes Bauer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! Zuerst einmal bedanke ich mich bei Herrn Kollegen Fasslabend für die Offenheit. Es wurde nämlich immer gesagt, es handle sich eigentlich um ein Gesetz, das eine Abschlagszahlung für Dividenden bereits zu Beginn des Jahres ermöglichen soll. (Abg. Dr. Stummvoll: Eh!) – Nein, du hast jetzt über das Budget und das Stopfen der Budgetlöcher viel mehr gesprochen als über die Abschlagszahlung, die primär für die Forschungsfinanzierung verwendet werden soll. Das ist ja auch die Wahrheit, und du bist so ehrlich gewesen, dass du es angesprochen hast. Und, Kollege Fasslabend, diese Feststellung halte ich für sehr, sehr wichtig, weil du noch öfter als Kronzeuge aufgerufen werden wirst. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Sollen wir bei der Post mehr privatisieren?
Warum ist man nicht den Weg gegangen, dass man mit 74 Prozent an die Börse geht, um entsprechende Dynamik sicherzustellen und sich 26 Prozent als strategisches Eigentum für diese Republik behält? Warum ist man nicht diesen Weg gegangen? – Weil es ausschließlich ideologisch motiviert ist, diesen Weg nicht zu gehen. Das ist das Problem. (Abg. Dr. Stummvoll: Sollen wir bei der Post mehr privatisieren?)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch. – Abg. Bucher: Die Defizite haben wir von euch übernommen!
Lieber Kollege Stummvoll, wenn man sagt, man privatisiert, ist die erste Frage, die sich stellt: Was macht man mit den Erlösen? – Das ist das eine. Die Erwartung, die man damit vielleicht verbinden könnte, das Ganze zum Beispiel in einen Zukunftsfonds zu geben, wird nicht erfüllt. Nein, dieser Zukunftsfonds für Forschung und andere Entwicklungen, die diese Republik dringend braucht, wird nicht geschaffen, sondern der Erlös wird in Wirklichkeit zum Stopfen von Budgetlöchern herangezogen. Das ist nämlich das Entscheidende. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch. – Abg. Bucher: Die Defizite haben wir von euch übernommen!)
Abg. Bucher: Haushaltsschulden!
Was die Defizitdebatte betrifft, möchte ich nur auf Herrn Wattaul verweisen, der sagte, dass man so viele Schulden bei der ASFINAG übernehmen musste. – Die ASFINAG haben Sie mit 6,5 Milliarden € Schulden übernommen, derzeit ist der Stand bei 9 Milliarden €. Laut „Kurier“ vom Ende des Jahres befindet man sich auf dem Weg zu 13 Milliarden €. Und das ist die Politik, die ihr da so großartig verkündet!? Von sechs zu neun und auf dem Weg zu 13 Milliarden € Schulden! (Abg. Bucher: Haushaltsschulden!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Schulden-Rudi!
Genau das Gleiche macht ihr auch hier: Eine Bewertung, die nicht seriös ist, wird sozusagen völlig falsch in die Zukunft transponiert. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Schulden-Rudi!) Für mich wäre es viel besser, ein strategisches Eigentum für Österreichs Zukunft zu schaffen. Und das fehlt mir bei eurem Ansatz. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Genau das Gleiche macht ihr auch hier: Eine Bewertung, die nicht seriös ist, wird sozusagen völlig falsch in die Zukunft transponiert. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Schulden-Rudi!) Für mich wäre es viel besser, ein strategisches Eigentum für Österreichs Zukunft zu schaffen. Und das fehlt mir bei eurem Ansatz. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Wenn Kollege Fasslabend von der Sanierung des Budgets spricht und Sie das sofort mit dieser Vorgehensweise verknüpfen, dann zeigt das nur, dass die SPÖ und all diejenigen, die für sie heute hier reden, immer noch ein völlig gestörtes Verhältnis zu der Gestaltung eines ordnungsgemäßen Budgets haben. Wenn wir den Weg der Sanierung der Zustände, die uns die SPÖ in der verstaatlichten Industrie wie aber auch im Budget hinterlassen hat, und somit auch eine erfolgreiche Industrie (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), die mittlerweile in Osteuropa nicht nur Gewinne erzielt, sondern
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
über die Gewinne die Arbeitsplätze in Österreich sichert, aufgeben würden und wenn wir den Weg der SPÖ gingen, dann wäre das ein Déjà-vu-Erlebnis, dann wären wir wieder zurück in der Zeit der neunziger Jahre, der achtziger Jahre, wo die SPÖ die verstaatlichte Industrie ruiniert hat, Schulden gemacht hat, Arbeitsplätze zerstört hat. Den Weg werden wir nicht gehen, liebe Kollegen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Und der Wähler wird hoffentlich verhindern, dass der Weg je wieder in diesem Land durch eine SPÖ gegangen werden kann!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ein letztes Wort: Ich weiß nicht, wo der Herr Kollege Hoscher das wieder her hat, aber es hat von Seiten der ÖVP nie einen Vorschlag gegeben, die Strafen zu senken. Das hat es nie gegeben, und ich bitte, das zur Kenntnis zu nehmen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Gaßner. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hoffentlich bleibe ich sitzen! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Ich habe schon einmal zu Ihnen gesagt, Herr Kollege Scheuch, Sie benehmen sich ab und zu wie ein ganz böser Schüler. Aber das nützt nichts, Sie werden es nicht mehr lernen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hoffentlich bleibe ich sitzen! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.) – Es gibt nur gute Lehrer. Schauen Sie, was aus Ihnen geworden ist! (Allgemeine Heiterkeit.)
Allgemeine Heiterkeit.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Ich habe schon einmal zu Ihnen gesagt, Herr Kollege Scheuch, Sie benehmen sich ab und zu wie ein ganz böser Schüler. Aber das nützt nichts, Sie werden es nicht mehr lernen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hoffentlich bleibe ich sitzen! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.) – Es gibt nur gute Lehrer. Schauen Sie, was aus Ihnen geworden ist! (Allgemeine Heiterkeit.)
Abg. Dr. Stummvoll: Das hat euch wehgetan!
Mich hat gewundert, dass Herr Kollege Auer heute hier sehr lautstark aufgetreten ist und ein bisschen parteipolitisches Kleingeld aus der AMAG-Geschichte schlagen wollte. Es wird Ihnen nicht gelingen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, dass Sie hier wirklich etwas daraus ernten können. (Abg. Dr. Stummvoll: Das hat euch wehgetan!)
Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.
Ich habe nur eine Frage an dich, Jakob Auer. Als es darum ging, für die Voest eine österreichische Lösung zu finden, da bist du auf und ab gegangen und hast das gepredigt. Jetzt bemüht sich Erich Haider mit Kalliauer und Schopf, eine österreichische Lösung zu finden, jetzt trittst du dagegen auf. Irgendwie verstehe ich das nicht ganz, lieber Kollege Auer. (Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist ja nicht wahr!
Irgendwo in einer ÖVP-Aussendung habe ich gelesen, dass 78 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher im ländlichen Raum leben. Denken Sie daran, denn diese wissen genau, dass Sie schuld sind, dass diese Leute keine Infrastruktur, keine Post, keine Ämter, keine Schulen und keine Verkehrsverbindungen mehr haben! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist ja nicht wahr!)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Herr Kollege Gaßner, eines muss man schon sagen: Mit Struktur-Konservativismus, mit Bewahren dessen, was immer schon war, werden wir den ländlichen Raum sicher nicht retten. Retten werden wir ihn mit neuen Ideen, mit neuen Initiativen, mit neuen Impulsen. Dazu haben wir Ideen. Das wollen wir umsetzen, aber nicht das konservieren, was nicht zu konservieren ist. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich hoffe und ich denke, es ist möglich, dass wir diesbezüglich zu einer gemeinsamen Vorgangsweise kommen, und erwarte, dass wir in einer der nächsten Sitzungen auch das zu einem einstimmigen Ergebnis bringen werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Melitta Trunk (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Kollegen und Kolleginnen! Ich fasse kurz zusammen: super Privatisierungspolitik, super Budgetpolitik, super Wirtschaftspolitik. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.) Ja, klatschen Sie ruhig! Und ich frage Sie jetzt: Wie passt das zusammen mit der Tatsache, dass wir heute wieder mit einer Zunahme nicht nur von Konkursen, sondern von arbeitslosen Menschen konfrontiert sind? 370 000 Menschen sind arbeitslos! (Abg. Freund: Es waren noch nie so viele Beschäftigte wie jetzt!)
Abg. Freund: Es waren noch nie so viele Beschäftigte wie jetzt!
Abgeordnete Mag. Melitta Trunk (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Kollegen und Kolleginnen! Ich fasse kurz zusammen: super Privatisierungspolitik, super Budgetpolitik, super Wirtschaftspolitik. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.) Ja, klatschen Sie ruhig! Und ich frage Sie jetzt: Wie passt das zusammen mit der Tatsache, dass wir heute wieder mit einer Zunahme nicht nur von Konkursen, sondern von arbeitslosen Menschen konfrontiert sind? 370 000 Menschen sind arbeitslos! (Abg. Freund: Es waren noch nie so viele Beschäftigte wie jetzt!)
Abg. Freund: Da ist aber eher die SPÖ zuständig!
Noch einmal zum Thema ÖBB, Postbus. 56,18 Millionen Beraterkosten, und dasselbe betrifft auch ÖIAG. (Abg. Freund: Da ist aber eher die SPÖ zuständig!) Sie verschleudern Millionen für Berater, um dann Volksvermögen zu verschleudern, Infrastruktur zu zerstören. Sie tragen Verantwortung für die Armut in Österreich und dafür, dass nur wenige, wie eben Ihre Bosse, zu den Reichen gehören. Sie sollten sich schämen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Noch einmal zum Thema ÖBB, Postbus. 56,18 Millionen Beraterkosten, und dasselbe betrifft auch ÖIAG. (Abg. Freund: Da ist aber eher die SPÖ zuständig!) Sie verschleudern Millionen für Berater, um dann Volksvermögen zu verschleudern, Infrastruktur zu zerstören. Sie tragen Verantwortung für die Armut in Österreich und dafür, dass nur wenige, wie eben Ihre Bosse, zu den Reichen gehören. Sie sollten sich schämen! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Jetzt habe ich mir überlegt, was daran gefährlich wäre, wenn Sie diese Strategie fortsetzten. Gefährlich wäre, so denke ich, wenn Sie am 23. August – ich rechne mit einer Sondersitzung – eine Dringliche Anfrage an den Herrn Bundeskanzler mit der Frage richten: Warum ist Gusenbauer nicht „startklar“? (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen), und wenn Sie am 23. September dann im Rahmen einer neuerlichen Sondersitzung eine Dringliche Anfrage an den Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit richten zum Thema: Warum hat Gusenbauer kein Team? (Neuerliche Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Diese Löwinger-Parodie, die Sie bei den Dringlichen machen – und die Grünen sind auch schon anfällig dafür, die machen das heute auch schon –, sollte sich langsam aufhören. (Abg. Mag. Trunk: Peinlich!) Wir sollten eher wieder ein bisschen sachlicher werden! (Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.)
Neuerliche Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Jetzt habe ich mir überlegt, was daran gefährlich wäre, wenn Sie diese Strategie fortsetzten. Gefährlich wäre, so denke ich, wenn Sie am 23. August – ich rechne mit einer Sondersitzung – eine Dringliche Anfrage an den Herrn Bundeskanzler mit der Frage richten: Warum ist Gusenbauer nicht „startklar“? (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen), und wenn Sie am 23. September dann im Rahmen einer neuerlichen Sondersitzung eine Dringliche Anfrage an den Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit richten zum Thema: Warum hat Gusenbauer kein Team? (Neuerliche Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Diese Löwinger-Parodie, die Sie bei den Dringlichen machen – und die Grünen sind auch schon anfällig dafür, die machen das heute auch schon –, sollte sich langsam aufhören. (Abg. Mag. Trunk: Peinlich!) Wir sollten eher wieder ein bisschen sachlicher werden! (Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.)
Abg. Mag. Trunk: Peinlich!
Jetzt habe ich mir überlegt, was daran gefährlich wäre, wenn Sie diese Strategie fortsetzten. Gefährlich wäre, so denke ich, wenn Sie am 23. August – ich rechne mit einer Sondersitzung – eine Dringliche Anfrage an den Herrn Bundeskanzler mit der Frage richten: Warum ist Gusenbauer nicht „startklar“? (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen), und wenn Sie am 23. September dann im Rahmen einer neuerlichen Sondersitzung eine Dringliche Anfrage an den Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit richten zum Thema: Warum hat Gusenbauer kein Team? (Neuerliche Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Diese Löwinger-Parodie, die Sie bei den Dringlichen machen – und die Grünen sind auch schon anfällig dafür, die machen das heute auch schon –, sollte sich langsam aufhören. (Abg. Mag. Trunk: Peinlich!) Wir sollten eher wieder ein bisschen sachlicher werden! (Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.
Jetzt habe ich mir überlegt, was daran gefährlich wäre, wenn Sie diese Strategie fortsetzten. Gefährlich wäre, so denke ich, wenn Sie am 23. August – ich rechne mit einer Sondersitzung – eine Dringliche Anfrage an den Herrn Bundeskanzler mit der Frage richten: Warum ist Gusenbauer nicht „startklar“? (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen), und wenn Sie am 23. September dann im Rahmen einer neuerlichen Sondersitzung eine Dringliche Anfrage an den Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit richten zum Thema: Warum hat Gusenbauer kein Team? (Neuerliche Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Diese Löwinger-Parodie, die Sie bei den Dringlichen machen – und die Grünen sind auch schon anfällig dafür, die machen das heute auch schon –, sollte sich langsam aufhören. (Abg. Mag. Trunk: Peinlich!) Wir sollten eher wieder ein bisschen sachlicher werden! (Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Dass der Oberbuchhalter von Ihnen, der Herr Matznetter, hinausgegangen ist, tut mir Leid – der ist froh im Vergleich zu Ihnen, wenigstens noch zu wissen, dass es Soll und Haben gibt. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Aber das ist zu wenig, Herr Kollege Moser, um ein industriepolitisches Konzept zu verstehen. Ich denke, wir sollten statt Dringlicher
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Anfragen künftig Ihnen Nachhilfesitzungen geben, damit Sie verstehen, was es heißt, Industriepolitik in diesem Land zu machen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die ist im Rest von Europa noch viel höher!
Abgeordnete Marianne Hagenhofer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Damit kein falscher Eindruck stehen bleibt: Wir wehren uns nicht gegen Modernisierung. Wogegen wir uns wehren, ist der Weg, wie es gemacht wird. Wenn sich alles über den Kapitalmarkt abspielt, dann haben wir die Ergebnisse, die wir jetzt haben: eine enorm hohe Arbeitslosenrate. Die können Sie nicht wegreden! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die ist im Rest von Europa noch viel höher!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Deutschland!
Finnland hat während der Modernisierung von einer hohen Arbeitslosenrate die Arbeitslosigkeit heruntergefahren. Österreich hingegen fährt von einer niedrigen Arbeitslosenrate die Arbeitslosigkeit nach oben, lieber Freund! Schauen Sie einmal nach! Lesen Sie einmal die Statistiken, dann werden Sie das sehen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Deutschland!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich wollte noch zum Finanzmarktaufsichtsänderungsgesetz etwas sagen, was ich im Ausschuss auch angemerkt habe: Es stellt sich bei den weiteren Ausgliederungen von hoheitlichen Aufgaben einfach die Frage, inwieweit die rechtliche Konstruktion der Finanzmarktaufsicht als Anstalt des öffentlichen Rechts nach dem Finanzmarktaufsichtsgesetz den verfassungsrechtlich richtigen Rahmen bildet. Das heißt, wer kontrolliert bitte die Finanzmarktaufsicht? – Es müsste unbedingt geschehen, und, Herr Staatssekretär, ich würde Sie darum bitten, dringend daranzugehen, dass wir eine parlamentarische Kontrolle für diese Finanzmarktaufsicht bekommen, damit nicht die Finanzmarktaufsicht öffentliche Behördenaufgaben übernimmt und keiner Kontrolle unterliegt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Johann Moser: Es schadet nicht!
Abgeordneter Mag. Hans Langreiter (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Lieber Kollege Maier! Es steht dem Kollegen Moser natürlich offen, über Nebochanten zu sprechen. Dennoch muss, so denke ich, nicht jeder unbedingt Betriebswirtschaft studieren, um sich von diesem Pult aus politisch einzubringen. Es ist sicher nicht notwendig. Wir haben in diesem Haus die Rahmenbedingungen zu beschließen und zu diskutieren und nicht unbedingt als Fachexperten herumzurennen. (Abg. Mag. Johann Moser: Es schadet nicht!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Privatisierungserlöse in der Höhe von rund 5 Milliarden € in den letzten sechs Jahren – das, meine Damen und Herren, ist höchst erfolgreiche Verstaatlichtenpolitik. Ich denke, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vor allem jene, die auch beteiligt sind an den Unternehmen, und insbesondere die Unternehmungen selbst werden uns das entsprechend danken. Und dieser erfolgreiche Weg wird auch fortgesetzt, da können Sie sicher sein. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Molterer: Der ist doch parteilos seit kurzem!
Am Besten hat es Ludwig Hofmann, ehemaliger Landtagsabgeordneter der SPÖ, interpretiert (Abg. Mag. Molterer: Der ist doch parteilos seit kurzem!), der gemeint hat, die SPÖ und ihre Verbündeten in der Arbeiterkammer und im Gewerkschaftsbund würden sich wieder einmischen wie in Zeiten der siebziger und achtziger Jahre, bis die Verstaatlichte endlich hin ist – das sind die Worte Ihres ehemaligen Landtagsabgeordneten, meine Damen und Herren von der SPÖ –, weil man von außen hineinregiert, weil man das Unternehmen nicht der Selbständigkeit überlässt, weil man nicht zulässt, dass Manager ordentlich umstrukturieren.
Beifall bei der ÖVP.
und die Bürger werden uns deswegen ein entsprechendes Votum bei der Wahl geben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Vielleicht noch kurz zum Thema: Die vorliegende Änderung des Finanzmarktaufsichtsgesetzes erweitert nun die Befugnisse der Finanzmarktaufsichtsbehörde. Ich denke, dass das ein guter Schritt ist, dass das zu einer Stabilität auch des Wirtschaftsstandortes führt und sie weiterhin ausbaut, denn ein grenzenloser Markt bedarf eines hohen Maßes an Vertrauen in seine Funktionen und seine Stabilität. Dieser Schritt hat sich gelohnt, und mit der jetzt zu beschließenden Gesetzesvorlage gehen wir einen Schritt weiter, um der Gewährleistung dieses Vertrauens noch bessere Rahmenbedingungen zu geben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Walter Schopf (SPÖ): Sehr verehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Es wurde während dieser Debatte einiges zur AMAG gesagt, und es wurde vor allem vieles gesagt, was nicht richtig ist. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Firma garantiert uns eine Wertsicherung für diese 20 Prozent, sie garantiert uns auch in Zukunft eine Dividendenausschüttung in selber Höhe wie in der Vergangenheit; in der Vergangenheit haben die Kollegen und Kolleginnen pro Jahr 1 500 bis 2 000 € netto erhalten. Die Firma garantiert uns eine tatsächliche Mitsprache im Aufsichtsrat, sie garantiert uns vor allem eine nachhaltige Sicherung des Industriestandortes Ranshofen, und sie garantiert uns eine Sonderdividende in der Größenordnung von 20 Millionen €, liebe Kolleginnen und Kollegen! Es war daher richtig von Arbeiterkammer und Gewerkschaft, es war richtig von Erich Haider, dafür einzutreten, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bitte im Sinne der AMAG, im Sinne der Beschäftigten, der Kolleginnen und Kollegen, dieses Ergebnis zu respektieren und gemeinsam zu versuchen, eine Lösung zu finden – und die Lösung kann nur sein, dass die AMAG auch in Zukunft österreichisch bleibt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: 40 Groschen!
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Meine Damen und Herren! Herr Präsident! Hohes Haus! Das, was jetzt gerade gesagt wurde, muss man eigentlich auf der Zunge zergehen lassen. Da gibt es eine Mitarbeiterbeteiligung, die um 20 Groschen (Ruf bei der ÖVP: 40 Groschen!) erworben worden ist und heute 2 Milliarden Schilling wert ist. Die Mitarbeiter der AMAG wollen über ihr Eigentum verfügen. Die Mitarbeiter machen eine Betriebsversammlung, und in dieser Betriebsversammlung beschließen sie mit 90 Prozent Mehrheit, dass sie ihr Eigentum wahrnehmen wollen, nämlich das Recht, das aus Eigentum der Mitarbeiter entstanden ist.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aber was passiert jetzt? – Jetzt stellt sich heraus, dass diese Mitarbeiter über ihr Eigentum ja überhaupt nicht verfügen dürfen. Warum? Die Arbeiterkammer – man höre und staune! –, die so genannte Arbeitnehmervertretung, und die Gewerkschaft bestimmen über 1 500 Arbeitnehmer. Das heißt, die Meinung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist ihnen völlig egal, weil die Partei entscheidet. – Die Reaktion darauf spüren Sie ja: Ihre langjährigen Mitglieder treten aus der Partei aus, sie kehren Ihnen den Rücken, und zwar zu Recht. Sie wollen endlich selbst bestimmen und nicht von der Parteizentrale fremdbestimmt werden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
den Willen des Parteiobmanns. – So weit haben Sie es nämlich gebracht: Partei über Arbeitnehmerinteressen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Kollege Schopf, ich habe vor zirka einer halben Stunde Gespräche mit Mitarbeitern der AMAG geführt. Das hättest du nicht hören dürfen; ich glaube, du darfst dich in den nächsten vier, fünf Jahren in Braunau nicht mehr sehen lassen, ebenso wenig Arbeiterkammer-Präsident Kalliauer und Landesparteiobmann Erich Haider. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich möchte von dir nur wissen, mit welcher Brutalität du bei dieser Besprechung gegen die Interessen der Mitarbeiter, gegen die Interessen des Betriebsratsvorsitzenden vorgegangen bist, dass ein Betriebsratsvorsitzender, der deiner Partei angehört, nach über 35 Jahren aus der Partei austritt, dass ein ehemaliger SPÖ-Landtagsabgeordneter, der ebenfalls einmal Betriebsratsvorsitzender dieser AMAG war, auch aus der Partei austritt. Sie haben mir erzählt, dass vertraglich festgehalten ist, dass diese 20 Prozent nicht Eigentum der Arbeiterkammer und nicht Eigentum der Gewerkschaft, sondern alleiniges Eigentum der Mitarbeiter sind. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich sage dir, Kollege Schopf, ich unterstütze die Mitarbeiter der AMAG, den Betriebsrat. Diese Vorgangsweise, die sie gewählt haben, ist vollkommen richtig, und sie werden weiter verhandeln, dass sie noch mehr Geld herausholen. Das ist Arbeitnehmerpolitik im Interesse der Arbeitnehmer – nicht so, wie du das gemacht hast! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Wann fahren Sie wieder nach Braunau?
Abgeordneter Walter Schopf (SPÖ): Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Sehr verehrter Herr Präsident! Es gibt genügend Gespräche und genügend Verhandlungen in Braunau und in Ranshofen (Abg. Scheibner: Wann fahren Sie wieder nach Braunau?), es gibt Termine (Abg. Scheibner: Mit Ihnen? Sind Sie da dabei?) – ich bin anwesend, ich bin dabei, selbstverständlich –, trotzdem möchte ich dir, lieber Kollege Walch, Folgendes sagen:
Abg. Scheibner: Mit Ihnen? Sind Sie da dabei?
Abgeordneter Walter Schopf (SPÖ): Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Sehr verehrter Herr Präsident! Es gibt genügend Gespräche und genügend Verhandlungen in Braunau und in Ranshofen (Abg. Scheibner: Wann fahren Sie wieder nach Braunau?), es gibt Termine (Abg. Scheibner: Mit Ihnen? Sind Sie da dabei?) – ich bin anwesend, ich bin dabei, selbstverständlich –, trotzdem möchte ich dir, lieber Kollege Walch, Folgendes sagen:
Abg. Mag. Molterer: Die Gewerkschaft bestimmt!
troffen haben, aus der letztendlich ganz klar ersichtlich ist, wer diese 20 Prozent innehat. (Abg. Mag. Molterer: Die Gewerkschaft bestimmt!) Die 20 Prozent hat die Stiftung inne und nicht die Mitarbeiter! (Abg. Scheibner: Das ist ja ein Wahnsinn, was Sie da sagen! Sie geben es ja zu! Setzen Sie sich nieder! – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Scheibner: Das ist ja ein Wahnsinn, was Sie da sagen! Sie geben es ja zu! Setzen Sie sich nieder! – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
troffen haben, aus der letztendlich ganz klar ersichtlich ist, wer diese 20 Prozent innehat. (Abg. Mag. Molterer: Die Gewerkschaft bestimmt!) Die 20 Prozent hat die Stiftung inne und nicht die Mitarbeiter! (Abg. Scheibner: Das ist ja ein Wahnsinn, was Sie da sagen! Sie geben es ja zu! Setzen Sie sich nieder! – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Stiftungszweck sieht ganz konkret vor: Sinn der Stiftung ist die strategische Haltung, dass der Industriestandort Ranshofen erhalten bleibt! – Das ist der Stiftungszweck. Der Stiftungszweck ist nicht, wie manche jetzt versuchen darzustellen, die AMAG ans Ausland verkaufen zu können. Das ist nicht der Zweck dieser Stiftung! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Hoscher –: Bitte auf Norwegisch!
Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Hoscher. – Bitte. (Abg. Neudeck – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Hoscher –: Bitte auf Norwegisch!)
Beifall bei der SPÖ.
Der vorliegenden Abkommensrevision werden wir natürlich die Zustimmung erteilen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Staatssekretär, wir seitens der Österreichischen Volkspartei, seitens der Regierungsparteien stimmen diesem Gesetz sehr gerne zu. Ich möchte bei dieser Gelegenheit auch den Beamten Ihres Hauses einen besonderen Dank aussprechen, weil gerade die Budgetsektion sehr gute, sehr professionelle und zukunftsweisende Vorschläge erarbeitet hat. Es sei durchaus anerkannt, was Beamte in Ihrem Haus leisten; man darf nicht immer nur mit dem Finger auf sie zeigen, sondern auch dann applaudieren, wenn es angebracht ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Jene Regierung, die nach dem Wahltag gebildet wird, wird hoffentlich eine bessere sein. Daher brauchen wir den Kurswechsel in unserem Land! – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe: Hofmann! Hofmann!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Hofmann. (Rufe: Hofmann! Hofmann!) – Bitte.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was die aktuelle Befristung anlangt, die es im jetzt noch geltenden Gesetz gibt, die, wie gesagt, mit 31. Dezember dieses Jahres ausläuft, gibt es Verfassungsbestimmungen, sodass auch für die jetzige Aufhebung eine entsprechende Zweidrittelmehrheit erforderlich ist. Ich meine, dass es sinnvoll ist, diese Befristung aufzuheben. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Stummvoll: Schauen Sie auf die SPÖ! Es gibt auch rote Landeshauptleute!
Jetzt gibt es zwei wunderbare Anlässe, das wieder einmal zu thematisieren, dass nämlich bei vielen Reformbemühungen, die auf Verfassungsebene – da geht es letztlich ja auch um Verfassung – beziehungsweise auf Finanzverfassungsebene, aber auch im einfachen Bundeshaushaltsrecht liegen, die Ländervertreter – welch tolle Formulierung hat es dazu einmal gegeben? – einfach nur „quer im Stall“ stehen. Und das ist wirklich ärgerlich! (Abg. Dr. Stummvoll: Schauen Sie auf die SPÖ! Es gibt auch rote Landeshauptleute!)
Beifall bei den Grünen.
Daher: Wenn wir schon so viel Verwaltung reformieren müssen, dann fangen Sie in der ÖVP gleich an! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Matznetter – der in den Reihen der SPÖ mit Abg. Dr. Wittmann spricht –: Selbstverständlich!
Ich hoffe, Sie, Kollege Matznetter, besprechen gerade mit Kollegem Wittmann einen Terminfahrplan für die beiden Ausschüsse (Abg. Dr. Matznetter – der in den Reihen der SPÖ mit Abg. Dr. Wittmann spricht –: Selbstverständlich!) und klären mit ihm auch die Frage, ob Sie einen Unterausschuss haben wollen: ja oder nein?, denn wir könnten an sich, Herr Kollege Wittmann – wir haben diese Vorarbeit geleistet, für Sie als Obmann des Verfassungsausschusses haben wir diese Vorarbeit geleistet –, sehr, sehr rasch diese große Reform angehen, eine Reform, die wirklich notwendig ist. Wie Kollege Matznetter bereits gesagt hat: Die letzte Reform fand im Jahre 1986 statt. 1986 war Österreich weder EU-Mitglied noch gab es einen Stabilitätspakt – und heute haben wir eben eine völlig andere Situation!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
wir hiefür einen Unterausschuss brauchen oder nicht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir von der SPÖ sind der Überzeugung, dass die Flexi-Klausel sehr wohl positive Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Österreich hat – da unterscheiden wir uns vielleicht –, und wir werden daher auch zustimmen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Also würde ich vorschlagen, dass man das jetzt einmal intern bei der SPÖ abklärt und dort auch informiert über Dinge, die in nächster Zukunft vorzunehmen sind. Jedenfalls: An uns wird es nicht scheitern, dass die Vorlage betreffend das neue BHG auch endlich in die Ausschüsse kommt und verabschiedet wird, weil das zum Wohle der Haushaltsordnung sowohl des Bundes als auch der Länder und Gemeinden ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Beamte können mit dieser Flexi-Klausel einfach mehr tun, ihre Erfahrungen einbringen und ihre Ideen umsetzen. So lohnt sich diese neue Form der Verwaltung sowohl für den Staat als auch für die Beamten. Aber ich glaube, dass es hier primär nicht nur um das Geld geht, es geht vielmehr darum, neben mündigen Bürgern auch mündige Beamte zu forcieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Lassen Sie mich aber auch noch ein Wort sagen zu den Ausführungen meiner Bezirkskollegen Murauer und Molterer sagen. (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Das ist kein Bezirkskollege in dem Sinne, aber mit dem gehe ich d’accord. – Ich glaube nur, wenn Ihr in eurer Bezirksorganisation mit den Bauernbündlern in Laussa ein Problem habt und dort 93 Prozent die Mitgliedschaft ruhend stellen oder austreten, dann solltet Ihr
Abg. Dr. Sonnberger: Hunderte!
nicht so den Mund voll nehmen, wenn zwei oder drei SPÖ-Mitglieder in Braunau – mehr sind es ja nicht ... (Abg. Dr. Sonnberger: Hunderte!) Da geht die Phantasie wieder einmal mit euch durch, liebe Kollegen. Es sind einige wenige SPÖ-Mitglieder, und die sind alle sehr negativ von dieser Regelung betroffen. Also, ich würde den Mund nicht so voll nehmen, wenn ganze Ortsorganisationen des Bauernbundes austreten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das ist so wie bei den Arbeitslosen: Jeder einzelne ist zu viel!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das ist so wie bei den Arbeitslosen: Jeder einzelne ist zu viel!
nicht so den Mund voll nehmen, wenn zwei oder drei SPÖ-Mitglieder in Braunau – mehr sind es ja nicht ... (Abg. Dr. Sonnberger: Hunderte!) Da geht die Phantasie wieder einmal mit euch durch, liebe Kollegen. Es sind einige wenige SPÖ-Mitglieder, und die sind alle sehr negativ von dieser Regelung betroffen. Also, ich würde den Mund nicht so voll nehmen, wenn ganze Ortsorganisationen des Bauernbundes austreten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das ist so wie bei den Arbeitslosen: Jeder einzelne ist zu viel!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich glaube also, dass es durchaus eine sinnvolle Maßnahme ist, dass wir die Gültigkeit dieser Flexi-Klausel verlängern. Ich freue mich, dass alle mitstimmen, und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Heiterkeit bei der ÖVP
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Spätestens jetzt wissen wir alle, was eine Flexi-Klausel bedeutet. Ich glaube, es ist ein wichtiges und sinnvolles Instrumentarium. Man könnte ja fast sagen, es ist eine sozialdemokratische Idee (Heiterkeit bei der ÖVP), zumal sie auch unter einem sozialdemokratischen Bundesminister beschlossen wurde, auch wenn Sie, Herr Kollege Stummvoll, damals Staatssekretär waren. Wir werden auch daher diesen Beschluss unterstützen.
Ironische Heiterkeit des Staatssekretärs Dr. Finz.
Dieser Tagesordnungspunkt ist zwar sehr wichtig – man braucht dazu eine Zweidrittelmaterie –, ich möchte aber schon sagen: Viel spannender wäre es gewesen, hätten wir heute im Plenum über das Stabilitätsprogramm sprechen können. Aber leider wurde das im Ausschuss behandelt. Es wäre deshalb spannend gewesen, meine Damen und Herren, weil in der Vorschau dieses Stabilitätsprogramms festgehalten wurde, dass das Nulldefizit 2008 wieder erreicht werden sollte. Man kann zwar nicht nachvollziehen, wie Sie es schaffen können, diesen Ausgleich zu bewerkstelligen. Herr Staatssekretär, Sie haben darauf auch keine plausible Antwort geben können – wahrscheinlich deshalb, weil Sie heute schon wissen, Herr Staatssekretär, dass Sie 2008 keine politische Verantwortung mehr tragen werden. (Ironische Heiterkeit des Staatssekretärs Dr. Finz.) – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dieser Tagesordnungspunkt ist zwar sehr wichtig – man braucht dazu eine Zweidrittelmaterie –, ich möchte aber schon sagen: Viel spannender wäre es gewesen, hätten wir heute im Plenum über das Stabilitätsprogramm sprechen können. Aber leider wurde das im Ausschuss behandelt. Es wäre deshalb spannend gewesen, meine Damen und Herren, weil in der Vorschau dieses Stabilitätsprogramms festgehalten wurde, dass das Nulldefizit 2008 wieder erreicht werden sollte. Man kann zwar nicht nachvollziehen, wie Sie es schaffen können, diesen Ausgleich zu bewerkstelligen. Herr Staatssekretär, Sie haben darauf auch keine plausible Antwort geben können – wahrscheinlich deshalb, weil Sie heute schon wissen, Herr Staatssekretär, dass Sie 2008 keine politische Verantwortung mehr tragen werden. (Ironische Heiterkeit des Staatssekretärs Dr. Finz.) – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie sehen also, meine Damen und Herren: Dank dieser Bundesregierung unter unserem Bundeskanzler Schüssel ist Österreich auch in diesem Bereich eine Erfolgsstory gelungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Stummvoll: Nicht die Damen!
Abgeordnete Marianne Hagenhofer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Wir haben heute vom Kollegen Stummvoll gehört: Die SPÖ schaut alt aus! (Abg. Dr. Stummvoll: Nicht die Damen!) Ich habe nicht gesagt, die Damen. – Und jetzt höre ich: Die Flexi-Klausel ist eine Erfolgsgeschichte!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Das ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt!
Herr Kollege! Sagen Sie uns nicht immer, dass wir alt ausschauen – wenn wir vor acht Jahren – ich betone: vor acht Jahren! – schon Investitionen in die Zukunft getätigt haben! Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Das ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt!)
Abg. Hagenhofer: Ja, ja!
Ich möchte aber auch darauf hinweisen, dass diese Erfolgsgeschichte der Flexi-Klausel durch deren Einführung durch Rudi Edlinger und Günter Stummvoll ihren Anfang genommen hat. Ich bin mir nicht ganz so sicher, ob die Repräsentanten der heutigen SPÖ diesen Weg auch gehen würden. (Abg. Hagenhofer: Ja, ja!) Jetzt müssen sie ihn gehen, weil es Rudi Edlinger so vorgeschrieben hat. Ich würde nur hoffen, dass, wie heute im Hinblick auf das Bundeshaushaltsgesetz schon gesagt wurde, wenigstens in diesem Bereich ein modernes Denken gegeben ist, denn in anderen wirtschafts- und industriepolitischen Bereichen leben Sie ja in der Vergangenheit, was Sie sehr eindrucksvoll im Finanzausschuss und heute wieder in dieser Diskussion gezeigt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte aber auch darauf hinweisen, dass diese Erfolgsgeschichte der Flexi-Klausel durch deren Einführung durch Rudi Edlinger und Günter Stummvoll ihren Anfang genommen hat. Ich bin mir nicht ganz so sicher, ob die Repräsentanten der heutigen SPÖ diesen Weg auch gehen würden. (Abg. Hagenhofer: Ja, ja!) Jetzt müssen sie ihn gehen, weil es Rudi Edlinger so vorgeschrieben hat. Ich würde nur hoffen, dass, wie heute im Hinblick auf das Bundeshaushaltsgesetz schon gesagt wurde, wenigstens in diesem Bereich ein modernes Denken gegeben ist, denn in anderen wirtschafts- und industriepolitischen Bereichen leben Sie ja in der Vergangenheit, was Sie sehr eindrucksvoll im Finanzausschuss und heute wieder in dieser Diskussion gezeigt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Seit dem Jahre 2000 hat unsere Bundesregierung Schritt für Schritt in allen Bereichen modernes Management eingeführt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dieser heutige Beschluss ist wieder einmal ein Beitrag dazu, dass die Eigenverantwortung der Mitarbeiter in den Dienststellen gestärkt wird und ergebnisorientiert gearbeitet werden kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber dieses Europa muss auch mit den anderen Kontinenten wirtschaftlich, menschlich zusammenarbeiten können. In diesem Sinne: danke! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das würde einzelnen Personen, einigen Menschen ihr Leben erleichtern. Ich denke, auch dazu sind wir im Hohen Haus da. Es kostet nichts, aber es bringt einigen etwas. Ich hoffe, dass es dazu auch die Zustimmung von Ihnen von den Regierungsparteien geben wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Lunacek: In den USA ist es nicht so!
Bei der Namensänderung unter Erwachsenen schützt diese Bestimmung vor dem Missbrauch von weiblichen oder männlichen Vornamen, um die eigene Identität zu verschleiern. Insbesondere das Innenressort gibt zu bedenken, dass es, sollte die Erkennbarkeit des Geschlechts auf Grund des Vornamens gar keine Rolle mehr spielen, den Kriminellen eigentlich sehr leicht gemacht wird, in eine andere Geschlechtsidentität zu schlüpfen. Während die Polizei noch nach einem Mann fahndet, gibt der sich schon längst als Frau aus. (Abg. Mag. Lunacek: In den USA ist es nicht so!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der Antrag der Kollegin Lunacek – also von Rot-Grün – ist dafür nicht wirklich geeignet, denn die ersatzlose Streichung verhindert den Missbrauch nicht. Das heißt, es muss uns eine Lösung einfallen, die spezielle für Transgender-Personen geschaffen wird. – Daher können wir diesem Antrag, wie er jetzt formuliert ist, noch nicht zustimmen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Das ist mir jetzt zu kompliziert!
Die Justizministerin meint wieder, sollte das hiefür zuständige Bundesministerium für Inneres eine Änderung des Namensänderungsgesetzes vorschlagen, dann würde das Bundesministerium für Justiz keine grundsätzlichen Bedenken erheben. (Abg. Scheibner: Das ist mir jetzt zu kompliziert!) – Ja, es ist schon spät, und manche können nicht mehr folgen, aber Tatsache ist – und ich denke, diese Botschaft werden Sie verstehen –, das Innenministerium spielt den Ball zum Justizministerium und umgekehrt. (Ruf bei der ÖVP: Bei euch kann niemand mehr folgen! Es ist ja niemand mehr da!)
Ruf bei der ÖVP: Bei euch kann niemand mehr folgen! Es ist ja niemand mehr da!
Die Justizministerin meint wieder, sollte das hiefür zuständige Bundesministerium für Inneres eine Änderung des Namensänderungsgesetzes vorschlagen, dann würde das Bundesministerium für Justiz keine grundsätzlichen Bedenken erheben. (Abg. Scheibner: Das ist mir jetzt zu kompliziert!) – Ja, es ist schon spät, und manche können nicht mehr folgen, aber Tatsache ist – und ich denke, diese Botschaft werden Sie verstehen –, das Innenministerium spielt den Ball zum Justizministerium und umgekehrt. (Ruf bei der ÖVP: Bei euch kann niemand mehr folgen! Es ist ja niemand mehr da!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Als Gesetzgeber haben wir nicht das Recht, Menschen zu Operationen zu zwingen. Wir wollen eine vollständige Anerkennung des gelebten Geschlechts und die Möglichkeit, den Vornamen frei zu wählen. Das muss einfach möglich sein! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Fekter: SPÖ-Innenminister! – Abg. Mag. Lunacek: Dann haben sie dazugelernt!
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zweifelsohne ist das Thema, das hier diskutiert wird, ein heikles. Es wundert mich aber, dass sich die SPÖ da heute groß zu diesem Thema ausbreitet und gemeinsam mit den Grünen auf diesem Initiativantrag aufscheint, denn es war gerade die SPÖ – das haben Sie vielleicht vergessen! –, die 1995 genau diese Z 7 ins Namensänderungsgesetz eingefügt hat, in der es heißt, der beantragte Vorname muss gebräuchlich sein und als erster Vorname dem Geschlecht des Antragstellers entsprechen. – Es war die SPÖ, die diese Z 7 ins Namensänderungsgesetz 1995 eingefügt hat. Heute will sie jedoch genau das Gegenteil. (Abg. Dr. Fekter: SPÖ-Innenminister! – Abg. Mag. Lunacek: Dann haben sie dazugelernt!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das müssen Sie erst erklären. Wir stehen zu diesem vorhandenen Gesetz, es ist absolut ausreichend. Ich sage aber auch dazu, die Thematik ist heikel. Ich gebe Ihnen da vollkommen Recht, das ist sicher eine Gratwanderung, wie man mit diesen Transgender-Personen umgeht. Die haben es nicht einfach. Aber ich sage auch, das Gesetz wurde 1995 so beschlossen und ist heute gültiges Recht, und es ist, glaube ich, ausreichend. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte noch darauf eingehen, dass Sie in der Begründung doch auch ein gewisses fadenscheiniges Argument anführen, indem Sie sagen, dass Personen durch das geltende Gesetz zu medizinischen Eingriffen quasi gezwungen oder gedrängt werden. – Ich denke, das ist wirklich übertrieben formuliert, dass Personen zu medizinischen Eingriffen auf Grund dieses Gesetzes gedrängt werden. Wir kennen die Problematik, wir wissen, das ist eine heikle Angelegenheit, aber wir stehen dazu, dass das Gesetz in dieser Form ausreichend ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich hoffe, dass es in Ihrem Kreis einige Vernünftige gibt, damit wir diesen § 14 gemeinsam ändern können. (Beifall bei der SPÖ.)
in Richtung des Abg. Mag. Maier
Zur Kostentragung, die sich auf Abs. 7 bezieht: Jacky (in Richtung des Abg. Mag. Maier), es kann doch nicht wirklich dein Ernst sein, dass die Post AG, die jahrzehntelang alle Wettbewerbsvorteile dieser Welt genossen hat, von allen Kosten befreit werden soll, wohingegen die Unternehmen, die jahrzehntelang vom Wettbewerb ausgeschlossen waren, für diese Diskriminierung auch noch nachträglich zur Kasse gebeten werden sollen! Das verstehen wir nicht unter Wettbewerb! – Wir sehen uns im Verkehrsausschuss. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zur Kostentragung, die sich auf Abs. 7 bezieht: Jacky (in Richtung des Abg. Mag. Maier), es kann doch nicht wirklich dein Ernst sein, dass die Post AG, die jahrzehntelang alle Wettbewerbsvorteile dieser Welt genossen hat, von allen Kosten befreit werden soll, wohingegen die Unternehmen, die jahrzehntelang vom Wettbewerb ausgeschlossen waren, für diese Diskriminierung auch noch nachträglich zur Kasse gebeten werden sollen! Das verstehen wir nicht unter Wettbewerb! – Wir sehen uns im Verkehrsausschuss. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich glaube, dass dieser Antrag ähnlich unausgegoren ist wie das Gesetz, in dem, wie ich durchaus zugebe, auch Dinge enthalten sind, die wir uns hätten ersparen können. Ich denke jetzt vor allen Dingen daran, dass wir die Frist bis, glaube ich, Ende 2008 zur Einführung nicht ausgenützt haben, sondern das jetzt schon mit Juni 2006 machen. Ich meine, wir sollten darüber im Verkehrsausschuss noch einmal nachdenken und uns die Geschichte näher anschauen. Wir sollten uns aber schon vorher zusammensetzen und das ausräumen, was hier nicht richtig ist, und auch über das Gesetz noch einmal reden. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Im Salzburger Bauernkalender steht das nicht!
Peter Haubner, ich habe nur eine Frage: Kannst du mir bitte die europäische Rechtsnorm zitieren, damit wir auch im Internet einmal nachschauen können? Wir haben sie nicht gefunden, es gibt nämlich keine europäische Rechtsnorm. Das heißt, wir sind selbst angehalten, eine entsprechende Rechtsnorm zu schaffen beziehungsweise rechtsverbindliche Regeln aufzustellen. (Abg. Neudeck: Im Salzburger Bauernkalender steht das nicht!)
Beifall bei den Grünen.
Wir sprechen gerne im Verkehrsausschuss darüber, aber bitte bringen Sie die Ziffern der EU-Rechtsnorm mit, damit man sich das anschauen kann! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)