Eckdaten:
Für die 93. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 842 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht von den Abgeordneten Mag. Karin Hakl und Helga Machne
Petition betreffend „Fairness für Yasemin Kobal und deren Mutter“ (Ordnungsnummer 51) (überreicht von den Abgeordneten Mag. Karin Hakl und Helga Machne)
überreicht vom Abgeordneten Anton Heinzl
Petition betreffend „Für die Erhaltung des Postamtes 3213 Frankenfels“ (Ordnungsnummer 52) (überreicht vom Abgeordneten Anton Heinzl)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Na, geh! – Abg. Großruck: Wer sagt das?
der Regierung tun – oder auch nicht tun, geteilter Meinung sein, aber über eines nicht: Österreichs Bildungspolitik ist eine Katastrophe! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Na, geh! – Abg. Großruck: Wer sagt das?)
Abg. Großruck: Sie sind eine Katastrophe!
Für diese Katastrophe sind allein Sie, Frau Bundesministerin Gehrer, verantwortlich! (Abg. Großruck: Sie sind eine Katastrophe!) Die Universitäten bekommen seit Jahren nicht jenes Geld, das sie brauchen! Und statt zu blühen und zu wachsen, müssen die Unis darüber nachdenken, wie sie in brutalen Prüfungen junge Studentinnen und Studenten recht schnell wieder vom Studieren ausschließen – nicht weil sie das wollen, sondern weil sie nicht mehr anders können.
Abg. Amon: Und wie viele Schüler gibt es weniger?
Das ist kein Zufall! In den letzten Jahren haben Sie, Frau Bundesministerin Gehrer, jede zwölfte Lehrerstelle und jede zehnte Unterrichtsstunde gestrichen. (Abg. Amon: Und wie viele Schüler gibt es weniger?) – 4 Prozent weniger Schüler (Zwischenrufe der Abgeordneten Amon und Dr. Brinek), 12 Prozent weniger Lehrer, 10 Prozent weniger Stunden: Man muss nicht einmal den PISA-Test bestehen, um zu wissen, dass sich da etwas zum Schlechteren verändert hat. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Amon und Dr. Brinek
Das ist kein Zufall! In den letzten Jahren haben Sie, Frau Bundesministerin Gehrer, jede zwölfte Lehrerstelle und jede zehnte Unterrichtsstunde gestrichen. (Abg. Amon: Und wie viele Schüler gibt es weniger?) – 4 Prozent weniger Schüler (Zwischenrufe der Abgeordneten Amon und Dr. Brinek), 12 Prozent weniger Lehrer, 10 Prozent weniger Stunden: Man muss nicht einmal den PISA-Test bestehen, um zu wissen, dass sich da etwas zum Schlechteren verändert hat. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Das ist kein Zufall! In den letzten Jahren haben Sie, Frau Bundesministerin Gehrer, jede zwölfte Lehrerstelle und jede zehnte Unterrichtsstunde gestrichen. (Abg. Amon: Und wie viele Schüler gibt es weniger?) – 4 Prozent weniger Schüler (Zwischenrufe der Abgeordneten Amon und Dr. Brinek), 12 Prozent weniger Lehrer, 10 Prozent weniger Stunden: Man muss nicht einmal den PISA-Test bestehen, um zu wissen, dass sich da etwas zum Schlechteren verändert hat. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Brinek: Das hat die SPÖ ja gefordert!
Aber die Argumente dafür sind damals sehr offen gesagt worden: Weniger lernen sei besser für die Jugend; es gehe um Lehrstoffentrümpelung und so weiter – das waren die Argumente! (Abg. Dr. Brinek: Das hat die SPÖ ja gefordert!)
Abg. Mag. Molterer: Tun Sie nicht die Schüler heruntermachen!
Jetzt steht unser Land, es stehen unsere Jungen und ihre Eltern vor den Trümmern dieser Politik. PISA, die große internationale Vergleichsstudie über die Fähigkeiten von 15-Jährigen, zeigt, dass Österreich in nur drei Jahren dramatisch abgerutscht ist: Jeder fünfte österreichische Jugendliche kann nicht wirklich lesen! Jeder fünfte Jugendliche kann in den Schulen, die Sie verantworten, mit 15 Jahren nicht wirklich lesen! Österreichs SchülerInnen haben große Probleme damit, logisch zu denken und auf knifflige Fragen Antworten zu finden. (Abg. Mag. Molterer: Tun Sie nicht die Schüler heruntermachen!)
Beifall bei der SPÖ.
Der Absturz der österreichischen Schule im Einzelnen: in Mathematik – verglichen mit PISA 2000 – von Platz 11 auf Platz 15, in Lesen von Platz 10 auf Platz 19; Kenntnisse in Naturwissenschaft: von Platz 8 auf Platz 20. – Das ist Ihre Bilanz, Frau Gehrer! Eine niederschmetternde Bilanz! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Korea zum Beispiel!
Noch niederschmetternder ist freilich, dass uns PISA auch eine Antwort auf die Frage, woran es denn in Österreich fehlt, gibt! In jenen Ländern, die besser abschneiden als die „Gehrer-Schule“, ist die Schule nicht zu Mittag zu Ende. (Abg. Dr. Brinek: Korea zum Beispiel!) In jenen Ländern, die besser abschneiden als die „Gehrer-Schule“, werden nicht im Alter von zehn Jahren die Guten von den zu diesem Zeitpunkt weniger Guten getrennt. (Ruf bei der ÖVP: Bayern!) In jenen Ländern, die besser abschneiden als die „Gehrer-Schule“ (Rufe bei der ÖVP: Korea!), gibt es die gemeinsame Schule über die Volksschulzeit hinaus sowie die Ganztagsschule für alle.
Ruf bei der ÖVP: Bayern!
Noch niederschmetternder ist freilich, dass uns PISA auch eine Antwort auf die Frage, woran es denn in Österreich fehlt, gibt! In jenen Ländern, die besser abschneiden als die „Gehrer-Schule“, ist die Schule nicht zu Mittag zu Ende. (Abg. Dr. Brinek: Korea zum Beispiel!) In jenen Ländern, die besser abschneiden als die „Gehrer-Schule“, werden nicht im Alter von zehn Jahren die Guten von den zu diesem Zeitpunkt weniger Guten getrennt. (Ruf bei der ÖVP: Bayern!) In jenen Ländern, die besser abschneiden als die „Gehrer-Schule“ (Rufe bei der ÖVP: Korea!), gibt es die gemeinsame Schule über die Volksschulzeit hinaus sowie die Ganztagsschule für alle.
Rufe bei der ÖVP: Korea!
Noch niederschmetternder ist freilich, dass uns PISA auch eine Antwort auf die Frage, woran es denn in Österreich fehlt, gibt! In jenen Ländern, die besser abschneiden als die „Gehrer-Schule“, ist die Schule nicht zu Mittag zu Ende. (Abg. Dr. Brinek: Korea zum Beispiel!) In jenen Ländern, die besser abschneiden als die „Gehrer-Schule“, werden nicht im Alter von zehn Jahren die Guten von den zu diesem Zeitpunkt weniger Guten getrennt. (Ruf bei der ÖVP: Bayern!) In jenen Ländern, die besser abschneiden als die „Gehrer-Schule“ (Rufe bei der ÖVP: Korea!), gibt es die gemeinsame Schule über die Volksschulzeit hinaus sowie die Ganztagsschule für alle.
Abg. Amon: Zu Recht!
Und was haben wir uns bei diesen Gelegenheiten von Ihnen nicht alles anhören müssen (Abg. Amon: Zu Recht!): Abgeordneter Höchtl – heute bereits in Pension – hat unsere Vorschläge mit dem Schulsystem der DDR verglichen; Abgeordneter Großruck hat im Unterrichtsausschuss immer recht zwanglos „Ganztag“ mit „Zwangstag“ gereimt. (Ruf bei der ÖVP: Stimmt eh!) Und Sie, Herr Amon, haben noch im Dezember 2004 – das Papier, auf dem Sie das geschrieben haben, ist nicht einmal noch trocken! – über das SPÖ-Konzept der Ganztagsschule folgendermaßen geurteilt: „ursozialistische Modelle aus der Mottenkiste“. – Sie werden umlernen müssen, Herr Kollege! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Brinek: Aber geh!)
Ruf bei der ÖVP: Stimmt eh!
Und was haben wir uns bei diesen Gelegenheiten von Ihnen nicht alles anhören müssen (Abg. Amon: Zu Recht!): Abgeordneter Höchtl – heute bereits in Pension – hat unsere Vorschläge mit dem Schulsystem der DDR verglichen; Abgeordneter Großruck hat im Unterrichtsausschuss immer recht zwanglos „Ganztag“ mit „Zwangstag“ gereimt. (Ruf bei der ÖVP: Stimmt eh!) Und Sie, Herr Amon, haben noch im Dezember 2004 – das Papier, auf dem Sie das geschrieben haben, ist nicht einmal noch trocken! – über das SPÖ-Konzept der Ganztagsschule folgendermaßen geurteilt: „ursozialistische Modelle aus der Mottenkiste“. – Sie werden umlernen müssen, Herr Kollege! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Brinek: Aber geh!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Brinek: Aber geh!
Und was haben wir uns bei diesen Gelegenheiten von Ihnen nicht alles anhören müssen (Abg. Amon: Zu Recht!): Abgeordneter Höchtl – heute bereits in Pension – hat unsere Vorschläge mit dem Schulsystem der DDR verglichen; Abgeordneter Großruck hat im Unterrichtsausschuss immer recht zwanglos „Ganztag“ mit „Zwangstag“ gereimt. (Ruf bei der ÖVP: Stimmt eh!) Und Sie, Herr Amon, haben noch im Dezember 2004 – das Papier, auf dem Sie das geschrieben haben, ist nicht einmal noch trocken! – über das SPÖ-Konzept der Ganztagsschule folgendermaßen geurteilt: „ursozialistische Modelle aus der Mottenkiste“. – Sie werden umlernen müssen, Herr Kollege! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Brinek: Aber geh!)
Zwischenruf der Abg. Schiefermair
Aber auch Sie, Frau Bundesministerin Gehrer, haben unsere Hinweise jahrelang ignoriert. Sie haben die Hinweise der ErziehungsforscherInnen ignoriert, wonach mehr Förderung auch mehr Schule brauche. Sie haben die Hinweise der Arbeiterkammer ignoriert, dass immer mehr Frauen berufstätig sind und daher die Unterstützung der Schule am Nachmittag brauchen. Und Sie haben auch die Hinweise der Elternverbände darauf ignoriert, dass für Nachhilfe in diesem Land schon 100 Millionen € – 1,4 Milliarden Schilling! – ausgegeben werden müssen (Zwischenruf der Abg. Schiefermair), weil die „Gehrer-Schule“ nicht das leistet, was die Jungen an Förderung brauchen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber auch Sie, Frau Bundesministerin Gehrer, haben unsere Hinweise jahrelang ignoriert. Sie haben die Hinweise der ErziehungsforscherInnen ignoriert, wonach mehr Förderung auch mehr Schule brauche. Sie haben die Hinweise der Arbeiterkammer ignoriert, dass immer mehr Frauen berufstätig sind und daher die Unterstützung der Schule am Nachmittag brauchen. Und Sie haben auch die Hinweise der Elternverbände darauf ignoriert, dass für Nachhilfe in diesem Land schon 100 Millionen € – 1,4 Milliarden Schilling! – ausgegeben werden müssen (Zwischenruf der Abg. Schiefermair), weil die „Gehrer-Schule“ nicht das leistet, was die Jungen an Förderung brauchen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: ... braucht jetzt Regierungshilfe?!
Vieles von dem, was Sie jetzt sagen, ist jedoch nicht sehr klar, wird – sage ich – absichtlich im Nebel gehalten. Ich möchte Ihnen daher im Folgenden ein paar konkrete Fragen stellen, um durch diesen Nebel einmal durchblicken zu können. (Abg. Mag. Molterer: ... braucht jetzt Regierungshilfe?!)
Abg. Mag. Molterer: Wie in vielen anderen auch! – Zwischenruf des Abg. Amon.
Ich habe den Verdacht, es geht Ihnen nur darum, viel Wind zu machen und damit von PISA abzulenken. Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, ob das wirklich so ist – und ich bin der Erste, der wieder an dieses Rednerpult tritt und sagt: Ich habe mich in diesem Punkt geirrt! (Abg. Mag. Molterer: Wie in vielen anderen auch! – Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Es ist schön, wenn Sie sagen, Sie werden sich bewegen. Wir freuen uns, wenn Sie sich auf uns zubewegen. Aber der Beweis dafür, dass es ernst gemeint ist, dass dahinter ein Konzept steht und nicht nur Phrasen, den sind Sie uns noch schuldig geblieben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Jarolim: Zither spielen!
Ein Thema lassen Sie bei Ihren Ankündigungen über die Ganztagsschule immer in mildtätigem Dunkel: Ist es nun eine „Aufbewahrungsschule“, endet also der Unterricht nach wie vor nach fünf oder sechs im Stakkato durchgezogenen Unterrichtsstunden mit einem gemeinsamen Mittagessen und Spiel und Spaß am Nachmittag (Abg. Dr. Jarolim: Zither spielen!), ohne jede weitere Förderung? Oder ist damit jene Form der Ganztagsschule gemeint, von der Ihnen alle Experten – auch Ihre Experten – sagen, dass sie die einzig richtige ist: die mit verteiltem Unterricht über den ganzen Tag hinweg, mit Förderung, mit Lehrpersonen, die den ganzen Tag über da sind (Abg. Scheibner: Kein Sport mehr ...!) und jenen, die schwach sind, helfen, den Anschluss an das Niveau der Klasse zu finden. (Der Redner macht eine kurze Pause. – Abg. Amon – in Richtung SPÖ –: Applaus!) – Mein Gott, Ihr seid so gut aufgelegt! Aber dem Thema ist das nicht wirklich angemessen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Grillitsch: Ziemlich spät! – Abg. Dr. Rasinger – in Richtung des Redners –: Ihre Fraktion ist nicht PISA-tauglich!)
Abg. Scheibner: Kein Sport mehr ...!
Ein Thema lassen Sie bei Ihren Ankündigungen über die Ganztagsschule immer in mildtätigem Dunkel: Ist es nun eine „Aufbewahrungsschule“, endet also der Unterricht nach wie vor nach fünf oder sechs im Stakkato durchgezogenen Unterrichtsstunden mit einem gemeinsamen Mittagessen und Spiel und Spaß am Nachmittag (Abg. Dr. Jarolim: Zither spielen!), ohne jede weitere Förderung? Oder ist damit jene Form der Ganztagsschule gemeint, von der Ihnen alle Experten – auch Ihre Experten – sagen, dass sie die einzig richtige ist: die mit verteiltem Unterricht über den ganzen Tag hinweg, mit Förderung, mit Lehrpersonen, die den ganzen Tag über da sind (Abg. Scheibner: Kein Sport mehr ...!) und jenen, die schwach sind, helfen, den Anschluss an das Niveau der Klasse zu finden. (Der Redner macht eine kurze Pause. – Abg. Amon – in Richtung SPÖ –: Applaus!) – Mein Gott, Ihr seid so gut aufgelegt! Aber dem Thema ist das nicht wirklich angemessen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Grillitsch: Ziemlich spät! – Abg. Dr. Rasinger – in Richtung des Redners –: Ihre Fraktion ist nicht PISA-tauglich!)
Der Redner macht eine kurze Pause. – Abg. Amon – in Richtung SPÖ –: Applaus!
Ein Thema lassen Sie bei Ihren Ankündigungen über die Ganztagsschule immer in mildtätigem Dunkel: Ist es nun eine „Aufbewahrungsschule“, endet also der Unterricht nach wie vor nach fünf oder sechs im Stakkato durchgezogenen Unterrichtsstunden mit einem gemeinsamen Mittagessen und Spiel und Spaß am Nachmittag (Abg. Dr. Jarolim: Zither spielen!), ohne jede weitere Förderung? Oder ist damit jene Form der Ganztagsschule gemeint, von der Ihnen alle Experten – auch Ihre Experten – sagen, dass sie die einzig richtige ist: die mit verteiltem Unterricht über den ganzen Tag hinweg, mit Förderung, mit Lehrpersonen, die den ganzen Tag über da sind (Abg. Scheibner: Kein Sport mehr ...!) und jenen, die schwach sind, helfen, den Anschluss an das Niveau der Klasse zu finden. (Der Redner macht eine kurze Pause. – Abg. Amon – in Richtung SPÖ –: Applaus!) – Mein Gott, Ihr seid so gut aufgelegt! Aber dem Thema ist das nicht wirklich angemessen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Grillitsch: Ziemlich spät! – Abg. Dr. Rasinger – in Richtung des Redners –: Ihre Fraktion ist nicht PISA-tauglich!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Grillitsch: Ziemlich spät! – Abg. Dr. Rasinger – in Richtung des Redners –: Ihre Fraktion ist nicht PISA-tauglich!
Ein Thema lassen Sie bei Ihren Ankündigungen über die Ganztagsschule immer in mildtätigem Dunkel: Ist es nun eine „Aufbewahrungsschule“, endet also der Unterricht nach wie vor nach fünf oder sechs im Stakkato durchgezogenen Unterrichtsstunden mit einem gemeinsamen Mittagessen und Spiel und Spaß am Nachmittag (Abg. Dr. Jarolim: Zither spielen!), ohne jede weitere Förderung? Oder ist damit jene Form der Ganztagsschule gemeint, von der Ihnen alle Experten – auch Ihre Experten – sagen, dass sie die einzig richtige ist: die mit verteiltem Unterricht über den ganzen Tag hinweg, mit Förderung, mit Lehrpersonen, die den ganzen Tag über da sind (Abg. Scheibner: Kein Sport mehr ...!) und jenen, die schwach sind, helfen, den Anschluss an das Niveau der Klasse zu finden. (Der Redner macht eine kurze Pause. – Abg. Amon – in Richtung SPÖ –: Applaus!) – Mein Gott, Ihr seid so gut aufgelegt! Aber dem Thema ist das nicht wirklich angemessen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Grillitsch: Ziemlich spät! – Abg. Dr. Rasinger – in Richtung des Redners –: Ihre Fraktion ist nicht PISA-tauglich!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Die kommt!
Frau Bundesministerin, meine Damen und Herren von der ÖVP: Zögern Sie den Neubeginn der Schule nicht länger hinaus! Mein Kollege Erwin Niederwieser hat Ihnen angeboten, bis zum Sommer alles unter Dach und Fach zu bringen. – Ihre Antwort steht aus. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Die kommt!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer: Herr Präsident! Hohes Haus! Zu den Ausführungen des Herrn Kollegen Broukal möchte ich feststellen: Ich bin erstaunt, dass für ihn Bildung ganz einfach Geld ist: mehr Geld in die Schulgebäude, mehr Geld in die einzelnen Bereiche hinein. – So einfach ist Bildung nicht, Herr Kollege Broukal! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.)
Abg. Öllinger: Kostenlos?! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Fleiß! Aber das wollen sie nicht hören! – Abg. Mandak: ... ehrenamtlich?
Bildung bedeutet Motivation, bedeutet besten Unterricht – der nicht zu kaufen ist, sondern der nur mit Motivation erreichbar ist. (Abg. Öllinger: Kostenlos?! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Fleiß! Aber das wollen sie nicht hören! – Abg. Mandak: ... ehrenamtlich?)
Abg. Lentsch: Er kennt sie nicht! – Zwischenruf des Abg. Broukal.
Ich möchte dazu auch feststellen, dass Ihre Frage sehr leicht zu beantworten ist: Die Schulumbauten haben die jeweiligen Schulerhalter zu machen. Die jeweiligen Schulerhalter sind im Pflichtschulbereich die Länder und die Gemeinden, im Bundesschulbereich der Bund. Die Geschichte ist also sehr einfach, und wer die Gesetzeslage kennt, der weiß es! (Abg. Lentsch: Er kennt sie nicht! – Zwischenruf des Abg. Broukal.)
Abg. Brosz: Ganz Österreich oder ...?
Meine Damen und Herren! Beste Schule, besten Unterricht anzubieten, das muss das Anliegen sowohl von Gemeinden und Ländern als auch des Bundes sein. Und deswegen kann man nicht einfach sagen: Alles hat der Bund zu bezahlen!, sondern es ist gemeinsam vorzugehen. Und deswegen wurden im Finanzausgleich für die Länder auch 12 Millionen € mehr für Fördermaßnahmen vereinbart. (Abg. Brosz: Ganz Österreich oder ...?) Der Bund gibt den Ländern 12 Millionen € mehr für Fördermaßnahmen – das sind etwa 400 bis 450 Dienstposten zur Förderung derjenigen, die es notwendig haben. Die Länder müssen das jetzt machen und können das nicht irgendwohin abschieben.
Abg. Dr. Jarolim: Das ist ja grotesk, was Sie da sagen!
Wenn ich Sie reden höre, dann fällt mir immer folgende Aussage eines Schulexperten ein: Man kann nicht mit den Rezepten von gestern die Schule von morgen gestalten! (Abg. Dr. Jarolim: Das ist ja grotesk, was Sie da sagen!) – Das ist keine nachhaltige Lösung für die Zukunft, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn ich Sie reden höre, dann fällt mir immer folgende Aussage eines Schulexperten ein: Man kann nicht mit den Rezepten von gestern die Schule von morgen gestalten! (Abg. Dr. Jarolim: Das ist ja grotesk, was Sie da sagen!) – Das ist keine nachhaltige Lösung für die Zukunft, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Völlig ahnungslos!
Und ich sage Ihnen auch ganz genau, wie wir die Schule in Zukunft gestalten. (Abg. Dr. Jarolim: Völlig ahnungslos!) Wir haben schon seit Jahren damit begonnen, den Schulen mehr Autonomie zu geben, und zwar im Bereich der Lehrpläne, im Bereich des Schulbudgets, im Bereich der schulautonomen Tage. (Abg. Öllinger: Schlimm genug, die schulautonomen Tage!)
Abg. Öllinger: Schlimm genug, die schulautonomen Tage!
Und ich sage Ihnen auch ganz genau, wie wir die Schule in Zukunft gestalten. (Abg. Dr. Jarolim: Völlig ahnungslos!) Wir haben schon seit Jahren damit begonnen, den Schulen mehr Autonomie zu geben, und zwar im Bereich der Lehrpläne, im Bereich des Schulbudgets, im Bereich der schulautonomen Tage. (Abg. Öllinger: Schlimm genug, die schulautonomen Tage!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das sind doch alte Zöpfe ...! – Ruf bei der SPÖ: Sie haben nichts verstanden!
Wir trainieren die Direktoren und Direktorinnen, damit sie diese Autonomie mit ihrem Lehrkörper wirklich leben können. Das sind Entwicklungsschritte, die nach Jahrzehnten der Zentralisierung, nach Jahrzehnten der Erstarrung einfach längere Zeit brauchen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das sind doch alte Zöpfe ...! – Ruf bei der SPÖ: Sie haben nichts verstanden!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das ist ja unfassbar!
Wir haben das Schulausbauprogramm zügig vorangetrieben, Millionen in die Schulausbauten in den Bundesländern gesteckt. Ich danke auch allen Gemeinden, allen Ländern, die ihre Schulen bestens ausstatten. Wir sind das Land, das innerhalb Europas die beste Computerausstattung hat – und darauf sind wir stolz! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das ist ja unfassbar!)
Abg. Broukal: Wann waren Sie das letzte Mal dort? Ich habe gehört, Sie kommen nicht mehr seit zwei Jahren!
Wir haben mehr Studienanfänger denn je. Und wenn Sie schauen, was sich da an Exzellenzzentren an den Universitäten ausbildet, und wenn Sie wirklich an die Universitäten gehen, mit den zuständigen Rektoren und Vizerektoren reden (Abg. Broukal: Wann waren Sie das letzte Mal dort? Ich habe gehört, Sie kommen nicht mehr seit zwei Jahren!), dann werden Sie hören, dass diese sagen:
Abg. Dr. Jarolim: Die Freiheit ...!
Wir haben endlich die Freiheit, zu gestalten; wir haben ein Budget, mit dem wir kalkulieren müssen, aber ich glaube, das ist wichtig und gut! (Abg. Dr. Jarolim: Die Freiheit ...!) Wir bekommen zusätzlich Geld über die Forschungsinvestitionen, über die Forschungsoffensive der Regierung; die Universitäten entwickeln sich sehr gut. – Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir haben endlich die Freiheit, zu gestalten; wir haben ein Budget, mit dem wir kalkulieren müssen, aber ich glaube, das ist wichtig und gut! (Abg. Dr. Jarolim: Die Freiheit ...!) Wir bekommen zusätzlich Geld über die Forschungsinvestitionen, über die Forschungsoffensive der Regierung; die Universitäten entwickeln sich sehr gut. – Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Das können Sie schon lange nicht mehr, Frau Ministerin!
Meine Damen und Herren! Schule positiv weiterentwickeln heißt positiv motivieren (Abg. Öllinger: Das können Sie schon lange nicht mehr, Frau Ministerin!), und das ist
Zwischenrufe bei der SPÖ.
es, was mich an der Diskussion, die Sie führen, so stört. Es stört mich, dass Sie versuchen, Schule schlecht zu machen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es stört mich, dass Sie ignorieren, dass wir neben der PISA-Studie, die eine Momentaufnahme aus dem Wissensbereich ist, zahlreiche weitere Studien haben, die die hohe Qualität des österreichischen Schulwesens bestätigen.
Abg. Öllinger: Was?
Und ich würde wenigstens der Jugendbeschäftigung Glauben schenken. (Abg. Öllinger: Was?) Gerade in der Jugendbeschäftigung liegt Österreich im Vergleich zu den anderen EU-Ländern vorne, weit vor Finnland! (Abg. Silhavy: Das ist unglaublich!) Unsere Jugendlichen sind fähig, im Berufsleben ihren Mann und ihre Frau zu stellen, und das ist ein Ergebnis unseres Bildungssystems. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Silhavy: Das ist unglaublich!
Und ich würde wenigstens der Jugendbeschäftigung Glauben schenken. (Abg. Öllinger: Was?) Gerade in der Jugendbeschäftigung liegt Österreich im Vergleich zu den anderen EU-Ländern vorne, weit vor Finnland! (Abg. Silhavy: Das ist unglaublich!) Unsere Jugendlichen sind fähig, im Berufsleben ihren Mann und ihre Frau zu stellen, und das ist ein Ergebnis unseres Bildungssystems. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Und ich würde wenigstens der Jugendbeschäftigung Glauben schenken. (Abg. Öllinger: Was?) Gerade in der Jugendbeschäftigung liegt Österreich im Vergleich zu den anderen EU-Ländern vorne, weit vor Finnland! (Abg. Silhavy: Das ist unglaublich!) Unsere Jugendlichen sind fähig, im Berufsleben ihren Mann und ihre Frau zu stellen, und das ist ein Ergebnis unseres Bildungssystems. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Schieder: Unlogischer Umdrehschluss!
Wir müssen natürlich noch einiges gemeinsam weiterbewegen. Ich habe mich gefreut, als Klubobmann Dr. Gusenbauer gesagt hat, er sei dafür, dass wir die Zweidrittelmehrheit für verschiedene Weiterentwicklungen im Parlament praktisch nicht mehr brauchen. Da es aber nicht so schnell geht, diese Zweidrittelmehrheit aufzuheben, nehme ich an, dass Sie Ihre Zustimmung dazu geben werden, wenn wir einige positive Weiterentwicklungen im Schulbereich vorschlagen. Das ist ja der logische Umkehrschluss, dass Sie dann diese Weiterentwicklungen ermöglichen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Schieder: Unlogischer Umdrehschluss!)
Abg. Öllinger: Ohne Dialog!
Ich sage Ihnen auch, was wir in nächster Zeit von Ihnen fordern werden, wo wir Sie bitten werden, mitzumachen. (Abg. Öllinger: Ohne Dialog!) Wir werden einen Gesetzesantrag dahin gehend einbringen, dass in allen Pflichtschulen die Fünf-Tage-Woche zur Selbstverständlichkeit wird – ich betone: in allen Pflichtschulen. (Abg. Öllinger: Da waren Sie immer dagegen!)
Abg. Öllinger: Da waren Sie immer dagegen!
Ich sage Ihnen auch, was wir in nächster Zeit von Ihnen fordern werden, wo wir Sie bitten werden, mitzumachen. (Abg. Öllinger: Ohne Dialog!) Wir werden einen Gesetzesantrag dahin gehend einbringen, dass in allen Pflichtschulen die Fünf-Tage-Woche zur Selbstverständlichkeit wird – ich betone: in allen Pflichtschulen. (Abg. Öllinger: Da waren Sie immer dagegen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir werden auch einen Gesetzesantrag einbringen, dass an den Schulen eine Tagesbetreuung angeboten wird, wir werden aber die Möglichkeit offen lassen, in welcher Form diese geschehen soll, das sollen die Eltern selbst bestimmen. Das verlangen die Elternvereine. Ich bin gegen eine neue Zentralisierung, gegen ein Modell für alle Schulen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Wer beschließt das?
Wir werden auch die Möglichkeit bieten, dass eine kleine Volksschule am Land, die diese Tagesbetreuung nicht braucht, im Schulgemeinschaftsausschuss beschließt, dass sie diese Tagesbetreuung nicht braucht und sie deshalb auch nicht anbietet. Ich glaube, diese Freiheit, diese Autonomie müssen wir unseren guten Schulen lassen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Wer beschließt das?) – Schulgemeinschaftsausschuss: die Schulpartner. Es gibt Eltern, Lehrer, die gemeinsam die Zukunft der Schule beraten. (Abg. Brosz: Mit welchen Mehrheiten?)
Abg. Brosz: Mit welchen Mehrheiten?
Wir werden auch die Möglichkeit bieten, dass eine kleine Volksschule am Land, die diese Tagesbetreuung nicht braucht, im Schulgemeinschaftsausschuss beschließt, dass sie diese Tagesbetreuung nicht braucht und sie deshalb auch nicht anbietet. Ich glaube, diese Freiheit, diese Autonomie müssen wir unseren guten Schulen lassen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Wer beschließt das?) – Schulgemeinschaftsausschuss: die Schulpartner. Es gibt Eltern, Lehrer, die gemeinsam die Zukunft der Schule beraten. (Abg. Brosz: Mit welchen Mehrheiten?)
Abg. Scheibner: Das geht der Opposition völlig ab!
wendig, dazu ist Freude an der Arbeit notwendig, und dazu ist positives Denken notwendig. (Abg. Scheibner: Das geht der Opposition völlig ab!) Und darum bitte ich auch die Opposition in diesem Hause: mit positivem Denken und positiver Motivation unsere weiteren Schritte im Bildungsbereich zum Wohle der Jugend zu unterstützen. (Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Das war der Schlussapplaus, der Abschiedsapplaus!)
Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Das war der Schlussapplaus, der Abschiedsapplaus!
wendig, dazu ist Freude an der Arbeit notwendig, und dazu ist positives Denken notwendig. (Abg. Scheibner: Das geht der Opposition völlig ab!) Und darum bitte ich auch die Opposition in diesem Hause: mit positivem Denken und positiver Motivation unsere weiteren Schritte im Bildungsbereich zum Wohle der Jugend zu unterstützen. (Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Das war der Schlussapplaus, der Abschiedsapplaus!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren von der SPÖ! Sie haben da keine Glaubwürdigkeit! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Im Übrigen ist es, glaube ich, selbstverständlich, dass man sich internationale Vergleichsstudien genau ansieht und beurteilt. Ich bin heute schon sehr gespannt darauf, wie die Detailergebnisse aussehen, inwieweit wir etwa in der Landeshauptstadt Wien gravierend andere Ergebnisse haben als in anderen Bundesländern. Wir werden auf Grund der vertiefenden Untersuchung sehen, ob nicht Ihre Modelle einer kooperativen Mittelschule, wie Sie es nennen, nicht nur mehr kosten, sondern wahrscheinlich auch nicht mehr bringen. Das ist das Problem Ihres Bildungskonzeptes, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Broukal: Das sagt Ihre Ministerin, Herr Amon! Sie haben geschlafen die letzten zwei Wochen! Das sagt Ihre Ministerin: Ganztagsschulen überall!
Wenn Sie etwa an den Bereich der Tagesbetreuung denken, da haben wir sehr wohl den Bedarf im Sinne einer Tagesbetreuung zu erarbeiten versucht. Die Landesschulräte sind aufgefordert worden, den diesbezüglichen Bedarf zu erheben. Sie sollten einmal eine Antwort darauf geben, warum von 10 000 angebotenen Betreuungsplätzen nur 8 000 in Anspruch genommen wurden, meine Damen und Herren von der SPÖ, und nicht einfach nach mehr Geld rufen und zu verlangen, dass die Betreuung selbstverständlich und zwangsweise flächendeckend für alle gemacht werden muss – und nicht nur für jene, die tatsächlichen Bedarf haben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Broukal: Das sagt Ihre Ministerin, Herr Amon! Sie haben geschlafen die letzten zwei Wochen! Das sagt Ihre Ministerin: Ganztagsschulen überall!)
Abg. Broukal: Aber das sagt Ihre Ministerin!
Nicht so aggressiv, Herr Kollege Broukal! Wir sind der Meinung, dass wir dort ein Angebot machen sollten, wo es auch tatsächlich benötigt wird, und nicht jene zwangsbeglücken sollten, die das gar nicht haben wollen. (Abg. Broukal: Aber das sagt Ihre Ministerin!)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Abgeordneter Werner Amon, MBA (fortsetzend): Ein ganz wichtiger Punkt, meine Damen und Herren (Zwischenrufe bei der SPÖ) – das ist längst in Vorbereitung und wird mit den zuständigen Stellen diskutiert –, ist die Weiterentwicklung der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung. Es ist ein ganz wesentlicher Punkt, dass wir die Lehrerausbildung weiterentwickeln, von den Pädagogischen Akademien hin zu Hochschulen für pädagogische Berufe, denn uns geht es nicht um simple Organisationsstrukturen, die letztlich nicht den Ausschlag für die Qualität eines Bildungssystems geben, sondern wir investieren in die Qualität der Schule, also in die Lehrerinnen und Lehrer. (Abg. Öllinger: Allerfeinste Sahne!) Das ist, so glaube ich, der richtige Ansatz. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Allerfeinste Sahne!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (fortsetzend): Ein ganz wichtiger Punkt, meine Damen und Herren (Zwischenrufe bei der SPÖ) – das ist längst in Vorbereitung und wird mit den zuständigen Stellen diskutiert –, ist die Weiterentwicklung der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung. Es ist ein ganz wesentlicher Punkt, dass wir die Lehrerausbildung weiterentwickeln, von den Pädagogischen Akademien hin zu Hochschulen für pädagogische Berufe, denn uns geht es nicht um simple Organisationsstrukturen, die letztlich nicht den Ausschlag für die Qualität eines Bildungssystems geben, sondern wir investieren in die Qualität der Schule, also in die Lehrerinnen und Lehrer. (Abg. Öllinger: Allerfeinste Sahne!) Das ist, so glaube ich, der richtige Ansatz. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (fortsetzend): Ein ganz wichtiger Punkt, meine Damen und Herren (Zwischenrufe bei der SPÖ) – das ist längst in Vorbereitung und wird mit den zuständigen Stellen diskutiert –, ist die Weiterentwicklung der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung. Es ist ein ganz wesentlicher Punkt, dass wir die Lehrerausbildung weiterentwickeln, von den Pädagogischen Akademien hin zu Hochschulen für pädagogische Berufe, denn uns geht es nicht um simple Organisationsstrukturen, die letztlich nicht den Ausschlag für die Qualität eines Bildungssystems geben, sondern wir investieren in die Qualität der Schule, also in die Lehrerinnen und Lehrer. (Abg. Öllinger: Allerfeinste Sahne!) Das ist, so glaube ich, der richtige Ansatz. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sie nehmen, meine Damen und Herren, die PISA-Studie und leiten aus der PISA-Studie alles ab, was Ihnen in den Kram passt. Das kann es nicht sein! Sie übersehen dabei völlig, dass etwa andere, wesentliche Daten existieren, die dem österreichischen Bildungssystem ein sehr gutes Zeugnis ausstellen. Schauen Sie sich etwa an, wie viele Österreicherinnen und Österreicher nach der Pflichtschule eine weiterführende Ausbildung absolviert haben: Das sind bei uns im Lande 84,6 Prozent, im europäischen Schnitt sind es nur 72,5 Prozent. Das ist ein gutes Zeugnis für die österreichische Schule! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Auch das ist ein gutes Zeugnis für die österreichische Bildungspolitik und für unsere Bildungsministerin Elisabeth Gehrer. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Niederwieser –: Erwin, erklär es Ihnen! – Abg. Dr. Cap: Mach es klar! – Abg. Öllinger: Das geht nicht mehr!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter DDr. Niederwieser. Auch seine Redezeit beträgt 5 Minuten. – Bitte, Herr Kollege. (Abg. Dr. Gusenbauer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Niederwieser –: Erwin, erklär es Ihnen! – Abg. Dr. Cap: Mach es klar! – Abg. Öllinger: Das geht nicht mehr!)
Abg. Dr. Brinek: PISA sagt gar nichts über unsere ...!
Es ist natürlich reizvoll und auch richtig, wenn wir sagen, Frau Bundesministerin, es stimmt nicht. Es stimmt ganz einfach nicht, dass uns diese Ergebnisse nichts sagen, Kollege Amon! Natürlich sagen uns diese Ergebnisse der PISA-Studie sehr viel, und sie sagen uns auch, dass wir viel tun müssen, sehr viel ändern müssen. (Abg. Dr. Brinek: PISA sagt gar nichts über unsere ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Kollegin Brinek, im Jahre 2000 sind wir mit unseren Ergebnissen im Bereich der Naturwissenschaften noch an sechster Stelle gelegen – stellen Sie sich das vor, das ist ein sehr guter Platz gewesen! –, drei Jahre später liegen wir an der 20. Stelle. Stellen Sie sich diese Grafik einmal vor! Wo liegen wir dann im Jahr 2006, also bei der nächsten Untersuchung? – Dann können Sie den Punkt unter dem Tisch suchen. So schlecht wird es dann ausschauen, und darauf sollten Sie sich nicht freuen, sondern da sollten Sie etwas tun. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Es geht nicht darum, dass unsere AHS-Schülerinnen und -Schüler so gut sind wie jene in Finnland. Das ist kein Wunder, wenn wir die besten aussuchen und in eine eigene Schule stecken. Das Dramatische ist es, dass wir viel zu viele Kinder, viel zu viele Jugendliche in unserem Schulsystem zurücklassen, und das ist eine Verantwortung, die diese Regierung endlich wahrnehmen muss: nämlich etwas für diese Kinder zu tun! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Natürlich ist die gemeinsame Schule der 6- bis 15-Jährigen nicht das Allheilmittel, aber reden Sie einmal mit erfahrenen Lehrerinnen und Lehrern. Was sagen Ihnen diese, Kollege Neugebauer, Sie waren ja selbst lange Zeit Lehrer? – Ich habe vor kurzem mit einem Hauptschullehrer gesprochen, der ungefähr 40 Jahre lang tätig war und jetzt vor der Pension steht. Er meinte: Mein größtes Problem ist es, wenn ich in einer Klasse keine Schüler habe, die vorangehen, die „ziehen“, die diese Klasse mitnehmen, weil die alle im Gymnasium sitzen. Das ist natürlich ein Problem unseres selektiven Schulsystems, und da warten wir bisher vergeblich auf Vorschläge, Frau Bundesministerin! Ich würde mir erwarten, dass Sie sich da inhaltlich bewegen und dass sich auch die ÖVP da inhaltlich bewegt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie haben es in der Hand, unsere Vorschläge aufzugreifen und diese nicht nur positiv zu kommentieren, sondern auch umzusetzen, damit unsere Kinder eine faire Chance haben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Uns Freiheitliche hat das Ergebnis der PISA-Studie nicht wirklich überrascht. (Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) – Sie lachen. Wir haben von dieser Stelle aus viele Jahre lang vor dieser Entwicklung gewarnt. Mein Vorgänger Rüdiger Schender, mein Vorgänger Karl Schweitzer, meine Vorgängerin Karin Praxmarer, mein Vorgänger Herbert Scheibner haben vor dieser Entwicklung gewarnt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sozialistische Bildungspolitik!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sozialistische Bildungspolitik!
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Uns Freiheitliche hat das Ergebnis der PISA-Studie nicht wirklich überrascht. (Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) – Sie lachen. Wir haben von dieser Stelle aus viele Jahre lang vor dieser Entwicklung gewarnt. Mein Vorgänger Rüdiger Schender, mein Vorgänger Karl Schweitzer, meine Vorgängerin Karin Praxmarer, mein Vorgänger Herbert Scheibner haben vor dieser Entwicklung gewarnt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sozialistische Bildungspolitik!)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Wenn wir heute von Verantwortung sprechen, dann müssen wir schon fragen: Wer ist für dieses Ergebnis wirklich verantwortlich? – Ich rufe in Erinnerung, dass sämtliche Schulgesetze in den letzten 30 Jahren unter einem roten Bundeskanzler und einem roten Bildungsminister beschlossen wurden (Zwischenrufe bei der SPÖ) – jedenfalls die letzten Jahre in der großen Koalition unter einem roten Bundeskanzler. Nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn wir heute von Verantwortung sprechen, dann müssen wir schon fragen: Wer ist für dieses Ergebnis wirklich verantwortlich? – Ich rufe in Erinnerung, dass sämtliche Schulgesetze in den letzten 30 Jahren unter einem roten Bundeskanzler und einem roten Bildungsminister beschlossen wurden (Zwischenrufe bei der SPÖ) – jedenfalls die letzten Jahre in der großen Koalition unter einem roten Bundeskanzler. Nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: Können Sie nicht rechnen!
Wenn Sie die aktuellen PISA-Ergebnisse vergleichen, dann müssen Sie auch wissen, dass sämtliche Schüler, die getestet wurden, unter Bundesminister Scholten, dem sozialdemokratischen Bildungsminister, in die erste Klasse Volksschule gingen und dort nicht lesen lernten. (Abg. Brosz: Können Sie nicht rechnen!) – Wir können das sehr wohl nachvollziehen.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir hören auch von Ihrem Parteivorsitzenden Professor Van der Bellen, dass der Leistungsbegriff nach wie vor verpönt ist. Für alle Linken in unserem Land und vor allem für die Grünen ist der Leistungsbegriff bis heute noch verpönt. Das Ergebnis dieser PISA-Studie ist letztendlich ein Ergebnis einer Hinunter-Nivellierung der Leistung, einer Gleichmacherei unter dem Titel „Chancengleichheit“. Unter Gleichmacherei versteht man, dass man die Schwächsten nicht mehr fördert und die Besten nicht fordert. Das liegt in Ihrer Verantwortung, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Erzählen Sie das nicht uns, erzählen Sie das Ihrem Koalitionspartner!
ich Kollegen Niederwieser an –, liegen daran, dass sämtliche Schulgesetze sozusagen in Verfassungsrang erhoben wurden, die Verfassung da missbraucht wurde, wie es auch Professor Korinek unlängst gesagt hat, weil sie nur mit Zweidrittelmehrheit in diesem Hohen Haus abgeändert werden können. (Abg. Öllinger: Erzählen Sie das nicht uns, erzählen Sie das Ihrem Koalitionspartner!) Entweder man ändert die Verfassung dahin gehend, dass Schulgesetze einfache Gesetze sind, oder Sie sind bereit, mit uns Gespräche zu führen und wirkliche Reformen anzugehen.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Dass es auch anders gehen kann, kann man dort sehen, wo Freiheitliche in maßgeblicher Verantwortung sind, und da verweise ich, auch wenn Sie es nicht hören wollen, auf unseren Schulreferenten Dr. Jörg Haider in seiner Eigenschaft als Landeshauptmann von Kärnten. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Dort wird auf die Ergebnisse der PISA-Studie reagiert, dort werden neue Wege beschritten, nämlich mit einem Schulversuch einer gemeinsamen Schule der 6- bis 15-Jährigen. Man geht auch daran, die Vorschule wieder einzuführen. (Abg. Öllinger macht eine Handbewegung wie jemand, der Weihrauch schwenkt.)
Abg. Öllinger macht eine Handbewegung wie jemand, der Weihrauch schwenkt.
Dass es auch anders gehen kann, kann man dort sehen, wo Freiheitliche in maßgeblicher Verantwortung sind, und da verweise ich, auch wenn Sie es nicht hören wollen, auf unseren Schulreferenten Dr. Jörg Haider in seiner Eigenschaft als Landeshauptmann von Kärnten. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Dort wird auf die Ergebnisse der PISA-Studie reagiert, dort werden neue Wege beschritten, nämlich mit einem Schulversuch einer gemeinsamen Schule der 6- bis 15-Jährigen. Man geht auch daran, die Vorschule wieder einzuführen. (Abg. Öllinger macht eine Handbewegung wie jemand, der Weihrauch schwenkt.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir Freiheitlichen waren vehement dagegen, dass man die Vorschule abgeschafft hat und durch eine Schuleingangsphase, wo Lesen und Schreiben nicht mehr nachhaltig gelehrt wird, ersetzt hat. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: War das jetzt ein Koalitionsangebot an die SPÖ?
Auch ich sage: Wir haben da noch viel zu tun! Die Verfassungsbetonierer sind da wirklich gefordert. Es ist an der Zeit, sich an einen Tisch zu setzen und gemeinsam über wirkliche Reformen nachzudenken. Die Bevölkerung ist es leid, ständig Ihr Gejammere zu hören. Statt nur immer Forderungen zu erheben, sollten Sie sich mit an den Tisch setzen und Ihre Verantwortung wahrnehmen. Sie tragen mit die Verantwortung und sollten daher für Reformen offen sein. (Abg. Öllinger: War das jetzt ein Koalitionsangebot an die SPÖ?) Wie gesagt, es ist noch viel zu tun.
Abg. Mag. Maier: Sind Sie für die Prügelstrafe?
Die Lehrer haben heutzutage keine Handhabe mehr, wenn Schüler ihre Hausaufgaben nicht bringen. (Abg. Mag. Maier: Sind Sie für die Prügelstrafe?) Wir haben jetzt die Vormahnung, die Frühwarnung im ersten Semester eingeführt, aber ich muss Ihnen dazu Folgendes sagen: Es ist zwar eine sehr gute Lösung, wenn die Lehrer jedoch keine Möglichkeit haben, daraus folgerichtig weitere Maßnahmen abzuleiten, wenn es dann nur bei einer Nachricht an die Eltern bleibt, dann ist das auch wieder nur ein zahnloses Instrument.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
und für die Zukunft unserer Jugend in unserem Land zu arbeiten! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Das glaube ich! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist zu hoch für Sie!
Abgeordneter Dieter Brosz (Grüne): Herr Präsident! Frau Bildungsministerin! Herr Vizekanzler! Es fällt mir nicht leicht, dieser Debatte in der Form, wie sie geführt wird, zu folgen. (Abg. Scheibner: Das glaube ich! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist zu hoch für Sie!) Kollege Amon, Frau Bildungsministerin: Wir haben im österreichischen Schulwesen die Situation, dass wir ein Viertel der SchülerInnen auf ihrem Weg der Schulpflicht verwirren, dass ein Viertel der SchülerInnen am Ende der Schulpflichtjahre die banalsten und wesentlichsten Aufgaben de facto nicht lösen kann und wir von sekundärem Analphabetismus sprechen müssen – doch Sie tun wieder so, als wäre alles in Butter, als hätten wir da keine Probleme!
Ironische Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Frau Kollegin Rossmann, können Sie nachrechnen? Seit wann ist die Frau Bildungsministerin im Amt? – Seit 1995! Und welcher Jahrgang wurde getestet? Jener der Schüler, die 1994/1995 die Schule begonnen haben. Sie aber machen hier andere verantwortlich und meinen, Sie wundern sich nicht über diese Ergebnisse. – Ja, ich auch nicht! (Ironische Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das ist zu klein, das kann man nicht lesen!
Also wie schaut es laut PISA-Studie mit der Motivation in Mathematik aus? (Der Redner zeigt eine Graphik.) Es wurde da die Frage gestellt: Könnt ihr mit dem, was ihr in der Schule lernt, etwas anfangen? – In dieser Darstellung sind die Länder gemäß ihren Ergebnissen eingestuft. Was glauben Sie, wo Österreich ist? (Abg. Scheibner: Das ist zu klein, das kann man nicht lesen!) Da unten, das Land mit den schlechtesten Ergebnissen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein Trost dabei ist: Bei der Frage, wie die Selbsteinschätzung ist, ob das, was man in der Schule lernt, gut ist, weisen die österreichischen SchülerInnen durchaus guten Durchschnitt auf. Da liegen die Finnen mit ihrem Ergebnis unter jenem der Österreicher – obwohl die Ergebnisse in Finnland insgesamt wesentlich besser sind. Sie sollten sich einmal fragen, was in diesem Schulsystem, das Sie zu verantworten haben, eigentlich nicht stimmt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Da sagen Sie dann auch noch, die Gemeinden seien verantwortlich. – Das muss man sich ja wirklich auf der Zunge zergehen lassen: Sie haben ein Schulsystem kreiert, bei welchem die Gemeinden eigentlich gezwungen waren, Schulbauten zu errichten, die für den Halbtagsunterricht ausgerichtet waren, denn sie konnten gar nicht beschließen, dass sie Ganztagsschulen führen. Jetzt gehen Sie her und sagen: Ganztagsschulen sind super! Nun sollen die Gemeinden all die Schulen umbauen, die auf Grund Ihrer Bildungspolitik so errichtet worden sind, wie es sie sonst in ganz Europa nicht gibt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Ja, das ist es!
Aber ich sage Ihnen noch etwas: Sie wissen doch, dass im Moment Ganztagsunterricht von den Eltern massiv finanziert wird, jetzt muss man nämlich für die Nachmittagsbetreuung zahlen. Ich frage Sie nun: Wenn Sie sagen, die Schulen könnten es sich aussuchen, aber Sie zahlen nichts dafür, was heißt denn das dann? Haben wir dann in Österreich Schulgeld für Ganztagsschulen zu zahlen? Können die Kinder, die in Ganztagsschulen gehen, nur dann hingehen, wenn ihre Eltern das Geld dafür haben? Haben wir dann Studiengebühren auf Schulebene? Ist das das Bildungskonzept der ÖVP? (Abg. Öllinger: Ja, das ist es!) Ist das das, was Sie haben wollen? – Das ist das, was Sie im Moment vermitteln! Damit können wir relativ wenig anfangen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber ich sage Ihnen noch etwas: Sie wissen doch, dass im Moment Ganztagsunterricht von den Eltern massiv finanziert wird, jetzt muss man nämlich für die Nachmittagsbetreuung zahlen. Ich frage Sie nun: Wenn Sie sagen, die Schulen könnten es sich aussuchen, aber Sie zahlen nichts dafür, was heißt denn das dann? Haben wir dann in Österreich Schulgeld für Ganztagsschulen zu zahlen? Können die Kinder, die in Ganztagsschulen gehen, nur dann hingehen, wenn ihre Eltern das Geld dafür haben? Haben wir dann Studiengebühren auf Schulebene? Ist das das Bildungskonzept der ÖVP? (Abg. Öllinger: Ja, das ist es!) Ist das das, was Sie haben wollen? – Das ist das, was Sie im Moment vermitteln! Damit können wir relativ wenig anfangen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Kollege Amon, es ist wirklich bemerkenswert – ich habe mich gewundert –, wie Sie sich da eingemauert haben, so dass es ein Wunder war, dass Sie das Rednerpult haben verlassen können. Angesichts dieser Situation in Österreich ist das für die Entwicklung des Bildungssystems völlig unzulänglich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Oh Gott!
Abgeordnete Dr. Gertrude Brinek (ÖVP): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Minister! Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Bei der Einleitung des Redebeitrags des Kollegen Broukal muss ich zu dem Ergebnis kommen: Wenn er das Abschneiden Österreichs bei der letzten PISA-Studie als „Krise“, als „Katastrophe“, als „Trümmerergebnis“, als „dramatisch abgesunken“ bezeichnet, dann muss ich sagen: Mit diesem Schluss, den er da aus diesem Ergebnis zieht, würde er weder eine positive Schulnachricht bekommen (Abg. Öllinger: Oh Gott!), die für die Schüler Österreichs unmittelbar bevorsteht, noch ein positives Zeugnis an der Universität, noch sonst eine positive Rückmeldung. Offenbar hat er diese PISA-Studie nämlich nicht gelesen. (Ruf bei der SPÖ: Geh bitte!)
Ruf bei der SPÖ: Geh bitte!
Abgeordnete Dr. Gertrude Brinek (ÖVP): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Minister! Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Bei der Einleitung des Redebeitrags des Kollegen Broukal muss ich zu dem Ergebnis kommen: Wenn er das Abschneiden Österreichs bei der letzten PISA-Studie als „Krise“, als „Katastrophe“, als „Trümmerergebnis“, als „dramatisch abgesunken“ bezeichnet, dann muss ich sagen: Mit diesem Schluss, den er da aus diesem Ergebnis zieht, würde er weder eine positive Schulnachricht bekommen (Abg. Öllinger: Oh Gott!), die für die Schüler Österreichs unmittelbar bevorsteht, noch ein positives Zeugnis an der Universität, noch sonst eine positive Rückmeldung. Offenbar hat er diese PISA-Studie nämlich nicht gelesen. (Ruf bei der SPÖ: Geh bitte!)
Beifall bei der ÖVP.
Das Absinken der Leistungen, vom Platz der letzten PISA-Studie zum heutigen, bewegt sich in einem so engen Bereich, die Länder liegen so nahe nebeneinander, dass man diese mächtigen Worte niemals gebrauchen könnte! – Das einmal zur Einleitung. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Broukal: Ihre Ministerin spricht von der Ganztagsschule!
Was macht die SPÖ? – Klassischer organisationsrechtlicher Reflex: Die Schule muss umgebaut werden, die Einführung der Ganztagsschule ist die einzige Lösung! (Abg. Broukal: Ihre Ministerin spricht von der Ganztagsschule!) Das steht in überhaupt keinem Zusammenhang mit dem PISA-Ergebnis. (Abg. Broukal: Sagen Sie das der Frau Gehrer!) Das steht damit in keinem Zusammenhang. Lesen Sie die Literatur dazu! Seit Jahren wird solide nachgewiesen: Man kann aus Schulleistungen, aus Vergleichen von Schulleistungen nicht automatisch einen organisationsrechtlichen Schluss ziehen! Also ist aus PISA nicht zu folgern: Wir müssen die Ganztagsschule einführen! (Abg. Broukal: Sagen Sie das der Frau Ministerin!) Aus PISA ist nicht zu folgern: Wir müssen die Gesamtschule einführen! – Alles falsch!
Abg. Broukal: Sagen Sie das der Frau Gehrer!
Was macht die SPÖ? – Klassischer organisationsrechtlicher Reflex: Die Schule muss umgebaut werden, die Einführung der Ganztagsschule ist die einzige Lösung! (Abg. Broukal: Ihre Ministerin spricht von der Ganztagsschule!) Das steht in überhaupt keinem Zusammenhang mit dem PISA-Ergebnis. (Abg. Broukal: Sagen Sie das der Frau Gehrer!) Das steht damit in keinem Zusammenhang. Lesen Sie die Literatur dazu! Seit Jahren wird solide nachgewiesen: Man kann aus Schulleistungen, aus Vergleichen von Schulleistungen nicht automatisch einen organisationsrechtlichen Schluss ziehen! Also ist aus PISA nicht zu folgern: Wir müssen die Ganztagsschule einführen! (Abg. Broukal: Sagen Sie das der Frau Ministerin!) Aus PISA ist nicht zu folgern: Wir müssen die Gesamtschule einführen! – Alles falsch!
Abg. Broukal: Sagen Sie das der Frau Ministerin!
Was macht die SPÖ? – Klassischer organisationsrechtlicher Reflex: Die Schule muss umgebaut werden, die Einführung der Ganztagsschule ist die einzige Lösung! (Abg. Broukal: Ihre Ministerin spricht von der Ganztagsschule!) Das steht in überhaupt keinem Zusammenhang mit dem PISA-Ergebnis. (Abg. Broukal: Sagen Sie das der Frau Gehrer!) Das steht damit in keinem Zusammenhang. Lesen Sie die Literatur dazu! Seit Jahren wird solide nachgewiesen: Man kann aus Schulleistungen, aus Vergleichen von Schulleistungen nicht automatisch einen organisationsrechtlichen Schluss ziehen! Also ist aus PISA nicht zu folgern: Wir müssen die Ganztagsschule einführen! (Abg. Broukal: Sagen Sie das der Frau Ministerin!) Aus PISA ist nicht zu folgern: Wir müssen die Gesamtschule einführen! – Alles falsch!
Abg. Öllinger: Ja, ja!
Ich finde es gut und wichtig, dass die Ministerin gesagt hat: Wir müssen den sozialen Hintergrund der Eltern oder der Familien berücksichtigen und Angebote dort machen, wo sie noch fehlen. (Abg. Öllinger: Ja, ja!) Selbstverständlich haben für Nachmittagsbetreuungsangebote Eltern auch schon bisher bezahlt. (Abg. Öllinger: Aha!) Ich hielte es aber für falsch, zu sagen – so wie einige Kolleginnen und Kollegen dies tun –: Alle müssen verpflichtend ein Ganztagsschul-, ein verschränktes Modell anbieten, denn das ist weder von der Nachfrage noch von der wissenschaftlichen Solidität her begründet. (Abg. Öllinger: Nachmittagsbetreuung!)
Abg. Öllinger: Aha!
Ich finde es gut und wichtig, dass die Ministerin gesagt hat: Wir müssen den sozialen Hintergrund der Eltern oder der Familien berücksichtigen und Angebote dort machen, wo sie noch fehlen. (Abg. Öllinger: Ja, ja!) Selbstverständlich haben für Nachmittagsbetreuungsangebote Eltern auch schon bisher bezahlt. (Abg. Öllinger: Aha!) Ich hielte es aber für falsch, zu sagen – so wie einige Kolleginnen und Kollegen dies tun –: Alle müssen verpflichtend ein Ganztagsschul-, ein verschränktes Modell anbieten, denn das ist weder von der Nachfrage noch von der wissenschaftlichen Solidität her begründet. (Abg. Öllinger: Nachmittagsbetreuung!)
Abg. Öllinger: Nachmittagsbetreuung!
Ich finde es gut und wichtig, dass die Ministerin gesagt hat: Wir müssen den sozialen Hintergrund der Eltern oder der Familien berücksichtigen und Angebote dort machen, wo sie noch fehlen. (Abg. Öllinger: Ja, ja!) Selbstverständlich haben für Nachmittagsbetreuungsangebote Eltern auch schon bisher bezahlt. (Abg. Öllinger: Aha!) Ich hielte es aber für falsch, zu sagen – so wie einige Kolleginnen und Kollegen dies tun –: Alle müssen verpflichtend ein Ganztagsschul-, ein verschränktes Modell anbieten, denn das ist weder von der Nachfrage noch von der wissenschaftlichen Solidität her begründet. (Abg. Öllinger: Nachmittagsbetreuung!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Schulreform muss ständig stattfinden. Schulreform muss unter Einbeziehung der Schulpartner und der Experten stattfinden. Einfache Lösungen vorgaukeln zu wollen, ist der falsche Weg. Wir sind mit der Ministerin und mit den wohlwollenden Nachdenkern auf dem richtigen Weg! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei den Grünen – in Richtung der Abg. Dr. Brinek, die wieder Platz genommen hat –: Auf dem Holzweg sind Sie! – Abg. Dr. Brinek – darauf replizierend –: Da sind Sie auf dem Holzweg!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Mag. Kuntzl. 5 Minuten Redezeit. – Bitte, Frau Kollegin. (Ruf bei den Grünen – in Richtung der Abg. Dr. Brinek, die wieder Platz genommen hat –: Auf dem Holzweg sind Sie! – Abg. Dr. Brinek – darauf replizierend –: Da sind Sie auf dem Holzweg!)
Abg. Dr. Brinek: Na, geh!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Bundesministerin! Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich verwirrt bin, enttäuscht bin: Ich habe mir heute hier im Haus eine völlig andere Debatte erwartet! (Abg. Dr. Brinek: Na, geh!) – Ja, Frau Kollegin Brinek, auch von Ihnen ganz andere Töne! Ich darf Sie daran erinnern, dass die Frau Bundesministerin in den letzten Tagen selber gesagt hat – und das hat uns sehr erfreut –, dass die Konsequenz aus der PISA-Studie die Ganztagsschule ist. (Abg. Dr. Brinek: Das hat Sie nicht gesagt!) Also mit vielem von dem, was Sie gesagt haben, haben Sie eigentlich der Frau Bundesministerin widersprochen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Ja, aber heute klingt die Debatte wieder ganz anders. Die Bewegung, die da in den letzten Tagen in die Debatte gekommen ist, ist nicht mehr vorhanden. (Abg. Öllinger: Da muss man bei der ÖVP genau aufpassen!)
Abg. Dr. Brinek: Das hat Sie nicht gesagt!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Bundesministerin! Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich verwirrt bin, enttäuscht bin: Ich habe mir heute hier im Haus eine völlig andere Debatte erwartet! (Abg. Dr. Brinek: Na, geh!) – Ja, Frau Kollegin Brinek, auch von Ihnen ganz andere Töne! Ich darf Sie daran erinnern, dass die Frau Bundesministerin in den letzten Tagen selber gesagt hat – und das hat uns sehr erfreut –, dass die Konsequenz aus der PISA-Studie die Ganztagsschule ist. (Abg. Dr. Brinek: Das hat Sie nicht gesagt!) Also mit vielem von dem, was Sie gesagt haben, haben Sie eigentlich der Frau Bundesministerin widersprochen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Ja, aber heute klingt die Debatte wieder ganz anders. Die Bewegung, die da in den letzten Tagen in die Debatte gekommen ist, ist nicht mehr vorhanden. (Abg. Öllinger: Da muss man bei der ÖVP genau aufpassen!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Bundesministerin! Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich verwirrt bin, enttäuscht bin: Ich habe mir heute hier im Haus eine völlig andere Debatte erwartet! (Abg. Dr. Brinek: Na, geh!) – Ja, Frau Kollegin Brinek, auch von Ihnen ganz andere Töne! Ich darf Sie daran erinnern, dass die Frau Bundesministerin in den letzten Tagen selber gesagt hat – und das hat uns sehr erfreut –, dass die Konsequenz aus der PISA-Studie die Ganztagsschule ist. (Abg. Dr. Brinek: Das hat Sie nicht gesagt!) Also mit vielem von dem, was Sie gesagt haben, haben Sie eigentlich der Frau Bundesministerin widersprochen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Ja, aber heute klingt die Debatte wieder ganz anders. Die Bewegung, die da in den letzten Tagen in die Debatte gekommen ist, ist nicht mehr vorhanden. (Abg. Öllinger: Da muss man bei der ÖVP genau aufpassen!)
Abg. Öllinger: Da muss man bei der ÖVP genau aufpassen!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Bundesministerin! Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich verwirrt bin, enttäuscht bin: Ich habe mir heute hier im Haus eine völlig andere Debatte erwartet! (Abg. Dr. Brinek: Na, geh!) – Ja, Frau Kollegin Brinek, auch von Ihnen ganz andere Töne! Ich darf Sie daran erinnern, dass die Frau Bundesministerin in den letzten Tagen selber gesagt hat – und das hat uns sehr erfreut –, dass die Konsequenz aus der PISA-Studie die Ganztagsschule ist. (Abg. Dr. Brinek: Das hat Sie nicht gesagt!) Also mit vielem von dem, was Sie gesagt haben, haben Sie eigentlich der Frau Bundesministerin widersprochen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Ja, aber heute klingt die Debatte wieder ganz anders. Die Bewegung, die da in den letzten Tagen in die Debatte gekommen ist, ist nicht mehr vorhanden. (Abg. Öllinger: Da muss man bei der ÖVP genau aufpassen!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Tagen gemacht haben, als große Enttäuschung, als Luftblasen, denn wenn Sie, Frau Bundesministerin, sich heute hier herstellen und sagen: Bildungspolitik ist nicht einfach mehr Geld, sondern Bildungspolitik ist Motivation, und die kann man mit Geld nicht kaufen!, dann heißt das nichts anderes, als dass Sie uns eigentlich im Klartext hier heute sagen: Ich werde mich nicht dafür einsetzen, dass mehr Geld zur Verfügung gestellt wird – nämlich für Maßnahmen, die als Konsequenz aus der PISA-Studie an unseren Schulen ganz dringend notwendig sind! Offensichtlich haben Sie nichts anderes vor, als ein kleines Gesetzchen hier zu beschließen und dann zu sagen: Länder und Gemeinden sollen schauen, wo das Geld herkommt! Wir auf Bundesebene haben da überhaupt keine Verantwortung zu übernehmen, das wollen wir nicht! – Das ist eine riesengroße Enttäuschung, Frau Bundesministerin, heute hier in diesem Haus! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Nach der vorletzten PISA-Studie, auf die Sie mit ungerechtfertigter Selbstzufriedenheit reagiert haben, wäre es notwendig und schon möglich gewesen, Weichen zu stellen. Das haben Sie leider verabsäumt. Das sind schon drei verlorene Jahre. Frau Bundesministerin, bitte, sorgen Sie dafür, dass es nicht noch weitere verlorene Jahre gibt. Setzen wir uns doch zusammen und schauen wir – und in den letzten Tagen und Wochen haben Sie das doch anklingen lassen –, wie wir wirklich im Sinne unserer Kinder in den Schulen etwas umgestalten und weiterbringen können! Bitte kommen Sie uns da entgegen und bewegen Sie sich! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mandak.
Nun zur Ganztagsschule: Ja, selbstverständlich, der Ausbau der Nachmittagsbetreuung ist ein wichtiger Schritt, das wäre eine Entlastung für viele Eltern, die berufstätig sind und die nicht wissen, wohin mit den Kindern. Aber es geht um viel mehr! Es geht nicht nur darum, die Kinder betreut zu wissen, sondern es geht auch darum, ein sinnvolles pädagogisches Konzept für die Kinder umzusetzen – und das ist die Ganztagsschule! Daher muss auch das Ganztagsschulangebot ausgebaut werden und nicht nur die Nachmittagsbetreuung. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mandak.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Frau Bundesministerin! Wir brauchen einen konkreten Umsetzungsplan, einen Zeitplan. Wir brauchen ganz konkrete Vorschläge von Ihnen und natürlich auch einen Finanzierungsplan, um wirklich ernsthafte Reformen im Sinne unserer Kinder weiterbringen zu können. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Bezüglich des Vorwurfs an Frau Ministerin Gehrer, sie wäre es, die die Leseschwäche verursacht hätte, möchte ich Folgendes sagen. Herr Abgeordneter Brosz, ich probiere es noch einmal mit der Fingertechnik: Jahrgang 1987, 1988, 1989, 1990, 1991, 1992, 1993 eingeschult. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Kinder des Geburtsjahrgangs 1987 wurden 1993 eingeschult und hätten am Ende der zweiten Volksschulklasse ein Sinn erfassendes Lesen beherrschen sollen. Dies geschah aber unter Herrn Minister Scholten. Als Frau Ministerin Gehrer ins Amt berufen wurde, war es sozusagen schon falsch gelaufen. Das möchte ich doch einwandfrei festhalten.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich meine, dass wir mit dieser ganz kurzsichtigen, rein ideologisch vorgetragenen Analyse bestimmt nicht zu einer Verbesserung kommen werden. Wir werden uns mit der vertiefenden Analyse, die diese Details betrachtet und ein anderes Bild liefern wird, ganz genau befassen müssen, wenn wir wirklich im Interesse unserer Kinder eine gute Schulpolitik erzielen wollen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Frau Ministerin Gehrer, Sie machen uns den Vorwurf, dass wir die Schule schlecht machen. Wir machen nicht die Schule schlecht, wir kritisieren Ihre Bildungspolitik. Ihre Bildungspolitik wird hier kritisiert, nicht die Schule schlecht gemacht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Sie, gerade Sie sprechen von Motivation. Es ist vielleicht drei oder vier Jahre her, da waren Sie still, als Haider von Schmarotzern sprach und damit Lehrerinnen und Lehrer in Österreich meinte. Da waren Sie still, da hörte man von Ihnen kein Wort! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie sind diejenige, die behauptet, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Klassengröße und der Qualität von Unterricht gebe. Das sind Ihre Zugänge zur Bildungspolitik, das ist Ihre Art, Lehrerinnen und Lehrer zu demotivieren. Stellen Sie nicht in den Raum, man müsse für mehr Motivation sorgen! Tun Sie es selbst, dann ist schon viel getan! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
ben Sie so wortwörtlich gesagt. Das ist Ihre Haltung. Da muss man sich nicht wundern, wenn dies dabei herauskommt. (Beifall bei den Grünen.)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen.
Dadurch entsteht eine dieser großen Ungerechtigkeiten. Es gibt Schülerinnen und Schüler, deren Eltern es sich, Gott sei Dank, leisten können, diese Unterstützung zu bezahlen und andere, die es sich eben nicht leisten können. Wir wollen ein Schulsystem, in dem die Schülerinnen und Schüler individuell gefördert werden, damit das nicht notwendig ist. Es ist nämlich Aufgabe des Staates, der öffentlichen Hand, dafür zu sorgen, dass eine gute Bildung stattfinden kann, und nicht Aufgabe der Eltern, dafür 100 Millionen € pro Jahr zusätzlich auszugeben. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie sprechen von Integration, doch durch Ihre Sparmaßnahmen und Ihre Kürzungen verunmöglichen Sie Integration. Es ist nicht möglich, Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache einen guten Unterricht zu geben, wenn Sie in den letzten Jahren 50 Prozent der Stellen der Sprachlehrerinnen gestrichen haben, die dazu da waren, diesen Kindern verstärkt Unterricht in Deutsch zu geben und sie sprachlich zu unterstützen. Da dürfen Sie sich nicht wundern, wenn Integration nicht klappen kann und die Chancen jener, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, noch mehr sinken. Diese machen leider einen beträchtlichen Anteil jener 25 Prozent der Schülerinnen und Schüler aus, die nach Abschluss der Schule nicht Sinn erfassend lesen können. Sie schieben es zur Seite und tun so, als wäre das kein Problem in Österreich. Wir von den Grünen sehen das völlig anders. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Ellmauer.
Ihre Bildungspolitik ist zum Dritten völlig planlos und beliebig. Sie haben jahrelang mit ganz massiven Aussagen gegen eine Ganztagsschule gewettert. Plötzlich machen Sie eine Kehrtwendung und sagen: Ganztagsschule ist in Ordnung! Wir wissen bis heute nicht, was am Nachmittag in den Schulen geschehen soll. Soll da gefördert und unterstützt werden, oder sollen die Kinder nur beaufsichtigt werden? Was wollen Sie denn in dieser Ganztagsschule tun? Wie soll die Infrastruktur dafür geschaffen werden, und wer soll das bezahlen? – Das alles bleiben Sie an Antworten schuldig. Sie sind Spezialistin für leere Schlagworte. Bei der Ganztagsschule ist es genauso wie bei der Elite-Universität, wo Sie bis heute nicht sagen können, wie sie finanziert werden soll und wer sie finanziert. Die Hauptsache für Sie scheint es, ein schönes Schlagwort zu haben, wobei Sie die anderen Universitäten am ausgestreckten Arm verhungern lassen. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Ellmauer.)
Abg. Öllinger: Wieder einmal!
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Herr Präsident! Hohes Haus! Ich darf Ihnen eine Regierungsumbildung nicht ankündigen, sie ist gerade erfolgt. (Abg. Öllinger: Wieder einmal!) Wir waren beim Herrn Bundespräsidenten. Dort wurden Ursula Haubner als neue Staatssekretärin und Sigisbert Dolinschek als neuer Staatssekretär im Sozialministerium vorgestellt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Sie ist Ministerin geworden!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Sie ist Ministerin geworden!
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Herr Präsident! Hohes Haus! Ich darf Ihnen eine Regierungsumbildung nicht ankündigen, sie ist gerade erfolgt. (Abg. Öllinger: Wieder einmal!) Wir waren beim Herrn Bundespräsidenten. Dort wurden Ursula Haubner als neue Staatssekretärin und Sigisbert Dolinschek als neuer Staatssekretär im Sozialministerium vorgestellt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Sie ist Ministerin geworden!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Erlauben Sie mir an dieser Stelle ein sehr herzliches und offen gemeintes Dankeschön an den scheidenden Sozialminister, den früheren Vizekanzler Herbert Haupt, einen Mann, der über vier Jahre das Sozialressort und damit die Sozialpolitik in Österreich geprägt hat wie wenige Sozialminister vor ihm. Ich sage ihm aufrichtig ein großes Dankeschön für die Weichenstellungen, die seit dem Jahr 2000 mit ihm und durch ihn erfolgt sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mandak: Das trauen Sie sich zu sagen?
Herbert Haupt hinterlässt eine beeindruckende Bilanz als Sozialpolitiker. Zum ersten Mal seit acht Jahren ist beispielsweise das Pflegegeld ab 1. Jänner valorisiert worden. (Abg. Mandak: Das trauen Sie sich zu sagen?) – Gerade die Grünen brauchen da nicht zu lachen! – Die Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten ist eine langjährige Forderung der Arbeitnehmer, die unter Herbert Haupt großartig verwirklicht worden ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herbert Haupt hinterlässt eine beeindruckende Bilanz als Sozialpolitiker. Zum ersten Mal seit acht Jahren ist beispielsweise das Pflegegeld ab 1. Jänner valorisiert worden. (Abg. Mandak: Das trauen Sie sich zu sagen?) – Gerade die Grünen brauchen da nicht zu lachen! – Die Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten ist eine langjährige Forderung der Arbeitnehmer, die unter Herbert Haupt großartig verwirklicht worden ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Behindertenpolitik war und ist ihm ein Herzensanliegen. Die Behindertenmilliarde hat Dutzende hervorragende Projekte zuwege gebracht, auf die heute im Sozialstaat Österreich keiner mehr verzichten kann. Das alles trägt die Handschrift von Herbert Haupt, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.
Hubert Gorbach und ich haben ihm immer wieder empfohlen, Rücksicht auf seine Gesundheit zu nehmen, aber er hat eben nicht darauf gehört. Doch jetzt ist es Zeit, dass er ein bisschen auf sich schauen muss. Ich wünsche ihm dabei alles Gute und viel Glück. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Danke und alles Gute, lieber Herbert Haupt! Alles Gute für die Neuen, Ursula Haubner und Sigisbert Dolinschek! Wir werden gut zusammenarbeiten und hoffen auf Kooperation mit dem Hohen Haus. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich wünsche Herbert Haupt gesundheitlich alles Gute und hoffe, dass er einen angenehmen Ruhestand verbringen kann. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pilz.
ursprünglichen Kabinett übrig sind. Wird die Nächste Frau Bundesministerin Gehrer sein, die heute früh wieder den Bildungsstillstand beschworen hat? Oder wird vielleicht Herr Finanzminister Grasser der Nächste sein, bei dem man sich mittlerweile fragt: Hat er in den letzten sechs Monaten irgendwann einmal die Wahrheit gesagt? (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pilz.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Die heutige Regierungsumbildung wurde vom Herrn Bundeskanzler zum Anlass genommen, sozialpolitische Bilanz zu ziehen. – Nun, Sie haben dabei einige wesentliche Fakten – ich möchte sagen: wie immer! – unterschlagen. Dass es heute in Österreich über 350 000 Menschen gibt, die Arbeit suchen, dass es 300 000 Menschen gibt, die in akuter Armut leben, und dass Ihre Politik mit über 58 Belastungsmaßnahmen seit dem Jahr 2000 einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hat, Herr Bundeskanzler, das ist nicht eine Bilanz sozialpolitischen Erfolges, sondern ganz im Gegenteil: Das ist die Bilanz der sozialen Kälte, die Sie in Österreich aufgebaut haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Na eh nicht, weil Sie es blockiert haben!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Weil auch das Thema Pension angesprochen wurde: Ein einheitliches Pensionssystem gibt es in Österreich nach wie vor nicht! (Abg. Scheibner: Na eh nicht, weil Sie es blockiert haben!) Es gibt nach wie vor dramatische Unterschiede zwischen Arbeitern und Angestellten, zwischen öffentlich Bediensteten, zwischen Politikern. Ich sage Ihnen, Herr Bundeskanzler: Sie haben verhindert, dass es ein einheitliches Pensionssystem für alle Österreicherinnen und Österreicher gibt!
Beifall bei der SPÖ.
Diese Frage wird erst in Zukunft zu lösen sein, und erst dann gibt es Gerechtigkeit für die Pensionisten in unserem Land. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Abg. Großruck: Es spricht Kalina!
Wenn Sie einen so genannten Meilenstein nach dem anderen reihen, dann entpuppt sich jeder einzelne dieser Meilensteine oft als Stolperstein für die Lebensqualität und die Einkommen der österreichischen Bevölkerung, denn stellen Sie sich einmal ehrlich die Frage: Wer in Österreich bekommt heute mehr für seine geleistete Arbeit als im Jahr 2000? Wer in Österreich bekommt heute mehr Pension als im Jahr 2000? Die große Mehrheit der Bevölkerung wird Ihnen das Gegenteil bestätigen! Das Leben ist teurer geworden, die Leute haben heute weniger Einkommen! – Daher hat Ihre Politik leider keinen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität geleistet, sondern das genaue Gegenteil! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Abg. Großruck: Es spricht Kalina!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hat Ihnen der Kalina diese Rede geschrieben?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ihren Ausführungen ist zu entnehmen, dass diese Regierungsumbildung leider zu keinem Kurswechsel in der Sozial- und Wirtschaftspolitik führen wird, sondern dass Sie weiterhin konsequent jenen Weg fortsetzen, den Sie seit dem Jahr 2000 gehen, nämlich den Weg einer Regierung, der mit Recht soziale Verantwortungslosigkeit vorgeworfen wird. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hat Ihnen der Kalina diese Rede geschrieben?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Solange Sie nicht reinkommen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es entpuppt sich daher diese Regierung nicht als eine handlungsfähige, die eine Regierungsumbildung zur Erneuerung verwendet, sondern, ganz im Gegenteil, es wird hier eine Regierung als Durchhaus präsentiert, wo ein Minister dem anderen die Klinke in die Hand drückt. Es bleibt abzuwarten, wer der Nächste ist, der diese Regierung verlässt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Solange Sie nicht reinkommen!) Für den Fall, dass Sie auf der Suche sind, würde ich Ihnen empfehlen: Finanzminister Grasser wäre der beste Kandidat! (Beifall bei der SPÖ. – Bundeskanzler Dr. Schüssel: Ein Roboter, der immer die gleiche Rede hält!)
Beifall bei der SPÖ. – Bundeskanzler Dr. Schüssel: Ein Roboter, der immer die gleiche Rede hält!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es entpuppt sich daher diese Regierung nicht als eine handlungsfähige, die eine Regierungsumbildung zur Erneuerung verwendet, sondern, ganz im Gegenteil, es wird hier eine Regierung als Durchhaus präsentiert, wo ein Minister dem anderen die Klinke in die Hand drückt. Es bleibt abzuwarten, wer der Nächste ist, der diese Regierung verlässt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Solange Sie nicht reinkommen!) Für den Fall, dass Sie auf der Suche sind, würde ich Ihnen empfehlen: Finanzminister Grasser wäre der beste Kandidat! (Beifall bei der SPÖ. – Bundeskanzler Dr. Schüssel: Ein Roboter, der immer die gleiche Rede hält!)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Herr Kollege Gusenbauer! Nach dieser Rede weiß man, wer nicht in die Regierung will und vor allem nicht in die Regierung kann. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen.) Der Blick nach hinten, Herr Kollege Gusenbauer, ist der Blick in die Vergangenheit. – Wir schauen nach vorne!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Heute danken wir Herbert Haupt – und ich mache das sehr persönlich –, der aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Bundesminister zurückgelegt hat. Er hat sich bei seiner Arbeit nicht geschont, er hat es sich nicht leicht gemacht, und, lieber Herbert – ich sage das ganz offen –, du hast es auch uns nicht immer leicht gemacht. Aber du hast vieles auf der Haben-Seite der Politik, deiner politischen Verantwortung als Vizekanzler, als Sozialminister, als Gesundheitsminister zu verbuchen; die Pensionsreform etwa, die schon angesprochen worden ist, oder auch den Tierschutz. Ich persönlich kann auch aus eigener Erfahrung in einer sehr kritischen Situation – du Gesundheitsminister, ich Landwirtschaftsminister –, als wir die BSE-Frage zu handlen hatten, sagen: Dank deiner absoluten Durchschlagskraft in dieser Angelegenheit ist das gut gelaufen, vor allem für die österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten. – Danke, lieber Herbert Haupt, für deine Arbeit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie der Abg. Mag. Wurm. – Rufe bei der ÖVP: Super!
Wir begrüßen eine Bekannte – bisher Staatssekretärin, jetzt Bundesministerin für soziale Angelegenheiten –: Ursula Haubner. Mit Ursula Haubners Amtsantritt heute ist auch ein historischer Effekt gegeben: Erstmals gibt es in der Ministerriege einer österreichischen Bundesregierung – nämlich im Kabinett Schüssel II – eine Mehrheit der Frauen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie der Abg. Mag. Wurm. – Rufe bei der ÖVP: Super!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Haben Sie ja nicht!
Sie kritisieren die Pensionsharmonisierung und die Pensionsreform. – Ich sage Ihnen: Hätten wir diesen Weg nicht gewählt, wären wir diesen Weg nicht gegangen, dann hätten wir verantwortungslos den jungen Menschen gegenüber gehandelt! Was ist denn Pensionsreform anderes, als die notwendigen Lasten fair zwischen Jung und Alt zu verteilen? (Abg. Dr. Gusenbauer: Haben Sie ja nicht!) Es ist doch ungerecht zu sagen: Wir wollen alle Lasten den jungen Menschen auferlegen! Unser Weg ist vielleicht nicht der angenehmste, Herr Kollege Gusenbauer, aber wir tun es. (Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt ja nicht!) Sie verlässt der Mut immer dann, wenn es ernst wird, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt ja nicht!
Sie kritisieren die Pensionsharmonisierung und die Pensionsreform. – Ich sage Ihnen: Hätten wir diesen Weg nicht gewählt, wären wir diesen Weg nicht gegangen, dann hätten wir verantwortungslos den jungen Menschen gegenüber gehandelt! Was ist denn Pensionsreform anderes, als die notwendigen Lasten fair zwischen Jung und Alt zu verteilen? (Abg. Dr. Gusenbauer: Haben Sie ja nicht!) Es ist doch ungerecht zu sagen: Wir wollen alle Lasten den jungen Menschen auferlegen! Unser Weg ist vielleicht nicht der angenehmste, Herr Kollege Gusenbauer, aber wir tun es. (Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt ja nicht!) Sie verlässt der Mut immer dann, wenn es ernst wird, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie kritisieren die Pensionsharmonisierung und die Pensionsreform. – Ich sage Ihnen: Hätten wir diesen Weg nicht gewählt, wären wir diesen Weg nicht gegangen, dann hätten wir verantwortungslos den jungen Menschen gegenüber gehandelt! Was ist denn Pensionsreform anderes, als die notwendigen Lasten fair zwischen Jung und Alt zu verteilen? (Abg. Dr. Gusenbauer: Haben Sie ja nicht!) Es ist doch ungerecht zu sagen: Wir wollen alle Lasten den jungen Menschen auferlegen! Unser Weg ist vielleicht nicht der angenehmste, Herr Kollege Gusenbauer, aber wir tun es. (Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt ja nicht!) Sie verlässt der Mut immer dann, wenn es ernst wird, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Sie haben sie gekürzt, die Pensionen!
Wir haben mit der Pensionsreform noch etwas getan – etwas, wovon Sie immer geredet, aber es nie getan haben. Wir haben die Altersvorsorge ausgewogen auf drei Säulen gestellt. – Das ist moderne Sozialpolitik in der Regierung Schüssel, die wir auch fortsetzen werden! (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben sie gekürzt, die Pensionen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Zahlen sprechen für sich. Zu den drei Säulen gehört beispielsweise die Abfertigung neu, und es sind mittlerweile 1,3 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die die Abfertigung neu in Anspruch nehmen. – Ein wirklicher Durchbruch in der Sozialpolitik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Es sind mittlerweile 360 000 Österreicherinnen und Österreicher, die die Möglichkeit der betrieblichen Vorsorge durch Pensionskassen in Anspruch nehmen, und 450 000 Österreicherinnen und Österreicher nehmen die private Zukunftsvorsorge, diese moderne Form der eigenen Altersvorsorge in Anspruch. – Das ist offensive Sozialpolitik, die in die Zukunft gerichtet ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Ausgewogen zwischen den drei Säulen, fair zwischen Alt und Jung und gerecht zwischen den Berufsgruppen! An diesem Weg werden wir selbstverständlich festhalten und ihn fortsetzen.
Abg. Dr. Gusenbauer: Das glauben Sie ja selber nicht!
Das ist auch die Art der Auseinandersetzung, die mit Ihnen, Herr Kollege Gusenbauer, zu führen ist. Die Sozialdemokratie hat in Wirklichkeit ein sozialpolitisches Konzept, das aus der Vergangenheit stammt und den modernen Gegebenheiten überhaupt nicht mehr entspricht. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das glauben Sie ja selber nicht!) Wenn wir diesen Weg einschlagen würden – wovon Österreich hoffentlich verschont bleibt –, dann wären wir auf dem so genannten Holzweg, meine Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Wir sind mit dieser Konzeption auf dem sicheren Zukunftsweg. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Das ist auch die Art der Auseinandersetzung, die mit Ihnen, Herr Kollege Gusenbauer, zu führen ist. Die Sozialdemokratie hat in Wirklichkeit ein sozialpolitisches Konzept, das aus der Vergangenheit stammt und den modernen Gegebenheiten überhaupt nicht mehr entspricht. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das glauben Sie ja selber nicht!) Wenn wir diesen Weg einschlagen würden – wovon Österreich hoffentlich verschont bleibt –, dann wären wir auf dem so genannten Holzweg, meine Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Wir sind mit dieser Konzeption auf dem sicheren Zukunftsweg. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist auch die Art der Auseinandersetzung, die mit Ihnen, Herr Kollege Gusenbauer, zu führen ist. Die Sozialdemokratie hat in Wirklichkeit ein sozialpolitisches Konzept, das aus der Vergangenheit stammt und den modernen Gegebenheiten überhaupt nicht mehr entspricht. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das glauben Sie ja selber nicht!) Wenn wir diesen Weg einschlagen würden – wovon Österreich hoffentlich verschont bleibt –, dann wären wir auf dem so genannten Holzweg, meine Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Wir sind mit dieser Konzeption auf dem sicheren Zukunftsweg. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Das gilt in gleicher Weise für die notwendige Reform im Gesundheitsbereich, für die Offensiven, die wir in der Familienpolitik gestartet haben, etwa mit dem Kindergeld und der Steuerreform, aber ebenso für die Offensiven auf dem Arbeitsmarkt, für die aktive Arbeitsmarktpolitik (Zwischenrufe bei der SPÖ), für die Lehrlingsoffensive, für die Elternteilzeit und für die Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten, einer langjährigen Forderung der Gewerkschaft. – Sie haben es nicht zustande gebracht, wir haben es umgesetzt!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Mit Ursula Haubner und Sigisbert Dolinschek wird dieser erfolgreiche Kurs der Sozialpolitik der Regierung Schüssel fortgesetzt – zum Wohle des Landes und seiner Menschen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Und auch keine Sondersitzung!
im Dezember vergangenen Jahres richtete Präsident Khol kurz vor dem Nach-Hause-Gehen einen Appell an alle Klubobleute und auch an den Bundeskanzler: Bitte, in den nächsten 14 Tagen keine Sondersitzung und bitte, Herr Bundeskanzler, keine Regierungsumbildung! – 14 Tage, das ist sich ausgegangen (Abg. Scheibner: Und auch keine Sondersitzung!), aber mittlerweile haben wir bei fast jeder Nationalratssitzung eine Regierungsumbildung zu diskutieren. Ich fühle mich inzwischen wie in dem Film – ich weiß nicht, wer ihn noch kennt – „Und täglich grüßt das Murmeltier“, wo man jeden Morgen aufwacht und immer denselben Tag erlebt, immer dieselben Reden, immer dasselbe. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wer ist das Murmeltier bei den Grünen?)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wer ist das Murmeltier bei den Grünen?
im Dezember vergangenen Jahres richtete Präsident Khol kurz vor dem Nach-Hause-Gehen einen Appell an alle Klubobleute und auch an den Bundeskanzler: Bitte, in den nächsten 14 Tagen keine Sondersitzung und bitte, Herr Bundeskanzler, keine Regierungsumbildung! – 14 Tage, das ist sich ausgegangen (Abg. Scheibner: Und auch keine Sondersitzung!), aber mittlerweile haben wir bei fast jeder Nationalratssitzung eine Regierungsumbildung zu diskutieren. Ich fühle mich inzwischen wie in dem Film – ich weiß nicht, wer ihn noch kennt – „Und täglich grüßt das Murmeltier“, wo man jeden Morgen aufwacht und immer denselben Tag erlebt, immer dieselben Reden, immer dasselbe. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wer ist das Murmeltier bei den Grünen?)
Abg. Steibl: Und die Glawischnig war nie dabei! – Heiterkeit.
Man muss sich einmal diese vorläufige Bilanz vor Augen führen. Es gab in nicht einmal fünf Jahren, seit es Schwarz-Blau in Österreich gibt, drei Verkehrsminister, drei Sozialminister, drei Justizminister, drei Vizekanzler. (Abg. Steibl: Und die Glawischnig war nie dabei! – Heiterkeit.) – Bis jetzt noch nicht. Bei den Freiheitlichen ist das offensichtlich ein Training-on-the-job, es kommt jeder einmal dran. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Man muss sich einmal diese vorläufige Bilanz vor Augen führen. Es gab in nicht einmal fünf Jahren, seit es Schwarz-Blau in Österreich gibt, drei Verkehrsminister, drei Sozialminister, drei Justizminister, drei Vizekanzler. (Abg. Steibl: Und die Glawischnig war nie dabei! – Heiterkeit.) – Bis jetzt noch nicht. Bei den Freiheitlichen ist das offensichtlich ein Training-on-the-job, es kommt jeder einmal dran. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Bezweifeln Sie die Kompetenz von Sigi Dolinschek?
Ich frage mich: Was haben die Österreicherinnen und Österreicher davon, dass Sie Posten im Verkehrsbereich besetzen – mittlerweile sind es fast zwanzig blaue Postenschacherbesetzungen –, dass immer wieder Türschilder ausgetauscht werden, dass darüber spekuliert wird, wer jetzt in der FPÖ wirklich das Sagen hat, der Bruder oder die Schwester oder gibt es eine Doppelspitze? Logisch ist auch, dass der neue Staatssekretär aus Kärnten nachbesetzt wird. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Bezweifeln Sie die Kompetenz von Sigi Dolinschek?) Das ist alles so vorhersehbar. Aber was haben die Österreicherinnen und Österreich davon? Kontinuierliche Arbeit? Vielleicht mehr soziale Gerechtigkeit? – Unterm Strich sicher nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich frage mich: Was haben die Österreicherinnen und Österreicher davon, dass Sie Posten im Verkehrsbereich besetzen – mittlerweile sind es fast zwanzig blaue Postenschacherbesetzungen –, dass immer wieder Türschilder ausgetauscht werden, dass darüber spekuliert wird, wer jetzt in der FPÖ wirklich das Sagen hat, der Bruder oder die Schwester oder gibt es eine Doppelspitze? Logisch ist auch, dass der neue Staatssekretär aus Kärnten nachbesetzt wird. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Bezweifeln Sie die Kompetenz von Sigi Dolinschek?) Das ist alles so vorhersehbar. Aber was haben die Österreicherinnen und Österreich davon? Kontinuierliche Arbeit? Vielleicht mehr soziale Gerechtigkeit? – Unterm Strich sicher nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Rufe bei der ÖVP: Ja! Ja, natürlich!
Die großen Projekte, Stichwort Frauenpolitik. – Ich frage Sie: Ist in den letzten fünf Jahren tatsächlich irgendetwas für die Verbesserung der Situation der Frau getan worden? (Rufe bei der ÖVP: Ja! Ja, natürlich!)
Abg. Bucher: Arbeitsplätze haben sie!
Ich frage mich auch, was die Österreicherinnen und Österreicher von einer Steuerreform dahin gehend haben, dass Konzerne, die im Ausland Verluste schreiben, diese hier sozusagen aufbringen müssen. (Abg. Bucher: Arbeitsplätze haben sie!) Was haben die Österreicherinnen und Österreicher von einem Steuerloch, das die 100-Millionen-€-Grenze weit überschreiten wird, was haben sie von Verlusten multinationaler Konzerne im Ausland? – Nichts haben sie davon! Trotzdem wird behauptet, alle profitieren von der Steuerreform. Über zwei Millionen Österreicherinnen und Österreicher profitieren überhaupt nicht davon! Ich sage Ihnen: Von dieser Art der Politik haben wir nichts, hat Österreich nichts! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich frage mich auch, was die Österreicherinnen und Österreicher von einer Steuerreform dahin gehend haben, dass Konzerne, die im Ausland Verluste schreiben, diese hier sozusagen aufbringen müssen. (Abg. Bucher: Arbeitsplätze haben sie!) Was haben die Österreicherinnen und Österreicher von einem Steuerloch, das die 100-Millionen-€-Grenze weit überschreiten wird, was haben sie von Verlusten multinationaler Konzerne im Ausland? – Nichts haben sie davon! Trotzdem wird behauptet, alle profitieren von der Steuerreform. Über zwei Millionen Österreicherinnen und Österreicher profitieren überhaupt nicht davon! Ich sage Ihnen: Von dieser Art der Politik haben wir nichts, hat Österreich nichts! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Fekter: Aber das Match haben wir gewonnen! – Abg. Mag. Molterer: Das Spiel haben wir gewonnen!
Herr Bundeskanzler – denn das ist nicht ausschließlich das Problem der FPÖ –: Wären wir im Fußball und hätte ein Trainer ein derartiges Chaos in seiner Truppe – einer geht, aus gesundheitlichen Gründen sagt der eine, der andere sagt, er habe bei Regierungssitzungen nur mehr Deckblätter bekommen, also geht er – zu verantworten, dann hätten die sieben Millionen österreichischen „Teamchefs“ schon lange einen Austausch vorgenommen. Sie werden das bei den Wahlen im Jahr 2006 auch tun – mit Sicherheit! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Fekter: Aber das Match haben wir gewonnen! – Abg. Mag. Molterer: Das Spiel haben wir gewonnen!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Was kann man einem Bundeskanzler glauben? Wie kann man einem Bundeskanzler, wie kann man einem Menschen vertrauen, der sagt: Als Dritter gehe ich in Opposition!, Die Abfangjäger werden keinen einzigen Cent aus dem Budget kosten, das wird von einer Wirtschaftsplattform finanziert!? Wie kann man so einem Bundeskanzler vertrauen oder überhaupt noch irgendetwas glauben? – Ich kann das nicht, und ich denke, viele Österreicherinnen und Österreicher können das auch nicht. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wir werden auch noch einen Entschließungsantrag betreffend die steuerliche Absetzbarkeit für gemeinnützige Organisationen, die im Bereich soziale, karitative Zwecke, Gesundheit, Entwicklungszusammenarbeit sehr wichtige Arbeit leisten, einbringen. Die Spendenbereitschaft der Österreicher muss anerkannt werden. Ich bitte Sie, trotz all dieser Turbulenzen auch einmal etwas Sinnvolles zu machen und diesen Antrag im Ausschuss zu unterstützen und diese Flutkatastrophe zum Anlass zu nehmen, um in Österreich für diese gemeinnützigen Vereine und für die Menschen, die dafür spenden, etwas Gutes zu tun. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Frau Abgeordnete Glawischnig, ich weiß nicht, wo Sie Turbulenzen sehen. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Die hätten Sie vielleicht gerne.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP
Der nunmehr ehemalige Sozialminister Haupt und die jetzige Sozialministerin Haubner sind maßgeblich daran beteiligt gewesen, als es darum gegangen ist, mittels dieser Steuerreform nicht nur dafür zu sorgen, dass etwa über die Absenkung der Körperschaftsteuer Standortgarantien für Österreich gegeben werden und damit Arbeitsplätze gesichert werden, meine Damen und Herren von Rot und Grün (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP), sondern auch ganz klare sozialpolitische und familienpolitische Aspekte zu berücksichtigen, um die Kaufkraft gerade bei den kleineren und mittleren Einkommensbeziehern zu steigern.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Frau Abgeordnete Glawischnig, reden Sie nicht immer wieder davon, dass zwei Millionen Österreicher von der Steuerreform nicht begünstigt worden sind. Das sind genau jene zwei Millionen Österreicher – und diese Zahl ist durch unsere Maßnahmen noch wesentlich höher geworden –, die keine Steuern, keine Lohn- und Einkommensteuer zahlen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Meine Damen und Herren von den Grünen! Sagen Sie das dazu, dass das eine Maßnahme dieser Bundesregierung gewesen ist, die Sie abgelehnt haben! (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Den Haupt wird es noch geben, da wird der Gusenbauer schon in Pension sein!
Frau Kollegin Silhavy, das war das Stichwort: Jetzt geht es um die SPÖ. Abgeordneter Gusenbauer hat Minister Haupt einen angenehmen Ruhestand gewünscht. Aber da hast du dich zu früh gefreut, lieber Kollege Gusenbauer, denn ich weiß, dass unser Freund Herbert Haupt nicht in den – vielleicht wohlverdienten, aber für ihn nicht adäquaten – Ruhestand treten wird, sondern mit Herbert Haupt wird auch in Zukunft in der Politik zu rechnen sein, das kann ich Ihnen jetzt schon ankündigen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Den Haupt wird es noch geben, da wird der Gusenbauer schon in Pension sein!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der macht uns sicher!
Außerdem: Den Vergleich, den Sie hier anzubieten haben, mit der – bei aller Wertschätzung – Sozialsprecherin Silhavy oder die Grünen mit Herrn Öllinger, brauchen wir nicht zu scheuen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der macht uns sicher!) mit den Personalkapazitäten, die wir für diese Bundesregierung anzubieten haben, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Außerdem: Den Vergleich, den Sie hier anzubieten haben, mit der – bei aller Wertschätzung – Sozialsprecherin Silhavy oder die Grünen mit Herrn Öllinger, brauchen wir nicht zu scheuen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der macht uns sicher!) mit den Personalkapazitäten, die wir für diese Bundesregierung anzubieten haben, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
In diesem Sinne auch mein Dank, meine Anerkennung und Gratulation an Sozialminister Haupt, der mit der Finalisierung des Kinderbetreuungsgeldes einen Meilenstein in der Familienförderung – Frau Kollegin Silhavy, Sie haben all das abgelehnt – gesetzt hat, sodass die Entscheidung der Frauen, ob sie im Erwerbsprozess bleiben oder nicht, wirklich deren Entscheidung, eine Wahlmöglichkeit und nicht von sozialen Aspekten abhängig ist. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Mag. Wurm: In unserer Zeit wurde es eingeführt!
des gesorgt hat, während in der Zeit der SPÖ-Minister diesbezüglich keine Erhöhung zu verzeichnen war. (Abg. Mag. Wurm: In unserer Zeit wurde es eingeführt!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Minister Haupt hat nicht nur gutes Krisenmanagement bei der BSE-Krise gezeigt, sondern auch dafür gesorgt – gemeinsam mit der Bundesregierung und dem damaligen Sozialsprecher Sigisbert Dolinschek, der sich dort schon als Experte erwiesen hat –, dass es in Zukunft endlich – zumindest auf Bundesebene – ein einheitliches, faires, gerechtes, harmonisiertes Pensionssystem für alle Österreicherinnen und Österreicher gibt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Gibt es ja nicht!
Herr Kollege Gusenbauer, wenn Sie dann hier sagen: Es gibt ja kein einheitliches Pensionssystem! (Abg. Dr. Gusenbauer: Gibt es ja nicht!), dann haben Sie schon Recht, aber wo gibt es kein einheitliches System? – Dort, wo Sie es verhindert haben, nämlich auf Landesebene, denn dort haben Sie etwa im sozialistisch regierten Wien dafür gesorgt, dass die Pensionsprivilegien für Ihre Landesbeamten noch viele Jahre weiterlaufen. Sie verhindern, weil Sie nicht zur Zweidrittelmehrheit beitragen, dass die Ungerechtigkeiten bei den Österreichischen Bundesbahnen, dass man dort schon mit 47 Jahren in Pension gehen kann, abgeschafft werden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.) Das sind die Fragen, die Sie sich beantworten sollten. Sie sollten nicht hier herausgehen und scheinheilig irgendetwas behaupten. (Abg. Dr. Gusenbauer: ..., schämen Sie sich!) – Ich brauche mich nicht zu schämen, sondern Sie sollten sich dafür schämen, dass Sie hier etwas kritisieren, was Sie selbst verursacht haben: Ungerechtigkeiten im Pensionssystem, die niemand mehr versteht, Herr Kollege Gusenbauer von der SPÖ! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.
Herr Kollege Gusenbauer, wenn Sie dann hier sagen: Es gibt ja kein einheitliches Pensionssystem! (Abg. Dr. Gusenbauer: Gibt es ja nicht!), dann haben Sie schon Recht, aber wo gibt es kein einheitliches System? – Dort, wo Sie es verhindert haben, nämlich auf Landesebene, denn dort haben Sie etwa im sozialistisch regierten Wien dafür gesorgt, dass die Pensionsprivilegien für Ihre Landesbeamten noch viele Jahre weiterlaufen. Sie verhindern, weil Sie nicht zur Zweidrittelmehrheit beitragen, dass die Ungerechtigkeiten bei den Österreichischen Bundesbahnen, dass man dort schon mit 47 Jahren in Pension gehen kann, abgeschafft werden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.) Das sind die Fragen, die Sie sich beantworten sollten. Sie sollten nicht hier herausgehen und scheinheilig irgendetwas behaupten. (Abg. Dr. Gusenbauer: ..., schämen Sie sich!) – Ich brauche mich nicht zu schämen, sondern Sie sollten sich dafür schämen, dass Sie hier etwas kritisieren, was Sie selbst verursacht haben: Ungerechtigkeiten im Pensionssystem, die niemand mehr versteht, Herr Kollege Gusenbauer von der SPÖ! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: ..., schämen Sie sich!
Herr Kollege Gusenbauer, wenn Sie dann hier sagen: Es gibt ja kein einheitliches Pensionssystem! (Abg. Dr. Gusenbauer: Gibt es ja nicht!), dann haben Sie schon Recht, aber wo gibt es kein einheitliches System? – Dort, wo Sie es verhindert haben, nämlich auf Landesebene, denn dort haben Sie etwa im sozialistisch regierten Wien dafür gesorgt, dass die Pensionsprivilegien für Ihre Landesbeamten noch viele Jahre weiterlaufen. Sie verhindern, weil Sie nicht zur Zweidrittelmehrheit beitragen, dass die Ungerechtigkeiten bei den Österreichischen Bundesbahnen, dass man dort schon mit 47 Jahren in Pension gehen kann, abgeschafft werden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.) Das sind die Fragen, die Sie sich beantworten sollten. Sie sollten nicht hier herausgehen und scheinheilig irgendetwas behaupten. (Abg. Dr. Gusenbauer: ..., schämen Sie sich!) – Ich brauche mich nicht zu schämen, sondern Sie sollten sich dafür schämen, dass Sie hier etwas kritisieren, was Sie selbst verursacht haben: Ungerechtigkeiten im Pensionssystem, die niemand mehr versteht, Herr Kollege Gusenbauer von der SPÖ! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herr Kollege Gusenbauer, wenn Sie dann hier sagen: Es gibt ja kein einheitliches Pensionssystem! (Abg. Dr. Gusenbauer: Gibt es ja nicht!), dann haben Sie schon Recht, aber wo gibt es kein einheitliches System? – Dort, wo Sie es verhindert haben, nämlich auf Landesebene, denn dort haben Sie etwa im sozialistisch regierten Wien dafür gesorgt, dass die Pensionsprivilegien für Ihre Landesbeamten noch viele Jahre weiterlaufen. Sie verhindern, weil Sie nicht zur Zweidrittelmehrheit beitragen, dass die Ungerechtigkeiten bei den Österreichischen Bundesbahnen, dass man dort schon mit 47 Jahren in Pension gehen kann, abgeschafft werden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.) Das sind die Fragen, die Sie sich beantworten sollten. Sie sollten nicht hier herausgehen und scheinheilig irgendetwas behaupten. (Abg. Dr. Gusenbauer: ..., schämen Sie sich!) – Ich brauche mich nicht zu schämen, sondern Sie sollten sich dafür schämen, dass Sie hier etwas kritisieren, was Sie selbst verursacht haben: Ungerechtigkeiten im Pensionssystem, die niemand mehr versteht, Herr Kollege Gusenbauer von der SPÖ! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer
Vorschusslorbeeren, die man für neue Regierungsmitglieder immer verlangt, sind für diese beiden Persönlichkeiten nicht notwendig. Ursula Haubner und Sigisbert Dolinschek haben längst unter Beweis gestellt, zu welchen Leistungen sie fähig sind (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer), und sie werden das auch weiterhin in den neuen Funktionen in der österreichischen Bundesregierung unter Beweis stellen. Ich bin sicher, dass mit Herbert Haupt weiterhin eine Persönlichkeit für diesen Bereich zur Verfügung stehen wird.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich sage Ihnen nur: Seien Sie ein bisschen milder in der Kritik! Sie sollten diese Persönlichkeiten eher als Beispiel nehmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Das müssen Sie alles vom Blatt lesen?!
Bereich schon gezeigt hat, was sie kann, wie sie arbeitet und dass ihr soziales Herz sehr laut schlägt. Sie ist auch von den Medien respektiert und anerkannt. Ich gratuliere dir, Uschi Haubner, daher sehr herzlich zu deiner Angelobung als Sozialministerin. Mit dir hat Österreich in dieser wichtigen, zukunftsorientierten Schlüsselfunktion eine Frontfrau bekommen, die Menschlichkeit, Sensibilität, Mut, Kompetenz, Durchsetzungskraft einbringt, und das wird man in diesem wichtigen Ressort auch brauchen. (Abg. Öllinger: Das müssen Sie alles vom Blatt lesen?!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mandak: Sie sind aber auch ein Minister!
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und darf dort anschließen, wo Klubobmann Molterer geendet hat, indem er einige zum Zählen gebracht hat, nämlich bei der Frage: Warum sind jetzt die Frauen in der Regierung in der Mehrzahl? – Wenn man den Bundeskanzler und den Vizekanzler nicht mitrechnet, dann sind es zehn Mitglieder, sechs davon sind Frauen und vier Männer, oder aber wir haben eine Parität, 6 : 6, bei den stimmberechtigten Mitgliedern der Bundesregierung. – Andere beschließen Quoten, wir brauchen keine Beschlüsse, wir erfüllen sie einfach! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mandak: Sie sind aber auch ein Minister!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herbert Haupt, du hast mit der Behindertenmilliarde, mit dem Pflegegeld ab Geburt, mit der Erhöhung der Versehrtenrente, mit der Abfertigung Neu bahnbrechende Neuerungen in der Sozialversicherung geschaffen und wirklich einen sozialen Schwerpunkt nach dem anderen gesetzt, Valorisierung des Pflegegeldes, Pensionsharmonisierung. Diese Sozialpolitik, diese gute Sozialpolitik, wird immer die Handschrift des Herbert Haupt tragen. Herzlichen Dank dafür! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mandak: Bildung!
Noch etwas: Wenn wir mehr investieren in Infrastruktur, Schiene, Straße, Lärmschutz (Abg. Mandak: Bildung!) und mehr investieren in Forschung und Entwicklung denn je zuvor, dann sind das beschäftigungswirksame Investitionen. Meine Damen und Herren! Die Festigung des Wirtschaftsstandortes Österreich, die Festigung des Arbeits-
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
platzstandortes Österreich, den Menschen Arbeit geben, das ist die sozialste Politik, die man überhaupt machen kann. Und das tun wir. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich wünsche der neuen Sozialministerin Uschi Haubner alles Gute, viel Erfolg, gute Arbeit für Österreich. Dem neuen Staatssekretär Sigi Dolinschek ein herzliches Willkommen im Team, fühl dich wohl und mach auch du so wie deine Vorgängerin gute Arbeit für Österreich! Ein herzliches Glückauf! Alles Gute! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Auch wenn jetzt wieder gesagt wird: Wenn wir Arbeit geben, dann ist das sozial! – der Herr Bundeskanzler sagt so gern: Sozial ist, was Arbeit schafft! –, so muss ich sagen, das ist der falsche Zugang. Sozial ist, Arbeit zu geben und Arbeit zu schaffen, aber bei den entsprechenden Rahmenbedingungen: Arbeit, von der man leben kann; Arbeit, bei der man auch noch Familie und Soziales leben kann. Aber gerade diese Politik haben Sie bisher nicht gemacht und machen Sie nicht! Und deswegen stellen wir uns gegen diese Sozialpolitik und beleuchten sie kritisch. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Leider!
Frau Bundesministerin, wenn Sie „heimliche Frauenministerin“ sein wollen – dafür habe ich vollstes Verständnis, denn von der ressortzuständigen Frauenministerin merkt man ja nichts (Abg. Mag. Wurm: Leider!), Frauenarbeit geschieht ja in Österreich seit Antritt dieser Bundesregierung de facto nicht mehr (Beifall bei der SPÖ) –, dann hätte ich von Ihnen aber auch erwartet, dass Sie zu den Äußerungen des Herrn Gunnar Prokop – er ist halt zufällig der Mann einer Ihrer Regierungskolleginnen – etwas sagen. (Abg. Scheibner: Aber doch nicht von ihr!) Er ist jetzt kein Mann mehr, der sozusagen nur ein Mensch des Volkes ist, sondern damit hat er halt auch eine gewisse Öffentlichkeit. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) In meinen Augen ist es unfassbar, dass sich keine der so genannten 50-Prozent-Frauen der Bundesregierung, was ohnedies eine eigene Berechnung erfordert, dazu äußert und davon distanziert (Abg. Scheibner: Warum soll sich die Sozialministerin zu Familienangelegenheiten äußern?), dass Frauen in die Küche und Kinder erziehen sollen – und damit hat es sich. Ich halte das
Beifall bei der SPÖ
Frau Bundesministerin, wenn Sie „heimliche Frauenministerin“ sein wollen – dafür habe ich vollstes Verständnis, denn von der ressortzuständigen Frauenministerin merkt man ja nichts (Abg. Mag. Wurm: Leider!), Frauenarbeit geschieht ja in Österreich seit Antritt dieser Bundesregierung de facto nicht mehr (Beifall bei der SPÖ) –, dann hätte ich von Ihnen aber auch erwartet, dass Sie zu den Äußerungen des Herrn Gunnar Prokop – er ist halt zufällig der Mann einer Ihrer Regierungskolleginnen – etwas sagen. (Abg. Scheibner: Aber doch nicht von ihr!) Er ist jetzt kein Mann mehr, der sozusagen nur ein Mensch des Volkes ist, sondern damit hat er halt auch eine gewisse Öffentlichkeit. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) In meinen Augen ist es unfassbar, dass sich keine der so genannten 50-Prozent-Frauen der Bundesregierung, was ohnedies eine eigene Berechnung erfordert, dazu äußert und davon distanziert (Abg. Scheibner: Warum soll sich die Sozialministerin zu Familienangelegenheiten äußern?), dass Frauen in die Küche und Kinder erziehen sollen – und damit hat es sich. Ich halte das
Abg. Scheibner: Aber doch nicht von ihr!
Frau Bundesministerin, wenn Sie „heimliche Frauenministerin“ sein wollen – dafür habe ich vollstes Verständnis, denn von der ressortzuständigen Frauenministerin merkt man ja nichts (Abg. Mag. Wurm: Leider!), Frauenarbeit geschieht ja in Österreich seit Antritt dieser Bundesregierung de facto nicht mehr (Beifall bei der SPÖ) –, dann hätte ich von Ihnen aber auch erwartet, dass Sie zu den Äußerungen des Herrn Gunnar Prokop – er ist halt zufällig der Mann einer Ihrer Regierungskolleginnen – etwas sagen. (Abg. Scheibner: Aber doch nicht von ihr!) Er ist jetzt kein Mann mehr, der sozusagen nur ein Mensch des Volkes ist, sondern damit hat er halt auch eine gewisse Öffentlichkeit. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) In meinen Augen ist es unfassbar, dass sich keine der so genannten 50-Prozent-Frauen der Bundesregierung, was ohnedies eine eigene Berechnung erfordert, dazu äußert und davon distanziert (Abg. Scheibner: Warum soll sich die Sozialministerin zu Familienangelegenheiten äußern?), dass Frauen in die Küche und Kinder erziehen sollen – und damit hat es sich. Ich halte das
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Frau Bundesministerin, wenn Sie „heimliche Frauenministerin“ sein wollen – dafür habe ich vollstes Verständnis, denn von der ressortzuständigen Frauenministerin merkt man ja nichts (Abg. Mag. Wurm: Leider!), Frauenarbeit geschieht ja in Österreich seit Antritt dieser Bundesregierung de facto nicht mehr (Beifall bei der SPÖ) –, dann hätte ich von Ihnen aber auch erwartet, dass Sie zu den Äußerungen des Herrn Gunnar Prokop – er ist halt zufällig der Mann einer Ihrer Regierungskolleginnen – etwas sagen. (Abg. Scheibner: Aber doch nicht von ihr!) Er ist jetzt kein Mann mehr, der sozusagen nur ein Mensch des Volkes ist, sondern damit hat er halt auch eine gewisse Öffentlichkeit. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) In meinen Augen ist es unfassbar, dass sich keine der so genannten 50-Prozent-Frauen der Bundesregierung, was ohnedies eine eigene Berechnung erfordert, dazu äußert und davon distanziert (Abg. Scheibner: Warum soll sich die Sozialministerin zu Familienangelegenheiten äußern?), dass Frauen in die Küche und Kinder erziehen sollen – und damit hat es sich. Ich halte das
Abg. Scheibner: Warum soll sich die Sozialministerin zu Familienangelegenheiten äußern?
Frau Bundesministerin, wenn Sie „heimliche Frauenministerin“ sein wollen – dafür habe ich vollstes Verständnis, denn von der ressortzuständigen Frauenministerin merkt man ja nichts (Abg. Mag. Wurm: Leider!), Frauenarbeit geschieht ja in Österreich seit Antritt dieser Bundesregierung de facto nicht mehr (Beifall bei der SPÖ) –, dann hätte ich von Ihnen aber auch erwartet, dass Sie zu den Äußerungen des Herrn Gunnar Prokop – er ist halt zufällig der Mann einer Ihrer Regierungskolleginnen – etwas sagen. (Abg. Scheibner: Aber doch nicht von ihr!) Er ist jetzt kein Mann mehr, der sozusagen nur ein Mensch des Volkes ist, sondern damit hat er halt auch eine gewisse Öffentlichkeit. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) In meinen Augen ist es unfassbar, dass sich keine der so genannten 50-Prozent-Frauen der Bundesregierung, was ohnedies eine eigene Berechnung erfordert, dazu äußert und davon distanziert (Abg. Scheibner: Warum soll sich die Sozialministerin zu Familienangelegenheiten äußern?), dass Frauen in die Küche und Kinder erziehen sollen – und damit hat es sich. Ich halte das
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Ich habe schon geglaubt, dass Sie mehr Redestoff haben!
für unfassbar! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Ich habe schon geglaubt, dass Sie mehr Redestoff haben!)
Abg. Scheibner: Die alle falsch sind! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Falsche Zahlen sind keine Fakten!
Aber auch in der Sozialpolitik, meine Damen und Herren, machen Sie keine Frauenpolitik. Die Pensionsreform – das wissen Sie ganz genau, Herr Kollege Molterer, wir haben Ihnen das mit Zahlen und Fakten belegt (Abg. Scheibner: Die alle falsch sind! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Falsche Zahlen sind keine Fakten!) – ist unfair und ungerecht, sie geht vor allem zu Lasten der Frauen. Das ist schlimm, aber Sie streichen sie noch lobend heraus.
Beifall bei der SPÖ.
Es ist eine Politik, sich der Verantwortung zu entziehen. Sie lassen die ältere Generation im Stich, Sie lassen aber genauso die junge Generation im Stich. – Das ist keine Politik, die wir vertreten können, Herr Kollege Molterer. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin, das ist kein Aushängeschild für diese Bundesregierung: Der Sozialmarkt St. Pölten versorgt bereits 200 Kunden. Wissen Sie, was ein Sozialmarkt ist? – Das ist ein Markt, wo Waren mit kurzem Ablaufdatum, Waren mit beschädigten Etiketten und so weiter günstiger abgegeben werden für Leute, die sich die Waren im normalen Supermarkt nicht mehr leisten können. Das ist die Sozialpolitik dieser Bundesregierung! – Das ist ein Skandal, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Was „verachten“ Sie beim Kindergeld?
Oder, weil hier das Kinderbetreuungsgeld so gelobt worden ist: Was hat denn das Kinderbetreuungsgeld zur Folge? – Dass die Frauen aus dem Arbeitsmarkt gedrängt werden. Ja natürlich, genau nach Herrn Prokop: Zurück in die Küche, Kinder erziehen – und aus. Das ist Ihre Politik, und das verachten wir und lehnen wir ab. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Was „verachten“ Sie beim Kindergeld?)
Abg. Mag. Molterer: Frau Kollegin! Was „verachten“ Sie beim Kindergeld?
Dazu kommt noch Ihre Unfähigkeit, einen Dialog zu führen. (Abg. Mag. Molterer: Frau Kollegin! Was „verachten“ Sie beim Kindergeld?) Wir haben es Ihnen gesagt bei den Ambulanzgebühren, wir haben es Ihnen gesagt bei der Unfallrentenbesteuerung – Sie sind drübergefahren. Sie sind nicht in der Lage, einen Dialog zu führen, und das ist das Schlimme. Genauso schaut Ihre Politik insgesamt aus: einseitig drübergefahren, nicht geredet, und wenn der Verfassungsgerichtshof etwas aufhebt, dann müssen wir es halt reparieren. (Abg. Scheibner: Sie dürfen ja nirgends zustimmen!) Aber vorher warten wir einmal ab, wie das Ganze wird.
Abg. Scheibner: Sie dürfen ja nirgends zustimmen!
Dazu kommt noch Ihre Unfähigkeit, einen Dialog zu führen. (Abg. Mag. Molterer: Frau Kollegin! Was „verachten“ Sie beim Kindergeld?) Wir haben es Ihnen gesagt bei den Ambulanzgebühren, wir haben es Ihnen gesagt bei der Unfallrentenbesteuerung – Sie sind drübergefahren. Sie sind nicht in der Lage, einen Dialog zu führen, und das ist das Schlimme. Genauso schaut Ihre Politik insgesamt aus: einseitig drübergefahren, nicht geredet, und wenn der Verfassungsgerichtshof etwas aufhebt, dann müssen wir es halt reparieren. (Abg. Scheibner: Sie dürfen ja nirgends zustimmen!) Aber vorher warten wir einmal ab, wie das Ganze wird.
Beifall bei der SPÖ. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Ihre Politik basiert auf Armut und Almosentum. Härteausgleichsfonds statt Rechte – das ist Ihre Politik! Das ist keine Politik, die sich die Menschen in Österreich verdient haben. Das ist keine zukunftweisende, moderne Sozialpolitik. Das ist eine Sozialpolitik des Mittelalters und der Steinzeit. Und genau so regieren Sie auch. (Beifall bei der SPÖ. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist höchste Zeit für einen sozialpolitischen Wechsel in diesem Staate! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Der Minister Bartenstein sagt, das brauchen wir nicht!
Ich lade dich aber auch ein, einem der Grundübel gemeinsam mit den Regierungsmitgliedern und den Parlamentariern zu Leibe zu rücken, nämlich der Schattenwirtschaft effizient den Kampf anzusagen. (Abg. Silhavy: Der Minister Bartenstein sagt, das brauchen wir nicht!) Sie schadet nämlich der Wirtschaft, allen, die gut arbeiten, und entzieht den Transferleistungen jenes Geld, das wir für die soziale Sicherheit brauchen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich lade dich aber auch ein, einem der Grundübel gemeinsam mit den Regierungsmitgliedern und den Parlamentariern zu Leibe zu rücken, nämlich der Schattenwirtschaft effizient den Kampf anzusagen. (Abg. Silhavy: Der Minister Bartenstein sagt, das brauchen wir nicht!) Sie schadet nämlich der Wirtschaft, allen, die gut arbeiten, und entzieht den Transferleistungen jenes Geld, das wir für die soziale Sicherheit brauchen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bedanke mich bei dir, lieber Herbert, für viele gute Gespräche. Du hast für das Sozialwesen einen wichtigen und gewichtigen Beitrag geleistet, sodass wir grosso modo sagen können: Die Familienleistungen in Österreich sind weltweit die Besten. Dafür gebührt dir herzlicher Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
schenkt hat. Und das unterscheidet dich von jenen, die Sozialpolitik kommentieren. Du hast Sozialpolitik und soziales Engagement nachweislich und ehrlich gelebt. Und das ist das, was in der Politik zählt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich wünsche dir, Herbert, alles Gute, und wünsche den beiden neuen Funktionsträgern der Bundesregierung bei der Bewältigung dieser wichtigen Aufgabe den besten Erfolg im gemeinsamen Interesse. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Herr Vizekanzler, es ist zwar nett, wenn Sie den Frauenanteil in der Regierungsriege betonen, aber zu sagen haben die Frauen offensichtlich nichts. Zuerst redet der Kanzler, dann der Vizekanzler – und erst am Schluss darf die eigentlich Hauptbetroffene, nämlich die Frau Sozialministerin, ein paar Minuten etwas nachsagen. So sieht es in Ihrer Bundesregierung aus! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Herr Bundeskanzler! Was man aus diesen zahlreich stattfindenden Inszenierungen, Regierungsumbildungen, Durchstarten lernen muss, ist mit Sicherheit Folgendes: Immer dann, wenn Sie einen von Ihren Kollegen loben, wird es gefährlich für den, dann wird es eminent gefährlich. Wenn Bundeskanzler Schüssel sagt, Haupt ist ein großer Sozialreformer, dann muss für Haupt eigentlich schon das rote Licht blinken, und es hat auch geblinkt, denn seit Bundeskanzler Schüssel das gesagt hat – das war vor zirka eineinhalb Jahren das erste Mal –, seit er gesagt hat, das ist das Ass in der Regierung, das man nicht missen möchte, das unbedingt dabei sein muss, denn er hat ja mit ihm gemeinsam den Koalitionsvertrag zweite Periode unterschrieben, geht es mit Herbert Haupt bergab. Und ich könnte Ihnen auch noch so manche andere Regierungsmitglieder nennen, die Sie dann ebenfalls durch Ihr Lob letztendlich aus der Regierung gebracht haben. Das ist nicht gut. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Ruf bei der ÖVP: Das ist ziemlich dumm!
Jetzt gibt es einige in dieser Bundesregierung, die nicht so gelobt worden sind, die können sich still freuen, das ist offensichtlich Grund genug zu überleben. Aber ehrlich gesagt, Herr Morak, wenn Sie nicht gelobt werden, freut Sie das, ja? (Ruf bei der ÖVP: Das ist ziemlich dumm!) – Das ist auch nicht sehr erfreulich.
Ruf bei der ÖVP: Ist!
Was ich dem Herrn Sozialminister und jetzt Ex-Sozialminister Haupt mit Sicherheit nicht absprechen will, das war und ist sein Engagement. Ja, Haupt war engagiert. (Ruf bei der ÖVP: Ist!) Haupt hat sich immer bemüht – bis vor einem Jahr. Seither ist Haupt abgetreten und hat keine Initiativen in der Bundesregierung mehr gesetzt. Die Pensionsreform, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei, hat Herr Schüssel, der Herr Bundeskanzler, fast schon selbst geschrieben. Aber ganz sicher wurden die Pensionsreformen 2003 und 2004 nicht vom Sozialminister vertreten.
Abg. Mag. Molterer: Was heißt das?
Meine Kollegin Glawischnig hat schon darauf hingewiesen. Auf der einen Seite sagen Sie als ÖVP und FPÖ, für die Konzerne, die im Ausland Schulden machen, setzen wir Steuervorteile. Und auf der anderen Seite sind Sie frech genug, zu sagen (Abg. Mag. Molterer: Was heißt das?), den Kellnern werden wir in Zukunft das Trinkgeld noch extra besteuern. (Abg. Scheibner: Bleiben Sie in der Einzahl, Herr Kollege!) Das sind die Relationen, die Sie setzen: den Kellnern das Trinkgeld besteuern und den großen Konzernen die Schulden im Ausland erlassen und steuerfrei stellen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Scheibner: Bleiben Sie in der Einzahl, Herr Kollege!
Meine Kollegin Glawischnig hat schon darauf hingewiesen. Auf der einen Seite sagen Sie als ÖVP und FPÖ, für die Konzerne, die im Ausland Schulden machen, setzen wir Steuervorteile. Und auf der anderen Seite sind Sie frech genug, zu sagen (Abg. Mag. Molterer: Was heißt das?), den Kellnern werden wir in Zukunft das Trinkgeld noch extra besteuern. (Abg. Scheibner: Bleiben Sie in der Einzahl, Herr Kollege!) Das sind die Relationen, die Sie setzen: den Kellnern das Trinkgeld besteuern und den großen Konzernen die Schulden im Ausland erlassen und steuerfrei stellen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Meine Kollegin Glawischnig hat schon darauf hingewiesen. Auf der einen Seite sagen Sie als ÖVP und FPÖ, für die Konzerne, die im Ausland Schulden machen, setzen wir Steuervorteile. Und auf der anderen Seite sind Sie frech genug, zu sagen (Abg. Mag. Molterer: Was heißt das?), den Kellnern werden wir in Zukunft das Trinkgeld noch extra besteuern. (Abg. Scheibner: Bleiben Sie in der Einzahl, Herr Kollege!) Das sind die Relationen, die Sie setzen: den Kellnern das Trinkgeld besteuern und den großen Konzernen die Schulden im Ausland erlassen und steuerfrei stellen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Sozialmissbrauch zu verhindern, das, was Sie als Konzept für Ihre Regierung angekündigt haben, das ist keine Sozialpolitik, mit der Sie sich vor die ÖsterreicherInnen hinstellen können! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Die höchste Arbeitslosenrate!
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Zunächst möchte ich auf die Kritik von Öllinger zurückkommen, dass die Kapitalgesellschaften favorisiert würden und die Armut nicht bekämpft würde. Herr Abgeordneter Öllinger, wenn die Wirtschaft gestärkt wird, dann gibt es Arbeitsplätze, und das macht diese Regierung. Dieses Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen, verfolgt die Regierung! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Die höchste Arbeitslosenrate!)
Abg. Mag. Wurm: Zehn Jahre!
Jetzt möchte ich noch auf die Ausführungen des Herrn Abgeordneten Gusenbauer eingehen. Seine süffisanten Kommentare fordern schon dazu auf, einmal in die politische Vergangenheit zu schauen. Herr Abgeordneter Gusenbauer! Einsamer Rekordhalter, was den Wechsel von Ministern betrifft, bleibt nach wie vor die SPÖ. Vranitzky hat es geschafft, mehr als 20 Minister und Staatssekretäre zu verbrauchen. Also wirklich eine stolze Leistung! (Abg. Mag. Wurm: Zehn Jahre!) Sie haben überhaupt keinen Grund, mit dem Finger auf uns zu zeigen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie haben aber im Laufe der Jahre gesehen, dass Sozialminister Haupt Frauenanliegen viel, viel besser vertritt als so mancher sozialistische Sozialminister oder so manche Sozialministerin. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: Epochal!
Frauenministerin Dohnal von der SPÖ hat gesagt, trotz langer SPÖ-Regierung sind die Frauen noch immer im Vorzimmer der Macht. (Abg. Mag. Wurm: Epochal!) Das war das traurige Eingeständnis Ihrer Frauenministerin!
Abg. Silhavy: Er hat es ja nicht privat gesagt!
Wenn Sie unter Frauenpolitik verstehen, dass Aussagen von Ehemännern von Ministern kritisiert und kommentiert werden, dann werden Sie bei uns nicht den richtigen Ansprechpartner finden, meine sehr geehrten Damen und Herren. Denn was jemand privat sagt, überhaupt von Familienangehörigen, das gehört nicht in die politische Diskussion. (Abg. Silhavy: Er hat es ja nicht privat gesagt!) Merken Sie sich das, Frau Abgeordnete Silhavy! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn Sie unter Frauenpolitik verstehen, dass Aussagen von Ehemännern von Ministern kritisiert und kommentiert werden, dann werden Sie bei uns nicht den richtigen Ansprechpartner finden, meine sehr geehrten Damen und Herren. Denn was jemand privat sagt, überhaupt von Familienangehörigen, das gehört nicht in die politische Diskussion. (Abg. Silhavy: Er hat es ja nicht privat gesagt!) Merken Sie sich das, Frau Abgeordnete Silhavy! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich habe das erlebt. Seit dem Jahr 1983 bin ich im Parlament. Da waren sehr viele sozialistische Sozialminister, und ich habe mich oft gefragt: Wo ist das Engagement der Sozialisten für Behinderte? – Ich habe es nicht gefunden. Du warst derjenige, der sich wirklich intensiv mit Behinderten auseinander gesetzt hat, zusammengesetzt hat und auch Lösungen gefunden hat. Und zum ersten Mal gibt es auch eine Erhöhung des Bundespflegegeldes, wenn es auch nicht viel ist. In Summe sind es 13 Millionen €, die für Behinderte mehr zur Verfügung stehen, und dafür danke ich dir, Herbert. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich wünsche der neu angelobten Ministerin Ursula Haubner und auch Herrn Staatssekretär Sigisbert Dolinschek viel Erfolg bei der Fortsetzung dieses Weges! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Bundesministerin für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz Ursula Haubner: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Ich stehe heute vor Ihnen als eine von sechs – sehr kompetenten – Ministerinnen dieses Kabinetts (Zwischenrufe bei der SPÖ) und darf Ihnen als Vertreterin eines der Schlüsselressorts dieser Bundesregierung kurz meine Vorstellungen, meine künftige Linie skizzieren.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich werde jenen Weg beschreiten beziehungsweise weitergehen, den Herbert Haupt vorgezeichnet hat. Herbert Haupt hat ja das Sozialressort geprägt, wie dies nur wenige seiner Amtsvorgänger zustande gebracht haben. Gemeinsam mit dem neuen Staatssekretär Sigisbert Dolinschek werden wir die bestehenden Vorhaben dieser Ära zu Ende bringen. Eines, welches uns beiden ein ganz besonderes Anliegen ist, betrifft ja das Schaffen beziehungsweise Umsetzen einer besseren Schwerarbeiter-Regelung, wozu ich alle einlade, konstruktiv daran mitzuarbeiten – Fritz Neugebauer hat das ja schon ganz klar gesagt – und das mit uns gemeinsam zu gestalten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Wo denn? Wo gibt es den?
Wir wollen neue Ziele verfolgen, ohne die Kontinuität im Sozialbereich zu gefährden, damit jene, die unsere Unterstützung benötigen, eine solche auch wirklich, und zwar in ausreichender Form, erhalten. Und damit wir dies sicherstellen können, ist jeglicher Form von Sozialmissbrauch ein Riegel vorzuschieben. (Abg. Öllinger: Wo denn? Wo gibt es den?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Bevor ich auf unsere Ziele und Vorstellungen eingehe, ist es mir ein besonderes Herzensanliegen, Herbert Haupt für zwei Jahre gemeinsamer Arbeit in der Bundesregierung und vor allem für die nachhaltigen Reformen in der Sozial- und Familienpolitik meinen Dank und meine höchste Anerkennung auszusprechen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Familie braucht Partner im Arbeitsumfeld, da sich sonst in erster Linie die Frauen zwischen Berufstätigkeit und Erfüllung eines Kinderwunsches entscheiden müssen. Familie braucht Partner im Lebensumfeld, denn eine nachhaltige regionale Stärkung ist nur durch eine dynamische Bevölkerung möglich. Auch Kinder brauchen Partner für ein Ja zum Leben und für Schutz vor Gewalt – und daher wird der Nationale Aktionsplan für Kinderrechte ein weiteres wichtiges Handlungsfeld sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Meine Damen und Herren! Gerade am Beginn eines für die Republik Österreich so wichtigen Jahres betrachte ich es als Sozialministerin als meine allererste Aufgabe (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), alles dazu beizutragen, dass das soziale Miteinander und die soziale Sicherheit in unserem Land auch weiterhin gewährleistet sind, gerade auch für diejenigen, die unser Land aufgebaut, die dafür die Basis geschaffen haben. Auf diesem Fundament wollen wir das soziale Netzwerk weiter gut knüpfen. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Gerade am Beginn eines für die Republik Österreich so wichtigen Jahres betrachte ich es als Sozialministerin als meine allererste Aufgabe (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), alles dazu beizutragen, dass das soziale Miteinander und die soziale Sicherheit in unserem Land auch weiterhin gewährleistet sind, gerade auch für diejenigen, die unser Land aufgebaut, die dafür die Basis geschaffen haben. Auf diesem Fundament wollen wir das soziale Netzwerk weiter gut knüpfen. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Friedrich Verzetnitsch (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! – Im Übrigen, Herr Bundeskanzler: Auf der Homepage des Bundeskanzleramtes ist diese Regierungsumbildung noch nicht nachvollzogen; vielleicht könnte man das auch dort öffentlich machen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Sie stimmen ja nirgends zu!
Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Herr ehemaliger Bundesminister Haupt, ich stehe nicht an, Ihnen für die immerwährende Dialogbereitschaft zu danken. Auch wenn wir in vielen Fragen nicht einer Meinung waren, hat es immer wieder Ansätze in die Richtung gegeben, zu einer gemeinsamen Sicht der Dinge zu kommen. Ich gehe davon aus, dass das vielleicht jetzt leichter gelingen wird, da Sie, Herr Kollege Haupt, jetzt wieder als Abgeordneter in den Nationalrat einziehen und daher nicht dem Einstimmigkeitszwang der Bundesregierung, des Ministerrates unterworfen sind, sodass eben gemeinsame Ideen leichter um- und durchgesetzt werden können. (Abg. Scheibner: Sie stimmen ja nirgends zu!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.
Warum sage ich das? – Weil ja hier mehrfach ... (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) – Herr Klubobmann Molterer, hören Sie zu! – Mehrfach ist ja hier bereits die Bekämpfung der Schwarzarbeit angesprochen worden, aber: Wer hat Sie von ÖVP oder Freiheitlichen denn daran gehindert, den Entwurf, den die damalige Bundesministerin Hostasch eingebracht hat, umzusetzen?! Warum braucht es immer Jahre – das trifft ja auch auf den Bildungsbereich zu –, damit in Ihrer Regierungskoalition Dinge, die wir gemeinsam diskutiert haben, tatsächlich umgesetzt werden können?! Eine rasche Umsetzung notwendiger Dinge, das wäre meiner Meinung nach eine zukunftsträchtige Politik.
Beifall bei der SPÖ.
Heute haben Sie hier wieder die 3,2 Millionen Erwerbstätigen Österreichs erwähnt: Ja, diese Zahl ist schon richtig, aber vergessen Sie nicht, dazuzusagen, dass eine totale Veränderung des Arbeitsmarktes stattgefunden hat, denn: Ein Drittel der 3,2 Millionen Beschäftigten in Österreich sind geringfügig Beschäftigte, Teilzeitkräfte, KindergeldbezieherInnen, Menschen also, die Betreuungspflichten nachkommen! Ich meine daher, dass es wichtiger wäre, nicht den Arbeitsmarkt gesund zu reden zu versuchen, sondern diesen tatsächlich gesund zu machen. Die Arbeitslosen hätten sich das wahrlich verdient! Das wäre meiner Überzeugung nach eine wichtige Zielsetzung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Herr Staatssekretär Dolinschek jetzt neu in diesem Amt beginnt, dann wünsche ich ihm viel Glück. Die Schwerpunkte stehen noch nicht fest, hat er gestern in einem „Presse“-Interview festgestellt. Ich erinnere ihn daran, dass er Schwerpunkte selbst gesetzt hat: Hackler-Regelung: nicht erfüllt, Volksabstimmung: nicht erfüllt, Kampf gegen Sozialbetrug: nicht erfüllt. Jetzt sind Arbeitsaufträge da, ich hoffe, es gelingt ihm tatsächlich, diese zu erfüllen. Wir haben Konzepte, arbeiten wir gemeinsam an der Umsetzung! Das bringt uns weiter, jedoch nicht die Regierungsumbildung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sie wollen ja die Karenzzeiten von 24 Monaten auf 30 Monate ausweiten. Warum ist es dann ein Hindernis, wenn man Kinderbetreuungsgeld bezieht? Sagen Sie das uns! Oder ist das nur der Neid, weil Sie es nicht geschafft haben? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte weiters dazu sagen, dass gerade die Stärkung von verschiedenen Formen von Kinderbetreuung notwendig ist. Ich spreche hier die Tagesmütter an. Ich möchte das Beispiel der Steiermark erwähnen: In der Steiermark sind die Tagesmütter sozialrechtlich, pensionsrechtlich und krankenversicherungsmäßig abgesichert, das heißt, sie haben Rechtsansprüche. Das wäre ein Weg für Gesamtösterreich – etwas, was unsere Frau Landeshauptmann mit den zuständigen Ressorts in die Wege geleitet hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Lebens- und Berufserfahrung muss wieder mehr gefragt sein in diesem Zusammenhang – Stichwort: Generationenfrage, Pflegeversicherung. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Und ich sage noch etwas: Österreich gibt in diesem Jahr mehr als 5,3 Milliarden € zusätzlich für Familien aus. Österreich ist europaweit führend in der Familienpolitik. Mit dieser Regierung wird es gut weitergehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Partik-Pablé: Zum ersten Mal ist das Pflegegeld erhöht worden!
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Ich stehe nicht an zu sagen: Herbert Haupt hat sich als Sozialminister wirklich sehr intensiv der Probleme von Menschen mit Behinderungen angenommen. Das kann man so sagen, weil es einfach so war. Aber das Problem war, dass er ständig gescheitert ist an seinen eigenen Regierungskollegen. Von Steherqualität war da nicht sehr viel vorhanden, denn sonst hätten wir in der Behindertenpolitik einiges mehr weitergebracht, als es derzeit der Fall ist. (Abg. Partik-Pablé: Zum ersten Mal ist das Pflegegeld erhöht worden!)
Beifall bei den Grünen.
Es gibt große Bereiche, die seit Jahren ausstehen, zum Beispiel ein umfassendes Behindertengleichstellungsgesetz. Herr Bundeskanzler Schüssel hat es damals verweigert, im Bundeskanzleramt eine Arbeitsgruppe dafür zu installieren. Minister Haupt hat sich dieses Themas angenommen, und Minister Bartenstein versuchte es erfolgreich zu verhindern. Das sind die „Spiele“, die dort laufen. (Beifall bei den Grünen.) Und bei diesen „Spielen“ ist eben einer auf der Strecke geblieben, und das ist Sozialminister Haupt.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja nicht nachvollziehbar, was Sie da von sich geben!
Allen, die ihn heute so gelobt haben – er war so gut, und es ist so schade, dass er geht –, möchte ich sagen: Er ist nicht von sich aus gegangen, sondern er hat gehen müssen! Und ich denke, es muss auch hier in diesem Haus möglich sein, endlich die Wahrheit zu sagen: Nicht freiwillig ist er gegangen, sondern er wurde hinausgeekelt, bis er gesagt hat: Okay, dann gehe ich halt! – So ist die Situation. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja nicht nachvollziehbar, was Sie da von sich geben!) Dazu kenne ich den Herrn Minister viel zu gut, als dass ich nicht wüsste, dass er es sonst anders gemacht hätte.
Beifall bei den Grünen.
Jetzt aber zu den noch offenen Punkten. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Sozialministerin! Ich war gestern höchst überrascht, als ich in der Sendung „Report“ gehört habe, dass Herr Staatssekretär Dolinschek plötzlich für die Agenden im Behindertenbereich zuständig sein sollte. Frau Ministerin! Ich ersuche Sie im Auftrag und im Interesse aller behinderten Menschen in Österreich, die diesen Personenkreis betreffenden Agenden zu Ihrer Chefsache zu machen und nicht in einem Staatssekretariat zu entsorgen. Frau Ministerin, da stehen einfach zu wichtige Probleme an, die zu lösen sind. (Beifall bei den Grünen.) Und dafür, Frau Ministerin, sind Sie verantwortlich, und ich hoffe, Sie nehmen diese Verantwortung für all die behinderten Menschen in Österreich tatsächlich wahr und schieben sie nicht auf das Staatssekretariat ab.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Frau Ministerin, ich habe Ihnen jetzt nur einen kleinen Ausschnitt davon dargestellt, was noch alles offen ist, und das anzugehen ist Ihre Aufgabe und nicht die eines Staatssekretärs. Ich glaube, Sie sollten sich wirklich überlegen, welche Zeichen Sie als Sozialministerin gegenüber behinderten Menschen setzen, ob Sie die Verantwortung für sie ins Staatssekretariat abschieben oder ob Sie selbst dafür die Verantwortung übernehmen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Sehr geehrte Bundesregierung! Frau Präsidentin! Meine geschätzten Damen und Herren! Ich finde es eigentlich schade, dass Frau Kollegin Haidlmayr wieder einmal versucht, eine Politik, noch bevor sie gemacht wird, zu kritisieren. Ähnlich wurde es bei unserem lieben Freund Bundesminister a. D. Herbert Haupt gemacht. Auch er wurde im vorhinein kritisiert, und hintennach Rosen zu streuen ist zu spät. Sie sollten die gute Politik der freiheitlichen Politiker dann positiv bewerten, wenn sie gemacht wird. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte ihm aber nicht nur in seiner Funktion als Minister danken. Herbert Haupt und mich verbinden auch sehr enge persönliche Kontakte. Er ist mein Bezirksparteiobmann, er ist wirklich ein persönlicher Freund, und er ist auch eines: mein politischer Ziehvater. Deswegen würde ich mich darauf freuen und hoffe ich – und da schließe ich mich der Meinung unseres Klubobmannes an, dass wir ihm nicht den wohlverdienten Ruhestand sozusagen aufs Auge drücken wollen –, dass Herbert Haupt gemeinsam mit uns hier in den nächsten Jahren weiterhin erfolgreiche Sozialpolitik machen wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Das geht sich aber nicht aus: jahrzehntelang an der Werkbank und jahrzehntelang im Parlament! Das müssen Sie uns vorrechnen!
Wenn Herr Staatssekretär Dolinschek von Frau Dr. Glawischnig in ihrer Rede kritisiert wurde, dann, lieber Sigi Dolinschek, kann ich dir nur sagen: Das ist der Garant dafür, dass du auf dem richtigen Weg bist! Wenn Sie, Frau Dr. Glawischnig, kritisieren, dass wieder ein Kärntner eine Funktion in der Bundesregierung wahrnimmt, dann muss ich ehrlich sagen, das war heute der Tiefpunkt Ihres politischen Lebens. Sigisbert Dolinschek ist ein fundierter Politiker, der seit 15 Jahren in diesem Hohen Haus sitzt, der seit 15 Jahren gute Sozialpolitik macht, der ein wirklich sehr basisverbundener Mensch ist, der aus der arbeitenden Bevölkerung kommt und weiß, was die Probleme der Menschen sind, der selbst jahrzehntelang an der Drehbank gestanden ist, und das kann man hier von vielen nicht behaupten. Sigisbert Dolinschek weiß also, welche Sorgen die Menschen haben, und sich hier herzustellen und von einer „Fehlbesetzung“ zu sprechen, nur weil er ein Kärntner ist, Frau Dr. Glawischnig, das ist ihm gegenüber und vor allem auch den Kärntnern gegenüber wirklich nicht fair. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Das geht sich aber nicht aus: jahrzehntelang an der Werkbank und jahrzehntelang im Parlament! Das müssen Sie uns vorrechnen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Bis zur nächsten Regierungsumbildung!
In diesem Sinne wünsche ich dem neuen Mitglied in der Bundesregierung und der neuen Frau Sozialministerin viel Erfolg, viel Kraft und alles Gute für ihre Arbeit! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Bis zur nächsten Regierungsumbildung!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Trotzdem: Der Herr Bundeskanzler sollte hier anwesend sein und der Herr Finanzminister selbstverständlich auch, und es ist eigentlich ziemlich skandalös, dass sie sich weigern, hier an dieser Debatte teilzunehmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Neudeck: Das ist falsch!
Nur in einigen wenigen Worten gesagt: Frühstücken scheint eine explosive Tätigkeit zu sein in dieser Regierung! Da kann es schon einmal passieren, dass man einen Anruf kriegt und einer sagt: Ich bin nicht mehr dein Minister, auf Wiederschauen! Es kann aber auch sein, dass ein Verteidigungsminister, wie Herbert Scheibner, frühstückt, schon einen fertigen Ministerratsvortrag vorbereitet hat und auf Empfehlung wichtigster Persönlichkeiten seines Ministeriums die Gripen vorschlagen möchte. Während er allein gemütlich vor sich hin frühstückt, treffen sich anscheinend der Bundeskanzler, der Finanzminister, also Schüssel, Grasser, damals die Vizekanzlerin Riess-Passer und noch irgendjemand, und innerhalb von zwei Stunden gibt es die Gripen nicht mehr. Innerhalb von zwei Stunden wird dieses Thema von der Ministerrats-Tagesordnung abgesetzt – und eine Woche später kommt der vielfach teurere Eurofighter, ein Kampfflugzeug der Sonderklasse! (Abg. Neudeck: Das ist falsch!)
Abg. Scheibner: Das habe ich schon x-mal gesagt!
Meine Frage ist: Was ist da in der Zwischenzeit passiert, Herr Klubobmann und damaliger Verteidigungsminister Scheibner (Abg. Scheibner: Das habe ich schon x-mal gesagt!), als Sie noch in Richtung Gripen marschiert sind, wie in einer Duracell-Werbung, und auf der anderen Seite haben alle gesagt: Nein, der Eurofighter muss kommen!? – Warum muss das so sein? Das würde mich interessieren. (Abg. Scheibner: Das beste Gerät!)
Abg. Scheibner: Das beste Gerät!
Meine Frage ist: Was ist da in der Zwischenzeit passiert, Herr Klubobmann und damaliger Verteidigungsminister Scheibner (Abg. Scheibner: Das habe ich schon x-mal gesagt!), als Sie noch in Richtung Gripen marschiert sind, wie in einer Duracell-Werbung, und auf der anderen Seite haben alle gesagt: Nein, der Eurofighter muss kommen!? – Warum muss das so sein? Das würde mich interessieren. (Abg. Scheibner: Das beste Gerät!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Ja, das beste Gerät, und vor allem ein superteures Gerät! Der Rechnungshof hat ja eine wirklich sehr kritische Aufarbeitung in seinem Prüfbericht geleistet, und wir wissen, dass zum Beispiel die Briten für einen Eurofighter 62 Millionen € zahlen und die Österreicher 110 Millionen €. Ich stelle fest: Da sind die österreichischen Verhandler aber ganz schön über den Tisch gezogen worden, wenn wir fast das Doppelte zahlen! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Josef, bleib bei deinem Leisten! Das ist besser!
dem noch nicht einmal klar, ob sie nur schleudert oder nur wäscht. Wenn sie nämlich nur schleudert, kommen die heißen Socken heraus, die noch immer schmutzig sind! – Das ist die Kommerzialität, die Sie beim Ankauf der Eurofighter haben. Unfassbar ist das! Ein Skandal! Unfassbar! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Josef, bleib bei deinem Leisten! Das ist besser!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Im Gegensatz zu Ihnen war er schon in der Privatwirtschaft!
Das ist eine ganz tolle Sache: Vor lauter Umfallen werden Sie wochenlang gar nicht gestanden sein! Anders kann ich mir das, was sich da abgespielt hat, nicht erklären. Und dann, zur gleichen Zeit, greifen Sie den Österreichern in die Taschen und „kletzeln“ die Euros heraus und sagen: Wir müssen sparen!, Kostenbewusstsein!, und so weiter. – Aus jedem anderen Privatbetrieb, Herr Finanzminister, würden Sie hochkantig hinausgeschmissen, wenn Sie mit dem Geld der Firma so umgehen, wie diese Regierung mit den Steuergeldern in der Frage Eurofighter umgegangen ist. Hochkantig! Aber für Sie gelten ja diese Kriterien nicht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Im Gegensatz zu Ihnen war er schon in der Privatwirtschaft!)
Abg. Scheibner: Frau Präsidentin! Kann man die Redezeit überprüfen?
Der Benachteiligte ist der Steuerzahler, die Steuerzahlerin. Die Eurofighter bringen nicht mehr Sicherheit. Es sind Kampfflugzeuge für Einsätze irgendwann einmal außerhalb Österreichs. Es hat ein Volksbegehren gegeben, das von über 600 000 Menschen unterschrieben wurde, und wir haben auch eine Volksabstimmung gefordert. – Das interessiert Sie alles nicht! (Abg. Scheibner: Frau Präsidentin! Kann man die Redezeit überprüfen?) Die Mehrheitsmeinung der Bevölkerung interessiert Sie nicht! Und das ist immerhin, muss ich sagen, eine Negation besonderer Klasse! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Benachteiligte ist der Steuerzahler, die Steuerzahlerin. Die Eurofighter bringen nicht mehr Sicherheit. Es sind Kampfflugzeuge für Einsätze irgendwann einmal außerhalb Österreichs. Es hat ein Volksbegehren gegeben, das von über 600 000 Menschen unterschrieben wurde, und wir haben auch eine Volksabstimmung gefordert. – Das interessiert Sie alles nicht! (Abg. Scheibner: Frau Präsidentin! Kann man die Redezeit überprüfen?) Die Mehrheitsmeinung der Bevölkerung interessiert Sie nicht! Und das ist immerhin, muss ich sagen, eine Negation besonderer Klasse! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Drittklassig! – Abg. Scheibner: Nicht einmal für eine Faschingsbühne geeignet!
Stegreifbühne!) hat sicherlich einigen Unterhaltungswert gehabt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Drittklassig! – Abg. Scheibner: Nicht einmal für eine Faschingsbühne geeignet!) Zur Seriosität der Bewertung, was hier wirklich vorgegangen ist, hat sie leider keinen Beitrag geleistet. Das tut mir wirklich Leid. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Stegreifbühne!) hat sicherlich einigen Unterhaltungswert gehabt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Drittklassig! – Abg. Scheibner: Nicht einmal für eine Faschingsbühne geeignet!) Zur Seriosität der Bewertung, was hier wirklich vorgegangen ist, hat sie leider keinen Beitrag geleistet. Das tut mir wirklich Leid. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das kann man mit wenigen Worten zusammenfassen: Der Rechnungshof hat klar und deutlich festgestellt, dass das Bundesministerium für Landesverteidigung den Eurofighter zu Recht als Bestbieter ermittelt hat. Das steht eindeutig drinnen und auch, dass es keine Manipulationen gegeben hat. Und das wird durch eine derartige Darbietung mit Sicherheit nicht außer Kraft zu setzen sein, Kollege Cap. Nehmen Sie das bitte zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Pirklhuber: ... Kampfflugzeuge!
Ich möchte noch weiter gehen. – Die Abfangjäger sind keine Erfindung der Volkspartei. Sie alle wissen, dass die ersten Abfangjäger unter einer sozialdemokratischen Regierung, unter einem sozialdemokratischen Bundeskanzler und Finanzminister bestellt worden sind. (Abg. Dr. Pirklhuber: ... Kampfflugzeuge!) Da waren wir in der Opposition. (Abg. Lentsch: Das hat der Cap schon vergessen!)
Abg. Lentsch: Das hat der Cap schon vergessen!
Ich möchte noch weiter gehen. – Die Abfangjäger sind keine Erfindung der Volkspartei. Sie alle wissen, dass die ersten Abfangjäger unter einer sozialdemokratischen Regierung, unter einem sozialdemokratischen Bundeskanzler und Finanzminister bestellt worden sind. (Abg. Dr. Pirklhuber: ... Kampfflugzeuge!) Da waren wir in der Opposition. (Abg. Lentsch: Das hat der Cap schon vergessen!)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Und so ist es weitergegangen. Auch bei den letzten Regierungsverhandlungen (Zwischenrufe bei der SPÖ) – Sie persönlich waren nicht dabei, Herr Kollege Cap, aber Klima und Edlinger, Prammer und Verzetnitsch, Heinz Fischer und auch Einem waren zumindest teilweise mit dabei – ist der Grundsatzbeschluss über den Ankauf von Abfangjägern erfolgt. Bitte streiten Sie das nicht ab! Das ist die Wahrheit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und so ist es weitergegangen. Auch bei den letzten Regierungsverhandlungen (Zwischenrufe bei der SPÖ) – Sie persönlich waren nicht dabei, Herr Kollege Cap, aber Klima und Edlinger, Prammer und Verzetnitsch, Heinz Fischer und auch Einem waren zumindest teilweise mit dabei – ist der Grundsatzbeschluss über den Ankauf von Abfangjägern erfolgt. Bitte streiten Sie das nicht ab! Das ist die Wahrheit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn es Ihnen unangenehm ist, möchte ich Ihnen eines dazu sagen: Einer Ihrer Parteioberen, der ehemalige Bundeskanzler Sinowatz, hat zur Diskussion über die Abfangjäger festgestellt, dass es unehrenhaft und unanständig wäre, dann, wenn es etwas kostet, plötzlich nicht zur bewaffneten Neutralität zu stehen. Die Landesverteidigung könne nicht einen Meter über dem Boden enden. – Das ist aus der „Sozialistischen Korrespondenz“ – ich kann Ihnen das Datum dazusagen – vom 19. November 1984. Nehmen Sie sich daran ein Beispiel, was Verantwortung heißt! Sie sind meilenweit davon entfernt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Und ich sage das nicht nur so, das ist nicht einfach eine Behauptung von mir. Beobachten Sie doch nur, was in den letzten Tagen geschehen ist! Mit dem Airbus A 380 wurden die Amerikaner zum ersten Mal in diesem Bereich aus dem Feld geschlagen. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Und damit wurden auch Verträge in einer Größenordnung von über 700 Millionen € – das sind 10 Milliarden Schilling – an eine österreichisches Unternehmen vergeben. Wir importieren dadurch Hochtechnologie, eben im Bereich Gegengeschäfte.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Haargenau das gleiche bei MAN, wobei man dazu sagen muss, dass 5 000 LKW in Österreich erzeugt werden; also nicht in England, auch nicht in den USA – und das, obwohl das ein Auftrag des britischen Verteidigungsministeriums ist! Der Generaldirektor von MAN hat sich nicht gescheut, ganz klar zu sagen, dass dieser Auftrag nur durch Gegengeschäfte zustande gekommen ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf bei den Grünen.
Zum Schluss ein Wort in Richtung Grüne, die versuchen, diesbezüglich zu kriminalisieren. Sie versuchen das mit allen Mitteln! (Zwischenruf bei den Grünen.) Das, meine Damen und Herren von den Grünen, liegt meiner Ansicht nach auf einer Linie mit Ihrer Aufforderung an die Bundesregierung, dem bekanntesten Österreicher auf der Welt, Arnold Schwarzenegger, die Staatsbürgerschaft abzuerkennen, beziehungsweise auf einer Linie damit, Österreich bei der EU anzuzeigen. (Abg. Mag. Wurm: Was sagen Sie zur Todesstrafe? – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Mag. Wurm: Was sagen Sie zur Todesstrafe? – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Zum Schluss ein Wort in Richtung Grüne, die versuchen, diesbezüglich zu kriminalisieren. Sie versuchen das mit allen Mitteln! (Zwischenruf bei den Grünen.) Das, meine Damen und Herren von den Grünen, liegt meiner Ansicht nach auf einer Linie mit Ihrer Aufforderung an die Bundesregierung, dem bekanntesten Österreicher auf der Welt, Arnold Schwarzenegger, die Staatsbürgerschaft abzuerkennen, beziehungsweise auf einer Linie damit, Österreich bei der EU anzuzeigen. (Abg. Mag. Wurm: Was sagen Sie zur Todesstrafe? – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Mag. Wurm: Was sagen Sie zur Todesstrafe?
Bitte, Herr Kollege Kogler, kommen Sie heraus zum Rednerpult – Sie sind ja auch stellvertretender Klubobmann der Grünen – und nehmen Sie Stellung zu dem, was seit sechs Wochen offensichtlich geplant ist! (Abg. Mag. Wurm: Was sagen Sie zur Todesstrafe?) Zitat: „Grüne wollen uns bei der EU anzeigen – Neues Asylgesetz ist ihnen zu streng.“
Abg. Mandak: Sie weichen vom Thema ab, Herr Kollege! Und Sie wissen auch, warum! – Abg. Mag. Wurm: Was sagen Sie zur Todesstrafe? – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen und der SPÖ.
Nehmen Sie dazu Stellung! – Wir haben genug von Sanktionen der EU. Wir glauben, dass Nestbeschmutzung ein Ende haben muss! Wir glauben, dass Politik seriös zu führen ist – und nicht damit enden soll, dass man Österreich bei EU-Stellen zu denunzieren versucht! (Abg. Mandak: Sie weichen vom Thema ab, Herr Kollege! Und Sie wissen auch, warum! – Abg. Mag. Wurm: Was sagen Sie zur Todesstrafe? – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen und der SPÖ.) Nehmen Sie dazu klar Stellung, Herr Kollege Kogler, beziehungsweise versuchen Sie doch bitte, sich davon zu distanzieren, und zwar eindeutig!
Abg. Öllinger: Der ist krank, falls Sie das nicht gehört haben!
Klubobmann Van der Bellen ist heute nicht da, und daher ist es Aufgabe seiner Stellvertretung, dazu Stellung zu nehmen. (Abg. Öllinger: Der ist krank, falls Sie das nicht gehört haben!) Voggenhuber hat das vorhin Zitierte eindeutig erklärt, und es ist darüber nicht nur in der „Kronen Zeitung“, sondern in allen Medien Österreichs berichtet worden. (Abg. Mandak: Sie weichen vom Thema ab! – Abg. Silhavy: Schön langsam peinlich!)
Abg. Mandak: Sie weichen vom Thema ab! – Abg. Silhavy: Schön langsam peinlich!
Klubobmann Van der Bellen ist heute nicht da, und daher ist es Aufgabe seiner Stellvertretung, dazu Stellung zu nehmen. (Abg. Öllinger: Der ist krank, falls Sie das nicht gehört haben!) Voggenhuber hat das vorhin Zitierte eindeutig erklärt, und es ist darüber nicht nur in der „Kronen Zeitung“, sondern in allen Medien Österreichs berichtet worden. (Abg. Mandak: Sie weichen vom Thema ab! – Abg. Silhavy: Schön langsam peinlich!)
Abg. Sburny: Sie reden über alles, nur nicht zum Thema! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Wenn Sie von den Grünen dazu nicht klar Stellung nehmen, dann wissen wir aber auch, woher der Wind weht. (Abg. Sburny: Sie reden über alles, nur nicht zum Thema! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Der Klubobmann der Grünen Van der Bellen versucht, einen relativ gemäßigten Kurs nach außen zu fahren. Ich meine
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Ihre Sorgen möchte ich haben, Herr Fasslabend! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und SPÖ sowie ÖVP und Freiheitlichen.
Das wäre jedenfalls zum Schaden Österreichs – und das gilt es abzuwenden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Ihre Sorgen möchte ich haben, Herr Fasslabend! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und SPÖ sowie ÖVP und Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Fasslabend.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Danke, Frau Präsidentin! – Herr Vorredner, es ist Ihnen vorbehalten geblieben, in 7 Minuten schnurstracks am Thema vorbeizusprechen. Ich werde daher Ihrer „Einladung“, mich auch auf diese Fährte zu setzen, selbstverständlich nicht Folge leisten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Fasslabend.)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Ach so?
Heute geht es nicht um pro oder contra Abfangjäger – das könnten wir auch diskutieren –, sondern um die Typenentscheidung Eurofighter und um die Gegengeschäfte. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Ach so?) – Nicht „Ach so?“ sagen von hinten! Lesen Sie bitte nach! (Beifall bei den Grünen. – Der Redner begibt sich zur Regierungsbank und liest Bundesminister Dr. Bartenstein aus einer schriftlichen Unterlage vor: Luftraumüberwachungsflugzeuge ...!) – Jetzt ist auch die Regierungsbank aufgeklärt. Es geht um das Thema Typenentscheidung und Gegengeschäfte.
Beifall bei den Grünen. – Der Redner begibt sich zur Regierungsbank und liest Bundesminister Dr. Bartenstein aus einer schriftlichen Unterlage vor: Luftraumüberwachungsflugzeuge ...!
Heute geht es nicht um pro oder contra Abfangjäger – das könnten wir auch diskutieren –, sondern um die Typenentscheidung Eurofighter und um die Gegengeschäfte. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Ach so?) – Nicht „Ach so?“ sagen von hinten! Lesen Sie bitte nach! (Beifall bei den Grünen. – Der Redner begibt sich zur Regierungsbank und liest Bundesminister Dr. Bartenstein aus einer schriftlichen Unterlage vor: Luftraumüberwachungsflugzeuge ...!) – Jetzt ist auch die Regierungsbank aufgeklärt. Es geht um das Thema Typenentscheidung und Gegengeschäfte.
Abg. Neudeck: Das österreichische Verteidigungsministerium!
Ursprünglich hat das blaue Verteidigungsministerium sozusagen alle Weichen in Richtung Gripen gestellt. (Abg. Neudeck: Das österreichische Verteidigungsministerium!) – Das war so! Es ist doch ein geradezu abenteuerlicher Zustand, dass in die Ausschreibung für diese Abfangjäger Textpassagen im Ausmaß von fünf Seiten wortwörtlich hineingewandert sind, Textpassagen, die eine Bieterfirma vorfabriziert hat, und zwar über eine so genannte Studie. Es war den Ministerien dieser Republik vorbehalten, das zu machen, aber von blau-schwarzer „Wende“ sprechen Sie, von einer „Wende“ in der Beschaffungspolitik!
Zwischenruf bei den Freiheitlichen.
Sie wollten unbedingt den Eurofighter! Dazu kann man allenfalls politisch stehen, dann nehmen Sie aber dazu Stellung! Gemessen jedoch an der Ausschreibung haben Sie eine Vorschrift nach der anderen verletzt! Das ist der Punkt, und das geht auch aus dem hiezu vorliegenden Rechnungshofbericht hervor! (Zwischenruf bei den Freiheitlichen.) – Ich sage Ihnen das gleich!
Abg. Scheibner: Sie wissen aber, dass das keine Ausschreibung war?!
Was der Rechnungshof in vielen Seiten ausführt, ist, dass Sie diese Maßstäbe während offener Frist in Bezug auf Ausschreibung und Beschaffung regelmäßig verändert haben! Samt und sonders haben Sie also die geradezu klassischen Todsünden einer inkorrekten Beschaffung begangen! (Abg. Scheibner: Sie wissen aber, dass das keine Ausschreibung war?!) Und das haben Sie zu verantworten! Da können Sie mit „Kronen Zeitung“-Schlagzeilen aus dem Vorjahr herumwacheln, wie Sie wollen, Herr Kollege Fasslabend! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Fasslabend: Stellungnahme dazu, bitte!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Fasslabend: Stellungnahme dazu, bitte!
Was der Rechnungshof in vielen Seiten ausführt, ist, dass Sie diese Maßstäbe während offener Frist in Bezug auf Ausschreibung und Beschaffung regelmäßig verändert haben! Samt und sonders haben Sie also die geradezu klassischen Todsünden einer inkorrekten Beschaffung begangen! (Abg. Scheibner: Sie wissen aber, dass das keine Ausschreibung war?!) Und das haben Sie zu verantworten! Da können Sie mit „Kronen Zeitung“-Schlagzeilen aus dem Vorjahr herumwacheln, wie Sie wollen, Herr Kollege Fasslabend! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Fasslabend: Stellungnahme dazu, bitte!)
Abg. Murauer: „Schiebung“ nehmen Sie aber zurück, Herr Kollege! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn Sie sich weiter beunruhigen lassen wollen: Es hat hier im Haus den Vorwurf – den Vorwurf, sage ich – der Schiebung bei dieser Beschaffung gegeben. Im Rechnungshof-Unterausschuss haben wir uns bemüht, dieser Sache nachzugehen. Durch die Blockadepolitik von ÖVP und FPÖ war es jedoch kaum möglich, zentrale Zeugen dazu zu hören. – Wir werden darauf noch näher eingehen. (Abg. Murauer: „Schiebung“ nehmen Sie aber zurück, Herr Kollege! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Ihre Vorsitzführung war ein Skandal!
Ich zähle Ihnen jetzt die Punkte aus diesem Rechnungshofbericht auf, die das alles belegen. (Abg. Scheibner: Ihre Vorsitzführung war ein Skandal!) – Herr Klubobmann Scheibner, Sie haben es ja auch – mit Unterstützung der Mehrheit – vorgezogen, sich nicht diesem Ausschuss zu stellen. Sie, Herr Kollege Scheibner, waren ja damals Verteidigungsminister, und es wäre daher besser gewesen, Sie hätten im Ausschuss ausgesagt, als hier aus der ersten Reihe ständig dazwischen zu rufen! Aber das sei Ihnen unbenommen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Ihre Vorsitzführung war ein Skandal! Sie haben Ihre Funktion als Vorsitzender missbraucht für Ihre parteipolitischen Interessen!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Ihre Vorsitzführung war ein Skandal! Sie haben Ihre Funktion als Vorsitzender missbraucht für Ihre parteipolitischen Interessen!
Ich zähle Ihnen jetzt die Punkte aus diesem Rechnungshofbericht auf, die das alles belegen. (Abg. Scheibner: Ihre Vorsitzführung war ein Skandal!) – Herr Klubobmann Scheibner, Sie haben es ja auch – mit Unterstützung der Mehrheit – vorgezogen, sich nicht diesem Ausschuss zu stellen. Sie, Herr Kollege Scheibner, waren ja damals Verteidigungsminister, und es wäre daher besser gewesen, Sie hätten im Ausschuss ausgesagt, als hier aus der ersten Reihe ständig dazwischen zu rufen! Aber das sei Ihnen unbenommen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Ihre Vorsitzführung war ein Skandal! Sie haben Ihre Funktion als Vorsitzender missbraucht für Ihre parteipolitischen Interessen!)
Abg. Scheibner: Er hat ja alles geprüft, oder?
Sie, Herr Kollege Scheibner, haben damals, eben als Verteidigungsminister, diesen Rechnungshofbericht in Auftrag gegeben: mit dem üblichen Hintergrund und der Fragestellung, ob Geschenkannahmen vorgelegen seien. Sie wissen doch ganz genau, dass der Rechnungshof gar kein Instrumentarium hat, das zu prüfen! (Abg. Scheibner: Er hat ja alles geprüft, oder?) Natürlich konnte der Rechnungshof nichts anderes, als festzustellen, dass er dazu „keine Hinweise“ gefunden hat. So ungeschickt ist man doch nicht einmal in österreichischen Ministerien, über gewisse Vorgänge Belege aufzuheben – und dann auch noch womöglich jemandem aushändigt! (Abg. Scheibner: Eine Frechheit, was Sie da bringen!)
Abg. Scheibner: Eine Frechheit, was Sie da bringen!
Sie, Herr Kollege Scheibner, haben damals, eben als Verteidigungsminister, diesen Rechnungshofbericht in Auftrag gegeben: mit dem üblichen Hintergrund und der Fragestellung, ob Geschenkannahmen vorgelegen seien. Sie wissen doch ganz genau, dass der Rechnungshof gar kein Instrumentarium hat, das zu prüfen! (Abg. Scheibner: Er hat ja alles geprüft, oder?) Natürlich konnte der Rechnungshof nichts anderes, als festzustellen, dass er dazu „keine Hinweise“ gefunden hat. So ungeschickt ist man doch nicht einmal in österreichischen Ministerien, über gewisse Vorgänge Belege aufzuheben – und dann auch noch womöglich jemandem aushändigt! (Abg. Scheibner: Eine Frechheit, was Sie da bringen!)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben diese Beamten pensioniert – und jetzt dürfen diese nicht mehr aussagen, obwohl sie das wollten! Das ist Ihr Verständnis von Aufklärungspolitik! Das werden wir jedenfalls noch weiter hier im Haus verfolgen! Sie werden uns nicht mundtot machen, auch wenn Sie hier mit Geschäftsordnungsdebatten das Ganze auf die völlig falsche „Bühne“ zu stellen versuchen! (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Als Letztes (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) wird angerechnet, dass die Herren Bundesminister der Regierung mit EADS essen gegangen sind: ein „wunderbares“ Gegengeschäft (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen) – schöner ist der Begriff nicht zu fassen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen
Als Letztes (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) wird angerechnet, dass die Herren Bundesminister der Regierung mit EADS essen gegangen sind: ein „wunderbares“ Gegengeschäft (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen) – schöner ist der Begriff nicht zu fassen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Als Letztes (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) wird angerechnet, dass die Herren Bundesminister der Regierung mit EADS essen gegangen sind: ein „wunderbares“ Gegengeschäft (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen) – schöner ist der Begriff nicht zu fassen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Regierung, die jetzt regiert, hat – in Bezug auf Ihre Versäumnisse in diesem Punkt – Entscheidungen zu treffen gehabt. Diese Regierung hat entschieden – und das, Herr Cap, nennt man Regieren! Davon sind Sie und die SPÖ Gott sei Dank noch Lichtjahre entfernt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Da haben Sie aber nicht zugehört!
Meine Damen und Herren von den Grünen! Herr Kollege Kogler! Sie haben hier an diesem Rednerpult erklärt, es ginge um die Typenentscheidung, die wirklich Inhalt dieses Rechnungshofberichtes ist. – Ich glaube aber, Ihnen geht es nicht um diese Typenentscheidung! Für die Grünen ist diese Debatte heute wiederum ein Vehikel, um grundsätzlich die Luftraumüberwachung anzugreifen und um grundsätzlich das österreichische Bundesheer zu beschädigen (Abg. Dr. Gabriela Moser: Da haben Sie aber nicht zugehört!) – und das will ich hier als Freiheitlicher nicht unwidersprochen lassen. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gabriela Moser: ... genauso ...kompetent wie der Fasslabend!)
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gabriela Moser: ... genauso ...kompetent wie der Fasslabend!
Meine Damen und Herren von den Grünen! Herr Kollege Kogler! Sie haben hier an diesem Rednerpult erklärt, es ginge um die Typenentscheidung, die wirklich Inhalt dieses Rechnungshofberichtes ist. – Ich glaube aber, Ihnen geht es nicht um diese Typenentscheidung! Für die Grünen ist diese Debatte heute wiederum ein Vehikel, um grundsätzlich die Luftraumüberwachung anzugreifen und um grundsätzlich das österreichische Bundesheer zu beschädigen (Abg. Dr. Gabriela Moser: Da haben Sie aber nicht zugehört!) – und das will ich hier als Freiheitlicher nicht unwidersprochen lassen. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gabriela Moser: ... genauso ...kompetent wie der Fasslabend!)
Abg. Gaál: Weil ... verändert habt!
„Unter Zugrundelegung der vom BMLV festgesetzten Maßstäbe wurde das Kampfflugzeug Eurofighter zutreffend als Bestbieter ermittelt.“ (Abg. Gaál: Weil ... verändert habt!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mandak und Mag. Kogler.
„Bei seinen Erhebungen konnte der RH“ – das ist der zweite Punkt – „keinen Hinweis auf eine Manipulation der Bewertungsergebnisse und auf eine damit verbundene Geschenkannahme feststellen.“ (Zwischenrufe der Abgeordneten Mandak und Mag. Kogler.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
gewählt hat, und dafür steht sie jetzt, und das verantwortet sie auch, und davor haben wir, Herr Kollege Kogler, keine Angst! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Auch in den anderen Punkten erwarten wir Freiheitlichen uns, dass sich die Parteien, die beteiligt waren, an die Ergebnisse dieser Kommission halten. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Dabei geht es zum Beispiel um die Wehrdienstzeitverkürzung, aber auch um alle anderen wichtigen Bereiche: die Sicherstellung des flächendeckenden Heimatschutzes, auch die Möglichkeit für das österreichische Bundesheer, den neuen Bedrohungen entschieden entgegentreten zu können – den neuen Bedrohungen von Terrorismus und all diesen Schwierigkeiten, mit denen sich die heutigen westlichen Länder auseinander setzen müssen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir Freiheitlichen wollen ein starkes Bundesheer, das die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet, das für den Heimatschutz steht, und wir wollen auch eine funktionierende Luftraumüberwachung. Deshalb haben wir auch diese Entscheidungen getroffen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck. – Abg. Dr. Kräuter: Das ist falsch! ... kann nicht einmal den Bericht lesen!
Ich stehe hier mit einem guten Gefühl. Der Rechnungshof bescheinigt uns zum Ersten: Die Typenentscheidung zugunsten des Eurofighter ist zu Recht erfolgt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck. – Abg. Dr. Kräuter: Das ist falsch! ... kann nicht einmal den Bericht lesen!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Ja, mathematisch! ... den gesetzlichen ...!
Zum Zweiten stehe ich hier mit einem guten Gefühl, denn: Die Bestbieter-Ermittlung ist schlüssig, nachvollziehbar und mathematisch abgesichert. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Ja, mathematisch! ... den gesetzlichen ...!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Bösch. – Abg. Dr. Gabriela Moser: Gerade diese Frage bleibt offen!
Zum Dritten stehe ich mit einem guten Gefühl hier, denn: Es gibt keine Anzeichen für Manipulation und Geschenkannahme. – Das haben die obersten Prüfer der Republik Österreich festgestellt! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Bösch. – Abg. Dr. Gabriela Moser: Gerade diese Frage bleibt offen!)
Abg. Lentsch: So ist es! – Abg. Dr. Glawischnig: Nein! Auch wenn es unpopulär ist!
Aber wenn man sich, meine Damen und Herren, diese Diskussion anhört, so stellt man sich die Frage: Worum geht es dabei, bitte, wirklich? – Es geht darum, dass die Sozialdemokraten und die grüne Partei gegen die Beschaffung von Luftraumüberwachungsflugzeugen sind, weil es populär ist. (Abg. Lentsch: So ist es! – Abg. Dr. Glawischnig: Nein! Auch wenn es unpopulär ist!) Aber, meine Damen und Herren, Sicherheitspolitik hat mit Populismus nichts zu tun! (Abg. Scheibner: Sollte nichts zu tun haben!) Sicherheit steht vor dem Populismus! (Abg. Dr. Glawischnig: ...! Sie irren sich!)
Abg. Scheibner: Sollte nichts zu tun haben!
Aber wenn man sich, meine Damen und Herren, diese Diskussion anhört, so stellt man sich die Frage: Worum geht es dabei, bitte, wirklich? – Es geht darum, dass die Sozialdemokraten und die grüne Partei gegen die Beschaffung von Luftraumüberwachungsflugzeugen sind, weil es populär ist. (Abg. Lentsch: So ist es! – Abg. Dr. Glawischnig: Nein! Auch wenn es unpopulär ist!) Aber, meine Damen und Herren, Sicherheitspolitik hat mit Populismus nichts zu tun! (Abg. Scheibner: Sollte nichts zu tun haben!) Sicherheit steht vor dem Populismus! (Abg. Dr. Glawischnig: ...! Sie irren sich!)
Abg. Dr. Glawischnig: ...! Sie irren sich!
Aber wenn man sich, meine Damen und Herren, diese Diskussion anhört, so stellt man sich die Frage: Worum geht es dabei, bitte, wirklich? – Es geht darum, dass die Sozialdemokraten und die grüne Partei gegen die Beschaffung von Luftraumüberwachungsflugzeugen sind, weil es populär ist. (Abg. Lentsch: So ist es! – Abg. Dr. Glawischnig: Nein! Auch wenn es unpopulär ist!) Aber, meine Damen und Herren, Sicherheitspolitik hat mit Populismus nichts zu tun! (Abg. Scheibner: Sollte nichts zu tun haben!) Sicherheit steht vor dem Populismus! (Abg. Dr. Glawischnig: ...! Sie irren sich!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte Ihnen auch Folgendes sagen: Ich erwarte mir von einer staatstragenden Partei, dass man Verantwortung übernimmt – Verantwortung für die bestmögliche Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher, nicht nur auf dem Boden, sondern natürlich auch in der Luft. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Jeder Militärexperte – jeder! – wird mir Recht geben, wenn ich sage, dass die größte militärische Bedrohung natürlich von der Luft ausgeht. Ihnen, meine geschätzten Damen und Herren, brauche ich ja nicht zu sagen, dass wir laut Verfassung verpflichtet sind, alle Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Souveränität Österreichs zu setzen – und dazu gehört eine aktive Luftraumüberwachung, dazu gehören Abfangjäger. Wir sind verfassungsrechtlich sogar dazu verpflichtet! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Gaál: Zu Eurofighter, lieber Freund, gibt es eine Alternative!
Daher gibt es keine Alternative, meine Damen und Herren: Es gibt keine Alternative zur Luftraumüberwachung, es gibt keine Alternative zu Luftraumüberwachungsflugzeugen. (Abg. Gaál: Zu Eurofighter, lieber Freund, gibt es eine Alternative!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.
„Ich bin alle Air Force-Jets geflogen. Keiner war so gut wie der Eurofighter.“ – Das sagte der Chef der amerikanischen Streitkräfte über ein rein europäisches Produkt! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Die Bundesregierung und auch ich als Verteidigungsminister nehmen die Verantwortung für Sicherheit wahr. Wir nehmen das sehr ernst. Tun Sie das auch! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Also, Herr Minister Platter, bitte nicht böse sein, aber was Sie der Öffentlichkeit hier erzählen – da stimmt ja hinten und vorne nichts! (Lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber dieses Schicksal teilen Sie mit allen anderen Herren auf der Regierungsbank. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Also, Herr Minister Platter, bitte nicht böse sein, aber was Sie der Öffentlichkeit hier erzählen – da stimmt ja hinten und vorne nichts! (Lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber dieses Schicksal teilen Sie mit allen anderen Herren auf der Regierungsbank. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lentsch: Das ist Ihre persönliche ...!
Frau Präsidentin! Hohes Haus! Die Wahrheit ist: Bei den Eurofightern handelt es sich um die sinnloseste Investition der Zweiten Republik. Diese Entscheidung ist unter äußerst zweifelhaften Umständen entstanden, und bei den Gegengeschäften wollen Sie die Bevölkerung für dumm verkaufen. – So schaut es in Wirklichkeit aus! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lentsch: Das ist Ihre persönliche ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Also, meine Damen und Herren, was soll das? Was erzählen hier der Herr Bundeskanzler und der Herr Wirtschaftsminister der Öffentlichkeit? In Wahrheit geht es hier um ein klassisches Single Sourcing. Das heißt, in der Planungsphase steht natürlich längst der Zulieferer fest. Herr Minister, schminken Sie sich die Gegengeschäfte mit FACC endgültig ab! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit der Abg. Mag. Wurm.
Meine Damen und Herren! Inzwischen kommt der Herr Wirtschaftsminister auf die absurdesten Ideen: Da gibt es etwa die Modefirma Magazzini Nico; diese hat seinerzeit an eine andere italienische Modebekleidungsfirma verkauft. Herr Minister Bartenstein stellt sich hin und sagt, das sei ein 18 Millionen € schweres Eurofighter-Gegengeschäft! (Heiterkeit der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Dr. Puswald: Da zieht es einem die Schuhe aus!
Herr Minister! Zehntausende Augenzeugen stehen fassungslos vor dieser Verkaufshalle, die es immer schon gegeben hat. Im anderen Fall ist eine Fertigteilhalle billigst errichtet worden. – 18 Millionen Euro? Grundsätzlich, Herr Minister: Was haben denn Schuhe mit Kampfflugzeugen zu tun? (Abg. Dr. Puswald: Da zieht es einem die Schuhe aus!)
Beifall bei der SPÖ.
Sie, Herr Minister, haben jeglichen Kredit und jeglichen Rabatt bei der Bevölkerung verspielt! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Die es nicht gibt!
Meine Damen und Herren! Es wird einen Untersuchungsausschuss geben. Dieser Tag wird kommen. Herr Minister Grasser, Ihr Gesinnungswandel wird untersucht werden. Auch über die Korruptionsvorwürfe des Dr. Haider – die er erst vor wenigen Tagen wieder erneuert hat – gegenüber der Bundesregierung wird gesprochen werden. Es wird die Unterschrift des ehemaligen Verteidigungsministers Scheibner untersucht werden, der ja für ein anderes Modell unterschrieben hat. (Abg. Scheibner: Die es nicht gibt!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Unabhängig von diesem Untersuchungsausschuss, meine Damen und Herren, muss es natürlich auch eine unabhängige Kommission geben, die die Gegengeschäfte durchleuchtet, und dieser Kommission sollte der ehemalige Präsident des Rechnungshofes Fiedler vorstehen. Wenn Sie immer behaupten, alles sei korrekt, alles sei sauber, alles sei transparent verlaufen, dann frage ich Sie: Warum fürchten Sie dann die Kontrolle wie der Teufel das Weihwasser, Herr Fasslabend? (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Noch ein Blick in die Steiermark, denn dort ist die Bevölkerung den Belastungen, dem Lärm, dem Schmutz und den Gefahren ausgesetzt. Was hat die künftige Exlandeshauptfrau Waltraud Klasnic dazu eigentlich gesagt? (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) – Ich rede jetzt nicht vom Semmering-Basistunnel, vom Projekt Spielberg, vom ESTAG-Sumpf. Was sagte Frau Klasnic zu den Gegengeschäften?
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Frau Klasnic sagte im Jahre 2002 Folgendes: Die Abfangjäger bescheren den Steirern eine Euro-Milliarde. (Der Redner hält eine Zeitung mit der Schlagzeile „Abfangjäger bescheren Steirern Euro-Milliarde“ in die Höhe.) Herr Steirer Bartenstein! Wo ist denn diese Milliarde? – Das Einzige, was hier beschert wird (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), ist eine saftige Wahlniederlage für die ÖVP im Herbst! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Mein Gott na! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Das war jetzt eine Landtagsrede!)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Mein Gott na! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Das war jetzt eine Landtagsrede!
Frau Klasnic sagte im Jahre 2002 Folgendes: Die Abfangjäger bescheren den Steirern eine Euro-Milliarde. (Der Redner hält eine Zeitung mit der Schlagzeile „Abfangjäger bescheren Steirern Euro-Milliarde“ in die Höhe.) Herr Steirer Bartenstein! Wo ist denn diese Milliarde? – Das Einzige, was hier beschert wird (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), ist eine saftige Wahlniederlage für die ÖVP im Herbst! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Mein Gott na! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Das war jetzt eine Landtagsrede!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es setzt sich also der Weg des Ausschusses fort, Kollege Kräuter! Sie versuchen, diesen Eurofighter-Bericht – und um diesen geht es hier ausschließlich – als skandalös darzustellen, und die Grünen sind in dieser Reihe dabei. Aus unserer Sicht sind diese Gegengeschäfte und die Typenauswahl ein klarer Auftrag an Österreichs Sicherheit, und wir nehmen es ernst mit unserer Sicherheit. Daher stehen wir zu dieser Beschaffung, und daher stehen wir auch zu den Gegengeschäften! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Andererseits hat es mich sehr schockiert, dass Kollege Pilz im Ausschuss mehrmals auch die Objektivität des Rechnungshofes in Frage gestellt hat: dass er nicht richtig recherchiert habe, dass er dies oder das nicht geprüft habe. Kollege Pilz hat sich als Oberprüfer der Nation aufgespielt. So kann es wohl nicht sein, sondern unsere Beamtinnen und Beamten, unsere Experten haben ordentlich und sauber gearbeitet. Jeder kann etwas besser machen im Leben, aber ich muss mich dafür einmal bedanken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich habe zur Sitzungsführung in dem Ausschuss eine Bitte an den Kollegen Kogler. Wir haben selbstverständlich immer der Opposition die Sitzungsführung überlassen, aber die letzten Ausschusssitzungen im Rechnungshofausschuss sind keineswegs objektiv gelaufen. Kollege Kogler hat meiner Meinung nach die Sitzungen nicht objektiv geleitet und die Sitzungen nicht im Sinne der Geschäftsordnung geführt. Er hat persönliche Angriffe zugelassen. Kollege Pilz hat gesagt, wir seien Abkassierer, „ordinäre, Arbeitsverweigerer“; die FPÖ- und ÖVP-Abgeordneten hätten es im „Hintern“ und nicht im „Kopf“, und noch weitere solche Ausdrücke hat Kollege Pilz verwendet. Ich möchte an dieser Stelle, Herr Kollege Pilz, eine Entschuldigung bei den Mandataren von Ihnen fordern, und wenn Sie nur einen Funken von Anstand haben, werden Sie dem nachkommen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Riepl: Glauben Sie das wirklich?
Nun zu den Gegengeschäften: Meiner Ansicht nach weiß jeder, dass wir Luftsicherheit und daher eine Luftraumüberwachung brauchen. Daraus ergibt sich für Österreich die einmalige Chance der Gegengeschäfte. Österreich braucht das Tor zum Wirtschaftsraum Europa, und viele österreichische Betriebe – als Tiroler kann ich auch sagen: viele Tiroler Betriebe – werden von diesen Gegengeschäften profitieren. (Abg. Riepl: Glauben Sie das wirklich?) Wir sind bestens unterwegs, Sie werden das noch sehen. Sie haben ja keine Verantwortung für die Wirtschaft. Wir stellen uns wirtschaftlichen Herausforderungen, uns geht es um Arbeitsplätze für die Bürgerinnen und Bürger und um nichts anderes! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Nun zu den Gegengeschäften: Meiner Ansicht nach weiß jeder, dass wir Luftsicherheit und daher eine Luftraumüberwachung brauchen. Daraus ergibt sich für Österreich die einmalige Chance der Gegengeschäfte. Österreich braucht das Tor zum Wirtschaftsraum Europa, und viele österreichische Betriebe – als Tiroler kann ich auch sagen: viele Tiroler Betriebe – werden von diesen Gegengeschäften profitieren. (Abg. Riepl: Glauben Sie das wirklich?) Wir sind bestens unterwegs, Sie werden das noch sehen. Sie haben ja keine Verantwortung für die Wirtschaft. Wir stellen uns wirtschaftlichen Herausforderungen, uns geht es um Arbeitsplätze für die Bürgerinnen und Bürger und um nichts anderes! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Leider ist diese Welt auch nicht ganz sicher. Im Jahre 2004 hatten wir 42 Kriegsschauplätze, und daraus ergibt sich für uns geradezu die Pflicht, etwas zu unternehmen. Wir brauchen in Europa eine gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Ich glaube, viele würden sich mit ihrem Gewissen wünschen, keine Eurofighter zu haben. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Aber wir brauchen sie für die
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sicherheit, und unsere Bürger verdienen es. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Brutto!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ja, es ist Zeit für eine Entschuldigung. Es ist Zeit für eine Entschuldigung all jener Abgeordneten bei den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern, die in diesem Haus und seinen Ausschüssen sitzen und nur eines im Kopf haben: die Arbeit dieses Hauses mit allen Kräften zu behindern! Genau das habe ich im Rechnungshofausschuss erlebt: Abgeordnete kassieren 7 000 € im Monat 14 Mal im Jahr, um zu verhindern (Abg. Neudeck: Brutto!), dass das Parlament Zeugen befragen kann, um zu verhindern, dass eingeladen wird, befragt wird und kontrolliert wird!
Abg. Scheibner: Geschäftsordnungswidrig!
Eine ganze Nacht sind wir gemeinsam im Rechnungshofausschuss gesessen (Abg. Scheibner: Geschäftsordnungswidrig!), hätten in dieser Zeit nicht nur den Finanzminister, nicht nur den Wirtschaftsminister (Abg. Murauer: Toleranz des Hauses!), nicht nur die ganze Führungsgarnitur des Verteidigungsministeriums, sondern viele andere befragen können. Sie, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, haben es vorgezogen, durchzusitzen, alles niederzustimmen (Abg. Neudeck: Wo Sie stundenlang ...!) und letzten Endes den Rechnungshofausschuss arbeitsunfähig zu machen. (Abg. Scheibner: Das haben aber Sie und der Vorsitzende gemacht!) Dafür wäre eine öffentliche Entschuldigung das Mindeste, was von Ihrer Seite anstünde. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Murauer: Toleranz des Hauses!
Eine ganze Nacht sind wir gemeinsam im Rechnungshofausschuss gesessen (Abg. Scheibner: Geschäftsordnungswidrig!), hätten in dieser Zeit nicht nur den Finanzminister, nicht nur den Wirtschaftsminister (Abg. Murauer: Toleranz des Hauses!), nicht nur die ganze Führungsgarnitur des Verteidigungsministeriums, sondern viele andere befragen können. Sie, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, haben es vorgezogen, durchzusitzen, alles niederzustimmen (Abg. Neudeck: Wo Sie stundenlang ...!) und letzten Endes den Rechnungshofausschuss arbeitsunfähig zu machen. (Abg. Scheibner: Das haben aber Sie und der Vorsitzende gemacht!) Dafür wäre eine öffentliche Entschuldigung das Mindeste, was von Ihrer Seite anstünde. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neudeck: Wo Sie stundenlang ...!
Eine ganze Nacht sind wir gemeinsam im Rechnungshofausschuss gesessen (Abg. Scheibner: Geschäftsordnungswidrig!), hätten in dieser Zeit nicht nur den Finanzminister, nicht nur den Wirtschaftsminister (Abg. Murauer: Toleranz des Hauses!), nicht nur die ganze Führungsgarnitur des Verteidigungsministeriums, sondern viele andere befragen können. Sie, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, haben es vorgezogen, durchzusitzen, alles niederzustimmen (Abg. Neudeck: Wo Sie stundenlang ...!) und letzten Endes den Rechnungshofausschuss arbeitsunfähig zu machen. (Abg. Scheibner: Das haben aber Sie und der Vorsitzende gemacht!) Dafür wäre eine öffentliche Entschuldigung das Mindeste, was von Ihrer Seite anstünde. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Das haben aber Sie und der Vorsitzende gemacht!
Eine ganze Nacht sind wir gemeinsam im Rechnungshofausschuss gesessen (Abg. Scheibner: Geschäftsordnungswidrig!), hätten in dieser Zeit nicht nur den Finanzminister, nicht nur den Wirtschaftsminister (Abg. Murauer: Toleranz des Hauses!), nicht nur die ganze Führungsgarnitur des Verteidigungsministeriums, sondern viele andere befragen können. Sie, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, haben es vorgezogen, durchzusitzen, alles niederzustimmen (Abg. Neudeck: Wo Sie stundenlang ...!) und letzten Endes den Rechnungshofausschuss arbeitsunfähig zu machen. (Abg. Scheibner: Das haben aber Sie und der Vorsitzende gemacht!) Dafür wäre eine öffentliche Entschuldigung das Mindeste, was von Ihrer Seite anstünde. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Eine ganze Nacht sind wir gemeinsam im Rechnungshofausschuss gesessen (Abg. Scheibner: Geschäftsordnungswidrig!), hätten in dieser Zeit nicht nur den Finanzminister, nicht nur den Wirtschaftsminister (Abg. Murauer: Toleranz des Hauses!), nicht nur die ganze Führungsgarnitur des Verteidigungsministeriums, sondern viele andere befragen können. Sie, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, haben es vorgezogen, durchzusitzen, alles niederzustimmen (Abg. Neudeck: Wo Sie stundenlang ...!) und letzten Endes den Rechnungshofausschuss arbeitsunfähig zu machen. (Abg. Scheibner: Das haben aber Sie und der Vorsitzende gemacht!) Dafür wäre eine öffentliche Entschuldigung das Mindeste, was von Ihrer Seite anstünde. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Das wäre aber eine unzulässige ...!
Zum Zweiten: Herr Bundesminister Platter! Bei aller Wertschätzung – der Rechnungshof hat nicht festgestellt, dass Eurofighter zu Recht als Bestbieter ermittelt wurde. Das war ein Beamtenentwurf, und dann ist der frühere Rechnungshofpräsident, der damals amtierende Rechnungshofpräsident hergegangen und hat das Wort „zu Recht“ aus dem Entwurf gestrichen, weil er selbst davon überzeugt war: Bei dem, was der Rechnungshof wusste, konnte man nicht mehr von „zu Recht als Bestbieter ermittelt“ sprechen. (Abg. Scheibner: Das wäre aber eine unzulässige ...!)
Abg. Dr. Fasslabend: Das ist was Neues! Das ist eine neue Interpretation!
Das heißt, der Rechnungshof hat etliche Verdachtsmomente festgestellt, die aber letzten Endes nur ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss endgültig und umfassend klären kann. Sie wissen genauso gut wie wir, dass wir früher oder später diesen Ausschuss bekommen werden. (Abg. Dr. Fasslabend: Das ist was Neues! Das ist eine neue Interpretation!) Sein wichtigster Zeuge wird sicherlich nicht der Verteidigungsminister, sondern der Finanzminister sein, weil er erklären muss, warum er alles in seiner Kraft Stehende unternommen hat, um das Ergebnis zugunsten von Eurofighter zu beeinflussen!
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
(Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Vielleicht zieht damit zumindest im Wirtschaftsministerium der allererste Hauch von Seriosität in dieser leidigen Affäre ein. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Es ist nicht die Beschaffung dieser Luftraumüberwachungsflugzeuge der Skandal, sondern die Vorgangsweise im Rechnungshofausschuss durch den Vorsitzenden und seinen Stellvertreter von den Grünen und der SPÖ. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Österreich braucht diese Abfangjäger, und die Unternehmer unserer Heimat können davon profitieren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen, der ÖVP und der SPÖ.
Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die weitere Prüfung des Rechnungshofes, die sich mit der Typenentscheidung im Ministerrat am 2. Juli 2002 und mit den Vorgängen bis zur tatsächlichen Vertragsunterzeichnung am 1. Juli 2003 befasst. In der Folge können dann auch die weiteren Fragen seitens des Rechnungshofes beantwortet werden. Ich möchte Ihnen bei dieser Gelegenheit versichern, dass ich alles daransetzen werde, diesen Bericht so bald wie möglich dem Nationalrat vorzulegen. Ich versichere Ihnen, dass der Bericht im ersten Halbjahr 2005 übermittelt wird, damit Sie diese Informationen beziehungsweise Empfehlungen eingehend diskutieren können. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei den Freiheitlichen, der ÖVP und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Oje!
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Präsident des Rechnungshofes! Mitglieder der Regierung! Hohes Haus! Für die nächsten 30 Jahre müssen PensionistInnen, Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, Pflegegeldbezieherinnen und Pflegegeldbezieher, Schülerinnen und Schüler für diese teuerste Fehlentscheidung der Zweiten Republik aufkommen. (Abg. Scheibner: Oje!) 5 Milliarden € auf die nächsten 30 Jahrzehnte, das bedeutet für sie, dass sie den Gürtel enger schnallen müssen. (Abg. Scheibner: „30 Jahrzehnte“ – da stimmt wohl etwas nicht ganz, Frau Kollegin! – Abg. Mag. Molterer: Das ist eine PISA-relevante Fehlleistung!)
Abg. Scheibner: „30 Jahrzehnte“ – da stimmt wohl etwas nicht ganz, Frau Kollegin! – Abg. Mag. Molterer: Das ist eine PISA-relevante Fehlleistung!
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Präsident des Rechnungshofes! Mitglieder der Regierung! Hohes Haus! Für die nächsten 30 Jahre müssen PensionistInnen, Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, Pflegegeldbezieherinnen und Pflegegeldbezieher, Schülerinnen und Schüler für diese teuerste Fehlentscheidung der Zweiten Republik aufkommen. (Abg. Scheibner: Oje!) 5 Milliarden € auf die nächsten 30 Jahrzehnte, das bedeutet für sie, dass sie den Gürtel enger schnallen müssen. (Abg. Scheibner: „30 Jahrzehnte“ – da stimmt wohl etwas nicht ganz, Frau Kollegin! – Abg. Mag. Molterer: Das ist eine PISA-relevante Fehlleistung!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
frage Sie: Wo bleibt da Ihre Verantwortung, wenn der Schutz für die Piloten nicht gegeben ist? (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Die haut euch die ganze Position wieder zusammen! – Abg. Fauland: Vollständig ahnungslos! Ein Trauerspiel!
Deutschland hat seit vorigem Jahr acht Flugzeuge angeschafft. Diese acht Flugzeuge haben insgesamt nur 300 Flugstunden absolviert, sonst stehen sie in Reparaturhallen. Wo bleibt da Ihre Verantwortung? (Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Die haut euch die ganze Position wieder zusammen! – Abg. Fauland: Vollständig ahnungslos! Ein Trauerspiel!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Die Arbeit im Rechnungshofausschuss war dadurch charakterisiert, dass von Seiten der Regierungsabgeordneten die Mauer des Schweigens und des Vertuschens errichtet wurde. Es wurden Auskunftspersonen nicht geladen, die Informationen geben hätten können, es gab von Seiten der Regierungsfraktionen banale Frage- und Antwortspiele mit dem Minister während auf die Fragen, die von Oppositionsabgeordneten gestellt wurden, in keiner Weise eingegangen worden ist. Diese teuerste Fehlentscheidung der Zweiten Republik wurde ohne Diskussion durchgezogen. Dabei wurde sehr viel vertuscht. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Das war wieder „sehr intelligent“! – Warum lasst ihr eigentlich den Gaál nicht reden? Auch die Hagenhofer hätte mehr Ahnung!
Im Herbst 2002 – und damit bringe ich Ihnen ein weiteres Beispiel dafür, wie diese Regierung vertuscht – wurden im Wahlkampf seitens der Freiheitlichen Partei Plakate aufgehängt mit der Aufschrift: Wir haben den Abfangjägerkauf gestoppt! – Im Jahr 2003 erfolgte aber dann der Ankauf. Die Bevölkerung wurde gefoppt genauso wie die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des Volksbegehrens gegen den Kauf von Abfangjägern. 624 807 Menschen haben sich dagegen ausgesprochen. Wo bleibt da Ihre Verantwortung? Sie wischen darüber hinweg! Aber ich sage Ihnen: Bei der nächsten Wahl wird es bei der FPÖ mehr Ex-Minister als Wählerinnen und Wähler geben! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Das war wieder „sehr intelligent“! – Warum lasst ihr eigentlich den Gaál nicht reden? Auch die Hagenhofer hätte mehr Ahnung!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Präsident des Rechnungshofes! Sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Frau Kollegin Lapp! In einem kann ich Ihnen Recht geben: Die Sicherheit in unserem Land ist nicht alles, aber ohne Sicherheit ist alles nichts! (Beifall bei der ÖVP.) – Und das, bitte, merken Sie sich, wenn Sie wieder einmal Überlegungen anstellen, dass man statt einer Sicherheitsinvestition das Geld für andere Dinge verwenden könnte. Das ist eigentlich von der Argumentation her Ihrer nicht würdig, hätte ich fast gesagt, aber offensichtlich ist Ihnen das so recht.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
wir schauen beim Fenster hinaus, der Himmel ist himmelblau und somit sind für uns keine Gefahren gegeben. Zu kontrollieren haben wir als souveräner Staat, als eigenständiger Staat ohnedies nicht. – Sagen Sie, dass Sie bewusst dieses Risiko eingehen wollen! Wir von der Volkspartei und wir von dieser Regierung gehen dieses Sicherheitsrisiko für unser Land und für die Bevölkerung nicht ein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: Eurofighter!
Meine Damen und Herren! Sie sollten ehrlicherweise auch zugeben, dass es kein Land gibt, das keine Abfangjäger, keine Luftraumüberwachung hat. Im Gegenteil! Es wird allgemein anerkannt, dass die Sensibilität des Luftraumes zunimmt, und es ist unsere höchste Verantwortung, alles zu tun, um auch unseren Luftraum zu sichern und dass all diese Beschaffungen um den Abfangjäger ... (Abg. Dr. Cap: Eurofighter!) ... – danke vielmals! – den Eurofighter bestens abgelaufen sind. (Abg. Silhavy: Teurofighter!) Auch wenn Sie immer von „Lüge“, „Schwindel“ und „Schiebung“ reden, trotzdem ist das nicht geschehen. (Abg. Dr. Cap: Sagen Sie, hat der Eurofighter eigentlich auch eine Business Class?)
Abg. Silhavy: Teurofighter!
Meine Damen und Herren! Sie sollten ehrlicherweise auch zugeben, dass es kein Land gibt, das keine Abfangjäger, keine Luftraumüberwachung hat. Im Gegenteil! Es wird allgemein anerkannt, dass die Sensibilität des Luftraumes zunimmt, und es ist unsere höchste Verantwortung, alles zu tun, um auch unseren Luftraum zu sichern und dass all diese Beschaffungen um den Abfangjäger ... (Abg. Dr. Cap: Eurofighter!) ... – danke vielmals! – den Eurofighter bestens abgelaufen sind. (Abg. Silhavy: Teurofighter!) Auch wenn Sie immer von „Lüge“, „Schwindel“ und „Schiebung“ reden, trotzdem ist das nicht geschehen. (Abg. Dr. Cap: Sagen Sie, hat der Eurofighter eigentlich auch eine Business Class?)
Abg. Dr. Cap: Sagen Sie, hat der Eurofighter eigentlich auch eine Business Class?
Meine Damen und Herren! Sie sollten ehrlicherweise auch zugeben, dass es kein Land gibt, das keine Abfangjäger, keine Luftraumüberwachung hat. Im Gegenteil! Es wird allgemein anerkannt, dass die Sensibilität des Luftraumes zunimmt, und es ist unsere höchste Verantwortung, alles zu tun, um auch unseren Luftraum zu sichern und dass all diese Beschaffungen um den Abfangjäger ... (Abg. Dr. Cap: Eurofighter!) ... – danke vielmals! – den Eurofighter bestens abgelaufen sind. (Abg. Silhavy: Teurofighter!) Auch wenn Sie immer von „Lüge“, „Schwindel“ und „Schiebung“ reden, trotzdem ist das nicht geschehen. (Abg. Dr. Cap: Sagen Sie, hat der Eurofighter eigentlich auch eine Business Class?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Die Bürger können sich darauf verlassen, dass diese Regierung der Sicherheit als zentralem Anliegen ihrer Politik nach wie vor Rechnung trägt und auch dafür eintritt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Das wird aber auch immer mehr! Das ist schon unseriös, wenn Sie da das Nachfolgemodell auch noch in die Rechnung mit einbeziehen!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Regierungsmitglieder! Meine Damen und Herren! Klar ist, dass wir heute die Typenentscheidung diskutieren, und ich bin Ihnen, Herr Rechnungshofpräsident, sehr dankbar, dass Sie noch einmal Klartext gesprochen haben. Aus dem hier diskutierten Bericht des Rechnungshofs geht eindeutig hervor, dass diese Entscheidung auf mangelhafter Basis gefällt worden ist! Der Herr Präsident hat es ja ausgeführt: Die Frage der Betriebskosten ist offen geblieben, die Frage der Gegengeschäfte ist nicht kontrolliert, die Frage der Zahlungsmodalitäten ist nicht geklärt gewesen. Das ist genau der Punkt, wo wir einhaken, denn es handelt sich um den teuersten Beschaffungsvorgang der Zweiten Republik schlechthin. Es dreht sich dabei um 5, 6 Milliarden €! (Abg. Scheibner: Das wird aber auch immer mehr! Das ist schon unseriös, wenn Sie da das Nachfolgemodell auch noch in die Rechnung mit einbeziehen!)
Abg. Scheibner: Was heißt da „offensiv“? – Abg. Neudeck: Objektiv muss die Vorsitzführung sein und nicht offensiv!
Es ist das also ein Volumen, über das wir nicht so nebenbei hinweggehen können, sondern darüber muss auch im Rechnungshofausschuss ernstlich gesprochen werden. Da gilt es die Kontrollmechanismen zu nützen, und da muss man dem Vorsitzenden dieses Ausschusses dankbar sein, dass er den Missständen, die die Regierungsparteien einreißen haben lassen, indem Auskunftsverweigerung praktiziert wird, indem Personen, die etwas wissen, nicht geladen werden dürfen, mit einer um einiges offensiveren Ausschussvorsitzführung als sonst üblich begegnet. Da muss man ihm Recht geben! (Abg. Scheibner: Was heißt da „offensiv“? – Abg. Neudeck: Objektiv muss die Vorsitzführung sein und nicht offensiv!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fasslabend: Haben Sie denn nicht zugehört? Der Präsident hat doch in aller Deutlichkeit darauf Bezug genommen und festgestellt, dass eine Gleichwertigkeit eben nicht gegeben war! – Abg. Scheibner: Der Präsident hat doch gerade das Gegenteil gesagt!
Das können Sie also in einer sachkundigen Unterlage des Zuständigen aus dem Ressort nachlesen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fasslabend: Haben Sie denn nicht zugehört? Der Präsident hat doch in aller Deutlichkeit darauf Bezug genommen und festgestellt, dass eine Gleichwertigkeit eben nicht gegeben war! – Abg. Scheibner: Der Präsident hat doch gerade das Gegenteil gesagt!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Und wie ist entschieden worden, Herr Minister Grasser? – Für das teuerste Produkt! Die Luftraumüberwachung in Österreich wird vergoldet, während die Bevölkerung am Boden zu Opfern aufgefordert wird, und das gegen die Fachkompetenz im Verteidigungsressort und auch die Kontrollkompetenz des Rechnungshofes. Sie haben mit Ihren Mehrheiten verhindert, dass eine seriöse Anschaffung erfolgt und dass dann auch ordentlich kontrolliert wird. Und leider – und das ist die Folge davon – zahlt die Zeche die Steuerzahlerin/der Steuerzahler. Das ist falsch, denn wir brauchen Geld im Bildungswesen, wir brauchen Geld für die Universitäten, wir brauchen Geld zur Absicherung der Pensionen gerade auch für die der Jungen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Und was Sie tun, das ist Geldverschleudern für teures Luftraumüberwachungsgerät! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und wie ist entschieden worden, Herr Minister Grasser? – Für das teuerste Produkt! Die Luftraumüberwachung in Österreich wird vergoldet, während die Bevölkerung am Boden zu Opfern aufgefordert wird, und das gegen die Fachkompetenz im Verteidigungsressort und auch die Kontrollkompetenz des Rechnungshofes. Sie haben mit Ihren Mehrheiten verhindert, dass eine seriöse Anschaffung erfolgt und dass dann auch ordentlich kontrolliert wird. Und leider – und das ist die Folge davon – zahlt die Zeche die Steuerzahlerin/der Steuerzahler. Das ist falsch, denn wir brauchen Geld im Bildungswesen, wir brauchen Geld für die Universitäten, wir brauchen Geld zur Absicherung der Pensionen gerade auch für die der Jungen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Und was Sie tun, das ist Geldverschleudern für teures Luftraumüberwachungsgerät! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Fauland –: Das wird jetzt aber schwer! – Abg. Fauland: Für mich nicht! Für Sie vielleicht!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Fauland. Herr Abgeordneter, auch für Sie 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Dr. Cap – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Fauland –: Das wird jetzt aber schwer! – Abg. Fauland: Für mich nicht! Für Sie vielleicht!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler
Bevor wir jetzt aber zum Wahrnehmungsbericht und vor allem zur Typenentscheidung des Rechnungshofes kommen, was ja das zentrale Thema von heute sein soll, ist es mir schon ein Bedürfnis, ein bisschen auf den Ablauf im Ausschuss einzugehen. Der Ausschuss war nach meinem Dafürhalten (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler) – Herr Kollege Kogler, Sie kommen schon dran! –, und ich hatte ja die Freude, Zeitzeuge zu sein, geprägt von den Bemühungen des Vorsitzenden Kogler und des stellvertretenden Vorsitzenden, Kollegen Kräuter, dieses heikle Thema, wie Sie es sehr oft machen, für Ihre Selbstdarstellung medial zu verwerten und dabei weit an der Sache vorbei zu argumentieren. Daraus Kapital zu schlagen, das ist eigentlich der falsche Weg! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Bevor wir jetzt aber zum Wahrnehmungsbericht und vor allem zur Typenentscheidung des Rechnungshofes kommen, was ja das zentrale Thema von heute sein soll, ist es mir schon ein Bedürfnis, ein bisschen auf den Ablauf im Ausschuss einzugehen. Der Ausschuss war nach meinem Dafürhalten (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler) – Herr Kollege Kogler, Sie kommen schon dran! –, und ich hatte ja die Freude, Zeitzeuge zu sein, geprägt von den Bemühungen des Vorsitzenden Kogler und des stellvertretenden Vorsitzenden, Kollegen Kräuter, dieses heikle Thema, wie Sie es sehr oft machen, für Ihre Selbstdarstellung medial zu verwerten und dabei weit an der Sache vorbei zu argumentieren. Daraus Kapital zu schlagen, das ist eigentlich der falsche Weg! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Inhaltlich waren die Wortmeldungen im Ausschuss, wenn man jene von der Sozialdemokratie einmal Revue passieren lässt, mit klassischen Lesungen vergleichbar, Lesungen von vorbereiteten Texten, bei denen man manchmal Zweifel hatte, ob die Leute, die das vortrugen, schon auch wussten, worum es in ihren Worten ganz genau geht. (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Na, Frau Kollegin, erinnern Sie sich zurück! – Bei den Grünen hingegen – ich hatte ja die „Freude“, sehr lange den Ausführungen des Kollegen Pilz zu folgen – wechselte alles zwischen Wiederholungen, Verschwörungstheorien, Vermutungen und Spekulationen, die man als die Wahrheit darzustellen versucht hat.
Ruf bei der SPÖ: Redezeit!
Nun aber zum eigentlichen Thema der Typenentscheidung: Der Eurofighter wurde – und das auch zu Recht – als das für Österreich geeignetste Flugzeug bewertet. Grundsätzlich muss man sagen, dass mit einer Entscheidung für den Gripen 50 Prozent des gesamten Geldes nach Amerika geflossen wäre, da der Gripen zu über 50 Prozent mit amerikanischen Teilen bestückt wird. Der Eurofighter ist das einzig wirklich europäische Flugzeug, das einzige Flugzeug, bei dem uns 40 Jahre lang garantiert ist, unabhängig von den Amerikanern alle Ersatzteile zu bekommen, die wir benötigen. Und man muss auch sagen ... (Ruf bei der SPÖ: Redezeit!) – Bis dato hörte ich keine Glocke, und deswegen spreche ich auch.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es werden über 650 Flugzeuge dieses Typs langfristig in Europa eingeführt, Österreich wird über 18, Deutschland über 180, Italien über 121 Flugzeuge verfügen. Im Verbund mit Italien und Deutschland wird es zu einer engeren Zusammenarbeit, zu einem Zusammenrücken in der Sicherheitspolitik, auch was die Luft betrifft, kommen. Diese Zusammenarbeit wird auch dazu beitragen, dass die österreichische Bevölkerung, die Österreicherinnen und Österreicher in einem sicheren Österreich wohnen, in dem die Sicherheit nicht einen oder zwei Meter über dem Kopf unserer Bürger aufhört. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Herren Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Mit jedem neuen Detail rund um den Eurofighterkauf wird das Ausmaß des Desasters immer deutlicher. Herr Bundesminister, deine Interpretation des Rechnungshofberichtes zeugt schon von einer sehr einseitigen Sichtweise, denn bei genauem Durchlesen und beim Hinhören, was der Herr Präsident heute hier formuliert hat, wird die Kritik der Opposition, wird unsere Kritik in wesentlichen Punkten bestätigt, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man hier Neutralität und Solidarität strapaziert und sich auf die Verfassung beruft – dazu stehen wir, meine Damen und Herren! Doch für die Sicherheit in Österreich und für die Aufrechterhaltung der Neutralität brauchen Sie keine Kampfbomber. Diese Luxuskampfjets sind für den Luftkampf, für den Luftkrieg konzipiert und haben mit aktiver Luftraumüberwachung überhaupt nichts zu tun! (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
Sie sind sicherheitspolitisch nicht notwendig und finanziell nicht leistbar. Sie bedeuten eine Katastrophe für Österreich und eine Katastrophe für das österreichische Bundesheer, meine Damen und Herren! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
entscheidung, meine Damen und Herren, sagen wir ein entschiedenes Nein! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, ich kann nur sagen: Unternehmen Sie von Seiten der Bundesregierung entsprechende Bemühungen! Es gibt eine Ausstiegsklausel – steigen wir aus dem Vertrag aus! Das kostet zwar Millionen Euro, aber wir ersparen dem Steuerzahler, den Österreicherinnen und Österreichern, Milliarden an Steuergeldern. Das sollte der Weg sein, den wir gehen! Wir Sozialdemokraten versprechen: Wenn wir 2006 an die Regierung kommen, dann wird dieser Kauf rückgängig gemacht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: Es ist nicht dunkel, es ist finster!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Mag. Roderich Regler (ÖVP): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Im Rechnungshofausschuss hat die Opposition gefordert, dass Licht ins Dunkel gebracht werden müsse. – Ich kann dazu sagen: Wir haben in über 40 Stunden den Bericht abgearbeitet und festgestellt, dass es in dieser Angelegenheit kein Dunkel gibt! (Abg. Riepl: Es ist nicht dunkel, es ist finster!) Es ist ganz klar, dass keine Konsequenzen im Sinne von politischer Verantwortung zu ziehen sind, weil der Vorgang korrekt war.
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Die Opposition hat versucht, den Rechnungshofausschuss geschäftsordnungswidrig in einen Untersuchungsausschuss zu verwandeln. Letzteres ist er aber nicht, sondern es geht darum, im Rahmen dieses Ausschusses den Rechnungshofbericht zu besprechen, und wir haben darüber diskutiert und die Kontrolle nicht verweigert. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Erstens ist das keine Insellösung. Es werden jetzt über 600 Flieger angeschafft, und die Armeen Großbritanniens, Deutschlands, Italiens und Spaniens werden mit diesem modernsten Gerät ausgerüstet. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Das heißt, wir sind dann kompatibel und haben nicht etwas, was sonst nirgends verwendet wird. (Abg. Gradwohl: Kompatibel für was?)
Abg. Gradwohl: Kompatibel für was?
Erstens ist das keine Insellösung. Es werden jetzt über 600 Flieger angeschafft, und die Armeen Großbritanniens, Deutschlands, Italiens und Spaniens werden mit diesem modernsten Gerät ausgerüstet. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Das heißt, wir sind dann kompatibel und haben nicht etwas, was sonst nirgends verwendet wird. (Abg. Gradwohl: Kompatibel für was?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In diesem Sinne bekommen wir das beste Gerät für Österreichs Sicherheit, und ich bin überzeugt, dass die von Ihnen beabsichtigte Skandalisierung nicht gelingen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Kollege Gahr herauskommt und sagt, dass die Verhandlungen 40 Stunden gedauert haben, dann muss man der Ordnung halber sagen: Kollege Gahr! 20 Stunden davon habt ihr geschlafen, zwar nicht gut, aber geschlafen habt ihr allemal! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was aber ist auf der anderen Seite geschehen? – Durch den Verkauf der Tabakwerke sind Hunderte Arbeitsplätze in Österreich weg, und durch die Verscherbelung der VA Tech in der Steiermark werden wir Tausende Arbeitsplätze verlieren. Das werden Sie noch erleben, und das werden Sie auch mit zu verantworten haben, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was uns bleibt, sind Kampfflugzeuge, die keiner braucht, die für den militärischen Einsatz, wie Kollege Gaál gesagt hat, aber auch für den zivilen Einsatz völlig ungeeignet sind und die uns im schlimmsten Fall noch viel mehr an Betriebskosten bescheren werden, nämlich geschätzte 500 Millionen € jährlich. Dieses Geld wird für die Bildung und Forschung und für das Sozialwesen in Österreich fehlen, und das ist sehr, sehr traurig, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gradwohl: Der Airbus wäre nicht gebaut worden, wenn Österreich den Eurofighter nicht bestellt hätte? – Na super!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Das größte, sparsamste und auch modernste Passagierflugzeug der Welt, das Europa einen bemerkenswerten Technologievorsprung gegenüber den USA, gegenüber Boeing, bringt, ist ein Flugzeug, das in hohem Maße mit Technologie und entsprechenden Teilen aus Österreich bestückt ist. (Abg. Gradwohl: Der Airbus wäre nicht gebaut worden, wenn Österreich den Eurofighter nicht bestellt hätte? – Na super!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Hunderte Arbeitsplätze über viele Jahre! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kräuter: Das ist ja Ihr Freund, Herr Minister!
Herr Abgeordneter Kräuter hat einmal mehr eine APA-Aussendung vom 23. April 2002 zitiert, aber einmal mehr unvollständig. Ich ergänze Ihre Ausführungen, sehr geehrter Herr Abgeordneter, jetzt nämlich um das Zitat des Herrn Stephan, des Geschäftsführers der Firma FACC. (Abg. Dr. Kräuter: Das ist ja Ihr Freund, Herr Minister!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Apropos Freund: Wie verhält es sich denn mit Herrn Androsch? Ist das Ihr Freund? – Vielleicht nicht, er ist aber zumindest Ihr Parteifreund und Eigentümer und Miteigentümer des sehr erfolgreichen Unternehmens FACC, eine höchst respektierte Persönlichkeit. Sie sind ja mit ihm öfters nicht einer Meinung. Auch in Sachen Spielberg haben Sie Bundesförderungen für das leider mittlerweile zurückgezogene Projekt als Skandal bezeichnet. Androsch hat dies eingemahnt: Er wolle unbedingt darauf bestehen, diese im Falle von Investmentprojekten auch selbst lukrieren zu können. Das ist aus meiner Sicht auch selbstverständlich. Kräuter steht also gegen Androsch, dagegen ist ein Match Simmering gegen Kapfenberg eine Kleinigkeit, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Mehr an deutlichen Nachweisen, dass die Airbus-Aufträge an FACC sehr viel mit der Eurofighter-Beschaffung zu tun haben, kann ich Ihnen nicht bieten! (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Tut mir Leid, aber uns reicht es aus, Ihnen wahrscheinlich nie! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Mehr an deutlichen Nachweisen, dass die Airbus-Aufträge an FACC sehr viel mit der Eurofighter-Beschaffung zu tun haben, kann ich Ihnen nicht bieten! (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Tut mir Leid, aber uns reicht es aus, Ihnen wahrscheinlich nie! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Pilz: Das stimmt doch alles nicht!
Sehr geehrter Herr Abgeordneter Pilz, das ist der Weg! Es geht nicht darum, jetzt den Mitgliedern der Plattform Gegengeschäfte hoch vertrauliche Dokumente zuzumitteln – das hätten Sie wahrscheinlich gerne! –, sondern es geht darum, dass der Rechnungshof das prüfen wird und dieser Gegengeschäftsvertrag dann diskutiert werden kann, abgesehen davon, dass er auszugsweise in seinen substantiellen Dingen von mir sogar schon der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, und zwar schon vor langer, langer Zeit, sehr geehrter Herr Abgeordneter Pilz. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Pilz: Das stimmt doch alles nicht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dazu haben wir aber noch viele Jahre Zeit, denn die Abarbeitung dieser insgesamt 4 Milliarden € oder 240 Prozent des Nettokaufpreises der Eurofighter am Gegengeschäftsvolumen ist ja über einen Zeitraum von 15 Jahren zu erstrecken, und wir haben jetzt gerade einmal ein gutes Jahr hinter uns, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abgeordneten Mandak und Faul.
Abgeordneter Johann Ledolter (ÖVP): Herr Präsident! Meine Herren Bundesminister! Herr Präsident des Rechnungshofes! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Oppositionsparteien bemühen sich heute wieder einmal redlich, aber recht erfolglos darum, durch immer wiederkehrende Argumente und ständiges Wiederholen Dinge in ein Licht zu rücken, das nicht den Tatsachen und der Wahrheit entspricht. (Zwischenruf der Abgeordneten Mandak und Faul.) Auch der Unterhaltungswert, meine sehr verehrten Damen und Herren, auch von dir, Kollege Faul, war schon besser als bei den heutigen Vorführungen!
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte aber auch dem Wirtschaftsminister für die kompetente Abwicklung der Begleitung der Gegengeschäfte meine Anerkennung aussprechen. Er tut dies in Zusammenarbeit mit dem Wifo, in Kooperation mit der Wirtschaftsuniversität und den Sozialpartnern, die diese Anschaffungen begleiten und auch kommentieren. Damit haben wir ein System, das für die nächsten 30, 40 Jahre zertifiziert und flugtauglich die Sicherheit unseres Landes garantieren wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Präsident des Rechnungshofes! Meine Herren auf der Regierungsbank! Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister Bartenstein, ich finde es schon etwas eigenartig, wenn Sie hier von der Regierungsbank aus über das Gewissen von Abgeordneten urteilen. Das, glaube ich, steht Ihnen nicht zu. (Beifall bei der SPÖ.) So viel einmal zum einen.
Bundesminister Dr. Bartenstein: Nein, das ist falsch!
Zum Zweiten: Faktum ist, dass FACC den Auftrag sicher vor der Eurofighter-Entscheidung bekommen hat. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Nein, das ist falsch!) Das ist Faktum. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das stimmt nicht! – Abg. Gradwohl: Herr Bundesminister, Sie haben die Möglichkeit, sich zu Wort zu melden!) Aber wissen Sie, was meiner Meinung nach das wichtigste Faktum ist? – Dass der Auftrag an die Firma FACC deswegen gegangen ist, weil dort hervorragende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Werk sind, die auf Grund ihrer Leistungsqualität nicht zu übersehen sind – egal, ob sie solche Geschäfte mit Eurofighter machen oder nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Das stimmt nicht! – Abg. Gradwohl: Herr Bundesminister, Sie haben die Möglichkeit, sich zu Wort zu melden!
Zum Zweiten: Faktum ist, dass FACC den Auftrag sicher vor der Eurofighter-Entscheidung bekommen hat. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Nein, das ist falsch!) Das ist Faktum. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das stimmt nicht! – Abg. Gradwohl: Herr Bundesminister, Sie haben die Möglichkeit, sich zu Wort zu melden!) Aber wissen Sie, was meiner Meinung nach das wichtigste Faktum ist? – Dass der Auftrag an die Firma FACC deswegen gegangen ist, weil dort hervorragende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Werk sind, die auf Grund ihrer Leistungsqualität nicht zu übersehen sind – egal, ob sie solche Geschäfte mit Eurofighter machen oder nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Zweiten: Faktum ist, dass FACC den Auftrag sicher vor der Eurofighter-Entscheidung bekommen hat. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Nein, das ist falsch!) Das ist Faktum. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das stimmt nicht! – Abg. Gradwohl: Herr Bundesminister, Sie haben die Möglichkeit, sich zu Wort zu melden!) Aber wissen Sie, was meiner Meinung nach das wichtigste Faktum ist? – Dass der Auftrag an die Firma FACC deswegen gegangen ist, weil dort hervorragende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Werk sind, die auf Grund ihrer Leistungsqualität nicht zu übersehen sind – egal, ob sie solche Geschäfte mit Eurofighter machen oder nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Auer: Bist du für 36?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Eines konnte auch nicht geklärt werden in diesem Unterausschuss, da der damalige Verteidigungsminister Scheibner ja abgeschottet war und dort keine Aussagen treffen durfte: Wieso kommt man denn eigentlich auf eine bestimmte Anzahl von Fliegern? Das waren ja vorher schon einmal 36, dann waren es 24, und schon im September 2001 hat man gesagt: Na ja, vielleicht werden es ohnehin nur 18 sein. Und dann kommt ... (Abg. Auer: Bist du für 36?) Bitte, ich bin kein Wehrexperte, aber: Was ist denn der ausschlaggebende Grund dafür, dass man plötzlich von 24 auf 18 kommt, und das 2001?
Abg. Dr. Partik-Pablé: Was soll das? Was heißt, „dann kommt Gott sei Dank das Hochwasser“?
Da kommt dann plötzlich das Hochwasser, da kommt dann Gott sei Dank das Hochwasser, und jetzt können wir sagen: Für euch arme Hochwasseropfer opfern wir sechs Eurofighter. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was soll das? Was heißt, „dann kommt Gott sei Dank das Hochwasser“?)
Beifall bei der SPÖ.
Sie wissen ganz genau, meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen, dass erst 2007 der erste Cent in diesem Geschäft fließt. Sie wissen ganz genau, dass kein Euro aus diesem Eurofighter-Geschäft den Hochwasseropfern zugute gekommen ist. Ich finde es schändlich, aus der Not der Betroffenen hier politisches Kleingeld zu schlagen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.) Ich finde es tatsächlich nicht in Ordnung, das so zu machen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sollten sich entschuldigen, weil Sie gesagt haben „Gott sei Dank kam das Hochwasser!“
Meine Damen und Herren! Ich meine, da heute schon von Entschuldigungen die Rede war: Herr Klubobmann Scheibner, der damals als Verteidigungsminister diese Aussagen getroffen hat, sollte sich bei den Hochwasseropfern entschuldigen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sollten sich entschuldigen, weil Sie gesagt haben „Gott sei Dank kam das Hochwasser!“)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Oder die Kollegin Lapp, meine sehr geschätzten Damen und Herren, die hier Pensionsfragen gegen Luftraumüberwachung ausgespielt hat, oder der Kollege Gaál, der die letzten Minuten der Direktübertragung gerade noch genutzt und den Menschen eigentlich viel Zuversicht gegeben hat, als er gesagt hat: Wenn die SPÖ 2006 die Regierung und den Bundeskanzler stellt, dann gibt es diese Anschaffung nicht. Das ist eigentlich ein Zuspruch. Denn wenn Sie die Werte des Herrn Gusenbauer mit jenen von Bundeskanzler Schüssel vergleichen, werden Sie sehen, es besteht nicht die Gefahr, dass im Jahr 2006 Gusenbauer Kanzler wird. Daher können sich die Österreicherinnen und Österreicher beruhigt darauf verlassen, dass die Luftraumverteidigung bei dieser Regierungspartei in guten Händen ist. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Zwischenruf des Abg. Gaál.
Lieber Toni Gaál, ihr zitiert so oft Zeitungen, aber nur dann, wenn es euch in den Kram passt. Am 1. Oktober 2004 schreibt der „Standard“, dass die Piloten – und das sind die, die mit diesem Gerät umzugehen haben – auf den Eurofighter fliegen, Piloten aller Armeen, die international den Eurofighter testen. (Zwischenruf des Abg. Gaál.) Wärst du mitgefahren, dann hättest du es gesehen, aber du hast ja nicht dürfen.
Abg. Mag. Wurm: Es geht um die Neutralität!
Meine Herren der SPÖ! Internationalität ist nicht nur damit abgetan, dass am 1. Mai am Rathausplatz die „Internationale“ abgesungen wird. (Abg. Mag. Wurm: Es geht um die Neutralität!) Und auch die beginnt mit dem Text „Brüder, hört die Signale!“ (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gaál: Völker, hört die Signale! Du musst den Text genau zitieren!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gaál: Völker, hört die Signale! Du musst den Text genau zitieren!
Meine Herren der SPÖ! Internationalität ist nicht nur damit abgetan, dass am 1. Mai am Rathausplatz die „Internationale“ abgesungen wird. (Abg. Mag. Wurm: Es geht um die Neutralität!) Und auch die beginnt mit dem Text „Brüder, hört die Signale!“ (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gaál: Völker, hört die Signale! Du musst den Text genau zitieren!)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie nichts zu verbergen haben, dann stimmen Sie bitte diesem Entschließungsantrag zu. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Edeltraud Lentsch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Präsident des Rechnungshofes! Geschätzte Damen und Herren! Hohes Haus! Jetzt ist Herr Kollege Gaßner nicht im Saal, aber ich möchte ihm sagen: Selbst wenn er die Äußerung „Gott sei Dank kam dann das Hochwasser“ zynisch gemeint hat, ist das für die Bevölkerung in seiner Gemeinde eine echte Zumutung gewesen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Ich bin zwar keine Militärexpertin und auch keine Technikerin, und ich sehe es auch nicht als meine Aufgabe, im Parlament technische Details zu diskutieren. Was wir hier im Parlament besprechen sollten, ist vielmehr die Frage: Wollen wir uns verteidigen, wollen wir unser Land verteidigen und somit auch unsere Bevölkerung? Das ist eine sehr, sehr einfache Frage, die ebenso leicht zu beantworten ist: Ja, wir wollen uns schützen, wir wollen unser Land schützen und somit auch unsere Bevölkerung, und zwar gegen alle Bedrohungen, die nur in irgendeiner Form absehbar sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Wissen Sie, was ein Quantensprung ist? – Abg. Mag. Gaßner: Das ist ja etwas ganz Kleines! – Abg. Öllinger: Ein Quantensprung ist es wirklich!
Die Frage war zu klären, und nachdem sie klar ist, war auch die Wahl der Flugzeuge richtig und wichtig, denn wir brauchen nicht viele, sondern leistungsfähige Flugzeuge. Und diese Bundesregierung hat sich richtig entschieden. Dieses Flugzeug, das ausgewählt wurde, ist ein Quantensprung in der Geschichte der Luftfahrt und hält bis zu 40 Jahre. (Abg. Öllinger: Wissen Sie, was ein Quantensprung ist? – Abg. Mag. Gaßner: Das ist ja etwas ganz Kleines! – Abg. Öllinger: Ein Quantensprung ist es wirklich!)
anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen
Dass Gegengeschäfte existent sind (anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen) – ich verstehe Sie nicht und habe auch nicht so viel Redezeit –, ist eine Tatsache, die auch Sie nicht wegdiskutieren können, sehr geehrter Herr Kollege. Und Gegengeschäfte bringen Arbeitsplätze.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Bösch. – Abg. Öllinger: Zeigen Sie uns einmal den Quantensprung, Frau Kollegin!
Abschließend möchte ich mich beim Präsidenten des Rechnungshofes und natürlich auch bei allen Beamtinnen und Beamten für diesen ausführlichen Bericht recht herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Bösch. – Abg. Öllinger: Zeigen Sie uns einmal den Quantensprung, Frau Kollegin!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Erwin Kaipel (SPÖ): Meine Herren Präsidenten! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Geschätzte Frau Kollegin! Selbstverständlich wollen wir alle unser Land und unsere Bürger schützen, aber ob wir dabei so weit über das Ziel schießen müssen, ist schon die Frage. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schöls: Hey! – Abg. Großruck: Oder der Schelm ist so, wie er denkt! – Abg. Mag. Molterer: Oder es ist eine richtige Entscheidung! Auch das ist möglich!
Dafür gibt es nur zwei mögliche Gründe: Entweder es stehen unlautere Motive dahinter, oder es handelt sich schlichtweg um einen Schildbürgerstreich. (Abg. Schöls: Hey! – Abg. Großruck: Oder der Schelm ist so, wie er denkt! – Abg. Mag. Molterer: Oder es ist eine richtige Entscheidung! Auch das ist möglich!)
Abg. Oberhaidinger: Schleißig!
Warum auf diese Muss-Bestimmungen verzichtet wurde, darauf hat es auch im Rechnungshofausschuss keine nachvollziehbare Antwort gegeben. Wenn Minister Platter meint, das war nicht notwendig, weil die Eurofighter von den Herstellerländern ausreichend getestet wurden, dann ist dieses Argument nicht richtig (Abg. Oberhaidinger: Schleißig!), da – wie schon erwähnt – die Erprobung unserer Tranche noch nicht abgeschlossen ist und weder dem Rechnungshof noch dem Rechnungshofausschuss Dokumente vorliegen, die diese Behauptung untermauern.
Beifall bei der SPÖ.
Auch die Tatsache, dass das Erscheinen aller relevanten Auskunftspersonen im Ausschuss durch die Regierung verhindert wurde, lässt wohl alle Vermutungen zu – Vermutungen, die nur ein Untersuchungsausschuss klären kann. Wenn Sie versuchen, diesen zu verhindern, dann ist diese Regierung wohl nicht mehr tragbar, denke ich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mandak: Das ist aber hintergründig! – Abg. Eder: Teure Freunde!
Abgeordneter Gerhard Reheis (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Teure Mitglieder der Bundesregierung! (Abg. Mandak: Das ist aber hintergründig! – Abg. Eder: Teure Freunde!) Sehr geehrter Herr Präsident des Rechnungshofes! Es wurde heute ja schon einige Male die Bereitschaft dieser Bundesregierung zu offenen, sachlichen Diskussionen und zur Ladung von Auskunftspersonen angesprochen, aber die Wirklichkeit schaut ganz anders aus, wie wir Oppositionsparteien ja wissen.
Abg. Hornek: Das glaubst du ja selber nicht! Ihr habt ja geschlafen!
Zur staatspolitischen Verantwortung und dazu, wie diese wahrgenommen wird, möchte ich Folgendes sagen: Situationsbericht aus dem Rechnungshofausschuss, 1 Uhr früh. – Es war ja eine sehr lange Sitzung, und es haben sich die Vertreter der Oppositionsparteien – der SPÖ und der Grünen – dieser Diskussion wirklich sehr ernsthaft gestellt (Abg. Hornek: Das glaubst du ja selber nicht! Ihr habt ja geschlafen!), während die Abgeordneten der Regierungsparteien es sich bequem gemacht, die Schuhe auf den Boden gestellt und die Füße hochgelagert haben. Sie haben geschlafen, und sie haben sich vom Tisch entfernt. – Das zu Ihrer Wahrnehmung der staatspolitischen Verantwortung, meine Damen und Herren! Das ist ein Skandal. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zur staatspolitischen Verantwortung und dazu, wie diese wahrgenommen wird, möchte ich Folgendes sagen: Situationsbericht aus dem Rechnungshofausschuss, 1 Uhr früh. – Es war ja eine sehr lange Sitzung, und es haben sich die Vertreter der Oppositionsparteien – der SPÖ und der Grünen – dieser Diskussion wirklich sehr ernsthaft gestellt (Abg. Hornek: Das glaubst du ja selber nicht! Ihr habt ja geschlafen!), während die Abgeordneten der Regierungsparteien es sich bequem gemacht, die Schuhe auf den Boden gestellt und die Füße hochgelagert haben. Sie haben geschlafen, und sie haben sich vom Tisch entfernt. – Das zu Ihrer Wahrnehmung der staatspolitischen Verantwortung, meine Damen und Herren! Das ist ein Skandal. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hornek: Lesen Sie die Homepage vom Pilz!
Sie sind nämlich jene, die ganz offen dokumentieren, zudecken, verhindern und drüberfahren! (Abg. Hornek: Lesen Sie die Homepage vom Pilz!) Sie wollen keine Transparenz, meine Damen und Herren! Sie wollen keine Auskunftspersonen, ja Sie verlassen den Verhandlungstisch, um es sich auf den Sofas des Sitzungszimmers bequem zu machen. – Das ist Ihre Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Regler: Wir haben die ganze Zeit diskutiert! – Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Regler: Wir haben die ganze Zeit diskutiert! – Zwischenruf des Abg. Hornek.
Sie sind nämlich jene, die ganz offen dokumentieren, zudecken, verhindern und drüberfahren! (Abg. Hornek: Lesen Sie die Homepage vom Pilz!) Sie wollen keine Transparenz, meine Damen und Herren! Sie wollen keine Auskunftspersonen, ja Sie verlassen den Verhandlungstisch, um es sich auf den Sofas des Sitzungszimmers bequem zu machen. – Das ist Ihre Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Regler: Wir haben die ganze Zeit diskutiert! – Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Abg. Mandak: Wissen das die Feinde? – Bundesminister Platter: Aber bitte, das ist doch Schnee von gestern!
Herrschen in Bodennähe Dunst und Temperaturen unter 5 Grad, dürfen die Kampfmaschinen erst gar nicht abheben. (Abg. Mandak: Wissen das die Feinde? – Bundesminister Platter: Aber bitte, das ist doch Schnee von gestern!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das reimt sich sogar!
Der deutsche Rechnungshofbericht führt nicht nur einige Zweifel an, sondern sagt auch noch, dieser Eurofighter sei Besorgnis erregend. Die britische Kritik lautet: Eurofighter dürfen wegen der vielen Probleme der Bordsysteme (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das reimt sich sogar!) nur mit zwei Piloten fliegen.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die kommende sozialdemokratische Regierung wird wohl oder übel diese Suppe, die Sie eingebrockt haben, auslöffeln müssen, aber wir sind bereit dazu, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Genug!
Abgeordnete Rosemarie Schönpass (SPÖ): Sehr geehrte Herren Präsidenten! Herr Minister! Hohes Haus! Eigentlich ist schon viel gesagt (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Genug!), dennoch möchte ich zwei Zitate des Rechnungshofes in Erinnerung rufen:
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.
Warum diese Zitate? – Weil der Verdacht der Korruption – sprich: der „Freunderlwirtschaft“ – so lange im Raum stehen wird, bis die Öffentlichkeit von der Regierung erfährt, was den Ausschlag für die Entscheidung zugunsten der teuren Eurofighter gegeben hat. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie müssen es richtig lesen! – Abg. Großruck: ... dass es fliegen kann!
Viele Kommentatoren und Politikbeobachter meinen die Antwort zu kennen: Der Eurofighter ist ein Schritt in Richtung einer gemeinsamen europäischen Rüstungs- und Sicherheitspolitik. Damit passt das österreichische Bundesheer nahtlos in künftige EU-Militäreinsätze. Wozu würden wir sonst eine Maschine mit folgender Charakteristik brauchen? – Und hier sind die FPÖ-Abgeordneten gefordert aufzupassen, es ist ein Zitat aus einem FPÖ-internen Strategiepapier, über das im „FORMAT“ berichtet wurde: „ein schweres Mehrkampfflugzeug mit der Fähigkeit, große Bombenlasten für Luft-Boden-Missionen über lange Strecken zu transportieren“. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie müssen es richtig lesen! – Abg. Großruck: ... dass es fliegen kann!) – Das klingt nicht sehr nach Luftraumüberwachung!
Beifall bei der SPÖ.
Der Eurofighter wird ein Fass ohne Boden beziehungsweise – wie von Klubobmann Cap bezeichnet – ein Blindflug auf Kosten der österreichischen Steuerzahler, und Sie tragen die Verantwortung dafür! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: 2 000 Milliarden Schilling Schulden habt ihr angehäuft!
Abgeordneter Hermann Krist (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Meine Herren Minister! Geschätzter Herr Präsident des Rechnungshofes! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Meine Damen und Herren der Bundesregierung! Sie kaufen einen Formel-1-Boliden, obwohl wir uns nur ein Moped leisten können. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: 2 000 Milliarden Schilling Schulden habt ihr angehäuft!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: 2 000 Milliarden!
Da Sie auch wissen, dass wir uns den Formel-1-Boliden nicht leisten können, bekommt er natürlich eine ganz bescheidene Ausstattung, nach dem Motto „außen hui, innen pfui“. Diese Ausstattung ist aber wesentlich für die Anschaffung. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: 2 000 Milliarden!) – Beruhigen Sie sich, Herr Scheuch! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist ja wahr!) Passen Sie besser auf, vielleicht lernen Sie dann noch etwas! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja ungeheuerlich, diese Menge!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist ja wahr!
Da Sie auch wissen, dass wir uns den Formel-1-Boliden nicht leisten können, bekommt er natürlich eine ganz bescheidene Ausstattung, nach dem Motto „außen hui, innen pfui“. Diese Ausstattung ist aber wesentlich für die Anschaffung. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: 2 000 Milliarden!) – Beruhigen Sie sich, Herr Scheuch! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist ja wahr!) Passen Sie besser auf, vielleicht lernen Sie dann noch etwas! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja ungeheuerlich, diese Menge!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja ungeheuerlich, diese Menge!
Da Sie auch wissen, dass wir uns den Formel-1-Boliden nicht leisten können, bekommt er natürlich eine ganz bescheidene Ausstattung, nach dem Motto „außen hui, innen pfui“. Diese Ausstattung ist aber wesentlich für die Anschaffung. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: 2 000 Milliarden!) – Beruhigen Sie sich, Herr Scheuch! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist ja wahr!) Passen Sie besser auf, vielleicht lernen Sie dann noch etwas! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja ungeheuerlich, diese Menge!)
Beifall bei der SPÖ.
Was wird die – wie wir mittlerweile auch schon wissen – sehr aufwändige Aus- und Weiterbildung des gesamten technischen Personals kosten? Was wird Ihre Forderung nach einer vernünftigen Bewaffnung für diesen Flieger kosten? – Sie wissen, dass die Bordkanone nicht einsetzbar und die kolportierte IRIS-T-Rakete eine sehr teure Angelegenheit ist. Sie können doch niemandem erzählen, dass sich Terroristen vom Einsatz der an Bord befindlichen scharfen Digitalkameras einschüchtern lassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zu den von Ihnen ständig strapazierten Ereignissen wie der EU-Präsidentschaft oder der Fußball-Europameisterschaft: Mit fluguntauglichen Fotoapparaten werden Sie niemanden schützen können! Herr Minister! Wann sagen Sie endlich den Steuerzahlern die ganze Wahrheit? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Seien Sie endlich einmal ehrlich, Herr Bundeskanzler, und gehen Sie in sich! – Den Sinn der Worte Einsicht, Bekehrung und Neubeginn sollten Sie ja kennen. Stornieren Sie diesen sinnlosen Ankauf! Unser Bundesheer hat wichtigere Anschaffungen nötig. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Jetzt kriegt die Debatte einen neuen Höhepunkt! – Abg. Scheibner: Aber hoffentlich einmal etwas Gescheites!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Puswald. – Bitte. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Jetzt kriegt die Debatte einen neuen Höhepunkt! – Abg. Scheibner: Aber hoffentlich einmal etwas Gescheites!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Typisch Anwalt!
Dieses süffisante Lächeln in Verbindung damit, dass beharrlich jede Form der Untersuchung verweigert wird, macht sie verdächtig. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Typisch Anwalt!) Dieser Verdacht wird – und darauf freue ich mich schon! –, wenn wir 2006 dann regieren werden, in einer Ministeranklage münden. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dieses süffisante Lächeln in Verbindung damit, dass beharrlich jede Form der Untersuchung verweigert wird, macht sie verdächtig. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Typisch Anwalt!) Dieser Verdacht wird – und darauf freue ich mich schon! –, wenn wir 2006 dann regieren werden, in einer Ministeranklage münden. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen, was das bedeutet, denn dann wird Ihnen nämlich endgültig das Lachen vergehen: Wer so mit Volksvermögen umgeht, wie Sie es tun, der wird dann unter Umständen – und das werden der Verfassungsgerichtshof und allenfalls auch ein Strafgericht zu prüfen haben – mit seinem Privatvermögen dafür einzustehen haben. – Dann möchte ich sehen, ob Sie sich noch so wie heute amüsieren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Heiteres Bezirksgericht!
Wenn Sie das nicht tun und wir das noch in Verbindung damit betrachten, dass es sich um ein derart mangelhaftes Produkt handelt, das entgegen Ihren Behauptungen für die Verteidigung völlig ungeeignet ist, weil es nicht mit Waffen bestückt werden kann, weil es bei schlechter Witterung nicht aufsteigen kann, weil die Piloten, die es fliegen sollen, in höchstem Maße gefährdet sind, dann macht Sie das umso verdächtiger, und wir werden die Sache beharrlich verfolgen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Heiteres Bezirksgericht!)
Beifall bei der SPÖ.
Würden Sie fünf Abfangjäger einsparen, könnten Sie die gesamte Universitäts- und Schulreform finanzieren. Würden Sie nur drei Abfangjäger einsparen, könnten Sie die gesamte Gesundheitsreform finanzieren. Und wenn Sie das alles jetzt abtun, dann haben Sie einmal mehr bewiesen, dass Sie nicht in der Lage sind, öffentliche Gelder sorgfältig und verantwortungsvoll zu verwalten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gradwohl: Ihr werdet es bereuen!
Ich bitte jene Damen und Herren, die für dessen Kenntnisnahme eintreten, um ein Zeichen der Zustimmung. – Es ist dies die Mehrheit und damit angenommen. (Abg. Gradwohl: Ihr werdet es bereuen!)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn ich mir aber vorstelle, dass Sie den nunmehr außer Dienst befindlichen EU-Kommissar Dr. Franz Fischler als Auskunftsperson nicht zulassen, dann frage ich mich schon, ob es Ihnen von den Regierungsfraktionen tatsächlich ein ernsthaftes Anliegen ist, die Situation der Bauern, der ländlichen Bevölkerung und des ländlichen Raumes zu verbessern. Meine Damen und Herren! Ich bezweifle das sehr stark! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Höllerer: Das stimmt nicht!
nur in Höfe, die viel produzieren, die über viele Grundstücke verfügen. (Abg. Höllerer: Das stimmt nicht!)
Abg. Hornek: Wo gibt es denn so etwas ...?
Es ist weiters interessant, dass die bäuerlichen Einkommen zu 80 Prozent – so der Grüne Bericht – öffentliche Einkommen, Subventionseinkommen sind. Ich behaupte, Herr Bundesminister, dass dieser Anteil bei mehr als 80 Prozent liegt, denn ich weiß, dass es x Förderungen gibt, zum Beispiel durch die jeweiligen Gemeinden, die nirgends aufscheinen. Wenn ich zum Beispiel möchte, dass in Hanglagen meiner Gemeinde kein Mais angebaut wird, dann sagt mir die Bauernvertretung: Ist schon gut, wir bauen dort keinen Mais an, wir machen dort Grünland, aber Sie bezahlen dafür, Quadratmeter für Quadratmeter! (Abg. Hornek: Wo gibt es denn so etwas ...?) – Das ist doch so klar, nicht? (Abg. Hornek: Wundert Sie das?) Verursacherprinzip gibt es ja keines. Es käme der ganze Hang herunter, aber ich muss dafür zahlen, dass das nicht passiert.
Abg. Hornek: Wundert Sie das?
Es ist weiters interessant, dass die bäuerlichen Einkommen zu 80 Prozent – so der Grüne Bericht – öffentliche Einkommen, Subventionseinkommen sind. Ich behaupte, Herr Bundesminister, dass dieser Anteil bei mehr als 80 Prozent liegt, denn ich weiß, dass es x Förderungen gibt, zum Beispiel durch die jeweiligen Gemeinden, die nirgends aufscheinen. Wenn ich zum Beispiel möchte, dass in Hanglagen meiner Gemeinde kein Mais angebaut wird, dann sagt mir die Bauernvertretung: Ist schon gut, wir bauen dort keinen Mais an, wir machen dort Grünland, aber Sie bezahlen dafür, Quadratmeter für Quadratmeter! (Abg. Hornek: Wo gibt es denn so etwas ...?) – Das ist doch so klar, nicht? (Abg. Hornek: Wundert Sie das?) Verursacherprinzip gibt es ja keines. Es käme der ganze Hang herunter, aber ich muss dafür zahlen, dass das nicht passiert.
Beifall bei der SPÖ.
Schlusssatz: Wenn ich mir die finanzielle Entwicklung unserer Gemeinden anschaue, dann sehe ich, diese wird es aus finanzieller Sicht ohnehin nicht mehr lange geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Prioritäres agrarpolitisches Ziel ist die Sicherung des bäuerlichen Einkommens und somit die nachhaltige Sicherung des ländlichen Raumes, Herr Kollege Pirklhuber. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Was die wirtschaftliche Tragfähigkeit des ländlichen Raumes anbelangt, nimmt Österreich mit seinen Lösungen im Bereich der ländlichen Entwicklung eine Vorreiterrolle auf europäischer Ebene ein. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Leider!
In Österreich wurde im Jahre 1992 mit dem AMA-Gesetz die Agrarmarkt Austria als juristische Person etabliert und mit der Vollziehung der Marktordnung sowie der Abwicklung der Fördermaßnahmen beauftragt. Von der Agrarmarkt Austria werden umfassende und als streng bekannte Kontrollaktivitäten gesetzt. Im Jahre 2003 gab es weit über 100 000 derartige Kontrollen, im Zuge derer jährlich bis zu 30 000 Betriebe vor Ort kontrolliert werden (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Leider!), wobei die AMA selbst als Zahlstelle umfassenden Kontrollen unterliegt. Die Agrarmarkt Austria gilt als die meist geprüfte Einrichtung Österreichs. Seit dem EU-Beitritt im Jahre 1995 gab es 76 externe Kontrollen, wobei die AMA 25 Mal von der Europäischen Kommission, 17 Mal vom Europäischen Rechnungshof, 21 Mal vom Österreichischen Rechnungshof, zehn Mal von der EU-Finanzkontrolle sowie vom Landwirtschaftsministerium geprüft wurde.
Abg. Gradwohl: Super!
Aber als einer der abgetakelsten Phrasendrescher, die durch dieses Hohe Haus gefahren werden, ist die permanente SPÖ-Darstellung von den angeblichen Großbauern und der industriellen Landwirtschaft in Österreich anzusehen. (Abg. Gradwohl: Super!) Das Gegenteil ist der Fall: Die durchschnittliche Betriebsfläche eines landwirtschaftlichen Betriebes beträgt in Österreich 17 Hektar; im Vergleich dazu in Großbritannien 67 Hektar und in Dänemark 45 Hektar, Herr Kollege Gradwohl. (Abg. Gradwohl: Ja, aber es geht um österreichische Verhältnisse!)
Abg. Gradwohl: Ja, aber es geht um österreichische Verhältnisse!
Aber als einer der abgetakelsten Phrasendrescher, die durch dieses Hohe Haus gefahren werden, ist die permanente SPÖ-Darstellung von den angeblichen Großbauern und der industriellen Landwirtschaft in Österreich anzusehen. (Abg. Gradwohl: Super!) Das Gegenteil ist der Fall: Die durchschnittliche Betriebsfläche eines landwirtschaftlichen Betriebes beträgt in Österreich 17 Hektar; im Vergleich dazu in Großbritannien 67 Hektar und in Dänemark 45 Hektar, Herr Kollege Gradwohl. (Abg. Gradwohl: Ja, aber es geht um österreichische Verhältnisse!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dieser Bericht des Rechnungshofausschusses stellt markant unter Beweis, dass der agrarpolitische Weg unseres Bundesministers Dipl.-Ing. Pröll nicht nur in Bezug auf die Verwaltung der Bauerngelder und die Milchkontingentzuteilung ein vorbildlicher ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Wir haben auch eine abweichende persönliche Stellungnahme verfasst. Warum? – Weil Sie effektiv Informationen verweigert haben. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Es ist unglaublich, dass Sie EU-Kommissar Fischler als den kompetenten Agrarvertreter Österreichs in Brüssel, der er immer war – er war zuständig für die Agrarreform, aber auch, zumindest beim EU-Beitritt, für die Vertretung Österreichs und hat sich damals sehr intensiv um eine Anerkennung der ökologisch orientierten österreichischen Landwirtschaft bemüht –, dass Sie als Bauernvertreter – denn es waren einige Vertreterinnen und Vertreter der Bauernschaft in diesem Ausschuss – nicht bereit waren, diesen Kommissar zu laden. Das ist völlig unverständlich! Und man kann keinem Österreicher und keiner Österreicherin erklären, wie das auf eine Kuhhaut geht. (Abg. Grillitsch: Wir haben ihn eh ...!)
Abg. Grillitsch: Wir haben ihn eh ...!
Wir haben auch eine abweichende persönliche Stellungnahme verfasst. Warum? – Weil Sie effektiv Informationen verweigert haben. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Es ist unglaublich, dass Sie EU-Kommissar Fischler als den kompetenten Agrarvertreter Österreichs in Brüssel, der er immer war – er war zuständig für die Agrarreform, aber auch, zumindest beim EU-Beitritt, für die Vertretung Österreichs und hat sich damals sehr intensiv um eine Anerkennung der ökologisch orientierten österreichischen Landwirtschaft bemüht –, dass Sie als Bauernvertreter – denn es waren einige Vertreterinnen und Vertreter der Bauernschaft in diesem Ausschuss – nicht bereit waren, diesen Kommissar zu laden. Das ist völlig unverständlich! Und man kann keinem Österreicher und keiner Österreicherin erklären, wie das auf eine Kuhhaut geht. (Abg. Grillitsch: Wir haben ihn eh ...!)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll. – Abg. Hornek: Was?
Wir haben aber in einigen Punkten, wider Ihren Widerstand, doch erreicht, etwas mehr Klarheit zu schaffen, denn gerade in diesem Agrarexportbereich, meine Damen und Herren, geht es um Skandale, geht es um Förderungsskandale. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll. – Abg. Hornek: Was?) – Das ist nichts Neues, Herr Bundesminister Pröll! Ich werde es Ihnen noch erzählen. (Zwischenrufe bei der
Abg. Grillitsch: Beim Namen nennen, Kollege Pirklhuber!
ÖVP.) Es sind Förderungsskandale, die auch gerichtsanhängig sind, die gerichtliche Schritte nach sich gezogen haben. (Abg. Grillitsch: Beim Namen nennen, Kollege Pirklhuber!) – Das kommt schon, Kollege Grillitsch, seien Sie nicht so ungeduldig! Sie wissen doch eh, dass da einiges im Dunkeln liegt. Ich werde es Ihnen schon erzählen. Warten Sie halt ein bisschen! (Abg. Hornek: Zündeln und ...!)
Abg. Hornek: Zündeln und ...!
ÖVP.) Es sind Förderungsskandale, die auch gerichtsanhängig sind, die gerichtliche Schritte nach sich gezogen haben. (Abg. Grillitsch: Beim Namen nennen, Kollege Pirklhuber!) – Das kommt schon, Kollege Grillitsch, seien Sie nicht so ungeduldig! Sie wissen doch eh, dass da einiges im Dunkeln liegt. Ich werde es Ihnen schon erzählen. Warten Sie halt ein bisschen! (Abg. Hornek: Zündeln und ...!)
Abg. Grillitsch: Wo sind jetzt die Skandale? Was ist jetzt mit den Ankündigungen?
Welche Firmen bekommen denn in diesem Land Agrarexportsubventionen? – Das ist interessant, meine Damen und Herren, weil man sich die Sinnhaftigkeit solcher Förderungen nur dann durch den Kopf gehen lassen kann, wenn man auch weiß, wozu sie wirklich verwendet werden. (Abg. Grillitsch: Wo sind jetzt die Skandale? Was ist jetzt mit den Ankündigungen?) Und ich erinnere in diesem Zusammenhang: Große Nahrungsmittelkonzerne, also eben nicht genossenschaftliche oder kleinere Unternehmungen, sondern große Nahrungsmittelkonzerne wie, um nur einige zu nennen, Nestlé Österreich, Suchard, Manner AG, Coca Cola gehören zu den AgrarexportsubventionsempfängerInnen in diesem Land. – Das ist Faktum. Es sind eben nicht die Bäuerinnen und Bauern, sondern es sind große Handels- oder große Nahrungsmittelkonzerne. (Abg. Grillitsch: Das ist ein Skandal?)
Abg. Grillitsch: Das ist ein Skandal?
Welche Firmen bekommen denn in diesem Land Agrarexportsubventionen? – Das ist interessant, meine Damen und Herren, weil man sich die Sinnhaftigkeit solcher Förderungen nur dann durch den Kopf gehen lassen kann, wenn man auch weiß, wozu sie wirklich verwendet werden. (Abg. Grillitsch: Wo sind jetzt die Skandale? Was ist jetzt mit den Ankündigungen?) Und ich erinnere in diesem Zusammenhang: Große Nahrungsmittelkonzerne, also eben nicht genossenschaftliche oder kleinere Unternehmungen, sondern große Nahrungsmittelkonzerne wie, um nur einige zu nennen, Nestlé Österreich, Suchard, Manner AG, Coca Cola gehören zu den AgrarexportsubventionsempfängerInnen in diesem Land. – Das ist Faktum. Es sind eben nicht die Bäuerinnen und Bauern, sondern es sind große Handels- oder große Nahrungsmittelkonzerne. (Abg. Grillitsch: Das ist ein Skandal?)
Abg. Grillitsch: ... rechtliche Folgen! Das wirst du zu verantworten haben!
Weiters: Im Bereich der Fleischexporte, meine Damen und Herren, hat uns Minister Grasser zugestanden, dass es Skandale gab. Zugestanden! Das habe ich Ihnen ja auch im Ausschuss vorgelesen, weil es dazu eine Anfragebeantwortung gibt. (Abg. Grillitsch: ... rechtliche Folgen! Das wirst du zu verantworten haben!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gradwohl.
Wir hätten in diesem Ausschuss endlich Licht in dieses Dunkel bringen können. Es wäre zweckmäßig gewesen, wenn uns die dafür zuständigen Stellen des Hauptzollamtes Salzburg, die im Verantwortungsbereich des Finanzministers liegen, diese Informationen gegeben hätten. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Summa summarum: Dieser Bericht ist eine Farce. Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen, haben versucht, zu verhindern, dass endlich Licht ins Dickicht des Agrarförderungsdschungels kommt. Das wird Ihnen aber auf Dauer nicht gelingen. Wir werden weiter daran arbeiten, damit – und das kann ich Ihnen versichern – endlich Licht auf diesen Bereich fällt. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Pressekonferenz gemacht ...!
Es hat über Stunden hinweg Geschäftsordnungsdebatten gegeben – ohne jeglichen fachlichen Inhalt, ohne jegliche sachliche Diskussion! Speziell Kollege Kräuter hat sich dadurch ausgezeichnet, stundenlang irgendwelche Details zu diskutieren, die nichts mit der Fragestellung zu tun hatten. Aber immer dann, wenn diese Details ausgeräumt waren, wenn es darum gegangen ist, die eigentlichen Inhalte zu diskutieren, hat er es vorgezogen, den Ausschuss zu verlassen (Abg. Grillitsch: Pressekonferenz gemacht ...!), weil ja sozusagen die Polemik abgeschlossen war. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es hat über Stunden hinweg Geschäftsordnungsdebatten gegeben – ohne jeglichen fachlichen Inhalt, ohne jegliche sachliche Diskussion! Speziell Kollege Kräuter hat sich dadurch ausgezeichnet, stundenlang irgendwelche Details zu diskutieren, die nichts mit der Fragestellung zu tun hatten. Aber immer dann, wenn diese Details ausgeräumt waren, wenn es darum gegangen ist, die eigentlichen Inhalte zu diskutieren, hat er es vorgezogen, den Ausschuss zu verlassen (Abg. Grillitsch: Pressekonferenz gemacht ...!), weil ja sozusagen die Polemik abgeschlossen war. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.
Ich habe mir vorhin die Abfangjägerdebatte angehört. Es wird faszinierend sein, wenn ein Roter oder Grüner in die Regierung kommen sollte. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann wird der erste Schritt sein, die Abfangjäger abzubestellen, der zweite Schritt wird wahrscheinlich sein, alle Postämter wieder aufzusperren, und der dritte Schritt wird womöglich sein, die gesamten Agrarförderungen zu verändern. (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Ich gebe nur eines zu bedenken, meine geschätzten Damen und Herren: 2 000 Milliarden Schilling Schulden müssen abgebaut werden, müssen zurückgezahlt werden, es müssen dafür Zinsen gezahlt werden. Jeden Tag sind das 290 Millionen Schilling. Man darf sich nicht vor der Realität fürchten, das ist nicht gut. Im Endeffekt ist mir die lösungsorientierte Arbeitsweise der Bundesregierung zehnmal lieber als dieses Das-Blaue-vom-Himmel-herunter-Erzählen der Opposition. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Ruf bei der ÖVP: Das stimmt!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Mein Vorredner, Herr Scheuch, hat tatsachenwidrig behauptet, ich hätte mehrfach vorzeitig die Sitzung verlassen. (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt!) – Das stimmt in keinem einzigen Fall!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Nein, das stimmt nicht!
Ich war selbstverständlich bei jeder einzelnen Sitzung von Beginn bis Ende dabei. Herr Kollege Scheuch, das können Sie in den entsprechenden Protokollen nachlesen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Nein, das stimmt nicht!)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Wir haben auch damals versucht, eine Antwort auf die Frage nach Gerechtigkeit zu geben. Es ist nicht richtig, zu behaupten, dass das System der Europäischen Union, dass die Agrarpolitik und die Umsetzung dieser in Österreich Große bevorteilen und Kleine benachteiligen würde. Das ist überhaupt nicht der Fall. Wir haben bezüglich Reduktion der Preise für alle Betriebe Österreichs, unabhängig davon, ob sie auf dem Berg oder im Tal sind, ob sie von einem Getreidebauer, Milchbauer, Schweinebauer, Geflügelbauer oder welcher Branche auch immer betrieben werden, versucht, ausgleichende Regeln zu finden. Und wir haben das im Bereich der ländlichen Entwicklung sogar noch verstärkt, Herr Abgeordneter Gradwohl. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Gradwohl
Sie als Agrarsprecher der SPÖ sind auch mit Fachwissen ausgestattet, und Sie wissen sehr gut, dass wir gerade dort (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Gradwohl), wo die Benachteiligung am größten ist, nämlich in den Berggebieten, in den Zonen der Bergbauern, mit der Ausgleichszulage für die Bergbauern entsprechende Antworten gegeben und das noch mit einem Sockelbetrag verstärkt haben. Einzigartig in ganz Europa steuern wir für die kleinsten Betriebe die Benachteiligung richtig aus.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zweiter Punkt: Wir haben 1995 mit dem Umweltprogramm ÖPUL eine wichtige Weichenstellung getroffen. Dieses hat sich über zehn Jahre lang hervorragend bewährt, indem den Bauern und Bäuerinnen, die mit ihrer Tätigkeit eine Umweltleistung erbringen, dafür Geld zur Verfügung gestellt wird, und zwar wieder unabhängig davon, ob es sich um Klein- oder Großbetriebe handelt. Das ist ganz wichtig. Und das ist eine Politik, die sich sehen lassen kann: Benachteiligungen ausgleichen und Umweltleistungen honorieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Der dritte Punkt, den ich ansprechen wollte, betrifft die Agrarmarkt Austria und die Skandalisierung der Agrarpolitik durch Herrn Abgeordneten Pirklhuber beziehungsweise den Versuch der Skandalisierung der österreichischen Agrarpolitik. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Abg. Öllinger: Coca Cola!
Ich sage Ihnen eines: Sobald Sie einen Skandal sehen, bitte ich Sie, das unverzüglich zu melden. (Abg. Öllinger: Coca Cola!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Nein, das stimmt nicht!
Was hätten wir denn getan, wenn wir auf alle verteilt hätten und viele Quoten wieder zurückgeflossen wären und nicht mehr prämienfähig geworden wären, meine sehr geehrten Damen und Herren? – Dann könnten Sie mir heute den Vorwurf machen, eine falsche Verteilung betrieben und auf Geld aus Brüssel verzichtet zu haben. Für dieses Geschäft war ich und bin ich auch in Zukunft nicht zu haben. Ich denke, dass wir eine kluge Entscheidung getroffen haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Nein, das stimmt nicht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Diese Instrumente sind wichtig, sind zentraler Bestandteil, um eine familiäre, bäuerliche, nachhaltige Landwirtschaft absichern zu können. Und ich denke, dass es sich lohnt, dafür auch die entsprechenden Diskussionen zu führen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.
Abgeordnete Mag. Melitta Trunk (SPÖ): Herr Minister! Kollegen und Kolleginnen! Eine Anmerkung zum Herrn Minister: Ich habe Sie jetzt und im Ausschuss sehr genau beobachtet und Ihnen auch sehr genau zugehört. Dabei ist mir aufgefallen, dass Sie sehr wohl wissen, Herr Minister, dass es uns um Gerechtigkeit und Transparenz geht – das lässt sich nämlich vereinbaren –, und zwar sowohl im Falle von Subventionen als auch im Falle von Förderungen und Ausgleichszahlungen. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister! Ich möchte meine Ausführungen kurz halten, weil meine Redezeit mit zwei, drei Minuten begrenzt ist. Sie erinnern mich schon sehr fatal an einen Politiker – das passt so gut zum Kabinett Schüssel – mit einem freundlichen, verbindlichen Lächeln, dahinter steht der Raiffeisen-Konzern, und mit einem eiskalten Herzen gegenüber den einkommensschwachen und ‑benachteiligten Bauern und Bäuerinnen. Herr Minister, es tut mir Leid, Ihnen das sagen zu müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich erinnere Sie an Ihren persönlichen Landwirtschaftskammer-Wahlkampf. Schauen Sie in den Spiegel, was Sie dort plakatiert haben und was Sie hier fabrizieren! Es hätte Ihnen niemand verboten, nicht nur dem Unterausschuss zuzustimmen, sondern auch den konkreten fälligen Maßnahmen zuzustimmen, die als Konsequenz aus diesem Ausschuss zu ziehen gewesen wären. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Wissen Sie, wo er das gesagt hat?
Herr Minister, ich erwähne zur Erinnerung, mit welchem Koalitionspartner Sie zu tun haben, Folgendes: Herr Kollege Scheuch und die FPÖ sagen, die Verteilung sei hochgradig ungerecht, spaltet die Bauern in zwei Lager, ist nur einem Teil der Öffentlichkeit zugänglich und ist untragbar. Sie ist also hochgradig ungerecht, untragbar, spaltet die Bauern in Lager, so spricht Scheuch als engagierter Bauernsprecher – und stimmt heute (Abg. Wittauer: Wissen Sie, wo er das gesagt hat?) gegen sein eigenes Wissen und sein eigenes Bewusstsein, denn in der Frage der Landwirtschaft und Landwirtschaftsförderung weiß ich – und das gestehe ich sogar Kollegem Scheuch bei aller Distanz zu –, dass er sich auskennt. (Abg. Scheibner: Das ist einmal ein guter Anfang!)
Abg. Scheibner: Das ist einmal ein guter Anfang!
Herr Minister, ich erwähne zur Erinnerung, mit welchem Koalitionspartner Sie zu tun haben, Folgendes: Herr Kollege Scheuch und die FPÖ sagen, die Verteilung sei hochgradig ungerecht, spaltet die Bauern in zwei Lager, ist nur einem Teil der Öffentlichkeit zugänglich und ist untragbar. Sie ist also hochgradig ungerecht, untragbar, spaltet die Bauern in Lager, so spricht Scheuch als engagierter Bauernsprecher – und stimmt heute (Abg. Wittauer: Wissen Sie, wo er das gesagt hat?) gegen sein eigenes Wissen und sein eigenes Bewusstsein, denn in der Frage der Landwirtschaft und Landwirtschaftsförderung weiß ich – und das gestehe ich sogar Kollegem Scheuch bei aller Distanz zu –, dass er sich auskennt. (Abg. Scheibner: Das ist einmal ein guter Anfang!)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, die Haltung der FPÖ ist eine des braven Assistenzeinsatzes an der Seite der koalitionsregierenden ÖVP, es ist heute wiederum eine Chance vertan worden. Conclusio: richtige Schlüsse aus Skandalen, aus Unzulänglichkeiten, aus Ungerechtigkeiten und Gleichheitswidrigkeiten ziehen, die entsprechenden Reformen angehen und sie zum Wohle der Menschen, der Bäuerinnen und Bauern in Österreich beschließen. Schade darum! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Grillitsch –: Wie ist das jetzt mit der Landwirtschaft?
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Grillitsch. – Bitte. (Abg. Scheibner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Grillitsch –: Wie ist das jetzt mit der Landwirtschaft?)
Abg. Scheibner: Scheuch!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Das ist schwierig nach diesen Wortmeldungen, aber das gibt uns letztlich die Möglichkeit, klar zu zeigen, wer wirklich kompetent ist im Bereich der Landwirtschaft. (Abg. Scheibner: Scheuch!) Das hat sich auch in den Ausschussarbeiten bestätigt, denn vielfach war das Nachhilfeunterricht für manche Mitglieder der Oppositionsparteien (Abg. Mag. Wurm: Nicht arrogant sein!), aber nichtsdestotrotz bin ich froh, dass wir heute hier im Hohen Haus diese Diskussion führen können, denn ich glaube, Landwirtschaft geht wirklich alle an. (Abg. Mag. Trunk: Auch jene, die Bauernsozialversicherung, Bauernkrankenversicherung einzahlen!)
Abg. Mag. Wurm: Nicht arrogant sein!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Das ist schwierig nach diesen Wortmeldungen, aber das gibt uns letztlich die Möglichkeit, klar zu zeigen, wer wirklich kompetent ist im Bereich der Landwirtschaft. (Abg. Scheibner: Scheuch!) Das hat sich auch in den Ausschussarbeiten bestätigt, denn vielfach war das Nachhilfeunterricht für manche Mitglieder der Oppositionsparteien (Abg. Mag. Wurm: Nicht arrogant sein!), aber nichtsdestotrotz bin ich froh, dass wir heute hier im Hohen Haus diese Diskussion führen können, denn ich glaube, Landwirtschaft geht wirklich alle an. (Abg. Mag. Trunk: Auch jene, die Bauernsozialversicherung, Bauernkrankenversicherung einzahlen!)
Abg. Mag. Trunk: Auch jene, die Bauernsozialversicherung, Bauernkrankenversicherung einzahlen!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Das ist schwierig nach diesen Wortmeldungen, aber das gibt uns letztlich die Möglichkeit, klar zu zeigen, wer wirklich kompetent ist im Bereich der Landwirtschaft. (Abg. Scheibner: Scheuch!) Das hat sich auch in den Ausschussarbeiten bestätigt, denn vielfach war das Nachhilfeunterricht für manche Mitglieder der Oppositionsparteien (Abg. Mag. Wurm: Nicht arrogant sein!), aber nichtsdestotrotz bin ich froh, dass wir heute hier im Hohen Haus diese Diskussion führen können, denn ich glaube, Landwirtschaft geht wirklich alle an. (Abg. Mag. Trunk: Auch jene, die Bauernsozialversicherung, Bauernkrankenversicherung einzahlen!)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Meine Damen und Herren! Die GAP-Reform hat auch gezeigt, wer Verantwortung und Kompetenz für die bäuerlichen Familien wahrnimmt: einzig und allein wir, denn ihr habt himmelhoch jauchzend geschrien über die ersten Vorschläge, die aus Brüssel gekommen sind, die sich wesentlich vom Ergebnis unterscheiden, denn damals war noch die Rede von einer 20-prozentigen Kürzung der Modulationsprämien – das Ergebnis sind 3 bis 4 beziehungsweise 5 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Bei diesem Vorschlag war noch keine Rede von der Sicherung der Milchquote. Die Milchquote ist jetzt auf Grund unseres Drängens bis zum Milchwirtschaftsjahr 2014/15 gesichert. Das ist verantwortungsvolle Politik gerade für die bäuerlichen Strukturen in Österreich, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP
Ich gestehe jetzt eines: Ich habe ganz großen Respekt vor meinem Kollegen und eurem Agrarsprecher Heinz Gradwohl. Ich glaube, dass er sich in der Materie wirklich auskennt, aber ich sage dazu: Er ist der Einzige, der sich bei euch auskennt. Entschuldigung, aber er ist wirklich der Einzige, der sich bei euch auskennt (Beifall bei der ÖVP), denn wenn Herr Kräuter im Ausschuss fragt, was „GAP“ ist, dann sagt das alles. (Abg. Mag. Trunk: Weil Sie eine schlechte Aussprache haben!)
Abg. Mag. Trunk: Weil Sie eine schlechte Aussprache haben!
Ich gestehe jetzt eines: Ich habe ganz großen Respekt vor meinem Kollegen und eurem Agrarsprecher Heinz Gradwohl. Ich glaube, dass er sich in der Materie wirklich auskennt, aber ich sage dazu: Er ist der Einzige, der sich bei euch auskennt. Entschuldigung, aber er ist wirklich der Einzige, der sich bei euch auskennt (Beifall bei der ÖVP), denn wenn Herr Kräuter im Ausschuss fragt, was „GAP“ ist, dann sagt das alles. (Abg. Mag. Trunk: Weil Sie eine schlechte Aussprache haben!)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir machen gerne noch viele Sitzungen, damit Ihr Wissen noch größer wird. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Das waren jetzt Fakten!
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Geschätzte Damen und Herren des Hohen Hauses! Lassen Sie mich jetzt weg von den Geschichten und wieder zurück zu den Fakten kommen. (Abg. Grillitsch: Das waren jetzt Fakten!) Eine wichtige Sache, wie Sie wissen, war uns die Milchquotenreserve und die Zuteilung derselben. Wir haben die gerechte Zuteilung auch mittels einer Petitionsüberreichung im Parlament unterstützt. 77 Prozent der aktiven Milchbauern wurden von der Quotenzuteilung ausgeschlossen. Diese 77 Prozent, Herr Minister, sind also nicht zukunftsfähig – oder wie soll man das verstehen? Sie sagen, 23 Prozent der Milch liefernden Betriebe sind es wert, dass man ihnen Quoten zuteilt, 77 Prozent nicht. Diese hören also morgen oder übermorgen auf zu produzieren.
Zwischenruf des Abg. Hornek.
In Salzburg werden 77 000 Kilogramm Biomilch von kleinen und mittleren Betrieben angeliefert. Das sind also keine Zukunftsbetriebe, Herr Minister? Das ist Ihre Berglandwirtschaftsförderung? So schaut diese aus? Muss man das so verstehen? (Zwischenruf des Abg. Hornek.) – Sie kennen sich nicht aus, Herr Hornek, wenn Sie das sagen.
Abg. Hornek: Das ist doch ein Unfug, was Sie da sagen!
Ich will Ihnen Folgendes sagen: Es gab eine Zuteilung in der Höhe von 31 000 Kilo an einen einzigen Betrieb, der selbst schon eine Million Zuteilungsmenge hat. Das bedeutet ein Geschenk in der Höhe von 31 000 € für einen Betrieb! Das stört Sie, Herr Grillitsch, als Bauernvertreter für alle Bauern und Bäuerinnen nicht? (Abg. Hornek: Das ist doch ein Unfug, was Sie da sagen!) – Schwachsinn ist das? – Bitte, wir können das nachweisen!
Abg. Hornek: Das ist ja lächerlich!
Dass ab dem Jahr 2007 die zugeteilten Quoten auch verkauft werden können, ist noch ein zusätzliches Zuckerl für die Zukunftsbetriebe des Herrn Ministers. Das ist eine Bevorzugung jener Betriebe, die in den letzten drei Jahren die Preise für den Quotenzukauf in die Höhe getrieben haben, wobei die Landwirtschaftskammern, Herr Präsident Grillitsch, davon abgeraten haben: Durch die Zuteilungen, haben sie gesagt, werde der Preis hinaufgetrieben. Unsere Vertreter, unsere Standesvertreter haben den Bauern und Bäuerinnen abgeraten, Quoten zuzukaufen oder zu leasen, davon haben sie uns abgeraten – und dann haben die Betriebe die Quoten zugeteilt bekommen. Wie soll man das verstehen? – An der Börse heißt so etwas „Insiderhandel“. Das sind eklatante Wettbewerbsverzerrungen! (Abg. Hornek: Das ist ja lächerlich!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Das ist Hysterie!
Ihr amüsiertes Lächeln werde ich nach draußen tragen, und ich werde den Bäuerinnen und Bauern von der IG Milch auch erzählen, wie Sie auf diese Geschichte reagiert haben. Aber darauf komme ich später noch zu sprechen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Das ist Hysterie!)
Abg. Hornek: Beruhigen Sie sich wieder!
Das ist keine „Hysterie“, sondern innere Empörung, die ich da verspüre, und ich hoffe, das kommt hinüber! (Abg. Hornek: Beruhigen Sie sich wieder!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Eine andere Geschichte, die ich für den ländlichen Raum auch für sehr wichtig halte, möchte ich Ihnen zur Kenntnis bringen, weil Sie sich hier immer als große Experten ausgeben: Es wurde auch im neuen Förderungsmodell keine Berücksichtigung des Faktors Arbeit und Beschäftigung bei den Ausgleichszahlungen vorgesehen. Das heißt, dass im ländlichen Raum Zahlungen nicht an Arbeitskräfte weitergegeben werden, sondern in einem ganz großen Umfang an Investitionen, an Maschinen – nicht an Menschen, die im ländlichen Raum beschäftigt werden könnten und dort auch Arbeit finden würden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das ist ein Unfug!
420 landwirtschaftliche Betriebe erhalten eine Fördersumme von mehr als 163 239 €, bis zu mindestens 36 336 € – also mit diesen großen Summen werden nur 420 Betriebe gefördert –, während 57 000 Betriebe, das sind 67 Prozent, nur zwischen 0 und 3 634 € bekommen. Das ist nicht gerecht, das können Sie mir nicht weismachen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das ist ein Unfug!) Das ist kein Unfug! Das kann man nachweisen, das steht im Grünen Bericht. Lesen Sie den Grünen Bericht! Das kann man wirklich als Nachttischlektüre für nicht informierte Bauernbundvertreter empfehlen. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Lesen Sie ihn doch!)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Lesen Sie ihn doch!
420 landwirtschaftliche Betriebe erhalten eine Fördersumme von mehr als 163 239 €, bis zu mindestens 36 336 € – also mit diesen großen Summen werden nur 420 Betriebe gefördert –, während 57 000 Betriebe, das sind 67 Prozent, nur zwischen 0 und 3 634 € bekommen. Das ist nicht gerecht, das können Sie mir nicht weismachen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das ist ein Unfug!) Das ist kein Unfug! Das kann man nachweisen, das steht im Grünen Bericht. Lesen Sie den Grünen Bericht! Das kann man wirklich als Nachttischlektüre für nicht informierte Bauernbundvertreter empfehlen. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Lesen Sie ihn doch!)
Abg. Grillitsch: Sind Sie dagegen?
Ich hoffe, Sie haben heute schon die „Salzburger Nachrichten“ gelesen, geschätzter Herr Grillitsch, wo Sie erläutern, wie Sie diesen Pakt mit dem Lebensmittelhandel geschlossen haben. (Abg. Grillitsch: Sind Sie dagegen?) Wahrscheinlich haben Sie auf dem Kirchplatzl den Herrn Spar-Vorstandsvorsitzenden Gerhard Drexel getroffen und zu ihm gesagt: Geh, Gerhard, jetzt ruck halt vier Prozent aussi für die Bauern! (Heiterkeit bei den Grünen.) Und er hat gesagt: Na gut, weil du es bist, Fritz! – So sollen wir uns das vorstellen, oder wie?
Heiterkeit bei den Grünen.
Ich hoffe, Sie haben heute schon die „Salzburger Nachrichten“ gelesen, geschätzter Herr Grillitsch, wo Sie erläutern, wie Sie diesen Pakt mit dem Lebensmittelhandel geschlossen haben. (Abg. Grillitsch: Sind Sie dagegen?) Wahrscheinlich haben Sie auf dem Kirchplatzl den Herrn Spar-Vorstandsvorsitzenden Gerhard Drexel getroffen und zu ihm gesagt: Geh, Gerhard, jetzt ruck halt vier Prozent aussi für die Bauern! (Heiterkeit bei den Grünen.) Und er hat gesagt: Na gut, weil du es bist, Fritz! – So sollen wir uns das vorstellen, oder wie?
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
In Zeiten von WTO, wo 20 000 Seiten lange Verträge geschrieben werden, werden Sie wahrscheinlich mit Handelsketten Handschlagsverträge abschließen. Das können Sie Ihrer Großmutter oder von mir aus auch Ihrem Minister erzählen, aber wir glauben Ihnen das nicht! (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich muss Ihnen sagen: Sie sind dermaßen blamiert! Sie sind Trittbrettfahrer bei Initiativen von Bäuerinnen und Bauern, weil Sie selbst nichts weitergebracht haben! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Rest-Hinterseer: Danke! Super!
Richtig ist: In Salzburg werden 77 000 Tonnen Biomilch von kleinen, mittleren und größeren Betrieben, also von allen landwirtschaftlichen Betrieben, geliefert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Rest-Hinterseer: Danke! Super!)
Abg. Gradwohl: Alle!
Man muss auch sagen: Die Auskunftspersonen waren ebenfalls hervorragend. (Abg. Gradwohl: Alle!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Ja!
Drei Punkte haben wir kritisiert: Die Verteilung ist ungerecht! (Abg. Dr. Pirklhuber: Ja!) Wir haben immer gesagt, dass wir dafür sind, dass die Verteilung auf alle erfolgen sollte.
Abg. Dr. Pirklhuber: Detto!
Des Weiteren haben wir gefordert, dass Grünlandbetriebe mehr gefördert werden sollen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Detto!) Das ist ökologisch und ökonomisch meiner Meinung nach auch richtig. Aber im Gesamten dem Minister und der Regierung vorzuwerfen, dass sie die Punkte, die ich vorhin aufgezählt habe, nicht erfüllen würde, das ist, sage ich, schlichtweg eine Frechheit.
Abg. Dr. Pirklhuber: Das stimmt ja nicht!
Da schaue ich schon ein bisschen neidisch zur ÖVP, denn die einzigen, die in der Landwirtschaft tätig sind, sind Vertreter der ÖVP, die sich sehr wohl auskennen, und Vertreter der FPÖ, die landwirtschaftlich orientiert ist. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das stimmt ja nicht!) Von den Sozialdemokraten habe ich da noch nicht viel bemerkt.
Abg. Dr. Pirklhuber: Da ist gar nichts unseriös!
Oder, weil man die AMA kritisiert: Die AMA kontrolliert unserer Auffassung nach in vielen Bereichen viel zu viel. So werden von der AMA pro Jahr 30 000 Betriebe kontrolliert. Sie hat 109 000 Kontrollaufgaben zu erfüllen. Das heißt, wenn man der AMA unterstellt, dass sie nicht ausreichend kontrolliert, und dann die Exportförderung hernimmt, um ihr das nachzuweisen, dann ist das unseriös, Herr Abgeordneter Pirklhuber! (Abg. Dr. Pirklhuber: Da ist gar nichts unseriös!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das mache ich nachher, beim nächsten Tagesordnungspunkt!
Herr Abgeordneter Pirklhuber! Ich erinnere mich noch gut an Ihre Kritik betreffend die Kürbisbauern. Sofort wurde reagiert – aber Sie haben hier heraußen kein Wort des Dankes gefunden, nicht eine einzige Bemerkung darüber gemacht, dass Ihre Kritik angenommen und Ihre Forderung umgesetzt wurde. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das mache ich nachher, beim nächsten Tagesordnungspunkt!) Ich wollte das hier nur einmal deponiert haben.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
nämlich gute Politik für die Menschen zu machen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn ich mir den Grünen Bericht anschaue, Herr Präsident Grillitsch und meine geschätzten fachwissenden Kollegen und Kolleginnen von der ÖVP, dann kann ich darin Folgendes lesen: 63 Prozent des Einkommens in diesen kleinen ländlichen Strukturen – die wir gemeinsam erhalten wollen – kommen von der öffentlichen Hand. Aber bei den Grafen, bei den Stiftungen und so weiter kommen 93 Prozent des Einkommens von der öffentlichen Hand! Was diese Diskrepanz allein sagt, ist Beweis genug dafür, Herr Kollege Grillitsch, dass eure Politik verfehlt ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen sowie Heiterkeit des Abg. Dr. Pirklhuber.
Herr Bundesminister! Gegenstand dieses Rechnungshof-Unterausschusses war es, draufzukommen und in aller Offenheit und Klarheit zu diskutieren, wie denn diese Fördervergabe funktioniert. Und wenn Sie sagen: Hervorragend!, dann frage ich mich, Herr Bundesminister, was daran hervorragend ist, dass wir eine Flächen- und Kuhschwanzprämie festschreiben, ihr einen anderen Namen geben und damit wieder die Großen unterstützen und die Kleinen nicht zum Zug kommen lassen. Dass Kollege Eßl zu solch einer tatsächlichen Berichtigung hier ans Rednerpult tritt, verstehe ich, denn in der Sache selbst kann er auf Grund seines Vertretungsauftrages von daheim hier nichts dazu sagen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen sowie Heiterkeit des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Zum Abschluss, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, noch eine einzige Bemerkung – ich hätte hier noch vieles aufgeschrieben, auch zu Ihren Ausführungen, Herr Bundesminister – zu der Aussage, die ländliche Entwicklung sei so wichtig –: Ich lese Ihnen vor, was die neue Agrarkommissarin sagt (Zwischenruf bei der ÖVP) – Herr Kollege, ich würde Ihnen empfehlen, das auf der Zunge zergehen zu lassen und dann, nach dem Vorbild und den Aussagen des Kollegen Walch: lesen, denken und nachher sprechen!, zu argumentieren –, und zwar meint sie laut APA-Meldung Nummer 607 vom 20. Jänner 2005 Folgendes:
Abg. Grillitsch: Geh, hör’ auf!
Herr Bauernbundpräsident, ich stelle fest: Sie haben in all den Sitzungen dieses Unterausschusses eines bewiesen: Sie wollen keine Transparenz! Sie laden uns verbal in der Öffentlichkeit zur Mitarbeit ein. Wenn wir dazu bereit sind und sagen: Fakten auf den Tisch!, reden wir in einem vertraulichen Ausschuss über alles!, dann sind Sie nicht bereit, diejenigen, die Auskunft geben könnten, zu laden und diese Diskussion auch wirklich zuzulassen. (Abg. Grillitsch: Geh, hör’ auf!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie haben mit Ihrer Mehrheit die Offenlegung und die offene Diskussion in diesem Unterausschuss verhindert. Sie sind daher allein verantwortlich für die Probleme, und Sie sind auch derjenige, der beispielsweise von einer Aktion IG-Milch der Getriebene ist. Ich wünsche Ihnen in Zukunft viel Spaß! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Gradwohl: Vom Konsens habt ihr euch verabschiedet!
Abgeordneter Georg Keuschnigg (ÖVP): Werter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich bin eigentlich rückblickend sehr dankbar für die Arbeit in diesem Unterausschuss, weil der österreichische Steuerzahler sehr viel Geld für die österreichische Landwirtschaft aufwendet und weil diese Kontrolle und diese Transparenz und darauf aufbauend der Konsens für die österreichische Agrarpolitik wichtig sind. (Abg. Gradwohl: Vom Konsens habt ihr euch verabschiedet!)
Abg. Gradwohl: Haben Sie befürchtet, dass er auftreten wird?
Herr Kollege Gradwohl, da Sie sowie andere Ihrer Kollegen die Nichtladung mehrerer Auskunftspersonen angesprochen haben, möchte ich Ihnen sagen: Es war hochinteressant: Da in diesem Ausschuss kein Skandal aufgetreten ist, sind wir immer wieder in der Strategiediskussion gelandet. (Abg. Gradwohl: Haben Sie befürchtet, dass er auftreten wird?)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Wozu wollten Sie den EU-Kommissar Fischler einladen? Um über die österreichischen Verwaltungsabläufe Auskunft zu erhalten? – Sehr wohl zu einer Strategiediskussion! Aber wir diskutierten im Unterausschuss des Rechnungshofausschusses! Die Strategiediskussion werden wir selbstverständlich im Landwirtschaftsausschuss weiterführen. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Zwischenruf der Abg. Rest-Hinterseer.
Frau Kollegin Rest-Hinterseer, Sie haben eine „innere Empörung“ zum Ausdruck gebracht. – Das ist Ihr gutes Recht! Ich habe auch eine innere Empörung, und zwar bin ich über Folgendes empört: Sie haben die Gespräche, die der Bauernbundpräsident mit dem Handel führte, zu Kirchplatztratschereien herabgewürdigt. (Zwischenruf der Abg. Rest-Hinterseer.) Jetzt ist es, soweit ich mich erinnern kann, seit vielen Jahren erstmals gelungen, sowohl die öffentliche Meinung wie auch die Konsumenten wie auch den Handel aufzurütteln, um in der Frage der Gerechtigkeit, der fairen Preise etwas zustande zu bringen, aber Sie sagen, das sei alles nichts. Ich frage Sie: Wo sind die Grünen? Wo waren die Grünen? Ich habe keine einzige grüne Stimme bis jetzt gehört. (Abg. Rest-Hinterseer: Wo war der Herr Grillitsch?)
Abg. Rest-Hinterseer: Wo war der Herr Grillitsch?
Frau Kollegin Rest-Hinterseer, Sie haben eine „innere Empörung“ zum Ausdruck gebracht. – Das ist Ihr gutes Recht! Ich habe auch eine innere Empörung, und zwar bin ich über Folgendes empört: Sie haben die Gespräche, die der Bauernbundpräsident mit dem Handel führte, zu Kirchplatztratschereien herabgewürdigt. (Zwischenruf der Abg. Rest-Hinterseer.) Jetzt ist es, soweit ich mich erinnern kann, seit vielen Jahren erstmals gelungen, sowohl die öffentliche Meinung wie auch die Konsumenten wie auch den Handel aufzurütteln, um in der Frage der Gerechtigkeit, der fairen Preise etwas zustande zu bringen, aber Sie sagen, das sei alles nichts. Ich frage Sie: Wo sind die Grünen? Wo waren die Grünen? Ich habe keine einzige grüne Stimme bis jetzt gehört. (Abg. Rest-Hinterseer: Wo war der Herr Grillitsch?)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf da einen Punkt, der hochaktuell ist, herausgreifen: Von 1 000 € an Ausgleichszahlungen, die der österreichischen Landwirtschaft ausbezahlt werden, müssen von Österreich nur 5 Cent auf Grund der Kontrollen der Europäischen Union zurückgezahlt werden. Ich betone: 5 Cent! Das ist ein prozentuell weit hinter der Kommastelle liegender Wert oder nur ein Drittel vom Durchschnitt der europäischen Länder. Wir haben also da einen Dank anzubringen, auch an die österreichische Agrarverwaltung, die eine hochkomplexe Agrarpolitik ermöglicht – im Interesse der Entwicklung leistungsfähiger, konkurrenzfähiger landwirtschaftlicher Betriebe, aber auch im Sinne einer Politik für einen starken, funktionsfähigen ländlichen Raum. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Frau Frauenministerin! Hohes Haus! Gerade diese Anfrage sowie die Beantwortung dieser Anfrage assoziiere ich mit Worten und Werten wie Wertschätzung, Interesse, Anerkennung und Respekt. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Weinzinger.
Es wäre wertschätzend, es wäre anerkennend und es wäre respektvoll, wenn Sie, Frau Bundesministerin, im heurigen Jubiläumsjahr – ich habe es schon erwähnt: 60 Jahre nach dem Ende des Nazi-Regimes – des Opfers Käthe Leichter stellvertretend für alle weiblichen KZ-Opfer gedenken würden und den nach Käthe Leichter benannten Staatspreis, den Österreichischen Staatspreis für die Frauengeschichte der Arbeiterinnen und Arbeiterbewegung, sofort wieder einführen würden. Und das ist die Ungeduld, die ich erwähnt habe. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Weinzinger.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich frage Sie: Wann wird das sein, Frau Frauenministerin? (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Frauenbeschäftigung und die Schließung der Gehaltsschere – Anliegen, die Käthe Leichter immer wieder vertreten hat – sind nach wie vor auch Kernthemen der Frauenpolitik, auch wenn es in diesem Bereich viele Verbesserungen gegeben hat. Anders als Sie, Frau Kollegin – ich nehme an, das werden Sie verstehen –, glaube ich, dass die Situation für die Frauen in den letzten vier Jahren besser und nicht schlechter geworden ist. Es hat in diesen vier Jahren eine Reihe von Maßnahmen gegeben, die die Situation von Frauen sowohl im Arbeitsleben als auch bezüglich ihrer Absicherung im Alter erleichtern werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.
Ich lade Sie sehr herzlich dazu ein, in Gespräche mit mir einzutreten, um dieser großen Frau Österreichs auch zu der gebührenden Wertschätzung und Anerkennung durch die Vergabe dieses Preises zu verhelfen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte das besonders ins Zentrum stellen, denn wenn wir uns fragen, ob es nach wie vor gerechtfertigt ist, dass ein solcher Preis vergeben wird, dann soll nicht das Engagement für eine Partei, sondern das, was diese Frau für Arbeiterinnen und Arbeiter in den dreißiger Jahren als Frauenreferentin der Arbeiterkammer geleistet hat, im Mittelpunkt stehen. Und wir als Volkspartei stehen dazu, dass aus dieser Begründung heraus dieser Staatspreis nach wie vor gerechtfertigt ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir stehen dazu, dass als ein Beitrag dazu die Verleihung des Käthe-Leichter-Preises weitergeführt werden soll, und wir hoffen, dass wir diesbezüglich mit einem Konsens aller Parteien rechnen können. (Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
sie seit dem Jahr 2000 von einem Ministerium zum anderen „herumgeschupft“ wird. Seit 2003 – wie Sie gemeint haben, Frau Ministerin – wird überlegt, wie man diesen Käthe-Leichter-Preis evaluieren kann. Ein Jahr ist mittlerweile vergangen, und es ist meiner Meinung nach tatsächlich an der Zeit, dass dieser Preis wieder ins Leben gerufen wird, denn er ist für uns Frauen und für uns alle sehr, sehr wichtig. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Geh bitte!
Eine interessante Feststellung, meine Damen und Herren: Eine der vielen Publikationen von Käthe Leichter trug den Titel „So leben wir – Gehört die Frau ins Haus?“ Heute, rund 80 Jahre später, lesen wir in einer Zeitung die Aussage „Frauen gehören in die Kuchl“, sollen die Kinder erziehen – und aus. (Abg. Mag. Molterer: Geh bitte!) – Das mag die Welt eines Gunnar Prokop sein, meine Damen und Herren, das kann und darf aber nicht die Politik und auch nicht der Inhalt einer Frauenpolitik beziehungsweise der Frauenministerin in Österreich sein. (Abg. Dr. Fekter: Ganz richtig! Unsere ist es nicht!)
Abg. Dr. Fekter: Ganz richtig! Unsere ist es nicht!
Eine interessante Feststellung, meine Damen und Herren: Eine der vielen Publikationen von Käthe Leichter trug den Titel „So leben wir – Gehört die Frau ins Haus?“ Heute, rund 80 Jahre später, lesen wir in einer Zeitung die Aussage „Frauen gehören in die Kuchl“, sollen die Kinder erziehen – und aus. (Abg. Mag. Molterer: Geh bitte!) – Das mag die Welt eines Gunnar Prokop sein, meine Damen und Herren, das kann und darf aber nicht die Politik und auch nicht der Inhalt einer Frauenpolitik beziehungsweise der Frauenministerin in Österreich sein. (Abg. Dr. Fekter: Ganz richtig! Unsere ist es nicht!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Der Käthe-Leichter-Preis bedeutet eine Würdigung für Frauen von Frauen für die Forschung in der Frauenarbeit, in der Frauenbildung – diese Frauen leisten Hervorragendes –, aber ich denke, der Käthe-Leichter-Preis bedeutet auch eine Würdigung und eine Anerkennung der Frau Käthe Leichter. In diesem Sinne, Frau Ministerin, vertrauen wir auf Ihr Wort und bitten Sie um die Einsetzung des Käthe-Leichter-Preises. Ich bin überzeugt, die Jury ist startklar. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Neudeck: Wieder was nach hinten losgegangen bei euch!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Frau Kollegin Heinisch-Hosek, Sie haben zu Beginn Ihrer Ausführungen von Respekt, von Wertschätzung und Anerkennung gesprochen. Wie stehen Sie dazu, wenn Sie daran denken, dass bei der Verleihung des Käthe-Leichter-Preises im Jahre 2001 durch den damaligen Sozial- und Frauenminister Herbert Haupt keine der Preisträgerinnen erschienen ist, dass diese Preisverleihung quasi boykottiert worden ist? – Ich unterstelle Ihnen natürlich nicht, dass das in Zusammenhang damit stand, dass Sie damals auch die schwarz-blaue Regierung in alle Richtungen boykottieren wollten und deshalb die Preisträgerinnen nicht erscheinen durften. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Neudeck: Wieder was nach hinten losgegangen bei euch!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es gibt keine Zwei-Klassen-Gesellschaft mehr für Frauen, sie wurde aufgehoben. Alle Frauen haben die Möglichkeit, Kindergeld zu bekommen. Das Arbeitsverbot während der Zeit, in der man die Kinder zu Hause betreut, wurde aufgehoben. Es besteht somit die Möglichkeit, Kinder zu erziehen und gleichzeitig arbeiten zu gehen. Und im letzten Jahr wurde im Rahmen der Pensionsharmonisierung erstmals die Kindererziehung als wirkliche Leistung anerkannt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.
Das Bundesministerium verleiht zurzeit einen umfassenden Bundespreis für Frauenarbeiten, nämlich den „EVA-Preis“, und dieser ist nicht etwa „danebengegangen“, so wie Sie vorhin erwähnt haben. Insbesondere in Oberösterreich und in Kärnten fördert dieser Preis Frauen in vielen Bereichen des Lebens. (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.) Es geht darum, dass insbesondere Frauen, die im Stillen Großartiges leisten, gefördert werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das Bundesministerium verleiht zurzeit einen umfassenden Bundespreis für Frauenarbeiten, nämlich den „EVA-Preis“, und dieser ist nicht etwa „danebengegangen“, so wie Sie vorhin erwähnt haben. Insbesondere in Oberösterreich und in Kärnten fördert dieser Preis Frauen in vielen Bereichen des Lebens. (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.) Es geht darum, dass insbesondere Frauen, die im Stillen Großartiges leisten, gefördert werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Aber auch für uns ist es natürlich selbstverständlich, dass wissenschaftliche Leistungen im Bereich der Frauenforschung nicht genug unterstützt werden können, und daher erachten wir es als sehr positiv, dass Frau Bundesministerin Rauch-Kallat eine Neuausrichtung und eine Aktualisierung des Käthe-Leichter-Preises forcieren wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Erste Frage: Wie ernst nehmen Sie eine Anfrage aus dem Hohen Haus? Das ist ja nicht irgendein x-beliebiges Briefchen, das bei Ihnen landet, sondern das ist eine Anfrage von Abgeordneten dieses Hauses, und diese beantworten Sie ziemlich lapidar mit den Worten: Im Übrigen sage ich zu den Fragen 1 bis 9: Ja machen wir schon! – wenn ich das jetzt so salopp dolmetschen darf. Ich finde eine derartige Antwort nicht entsprechend und würde mir wünschen, dass Sie Anfragen von Abgeordneten dieses Hauses in Zukunft mit größerer Ernsthaftigkeit beantworten. Dass das möglich ist, haben wir ja soeben erlebt, Sie haben die Fragen doch beantworten können. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Na freilich, das weiß ja jeder!
Wissen Sie zum Beispiel, wer Lise Meitner ist? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Na freilich, das weiß ja jeder!) Ja? Wie viele? Das weiß ein jeder, okay. Frau Partik-Pablé, Sie können das jetzt sicher beantworten. (Abg. Dr. Partik-Pablé ist im Begriff, den Saal zu verlassen.) Da ergreift sie die Flucht aus dem Saal, okay! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer ergreift da die Flucht!) – Eine der großen österreichischen Wissenschafterinnen, die in der normalen Welt kaum bekannt sein dürfte.
Abg. Dr. Partik-Pablé ist im Begriff, den Saal zu verlassen.
Wissen Sie zum Beispiel, wer Lise Meitner ist? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Na freilich, das weiß ja jeder!) Ja? Wie viele? Das weiß ein jeder, okay. Frau Partik-Pablé, Sie können das jetzt sicher beantworten. (Abg. Dr. Partik-Pablé ist im Begriff, den Saal zu verlassen.) Da ergreift sie die Flucht aus dem Saal, okay! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer ergreift da die Flucht!) – Eine der großen österreichischen Wissenschafterinnen, die in der normalen Welt kaum bekannt sein dürfte.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer ergreift da die Flucht!
Wissen Sie zum Beispiel, wer Lise Meitner ist? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Na freilich, das weiß ja jeder!) Ja? Wie viele? Das weiß ein jeder, okay. Frau Partik-Pablé, Sie können das jetzt sicher beantworten. (Abg. Dr. Partik-Pablé ist im Begriff, den Saal zu verlassen.) Da ergreift sie die Flucht aus dem Saal, okay! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer ergreift da die Flucht!) – Eine der großen österreichischen Wissenschafterinnen, die in der normalen Welt kaum bekannt sein dürfte.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich frage: Wo ist das Engagement, das Sie einbringen, um die Situation von Frauen tatsächlich zu verbessern? Wenn ich mir jetzt anschaue, in welchem Tempo Sie beim Käthe-Leichter-Preis vorgegangen sind, um die Kriterien zu evaluieren, neu auszuarbeiten, eine Jury zusammenzustellen, so kann ich das nur als „rasantes Schneckentempo“ bezeichnen. Wenn Sie in diesem Tempo für die Frauenerwerbstätigkeit weiterarbeiten, dann werden wir 50 Jahre dazu brauchen, dass irgendetwas weitergeht. Ich glaube, so viel Zeit hat Österreich nicht. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Das ist ein Riesenunterschied!
ziehungsweise – so ist es korrekt – Dividenden an die ÖIAG zahlt und somit die ÖIAG sehr wohl an die Republik entsprechende Budgetzuschüsse leistet. (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist ein Riesenunterschied!) So ist es korrekt, Herr Kollege, aber über diese Zwischenstation fließt Geld ins Budget.
Zwischenrufe bei den Grünen
Entschuldigen Sie, Herr Finanzminister, was sagt dazu der Betriebswirt? – Mit dieser Antwort, die Sie mir da über die ÖIAG zuleiten, stiften Sie ja die reinste Verwirrung. No na net besteht da ein Zusammenhang, aber es wird da so verklausuliert, als könnte die ÖIAG nichts dafür, weil das ja bei der Post auch in die freien Rücklagen fließen kann, das alles sei jenseits irgendeines Finanzbedarfs der Republik. – Das können Sie einer Großmutter erzählen (Zwischenrufe bei den Grünen), wobei ich meine, eher einem Großvater, aber nicht einem parlamentarischen Gremium! Das ist meines Erachtens eine sehr, sehr oberflächliche Beantwortung meiner Anfrage. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Entschuldigen Sie, Herr Finanzminister, was sagt dazu der Betriebswirt? – Mit dieser Antwort, die Sie mir da über die ÖIAG zuleiten, stiften Sie ja die reinste Verwirrung. No na net besteht da ein Zusammenhang, aber es wird da so verklausuliert, als könnte die ÖIAG nichts dafür, weil das ja bei der Post auch in die freien Rücklagen fließen kann, das alles sei jenseits irgendeines Finanzbedarfs der Republik. – Das können Sie einer Großmutter erzählen (Zwischenrufe bei den Grünen), wobei ich meine, eher einem Großvater, aber nicht einem parlamentarischen Gremium! Das ist meines Erachtens eine sehr, sehr oberflächliche Beantwortung meiner Anfrage. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
aber ich muss das wirklich so sagen – Krisenmanagement. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Wo ist nicht flächendeckend in Österreich ...?
Das größte Problem – dafür tragen Sie, Herr Finanzminister, jedoch nicht die Schuld, in erster Linie ist Herr Minister Gorbach dafür verantwortlich – besteht ja bei dieser Spiegelfechterei von Universaldienstverordnung. Die jetzige Universaldienstverordnung geht ja auf Ministerin Forstinger zurück – auch eine freiheitliche Ministerin – und gewährleistet in keiner Weise, dass die Leute vor Ort ihre Postdienste haben, sondern erlaubt es der Post, zu schließen, weil sie ja betriebswirtschaftlich agieren muss. (Abg. Wittauer: Wo ist nicht flächendeckend in Österreich ...?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Auf Ihre Antwort, Herr Finanzminister, bin ich jetzt schon sehr gespannt. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Broukal: Aber einschließlich der Telekom! Die Telekom hat die Überschüsse gehabt, nicht die Post!
Zum Inhalt. – Frau Abgeordnete Moser, Sie sagen, Sie seien gespannt, wie ich das betreffend die finanzielle Substanz der Post beantworte. Frau Abgeordnete, wenn Sie die Situation sozusagen fair betrachtet hätten, dann hätten Sie dazusagen müssen, dass die PTV zwischen 1979 und 1996 insgesamt 4,9 Milliarden € an Betriebsüberschüssen an den Bund überweisen musste. Das heißt, das, was Sie jetzt für die Zeit seit dem Jahr 2000 nachzuweisen versuchen, hat exponentiell in der Zeit davor stattgefunden. Zwischen 1979 und 1996 hat man tatsächlich die Post damals (Abg. Broukal: Aber einschließlich der Telekom! Die Telekom hat die Überschüsse gehabt, nicht die Post!), die PTV damals ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Herr Abgeordneter! Da war die Telekom dabei, das war das Gesamtunternehmen, ich gebe Ihnen vollkommen Recht. (Abg. Eder: Das ist ja nicht vergleichbar!) Wenn Sie allerdings die Schuldenentwicklung des Gesamtunternehmens betrachten und dann noch sehen, was in der ÖIAG an Schulden zu übernehmen war, dann wissen Sie, dass die dem Bundesbudget zugeflossenen Überschüsse nur deshalb möglich waren, weil auf der anderen Seite das damalige Gesamtunternehmen im gleichen Zeitraum rund 8 Milliarden € an Fremdkapital aufnehmen musste.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zum Inhalt. – Frau Abgeordnete Moser, Sie sagen, Sie seien gespannt, wie ich das betreffend die finanzielle Substanz der Post beantworte. Frau Abgeordnete, wenn Sie die Situation sozusagen fair betrachtet hätten, dann hätten Sie dazusagen müssen, dass die PTV zwischen 1979 und 1996 insgesamt 4,9 Milliarden € an Betriebsüberschüssen an den Bund überweisen musste. Das heißt, das, was Sie jetzt für die Zeit seit dem Jahr 2000 nachzuweisen versuchen, hat exponentiell in der Zeit davor stattgefunden. Zwischen 1979 und 1996 hat man tatsächlich die Post damals (Abg. Broukal: Aber einschließlich der Telekom! Die Telekom hat die Überschüsse gehabt, nicht die Post!), die PTV damals ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Herr Abgeordneter! Da war die Telekom dabei, das war das Gesamtunternehmen, ich gebe Ihnen vollkommen Recht. (Abg. Eder: Das ist ja nicht vergleichbar!) Wenn Sie allerdings die Schuldenentwicklung des Gesamtunternehmens betrachten und dann noch sehen, was in der ÖIAG an Schulden zu übernehmen war, dann wissen Sie, dass die dem Bundesbudget zugeflossenen Überschüsse nur deshalb möglich waren, weil auf der anderen Seite das damalige Gesamtunternehmen im gleichen Zeitraum rund 8 Milliarden € an Fremdkapital aufnehmen musste.
Abg. Eder: Das ist ja nicht vergleichbar!
Zum Inhalt. – Frau Abgeordnete Moser, Sie sagen, Sie seien gespannt, wie ich das betreffend die finanzielle Substanz der Post beantworte. Frau Abgeordnete, wenn Sie die Situation sozusagen fair betrachtet hätten, dann hätten Sie dazusagen müssen, dass die PTV zwischen 1979 und 1996 insgesamt 4,9 Milliarden € an Betriebsüberschüssen an den Bund überweisen musste. Das heißt, das, was Sie jetzt für die Zeit seit dem Jahr 2000 nachzuweisen versuchen, hat exponentiell in der Zeit davor stattgefunden. Zwischen 1979 und 1996 hat man tatsächlich die Post damals (Abg. Broukal: Aber einschließlich der Telekom! Die Telekom hat die Überschüsse gehabt, nicht die Post!), die PTV damals ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Herr Abgeordneter! Da war die Telekom dabei, das war das Gesamtunternehmen, ich gebe Ihnen vollkommen Recht. (Abg. Eder: Das ist ja nicht vergleichbar!) Wenn Sie allerdings die Schuldenentwicklung des Gesamtunternehmens betrachten und dann noch sehen, was in der ÖIAG an Schulden zu übernehmen war, dann wissen Sie, dass die dem Bundesbudget zugeflossenen Überschüsse nur deshalb möglich waren, weil auf der anderen Seite das damalige Gesamtunternehmen im gleichen Zeitraum rund 8 Milliarden € an Fremdkapital aufnehmen musste.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: ...Austria Tabak!
Als verantwortlicher Eigentümervertreter der ÖIAG meine ich Folgendes: Wenn ich ÖIAG wäre, dann würde ich sagen: Liebes Postmanagement, unser Interesse ist es, dass wir die 25 800 Mitarbeiter, die es da gibt, mit ihren Arbeitsplätzen absichern; wir wollen ein sicherer Arbeitgeber für mehr als 25 000 Mitarbeiter sein! Wie kann das geschehen, Frau Abgeordnete? – Sicherlich nicht mit einem Verlustbetrieb, sondern eine Sicherung von Arbeitsplätzen kann doch nur durch ein Unternehmen erfolgen, das Kunden zufrieden stellt, das gute Produkte und eine entsprechende Servicequalität bietet und deswegen erfolgreich auf dem Markt agiert. Nur ein solches Unternehmen kann sichere Arbeitsplätze anbieten! Genau das ist unsere Zielsetzung! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: ...Austria Tabak!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Mit den Bereichen Brief und Paket schreibt die Post schwarze Zahlen. Rote Zahlen stellen, wie wir alle wissen, ein Problem dar. Rote Zahlen schreibt die Post im Bereich Filialnetz. Daher meine ich, dass es seitens des Post-Managements verantwortlich ist, sich das Filialnetz genauer anzuschauen. In Summe geht es dabei zurzeit um 1 640 Filialen; gesprochen wird über die Schließung von 357 Standorten. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Mag. Wurm: Was ist mit der flächendeckenden Versorgung?
Wichtig ist mir auch, meine Damen und Herren, dazuzusagen, dass auf Basis der derzeitigen gesetzlichen Regelung ein flächendeckender Versorgungsauftrag der Post zu gewährleisten ist. Daher ist es auch vollkommen klar, dass die Post ein Postamt nur dann schließen darf (Abg. Mag. Wurm: Was ist mit der flächendeckenden Versorgung?), wenn auf Dauer gesehen eine kostendeckende Führung dieses Postamtes ausgeschlossen ist. – Erster Punkt. – Zweiter Punkt: Schließung eines Postamtes nur
Abg. Riepl: Welche Ersatzlösungen gibt es bei der Austria Tabak?
dann, wenn es Ersatzlösungen gibt. (Abg. Riepl: Welche Ersatzlösungen gibt es bei der Austria Tabak?)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Meiner Auffassung nach steht es Abgeordneten, steht es Regierungsmitgliedern schlecht an, zu sagen (Zwischenrufe bei der SPÖ): Liebe Post, auch wenn ein Postamt dauerhaft nur mit Verlusten geführt werden kann, musst du es weiterführen! – Warum hat denn ein Postamt Verluste? – Weil die Kundschaft ausbleibt, weil die Bevölkerung nicht in diese Postämter geht. Das heißt, es gibt dort keine entsprechende Kundenfrequenz.
Abg. Mag. Wurm: Es geht um die flächendeckende Versorgung!
Schauen Sie sich doch die einzelnen Standorte im Detail an, dann werden Sie draufkommen, dass es Postämter gibt, bei denen es an einem Tag – aber da sitzt ein Mitarbeiter drin, die gesamte Infrastruktur gibt es, alle Kosten sind zu tragen – lediglich drei Kundenkontakte gibt! – Da sage ich Ihnen schon: Das ist nicht wirklich etwas, was betriebswirtschaftlich Sinn macht (Abg. Mag. Wurm: Es geht um die flächendeckende Versorgung!), auch nicht, was die flächendeckende Infrastruktur anlangt.
Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Dem gestrigen Gipfel sowie der Stellungnahme des Vizekanzlers dazu entnehme ich, dass diese Gespräche auf gutem Weg sind. Ich entnehme dem weiters, dass für 170 dieser Standorte bereits fixe Alternativen erarbeitet wurden – das heißt, der jeweilige Bürgermeister hat bereits schriftlich zugestimmt – beziehungsweise Alternativlösungen in Aussicht sind. (Zwischenruf des Abg. Heinzl.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn dort eine vernünftige Alternative angeboten wird – es gibt eine Reihe von Alternativen, welche die Post vorschlägt, bis hin zu einer mobilen Versorgung, womit in Vorarlberg gute Erfahrungen gemacht wurden –, dann sollte man, meine ich, das Vertrauen in den Bürgermeister der jeweiligen Gemeinde haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Riepl
Insofern: Vertrauen für den Vorstand, Vertrauen dem Vizekanzler (Zwischenruf des Abg. Riepl), Vertrauen auch der Kontrollkommission, Vertrauen dem Städtebund, dem Gemeindebund, denn diese werden eine gute Lösung finden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Insofern: Vertrauen für den Vorstand, Vertrauen dem Vizekanzler (Zwischenruf des Abg. Riepl), Vertrauen auch der Kontrollkommission, Vertrauen dem Städtebund, dem Gemeindebund, denn diese werden eine gute Lösung finden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Riepl: Austria Tabak! Wo ist die Erfolgsstory?
Meine Damen und Herren! Die ÖIAG ist ja, wie gesagt, zu 100 Prozent Eigentümerin der Post, und sie hat ja auch letztlich diese Erfolgsstory der Privatisierung in den letzten fünf Jahren in hohem Maße zu verantworten, und zwar unter dem Eigentümervertreter Finanzminister Karl-Heinz Grasser. (Abg. Riepl: Austria Tabak! Wo ist die Erfolgsstory?)
Abg. Riepl: Austria Tabak!
Herr Kollege, bleiben wir bei den Fakten! Diese Erfolgsstory besteht darin (Abg. Riepl: Austria Tabak!), dass aus schwer defizitären und subventionierten Staatsbetrieben mit Zehntausenden verloren gegangenen Arbeitsplätzen erfolgreiche, gewinnorientierte und börsennotierte Unternehmen wurden! Das ist die Erfolgsstory der ÖIAG – dies trotz Ihrer ständigen Kassandrarufe, Herr Kollege! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Kollege, bleiben wir bei den Fakten! Diese Erfolgsstory besteht darin (Abg. Riepl: Austria Tabak!), dass aus schwer defizitären und subventionierten Staatsbetrieben mit Zehntausenden verloren gegangenen Arbeitsplätzen erfolgreiche, gewinnorientierte und börsennotierte Unternehmen wurden! Das ist die Erfolgsstory der ÖIAG – dies trotz Ihrer ständigen Kassandrarufe, Herr Kollege! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe des Abg. Riepl.
Es gilt die Zusage des Postvorstandes, der gemeint hat, es werde kein Postamt ohne entsprechende alternative Versorgung geschlossen. (Zwischenrufe des Abg. Riepl.) Machen Sie den Menschen in den Regionen doch nicht Angst! Sagen Sie ihnen, dass kein Postamt ohne Alternativen geschlossen wird! Da gibt es die Alternative Postpartner. Da gibt es die Alternative Postservicestellen. Da gibt es die Alternative Land-Land-Zusteller. Das sind lauter Alternativen, bitte, die beweisen werden, dass Ihre Horrorpropaganda, dass die Regionen postmäßig nicht mehr versorgt werden, reine Gruselpropaganda ist. Sie wollen den Menschen Angst machen. Das ist Ihre Politik, Herr Kollege!
Abg. Öllinger: ÖIAG!
an anderer Stelle schon gesagt: Es ist fraglich, ob es wirklich gescheit war, mit der Botschaft hinauszugehen, dass wir Hunderte Postämter schließen, worauf der politische Wirbel folgte, und erst dann zu sagen, dass wir über Alternativlösungen nachdenken. Das war sicherlich keine optimale Kommunikationsstrategie. (Abg. Öllinger: ÖIAG!) Aber dieses Schicksal, keine gute Kommunikation zu haben, teilt die Post ja auch mit einer Partei, die hier im Parlament vertreten ist. Das habe ich in den letzten Wochen ständig gelesen. Eine schlechte Kommunikationsstrategie hat ja offensichtlich auch die Sozialdemokratische Partei.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn, dann war ein Kritikpunkt richtig: Die Kommunikationsstrategie war sicherlich nicht optimal!, aber die Strategie, dass wir Vertrauen zur Post haben – und ich bekenne mich dazu –, ist richtig. Wenn die Post über die Aktienbörse privatisiert wird, dann haben wir das Vertrauen, dass auch die Post dem Beispiel folgen wird, wo aus defizitären verstaatlichten Betrieben damals gewinnorientierte, leistungsfähige, erfolgreiche Unternehmen wurden. Dieses Vertrauen haben wir auch in die Post und ihre Mitarbeiter. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Das war wieder notwendig!
Abgeordneter Mag. Johann Moser (SPÖ): Hohes Haus! Herr Präsident! Herr Minister! Ein kurzes Service für Sie – ich weiß nicht, ob Sie in der Zwischenzeit schon Gelegenheit hatten, sich zu informieren –: Das Gerichtsverfahren gegen Sie in der Sache Homepage wird nicht eingestellt! Das ist eine Senatsentscheidung des Wiener Oberlandesgerichtes. Das war nur eine Information an Sie. (Abg. Wittauer: Das war wieder notwendig!)
Abg. Mag. Molterer: Wer hat mehr als 53?
Wenn Sie uns erklären wollen, dass so viel Eigenkapital drinnen ist, dann müssen Sie ähnliche Dienstleistungsunternehmen vergleichen, wo selbstverständlich der Eigenkapitalanteil ein wesentlich höherer ist als bei Produktionsunternehmen. Das haben Sie auch in der Betriebswirtschaft erklärt bekommen. Also nehmen Sie das auch zur Kenntnis und seien Sie ehrlich, wenn Sie schon betriebswirtschaftliche Weisheiten von sich geben. (Abg. Mag. Molterer: Wer hat mehr als 53?) – Genug Dienstleistungsbetriebe. (Abg. Mag. Molterer: Beispiele!) Ich werde Ihnen anschließend eine Liste überreichen.
Abg. Mag. Molterer: Beispiele!
Wenn Sie uns erklären wollen, dass so viel Eigenkapital drinnen ist, dann müssen Sie ähnliche Dienstleistungsunternehmen vergleichen, wo selbstverständlich der Eigenkapitalanteil ein wesentlich höherer ist als bei Produktionsunternehmen. Das haben Sie auch in der Betriebswirtschaft erklärt bekommen. Also nehmen Sie das auch zur Kenntnis und seien Sie ehrlich, wenn Sie schon betriebswirtschaftliche Weisheiten von sich geben. (Abg. Mag. Molterer: Wer hat mehr als 53?) – Genug Dienstleistungsbetriebe. (Abg. Mag. Molterer: Beispiele!) Ich werde Ihnen anschließend eine Liste überreichen.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister ist ein Betriebswirt und weiß, was ein Upset Potential ist. Das ist das Geld, das man liegen lässt, wenn man zu billig verkauft. Das macht in der Zwischenzeit für vier Beteiligungen von der voestalpine, von der VA Tech, von Böhler-Uddeholm und von der Telekom 440 Millionen € aus. Das hat dieser Herr Minister, der von großen betriebswirtschaftlichen Kenntnissen spricht, liegen gelassen. Es werden täglich mehr! Sie, Herr Prinzhorn, lachen natürlich, weil Sie Profiteur sind! Das weiß ich ohnedies. An Ihrer Stelle würde ich auch lachen. Aber ich habe ja nicht die Triebkraft. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Was haben wir Zinsen gespart? Kann man die Zinsen nicht abziehen?
Dazu kommt noch etwas anderes, was Sie nie machen würden. Jeder Betriebswirt würde eine Gegenrechnung machen. Auch der Dividendenentgang im Jahr 2004 ist über 30 Millionen €. Das ist ein weiterer Punkt, den Sie eigentlich gegenrechnen müssen. Das sind eigentlich die Kernpunkte, die ich Ihnen für Ihr betriebswirtschaftliches Schlüsselerlebnis mitgeben möchte. (Abg. Neudeck: Was haben wir Zinsen gespart? Kann man die Zinsen nicht abziehen?)
Abg. Neudeck: Wie beim „Konsum“!
Ich frage Sie, Herr Minister, und ich frage auch Herrn Bartenstein und Herrn Gorbach, denn es mischen sich ja alle drei sehr intensiv in dieses Unternehmen ein: Haben Sie schon jemals ein Unternehmen an die Börse gebracht? Dann würden Sie jetzt nämlich feststellen, dass die Post in der jetzigen Phase nicht börsefähig ist. (Abg. Neudeck: Wie beim „Konsum“!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Es gibt keine strategischen Geschäftsfelder. Die Holländer, die Deutschen, die sind an der Börse, aber die haben eine Speditionsdienstleistung, die haben eine Finanzdienstleistung, das hat die österreichische Post nicht. Bei dieser Unsicherheit der Postmarktliberalisierung, bei dieser Unsicherheit, wie es eigentlich im Gesamtbereich mit der Post in Europa weitergehen soll, eine Börseneinführung zu machen – und dann kommt auch noch jemand auf die Idee einer Volksaktie –, ist eigentlich der Beweis dafür, dass Sie von diesen Bereichen überhaupt keine betriebswirtschaftliche und wirtschaftspolitische Idee haben. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Daher ist das ein wirklicher Skandal, der hier stattfindet. Ich fordere Sie daher auf: Lassen Sie die Hände von dieser Post! Lassen Sie das Management, lassen Sie die Belegschaft arbeiten, damit die Post ihren Auftrag erfüllen kann, damit die ländlichen Regionen nicht entleert werden, damit es den Leuten gut geht und der Standort Österreich eine Zukunft hat! Schüssel hat heute von der standortpolitischen Werkstatt dieser Regierung gesprochen. Das wäre ein Lehrbeispiel dafür, wie man es nicht macht. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zur Rede der Frau Abgeordneten Moser sage ich nur eines: Sie haben am Ende Ihrer Rede eines vergessen, nämlich ein „Lei-lei!“. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Das ist die richtige Frage!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine Damen und Herren! Wenn versucht wird, mit der Post eines der wichtigsten Infrastrukturunternehmen zu – unter Anführungszeichen – „privatisieren“, dann stellen sich zwei Fragen: erstens, ob das sinnvoll ist, und zweitens, ob der, der das vorhat, auch der dafür Geeignete ist. (Abg. Öllinger: Das ist die richtige Frage!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (fortsetzend): Herr Präsident! Die Frage, ob der Finanzminister überhaupt in der Lage ist, in seriöser Art und Weise eine Privatisierung vorzunehmen, hat sehr wohl etwas damit zu tun, und diese Fragen müssen einmal in diesem Haus diskutiert werden können! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Ledolter: Jetzt haben wir das bei den Eurofightern!
nehme mir das nächste Unternehmen vor! (Abg. Ledolter: Jetzt haben wir das bei den Eurofightern!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Nichts dahinter! Irgendwas wird hängen bleiben!
Jetzt ist langsam aufzuklären, was bei einer Sitzung im Frühjahr, wo es um die Voest-Privatisierung gegangen ist, wirklich passiert ist und wie es zum Plan Minerva gekommen ist, denn erst dann, wenn das Hohe Haus weiß, wie es zu zum Glück gescheiterten Plänen wie Minerva gekommen ist, werden wir wissen, wie wir mit zukünftigen Plänen dieses Finanzministeriums umgehen können. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Nichts dahinter! Irgendwas wird hängen bleiben!)
Beifall bei der SPÖ.
dige Maßnahme, aber damit habe es sich, es werde sicherlich nie mehr zu weiteren Schließungen kommen. Ich kann dazu nur sagen: versprochen und wie so oft von der Regierung nicht gehalten, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Aber die haben eine andere Gemeindestruktur, wie wir wissen!
Viele europäische Staaten haben in ihrer Rechtsordnung Kriterien verankert, wie Postämter verteilt werden sollen. Manche Staaten – das wäre überhaupt der Idealzustand – schreiben mindestens ein Postamt pro Gemeinde vor, zum Beispiel Norwegen, andere Staaten wie Deutschland oder die Niederlande ab einer bestimmten Siedlungsgröße (Abg. Mag. Molterer: Aber die haben eine andere Gemeindestruktur, wie wir wissen!), und andere Staaten wiederum geben einen Anhaltspunkt darüber, wie viele Kilometer ein Postamt in Siedlungen von den einzelnen Häusern entfernt sein darf. (Abg. Wittauer: Wie viele denn?)
Abg. Wittauer: Wie viele denn?
Viele europäische Staaten haben in ihrer Rechtsordnung Kriterien verankert, wie Postämter verteilt werden sollen. Manche Staaten – das wäre überhaupt der Idealzustand – schreiben mindestens ein Postamt pro Gemeinde vor, zum Beispiel Norwegen, andere Staaten wie Deutschland oder die Niederlande ab einer bestimmten Siedlungsgröße (Abg. Mag. Molterer: Aber die haben eine andere Gemeindestruktur, wie wir wissen!), und andere Staaten wiederum geben einen Anhaltspunkt darüber, wie viele Kilometer ein Postamt in Siedlungen von den einzelnen Häusern entfernt sein darf. (Abg. Wittauer: Wie viele denn?)
Abg. Grillitsch: Das hat er allen anderen auch geschrieben!
Er wendet sich in seinem Brief mit der Bitte an mich, ihn bei der Erhaltung des Postamtes Frankenfels zu unterstützen. Er wendet sich als ÖVPler an mich als SPÖ-Abgeordneten, ihn dabei zu unterstützen, dass in Frankenfels das Postamt nicht geschlossen wird. (Abg. Grillitsch: Das hat er allen anderen auch geschrieben!) Die Resolution gegen die Postamtsschließungen wurde von den Fraktionen der SPÖ, ÖVP und FPÖ im Frankenfelser Gemeinderat beschlossen, und ihre Kernaussage lautet wie folgt – ich zitiere –:
Beifall bei der SPÖ.
367 Postämter betreffen soll, nicht durchgezogen wird. Unsere Fraktion, die SPÖ, wird sich mit allen Mitteln dagegen wehren. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Minister Gorbach hat vor, bis Jahresmitte eine Novelle zum Postgesetz vorzulegen. Es würden dann auch die Maßnahmen, die notwendig sind, aber derzeit in der Post-Universaldienstverordnung, weil es eben nur eine Verordnung ist, nicht geregelt werden können, gesetzt werden. Wir sind also am richtigen Weg, für die Bevölkerung die ausreichende Versorgung sicherzustellen. Aus diesem Grunde ist die Fristsetzung nicht notwendig, und wir werden sie daher ablehnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Ein schlechter Vergleich!
Nur eines hatten wir damals in Bernhardsthal: ein Postamt, und das in einer Zeit, als wir wirklich arm waren. (Abg. Scheibner: Ein schlechter Vergleich!)
Abg. Mag. Molterer: Wie viele Telefone hat es damals gegeben? Wie viele Faxe? Wie viele Autos hat es damals gegeben? Kein Internet!
Heute hat der Herr Bundeskanzler hier erklärt, was wir für Sparzuwächse haben, was wir für Wirtschaftszuwächse haben, was wir für ein wunderbares Wirtschaftsland sind – und jetzt diskutieren wir bereits seit über einer Stunde über die Schließung von Postämtern. Da frage ich mich schon: Passt das eigentlich zusammen: In einem Land, wo es der Wirtschaft laut Ihren Aussagen so gut geht, in einem Land, wo wir Industrie ansiedeln wollen, in einem Land, wo wir Forschung ansiedeln wollen, sperren wir auf der anderen Seite Infrastruktur zu? Und Infrastruktur zusperren bedeutet natürlich auch Wirtschaftsteile zusperren. (Abg. Mag. Molterer: Wie viele Telefone hat es damals gegeben? Wie viele Faxe? Wie viele Autos hat es damals gegeben? Kein Internet!)
Abg. Mag. Molterer: Wann war die Postausgliederung?
So ist das nicht! Man hat selbstverständlich weiter das Problem, wenn die Bevölkerung dann nicht mehr entsprechend mit diesen Dingen versorgt werden kann. (Abg. Mag. Molterer: Wann war die Postausgliederung?)
Abg. Mag. Molterer: Wann war denn die Postausgliederung? – Mit der Stimme des Eder beschlossen!
Ich glaube, wir haben eine wichtige Aufgabe dahin gehend zu erfüllen, dass auch die Post in Zukunft – auch wenn die volle Liberalisierung, wie Kollege Regler vorhin gemeint hat, 2009 käme – mit Waffengleichheit gegenüber den privaten Anbietern arbeiten können muss. (Abg. Mag. Molterer: Wann war denn die Postausgliederung? – Mit der Stimme des Eder beschlossen!)
Beifall bei der SPÖ.
Oder: Private Dienstleister, die nur in Ballungszentren ihre Dienste anbieten, nicht aber im ländlichen Raum, sondern dort, wo man Geld verdienen kann, sind leicht zu finden. Da braucht man in Österreich nicht einmal eine Lizenz dazu, sondern das kann man, indem man zum Ministerium geht und sich anmeldet, sofort tun. Das ist aber nicht der Postdienst, den wir uns vorstellen. Es muss auch für die Österreichische Post das Postgesetz entsprechend novelliert werden, damit all jene, die in Österreich Postdienste leisten wollen, die gleichen rechtlichen Voraussetzungen erfüllen müssen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gradwohl: Am besten, man putzt sich ab!
Eines stimmt mich schon ein bisschen nachdenklich: Wer ist denn schuld an dieser verfehlten Politik? – Der Generaldirektor Wais! Und woher kommt er denn, der Generaldirektor Wais? – Wieder einmal – ich muss es heute schon wieder sagen! – von der Sozialdemokratie. (Abg. Gradwohl: Am besten, man putzt sich ab!)
Abg. Eder: Das hat niemand gesagt, was du da schon wieder erzählst!
Jetzt sind wir so freundlich und sagen: Die Sozialdemokraten haben ja gute Leute, die ihr Geschäft verstehen. Was machen jetzt die Sozialdemokraten? – Wir beschließen, dass er wieder Generaldirektor wird, und Sie sagen nichts anderes, als dass er schlecht arbeitet. (Abg. Eder: Das hat niemand gesagt, was du da schon wieder erzählst!) Ich sage Ihnen: Er arbeitet nicht so schlecht. Er hat nur eine falsche Politik betrieben, indem er uns zu wenig Informationen gegeben hat.
Rufe bei der SPÖ: „Hetzigerweise“?
Zu den Postämtern. – Es ist vorhin das Beispiel von Bürgermeister Langthaler genannt worden. Ich kann Ihnen da einige Bürgermeister aufzählen – der Bürgermeister von Rinn, der Bürgermeister von Sistrans etwa –, die das Gegenteil gesagt haben: Seit es diese Landzusteller gibt, funktioniert es bei ihnen „hetzigerweise“ besser. (Rufe bei der SPÖ: „Hetzigerweise“?) Und wissen Sie, warum? – Weil alte Menschen – und ich rede jetzt von der ländlichen Struktur – gar nicht die Möglichkeit haben, auch drei, vier Kilometer hin und wieder zu fahren. Heute kommt zu manchen dieser älteren Menschen sogar der Postbeamte mit seinem Auto, sie können vom „Postbüchl“ abheben – sogar das können sie tun –, und sie können auch Einzahlungen vornehmen.
Abg. Hagenhofer: Was ist, wenn sie nicht zustande kommen?
Das heißt, wie ich vorhin bereits gesagt habe: Die Ersatzlösungen sind ausgearbeitet, und diese Ersatzlösungen brauchen wir auch in diesem Land. (Abg. Hagenhofer: Was ist, wenn sie nicht zustande kommen?) Und was wird 2009 und 2006 sein? Nach der entsprechenden EU-Richtlinie wird es 2006 eine vollständige Liberalisierung geben, es wird neue Postkästen geben, wo jeder auch privat zustellen kann. Und auch die Regelung mit den 50 Gramm gilt noch. Das ist eine Herausforderung, die die Post meistern wird. Die 25 000 Leute, die dort arbeiten, sind gute Leute, und ich vertraue darauf, dass sie diese gute Arbeit auch weiterhin leisten.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Niederwieser: Alles zusperren!
Abschließend: Die Post ist für uns Heimat und auch Identität, und wir werden diese Heimat und Identität auch schützen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Niederwieser: Alles zusperren!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Werter Herr Vorredner! Wenn das Ihre Form von Heimatschutz ist, dann, glaube ich, ist die Heimat besser bei der SPÖ und bei den Grünen angesiedelt als bei der ÖVP, als bei den Freiheitlichen (Beifall bei den Grünen und der SPÖ), denn was Sie unter Heimatschutz verstehen und was Sie dann konkret vor Ort an Schließungsplänen akzeptieren, widerspricht sich meiner Meinung nach ja völlig.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
native gibt. Das ist zu wenig, und deshalb diese Fristsetzung und die Zustimmung unsererseits zu dieser Fristsetzung. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! Das ist eine politische Stellungnahme!
Wahr ist vielmehr, dass die Grünen am 12. November 2004 zum Thema Grüne Milchpolitik eine Presseaussendung ausgeschickt haben. (Abg. Grillitsch: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! Das ist eine politische Stellungnahme!) Diese Presseaussendung ist unter der Homepage www.bauerngruene.at auch für den Herrn Abgeordneten Keuschnigg nachlesbar.
Abg. Scheibner: Also bitte! Das ist ja nicht Ihr Ernst, dass das eine tatsächliche Berichtigung ist?!
Herr Abgeordneter Keuschnigg hat weiters behauptet, die Grünen hätten noch nie mit positiven Beispielen für Kontakte mit dem Handel geglänzt. – Das ist unrichtig! (Abg. Scheibner: Also bitte! Das ist ja nicht Ihr Ernst, dass das eine tatsächliche Berichtigung ist?!)
Beifall bei den Grünen.
Wahr ist vielmehr, dass grüne Bauern und Bäuerinnen als Erste mit den Initiativen BERSTA (Berg-Stadt), EVI (ErzeugerInnen-VerbraucherInnen-Initiativen) und Bioverbänden wie „Erde und Saat“ den Kontakt mit Konsumentinnen und Konsumenten und mit dem Handel gesucht haben. Das ist 20 Jahre her. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ein Blick über die Grenze ins rot-grüne Deutschland hätte genügt: In Österreich wird die Landwirtschaft mit 1. Jänner 2005 durch die Einführung des Agrardiesels mit 50 Millionen € entlastet, während in Deutschland die bäuerlichen Betriebe im Jahr 2005 durch die Mineralölsteuererhöhung beim Diesel auf 50 Cent entsprechend belastet werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In diesem Sinne werden wir das Agrarfördermodell weiterentwickeln und so gestalten, dass möglichst viele Bäuerinnen und Bauern davon profitieren, aber ebenso auch die Gesellschaft, und dass der Stellenwert der Landwirtschaft in der Gesellschaft auch erhalten bleibt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Molterer.
nungshofausschuss das jetzt strikt auslegen, und das ist ohne fremde Intervention meine Entscheidung gewesen. (Ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Molterer.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber das Hauptproblem ist, dass das zentrale Arbeitsinstrument eines Kontrollausschusses die Hörung von Auskunftspersonen ist. Und das sollten Sie nicht mit Mehrheit verhindern, denn dann hängt sich die Geschäftsordnung selber auf. Hängen Sie die Geschäftsordnung aber nicht anderen um! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Der Redner hält ein Exemplar der Geschäftsordnung des Nationalrates in die Höhe. – Rufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP: Nein! Das weiß er nicht!
Herr Kollege Kogler, wissen Sie, was das ist? (Der Redner hält ein Exemplar der Geschäftsordnung des Nationalrates in die Höhe. – Rufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP: Nein! Das weiß er nicht!) – Ich glaube nicht, denn das ist nämlich die Geschäftsordnung des Nationalrates, in der die Regeln für dieses Haus und auch für Sie als Ausschussvorsitzenden verankert sind. Und daran haben wir uns alle, und Sie als Ausschussvorsitzender im Besonderen, zu halten – und nur daran. Hier sind alle Rechte und Pflichten des Hohen Hauses verankert.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich habe Ihnen das auch schon einige Male gesagt, und wir haben es auch in der Präsidiale festgehalten: Man muss als Ausschussvorsitzender, vor allem in einem sehr sensiblen Ausschuss wie dem Rechnungshofausschuss, seine Funktion als Vorsitzender – und das ist eine offizielle Funktion! – von seiner politischen Funktion als Abgeordneter hier im Hohen Haus trennen. Das ist ein Grundprinzip, Herr Kollege Kogler! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Ich war auch schon Vorsitzender, sieben Jahre lang Vorsitzender des Landesverteidigungsausschusses in der Opposition. Mich hätte es auch oft gejuckt, zu sagen: Na gut, da wollen wir jetzt ein bisschen etwas machen und verzögern und alles Mögliche, und vielleicht Sitzungen nicht einberufen, Tagesordnungen nicht zulassen. – Das haben wir nicht gemacht! Sie wissen, dass man sogar sehr aufgepasst hat, wenn man sich als Ausschussvorsitzender im Ausschuss zu Wort gemeldet hat, während man den Vorsitz gehabt hat. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
brauch der Geschäftsordnung gewesen, Herr Kollege Kogler! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Das ist ja absurd!
Sie, Herr Kollege Kogler, haben nämlich umgekehrt, Rechte der Abgeordneten in diesem Ausschuss beschnitten, weil sie eben keine Geschäftsordnungsanträge, wie etwa den Antrag auf Schluss der Debatte, stellen konnten, weil sie sich ja insgesamt in den 18 Stunden in einer Geschäftsordnungsdebatte befunden haben. (Abg. Mag. Kogler: Das ist ja absurd!) Das wären die Rechte, die hier wirklich verankert sind, gewesen, die Sie durch Ihre Interpretation der Geschäftsordnung beschnitten haben. Das ist die Tatsache!
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Dass die Präsidiale Sie dann auffordern musste, jetzt endlich von dieser geschäftsordnungswidrigen Vorgangsweise abzugehen, damit nicht andere Rechnungshofberichte verfallen, weil der eine Punkt nicht abgeschlossen werden konnte, und damit wirklich ureigenste Rechte und Befugnisse dieses Hohen Hauses – nämlich Berichte des Rechnungshofes hier zu behandeln – beschnitten worden wären, das sagen Sie auch nicht dazu. Das ist die Tatsache, Herr Kollege Kogler! (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... Obmann zurücklegen, normalerweise!
Wenn es Ihnen nicht passt, dass in einem Rechnungshofausschuss über Auskunftspersonen abgestimmt wird, dann bringen Sie Anträge ein, um die Geschäftsordnung zu ändern! Das sind die Tatsachen! Aber solange Sie das nicht tun und solange die Geschäftsordnung so ist, wie sie ist – und der Rechnungshofausschuss ist kein Untersuchungsausschuss, sondern der debattiert einen Rechnungshofbericht, und der Rechnungshof hat die Einschau in alle Bereiche, meine Damen und Herren –, so lange haben Sie diese als Ausschussvorsitzender zu vollziehen. Und nur das haben Sie zu tun. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... Obmann zurücklegen, normalerweise!)
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Jawohl!
Wenn Sie hier am Rednerpult politisch etwas bewerten und kritisieren, ist das Ihre Sache. Aber missbrauchen Sie nicht Ihre Funktion als Ausschussvorsitzender für Ihre politischen Anliegen! (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Jawohl!)
Abg. Scheibner: Danke schön!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Es ist durchaus legitim, Herr Abgeordneter Scheibner, dass Sie jetzt eine Geschäftsordnungsdebatte führen wollen. Ich will auch nicht hier antreten, um Sie darin zu belehren, wie die Geschäftsordnung auszulegen ist. Selbstverständlich kann und muss es darüber auch eine Diskussion geben können, und Sie können mit guten oder auch mit schlechten Gründen – es steht mir nicht zu, das jetzt zu beurteilen – Ihre Argumente vorbringen. (Abg. Scheibner: Danke schön!) Nur: Machen Sie nicht einen Fehler, bitte: Worüber wir hier diskutieren – unter zwei Tagesordnungspunkten schon –, das sind die nach Ansicht der Opposition, und zwar beider Oppositionsparteien, missachteten Kontrollrechte des Parlaments. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) – Das ist doch der Punkt! (Abg. Scheibner: ... Geschäftsordnung!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Es ist durchaus legitim, Herr Abgeordneter Scheibner, dass Sie jetzt eine Geschäftsordnungsdebatte führen wollen. Ich will auch nicht hier antreten, um Sie darin zu belehren, wie die Geschäftsordnung auszulegen ist. Selbstverständlich kann und muss es darüber auch eine Diskussion geben können, und Sie können mit guten oder auch mit schlechten Gründen – es steht mir nicht zu, das jetzt zu beurteilen – Ihre Argumente vorbringen. (Abg. Scheibner: Danke schön!) Nur: Machen Sie nicht einen Fehler, bitte: Worüber wir hier diskutieren – unter zwei Tagesordnungspunkten schon –, das sind die nach Ansicht der Opposition, und zwar beider Oppositionsparteien, missachteten Kontrollrechte des Parlaments. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) – Das ist doch der Punkt! (Abg. Scheibner: ... Geschäftsordnung!)
Abg. Scheibner: ... Geschäftsordnung!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Es ist durchaus legitim, Herr Abgeordneter Scheibner, dass Sie jetzt eine Geschäftsordnungsdebatte führen wollen. Ich will auch nicht hier antreten, um Sie darin zu belehren, wie die Geschäftsordnung auszulegen ist. Selbstverständlich kann und muss es darüber auch eine Diskussion geben können, und Sie können mit guten oder auch mit schlechten Gründen – es steht mir nicht zu, das jetzt zu beurteilen – Ihre Argumente vorbringen. (Abg. Scheibner: Danke schön!) Nur: Machen Sie nicht einen Fehler, bitte: Worüber wir hier diskutieren – unter zwei Tagesordnungspunkten schon –, das sind die nach Ansicht der Opposition, und zwar beider Oppositionsparteien, missachteten Kontrollrechte des Parlaments. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) – Das ist doch der Punkt! (Abg. Scheibner: ... Geschäftsordnung!)
Abg. Mag. Molterer: Die Präsidiale nicht!
Kollege Kogler seine Ausschussführung (Abg. Mag. Molterer: Die Präsidiale nicht!) korrekt ausübt – entgegenhalten, dann sage ich Ihnen Folgendes:
Abg. Silhavy: Das ist ja ungeheuerlich!
Ich war in der letzten Legislaturperiode in einem Untersuchungsausschuss, und ich möchte nicht noch einmal erleben, was ich dort erlebt habe: dass mir nämlich die Vorsitzende des Untersuchungsausschusses unter Berufung auf Kontrollrechte ein zensiertes Dokument gegeben hat – ein Dokument, das dem Untersuchungsausschuss zur Verfügung gestellt wurde, weil eine Auskunftsperson gesagt hat: Ich habe hier Unterlagen!, und daraufhin haben wir gesagt: Ja, die hätten wir auch gerne, die brauchen wir! – Und dann erklärte die Ausschussvorsitzende, da müsse sie erst prüfen, ob sie die Unterlagen der Auskunftsperson, die in diesem Ausschuss ausgesagt hat, vollinhaltlich dem Ausschuss zur Verfügung stellt. (Abg. Silhavy: Das ist ja ungeheuerlich!) Und was haben wir erhalten? – Ein zensiertes Dokument! Ich kann es Ihnen zeigen: oben weiß abgedeckt, unten weiß abgedeckt. – So schaut Ihre Bereitschaft, Kontrolle zu ermöglichen, in der Realität aus! Das ist haarsträubend! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist aber ein anderes Thema! ... die Geschichte vom Rechnungshofausschuss!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist aber ein anderes Thema! ... die Geschichte vom Rechnungshofausschuss!
Ich war in der letzten Legislaturperiode in einem Untersuchungsausschuss, und ich möchte nicht noch einmal erleben, was ich dort erlebt habe: dass mir nämlich die Vorsitzende des Untersuchungsausschusses unter Berufung auf Kontrollrechte ein zensiertes Dokument gegeben hat – ein Dokument, das dem Untersuchungsausschuss zur Verfügung gestellt wurde, weil eine Auskunftsperson gesagt hat: Ich habe hier Unterlagen!, und daraufhin haben wir gesagt: Ja, die hätten wir auch gerne, die brauchen wir! – Und dann erklärte die Ausschussvorsitzende, da müsse sie erst prüfen, ob sie die Unterlagen der Auskunftsperson, die in diesem Ausschuss ausgesagt hat, vollinhaltlich dem Ausschuss zur Verfügung stellt. (Abg. Silhavy: Das ist ja ungeheuerlich!) Und was haben wir erhalten? – Ein zensiertes Dokument! Ich kann es Ihnen zeigen: oben weiß abgedeckt, unten weiß abgedeckt. – So schaut Ihre Bereitschaft, Kontrolle zu ermöglichen, in der Realität aus! Das ist haarsträubend! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist aber ein anderes Thema! ... die Geschichte vom Rechnungshofausschuss!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Silhavy: Das ist ja ungeheuerlich! – Abg. Scheibner – zu dem auf seinen Platz zurückkehrenden Abg. Öllinger –: Aber zu diesem Thema haben Sie nichts gesagt! Es war eine ganz andere Frage!
Abgeordnete in einem frei gewählten Parlament, die in Ausübung ihrer Kontrollrechte zensiert werden sollen – wissen Sie, wie das zu beurteilen ist? – Ich glaube, es spricht für sich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Silhavy: Das ist ja ungeheuerlich! – Abg. Scheibner – zu dem auf seinen Platz zurückkehrenden Abg. Öllinger –: Aber zu diesem Thema haben Sie nichts gesagt! Es war eine ganz andere Frage!)
Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des Abg. Dr. Khol –: Und da reden wir dann groß über den Konvent, Herr Präsident! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Wir kommen zur Abstimmung über den Antrag des Rechnungshofausschusses, den Bericht des Ständigen (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des Abg. Dr. Khol –: Und da reden wir dann groß über den Konvent, Herr Präsident! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) Unterausschusses des Rechnungshofausschusses gemäß § 32e ... (Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten sich schämen! – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) – Ich ersuche um entsprechende Aufmerksamkeit bezüglich der Abstimmung, meine Damen und Herren! (Abg. Neudeck: Das ist Ihre Fraktion, Frau Präsident!)
Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten sich schämen! – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Wir kommen zur Abstimmung über den Antrag des Rechnungshofausschusses, den Bericht des Ständigen (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des Abg. Dr. Khol –: Und da reden wir dann groß über den Konvent, Herr Präsident! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) Unterausschusses des Rechnungshofausschusses gemäß § 32e ... (Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten sich schämen! – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) – Ich ersuche um entsprechende Aufmerksamkeit bezüglich der Abstimmung, meine Damen und Herren! (Abg. Neudeck: Das ist Ihre Fraktion, Frau Präsident!)
Abg. Neudeck: Das ist Ihre Fraktion, Frau Präsident!
Wir kommen zur Abstimmung über den Antrag des Rechnungshofausschusses, den Bericht des Ständigen (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des Abg. Dr. Khol –: Und da reden wir dann groß über den Konvent, Herr Präsident! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) Unterausschusses des Rechnungshofausschusses gemäß § 32e ... (Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten sich schämen! – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) – Ich ersuche um entsprechende Aufmerksamkeit bezüglich der Abstimmung, meine Damen und Herren! (Abg. Neudeck: Das ist Ihre Fraktion, Frau Präsident!)
Beifall bei den Grünen.
Wirklich bezeichnend ist, dass gerade die Interessen der Kürbisbauern – um nur ein Beispiel zu erwähnen – ganz einfach vom Tisch gewischt werden, so, als gäbe es diese Problematik nicht oder als wäre ohnehin alles in Butter. Das wird quasi nach dem Motto behandelt: Warum machen sie sich denn überhaupt die Arbeit, dass sie da Petitionen und Bürgerinitiativen einbringen? Es doch überhaupt nicht notwendig! Wir tun doch ohnehin alles für sie! Sie sollten sich eigentlich nicht aufregen, denn noch besser als jetzt kann es ihnen ohnedies nicht gehen! – Ich denke, das haben sich die Bürgerinitiativen und Petitionen nicht verdient. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.
Auf der anderen Seite, glaube ich, sollte man den Petitionsausschuss auch nicht für irgendwelche Dinge, wo man selbst eigentlich nicht weiß, was man will, missbrauchen. Da hat es nämlich eine Petition gegeben, die Petition Nummer 19 – ich lese Ihnen den Titel vor – „zur Rettung der deutschen Mutter- und Staatssprache“. – So, die haben wir dann da gehabt. Wir haben gesagt: Was sollen wir denn mit dieser Petition tun? – Es hat nicht einmal der Einbringer gewusst, was er damit will. Diese Petition ist dann monatelang im Ausschuss in der Gegend herumgekugelt. Dann haben wir vertagt, vertagt, vertagt, weil nicht einmal der Einbringer gewusst hat, was er will. Am Schluss hat er dann gesagt: Machen wir eine Kenntnisnahme!, und damit war das weg. – Also dazu soll der Petitionsausschuss auch nicht missbraucht werden dürfen, sondern ich denke, wenn man als Abgeordneter eine Petition einbringt, dann soll man wissen, was man einbringt, und dann soll man auch hinter der Sache, die man einbringt, stehen. Man soll sich nicht nur schnell irgendwelchen Emotionen hingeben und Populismus betreiben und dann ohnedies nicht wissen, was weiter geschehen soll. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich ersuche Sie, den Petitionsausschuss ernst zu nehmen, wirklich ernst zu nehmen und niemals zu vergessen: Das sind die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, die sich die Mühe machen, Unterschriften zu sammeln, eine Bürgerinitiative einzubringen – und mit diesem Instrument, das die Bürger an uns herantragen, dürfen wir nicht so schnoddrig umgehen. Das erwarte ich mir ganz einfach. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Abgeordnete Haidlmayr, wenn Sie hier kritisieren, dass wir wenige Stellungnahmen zulassen, dann möchte ich Ihnen sagen, dass wir, glaube ich, schon sehr großzügig sind und uns bemühen, so weit wie möglich die verschiedensten Stellungnahmen von den einzelnen Institutionen zu bekommen, um eben deren Meinung zu hören. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Ich bedanke mich bei diesen Institutionen ganz besonders für die hervorragende Arbeit.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Da meine Redezeit bereits zu Ende geht, möchte ich nur noch sagen, dass wir im Interesse der österreichischen Bürgerinnen und Bürger sehr engagiert im Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen arbeiten, und ich bin davon überzeugt, dass das auch in Zukunft so sein wird. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich finde es jetzt sehr bezeichnend, dass Herr Kollege Freund in diesem Zusammenhang von einer „Großzügigkeit“ gesprochen hat, mit der wir jedem Thema begegnen. Das ist, finde ich, eine sehr sonderbare Wortwahl. Das ist ja unsere Verpflichtung! Wir sind dazu verpflichtet – und haben hier nicht „großzügig“ zu sein wie ein Souverän, der dem Volk etwas genehmigt. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ein Petent hat mir einen langen Brief geschrieben, der mich wirklich sehr betroffen gemacht hat. Darin ist zum Ausdruck gekommen, dass außer einem kurzen Händeschütteln beim Präsidenten des Nationalrates und einem Foto fürs Familienalbum weiter keine Erinnerung übrig geblieben ist als ein schaler Geschmack. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ, den Freiheitlichen und den Grünen.
zurück, und ich möchte mich bei Frau Mag. Blümel, die dafür verantwortlich ist, herzlich bedanken! (Beifall bei der SPÖ, den Freiheitlichen und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie des Abg. Freund.
Einen dritten Schritt möchte ich ebenfalls erwähnen. Es ist jetzt nach Anfangsschwierigkeiten gelungen, wirklich regelmäßig den Volksanwalt/die Volksanwältin in unsere Sitzungen einzubeziehen. Das ist, glaube ich, etwas ganz Zentrales und Wesentliches für unseren Ausschuss und auch für die Initiativen und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. Es ist meiner Meinung nach unser aller Verdienst, und ich möchte mich dafür bei den Mitgliedern des Ausschusses und auch bei der Volksanwaltschaft bedanken. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie des Abg. Freund.)
Beifall bei der SPÖ.
Eine für mich wichtige Petition, weil sie die Demokratisierung betrifft, ist weiters eine Petition, in der es darum geht, dass die Ratifizierung des EU-Vertrages einer Volksabstimmung zugeführt werden sollte. Diese Petition wurde dem Verfassungsausschuss zugewiesen. Ich vertraue darauf, dass man mit entsprechender Sorgfalt darüber diskutieren wird, weil auch das ein Anliegen für mehr Demokratie wäre. Es ist ja hier immer wieder betont worden, dass man direkte Demokratie ernst nehmen möchte und intensivieren will. Dies wäre eine Möglichkeit dazu. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Kollegin Wurm hat zu Recht einige zwar wenige, aber doch wichtige Verbesserung angesprochen, die bisher möglich geworden sind, insbesondere eine bessere Berichtslegung und andererseits auch die Einbindung der Volksanwaltschaft. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Allerdings ist es vollkommen korrekt, was Kollegin Haidlmayr schon angemerkt hat, nämlich dass diese Praxis der Regierungsfraktionen, hier Stellungnahmen zu verhindern, völlig unverständlich ist, wirklich im wahrsten Sinn des Wortes unverständlich, Kollege Grillitsch.
Abg. Grillitsch: Weil es ...! Das ist der Skandal!
Warum kann man nicht von mehreren Stellen jeweils eine Wortmeldung, eine Wortspende bekommen, damit die Diskussionen im Ausschuss auch sachlich interessanter und besser werden, weil die Breite der Problematik ja erst dann verstanden wird? – Von manchen Abgeordneten wird sie wahrscheinlich nie verstanden, da gebe ich Ihnen Recht, das haben wir auch gesehen. (Abg. Grillitsch: Weil es ...! Das ist der Skandal!) Wenn man nicht verstehen will, welche Probleme die Bürgerinnen und Bürger haben, dann kann man eben nichts machen. (Abg. Grillitsch: Wenn jemand behauptet, es gibt keine Skandale, ist das traurig! Da reden wir noch weiter!)
Abg. Grillitsch: Wenn jemand behauptet, es gibt keine Skandale, ist das traurig! Da reden wir noch weiter!
Warum kann man nicht von mehreren Stellen jeweils eine Wortmeldung, eine Wortspende bekommen, damit die Diskussionen im Ausschuss auch sachlich interessanter und besser werden, weil die Breite der Problematik ja erst dann verstanden wird? – Von manchen Abgeordneten wird sie wahrscheinlich nie verstanden, da gebe ich Ihnen Recht, das haben wir auch gesehen. (Abg. Grillitsch: Weil es ...! Das ist der Skandal!) Wenn man nicht verstehen will, welche Probleme die Bürgerinnen und Bürger haben, dann kann man eben nichts machen. (Abg. Grillitsch: Wenn jemand behauptet, es gibt keine Skandale, ist das traurig! Da reden wir noch weiter!)
Abg. Grillitsch: Das ist traurig!
Aber wir haben gesehen, dass sehr viele Themen bei weitem nicht in der Dichte und Intensität, Kollege Grillitsch (Abg. Grillitsch: Das ist traurig!), auch nicht über Stellungnahmen behandelt worden sind, wie es notwendig gewesen wäre. Das einzig Positive, muss ich sagen, ist, dass sich Kollegin Wurm als Vorsitzende immer extrem bemüht, dass es hier zu einem guten Ergebnis kommt. – Sie aber verhindern es, und das ist das Problem. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Aber wir haben gesehen, dass sehr viele Themen bei weitem nicht in der Dichte und Intensität, Kollege Grillitsch (Abg. Grillitsch: Das ist traurig!), auch nicht über Stellungnahmen behandelt worden sind, wie es notwendig gewesen wäre. Das einzig Positive, muss ich sagen, ist, dass sich Kollegin Wurm als Vorsitzende immer extrem bemüht, dass es hier zu einem guten Ergebnis kommt. – Sie aber verhindern es, und das ist das Problem. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Auch nicht ...! – Gegenruf des Abg. Dr. Puswald.
Ich werde Ihnen am konkreten Beispiel der schon erwähnten Kürbisbäuerinnen- und ‑bauern-Petition einmal erläutern, wie das ausschaut. Herr Kollege Grillitsch, Sie sind ja Steirer, Sie hätten da etwas tun können; Sie haben es nicht getan. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Auch nicht ...! – Gegenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Wir haben diese Petition im Mai 2004 eingebracht, meine Damen und Herren, und es hat einen gemeinsamen Fototermin mit Präsidenten Khol gegeben. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Es bestand bei der Übergabe ein gutes Gesprächsklima, die Bäuerinnen und Bauern waren motiviert, dass hier auch irgendwie ernst genommen wird, was sie als Spezialisten vorzubringen haben, als innovative Betriebe, welche Spezialprodukte erzeugen und plötzlich über eine Agrarreform massiv benachteiligt werden.
Abg. Grillitsch: Sie sind nicht informiert!
Sie sagen, es ist erledigt worden, Kollege Grillitsch. Was ist passiert? – Ich sage Ihnen, was passiert ist. (Abg. Grillitsch: Sie sind nicht informiert!) Durch den Druck dieser Petition ist es zu einer kleinen Anpassung gekommen. Aber diese Anpassung schaut in der konkreten Umsetzung so aus, dass wieder nur jene Bäuerinnen und Bauern berücksichtigt werden, die auf mehr als einem Viertel ihrer Produktionsfläche Kürbis anbauen. (Abg. Grillitsch: Genau!) Das ist aber in der Realität die Minderheit, Kollege Grillitsch, eine Minderheit von Bäuerinnen und Bauern (Abg. Grillitsch: Und die restlichen ...!), wieder die besonders intensiv wirtschaftenden Betriebe. Und die vielen
Abg. Grillitsch: Genau!
Sie sagen, es ist erledigt worden, Kollege Grillitsch. Was ist passiert? – Ich sage Ihnen, was passiert ist. (Abg. Grillitsch: Sie sind nicht informiert!) Durch den Druck dieser Petition ist es zu einer kleinen Anpassung gekommen. Aber diese Anpassung schaut in der konkreten Umsetzung so aus, dass wieder nur jene Bäuerinnen und Bauern berücksichtigt werden, die auf mehr als einem Viertel ihrer Produktionsfläche Kürbis anbauen. (Abg. Grillitsch: Genau!) Das ist aber in der Realität die Minderheit, Kollege Grillitsch, eine Minderheit von Bäuerinnen und Bauern (Abg. Grillitsch: Und die restlichen ...!), wieder die besonders intensiv wirtschaftenden Betriebe. Und die vielen
Abg. Grillitsch: Und die restlichen ...!
Sie sagen, es ist erledigt worden, Kollege Grillitsch. Was ist passiert? – Ich sage Ihnen, was passiert ist. (Abg. Grillitsch: Sie sind nicht informiert!) Durch den Druck dieser Petition ist es zu einer kleinen Anpassung gekommen. Aber diese Anpassung schaut in der konkreten Umsetzung so aus, dass wieder nur jene Bäuerinnen und Bauern berücksichtigt werden, die auf mehr als einem Viertel ihrer Produktionsfläche Kürbis anbauen. (Abg. Grillitsch: Genau!) Das ist aber in der Realität die Minderheit, Kollege Grillitsch, eine Minderheit von Bäuerinnen und Bauern (Abg. Grillitsch: Und die restlichen ...!), wieder die besonders intensiv wirtschaftenden Betriebe. Und die vielen
Abg. Grillitsch: ... macht ein Vielfaches aus!
kleinen steirischen Kürbisbäuerinnen und Kürbisbauern, Tausende Betriebe haben Sie links liegen gelassen! (Abg. Grillitsch: ... macht ein Vielfaches aus!) Sie sind auf Seiten der Regierung nicht einmal fähig, dass Sie diesen Menschen eine ordentliche Antwort geben, und das halte ich für unglaublich! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Das wissen Sie wahrscheinlich auch wieder nicht!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Das wissen Sie wahrscheinlich auch wieder nicht!
kleinen steirischen Kürbisbäuerinnen und Kürbisbauern, Tausende Betriebe haben Sie links liegen gelassen! (Abg. Grillitsch: ... macht ein Vielfaches aus!) Sie sind auf Seiten der Regierung nicht einmal fähig, dass Sie diesen Menschen eine ordentliche Antwort geben, und das halte ich für unglaublich! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Das wissen Sie wahrscheinlich auch wieder nicht!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Reden Sie nicht so viel dazwischen! Melden Sie sich zu Wort und erklären Sie das einmal, Kollege Grillitsch! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Immer nur hier von der Bank heraus zu „kläffen“, das ist einfach zu wenig. Arbeiten Sie ordentlich und kämpfen Sie für die Interessen der Betroffenen, das wäre besser! (Abg. Grillitsch: Sicher!)
Abg. Grillitsch: Sicher!
Reden Sie nicht so viel dazwischen! Melden Sie sich zu Wort und erklären Sie das einmal, Kollege Grillitsch! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Immer nur hier von der Bank heraus zu „kläffen“, das ist einfach zu wenig. Arbeiten Sie ordentlich und kämpfen Sie für die Interessen der Betroffenen, das wäre besser! (Abg. Grillitsch: Sicher!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Dafür würde ich eintreten, dass sie dann auch die Stellungnahmen, die eingelangt sind, übermittelt bekommen. Dann sehen sie, wie die jetzige Regierung, wie Sie von ÖVP und FPÖ, mit den Bürgerinnen und Bürgern in diesem Land wirklich umgehen. Das ist einfach unzumutbar und nicht akzeptabel, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Wie stehen Sie dazu?
Man kann zu der Petition stehen, wie immer man will, aber ich sage: Es ist das ein Protest gegen die immer stärkere Verwendung von Anglizismen. (Abg. Öllinger: Wie stehen Sie dazu?) Es geht das Kulturgut der deutschen Sprache allmählich verloren. Wenn man Frankreich mit dem Institut Francais hernimmt, wo es durchaus Tradition hat, die französische Sprache zu pflegen, dann sollten wir uns in Österreich zumindest darüber Gedanken machen (Abg. Dr. Puswald: Reden Sie mit Ihrem Kollegen Grasser, dass er mit uns deutsch redet!): Wie können wir unsere österreichische Sprache weiterhin pflegen?
Abg. Dr. Puswald: Reden Sie mit Ihrem Kollegen Grasser, dass er mit uns deutsch redet!
Man kann zu der Petition stehen, wie immer man will, aber ich sage: Es ist das ein Protest gegen die immer stärkere Verwendung von Anglizismen. (Abg. Öllinger: Wie stehen Sie dazu?) Es geht das Kulturgut der deutschen Sprache allmählich verloren. Wenn man Frankreich mit dem Institut Francais hernimmt, wo es durchaus Tradition hat, die französische Sprache zu pflegen, dann sollten wir uns in Österreich zumindest darüber Gedanken machen (Abg. Dr. Puswald: Reden Sie mit Ihrem Kollegen Grasser, dass er mit uns deutsch redet!): Wie können wir unsere österreichische Sprache weiterhin pflegen?
Abg. Öllinger: „Cooler“!
Wir sehen dies auch im Zusammenhang damit, dass wir heute die Schuldiskussion geführt haben, und ich verbinde das durchaus auch mit der Sprachbereitschaft der Jugendlichen, dass bereits vieles in Anglizismen abgekürzt wird und unsere historisch gewachsene Sprache vielfach nicht mehr angewendet wird, sondern einfach die verkürzte Fassung in Englisch. Es klingt teilweise „cooler“, es ist teilweise leichter. (Abg. Öllinger: „Cooler“!) Aber wir haben die Verantwortung, durchaus auch auf unsere Sprache zu schauen und unsere Sprache weiterhin zu pflegen (Abg. Mandak: ... „cooler“!), ohne das eine dem anderen quasi entgegenzusetzen.
Abg. Mandak: ... „cooler“!
Wir sehen dies auch im Zusammenhang damit, dass wir heute die Schuldiskussion geführt haben, und ich verbinde das durchaus auch mit der Sprachbereitschaft der Jugendlichen, dass bereits vieles in Anglizismen abgekürzt wird und unsere historisch gewachsene Sprache vielfach nicht mehr angewendet wird, sondern einfach die verkürzte Fassung in Englisch. Es klingt teilweise „cooler“, es ist teilweise leichter. (Abg. Öllinger: „Cooler“!) Aber wir haben die Verantwortung, durchaus auch auf unsere Sprache zu schauen und unsere Sprache weiterhin zu pflegen (Abg. Mandak: ... „cooler“!), ohne das eine dem anderen quasi entgegenzusetzen.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Eine zweite Petition, auf die ich kurz eingehen möchte, weil sie mir wichtig ist, ist die Petition „Helft den Helfern“. Es geht darum, ein Berufsausbildungsgesetz, ein Lehrausbildungsgesetz für die mehr als 2 000 im Feuerwehrdienst befindlichen Berufsfeuerwehren zu schaffen. Da war sich – das ist auch schön – der Petitionsausschuss einig, dass das dem Wirtschaftsausschuss zugewiesen wird und dass dieser Prozess weiter in Gang bleibt. Wir wissen, dass sich Landeshauptmann Dr. Haider dieser Sache annehmen wird, auch bei der Landeshauptleutekonferenz. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Die Stellungnahme von Wien ist leider negativ, möchte ich dazu sagen; Wien will in diesem Punkt keine Kompetenzverschiebung, was wir sehr bedauern.
Abg. Öllinger: Das haben sie nicht verdient, die Feuerwehren, dass sie mit Haider ...!
Aber ich weiß, dass durchaus Bewegung in diese Problematik kommt. (Abg. Öllinger: Das haben sie nicht verdient, die Feuerwehren, dass sie mit Haider ...!) Ich bin guter Dinge, dass wir – das ist auch unsere Aufgabe im Petitionsausschuss – hartnäckig an dieser Sache dranbleiben und uns, wenn sie im Wirtschaftsausschuss behandelt wird, wie immer es dort ausgeht, mit der Behandlung allein wahrscheinlich nicht zufrieden geben werden. Aber ich weiß auch, dass Abgeordneter Keck vom Petitionsausschuss damit beauftragt wurde. Ich glaube, er ist da sehr engagiert, und ich bin guter Dinge, dass uns das gelingen wird. – Danke sehr. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Aber ich weiß, dass durchaus Bewegung in diese Problematik kommt. (Abg. Öllinger: Das haben sie nicht verdient, die Feuerwehren, dass sie mit Haider ...!) Ich bin guter Dinge, dass wir – das ist auch unsere Aufgabe im Petitionsausschuss – hartnäckig an dieser Sache dranbleiben und uns, wenn sie im Wirtschaftsausschuss behandelt wird, wie immer es dort ausgeht, mit der Behandlung allein wahrscheinlich nicht zufrieden geben werden. Aber ich weiß auch, dass Abgeordneter Keck vom Petitionsausschuss damit beauftragt wurde. Ich glaube, er ist da sehr engagiert, und ich bin guter Dinge, dass uns das gelingen wird. – Danke sehr. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dieses Projekt, geschätzte Damen und Herren, ist ein wesentlicher Bestandteil eines großräumigen Ausbaukonzeptes des hochrangigen Straßennetzes im Osten Niederösterreichs, welches im Wesentlichen einen großen Entlastungsring zwischen dem niederösterreichischen Zentralraum und dem Wiener Umland zum Ziel hat. Wir freuen uns selbstverständlich, wenn die Verfahren positiv abgeschlossen werden, damit dem Bau dieser wichtigen Verkehrsanbindung nichts mehr im Wege steht. Aus derzeitiger Sicht wird demnächst mit dem Bau begonnen. Im Jahre 2008 soll die Brücke dann fertig gestellt sein. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Leider, sehr geehrte Damen und Herren, Hohes Haus, musste ich mit Bestürzung zur Kenntnis nehmen, dass die Regierungsparteien dieser Petitionen durch Kenntnisnahme im Ausschuss ein sprichwörtliches „Staatsbegräbnis erster Klasse“ bereitet haben. Nicht einmal eine Stellungnahme des Umweltministers war zu bekommen, was besonders traurig ist. Sie werden es mir vielleicht nicht glauben, aber ich sage es Ihnen trotzdem: Sie haben der Windkraft, den Windkraftprojektbetreibern und der betroffenen Bevölkerung damit einen Bärendienst erwiesen, sehr geehrte Damen und Herren von der Regierungskoalition! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Wieso? Kürbiskernöl ist eben grün!
Ich möchte auch davor warnen, Bürgerinitiativen politisch zu vereinnahmen. Wenn zum Beispiel aus der Initiative der Kürbisbauern in der Steiermark, wie dies Frau Haidlmayr hier heute gesagt hat, auf einmal eine Initiative der Grünen wird, halte ich das nicht für wirklich klug. (Abg. Öllinger: Wieso? Kürbiskernöl ist eben grün!) Die Kürbisbauern werden sich dafür „bedanken“, dass sie auf einmal politisch vereinnahmt werden.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Insgesamt halte ich den Petitionsausschuss für sehr wichtig, weil wir aus den Gemeinden und vor allem von Bürgerinnen und Bürgern unmittelbares Feedback bekommen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir wollten im Ausschuss – jetzt abschließend noch – Stellungnahmen erhalten. Wir wollten eine Stellungnahme des Bildungsministeriums, wir wollten Stellungnahmen der Landesschulratspräsidenten, wir wollten Stellungnahmen der Verbindungsstelle der Bundesländer und des Finanzministeriums. – Leider ist das abgelehnt worden. Die Behandlung der Bürgerinitiative ist jetzt dem Unterrichtsausschuss zugewiesen und wir können nur, allerdings eben ohne diese Stellungnahmen, weiterdiskutieren – und, so hoffe ich, auch im Sinne aller, nämlich vor allem der Kinder Österreichs jetzt auch einiges umsetzen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Öllinger: Heißt das wirklich so? Das ist ja schon gefährlich! „Staatssprache“! Was soll denn das heißen?
Abgeordnete Anna Franz (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren! Ich beziehe mich in meinen Ausführungen auf die Petition und die Bürgerinitiative zur Rettung unserer deutschen Mutter- und österreichischen Staatssprache. (Abg. Öllinger: Heißt das wirklich so? Das ist ja schon gefährlich! „Staatssprache“! Was soll denn das heißen?) Frau Kollegin Rossmann hat schon darüber gesprochen, allerdings sehe ich diese Problematik weniger dramatisch.
Beifall bei der ÖVP.
War es früher das Französische, so stellen wir heute fest, dass der Einfluss des Englischen immer stärker wird und dass besonders bei jungen Menschen viele englische Vokabel Eingang in ihren täglichen Sprachgebrauch gefunden haben. Die modernen Kommunikationsmittel, die es erlauben, mit der ganzen Welt in Kontakt zu sein, fördern ganz klar diesen Einfluss des Englischen, jener Sprache also, die weltweit von den meisten gesprochen wird. Zudem ist es auch die Computersprache, die eine Vielzahl von Fachausdrücken aus dem Englischen beinhaltet, so wie auch die Wirtschaft mittlerweile viele englische Fachausdrücke kennt, so zum Beispiel Outsourcing, Global Player und dergleichen. Auch die Werbebranche wirbt verstärkt mit englischen Vokabeln. Wer geht denn heute noch auf eine Veranstaltung? Es sind „Parties“ und „Events“, die angesagt sind und in den passenden „Locations“ abgehalten werden. Seien wir also weniger aufgeregt. Don’t worry – be happy! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Robert Rada (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Sehr geschätzte Zuhörer, die die Debatte um diese Zeit noch verfolgen! Ich begrüße ganz herzlich meinen ehemaligen Lehrer. Herzlich willkommen hier im Hohen Haus! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Öllinger: Da muss man jetzt aber „Bittschrift“ sagen!
Ich bedanke mich bei der Volksanwaltschaft im Namen meiner Mitbürgerinnen und Mitbürger, für die ich diese Petition eingebracht habe. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Öllinger: Da muss man jetzt aber „Bittschrift“ sagen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir werden uns also noch weiter damit beschäftigen müssen. Im Vorfeld und bei den ersten Behandlungen gab es ja auch Auffassungsunterschiede, ob das jetzt rein das Berufsbild betrifft oder eine Berufsausbildung. Diese sind zwar inzwischen aus der Welt geräumt, aber wir werden uns weiter damit beschäftigen müssen. Ich denke, dass mit der Pensionsharmonisierung, mit dem neuen Zugang zur Invaliditätspension doch gewisse Grundsätze geschaffen wurden. Man muss auch bedenken, dass Berufsfeuerwehrleute ja keine ungelernten Hilfskräfte sind, sondern bereits eine Berufsausbildung in anderen Bereichen, etwa im Handwerksbereich oder eine Matura gemacht haben. Das heißt, man muss eine Balance finden – und wir werden uns sicherlich weiter damit beschäftigen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Petition spiegelt die große Verunsicherung bei der Exekutive und vor allem auch die Auswirkungen speziell in ländlichen Regionen wider. Meine Damen und Herren! Vor allem aber ist das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung, so wie es in dieser Petition zum Ausdruck gebracht worden ist, ernst zu nehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch kurz einen Regierungsantrag erwähnen, nämlich eine Artikel-15a-Vereinbarung über die Harmonisierung bautechnischer Vorschriften: Damit wird festgelegt, dass bestimmte öffentliche Gebäude barrierefrei geplant und ausgeführt sein müssen, damit die für Besucher bestimmten Teile vor allem auch für Kinder, ältere Personen und Personen mit Behinderung gefahrlos und tunlichst ohne fremde Hilfe zugänglich sind. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall der Abg. Mag. Trunk.
Heute wie damals diskutieren wir ein Papier, das offenbar dokumentiert, dass wir uns mit den Anliegen und unmittelbaren Sorgen und Problemen von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes auseinander gesetzt haben. Es handelt sich dabei um 20 Anliegen, deren Themen uns von den Vereinen, Nachbarschaftshilfen oder Bürgerinitiativen vor Augen geführt werden. Die Inhalte dieser Themen haben in vielen Fällen nicht den geringsten parteipolitischen Hintergrund, sind aber oftmals für die Betroffenen sehr, sehr dringlich, und es läge an uns, meine Damen und Herren, diese Anliegen in einer würdigen und anspruchsvollen Art und Weise zu bearbeiten. Ich denke dabei an einen qualitätvollen und parteipolitisch unbefangenen Umgang und an ein Herangehen, das problemorientiert und nicht politisch-taktisch ist. (Beifall der Abg. Mag. Trunk.)
Beifall bei der SPÖ.
sind? Glauben Sie wirklich, dass Ihr Verhalten das ist, was diese Menschen als seriös und ernsthaft empfinden? – Meine Damen und Herren! Ich glaube es nicht, und die betroffenen Menschen glauben es auch nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Freund: Es war einstimmig!
Abgeordneter Mag. Dr. Alfred Brader (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Keck, ich möchte Ihnen doch in Erinnerung rufen, dass, während diese Petition eingebracht wurde, die laufenden Verhandlungen zur Pensionsreform stattfanden und dass die Vertagungen und die Kenntnisnahme einstimmig erfolgt sind. Ich glaube, Sie brauchen hier nicht Kritik üben, wenn der Sachverhalt ein anderer war! (Abg. Freund: Es war einstimmig!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Zuweisung dieser Petition an den Verfassungsausschuss ist durchaus begrüßenswert, und ich hoffe sehr, dass wir hier oder über diesen Weg zu einer raschen Lösung im Sinne der hörbehinderten Menschen kommen werden. Ich glaube auch, dass diese Vorgangsweise die Unterstützung aller hier im Hause vertretenen Parteien finden wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Der im Raum stehende Verlust zahlreicher Postämter wird zu einer weiteren Ausdünnung der Versorgung vor allem in ländlichen Regionen führen. Weniger Nahversorgung und weniger Dienstleistung zur Erfüllung des täglichen Bedarfs im ländlichen Raum bedeutet für die Bevölkerung nicht nur längere Wege, sondern auch einen deutlichen Verlust an Lebensqualität, an Identität und Heimat. Diese Politik der Ausdünnung zerstört zunehmend Einrichtungen, die einen wesentlichen Teil der Infrastruktur für alle Menschen, vor allem aber für ältere Menschen im ländlichen Raum darstellen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Keck: Vertagt!
Abgeordnete Notburga Schiefermair (ÖVP): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Kollege Keck hat in seiner Stellungnahme behauptet, dass Anliegen der Bürger über ein Jahr im Parlament liegen bleiben. – Wir haben uns das jetzt angesehen: Die Bürgerinitiative betreffend Pensionsreform öffentlicher Dienst wurde am 22. Mai 2003, am 9. Juli 2003, am 4. November 2003, am 10. März 2004, am 29. Juni 2004 und am 15. Dezember 2004 behandelt. (Abg. Keck: Vertagt!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Behandlung knallharter facts, die zum Beispiel im Budgetausschuss, Hauptausschuss oder Finanzausschuss zu rechtlichen und finanziellen Regelungen führt, mag ein wichtiger Teil unserer Arbeit sein, ein anderer, aber ebenso wichtiger Auftrag ist für mich jedoch auch die politische Umsetzung der Sorgen und Wünsche unserer Bürgerinnen und Bürger. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Richtig ist: Die SPÖ hat diesen fünf Vertagungen nicht zugestimmt, sondern bei der letzten Behandlung am 15. Dezember 2004 der Kenntnisnahme zugestimmt, während das Pensionsharmonisierungsgesetz schon beschlossen war. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das steht in der Bundesverfassung!
Sie haben positiv zu einer Petition Stellung genommen, die da heißt : „Zur Rettung der deutschen Mutter-“ – und jetzt kommt es! – und österreichischen Staatssprache“. – Ich bin nicht im Besitz der österreichischen Staatssprache. Ich spreche eine Muttersprache, und es ist egal, ob Sie diese jetzt als deutsch oder österreichisch bezeichnen wollen: Der Begriff „österreichische Staatssprache“ ist jedenfalls ein ideologischer Begriff. Das muss uns klar sein! (Abg. Scheibner: Das steht in der Bundesverfassung!)
Beifall bei den Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn dann in diversen Ausführungen vor den Anglizismen und vor den Fremdwörtern gewarnt wird: Damit kann man sich ernsthaft auseinander setzen. – Punkt eins: Es geht uns dabei nicht nur um die englische Sprache. Wir haben auch Fremdwörter aus anderen Sprache, zum Beispiel den Begriff „Petition“. Das ist ein klassisches Fremdwort aus der lateinischen Sprache. Es würde aber niemandem hier einfallen zu sagen: Wir müssen das jetzt in „Bittschrift“ umbenennen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
manchmal „Links“ an, egal welche. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Ich will mich jetzt nicht darüber auslassen, was Sie anklicken. Der Punkt ist: In der Vorstellung der Menschen, die hinter dieser Petition stehen, soll „E-Mail“ dann „Netzpost“, die „Homepage“ soll „Heimatseite“, und der Link soll – was manchen vielleicht entgegen kommt – „Verweis“ heißen.
Beifall bei den Grünen.
Trotzdem: Ich gebe sehr wohl denjenigen Recht – aber das sind nicht unbedingt diejenigen, welche die Petition verfasst haben –, die da meinen, dass man bei der Verwendung von fremdsprachlichen Begriffen auch aufpassen muss, damit alle mitkönnen und wir uns verständigen können. Frau Kollegin Franz, ich weiß, dass Sie es sicherlich nicht so gemeint haben. Dennoch sollte gerade im Gedankenjahr 2005 niemand kommen und von einer „österreichischen Staatssprache“ reden. Die gibt es nämlich wirklich nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
will. Ich hoffe daher, dass Sie die Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen, und zwar auch in der restlichen Amtszeit, die Sie noch haben, obwohl sehr viele Schäden, die Sie anrichten, leider irreversibel sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Ja, Amtssprache! – Abg. Mandak: Amtssprache! Es ist ein Unterschied, ob Amtssprache oder Staatssprache!
Abgeordneter Konrad Steindl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Kollege Öllinger, zu Ihren Ausführungen von vorhin bezüglich Amtssprache Deutsch: Es steht tatsächlich im Artikel 8 der Bundesverfassung, dass die österreichische Amtssprache Deutsch ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Ja, Amtssprache! – Abg. Mandak: Amtssprache! Es ist ein Unterschied, ob Amtssprache oder Staatssprache!) Darüber hinaus halte ich von diesen ganzen Wortklaubereien ja ohnehin nichts. (Abg. Mag. Kogler: Das macht ja das alles nur noch schlimmer! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: Das macht ja das alles nur noch schlimmer! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Abgeordneter Konrad Steindl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Kollege Öllinger, zu Ihren Ausführungen von vorhin bezüglich Amtssprache Deutsch: Es steht tatsächlich im Artikel 8 der Bundesverfassung, dass die österreichische Amtssprache Deutsch ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Ja, Amtssprache! – Abg. Mandak: Amtssprache! Es ist ein Unterschied, ob Amtssprache oder Staatssprache!) Darüber hinaus halte ich von diesen ganzen Wortklaubereien ja ohnehin nichts. (Abg. Mag. Kogler: Das macht ja das alles nur noch schlimmer! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und des Abg. Scheibner.
Ich glaube, dass bei der ohnehin schwierigen wirtschaftlichen Situation im Bezirk Lungau eine Schließung dieser Kaserne sicherlich schwer zu verkraften wäre. Ich appelliere daher an die Verantwortlichen, diesen Kasernenstandort noch möglichst lange zu sichern. – Ich danke. (Beifall bei der ÖVP und des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In diesem Zusammenhang möchte ich die Kritik des Kollegen Rada, die er hier geäußert hat, dass die Regierungsbank nicht voll besetzt ist, aufs Schärfste zurückweisen, denn, meine sehr verehrten Damen und Herren, diese Regierung hat alle Petitionen, die zugewiesen wurden, in den einzelnen Ressorts sehr, sehr ernst genommen, behandelt und Lösungen zugeführt. Gerade am Beispiel der Kritik des Kollegen Keck hat sich gezeigt, dass auch in der Frage Pensionsreform nicht nur geredet und behandelt wurde, sondern dass von dieser Regierung auch eine umfassende Pensionssicherungsreform in einer beachtenswerten Qualität vorgelegt wurde. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich plädiere daher für bessere Rahmenbedingungen für die Postpartner und finde es sehr begrüßenswert, dass bereits an eine Verlängerung des Verhandlungszeitraumes gedacht wurde und hier nach wirklichen Lösungen gesucht wird, ohne jetzt gleich mit Drohgebärden bezüglich Überarbeitung und Verschärfung der Universaldienstverordnung und Ähnlichem zu agieren, weil wir uns hier den Anliegen der Menschen zur Aufrechterhaltung der Versorgung stellen, vor allem aber, weil diese Anliegen der Post in den Gemeinden auch die vehementen Anliegen der Bürgermeisterkollegen sind. Insofern handelt es sich um eine Bürgermeisterpetition, und ich ersuche, das entsprechend ernst zu nehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es ist also sozusagen ein Gebot der Stunde, die Stellungnahme des Innenministeriums nicht zur Kenntnis zu nehmen und eine Behandlung dieser Petition im Ausschuss anzustreben, damit diese Petition, die die Besorgnisse der Bevölkerung widerspiegelt, dort tatsächlich auch behandelt wird, ja behandelt werden muss. Wie ich meine, sind wir das der St. Georgener Bevölkerung auch schuldig. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was hat er gemacht, der junge Finanzminister? – Erhöht hat er den Schuldenstand. Und was hat er hier erzählt? – Wir vermindern den Schuldenstand. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sind Dinge, die Sie, wenn Sie objektiv sind, zur Kenntnis nehmen müssen. Es war Propaganda, es bleibt Propaganda, und in Wirklichkeit haben Sie in Ihrem Bundesbereich neue Schulden gemacht. Hören Sie daher mit dieser fast schon, möchte ich sagen, leierhaften Form der Aussagen auf. Die Wahrheit spricht gegen Sie. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Soll ich die Bemerkung so deuten, dass Sie Zweifel an den Zahlen des Rechnungshofes haben und am Bericht, den der
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Was hat er gemacht, der junge Finanzminister? – Erhöht hat er den Schuldenstand. Und was hat er hier erzählt? – Wir vermindern den Schuldenstand. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sind Dinge, die Sie, wenn Sie objektiv sind, zur Kenntnis nehmen müssen. Es war Propaganda, es bleibt Propaganda, und in Wirklichkeit haben Sie in Ihrem Bundesbereich neue Schulden gemacht. Hören Sie daher mit dieser fast schon, möchte ich sagen, leierhaften Form der Aussagen auf. Die Wahrheit spricht gegen Sie. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Soll ich die Bemerkung so deuten, dass Sie Zweifel an den Zahlen des Rechnungshofes haben und am Bericht, den der
Abg. Neudeck: An Ihrer Interpretation!
Präsident Moser unterschrieben hat? (Abg. Neudeck: An Ihrer Interpretation!) Nein, ich habe nur Ihre Zahlen. (Abg. Neudeck: Zweifel an Ihrer Interpretation!) Ach so, Ihre Lesefähigkeit ist es, Herr Kollege Neudeck. Das kann sein, dass das ein Problem ist.
Abg. Neudeck: Zweifel an Ihrer Interpretation!
Präsident Moser unterschrieben hat? (Abg. Neudeck: An Ihrer Interpretation!) Nein, ich habe nur Ihre Zahlen. (Abg. Neudeck: Zweifel an Ihrer Interpretation!) Ach so, Ihre Lesefähigkeit ist es, Herr Kollege Neudeck. Das kann sein, dass das ein Problem ist.
Abg. Neudeck: Sie halten es ja verkehrt!
Für solche Fälle, wo Probleme mit dem Rechnen und dem Lesen gegeben sind – über die PISA-Studie haben wir heute schon diskutiert –, gibt es für diese Zwecke auch Grafiken hier drinnen, Herr Kollege Neudeck. Sehr praktisch. Gleich auf Seite 32 sehen Sie nämlich, dass diese Bundesregierung ... (Abg. Neudeck: Sie halten es ja verkehrt!) – Nein, nein, nein! Das ist schon richtig. (Abg. Bucher: Sie sollten das Buch umdrehen!) Sie wollen es nicht sehen, dass diese Regierung jene ist, die das Defizit seit dem Jahr 2001 laufend erhöht. Die Kurve endet hier beim Jahr 2003 – Herr Kollege Neudeck, das ist für Sie interessant – bei 1,1 Prozent des BIP. Aber schon das Budget, das Sie im Herbst mitbeschlossen haben, steht bei 1,9 Prozent, und darin ist ein Bundesdefizit von mindestens 2,6 Prozent enthalten. (Abg. Bucher: Sie vermischen Äpfel mit Birnen!) Sie sind eine Defizitmacher- und – ich bleibe bei Ihrer Diktion – Schuldenmacherregierung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Sie sollten das Buch umdrehen!
Für solche Fälle, wo Probleme mit dem Rechnen und dem Lesen gegeben sind – über die PISA-Studie haben wir heute schon diskutiert –, gibt es für diese Zwecke auch Grafiken hier drinnen, Herr Kollege Neudeck. Sehr praktisch. Gleich auf Seite 32 sehen Sie nämlich, dass diese Bundesregierung ... (Abg. Neudeck: Sie halten es ja verkehrt!) – Nein, nein, nein! Das ist schon richtig. (Abg. Bucher: Sie sollten das Buch umdrehen!) Sie wollen es nicht sehen, dass diese Regierung jene ist, die das Defizit seit dem Jahr 2001 laufend erhöht. Die Kurve endet hier beim Jahr 2003 – Herr Kollege Neudeck, das ist für Sie interessant – bei 1,1 Prozent des BIP. Aber schon das Budget, das Sie im Herbst mitbeschlossen haben, steht bei 1,9 Prozent, und darin ist ein Bundesdefizit von mindestens 2,6 Prozent enthalten. (Abg. Bucher: Sie vermischen Äpfel mit Birnen!) Sie sind eine Defizitmacher- und – ich bleibe bei Ihrer Diktion – Schuldenmacherregierung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Sie vermischen Äpfel mit Birnen!
Für solche Fälle, wo Probleme mit dem Rechnen und dem Lesen gegeben sind – über die PISA-Studie haben wir heute schon diskutiert –, gibt es für diese Zwecke auch Grafiken hier drinnen, Herr Kollege Neudeck. Sehr praktisch. Gleich auf Seite 32 sehen Sie nämlich, dass diese Bundesregierung ... (Abg. Neudeck: Sie halten es ja verkehrt!) – Nein, nein, nein! Das ist schon richtig. (Abg. Bucher: Sie sollten das Buch umdrehen!) Sie wollen es nicht sehen, dass diese Regierung jene ist, die das Defizit seit dem Jahr 2001 laufend erhöht. Die Kurve endet hier beim Jahr 2003 – Herr Kollege Neudeck, das ist für Sie interessant – bei 1,1 Prozent des BIP. Aber schon das Budget, das Sie im Herbst mitbeschlossen haben, steht bei 1,9 Prozent, und darin ist ein Bundesdefizit von mindestens 2,6 Prozent enthalten. (Abg. Bucher: Sie vermischen Äpfel mit Birnen!) Sie sind eine Defizitmacher- und – ich bleibe bei Ihrer Diktion – Schuldenmacherregierung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Für solche Fälle, wo Probleme mit dem Rechnen und dem Lesen gegeben sind – über die PISA-Studie haben wir heute schon diskutiert –, gibt es für diese Zwecke auch Grafiken hier drinnen, Herr Kollege Neudeck. Sehr praktisch. Gleich auf Seite 32 sehen Sie nämlich, dass diese Bundesregierung ... (Abg. Neudeck: Sie halten es ja verkehrt!) – Nein, nein, nein! Das ist schon richtig. (Abg. Bucher: Sie sollten das Buch umdrehen!) Sie wollen es nicht sehen, dass diese Regierung jene ist, die das Defizit seit dem Jahr 2001 laufend erhöht. Die Kurve endet hier beim Jahr 2003 – Herr Kollege Neudeck, das ist für Sie interessant – bei 1,1 Prozent des BIP. Aber schon das Budget, das Sie im Herbst mitbeschlossen haben, steht bei 1,9 Prozent, und darin ist ein Bundesdefizit von mindestens 2,6 Prozent enthalten. (Abg. Bucher: Sie vermischen Äpfel mit Birnen!) Sie sind eine Defizitmacher- und – ich bleibe bei Ihrer Diktion – Schuldenmacherregierung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich sage mit aller Deutlichkeit, meine Damen und Herren: Dieses Land kann sich keinen Minister leisten, gegen den es eine rechtskräftige Anklage gibt, und auch keinen, von dem bereits die zweite Instanz festgestellt hat, dass er als Verdächtiger einzuvernehmen ist. So eine Person hat der Bundeskanzler dem Präsidenten zur Entlassung vorzuschlagen und einen besseren Vorschlag zu machen. Suchen Sie einmal bei der ÖVP! Vielleicht finden Sie einen besseren Finanzminister. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Mag. Trunk: Das aber sehr zu Recht!
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Herr Präsident des Rechnungshofes! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich habe erwartet, dass der Herr Kollege Matznetter im tiefem Brustton seiner rhetorischen Möglichkeiten hier herausgeht und versucht, den Finanzminister anzuschwärzen und dann auch noch die Budgetzahlen in Zweifel zu ziehen. (Abg. Mag. Trunk: Das aber sehr zu Recht!)
Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Herr Kollege Matznetter, es wäre günstig, Sie würden sich Ihre Prognosen – übrigens falsch wie das meiste – ein wenig durchlesen, dann würden Sie heute hier herausgehen und dem Herrn Staatssekretär sagen: Danke, es war ein erfolgreiches Budgetjahr 2003. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Und was ist mit dem Wachstum?
Meine Damen und Herren! Tatsache ist, dass das Ergebnis um 0,2 Prozent besser ist als prognostiziert. Natürlich gemeinsam – man auch dazusagen, dass Länder und Gemeinden dementsprechend beigetragen haben. (Abg. Mag. Gaßner: Und was ist mit dem Wachstum?) Klargestellt ist, meine Damen und Herren: Aus Ihrer Sicht wurde behauptet, dieses Budget des Jahres 2003 würde nichts zur Beschäftigungspolitik beitragen, Österreich würde, so sagten Sie damals, um 0,5 Prozent hinter dem EU-Durchschnitt zu liegen kommen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Herr Kollege Matznetter! Das ist der Unterschied zu Rot-Grün: Deutschland – ein chronischer Defizit-Sünder, Österreich – in früheren Jahren auch, heute ein Musterschüler! Sie sollten sich an dieser erfolgreichen Budgetpolitik – an diesem Bundesrechnungsabschluss des Jahres 2003 wird das eindeutig sichtbar! – ein Beispiel nehmen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer. – Abg. Jakob Auer: Herr Kollege Kogler!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Herren auf der Regierungsbank! Meine Damen und Herren! – Herr Vorsitzender Auer, ja, die Bundesrepublik Deutschland! Hätten wir eine solche Abgabenquote, dann würde Sie das freuen. Vergleichen Sie doch nicht immer Äpfel mit Birnen, denn in der Bundesrepublik Deutschland liegt die Sache natürlich ganz anders. (Zwischenruf des Abg. Wittauer. – Abg. Jakob Auer: Herr Kollege Kogler!) Hätte Deutschland eine solche Abgabenquote, wie wir sie in Österreich haben, hätte es einen Haushaltsüberschuss! – Das ist einfach so. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Herren auf der Regierungsbank! Meine Damen und Herren! – Herr Vorsitzender Auer, ja, die Bundesrepublik Deutschland! Hätten wir eine solche Abgabenquote, dann würde Sie das freuen. Vergleichen Sie doch nicht immer Äpfel mit Birnen, denn in der Bundesrepublik Deutschland liegt die Sache natürlich ganz anders. (Zwischenruf des Abg. Wittauer. – Abg. Jakob Auer: Herr Kollege Kogler!) Hätte Deutschland eine solche Abgabenquote, wie wir sie in Österreich haben, hätte es einen Haushaltsüberschuss! – Das ist einfach so. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wittauer: ... die Arbeitslosen! Beschäftigung!
Ich stelle das ja nur statistisch fest. Ich sage ja nicht einmal, was gut oder schlecht ist. – Sie befinden sich ja dauernd in diesem Wettlauf der gegenseitigen Schulden-Aufrechnerei oder Ähnlichem. (Abg. Wittauer: ... die Arbeitslosen! Beschäftigung!) Wir haben ja beschlossen, uns nicht mehr daran zu beteiligen. (Abg. Jakob Auer: Herr Kollege Kogler!) – Ja, bitte. (Abg. Jakob Auer: Wenn schon die Abgabenquote in Deutschland um so viel niedriger ist, müsste ja die Kaufkraft am Binnenmarkt hervorragend funktionieren! Und was ist tatsächlich?)
Abg. Jakob Auer: Herr Kollege Kogler!
Ich stelle das ja nur statistisch fest. Ich sage ja nicht einmal, was gut oder schlecht ist. – Sie befinden sich ja dauernd in diesem Wettlauf der gegenseitigen Schulden-Aufrechnerei oder Ähnlichem. (Abg. Wittauer: ... die Arbeitslosen! Beschäftigung!) Wir haben ja beschlossen, uns nicht mehr daran zu beteiligen. (Abg. Jakob Auer: Herr Kollege Kogler!) – Ja, bitte. (Abg. Jakob Auer: Wenn schon die Abgabenquote in Deutschland um so viel niedriger ist, müsste ja die Kaufkraft am Binnenmarkt hervorragend funktionieren! Und was ist tatsächlich?)
Abg. Jakob Auer: Wenn schon die Abgabenquote in Deutschland um so viel niedriger ist, müsste ja die Kaufkraft am Binnenmarkt hervorragend funktionieren! Und was ist tatsächlich?
Ich stelle das ja nur statistisch fest. Ich sage ja nicht einmal, was gut oder schlecht ist. – Sie befinden sich ja dauernd in diesem Wettlauf der gegenseitigen Schulden-Aufrechnerei oder Ähnlichem. (Abg. Wittauer: ... die Arbeitslosen! Beschäftigung!) Wir haben ja beschlossen, uns nicht mehr daran zu beteiligen. (Abg. Jakob Auer: Herr Kollege Kogler!) – Ja, bitte. (Abg. Jakob Auer: Wenn schon die Abgabenquote in Deutschland um so viel niedriger ist, müsste ja die Kaufkraft am Binnenmarkt hervorragend funktionieren! Und was ist tatsächlich?)
Abg. Steibl: Das ist eine Frage, ob Sie dazu in der Lage sind! Daran zweifle ich auch!
Ich weiß nicht, ob Sie jetzt in der Lage sind, in einem Zwischenruf Ihre Sicht auf die volkswirtschaftlichen Zusammenhängen darzustellen. Ich sage Ihnen nur Folgendes (Abg. Steibl: Das ist eine Frage, ob Sie dazu in der Lage sind! Daran zweifle ich auch!): Ich habe ja nur gesagt, ich beziehe mich auf die Statistik, und die Statistik ist eindeutig. – Und das Nächste, was eindeutig ist, ist der hier vorliegende Bundesrechnungsabschluss. – Das ist auch richtig.
Staatssekretär Dr. Finz: ... nicht defizitär!
Es geht daraus allerdings schon auch hervor, Herr Kollege Auer, dass natürlich die Gesamtabweichung nicht so groß ist. – Das ist richtig, das haben wir auch nicht kritisiert. Der Punkt ist aber: Wie setzt sich diese Gesamtabweichung zusammen? – Vielleicht kann ja der Herr Präsident des Rechnungshofes dann noch etwa zur Frage der Rücklagenverschiebungen Stellung nehmen und ob das nicht auch eigentlich Einnahmenbewegungen sind, die so nicht vorgesehen waren, oder ob es nicht auch ein gewisses zufälliges Element ist, wenn Einnahmen und Ausgaben oszillieren und am Schluss eben dann der Saldo halbwegs stimmt. (Staatssekretär Dr. Finz: ... nicht defizitär!)
Abg. Bucher: Das steht aber heute nicht zur Diskussion!
Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass wir das vor einem halben Jahr im Ausschuss vorgebracht haben. (Abg. Bucher: Das steht aber heute nicht zur Diskussion!) – Das
Abg. Neudeck: Ein Zwischenruf muss sich nicht auf den Tagesordnungspunkt beziehen, sondern nur auf den Redner!
ist jedenfalls sehr viel tagesordnungsrelevanter als mancher Ihrer Zwischenrufe! (Abg. Neudeck: Ein Zwischenruf muss sich nicht auf den Tagesordnungspunkt beziehen, sondern nur auf den Redner!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Da sind wir uns dann vielleicht einig, und dann könnten wir mit Mehrheit – SPÖ, Grüne, FPÖ – ein vernünftiges Spendenabsetzbarkeits-Gesetz durchsetzen, das einerseits die Reichen nicht nur begünstigt, das die Steuerausfälle in Grenzen hält, das aber jedenfalls die Zivilgesellschaft stärkt, die in den Bereichen tätig ist, wo wir sie alle haben wollen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben in einem Punkt Recht, Herr Auer, und zwar was die Jahre 1998 und 1999 betrifft. Da haben wir nämlich ein um mehr als 0,5 Prozent besseres Wachstum als der Durchschnitt gehabt, nur hieß da der Bundesminister Rudolf Edlinger und nicht Karl-Heinz Grasser. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Trunk: Der 11. September! – Abg. Neudeck: Er hat sich schon ausgebessert! Du kommst schon wieder zu spät!
Licht wir auch diese Ziffern und Zahlen sehen sollten. – 2003 haben uns nämlich die Irak-Krise und der 9. September – pardon, der 11. September – ziemlich zu schaffen gemacht (Abg. Mag. Trunk: Der 11. September! – Abg. Neudeck: Er hat sich schon ausgebessert! Du kommst schon wieder zu spät!), und international ist die Weltkonjunktur ins Stocken geraten.
Abg. Dr. Matznetter: Die EU-15!
Dass diese weltkonjunkturelle Situation auch Europa stark getroffen hat, steht außer Zweifel. Meine Herren von der SPÖ und der grünen Fraktion, Matznetter und Kogler! Ich denke, wir sollten uns schon darüber einig sein, dass wir zumindest von den gleichen Ziffern und Zahlen ausgehen, wie sie der Rechnungshof uns in seinem Bericht vorgelegt hat. Wenn Sie sich in der Analyse an diesen Ziffern und Zahlen orientieren, dann werden Sie sehen, dass das Wirtschaftswachstum in Österreich im Jahr 2003 bei 0,8 Prozent gelegen ist und dass die Euro-Zone bei 0,6 Prozent gelegen ist, Herr Kollege Matznetter. (Abg. Dr. Matznetter: Die EU-15!) – Nein, ich spreche jetzt von der Euro-Zone! Ich glaube, wir sind uns darüber einig, was die EU-15 sind und was die Euro-Zone ist. – Sind wir uns darüber einig? (Abg. Dr. Matznetter: Das eine ist die Europäische Union und das andere ist die Währungsunion!) – Ja, das ist die Währungsunion. Und ich spreche von der Euro-Zone.
Abg. Dr. Matznetter: Das eine ist die Europäische Union und das andere ist die Währungsunion!
Dass diese weltkonjunkturelle Situation auch Europa stark getroffen hat, steht außer Zweifel. Meine Herren von der SPÖ und der grünen Fraktion, Matznetter und Kogler! Ich denke, wir sollten uns schon darüber einig sein, dass wir zumindest von den gleichen Ziffern und Zahlen ausgehen, wie sie der Rechnungshof uns in seinem Bericht vorgelegt hat. Wenn Sie sich in der Analyse an diesen Ziffern und Zahlen orientieren, dann werden Sie sehen, dass das Wirtschaftswachstum in Österreich im Jahr 2003 bei 0,8 Prozent gelegen ist und dass die Euro-Zone bei 0,6 Prozent gelegen ist, Herr Kollege Matznetter. (Abg. Dr. Matznetter: Die EU-15!) – Nein, ich spreche jetzt von der Euro-Zone! Ich glaube, wir sind uns darüber einig, was die EU-15 sind und was die Euro-Zone ist. – Sind wir uns darüber einig? (Abg. Dr. Matznetter: Das eine ist die Europäische Union und das andere ist die Währungsunion!) – Ja, das ist die Währungsunion. Und ich spreche von der Euro-Zone.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Da sind wir im Wachstum um 0,2 Prozent über dem Durchschnitt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Und Sie wissen auch, warum: Weil Österreich eine Wirtschaftspolitik gemacht hat, die das Wachstum – und das bescheinigt uns auch das Wifo – mit den Konjunktur-Paketen um bis zu 0,7 Prozent steigern konnte, und zwar mit den Investitionsmaßnahmen, mit den Investitionen in Forschung und Entwicklung, mit der Prämie für die Lehrlinge, mit verschiedenen anderen infrastrukturellen Investitionen und Schwerpunkten. – Das heißt, Österreich hat gut gewirtschaftet.
Abg. Jakob Auer: Der passt ja nicht auf!
Herr Kollege Kogler! Sie haben auch die Abgabenquoten in Österreich und Deutschland verglichen. Schauen Sie einmal in den Rechnungshofbericht, dann werden Sie sehen, dass Österreich im Jahr 2003 eine Steuer- und Abgabenquote von 43 Prozent gehabt hat, dass wir uns aber heute schon der 40-Prozent-Marke nähern. (Abg. Jakob Auer: Der passt ja nicht auf!) Das heißt also, dass Österreich durch die erste Etappe, die Steuerreform 2004, und durch die Steuerreform 2005 – die größte Steuerreform der Zweiten Republik – auf dem besten Weg ist, die Abgabenquote zu senken.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Unter dem Strich liegt Österreich heute im Vergleich aller OECD-Länder an hervorragender sechster Stelle. Diese konjunkturpolitischen Maßnahmen der Bundesregierung haben sich bezahlt gemacht, und wir liegen goldrichtig, was den Budget- und Wirtschaftskurs betrifft. Wir befinden uns auf einem guten Weg in Richtung einer erfolgreichen Zukunft! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: ... Wachstum, Herr Staatssekretär!
Zum Vergleich: Der EU-Durchschnitt beträgt für das Jahr 2003 2,7 Prozent, und bei uns sind es 1,1 Prozent. Herr Abgeordneter Matznetter, Sie haben Herrn Finanzminister Edlinger erwähnt. Im Jahre 1999 – das letzte Jahr von Finanzminister Edlingers Amtszeit – betrug der Abgang 4 956 Millionen. (Abg. Dr. Matznetter: ... Wachstum, Herr Staatssekretär!) Im Jahr 2003 betrug der Abgang beim Bund 3 498 Millionen, obwohl das Volumen angestiegen ist. – Das ist unsere Politik! Und im Jahr 1999 waren wir beim Defizit das Schlusslicht. – Die rote Laterne hatten wir! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Jakob Auer: In der EU! – Abg. Dr. Matznetter: Wirtschaftswachstum, Herr Staatssekretär!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Jakob Auer: In der EU! – Abg. Dr. Matznetter: Wirtschaftswachstum, Herr Staatssekretär!
Zum Vergleich: Der EU-Durchschnitt beträgt für das Jahr 2003 2,7 Prozent, und bei uns sind es 1,1 Prozent. Herr Abgeordneter Matznetter, Sie haben Herrn Finanzminister Edlinger erwähnt. Im Jahre 1999 – das letzte Jahr von Finanzminister Edlingers Amtszeit – betrug der Abgang 4 956 Millionen. (Abg. Dr. Matznetter: ... Wachstum, Herr Staatssekretär!) Im Jahr 2003 betrug der Abgang beim Bund 3 498 Millionen, obwohl das Volumen angestiegen ist. – Das ist unsere Politik! Und im Jahr 1999 waren wir beim Defizit das Schlusslicht. – Die rote Laterne hatten wir! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Jakob Auer: In der EU! – Abg. Dr. Matznetter: Wirtschaftswachstum, Herr Staatssekretär!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Aber es steht in den Sachaufwendungen drinnen! ... überprüfen lassen!
Ich möchte anführen – und das sollte man auch aus dem Bericht herauslesen, wenn man fair ist –, dass unsere Personalausgaben im Abschluss geringer sind als im Voranschlag, weil wir echte Verwaltungsreform-Maßnahmen durchführen. – Das hat es unter dem Vorgänger-Finanzminister Jahre hindurch kein einziges Mal gegeben. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Aber es steht in den Sachaufwendungen drinnen! ... überprüfen lassen!)
Beifall bei der SPÖ.
Daher werden wir dieser Politik natürlich nicht zustimmen. Und auch wenn sich der Herr Staatssekretär in seinen Ausführungen sehr bemüht hat, die Regierungspolitik zu verteidigen: Sie wird dadurch nicht besser. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Nicht schon wieder!
Wir brauchen auch keine Sonderregelung wie etwa unsere Nachbarn in Deutschland mit einer rot-grünen Koalition. (Abg. Mag. Kogler: Nicht schon wieder!) Trotz der engen wirtschaftlichen Verflechtung mit Deutschland kann Österreich eine weit bessere Bilanz legen. Faktum ist – Herr Kollege Matznetter, das können Sie nicht wegdiskutieren! –, dass die Staatsschuld gegenüber dem Jahr 2002 im Verhältnis zum BIP gesunken ist und dass das Defizit niedriger ausgefallen ist als veranschlagt. (Abg. Dr. Matznetter: Es ist gestiegen!)
Abg. Dr. Matznetter: Es ist gestiegen!
Wir brauchen auch keine Sonderregelung wie etwa unsere Nachbarn in Deutschland mit einer rot-grünen Koalition. (Abg. Mag. Kogler: Nicht schon wieder!) Trotz der engen wirtschaftlichen Verflechtung mit Deutschland kann Österreich eine weit bessere Bilanz legen. Faktum ist – Herr Kollege Matznetter, das können Sie nicht wegdiskutieren! –, dass die Staatsschuld gegenüber dem Jahr 2002 im Verhältnis zum BIP gesunken ist und dass das Defizit niedriger ausgefallen ist als veranschlagt. (Abg. Dr. Matznetter: Es ist gestiegen!)
Abg. Mag. Kogler: 2 Millionen bekommen genau nichts!
Herr Kollege Gartlehner! Mit der Steuerreform 2004/2005 – übrigens der größten der Zweiten Republik, einer Steuerreform, die erstmals nicht gegenfinanziert wird und bei der sowohl ArbeitnehmerInnen, Pensionisten, Familien, Landwirte, Unternehmer und Unternehmungen entlastet werden (Abg. Mag. Kogler: 2 Millionen bekommen genau nichts!) – stärkt man die Kaufkraft unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger und verbessert den Wirtschaftsstandort Österreich. (Abg. Mag. Kogler: Ist ja nicht wahr!)
Abg. Mag. Kogler: Ist ja nicht wahr!
Herr Kollege Gartlehner! Mit der Steuerreform 2004/2005 – übrigens der größten der Zweiten Republik, einer Steuerreform, die erstmals nicht gegenfinanziert wird und bei der sowohl ArbeitnehmerInnen, Pensionisten, Familien, Landwirte, Unternehmer und Unternehmungen entlastet werden (Abg. Mag. Kogler: 2 Millionen bekommen genau nichts!) – stärkt man die Kaufkraft unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger und verbessert den Wirtschaftsstandort Österreich. (Abg. Mag. Kogler: Ist ja nicht wahr!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Bei meinen zahlreichen Betriebsbesuchen konnte ich mich von der großen Akzeptanz dieser Steuerreform und der guten Stimmung sowohl bei Arbeitnehmern als auch bei Arbeitgebern überzeugen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Herr Kollege Matznetter! Mit Krankjammern kann man keine Probleme lösen. Sie handeln verantwortungslos, indem Sie versuchen, die gute Stimmung, die im Land herrscht, schlecht zu reden. (Abg. Dr. Matznetter: Was für eine „gute Stimmung“? – Abg. Mag. Gaßner: Maximal bei der Faschingssitzung! – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Abg. Dr. Matznetter: Was für eine „gute Stimmung“? – Abg. Mag. Gaßner: Maximal bei der Faschingssitzung! – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Bei meinen zahlreichen Betriebsbesuchen konnte ich mich von der großen Akzeptanz dieser Steuerreform und der guten Stimmung sowohl bei Arbeitnehmern als auch bei Arbeitgebern überzeugen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Herr Kollege Matznetter! Mit Krankjammern kann man keine Probleme lösen. Sie handeln verantwortungslos, indem Sie versuchen, die gute Stimmung, die im Land herrscht, schlecht zu reden. (Abg. Dr. Matznetter: Was für eine „gute Stimmung“? – Abg. Mag. Gaßner: Maximal bei der Faschingssitzung! – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Abg. Dr. Matznetter: ... mit Oberösterreich vergleichen!
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Abschließend danke ich den Beamten des Rechnungshofes für die Erstellung des Rechnungsabschlusses (Abg. Dr. Matznetter: ... mit Oberösterreich vergleichen!) und stimme diesem Rechnungsabschluss gerne und mit Überzeugung zu. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Abschließend danke ich den Beamten des Rechnungshofes für die Erstellung des Rechnungsabschlusses (Abg. Dr. Matznetter: ... mit Oberösterreich vergleichen!) und stimme diesem Rechnungsabschluss gerne und mit Überzeugung zu. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Bucher: Na, das ist so bei einem Defizit!
Abgeordneter Peter Marizzi (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Fest steht, dass die Schulden tatsächlich gestiegen sind (Abg. Bucher: Na, das ist so bei einem Defizit!) und das Wirtschaftswachstum im Jahr 2003 kleiner beziehungsweise geringer ist – das hat der Rechnungshof festgestellt.
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt wieder den Vorsitz.
Daher müsste sich diese Bundesregierung die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit eigentlich als Priorität setzen, denn den Arbeitslosen ist es egal, ob sie in der Eurozone leben oder in den EU-15, fest steht, dass fast 300 000 Menschen in Österreich keine Arbeit haben. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Weil schon Kollege Auer die „Kronen Zeitung“ zitiert hat, möchte auch ich zum Schluss Peter Gnam zitieren, der vor ungefähr einem Monat, vor dem Rücktritt Strassers von der „vernichtenden“ PISA-Studie und über das Versagen unseres Bildungssystems und damit der zuständigen Ministerin Gehrer geschrieben hat. Ein Pensionschaos, das Gesetz geworden ist, jede Menge Schwierigkeiten im Gesundheitssystem, ein Finanzminister mit leerer Budgetkasse – all diese Knüppel hat diese schwarz-blaue Regierung zuletzt erwischt! Von stolzer politischer Bilanz – weil Sie, Kollege Auer, von Bilanz gesprochen haben – zur Halbzeit der Legislaturperiode kann wirklich keine Rede sein! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Aus der Sichtweise des Rechnungshofes appelliere ich daher an alle Entscheidungsträger der Republik, alles zu unternehmen, damit das Ziel eines ausgeglichenen Staatshaushaltes tatsächlich und wie vorgesehen spätestens bis zum Jahre 2008 im Sinne der Sicherung des Wirtschaftsstandortes und der Erhaltung von Arbeitsplätzen erreicht wird. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Puswald: Ist nicht notwendig!
Abgeordneter Johann Kurzbauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Kollege Matznetter, ich muss noch einmal auf Ihre Rede replizieren, und zwar auf Ihre Aussagen betreffend Neuverschuldung. (Abg. Dr. Puswald: Ist nicht notwendig!) – O ja, das ist ganz besonders wichtig! (Abg. Dr. Puswald: Ah so!)
Abg. Dr. Puswald: Ah so!
Abgeordneter Johann Kurzbauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Kollege Matznetter, ich muss noch einmal auf Ihre Rede replizieren, und zwar auf Ihre Aussagen betreffend Neuverschuldung. (Abg. Dr. Puswald: Ist nicht notwendig!) – O ja, das ist ganz besonders wichtig! (Abg. Dr. Puswald: Ah so!)
Abg. Dr. Matznetter: 1873?
Schauen wir uns einmal diesbezüglich die Jahre 73 bis 1999 an. (Abg. Dr. Matznetter: 1873?) – Nein, 1973! Vom Jahre 1973 an betrug die durchschnittliche Neuverschuldung pro Jahr 3,2 Prozent. Seit dem Beginn der ÖVP/FPÖ-Bundesregierung, also seit dem Jahre 2000, bis inklusive des Jahres 2005, beträgt die Neuverschuldung lediglich 0,95 Prozent pro Jahr. – Der Vergleich macht uns sicher, geschätzte Damen und Herren! (Abg. Dr. Puswald: Sie müssen nur das Richtige vergleichen!)
Abg. Dr. Puswald: Sie müssen nur das Richtige vergleichen!
Schauen wir uns einmal diesbezüglich die Jahre 73 bis 1999 an. (Abg. Dr. Matznetter: 1873?) – Nein, 1973! Vom Jahre 1973 an betrug die durchschnittliche Neuverschuldung pro Jahr 3,2 Prozent. Seit dem Beginn der ÖVP/FPÖ-Bundesregierung, also seit dem Jahre 2000, bis inklusive des Jahres 2005, beträgt die Neuverschuldung lediglich 0,95 Prozent pro Jahr. – Der Vergleich macht uns sicher, geschätzte Damen und Herren! (Abg. Dr. Puswald: Sie müssen nur das Richtige vergleichen!)
Abg. Dr. Matznetter: Wir sind früher immer besser ...!
Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa im Jahre 2003 verlief eher enttäuschend: Die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone stieg real lediglich um 0,4 Prozent des BIP. Wie wir wissen, liegt ein Problem auch in der Stagnation hinsichtlich des privaten Konsums. – Österreich hingegen meisterte diese schwierige Lage im europäischen Umfeld sehr gut, ja ich möchte sagen: ausgezeichnet, gab es doch in unserem Lande immerhin ein reales Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent. (Abg. Dr. Matznetter: Wir sind früher immer besser ...!) Wachstumsmotor waren die Investitionen, und unterstützt wurde diese Entwicklung durch die beiden Konjunkturpakete dieser Bundesregierung. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingung ist das Maastricht-Defizit – wir haben das ja heute schon gehört – mit 1,1 Prozent des BIP geringer als der diesbezügliche EU-Durchschnitt, der bei 2,7 Prozent lag. (Abg. Dr. Matznetter: ... immer besser! Immer!)
Abg. Dr. Matznetter: ... immer besser! Immer!
Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa im Jahre 2003 verlief eher enttäuschend: Die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone stieg real lediglich um 0,4 Prozent des BIP. Wie wir wissen, liegt ein Problem auch in der Stagnation hinsichtlich des privaten Konsums. – Österreich hingegen meisterte diese schwierige Lage im europäischen Umfeld sehr gut, ja ich möchte sagen: ausgezeichnet, gab es doch in unserem Lande immerhin ein reales Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent. (Abg. Dr. Matznetter: Wir sind früher immer besser ...!) Wachstumsmotor waren die Investitionen, und unterstützt wurde diese Entwicklung durch die beiden Konjunkturpakete dieser Bundesregierung. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingung ist das Maastricht-Defizit – wir haben das ja heute schon gehört – mit 1,1 Prozent des BIP geringer als der diesbezügliche EU-Durchschnitt, der bei 2,7 Prozent lag. (Abg. Dr. Matznetter: ... immer besser! Immer!)
Abg. Dr. Matznetter: Ja, falsche!
Nein!) – jawohl, geschätzter Herr Kollege Matznetter! – gibt diese Regierung (Abg. Dr. Matznetter: Ja, falsche!): Durch die Verwaltungsreform sollen bis zum Jahre 2006 Einsparungen von insgesamt 1,5 Milliarden € erzielt werden (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter); mit der Standardsoftware SAP/R3 steht ein einheitliches, ein integriertes und leistungsstarkes IT-Verfahren zur Verfügung.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Nein!) – jawohl, geschätzter Herr Kollege Matznetter! – gibt diese Regierung (Abg. Dr. Matznetter: Ja, falsche!): Durch die Verwaltungsreform sollen bis zum Jahre 2006 Einsparungen von insgesamt 1,5 Milliarden € erzielt werden (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter); mit der Standardsoftware SAP/R3 steht ein einheitliches, ein integriertes und leistungsstarkes IT-Verfahren zur Verfügung.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Diese Bundesregierung hat auch im Jahre 2003 bewiesen, dass sie die notwendige Reformkraft hat, um die im Jahre 2000 eingeleiteten Reformen konsequent weiterzuführen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Es ist so schade ...! – Gegenruf des Abg. Wittauer.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächste Rednerin zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Mag. Trunk. Ich erteile es ihr. (Abg. Dr. Matznetter: Es ist so schade ...! – Gegenruf des Abg. Wittauer.)
Abg. Wittauer: Und wie viele Firmengründungen hat es gegeben?
Unbestritten ist allerdings – ich denke, da wird es keinen geben, der das Gegenteil sagt oder andere Zahlen und Fakten bringt – die Auswirkung auf Unternehmen sowie auf die Privathaushalte in Österreich. Wie schaut es da aus? – Im Zeitraum 2002 bis 2003 gab es im Bereich der Privatunternehmen ein dramatisches Plus an Insolvenzen von 7 Prozent; in absoluten Zahlen: 5 643 Insolvenzen im Jahre 2003 und im Jahre 2004 6 318 Insolvenzfälle. (Abg. Wittauer: Und wie viele Firmengründungen hat es gegeben?)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Das, meine Damen und Herren, sind Schicksale von Unternehmern und Unternehmerinnen, von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen! Da handelt es sich nicht um nackte kalte Zahlen, sondern um Schicksale, um Einkommen! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Es gibt keinen Grund, jetzt dazwischen zu polemisieren, denn: Jeder einzelne Arbeitslose, jedes einzelne in Konkurs gegangene Unternehmen ist einer/eines zu viel! Unser aller Zielsetzung sollte es doch sein, eine Politik in eine andere Richtung zu machen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das, meine Damen und Herren, sind Schicksale von Unternehmern und Unternehmerinnen, von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen! Da handelt es sich nicht um nackte kalte Zahlen, sondern um Schicksale, um Einkommen! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Es gibt keinen Grund, jetzt dazwischen zu polemisieren, denn: Jeder einzelne Arbeitslose, jedes einzelne in Konkurs gegangene Unternehmen ist einer/eines zu viel! Unser aller Zielsetzung sollte es doch sein, eine Politik in eine andere Richtung zu machen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Ich habe geglaubt, Sie haben keine Zeit! Jetzt haben Sie auf einmal doch Zeit!
Zu Ihnen, Herr Rechnungshofpräsident Dr. Moser, und zur Fahrlässigkeit in Bezug auf Ausgaben von Steuermitteln: Ich erwähne da nur die „Seebühne Klagenfurt“ – ich habe keine Redezeit mehr –, die ja ein Fall für den Rechnungshof werden wird, weil der Herr Finanzminister Geld ausgibt, für das er sich nicht zuständig erklärt, und dem Herrn Landeshauptmann Verwendungszwecke zusagt (Abg. Neudeck: Ich habe geglaubt, Sie haben keine Zeit! Jetzt haben Sie auf einmal doch Zeit!), von denen der Herr Bundeskanzler in schriftlicher Anfragebeantwortung nichts weiß. Ich hoffe auf eine objektive Prüfung. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Zu Ihnen, Herr Rechnungshofpräsident Dr. Moser, und zur Fahrlässigkeit in Bezug auf Ausgaben von Steuermitteln: Ich erwähne da nur die „Seebühne Klagenfurt“ – ich habe keine Redezeit mehr –, die ja ein Fall für den Rechnungshof werden wird, weil der Herr Finanzminister Geld ausgibt, für das er sich nicht zuständig erklärt, und dem Herrn Landeshauptmann Verwendungszwecke zusagt (Abg. Neudeck: Ich habe geglaubt, Sie haben keine Zeit! Jetzt haben Sie auf einmal doch Zeit!), von denen der Herr Bundeskanzler in schriftlicher Anfragebeantwortung nichts weiß. Ich hoffe auf eine objektive Prüfung. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: Was Sie 15 Jahre lang mit beschlossen haben!
Eigentlich waren wir vom Nulldefizit nicht so weit entfernt. Wir hätten es auch im Jahr 2005 wieder geschafft, aber die Steuerreform war uns wesentlich wichtiger und somit auch die Entlastung der niedrigen Einkommen. Wir könnten natürlich viel besser dastehen, hätten wir nicht die alten Schulden am Hals. Ich wiederhole das gerne, Herr Matznetter! Hören Sie mir zu, denn das müssen Sie sich einmal auf der Zunge zergehen lassen! (Abg. Dr. Puswald: Was Sie 15 Jahre lang mit beschlossen haben!)
Zwischenruf des Abg. Eder.
Als die SPÖ im Jahre 1970, nach dem Wiederaufbau, das Finanzressort von der ÖVP übernommen hat, gab es einen Budgetüberschuss und praktisch keine Staatsschulden. (Zwischenruf des Abg. Eder.) 30 Jahre später, als diese Bundesregierung das Finanzressort zurückbekam, lag der Schuldenstand bei über 60 Prozent des BIP. Das müssen jetzt alle Österreicherinnen und Österreicher zurückbezahlen. (Abg. Dr. Puswald: Was Sie 15 Jahre lang mit beschlossen haben!) Man kann eigentlich sagen, Sie legen jedem Neugeborenen in Österreich eine beträchtliche Summe ins Kinderbett.
Abg. Dr. Puswald: Was Sie 15 Jahre lang mit beschlossen haben!
Als die SPÖ im Jahre 1970, nach dem Wiederaufbau, das Finanzressort von der ÖVP übernommen hat, gab es einen Budgetüberschuss und praktisch keine Staatsschulden. (Zwischenruf des Abg. Eder.) 30 Jahre später, als diese Bundesregierung das Finanzressort zurückbekam, lag der Schuldenstand bei über 60 Prozent des BIP. Das müssen jetzt alle Österreicherinnen und Österreicher zurückbezahlen. (Abg. Dr. Puswald: Was Sie 15 Jahre lang mit beschlossen haben!) Man kann eigentlich sagen, Sie legen jedem Neugeborenen in Österreich eine beträchtliche Summe ins Kinderbett.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
(Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Das nenne ich soziale Kälte, geschätzte Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
(Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Das nenne ich soziale Kälte, geschätzte Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein internationaler Vergleich zeigt, dass Österreich mit einem realen Wachstum in der Höhe von 0,7 Prozent weit vor Deutschland und über dem EU-Durchschnitt der Euro-Länder liegt. Großer Dank ist auch in diesem Zusammenhang Ländern und Gemeinden für die eingehaltene Budgetdisziplin auszusprechen. Somit sind unsere Länder und Gemeinden ganz wesentlich am erfolgreichen Weg, den die österreichische Bundesregierung geht, beteiligt. Wir danken dafür, und wir geben diesem Rechnungsabschluss gerne unsere Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk
Dieses Defizit ist vor dem Hintergrund der abnehmenden steuerlichen Gesamtbelastung zu sehen. Die Gesamtbelastung ist im Jahr 2003 auf 43,3 Prozent gesunken. Frau Kollegin Trunk! Die Tatsache, dass 2,5 Millionen Österreicherinnen und Österreicher keine Steuern mehr bezahlen, ist ein ganz klares Signal dafür (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk), dass unsere Bundesregierung gerade jene mit geringem Einkommen unterstützt, denn sinkende Steuerbelastung ist notwendig, um den Wirtschaftsstandort Österreich zu sichern, damit qualifizierte Arbeitsplätze zu erhalten beziehungsweise neue zu schaffen, und unsere Familien mit ihren Kindern in unserem Land entscheidend zu stärken.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dieser Bundesrechnungsabschluss zeigt, dass unsere Bundesregierung Verantwortung für die Menschen in unserem Lande übernimmt, dass sie mutige Reformen macht, um uns alle in eine sichere Zukunft führen zu können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Dieser Bundesrechnungsabschluss – erlauben Sie mir als Unternehmer, der selbst seit über 25 Jahren Bilanzen macht, das zu sagen – ist ein Meilenstein in der Geschichte der Budgetpolitik. Das ist eine Erfolgsstory. Recht herzlichen Dank dafür. Mit Beginn des Jahres 2000, mit dem Beginn der Regierungskoalition von Schwarz und Blau unter Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel an der Spitze ist es uns gelungen, zum ersten Mal derartig konsolidierte Bilanzen zu erstellen. Im Sinne der österreichischen Wirtschaft danke ich und bitte ich, so weiterzumachen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Österreich ist ein wohlhabendes Land und ein soziales Land. Österreich stärkt seine Position konsequent. Das Jahr 2003 ist ein gutes Jahr auf diesem Weg. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das heißt, diese historische Entwicklung nach ungefähr 100 Jahren Pensionsversicherung, diesen Wandel von einer Ein-Säulen- zu einer Drei-Säulen-Strategie zu schaffen, ist das Verdienst dieser Bundesregierung. Wir sind bereit, durch Reformen diese soziale Sicherheit im Alter so zu gestalten, dass sie Zukunft hat, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Summa summarum: Wir wollen die Zustimmung erteilen, aber es sei noch einmal klar festgehalten: Die kalte Enteignung von Ansprüchen, indem man hergeht und sagt, die Garantie gelte nicht mehr, werden wir weiter bekämpfen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In Summe ist das also eine vernünftige Gesetzesänderung, mit der, glaube ich, alle zufrieden sein können. Daher werden wir selbstverständlich diesem Gesetz unsere Zustimmung geben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Im Grunde genommen ist diese Novelle eine Gesetzesmaterie, die jedenfalls die Wahlfreiheit erhöht, die die Leute nicht in eine riskante Sache hineindrängt, sondern die Möglichkeit der Kollektivversicherung bietet. Allein das ist es schon wert, egal, wie man zur Grundlage steht, dieser Novelle die Zustimmung zu geben, denn es ist einfach nicht bestreitbar: Das ist eine Verbesserung! Sie sehen mich einsichtig, und es wird uns freuen, wenn Sie das auch einmal sind. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir sichern damit nicht nur die Pensionen der ersten Säule, sondern schaffen auch die notwendigen Ergänzungsmöglichkeiten zur Erhaltung des Lebensstandards im Alter. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Vorschläge der Oppositionsparteien hören, dann würde man sich vielleicht auch so manche Regierungsumbildung ersparen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Herr Staatssekretär! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Niemand wird gehindert, nachzudenken und etwas besser zu machen. Die Regierung tut dies heute. Ich möchte anerkennend festhalten, dass bei allem tagespolitischen Streit und bei aller Hektik, die es manches Mal gibt, heute Einstimmigkeit signalisiert wird, von allen die Zustimmung gegeben wird, und darüber bin ich sehr froh. Man sollte durchaus eingestehen: In manchen Bereichen, wo Gespräche zur Einsicht führen und Verbesserungsvorschläge angenommen werden, kann man sehr wohl ein sehr positives Ergebnis zustande bringen. Darüber sollten wir uns auch einmal gemeinsam freuen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Tatsache ist – Kollege Stummvoll hat zu Recht auf die demographische Entwicklung hingewiesen; ein paar Zahlen als Ergänzung dazu, und zwar als statistischer Durchschnitt –: 1970 trat man mit 17 Jahren in das Berufsleben ein, mit 61 Jahren ging man in Pension, und man hatte etwa neun Jahre Pensionsgenuss. 2004 erfolgt der Eintritt in das Berufsleben mit 21 Jahren, weil zunehmend höhere Schulen besucht werden, mit 59 Jahren geht man in Pension, und dank einer sehr guten Gesundheitspolitik und verbesserter Möglichkeiten hat man die Chance, 21 Jahre in Pension zu sein. Man braucht also kein besonderer Rechenkünstler zu sein, um zu erkennen, dass das, was alle vier Fraktionen begrüßen, wo sie ihre Zustimmung bekräftigen und was sie letztlich auch beschließen werden, wichtig ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Letzter Punkt, der mir persönlich noch Sorgen macht, ist die Entwicklung des österreichischen Kapitalmarktes. Es gibt zwar eine deutliche Steigerung, und auch das Emissionsvolumen ist gestiegen, aber die Zahl der Titel als solche sind gegenüber der Zeit vor drei Jahren, als mehr als hundert Titel an der Wiener Börse zu verzeichnen waren, in diesem Jahr auf 91 reduziert worden. Daher muss man sagen: Das Restrisiko bei all diesen Verfahren ist natürlich die Kapitaldeckung, und die führt zu Schwankungen. Trotzdem werden wir dieser Novelle zustimmen. Aber man sollte diese Punkte in einem nächsten Schritt entsprechend berücksichtigen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim – in Richtung ÖVP –: Da hätte auch der Tancsits etwas abschreiben können! – Abg. Dr. Brinek, replizierend: Der Herr Jarolim auch!
Ein Wort noch zu Kollegem Matznetter: Es ist sehr schön, wenn man mit Generaldirektoren spricht. Es ist, glaube ich, eine Selbstverständlichkeit, dass man mit den Menschen, die in der Praxis unsere Gesetze umsetzen müssen, regelmäßig den Dialog führt. Wir tun es täglich! Kollege Matznetter spricht halt ab und zu mit Generaldirektoren. Gut, es sei ihm unbenommen, das ist offensichtlich sein Level, unter den er sich nicht begeben will. Aber dass er auf Grund von Gesprächen mit Generaldirektoren meint, auf entsprechende Absicherungsmaßnahmen gesetzlicher Natur dann verzichten zu können, wenn es darum geht, nach drei atypisch schlechten Kapitalmarktjahren langfristig die Pensionskassen und damit die Interessen der Anwartschaftsberechtigten und der Leistungsberechtigten abzusichern, das erstaunt doch. Das würde ich als einen grob fahrlässigen Umgang mit den Interessen der Pensionskassenberechtigten werten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim – in Richtung ÖVP –: Da hätte auch der Tancsits etwas abschreiben können! – Abg. Dr. Brinek, replizierend: Der Herr Jarolim auch!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Noch zwei Punkte dazu: Tatsächlich liegt der Beitrag zu den Pensionskassen im Durchschnitt unter 2 Prozent, und nur diejenigen, die über der Höchstbemessungsgrundlage liegen, haben in der Regel etwa 4 Prozent. Also auch da gibt es eine deutliche Verschiebung zugunsten der Mehrverdiener. Außerdem ist bei der heutigen Situation auf dem Arbeitsmarkt die Frage zu stellen, wie viele Menschen es gibt, die mit ungefähr 25, 30 Jahren, mit dem System, dass der Arbeitgeber sie in einem Pensionskassensystem zusätzlich versichert, beginnen. Denn nur dann gibt es die Möglichkeit für den/die Arbeitnehmer/in bis maximal in der gleichen Höhe einen Beitrag zu leisten. Wenn man also über viele Jahrzehnte diese Möglichkeit nutzt, erhält man am Ende seiner Berufslaufbahn etwa 15 Prozent zu seiner ASVG-Pension dazu. Das ist genau das, was durch die jüngste Pensionsreform vorher weggenommen wurde. Wahrlich kein Grund zum Jubeln, aber es ist eine Verbesserung innerhalb des Systems, ohne das System selbst rechtfertigen zu wollen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Drittes noch: Es sollte auch den Betriebsräten in den Firmen empfohlen werden, bei Betriebspensionen vorzusehen, dass dann, wenn auf Betriebspensionen eingestiegen wird, wo der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer einzahlen, auch mit der Firma eine Ausfallhaftung vereinbart wird. Sollte aus Kapitalmarktgründen die Pension nicht in voller Höhe ausbezahlt werden können, dann hätte das Unternehmen die Differenz zu bezahlen. Das wäre anständig. Ich kann nur allen empfehlen, solche Verträge auch mit zu beschließen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir von der SPÖ werden zustimmen – das wurde schon gesagt –, ich hoffe allerdings, dass es nicht so sein wird, wie es schon beim Budgetbegleitgesetz 2003 war, als nämlich kaltblütig 400 000 Anwärter einfach enteignet wurden. Ich fürchte, dass wir, wenn diese Mehrheit in diesem Haus bestehen bleibt, bald wieder eine solche Situation haben werden, und zwar dass man dann, wenn eine Pensionskasse schreit, es geht nicht mehr, einfach wieder Enteignungen durchführen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich würde meinen, es wäre kein grob fahrlässiger Umgang mit den Pensionskassen, wenn die Regierung jenes Geld, das den Pensionisten genommen wurde, nun zum Schutze der Pensionskassen – obwohl etwas anderes vereinbart war – den Pensionisten zurückgegeben würde. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das war es ganz kurz. Ich möchte nicht die Argumente meiner KollegInnen noch einmal wiederholen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Alles in allem sind das also wesentliche Bausteine, um Österreichs Wirtschaft zu stärken und auszubauen und damit den notwendigen Beitrag auch zur Arbeitsplatzsicherung zu leisten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir von der SPÖ werden natürlich inhaltlich zustimmen. Diese Novelle fällt aber eindeutig in die Kategorie „Beschäftigungstherapie“. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist eine wichtige und richtige Gesetzesmaßnahme, der wir Freiheitliche unsere Zustimmung geben werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es gibt etliche andere Punkte, die wir hier in die Diskussion eingebracht haben. Da jetzt, wie Kollege Hoscher schon angesprochen hat, die Entwicklung eines neuen Musterschutzabkommens zwischen den Ministerien verhandelt wird, werden wir dort unsere Vorschläge einbringen. Wir werden von den Ergebnissen dieser Gespräche auch unser weiteres Stimmverhalten abhängig machen. Im konkreten Fall betreffend Äthiopien werden wir jetzt zustimmen, weil wir davon ausgehen, dass Gesprächsbereitschaft besteht und in Zukunft einiges zur Konkretisierung und zur Verbesserung beigetragen werden kann. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Viertens haben wir erreicht, dass die Fachbücher überhaupt aus der Verordnung herausfallen. Es war auf Grund der unbefristeten Verlängerung der Buchpreisbindung nicht mehr sinnvoll, dass wir Fachbücher über die Bundesbeschaffungsagentur beschaffen lassen. Es ist gleichzeitig am 13. Dezember des Vorjahres gelungen, dass der bestehende Vertrag mit Morawa aufgelöst werden konnte. Das heißt, die Bahn ist frei, dass generell Fachbücher aus der Verordnung ausgenommen sind, nicht mehr über die Bundesbeschaffungsagentur beschafft werden und dass weiters Klein- und Mittelbetriebe eine faire Chance haben, hier auch zum Zug zu kommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
und sehenden Auges wurde dieses Gesetz angegangen, es wurde undurchdacht gehandelt – und jetzt sind wir dort, wo wir vor zwei Jahren waren! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Muttonen: Fragen Sie einmal die Buchhandlungen!
Wenn man bei der Bundesbeschaffung nachfrägt (Abg. Mag. Muttonen: Fragen Sie einmal die Buchhandlungen!), dann erfährt man, dass die Fachbuchhandlung nur ganz wenig davon betroffen ist, weil das schon bisher meistens ... (Rufe bei der SPÖ: Nein! Nein!) Sie können nein sagen, es stimmt trotzdem! Fragen Sie bei der Bundesbeschaffung nach! Fachliteratur wurde bisher schon bei Fachbuchverlagen wie Manz, Orac und wie sie alle heißen beschafft und nicht über den normalen Buchhandel. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben keine Ahnung!) Das, was über den normalen Buchhandel beschafft wurde, war von der Regelung mit Morawa, wobei es hauptsächlich um Zeitschriften und Fachbücher gegangen ist, nicht betroffen.
Rufe bei der SPÖ: Nein! Nein!
Wenn man bei der Bundesbeschaffung nachfrägt (Abg. Mag. Muttonen: Fragen Sie einmal die Buchhandlungen!), dann erfährt man, dass die Fachbuchhandlung nur ganz wenig davon betroffen ist, weil das schon bisher meistens ... (Rufe bei der SPÖ: Nein! Nein!) Sie können nein sagen, es stimmt trotzdem! Fragen Sie bei der Bundesbeschaffung nach! Fachliteratur wurde bisher schon bei Fachbuchverlagen wie Manz, Orac und wie sie alle heißen beschafft und nicht über den normalen Buchhandel. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben keine Ahnung!) Das, was über den normalen Buchhandel beschafft wurde, war von der Regelung mit Morawa, wobei es hauptsächlich um Zeitschriften und Fachbücher gegangen ist, nicht betroffen.
Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben keine Ahnung!
Wenn man bei der Bundesbeschaffung nachfrägt (Abg. Mag. Muttonen: Fragen Sie einmal die Buchhandlungen!), dann erfährt man, dass die Fachbuchhandlung nur ganz wenig davon betroffen ist, weil das schon bisher meistens ... (Rufe bei der SPÖ: Nein! Nein!) Sie können nein sagen, es stimmt trotzdem! Fragen Sie bei der Bundesbeschaffung nach! Fachliteratur wurde bisher schon bei Fachbuchverlagen wie Manz, Orac und wie sie alle heißen beschafft und nicht über den normalen Buchhandel. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben keine Ahnung!) Das, was über den normalen Buchhandel beschafft wurde, war von der Regelung mit Morawa, wobei es hauptsächlich um Zeitschriften und Fachbücher gegangen ist, nicht betroffen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir hoffen, somit noch einmal deutlich gemacht zu haben, dass das Wille der Regierung ist, und wir werden gemeinsam mit der Bundesbeschaffung und dem Finanzminister ein Auge darauf haben, dass das in Zukunft so wie bisher funktionieren beziehungsweise für Klein- und Mittelbetriebe noch ausgeweitet werden wird. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Der Burgenländische Landtag hat dazu Stellung genommen. Er hat genau diese volkswirtschaftliche Perspektive einem kurzfristigen Sparen gegenübergestellt, das durch eine Bündelung beim Beschaffungsvorgang stattfindet. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das heißt, aus unserer Sicht ist diese Gratwanderung nicht ganz gelungen. Ich bin daher sehr froh darüber, dass jetzt bei diesem Antrag zumindest einmal, was konkret die Fachbücher betrifft, diese ausgenommen werden, dass auch hingewiesen wird auf die EU-Richtlinie, wonach Mikrobetriebe, also Betriebe mit bis zu zehn Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, ganz besonders bevorzugt werden sollen. Ich hoffe außerdem, dass wir in Zukunft in einem Bericht die Maßnahmen erklärt bekommen werden beziehungsweise auch sehen werden, wie die Maßnahmen greifen, die Sie setzen werden, um eben diese Mikro- und Kleinbetriebe besonders zu unterstützen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zusammenfassend: Der Dreierschritt: Buchpreisbindung, unbefristete Buchpreisbindung und schließlich die Ausnahme der Beschaffung von Fachbüchern aus der Bundesbeschaffung ist auf lange Sicht eine ausgezeichnete Lösung. Es kann schon sein, dass es zeitlich knapp war, aber es war punktgenau! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Wolfmayr.
Ich muss mich zunehmend wundern – auch wenn diese Materie jetzt noch Konsens erfährt –, geschätzte Frau Kollegin Wolfmayr! Da stimmt doch irgendetwas nicht. Es ist nicht so lange her, dass wir sie auf Entwicklungen aufmerksam gemacht haben, die dazu führen, dass das eintreten könnte, was eingetreten ist. (Zwischenruf der Abg. Dr. Wolfmayr.) Das ist nicht wahr. Sie haben schon mit der Buchpreisbindung Ihre Probleme.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Es ist nicht unbedingt nur so, wie Sie das hier darstellen, und das sollten Sie sich auch sagen lassen, weil ich doch den Eindruck habe, dass Sie jedes Mal, wenn es um Kulturpolitik geht, hier antreten und die Rolle eines Pflichtverteidigers für die Regierung übernehmen – in einer Art und Weise, wie ich das von Ihnen nicht erwartet hätte. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Aber ich glaube, dass der Herr Staatssekretär gar nicht daran denkt, dass er etwas dazu sagt!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Kopf. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Aber ich glaube, dass der Herr Staatssekretär gar nicht daran denkt, dass er etwas dazu sagt!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie können davon ausgehen, dass uns das in einem sehr engen Dialog mit der Bundesbeschaffung Gesellschaft auch in anderen Bereichen der Wirtschaft, wo das genauso notwendig ist, draußen in den Regionen gelingen wird, weil es uns gelingen muss, diese beiden Dinge: den Anspruch, günstigst zu beschaffen, aber der klein- und mittelständischen Wirtschaft eine Chance zu geben, unter einen Hut zu bringen. Das Beispiel des Buchhandels und der Buchbeschaffung zeigt, dass es geht, und diesen Weg werden wir weitergehen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Zweitens möchte ich darauf hinweisen, dass sich die wissenschaftlichen Bibliotheken immer darum bemüht haben, die Versorgung der Universitäten mit Fachbüchern aus diesem Vertrag herauszunehmen. Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, haben das in den letzten zwei Jahren wirklich bekämpft. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
anderen Ländern Europas forcierten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Fraktion wird daher dieser Regierungsvorlage die Zustimmung erteilen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meiner Meinung nach stellt es in Bezug auf die Prävention einen absoluten Gewinn dar, dass es „gemischte Streifen“ gibt, ist doch Prävention immer noch die beste Kriminalitätsbekämpfung. Es hat bis jetzt schon eine sehr gute Zusammenarbeit mit diesen beiden Staaten gegeben, ebenso auch mit anderen Nachbarstaaten. Diese Zusammenarbeit wird intensiviert durch diese zwei Abkommen, denen wir sicher unsere Zustimmung geben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Europa ist ein primäres Ziel für organisierte Kriminalität. Daher, meine sehr geehrten Damen und Herren: Nur die Zusammenarbeit der Staaten, die Solidarität und die Verbrechensbekämpfung sind der Schlüssel für eine gesamteuropäische Sicherheit. Ich freue mich, dass zumindest drei Parteien dieser Vorlage zustimmen werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Man kann daher nur sagen: Je besser die Kooperation mit unseren Nachbarn ist, je mehr Sicherheit wir in der Mitte unseres Europas haben, desto sicherer wird auch unser schönes Land Österreich sein. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
noch folgen mögen, und dazu kann dieser Vertrag einen kleinen Beitrag leisten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Grenzüberschreitende Observation und Nacheile sowie die vertiefte Verpflichtung zur polizeilichen Amtshilfe sind bei der Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie für die Verhütung und Verfolgung von strafbaren Handlungen wichtige Bestandteile des Übereinkommens. Bürokratische Schranken bei der behördlichen Zusammenarbeit werden abgebaut und die Möglichkeiten für ein gemeinsames polizeiliches Einschreiten, wie etwa bei Streifenfahrten oder verdeckten Ermittlungen, erhöht. Ich stimme daher gerne diesem Gesetz zu. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn wir heute zustimmen – selbstverständlich stimmt die Österreichische Volkspartei zu –, so darf ich erwähnen, dass auch die Zunahme der Zahl der Schengen-Kriterien in den neuen EU-Staaten nicht nur deren Sicherheit, sondern auch unsere Sicherheit für die Zukunft garantiert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir wollen gleiche Sicherheit für alle Bürger. Polizei und Justiz müssen alle notwendigen und adäquaten Instrumente zur wirksamen Verbrechensbekämpfung erhalten. Auch dafür brauchen wir Europa. Vergehen und Verbrechen dürfen sich nicht lohnen. Deshalb setzen wir uns für eine leistungsfähige, motivierte und als Autorität anerkannte Polizei ein, eine Polizei in Europa, eine Polizei in diesem Fall nicht nur in Österreich, sondern in der Slowakei und in Slowenien. – Ich danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Ing. Norbert Kapeller (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hochgeschätzte Frau Minister! Es handelt sich hierbei um eine Konsensmaterie. Grundsätzlich geht es im genannten Europol-Übereinkommen um die Verankerung von Maßnahmen gegen Geldwäsche. Es soll eine Vereinfachung für die Verbindungsbeamten gewährleistet werden. Man muss nämlich wissen, dass das Delikt der Geldwäsche gewisse Vortaten benötigt, die strafrelevant sind, damit das Strafrechtsdelikt Geldwäsche überhaupt erfüllt ist und geahndet werden kann. Diese Vordelikte wurden bisher ohne dieses Übereinkommen und diese Erweiterung über Interpol ermittelt. Das war ein Umweg. Jetzt wird das durch die Verbindungsbeamten von Europol direkt gemacht. Dies bedeutet für die Mitgliedstaaten ein effizienteres und schnelleres Eingreifen gegen diese organisierte Kriminalitätsform. Das ist gut so – ein richtiger und wichtiger Schritt für ein sicheres und gemeinsames Europa! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
nächsten Wochen und Monate werden zeigen, wie weit Sie bereit sind, unser Angebot zu einer konstruktiven Zusammenarbeit anzunehmen, wie weit Sie unsere Anregungen und Vorschläge in Ihre konzeptiven Überlegungen mit einbeziehen. Wir wollen uns gemeinsam bemühen, dass wir das Sicherheitsempfinden, die objektive Sicherheit verbessern, damit sich die Österreicherinnen und Österreicher in diesem Land wohl und sicher fühlen. Über Parteigrenzen hinweg bieten wir uns als kompetente Mitarbeiter an. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Schwerpunkte der Europol liegen neben der Bekämpfung des Drogenhandels, des Menschenhandels vor allem im Bereich des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus. Terrorismus ist aber in vielen Bereichen oder, besser gesagt, in allen Bereichen von finanzieller Unterstützung abhängig. Diese finanzielle Unterstützung wird natürlich vor allem durch illegale finanzielle Mittel abgedeckt. Zu diesem Zweck wurde jetzt die Kompetenz der Europol auch auf diesen Bereich ausgeweitet. Diese Ausweitung ist aus unserer Sicht äußerst notwendig, um den internationalen Terrorismus gezielt bekämpfen zu können. Aus diesem Grund werden wir diesen Regelungen auch gerne zustimmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Alfred Schöls (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Ich bin froh darüber, dass wir zu dieser späten Stunde wieder einmal einen Konsens finden, wenn es in diesem Hohen Haus darum geht, gemeinsam die organisierte Kriminalität zu bekämpfen. Ich bedanke mich bei allen, die nicht in der Legislative, sondern vor Ort ihren Beitrag dazu leisten. Ich bin froh darüber, dass wir engagierte Beamte haben, die sich diesen Herausforderungen stellen. Die Menschen, die in Form organisierter Kriminalität die Gesellschaft bedrohen, kennen kein Pardon. Da ist es ganz wichtig, dass unsere Polizeibeamten auch wissen, dass wir hinter ihnen stehen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Bedanken möchte ich mich auch dafür, dass im Ausschuss hinsichtlich der zweiten Vorlage, des zweiten Europol-Übereinkommens insofern Konsens gefunden werden konnte, als man es vertagt hat, um noch einige datenschutzrechtlich relevante Fragen zu klären. Ich würde mich freuen, wenn wir auch bei diesem zweiten Europol-Übereinkommen gemeinsam einen Konsens herbeiführen könnten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bei der Geldfälschung wiederum ist es so, dass erstmals ein europäisches Zahlungsmittel für Fälscher interessant ist, nämlich der Euro. Früher war es ja nur oder hauptsächlich der Dollar. Da gibt es eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Oesterreichischen Nationalbank und der Wirtschaftskammer; das sollte nicht unerwähnt bleiben. Die Polizei ist mittels verdeckter Ermittler und des Aufbaus einer Falschgeld-Datenbank relativ gut unterwegs. Das sind Fakten, die intern zu relativ großem Erfolg führen. Ich denke, die internationale Zusammenarbeit ist unverzichtbar. Daher bin ich froh darüber, dass es vermutlich einen einstimmigen Beschluss zur Ratifizierung dieses Abkommens geben wird. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Europol wird somit – neben der Bekämpfung von Drogenhandel und Schlepperei – die Bekämpfung der Geldwäsche als Kernkompetenz erhalten. Dem werde ich gerne meine Zustimmung geben. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Ratifikation des Protokolls wird auch keine belastenden Auswirkungen haben. Zwar kann nicht ausgeschlossen werden, dass es auf dessen Grundlage zu einem gewissen Ansteigen der Zahl der Rechtshilfeersuchen aus den übrigen Mitgliedstaaten kommen wird. Der dadurch entstehende Mehraufwand, geschätzte Damen und Herren, wird jedoch mit den vorhandenen Kapazitäten bewältigt werden. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
anzukündigen, sondern dem auch Taten folgen zu lassen. In diesem Zusammenhang werden wir natürlich dieser Vorlage gerne zustimmen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich bitte Sie deshalb, Frau Justizministerin, auf EU-Ebene – ich weiß, dass Sie das grundsätzlich ohnedies tun – noch mehr dafür zu sorgen, dass zumindest im EU-Bereich jeder Staat seine eigenen Straftäter beurteilt, allenfalls verurteilt und die Strafen in seinem Heimatstaat vollzieht, weil nicht einzusehen ist, dass Österreich weiterhin jenes Land bleiben soll, das die meisten ausländischen Häftlinge, prozentuell gerechnet, in seinen Gefängnissen hat. Das ist ein Zustand, den wir ohne Hilfe der EU nicht beseitigen können, aber dem wir trotzdem größte Aufmerksamkeit schenken müssen. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Herr Bundesminister! Ich sage nur – ich habe nämlich nur fünf Minuten Redezeit; ich hätte mehr, aber ich will nicht länger sprechen –, vielleicht könnte man sich irgendwann einmal auch, denn die Zahlen die ausländischen Häftlinge betreffend, die Sie genannt haben, Herr Bundesminister, stimmen ja alle, in der FPÖ und auch in der ÖVP mit dem Gedanken beschäftigen, dass es vielleicht auch etwas damit zu tun hat, wenn Österreich diese hohen Häftlingszahlen jetzt auch in Bezug auf ausländische Häftlinge hat, dass wir vielleicht ein bisschen zu viel einsperren. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Anders verhält es sich beim Protokoll, denn beim Protokoll geht es um Regelungen, die weit weniger sensibel sind, und deshalb werden wir selbstverständlich, wenn es um diese Frage der Rechtshilfe geht, zustimmen, wiewohl ich auch hier betonen möchte, dass die Einführung von Mindestverfahrensgarantien uns auch in diesen Fällen wichtig ist, und ich hoffe, dass wir uns demnächst hier in diesem Haus damit beschäftigen werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ein weiterer mir wichtiger Punkt – das zum Vorwurf von Frau Abgeordneter Stoisits –, dass wir zu viele Häftlinge haben, dass wir zu viele einsperren würden: Ich darf in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass eine Entscheidung darüber, wer in Österreich eingesperrt wird, noch immer die unabhängigen Gerichte treffen und ich als Justizministerin keinerlei Einfluss darauf habe und auch keinerlei Einflussnahme haben möchte. – Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: Ist das nicht der Ausschussbericht?
Im Übereinkommen werden im Wesentlichen geregelt: das Verhältnis zu anderen Übereinkommen im Bereich der Rechtshilfe, Verfahren, in denen Rechtshilfe geleistet wird, und deren Formvorschriften, die Rückgabe von Gegenständen, die zeitweilige Überstellung von inhaftierten Personen zu Ermittlungszwecken ... (Abg. Dr. Cap: Ist das nicht der Ausschussbericht?) Nein, muss ich den referieren? Soviel ich weiß, darf ich hier meine Rede selbst gestalten. (Abg. Schieder: Ich glaube schon, dass er das ist!) Geregelt ist auch die Vernehmung von Zeugen und Sachverständigen bei Video- und Telefonkonferenzen. Ich glaube, ein sehr wesentliches Merkmal in diesem Übereinkommen ist auch der Schutz von personenbezogenen Daten, und dieser ist damit gewährleistet. In diesem Sinne ersuche ich das Hohe Haus um die Zustimmung, auch die beiden Herren von der SPÖ. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schieder: Ich glaube schon, dass er das ist!
Im Übereinkommen werden im Wesentlichen geregelt: das Verhältnis zu anderen Übereinkommen im Bereich der Rechtshilfe, Verfahren, in denen Rechtshilfe geleistet wird, und deren Formvorschriften, die Rückgabe von Gegenständen, die zeitweilige Überstellung von inhaftierten Personen zu Ermittlungszwecken ... (Abg. Dr. Cap: Ist das nicht der Ausschussbericht?) Nein, muss ich den referieren? Soviel ich weiß, darf ich hier meine Rede selbst gestalten. (Abg. Schieder: Ich glaube schon, dass er das ist!) Geregelt ist auch die Vernehmung von Zeugen und Sachverständigen bei Video- und Telefonkonferenzen. Ich glaube, ein sehr wesentliches Merkmal in diesem Übereinkommen ist auch der Schutz von personenbezogenen Daten, und dieser ist damit gewährleistet. In diesem Sinne ersuche ich das Hohe Haus um die Zustimmung, auch die beiden Herren von der SPÖ. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Im Übereinkommen werden im Wesentlichen geregelt: das Verhältnis zu anderen Übereinkommen im Bereich der Rechtshilfe, Verfahren, in denen Rechtshilfe geleistet wird, und deren Formvorschriften, die Rückgabe von Gegenständen, die zeitweilige Überstellung von inhaftierten Personen zu Ermittlungszwecken ... (Abg. Dr. Cap: Ist das nicht der Ausschussbericht?) Nein, muss ich den referieren? Soviel ich weiß, darf ich hier meine Rede selbst gestalten. (Abg. Schieder: Ich glaube schon, dass er das ist!) Geregelt ist auch die Vernehmung von Zeugen und Sachverständigen bei Video- und Telefonkonferenzen. Ich glaube, ein sehr wesentliches Merkmal in diesem Übereinkommen ist auch der Schutz von personenbezogenen Daten, und dieser ist damit gewährleistet. In diesem Sinne ersuche ich das Hohe Haus um die Zustimmung, auch die beiden Herren von der SPÖ. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Eine neue Studie, die sicher spannende Diskussionen auslösen wird, und in diesem Sinne sehe ich den Diskussionen im Justizausschuss mit Spannung entgegen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Im Hinblick auf die vielfältigen Bemerkungen hinsichtlich des Strafvollzuges, die gemacht wurden, möchte ich ein ganz konkretes Beispiel aus der Praxis nennen. Während meiner Rechtspraktikantenzeit – also schon sehr, sehr lange her – war ich „Hauskommissar“, wie es heißt, und für die Anliegen der Insassen der Gefängnisse zuständig, und zwar eineinhalb Jahre lang in der Justizanstalt in Tirol. Ich habe diese Justizanstalt jetzt, eben auf Grund der aktuellen Debatten, nach langer Zeit wieder erstmals besucht und war wirklich erschrocken, weil die Justizwachebeamten vor völlig neuen Herausforderungen stehen, eben genau deswegen, weil sehr viele Gefangene, vor allem aus den ehemaligen Sowjetrepubliken, mit soldatischer Ausbildung und unglaublich hoher Gewaltneigung dort inhaftiert sind. Während meines Besuches dort hat einer der Häftlinge in einer Einzelzelle eine drei Zentimeter dicke Glasscheibe mit den Handschellen mit einem Sprung versehen, weil wir zu ihm hingegangen sind. Ich glaube, dass diese Situation nach Lösungen schreit. Die sind sowohl im justiziellen Bereich als auch im Asylrecht zu suchen und auch zu finden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Es ist ja erfreulich, wenn wir heute nach mehr als vier Jahren, in denen die Regierungsparteien offenbar die Durchsetzung und Umsetzung dieses Übereinkommens verschleppt haben und nicht einmal der Aufforderung des Rates, bis 31. Dezember des Vorjahres diese Beschlussfassung durchzubringen, Folge geleistet haben, endlich zu diesem Übereinkommen kommen, mit dem notwendige Klarstellungen und Ergänzungen in Rechtshilfesachen getroffen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Greuelpropaganda der SPÖ!
sendung Ihres Parteikollegen Ragger von gestern, wonach Sie mitgeteilt haben sollen, dass Sie keine Gerichte in Kärnten sperren. Ich würde Sie um ein klärendes Wort zu diesem Punkt bitten und Sie eindringlich ersuchen, diese ursprünglichen Pläne zu verwerfen und keine Gerichte zu schließen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Greuelpropaganda der SPÖ!)
Beifall bei der SPÖ.
Bei rund 9 200 Insassen – und ich glaube, das größte Problem haben wir derzeit in Wien – wird man diese Angelegenheit sowohl national als auch europäisch angehen müssen, und es wird wahrscheinlich eine Fülle von Maßnahmen notwendig sein. Ich bin neugierig und freue mich ebenfalls auf eine Diskussion im Justizausschuss, lade Sie aber ein, meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen, mit uns gemeinsam dieses Problem der Justiz – es ist unser gemeinsames Problem – zu lösen. Ich glaube, die Menschen, die in der österreichischen Justiz beschäftigt sind, vor allem unsere Kolleginnen und Kollegen in den Justizanstalten, haben ein Recht darauf, dass wir hier im Hohen Haus Rahmenbedingungen schaffen, die menschenwürdig sind. Das gilt für die Insassen, aber das gilt auch für das Personal, meine geschätzten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der einzige sinnvolle Ausweg ist nun einmal – und deswegen habe ich mich noch einmal zu Wort gemeldet –, dass diese Häftlinge in ihre Heimatländer gebracht werden, dort beurteilt werden und die Strafe über sie vollzogen wird und sie dort resozialisiert werden. Sie können das in Österreich nicht bewerkstelligen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Nein, wir sind dagegen!
Ich bitte jene Damen und Herren des Hohen Hauses, die hiezu ihre Zustimmung erteilen, um ein entsprechendes Zeichen. Herr Kollege Pilz, Frau Kollegin Moser? (Abg. Dr. Gabriela Moser: Nein, wir sind dagegen!) – Das ist mehrstimmig angenommen.
Abg. Großruck: Die Grünen sind dagegen!
Ich bitte jene Damen und Herren, die hiefür eintreten, um ein Zeichen der Zustimmung. – Auch dies ist mehrstimmig angenommen. (Abg. Großruck: Die Grünen sind dagegen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren, abschließend: Eine gute Nachricht für die Studierenden! Ich bin sicher, es gibt sehr viel Zustimmung, und ich wünsche mir bald wieder so ein gutes Gesetz. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Irgendwas hat’s mit Eigenlob! Da gibt es ein Sprichwort!
zugrunde, dass es seitens der Oppositionsparteien, insbesondere des Teams um Josef Broukal, Erwin Niederwieser, Freunde und Freundinnen, nachhaltige Kompetenz, Überzeugungs- und auch Kooperationswillen gibt. (Abg. Neudeck: Irgendwas hat’s mit Eigenlob! Da gibt es ein Sprichwort!)
Abg. Dr. Brinek: Auch um Patientenbetreuung ...!
Frau Kollegin Brinek hat die Verbesserungen erwähnt und formuliert. Wir werden zustimmen, dennoch – und das weiß die Frau Bundesministerin selbst – gibt es Handlungsbedarf: erstens bei der Indexanpassung der Stipendienhöhen und entsprechenden Bemessungsgrundlagen, zweitens – und das muss daneben erwähnt sein, auch wenn es nicht konkrete Sache ist – im Bereich der Forschungsförderung. Wir haben erfahren, dass etwa im AKH Forschungsförderungsmittel verwendet werden, um Nachtdienste abzugelten. (Abg. Dr. Brinek: Auch um Patientenbetreuung ...!) – Ich komme dann darauf zurück.
Beifall bei der SPÖ.
Ich erwarte, sehr berechtigt, Ihre Zustimmung. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eine vage Hoffnung!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Frau Kollegin Trunk, ich glaube, es wird wirklich einmal an der Zeit, dass Sie kapieren, dass Studiengebühren kein Hindernis für die Studierenden sind (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eine vage Hoffnung!), was sich ganz eindeutig an der Zahl der neu Inskribierenden und generell der Studierenden jedes Jahr, und so auch heuer, zeigt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mandak: Weil die Eltern zahlen müssen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mandak: Weil die Eltern zahlen müssen!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Frau Kollegin Trunk, ich glaube, es wird wirklich einmal an der Zeit, dass Sie kapieren, dass Studiengebühren kein Hindernis für die Studierenden sind (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eine vage Hoffnung!), was sich ganz eindeutig an der Zahl der neu Inskribierenden und generell der Studierenden jedes Jahr, und so auch heuer, zeigt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mandak: Weil die Eltern zahlen müssen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren von der Opposition! Ich finde es sehr positiv, dass Sie diesmal zustimmen – bei der letzten Novellierung des Studienförderungsgesetzes haben Sie das leider verweigert, obwohl auch das damals eine sehr große Verbesserung war –, und ich wünsche mir, dass wir in Zukunft im Sinne der Studierenden weiterhin so positive Gesetze beschließen können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn Sie die Akademikerquote erhöhen wollen, indem jede PÄDAK dann das Türschild „Universität“ bekommt und jeder/jede dort Unterrichtende dann plötzlich Universitätsprofessor/in ist, kann es das auch nicht sein. Und teilweise im Arbeitsmarkt fragwürdige Kurzstudien zum Regelstudium zu machen, dazu kann ich nur sagen: Gute Nacht! Die Zeit passt, und einige sind ohnehin schon müde. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mandak: Geh!
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer: Herr Präsident! Hohes Haus! Heute geht es um eine Novelle zum Studienförderungsgesetz. Die österreichische Studienförderung garantiert, dass jeder, der geeignet ist, studieren kann. Das heißt, niemand muss aus finanziellen Gründen auf ein Studium verzichten. (Abg. Mandak: Geh!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir bringen heute weitere Verbesserungen ein, damit junge Menschen schneller ins Ausland gehen können, damit garantiert ist, dass sie auch für ihr weiteres Studium ein Stipendium erhalten, damit wir keine künstlichen Hürden aufbauen. Ich möchte mich herzlich bedanken bei meiner Abteilung für Studienförderung, die in guter Verbindung mit den Studierenden, mit den jungen Leuten immer wieder darauf hört, welche weiteren Veränderungen es geben muss, was wir brauchen, damit wir die Studierenden noch mehr unterstützen. Und aus diesem Geist heraus ist die Novelle entsprungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Für die weiteren Fragen des Gerichtsurteils des Europäischen Gerichtshofes ist eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Wir werden das sehr solid und sehr intensiv beraten. Ich freue mich jedenfalls, dass diese Verbesserung für die Studierenden in Österreich von allen Fraktionen in diesem Hause mitbeschlossen wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das ist nicht unsere Vorgangsweise. Uns sind Kosten, Realitäten und gegebene Strukturen nicht egal. Anpassungen, Korrekturen braucht es sehr wohl; die braucht es immer – aber es braucht keine Radikallösungen! Evolution, nicht Revolution, also eine maßvolle Form der Politik! So gehen wir vor! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Deshalb bleiben wir dabei: Abschaffung der unsozialen Studiengebühr, Indexanpassung der Stipendienhöhen und Bemessungsgrundlagen, Anhebung der Altersgrenze für Stipendienbezug auf 40 Jahre und Verbesserung des Studienabschlussstipendiums, Ersatz der Studiengebühren bei Verdienst bis zur Geringfügigkeitsgrenze und zuletzt Berücksichtigung wichtiger Gründe bei Nachweis des Studienerfolges auch nach den ersten beiden Semestern. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine geschätzten Damen und Herren! Wir brauchen diese Änderung, um den jungen Menschen wieder Barrieren wegzuräumen und Anreize zu geben, damit sie ihr Studium erfolgreich beenden können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist eben die Indexanpassung bei den Stipendien – die aktuelle Situation hat seit 1999 dazu geführt, dass die Stipendien wirklich real gesunken sind. Außerdem sollte die Anhebung der Altersgrenze beim Stipendienbezug, eventuell auf 35 Jahre, auch realisiert werden: Die Leute gehen später in Pension, sind sehr häufig gezwungen, auch länger zu studieren, weil sie nebenbei auch arbeiten. Es zieht sich sozusagen das Ganze etwas in die Länge, und daher sollte man auch da darauf reagieren. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Dem Ziel der Aufteilung der Forschungsfinanzierung zwischen der Wirtschaft – zwei Drittel – und dem Staat – ein Drittel – sind wir ja schon einen großen Schritt näher gekommen. Wir haben festgehalten, dass die Wirtschaft sehr viel investiert und dass es gut ist, dass inländische wie ausländische Firmen Österreich als Standort auswählen. Sonst wäre es auch nicht möglich, dass Firmen wie Baxter oder Boehringer nach Österreich kommen und bei uns ihre Zelte aufschlagen. Das tun sie deswegen, weil wir einerseits ein interessantes Steuersystem haben (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), weil wir andererseits hier über die guten Köpfe verfügen und weil wir hervorragende Universitäten und Forschungseinrichtungen haben. Auf diesem Weg soll es weitergehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dem Ziel der Aufteilung der Forschungsfinanzierung zwischen der Wirtschaft – zwei Drittel – und dem Staat – ein Drittel – sind wir ja schon einen großen Schritt näher gekommen. Wir haben festgehalten, dass die Wirtschaft sehr viel investiert und dass es gut ist, dass inländische wie ausländische Firmen Österreich als Standort auswählen. Sonst wäre es auch nicht möglich, dass Firmen wie Baxter oder Boehringer nach Österreich kommen und bei uns ihre Zelte aufschlagen. Das tun sie deswegen, weil wir einerseits ein interessantes Steuersystem haben (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), weil wir andererseits hier über die guten Köpfe verfügen und weil wir hervorragende Universitäten und Forschungseinrichtungen haben. Auf diesem Weg soll es weitergehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Keine Ahnung von der Materie!
Abschließend noch ganz kurz zu Ihrem Antrag beziehungsweise zu einem Teil von diesem: Die Abschaffung der Studiengebühren wäre ein Schritt zurück in die Vergangenheit. Ihr Antrag enthält alles, was teuer ist, aber nicht gut. – Gute Nacht! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Keine Ahnung von der Materie!)
Beifall bei der ÖVP.
Jeder fünfte Uni-Studierende und fast jeder dritte FH-Studierende erhält eine Studienförderung. Das heißt, es ist dafür gesorgt – und ich zitiere hier wieder einmal die Frau Bundesministerin –, dass jeder, der studieren will und die notwendigen Voraussetzungen mitbringt, auch studieren kann, und das ist sicherlich ein weiterer Schritt in Richtung europäischer Hochschulraum, in Richtung Bologna-Ziele. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer – in Richtung der sich nicht von ihren Sitzen erhebenden Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen –: Da sind Sie wieder zu feig!
Wer dafür eintritt, den bitte ich um ein diesbezügliches Zeichen. (Abg. Dr. Gusenbauer – in Richtung der sich nicht von ihren Sitzen erhebenden Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen –: Da sind Sie wieder zu feig!) – Dieser Antrag findet keine Mehrheit und ist daher abgelehnt.
Abg. Dr. Kräuter erhebt sich von seinem Sitzplatz.
Ich bitte jene Damen und Herren, die hierfür eintreten, um ein Zeichen der Zustimmung. – Herr Kollege Kräuter, sind Sie dafür oder dagegen? (Abg. Dr. Kräuter erhebt sich von seinem Sitzplatz.) – Sie sind dafür! Damit ist die Einstimmigkeit gesichert. Das Protokoll ist somit einstimmig angenommen.
Abg. Neudeck: Das ist ja schon erfüllt, bitte!
Wenn Sie dann diese SPÖ-Anträge auf Regierungsanträge umschreiben, dann ist es Ihre Eitelkeit – wir haben kein Problem damit und stimmen trotzdem mit, wenn es inhaltlich passt. In der Frage der Herausnahme der Bücher aus der Bundesbeschaffung sind wir sehr dafür. Alle anderen Inhalte, denke ich, werden die Wirkung, die Sie vermuten, nicht zeigen. Der Rest ist mehr oder weniger eine Belehrung für den Bundesminister, wo Sie eben erklären, was es Neues gibt (Abg. Neudeck: Das ist ja schon erfüllt, bitte!) an europäischen Verordnungen oder europäischen Empfehlungen. Das ist im Grunde nichts Neues, das gilt schon lange, und der Herr Finanzminister sollte sich an sich daran halten.
Abg. Mag. Molterer: Unterschätzen Sie uns nicht!
Sie wollen das Problem mit einem Entschließungsantrag lösen, in dem Sie den Finanzminister ersuchen, er möge sich an diesen Verordnungen und Empfehlungen orientieren. Die Wirkung wird wahrscheinlich nicht sehr groß sein. (Abg. Mag. Molterer: Unterschätzen Sie uns nicht!) – Wir wollen diese Regelungen ins Gesetz bringen, sodass auch der Herr Finanzminister gesetzlich daran gebunden ist, nämlich die Frage der Kleinstunternehmen oder auch die Definition für die Regionen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wir werden das genau prüfen!
Ich darf daher Sie alle, die Abgeordneten aller Fraktionen, ersuchen, diese Anträge zu unterstützen, und freue mich auf eine positive Erledigung im Ausschuss. – Ich danke Ihnen sehr. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wir werden das genau prüfen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Man muss nicht ständig Gesetze ändern, man muss einfach nur schauen, dass sie vollzogen werden. Also der politische Wille ist klar, die Legistik ist klar, und bei der Vollziehung muss man darauf achten, dass es ordentlich gemacht wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich freue mich auf die nächste Ausschusssitzung, in der Sie uns die Zahlen, die Sie uns schon mehrmals versprochen haben, vielleicht auch einmal vorlegen werden, sie also nicht nur immer in den Raum stellen, sondern vielleicht auch einmal auf den Tisch legen, die von Ihnen behauptete 750-Prozent-Preissteigerung. Das wird interessant sein. Es muss sich da um Flohpulver oder etwas Ähnliches handeln, denn solche Preissteigerungen werden Sie sicher nicht nachweisen können. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Das war ein Kompliment, danke!
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Präsident! Werte Damen und Herren! Herr Kollege Neudeck – ich sehe ihn jetzt nicht; ah, da ist er, danke. (Abg. Neudeck: Das war ein Kompliment, danke!) Okay.
Beifall bei den Grünen, der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist richtig, dass wir im Finanzausschuss einiges davon behandelt haben. Allerdings halte ich es für wichtig – auch angesichts dessen, dass tatsächlich die Auswirkungen, wie ich es vorhin schon beschrieben habe, genau auf dieser Gratwanderung nicht so eindeutig sind beziehungsweise sich eher negativ darstellen –, dass wir diese Sache durchaus noch einmal diskutieren, jenseits dieses Fachbereichs der Fachbücher und auch im Hinblick darauf, dass es schon in der Diskussion bei der Gründung der BBG die Diskussion um die Produktgruppen gegeben hat, die ausgenommen werden sollen. Ich finde das für einen guten Anlass, genau diese Diskussion wieder aufzunehmen und dies ein bisschen konkreter anzuschauen. Die positive Stimmung im Ausschuss lässt mich hoffen, dass wir zu einem guten Ergebnis kommen werden. (Beifall bei den Grünen, der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mandak: Für wie lange?
(Abg. Mandak: Für wie lange?)