Eckdaten:
Für die 121. Sitzung der 20. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 591 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Abg. Dr. Kräuter: Bei Ihrer Partei!
Sehr verehrte Damen und Herren! Es ist nichts paletti! (Abg. Dr. Kräuter: Bei Ihrer Partei!) Wenn man sich die Entwicklung des Budgets von 1995 bis 1998 anschaut – wir hatten in Österreich im Jahre 1995 eine Defizitquote in der Höhe von 5,2 Prozent, und wir haben jetzt, im Jahre 1998, eine solche in der Höhe von 2,6 Prozent –, dann kann man beim ersten Hinschauen meinen, das sei ein Erfolg. Wenn man aber etwas tiefer in die Materie eingeht, dann stellt man fest, daß von 1995 bis 1998 allein die Steuererhöhungen (Unruhe im Saal – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen) mehr als 6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausgemacht haben. Sie sind heute noch immer damit konfrontiert, eine Defizitquote von 2,6 Prozent zu halten. Das als Erfolg zu feiern, geht wirklich zu weit. Da ist sicherlich keine Jubelstimmung angebracht. Im Gegenteil: Das ist ein Mißerfolg par excellence! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Unruhe im Saal – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen
Sehr verehrte Damen und Herren! Es ist nichts paletti! (Abg. Dr. Kräuter: Bei Ihrer Partei!) Wenn man sich die Entwicklung des Budgets von 1995 bis 1998 anschaut – wir hatten in Österreich im Jahre 1995 eine Defizitquote in der Höhe von 5,2 Prozent, und wir haben jetzt, im Jahre 1998, eine solche in der Höhe von 2,6 Prozent –, dann kann man beim ersten Hinschauen meinen, das sei ein Erfolg. Wenn man aber etwas tiefer in die Materie eingeht, dann stellt man fest, daß von 1995 bis 1998 allein die Steuererhöhungen (Unruhe im Saal – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen) mehr als 6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausgemacht haben. Sie sind heute noch immer damit konfrontiert, eine Defizitquote von 2,6 Prozent zu halten. Das als Erfolg zu feiern, geht wirklich zu weit. Da ist sicherlich keine Jubelstimmung angebracht. Im Gegenteil: Das ist ein Mißerfolg par excellence! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sehr verehrte Damen und Herren! Es ist nichts paletti! (Abg. Dr. Kräuter: Bei Ihrer Partei!) Wenn man sich die Entwicklung des Budgets von 1995 bis 1998 anschaut – wir hatten in Österreich im Jahre 1995 eine Defizitquote in der Höhe von 5,2 Prozent, und wir haben jetzt, im Jahre 1998, eine solche in der Höhe von 2,6 Prozent –, dann kann man beim ersten Hinschauen meinen, das sei ein Erfolg. Wenn man aber etwas tiefer in die Materie eingeht, dann stellt man fest, daß von 1995 bis 1998 allein die Steuererhöhungen (Unruhe im Saal – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen) mehr als 6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausgemacht haben. Sie sind heute noch immer damit konfrontiert, eine Defizitquote von 2,6 Prozent zu halten. Das als Erfolg zu feiern, geht wirklich zu weit. Da ist sicherlich keine Jubelstimmung angebracht. Im Gegenteil: Das ist ein Mißerfolg par excellence! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn aber die Freiheitlichen kommen und sagen, die stillen Reserven der Oesterreichischen Notenbank, die nicht notwendig sind, wären für eine Steuerreform zu verwenden, dann sagen Sie: Das ist ein geldpolitischer Wahnsinn! Aber wenn Sie selbst es machen, dann ist alles in Ordnung. Der einzige Unterschied ist der: Sie wollen damit Budgetkosmetik betreiben, während aber die Freiheitlichen damit eine Steuerreform finanzieren wollen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie haben da eine riesengroße Chance vertan, indem Sie, weil Sie nur politische Spekulationen im Kopf hatten, es vernachlässigt haben, für diesen Posten einen wirklich guten Bankexperten zu nominieren, und zwar unabhängig von der politischen Farbe, unabhängig davon, welcher Reichshälfte er angehört. Dann hätten wir nämlich eine Chance gehabt, ein Mitglied in das EZB-Direktorium zu entsenden. Mit den politischen Spielereien, die Sie da betrieben haben, haben Sie diese Chance aber vertan. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Bezüglich der Belastungspakete I und II bestätigen mittlerweile auch Experten die Aussagen, die damals seitens der freiheitlichen Fraktion gemacht wurden, daß es nämlich nicht zu zwei Drittel Ausgabenkürzungen und einem Drittel Einnahmeerhöhungen kommen, sondern genau umgekehrt sein wird. Tatsächlich haben Sie zwei Drittel mehr Einnahmen geholt, ein Drittel waren Ausgabenkürzungen. Das wurde nachträglich auch von Experten bestätigt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Bundeskanzler! Herr Finanzminister! Das sollten Sie wirklich ernst nehmen, denn genau dadurch besteht die Gefahr, daß es in Österreich zu einem neuen Belastungspaket kommen wird, das wieder auf Kosten der österreichischen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ausgetragen wird. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Fink: Reden Sie von den Schulden der Freiheitlichen in Niederösterreich!
Wir haben Staatsschulden in der erklecklichen Größenordnung von 1 600 Milliarden Schilling. (Abg. Fink: Reden Sie von den Schulden der Freiheitlichen in Niederösterreich!) Dazu kommen noch die Haftungen, die zum Beispiel derzeit seitens der Oesterreichischen Kontrollbank in einer Größenordnung von 107 Milliarden Schilling ausgewiesen werden. Von diesen 107 Milliarden Schilling werden wahrscheinlich 70 Milliarden Schilling schlagend werden, und zwar schon in der nächsten Zeit. Oder wollen Sie weiterhin mit dieser Taktik agieren, daß zum Beispiel die Rußland-Kredite ständig umgeschuldet werden, zinsfrei gestellt werden oder niedrige effektive Zinsen in Aussicht gestellt werden? – Das geht schon fünf-, sechsmal so. Sie wollen sich im Grunde nur weiterschwindeln, bis irgendwann der Punkt gekommen ist und Sie offen damit herausrücken müssen, daß auf die österreichische Bevölkerung wieder etwas zukommt, was wir wirklich alle verhindern wollen. Wir wollen einfach verhindern, daß dann ein Belastungspaket auf die Bevölkerung zukommt, das zu einer massiven Steuererhöhung führt, die über die derzeitige Steuer- und Abgabenquote von 45,7 Prozent weit hinausgehen wird.
Abg. Koppler – die Hände zusammenschlagend –: Trattner! Das ist ein Wahnsinn!
Da die Freiheitlichen schon rechtzeitig erkannt haben, welche Gefahren da dahinterstecken, haben wir damals unser Pensionsmodell vorgestellt, das sogenannte Dreisäulenmodell, das vom Umlageverfahren auf das Kapitaldeckungsverfahren umstellt. (Abg. Koppler – die Hände zusammenschlagend –: Trattner! Das ist ein Wahnsinn!) Hätten Sie diese Dinge früher ernst genommen, dann wären wir jetzt schon ein Stück weiter und müßten nicht nachrennen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Da die Freiheitlichen schon rechtzeitig erkannt haben, welche Gefahren da dahinterstecken, haben wir damals unser Pensionsmodell vorgestellt, das sogenannte Dreisäulenmodell, das vom Umlageverfahren auf das Kapitaldeckungsverfahren umstellt. (Abg. Koppler – die Hände zusammenschlagend –: Trattner! Das ist ein Wahnsinn!) Hätten Sie diese Dinge früher ernst genommen, dann wären wir jetzt schon ein Stück weiter und müßten nicht nachrennen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Koppler: Weißt du, was das für die Arbeitnehmer bedeutet?
Kapl fordert auch in seinem Bericht ... (Abg. Koppler: Weißt du, was das für die Arbeitnehmer bedeutet?) Es bedeutet einfach, jetzt diese Umstellung durchzuziehen. Denn es besteht nämlich noch eine weitere Gefahr bei der Pensionsreform, die Sie durchgeführt haben. Es besteht die Gefahr, daß es noch zu einer Explosion der Frühpensionen kommt, und zwar deshalb, weil diejenigen, die knapp davorstehen, die alten Regelungen noch mitnehmen wollen und natürlich in die Frühpension gehen. Der Belastungsdruck wird daher durch diese zukünftigen Frühpensionen noch einmal erhöht.
Abg. Mag. Posch: Wie die von der FPÖ!
Das alles wird wieder nur Steuererhöhungen für die kleinen österreichischen Unternehmer bedeuten, denn die großen Betriebe können es sich ohnehin ganz gut richten. Sie haben die Möglichkeit, in Länder auszuweichen, die Steuerschlupflöcher sind. (Abg. Mag. Posch: Wie die von der FPÖ!) Wir haben auch immer wieder gefordert, daß es ein Ziel sein muß, die Steuerharmonisierung durchzuführen, bevor zur EU beigetreten wird, damit solche Dinge nicht möglich sind, daß es sich nämlich die Großen durch Flucht in Steueroasen richten können, während der Kleine die Steuern hier in Österreich bezahlen muß. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Mag. Posch: Das ist eine Unverfrorenheit!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Mag. Posch: Das ist eine Unverfrorenheit!
Das alles wird wieder nur Steuererhöhungen für die kleinen österreichischen Unternehmer bedeuten, denn die großen Betriebe können es sich ohnehin ganz gut richten. Sie haben die Möglichkeit, in Länder auszuweichen, die Steuerschlupflöcher sind. (Abg. Mag. Posch: Wie die von der FPÖ!) Wir haben auch immer wieder gefordert, daß es ein Ziel sein muß, die Steuerharmonisierung durchzuführen, bevor zur EU beigetreten wird, damit solche Dinge nicht möglich sind, daß es sich nämlich die Großen durch Flucht in Steueroasen richten können, während der Kleine die Steuern hier in Österreich bezahlen muß. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Mag. Posch: Das ist eine Unverfrorenheit!)
Abg. Koppler: Sie glauben, mit dem Dreisäulenmodell!
Ich weiß nicht, was Sie als Arbeitnehmervertreter dann sagen werden. Wie wollen Sie das Ihren Leuten erklären? Wie wollen Sie denn Ihren Leuten erklären, daß Sie die ganze Zeit davon reden, daß die Arbeitskosten zu hoch sind ... (Abg. Koppler: Sie glauben, mit dem Dreisäulenmodell!) Ja, das Dreisäulenmodell. (Abg. Koppler: Das Dreisäulenmodell haben wir den Leuten erklärt!) Man muß über alles diskutieren, und man kann nicht etwas vorweg ablehnen und behaupten, daß es nicht gut ist, ohne daß man es angeschaut hat. (Abg. Koppler: Die Arbeitnehmer wissen, was auf sie zukommen würde bei dem Dreisäulenmodell! Eine Katastrophe wäre das! – Abg. Mag. Posch: Ein Wahnsinn wäre das!)
Abg. Koppler: Das Dreisäulenmodell haben wir den Leuten erklärt!
Ich weiß nicht, was Sie als Arbeitnehmervertreter dann sagen werden. Wie wollen Sie das Ihren Leuten erklären? Wie wollen Sie denn Ihren Leuten erklären, daß Sie die ganze Zeit davon reden, daß die Arbeitskosten zu hoch sind ... (Abg. Koppler: Sie glauben, mit dem Dreisäulenmodell!) Ja, das Dreisäulenmodell. (Abg. Koppler: Das Dreisäulenmodell haben wir den Leuten erklärt!) Man muß über alles diskutieren, und man kann nicht etwas vorweg ablehnen und behaupten, daß es nicht gut ist, ohne daß man es angeschaut hat. (Abg. Koppler: Die Arbeitnehmer wissen, was auf sie zukommen würde bei dem Dreisäulenmodell! Eine Katastrophe wäre das! – Abg. Mag. Posch: Ein Wahnsinn wäre das!)
Abg. Koppler: Die Arbeitnehmer wissen, was auf sie zukommen würde bei dem Dreisäulenmodell! Eine Katastrophe wäre das! – Abg. Mag. Posch: Ein Wahnsinn wäre das!
Ich weiß nicht, was Sie als Arbeitnehmervertreter dann sagen werden. Wie wollen Sie das Ihren Leuten erklären? Wie wollen Sie denn Ihren Leuten erklären, daß Sie die ganze Zeit davon reden, daß die Arbeitskosten zu hoch sind ... (Abg. Koppler: Sie glauben, mit dem Dreisäulenmodell!) Ja, das Dreisäulenmodell. (Abg. Koppler: Das Dreisäulenmodell haben wir den Leuten erklärt!) Man muß über alles diskutieren, und man kann nicht etwas vorweg ablehnen und behaupten, daß es nicht gut ist, ohne daß man es angeschaut hat. (Abg. Koppler: Die Arbeitnehmer wissen, was auf sie zukommen würde bei dem Dreisäulenmodell! Eine Katastrophe wäre das! – Abg. Mag. Posch: Ein Wahnsinn wäre das!)
Abg. Dr. Kräuter: Sie reden von Glaubwürdigkeit!
Schauen Sie, die Budgetexperten beim Budgethearing haben auch gesagt, sie wollen das freiheitliche Familiensplittingmodell anschauen, sie wollen es durchrechnen, ob das geht oder ob es nicht geht. Man muß sich die Dinge anschauen. Wenn Sie nur kritisieren, ohne etwas gelesen zu haben, Herr Koppler, dann verlieren Sie einfach die Glaubwürdigkeit. (Abg. Dr. Kräuter: Sie reden von Glaubwürdigkeit!) Zuerst muß man es lesen, dann kann man es kritisieren, aber nicht umgekehrt! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Schauen Sie, die Budgetexperten beim Budgethearing haben auch gesagt, sie wollen das freiheitliche Familiensplittingmodell anschauen, sie wollen es durchrechnen, ob das geht oder ob es nicht geht. Man muß sich die Dinge anschauen. Wenn Sie nur kritisieren, ohne etwas gelesen zu haben, Herr Koppler, dann verlieren Sie einfach die Glaubwürdigkeit. (Abg. Dr. Kräuter: Sie reden von Glaubwürdigkeit!) Zuerst muß man es lesen, dann kann man es kritisieren, aber nicht umgekehrt! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Diese Budgetpolitik wird unsere Oppositionspartei, die freiheitliche Fraktion, sicherlich nie und nimmer zur Kenntnis nehmen! Deswegen werden wir das Budget auch ablehnen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
†Abgeordneter Peter Schieder¦ (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Bundesministerin! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Ich habe mich ein bißchen gewundert, daß Kollege Trattner hier unter Anführung allgemeiner budgetärer Überlegungen zum Kapitel oberste Organe spricht. Ich habe in der Zeitung gelesen, daß er in den letzten Tagen mit den Finanzen der FPÖ und mit den Zuständen in der niederösterreichischen FPÖ befaßt war. Wahrscheinlich ist ihm dieser Ausflug ins Bundesbudget quasi als Erholungsurlaub von diesen Zuständen gewährt worden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch wenn ich über die Arbeit hier im Hause spreche, Herr Präsident, kann ich mit einem Wort des Dankes beginnen, und zwar an Sie und an die Mitarbeiter dieses Hauses für die wirklich gute Betreuung. Ich erlaube mir, dieses Wort des Dankes erst heute an Sie zu richten, obwohl es angesichts der Belebung, die in diesem Haus stattgefunden hat, schon in den letzten Jahren fällig gewesen wäre. Ich mache es aber deshalb erst heute, weil gerade im letzten Jahr auch der Zweite und der Dritte Präsident des Nationalrates Veranstaltungen gemacht haben und ich nun en bloc Dankeschön sagen und diese Arbeit loben kann. Ich danke also allen Präsidenten dieses Hauses und natürlich vor allem Ihnen, Herr Präsident, für Ihre Initiative und für die Vielfalt der Veranstaltungen, ohne mich nun dem Vorwurf auszusetzen, ich lobe den Ersten Präsidenten des Nationalrates bloß deshalb, weil er von meiner eigenen Partei ist. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP, beim Liberalen Forum sowie bei den Grünen.
Hervorzuheben ist hier vor allem die Gedenkveranstaltung, die wir gemeinsam mit dem Bundesrat vor kurzem im Reichsratssitzungssaal durchgeführt haben. Diese Gedenkveranstaltung, ihr Inhalt, die Art und Weise, wie sie abgehalten wurde, sowie die Darbietung der Oper „Das Tagebuch der Anne Frank“ waren ein politischer, symbolischer und auch künstlerischer Höhepunkt. Ihnen, Herr Präsident, und allen, die mitgeholfen haben, das zu ermöglichen, vielen Dank. Das war gut für dieses Parlament, das war gut für dieses Land! (Beifall bei SPÖ und ÖVP, beim Liberalen Forum sowie bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Es wäre sicherlich unfair, schon darüber zu reden, was drinnen stehen wird, wenn er noch nicht präsentiert wurde. Man kann ihn daher nur nach den bisherigen Aussagen beurteilen, und nach den bisherigen Aussagen sind jene Sorgen angebracht, die von unserem Klubobmann Dr. Kostelka gestern auch öffentlich dargestellt worden sind. Eine innere Situation eines Abgeordneten, hervorgerufen durch so einen Vertrag: Existenz gegen Eid als Abgeordneter, Geldstrafe gegen Gelöbnis!, darf es nicht geben. Es darf keinen Einschnitt in die Unabhängigkeit eines Abgeordneten geben! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das sind nicht die Hauptprobleme, es sind aber kleine Dinge unserer Arbeit, die bei diesem Punkt diskutiert gehören – nicht, weil sie als Kleinigkeiten so wichtig sind, sondern weil sie in der Summe mithelfen sollen, dem einzelnen Abgeordneten die Arbeit dahin gehend zu erleichtern, daß er besser und effektiver für die Menschen dieses Landes tätig sein kann. Und das ist ja schließlich unsere Aufgabe. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Noch etwas tut die OECD: Sie nimmt die Ankündigung der Bundesregierung für eine Steuerreform ernst – etwas, was ich leider nicht mache; ich bedauere sehr, daß ich das nicht kann. Wenn man aber diese Ankündigung ernst nimmt, dann ist auch klar, daß dafür ein bestimmter Spielraum geschaffen werden muß, denn eines steht fest: Eine solche Steuerreform muß mit Steuersenkung verbunden sein – und das ist nicht nur ein oppositioneller Zugang dazu, sondern das ist ein, wie ich glaube, objektivierbarer Zugang, der auch in diesem Bericht nachzulesen ist. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Das Problem ist nicht nur nicht gelöst, sondern es wurden auch falsche Schritte gesetzt, nämlich – und das ist das, was mich an dieser Regierungspolitik so maßlos stört: diese offenkundige Kurzfristigkeit im Denken – die Einbeziehung aller Erwerbseinkommen in eine Pflichtversicherung. Das mag zwar kurzfristig den Pensionskassen etwas bringen, nur weiß jeder vernünftige Mensch, daß es über längere Sicht zu einer Belastung führen wird, weil natürlich diese Zahlungen auch eine Gegenleistung provozieren. Daher ist dieser Schritt ein falscher gewesen, der lediglich einen Kurzerfolg, wenn überhaupt, bringt, aber in eine falsche Richtung weist. Das ist dieser Regierung vorzuwerfen, und zwar objektivierbar vorzuwerfen. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Ich gebe schon zu, Sie haben nicht jenen Vertrag geschlossen, den der Parteiobmann Haider jetzt allen seinen Funktionären verpassen wird, Sie werden daher nicht zu einer Pönale aus Ihrem Gehalt herangezogen werden, und das würde ich auch gar nicht wollen in diesem Fall, Herr Bundeskanzler, aber ich hoffe, daß die Pönale zu bezahlen ist in Form von Wählerinnen- und Wählerstimmen. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Wenn das also in diesem Zusammenhang erreicht würde, dann würde mich ja die Höhe dieser Sozialquote nicht irritieren. Sie irritiert mich aber deswegen, weil dieser Effekt eben nicht eintritt, und dem kann man nicht begegnen, indem man eine Sozialschmarotzerdebatte der übelsten Art – weil nämlich im Mantel der Christdemokraten – führt. Der Abgeordnete Khol hat erklärt, daß der Mittelstand nicht mehr bereit sei zum „Durchfüttern“. – So sollte man einer solchen Fehlentwicklung wahrlich nicht begegnen! Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Sie finden nur schönere Worte als eine andere Fraktion, aber es gehört nicht viel dazu, die besseren Worte zu finden. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Doch wenn wir schon bei der Ideologie sind, dann bleibe ich gleich beim Verfassungsgerichtshof. Ich halte es für dringend notwendig, daß wir einen neuen Bestellungsmodus für die Verfassungsrichter finden. Ich halte überhaupt nichts davon, daß man, ob das nun die Bundesregierung ist, ob das die Parteien sind, wer auch immer, Beschickungsrechte dazu benützt, daß Ideologien in den Verfassungsgerichtshof hineingetragen werden. Dieses Verfassungsgerichtshoferkenntnis muß den letzten die Augen geöffnet haben, daß es dabei nicht um Grundsätze der Verfassung, sondern um ideologische Grundsätze geht. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Tichy-Schreder: Aber nicht mit einer Grundsicherung!
Was ich erreichen möchte und was wir erreichen möchten – und wir werden nicht ablassen davon –, ist die politische Argumentation, um zu einer Konzeption, wie immer sie dann ausschaut, zu kommen. Wir haben unsere Vorstellungen, wir sind bereit, darüber zu diskutieren. Wir brauchen die Konzeption einer Grundsicherung, was bedeutet, daß es soziale Sicherheit geben muß – unabhängig davon, ob jemand Erwerbsarbeit hat oder hatte. Denn die eigentliche Herausforderung dieser Gesellschaft ist es, den sozialen Zusammenhalt zu wahren. (Abg. Tichy-Schreder: Aber nicht mit einer Grundsicherung!) Das sei besonders an die Adresse der Sozialdemokraten gesagt, die sich dieser Diskussion bisher genauso verweigert haben wie alle anderen Parteien oder nahezu alle anderen Parteien in diesem Haus. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Was ich erreichen möchte und was wir erreichen möchten – und wir werden nicht ablassen davon –, ist die politische Argumentation, um zu einer Konzeption, wie immer sie dann ausschaut, zu kommen. Wir haben unsere Vorstellungen, wir sind bereit, darüber zu diskutieren. Wir brauchen die Konzeption einer Grundsicherung, was bedeutet, daß es soziale Sicherheit geben muß – unabhängig davon, ob jemand Erwerbsarbeit hat oder hatte. Denn die eigentliche Herausforderung dieser Gesellschaft ist es, den sozialen Zusammenhalt zu wahren. (Abg. Tichy-Schreder: Aber nicht mit einer Grundsicherung!) Das sei besonders an die Adresse der Sozialdemokraten gesagt, die sich dieser Diskussion bisher genauso verweigert haben wie alle anderen Parteien oder nahezu alle anderen Parteien in diesem Haus. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Ich würde mich sehr freuen, wenn sich, auch wenn es liberale Grundfragen sind, auch andere diese Fragen stellen würden, denn dann hätten wir jene Strukturreformen, die wir brauchen. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Die Debatte über das Budget, das wir heute im Plenum des Nationalrates behandeln, unterscheidet sich grundsätzlich von früheren Budgetdebatten, die wir im Hohen Hause geführt haben, und zwar insbesondere deshalb, weil es schon im Vorfeld sehr große Übereinstimmung zwischen dem Finanzministerium und den einzelnen Ministerien über die Schwerpunktsetzungen dieses Budgets gegeben hat. Diese Schwerpunktsetzungen sind ganz eindeutig: Vorrang für Bildung und Sicherheit. Das sind die beiden Bereiche, die in diesem Budget 1999 ganz klar in den Vordergrund gerückt werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir liegen mit der Arbeitslosenrate an zweiter Stelle von allen EU-Staaten. Nur Luxemburg hat eine niedrigere Arbeitslosenrate. Da muß ich der Abgeordneten Dr. Schmidt deutlich widersprechen: Gerade die österreichische Arbeitsmarktpolitik wird von der EU und von internationalen Organisationen gelobt. Nicht nur einmal ist es passiert, daß Kommissar Flynn stimmt, jener Kommissar, der für die Beschäftigungspolitik in der EU zuständig ist, gefragt hat, wie Österreich diesen hohen Grad an Vollbeschäftigung und diese niedrige Arbeitslosenrate erreicht. Wir sind in diesem Bereich für viele andere Staaten ein Vorbild. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Natürlich ist die Budgetkonsolidierung nicht so ohne weiteres vonstatten gegangen. Es wurden Opfer verlangt, insbesondere von den Bediensteten des Bundes und der Gebietskörperschaften. Es gab einen Aufnahmestopp. Herr Bundeskanzler! Ich möchte von dieser Stelle aus wirklich den Bundesbediensteten – und zwar allen, den „kleinen“ Vertragsbediensteten sowie allen anderen – für das Verständnis und den Einsatz danken, daß wir diesen Konsolidierungskurs gerade im Bereich der Verwaltung durchziehen konnten. Das war eine große Leistung! Das waren Mehrleistungen, die unsere Bundesbediensteten erfüllt haben, die heute anerkannt werden sollen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte aber auch insbesondere, wenn ich diese Gruppe herausheben darf, den Bediensteten unseres Hauses – ein Abgeordneter der SPÖ hat dies bereits getan – für die wirklich großartige Hilfe und Unterstützung danken, die wir Abgeordnete von den Bediensteten unseres Hauses, des Parlaments, immer wieder erhalten. Auch sie mußten auf vieles verzichten, auch sie haben große Leistungen, Mehrleistungen erbracht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Abgeordnete Schmidt! Es gibt keinen anderen Bereich, in dem so viele Strukturveränderungen gemacht worden sind wie im sozialen Bereich. Ich warne vor Ihren Vorschlägen, noch mehr zu verändern. Was wir im Bereich der Pensionen gemacht haben, ist die Grenze dessen, was für die Pensionisten und für jene Menschen, die jetzt in Pension gehen, zumutbar ist. Das ist die Grenze! (Beifall bei der ÖVP.) Ich trete Ihren Vorschlägen und Anregungen ganz vehement entgegen.
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Was wollen wir damit erreichen? – Wir wollen damit erreichen, daß nicht nur 98 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher eine gesetzliche Krankenversicherung haben, sondern auch in absehbarer Zeit alle Frauen eine Pension bekommen. (Beifall bei der ÖVP.) Das werden wir nur erreichen, wenn alle Erwerbseinkommen einbezogen werden, wenn auch die geringfügig Beschäftigten in die Pensionsversicherung einbezogen werden können. Deshalb widerspreche ich der Abgeordneten Schmidt, die gemeint hat, dies wäre ein Fehler der Pensionsreform. – Das ist ein großer Fortschritt der Pensionsreform, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gredler: Sie verstehen es nur nicht!) Das sollten auch Sie vom Liberalen Forum endlich einmal zur Kenntnis nehmen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gredler: Sie verstehen es nur nicht!
Meine Damen und Herren! Was wollen wir damit erreichen? – Wir wollen damit erreichen, daß nicht nur 98 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher eine gesetzliche Krankenversicherung haben, sondern auch in absehbarer Zeit alle Frauen eine Pension bekommen. (Beifall bei der ÖVP.) Das werden wir nur erreichen, wenn alle Erwerbseinkommen einbezogen werden, wenn auch die geringfügig Beschäftigten in die Pensionsversicherung einbezogen werden können. Deshalb widerspreche ich der Abgeordneten Schmidt, die gemeint hat, dies wäre ein Fehler der Pensionsreform. – Das ist ein großer Fortschritt der Pensionsreform, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gredler: Sie verstehen es nur nicht!) Das sollten auch Sie vom Liberalen Forum endlich einmal zur Kenntnis nehmen.
Demonstrativer Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Bei einem Bereich, nämlich bei der Ausgliederung des Statistischen Zentralamts, bin ich sehr froh, daß es im letzten Moment gelungen ist, eine Lösung zu finden. Denn ich glaube, Ausgliederungen dürfen nicht nur um der Ausgliederung selbst willen vollzogen werden. Herr Bundeskanzler! So finde ich, wenn ich Ihnen das jetzt sagen darf und wenn Sie mir zuhören ... (An der Regierungsbank wird gesprochen.) Ich halte es wirklich für unerträglich, Herr Präsident, daß ständig Abgeordnete hinter dem Rücken der Redner mit Regierungsmitgliedern reden! (Demonstrativer Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich tue es auch nicht und bitte darum, daß auch andere das nicht tun. (Abg. Dr. Haider: Hin und wieder machst du das auch! Ich habe dich schon gesehen!) Ich mache das erst nachher. (Abg. Dr. Haider: Nur wenn es dich selbst betrifft, regst du dich auf!) Für den Fall, daß ich es auch schon getan habe, werde ich mich bessern, Herr Dr. Haider.
Abg. Dr. Haider: Hin und wieder machst du das auch! Ich habe dich schon gesehen!
Meine Damen und Herren! Bei einem Bereich, nämlich bei der Ausgliederung des Statistischen Zentralamts, bin ich sehr froh, daß es im letzten Moment gelungen ist, eine Lösung zu finden. Denn ich glaube, Ausgliederungen dürfen nicht nur um der Ausgliederung selbst willen vollzogen werden. Herr Bundeskanzler! So finde ich, wenn ich Ihnen das jetzt sagen darf und wenn Sie mir zuhören ... (An der Regierungsbank wird gesprochen.) Ich halte es wirklich für unerträglich, Herr Präsident, daß ständig Abgeordnete hinter dem Rücken der Redner mit Regierungsmitgliedern reden! (Demonstrativer Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich tue es auch nicht und bitte darum, daß auch andere das nicht tun. (Abg. Dr. Haider: Hin und wieder machst du das auch! Ich habe dich schon gesehen!) Ich mache das erst nachher. (Abg. Dr. Haider: Nur wenn es dich selbst betrifft, regst du dich auf!) Für den Fall, daß ich es auch schon getan habe, werde ich mich bessern, Herr Dr. Haider.
Abg. Dr. Haider: Nur wenn es dich selbst betrifft, regst du dich auf!
Meine Damen und Herren! Bei einem Bereich, nämlich bei der Ausgliederung des Statistischen Zentralamts, bin ich sehr froh, daß es im letzten Moment gelungen ist, eine Lösung zu finden. Denn ich glaube, Ausgliederungen dürfen nicht nur um der Ausgliederung selbst willen vollzogen werden. Herr Bundeskanzler! So finde ich, wenn ich Ihnen das jetzt sagen darf und wenn Sie mir zuhören ... (An der Regierungsbank wird gesprochen.) Ich halte es wirklich für unerträglich, Herr Präsident, daß ständig Abgeordnete hinter dem Rücken der Redner mit Regierungsmitgliedern reden! (Demonstrativer Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich tue es auch nicht und bitte darum, daß auch andere das nicht tun. (Abg. Dr. Haider: Hin und wieder machst du das auch! Ich habe dich schon gesehen!) Ich mache das erst nachher. (Abg. Dr. Haider: Nur wenn es dich selbst betrifft, regst du dich auf!) Für den Fall, daß ich es auch schon getan habe, werde ich mich bessern, Herr Dr. Haider.
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir haben mit diesem Budget für das Jahr 1999 den Konsolidierungskurs, der im Jahre 1996 eingeleitet wurde, fortgesetzt. Die Defizitquote wird, wenn die Prognosen und entsprechenden Absichten des Finanzministers eingehalten werden können, im Jahre 2000 auf 2,0 Prozent gesenkt werden können, die Schuldenquote wird unter 65 Prozent sinken. Das sind Ziele, die erreichbar sind, und ich glaube, wir sollten alle daran arbeiten, die Ziele, die wir uns für weitere Budgets vorgenommen haben, zu verwirklichen und umzusetzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Ich möchte meine kurzen und knapp gehaltenen Ausführungen damit beginnen, daß ich jenen Damen und Herren danke, die aus vielfach unverständlichen Reden glänzende Manuskripte produzieren, nämlich den Damen und Herren vom Stenographischen Dienst. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Ich bin manchmal ganz erstaunt, wenn ich lese, was ich gesagt habe und wie gut sich meine Ausführungen lesen, weil ich gar nicht glauben kann, daß sich meine Reden so gut anhören. Ich möchte ihnen wirklich danken. Denn das, meine Damen und Herren – und nun bin ich ja schon wirklich in medias res, nämlich beim Budget –, ist etwas, was uns Abgeordnete direkt betrifft: Vom Stenographischen Dienst wird im stillen und verborgenen gearbeitet, und das Stenographische Protokoll dokumentiert Dinge beinahe für die Ewigkeit, was ja nicht unwesentlich ist. Wer weiß, wie viele Diplomarbeiten und Dissertationen noch aus all dem, was im Lauf der Jahre an dieser Stelle so gesagt wurde, entstehen werden? Den Damen und Herren, die hier so unscheinbar vor uns sitzen und Wesentliches leisten, sei nochmals mein ganz herzlicher Dank ausgesprochen. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Herr Präsident! Sie kennen meine Meinung, aber ich möchte sie hier jetzt nochmals explizit wiederholen: Ich habe immer den Eindruck, am wenigsten Wert wird in diesem Haus jenen Leistungen zugemessen, die den Abgeordneten und damit unmittelbar jedem einzelnen von uns zugute kommen. Diese Arbeit wird, auch wenn es um die Frage der Arbeitsplatzbewertung geht, immer am geringsten geschätzt. Das ist mein Eindruck und gewiß eine subjektive Beurteilung, aber ich nehme an, viele Kolleginnen und Kollegen werden meine Einschätzung teilen. (Allgemeiner Beifall.) Für mich ist das jetzt einmal das Wesentliche.
Beifall bei den Grünen.
Wenn ein Parlament, ein Nationalrat, meine sehr geehrten Damen und Herren, nicht einmal einen legistischen Dienst in einer halbwegs repräsentativen Größe hat, dann beschneidet es sich gewissermaßen selbst. Diese angesprochene Problematik, Herr Bundeskanzler, stellt sozusagen auch die Brücke zu Ihnen dar. Bei Ihnen – in der Exekutive – gibt es den Verfassungsdienst, der im wesentlichen der legistische Dienst der Republik ist. Hier im Nationalrat beschließen wir die Gesetze, wir sind diejenigen, die unseren Kopf hinhalten, denn ich kandidiere als eine Vertreterin und werde als solche gewählt. Sie kandidieren, aber Sie üben Ihr Mandat nicht aus. Sie sitzen hier als Exekutive, und daher möchte ich heute nochmals die langjährige Forderung wiederholen, daß ein legistischer Dienst namhafter Größe im Nationalrat eingerichtet wird. (Beifall bei den Grünen.) Es ist mir unverständlich, warum Ihnen dieser Apparat zur Verfügung steht und uns nicht. Einen solchen gibt es nicht.
Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundeskanzler! Sie sind in diesen Fragen – das ist mein Eindruck von Ihrer erst knapp einjährigen Zeit als Bundeskanzler – ein würdiger Nachfolger, was die Auseinandersetzung mit diesen Fragen betrifft. (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.) Meine Hoffnungen richten sich deshalb auch auf die Zukunft. Setzen Sie diesen Weg gemeinsam mit jenen fort, die sich schon jahrelang mit dem so schwierigen Kapitel der Vergangenheitsbewältigung auseinandersetzen!
Abg. Tichy-Schreder: Er steht nicht, sondern er sitzt!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich komme jetzt zu zwei anderen kurzen Kapiteln, weil ich die Gelegenheit, daß der Herr Bundeskanzler nur einen Meter vor mir steht (Abg. Tichy-Schreder: Er steht nicht, sondern er sitzt!) – er sitzt, ich stehe –, nützen möchte. Das erste Thema betrifft die Volksgruppen, das zweite die Medien.
Bundeskanzler Mag. Klima: Beim Thema Volksgruppen tue ich das schon seit fünf Jahren!
Herr Bundeskanzler! Ich habe zwar den Eindruck, daß Sie sich mit dem Thema Vergangenheitsbewältigung sehr beschäftigen, beim Thema Volksgruppen habe ich diesen Eindruck allerdings nicht. (Bundeskanzler Mag. Klima: Beim Thema Volksgruppen tue ich das schon seit fünf Jahren!) Nehmen Sie diese Kritik als einen Auftrag oder eine Bitte, sich dieses Themas anzunehmen, eines Themas, das natürlich im Vergleich zur Komplexität Ihrer Aufgaben, die Sie als Bundeskanzler haben – angefangen von der EU-Präsidentschaft in diesem Jahr bis zu Themen, die „ins Eingemachte“ der Republik gehen –, ein ganz kleines Mosaiksteinchen darstellt. Fragen des Zusammenlebens von Minderheiten und Volksgruppenfragen sind allerdings für jene, die betroffen sind, sehr, sehr wesentlich.
Bundeskanzler Mag. Klima: In den letzten fünf Jahren ist sie gestiegen!
Leider ist erstmals, seit ich hier im Parlament bin, die Dotation für die Volksgruppenförderung nicht gewachsen. Sie ist, ganz im Gegenteil, im Bundesvoranschlag niedriger angesetzt als letztes Jahr. Im Budgetausschuß wurde dafür eine ganz einfache Erklärung gegeben: Alles, und damit auch die Volksgruppenförderung, ist prozentuell gekürzt worden. (Bundeskanzler Mag. Klima: In den letzten fünf Jahren ist sie gestiegen!) Herr Bundeskanzler, ich kenne die Entwicklung genau, ich bin ja schon jahrelang in diesem Bereich tätig.
Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Wie viele Slowenen gibt es denn in der Steiermark? Herr Präsident Fischer eröffnet ja am Samstag ein Kulturhaus!
Herr Bundeskanzler! Ich möchte noch einen allerletzten Satz anfügen. Eine Problematik, die überhaupt nichts mit Geld zu tun hat und nur eine politische Frage ist, ist die leidige Frage der politischen Anerkennung der steirischen Slowenen. Sie kennen die Positionen: Es gibt in diesem Land nicht unmaßgebliche Politiker und Politikerinnen, die die Tatsache der slowenischsprachigen Bevölkerung in der Steiermark schlicht und einfach leugnen. (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Wie viele Slowenen gibt es denn in der Steiermark? Herr Präsident Fischer eröffnet ja am Samstag ein Kulturhaus!)
Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Wie ist das eigentlich mit der deutschsprachigen Bevölkerung in Slowenien?
Es besteht ein Spannungsfeld zwischen Leugnung der Existenz dieser Volksgruppe auf der einen Seite und den beispielhaften Aktivitäten, die durch den Artikel 7-Kulturverein in Bad Radkersburg gesetzt werden konnten auf der anderen Seite. Ein erster Höhepunkt ist am Samstag die Eröffnung des Kulturhauses in Laafeld, die in dankenswerter Weise Herr Präsident Fischer vornehmen wird. Steirische, auch sozialdemokratische, Politiker haben sich ja konstant und vehement geweigert, auch nur einen Fuß in dieses Kulturhaus zu setzen. (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Wie ist das eigentlich mit der deutschsprachigen Bevölkerung in Slowenien?) Ich sehe, daß Kollegin Parfuss den Kopf schüttelt. Ich meine damit Spitzenrepräsentanten. Ich habe bis jetzt auch nur einen einzigen Vertreter Ihrer Partei, einen sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten, dort getroffen. Alle anderen lassen sich dort nicht blicken. (Zwischenbemerkung des Bundeskanzlers Mag. Klima.)
Zwischenbemerkung des Bundeskanzlers Mag. Klima.
Es besteht ein Spannungsfeld zwischen Leugnung der Existenz dieser Volksgruppe auf der einen Seite und den beispielhaften Aktivitäten, die durch den Artikel 7-Kulturverein in Bad Radkersburg gesetzt werden konnten auf der anderen Seite. Ein erster Höhepunkt ist am Samstag die Eröffnung des Kulturhauses in Laafeld, die in dankenswerter Weise Herr Präsident Fischer vornehmen wird. Steirische, auch sozialdemokratische, Politiker haben sich ja konstant und vehement geweigert, auch nur einen Fuß in dieses Kulturhaus zu setzen. (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Wie ist das eigentlich mit der deutschsprachigen Bevölkerung in Slowenien?) Ich sehe, daß Kollegin Parfuss den Kopf schüttelt. Ich meine damit Spitzenrepräsentanten. Ich habe bis jetzt auch nur einen einzigen Vertreter Ihrer Partei, einen sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten, dort getroffen. Alle anderen lassen sich dort nicht blicken. (Zwischenbemerkung des Bundeskanzlers Mag. Klima.)
Abg. Koppler: Müssen wir das Rednerpult umdrehen?
Jetzt komme ich zu meinem wirklich allerletzten Punkt, den ich sehr kurz halten kann, weil wir heute noch bei einer Fristsetzungsdebatte Gelegenheit haben werden – ich weiß nicht, ob Sie daran teilnehmen werden –, darüber zu sprechen: Das ist die ORF-Reform. Herr Bundeskanzler! So viel kompensiertes Versagen im Sinne eines Nichtumsetzens von Versprechungen wie im Zusammenhang mit der Reform des Österreichischen Rundfunks muß man erst suchen! (Abg. Koppler: Müssen wir das Rednerpult umdrehen?) Sie haben in Ihrer Regierungserklärung nicht nur ... (Bundeskanzler Mag. Klima: Wir sind nicht allein in der Regierung!) Ja wenn Sie alleine könnten, aber, Herr Bundeskanzler, Politik ist ja die Kunst des Machbaren. Und diese Kunst beherrschen Sie offensichtlich nicht.
Bundeskanzler Mag. Klima: Wir sind nicht allein in der Regierung!
Jetzt komme ich zu meinem wirklich allerletzten Punkt, den ich sehr kurz halten kann, weil wir heute noch bei einer Fristsetzungsdebatte Gelegenheit haben werden – ich weiß nicht, ob Sie daran teilnehmen werden –, darüber zu sprechen: Das ist die ORF-Reform. Herr Bundeskanzler! So viel kompensiertes Versagen im Sinne eines Nichtumsetzens von Versprechungen wie im Zusammenhang mit der Reform des Österreichischen Rundfunks muß man erst suchen! (Abg. Koppler: Müssen wir das Rednerpult umdrehen?) Sie haben in Ihrer Regierungserklärung nicht nur ... (Bundeskanzler Mag. Klima: Wir sind nicht allein in der Regierung!) Ja wenn Sie alleine könnten, aber, Herr Bundeskanzler, Politik ist ja die Kunst des Machbaren. Und diese Kunst beherrschen Sie offensichtlich nicht.
Abg. Dr. Cap: Das müssen Sie dem Schüssel sagen!
Darum habe ich ja heute einen Gesetzesantrag eingebracht. Ich könnte Ihnen die Stellen, in denen es um die Zukunft des Österreichischen Rundfunks geht, dokumentieren, in denen es Wort für Wort absolute Übereinstimmung zwischen den beiden Koalitionsparteien gibt. (Abg. Dr. Cap: Das müssen Sie dem Schüssel sagen!)
Beifall bei den Grünen.
†Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits¦ (fortsetzend): Herr Präsident! Wenn wir dem Österreichischen Rundfunk nicht die Möglichkeit des Einstiegs in neue Geschäftsfelder auch auf gesetzlicher Ebene geben, dann hat er sie nicht, und er schadet sich, ohne es zu wollen, selbst. Und das ist der Fehler, den Sie machen, wenn Sie diese Reform nicht durchführen. Aber Weiteres später. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Haider: Ich erkläre es dir dann! Du kannst es nicht verstehen!
Erlauben Sie mir noch diese Anmerkung: Es ist wirklich ein Treppenwitz der österreichischen Politikgeschichte, wenn jetzt eine Neugründung der FPÖ vorgemacht wird. Jener, nämlich Dr. Haider, der über ein Jahrzehnt alleinverantwortlich in der FPÖ ist, der für diese Zustände verantwortlich ist, gründet jetzt angeblich diese Partei „neu“, gewissermaßen sich selbst. – Sagen Sie, meine Damen und Herren von der FPÖ, für wie dumm verkaufen Sie eigentlich die Wählerinnen und Wähler? (Abg. Dr. Haider: Ich erkläre es dir dann! Du kannst es nicht verstehen!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Dr. Winkler – das sage ich Ihnen auch noch, Herr Dr. Haider – ist ein sehr angesehener Journalist von der „Kleinen Zeitung“. Wissen Sie, was der heute schreibt? – „Das Gerede von der moralischen Neugründung der FPÖ kann angesichts der verbalen Hemmungslosigkeit Haiders selbst und der Charakterlosigkeit seines Satrapen Stadler nur als Hohn erscheinen.“ – Dem ist nichts hinzuzufügen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Kier: Keine Spur!
Wenn Frau Kollegin Schmidt gemeint hat, von Verwaltungsreform kann keine Rede sein (Abg. Dr. Kier: Keine Spur!), also keine Spur sein, wie auch immer, dann muß ich sagen, ich verstehe das schon aus dem Eifer der Opposition, ich verstehe das politisch. Ich meine, daß aufgrund der Tatsache, daß sich die FPÖ selbst politisch demoliert, das Liberale Forum wieder bestimmte Segmente findet. Aber daß bei diesem großen AVG-Werk von Verwaltungsreform keine Rede sein kann, kann auch von politischer Seite nicht behauptet werden, denn, meine Damen und Herren, die Verwaltungsverfahren werden vereinfacht, beschleunigt, verbilligt.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Aumayr: Was soll denn das, Herr Präsident? Ist es erlaubt, zu sagen „größenwahnsinnig gewordener Parteidiktator“? Gibt es keinen Ordnungsruf, Herr Präsident?
Meine Damen und Herren! Ich komme schon zum Schluß. Auch ein Mitarbeiter des FPÖ-Klubs hat sich vorbildlich eingebracht, hat Können und Wissen zur Verfügung und unter Beweis gestellt. Dazu muß man gratulieren. Ich wünsche diesem FPÖ-Mitarbeiter, daß er nicht unter Androhung einer Existenzgefährdung an diesen schmierigen Knebelungsverträgen politischer Mandatare mitarbeiten muß, die Dr. Haider plant, und daß dieser fähige Mitarbeiter nicht mitarbeiten muß an diesen Entmündigungsurkunden für sogenannte freiheitliche Politiker. Ich wünsche mir, daß dieser Mitarbeiter nicht mitarbeiten muß an diesen verfassungsrechtlichen, strafrechtlichen, geschäftsordnungsmäßigen Verstößen. Ich wünsche mir, daß dieser Mitarbeiter nicht mitarbeiten muß an diesem politischen und moralischen Tiefpunkt jüngster österreichischer Parlamentsgeschichte. Letztendlich, meine Damen und Herren, wünsche ich mir, daß dieser Mitarbeiter nicht mitarbeiten muß am totalitären Machtanspruch eines offensichtlich größenwahnsinnig gewordenen Parteidiktators. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Aumayr: Was soll denn das, Herr Präsident? Ist es erlaubt, zu sagen „größenwahnsinnig gewordener Parteidiktator“? Gibt es keinen Ordnungsruf, Herr Präsident?)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Ing. Reichhold: Bravo, wir können „stolz“ sein darauf!
†Abgeordneter Dr. Jörg Haider¦ (Freiheitliche): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Wir haben also gesehen, wie in diesem Parlament mit zweierlei Maß gemessen wird, und ich „bedanke“ mich beim Herrn Präsidenten für seine „faire“ Vorsitzführung. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Ing. Reichhold: Bravo, wir können „stolz“ sein darauf!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich frage mich wirklich, Herr Bundeskanzler und Herr Finanzminister, wodurch Sie solche Geschenkspolitik rechtfertigen wollen, wenn Sie gleichzeitig die Belastungen der Bevölkerung um 30 Prozent und mehr erhöhen und damit die Masse der Bürger empfindlich zur Kasse bitten! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Weiters ist es Tatsache, daß das größte EDV-Projekt im Rahmen des AMS und der Republik mit mehr als 3 Milliarden Schilling abgerechnet wird, um die Vernetzung der Arbeitsmarktverwaltung durchzuführen. Nach drei Jahren ist man aber noch immer nicht in der Lage, die Arbeitslosenunterstützungsbeiträge EDV-gestützt auszuzahlen! Die Anweisungen müssen noch händisch vorgenommen werden! Ist das Ihre Art der „Bürokratiereform“? – Weil Sie das nicht zusammenbringen, kürzen Sie den Behinderten das Taschengeld, nehmen das Pflegegeld weg, kürzen soziale Leistungen – und nennen das noch anständige Politik! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie flüchten vor der Verantwortung, indem Sie sagen: Verwaltungsreform heißt Ausgliederung. – Das ist der größte Unsinn, den es überhaupt gibt! Verwaltungsreform durch Ausgliederung, so wie Sie es machen, ist keine Privatisierung, sondern Flucht vor der Verantwortung, damit das österreichische Parlament überhaupt keine Kontrolle mehr hat, damit der Rechnungshof nicht mehr prüfen kann und damit Sie weiterhin, wie Sie das auch in den letzten Jahrzehnten getan haben, Schindluder treiben können! Das ist es! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Karlsson
Das sagt Ihnen auch ein angesehener Journalist, und zwar der Chefredakteur der „Salzburger Nachrichten“, Ronald Barazon, der in der jüngsten Ausgabe des Magazins „Volkswirt“ in der Volkswirt-Analyse 1998 folgendes meint (Zwischenruf der Abg. Dr. Karlsson) – ich lese es Ihnen vor –:
Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
„Die Einschränkungen im Sozialbereich ergeben zwar eine Senkung der Staatsausgaben, sind aber in Wahrheit nur eine weitere Einbuße für die Bezieher dieser Leistungen.“ – Das ist es, was Sie also gemacht haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) – Herr Kollege, haben Sie bitte Verständnis dafür, daß ich mit so einem primitiven Menschen wie Ihnen keinen Kontakt pflege. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
„Die Einschränkungen im Sozialbereich ergeben zwar eine Senkung der Staatsausgaben, sind aber in Wahrheit nur eine weitere Einbuße für die Bezieher dieser Leistungen.“ – Das ist es, was Sie also gemacht haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) – Herr Kollege, haben Sie bitte Verständnis dafür, daß ich mit so einem primitiven Menschen wie Ihnen keinen Kontakt pflege. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es gibt die Regelung, daß Schulabgänger gar nicht in der Arbeitslosenstatistik aufscheinen, wenn sie noch nie gearbeitet haben. Weiters gibt es die Regelung, daß diejenigen, die einen Antrag auf Pension gestellt und einen Pensionsvorschuß bekommen, aus der Arbeitslosenstatistik eliminiert werden. Und all jene, die sich in einer Arbeitsstiftung befinden, gelten offiziell nicht als arbeitslos. Daher ergeben sich, wenn man das summiert, nicht 300 000 oder 350 000 Arbeitslose, sondern mehr als 600 000 Arbeitslose, und das sind 16 Prozent. Dann brauchen wir uns in Österreich nicht mehr zu gratulieren, denn das Verstecken von Arbeitslosen ist in Wirklichkeit die Weigerung der Regierung, sich mit dem Problem Beschäftigung auseinanderzusetzen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn ich mir das Budget anschaue, bei dem sich der Herr Finanzminister aus der Neubewertung der Reserven der Oesterreichischen Nationalbank einige Milliarden Schilling holt, muß ich sagen: Dafür ist dieses Geld nicht da, sondern es hat für die Wertschöpfung produktiv eingesetzt zu werden. Und das kann nur eine Steuersenkung sein! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ein Betrieb, der 1 Million Schilling Gewinn macht – und die Masse sind klein- und mittelständische Unternehmungen –, nach unserem Vorschlag, und nur 400 000 S für die private Entnahme herausnimmt, zahlt nach den heutigen Steuergesetzen für die wiederinvestierten Gewinne 378 000 S an Steuern: Einkommensteuer, Körperschaftsteuer. Wenn er unser Steuermodell anwendet, dann heißt das, wenn Sie 400 000 S privat entnehmen und nach dem geltenden Tarif als Einkommen versteuern, der Rest aber steuerfrei investiert werden kann, daß er nicht 378 000 S an Steuern zahlt, sondern nur 117 000 S. Das ist attraktiv, das reizt an, Investitionen zu machen und das Geld nicht privat zu verbrauchen. Und genau das wollen wir haben! Investitionen, die beschäftigungswirksam sind, können nur durch eine vernünftige Steuerpolitik angereizt werden und damit auch eine entsprechende neue Dynamik erzeugen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir wollen, daß jene, die sich nicht an ihre Wahlversprechen halten, die ihr Regierungsprogramm nicht einhalten, auch schadenersatzpflichtig gegenüber der Bevölkerung gemacht werden! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Maitz hält einen „Kurier“-Artikel mit der Schlagzeile: „FPÖ-Klub gab Rosenstingl Millionen für Spekulation“ in die Höhe.
Das ist eine Politik, die uns ganz klar von Ihnen unterscheidet! (Abg. Dr. Maitz hält einen „Kurier“-Artikel mit der Schlagzeile: „FPÖ-Klub gab Rosenstingl Millionen für Spekulation“ in die Höhe.) Und da nützt es Ihnen auch nichts, Kollege Maitz, wenn Sie ein Taferl über den Rosenstingl hochhalten, wenn Sie selbst mit Ihrer Zeitung in der Steiermark einer der größten Pleitiers mit öffentlichen Förderungsmitteln sind. Das ist ein Faktum! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das ist eine Politik, die uns ganz klar von Ihnen unterscheidet! (Abg. Dr. Maitz hält einen „Kurier“-Artikel mit der Schlagzeile: „FPÖ-Klub gab Rosenstingl Millionen für Spekulation“ in die Höhe.) Und da nützt es Ihnen auch nichts, Kollege Maitz, wenn Sie ein Taferl über den Rosenstingl hochhalten, wenn Sie selbst mit Ihrer Zeitung in der Steiermark einer der größten Pleitiers mit öffentlichen Förderungsmitteln sind. Das ist ein Faktum! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Die Freiheitlichen sind sicherlich keine „Marionetten“, von denen da jetzt so gerne gesprochen wird. Aber welche Marionetten sind denn das, die da bei Ihnen sitzen, wenn es um den Klubzwang geht, etwa bei der 0,8/0,5-Promille-Abstimmung, im Zuge derer im sozialistischen Klub Abgeordnete sogar tätlicherweise gezwungen wurden, dafür zu stimmen, obwohl sie eine abweichende Meinung dazu hatten! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abg. Dr. Karlsson.
Welche Marionetten-Abgeordneten sind denn das, die sich, wie zum Beispiel Kollege Grabner, auf Kosten des Österreichischen Olympischen Comités bei jeder Olympiade immer die volle Länge durchfinanzieren lassen; der Kollege Grabner ist dort dabei, aber wenn er für den olympischen Gedanken abstimmen soll und sozusagen eine „falsche“ Fraktion einen Antrag einbringt, dann rennt er aus dem Saal hinaus, weil er keine politische Verantwortung tragen will. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abg. Dr. Karlsson.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Und da lassen Sie sich ermächtigen, daß Sie gesetzesfrei jedes Jahr viele Milliarden Schilling ohne Kontrolle, ohne Verwendungsnachweis, zum Teil geradezu in abenteuerlicher Form, wie Ihnen im Rechnungshofbericht ja nachgewiesen wurde, aus dem Steuertopf nehmen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Welcher Gedankengang da dahintersteckt, sieht man ja: Sie wollen in Wirklichkeit, daß weder Demokratie noch Parlamentarismus wirksam sind! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Da brauchen Sie gar nicht zu lachen! (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Meine Damen und Herren! Welcher Gedankengang da dahintersteckt, sieht man ja: Sie wollen in Wirklichkeit, daß weder Demokratie noch Parlamentarismus wirksam sind! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Da brauchen Sie gar nicht zu lachen! (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.)
Beifall bei den Freiheitlichen
Ich appelliere an die roten und schwarzen Abgeordneten-Marionetten: Wehren Sie sich dagegen, daß Milliarden von der österreichischen Bundesregierung ausgegeben werden, und zwar ohne jegliche parlamentarische Kontrolle (Beifall bei den Freiheitlichen), ohne daß es eine gesetzliche Grundlage dafür gibt, ohne daß es ein rechtsstaatliches Verfahren gibt, um nachvollziehbar zu machen, was da alles los ist! (Zwischenrufe des Abg. Koppler.)
Zwischenrufe des Abg. Koppler.
Ich appelliere an die roten und schwarzen Abgeordneten-Marionetten: Wehren Sie sich dagegen, daß Milliarden von der österreichischen Bundesregierung ausgegeben werden, und zwar ohne jegliche parlamentarische Kontrolle (Beifall bei den Freiheitlichen), ohne daß es eine gesetzliche Grundlage dafür gibt, ohne daß es ein rechtsstaatliches Verfahren gibt, um nachvollziehbar zu machen, was da alles los ist! (Zwischenrufe des Abg. Koppler.)
Abg. Dr. Kostelka: Wo denn?
Wenn Sie das tun, dann sind Sie für uns glaubwürdig! Aber solange Sie geistig und politisch vor dieser Verantwortung flüchten, solange Sie sich einen Klubobmann leisten, der vom Staatsanwalt verfolgt wird (Abg. Dr. Kostelka: Wo denn?), weil er 33 Millionen Schilling an öffentlichen Geldern veruntreut hat, aber noch immer sein Mandat hat, so lange sind Sie wirkliche Abgeordneten-Marionetten! (Langanhaltender Beifall bei den Freiheitlichen.)
Langanhaltender Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn Sie das tun, dann sind Sie für uns glaubwürdig! Aber solange Sie geistig und politisch vor dieser Verantwortung flüchten, solange Sie sich einen Klubobmann leisten, der vom Staatsanwalt verfolgt wird (Abg. Dr. Kostelka: Wo denn?), weil er 33 Millionen Schilling an öffentlichen Geldern veruntreut hat, aber noch immer sein Mandat hat, so lange sind Sie wirkliche Abgeordneten-Marionetten! (Langanhaltender Beifall bei den Freiheitlichen.)
Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist einer der wesentlichsten Punkte, dem wir uns auch vordringlich widmen müssen. Die soziale Absicherung ist ebenfalls etwas, was wir von der Österreichischen Volkspartei in besonderem Maße urgieren, wobei wir der Meinung sind, daß jetzt bald damit begonnen werden muß, diese auch zu garantieren. (Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher ist es wichtig, daß all jene Stellen wie Gleichbehandlungsanwaltschaft, wie Frauenhäuser, wie Frauenberatungsstellen staatliche Unterstützung und Subventionierung bekommen, die sie brauchen, um den Frauen vor Ort Rat und Hilfe erteilen oder sie zumindest anhören zu können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben – zwar nicht so konkret, aber doch – anläßlich des Frauen-Volksbegehrens in Form von Entschließungen Aufträge erteilt, von denen ich mir wünsche, daß sie bald erfüllt werden, um effiziente Unterlagen zu haben, um den zukünftigen Weg für die Frauen positiv gestalten zu können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Hier haben wir ein Modell, das gangbar wäre, das endlich einmal auch die Verantwortung der Männer einfordern würde. (Beifall bei der ÖVP.) Ich habe es von dieser Stelle aus sehr oft schon gesagt: Der Staat kann viele Dinge übernehmen, aber es ist nicht notwendig, daß er überall einspringt, sondern wir müssen in Gemeinsamkeit den Mut dazu haben, auch die Verpflichtungen der Männer gegenüber ihren Frauen einzufordern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Hier haben wir ein Modell, das gangbar wäre, das endlich einmal auch die Verantwortung der Männer einfordern würde. (Beifall bei der ÖVP.) Ich habe es von dieser Stelle aus sehr oft schon gesagt: Der Staat kann viele Dinge übernehmen, aber es ist nicht notwendig, daß er überall einspringt, sondern wir müssen in Gemeinsamkeit den Mut dazu haben, auch die Verpflichtungen der Männer gegenüber ihren Frauen einzufordern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher ist es mir sehr, sehr wichtig, sehr geehrte Frau Bundesministerin und meine sehr geehrten Damen und Herren, daß wir bald die Diskussion über diese eigenständige Alterssicherung für Frauen beginnen, aber auch den Versorgungsausgleich – oder das Splittingmodell; wie immer wir dieses Modell nennen, ist nachrangig – mit in diese Überlegungen einbeziehen, weil es nämlich genau jenen hilft, die zwar immer als Ärmste genannt werden, aber wenn es um konkrete Hilfe geht, wird diese verweigert. Wir stehen dazu, daß man den Frauen um die 50 und älter eine entsprechende Alterssicherung geben und ihnen auch in ihrem letzten Lebensabschnitt noch ein ordentliches Leben ermöglichen sollte – auf Kosten der Männer selbstverständlich, daß muß man auch dazusagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es gibt zweifellos einen viel breiteren Wunschkatalog für die Frauen, aber ich glaube, es ist wichtig, daß wir die wesentlichsten Punkte, nämlich Bildung und Ausbildung, denen in diesem Budget großer Raum gewidmet ist, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Unterstützung in dieser Phase, und diesbezüglich haben wir gestern beim Budgetbegleitgesetz auch einen wesentlichen Schritt getan, und Alterssicherung – das sind die gravierendsten und wahrscheinlich vordringlichsten Punkte –, raschest in Angriff nehmen müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Haider: Was ist mit Atlanta?
Drittens: Diese Rechnung habe ich auch Herrn Abgeordneten Grollitsch gezeigt. (Abg. Dr. Haider: Was ist mit Atlanta?)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! So kann man in diesem Hause wirklich nicht sprechen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Grabner – in Richtung des Abg. Dr. Haider –: Du brauchst mir das nicht zu sagen! Weil ich fliege nicht mit einem Hubschrauber! Ich zahle mir meine Rechnungen, aber du nicht! Du nicht! Alles! Da brauchst du keine Angst haben! – Gegenruf des Abg. Dr. Haider – Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.
†Präsident Dr. Heinrich Neisser¦: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Kier. – Bitte. (Abg. Grabner – in Richtung des Abg. Dr. Haider –: Du brauchst mir das nicht zu sagen! Weil ich fliege nicht mit einem Hubschrauber! Ich zahle mir meine Rechnungen, aber du nicht! Du nicht! Alles! Da brauchst du keine Angst haben! – Gegenruf des Abg. Dr. Haider – Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Grabner: Der fliegt mit dem Hubschrauber – und die anderen zahlen’s!
†Abgeordneter Dr. Volker Kier¦ (Liberales Forum): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte mich im Rahmen der heutigen Budgetdebatte wieder den Sachfragen zuwenden – sie sind ohnedies dramatisch genug zum Teil – und beginne mit dem Thema Volksgruppenförderung. Es ist beschämend. (Abg. Grabner: Der fliegt mit dem Hubschrauber – und die anderen zahlen’s!) Die Volksgruppenförderung ist nicht dadurch gekennzeichnet, daß sie Hubschrauber finanziert.
Beifall beim Liberalen Forum.
Nebenbei hätte das im übrigen auch einen Standortaspekt, weil nämlich diese hohen Kosten, die wir hier sinnlos in Kauf nehmen, die Benützung der Flughäfen teurer macht, als sie sein müßte. Das finde ich einfach schade. Wenn die Bundesregierung nicht dazu in der Lage ist, hier etwas zu tun, gleichzeitig aber Budgets vorlegt und sich dabei ihrer Spargesinnung rühmt, dann muß man das einmal von diesem Pult aus erwähnen. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Wahrscheinlich wird man das dann irgendwo in das Materiengesetz hineinschreiben, indem man ein kleines Budgetüberschreitungsgesetz zum passenden Zeitpunkt sozusagen veranstaltet. Aber Budgetwahrheit ist das nicht. Wenn man nämlich zum Zeitpunkt der Erstellung eines Budgets bereits weiß, daß eine bestimmte Kostenposition kommen wird, dann hat man das gefälligst hineinzuschreiben. Wenn Sie das in einem Unternehmen bei der Bilanz machen, wenn Sie nicht Ihr gesamtes Wissen bei der Erstellung einer Bilanz verwerten, das Sie zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung haben, dann ist die Bilanz falsch. Und ein Budget, in dem eine Ausgabe nicht enthalten ist, von der zum Zeitpunkt seiner Erstellung schon bekannt ist, daß sie kommen wird, ist falsch. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Daß die Reform des Datenschutzrechtes spätestens im Herbst ansteht, muß jeder in dieser Bundesregierung wissen. Das muß jedem ein Anliegen sein, auch dem Finanzminister. Aber daß das im Budget nicht vorkommt, sagt alles darüber aus, was sich die Bundesregierung zu solchen Fragen denkt. Und das ist keine gute Prognose vor dem Hintergrund von Lauschangriff, Rasterfahndung et cetera. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Aumayr: Das müssen Sie sagen!
†Abgeordnete Dr. Irmtraut Karlsson¦ (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Kolleginnen und Kollegen! Eigentlich hätte ich mir erwartet, daß nach diesen wirklich unvorstellbaren Anschuldigungen gegen Kollegen Grabner der Herr Abgeordnete Haider hier herauskommt und sich entschuldigt. In Wirklichkeit hat er sich davongeschlichen. Ich hoffe, daß der nächste Redner der FPÖ diese Entschuldigung nachholt, ja ich verlange es, denn das darf nicht einreißen: Ehrabschneiderei übelster Sorte (Abg. Aumayr: Das müssen Sie sagen!) unter dem Mantel der Immunität, und dann kein Wort, wenn der Beweis erbracht ist, daß das alles erfunden und erheuchelt ist – ich weiß nicht, woher Sie das haben –, sich einfach aus dem Plenum schleichen und so tun, als ob nichts gewesen wäre. (Beifall bei SPÖ und ÖVP, beim Liberalen Forum sowie bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP, beim Liberalen Forum sowie bei den Grünen.
†Abgeordnete Dr. Irmtraut Karlsson¦ (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Kolleginnen und Kollegen! Eigentlich hätte ich mir erwartet, daß nach diesen wirklich unvorstellbaren Anschuldigungen gegen Kollegen Grabner der Herr Abgeordnete Haider hier herauskommt und sich entschuldigt. In Wirklichkeit hat er sich davongeschlichen. Ich hoffe, daß der nächste Redner der FPÖ diese Entschuldigung nachholt, ja ich verlange es, denn das darf nicht einreißen: Ehrabschneiderei übelster Sorte (Abg. Aumayr: Das müssen Sie sagen!) unter dem Mantel der Immunität, und dann kein Wort, wenn der Beweis erbracht ist, daß das alles erfunden und erheuchelt ist – ich weiß nicht, woher Sie das haben –, sich einfach aus dem Plenum schleichen und so tun, als ob nichts gewesen wäre. (Beifall bei SPÖ und ÖVP, beim Liberalen Forum sowie bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Daß die Meldung noch nicht im Haus ist, heißt ja nicht, daß er nicht zurückgetreten ist!
Nun aber, nach diesen leider notwendigen Dingen ... (Abg. Scheibner: Daß die Meldung noch nicht im Haus ist, heißt ja nicht, daß er nicht zurückgetreten ist!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Die Volksanwaltschaft ist eine anerkannte Institution dieses Parlaments zur Kontrolle. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Die Volksanwälte wollen mehr Geld dafür ausgeben, daß sie noch bekannter werden, daß sie noch zugänglicher werden für den einzelnen Bürger, und das ist sehr begrüßenswert. Und die Volksanwaltschaft ... (Abg. Dr. Schmidt: Mehr Geld auszugeben, ist nicht begrüßenswert!) Ich finde, wenn es in die richtige Richtung geht, soll mehr Geld ausgegeben werden, und zwar für Werbung, die die Volksanwaltschaft jetzt machen will.
Abg. Dr. Schmidt: Mehr Geld auszugeben, ist nicht begrüßenswert!
Die Volksanwaltschaft ist eine anerkannte Institution dieses Parlaments zur Kontrolle. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Die Volksanwälte wollen mehr Geld dafür ausgeben, daß sie noch bekannter werden, daß sie noch zugänglicher werden für den einzelnen Bürger, und das ist sehr begrüßenswert. Und die Volksanwaltschaft ... (Abg. Dr. Schmidt: Mehr Geld auszugeben, ist nicht begrüßenswert!) Ich finde, wenn es in die richtige Richtung geht, soll mehr Geld ausgegeben werden, und zwar für Werbung, die die Volksanwaltschaft jetzt machen will.
Beifall bei der SPÖ.
Statt einer linearen Ausdehnung sollte man sich folgendes überlegen, und das entspricht auch dem, was Bruno Kreisky damals mit der Schaffung der Volksanwaltschaft im Sinne hatte, nämlich das schwedische Ombudsman-System – da gibt es den Justiz-Ombudsman, den Konsumenten-Ombudsman und so weiter –, das wirklich Biß hat und vor dem alle Angst haben, zumindest ein bißchen nach Österreich zu bringen. Es wäre zu überlegen, diese gut eingeführte, bekannte Institution der Volksanwaltschaft auszudehnen – als Kontrollbehörde und vor allem als Ansprechbehörde – das ist ja der große Vorteil der Volksanwaltschaft – für die nunmehr ausgegliederten, früher verstaatlichten Versorgungsbereiche. Da ist ein Umdenken möglich. Ich würde empfehlen, sich dieses Greenpaper anzuschauen. Ich glaube aber, daß das eine sinnvolle Möglichkeit wäre. Auch wenn Frau Abgeordnete Schmidt dagegen ist, meine ich, daß jeder Schilling sinnvoll angelegt wäre. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Kaipel: Das liegt an Ihnen!
†Abgeordnete Mag. Doris Kammerlander¦ (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren von der Volksanwaltschaft! Herr Rechnungshofpräsident! Das ist ja wirklich eine „spannende“ Budgetdebatte, stelle ich fest. Das mag ja auch daran liegen ... (Abg. Ing. Kaipel: Das liegt an Ihnen!) Nein, ich glaube, das liegt daran, daß wir im Mai 1998 das Budget des nächsten Jahres diskutieren. Das ruft kein besonders brennendes Interesse in der Öffentlichkeit hervor, weil das Interesse naturgemäß eher darauf gerichtet ist, wie es heuer weitergeht, wie sich Auswirkungen des Budgets für heuer noch da oder dort zeigen werden. Es ist das ein etwas großer Vorgriff auf 1999. – Das, glaube ich, ist der eine Grund, warum es heute etwas mühsam ist, hier eine Dynamik hineinzubringen. Der zweite Grund ist wohl, daß gerade Mittagszeit ist – eine besonders undankbare Zeit, um Budgetreden zu halten. (Abg. Mag. Posch: Es gibt auch noch die mitternächtlichen Zeiten!)
Abg. Mag. Posch: Es gibt auch noch die mitternächtlichen Zeiten!
†Abgeordnete Mag. Doris Kammerlander¦ (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren von der Volksanwaltschaft! Herr Rechnungshofpräsident! Das ist ja wirklich eine „spannende“ Budgetdebatte, stelle ich fest. Das mag ja auch daran liegen ... (Abg. Ing. Kaipel: Das liegt an Ihnen!) Nein, ich glaube, das liegt daran, daß wir im Mai 1998 das Budget des nächsten Jahres diskutieren. Das ruft kein besonders brennendes Interesse in der Öffentlichkeit hervor, weil das Interesse naturgemäß eher darauf gerichtet ist, wie es heuer weitergeht, wie sich Auswirkungen des Budgets für heuer noch da oder dort zeigen werden. Es ist das ein etwas großer Vorgriff auf 1999. – Das, glaube ich, ist der eine Grund, warum es heute etwas mühsam ist, hier eine Dynamik hineinzubringen. Der zweite Grund ist wohl, daß gerade Mittagszeit ist – eine besonders undankbare Zeit, um Budgetreden zu halten. (Abg. Mag. Posch: Es gibt auch noch die mitternächtlichen Zeiten!)
Abg. Wurmitzer: Das stimmt nicht!
So ganz nebenbei erwähnt, ist folgendes interessant: Das AMS ist eine reine Männerdomäne, da gibt es keine Frauen in leitenden Positionen (Abg. Wurmitzer: Das stimmt nicht!), da gibt es kaum Frauen, die in Positionen sitzen, die darüber entscheiden, wer welche Mittel zugeteilt bekommt. Das ist ein interessantes Detail nebenbei. Das ist durchaus eine Maßnahme, die auch in einem Ministerium forciert betrieben werden kann, nämlich daß es zu einer tatsächlichen Quotierung kommt. (Abg. Dr. Lukesch: Hagenhofer! Hagenhofer! Frau Hagenhofer! Frau Hagenhofer!) – Bitte?! – Eine Frau, eine Frau in neun Bundesländern! Ich weiß nicht, wie viele AMS-Stellen es in wie vielen Bezirken gibt, aber nur eine Frau! Das ist wirklich rührend! (Abg. Dr. Lukesch: Die sitzt da, und sie fällt Ihnen nicht auf!)
Abg. Dr. Lukesch: Hagenhofer! Hagenhofer! Frau Hagenhofer! Frau Hagenhofer!
So ganz nebenbei erwähnt, ist folgendes interessant: Das AMS ist eine reine Männerdomäne, da gibt es keine Frauen in leitenden Positionen (Abg. Wurmitzer: Das stimmt nicht!), da gibt es kaum Frauen, die in Positionen sitzen, die darüber entscheiden, wer welche Mittel zugeteilt bekommt. Das ist ein interessantes Detail nebenbei. Das ist durchaus eine Maßnahme, die auch in einem Ministerium forciert betrieben werden kann, nämlich daß es zu einer tatsächlichen Quotierung kommt. (Abg. Dr. Lukesch: Hagenhofer! Hagenhofer! Frau Hagenhofer! Frau Hagenhofer!) – Bitte?! – Eine Frau, eine Frau in neun Bundesländern! Ich weiß nicht, wie viele AMS-Stellen es in wie vielen Bezirken gibt, aber nur eine Frau! Das ist wirklich rührend! (Abg. Dr. Lukesch: Die sitzt da, und sie fällt Ihnen nicht auf!)
Abg. Dr. Lukesch: Die sitzt da, und sie fällt Ihnen nicht auf!
So ganz nebenbei erwähnt, ist folgendes interessant: Das AMS ist eine reine Männerdomäne, da gibt es keine Frauen in leitenden Positionen (Abg. Wurmitzer: Das stimmt nicht!), da gibt es kaum Frauen, die in Positionen sitzen, die darüber entscheiden, wer welche Mittel zugeteilt bekommt. Das ist ein interessantes Detail nebenbei. Das ist durchaus eine Maßnahme, die auch in einem Ministerium forciert betrieben werden kann, nämlich daß es zu einer tatsächlichen Quotierung kommt. (Abg. Dr. Lukesch: Hagenhofer! Hagenhofer! Frau Hagenhofer! Frau Hagenhofer!) – Bitte?! – Eine Frau, eine Frau in neun Bundesländern! Ich weiß nicht, wie viele AMS-Stellen es in wie vielen Bezirken gibt, aber nur eine Frau! Das ist wirklich rührend! (Abg. Dr. Lukesch: Die sitzt da, und sie fällt Ihnen nicht auf!)
Beifall bei den Grünen und beim Liberalen Forum.
Ich habe Ihnen das schon im November gesagt. Sie könnten sich damit nur profilieren. Sie könnten damit zeigen, wie wichtig es ist, darauf zu achten, daß frauenpolitische Anliegen auch tatsächlich flächendeckend vertreten werden. Aber wenn Sie jetzt sagen, Sie führen eine Bedarfserhebung durch, und man werde dann Anfang 1999 weitersehen, so haben Sie diesem Anliegen keinen Dienst erwiesen. Im Gegenteil: Sie haben sich wieder einmal in den Schatten Ihrer männlichen Kollegen, des Finanzministers, des Bundeskanzlers und anderer gestellt – anstatt daß Sie in einer Sache, in der es dringend notwendig gewesen wäre, eigenes Profil gezeigt hätten! (Beifall bei den Grünen und beim Liberalen Forum.)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, daß gerade unter dem Gesichtspunkt der Gerechtigkeit das Thema Kinderbetreuungsbeihilfe in der nächsten Zeit neu zu diskutieren sein wird, und das ist auch Absicht der Sozialministerin, und dabei werde ich sie ganz sicher unterstützen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, wir sollen nicht schönfärben, wir haben die Situation ernstzunehmen, aber ich lasse es auch nicht zu, daß alles, was in diese Richtung geht, von vornherein als ineffizient, undurchführbar oder nicht in die richtige Richtung gehend dargestellt wird. Ich denke, mit viel Anstrengung wird es gelingen, des Problems Frauenarbeitslosigkeit in Österreich Herr zu werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Bedeutung des Behindertensports wird auch im Sportbericht 1996 erwähnt – nicht allzu ausführlich, aber immerhin ist diese Erwähnung klar nachzulesen. Besonders die Leistungen des spitzensportbezogenen Bereichs – ich denke an die Paraolympics der Versehrtensportler – sind jenen der nichtversehrten Spitzensportlern gleichzusetzen. Diesbezüglich hat Österreich in Nagano auch als eine der erfolgreichsten Nationen in der Welt bestanden, und das hat auch für die Motivation zur Nachahmung in der Wertschätzung der Versehrten in der Gesellschaft eine nicht zu unterschätzende Folgewirkung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Im Namen aller, die für die Behinderten tätig sind, in diesem Fall für Special Olympics, darf ich noch einmal die Einladung aussprechen und allen sehr herzlich danken. Es würde mich freuen, würden wir uns bei der Eröffnung oder bei einer der Veranstaltungen sehen. Die Behinderten würden sich besonders freuen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Karlsson: Was ist mit der Entschuldigung?
†Abgeordneter Dr. Harald Ofner¦ (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Zum Bundeskanzleramt gehört auch die Volksgruppenproblematik. (Abg. Dr. Karlsson: Was ist mit der Entschuldigung?) Nur eine Vorrednerin hat sich heute, wenn ich richtig aufgepaßt habe, mit dieser wichtigen Materie auseinandergesetzt, dabei gibt es zu diesem Themenkreis sehr viel zu sagen.
Abg. Dr. Karlsson: Unhaltbare Anschuldigungen, und dann nicht einmal den Anstand haben, sich zu entschuldigen bei einem Abgeordneten!
Zunächst einmal zu den Volksgruppen selbst. Wir alle wissen, daß es sechs anerkannte Volksgruppen gibt, und diese sechs Volksgruppen ... (Abg. Dr. Karlsson: Unhaltbare Anschuldigungen, und dann nicht einmal den Anstand haben, sich zu entschuldigen bei einem Abgeordneten!)
Abg. Dr. Karlsson: Herr Haider hat Herrn Abgeordneten Grabner vorgeworfen, er sei auf Kosten des Olympischen Comités durch die Weltgeschichte gefahren! Herr Grabner hat Rechnungen vorgelegt, und Sie haben sich nicht einmal entschuldigt! – Heiterkeit.
Was gibt es denn, Frau Kollegin Karlsson? Sagen Sie es jetzt, damit ich es auch hören kann. (Abg. Dr. Karlsson: Herr Haider hat Herrn Abgeordneten Grabner vorgeworfen, er sei auf Kosten des Olympischen Comités durch die Weltgeschichte gefahren! Herr Grabner hat Rechnungen vorgelegt, und Sie haben sich nicht einmal entschuldigt! – Heiterkeit.) – Wäre es nicht günstiger, wenn Sie sich zu Wort meldeten? Ich habe ja nur 8 Minuten Redezeit, und der Herr Präsident wird mich kaum überziehen lassen. (Abg. Dr. Karlsson: Entschuldigen können Sie sich trotzdem! Ich habe es in meiner Wortmeldung erwartet!) – In Ihrer Wortmeldung, Sie kommen aber noch dran, glaube ich, oder? (Abg. Dr. Karlsson: Nein, ich war schon! – Die FPÖ muß sich entschuldigen beim Grabner!) – Sie waren schon am Wort, das habe ich übersehen. Ich bitte um Entschuldigung. Ich entschuldige mich dafür, daß ich übersehen habe, daß Sie schon geredet haben. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Karlsson: Entschuldigen können Sie sich trotzdem! Ich habe es in meiner Wortmeldung erwartet!
Was gibt es denn, Frau Kollegin Karlsson? Sagen Sie es jetzt, damit ich es auch hören kann. (Abg. Dr. Karlsson: Herr Haider hat Herrn Abgeordneten Grabner vorgeworfen, er sei auf Kosten des Olympischen Comités durch die Weltgeschichte gefahren! Herr Grabner hat Rechnungen vorgelegt, und Sie haben sich nicht einmal entschuldigt! – Heiterkeit.) – Wäre es nicht günstiger, wenn Sie sich zu Wort meldeten? Ich habe ja nur 8 Minuten Redezeit, und der Herr Präsident wird mich kaum überziehen lassen. (Abg. Dr. Karlsson: Entschuldigen können Sie sich trotzdem! Ich habe es in meiner Wortmeldung erwartet!) – In Ihrer Wortmeldung, Sie kommen aber noch dran, glaube ich, oder? (Abg. Dr. Karlsson: Nein, ich war schon! – Die FPÖ muß sich entschuldigen beim Grabner!) – Sie waren schon am Wort, das habe ich übersehen. Ich bitte um Entschuldigung. Ich entschuldige mich dafür, daß ich übersehen habe, daß Sie schon geredet haben. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Karlsson: Nein, ich war schon! – Die FPÖ muß sich entschuldigen beim Grabner!
Was gibt es denn, Frau Kollegin Karlsson? Sagen Sie es jetzt, damit ich es auch hören kann. (Abg. Dr. Karlsson: Herr Haider hat Herrn Abgeordneten Grabner vorgeworfen, er sei auf Kosten des Olympischen Comités durch die Weltgeschichte gefahren! Herr Grabner hat Rechnungen vorgelegt, und Sie haben sich nicht einmal entschuldigt! – Heiterkeit.) – Wäre es nicht günstiger, wenn Sie sich zu Wort meldeten? Ich habe ja nur 8 Minuten Redezeit, und der Herr Präsident wird mich kaum überziehen lassen. (Abg. Dr. Karlsson: Entschuldigen können Sie sich trotzdem! Ich habe es in meiner Wortmeldung erwartet!) – In Ihrer Wortmeldung, Sie kommen aber noch dran, glaube ich, oder? (Abg. Dr. Karlsson: Nein, ich war schon! – Die FPÖ muß sich entschuldigen beim Grabner!) – Sie waren schon am Wort, das habe ich übersehen. Ich bitte um Entschuldigung. Ich entschuldige mich dafür, daß ich übersehen habe, daß Sie schon geredet haben. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen.)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen.
Was gibt es denn, Frau Kollegin Karlsson? Sagen Sie es jetzt, damit ich es auch hören kann. (Abg. Dr. Karlsson: Herr Haider hat Herrn Abgeordneten Grabner vorgeworfen, er sei auf Kosten des Olympischen Comités durch die Weltgeschichte gefahren! Herr Grabner hat Rechnungen vorgelegt, und Sie haben sich nicht einmal entschuldigt! – Heiterkeit.) – Wäre es nicht günstiger, wenn Sie sich zu Wort meldeten? Ich habe ja nur 8 Minuten Redezeit, und der Herr Präsident wird mich kaum überziehen lassen. (Abg. Dr. Karlsson: Entschuldigen können Sie sich trotzdem! Ich habe es in meiner Wortmeldung erwartet!) – In Ihrer Wortmeldung, Sie kommen aber noch dran, glaube ich, oder? (Abg. Dr. Karlsson: Nein, ich war schon! – Die FPÖ muß sich entschuldigen beim Grabner!) – Sie waren schon am Wort, das habe ich übersehen. Ich bitte um Entschuldigung. Ich entschuldige mich dafür, daß ich übersehen habe, daß Sie schon geredet haben. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Weitere Zwischenrufe der Abg. Dr. Karlsson.
Frau Kollegin! Weiter zu den Volksgruppen: Nicht jeder ist ein Freund der Minderheiten und der Volksgruppen, aber hören Sie trotzdem, auch wenn Sie nicht zu den Freunden gehören sollten, ein bißchen zu, hören Sie sich an, was es zu diesem Themenkreis zu sagen gibt. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Weitere Zwischenrufe der Abg. Dr. Karlsson.)
Abg. Wurmitzer: Das ist unrichtig! Ihre Partei ...!
Es gibt noch ein Verlangen der Volksgruppen, hinsichtlich dessen es bisher kaum ein Weiterkommen gegeben hat, und das ist der Wunsch nach einem Virilmandat – einem Virilmandat in gesetzgebenden Körperschaften, etwa in den Landtagen der Bundesländer, die in Frage kommen, und auch im Nationalrat. Beides scheitert aber am Widerstand der beiden Regierungsparteien, die wahrscheinlich fürchten, daß es zu einem Davonschwimmen von Stimmen, die sie glauben sonst für sich vereinnahmen zu können, kommen könnte. (Abg. Wurmitzer: Das ist unrichtig! Ihre Partei ...!) – Dann kommen Sie heraus, Herr Kollege, und verkünden Sie die Zustimmung Ihrer Partei zu den Virilmandaten in Kärnten und im Nationalrat. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wurmitzer: Das ist falsch!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wurmitzer: Das ist falsch!
Es gibt noch ein Verlangen der Volksgruppen, hinsichtlich dessen es bisher kaum ein Weiterkommen gegeben hat, und das ist der Wunsch nach einem Virilmandat – einem Virilmandat in gesetzgebenden Körperschaften, etwa in den Landtagen der Bundesländer, die in Frage kommen, und auch im Nationalrat. Beides scheitert aber am Widerstand der beiden Regierungsparteien, die wahrscheinlich fürchten, daß es zu einem Davonschwimmen von Stimmen, die sie glauben sonst für sich vereinnahmen zu können, kommen könnte. (Abg. Wurmitzer: Das ist unrichtig! Ihre Partei ...!) – Dann kommen Sie heraus, Herr Kollege, und verkünden Sie die Zustimmung Ihrer Partei zu den Virilmandaten in Kärnten und im Nationalrat. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wurmitzer: Das ist falsch!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wurmitzer: Sie sind daneben!
Kollege Wurmitzer! Hier ist das Rednerpult. Die Volksgruppenangehörigen warten darauf, daß Sie für Ihre Partei die Zustimmung erklären. Ich bin neugierig. – Bei Ihnen ist der Kärntner Landtag gefragt, und bei Ihnen ist der Nationalrat gefragt. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wurmitzer: Sie sind daneben!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich appelliere einmal mehr von dieser Stelle aus an die Verantwortlichen der Republik Österreich, vor allem an den Kanzler und auch an den Außenminister, dafür zu sorgen, daß Slowenien, das sich zur Rechtsstaatlichkeit und zur Demokratie bekennt, auf dem Weg nach Europa, auf dem Weg in die EU auch der Minderheit der Altösterreicher deutscher Zunge in seinen Grenzen die selbstverständlichen Volksgruppenrechte, die heute in Europa Geltung haben und Geltung haben müssen, zuerkennt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es soll nicht so sein, meine Damen und Herren, daß wir mit unseren Minderheiten weitherzig umgehen – wozu wir uns bekennen und wovon wir uns auch nicht abbringen lassen werden, egal, was jenseits der Grenzen geschieht –, daß man aber anderswo glaubt, dem gar nichts Entsprechendes entgegensetzen zu müssen, daß man dort meint, es handle sich bei der Volksgruppenpolitik auf die Dauer um eine Einbahnstraße. Das wird nicht so sein können! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Ofner: Ihr seid dafür?!
†Abgeordneter Georg Wurmitzer¦ (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Ofner hat von dieser Stelle aus die Behauptung aufgestellt, die beiden Regierungsparteien seien es, die gegen die Einrichtung von Virilmandaten in den Landtagen antreten würden. – Diese Darstellung, diese Version ist falsch. (Abg. Dr. Ofner: Ihr seid dafür?!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Ofner: Und die ÖVP war dafür?! – Abg. Wurmitzer – das Rednerpult verlassend –: Jawohl!
Herr Kollege Ofner! In Kärnten war es ausdrücklich die Freiheitliche Partei, die sich gegen ein Virilmandat der slowenischen Volksgruppe im Kärntner Landtag zur Wehr gesetzt hat. Die Freiheitliche Partei hat in Kärnten mehr als ein Drittel der Stimmen und Mandate und kann daher jede Verfassungsänderung verhindern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Ofner: Und die ÖVP war dafür?! – Abg. Wurmitzer – das Rednerpult verlassend –: Jawohl!)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Ofner – in Richtung des Abg. Wurmitzer –: Du hättest die Erklärung abgeben können, daß ihr dafür seid!
†Präsident Dr. Heinrich Neisser¦: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Brix. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Ofner – in Richtung des Abg. Wurmitzer –: Du hättest die Erklärung abgeben können, daß ihr dafür seid!)
Abg. Schwarzenberger: Seine Partei!
Am 22. Jänner 1998 sagte der freiheitliche Abgeordnete Schreiner – anscheinend bereits in weiser Voraussicht auf die in den nächsten Monaten kommenden Ereignisse –: Es müssen Anreize zum Sparen geschaffen werden, um das strukturelle Defizit abzusenken. – Ob er damit explizit Niederösterreich und damit seine Landesparteiorganisation gemeint hat (Abg. Schwarzenberger: Seine Partei!), geht daraus leider nicht hervor. Aber er bekam zu jener Zeit noch starke Schützenhilfe.
Beifall bei der SPÖ sowie Beifall des Abg. Dr. Lukesch. – Abg. Schwarzenberger: Herr Kollege! Das ist nicht Hellseherei! Wenn man schon Bescheid weiß darüber, ist das keine Hellseherei mehr!
Am selben Tag sprach der Abgeordnete Mentil – ebenso ein Freiheitlicher aus Niederösterreich – von einem „ordentlichen Schuldenbeutel“. Da frage ich mich, welch hellseherische Fähigkeiten die Freiheitlichen damals hatten, als sie über das Budget sprachen. (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall des Abg. Dr. Lukesch. – Abg. Schwarzenberger: Herr Kollege! Das ist nicht Hellseherei! Wenn man schon Bescheid weiß darüber, ist das keine Hellseherei mehr!) – Das ist dann eigentlich schon Wissen.
Beifall bei der SPÖ.
Nun kommt es immer öfter dazu, daß viele danach schreien, daß der Rechnungshof prüfen soll, wodurch immer mehr Arbeit auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rechnungshof zukommt. Und ich möchte hier – ich bitte Sie, Herr Präsident, das zu übermitteln – namens meiner Fraktion allen Frauen und Männern, die im Rechnungshof beschäftigt sind, Dank aussprechen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Firlinger. – Abg. Mag. Haupt: Ihr habt ja unseren Antrag abgelehnt auf Einführung ...! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Ich möchte aber auch folgendes sagen: Wenn man schon verlangt, daß der Rechnungshof noch mehr Arbeit durchführt, dann wird man auch dafür eintreten müssen – Kollege Firlinger, ich nehme an, Sie werden das auch haben wollen –, daß dort mehr Mitarbeiter beschäftigt werden, denn die bisherigen werden es allein nicht mehr schaffen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Firlinger. – Abg. Mag. Haupt: Ihr habt ja unseren Antrag abgelehnt auf Einführung ...! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Dann werden Sie, Kollege Firlinger, nicht gegen die Beamten wettern können, dann werden Sie nicht sagen können, daß es zu viele Beamte gibt, sondern dann werden Sie wahrscheinlich unserer Meinung sein, nämlich daß die Beamten, die dort beschäftigt sind, besonderen Schutz brauchen. Wir brauchen dort ein Dienstrecht, das diese Beamten, die Überprüfungen machen, schützt. Wir von den Sozialdemokraten werden die Beamten dort unterstützen, sodaß sie ein ordentliches Dienstrecht erhalten. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Ich möchte aber auch folgendes sagen: Wenn man schon verlangt, daß der Rechnungshof noch mehr Arbeit durchführt, dann wird man auch dafür eintreten müssen – Kollege Firlinger, ich nehme an, Sie werden das auch haben wollen –, daß dort mehr Mitarbeiter beschäftigt werden, denn die bisherigen werden es allein nicht mehr schaffen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Firlinger. – Abg. Mag. Haupt: Ihr habt ja unseren Antrag abgelehnt auf Einführung ...! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Dann werden Sie, Kollege Firlinger, nicht gegen die Beamten wettern können, dann werden Sie nicht sagen können, daß es zu viele Beamte gibt, sondern dann werden Sie wahrscheinlich unserer Meinung sein, nämlich daß die Beamten, die dort beschäftigt sind, besonderen Schutz brauchen. Wir brauchen dort ein Dienstrecht, das diese Beamten, die Überprüfungen machen, schützt. Wir von den Sozialdemokraten werden die Beamten dort unterstützen, sodaß sie ein ordentliches Dienstrecht erhalten. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie Beifall des Abg. Schwarzenberger.
Ich glaube schon, daß es sehr wichtig ist, in diesem Land ordentliche Kontrollen durchzuführen. Wenn man die heutigen Zeitungen aufschlägt, sieht man, welcher Sumpf sich in manchen Parteien ausgebreitet hat. Schade, daß der Sumpf nicht richtig blau leuchtet. Wenn er eine Farbe hätte, wäre er nur blau! (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall des Abg. Schwarzenberger.)
Abg. Mag. Firlinger: Auskunftspersonen lassen grüßen, Herr Kollege!
Meine Damen und Herren! Wir haben aber auch ein anderes Problem, ich will es hier heraußen gar nicht leugnen. (Abg. Mag. Firlinger: Auskunftspersonen lassen grüßen, Herr Kollege!) – Wir werden darüber noch sprechen.
Abg. Jung: ... aufgedeckt wird!
Oder, ein zweites Beispiel: Autobahnpickerl, Rechnungshof listet Sündenregister auf – „Kronen-Zeitung“ vom 11. November 1997. Bis heute gibt es den entsprechenden Bericht noch nicht. (Abg. Jung: ... aufgedeckt wird!) – Wir sind schon dafür, daß Ihr Mißstand aufgedeckt wird. Ihr „Miststand“ wird schon aufgedeckt werden, davon bin ich überzeugt. Sie brauchen nur nach St. Pölten zu schauen, dort haben Sie genug Arbeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Oder, ein zweites Beispiel: Autobahnpickerl, Rechnungshof listet Sündenregister auf – „Kronen-Zeitung“ vom 11. November 1997. Bis heute gibt es den entsprechenden Bericht noch nicht. (Abg. Jung: ... aufgedeckt wird!) – Wir sind schon dafür, daß Ihr Mißstand aufgedeckt wird. Ihr „Miststand“ wird schon aufgedeckt werden, davon bin ich überzeugt. Sie brauchen nur nach St. Pölten zu schauen, dort haben Sie genug Arbeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jung: Warum fragen wir nicht die Bevölkerung über den Euro?!
Ein Rohbericht wurde vom „Kurier“ zum Beispiel am 16. April 1998 veröffentlicht. Der „Kurier“ schrieb: „Semmering Tunnel: Jetzt warnt der Rechnungshof“. – Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Da werden politische Aussagen getroffen, da werden politische Aussagen mittels Zeitungen transportiert, und zwar über einen Rohbericht, ohne die Frauen und Männer in der Steiermark oder in Kärnten zu fragen, ob sie den Tunnel für die Bahn haben wollen. Warum fragen wir nicht die dortige Bevölkerung, warum lassen wir nicht sie zu Wort kommen, sondern skandalisieren etwas? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jung: Warum fragen wir nicht die Bevölkerung über den Euro?!) In Wirklichkeit würde man damit aber den Steirerinnen und Steirern, den Kärntnerinnen und Kärntnern etwas wegnehmen, denn warum sollen sie nicht schnell an ihr Ziel kommen? Die Westösterreicher haben bereits eine entsprechende Bahnstrecke. (Beifall bei der SPÖ.) Aber nein, wir haben einen politischen Bericht im Zusammenhang mit dem Rechnungshof.
Beifall bei der SPÖ.
Ein Rohbericht wurde vom „Kurier“ zum Beispiel am 16. April 1998 veröffentlicht. Der „Kurier“ schrieb: „Semmering Tunnel: Jetzt warnt der Rechnungshof“. – Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Da werden politische Aussagen getroffen, da werden politische Aussagen mittels Zeitungen transportiert, und zwar über einen Rohbericht, ohne die Frauen und Männer in der Steiermark oder in Kärnten zu fragen, ob sie den Tunnel für die Bahn haben wollen. Warum fragen wir nicht die dortige Bevölkerung, warum lassen wir nicht sie zu Wort kommen, sondern skandalisieren etwas? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jung: Warum fragen wir nicht die Bevölkerung über den Euro?!) In Wirklichkeit würde man damit aber den Steirerinnen und Steirern, den Kärntnerinnen und Kärntnern etwas wegnehmen, denn warum sollen sie nicht schnell an ihr Ziel kommen? Die Westösterreicher haben bereits eine entsprechende Bahnstrecke. (Beifall bei der SPÖ.) Aber nein, wir haben einen politischen Bericht im Zusammenhang mit dem Rechnungshof.
Weiterer Beifall bei der SPÖ.
Daher muß man hier auch folgendes sagen: Es mag schon sein, daß dieser Rechnungshofbericht – das ist sehr wichtig, und wir wollen das auch – das aufzeigt, was wirtschaftlich nicht in Ordnung ist – das wollen wir haben –, aber das, was wir nicht brauchen, ist eine politische Kommentierung dahin gehend, ob dieser Tunnel notwendig ist oder nicht. Das werden die Menschen entscheiden, die dort leben! (Weiterer Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Edler: Das ist ja ungeheuerlich!
Ich bin daher etwas verwundert, denn mir liegt eine Einladung vor – ich hoffe, daß es nur in Form der gesamten Akademie ist –, wonach Universitätsprofessor Dr. Norbert Leser am 8. Juni einen Vortrag in der Rechnungshof-Akademie hält, und zwar mit dem Titel: Das politische System Österreichs kritisch betrachtet. (Abg. Edler: Das ist ja ungeheuerlich!) Ich meine: Der Rechnungshof soll nicht das politische System betrachten, sondern die Wirtschaftlichkeit dieses Landes! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Abg. Edler: Politisierender Rechnungshof!)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Abg. Edler: Politisierender Rechnungshof!
Ich bin daher etwas verwundert, denn mir liegt eine Einladung vor – ich hoffe, daß es nur in Form der gesamten Akademie ist –, wonach Universitätsprofessor Dr. Norbert Leser am 8. Juni einen Vortrag in der Rechnungshof-Akademie hält, und zwar mit dem Titel: Das politische System Österreichs kritisch betrachtet. (Abg. Edler: Das ist ja ungeheuerlich!) Ich meine: Der Rechnungshof soll nicht das politische System betrachten, sondern die Wirtschaftlichkeit dieses Landes! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Abg. Edler: Politisierender Rechnungshof!)
Zwischenruf des Abg. Jung.
Meine Damen und Herren! Auch wenn Sie noch so reinschreien: Wenn Sie auch nur einen Funken von Anstand hätten – ich habe eigentlich damit gerechnet, daß Kollege Abgeordneter Ofner das machen würde –, hätten Sie, als Sie herausgekommen sind, namens Ihrer Fraktion jene Entschuldigung angebracht, die einem Kollegen dieses Hauses gegenüber ausgesprochen werden sollte, denn er hätte sie sich verdient. Ihre Anschuldigung von heute vormittag entbehrt wirklich jeglicher Begründung, aber das ist halt wieder einmal so: Sie hören etwas, Sie schnappen etwas auf und schmeißen einem – typisch ehrlich, typisch freiheitlich – Dreckpatzen ins Gesicht. (Zwischenruf des Abg. Jung.) Ich selbst habe das schon persönlich erlebt, ich weiß, wie die Freiheitlichen agieren.
Beifall bei der SPÖ.
Da hat man den Kollegen Grabner angepatzt, indem man gesagt hat, er sei als Vizepräsident – er ist gar nicht Vizepräsident, aber das macht ja nichts – auf Kosten des Olympischen Comités nach Nagano zu den Olympischen Spielen gefahren. Als Abgeordneter Grabner hier heraußen die Rechnung hergezeigt hat, hat es aber niemand von seiten der Freiheitlichen der Mühe wert gefunden, zu sagen: Entschuldigung, wir haben eine falsche Information bekommen. Wir entschuldigen uns dafür, wir wußten das nicht. Wenn Sie auch nur ein Fünkchen Anstand hätten, dann müßten Sie, wenn er das herzeigt, zumindest eine Berichtigung machen! (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei den Freiheitlichen: So ist es! Richtig!
Meine Damen und Herren! Lassen Sie mich nun zu einem aktuellen Thema kommen. Wir, so heißt es und so habe ich ein bißchen den Wortfetzen entnommen – gemeint sind anscheinend die Regierungsfraktionen –, lassen nicht zu, daß jene Leute vor dem Rechnungshofausschuß aussagen, die wir einladen. (Rufe bei den Freiheitlichen: So ist es! Richtig!) Gestern gab es dazu eine Aussendung des Abgeordneten Wabl. Darin heißt es unter anderem – ich zitiere –: „Nach dem Motto: ,Die Wahrheit bestimmen wir!’ werden Regierungsmitglieder nur mehr dann geladen, wenn sie nach vorhergehender Rückfrage die Befragung als angenehm und zweckdienlich einstufen“. (Abg. Mag. Firlinger: Da hat er recht, der Wabl! Er hat selten recht, aber da hat er recht!) Sie wissen das gar nicht, denn Sie waren nicht dabei, aber das macht nichts: Hauptsache, Sie schreien dazwischen!
Abg. Mag. Firlinger: Da hat er recht, der Wabl! Er hat selten recht, aber da hat er recht!
Meine Damen und Herren! Lassen Sie mich nun zu einem aktuellen Thema kommen. Wir, so heißt es und so habe ich ein bißchen den Wortfetzen entnommen – gemeint sind anscheinend die Regierungsfraktionen –, lassen nicht zu, daß jene Leute vor dem Rechnungshofausschuß aussagen, die wir einladen. (Rufe bei den Freiheitlichen: So ist es! Richtig!) Gestern gab es dazu eine Aussendung des Abgeordneten Wabl. Darin heißt es unter anderem – ich zitiere –: „Nach dem Motto: ,Die Wahrheit bestimmen wir!’ werden Regierungsmitglieder nur mehr dann geladen, wenn sie nach vorhergehender Rückfrage die Befragung als angenehm und zweckdienlich einstufen“. (Abg. Mag. Firlinger: Da hat er recht, der Wabl! Er hat selten recht, aber da hat er recht!) Sie wissen das gar nicht, denn Sie waren nicht dabei, aber das macht nichts: Hauptsache, Sie schreien dazwischen!
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Firlinger: Das Gegenteil ist der Fall!
Da geht es um das Thema Ennsnahe Trasse. Es gibt kein einziges Regierungsmitglied, das geladen war und dessen Kommen von den Regierungsparteien verhindert worden ist! Jedes Regierungsmitglied, das auf der Ladungsliste aufschien, wurde von uns auch zu laden beschlossen. – Das zum ersten. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Firlinger: Das Gegenteil ist der Fall!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Apfelbeck.
Zweitens: Kollege Firlinger! Nehmen Sie zur Kenntnis, daß in diesem Hause, solange eine Österreichische Volkspartei, solange eine Sozialdemokratische Partei vom österreichischen Volk die Mehrheit bekommt, auch Demokratie herrschen wird und wir uns demokratischen Entscheidungen beugen werden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Apfelbeck.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Nehmen Sie zur Kenntnis, Kollege Firlinger, daß in einer Demokratie derjenige, der die Mehrheit hat, bestimmen kann, welche Entscheidungen getroffen werden! Und wenn Sie wollen, daß Sie die Entscheidungen treffen können, dann müssen Sie vom Volk die Mehrheit erhalten. Aber zuerst müssen Sie in Niederösterreich die 50 Millionen Schilling Schulden zurückzahlen, die Sie gemacht haben, und dürfen nicht mit Steuergeldern zum Wallner ins Kasino spekulieren gehen oder woanders das Geld anlegen. Wir sind schon froh im Bereich des Sports, wenn Sie das Geld ins Kasino tragen, aber tragen Sie keine Steuergelder dorthin! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Firlinger: Hören Sie einmal auf zu mauern! – Zwischenruf des Abg. Dr. Keppelmüller.
Meine Damen und Herren! Was diese Freiheitliche Partei will ... (Abg. Mag. Firlinger: Hören Sie einmal auf zu mauern! – Zwischenruf des Abg. Dr. Keppelmüller.) Das kann schon sein, vielleicht jenes Geld, das er gekriegt hat, als er von der Mitte nach rechts hinübergewandert ist. Möglicherweise wurden ihm dafür ein paar Sponsorgelder übermittelt. (Beifall bei der SPÖ.) Denn einer, der ausschert aus den demokratischen Kreisen und sich lieber dort anschließt, wo er wie auf einer Puppenbühne an den Schnüren gezogen werden kann, wird schon wissen, warum er das gemacht hat. Denn er wird ja auch zurückzahlen müssen, was sein Parteiobmann verlangt, wenn er die Versprechen nicht einhält. Daher hat er zuerst etwas nehmen müssen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Keppelmüller und Dr. Karlsson.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Was diese Freiheitliche Partei will ... (Abg. Mag. Firlinger: Hören Sie einmal auf zu mauern! – Zwischenruf des Abg. Dr. Keppelmüller.) Das kann schon sein, vielleicht jenes Geld, das er gekriegt hat, als er von der Mitte nach rechts hinübergewandert ist. Möglicherweise wurden ihm dafür ein paar Sponsorgelder übermittelt. (Beifall bei der SPÖ.) Denn einer, der ausschert aus den demokratischen Kreisen und sich lieber dort anschließt, wo er wie auf einer Puppenbühne an den Schnüren gezogen werden kann, wird schon wissen, warum er das gemacht hat. Denn er wird ja auch zurückzahlen müssen, was sein Parteiobmann verlangt, wenn er die Versprechen nicht einhält. Daher hat er zuerst etwas nehmen müssen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Keppelmüller und Dr. Karlsson.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Keppelmüller und Dr. Karlsson.
Meine Damen und Herren! Was diese Freiheitliche Partei will ... (Abg. Mag. Firlinger: Hören Sie einmal auf zu mauern! – Zwischenruf des Abg. Dr. Keppelmüller.) Das kann schon sein, vielleicht jenes Geld, das er gekriegt hat, als er von der Mitte nach rechts hinübergewandert ist. Möglicherweise wurden ihm dafür ein paar Sponsorgelder übermittelt. (Beifall bei der SPÖ.) Denn einer, der ausschert aus den demokratischen Kreisen und sich lieber dort anschließt, wo er wie auf einer Puppenbühne an den Schnüren gezogen werden kann, wird schon wissen, warum er das gemacht hat. Denn er wird ja auch zurückzahlen müssen, was sein Parteiobmann verlangt, wenn er die Versprechen nicht einhält. Daher hat er zuerst etwas nehmen müssen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Keppelmüller und Dr. Karlsson.)
Zwischenruf des Abg. Jung.
Nehmen Sie zur Kenntnis: Wir werden in diesen Unterausschuß weiterhin jene Frauen und Männer laden, von denen wir glauben, daß sie etwas dazu beitragen können, damit wir sehen, wie vorgegangen worden ist! (Zwischenruf des Abg. Jung.) Und nehmen Sie zur Kenntnis: Wir werden diesen Unterausschuß nicht zu einem Tribunal verkommen lassen (Abg. Mag. Firlinger: Nein, aber zu einem Gefälligkeitsinstitut!), von dem man glaubt, über diesen Umweg Meinungen gegen die Mehrheit vortragen zu können. Noch ist Österreich ein demokratischer Staat, und das wird er auch in Zukunft bleiben. Dessen können Sie versichert sein. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Firlinger: Nein, aber zu einem Gefälligkeitsinstitut!
Nehmen Sie zur Kenntnis: Wir werden in diesen Unterausschuß weiterhin jene Frauen und Männer laden, von denen wir glauben, daß sie etwas dazu beitragen können, damit wir sehen, wie vorgegangen worden ist! (Zwischenruf des Abg. Jung.) Und nehmen Sie zur Kenntnis: Wir werden diesen Unterausschuß nicht zu einem Tribunal verkommen lassen (Abg. Mag. Firlinger: Nein, aber zu einem Gefälligkeitsinstitut!), von dem man glaubt, über diesen Umweg Meinungen gegen die Mehrheit vortragen zu können. Noch ist Österreich ein demokratischer Staat, und das wird er auch in Zukunft bleiben. Dessen können Sie versichert sein. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Nehmen Sie zur Kenntnis: Wir werden in diesen Unterausschuß weiterhin jene Frauen und Männer laden, von denen wir glauben, daß sie etwas dazu beitragen können, damit wir sehen, wie vorgegangen worden ist! (Zwischenruf des Abg. Jung.) Und nehmen Sie zur Kenntnis: Wir werden diesen Unterausschuß nicht zu einem Tribunal verkommen lassen (Abg. Mag. Firlinger: Nein, aber zu einem Gefälligkeitsinstitut!), von dem man glaubt, über diesen Umweg Meinungen gegen die Mehrheit vortragen zu können. Noch ist Österreich ein demokratischer Staat, und das wird er auch in Zukunft bleiben. Dessen können Sie versichert sein. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Silhavy: Welche umgesetzt werden, steht sogar in dem Bericht! Sie brauchen ihn nur zu lesen!
†Abgeordneter Mag. Thomas Barmüller¦ (Liberales Forum): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Herr Präsident des Rechnungshofes! Meine Damen und Herr Volksanwalt! Wenn Herr Abgeordneter Brix sich heute so vehement für den Rechnungshof eingesetzt hat, sich bedankt und gesagt hat, wie toll doch dessen Arbeit sei, dann kann man dem zustimmen. Problematisch ist nur, daß ich es noch nicht erlebt habe, daß, wann immer wir im Rechnungshofausschuß die dicken Tätigkeitsberichte durcharbeiten und Teilbereiche davon im Ausschuß diskutieren – alles wird ja nicht unmittelbar diskutiert –, irgend jemand von seiten der Mehrheit in diesem Hause, von seiten der Regierungsfraktionen gesagt hätte: Da hat der Rechnungshof etwas aufgezeigt, was wirklich ein Problem ist, da müssen wir etwas ändern! Ich kann mich aber sehr wohl daran erinnern, daß immer wieder Anregungen des Rechnungshofes einfach nicht umgesetzt werden. Sehen Sie sich die Tätigkeitsberichte an! (Abg. Silhavy: Welche umgesetzt werden, steht sogar in dem Bericht! Sie brauchen ihn nur zu lesen!)
Abg. Wurmitzer: Das stimmt nicht! Landesrat Hirschmann! Landesrat Pöltl! Wo sind das Beamte?
Meine Damen und Herren, um auch auf den Ständigen Unterausschuß des Rechnungshofausschusses zu sprechen zu kommen, der sich jetzt mit der Ennsnahen Trasse beschäftigen wird: Gestern hatten wir eine Sitzung, in der es darum ging, wer geladen wird. Die Sitzung hat länger gedauert als geplant, und zwar nicht deshalb, Herr Abgeordneter Brix, weil wir uns nicht einig geworden sind über die Ladung von Regierungsmitgliedern – Sie haben zu Recht gesagt, Regierungsmitglieder waren gestern nicht auf der Ladungsliste –, sondern es ist darum gegangen, daß von seiten der Regierungsfraktionen nur Beamte und Beamtinnen geladen worden sind. (Abg. Wurmitzer: Das stimmt nicht! Landesrat Hirschmann! Landesrat Pöltl! Wo sind das Beamte?) Das sind alles Personen, die dem Bereich der Verwaltung zuzuordnen sind und die dort auch in diesem Rahmen Auskunft geben sollen.
Abg. Brix: Da müssen Sie auch die Wahrheit sagen! Es sind die Ziviltechniker geladen! Das sind keine Beamten!
Daß man aber, Herr Abgeordneter Brix, nicht bereit ist, wenigstens etwa dem Rechtsvertreter jener Bürgerinnen und Bürger, die offensichtlich durch falsche, rechtswidrige Verfahren, durch rechtswidrige Enteignungen zu Schaden gekommen sind, im Unterausschuß des Rechnungshofausschusses Gehör zu schenken (Abg. Brix: Da müssen Sie auch die Wahrheit sagen! Es sind die Ziviltechniker geladen! Das sind keine Beamten!), zeigt, daß eine objektive Darstellung der Situation nicht gewünscht ist. Und das ist das Problematische daran. Denn wenn hier eine Prüfung erfolgen soll, dann wird man wohl beide Seiten hören müssen, und beide Seiten werden nicht gehört, weil die Regierungsfraktionen das nicht zulassen wollen. (Abg. Brix: Weil es kein Tribunal ist!)
Abg. Brix: Weil es kein Tribunal ist!
Daß man aber, Herr Abgeordneter Brix, nicht bereit ist, wenigstens etwa dem Rechtsvertreter jener Bürgerinnen und Bürger, die offensichtlich durch falsche, rechtswidrige Verfahren, durch rechtswidrige Enteignungen zu Schaden gekommen sind, im Unterausschuß des Rechnungshofausschusses Gehör zu schenken (Abg. Brix: Da müssen Sie auch die Wahrheit sagen! Es sind die Ziviltechniker geladen! Das sind keine Beamten!), zeigt, daß eine objektive Darstellung der Situation nicht gewünscht ist. Und das ist das Problematische daran. Denn wenn hier eine Prüfung erfolgen soll, dann wird man wohl beide Seiten hören müssen, und beide Seiten werden nicht gehört, weil die Regierungsfraktionen das nicht zulassen wollen. (Abg. Brix: Weil es kein Tribunal ist!)
Beifall beim Liberalen Forum.
Wenn wir das nicht schaffen, dann werden wir zwar immer wieder hier zu Recht die Arbeit des Rechnungshofes loben, aber diese wird in Wirklichkeit in der politischen Praxis nicht umgesetzt werden. Und solange das nicht gemacht wird, ist das Geld, das hiefür ausgegeben wird, verschwendet, weil man die Kontrolle in Wirklichkeit verhindert. Das ist eine Verantwortung, die Sie tragen müssen. Wir kritisieren diese Zustände, und wir hoffen, daß sie endlich auch einmal bei Wahlen entsprechend honoriert werden, nämlich zu Ihrem Schaden und zu unserem Nutzen. – Danke schön. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Wurmitzer: Wer nicht?
†Abgeordnete Ute Apfelbeck¦ (Freiheitliche): Herr Präsident! Ich berichtige Herrn Abgeordneten Brix, der hier meinte, daß in den Ständigen Unterausschuß des Rechnungshofausschusses alle Regierungsmitglieder geladen wurden. – Das ist nicht richtig. Das ist die Unwahrheit. Richtig ist vielmehr ... (Abg. Wurmitzer: Wer nicht?) Es wurde nicht geladen Herr Kommissär Dr. Fischler (Abg. Brix: Wo ist das ein Regierungsmitglied?), Frau ... (Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Brix: Wo ist das ein Regierungsmitglied?
†Abgeordnete Ute Apfelbeck¦ (Freiheitliche): Herr Präsident! Ich berichtige Herrn Abgeordneten Brix, der hier meinte, daß in den Ständigen Unterausschuß des Rechnungshofausschusses alle Regierungsmitglieder geladen wurden. – Das ist nicht richtig. Das ist die Unwahrheit. Richtig ist vielmehr ... (Abg. Wurmitzer: Wer nicht?) Es wurde nicht geladen Herr Kommissär Dr. Fischler (Abg. Brix: Wo ist das ein Regierungsmitglied?), Frau ... (Weitere Zwischenrufe.)
Weitere Zwischenrufe.
†Abgeordnete Ute Apfelbeck¦ (Freiheitliche): Herr Präsident! Ich berichtige Herrn Abgeordneten Brix, der hier meinte, daß in den Ständigen Unterausschuß des Rechnungshofausschusses alle Regierungsmitglieder geladen wurden. – Das ist nicht richtig. Das ist die Unwahrheit. Richtig ist vielmehr ... (Abg. Wurmitzer: Wer nicht?) Es wurde nicht geladen Herr Kommissär Dr. Fischler (Abg. Brix: Wo ist das ein Regierungsmitglied?), Frau ... (Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Brix: Die war gestern nicht auf der Tagesordnung!
†Abgeordnete Ute Apfelbeck¦ (fortsetzend): Frau Landeshauptmann Klasnic ist ein Regierungsmitglied – ja oder nein? (Abg. Brix: Die war gestern nicht auf der Tagesordnung!) – der steirischen Landesregierung. Außerdem: Bundesminister Dr. Schüssel ist auch nicht geladen worden. (Abg. Brix: Der war auch nicht auf der Tagesordnung! Das stimmt doch nicht, was Sie sagen!) Bitte bleiben Sie bei der Wahrheit, das würde diesem Hohen Haus guttun! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe.)
Abg. Brix: Der war auch nicht auf der Tagesordnung! Das stimmt doch nicht, was Sie sagen!
†Abgeordnete Ute Apfelbeck¦ (fortsetzend): Frau Landeshauptmann Klasnic ist ein Regierungsmitglied – ja oder nein? (Abg. Brix: Die war gestern nicht auf der Tagesordnung!) – der steirischen Landesregierung. Außerdem: Bundesminister Dr. Schüssel ist auch nicht geladen worden. (Abg. Brix: Der war auch nicht auf der Tagesordnung! Das stimmt doch nicht, was Sie sagen!) Bitte bleiben Sie bei der Wahrheit, das würde diesem Hohen Haus guttun! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe.
†Abgeordnete Ute Apfelbeck¦ (fortsetzend): Frau Landeshauptmann Klasnic ist ein Regierungsmitglied – ja oder nein? (Abg. Brix: Die war gestern nicht auf der Tagesordnung!) – der steirischen Landesregierung. Außerdem: Bundesminister Dr. Schüssel ist auch nicht geladen worden. (Abg. Brix: Der war auch nicht auf der Tagesordnung! Das stimmt doch nicht, was Sie sagen!) Bitte bleiben Sie bei der Wahrheit, das würde diesem Hohen Haus guttun! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe.)
Abg. Apfelbeck – in Richtung SPÖ –: Haben Sie das abgelehnt oder nicht? Haben Sie dem zugestimmt oder nicht? Sie haben das alles abgelehnt! Sagen Sie da nicht die Unwahrheit! – Gegenruf des Abg. Brix.
†Präsident Dr. Heinrich Neisser¦: Jetzt gelangt zu Wort ... (Abg. Apfelbeck – in Richtung SPÖ –: Haben Sie das abgelehnt oder nicht? Haben Sie dem zugestimmt oder nicht? Sie haben das alles abgelehnt! Sagen Sie da nicht die Unwahrheit! – Gegenruf des Abg. Brix.) Frau Abgeordnete, bitte sich nicht so aufzuregen! (Abg. Apfelbeck: Ihr könnt nicht sagen, es ist alles nicht wahr, weil ihr alles abgelehnt habt! – Gegenrufe bei der SPÖ.) Frau Abgeordnete Apfelbeck, bitte, wenn Sie sich ein bißchen beruhigen! (Weitere Rufe und Gegenrufe.)
Abg. Apfelbeck: Ihr könnt nicht sagen, es ist alles nicht wahr, weil ihr alles abgelehnt habt! – Gegenrufe bei der SPÖ.
†Präsident Dr. Heinrich Neisser¦: Jetzt gelangt zu Wort ... (Abg. Apfelbeck – in Richtung SPÖ –: Haben Sie das abgelehnt oder nicht? Haben Sie dem zugestimmt oder nicht? Sie haben das alles abgelehnt! Sagen Sie da nicht die Unwahrheit! – Gegenruf des Abg. Brix.) Frau Abgeordnete, bitte sich nicht so aufzuregen! (Abg. Apfelbeck: Ihr könnt nicht sagen, es ist alles nicht wahr, weil ihr alles abgelehnt habt! – Gegenrufe bei der SPÖ.) Frau Abgeordnete Apfelbeck, bitte, wenn Sie sich ein bißchen beruhigen! (Weitere Rufe und Gegenrufe.)
Weitere Rufe und Gegenrufe.
†Präsident Dr. Heinrich Neisser¦: Jetzt gelangt zu Wort ... (Abg. Apfelbeck – in Richtung SPÖ –: Haben Sie das abgelehnt oder nicht? Haben Sie dem zugestimmt oder nicht? Sie haben das alles abgelehnt! Sagen Sie da nicht die Unwahrheit! – Gegenruf des Abg. Brix.) Frau Abgeordnete, bitte sich nicht so aufzuregen! (Abg. Apfelbeck: Ihr könnt nicht sagen, es ist alles nicht wahr, weil ihr alles abgelehnt habt! – Gegenrufe bei der SPÖ.) Frau Abgeordnete Apfelbeck, bitte, wenn Sie sich ein bißchen beruhigen! (Weitere Rufe und Gegenrufe.)
Abg. Silhavy: Aber das Publikum wird doch wichtig sein!
Ich habe eine Aussendung des SPÖ-Klubs gelesen, der bei all den Problemen und Gefahren, die dabei auftreten, den Publikumsbeirat am wichtigsten findet. Also es ist Wurscht, ob das jetzt eine Holding wird, ob es überhaupt eine Holding gibt, es ist Wurscht, wie die GesmbHs aufgeteilt sind, wem sie unterstellt sind, wem die Werkstätten unterstellt sind, wichtig ist: Josef Cap redet, auch schon im Ausschuß, vom Publikumsbeirat! (Abg. Silhavy: Aber das Publikum wird doch wichtig sein!) Und das ist ein Beratergremium, möchte ich sagen, das ja selbst die Theaterdirektoren schon „gefressen“ haben. Ich würde also meinen, es ist ein bißchen unverhältnismäßig, wenn man nur darüber redet.
Beifall bei der ÖVP.
Ich würde sogar sagen: Vor lauter Publikumsbeiratsbäumen sieht die SPÖ den Bundestheaterausgliederungswald nicht mehr. Fritz Kortner hat immer gesagt: Wissen Sie, meine lieben Damen und Herren, Sie haben einen Blick für das Unwesentliche, einen Adlerblick für das Unwesentliche! – Und wenn etwas unwesentlich ist, dann, wenn man das in der Kritik so bewertet. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ziel ist nicht Einsparung, Ziel ist, daß dem künstlerischen Direktor alle Möglichkeiten gegeben werden, Kunst, Theaterkunst zu machen, prominent Theaterkunst zu machen und nicht in der Verwaltung steckenzubleiben. (Beifall bei der ÖVP.) Daran wird gearbeitet, und wenn es uns gelingt, dies mit diesem Gesetz auf die Schiene zu stellen, dann, so meine ich, ist uns etwas gelungen, was okay ist.
Heiterkeit
Im übrigen möchte ich den Bundeskanzler daran erinnern, daß er einmal vom Schwerpunktthema Film gesprochen hat. Schwerpunkt heißt nicht, es ist schwer und deswegen machen wir einen Punkt (Heiterkeit), sondern Schwerpunkt heißt, daß dieses Thema Vorrang hat. – Ich danke Ihnen schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Im übrigen möchte ich den Bundeskanzler daran erinnern, daß er einmal vom Schwerpunktthema Film gesprochen hat. Schwerpunkt heißt nicht, es ist schwer und deswegen machen wir einen Punkt (Heiterkeit), sondern Schwerpunkt heißt, daß dieses Thema Vorrang hat. – Ich danke Ihnen schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Motter: Es werden noch mehrere kommen, Herr Staatssekretär!
†Staatssekretär im Bundeskanzleramt Dr. Peter Wittmann¦: Hohes Haus! Sehr geehrter Herr Präsident! Da hier ein Redebeitrag zur Bundestheaterreform und zum Schwerpunkt Film gebracht worden ist, möchte ich darauf replizieren. (Abg. Motter: Es werden noch mehrere kommen, Herr Staatssekretär!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sind auf einem Weg, der Schritt für Schritt konsequent gegangen wird, und ich glaube, daß er in Zukunft jenen Erfolg zeitigen wird, den wir uns erwarten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Der nächste sehr wesentliche Kritikpunkt – unser dritter Punkt – bezieht sich auf die extreme Verminderung der öffentlichen Investitionen. Wenn der Staat weniger investiert, dann werden natürlich auch weniger Menschen beschäftigt. Das kommt einem Rückzug des Staates aus der Wirtschaftspolitik gleich! Vom Prinzip her wäre das zwar zu diskutieren, aber gerade in einer Zeit, in der es in ganz Europa Beschäftigungsprogramme gibt, ist dieser Schritt wohl kaum und nur sehr schwer nachvollziehbar. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Posch: Was hat das mit den Obersten Organen zu tun?
Lassen Sie mich noch kurz zu einem Problem Stellung nehmen, das die Landwirtschaft betrifft. Die Bauern feiern heuer die 150jährige Wiederkehr ihrer Befreiung. Vor 150 Jahren wurden die Bauern von der Sklaverei des damaligen herrschenden Systems befreit. Jener Mann, dessen wir heuer gedenken wollen, war Abgeordneter des Reichsrates aus Schlesien: Hans Kudlich. (Abg. Mag. Posch: Was hat das mit den Obersten Organen zu tun?) Ich komme gleich dazu, Herr Kollege Posch! Er hat die historische Leistung vollbracht, 14 Millionen Bauern aus der Sklaverei zu befreien. Wir Freiheitliche meinen daher, daß es an der Zeit wäre, diesem Mann ein Angedenken zu schaffen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Lassen Sie mich noch kurz zu einem Problem Stellung nehmen, das die Landwirtschaft betrifft. Die Bauern feiern heuer die 150jährige Wiederkehr ihrer Befreiung. Vor 150 Jahren wurden die Bauern von der Sklaverei des damaligen herrschenden Systems befreit. Jener Mann, dessen wir heuer gedenken wollen, war Abgeordneter des Reichsrates aus Schlesien: Hans Kudlich. (Abg. Mag. Posch: Was hat das mit den Obersten Organen zu tun?) Ich komme gleich dazu, Herr Kollege Posch! Er hat die historische Leistung vollbracht, 14 Millionen Bauern aus der Sklaverei zu befreien. Wir Freiheitliche meinen daher, daß es an der Zeit wäre, diesem Mann ein Angedenken zu schaffen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Jene Gedenkstätte, die damals von der Bauernschaft Österreichs in Schlesien zu seinen Ehren errichtet wurde, ist heute dem Verfall preisgegeben. Die Restaurierung dieses Mahnmals würde 1 Million Schilling kosten. Viele Organisationen haben bereits Spenden gesammelt, es fehlt jedoch noch ein Betrag von rund 500 000 S. Wir Freiheitliche sind der Meinung, daß es für dieses Haus wohl das mindeste wäre, im Rahmen dieses Budgets 500 000 S zur Verfügung zu stellen, um die Gedenkstätte für diesen Mann, der eine so große historische Bedeutung für Österreich hat, zu sanieren. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir haben das hier in diesem Antrag aufgelistet. Es sind keine Mehrbelastungen zu erwarten, sondern es sind lediglich Umschichtungen, die aus den Aufwendungen des Bundeskanzleramtes, das zum Kapitel Oberste Organe ressortiert, gemacht werden können. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Ing. Reichhold: Haben Sie zum Budget auch etwas zu sagen?
Während der Debatte zu dieser Novelle dachte ich noch, die Ablehnung der Freiheitlichen würde im Sittenbild ihres Parteiführers, nämlich dem des herrschenden Mannes und der dienenden Frau, begründet sein. Aber der Antrag der Freiheitlichen betreffend die Agenden der Rechtsanwälte – und solche sitzen einige in den Reihen der freiheitlichen Abgeordneten – erscheint unter dem Blickwinkel des Falles Rosenstingl oder dem Skandal bei den Salzburger Freiheitlichen doch unter einem ganz anderen Licht. (Abg. Ing. Reichhold: Haben Sie zum Budget auch etwas zu sagen?) Wer Abhängigkeit zum politischen Ziel definiert, muß unabhängige Einrichtungen bekämpfen. (Abg. Madl: Das müssen Sie herunterlesen? Dazu brauchen Sie ein Manuskript?)
Abg. Madl: Das müssen Sie herunterlesen? Dazu brauchen Sie ein Manuskript?
Während der Debatte zu dieser Novelle dachte ich noch, die Ablehnung der Freiheitlichen würde im Sittenbild ihres Parteiführers, nämlich dem des herrschenden Mannes und der dienenden Frau, begründet sein. Aber der Antrag der Freiheitlichen betreffend die Agenden der Rechtsanwälte – und solche sitzen einige in den Reihen der freiheitlichen Abgeordneten – erscheint unter dem Blickwinkel des Falles Rosenstingl oder dem Skandal bei den Salzburger Freiheitlichen doch unter einem ganz anderen Licht. (Abg. Ing. Reichhold: Haben Sie zum Budget auch etwas zu sagen?) Wer Abhängigkeit zum politischen Ziel definiert, muß unabhängige Einrichtungen bekämpfen. (Abg. Madl: Das müssen Sie herunterlesen? Dazu brauchen Sie ein Manuskript?)
Beifall bei der SPÖ.
Die neuerliche finanzielle Unterstützung durch den Bund für die Schaffung zusätzlicher Kinderbetreuungseinrichtungen wurde gestern bereits erwähnt. Ich möchte es dennoch nicht verabsäumen, mich bei Ihnen, Frau Bundesministerin Prammer, dafür zu bedanken, daß Sie durch Ihren Einsatz neuerlich Mittel dafür ermöglicht haben. – Herzlichen Dank! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wie schwer diese Finanzierung zu erreichen war, läßt die Haltung des Familienministers zur Frage der Vereinbarkeit von Beruf und Familie erkennen. Es ist völlig unverständlich, daß ausgerechnet Familienminister Bartenstein nicht bereit ist, alleinerziehenden Eltern in ihrer schwierigen Situation zu helfen. Ein Familienminister wäre geradezu dazu verpflichtet, Anliegen, wie wir SozialdemokratInnen sie vertreten, nämlich zwei Jahre Karenzgeld für Alleinerziehende, in seiner eigenen Partei und bei den ÖVP-Regierungsmitgliedern durchzusetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Kollegin Kammerlander hat uns heute wieder einmal ihre Oppositionspolitik gezeigt. Es ist ihr nicht möglich, Schritte in Richtung Verbesserung anzuerkennen. Sie hat am Rande den Posten 7668 unter dem Ansatz 1/10006 erwähnt, in dem es um die Förderung von Fraueninitiativen geht, um in der Folge die Sozialministerin – übrigens steht dieses Budgetkapitel genauso wenig wie die Landwirtschaft heute zur Diskussion, aber bitte, offensichtlich redet in diesem Haus mancher zu Themen, bei denen er nicht weiß, wovon er redet – anzuschütten und die Arbeit der Frauenministerin in bösester Art herabzumachen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Ich würde Ihnen auch nur Zwischenrufe empfehlen, wenn Sie etwas davon verstehen. Das ist offensichtlich nicht der Fall. (Abg. Mag. Stadler: Wenn ich einen Zwischenruf mache, dann hört man Sie gar nicht mehr!)
Abg. Mag. Stadler: Wenn ich einen Zwischenruf mache, dann hört man Sie gar nicht mehr!
Kollegin Kammerlander hat uns heute wieder einmal ihre Oppositionspolitik gezeigt. Es ist ihr nicht möglich, Schritte in Richtung Verbesserung anzuerkennen. Sie hat am Rande den Posten 7668 unter dem Ansatz 1/10006 erwähnt, in dem es um die Förderung von Fraueninitiativen geht, um in der Folge die Sozialministerin – übrigens steht dieses Budgetkapitel genauso wenig wie die Landwirtschaft heute zur Diskussion, aber bitte, offensichtlich redet in diesem Haus mancher zu Themen, bei denen er nicht weiß, wovon er redet – anzuschütten und die Arbeit der Frauenministerin in bösester Art herabzumachen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Ich würde Ihnen auch nur Zwischenrufe empfehlen, wenn Sie etwas davon verstehen. Das ist offensichtlich nicht der Fall. (Abg. Mag. Stadler: Wenn ich einen Zwischenruf mache, dann hört man Sie gar nicht mehr!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Stadler! Als Sie am Wort gewesen wären, waren Sie nicht einmal da, also seien Sie lieber ruhig. Es wäre angenehmer für Sie und Ihre Partei, wenn man von Ihnen weniger hören würde. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend möchte ich zum Kapitel Frauenangelegenheiten hervorheben, daß es einer Summe von Maßnahmen bedarf, um Chancengleichheit in Zukunft tatsächlich zu erreichen. Ich möchte aber auch der Frauenministerin für ihre Arbeit danken, durch die es wieder ermöglicht wurde, daß wir in diesem Budget neue Finanzierungsmöglichkeiten zur Sicherung von Fraueninitiativen und zur Schaffung des Regionalbüros für Gleichbehandlungsfragen beschließen werden. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Anfragebeantwortung des Bundesministers für Inneres Dr. Einem vom 16. September 1996, 1116/AB-BR/96
Die Fahrlässigkeit höchster österreichischer Stellen wird auch dadurch illustriert, daß trotz der Offenkundigkeit eines möglichen kriminellen Umfeldes bei den Osthilfeprojekten des Bundes und der Länder, insbesondere der Stadt Wien, in die zu Lasten des Steuerzahlers Milliardenbeträge geflossen sind, sicherheitsbehördliche Prüfungen der Auftragnehmer im Zusammenhang mit kriminellen Aktivitäten nicht erfolgt sind (Anfragebeantwortung des Bundesministers für Inneres Dr. Einem vom 16. September 1996, 1116/AB-BR/96).
Abg. Silhavy: Wo war gestern den ganzen Tag Ihr Parteivorsitzender?
†Abgeordneter Mag. Johann Ewald Stadler¦ (Freiheitliche): Meine Damen und Herren! Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Staatssekretär! Es ist bezeichnend, daß sich der Parteivorsitzende und Bundeskanzler gerade zu dieser Materie nicht ins Hohe Haus traut. Er schickt wieder einmal seinen Staatssekretär hierher. (Abg. Silhavy: Wo war gestern den ganzen Tag Ihr Parteivorsitzender?)
Abg. Schwemlein: Um heiße Luft!
Frau Kollegin Silhavy! Es geht um eine heiße Materie, wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, wenn Sie diesen Dringlichen Antrag aufmerksam gelesen haben. (Abg. Schwemlein: Um heiße Luft!) Ich habe Verständnis dafür, daß der Bundeskanzler sich mit diesen Dingen ungern beschäftigt – ebenso wie Frau Kollegin Silhavy, die jetzt das Haus verläßt –, da es der SPÖ und der ÖVP unglaublich peinlich ist, was sich hier an Mafia-Sumpf in Österreich abspielt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Frau Kollegin Silhavy! Es geht um eine heiße Materie, wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, wenn Sie diesen Dringlichen Antrag aufmerksam gelesen haben. (Abg. Schwemlein: Um heiße Luft!) Ich habe Verständnis dafür, daß der Bundeskanzler sich mit diesen Dingen ungern beschäftigt – ebenso wie Frau Kollegin Silhavy, die jetzt das Haus verläßt –, da es der SPÖ und der ÖVP unglaublich peinlich ist, was sich hier an Mafia-Sumpf in Österreich abspielt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Koppler.
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Kein Geringerer als der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Michael Sika, hat schon vor einigen Wochen in einem aufsehenerregenden „profil“-Interview gesagt, daß am Ende die Diktatur drohen könnte, wenn die Entwicklungen so weitergehen, wie er sie auf dem Sektor der Ostmafia beobachtet. (Zwischenruf des Abg. Koppler.) Herr Kollege Koppler! Das ist ein Genosse von Ihnen. Ein anständiger Genosse, Herr Kollege Koppler! Der anständige Genosse Sika hat Ihnen ins Stammbuch geschrieben, daß, wenn es mit der Ostmafia so weitergeht, am Schluß bedenkliche Zustände drohen.
Abg. Leikam: „Kollege“?!
Das alles scheint in der SPÖ niemanden zu beunruhigen. Man geht zur Tagesordnung über. Aber wenn dann ein international anerkannter Mafiaexperte wie Herr Kollege, wie Herr Jürgen Roth ... (Abg. Leikam: „Kollege“?!) Haben Sie etwas dagegen? (Abg. Schieder: Nein! Nur weil Sie „Kollege“ gesagt haben!) – Herr Roth hat eine Ahnung von der Ostmafia. Ich interessiere mich auch dafür, meine Damen und Herren, weil ich wissen möchte, wie tief Sie in die Ostmafia und deren Machinationen verstrickt sind, Sie und Ihr Koalitionspartner ÖVP! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Schieder: Nein! Nur weil Sie „Kollege“ gesagt haben!
Das alles scheint in der SPÖ niemanden zu beunruhigen. Man geht zur Tagesordnung über. Aber wenn dann ein international anerkannter Mafiaexperte wie Herr Kollege, wie Herr Jürgen Roth ... (Abg. Leikam: „Kollege“?!) Haben Sie etwas dagegen? (Abg. Schieder: Nein! Nur weil Sie „Kollege“ gesagt haben!) – Herr Roth hat eine Ahnung von der Ostmafia. Ich interessiere mich auch dafür, meine Damen und Herren, weil ich wissen möchte, wie tief Sie in die Ostmafia und deren Machinationen verstrickt sind, Sie und Ihr Koalitionspartner ÖVP! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das alles scheint in der SPÖ niemanden zu beunruhigen. Man geht zur Tagesordnung über. Aber wenn dann ein international anerkannter Mafiaexperte wie Herr Kollege, wie Herr Jürgen Roth ... (Abg. Leikam: „Kollege“?!) Haben Sie etwas dagegen? (Abg. Schieder: Nein! Nur weil Sie „Kollege“ gesagt haben!) – Herr Roth hat eine Ahnung von der Ostmafia. Ich interessiere mich auch dafür, meine Damen und Herren, weil ich wissen möchte, wie tief Sie in die Ostmafia und deren Machinationen verstrickt sind, Sie und Ihr Koalitionspartner ÖVP! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja unerhört!
Herr Roth sagte im Österreichischen Rundfunk nicht anderes – und hat damit ein wenig aufhorchen lassen –, als daß der ehemalige Bundeskanzler Vranitzky enge Kontakte zur Ostmafia hat (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja unerhört!) und daß sich unter der Patronanz des ehemaligen Bundeskanzlers Vranitzky sowie ehemaliger sozialistischer Minister in Wien ein eigenes Milieu entwickeln konnte, in dem die Ostmafia besonders gut gedeiht und sich besonders wohl fühlt. (Abg. Koppler: Reden Sie über diese Partei? – Abg. Schieder hebt mit fragendem Gesichtsausdruck die Arme.) Herr Kollege Schieder! Ein ganzes Kapitel befaßt sich damit, ich empfehle Ihnen zur Lektüre Seite 257 folgende. (Abg. Schieder: Ich habe es gelesen!) Ein ganzes Kapitel befaßt sich mit nichts anderem als all den Finanzierungsvorgängen, die Ihre Partei zu verantworten hat. (Abg. Schieder: Briefempfänger war er!)
Abg. Koppler: Reden Sie über diese Partei? – Abg. Schieder hebt mit fragendem Gesichtsausdruck die Arme.
Herr Roth sagte im Österreichischen Rundfunk nicht anderes – und hat damit ein wenig aufhorchen lassen –, als daß der ehemalige Bundeskanzler Vranitzky enge Kontakte zur Ostmafia hat (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja unerhört!) und daß sich unter der Patronanz des ehemaligen Bundeskanzlers Vranitzky sowie ehemaliger sozialistischer Minister in Wien ein eigenes Milieu entwickeln konnte, in dem die Ostmafia besonders gut gedeiht und sich besonders wohl fühlt. (Abg. Koppler: Reden Sie über diese Partei? – Abg. Schieder hebt mit fragendem Gesichtsausdruck die Arme.) Herr Kollege Schieder! Ein ganzes Kapitel befaßt sich damit, ich empfehle Ihnen zur Lektüre Seite 257 folgende. (Abg. Schieder: Ich habe es gelesen!) Ein ganzes Kapitel befaßt sich mit nichts anderem als all den Finanzierungsvorgängen, die Ihre Partei zu verantworten hat. (Abg. Schieder: Briefempfänger war er!)
Abg. Schieder: Ich habe es gelesen!
Herr Roth sagte im Österreichischen Rundfunk nicht anderes – und hat damit ein wenig aufhorchen lassen –, als daß der ehemalige Bundeskanzler Vranitzky enge Kontakte zur Ostmafia hat (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja unerhört!) und daß sich unter der Patronanz des ehemaligen Bundeskanzlers Vranitzky sowie ehemaliger sozialistischer Minister in Wien ein eigenes Milieu entwickeln konnte, in dem die Ostmafia besonders gut gedeiht und sich besonders wohl fühlt. (Abg. Koppler: Reden Sie über diese Partei? – Abg. Schieder hebt mit fragendem Gesichtsausdruck die Arme.) Herr Kollege Schieder! Ein ganzes Kapitel befaßt sich damit, ich empfehle Ihnen zur Lektüre Seite 257 folgende. (Abg. Schieder: Ich habe es gelesen!) Ein ganzes Kapitel befaßt sich mit nichts anderem als all den Finanzierungsvorgängen, die Ihre Partei zu verantworten hat. (Abg. Schieder: Briefempfänger war er!)
Abg. Schieder: Briefempfänger war er!
Herr Roth sagte im Österreichischen Rundfunk nicht anderes – und hat damit ein wenig aufhorchen lassen –, als daß der ehemalige Bundeskanzler Vranitzky enge Kontakte zur Ostmafia hat (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja unerhört!) und daß sich unter der Patronanz des ehemaligen Bundeskanzlers Vranitzky sowie ehemaliger sozialistischer Minister in Wien ein eigenes Milieu entwickeln konnte, in dem die Ostmafia besonders gut gedeiht und sich besonders wohl fühlt. (Abg. Koppler: Reden Sie über diese Partei? – Abg. Schieder hebt mit fragendem Gesichtsausdruck die Arme.) Herr Kollege Schieder! Ein ganzes Kapitel befaßt sich damit, ich empfehle Ihnen zur Lektüre Seite 257 folgende. (Abg. Schieder: Ich habe es gelesen!) Ein ganzes Kapitel befaßt sich mit nichts anderem als all den Finanzierungsvorgängen, die Ihre Partei zu verantworten hat. (Abg. Schieder: Briefempfänger war er!)
Abg. Schieder: Dr. Vranitzky!
Wer war Briefempfänger? (Abg. Schieder: Dr. Vranitzky!) Ach, Briefempfänger war er? – Jetzt gibt er schon einmal zu, daß er Briefempfänger ist, meine Damen und Herren! (Abg. Schieder: Da kann man nichts dafür, wenn man einen Brief bekommt!) Also korrespondiert er nach Aussage Schieders mit der Ostmafia! Ich korrespondiere nicht mit der Ostmafia. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Wenn Herr Vranitzky mit der Ostmafia korrespondiert, dann ist das harmlos, meine Damen und Herren, dann ist er nur Briefempfänger! Das behauptet Herr Fuchs auch: Er sei nur Briefempfänger gewesen, und mit den Briefbomben habe er sonst nichts zu tun. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Schieder: Da kann man nichts dafür, wenn man einen Brief bekommt!
Wer war Briefempfänger? (Abg. Schieder: Dr. Vranitzky!) Ach, Briefempfänger war er? – Jetzt gibt er schon einmal zu, daß er Briefempfänger ist, meine Damen und Herren! (Abg. Schieder: Da kann man nichts dafür, wenn man einen Brief bekommt!) Also korrespondiert er nach Aussage Schieders mit der Ostmafia! Ich korrespondiere nicht mit der Ostmafia. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Wenn Herr Vranitzky mit der Ostmafia korrespondiert, dann ist das harmlos, meine Damen und Herren, dann ist er nur Briefempfänger! Das behauptet Herr Fuchs auch: Er sei nur Briefempfänger gewesen, und mit den Briefbomben habe er sonst nichts zu tun. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wer war Briefempfänger? (Abg. Schieder: Dr. Vranitzky!) Ach, Briefempfänger war er? – Jetzt gibt er schon einmal zu, daß er Briefempfänger ist, meine Damen und Herren! (Abg. Schieder: Da kann man nichts dafür, wenn man einen Brief bekommt!) Also korrespondiert er nach Aussage Schieders mit der Ostmafia! Ich korrespondiere nicht mit der Ostmafia. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Wenn Herr Vranitzky mit der Ostmafia korrespondiert, dann ist das harmlos, meine Damen und Herren, dann ist er nur Briefempfänger! Das behauptet Herr Fuchs auch: Er sei nur Briefempfänger gewesen, und mit den Briefbomben habe er sonst nichts zu tun. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wer war Briefempfänger? (Abg. Schieder: Dr. Vranitzky!) Ach, Briefempfänger war er? – Jetzt gibt er schon einmal zu, daß er Briefempfänger ist, meine Damen und Herren! (Abg. Schieder: Da kann man nichts dafür, wenn man einen Brief bekommt!) Also korrespondiert er nach Aussage Schieders mit der Ostmafia! Ich korrespondiere nicht mit der Ostmafia. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Wenn Herr Vranitzky mit der Ostmafia korrespondiert, dann ist das harmlos, meine Damen und Herren, dann ist er nur Briefempfänger! Das behauptet Herr Fuchs auch: Er sei nur Briefempfänger gewesen, und mit den Briefbomben habe er sonst nichts zu tun. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Schwemlein: Das ist ein ganz billiges Rosenstingl-Ablenkungsgestammel!
Es ist allerdings interessant, wie sich der ORF rechtfertigt, nachdem Herr Vranitzky ihm gegenüber für Empörung gesorgt hat. Daraufhin sagt der Sendechef, Herr Johannes Fischer, es sei mit Herrn Jürgen Roth nicht abgesprochen gewesen, daß Roth Politiker erwähne, meine Damen und Herren! Leider waren es sozialistische Politiker. Er entschuldigt sich dafür, daß leider die Panne eines Live-Interviews passiert ist und ein Aufdeckungsjournalist einen prominenten SPÖ-Politiker genannt hat, der sich gleich noch am Abend bei einer ORF-Moderatorin meldet und diese Dame ordentlich in Verlegenheit bringt, weil er sagt: Ich, der Herr Exbundeskanzler! Sie wissen wohl nicht, mit wem Sie sprechen! Ich lasse mir das nicht bieten, ich bin doch nicht irgendwer. Sie hätten bei mir anrufen können! (Abg. Schwemlein: Das ist ein ganz billiges Rosenstingl-Ablenkungsgestammel!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Koppler: Was Sie machen, ist ein Ablenkungsmanöver!
Das war der Tenor dieses Interviews, Herr Kollege! Es hat ganz Österreich empört – wer es gesehen hat –, wie man da mit einer Journalistin umgeht und versucht, den Staatsrundfunk zum Vertuschen heranzuziehen. Ums Vertuschen geht es Ihnen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Koppler: Was Sie machen, ist ein Ablenkungsmanöver!)
Abg. Schwemlein: Daß Sie laut sind, wissen wir eh!
Schauen Sie, Herr Häuselbauer mit Multifunktion und Multieinkommen! Sie werden es nicht schaffen, mit oder ohne Mikrophon, meine Lautstärke abzudrehen. Das garantiere ich Ihnen! (Abg. Schwemlein: Daß Sie laut sind, wissen wir eh!) Ganz Österreich soll es hören, wie tief Ihre Partei im Mafiasumpf steckt! Ganz Österreich soll es hören, und ganz Österreich kann es lesen, wenn man will! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Schauen Sie, Herr Häuselbauer mit Multifunktion und Multieinkommen! Sie werden es nicht schaffen, mit oder ohne Mikrophon, meine Lautstärke abzudrehen. Das garantiere ich Ihnen! (Abg. Schwemlein: Daß Sie laut sind, wissen wir eh!) Ganz Österreich soll es hören, wie tief Ihre Partei im Mafiasumpf steckt! Ganz Österreich soll es hören, und ganz Österreich kann es lesen, wenn man will! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Schwemlein: Ihnen kann man nur noch auf Krankenschein zuhören!
Ihr ehemaliger Innenminister – ich weiß nicht, ob Sie sich an ihn noch erinnern können, bei Ihrem Kurzzeitgedächtnis –, Ihr ehemaliger Innenminister Blecha ist in der Lage, in einem Entführungsfall der Tschetschenen zu vermitteln. (Abg. Schwemlein: Ihnen kann man nur noch auf Krankenschein zuhören!) Da wendet sich der Bruder des entführten Opfers gar nicht an die Polizei, weder in Rußland noch in Österreich, sondern er wendet sich an Herrn Innenminister außer Dienst Karl Blecha. Und siehe da: Dieser arrangiert ein Treffen der Paten, und schon wird der Betreffende gegen Lösegeld freigelassen!
Abg. Schwemlein: Bei Ihnen ist der Firmpate auch ein Pate!
Seitdem hat dieser Mann engste Kontakte, und zwar nicht nur zu dem Geschäftsmann, dessen Bruder entführt wurde und der der Ostmafia angehört, wie selbst Generaldirektor Sika zugibt, wenn er sagt: Es macht mir Bauchweh, daß Herr Blecha, mein ehemaliger Chef, mit diesem Mafiapaten in Geschäftsverbindung steht. (Abg. Schwemlein: Bei Ihnen ist der Firmpate auch ein Pate!) Damit nicht genug, steht er jetzt auch noch mit einem Oberpaten in Verbindung, der Michailow heißt ... (Abg. Schwemlein: Ein Firmpate war das!) Das ist der Firmpate vom Blecha? (Abg. Schwemlein: Bei Ihnen ist ein Firmpate auch ein Pate!)
Abg. Schwemlein: Ein Firmpate war das!
Seitdem hat dieser Mann engste Kontakte, und zwar nicht nur zu dem Geschäftsmann, dessen Bruder entführt wurde und der der Ostmafia angehört, wie selbst Generaldirektor Sika zugibt, wenn er sagt: Es macht mir Bauchweh, daß Herr Blecha, mein ehemaliger Chef, mit diesem Mafiapaten in Geschäftsverbindung steht. (Abg. Schwemlein: Bei Ihnen ist der Firmpate auch ein Pate!) Damit nicht genug, steht er jetzt auch noch mit einem Oberpaten in Verbindung, der Michailow heißt ... (Abg. Schwemlein: Ein Firmpate war das!) Das ist der Firmpate vom Blecha? (Abg. Schwemlein: Bei Ihnen ist ein Firmpate auch ein Pate!)
Abg. Schwemlein: Bei Ihnen ist ein Firmpate auch ein Pate!
Seitdem hat dieser Mann engste Kontakte, und zwar nicht nur zu dem Geschäftsmann, dessen Bruder entführt wurde und der der Ostmafia angehört, wie selbst Generaldirektor Sika zugibt, wenn er sagt: Es macht mir Bauchweh, daß Herr Blecha, mein ehemaliger Chef, mit diesem Mafiapaten in Geschäftsverbindung steht. (Abg. Schwemlein: Bei Ihnen ist der Firmpate auch ein Pate!) Damit nicht genug, steht er jetzt auch noch mit einem Oberpaten in Verbindung, der Michailow heißt ... (Abg. Schwemlein: Ein Firmpate war das!) Das ist der Firmpate vom Blecha? (Abg. Schwemlein: Bei Ihnen ist ein Firmpate auch ein Pate!)
Abg. Dr. Keppelmüller: Und Rosenstingl hat mit der FPÖ nichts zu tun?!
Ihr Firmpate ist das? – Ihr Firmpate heißt demnach Michail. Das ist der Milieuname, und er ist der Chef der sogenannten „Solnzewskaja“. Das ist eine größere Mafiafamilie mit insgesamt 5 000 Familienmitgliedern in Moskau. Das sind die Geschäftspartner des ehemaligen Innenministers Blecha, meine Damen und Herren! Und da sagt die SPÖ: Das geht uns nichts an! Blecha? – Den kennen wir gar nicht. Blecha hat mit der SPÖ nichts zu tun, Blecha und seine kriminellen Machinationen! (Abg. Dr. Keppelmüller: Und Rosenstingl hat mit der FPÖ nichts zu tun?!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ja, darauf habe ich schon die ganze Zeit gewartet, Herr Keppelmüller, der Sie Ihrem Namen alle Ehre machen! Herr Keppelmüller! Jetzt werde ich Ihnen gleich den nächsten nennen, der zur ehrenwerten Gesellschaft entweder gute Kontakte hat oder sogar zur ehrenwerten Gesellschaft gehört. Drehen Sie Ihren Hals etwas um – wenn es Ihnen mit der Krawatte keine Probleme macht –, und sehen Sie dort hinten Ihren Kollegen Marizzi! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Gaál: Das ist ja unerhört! Rufmord-Methode!
Kollege Marizzi fliegt in Privatjets der Mafia in der ehemaligen Sowjetunion umher, meine Damen und Herren! Genauso, wie sein ehemaliger Parteichef Vranitzky – das weiß die Staatspolizei seit Monaten – in Privatjets ... (Abg. Gaál: Das ist ja unerhört! Rufmord-Methode!) Es kommt noch dicker, Herr Kollege Gaál! Beruhigen Sie sich, es wird noch dicker kommen.
Abg. Dr. Keppelmüller: Das ist Ihre Methode! Sie gehen auf meinen Hals los!
Der Herr ehemalige Bundeskanzler Vranitzky fliegt in Privatjets der Ostmafia in Kasachstan und anderen zentralasiatischen Republiken umher, um dort mit Mafiapaten Geschäfte zu machen. (Abg. Dr. Keppelmüller: Das ist Ihre Methode! Sie gehen auf meinen Hals los!) Ebenso Herr Marizzi; er weiß es, denn ich habe ihm mittlerweile eine Kopie dieses Zettels übergeben, und er bestätigt, daß das wahr ist, selbstverständlich. Da war also die ganze Familie beisammen: Herr Loutchansky, Herr Lansky und Herr Marizzi Peter aus Österreich. Das ist eine „nette“ Gesellschaft. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Der Herr ehemalige Bundeskanzler Vranitzky fliegt in Privatjets der Ostmafia in Kasachstan und anderen zentralasiatischen Republiken umher, um dort mit Mafiapaten Geschäfte zu machen. (Abg. Dr. Keppelmüller: Das ist Ihre Methode! Sie gehen auf meinen Hals los!) Ebenso Herr Marizzi; er weiß es, denn ich habe ihm mittlerweile eine Kopie dieses Zettels übergeben, und er bestätigt, daß das wahr ist, selbstverständlich. Da war also die ganze Familie beisammen: Herr Loutchansky, Herr Lansky und Herr Marizzi Peter aus Österreich. Das ist eine „nette“ Gesellschaft. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Wabl – in Richtung SPÖ, auf Abg. Mag. Stadler deutend –: Das ist die Bildungspolitik der Sozialdemokratie! Die hat versagt, und solche Versager kommen heraus!
Das ist jene Gesellschaft der Firma Nordex, die dereinst einmal von Kollegen Fuhrmann vertreten wurde. Ich frage mich, wie man zu einer solchen Klientel kommt. Das war ihm dann peinlich, und er hat diese Klientel gleich wieder abgeschoben. Das ist jene Firma Nordex, meine Damen und Herren, deren sich Herr Lansky schon seit längerer Zeit annimmt. Der Chef dieser Firma hat bei Oswald Kessler, als dieser noch Stapo-Chef war, versucht, für Herrn Loutchansky die österreichische Staatsbürgerschaft zu erreichen. (Abg. Wabl – in Richtung SPÖ, auf Abg. Mag. Stadler deutend –: Das ist die Bildungspolitik der Sozialdemokratie! Die hat versagt, und solche Versager kommen heraus!) Und Herr Lansky ist jener Mann, der in dem Protokoll aufscheint, das ich gestern darüber verlesen habe, wie die SPÖ versucht, Zugriff auf die Richterposten zu bekommen – damit Sie die Dinge, die Ihnen unangenehm sind, vertuschen können!
Abg. Schwemlein: Und ihr Freiheitliche habt eure Sozialwohnungen!
Er hat eine Firma gegründet, mit deren Hilfe ein Dollar-Milliarden-Vermögen aus der ehemaligen Sowjetunion verschoben wurde, und zwar gemeinsam mit einer anderen Gesellschaft mit Sitz in Moskau, die sich bezeichnenderweise „Internationale Stiftung für das Überleben und die Entwicklung der Menschheit“ nennt. Das klingt doch nobel, meine Damen und Herren! Ich habe überhaupt noch nie gehört, daß sich die Mafia so nobel bezeichnet. (Abg. Schwemlein: Und ihr Freiheitliche habt eure Sozialwohnungen!) Dazu gehören Herr Loutchansky und seine Firma Nordex, gegen die seit 1993 von der Interpol ermittelt wird, und zwar wegen des Verdachts des Verschubs von Dollarvermögen aus der ehemaligen Sowjetunion in den Westen.
Abg. Koppler: Und Ihr Geschäftspartner ist der Rosenstingl!
Das sind alles Geschäftspartner des Herrn Vranitzky. Das gibt er heute sogar zu! (Abg. Koppler: Und Ihr Geschäftspartner ist der Rosenstingl!) Das steht heute auf der Titelseite der „Presse“; dort sagt er: Er kennt den Präsidenten von Usbekistan – dort ist die Baumwollmafia angesiedelt – so gut, daß er gar keine Vermittlung des Herrn Blecha mehr braucht. So gut und innig kennt er ihn! Das ist heute auf der Titelseite der „Presse“ nachzulesen. Diese Leute schreiben dann nette Briefe. Das werden die Briefe sein, die Sie gemeint haben, Herr Kollege Schieder! (Abg. Schieder: Nein! Im Buch ...) Ach, er hat noch mehr Briefe erhalten?
Abg. Schieder: Nein! Im Buch ...
Das sind alles Geschäftspartner des Herrn Vranitzky. Das gibt er heute sogar zu! (Abg. Koppler: Und Ihr Geschäftspartner ist der Rosenstingl!) Das steht heute auf der Titelseite der „Presse“; dort sagt er: Er kennt den Präsidenten von Usbekistan – dort ist die Baumwollmafia angesiedelt – so gut, daß er gar keine Vermittlung des Herrn Blecha mehr braucht. So gut und innig kennt er ihn! Das ist heute auf der Titelseite der „Presse“ nachzulesen. Diese Leute schreiben dann nette Briefe. Das werden die Briefe sein, die Sie gemeint haben, Herr Kollege Schieder! (Abg. Schieder: Nein! Im Buch ...) Ach, er hat noch mehr Briefe erhalten?
Abg. Schieder: Ich bin kein Polizist!
Meine Damen und Herren! Nun fragt man sich, was jene Auftragseinbrecher, die in der Wohnung der Witwe des ehemaligen Kontrollbank-Direktors eingebrochen haben, tatsächlich gesucht haben, Herr Kollege Schieder. Können Sie mir darauf eine Antwort geben? Was für eine Post haben die dort gesucht, Herr Kollege Schieder? (Abg. Schieder: Ich bin kein Polizist!) – Das ist Ihr Milieu, das ist Ihre Partei! (Abg. Schieder: Nein!) Nein? Nicht Ihre Partei? – Jetzt hat auch schon Praschak nichts mehr mit der SPÖ zu tun! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Schieder: Nein!
Meine Damen und Herren! Nun fragt man sich, was jene Auftragseinbrecher, die in der Wohnung der Witwe des ehemaligen Kontrollbank-Direktors eingebrochen haben, tatsächlich gesucht haben, Herr Kollege Schieder. Können Sie mir darauf eine Antwort geben? Was für eine Post haben die dort gesucht, Herr Kollege Schieder? (Abg. Schieder: Ich bin kein Polizist!) – Das ist Ihr Milieu, das ist Ihre Partei! (Abg. Schieder: Nein!) Nein? Nicht Ihre Partei? – Jetzt hat auch schon Praschak nichts mehr mit der SPÖ zu tun! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Nun fragt man sich, was jene Auftragseinbrecher, die in der Wohnung der Witwe des ehemaligen Kontrollbank-Direktors eingebrochen haben, tatsächlich gesucht haben, Herr Kollege Schieder. Können Sie mir darauf eine Antwort geben? Was für eine Post haben die dort gesucht, Herr Kollege Schieder? (Abg. Schieder: Ich bin kein Polizist!) – Das ist Ihr Milieu, das ist Ihre Partei! (Abg. Schieder: Nein!) Nein? Nicht Ihre Partei? – Jetzt hat auch schon Praschak nichts mehr mit der SPÖ zu tun! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Schieder: Weiß ich nicht!
Es ist Ihre Partei und Ihr Milieu, in dem sich das Ganze abspielt. Denn daß es Geschäftsbeziehungen zwischen der Warimpex und der Nordex gibt, kann ich Ihnen anhand des Schriftverkehrs, der uns vorliegt, nachweisen, wenn Sie es genau wissen wollen. Herr Bausbek und seine ABV sowie die Nordex sind miteinander wirtschaftlich eng in Kontakt. (Abg. Schieder: Weiß ich nicht!) Das glauben Sie mir nicht? – Ich kann es Ihnen nachweisen. Ich habe den Schriftverkehr auf Englisch da. Sie können ja recht gut Englisch und können ihn übersetzen.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das ist eindeutig nachvollziehbar, und es geht so weit, daß andere, anständige österreichische Firmen sich bei uns bereits schriftlich darüber beklagen, daß sogar der Generalkonsul Österreichs in Moskau, ein gewisser Herr Freisitzer, so eng mit der Firma Nordex verbandelt ist – weil die Firma Nordex die musikalischen Ambitionen auf eine Dirigentenkarriere des Sohnes des Herrn Freisitzer finanziert –, daß andere Firmen überhaupt nicht mehr zum Zug kommen. So spielt sich das ab, meine Damen und Herren! Das ist also nicht nur ein Skandal, der sich im Rahmen der SPÖ, im Rahmen ehemaliger Minister und Bundeskanzler der SPÖ abspielt, nein, es ist auch ein Skandal, der sich ganz tief hinein in die Regierung abspielt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Schwemlein: Aufhören! Aufhören!
Herr Kollege Marizzi! Klären Sie Ihre Genossen einmal darüber auf, daß das nur ein Teil davon ist! Sie kennen sich in Ihrem Milieu gut aus. Klären Sie sie einmal darüber auf, was sich dort alles abspielt und in welchen Kreisen Ihr ehemaliger Bundeskanzler und Ehrenvorsitzender verkehrt! Klären Sie sie einmal auf, mit wem Sie Flüge in Privatjets machen, die der Russenmafia gehören! Klären Sie Ihre Genossen einmal auf, weil sie offensichtlich immer noch nicht richtig darüber informiert sind, was sich bei Ihnen bis hinein in die Regierung abspielt! (Abg. Schwemlein: Aufhören! Aufhören!)
Abg. Koppler: Und was ist mit dem Rosenstingl?
Einen haben Sie ja dann aus Ihrem Nationalratsklub entlassen müssen, aber nicht wegen Ostmafiakontakten – nein! –, sondern wegen irgendeiner nachrangigen Geschichte, die mit Frau Kollegin Terezija Stoistis zusammenhängt. Dabei geht es nämlich um den ehemaligen ÖVP-Abgeordneten Paul Burgstaller aus der Steiermark. Meine Damen und Herren! Pauli Burgstaller hatte intensiven geschäftlichen Kontakt, ja sogar eine gemeinsame Firma mit einem russischen Waffenhändler und Paten der Ostmafia namens Anatoli Pisarenko. (Abg. Koppler: Und was ist mit dem Rosenstingl?)
Abg. Leikam: Das ist die Anerkennung für den Rechnungshofpräsidenten!
Sagt Ihnen das etwas, Herr Kollege Koppler? – Anatoli Pisarenko hat sich mit Herrn Pauli Burgstaller firmenrechtlich verbunden. (Abg. Leikam: Das ist die Anerkennung für den Rechnungshofpräsidenten!) Mit der SPÖ rauft man sich nur noch um die Provisionen. Deswegen traut sich Paul Burgstaller nicht mehr vor die Haustür, weil bis heute um Provisionen gestritten wird. Das ist der Hintergrund. Ein sauberes Milieu haben Sie da, meine Damen und Herren! Der österreichische Steuerzahler hat dieses Milieu an der Staatsspitze nicht verdient! (Abg. Dr. Keppelmüller: Er selbst sitzt im Rosenstingl-Glashaus!)
Abg. Dr. Keppelmüller: Er selbst sitzt im Rosenstingl-Glashaus!
Sagt Ihnen das etwas, Herr Kollege Koppler? – Anatoli Pisarenko hat sich mit Herrn Pauli Burgstaller firmenrechtlich verbunden. (Abg. Leikam: Das ist die Anerkennung für den Rechnungshofpräsidenten!) Mit der SPÖ rauft man sich nur noch um die Provisionen. Deswegen traut sich Paul Burgstaller nicht mehr vor die Haustür, weil bis heute um Provisionen gestritten wird. Das ist der Hintergrund. Ein sauberes Milieu haben Sie da, meine Damen und Herren! Der österreichische Steuerzahler hat dieses Milieu an der Staatsspitze nicht verdient! (Abg. Dr. Keppelmüller: Er selbst sitzt im Rosenstingl-Glashaus!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege Keppelmüller! Wenn Sie wollen, buchstabiere ich es für Sie auch außerhalb der Redezeit. Wir gehen mit Leuten, die sich etwas zuschulden kommen lassen und sich nicht anständig verhalten, anders um: Wir schließen sie aus! Sie hingegen decken zu! Das ist der Unterschied, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Beifall bei den Freiheitlichen.
Das ist auch das moralische Problem. Wir geben Ihnen eine neue moralische Meßlatte vor, die zu überspringen Sie gar nicht in der Lage sind, meine Damen und Herren! (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich habe es Ihrem Klubobmann Kostelka gestern schon klargemacht. Er hat gestern abend völlig verdutzt zur Kenntnis nehmen müssen, daß wir schon wieder eine moralische Meßlatte haben, der die SPÖ – mit der ÖVP als Anhängsel – hinterherhechelt, wobei sie keine Chance hat, diesen Sumpf trockenzulegen, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Keppelmüller: Sie sollten sich genieren!)
Abg. Dr. Keppelmüller: Sie sollten sich genieren!
Das ist auch das moralische Problem. Wir geben Ihnen eine neue moralische Meßlatte vor, die zu überspringen Sie gar nicht in der Lage sind, meine Damen und Herren! (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich habe es Ihrem Klubobmann Kostelka gestern schon klargemacht. Er hat gestern abend völlig verdutzt zur Kenntnis nehmen müssen, daß wir schon wieder eine moralische Meßlatte haben, der die SPÖ – mit der ÖVP als Anhängsel – hinterherhechelt, wobei sie keine Chance hat, diesen Sumpf trockenzulegen, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Keppelmüller: Sie sollten sich genieren!)
Abg. Leikam: Und der Rosenstingl in Brasilien!
Herr Staatssekretär! Richten Sie Ihrem Chef etwas aus! Ich ersuche Sie jetzt auch einmal, als Briefträger – wie Kollege Schieder gesagt hat – tätig zu werden, aber diesmal für mich und für meine Fraktion. Richten Sie bitte Ihrem Chef aus, daß er, wenn er jetzt nicht höllisch aufpaßt, dort landen wird, wo sein Vorgänger bereits halstief steckt, nämlich im Sumpf der Ostmafia! (Abg. Leikam: Und der Rosenstingl in Brasilien!) Das ist eine mittlerweile nicht mehr zu leugnende Tatsache, die Ihnen ausländische Journalisten bereits vorhalten müssen. Das können sie nur tun, weil eine Panne im ORF passiert ist und man nicht verhindern konnte, daß dieser ausländische Journalist Namen von prominenten Politikern nennt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Staatssekretär! Richten Sie Ihrem Chef etwas aus! Ich ersuche Sie jetzt auch einmal, als Briefträger – wie Kollege Schieder gesagt hat – tätig zu werden, aber diesmal für mich und für meine Fraktion. Richten Sie bitte Ihrem Chef aus, daß er, wenn er jetzt nicht höllisch aufpaßt, dort landen wird, wo sein Vorgänger bereits halstief steckt, nämlich im Sumpf der Ostmafia! (Abg. Leikam: Und der Rosenstingl in Brasilien!) Das ist eine mittlerweile nicht mehr zu leugnende Tatsache, die Ihnen ausländische Journalisten bereits vorhalten müssen. Das können sie nur tun, weil eine Panne im ORF passiert ist und man nicht verhindern konnte, daß dieser ausländische Journalist Namen von prominenten Politikern nennt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Müller: Und die FPÖ hat verurteilte Politiker in ihren Reihen!
Herr Staatssekretär! Ihre Partei hat seit Jahren Probleme mit dieser ganzen Ostmafia-Clique, die so weit hineinreicht, daß hier immer noch Abgeordnete sitzen, die Herr Kollege Kostelka zwar gerne losgeworden wäre, die er aber nicht anbringt. Das führt hinauf bis in höchste Spitzen Ihrer Partei: Bundeskanzler und ehemalige Minister. Leopold Gratz zum Beispiel wurde in dem Zusammenhang zum Gegenstand von Ermittlungen, auch Ihr ehemaliger Landwirtschaftsminister Dr. Erich Schmidt war Gegenstand von Ermittlungen. Ich habe die Ermittlungsprotokolle zum Teil hier, meine Damen und Herren! Alle wurden sie zum Gegenstand von Ermittlungen, weil sie halstief in dem Sumpf stecken, in dem der oberste Chef dieser Partei, nämlich der ehemalige Bundeskanzler und Parteivorsitzende Franz Vranitzky, drinsteckt. (Abg. Müller: Und die FPÖ hat verurteilte Politiker in ihren Reihen!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Keppelmüller: Steine im Glashaus!
Meine Damen und Herren! Wenn Sie diesen Sumpf nicht trockenlegen – das hätten Sie schon tun sollen, als Bundespräsident Kirchschläger Sie dazu aufgefordert hat –, werden Sie nicht verhindern können, daß der nächste Parteivorsitzende und der nächste Bundeskanzler genauso in dem Sumpf landen, meine Damen und Herren! Herr Bundeskanzler Klima sollte das schon aus Selbstschutz tun. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Keppelmüller: Steine im Glashaus!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Damit man kassieren kann? Damit sich das Milieu erhält? Wollen Sie mir das tatsächlich bestätigen, Herr Staatssekretär? Warum legen Sie der dringenden und mehrfach geäußerten Empfehlung des Rechnungshofes folgend nicht endlich ein Gesetz vor, daß garantiert, daß die Vorgänge rund um Marizzi, rund um Schmidt, rund um Gratz und rund um Vranitzky endlich einmal aufhören, meine Damen und Herren? Das wäre notwendig. Das erwartet der Steuerzahler von Ihnen! Das erwarten wir von Ihnen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Schwemlein: Stadler! Redezeit!
Wir erwarten vom Parteivorsitzenden der SPÖ, daß er genau das macht, was wir mit unseren Leuten gemacht haben, die in Verdacht stehen, mit irgendwelchen unanständigen Dingen etwas zu tun zu haben. (Abg. Schwemlein: Stadler! Redezeit!) Wenn Sie bereit sind, den Herrn Vranitzky, die Herren Blecha, Marizzi, Gratz und Schmidt aus der Partei auszuschließen (Rufe bei der SPÖ: Redezeit!), dann können Sie mit uns weiter darüber diskutieren, ob auch die SPÖ in den Kreis der anständigen Parteien zurückgekehrt ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Rufe bei der SPÖ: Redezeit!
Wir erwarten vom Parteivorsitzenden der SPÖ, daß er genau das macht, was wir mit unseren Leuten gemacht haben, die in Verdacht stehen, mit irgendwelchen unanständigen Dingen etwas zu tun zu haben. (Abg. Schwemlein: Stadler! Redezeit!) Wenn Sie bereit sind, den Herrn Vranitzky, die Herren Blecha, Marizzi, Gratz und Schmidt aus der Partei auszuschließen (Rufe bei der SPÖ: Redezeit!), dann können Sie mit uns weiter darüber diskutieren, ob auch die SPÖ in den Kreis der anständigen Parteien zurückgekehrt ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir erwarten vom Parteivorsitzenden der SPÖ, daß er genau das macht, was wir mit unseren Leuten gemacht haben, die in Verdacht stehen, mit irgendwelchen unanständigen Dingen etwas zu tun zu haben. (Abg. Schwemlein: Stadler! Redezeit!) Wenn Sie bereit sind, den Herrn Vranitzky, die Herren Blecha, Marizzi, Gratz und Schmidt aus der Partei auszuschließen (Rufe bei der SPÖ: Redezeit!), dann können Sie mit uns weiter darüber diskutieren, ob auch die SPÖ in den Kreis der anständigen Parteien zurückgekehrt ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
†Staatssekretär im Bundeskanzleramt Dr. Peter Wittmann¦: Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Zunächst einmal möchte ich feststellen, daß meine Vertretungstätigkeit für den Herrn Bundeskanzler auf der Verfassung beruht und genau geregelt ist und keine der Tätigkeiten, die Sie von mir fordern, darin erwähnt ist. In Ausübung dieses Amtes weiß ich sehr wohl, wie ich meine Tätigkeit zu gestalten habe. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler – das Buch „Die roten Bosse“ in die Höhe haltend –: Dieses Buch ist doch nicht immun?
Ich meine, die Art und Weise, wie hier Politik gemacht wird, nämlich nach dem Motto: Man nehme einige prominente Namen, bringe sie unter dem Deckmantel der Immunität mit der organisierten Kriminalität in Verbindung und hoffe, daß dann schon etwas hängenbleiben wird!, ist grundsätzlich abzulehnen, und ich finde es beschämend, daß sie gemacht wird! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler – das Buch „Die roten Bosse“ in die Höhe haltend –: Dieses Buch ist doch nicht immun?)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei den Freiheitlichen: Sie sollten den Antrag beantworten!
Nur davon auszugehen, daß schon etwas übrigbleiben wird, ist zuwenig. So sollte Politik in diesem Staat nicht gemacht werden, sondern die Politik, die in diesem Staat gemacht wird, sollte auf Seriosität beruhen und nicht auf irgendwelchen Anschuldigungen, die durch nichts zu beweisen sind. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei den Freiheitlichen: Sie sollten den Antrag beantworten!)
Beifall bei der SPÖ.
Dies ist insofern bedauerlich, als es sich bei der Kriminalität, vor allem der organisierten Kriminalität, um ein ernstzunehmendes Problem handelt. Die Bundesregierung hat den Kampf dagegen auf nationaler und internationaler Ebene längst aufgenommen; ich werde darauf noch näher eingehen. Zuvor möchte ich aber nochmals sagen, daß ich die Unterstellungen, nämlich, daß es, wie es in Ihrem Antrag wörtlich heißt, zu einer Vielzahl von Kontakten von Koalitionspolitikern mit Personen aus dem Milieu der Russenmafia gekommen ist, auf das schärfste zurückweise! (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
Insbesondere die Art und Weise, wie hier versucht wird, Herrn Altbundeskanzler Dr. Franz Vranitzky durch unbegründbare Beschuldigungen und Unterstellungen anzuschwärzen, ist völlig inakzeptabel und macht offensichtlich, daß den Antragstellern jedes Mittel recht ist, um von eigenen Problemen abzulenken. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dkfm. Holger Bauer: Sie müssen nicht alles vorlesen!
Als Grundsatz der humanitären Hilfsmaßnahmen galt es, erfahrenen österreichischen Hilfsorganisationen finanzielle Mittel in die Hand zu geben, mit denen in Österreich Hilfsgüter angekauft wurden, die dann in den entsprechenden Staaten verteilt wurden. Diese Hilfsorganisationen waren die Caritas Österreich, das Österreichische Rote Kreuz und Care Österreich. Dadurch konnte auch ausgeschlossen werden, daß Geldmittel zweckentfremdet verwendet wurden oder Mißbrauch damit betrieben wurde. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Sie müssen nicht alles vorlesen!)
Abg. Mag. Stadler: Cap hat Ihnen die Blätter durcheinandergebracht!
Bei der Strukturhilfe steht der Transfer von österreichischem Know-how im Vordergrund. (Abg. Mag. Stadler: Cap hat Ihnen die Blätter durcheinandergebracht!) Bei den Förderungsverträgen wurde und wird sichergestellt, daß österreichische Konsulenten und Vertretungen herangezogen werden, die in den MOEL und neuen unabhängigen Staaten die vorgesehenen materiellen und immateriellen Leistungen erbringen. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Sie sind nicht verpflichtet, alles vorzulesen!) Außerdem ist in den Verträgen vorgesehen, daß das Bundeskanzleramt die Förderungsmittel unmittelbar und direkt an österreichische Firmen bezahlt. Einen Geldfluß an Stellen und Personen in den MOEL und neuen unabhängigen Staaten hat es nicht gegeben und gibt es praktisch nicht.
Abg. Dkfm. Holger Bauer: Sie sind nicht verpflichtet, alles vorzulesen!
Bei der Strukturhilfe steht der Transfer von österreichischem Know-how im Vordergrund. (Abg. Mag. Stadler: Cap hat Ihnen die Blätter durcheinandergebracht!) Bei den Förderungsverträgen wurde und wird sichergestellt, daß österreichische Konsulenten und Vertretungen herangezogen werden, die in den MOEL und neuen unabhängigen Staaten die vorgesehenen materiellen und immateriellen Leistungen erbringen. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Sie sind nicht verpflichtet, alles vorzulesen!) Außerdem ist in den Verträgen vorgesehen, daß das Bundeskanzleramt die Förderungsmittel unmittelbar und direkt an österreichische Firmen bezahlt. Einen Geldfluß an Stellen und Personen in den MOEL und neuen unabhängigen Staaten hat es nicht gegeben und gibt es praktisch nicht.
Abg. Mag. Stadler: Ich kann sie belegen, Herr Staatssekretär!
Ich habe jetzt versucht, in einer seriösen Form auf die von Ihnen in Ihrem Dringlichen Antrag meiner Meinung nach in nicht sehr seriöser Form vorgebrachten Vorwürfe und Unterstellungen Antwort zu geben (Abg. Mag. Stadler: Ich kann sie belegen, Herr Staatssekretär!), und habe mich bemüht, diesen sehr wichtigen Themen jenen Stellenwert zu geben, der ihnen zusteht, nämlich das organisierte Verbrechen als ein ernstzunehmendes Problem zu betrachten, das in all seinen Erscheinungsformen bekämpft gehört.
Abg. Mag. Stadler – das Buch „Die roten Bosse“ in die Höhe haltend –: Herr Roth ist nicht immun!
Ich finde es nicht richtig, daß Namen damit in Zusammenhang gebracht werden, für die man keinerlei Beweise hat, und das nur deshalb, um politisches Kleingeld zu schlagen. So etwas kann man nur unter dem Deckmantel der Immunität machen. (Abg. Mag. Stadler – das Buch „Die roten Bosse“ in die Höhe haltend –: Herr Roth ist nicht immun!) Ich glaube, wir sind alle sehr gut beraten, wenn wir diesen Themen jene Seriosität zukommen lassen, die sie verlangen, die aber Sie nicht aufbringen. (Abg. Mag. Stadler: Sie können den Herrn Roth klagen!) In diesem Buch ist sicherlich keine Lösung für dieses Problem zu finden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Sie können den Herrn Roth klagen!
Ich finde es nicht richtig, daß Namen damit in Zusammenhang gebracht werden, für die man keinerlei Beweise hat, und das nur deshalb, um politisches Kleingeld zu schlagen. So etwas kann man nur unter dem Deckmantel der Immunität machen. (Abg. Mag. Stadler – das Buch „Die roten Bosse“ in die Höhe haltend –: Herr Roth ist nicht immun!) Ich glaube, wir sind alle sehr gut beraten, wenn wir diesen Themen jene Seriosität zukommen lassen, die sie verlangen, die aber Sie nicht aufbringen. (Abg. Mag. Stadler: Sie können den Herrn Roth klagen!) In diesem Buch ist sicherlich keine Lösung für dieses Problem zu finden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich finde es nicht richtig, daß Namen damit in Zusammenhang gebracht werden, für die man keinerlei Beweise hat, und das nur deshalb, um politisches Kleingeld zu schlagen. So etwas kann man nur unter dem Deckmantel der Immunität machen. (Abg. Mag. Stadler – das Buch „Die roten Bosse“ in die Höhe haltend –: Herr Roth ist nicht immun!) Ich glaube, wir sind alle sehr gut beraten, wenn wir diesen Themen jene Seriosität zukommen lassen, die sie verlangen, die aber Sie nicht aufbringen. (Abg. Mag. Stadler: Sie können den Herrn Roth klagen!) In diesem Buch ist sicherlich keine Lösung für dieses Problem zu finden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Für diese Ostkredite verlangt seit Jahren der Rechnungshof eine gesetzliche Grundlage. Der Punkt ist, daß der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Sika, in mehreren Interviews gesagt hat, überall im Osten, wo heute Geschäfte gemacht werden, sei die Mafia dabei. Daher verstehe ich es nicht, daß Österreich nicht aus Selbstschutz hergeht und eine gesetzliche Grundlage für die Abwicklung von Geschäften in Milliardenhöhe von Jahr zu Jahr schafft. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Stadler: Da schau her!
Der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, der höchste Sicherheitsbeamte, beklagt die guten Beziehungen der österreichischen Regierung zur Russenmafia. Das heißt, daß einmal zu hinterfragen ist, was hinter dieser Aussage des Herrn Sika steckt, und daß zu hinterfragen ist, wie ernst die Aussagen von Altbundeskanzler Vranitzky zu nehmen sind, der im Fernsehen – ich habe mir das vorhin noch einmal angeschaut – in Replik auf die Vorwürfe, er sei mit der Russenmafia verbunden, gesagt hat: Ich habe überhaupt keine Geschäfte mit denen gemacht! Doch dann fand ich im Pressedienst der APA vom 23. April 1993 eine Meldung, die mit folgenden Worten übertitelt ist: Vranitzky als Türöffner nach Kasachstan, in seinem Gefolge nicht nur Klima, sondern auch die mafiaverfangene Firma Nordex. (Abg. Mag. Stadler: Da schau her!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das heißt, Österreich delegiert vom Bundeskanzleramt aus eine Mafiafirma, Exportkredite, für die wir dann haften, zu finanzieren und auszuverhandeln. Das darf doch bitte nicht wahr sein! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Marizzi: Herr Abgeordneter Haider!
Jetzt frage ich Sie wirklich: Wie oft müssen wir Ihnen noch sagen, daß hier ein dringender Aufklärungsbedarf besteht, wieweit österreichische Regierungsstellen mit Mafiafirmen in Verbindung stehen? (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Marizzi: Herr Abgeordneter Haider!) Sie können sich dann zu Wort melden, ich habe nur 10 Minuten, Herr Kollege. (Abg. Dkfm. Holger Bauer – in Richtung des Abg. Marizzi –: Ich würde jetzt ruhig sein an Ihrer Stelle!)
Abg. Dkfm. Holger Bauer – in Richtung des Abg. Marizzi –: Ich würde jetzt ruhig sein an Ihrer Stelle!
Jetzt frage ich Sie wirklich: Wie oft müssen wir Ihnen noch sagen, daß hier ein dringender Aufklärungsbedarf besteht, wieweit österreichische Regierungsstellen mit Mafiafirmen in Verbindung stehen? (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Marizzi: Herr Abgeordneter Haider!) Sie können sich dann zu Wort melden, ich habe nur 10 Minuten, Herr Kollege. (Abg. Dkfm. Holger Bauer – in Richtung des Abg. Marizzi –: Ich würde jetzt ruhig sein an Ihrer Stelle!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Und jetzt sage ich Ihnen noch etwas, jetzt habe ich noch einen Bericht hier in Händen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist alles beweisbares Material gewesen, und der Herr Staatssekretär wird zugestehen müssen, daß hier Punkt für Punkt vorgelegt wurde. Dann habe ich hier einen Bericht des Bundesamtes für Polizeiwesen, Büro für das Organisierte Verbrechen aus der Schweiz. In diesem Bericht „Organisiertes Verbrechen in der Ex-UdSSR“, Titel 16, 20. September 1996, findet sich folgende Bestimmung: Ein Name wird aufgeführt, der Herr Batyrev Viktor Vladimirovich, 1945 in Kursk geboren, wohnhaft in der Albertgasse 47 in Wien. Er ist Geschäftsführer der ABC Conti, die wiederum mit der Sovoil AG in der Schweiz zusammenarbeitet. Diese beiden Firmen sind, wie es heißt, Geschäftspartner. Über die ABC Conti GesmbH, die als Unternehmen der bekannten Nordex Holding bekannt ist, werden Kapitalfluchtgelder aus der Region Orenburg in Rumänien abgeleitet. – Erster Punkt.
Abg. Mag. Stadler: Ah, da schau her! Das ist ja unglaublich! Das erklären Sie einmal, Herr Staatssekretär!
Jetzt zeige ich Ihnen einen Vertrag, ein Agreement, das am 8. Oktober 1994 zwischen der Orenburg-Telecom-Gesellschaft und der berühmten Geldverschiebungsfirma, Mafiafirma, der Nordex ABC Conti in Wien abgeschlossen wurde betreffs Privatisierung. Da steht zu lesen, daß dieser Vertrag auf der Grundlage von Vereinbarungen, die im Zusammenwirken mit Peter Marizzi und First Deputy of the Head of Administration of Orenburg, Mister Zelentsov, getroffen wurden, am 31. Mai 1994 zustande kommt und – es kommt noch besser – daß dieser Vertrag auf der Grundlage der Verhandlungen des Federal Minister of State Economy and Transportation of the Republic of Austria, Mister Viktor Klima, mit der zuständigen Regierungsstelle in Rumänien zustande kommt. (Abg. Mag. Stadler: Ah, da schau her! Das ist ja unglaublich! Das erklären Sie einmal, Herr Staatssekretär!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen hier ganz offen: Wir verlangen einen Untersuchungsausschuß, um zu klären, was hier in dieser Regierung wirklich gespielt wird! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Was ist da los? Wie weit ist diese Regierung von der Mafia gelenkt? Wie weit diktiert heute die Russenmafia die Verhandlungen in dieser Regierung? (Abg. Dr. Kostelka: So schlecht geht es Ihnen schon?)
Abg. Dr. Kostelka: So schlecht geht es Ihnen schon?
Ich sage Ihnen hier ganz offen: Wir verlangen einen Untersuchungsausschuß, um zu klären, was hier in dieser Regierung wirklich gespielt wird! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Was ist da los? Wie weit ist diese Regierung von der Mafia gelenkt? Wie weit diktiert heute die Russenmafia die Verhandlungen in dieser Regierung? (Abg. Dr. Kostelka: So schlecht geht es Ihnen schon?)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Vranitzky, dann Klima! Ja, meine Damen und Herren, wenn Sie nicht dazu bereit sind, das aufzuklären, dann werden wir Ihnen in den nächsten Tagen noch einige weitere Dokumente vorlegen müssen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
(Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Nürnberger: Nein, nein, nein!
†Präsident MMag. Dr. Willi Brauneder¦: Geschäftsordnungsgemäß ist über den Antrag sofort abzustimmen. Meine Damen und Herren! Sie haben den Antrag gehört. Soll er noch einmal wiederholt werden? (Abg. Nürnberger: Nein, nein, nein!)
Ruf bei der FPÖ: Ich habe geglaubt, der Marizzi kommt heraus und erklärt, was er gemacht hat! – Abg. Dkfm. Holger Bauer: Er traut sich nicht! – Abg. Dr. Krüger: Ein Geständnis ist ein Milderungsgrund!
Wir setzen in der Rednerliste fort. Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Löschnak. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Ruf bei der FPÖ: Ich habe geglaubt, der Marizzi kommt heraus und erklärt, was er gemacht hat! – Abg. Dkfm. Holger Bauer: Er traut sich nicht! – Abg. Dr. Krüger: Ein Geständnis ist ein Milderungsgrund!)
Abg. Dr. Haider: Da ist das Dokument!
Nur eines muß ich Ihnen schon sagen: Was Sie oder einige von Ihnen, von den Freiheitlichen, in den letzten Tagen in diesem Haus aufgeführt haben ... (Abg. Dr. Haider: Da ist das Dokument!) Ich komme schon noch darauf. Lassen Sie sich ein bisserl Zeit, Herr Kollege Haider! – Was einige von Ihnen in den letzten Tagen hier aufgeführt haben (Abg. Dr. Haider: Gehen Sie in die Debatte ein! Moralisieren Sie nicht da herum!), das ist nicht mehr mit Kritik zu umschreiben, sondern, meine sehr geehrten Damen und Herren von der FPÖ (Abg. Mag. Stadler: Herr Minister! Verteilen Sie keine Betragensnoten! Klären Sie die Dinge auf!), das ist Haß, das ist Denunziation. Und dafür sind wir ganz einfach nicht zu haben! Das muß man Ihnen einmal sagen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.)
Abg. Dr. Haider: Gehen Sie in die Debatte ein! Moralisieren Sie nicht da herum!
Nur eines muß ich Ihnen schon sagen: Was Sie oder einige von Ihnen, von den Freiheitlichen, in den letzten Tagen in diesem Haus aufgeführt haben ... (Abg. Dr. Haider: Da ist das Dokument!) Ich komme schon noch darauf. Lassen Sie sich ein bisserl Zeit, Herr Kollege Haider! – Was einige von Ihnen in den letzten Tagen hier aufgeführt haben (Abg. Dr. Haider: Gehen Sie in die Debatte ein! Moralisieren Sie nicht da herum!), das ist nicht mehr mit Kritik zu umschreiben, sondern, meine sehr geehrten Damen und Herren von der FPÖ (Abg. Mag. Stadler: Herr Minister! Verteilen Sie keine Betragensnoten! Klären Sie die Dinge auf!), das ist Haß, das ist Denunziation. Und dafür sind wir ganz einfach nicht zu haben! Das muß man Ihnen einmal sagen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.)
Abg. Mag. Stadler: Herr Minister! Verteilen Sie keine Betragensnoten! Klären Sie die Dinge auf!
Nur eines muß ich Ihnen schon sagen: Was Sie oder einige von Ihnen, von den Freiheitlichen, in den letzten Tagen in diesem Haus aufgeführt haben ... (Abg. Dr. Haider: Da ist das Dokument!) Ich komme schon noch darauf. Lassen Sie sich ein bisserl Zeit, Herr Kollege Haider! – Was einige von Ihnen in den letzten Tagen hier aufgeführt haben (Abg. Dr. Haider: Gehen Sie in die Debatte ein! Moralisieren Sie nicht da herum!), das ist nicht mehr mit Kritik zu umschreiben, sondern, meine sehr geehrten Damen und Herren von der FPÖ (Abg. Mag. Stadler: Herr Minister! Verteilen Sie keine Betragensnoten! Klären Sie die Dinge auf!), das ist Haß, das ist Denunziation. Und dafür sind wir ganz einfach nicht zu haben! Das muß man Ihnen einmal sagen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.
Nur eines muß ich Ihnen schon sagen: Was Sie oder einige von Ihnen, von den Freiheitlichen, in den letzten Tagen in diesem Haus aufgeführt haben ... (Abg. Dr. Haider: Da ist das Dokument!) Ich komme schon noch darauf. Lassen Sie sich ein bisserl Zeit, Herr Kollege Haider! – Was einige von Ihnen in den letzten Tagen hier aufgeführt haben (Abg. Dr. Haider: Gehen Sie in die Debatte ein! Moralisieren Sie nicht da herum!), das ist nicht mehr mit Kritik zu umschreiben, sondern, meine sehr geehrten Damen und Herren von der FPÖ (Abg. Mag. Stadler: Herr Minister! Verteilen Sie keine Betragensnoten! Klären Sie die Dinge auf!), das ist Haß, das ist Denunziation. Und dafür sind wir ganz einfach nicht zu haben! Das muß man Ihnen einmal sagen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.)
Abg. Mag. Stadler: Dann stimmen Sie zu!
Jetzt, meine sehr geehrten Damen und Herren, zum Inhalt dieses Dringlichen Antrages, damit wir das ausdiskutieren. Ja, mit der Weisheit des Ablaufes von neun oder fast zehn Jahren seit der Ostöffnung ausgestattet, schauen die Dinge heute natürlich anders aus (Abg. Mag. Stadler: Dann stimmen Sie zu!), als sie in den Jahren 1990, 1991 und 1993 ausgeschaut haben. (Abg. Mag. Stadler: Dann stimmen Sie zu!) Aus dieser Zeit, meine sehr geehrten Damen und Herren, sind nämlich die Unterlagen, die Sie da immer präsentieren. (Abg. Dr. Haider: Und aus 1994, 1995, 1996!) Auch da hat es noch eine Entwicklung gegeben. Wie kurzfristig die Entwicklung ist, sehr geehrter Herr Haider (Abg. Dr. Haider: Dann stimmen Sie zu!), werde ich Ihnen gleich an einem Beispiel erklären. (Abg. Mag. Stadler: Stimmen Sie zu! Werden Sie gescheiter!)
Abg. Mag. Stadler: Dann stimmen Sie zu!
Jetzt, meine sehr geehrten Damen und Herren, zum Inhalt dieses Dringlichen Antrages, damit wir das ausdiskutieren. Ja, mit der Weisheit des Ablaufes von neun oder fast zehn Jahren seit der Ostöffnung ausgestattet, schauen die Dinge heute natürlich anders aus (Abg. Mag. Stadler: Dann stimmen Sie zu!), als sie in den Jahren 1990, 1991 und 1993 ausgeschaut haben. (Abg. Mag. Stadler: Dann stimmen Sie zu!) Aus dieser Zeit, meine sehr geehrten Damen und Herren, sind nämlich die Unterlagen, die Sie da immer präsentieren. (Abg. Dr. Haider: Und aus 1994, 1995, 1996!) Auch da hat es noch eine Entwicklung gegeben. Wie kurzfristig die Entwicklung ist, sehr geehrter Herr Haider (Abg. Dr. Haider: Dann stimmen Sie zu!), werde ich Ihnen gleich an einem Beispiel erklären. (Abg. Mag. Stadler: Stimmen Sie zu! Werden Sie gescheiter!)
Abg. Dr. Haider: Und aus 1994, 1995, 1996!
Jetzt, meine sehr geehrten Damen und Herren, zum Inhalt dieses Dringlichen Antrages, damit wir das ausdiskutieren. Ja, mit der Weisheit des Ablaufes von neun oder fast zehn Jahren seit der Ostöffnung ausgestattet, schauen die Dinge heute natürlich anders aus (Abg. Mag. Stadler: Dann stimmen Sie zu!), als sie in den Jahren 1990, 1991 und 1993 ausgeschaut haben. (Abg. Mag. Stadler: Dann stimmen Sie zu!) Aus dieser Zeit, meine sehr geehrten Damen und Herren, sind nämlich die Unterlagen, die Sie da immer präsentieren. (Abg. Dr. Haider: Und aus 1994, 1995, 1996!) Auch da hat es noch eine Entwicklung gegeben. Wie kurzfristig die Entwicklung ist, sehr geehrter Herr Haider (Abg. Dr. Haider: Dann stimmen Sie zu!), werde ich Ihnen gleich an einem Beispiel erklären. (Abg. Mag. Stadler: Stimmen Sie zu! Werden Sie gescheiter!)
Abg. Dr. Haider: Dann stimmen Sie zu!
Jetzt, meine sehr geehrten Damen und Herren, zum Inhalt dieses Dringlichen Antrages, damit wir das ausdiskutieren. Ja, mit der Weisheit des Ablaufes von neun oder fast zehn Jahren seit der Ostöffnung ausgestattet, schauen die Dinge heute natürlich anders aus (Abg. Mag. Stadler: Dann stimmen Sie zu!), als sie in den Jahren 1990, 1991 und 1993 ausgeschaut haben. (Abg. Mag. Stadler: Dann stimmen Sie zu!) Aus dieser Zeit, meine sehr geehrten Damen und Herren, sind nämlich die Unterlagen, die Sie da immer präsentieren. (Abg. Dr. Haider: Und aus 1994, 1995, 1996!) Auch da hat es noch eine Entwicklung gegeben. Wie kurzfristig die Entwicklung ist, sehr geehrter Herr Haider (Abg. Dr. Haider: Dann stimmen Sie zu!), werde ich Ihnen gleich an einem Beispiel erklären. (Abg. Mag. Stadler: Stimmen Sie zu! Werden Sie gescheiter!)
Abg. Mag. Stadler: Stimmen Sie zu! Werden Sie gescheiter!
Jetzt, meine sehr geehrten Damen und Herren, zum Inhalt dieses Dringlichen Antrages, damit wir das ausdiskutieren. Ja, mit der Weisheit des Ablaufes von neun oder fast zehn Jahren seit der Ostöffnung ausgestattet, schauen die Dinge heute natürlich anders aus (Abg. Mag. Stadler: Dann stimmen Sie zu!), als sie in den Jahren 1990, 1991 und 1993 ausgeschaut haben. (Abg. Mag. Stadler: Dann stimmen Sie zu!) Aus dieser Zeit, meine sehr geehrten Damen und Herren, sind nämlich die Unterlagen, die Sie da immer präsentieren. (Abg. Dr. Haider: Und aus 1994, 1995, 1996!) Auch da hat es noch eine Entwicklung gegeben. Wie kurzfristig die Entwicklung ist, sehr geehrter Herr Haider (Abg. Dr. Haider: Dann stimmen Sie zu!), werde ich Ihnen gleich an einem Beispiel erklären. (Abg. Mag. Stadler: Stimmen Sie zu! Werden Sie gescheiter!)
Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Khol.
Wenn das alles so einfach ist, und wenn das alles keinen Ablauf hat, dann frage ich Sie folgendes: Ich gehe einmal davon aus, daß Sie in der Causa Rosenstingl nichts gewußt haben. (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Khol.) Sie haben ja immer gesagt, Sie wußten das bis vor 14 Tagen nicht. Ich glaube Ihnen das sogar, weil ich ein gutgläubiger und ein positiver Mensch bin. (Abg. Leikam: Das ist ein Fehler!) Wenn das stimmt, Herr Kollege Haider, dann nehmen Sie für sich in Anspruch: Sie haben das bis vor 14 Tagen nicht gewußt. Jetzt wissen Sie es, jetzt handeln Sie.
Abg. Leikam: Das ist ein Fehler!
Wenn das alles so einfach ist, und wenn das alles keinen Ablauf hat, dann frage ich Sie folgendes: Ich gehe einmal davon aus, daß Sie in der Causa Rosenstingl nichts gewußt haben. (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Khol.) Sie haben ja immer gesagt, Sie wußten das bis vor 14 Tagen nicht. Ich glaube Ihnen das sogar, weil ich ein gutgläubiger und ein positiver Mensch bin. (Abg. Leikam: Das ist ein Fehler!) Wenn das stimmt, Herr Kollege Haider, dann nehmen Sie für sich in Anspruch: Sie haben das bis vor 14 Tagen nicht gewußt. Jetzt wissen Sie es, jetzt handeln Sie.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir haben von 1989 bis 1991, 1992, 1993 das eine oder andere nicht gewußt und haben daher gutgläubig gehandelt. Also warum messen Sie mit zweierlei Maß? Sie nehmen das für sich in Anspruch. Für uns gilt das nicht? Ja wo sind wir denn? (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Bei Ihnen paßt es Ihnen, bei uns paßt es Ihnen nicht! (Abg. Dr. Haider: Ich habe es Ihnen hingelegt!) Das ist der wirkliche Grund, und daher muß man Ihnen das einmal sagen. (Abg. Dr. Haider: Sie können zustimmen!)
Abg. Dr. Haider: Ich habe es Ihnen hingelegt!
Wir haben von 1989 bis 1991, 1992, 1993 das eine oder andere nicht gewußt und haben daher gutgläubig gehandelt. Also warum messen Sie mit zweierlei Maß? Sie nehmen das für sich in Anspruch. Für uns gilt das nicht? Ja wo sind wir denn? (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Bei Ihnen paßt es Ihnen, bei uns paßt es Ihnen nicht! (Abg. Dr. Haider: Ich habe es Ihnen hingelegt!) Das ist der wirkliche Grund, und daher muß man Ihnen das einmal sagen. (Abg. Dr. Haider: Sie können zustimmen!)
Abg. Dr. Haider: Sie können zustimmen!
Wir haben von 1989 bis 1991, 1992, 1993 das eine oder andere nicht gewußt und haben daher gutgläubig gehandelt. Also warum messen Sie mit zweierlei Maß? Sie nehmen das für sich in Anspruch. Für uns gilt das nicht? Ja wo sind wir denn? (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Bei Ihnen paßt es Ihnen, bei uns paßt es Ihnen nicht! (Abg. Dr. Haider: Ich habe es Ihnen hingelegt!) Das ist der wirkliche Grund, und daher muß man Ihnen das einmal sagen. (Abg. Dr. Haider: Sie können zustimmen!)
Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Und lassen Sie mich zu Herrn Roth noch etwas sagen. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ich habe leider nur 10 Minuten Redezeit. (Abg. Dr. Haider: Stimmen Sie doch zu!) Lassen Sie mich zum Herrn Roth und seinen Büchern etwas sagen. Ich hoffe, Herr Kollege Stadler, Sie haben das erste Buch gelesen und Sie haben das zweite Buch gelesen. (Abg. Mag. Stadler: Ich habe alle aufgelistet!) Ja, ja, auflisten ist leicht, lesen ist ein zweites. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Eines besser als das andere!) Ich bin nämlich beim zweiten Buch erst in der Mitte, bei Seite 150 oder so. Es ist nämlich gar nicht so leicht zu lesen, weil der Autor ganz allgemein ist, nie Namen nennt. Das wird Ihnen ja auch schon aufgefallen sein. (Abg. Mag. Stadler: Sehr konkret: Der Sumpf! Die Russenmafia! Der Absturz!)
Abg. Dr. Haider: Stimmen Sie doch zu!
Und lassen Sie mich zu Herrn Roth noch etwas sagen. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ich habe leider nur 10 Minuten Redezeit. (Abg. Dr. Haider: Stimmen Sie doch zu!) Lassen Sie mich zum Herrn Roth und seinen Büchern etwas sagen. Ich hoffe, Herr Kollege Stadler, Sie haben das erste Buch gelesen und Sie haben das zweite Buch gelesen. (Abg. Mag. Stadler: Ich habe alle aufgelistet!) Ja, ja, auflisten ist leicht, lesen ist ein zweites. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Eines besser als das andere!) Ich bin nämlich beim zweiten Buch erst in der Mitte, bei Seite 150 oder so. Es ist nämlich gar nicht so leicht zu lesen, weil der Autor ganz allgemein ist, nie Namen nennt. Das wird Ihnen ja auch schon aufgefallen sein. (Abg. Mag. Stadler: Sehr konkret: Der Sumpf! Die Russenmafia! Der Absturz!)
Abg. Mag. Stadler: Ich habe alle aufgelistet!
Und lassen Sie mich zu Herrn Roth noch etwas sagen. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ich habe leider nur 10 Minuten Redezeit. (Abg. Dr. Haider: Stimmen Sie doch zu!) Lassen Sie mich zum Herrn Roth und seinen Büchern etwas sagen. Ich hoffe, Herr Kollege Stadler, Sie haben das erste Buch gelesen und Sie haben das zweite Buch gelesen. (Abg. Mag. Stadler: Ich habe alle aufgelistet!) Ja, ja, auflisten ist leicht, lesen ist ein zweites. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Eines besser als das andere!) Ich bin nämlich beim zweiten Buch erst in der Mitte, bei Seite 150 oder so. Es ist nämlich gar nicht so leicht zu lesen, weil der Autor ganz allgemein ist, nie Namen nennt. Das wird Ihnen ja auch schon aufgefallen sein. (Abg. Mag. Stadler: Sehr konkret: Der Sumpf! Die Russenmafia! Der Absturz!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Eines besser als das andere!
Und lassen Sie mich zu Herrn Roth noch etwas sagen. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ich habe leider nur 10 Minuten Redezeit. (Abg. Dr. Haider: Stimmen Sie doch zu!) Lassen Sie mich zum Herrn Roth und seinen Büchern etwas sagen. Ich hoffe, Herr Kollege Stadler, Sie haben das erste Buch gelesen und Sie haben das zweite Buch gelesen. (Abg. Mag. Stadler: Ich habe alle aufgelistet!) Ja, ja, auflisten ist leicht, lesen ist ein zweites. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Eines besser als das andere!) Ich bin nämlich beim zweiten Buch erst in der Mitte, bei Seite 150 oder so. Es ist nämlich gar nicht so leicht zu lesen, weil der Autor ganz allgemein ist, nie Namen nennt. Das wird Ihnen ja auch schon aufgefallen sein. (Abg. Mag. Stadler: Sehr konkret: Der Sumpf! Die Russenmafia! Der Absturz!)
Abg. Mag. Stadler: Sehr konkret: Der Sumpf! Die Russenmafia! Der Absturz!
Und lassen Sie mich zu Herrn Roth noch etwas sagen. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ich habe leider nur 10 Minuten Redezeit. (Abg. Dr. Haider: Stimmen Sie doch zu!) Lassen Sie mich zum Herrn Roth und seinen Büchern etwas sagen. Ich hoffe, Herr Kollege Stadler, Sie haben das erste Buch gelesen und Sie haben das zweite Buch gelesen. (Abg. Mag. Stadler: Ich habe alle aufgelistet!) Ja, ja, auflisten ist leicht, lesen ist ein zweites. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Eines besser als das andere!) Ich bin nämlich beim zweiten Buch erst in der Mitte, bei Seite 150 oder so. Es ist nämlich gar nicht so leicht zu lesen, weil der Autor ganz allgemein ist, nie Namen nennt. Das wird Ihnen ja auch schon aufgefallen sein. (Abg. Mag. Stadler: Sehr konkret: Der Sumpf! Die Russenmafia! Der Absturz!)
Rufe bei der SPÖ: Ah, da schau her! – Abg. Dkfm. Holger Bauer: Jetzt sind wir wieder beim Thema! – Abg. Aumayr: Jetzt sind wir wieder beim Thema!
Und wissen Sie, was ich für eine Befürchtung habe? Die muß ich Ihnen gegenüber auch einmal aussprechen. Ich habe die Befürchtung, Sie drängen den Herrn Roth jetzt so den Vordergrund, weil er ganz eindeutig angepriesen wird. Mir liegt hier eine Anpreisung des Buches Roths aus dem Internet, aus dem „National-Journal“ vor. Da ist auch eine Leseprobe enthalten, und da äußert er sich folgendermaßen: „Russenmafia oder Judenmafia?“ (Rufe bei der SPÖ: Ah, da schau her! – Abg. Dkfm. Holger Bauer: Jetzt sind wir wieder beim Thema! – Abg. Aumayr: Jetzt sind wir wieder beim Thema!) Und daher regt sich mein Verdacht, daß das so einschlägig ist und daß daher der Herr Roth auf einmal jemand ist, der sozusagen der Inbegriff dessen ist, was an Gerechtigkeit, was an Ehrlichkeit und was an Lauterkeit vorgebracht werden kann. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ich komme schon noch dazu.
Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Und wissen Sie, was ich für eine Befürchtung habe? Die muß ich Ihnen gegenüber auch einmal aussprechen. Ich habe die Befürchtung, Sie drängen den Herrn Roth jetzt so den Vordergrund, weil er ganz eindeutig angepriesen wird. Mir liegt hier eine Anpreisung des Buches Roths aus dem Internet, aus dem „National-Journal“ vor. Da ist auch eine Leseprobe enthalten, und da äußert er sich folgendermaßen: „Russenmafia oder Judenmafia?“ (Rufe bei der SPÖ: Ah, da schau her! – Abg. Dkfm. Holger Bauer: Jetzt sind wir wieder beim Thema! – Abg. Aumayr: Jetzt sind wir wieder beim Thema!) Und daher regt sich mein Verdacht, daß das so einschlägig ist und daß daher der Herr Roth auf einmal jemand ist, der sozusagen der Inbegriff dessen ist, was an Gerechtigkeit, was an Ehrlichkeit und was an Lauterkeit vorgebracht werden kann. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ich komme schon noch dazu.
Abg. Mag. Stadler: Sie wollen doch nicht behaupten, daß der Piper-Verlag antisemitisch ist?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zwei Feststellungen zum Inhalt. (Abg. Mag. Stadler: Sie wollen doch nicht behaupten, daß der Piper-Verlag antisemitisch ist?) Zwischen dem Verlag und dem Autor wird es Unterschiede geben, wie oftmals, und daher darf ich diese Feststellung schon machen.
Abg. Dr. Haider: Ich habe ein Zeitproblem gehabt heute!
Der Herr Roth hat auch eine Geschichte in seinem Buch, in der er zum Beispiel schreibt, daß der damalige Innenminister bei einem Besuch von Russen Pistolen ausgefolgt hätte. Sie, Herr Kollege Haider, haben ja vor zwei Tagen auch gemeint, Löschnak steckt in diesem Mafiasumpf. Sie haben mich heute freundlichkeitshalber nicht erwähnt, denn Sie machen das ja immer so, wie Sie es brauchen, aber vor zwei Tagen haben Sie das sehr wohl getan. (Abg. Dr. Haider: Ich habe ein Zeitproblem gehabt heute!)
Abg. Mag. Stadler: Aber für den Oswald Kessler sind Sie schon verantwortlich, Herr Minister!
Und jetzt muß ich Ihnen die Geschichte erzählen, damit Sie einmal wissen, wie das wirklich war. (Abg. Mag. Stadler: Aber für den Oswald Kessler sind Sie schon verantwortlich, Herr Minister!) Da kommt eine Delegation von Russen herein, und zwar an der Spitze der damalige Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrates und etliche Hochrangige noch dazu, um hier Wirtschaftsfragen zu besprechen. Da werden Ihnen drei Glock-Pistolen geschenkt, und zwar von den Wirtschaftsleuten, mit denen sie geredet haben, und wir haben nichts anderes getan, als die gesetzlichen Grundlagen einzuhalten, damit das in Ordnung geht. Und das genügt beim Herrn Roth schon, um verunglimpft zu werden, im Sumpf der roten Mafia dabei zu sein. (Abg. Aumayr: Das ist ja noch freundlich umschrieben!) – Das ist auch der Herr Roth! Das wollte ich Ihnen einmal in aller Deutlichkeit gesagt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Aumayr: Das ist ja noch freundlich umschrieben!
Und jetzt muß ich Ihnen die Geschichte erzählen, damit Sie einmal wissen, wie das wirklich war. (Abg. Mag. Stadler: Aber für den Oswald Kessler sind Sie schon verantwortlich, Herr Minister!) Da kommt eine Delegation von Russen herein, und zwar an der Spitze der damalige Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrates und etliche Hochrangige noch dazu, um hier Wirtschaftsfragen zu besprechen. Da werden Ihnen drei Glock-Pistolen geschenkt, und zwar von den Wirtschaftsleuten, mit denen sie geredet haben, und wir haben nichts anderes getan, als die gesetzlichen Grundlagen einzuhalten, damit das in Ordnung geht. Und das genügt beim Herrn Roth schon, um verunglimpft zu werden, im Sumpf der roten Mafia dabei zu sein. (Abg. Aumayr: Das ist ja noch freundlich umschrieben!) – Das ist auch der Herr Roth! Das wollte ich Ihnen einmal in aller Deutlichkeit gesagt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und jetzt muß ich Ihnen die Geschichte erzählen, damit Sie einmal wissen, wie das wirklich war. (Abg. Mag. Stadler: Aber für den Oswald Kessler sind Sie schon verantwortlich, Herr Minister!) Da kommt eine Delegation von Russen herein, und zwar an der Spitze der damalige Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrates und etliche Hochrangige noch dazu, um hier Wirtschaftsfragen zu besprechen. Da werden Ihnen drei Glock-Pistolen geschenkt, und zwar von den Wirtschaftsleuten, mit denen sie geredet haben, und wir haben nichts anderes getan, als die gesetzlichen Grundlagen einzuhalten, damit das in Ordnung geht. Und das genügt beim Herrn Roth schon, um verunglimpft zu werden, im Sumpf der roten Mafia dabei zu sein. (Abg. Aumayr: Das ist ja noch freundlich umschrieben!) – Das ist auch der Herr Roth! Das wollte ich Ihnen einmal in aller Deutlichkeit gesagt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Wollen Sie das Copyright für „rote Mafia“? „Rote Mafia“ haben Sie gesagt, das habe ich gar nicht gesagt! Löschnak spricht von einer „roten Mafia“!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Weil die Zeit schon zu Ende geht, noch eine Anmerkung zum Altbundeskanzler. (Abg. Mag. Stadler: Wollen Sie das Copyright für „rote Mafia“? „Rote Mafia“ haben Sie gesagt, das habe ich gar nicht gesagt! Löschnak spricht von einer „roten Mafia“!) Er war einige Male vor Staatsbesuchen, vor Staatsreisen bei uns, also bei mir als Innenminister, und hat gefragt, ob gegen die eine oder andere Person, mit der er zusammentreffen könnte, die nicht offiziell war, etwas vorliegt. Wir haben ihn immer informiert. Meistens ist nichts vorgelegen.
Abg. Mag. Stadler: Bei der Nordex werden doch keine Arbeitsplätze geschaffen!
Und wenn Sie jetzt so tun – nochmals: aus der Weisheit des Zeitablaufes von acht oder neun Jahren kann das so dargestellt werden –, als ob das überhaupt nur ein Mafiasumpf wäre, in dem die Regierung drinnengesteckt ist, zum Teil noch drinnensteckt, dann stimmt das schlicht und einfach nicht! Denn was haben sie denn getan? – Sie haben nichts anderes getan, als Anbahnungen in der Wirtschaft entweder zu unterstützen oder überhaupt erst möglich zu machen, und sie haben das eigentlich deswegen getan, weil sie meinten, daß sie dazu beitragen könnten, neue Arbeitsplätze zu schaffen, bestehende Arbeitsplätze zu sichern. (Abg. Mag. Stadler: Bei der Nordex werden doch keine Arbeitsplätze geschaffen!) Das ist der wirkliche Grund. Und das muß man den Menschen in diesem Lande auch einmal mit Deutlichkeit gesagt haben! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Bei der Nordex wurden keine Arbeitsplätze geschaffen!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Bei der Nordex wurden keine Arbeitsplätze geschaffen!
Und wenn Sie jetzt so tun – nochmals: aus der Weisheit des Zeitablaufes von acht oder neun Jahren kann das so dargestellt werden –, als ob das überhaupt nur ein Mafiasumpf wäre, in dem die Regierung drinnengesteckt ist, zum Teil noch drinnensteckt, dann stimmt das schlicht und einfach nicht! Denn was haben sie denn getan? – Sie haben nichts anderes getan, als Anbahnungen in der Wirtschaft entweder zu unterstützen oder überhaupt erst möglich zu machen, und sie haben das eigentlich deswegen getan, weil sie meinten, daß sie dazu beitragen könnten, neue Arbeitsplätze zu schaffen, bestehende Arbeitsplätze zu sichern. (Abg. Mag. Stadler: Bei der Nordex werden doch keine Arbeitsplätze geschaffen!) Das ist der wirkliche Grund. Und das muß man den Menschen in diesem Lande auch einmal mit Deutlichkeit gesagt haben! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Bei der Nordex wurden keine Arbeitsplätze geschaffen!)
Abg. Dkfm. Holger Bauer: Das gilt aber für beide Seiten!
Daher einmal mehr mein Appell an Sie – ich weiß schon, dieser Appell ist sinnlos, aber ich versuche es trotzdem als ein Alter –: Versuchen Sie nicht, wirklich jede Gelegenheit dazu zu benützen, Kritik in Haß und Denunziation umzumünzen! (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Das gilt aber für beide Seiten!) Das ist eigentlich nicht das, was sich die Leute erwarten. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Das gilt für beide Seiten!) Und ich hoffe, daß sie Ihnen dann endlich auch einmal die Rechnung präsentieren werden! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dkfm. Holger Bauer: Das gilt für beide Seiten!
Daher einmal mehr mein Appell an Sie – ich weiß schon, dieser Appell ist sinnlos, aber ich versuche es trotzdem als ein Alter –: Versuchen Sie nicht, wirklich jede Gelegenheit dazu zu benützen, Kritik in Haß und Denunziation umzumünzen! (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Das gilt aber für beide Seiten!) Das ist eigentlich nicht das, was sich die Leute erwarten. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Das gilt für beide Seiten!) Und ich hoffe, daß sie Ihnen dann endlich auch einmal die Rechnung präsentieren werden! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Daher einmal mehr mein Appell an Sie – ich weiß schon, dieser Appell ist sinnlos, aber ich versuche es trotzdem als ein Alter –: Versuchen Sie nicht, wirklich jede Gelegenheit dazu zu benützen, Kritik in Haß und Denunziation umzumünzen! (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Das gilt aber für beide Seiten!) Das ist eigentlich nicht das, was sich die Leute erwarten. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Das gilt für beide Seiten!) Und ich hoffe, daß sie Ihnen dann endlich auch einmal die Rechnung präsentieren werden! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Ja!
†Abgeordneter Dkfm. DDr. Friedrich König¦ (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Stadler hat, wenn ich ihn richtig gehört habe, gesagt: Und die ÖVP schweigt! (Abg. Mag. Stadler: Ja!) Die ÖVP schweigt nicht, ich bin hier heraußen, und wir haben auch nichts zu verschweigen. Ganz im Gegenteil: Wir haben – das war die ÖVP, bitte! – das, was der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit als absolut notwendig zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens mit den Worten: Es kann doch nicht sein, daß die Überwachung in der Hotelhalle endet! verlangt hat, ernst genommen. Auf unsere Initiative hin hat diese Regierung den Lauschangriff und die Rasterfahndung eingebracht, und in diesem Hause ist das beschlossen worden. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Großartig!) Und das ist eine wirksame Methode! Nicht ein Bericht, der gegeben werden soll, wie Sie das verlangen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Großartig!
†Abgeordneter Dkfm. DDr. Friedrich König¦ (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Stadler hat, wenn ich ihn richtig gehört habe, gesagt: Und die ÖVP schweigt! (Abg. Mag. Stadler: Ja!) Die ÖVP schweigt nicht, ich bin hier heraußen, und wir haben auch nichts zu verschweigen. Ganz im Gegenteil: Wir haben – das war die ÖVP, bitte! – das, was der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit als absolut notwendig zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens mit den Worten: Es kann doch nicht sein, daß die Überwachung in der Hotelhalle endet! verlangt hat, ernst genommen. Auf unsere Initiative hin hat diese Regierung den Lauschangriff und die Rasterfahndung eingebracht, und in diesem Hause ist das beschlossen worden. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Großartig!) Und das ist eine wirksame Methode! Nicht ein Bericht, der gegeben werden soll, wie Sie das verlangen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
†Abgeordneter Dkfm. DDr. Friedrich König¦ (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Stadler hat, wenn ich ihn richtig gehört habe, gesagt: Und die ÖVP schweigt! (Abg. Mag. Stadler: Ja!) Die ÖVP schweigt nicht, ich bin hier heraußen, und wir haben auch nichts zu verschweigen. Ganz im Gegenteil: Wir haben – das war die ÖVP, bitte! – das, was der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit als absolut notwendig zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens mit den Worten: Es kann doch nicht sein, daß die Überwachung in der Hotelhalle endet! verlangt hat, ernst genommen. Auf unsere Initiative hin hat diese Regierung den Lauschangriff und die Rasterfahndung eingebracht, und in diesem Hause ist das beschlossen worden. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Großartig!) Und das ist eine wirksame Methode! Nicht ein Bericht, der gegeben werden soll, wie Sie das verlangen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Sie werden doch nicht behaupten wollen, daß das Dazugehören oder das Dazugehören-Wollen, ein Sich-Ausrichten nach den gemeinsamen Methoden und ein Bereitsein zur Zusammenarbeit mit der EU nachteilig ist und das Draußenlassen ein Vorteil sein könnte. Wie man so etwas vertreten kann, ist mir unverständlich! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn Sie sagen, Sie wollen einen Gesetzentwurf bezüglich der materiell-rechtlichen Grundlage für Förderungsmaßnahmen – nicht für das, was der Kollege Haider hier angezogen hat, für die Exportkredite, die bekanntlich auch nicht von der Regierung, sondern von der Kontrollbank garantiert werden, sondern für die Förderungen –, dann ist das doch gar nichts. Das ist doch ein Minibereich! Entscheidend sind die großen Finanzströme. Und wenn Sie einen Bericht von der Bundesregierung haben wollen über die Anbahnung von österreichischen Kontakten – wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Beziehungen –, wird das zur Mafiabekämpfung so viel beitragen, wie wenn Sie sich diesbezüglich mit Leuten unterhalten, die von den Dingen überhaupt keine Ahnung haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Wann kommen Sie zum Grafen? Ich habe da einen Brief!
Ich glaube, daß wir heute sagen müssen, daß die Chance ... (Abg. Mag. Stadler: Wann kommen Sie zum Grafen? Ich habe da einen Brief!) Das ist eine Unterstellung, die eigentlich Ihrer Funktion nicht würdig ist. (Abg. Mag. Stadler: Ich habe einen Brief da!) Begeben Sie sich doch nicht auf ein solches Geleise! Sie wissen ganz genau, daß das nichts anderes ist als eine wirklich sehr bedauerliche Unterstellung im Rahmen eines ernsten, wichtigen und für uns in Europa entscheidenden Problems.
Abg. Mag. Stadler: Ich habe einen Brief da!
Ich glaube, daß wir heute sagen müssen, daß die Chance ... (Abg. Mag. Stadler: Wann kommen Sie zum Grafen? Ich habe da einen Brief!) Das ist eine Unterstellung, die eigentlich Ihrer Funktion nicht würdig ist. (Abg. Mag. Stadler: Ich habe einen Brief da!) Begeben Sie sich doch nicht auf ein solches Geleise! Sie wissen ganz genau, daß das nichts anderes ist als eine wirklich sehr bedauerliche Unterstellung im Rahmen eines ernsten, wichtigen und für uns in Europa entscheidenden Problems.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich kann Ihnen sagen – und ich sage Ihnen das, weil Sie immer nein sagen: nein zur EU, nein zum Euro, nein zu Schengen –, daß nur durch die Vernetzung und die gemeinsame solidarische Bekämpfung des organisierten Verbrechens in Europa auch tatsächlich ein Erfolg erzielbar ist. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.
†Abgeordnete Dr. Martina Gredler¦ (Liberales Forum): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Ich halte es für bedauerlich, ein ernstes Problem in dieser Weise zu diskutieren. Ich sehe schon ein, Herr Haider, daß Sie jetzt eine besonders schmerzhafte Woche hinter sich bringen müssen, da es eine Person gibt, die auf Ihren Listen kandidiert hat und jetzt international gesucht wird. Ich glaube, daß es für eine Partei sehr schmerzhaft ist, wenn sich so etwas ereignet. Aber es kann von Ihnen nicht wirklich vernünftig und konstruktiv gemeint sein, wenn Sie, der Sie selber in einer wirklich unangenehmen Situation sind, jetzt plötzlich mit dem Schmutzkübel durch das ganze Haus wirbeln. Das ist wirklich nicht das, was wir von einer politischen Aktivität im Parlament erwarten. (Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.)
Beifall beim Liberalen Forum und bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP sowie bei den Grünen.
Und das halte ich für verwerflich! Das sind Zusammenhänge, die ich in Österreich nicht herstellen würde. Sie zitieren aus einem Papier, in dem das gar nicht steht! Ich würde Sie bitten, ein bißchen Seriosität in Ihre Recherchen einzubringen. (Beifall beim Liberalen Forum und bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP sowie bei den Grünen.)
Beifall beim Liberalen Forum, bei der SPÖ und bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Welches System sollen wir bewundern?
Das ist eine Unterstellung! Ich bin der Meinung, die Personen in den osteuropäischen Staaten sind grundsätzlich als schwer in Ordnung zu betrachten und nicht als Schwerkriminelle, und wir sollten ihnen eigentlich grundsätzlich vertrauen. Sie sind unsere Nachbarn, und sie haben es geschafft, sich von einem kommunistischen System zu befreien. Sie leben nun in einem System, das wir eigentlich sehr bewundern sollten, und ich möchte nicht, daß wir in diesem Haus hier unterstellen, daß bei jeglicher Kontaktaufnahme mit diesen Menschen die Gefahr besteht, daß es sich bei ihnen um Kriminelle handelt. Das würde ich mir verbieten. (Beifall beim Liberalen Forum, bei der SPÖ und bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Welches System sollen wir bewundern?)
Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.
Herr Kollege Scheibner, ich möchte mit einem Satz enden, den Sie da geschrieben haben: „Es liegt auf der Hand, daß dadurch nicht nur das Ansehen Österreichs gefährdet wird ...“ und so weiter. Durch Ihr heutiges Handeln haben Sie genau das getan: Sie gefährden das Ansehen Österreichs, indem Sie unsere Nachbarländer diffamieren. Da mache ich nicht mit! (Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es gibt also eindeutige Belege für die geschäftlichen Beziehungen des Gatten der Frau Abgeordneten Rauch-Kallat zu einem der Chefs der Russen-Mafia in Österreich, zu Herrn Loutschansky. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gredler: Ich habe ihn zitiert!
Frau Abgeordnete Gredler! Ich würde Sie bitten, den Sicherheitsbericht zu lesen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gredler: Ich habe ihn zitiert!)
Beifall bei den Grünen.
In so einem System, das von den Regierenden immer noch propagiert wird, mit internationalen Abkommen unterstützt wird, ist es kein Wunder, wenn dann auf der anderen Seite der Medaille skrupellose Kriminelle sagen: Was mit Brief und Siegel der offiziellen Wirtschaftsordnungen passieren kann, das können wir noch besser, noch dreister, noch skrupelloser! Diese organisierte Kriminalität, die Sie hier ansprechen, ist die absolute Kehrseite der Medaille eines entfesselten Killerkapitalismus. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei den Freiheitlichen: Antrag!
Nun komme ich zur Dringlichen Anfrage. (Ruf bei den Freiheitlichen: Antrag!) Zum Dringlichen Antrag. Es ist relativ egal, denn das, was von Ihnen in den letzten Tagen als politische Vorstöße, Anfragen oder Anträge eingebracht wurde, ist so durchsichtig als Versuch zu erkennen, selbst aus der öffentlichen Kritik herauszutreten. Ich kann mich da, was die Beurteilung der Sinnhaftigkeit all dieser Vorstöße betrifft, nur Frau Dr. Krawagna-Pfeiffer vom „Standard“ anschließen: Das ist in irgendeiner Form so ziemlich das Dümmste, was je hier in diesem Hause und auch außerhalb von Ihnen in Pressekonferenzen präsentiert und verlangt wurde. – Aber das wissen Sie wohl selbst. Die Situation, in der Sie sich befinden, macht es, wie gesagt, verständlich. (Beifall bei den Grünen und bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei der SPÖ.
Nun komme ich zur Dringlichen Anfrage. (Ruf bei den Freiheitlichen: Antrag!) Zum Dringlichen Antrag. Es ist relativ egal, denn das, was von Ihnen in den letzten Tagen als politische Vorstöße, Anfragen oder Anträge eingebracht wurde, ist so durchsichtig als Versuch zu erkennen, selbst aus der öffentlichen Kritik herauszutreten. Ich kann mich da, was die Beurteilung der Sinnhaftigkeit all dieser Vorstöße betrifft, nur Frau Dr. Krawagna-Pfeiffer vom „Standard“ anschließen: Das ist in irgendeiner Form so ziemlich das Dümmste, was je hier in diesem Hause und auch außerhalb von Ihnen in Pressekonferenzen präsentiert und verlangt wurde. – Aber das wissen Sie wohl selbst. Die Situation, in der Sie sich befinden, macht es, wie gesagt, verständlich. (Beifall bei den Grünen und bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Das ist glatter Unsinn!
Wenn Sie von „Ostkriminalität“ sprechen und das ja auch immer die Schlagseite hat, die Herr Abgeordneter Löschnak aufgezeigt hat – Osten, das hat vielleicht auch mit den Juden zu tun, und daß Sie damit ein Problem haben, wissen wir ohnehin (Abg. Mag. Stadler: Das ist glatter Unsinn!) –, dann mache ich Sie schon auch darauf aufmerksam, Herr Abgeordneter, daß St. Pölten erheblich weiter östlich liegt als Prag. Da müßten Sie vielleicht einmal auf die Landkarte schauen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn Sie von „Ostkriminalität“ sprechen und das ja auch immer die Schlagseite hat, die Herr Abgeordneter Löschnak aufgezeigt hat – Osten, das hat vielleicht auch mit den Juden zu tun, und daß Sie damit ein Problem haben, wissen wir ohnehin (Abg. Mag. Stadler: Das ist glatter Unsinn!) –, dann mache ich Sie schon auch darauf aufmerksam, Herr Abgeordneter, daß St. Pölten erheblich weiter östlich liegt als Prag. Da müßten Sie vielleicht einmal auf die Landkarte schauen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Haider: Hängt das auch mit der Mafia zusammen? – Abg. Mag. Stadler: Der Mafia greift niemand an die Genitalien!
Ohne einen direkten Vergleich herstellen zu wollen: Sie von den Freiheitlichen prangern hier verabscheuungswürdige Verbrechen an, die Ermordung von Menschen, und ich frage Sie: Gibt es nicht auch eine Vorstufe, menschliche Integrität zu wahren? Ist es mit der Wahrung menschlicher Integrität wirklich vereinbar, wenn führende Politiker Ihrer Fraktion anderen Menschen an die Genitalien grapschen? (Abg. Dr. Haider: Hängt das auch mit der Mafia zusammen? – Abg. Mag. Stadler: Der Mafia greift niemand an die Genitalien!) – Das hängt zusammen! (Abg. Mag. Stadler: Jedes Schlafzimmer ist ein Tatort!) Sie wollen das zwar nicht sehen, aber eine derartige Verdichtung von Straftaten und von Verurteilungen, von Mißachtung von öffentlichen Geldern und dem Ansehen von Menschen ist wirklich sehr, sehr beachtlich! (Beifall bei den Grünen und bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Abg. Mag. Stadler: Jedes Schlafzimmer ist ein Tatort!
Ohne einen direkten Vergleich herstellen zu wollen: Sie von den Freiheitlichen prangern hier verabscheuungswürdige Verbrechen an, die Ermordung von Menschen, und ich frage Sie: Gibt es nicht auch eine Vorstufe, menschliche Integrität zu wahren? Ist es mit der Wahrung menschlicher Integrität wirklich vereinbar, wenn führende Politiker Ihrer Fraktion anderen Menschen an die Genitalien grapschen? (Abg. Dr. Haider: Hängt das auch mit der Mafia zusammen? – Abg. Mag. Stadler: Der Mafia greift niemand an die Genitalien!) – Das hängt zusammen! (Abg. Mag. Stadler: Jedes Schlafzimmer ist ein Tatort!) Sie wollen das zwar nicht sehen, aber eine derartige Verdichtung von Straftaten und von Verurteilungen, von Mißachtung von öffentlichen Geldern und dem Ansehen von Menschen ist wirklich sehr, sehr beachtlich! (Beifall bei den Grünen und bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Beifall bei den Grünen und bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Ohne einen direkten Vergleich herstellen zu wollen: Sie von den Freiheitlichen prangern hier verabscheuungswürdige Verbrechen an, die Ermordung von Menschen, und ich frage Sie: Gibt es nicht auch eine Vorstufe, menschliche Integrität zu wahren? Ist es mit der Wahrung menschlicher Integrität wirklich vereinbar, wenn führende Politiker Ihrer Fraktion anderen Menschen an die Genitalien grapschen? (Abg. Dr. Haider: Hängt das auch mit der Mafia zusammen? – Abg. Mag. Stadler: Der Mafia greift niemand an die Genitalien!) – Das hängt zusammen! (Abg. Mag. Stadler: Jedes Schlafzimmer ist ein Tatort!) Sie wollen das zwar nicht sehen, aber eine derartige Verdichtung von Straftaten und von Verurteilungen, von Mißachtung von öffentlichen Geldern und dem Ansehen von Menschen ist wirklich sehr, sehr beachtlich! (Beifall bei den Grünen und bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Reichhold: Reden Sie von der Bauwirtschaft? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Herr Abgeordneter Haider, Sie sagen, das sind alles so furchtbar gefährliche Firmen, die hier genannt worden sind, aber ich finde bei keinem Abgeordneten dieses Hauses eine derartige Konzentration von Dokumenten aus derartigen Firmen wie bei Ihnen. Da frage ich Sie schon: Wie kommen Sie denn an alle diese Dokumente von so vielen Firmen? Da scheint es doch auch gewisse Konnexe zu geben – oder nicht, Herr Abgeordneter Haider? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Reichhold: Reden Sie von der Bauwirtschaft? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei der SPÖ.
Und wenn es dann so weitergeht, daß einer der nächsten auf Ihrer Liste in Niederösterreich ein wegen Spielautomatenbetruges rechtskräftig Verurteilter ist, weiters jemand, gegen den ein Kridaverfahren läuft, und wenn es so ist, daß jetzt der Herr Machart, der nicht ganz so unwissend war bezüglich der Vorgänge im Zusammenhang mit den Krediten in Niederösterreich, auf einmal bei Ihnen in Niederösterreich Klubobmann wird, und wenn die Frau Rosenkranz, die ja durch ihre Publikationen auch schon gewisses Aufsehen erregt hat, jetzt auf einmal Ihre Landesparteisekretärin wird, dann frage ich Sie schon: Wo war denn da Ihre „Aufräumaktion“, wie ernst ist denn das alles gemeint? (Beifall bei den Grünen und bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Es gibt zweifellos eine schwere und verabscheuungswürdige Kriminalität. Ohne daß ich hier einen direkten Konnex herstellen möchte – sogar bei denjenigen, die Sie, Herr Abgeordneter Stadler, als „gewöhnliche Gauner“ bezeichnen, würde ich doch noch immer einen großen Unterschied machen –, sage ich Ihnen folgendes: Die geistigen Paten skrupelloser Geschäftemacherei, verbrecherischer Veruntreuung öffentlicher Mittel, das sind Sie, das ist die FPÖ! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
†Abgeordneter Mag. Karl Schweitzer¦ (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist schon bemerkenswert, daß sich Kollegin Petrovic vor allem dafür interessiert, wie wir Freiheitlichen an jene Dokumente gekommen sind, die von meinen Parteikollegen zitiert wurden. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Sie will wissen, wie die Freiheitlichen an diese Dokumente kommen, aber für den Inhalt dieser Dokumente interessiert sie sich überhaupt nicht. Dabei ist dieser durchaus bemerkenswert, wie ich meine. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
†Abgeordneter Mag. Karl Schweitzer¦ (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist schon bemerkenswert, daß sich Kollegin Petrovic vor allem dafür interessiert, wie wir Freiheitlichen an jene Dokumente gekommen sind, die von meinen Parteikollegen zitiert wurden. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Sie will wissen, wie die Freiheitlichen an diese Dokumente kommen, aber für den Inhalt dieser Dokumente interessiert sie sich überhaupt nicht. Dabei ist dieser durchaus bemerkenswert, wie ich meine. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Stadler: Aber jetzt wissen sie es!
Es stimmt auch, daß Loutchansky, Lansky und Marizzi gemeinsam unterwegs waren, um Geschäfte zu machen. Weiters stimmt, daß sich der „berühmte“ Anwalt, der im Justizarbeitskreis der SPÖ immer hervorragende Arbeit leistet, nämlich Gabriel Lansky, der, wie wir gehört haben, einen Vorschlag gemacht hat, wie die Justiz parteipolitisch zu unterwandern sei, für Grigori Loutchansky eingesetzt hat, weil einer Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft seiner Ansicht nach absolut nichts im Wege stünde, solange er der SPÖ und deren Geschäften dienlich ist. – Das alles hat Kollege Löschnak als richtig erkannt, freilich mit dem Zusatz, man habe ja damals nicht wissen können, um welche Leute es sich da handelt. Herr Kollege Löschnak, ich gebe Ihnen recht, wenn Sie sagen, man habe nicht wissen können, welche Leute das sind. (Abg. Mag. Stadler: Aber jetzt wissen sie es!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Schimanski! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Nun sind aber Jahre vergangen; 1994/95 war das. Jetzt wissen wir, welche Leute das waren, wer Herr Loutchansky ist: daß das offensichtlich ein Verurteilter ist, der in Rußland im Gefängnis gesessen ist. Erst im nachhinein haben Ihre Freunde Geschäftskontakte aufgenommen und sind für eine Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an diesen Herrn eingetreten. Jetzt wissen wir es! Welche Konsequenzen wird die Sozialdemokratie gegenüber jenen Leuten ziehen, die in dieser Angelegenheit verwickelt sind: Lansky, Loutchansky, Blecha und wie sie alle heißen? (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Schimanski! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege Löschnak! Ich unterstelle Ihnen nicht – ich will bei den Fakten bleiben –, daß Sie gewußt haben, um welche Leute es sich da handelt, mit denen Sie Geschäfte machen, aber Sie haben großen Gefallen an der Rolle eines Big spender gefunden. Sie haben diese Osthilfe locker geben können, denn es hat nicht einmal eine rechtliche Grundlage dafür gegeben. Trotz der Urgenz des Rechnungshofes seit 1981 gibt es heute noch keine rechtliche Grundlage dafür, weil es ohne rechtliche Grundlage natürlich viel leichter ist, locker als Big spender bei den „roten Brüdern“ im Osten aufzutreten. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kostelka: Nein!
Vranitzky hat ja über seinen ehemaligen Sekretär Praschak, einem Vorstandsmitglied der Oesterreichischen Kontrollbank, der sich das Leben genommen hat, intensiv Einfluß auf Kreditvergaben an David Sanikidze genommen. Ist Ihnen dieser bekannt, Herr Kollege Kostelka? (Abg. Dr. Kostelka: Nein!) David Sanikidze, Praschak, Vranitzky – an ein und derselben Aktion beteiligt! Da sollte man einmal untersuchen, worum es tatsächlich gegangen ist.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Oder: Vranitzky und der mittlerweile verschwundene Bürgermeister von Leningrad, Anatoli Sobtschak, der Millionen für irgendeine Hauptplatzgestaltung versprochen bekommen hat, eine Vereinbarung, die dann die Frau Bundeskanzler tanzend so wunderbar mitgestaltet hat! – Welche Beziehungen sind denn das? Worum geht es denn da? Das alles sollte man doch im Lichte dessen, was wir heute wissen, untersuchen, und man sollte, wie Kollege Löschnak gemeint hat, dann, auch wenn es Untersuchungsergebnisse gibt, die unter Umständen negativ sind, die entsprechenden Konsequenzen ziehen. So wie es meine Partei getan hat, sofort nachdem sie von diesen Vorgängen Kenntnis erhalten hat. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Mag. Peter: Aufhören, bitte!
Da liegt eben der große Unterschied: Unser moralischer Anspruch, unser Ethos sind eben höher als jene der Sozialdemokratie und ihrer „Schwesterparteien“, die es tunlichst vermeiden, irgend etwas dazu zu sagen. Dazu fällt ihnen nichts ein! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Mag. Peter: Aufhören, bitte!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Rufe bei der SPÖ: Rosenstingl!
Meine Damen und Herren! Ich werfe Vranitzky gar nichts vor, nur folgendes: Er und all die genannten führenden Sozialdemokraten waren sozusagen die Türöffner für die organisierte Kriminalität, die aus dem Osten zu uns gekommen ist. Sie waren die Türöffner für die russische Mafiaorganisation, die heute zum festen Bestandteil der geradezu explodierenden organisierten Kriminalität in Österreich gehört. Sie waren die Türöffner für die Mafiaorganisationen aus dem Osten! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Rufe bei der SPÖ: Rosenstingl!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Eine Frechheit ist das! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn Wien zum europäischen Zentrum internationaler Verbrechensorganisationen geworden ist, wie dies die UNO feststellt – Wien ist zum Zentrum internationaler Verbrechensorganisationen geworden –, dann haben Sie zu einem gut Teil Schuld daran, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Eine Frechheit ist das! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Rufe bei der SPÖ: Unerhört ist das!
Tätige Mithilfe der Sozialdemokratie ist da jederzeit festzustellen, wenn man sich die Aktenlage anschaut: tätige Mithilfe bei der Etablierung des internationalen Verbrechens in Wien. Wien ist unter der Mithilfe der Sozialdemokratie zum europäischen Zentrum internationaler Verbrecherorganisationen geworden. Das ist ein Faktum, meine Damen und Herren! Darüber kommen Sie nicht hinweg! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Rufe bei der SPÖ: Unerhört ist das!)
Abg. Dr. Gredler: Seite 169! – Ruf bei den Grünen: Da war auch der Rosenstingl dabei! – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir alle sind doch konfrontiert damit. Der Sicherheitsbericht, den Kollegin Gredler nicht lesen kann, beweist: Fachbereiche Prostitution, Mädchen-, Waffenhandel, Geldwäsche und auch Auftragsmorde. (Abg. Dr. Gredler: Seite 169! – Ruf bei den Grünen: Da war auch der Rosenstingl dabei! – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Koppler: Heut’ bist stark! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Kollege Löschnak, Sie wissen: Pro Monat werden zirka 20 bis 30 neue Gesellschaften mit russischer Geschäftsführung in Wien gegründet. Diese Entwicklung sollte uns doch Sorge machen! Der Menschenhandel explodierte geradezu von einem Jahr auf das andere, und zwar um 260 Prozent, meine Damen und Herren. Und Sie waren die Türöffner für jene, die diesen Menschenhandel betreiben. Das haben wir hier aktenkundig. (Abg. Koppler: Heut’ bist stark! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es sind doch nachweislich Sozialdemokraten bis hinauf zum Ehrenvorsitzenden Vranitzky – seit gestern wissen wir es –, die bei ihren Ostkontakten – ich will nicht annehmen, daß dies wissentlich geschehen ist, aber doch unwissentlich – in Kontakt mit der organisierten Kriminalität getreten sind. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: Das haben wir nicht angenommen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Glauben Sie nicht, daß die Grünen besonders arbeitswütig sind (Abg. Parnigoni: Das haben wir nicht angenommen!) und sich halt einfach so diese Mühsal an legistischer Arbeit antun (Abg. Schieder: Schreiben ja eh die Mitarbeiter!), wissend, daß eine mehrheitliche Annahme im Hohen Hause notwendig ist, damit unsere Arbeit, die wir leisten, umgesetzt wird. Wir sind aber in so etwas wie eine Art Notsituation geraten und haben daher das getan, was wir eigentlich seit Monaten oder seit Jahren von der Koalitionsregierung erwarten, wovon wir auch immer wieder in den österreichischen Zeitungen lesen, daß es nun dazu kommen werde. Aber dann heißt es immer wieder: Es werde noch verhandelt, und dann gibt es Termine in Salzburg oder sonst irgendwo. Dann wieder haben die Herren aus den Verhandlungsteams keine Zeit und können nicht kommen und so weiter.
Abg. Schieder: Schreiben ja eh die Mitarbeiter!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Glauben Sie nicht, daß die Grünen besonders arbeitswütig sind (Abg. Parnigoni: Das haben wir nicht angenommen!) und sich halt einfach so diese Mühsal an legistischer Arbeit antun (Abg. Schieder: Schreiben ja eh die Mitarbeiter!), wissend, daß eine mehrheitliche Annahme im Hohen Hause notwendig ist, damit unsere Arbeit, die wir leisten, umgesetzt wird. Wir sind aber in so etwas wie eine Art Notsituation geraten und haben daher das getan, was wir eigentlich seit Monaten oder seit Jahren von der Koalitionsregierung erwarten, wovon wir auch immer wieder in den österreichischen Zeitungen lesen, daß es nun dazu kommen werde. Aber dann heißt es immer wieder: Es werde noch verhandelt, und dann gibt es Termine in Salzburg oder sonst irgendwo. Dann wieder haben die Herren aus den Verhandlungsteams keine Zeit und können nicht kommen und so weiter.
Beifall bei den Grünen.
Deshalb unsere Bitte und mein Appell an Sie: Geben Sie durch Ihre Zustimmung zu unserem Fristsetzungsantrag dem Verfassungsausschuß die Möglichkeit, sich damit auseinanderzusetzen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dkfm. Holger Bauer: Eine zunehmend unheilvolle Übereinstimmung!
†Abgeordneter Peter Schieder¦ (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geschätzte Damen und Herren! Ich möchte mich zunächst bei Kollegin Stoisits für ihr Bekenntnis – ich hoffe, auch geteilt von ihrer Fraktion – zum ORF und für die Unterstreichung der Rolle, die der ORF für unser Land spielt, bedanken. Ich pflichte dem voll bei. Ich möchte ihr für diese Worte ein Dankeschön sagen. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Eine zunehmend unheilvolle Übereinstimmung!)
Abg. Wabl: Das ist unnotwendig!
Der Antrag ist heute früh dem Verfassungsausschuß zugewiesen und auch verteilt worden. Dieser Antrag ist, wie Kollegin Stoisits selbst gesagt hat, sehr umfangreich. Es ist natürlich kaum möglich gewesen, sich ihn in dieser kurzen Zeit genauer anzuschauen. Ich selbst habe einige Punkte überflogen, Punkte, die mir sehr gut gefallen haben, so zum Beispiel die Zusammensetzung des Kuratoriums mit sechs Mitgliedern Bundesregierung, mit Landeshauptleuten et cetera, weiters die Verkleinerung des Kuratoriums. Ich habe auch ein paar andere Punkte gefunden, die mir, die uns sehr gut gefallen. Natürlich muß man sich das im Detail anschauen. (Abg. Wabl: Das ist unnotwendig!) Das konnte, wenn man das ernsthaft tun will, nicht heute während einer Haussitzung zwischen 12 und 16.50 Uhr erfolgen. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Der Antrag ist heute früh dem Verfassungsausschuß zugewiesen und auch verteilt worden. Dieser Antrag ist, wie Kollegin Stoisits selbst gesagt hat, sehr umfangreich. Es ist natürlich kaum möglich gewesen, sich ihn in dieser kurzen Zeit genauer anzuschauen. Ich selbst habe einige Punkte überflogen, Punkte, die mir sehr gut gefallen haben, so zum Beispiel die Zusammensetzung des Kuratoriums mit sechs Mitgliedern Bundesregierung, mit Landeshauptleuten et cetera, weiters die Verkleinerung des Kuratoriums. Ich habe auch ein paar andere Punkte gefunden, die mir, die uns sehr gut gefallen. Natürlich muß man sich das im Detail anschauen. (Abg. Wabl: Das ist unnotwendig!) Das konnte, wenn man das ernsthaft tun will, nicht heute während einer Haussitzung zwischen 12 und 16.50 Uhr erfolgen. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Zu spät!
Kollegin Stoisits sagte, daß der Antrag dem Verfassungsausschuß zugewiesen werden müsse, damit er dort behandelt werden kann. – Das stimmt: Er ist ihm auch zugewiesen worden. (Abg. Öllinger: Zu spät!) Sie sagte aber auch, eine Fristsetzung sei notwendig, damit die Befassung dort garantiert werde. – Und das stimmt nicht! Die Fristsetzung setzt dem Verfassungsausschuß nur einen gewissen Zeitdruck bei der Behandlung. (Abg. Öllinger: Unter Druck! Um Gottes Willen!) Die Behandlung ist durch die Zuweisung garantiert. Mit der Fristsetzung soll der Verfassungsausschuß gezwungen werden, dies innerhalb einer bestimmten Zeit zu tun. – Und da liegt das Problem: Ob man so einen Druck ausüben soll, ohne daß man das Ganze gelesen hat, ist für einen Parlamentarier wirklich eine sehr, sehr problematische Vorgangsweise. (Abg. Öllinger: Kollege Kukacka fühlt sich nicht unter Druck gesetzt!)
Abg. Öllinger: Unter Druck! Um Gottes Willen!
Kollegin Stoisits sagte, daß der Antrag dem Verfassungsausschuß zugewiesen werden müsse, damit er dort behandelt werden kann. – Das stimmt: Er ist ihm auch zugewiesen worden. (Abg. Öllinger: Zu spät!) Sie sagte aber auch, eine Fristsetzung sei notwendig, damit die Befassung dort garantiert werde. – Und das stimmt nicht! Die Fristsetzung setzt dem Verfassungsausschuß nur einen gewissen Zeitdruck bei der Behandlung. (Abg. Öllinger: Unter Druck! Um Gottes Willen!) Die Behandlung ist durch die Zuweisung garantiert. Mit der Fristsetzung soll der Verfassungsausschuß gezwungen werden, dies innerhalb einer bestimmten Zeit zu tun. – Und da liegt das Problem: Ob man so einen Druck ausüben soll, ohne daß man das Ganze gelesen hat, ist für einen Parlamentarier wirklich eine sehr, sehr problematische Vorgangsweise. (Abg. Öllinger: Kollege Kukacka fühlt sich nicht unter Druck gesetzt!)
Abg. Öllinger: Kollege Kukacka fühlt sich nicht unter Druck gesetzt!
Kollegin Stoisits sagte, daß der Antrag dem Verfassungsausschuß zugewiesen werden müsse, damit er dort behandelt werden kann. – Das stimmt: Er ist ihm auch zugewiesen worden. (Abg. Öllinger: Zu spät!) Sie sagte aber auch, eine Fristsetzung sei notwendig, damit die Befassung dort garantiert werde. – Und das stimmt nicht! Die Fristsetzung setzt dem Verfassungsausschuß nur einen gewissen Zeitdruck bei der Behandlung. (Abg. Öllinger: Unter Druck! Um Gottes Willen!) Die Behandlung ist durch die Zuweisung garantiert. Mit der Fristsetzung soll der Verfassungsausschuß gezwungen werden, dies innerhalb einer bestimmten Zeit zu tun. – Und da liegt das Problem: Ob man so einen Druck ausüben soll, ohne daß man das Ganze gelesen hat, ist für einen Parlamentarier wirklich eine sehr, sehr problematische Vorgangsweise. (Abg. Öllinger: Kollege Kukacka fühlt sich nicht unter Druck gesetzt!)
Beifall bei der SPÖ.
Deshalb: Ich stehe positiv zu dem, was Sie hier dargestellt haben, positiv zu diesem Antrag, soweit ich ihn gelesen habe, negativ zu dem Druck der Fristsetzung. Wir werden daher diesem Fristsetzungsantrag nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Inklusive der Privatradios?
†Abgeordneter Mag. Helmut Kukacka¦ (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Die Medienpolitik ist zweifellos ein komplexes und auch schwieriges Problemfeld. Ich glaube, das ist unbestritten. (Abg. Öllinger: Inklusive der Privatradios?) Das betrifft auch die Privatradios und all diese Bereiche. Deshalb halte ich es eigentlich für verdienstvoll, daß sich die Grünen diesmal nicht mit einem oberflächlichen Entschließungsantrag zufriedengeben, sondern sich wirklich die Mühe gemacht haben, im Detail eine wirklich sehr umfassende und konkrete Novelle zum Rundfunkgesetz vorzulegen. (Abg. Ing. Langthaler: Wir sind eine sehr konstruktive Opposition!) Das hätte ich Ihnen fast nicht zugetraut. (Abg. Ing. Langthaler: Weil Sie uns unterschätzen!) Ich sehe also, daß hier ein konkreter Vorschlag vorliegt, und es ist keine Frage, daß wir bereit sind, über diesen Vorschlag zu diskutieren. (Abg. Wabl: „Unter Druck“!)
Abg. Ing. Langthaler: Wir sind eine sehr konstruktive Opposition!
†Abgeordneter Mag. Helmut Kukacka¦ (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Die Medienpolitik ist zweifellos ein komplexes und auch schwieriges Problemfeld. Ich glaube, das ist unbestritten. (Abg. Öllinger: Inklusive der Privatradios?) Das betrifft auch die Privatradios und all diese Bereiche. Deshalb halte ich es eigentlich für verdienstvoll, daß sich die Grünen diesmal nicht mit einem oberflächlichen Entschließungsantrag zufriedengeben, sondern sich wirklich die Mühe gemacht haben, im Detail eine wirklich sehr umfassende und konkrete Novelle zum Rundfunkgesetz vorzulegen. (Abg. Ing. Langthaler: Wir sind eine sehr konstruktive Opposition!) Das hätte ich Ihnen fast nicht zugetraut. (Abg. Ing. Langthaler: Weil Sie uns unterschätzen!) Ich sehe also, daß hier ein konkreter Vorschlag vorliegt, und es ist keine Frage, daß wir bereit sind, über diesen Vorschlag zu diskutieren. (Abg. Wabl: „Unter Druck“!)
Abg. Ing. Langthaler: Weil Sie uns unterschätzen!
†Abgeordneter Mag. Helmut Kukacka¦ (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Die Medienpolitik ist zweifellos ein komplexes und auch schwieriges Problemfeld. Ich glaube, das ist unbestritten. (Abg. Öllinger: Inklusive der Privatradios?) Das betrifft auch die Privatradios und all diese Bereiche. Deshalb halte ich es eigentlich für verdienstvoll, daß sich die Grünen diesmal nicht mit einem oberflächlichen Entschließungsantrag zufriedengeben, sondern sich wirklich die Mühe gemacht haben, im Detail eine wirklich sehr umfassende und konkrete Novelle zum Rundfunkgesetz vorzulegen. (Abg. Ing. Langthaler: Wir sind eine sehr konstruktive Opposition!) Das hätte ich Ihnen fast nicht zugetraut. (Abg. Ing. Langthaler: Weil Sie uns unterschätzen!) Ich sehe also, daß hier ein konkreter Vorschlag vorliegt, und es ist keine Frage, daß wir bereit sind, über diesen Vorschlag zu diskutieren. (Abg. Wabl: „Unter Druck“!)
Abg. Wabl: „Unter Druck“!
†Abgeordneter Mag. Helmut Kukacka¦ (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Die Medienpolitik ist zweifellos ein komplexes und auch schwieriges Problemfeld. Ich glaube, das ist unbestritten. (Abg. Öllinger: Inklusive der Privatradios?) Das betrifft auch die Privatradios und all diese Bereiche. Deshalb halte ich es eigentlich für verdienstvoll, daß sich die Grünen diesmal nicht mit einem oberflächlichen Entschließungsantrag zufriedengeben, sondern sich wirklich die Mühe gemacht haben, im Detail eine wirklich sehr umfassende und konkrete Novelle zum Rundfunkgesetz vorzulegen. (Abg. Ing. Langthaler: Wir sind eine sehr konstruktive Opposition!) Das hätte ich Ihnen fast nicht zugetraut. (Abg. Ing. Langthaler: Weil Sie uns unterschätzen!) Ich sehe also, daß hier ein konkreter Vorschlag vorliegt, und es ist keine Frage, daß wir bereit sind, über diesen Vorschlag zu diskutieren. (Abg. Wabl: „Unter Druck“!)
Abg. Öllinger: Wir können uns ja im Verfassungsausschuß treffen!
Kollege Schieder hat ja schon darauf hingewiesen, daß die Koalition noch intern über dieses Problem verhandelt. Ich bin überzeugt davon, daß wir bald zu einem Ergebnis kommen werden, daß somit dem Verfassungsausschuß auch eine neue Vorlage vorgelegt werden wird und daß wir deshalb gemeinsam über diese Vorlagen diskutieren sollten. (Abg. Öllinger: Wir können uns ja im Verfassungsausschuß treffen!) Diese Vorgangsweise würde ich vorschlagen, denn bei diesem Thema sind keine selbstgestellten Fristsetzungen notwendig, sondern wirklich weitsichtige Überlegungen, umfassende Vorbereitungen und auch langwierige Verhandlungen, da es sich hiebei nun einmal um schwierige Themen handelt.
Abg. Öllinger: „Absolut“!
Ich meine, die medienpolitische Entwicklung ist in den letzten Jahren ohnedies sozusagen planmäßig weitergegangen. (Abg. Öllinger: „Absolut“!) So wurden zum Beispiel am 1. April 1998 50 Regional- und Lokalradios zugelassen, und mehr als die Hälfte ist bereits „on air“.
Abg. Wabl: Eine „Kronen-Zeitung“ ist genug! Eine „flimmernde Kronen-Zeitung“ ist zu viel!
Uns geht es nicht nur um die ORF-Reform – selbstverständlich auch um die ORF-Reform –, sondern uns geht es um den Ausbau eines dualen Mediensystems, und zwar sowohl mit einem öffentlich-rechtlichen als auch mit einem privatwirtschaftlichen Sektor. Und deshalb meinen wir, daß das auch für den Fernsehbereich gelten soll. Wir wollen auch private terrestrische Fernsehanbieter, und deshalb wollen wir auch, daß sich das Parlament bald mit einem Privatfernsehgesetz beschäftigt. (Abg. Wabl: Eine „Kronen-Zeitung“ ist genug! Eine „flimmernde Kronen-Zeitung“ ist zu viel!)
Abg. Wabl: Womöglich im Besitz des oberösterreichischen Landeshauptmannes!
Darüber wird mit dem Koalitionspartner ebenso verhandelt, und wir sind der Meinung, daß beides gemeinsam erarbeitet und nach Möglichkeit auch gemeinsam beschlossen werden soll, nämlich ein Privatfernsehgesetz, das zumindest einen privaten bundesweiten Fernsehanbieter – allenfalls mit regionalen Fenstern – vorsieht. (Abg. Wabl: Womöglich im Besitz des oberösterreichischen Landeshauptmannes!) Und im übrigen wird das auch vom Europäischen Gerichtshof gefordert, der sagt, daß wir – speziell was die Umsetzung der Fernsehrichtlinie betrifft – schon längst säumig sind.
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Das sind die Aufgaben, denen wir uns in dieser Frage zu stellen haben. Wir glauben, daß diese Grundfragen der Medienentwicklung in den nächsten Wochen und Monaten weiter zügig diskutiert werden sollten. Wir in der Koalition sind dabei, dies zu tun. Wir werden dann eine entsprechende Vorlage im Parlament einbringen, und wir glauben deshalb, daß eine solche Fristsetzung derzeit nicht sinnvoll und nicht notwendig ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Langthaler: Leo Kirch muß man sich nicht als Vorbild nehmen!
Eine weitere Sache ist, daß wir, wenn wir den bundesdeutschen Nachbarn betrachten, feststellen müssen, daß wir medial mittlerweile schon zwei Zeitalter hinten sind. Wir haben noch immer den ausschließlich öffentlich-rechtlichen Fernsehbereich. In der Bundesrepublik gab es bereits über Jahre von privater Seite das „Free-TV“, gepaart mit dem öffentlich-rechtlichen Bereich. Vor nunmehr fast genau einem Jahr hat Leo Kirch auf einen Knopf gedrückt und das digitale Zeitalter eröffnet, und er hat uns damit hat ein weiteres Zeitalter als Vorsprung vorgegeben, nämlich jenes des Pay-TV-Programmes, während wir uns hier in diesem Haus anhören müssen, daß die Koalition zu wenig Zeit habe, die Dinge auszuverhandeln. (Abg. Ing. Langthaler: Leo Kirch muß man sich nicht als Vorbild nehmen!) Kollege Schieder kann die Vorgaben nicht lesen, kann Anträge nicht studieren. Dies sind die Gründe, die man vorgibt, warum man noch nicht weiter ist.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Und das ist deshalb sehr tragisch, weil mit dieser Vorgangsweise Tausende von hochwertigen Arbeitsplätzen in Österreich gefährdet werden, nämlich jene Arbeitsplätze, die sich im Produktionsbereich, in der Produktionsindustrie rund um elektronische Medien, die in Deutschland einen hohen Stellenwert haben, ergeben würden. Das ist gerade jener Bereich, in dem es sehr viel Abwanderung von kreativem Potential von Österreich nach Deutschland gibt. Alles wird in Kauf genommen, nur um hierin zu verharren und weiterhin Machtpolitik und Eitelkeiten betreiben zu können. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Das eigentliche Thema, und zwar die ORF-Reform, sehe ich als genauso dringend an wie Frau Kollegin Stoisits. Dieses 9-Milliarden-Schilling-Unternehmen, dieses österreichische Paradeunternehmen, ist eine Visitenkarte im Ausland, an der wir immer wieder gemessen werden. Die hohe Identifikation der österreichischen Bürger mit dem ORF wird hier wirklich gefährdet. Man ist nicht in der Lage, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um in Zukunft auf dem Markt bestehen zu können. In der Zwischenzeit ist auch der Generalintendant abhanden gekommen, und zwar in einer Art und Weise, die in den Weiterverhandlungen absoluten Stillstand garantiert. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir sind der Meinung, daß über diese Dinge dringend gesprochen werden müßte. In inhaltlicher Hinsicht werden wir uns mit Ihrem Vorschlag auseinanderzusetzen haben, was aber die Notwendigkeit einer Fristsetzung für diese Debatte betrifft, haben Sie unsere Unterstützung. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Schieder: Sie haben recht! Das ist noch keine Garantie!
Insofern, Herr Abgeordneter Schieder, haben Sie zwar formal recht, daß eine Fristsetzung, wie Sie sagen, nicht gewährleistet, daß ein Antrag im Ausschuß behandelt wird, denn das mache die Zuweisung, aber ich erinnere mich an einige Anträge, die Ausschüssen zugewiesen wurden und dort nie in Verhandlung genommen wurden. (Abg. Schieder: Sie haben recht! Das ist noch keine Garantie!) – Eben. Daher ist sogar nicht einmal die Zuweisung eine Garantie, sondern es ist letztlich nur die Fristsetzung eine Garantie dafür, daß ein Antrag behandelt wird.
Abg. Mag. Kukacka: Das steht jetzt schon im Gesetz!
Der Vorschlag der Liberalen geht, obwohl es nicht expressis verbis genannt ist, parallel zu dem, was offenbar auch die Intention des Antrages der Grünen ist. Der Vorschlag der Liberalen ist, daß es, wenn es um die Bestellung des Generalintendanten des ORF geht, jedenfalls eine Ausschreibung, ein Hearing geben muß und daß eine möglichst qualifizierte Person und nicht eine den politischen Parteien nahestehende Person diese Funktion ausüben soll. (Abg. Mag. Kukacka: Das steht jetzt schon im Gesetz!)
Beifall beim Liberalen Forum.
Herr Abgeordneter Kukacka! Wenn das schon Gesetz wäre, dann wären die Bestellungsvorgänge nicht so, wie sie derzeit noch durchgeführt werden, und es wären auch die Diskussionen nicht mehr in der Art. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum sowie des Abg. Wabl. – Abg. Wabl: Bravo! – Abg. Gradwohl – in Richtung des Abg. Wabl –: Diese Begeisterungsstürme!
Wir sind daher überzeugt davon, daß das, was bisher unternommen worden ist, einfach zuwenig ist. Wir sind sicher, daß der Antrag der Grünen sozusagen ein Vehikel sein könnte, um diese Diskussion noch einmal voranzutreiben. Eine Fristsetzung mit 25. Mai 1998 ist zwar sehr kurz, aber in der Sache nicht unangemessen. Daher werden wird diesem Fristsetzungsantrag auch zustimmen. – Danke schön. (Beifall beim Liberalen Forum sowie des Abg. Wabl. – Abg. Wabl: Bravo! – Abg. Gradwohl – in Richtung des Abg. Wabl –: Diese Begeisterungsstürme!)
Beifall bei den Grünen.
Ich finde es wirklich sehr bedauerlich, daß man durch das Zögern in dieser legistischen Frage ein Postenkarussell zuläßt, ohne daß die sachlichen Voraussetzungen klar sind. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich wünsche mir auch aus diesem Grund, daß Sie diesem Fristsetzungsantrag zustimmen und daß wir schon bald im Verfassungsausschuß über ein neues Rundfunkgesetz diskutieren können. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Krüger: Der Bereich Kunst ist noch nicht dran!
Meine Damen und Herren! Bis heute ist es auch nicht möglich, über kulturpolitische Leitlinien oder gar über Konzepte für den Rest der Legislaturperiode zu diskutieren. (Abg. Dr. Krüger: Der Bereich Kunst ist noch nicht dran!) – Wieso? Wissen Sie eigentlich, daß Herr Morak schon zur Kunst gesprochen hat? Wissen Sie, daß die Diskussion über Frauenangelegenheiten auch schon lange begonnen hat und noch viele Debatten zum ... (Abg. Dr. Krüger: Das Thema Kunst kommt noch!) Wann? Heute? – Entschuldigung! Jetzt habe ich Sie verstanden. Erst wenn Sie geredet haben, ist die Kulturdebatte hier im Haus eröffnet. Danke schön, ich nehme das zur Kenntnis. (Demonstrativer Beifall des Abg. Scheibner. – Abg. Dr. Krüger: Sie können die Rede ein zweites Mal halten! Dann ersparen Sie sich die Vorbereitung! – Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Krüger: Das Thema Kunst kommt noch!
Meine Damen und Herren! Bis heute ist es auch nicht möglich, über kulturpolitische Leitlinien oder gar über Konzepte für den Rest der Legislaturperiode zu diskutieren. (Abg. Dr. Krüger: Der Bereich Kunst ist noch nicht dran!) – Wieso? Wissen Sie eigentlich, daß Herr Morak schon zur Kunst gesprochen hat? Wissen Sie, daß die Diskussion über Frauenangelegenheiten auch schon lange begonnen hat und noch viele Debatten zum ... (Abg. Dr. Krüger: Das Thema Kunst kommt noch!) Wann? Heute? – Entschuldigung! Jetzt habe ich Sie verstanden. Erst wenn Sie geredet haben, ist die Kulturdebatte hier im Haus eröffnet. Danke schön, ich nehme das zur Kenntnis. (Demonstrativer Beifall des Abg. Scheibner. – Abg. Dr. Krüger: Sie können die Rede ein zweites Mal halten! Dann ersparen Sie sich die Vorbereitung! – Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Scheibner. – Abg. Dr. Krüger: Sie können die Rede ein zweites Mal halten! Dann ersparen Sie sich die Vorbereitung! – Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren! Bis heute ist es auch nicht möglich, über kulturpolitische Leitlinien oder gar über Konzepte für den Rest der Legislaturperiode zu diskutieren. (Abg. Dr. Krüger: Der Bereich Kunst ist noch nicht dran!) – Wieso? Wissen Sie eigentlich, daß Herr Morak schon zur Kunst gesprochen hat? Wissen Sie, daß die Diskussion über Frauenangelegenheiten auch schon lange begonnen hat und noch viele Debatten zum ... (Abg. Dr. Krüger: Das Thema Kunst kommt noch!) Wann? Heute? – Entschuldigung! Jetzt habe ich Sie verstanden. Erst wenn Sie geredet haben, ist die Kulturdebatte hier im Haus eröffnet. Danke schön, ich nehme das zur Kenntnis. (Demonstrativer Beifall des Abg. Scheibner. – Abg. Dr. Krüger: Sie können die Rede ein zweites Mal halten! Dann ersparen Sie sich die Vorbereitung! – Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Lebhafte Rufe und Gegenrufe der Abgeordneten Scheibner und Schaffenrath.
Meine Damen und Herren! Auch Schlagworte und Begriffe aus diesem Themenbereich, die Schwerpunkte sind, wie die Bereiche Film, neue Medien und Architektur, drangen nicht an die Öffentlichkeit. (Lebhafte Rufe und Gegenrufe der Abgeordneten Scheibner und Schaffenrath.) Die minimalen Budgetverschiebungen in diesen Bereichen werden weder die darniederliegende österreichische Filmwirtschaft ankurbeln, noch wird mit 100 Millionen Schilling mehr an finanziellen Mitteln im Bereich Architektur etwas Zukunftsweisendes gebaut werden können. Dazu gibt es nur Lippenbekenntnisse. Ich muß hier anmerken, daß das wirklich nichts mit politischem Willen zu tun hat.
Beifall beim Liberalen Forum
Ich denke, meine Damen und Herren, daß dieses Modell auch für uns in Österreich zukunftsweisend sein könnte und daß wir dadurch endlich zum einem kulturpolitischen Diskurs kommen könnten (Beifall beim Liberalen Forum), denn reine Ankündigungsdiskussionen, wie sie in Österreich getätigt werden, sind sicher zu wenig.
Abg. Scheibner: So alt kann die Forderung nicht sein! Das Liberale Forum gibt es noch gar nicht so lange!
Der Herr Staatssekretär, der immer noch nicht anwesend ist, sprach sich zum Beispiel am 18. Juni 1997 für die Einrichtung von fünf bis sechs Stiftungen aus. Über diese Ankündigung habe ich mich besonders gefreut, da dies auch eine alte Forderung des Liberalen Forums ist. (Abg. Scheibner: So alt kann die Forderung nicht sein! Das Liberale Forum gibt es noch gar nicht so lange!) Allerdings habe ich seit damals zu diesem Thema nichts mehr von ihm gehört. (Zwischenruf des Abg. Dkfm. Holger Bauer.) Halten Sie mich doch nicht für ... (Abg. Scheibner: Du warst ja Kultursprecherin!) Natürlich! Habt ihr euch damals eigentlich für Kultur interessiert? – Ich glaube nicht. (Beifall beim Liberalen Forum.) – Meine Damen und Herren! Ich habe leider nicht die Zeit, um auf solche unqualifizierte Einwendungen einzugehen.
Zwischenruf des Abg. Dkfm. Holger Bauer.
Der Herr Staatssekretär, der immer noch nicht anwesend ist, sprach sich zum Beispiel am 18. Juni 1997 für die Einrichtung von fünf bis sechs Stiftungen aus. Über diese Ankündigung habe ich mich besonders gefreut, da dies auch eine alte Forderung des Liberalen Forums ist. (Abg. Scheibner: So alt kann die Forderung nicht sein! Das Liberale Forum gibt es noch gar nicht so lange!) Allerdings habe ich seit damals zu diesem Thema nichts mehr von ihm gehört. (Zwischenruf des Abg. Dkfm. Holger Bauer.) Halten Sie mich doch nicht für ... (Abg. Scheibner: Du warst ja Kultursprecherin!) Natürlich! Habt ihr euch damals eigentlich für Kultur interessiert? – Ich glaube nicht. (Beifall beim Liberalen Forum.) – Meine Damen und Herren! Ich habe leider nicht die Zeit, um auf solche unqualifizierte Einwendungen einzugehen.
Abg. Scheibner: Du warst ja Kultursprecherin!
Der Herr Staatssekretär, der immer noch nicht anwesend ist, sprach sich zum Beispiel am 18. Juni 1997 für die Einrichtung von fünf bis sechs Stiftungen aus. Über diese Ankündigung habe ich mich besonders gefreut, da dies auch eine alte Forderung des Liberalen Forums ist. (Abg. Scheibner: So alt kann die Forderung nicht sein! Das Liberale Forum gibt es noch gar nicht so lange!) Allerdings habe ich seit damals zu diesem Thema nichts mehr von ihm gehört. (Zwischenruf des Abg. Dkfm. Holger Bauer.) Halten Sie mich doch nicht für ... (Abg. Scheibner: Du warst ja Kultursprecherin!) Natürlich! Habt ihr euch damals eigentlich für Kultur interessiert? – Ich glaube nicht. (Beifall beim Liberalen Forum.) – Meine Damen und Herren! Ich habe leider nicht die Zeit, um auf solche unqualifizierte Einwendungen einzugehen.
Beifall beim Liberalen Forum.
Der Herr Staatssekretär, der immer noch nicht anwesend ist, sprach sich zum Beispiel am 18. Juni 1997 für die Einrichtung von fünf bis sechs Stiftungen aus. Über diese Ankündigung habe ich mich besonders gefreut, da dies auch eine alte Forderung des Liberalen Forums ist. (Abg. Scheibner: So alt kann die Forderung nicht sein! Das Liberale Forum gibt es noch gar nicht so lange!) Allerdings habe ich seit damals zu diesem Thema nichts mehr von ihm gehört. (Zwischenruf des Abg. Dkfm. Holger Bauer.) Halten Sie mich doch nicht für ... (Abg. Scheibner: Du warst ja Kultursprecherin!) Natürlich! Habt ihr euch damals eigentlich für Kultur interessiert? – Ich glaube nicht. (Beifall beim Liberalen Forum.) – Meine Damen und Herren! Ich habe leider nicht die Zeit, um auf solche unqualifizierte Einwendungen einzugehen.
Beifall beim Liberalen Forum.
Meine Damen und Herren! Um in Zukunft in Österreich eine sinnvolle Kulturpolitik zu machen, scheint es uns Liberalen unerläßlich zu sein, endlich die Kunst- und Kulturagenden in einem Ressort zusammenzufassen. Als ersten Schritt in diese richtige Richtung fordert das Liberale Forum daher, das Projekt „Chefsache Kunst“ endlich für beendet zu erklären! (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Meine Damen und Herren! Wir brauchen in diesem Land kein Instrument zur Gängelung der Kunst. Und ich habe große Sorge, wenn ich mich zum Beispiel an die Aussagen des Salzburger Landeshauptmannes Schausberger anläßlich der Salzburger Festspiele erinnere, die da lauteten, es sollte mehr „leichte Kost“ angeboten werden. Damit – und das sage ich ganz bewußt – wir die Freiheit gefährdet. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Frau Ministerin! Meine Damen und Herren! Nicht zuletzt ist anläßlich der Diskussion über dieses Minibudget für den Konsumentenschutz die Frage aufzuwerfen, ob diese Materie nicht auch darunter leidet, daß sie durch die Zuständigkeit dreier Ministerien aufgerieben wird. Wir beschließen heute und in den nächsten Tagen das letzte Budget für diese Legislaturperiode, und ich glaube, es wäre sinnvoll, darüber nachzudenken, ob der Konsumentenschutz in Zukunft nicht effizienter und sinnvoller in einem Ressort untergebracht wäre. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Abhaltung dieser Winterspiele würde nicht nur Kärnten, sondern ganz Österreich wirklich in den Mittelpunkt des sportlichen Interesses stellen, es würde aber auch den großen Europagedanken, den sportlichen Gedanken „senza confini“, ohne Grenzen, einmal mehr unterstreichen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Denn es wäre einmalig in Europa, mit der Abhaltung dieser Olympischen Spiele die drei großen europäischen Kulturkreise, den germanischen, den romanischen und den slawischen Kulturkreis, miteinander zu verbinden und die Grenzen zu überwinden. Es wären auch die zwanzigsten Winterspiele, und Olympische Spiele stehen immer im Zeichen des Friedens. Gerade in diesem Gebiet könnte das Signal für den Frieden ein wichtiges Signal sein.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Kärntner Abgeordneten der Regierungsparteien werden aus diesem Anlaß heute einen Entschließungsantrag einbringen, der die Bundesregierung nachdrücklich noch einmal in die Pflicht nimmt, hier voll und aktiv Unterstützung zu leisten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte aber auch nochmals auf die Frauenpolitik zurückkommen. Für die ÖVP ist die Frauenpolitik ein ganz, ganz wesentlicher Bereich, und die Kollegin Bauer hat bereits zwei Problembereiche aufgezeigt, ebenso wie Kollege Feurstein. Ich möchte noch einmal unterstreichen – und die Kollegin Steibl wird es dann noch ergänzen –, daß die Sicherheit für die Frauen Priorität hat, und zwar auch die soziale Sicherheit. Das heißt – ich möchte es nur noch einmal kurz anreißen, weil es die Kollegin Bauer ohnehin schon ausgeführt hat –, es geht uns vor allem um den Versorgungsausgleich für die Frauen, die im Scheidungsfall ohne jegliche Absicherung dastehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Weiters möchte ich noch einmal anführen, daß es für uns von der ÖVP nach wie vor ein Ziel ist, daß künftig auch Kindererziehungszeiten pensionsbegründend angerechnet werden, und natürlich ist uns auch die Säule der Eigenpension ein großes Anliegen. Ich glaube, da haben wir mit der freiwilligen Selbstversicherung bei geringen Einkommen schon eine sehr gute Anfangslösung gefunden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das gleiche gilt für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und darauf hinweisen, daß es für viele berufstätige Frauen, vor allem in den bevorstehenden Sommerferien, wieder ein Problem ist, was sie mit ihren Kindern machen sollen. Ich möchte das noch in die Debatte über die flexiblen Kinderbetreuungsmodelle einbringen. Ich glaube, die steuerliche Absetzbarkeit der Kosten der Kinderbetreuung, wie sie von der ÖVP gefordert wird, würde gerade im Hinblick auf die Sommer- und Ferienbetreuung einen zusätzlichen wichtigen Schritt für die Frauen darstellen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schaffenrath: Da brauchen wir aber eine andere Gewerbeordnung, Edeltraud!
Ganz kurz anreißen möchte ich noch, daß für die ÖVP die Möglichkeit der Teilzeitarbeit für die Frauen, vor allem in der „Familienphase“, ein ganz wichtiger Bereich ist, aber auch die selbständige Erwerbstätigkeit der Frauen. Kollegin Steibl hat es gestern schon ausgeführt. Wir sollten die Frauen nicht immer nur auf unselbständige Berufe vorbereiten, sondern ihnen zunehmend auch die Ausbildung für eine selbständige Tätigkeit, vor allem im Dienstleistungsbereich, mitgeben. (Abg. Schaffenrath: Da brauchen wir aber eine andere Gewerbeordnung, Edeltraud!)
Beifall bei der ÖVP.
Ein wesentlicher Punkt für die ÖVP ist nach wie vor die Wahlmöglichkeit der Frau, und zwar die Möglichkeit, sich entweder für Familie und Beruf oder aber nur für das eine oder das andere zu entscheiden. Ich bedauere es, daß in allen Programmen der Fokus eigentlich immer nur auf die reine Erwerbsarbeit, die Berufstätigkeit und die Chancen der Frauen im Berufsleben gerichtet wird. Ich finde, die Wahlmöglichkeit der Frauen muß ein ehernes Gesetz für uns sein, und das ist es für die ÖVP auch. Wir gestehen das der Frau nach wie vor zu, genauso wie eine selbstbestimmte Lebensplanung, aber in vielen Bereichen werden Vorschläge gemacht, die die Frau aus der Abhängigkeit vom Partner unmittelbar in die Abhängigkeit vom Staat transferieren wollen. Das ist auch etwas, wozu wir sicherlich nicht ja sagen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Und schlußendlich ist ein weiteres und wichtiges Ziel für die ÖVP die Partnerschaft, und zwar Partnerschaft nicht nur im engen Familienkreis, sondern natürlich auch Partnerschaft über die Parteigrenzen hinweg und auch Partnerschaft der werten Kollegen, die wir hier einfordern. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Die Rednerin hält ein Schriftstück in die Höhe. – Abg. Grabner: Das hat er unterschrieben! – Abg. Schwarzenberger: Er tut viel für den Behindertensport!
Herr Kröll hat wahrscheinlich übersehen – vielleicht hat er seine Post heute noch nicht angeschaut –, daß alle 183 Abgeordneten ein Schreiben bekommen haben (Die Rednerin hält ein Schriftstück in die Höhe. – Abg. Grabner: Das hat er unterschrieben! – Abg. Schwarzenberger: Er tut viel für den Behindertensport!), und zwar vom Bürgermeister und Abgeordneten zum Nationalrat Herrn Hermann Kröll, mit der Bitte, man möge doch eine Patenschaft für den Behindertensport übernehmen. Und jetzt frage ich Sie, meine Damen und Herren: Wenn wir im Behindertensport bereits so große Erfolge erzielt und eine so gute gesetzliche Absicherung haben, wie Sie vorher gesagt haben, warum ist es dann noch immer notwendig, daß man solche Bettelbriefe an die Wirtschaft und an die Abgeordneten verschickt?
Beifall bei den Grünen.
Ich kann Ihnen schon sagen, warum: weil nämlich die Finanzierung im Behindertensport so gut wie ungeklärt ist. Es ist wirklich ein Trauerspiel, daß heute Athleten um eine Patenschaft durch Abgeordnete betteln müssen, weil im Sportbudget nicht einmal sichergestellt werden kann, daß die österreichischen Sportler bei internationalen Veranstaltungen ganz regulär aus der Sportförderung finanziert werden. Das betrifft zum Beispiel speziell die Veranstaltung am 22. Juni, zu der immerhin 1 100 Athleten aus aller Welt kommen werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Kröll! Sie müssen sich entscheiden: Entweder ist der Behindertensport schon so gut mit finanziellen Mitteln ausgestattet, wie Sie gesagt haben, dann bedarf es dieses Briefes von Ihnen nicht mehr, oder Sie haben sich in Ihrer Rede geirrt, und der Behindertensport ist finanziell so miserabel ausgestattet, daß Sie leider noch immer solche Bettelbriefe ausschicken müssen. Sie müssen für sich die Entscheidung treffen – entweder die eine oder die andere. Ihre heutigen Ausführungen stimmen mit dem Verschicken dieser Bettelbriefe jedenfalls nicht überein. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Auch die Sportstätten lassen zu wünschen übrig. Es gibt noch kaum Sportstätten, die wirklich so adaptiert sind, daß sie für alle benutzbar sind, nämlich auch für Behinderte. Ich meine also, gerade im Bereich des Behindertensportes ist noch einiges zu tun, und es besteht überhaupt kein Grund zur Euphorie oder dafür, so zu tun, als ob in Österreich der Behindertensport dem Nichtbehindertensport bereits gleichgestellt wäre. Das ist nicht der Fall, obwohl in Artikel 7 Abs. 2 der Bundesverfassung voriges Jahr im Juli festgeschrieben wurde, daß Behinderte und Nichtbehinderte gleichgestellt werden müssen. Die Verwirklichung des Gleichheitsgrundsatzes haben Sie in diesem Bereich noch einzulösen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin! Ich bitte Sie, diese Punkte speziell im Bereich des Konsumentenschutzes wirklich mitzubedenken. Vielleicht ist es möglich, bereits nächstes Jahr Mittel vorzusehen, die es möglich machen, daß auch behinderte Menschen, und zwar speziell blinde Menschen, den Zugang zu Medien, den Zugang zur Information genauso erhalten, wie ihn nichtbehinderte Menschen selbstverständlich für sich in Anspruch nehmen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Löschnak: Hören Sie einmal ein bißchen zu!
Sehr geehrte Damen und Herren von den Freiheitlichen! Ich habe mir Ihre Anwürfe und Ihre Unterstellungen gegen andere und gegen mich angehört und möchte in diesem Zusammenhang einiges klarstellen. Ich habe früher in der verstaatlichten Industrie gearbeitet und habe mit Osteuropa zu tun gehabt. Das war vor 1989. Ich habe in einem Betrieb gearbeitet, der zum Großteil von osteuropäischen Aufträgen abhängig war. (Zwischenruf bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Löschnak: Hören Sie einmal ein bißchen zu!) Wir haben versucht, Beschäftigte zu halten, was uns natürlich nicht immer gelungen ist. Diese Betriebe sind heute teilweise privatisiert. Man muß aber dazusagen, es ist heute nur mehr etwa ein Viertel der früheren Belegschaft dort beschäftigt.
Abg. Madl: Grundsätzlich ja!
Dann kam ich in die Politik und habe natürlich meine Kontakte genutzt, um Aufträge und Beschäftigung in Krisenregionen zu bringen, was Sie vielleicht verwerflich finden. (Abg. Madl: Grundsätzlich ja!) Ich finde es nicht verwerflich. Aus der Sicht von 1990 war es vielleicht anders. Aus der Sicht von 1994, sehr geehrte Kollegin, war es auch anders. Und aus der Sicht von 1998 ist es wieder anders.
Abg. Madl: Sie als Spezialist?
Sie werfen mir vor, Mafiakontakte zu haben. Sie werfen mir vor, mit der russischen Mafia in Verbindung zu sein. Ich kann Ihnen nur sagen: Das bin ich nicht! Ich habe das nicht gewußt. Ich habe mich damals bei den offiziellen Stellen erkundigt, ich habe mich auch heute erkundigt, und es liegt nichts vor. (Abg. Madl: Sie als Spezialist?) Soll ich in der Schweiz, in England oder auf irgendwelchen Inseln recherchieren? (Abg. Dr. Löschnak: Wo soll er sich denn erkundigen?)
Abg. Dr. Löschnak: Wo soll er sich denn erkundigen?
Sie werfen mir vor, Mafiakontakte zu haben. Sie werfen mir vor, mit der russischen Mafia in Verbindung zu sein. Ich kann Ihnen nur sagen: Das bin ich nicht! Ich habe das nicht gewußt. Ich habe mich damals bei den offiziellen Stellen erkundigt, ich habe mich auch heute erkundigt, und es liegt nichts vor. (Abg. Madl: Sie als Spezialist?) Soll ich in der Schweiz, in England oder auf irgendwelchen Inseln recherchieren? (Abg. Dr. Löschnak: Wo soll er sich denn erkundigen?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Koppler: So ist es!
Ich sage Ihnen eines, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Freiheitlichen, und dazu stehe ich: Ich habe für Arbeitsplätze und für Aufträge interveniert. Dazu stehe ich. Ich stehe dazu, daß ich mich für Krisenregionen eingesetzt habe. Das habe ich als meine Aufgabe angesehen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Koppler: So ist es!) Was Sie gestern gemacht haben, daß Sie mich sogar mit einem Mord in Verbindung gebracht haben, das spricht für sich. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen eines, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Freiheitlichen, und dazu stehe ich: Ich habe für Arbeitsplätze und für Aufträge interveniert. Dazu stehe ich. Ich stehe dazu, daß ich mich für Krisenregionen eingesetzt habe. Das habe ich als meine Aufgabe angesehen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Koppler: So ist es!) Was Sie gestern gemacht haben, daß Sie mich sogar mit einem Mord in Verbindung gebracht haben, das spricht für sich. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
†Abgeordneter Dr. Michael Krüger¦ (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen Volksanwältinnen! Herr Volksanwalt! Herr Präsident des Rechnungshofes! – Kollege Marizzi, diese Interpretation, daß deine Person in Zusammenhang mit Mordanschlägen gebracht wurde, ist wohl unzulässig und durch die Debattenbeiträge absolut nicht gerechtfertigt. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich würde bitten, daß du dich von dieser Überinterpretation distanzierst. Niemand wollte dich auch nur in die Nähe einer Beihilfehandlung zum Mord oder zu Gewalttaten bringen. (Abg. Marizzi: Das war aber gestern schon in einem Zusammenhang!) Das kann ich sicher außer Streit stellen.
Abg. Marizzi: Das war aber gestern schon in einem Zusammenhang!
†Abgeordneter Dr. Michael Krüger¦ (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen Volksanwältinnen! Herr Volksanwalt! Herr Präsident des Rechnungshofes! – Kollege Marizzi, diese Interpretation, daß deine Person in Zusammenhang mit Mordanschlägen gebracht wurde, ist wohl unzulässig und durch die Debattenbeiträge absolut nicht gerechtfertigt. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich würde bitten, daß du dich von dieser Überinterpretation distanzierst. Niemand wollte dich auch nur in die Nähe einer Beihilfehandlung zum Mord oder zu Gewalttaten bringen. (Abg. Marizzi: Das war aber gestern schon in einem Zusammenhang!) Das kann ich sicher außer Streit stellen.
Abg. Dr. Löschnak: Gegeben hat! Sie müssen in der Vergangenheit sprechen, das werden Sie wohl zusammenbringen!
Es ist nun einmal ein Faktum, daß Exminister Blecha und der Exbürgermeister von Wien, Leopold Gratz, mit diesem russischen, mit diesem georgischen Paten der Schutzgeldmafia eine gemeinsame Firma hatten. Daß es personelle Verflechtungen zwischen ehemaligen Ministern der Sozialdemokratie und Vertretern der russischen Mafia gibt (Abg. Dr. Löschnak: Gegeben hat! Sie müssen in der Vergangenheit sprechen, das werden Sie wohl zusammenbringen!) – letztere erfreuen sich übrigens auch heute noch höchster Ehrerbietung bei Parteiveranstaltungen der Sozialdemokraten – und daß da engste Kontakte bestanden haben, ist wohl außer Streit.
Abg. Gaál: Das vermutet man!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Aber es ist diesen ehemaligen hohen Herren der Sozialdemokratie bei all ihrer wirtschaftlichen Betätigung – ich denke dabei insbesondere an Exminister Blecha mit seinen Ostkontakten – niemals aufgefallen, daß dieser Herr, daß ihr Geschäftspartner, der einem Auftragsmord der Mafiakollegen zum Opfer gefallen ist, da er unliebsam geworden war, ein georgischer Obermafioso ist. (Abg. Gaál: Das vermutet man!) – Das vermutet man nicht, das ist Faktum. – Auch Blecha, der das Osteuropainstitut unterhält, über beste Kontakte verfügt und ein Insider bei Ostgeschäften ist, ist das also nicht aufgefallen.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Herren von der Sozialdemokratie und meine Dame von der Sozialdemokratie! Heute zu behaupten, daß der ermordete georgische Mafiaboß nicht der russischen Mafia angehört hat, das ist nur ein Wunschdenken. So ist es leider Gottes nicht. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Marizzi: Von mir?
Gestatten Sie mir, eines zu sagen: Ich gestehe durchaus zu, daß die Diskussion doch mit einiger Härte – wechselseitig – geführt wurde. (Abg. Marizzi: Von mir?) Ich bitte Sie aber auch, nicht zu zimperlich zu sein. (Abg. Dr. Löschnak: Na geh!) Denn Kollege Kräuter hat den demokratisch gewählten Parteiobmann Jörg Haider allen Ernstes als „größenwahnsinnig gewordenen Parteidiktator“ bezeichnet. Das ist für mich ein absoluter Tiefpunkt, und derartige Angriffe sind von unserer Seite in dieser Schärfe nie erfolgt! (Abg. Nürnberger: Sei nicht so eine Mimose!)
Abg. Dr. Löschnak: Na geh!
Gestatten Sie mir, eines zu sagen: Ich gestehe durchaus zu, daß die Diskussion doch mit einiger Härte – wechselseitig – geführt wurde. (Abg. Marizzi: Von mir?) Ich bitte Sie aber auch, nicht zu zimperlich zu sein. (Abg. Dr. Löschnak: Na geh!) Denn Kollege Kräuter hat den demokratisch gewählten Parteiobmann Jörg Haider allen Ernstes als „größenwahnsinnig gewordenen Parteidiktator“ bezeichnet. Das ist für mich ein absoluter Tiefpunkt, und derartige Angriffe sind von unserer Seite in dieser Schärfe nie erfolgt! (Abg. Nürnberger: Sei nicht so eine Mimose!)
Abg. Nürnberger: Sei nicht so eine Mimose!
Gestatten Sie mir, eines zu sagen: Ich gestehe durchaus zu, daß die Diskussion doch mit einiger Härte – wechselseitig – geführt wurde. (Abg. Marizzi: Von mir?) Ich bitte Sie aber auch, nicht zu zimperlich zu sein. (Abg. Dr. Löschnak: Na geh!) Denn Kollege Kräuter hat den demokratisch gewählten Parteiobmann Jörg Haider allen Ernstes als „größenwahnsinnig gewordenen Parteidiktator“ bezeichnet. Das ist für mich ein absoluter Tiefpunkt, und derartige Angriffe sind von unserer Seite in dieser Schärfe nie erfolgt! (Abg. Nürnberger: Sei nicht so eine Mimose!)
Abg. Schaffenrath: Wieso? Es stimmt ja! – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
In einem haben Sie recht: Auch von anderer Seite hat es entsprechende Untergriffe gegeben. Ich denke etwa an den Kollegen Schwimmer, der gestern gesagt hat: Meine Damen und Herren, wem hier jetzt noch nicht schlecht ist, der soll sich den Kollegen Stadler anschauen, dann wird ihm endgültig schlecht. – Ja bitte, was ist das? Das ist letztlich der Entzug der Menschenwürde! (Abg. Schaffenrath: Wieso? Es stimmt ja! – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Schaffenrath: Aber es stimmt!
Zu sagen, wenn man diesen Kollegen des Hohen Hauses anschaut, dann muß einem schlecht werden, ist eine Politik der Vogelfreierklärung und der Wegnahme der letzten Würde eines Menschen. (Abg. Schaffenrath: Aber es stimmt!) Das ist Faktum, und davon sollte er sich distanzieren. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Schaffenrath: Und das, was Stadler macht? – Abg. Leikam: Menschenverachtend ist Stadler, die nackte Menschenverachtung! Das ist doch unglaublich!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Schaffenrath: Und das, was Stadler macht? – Abg. Leikam: Menschenverachtend ist Stadler, die nackte Menschenverachtung! Das ist doch unglaublich!
Zu sagen, wenn man diesen Kollegen des Hohen Hauses anschaut, dann muß einem schlecht werden, ist eine Politik der Vogelfreierklärung und der Wegnahme der letzten Würde eines Menschen. (Abg. Schaffenrath: Aber es stimmt!) Das ist Faktum, und davon sollte er sich distanzieren. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Schaffenrath: Und das, was Stadler macht? – Abg. Leikam: Menschenverachtend ist Stadler, die nackte Menschenverachtung! Das ist doch unglaublich!)
Abg. Leikam: Unglaublich ist das!
Wenn es um Ihre Belange geht, dann sind Sie wehleidig, aber wenn vom Kollegen Schwimmer derartige Anwürfe geritten werden, wenn er sagt, daß ihm schlecht wird, wenn er den Kollegen Stadler anschaut, dann zeigen Sie plötzlich ein Glaskinn. (Abg. Leikam: Unglaublich ist das!) Das ist unausgewogen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Anhaltende Zwischenrufe. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Anhaltende Zwischenrufe. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Wenn es um Ihre Belange geht, dann sind Sie wehleidig, aber wenn vom Kollegen Schwimmer derartige Anwürfe geritten werden, wenn er sagt, daß ihm schlecht wird, wenn er den Kollegen Stadler anschaut, dann zeigen Sie plötzlich ein Glaskinn. (Abg. Leikam: Unglaublich ist das!) Das ist unausgewogen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Anhaltende Zwischenrufe. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Mag. Barmüller: Sind KZ für Sie doch noch immer „Straflager“?
Stellen Sie sich vor, ein Abgeordneter der FPÖ hätte hier einen anderen Kollegen dieses Hohen Hauses bezichtigt, sein Äußeres sei nicht nur geeignet, Unlustgefühle auszulösen, sondern auch Übelkeit. (Abg. Mag. Barmüller: Sind KZ für Sie doch noch immer „Straflager“?) Sie würden bei dieser Gelegenheit sagen, das ist ein Jargon, den es schon einmal gegeben hat. Wenn man heute sagt, beim Anblick eines bestimmten Menschen wird einem regelmäßig schlecht, dann ist das nichts anderes als ein Entzug der Menschenwürde – da werden Sie mir wohl recht geben, meine Damen und Herren (Beifall bei den Freiheitlichen) –, ich wiederhole: ein Entzug der Menschenwürde und ein Vorgriff darauf, die Würde dieses Menschen aufzuheben und ihn für vogelfrei erklären zu lassen. Und da regen Sie sich nicht auf! (Abg. Mag. Barmüller: Hast du schon deinen Vertrag unterschrieben? Gibt es bei euch ein Pönale für das Bezeichnen der KZ als „Straflager“? – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei den Freiheitlichen
Stellen Sie sich vor, ein Abgeordneter der FPÖ hätte hier einen anderen Kollegen dieses Hohen Hauses bezichtigt, sein Äußeres sei nicht nur geeignet, Unlustgefühle auszulösen, sondern auch Übelkeit. (Abg. Mag. Barmüller: Sind KZ für Sie doch noch immer „Straflager“?) Sie würden bei dieser Gelegenheit sagen, das ist ein Jargon, den es schon einmal gegeben hat. Wenn man heute sagt, beim Anblick eines bestimmten Menschen wird einem regelmäßig schlecht, dann ist das nichts anderes als ein Entzug der Menschenwürde – da werden Sie mir wohl recht geben, meine Damen und Herren (Beifall bei den Freiheitlichen) –, ich wiederhole: ein Entzug der Menschenwürde und ein Vorgriff darauf, die Würde dieses Menschen aufzuheben und ihn für vogelfrei erklären zu lassen. Und da regen Sie sich nicht auf! (Abg. Mag. Barmüller: Hast du schon deinen Vertrag unterschrieben? Gibt es bei euch ein Pönale für das Bezeichnen der KZ als „Straflager“? – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Mag. Barmüller: Hast du schon deinen Vertrag unterschrieben? Gibt es bei euch ein Pönale für das Bezeichnen der KZ als „Straflager“? – Weitere Zwischenrufe.
Stellen Sie sich vor, ein Abgeordneter der FPÖ hätte hier einen anderen Kollegen dieses Hohen Hauses bezichtigt, sein Äußeres sei nicht nur geeignet, Unlustgefühle auszulösen, sondern auch Übelkeit. (Abg. Mag. Barmüller: Sind KZ für Sie doch noch immer „Straflager“?) Sie würden bei dieser Gelegenheit sagen, das ist ein Jargon, den es schon einmal gegeben hat. Wenn man heute sagt, beim Anblick eines bestimmten Menschen wird einem regelmäßig schlecht, dann ist das nichts anderes als ein Entzug der Menschenwürde – da werden Sie mir wohl recht geben, meine Damen und Herren (Beifall bei den Freiheitlichen) –, ich wiederhole: ein Entzug der Menschenwürde und ein Vorgriff darauf, die Würde dieses Menschen aufzuheben und ihn für vogelfrei erklären zu lassen. Und da regen Sie sich nicht auf! (Abg. Mag. Barmüller: Hast du schon deinen Vertrag unterschrieben? Gibt es bei euch ein Pönale für das Bezeichnen der KZ als „Straflager“? – Weitere Zwischenrufe.)
Anhaltende Zwischenrufe. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich wollte eigentlich zur Bundestheaterreform Stellung nehmen. Ich kann das nur mehr im Ansatz tun. Die Bundestheaterreform, die noch vor dem Sommer über die Bühne gehen soll, ist schon im Ansatz gescheitert, wenn man sich den Entwurf des Bundesgesetzes über die Neuorganisation der Bundestheater anschaut. Denn von einer Transparenz, von einer Durchsichtigkeit im Sinne einer klaren Verantwortlichkeit kann keine Rede sein. (Anhaltende Zwischenrufe. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Vom Prinzip der Sparsamkeit kann keine Rede sein, und von einer Autonomie der Häuser kann ebenfalls keine Rede sein.
Anhaltende Zwischenrufe.
Denn wie ist denn die Bundestheaterreform strukturiert? Ganz oben im Organigramm haben wir den Bundeskanzler. Darunter haben wir ... (Anhaltende Zwischenrufe.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Denn wenn man im Entwurf liest, daß alleine der Bundeskanzler für die Einsetzung der künstlerischen Leiter verantwortlich ist, dann frage ich mich: Wo bleibt die Autonomie? Wozu setzt man einen Aufsichtsrat ein, wenn der Aufsichtsrat seine vornehmste und die ihm eigentlich zukommende Aufgabe, die Bestellung der Geschäftsführung vorzunehmen, nicht durchführen kann, sondern erst recht wieder der Bundeskanzler diese Maßnahmen zu treffen hat und die Geschäftsführer einsetzt? – Die Wahrheit ist doch, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Sozialdemokratie, daß Sie nicht bereit sind, die Kunst aus dem Würgegriff Ihrer Partei zu entlassen. Das ist doch die Wahrheit! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es war sehr illustrativ, als der Experte, der holländische Museumsexperte, als Experte für den Ausschuß herangezogen wurde und man geglaubt hat, er werde jetzt unsere Reform lobpreisen und mit dem holländischen Modell vergleichen. Er hat aber gesagt, es sei für ihn undenkbar, daß in Holland ein Minister einen Theaterdirektor oder in diesem Fall einen Museumsdirektor bestellt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Krüger.
†Abgeordnete Ridi Steibl¦ (ÖVP): Werte Präsidenten! Frau Bundesministerin! Werte Volksanwältinnen! Herr Volksanwalt! Ich hoffe, daß es mir gelingt, wieder zur Tagesordnung zurückzukehren, denn bei den Ausführungen meiner beiden Vorredner, insbesondere des Herrn Dr. Krüger, hatte ich das Gefühl, daß wir wieder bei der Dringlichen Anfrage sind. Ich bin sehr dankbar, daß nicht sehr viele Zuhörer und Zuhörerinnen anwesend sind, weil das kein gutes Licht auf unseren Parlamentarismus wirft. (Zwischenruf des Abg. Dr. Krüger.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Bundesministerin! Sie schreiben in dieser Anfragebeantwortung auch, daß die Präsentierung von Betrieben mit arbeitnehmerinnenfreundlichen Arbeitszeitgestaltungen Beispiele dafür sind, daß und wie ein Zusammenspiel von betrieblichen Interessen und den Bedürfnissen der Arbeitnehmer hinsichtlich der Schaffung von Teilzeitarbeitsplätzen möglich ist und zum beiderseitigen Vorteil genutzt werden kann. – Wir gehen schon sehr lange mit Familienminister Bartenstein in diese Richtung, wie zum Beispiel in Form der Präsentation von frauen- und familienfreundlichen Betrieben über „Taten statt Worte“ beziehungsweise den Familienaudit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Natürlich ist im Gleichschritt auch die eigenständige Alterssicherung für Frauen notwendig. Kollege Feurstein hat heute schon erwähnt, daß einer der wichtigsten Schwerpunkte im Rahmen dieses Budgets der Bereich Bildung ist. Wenn man von eigenständiger Alterssicherung bei Frauen spricht, dann muß man sofort an eine vielseitige und gute Ausbildung wie auch an eine qualifizierte Weiterbildung von Frauen denken, weil das im Grunde genommen die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit und auch ein Weg zur eigenständigen Altersversorgung ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zusammenfassend möchte ich sagen: Ich denke, daß wir nicht alles krankjammern sollten und daß wir frauenpolitisch für das nächste Jahrtausend fit sind. Frauenpolitik heißt, in den nächsten Jahren zu sichern, auszubauen, zu professionalisieren und richtige Entscheidungen zu treffen, die Frauen in die Eigenständigkeit zu führen, damit sie nicht am Gängelband geführt werden. Ich denke, wir von der ÖVP gehen diesen Weg. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Feurstein: Wollen Sie keine Versicherung für die Frauen? Sollen die Frauen keine Versicherung haben? Sie wollen für Frauen keine Versicherung?!
Einen Punkt möchte ich noch erwähnen, den wir auch nicht bedacht haben – unter der Voraussetzung, die Förderungen für diese Frauenberatungsstellen und Frauenservicestellen wären gleichgeblieben –: Allein die Werkvertragsregelung belastet diese Organisationen sehr. Ich sehe schon ein, daß natürlich Frauen nicht das gleiche Gewicht haben wie ein Herr Dichand, der selbstverständlich für seinen Bereich eine Ausnahmeregelung erreichen konnte wie die Bildungseinrichtungen der Sozialpartnerschaften Wifi und BFI, die neben anderen Privilegien, die sie haben, auch eine Ausnahmeregelung im Bereich der Werkverträge haben. (Abg. Dr. Feurstein: Wollen Sie keine Versicherung für die Frauen? Sollen die Frauen keine Versicherung haben? Sie wollen für Frauen keine Versicherung?!)
Beifall beim Liberalen Forum und bei den Grünen.
Frau Ministerin! Ich glaube auch nicht, daß man das Gewicht einer Frauenministerin ausschließlich am Budget mißt, sondern eine Frauenministerin hat noch ganz andere Instrumente und Möglichkeiten, ihr politisches Gewicht in die Waagschale zu werfen. Das fordere ich auch von Ihnen ein! (Beifall beim Liberalen Forum und bei den Grünen.)
Beifall beim Liberalen Forum. – Zwischenruf des Abg. Mag. Barmüller.
Der Herr Präsident des Rechnungshofes hat schon lange die Überstundenabgeltungen für Landesschulinspektoren, für Schulaufsichtsbeamte kritisiert. Da sprechen wir von einigen Millionen. In diesem Bereich wurde wieder eine Budgeterhöhung vorgenommen. Es kann also nicht nur am Geld mangeln. Wir können nicht immer nur Geldknappheit für die Probleme im Bereich der Frauenpolitik geltend machen. Mittel sind da. Die Frage ist, wie effizient und wie sparsam sie eingesetzt werden. (Beifall beim Liberalen Forum. – Zwischenruf des Abg. Mag. Barmüller.) – Daß man den Lehrern und Lehrerinnen Geld schenkt! Diese wollten das gar nicht. Das hat die Frau Ministerin freiwillig gemacht.
Abg. Rosemarie Bauer: Muß nicht frauenfreundlich sein!
Was in diesem ersten Teil dazugekommen ist, ist die familienfreundliche Arbeitswelt. Da muß ich noch einmal betonen: „Familienfreundlich“ ist nicht „frauenfreundlich“! (Abg. Rosemarie Bauer: Muß nicht frauenfreundlich sein!) Eine familienfreundliche Arbeitswelt ist kein frauenpolitisches Instrument. Ich gestehe zu, daß Frauen eine echte Wahlmöglichkeit haben sollen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Rosemarie Bauer), aber diese Wahlmöglichkeit, Frau Kollegin Bauer, haben Frauen nicht, solange sie ohne Erwerbstätigkeit sozialrechtlich nicht abgesichert sind, solange sie ohne Erwerbstätigkeit keinen Anspruch auf Pension haben, solange sie keine sozialrechtliche Absicherung haben. Man tauscht doch nur eine Abhängigkeit gegen eine andere aus, die Abhängigkeit besteht dann vom Ehepartner.
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Rosemarie Bauer
Was in diesem ersten Teil dazugekommen ist, ist die familienfreundliche Arbeitswelt. Da muß ich noch einmal betonen: „Familienfreundlich“ ist nicht „frauenfreundlich“! (Abg. Rosemarie Bauer: Muß nicht frauenfreundlich sein!) Eine familienfreundliche Arbeitswelt ist kein frauenpolitisches Instrument. Ich gestehe zu, daß Frauen eine echte Wahlmöglichkeit haben sollen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Rosemarie Bauer), aber diese Wahlmöglichkeit, Frau Kollegin Bauer, haben Frauen nicht, solange sie ohne Erwerbstätigkeit sozialrechtlich nicht abgesichert sind, solange sie ohne Erwerbstätigkeit keinen Anspruch auf Pension haben, solange sie keine sozialrechtliche Absicherung haben. Man tauscht doch nur eine Abhängigkeit gegen eine andere aus, die Abhängigkeit besteht dann vom Ehepartner.
Abg. Rosemarie Bauer: Das müssen Sie aber den Frauen sagen!
Noch etwas muß ich Ihnen sagen: Mit dieser konsequenten Forderung nach Vereinbarkeit von Familienarbeit und Erwerbsarbeit zementieren wir den Status quo, daß Familienarbeit primär Frauenarbeit ist, ein. Mit der konsequenten Forderung nach Vereinbarkeit, nach mehr Teilzeitarbeit wollen wir Bedingungen schaffen, die es Frauen ermöglichen, auch in aller Zukunft Betreuungsarbeit und Erwerbsarbeit möglichst günstig nebeneinander zu bewältigen. (Abg. Rosemarie Bauer: Das müssen Sie aber den Frauen sagen!)
Beifall beim Liberalen Forum sowie der Abg. Dr. Konrad.
Das bedeutet, daß die bessere Vereinbarkeit von Familien- beziehungsweise Betreuungsarbeit und Beruf ausschließlich zu Lasten der Frauen geht. Wir brauchen daher andere Modelle. Wir brauchen ein Recht auf Reduzierung der Arbeitszeit, aber für beide Partner, so wie das zum Beispiel in Schweden der Fall ist. Frau Ministerin! Für einen konkreten diesbezüglichen Vorschlag hätten Sie jedenfalls die Unterstützung der Frauen. (Beifall beim Liberalen Forum sowie der Abg. Dr. Konrad.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Frau Ministerin! Nun zum Thema „flexiblere Meldefristen für die Karenzzeit“. – Einen Kritikpunkt muß ich hier wieder anbringen: Sie sprechen auch in diesem Papier noch immer von „Urlaub“, wenn Sie Karenzzeit meinen, obwohl es einen Fünfparteienantrag dieses Hauses gibt, der das ablehnt. Auch andere Begründungen, wie zum Beispiel, daß wir da keine Gesetze haben, sondern einen Plan, können nicht gelten. Ich halte das für sehr beharrlich und auch für sehr bezeichnend. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen
Das ist kein besonders erfreuliches Ergebnis (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen) – ich komme schon zum Schlußsatz, Herr Präsident! – für dreieinhalb Jahre – diesen Zeitraum kann ich noch überblicken –, schon gar nicht nach einem Frauen-Volksbegehren mit 650 000 Unterschriften.
Beifall beim Liberalen Forum und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Frau Ministerin! Schon allein aufgrund dieser Erfahrungen fehlt mir das Vertrauen in die Umsetzung. (Beifall beim Liberalen Forum und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Für uns Sozialdemokratinnen ist es besonders wichtig, wirksame und nachhaltige arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zu entwickeln, weil wir dazu stehen – das darf ich auch Frau Abgeordneter Gatterer sagen –, daß Berufsarbeit die Basis für die Existenzsicherung auch für Frauen ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kammerlander: Wozu dann noch eine Studie, wozu dann noch eine Untersuchung? Das ist nur Zeitverzögerung!
Es gibt – Kollegin Schaffenrath hat es schon angesprochen – einen Gesetzentwurf, eine Überlegung dazu, die schon vor einiger Zeit ausgearbeitet worden ist, und auch ich würde mir wünschen, daß dieser Schritt bald gesetzt wird. (Abg. Mag. Kammerlander: Wozu dann noch eine Studie, wozu dann noch eine Untersuchung? Das ist nur Zeitverzögerung!) – Ich rede nicht von einer Untersuchung (Abg. Mag. Kammerlander: Aber Ihre Ministerin!) – Sie müssen mir zuhören! –, sondern es liegt ein Entwurf vor, und es geht nun um die Umsetzung. An dieser Umsetzung wollen wir alle miteinander arbeiten. Wenn wir alle das gemeinsam tragen, dann wird diese Umsetzung sicherlich in absehbarer Zeit möglich sein. Das wäre ein Schritt, der die Frauenberatungsstellen aus dem Projektstadium, das eigentlich längst keines mehr ist, herausführen und – das wäre eine Möglichkeit – als strukturelles Angebot, das dann eben den Frauen zur Verfügung steht, fix und selbstverständlich etablieren würde. (Abg. Mag. Kammerlander: Ja, und sofort bitte!)
Abg. Mag. Kammerlander: Aber Ihre Ministerin!
Es gibt – Kollegin Schaffenrath hat es schon angesprochen – einen Gesetzentwurf, eine Überlegung dazu, die schon vor einiger Zeit ausgearbeitet worden ist, und auch ich würde mir wünschen, daß dieser Schritt bald gesetzt wird. (Abg. Mag. Kammerlander: Wozu dann noch eine Studie, wozu dann noch eine Untersuchung? Das ist nur Zeitverzögerung!) – Ich rede nicht von einer Untersuchung (Abg. Mag. Kammerlander: Aber Ihre Ministerin!) – Sie müssen mir zuhören! –, sondern es liegt ein Entwurf vor, und es geht nun um die Umsetzung. An dieser Umsetzung wollen wir alle miteinander arbeiten. Wenn wir alle das gemeinsam tragen, dann wird diese Umsetzung sicherlich in absehbarer Zeit möglich sein. Das wäre ein Schritt, der die Frauenberatungsstellen aus dem Projektstadium, das eigentlich längst keines mehr ist, herausführen und – das wäre eine Möglichkeit – als strukturelles Angebot, das dann eben den Frauen zur Verfügung steht, fix und selbstverständlich etablieren würde. (Abg. Mag. Kammerlander: Ja, und sofort bitte!)
Abg. Mag. Kammerlander: Ja, und sofort bitte!
Es gibt – Kollegin Schaffenrath hat es schon angesprochen – einen Gesetzentwurf, eine Überlegung dazu, die schon vor einiger Zeit ausgearbeitet worden ist, und auch ich würde mir wünschen, daß dieser Schritt bald gesetzt wird. (Abg. Mag. Kammerlander: Wozu dann noch eine Studie, wozu dann noch eine Untersuchung? Das ist nur Zeitverzögerung!) – Ich rede nicht von einer Untersuchung (Abg. Mag. Kammerlander: Aber Ihre Ministerin!) – Sie müssen mir zuhören! –, sondern es liegt ein Entwurf vor, und es geht nun um die Umsetzung. An dieser Umsetzung wollen wir alle miteinander arbeiten. Wenn wir alle das gemeinsam tragen, dann wird diese Umsetzung sicherlich in absehbarer Zeit möglich sein. Das wäre ein Schritt, der die Frauenberatungsstellen aus dem Projektstadium, das eigentlich längst keines mehr ist, herausführen und – das wäre eine Möglichkeit – als strukturelles Angebot, das dann eben den Frauen zur Verfügung steht, fix und selbstverständlich etablieren würde. (Abg. Mag. Kammerlander: Ja, und sofort bitte!)
Beifall bei der SPÖ.
Frauenpolitik wird nur dann wirklich erfolgreich gemacht werden und gemacht werden können, wenn sie gemeinsam gewollt wird, und der Wille dazu zeigt sich ganz wesentlich auch in dem Geld, das dafür investiert wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Frau Bundesministerin! Sie wollen die Hausarbeit aufteilen. Ich habe nichts dagegen. Auch ich bin der Meinung, daß auch Männer verstärkt diese Verpflichtung übernehmen sollen. Aber obwohl Sie genau wissen, daß auch in Zukunft ein Großteil der Hausarbeit, der Erziehungsarbeit und der Pflegearbeit an den Frauen hängenbleiben wird, daß sie die Doppelbelastung weiterhin zu tragen haben werden, haben Sie sich bisher nicht um die Schaffung von qualifizierten Teilzeitarbeitsplätzen gekümmert. Das beweist die Beantwortung einer Anfrage, die wir Freiheitliche gestellt haben, und zwar vom 11. Mai. Wir Freiheitliche fordern seit Jahren die Schaffung von qualifizierten Teilzeitarbeitsplätzen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich will aber nicht so negativ schließen. Ich bin ein positiv denkender Mensch, der Dinge auch gern positiv umsetzt. Sie haben zu Beginn Ihrer Tätigkeit als Ministerin ein Interview gegeben, in dem Sie eindeutig dokumentiert haben, daß Sie Frauenpolitik nicht auf Familienpolitik reduzieren wollen. Aber gerade in letzter Zeit ist es doch immer wieder vorgekommen, daß Sie Familienthemen aufgegriffen haben, Sie als Frauenministerin! Sie haben also sehr wohl gemerkt, daß Familienforderungen sehr oft mit Frauenforderungen konform gehen. Und wenn Sie als Frauenministerin gestern ein Familienpaket gefeiert haben (Zwischenbemerkung der Bundesministerin Mag. Prammer) – ein erneut verfassungswidriges Familienpaket –, dann will ich das positiv sehen. Ich will das positiv sehen dahin gehend, daß Sie vielleicht in Zukunft Frauenpolitik ein bißchen pragmatischer betrachten, als dies bisher geschehen ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Posch: ... Intelligenztest! – Heiterkeit.
†Abgeordnete Mag. Cordula Frieser¦ (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das Budgetkapitel oberste Organe gibt auch immer Gelegenheit, so etwas wie eine Selbstreflexion durchzuführen, das heißt, über uns selber zu reden. (Abg. Mag. Posch: ... Intelligenztest! – Heiterkeit.) – Der kommt noch, Herr Kollege Posch, glauben Sie mir! Bevor ich dieses Haus verlasse, werde ich Ihnen allen diesen wissenschaftlichen Test vorlegen. (Abg. Dr. Nowotny: Keine Versprechungen!) Aber heute will ich ihn ausnahmsweise ausklammern.
Abg. Dr. Nowotny: Keine Versprechungen!
†Abgeordnete Mag. Cordula Frieser¦ (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das Budgetkapitel oberste Organe gibt auch immer Gelegenheit, so etwas wie eine Selbstreflexion durchzuführen, das heißt, über uns selber zu reden. (Abg. Mag. Posch: ... Intelligenztest! – Heiterkeit.) – Der kommt noch, Herr Kollege Posch, glauben Sie mir! Bevor ich dieses Haus verlasse, werde ich Ihnen allen diesen wissenschaftlichen Test vorlegen. (Abg. Dr. Nowotny: Keine Versprechungen!) Aber heute will ich ihn ausnahmsweise ausklammern.
Abg. Koppler: Nach dem heutigen Tag schlecht!
Ich möchte unsere Arbeit unter drei Aspekten betrachten: Wie ist die Qualität unserer Arbeit? Unter welchen Bedingungen arbeiten wir? Wie ist unser Erscheinungsbild? (Abg. Koppler: Nach dem heutigen Tag schlecht!) Nicht nur nach dem heutigen, Herr Kollege Koppler, ich glaube, die ganze Woche war dazu angetan. (Abg. Koppler: Wenn ich mir die armen Volksanwälte und den Präsidenten anschaue!)
Abg. Koppler: Wenn ich mir die armen Volksanwälte und den Präsidenten anschaue!
Ich möchte unsere Arbeit unter drei Aspekten betrachten: Wie ist die Qualität unserer Arbeit? Unter welchen Bedingungen arbeiten wir? Wie ist unser Erscheinungsbild? (Abg. Koppler: Nach dem heutigen Tag schlecht!) Nicht nur nach dem heutigen, Herr Kollege Koppler, ich glaube, die ganze Woche war dazu angetan. (Abg. Koppler: Wenn ich mir die armen Volksanwälte und den Präsidenten anschaue!)
Abg. Motter: Das war kein Interview für einen Präsidenten!
Zum dritten: Was unser Erscheinungsbild anlangt, glaube ich, daß die Mehrheit dieses Hohen Hauses der Meinung ist, daß wir in den letzten Tagen ein Bild geboten habe, das unter jeder Kritik war. Wenn die Journalisten bereits einander zuraunen, daß das Niveau so tief wie noch nie ist, dann sollten meiner Ansicht nach wirklich alle Alarmglocken läuten. Wenn außerdem Herr Präsident Fischer in großer Geduld und flehentlich die Kollegen bittet und auffordert, sich bei der Wortwahl zu besinnen – ich denke, Herr Präsident, Sie mußten dieser Tage so viele Ordnungsrufe vergeben wie in keiner Zeit zuvor –, dann sollten wir die Geschäftsordnung neu überdenken. Wenn Heinrich Neisser heute im „Morgenjournal“ ... (Abg. Motter: Das war kein Interview für einen Präsidenten!)
Abg. Motter: Er sollte nicht alle in einen Topf werfen!
Aber er hat im Inhalt recht, Klara! (Abg. Motter: Er sollte nicht alle in einen Topf werfen!) Wir alle müssen uns Vorwürfe machen, da gibt es nur wenige Ausnahmen, nämlich diejenigen, die dieser Tage nicht geredet haben. Aber in Wirklichkeit war die Diktion peinlich, der hier gepflogen wurde. (Abg. Motter: Heute auch!) Wir sollten uns einmal überlegen, ob der Ordnungsruf ein ausreichendes Disziplinierungsmittel und eine ausreichende Disziplinierungsmaßnahme ist. (Abg. Nürnberger: Jeder Ordnungsruf kostet 1 000 S!) Ja, Herr Präsident Nürnberger, es gibt in allen anderen ... (Abg. Nürnberger: Ich meine das ernst!) Ja, darin will ich Sie soeben bestätigen.
Abg. Motter: Heute auch!
Aber er hat im Inhalt recht, Klara! (Abg. Motter: Er sollte nicht alle in einen Topf werfen!) Wir alle müssen uns Vorwürfe machen, da gibt es nur wenige Ausnahmen, nämlich diejenigen, die dieser Tage nicht geredet haben. Aber in Wirklichkeit war die Diktion peinlich, der hier gepflogen wurde. (Abg. Motter: Heute auch!) Wir sollten uns einmal überlegen, ob der Ordnungsruf ein ausreichendes Disziplinierungsmittel und eine ausreichende Disziplinierungsmaßnahme ist. (Abg. Nürnberger: Jeder Ordnungsruf kostet 1 000 S!) Ja, Herr Präsident Nürnberger, es gibt in allen anderen ... (Abg. Nürnberger: Ich meine das ernst!) Ja, darin will ich Sie soeben bestätigen.
Abg. Nürnberger: Jeder Ordnungsruf kostet 1 000 S!
Aber er hat im Inhalt recht, Klara! (Abg. Motter: Er sollte nicht alle in einen Topf werfen!) Wir alle müssen uns Vorwürfe machen, da gibt es nur wenige Ausnahmen, nämlich diejenigen, die dieser Tage nicht geredet haben. Aber in Wirklichkeit war die Diktion peinlich, der hier gepflogen wurde. (Abg. Motter: Heute auch!) Wir sollten uns einmal überlegen, ob der Ordnungsruf ein ausreichendes Disziplinierungsmittel und eine ausreichende Disziplinierungsmaßnahme ist. (Abg. Nürnberger: Jeder Ordnungsruf kostet 1 000 S!) Ja, Herr Präsident Nürnberger, es gibt in allen anderen ... (Abg. Nürnberger: Ich meine das ernst!) Ja, darin will ich Sie soeben bestätigen.
Abg. Nürnberger: Ich meine das ernst!
Aber er hat im Inhalt recht, Klara! (Abg. Motter: Er sollte nicht alle in einen Topf werfen!) Wir alle müssen uns Vorwürfe machen, da gibt es nur wenige Ausnahmen, nämlich diejenigen, die dieser Tage nicht geredet haben. Aber in Wirklichkeit war die Diktion peinlich, der hier gepflogen wurde. (Abg. Motter: Heute auch!) Wir sollten uns einmal überlegen, ob der Ordnungsruf ein ausreichendes Disziplinierungsmittel und eine ausreichende Disziplinierungsmaßnahme ist. (Abg. Nürnberger: Jeder Ordnungsruf kostet 1 000 S!) Ja, Herr Präsident Nürnberger, es gibt in allen anderen ... (Abg. Nürnberger: Ich meine das ernst!) Ja, darin will ich Sie soeben bestätigen.
Abg. Mag. Kammerlander: Bis hin zum Intelligenztest!
Es gibt in den Geschäftsordnungen aller anderen westlichen Demokratien und Parlamente selbstverständlich auch weitere Disziplinierungsmaßnahmen, nicht nur den Ordnungsruf. Das geht weiter bis zum Entzug des Wortes, zum Redeverbot, zum Gehaltsentzug und bis hin zur Aberkennung des Mandates. (Abg. Mag. Kammerlander: Bis hin zum Intelligenztest!) Ich hoffe, daß es hier in diesem Hohen Hause eine Mehrheit geben wird, die eine Reform der Geschäftsordnung nicht erst in der nächsten Legislaturperiode, sondern schon in den nächsten Wochen diskutieren wird. Es wird nicht genügen, daß wir am Ende dieses Frühjahrs feststellen: „Furchtbar war es diesmal wieder!“ – und im Herbst gleich weiterfahren.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Daher ist es meine Bitte und mein dringender Appell an alle Kolleginnen und Kollegen, denen das Erscheinungsbild ein Anliegen ist, an einer Geschäftsordnungsreform mitzuarbeiten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Schwarzenberger: Das ist ein Ausdruck der Wertschätzung!
†Abgeordnete Elfriede Madl¦ (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Die Frau Bundesminister hat sich wie üblich vor meiner Rede von der Regierungsbank entfernt. Sehr geehrte Damen und Herr Volksanwalt! Sehr geehrter Herr Präsident des Rechnungshofes! Es ist bezeichnend für dieses Hohe Haus, daß in keinem einzigen Debattenbeitrag des heutigen Tages auf die dem Bundeskanzleramt untergeordneten Dienststellen Rechnungshof und Volksanwaltschaft Bezug genommen wurde. (Abg. Schwarzenberger: Das ist ein Ausdruck der Wertschätzung!) Dies ist genau der Stellenwert, den die Koalitionsparteien diesen zwei Institutionen zuordnen. Ich hoffe, daß es nicht der Ausdruck folgender Meinung der Koalitionsparteien ist: Wir sind froh, daß wir diese Institutionen haben, aber sie sind nicht einmal einer Debatte wert.
Abg. Kiss: Das ist eine selektive Wahrnehmung, vor allem, wenn man an die Grünen denkt!
Nur mein Kollege Dr. Krüger hat die Gelegenheit ergriffen, an den Präsidenten des Rechnungshofes einige Anliegen zu richten; diese hat der Präsident meiner Beobachtung nach auch notiert. (Abg. Kiss: Das ist eine selektive Wahrnehmung, vor allem, wenn man an die Grünen denkt!) Es ist jedoch beschämend, wenn in sieben Stunden nicht einmal eines der Themen, welche die hier anwesenden Repräsentanten betreffen, eines Debattenbeitrags wert ist. (Abg. Kiss: Reden Sie nicht solchen Unsinn! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Das ist kein „Unsinn“, sondern Tatsache! Wahrscheinlich waren Sie viel zu lange vom Plenum abwesend, als daß Sie beurteilen könnten, worüber heute überhaupt gesprochen wurde, Herr Kollege! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Kiss: Selbstverständlich!)
Abg. Kiss: Reden Sie nicht solchen Unsinn! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Nur mein Kollege Dr. Krüger hat die Gelegenheit ergriffen, an den Präsidenten des Rechnungshofes einige Anliegen zu richten; diese hat der Präsident meiner Beobachtung nach auch notiert. (Abg. Kiss: Das ist eine selektive Wahrnehmung, vor allem, wenn man an die Grünen denkt!) Es ist jedoch beschämend, wenn in sieben Stunden nicht einmal eines der Themen, welche die hier anwesenden Repräsentanten betreffen, eines Debattenbeitrags wert ist. (Abg. Kiss: Reden Sie nicht solchen Unsinn! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Das ist kein „Unsinn“, sondern Tatsache! Wahrscheinlich waren Sie viel zu lange vom Plenum abwesend, als daß Sie beurteilen könnten, worüber heute überhaupt gesprochen wurde, Herr Kollege! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Kiss: Selbstverständlich!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Kiss: Selbstverständlich!
Nur mein Kollege Dr. Krüger hat die Gelegenheit ergriffen, an den Präsidenten des Rechnungshofes einige Anliegen zu richten; diese hat der Präsident meiner Beobachtung nach auch notiert. (Abg. Kiss: Das ist eine selektive Wahrnehmung, vor allem, wenn man an die Grünen denkt!) Es ist jedoch beschämend, wenn in sieben Stunden nicht einmal eines der Themen, welche die hier anwesenden Repräsentanten betreffen, eines Debattenbeitrags wert ist. (Abg. Kiss: Reden Sie nicht solchen Unsinn! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Das ist kein „Unsinn“, sondern Tatsache! Wahrscheinlich waren Sie viel zu lange vom Plenum abwesend, als daß Sie beurteilen könnten, worüber heute überhaupt gesprochen wurde, Herr Kollege! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Kiss: Selbstverständlich!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Die Frau Bundesminister hat noch im März des heurigen Jahres gesagt, was alles sie für die Frauen in den Nationalen Beschäftigungsplan aufnehmen will. Sie hat als wichtigstes Beispiel das Recht auf Teilzeitarbeit mit Rückkehrgarantie auf einen Vollzeitarbeitsplatz genannt. Ich bin wirklich froh darüber, daß das in den Nationalen Beschäftigungsplan keinen Eingang gefunden hat, denn das würde erstens der Wirtschaft massiv schaden, weil Österreich viel zu kleinstrukturiert ist, und auf der anderen Seite noch mehr Frauen benachteiligen, weil sie im Erwerbsleben überhaupt keine Chance mehr hätten, wenn sie das Recht der Rückkehr auf einen Vollzeitarbeitszeit nach sechs Jahren hätten. Ich hoffe, daß wir vor solchen Ideen der Bundesministerin für Frauenangelegenheiten, die sowohl den Frauen zum Nachteil gereichen als auch für die Wirtschaft schädlich sind, in Zukunft verschont bleiben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Meisinger: Jetzt ist er da! – Abg. Madl: Heute muß er ja nicht abstimmen! – Abg. Grabner: Ihr Kollege Haider ist die meiste Zeit nicht da, also brauchen Sie überhaupt nichts zu sagen! – Abg. Madl: Aber bei der Abstimmung war er da! – Abg. Grabner: Ja! Er hat einmal gesagt, es müßte hier im Parlament eine Stempeluhr installiert werden! Würde diese installiert werden, dann würde Herr Haider hier in diesem Haus kein Gehalt bekommen!
†Präsident Dr. Heinz Fischer¦: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Grabner. (Abg. Meisinger: Jetzt ist er da! – Abg. Madl: Heute muß er ja nicht abstimmen! – Abg. Grabner: Ihr Kollege Haider ist die meiste Zeit nicht da, also brauchen Sie überhaupt nichts zu sagen! – Abg. Madl: Aber bei der Abstimmung war er da! – Abg. Grabner: Ja! Er hat einmal gesagt, es müßte hier im Parlament eine Stempeluhr installiert werden! Würde diese installiert werden, dann würde Herr Haider hier in diesem Haus kein Gehalt bekommen!)
Zwischenruf der Abg. Madl.
†Abgeordneter Arnold Grabner¦ (SPÖ): Meine Damen und Herren! Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Herr Präsident des Rechnungshofes! Meine Damen und Herren Volksanwälte! Lassen Sie mich ganz kurz auf das eingehen, was heute Herr Haider hier gesagt hat. Ich möchte von dieser Stelle aus sagen, daß ich auch in Hinkunft bei vielen Sportveranstaltungen anwesend sein werde, und zwar immer so, wie ich es bis jetzt gemacht habe: auf meine eigenen Kosten. Meine Damen und Herren! Ich hoffe nur, daß das nicht stimmt, was in Atlanta gesagt wurde, als Herr Haider dort eingeflogen wurde. Ich hoffe, daß er alles selbst bezahlt hat. (Zwischenruf der Abg. Madl.)
Abg. Kiss: Noch ein Skandal der Freiheitlichen!
Sie haben leider von dieser Angelegenheit überhaupt keine Ahnung. Daher wäre es besser, Sie würden hier nicht mitsprechen. Sonst müßte ich Ihnen auch ein bißchen etwas anderes sagen. (Der Redner hält ein Blatt Papier in die Höhe.) In diesem Zeitungsausschnitt geht es um Ihre Freunde im Burgenland. Ich hoffe nur, daß aus diesem Sozialfonds nicht auch Reisen bezahlt wurden. – Das stammt nicht von mir, sondern das zitiere ich aus der „Kronen-Zeitung“. (Abg. Kiss: Noch ein Skandal der Freiheitlichen!)
Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren! Welche Wichtigkeit die Bundessportförderungsmittel für den Sport tatsächlich besitzen, kann man aus folgenden Zahlen ermessen: Seit Einführung dieser Mittel im Jahre 1949 kamen dem österreichischen Sport bereits rund 6,3 Milliarden Schilling zugute. (Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Mag. Posch: Zuviel Sport ist nicht gut!
Zweitens: Im Jahre 1997 betrug die Sportförderung 191 Millionen Schilling. 1998 wird sich diese Sportförderung um 2,6 Prozent erhöhen. Somit stehen dem Sport 202 Millionen Schilling zur Verfügung. Das ist eine weitere Erhöhung, meine Damen und Herren – viel zuwenig, aber es ist eine Erhöhung. Nach einer neuerlichen Erhöhung werden es nächstes Jahr 203 Millionen Schilling sein. (Abg. Mag. Posch: Zuviel Sport ist nicht gut!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Viertens: Bei der Sporthilfe betrugen die Einnahmen im Jahre 1996 28 Millionen Schilling, wobei diese finanzielle Basis im Vergleich zum Jahre 1995 um beachtliche 2 Millionen Schilling gesteigert wurde. Diese Zahlen zeigen deutlich, daß die Sporthilfe eine überaus positive Entwicklung aufzuweisen hat. Ich möchte von dieser Stelle aus den Herren Mag. Schwab und Neuper herzlichst danke schön sagen. Denn sie tun wirklich sehr viel für die Sporthilfe, für die Talente und für die Spitzensportler. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Schweitzer: Wenn die Finanzierung stimmt!
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bewerbung um die Fußball-Europameisterschaft im Jahre 2004, wobei gleichzeitig die österreichische Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2006 läuft. Ich glaube, daß unsere Chancen 50 zu 50 stehen, obwohl es sechs Bewerber gibt. Wir haben wirklich gute Chancen, und ich denke, wir sollten gemeinsam das Interesse verfolgen, diese Olympischen Spiele nach Österreich zu bekommen. (Abg. Mag. Schweitzer: Wenn die Finanzierung stimmt!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schweitzer: Ich habe nur gesagt, daß es stimmen muß!
Wenn man keine Ahnung hat, dann sollte man dazu nicht reden. Ich darf dazu folgendes sagen, da ich mich heute ganz genau erkundigt habe: Laut internationalem und nationalem Olympischen Comité sind 4 bis 5 Milliarden Schilling bereits durch die Fernsehrechte abgesichert. Eine Sicherheit der Bundesregierung ist für 3 bis 4 Milliarden Schilling nötig, 48 Millionen Schilling sind es jetzt für die Bewerbung. Wenn von der Bundesregierung 1,5 Millionen beschlossen werden, so ist das wesentlich mehr als für Graz. Denn für Graz war es eine Bewerbung nur für Österreich, jetzt aber zahlen Italien und Slowenien 16 Millionen Schilling dazu. Kollege Schweitzer, da hast du keine Ahnung! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schweitzer: Ich habe nur gesagt, daß es stimmen muß!)
Abg. Mag. Schweitzer: Nicht mehr?
Meine Damen und Herren! Das Projekt der Nachwuchsförderung, welches mit 8 Millionen Schilling veranschlagt gewesen ist, wird in der derzeitigen Form Mitte 1998 auslaufen. In diesem Fall werden die Mittel für die Nachwuchsförderung gebündelt und für die Förderung der gesamtösterreichisch laufenden Projekte im Hinblick auf die Olympischen Sommerspiele 2004 verwendet werde. Für die Frauensportförderung sind ebenfalls insgesamt 3 Millionen Schilling vorgesehen. (Abg. Mag. Schweitzer: Nicht mehr?)
Abg. Mag. Schweitzer: Die Entwicklung nicht, die Finanzierung!
Meine Damen und Herren! Aus meiner Sicht ist aber die Entwicklung des Schulsportes eher negativ zu beurteilen. (Abg. Mag. Schweitzer: Die Entwicklung nicht, die Finanzierung!) Danke schön möchte ich allen Sportsprechern dafür sagen, daß sie sich mit diesem Problem beschäftigen. Im Sportbericht wird zu sehen sein, daß wir bereits einiges erkannt und gemacht haben.
In Richtung des Abg. Dr. Löschnak:
Das Gold des Sportes in Österreich aber sind die ehrenamtlichen Funktionäre. Meine Damen und Herren! Ich habe es schon einmal gesagt: Wenn man die Arbeitsstunde der Funktionäre nur mit 100 S bezahlen müßte, wären insgesamt weit über 40 Milliarden Schilling erforderlich. Das könnten wir uns nicht leisten. (In Richtung des Abg. Dr. Löschnak:) Ich sage danke schön, Herr Bundesminister außer Dienst! Als Präsident der BSO leistest du auf diesem Gebiet mit deinen Freunden sehr viel!
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe, daß wir hier im Parlament auch etwas leisten können, wenn das Gesetz über die Zeltfeste zur Abstimmung kommen wird. Ich hoffe, daß man dann den ehrenamtlichen Funktionären die Arbeit erleichtern wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Ing. Reichhold.
Ich habe jetzt den „Standard“ deshalb erwähnt, weil sie von der Lebensnotwendigkeit gesprochen hat, aber das betrifft auch die „Salzburger Nachrichten“, die eine Lokalradiobeteiligung haben und 10 Millionen Schilling an Presseförderung erhalten. Aber auch die Tageszeitung „Die Presse“ hält Beteiligungen an Regionalradios und erhält 29 Millionen Schilling an Besonderer Presseförderung. – Ich rede jetzt von der Besonderen Presseförderung, nicht von der Allgemeinen Presseförderung. Deshalb ist das sehr bedenklich. Diese Quersubventionen sind jedenfalls zu bedenken. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Ing. Reichhold.) Das betrifft übrigens auch das „Neue Volksblatt“ in Oberösterreich.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich bitte, diesen Antrag zu unterstützen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Wir sind auch noch da!
†Abgeordneter Paul Kiss¦ (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Herr Präsident des Rechnungshofes! Sehr geehrte Damen und werter Herr Volksanwalt! (Abg. Scheibner: Wir sind auch noch da!) Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Vor fünf Jahren – ich blättere in der Zeit etwas zurück – hat Kollegin Stoisits im Zusammenhang mit dem Thema Volksgruppen eine finanzielle Forderung aufgestellt. Aus dem bunten Themenstrauß will ich mir heute die Blume „Volksgruppen“ herausnehmen, obwohl Terezija Stoisits offensichtlich in Eile ist und mir nicht zuhören kann. (Abg. Mag. Stoisits verläßt soeben den Sitzungssaal.) Sie hat im Jahre 1993 gesagt, es sei doch unglaublich, diese Bundesregierung unterstütze die Volksgruppen nicht, nur 30 Millionen Schilling gäbe es für die österreichischen Volksgruppen, es müßten 100 Millionen Schilling sein.
Abg. Mag. Stoisits verläßt soeben den Sitzungssaal.
†Abgeordneter Paul Kiss¦ (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Herr Präsident des Rechnungshofes! Sehr geehrte Damen und werter Herr Volksanwalt! (Abg. Scheibner: Wir sind auch noch da!) Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Vor fünf Jahren – ich blättere in der Zeit etwas zurück – hat Kollegin Stoisits im Zusammenhang mit dem Thema Volksgruppen eine finanzielle Forderung aufgestellt. Aus dem bunten Themenstrauß will ich mir heute die Blume „Volksgruppen“ herausnehmen, obwohl Terezija Stoisits offensichtlich in Eile ist und mir nicht zuhören kann. (Abg. Mag. Stoisits verläßt soeben den Sitzungssaal.) Sie hat im Jahre 1993 gesagt, es sei doch unglaublich, diese Bundesregierung unterstütze die Volksgruppen nicht, nur 30 Millionen Schilling gäbe es für die österreichischen Volksgruppen, es müßten 100 Millionen Schilling sein.
Beifall bei der ÖVP.
Von dieser Forderung hörte ich in der Zwischenzeit nichts mehr. Übrigens, nur am Rande erwähnt: 1999 wird die Dotation für die österreichischen Volksgruppen 52 Millionen Schilling an direkten Förderungen betragen – also ein erklecklicher Betrag, wesentlich mehr, als er 1993 ausgemacht hat. Das zeigt, daß diese Bundesregierung sehr wohl etwas für die Minderheiten in diesem Land tut. Und die ÖVP hat einen maßgeblichen Anteil daran. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Jäger.
Positiv – und das möchte ich ausdrücklich anmerken; das war möglich durch die gemeinsame Anstrengung aller im Land vertretenen Parteien – ist beispielsweise das zweisprachige Gymnasium in Oberwart. Es ist dies ein Quantensprung, vor allem für die Intelligenz unseres Landes, und es zeigt den jungen Menschen – egal, ob sie aus dem Burgenland, aus der benachbarten Steiermark oder mittlerweile teilweise auch aus Ungarn, aus Slowenien oder aus der Slowakei kommen – folgendes: Zwei Sprachen zu beherrschen, ist mehr, als eine Sprache zu beherrschen; drei Sprachen zu beherrschen, ist besser, als zwei Sprachen zu beherrschen. Das ist der richtige Weg! Den wollen wir gehen, denn Sprache ist für uns – auch für die Österreichische Volkspartei – immer der Schlüssel zum Mitmenschen gewesen. Wir sind der Meinung, daß wir damit einen guten Weg gehen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Jäger.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber was wäre Sprache, wenn sie nicht schon zu einem Zeitpunkt, zu dem die Eltern die Kinder ins Leben entlassen, gelehrt würde? Es gibt im Burgenland mittlerweile ein vorbildliches Gesetz, bei dem man sich beispielsweise über Anstellungserfordernisse der Kindergärtnerinnen und Erzieherinnen Gedanken gemacht hat. Unter anderem hat es da auch geheißen, es müsse so sein, daß Kindergärtnerinnen und Erzieherinnen, die das Kostbarste, was unser Land hat, nämlich die Kinder, und zwar schon von deren dritten Lebensjahr an, unterweisen, zumindest in gemischtsprachigen Gemeinden zweisprachig sein müssen. Sie müssen neben dem Deutschen zumindest entweder das Ungarische oder das Kroatische beherrschen. – Ein Vorbild für ganz Österreich ist im Burgenland gelungen. Ich freue mich darüber. Auch dies ist in der Mehrheit von allen Burgenländern gutgeheißen worden, auch von der deutschsprachigen Mehrheit. (Beifall bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall der Abg. Jäger.
In Oberpullendorf, wo ich Bürgermeister war, sprechen etwa 60 Prozent der Menschen deutsch, etwa 30 Prozent zusätzlich auch ungarisch, fast 10 Prozent kroatisch, und außerdem beherrschen etwa 2 Prozent auch noch Romanes. Bei uns in Oberpullendorf haben wir schon im Jahre 1983 einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluß gefaßt, der da lautete: Wir wollen in Oberpullendorf eine Ortstafel haben, auf welcher nicht nur „Oberpullendorf“ draufsteht, sondern auch „Felsöpulya“, nämlich das ungarische Wort für Oberpullendorf. (Demonstrativer Beifall der Abg. Jäger.) Ich danke für den Applaus. – Dieser Beschluß ist vor 15 Jahren gefaßt worden. Wir haben auf rechtlicher Ebene nach wie vor den Status quo.
Beifall bei der ÖVP.
Darum richte ich namens der Österreichischen Volkspartei an Sie den Appell: Es wäre dafür zu sorgen, daß jene Gemeinden, die gemischtsprachig sind, finanziell entlastet würden – aber nicht zu Lasten jener Gemeinden, die nicht gemischtsprachige sind. Es wäre seitens der Bundesregierung für gemischtsprachige Gemeinden eine Dotation vorzusehen, die dem Faktum entspricht, daß Mehrsprachigkeit ein kostbares Gut ist. An den Finanzen sollte es nicht scheitern! (Beifall bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
†Abgeordneter Mag. Karl Schweitzer¦ (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Grabner, ich stelle an den Beginn meiner Ausführungen eine Entschuldigung: Es tut mir leid, daß aufgrund einer Fehlinformation heute behauptet wurde, daß du deine Teilnahme an diversen sportlichen Ereignissen im Ausland nicht selbst finanziert hast. Wie ich weiß, tust du das selbstverständlich, und ich werde das auch allen sagen, die anderer Meinung sind. (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kopf: Aber das ist doch, weil wir zuwenig Geld haben, und nicht, weil wir zuviel Geld haben!
Wenn ich dem gegenüberstelle, wofür Unmengen an Geld vorhanden ist, wofür Geld hinausgeworfen wird, muß ich das schon sagen! Ich möchte die einzelnen Fußballvereine unserer Halbprofiligen gar nicht näher durchleuchten. Jeder weiß, daß hiefür Unsummen unnötigst hinausgeworfen werden, und viele andere Vereinssportarten, die in erster Linie mit Ball betrieben werden, haben ein ähnliches Problem. Noch dazu werden hier Förderungen gegeben, die an überhaupt keine Auflagen gebunden sind, sodaß wir heute Probleme haben, in diverse Nationalmannschaften Schlüsselpositionen mit heimischen Spitzenathleten zu besetzen, weil alle diese Schlüsselpositionen in den Vereinen von Legionären besetzt sind. Das ist doch ein Problem des österreichischen Vereinssports insgesamt. (Abg. Kopf: Aber das ist doch, weil wir zuwenig Geld haben, und nicht, weil wir zuviel Geld haben!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Kopf: Das finde ich auch gut so!
Ich sage Ihnen: Sie und die Politik, die hier von der Mehrheit gemacht wird, haben zu diesen Erfolgen nichts beigetragen. Das sage ich einmal klar und deutlich. Es waren die Lehrer, und es waren die Eltern, die sich darum bemüht haben. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Kopf: Das finde ich auch gut so!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Nach wie vor hat aber offensichtlich niemand ernsthaft begriffen, daß es dieses Reservoir ist, aus dem der österreichische Spitzensport seine Leute schöpft, die dann zum Aushängeschild werden. Dieses Reservoir wird nach wie vor nicht gefördert! Da verläßt man sich auf die Eltern, die permanent mit den Kindern zum Training unterwegs sind, die hin- und retourfahren um Gottes Lohn. Ist in Ordnung! Nur manchmal geht es gar nicht mehr. Da verläßt man sich dann auf die vielgescholtenen Lehrer, die da sehr wohl ihre Freizeit hiefür investieren und nichts dafür verlangen, weil ihnen der Erfolg bereits Lohn genug ist. Aber daß man dann auf Betteltour gehen muß, wenn man Weltmeister hat – auf Betteltour! –, daß die Eltern zum Teil wirklich bis aufs Letzte – es kommen ja nicht alle aus begütertem Haus – finanziell gefordert sind, damit diese Reise zu den Weltmeisterschaften überhaupt finanziert werden kann, damit die überhaupt Schuhe zum Laufen haben, damit sie überhaupt einen Kompaß haben, das ist eine Schande für den österreichischen Sport! Und das wollte ich Ihnen hier und heute sagen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Aumayr: Sie will ja nicht mehr, hat die Frau Ministerin gesagt!
Nun wissen wir alle, daß das Frauenministerium schlecht dotiert ist. (Abg. Aumayr: Sie will ja nicht mehr, hat die Frau Ministerin gesagt!) Von dort können nur Impulse ausgehen, wichtige Initiativen gesetzt werden. Frauenförderung ist eben eine Querschnittmaterie, die letztlich in vielen Ministerien ihren Niederschlag finden muß.
Beifall bei der SPÖ.
Ich appelliere grundsätzlich dafür – auch das ist von meinen Vorrednerinnen angesprochen worden –, daß mehr Männer in Karenz gehen. Das wird aber erst möglich sein, wenn auch die Frauenberufe besser entlohnt werden. Ich appelliere dafür, daß Männer auch ihre Pflichten im Haushalt übernehmen, was aber voraussetzt, daß qualifizierte Teilzeitarbeitsplätze nicht nur für Frauen zur Verfügung gestellt werden, sondern auch für junge Väter. Das halte ich für ganz wesentlich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein weiterer Aspekt für die Frauenbeschäftigung ist allerdings, daß Frauen bei der Berufswahl unter einer größeren Anzahl von Berufen wählen. Immer noch wählen Frauen nur ganz wenige Berufe. Deshalb halte ich diese ansprechende Broschüre vom Frauenministerium „Mädchen können mehr“ (die Rednerin hält eine Broschüre in die Höhe) für sehr positiv. Damit werden Mädchen ermutigt, tatsächlich in neue Berufe zu gehen, neue Berufe zu wählen. Ich meine, wir müßten diesbezüglich noch mehr in der Elternbildung tun, und auch die Schulen und Lehrer müßten noch viel mehr an Aufklärungsarbeit für unsere Mädchen leisten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Frauenministerin beschränkt sich aber nicht nur darauf, im Sozialbereich, der grundsätzlich den Frauen zugeordnet wird, Beschäftigungen zu suchen, sondern sie unterstützt ganz entscheidend Projekte, bei denen es um zukunftsweisende Berufe geht, wie zum Beispiel Telekommunikation, Medien, Zugang zu neuen Technologien. Sie unterstützt Weiterbildungsmöglichkeiten insbesondere für Frauen, und ich meine, daß das ein Weg ist, der von uns allen auch in Zukunft unterstützt werden soll. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Um nicht falsch verstanden zu werden: Wir Freiheitlichen stehen uneingeschränkt zu dieser Olympiabewerbung Kärntens, wir müssen aber die bisherige Vorgangsweise, die unglückselige Vorbereitung, die armselige Beschlußfassung, die nur mit knappsten Mehrheiten auf Kärnten fiel, anprangern. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Müller: Es hat ja nicht einmal der Reichhold mitgestimmt!
Im Grunde ist nur das gewollt worden, was die Kärntner als Basis für ihre Arbeit benötigen. Es verlangt das Internationale Olympische Comité Garantien und Ausfallshaftungen durch die Regierungen. Da, meine Damen und Herren, können wir nicht dritteln, können wir nicht aufteilen: Klagenfurt ist der Bewerber, und Österreich ist aufgefordert, die Garantieerklärungen zu unterschreiben, sonst kann es bis zum September, wo ja die Bewerbung abzugeben ist, zu keinem Zuschlag kommen. Es muß – und das war der Inhalt unseres Antrages – vor dem Sommer eine Entscheidung fallen. Ich kann Sie nicht verstehen, daß Sie sich dem nur deshalb, weil der Antrag von der freiheitlichen Ecke kam, entzogen haben. (Abg. Müller: Es hat ja nicht einmal der Reichhold mitgestimmt!) Wenn Herr Kollege Haider als einer der Freiheitlichen ... (Abg. Müller: Reichhold! Reichhold!) Herr Kollege Reichhold, ich bitte um Entschuldigung. Ich habe Sie mißverstanden. Ich weiß nicht, ob Kollege Reichhold hier war oder nicht, eines weiß ich aber, eines habe ich mitbekommen, nämlich daß die Sportsprecher der Regierungsparteien nicht hier waren. Ich habe sie später ... (Abg. Ing. Reichhold: Der Reichhold ist hier! Der Reichhold war bei einer Sitzung in Kärnten, die sich mit Olympia befaßt hat! – Abg. Müller: Es war ja Parlament!)
Abg. Müller: Reichhold! Reichhold!
Im Grunde ist nur das gewollt worden, was die Kärntner als Basis für ihre Arbeit benötigen. Es verlangt das Internationale Olympische Comité Garantien und Ausfallshaftungen durch die Regierungen. Da, meine Damen und Herren, können wir nicht dritteln, können wir nicht aufteilen: Klagenfurt ist der Bewerber, und Österreich ist aufgefordert, die Garantieerklärungen zu unterschreiben, sonst kann es bis zum September, wo ja die Bewerbung abzugeben ist, zu keinem Zuschlag kommen. Es muß – und das war der Inhalt unseres Antrages – vor dem Sommer eine Entscheidung fallen. Ich kann Sie nicht verstehen, daß Sie sich dem nur deshalb, weil der Antrag von der freiheitlichen Ecke kam, entzogen haben. (Abg. Müller: Es hat ja nicht einmal der Reichhold mitgestimmt!) Wenn Herr Kollege Haider als einer der Freiheitlichen ... (Abg. Müller: Reichhold! Reichhold!) Herr Kollege Reichhold, ich bitte um Entschuldigung. Ich habe Sie mißverstanden. Ich weiß nicht, ob Kollege Reichhold hier war oder nicht, eines weiß ich aber, eines habe ich mitbekommen, nämlich daß die Sportsprecher der Regierungsparteien nicht hier waren. Ich habe sie später ... (Abg. Ing. Reichhold: Der Reichhold ist hier! Der Reichhold war bei einer Sitzung in Kärnten, die sich mit Olympia befaßt hat! – Abg. Müller: Es war ja Parlament!)
Abg. Ing. Reichhold: Der Reichhold ist hier! Der Reichhold war bei einer Sitzung in Kärnten, die sich mit Olympia befaßt hat! – Abg. Müller: Es war ja Parlament!
Im Grunde ist nur das gewollt worden, was die Kärntner als Basis für ihre Arbeit benötigen. Es verlangt das Internationale Olympische Comité Garantien und Ausfallshaftungen durch die Regierungen. Da, meine Damen und Herren, können wir nicht dritteln, können wir nicht aufteilen: Klagenfurt ist der Bewerber, und Österreich ist aufgefordert, die Garantieerklärungen zu unterschreiben, sonst kann es bis zum September, wo ja die Bewerbung abzugeben ist, zu keinem Zuschlag kommen. Es muß – und das war der Inhalt unseres Antrages – vor dem Sommer eine Entscheidung fallen. Ich kann Sie nicht verstehen, daß Sie sich dem nur deshalb, weil der Antrag von der freiheitlichen Ecke kam, entzogen haben. (Abg. Müller: Es hat ja nicht einmal der Reichhold mitgestimmt!) Wenn Herr Kollege Haider als einer der Freiheitlichen ... (Abg. Müller: Reichhold! Reichhold!) Herr Kollege Reichhold, ich bitte um Entschuldigung. Ich habe Sie mißverstanden. Ich weiß nicht, ob Kollege Reichhold hier war oder nicht, eines weiß ich aber, eines habe ich mitbekommen, nämlich daß die Sportsprecher der Regierungsparteien nicht hier waren. Ich habe sie später ... (Abg. Ing. Reichhold: Der Reichhold ist hier! Der Reichhold war bei einer Sitzung in Kärnten, die sich mit Olympia befaßt hat! – Abg. Müller: Es war ja Parlament!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Reichhold – ich gebe das weiter, wenn Sie es nicht verstanden haben, und es paßt durchaus in das Protokoll – war bei einer Sitzung in Kärnten, die sich mit Olympia befaßte. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sei es, wie es sei: Sie können sich in dieser Angelegenheit nicht herausreden! Sie können notfalls – davon wurde bereits gesprochen – heute oder morgen einen gleichlautenden Antrag einbringen. Wenn er von Ihnen kommt, ist ja wohl damit zu rechnen, daß Sie dem zustimmen – egal, woher der eigentliche Impuls kommt. Es ist notwendig, wenn wir wollen, daß der Start von sozusagen Minus eins weg aussichtsreich sein soll, daß eine Garantieerklärung seitens unseres Landes vorliegt. (Abg. Koppler: Reichhold schwänzt die Plenarsitzung!)
Abg. Koppler: Reichhold schwänzt die Plenarsitzung!
Herr Reichhold – ich gebe das weiter, wenn Sie es nicht verstanden haben, und es paßt durchaus in das Protokoll – war bei einer Sitzung in Kärnten, die sich mit Olympia befaßte. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sei es, wie es sei: Sie können sich in dieser Angelegenheit nicht herausreden! Sie können notfalls – davon wurde bereits gesprochen – heute oder morgen einen gleichlautenden Antrag einbringen. Wenn er von Ihnen kommt, ist ja wohl damit zu rechnen, daß Sie dem zustimmen – egal, woher der eigentliche Impuls kommt. Es ist notwendig, wenn wir wollen, daß der Start von sozusagen Minus eins weg aussichtsreich sein soll, daß eine Garantieerklärung seitens unseres Landes vorliegt. (Abg. Koppler: Reichhold schwänzt die Plenarsitzung!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Zur Privatisierung der Bundessportheime. Wenn man sich das Budget anschaut, erkennt man, daß gerade die Ansätze bei den Bundessportheimen deutlich reduziert sind. Daraus ist zu entnehmen, daß diese Privatisierung, von der Ausserwinkler schon vor fünf Jahren sprach und die wir in zwei Regierungserklärungen versprochen bekamen, tatsächlich in irgendeiner Form angegangen werden soll. Ich frage mich nur: Warum nicht mit Beschlüssen hier im Haus? Welche geheimen Pläne liegen hier vor, Herr Staatssekretär? Glauben Sie nicht, daß Sie da die eine oder andere Anregung auch von unserer Seite brauchen könnten? Wenn man Gerüchten glauben darf, die hier herumschwirren, dann haben Sie ja Ausgliederungsvorstellungen, die mit einer Privatisierung eigentlich überhaupt nichts zu tun haben, sondern eine Ausgliederung vorsehen, deren Abgänge schlußendlich wieder beim Steuerzahler landen werden. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, gerade die HSNS ist eine Förderungseinrichtung für den österreichischen Spitzensport, die nicht mehr wegzudenken ist. Für das klare Bekenntnis dazu ist auch unserem Verteidigungsminister recht herzlich zu danken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Das wäre in dieser Breite gar nicht zu finanzieren. Seien es jetzt über den Schulunterricht hinausgehende sportliche Aktivitäten von Schulsportvereinen, oder seien es eben die anderen gemeinnützigen Vereine im Sport: Wenn wir diese Tätigkeiten mit Geld des Steuerzahlers honorieren wollten, würde der gesamte Sport zusammenbrechen, wenn wir das auch nur versuchen wollten. Das wäre nicht machbar! Gott sei Dank gibt es aber sehr viele Ehrenamtliche im Bereich der Lehrer, bei den Eltern, bei den Funktionären, die bereit sind, auch ohne Bezahlung für unsere Kinder, für unsere Jugendlichen, für unsere Sportler tätig zu sein. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dr. Khol: Der Schweitzer ist ja nicht da! Der Schweitzer ist mit den Millionen in der Schweiz!
Kollege Grollitsch und Kollege Schweitzer! Es ist halt schon ein bißchen sehr durchsichtig, so überfallsartig am Ende ... (Abg. Dr. Khol: Der Schweitzer ist ja nicht da! Der Schweitzer ist mit den Millionen in der Schweiz!) Das könnte sein, aber vielleicht kann man ihm meine Ausführungen postlagernd nachschicken.
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Das war ein Intrigantenspiel!
Es ist schon ein bißchen durchsichtig, am Ende einer Tagesordnung, ganz zum Schluß, kurz vor der Abstimmung einen Antrag einzubringen, der natürlich in die richtige Richtung zielt, der, wenn man ihn vom Inhalt her betrachtet, Unterstützung für die Bewerbe in Klagenfurt sein soll. Im Grunde zielt er aber auf nichts anderes ab als darauf, die Regierungsparteien zu überrumpeln, statt es vorher mit uns zu akkordieren, mit uns zu besprechen, um dann, was sicher möglich gewesen wäre, einen gemeinsamen Antrag aller fünf Parteien hier einzubringen, was der Sache am meisten gedient hätte. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Das war ein Intrigantenspiel!) Richtig!
Abg. Ing. Reichhold: Auf die Toilette!
Ich persönlich wollte aber als Sportsprecher – und das gilt auch für meinen Kollegen Grabner, der in seiner Fraktion für das Thema Sport zuständig ist – dann doch nicht die Stimme dagegen erheben, und daher haben wir uns – das sage ich ganz offen – vor der Abstimmung entfernt. (Abg. Ing. Reichhold: Auf die Toilette!) Nicht gemeinsam! (Abg. Dr. Khol: Reichhold, da gehörst du hin!) Wir haben uns von der Abstimmung ferngehalten, weil wir nicht dagegen stimmen wollten. Aber die Absicht dieses Antrages lag so deutlich auf der Hand, daß man ihm in dieser Form die Zustimmung nicht geben konnte.
Abg. Dr. Khol: Reichhold, da gehörst du hin!
Ich persönlich wollte aber als Sportsprecher – und das gilt auch für meinen Kollegen Grabner, der in seiner Fraktion für das Thema Sport zuständig ist – dann doch nicht die Stimme dagegen erheben, und daher haben wir uns – das sage ich ganz offen – vor der Abstimmung entfernt. (Abg. Ing. Reichhold: Auf die Toilette!) Nicht gemeinsam! (Abg. Dr. Khol: Reichhold, da gehörst du hin!) Wir haben uns von der Abstimmung ferngehalten, weil wir nicht dagegen stimmen wollten. Aber die Absicht dieses Antrages lag so deutlich auf der Hand, daß man ihm in dieser Form die Zustimmung nicht geben konnte.
Abg. Jung: Das ist durchsichtig!
Es wird aber heute noch einen solchen Antrag zur Unterstützung (Abg. Jung: Das ist durchsichtig!) dieser Sache geben, und zwar im positiven Sinn. Sie können ja dann beweisen, ob Ihnen an der Sache gelegen ist – oder ob es Ihnen gestern im letzten Moment wirklich nur darum gegangen ist, den Versuch zu unternehmen, die Regierungsparteien bloßzustellen. Dieser Versuch ist Ihnen sicherlich mißlungen, und niemand in Kärnten wird Ihnen dieses durchsichtige Manöver abnehmen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Es wird aber heute noch einen solchen Antrag zur Unterstützung (Abg. Jung: Das ist durchsichtig!) dieser Sache geben, und zwar im positiven Sinn. Sie können ja dann beweisen, ob Ihnen an der Sache gelegen ist – oder ob es Ihnen gestern im letzten Moment wirklich nur darum gegangen ist, den Versuch zu unternehmen, die Regierungsparteien bloßzustellen. Dieser Versuch ist Ihnen sicherlich mißlungen, und niemand in Kärnten wird Ihnen dieses durchsichtige Manöver abnehmen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich muß dem Abgeordneten Kopf recht geben, wenn er sagt, daß der außerschulische Bereich, der in Vereinen organisiert ist, nicht durch den Staat finanzierbar wäre. Auch wenn wir sämtliche Vereine, die sich außerschulisch organisieren und an Wettkämpfen teilnehmen, finanzieren wollten: Wir könnten es nicht! Da ist die Leistungsbereitschaft der Eltern, da ist die Leistungsbereitschaft der freiwilligen Funktionäre ein ganz wesentlicher Bestandteil dieser Aktivitäten, und man sollte diese Gelegenheit auch dazu nützen, sich bei den Funktionären zu bedanken, die sich in den Dienst dieser Sache stellen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir sind in Verhandlungen mit der BSO, ob nicht der Sport an sich diese Heime übernehmen soll. Das wäre eine Lösung, die sicherlich sinnvoll wäre. Dann wäre nämlich gewährleistet, daß diese Heime auch dem Sport bleiben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP
Die Frage der Dachverbände ist sozusagen ein Dauerbrenner. Ich möchte nur darauf verweisen, daß dort 250 000 ehrenamtliche Funktionäre organisiert sind. Das bedeutet, daß der Sport nicht lebensfähig wäre ohne diesen Beitrag, der freiwillig in den Sport eingebracht wird. Diese Leute müssen organisiert werden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP).
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Darüber hinaus wird man natürlich auch grenzüberschreitenden Maßnahmen, die zu treffen sind, einkalkulieren müssen, und die Gesamtkosten wären dann natürlich von drei Ländern zu tragen – und nicht von einem. Sobald konkrete Zahlen vorliegen, werden wir auch einen entsprechenden Beschluß in den diesbezüglichen Gremien herbeiführen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP
Das heißt: Ein klares Ja zur Bewerbung Kärntens für die Olympischen Winterspiele 2006 (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP), aber in einer bei uns in Österreich üblichen Form. Ich meine, daß wir da von der gewohnten Praxis der Aufteilung zwischen den Gebietskörperschaften nicht abgehen, sondern diese Vorgangsweise weiter beibehalten sollten.
demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Khol
Im übrigen ist es nicht das erste Mal, daß wir uns für eine derartige Großveranstaltung bewerben. Wir haben mit Tirol eine hervorragende Vereinbarung für das Jahr 2001 (demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Khol) bezüglich der Alpinen Schiweltmeisterschaft getroffen. (Abg. Dr. Khol: Ich bin ein Tiroler! – Abg. Tichy-Schreder: In St. Anton!) Wir sind auch mit dem ÖFB übereingekommen, die Bewerbung um die Fußball-Europameisterschaft 2004 zu unterstützen, und wir werden auch mit den Verantwortlichen in Kärnten eine Vereinbarung treffen, daß sich der Bund an der Bewerbung für die Olympischen Spiele 2006 beteiligen wird.
Abg. Dr. Khol: Ich bin ein Tiroler! – Abg. Tichy-Schreder: In St. Anton!
Im übrigen ist es nicht das erste Mal, daß wir uns für eine derartige Großveranstaltung bewerben. Wir haben mit Tirol eine hervorragende Vereinbarung für das Jahr 2001 (demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Khol) bezüglich der Alpinen Schiweltmeisterschaft getroffen. (Abg. Dr. Khol: Ich bin ein Tiroler! – Abg. Tichy-Schreder: In St. Anton!) Wir sind auch mit dem ÖFB übereingekommen, die Bewerbung um die Fußball-Europameisterschaft 2004 zu unterstützen, und wir werden auch mit den Verantwortlichen in Kärnten eine Vereinbarung treffen, daß sich der Bund an der Bewerbung für die Olympischen Spiele 2006 beteiligen wird.
Beifall bei der SPÖ.
Im wesentlichen kann man sagen, daß die Aufwendungen, die Österreich in der „Gruppe Sport“ im Bundeskanzleramt betreibt, international gesehen sehr beachtlich sind. Ich weiß natürlich, daß es für die Sportinteressierten und für die im Sport tätigen Funktionäre nie genug Geld sein kann. Wir werden uns natürlich auch bemühen, in den nächsten Jahren eine Ausdehnung dieses Budgets herbeizuführen. Aber ich bin der Ansicht, daß wir die Grundbedürfnisse und Rahmenbedingungen mit diesen Beträgen, die im Budget 1999 verankert sind, sehr wohl erfüllen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Staatssekretär: Da ist Gefahr in Verzug! Da geht es wirklich um die Ausbildung, um das Fortkommen, auch um das wirtschaftliche Fortkommen junger Menschen. Bitte werden Sie auf diesem Gebiet tätig! Sorgen Sie dafür, daß es nicht aufgrund von Einsparungsmaßnahmen zu solchen Blockaden kommt! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Im übrigen muß ich sagen: Es fällt mir heute sehr schwer, zur Tagesordnung überzugehen, nämlich an einem Tag, an dem ein Abgeordneter dieses Hauses zum Klubobmann der Freiheitlichen Partei taxfrei sagen kann, er sei ein „größenwahnsinniger Diktator“ – und das, Herr Präsident, ohne jegliche Konsequenz, ohne einen Ordnungsruf! (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Herr Kollege Großruck! Wir könnten Sie einmal fragen, warum Sie nicht mehr in der Schule sind. Wir könnten auch einmal eine andere Sache besprechen in diesem Hause. (Zwischenruf der Abg. Dr. Karlsson.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Karlsson.
Im übrigen muß ich sagen: Es fällt mir heute sehr schwer, zur Tagesordnung überzugehen, nämlich an einem Tag, an dem ein Abgeordneter dieses Hauses zum Klubobmann der Freiheitlichen Partei taxfrei sagen kann, er sei ein „größenwahnsinniger Diktator“ – und das, Herr Präsident, ohne jegliche Konsequenz, ohne einen Ordnungsruf! (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Herr Kollege Großruck! Wir könnten Sie einmal fragen, warum Sie nicht mehr in der Schule sind. Wir könnten auch einmal eine andere Sache besprechen in diesem Hause. (Zwischenruf der Abg. Dr. Karlsson.)
Zwischenruf der Abg. Fuchs
An einem Tag, an dem ein Abgeordneter, nämlich Herr Abgeordneter Kräuter, sagt, Klubobmann Dr. Jörg Haider (Zwischenruf der Abg. Fuchs) sei ein „größenwahnsinniger Diktator“, und Herr Präsident Fischer nicht in der Lage oder willens ist, einen Ruf zur Ordnung vorzunehmen, muß ich sagen: Das ist wirklich ein Skandal! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
An einem Tag, an dem ein Abgeordneter, nämlich Herr Abgeordneter Kräuter, sagt, Klubobmann Dr. Jörg Haider (Zwischenruf der Abg. Fuchs) sei ein „größenwahnsinniger Diktator“, und Herr Präsident Fischer nicht in der Lage oder willens ist, einen Ruf zur Ordnung vorzunehmen, muß ich sagen: Das ist wirklich ein Skandal! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Oder: Die Klubobfrau der Grünen sagte in Richtung der Freiheitlichen: Hier sitzen die „geistigen Paten“ der Verbrecher, der Gauner und der Kriminellen. – Und das ohne jegliche Konsequenz und ohne Ordnungsruf! An so einem Tag fällt es wirklich schwer, zur Sache zu sprechen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Aumayr: Das hat sie nicht gesagt! Ich weiß es, ich war die ganze Zeit anwesend!
†Abgeordneter Mag. Johann Maier¦ (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Kollegin Aumayr, ich verstehe Ihre Aufregung nicht. Ich erinnere an die gestrige Diskussion, an die Aussagen der Kollegin Partik-Pablé, die unsere Fraktion einfach als eine solche qualifiziert hat, daß die Hälfte der sozialistischen Fraktion vor dem Strafrichter stehe. (Abg. Aumayr: Das hat sie nicht gesagt! Ich weiß es, ich war die ganze Zeit anwesend!) Kollegin Aumayr! Erinnern Sie sich bitte, was gestern hier in diesem Hause passiert ist! Ich verstehe das nicht.
Abg. Dr. Khol: Warum redest du so lang?
Ich darf weiters die Fernabsatzrichtlinie ganz kurz erwähnen oder auch die Gewährleistungsrichtlinie, über die wir im Nationalrat in nächster Zeit zu beraten haben werden. Das stellt eine Herausforderung für die nationale Verbraucherpolitik dar. Es geht darum, daß wir den uns zustehenden Handlungsspielraum, den uns die jeweilige Richtlinie gibt, entsprechend ausnützen. (Abg. Dr. Khol: Warum redest du so lang?)
Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Das brauchen wir „sicher“!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Denken wir darüber nach, wie wir es schaffen könnten, ein eigenes Verbraucherschutzministerium mit zusätzlichen Kompetenzen in Österreich zum Schutze der Verbraucher vor Gesundheits- und Vermögensschäden zu schaffen! (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Das brauchen wir „sicher“!) Konsumentenschutz soll nicht fremdbestimmt sein, sondern in einem einzigen Ministerium angesiedelt sein, und zwar im Bundesministerium der Frau Bundesministerin Barbara Prammer. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Da brauchen wir zwei Ministerien!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Da brauchen wir zwei Ministerien!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Denken wir darüber nach, wie wir es schaffen könnten, ein eigenes Verbraucherschutzministerium mit zusätzlichen Kompetenzen in Österreich zum Schutze der Verbraucher vor Gesundheits- und Vermögensschäden zu schaffen! (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Das brauchen wir „sicher“!) Konsumentenschutz soll nicht fremdbestimmt sein, sondern in einem einzigen Ministerium angesiedelt sein, und zwar im Bundesministerium der Frau Bundesministerin Barbara Prammer. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Da brauchen wir zwei Ministerien!)
Abg. Madl: Das war Betroffenheit!
Liebe Frau Kollegin Aumayr! Ich verstehe Ihre Traurigkeit, die Sie hier transportieren. (Abg. Madl: Das war Betroffenheit!) – Sie ist gar nicht da. – Nur folgendes bitte: Wenn Sie sich hier über Sprache und Sprachkultur beschweren, so darf ich Ihnen schon sagen, daß gerade Sie und die Repräsentanten Ihrer Partei ganz entscheidend und negativ zur Veränderung der Sprachkultur hier beigetragen haben. Das behalten Sie also bitte besser bei sich! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Liebe Frau Kollegin Aumayr! Ich verstehe Ihre Traurigkeit, die Sie hier transportieren. (Abg. Madl: Das war Betroffenheit!) – Sie ist gar nicht da. – Nur folgendes bitte: Wenn Sie sich hier über Sprache und Sprachkultur beschweren, so darf ich Ihnen schon sagen, daß gerade Sie und die Repräsentanten Ihrer Partei ganz entscheidend und negativ zur Veränderung der Sprachkultur hier beigetragen haben. Das behalten Sie also bitte besser bei sich! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Dieser Haushaltsvoranschlag 1999 ist international herzeigbar, ebenso die Tatsache, daß wir bereits im Mai 1998 diese Beratung und Beschlußfassung über das Budget durchführen. Österreich kann sich im europäischen Vergleich mit seiner Politik sehen lassen! Wir haben die Verpflichtung, diesen guten und vernünftigen Kurs zum Wohle der Bürger, vor allem aber zum Wohle unserer Jugend fortzusetzen. Und das werden wir auch tun! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Gerade durch den Konsultationsmechanismus und den umzusetzenden Stabilitätspakt mit der Verpflichtung aller Gebietskörperschaften, an einer maßvollen Budgetpolitik mitzuwirken beziehungsweise diese mitzugestalten, wird die Beibehaltung unserer Budgetpolitik garantiert und nachhaltig abgesichert. Trotz dieser zielorientierten und auf Konsolidierung ausgerichteten Budgetpolitik gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die neue Staatsausgaben verursachen; so zum Beispiel das Familienpaket, von dem ich meine, daß es ein beachtlicher Schritt in eine zukunftsorientierte Richtung ist. Ich bin der Ansicht, daß die Familien in unserem Land wirklich volle Unterstützung und Anerkennung von uns allen brauchen, ja oft dringend notwendig haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Khol: Ich komme zum Schluß! – Heiterkeit bei der ÖVP.
Ich möchte jetzt noch zu den heute in Beratung stehenden Kapiteln einige Anmerkungen machen. (Abg. Dr. Khol: Ich komme zum Schluß! – Heiterkeit bei der ÖVP.) Man muß auch in Zeiten allgemeiner Haushaltsdisziplin die öffentliche Verwaltung bei der Erfüllung ihrer Aufgaben im Interesse aller Bürger weiterentwickeln und an die Verhältnisse neuer Erfordernisse anpassen. Durch das Setzen von Prioritäten in der Verwaltung muß es uns gelingen, diese neuen Herausforderungen zu bewältigen. Kritisch sei angemerkt, daß die Zahl der Beschwerden im Verwaltungs- und Verfassungsgerichtshof nicht abnimmt. Ganz im Gegenteil! Die Zahl der Rückstände ist groß, und die Dauer der Erledigung der Beschwerden dieser Art ist für die Rechtsuchenden nicht länger zumutbar. (Demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Khol.) Wir hoffen aber auf Abhilfe, vor allem im Verwaltungsgerichtshof, durch den neu geschaffenen, unabhängigen Bundesasylsenat im Bereich des Asyl- und Fremdenrechtes.
Demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Khol.
Ich möchte jetzt noch zu den heute in Beratung stehenden Kapiteln einige Anmerkungen machen. (Abg. Dr. Khol: Ich komme zum Schluß! – Heiterkeit bei der ÖVP.) Man muß auch in Zeiten allgemeiner Haushaltsdisziplin die öffentliche Verwaltung bei der Erfüllung ihrer Aufgaben im Interesse aller Bürger weiterentwickeln und an die Verhältnisse neuer Erfordernisse anpassen. Durch das Setzen von Prioritäten in der Verwaltung muß es uns gelingen, diese neuen Herausforderungen zu bewältigen. Kritisch sei angemerkt, daß die Zahl der Beschwerden im Verwaltungs- und Verfassungsgerichtshof nicht abnimmt. Ganz im Gegenteil! Die Zahl der Rückstände ist groß, und die Dauer der Erledigung der Beschwerden dieser Art ist für die Rechtsuchenden nicht länger zumutbar. (Demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Khol.) Wir hoffen aber auf Abhilfe, vor allem im Verwaltungsgerichtshof, durch den neu geschaffenen, unabhängigen Bundesasylsenat im Bereich des Asyl- und Fremdenrechtes.
Abg. Dr. Khol: Leider aber erfolglos!
Wir haben alle große Erwartungen in die vieldiskutierte Bundesstaatsreform, von der ich hoffe, daß sich auch unser Koalitionspartner mit der entsprechenden Offenheit einbringen wird. Wir haben bereits im Jahre 1992 die Grundsätze paktiert. Unser Klubobmann Khol ist hier engagiert tätig. (Abg. Dr. Khol: Leider aber erfolglos!) Ich hoffe, daß wir demnächst Erfolg haben und zu einer neuen Richtung kommen werden, weil ich meine, daß dies für uns ganz entscheidend ist und wir an diesen Aufgaben nicht vorbei können. Im Laufe der Zeit haben sich so viele Dinge geändert, daß wir dringend eine neue Verteilung der Aufgaben innerhalb der Gebietskörperschaften brauchen, um dem Bürger einen leichteren Zugang zum Recht zu ermöglichen.
Beifall bei der ÖVP.
Jedenfalls werden wir von der ÖVP in dieser Richtung engagiert weiterarbeiten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Khol: Koppler, nimm dich zusammen!
†Präsident Dr. Heinrich Neisser¦: Zu Wort gelangt nun Herr Abgeordneter Koppler. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Khol: Koppler, nimm dich zusammen!)
Abg. Madl: Na!
†Abgeordneter Erhard Koppler¦ (SPÖ): Meine Herren und Damen von der Volksanwaltschaft! Herr Präsident des Rechnungshofes! Frau Bundesministerin! Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Frau Abgeordnete Aumayr hat mit weinerlicher Stimme (Abg. Madl: Na!) die Form, in der wir über ihren Parteiobmann Dr. Jörg Haider gesprochen haben, kritisiert. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Madl.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Madl.
†Abgeordneter Erhard Koppler¦ (SPÖ): Meine Herren und Damen von der Volksanwaltschaft! Herr Präsident des Rechnungshofes! Frau Bundesministerin! Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Frau Abgeordnete Aumayr hat mit weinerlicher Stimme (Abg. Madl: Na!) die Form, in der wir über ihren Parteiobmann Dr. Jörg Haider gesprochen haben, kritisiert. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Madl.)
Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Viele VOESTler bangen um ihren Arbeitsplatz!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wenn man laufend beleidigt und diffamiert, dann darf man sich nicht wundern, wenn solche Reaktionen kommen. (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Viele VOESTler bangen um ihren Arbeitsplatz!)
Abg. Schwarzenberger: Das war gestern!
Ich zitiere aus den „Oberösterreichischen Nachrichten“ vom 13. Mai 1998, also von vor zwei Tagen (Abg. Schwarzenberger: Das war gestern!):
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Madl.
„In keiner anderen Partei ist die Liste der ehemaligen General-, Zentral- oder sonstigen Sekretäre so lang wie bei der FP. Durch keine andere Partei wurden die politischen Sitten so verroht wie durch die FP. Keine andere Partei hat die demokratischen Mittel so leichtfertig und so oft mißbraucht wie die FP unter Haider. Keine andere politische Gruppe hat die Gesellschaft mehr polarisiert und gespalten als Haiders Bewegung.“ – Das hat kein Abgeordneter gesagt, sondern das war ein Zitat aus den „Oberösterreichischen Nachrichten“ vom 13. Mai 1998! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Madl.)
Abg. Madl: Das ist jetzt weinerlich!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich hätte in meinem Debattenbeitrag gerne zum Rechnungshof Stellung genommen, möchte aber nun meine Enttäuschung hinsichtlich der Organisation des heutigen Tages zum Ausdruck bringen. (Abg. Madl: Das ist jetzt weinerlich!)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Schöggl
Es ist unerträglich, daß es organisatorisch nicht möglich ist, so wichtige Themen wie etwa Frauenangelegenheiten, Sport, Rechnungshof (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Schöggl) oder die Volksanwaltschaft blockweise zu behandeln. Die Mitglieder der Volksanwaltschaft sitzen hier im Saal, obwohl fünf bis sechs Stunden überhaupt kein Wort über die Volksanwaltschaft oder den Rechnungshof gesprochen wird. (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Das ist ja interessant!)
Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Das ist ja interessant!
Es ist unerträglich, daß es organisatorisch nicht möglich ist, so wichtige Themen wie etwa Frauenangelegenheiten, Sport, Rechnungshof (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Schöggl) oder die Volksanwaltschaft blockweise zu behandeln. Die Mitglieder der Volksanwaltschaft sitzen hier im Saal, obwohl fünf bis sechs Stunden überhaupt kein Wort über die Volksanwaltschaft oder den Rechnungshof gesprochen wird. (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Das ist ja interessant!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Das war eine „staatstragende“ Rede! – Abg. Gaugg: Warum sagst du das nicht deinem Präsidenten?
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich werde daher aus Protest abschließend keine Stellungnahme mehr abgeben, sondern nur den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Rechnungshofes und der Volksanwaltschaft für ihre Arbeit herzlich danken und ein herzliches Glückauf wünschen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Das war eine „staatstragende“ Rede! – Abg. Gaugg: Warum sagst du das nicht deinem Präsidenten?)
Abg. Madl: Trotzdem stimmen Sie nicht zu!
Herr Kollege Reichhold! Für den Österreichischen Bauernbund und die Österreichische Volkspartei bleiben Werk und Vermächtnis des Bauernbefreiers Hans Kudlich unvergessen und ein Auftrag für die Zukunft. (Abg. Madl: Trotzdem stimmen Sie nicht zu!) Frau Kollegin! Hören Sie zu, Sie werden mich dann vielleicht verstehen! (Abg. Madl: Kaum!)
Abg. Madl: Kaum!
Herr Kollege Reichhold! Für den Österreichischen Bauernbund und die Österreichische Volkspartei bleiben Werk und Vermächtnis des Bauernbefreiers Hans Kudlich unvergessen und ein Auftrag für die Zukunft. (Abg. Madl: Trotzdem stimmen Sie nicht zu!) Frau Kollegin! Hören Sie zu, Sie werden mich dann vielleicht verstehen! (Abg. Madl: Kaum!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Khol: Es hat auch der ÖVP-Klub gezahlt!
Im Zuge dieser Sanierungsmaßnahmen wurde weiters vereinbart, daß die Hans-Kudlich-Warte in Lobenstein durch die Bundesrepublik Deutschland mit einem Kostenaufwand von rund 2 Millionen Schilling instand gesetzt wird. Es gibt derzeit keine Veranlassung, von dieser Vereinbarung abzurücken. Wir Österreicher – der Österreichische Bauernbund, aber auch die Bundesländer – haben unseren Beitrag bereits eingebracht. Aus diesem Grund sehen wir keine Veranlassung, Ihrem Antrag zuzustimmen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Khol: Es hat auch der ÖVP-Klub gezahlt!)
Abg. Dr. Khol: Aus den Beiträgen! – Abg. Tichy-Schreder: Aus den Spenden der Abgeordneten!
Ich höre soeben mit Freude, daß sich an dieser Maßnahme auch der Nationalratsklub der Österreichischen Volkspartei beteiligt hat. (Abg. Dr. Khol: Aus den Beiträgen! – Abg. Tichy-Schreder: Aus den Spenden der Abgeordneten!) Ich möchte noch hinzufügen, daß auch das Ökosoziale Forum zur Erinnerung an diesen großen Österreicher jährlich einen Hans-Kudlich-Preis für besondere Leistungen zur Erhaltung der Landwirtschaft in unserer Republik verleiht. Auch das ist lobenswert! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich höre soeben mit Freude, daß sich an dieser Maßnahme auch der Nationalratsklub der Österreichischen Volkspartei beteiligt hat. (Abg. Dr. Khol: Aus den Beiträgen! – Abg. Tichy-Schreder: Aus den Spenden der Abgeordneten!) Ich möchte noch hinzufügen, daß auch das Ökosoziale Forum zur Erinnerung an diesen großen Österreicher jährlich einen Hans-Kudlich-Preis für besondere Leistungen zur Erhaltung der Landwirtschaft in unserer Republik verleiht. Auch das ist lobenswert! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Khol: Du bist ja ein Revoluzzer!
Was die Struktur der heutigen Debatte anlangt, möchte ich an die Präsidiale appellieren, zu überlegen, ob die Diskussion möglicherweise nicht doch blockweise geführt werden könnte, sodaß der Antwort auf eine Frage bezüglich der Theater nicht ein Beitrag zum Sport oder ein Beitrag zum Rechnungshof nicht auf einen anderen Beitrag folgt, mit dem kein inhaltlicher Zusammenhang besteht. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Khol: Du bist ja ein Revoluzzer!) Das nehme ich gerne in Kauf, Herr Klubobmann.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Khol – in Richtung des Abg. Mag. Posch –: Nix mitklatschen?!
Ich möchte nun zwei Kapitel aus dem Bereich oberste Organe ansprechen. Das erste ist der Rechnungshof. – Österreich gibt für seine Kontrolle rund 0,4 Promille – sie hören richtig: 0,4 Promille! – des Budgets aus. Das ist sehr, sehr wenig, wenn man bedenkt, was man dafür als Gegenleistung erhält: eine kompetente, effiziente und anerkannte Kontrolle auf allen Ebenen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Khol – in Richtung des Abg. Mag. Posch –: Nix mitklatschen?!)
Zwischenruf des Abg. Müller.
Daher werde ich auch einen Wunsch des Rechnungshofes und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Saal artikulieren. (Zwischenruf des Abg. Müller.) Die Personalvertretung bemüht sich bereits seit Jahrzehnten um ein eigenes Gehaltsschema für den Rechnungshof. Die Volkspartei unterstützt dieses Begehren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher werde ich auch einen Wunsch des Rechnungshofes und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Saal artikulieren. (Zwischenruf des Abg. Müller.) Die Personalvertretung bemüht sich bereits seit Jahrzehnten um ein eigenes Gehaltsschema für den Rechnungshof. Die Volkspartei unterstützt dieses Begehren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir unterstützen es aus zwei Gründen: erstens, um Zusagen, die bereits Jahrzehnte alt sind, einzuhalten, und zweitens, weil wir, da wir bei der Arbeit des Rechnungshofes den höchsten Qualitätsanspruch erheben, dort höchstqualifizierte Leute brauchen, diese jedoch nicht nur im Rechnungshof, sondern überall in der Wirtschaft begehrt sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben es aber – um unser Verhalten zu präzisieren – abgelehnt, daß der Rechnungshofunterausschuß eine Plattform für Gegner und Befürworter der „Ennsnahen Trasse“ wird, da wir keine Verlängerung oder Neuauflage eines Konfliktes, sondern nur prüfen wollen. Für uns ist das Wichtigste, einen Ausweg aus der dortigen Krise zu finden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir wollen nicht zuschauen, wie Tausende und Abertausende Menschen in diesem Raum weiterhin auf eine Lösung der Verkehrsfragen warten müssen. Der Ausschuß wird umsonst sein, wenn es uns nicht gelingt, den Stainachern, den Wötschachern und den Liezenern eine taugliche und tragbare Lösung zu bieten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zu einem anderen Thema, den österreichischen Minderheiten, erlauben Sie mir folgende Feststellung: Das Ziel der Minderheitenpolitik der Österreichischen Volkspartei läßt sich sehr einfach formulieren: zum ersten die Erhaltung der ethnischen und kulturellen Vielfalt unseres Landes und zum zweiten eine friedliche Entwicklung an den Nahtstellen unseres Kontinents. – Denn in Minderheitengebieten stimmen Staats- und Volkstumsgrenzen nicht überein, und ohne Lösung der Minderheitenfrage gibt es keinen dauerhaften Frieden. Beispiele wie Nordirland oder das Baskenland zeigen, daß überall dort, wo es in Europa heute noch Krieg gibt, Konflikte oftmals auf ungelöste Minderheitenfragen zurückzuführen sind. Das soeben Gesagte gilt natürlich auch für die deutschsprachige Minderheit in Slowenien – ich möchte das ausdrücklich betonen! Wir sind Herrn Dr. Stefan Karner für seine grundlegenden Arbeiten sehr dankbar. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Khol: Sehr richtig!
Mit Ende des Jahres 1997 gingen die Funktionsperioden der Volksgruppenbeiräte zu Ende. Es gibt nun relativ große Probleme bei der Neubestellung. Bisher wurden die Mitglieder der Beiräte durch Vereine und Organisationen beschickt. Dort gibt es jedoch aus personellen oder historischen Gründen oft unüberbrückbare Gegensätze. Deshalb schlagen wir von der Volkspartei eine Demokratisierung des Bestellungsmodus für die Volksgruppenbeiräte vor. (Abg. Dr. Khol: Sehr richtig!)
Abg. Dr. Khol: Posch! Hör zu!
Es ist höchste Zeit, eine andere Basis dafür zu finden, da wir in Zukunft mitunter gar nicht mehr in der Lage sein werden, Volksgruppenbeiräte einvernehmlich zu besetzen. (Abg. Dr. Khol: Posch! Hör zu!) In diesem Punkt deckt sich meine Auffassung mit der heute in diesem Haus bereits geäußerten Meinung des Abgeordneten Ofner. Wir müssen an den Bundeskanzler appellieren, in diesem Bereich neue Wege zu gehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist höchste Zeit, eine andere Basis dafür zu finden, da wir in Zukunft mitunter gar nicht mehr in der Lage sein werden, Volksgruppenbeiräte einvernehmlich zu besetzen. (Abg. Dr. Khol: Posch! Hör zu!) In diesem Punkt deckt sich meine Auffassung mit der heute in diesem Haus bereits geäußerten Meinung des Abgeordneten Ofner. Wir müssen an den Bundeskanzler appellieren, in diesem Bereich neue Wege zu gehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Minderheiten müssen zufrieden sein. Zufriedene Minderheiten sind der beste Garant für eine gedeihliche Entwicklung der Republik Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Apfelbeck begibt sich Richtung Präsidium.
†Präsident Dr. Heinrich Neisser¦: Zum zweiten Mal zu Wort gemeldet ... (Abg. Apfelbeck begibt sich Richtung Präsidium.) Frau Abgeordnete, was ist jetzt? (Abg. Apfelbeck: Eine Erwiderung darauf!) Was heißt denn das?
Abg. Apfelbeck: Eine Erwiderung darauf!
†Präsident Dr. Heinrich Neisser¦: Zum zweiten Mal zu Wort gemeldet ... (Abg. Apfelbeck begibt sich Richtung Präsidium.) Frau Abgeordnete, was ist jetzt? (Abg. Apfelbeck: Eine Erwiderung darauf!) Was heißt denn das?
Abg. Wurmitzer: War das falsch, was ich gesagt habe?
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Es ist grundsätzlich jede Initiative zu befürworten, ... (Abg. Wurmitzer: War das falsch, was ich gesagt habe?) Nein! Es ist jede Initiative zu befürworten, die das Angedenken an den Bauernbefreier Hans Kudlich unterstützt. Auch wir haben zu den von Ihnen erwähnten Maßnahmen einen Beitrag geleistet.
Abg. Schwarzenberger: Aber als Museum der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt ist!
Ich gebe jedoch zu bedenken, daß diese Sanierungsmaßnahme ein Haus betrifft, daß weder im Eigentum der öffentlichen Hand noch im Besitz der Familie Kudlich, sondern im Privatbesitz ist. (Abg. Schwarzenberger: Aber als Museum der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt ist!) Ja! Die Sanierungsmaßnahmen dieses Hauses sind aber letztlich und langfristig zum Nutzen des privaten Besitzers. (Abg. Schwarzenberger: Verträge über 30 Jahre!) Kollege Schwarzenberger! Ich habe mich sehr genau darüber erkundigt. (Abg. Dr. Khol: Aber verstanden hast du es nicht!)
Abg. Schwarzenberger: Verträge über 30 Jahre!
Ich gebe jedoch zu bedenken, daß diese Sanierungsmaßnahme ein Haus betrifft, daß weder im Eigentum der öffentlichen Hand noch im Besitz der Familie Kudlich, sondern im Privatbesitz ist. (Abg. Schwarzenberger: Aber als Museum der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt ist!) Ja! Die Sanierungsmaßnahmen dieses Hauses sind aber letztlich und langfristig zum Nutzen des privaten Besitzers. (Abg. Schwarzenberger: Verträge über 30 Jahre!) Kollege Schwarzenberger! Ich habe mich sehr genau darüber erkundigt. (Abg. Dr. Khol: Aber verstanden hast du es nicht!)
Abg. Dr. Khol: Aber verstanden hast du es nicht!
Ich gebe jedoch zu bedenken, daß diese Sanierungsmaßnahme ein Haus betrifft, daß weder im Eigentum der öffentlichen Hand noch im Besitz der Familie Kudlich, sondern im Privatbesitz ist. (Abg. Schwarzenberger: Aber als Museum der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt ist!) Ja! Die Sanierungsmaßnahmen dieses Hauses sind aber letztlich und langfristig zum Nutzen des privaten Besitzers. (Abg. Schwarzenberger: Verträge über 30 Jahre!) Kollege Schwarzenberger! Ich habe mich sehr genau darüber erkundigt. (Abg. Dr. Khol: Aber verstanden hast du es nicht!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich halte es einfach für die Pflicht Österreichs, sowohl der Republik als auch jener Institutionen, die sich auf Hans Kudlich berufen, diesen berühmten und bedeutenden Mann immer loben und das auf ihre Fahnen heften, zur Sanierung der Kudlich-Warte einen Beitrag zu leisten, da ich glaube, daß er eine historische Leistung vollbracht hat, die in der Geschichte ihresgleichen sucht. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Denn Hans Kudlich hat 14 Millionen Bauern von der Sklaverei befreit! Deshalb fordere ich Sie auf – und ich appelliere auch an Sie, Herr Kollege Wurmitzer –, diesem Antrag zuzustimmen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Fuhrmann: ÖVP!
†Abgeordnete Ute Apfelbeck¦ (Freiheitliche): Herr Präsident! Ich berichtige Herrn Abgeordneten Wurmitzer von der großen Koalition tatsächlich. (Abg. Dr. Fuhrmann: ÖVP!) Herr Abgeordneter Wurmitzer hat behauptet, die ÖVP hätte im Unterausschuß des Rechnungshofes keine Vorladung von Regierungsmitgliedern abgelehnt. (Abg. Wurmitzer: Zuständige!)
Abg. Wurmitzer: Zuständige!
†Abgeordnete Ute Apfelbeck¦ (Freiheitliche): Herr Präsident! Ich berichtige Herrn Abgeordneten Wurmitzer von der großen Koalition tatsächlich. (Abg. Dr. Fuhrmann: ÖVP!) Herr Abgeordneter Wurmitzer hat behauptet, die ÖVP hätte im Unterausschuß des Rechnungshofes keine Vorladung von Regierungsmitgliedern abgelehnt. (Abg. Wurmitzer: Zuständige!)
Abg. Brix: Das haben Sie heute schon einmal erklärt!
Herr Abgeordneter Wurmitzer! (Abg. Brix: Das haben Sie heute schon einmal erklärt!) Ich weiß schon, daß ich das heute schon einmal erklärt habe, aber Sie haben es bis jetzt noch immer nicht verstanden! (Abg. Dr. Maitz: Was?) Es tut mir leid, daß ich das ...
Abg. Dr. Maitz: Was?
Herr Abgeordneter Wurmitzer! (Abg. Brix: Das haben Sie heute schon einmal erklärt!) Ich weiß schon, daß ich das heute schon einmal erklärt habe, aber Sie haben es bis jetzt noch immer nicht verstanden! (Abg. Dr. Maitz: Was?) Es tut mir leid, daß ich das ...
Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsident Dr. Neisser gibt neuerlich das Glockenzeichen.
†Abgeordnete Ute Apfelbeck¦ (fortsetzend): Wahr ist vielmehr, daß die Ladung von Frau Landeshauptfrau Waltraud Klasnic, geladen als ehemalige Referentin für Straßenbau und Wirtschaft, abgelehnt wurde. Frau Landeshauptfrau Waltraud Klasnic ist nach wie vor Regierungsmitglied und würde sich bei Ihnen schön bedanken, wenn sie nicht als Regierungsmitglied gelten würde. (Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsident Dr. Neisser gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Abg. Schwarzenberger: Der ist ja kein österreichisches Regierungsmitglied!
Weiters wurden im Ausschuß folgende Ladungen abgelehnt: Herr Altlandeshautpmann Dr. Josef Krainer, ehemaliger Straßenbaureferent, außerdem Herr Bundesminister Dr. Wolfgang Schüssel und Herr Agrarkommissär Dr. Franz Fischler. (Abg. Schwarzenberger: Der ist ja kein österreichisches Regierungsmitglied!) Aber er war damals zuständig. (Abg. Schwarzenberger: Wollen Sie auch Präsident Clinton laden? – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.) Außerdem wurde eine Ladung des Umweltanwaltes der Steiermark, Hofrat Dr. Oswald, abgelehnt.
Abg. Schwarzenberger: Wollen Sie auch Präsident Clinton laden? – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.
Weiters wurden im Ausschuß folgende Ladungen abgelehnt: Herr Altlandeshautpmann Dr. Josef Krainer, ehemaliger Straßenbaureferent, außerdem Herr Bundesminister Dr. Wolfgang Schüssel und Herr Agrarkommissär Dr. Franz Fischler. (Abg. Schwarzenberger: Der ist ja kein österreichisches Regierungsmitglied!) Aber er war damals zuständig. (Abg. Schwarzenberger: Wollen Sie auch Präsident Clinton laden? – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.) Außerdem wurde eine Ladung des Umweltanwaltes der Steiermark, Hofrat Dr. Oswald, abgelehnt.
Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Fuchs.
Diese Liste ließe sich, um bei der Wahrheit darüber zu bleiben, wer abgelehnt wurde und wer nicht, noch vervollständigen. (Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Fuchs.)
Abg. Dr. Khol: Jetzt wird es wieder ernst! Frau Apfelbeck! Der Fasching ist vorüber!
†Präsident Dr. Heinrich Neisser¦: Nunmehr gelangt Herr Abgeordneter Dr. Löschnak zu Wort. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Khol: Jetzt wird es wieder ernst! Frau Apfelbeck! Der Fasching ist vorüber!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer
Ich halte mich dabei an das, was der ÖSV bereits hinsichtlich der Bundessportheime St. Christoph und Kitzsteinhorn (Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer) und der österreichische Aero-Club hinsichtlich des Spitzerbergs erreicht hat, möchte jedoch festhalten, daß die Bundessportorganisation, also der nichtstaatliche Teil des Sports, die restlichen sechs Bundessporteinrichtungen nur dann betreiben kann, wenn bestimmte Prämissen erfüllt werden.
Abg. Mag. Schweitzer: ... Jäger und so!
Prämisse 1: Es muß der Förderungszweck erhalten bleiben, das heißt, es müssen die Bundessporteinrichtungen primär dem Sport dienen. (Abg. Mag. Schweitzer: ... Jäger und so!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer.
Zweitens: Es muß sichergestellt sein, daß mit effizienterem Management auch Kosteneinsparungen erzielbar sind. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer.) Herr Abgeordneter, ich komme schon dazu.
Abg. Mag. Schweitzer: ... hat auch immer Urlaub dort gemacht!
Drittens muß sichergestellt sein, daß keinerlei Mißbrauch mit den Bundessporteinrichtungen geschehen kann und die Förderungsmittel somit nicht falsch eingesetzt werden. (Abg. Mag. Schweitzer: ... hat auch immer Urlaub dort gemacht!) – Aber das ist schon lange abgestellt, das wissen Sie! Herr Abgeordneter, das ist schon so lange her, daß man das gar nicht mehr zu erwähnen braucht, außer man will das, was Sie ohnehin heute schon einmal angesprochen haben, nämlich jede Gelegenheit wahrnehmen, um Mißtrauen zu säen. (Abg. Mag. Schweitzer: Nein! Weil wir das seinerzeit aufgezeigt haben und dadurch das hier heute beschlossen wird! – Zwischenruf des Abg. Leikam.)
Abg. Mag. Schweitzer: Nein! Weil wir das seinerzeit aufgezeigt haben und dadurch das hier heute beschlossen wird! – Zwischenruf des Abg. Leikam.
Drittens muß sichergestellt sein, daß keinerlei Mißbrauch mit den Bundessporteinrichtungen geschehen kann und die Förderungsmittel somit nicht falsch eingesetzt werden. (Abg. Mag. Schweitzer: ... hat auch immer Urlaub dort gemacht!) – Aber das ist schon lange abgestellt, das wissen Sie! Herr Abgeordneter, das ist schon so lange her, daß man das gar nicht mehr zu erwähnen braucht, außer man will das, was Sie ohnehin heute schon einmal angesprochen haben, nämlich jede Gelegenheit wahrnehmen, um Mißtrauen zu säen. (Abg. Mag. Schweitzer: Nein! Weil wir das seinerzeit aufgezeigt haben und dadurch das hier heute beschlossen wird! – Zwischenruf des Abg. Leikam.)
Abg. Mag. Schweitzer: Danke!
Ich weiß nicht, ob das der alleinige Grund ist! Aber ich streite nicht gerne über Vaterschaften. Sie sollen eine Teilvaterschaft an diesem Kind haben; das ist nicht zu bestreiten. (Abg. Mag. Schweitzer: Danke!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer.
Herr Abgeordneter Schweitzer! Der Sport wünscht sich diese Ausgliederung unter diesen Prämissen, und er ist auch bereit, unter diesen Prämissen mitzuwirken. Ich möchte das heute in diesem Haus in der gebotenen Kürze, da ich schon einmal länger gesprochen habe, deponiert haben. – Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer
†Abgeordnete Brunhilde Fuchs¦ (SPÖ): Werter Herr Präsident! Sehr geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Ich möchte ein Thema ansprechen, das Sie alle in den letzten Wochen in den Medien mitverfolgen konnten. Nun meine ich aber nicht – wie Sie vielleicht schon befürchtet haben – das Abhandenkommen des Herrn Abgeordneten Rosenstingl (Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer), auch nicht den „Genitaliengreifer“ Rumpold (Beifall des Abg. Müller) oder jene halbe Milliarde Schilling, die heute als Schaden beziffert wurde, nein, ich meine die Buchpreisbindung.
Beifall des Abg. Müller
†Abgeordnete Brunhilde Fuchs¦ (SPÖ): Werter Herr Präsident! Sehr geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Ich möchte ein Thema ansprechen, das Sie alle in den letzten Wochen in den Medien mitverfolgen konnten. Nun meine ich aber nicht – wie Sie vielleicht schon befürchtet haben – das Abhandenkommen des Herrn Abgeordneten Rosenstingl (Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer), auch nicht den „Genitaliengreifer“ Rumpold (Beifall des Abg. Müller) oder jene halbe Milliarde Schilling, die heute als Schaden beziffert wurde, nein, ich meine die Buchpreisbindung.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich möchte die Diskussion darüber bereits heute beginnen, da bei einer rechtlichen Neuregelung auch die budgetären Rahmenbedingungen möglicher notwendiger Förderungen neu diskutiert werden müssen. Es liegt an uns, eine rasche und sinnvolle Lösung zu finden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich möchte sehr deutlich herausstreichen, daß das Buch nicht nur als Handelsware zu betrachten ist: Es ist auch ein wesentliches Kulturgut unserer Gesellschaft und ein wichtiger Meinungsträger in einer pluralistischen Gesellschaft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe wertfrei einige Argumente pro und contra aufgelistet und appelliere nun an Sie, in den Diskussionsprozeß auf parlamentarischer Ebene einzutreten, damit wir diesbezüglich möglichst bald zu einer Meinungsfindung kommen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Khol: Die Huber Anna!
†Präsident Dr. Heinrich Neisser¦: Zu Wort gelangt nun Frau Abgeordnete Anna Huber. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Dr. Khol: Die Huber Anna!)
Präsident Dr. Brauneder übernimmt den Vorsitz.
Aus der Fülle der konsumentenpolitischen Forderungen, die es noch umzusetzen gilt, möchte ich im Rahmen dieser Debatte einmal mehr die sozialdemokratische Position zur Euro-Umstellung bekräftigen. Das Projekt Euro greift sehr intensiv in den Lebensalltag ein. Daher brauchen wir meiner Meinung nach erstens eine verpflichtende doppelte Preisauszeichnung! Diese darf jedoch nicht, wie im Entwurf des Wirtschaftsministeriums vorgesehen, nur auf die großen Unternehmen, die sich ohnehin bereits wettbewerbswirksam freiwillig dazu verpflichtet haben, beschränkt sein. (Präsident Dr. Brauneder übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir haben in Österreich im europäischen Vergleich ein relativ hohes Niveau im Konsumentenschutz, wobei die Betonung auf „relativ“ liegt, denn die Praxis zeigt, daß es trotz einiger wichtiger Schritte in den letzten Jahren noch eine Reihe von Anliegen der Verbraucher gibt, die zu verwirklichen sind. Dafür werden wir uns nach wie vor – besser gesagt: mehr denn je – einzusetzen haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Madl.
Meine Damen und Herren von der freiheitlichen Fraktion! Die Ernsthaftigkeit dieses Antrages muß stark in Frage gestellt werden. Kein einziger Abgeordneter in diesem Haus hatte den Antrag vor sich. Wenn man 11 Milliarden Schilling von der Bundesregierung fordert und eineinhalb Minuten vor Schluß einer Sitzung einen diesbezüglichen Antrag einbringt, dann ist die Ernsthaftigkeit eines solchen Begehrens ganz einfach nicht gegeben! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Madl.)
Abg. Mag. Schweitzer: 4 Minuten vor Schluß der Debatte!
Die Abgeordneten Grabner, Kopf, Leikam, Wurmitzer, Dr. Mertel, Gatterer, Dr. Antoni, Müller und Mag. Posch werden daher heute auch einen Entschließungsantrag einbringen. (Abg. Mag. Schweitzer: 4 Minuten vor Schluß der Debatte!) Der Antrag hat folgendem Wortlaut.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich ersuche Sie, diesem Entschließungsantrag Ihre Zustimmung zu erteilen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Außerdem konnten in der Sache leider wenig Fortschritte erzielt werden. Ich halte es für nicht richtig, den Volksgruppenbeirat der Slowenen beziehungsweise dessen Aufstockung mit dem Kulturabkommen mit Slowenien zu junktimieren. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir hier zu einem Fortschritt kommen könnten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich stimme dem zu. Er ist ein ganz klein wenig krank, dieser Publikumsbeirat. Das spricht dafür, den Beirat justament beizubehalten, denn was niemand will, hat in Österreich allemal gute Chancen, durchgesetzt zu werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir werden die allgemeinen Floskeln, die in diesem Antrag stehen, mittragen. Man kann damit nichts Böses anstellen. Im Grunde beweisen sie nur, daß Herr Dr. Ausserwinkler seine Funktionen in diesem Zusammenhang bisher nicht erfüllt hat, daß er versagt hat und daß höchster Nachholbedarf besteht. Wenn Sie glauben, daß man mit diesen Formulierungen der olympischen Ideen in Kärnten einen Schubs geben kann: Wir werden uns dem nicht verschließen! – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen.)