Eckdaten:
Für die 97. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1051 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht von der Abgeordneten Erika Scharer
Petition betreffend „Österreichweite Schließung der AMS-BerufsInfoZentren“ (Ordnungsnummer 57) (überreicht von der Abgeordneten Erika Scharer)
Abg. Murauer: Kann sich sehen lassen!
Diese Veranstaltung, meine Damen und Herren, diese Bilanz der Mitgliedschaft Österreichs bei der Europäischen Union (Abg. Murauer: Kann sich sehen lassen!) kann sich in einem Satz nach dieser Diskussion, die ich mitverfolgt habe, ganz kurz zusammenfassen lassen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Kurzfassung dieser Bilanz, meine Damen und Herren, lautet: Österreich steht heute insgesamt besser da als vor seinem Beitritt zur Europäischen Union. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Heute können wir sagen, meine Damen und Herren: Die Österreicherinnen und Österreicher haben im Jahr 1994 richtig entschieden! Dieser Schritt Österreichs, Mitglied der Europäischen Union zu werden, ihr beizutreten, war richtig und hat sich bewährt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Warum? – Die Wachstumsraten sind durch diese Mitgliedschaft eindeutig höher als ohne Mitgliedschaft. Was heißt Wachstum? Wachstums heißt mehr Einkommen, Wachstum heißt mehr Beschäftigung. Wir haben mehr Menschen in Arbeit in Österreich als vor der Mitgliedschaft Österreichs bei der Europäischen Union. Selbstverständlich hat uns diese Mitgliedschaft auch einen massiven Exportboom gebracht, hat sie der Wirtschaft und damit den arbeitenden Menschen Wohlstandsgewinn gebracht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte Ihnen nur ein Beispiel nennen, warum das so ist. Ohne unser Engagement – das sage ich auch voller Selbstbewusstsein – wäre beispielsweise die Erweiterung der Europäischen Union nicht zu dieser Erfolgsstory geworden. Warum? – Weil Österreich viel Wissen, viel historisches Wissen und Erfahrung eingebracht hat. Denken Sie beispielsweise an Kroatien! Kroatien steht kurz vor der Aufnahme der Beitrittsverhandlungen. Das ist aber auch deshalb so, weil Österreich unmissverständlich ja zu diesem Schritt gesagt hat, weil er richtig und für uns ein Sicherheitsgewinn ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Menschen haben mit Europa auch ein Problem deshalb, weil es nicht ausreichend durchschaubar und transparent ist. – Das ist die Diagnose. Aber was ist die richtige Therapie? Ich meine, dass zehn Jahre Bilanz auch Anlass sein sollten, um politisch in diesem Hohen Haus über diese Zukunftsstrategie zu diskutieren. Die Zukunft Europas ist Österreichs Zukunft! Daher ist es unsere Aufgabe, uns mit dieser Zukunftsfrage zu beschäftigen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir brauchen zweitens ein stärkeres Europa – ein Europa, welches das europäische Modell selbstbewusst international verteidigt und sich nicht in die Defensivrolle drängen lassen will. Wir brauchen ein Europa, das international mit einer Stimme spricht. Ich halte es – das sage ich offen – für durchaus diskussionswürdig, ob es richtig ist, dass sich ein Mitgliedsland der Europäischen Union für einen Ständigen Sitz in den Vereinten Nationen bewirbt. Wäre es nicht richtiger, dass sich die Europäische Union um einen derartigen Sitz bewirbt? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
österreichischen Parlaments ergriffen haben. Das ist ein Beitrag zur Transparenz und zur Durchschaubarkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: Weniger ÖVP!
Wir brauchen viertens weniger Europa. So wie wir mehr Europa brauchen, brauchen wir auch weniger Europa. (Abg. Dr. Cap: Weniger ÖVP!) Europa muss nicht alles regeln. Denken Sie nur an die Natura-2000-Diskussion in den Regionen Österreichs! Niemand hat wirklich verstanden, warum die Europäische Union alles regeln will. Nein, wir brauchen auch weniger Europa. (Präsident Dr. Kohl gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir brauchen auch ein klares Bekenntnis zum politischen Projekt Europa, zum Friedensprojekt Europa. Der Schritt war richtig. Er hat sich gelohnt. Europa muss täglich erarbeitet werden, damit die Menschen Europa täglich erleben können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Ursula Plassnik: Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Die Europäische Union hat in den letzten zehn Jahren einen bemerkenswerten Wachstums- und Entwicklungsschub erlebt. Die Mitgliederzahl hat sich mehr als verdoppelt. Wir haben eine gemeinsame Währung eingeführt. Ja, wir haben sogar eine gemeinsame Europäische Verfassung für 455 Millionen Menschen ausgearbeitet. Österreich hat diese zehn Jahre mitgeprägt. Wir waren weder Zuschauer, noch Außenseiter, noch Nachvollzieher. Wir waren Teilhaber dieses Projekts, dieser Entwicklung. Wir haben sie mitgestaltet. Wir verantworten sie mit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Mit einer Zweidrittelmehrheit haben die Österreicherinnen und Österreicher damals, im Jahr 1994, den Beitritt beschlossen. Es war das richtige Vorhaben, es war die richtige Entscheidung, und sie ist zum richtigen Zeitpunkt erfolgt. Wir dürfen nun das Friedensprojekt Europa mitgestalten. Wir dürfen in einem wiedervereinigten Europa leben. Unsere Generation hat den Eisernen Vorhang nicht nur durchschnitten, sondern wir arbeiten an seiner vollständigen Überwindung in der Wirtschaft und mit den Menschen weiter. Österreichs Beitrag in Europa ist gefragt. Wir bringen auf der einen Seite unsere Fähigkeiten und Einsichten ein, und auf der anderen Seite stärkt die europäische Erfahrung unsere Identität. Gut für Österreich, gut für Europa! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Manche unserer Regionen zählen zu den dynamischsten in ganz Europa. Eine neue Studie über Standorteignung für Hightech-Unternehmen hat ergeben, dass fünf österreichische Regionen zu den besten 20 in der EU zählen: Rheintal-Bodenseegebiet, Linz-Wels, Steyr-Kirchdorf, Salzburg und Umgebung, Graz. Andere österreichische Regionen, etwa Zielgebiete und Grenzregionen, sind erst durch EU-Förderungen und durch den EU-Beitritt unserer Nachbarn aus ihrer Randlage befreit worden. Denken wir an das Burgenland, aber auch an das Waldviertel und an das Mühlviertel! Die EU sorgt für faire Chancen. Österreichs Bauern und Regionen nützen diese Chancen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
„Der Freistaat Österreich will in ungetrübter Freundschaft mit den Völkern des Donauraumes sich selbst leben und mit sämtlichen Nachbarn in Friede und Freundschaft zusammenarbeiten zum Besten aller.“ (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Österreich nimmt dieses Thema sehr ernst: Wir arbeiten konsequent mit gleich gesinnten Partnern an verbessertem Grenzschutz und an der Terrorismus- und Kriminalitätsbekämpfung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der europäische Traum wird in der nächsten Etappe von der Jugend konkret zu definieren sein: Ihre Erfahrungen, ihre Wünsche werden den Horizont des großen Friedens- und Einigungswerks bestimmen. Ich werde sie daher zu einem Europa-Kongress der Jugend einladen: Österreich morgen – Europa morgen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte abschließend all denjenigen im Hohen Haus danken, die im letzten Jahrzehnt dieses Projekt, dieses Einigungswerk unterstützt haben. – Danke schön. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zweitens haben Österreich und Europa insgesamt in dieser Zeit ganz enorm an Sicherheit gewonnen; ich werde bei meinen weiteren Ausführungen im Detail darauf eingehen. Dieser Sicherheitsgewinn ist zweifellos einer der stärksten Vorteile, den wir aus der Mitgliedschaft bei der Europäischen Union gezogen haben und auch in Zukunft ziehen können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte aber jetzt einige Details zu den einzelnen Dimensionen anfügen. Zunächst spreche ich die Bereiche Wohlstand und Arbeitsplätze an: Es ist tatsächlich gigantisch, wie sich Österreich wirtschaftlich entwickelt hat! Wir haben innerhalb von wenigen Jahren unsere Exporte verdoppelt! Den Österreichern ist wahrscheinlich zu einem Gutteil gar nicht bewusst, dass heute mehr als jeder zweite Euro nicht innerhalb von Österreich, sondern im Ausland verdient wird. Das heißt, die Hälfte unseres Wohlstandes ist darauf zurückzuführen, dass wir in das Ausland exportieren können. Es ist seit dem Jahr 2002 etwas eingetreten, was früher keiner von uns für möglich gehalten hätte, nämlich, dass wir einen Exportüberschuss erzielen, dass wir eine positive Handelsbilanz haben. Jahrzehnte hindurch war der Ausgleich in der Zahlungsbilanz nur durch die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr möglich. Heute ist bereits eine Struktur vorhanden, wo wir allein aus dem, was wir verkaufen, eine positive Bilanz haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ähnliches gilt für die Sicherheit. Denken wir nur daran, wie es vor zehn Jahren etwa am Balkan ausgesehen hat und welche Rolle die EU dort spielt! Denken wir auch daran, welche Rolle Österreich mit einem Botschafter Petritsch, mit einem Erhard Busek und mit einem Bundeskanzler Schüssel – der von der Europäischen Union gemeinsam mit den Amerikanern bei der letzten Konferenz dazu ausersehen wurde, vor dem amerikanischen Präsidenten Bush die europäische Sicherheitspolitik am Balkan zu präsentieren – spielt! Österreich spielt dort eine wichtige Rolle! Wir sind stolz darauf, Herr Bundeskanzler, und bedanken uns für Ihre Initiative und Ihre Tätigkeit in diesem Bereich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Europa hat darüber hinaus für die Bürger nicht nur Arbeitsplätze gebracht, sondern auch die Möglichkeit (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), ohne Pass und mit derselben Währung ins Ausland zu reisen. Vieles mehr könnte man aufzählen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wesentlich ist, dass wir jetzt nicht stehen bleiben, sondern an diesem zukünftigen Europa mitbauen. Die Europäische Union gibt uns den Rahmen dafür – wir sollten die Chance ergreifen. Dann haben wir die Möglichkeit, ein großes Österreich in einem großen Europa zu bauen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scheibner.
Wer diesen Weg geht, der muss wissen, dass das nicht die Skepsis gegenüber der EU abbaut. Da helfen dann keine Sonntagsreden, da helfen auch keine Jubelreden, sondern man muss die Bedenken der Bürgerinnen und Bürger in Europa – und in diesem Fall in Österreich – ernst nehmen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scheibner.) – Dazu möchte ich in diesem Zusammenhang auffordern.
Abg. Mag. Molterer: Klima!
Ich denke dabei an die Transitfrage. (Abg. Mag. Molterer: Klima!) – Ich sage das durchaus kritisch, egal welche Regierungskonstellation es gab, aber Sie stellen sich her und sagen mit viel Weihrauchfassschwenken: Die letzten Jahre waren der große Bedeutungsgewinn für Österreich in der Europäischen Union! – Ich sehe das nicht so! In der Transitfrage hat sich Österreich nicht durchgesetzt! In der Antiatomfrage hat sich Österreich nicht durchgesetzt! Jetzt findet gerade ein Abwehrkampf statt bezüglich Absicherung einer hochwertigen und für die gesamte Bevölkerung leistbaren Versorgung mit Dienstleistungen, der öffentlichen Daseinsvorsorge, was eine ganz wichtige Frage ist.
Beifall bei der SPÖ.
In Österreich haben wir derzeit 8,9 Prozent Arbeitslosigkeit, 361 000 Personen in Österreich sind ohne Arbeit. Wenn wir uns ansehen, wo sich Österreich im Vergleich mit den vor der Erweiterung noch 15 Mitgliedern der Europäischen Union positioniert hat, wie wir eine Position nach der anderen verloren haben, dann ist eine kritische Reflexion auch seitens der Redner der beiden Regierungsparteien angesagt. Ich finde, es wäre notwendig, dass das auch eingesehen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ein Land, das einen so eindrucksvollen und souveränen Schritt gesetzt hat, wie das unsere Republik getan hat, braucht keine Signatarmächte mehr, sondern – Herr Kollege Cap, Sie haben das richtig gesagt – braucht Partner; Partner für diesen Weg in das neue Europa, und diesen Weg wollen wir Freiheitlichen kraftvoll mitgehen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Europäische Union, meine Damen und Herren, ist ein Experiment. Dessen müssen wir uns alle bewusst sein. Es gibt keinen historischen Präzedenzfall dazu. Noch nie hat dieser Kontinent versucht, auf friedlichem Wege eine Einigung herbeizuführen. Noch nie ist es gelungen, ohne die Dominanz eines machtvollen Staates in Europa diesen Weg zu beschreiten. Das tut jetzt diese Europäische Union. Deshalb ist die Europäische Union – man kann zu ihr in verschiedenen Aspekten stehen, wie man will – jenes Fahrzeug, mit dem wir, unsere Generation, diesen Weg befahren werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Österreich hat diese Zeit durchgekämpft, und wir alle können stolz darauf sein, dass wir hier Selbstbewusstsein gezeigt haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir Freiheitlichen beurteilen die letzten zehn Jahre als durchaus positiv, erkennen auch die Notwendigkeit an, dass ein mittelgroßes Land wie Österreich in wichtigen Punkten seine Interessen konsequent vertreten muss – und das, meine Damen und Herren, werden wir auch weiterhin tun! – Danke sehr. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Wo?
Wir Grüne waren damals sehr skeptisch. Mittlerweile haben wir uns gewandelt zu einer Partei, zu Menschen, die für diese Europäische Union eintreten, aber für eine soziale, für eine ökologische und für eine Friedensunion, und dafür kämpfen wir auch, denn es ist leider noch nicht alles so. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Wo?) – Herr Kollege Großruck fragt, wo. Wir sind die ersten, vor allen anderen, die letztes Jahr eine europäische Partei gegründet haben und die tatsächlich auf europäischer Ebene zusammenarbeiten. Lassen Sie sich das gesagt sein! (Abg. Großruck: Das ist sehr wenig, dürftig!)
Abg. Großruck: Das ist sehr wenig, dürftig!
Wir Grüne waren damals sehr skeptisch. Mittlerweile haben wir uns gewandelt zu einer Partei, zu Menschen, die für diese Europäische Union eintreten, aber für eine soziale, für eine ökologische und für eine Friedensunion, und dafür kämpfen wir auch, denn es ist leider noch nicht alles so. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Wo?) – Herr Kollege Großruck fragt, wo. Wir sind die ersten, vor allen anderen, die letztes Jahr eine europäische Partei gegründet haben und die tatsächlich auf europäischer Ebene zusammenarbeiten. Lassen Sie sich das gesagt sein! (Abg. Großruck: Das ist sehr wenig, dürftig!)
Abg. Mag. Molterer: Bleiben Sie bei der Wahrheit!
Wissen Sie, wer einer der Vorreiter für diese Bolkestein-Richtlinie ist, wer sich dafür einsetzt? Minister Bartenstein! Er findet, dass wir da weitertun müssen. Das soll quasi zu einer Bartenstein-Richtlinie werden! (Abg. Mag. Molterer: Bleiben Sie bei der Wahrheit!) Gegen diese Tendenzen, meine Damen und Herren, setzen wir Grüne uns zur Wehr. Das würden wir uns auch von einer Bundesregierung erwarten, die sich ständig die Nachhaltigkeit auf ihre Fahnen schreibt. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das stimmt nicht! Sagen Sie die Wahrheit!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das stimmt nicht! Sagen Sie die Wahrheit!
Wissen Sie, wer einer der Vorreiter für diese Bolkestein-Richtlinie ist, wer sich dafür einsetzt? Minister Bartenstein! Er findet, dass wir da weitertun müssen. Das soll quasi zu einer Bartenstein-Richtlinie werden! (Abg. Mag. Molterer: Bleiben Sie bei der Wahrheit!) Gegen diese Tendenzen, meine Damen und Herren, setzen wir Grüne uns zur Wehr. Das würden wir uns auch von einer Bundesregierung erwarten, die sich ständig die Nachhaltigkeit auf ihre Fahnen schreibt. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das stimmt nicht! Sagen Sie die Wahrheit!)
Abg. Scheibner: Was ist das innerhalb der EU, eine aktive Neutralitätspolitik?
Frau Ministerin, Sie haben zu Beginn Ihrer Amtszeit noch gesagt, wie wichtig Ihnen die österreichische Neutralität sei. Jetzt ist davon nichts mehr zu hören. Die Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die gemeinsame Außenpolitik haben Sie erwähnt. Aber wo bleibt der Hinweis darauf, dass Österreich und auch diese Bundesregierung immer noch auf dem Boden der Verfassung stehen, die österreichische Neutralität verteidigen, eine aktive Neutralitätspolitik wollen und das auch im Rahmen der EU festschreiben? (Abg. Scheibner: Was ist das innerhalb der EU, eine aktive Neutralitätspolitik?)
Abg. Scheibner: Was bedeutet das in der Praxis, was ist das?
Erst ganz spät hat sich während der Regierungskonferenz dann auch die österreichische Bundesregierung mit anderen neutralen und bündnisfreien Staaten dafür eingesetzt, gemeinsam in der Verfassung zu verankern (Abg. Scheibner: Was bedeutet das in der Praxis, was ist das?), dass jeder Staat gemäß der eigenen Verfassung, des eigenen Verfassungsrechtes aktiv wird. Das bedeutet, dass wir immer noch auf dem Boden dieser Neutralität stehen. (Abg. Scheibner: Das hat mit der EU überhaupt nichts zu tun!)
Abg. Scheibner: Das hat mit der EU überhaupt nichts zu tun!
Erst ganz spät hat sich während der Regierungskonferenz dann auch die österreichische Bundesregierung mit anderen neutralen und bündnisfreien Staaten dafür eingesetzt, gemeinsam in der Verfassung zu verankern (Abg. Scheibner: Was bedeutet das in der Praxis, was ist das?), dass jeder Staat gemäß der eigenen Verfassung, des eigenen Verfassungsrechtes aktiv wird. Das bedeutet, dass wir immer noch auf dem Boden dieser Neutralität stehen. (Abg. Scheibner: Das hat mit der EU überhaupt nichts zu tun!)
Beifall bei den Grünen.
Sie wissen genau, dass das eine aktive Friedenspolitik bedeutet und dass das auch eine Absage an jegliche Beteiligung und jegliche Planung, dass man vielleicht einmal der NATO beitreten könnte, bedeuten muss. Diese Worte haben wir vom Bundeskanzler viel zu wenig deutlich gehört. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Puffblasen sind das!
Es gibt immer noch einige in der ÖVP, die sagen: Die NATO wäre ja doch nicht schlecht, gerade nach dem letzten Gipfel mit Bush und mit der EU in Brüssel. (Abg. Scheibner: Puffblasen sind das!) Der Bundeskanzler hat selbst gesagt, dass er die Teilnahme Österreichs an der strukturierten Zusammenarbeit eines militärischen Kerneuropa wolle. Meine Damen und Herren! Dazu gibt es von uns ein ganz eindeutiges Nein.
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, wenn Sie sagen, wir dürfen mitgestalten, dann formuliere ich das anders. Ich sage: Österreich soll, muss und will mitgestalten! Dafür muss man sich aber auch stärker einsetzen, als es diese Bundesregierung bisher getan hat. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Reinhold Mitterlehner (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Außenministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Stellvertretend für die kritischen Fernsehzuschauer sei Helmut Rechberger – das ist eine besondere persönliche Geschichte – begrüßt. Ich möchte, nachdem jetzt in sehr kritischer Form von Frau Lunacek angemerkt worden ist, dass wir uns zu bestimmten Themen wie Neutralität verschweigen, eines feststellen: Wer hier Verunsicherung betreibt, das sind Sie! Wir haben es nicht notwendig, zum Thema Neutralität zu betonen, dass wir auf dem Boden der Verfassung und auf dem Boden der Gesetze agieren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Warum das so ist, ist einfach erklärt: weil wir nämlich unsere Arbeitsproduktivität verbessert haben. Wir haben uns, was die Lohnstückkosten anlangt, im Jahr 1995 noch auf dem 11. Platz befunden und sind jetzt auf den 7. Platz vorgerückt. Wettbewerbsfähigkeit hängt entscheidend von den Lohnstückkosten ab, und da haben wir uns wirklich sehr gut entwickelt. Das kommt auch im World Competitiveness Report entsprechend zum Ausdruck. Die Score card zeigt, dass wir im Jahr 1994 an 28. Stelle waren und uns in den letzten Jahren auf den 13. Platz vorgearbeitet haben. Das ist ein enormer Erfolg für die österreichische Wirtschaft. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn Sie sich die Betriebsgründungsstatistik und all die Maßnahmen anschauen, dann können Sie feststellen, dass es nicht so ist, dass es nur Große gibt. Wir haben pro Jahr 30 000 neue Betriebe, 1 000 Kleinbetriebe mehr! – Die EU ist daher ein guter Boden für uns, für unsere Betriebe und – denn Betriebe sind ja kein Selbstzweck – damit für die Arbeitsplätze in Österreich. Diese haben sich im EU-Vergleich positiv entwickelt, wir haben eine Spitzenstellung erreicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wir haben die Chancen in der EU ergriffen. Ich glaube, Sie von der Opposition sollten auch sehen: EU ist kein Ergebnis, EU ist ein Prozess, und diesen Prozess müssen wir bestens mitgestalten, sonst werden wir gestaltet werden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber es stimmt auch, dass man nicht alles nur durch die rosarote Jubiläumsbrille betrachten sollte und dass es auch Fehleinschätzungen und Fehler gegeben hat. Ja, die richtige Überlegung, dass die kleinen Länder in der EU nur gemeinsam stark sein können und den großen Paroli bieten können, hat nur zögerlich und schwankend und zu lautstark in manchen Erklärungen österreichseits begonnen. Auch die diesbezüglich groß angekündigte Partnerschaft Österreichs mit den neuen zentral- und osteuropäischen Beitrittsländern war anfangs mangelhaft ausgelotet und durch bilaterale Fragen zu stark belastet; aber wir sollten auch sehen, dass mittlerweile da gute Kontakte bestehen und glücklicherweise nun Österreich immer stärker auch einen Platz als der Experte für Balkan- und osteuropäische Fragen in der EU einnimmt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir haben auch in anderen Fragen Fehleinschätzungen gehabt. Ich glaube, eine der großen Fehleinschätzungen war es – ich möchte das jetzt nur sehr kurz anreißen –, dass man in der Frage der Sicherheitspolitik glaubte oder dass die Regierung glaubte, dadurch behindert zu sein, dass wir neutral sind und nicht der NATO angehören können, und dass diese vermeintliche Behinderung dazu führte, dass wir uns selbst dabei behindert haben, aktiver in außenpolitischen Fragen eine Rolle zu spielen. Das hat glücklicherweise nun einer neuen Einschätzung Platz gemacht, und ich glaube, wir können jetzt auch eine Rolle als Neutraler in der EU und in der europäischen Politik spielen. Nur sollen wir diese Rolle dann auch beibehalten, Frau Bundesminister! Dass wir gleich in der Frage der Battle Groups wieder rückfällig werden und einem vermeintlichen Druck sofort nachgeben, wäre falsch. Ich glaube, wir sollten auch da bei der Linie bleiben, und diese Linie heißt: Einsatz Österreichs außerhalb der EU nur auf Basis eines UNO-Mandates und eines Beschlusses der UNO selbst. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Breite zu behandeln wie früher das andere, weil es innenpolitische Fragen sind, weil es eine Rolle für die Wahlkämpfe spielt, weil es im Wahlkreis eine Rolle spielt. Wir sollten auch die europäischen Fragen, die schon die Hälfte unserer Arbeit ausmachen, in der gleichen Zeitintensität nicht bloß im Unterausschuss, nicht bloß im EU-Hauptausschuss, sondern hier im Plenum auch für Fernsehübertragungen behandeln, denn dann würden auch die Menschen dieses Landes sehen, dass das eine neue Ebene, eine neue, wichtige Ebene unseres Handelns ist. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ, der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der Grünen.
Wir müssen die EU als Ebene des politischen Handelns begreifen, als neue Ebene, wo wir auch für unser Land, für die Menschen unseres Landes und darüber hinaus auch für die Menschen in den anderen Ländern dieses Kontinents – und die EU ist ja nicht das gesamte Europa, das gesamte Europa ist größer –, für all diese Menschen handeln können. (Beifall bei der SPÖ, der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
War das nicht auch immer ein bisschen ein Problem in der Informationspolitik, von Beginn an, auch vor der Volksabstimmung 1994? Hat man es nicht damals, 1994/1995, verabsäumt, einen nationalen Konsens in der Europapolitik herzustellen? Hat man nicht damals in der Informationspolitik alles schöngeredet und es verabsäumt, auf die Probleme – die selbstverständlich damals bestanden haben –, auf die Schwierigkeiten, auf die Nachteile, auf die Ängste der Bevölkerung einzugehen? (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Schieder: Herr Kollege, die ganze EU verhält sich immer mehr, als ob sie neutral wäre!
doch nicht der Bevölkerung gesagt, wir werden als neutrales Land in die Europäische Union hineingehen. (Abg. Schieder: Herr Kollege, die ganze EU verhält sich immer mehr, als ob sie neutral wäre!)
Abg. Mag. Lunacek: Wieso denn nicht?
Wenn man heute sagt: UNO-Mandat für militärische Einsätze!, dann weiß man ganz genau, dass das nicht geht. (Abg. Mag. Lunacek: Wieso denn nicht?) Sonst hätten nicht Sie, Herr Kollege, ... (Abg. Schieder: Den Side Letter zeigen Sie einmal her!)
Abg. Schieder: Den Side Letter zeigen Sie einmal her!
Wenn man heute sagt: UNO-Mandat für militärische Einsätze!, dann weiß man ganz genau, dass das nicht geht. (Abg. Mag. Lunacek: Wieso denn nicht?) Sonst hätten nicht Sie, Herr Kollege, ... (Abg. Schieder: Den Side Letter zeigen Sie einmal her!)
Abg. Schieder: Ich kenne ihn nicht!
Na, den zeige ich Ihnen gerne! (Abg. Schieder: Ich kenne ihn nicht!) Über diesen Side Letter haben wir auch schon damals diskutiert, den Sie verabschieden mussten, weil die Europäische Union Angst gehabt hat, dass da ein Trittbrettfahrer Mitglied wird. Andere Länder haben das gemacht. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Den zeigen Sie einmal her, den Side Letter!)
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Den zeigen Sie einmal her, den Side Letter!
Na, den zeige ich Ihnen gerne! (Abg. Schieder: Ich kenne ihn nicht!) Über diesen Side Letter haben wir auch schon damals diskutiert, den Sie verabschieden mussten, weil die Europäische Union Angst gehabt hat, dass da ein Trittbrettfahrer Mitglied wird. Andere Länder haben das gemacht. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Den zeigen Sie einmal her, den Side Letter!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aha! Aha!
Sie wissen auch ganz genau, warum Sie 1998 die österreichische Bundesverfassung geändert haben, wo die Teilnahme Österreichs an militärischen Einsätzen verankert worden ist, auch ohne Mandat der Vereinten Nationen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aha! Aha!) Das wissen Sie alles, nur sagen Sie in der Öffentlichkeit immer etwas anderes. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Realitätsverweigerung! – Das ist ja ein Zickzackkurs!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Realitätsverweigerung! – Das ist ja ein Zickzackkurs!
Sie wissen auch ganz genau, warum Sie 1998 die österreichische Bundesverfassung geändert haben, wo die Teilnahme Österreichs an militärischen Einsätzen verankert worden ist, auch ohne Mandat der Vereinten Nationen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aha! Aha!) Das wissen Sie alles, nur sagen Sie in der Öffentlichkeit immer etwas anderes. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Realitätsverweigerung! – Das ist ja ein Zickzackkurs!)
Abg. Mag. Lunacek: Sie bekennen sich dazu, dass es kein UNO-Mandat braucht?
Ich sage: Wir bekennen uns dazu, dass diese Europäische Union auch eine Sicherheitsunion sein muss und dass sich unsere Neutralität grundlegend gewandelt hat, dass es nicht mehr darum geht, die Neutralität so wie 1955 zu interpretieren (Abg. Mag. Lunacek: Sie bekennen sich dazu, dass es kein UNO-Mandat braucht?), sondern dass es darum geht, nicht an Kriegen teilzunehmen – na selbstverständlich, da gibt es einen Konsens! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – auf die SPÖ-Fraktion weisend –: Ein Zickzackkurs ist das! – Krisensitzung!) –, dass es keine dauernde Stationierung von fremden Truppen in Österreich geben soll – Konsens! –, dass es auch keine Mitgliedschaft in einem reinen Militärbündnis derzeit gibt und wahrscheinlich auch auf absehbare Zeit nicht geben wird – auch darüber gibt es einen Konsens! Aber das ist etwas ganz anderes, als 1955 unter der Neutralität verstanden worden ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – auf die SPÖ-Fraktion weisend –: Ein Zickzackkurs ist das! – Krisensitzung!
Ich sage: Wir bekennen uns dazu, dass diese Europäische Union auch eine Sicherheitsunion sein muss und dass sich unsere Neutralität grundlegend gewandelt hat, dass es nicht mehr darum geht, die Neutralität so wie 1955 zu interpretieren (Abg. Mag. Lunacek: Sie bekennen sich dazu, dass es kein UNO-Mandat braucht?), sondern dass es darum geht, nicht an Kriegen teilzunehmen – na selbstverständlich, da gibt es einen Konsens! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – auf die SPÖ-Fraktion weisend –: Ein Zickzackkurs ist das! – Krisensitzung!) –, dass es keine dauernde Stationierung von fremden Truppen in Österreich geben soll – Konsens! –, dass es auch keine Mitgliedschaft in einem reinen Militärbündnis derzeit gibt und wahrscheinlich auch auf absehbare Zeit nicht geben wird – auch darüber gibt es einen Konsens! Aber das ist etwas ganz anderes, als 1955 unter der Neutralität verstanden worden ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich sage: Wir bekennen uns dazu, dass diese Europäische Union auch eine Sicherheitsunion sein muss und dass sich unsere Neutralität grundlegend gewandelt hat, dass es nicht mehr darum geht, die Neutralität so wie 1955 zu interpretieren (Abg. Mag. Lunacek: Sie bekennen sich dazu, dass es kein UNO-Mandat braucht?), sondern dass es darum geht, nicht an Kriegen teilzunehmen – na selbstverständlich, da gibt es einen Konsens! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – auf die SPÖ-Fraktion weisend –: Ein Zickzackkurs ist das! – Krisensitzung!) –, dass es keine dauernde Stationierung von fremden Truppen in Österreich geben soll – Konsens! –, dass es auch keine Mitgliedschaft in einem reinen Militärbündnis derzeit gibt und wahrscheinlich auch auf absehbare Zeit nicht geben wird – auch darüber gibt es einen Konsens! Aber das ist etwas ganz anderes, als 1955 unter der Neutralität verstanden worden ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Aber man muss auch Kritik üben, denn nur dann wird dieses gemeinsame Projekt eines vereinten, eines friedlichen Europa auch ein Erfolgsrezept und eine Erfolgsgeschichte werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Das ist so!
Schauen Sie sich doch an, wie auch Sie hier in diesem Saal diskutieren! Herr Kollege Molterer, ich habe bei Ihrer Rede gerne und sehr aufmerksam zugehört. Auf der einen Seite sagen Sie, der Wettbewerb, na gut, der ist schärfer geworden. (Abg. Mag. Molterer: Das ist so!) Ja, aber bitte, auf der anderen Seite beschwören Sie und beschwören wir das gemeinsame Europa. Meine Kollegin Lunacek hat nicht zu Unrecht, sondern ganz richtig darauf hingewiesen, dass Sie als Regierung beispielsweise mit Herrn Minister Bartenstein, aber auch Europa mit dem ehemaligen Kommissar Bolkestein eine Dienstleistungsrichtlinie planen, die für Österreich vorsehen würde, dass hier in Österreich Dienstleistungen zu 25 verschiedenen nationalstaatlichen Standards, zu 25 verschiedenen Lohnniveaus, zu 25 verschiedenen arbeitsrechtlichen Vorschriften (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt überhaupt nicht!), zu 25 verschiedenen Arbeitnehmerschutzvorschriften angeboten werden können. Wissen Sie, was das mit einem Zusammenwachsen zu tun haben soll? – Gar nichts hat das mit einem Zusammenwachsen zu tun! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Das wäre ganz furchtbar, nicht nur für Österreich, sondern für Europa. (Abg. Mag. Molterer: Aber es stimmt nur nicht, was Sie sagen!)
Ruf bei der ÖVP: Das stimmt überhaupt nicht!
Schauen Sie sich doch an, wie auch Sie hier in diesem Saal diskutieren! Herr Kollege Molterer, ich habe bei Ihrer Rede gerne und sehr aufmerksam zugehört. Auf der einen Seite sagen Sie, der Wettbewerb, na gut, der ist schärfer geworden. (Abg. Mag. Molterer: Das ist so!) Ja, aber bitte, auf der anderen Seite beschwören Sie und beschwören wir das gemeinsame Europa. Meine Kollegin Lunacek hat nicht zu Unrecht, sondern ganz richtig darauf hingewiesen, dass Sie als Regierung beispielsweise mit Herrn Minister Bartenstein, aber auch Europa mit dem ehemaligen Kommissar Bolkestein eine Dienstleistungsrichtlinie planen, die für Österreich vorsehen würde, dass hier in Österreich Dienstleistungen zu 25 verschiedenen nationalstaatlichen Standards, zu 25 verschiedenen Lohnniveaus, zu 25 verschiedenen arbeitsrechtlichen Vorschriften (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt überhaupt nicht!), zu 25 verschiedenen Arbeitnehmerschutzvorschriften angeboten werden können. Wissen Sie, was das mit einem Zusammenwachsen zu tun haben soll? – Gar nichts hat das mit einem Zusammenwachsen zu tun! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Das wäre ganz furchtbar, nicht nur für Österreich, sondern für Europa. (Abg. Mag. Molterer: Aber es stimmt nur nicht, was Sie sagen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Schauen Sie sich doch an, wie auch Sie hier in diesem Saal diskutieren! Herr Kollege Molterer, ich habe bei Ihrer Rede gerne und sehr aufmerksam zugehört. Auf der einen Seite sagen Sie, der Wettbewerb, na gut, der ist schärfer geworden. (Abg. Mag. Molterer: Das ist so!) Ja, aber bitte, auf der anderen Seite beschwören Sie und beschwören wir das gemeinsame Europa. Meine Kollegin Lunacek hat nicht zu Unrecht, sondern ganz richtig darauf hingewiesen, dass Sie als Regierung beispielsweise mit Herrn Minister Bartenstein, aber auch Europa mit dem ehemaligen Kommissar Bolkestein eine Dienstleistungsrichtlinie planen, die für Österreich vorsehen würde, dass hier in Österreich Dienstleistungen zu 25 verschiedenen nationalstaatlichen Standards, zu 25 verschiedenen Lohnniveaus, zu 25 verschiedenen arbeitsrechtlichen Vorschriften (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt überhaupt nicht!), zu 25 verschiedenen Arbeitnehmerschutzvorschriften angeboten werden können. Wissen Sie, was das mit einem Zusammenwachsen zu tun haben soll? – Gar nichts hat das mit einem Zusammenwachsen zu tun! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Das wäre ganz furchtbar, nicht nur für Österreich, sondern für Europa. (Abg. Mag. Molterer: Aber es stimmt nur nicht, was Sie sagen!)
Abg. Mag. Molterer: Aber es stimmt nur nicht, was Sie sagen!
Schauen Sie sich doch an, wie auch Sie hier in diesem Saal diskutieren! Herr Kollege Molterer, ich habe bei Ihrer Rede gerne und sehr aufmerksam zugehört. Auf der einen Seite sagen Sie, der Wettbewerb, na gut, der ist schärfer geworden. (Abg. Mag. Molterer: Das ist so!) Ja, aber bitte, auf der anderen Seite beschwören Sie und beschwören wir das gemeinsame Europa. Meine Kollegin Lunacek hat nicht zu Unrecht, sondern ganz richtig darauf hingewiesen, dass Sie als Regierung beispielsweise mit Herrn Minister Bartenstein, aber auch Europa mit dem ehemaligen Kommissar Bolkestein eine Dienstleistungsrichtlinie planen, die für Österreich vorsehen würde, dass hier in Österreich Dienstleistungen zu 25 verschiedenen nationalstaatlichen Standards, zu 25 verschiedenen Lohnniveaus, zu 25 verschiedenen arbeitsrechtlichen Vorschriften (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt überhaupt nicht!), zu 25 verschiedenen Arbeitnehmerschutzvorschriften angeboten werden können. Wissen Sie, was das mit einem Zusammenwachsen zu tun haben soll? – Gar nichts hat das mit einem Zusammenwachsen zu tun! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Das wäre ganz furchtbar, nicht nur für Österreich, sondern für Europa. (Abg. Mag. Molterer: Aber es stimmt nur nicht, was Sie sagen!)
Beifall bei den Grünen.
Zweiter Punkt: Herr Fasslabend! Sie haben zu Recht gesagt, Österreich ist in den letzten Jahren „als Land weltoffener geworden“. – Mir hat diese Formulierung recht gut gefallen. Stimmt: Als Land sind wir tatsächlich weltoffener geworden. Was ich vermisse, ist, dass die Regierung auch ein bisschen weltoffener in diesen letzten zehn Jahren geworden wäre. Wo sind wir denn weltoffen als Regierung, wenn es um den Umgang mit unseren eigenen Minderheiten geht? (Beifall bei den Grünen.) Ortstafeln – ich erinnere Sie! – Wo sind Sie denn weltoffen als Regierung, wenn es darum geht, mit sexuellen Minderheiten anders umzugehen? – Als Regierung nicht offen, als Bevölkerung sehr wohl. Die Menschen in diesem Land denken nämlich ganz anders über diese Fragen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.
Zweiter Punkt: Herr Fasslabend! Sie haben zu Recht gesagt, Österreich ist in den letzten Jahren „als Land weltoffener geworden“. – Mir hat diese Formulierung recht gut gefallen. Stimmt: Als Land sind wir tatsächlich weltoffener geworden. Was ich vermisse, ist, dass die Regierung auch ein bisschen weltoffener in diesen letzten zehn Jahren geworden wäre. Wo sind wir denn weltoffen als Regierung, wenn es um den Umgang mit unseren eigenen Minderheiten geht? (Beifall bei den Grünen.) Ortstafeln – ich erinnere Sie! – Wo sind Sie denn weltoffen als Regierung, wenn es darum geht, mit sexuellen Minderheiten anders umzugehen? – Als Regierung nicht offen, als Bevölkerung sehr wohl. Die Menschen in diesem Land denken nämlich ganz anders über diese Fragen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Die Abgeordneten Mag. Lunacek und Dr. Gabriela Moser: Welche?
Die Österreicherinnen und Österreicher sind, sagt Herr Kollege Molterer, reicher geworden. (Die Abgeordneten Mag. Lunacek und Dr. Gabriela Moser: Welche?) – Stimmt nur zum Teil! Wenn wir den Sozialbericht, nicht nur den österreichischen, sondern auch den deutschen Sozial- oder Armutsbericht hernehmen, dann wissen wir, dass im Europa von heute auch die Klüfte zwischen Arm und Reich größer geworden sind, als sie es in den letzten zehn Jahren oder vor zehn Jahren waren. Der Reichtum, der Wohlstand, den Sie da beschworen haben, Herr Kollege Molterer, der ist nicht so verteilt, wie er hätte verteilt werden sollen.
Abg. Mag. Molterer: Mehr Europa in der Sozialpolitik? – Da geht es aber nach unten!
terer: In der Sozialpolitik?) Doch da höre ich nichts von dieser Regierung, da höre ich nichts von Europa! (Abg. Mag. Molterer: Mehr Europa in der Sozialpolitik? – Da geht es aber nach unten!) Zu hören ist auch nichts in der Steuerpolitik, Herr Kollege Molterer! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Da geht es nach unten!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Da geht es nach unten!
terer: In der Sozialpolitik?) Doch da höre ich nichts von dieser Regierung, da höre ich nichts von Europa! (Abg. Mag. Molterer: Mehr Europa in der Sozialpolitik? – Da geht es aber nach unten!) Zu hören ist auch nichts in der Steuerpolitik, Herr Kollege Molterer! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Da geht es nach unten!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: In der Sozialpolitik? In der Sozialpolitik? – Da geht es nach unten, wie Sie wissen! – In der Sozialpolitik wollen Sie europäisieren? – Da sinkt das Niveau!
Wir können uns diesen Steuerwettbewerb zwischen den europäischen Nationalstaaten nicht leisten. Die Politik braucht, egal ob in Österreich oder auf europäischer Ebene, dringend einen Richtungswechsel! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: In der Sozialpolitik? In der Sozialpolitik? – Da geht es nach unten, wie Sie wissen! – In der Sozialpolitik wollen Sie europäisieren? – Da sinkt das Niveau!)
Abg. Dr. Cap: Jubel! Jubel! Jubel!
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Herren Staatssekretäre! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben gestern hier im Hohen Haus vom Herrn Finanzminister eine sehr beeindruckende Budgetrede gehört. (Abg. Dr. Cap: Jubel! Jubel! Jubel!) Er hat uns einen Budgetvoranschlag vorgestellt, von dem ich überzeugt bin, dass er ein wichtiger Baustein für das ist, was in den letzten Tagen angesehene Zeitungen des Auslandes als „Erfolgsmodell Österreich“ bezeichnet haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Herren Staatssekretäre! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben gestern hier im Hohen Haus vom Herrn Finanzminister eine sehr beeindruckende Budgetrede gehört. (Abg. Dr. Cap: Jubel! Jubel! Jubel!) Er hat uns einen Budgetvoranschlag vorgestellt, von dem ich überzeugt bin, dass er ein wichtiger Baustein für das ist, was in den letzten Tagen angesehene Zeitungen des Auslandes als „Erfolgsmodell Österreich“ bezeichnet haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wenn ich sage, ich freue mich, dann weiß ich natürlich, dass ich mich als Vertreter einer Regierungspartei da ein bisschen leichter tue als Sie als Oppositionspartei. Aber schauen Sie, in der ganzen Welt ist es so: Je besser die Regierung, desto schwieriger ist es für die Opposition! Das ist das Los der Opposition! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zu Beginn meiner Rede möchte ich mich aber auch bedanken, und zwar bei der Beamtenschaft des Finanzministeriums, vor allem bei der Budgetsektion, beim Herrn Sektionsleiter Dr. Steger und seinen Mitarbeitern. Wir haben hervorragende budgetäre Unterlagen bekommen, die alle Voraussetzungen hinsichtlich Übersichtlichkeit, Korrektheit und Transparenz bieten. Wir können hier wirklich Budgetberatungen in voller Transparenz des Zahlenmaterials führen. Herzlichen Dank, Herr Sektionsleiter Steger, auch an Ihre Mitarbeiter! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Wir haben im Jahr 2000 gesagt: Wir wollen bewusst eine Konzeption machen, wo soll Österreich 2010 stehen?, und haben eine Strategie über zweieinhalb Legislaturperioden gemacht, um Nachhaltigkeit und Konsequenz demonstrieren zu können. Dieses Budget 2006 ist ein wichtiges Etappenziel im Rahmen dieser längerfristigen Strategie, meine Damen und Herren (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen), die ganz bewusst auf drei strategische Zielsetzungen abzielt.
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Meine Damen und Herren! Ohne Stabilität kann es kein Wachstum geben, kann es keine Beschäftigung geben. Stabilität heißt nicht Nulldefizit – das haben wir erfreulicherweise als Signal im Jahr 2001 erreicht –, sondern Stabilität heißt, über den Konjunkturzyklus einen ausgeglichenen Staatshaushalt zu haben. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
25 Jahre lang, ein Vierteljahrhundert sozialdemokratischer Finanzminister, in der Periode 1974 bis 1999 gab es jedes Jahr ein Nettodefizit von mehr als 2 Prozent, meine Damen und Herren. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.) Im Durchschnitt waren es 3,1 Prozent. Bei dieser Regierung sind es in sechs Jahren durchschnittlich 1,1 Prozent, meine Damen und Herren, ein Drittel dessen, was sozialdemokratische Finanzminister zusammengebracht haben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
25 Jahre lang, ein Vierteljahrhundert sozialdemokratischer Finanzminister, in der Periode 1974 bis 1999 gab es jedes Jahr ein Nettodefizit von mehr als 2 Prozent, meine Damen und Herren. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.) Im Durchschnitt waren es 3,1 Prozent. Bei dieser Regierung sind es in sechs Jahren durchschnittlich 1,1 Prozent, meine Damen und Herren, ein Drittel dessen, was sozialdemokratische Finanzminister zusammengebracht haben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.)
Die ÖVP-Abgeordneten stellen auf ihre Bänke Tafeln verschiedenen Inhalts, wie etwa: „Budget 2006: Mehr für Arbeitsplätze“, „Budget 2006: Mehr für Bildung“, Budget 2006: Mehr für Infrastruktur“, „Österreichs Erfolg heißt Wolfgang Schüssel“ als Zeitungsschlagzeile, „Budget 2006: Mehr für die Umwelt“, und lassen sie dort einige Zeit stehen. – Im Gegenzug dazu wird in den Reihen der SPÖ eine Tafel in die Höhe gehalten mit dem Inhalt: „Bildungspleite! Schwarz-Blau am Ende! Österreich verdient Besseres!“
Zweiter Vergleich – wir sind nicht isoliert; zuvor hatten wir hier eine Europadebatte –: Wir haben 1,7 Prozent Nettodefizit, der Euroraum, die zwölf wichtigsten EU-Staaten haben durchschnittlich ein Nettodefizit von 2,5 Prozent. Das heißt, wir sind besser als die Eurozone insgesamt, meine Damen und Herren. (Die ÖVP-Abgeordneten stellen auf ihre Bänke Tafeln verschiedenen Inhalts, wie etwa: „Budget 2006: Mehr für Arbeitsplätze“, „Budget 2006: Mehr für Bildung“, Budget 2006: Mehr für Infrastruktur“, „Österreichs Erfolg heißt Wolfgang Schüssel“ als Zeitungsschlagzeile, „Budget 2006: Mehr für die Umwelt“, und lassen sie dort einige Zeit stehen. – Im Gegenzug dazu wird in den Reihen der SPÖ eine Tafel in die Höhe gehalten mit dem Inhalt: „Bildungspleite! Schwarz-Blau am Ende! Österreich verdient Besseres!“)
Abg. Riepl: Wo ist die Konjunktur?
Drittes Beispiel – und damit komme ich zurück auf Ihre Zwischenrufe –: Wir haben bewusst in den Jahren 2002, 2003, 2004 und 2005 mit einem Konjunkturpaket I, einem Konjunkturpaket II, einem Wachstums- und Standortpaket und einer Steuerreform in zwei Etappen signalisiert: Wir müssen eine Entlastungsstrategie fahren, um Wachstum und Beschäftigung anzureizen! (Abg. Riepl: Wo ist die Konjunktur?) Wir hätten heute in diesem Bundesvoranschlag 2006 einen leichten Überschuss, wenn wir nicht diese notwendige Entlastungsstrategie gefahren wären.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zu Ihrem Zwischenruf: Ihr wart ja in den letzten Jahren auch dabei!, Herr Kollege, ich hätte an Ihrer Stelle diesen Zwischenruf nicht gemacht, denn Sie werden in den Budgetunterlagen den Nachweis finden, dass wir, wenn wir, die wir 1986 wieder in die Regierung eingetreten sind, damals nicht den Schuldenberg von 16 Jahren sozialistischer Alleinregierung und von drei Jahren kleiner Koalition übernommen hätten, seither immer primär Überschüsse gehabt hätten. Im operativen Geschäft waren wir immer positiv. Sie können das nicht widerlegen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Ich habe es schon einmal gesagt: Ich bin nur ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Herr Kollege Matznetter, ich bin nur an Hand ganz konkreter Fakten und Daten zu diskutieren bereit – und nicht an Hand noch so lauter Zwischenrufe, die bei Ihnen in Polemik ausarten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich habe es schon einmal gesagt: Ich bin nur ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Herr Kollege Matznetter, ich bin nur an Hand ganz konkreter Fakten und Daten zu diskutieren bereit – und nicht an Hand noch so lauter Zwischenrufe, die bei Ihnen in Polemik ausarten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Gaál: Das ist eine peinliche Rede!
thematisieren. (Abg. Gaál: Das ist eine peinliche Rede!) Für uns ist Sparen ein positiver Begriff, für uns ist Sparen keine einmalige Aktion, für uns ist Sparen ein kontinuierlicher Prozess, und für uns heißt Sparen – im Gegensatz zu Ihnen! – nicht Sparen zu Lasten der Bürger, sondern die Steuermittel des Bürgers möglichst effizient einzusetzen. Das heißt für uns Sparen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
thematisieren. (Abg. Gaál: Das ist eine peinliche Rede!) Für uns ist Sparen ein positiver Begriff, für uns ist Sparen keine einmalige Aktion, für uns ist Sparen ein kontinuierlicher Prozess, und für uns heißt Sparen – im Gegensatz zu Ihnen! – nicht Sparen zu Lasten der Bürger, sondern die Steuermittel des Bürgers möglichst effizient einzusetzen. Das heißt für uns Sparen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sparen heißt weiter Strukturreformen und straffe Disziplin im Budgetvollzug. Da haben Sie unsere volle Unterstützung, Herr Finanzminister. Das heißt Sparen für uns! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Heinzl: Das ist Ihr Parteigänger!
Ich bringe ein Beispiel: Wenn ein bekanntes Schauspielerehepaar von dieser Frage betroffen wird, dann regt dies das ganze Land auf, aber wenn das jemand Unbekannter ist, dann erfahren wir es gar nicht. Seien wir hier ehrlich, und seien wir hier fair! Diese Diskussion müssen wir so führen. (Abg. Heinzl: Das ist Ihr Parteigänger!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ein Beispiel aus meinem Wahlkreis: Wir hatten vor Jahren in Allentsteig, Eggenburg und Horn drei Krankenhäuser. Heute haben wir ein Waldviertelklinikum mit drei Standorten. Es ist ein Riesenunterschied, ob man ein Spital mit drei Standorten hat oder drei Spitäler! Das heißt, es sind da die Zielsetzungen, nämlich höchste Qualität zu sichern, aber gleichzeitig die Kosten im Griff zu behalten, voll erfüllt, denn da gibt es nur einen Ärztlichen Leiter, nur einen Leiter des Pflegedienstes, nur einen Kaufmännischen Direktor und den ganzen Back-Office-Bereich, die ganze Verwaltung nur einmal. Das bedeutet höchste Qualitätssicherung, aber gleichzeitig Kostendämpfung. Das ist für uns moderne Gesundheitspolitik! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: Für die Wirtschaft!
Sie wissen es, 1. Jänner 2005: die größte Steuersenkung in der Geschichte der Zweiten Republik. Es wurde dabei bewusst in Kauf genommen, dass damit das Nettodefizit leicht ansteigt, um den Wirtschaftsstandort zu stärken. (Ruf bei der SPÖ: Für die Wirtschaft!) Was heißt „Wirtschaft“? Wirtschaftsstandort heißt Arbeitsplätze, heißt Einkommenschancen und heißt soziale Sicherheit, Herr Kollege. Das heißt Wirtschaftsstandort! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie wissen es, 1. Jänner 2005: die größte Steuersenkung in der Geschichte der Zweiten Republik. Es wurde dabei bewusst in Kauf genommen, dass damit das Nettodefizit leicht ansteigt, um den Wirtschaftsstandort zu stärken. (Ruf bei der SPÖ: Für die Wirtschaft!) Was heißt „Wirtschaft“? Wirtschaftsstandort heißt Arbeitsplätze, heißt Einkommenschancen und heißt soziale Sicherheit, Herr Kollege. Das heißt Wirtschaftsstandort! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Meine Damen und Herren! Wir haben bewusst die Kaufkraft der Familien gestärkt. Wir sind eine Familienpartei. Diese Koalitionsregierung hat für die Familien ein offenes Herz. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Ruf bei der SPÖ: Es wird immer peinlicher!
Wir haben, Frau Kollegin, zusätzlich 300 000 Personen aus der Lohn- und Einkommensteuerpflicht herausgenommen. Es ist eine Tatsache, dass heute 40 Prozent aller Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen gar keine Lohn- und Einkommensteuer mehr zahlen. (Ruf bei der SPÖ: Es wird immer peinlicher!) 2,5 Millionen Menschen in Österreich zahlen überhaupt keine Lohn- und Einkommensteuer. Das soll kein Erfolg der Steuerpolitik sein, meine Damen und Herren? Das können noch so laute Zwi-
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
schenrufe von Ihrer Seite nicht in Frage stellen! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Lassen Sie mich auch in diesem Zusammenhang einen Vergleich bringen: Wir hatten eine Steuer- und Abgabenquote mit einem Höchststand von 44,8 Prozent, wir werden im nächsten Jahr eine solche von 40,7 Prozent erreichen. Ich weiß, dass diese zwei nackten Zahlen nicht sehr viel aussagen, aber was steckt dahinter? Dahinter steckt, dass wir in Summe heute 10 Prozent weniger Steuer zahlen als noch vor fünf Jahren. Das ist eine hervorragende Leistungsbilanz dieser Regierung und dieses Finanzministers, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Wittmann hält eine Tafel mit dem Inhalt „Milliardengrab Eurofighter! Schwarz-Blau am Ende! Österreich verdient Besseres!“ in die Höhe. – Als Reaktion darauf stellen einige ÖVP-Abgeordnete wieder Tafeln auf ihre Bänke.
Lassen Sie mich im Vorfeld der weiteren Debattenredner, auch im Hinblick auf den nächstfolgenden Redner Dr. Gusenbauer, Folgendes sagen: Ich glaube, wir sollten uns gemeinsam über diese Leistungsbilanz freuen. Es ist ja nicht nur eine Leistungsbilanz der Regierung, sondern es ist auch eine Leistungsbilanz des ganzen Landes. (Abg. Dr. Wittmann hält eine Tafel mit dem Inhalt „Milliardengrab Eurofighter! Schwarz-Blau am Ende! Österreich verdient Besseres!“ in die Höhe. – Als Reaktion darauf stellen einige ÖVP-Abgeordnete wieder Tafeln auf ihre Bänke.) Wir können nur die Rahmenbedingungen schaffen, aber letztlich sind es die Menschen in diesem Land, denen diese Leistungsbilanz Freude macht.
Lang anhaltender lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Auch die übrigen Tafeln werden entfernt.
Nehmen Sie diese Aufforderung mit, Herr Kollege Gusenbauer! Sie haben jetzt das Wort nach mir. Ich lade Sie ein: Machen wir konstruktive, sachliche, zukunftsorientierte Budgetberatungen im Hohen Haus! (Lang anhaltender lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Auch die übrigen Tafeln werden entfernt.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und Gegenrufe bei der ÖVP.
Präsident Dr. Andreas Khol: Meine Damen und Herren! Ich sehe, dass wir jetzt wieder den „edlen Wettstreit“ beginnen werden: Wer hat die schöneren, bunteren und aussagekräftigeren Taferln? (Zwischenrufe bei der SPÖ und Gegenrufe bei der ÖVP.) Ich habe in der Präsidialkonferenz festgehalten, dass wir nach einer gewissen Zeit die Taferln wegtun. Ich habe daher Herrn Klubobmann Molterer gebeten, dass er nach zehn Minuten die Taferln wegräumen lässt. (Rufe bei der SPÖ: Zehn Minuten waren das?) Das ist geschehen. Ich werde das bei den anderen Fraktionen genauso handhaben. Insgesamt glaube ich aber, dass wir uns die Taferlpraxis etwas überlegen sollten.
Rufe bei der SPÖ: Zehn Minuten waren das?
Präsident Dr. Andreas Khol: Meine Damen und Herren! Ich sehe, dass wir jetzt wieder den „edlen Wettstreit“ beginnen werden: Wer hat die schöneren, bunteren und aussagekräftigeren Taferln? (Zwischenrufe bei der SPÖ und Gegenrufe bei der ÖVP.) Ich habe in der Präsidialkonferenz festgehalten, dass wir nach einer gewissen Zeit die Taferln wegtun. Ich habe daher Herrn Klubobmann Molterer gebeten, dass er nach zehn Minuten die Taferln wegräumen lässt. (Rufe bei der SPÖ: Zehn Minuten waren das?) Das ist geschehen. Ich werde das bei den anderen Fraktionen genauso handhaben. Insgesamt glaube ich aber, dass wir uns die Taferlpraxis etwas überlegen sollten.
Abg. Neudeck: Das ist keine Forderung, sondern eine Umsetzung! – Abg. Mag. Regler: Das ist Realität!
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn die ÖVP ihre wunderschönen Taferln noch eine Zeit lang auf den Bänken behält, denn wenn sie darauf fordert: „Mehr Geld für den Arbeitsmarkt!“, „Mehr Geld für Bildung!“, „Mehr Geld für Gesundheit!“ (Abg. Neudeck: Das ist keine Forderung, sondern eine Umsetzung! – Abg. Mag. Regler: Das ist Realität!), dann ist das nichts anderes als ein umfassender Misstrauensbeweis gegen die österreichische Bundesregierung und gegen das Budget, das hier vorgelegt wurde, denn all das, was Sie hier fordern, findet sich im Budget nicht. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Fasslabend hält ganz kurz eine Tafel in die Höhe mit einer Zeitungsschlagzeile des Inhalts: „Österreichs Erfolg heißt Wolfgang Schüssel“.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Fasslabend hält ganz kurz eine Tafel in die Höhe mit einer Zeitungsschlagzeile des Inhalts: „Österreichs Erfolg heißt Wolfgang Schüssel“.
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn die ÖVP ihre wunderschönen Taferln noch eine Zeit lang auf den Bänken behält, denn wenn sie darauf fordert: „Mehr Geld für den Arbeitsmarkt!“, „Mehr Geld für Bildung!“, „Mehr Geld für Gesundheit!“ (Abg. Neudeck: Das ist keine Forderung, sondern eine Umsetzung! – Abg. Mag. Regler: Das ist Realität!), dann ist das nichts anderes als ein umfassender Misstrauensbeweis gegen die österreichische Bundesregierung und gegen das Budget, das hier vorgelegt wurde, denn all das, was Sie hier fordern, findet sich im Budget nicht. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Fasslabend hält ganz kurz eine Tafel in die Höhe mit einer Zeitungsschlagzeile des Inhalts: „Österreichs Erfolg heißt Wolfgang Schüssel“.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: So weit zur ausgestreckten Hand!
Meine Damen und Herren! Es stellt sich eigentlich die Frage, ob wir heute die Budgetrede des Finanzministers diskutieren oder ob wir das Budget diskutieren, denn die Budgetrede des Finanzministers hat absolut nichts mit dem zu tun gehabt, was im Budget vorhanden ist. Das heißt, wir haben einen Finanzminister, der sich in einer virtuellen, von ihm selbst geschaffenen Realität befindet, die mit den Realitäten auf Mutter Erde relativ wenig zu tun hat. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: So weit zur ausgestreckten Hand!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das ist Opposition pur! Gusenbauer pur!
Die ausgestreckte Hand des Finanzministers besteht darin, dass der Finanzminister seinen Redeschwall an Propaganda, die nur mehr er selbst glaubt, gestern weiter fortgesetzt hat. Wenn das Ihr Verständnis von ausgestreckter Hand ist, meine sehr verehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien, dann tun Sie mir wirklich Leid, dann haben Sie keine Ahnung von Kooperation! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das ist Opposition pur! Gusenbauer pur!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Nun zu ein paar Punkten des Budgets: Mir scheint, dass die Budgeterstellung irgendwie etwas willkürlich verlaufen sein muss. Es stellt sich die Frage, ob da intensiv am Daumen gesaugt wurde, um gewisse Angaben in diesem Budget zu haben. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich weise Sie hin auf die Unterlage „Budgetbericht“. Es gibt im Budgetbericht zum Beispiel die Angabe, dass die Körperschaftsteuereinnahmen im Jahr 2006 3 250 Millionen € betragen sollen. Auf dem Korrekturblatt hingegen steht auf einmal, dass sie 3,8 Milliarden € betragen sollen. Das ist immerhin ein „kleiner“ Unterschied, eine Differenz von 550 Millionen €! Das ist eine ganz substantielle Summe!
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Das ist wirklich keine seriöse Budgetpolitik! Man kann sich schon irren, aber nicht um 550 Millionen € bei einer einzigen Steuerkategorie. Meine Damen und Herren, wenn das seriöse Budgetpolitik sein soll, dann gute Nacht! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das glauben nicht einmal die eigenen Leute!
Also wenn man nun dieselbe Unschärfe bei dem Budget, das Sie uns gestern vorgelegt haben, annimmt, dann stellt sich die Frage, wie der Vollzug im Jahr 2006 wirklich aussehen wird. Es gibt genügend Hinweise darauf, die die Qualifikation rechtfertigen, dass Sie bei dem Budget des Jahres 2006 geschummelt haben – dass Sie geschummelt haben, weil Sie dieses Budget in Bezug auf den Wahltermin vorbereitet haben und weil Sie ganz genau wissen, dass die Konsequenz dieses Schummelbudgets eine ganz massive Belastungswelle am Tag nach der Wahl sein wird. Das ist die Wahrheit dieses Budgets, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das glauben nicht einmal die eigenen Leute!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.
Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, sind die ganz konkreten möglichen Betroffenheiten, die in diesem Budget enthalten sind. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) Daher ist es nicht verwunderlich, dass heute einzelne Zeitungen hinter den Aussagen des Finanzministers von gestern vermuten, dass von dieser Regierung auch tiefe Einschnitte in das Sozialsystem geplant sind.
Abg. Schöls: D’rum sagt der Häupl, der Gusenbauer ist ... umstritten! Alles klar!
Auch interessant gewesen ist, dass gestern der Finanzminister und schon am Tag davor der Bundeskanzler mehrfach betont haben, es werde kein Sparpaket geben, keine neuen Erhöhungen von Abgaben und so weiter. Wenn das jemand so deutlich betont, dann muss man sich die Frage stellen: Wie hat man es denn mit der Wahrheit in der Vergangenheit gehalten? (Abg. Schöls: D’rum sagt der Häupl, der Gusenbauer ist ... umstritten! Alles klar!)
Rufe bei der ÖVP: Geh, geh, geh!
Meine Damen und Herren, vor allem auch zu Hause vor den Fernsehschirmen! Sie werden sich daran erinnern können, dass Bundeskanzler Schüssel vor der Wahl gesagt hat, es werde keine Pensionskürzungen geben. Was ist 2003, 2004 eingetreten? – Die massivsten Pensionskürzungen, die es jemals in der Geschichte unseres Landes gegeben hat! (Rufe bei der ÖVP: Geh, geh, geh!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Was hat der Bundeskanzler vor der Wahl zum Thema Abfangjäger-Ankauf gesagt? – Das wird den Steuerzahler keinen Euro kosten! (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) Was ist nach der Wahl geschehen? – Die österreichischen Steuerzahler werden 28 Milliarden Schilling für den Ankauf von Abfangjägern bezahlen.
Abg. Dr. Mitterlehner: Geh, geh!
Und was haben Sie in Fragen der Steuerreform vor der Wahl versprochen? – Der Finanzminister und der Bundeskanzler haben versprochen, es werde 1 000 € Steuererleichterung für jeden geben. Was ist herausgekommen? – Eine Steuerreform, die im Durchschnitt 11 € Entlastung bringt. (Abg. Dr. Mitterlehner: Geh, geh!)
Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Dr. Stummvoll: Jawohl!
Meine Damen und Herren! Mit dieser Art, vor der Wahl immer das Gegenteil dessen anzukündigen, was Sie nach der Wahl machen, werden Sie beim nächsten Mal niemanden mehr überzeugen. Sie stellen sich hierher und sagen, es komme kein Sparpaket (Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Dr. Stummvoll: Jawohl!) – in Wirklichkeit haben Sie die Belastungslawine bereits vorbereitet. Das ist die Wahrheit, meine Damen und Herren! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Meine Damen und Herren! Mit dieser Art, vor der Wahl immer das Gegenteil dessen anzukündigen, was Sie nach der Wahl machen, werden Sie beim nächsten Mal niemanden mehr überzeugen. Sie stellen sich hierher und sagen, es komme kein Sparpaket (Abg. Mag. Molterer: Genau! – Abg. Dr. Stummvoll: Jawohl!) – in Wirklichkeit haben Sie die Belastungslawine bereits vorbereitet. Das ist die Wahrheit, meine Damen und Herren! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Neudeck: Aber nicht in Ihrer Kategorie! – Abg. Dr. Stummvoll: Nicht in der Toskana natürlich!
Apropos Steuerreform: Es gibt dazu wunderbare Fernseheinschaltungen, Propagandamaßnahmen der Bundesregierung, was man sich denn nicht so alles leisten kann auf Grund der Steuerreform. Wunderbar, man kann sich einen Italien-Urlaub leisten (Abg. Neudeck: Aber nicht in Ihrer Kategorie! – Abg. Dr. Stummvoll: Nicht in der Toskana natürlich!) – es stellt sich heraus: Es reicht für eine einfache Bahnkarte von Wien nach Gloggnitz!
Abg. Mag. Molterer: Aber den Wein des Gusenbauer nicht, das stimmt!
Dann wird suggeriert, man kann sich ein neues Auto leisten. (Abg. Mag. Molterer: Aber den Wein des Gusenbauer nicht, das stimmt!) Was nicht dazugesagt wird, ist, dass sich bestenfalls ein Matchbox-Auto ausgeht, aber kein echter Personenkraftwagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dann wird suggeriert, man kann sich ein neues Auto leisten. (Abg. Mag. Molterer: Aber den Wein des Gusenbauer nicht, das stimmt!) Was nicht dazugesagt wird, ist, dass sich bestenfalls ein Matchbox-Auto ausgeht, aber kein echter Personenkraftwagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Dann wird noch suggeriert, man könnte sich eine neue Trachtenbekleidung leisten. – Durch diese Steuerreform werden Sie nicht einmal einen Trachtenhut bekommen, angesichts dessen, was bei dieser Steuerreform herauskommt. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Großruck: Denselben Zettel hat er vor drei Jahren auch schon gehabt!
Lohnsteuereinnahmen im Jahr 2004: 17,1 Milliarden €, Lohnsteuereinnahmen im Jahr 2005: 17,0 Milliarden € – also ganz substanziell weniger (Abg. Großruck: Denselben Zettel hat er vor drei Jahren auch schon gehabt!) –, Lohnsteuereinnahmen im
Abg. Dr. Stummvoll: Mehr Beschäftigung! Mehr Einkommen!
Jahr 2006 bereits 17,7 Milliarden €. (Abg. Dr. Stummvoll: Mehr Beschäftigung! Mehr Einkommen!) Wenn man sozusagen immer mehr an Lohnsteuern einnimmt, dann darf man sich nicht wundern, dass Ihre vermeintliche Steuersenkung bei der Bevölkerung nicht ankommt. (Abg. Dr. Stummvoll: Wollen Sie nicht mehr Beschäftigung und mehr Einkommen?)
Abg. Dr. Stummvoll: Wollen Sie nicht mehr Beschäftigung und mehr Einkommen?
Jahr 2006 bereits 17,7 Milliarden €. (Abg. Dr. Stummvoll: Mehr Beschäftigung! Mehr Einkommen!) Wenn man sozusagen immer mehr an Lohnsteuern einnimmt, dann darf man sich nicht wundern, dass Ihre vermeintliche Steuersenkung bei der Bevölkerung nicht ankommt. (Abg. Dr. Stummvoll: Wollen Sie nicht mehr Beschäftigung und mehr Einkommen?)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist das wahr, was Rechnungshofpräsident Fiedler hier beim letzten Rechnungsabschluss gesagt hat. Er hat gesagt, die Steuerreform für die Lohnsteuerbezieher sei nicht einmal die Abgeltung der kalten Progression. Daher sei es keine Steuerreform, sondern in Wirklichkeit nur ein Abgleichen der kalten Progression. – All das, was Sie der Bevölkerung hier suggerieren, tritt in der Realität nicht ein. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Die Wahrheit ist, dass die Rede peinlich ist!
Meine Damen und Herren! Die Wahrheit ist, dass die Menschen den Eindruck haben, dass alles ... (Abg. Mag. Molterer: Die Wahrheit ist, dass die Rede peinlich ist!) – Herr Molterer, ich weiß: Das, was Sie am wenigsten ertragen können, ist die Wahrheit, und das, was Sie am wenigsten ertragen können, ist die konkrete Betroffenheit der österreichischen Bevölkerung. Dafür werden Sie bei den nächsten Wahlen die Rechnung präsentiert bekommen, und zwar mit Recht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: So wie beim letzten Mal? 42 Prozent das letzte Mal!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: So wie beim letzten Mal? 42 Prozent das letzte Mal!
Meine Damen und Herren! Die Wahrheit ist, dass die Menschen den Eindruck haben, dass alles ... (Abg. Mag. Molterer: Die Wahrheit ist, dass die Rede peinlich ist!) – Herr Molterer, ich weiß: Das, was Sie am wenigsten ertragen können, ist die Wahrheit, und das, was Sie am wenigsten ertragen können, ist die konkrete Betroffenheit der österreichischen Bevölkerung. Dafür werden Sie bei den nächsten Wahlen die Rechnung präsentiert bekommen, und zwar mit Recht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: So wie beim letzten Mal? 42 Prozent das letzte Mal!)
Abg. Großruck: Die wissen das eh!
Ebenso wenig haben Sie sich den wirklichen Zukunftsherausforderungen im Budget gestellt. Der Finanzminister hat gestern gemeint, wir müssen gemeinsam die Arbeitslosigkeit bekämpfen. Er hat auch gleich gesagt, was er darunter versteht. Er hat gemeint, dass man die Flexibilisierung verstärken soll, was – übersetzt für die Fernsehzuschauer (Abg. Großruck: Die wissen das eh!) – nichts anderes heißen soll, als dass man mehr arbeiten soll und als Dank dafür weniger Lohn bekommt. (Abg. Dr. Stummvoll: Die Menschen sind nicht so dumm, wie Sie glauben, Herr Kollege!)
Abg. Dr. Stummvoll: Die Menschen sind nicht so dumm, wie Sie glauben, Herr Kollege!
Ebenso wenig haben Sie sich den wirklichen Zukunftsherausforderungen im Budget gestellt. Der Finanzminister hat gestern gemeint, wir müssen gemeinsam die Arbeitslosigkeit bekämpfen. Er hat auch gleich gesagt, was er darunter versteht. Er hat gemeint, dass man die Flexibilisierung verstärken soll, was – übersetzt für die Fernsehzuschauer (Abg. Großruck: Die wissen das eh!) – nichts anderes heißen soll, als dass man mehr arbeiten soll und als Dank dafür weniger Lohn bekommt. (Abg. Dr. Stummvoll: Die Menschen sind nicht so dumm, wie Sie glauben, Herr Kollege!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Das hat überhaupt nichts mit einem Leistungsbegriff zu tun, denn wir sind der Meinung, diejenigen, die mehr arbeiten, sollen auch mehr Geld bekommen. Und wenn man diejenigen bestraft, die mehr arbeiten, indem man ihnen die Einkommen kürzt, dann bringt das weder Arbeitsplätze noch zusätzliches Einkommen. Das ist der falsche Weg, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gahr: Es ist noch nie so viel ausgegeben worden wie jetzt!
Frau Bundesminister Gehrer hat in der Bildungsdebatte eine Reihe von Vorschlägen gemacht – nicht alles schlecht, nur: Im Budget findet sich keinerlei budgetäre Bedeckung für all diese zusätzlichen Maßnahmen! Nicht ein einziger Euro! Ganz im Gegenteil! Professor Van der Bellen hat auf die Kürzungen, die es bei den Pflichtschulen gibt, hingewiesen. Bei den Universitäten werden die Mittel gekürzt. Sie plakatieren „Mehr Geld für die Infrastruktur“, und in Wirklichkeit werden über 200 Millionen € bei den öffentlichen Infrastrukturausgaben gekürzt. (Abg. Gahr: Es ist noch nie so viel ausgegeben worden wie jetzt!) Die Mittel für Wissenschaft und Forschung nach dem, was im Budget steht, werden weniger.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Schlögl!
Zum Schluss zur Sicherheit: Angesichts steigender Kriminalitätsraten, sinkender Aufklärungsquoten sieht das neue Budget weniger Geld für die innere Sicherheit vor! Meine Damen und Herren, Sie werden doch nicht wirklich glauben, dass Sie mit weniger Gendarmen und weniger Polizisten mehr Sicherheit bekommen werden! Dieser Weg hat sich schon in der Vergangenheit als falsch herausgestellt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Schlögl!)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Wenn der Finanzminister gestern eine ehrliche Budgetrede gehalten hätte, dann hätte er gesagt (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) – ich komme zum Schlusssatz, Herr Präsident –: Für Bildung gibt es nicht mehr Geld, es sei denn, ihr zahlt alle Schulgeld, der Arbeitsmarkt ist uns weiterhin egal, aber wählt uns als Dank dafür, dann kommt die Belastungswelle nicht vor der Wahl, sondern nach der Wahl! Herzliche Grüße – Wolfgang Schüssel und Karl-Heinz Grasser. (Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie Beifall des Abg. Brosz.)
Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie Beifall des Abg. Brosz.
Wenn der Finanzminister gestern eine ehrliche Budgetrede gehalten hätte, dann hätte er gesagt (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) – ich komme zum Schlusssatz, Herr Präsident –: Für Bildung gibt es nicht mehr Geld, es sei denn, ihr zahlt alle Schulgeld, der Arbeitsmarkt ist uns weiterhin egal, aber wählt uns als Dank dafür, dann kommt die Belastungswelle nicht vor der Wahl, sondern nach der Wahl! Herzliche Grüße – Wolfgang Schüssel und Karl-Heinz Grasser. (Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie Beifall des Abg. Brosz.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Herr Parteivorsitzender Gusenbauer, ob Tafeln oder schwafeln – das Budget, das uns heute vorliegt, ist ein Zukunftsbudget, das Österreich konsequent weiter nach vorne bringen wird. Das können Sie uns glauben!(Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Auch die Antworten darauf hat dieses Budget geliefert. Wir schaffen einen ausgeglichenen Haushalt über den Konjunkturzyklus, wir werden bis zum Jahr 2008 wieder ein Nulldefizit erreichen, wir erzeugen mehr Wachstum und Beschäftigung durch Investitionen in die Infrastruktur, in die Forschung und Entwicklung und wir realisieren zwei ganz wichtige Maßnahmen, die Sie, Herr Gusenbauer, immer wieder in Frage stellen, nämlich: Im Gegensatz zu Ihrem Wirtschaftsprogramm senken wir die Steuern und wir investieren nachhaltig in die Infrastruktur, weil wir wissen, dass Investitionen in die Infrastruktur nachhaltig Arbeitsplätze schaffen. Das ist gut für Österreich, das wird Wachstum erzeugen, das wird jeder Österreicher auch verstehen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Die Rahmenbedingungen für Österreich sind nicht überall gut, sodass wir selbst initiativ sein müssen, um Österreich in die Spitzenposition zu bringen; was zwischenzeitlich schon geschafft wurde, wir liegen mit unserem Wirtschafts- und Arbeitsstandort auf Platz 3 in der Eurozone. Das zeigt aber auch, dass in Österreich noch nie so viele Menschen in Arbeit gestanden sind. Wir haben, Gott sei Dank, nur eine halb so hohe Arbeitslosenrate wie im Vergleich zur Europäischen Union. Wir haben eine relativ niedrige Inflation im Vergleich zu allen Mitgliedern der Eurozone. Wir haben ein hervorragendes Exportwachstum – dank der tüchtigen Unternehmerinnen und Unternehmer in unserem Land. Jedes Jahr 30 000 neue Unternehmensgründungen, das macht Hoffnung nicht nur für eine Exportsteigerung, sondern das macht auch Hoffnung für die Zukunft auf gute, solide, abgesicherte Arbeitsplätze, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das Jubiläumsjahr, das wir heuer begehen, ist auch ein Jubiläumsjahr für fünf Jahre ÖVP/FPÖ-Politik in unserem Land. Ich darf an dieser Stelle die „Neue Zürcher Zeitung“ zitieren, die schreibt: „Die neue Geschichte Österreichs ist eine Erfolgsgeschichte.“ – Dem, meine Damen und Herren, ist wirklich nichts hinzuzufügen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir müssen uns schon auch immer wieder die Ausgangssituation vor Augen führen. Die Ausgangssituation im Jahr 2000 war so, dass wir von einer SPÖ-dominierten Finanzpolitik 130 Milliarden € Schulden geerbt haben, dass wir 7 Milliarden € jährlich an Zinsen zu zahlen haben; heute sind es natürlich schon 7,5 Milliarden €. Das sind die gesamten Sozialausgaben in unserem Budgethaushalt. Das hätten wir uns alles ersparen können, wenn Sie rechtzeitig sorgsam mit der Zukunft unseres Landes umgegangen wären, meine Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Silhavy: Was war Kollege Stummvoll damals?
Rückblickend: Sie haben in den achtziger und neunziger Jahren lange Zeit eine völlig falsche Finanz- und Budgetpolitik gemacht – Herr Kollege Stummvoll hat das heute schon ausgeführt. (Abg. Silhavy: Was war Kollege Stummvoll damals?) Sie haben im Durchschnitt über 2 Prozent Defizit pro Jahr produziert, während wir in den letzten fünf Jahren niemals über ein Defizit von 1,1 Prozent im Durchschnitt hinausgekommen sind.
Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Hand und Fuß hat und das Österreich wirtschaftlich nach vorne bringen wird. (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Wo ist denn Ihr Programm?
Herr Kollege Gusenbauer, wo ist denn Ihr Wirtschaftsprogramm? Sie haben ein halbes Jahr lang herumgerätselt, wir haben es immer wieder gefordert und darauf gewartet, aber es ist nie etwas gekommen. (Abg. Öllinger: Wo ist denn Ihr Programm?) Dann war die Rede davon: Das Nulldefizit muss in die Verfassung geschrieben werden. Dann haben wir von Ihren Wirtschaftsexperten gehört: 3 Prozent Defizit ist ja gar nicht so schlimm, das können wir uns noch leisten; in einer wichtigen Aufschwungphase der Wirtschaft müssen 3 Prozent drinnen sein. Das alles haben wir von Ihnen gehört. Wo ist denn da eine Geradlinigkeit im Wirtschafts- und Finanzkurs ersichtlich? – Für uns ist er nicht ersichtlich. Das ist ein Zickzackkurs, und die Einzigen, die wirklich in der Lage sind, das Regierungsschiff nach vorne zu bringen, ist diese Bundesregierung! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Die FPÖ spricht vom Zickzackkurs!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Die FPÖ spricht vom Zickzackkurs!
Herr Kollege Gusenbauer, wo ist denn Ihr Wirtschaftsprogramm? Sie haben ein halbes Jahr lang herumgerätselt, wir haben es immer wieder gefordert und darauf gewartet, aber es ist nie etwas gekommen. (Abg. Öllinger: Wo ist denn Ihr Programm?) Dann war die Rede davon: Das Nulldefizit muss in die Verfassung geschrieben werden. Dann haben wir von Ihren Wirtschaftsexperten gehört: 3 Prozent Defizit ist ja gar nicht so schlimm, das können wir uns noch leisten; in einer wichtigen Aufschwungphase der Wirtschaft müssen 3 Prozent drinnen sein. Das alles haben wir von Ihnen gehört. Wo ist denn da eine Geradlinigkeit im Wirtschafts- und Finanzkurs ersichtlich? – Für uns ist er nicht ersichtlich. Das ist ein Zickzackkurs, und die Einzigen, die wirklich in der Lage sind, das Regierungsschiff nach vorne zu bringen, ist diese Bundesregierung! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Die FPÖ spricht vom Zickzackkurs!)
Abg. Öllinger: ... betreibt Voodoo-Ökonomie!
Die Signale stehen günstig, sie stehen auf Aufschwung, sie stehen in Richtung Hoffnung für die Wirtschaft und für die Arbeitnehmer in unserem Land. Die Steuerreform, die mit 1. Jänner dieses Jahres in Gang gesetzt wurde, meine Damen und Herren, wird sich positiv auswirken (Abg. Öllinger: ... betreibt Voodoo-Ökonomie!), wird sich konjunkturell positiv auswirken, denn eine Entlastung von 3 Milliarden € jährlich ist eine Motivation für mehr Leistung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sie ist eine Motivation für die Wirtschaft, mehr zu investieren, und das schafft wieder Arbeitsplätze und Wachstum. Meine Damen und Herren! Sie sehen auch an diesem Budgetprogramm, dass die Konjunkturpakete I und II, Wachstums-, Stabilitätspaket, dass die Investitionsoffensive, die Investitionszuwachsprämie, dass all diese Maßnahmen wichtig waren in einer entscheidenden Situation, um Österreich wirtschaftlich nach vorne zu bringen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Unsere Politik heißt: weniger Staat, weniger Steuern, mehr für die Bürgerinnen und Bürger! Meine Damen und Herren! Das stärkt die Massenkaufkraft, das sorgt wieder für mehr Wachstum, und das wird Österreich nach vorne bringen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Es kann nicht ein Rezept für mehr Wachstum sein, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ, wenn Sie darüber philosophieren, dass die Vermögenssteuern erhöht werden müssen; ob das die Sparbuchsteuer, die Grundsteuer ist oder auch die Gewerbesteuer, die Sie wieder einführen wollen, um die kleinen und mittleren Unternehmen zu belasten. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Das kann ja nicht Ihr Ernst sein in einer Situation, in der rund um uns die Steuern nach unten gehen, die Wettbewerbssituation immer schärfer wird und die Unternehmen sich fragen, wo sie sich ansiedeln sollen, wo die günstigsten steuerlichen Rahmenbedingungen vorhanden sind. Es kann doch nicht Ihr Ernst sein, eine solche Wirtschaftspolitik hinauszuplaudern, meine Damen und Herren! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja unvorstellbar!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja unvorstellbar!
Es kann nicht ein Rezept für mehr Wachstum sein, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ, wenn Sie darüber philosophieren, dass die Vermögenssteuern erhöht werden müssen; ob das die Sparbuchsteuer, die Grundsteuer ist oder auch die Gewerbesteuer, die Sie wieder einführen wollen, um die kleinen und mittleren Unternehmen zu belasten. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Das kann ja nicht Ihr Ernst sein in einer Situation, in der rund um uns die Steuern nach unten gehen, die Wettbewerbssituation immer schärfer wird und die Unternehmen sich fragen, wo sie sich ansiedeln sollen, wo die günstigsten steuerlichen Rahmenbedingungen vorhanden sind. Es kann doch nicht Ihr Ernst sein, eine solche Wirtschaftspolitik hinauszuplaudern, meine Damen und Herren! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja unvorstellbar!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wirtschaftliche Inkompetenz hat einen Namen!
Ich würde dafür plädieren, dass Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst sind, auch wenn Sie in der Opposition sind, denn das wird auch in den Zeitungen stehen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wirtschaftliche Inkompetenz hat einen Namen!), und wir wollen nicht haben, dass ausländische Investoren solche Ansätze einer Wirtschaftspolitik zu lesen bekommen.
Abg. Scheibner: Na bravo!
überlegen Sie ernsthaft, das 13. und 14. Monatsgehalt zu besteuern! (Abg. Scheibner: Na bravo!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Um Gottes Willen, wir sollten doch genau das Gegenteil diskutieren: Warum zahlen wir Krankenversicherung für das 13. und 14. Monatsgehalt, wenn wir doch nur zwölf Monate im Jahr krank sein können?! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser
Diese Bundesregierung weiß, dass sie wichtige Maßnahmen setzen wird, die in diesem Budget inkludiert sind. Wir werden in die Infrastruktur, in die Forschung und Entwicklung, auch in die Bildung investieren, weil wir heute wissen, dass die Investition von 1 Milliarde € in die Infrastruktur 15 000 bis 18 000 Arbeitsplätze bedeutet. Meine Damen und Herren! Es ist mir sehr wichtig, in diesem Zusammenhang auch die Koralmbahn zu erwähnen (Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser), weil sie nicht nur eine verkehrspolitische, sondern auch eine arbeitsmarktpolitische Investition ist (Abg. Eder: Falsche Investition!), weil 40 000 Arbeitsplätze mittelbar und unmittelbar damit in Zusammenhang gebracht werden können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Eder: Falsche Investition!
Diese Bundesregierung weiß, dass sie wichtige Maßnahmen setzen wird, die in diesem Budget inkludiert sind. Wir werden in die Infrastruktur, in die Forschung und Entwicklung, auch in die Bildung investieren, weil wir heute wissen, dass die Investition von 1 Milliarde € in die Infrastruktur 15 000 bis 18 000 Arbeitsplätze bedeutet. Meine Damen und Herren! Es ist mir sehr wichtig, in diesem Zusammenhang auch die Koralmbahn zu erwähnen (Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser), weil sie nicht nur eine verkehrspolitische, sondern auch eine arbeitsmarktpolitische Investition ist (Abg. Eder: Falsche Investition!), weil 40 000 Arbeitsplätze mittelbar und unmittelbar damit in Zusammenhang gebracht werden können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Diese Bundesregierung weiß, dass sie wichtige Maßnahmen setzen wird, die in diesem Budget inkludiert sind. Wir werden in die Infrastruktur, in die Forschung und Entwicklung, auch in die Bildung investieren, weil wir heute wissen, dass die Investition von 1 Milliarde € in die Infrastruktur 15 000 bis 18 000 Arbeitsplätze bedeutet. Meine Damen und Herren! Es ist mir sehr wichtig, in diesem Zusammenhang auch die Koralmbahn zu erwähnen (Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser), weil sie nicht nur eine verkehrspolitische, sondern auch eine arbeitsmarktpolitische Investition ist (Abg. Eder: Falsche Investition!), weil 40 000 Arbeitsplätze mittelbar und unmittelbar damit in Zusammenhang gebracht werden können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Heinzl. – Abg. Öllinger: Was haben Sie saniert? Das Gesundheitssystem? Sie sind ja ein Träumer!
Diese Bundesregierung und wir als Regierungsparteien wissen, dass die Bevölkerung die Reformen wünscht, dass sie jene Dinge, die gut sind, behalten will und das Schlechte beiseite schiebt. Wir nehmen die heißen Eisen auf, schmieden sie, solange sie noch heiß sind. Wir haben die Pensionsreform unter Dach und Fach gebracht. Wir haben das Gesundheitssystem für lange Jahre saniert. (Zwischenruf des Abg. Heinzl. – Abg. Öllinger: Was haben Sie saniert? Das Gesundheitssystem? Sie sind ja ein Träumer!) Und wir sind dabei, im Bereich der Verwaltungsreform noch entscheidende Erleichterungen und Maßnahmen zu setzen. Hier ist ein Einsparungspotential von 2 Milliarden € jährlich drinnen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich darf also immer wieder daran erinnern, auch die Regierungsmitglieder, an der Verwaltungsreform anzusetzen, denn wenn wir dort Einsparungseffekte erzielen, dann kommt das der Wirtschaft und den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Österreich positiv zugute. Dann können wir mit den Steuern herunterfahren und mehr Wachstum erzeugen, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Eder: Die sind schon durch!
Wir haben auch die Verpflichtung, in unserem Steuersystem dafür zu sorgen, dass nicht jene durch den Rost fallen, die sich an der Grenze zur Armut bewegen. (Abg. Eder: Die sind schon durch!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir haben die Verpflichtung, ein transparentes, nachvollziehbares, einfaches Steuersystem zu machen, sodass jeder Österreicher, jede Österreicherin das Formular ausfüllen kann; ein Steuerformular, mit dem man nicht zu einem Steuerberater gehen muss. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich darf Sie, Herr Matznetter, bitten: Nehmen Sie sich dieser Zielformulierung endlich einmal an! Wir haben uns Ihre Steuerberech-
Abg. Eder: Jetzt brauchen alle zwei!
nungsmethode angeschaut – die stammt aus dem Kopf eines Steuerberaters. Dann braucht jeder Österreicher einen Steuerberater, damit er das, was Sie hier vorgeschlagen haben, einigermaßen verstehen kann. (Abg. Eder: Jetzt brauchen alle zwei!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir wollen eine einfache Steuerberechnung, die jeder durchführen kann, die einfach, transparent und gerecht ist. Das muss die Zukunft in der Steuerpolitik Österreichs sein! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Die Österreicherinnen und Österreicher vertrauen auf diese stabile Regierung, auf diesen stabilen Regierungskurs. Dieses Budget sorgt für Arbeit und Beschäftigung, für mehr Einkommen und für ein perspektivenreiches Österreich. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen, der SPÖ und der ÖVP sowie des Abg. Walch.
Ich habe vorhin gesehen, dass Sektionschef Steger und Ministerialrat Fleischmann hier sind. Ich bitte sie, diesen Dank in ihrem Hause weiterzugeben. (Beifall bei den Grünen, der SPÖ und der ÖVP sowie des Abg. Walch.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Im Vergleich zur Qualität dieser schriftlichen Unterlagen war die so genannte Budgetrede von Karl-Heinz Grasser verzichtbar. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Keine falschen Hoffnungen!
Wir sind es schon gewöhnt, dass große Worte – der Herr Finanzminister hat ein, wie soll ich sagen, ich meine das gar nicht so negativ, flinkes Mundwerk – mit den konkreten Zahlen nicht übereinstimmen, die großen Worte den Zahlen nicht standhalten. Ich werde heute aber nicht eingehen auf die Spekulationen für 2007, 2008 und was weiß ich, wie das auch Herr Stummvoll getan hat, denn für mich steht fest, dass für diese Zeit Karl-Heinz Grasser nicht mehr verantwortlich sein wird (Abg. Mag. Molterer: Keine falschen Hoffnungen!) und dass es sich deswegen heute nicht lohnt, darauf einzugehen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Wir sind es schon gewöhnt, dass große Worte – der Herr Finanzminister hat ein, wie soll ich sagen, ich meine das gar nicht so negativ, flinkes Mundwerk – mit den konkreten Zahlen nicht übereinstimmen, die großen Worte den Zahlen nicht standhalten. Ich werde heute aber nicht eingehen auf die Spekulationen für 2007, 2008 und was weiß ich, wie das auch Herr Stummvoll getan hat, denn für mich steht fest, dass für diese Zeit Karl-Heinz Grasser nicht mehr verantwortlich sein wird (Abg. Mag. Molterer: Keine falschen Hoffnungen!) und dass es sich deswegen heute nicht lohnt, darauf einzugehen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Den Finanzausgleich gibt es schon! Woher kommt denn das Geld der Länder?
rung dazurechnen 2,3 Prozent. Das ist nicht irrrelevant, da geht es um Milliarden Euro. Das Bundesdefizit ist um 1,3 Milliarden € höher als das gesamtstaatliche Defizit; das liegt an den Überschüssen der Länder und Gemeinden. Aber wir debattieren hier nicht die Überschüsse der Länder und Gemeinden, da hat der Bund auch nichts mitzureden – unser Thema ist der Bund und sonst nichts! (Abg. Scheibner: Den Finanzausgleich gibt es schon! Woher kommt denn das Geld der Länder?)
Abg. Großruck: Das haben wir gestern schon gehört! – Abg. Mag. Kogler: Wir haben es eben nicht gehört!
In einigen Punkten war die Budgetrede schon auch interessant, nämlich vor allem dort, wo sich der Finanzminister – und das ist sein gutes Recht – nicht an seinen Text gehalten hat. „Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt. Es ist Diebstahl an der Allgemeinheit.“ – Ja, das steht in der schriftlichen Budgetrede (Abg. Großruck: Das haben wir gestern schon gehört! – Abg. Mag. Kogler: Wir haben es eben nicht gehört!), der Herr Finanzminister hat es jedoch nicht für richtig gehalten, diese Worte zu wiederholen. Das ist sein gutes Recht – auf dem Vorblatt steht ja auch immer: „Es gilt das gesprochene Wort!“ Also gelten diese zwei Sätze nicht, denn er hat sie ja nicht gesprochen. Schade! Sehr schade, Herr Finanzminister Grasser!
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Wir wollen jetzt nicht darüber spekulieren, ob das heißt – da das ja nicht gilt –, dass Steuerhinterziehung eben doch ein Kavaliersdelikt ist und kein Diebstahl an der Allgemeinheit – im Zweifel wollten Sie sich nur vor dem demonstrativen Beifall der Oppositionsfraktionen schützen. Mit diesem Verdacht hatten Sie natürlich Recht, diesen zwei Sätzen hätten wir gerne zugestimmt. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Aber, Herr Finanzminister – ich widerstehe jetzt der Versuchung, auf die Steuerpflicht, auf Fragen der Steuerhinterziehung, auf die staatsanwaltschaftliche Prüfung dieser Angelegenheit einzugehen; die Versuchung ist groß, aber ich widerstehe –, ich sage Ihnen ganz grundsätzlich zum Hintergrund auch Ihrer Weigerung, diese zwei Sätze zu wiederholen: Ein Finanzminister der Republik Österreich hat keine Spenden, Geschenke, Zahlungen – welcher Art auch immer – von einer Interessenvertretung anzunehmen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Fasslabend: Ein alter Hut ist das jetzt schon!
Sie nicht und auch kein anderer Minister der Bundesregierung! Auch kein Verein, der aus Ihren engsten Mitarbeitern besteht, hat eine Zahlung, ein Geschenk einer Interessenvertretung anzunehmen! (Abg. Dr. Fasslabend: Ein alter Hut ist das jetzt schon!) – Das ist ein alter Hut? – Das ist eine interessante Formulierung vom Herrn Kollegen von der ÖVP! (Abg. Dr. Fasslabend: Immer das Gleiche!)
Abg. Dr. Fasslabend: Immer das Gleiche!
Sie nicht und auch kein anderer Minister der Bundesregierung! Auch kein Verein, der aus Ihren engsten Mitarbeitern besteht, hat eine Zahlung, ein Geschenk einer Interessenvertretung anzunehmen! (Abg. Dr. Fasslabend: Ein alter Hut ist das jetzt schon!) – Das ist ein alter Hut? – Das ist eine interessante Formulierung vom Herrn Kollegen von der ÖVP! (Abg. Dr. Fasslabend: Immer das Gleiche!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ein Finanzminister hat meiner Meinung nach auch für Vorträge von Banken, die sein Haus beaufsichtigt, keine Vortragshonorare zu nehmen, Herr Kollege von der ÖVP. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Gaál.
Ein Finanzminister hat sich – auch wenn es hier um sehr kleine Beträge geht, gemessen am Gehalt des Finanzministers – auch kein Flugticket von einer staatlichen Fluglinie schenken zu lassen, Herr Kollege von der ÖVP. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Gaál.)
Abg. Mag. Molterer: Haben Sie das Not?
Um diese Dinge geht es! Und der Grat, den der Finanzminister hier geht, ist seit Jahren sehr schmal. (Abg. Mag. Molterer: Haben Sie das Not?) Und meines Erachtens fängt politische Korruption, Herr Kollege Molterer, nicht erst dort an, wo ein Staatsanwalt Grund sieht, aus der Sicht des Strafrechts tätig zu werden, sondern viel, viel früher. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Das Strafrecht steht aber schon noch im Gesetzbuch, oder geht das nach Gutdünken?)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Das Strafrecht steht aber schon noch im Gesetzbuch, oder geht das nach Gutdünken?
Um diese Dinge geht es! Und der Grat, den der Finanzminister hier geht, ist seit Jahren sehr schmal. (Abg. Mag. Molterer: Haben Sie das Not?) Und meines Erachtens fängt politische Korruption, Herr Kollege Molterer, nicht erst dort an, wo ein Staatsanwalt Grund sieht, aus der Sicht des Strafrechts tätig zu werden, sondern viel, viel früher. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Das Strafrecht steht aber schon noch im Gesetzbuch, oder geht das nach Gutdünken?)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Im Übrigen rate ich jedem Steuerpflichtigen, der nicht Finanzminister ist, sich diese Konstruktion mit dem Verein, den Spenden und so weiter ja nicht zum Vorbild zu nehmen, ja nicht analoge Konstruktionen zu wählen, denn sonst sind Sie bei der Steuerprüfung durch das Finanzamt garantiert dran. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der Wähler wird es Ihnen schenken!
Und dann wird es echt lustig, denn dann sagen Sie, Herr Finanzminister Grasser: „Damit werden den österreichischen Steuerzahlern elf Tage mehr an Freiheit geschenkt.“ – Ich zum Beispiel bin solch ein österreichischer Steuerzahler. Ich habe meinen Kalender heute in der Früh akribisch überprüft und die elf Tage Freiheit, die mir die Republik oder der Herr Finanzminister persönlich geschenkt haben soll, nicht gefunden. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der Wähler wird es Ihnen schenken!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgesehen davon – das gilt für alle Mitglieder der Bundesregierung, aber insbesondere für den Herrn Finanzminister –: Von Ihnen lasse ich mir nichts schenken! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Und zweitens: Selbst dann, wenn ich auf diesen Grundsatz vergessen sollte, würde ich, wenn Sie mir schon etwas schenken, ganz bestimmt dafür Schenkungssteuer zahlen – im Gegensatz zu bestimmten Mitgliedern dieser Bundesregierung. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.)
Abg. Dr. Fasslabend: Ich auch nicht! Ich glaube das auch nicht!
Ich meine: Können Sie das lesen, oder gilt diese Tragödie der Tatsache von 20 Prozent mit nicht ausreichender Lesefähigkeit auch für Politiker und Politikerinnen der Regierungsfraktionen? – Das kann ich nicht glauben! (Abg. Dr. Fasslabend: Ich auch nicht! Ich glaube das auch nicht!) – Was glauben Sie nicht, die PISA-Studie glauben Sie nicht? Das Ergebnis glauben Sie nicht? – Dann wundert es mich nicht, dass Sie keine Konsequenzen daraus ziehen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich meine: Können Sie das lesen, oder gilt diese Tragödie der Tatsache von 20 Prozent mit nicht ausreichender Lesefähigkeit auch für Politiker und Politikerinnen der Regierungsfraktionen? – Das kann ich nicht glauben! (Abg. Dr. Fasslabend: Ich auch nicht! Ich glaube das auch nicht!) – Was glauben Sie nicht, die PISA-Studie glauben Sie nicht? Das Ergebnis glauben Sie nicht? – Dann wundert es mich nicht, dass Sie keine Konsequenzen daraus ziehen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Herr Kollege Fasslabend von der ÖVP! 18 000 pro Jahr! Innerhalb von fünf Jahren haben Sie hier einen Bestand von – wie viel ist fünf Mal 18 000? – 90 000! 18 000 Menschen pro Jahr, die für die Erfordernisse des modernen Arbeitsmarktes keine Voraussetzungen haben! (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Das ist Ihnen Wurscht? – Das kann doch nicht wahr sein!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ
Jeder Euro Kürzung, meine Damen und Herren, in diesem Bereich, insbesondere im Bereich der Volksschulen, fällt uns später, in den kommenden Jahren, doppelt und dreifach und zehnfach auf den Kopf (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ): im Bereich der Arbeitslosen, im Bereich der Notstandsbezieher, der Sozialhilfe und natürlich im Bereich der Umschulungsmaßnahmen bei den Versuchen, diese armen Menschen – es ist wirklich eine Tragödie! – entsprechend nachzuschulen. Also selbst ökonomisch, von den Folgekosten her gesehen, ist das, was hier passiert, ein Wahnsinn!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das nehmen Sie in Kauf? Statt zu sagen: Okay, wir haben hier ein echtes Problem, wir müssen etwas tun! Auch 16 000 in diesem untersten Bildungsbereich sind 16 000 zu viel, hier darf und kann nicht gekürzt werden! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Wir brauchen jetzt Maßnahmen für die individuelle Förderung, für die kleineren Schulklassen, für – last but not least – stärkeren, besseren muttersprachlichen Zusatzunterricht, für klassenübergreifendes Lernen und so weiter. – Auch in der Budgetrede findet sich irgendwo ein Passus, der von der Lesekompetenz und der Sprachkultur etwas sagt – im positiven Sinne selbstverständlich.
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Und was passiert? – Sie kürzen die Zahl der Dienstposten in den Volksschulen? So werden Sie die Lesekompetenz und die Sprachkompetenz nicht nur, aber auch bei kleinen Menschen mit nichtdeutscher Muttersprache erhöhen? (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Das ist personalintensiv, meine Damen und Herren, das geht nicht über den Computer, und es kostet Geld!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Diese Zukunftsinvestition, diese Investition in die Zukunft unserer Kinder, Frau Kollegin Brinek, das sollte es uns wert sein. Das sollte es uns wert sein, diese Investition sollten wir uns leisten. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Das haben die Frauen, die jetzt in der Küche stehen, genau gehört!
Kinder zum Motto, zur Grundlage unseres politischen Tuns machen! Das sehe ich in diesem Budget nicht. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Das haben die Frauen, die jetzt in der Küche stehen, genau gehört!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Super, Herr Finanzminister Grasser, ausnahmsweise bin ich ganz Ihrer Meinung. Nur, wissen Sie, worauf Sie sich da einlassen? – Das Budget des MIT – das ist eine Superuniversität, die Nobelpreisträger auf dem Fließband produziert – ist so groß wie das Gesamtbudget aller österreichischen Universitäten zusammengenommen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Wieder das Gleiche sagen wie gestern!
Bundesminister für Finanzen Mag. Karl-Heinz Grasser: Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Werte Staatssekretäre! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Vielleicht darf ich kurz nochmals mit dem Budget 2006 beginnen. (Abg. Öllinger: Wieder das Gleiche sagen wie gestern!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
1,5 Milliarden € mehr an Entlastung ist ein wichtiger Punkt für den Aufschwung, ein wichtiger Punkt für mehr Beschäftigung. Damit stehen wir im europäischen Vergleich sehr gut da. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
päischen Vergleich niedrig ist, halb so hoch ist, haben wir gesagt, wir laden zu einer nationalen Kraftanstrengung zur Reduktion der Arbeitslosigkeit ein. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Das ist Freiheitsentzug!
Es ist auch nicht so, dass wir im Budget 2006 keinen Schwerpunkt setzen würden, sondern selbstverständlich sind im Budget 2006 104 Millionen € mehr für den Arbeitsmarkt vorgesehen. (Abg. Mag. Kogler: Das ist Freiheitsentzug!) Wir investieren 1,5 Milliarden € für die aktivierende und die aktive Arbeitsmarktpolitik, und wir geben in Summe 4,9 Milliarden € für den Arbeitsmarkt aus. Ich sage nur, uns ist das wichtig.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir sehen die Familien, wir sehen die Betroffenen, wir sehen die Sorgen der Angehörigen. Unser größtes Anliegen ist es, die Arbeitslosen von heute wieder in Beschäftigung zu bringen. Tun wir das gemeinsam! Das ist die Einladung, die ich gerne ausspreche. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Nein, leider!
Zu den Schwerpunkten. Meine Damen und Herren! Wir diskutieren nicht das erste Mal ein Budget. (Abg. Öllinger: Nein, leider!) Und ich denke, man sollte die Seriosität haben und sehen, was diese Bundesregierung seit dem Jahr 2000 getan hat. Es ist das siebente Budget, für das ich mit Staatssekretär Alfred Finz gemeinsam verantwortlich bin. Da müssen Sie schon sehen, wo wir verstärkt haben, wo wir Prioritäten, wo wir Schwerpunkte gesetzt haben.
Abg. Eder: Lauter zusätzliche Schulden!
Meine Damen und Herren! Forschung und Entwicklung: Wir geben seit dem Jahr 2000 bis zum Jahr 2006 10,1 Milliarden € für Forschung und Entwicklung aus, das ist ein Plus von 34 Prozent. Investitionen in Straße und Schiene: 17,7 Milliarden €, ein Plus von 60 Prozent im Vergleich zu Vorgängerregierungen. (Abg. Eder: Lauter zusätzliche Schulden!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das sind die Schwerpunkte, die wir setzen! Diese tun dem Land gut, sind wichtig, richtig gesetzt und notwendig. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe des Abg. Broukal.
Zur Glaubwürdigkeit, meine Damen und Herren! Man hinterfragt unsere Glaubwürdigkeit. (Zwischenrufe des Abg. Broukal.)
Abg. Reheis: Alles verscherbelt!
Ich darf ein bisschen erinnern! Meine Damen und Herren! Gehen Sie zurück ins Jahr 2000! Wir haben gesagt, wir machen ein Nulldefizit. Wissen Sie, wie die ersten Reaktionen waren? Erinnern Sie sich? – Außer Alfred Gusenbauer – er ist ein bisschen hin- und hergeschlenkert, er hat gesagt, schreiben wir das in die Verfassung, machen wir es doch wieder nicht; er hat sich nicht entscheiden können, was er will – haben die meisten gesagt, das erreichen wir nie. (Abg. Reheis: Alles verscherbelt!)
Abg. Sburny: Ist ja auch so!
Meine Damen und Herren! Nicht 2010, sondern 2006 haben wir das Ziel fast erreicht. Die Grünen haben gesagt, das geht nur mit großen sozialen Einschnitten, ist praktisch nicht zu machen. (Abg. Sburny: Ist ja auch so!)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Jetzt wissen wir, wir stehen jetzt bei 40,7 Prozent Abgabenquote. Wir müssen um 0,7 Prozent herunterkommen. Wenn man rechnet und sich damit beschäftigt, kommt man darauf, dass das nicht 7 bis 8 Milliarden €, sondern 1,8 Milliarden € sind. – Nur so weit zur Seriosität der Debatte und zu den entsprechenden Zahlen. (Oh-Rufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Das habe ich heute gesagt! Sie hören nicht zu!
Sie haben heute wieder gesagt, wir sparen bei den Lehrern, im Landeslehrerbereich, bei den Volksschulen, wir tun nichts für die Bildung. Ich habe Ihnen gestern gesagt, wir sollten uns auf ein Prinzip einigen. Wir haben – und das sagen Sie nie dazu – in diesem Bereich der Landeslehrer 12 000 bis 13 000 Schüler weniger. Dass man bei um 12 000 bis 13 000 weniger Schülern weniger Lehrer hat, ist relativ klar, daher geben wir auch um knapp 30 Millionen € weniger aus. (Abg. Dr. Van der Bellen: Das habe ich heute gesagt! Sie hören nicht zu!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben auf der anderen Seite im Bundesschulbereich, im Bereich der höheren Schulen 6 000 Schüler mehr. Wir geben um 57 Millionen € mehr in diesem Bereich aus. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Da sind ja die Pensionen eingerechnet! Das stimmt ja nicht!
Schauen wir uns an, wie viel Geld wir ausgeben! OECD-Statistik, vergleichbar gemacht alle Länder, die OECD-Mitglieder sind, alle westlichen Industrienationen. Österreich gibt im Volksschulbereich 6 500 Dollar pro Schüler aus. (Abg. Öllinger: Da sind ja die Pensionen eingerechnet! Das stimmt ja nicht!) Finnland, der PISA-Gewinner, die besten Ergebnisse bei PISA, gibt 4 700 Dollar aus. Höhere Schulen: Österreich gibt 8 500 Dollar pro Schüler aus, Finnland 6 500 Dollar pro Schüler.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wir geben um 30, 40 Prozent mehr aus, das heißt, es liegt nicht vor allem am Geld. Also ändern wir das System! Schauen wir, dass wir zur besten Qualität kommen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Ja!
Herr Abgeordneter Gusenbauer, Sie sprechen von willkürlicher Budgeterstellung (Abg. Öllinger: Ja!) und argumentieren das mit dem Budgetbericht 2006, mit der Übersicht 10, wo es einen Zahlensturz gibt. Und Sie sagen dazu, wir irren uns um 550 Millionen € bei der Körperschaftsteuer. (Abg. Dr. Gusenbauer: Genau!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Genau!
Herr Abgeordneter Gusenbauer, Sie sprechen von willkürlicher Budgeterstellung (Abg. Öllinger: Ja!) und argumentieren das mit dem Budgetbericht 2006, mit der Übersicht 10, wo es einen Zahlensturz gibt. Und Sie sagen dazu, wir irren uns um 550 Millionen € bei der Körperschaftsteuer. (Abg. Dr. Gusenbauer: Genau!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Etwas lasse ich sicherlich nicht zu: dass Sie mein Haus schlecht machen, dass Sie meine Experten schlecht machen, dass Sie das Bundesministerium für Finanzen und meine Beamten in den Schmutz ziehen! Das geht sicherlich nicht, Herr Abgeordneter! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Molterer: In besserer Qualität!
Ich sage Ihnen auch, warum es ein wirklich völlig unseriöses Argument ist und Sie sich offensichtlich nicht einmal mit den Budgetunterlagen auseinander gesetzt haben. Wir drucken in etwa 2 500 Seiten an Budgetunterlagen. Herr Van der Bellen hat gesagt, wir stellen mehr Unterlagen zur Verfügung, und zwar in aller Transparenz und früher, als das bisher der Fall war. (Abg. Mag. Molterer: In besserer Qualität!) Wir haben bei
Abg. Mag. Kogler: Leider auf der wichtigsten!
2 500 Seiten einen Ziffernsturz gehabt. Das war auf Seite 82 im Budgetbericht. (Abg. Mag. Kogler: Leider auf der wichtigsten!) Wir haben diesen Ziffernsturz selbst erkannt, brauchen Sie also nicht dazu. Wir haben die neue Seite beigelegt, haben diese neue Seite schon durch den Ministerrat gebracht und dort auch beschlossen und das so in das Hohe Haus geliefert. Wir haben also diesen Ziffernsturz selbst entsprechend korrigiert und Ihnen die richtigen Unterlagen geliefert.
Abg. Scheibner: Unseriöse Argumentation!
Wenn Sie, Herr Gusenbauer, sagen, ein Budget sei willkürlich erstellt, wenn uns ein Druckfehler passiert, den wir selbst richtig stellen, dann fehlt Ihnen die Sachlichkeit. (Abg. Scheibner: Unseriöse Argumentation!) Das ist Polemik, das hat nichts mit Budgetpolitik zu tun. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn Sie, Herr Gusenbauer, sagen, ein Budget sei willkürlich erstellt, wenn uns ein Druckfehler passiert, den wir selbst richtig stellen, dann fehlt Ihnen die Sachlichkeit. (Abg. Scheibner: Unseriöse Argumentation!) Das ist Polemik, das hat nichts mit Budgetpolitik zu tun. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Schieder: Ach so, im Ziffernsturz sollte man den Kassasturz machen!
Wenn ich bei der Glaubwürdigkeit bleiben darf. (Abg. Schieder: Ach so, im Ziffernsturz sollte man den Kassasturz machen!) Meine Damen und Herren! Herr Gusenbauer und Herr Matznetter haben eine Pressekonferenz gemacht und damals gesagt: Senken wir die Körperschaftsteuer auf 25 Prozent! – Die Regierung hat es gemacht. Dann haben sie gesagt: Entlasten wir die Einkommen der Arbeitnehmer um 1,5 Milliarden €! – Die Regierung hat es gemacht. (Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt ja nicht!) Die Sozialdemokratie hat gegen die Entlastung gestimmt, gegen die Steuerreform gestimmt, genauso wie die Grünen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Weil Sie es nicht gemacht haben!) Offensichtlich sind beide für Steuererhöhungen, die Grünen sprechen es aus. Das unterscheidet uns. Das ist gut. Arbeiten wir das heraus! Wir wollen die Steuern und Abgaben senken! Wir wollen entlasten! Wir wollen die Kaufkraft der Menschen erhöhen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind der Belastungsminister!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt ja nicht!
Wenn ich bei der Glaubwürdigkeit bleiben darf. (Abg. Schieder: Ach so, im Ziffernsturz sollte man den Kassasturz machen!) Meine Damen und Herren! Herr Gusenbauer und Herr Matznetter haben eine Pressekonferenz gemacht und damals gesagt: Senken wir die Körperschaftsteuer auf 25 Prozent! – Die Regierung hat es gemacht. Dann haben sie gesagt: Entlasten wir die Einkommen der Arbeitnehmer um 1,5 Milliarden €! – Die Regierung hat es gemacht. (Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt ja nicht!) Die Sozialdemokratie hat gegen die Entlastung gestimmt, gegen die Steuerreform gestimmt, genauso wie die Grünen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Weil Sie es nicht gemacht haben!) Offensichtlich sind beide für Steuererhöhungen, die Grünen sprechen es aus. Das unterscheidet uns. Das ist gut. Arbeiten wir das heraus! Wir wollen die Steuern und Abgaben senken! Wir wollen entlasten! Wir wollen die Kaufkraft der Menschen erhöhen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind der Belastungsminister!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Weil Sie es nicht gemacht haben!
Wenn ich bei der Glaubwürdigkeit bleiben darf. (Abg. Schieder: Ach so, im Ziffernsturz sollte man den Kassasturz machen!) Meine Damen und Herren! Herr Gusenbauer und Herr Matznetter haben eine Pressekonferenz gemacht und damals gesagt: Senken wir die Körperschaftsteuer auf 25 Prozent! – Die Regierung hat es gemacht. Dann haben sie gesagt: Entlasten wir die Einkommen der Arbeitnehmer um 1,5 Milliarden €! – Die Regierung hat es gemacht. (Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt ja nicht!) Die Sozialdemokratie hat gegen die Entlastung gestimmt, gegen die Steuerreform gestimmt, genauso wie die Grünen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Weil Sie es nicht gemacht haben!) Offensichtlich sind beide für Steuererhöhungen, die Grünen sprechen es aus. Das unterscheidet uns. Das ist gut. Arbeiten wir das heraus! Wir wollen die Steuern und Abgaben senken! Wir wollen entlasten! Wir wollen die Kaufkraft der Menschen erhöhen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind der Belastungsminister!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind der Belastungsminister!
Wenn ich bei der Glaubwürdigkeit bleiben darf. (Abg. Schieder: Ach so, im Ziffernsturz sollte man den Kassasturz machen!) Meine Damen und Herren! Herr Gusenbauer und Herr Matznetter haben eine Pressekonferenz gemacht und damals gesagt: Senken wir die Körperschaftsteuer auf 25 Prozent! – Die Regierung hat es gemacht. Dann haben sie gesagt: Entlasten wir die Einkommen der Arbeitnehmer um 1,5 Milliarden €! – Die Regierung hat es gemacht. (Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt ja nicht!) Die Sozialdemokratie hat gegen die Entlastung gestimmt, gegen die Steuerreform gestimmt, genauso wie die Grünen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Weil Sie es nicht gemacht haben!) Offensichtlich sind beide für Steuererhöhungen, die Grünen sprechen es aus. Das unterscheidet uns. Das ist gut. Arbeiten wir das heraus! Wir wollen die Steuern und Abgaben senken! Wir wollen entlasten! Wir wollen die Kaufkraft der Menschen erhöhen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind der Belastungsminister!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir versuchen, wirklich ganz seriös, verantwortungsbewusst einen Weg für dieses Land zu gehen. Die Budgetdaten lassen sich herzeigen. Wir sind das Land in Europa, das in den letzten Jahren die Steuern am stärksten gesenkt hat. Und damit ist das ein sehr seriöser, sachlicher Kurs mit guten Ergebnissen für das Land, die bestätigt werden. Schauen Sie sich das an: Einkommen der Bevölkerung: 27 Milliarden € mehr, Sparguthaben: 12 Milliarden € mehr, 100 000 mehr Beschäftigte – eine Bilanz, die für uns spricht! Wir warten auf Ihre Alternativen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Nach dem Finanzminister sicher! – demonstrativer Beifall bei der SPÖ
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Bundesminister! Meine Herren Staatssekretäre! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Irgendwie bin ich enttäuscht ob dieser Diskussion heute (Abg. Dr. Gusenbauer: Nach dem Finanzminister sicher! – demonstrativer Beifall bei der SPÖ) – nein, warten Sie einmal, Herr Dr. Gusenbauer, warten Sie einmal! –, und zwar enttäuscht aus folgendem Grund: Der Herr Finanzminister hielt gestern eine wirklich solide, seriöse Budgetrede. (Abg. Dr. Gusenbauer: Waren Sie gestern nicht da?) Herr Dr. Gusenbauer! Die Budgetsprecher der Regierungsparteien Stummvoll und Bucher strecken Ihnen die Hand entgegen, und Ihre Antwort ist polemisieren, polarisieren, diskriminieren. Das ist nicht der Stil. (Abg. Dr. Gusenbauer: Oh ja!) Das ist ein Verunsicherungsprogramm für die Menschen, und das lehnen die Menschen in Österreich ab. Ich kann Ihnen sagen, Sie werden das auch am nächsten Wahltag wieder erleben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Waren Sie gestern nicht da?
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Bundesminister! Meine Herren Staatssekretäre! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Irgendwie bin ich enttäuscht ob dieser Diskussion heute (Abg. Dr. Gusenbauer: Nach dem Finanzminister sicher! – demonstrativer Beifall bei der SPÖ) – nein, warten Sie einmal, Herr Dr. Gusenbauer, warten Sie einmal! –, und zwar enttäuscht aus folgendem Grund: Der Herr Finanzminister hielt gestern eine wirklich solide, seriöse Budgetrede. (Abg. Dr. Gusenbauer: Waren Sie gestern nicht da?) Herr Dr. Gusenbauer! Die Budgetsprecher der Regierungsparteien Stummvoll und Bucher strecken Ihnen die Hand entgegen, und Ihre Antwort ist polemisieren, polarisieren, diskriminieren. Das ist nicht der Stil. (Abg. Dr. Gusenbauer: Oh ja!) Das ist ein Verunsicherungsprogramm für die Menschen, und das lehnen die Menschen in Österreich ab. Ich kann Ihnen sagen, Sie werden das auch am nächsten Wahltag wieder erleben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Oh ja!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Bundesminister! Meine Herren Staatssekretäre! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Irgendwie bin ich enttäuscht ob dieser Diskussion heute (Abg. Dr. Gusenbauer: Nach dem Finanzminister sicher! – demonstrativer Beifall bei der SPÖ) – nein, warten Sie einmal, Herr Dr. Gusenbauer, warten Sie einmal! –, und zwar enttäuscht aus folgendem Grund: Der Herr Finanzminister hielt gestern eine wirklich solide, seriöse Budgetrede. (Abg. Dr. Gusenbauer: Waren Sie gestern nicht da?) Herr Dr. Gusenbauer! Die Budgetsprecher der Regierungsparteien Stummvoll und Bucher strecken Ihnen die Hand entgegen, und Ihre Antwort ist polemisieren, polarisieren, diskriminieren. Das ist nicht der Stil. (Abg. Dr. Gusenbauer: Oh ja!) Das ist ein Verunsicherungsprogramm für die Menschen, und das lehnen die Menschen in Österreich ab. Ich kann Ihnen sagen, Sie werden das auch am nächsten Wahltag wieder erleben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Bundesminister! Meine Herren Staatssekretäre! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Irgendwie bin ich enttäuscht ob dieser Diskussion heute (Abg. Dr. Gusenbauer: Nach dem Finanzminister sicher! – demonstrativer Beifall bei der SPÖ) – nein, warten Sie einmal, Herr Dr. Gusenbauer, warten Sie einmal! –, und zwar enttäuscht aus folgendem Grund: Der Herr Finanzminister hielt gestern eine wirklich solide, seriöse Budgetrede. (Abg. Dr. Gusenbauer: Waren Sie gestern nicht da?) Herr Dr. Gusenbauer! Die Budgetsprecher der Regierungsparteien Stummvoll und Bucher strecken Ihnen die Hand entgegen, und Ihre Antwort ist polemisieren, polarisieren, diskriminieren. Das ist nicht der Stil. (Abg. Dr. Gusenbauer: Oh ja!) Das ist ein Verunsicherungsprogramm für die Menschen, und das lehnen die Menschen in Österreich ab. Ich kann Ihnen sagen, Sie werden das auch am nächsten Wahltag wieder erleben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Was heißt „Ziffernsturz“?
Herr Dr. Gusenbauer, Hand aufs Herz, wirklich Hand aufs Herz: Hätte Herr Finanzminister Grasser diesen Ziffernsturz nicht mit Beilagenzettel korrigiert, hätten Sie den Fehler wahrscheinlich nicht einmal bemerkt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Was heißt „Ziffernsturz“?)
Abg. Mag. Kogler: Sie wissen ja schon wieder nicht, was Sie beschließen!
Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Wir haben die vordringlichen Ziele gehört. Wir wollen Arbeitsplätze sichern, wir wollen Beschäftigung sichern, wir wollen die Schulden abbauen, wir wollen den Menschen Sicherheit geben. (Abg. Mag. Kogler: Sie wissen ja schon wieder nicht, was Sie beschließen!) Herr Dr. Gusenbauer! Wir wollen den Menschen Sicherheit geben, wir wollen einen ausgeglichenen Haushalt über den Zyklus. Wir wollen die Senkung der Steuer- und Abgabenquote auf 40 Prozent bis zum Jahr 2010. Wir wollen Wachstumsanreize durch Investitionen in Bildung, Forschung, Entwicklung und Infrastruktur. Und wir wissen, dass wir zudem vor großen Herausforderungen stehen. Wir brauchen Antworten auf die Globalisierung, auf die Liberalisierung, wir brauchen Antworten auf die Flexibilisierung von Arbeitszeiten, wir brauchen Treffsicherheit im Sozialsystem.
Abg. Dr. Gusenbauer: Ah ja?!
Und wir haben bereits Antworten gegeben (Abg. Dr. Gusenbauer: Ah ja?!) mit der Steuerreform, mit dem Budget. (Abg. Eder: Falsch!) Wenn Sie die Steuerreform kritisieren und meinen, das sei nur eine Steuerreform für ein paar Industrielle und für ein paar Traktorfahrer, dann, das muss ich Ihnen ehrlich sagen, haben Sie den Sinn und Zweck dieser Steuerreform nicht kapiert. (Abg. Mag. Kogler: Bravo! – Demonstrativer Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Herr Dr. Gusenbauer, da geht es um die Sicherung des Wirtschaftsstandortes, um die Sicherung von Arbeitsplätzen für die Menschen, damit sie ein Einkommen haben und Investitionen tätigen können, sodass die Wertschöpfung in der Region bleibt. Und da geht es um die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich. Dazu gehört natürlich auch die Landwirtschaft. Auch Schwerpunkte für die Familien und für die Pendler sind mit dabei.
Abg. Eder: Falsch!
Und wir haben bereits Antworten gegeben (Abg. Dr. Gusenbauer: Ah ja?!) mit der Steuerreform, mit dem Budget. (Abg. Eder: Falsch!) Wenn Sie die Steuerreform kritisieren und meinen, das sei nur eine Steuerreform für ein paar Industrielle und für ein paar Traktorfahrer, dann, das muss ich Ihnen ehrlich sagen, haben Sie den Sinn und Zweck dieser Steuerreform nicht kapiert. (Abg. Mag. Kogler: Bravo! – Demonstrativer Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Herr Dr. Gusenbauer, da geht es um die Sicherung des Wirtschaftsstandortes, um die Sicherung von Arbeitsplätzen für die Menschen, damit sie ein Einkommen haben und Investitionen tätigen können, sodass die Wertschöpfung in der Region bleibt. Und da geht es um die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich. Dazu gehört natürlich auch die Landwirtschaft. Auch Schwerpunkte für die Familien und für die Pendler sind mit dabei.
Abg. Mag. Kogler: Bravo! – Demonstrativer Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Und wir haben bereits Antworten gegeben (Abg. Dr. Gusenbauer: Ah ja?!) mit der Steuerreform, mit dem Budget. (Abg. Eder: Falsch!) Wenn Sie die Steuerreform kritisieren und meinen, das sei nur eine Steuerreform für ein paar Industrielle und für ein paar Traktorfahrer, dann, das muss ich Ihnen ehrlich sagen, haben Sie den Sinn und Zweck dieser Steuerreform nicht kapiert. (Abg. Mag. Kogler: Bravo! – Demonstrativer Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Herr Dr. Gusenbauer, da geht es um die Sicherung des Wirtschaftsstandortes, um die Sicherung von Arbeitsplätzen für die Menschen, damit sie ein Einkommen haben und Investitionen tätigen können, sodass die Wertschöpfung in der Region bleibt. Und da geht es um die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich. Dazu gehört natürlich auch die Landwirtschaft. Auch Schwerpunkte für die Familien und für die Pendler sind mit dabei.
Abg. Eder: Der Vergleich hinkt!
Es ist natürlich keine angenehme Entwicklung in Österreich, wenn man sich trotz Mehrbeschäftigung in der Größenordnung von nahezu 100 000 auch mit steigenden Arbeitslosenzahlen auseinander setzen muss. Keine Frage! Aber ich glaube, da ist es auch erlaubt, einen Vergleich mit Deutschland anzustellen. (Abg. Eder: Der Vergleich hinkt!) Wie geht es der rot-grünen Regierung in Deutschland, und was machen wir? – In Deutschland ist die Arbeitslosenrate mit 12,1 Prozent dreimal so hoch wie jene in Österreich, die bei 4,5 Prozent liegt. Sie hören richtig, die Zahl der 15- bis 19-jährigen Arbeitslosen ist bei uns um 3,7 Prozent zurückgegangen, während sie in Deutschland um 62 Prozent gestiegen ist.
Abg. Dr. Gusenbauer: Die ist eh gut bedient worden!
Und zu diesem Mosaik gehört auch die Landwirtschaft, Herr Dr. Gusenbauer. (Abg. Dr. Gusenbauer: Die ist eh gut bedient worden!) Auch die Landwirtschaft ist für die Wirtschaftsstandortsicherung in Österreich von Bedeutung. Wir sind durch den EU-Beitritt vor großen Herausforderungen gestanden. Wir haben die Agenda 2000 mehr oder weniger bewältigt, wir stecken mitten in der GAP-Reform und stehen vor WTO-Verhandlungen.
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Es steht die Förderung der ländlichen Entwicklung an. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) – Sie haben außer Arbeitsplatzvernichtung nichts im Kopf, Herr Krainer, das haben wir gestern gesehen! – Die Förderung der ländlichen Entwicklung ist, glaube ich, eine österreichische Erfolgsgeschichte, wo wir 10 Prozent der Mittel von Brüssel für Österreich sichern konnten. Und das gilt es jetzt auch für die Zukunft, bis zum Jahr 2013, für den ländlichen Raum, für die österreichischen Bauern abzusichern, denn wir wissen, dass gerade diese Programme, die wir da zur Verfügung stellen, etwa ein Umweltprogramm oder eine Ausgleichszulage für die Bergbauern, ganz wesentlich dafür sind, dass unsere Bauern diese Höfe auch im gesellschaftlichen Auftrag weiter bewirtschaften können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Freiheitsentzug!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Freiheitsentzug!
Es steht die Förderung der ländlichen Entwicklung an. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) – Sie haben außer Arbeitsplatzvernichtung nichts im Kopf, Herr Krainer, das haben wir gestern gesehen! – Die Förderung der ländlichen Entwicklung ist, glaube ich, eine österreichische Erfolgsgeschichte, wo wir 10 Prozent der Mittel von Brüssel für Österreich sichern konnten. Und das gilt es jetzt auch für die Zukunft, bis zum Jahr 2013, für den ländlichen Raum, für die österreichischen Bauern abzusichern, denn wir wissen, dass gerade diese Programme, die wir da zur Verfügung stellen, etwa ein Umweltprogramm oder eine Ausgleichszulage für die Bergbauern, ganz wesentlich dafür sind, dass unsere Bauern diese Höfe auch im gesellschaftlichen Auftrag weiter bewirtschaften können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Freiheitsentzug!)
Abg. Mag. Kogler: Sie entziehen die Freiheit für die, die das zahlen müssen!
Es gibt natürlich die Diskussion unter den Nettozahlern – und ich spreche das hier ganz offen an –, die meinen, es müsste weniger Geld ausgegeben werden, damit sich ihre Beiträge verringern würden. (Abg. Mag. Kogler: Sie entziehen die Freiheit für die, die das zahlen müssen!) Die Kommission legt in ihrem Haushaltsvorschlag fest, insgesamt zirka 1,14 Prozent des Bruttoinlandsproduktes der Mitgliedstaaten beanspruchen zu wollen, während sich eine Allianz von Nettozahlern gebildet hat, die sich für eine Begrenzung auf 1 Prozent des BIP stark macht.
Abg. Silhavy: Wie viel kriegen denn die Bauern aus dem Budget mehr?
Regionalität und Saisonalität der wirtschaftlichen Unternehmungen im ländlichen Raum – Gewerbetreibende, Wirtschaftstreibende, Bauern – verlangen nicht Konkurrenzdenken, sondern verlangen zunehmend mehr Kooperationsdenken, um in diesem globalisierten, konzentrierten Markt auch entsprechend bestehen zu können. (Abg. Silhavy: Wie viel kriegen denn die Bauern aus dem Budget mehr?) – Frau Silhavy, helfen Sie hier mit, denn da geht es auch um Arbeitsplätze, für die auch Sie sich einsetzen sollten, und da geht es auch um die entsprechende Emotionalisierung unserer Produkte.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Schaffen wir diese Sicherheit, diese Planbarkeit für unsere bäuerlichen Unternehmungen, für den ländlichen Raum! Alle, die wir hier leben, alle, die wir Sehnsüchte haben, werden davon Vorteile haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Fekter: Aber er ist gut!
Also leicht hat er es nicht. (Abg. Dr. Fekter: Aber er ist gut!) Verteidigt wurde er hier auch nicht wirklich. Seine gestrige Rede war, obwohl er 10 Minuten eingespart hat, auch nicht mehr geeignet, dass wenigstens Herr Präsident Khol sagt: Eine gute Rede, Karl-Heinz! – So hat es ja noch vor einiger Zeit geheißen. – Also alles rundherum ein bisschen nicht ganz so, wie er es sich erwartet hat!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Aber wirklich selbstkritisch sind Sie auch nicht!
Vor diesem Hintergrund kann man dem Finanzminister ja gar nicht vorwerfen, dass er mit sehr viel Eigenlob arbeitet, wenn auch dafür der Anlass nicht allzu groß ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Aber wirklich selbstkritisch sind Sie auch nicht!)
Abg. Scheibner: Sind Sie jetzt dafür oder dagegen?
Erste Feststellung: Das Bundesministerium für Finanzen hat wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Übrigens: Es ist nicht so, Herr Finanzminister, dass die Zahl auf dem Einlageblatt auf Seite 82 auf einen „Ziffernsturz“ zurückzuführen wäre. Das schaut nämlich ganz anders aus. Wer sich die gedruckte Ausfertigung und das Einlageblatt genau anschaut, der sieht, dass es sich um eine komplett andere Tabelle handelt – und die Damen und Herren im Finanzministerium machen eine sorgfältige Arbeit. Sie haben nämlich in ihrer ursprünglichen Berechnung bei der Körperschaftsteuer zu Recht angenommen, dass das Aufkommen an Körperschaftsteuer im Lichte dessen, dass zwei Drittel der drastischen Senkung erst im Jahr 2006 wirksam wird, von 3,6 Milliarden auf 3,250 Milliarden sinken wird. (Abg. Scheibner: Sind Sie jetzt dafür oder dagegen?)
Abg. Dr. Bleckmann: Wie viel Arbeitsplätze sind das?
Hochinteressant ist die jüngste Körperschaftsteuer-Statistik, die das Statistische Zentralamt herausgebracht hat. Dort findet man nämlich auf Seite 34 eine Aufstellung, wer bisher 78,3 Prozent der Körperschaftsteuer gezahlt hat. Das waren genau 1 584 Großunternehmungen, und die bekommen diese 80 Prozent, die Sie als Stärkung der österreichischen Wirtschaft verkaufen wollen! Das sind genau 1 500 der bestverdienenden Betriebe des Landes. (Abg. Dr. Bleckmann: Wie viel Arbeitsplätze sind das?) Und der Rest, nämlich 57 500 Fälle mit Mindestkörperschaftsteuer, so genannte Nullfälle, bekommt von Ihnen genau nichts. Nein, Sie bekommen auch noch die letzte Investitionsbegünstigung, die Investitionszusatzprämie, gestrichen. Das ist Steuerpolitik Marke ÖVP samt Beiwagerl FPÖ und heißt nichts anderes als: Wir fördern große internationale Konzerne statt die österreichische Wirtschaft. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Hochinteressant ist die jüngste Körperschaftsteuer-Statistik, die das Statistische Zentralamt herausgebracht hat. Dort findet man nämlich auf Seite 34 eine Aufstellung, wer bisher 78,3 Prozent der Körperschaftsteuer gezahlt hat. Das waren genau 1 584 Großunternehmungen, und die bekommen diese 80 Prozent, die Sie als Stärkung der österreichischen Wirtschaft verkaufen wollen! Das sind genau 1 500 der bestverdienenden Betriebe des Landes. (Abg. Dr. Bleckmann: Wie viel Arbeitsplätze sind das?) Und der Rest, nämlich 57 500 Fälle mit Mindestkörperschaftsteuer, so genannte Nullfälle, bekommt von Ihnen genau nichts. Nein, Sie bekommen auch noch die letzte Investitionsbegünstigung, die Investitionszusatzprämie, gestrichen. Das ist Steuerpolitik Marke ÖVP samt Beiwagerl FPÖ und heißt nichts anderes als: Wir fördern große internationale Konzerne statt die österreichische Wirtschaft. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
nationalen Konzernen gemacht haben, weil die nach Belieben Verlustkonzerne, Verlustbetriebe ansiedeln können, nur unterhalb anhängen müssen – und schon die österreichische Körperschaftsteuer auf null stellen können. Es wird ein Vielfaches kosten, die Lücken werden kaum zu schließen sein, und das, was Sie heute in dem Budget 2006 hier vorlegen, ist daher Makulatur. Es werden nicht 200 Millionen Mehrertrag sein, sondern es werden deutlich größere Löcher sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Aber jetzt kommen wir zum Hauptpunkt – und ich möchte auf diesen Punkt deswegen eingehen, weil sich die über 317 000 Arbeitslosen in einer der unangenehmsten Situationen des Landes befinden, aber nicht nur diese, sondern alle Österreicherinnen und Österreicher finden heute eine deutlich schlechtere Arbeitsplatzsituation vor als vor fünf Jahren. Und sie finden sie nicht nur deswegen schlechter vor, weil die Weltwirtschaft zurückgegangen ist, das auch, aber nicht nur, und das konzedieren wir gerne, Arbeitsplatzprobleme gibt es in ganz Europa. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Wir haben jedoch neue Dinge kennen gelernt: zum Beispiel 47 000 Jugendliche ohne Arbeit. Wir kannten vor der Regierung Schüssel eine Jugendarbeitslosigkeit in diesem Land nicht!
Abg. Dr. Fekter: Ja, permanent!
Wenn Sie mir das Beispiel Deutschland erlauben (Abg. Dr. Fekter: Ja, permanent!): Die Bundesrepublik Deutschland hat eine katastrophale Arbeitsplatzsituation mit heute 5 Millionen Arbeitslosen. Vor fünf Jahren waren es noch knapp über 4 Millionen, 4,2 Millionen im Jänner 2000. (Abg. Dr. Fekter: Schröder hat das ganze Land abgewirtschaftet!) Nur sollten Sie sich den Anstieg, bevor Sie zwischenrufen, anschauen, Frau Kollegin. Der Anstieg – 317 000 plus jene in Schulung, 57 000, wie es im Jänner der Fall war – ist nämlich bei uns deutlich schärfer als in Deutschland. Sie sollten daher nicht auf Deutschland schimpfen, sondern die Herren Bartenstein, Schüssel und Grasser dafür belangen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Schröder hat das ganze Land abgewirtschaftet!
Wenn Sie mir das Beispiel Deutschland erlauben (Abg. Dr. Fekter: Ja, permanent!): Die Bundesrepublik Deutschland hat eine katastrophale Arbeitsplatzsituation mit heute 5 Millionen Arbeitslosen. Vor fünf Jahren waren es noch knapp über 4 Millionen, 4,2 Millionen im Jänner 2000. (Abg. Dr. Fekter: Schröder hat das ganze Land abgewirtschaftet!) Nur sollten Sie sich den Anstieg, bevor Sie zwischenrufen, anschauen, Frau Kollegin. Der Anstieg – 317 000 plus jene in Schulung, 57 000, wie es im Jänner der Fall war – ist nämlich bei uns deutlich schärfer als in Deutschland. Sie sollten daher nicht auf Deutschland schimpfen, sondern die Herren Bartenstein, Schüssel und Grasser dafür belangen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn Sie mir das Beispiel Deutschland erlauben (Abg. Dr. Fekter: Ja, permanent!): Die Bundesrepublik Deutschland hat eine katastrophale Arbeitsplatzsituation mit heute 5 Millionen Arbeitslosen. Vor fünf Jahren waren es noch knapp über 4 Millionen, 4,2 Millionen im Jänner 2000. (Abg. Dr. Fekter: Schröder hat das ganze Land abgewirtschaftet!) Nur sollten Sie sich den Anstieg, bevor Sie zwischenrufen, anschauen, Frau Kollegin. Der Anstieg – 317 000 plus jene in Schulung, 57 000, wie es im Jänner der Fall war – ist nämlich bei uns deutlich schärfer als in Deutschland. Sie sollten daher nicht auf Deutschland schimpfen, sondern die Herren Bartenstein, Schüssel und Grasser dafür belangen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es gibt eine Möglichkeit, wie man es besser machen kann: Machen Sie Platz für Neuwahlen, dann gibt es ein besseres Budget und eine bessere Politik im Lande, eine, mit der die Einkommen steigen und nicht fallen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn Sie mich den Zwischenruf vielleicht quittieren lassen: Der Rechnungshof hat in seinem Einkommensbericht 2003 das Medianeinkommen für das Jahr 2003 dargestellt. Vergleicht man dieses mit dem Jahr 2000, so kommen Sie bei den unselbständig Erwerbstätigen, wenn Sie die Inflation herausrechnen, bei 15 001 € pro Jahr im Jahr 2000 auf einen Rückgang auf 14 608 € – netto gerechnet!
Abg. Silhavy: Das merkt der Stummvoll natürlich nicht!
Das heißt, in der Zeit, als die Verantwortung für die Finanzpolitik bei den Herren Schüssel, Bartenstein und Grasser lag, haben wir sinkende Realeinkommen, und das spüren die Menschen, weil sie weniger im Geldtaschel haben (Abg. Silhavy: Das merkt der Stummvoll natürlich nicht!), das spürt die Wirtschaft, weil die Kaufkraft nicht da ist, das spürt das gesamte Land, weil sich das Wachstum nur mehr im Rahmen des Durchschnitts der Union bewegt anstatt darüber.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Danke für das Eingeständnis: Die ÖVP kann es nicht so gut! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Trunk: PISA!
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Jetzt ist ja, Kollege Matzenetter, von Ihnen endlich einmal Klartext gesprochen worden. (Abg. Mag. Trunk: PISA!) – Nicht PISA! (Abg. Mag. Trunk: Matznetter!) – Ja, von mir aus, Matznetter, alles klar! Wichtig ist der Inhalt, den er hier gebracht hat.
Abg. Mag. Trunk: Matznetter!
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Jetzt ist ja, Kollege Matzenetter, von Ihnen endlich einmal Klartext gesprochen worden. (Abg. Mag. Trunk: PISA!) – Nicht PISA! (Abg. Mag. Trunk: Matznetter!) – Ja, von mir aus, Matznetter, alles klar! Wichtig ist der Inhalt, den er hier gebracht hat.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Es ist aber auch kein Wunder, dass nichts kommt, denn Sie haben ja außer Ihrer uralten Politik der Steuererhöhungen und der Defiziterhöhung nichts einzubringen. Und dann haben Sie ja sehr viel zu tun, um genau diese Konzepte wieder zu kaschieren, wie das bei Ihrem Wirtschaftsprogramm der Fall war. Sie verabschieden sich ja schon wieder von Ihrem Wirtschaftsprogramm. Nichts haben Sie hier präsentiert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Sie haben drei Anläufe gebraucht, bis Ihnen Ihre Spin-Doktoren klarmachen konnten, dass es nicht wirklich gescheit ist, in der Opposition zu sein und dauernd von Steuererhöhungen als einzigem wirtschaftspolitischem Konzept zu reden. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.) – Geh, bitte, vielleicht kannst du das dem Kollegen Matznetter sagen, der sich da hinten alteriert. Es ist leider so: Wir warten die ganze Zeit auf Ihre konstruktiven Ansätze, und es kommt nichts!
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Es ist aber auch kein Wunder, dass nichts kommt, denn Sie haben ja außer Ihrer uralten Politik der Steuererhöhungen und der Defiziterhöhung nichts einzubringen. Und dann haben Sie ja sehr viel zu tun, um genau diese Konzepte wieder zu kaschieren, wie das bei Ihrem Wirtschaftsprogramm der Fall war. Sie verabschieden sich ja schon wieder von Ihrem Wirtschaftsprogramm. Nichts haben Sie hier präsentiert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Sie haben drei Anläufe gebraucht, bis Ihnen Ihre Spin-Doktoren klarmachen konnten, dass es nicht wirklich gescheit ist, in der Opposition zu sein und dauernd von Steuererhöhungen als einzigem wirtschaftspolitischem Konzept zu reden. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.) – Geh, bitte, vielleicht kannst du das dem Kollegen Matznetter sagen, der sich da hinten alteriert. Es ist leider so: Wir warten die ganze Zeit auf Ihre konstruktiven Ansätze, und es kommt nichts!
Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich darf Ihnen sagen, was mir ein Oppositionsabgeordneter gesagt hat, der mich gebeten hat, seinen Namen nicht zu nennen. Nachdem Kollege Gusenbauer auch so „sachlich“ die Einnahmen bei der Einkommensteuer real mit den Beträgen verglichen hat, habe ich diesen Oppositionsabgeordneten gefragt: Was sagen Sie als Experte dazu? – Da hat er mich angeschaut und gesagt: Ich habe nicht zugehört. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das ist vielleicht auch eine Möglichkeit, auf die Vorschläge und Programme der Opposition zu reagieren, meine Damen und Herren. Aber es ist jedenfalls kein Markenzeichen dafür, dass Ihre Politik, Ihre sozialdemokratische Wirtschafts- und Steuerpolitik auch nur in irgendwelchen Ansätzen besser sein könnte als jene Politik, die FPÖ und ÖVP seit dem Jahr 2000 für Österreich umgesetzt haben, nämlich weitsichtig, klar, deutlich und nachvollziehbar. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Sie sind dauernd unter dem Tisch!
Die Vergleiche, die Sie halt immer scheuen, Herr Kollege Gusenbauer, meine Damen und Herren von der SPÖ, liegen ja auf dem Tisch. (Abg. Mag. Kogler: Sie sind dauernd unter dem Tisch!) Kollege Matznetter spricht hier davon, was vielleicht irgendwann einmal ein Abgeordneter Finz hier sagen wird. Sie als Abgeordneter haben ja seit fünf Jahren das Problem, dass Sie hier dauernd etwas verteidigen müssen, was Sie nicht verteidigen können, nämlich Ihre schlechte Wirtschafts- und Finanzpolitik in den Jahren bis 2000. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Vergleiche, die Sie halt immer scheuen, Herr Kollege Gusenbauer, meine Damen und Herren von der SPÖ, liegen ja auf dem Tisch. (Abg. Mag. Kogler: Sie sind dauernd unter dem Tisch!) Kollege Matznetter spricht hier davon, was vielleicht irgendwann einmal ein Abgeordneter Finz hier sagen wird. Sie als Abgeordneter haben ja seit fünf Jahren das Problem, dass Sie hier dauernd etwas verteidigen müssen, was Sie nicht verteidigen können, nämlich Ihre schlechte Wirtschafts- und Finanzpolitik in den Jahren bis 2000. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Was machen hingegen wir? – Für 2006 wird ein Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent prognostiziert. Hoffentlich springt die Wirtschaft wieder an! Die Lage ist jetzt gesamtwirtschaftlich gesehen aber jedenfalls wesentlich schlechter als zu Ihrer Zeit. Das Defizit erreicht jedoch nicht die Rekordhöhe von 2,3 Prozent wie zu Ihrer Zeit, sondern liegt bei 1,7 Prozent, meine Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und – jetzt kommt’s, und das ist für die Bevölkerung wichtig, denn da geht es um die Steuer- und Abgabenquote –: Damals musste die Bevölkerung Ihre falsche Politik mit einer Rekordabgabenquote von über 44 Prozent finanzieren, wir haben sie auf 40 Prozent gesenkt, das Geld geht zurück zu den Steuerzahlern! Sie aber waren – und sind – leider gegen diese Entlastungsoffensive! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Trunk: Und die Strompreise!
Herr Abgeordneter Gusenbauer, wenn Sie sagen, die Bevölkerung spüre diese Steuersenkung nicht, all das sei nichts, dann möchte ich wirklich einmal die Gegenfrage stellen. Die zweite Etappe der Steuerreform ist nämlich im Jänner dieses Jahres in Kraft getreten. (Abg. Mag. Trunk: Und die Strompreise!) – Danke schön, vielen Dank, Frau Kollegin! Sie sind zwar aus Kärnten, aber schauen Sie sich einmal die Strompreisentwicklung im sozialistisch geführten Wien an! Dort haben sie es wirklich geschafft: Obwohl es eigentlich eine Senkung geben müsste, wurden dort zu Lasten der Kleinsten die Strompreise und die Gaspreise erhöht. Man hat allerdings den Verrechnungsmodus geändert, damit das nicht so auffällt. Das ist Ihre Art und Weise, wie Sie die Bevölkerung belasten, Frau Kollegin Trunk! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.
Herr Abgeordneter Gusenbauer, wenn Sie sagen, die Bevölkerung spüre diese Steuersenkung nicht, all das sei nichts, dann möchte ich wirklich einmal die Gegenfrage stellen. Die zweite Etappe der Steuerreform ist nämlich im Jänner dieses Jahres in Kraft getreten. (Abg. Mag. Trunk: Und die Strompreise!) – Danke schön, vielen Dank, Frau Kollegin! Sie sind zwar aus Kärnten, aber schauen Sie sich einmal die Strompreisentwicklung im sozialistisch geführten Wien an! Dort haben sie es wirklich geschafft: Obwohl es eigentlich eine Senkung geben müsste, wurden dort zu Lasten der Kleinsten die Strompreise und die Gaspreise erhöht. Man hat allerdings den Verrechnungsmodus geändert, damit das nicht so auffällt. Das ist Ihre Art und Weise, wie Sie die Bevölkerung belasten, Frau Kollegin Trunk! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.
Sie sehen also, was wir mit Ihrem Erbe gemacht haben: Wir haben eine Sanierung vorgenommen und trotzdem Freiräume geschaffen, um Entlastungen zu bringen und auch zukunftsorientierte Strukturmaßnahmen zu setzen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.) – Sie sind immer dagegen! Sie waren gegen die Pensionsreform, obwohl schon Dallinger vor 30 Jahren gesagt hat, dass wir für künftige Generationen ein harmonisiertes Pensionssystem schaffen müssen. Wir haben es geschafft – Sie waren dagegen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Sie sehen also, was wir mit Ihrem Erbe gemacht haben: Wir haben eine Sanierung vorgenommen und trotzdem Freiräume geschaffen, um Entlastungen zu bringen und auch zukunftsorientierte Strukturmaßnahmen zu setzen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.) – Sie sind immer dagegen! Sie waren gegen die Pensionsreform, obwohl schon Dallinger vor 30 Jahren gesagt hat, dass wir für künftige Generationen ein harmonisiertes Pensionssystem schaffen müssen. Wir haben es geschafft – Sie waren dagegen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Gesundheitssystem, meine Damen und Herren: Wir haben gesagt, wir müssen in alternative Formen gehen, Gesundheit muss erhalten und Präventionsmaßnahmen müssen gesetzt werden, anstatt ein defizitäres Krankensystem weiter zu finanzieren. Sie haben als Alternative, auch von Ihren Ländern unterstützt, jedoch weitere Maßnahmen für Beitragserhöhungen geschaffen. Wir haben das Gesundheitssystem auf lange Zeit in dieser hohen Qualität garantiert, und es war ein freiheitliches Verdienst, dass diese Belastungen ebenfalls verhindert werden konnten. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.
Meine Damen und Herren! Wir haben die Familien im Pensionssystem und mit dem Kinderbetreuungsgeld finanziell, aber auch strukturell unterstützt. Sie waren dagegen. Das ist halt Ihre Alternative zu unseren Maßnahmen: Dagegen sein, dagegen sein, dagegen sein. Das ist allerdings ein bisschen wenig, selbst für eine Oppositionspartei, und viel zu wenig für eine Partei, die irgendwann wieder einmal Regierungsverantwortung übernehmen möchte! (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.
Wir laufen Gefahr, dass andere Räume, vor allem in Asien, uns den Rang ablaufen. Daher müssen wir den Wirtschaftsstandort Österreich und den Standort Europa mit weiteren Entlastungsoffensiven für den Steuerzahler und für die Wirtschaft noch attraktiver machen! (Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.) Herr Kollege! Wir müssen die Qualitätskriterien erhöhen. Auch in die Bildung müssen wir mehr investieren als bisher. Es soll in Zukunft keine ideologisierte Schule mehr geben, daher sollten wir als erste Maßnahme einmal die Zweidrittelmehrheit in diesem Bereich abschaffen. Eine Initiative wird, so wie es der Vizekanzler gemacht hat, in Richtung Forschung und Entwicklung und Hochtechnologie gesetzt. – Da sollten wir uns doch finden, meine Damen und Herren! Sie sollten wirklich Ihr Njet, Ihre Nein-Politik aufgeben und gemeinsam mit uns in diese zukunftsorientierte Politik gehen. Aber davon hören wir leider nichts von Ihnen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir laufen Gefahr, dass andere Räume, vor allem in Asien, uns den Rang ablaufen. Daher müssen wir den Wirtschaftsstandort Österreich und den Standort Europa mit weiteren Entlastungsoffensiven für den Steuerzahler und für die Wirtschaft noch attraktiver machen! (Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.) Herr Kollege! Wir müssen die Qualitätskriterien erhöhen. Auch in die Bildung müssen wir mehr investieren als bisher. Es soll in Zukunft keine ideologisierte Schule mehr geben, daher sollten wir als erste Maßnahme einmal die Zweidrittelmehrheit in diesem Bereich abschaffen. Eine Initiative wird, so wie es der Vizekanzler gemacht hat, in Richtung Forschung und Entwicklung und Hochtechnologie gesetzt. – Da sollten wir uns doch finden, meine Damen und Herren! Sie sollten wirklich Ihr Njet, Ihre Nein-Politik aufgeben und gemeinsam mit uns in diese zukunftsorientierte Politik gehen. Aber davon hören wir leider nichts von Ihnen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diesbezüglich sollten klare Schwerpunkte gesetzt werden, und wir werden darauf achten, dass dieser eine Satz nicht Politik der Bundesregierung bleibt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Fekter: Sie haben Popper nicht verstanden!
Zum Philosophen Popper: Ich glaube, man muss nicht gerade Popper bemühen, um zu wissen, dass das, was wir jetzt tun, Auswirkungen auf die Zukunft hat! Aber offensichtlich haben Sie das in Ihr NLP-Programm so eingespeichert, dass nur mehr dann ein Satz wirklich ein Satz ist, wenn mindestens einmal „Zukunft“ darin vorkommt. Diese philosophische Erkenntnis haben wir sicherlich gelernt. Es haben sich dem dann auch andere Redner angeschlossen, fünf Mal „Zukunft“ gesagt, möglichst kurz hintereinander, und sonst nichts! So wird es aber eben nicht gelingen! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Fekter: Sie haben Popper nicht verstanden!)
Abg. Dr. Fekter: Es geht um die Unabhängigkeit der Justiz, Herr Kollege!
Was die Strafjustiz und die Anklagebehörden tun, ist eine Sache. Wir haben schon gestern in der Nacht darüber diskutiert, dass man diesbezüglich auch einmal Nachschau halten könnte. (Abg. Dr. Fekter: Es geht um die Unabhängigkeit der Justiz, Herr Kollege!) Aber das ändert nichts an dem Vorgang, den wir uns noch einmal vor Augen führen müssen: Der Vorgang ist, dass sich in der Republik Österreich die Industriellenvereinigung einen Finanzminister hält, und sei es auch, dass ein Verein als Zwischenkonstruktion gewählt wird. – Das ist doch der Punkt! (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Was die Strafjustiz und die Anklagebehörden tun, ist eine Sache. Wir haben schon gestern in der Nacht darüber diskutiert, dass man diesbezüglich auch einmal Nachschau halten könnte. (Abg. Dr. Fekter: Es geht um die Unabhängigkeit der Justiz, Herr Kollege!) Aber das ändert nichts an dem Vorgang, den wir uns noch einmal vor Augen führen müssen: Der Vorgang ist, dass sich in der Republik Österreich die Industriellenvereinigung einen Finanzminister hält, und sei es auch, dass ein Verein als Zwischenkonstruktion gewählt wird. – Das ist doch der Punkt! (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Abg. Dr. Fekter: Nehmen Sie eine OLG-Entscheidung zur Kenntnis, Herr Kollege Kogler!
Was interessiert da die Schenkungssteuerpflicht, wenn sich der Finanzminister dieser Republik von der Interessenvertretung, der Industriellenvereinigung, Geld zustecken lässt? Und da hilft es auch wenig, wenn er darauf hinweist, dass es in Österreich ja üblich ist, dass auch die Parteien bedient werden. (Abg. Dr. Fekter: Nehmen Sie eine OLG-Entscheidung zur Kenntnis, Herr Kollege Kogler!) – Rufen Sie nicht so viel dazwischen, gehen Sie in sich! Ich halte es tatsächlich für ein Problem, dass die Industriellenvereinigung, ohne dass das in den entsprechenden Statistiken der „Wiener Zeitung“ ausgewiesen werden muss, regelmäßig Geld auch an Ihre Partei überweist, ohne dass das irgendwie transparent wird.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das muss rasch geändert werden! Möglicherweise ist in der Dimension der Finanzminister nur ein Klacks dagegen. Trotzdem bleibt das Problem, und das sollten wir angehen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Eder: Da schau her!
Ich darf nur an die Antikorruptionsbroschüre erinnern. Herausgeber ist nicht nur Staatssekretär Finz – nein! –, sondern auch Karl-Heinz Grasser. „Schon kleine Geschenke sollten einen stutzig machen“, steht dort wortwörtlich. (Abg. Eder: Da schau her!)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Wo stünde denn Österreich heute, hätten wir vor nicht allzu langer Zeit mit der Slowakei wirtschaftlich fusionieren müssen? (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Entschuldigen Sie diesen politisch eigenwilligen Ausdruck, aber ich wiederhole meine Frage: Wo stünden wir denn? Das ist doch die Vergleichsfrage! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wo stünde denn Österreich heute, hätten wir vor nicht allzu langer Zeit mit der Slowakei wirtschaftlich fusionieren müssen? (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Entschuldigen Sie diesen politisch eigenwilligen Ausdruck, aber ich wiederhole meine Frage: Wo stünden wir denn? Das ist doch die Vergleichsfrage! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Sie verstehen offensichtlich überhaupt nicht, was das für ein Problem für Österreich ist, wenn es so läuft! Allerdings gibt es noch größere Probleme, auch in den konservativ regierten Ländern. Notieren Sie sich das vielleicht einmal! Frankreich und Italien haben mindestens solche Probleme wie Deutschland. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Ich weiß gar nicht, was das soll! Einigen wir uns darauf, dass wir uns einmal um unsere Budgetvergleiche kümmern, denn da haben wir genug zum Nachschauen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie verstehen offensichtlich überhaupt nicht, was das für ein Problem für Österreich ist, wenn es so läuft! Allerdings gibt es noch größere Probleme, auch in den konservativ regierten Ländern. Notieren Sie sich das vielleicht einmal! Frankreich und Italien haben mindestens solche Probleme wie Deutschland. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Ich weiß gar nicht, was das soll! Einigen wir uns darauf, dass wir uns einmal um unsere Budgetvergleiche kümmern, denn da haben wir genug zum Nachschauen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter
Ich darf mit diesen eigenwilligen Vergleichen beziehungsweise dieser Zahlenwelt fortfahren (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter), die auch dazu geeignet ist, eine fiktive zu werden, wenn man Herrn Grasser folgt. Manchmal hat man das Gefühl, er verkleidet sich nur als Finanzminister, er ist gar keiner, denn sonst könnte ihm Folgendes nicht passieren:
Abg. Mag. Molterer: Ein Thema hat ein Ziel! Da gibt es einen Unterschied!
Ausgeglichener Haushalt über den Konjunkturzyklus – ist nicht unser Thema! (Abg. Mag. Molterer: Ein Thema hat ein Ziel! Da gibt es einen Unterschied!) Sie haben Millionen hineingesteckt und Steuergeld hinausgeschmissen, um das zu verkünden. Konjunkturzyklus? – Da wird einmal vom Nulldefizit gesprochen, dann sind da dauernd Defizite, dann gibt es wieder – vielleicht, mit oder ohne Sparpaket – ein Nulldefizit, und am Schluss haben wir über die gesamte Etappe in diesen sieben Jahren satte 7 Pro-
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
zent des BIP an Defizit angehäuft. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Das ist ja in Milliarden gar nicht mehr ohne weiteres ausdrückbar, um es nachvollziehbar zu machen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was Sie sagen, stimmt also überhaupt nicht! Sie halten nicht einmal die Versprechungen ein, die Sie in Ihrer eigenen, eigenwilligen ökonomischen Welt konstruieren! Wenn es nämlich am Anfang und am Schluss ein Nulldefizit und zwischendurch dauernd ein Defizit gibt, wo besteht denn da Ausgeglichenheit über den Zyklus? Erklären Sie doch bitte einmal Ihre Zyklusdefinition! – Aber so lange wird der Zyklus ja hoffentlich nicht dauern, dass Sie dann noch Finanzminister sind! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Die Republik hätte sich wahrlich Besseres verdient.
Abg. Grillitsch: Wer ist verwirrt?
Zur Steuer- und Abgabenquote. (Bundesminister Mag. Grasser: Das stimmt einfach alles nicht!) Angeblich ist das mit den 40 Prozent so wichtig. Ich mache Sie nur darauf aufmerksam, dass Sie jetzt davon reden, dass es plötzlich 40,7 sind. Sie wissen aber ganz genau – oder Sie sollten es zumindest wissen –, dass wir im Vorjahr oder im Übergang vom Vorvorjahr auf das Vorjahr eine statistische Bereinigung hatten, die gut 1 Prozent ausmacht. – Heften Sie es sich halt an, tun Sie, wie Sie glauben! Aber verwirren Sie bitte die Abgeordneten nicht noch weiter, als jene auf der konservativen Seite offensichtlich ohnehin schon sind! (Abg. Grillitsch: Wer ist verwirrt?)
Abg. Grillitsch: Herr Kollege! Wer ist verwirrt?
Nächster Punkt, die OECD-Statistik, die Sie im Zusammenhang mit den Lehrern wieder zitiert haben: Wir haben es Ihnen schon ein paar Mal gesagt, es stehen dort die Pensionen ... (Abg. Grillitsch: Herr Kollege! Wer ist verwirrt?) – Ich behaupte, dass diejenigen, welche die lautesten Zwischenrufe machen, immer noch am meisten verwirrt sind, und dabei bleibe ich auch! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Nächster Punkt, die OECD-Statistik, die Sie im Zusammenhang mit den Lehrern wieder zitiert haben: Wir haben es Ihnen schon ein paar Mal gesagt, es stehen dort die Pensionen ... (Abg. Grillitsch: Herr Kollege! Wer ist verwirrt?) – Ich behaupte, dass diejenigen, welche die lautesten Zwischenrufe machen, immer noch am meisten verwirrt sind, und dabei bleibe ich auch! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Mit Sicherheit!
Die Investitionen – Stichwort Zukunft, jetzt kommt es wieder! – gehen zurück, selbst bei den Ausgegliederten! Das geht aus Ihren eigenen Tabellen hervor! Rühmen Sie nicht immer nur Ihre Mitarbeiter – das tun wir auch –, sondern lesen Sie die Tabellen und die Statistiken, die diese Ihnen geben, denn diese Zusammenstellungen sind vermutlich noch richtiger als jene, mit denen Sie hier herumwacheln. (Abg. Öllinger: Mit Sicherheit!) Das könnten Sie daraus zumindest mitnehmen! (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Die Investitionen – Stichwort Zukunft, jetzt kommt es wieder! – gehen zurück, selbst bei den Ausgegliederten! Das geht aus Ihren eigenen Tabellen hervor! Rühmen Sie nicht immer nur Ihre Mitarbeiter – das tun wir auch –, sondern lesen Sie die Tabellen und die Statistiken, die diese Ihnen geben, denn diese Zusammenstellungen sind vermutlich noch richtiger als jene, mit denen Sie hier herumwacheln. (Abg. Öllinger: Mit Sicherheit!) Das könnten Sie daraus zumindest mitnehmen! (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Abg. Mag. Molterer: Es lebe der Klassenkampf!
liarde mehr ausmachen als die Entlastungen. Und das Tragische dabei ist, dass die Belastungen völlig unterschiedlich wirken. Auf die PensionistInnen und auf die ArbeitnehmerInnen entfallen sehr viele dieser Belastungen. Unter dem Strich und inklusive Steuerreform bleibt eine Belastung von 2,6 Milliarden € in Ihren fünf Jahren beziehungsweise wie viele es jetzt noch sein sollen. Das ist eine Nettobelastung. Wer aber wird entlastet? – Die Unternehmerseite, und dort wieder die Großen, wie wir wissen! (Abg. Mag. Molterer: Es lebe der Klassenkampf!) Das wollen Sie offensichtlich gar nicht widerlegen, weil Sie es nicht widerlegen können! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
liarde mehr ausmachen als die Entlastungen. Und das Tragische dabei ist, dass die Belastungen völlig unterschiedlich wirken. Auf die PensionistInnen und auf die ArbeitnehmerInnen entfallen sehr viele dieser Belastungen. Unter dem Strich und inklusive Steuerreform bleibt eine Belastung von 2,6 Milliarden € in Ihren fünf Jahren beziehungsweise wie viele es jetzt noch sein sollen. Das ist eine Nettobelastung. Wer aber wird entlastet? – Die Unternehmerseite, und dort wieder die Großen, wie wir wissen! (Abg. Mag. Molterer: Es lebe der Klassenkampf!) Das wollen Sie offensichtlich gar nicht widerlegen, weil Sie es nicht widerlegen können! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Bleibt am Schluss ein Zahlenwerk, von dem Sie dann sagen: Da ist uns ein Zettel hineingerutscht, Zahlensturz. – Ich sage Ihnen: Das ist kein zufälliger Zahlensturz! Sie haben ein paar politische Vorgaben zu diesen Zahlen gemacht, und das Budget ist in dieser Art und Weise unhaltbar! (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir sollten das außerdem wie jedes seriöse Land im Herbst beschließen und nicht im Frühjahr ohne Not eine Budgetdebatte abführen. Das sollte im Herbst geschehen, wenn wir entsprechende Konjunkturprognosen haben und nicht auf Ihre Wunder warten müssen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.
Meine Damen und Herren! Dieser Kurs verfolgt das Ziel, einerseits einen konsolidierten Haushalt vorzuschreiben, der Schluss macht mit der Schuldenpolitik, welche die Regierungen vor dem Jahr 2000 betrieben hat. Diese Schuldenpolitik vor 2000 hat auch zu einer Verschuldung geführt. Herr Kogler! Sie haben zusammengezählt und ab 2000 von schwierigen Umständen gesprochen. Ich blicke ein bisschen weiter zurück, und zwar auf die Schuldenpolitik, die eine Verschuldung verursacht hat, an der wir nicht nur heute noch nagen, sondern an die noch zukünftige Generationen unangenehm erinnert werden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Herr Cap! Es waren übrigens SPÖ-Finanzminister, die letztlich Schulden in der Höhe von sage und schreibe 154 Milliarden € auf dem Rücken der jungen Menschen gemacht und verursacht haben. Irgendwann – das wissen sicherlich auch Sie – müssen Schulden aber auch beglichen werden, und Jahr für Jahr belasten Zinsen für diese Schulden die jetzige Tätigkeit der verantwortungsvollen Bundesregierung und damit die Bevölkerung. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Abg. Mag. Johann Moser: Jedes Unternehmen hat Schulden!
Es wurde schon gesagt: Die Steuerzahler müssen allein 7,5 Milliarden € jährlich für die Zinsenrückzahlung aufbringen. Meine Damen und Herren! Das sind 7,5 Milliarden €, die uns heute fehlen, wenn es darum geht, noch mehr Investitionen vorzunehmen, um die Wirtschaft anzukurbeln, um Arbeitsplätze zu sichern, um das soziale Netz abzusichern. (Abg. Mag. Johann Moser: Jedes Unternehmen hat Schulden!) Diese 7,5 Milliarden € fehlen uns heute, wenn es darum geht, die Bevölkerung noch mehr von der Steuerlast zu entlasten, die unter früheren sozialdemokratischen Regierungen aufgebaut wurde. Und diese 7,5 Milliarden € fehlen uns heute auch, um die soziale
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Absicherung optimal zu gewährleisten. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Österreich hat durch die Steuerreform 2005/2006 im Vergleich zu anderen EU-Ländern die Abgaben am deutlichsten senken können, und das unter den erwähnten schwierigen Umständen. Meine Damen und Herren! Es ist uns gelungen, mit dieser Stabilitätspolitik, mit dieser guten, vorausschauenden Steuerpolitik vom Nimbus eines Hochsteuerlandes weg zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort, ja mit zum attraktivsten Wirtschaftsstandort in Europa zu werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Gaßner: Es hat niemand etwas gesagt! – Abg. Öllinger: Wir haben gar nichts gerufen!
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen von der Opposition! Sie können hier rufen, wie Sie wollen (Abg. Mag. Gaßner: Es hat niemand etwas gesagt! – Abg. Öllinger: Wir haben gar nichts gerufen!): Diese Politik bewirkt, dass wir auch in internationalen Medien Schlagzeilen bekommen wie etwa in der „Neuen Zürcher Zeitung“: „Die Wende hat dem Standort gut getan“, oder in der „Süddeutschen Zeitung“: „Erfolgsmodell Österreich“, oder in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: „Ist Österreich das bessere Deutschland?“
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Angesichts der Offensivmaßnahmen dieser Regierung wird auch die Kaufkraft für Familien, Unternehmen und jeden einzelnen Steuerzahler in Österreich gestärkt. Meine Damen und Herren! Das kommt den Menschen zugute. Das stärkt die Wirtschaft. Das sichert Arbeitsplätze. Das stärkt den Standort Österreich. – Wir sollten stolz darauf sein! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Sie sind stolz auf sich!
Meine Damen und Herren! Ich als Forschungsminister bin stolz darauf (Abg. Öllinger: Sie sind stolz auf sich!), dass es in dieser Zeit des Stabilitätskurses auch einen klaren Wachstumspfad für Forschung und Entwicklung gegeben hat. (Abg. Dr. Cap: Warum haben Sie die Hand in der Hosentasche? – Abg. Öllinger: Können Sie außer Sprechblasen noch etwas anderes machen?) Es wurde heute schon erwähnt: Wir geben mehr denn je für diesen Bereich aus. Und es wurde heute schon erwähnt, dass wir für Forschungs- und Entwicklungsoffensive wiederum ein Offensivprogramm im Ausmaß von 220 Millionen € in diesem heute zu diskutierenden Budget vorgesehen haben. Das sind 20 Millionen € mehr als noch im Budgetvoranschlag 2005. Das sind plus 10 Prozent in einem sehr wichtigen Bereich.
Abg. Dr. Cap: Warum haben Sie die Hand in der Hosentasche? – Abg. Öllinger: Können Sie außer Sprechblasen noch etwas anderes machen?
Meine Damen und Herren! Ich als Forschungsminister bin stolz darauf (Abg. Öllinger: Sie sind stolz auf sich!), dass es in dieser Zeit des Stabilitätskurses auch einen klaren Wachstumspfad für Forschung und Entwicklung gegeben hat. (Abg. Dr. Cap: Warum haben Sie die Hand in der Hosentasche? – Abg. Öllinger: Können Sie außer Sprechblasen noch etwas anderes machen?) Es wurde heute schon erwähnt: Wir geben mehr denn je für diesen Bereich aus. Und es wurde heute schon erwähnt, dass wir für Forschungs- und Entwicklungsoffensive wiederum ein Offensivprogramm im Ausmaß von 220 Millionen € in diesem heute zu diskutierenden Budget vorgesehen haben. Das sind 20 Millionen € mehr als noch im Budgetvoranschlag 2005. Das sind plus 10 Prozent in einem sehr wichtigen Bereich.
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
lisierten Zeit, der sehr entscheidend sein kann. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen
Abschließend möchte ich betonen, dass man an dieser guten Politik festhalten wird: ausgeglichener Haushalt bis 2008 (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen), Arbeitslosenrate zu diesem Zeitpunkt auf 4 Prozent reduzieren (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt wiederholt das Glockenzeichen – Abg. Heinzl: Und tschüss!), 40 Prozent Abgabenquote nur noch bis 2006. – Wir sind also insgesamt auf dem richtigen Weg, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt wiederholt das Glockenzeichen – Abg. Heinzl: Und tschüss!
Abschließend möchte ich betonen, dass man an dieser guten Politik festhalten wird: ausgeglichener Haushalt bis 2008 (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen), Arbeitslosenrate zu diesem Zeitpunkt auf 4 Prozent reduzieren (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt wiederholt das Glockenzeichen – Abg. Heinzl: Und tschüss!), 40 Prozent Abgabenquote nur noch bis 2006. – Wir sind also insgesamt auf dem richtigen Weg, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abschließend möchte ich betonen, dass man an dieser guten Politik festhalten wird: ausgeglichener Haushalt bis 2008 (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen), Arbeitslosenrate zu diesem Zeitpunkt auf 4 Prozent reduzieren (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt wiederholt das Glockenzeichen – Abg. Heinzl: Und tschüss!), 40 Prozent Abgabenquote nur noch bis 2006. – Wir sind also insgesamt auf dem richtigen Weg, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: „Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer“!
Abgeordneter Fritz Neugebauer (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Dr. Cap: „Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer“!) Liebe Kollegen aus dem Bundesministerium – herzlich begrüßt und auch bedankt für die sehr qualifizierte Arbeit bei der Erstellung der Unterlagen!
Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Finanzminister, jetzt gib einmal den Schummelzettel her! Ich hätte gerne gewusst, von welchen Nachbarn du abgeschrieben hast. (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Italiener können es nicht sein, weil mit diesen Zahlen hättest du dich da gar nicht hereingetraut. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: Welcher Arbeitnehmer?
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die größte Steuerreform der Zweiten Republik mit einer Entlastung der Arbeitnehmer (Abg. Parnigoni: Welcher Arbeitnehmer?) und der Sicherung der Standorte, gemeinsam mit einer stabilen Absicherung der Familienleistungen, während man gleichzeitig das Defizit senkt, die Finanzschuld vermindert und dabei auch die Abgabenquote gegen 40 bringt – da können die anderen zu uns hereinschauen und schummeln und uns über die Schulter schauen, denn das ist beispielhaft in Europa. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Ja, ja, ja!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Ja, ja, ja!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die größte Steuerreform der Zweiten Republik mit einer Entlastung der Arbeitnehmer (Abg. Parnigoni: Welcher Arbeitnehmer?) und der Sicherung der Standorte, gemeinsam mit einer stabilen Absicherung der Familienleistungen, während man gleichzeitig das Defizit senkt, die Finanzschuld vermindert und dabei auch die Abgabenquote gegen 40 bringt – da können die anderen zu uns hereinschauen und schummeln und uns über die Schulter schauen, denn das ist beispielhaft in Europa. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Ja, ja, ja!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Marizzi und Dr. Cap.
Für uns ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtig, und ich denke, dass doch auch ein Satz dazu gesagt werden soll, was in der vergangenen Woche auf der Sozialpartnerebene klargestellt worden ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Marizzi und Dr. Cap.) – Danke für Ihre Mitarbeit, aber ich kann nur eine Stimme registrieren!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ein Thema aber ist zu behandeln: Dort, wo es in einem hohen Maß Dauerüberstunden gibt, haben wir dafür zu sorgen, das in entsprechende Arbeitsplätze umzumünzen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Den haben wir eh im Herbst diskutiert! Sie haben das verschlafen!
Ich muss zur Kenntnis nehmen, dass der Anspruch der Wissenschaftlichkeit offensichtlich für die Politik, in dem einen Fall, bei Herrn Professor Van der Bellen nicht mehr gegeben ist. An ihm ist vorbeigegangen, dass es einen innerösterreichischen Stabilitätspakt vom vergangenen Herbst, Einstieg 1. Jänner 2005, gibt. Van der Bellen hat den offensichtlich – zu sagen verschlafen wäre respektlos. (Abg. Mag. Kogler: Den haben wir eh im Herbst diskutiert! Sie haben das verschlafen!) Da sind Länder und Bund – und da sind bekanntlich Repräsentanten aus allen Parteien auch in Landesregierungen vertreten – verantwortlich, dass es 2008 einen ausgeglichenen gesamtstaatlichen Haushalt geben soll.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Finanzminister! Ich möchte dich dringend bitten – und ich nehme Bezug auf eine Passage, die du angesprochen hast, weil mir die Aktion der Bundesregierung an sich wichtig erscheint: Finanz, Zoll; auch was KIAB betrifft und dergleichen mehr, in Verbindung mit der Wirtschaftskammer, mit den Sozialversicherungen –, die Bekämpfung der Schwarzarbeit zu intensivieren. Es muss ein positives Signal für die ehrlichen Wirtschaftstreibenden geben, und es muss ein deutliches Signal gegen Schwarzunternehmer auch von der Politik ausgehen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Ich habe vor der Rede des Herrn Kollegen Matznetter gemeint – im Vergleich zur Rede des Parteivorsitzenden –, dass er eigentlich in Fragen des Budgets zur „eisernen Ration“ der SPÖ gehört. Nach der Rede stelle ich fest, dass man eiserne Rationen offensichtlich nur im äußersten Notfall in Anspruch nehmen sollte. (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
daher auch nicht erwarten, dass sie noch gute Milch gibt. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren! – Herr Kollege Neugebauer! Faktum ist, dass Polemik natürlich auch eine Möglichkeit ist, von diesem Pult aus zu agieren. Nur denke ich, es zählen letzten Endes Taten, nicht Worte. Und Ihr Verhalten bei der Pensionsreform hat Ihre Taten gezeigt. Da würde ich mit „Ziegen“ und „meckern“ keine Vergleiche ziehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Haben Sie auch eine Meinung? – Abg. Neudeck: Worüber reden Sie, wenn einmal keine Zeitung herauskommt?
„Der versprochene Gestaltungswille ... ist auf den Ausbau der eigenen Macht begrenzt. Die Visionen ... beschränken sich lediglich auf den nächsten Wahlsieg und den Machterhalt. Und es gilt nicht mehr das gesprochene Wort. Sondern das gebrochene.“ (Abg. Scheibner: Haben Sie auch eine Meinung? – Abg. Neudeck: Worüber reden Sie, wenn einmal keine Zeitung herauskommt?)
Beifall bei der SPÖ.
Genau das ist es, meine Damen und Herren! So waren auch die gestrigen Rede und teilweise auch Ihre heutigen Debattenbeiträge. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Tatsache ist, dass die Menschen, die durch Arbeit ihr Brot verdienen und durch Arbeit zur Wertschöpfung und zum Wohlstand dieses Landes beitragen, durch Ihre Steuerreform nicht einmal jenes Geld zurückbekommen, das Sie ihnen durch die Steuerprogression und durch die Gebührenerhöhung weggenommen haben. Und das ist eine Schande, das muss man ehrlich sagen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Subjektiv!
Herr Kollege Neugebauer, der Punkt ist, wie es den Menschen in diesem Land geht, und die meisten Menschen in diesem Land können sich nach fünf Jahren Schwarz-Blau weniger leisten als je zuvor. Den meisten Menschen geht es subjektiv schlechter als zuvor (Abg. Scheibner: Subjektiv!), und das ist etwas, wonach diese Bundesregierung zu beurteilen ist, und das ist keine gute Beurteilung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Neugebauer, der Punkt ist, wie es den Menschen in diesem Land geht, und die meisten Menschen in diesem Land können sich nach fünf Jahren Schwarz-Blau weniger leisten als je zuvor. Den meisten Menschen geht es subjektiv schlechter als zuvor (Abg. Scheibner: Subjektiv!), und das ist etwas, wonach diese Bundesregierung zu beurteilen ist, und das ist keine gute Beurteilung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Die Rednerin hat die letzten Sätze in Richtung Bundesminister Mag. Grasser, vom Rednerpult abgewandt, gesprochen, sodass ihre Ausführungen im Plenum nicht gut zu hören sind. – Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Reden Sie zu uns! – Abg. Grillitsch: Sie müssen zu uns reden! Sie sind nicht zu verstehen!
Hat Infrastruktur nichts mit Arbeitsmarktpolitik zu tun? Hat es, ob Geld dafür zur Verfügung gestellt wird, nichts mit Arbeitsmarktpolitik zu tun? Hat Bildung nichts mit Arbeitsmarktpolitik zu tun? Ja, was für ein eingeschränktes Denkvermögen haben Sie denn in dieser Bundesregierung? Das ist Österreichs und Ihrer nicht würdig. (Die Rednerin hat die letzten Sätze in Richtung Bundesminister Mag. Grasser, vom Rednerpult abgewandt, gesprochen, sodass ihre Ausführungen im Plenum nicht gut zu hören sind. – Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Reden Sie zu uns! – Abg. Grillitsch: Sie müssen zu uns reden! Sie sind nicht zu verstehen!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Grillitsch, dass Sie außer von Bauern nichts verstehen, das ist mir schon klar. Es ist ein Problem, dass die Bundesregierung da hinten sitzt. Sie sollte seitlich sitzen, das wäre besser von der Anordnung her. (Beifall bei der SPÖ.) Aber wahrscheinlich fühlen sich die Regierungsmitglieder da hinten sicherer, weil man die Mimik und Gestik nicht ablesen kann, wenn man am Rednerpult steht. (Abg. Neudeck: Wenn ich Ihnen sage, was ich mir denke, krieg’ ich einen Ordnungsruf!)
Abg. Neudeck: Wenn ich Ihnen sage, was ich mir denke, krieg’ ich einen Ordnungsruf!
Herr Kollege Grillitsch, dass Sie außer von Bauern nichts verstehen, das ist mir schon klar. Es ist ein Problem, dass die Bundesregierung da hinten sitzt. Sie sollte seitlich sitzen, das wäre besser von der Anordnung her. (Beifall bei der SPÖ.) Aber wahrscheinlich fühlen sich die Regierungsmitglieder da hinten sicherer, weil man die Mimik und Gestik nicht ablesen kann, wenn man am Rednerpult steht. (Abg. Neudeck: Wenn ich Ihnen sage, was ich mir denke, krieg’ ich einen Ordnungsruf!)
Abg. Scheibner: Was reden Sie denn da?! Nehmen Sie das zurück, diese Ausdrucksweise! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Herr Bundesminister! Gerade Sie sollten hier den Mund nicht aufmachen, weil Sie bei der schriftlichen Anfragebeantwortung (Abg. Scheibner: Was reden Sie denn da?! Nehmen Sie das zurück, diese Ausdrucksweise! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen) gesagt haben, Ihnen sei das Nulldefizit mehr wert als Lehrstellen in Österreich. Es ist ein Skandal, wenn ein österreichischer Bundesminister so etwas sagt! (Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.) Rufen Sie nicht immer von hinten hinein! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie uns den Mund verbieten? – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie uns den Mund verbieten? – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Herr Bundesminister! Gerade Sie sollten hier den Mund nicht aufmachen, weil Sie bei der schriftlichen Anfragebeantwortung (Abg. Scheibner: Was reden Sie denn da?! Nehmen Sie das zurück, diese Ausdrucksweise! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen) gesagt haben, Ihnen sei das Nulldefizit mehr wert als Lehrstellen in Österreich. Es ist ein Skandal, wenn ein österreichischer Bundesminister so etwas sagt! (Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.) Rufen Sie nicht immer von hinten hinein! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie uns den Mund verbieten? – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Zuerst alles „hinunterfahren“ und dann wieder etwas vergeben – das ist Ihre Methode. Das ist aber die falsche Politik, und diese Politik wird eine Abfuhr erleiden. Das sage ich Ihnen heute schon. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Stimmen Sie mit unseren Anträgen mit!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Maximilian Hofmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Herr Finanzminister! Sehr geehrte Herren Staatssekretäre! Geschätzte Damen und Herren! Ich darf ganz kurz auf meine Vorrednerin eingehen. Frau Kollegin Silhavy, ich hatte an sich ja die Hoffnung, dass nun einmal den mehrfach geäußerten Aufforderungen, seitens der Oppositionspartei einen konstruktiven Beitrag zu leisten, Rechnung getragen wird. (Abg. Silhavy: Stimmen Sie mit unseren Anträgen mit!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Reheis: Wissen Sie, was mit den Vorschlägen passiert? – Sie werden vertagt!
Wir haben in den kommenden Tagen unsere Debatten, unsere Verhandlungen zu führen. Da wäre es doch angebracht, nachdem Sie ja vorgeben, es offensichtlich ganz gut, ja besser zu wissen als die Bundesregierung, Ihre Vorschläge rechtzeitig einzubringen. Darum würde ich Sie ersuchen. Ich war bitter enttäuscht, feststellen zu müssen, dass Sie nichts anderes als leere Sprechblasen vom Rednerpult in den Raum strömen lassen. Das ist der Beitrag, den Sie geliefert haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Reheis: Wissen Sie, was mit den Vorschlägen passiert? – Sie werden vertagt!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Die Schlussfolgerung lautet: In Österreich geht es uns gut, in Österreich geht es uns hervorragend! Man könnte sagen: Wir sind auf einer Insel der Glückseligen. Tatsache ist: Es geht uns wirklich gut, und dafür möchte ich an dieser Stelle jemandem Dank sagen, nämlich der Wirtschaft unseres Landes. Es sind die Unternehmer und die engagierten Mitarbeiter in unseren Betrieben, die diesen Erfolg letztlich möglich machen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Ja! Da sind wir aber froh!
Während die Oppositionsparteien ständig Zahlen anzweifeln – ich betone ausdrücklich, dass das Hinterfragen von Zahlen durchaus angebracht ist (Abg. Öllinger: Ja! Da sind wir aber froh!) –, krankjammern, verunsichern (Ruf: Da müssen Sie sogar ...!), haben es wir als Regierungskoalition etwas leichter. (Abg. Sburny: Mehr Geld für die Propaganda!) Wir können nämlich anhand der Fakten, anhand der Kennzahlen auf die Erfolge der vergangenen vier Jahre verweisen und somit all jene, die das Gegenteil behaupten, Lügen strafen, geschätzte Damen und Herren.
Ruf: Da müssen Sie sogar ...!
Während die Oppositionsparteien ständig Zahlen anzweifeln – ich betone ausdrücklich, dass das Hinterfragen von Zahlen durchaus angebracht ist (Abg. Öllinger: Ja! Da sind wir aber froh!) –, krankjammern, verunsichern (Ruf: Da müssen Sie sogar ...!), haben es wir als Regierungskoalition etwas leichter. (Abg. Sburny: Mehr Geld für die Propaganda!) Wir können nämlich anhand der Fakten, anhand der Kennzahlen auf die Erfolge der vergangenen vier Jahre verweisen und somit all jene, die das Gegenteil behaupten, Lügen strafen, geschätzte Damen und Herren.
Abg. Sburny: Mehr Geld für die Propaganda!
Während die Oppositionsparteien ständig Zahlen anzweifeln – ich betone ausdrücklich, dass das Hinterfragen von Zahlen durchaus angebracht ist (Abg. Öllinger: Ja! Da sind wir aber froh!) –, krankjammern, verunsichern (Ruf: Da müssen Sie sogar ...!), haben es wir als Regierungskoalition etwas leichter. (Abg. Sburny: Mehr Geld für die Propaganda!) Wir können nämlich anhand der Fakten, anhand der Kennzahlen auf die Erfolge der vergangenen vier Jahre verweisen und somit all jene, die das Gegenteil behaupten, Lügen strafen, geschätzte Damen und Herren.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Regierung kann Politik machen und die Zukunft gestalten! Das vorliegende Budget weist dies einmal mehr aus: Diese Bundesregierung gestaltet die Zukunft positiv. – Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Er hat gesagt, von 24!
World Competitiveness Report: Kollege Mitterlehner hat gesagt, Österreich sei darin von Platz 14 auf Platz 13 aufgestiegen. – Super-Ergebnis! (Rufe bei der ÖVP: Er hat gesagt, von 24!) – Ja, auf lange Zeit; im letzten Jahr aber von 14 auf 13. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.
World Competitiveness Report: Kollege Mitterlehner hat gesagt, Österreich sei darin von Platz 14 auf Platz 13 aufgestiegen. – Super-Ergebnis! (Rufe bei der ÖVP: Er hat gesagt, von 24!) – Ja, auf lange Zeit; im letzten Jahr aber von 14 auf 13. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.)
Rufe bei den Grünen und der SPÖ: Hört, hört!
Zum Vergleich der Wettbewerbsfähigkeit: Wenn Sie den ganzen Report lesen – ich weiß schon, dass das oft nicht vorkommt; diese Debatte haben wir ja immer wieder –, sehen Sie, dass puncto gesamtwirtschaftliche Performance Österreich von Platz 15 auf 21 zurückgefallen ist! (Rufe bei den Grünen und der SPÖ: Hört, hört!) Das liegt zum Beispiel daran, dass Österreich bei der IT-Standortqualität – wissensbasierte Wirtschaft und so; Sie wissen, IT – in den letzten zwei Jahren, also eindeutig unter Blau-Schwarz beziehungsweise Schwarz-Blau, von Platz 9 auf Platz 21 abgestürzt ist! (Abg. Dr. Stummvoll: Haben Sie das „manager magazin“ gelesen?) Das sind die Zahlen, die Sie völlig sinnentstellt verwenden und die man irgendwann doch einmal klarstellen muss! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Haben Sie das „manager magazin“ gelesen?
Zum Vergleich der Wettbewerbsfähigkeit: Wenn Sie den ganzen Report lesen – ich weiß schon, dass das oft nicht vorkommt; diese Debatte haben wir ja immer wieder –, sehen Sie, dass puncto gesamtwirtschaftliche Performance Österreich von Platz 15 auf 21 zurückgefallen ist! (Rufe bei den Grünen und der SPÖ: Hört, hört!) Das liegt zum Beispiel daran, dass Österreich bei der IT-Standortqualität – wissensbasierte Wirtschaft und so; Sie wissen, IT – in den letzten zwei Jahren, also eindeutig unter Blau-Schwarz beziehungsweise Schwarz-Blau, von Platz 9 auf Platz 21 abgestürzt ist! (Abg. Dr. Stummvoll: Haben Sie das „manager magazin“ gelesen?) Das sind die Zahlen, die Sie völlig sinnentstellt verwenden und die man irgendwann doch einmal klarstellen muss! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zum Vergleich der Wettbewerbsfähigkeit: Wenn Sie den ganzen Report lesen – ich weiß schon, dass das oft nicht vorkommt; diese Debatte haben wir ja immer wieder –, sehen Sie, dass puncto gesamtwirtschaftliche Performance Österreich von Platz 15 auf 21 zurückgefallen ist! (Rufe bei den Grünen und der SPÖ: Hört, hört!) Das liegt zum Beispiel daran, dass Österreich bei der IT-Standortqualität – wissensbasierte Wirtschaft und so; Sie wissen, IT – in den letzten zwei Jahren, also eindeutig unter Blau-Schwarz beziehungsweise Schwarz-Blau, von Platz 9 auf Platz 21 abgestürzt ist! (Abg. Dr. Stummvoll: Haben Sie das „manager magazin“ gelesen?) Das sind die Zahlen, die Sie völlig sinnentstellt verwenden und die man irgendwann doch einmal klarstellen muss! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Wer lacht?
Außerdem finde ich es einigermaßen befremdlich, wenn Sie das immer wieder zu Heiterkeitsausbrüchen veranlasst, sobald irgendjemand darauf hinweist, dass wir innerhalb der österreichischen Gesellschaft auf mehreren Gebieten, auf mehreren Ebenen eine große Kluft haben. Mir ist nicht ganz klar, was es zu lachen und zu kritisieren gibt, wenn man das feststellt. (Abg. Mag. Molterer: Wer lacht?) – Sie hätten die heutige Debatte verfolgen sollen, wir haben das schon ein paar Mal gehabt.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir gehören zu den reichsten Ländern, das ist richtig, wir gehören aber auch zu jenen Ländern, in denen die Kluft zwischen Arm und Reich, zwischen Männern und Frauen, mittlerweile auch zwischen kleinen und großen Unternehmen schnell größer wird – und das können Sie sich auf Ihre Fahnen heften! Ich weiß nicht, ob Sie darauf stolz sein sollten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Die Grünen haben vor langer Zeit einen Vorschlag für eine ökologische und soziale Steuerreform vorgelegt, mit der man Arbeitskosten senkt – was Kollege Neugebauer angesprochen hat –, die Sie mit Ihrer Fraktion offenbar aber nicht in der Lage waren, bei der letzten Steuerreform einzubringen: dort ist nämlich keine Rede von einer Senkung der Arbeitskosten! (Bundesminister Mag. Grasser: Und Sie erhöhen gleichzeitig die Mineralölsteuer dramatisch!) Dann stellen Sie sich hierher und fordern es aber. Dabei könnten Sie es einfach tun. Wir wollen das seit langem und haben das in einem klaren Konzept vorgelegt. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen
Ein zweites unserer Konzepte bezieht sich auf die Kleinstunternehmer und –unternehmerinnen, wir haben auch hier ein Paket vorgelegt. Es wäre schön, einmal ernsthaft darüber zu reden. Aber wenn Sie die Augen zumachen (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen) und das Problem nicht einmal erkennen wollen, wird eine Diskussion darüber schwierig sein. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein zweites unserer Konzepte bezieht sich auf die Kleinstunternehmer und –unternehmerinnen, wir haben auch hier ein Paket vorgelegt. Es wäre schön, einmal ernsthaft darüber zu reden. Aber wenn Sie die Augen zumachen (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen) und das Problem nicht einmal erkennen wollen, wird eine Diskussion darüber schwierig sein. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf: Muss das sein?
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Von der Regierungsbank zu Wort gemeldet hat sich Herr Staatssekretär Dr. Finz. – Bitte. (Ruf: Muss das sein?)
Rufe bei der SPÖ: Sehr verehrter Herr Abgeordneter!
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Dr. Alfred Finz: Sehr verehrter Herr Präsident! Sehr verehrter Herr Vizekanzler! Sehr verehrter Herr Minister! Sehr verehrter Herr Staatssekretär! Herr Abgeordneter Matznetter (Rufe bei der SPÖ: Sehr verehrter Herr Abgeordneter!), Sie haben mich heute enttäuscht, wirklich enttäuscht! Ich hätte geglaubt, vom Budgetexperten der großen Oppositionspartei erfährt man nun endlich, wie man ein richtiges Budget macht (Abg. Dr. Gusenbauer: Im Gegensatz zu Ihrem Budget!), also kein Defizit zu haben und trotzdem in allen Bereichen mehr auszugeben – denn so ist ja Ihre Politik: Für alles fordern Sie mehr Ausgaben, und dann kritisieren Sie unser Defizit. Wie machen Sie es denn anders? Sagen Sie es doch bitte! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Heinzl: Herr Finz, sagen Sie uns, wie man einen Persilschein ausstellt!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Im Gegensatz zu Ihrem Budget!
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Dr. Alfred Finz: Sehr verehrter Herr Präsident! Sehr verehrter Herr Vizekanzler! Sehr verehrter Herr Minister! Sehr verehrter Herr Staatssekretär! Herr Abgeordneter Matznetter (Rufe bei der SPÖ: Sehr verehrter Herr Abgeordneter!), Sie haben mich heute enttäuscht, wirklich enttäuscht! Ich hätte geglaubt, vom Budgetexperten der großen Oppositionspartei erfährt man nun endlich, wie man ein richtiges Budget macht (Abg. Dr. Gusenbauer: Im Gegensatz zu Ihrem Budget!), also kein Defizit zu haben und trotzdem in allen Bereichen mehr auszugeben – denn so ist ja Ihre Politik: Für alles fordern Sie mehr Ausgaben, und dann kritisieren Sie unser Defizit. Wie machen Sie es denn anders? Sagen Sie es doch bitte! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Heinzl: Herr Finz, sagen Sie uns, wie man einen Persilschein ausstellt!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Heinzl: Herr Finz, sagen Sie uns, wie man einen Persilschein ausstellt!
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Dr. Alfred Finz: Sehr verehrter Herr Präsident! Sehr verehrter Herr Vizekanzler! Sehr verehrter Herr Minister! Sehr verehrter Herr Staatssekretär! Herr Abgeordneter Matznetter (Rufe bei der SPÖ: Sehr verehrter Herr Abgeordneter!), Sie haben mich heute enttäuscht, wirklich enttäuscht! Ich hätte geglaubt, vom Budgetexperten der großen Oppositionspartei erfährt man nun endlich, wie man ein richtiges Budget macht (Abg. Dr. Gusenbauer: Im Gegensatz zu Ihrem Budget!), also kein Defizit zu haben und trotzdem in allen Bereichen mehr auszugeben – denn so ist ja Ihre Politik: Für alles fordern Sie mehr Ausgaben, und dann kritisieren Sie unser Defizit. Wie machen Sie es denn anders? Sagen Sie es doch bitte! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Heinzl: Herr Finz, sagen Sie uns, wie man einen Persilschein ausstellt!)
Abg. Dr. Matznetter: Das war falsch! Ja!
Was mich natürlich etwas kränkt, ist, dass Sie als Budgetexperte nicht einmal unsere schönen Unterlagen lesen. Nehmen wir doch den Druckfehler her! Sie haben kritisiert, dass man „hinten herum“ noch geschwind ein paar Einnahmen hineingetan hat. (Abg. Dr. Matznetter: Das war falsch! Ja!) Wenn Sie den Textteil angeschaut hätten, und zwar Seite 46, dann hätten Sie gesehen, dass dort die Abgabentabelle völlig korrekt steht, nur bei den Anlagen hinten war sie falsch. Es ist also nichts am Schluss geschwind eingefügt worden, sondern es war von Anfang an das Richtige da. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Richtig falsch!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Richtig falsch!
Was mich natürlich etwas kränkt, ist, dass Sie als Budgetexperte nicht einmal unsere schönen Unterlagen lesen. Nehmen wir doch den Druckfehler her! Sie haben kritisiert, dass man „hinten herum“ noch geschwind ein paar Einnahmen hineingetan hat. (Abg. Dr. Matznetter: Das war falsch! Ja!) Wenn Sie den Textteil angeschaut hätten, und zwar Seite 46, dann hätten Sie gesehen, dass dort die Abgabentabelle völlig korrekt steht, nur bei den Anlagen hinten war sie falsch. Es ist also nichts am Schluss geschwind eingefügt worden, sondern es war von Anfang an das Richtige da. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Richtig falsch!)
Abg. Dr. Niederwieser: Oje! Bildung hat er schon gestrichen!
Meine Damen und Herren! Mit dem gestern präsentierten Budget für das Jahr 2006 beweisen wir Folgendes: Erstens, der Grundsatz der stabilen Finanzen gilt weiter – Absenkung des Budgetdefizits gegenüber 2005 bis hin zum Nulldefizit im Jahr 2008. Zweitens, der Kurs der Entlastung und damit, und das ist ganz wichtig, die Absicherung unseres Wirtschaftsstandortes gegenüber der internationalen Konkurrenz geht weiter. Drittens gilt weiterhin der Schwerpunkt „Investitionen in die Zukunft“, F & E-Bereich. (Abg. Dr. Niederwieser: Oje! Bildung hat er schon gestrichen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Der letzte „sozialistische Finanzminister“ war der Hannes Androsch!
Mit einem gesamtstaatlichen Abgang von 1,7 Prozent haben wir ein Defizit, von dem sozialistische Finanzminister nur träumen konnten! Welches Defizit hatten denn sozialdemokratische Finanzminister lange Jahre? – Über 3 Prozent, also fast das Doppelte! Erst seit dem Jahr 2000 haben wir ein Defizit, das sich um die 1,1 Prozent bewegt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Der letzte „sozialistische Finanzminister“ war der Hannes Androsch!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: ... mehr Gebührenerhöhungen! So weit können wir auch noch rechnen!
Herr Abgeordneter Gusenbauer jedoch behauptet, diese größte Steuerreform decke nicht einmal die kalte Progression ab. Na, da möchte ich aber wissen, was dann die anderen Steuerreformen von Lacina oder Edlinger abgedeckt haben! Gar nichts! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: ... mehr Gebührenerhöhungen! So weit können wir auch noch rechnen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Für McDonald’s, wo der Herr Winkler herkommt! Für MAGNA, wo der Herr Finanzminister ...!
Apropos Edlinger: Unter Edlinger betrug die Abgabenquote 43,7 Prozent. Der Vergleich macht uns sicher: Unter Finanzminister Grasser beträgt die Abgabenquote in Hinkunft 40,7 Prozent. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Für McDonald’s, wo der Herr Winkler herkommt! Für MAGNA, wo der Herr Finanzminister ...!)
Abg. Öllinger: Ah! Echt?
tung zeigen wir seit dem Jahre 2000, wie durch neue Organisationsformen, Ablaufänderungen und vor allem im IT-Bereich, den Sie, Frau Abgeordnete Sburny, angesprochen haben – gerade im IT-Bereich, E-Government, da gewinnen wir internationale Preise, da zeigen wir Musterprojekte her (Abg. Öllinger: Ah! Echt?) –, eine öffentliche Verwaltung effizient und leistungsfähig gestaltet werden kann. (Abg. Sburny: ... wir von Platz 9 auf 19 abgestürzt!) – Die haben es eben noch nicht; ich weiß nicht, aus welch altem Bericht Sie da zitieren. (Abg. Sburny: Der ist nicht alt! Der ist neu!)
Abg. Sburny: ... wir von Platz 9 auf 19 abgestürzt!
tung zeigen wir seit dem Jahre 2000, wie durch neue Organisationsformen, Ablaufänderungen und vor allem im IT-Bereich, den Sie, Frau Abgeordnete Sburny, angesprochen haben – gerade im IT-Bereich, E-Government, da gewinnen wir internationale Preise, da zeigen wir Musterprojekte her (Abg. Öllinger: Ah! Echt?) –, eine öffentliche Verwaltung effizient und leistungsfähig gestaltet werden kann. (Abg. Sburny: ... wir von Platz 9 auf 19 abgestürzt!) – Die haben es eben noch nicht; ich weiß nicht, aus welch altem Bericht Sie da zitieren. (Abg. Sburny: Der ist nicht alt! Der ist neu!)
Abg. Sburny: Der ist nicht alt! Der ist neu!
tung zeigen wir seit dem Jahre 2000, wie durch neue Organisationsformen, Ablaufänderungen und vor allem im IT-Bereich, den Sie, Frau Abgeordnete Sburny, angesprochen haben – gerade im IT-Bereich, E-Government, da gewinnen wir internationale Preise, da zeigen wir Musterprojekte her (Abg. Öllinger: Ah! Echt?) –, eine öffentliche Verwaltung effizient und leistungsfähig gestaltet werden kann. (Abg. Sburny: ... wir von Platz 9 auf 19 abgestürzt!) – Die haben es eben noch nicht; ich weiß nicht, aus welch altem Bericht Sie da zitieren. (Abg. Sburny: Der ist nicht alt! Der ist neu!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Wer’s glaubt, wird selig! – Ruf bei der SPÖ: Ist das Ihre letzte Rede?
Mit über 130 Reformvorhaben, die zum Teil schon umgesetzt sind oder im heurigen oder nächsten Jahr abgeschlossen werden, werden wir insgesamt – kumuliert gerechnet – 7,5 Milliarden € einsparen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wer’s glaubt, wird selig! – Ruf bei der SPÖ: Ist das Ihre letzte Rede?)
Abg. Dr. Matznetter: 50 Prozent ...!
Denken Sie nur an die großen Projekte, von denen sozialdemokratische Innenminister nicht einmal zu träumen wagten, wie etwa die Zusammenführung der Wachkörper: Wir machen sie! (Abg. Dr. Matznetter: 50 Prozent ...!)
Abg. Silhavy: Dann reden Sie einmal mit der ARGE Breitband über Ihre Politik! – Abg. Dr. Gusenbauer – eine Ausgabe des „Kurier“ in die Höhe haltend –: Im „Kurier“ von gestern: „Österreich droht Absturz als IT-Standort“!
Denken Sie an die Reform der Finanzverwaltung! Denken Sie an die Einführung des elektronischen Aktes – wieder: IT-Anwendungen –: Das sind unsere Schwerpunkte. (Abg. Silhavy: Dann reden Sie einmal mit der ARGE Breitband über Ihre Politik! – Abg. Dr. Gusenbauer – eine Ausgabe des „Kurier“ in die Höhe haltend –: Im „Kurier“ von gestern: „Österreich droht Absturz als IT-Standort“!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Ein Jammer, dieser Staatssekretär!
Wir starten in diesen Tagen mit Vertretern von Ländern und Gemeinden eine Diskussion darüber, wie wir die öffentliche Verwaltung des Bundes, der Länder und der Kommunen noch besser aufeinander abstimmen können (Abg. Dr. Gusenbauer: Ein Jammer, dieser Staatssekretär!), wie wir Synergiepotentiale nutzen können, was da und dort schon gelungen ist, wo wir voneinander lernen können. (Abg. Marizzi: Das hören wir jedes Jahr!) Wir hatten bereits einen erfolgreichen Prozess Nummer 1 (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen), darum haben die anderen Gebietskörperschaften gerne zugesagt (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer), dieses Gespräch fortzusetzen (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen) – und wir werden diesen erfolgreichen Weg fortsetzen!
Abg. Marizzi: Das hören wir jedes Jahr!
Wir starten in diesen Tagen mit Vertretern von Ländern und Gemeinden eine Diskussion darüber, wie wir die öffentliche Verwaltung des Bundes, der Länder und der Kommunen noch besser aufeinander abstimmen können (Abg. Dr. Gusenbauer: Ein Jammer, dieser Staatssekretär!), wie wir Synergiepotentiale nutzen können, was da und dort schon gelungen ist, wo wir voneinander lernen können. (Abg. Marizzi: Das hören wir jedes Jahr!) Wir hatten bereits einen erfolgreichen Prozess Nummer 1 (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen), darum haben die anderen Gebietskörperschaften gerne zugesagt (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer), dieses Gespräch fortzusetzen (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen) – und wir werden diesen erfolgreichen Weg fortsetzen!
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen
Wir starten in diesen Tagen mit Vertretern von Ländern und Gemeinden eine Diskussion darüber, wie wir die öffentliche Verwaltung des Bundes, der Länder und der Kommunen noch besser aufeinander abstimmen können (Abg. Dr. Gusenbauer: Ein Jammer, dieser Staatssekretär!), wie wir Synergiepotentiale nutzen können, was da und dort schon gelungen ist, wo wir voneinander lernen können. (Abg. Marizzi: Das hören wir jedes Jahr!) Wir hatten bereits einen erfolgreichen Prozess Nummer 1 (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen), darum haben die anderen Gebietskörperschaften gerne zugesagt (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer), dieses Gespräch fortzusetzen (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen) – und wir werden diesen erfolgreichen Weg fortsetzen!
Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer
Wir starten in diesen Tagen mit Vertretern von Ländern und Gemeinden eine Diskussion darüber, wie wir die öffentliche Verwaltung des Bundes, der Länder und der Kommunen noch besser aufeinander abstimmen können (Abg. Dr. Gusenbauer: Ein Jammer, dieser Staatssekretär!), wie wir Synergiepotentiale nutzen können, was da und dort schon gelungen ist, wo wir voneinander lernen können. (Abg. Marizzi: Das hören wir jedes Jahr!) Wir hatten bereits einen erfolgreichen Prozess Nummer 1 (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen), darum haben die anderen Gebietskörperschaften gerne zugesagt (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer), dieses Gespräch fortzusetzen (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen) – und wir werden diesen erfolgreichen Weg fortsetzen!
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen
Wir starten in diesen Tagen mit Vertretern von Ländern und Gemeinden eine Diskussion darüber, wie wir die öffentliche Verwaltung des Bundes, der Länder und der Kommunen noch besser aufeinander abstimmen können (Abg. Dr. Gusenbauer: Ein Jammer, dieser Staatssekretär!), wie wir Synergiepotentiale nutzen können, was da und dort schon gelungen ist, wo wir voneinander lernen können. (Abg. Marizzi: Das hören wir jedes Jahr!) Wir hatten bereits einen erfolgreichen Prozess Nummer 1 (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen), darum haben die anderen Gebietskörperschaften gerne zugesagt (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer), dieses Gespräch fortzusetzen (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen) – und wir werden diesen erfolgreichen Weg fortsetzen!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Das war Ihre Rede aus dem Jahre 2004, oder?
Daher lade ich Sie ein: Stimmen Sie dem Budget zu! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Das war Ihre Rede aus dem Jahre 2004, oder?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Diese Bundesregierung verfolgt eine Budget- und Wirtschaftspolitik, die verlässlich, sparsam und zukunftsorientiert ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Wieso kritisieren Sie den Finanzminister? Das finde ich mutig!
andere. Zuerst präsentieren Sie ein Wirtschaftsprogramm, das es noch gar nicht gibt, dann verlangen Sie Steuererhöhungen und eine Mehrbelastung für unsere Unternehmungen, dann wollen Sie ein höheres Defizit in Kauf nehmen und dann wollen Sie schließlich wieder ein Nulldefizit. – Heute hü, morgen hott – wer so reitet, fällt leicht vom Pferd! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Wieso kritisieren Sie den Finanzminister? Das finde ich mutig!)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Wir brauchen uns mit unseren Daten nicht zu verstecken! Vier österreichische Regionen finden sich unter den Top 10 aller 1 207 EU-Regionen, die attraktivste deutsche Region kommt erst auf Platz 443 – kein Wunder, dass sich viele Betriebe aus Deutschland bei uns in Österreich ansiedeln wollen! (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Um das zu erreichen, braucht ein Land eine gesunde Wirtschaft, denn nur gesunde Unternehmen schaffen und erhalten Arbeits- und Ausbildungsplätze. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir brauchen uns mit unseren Daten nicht zu verstecken! Vier österreichische Regionen finden sich unter den Top 10 aller 1 207 EU-Regionen, die attraktivste deutsche Region kommt erst auf Platz 443 – kein Wunder, dass sich viele Betriebe aus Deutschland bei uns in Österreich ansiedeln wollen! (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Um das zu erreichen, braucht ein Land eine gesunde Wirtschaft, denn nur gesunde Unternehmen schaffen und erhalten Arbeits- und Ausbildungsplätze. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: Danke, Karl-Heinz!
Deshalb ist heute ein guter Zeitpunkt, danke zu sagen: Danke den vielen Unternehmerinnen und Unternehmern, die durch ihren großen persönlichen Einsatz, ihre Tatkraft (Abg. Dr. Cap: Danke, Karl-Heinz!) und ihr großes persönliches Engagement den Standort Österreich sichern, Arbeit schaffen (Abg. Dr. Matznetter: Trotz falscher Regierungspolitik!) und damit den Menschen Sicherheit geben. – Vielen Dank! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Trotz widriger ... des Finanzministers!)
Abg. Dr. Matznetter: Trotz falscher Regierungspolitik!
Deshalb ist heute ein guter Zeitpunkt, danke zu sagen: Danke den vielen Unternehmerinnen und Unternehmern, die durch ihren großen persönlichen Einsatz, ihre Tatkraft (Abg. Dr. Cap: Danke, Karl-Heinz!) und ihr großes persönliches Engagement den Standort Österreich sichern, Arbeit schaffen (Abg. Dr. Matznetter: Trotz falscher Regierungspolitik!) und damit den Menschen Sicherheit geben. – Vielen Dank! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Trotz widriger ... des Finanzministers!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Trotz widriger ... des Finanzministers!
Deshalb ist heute ein guter Zeitpunkt, danke zu sagen: Danke den vielen Unternehmerinnen und Unternehmern, die durch ihren großen persönlichen Einsatz, ihre Tatkraft (Abg. Dr. Cap: Danke, Karl-Heinz!) und ihr großes persönliches Engagement den Standort Österreich sichern, Arbeit schaffen (Abg. Dr. Matznetter: Trotz falscher Regierungspolitik!) und damit den Menschen Sicherheit geben. – Vielen Dank! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Trotz widriger ... des Finanzministers!)
Abg. Dr. Matznetter: Sie haben Recht, Frau Kollegin, trotz widriger Bedingungen!
Das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft sind unsere Klein- und Mittelbetriebe in den Städten und in unseren Regionen. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben Recht, Frau Kollegin, trotz widriger Bedingungen!) Herr Matznetter! Diese waren Ihnen in Ihrer heutigen Rede keinen Satz wert!
Abg. Dr. Matznetter: Leider nicht für die mittleren ..!
Diese Bundesregierung hat mit ihrer Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahre und der Steuerreform 2004/2005 wirtschaftspolitische Meilensteine für unsere Unternehmungen geschaffen (Abg. Dr. Matznetter: Leider nicht für die mittleren ..!) – und das bei sinkendem Defizit! Das kommt allen Menschen zugute, denn: Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Diese Bundesregierung hat mit ihrer Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahre und der Steuerreform 2004/2005 wirtschaftspolitische Meilensteine für unsere Unternehmungen geschaffen (Abg. Dr. Matznetter: Leider nicht für die mittleren ..!) – und das bei sinkendem Defizit! Das kommt allen Menschen zugute, denn: Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Frau Präsidentin Zwazl sollten Sie zitieren!
Norbert Walter, Chefökonom der Deutschen Bank, sagt: Eines ist sicher: Einen Finanzminister Grasser und seine Politik hätten wir in Deutschland gern! (Abg. Dr. Matznetter: Frau Präsidentin Zwazl sollten Sie zitieren!)
Abg. Dr. Matznetter: Ja, dass die Kleinen zusperren müssen!
Ich finde es geradezu beschämend, dass der Wirtschaftssprecher der SPÖ ständig versucht, durch seine Äußerungen Klein- und Mittelbetriebe gegen große Unternehmen aufzuhetzen. Das tägliche Leben zeigt uns ein anderes Bild (Abg. Dr. Matznetter: Ja, dass die Kleinen zusperren müssen!): Mit einem gesunden Miteinander ist es natürlich möglich, dass Klein- und Mittelbetriebe von Leitbetrieben und Konzernen in der Region profitieren. (Abg. Dr. Matznetter: Hat sie jetzt von Leitl-Betrieben gesprochen?)
Abg. Dr. Matznetter: Hat sie jetzt von Leitl-Betrieben gesprochen?
Ich finde es geradezu beschämend, dass der Wirtschaftssprecher der SPÖ ständig versucht, durch seine Äußerungen Klein- und Mittelbetriebe gegen große Unternehmen aufzuhetzen. Das tägliche Leben zeigt uns ein anderes Bild (Abg. Dr. Matznetter: Ja, dass die Kleinen zusperren müssen!): Mit einem gesunden Miteinander ist es natürlich möglich, dass Klein- und Mittelbetriebe von Leitbetrieben und Konzernen in der Region profitieren. (Abg. Dr. Matznetter: Hat sie jetzt von Leitl-Betrieben gesprochen?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Auch die Äußerungen, die Körperschaftsteuersenkung sei nur für die Großen, stimmt nicht! – 70 Prozent aller Kapitalgesellschaften haben weniger als 10 Mitarbeiter, 83 Prozent aller GmbHs haben weniger als 20 Mitarbeiter. Aber natürlich: Die Steuerreform entlastet auch die Großen und die Konzerne, und wir hoffen auf eine gute Zusammenarbeit mit ihnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen
Die SPÖ versucht auf allen Ebenen, die Wirtschaft schlechtzureden, und erklärt auch immer, dass sie keine Lehrlinge ausbildet. Derzeit werden 120 000 Lehrlinge (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen) in unseren Unternehmungen ausgebildet! (Rufe bei der SPÖ: Und tschüss!)
Rufe bei der SPÖ: Und tschüss!
Die SPÖ versucht auf allen Ebenen, die Wirtschaft schlechtzureden, und erklärt auch immer, dass sie keine Lehrlinge ausbildet. Derzeit werden 120 000 Lehrlinge (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen) in unseren Unternehmungen ausgebildet! (Rufe bei der SPÖ: Und tschüss!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Aber Sie haben sich heute deklariert: Sie wollen Wahlkampf – wir wollen arbeiten. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): An dieser Stelle beginnt bei der ersten ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Seid friedlich! Grüß euch, guten Morgen!
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Ah, für Sie ist die Fernsehzeit relevant!
An dieser Stelle der Budgetbesprechungen beginnt ja traditionellerweise ein „Bildungsradl“, nicht? Diesmal wird es nur ein halbes sein, weil Sie, Herr Amon, oder Sie, Frau Brinek, oder auch Frau Dr. Bleckmann gar nicht mehr vorhaben, während der Zeit der Fernsehübertragung hier herauszugehen und zu erklären, welche Katastrophe Ihre Bildungspolitik ist. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Ah, für Sie ist die Fernsehzeit relevant!)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Stattdessen müssen wir uns jetzt absurdeste Dinge anhören! (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: In Wien!
Wir haben zuletzt Ende Dezember in diesem Saal über Bildung gesprochen – damals kam zur Krise der Universitäten auch die Krise der Gehrer-Schule: PISA war in aller Leute Mund. Und das alarmierende Ergebnis, dass 20 Prozent der 15-Jährigen nach neun Jahren in der Gehrer-Schule nicht ordentlich lesen können, hat uns, glaube ich, doch alle zu Recht bewegt. (Rufe bei der ÖVP: In Wien!) 20 Prozent! (Abg. Freund: In den Bundesländern nicht!)
Abg. Freund: In den Bundesländern nicht!
Wir haben zuletzt Ende Dezember in diesem Saal über Bildung gesprochen – damals kam zur Krise der Universitäten auch die Krise der Gehrer-Schule: PISA war in aller Leute Mund. Und das alarmierende Ergebnis, dass 20 Prozent der 15-Jährigen nach neun Jahren in der Gehrer-Schule nicht ordentlich lesen können, hat uns, glaube ich, doch alle zu Recht bewegt. (Rufe bei der ÖVP: In Wien!) 20 Prozent! (Abg. Freund: In den Bundesländern nicht!)
Ruf: Geh sicher! – Abg. Dr. Lopatka: Lernen Sie lesen!
Gehen wir es einzeln durch: Förderungen für Kindergärten – Sie haben die Unterlagen, bitte lesen Sie mit! –, in denen vor allem die Kinder der Zuwanderer ganz früh Deutsch lernen sollen: kein einziger Euro mehr. (Ruf: Geh sicher! – Abg. Dr. Lopatka: Lernen Sie lesen!)
Abg. Scheibner: Ein „höflicher“ Mensch! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Budget 2006 kein einziger Euro! (Abg. Scheibner: Ein „höflicher“ Mensch! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Mehr Lehrerfortbildung, mehr Pflicht zur Lehrerfortbildung: im Budget 2006, Frau Kollegin, kein einziger Euro mehr! (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Wenn Sie ihn entdeckt haben, dann kommen Sie herunter, ich lasse mich gerne korrigieren.
Abg. Dr. Brinek: Na geh! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Über die Universitäten und die Wissenschaft möchte ich ganz kurz sprechen. Hier prolongiert sich die seit Jahren bekannte Katastrophe. Ich bin besonders betroffen davon, dass es jetzt schon Universitäten in diesem Lande gibt, die ihre Stromrechnungen nicht bezahlen können. (Abg. Dr. Brinek: Na geh! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Eine davon hat die Adresse Wien 1, Karl-Lueger-Ring 1, und Sie selbst sind dort Lehrerin. Ja, das ist Ihnen gleichgültig! Aber glauben Sie, dass die Universität Wien die Stromrechnung absichtlich nicht bezahlt, oder nur, weil sie zu wenig Geld hat, um sie fristgerecht bezahlen zu können? (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Über die Universitäten und die Wissenschaft möchte ich ganz kurz sprechen. Hier prolongiert sich die seit Jahren bekannte Katastrophe. Ich bin besonders betroffen davon, dass es jetzt schon Universitäten in diesem Lande gibt, die ihre Stromrechnungen nicht bezahlen können. (Abg. Dr. Brinek: Na geh! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Eine davon hat die Adresse Wien 1, Karl-Lueger-Ring 1, und Sie selbst sind dort Lehrerin. Ja, das ist Ihnen gleichgültig! Aber glauben Sie, dass die Universität Wien die Stromrechnung absichtlich nicht bezahlt, oder nur, weil sie zu wenig Geld hat, um sie fristgerecht bezahlen zu können? (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie, meine Damen und Herren, haben abgedankt bei Bildung, bei Wissenschaft, bei Forschung! Die Universitäten waren dem Herrn Finanzminister in der Budgetrede 2005 noch sieben Zeilen wert, diesmal ist es eine halbe Zeile. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber es dauert nicht mehr lange: Wir machen’s besser! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Sie, meine Damen und Herren, haben abgedankt bei Bildung, bei Wissenschaft, bei Forschung! Die Universitäten waren dem Herrn Finanzminister in der Budgetrede 2005 noch sieben Zeilen wert, diesmal ist es eine halbe Zeile. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber es dauert nicht mehr lange: Wir machen’s besser! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Gradwohl: So ist es!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Herren Staatssekretäre! Meine geschätzten Damen und Herren! Herr Kollege Matznetter, Sie sind heute hier heraußen gestanden und haben gesagt – ich habe es mir aufgeschrieben –, Sie bitten förmlich um Neuwahlen, denn das ist der Garant für ein besseres Budget. (Abg. Gradwohl: So ist es!)
ironische Heiterkeit bei der SPÖ
Das müssen massive Selbstzweifel sein, die Sie haben. Denn Neuwahlen werden eine schwarz-blaue Mehrheit bringen (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), und nur eine schwarz-blaue Mehrheit ist ein Garant für ein besseres Budget, auch für die Zukunft dieser Republik. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Sie können sich nicht einmal die Meinungsumfragen mehr leisten! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Sie können sich nicht einmal die Meinungsumfragen mehr leisten! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das müssen massive Selbstzweifel sein, die Sie haben. Denn Neuwahlen werden eine schwarz-blaue Mehrheit bringen (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), und nur eine schwarz-blaue Mehrheit ist ein Garant für ein besseres Budget, auch für die Zukunft dieser Republik. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Sie können sich nicht einmal die Meinungsumfragen mehr leisten! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Falsche Rede!
diese Regierung sehr gut arbeitet, dass das Budget in der Vergangenheit sehr gut eingesetzt war und in der Zukunft sehr gut eingesetzt ist. (Abg. Dr. Cap: Falsche Rede!)
Zwischenruf des Abg. Riepl.
Aber es gibt auch Verschlechterungen in dieser Studie; auch die habe ich mir herausgeschrieben: Wir sind im FIFA-Ranking schlechter geworden, wir haben mehr Ordnungsrufe im Parlament bekommen, und die Lebensqualität in Wien hat sich massiv verschlechtert. Kurze Analyse: Mehr Ordnungsrufe, das ist die in Wirklichkeit hoffnungslose Opposition, die nur dagegen schreien kann, weil sie sonst nichts zusammenbringt. (Zwischenruf des Abg. Riepl.) Die Lebensqualität in Wien zu beurteilen obliegt, glaube ich, auch der linken Reichshälfte. Und im Fußball – okay, ich gebe das zu –, im Fußball haben wir versagt. (Rufe bei der SPÖ: Schweitzer! Euer Staatssekretär!)
Rufe bei der SPÖ: Schweitzer! Euer Staatssekretär!
Aber es gibt auch Verschlechterungen in dieser Studie; auch die habe ich mir herausgeschrieben: Wir sind im FIFA-Ranking schlechter geworden, wir haben mehr Ordnungsrufe im Parlament bekommen, und die Lebensqualität in Wien hat sich massiv verschlechtert. Kurze Analyse: Mehr Ordnungsrufe, das ist die in Wirklichkeit hoffnungslose Opposition, die nur dagegen schreien kann, weil sie sonst nichts zusammenbringt. (Zwischenruf des Abg. Riepl.) Die Lebensqualität in Wien zu beurteilen obliegt, glaube ich, auch der linken Reichshälfte. Und im Fußball – okay, ich gebe das zu –, im Fußball haben wir versagt. (Rufe bei der SPÖ: Schweitzer! Euer Staatssekretär!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abschließend, weil, als heute der Herr Klubobmann hier heraußen gestanden ist, Frau Kollegin Trunk sich wieder einmal über Kärnten affichiert hat – das muss ich jetzt wirklich einmal sagen, und ich habe es gestern schon gesagt –: Es ist wirklich unerträglich, dass permanent die Abgeordneten des eigenen Bundeslandes sich über ihr Bundesland affichieren, über ihr Bundesland schimpfen, ihr Bundesland krankjammern und, obwohl wir dort gemeinsam in der Regierung sitzen, nichts Besseres zu tun haben, als sich über Kärnten aufzuregen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie etwas zum Budget! Zum Budget 2006!
Ich möchte das heute wörtlich zitieren, weil ich nicht wieder einen Ordnungsruf bekommen möchte. (Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie etwas zum Budget! Zum Budget 2006!) Aber das ewige Schlechtjammern, das ewige Schlechtreden, sei es eines Bundeslandes oder der Republik, das hat sich, glaube ich, niemand hier verdient. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich möchte das heute wörtlich zitieren, weil ich nicht wieder einen Ordnungsruf bekommen möchte. (Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie etwas zum Budget! Zum Budget 2006!) Aber das ewige Schlechtjammern, das ewige Schlechtreden, sei es eines Bundeslandes oder der Republik, das hat sich, glaube ich, niemand hier verdient. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Parnigoni – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Dipl.-Ing. Scheuch –: Gut affichierte Rede! Die kann man wirklich affichieren!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Brosz. (Abg. Parnigoni – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Dipl.-Ing. Scheuch –: Gut affichierte Rede! Die kann man wirklich affichieren!)
Abg. Dr. Brinek: Was machen die mit dem Geld?
Ich bin in letzter Zeit sehr oft unterwegs gewesen und habe über das Bildungssystem mit vielen Eltern, Lehrern, SchülerInnen diskutiert. Die haben mir immer wieder eine Frage gestellt, nämlich: Gibt es das wirklich, dass wir in Österreich so viel Geld für Bildung ausgeben, bei dem, was wir in den letzten drei, vier Jahren erlebt haben? (Abg. Dr. Brinek: Was machen die mit dem Geld?) Wir haben Klassenzusammenlegungen bekommen; wir haben Sprachgruppen, in denen wir zu dreißigst sitzen, und keinen geteilten Unterricht mehr; wir haben keine unverbindlichen Übungen; so etwas wie musischer Unterricht, wie Zusatzunterricht, all das ist in den letzten Jahren massiv gestrichen worden.
Abg. Neudeck: Moment, wir haben keine Wettkonzession da!
Jetzt gehe ich eine Wette mit Ihnen ein. (Abg. Neudeck: Moment, wir haben keine Wettkonzession da!) Wenn Sie im Kapitel Finanzausgleich für 2006 diese 12 Millionen € finden, dann werden wir garantieren, dass in Österreich 12 Millionen € mehr für die Schulen zur Verfügung gestellt werden. (Abg. Neudeck: Für Wetten ist der Matznetter zuständig mit seinen Firmen!) Wenn es nicht drinnen ist, wenn Sie im Kapitel Finanzausgleich diese 12 Millionen nicht haben, dann werden Sie garantieren, dass die 12 Millionen zusätzlich sind. Diese Wette schauen wir uns an. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.)
Abg. Neudeck: Für Wetten ist der Matznetter zuständig mit seinen Firmen!
Jetzt gehe ich eine Wette mit Ihnen ein. (Abg. Neudeck: Moment, wir haben keine Wettkonzession da!) Wenn Sie im Kapitel Finanzausgleich für 2006 diese 12 Millionen € finden, dann werden wir garantieren, dass in Österreich 12 Millionen € mehr für die Schulen zur Verfügung gestellt werden. (Abg. Neudeck: Für Wetten ist der Matznetter zuständig mit seinen Firmen!) Wenn es nicht drinnen ist, wenn Sie im Kapitel Finanzausgleich diese 12 Millionen nicht haben, dann werden Sie garantieren, dass die 12 Millionen zusätzlich sind. Diese Wette schauen wir uns an. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.
Jetzt gehe ich eine Wette mit Ihnen ein. (Abg. Neudeck: Moment, wir haben keine Wettkonzession da!) Wenn Sie im Kapitel Finanzausgleich für 2006 diese 12 Millionen € finden, dann werden wir garantieren, dass in Österreich 12 Millionen € mehr für die Schulen zur Verfügung gestellt werden. (Abg. Neudeck: Für Wetten ist der Matznetter zuständig mit seinen Firmen!) Wenn es nicht drinnen ist, wenn Sie im Kapitel Finanzausgleich diese 12 Millionen nicht haben, dann werden Sie garantieren, dass die 12 Millionen zusätzlich sind. Diese Wette schauen wir uns an. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie finden es nämlich ganz klar im Kapitel der Pflichtschulen, und dort sind diese 12 Millionen in den Betrag eingerechnet. Diese 12 Millionen sind drinnen. Die Kürzung beträgt de facto 43 Millionen € seit dem letzten Jahr. Lesen Sie bitte Ihr eigenes Budget, wenn wir von Seriosität reden, Herr Finanzminister! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Langsam geht es, aber die Redezeit ist gleich aus!
Aber vielleicht noch einmal ganz langsam, damit Sie mitbekommen, wie unsere Argumentation ist (Abg. Scheibner: Langsam geht es, aber die Redezeit ist gleich aus!): Österreich hat in den letzten Jahren ein massives Problem bei den Bildungsvergleichen bekommen mit den Geldern, die bisher zur Verfügung standen – es sagt niemand, dass die letzten zwei, drei Jahre für die PISA-Ergebnisse verantwortlich waren –, mit dem, was in den letzten Jahren passiert ist. Wir sagen: Offenbar war das nicht genug.
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Sie sagen jetzt: Wenn es weniger Schüler gibt, dann kürzen wir im gleichen Ausmaß. Es hat niemand bestritten, dass es in den Volksschulen weniger Schüler gibt. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Ja, es gibt weniger Schüler und Schülerinnen. Übrigens ist eines interessant, das Budget 2006 betrifft ja das Schuljahr 2006/2007: Wissen Sie, welche SchülerInnen dann in die Schulen kommen werden? – Die, die 2000 geboren sind. Das ist schon interessant: Ihre Familienpolitik hätte doch dazu führen sollen, dass die Kinderzahl in Österreich steigt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber jetzt sagen Sie: Katastrophe, wir haben sinkende Schülerzahlen bis zum Gehtnichtmehr! Das ist im Übrigen Ihre Familienpolitik, die hier auch durchschlägt. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Da müssen Sie zumindest neun Monate dazurechnen! So schnell geht das nicht! – Weitere Zwischenrufe.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie sagen jetzt: Wenn es weniger Schüler gibt, dann kürzen wir im gleichen Ausmaß. Es hat niemand bestritten, dass es in den Volksschulen weniger Schüler gibt. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Ja, es gibt weniger Schüler und Schülerinnen. Übrigens ist eines interessant, das Budget 2006 betrifft ja das Schuljahr 2006/2007: Wissen Sie, welche SchülerInnen dann in die Schulen kommen werden? – Die, die 2000 geboren sind. Das ist schon interessant: Ihre Familienpolitik hätte doch dazu führen sollen, dass die Kinderzahl in Österreich steigt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber jetzt sagen Sie: Katastrophe, wir haben sinkende Schülerzahlen bis zum Gehtnichtmehr! Das ist im Übrigen Ihre Familienpolitik, die hier auch durchschlägt. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Da müssen Sie zumindest neun Monate dazurechnen! So schnell geht das nicht! – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Da müssen Sie zumindest neun Monate dazurechnen! So schnell geht das nicht! – Weitere Zwischenrufe.
Sie sagen jetzt: Wenn es weniger Schüler gibt, dann kürzen wir im gleichen Ausmaß. Es hat niemand bestritten, dass es in den Volksschulen weniger Schüler gibt. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Ja, es gibt weniger Schüler und Schülerinnen. Übrigens ist eines interessant, das Budget 2006 betrifft ja das Schuljahr 2006/2007: Wissen Sie, welche SchülerInnen dann in die Schulen kommen werden? – Die, die 2000 geboren sind. Das ist schon interessant: Ihre Familienpolitik hätte doch dazu führen sollen, dass die Kinderzahl in Österreich steigt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber jetzt sagen Sie: Katastrophe, wir haben sinkende Schülerzahlen bis zum Gehtnichtmehr! Das ist im Übrigen Ihre Familienpolitik, die hier auch durchschlägt. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Da müssen Sie zumindest neun Monate dazurechnen! So schnell geht das nicht! – Weitere Zwischenrufe.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber wenn da weniger Schüler sind, dann ist es unverantwortlich – und das ist das, was ich Ihnen nahe legen kann –, es ist unverantwortlich, im gleichen Ausmaß weiterzukürzen, wie Sie das seit drei, vier Jahren machen! Diese Situation ist nicht neu, wir haben sie seit mehreren Jahren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Bundesminister Mag. Grasser: Haben Sie etwas Jüngeres?
Letzte oder nicht?) Aus welchem Jahr stammen die Daten? – Aus dem Jahr 2001, Herr Finanzminister! (Bundesminister Mag. Grasser: Ist es die letzte Untersuchung?) Sämtliche Sparmaßnahmen, die Sie in den letzten drei Jahren gemacht haben, können hier nicht drinnen sein, denn die stammt aus dem Jahr 2001! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Bundesminister Mag. Grasser: Haben Sie etwas Jüngeres?)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Zum Thema Seriosität, abschließend: Sie glauben uns nicht, dass diese Daten überhöht sind, stimmt’s? Sie glauben, die sind korrekt – ist das richtig? (Bundesminister Mag. Grasser: Ja, natürlich, ist eine OECD-Studie!) Okay, gut. Ich zitiere Ihnen den zuständigen Sektionschef Wolfgang Stelzmüller – er ist Ihnen vielleicht ein Begriff, Sektionschef im Bildungsministerium – in der „Presse“ vom 11. Feber:„Die tatsächlichen Aufwendungen pro Schüler und Jahr liegen um etwa 30 Prozent unter der von der OECD für Österreich ausgewiesenen Summe.“ – So Wolfgang Stelzmüller, zuständiger Sektionschef. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Er legt die Begründung nicht offen!
Herr Finanzminister, Seriosität ist bei Ihnen nicht zu Hause! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Er legt die Begründung nicht offen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Vor den letzten Nationalratswahlen ist SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer mit einem „Kabinett des Lichts“ angetreten: mit vier Leuchtraketen; zwei haben es geschafft, hierher ins Parlament zu kommen: Broukal, und der Zweite war Matznetter. Mit der Vorstellung, die Sie heute geboten haben, sind Sie endgültig verglüht und abgestürzt, meine Damen und Herren! Vom „Kabinett des Lichts“ ist überhaupt nichts mehr da. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: Machen Sie sich um uns keine Sorgen!
Denn hier überhaupt keine Alternativen aufzuzeigen, die Zeit der Opposition nicht zu nützen, um Alternativkonzepte zu entwickeln, das ist schon zu wenig. (Abg. Dr. Puswald: Machen Sie sich um uns keine Sorgen!) Nein, ich mache mir keine Sorgen. Solange wir in der Regierung sind, können Sie gerne so weitermachen. Da mache ich mir keine Sorgen, und auch nicht die Österreicher. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Solange Sie auf der Oppositionsbank sitzen, müssen wir uns keine großen Sorgen machen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Denn hier überhaupt keine Alternativen aufzuzeigen, die Zeit der Opposition nicht zu nützen, um Alternativkonzepte zu entwickeln, das ist schon zu wenig. (Abg. Dr. Puswald: Machen Sie sich um uns keine Sorgen!) Nein, ich mache mir keine Sorgen. Solange wir in der Regierung sind, können Sie gerne so weitermachen. Da mache ich mir keine Sorgen, und auch nicht die Österreicher. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Solange Sie auf der Oppositionsbank sitzen, müssen wir uns keine großen Sorgen machen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Denn hier überhaupt keine Alternativen aufzuzeigen, die Zeit der Opposition nicht zu nützen, um Alternativkonzepte zu entwickeln, das ist schon zu wenig. (Abg. Dr. Puswald: Machen Sie sich um uns keine Sorgen!) Nein, ich mache mir keine Sorgen. Solange wir in der Regierung sind, können Sie gerne so weitermachen. Da mache ich mir keine Sorgen, und auch nicht die Österreicher. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Solange Sie auf der Oppositionsbank sitzen, müssen wir uns keine großen Sorgen machen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Schieder: Ist eh schon weg!
Denn Sie sind so widersprüchlich, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass es gut ist, dass es diese Fernsehübertragungen gibt. (Abg. Schieder: Ist eh schon weg!) Einerseits machen Sie sich große Sorgen um die Zukunft Österreichs, was die Budget- und Finanzpolitik betrifft, bei 1,7 Prozent Budgetdefizit. Sie wissen, da sind wir europaweit, innerhalb der EU der 25, vorne dabei. (Abg. Riepl: Überall hinten!) Vorne dabei: Fünf sind vor uns (Abg. Parnigoni: Bei der Arbeitslosigkeit sind Sie vorne!), wir sind da an sechster Stelle, 19 EU-Staaten sind hinter uns. (Abg. Parnigoni: Bei der Kriminalität sind Sie inzwischen weit vorne!)
Abg. Riepl: Überall hinten!
Denn Sie sind so widersprüchlich, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass es gut ist, dass es diese Fernsehübertragungen gibt. (Abg. Schieder: Ist eh schon weg!) Einerseits machen Sie sich große Sorgen um die Zukunft Österreichs, was die Budget- und Finanzpolitik betrifft, bei 1,7 Prozent Budgetdefizit. Sie wissen, da sind wir europaweit, innerhalb der EU der 25, vorne dabei. (Abg. Riepl: Überall hinten!) Vorne dabei: Fünf sind vor uns (Abg. Parnigoni: Bei der Arbeitslosigkeit sind Sie vorne!), wir sind da an sechster Stelle, 19 EU-Staaten sind hinter uns. (Abg. Parnigoni: Bei der Kriminalität sind Sie inzwischen weit vorne!)
Abg. Parnigoni: Bei der Arbeitslosigkeit sind Sie vorne!
Denn Sie sind so widersprüchlich, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass es gut ist, dass es diese Fernsehübertragungen gibt. (Abg. Schieder: Ist eh schon weg!) Einerseits machen Sie sich große Sorgen um die Zukunft Österreichs, was die Budget- und Finanzpolitik betrifft, bei 1,7 Prozent Budgetdefizit. Sie wissen, da sind wir europaweit, innerhalb der EU der 25, vorne dabei. (Abg. Riepl: Überall hinten!) Vorne dabei: Fünf sind vor uns (Abg. Parnigoni: Bei der Arbeitslosigkeit sind Sie vorne!), wir sind da an sechster Stelle, 19 EU-Staaten sind hinter uns. (Abg. Parnigoni: Bei der Kriminalität sind Sie inzwischen weit vorne!)
Abg. Parnigoni: Bei der Kriminalität sind Sie inzwischen weit vorne!
Denn Sie sind so widersprüchlich, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass es gut ist, dass es diese Fernsehübertragungen gibt. (Abg. Schieder: Ist eh schon weg!) Einerseits machen Sie sich große Sorgen um die Zukunft Österreichs, was die Budget- und Finanzpolitik betrifft, bei 1,7 Prozent Budgetdefizit. Sie wissen, da sind wir europaweit, innerhalb der EU der 25, vorne dabei. (Abg. Riepl: Überall hinten!) Vorne dabei: Fünf sind vor uns (Abg. Parnigoni: Bei der Arbeitslosigkeit sind Sie vorne!), wir sind da an sechster Stelle, 19 EU-Staaten sind hinter uns. (Abg. Parnigoni: Bei der Kriminalität sind Sie inzwischen weit vorne!)
Abg. Parnigoni: Bravo!
Steuersenkungen – Wirtschaftskammerwahlen, daher nur für Klein- und Mittelbetriebe (Abg. Parnigoni: Bravo!) –, 800 Millionen verlangt er zusätzlich für Forschung und Entwicklung (Abg. Parnigoni: Bravo!), und 300 Millionen für ein Bildungskonto.
Abg. Parnigoni: Bravo!
Steuersenkungen – Wirtschaftskammerwahlen, daher nur für Klein- und Mittelbetriebe (Abg. Parnigoni: Bravo!) –, 800 Millionen verlangt er zusätzlich für Forschung und Entwicklung (Abg. Parnigoni: Bravo!), und 300 Millionen für ein Bildungskonto.
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Wenn ich diese Beträge zusammenzähle: Die 1,7 Prozent – und diese Rechnung müssten auch Sie nachvollziehen können – haben wir bei etwas mehr als 5 Milliarden an Defizit. Gebe ich zu diesen 5 Milliarden diese Beträge von Matznetter dazu, dann komme ich – nur mit diesem einen Interview! – auf 12,4 Milliarden € an Defizit, das sind 3,65 Prozent! (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Dann bin ich genau dort, wo sozialdemokratisch regierte Länder sind und wo Ihre Finanzminister immer waren, nämlich jenseits von 3 Prozent Budgetdefizit!
Heiterkeit bei der ÖVP.
Der Redakteur konfrontiert in diesem Interview vom letzten Freitag Matznetter mit seinen Forderungen und meint: „Das sind zusammen“ – zusätzlich! – „fünf Milliarden Euro, das Defizit würde deutlich über drei Prozent liegen, und Brüssel würde Ihnen einen blauen Brief schicken.“ Wissen Sie, was die Antwort von Matznetter ist? – Er widerspricht gar nicht, sondern meint: „Natürlich muss da auch der Stabilitätspakt geändert werden, und zwar so, dass man Investitionen nicht einfach als Ausgaben verbucht.“ (Heiterkeit bei der ÖVP.) Na bitte, Matznetter wortwörtlich! Alte sozialistische Schuldenpolitik! (Ruf bei der ÖVP: Ist das nicht ein Steuerberater?) Nein, danke, sage ich Ihnen zu dieser Politik, nein, danke! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Lentsch: Das ist ein Steuerberater!)
Ruf bei der ÖVP: Ist das nicht ein Steuerberater?
Der Redakteur konfrontiert in diesem Interview vom letzten Freitag Matznetter mit seinen Forderungen und meint: „Das sind zusammen“ – zusätzlich! – „fünf Milliarden Euro, das Defizit würde deutlich über drei Prozent liegen, und Brüssel würde Ihnen einen blauen Brief schicken.“ Wissen Sie, was die Antwort von Matznetter ist? – Er widerspricht gar nicht, sondern meint: „Natürlich muss da auch der Stabilitätspakt geändert werden, und zwar so, dass man Investitionen nicht einfach als Ausgaben verbucht.“ (Heiterkeit bei der ÖVP.) Na bitte, Matznetter wortwörtlich! Alte sozialistische Schuldenpolitik! (Ruf bei der ÖVP: Ist das nicht ein Steuerberater?) Nein, danke, sage ich Ihnen zu dieser Politik, nein, danke! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Lentsch: Das ist ein Steuerberater!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Lentsch: Das ist ein Steuerberater!
Der Redakteur konfrontiert in diesem Interview vom letzten Freitag Matznetter mit seinen Forderungen und meint: „Das sind zusammen“ – zusätzlich! – „fünf Milliarden Euro, das Defizit würde deutlich über drei Prozent liegen, und Brüssel würde Ihnen einen blauen Brief schicken.“ Wissen Sie, was die Antwort von Matznetter ist? – Er widerspricht gar nicht, sondern meint: „Natürlich muss da auch der Stabilitätspakt geändert werden, und zwar so, dass man Investitionen nicht einfach als Ausgaben verbucht.“ (Heiterkeit bei der ÖVP.) Na bitte, Matznetter wortwörtlich! Alte sozialistische Schuldenpolitik! (Ruf bei der ÖVP: Ist das nicht ein Steuerberater?) Nein, danke, sage ich Ihnen zu dieser Politik, nein, danke! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Lentsch: Das ist ein Steuerberater!)
Abg. Mag. Kogler: Sie können ja nicht einmal Investitionen und laufende Ausgaben auseinander halten! Das versteht ja kein Mensch, dass Sie sich da so aufplustern!
Meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Kogler: Sie können ja nicht einmal Investitionen und laufende Ausgaben auseinander halten! Das versteht ja kein Mensch, dass Sie sich da so aufplustern!) Na schon! Wissen Sie, warum? (Abg. Mag. Kogler: Sie kennen den Unterschied offensichtlich nicht!) – Weil in unserem Budget natürlich die Investitionen vorgesehen sind, Herr Kollege Kogler. Bitte, die sind ja nicht außerbudgetär! (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: Sie kennen den Unterschied offensichtlich nicht!
Meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Kogler: Sie können ja nicht einmal Investitionen und laufende Ausgaben auseinander halten! Das versteht ja kein Mensch, dass Sie sich da so aufplustern!) Na schon! Wissen Sie, warum? (Abg. Mag. Kogler: Sie kennen den Unterschied offensichtlich nicht!) – Weil in unserem Budget natürlich die Investitionen vorgesehen sind, Herr Kollege Kogler. Bitte, die sind ja nicht außerbudgetär! (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Kogler: Sie können ja nicht einmal Investitionen und laufende Ausgaben auseinander halten! Das versteht ja kein Mensch, dass Sie sich da so aufplustern!) Na schon! Wissen Sie, warum? (Abg. Mag. Kogler: Sie kennen den Unterschied offensichtlich nicht!) – Weil in unserem Budget natürlich die Investitionen vorgesehen sind, Herr Kollege Kogler. Bitte, die sind ja nicht außerbudgetär! (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: Sie können ja überhaupt nicht ...!
Ihre Rechenkünste kennen wir. Das Beste war überhaupt Broukal vorhin, als er gemeint hat: Wo sind denn die Kosten für die Kindergärten verbucht? (Abg. Mag. Kogler: Sie können ja überhaupt nicht ...!) – Jetzt ist er mehr als zwei Jahre hier im Parlament und weiß noch immer nicht, dass für die Kindergärten eigentlich die Länder und Gemeinden zuständig sind und nicht der Bund. Wenigstens das hätte er wissen können. Herr Kollege Broukal, wenigstens das! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: Das weiß ich schon! Ich weiß aber auch, wie viel die Wiener dort zahlen!) Ja, ich weiß, wie viel sie zahlen: In Wien viel mehr als in Niederösterreich, in Wien zahlen sie am meisten, Kollege Broukal! Nur damit Sie es wissen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: In Wien gehen 87 Prozent ...! In Niederösterreich sperren die Kindergärten zu Mittag! Erst lernen, dann sprechen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: Das weiß ich schon! Ich weiß aber auch, wie viel die Wiener dort zahlen!
Ihre Rechenkünste kennen wir. Das Beste war überhaupt Broukal vorhin, als er gemeint hat: Wo sind denn die Kosten für die Kindergärten verbucht? (Abg. Mag. Kogler: Sie können ja überhaupt nicht ...!) – Jetzt ist er mehr als zwei Jahre hier im Parlament und weiß noch immer nicht, dass für die Kindergärten eigentlich die Länder und Gemeinden zuständig sind und nicht der Bund. Wenigstens das hätte er wissen können. Herr Kollege Broukal, wenigstens das! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: Das weiß ich schon! Ich weiß aber auch, wie viel die Wiener dort zahlen!) Ja, ich weiß, wie viel sie zahlen: In Wien viel mehr als in Niederösterreich, in Wien zahlen sie am meisten, Kollege Broukal! Nur damit Sie es wissen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: In Wien gehen 87 Prozent ...! In Niederösterreich sperren die Kindergärten zu Mittag! Erst lernen, dann sprechen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: In Wien gehen 87 Prozent ...! In Niederösterreich sperren die Kindergärten zu Mittag! Erst lernen, dann sprechen!
Ihre Rechenkünste kennen wir. Das Beste war überhaupt Broukal vorhin, als er gemeint hat: Wo sind denn die Kosten für die Kindergärten verbucht? (Abg. Mag. Kogler: Sie können ja überhaupt nicht ...!) – Jetzt ist er mehr als zwei Jahre hier im Parlament und weiß noch immer nicht, dass für die Kindergärten eigentlich die Länder und Gemeinden zuständig sind und nicht der Bund. Wenigstens das hätte er wissen können. Herr Kollege Broukal, wenigstens das! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: Das weiß ich schon! Ich weiß aber auch, wie viel die Wiener dort zahlen!) Ja, ich weiß, wie viel sie zahlen: In Wien viel mehr als in Niederösterreich, in Wien zahlen sie am meisten, Kollege Broukal! Nur damit Sie es wissen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Broukal: In Wien gehen 87 Prozent ...! In Niederösterreich sperren die Kindergärten zu Mittag! Erst lernen, dann sprechen!)
Abg. Broukal: ... wieder 5 Milliarden neue Schulden!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Unterschied zwischen Ihnen und uns in der Budget- und Finanzpolitik ist wieder einmal sehr deutlich geworden. Wir werden konsequent, im Interesse der Menschen dieses Landes, diese Budgetpolitik fortsetzen. (Abg. Broukal: ... wieder 5 Milliarden neue Schulden!) Sie mögen mit altsozialistischen Konzepten, wonach man den Stabilitätspakt aufheben möchte, eine Alternative bieten. Die Österreicherinnen und Österreicher werden sich ihre Meinung dazu bilden. (Ruf bei der SPÖ: ... Schmutzkampagne!) Das ist keine Schmutzkampagne, sondern unsere Politik ist zukunftsorientiert, Ihre ist in den siebziger Jahren stecken geblieben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: ... Schmutzkampagne!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Unterschied zwischen Ihnen und uns in der Budget- und Finanzpolitik ist wieder einmal sehr deutlich geworden. Wir werden konsequent, im Interesse der Menschen dieses Landes, diese Budgetpolitik fortsetzen. (Abg. Broukal: ... wieder 5 Milliarden neue Schulden!) Sie mögen mit altsozialistischen Konzepten, wonach man den Stabilitätspakt aufheben möchte, eine Alternative bieten. Die Österreicherinnen und Österreicher werden sich ihre Meinung dazu bilden. (Ruf bei der SPÖ: ... Schmutzkampagne!) Das ist keine Schmutzkampagne, sondern unsere Politik ist zukunftsorientiert, Ihre ist in den siebziger Jahren stecken geblieben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Unterschied zwischen Ihnen und uns in der Budget- und Finanzpolitik ist wieder einmal sehr deutlich geworden. Wir werden konsequent, im Interesse der Menschen dieses Landes, diese Budgetpolitik fortsetzen. (Abg. Broukal: ... wieder 5 Milliarden neue Schulden!) Sie mögen mit altsozialistischen Konzepten, wonach man den Stabilitätspakt aufheben möchte, eine Alternative bieten. Die Österreicherinnen und Österreicher werden sich ihre Meinung dazu bilden. (Ruf bei der SPÖ: ... Schmutzkampagne!) Das ist keine Schmutzkampagne, sondern unsere Politik ist zukunftsorientiert, Ihre ist in den siebziger Jahren stecken geblieben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Ja, ist auch so!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Abgeordneter Lopatka hat soeben gemeint, dass die Kindergärten in Wien die teuersten wären. (Ruf bei der ÖVP: Ja, ist auch so!) – Das ist unrichtig!
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wahr ist vielmehr, dass der Beitrag in den Kindergärten in Wien sozial gestaffelt ist. Für 40 Prozent ist er am billigsten, nämlich null Euro, ein Drittel zahlt den Vollpreis, und etwa ein Drittel dazwischen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Aber das ist der Stellenwert in deiner Fraktion! Das hat mit uns nichts zu tun!
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! In 4 Minuten kann man hier nur ein paar Streiflichter aufblinken lassen. (Abg. Neudeck: Aber das ist der Stellenwert in deiner Fraktion! Das hat mit uns nichts zu tun!) Lassen Sie mich beginnen mit Lopatka und Broukal, Kinderbetreuungseinrichtungen: Wir wüssten nicht, dass das nichts mit dem Bund zu tun hat. (Abg. Scheibner: Scharfe Kritik an der Klubführung!) Nehmen Sie dieses Heft und schlagen Sie Seite 100 auf. Sie werden dort finden (Abg. Mag. Donnerbauer: Ist die SPÖ schon so weit, dass sie ...?), dass in den Jahren zwischen 1998 und 2001 Zuschüsse für Kinderbetreuungseinrichtungen, die Kindergartenmilliarde, drinnen war, die Sie damals mit uns beschlossen hatten.
Abg. Scheibner: Scharfe Kritik an der Klubführung!
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! In 4 Minuten kann man hier nur ein paar Streiflichter aufblinken lassen. (Abg. Neudeck: Aber das ist der Stellenwert in deiner Fraktion! Das hat mit uns nichts zu tun!) Lassen Sie mich beginnen mit Lopatka und Broukal, Kinderbetreuungseinrichtungen: Wir wüssten nicht, dass das nichts mit dem Bund zu tun hat. (Abg. Scheibner: Scharfe Kritik an der Klubführung!) Nehmen Sie dieses Heft und schlagen Sie Seite 100 auf. Sie werden dort finden (Abg. Mag. Donnerbauer: Ist die SPÖ schon so weit, dass sie ...?), dass in den Jahren zwischen 1998 und 2001 Zuschüsse für Kinderbetreuungseinrichtungen, die Kindergartenmilliarde, drinnen war, die Sie damals mit uns beschlossen hatten.
Abg. Mag. Donnerbauer: Ist die SPÖ schon so weit, dass sie ...?
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! In 4 Minuten kann man hier nur ein paar Streiflichter aufblinken lassen. (Abg. Neudeck: Aber das ist der Stellenwert in deiner Fraktion! Das hat mit uns nichts zu tun!) Lassen Sie mich beginnen mit Lopatka und Broukal, Kinderbetreuungseinrichtungen: Wir wüssten nicht, dass das nichts mit dem Bund zu tun hat. (Abg. Scheibner: Scharfe Kritik an der Klubführung!) Nehmen Sie dieses Heft und schlagen Sie Seite 100 auf. Sie werden dort finden (Abg. Mag. Donnerbauer: Ist die SPÖ schon so weit, dass sie ...?), dass in den Jahren zwischen 1998 und 2001 Zuschüsse für Kinderbetreuungseinrichtungen, die Kindergartenmilliarde, drinnen war, die Sie damals mit uns beschlossen hatten.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Die Vertreter des Gemeindebundes und der Städte haben dazu, dass man ein solch großes Programm starten möchte, nämlich die ganztägige Betreuung massiv ausbauen will, bei diesem Bildungsgipfel gesagt: Das muss eine gemeinsame Anstrengung aller Gebietskörperschaften sein. Sie sagen mit diesem Budget: Der Bund verabschiedet sich. – Es ist skandalös, dass Sie sich aus diesem Projekt verabschieden! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Sie können nicht auf der einen Seite sagen, wir wollen das ausbauen, aber keinen Groschen dafür zur Verfügung stellen.
Abg. Dr. Brinek: Mehr!
Das Zweite: Das Budget für Bildung steigt um insgesamt 23 Millionen Schilling. Wenn ich diese Zahlen hier genau nehme ... (Abg. Dr. Brinek: Mehr!) Nein, es sind 23 Millionen Schilling, Kollegin Brinek (Abg. Dr. Brinek: Mehr!), das sind 0,25 Prozent. (Abg. Dr. Brinek: Beim Schwindeln ...!) Allein der Mehraufwand bei den Pensionen ... (Abg. Mag. Molterer: Euro!) Euro, selbstverständlich. Entschuldigung, Euro! – Allein der Mehraufwand bei den Pensionen steigt von 926 Millionen auf 975 Millionen € bei den Landeslehrern. Insgesamt 23 Millionen € mehr, Pensionsaufwandssteigerung 49 Milliarden € mehr, daran sehen Sie sehr klar, dass für die Schulen selbst und für die Bildung wirklich nichts mehr übrig bleibt. (Abg. Dr. Brinek: Das stimmt nicht!)
Abg. Dr. Brinek: Mehr!
Das Zweite: Das Budget für Bildung steigt um insgesamt 23 Millionen Schilling. Wenn ich diese Zahlen hier genau nehme ... (Abg. Dr. Brinek: Mehr!) Nein, es sind 23 Millionen Schilling, Kollegin Brinek (Abg. Dr. Brinek: Mehr!), das sind 0,25 Prozent. (Abg. Dr. Brinek: Beim Schwindeln ...!) Allein der Mehraufwand bei den Pensionen ... (Abg. Mag. Molterer: Euro!) Euro, selbstverständlich. Entschuldigung, Euro! – Allein der Mehraufwand bei den Pensionen steigt von 926 Millionen auf 975 Millionen € bei den Landeslehrern. Insgesamt 23 Millionen € mehr, Pensionsaufwandssteigerung 49 Milliarden € mehr, daran sehen Sie sehr klar, dass für die Schulen selbst und für die Bildung wirklich nichts mehr übrig bleibt. (Abg. Dr. Brinek: Das stimmt nicht!)
Abg. Dr. Brinek: Beim Schwindeln ...!
Das Zweite: Das Budget für Bildung steigt um insgesamt 23 Millionen Schilling. Wenn ich diese Zahlen hier genau nehme ... (Abg. Dr. Brinek: Mehr!) Nein, es sind 23 Millionen Schilling, Kollegin Brinek (Abg. Dr. Brinek: Mehr!), das sind 0,25 Prozent. (Abg. Dr. Brinek: Beim Schwindeln ...!) Allein der Mehraufwand bei den Pensionen ... (Abg. Mag. Molterer: Euro!) Euro, selbstverständlich. Entschuldigung, Euro! – Allein der Mehraufwand bei den Pensionen steigt von 926 Millionen auf 975 Millionen € bei den Landeslehrern. Insgesamt 23 Millionen € mehr, Pensionsaufwandssteigerung 49 Milliarden € mehr, daran sehen Sie sehr klar, dass für die Schulen selbst und für die Bildung wirklich nichts mehr übrig bleibt. (Abg. Dr. Brinek: Das stimmt nicht!)
Abg. Mag. Molterer: Euro!
Das Zweite: Das Budget für Bildung steigt um insgesamt 23 Millionen Schilling. Wenn ich diese Zahlen hier genau nehme ... (Abg. Dr. Brinek: Mehr!) Nein, es sind 23 Millionen Schilling, Kollegin Brinek (Abg. Dr. Brinek: Mehr!), das sind 0,25 Prozent. (Abg. Dr. Brinek: Beim Schwindeln ...!) Allein der Mehraufwand bei den Pensionen ... (Abg. Mag. Molterer: Euro!) Euro, selbstverständlich. Entschuldigung, Euro! – Allein der Mehraufwand bei den Pensionen steigt von 926 Millionen auf 975 Millionen € bei den Landeslehrern. Insgesamt 23 Millionen € mehr, Pensionsaufwandssteigerung 49 Milliarden € mehr, daran sehen Sie sehr klar, dass für die Schulen selbst und für die Bildung wirklich nichts mehr übrig bleibt. (Abg. Dr. Brinek: Das stimmt nicht!)
Abg. Dr. Brinek: Das stimmt nicht!
Das Zweite: Das Budget für Bildung steigt um insgesamt 23 Millionen Schilling. Wenn ich diese Zahlen hier genau nehme ... (Abg. Dr. Brinek: Mehr!) Nein, es sind 23 Millionen Schilling, Kollegin Brinek (Abg. Dr. Brinek: Mehr!), das sind 0,25 Prozent. (Abg. Dr. Brinek: Beim Schwindeln ...!) Allein der Mehraufwand bei den Pensionen ... (Abg. Mag. Molterer: Euro!) Euro, selbstverständlich. Entschuldigung, Euro! – Allein der Mehraufwand bei den Pensionen steigt von 926 Millionen auf 975 Millionen € bei den Landeslehrern. Insgesamt 23 Millionen € mehr, Pensionsaufwandssteigerung 49 Milliarden € mehr, daran sehen Sie sehr klar, dass für die Schulen selbst und für die Bildung wirklich nichts mehr übrig bleibt. (Abg. Dr. Brinek: Das stimmt nicht!)
Abg. Broukal: Er ist schon gegangen! Fernsehen ist weg, und er geht!
Herr Finanzminister (Abg. Broukal: Er ist schon gegangen! Fernsehen ist weg, und er geht!), Sie haben in Ihrem Debattenbeitrag gesagt: Dort, wo es mehr Schülerinnen und Schüler gibt, gibt es auch mehr Lehrer. Das haben Sie hier wiederholt. (Abg. Dr. Brinek: Zum Beispiel in Wien mehr Planstellen! Finanzausgleich!) Daher bitte ich Sie, zeigen Sie mir in diesem Heft, Bildung und Kultur, anhand der Stellenpläne, wo es beispielsweise bei den berufsbildenden höheren Schulen eine Stelle mehr gibt. Sie haben die Zahlen im anderen Heft drinnen, dass die Zahl der Schülerinnen und Schüler steigt. Sie haben bei den Stellenplänen der Handelsakademien, der HTLs und so weiter exakt dieselben Zahlen wie im Jahr 2005, keine einzige Stelle mehr!
Abg. Dr. Brinek: Zum Beispiel in Wien mehr Planstellen! Finanzausgleich!
Herr Finanzminister (Abg. Broukal: Er ist schon gegangen! Fernsehen ist weg, und er geht!), Sie haben in Ihrem Debattenbeitrag gesagt: Dort, wo es mehr Schülerinnen und Schüler gibt, gibt es auch mehr Lehrer. Das haben Sie hier wiederholt. (Abg. Dr. Brinek: Zum Beispiel in Wien mehr Planstellen! Finanzausgleich!) Daher bitte ich Sie, zeigen Sie mir in diesem Heft, Bildung und Kultur, anhand der Stellenpläne, wo es beispielsweise bei den berufsbildenden höheren Schulen eine Stelle mehr gibt. Sie haben die Zahlen im anderen Heft drinnen, dass die Zahl der Schülerinnen und Schüler steigt. Sie haben bei den Stellenplänen der Handelsakademien, der HTLs und so weiter exakt dieselben Zahlen wie im Jahr 2005, keine einzige Stelle mehr!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Der Mehraufwand reicht gerade einmal dazu, die Biennalsprünge und diese Dinge abzudecken, aber nicht für mehr, für keine einzige Stelle mehr. Doch Sie stellen sich hierher und behaupten, dass es mehr Stellen gibt. Wie soll ich das bezeichnen? Wollen Sie uns zum Narren halten, Herr Finanzminister? Oder glauben Sie, wir können Ihre Zahlen nicht nachprüfen, die Sie selbst uns hier vorlegen? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Diese Art von Umgang mit der Wahrheit finde ich wirklich skandalös, was Sie hier mit dem Parlament aufführen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Der Mehraufwand reicht gerade einmal dazu, die Biennalsprünge und diese Dinge abzudecken, aber nicht für mehr, für keine einzige Stelle mehr. Doch Sie stellen sich hierher und behaupten, dass es mehr Stellen gibt. Wie soll ich das bezeichnen? Wollen Sie uns zum Narren halten, Herr Finanzminister? Oder glauben Sie, wir können Ihre Zahlen nicht nachprüfen, die Sie selbst uns hier vorlegen? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Diese Art von Umgang mit der Wahrheit finde ich wirklich skandalös, was Sie hier mit dem Parlament aufführen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Scheibner: „Endlich“ steht nicht dort! Zitieren Sie exakt!
Dass im Budget nichts enthalten ist für all die Maßnahmen, die beim Bildungsgipfel groß angekündigt wurden – zehn Punkte –, das beweisen Sie ja selbst. Sie wissen es selbst am besten, Kollegin Brinek und Kollege Amon. Was hätte es denn sonst für einen Sinn, dass Sie mit Datum 2. März 2005 dem Parlament einen Entschließungsantrag vorlegen, in dem steht, dass die Bundesregierung aufgefordert wird, diese Maßnahmen des Bildungsgipfels endlich umzusetzen? – Weil eben nichts im Budget drinsteht (Abg. Scheibner: „Endlich“ steht nicht dort! Zitieren Sie exakt!), müssen Sie Ihre eigene Bundesregierung dazu auffordern, endlich das zu tun, was man ankündigt. (Abg. Dr. Brinek: Das ist aber auch billig!)
Abg. Dr. Brinek: Das ist aber auch billig!
Dass im Budget nichts enthalten ist für all die Maßnahmen, die beim Bildungsgipfel groß angekündigt wurden – zehn Punkte –, das beweisen Sie ja selbst. Sie wissen es selbst am besten, Kollegin Brinek und Kollege Amon. Was hätte es denn sonst für einen Sinn, dass Sie mit Datum 2. März 2005 dem Parlament einen Entschließungsantrag vorlegen, in dem steht, dass die Bundesregierung aufgefordert wird, diese Maßnahmen des Bildungsgipfels endlich umzusetzen? – Weil eben nichts im Budget drinsteht (Abg. Scheibner: „Endlich“ steht nicht dort! Zitieren Sie exakt!), müssen Sie Ihre eigene Bundesregierung dazu auffordern, endlich das zu tun, was man ankündigt. (Abg. Dr. Brinek: Das ist aber auch billig!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Das ist keine solide Grundlage für ein Budget. Im Wesentlichen ist das Budget des Jahres 2006 das Budget des Jahres 2005. Für Innovationen gibt es keinen Spielraum. An Ihnen ist PISA und alles andere spurlos vorübergegangen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werter Herr Bundesminister! Lieber Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! An die Oppositionsadresse bitte: Lesen – denken – sprechen! (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Das ist kein Budget von Edlinger, das ist kein SPÖ-Budget, hier geht es um ein Budget von FPÖ und ÖVP, zusammengestellt von Finanzminister Grasser. (Abg. Eder: So schaut es aus! – Abg. Dr. Einem: Das merkt man auch!)
Abg. Eder: So schaut es aus! – Abg. Dr. Einem: Das merkt man auch!
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werter Herr Bundesminister! Lieber Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! An die Oppositionsadresse bitte: Lesen – denken – sprechen! (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Das ist kein Budget von Edlinger, das ist kein SPÖ-Budget, hier geht es um ein Budget von FPÖ und ÖVP, zusammengestellt von Finanzminister Grasser. (Abg. Eder: So schaut es aus! – Abg. Dr. Einem: Das merkt man auch!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Ja, so ist es!
Eigentlich müsstet ihr euch heute hier heraus stellen und euch bei der österreichischen Bevölkerung entschuldigen für die verfehlte Finanz- und Wirtschaftspolitik, die ihr in den letzten 30 Jahren der österreichischen Bevölkerung hinterlassen habt. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Ja, so ist es!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Jetzt bitte an die Adresse der Opposition – egal, ob Grün oder Rot, es ist eh alles in einem: In diesem Budget heißt es: Arbeit schaffen, Wohlstand sichern, Steuern entlasten. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Aber bitte – redet mir nicht drein“ –, wieso habt ihr einer Steuerentlastung nicht zugestimmt? Wieso habt ihr der großen vorgezogenen
Zwischenruf der Abg. Bures.
Steuerreform 2004 und 2005 nicht zugestimmt? Wieso behauptet ihr fälschlich in der Öffentlichkeit, dass diese Steuerentlastung dem Bürger nichts bringt? 2,66 Millionen Menschen in Österreich sind steuerfrei gestellt. Redet mit den Leuten! Ich weiß, ihr redet zu wenig mit ihnen. (Zwischenruf der Abg. Bures.) Die Bezieher kleiner und mittlerer Pensionen bekommen bis zu 40 € pro Monat mehr. Fragen Sie! Lesen Sie! Denken Sie! Sprechen Sie! (Abg. Neudeck: Sprechen brauchen sie nicht!) Nehmt euch einen Pensionsauszug eines Pensionisten vom Dezember 2004 und vom Jänner. Viele kommen zu mir, denn wenn sie ein Problem haben, gehen sie halt zu einem Arbeitnehmervertreter, der wirklich noch einer ist und der sich auskennt. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Sprechen brauchen sie nicht!
Steuerreform 2004 und 2005 nicht zugestimmt? Wieso behauptet ihr fälschlich in der Öffentlichkeit, dass diese Steuerentlastung dem Bürger nichts bringt? 2,66 Millionen Menschen in Österreich sind steuerfrei gestellt. Redet mit den Leuten! Ich weiß, ihr redet zu wenig mit ihnen. (Zwischenruf der Abg. Bures.) Die Bezieher kleiner und mittlerer Pensionen bekommen bis zu 40 € pro Monat mehr. Fragen Sie! Lesen Sie! Denken Sie! Sprechen Sie! (Abg. Neudeck: Sprechen brauchen sie nicht!) Nehmt euch einen Pensionsauszug eines Pensionisten vom Dezember 2004 und vom Jänner. Viele kommen zu mir, denn wenn sie ein Problem haben, gehen sie halt zu einem Arbeitnehmervertreter, der wirklich noch einer ist und der sich auskennt. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Steuerreform 2004 und 2005 nicht zugestimmt? Wieso behauptet ihr fälschlich in der Öffentlichkeit, dass diese Steuerentlastung dem Bürger nichts bringt? 2,66 Millionen Menschen in Österreich sind steuerfrei gestellt. Redet mit den Leuten! Ich weiß, ihr redet zu wenig mit ihnen. (Zwischenruf der Abg. Bures.) Die Bezieher kleiner und mittlerer Pensionen bekommen bis zu 40 € pro Monat mehr. Fragen Sie! Lesen Sie! Denken Sie! Sprechen Sie! (Abg. Neudeck: Sprechen brauchen sie nicht!) Nehmt euch einen Pensionsauszug eines Pensionisten vom Dezember 2004 und vom Jänner. Viele kommen zu mir, denn wenn sie ein Problem haben, gehen sie halt zu einem Arbeitnehmervertreter, der wirklich noch einer ist und der sich auskennt. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Ja, sie wollen eine Schwerarbeiterregelung haben!
Arbeitnehmer bekommen bis zu 50 € oder mehr pro Monat mehr. Das stimmt, aber das dürft ihr nicht wahrhaben. Ich weiß schon: Oppositionsarbeit – schwere Arbeit, nur, man müsste sie entsprechend verteidigen können. (Abg. Neudeck: Ja, sie wollen eine Schwerarbeiterregelung haben!)
Abg. Öllinger – auf dem Weg zum Präsidium –: Das werden wir gleich berichtigen!
Allein diese Regierung gibt für aktive Arbeitsmarktpolitik 4,9 Milliarden € aus. Gut aufpassen! 4,9 Milliarden €, die Arbeit schaffen. Das sind um 1,5 Milliarden € mehr, als im Jahr 1999 unter einem SPÖ-Finanzminister ausgegeben wurden. (Abg. Öllinger – auf dem Weg zum Präsidium –: Das werden wir gleich berichtigen!) Uns sind die österreichische Bevölkerung beziehungsweise die Arbeitnehmer doppelt so viel wert als der alten Regierung. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Allein diese Regierung gibt für aktive Arbeitsmarktpolitik 4,9 Milliarden € aus. Gut aufpassen! 4,9 Milliarden €, die Arbeit schaffen. Das sind um 1,5 Milliarden € mehr, als im Jahr 1999 unter einem SPÖ-Finanzminister ausgegeben wurden. (Abg. Öllinger – auf dem Weg zum Präsidium –: Das werden wir gleich berichtigen!) Uns sind die österreichische Bevölkerung beziehungsweise die Arbeitnehmer doppelt so viel wert als der alten Regierung. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Ja, er ist der Freund der Bauwirtschaft! Da seid ihr neidig!
Infrastruktur – eine besondere Freude –: Für die Infrastruktur in Österreich gibt es – ich muss wirklich sagen, der Infrastrukturminister und Vizekanzler Gorbach ist der Freund der Bauwirtschaft – eine Steigerung von 60 Prozent. (Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Ja, er ist der Freund der Bauwirtschaft! Da seid ihr neidig!) Die Bauwirtschaft ist der Motor der Wirtschaft. Wenn die Bauwirtschaft floriert, dann floriert die gesamte Wirtschaft.
Abg. Eder: Genau darauf käme es an! – Abg. Neudeck: Da sollten Sie mitschreiben von der SPÖ!
Deshalb gibt es auch ein entsprechendes Konjunkturbelebungsprogramm. (Abg. Eder: Genau darauf käme es an! – Abg. Neudeck: Da sollten Sie mitschreiben von der SPÖ!) Zuhorchen, zuhorchen, bitte!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich bedanke mich recht herzlich. Die Zukunft Österreichs schaut sehr positiv aus! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Staatssekretär Dolinschek: Jetzt bin ich aber gespannt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Öllinger zu Wort gemeldet. – Herr Abgeordneter, Sie kennen die Bestimmungen. – Bitte. (Staatssekretär Dolinschek: Jetzt bin ich aber gespannt!)
Abg. Fauland: Das war eine wertfreie Aussage!
Herr Kollege Walch, Sie haben den Fehler gemacht, das nachzureden, was der Finanzminister gesagt hat. (Abg. Fauland: Das war eine wertfreie Aussage!) Die Zahlen schauen anders aus.
Abg. Scheibner: Na also! Das ist ja eine tatsächliche Bestätigung!
Die Gesamtausgaben für den Bereich Arbeitsmarktpolitik inklusive Arbeitslosenversicherung, Notstandshilfe et cetera betragen tatsächlich 4,9 Milliarden €. (Abg. Scheibner: Na also! Das ist ja eine tatsächliche Bestätigung!) Das ist aber nicht aktive Arbeitsmarktpolitik, das sind passive Leistungen. Wenn Sie so großen Wert darauf legen, dass Sie sich auskennen, so wäre das das Minimum, das man wissen müsste (Abg. Fauland: Was reden Sie für einen Blödsinn daher!), denn das sind Versicherungsleistungen der Versicherten, aber nicht aktive Arbeitsmarktpolitik. (Abg. Scheibner: Das ist eine tatsächliche Bestätigung! Melden Sie sich zu Wort! Das ist keine tatsächliche Berichtigung, sondern ein Debattenbeitrag!)
Abg. Fauland: Was reden Sie für einen Blödsinn daher!
Die Gesamtausgaben für den Bereich Arbeitsmarktpolitik inklusive Arbeitslosenversicherung, Notstandshilfe et cetera betragen tatsächlich 4,9 Milliarden €. (Abg. Scheibner: Na also! Das ist ja eine tatsächliche Bestätigung!) Das ist aber nicht aktive Arbeitsmarktpolitik, das sind passive Leistungen. Wenn Sie so großen Wert darauf legen, dass Sie sich auskennen, so wäre das das Minimum, das man wissen müsste (Abg. Fauland: Was reden Sie für einen Blödsinn daher!), denn das sind Versicherungsleistungen der Versicherten, aber nicht aktive Arbeitsmarktpolitik. (Abg. Scheibner: Das ist eine tatsächliche Bestätigung! Melden Sie sich zu Wort! Das ist keine tatsächliche Berichtigung, sondern ein Debattenbeitrag!)
Abg. Scheibner: Das ist eine tatsächliche Bestätigung! Melden Sie sich zu Wort! Das ist keine tatsächliche Berichtigung, sondern ein Debattenbeitrag!
Die Gesamtausgaben für den Bereich Arbeitsmarktpolitik inklusive Arbeitslosenversicherung, Notstandshilfe et cetera betragen tatsächlich 4,9 Milliarden €. (Abg. Scheibner: Na also! Das ist ja eine tatsächliche Bestätigung!) Das ist aber nicht aktive Arbeitsmarktpolitik, das sind passive Leistungen. Wenn Sie so großen Wert darauf legen, dass Sie sich auskennen, so wäre das das Minimum, das man wissen müsste (Abg. Fauland: Was reden Sie für einen Blödsinn daher!), denn das sind Versicherungsleistungen der Versicherten, aber nicht aktive Arbeitsmarktpolitik. (Abg. Scheibner: Das ist eine tatsächliche Bestätigung! Melden Sie sich zu Wort! Das ist keine tatsächliche Berichtigung, sondern ein Debattenbeitrag!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Und tatsächlich berichtigen, nicht bestätigen!
Im Bereich aktiver Leistungen geht aus dem Budgetbericht hervor – lesen Sie diesen –, dass die Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik tatsächlich gesunken sind. Sie können das im Budgetbericht auf Seite 95 nachlesen, Herr Kollege Walch. Aber tatsächlich lesen, denken, sprechen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Und tatsächlich berichtigen, nicht bestätigen!)
Abg. Fauland: Das sind Zigmillionen, Frau Kollegin!
Ich kann es Ihnen genau vorlesen: Übersichtstabelle Seite 99, Infrastrukturinvestitionen, Budget plus Ausgliederung 2006 gegenüber 2005 um 223 Millionen € Rückgang. Ich sage es auch ehrlich dazu, das ist im Straßenbaubereich. Das ist mir ja durchaus recht, dass dort weniger investiert wird, denn dort schaffen wir natürlich Minimalarbeitsplätze. Dort geht es nicht um die Schaffung von Arbeitsplätzen, sondern um die Sicherung von Baumaschinen. Genauso ist es bei all den Tunnelprojekten, die Sie am Semmering, teilweise am Brenner oder bei der Koralm protegieren. (Abg. Fauland: Das sind Zigmillionen, Frau Kollegin!) Das sind Beschäftigungsprogramme für Baumaschinen. Das, was wir brauchen, ist Beschäftigung für Menschen, ist Beschäftigung für Jugendliche, ist Beschäftigung auch für Menschen, die im fortgeschrittenen Alter stehen. Da greift Ihre Investitionspolitik zu kurz.
Abg. Zweytick: Das ist wenig!
Schweden, das eine hohe Abgabenquote hat, plus 0,8 Prozent Überschuss im Budget. (Abg. Zweytick: Das ist wenig!) Und die Leute dort haben eine hohe Lebensqualität. Sicher, sie zahlen Steuern, aber ich muss ehrlich sagen, mir ist es lieber, nicht weniger Steuern, sondern ein bisserl mehr Steuern (Abg. Zweytick: Na hallo! Sie sind für höhere Steuern?), und dafür habe ich eine gesicherte Welt, eine gesicherte Umwelt.
Abg. Zweytick: Na hallo! Sie sind für höhere Steuern?
Schweden, das eine hohe Abgabenquote hat, plus 0,8 Prozent Überschuss im Budget. (Abg. Zweytick: Das ist wenig!) Und die Leute dort haben eine hohe Lebensqualität. Sicher, sie zahlen Steuern, aber ich muss ehrlich sagen, mir ist es lieber, nicht weniger Steuern, sondern ein bisserl mehr Steuern (Abg. Zweytick: Na hallo! Sie sind für höhere Steuern?), und dafür habe ich eine gesicherte Welt, eine gesicherte Umwelt.
Abg. Wittauer: Wenn ich Doppelverdiener bin, ist das nicht so schwer, aber viele Menschen haben das nicht! – Abg. Zweytick: Da dürfte man in Deutschland überhaupt keine Steuern mehr zahlen!
Ihr Steuersparprogramm läuft ja darauf hinaus, dass man bei der Justizwache kürzt, dass man bei der Polizei kürzt, dass man beim Bundesheer kürzt, dass man im Bildungsbudget kürzt, dass man bei der Forschung kürzt. All das sind Leistungen, die die öffentliche Hand zum Wohle der Bevölkerung erbringen soll und muss. Und da darf man nicht kürzen, denn das nützt wenig, wenn ich weniger Steuern zahle, wenn ich auf der anderen Seite eine unsichere Lebensumwelt habe, was Beschäftigung und auch was persönliche Sicherheit anlangt. (Abg. Wittauer: Wenn ich Doppelverdiener bin, ist das nicht so schwer, aber viele Menschen haben das nicht! – Abg. Zweytick: Da dürfte man in Deutschland überhaupt keine Steuern mehr zahlen!) – Darüber können wir extra einmal reden, was die deutsche Einigung gekostet hat, was die Globalisierungsfolgen sind et cetera. (Abg. Zweytick: Aber das kann doch nicht die Antwort sein!)
Abg. Zweytick: Aber das kann doch nicht die Antwort sein!
Ihr Steuersparprogramm läuft ja darauf hinaus, dass man bei der Justizwache kürzt, dass man bei der Polizei kürzt, dass man beim Bundesheer kürzt, dass man im Bildungsbudget kürzt, dass man bei der Forschung kürzt. All das sind Leistungen, die die öffentliche Hand zum Wohle der Bevölkerung erbringen soll und muss. Und da darf man nicht kürzen, denn das nützt wenig, wenn ich weniger Steuern zahle, wenn ich auf der anderen Seite eine unsichere Lebensumwelt habe, was Beschäftigung und auch was persönliche Sicherheit anlangt. (Abg. Wittauer: Wenn ich Doppelverdiener bin, ist das nicht so schwer, aber viele Menschen haben das nicht! – Abg. Zweytick: Da dürfte man in Deutschland überhaupt keine Steuern mehr zahlen!) – Darüber können wir extra einmal reden, was die deutsche Einigung gekostet hat, was die Globalisierungsfolgen sind et cetera. (Abg. Zweytick: Aber das kann doch nicht die Antwort sein!)
Abg. Wittauer: Viele Menschen in Europa wären froh, wenn sie in Österreich leben könnten!
Ich messe ja den Herrn Finanzminister nur innerhalb seiner KollegInnenschaft, innerhalb der Finanzminister in europäischen Ländern, und da steht er zwar nicht ganz schlecht da, aber andere stehen besser da, und wir sollen uns ja an anderen orientieren. Der Herr Finanzminister hat ja immer eine sehr ehrgeizige Herangehensweise. Wobei ich durchaus befürworte, dass man ehrgeizig ist, aber dann soll man sich wirklich auch an den Qualitätsaspekten eines Budgets in anderen Staaten orientieren. (Abg. Wittauer: Viele Menschen in Europa wären froh, wenn sie in Österreich leben könnten!)
Abg. Fauland: Na sicher! Mobilität!
Jetzt der nächste Aspekt, den Sie in Ihren Budgetreden immer als sozusagen Qualitätsmerkmal der österreichischen Lebenswelt hinstellen. Sie haben gestern gesagt, wir haben in Österreich um 200 000 Fahrzeuge mehr; auf Seite 3 ist das nachzulesen. Also ich war fassungslos, dass Sie eine Zunahme von PKWs als Zunahme von Lebensqualität, Lebensstandard et cetera hinstellen. (Abg. Fauland: Na sicher! Mobilität!) Wir brauchen Mobilität. Wir brauchen nicht mehr PKWs, sondern wir brauchen bessere Mobilitätsangebote, und ich bin für beschäftigungsintensive Mobilitätsangebote. (Abg. Wittauer: Das ist eine Frechheit gegenüber vielen Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, weil es die Infrastruktur nicht gibt!)
Abg. Wittauer: Das ist eine Frechheit gegenüber vielen Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, weil es die Infrastruktur nicht gibt!
Jetzt der nächste Aspekt, den Sie in Ihren Budgetreden immer als sozusagen Qualitätsmerkmal der österreichischen Lebenswelt hinstellen. Sie haben gestern gesagt, wir haben in Österreich um 200 000 Fahrzeuge mehr; auf Seite 3 ist das nachzulesen. Also ich war fassungslos, dass Sie eine Zunahme von PKWs als Zunahme von Lebensqualität, Lebensstandard et cetera hinstellen. (Abg. Fauland: Na sicher! Mobilität!) Wir brauchen Mobilität. Wir brauchen nicht mehr PKWs, sondern wir brauchen bessere Mobilitätsangebote, und ich bin für beschäftigungsintensive Mobilitätsangebote. (Abg. Wittauer: Das ist eine Frechheit gegenüber vielen Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, weil es die Infrastruktur nicht gibt!)
Abg. Fauland: Aber nicht einseitig, Frau Kollegin!
Herr Kollege Wittauer, ich bin für den öffentlichen Verkehr. Ich bin dafür, dass man hier in die Nahverkehrsverbindungen investiert. (Abg. Fauland: Aber nicht einseitig, Frau Kollegin!) Das wäre wirklich ein Offensivkonzept. Da könnten wir uns finden, Herr Kollege Wittauer. Da gibt es sicherlich eine gemeinsame Ebene, da sollten wir wirklich verstärkt gemeinsam ansetzen, aber nicht in der Zahl der PKWs dem Herrn Finanzminister eine Latte legen, die meines Erachtens lächerlich ist.
Abg. Wittauer: Da müssen einmal die Länder ihre Hausaufgaben machen!
mit dem Herrn Expräsidenten Fiedler beim Konvent? Da wäre die Möglichkeit gewesen, Verwaltungsreform effizient voranzutreiben. (Abg. Wittauer: Da müssen einmal die Länder ihre Hausaufgaben machen!) Da wäre es möglich gewesen, durch die Aufgabenreform, durch die Verteilung der Kompetenzen mit den Ländern endlich einmal sparend ans Werk zu gehen, sparend in Ihrem Sinn, zu Gunsten der Gemeinden Geld erwirtschaften, das wir so in eine Verwaltung stecken, die doppelgleisig, ja teilweise dreigleisig ist.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Deshalb, Herr Finanzminister, war Ihre gestrige Rede für mich mehr oder weniger eine Absage an die Zukunft und nicht „Zukunft ist unser Programm“. Wir brauchen den Richtungswechsel, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Kollege Matznetter ist jetzt nicht hier, aber er hat zu Recht gemeint, Herr Bundesminister Grasser habe es nicht leicht. Da hat er völlig Recht, wenn er an die Schulden, an die Zinsenzahlungen denkt, die unser Bundesminister mit seinem Staatssekretär und diese Regierung aus dem früheren Erbe zu verkraften haben. Da hat er Recht, der Matznetter. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Alle haben wir es schwer!
Aber tatsächlich nicht leicht hat es der Matznetter selbst. (Abg. Eder: Alle haben wir es schwer!) Ich denke an seine Budgetpolitik, seine Wirtschaftspolitik. Da hat es, glaube ich, auch einmal ein Programm gegeben, aber das wurde selbst von den eigenen Leuten vergessen (Abg. Freund: Die haben es wieder eingegraben!), begraben oder als nicht tauglich umsetzbar klassifiziert. Der durchaus erfolgreiche Finanzminister Androsch hat ihm die Leviten gelesen – das kann man überall nachlesen –, dass es unbrauchbar wäre. Seine Prognosen, die er 2000, 2001, 2002 und 2003 über Budgeterfolge und so weiter von sich gegeben hat, haben sich als unwahr erwiesen, als danebenliegend.
Abg. Freund: Die haben es wieder eingegraben!
Aber tatsächlich nicht leicht hat es der Matznetter selbst. (Abg. Eder: Alle haben wir es schwer!) Ich denke an seine Budgetpolitik, seine Wirtschaftspolitik. Da hat es, glaube ich, auch einmal ein Programm gegeben, aber das wurde selbst von den eigenen Leuten vergessen (Abg. Freund: Die haben es wieder eingegraben!), begraben oder als nicht tauglich umsetzbar klassifiziert. Der durchaus erfolgreiche Finanzminister Androsch hat ihm die Leviten gelesen – das kann man überall nachlesen –, dass es unbrauchbar wäre. Seine Prognosen, die er 2000, 2001, 2002 und 2003 über Budgeterfolge und so weiter von sich gegeben hat, haben sich als unwahr erwiesen, als danebenliegend.
Abg. Gaál: Jeder kann einmal einen Fehler machen!
Meine Damen und Herren! Noch besser könnte man das Verstaatlichtendesaster nicht umschreiben – dieser Bürgermeister ist ein SPÖ-Bürgermeister! –, dem ist nichts hinzuzufügen. (Abg. Gaál: Jeder kann einmal einen Fehler machen!) In den letzten 20 Jahren wurde zu wenig gebaut – auch das gibt er hier von sich.
Abg. Lentsch: Das hat er ja auch gelernt!
Meine Damen und Herren! Mir fällt auch ein, wie kritisch man die Voest-Privatisierung gesehen hat, sogar von einem Waterloo wurde gesprochen. Es ist gar nicht so lange her, dass Kollege Broukal eine hervorragende Roadshow, eine Voest-Propagandamaschinerie in Gang gesetzt hat, im Betrieb selber mit 5 000 Mitarbeitern großartige Feiern abgehalten, hervorragend durchs Programm geführt hat – das kann er durchaus, das muss man ihm lassen. (Abg. Lentsch: Das hat er ja auch gelernt!) Der Erfolg wurde gefeiert. Die Mitarbeiter freuen sich auf Grund der Mitarbeiterbeteiligung, dass dieser Betrieb so gut dasteht. Wer hat denn diese Privatisierung zuwege gebracht, meine Damen und Herren? Nicht Sie! Sie haben dagegen gestimmt, Sie haben alle Register gezogen und die Menschen populistisch verunsichert, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Mir fällt auch ein, wie kritisch man die Voest-Privatisierung gesehen hat, sogar von einem Waterloo wurde gesprochen. Es ist gar nicht so lange her, dass Kollege Broukal eine hervorragende Roadshow, eine Voest-Propagandamaschinerie in Gang gesetzt hat, im Betrieb selber mit 5 000 Mitarbeitern großartige Feiern abgehalten, hervorragend durchs Programm geführt hat – das kann er durchaus, das muss man ihm lassen. (Abg. Lentsch: Das hat er ja auch gelernt!) Der Erfolg wurde gefeiert. Die Mitarbeiter freuen sich auf Grund der Mitarbeiterbeteiligung, dass dieser Betrieb so gut dasteht. Wer hat denn diese Privatisierung zuwege gebracht, meine Damen und Herren? Nicht Sie! Sie haben dagegen gestimmt, Sie haben alle Register gezogen und die Menschen populistisch verunsichert, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Liebe Kollegin Moser, nur einen Satz zu Ihren Ausführungen, in denen Sie den Norden Europas, die nördlich gelegenen Länder als besser gepriesen haben. Sie sollten aber beispielsweise bei Schweden doch auch dazusagen – da weiß ich es genau, weil ich es mir selber angeschaut habe –: Pensionsantritt für Mann und Frau 65 Jahre und nicht früher. Und wenn hier eine Pensionsreform in der Weise gemacht wird, dass das Pensionsantrittsalter in die Nähe von 60 Jahren kommt, treten Sie hier ans Rednerpult und reden von sozialer Ungerechtigkeit. Sie sollten beides erwähnen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Leider nein!
In diesem Sinne bin ich mir sicher, dass dieses Budget 2006 in exzellenter Weise Schwerpunkte setzt und eine Sicherung der Zukunft gewährleistet. Wir stimmen ihm daher gerne zu. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Leider nein!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Lieber Jakob Auer, dein Beitrag ist natürlich interessant gewesen. Tatsache ist allerdings, dass die Umstrukturierung der Verstaatlichten in Kapfenberg in der Zeit von 1985 bis 1991 stattgefunden hat. Meiner Erinnerung nach hat es da zwar eine Mitbeteiligung – zum Teil! – der ÖVP gegeben, aber es ist nicht in dieser Regierungsperiode passiert. Daher hat auch der Bürgermeister aus Bruck völlig Recht: Es war eine erfolgreiche Sanierung, eine erfolgreiche Umstrukturierung. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und daher, lieber Jakob, meine Damen und Herren, war das wieder ein Schuss ins Knie.
Beifall bei der SPÖ.
Bei der ATW fällt die Umstrukturierung in eure Regierungszeit. Deren Ergebnis ist, dass die ATW heute verscherbelt ist und ein Standort nach dem anderen zugesperrt wird. Das ist Verstaatlichten-Politik à la ÖVP – sie ist negativ für die Bevölkerung und für die Arbeitnehmer! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was Sie auf diesem Gebiet bereitstellen, bietet in Wirklichkeit keine Zukunftsorientierung für die innere Sicherheit, und die Menschen werden sich weiter mit der unsäglich hohen Kriminalität in diesem Land herumschlagen müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gradwohl: Und das war in den letzten fünf Jahren? Seit wann sind Sie denn auf der Welt?
Aber einleitend zunächst einmal: Nicht von ungefähr hat sich Österreich unter einer blau-schwarzen und dann schwarz-blauen Regierung zum drittreichsten Land in Europa entwickelt. Das ist einmal zur Kenntnis zu nehmen. (Abg. Gradwohl: Und das war in den letzten fünf Jahren? Seit wann sind Sie denn auf der Welt?) Ich komme schon noch auf Ihre Ausführungen zu sprechen!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Eure Regierungsperioden werden halt auch immer kürzer!
Das angepeilte Ziel, 2008 schon wieder das Nulldefizit zu erreichen, entspricht der visionären Sicht des Finanzministers, und man sieht und erkennt auch seine langfristige Zielsetzung, nämlich Österreich nach Jahrzehnten der SPÖ-Vorherrschaft in diesem Ressort wieder zu sanieren. Diesen Weitblick, Österreich nicht immer nur von einer Legislaturperiode in die andere zu führen, sondern auch über Legislaturperioden hinaus zu denken, dieser Weitblick, Herr Kollege, war bei Ihren Ministern nicht erkennbar, denn in Zeiten der Hochkonjunktur Schulden einzufahren, das muss man erst einmal zusammenbringen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Eure Regierungsperioden werden halt auch immer kürzer!) Denn Ihnen war im Endeffekt, um Kreisky zu zitieren, ein Arbeitsloser weniger wichtiger als eine Milliarde Schilling Schulden.
Beifall bei den Freiheitlichen.
eine theoretische Größe. Fakt ist, dass es durch die Zusammenlegung der Wachkörper zu einer Verschiebung von Arbeitsplätzen kommen wird, von Menschen also, vom Verwaltungsbereich hinein in den operativen Arm der Exekutive, in jenen Bereich also, wo vor Ort, auf der Straße mehr Exekutive vorhanden sein wird. Und dies wird sicherlich dazu beitragen, dass sich alle Österreicherinnen und Österreicher dann auch wieder sicherer fühlen können in unserem doch so geliebten Österreich. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abschließend möchte ich noch auf eine Position eingehen, die gerade der Freiheitlichen Partei ein sehr großes Anliegen ist, und zwar den Ansatz für das Asyl- und Fremdenwesen, der auch im Jahr 2006, wenn man dem Anschlag folgt, in einer Höhe von 106,7 Millionen € liegen wird. Daraus ist schon erkennbar, dass alle bis dato gesetzten Maßnahmen die Treffsicherheit bei der Abhandlung der Asylanträge nicht unbedingt optimiert haben. Deswegen ist es zwingend erforderlich, das Asylgesetz jetzt sehr schnell zu optimieren, zu novellieren, um es lückenloser zu gestalten, denn vor allem die missbräuchlich eingebrachten Asylanträge binden über Gebühr finanzielle und personelle Ressourcen, die wir anderswo dringender bräuchten. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Schlecht?
Deshalb gibt es eine zweite Statistik – die hätten Sie verwenden müssen, die gibt es auch –, die die Zahl der aktiv unselbständig Beschäftigten ausweist. Und da schaut es dann schon ganz anders aus. Da gibt es nicht ein Plus von 100 000 zwischen 1999 und 2004, sondern, wenn ich das Jahr 1999 nehme und das Jahr 2004, also jeweils den gemittelten Durchschnitt, so gibt es konkret 41 318 Arbeitsplätze mehr. (Rufe bei der ÖVP: Schlecht?)
Abg. Hornek: Sie aber auch nicht!
Sie sagen, Herr Bundesminister, und das ist überhaupt ein schöner Satz, den man zitieren müsste: Wir investieren in unseren Arbeitsmarkt 4,9 Milliarden €. – Sie investieren überhaupt nichts in den Arbeitsmarkt, Herr Bundesminister! Das Bundesministerium gibt keinen Cent, keinen Groschen. (Abg. Hornek: Sie aber auch nicht!) Richtig, ich auch nicht! Die Versicherten zahlen sich ihre Versichertenbeiträge. Das zahlen Sie nicht und auch der Finanzminister nicht, und er darf sich deshalb nicht hierher stellen und sagen: Wir investieren. Die Versicherten beziehungsweise die Unternehmen zahlen diese Beiträge. Der Finanzminister zahlt davon überhaupt nichts, stellt sich aber her und sagt: Wir investieren 4,9 Milliarden €. Das ist Zynismus pur, Herr Finanzminister! So kann man nicht Politik betreiben. (Abg. Donabauer: Und was ist mit der Steuerreform?)
Abg. Donabauer: Und was ist mit der Steuerreform?
Sie sagen, Herr Bundesminister, und das ist überhaupt ein schöner Satz, den man zitieren müsste: Wir investieren in unseren Arbeitsmarkt 4,9 Milliarden €. – Sie investieren überhaupt nichts in den Arbeitsmarkt, Herr Bundesminister! Das Bundesministerium gibt keinen Cent, keinen Groschen. (Abg. Hornek: Sie aber auch nicht!) Richtig, ich auch nicht! Die Versicherten zahlen sich ihre Versichertenbeiträge. Das zahlen Sie nicht und auch der Finanzminister nicht, und er darf sich deshalb nicht hierher stellen und sagen: Wir investieren. Die Versicherten beziehungsweise die Unternehmen zahlen diese Beiträge. Der Finanzminister zahlt davon überhaupt nichts, stellt sich aber her und sagt: Wir investieren 4,9 Milliarden €. Das ist Zynismus pur, Herr Finanzminister! So kann man nicht Politik betreiben. (Abg. Donabauer: Und was ist mit der Steuerreform?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Bundesminister, es gibt ernsthafte Probleme auf dem Arbeitsmarkt. Die werden Sie mit Ihrer Staubsaugervertreter-Politik nicht wegreden können, und genau das ist das Problem, über das wir diskutieren sollten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Hornek – in Richtung des Abg. Öllinger –: Das ist eine Frechheit! „Staubsaugerpolitik“ machen Sie! Lauter Staub und Dreck! Vorne Wirbel, hinten Wirbel!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Maier. 5 Minuten freiwillige Redezeitbeschränkung. – Bitte. (Abg. Hornek – in Richtung des Abg. Öllinger –: Das ist eine Frechheit! „Staubsaugerpolitik“ machen Sie! Lauter Staub und Dreck! Vorne Wirbel, hinten Wirbel!)
Abg. Öllinger: Macht nichts! Ich zeige es Ihnen!
Abgeordneter Dr. Ferdinand Maier (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Den Hinweis auf diese Karikatur mit Nixon und Vietnam habe ich nicht ganz verstanden. (Abg. Öllinger: Macht nichts! Ich zeige es Ihnen!) Auch wenn man zu Nixon stehen mag, wie man will: Immerhin ist gerade in seiner Amtszeit der Vietnamkrieg beendet worden. Das ist eines seiner Verdienste, auch wenn er wegen Watergate, wie Sie wissen, am 4. August 1974 zurücktreten musste.
Ah-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Brinek: Armutszeugnis!
Ich habe jetzt leider Gottes die traurige Pflicht, die Hiobsbotschaft zu überbringen, dass zwar die Damen und Herren von Baxter hier waren und sich umgesehen haben, dann jedoch wieder abgezogen sind, weil sie sich von der Wiener Stadtverwaltung verschaukelt gefühlt haben. (Ah-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Brinek: Armutszeugnis!)
Abg. Mag. Kogler: Wieso? Jetzt habt ihr uns immer erzählt, dass alles aus Deutschland nach Österreich kommt!
Ich glaube aber – und das ist die Gefahr, wenn es zu dieser Absage von Baxter kommen sollte, wovon ich leider ausgehen muss –, dass wahrscheinlich auch Sandoz seine Forschungszentrale von Wien nach München verlegen wird. (Abg. Mag. Kogler: Wieso? Jetzt habt ihr uns immer erzählt, dass alles aus Deutschland nach Österreich kommt!) Meine Damen und Herren! Da ist eine unglaubliche Gefahr! Was die Wiener Stadtverwaltung anbelangt, wäre es notwendig, aus einer Lose-lose-Situation, nämlich aus einer hilflosen Stadtentwicklungspolitik und aus einer überforderten Wirtschaftspolitik, endlich eine Offensive zu starten und diese Unternehmen auch wirklich ins Land zu holen beziehungsweise hier zu halten. (Abg. Mag. Kogler – auf die Reihen der ÖVP weisend –: Es ist überhaupt keiner da! Ich weiß nicht, was ihr habt!)
Abg. Mag. Kogler – auf die Reihen der ÖVP weisend –: Es ist überhaupt keiner da! Ich weiß nicht, was ihr habt!
Ich glaube aber – und das ist die Gefahr, wenn es zu dieser Absage von Baxter kommen sollte, wovon ich leider ausgehen muss –, dass wahrscheinlich auch Sandoz seine Forschungszentrale von Wien nach München verlegen wird. (Abg. Mag. Kogler: Wieso? Jetzt habt ihr uns immer erzählt, dass alles aus Deutschland nach Österreich kommt!) Meine Damen und Herren! Da ist eine unglaubliche Gefahr! Was die Wiener Stadtverwaltung anbelangt, wäre es notwendig, aus einer Lose-lose-Situation, nämlich aus einer hilflosen Stadtentwicklungspolitik und aus einer überforderten Wirtschaftspolitik, endlich eine Offensive zu starten und diese Unternehmen auch wirklich ins Land zu holen beziehungsweise hier zu halten. (Abg. Mag. Kogler – auf die Reihen der ÖVP weisend –: Es ist überhaupt keiner da! Ich weiß nicht, was ihr habt!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Jetzt hören Sie aber auf mit diesen selbst gestrickten Befragungen! Wir zitieren heute die Studien, die ihr voriges Jahr zitiert habt!
Wenn es in diesem „manager magazin“ heißt: Österreich – das bessere Deutschland, müssten wir in Wirklichkeit sagen, Wien – das schlechtere Österreich, wenn man es wirtschaftlich sieht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Jetzt hören Sie aber auf mit diesen selbst gestrickten Befragungen! Wir zitieren heute die Studien, die ihr voriges Jahr zitiert habt!)
Abg. Hornek: Weil sie so hoch ist!
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Wir sind hier, um über ein Bundesbudget zu diskutieren. Nur einen Satz, lieber Dr. Ferry Maier: Du weißt sehr wohl, wenn du die Statistiken über Wien anschaust, dass Wien das einzige Bundesland mit sinkender Arbeitslosigkeit ist. (Abg. Hornek: Weil sie so hoch ist!) Das ist nachweisbar. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Wir sind hier, um über ein Bundesbudget zu diskutieren. Nur einen Satz, lieber Dr. Ferry Maier: Du weißt sehr wohl, wenn du die Statistiken über Wien anschaust, dass Wien das einzige Bundesland mit sinkender Arbeitslosigkeit ist. (Abg. Hornek: Weil sie so hoch ist!) Das ist nachweisbar. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und Wien investiert mehr finanzielle Mittel in die Wiener Wirtschaft, als der Bund für Gesamtösterreich ausgibt. Deshalb wir sind sehr wohl führend. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Mehr Wünsche als denken!
Politik. Wenn man sich Ihre gestrige Rede in Erinnerung ruft, muss man sagen, da ist viel Wunschdenken dabei gewesen (Abg. Mag. Kogler: Mehr Wünsche als denken!), Absichtserklärungen und oftmals auch gut klingende Worthülsen, die im Vordergrund gestanden sind.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Toni, das glaubst du gar nicht! Das willst du nicht sagen!
Herr Bundesminister, ich kann Ihnen nur empfehlen: Nützen Sie diese Ausstiegsklausel! Die Kaufbedingungen wurden nicht eingehalten. Die Vergaberichtlinien, die Ausschreibungskriterien waren regelwidrig. Da gibt es eine nicht endende Liste an Mängeln und Versäumnissen. Wir haben immer wieder gesagt, dieser Eurofighterkauf, diese sündteure Beschaffung wird sich als Fass ohne Boden erweisen. Daher wäre es richtig und wichtig, sofort auszusteigen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Toni, das glaubst du gar nicht! Das willst du nicht sagen!)
Beifall bei der SPÖ.
Eine Politik, die auf der einen Seite das Nulldefizit verspricht, während sie auf der anderen Seite enorme Schulden für die Zukunft macht, ist unseriös. Diese Politik brauchen wir nicht. Daher findet dieses Budget nicht unsere Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
„Der Fokus Familie zieht sich durch alle Maßnahmen der Regierung.“ – Das waren gestern Worte in der Budgetrede unseres Herrn Bundesministers für Finanzen. Hier darf man wohl sagen, dass die familienpolitische Ansage der letzten Zeit das Kinderbetreuungsgeld war. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Es war ganz sicher ein Meilenstein der Familienpolitik.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Dieser Budgetansatz ist für mich deshalb interessant, weil ich selbst als freiheitliche Kommunalpolitikerin in Kärnten auf der Straße Unterschriften für dieses Kinderbetreuungsgeld gesammelt habe, als noch alle anderen politischen Parteien an der Umsetzung zweifelten. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich war das!
Ich erinnere ganz kurz an die Zweifel und die Aussagen vom „ungedeckten Kinderscheck“. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich war das!) Diese haben sich nicht bewahrheitet. Im Jahr 2001 wurde dieses Kinderbetreuungsgeld in Kärnten eingeführt. Das war ein Jahr bevor es die Bundespolitik übernahm. Das Kinderbetreuungsgeld hat in der Gesellschaft – und das war höchst notwendig – das Bewusstsein für die Familie und die Familienarbeit gestärkt. Familienarbeit hat wieder Wertschätzung empfangen. Ich glaube, das war höchst an der Zeit.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Heute freuen sich, so glaube ich, alle politischen Parteien. Es freuen sich aber vor allem alle Familien, dass das Kinderbetreuungsgeld Eingang gefunden hat und dass es etabliert, unumstritten und fest verankert auch im Bundesbudget 2006 seinen Niederschlag gefunden hat. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben aber mit diesem Kinderbetreuungsgeld – und das hat auch die Bundespolitik getan – eine freie Gesellschaft geschaffen. Es heißt nicht mehr: Kinder oder Beruf. Es lässt sich beides vereinbaren. Ich erinnere an die hohe Zuverdienstgrenze, die es Müttern möglich macht, beide Dinge zu vereinbaren. Diese Maßnahme war höchst an der Zeit. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich glaube aber, dass die künftige Kinderbetreuung auch eine Weiterentwicklung erfahren muss. Ich denke, dass die Gesellschaft und ihre Lebensformen ganz individuelle Bedürfnisse haben. Ich erinnere an allein erziehende Mütter oder an das Berufsbild der Tagesmutter. Das Berufsbild der Tagesmutter muss verstärkt werden. Ausbildung und Betreuung der Tagesmutter müssen zu einem guten Berufsbild führen. Auch in diesem Bereich haben wir im Bund Handlungsbedarf. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
im Mittelpunkt des Handelns der Politiker stehen. In diesem Fall sind es unsere Familien und unsere Kinder. Wir sollten diesen Weg, so glaube ich, gemeinsam fortsetzen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass im vorliegenden Budget eine Summe von genau 434 600 000 € vorgesehen ist, die vom Budget in den Familienlastenausgleichsfonds fließen werden, damit das Kinderbetreuungsgeld überhaupt zu finanzieren ist. Der Familienlastenausgleichsfonds ist längst ausgeblutet und muss vom laufenden Budget unterstützt werden. Das sind also Finanzmittel, die jetzt im sonstigen Budget fehlen. Sie sind nicht mehr vorhanden, sie sind nicht mehr verfügbar. Im Bildungsbereich beispielsweise, wo wir sie dringend bräuchten, fehlen diese Mittel und werden nicht eingesetzt. Insofern war die Einführung des Kinderbetreuungsgeldes doch ein ungedeckter Scheck, dessen Kosten jetzt andere Bereiche zu zahlen haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Donabauer: Das Gegenteil werden wir Ihnen zeigen!
Als Beispiele nannten Sie: „Wertmäßige Verdoppelung der Anrechnung der Kindererziehung bei der Pensionsreform (...)“. – Das stimmt, da gebe ich Ihnen Recht. Da erzielten Sie Verbesserungen. Die andere Seite der Medaille sieht jedoch so aus, dass Sie den Durchrechnungszeitraum von 15 Jahren auf einen lebenslangen Durchrechnungszeitraum verlängerten und damit genau den Frauen, die zu Hause bei den Kindern bleiben, viel größere Nachteile verschaffen, als Sie die Situation mit Ihren besseren Anrechnungszeiten überhaupt verbessert haben. Ich bitte Sie, das endlich zur Kenntnis zu nehmen oder uns das Gegenteil zu beweisen! Sie sind es uns bis heute schuldig geblieben. (Abg. Donabauer: Das Gegenteil werden wir Ihnen zeigen!) – Nein, Sie beweisen es ja nicht. Die Frau Ministerin hat das schon vor vielen Monaten angekündigt. Sie werden es mir nicht zeigen können, außer Sie haben einen entsprechend phantasievollen Umgang mit Zahlen. Den hat ja die Regierung. Da wird Ihnen auch das noch gelingen. Da bin ich mir sicher! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Als Beispiele nannten Sie: „Wertmäßige Verdoppelung der Anrechnung der Kindererziehung bei der Pensionsreform (...)“. – Das stimmt, da gebe ich Ihnen Recht. Da erzielten Sie Verbesserungen. Die andere Seite der Medaille sieht jedoch so aus, dass Sie den Durchrechnungszeitraum von 15 Jahren auf einen lebenslangen Durchrechnungszeitraum verlängerten und damit genau den Frauen, die zu Hause bei den Kindern bleiben, viel größere Nachteile verschaffen, als Sie die Situation mit Ihren besseren Anrechnungszeiten überhaupt verbessert haben. Ich bitte Sie, das endlich zur Kenntnis zu nehmen oder uns das Gegenteil zu beweisen! Sie sind es uns bis heute schuldig geblieben. (Abg. Donabauer: Das Gegenteil werden wir Ihnen zeigen!) – Nein, Sie beweisen es ja nicht. Die Frau Ministerin hat das schon vor vielen Monaten angekündigt. Sie werden es mir nicht zeigen können, außer Sie haben einen entsprechend phantasievollen Umgang mit Zahlen. Den hat ja die Regierung. Da wird Ihnen auch das noch gelingen. Da bin ich mir sicher! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Minister! Sie schauen ja nicht einmal hin, wie es der Bevölkerung geht! Sie wollen es doch gar nicht sehen! Wie wollen Sie denn da etwas verbessern? Sie sind nicht bereit, zu sagen: Ja, wir haben heute ein doppelt so hohes Armutsrisiko in den Familien wie vor zwei Jahren. Da müsste, genauso wie jetzt diese Lampe hier blinkt, bei Ihnen die Alarmglocke läuten. Sie setzen keine Maßnahmen! Sie ignorieren das einfach! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das bildet keine Basis, dass Sie eine Politik machen können, die wirklich zukunftsträchtig ist und die den kommenden Generationen etwas bringen wird, so wie Sie es in sehr wohl formulierten und schön ausgeschmückten Sätzen tun. Ihre Sätze sind Rauch, der verpufft. Machen Sie eine gescheite Budgetpolitik, die sich wirklich in den Zahlen niederschlägt, für all jene, die es dringend brauchen! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Abgeordneter Dr. Maier hat hier am Rednerpult behauptet, dass die Gespräche mit dem Konzern rund um die Errichtung eines Biotechnologie-Clusters in Wien gescheitert sind. – Wahr ist vielmehr, dass diese Gespräche gerade stattfinden und dass es Mitte März ein Gespräch mit der Konzernspitze der Firma Baxter über die Errichtung eines Biotechnologie-Clusters geben wird und dass daher diese Gespräche nicht gescheitert sind. Ganz im Gegenteil: Sie sind im Laufen, und wir hoffen, dass sie gut ausgehen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mandak: Eine halbe Million Menschen ...!
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren, auch auf der Galerie! Zu Ihrer Orientierung möchte ich anmerken, dass wir heute nicht die Spezialdebatte, sondern die Generaldebatte zur Budgetrede des Herrn Finanzministers, also die erste Lesung, führen. Deshalb werden viele Themen angeschnitten. Wenn ich die Beiträge anhöre, möchte ich eines festhalten: Es wird kein Land geben, in dem die Politik die Wünsche aller Parteien und aller Bürger erfüllen kann. Das ist ganz normal. (Abg. Mandak: Eine halbe Million Menschen ...!) Ich halte es aber für sehr bedrückend, dass Sie sich hierher stellen und einfach sagen, die Rede des Herrn Finanzministers sei entbehrlich.
Abg. Mandak: Dass Sie das nicht gerne hören, das wundert mich nicht!
Wissen Sie, was ich darauf sage? – So manche Fundamentalkritik oder, wenn Sie wollen, sklavische Kritik, die Sie hier anbringen, wäre entbehrlich! (Abg. Mandak: Dass Sie das nicht gerne hören, das wundert mich nicht!) Auch Sie als Opposition sind eingeladen, konstruktive Vorschläge zu machen, mitzudiskutieren und mitzudenken. Sie können ohne weiteres sagen, dass der eine oder andere Ansatz anders darzustellen wäre. Keine Frage. (Abg. Mag. Kogler: Ein Budget in der Budgetrede wird man sich wohl wünschen dürfen!) – Aber die Gesamtausrichtung, Herr Mag. Kogler, das wissen Sie, ist in Ordnung!
Abg. Mag. Kogler: Ein Budget in der Budgetrede wird man sich wohl wünschen dürfen!
Wissen Sie, was ich darauf sage? – So manche Fundamentalkritik oder, wenn Sie wollen, sklavische Kritik, die Sie hier anbringen, wäre entbehrlich! (Abg. Mandak: Dass Sie das nicht gerne hören, das wundert mich nicht!) Auch Sie als Opposition sind eingeladen, konstruktive Vorschläge zu machen, mitzudiskutieren und mitzudenken. Sie können ohne weiteres sagen, dass der eine oder andere Ansatz anders darzustellen wäre. Keine Frage. (Abg. Mag. Kogler: Ein Budget in der Budgetrede wird man sich wohl wünschen dürfen!) – Aber die Gesamtausrichtung, Herr Mag. Kogler, das wissen Sie, ist in Ordnung!
Abg. Mag. Kogler: Finnland plus 2,2 Prozent! Das ist doch nicht klein!
Wenn wir heute einen Abgang von 1,7 Prozent nach Maastricht aufweisen, dann schauen Sie doch nach Europa und zeigen mir Länder, die es besser machen! Es gibt angeblich zwei. Das sind aber kleine Staaten. Mit denen vergleichen wir uns auch. (Abg. Mag. Kogler: Finnland plus 2,2 Prozent! Das ist doch nicht klein!) Wir sind hier gut unterwegs. Lassen Sie doch endlich ein bisschen Patriotismus aufkommen! Haben Sie doch einmal ein bisschen Freude mit Ihrem eigenen Land! Sie sind auch Parlamentarier dieses Landes. Sie sollen nicht nur kritisieren! Sie haben auch die Pflicht, das eine oder andere anders darzustellen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn wir heute einen Abgang von 1,7 Prozent nach Maastricht aufweisen, dann schauen Sie doch nach Europa und zeigen mir Länder, die es besser machen! Es gibt angeblich zwei. Das sind aber kleine Staaten. Mit denen vergleichen wir uns auch. (Abg. Mag. Kogler: Finnland plus 2,2 Prozent! Das ist doch nicht klein!) Wir sind hier gut unterwegs. Lassen Sie doch endlich ein bisschen Patriotismus aufkommen! Haben Sie doch einmal ein bisschen Freude mit Ihrem eigenen Land! Sie sind auch Parlamentarier dieses Landes. Sie sollen nicht nur kritisieren! Sie haben auch die Pflicht, das eine oder andere anders darzustellen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Gaál: Schaden für Österreich!
Diese Regierung hat das gemacht, was die alten Regierungen nicht schafften. (Abg. Gaál: Schaden für Österreich!) Diese Regierung sichert die Zukunft unseres Landes und der Bürger. Das, so glaube ich, ist eine wichtige Sache, ein wichtiges Thema, dem wir uns stellen sollen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Warum diskutieren wir nicht über die Neuausrichtung im Finanzausgleich? – Jakob Auer und auch Präsident Grillitsch haben so treffend gesagt, dass wir durch die Neuaufteilung der Finanzmittel an die 100 Millionen € mehr Geld auch in die kleinen Gemeinden „hinausgebracht“ haben. Ist das nicht auch ein Fortschritt? Ist das nicht auch eine Verbesserung? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich darf Sie bitten: Kehren Sie in sich! Überdenken Sie Ihre Kritik, Ihre Zurückweisung! Stimmen Sie vielleicht doch diesem Budget 2006 oder wenigstens einigen Bereichen zu! Ich glaube, dass es ein gutes Budget für das Land und seine Bürger ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Lentsch: Da merkt man aber nichts davon!
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Donabauer, ich kann Ihnen versichern, dass wir große Freude an unserem Land haben und auch die Zukunft mit Zuversicht sehen. (Abg. Lentsch: Da merkt man aber nichts davon!) Ich kann Ihnen aber auch sagen, dass Ihre Politik des sozialen Kahlschlags und des Drüberfahrens das ist, was uns traurig stimmt und was viele Menschen in diesem Land spüren. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Donabauer, ich kann Ihnen versichern, dass wir große Freude an unserem Land haben und auch die Zukunft mit Zuversicht sehen. (Abg. Lentsch: Da merkt man aber nichts davon!) Ich kann Ihnen aber auch sagen, dass Ihre Politik des sozialen Kahlschlags und des Drüberfahrens das ist, was uns traurig stimmt und was viele Menschen in diesem Land spüren. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Abg. Dr. Brinek: Wer macht die Kollektivverträge?
Wenn weibliche Angestellte auf Grund Ihrer Politik in den letzten vier Jahren minus 2 Prozent an Einkommen haben, während alles andere gestiegen ist – die Mieten und sonstigen Belastungen, für die Sie die Verantwortung tragen –, wenn in diesem Einkommensbericht klar herauskommt, dass Arbeiterinnen im Jahr 2000 11 Prozent verloren haben, ein Minus von 11 Prozent an Einkommen haben, dann ist das zurückzuführen auf Ihre Politik, die Sie zu verantworten haben. (Abg. Dr. Brinek: Wer macht die Kollektivverträge?) – Frau Kollegin, die Einkommens-Verlierer sind die Frauen! Das muss Sie doch betroffen machen! Ihre Politik ist schuld daran! (Abg. Dr. Brinek: Wer macht die Kollektivverträge?)
Abg. Dr. Brinek: Wer macht die Kollektivverträge?
Wenn weibliche Angestellte auf Grund Ihrer Politik in den letzten vier Jahren minus 2 Prozent an Einkommen haben, während alles andere gestiegen ist – die Mieten und sonstigen Belastungen, für die Sie die Verantwortung tragen –, wenn in diesem Einkommensbericht klar herauskommt, dass Arbeiterinnen im Jahr 2000 11 Prozent verloren haben, ein Minus von 11 Prozent an Einkommen haben, dann ist das zurückzuführen auf Ihre Politik, die Sie zu verantworten haben. (Abg. Dr. Brinek: Wer macht die Kollektivverträge?) – Frau Kollegin, die Einkommens-Verlierer sind die Frauen! Das muss Sie doch betroffen machen! Ihre Politik ist schuld daran! (Abg. Dr. Brinek: Wer macht die Kollektivverträge?)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Drittes Faktum: Schauen wir uns die Pensionsentwicklung an! Nicht nur dass Sie eine Politik gemacht haben, die zu massiven Pensionskürzungen führt, lagen auch die Anpassungen immer unter der Inflationsrate. Das heißt, die ältere Generation kann sich Jahr für Jahr in Österreich weniger leisten, und das haben Sie zu verantworten. – Ich fordere schlicht und einfach mehr Respekt von dieser Regierung gegenüber der älteren Generation! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wissen Sie, dass die Jugendarbeitslosigkeit während der Regierungsverantwortung Schüssel/Grasser um 57 Prozent gestiegen ist?! – 57 Prozent mehr junge Menschen finden in Österreich keine Arbeit. Das ist die Bilanz Ihrer Regierung, und das ist beschämend und menschenverachtend, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Donabauer: Wo ist das?
Wie reagieren Sie im Budget darauf? – Sie reagieren gar nicht. Es gibt kein Geld für Bildung, es gibt kein Geld für Investitionen. Bezüglich aktive Arbeitsmarktförderung ist Österreich europäisches Schlusslicht. Vor dem Hintergrund dieser Arbeitslosigkeit budgetmäßig nichts für die aktive Arbeitsmarktpolitik zu machen ist beschämend! Wir zeigen mit unserem Wirtschaftsprogramm, wie es besser gehen würde, und ich sage Ihnen: Österreich hat sich auch eine bessere Politik verdient. (Abg. Donabauer: Wo ist das?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Surprise, surprise!
Diese Regierung kann eigentlich der Bevölkerung nur noch einen guten Dienst erweisen, nämlich den Weg für eine soziale, innovative Politik frei zu machen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Surprise, surprise!)
Abg. Dr. Grünewald: Wir sind in Österreich!
Abgeordneter Dr. Reinhard Eugen Bösch (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Bures, diese Bundesregierung hat in den letzten Jahren gerade in Bezug auf die Arbeitsmarktpolitik eindrucksvolle Maßnahmen gesetzt! Wie es anders geht, das können Sie im rot-grünen Deutschland sehen. (Abg. Dr. Grünewald: Wir sind in Österreich!) So, meine Damen und Herren, wird es in Österreich mit der Arbeitsmarktpolitik nicht sein, weil diese Bundesregierung garantiert, dass rechtzeitig die richtigen Maßnahmen gesetzt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Reinhard Eugen Bösch (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Bures, diese Bundesregierung hat in den letzten Jahren gerade in Bezug auf die Arbeitsmarktpolitik eindrucksvolle Maßnahmen gesetzt! Wie es anders geht, das können Sie im rot-grünen Deutschland sehen. (Abg. Dr. Grünewald: Wir sind in Österreich!) So, meine Damen und Herren, wird es in Österreich mit der Arbeitsmarktpolitik nicht sein, weil diese Bundesregierung garantiert, dass rechtzeitig die richtigen Maßnahmen gesetzt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es ist, Herr Kollege Gaál, natürlich nicht so, dass sich die militärische Sicherheitspolitik dieser Bundesregierung im Ankauf von Eurofightern erschöpft! Die Vorwürfe, die Sie hier wieder kurz skizziert haben, konnten wir schon in längeren Debatten hier besprechen, und Sie wissen ganz genau, dass die Grundvorwürfe von unabhängigen Staatsanwälten bereits ad acta gelegt worden sind, auch der Rechnungshof Ihre grundsätzlichen Vorwürfe geprüft hat und in wesentlichen Bereichen nichts davon übrig geblieben ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wann war denn das?
Meine Damen und Herren! Diese Regierung und auch wir Freiheitlichen bekennen uns natürlich zur Sicherstellung einer Luftraumüberwachung – das ist eine Notwendigkeit! Man kann sich davon nicht absentieren, wenn man eine staatstragende Partei sein will. Die SPÖ war das einmal in diesem Punkt, Herr Kollege Gaál, und sie wird es vielleicht wieder einmal werden. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wann war denn das?)
Beifall bei den Freiheitlichen
Das war auch das Ziel unserer Bestrebungen in Bezug auf die Verkürzung der Wehrdienstzeit! Wir waren und sind der Ansicht, dass es leichter gewesen wäre, diese Problematik zu bewältigen, wenn man nicht zu schnell die Wehrdienstzeit auf diese sechs Monate verkürzt, sondern sich – der Klugheit folgend – noch ein wenig Zeit gegönnt hätte, das zu überlegen und zu organisieren (Beifall bei den Freiheitlichen), weil ja für eine solche Aufgabe nicht nur Geld, sondern auch Personal notwendig ist.
Beifall bei den Freiheitlichen.
ein immer dringenderer wird, überlegen sollte, bevor man den Zivildienst überraschend und zu stark kürzt, wer denn die Pflegedienste in Zukunft in dieser Gesellschaft leisten können wird. – Wir Freiheitlichen sind deshalb dafür eingetreten, dass sowohl die Kürzung des Wehrdienstes als auch die damit zusammenhängende Kürzung des Zivildienstes in dieser Form, wie sie jetzt durchgeführt werden, einfach zu früh kommen, weil die Grundlagen dafür noch nicht gegeben sind. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir Freiheitlichen werden darauf achten, dass die Aufgaben des Bundesheeres auch weiterhin erfüllbar bleiben und dass das notwendige Budget zur Verfügung steht, dass aber auch die Organisation überhaupt ermöglicht wird. – Danke sehr. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Ich kann Gutes gut finden und Schlechtes schlecht!
Ich versuche, mich jetzt zu erinnern: Ich glaube nicht, dass Sie oder wir bei der Angelobung im Parlament versprochen hätten, bei jeder Budgetrede nur mit offenem Mund da zu sitzen, bei jeder Sprechblase stramm zu stehen oder zu applaudieren – das kann es nicht sein! Erlauben Sie mir schon, dass ich über diese Kapitel, die die Regierung als Schwerpunkt immer vor sich herträgt, nämlich Bildung und Wissenschaft, einige Worte verliere. (Abg. Neudeck: Ich kann Gutes gut finden und Schlechtes schlecht!)
Abg. Neudeck: Eine Regierungspartei!
Es war natürlich schon interessant, dass heute Vormittag Regierungsparteien Taferln vor sich hergehalten haben (Abg. Neudeck: Eine Regierungspartei!), auf denen sie mehr für Bildung fordern, mehr für Gesundheit fordern und mehr für Forschung fordern. Ich frage mich nur: Woher nehmen Sie Ihre Zuversicht und Ihren Glauben? Haben Sie den Budgetbericht, die gesamten Zahlenkolonnen nicht gelesen? – Ich glaube, es ist sinnlos, die Zahlenreihen für die ZuhörerInnen jetzt auf oder ab zu summieren, zu addieren, zu subtrahieren, zu dividieren oder zu deklinieren. Es fällt auf, dass das gesprochene Wort anders ausschaut, anders klingt als das, was in den Zahlenreihen zu finden ist.
Abg. Dr. Brinek: Wir machen nur für 2006 das Budget!
Das heißt, bitte verlassen Sie den Elfenbeinturm! Schauen Sie, welche Mängel es in Forschung und Universitäten gibt! Der Rat für Forschung und Technologie, der von der Regierung eingesetzt wurde, von der Regierung bestellt wurde, stellt gemeinsam mit den Rektoren fest, dass 600 Millionen € nur für Bauten und Sanierungsmaßnahmen an den Universitäten fehlen. 600 Millionen € sind in diesem Budget auch für die nächsten sieben, acht Jahre nicht herauszulesen. (Abg. Dr. Brinek: Wir machen nur für 2006 das Budget!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Matznetter.
Registrieren Sie, dass eine Hilfe für die Universitäten mehr kostet als eine Homepage der Industriellenvereinigung! Vielleicht könnte die Industriellenvereinigung etwas spenden. Sie werden dieses Haus verlassen, Ihren Zylinder aufsetzen, während die Universitäten den Scherben aufhaben. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir haben also Arbeit genug. Aber lesen wir die Dinge ernsthaft, und betreiben wir nicht Ideologiekritik auf Kosten der Rechenkünste! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Johann Moser: Das stimmt!
Abgeordneter Franz Eßl (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine geschätzten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Grünewald hat behauptet, dass die ÖVP-Abgeordneten heute Vormittag Taferl vor sich hingehalten haben (Abg. Mag. Johann Moser: Das stimmt!), auf denen sie mehr für Umwelt, mehr für Bildung, mehr für Forschung fordern. – Das ist falsch! (Abg. Dr. Grünewald: Ja, leider! – Abg. Reheis: Leider!)
Abg. Dr. Grünewald: Ja, leider! – Abg. Reheis: Leider!
Abgeordneter Franz Eßl (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine geschätzten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Grünewald hat behauptet, dass die ÖVP-Abgeordneten heute Vormittag Taferl vor sich hingehalten haben (Abg. Mag. Johann Moser: Das stimmt!), auf denen sie mehr für Umwelt, mehr für Bildung, mehr für Forschung fordern. – Das ist falsch! (Abg. Dr. Grünewald: Ja, leider! – Abg. Reheis: Leider!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Grünewald: Dann ist die Feststellung falsch!
bereits erfüllt ist! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Grünewald: Dann ist die Feststellung falsch!)
Abg. Lentsch: Aber es stehen mehr Menschen in Arbeit!
Vielmehr haben wir anstatt eines Aufschwunges eine Rekordarbeitslosigkeit, die heute schon sehr oft diskutiert wurde (Abg. Lentsch: Aber es stehen mehr Menschen in Arbeit!): Fast 400 000 Österreicherinnen und Österreicher haben keine Arbeit. Das nennen Sie Aufschwung?! (Abg. Wittauer: Die meisten Arbeitsplätze!)
Abg. Wittauer: Die meisten Arbeitsplätze!
Vielmehr haben wir anstatt eines Aufschwunges eine Rekordarbeitslosigkeit, die heute schon sehr oft diskutiert wurde (Abg. Lentsch: Aber es stehen mehr Menschen in Arbeit!): Fast 400 000 Österreicherinnen und Österreicher haben keine Arbeit. Das nennen Sie Aufschwung?! (Abg. Wittauer: Die meisten Arbeitsplätze!)
Abg. Wittauer: Die meisten Arbeitsplätze, Herr Abgeordneter!
Wir haben als zweiten Punkt eine Rekordinsolvenzstatistik. Auch das bezeichnen Sie als Aufschwung. – Das ist ökonomisch nicht nachvollziehbar. (Abg. Wittauer: Die meisten Arbeitsplätze, Herr Abgeordneter!)
Abg. Wittauer: Unglaublich, dass das ein Sozialdemokrat sagen kann, der uns so viele Schulden hinterlassen hat!
Und wir haben auch eine Rekord-Pro-Kopf-Verschuldung. – Sie haben uns gestern sehr lange mit Zeitreihen von 1999 bis 2006 belästigt. 1999 hatte jeder Österreicher beziehungsweise jede Österreicherin eine Verschuldung von 16 625 €. Wissen Sie, wie hoch sie im kommenden Jahr sein wird? – Jeder Österreicher wird dann 20 000 € Schulden haben! – Das ist Ihre Politik, und dafür sind Sie auch verantwortlich, Herr Minister. (Abg. Wittauer: Unglaublich, dass das ein Sozialdemokrat sagen kann, der uns so viele Schulden hinterlassen hat!)
Abg. Dr. Mitterlehner: ... doch die Wirtschaft!
Was ist denn das Motto für 2006? – Das Motto für 2006 lautet: „Arbeit schaffen – Zukunft gewinnen!“ Ich habe die Budgetrede sehr genau gelesen. Ich habe keinen einzigen Hinweis gefunden, wie viele neue Arbeitsplätze Sie durch dieses Budget 2006 schaffen werden. (Abg. Dr. Mitterlehner: ... doch die Wirtschaft!) Diese Zahl wäre sehr interessant, Herr Minister. Sagen Sie uns das, wenn Sie dieses Motto wählen, denn dann können wir uns orientieren und sehen, ob Sie das eingehalten oder nicht eingehalten haben.
Abg. Großruck: Wollen Sie die Bauern umbringen? – Wenn Sie das wollen, dann sagen Sie es gleich! Sagen Sie, dass Sie die Landwirtschaft umbringen wollen! Sagen Sie, die Landwirtschaft brauchen Sie nicht! – Das ist ganz einfach!
Warum versuche ich diesen Zusammenhang herzustellen? (Abg. Großruck: Wollen Sie die Bauern umbringen? – Wenn Sie das wollen, dann sagen Sie es gleich! Sagen Sie, dass Sie die Landwirtschaft umbringen wollen! Sagen Sie, die Landwirtschaft brauchen Sie nicht! – Das ist ganz einfach!) – Sie sprechen immer von großer ökonomischer Freiheit, und dann nehmen Sie einen Bereich, der sehr stark subventioniert, gefördert wird, und das nehmen Sie auch in Ihre Aussagen mit hinein. 55 Prozent der gesamten monetären Förderung gehen in die österreichische Landwirtschaft! (Ruf bei der ÖVP: Das ist gut angelegt, das Geld!)
Ruf bei der ÖVP: Das ist gut angelegt, das Geld!
Warum versuche ich diesen Zusammenhang herzustellen? (Abg. Großruck: Wollen Sie die Bauern umbringen? – Wenn Sie das wollen, dann sagen Sie es gleich! Sagen Sie, dass Sie die Landwirtschaft umbringen wollen! Sagen Sie, die Landwirtschaft brauchen Sie nicht! – Das ist ganz einfach!) – Sie sprechen immer von großer ökonomischer Freiheit, und dann nehmen Sie einen Bereich, der sehr stark subventioniert, gefördert wird, und das nehmen Sie auch in Ihre Aussagen mit hinein. 55 Prozent der gesamten monetären Förderung gehen in die österreichische Landwirtschaft! (Ruf bei der ÖVP: Das ist gut angelegt, das Geld!)
Abg. Lentsch: Keine Sorge!
Sie haben gestern einen meiner Ansicht nach sehr bemerkenswerten Satz gesagt, Sie haben vom „Austro-Kapitalismus“ gesprochen. (Bundesminister Mag. Grasser: Ich habe es zitiert!) – Sie haben es zitiert, ja, Sie haben es in den Mund genommen – Jetzt frage ich die Christlich-Sozialen von der ÖVP: Wie ist das mit der ökosozialen Marktwirtschaft der ÖVP vereinbar? (Bundesminister Mag. Grasser: Das ist ein Zitat aus dem deutschen „manager magazin“!) Das würde mich sehr, sehr stark interessieren! (Bundesminister Mag. Grasser: Das ist ein Zitat aus dem deutschen „manager magazin“!) Das kann schon sein, Herr Minister. Aber denken Sie nach! Oder koppelt sich hier Grasser bereits auch vom ÖVP-Wirtschaftsmodell nachhaltig ab? (Abg. Lentsch: Keine Sorge!)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben gestern noch einen zweiten Punkt genannt: Sie haben sehr oft den Begriff der ökonomischen Freiheit verwendet. Da möchte ich auf etwas hinweisen: Im Wallstreet Journal Index of Economic Freedom 2005 rangiert Österreich an 19. Stelle. Und das Interessante dabei ist, dass sich dieser Index, diese ökonomische Freiheit seit 2000 bis 2005 deutlich verschlechtert hat. Jetzt treten aber Sie für diese ökonomische Freiheit ein. Also die externe Beurteilung Ihrer Politik kommt zu einem anderen Ergebnis (Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser), als Sie selbst es uns hier weismachen wollen. – Ich würde mir an Ihrer Stelle diese Studie sehr genau anschauen und dann daraus die Schlüsse für Ihre Politik ziehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Johann Moser: ..., das ist kein Widerspruch!
Sie jetzt? Wollen Sie jetzt mehr Schulden machen oder weniger Arbeitslose? Sie können sich nicht in der Früh und am Nachmittag mit Ihren Wortmeldungen widersprechen. Sie sollten sich innerhalb Ihrer Fraktion besser akkordieren. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Johann Moser: ..., das ist kein Widerspruch!)
Abg. Großruck: Ist eh gut, dass er da ist, denn die Leute haben sich aufgeregt über ihn! Ja, ja: Er sitzt da und tut Kaugummi kauen!
Kollege Broukal ist ja jetzt von seiner Partei dazu auserkoren, dieser in den Bereichen Bildung und Wissenschaft mehr Profil zu geben beziehungsweise dieses Profil zu schärfen. Es ist ja interessant, dass er nur zur Fernsehzeit da ist (Abg. Großruck: Ist eh gut, dass er da ist, denn die Leute haben sich aufgeregt über ihn! Ja, ja: Er sitzt da und tut Kaugummi kauen!) und dann, wenn es um dieses Thema geht, nicht hier ist. Er weiß eben, wie wichtig das Fernsehen ist, weil er aus diesem Bereich kommt, und er hat nun einmal das Glück, diese Fernsehzeit auch nützen zu können. Aber für uns, für mich – weil er mich als Ausschussobmann angesprochen hat – und den Kollegen Amon, ist es nun einmal wichtig, auch während der anderen Zeit zu arbeiten, im Ausschuss ordentlich zu arbeiten und dann zu arbeiten, wenn keine Fernsehzeit ist und es das Fernsehen und die Bürger nicht sehen, dass wir im Bereich Wissenschaft und im Bereich Bildung sehr viel für die Bevölkerung machen und in diesem Budget für diesen Bereich auch vieles gemacht haben. Es sind nämlich im Bildungs- und Kulturbereich die Ausgaben gestiegen, wir machen hier mehr!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Auch im Forschungsbereich – den ich auch erwähne, weil dieser auch zu meinem Bereich gehört – haben wir in den letzten Jahren mit einem Finanzminister unter schwarz-blauer Regierung sehr viel mehr an Ausgaben getätigt. Wir führen das auch 2006 weiter und werden es auch bis 2010 weiterführen, um das gemeinsame Ziel, die 3 Prozent des BIP, zu erreichen. Ich denke, da sind Sie ja auch alle dafür, dass wir gemeinsam diesen Weg gehen, und wir sagen: Sie können, wenn Sie wollen, seitens der Opposition alles krankjammern, wir arbeiten an der positiven Zukunft für Österreich! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Weil wir sie haben!
Auch Ihre Taferln auf Seiten der ÖVP – ganz egal, ob Sie mehr für die Kultur fordern oder ob mehr für die Kultur vorgesehen wäre – haben gefehlt. Es gibt keine einzige Tafel zur Kultur, und das sagt eigentlich alles darüber aus, welchen Stellenwert Sie der Kultur zuordnen. (Abg. Mag. Molterer: Weil wir sie haben!)
Abg. Zweytick: Wir leben die Kultur! – Abg. Mag. Molterer: Wir haben sie!
Ich werde sicher jetzt kein Kulturgejammere starten, das brauchen wir gar nicht. (Abg. Zweytick: Wir leben die Kultur! – Abg. Mag. Molterer: Wir haben sie!) Sie haben völlig Recht, Sie haben die Kultur, es kommt immer nur darauf an, was man darunter versteht, denn kulturlos kann man praktisch gar nicht sein. Sie aber haben so etwas wie eine Jux- und Repräsentationskultur, das haben wir ja im letzten Jahr an den zusätzlichen Budgets für das Jubiläumsjahr gesehen. Und auch in diesem Jahr, also für das Jahr 2006, gibt es eine Verschiebung: Da gibt es 0,7 Prozent Erhöhung – also wesentlich unter der Inflationsrate –, und wofür wird das wieder ausgegeben? – Für das barocke Mozart-Jahr! Na fein. Da haben wir im heurigen Jahr Geld für Selbstinszenierungen und Peinlichkeiten. Sie wissen ja, dass Direktor Lorenz vom ORF, 3sat-Chef, gemeinsam mit dem Chef der Bundestheater-Holding mit dem Geld so lustige Sachen wie „Wiederaufbau-Menüs“ finanziert – wobei diese Menüs mit weniger als 900 Kalorien in großartigen Restaurants, wie zum Beispiel im „Sacher“ oder in den „Drei Husaren“, angeboten werden –, um daran zu erinnern, dass man auch in der Nachkriegszeit mit weniger als 900 Kalorien auskommen musste. Das sind so frivol-zynische Jux-und-Tollerei-Geschichten, die dann aber nicht so dargestellt werden, sondern da heißt es: Damit wird der Dialog im Land und in Europa gefördert.
Abg. Großruck: Ach so!
Nun, da möchte ich schon etwas dazu sagen: Es liegt nicht an den Sicherheitsvorkehrungen, sondern an Ihrer völlig falschen Politik der Ausgliederung, dass diese „Saliera“ verschwunden ist. (Abg. Großruck: Ach so!) Diese falsche Politik der Ausgliederung hat ja fast jede Woche einen ähnlichen Skandal zur Folge (Abg. Großruck: Sie sind ein kleiner Abenteurer!) – ich brauche jetzt gar nicht auf diese ganzen „Hoppelhasen-Sachen“ zurückzukommen, die Sie tagtäglich in den Zeitungen lesen. Ich habe auch
Abg. Großruck: Sie sind ein kleiner Abenteurer!
Nun, da möchte ich schon etwas dazu sagen: Es liegt nicht an den Sicherheitsvorkehrungen, sondern an Ihrer völlig falschen Politik der Ausgliederung, dass diese „Saliera“ verschwunden ist. (Abg. Großruck: Ach so!) Diese falsche Politik der Ausgliederung hat ja fast jede Woche einen ähnlichen Skandal zur Folge (Abg. Großruck: Sie sind ein kleiner Abenteurer!) – ich brauche jetzt gar nicht auf diese ganzen „Hoppelhasen-Sachen“ zurückzukommen, die Sie tagtäglich in den Zeitungen lesen. Ich habe auch
Abg. Großruck: Die Phantasie ...! ..., dass ein Gerüst am Kunsthistorischen Museum steht, das ist sein Beitrag!
Sie ersparen der Republik auch Geld für zusätzliche Sicherheitsschlösser (Abg. Großruck: Die Phantasie ...! ..., dass ein Gerüst am Kunsthistorischen Museum steht, das ist sein Beitrag!), wenn Sie sich besser auf das Aufpassen und auf das Wertschätzen der Kulturgüter insofern konzentrieren, als Sie die Ausgliederung und die Vollrechtsfähigkeit noch einmal überdenken und bessere Gesetze dafür entwickeln. Dann können Sie auch die „FAZ“ und die „Neue Zürcher Zeitung“ und die spanischen Zeitungen und die mexikanischen Zeitungen zitieren, die uns allen in Österreich Schlampigkeit im Umgang nicht mit dem österreichischen Kulturgut, sondern mit dem Weltkulturerbe ankreiden. Und das wollen Sie dann als gute Kultur- und Kunstpolitik darstellen! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie ersparen der Republik auch Geld für zusätzliche Sicherheitsschlösser (Abg. Großruck: Die Phantasie ...! ..., dass ein Gerüst am Kunsthistorischen Museum steht, das ist sein Beitrag!), wenn Sie sich besser auf das Aufpassen und auf das Wertschätzen der Kulturgüter insofern konzentrieren, als Sie die Ausgliederung und die Vollrechtsfähigkeit noch einmal überdenken und bessere Gesetze dafür entwickeln. Dann können Sie auch die „FAZ“ und die „Neue Zürcher Zeitung“ und die spanischen Zeitungen und die mexikanischen Zeitungen zitieren, die uns allen in Österreich Schlampigkeit im Umgang nicht mit dem österreichischen Kulturgut, sondern mit dem Weltkulturerbe ankreiden. Und das wollen Sie dann als gute Kultur- und Kunstpolitik darstellen! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Hakl – auf dem Weg zum Rednerpult –: Dann höre ich auf!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächste gelangt Frau Abgeordnete Mag. Hakl zu Wort. Frau Abgeordnete, ich mache Sie darauf aufmerksam: Ich gebe Ihnen jetzt noch 3 Minuten Redezeit. (Abg. Mag. Hakl – auf dem Weg zum Rednerpult –: Dann höre ich auf!) Gut, Sie werden pünktlich Schluss machen. – Bitte, Frau Abgeordnete.
Beifall bei der ÖVP.
Die Frage, die man sich stellen muss, ist: Warum ist es denn dieser Bundesregierung und uns allen so wichtig, dass wir tatsächlich für Forschung und Innovation mehr Geld als bisher einsetzen? – Wenn wir uns die internationale Entwicklung anschauen, sehen wir, dass es in Zukunft Arbeitsplätze und damit ein funktionierendes Staatsganzes, den Erhalt sozialer Systeme für uns in einem gut ausgebildeten, reichen Mitteleuropa wohl vor allem dort geben wird, wo Unternehmen mit neuen, innovativen Produkten Chancen in anderen Teilen der Welt wahrnehmen und Unternehmen ihre Exportquoten steigern können. Denn nur auf Inlandsnachfrage zu setzen in einem Land, wo fast jeder schon fast alles hat und wo darüber diskutiert wird, ob jemand ohne DVD-Player bereits unter die Armutsgrenze fällt oder nicht, wäre, glaube ich, zu kurz gegriffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte dazu erwähnen, dass das ja bei weitem nicht alle Forschungsmittel sind, die uns zur Verfügung stehen, auch nicht alle Mittel, die unmittelbar für die Grundlagenforschung zur Verfügung stehen! Allein die Forschungsförderungsgesellschaft vergibt jedes Jahr 352 Millionen € direkt auch an kleine und mittlere Unternehmen. 352 Millionen € wurden letztes und dieses Jahr jeweils von der FFG für K-plus-Zentren, für Zuschüsse zu den EU-Förderrahmenprogrammen und für direkte Bottom-up-Forschung ausgegeben. 72 Prozent aller Anträge konnten tatsächlich bezuschusst werden. Nach Auskunft der Geschäftsführung konnten daher alle Anträge, die wirklich förderungswürdig waren, berücksichtigt und dotiert werden. Darüber hinaus haben wir steuerliche Rahmenbedingungen geschaffen, die es auch kleineren und mittleren Unternehmen ermöglichen, einen Beitrag zu leisten. Wir sind wesentlich besser, als Sie uns darstellen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig bleibt auf Ihrem Platz.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich erteile Frau Abgeordneter Dr. Glawischnig als erster Fragestellerin zur Begründung der Dringlichen Anfrage das Wort. Ihre Rede darf gemäß § 93 Absatz 5 der Geschäftsordnung 20 Minuten nicht überschreiten. (Abg. Dr. Glawischnig bleibt auf Ihrem Platz.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Zur Geschäftsbehandlung!
Frau Abgeordnete, Sie sind die erste Fragestellerin und haben damit auch als erste Rednerin das Wort. (Abg. Dr. Van der Bellen: Zur Geschäftsbehandlung!)
Abg. Brosz: Zur Geschäftsbehandlung!
Zum Wort kommt jetzt als Erstantragstellerin Frau Abgeordnete Dr. Glawischnig. (Abg. Brosz: Zur Geschäftsbehandlung!)
Demonstrativer Beifall des Abg. Scheibner.
Wer dafür ist, den bitte ich um ein diesbezügliches Zeichen. – Das ist nicht die Mehrheit. (Demonstrativer Beifall des Abg. Scheibner.) Der Antrag ist abgelehnt.
Lebhafter Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
(In diesem Moment betritt Vizekanzler Gorbach den Sitzungssaal und nimmt auf der Regierungsbank Platz.) – Inzwischen ist der Herr Vizekanzler da. (Lebhafter Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig (Grüne): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Die Freiheitlichen freuen sich offensichtlich sehr, wieder einmal ihren Minister zu sehen. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) – Wir haben diese Dringliche Anfrage heute eingebracht, Herr Verkehrsminister, weil Sie Mitte Jänner mit einem Vorschlag an die Öffentlichkeit gegangen sind, der jeder verkehrssicherheitstechnischen, aber auch umweltpolitischen Logik eigentlich fundamental widerspricht, nämlich 160 km/h zumindest versuchsweise auf bestimmten Autobahnstrecken einzuführen.
Beifall bei den Grünen.
seit den siebziger Jahren bis zum heutigen Tag null verändert. So schnell ist die Evolution nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Demonstrativer Beifall und Bravoruf des Abg. Walch.
Max Walch, FPÖ, hat gemeint: „Ich begrüße den Vorschlag von Verkehrsminister Hubert Gorbach, dass Tempolimit auf den Autobahnen auf 160 km/h zu erhöhen. Dass sich die Unfallzahlen dadurch erhöhen, glaube ich nicht. Der Großteil der Autofahrer ist vernünftig genug, die Geschwindigkeit an die Verkehrssituation anzupassen.“ (Demonstrativer Beifall und Bravoruf des Abg. Walch.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das hat doch damit nichts zu tun! Das ist unseriös, einen Nebelunfall damit in Zusammenhang zu bringen!
Sie wissen, was gestern passiert ist: ein schrecklicher Unfall! Hier heißt es (eine Zeitungsseite in die Höhe haltend): „Im Nebel ungebremst in den Tod“, „Raser ignorieren Warnungen und Blaulicht“. Es gab zwei Tote, elf Verletzte – das ist erschütternd! –, trotz Warnungen und Aufforderung, die Geschwindigkeit zu drosseln. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das hat doch damit nichts zu tun! Das ist unseriös, einen Nebelunfall damit in Zusammenhang zu bringen!)
Abg. Neudeck: Das ist keine Führerscheinprüfung!
Ein paar Zahlen dazu: Herr Minister Gorbach, stellen Sie sich vor, Sie fahren auf der Autobahn mit 160, ich fahre neben Ihnen mit 130. Wir sitzen beide in einem Fahrzeug, ich in einen kleinen Fahrzeug, Sie auch in einem kleinen Fahrzeug, in einem sparsamen, ökologischen Fahrzeug. 125 Meter vor uns taucht ein Hindernis auf. Ich beginne zu bremsen. Sie beginnen zu bremsen. Ich schaffe es mit 130 km/h vor dem Hindernis zum Stehen zu kommen. Sie stehen bei diesem Hindernis – und jetzt möchte ich Sie fragen, ob Sie wissen, mit welcher Geschwindigkeit Sie jetzt fahren: Fahren Sie mit 30 km/h, mit 60 km/h oder mit mehr km/h? (Abg. Neudeck: Das ist keine Führerscheinprüfung!)
Abg. Neudeck: Jetzt sagen Sie nicht, Sie wünschen das dem Vizekanzler!
Sie stehen vor diesem Hindernis mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h und knallen in dieses Hindernis mit 100 km/h. Mit 100 km/h in ein Hindernis zu fahren, überlebt man nicht. (Abg. Neudeck: Jetzt sagen Sie nicht, Sie wünschen das dem Vizekanzler!) Mit 130 km/h steht man vor diesem Hindernis. Der Anhalteweg verändert sich dramatisch. Das geht in exponentiellen Kurven.
Die Abgeordneten Neudeck, Bucher und Fauland heben die Hand.
Jetzt frage ich Sie: Wer will denn eigentlich von Ihnen 160 km/h fahren und warum überhaupt? (Die Abgeordneten Neudeck, Bucher und Fauland heben die Hand.) Da zeigen jetzt mehrere auf. Sie glauben vielleicht an Zeitersparnis. Ich weiß es nicht. Aber ist es Ihnen wert, für, im Idealfall, sage und schreibe 10 Minuten Zeitersparnis auf der Strecke von Wien nach Salzburg durch Schnellfahren zusätzliche Menschenleben, zusätzliche Verletzte, zusätzliche auseinander gerissene Familien zu riskieren?
Abg. Neudeck: Sind wir hier bei der Millionenshow? Dann möchte ich den Publikumsjoker! – Abg. Großruck: Der Assinger ist besser!
Ich sage Ihnen: Zehn Minuten gewinnen Sie im Idealfall. Wenn Sie von Wien mit 160 km/h losfahren und mit dieser Geschwindigkeit bis Salzburg durchfahren, gewinnen Sie bei normalen Bedingungen, wie örtlichen Tempolimits, Beschleunigungszeit, denn Gas geben muss man auch noch, abzüglich der Zeit, die man braucht bei nasser Fahrbahn und Dunkelheit, wenn 160 km/h nicht möglich sind, und abzüglich des Zeitverlustes durch Verkehrsbelastung – was schätzen Sie? (Abg. Neudeck: Sind wir hier bei der Millionenshow? Dann möchte ich den Publikumsjoker! – Abg. Großruck: Der Assinger ist besser!) –, eine halbe Minute. Für diese halbe Minute sind Sie bereit, all diese Konsequenzen in Kauf zu nehmen?
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Gusenbauer.
Ich glaube, jeder von uns kennt Familien, wo ein Familienmitglied durch einen Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Ich glaube, man kann das einfach nicht verantworten. Jede Maßnahme, die die Verkehrssicherheit in Österreich verschlechtert, ist abzulehnen, Herr Minister! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Gusenbauer.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Gusenbauer.
Es gibt noch ein paar interessante Daten, außer diesem angeblichen Zeitgewinn. Die Studienautoren haben das recht zynisch verglichen: Im Durchschnitt, wenn man das auf die gesamte österreichische Lebenszeit umrechnet, wäre es effizienter und nützlicher, statt Schnürsenkel Klettverschlüsse bei Schuhen zu verwenden. Das bringt den Österreicherinnen und Österreichern mehr Zeitersparnis als Tempo 160 auf Autobahnen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Gusenbauer.)
Beifall bei den Grünen.
Spielt das für Sie überhaupt keine Rolle? Wissen Sie überhaupt, was Kyoto ist? Wissen Sie auch, dass Kyoto völkerrechtlich verbindlich ist? Machen Sie sich überhaupt Gedanken darüber, was man im Verkehrsbereich besser tun kann? Wissen Sie auch, um wie viel sich der CO2-Ausstoß bei Tempo 160 erhöht? Macht das irgendeinen Sinn für Sie? Anstatt darüber nachzudenken, wie man die CO2-Emissionen reduzieren könnte und was Sie im Verkehrsbereich besser tun könnten, denken Sie über eine Maßnahme nach, die das ganze Desaster mit Kyoto in Österreich nur noch schlimmer machen würde. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Großruck: Das hat mit diesem Punkt nichts zu tun! Nehmen Sie das zur Kenntnis!
Was bedeutet es für Sie, dass die Eigenverantwortung durch solche Unfälle wie jenen von gestern massiv in Frage gestellt wird? (Abg. Großruck: Das hat mit diesem Punkt nichts zu tun! Nehmen Sie das zur Kenntnis!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Gusenbauer.
Wenn Sie solch eine Studie noch nicht gemacht haben, dann frage ich Sie: Warum haben Sie noch keine in Auftrag gegeben? Werden Sie es tun? (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Gusenbauer.)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben gestern sehr beleidigt reagiert, als unsere Verkehrssprecherin Gabi Moser gesagt hat, dass sie Ihnen dieses Engagement für die Kinder nicht abnimmt. Ich kann es Ihnen auch nicht abnehmen, denn die Fakten sprechen eine andere Sprache. Wenn Ihnen das nur irgend etwas bedeuten würde, dann würden Sie gemäß Ihrer Worte, dass jedes kranke Kind eines zu viel ist, auch handeln. Sie hätten die Möglichkeit, das zu ändern. Warum tun Sie es nicht? (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie müssen nicht 160 fahren! Das ist eine Kann-Bestimmung!
Halten Sie auch dann an dem Plan fest, wenn die betroffenen Bundesländer, wie zum Beispiel Oberösterreich, sich mit Händen und Füßen dagegen wehren. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie müssen nicht 160 fahren! Das ist eine Kann-Bestimmung!) Oberösterreich hat sehr, sehr fundiert dargelegt, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen in der Vergangenheit tatsächlich eine Trendwende bei den Toten erreichen konnten, und sie weisen auch dezidiert darauf hin, dass das besonders in ihrem Gebiet zu massiven Lärmbelastungen führen würde, und zwar bei oberösterreichischen Siedlungen rund um die dreispurigen Autobahnen. Werden Sie über dieses Bundesland einfach drüberfahren und das einfach dort verordnen? Oder werden Sie solche Bedenken, die formal durch Beschluss einer Landesregierung vorgebracht worden sind, ernst nehmen?
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Wir haben ernsthaft versucht, es zu entkräften, wir haben uns ernsthaft mit dieser Idee auseinander gesetzt. Ich möchte von Ihnen heute klare Antworten haben, ich möchte von der ÖVP klare Antworten haben: Werden Sie das tun: ja oder nein? Sind Sie bereit, all diese negativen Auswirkungen zu riskieren, all diese zusätzlichen Belastungen zu riskieren – nur für ein paar Raser, denen, wenn sie den Fuß am Gaspedal haben, naturwissenschaftliche Gesetze und Rücksicht auf Mensch und Umwelt einfach abhanden kommen? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich habe diese Diskussion als solche sehr bewusst gestartet, weil es sich um ein sehr sensibles Thema handelt, das ich auch sehr sensibel bearbeite. Um es vorwegzunehmen: Da werde ich auch voreilig nichts über das Knie brechen, und da werde ich auch nicht das Kind mit dem Bade ausschütten, denn ich bin erfreut darüber, dass jetzt zumindest zum Teil eine sachliche Diskussion stattfindet, in der Experten, Fachleute, Praktiker zu Wort kommen sollen und wir dann am Ende dieser Diskussion hoffentlich auch die richtige Entscheidung treffen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Das darf ja nicht wahr sein!
Ziel dieser Regierung und meiner persönlichen Politik in diesem Bereich ist es, „Tempo 160“ auch als Begriff für das Phänomen zielorientierte Geschwindigkeitsbeschränkungen klarzumachen (Abg. Öllinger: Das darf ja nicht wahr sein!), als einen Bestandteil, den es zu diskutieren gilt. (Abg. Brosz: Zielorientierte Geschwindigkeitsbeschränkungen?) Ja, es ist Ziel, Geschwindigkeitsbeschränkungen orientiert zu diskutieren und auch zu verstehen. Ich hoffe, Sie haben mich gestern verstanden, als ich gesagt habe, Gebote und Verbote – es ist fast überall so, im Straßenverkehr ganz besonders – werden dann am wirkungsvollsten, wenn sie Akzeptanz finden, wenn sie vom Betroffenen verstanden werden. Das ist mir auch in dieser Frage sehr wichtig.
Abg. Brosz: Zielorientierte Geschwindigkeitsbeschränkungen?
Ziel dieser Regierung und meiner persönlichen Politik in diesem Bereich ist es, „Tempo 160“ auch als Begriff für das Phänomen zielorientierte Geschwindigkeitsbeschränkungen klarzumachen (Abg. Öllinger: Das darf ja nicht wahr sein!), als einen Bestandteil, den es zu diskutieren gilt. (Abg. Brosz: Zielorientierte Geschwindigkeitsbeschränkungen?) Ja, es ist Ziel, Geschwindigkeitsbeschränkungen orientiert zu diskutieren und auch zu verstehen. Ich hoffe, Sie haben mich gestern verstanden, als ich gesagt habe, Gebote und Verbote – es ist fast überall so, im Straßenverkehr ganz besonders – werden dann am wirkungsvollsten, wenn sie Akzeptanz finden, wenn sie vom Betroffenen verstanden werden. Das ist mir auch in dieser Frage sehr wichtig.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Gleich oder noch bedeutender sind alle anderen Maßnahmen zur Steigerung der Verkehrssicherheit – das möchte ich auch betonen –, die unter meiner Ressortführung bereits gesetzt wurden und die ich Ihnen gerne noch einmal in Erinnerung bringen darf; ich habe sie auch gestern im Zusammenhang mit der Diskussion Vormerksystem schon schlagwortartig erwähnt. Da wäre eben das Vormerksystem als solches zu erwähnen, das jüngste Kind zum Thema Verkehrssicherheit, erst gestern beschlossen. Ich bin sehr froh darüber, es ist ein Freudentag der Verkehrssicherheitspolitik Österreichs. Potential, wie Sie wissen: bis zu 75 Tote weniger pro Jahr. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich!
Es ist nie gut, wenn man in öffentlichen Diskussionen das Gesagte zu sehr auf sich bezieht, aber zu dem, was Sie gemeint haben, Frau Abgeordnete Glawischnig, muss ich doch sagen: Es betrifft mich wirklich, wenn mir jemand – mit dem ich an sich gerne sachlich diskutiere – vorwirft, verletzte oder gar tote Kinder seien mir sozusagen egal; sinngemäß ist das beinahe so rübergekommen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich!) Das hat mich gestern betroffen und deshalb habe ich mich (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der Vorwurf ist ungeheuerlich!) – ja – diesbezüglich zu Wort gemeldet. Ich wiederhole noch einmal: Zehn Jahre war ich als Baureferent in meinem Heimatland tätig, und ich war dafür bekannt, dass ich gerade die schwachen Verkehrsteilnehmer und die Kinder immer sehr im Auge hatte, wenn es galt, Verbesserungsmöglichkeiten nicht nur aufzuzeigen, sondern eben auch umzusetzen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der Vorwurf ist ungeheuerlich!
Es ist nie gut, wenn man in öffentlichen Diskussionen das Gesagte zu sehr auf sich bezieht, aber zu dem, was Sie gemeint haben, Frau Abgeordnete Glawischnig, muss ich doch sagen: Es betrifft mich wirklich, wenn mir jemand – mit dem ich an sich gerne sachlich diskutiere – vorwirft, verletzte oder gar tote Kinder seien mir sozusagen egal; sinngemäß ist das beinahe so rübergekommen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich!) Das hat mich gestern betroffen und deshalb habe ich mich (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der Vorwurf ist ungeheuerlich!) – ja – diesbezüglich zu Wort gemeldet. Ich wiederhole noch einmal: Zehn Jahre war ich als Baureferent in meinem Heimatland tätig, und ich war dafür bekannt, dass ich gerade die schwachen Verkehrsteilnehmer und die Kinder immer sehr im Auge hatte, wenn es galt, Verbesserungsmöglichkeiten nicht nur aufzuzeigen, sondern eben auch umzusetzen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es ist nie gut, wenn man in öffentlichen Diskussionen das Gesagte zu sehr auf sich bezieht, aber zu dem, was Sie gemeint haben, Frau Abgeordnete Glawischnig, muss ich doch sagen: Es betrifft mich wirklich, wenn mir jemand – mit dem ich an sich gerne sachlich diskutiere – vorwirft, verletzte oder gar tote Kinder seien mir sozusagen egal; sinngemäß ist das beinahe so rübergekommen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich!) Das hat mich gestern betroffen und deshalb habe ich mich (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der Vorwurf ist ungeheuerlich!) – ja – diesbezüglich zu Wort gemeldet. Ich wiederhole noch einmal: Zehn Jahre war ich als Baureferent in meinem Heimatland tätig, und ich war dafür bekannt, dass ich gerade die schwachen Verkehrsteilnehmer und die Kinder immer sehr im Auge hatte, wenn es galt, Verbesserungsmöglichkeiten nicht nur aufzuzeigen, sondern eben auch umzusetzen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Ja, das stimmt!
Ab und zu muss man einfach die Augen offen lassen und darf sie nicht vor der Realität verschließen (Abg. Öllinger: Ja, das stimmt!), und ab und zu muss man neben den vielen Gutachten der Experten, die als Entscheidungsgrundlage schon wichtig sind, auch den so genannten Hausverstand einschalten (Abg. Öllinger: Da wird es schon gefährlich! Das mit dem Hausverstand kann ins Auge gehen!) oder zumindest nicht ganz abschalten und dann politisch vorgehen und eine Sache ganz emotionslos und nüchtern angehen.
Abg. Öllinger: Da wird es schon gefährlich! Das mit dem Hausverstand kann ins Auge gehen!
Ab und zu muss man einfach die Augen offen lassen und darf sie nicht vor der Realität verschließen (Abg. Öllinger: Ja, das stimmt!), und ab und zu muss man neben den vielen Gutachten der Experten, die als Entscheidungsgrundlage schon wichtig sind, auch den so genannten Hausverstand einschalten (Abg. Öllinger: Da wird es schon gefährlich! Das mit dem Hausverstand kann ins Auge gehen!) oder zumindest nicht ganz abschalten und dann politisch vorgehen und eine Sache ganz emotionslos und nüchtern angehen.
Abg. Öllinger: Das ist das einzige Land!
Meine Damen und Herren! Wir wollen eine breite Diskussion unter Einbeziehung von Praktikern, unter Einbeziehung von Experten über die sachliche und subjektive Bedeutung von Geschwindigkeitsbegrenzungen führen. Dieser Prozess kann aber natürlich, wie ich meine, die Frage der Höchstbeschränkung von derzeit 130 km/h auf Autobahnen nicht einfach ausklammern und außer Acht lassen, insbesondere dann nicht, wenn in anderen Ländern – wir reden immer von der Globalisierung und von europaweitem Denken –, wie beispielsweise eben in Deutschland, in einem Nachbarland, andere Regelungen bestehen, die den Autofahrern europaweit bekannt sind und von diesen mit hoher Akzeptanz mitgetragen werden. (Abg. Öllinger: Das ist das einzige Land!) In Deutschland werden, wie Sie wissen, Geschwindigkeitsbeschränkungen dort, wo sie aus Verkehrssicherheitsgründen notwendig sind, bewusster und auch effektiver eingehalten.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das sind begleitende Maßnahmen, die ich selbstverständlich auch mit überlege und im Kopf habe, wenn eine solche Maßnahme dann auch wirklich umgesetzt beziehungsweise möglich gemacht wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig: Sagen Sie was zur Anfrage!
Es ist übrigens auch nicht richtig, wie Sie in der Präambel Ihrer Anfrage schreiben, dass bei „Section Control“ ausschließlich die Durchschnittsgeschwindigkeit gemessen wird, sodass jemand 200 km/h fahren kann, dann auf 120 km/h reduziert und im Schnitt dann die richtige Geschwindigkeit hat, um ohne Strafe durchzukommen. Natürlich sind wir so schlau, das zu erkennen, und haben deshalb auch die Möglichkeit der punktuellen Radarmessung mit einfließen lassen. Wenn also jemand 170 km/h fährt, aber doch die richtige Durchschnittsgeschwindigkeit erreicht, so bekommt er trotzdem eine entsprechende Strafe. Genau das soll ja abgestellt werden, dass man einmal schnell, dann wieder langsam fährt, was übrigens der Verkehrssicherheit auch alles andere als dienlich wäre. (Abg. Dr. Glawischnig: Sagen Sie was zur Anfrage!)
Abg. Dr. Glawischnig: Was reden Sie da? – Abg. Dr. Van der Bellen: Frage 1!
Die „Section Control“ im Streckenabschnitt Kaisermühlentunnel belegt ebenfalls die verkehrssicherheitsfördernde Wirkung. Es hat zum Beispiel seit deren Start im Frühjahr des vergangenen Jahres keinen einzigen tödlichen Unfall in diesem Streckenabschnitt mehr gegeben. – Eine erfreuliche Bilanz, und auch das sollte in diesem Zusammenhang und in dieser Diskussion einmal erwähnt werden. (Abg. Dr. Glawischnig: Was reden Sie da? – Abg. Dr. Van der Bellen: Frage 1!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zu der von Ihnen zitierten Studie des VCÖ, die ich erst gestern erhalten habe, darf ich nach einer ersten Durchsicht Folgendes feststellen: Diese Studie wird selbstverständlich bei der Beurteilung und Beratung zu diesem wichtigen Thema auch eine Rolle spielen. Sie wird natürlich umfassend analysiert, studiert, und deren Ergebnisse werden mit in die Entscheidungsgrundlagen einfließen. Aber Sie werden auch verstehen, dass ich nicht eine Studie als Maß aller Dinge hernehme und dann sage, es geht halt nicht, sondern wir werden da verschiedene Experten befragen und zu Wort kommen lassen und dann in Summe beurteilen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Liebe Frau Abgeordnete Dr. Glawischnig! Wenn, dann müssen Sie über die unteren Bereiche diskutieren. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Dann werden Sie mir jetzt aber wahrscheinlich vorschlagen, dass wir generell statt zum Beispiel 80 km/h im Freiland auf 60 km/h gehen müssen, dort, wo Tempo 100 ist, auf 70, dort, wo 50 ist, auf 30 (Abg. Dr. Glawischnig: Sagen Sie mir, warum Sie es überhaupt wollen!), und dort, wo 30 ist, darf man dann gar nicht mehr fahren, oder ich weiß nicht, wie das dann gehen soll, aber so ähnlich kommt mir Ihre Argumentation vor. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig: Sagen Sie mir, warum Sie es überhaupt wollen!
Liebe Frau Abgeordnete Dr. Glawischnig! Wenn, dann müssen Sie über die unteren Bereiche diskutieren. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Dann werden Sie mir jetzt aber wahrscheinlich vorschlagen, dass wir generell statt zum Beispiel 80 km/h im Freiland auf 60 km/h gehen müssen, dort, wo Tempo 100 ist, auf 70, dort, wo 50 ist, auf 30 (Abg. Dr. Glawischnig: Sagen Sie mir, warum Sie es überhaupt wollen!), und dort, wo 30 ist, darf man dann gar nicht mehr fahren, oder ich weiß nicht, wie das dann gehen soll, aber so ähnlich kommt mir Ihre Argumentation vor. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Liebe Frau Abgeordnete Dr. Glawischnig! Wenn, dann müssen Sie über die unteren Bereiche diskutieren. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Dann werden Sie mir jetzt aber wahrscheinlich vorschlagen, dass wir generell statt zum Beispiel 80 km/h im Freiland auf 60 km/h gehen müssen, dort, wo Tempo 100 ist, auf 70, dort, wo 50 ist, auf 30 (Abg. Dr. Glawischnig: Sagen Sie mir, warum Sie es überhaupt wollen!), und dort, wo 30 ist, darf man dann gar nicht mehr fahren, oder ich weiß nicht, wie das dann gehen soll, aber so ähnlich kommt mir Ihre Argumentation vor. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Von da her weht der Wind!
In der Vergangenheit ging man immer häufiger dazu über, die Österreicherinnen und Österreicher durch Überreglementierungen zu überfordern. Dies führte zu einer Abstumpfung gegenüber einzelnen Bestimmungen (Abg. Öllinger: Von da her weht der Wind!), weil oft der Sinn dieser Bestimmungen nicht mehr erkannt beziehungsweise nachvollzogen werden konnte.
Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.
Tempo 160 soll daher, vernünftig eingesetzt, dazu beitragen, dem Autofahrer zu zeigen, dass unter optimalen Bedingungen, wie eben klarer Sicht, breiter Fahrbahn, wenig Verkehr, eine höhere Geschwindigkeit gefahren werden kann, aber nicht gefahren werden muss. (Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.) Gleichzeitig wird er aber auch eine Reduktion der Geschwindigkeit bei ungünstigen Verhältnissen akzeptieren müssen, dann aber auch besser verstehen.
Abg. Öllinger: Weg mit den Ampeln!
Meine Damen und Herren! Ich darf an dieser Stelle sagen, dass ich überhaupt meine, wir sollten ein Deregulierungsprogramm starten. (Abg. Öllinger: Weg mit den Ampeln!) Wir müssen aufhören, zu meinen, dass wir jeden Bereich, alles und jedes bis ins letzte Detail regulieren, vorschreiben, exakt vorschreiben müssen. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Die Eigenverantwortung des einzelnen Menschen geht damit verloren, und das will ich nicht. Im Gegenteil: Der Einzelne soll selbst, eigenverantwortlich innerhalb eines bestimmten Rahmens entscheiden können, wie schnell er fährt, was er tut und was nicht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Ich darf an dieser Stelle sagen, dass ich überhaupt meine, wir sollten ein Deregulierungsprogramm starten. (Abg. Öllinger: Weg mit den Ampeln!) Wir müssen aufhören, zu meinen, dass wir jeden Bereich, alles und jedes bis ins letzte Detail regulieren, vorschreiben, exakt vorschreiben müssen. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Die Eigenverantwortung des einzelnen Menschen geht damit verloren, und das will ich nicht. Im Gegenteil: Der Einzelne soll selbst, eigenverantwortlich innerhalb eines bestimmten Rahmens entscheiden können, wie schnell er fährt, was er tut und was nicht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich darf an dieser Stelle sagen, dass ich überhaupt meine, wir sollten ein Deregulierungsprogramm starten. (Abg. Öllinger: Weg mit den Ampeln!) Wir müssen aufhören, zu meinen, dass wir jeden Bereich, alles und jedes bis ins letzte Detail regulieren, vorschreiben, exakt vorschreiben müssen. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Die Eigenverantwortung des einzelnen Menschen geht damit verloren, und das will ich nicht. Im Gegenteil: Der Einzelne soll selbst, eigenverantwortlich innerhalb eines bestimmten Rahmens entscheiden können, wie schnell er fährt, was er tut und was nicht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Selbstverständlich halte ich weiterhin an meinem Plan fest, eine seriöse und breite Diskussion über ein Anheben des sektoralen Tempolimits in Österreich zu führen – immer natürlich unter den Aspekten, dass die Verkehrssicherheit nicht darunter leidet und dass die Autofahrer in Österreich nicht dümmer oder unklüger oder unvorsichtiger sind als etwa jene in Deutschland. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Ja, das ist richtig!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Herr Vizekanzler, das, was Sie uns heute geboten haben, war ja wirklich eine Offenbarung. (Abg. Scheibner: Ja, das ist richtig!) Es geht um einen Vorschlag Ihrerseits, der wirklich kontra jegliche Verkehrssicherheitspolitik
Abg. Scheibner: Das themenbezogene Sprechen gilt aber für alle!
Sie aber stellen sich her und erzählen uns groß und breit genau das, was Sie gestern beim Punkteführerschein-Vormerksystem erzählt haben. Herr Minister und Vizekanzler, entschuldigen Sie, haben Sie noch nie etwas von themenbezogenem Sprechen gehört? Sie reden jetzt von – wie heißt Ihr neues Wort? – zielorientierter Geschwindigkeitsbeschränkung, Tempo 160 als zielorientierter Geschwindigkeitsbeschränkung. (Abg. Scheibner: Das themenbezogene Sprechen gilt aber für alle!) Herr Vizekanzler, ich würde Ihnen einmal eine themenorientierte Diskussionsführung vorschlagen, das wäre doch etwas! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie aber stellen sich her und erzählen uns groß und breit genau das, was Sie gestern beim Punkteführerschein-Vormerksystem erzählt haben. Herr Minister und Vizekanzler, entschuldigen Sie, haben Sie noch nie etwas von themenbezogenem Sprechen gehört? Sie reden jetzt von – wie heißt Ihr neues Wort? – zielorientierter Geschwindigkeitsbeschränkung, Tempo 160 als zielorientierter Geschwindigkeitsbeschränkung. (Abg. Scheibner: Das themenbezogene Sprechen gilt aber für alle!) Herr Vizekanzler, ich würde Ihnen einmal eine themenorientierte Diskussionsführung vorschlagen, das wäre doch etwas! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Nachdem Sie in Ihrer langen Einleitung am Thema vorbeigeschrammt sind, haben Sie dann auch noch einen Großteil unserer Fragen überhaupt nicht beantwortet. Wo sind wir denn? Entweder haben Sie noch nicht bemerkt, dass Sie jetzt sozusagen hinter statt vor dem Arlberg zu Hause sind (Zwischenrufe bei der ÖVP) und dass im Parlament Rede und Antwort gestanden werden muss – bei einer parlamentarischen Diskussion über eine Anfrage muss auf jeden Fall konkret geantwortet werden. Da nützt es nichts, wenn Sie auf die Fragen 1 bis 18 in Bausch und Bogen irgendetwas antworten, was sich nicht gezielt auf die Fragestellung bezieht. (Abg. Scheibner: Das sind themenbezogene Antworten!)
Abg. Scheibner: Das sind themenbezogene Antworten!
Nachdem Sie in Ihrer langen Einleitung am Thema vorbeigeschrammt sind, haben Sie dann auch noch einen Großteil unserer Fragen überhaupt nicht beantwortet. Wo sind wir denn? Entweder haben Sie noch nicht bemerkt, dass Sie jetzt sozusagen hinter statt vor dem Arlberg zu Hause sind (Zwischenrufe bei der ÖVP) und dass im Parlament Rede und Antwort gestanden werden muss – bei einer parlamentarischen Diskussion über eine Anfrage muss auf jeden Fall konkret geantwortet werden. Da nützt es nichts, wenn Sie auf die Fragen 1 bis 18 in Bausch und Bogen irgendetwas antworten, was sich nicht gezielt auf die Fragestellung bezieht. (Abg. Scheibner: Das sind themenbezogene Antworten!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Das muss man den Umweltminister fragen, der ist da zuständig!
Für mich ist vor allem sehr bezeichnend, Herr Vizekanzler, dass Sie die Themen Feinstaub, Gesundheitsbelastung, Schadstoffbelastung in Ihrer Antwort völlig links liegen gelassen haben. Es ist Ihnen auch das egal. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Das muss man den Umweltminister fragen, der ist da zuständig!)
Abg. Wittauer: Haben Sie es nicht begriffen, Frau Abgeordnete Moser?
Eine andere Teststrecke, die Sie genannt haben, wäre zwischen Sattledt und Haid im Großraum Linz, wo ausgebaut wurde, weil dort ein hohes Verkehrsaufkommen ist. Genauso in Niederösterreich – die dreispurige Autobahn hat ja den Sinn und Zweck, dass mehr Verkehr aufgenommen werden kann. Wenn Sie Tempo 160 erlauben, dann müssen sich die Abstände vergrößern, und dann wäre der Ausbau völlig kontraproduktiv. Das wären ja, verkehrspolitisch betrachtet, Investitionsverluste sondergleichen. (Abg. Wittauer: Haben Sie es nicht begriffen, Frau Abgeordnete Moser?) Nicht nur, dass die Umsetzung Ihrer Tempo-160-Vorschläge höhere Unfallkosten bringen würde, mehr volkswirtschaftliche Schäden anrichten würde, durch die Feinstaubbelastung mehr gesundheitliche Schäden verursachen würde – das alles kann man ja auch in Budgetzahlen umrechnen –, nein, Sie fahren auch noch über die Anrainer drüber, über die Leute, die dort unter Lärm leiden, über die Bürgermeister!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Öllinger: Was sagt da der Kukacka zu Oberösterreich?
suche in Richtung zielorientierter Geschwindigkeitsbeschränkung wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Öllinger: Was sagt da der Kukacka zu Oberösterreich?) Das wird ja wahrscheinlich das Unwort des Jahres werden.
Abg. Öllinger: Deregulierung!
Ich möchte Ihnen jetzt nur noch einmal deutlich machen: Ich habe Ihnen – gutmütig, wie ich das Ganze zuerst aufgenommen habe – unterstellt, dass Ihnen der Vorschlag Tempo 160 einfach bei einer Pressekonferenz nur so über die Lippen gekommen ist, dass Sie gar nicht konkreter darüber nachgedacht haben und einfach irgendwie einen Versprecher gehabt haben. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Gorbach.) Aber nein. Heute sagen Sie, dass das ein ganz bewusster Versuch war, jetzt eine Diskussion über Verkehrssicherheit anzufachen. (Abg. Öllinger: Deregulierung!) Da frage ich mich wirklich! Verkehrssicherheit heißt doch kontrolliert fahren, Rücksicht nehmen, sozusagen auch daran denken, dass ein Unfallrisiko besteht – aber genau das Gegenteil ist bei 160 km/h der Fall!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und wenn ich eine Verkehrssicherheitsdiskussion haben will, Herr Vizekanzler, dann mache ich es wie Ihr konservativer Kollege Jacques Chirac in Frankreich. Die konservative französische Regierung hat gleich bei ihrem Regierungsantritt, Jacques Chirac höchstpersönlich, gesagt, das oberste Staatsziel – Herr Vizekanzler, ich sage es extra an Sie gerichtet – der französischen Regierung sei die Reduktion des Blutzolls auf der Straße. Das war eine ambitionierte Ansage, und dieser folgte ein ambitioniertes Programm: Geschwindigkeitssenkung – Senkung des Tempos! –, Kontrollverschärfung, Strafeffizienz, auch der ganzen organisatorischen Abwicklung der Strafmandate. Das hat Früchte getragen, und das sollten wir diskutieren, Herr Vizekanzler. Diesen Vorschlag hätte ich mir erwartet. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Kollege Bucher, da wir zuvor sozusagen privat von Bank zu Bank gesprochen haben: Meiner Ansicht nach ist das vor allem auch eine Frage der Mentalität: Auch seitens unserer Bundesregierung sollte doch auf ein Verkehrssicherheitsbewusstsein hingearbeitet werden, sodass man Rücksicht nimmt – und das erreicht man sicherlich nicht durch Rasen, durch schneller irgendwo sein, durch Überholen, Drängeln, kurzum: mit einem gesteigerten Jagdtrieb sozusagen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Großruck: ...Deutschland!
Herr Vizekanzler, mit einem Tempo von 160 km/h geht es doch genau in die falsche Richtung, eben auch in Mentalitätsfragen. Denken Sie daran: In Frankreich hat man diesbezüglich auf Bewusstseinsbildung gesetzt (Abg. Großruck: ...Deutschland!) – und konnte damit diesen Erfolg erzielen. In Frankreich gab es öffentliche Werbespots, Fernsehsendungen; die Medien berichteten jeden zweiten Tag über verheerende Unfälle. Abschreckung wurde sozusagen öffentlich vorangetrieben. Und was machen Sie, Herr Bundesminister? – Mehr oder minder nichts anderes als eine Lobhudelei über Tempo-Raserei!
Abg. Großruck: Der Joschka Fischer hat keine Freude mit dieser Rede!
Ich habe jetzt ein bisschen übertrieben, Herr Vizekanzler, das gebe ich schon zu, aber: In einer solchen Situation muss man Ihnen das ganz klipp und klar sagen. (Abg. Großruck: Der Joschka Fischer hat keine Freude mit dieser Rede!) Ich glaube, persönlich haben Sie, Herr Vizekanzler, es womöglich noch gar nicht begriffen, dass Sie mit Ihrem Vorschlag eine völlig falsche Verkehrsmentalität unterstützen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Sie rasen ordentlich über das Ziel mit dieser Rede!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Sie rasen ordentlich über das Ziel mit dieser Rede!
Ich habe jetzt ein bisschen übertrieben, Herr Vizekanzler, das gebe ich schon zu, aber: In einer solchen Situation muss man Ihnen das ganz klipp und klar sagen. (Abg. Großruck: Der Joschka Fischer hat keine Freude mit dieser Rede!) Ich glaube, persönlich haben Sie, Herr Vizekanzler, es womöglich noch gar nicht begriffen, dass Sie mit Ihrem Vorschlag eine völlig falsche Verkehrsmentalität unterstützen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Sie rasen ordentlich über das Ziel mit dieser Rede!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Dann müssen wir die Autos abschaffen!
Das sollte doch auch in unserem Lande unser aller Ziel sein, Herr Vizekanzler! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Dann müssen wir die Autos abschaffen!)
Beifall bei den Grünen. – Vizekanzler Gorbach: Also das ...! – Abg. Großruck: Na geh, bitte! Kindergarten!
Wahr ist vielmehr, dass der Herr Vizekanzler bereits um 14.58 Uhr mit Journalistinnen und Journalisten in der Säulenhalle gestanden ist und offenbar Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache betrieben hat. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Vizekanzler Gorbach: Also das ...! – Abg. Großruck: Na geh, bitte! Kindergarten!)
Abg. Großruck: „Liebe Kinder!“, musst du noch sagen!
Abgeordneter Werner Miedl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Herren Staatssekretäre! Sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Großruck: „Liebe Kinder!“, musst du noch sagen!) Ich kann mich wirklich nur wundern darüber, was von manchen hier, meine Damen und Herren, zum Gegenstand tatsächlicher Berichtigungen bezie-
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
hungsweise Dringlicher Anfragen gemacht wird. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.
Frau Kollegin Glawischnig, eines gleich vorweg: Die ÖVP wird nichts tun, wird nichts unternehmen, was die Sicherheit der Menschen oder ihre Gesundheit auch nur in irgendeiner Weise gefährden würde; da werden wir schon auf der Hut sein! (Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.) Sagen möchte ich Ihnen aber auch: Es kann nicht so sein, dass Sie das Wort „Verkehrssicherheit“ immer dann, wann es Ihnen passt, in den Mund nehmen, dass Sie aber dann, wenn es darum geht – wie das gestern beim Vormerksystem der Fall war –, etwas zu beschließen, was wirklich ein Meilenstein in Sachen Verkehrssicherheit ist, mit vielen gescheiten Aussagen und Ausreden dem nicht zustimmen. (Abg. Mag. Molterer: Wieso „gescheiten“?) Das ist eine Haltung, die ich persönlich nur sehr schwer akzeptieren kann! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Molterer: Wieso „gescheiten“?
Frau Kollegin Glawischnig, eines gleich vorweg: Die ÖVP wird nichts tun, wird nichts unternehmen, was die Sicherheit der Menschen oder ihre Gesundheit auch nur in irgendeiner Weise gefährden würde; da werden wir schon auf der Hut sein! (Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.) Sagen möchte ich Ihnen aber auch: Es kann nicht so sein, dass Sie das Wort „Verkehrssicherheit“ immer dann, wann es Ihnen passt, in den Mund nehmen, dass Sie aber dann, wenn es darum geht – wie das gestern beim Vormerksystem der Fall war –, etwas zu beschließen, was wirklich ein Meilenstein in Sachen Verkehrssicherheit ist, mit vielen gescheiten Aussagen und Ausreden dem nicht zustimmen. (Abg. Mag. Molterer: Wieso „gescheiten“?) Das ist eine Haltung, die ich persönlich nur sehr schwer akzeptieren kann! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Frau Kollegin Glawischnig, eines gleich vorweg: Die ÖVP wird nichts tun, wird nichts unternehmen, was die Sicherheit der Menschen oder ihre Gesundheit auch nur in irgendeiner Weise gefährden würde; da werden wir schon auf der Hut sein! (Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.) Sagen möchte ich Ihnen aber auch: Es kann nicht so sein, dass Sie das Wort „Verkehrssicherheit“ immer dann, wann es Ihnen passt, in den Mund nehmen, dass Sie aber dann, wenn es darum geht – wie das gestern beim Vormerksystem der Fall war –, etwas zu beschließen, was wirklich ein Meilenstein in Sachen Verkehrssicherheit ist, mit vielen gescheiten Aussagen und Ausreden dem nicht zustimmen. (Abg. Mag. Molterer: Wieso „gescheiten“?) Das ist eine Haltung, die ich persönlich nur sehr schwer akzeptieren kann! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Ja, wir bräuchten weniger, wenn wir nicht so schnell fahren!
Jetzt wollen wir die Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs in Angriff nehmen, denn auch das gehört zur Mobilitätsfrage. Frau Kollegin Moser, wir erneuern jetzt die Straßen und Autobahnen Österreichs. In den Lärmschutz wurden von uns Millionen von Euro investiert; so viel ist noch nie investiert worden! (Abg. Dr. Gabriela Moser: Ja, wir bräuchten weniger, wenn wir nicht so schnell fahren!) Die Leitschienensysteme werden gleichfalls neu gemacht. Das alles sind Dinge, die enorm viel zur Verkehrssicherheit beitragen.
Abg. Dr. Gabriela Moser: Wir könnten es billiger haben mit weniger Tempo!
Gleichzeitig – auch das darf ich erwähnen – hat Herr Umweltminister Pröll die Beimischung von Bio-Sprit durchgesetzt, was zu einer Reduktion von jährlich 1 Million Tonnen Schadstoffe führt. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Wir könnten es billiger haben mit weniger Tempo!) Umweltminister Pröll plant weiters, Sprit sparendes Fahren sozusagen en vogue zu machen. Bundesminister Pröll möchte das forcieren, möchte, dass eine solche Einstellung praktisch in den Köpfen der Menschen verankert ist.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Glawischnig: Sind Sie jetzt für oder gegen Tempo 160? Sagen Sie jetzt etwas dazu!
Da Sie, Frau Kollegin Moser, mich jetzt so herzerweichend anschauen, muss ich Ihnen schon sagen: Da Sie gestern bei einer solch wichtigen Sache nicht mitgestimmt haben, sind Sie für mich nicht glaubwürdig! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Glawischnig: Sind Sie jetzt für oder gegen Tempo 160? Sagen Sie jetzt etwas dazu!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Ich war hier und wollte etwas Besseres! Wir wollten Besseres!
Ich sage Ihnen auch noch ein paar andere Dinge, wo Sie nicht mitgestimmt haben. Was war bei der Sicherheitsweste? Beim Vormerksystem? Beim Lenken von Fahrzeugen unter Drogeneinfluss? Wo waren Sie, als wir das beschlossen haben? Wo waren Sie, als wir jetzt im Zuge des Vormerksystems die Strafe für Alkolenker erhöht und verschärft haben? Wo waren Sie da, Frau Kollegin Moser? (Abg. Dr. Gabriela Moser: Ich war hier und wollte etwas Besseres! Wir wollten Besseres!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Wir haben extra einen Antrag eingebracht!
Verkehrssicherheit ist unteilbar – entweder ist man dafür oder dagegen, und bei Ihnen kenne ich mich nicht aus. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Wir haben extra einen Antrag eingebracht!) Das ist eine Verwirrung, die Sie da bewirken. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Diesen Eindruck habe ich auch.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Verkehrssicherheit ist unteilbar – entweder ist man dafür oder dagegen, und bei Ihnen kenne ich mich nicht aus. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Wir haben extra einen Antrag eingebracht!) Das ist eine Verwirrung, die Sie da bewirken. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Diesen Eindruck habe ich auch.
Abg. Dr. Glawischnig: Wieso müssen wir?
Es gibt einen Grundsatz, Frau Kollegin Moser: Verkehr ist Realität. Wir, die ÖVP, wollen die Mobilität erhöhen, wo dies möglich ist. Das ist aber nicht überall möglich und auch nicht überall sinnvoll. Das wissen wir, und das ist ein Grundsatz. Wir werden aber eine Diskussion darüber führen müssen und führen dürfen. (Abg. Dr. Glawischnig: Wieso müssen wir?) Wir lassen uns das von niemandem verbieten. Das heißt, auch Diskussionen zu führen kann beim Verkehrsteilnehmer bewusstseinsbildend wirken, meine Damen und Herren – das wissen auch Sie ganz genau. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Sagen Sie uns Argumente, die für 160 sprechen!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Sagen Sie uns Argumente, die für 160 sprechen!
Es gibt einen Grundsatz, Frau Kollegin Moser: Verkehr ist Realität. Wir, die ÖVP, wollen die Mobilität erhöhen, wo dies möglich ist. Das ist aber nicht überall möglich und auch nicht überall sinnvoll. Das wissen wir, und das ist ein Grundsatz. Wir werden aber eine Diskussion darüber führen müssen und führen dürfen. (Abg. Dr. Glawischnig: Wieso müssen wir?) Wir lassen uns das von niemandem verbieten. Das heißt, auch Diskussionen zu führen kann beim Verkehrsteilnehmer bewusstseinsbildend wirken, meine Damen und Herren – das wissen auch Sie ganz genau. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Sagen Sie uns Argumente, die für 160 sprechen!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Da war ja eine!
Und weil Sie, Frau Kollegin Glawischnig, den gestrigen Verkehrsunfall erwähnt haben: Jeder Verkehrsunfall mit Verletzten und Toten berührt mich unheimlich, weil ich weiß, was das bedeutet, welches Leid dahinter steckt. Aber ich sage Ihnen: Möglicherweise hätte dieser Verkehrsunfall mit einer Verkehrsbeeinflussungsanlage ... (Abg. Dr. Gabriela Moser: Da war ja eine!) – Passen Sie auf, da gibt es einen wesentlichen Unterschied. (Vizekanzler Gorbach: Nebelwarnanlage!) Genau auf diesen Einwand habe ich gewartet, Frau Kollegin Moser, denn jetzt ist es klar: Sie kennen sich nicht aus!
Abg. Dr. Gabriela Moser: Da war ja eine Anlage!
Eine Verkehrsbeeinflussungsanlage, wie sie der Minister fordert, hätte diesen Unfall entweder verhindert oder in seinen Folgen deutlich reduziert. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Da war ja eine Anlage!) Eine Verkehrsbeeinflussungsanlage sagt nämlich nicht, dass Nebel ist, sondern hätte gleichzeitig auch eine Geschwindigkeitsreduzierung verordnet und zur Folge gehabt. Genau darum geht es. (Abg. Sburny: So viel zur Vernunft der Leute, die Sie immer beschwören!)
Abg. Sburny: So viel zur Vernunft der Leute, die Sie immer beschwören!
Eine Verkehrsbeeinflussungsanlage, wie sie der Minister fordert, hätte diesen Unfall entweder verhindert oder in seinen Folgen deutlich reduziert. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Da war ja eine Anlage!) Eine Verkehrsbeeinflussungsanlage sagt nämlich nicht, dass Nebel ist, sondern hätte gleichzeitig auch eine Geschwindigkeitsreduzierung verordnet und zur Folge gehabt. Genau darum geht es. (Abg. Sburny: So viel zur Vernunft der Leute, die Sie immer beschwören!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Weil es seit sieben Jahren einen Punkteführerschein gibt!
Wir brauchen ein möglichst flexibles System. Und ich sage Ihnen, im Regelfall werden diese Verkehrsbeeinflussungsanlagen ein niedrigeres Tempo vorschreiben als 130, was bisher zur Gänze gegolten hat. Frau Kollegin Moser! Wenn Ihre Argumente stimmen, dann beantworten Sie und Frau Kollegin Glawischnig mir zwei Fragen. Wieso ist dann in Deutschland die Zahl der Toten und Verletzten auf den Autobahnen geringer als bei uns? – Erste Frage. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Weil es seit sieben Jahren einen Punkteführerschein gibt!) Zweite Frage: Gibt es einen Antrag der Grünen in Deutschland, das Tempo auf den Autobahnen zu reduzieren? – Das sind Fragen von mir an Sie. Mir ist Derartiges nicht bekannt. (Abg. Öllinger: Das ist kein Argument!) – Das ist schon ein Argument, denn in Deutschland haben sie eine relativ gute Unfallsentwicklung pro Kopf. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Punkteführerschein!) Wir wollen dorthin, ja wir wollen noch viel weiter hinunter, meine Damen und Herren. Aber ich erwarte mir auch, dass Sie dann mit dabei sind, Frau Kollegin. Also wir könnten da einiges an Unsicherheit von nicht geübten Autofahrern durchaus reduzieren.
Abg. Öllinger: Das ist kein Argument!
Wir brauchen ein möglichst flexibles System. Und ich sage Ihnen, im Regelfall werden diese Verkehrsbeeinflussungsanlagen ein niedrigeres Tempo vorschreiben als 130, was bisher zur Gänze gegolten hat. Frau Kollegin Moser! Wenn Ihre Argumente stimmen, dann beantworten Sie und Frau Kollegin Glawischnig mir zwei Fragen. Wieso ist dann in Deutschland die Zahl der Toten und Verletzten auf den Autobahnen geringer als bei uns? – Erste Frage. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Weil es seit sieben Jahren einen Punkteführerschein gibt!) Zweite Frage: Gibt es einen Antrag der Grünen in Deutschland, das Tempo auf den Autobahnen zu reduzieren? – Das sind Fragen von mir an Sie. Mir ist Derartiges nicht bekannt. (Abg. Öllinger: Das ist kein Argument!) – Das ist schon ein Argument, denn in Deutschland haben sie eine relativ gute Unfallsentwicklung pro Kopf. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Punkteführerschein!) Wir wollen dorthin, ja wir wollen noch viel weiter hinunter, meine Damen und Herren. Aber ich erwarte mir auch, dass Sie dann mit dabei sind, Frau Kollegin. Also wir könnten da einiges an Unsicherheit von nicht geübten Autofahrern durchaus reduzieren.
Abg. Dr. Gabriela Moser: Punkteführerschein!
Wir brauchen ein möglichst flexibles System. Und ich sage Ihnen, im Regelfall werden diese Verkehrsbeeinflussungsanlagen ein niedrigeres Tempo vorschreiben als 130, was bisher zur Gänze gegolten hat. Frau Kollegin Moser! Wenn Ihre Argumente stimmen, dann beantworten Sie und Frau Kollegin Glawischnig mir zwei Fragen. Wieso ist dann in Deutschland die Zahl der Toten und Verletzten auf den Autobahnen geringer als bei uns? – Erste Frage. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Weil es seit sieben Jahren einen Punkteführerschein gibt!) Zweite Frage: Gibt es einen Antrag der Grünen in Deutschland, das Tempo auf den Autobahnen zu reduzieren? – Das sind Fragen von mir an Sie. Mir ist Derartiges nicht bekannt. (Abg. Öllinger: Das ist kein Argument!) – Das ist schon ein Argument, denn in Deutschland haben sie eine relativ gute Unfallsentwicklung pro Kopf. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Punkteführerschein!) Wir wollen dorthin, ja wir wollen noch viel weiter hinunter, meine Damen und Herren. Aber ich erwarte mir auch, dass Sie dann mit dabei sind, Frau Kollegin. Also wir könnten da einiges an Unsicherheit von nicht geübten Autofahrern durchaus reduzieren.
Abg. Dr. Glawischnig: Das kann nicht sein!
Frau Kollegin Glawischnig, eine Geschichte hat mich auch geärgert, weil Sie da aus meiner Sicht auch sehr stark manipulieren. Sie zitieren Umfragen – Sie haben jetzt selbst eine solche Umfrage in Auftrag gegeben – und sagen, von Salzburg nach Wien wären lediglich ein paar Sekunden Einsparung möglich. – Na selbstverständlich! Wenn man es genau durchrechnet, sind es 29 Minuten und etliche Sekunden, also fast eine halbe Stunde, wenn ich von Salzburg nach Wien mit Tempo 160 anstatt mit 130 fahren würde. (Abg. Dr. Glawischnig: Das kann nicht sein!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Unser Ziel ist es, den Verkehr sinnvoll zu steuern und einen Ausgleich zwischen dem berechtigten Wunsch nach Mobilität und der erträglichen Belastung für die Menschen und die Umwelt zu finden. Vielleicht ist mit diesen Grundsätzen eine Antwort auf Ihre Fragen gegeben. Wir als ÖVP stehen dazu. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ, der ÖVP sowie bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine beiden Herren Staatssekretäre! Ich darf vielleicht vorweg noch etwas Erfreuliches aus meiner Sicht sagen. Ich freue mich, dass es Herrn Bürgermeister Häupl gelungen ist, in Verhandlungen mit dem Herrn Vizekanzler für Wien ganz wichtige Verkehrsprojekte wie Europa-Bahnhof Wien, Nordost-Umfahrung, Tunnellösung, Bahnverbindung Bratislava zu verhandeln. Und aus meiner Sicht verzeihe ich Ihnen die paar Minuten Zuspätkommen, denn das sind für mich wichtigere Dinge als die Frage, ob Sie pünktlich sind oder sich um zwei Minuten verspäten. Es ist, wie ich meine, da wirklich etwas weitergegangen, und das ist sehr, sehr erfreulich! (Beifall bei der SPÖ, der ÖVP sowie bei den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Da müsste Tempo 250 kommen!
natürlich Tempo 160, was natürlich ein bestimmter Personenkreis in Österreich durchaus will, als ... (Abg. Öllinger: Da müsste Tempo 250 kommen!) Aber da müsste er das Tempo erhöhen! 160 werden wahrscheinlich nicht ausreichen.
Beifall bei der SPÖ.
Daher glaube ich, dass wir noch lange nicht so weit sind. Wir sollten meines Erachtens viel mehr auf Verkehrssicherheit, auf Sicherheitsprogramme setzen – Sie haben auch einige in Ihrem Ministerium liegen, wir haben einige Ergänzungen dazu gemacht –, als uns über 160 km/h zu unterhalten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Ich glaube, Sie hören nicht einmal dem Verkehrsminister zu. Er hat ganz klar gesagt, 180 ist die Obergrenze. Alles, was über 180 ist, wird auf der Autobahn sofort mit Führerscheinentzug sanktioniert. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Klar, man muss sich schon mit den Inhalten auseinander setzen. Sie schreien, jammern, hören aber nicht zu, was derjenige, der diesen Vorschlag gemacht hat, sagt. Es ist nicht einmal ein Vorschlag gewesen, sondern er hat nur gesagt, diskutieren wir darüber, es wäre sinnvoll. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Van der Bellen: Wozu überhaupt?)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Van der Bellen: Wozu überhaupt?
Ich glaube, Sie hören nicht einmal dem Verkehrsminister zu. Er hat ganz klar gesagt, 180 ist die Obergrenze. Alles, was über 180 ist, wird auf der Autobahn sofort mit Führerscheinentzug sanktioniert. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Klar, man muss sich schon mit den Inhalten auseinander setzen. Sie schreien, jammern, hören aber nicht zu, was derjenige, der diesen Vorschlag gemacht hat, sagt. Es ist nicht einmal ein Vorschlag gewesen, sondern er hat nur gesagt, diskutieren wir darüber, es wäre sinnvoll. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Van der Bellen: Wozu überhaupt?)
Abg. Dr. Glawischnig: Italien nicht! – Abg. Dr. Van der Bellen: Wo denn?
Wenn ich dann die Argumente höre, muss ich sagen, es ist auch falsch, ich bin nicht da herausgegangen, um etwas tatsächlich zu berichtigen. Frau Abgeordnete Moser! Dreispurige Autobahnen in Italien, wenn es trocken ist und wenn das Wetter es zulässt, 150 km/h erlaubt. (Abg. Dr. Glawischnig: Italien nicht! – Abg. Dr. Van der Bellen: Wo denn?) Nicht nur in Deutschland, wo ein Drittel aller Autobahnen ohne Geschwindigkeitsbegrenzung ist. Das ist schon wieder eigenartig: Wenn wir eine Verkehrssicherheitsdiskussion haben, dann wird Deutschland von Ihnen zum Vergleich herangezogen!
Abg. Dr. Van der Bellen: Jetzt plötzlich ist Deutschland Vorbild?
Herr Abgeordneter Van der Bellen! Deutschland hat weitaus weniger Verkehrstote. Wir sind da Schlusslicht. Deutschland hält immer dann bei Ihnen her, wenn es um irgendwelche positiven Zahlen geht. Auf einem Drittel der Autobahnen dort gilt keine Geschwindigkeitsbegrenzung. (Abg. Dr. Van der Bellen: Jetzt plötzlich ist Deutschland Vorbild?)
Abg. Dr. Van der Bellen: Wegen CO2, der Unfallgefahr, dem Lärm!
Wenn man die Strukturen anschaut, dann sieht man, dass sie bei uns mindestens gleich gut wie in Deutschland sind. Warum sollte man das nicht auf gewissen Strecken, dreispurig, gerade, keine Kurven, erlauben? (Abg. Dr. Van der Bellen: Wegen CO2, der Unfallgefahr, dem Lärm!) Ich weiß, es geht um die Raser, wie Sie die Autofahrer bezeichnen. Alles, was über 30 km/h fährt, ist bei Ihnen schon Raserei. Am besten wäre es, wenn die Autobahnen begrünt würden, damit bei 80 schon jeder das Gefühl hat, dass er rast. Das ist Ihre Politik!
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Wir geben Milliarden und Abermilliarden aus, um gute Straßen zu haben, um ein gutes Verkehrsnetz zu haben. Das Verkehrsnetz wird bei Ihnen nur genutzt, um ein bisschen darüber zu reden und immer dort zu kritisieren ... (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herr Abgeordneter Öllinger! Sie sind nicht einmal im Verkehrsausschuss, Sie kennen sich im Verkehr überhaupt nicht aus. Ich weiß nicht, welchen Verkehr Sie betreiben, aber den auf alle Fälle nicht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Na, na!
Natürlich ist es ein Unterschied, ob ich gerade fahre, schönes Wetter habe, keinen Verkehr. Frau Abgeordnete Moser! Zweimal haben Sie sich widersprochen. Ein Beispiel: Wenn man 160 fährt, muss der Abstand größer sein, dann können nicht so viele Autos fahren, da müsste man mehr Stau haben. – Das ist ein totaler Blödsinn! (Abg. Öllinger: Na, na!) Danach haben Sie gesagt, ganz zu Recht, dass eigentlich bei 160 gar kein Verkehr oder sehr wenig Verkehr sein muss. Deshalb hat auch der Minister gesagt: Verkehrsbeeinflussungsanlage, Verkehrsleitsystem, Überbalken ... (Abg. Öllinger: Oh je!)
Abg. Öllinger: Oh je!
Natürlich ist es ein Unterschied, ob ich gerade fahre, schönes Wetter habe, keinen Verkehr. Frau Abgeordnete Moser! Zweimal haben Sie sich widersprochen. Ein Beispiel: Wenn man 160 fährt, muss der Abstand größer sein, dann können nicht so viele Autos fahren, da müsste man mehr Stau haben. – Das ist ein totaler Blödsinn! (Abg. Öllinger: Na, na!) Danach haben Sie gesagt, ganz zu Recht, dass eigentlich bei 160 gar kein Verkehr oder sehr wenig Verkehr sein muss. Deshalb hat auch der Minister gesagt: Verkehrsbeeinflussungsanlage, Verkehrsleitsystem, Überbalken ... (Abg. Öllinger: Oh je!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Brosz.
Jetzt haben wir den europäischen Verkehr auf unseren Straßen, und Sie beklagen sich dann, dass 20 000 Kinder Bronchitis haben. Ich kenne das Problem, wir leiden darunter. Glauben Sie mir, die FPÖ unter Verkehrsminister Gorbach wird es nie zulassen, dass in Ballungszentren 160 gefahren wird! Da denkt doch keiner daran. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Ziele und Vorstellungen des Vizekanzlers können wir somit nur unterstützen. Wir werden das tun, auch ohne Ihre Unterstützung und ohne die Jammerei, die Sie verbreiten. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Das geht weiter: „Des derf net woar sein, wo san ma daham!“
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Irgendein alter Schlager lautet: „Zwickt’s mi, i’ man, i’ tram!“ – So etwas Ähnliches fühle ich jetzt. (Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Das geht weiter: „Des derf net woar sein, wo san ma daham!“)
Abg. Scheibner: Bei dem Lied geht es aber um Alkoholismus und nicht um Geschwindigkeit!
Man lernt natürlich unheimlich viel. Herr Abgeordneter Miedl konfrontiert uns mit der Weisheit: Verkehr ist – raten Sie! – Realität. – So weit waren wir schon einmal, glaube ich. Mein Vorredner bringt die Richtgeschwindigkeit oder Zielgeschwindigkeit mit dem Mondflug in Zusammenhang. (Abg. Scheibner: Bei dem Lied geht es aber um Alkoholismus und nicht um Geschwindigkeit!)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Jetzt sind wir auf Sie neugierig!
Es ist natürlich eigenartig, dass all diese Vorschläge meiner Meinung nach so interessant sind wie eine Fliege im Kaffe und dass sie von einer Regierungspartei kommen, die ich bis jetzt eigentlich eher im Rückwärtsgang erlebt habe. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Jetzt sind wir auf Sie neugierig!)
Abg. Sburny: Aber nicht so schnell!
Wenn ich die einzige Vorwärtsbewegung einer Regierungspartei auf Autobahnen reduziere, so wäre das vielleicht ein ganz guter Vorschlag, aber nicht sehr gesund. (Abg. Sburny: Aber nicht so schnell!)
Abg. Dr. Glawischnig: Zielorientierung ist wichtig! Man muss etwas Wichtiges vorhaben!
Apropos Rückwärtsbewegung: Es kommen ja ohnehin schon Einschränkungen. Das Wetter muss passen, die Sicht muss passen, heißt es. (Abg. Dr. Glawischnig: Zielorientierung ist wichtig! Man muss etwas Wichtiges vorhaben!)
Heiterkeit bei den Grünen.
Es hat ja einmal den Film „Hinterholz 8“ gegeben. Mir fällt jetzt eine Szene ein, die würde ich dann eben „Hinterbolz 160“ nennen. – Bild: Fahrer streift sich genüsslich ein paar Rehlederhandschuhe über die Hände, umklammert zärtlich das Lenkrad. Seine Beifahrerin gibt ihm Anweisungen: Sichtweite – 100 Meter, Seitenwind – 5 Meter pro Sekunde von rechts, Sonneneinstrahlung – Südsüdwest nach Nordnordost, Fahrbahntemperatur – 17 Grad, nächste Nebelbank über dem Golf von Biskaya. (Heiterkeit bei den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Also wenn das der Sinn der Sache sein soll! Vielleicht dann noch eine Grün-Forderung: Links und rechts Sturzräume von je 200 Metern, über eine Umweltverträglichkeitsprüfung, dass die Autos auch ausrollen können. – Das kann es wohl nicht gewesen sein! (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich persönlich hätte ja lieber Züge, die vielleicht schneller als 130 fahren. Da soll man 160 fahren können, auch 180! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Bei langsamen Zügen wie auf der Südbahnstrecke – Koralm hin oder her – wäre vielleicht einmal ein Speisewagen nicht übel. Das wäre vielleicht Innovation und Weltoffenheit! (Neuerlicher Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich persönlich hätte ja lieber Züge, die vielleicht schneller als 130 fahren. Da soll man 160 fahren können, auch 180! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Bei langsamen Zügen wie auf der Südbahnstrecke – Koralm hin oder her – wäre vielleicht einmal ein Speisewagen nicht übel. Das wäre vielleicht Innovation und Weltoffenheit! (Neuerlicher Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit bei den Grünen.
Es gibt natürlich zahlreiche Einwände gegen 160 km/h. Ich glaube, nur deshalb, weil einem Spielberg genommen wird, soll man sich nicht Spielwiesen auf der Autobahn errichten. (Heiterkeit bei den Grünen.) Was ich natürlich schon interessant finde, ist,
Abg. Scheibner: Sind Sie schon so nervös?
Dass der Lärm steigt, hat natürlich auch gesundheitliche Konsequenzen. Sie wissen, Lärm macht nervös. Man merkt es ja auch hier herinnen. Es ist selten still. (Abg. Scheibner: Sind Sie schon so nervös?) Lärm kann bei längeren Phasen der Einwirkung Bluthochdruck bis zum Magengeschwür erzeugen. Wollen Sie das? – Ich glaube, nein, also fahren Sie langsamer!
Abg. Dr. Bleckmann: Wieso haben Sie dann eine Dringliche Anfrage eingebracht?
Lassen wir es also dabei: „Zwickt’s mi, i’ man, i’ tram!“ – Ich glaube, dieses Thema kann man so gut wie abhaken. (Abg. Dr. Bleckmann: Wieso haben Sie dann eine Dringliche Anfrage eingebracht?) – Um Ihnen zu helfen, das abzuhaken. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Dringliche Hilfe, keine Dringliche Anfrage!) Ob es etwas nützt, werden wir sehen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Dringliche Hilfe, keine Dringliche Anfrage!
Lassen wir es also dabei: „Zwickt’s mi, i’ man, i’ tram!“ – Ich glaube, dieses Thema kann man so gut wie abhaken. (Abg. Dr. Bleckmann: Wieso haben Sie dann eine Dringliche Anfrage eingebracht?) – Um Ihnen zu helfen, das abzuhaken. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Dringliche Hilfe, keine Dringliche Anfrage!) Ob es etwas nützt, werden wir sehen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Lassen wir es also dabei: „Zwickt’s mi, i’ man, i’ tram!“ – Ich glaube, dieses Thema kann man so gut wie abhaken. (Abg. Dr. Bleckmann: Wieso haben Sie dann eine Dringliche Anfrage eingebracht?) – Um Ihnen zu helfen, das abzuhaken. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Dringliche Hilfe, keine Dringliche Anfrage!) Ob es etwas nützt, werden wir sehen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Das war eine Vorgabe, Herr Staatssekretär! – Ruf bei den Grünen: ... aber das Niveau auch um mindestens 50 Prozent ...!
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu Wort gelangt nunmehr Herr Staatssekretär Mag. Kukacka. Seine Redezeit beträgt maximal 10 Minuten. – Bitte, Sie sind am Wort. (Abg. Öllinger: Das war eine Vorgabe, Herr Staatssekretär! – Ruf bei den Grünen: ... aber das Niveau auch um mindestens 50 Prozent ...!)
Abg. Brosz: Deshalb hat der Gorbach auch zu den Schadstoffen nichts gesagt!
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka: Wenn Sie mich nicht allzu lange unterbrechen und provozieren, werde ich mich sicher daran halten! – Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine Damen und Herren! Wenn wir heute eine Dringliche Anfrage zu diesem Thema behandeln, dann ist mir ein Punkt besonders wichtig: Zuallererst ist mir wichtig, dass wir dieses Thema offen mit der notwendigen Sachgerechtigkeit und nicht primär unter dem Aspekt der persönlichen Emotion diskutieren. (Abg. Brosz: Deshalb hat der Gorbach auch zu den Schadstoffen nichts gesagt!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Wir haben Überlegungen angestellt! – Abg. Dr. Glawischnig: Das war ein guter Vorschlag, zuerst zu überlegen!
Es ist auch sicher nicht klug, bei einem politischen Vorschlag sofort auf Konfrontation zu gehen, noch bevor alle Kriterien dazu gründlich überlegt worden sind. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Wir haben Überlegungen angestellt! – Abg. Dr. Glawischnig: Das war ein guter Vorschlag, zuerst zu überlegen!)
Abg. Öllinger: Das ist auch wahr!
Deshalb, meine Damen und Herren, muss im Entscheidungsprozess, ob auf gewissen Strecken unter gewissen Rahmenbedingungen auch schneller als 130 km/h gefahren werden darf, vor allem natürlich auch geklärt werden – und da stimme ich ja der Opposition zu –, ob dadurch zusätzliche Gefährdungen in puncto Verkehrssicherheit entstehen, ob allenfalls zusätzliche ökologische Belastungen verursacht werden (Abg. Öllinger: Das ist auch wahr!) oder ob andererseits – auch das muss natürlich entsprechend berücksichtigt werden – die Leistungsfähigkeit der Autobahnen und die Verkehrsflüssigkeit verbessert werden kann. Auch das muss selbstverständlich in die Überlegungen mit einbezogen werden.
Abg. Dr. Van der Bellen: ... differenzierter!
Ich muss auch ganz deutlich festhalten, dass ich genau den eben genannten Standpunkt immer vertreten habe und nicht – wie hier von der Frau Abgeordneten Glawischnig oder in der Einleitung der Dringlichen Anfrage behauptet – eine Forderung nach 160 km/h unterstützt habe. Eine solche Feststellung werden Sie von mir nicht hören, aber andererseits auch keine undifferenzierte Ablehnung. – Auch das möchte ich klar festhalten. (Abg. Dr. Van der Bellen: ... differenzierter!)
Abg. Öllinger: Warum eigentlich? Ist Ihnen fad?
Meine Forderung und mein Anliegen war es immer, dass dieses Thema sachlich und unaufgeregt mit allen Pros und Kontras diskutiert und verhandelt werden soll. (Abg. Öllinger: Warum eigentlich? Ist Ihnen fad?) – Nein, mir ist nicht fad, sondern ich bin der Meinung, dass man ein wichtiges Thema, das auch die Bevölkerung bewegt – wie Sie das ja selbst auch gesagt haben –, selbstverständlich auch sachlich und umfassend mit allen Vor- und Nachteilen diskutieren können soll. (Abg. Mandak: Was hat das für Vorteile? – Abg. Öllinger: Wo liegt der Vorteil?)
Abg. Mandak: Was hat das für Vorteile? – Abg. Öllinger: Wo liegt der Vorteil?
Meine Forderung und mein Anliegen war es immer, dass dieses Thema sachlich und unaufgeregt mit allen Pros und Kontras diskutiert und verhandelt werden soll. (Abg. Öllinger: Warum eigentlich? Ist Ihnen fad?) – Nein, mir ist nicht fad, sondern ich bin der Meinung, dass man ein wichtiges Thema, das auch die Bevölkerung bewegt – wie Sie das ja selbst auch gesagt haben –, selbstverständlich auch sachlich und umfassend mit allen Vor- und Nachteilen diskutieren können soll. (Abg. Mandak: Was hat das für Vorteile? – Abg. Öllinger: Wo liegt der Vorteil?)
Abg. Dr. Gabriela Moser: „Erfordern“! – Abg. Öllinger: Das gibt es nicht!
solche höhere Geschwindigkeit – höher als die jeweilige gesetzliche Höchstgeschwindigkeit – festlegen kann, wenn die Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs es erfordern und wenn es die Verkehrssicherheit zulässt. (Abg. Dr. Gabriela Moser: „Erfordern“! – Abg. Öllinger: Das gibt es nicht!)
Abg. Sburny: Wenn Sie die Leute dazwischen schneller fahren lassen, gibt es mehr Stau! Das wissen wir seit 20 Jahren!
Weiters soll dadurch eine Verringerung der Störungen im Straßenbetrieb durch frühzeitige Warnung vor Rückstau und vor ungünstigen Witterungs- und Fahrbahnverhältnissen erreicht werden. (Abg. Sburny: Wenn Sie die Leute dazwischen schneller fahren lassen, gibt es mehr Stau! Das wissen wir seit 20 Jahren!)
Abg. Öllinger: Ziehharmonikaeffekt! Haben Sie davon schon einmal etwas gehört?
Meine Damen und Herren! Wir schaffen also die Voraussetzungen dafür, dass der Verkehr sowohl sicherer als auch besser, effizienter und flüssiger abgewickelt werden kann. (Abg. Öllinger: Ziehharmonikaeffekt! Haben Sie davon schon einmal etwas gehört?)
Abg. Öllinger: Zwei Spuren hat er auch gesagt! Ich passe auf!
Wo wären denn 160 km/h grundsätzlich möglich, meine Damen und Herren? Der Herr Vizekanzler hat darauf hingewiesen (Abg. Öllinger: Zwei Spuren hat er auch gesagt! Ich passe auf!): Nur dort, wo es ausgebaute dreispurige und ausreichend lange Abschnitte gibt. (Abg. Öllinger: Nein, zwei Spuren hat er gesagt! Also im städtischen Bereich!) Das gibt es nur auf der A 1 und auf der A 2 – der Süd Autobahn –, meine Damen und Herren!
Abg. Öllinger: Nein, zwei Spuren hat er gesagt! Also im städtischen Bereich!
Wo wären denn 160 km/h grundsätzlich möglich, meine Damen und Herren? Der Herr Vizekanzler hat darauf hingewiesen (Abg. Öllinger: Zwei Spuren hat er auch gesagt! Ich passe auf!): Nur dort, wo es ausgebaute dreispurige und ausreichend lange Abschnitte gibt. (Abg. Öllinger: Nein, zwei Spuren hat er gesagt! Also im städtischen Bereich!) Das gibt es nur auf der A 1 und auf der A 2 – der Süd Autobahn –, meine Damen und Herren!
Abg. Öllinger: Im städtischen Bereich!
In diesen Abschnitten wird nach den derzeitigen ASFINAG-Beschlüssen dort, wo auch dreispurig ausgebaut wird (Abg. Öllinger: Im städtischen Bereich!) – also nur zwischen dem Knoten Haid und dem Knoten Voralpenkreuz –, eine Verkehrsbeeinflussungsanlage errichtet. Diese soll nach meinen Informationen erst bis zum Jahr 2007 fertig gestellt werden.
Abg. Öllinger: Eben!
Die oberösterreichische Landesregierung hat außerdem erklärt, dass sie gegen eine entsprechende Tempoerhöhung in diesem Bereich ist. (Abg. Öllinger: Eben!) Natürlich – und auch darauf hat der Herr Vizekanzler hingewiesen – wird man da auch mit den Landesregierungen das Gespräch suchen und gemeinsam zu einer Entscheidung kommen.
Abg. Öllinger: Dürfte!
Meine Damen und Herren! Man wird dabei auch die europäische Perspektive berücksichtigen müssen. Wenn wir kurz einen Blick auf die Tempolimits auf den Autobahnen der EU 25 werfen, dann stellen wir fest, dass in neun Staaten 130 das Tempolimit ist, wobei in Italien bei trockener Fahrbahn auch 150 gefahren werden darf. (Abg. Öllinger: Dürfte!)
Abg. Dr. Van der Bellen: Nimmer lang!
Auch diese europäischen Überlegungen und Perspektiven müssen natürlich entsprechend berücksichtigt werden, aber ich halte auch fest: Autobahnen sind sieben Mal sicherer als das niederrangige Straßensystem. (Abg. Dr. Van der Bellen: Nimmer lang!) – Auch das hat die Verkehrsstatistik gezeigt und wird Ihnen auch das Kuratorium für Verkehrssicherheit bestätigen. (Abg. Öllinger: Mit Ihrer Politik nicht!)
Abg. Öllinger: Mit Ihrer Politik nicht!
Auch diese europäischen Überlegungen und Perspektiven müssen natürlich entsprechend berücksichtigt werden, aber ich halte auch fest: Autobahnen sind sieben Mal sicherer als das niederrangige Straßensystem. (Abg. Dr. Van der Bellen: Nimmer lang!) – Auch das hat die Verkehrsstatistik gezeigt und wird Ihnen auch das Kuratorium für Verkehrssicherheit bestätigen. (Abg. Öllinger: Mit Ihrer Politik nicht!)
Abg. Öllinger: Ihnen ist wirklich fad!
Wir müssen daher alle entsprechenden wissenschaftlichen Daten und Fakten besonnen und sachorientiert prüfen und evaluieren (Abg. Öllinger: Ihnen ist wirklich fad!), um entscheiden zu können, ob überhaupt und unter welchen Voraussetzungen auf welchen Strecken schneller als bisher erlaubt gefahren werden kann (Abg. Öllinger: Ihnen muss wirklich fad sein!), ohne unsere eigenen Zielsetzungen von mehr Verkehrssicherheit und ökologischer Verträglichkeit zu gefährden. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Sie haben wirklich keine anderen Probleme!)
Abg. Öllinger: Ihnen muss wirklich fad sein!
Wir müssen daher alle entsprechenden wissenschaftlichen Daten und Fakten besonnen und sachorientiert prüfen und evaluieren (Abg. Öllinger: Ihnen ist wirklich fad!), um entscheiden zu können, ob überhaupt und unter welchen Voraussetzungen auf welchen Strecken schneller als bisher erlaubt gefahren werden kann (Abg. Öllinger: Ihnen muss wirklich fad sein!), ohne unsere eigenen Zielsetzungen von mehr Verkehrssicherheit und ökologischer Verträglichkeit zu gefährden. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Sie haben wirklich keine anderen Probleme!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Sie haben wirklich keine anderen Probleme!
Wir müssen daher alle entsprechenden wissenschaftlichen Daten und Fakten besonnen und sachorientiert prüfen und evaluieren (Abg. Öllinger: Ihnen ist wirklich fad!), um entscheiden zu können, ob überhaupt und unter welchen Voraussetzungen auf welchen Strecken schneller als bisher erlaubt gefahren werden kann (Abg. Öllinger: Ihnen muss wirklich fad sein!), ohne unsere eigenen Zielsetzungen von mehr Verkehrssicherheit und ökologischer Verträglichkeit zu gefährden. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Sie haben wirklich keine anderen Probleme!)
Abg. Sburny: Was kostet das wieder? Wozu?
Die ÖVP wird daher auch eine entsprechende Verkehrssicherheit-Enquete abhalten (Abg. Sburny: Was kostet das wieder? Wozu?), und zwar am 16. März, wo Experten von Siemens, des ÖAMTC, der ÖMV (Abg. Öllinger: Die ÖMV ist sicher dafür!), der Grazer Universitätsklinik, der ASFINAG, des Instituts für Fahrzeugsicherheit und des Kuratoriums für Verkehrssicherheit genau diese Faktenlage entsprechend sichern und auch die wissenschaftliche Grundlage für eine sichere und effiziente Verkehrspolitik diskutieren werden. (Abg. Öllinger: Die haben wir schon!)
Abg. Öllinger: Die ÖMV ist sicher dafür!
Die ÖVP wird daher auch eine entsprechende Verkehrssicherheit-Enquete abhalten (Abg. Sburny: Was kostet das wieder? Wozu?), und zwar am 16. März, wo Experten von Siemens, des ÖAMTC, der ÖMV (Abg. Öllinger: Die ÖMV ist sicher dafür!), der Grazer Universitätsklinik, der ASFINAG, des Instituts für Fahrzeugsicherheit und des Kuratoriums für Verkehrssicherheit genau diese Faktenlage entsprechend sichern und auch die wissenschaftliche Grundlage für eine sichere und effiziente Verkehrspolitik diskutieren werden. (Abg. Öllinger: Die haben wir schon!)
Abg. Öllinger: Die haben wir schon!
Die ÖVP wird daher auch eine entsprechende Verkehrssicherheit-Enquete abhalten (Abg. Sburny: Was kostet das wieder? Wozu?), und zwar am 16. März, wo Experten von Siemens, des ÖAMTC, der ÖMV (Abg. Öllinger: Die ÖMV ist sicher dafür!), der Grazer Universitätsklinik, der ASFINAG, des Instituts für Fahrzeugsicherheit und des Kuratoriums für Verkehrssicherheit genau diese Faktenlage entsprechend sichern und auch die wissenschaftliche Grundlage für eine sichere und effiziente Verkehrspolitik diskutieren werden. (Abg. Öllinger: Die haben wir schon!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Warum eigentlich nicht Tempo 200?
Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Ich trete also dafür ein, dass dann, wenn ausreichend fachliche Informationen vorliegen, die als Grundlage einer gewissenhaften Entscheidung über die Einführung eines Feldversuches zum Tempo 160 und über die möglichen und geeigneten Autobahnstrecken und den richtigen Zeitpunkt herangezogen werden können, die weitere Vorgangsweise bei diesem Thema beraten und endgültig entschieden wird. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Warum eigentlich nicht Tempo 200?)
Abg. Scheibner: Keiner weiß, wie das Lied weitergeht!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Hannes Missethon (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Geschätzte Staatssekretäre! „Zwickt’s mi, i man i tram!“ – Jetzt weiß ich, was herauskommt, wenn grüne Gesundheitspolitiker über Verkehrspolitik diskutieren. (Abg. Scheibner: Keiner weiß, wie das Lied weitergeht!) Zwickt’s mi, i man i tram: Da kann es ganz schön philosophisch werden, Herr Professor, aber bei der ganzen Debatte kam nichts Inhaltliches, und das ist vielleicht auch der Unterschied. (Abg. Dr. Van der Bellen: Sind Sie für mehr Feingefühl? – Abg. Dr. Grünewald: ... die geistige Gesundheit, wissen Sie? – Ruf bei den Grünen: Lungenkrebs!)
Abg. Dr. Van der Bellen: Sind Sie für mehr Feingefühl? – Abg. Dr. Grünewald: ... die geistige Gesundheit, wissen Sie? – Ruf bei den Grünen: Lungenkrebs!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Hannes Missethon (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Geschätzte Staatssekretäre! „Zwickt’s mi, i man i tram!“ – Jetzt weiß ich, was herauskommt, wenn grüne Gesundheitspolitiker über Verkehrspolitik diskutieren. (Abg. Scheibner: Keiner weiß, wie das Lied weitergeht!) Zwickt’s mi, i man i tram: Da kann es ganz schön philosophisch werden, Herr Professor, aber bei der ganzen Debatte kam nichts Inhaltliches, und das ist vielleicht auch der Unterschied. (Abg. Dr. Van der Bellen: Sind Sie für mehr Feingefühl? – Abg. Dr. Grünewald: ... die geistige Gesundheit, wissen Sie? – Ruf bei den Grünen: Lungenkrebs!)
Abg. Binder: Das hat er nicht gesagt!
Ich möchte Sie ja verteidigen, Herr Professor, weil Herr Kollege Eder gesagt hat, wir sollten Diskussionen in diesem Haus nur führen, wenn sie quasi parteipolitisch und taktisch etwas bringen. (Abg. Binder: Das hat er nicht gesagt!) – Dieser Meinung bin ich nicht.
Abg. Sburny: Das ist keine Diskussion über Verkehrssicherheit, sondern über Unsicherheit! – Abg. Öllinger: Unsicherheit!
Ich halte die Diskussion für richtig, und ich halte es für sinnvoll, dass wir über Verkehrssicherheit hier heute eine Debatte führen. (Abg. Sburny: Das ist keine Diskussion über Verkehrssicherheit, sondern über Unsicherheit! – Abg. Öllinger: Unsicherheit!)
Abg. Dr. Glawischnig: Das ist sehr interessant, aber was hat das mit dem Thema zu tun?
Ich bin damals einen VW-Käfer gefahren, der 15 Liter gebraucht hat. Damals hat man seine Tagesrouten nach den erreichbaren Tankstellen konzipiert. Eine Reise nach Wien ist damals so verlaufen, dass man im Mürztal die Orte quasi komplett durchquert hat, dann ist man über den Semmering gefahren, und damals hat es noch die berühmte Neunkirchner Allee gegeben. Schließlich hat man sich über Spinnerin am Kreuz hineingestaut. (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist sehr interessant, aber was hat das mit dem Thema zu tun?) Ich sage das deshalb dazu, weil ich glaube, dass es, wenn wir uns die heutige Situation anschauen, sehr plakativ ist, wie sich die gesamte Verkehrssituation in diesem Land verändert hat.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Van der Bellen: Obwohl kein Tempo 160?
Das hat sich massiv verändert. Die Straßen-Infrastruktur wurde wirklich modernst ausgebaut, und gerade die Steiermark hat mit dem Automobil-Cluster sehr viel zu dieser Technologieentwicklung bei den Autos beigetragen. Firmen wie Magna, AVL und Pankl sind weltweite Technologie-Driver in Sachen Verkehrssicherheit und in Sachen Ökologie. Die hellen Köpfe in der Steiermark, Herr Professor, haben dieses Land zu einem der begehrtesten Plätze weltweit in dieser Branche gemacht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Van der Bellen: Obwohl kein Tempo 160?)
Abg. Dr. Van der Bellen: Wozu brauchen wir die 160?
Ich komme jetzt zu dieser Perspektive. – Es wurde also dafür gesorgt, dass die Autos beziehungsweise die Verkehrsträger sicherer geworden sind, wir haben dafür gesorgt, dass das, was sich quasi rundherum befindet, sicher ist, also die Autobahnen, die Leitschienen und so weiter. Ein aus meiner Sicht wichtiges Entwicklungspotential besteht in der Frage der Verkehrsleitsysteme. (Abg. Dr. Van der Bellen: Wozu brauchen wir die 160?) Ich sage Ihnen heute: Diese Diskussion hinsichtlich Tempo 160: ja oder nein? ist mir persönlich zu einfach, denn es gibt Situationen auf der Autobahn, in welchen 80 zu viel ist. (Abg. Dr. Van der Bellen: Ja eh!) Da ist 80 zu viel! In diesem Zusammenhang handelt es sich um die Frage der Technologien der Verkehrsleitsysteme, und diese Frage hat aus meiner Sicht sehr wohl etwas mit Verkehrssicherheit und mit Umweltaspekten zu tun. (Abg. Öllinger: Darüber brauchen wir jetzt aber nicht zu diskutieren!) Diese Frage, Herr Professor, auf 160: ja oder nein? zu verkürzen, ist mir persönlich in dieser Debatte zu wenig! (Abg. Öllinger: Das verlangen Sie aber!)
Abg. Dr. Van der Bellen: Ja eh!
Ich komme jetzt zu dieser Perspektive. – Es wurde also dafür gesorgt, dass die Autos beziehungsweise die Verkehrsträger sicherer geworden sind, wir haben dafür gesorgt, dass das, was sich quasi rundherum befindet, sicher ist, also die Autobahnen, die Leitschienen und so weiter. Ein aus meiner Sicht wichtiges Entwicklungspotential besteht in der Frage der Verkehrsleitsysteme. (Abg. Dr. Van der Bellen: Wozu brauchen wir die 160?) Ich sage Ihnen heute: Diese Diskussion hinsichtlich Tempo 160: ja oder nein? ist mir persönlich zu einfach, denn es gibt Situationen auf der Autobahn, in welchen 80 zu viel ist. (Abg. Dr. Van der Bellen: Ja eh!) Da ist 80 zu viel! In diesem Zusammenhang handelt es sich um die Frage der Technologien der Verkehrsleitsysteme, und diese Frage hat aus meiner Sicht sehr wohl etwas mit Verkehrssicherheit und mit Umweltaspekten zu tun. (Abg. Öllinger: Darüber brauchen wir jetzt aber nicht zu diskutieren!) Diese Frage, Herr Professor, auf 160: ja oder nein? zu verkürzen, ist mir persönlich in dieser Debatte zu wenig! (Abg. Öllinger: Das verlangen Sie aber!)
Abg. Öllinger: Darüber brauchen wir jetzt aber nicht zu diskutieren!
Ich komme jetzt zu dieser Perspektive. – Es wurde also dafür gesorgt, dass die Autos beziehungsweise die Verkehrsträger sicherer geworden sind, wir haben dafür gesorgt, dass das, was sich quasi rundherum befindet, sicher ist, also die Autobahnen, die Leitschienen und so weiter. Ein aus meiner Sicht wichtiges Entwicklungspotential besteht in der Frage der Verkehrsleitsysteme. (Abg. Dr. Van der Bellen: Wozu brauchen wir die 160?) Ich sage Ihnen heute: Diese Diskussion hinsichtlich Tempo 160: ja oder nein? ist mir persönlich zu einfach, denn es gibt Situationen auf der Autobahn, in welchen 80 zu viel ist. (Abg. Dr. Van der Bellen: Ja eh!) Da ist 80 zu viel! In diesem Zusammenhang handelt es sich um die Frage der Technologien der Verkehrsleitsysteme, und diese Frage hat aus meiner Sicht sehr wohl etwas mit Verkehrssicherheit und mit Umweltaspekten zu tun. (Abg. Öllinger: Darüber brauchen wir jetzt aber nicht zu diskutieren!) Diese Frage, Herr Professor, auf 160: ja oder nein? zu verkürzen, ist mir persönlich in dieser Debatte zu wenig! (Abg. Öllinger: Das verlangen Sie aber!)
Abg. Öllinger: Das verlangen Sie aber!
Ich komme jetzt zu dieser Perspektive. – Es wurde also dafür gesorgt, dass die Autos beziehungsweise die Verkehrsträger sicherer geworden sind, wir haben dafür gesorgt, dass das, was sich quasi rundherum befindet, sicher ist, also die Autobahnen, die Leitschienen und so weiter. Ein aus meiner Sicht wichtiges Entwicklungspotential besteht in der Frage der Verkehrsleitsysteme. (Abg. Dr. Van der Bellen: Wozu brauchen wir die 160?) Ich sage Ihnen heute: Diese Diskussion hinsichtlich Tempo 160: ja oder nein? ist mir persönlich zu einfach, denn es gibt Situationen auf der Autobahn, in welchen 80 zu viel ist. (Abg. Dr. Van der Bellen: Ja eh!) Da ist 80 zu viel! In diesem Zusammenhang handelt es sich um die Frage der Technologien der Verkehrsleitsysteme, und diese Frage hat aus meiner Sicht sehr wohl etwas mit Verkehrssicherheit und mit Umweltaspekten zu tun. (Abg. Öllinger: Darüber brauchen wir jetzt aber nicht zu diskutieren!) Diese Frage, Herr Professor, auf 160: ja oder nein? zu verkürzen, ist mir persönlich in dieser Debatte zu wenig! (Abg. Öllinger: Das verlangen Sie aber!)
Abg. Dr. Van der Bellen: Mit Tempo 160?
Die Fragen, die sich stellen, sind: Wie steuern wir die Verkehrsströme insgesamt in den nächsten Jahren? (Abg. Dr. Van der Bellen: Mit Tempo 160?) Wie entschleunigen wir in gewissen Situationen den Verkehr? (Abg. Dr. Van der Bellen: Sicherlich nicht mit 160!) Und, Herr Kollege: Wie beschleunigen wir möglicherweise in bestimmten Situationen den Verkehr?
Abg. Dr. Van der Bellen: Sicherlich nicht mit 160!
Die Fragen, die sich stellen, sind: Wie steuern wir die Verkehrsströme insgesamt in den nächsten Jahren? (Abg. Dr. Van der Bellen: Mit Tempo 160?) Wie entschleunigen wir in gewissen Situationen den Verkehr? (Abg. Dr. Van der Bellen: Sicherlich nicht mit 160!) Und, Herr Kollege: Wie beschleunigen wir möglicherweise in bestimmten Situationen den Verkehr?
Abg. Grillitsch: Unvorstellbar! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Im Chaos liegt die Kraft!
Wir hatten gestern hier im Hohen Haus eine sehr interessante Diskussion über die Umweltverträglichkeitsprüfung, und ich möchte ein Stück auf den gestrigen Tag zurückkommen, weil sich in der Steiermark etwas sehr Interessantes entwickelt hat. Herr Kollege Voves hat am 22.2. massiv gegen diese Novellierung gewettert, und seine Kollegen aus der Steiermark haben hier massiv mitgewettert. Dann ist das Ganze so gelaufen: Frau Kollegin Fleckl war noch nicht einmal auf ihrem Platz, sie hat sich erst dann hingesetzt. Herr Kollege Voves hat aber bereits um 14.07 Uhr eine Presseaussendung hinausgelassen und hat diese Novelle begrüßt, geschätzte Damen und Herren. (Abg. Grillitsch: Unvorstellbar! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Im Chaos liegt die Kraft!)
Abg. Fleckl: Lesen Sie richtig!
Frau Kollegin Fleckl, es ist Ihr Problem, wie Sie mit der Sache umgehen. Ich warne Sie nur, Frau Kollegin Fleckl: Sie sollten vielleicht ein bisserl vorsichtiger mit Ihrem Parteivorsitzenden umgehen! (Abg. Fleckl: Lesen Sie richtig!) Das war gestern ein ordentliches „Legerl“, das er da für Sie produziert hat! Trauen Sie ihm nicht, Frau Kollegin! Trauen Sie ihm nicht! Die Halbwertszeit seiner politischen Linie in dieser Frage war genau acht Tage und 23 Stunden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Frau Kollegin Fleckl, es ist Ihr Problem, wie Sie mit der Sache umgehen. Ich warne Sie nur, Frau Kollegin Fleckl: Sie sollten vielleicht ein bisserl vorsichtiger mit Ihrem Parteivorsitzenden umgehen! (Abg. Fleckl: Lesen Sie richtig!) Das war gestern ein ordentliches „Legerl“, das er da für Sie produziert hat! Trauen Sie ihm nicht, Frau Kollegin! Trauen Sie ihm nicht! Die Halbwertszeit seiner politischen Linie in dieser Frage war genau acht Tage und 23 Stunden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Laut „Krone“ sind 73 Prozent dafür!
Laut einer „profil“-Umfrage lehnen knapp 51 Prozent der Österreicher eine Erhöhung von 130 auf 160 km/h ab. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Laut „Krone“ sind 73 Prozent dafür!) Ruhig Blut, Herr Kollege! Rund 43 Prozent können sich mit dem Vorschlag anfreunden. Männer stehen einem höheren Tempolimit positiv gegenüber, Frauen sprechen sich mit 37 Prozent zu 56 Prozent klar gegen den Vorschlag aus. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Man merkt es an der Diskussion der Männer!
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Laut einer „profil“-Umfrage lehnen knapp 51 Prozent der Österreicher eine Erhöhung von 130 auf 160 km/h ab. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Laut „Krone“ sind 73 Prozent dafür!) Ruhig Blut, Herr Kollege! Rund 43 Prozent können sich mit dem Vorschlag anfreunden. Männer stehen einem höheren Tempolimit positiv gegenüber, Frauen sprechen sich mit 37 Prozent zu 56 Prozent klar gegen den Vorschlag aus. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Man merkt es an der Diskussion der Männer!
Beifall bei der SPÖ.
Die gemeinsamen Ziele müssen weiterhin Verkehrssicherheit, Reduzierung der Verkehrsunfälle und Senkung der Zahl der Verkehrstoten sein, und es darf nicht ermöglicht werden, dass – wie es das Kuratorium für Verkehrssicherheit bezeichnet – Lustgewinn und Leichtsinn des einzelnen Autofahrers andere gefährden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Sburny: Mein Auto fährt gar nicht so schnell!
Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Verehrte Staatssekretäre! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Kolleginnen und Kollegen seitens der grünen Fraktion! Da auch Kollegin Glawischnig in ihrer Rede ein kleines Fragespiel gemacht hat, bitte auch ich jetzt diejenigen von Ihnen aufzuzeigen, die noch nie mit einem Auto 160 km/h auf der Autobahn gefahren sind, bei denen der Zeiger auf dem Tachometer nie 160 erreicht hat. – Es haben nicht viele von Ihnen aufgezeigt! (Abg. Sburny: Mein Auto fährt gar nicht so schnell!) Sie waren
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn Kollegin Moser sagt, dass hier themenorientiert gesprochen werden soll, dann scheint sie diesen Raum mit der Wirkungsstätte ihrer Profession verwechselt zu haben. Wenn das Thema nur dann getroffen ist, wenn es ihrer grünen Meinung entspricht, dann tun mir die Schüler leid, die unter solch einer Lehrerin zu leiden haben, wenn man nur dann themenorientiert spricht, wenn es ihrer Meinung entspricht. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Sie haben auch von Kyoto gesprochen, und darum bitte ich Sie: Erklären Sie mir bitte, wie es sein kann, dass das Kyoto-Ziel, wenn das kleine Land Österreich – Kyoto betrifft ja doch einen großen Teil der Welt! – eine Teststrecke von vielleicht 20 km macht, auf einmal nicht erreicht ist! (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Erklären Sie mir das bitte! Ich glaube, es gibt andere, viel wichtigere Dinge, bei welchen man ansetzen sollte, um das Kyoto-Ziel zu erreichen, als bei einer kleinen, 20 km langen Teststrecke!
Abg. Dr. Glawischnig: Von Salzburg und der Tauern Autobahn haben Sie noch nichts gehört?
Wenn Sie vom Feinstaub sprechen: Davon sind wir in Graz ohnehin auch besonders betroffen. Aber dort gibt es Tempo 30. (Abg. Dr. Glawischnig: Von Salzburg und der Tauern Autobahn haben Sie noch nichts gehört?) Für Feinstaub ist das dann sicherlich auch ein großes Problem, und diesbezüglich wäre etwas zu tun! Aber es ist mir neu, dass die Kinder auf der Autobahn vom Feinstaub betroffen sind. Dass sie in Graz betroffen sind, ist leider traurig, aber wahr. Dass Kinder aber auf der Autobahn bei 160 vom Feinstaub betroffen sind, diesen Zusammenhang haben Sie mir wirklich nicht nachhaltig nachweisen können! (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Wenn Sie vom Feinstaub sprechen: Davon sind wir in Graz ohnehin auch besonders betroffen. Aber dort gibt es Tempo 30. (Abg. Dr. Glawischnig: Von Salzburg und der Tauern Autobahn haben Sie noch nichts gehört?) Für Feinstaub ist das dann sicherlich auch ein großes Problem, und diesbezüglich wäre etwas zu tun! Aber es ist mir neu, dass die Kinder auf der Autobahn vom Feinstaub betroffen sind. Dass sie in Graz betroffen sind, ist leider traurig, aber wahr. Dass Kinder aber auf der Autobahn bei 160 vom Feinstaub betroffen sind, diesen Zusammenhang haben Sie mir wirklich nicht nachhaltig nachweisen können! (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Wenn es nach Ihnen ginge, dann würden wir wahrscheinlich sowieso alle Autobahnen aufgeben und begrünen, und dann hätten wir das, was Sie sich wünschen! Allerdings gäbe es dann auch keine Mobilität mehr in Österreich! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Schauen wir uns doch gemeinsam die Ergebnisse einer Teststrecke, die, wie gesagt, noch nicht feststeht, an! Wozu? – Damit wir sehen, dass das, was aus Ihren Studien hervorgeht, nicht stimmt, damit wir beweisen können, dass die Studien, die Sie haben, nicht stimmen. Mit einer Teststrecke wird man nachweisen können, dass es nicht zu mehr Unfällen und nicht zu mehr Todesopfern kommt, sondern dass es weniger Staus geben und zu einer Verbesserung der Verkehrsqualität kommen wird. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Genau deshalb sind wir dafür. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Sburny.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Sburny.
Schauen wir uns doch gemeinsam die Ergebnisse einer Teststrecke, die, wie gesagt, noch nicht feststeht, an! Wozu? – Damit wir sehen, dass das, was aus Ihren Studien hervorgeht, nicht stimmt, damit wir beweisen können, dass die Studien, die Sie haben, nicht stimmen. Mit einer Teststrecke wird man nachweisen können, dass es nicht zu mehr Unfällen und nicht zu mehr Todesopfern kommt, sondern dass es weniger Staus geben und zu einer Verbesserung der Verkehrsqualität kommen wird. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Genau deshalb sind wir dafür. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Sburny.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen.
Wir haben kein Wort dazu gehört, wie die Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen werden kann. Jeder Tote und jedes tote Kind ist ein Mensch zu viel, der im Straßenverkehr gestorben ist. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Verzeihen Sie, aber ich muss schon sagen, dass ich mich eigentlich hier als Parlamentarierin missachtet fühle, Herr Vizekanzler, wenn Sie hier Reden schwingen, die wir schon im Verkehrsausschuss gehört haben, gestern im Nationalrat schon gehört haben, und mit keinem Wort auf diese Problematik eingehen. Da fühle ich mich missachtet, und ich möchte nicht wissen, wie es Eltern von Kindern geht, die wegen überhöhter Geschwindigkeit ein Todesopfer zu beklagen hatten, wenn sie diese Reden von Ihnen hören. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wie wäre es denn, wenn wir statt dieser volltönenden Reden wie zum Beispiel vom Finanzminister, der immer sagt: Arbeit schaffen, Zukunft gewinnen, vom Schlusslicht weit nach vorne!, auch einmal von Ihnen die Ansage hören würden: Keinen Toten mehr im Straßenverkehr!? Da können Sie sogar einen Rap daraus machen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Und bei Theophrastus steht: „Erst in Zeiten ungewöhnlicher Not unseres Geschlechtes weihte man Lebendiges zum Opfer.“ – Es muss schon ganz schlecht bei Ihnen ausschauen, dass Sie zu solchen Mitteln greifen, um Aufmerksamkeit zu bekommen. (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Vizekanzler Hubert Gorbach: Herr Präsident! Geschätzte Regierungskollegen! Meine Damen und Herren! Erlauben Sie mir, auf einige Äußerungen und Feststellungen, die zuletzt gefallen sind, doch noch zu replizieren – wenn Sie wollen, so etwas wie eine tatsächliche Berichtigung, obwohl ich nicht weiß, ob ein Regierungsmitglied das auch darf. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
wollen, wie das gewesen ist. Ich kann eigentlich dazu nur sagen: Ihre Sorgen möchte ich haben, Frau Kollegin Mandak! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Sburny: Das heißt, nach dem ersten Toten stellen Sie das wieder ein!?
Was die Versuchsstrecken betrifft, möchte ich die Ergebnisse nicht vorwegnehmen, und deshalb habe ich auch nie – damit das auch einmal klar und deutlich gesagt ist – eine bestimmte Strecke, weder in Oberösterreich noch in der Steiermark, genannt, die ich als Versuchsstrecke im Auge habe. Nein, ich habe gesagt – wenn ich das noch einmal wiederholen darf –, es findet jetzt in der Expertengruppe, die ich eingesetzt habe, so etwas wie ein Fact Finding statt. Da werden wir alle Argumente, alle Meinungen mit einfließen lassen, da werden wir auch Gutachten über Auswirkungen auf die Umwelt, über Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit, auf alles Mögliche mit berücksichtigen. Das, stelle ich mir vor, wird ein halbes Jahr dauern, man soll die Dinge nicht übers Knie brechen, und dann kann, wenn die ersten Verkehrsbeeinflussungsanlagen in Betrieb sind, sich auch schon bewährt haben – die erste geht im April in Betrieb –, im Jahr 2006 auf einer Versuchsstrecke sozusagen ein Feldversuch stattfinden, ob sich das, was wir in der Theorie als richtig und weiter verfolgenswert empfunden haben, auch in der Praxis bewahrheitet. Es gibt also keine festgelegte Teststrecke, ich habe auch keine bestimmte im Auge. (Abg. Sburny: Das heißt, nach dem ersten Toten stellen Sie das wieder ein!?)
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen
Vielmehr habe ich gesagt, und das sage ich Ihnen auch, und da ist überhaupt keine Unsicherheit dabei, weil ich mir sehr sicher bin, dass das laute Andenken und die dadurch entstandene Diskussion eine gute Sache sind (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen): Ich bin hier nicht für starre Grenzen. Wenn ich die Verkehrsbeeinflussungsanlage flächendeckend in Österreich habe, dadurch vermutlich öfters die Höchstgeschwindigkeit reduziert wird, dann sehe ich überhaupt nicht ein, warum nicht bei optimalen Verhältnissen Flexibilität auch nach oben bestehen soll. Eine starre Handhabung von solchen Regeln ist meine Sache eben nicht.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie haben mich ertappt, Herr Eder, ich habe tatsächlich permanent Wahlen im Auge. Ich habe sie auch im Herbst im Auge, aber im Herbst 2006 und nicht 2005, wie Sie mir unterstellen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Sburny: Aber wer weiß, welche Tagesverfassung ich habe?
Herr Kollege Grünewald, so schön es ist, und es hat auch humoristisch geklungen, das mit Ihrer Beifahrerin – ich habe auch nichts gegen Beifahrerinnen –, aber Sie haben hoffentlich schon etwas von Verkehrstelematik, von Verkehrsbeeinflussungsanlagen gehört. Genau die machen das dann möglich – deshalb habe ich das auch gekoppelt –, dass ich eben angesagt bekomme, dass 120 zu viel sind und deshalb jetzt auf 80 reduziert worden ist oder ob 130 eventuell überschritten werden kann, ohne dass ich ein Sicherheitsrisiko eingehe, weil Schönwetter, weil es trocken, weil alles paletti, weil nicht viel Verkehr ist und so weiter. Also das macht nicht die Beifahrerin, sondern eben dann die Verkehrsbeeinflussungsanlage oder die Verkehrstelematik. (Abg. Sburny: Aber wer weiß, welche Tagesverfassung ich habe?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich würde überhaupt meinen: Gehen wir doch diese Diskussion nicht so aufgeregt an! Auch Sie von der grünen Fraktion sind eingeladen, Ihre Argumente einzubringen. Die SPÖ tut das sicherlich auch, und es wird auch noch andere geben, die das machen. Dann bin ich überzeugt, wir kommen zu einem guten Ergebnis. Ich meine, es soll auch in Österreich möglich sein, zumindest streckenweise schneller fahren zu können als 130, und ich will das möglich machen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Damit komme ich zum Schluss. Ich persönlich habe das volle Vertrauen in die zuständige Behörde, in Herrn Vizekanzler Gorbach, dass er die Verfahren, die hier notwendig und in der StVO vorgeschrieben sind, korrekt abwickelt und dass er dann verantwortungsbewusst entscheidet. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte aber dazusagen, dass wir uns von der Begründung zum fünften Punkt distanzieren, weil wir nicht grundsätzlich für einen Stopp des Autobahnbaus sind, weil wir nicht gegen jegliche Tunnellösung sind, sondern weil wir für den Bau des Lainzer Tunnels, für die Unterquerung der Donau mit einem Tunnel oder auch für den Ausbau des Semmering-Basistunnels sind. Aber dem Antrag selbst stimmen wir zu. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das klingt ja wahnsinnig glaubwürdig!
Herr Vizekanzler, ich möchte jetzt zurückkommen zu dem Vorschlag, den Sie gemacht haben, was für mich aus Ihrer Sicht verständlich ist, da die FPÖ durch die ständigen Umfaller nicht mehr zu sehen und zu hören ist und Ihnen solch eine Aussage dazu verhilft, wieder in den Medien zu sein und dass sich die FPÖ mit dieser Frage wieder öffentlich darstellen kann. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das klingt ja wahnsinnig glaubwürdig!)
Beifall bei der SPÖ.
dann kann man seine Schlüsse daraus ziehen. So stelle ich mir eine ordentliche Diskussion vor. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Ahnungslosigkeit ist keine Schande, aber man sollte dann nicht reden darüber!
Wichtig wäre auch eine weitere Entflechtung von Güter- und Individualverkehr, zum Beispiel in der Form, dass man die dritte Spur für Lkws sperrt. (Abg. Neudeck: Ahnungslosigkeit ist keine Schande, aber man sollte dann nicht reden darüber!) In diese Trennung von Güter- und Individualverkehr fällt zum Beispiel auch die Ferienreiseverordnung, die immer wieder ein Flickwerk ist, weil sie jedes Jahr neu erstellt wird. Sie sollte flexibel, für ganz Österreich an die Schulferien angepasst sein und sollte vielleicht auch die Nachbarländer beinhalten.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abschließend verweise ich auf die Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, die besagt, dass viele österreichische Autofahrer doch sehr undiszipliniert fahren. Das heißt auch, dass aus erlaubten 160 wahrscheinlich auch 180 km/h werden. Daher meine ich, dass Sie gut beraten wären, wenn Sie die Lust auf Geschwindigkeit eher drosseln und nicht noch mehr anheizen würden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Öllinger: Völlig daneben!
Frau Dr. Moser, PISA lässt grüßen, denn der erhöhte Abstand ist durch die erhöhte Geschwindigkeit bedingt. Wenn man jetzt mehr Platz braucht, die Autos aber schneller durchfahren, bleibt die Anzahl der Autos immer genau gleich, Frau Dr. Moser. (Abg. Öllinger: Völlig daneben!) PISA lässt grüßen (Beifall bei den Freiheitlichen), denn der Abstand – und das sollten Sie, auch wenn Sie keine aktive Autofahrerin sind, wissen – ist von der Geschwindigkeit abhängig. 2 Sekunden ist der Mindestabstand. Das heißt, einmal haben wir 72 Meter, einmal haben wir 88 Meter. Es haben immer noch gleich viele Autos Platz auf dieser Straße, zumindest passieren gleich viele Autos in der gleichen Zeit die Straße.
Beifall bei den Freiheitlichen
Frau Dr. Moser, PISA lässt grüßen, denn der erhöhte Abstand ist durch die erhöhte Geschwindigkeit bedingt. Wenn man jetzt mehr Platz braucht, die Autos aber schneller durchfahren, bleibt die Anzahl der Autos immer genau gleich, Frau Dr. Moser. (Abg. Öllinger: Völlig daneben!) PISA lässt grüßen (Beifall bei den Freiheitlichen), denn der Abstand – und das sollten Sie, auch wenn Sie keine aktive Autofahrerin sind, wissen – ist von der Geschwindigkeit abhängig. 2 Sekunden ist der Mindestabstand. Das heißt, einmal haben wir 72 Meter, einmal haben wir 88 Meter. Es haben immer noch gleich viele Autos Platz auf dieser Straße, zumindest passieren gleich viele Autos in der gleichen Zeit die Straße.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Du kannst es ihr aber mit dem Radl erklären!
Die Investitionen, die unser Vizekanzler – Gott sei Dank! – im Bereich Straßeninfrastruktur tätigt, sind gut, und auch mit 160 km/h werden sie sich auszahlen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Du kannst es ihr aber mit dem Radl erklären!) Das ist auch mit dem Fahrrad gleich, Herr Kollege Neudeck!
Beifall bei den Freiheitlichen.
Und eine zweite Sache – und damit kommen wir wieder zu etwas Ernsterem –: Sie stellen sich hier heraus, Frau Dr. Moser, und deuten, direkt oder indirekt, bewusst oder unbewusst, an, dass dem Herrn Vizekanzler Verkehrstote – Sie haben sogar gesagt: tote Kinder! – egal sind. – Das weise ich im Namen meiner Fraktion auf das Schärfste zurück! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Vizekanzler, von mir aus könntest du die 160 km/h per Weisung schon morgen unterschreiben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Meine Damen und Herren! Ich möchte eingangs schon klarstellen, dass die Kollegin Becher natürlich nicht gemeint hat, dass das, was sie sagt, ihr „Wurscht“ ist, sondern – und da gebe ich ihr völlig Recht – manche Ihrer Wortmeldungen, Herr Kollege Scheuch, können einem wirklich Wurscht sein. Davon können Sie ausgehen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Das hat er hier aber erklärt! – Abg. Murauer: 180 sind die Grenze! – Keine Ahnung! – Abg. Scheibner – in Richtung des Redners –: Wo warst du denn?
Nehmen wir einmal an, da gibt es einen Fahrer mit einem blauen Porsche, der dann 160 km/h fahren darf: Wenn man jetzt die 160 nimmt und 50 dazurechnet – das ist ja noch erlaubt –, sind wir bei 210 km/h. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Das hat er hier aber erklärt! – Abg. Murauer: 180 sind die Grenze! – Keine Ahnung! – Abg. Scheibner – in Richtung des Redners –: Wo warst du denn?) Und weitere 10 kommen noch hinzu; das ist die Toleranzgrenze, nicht wahr, 5 Prozent. Das heißt, ein Führerscheinentzug käme dann erst bei 220 km/h in Frage. (Abg. Neudeck: Das ist aber ein Armutszeugnis, Herr Kollege!)
Abg. Neudeck: Das ist aber ein Armutszeugnis, Herr Kollege!
Nehmen wir einmal an, da gibt es einen Fahrer mit einem blauen Porsche, der dann 160 km/h fahren darf: Wenn man jetzt die 160 nimmt und 50 dazurechnet – das ist ja noch erlaubt –, sind wir bei 210 km/h. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Das hat er hier aber erklärt! – Abg. Murauer: 180 sind die Grenze! – Keine Ahnung! – Abg. Scheibner – in Richtung des Redners –: Wo warst du denn?) Und weitere 10 kommen noch hinzu; das ist die Toleranzgrenze, nicht wahr, 5 Prozent. Das heißt, ein Führerscheinentzug käme dann erst bei 220 km/h in Frage. (Abg. Neudeck: Das ist aber ein Armutszeugnis, Herr Kollege!)
Abg. Scheibner: Das hat aber auch nichts mit 160 zu tun!
Meine Damen und Herren! Ich möchte auch noch darauf hinweisen, dass der Zustand des Fuhrparks der Exekutive vor allem im Bereich der Verkehrsabteilungen sehr dramatisch ist. Wir haben im April 2004 eine Anfrage gestartet, und dabei hat sich herausgestellt, dass von 197 Einsatzfahrzeugen für die Verkehrsüberwachung 99 zwischen 100 000 und 200 000 km am Tacho haben, 43 zwischen 200 000 und 300 000, elf zwischen 300 000 und 400 000 und zwei sogar über 400 000 km. Wie Sie dann einen Raser mit 200 oder 220 oder noch mehr km/h stoppen wollen, das schau’ ich mir an! (Abg. Scheibner: Das hat aber auch nichts mit 160 zu tun!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Parnigoni, Sie sind ein Verkehrsproblem!
Aber, Kollege Scheibner, verantwortungsvolle Verkehrspolitik braucht natürlich substantielle Strategien; das ist keine Frage. Wir brauchen in Zukunft sicher flexiblere und selektivere Geschwindigkeitsregelungen, und wenn es da im Rahmen der Diskussion zu einer Verbesserung von Telematikmaßnahmen, zum Ausbau von effizienten Geschwindigkeitsleitsystemen und vor allem zu einer Verbesserung der Infrastruktur kommt, dann muss man darüber diskutieren. Dazu sind wir auch bereit. Allerdings hat, wenn es so weitergeht mit der Verkehrspolitik, Pelinka in „NEWS“ natürlich Recht, wo er – das kann ich jetzt nicht zitieren, das würde zu lange dauern – als Conclusio meint: In Wirklichkeit wird sich das alles aufheben, denn wenn es immer mehr Verkehr gibt – und ein Redner der ÖVP hat das ja deutlich gemacht –, dann werden wir 30 km/h auf den Autobahnen fahren und nicht 160. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Parnigoni, Sie sind ein Verkehrsproblem!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wittauer: Der kennt sich nicht aus!
Bundesminister Gorbach hat ausdrücklich festgestellt, dass die Entzugsgrenze nach wie vor bei 180 km/h bleiben würde. Und zur zweiten Feststellung, meine Damen und Herren, Herr Abgeordneter Parnigoni: Wenn wir als Gesetzgeber dazu beitragen, dass Gesetze fälschlich ausgelegt und interpretiert werden, dann verstehe ich die Welt nicht mehr! Wir haben in der StVO ganz klar beschlossen, dass es Höchstgrenzen gibt, und das Gesetz spricht von keinen Toleranzgrenzen. Ich bitte Sie, das hinkünftig zur Kenntnis zu nehmen: Es gibt keine Toleranzgrenze im Gesetz! Das ist nicht richtig. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wittauer: Der kennt sich nicht aus!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Aber weil wir es wollen!
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ich bin durchaus froh über diese Dringliche Anfrage und auch über die Debatte in diesem Zusammenhang, denn ich glaube, es ist wichtig und richtig, dass man immer wieder über Verkehrssicherheit, über die Verstärkung der Verkehrssicherheit diskutiert. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Aber weil wir es wollen!) – Frau Kollegin Moser, jetzt lobe ich Sie, also schreien Sie nicht da auch noch dazwischen – das heißt, nicht Sie
Beifall bei den Freiheitlichen.
Man verwechselt da Tempo 160 mit Nebelunfällen, wo 50 km/h auch noch zu viel sind. Wenn gerade Sie immer die intellektuelle Redlichkeit einmahnen, dann, bitte, halten auch Sie selbst sich daran bei Ihren Debattenbeiträgen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Eingemahnt war ein Argument für diese flexiblen Tempolimits. Ich glaube – aber ich kann mich irren; ich behaupte nicht, dass ich die Weisheit gepachtet habe –, gerade weil diese Tempolimits heute nicht beachtet werden, weil sie oft auch als nicht relevant und nicht nachvollziehbar angesehen werden, könnte ein derartiges flexibles Tempolimit mit scharfen Kontrollen, mit den entsprechenden Telematikanlagen – das ist eine Grundvoraussetzung dafür – auch dazu führen, dass Tempolimits dort, wo sie verordnet sind, auch in einem größeren Ausmaß eingehalten werden. Das wäre ein echter Beitrag zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit auf allen Autobahnen und auf allen Bundesstraßen und nicht nur dort, wo die flexiblen Tempolimits gelten, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das heißt nicht: Freie Fahrt für freie Bürger!, sondern vernünftige Regelungen, die dann auch akzeptiert werden. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Das habe ich Ihnen ja wohl erklärt jetzt, oder?
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Warum, werte Damen und Herren von den Regierungsparteien, treten Sie eigentlich nicht für Tempo 200 ein oder überhaupt für eine Aufhebung jedes Tempolimits? (Abg. Scheibner: Das habe ich Ihnen ja wohl erklärt jetzt, oder?) – Ich frage Sie das deshalb, weil Sie außer einem Argument nichts gebracht haben, was auch nur ansatzweise rechtfertigen würde, dass man Tempo 160 haben will.
Abg. Neudeck: Das ist nicht nur ...!
Wenn Sie von 130 auf 160 erhöhen, dann steigt die Lärmbelastung nicht geradlinig, sondern exponentiell an. (Abg. Neudeck: Das ist nicht nur ...!) Wo vertreten Sie die Interessen der Anrainer!? Was ist genannt worden? – Eine Strecke im Vorfeld der Stadt Linz, auf der Tempo 160 gefahren werden soll. Na, Herr Kukacka – da Sie ja nicht dort wohnen –, diese Auseinandersetzung nehmen wir gerne auf! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn Sie von 130 auf 160 erhöhen, dann steigt die Lärmbelastung nicht geradlinig, sondern exponentiell an. (Abg. Neudeck: Das ist nicht nur ...!) Wo vertreten Sie die Interessen der Anrainer!? Was ist genannt worden? – Eine Strecke im Vorfeld der Stadt Linz, auf der Tempo 160 gefahren werden soll. Na, Herr Kukacka – da Sie ja nicht dort wohnen –, diese Auseinandersetzung nehmen wir gerne auf! (Beifall bei den Grünen.)
Staatssekretär Mag. Kukacka: Kann mir jemand sagen, warum ich immer mit 160 identifiziert werde? Können Sie mir das einmal sagen? ... unglaublich!
Die Anrainer und wir auf der einen Seite, und Sie als Staatssekretär, der den Leuten dann erklärt, warum dort 160 gefahren werden soll – auf diese Auseinandersetzung freue ich mich. Erzählen Sie das den Anrainern: Freie Fahrt für freie Bürger!, und so weiter. (Staatssekretär Mag. Kukacka: Kann mir jemand sagen, warum ich immer mit 160 identifiziert werde? Können Sie mir das einmal sagen? ... unglaublich!)
Abg. Wittauer: Meiner braucht von 80 bis 160 gleich viel!
Treibstoffverbrauch: Der Treibstoffverbrauch steigt exponentiell. – Das hindert Sie nicht daran (Abg. Wittauer: Meiner braucht von 80 bis 160 gleich viel!), Sie sagen trotzdem: Nein, das bekommen wir schon mit der Telematik in den Griff.
Beifall bei den Grünen.
Den Treibstoffverbrauch, die Abgase, den Lärm, all das bekommen Sie nicht mit der Telematik in den Griff! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Das ist aber reine Theorie!
Flüssigkeit des Verkehrs: Wunderbar! Ja? – Wir alle kennen es: Ziehharmonika-Effekt: Da wird 160 gefahren, dort darf dann nur mehr 100 oder 130 gefahren werden; es kommt zu einem schönen Aufstau, der sich in die Tempo-160-Zone fortsetzt. (Abg. Scheibner: Das ist aber reine Theorie!) Ich beglückwünsche Sie zu dieser Argumentation und zu der Freude, die Sie damit für alle Verkehrsteilnehmer, die sich dermaßen auf den Autobahnen bewegen, verursachen.
Beifall bei den Grünen.
Zehn Mal besser wäre: gleichmäßige Geschwindigkeit und die VerkehrsteilnehmerInnen dazu zu erziehen, dass sie diese gleichmäßige und ruhige Verkehrsgeschwindigkeit einhalten – dann sind sie nämlich wesentlich schneller unterwegs! So widersinnig das auch klingen mag, aber das ist tatsächlich logisch. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Also bitte! Was ist das?
Noch ein letztes „Schlaucherl“-Argument, das Kollege Scheuch gebracht hat (Abg. Scheibner: Also bitte! Was ist das?) – das war das „Über-Schlaucherl“-Argument! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) –: Wenn wir die Geschwindigkeit erhöhen, dann wird der Durchsatz höher. – Mit diesem Argument ... (Rufe bei den Freiheitlichen: Schlusssatz!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Noch ein letztes „Schlaucherl“-Argument, das Kollege Scheuch gebracht hat (Abg. Scheibner: Also bitte! Was ist das?) – das war das „Über-Schlaucherl“-Argument! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) –: Wenn wir die Geschwindigkeit erhöhen, dann wird der Durchsatz höher. – Mit diesem Argument ... (Rufe bei den Freiheitlichen: Schlusssatz!)
Rufe bei den Freiheitlichen: Schlusssatz!
Noch ein letztes „Schlaucherl“-Argument, das Kollege Scheuch gebracht hat (Abg. Scheibner: Also bitte! Was ist das?) – das war das „Über-Schlaucherl“-Argument! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) –: Wenn wir die Geschwindigkeit erhöhen, dann wird der Durchsatz höher. – Mit diesem Argument ... (Rufe bei den Freiheitlichen: Schlusssatz!)
Abg. Wittauer – in Richtung Präsidentin Mag. Prammer –: Was ist das?
Abgeordneter Karl Öllinger (fortsetzend): Mit diesem Argument, Herr Kollege Scheuch, sind Sie für Tempo 260 – nur, stimmen tut es trotzdem nicht! Es ist ein falsches Argument, und das lässt sich gut belegen. (Abg. Wittauer – in Richtung Präsidentin Mag. Prammer –: Was ist das?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Mitnichten haben Sie irgendein Argument gebracht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wissen Sie, was noch in diesem Artikel steht? – „Bis auf das Arsenal und die Salzburger Anlage will Fries alles verkaufen.“ Mit so einem Verkauf kann man nämlich sehr hohe Gewinne machen! Ja, seid ihr zu ungeschickt gewesen, um solche Gewinne zu machen, Herr Staatssekretär Finz? Das macht jetzt ein Zwischenhändler für Sie? – Das zeugt wirklich nicht von hoher Wirtschaftskompetenz und wundert mich schon sehr! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ist das die „neue Art des Regierens“? Ist das die Zukunft? Wenn das die Zukunft ist, Herr Staatssekretär, dann sagen wir auf gut Wienerisch: Da schau ma liab aus! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Ein Beispiel aus der Statistik: Wenn ein Teich in einem kleinen Eckerl einen Quadratzentimeter Algen hat und sich dieser Algenbesatz jeden Tag verdoppelt, dann ist er am nächsten Tag zwei Quadratzentimeter groß, dann vier Quadratzentimeter, am 25. Tag ist die Hälfte des Teiches voll. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) Was ist am nächsten Tag? – Der Teich ist kaputt! Und so verhält sich auch mit der Demographie!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Um die Situation aufzufangen, muss man jedenfalls zwei Dinge bedenken: Ein Vierteljahrhundert falscher demographischer Entwicklungen bedarf drei Vierteljahrhunderte, um sie zu korrigieren. Das heißt: Wenn wir jetzt anfangen, mit riesigem Kraftaufwand alles richtig zu machen, dann müssen wir uns trotzdem auf mehr als 50 Jahre schlechter Entwicklung einstellen; das ist das Erste. Und das Zweite ist, es wird uns aber dennoch nicht erspart bleiben, denn wenn wir nichts tun, dann wird kein Stein auf dem anderen bleiben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Der Staatssekretär ist da!
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist ein bisschen komisch, jetzt mit Herrn Finanzminister über seine Budgetrede zu diskutieren, obwohl er gar nicht da ist. (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Der Staatssekretär ist da!) Das ist schon eine eigenartige G’schichte. Aber bitte, es soll anscheinend so sein, dass wir über ein Budget diskutieren, ohne dass der zuständige Herr Minister, der ja die Budgetrede gehalten hat, anwesend ist.
Abg. Neudeck: Sie sind ja auch nicht Finanzsprecher ...!
(Abg. Neudeck: Sie sind ja auch nicht Finanzsprecher ...!) – Herr Staatssekretär Finz hat, wenn Sie sich erinnern können, die Budgetrede nicht gehalten, das war der Herr Finanzminister selber. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Und wir stellen uns der Diskussion mit dem Herrn Finanzminister, denn dieser hat die Budgetrede gehalten. Herr Wittauer, Sie dürften das von gestern auf heute vergessen haben, deshalb bringe ich es Ihnen noch einmal in Erinnerung.
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
(Abg. Neudeck: Sie sind ja auch nicht Finanzsprecher ...!) – Herr Staatssekretär Finz hat, wenn Sie sich erinnern können, die Budgetrede nicht gehalten, das war der Herr Finanzminister selber. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Und wir stellen uns der Diskussion mit dem Herrn Finanzminister, denn dieser hat die Budgetrede gehalten. Herr Wittauer, Sie dürften das von gestern auf heute vergessen haben, deshalb bringe ich es Ihnen noch einmal in Erinnerung.
Staatssekretär Dr. Finz: Aus dem Ressortbudget und nicht aus unserem!
budget!) Bitte? (Staatssekretär Dr. Finz: Aus dem Ressortbudget und nicht aus unserem!) So? Dort habe ich aber auch nichts gefunden.
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.
Ich sage Ihnen, es ist im Budgetansatz des Innenministeriums nichts drinnen. Halten Sie mich nicht für so dumm, dass ich nicht Budgetlesen kann! (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) Da ist nichts drinnen! Ich kann Ihnen jetzt das Heftl auch bringen, und dann zeigen Sie es mir! Beziehungsweise Sie haben das Heftl eingesteckt, zeigen Sie es mir gleich! Sagen Sie nicht „ja, das ist so“, wenn es nicht so ist. Halten Sie mich nicht für dümmer ... (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Was immer Sie annehmen, da ist nichts drinnen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich sage Ihnen, es ist im Budgetansatz des Innenministeriums nichts drinnen. Halten Sie mich nicht für so dumm, dass ich nicht Budgetlesen kann! (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) Da ist nichts drinnen! Ich kann Ihnen jetzt das Heftl auch bringen, und dann zeigen Sie es mir! Beziehungsweise Sie haben das Heftl eingesteckt, zeigen Sie es mir gleich! Sagen Sie nicht „ja, das ist so“, wenn es nicht so ist. Halten Sie mich nicht für dümmer ... (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Was immer Sie annehmen, da ist nichts drinnen.
Zwischenruf des Abg. Gaál.
Genauso wenig ist etwas drinnen zur Erhöhung des Verpflegungsentgeltes. Wo steht denn das? Herr Staatssekretär, wo steht das, vielleicht haben Sie es auch im Kopf? Die Erhöhung ... (Zwischenruf des Abg. Gaál.) Nein, die kennt er nicht einmal, aber Hauptsache, wir bekommen eine Zivildienst-Novellierung. Die Auswirkungen sollten eigentlich ab Mitte 2005 in Kraft treten.
Abg. Dr. Mitterlehner: Na, he! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Herr Staatssekretär! Ich meine, auf so ein Budget kann man wirklich verzichten! Ich garantiere Ihnen: Wenn ich heute in meinem Unternehmen so kalkuliert hätte, wie Sie es uns hier unterbreiten, ich schwöre Ihnen, ich hätte meinen Job, glaube ich, gar nicht übertaucht! Das hätte ich nicht durchgestanden! – Sie haben aber eine größere Verantwortung; da geht es um ein Staatsbudget, Herr Staatssekretär. Wie Sie damit umgehen und wie Sie die Leute hinters Licht führen (Abg. Dr. Mitterlehner: Na, he! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen), Herr Staatssekretär, das geht so nicht!
Abg. Murauer: Redezeit ist einzuhalten!
Sie brauchen sich hier gar nicht aufzuregen, wenn ich „hinters Licht führen“ sage, weil diese Zahlen, die mir der Herr Staatssekretär jetzt gesagt hat, ja in dem Budget drinnen sind. (Abg. Murauer: Redezeit ist einzuhalten!) Die sind dort nicht drinnen, also ist es ein Hinters-Licht-Führen, und das geht ganz einfach nicht. (Abg. Dr. Brinek: Redezeit!) Das sollten die Menschen auch wissen, weil Sie immer von Ihrer Glaubwürdigkeit gesprochen haben. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Brinek: Redezeit!
Sie brauchen sich hier gar nicht aufzuregen, wenn ich „hinters Licht führen“ sage, weil diese Zahlen, die mir der Herr Staatssekretär jetzt gesagt hat, ja in dem Budget drinnen sind. (Abg. Murauer: Redezeit ist einzuhalten!) Die sind dort nicht drinnen, also ist es ein Hinters-Licht-Führen, und das geht ganz einfach nicht. (Abg. Dr. Brinek: Redezeit!) Das sollten die Menschen auch wissen, weil Sie immer von Ihrer Glaubwürdigkeit gesprochen haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie brauchen sich hier gar nicht aufzuregen, wenn ich „hinters Licht führen“ sage, weil diese Zahlen, die mir der Herr Staatssekretär jetzt gesagt hat, ja in dem Budget drinnen sind. (Abg. Murauer: Redezeit ist einzuhalten!) Die sind dort nicht drinnen, also ist es ein Hinters-Licht-Führen, und das geht ganz einfach nicht. (Abg. Dr. Brinek: Redezeit!) Das sollten die Menschen auch wissen, weil Sie immer von Ihrer Glaubwürdigkeit gesprochen haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Großruck: Die Freude wird lange dauern!
Aber Ihre Glaubwürdigkeit ist nichts wert, weil Sie nämlich keine mehr haben – und am Anfang auch nur eine sehr geringe hatten. Doch die ist schon lange weg. Ich garantiere Ihnen: Die Leute haben das kapiert, und Sie bekommen die Rechnung! Auf diesen Tag freue ich mich heute schon. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Großruck: Die Freude wird lange dauern!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
rütteln und zu rufen: „ich möchte da hinein“ (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), vielleicht öffnet sich irgendeine Tür in 30 oder 40 Jahren, und es wird gesagt: „Jetzt kannst du kommen“. Nur leider werden Sie dann in Pension sein. (Abg. Dr. Puswald: Sie sind ja witzig! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Ja, wenn er so gerne möchte, dann habe ich ihm jetzt einen Weg gezeigt.
Abg. Dr. Puswald: Sie sind ja witzig! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
rütteln und zu rufen: „ich möchte da hinein“ (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), vielleicht öffnet sich irgendeine Tür in 30 oder 40 Jahren, und es wird gesagt: „Jetzt kannst du kommen“. Nur leider werden Sie dann in Pension sein. (Abg. Dr. Puswald: Sie sind ja witzig! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Ja, wenn er so gerne möchte, dann habe ich ihm jetzt einen Weg gezeigt.
Abg. Dr. Matznetter: Was sagen Sie zu ...?
Wir haben daher aus österreichischer Sicht das einzig Richtige gemacht und haben in den letzten fünf Jahren zunächst die größten Ausgabenbrocken eingegrenzt und uns damit einen Spielraum verschafft. Diesen Spielraum nützen wir jetzt, wie versprochen, zur Entlastung der Österreicherinnen und Österreicher, zur Entlastung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und zur Entlastung der Betriebe. Das ist wichtig für den Wirtschaftsstandort Österreich, denn viele Unternehmer zieht es in Länder, in denen die Löhne niedriger als bei uns sind. (Abg. Dr. Matznetter: Was sagen Sie zu ...?)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Aber die Steuerreform wirkt bereits in Österreich. Alle Arbeiter und Angestellten spüren das persönlich oder, genauer gesagt, in ihrem Geldbörsel. Die Steuerreform spüren wir auch in den Betrieben. Nur ein Beispiel: Der fünftgrößte Erdölproduzent Russland verlegt seinen Hauptsitz von einer Karibikinsel nach Österreich. Das heißt, es wird hier neue Arbeitsplätze geben beziehungsweise dieser Konzern schafft hier neue Arbeitsplätze (Zwischenrufe bei der SPÖ) und wird auch Steuern in Österreich zahlen. – Früher, zu Ihrer Zeit, haben wir noch neidvoll in unsere Nachbarländer gesehen, wie beispielsweise in die Schweiz. Jetzt kommen diese Länder zu uns und holen sich Tipps von uns.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das zeigt alles in allem, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Reformen der letzten Jahre waren ebenso wichtig wie die Entlastungen, die jetzt zu greifen beginnen. Wenn die Kolleginnen und Kollegen von SPÖ und von Grünen ehrlich sind, müssen sie anerkennen, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass es keine Alternative dazu gibt. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aber was mich als Frau ganz besonders geärgert hat, war der Umstand, dass der Herr Finanzminister durchgehend immer nur die männliche Form gewählt hat. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Ich habe ganz genau aufgepasst, er sprach
Abg. Großruck: Hätten Sie dem Budget zugestimmt, wenn ...? – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
zum Beispiel ausschließlich von „älteren Arbeitnehmern“, als gäbe es nicht auch in Österreich genügend ältere Arbeitnehmerinnen, die mit vielen Problemen behaftet sind, auch dank der Auswirkungen Ihrer Politik, sehr geschätzte Damen und Herren! Der geschlechtsgerechte Sprachgebrauch ist dem Herrn Finanzminister – und wie ich sehe, auch den Herren hier in den Bänken der Abgeordneten von ÖVP und FPÖ – völlig unbekannt, und so sieht natürlich auch das Budget aus. (Abg. Großruck: Hätten Sie dem Budget zugestimmt, wenn ...? – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Großruck: So viele Ministerinnen hat es noch nie gegeben wie jetzt!
Sehr geschätzte Damen und Herren! Für die Frauenangelegenheiten und für die Gleichstellungspolitik sind gerade einmal, so wie auch im Vorjahr, 6 Millionen € im Voranschlag; das entspricht nicht einmal 1 Prozentpunkt des Bereiches Gesundheit und Frauen. Wenn man sich das Gesamtbudget anschaut, dann kommt man höchstens auf einen Hundertstel Prozentpunkt. Breche ich das herunter auf die Anzahl der Frauen, so bedeutet das pro Frau 1,48 €, sehr geschätzte Damen und Herren! 1,48 €, und wir haben eine hochrangige, „rasante“ Erhöhung gegenüber dem Vorjahr, nämlich um 2 Cent. Das ist diese Bundesregierung! Da sieht man ganz deutlich, was die Frauen dieser Bundesregierung eigentlich wert sind: nicht allzu viel! (Abg. Großruck: So viele Ministerinnen hat es noch nie gegeben wie jetzt!) Das glauben Sie ja wohl selber nicht, was Sie da jetzt gesagt haben – aber soll so sein. (Abg. Großruck: Ach so? Können Sie rechnen?)
Abg. Großruck: Ach so? Können Sie rechnen?
Sehr geschätzte Damen und Herren! Für die Frauenangelegenheiten und für die Gleichstellungspolitik sind gerade einmal, so wie auch im Vorjahr, 6 Millionen € im Voranschlag; das entspricht nicht einmal 1 Prozentpunkt des Bereiches Gesundheit und Frauen. Wenn man sich das Gesamtbudget anschaut, dann kommt man höchstens auf einen Hundertstel Prozentpunkt. Breche ich das herunter auf die Anzahl der Frauen, so bedeutet das pro Frau 1,48 €, sehr geschätzte Damen und Herren! 1,48 €, und wir haben eine hochrangige, „rasante“ Erhöhung gegenüber dem Vorjahr, nämlich um 2 Cent. Das ist diese Bundesregierung! Da sieht man ganz deutlich, was die Frauen dieser Bundesregierung eigentlich wert sind: nicht allzu viel! (Abg. Großruck: So viele Ministerinnen hat es noch nie gegeben wie jetzt!) Das glauben Sie ja wohl selber nicht, was Sie da jetzt gesagt haben – aber soll so sein. (Abg. Großruck: Ach so? Können Sie rechnen?)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Ich komme zurück zu den 6 Millionen €, und jetzt schauen wir uns die Verteilung an. Von den 6 Millionen € entfallen 3,6 Millionen auf Förderungen. Und schaue ich mir da wieder an, was das für Frauen bedeutet, dann sind das pro Frau nur noch 75 Cent, also nicht einmal 1 € – sehr geschätzte Frauen, ich glaube, das sollten Sie sich merken! Noch dazu ist festzuhalten, dass die Frauenförderung eingefroren wurde; sie ist von Herrn Grasser eiskalt auf Eis gelegt worden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) Nicht einmal die Inflationsrate, Herr Kollege Mitterlehner, ist damit abgedeckt worden! Das sollten Sie sich merken! Vielleicht wäre das eine Anregung, dass Sie in Ihren Betrieben etwas mehr für die Frauen tun können, das wäre ja nicht schlecht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich komme zurück zu den 6 Millionen €, und jetzt schauen wir uns die Verteilung an. Von den 6 Millionen € entfallen 3,6 Millionen auf Förderungen. Und schaue ich mir da wieder an, was das für Frauen bedeutet, dann sind das pro Frau nur noch 75 Cent, also nicht einmal 1 € – sehr geschätzte Frauen, ich glaube, das sollten Sie sich merken! Noch dazu ist festzuhalten, dass die Frauenförderung eingefroren wurde; sie ist von Herrn Grasser eiskalt auf Eis gelegt worden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) Nicht einmal die Inflationsrate, Herr Kollege Mitterlehner, ist damit abgedeckt worden! Das sollten Sie sich merken! Vielleicht wäre das eine Anregung, dass Sie in Ihren Betrieben etwas mehr für die Frauen tun können, das wäre ja nicht schlecht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Darum haben wir so viele Frauen in der Regierung?
Meine Damen und Herren! Der Herr Bundeskanzler und die Frau Frauenministerin haben wieder einmal bewiesen, dass die Frauen hier in Österreich für diese Regierung nichts zählen. Sie stehen wirklich für eine sehr konservative Frauenpolitik. (Abg. Neudeck: Darum haben wir so viele Frauen in der Regierung?)
Abg. Neudeck: ... nach 30 Jahren sozialdemokratischer Regierung ...!
Ich komme zum Schluss. – Man kann etwas festhalten: Seit Sie von ÖVP und FPÖ in der Regierung sind, ist es sehr kalt geworden in Österreich, nicht weil wir draußen ständig Minusgrade haben, sondern weil Sie eine Sozialpolitik machen, die die Armen in diesem Lande noch ärmer macht und den Frauen noch weniger Chancen gibt, zum Beispiel Beruf und Familie zu vereinbaren. (Abg. Neudeck: ... nach 30 Jahren sozialdemokratischer Regierung ...!) Die Kälte draußen, sehr geschätzter Herr Kollege, wird in einigen Wochen vergehen, es wird Frühling werden. Nehmen Sie sich daran ein gutes Beispiel und gehen Sie auch! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Aber jetzt gehen ja gerade Sie! Warum sollen dann wir gehen?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Aber jetzt gehen ja gerade Sie! Warum sollen dann wir gehen?
Ich komme zum Schluss. – Man kann etwas festhalten: Seit Sie von ÖVP und FPÖ in der Regierung sind, ist es sehr kalt geworden in Österreich, nicht weil wir draußen ständig Minusgrade haben, sondern weil Sie eine Sozialpolitik machen, die die Armen in diesem Lande noch ärmer macht und den Frauen noch weniger Chancen gibt, zum Beispiel Beruf und Familie zu vereinbaren. (Abg. Neudeck: ... nach 30 Jahren sozialdemokratischer Regierung ...!) Die Kälte draußen, sehr geschätzter Herr Kollege, wird in einigen Wochen vergehen, es wird Frühling werden. Nehmen Sie sich daran ein gutes Beispiel und gehen Sie auch! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Aber jetzt gehen ja gerade Sie! Warum sollen dann wir gehen?)
ironische Heiterkeit bei der SPÖ
Es sind Fakten, es dies ist im Budget 2006 festgeschrieben. Ich glaube, dass alle Menschen, die das Privileg haben, bei uns in Österreich zu leben, eigentlich zu den glücklichen Menschen gehören. Diese Regierung macht gute Umweltpolitik, gute Verkehrspolitik, gute Sicherheitspolitik (ironische Heiterkeit bei der SPÖ) – und vor allem, Frau Abgeordnete, eine gute Familienpolitik. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Es ist international anerkannt, dass gerade Österreich in der Familienpolitik, seit wir Freiheitliche drinnen sind, vorbildlich arbeitet. 30 Jahre lang haben Sie Gelegenheit gehabt, Sie haben nichts zusammengebracht; wir sind fünf Jahre da, und wir haben sehr viel zustande gebracht. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Es sind Fakten, es dies ist im Budget 2006 festgeschrieben. Ich glaube, dass alle Menschen, die das Privileg haben, bei uns in Österreich zu leben, eigentlich zu den glücklichen Menschen gehören. Diese Regierung macht gute Umweltpolitik, gute Verkehrspolitik, gute Sicherheitspolitik (ironische Heiterkeit bei der SPÖ) – und vor allem, Frau Abgeordnete, eine gute Familienpolitik. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Es ist international anerkannt, dass gerade Österreich in der Familienpolitik, seit wir Freiheitliche drinnen sind, vorbildlich arbeitet. 30 Jahre lang haben Sie Gelegenheit gehabt, Sie haben nichts zusammengebracht; wir sind fünf Jahre da, und wir haben sehr viel zustande gebracht. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es sind Fakten, es dies ist im Budget 2006 festgeschrieben. Ich glaube, dass alle Menschen, die das Privileg haben, bei uns in Österreich zu leben, eigentlich zu den glücklichen Menschen gehören. Diese Regierung macht gute Umweltpolitik, gute Verkehrspolitik, gute Sicherheitspolitik (ironische Heiterkeit bei der SPÖ) – und vor allem, Frau Abgeordnete, eine gute Familienpolitik. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Es ist international anerkannt, dass gerade Österreich in der Familienpolitik, seit wir Freiheitliche drinnen sind, vorbildlich arbeitet. 30 Jahre lang haben Sie Gelegenheit gehabt, Sie haben nichts zusammengebracht; wir sind fünf Jahre da, und wir haben sehr viel zustande gebracht. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir könnten jammern. Jammern ist normalerweise eine Oppositionsgeschichte, aber eigentlich müssten wir jammern, wenn ich mir das vorstelle: 30 Jahre verfehlte Finanzpolitik! Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Aber wenn ich mir vorstelle, wie frech die rote Fraktion da heraußen den Finanzminister und die Budgetpolitik geißelt; wenn ich mir vorstelle, was wir übernommen haben: 7,4 Milliarden € an Zinsen, die wir zurückzahlen; wenn ich mir den über 130 Milliarden € großen Schuldenberg vorstelle: und dann macht diese Regierung so eine super Budgetpolitik, dass wir den Berg, den ihr angehäuft habt, noch mitschleppen und auch abtragen werden! (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.) Bis Sie von der SPÖ wieder drankommen, wird es sehr, sehr lange dauern, weil die Menschen das nicht vergessen werden, wofür Sie die Verantwortung gehabt haben.
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Wir könnten jammern. Jammern ist normalerweise eine Oppositionsgeschichte, aber eigentlich müssten wir jammern, wenn ich mir das vorstelle: 30 Jahre verfehlte Finanzpolitik! Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Aber wenn ich mir vorstelle, wie frech die rote Fraktion da heraußen den Finanzminister und die Budgetpolitik geißelt; wenn ich mir vorstelle, was wir übernommen haben: 7,4 Milliarden € an Zinsen, die wir zurückzahlen; wenn ich mir den über 130 Milliarden € großen Schuldenberg vorstelle: und dann macht diese Regierung so eine super Budgetpolitik, dass wir den Berg, den ihr angehäuft habt, noch mitschleppen und auch abtragen werden! (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.) Bis Sie von der SPÖ wieder drankommen, wird es sehr, sehr lange dauern, weil die Menschen das nicht vergessen werden, wofür Sie die Verantwortung gehabt haben.
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Vor allem – was ja viel schändlicher ist – sind Sie auch heute nicht einmal bereit, hierfür die Verantwortung zu übernehmen. Sie schieben sie weg, als wäre es niemals so gewesen. In den letzten fünf Jahren haben wir Politik gemacht, aber Sie tun so, als wäre der gesamte Schuldenberg, den Sie verursacht haben, von uns gemacht worden. Den haben Sie zu verantworten! (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.) Stehen Sie dazu, sagen Sie da heraußen auch, dass die Österreicher und Österreicherinnen jedes Jahr noch 7 Milliarden € an Zinsen zu zahlen haben! Da ist nichts weggekommen.
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Was habt ihr geschafft?
Das haben die Österreicher damals erkannt, und sie haben einen Wechsel vollzogen zu einer Regierung, die viel zustande bringt und die etwas geschafft hat. Das ist etwas, glaube ich, wo auch Substanz drinnen ist. Österreich zählt zu den sichersten Ländern, zu den sozialsten Ländern, vor allem aber auch zu den reichsten Ländern. Ich glaube, wenn man das zusammenfasst ... (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Was habt ihr geschafft?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das ist es, was wir geschafft haben: Wir haben dieses Land im Ranking nach oben gebracht, wir bekommen internationale Anerkennung für diese Arbeit. Daher danke ich auch dem Finanzminister und dem Staatssekretär für diese gute Arbeit! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Also mich wundert es nicht, dass ...!
Und was tun Sie? – Schon wieder fangen Sie zu heulen an! (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Also mich wundert es nicht, dass ...!) Jetzt auf einmal ist es so, dass Sie den Finanzminister jeden Tag daran erinnern, dass er einmal das Nulldefizit versprochen hat. Wenn Sie über die Grenze dorthin schauen, wo Rot-Grün am Werk ist: Bitte, das wollen wir wohl nicht, dass wir über 3 Prozent kommen und nicht mehr wissen, wo wir hin wollen! Und wenn man sich die Arbeitslosenzahlen anschaut, allein in Deutschland, sieht man die Schlagzeile: Deutschland weiß nicht mehr, wohin! Mit der Politik von Rot-Grün wäre es hier das Gleiche, da würden wir heraußen stehen und sagen (Zwischenruf der Abg. Hagenhofer): Österreich weiß nicht mehr, wohin – wenn Sie die Verantwortung hier im Land hätten! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: 350 000 Arbeitslose ...!)
Zwischenruf der Abg. Hagenhofer
Und was tun Sie? – Schon wieder fangen Sie zu heulen an! (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Also mich wundert es nicht, dass ...!) Jetzt auf einmal ist es so, dass Sie den Finanzminister jeden Tag daran erinnern, dass er einmal das Nulldefizit versprochen hat. Wenn Sie über die Grenze dorthin schauen, wo Rot-Grün am Werk ist: Bitte, das wollen wir wohl nicht, dass wir über 3 Prozent kommen und nicht mehr wissen, wo wir hin wollen! Und wenn man sich die Arbeitslosenzahlen anschaut, allein in Deutschland, sieht man die Schlagzeile: Deutschland weiß nicht mehr, wohin! Mit der Politik von Rot-Grün wäre es hier das Gleiche, da würden wir heraußen stehen und sagen (Zwischenruf der Abg. Hagenhofer): Österreich weiß nicht mehr, wohin – wenn Sie die Verantwortung hier im Land hätten! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: 350 000 Arbeitslose ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: 350 000 Arbeitslose ...!
Und was tun Sie? – Schon wieder fangen Sie zu heulen an! (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Also mich wundert es nicht, dass ...!) Jetzt auf einmal ist es so, dass Sie den Finanzminister jeden Tag daran erinnern, dass er einmal das Nulldefizit versprochen hat. Wenn Sie über die Grenze dorthin schauen, wo Rot-Grün am Werk ist: Bitte, das wollen wir wohl nicht, dass wir über 3 Prozent kommen und nicht mehr wissen, wo wir hin wollen! Und wenn man sich die Arbeitslosenzahlen anschaut, allein in Deutschland, sieht man die Schlagzeile: Deutschland weiß nicht mehr, wohin! Mit der Politik von Rot-Grün wäre es hier das Gleiche, da würden wir heraußen stehen und sagen (Zwischenruf der Abg. Hagenhofer): Österreich weiß nicht mehr, wohin – wenn Sie die Verantwortung hier im Land hätten! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: 350 000 Arbeitslose ...!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich darf Sie auch daran erinnern, es hat einmal einen Finanzminister Edlinger gegeben, 1999, da war ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Da war die Abgabenquote 3 Prozent höher, als das heute der Fall ist. Auch dort haben wir etwas gemacht. Was Sie eigentlich immer nach oben gebeten und wo Sie immer gesagt haben „Das machen wir!“, das haben wir in vielen Bereichen umgesetzt. Sie haben es versprochen, haben aber nicht gewusst, was Sie tun. – Wir wissen, was wir tun, und wir setzen es auch um. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich darf Sie auch daran erinnern, es hat einmal einen Finanzminister Edlinger gegeben, 1999, da war ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Da war die Abgabenquote 3 Prozent höher, als das heute der Fall ist. Auch dort haben wir etwas gemacht. Was Sie eigentlich immer nach oben gebeten und wo Sie immer gesagt haben „Das machen wir!“, das haben wir in vielen Bereichen umgesetzt. Sie haben es versprochen, haben aber nicht gewusst, was Sie tun. – Wir wissen, was wir tun, und wir setzen es auch um. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Nehmen Sie sich daran ein Beispiel, machen Sie konstruktive Politik: auch in der Opposition! Glauben Sie mir, die Menschen werden es Ihnen vielleicht lohnen. So, wie Sie hier drinsitzen, und so, wie Sie Politik betreiben – da nehme ich die Grünen mit dazu –, kann man Sie gar nicht wählen. Deshalb wird 2006 wieder eine große Enttäuschung für Sie werden, und es wird hier wieder gleich sein: Sie werden es fordern, aber wir werden die Dinge, die wir versprechen, umsetzen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Da!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Herr Staatssekretär! Kollege Wittauer – wo ist er? (Abg. Wittauer: Da!) – hat sich offensichtlich die Budgetrede von Finanzminister Grasser als Vorbild genommen: Sprechblasen, Sprechblasen, Sprechblasen! (Abg. Fauland: Das haben wir heute schon gehört! Das ist nicht neu! – Abg. Neudeck: Das war bei der ersten Rede schon nicht gut und ist es jetzt auch nicht!)
Abg. Fauland: Das haben wir heute schon gehört! Das ist nicht neu! – Abg. Neudeck: Das war bei der ersten Rede schon nicht gut und ist es jetzt auch nicht!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Herr Staatssekretär! Kollege Wittauer – wo ist er? (Abg. Wittauer: Da!) – hat sich offensichtlich die Budgetrede von Finanzminister Grasser als Vorbild genommen: Sprechblasen, Sprechblasen, Sprechblasen! (Abg. Fauland: Das haben wir heute schon gehört! Das ist nicht neu! – Abg. Neudeck: Das war bei der ersten Rede schon nicht gut und ist es jetzt auch nicht!)
Abg. Amon: Das stimmt ja gar nicht!
Es spricht an sich für sich, wenn man hier einige Zitate herausgreift. Ich nenne hier nur das Beispiel am Schluss, wo Bundesminister Grasser schrieb, dass „jeder die Chance hat, seine Träume zu erfüllen“. – Bei diesem visionären Träumeverwirklichen wird Minister Grasser wahrscheinlich an seine eigene Homepage denken, an seine Urlaube oder was immer, aber dass es in diesem Land soziale Unterschiede, soziale Missstände, Probleme für die Armen und für die Ärmsten gibt, denen geholfen werden muss, davon können wir nichts lesen. (Abg. Amon: Das stimmt ja gar nicht!)
Abg. Zweytick: Das muss er schon vorlesen, das kann er auswendig nicht sagen!
für Grasser offensichtlich kein Thema. (Abg. Zweytick: Das muss er schon vorlesen, das kann er auswendig nicht sagen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Bezeichnend und interessant finde ich auch, wenn ein Finanzminister am Eingang der ganzen Rede einen Philosophen zitiert und sich auf diesen Philosophen, nehme ich an, irgendwie auch inhaltlich bezieht beziehungsweise diesen als nahe stehend empfindet. Wenn man sich das aber genau anschaut – wie immer man zu Karl Popper stehen mag, jedenfalls war er ein Realist, der die Falsifizierbarkeit von Theorien und Prognosen zu einem ganz zentralen Element in seinen Theorien und in seiner wissenschaftlichen Forschung gemacht hat –, dann, muss ich sagen, ist auch das ein Fauxpas schlechthin, wenn man einfach irgendetwas an den Beginn stellt, nur weil es ein Zitat ist, und eigentlich mit der Philosophie, mit dem Gedankengang wenig am Hut hat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Was heißt das konkret? – Abg. Fauland: Mehr Nettozahlung!
Ich möchte jetzt auf etwas eingehen, das konkret im Bereich der gesamten Agrarpolitik zu finden ist. Kollege Grillitsch war meiner Meinung nach einer der Wenigen der Regierungsfraktionen, der hier Kritik geübt hat, es haben nur viele Rednerinnen und Redner der ÖVP diese Kritik, glaube ich, nicht gehört. Wenn man ihm genau zugehört hat, weiß man schon, was er gesagt hat, nämlich: Mehr EU mit weniger Geld kann es nicht geben. Und da gebe ich ihm im Prinzip Recht. Wir sind dafür, dass die EU entsprechend mit Mitteln ausgestattet wird und weiterhin bleibt. Kollege Grillitsch hat dann auch argumentiert, warum das für ihn so ist. (Abg. Neudeck: Was heißt das konkret? – Abg. Fauland: Mehr Nettozahlung!) Konkret heißt das, den EU-Finanzierungsrahmen von 1,27 Prozent durchaus aufrechtzuerhalten. Wir brauchen den Finanzierungsrahmen für die Europäische Union, um Zukunftsprojekte abwickeln zu können.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend, damit Sie sehen, dass wir Visionen und Konzepte haben – und wir haben viele schon in den Ausschüssen diskutiert –: Wir Grüne wollen eine ökologische und soziale Steuerreform sowie eine gerechte Verteilung der Steuerlast, denn Investitionen in Bildung, Forschung und Umwelttechnologie, meine Damen und Herren, sichern, und zwar langfristig, den Wohlstand in unserem Lande und dienen daher auch der Bevölkerung. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Als eines von vielen positiven Beispielen möchte ich meinen Wahlkreis die Region Innviertel erwähnen. Es gibt im grenznahen Raum viele Unternehmensansiedlungen aus dem benachbarten Bayern. Das gefällt zwar den Bayern nicht besonders, bringt uns aber im Innviertel mehrere hundert Arbeitsplätze. Die Herabsenkung der Körperschaftssteuer auf 25 Prozent und die schnellen Verfahrensabwicklungen durch weniger Bürokratie und natürlich auch unsere fleißigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben Österreich zu einem beliebten Wirtschaftsstandort gemacht. Aus dem benachbarten Deutschland, von dessen Wirtschaft Österreich stark abhängig ist, blickt man mit Neid nach Österreich. Der bayrische Ministerpräsident Stoiber und internationale Medien bezeichnen die österreichische Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik als vorbildlich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das zeigt, dass unsere aktive Wachstums- und Beschäftigungspolitik die richtige Politik ist. (Beifall bei der ÖVP.) Da kann die Opposition noch so wettern gegen diese Bundesregierung: Die Zahlen sprechen eindeutig für sich. Die Zahl der Beschäftigten in Österreich steigt weiter: Gegenüber dem Februar 2004 ist sie um 31 000 Personen gestiegen, in Oberösterreich stieg sie sogar um 8 800 Personen.
Beifall bei der ÖVP.
Besonders wichtig ist, dass dadurch das 3-Milliarden-€-Paket auch weiterhin gesichert bleibt. Das schafft Sicherheit, Vertrauen und Arbeitsplätze. Der ländliche Raum ist uns ganz besonders wichtig. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Wir alle sehen, dass diese Bundesregierung Österreich erfolgreicher, wettbewerbsfähiger und innovativer macht. Dieser Weg wird mit diesem Bundesvoranschlag für 2006 fortgeführt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Aber Pessimismus auch!
Wenn man sich das Ganze anschaut, sieht man aber doch zumindest einen Grundgedanken, der sich erkennbar durch diesen Budgetentwurf zieht, nämlich das Prinzip Hoffnung. Wir Ökonomen wissen, dass das gemeinhin ein schlechter wirtschaftspolitischer Berater ist, aber: Dieser Grundgedanke zieht sich, wie gesagt, dennoch durch diesen Entwurf. (Abg. Dr. Stummvoll: Aber Pessimismus auch!) – Darauf kommen wir gleich zu sprechen, Herr Stummvoll.
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.
Wenn zum Beispiel angeführt wird, die angeblich – ich zitiere – „klare finanz- und wirtschaftspolitische Strategie“ – Zitatende – der Bundesregierung basiere unter anderem auf der Säule mehr öffentliche Investitionen, mehr Wachstum durch öffentliche Investitionen, kann doch letztlich nur das Prinzip Hoffnung regieren, denn bei den öffentlichen Investitionen liegt Österreich mittlerweile bei 50 Prozent der Europäischen Union, und zwar der Union der 25. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) – Herr Staatssekretär, diese Zahlen sind offizielle Zahlen, die können Sie nicht wegdiskutieren, auch wenn Sie noch so skeptisch sind und daran zweifeln!
Abg. Dr. Stummvoll: Das baut auf den Wifo-Prognosen auf!
Auch die Zuversicht bezüglich der längerfristigen Geschäftserwartungen ist gesunken, und zwar deutlich gesunken. (Abg. Dr. Stummvoll: Das baut auf den Wifo-Prognosen auf!) Das ist der Konjunkturbericht des Wirtschaftsforschungsinstitutes, das Sie unter anderem mitfinanzieren. Da können wir von der Opposition nichts dafür.
Abg. Bucher: Elf Tage mehr Freiheit!
Da nützt es dann auch wenig, wenn im ORF mit teuren Kampagnen den Steuerzahlern zu suggeriert versucht wird, die Steuerreform würde ihnen einen zusätzlichen Urlaub, ein zusätzliches Auto, zusätzliche teure Einkäufe bringen. (Abg. Bucher: Elf Tage mehr Freiheit!) Das fällt vielmehr unter das so genannte Gloggnitz-Syndrom, für das wir im Tourismus ja durchaus dankbar sind – übrigens kommt der Tourismus auch nur mit einem einzigen Wort vor in dieser Budgetrede, aber das sind wir ja bereits gewohnt –, aber die Wahrheit sieht auch da anders aus. Die erforderliche Gegenfinanzierung der Steuerreform wie auch der Budgets 2005 und 2006 wird eine erhebliche Belastungslawine lostreten; unabhängige Wirtschaftsexperten beziffern die Lücke bereits mit 9 bis 10 Milliarden €. Auch keine Kleinigkeit.
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Ihr habt sie verloren!
Meine Damen und Herren! Die Budgetrede stand unter anderem unter dem Motto „Zukunft gewinnen.“ – Ich glaube, es wäre gescheiter, Sie würden an der Zukunft arbeiten, als sich der Hoffnung hinzugeben, dass Sie die Zukunft gewinnen werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Ihr habt sie verloren!)
Abg. Mag. Hoscher: Einmal!
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Frau Präsidentin! Poštovane dame i gospodo! Jetzt habe ich nicht genau aufgepasst beim Kollegen Hoscher, ob er gesagt hat, dass das Wort „Tourismus“ gar nicht vorgekommen ist oder nur einmal. (Abg. Mag. Hoscher: Einmal!) Aha, einmal. – Das Wort „Sicherheit“ ist mehrfach vorgekommen. Viermal habe ich es gefunden beim Suchprogramm und dann beim Durchlesen, allerdings immer im Zusammenhang mit „sozialer Sicherheit“, aber niemals ist es in der gestrigen Budgetrede des Finanzministers im Zusammenhang mit „öffentlicher Sicherheit“ vorgekommen, also über die „Pensionssicherungsreform“ hinausgehend, wie es Bundesminister Grasser genannt hat.
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Im Innenressort wird es, obwohl das der Herr Minister gestern in der Budgetrede – jetzt weiß ich ja auch warum – geflissentlich verschwiegen hat, denn dazu hätte er dann ja doch etwas sagen müssen, im Jahre 2006 um 952 Stellen weniger geben. Dass man so etwas in einer Budgetrede nicht sagt, ist vielleicht menschlich nachvollziehbar, politisch ist es jedenfalls ein krasses Fehlverhalten, denn es war Täuschung, wie die Rede gestern gestaltet war. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Zweytick: Weil ohnehin kein Platz ist im Häfn!
Im Justizressort schaut es nicht anders aus. Noch nie waren die Häftlingszahlen in Österreichs Gefängnissen so hoch, aber das Budget für das Jahr 2006 sieht um 124 Stellen weniger vor – und das konkret auch in den Justizanstalten. (Abg. Zweytick: Weil ohnehin kein Platz ist im Häfn!) Ich frage mich: Was ist dem Herr Bundesminister für Finanzen und dem ihm zugeordneten Staatssekretär Finz, was ist dieser Bundesregierung insgesamt die öffentliche Sicherheit wert? Eine Erwähnung in der Budgetrede nicht, aber die Zahlen des Budgets – und das ist ja heute auch schon gesagt worden, in den Zahlen kommt ja die Politik zum Ausdruck – zeigen ganz deutlich: Die öffentliche Sicherheit ist ein Stiefkind der Budgetpolitik!
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Einem.
Meine Damen und Herren! So ein Missverständnis darüber, was wir Gender-Aspekt bei der Budgetierung nennen – und das noch dazu in einem Ressort, das von einer Frau geleitet wird! –, das lässt mich nichts Gutes vermuten. Frau Ministerin Prokop hat aber noch die Chance, das zu korrigieren. Sie soll das einfach streichen lassen, denn der Finanzminister ist männlich. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Einem.)
Abg. Mag. Kogler: Was sind drei Vierzeiler in Euro?
Abgeordneter Wolfgang Großruck (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! (Abg. Mag. Kogler: Was sind drei Vierzeiler in Euro?) Lieber Herr Kogler! (Abg. Dr. Einem: Bitte, gar keine!) Meine Damen und Herren! Kollege Krainer war vorhin hier heraußen und hat sich darüber mokiert, dass die Regierung viel Geld „für Propaganda“ ausgebe. – Herr Krainer, ich darf Sie korrigieren, das ist nicht für Propaganda, sondern für Werbung, denn die Propaganda machen andere für uns, und die ist kostenlos.
Abg. Dr. Einem: Bitte, gar keine!
Abgeordneter Wolfgang Großruck (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! (Abg. Mag. Kogler: Was sind drei Vierzeiler in Euro?) Lieber Herr Kogler! (Abg. Dr. Einem: Bitte, gar keine!) Meine Damen und Herren! Kollege Krainer war vorhin hier heraußen und hat sich darüber mokiert, dass die Regierung viel Geld „für Propaganda“ ausgebe. – Herr Krainer, ich darf Sie korrigieren, das ist nicht für Propaganda, sondern für Werbung, denn die Propaganda machen andere für uns, und die ist kostenlos.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die „FAZ“ schrieb weiters: Österreich befindet sich, verglichen mit Deutschland, in recht komfortabler Lage. Zwar wird die Neuverschuldung im nächsten Jahr mit 1,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes die höchste sein seit Amtsbeginn der Mitte-Rechts-Regierung, damit wird die kleine Volkswirtschaft aber im Euro-Raum noch immer zu den weniger schlechten Haushältern gehören. Man hat sich vom kleinen Anhängsel, vom Trittbrettfahrer der allgemeinen deutschen Nachkriegswohlfahrt, zum autonomen Erfolgsmodell gemausert. – Zitat Ende. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Einem: Sein Name ist Matznetter!
Herr Matzenetter hat heute wieder gesagt: Die Steuerreform bringt nur den Reichen etwas, den Armen nichts! – Herr Matzenetter ... (Abg. Dr. Einem: Sein Name ist Matznetter!) Entschuldigung: Herr Matznetter, spricht hier wider besseres Wissen – oder er kennt sich nicht aus. Als Firma würde ich mir jedenfalls, wenn ich höre, was Matznetter sagt, überlegen, ob ich ihn als Steuerberater nehmen würde. Er behauptet, wir würden die Reichen fördern, dabei weiß er ganz genau, dass wir uns mit dieser Steuerreform einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, mit dem wir ausländische Investoren hereinwerben und damit Arbeitsplätze schaffen!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Darum geht es dieser Bundesregierung: das Schaffen, das Erhalten, das Ausbauen von Arbeitsplätzen! Das ist das große Ziel – und nicht, angeblich irgendwelche Unternehmer noch reicher zu machen! Das ist doch ein kindisches „Argument“! Seien Sie mir nicht böse, das muss einmal gesagt werden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Das geht sich leicht aus!
Ich kann jetzt aus Zeitgründen auf die Budgetreden der Herren Van der Bellen und Gusenbauer nicht eingehen. (Abg. Mag. Kogler: Das geht sich leicht aus!) Es war heute aber wirklich jämmerlich. Bei Herrn Van der Bellen habe ich Verständnis, dass er etwas aggressiv gegen den Herrn Finanzminister war, denn wenn Sie gestern in der „Zeit im Bild 2“ die Diskussion gesehen haben, wo Herr Van der Bellen nicht den geringsten Funken einer Chance hatte, so war er vielleicht heute etwas in Revanchestimmung Minister Grasser gegenüber und hat das hier herinnen angebracht. (Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie etwas zur Sache! – Abg. Brosz: Was haben Sie sich gestern angeschaut? Die „Biene Maja“?)
Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie etwas zur Sache! – Abg. Brosz: Was haben Sie sich gestern angeschaut? Die „Biene Maja“?
Ich kann jetzt aus Zeitgründen auf die Budgetreden der Herren Van der Bellen und Gusenbauer nicht eingehen. (Abg. Mag. Kogler: Das geht sich leicht aus!) Es war heute aber wirklich jämmerlich. Bei Herrn Van der Bellen habe ich Verständnis, dass er etwas aggressiv gegen den Herrn Finanzminister war, denn wenn Sie gestern in der „Zeit im Bild 2“ die Diskussion gesehen haben, wo Herr Van der Bellen nicht den geringsten Funken einer Chance hatte, so war er vielleicht heute etwas in Revanchestimmung Minister Grasser gegenüber und hat das hier herinnen angebracht. (Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie etwas zur Sache! – Abg. Brosz: Was haben Sie sich gestern angeschaut? Die „Biene Maja“?)
Abg. Mag. Kogler: Worum geht es? Keine Ahnung!
Gusenbauer wird heute im „Kurier“ so beurteilt: „Alfred Gusenbauer offenbarte ziemlichen Kleingeist, als er den Ziffernsturz ...“ – und so weiter. (Abg. Mag. Kogler: Worum geht es? Keine Ahnung!)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Pirklhuber: Das war jetzt aber nur ein Zweizeiler!
(Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Pirklhuber: Das war jetzt aber nur ein Zweizeiler!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Caspar Einem (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Nach dieser doch mehr halblustigen Rede des Kollegen Großruck darf ich sagen, in wenigstens einer Hinsicht möchte ich Sie voll anerkennen, Herr Abgeordneter: Sie wissen wenigstens, welche Zeitungen Sie lesen müssen, die dieselben Standpunkte vertreten wie Sie. Das ist gescheit von Ihnen, da können Sie sich immer freuen. Sie sollten nur nicht glauben, das sei die Wahrheit. Es ist nur Ihre Meinung. Das ist auch schön, wenn Sie das haben, aber es ist doch nicht die Wahrheit, sondern eben vor allem Ihre Meinung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Das ist meine Rede!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Erlauben Sie mir, nachdem heute schon sehr viel geredet worden ist, mich zum Thema Budget zurückzubegeben und damit im Übrigen den Pfad von Großruck zu verlassen, der sich mit dem Budget ja überhaupt nicht auseinander gesetzt hat, und ein paar Fragen zu stellen. (Abg. Mag. Kogler: Das ist meine Rede!) – Danke, Herr Kollege Kogler! – Ich möchte den Herrn Staatssekretär bitten, mir seine Aufmerksamkeit zu gönnen, weil es um Fragen geht, bei denen ich mich frage, wie Sie sie eigentlich beantworten würden.
Staatssekretär Dr. Finz: ...Staatshaftung!
Frage zwei: Nehmen wir ein Beispiel. Wenn wir das Budget anschauen, dann stellen wir fest, dass die Investitionen für Infrastruktur-Investitionen zurückgenommen wurden, insoweit sie aus dem Budget kommen. Es ist andererseits festzustellen, dass dort, wo investiert werden soll, also beispielsweise in die Schieneninfrastruktur, die Kreditaufnahme durch die Bahn erhöht werden soll. Ich halte das für ein interessantes Vorgehen, möchte Sie aber nur fragen: Ist eigentlich in Ihren Augen vorgesehen, dass die ÖBB diese Schulden irgendwann zurückbezahlt? Und darf ich Sie fragen, falls das nicht der Fall ist: Wer soll es eigentlich dann bezahlen? Können Sie mir sagen, wer es dann am Schluss bezahlt? (Staatssekretär Dr. Finz: ...Staatshaftung!) Ich habe gefragt: Wer zahlt?
Staatssekretär Dr. Finz: Die Schätzungen der Krankenkassen sind zu hoch!
Die Frage ist: Rechnen Sie damit, dass die Gesundheitsentwicklung der Österreicherinnen und Österreicher einen Verlauf nehmen wird, dem gemäß künftig die Ausgaben der Krankenkassen sinken werden? (Staatssekretär Dr. Finz: Die Schätzungen der Krankenkassen sind zu hoch!) Sie nehmen die Schätzungen der Krankenkassen als „zu hoch“ an. Aber die Frage ist doch – nehmen wir einmal an, ihre 250 Millionen € würden stimmen –, dass das auch nach ihren Zahlen steigen wird!
Abg. Dr. Stummvoll: Das ist keine Frage!
Glauben Sie, das wird von selber wieder gut, weil die Leute plötzlich nicht mehr krank werden? Glauben Sie, dass das am Schluss irgend jemand wird bezahlen müssen? Glauben Sie, es wird jemand bezahlen müssen? (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist keine Frage!) Darf ich Sie fragen: Wer? (Staatssekretär Dr. Finz: Die Gesundheitsreform!) Und darf ich fragen, wann gezahlt wird. – Herr Staatssekretär Finz, ich finde es „wunderbar“, was Sie dazu sagen.
Staatssekretär Dr. Finz: Die Gesundheitsreform!
Glauben Sie, das wird von selber wieder gut, weil die Leute plötzlich nicht mehr krank werden? Glauben Sie, dass das am Schluss irgend jemand wird bezahlen müssen? Glauben Sie, es wird jemand bezahlen müssen? (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist keine Frage!) Darf ich Sie fragen: Wer? (Staatssekretär Dr. Finz: Die Gesundheitsreform!) Und darf ich fragen, wann gezahlt wird. – Herr Staatssekretär Finz, ich finde es „wunderbar“, was Sie dazu sagen.
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Ich darf Ihnen noch eine letzte Frage stellen: Glauben Sie, dass Sie 2007, falls Sie hier im Nationalrat sind, von der Zeit sprechen werden, in der die Freiheitlichen die Regierung geführt haben? (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wir haben immer mehr Aufgaben zu bewältigen – und haben dafür immer weniger Geld zur Verfügung. Der Getränkesteuerstreit, den ich jetzt gar nicht lange ansprechen will, ist prolongiert und wird mit 1,2 Milliarden € zu Buche schlagen. Diese 1,2 Milliarden € fehlen im Budget vollständig. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Gesund zu sein und zu bleiben, das liegt bei den Österreichern an erster Stelle, wenn man sie nach ihren Wünschen fragt. Und sie sind Spitzenreiter in Europa, wenn es um die Zufriedenheit mit ihrem Gesundheitssystem in Österreich geht. 83,4 Prozent der Österreicher halten dieses System für ausgezeichnet. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt wieder den Vorsitz.
Die Gründe dafür sind klar. Wir alle haben freien Zugang zu den Möglichkeiten, die die Medizin heute bietet, zu unserer Heilung, zu den Untersuchungen und zu den Forschungen, damit wir gesund bleiben können. Es gibt keine Zweiklassenmedizin – und das trotz der steigenden Kosten für diese medizinische Entwicklung und trotz der größeren Zahl der Menschen, die dieses Gesundheitssystem in Anspruch nehmen können. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dieses Projekt des Bundeskanzleramtes und der Österreichischen Bundes-Sportorganisation wird auch im Jahr 2006 mit 700 000 € im Budgetvoranschlag bedacht. Das ist großartig, denn dieses Projekt wird unter dem Motto des lebenslangen Sportausübens gesehen. Sport also als Dienstleister im Gesundheitssystem! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Noch etwas Neues: Mit diesem Projekt werden die Dachverbände zusammengeführt. Die Aktivitäten in den Sportvereinen orientieren sich jetzt mit diesem Projekt weniger an den Wettkämpfen, sondern mehr an der Prävention, an der Gesundheitsförderung. Somit wird mit der Aktion „Fit für Österreich“ und der entsprechenden budgetären Unterstützung ein weiteres wichtiges Element im Rahmen der Gesundheitsstrategie unserer Gesundheitsministerin erfüllt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der SPÖ.
Der folgende Satz lautete: „900 Millionen € mehr geben wir an Arbeitslosengeldern und Notstandshilfe aus.“ – Dazu muss ich als kleine Fußnote anmerken, dass ich überhaupt nicht verstehe, warum man das so stolz in einer Budgetrede anmerkt. Das ist doch der Beleg für fatales Versagen Ihrer Politik und ein makabres politisches Verständnis, das hier stolz auszuweisen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Zweites Beispiel: Kinderbetreuungsgeld. Da geben Sie viel mehr Geld aus. – Ja, Belege liegen auf dem Tisch. Das Wifo sagt, es wird zwar mehr Geld ausgegeben. Allerdings: Wie sieht die Entwicklung, die Auswirkung dieser Maßnahme aus? – Diese sieht so aus, dass nach Einführung des Kindergeldes die Arbeitslosigkeit bei Frauen nach der Babypause um ungefähr 40 Prozent angestiegen ist. Ich würde sagen: Zwar viel Geld eingesetzt, aber so, wie Sie das Kindergeld konstruiert haben, falsch eingesetzt. Das heißt, wir müssen beim Kinderbetreuungsgeld überdenken, wie wir durch Änderungen Maßnahmen setzen, um keine Anreize in Richtung lange Berufsunterbrechung zu bieten, um diese Entwicklung nicht weiter fortzusetzen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
darstellen, ist in Wirklichkeit eine Falle und ein Wegweiser in Richtung Armut. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Der eine Punkt war, dass es im Jahr 2006 eine geringere Kürzung von Planstellen im Außenministerium geben wird als geplant, auch eine geringere als von 2004 auf 2005. Damals gab es ein Minus von 29 Posten, von 2005 auf 2006 ist nur ein Minus von drei Posten geplant, im Gegensatz zu einigen mehr, die ursprünglich vorgesehen waren. Ich hoffe, dass das nicht nur auf die EU-Präsidentschaft zurückzuführen ist, die Österreich nächstes Jahr im ersten Halbjahr innehat, und dann eventuell im nächsten Budget geplant ist, in diesem Bereich weiter zu kürzen. Jedenfalls das wurde erreicht: Nur minus drei Posten für 2006 ist ein kleiner Fortschritt. Dennoch möchte ich hier noch einmal anmerken, wie schon einige Male zuvor: Wenn ich die Zahl der Planstellen, die das österreichische Außenministerium hat, mit einem vergleichbaren europäischen Land, etwa mit Schweden, vergleiche, so muss ich sagen, dass wir doch einen sehr geringen Personalstand haben. Österreich hat laut Budget 2006 nun 1 425 Posten, Schweden, durchaus vergleichbar, hat um 1 000 mehr, nämlich es sind rund 2 500 Beamte im außenpolitischen, entwicklungspolitischen Bereich beschäftigt. Ich denke, da wird wohl auch der Stellenwert gemessen, den die Außenpolitik und die Entwicklungspolitik in Schweden hat. In Österreich ist er leider geringer. Ich bedauere das sehr, hoffe aber doch, dass es in Zukunft diesbezüglich Verbesserungen und nicht weiterhin nur Kürzungen geben wird. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Jarolim: Ist das nicht geradezu grotesk?
Da halte ich es schon wirklich für sehr übertrieben, wenn der Finanzminister meint, dass diese Gelder im Jahr 2006, wobei für die ADA 3,5 Millionen € und für die internationalen Organisationen 1,5 Millionen € mehr zur Verfügung gestellt werden, Maßnahmen zur schrittweisen Annäherung an das Barcelona-Ziel des EU-Rates sind. (Abg. Dr. Jarolim: Ist das nicht geradezu grotesk?) Insgesamt werden etwa, wenn ich es jetzt richtig im Kopf habe, 226 Millionen € benötigt. Mit den 3 oder 4 Millionen €, die für 2006 vorgesehen sind, meine Damen und Herren, wenn Österreich da schrittweise so weitermacht, werden wir dieses Ziel zu unser aller Lebzeiten nicht mehr erreichen. In der Form wird die Armutsbekämpfung durch Finanzminister Grasser nicht funktionieren.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Insgesamt betrachtet gibt es ein paar kleine Fortschritte im Bereich des Außenressorts als Gesamtes. Ich bin auch froh darüber, dass es eines jener Ressorts ist, wo es im Ganzen ein bisschen mehr Geld gibt. Die Befürchtung ist natürlich, dass, wenn die österreichische EU-Präsidentschaft vorbei ist, diese Erhöhungen nicht gehalten werden können. Aber im Sinne einer österreichischen Präsenz sowohl innerhalb der EU als auch in anderen Teilen der Welt halte ich es doch für sinnvoll, daran zu denken, auch in Zukunft das Budget des Außenamtes und gerade der Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen, und nicht nur mickrige, kleine Fortschritte einzubauen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Abgeordneter Johannes Zweytick (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es wurde schon viel über das Budget gesagt. Gestern hat unser Finanzminister dieses Budget vorgestellt – aus meiner Sicht sehr demonstrativ und auch sehr eindrucksvoll, auch wenn es in einer gekürzten Form war. Umso besser ist die Aufbereitung zum Nachlesen, die ja auch schon von allen Parteien gelobt wurde. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Ruf bei der SPÖ: Die Rede, bitte!
Internationales Lob hört man ja überall. Ich denke, man sollte da auch etwas über den Tellerrand hinaus schauen. Es wäre auch in unserem ureigensten Sinne und Interesse, wenn es auch Deutschland besser ginge. Das wäre sehr wichtig, weil wir nicht nur daran mitpartizipieren, sondern in erster Linie sehr stark von Deutschland abhängen. (Ruf bei der SPÖ: Die Rede, bitte!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Ich praktiziere das! Meine Damen und Herren, ich weiß, was es heißt, einen ausgeglichenen Haushalt zu machen! Ich weiß, wie schwierig es ist, wenn man nicht ausgleichen kann. (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Das macht nicht meine Frau, lieber Freund!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Unsere Einstellung gegenüber der Zukunft muss sein: Wir sind jetzt verantwortlich für das, was in Zukunft geschieht. Ich denke, Karl-Heinz Grasser hat Recht. – Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Wir sollten auch nicht zu einer Insel der ...! – Abg. Grillitsch: Zu welcher Insel? – Abg. Dr. Jarolim: ... der Unehrlichen werden! – Abg. Grillitsch: Herr Präsident! Haben Sie das gehört? Er bezeichnet uns als „Unehrliche“! Das bedarf eines Ordnungsrufes!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächste Rednerin zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Königsberger-Ludwig. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Wir sollten auch nicht zu einer Insel der ...! – Abg. Grillitsch: Zu welcher Insel? – Abg. Dr. Jarolim: ... der Unehrlichen werden! – Abg. Grillitsch: Herr Präsident! Haben Sie das gehört? Er bezeichnet uns als „Unehrliche“! Das bedarf eines Ordnungsrufes!)
Beifall bei der SPÖ.
und das im drittreichsten Land der EU – von Armut gefährdet. Ich finde, das ist eine Schande! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Kreditschutzverband von 1870 erwartet für 2005 4 500 Privatkonkurse, das sind doppelt so viele wie im Jahr 2002. Das ist doch alarmierend! Das ist nicht Krankjammern, wie die Kolleginnen und Kollegen der ÖVP und der Freiheitlichen immer sagen, sondern das ist auch Realität und Alltag in Österreich. Wir schauen hin, Sie schauen weg – das unterscheidet uns. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte abschließend nur sagen, ohne viele Probleme aufgezeigt zu haben, die es zurzeit in Österreich noch gibt: Die Politik von den Regierungsparteien ist falsch. Sie machen Politik nach dem Motto: Rückenwind für die Reichen, Gegenwind für alle anderen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Spricht Herr Finz noch über die Schenkungssteuer, oder ist das nicht im Programm?
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Ing. Winkler. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Spricht Herr Finz noch über die Schenkungssteuer, oder ist das nicht im Programm?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Hohes Haus! Das Verkehrsbudget 2006 bringt mit seinen Investitionen viele Impulse für bessere Verkehrsanbindungen. Die Verkehrs-Infrastrukturen für unsere Bürger und für unsere Wirtschaft werden wesentlich verbessert. Das Verkehrsbudget 2006 ist somit ein wesentlicher Schritt für ein modernes und wirtschaftlich orientiertes Österreich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Aber es ist die Frage, wie das jetzt weitergeht!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär Finz, Sie sind wieder allein auf der Regierungsbank. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Noch ist der Herr Staatssekretär da. (Abg. Dr. Jarolim: Aber es ist die Frage, wie das jetzt weitergeht!) Ob er heute noch etwas sagt. Wir haben schon vorher festgestellt, dass Herr Finz anscheinend im Moment im Sternzeichen der Fische steht und deswegen nicht mit uns spricht, aber er hört uns zu. (Abg. Dr. Jarolim: Aber wir sollten
Beifall bei der SPÖ.
ihm Anerkennung aussprechen, dass er da ist!) – Das stimmt. Bravo! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schöls: Das hängt von euren Beiträgen ab!
Die Aufmerksamkeit bei der Regierung ist heute enden wollend. Ich werde nur auf ein paar Kleinigkeiten eingehen. (Abg. Schöls: Das hängt von euren Beiträgen ab!) – Ah, da ist doch noch jemand aufgewacht! (Abg. Schöls: Ihr könnt euch steigern!)
Abg. Schöls: Ihr könnt euch steigern!
Die Aufmerksamkeit bei der Regierung ist heute enden wollend. Ich werde nur auf ein paar Kleinigkeiten eingehen. (Abg. Schöls: Das hängt von euren Beiträgen ab!) – Ah, da ist doch noch jemand aufgewacht! (Abg. Schöls: Ihr könnt euch steigern!)
Abg. Grillitsch: Sie beleidigen schon wieder!
Zur Umweltfrage: Österreich war, als wir der EU beigetreten sind, Umwelt-Musterland, darauf waren wir alle immer stolz. Es gibt einige wie Kollegen Wittauer, die glauben, das ist heute noch immer der Fall. Österreich hat aber seinen Platz verloren, bei weitem verloren. (Abg. Grillitsch: Sie beleidigen schon wieder!) – Ich beleidige überhaupt niemanden, außerdem habe ich mit Herrn Wittauer geredet. (Abg. Wittauer: Die Staubbelastung ...!)
Abg. Wittauer: Die Staubbelastung ...!
Zur Umweltfrage: Österreich war, als wir der EU beigetreten sind, Umwelt-Musterland, darauf waren wir alle immer stolz. Es gibt einige wie Kollegen Wittauer, die glauben, das ist heute noch immer der Fall. Österreich hat aber seinen Platz verloren, bei weitem verloren. (Abg. Grillitsch: Sie beleidigen schon wieder!) – Ich beleidige überhaupt niemanden, außerdem habe ich mit Herrn Wittauer geredet. (Abg. Wittauer: Die Staubbelastung ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich frage mich: Wozu hat die Zivildienst-Reformkommission getagt, wenn Sie mit Ihrer Mehrheit verhindern, dass wir eine echte Gleichstellung erreichen? Aber nicht einmal diese halben Schritte sind finanziert. Kein Cent ist für diesen Bereich vorgesehen! Wir werden bei den Budgetberatungen genau darauf achten, dass dieses Geld zur Verfügung gestellt wird. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Es ist auch schlecht!
Ich verstehe Folgendes nicht: Frau Königsberger sagt zwar, es werde nicht gejammert, aber die Opposition versucht nichts anderes, als das Budget schlecht zu machen, die Regierung schlecht zu machen (Abg. Dr. Jarolim: Es ist auch schlecht!) und auch das Land schlecht zu machen.
Abg. Dr. Jarolim: In Österreich ohne ÖVP!
Darum frage ich Sie: In welchem anderen Land in Europa oder darüber hinaus würden Sie lieber leben als in Österreich? (Abg. Dr. Jarolim: In Österreich ohne ÖVP!) In welchem anderen Land in Europa oder darüber hinaus würden Sie lieber arbeiten als in Österreich? – Ich glaube, Sie werden kein anderes Land finden, denn wir in Österreich machen gute Politik (Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger), und das drückt sich auch in Zahlen aus.
Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger
Darum frage ich Sie: In welchem anderen Land in Europa oder darüber hinaus würden Sie lieber leben als in Österreich? (Abg. Dr. Jarolim: In Österreich ohne ÖVP!) In welchem anderen Land in Europa oder darüber hinaus würden Sie lieber arbeiten als in Österreich? – Ich glaube, Sie werden kein anderes Land finden, denn wir in Österreich machen gute Politik (Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger), und das drückt sich auch in Zahlen aus.
Abg. Mag. Gaßner: Geh, hör auf!
Ich sage, dass die ehemalige Schuldenpolitik schuld ist, dass wir heute so viel Zinsen zahlen müssen und dass heute nicht ausgeglichen budgetiert werden kann. (Abg. Mag. Gaßner: Geh, hör auf!) Die Sozialisten haben während ihrer Regierungszeit, während der Alleinregierungszeit die Schulden verdreizehnfacht! Um 1 200 Prozent haben sie die Schulden erhöht. (Abg. Dr. Cap: Geh, hör auf!) Und wenn ich noch die Zeit bis zum Jahr 2000 dazurechne, denn dann hat die Regierung Schüssel das Ruder übernommen und erstmals auch den Finanzminister gestellt, dann sind die Schulden verfünfunddreißigfacht worden. Die Schulden haben sich um 3 400 Prozent erhöht. (Abg. Dr. Cap: Märchenstunde!) Wenn wir diese 7 Milliarden € Schulden nicht zahlen müssten, dann hätten wir einen Überschuss im nächstjährigen Budget. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: Geh, hör auf!
Ich sage, dass die ehemalige Schuldenpolitik schuld ist, dass wir heute so viel Zinsen zahlen müssen und dass heute nicht ausgeglichen budgetiert werden kann. (Abg. Mag. Gaßner: Geh, hör auf!) Die Sozialisten haben während ihrer Regierungszeit, während der Alleinregierungszeit die Schulden verdreizehnfacht! Um 1 200 Prozent haben sie die Schulden erhöht. (Abg. Dr. Cap: Geh, hör auf!) Und wenn ich noch die Zeit bis zum Jahr 2000 dazurechne, denn dann hat die Regierung Schüssel das Ruder übernommen und erstmals auch den Finanzminister gestellt, dann sind die Schulden verfünfunddreißigfacht worden. Die Schulden haben sich um 3 400 Prozent erhöht. (Abg. Dr. Cap: Märchenstunde!) Wenn wir diese 7 Milliarden € Schulden nicht zahlen müssten, dann hätten wir einen Überschuss im nächstjährigen Budget. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: Märchenstunde!
Ich sage, dass die ehemalige Schuldenpolitik schuld ist, dass wir heute so viel Zinsen zahlen müssen und dass heute nicht ausgeglichen budgetiert werden kann. (Abg. Mag. Gaßner: Geh, hör auf!) Die Sozialisten haben während ihrer Regierungszeit, während der Alleinregierungszeit die Schulden verdreizehnfacht! Um 1 200 Prozent haben sie die Schulden erhöht. (Abg. Dr. Cap: Geh, hör auf!) Und wenn ich noch die Zeit bis zum Jahr 2000 dazurechne, denn dann hat die Regierung Schüssel das Ruder übernommen und erstmals auch den Finanzminister gestellt, dann sind die Schulden verfünfunddreißigfacht worden. Die Schulden haben sich um 3 400 Prozent erhöht. (Abg. Dr. Cap: Märchenstunde!) Wenn wir diese 7 Milliarden € Schulden nicht zahlen müssten, dann hätten wir einen Überschuss im nächstjährigen Budget. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage, dass die ehemalige Schuldenpolitik schuld ist, dass wir heute so viel Zinsen zahlen müssen und dass heute nicht ausgeglichen budgetiert werden kann. (Abg. Mag. Gaßner: Geh, hör auf!) Die Sozialisten haben während ihrer Regierungszeit, während der Alleinregierungszeit die Schulden verdreizehnfacht! Um 1 200 Prozent haben sie die Schulden erhöht. (Abg. Dr. Cap: Geh, hör auf!) Und wenn ich noch die Zeit bis zum Jahr 2000 dazurechne, denn dann hat die Regierung Schüssel das Ruder übernommen und erstmals auch den Finanzminister gestellt, dann sind die Schulden verfünfunddreißigfacht worden. Die Schulden haben sich um 3 400 Prozent erhöht. (Abg. Dr. Cap: Märchenstunde!) Wenn wir diese 7 Milliarden € Schulden nicht zahlen müssten, dann hätten wir einen Überschuss im nächstjährigen Budget. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte Sie aufrufen: Machen wir weniger Schulden, arbeiten wir gemeinsam für unser Land, damit Österreich auch in Zukunft vorne bleibt! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Eßl –: Wer schreibt die zentrale Rede! – Abg. Eßl: Ich selbst!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächste Rednerin zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Mag. Muttonen. – Bitte. (Abg. Dr. Cap – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Eßl –: Wer schreibt die zentrale Rede! – Abg. Eßl: Ich selbst!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Christine Muttonen (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Meinem Vorredner möchte ich sagen, es ist immer die Frage, wofür man das Geld ausgibt. Bei Ihnen scheinen mir das die Eurofighter und dergleichen mehr zu sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Das ist ehrlich!
Meine Damen und Herren, eine gewisse Ehrlichkeit ist zumindest in Bezug auf Kunst und Kultur in der Rede des Finanzministers zu bemerken. War der Regierung vor einem Jahr dieser Bereich immerhin einen ganzen Satz wert, so scheint das Wort „Kunst“ in der Budgetrede 2006 gar nicht mehr auf. (Abg. Dr. Cap: Das ist ehrlich!) Das ist ehrlich, genau. Im Informationsblatt Budgetentwurf ist Kunst bestenfalls unter Sonstiges mitbedacht, sie scheint nicht auf. Daran sieht man die Wertschätzung dieser Regierung für Kunst und Kultur. Die Budgetzahlen für diesen Bereich im Jahr 2006 zeigen an sich wenig Veränderung. Es gibt eine leichte Erhöhung, das meiste davon ist aber bereits zweckgebunden für Sonderfinanzierungen. Insgesamt liegen sie noch immer unter dem Budget von 1999. Das zeigt also, dass Investitionen in den Kunst- und Kulturbereich offensichtlich keine vordringliche Aufgabe dieser Regierung sind. Das ist auch am Anteil der Kulturausgaben an den Gesamtausgaben des Bundes erkennbar: Lag der Anteil Mitte der neunziger Jahre bei einem Prozent, so liegt er mittlerweile weit darunter.
Abg. Dr. Sonnberger: Da haben Sie aber noch nicht den letzten ...bericht gehört!
Eine nähere Betrachtung verdient auch die Museumspolitik der Ministerin Gehrer, aber nicht, weil sie so erfolgreich wäre. Das, meine Damen und Herren, sollte uns vor kurzem ein Evaluationsbericht vorgaukeln. Aber ich denke mir, mittlerweile ist es ja wohl für ganz Österreich nachvollziehbar, dass die Museumspolitik der Kulturministerin von Defiziten und strukturellen Problemen geprägt ist. Ein Verdacht erhärtet sich in diesem Zusammenhang: Mit der Ausgliederung der Bundesmuseen scheint die Regierung gewissermaßen sich selbst aus der Verantwortung entlassen zu haben. (Abg. Dr. Sonnberger: Da haben Sie aber noch nicht den letzten ...bericht gehört!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Zinggl.
Das heißt, die Beurteilung für das kommende Budget im Bereich Kunst und Kultur ist eindeutig, wie in vielen anderen Bereichen: eindeutig negativ! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Zinggl.)
Abg. Mag. Muttonen: Das kann man sagen! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Jetzt kommt zum ersten Mal Lob über ...!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Das Bundesland Kärnten, mein Heimatbundesland, wird vom Bund, glaube ich, sehr gebührlich bedient. (Abg. Mag. Muttonen: Das kann man sagen! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Jetzt kommt zum ersten Mal Lob über ...!) Es sind heute schon einige Zahlen genannt worden. Ich darf hier den Straßenausbau noch einmal erwähnen: Die ASFINAG investiert heuer, im Jahr 2005, rund 70 Millionen €, und für das Budget 2006 sind immerhin 85 Millionen € vorgesehen, das heißt auch eine dementsprechende Steigerung.
Abg. Bucher: Was? „Sizilianische Verhältnisse“? Hast du eine Pizza gegessen?
Natürlich ist auch der Sportsektor zu erwähnen, wo an die 30 Millionen € für das Fußball-EM-Stadion geparkt sind. Und ein wesentlicher Teil sind auch die rund 250 Millionen € – in diesem Fall bis 2010 geplant – für die Koralmbahn, eine doch recht hohe Summe, plus die 55 Millionen €, die Herr Kollege Winkler bereits erwähnt hat, für die restlichen Strecken in Kärnten. – Das ist viel Geld, das auch dementsprechend eingesetzt werden muss, sorgsam eingesetzt werden muss. In diesem Zusammenhang darf ich meine Landesspitze in Kärnten dazu ermuntern, dass wir keine sizilianischen Verhältnisse einreißen lassen dürfen, sondern dass es wirklich transparente und effiziente Umsetzungen geben muss. (Abg. Bucher: Was? „Sizilianische Verhältnisse“? Hast du eine Pizza gegessen?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Fazit aus diesem Chancenpaket, wie man es auch bezeichnen kann: Chancen sind auch für den ländlichen Raum vorhanden – diese Bundesregierung unterstützt ihn dabei. Die Bevölkerung ist auch bereit dafür und fit für die Zukunft. Ich glaube, wir brauchen ganz einfach nur mehr Respekt und mehr Akzeptanz für das Leben und Wirtschaften im ländlichen Raum! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber auch wenn die Quantität stimmt, so hat die Qualität damit noch lange nichts zu tun: Es stehen 2005 und 2006 Entschuldungen von Kamerun sowie des Irak an, und allein die Entschuldung des Irak macht ungefähr 450 Millionen € aus. Nur damit erreichen wir diesen großen Sprung. Ich frage mich nur: Worin liegt die supertolle Qualität in der Entwicklungszusammenarbeit, wenn ehemals auf Pump gekaufte Toyotas oder errichtete Folterkammern eines Diktators und Haider-Freunds Saddam Hussein entschuldet werden? – Das stillt keinen Hunger, das füllt keinen Magen, das schafft keine Bildung und schon gar keine Arbeitsplätze. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn das ein Budget wäre, das das ermöglichen würde, dann würden wir auch zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Krainer – auf eine Gruppe freiheitlicher Abgeordneter, die zwischen den Bankreihen stehend miteinander sprechen, weisend –: Herr Präsident, könnten Sie vielleicht die Freiheitlichen ersuchen, die Gang-Party aufs Couloir zu verlegen? – Abg. Grillitsch – in Richtung des Abg. Krainer –: ... Ambitionen für die Präsidentschaft?
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Preineder. (Abg. Krainer – auf eine Gruppe freiheitlicher Abgeordneter, die zwischen den Bankreihen stehend miteinander sprechen, weisend –: Herr Präsident, könnten Sie vielleicht die Freiheitlichen ersuchen, die Gang-Party aufs Couloir zu verlegen? – Abg. Grillitsch – in Richtung des Abg. Krainer –: ... Ambitionen für die Präsidentschaft?)
Abg. Oberhaidinger: ... selber, Herr Kollege, nicht der Finanzminister!
Auch die Stromproduktion, die durch das Ökostromgesetz seit 2003 forciert wurde, hat uns im Bereich Biogas zum Beispiel 130 Betriebe gebracht (Abg. Oberhaidinger: ... selber, Herr Kollege, nicht der Finanzminister!), und 80 sind in Planung, das sind 7 Prozent der Stromproduktion. (Abg. Krainer: Was hat das mit dem Budget zu tun? – Das zahlen die Konsumenten!) Das zahlen die Konsumenten, aber nicht die Investitionsförderungen, die hier gegeben werden! Ich glaube, es wäre gut, Herr Kollege Krainer, wenn Sie dem Ökostromgesetz, wenn es novelliert wird, zustimmen würden. (Abg. Krainer: Wenn Sie einen guten Vorschlag haben, immer!) Aber vielleicht kann Herr Oberhaidinger erklären, warum seit Dezember hier keine Zustimmung gegeben wird. (Abg. Krainer: Weil es ein schlechter Vorschlag war! Da müssen Sie einen guten Vorschlag vorlegen!)
Abg. Krainer: Was hat das mit dem Budget zu tun? – Das zahlen die Konsumenten!
Auch die Stromproduktion, die durch das Ökostromgesetz seit 2003 forciert wurde, hat uns im Bereich Biogas zum Beispiel 130 Betriebe gebracht (Abg. Oberhaidinger: ... selber, Herr Kollege, nicht der Finanzminister!), und 80 sind in Planung, das sind 7 Prozent der Stromproduktion. (Abg. Krainer: Was hat das mit dem Budget zu tun? – Das zahlen die Konsumenten!) Das zahlen die Konsumenten, aber nicht die Investitionsförderungen, die hier gegeben werden! Ich glaube, es wäre gut, Herr Kollege Krainer, wenn Sie dem Ökostromgesetz, wenn es novelliert wird, zustimmen würden. (Abg. Krainer: Wenn Sie einen guten Vorschlag haben, immer!) Aber vielleicht kann Herr Oberhaidinger erklären, warum seit Dezember hier keine Zustimmung gegeben wird. (Abg. Krainer: Weil es ein schlechter Vorschlag war! Da müssen Sie einen guten Vorschlag vorlegen!)
Abg. Krainer: Wenn Sie einen guten Vorschlag haben, immer!
Auch die Stromproduktion, die durch das Ökostromgesetz seit 2003 forciert wurde, hat uns im Bereich Biogas zum Beispiel 130 Betriebe gebracht (Abg. Oberhaidinger: ... selber, Herr Kollege, nicht der Finanzminister!), und 80 sind in Planung, das sind 7 Prozent der Stromproduktion. (Abg. Krainer: Was hat das mit dem Budget zu tun? – Das zahlen die Konsumenten!) Das zahlen die Konsumenten, aber nicht die Investitionsförderungen, die hier gegeben werden! Ich glaube, es wäre gut, Herr Kollege Krainer, wenn Sie dem Ökostromgesetz, wenn es novelliert wird, zustimmen würden. (Abg. Krainer: Wenn Sie einen guten Vorschlag haben, immer!) Aber vielleicht kann Herr Oberhaidinger erklären, warum seit Dezember hier keine Zustimmung gegeben wird. (Abg. Krainer: Weil es ein schlechter Vorschlag war! Da müssen Sie einen guten Vorschlag vorlegen!)
Abg. Krainer: Weil es ein schlechter Vorschlag war! Da müssen Sie einen guten Vorschlag vorlegen!
Auch die Stromproduktion, die durch das Ökostromgesetz seit 2003 forciert wurde, hat uns im Bereich Biogas zum Beispiel 130 Betriebe gebracht (Abg. Oberhaidinger: ... selber, Herr Kollege, nicht der Finanzminister!), und 80 sind in Planung, das sind 7 Prozent der Stromproduktion. (Abg. Krainer: Was hat das mit dem Budget zu tun? – Das zahlen die Konsumenten!) Das zahlen die Konsumenten, aber nicht die Investitionsförderungen, die hier gegeben werden! Ich glaube, es wäre gut, Herr Kollege Krainer, wenn Sie dem Ökostromgesetz, wenn es novelliert wird, zustimmen würden. (Abg. Krainer: Wenn Sie einen guten Vorschlag haben, immer!) Aber vielleicht kann Herr Oberhaidinger erklären, warum seit Dezember hier keine Zustimmung gegeben wird. (Abg. Krainer: Weil es ein schlechter Vorschlag war! Da müssen Sie einen guten Vorschlag vorlegen!)
Abg. Krainer: Ist das die Werbeaktion ...?
Geschätzte Damen und Herren! Auch für das Projekt klima:aktiv (Abg. Krainer: Ist das die Werbeaktion ...?) gibt es in etwa 3 Millionen € aus dem Budget, die Sie gesucht haben. Damit werden Maßnahmen für Bildung, Beratung und Management gesetzt. (Abg. Krainer: Ist das die Public-Relations-Abteilung vom ...?)
Abg. Krainer: Ist das die Public-Relations-Abteilung vom ...?
Geschätzte Damen und Herren! Auch für das Projekt klima:aktiv (Abg. Krainer: Ist das die Werbeaktion ...?) gibt es in etwa 3 Millionen € aus dem Budget, die Sie gesucht haben. Damit werden Maßnahmen für Bildung, Beratung und Management gesetzt. (Abg. Krainer: Ist das die Public-Relations-Abteilung vom ...?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ob Wärmeproduktion, Stromproduktion, Treibstoffproduktion: Mit den richtigen Rahmenbedingungen können wir Wertschöpfung erzielen, Arbeitsplätze schaffen und die Umwelt entlasten. Dieses Budget sorgt für Balance zwischen Ökonomie und Ökologie, und es verdient Ihre Unterstützung! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Grillitsch nickt. – Abg. Scheibner: So ist es!
Arbeitsplätze werden durch Investitionen geschaffen, und die Wirtschaftsfachleute sind sich einig, dass die Beschäftigungssituation wirklich nur über ein gesteigertes Wachstum verbessert werden kann. (Abg. Grillitsch nickt. – Abg. Scheibner: So ist es!) Ich glaube, es war einer Ihrer Kollegen, der heute eine Kennziffer genannt hat, nämlich: 1 Milliarde € in die Wirtschaft investiert bedeutet in etwa 18 000 Arbeitsplätze mehr. – Gut, mag sein, 15 000, 18 000 oder 10 000 – auf alle Fälle hätte das einen Beschäftigungseffekt. Wenn ich mir aber das vorliegende Schummelbudget anschaue, dann finde ich darin nahezu nichts, was in diese Richtung deutet.
Abg. Scheibner: Ihr hört euch schon gegenseitig zu? Das ist ja schon einmal ein Fortschritt! Sie hätten uns zuhören müssen, Herr Kollege! Da hätten Sie was gelernt! Nicht den eigenen Kollegen zuhören! Das bringt nichts!
Ich habe vorhin auch Kollegin Muttonen zugehört, und es geht mir so wie ihr (Abg. Scheibner: Ihr hört euch schon gegenseitig zu? Das ist ja schon einmal ein Fortschritt! Sie hätten uns zuhören müssen, Herr Kollege! Da hätten Sie was gelernt! Nicht den eigenen Kollegen zuhören! Das bringt nichts!): Sie hat im Budget nichts zum Kapitel Kultur gefunden, und ich finde keine Zeile zum Thema Energiepolitik. Im letzten Budgetjahr wurde Energiepolitik zumindest noch erwähnt. Heuer gibt es nicht einmal eine Zeile zu diesem Thema, meine Damen und Herren.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ellmauer: Weil es kein Märchen ist!
Insgesamt, meine Damen und Herren, hatte ich gestern den Eindruck, dieses Budgetmärchen von Finanzminister Grasser hätte in „Tausendundeiner Nacht“ nicht einmal die erste Nacht überlebt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ellmauer: Weil es kein Märchen ist!)
Abg. Mag. Johann Maier: Hahaha!
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Anhand der heutigen Debatte kann man wieder einmal erkennen, wer die Politik für die Menschen in diesem Land ernst nimmt (Abg. Mag. Johann Maier: Hahaha!) und wem es nur um Polemik und um die Zer-
Abg. Dr. Cap: Schablonen!
pflückung der gestrigen Budgetrede des Finanzministers geht – Ausnahmen gibt es natürlich auch bei Ihnen. (Abg. Dr. Cap: Schablonen!)
Abg. Dr. Cap: Falscher Redetext!
Die Österreicherinnen und Österreicher können Ihre Verängstigungspolitik und Ihre Schlechtmacherei ja gar nicht mehr ernst nehmen. (Abg. Dr. Cap: Falscher Redetext!) Es ist natürlich für Sie, werte Kolleginnen und Kollegen von der Opposition, schmerzlich, dass es dieser schwarz-blauen Bundesregierung gelungen ist, eine in der Geschichte der Zweiten Republik größte Steuerentlastung für alle zu erreichen und trotzdem das Defizit des Jahres 2006 auf 1,7 Prozent zu senken. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.
Die Österreicherinnen und Österreicher können Ihre Verängstigungspolitik und Ihre Schlechtmacherei ja gar nicht mehr ernst nehmen. (Abg. Dr. Cap: Falscher Redetext!) Es ist natürlich für Sie, werte Kolleginnen und Kollegen von der Opposition, schmerzlich, dass es dieser schwarz-blauen Bundesregierung gelungen ist, eine in der Geschichte der Zweiten Republik größte Steuerentlastung für alle zu erreichen und trotzdem das Defizit des Jahres 2006 auf 1,7 Prozent zu senken. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei der ÖVP: So ist es! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ohne Steuerreform wäre bereits dieses Budget ein ausgeglichenes. Es ist nun einmal so: Das Hauptverschulden, die Hauptverantwortung für den Schuldenberg der letzten 30 Jahre trägt die SPÖ! Ohne Schulden vor 1986 wäre der Bund schon im Jahr 2006 schuldenfrei. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei der ÖVP: So ist es! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Das ist eine Zentralrede! Die halten alle hier!
Wir sind mit der nachhaltigen Entlastung aller Steuerpflichtigen auf dem richtigen Weg und sichern so den Wirtschafts- und Beschäftigungsstandard. (Gespräche in den Bankreihen der SPÖ.) Sie sitzen hier im Hohen Haus, werte Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, führen hier Zwiegespräche und kritisieren die Bundesregierung in unsachlicher Weise, aber in Ihrem Wirtschaftskurs stehen Steuererhöhungen im Zentrum. (Abg. Dr. Cap: Das ist eine Zentralrede! Die halten alle hier!) Nur ein Beispiel dafür: Sie wollen die Erweiterung der Bemessungsgrundlage für Körperschaftsteuer und Kommunalsteuer. Herr Kollege Oberhaidinger! Gott sei Dank sind Sie in Opposition! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir sind mit der nachhaltigen Entlastung aller Steuerpflichtigen auf dem richtigen Weg und sichern so den Wirtschafts- und Beschäftigungsstandard. (Gespräche in den Bankreihen der SPÖ.) Sie sitzen hier im Hohen Haus, werte Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, führen hier Zwiegespräche und kritisieren die Bundesregierung in unsachlicher Weise, aber in Ihrem Wirtschaftskurs stehen Steuererhöhungen im Zentrum. (Abg. Dr. Cap: Das ist eine Zentralrede! Die halten alle hier!) Nur ein Beispiel dafür: Sie wollen die Erweiterung der Bemessungsgrundlage für Körperschaftsteuer und Kommunalsteuer. Herr Kollege Oberhaidinger! Gott sei Dank sind Sie in Opposition! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Ikrath: Das ist ein Skandal! – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Mag. Ikrath – in Richtung SPÖ –: Zuhören, verstehen, handeln!
Die Wiener SPÖ-Stadtregierung täte gut daran, sich an dieser Bundesregierung zu orientieren. Die Arbeitslosenquote sinkt in Wien nämlich nur durch statistische Tricks des AMS. Selbstverständlich bekennen wir uns dazu, arbeitslose Menschen zu schulen. Die Schönung der Arbeitslosenzahlen kann aber nicht einmal mehr die SPÖ in Wien bestreiten. In Wien werden arbeitslose Menschen nur noch verwaltet und nicht mehr vermittelt, und das schon seit langer Zeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Ikrath: Das ist ein Skandal! – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Mag. Ikrath – in Richtung SPÖ –: Zuhören, verstehen, handeln!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Das war wieder die Zentralrede, die einer für 25 Redner geschrieben hat! Wir müssen ja auch zuhören, daher ein bisschen variieren!
In der heute schon sehr oft zitierten Studie über den Vergleich der Regionen ist Wien gegenüber anderen österreichischen Bundesländern weit abgeschlagen – ein klares Versagen der Wiener SPÖ-Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik! Armes Wien – glückliches Österreich! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Das war wieder die Zentralrede, die einer für 25 Redner geschrieben hat! Wir müssen ja auch zuhören, daher ein bisschen variieren!)
Beifall bei der SPÖ.
der viel investiert wird, in der viel gegen die Arbeitslosigkeit getan wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Ich habe geglaubt, die Regierung ist an allem schuld!
Ich möchte ein anderes Thema ansprechen, ein Thema, das uns in Wien, aber nicht nur in Wien beschäftigt, nämlich die Frage der Integration. Im Zusammenhang mit der PISA-Studie sind die MigrantInnenkinder als Sündenböcke hingestellt worden. Es gibt viele Kinder mit Migrationshintergrund, die ausgezeichnet Deutsch können. Aber abgesehen davon, dass man nicht generalisieren darf, muss man doch sagen, dass es auch eine Leseschwäche bei anderen Kindern gibt. Es geht nicht darum, jetzt jemanden zu finden, der an etwas schuld ist, sondern darum, etwas zu tun. (Abg. Scheibner: Ich habe geglaubt, die Regierung ist an allem schuld!)
Abg. Dr. Brinek: Es gibt weniger Kinder!
Was geschieht jetzt? Werden jetzt vielleicht die BegleitlehrerInnen, die heuer eingespart worden sind, wieder aufgenommen? Keineswegs! Es wird im Pflichtschulbereich noch weiter eingespart. Es sollen noch mehr LehrerInnen im Pflichtschulbereich eingespart werden. (Abg. Dr. Brinek: Es gibt weniger Kinder!) – Es ist richtig, dass es weniger Kinder im Pflichtschulbereich gibt – auch der Herr Minister hat das heute wieder gesagt (Abg. Scheibner: Weil die SPÖ-Politiker ihre Kinder in die Privatschule geben!) –, aber es sind nicht um so viel weniger, dass solche massiven Einsparungen berechtigt gewesen wären. Es ist in Wirklichkeit so, dass gerade bei den ... (Abg. Dr. Brinek: Das ist Angelegenheit der Wiener Schulverwaltung!) Nein! Es ist in Wirklichkeit so, dass es gerade bei den Kindern, die einer besonderen Förderung bedürfen, und bei den Klassen, die schwieriger sind, notwendig wäre, mehr zu fördern. Es werden vom Bund LehrerInnen eingespart, und das geht offensichtlich so weiter.
Abg. Scheibner: Weil die SPÖ-Politiker ihre Kinder in die Privatschule geben!
Was geschieht jetzt? Werden jetzt vielleicht die BegleitlehrerInnen, die heuer eingespart worden sind, wieder aufgenommen? Keineswegs! Es wird im Pflichtschulbereich noch weiter eingespart. Es sollen noch mehr LehrerInnen im Pflichtschulbereich eingespart werden. (Abg. Dr. Brinek: Es gibt weniger Kinder!) – Es ist richtig, dass es weniger Kinder im Pflichtschulbereich gibt – auch der Herr Minister hat das heute wieder gesagt (Abg. Scheibner: Weil die SPÖ-Politiker ihre Kinder in die Privatschule geben!) –, aber es sind nicht um so viel weniger, dass solche massiven Einsparungen berechtigt gewesen wären. Es ist in Wirklichkeit so, dass gerade bei den ... (Abg. Dr. Brinek: Das ist Angelegenheit der Wiener Schulverwaltung!) Nein! Es ist in Wirklichkeit so, dass es gerade bei den Kindern, die einer besonderen Förderung bedürfen, und bei den Klassen, die schwieriger sind, notwendig wäre, mehr zu fördern. Es werden vom Bund LehrerInnen eingespart, und das geht offensichtlich so weiter.
Abg. Dr. Brinek: Das ist Angelegenheit der Wiener Schulverwaltung!
Was geschieht jetzt? Werden jetzt vielleicht die BegleitlehrerInnen, die heuer eingespart worden sind, wieder aufgenommen? Keineswegs! Es wird im Pflichtschulbereich noch weiter eingespart. Es sollen noch mehr LehrerInnen im Pflichtschulbereich eingespart werden. (Abg. Dr. Brinek: Es gibt weniger Kinder!) – Es ist richtig, dass es weniger Kinder im Pflichtschulbereich gibt – auch der Herr Minister hat das heute wieder gesagt (Abg. Scheibner: Weil die SPÖ-Politiker ihre Kinder in die Privatschule geben!) –, aber es sind nicht um so viel weniger, dass solche massiven Einsparungen berechtigt gewesen wären. Es ist in Wirklichkeit so, dass gerade bei den ... (Abg. Dr. Brinek: Das ist Angelegenheit der Wiener Schulverwaltung!) Nein! Es ist in Wirklichkeit so, dass es gerade bei den Kindern, die einer besonderen Förderung bedürfen, und bei den Klassen, die schwieriger sind, notwendig wäre, mehr zu fördern. Es werden vom Bund LehrerInnen eingespart, und das geht offensichtlich so weiter.
Beifall bei der SPÖ.
Aber es wird im bestehenden schlechten System gekürzt, und das ist eine katastrophale Kombination auf dem Rücken der besonders Förderungsbedürftigen, und das ist etwas, was wir sehr bedauern. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Das stimmt überhaupt nicht! Sie waren bei den Verhandlungen gar nicht dabei!
Abgeordneter Franz Glaser (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Oberhaidinger, nicht wir waren es, die vom Verhandlungstisch, als es um das Öko-Stromgesetz ging, aufgestanden sind, sondern Sie waren es. Nach einer vertagten Sitzung, als wir schon gedacht hatten, es werde sich alles regeln, sind Sie ... (Abg. Krainer: Das stimmt überhaupt nicht! Sie waren bei den Verhandlungen gar nicht dabei!) O ja, ich war sehr wohl im Ausschuss dabei! – Sie sind vom Verhandlungstisch aufgestanden, und Sie sind verantwortlich ... (Abg. Krainer: Sie waren bei den Verhandlungen gar nicht dabei! Ich war bei den Verhandlungen, im Gegensatz zu Ihnen!) – Reden Sie nicht, wenn Sie es nicht wissen! Ich bin bestens informiert, und ich weiß, was im Ausschuss passiert ist. Kollege Oberhaidinger wird es auch wissen.
Abg. Krainer: Sie waren bei den Verhandlungen gar nicht dabei! Ich war bei den Verhandlungen, im Gegensatz zu Ihnen!
Abgeordneter Franz Glaser (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Oberhaidinger, nicht wir waren es, die vom Verhandlungstisch, als es um das Öko-Stromgesetz ging, aufgestanden sind, sondern Sie waren es. Nach einer vertagten Sitzung, als wir schon gedacht hatten, es werde sich alles regeln, sind Sie ... (Abg. Krainer: Das stimmt überhaupt nicht! Sie waren bei den Verhandlungen gar nicht dabei!) O ja, ich war sehr wohl im Ausschuss dabei! – Sie sind vom Verhandlungstisch aufgestanden, und Sie sind verantwortlich ... (Abg. Krainer: Sie waren bei den Verhandlungen gar nicht dabei! Ich war bei den Verhandlungen, im Gegensatz zu Ihnen!) – Reden Sie nicht, wenn Sie es nicht wissen! Ich bin bestens informiert, und ich weiß, was im Ausschuss passiert ist. Kollege Oberhaidinger wird es auch wissen.
Abg. Krainer: Es kann mehr investiert werden!
Sie sind verantwortlich, wenn 17 Millionen € nicht investiert werden können, und Sie sind verantwortlich, wenn da Arbeitsplätze nicht geschaffen werden können. (Abg. Krainer: Es kann mehr investiert werden!) Aber immerhin, wir haben gehört, Sie sind
Abg. Bayr: Noch nicht!
Zur Kollegin Lunacek und zur Kollegin Petra Bayr: Lange Zeit haben Sie nicht genug kritisieren können, dass wir bei der Entwicklungszusammenarbeit die 0,33 Prozent vom BIP nicht erreichen. (Abg. Bayr: Noch nicht!) Jetzt erreichen wir sie, wenn auch mit Entschuldungsmaßnahmen, aber wir erreichen sie. Sie können nicht sagen, dass wir dieses Ziel nicht erreichen. Diese Regierung hält dieses Versprechen. Wir halten auch mittelfristig daran fest, dass wir die 0,7 Prozent erreichen wollen. Aber Sie beide wissen genauso wie ich und viele andere, dass Geld allein in diesem Bereich nicht die Probleme löst. Es geht darum, dass sich Strukturen ändern, sonst wird sich in diesen Ländern leider Gottes auch mit noch mehr Geld nicht sehr viel ändern. (Abg. Dr. Jarolim: Die Frau Gehrer ist das Problem!)
Abg. Dr. Jarolim: Die Frau Gehrer ist das Problem!
Zur Kollegin Lunacek und zur Kollegin Petra Bayr: Lange Zeit haben Sie nicht genug kritisieren können, dass wir bei der Entwicklungszusammenarbeit die 0,33 Prozent vom BIP nicht erreichen. (Abg. Bayr: Noch nicht!) Jetzt erreichen wir sie, wenn auch mit Entschuldungsmaßnahmen, aber wir erreichen sie. Sie können nicht sagen, dass wir dieses Ziel nicht erreichen. Diese Regierung hält dieses Versprechen. Wir halten auch mittelfristig daran fest, dass wir die 0,7 Prozent erreichen wollen. Aber Sie beide wissen genauso wie ich und viele andere, dass Geld allein in diesem Bereich nicht die Probleme löst. Es geht darum, dass sich Strukturen ändern, sonst wird sich in diesen Ländern leider Gottes auch mit noch mehr Geld nicht sehr viel ändern. (Abg. Dr. Jarolim: Die Frau Gehrer ist das Problem!)
Abg. Dr. Cap: Prinzhorn schläft!
Nun möchte ich aber doch noch auf einen anderen Bereich in unserem Land zu sprechen kommen, und zwar auf den Arbeitsmarkt. Es wurde ja heute schon viel über die Schaffung von Arbeitsplätzen und über die Probleme auf dem Arbeitsmarkt diskutiert. Ich glaube, dass da zu Recht ein Schwerpunkt im Budget gesetzt wurde, um in diesem Bereich etwas voranzutreiben. Dabei muss aber auch Folgendes gesagt werden: Diese Probleme sind ja im ländlichen Raum potenziert vorhanden. Ich glaube daher, dass wir gerade da ansetzen müssen, im ländlichen Raum Arbeitsplätze schaffen müssen. (Abg. Dr. Cap: Prinzhorn schläft!) – Ich rede ja mit Ihnen. Ich rede nicht mit ihn, ich rede mit Ihnen! (Abg. Dr. Cap: Aber interessant ist es schon!)
Abg. Dr. Cap: Aber interessant ist es schon!
Nun möchte ich aber doch noch auf einen anderen Bereich in unserem Land zu sprechen kommen, und zwar auf den Arbeitsmarkt. Es wurde ja heute schon viel über die Schaffung von Arbeitsplätzen und über die Probleme auf dem Arbeitsmarkt diskutiert. Ich glaube, dass da zu Recht ein Schwerpunkt im Budget gesetzt wurde, um in diesem Bereich etwas voranzutreiben. Dabei muss aber auch Folgendes gesagt werden: Diese Probleme sind ja im ländlichen Raum potenziert vorhanden. Ich glaube daher, dass wir gerade da ansetzen müssen, im ländlichen Raum Arbeitsplätze schaffen müssen. (Abg. Dr. Cap: Prinzhorn schläft!) – Ich rede ja mit Ihnen. Ich rede nicht mit ihn, ich rede mit Ihnen! (Abg. Dr. Cap: Aber interessant ist es schon!)
Abg. Dr. Cap: Sie müssen das Lamperl herausschrauben, dann ist das Licht weg!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir müssen die Probleme lösen, die wir da vor uns haben, und da hilft es nicht, wenn Sie zum Beispiel versuchen, durch Konservierung ... (Abg. Dr. Cap: Sie müssen das Lamperl herausschrauben, dann ist das Licht weg!) – Das ist ja kein Problem, ich rede ja mit Ihnen. Welches Problem haben Sie? Es wird schon irgendwann einmal eine Reaktion kommen. Lassen Sie mich ... (Abg. Dr. Cap: Schrauben Sie das Lamperl heraus!) Was ist dann? (Abg. Dr. Cap: Dann ist kein Licht da, dann können Sie weiterreden! – Heiterkeit.) Ich kann auch mit Licht weiterreden. Ich glaube, das ist kein Problem. (Abg. Dr. Cap: War nur eine Idee! – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Allgemeine Heiterkeit.)
Abg. Dr. Cap: Schrauben Sie das Lamperl heraus!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir müssen die Probleme lösen, die wir da vor uns haben, und da hilft es nicht, wenn Sie zum Beispiel versuchen, durch Konservierung ... (Abg. Dr. Cap: Sie müssen das Lamperl herausschrauben, dann ist das Licht weg!) – Das ist ja kein Problem, ich rede ja mit Ihnen. Welches Problem haben Sie? Es wird schon irgendwann einmal eine Reaktion kommen. Lassen Sie mich ... (Abg. Dr. Cap: Schrauben Sie das Lamperl heraus!) Was ist dann? (Abg. Dr. Cap: Dann ist kein Licht da, dann können Sie weiterreden! – Heiterkeit.) Ich kann auch mit Licht weiterreden. Ich glaube, das ist kein Problem. (Abg. Dr. Cap: War nur eine Idee! – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Allgemeine Heiterkeit.)
Abg. Dr. Cap: Dann ist kein Licht da, dann können Sie weiterreden! – Heiterkeit.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir müssen die Probleme lösen, die wir da vor uns haben, und da hilft es nicht, wenn Sie zum Beispiel versuchen, durch Konservierung ... (Abg. Dr. Cap: Sie müssen das Lamperl herausschrauben, dann ist das Licht weg!) – Das ist ja kein Problem, ich rede ja mit Ihnen. Welches Problem haben Sie? Es wird schon irgendwann einmal eine Reaktion kommen. Lassen Sie mich ... (Abg. Dr. Cap: Schrauben Sie das Lamperl heraus!) Was ist dann? (Abg. Dr. Cap: Dann ist kein Licht da, dann können Sie weiterreden! – Heiterkeit.) Ich kann auch mit Licht weiterreden. Ich glaube, das ist kein Problem. (Abg. Dr. Cap: War nur eine Idee! – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Allgemeine Heiterkeit.)
Abg. Dr. Cap: War nur eine Idee! – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Allgemeine Heiterkeit.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir müssen die Probleme lösen, die wir da vor uns haben, und da hilft es nicht, wenn Sie zum Beispiel versuchen, durch Konservierung ... (Abg. Dr. Cap: Sie müssen das Lamperl herausschrauben, dann ist das Licht weg!) – Das ist ja kein Problem, ich rede ja mit Ihnen. Welches Problem haben Sie? Es wird schon irgendwann einmal eine Reaktion kommen. Lassen Sie mich ... (Abg. Dr. Cap: Schrauben Sie das Lamperl heraus!) Was ist dann? (Abg. Dr. Cap: Dann ist kein Licht da, dann können Sie weiterreden! – Heiterkeit.) Ich kann auch mit Licht weiterreden. Ich glaube, das ist kein Problem. (Abg. Dr. Cap: War nur eine Idee! – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Allgemeine Heiterkeit.)
Anhaltende Zwischenrufe. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Lassen Sie mich, liebe Kolleginnen und Kollegen, diesen Gedankengang zu Ende führen! (Anhaltende Zwischenrufe. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie sind dafür, dass wir möglichst viel von den Strukturen im ländlichen Raum konservieren. Wir glauben, dass mit der Konservierung von Strukturen nichts gewonnen ist, dass das nur Geld kostet, dass es eben notwendig ist, Strukturen angepasst zu ändern. In diesem Zusammenhang hat, glaube ich, gerade diese Regierung ihre Reformbereitschaft bewiesen. Darin werden wir auch in den nächsten Jahren fortfahren, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Staatssekretär Dr. Finz: Das stimmt ja nicht!
Verein“ gibt, zu dem Sie letztes Jahr erklärt haben, dass eine Schenkungssteuer nicht vorliegen kann. Das hat vielfach Aufsehen erregt, es haben manche geschmunzelt, andere waren traurig, aber Tatsache ist jedenfalls, dass die Staatsanwaltschaft nach nur geringfügiger Prüfung festgestellt hat, dass sehr wohl eine Schenkungssteuer vorliegt. (Staatssekretär Dr. Finz: Das stimmt ja nicht!)
Abg. Mag. Ikrath: Akzeptieren Sie einfach, dass wir in einem Rechtsstaat leben!
Nun möchte ich im Zusammenhang mit Justizpolitik über einige ... (Abg. Mag. Ikrath: Akzeptieren Sie einfach, dass wir in einem Rechtsstaat leben!) Ja, das ist ja das Problem: dass Sie offenbar ein Problem damit haben! (Abg. Mag. Ikrath: Man kann sich in einem Rechtsstaat ein bestimmtes Erkenntnis nicht wünschen!) Das ist das Thema!
Abg. Mag. Ikrath: Man kann sich in einem Rechtsstaat ein bestimmtes Erkenntnis nicht wünschen!
Nun möchte ich im Zusammenhang mit Justizpolitik über einige ... (Abg. Mag. Ikrath: Akzeptieren Sie einfach, dass wir in einem Rechtsstaat leben!) Ja, das ist ja das Problem: dass Sie offenbar ein Problem damit haben! (Abg. Mag. Ikrath: Man kann sich in einem Rechtsstaat ein bestimmtes Erkenntnis nicht wünschen!) Das ist das Thema!
Abg. Mag. Ikrath: Das solltet auch ihr tun: Vernunft walten lassen!
Ich möchte über einige kleine Boshaftigkeiten des Herrn Bundeskanzlers im Zusammenhang mit dem Budgetkapitel diskutieren. Wir alle haben in der letzten Zeit, meine Damen und Herren, erlebt, dass die Frau Justizminister durchaus gewillt ist, hier Vernunft walten zu lassen – eine Neuerung seit vier Jahren, das räume ich ein –, und auch durchaus angebrachte und herausfordernde Forderungen umsetzen möchte. (Abg. Mag. Ikrath: Das solltet auch ihr tun: Vernunft walten lassen!)
Abg. Böhm: Das müssen Sie dem Gusenbauer erzählen! Das müssen Sie Ihrem Obmann erzählen!
Der Versuch, das Gesicht einer weniger sympathischen Regierung, eines nicht so sympathischen Bundeskanzlers durch jenes der Frau Justizminister sympathischer darzustellen (Abg. Böhm: Das müssen Sie dem Gusenbauer erzählen! Das müssen Sie Ihrem Obmann erzählen!), hat offenbar nicht gefallen, und das hatte zur Konsequenz, dass selbst jene Mittel, die bereits zugesagt waren (Zwischenruf des Abg. Grillitsch) – Herr Kollege Grillitsch, Sie wissen es besser als alle anderen –, gestrichen wurden.
Zwischenruf des Abg. Grillitsch
Der Versuch, das Gesicht einer weniger sympathischen Regierung, eines nicht so sympathischen Bundeskanzlers durch jenes der Frau Justizminister sympathischer darzustellen (Abg. Böhm: Das müssen Sie dem Gusenbauer erzählen! Das müssen Sie Ihrem Obmann erzählen!), hat offenbar nicht gefallen, und das hatte zur Konsequenz, dass selbst jene Mittel, die bereits zugesagt waren (Zwischenruf des Abg. Grillitsch) – Herr Kollege Grillitsch, Sie wissen es besser als alle anderen –, gestrichen wurden.
Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath
Meine Damen und Herren! Bei der Sicherheit zu sparen, Richter einzusparen, bei diesem Strafvollzug Strafvollzugsbeamte, nämlich auch die zugesagten, einzusparen (Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath) – Kollege Ikrath, ich weiß, das ist fürchterlich –, das kann ja nur Boshaftigkeit sein.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich erwarte mir, dass Sie hier in sich gehen und den Bundeskanzler eindeutig in die Schranken weisen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Nicht wieder eine Zentralrede! Eine eigene Rede, bitte!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Gahr. – Bitte. (Abg. Dr. Cap: Nicht wieder eine Zentralrede! Eine eigene Rede, bitte!)
Abg. Dr. Cap: Okay! Das ist eine gute Meinung!
Abgeordneter Hermann Gahr (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrter Kollege Cap, ich werde meine Rede halten, und Sie halten die Ihre, ich glaube, so belassen wir es. (Abg. Dr. Cap: Okay! Das ist eine gute Meinung!)
Abg. Dr. Cap: Jetzt bin ich erleichtert!
Der Budgetkonsolidierungskurs wird fortgesetzt, und mit Konjunkturpaketen werden neue Chancen eröffnet. (Abg. Dr. Cap: Jetzt bin ich erleichtert!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.
Es geht darum, dass wir die Reformen fortsetzen, wie etwa die Verwaltungsreform, wo Staatssekretär Finz meiner Ansicht nach schon sehr Großes geleistet hat. Solche Reformen sind nicht populär, aber sie sind notwendig. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Muttonen: Kürzen, kürzen, kürzen!
Es geht darum, Antworten für die Zukunft zu geben, die Abgabenquote zu senken. Es geht darum, Perspektiven in den Bereichen Bildung (Abg. Mag. Muttonen: Kürzen, kürzen, kürzen!), Schulen, Infrastruktur und Forschung zu schaffen. Es geht auch darum, dass wir in den Klimaschutz investieren. Eine riesige Chance für die Landwirtschaft ist die Umsetzung der Biotreibstoff-Richtlinie, wo es uns gelingen sollte, Biotreibstoffe verstärkt beizumengen. (Abg. Dr. Cap: Das stimmt!)
Abg. Dr. Cap: Das stimmt!
Es geht darum, Antworten für die Zukunft zu geben, die Abgabenquote zu senken. Es geht darum, Perspektiven in den Bereichen Bildung (Abg. Mag. Muttonen: Kürzen, kürzen, kürzen!), Schulen, Infrastruktur und Forschung zu schaffen. Es geht auch darum, dass wir in den Klimaschutz investieren. Eine riesige Chance für die Landwirtschaft ist die Umsetzung der Biotreibstoff-Richtlinie, wo es uns gelingen sollte, Biotreibstoffe verstärkt beizumengen. (Abg. Dr. Cap: Das stimmt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Dann ist ja alles paletti! – Abg. Gahr, auf dem Weg zu seinem Sitzplatz: Wir sind beim Arbeiten, und Sie sind ein bisschen auf der Warteposition!
Zum Schluss darf ich das für mich wichtigste Anliegen – ich glaube, der größte Rückhalt im Staat ist die Familie –, ansprechen. Es ist wichtig, dass wir die Familien fördern, ob Alleinverdienerinnen, Alleinverdiener, Alleinerzieherinnen – mit dem Kinderbetreuungsgeld und mit Kinderbetreuungseinrichtungen. Wir investieren in die Familie. Die Familie ist der wichtigste Rückhalt. Die ÖVP als Familienpartei steht dazu. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Dann ist ja alles paletti! – Abg. Gahr, auf dem Weg zu seinem Sitzplatz: Wir sind beim Arbeiten, und Sie sind ein bisschen auf der Warteposition!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Natürlich muss über eine Beitragserweiterung im Bereich der Sozialversicherung nachgedacht werden. Sie waren ja derjenige, der in der Öffentlichkeit sogar dazu aufgefordert hat, darüber nachzudenken. Aber nachher dürften Sie, Kollege Mitterlehner, an die Kandare genommen worden sein, denn danach hat man von Ihnen nichts mehr gehört. Ich sage es Ihnen ganz offen: Wir bekennen uns dazu! (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Ich nenne Ihnen auch den Grund dafür, Kollegin Brinek.
Abg. Mag. Ikrath: SPÖ-Kommunalbetriebe!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich glaube, wir sollten auch darüber nachdenken, wie viele Exekutionen gegen Unternehmer anhängig sind. Allein in der Steiermark – nur ein Beispiel – sind Exekutionen in der Höhe von 95 Millionen € anhängig. (Abg. Mag. Ikrath: SPÖ-Kommunalbetriebe!)
Abg. Grillitsch: Herr Präsident, der sagt, dass wir „Schwindler“ sind!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Diskutieren wir offen darüber, aber diskutieren wir auch offen über dieses „Schwindelbudget“ (Abg. Grillitsch: Herr Präsident, der sagt, dass wir „Schwindler“ sind!), das in vielen Bereichen – im Justizbereich, im Sicherheitsbereich, aber auch im Konsumentenschutzbereich – nicht haltbar ist. Wir werden daher dagegen stimmen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Na geh!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Na geh!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Diskutieren wir offen darüber, aber diskutieren wir auch offen über dieses „Schwindelbudget“ (Abg. Grillitsch: Herr Präsident, der sagt, dass wir „Schwindler“ sind!), das in vielen Bereichen – im Justizbereich, im Sicherheitsbereich, aber auch im Konsumentenschutzbereich – nicht haltbar ist. Wir werden daher dagegen stimmen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Na geh!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ausgangspunkt dieser Studie waren zwölf typische Standortfaktoren für technologisch anspruchsvolle Industrieansiedelungen. Einer davon ist die Verbreitung von Kriminalität und Korruption, und dazu möchte ich ganz kurz etwas sagen, denn Österreich ist das sicherste Land der Welt, und Österreich sichert seinen Standortvorteil durch innere Sicherheit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Krainer: Bitte, etwas Neues!
Die innere Sicherheit, die auch in Zukunft gewährleistet sein wird (Abg. Krainer: Bitte, etwas Neues!), ist im Budget 2006 deutlich in Zahlen gegossen. 111 Millionen € mehr werden im Jahr 2006 für das Innenressort zur Verfügung stehen, um damit die Kriminalität bekämpfen zu können.
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Ich möchte Ihnen einige Beispiele deutlich machen, plakativ machen: Die 111 Millionen € werden dafür verwendet, den Fuhrpark zu erneuern, die Informationstechnik zu erneuern. Das Bauprogramm der Dienststellen wird weitergeführt, vor allem wird vermehrt Geld in den Ausbau der DNA-Analysen investiert. Endlich kommt auch ein neues Funksystem, Herr Cap. Der Sicherheitsmonitor wird ausgebaut, und die monatliche Kriminalstatistik wird zu einem Analyseinstrument weiterentwickelt. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und Beifall bei den Freiheitlichen.
Veränderung, dank Schwarz-Blau! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Ellmauer: Im Außendienst!
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Mein Vorredner hat behauptet, dass es im Exekutivbereich um tausend Beamte mehr gibt. (Abg. Ellmauer: Im Außendienst!) – Das ist nicht richtig!
Abg. Mag. Wurm: Leider!
Bei der Zusammenlegung der Wachkörper wird es nach dem Stellenplan um 750 Beamte weniger in Österreich geben. (Abg. Mag. Wurm: Leider!) – Das ist nachzulesen im Stellenplan. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Cap: Das muss einmal gesagt werden!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Cap: Das muss einmal gesagt werden!
Bei der Zusammenlegung der Wachkörper wird es nach dem Stellenplan um 750 Beamte weniger in Österreich geben. (Abg. Mag. Wurm: Leider!) – Das ist nachzulesen im Stellenplan. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Cap: Das muss einmal gesagt werden!)
Staatssekretär Dr. Finz: Die sind aber drauf!
Jetzt kann ich mir schon vorstellen – das ist meine Vermutung, Herr Staatssekretär –, dass Sie, weil Wahlen anstehen, den Platz gebraucht haben, um die Steuerreform und deren Auswirkungen dort aufzulisten. Ich denke, so ist aber die Transparenz des Staatshaushaltes auf einen Blick nicht gegeben, denn der wesentliche Teil der Einnahmen fehlt auf diesem Beiblatt. (Staatssekretär Dr. Finz: Die sind aber drauf!) Nein, Herr Staatssekretär! Ja, sie sind drauf in der prozentuellen Entwicklung, aber nicht in der Aufschlüsselung. Auf dem Blatt für 2005 sind ganz genau die Einnahmen drauf.
Rufe bei der ÖVP: Lesen! Lesen!
Ich vermisse noch etwas, Herr Staatssekretär! Immer ist Internationalität angesagt. In der Budgetrede wird von EU-Vergleichen gesprochen – die Internationalität schlägt sich auf diesem Budgetblatt aber nicht nieder! Ich würde anregen, dass man auch die EU-Zahlungen, die Österreich leistet, und die Rückflüsse anführt. (Rufe bei der ÖVP: Lesen! Lesen!) – Nein, die sind auf diesem einen Beiblatt nicht drauf, Herr Kollege! Sie sind im Budgetbericht angeführt, und dort erkennt man auch sehr starke Defizite für den ländlichen Raum. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich vermisse noch etwas, Herr Staatssekretär! Immer ist Internationalität angesagt. In der Budgetrede wird von EU-Vergleichen gesprochen – die Internationalität schlägt sich auf diesem Budgetblatt aber nicht nieder! Ich würde anregen, dass man auch die EU-Zahlungen, die Österreich leistet, und die Rückflüsse anführt. (Rufe bei der ÖVP: Lesen! Lesen!) – Nein, die sind auf diesem einen Beiblatt nicht drauf, Herr Kollege! Sie sind im Budgetbericht angeführt, und dort erkennt man auch sehr starke Defizite für den ländlichen Raum. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Matthias Ellmauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft übernehmen – das wird durch die nachhaltige Budgetpolitik dieser Regierung seit dem Jahr 2000 erfolgreich betrieben. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Für die künftigen Generationen muss wieder eine solide Basis geschaffen werden, um der jungen Generation Chancen für die Zukunft zu eröffnen.
Abg. Dr. Cap: Ist das nicht gelungen!
Mit dem Budget 2006, das gestern von Bundesminister Grasser hier im Hohen Haus vorgestellt wurde (Abg. Dr. Cap: Ist das nicht gelungen!), erreichen wir ein wichtiges Etappenziel in unserer langfristig angelegten Budget- und Steuerpolitik. (Abg. Krainer: Heute schon gehört!)
Abg. Krainer: Heute schon gehört!
Mit dem Budget 2006, das gestern von Bundesminister Grasser hier im Hohen Haus vorgestellt wurde (Abg. Dr. Cap: Ist das nicht gelungen!), erreichen wir ein wichtiges Etappenziel in unserer langfristig angelegten Budget- und Steuerpolitik. (Abg. Krainer: Heute schon gehört!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Krainer: Der Klubobmann kann leider nicht klatschen, er hat keine Hand frei!
Dieses Budget enthält drei wesentliche Schwerpunkte: erstens Stabilität, wir streben ein Nulldefizit über den Konjunkturzyklus bis zum Jahr 2008 an, zweitens Entlastung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Betriebe durch die größte Steuerreform der Zweiten Republik und drittens Senkung der Abgabenquote auf 40 Prozent bereits im Jahr 2006. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Krainer: Der Klubobmann kann leider nicht klatschen, er hat keine Hand frei!)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Unter dem Motto „Sozial ist, was Arbeit schafft!“ möchte ich Ihnen auch ein paar Fakten zur Arbeitslosigkeit präsentieren. Im Jahresdurchschnitt 2004 liegt Österreich nach der herkömmlichen Statistik bei 7,1 Prozent, mein Bundesland Oberösterreich bei 4,4 Prozent. – Frau Kollegin Hlavac, zum Vergleich: Wien hat eine Arbeitslosenrate von 9,8 Prozent, also mehr als doppelt so viel wie Oberösterreich. (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Abg. Mag. Molterer: Redezeit!
Österreich ist laut einer Studie über die Industrienationen das sicherste Land der Welt. Damit dies auch so bleibt, ist das Budget des Innenressorts 2005 um mehr als 162 Millionen € erhöht worden und bleibt 2006 auf diesem hohen Niveau. Damit hat unser Land die nötigen Mittel, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts in der Sicherheitspolitik entsprechend begegnen zu können. (Abg. Mag. Molterer: Redezeit!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.
österreichische Weg fortgesetzt und unser Land in eine sichere Zukunft geführt. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Meine Damen und Herren Abgeordneten von den Regierungsparteien, wissen Sie, was mich an Ihnen tatsächlich fasziniert? Sie erzählen hier Dinge, sich immer wiederholend, und erwecken auch noch den Eindruck, dass Sie das glauben, was Sie hier erzählen. – Das ist eine großartige Leistung! (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein einziger Satz aus dieser Budgetrede macht mich sehr hoffnungsvoll. Der Finanzminister hat gesagt: „... mit mir gibt es kein Sparpaket“. Er hat diesen Satz nur nicht ganz zu Ende gebracht: weil es ihn nicht mehr lange als Finanzminister gibt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Neudeck: Das war ein Zweizeiler!
Dahinter, und das darf man nicht vergessen, stehen zirka 700 000 Opfer. Was wird für diese Opfer getan? Die ÖVP hat sich doch immer als die Partei bezeichnet, die für die Opfer eintritt, die Opferschutzeinrichtungen entsprechend fördert, aber: Die Geldmittel für die Opferschutzeinrichtungen sind von 2005 auf 2006 gleich geblieben. Das heißt: Viel mehr Verbrechen, viel mehr Vergehen – und die Opfer bleiben irgendwo im Regen stehen! Und das ist traurig, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Neudeck: Das war ein Zweizeiler!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich sage Ihnen eines: Die brutale Sparpolitik wird weitergeführt – auf Kosten der Sicherheit Österreichs! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gradwohl –: Fordere den Staatssekretär!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Gradwohl. – Bitte. (Abg. Mag. Kogler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gradwohl –: Fordere den Staatssekretär!)
Abg. Mag. Kogler: Darauf darf man keine Rücksicht nehmen!
Abgeordneter Heinz Gradwohl (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär, keine Sorge, um diese Zeit werde ich Sie nicht mehr übermäßig fordern! Die jetzt so „dicht besetzten“ Reihen zeigen, dass das heute nicht mehr besonders erwünscht ist. (Abg. Mag. Kogler: Darauf darf man keine Rücksicht nehmen!) Einige Bemerkungen kann ich mir aber doch nicht ersparen.
Beifall bei der SPÖ.
Aber was machen Sie heute? Statt zu sagen: Diese Entwicklung der Republik war hervorragend, wir stehen dazu!, gehen Sie her und verschleudern diese Werte zum Nulltarif an Ihre Freunde. Das ist abzulehnen und verachtenswert! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Was heißt „ausharren“? Das finde ich unfair!
Abgeordnete Rosemarie Schönpass (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich danke allen, die noch anwesend sind und ausharren. (Abg. Neudeck: Was heißt „ausharren“? Das finde ich unfair!)
Abg. Scheibner: Wer hat euch das eingeredet! War das der Kalina?
Kollege Ellmauer, Sie behaupten, Sie hätten die Lasten der Vorperioden zu tragen. – Das waren Investitionen in die Zukunft, wie das mein Vorredner Gradwohl bereits erwähnt hat! (Abg. Scheibner: Wer hat euch das eingeredet! War das der Kalina?)
Beifall bei der SPÖ.
In der gestrigen Budgetrede wurde viel versprochen – ich kam mir vor wie in einer politischen Märchenstunde –: soziale Gerechtigkeit, Vollbeschäftigung, mehr Forschung und Entwicklung, mehr Bildung, Stärkung der Gemeinden und so weiter. Leider werden Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien beziehungsweise von der Regierung, keines Ihrer Versprechen halten können, denn Ihr Budget ist nicht der Weg zu diesen Zielen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Frau Kollegin, die Steuersenkung ist ja schon umgesetzt!
Mehr Geld in der Brieftasche, das sei Ihr Ziel, haben Sie gesagt. Wessen Brieftasche gemeint war, blieb offen. (Abg. Scheibner: Frau Kollegin, die Steuersenkung ist ja schon umgesetzt!) Die Österreicherinnen und Österreicher mussten massive Einbußen hinnehmen, seit Sie das Budget dieses Landes gestalten. (Abg. Scheibner: Wo denn?) Gewinner Ihrer Budget- und Steuerpolitik sind große Konzerne und das Finanzministerium – nicht die Menschen in Österreich und schon gar nicht die sozial Bedürftigen! Die Gewinner sind nicht die Klein- und Mittelbetriebe, nicht die kleinen Gemeinden und nicht der ländliche Raum.
Abg. Scheibner: Wo denn?
Mehr Geld in der Brieftasche, das sei Ihr Ziel, haben Sie gesagt. Wessen Brieftasche gemeint war, blieb offen. (Abg. Scheibner: Frau Kollegin, die Steuersenkung ist ja schon umgesetzt!) Die Österreicherinnen und Österreicher mussten massive Einbußen hinnehmen, seit Sie das Budget dieses Landes gestalten. (Abg. Scheibner: Wo denn?) Gewinner Ihrer Budget- und Steuerpolitik sind große Konzerne und das Finanzministerium – nicht die Menschen in Österreich und schon gar nicht die sozial Bedürftigen! Die Gewinner sind nicht die Klein- und Mittelbetriebe, nicht die kleinen Gemeinden und nicht der ländliche Raum.
Beifall bei der SPÖ.
verstecken will. Wenn Ihnen die Zukunft Österreichs tatsächlich am Herzen läge, dann würde das Budget anders aussehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Mitterlehner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dipl.-Ing. Kummerer –: Jetzt kommt etwas Positives! Jetzt einmal Optimismus!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Kummerer. (Abg. Dr. Mitterlehner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dipl.-Ing. Kummerer –: Jetzt kommt etwas Positives! Jetzt einmal Optimismus!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Werner Kummerer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Ja, probieren wir es mit Optimismus. Mir als Techniker steht es, wie ich meine, zu, mich hauptsächlich mit Zahlen zu beschäftigen. Ich möchte aber im Zusammenhang mit der Rede des Kollegen Kapeller und diversen Zwischenrufen sagen, ich weiß nicht, wer da PISA-Schwächen aufweist: Ist es Kollege Kapeller – oder bin ich es? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Daher: Versuchen wir es gemeinsam!
Rufe bei der ÖVP: Im Außendienst!
Da ich gehört habe, 1 000 Beamte sind es mehr, fange ich noch einmal an zu rechnen (Rufe bei der ÖVP: Im Außendienst!), und zwar schaue ich mir die Angaben bezüglich Planstellen dazu an; übrigens steht das auf derselben Seite. 32 082 Planstellen sind es im Jahre 2005, 31 130 Planstellen im Jahre 2006. Das ergibt meiner Rechnung nach eindeutig ein Minus von 952 Planstellen – und sicher kein Plus von 1 000!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Ikrath: Das war sehr unsachlich!
Ich bedaure, dass es zu solch einem Budget gekommen ist. Aber meiner Ansicht nach ist das sowie Ihr letztes, nämlich das letzte Budget Ihrer Regierung überhaupt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Ikrath: Das war sehr unsachlich!)
Abg. Mag. Ikrath: Jetzt kriegen wir endlich Lob! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächste Rednerin zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Mag. Lapp. – Bitte. (Abg. Mag. Ikrath: Jetzt kriegen wir endlich Lob! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Es freut mich, dass Sie so erregt sind. Herr Staatssekretär Finz bekommt offensichtlich heute bezahlt fürs Schweigen und fürs lange Gesicht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, eine solche Budgetpolitik kann man nur ablehnen! (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Also!
Abgeordneter Manfred Lackner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! Verzweifelt habe ich in dieser Budgetrede die großen Lösungsansätze zum Thema Gesundheitspolitik gesucht. Herr Kollege Mitterlehner, ich war einfach zu optimistisch, denn außer einem platten Zweizeiler gab es keine Aussage zu diesem wichtigen Thema. (Rufe bei der ÖVP: Also!)
Abg. Mag. Ikrath: Was sind die Alternativen? Vorschläge!
schlaggebend dafür, dass genau in diesem Bereich große Defizite entstehen! (Abg. Mag. Ikrath: Was sind die Alternativen? Vorschläge!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe daher, dass dieses Auslaufmodell einer ÖVP/FPÖ-Regierung endgültig und sehr bald vorbei sein wird: im Interesse der Menschen und im Interesse dieses Landes. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schöls: Habt ihr alle die gleiche Rede?
Abgeordnete Heidrun Walther (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Die Budgetrede des Herrn Finanzministers war eine wirkliche Jubelrede – Jubel vor allem über sich selbst. (Abg. Schöls: Habt ihr alle die gleiche Rede?) Wichtiger ist jedoch, zu analysieren, was drinsteht beziehungsweise was nicht. Das Thema „Armut“ kam jedenfalls so gut wie nicht vor.
Abg. Dr. Mitterlehner: War sehr wichtig, ja!
Zum Kinderbetreuungsgeld – auch das war Thema in den letzte Wochen (Abg. Dr. Mitterlehner: War sehr wichtig, ja!) –: Die Selbständigen tun sich da leichter; die Unselbständigen leider nicht. Daher: Diese Ungerechtigkeit muss unbedingt ausgemerzt werden! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Kinderbetreuungsgeld – auch das war Thema in den letzte Wochen (Abg. Dr. Mitterlehner: War sehr wichtig, ja!) –: Die Selbständigen tun sich da leichter; die Unselbständigen leider nicht. Daher: Diese Ungerechtigkeit muss unbedingt ausgemerzt werden! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Ikrath: Wie ist das Arbeitslosigkeitsproblem ...?
Abgeordneter Dr. Richard Leutner (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wenn die Interessenvertretungen der ArbeitnehmerInnen einmal auf dieses Budget 2006 zurückschauen werden, dann werden sie, so fürchte ich, sagen: Auch dieses Budget 2006 war eines, durch das die Arbeitslosigkeit in unserem Land geblieben ist und wo man weit entfernt war von Steuergerechtigkeit! (Abg. Mag. Ikrath: Wie ist das Arbeitslosigkeitsproblem ...?)
Abg. Mag. Ikrath: Wie?
Arbeit schaffen, das ist, wie man sieht, auch im Jahr 2006 kein Herzensanliegen dieser Bundesregierung. 360 000 Arbeitslose gibt es in Österreich! Da Sie, Herr Kollege von der ÖVP, dazu Vorschläge eingemahnt haben: Vorschläge zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit liegen auf dem Tisch (Abg. Mag. Ikrath: Wie?): ein spürbarer öffentlicher Investitionsschub – hören Sie einmal zu! – bei der Schaffung von Infrastruktur, höhere
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe des Abg. Mag. Ikrath.
Sagen Sie uns bei den Budgetdebatten der nächsten Wochen aber bitte nicht, dass Sie dafür kein Geld haben, denn für Entlastungen bei Gruppenbesteuerungen gibt es solches sehr wohl! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe des Abg. Mag. Ikrath.)
Abg. Mag. Kogler: Bravo!
Meine Damen und Herren! Nun zum Thema Steuergerechtigkeit. Wir alle wissen, dass die Liste der Belastungen der ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen in den letzten Jahren lang war, und diese Steuerreform ändert gar nichts daran. Was den Menschen netto bleibt, das frisst ihnen die Energiesteuer weg. Deshalb treten die Gewerkschaften auch für eine Erhöhung der Negativsteuer ein. (Abg. Mag. Kogler: Bravo!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler. – Abg. Grillitsch: Das haben wir gestern gesehen bei der UVP!
Ich hoffe, dass all die Dinge, die die Beschäftigung in diesem Land beleben und Arbeitslosigkeit verhindern, Thema der nächsten Wochen sein werden. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler. – Abg. Grillitsch: Das haben wir gestern gesehen bei der UVP!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Auf Wiedersehen!
Abgeordnete Mag. Melitta Trunk (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, erlauben Sie mir zunächst eine Vorbemerkung zu Aussagen des Kollegen Scheuch von gestern, vorgestern und vorvorgestern. Herr Kollege Scheuch, ich stelle jetzt für alle Zukunft fest: Jede Diskriminierung, jede Beschimpfung, jede Rufschädigung aus Ihrem Mund stärkt mein Rückgrat, ist eine klare Bestätigung meiner politischen Haltung und ein klarer Beweis für die Richtigkeit meiner Abgrenzung von Ihnen und vielen in Ihrer Partei! Es trifft nur, was zutrifft, Herr Kollege Scheuch! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Auf Wiedersehen!)
demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP
Nun von Scheuch zu Grasser. Ich reduziere meine Ausführungen auf konkrete Zitate und Aussagen des Finanzministers in seiner Rede. Grasser im O-Ton: Österreich ist ein wunderbares Land zum Leben und zum Arbeiten. – Ja, Österreich ist ein wunderbares, ist ein einzigartiges Land (demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP) – ja, ich applaudiere mit! –, aber durch die Politik dieser Bundesregierung (Rufe bei der ÖVP: ... wird das noch besser!) werden das Leben und der Überlebenskampf der Menschen, der Frauen und Männer in Österreich zu einer wirklich existentiellen Frage. Und das ist ein Minus und ein bedenklicher Rekord dieser Bundesregierung! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Wer sagt das?)
Rufe bei der ÖVP: ... wird das noch besser!
Nun von Scheuch zu Grasser. Ich reduziere meine Ausführungen auf konkrete Zitate und Aussagen des Finanzministers in seiner Rede. Grasser im O-Ton: Österreich ist ein wunderbares Land zum Leben und zum Arbeiten. – Ja, Österreich ist ein wunderbares, ist ein einzigartiges Land (demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP) – ja, ich applaudiere mit! –, aber durch die Politik dieser Bundesregierung (Rufe bei der ÖVP: ... wird das noch besser!) werden das Leben und der Überlebenskampf der Menschen, der Frauen und Männer in Österreich zu einer wirklich existentiellen Frage. Und das ist ein Minus und ein bedenklicher Rekord dieser Bundesregierung! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Wer sagt das?)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Wer sagt das?
Nun von Scheuch zu Grasser. Ich reduziere meine Ausführungen auf konkrete Zitate und Aussagen des Finanzministers in seiner Rede. Grasser im O-Ton: Österreich ist ein wunderbares Land zum Leben und zum Arbeiten. – Ja, Österreich ist ein wunderbares, ist ein einzigartiges Land (demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP) – ja, ich applaudiere mit! –, aber durch die Politik dieser Bundesregierung (Rufe bei der ÖVP: ... wird das noch besser!) werden das Leben und der Überlebenskampf der Menschen, der Frauen und Männer in Österreich zu einer wirklich existentiellen Frage. Und das ist ein Minus und ein bedenklicher Rekord dieser Bundesregierung! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Wer sagt das?)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Zweiter Satz: Grasser meinte, die Beschäftigung nehme zu. – Tatsache ist, dass derzeit 361 106 Frauen und Männer ohne Arbeit und Einkommen sind, und das ist eine Katastrophe für jeden Einzelnen/jede Einzelne (Zwischenrufe bei der ÖVP), eine Katastrophe für Österreich, die Sie von dieser Bundesregierung zu verantworten haben – und niemand sonst! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zweiter Satz: Grasser meinte, die Beschäftigung nehme zu. – Tatsache ist, dass derzeit 361 106 Frauen und Männer ohne Arbeit und Einkommen sind, und das ist eine Katastrophe für jeden Einzelnen/jede Einzelne (Zwischenrufe bei der ÖVP), eine Katastrophe für Österreich, die Sie von dieser Bundesregierung zu verantworten haben – und niemand sonst! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Was, und das lesen Sie jetzt erst?! Das war ja gestern!
Ein Satz des Finanzministers, den er nicht ausgesprochen hat. Ich zitiere Grasser aus seiner schriftlichen Rede: „Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt. Es ist Diebstahl an der Allgemeinheit.“ (Abg. Neudeck: Was, und das lesen Sie jetzt erst?! Das war ja gestern!) – Dieser Satz steht in der schriftlich vorliegenden Budgetrede. Es stellt sich die Frage, warum Grasser diesen Satz in seinen mündlichen Ausführungen verschwiegen hat. Ich hätte vielleicht noch annehmen können, dass ein bisschen Schuldbewusstsein aufgekommen wäre, aber Ihre Verhaltensweise, Ihre Betroffenheit ist ein Beweis dafür, dass Grasser weiß, warum er auch das unterlassen und nicht ausgesprochen hat. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein Satz des Finanzministers, den er nicht ausgesprochen hat. Ich zitiere Grasser aus seiner schriftlichen Rede: „Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt. Es ist Diebstahl an der Allgemeinheit.“ (Abg. Neudeck: Was, und das lesen Sie jetzt erst?! Das war ja gestern!) – Dieser Satz steht in der schriftlich vorliegenden Budgetrede. Es stellt sich die Frage, warum Grasser diesen Satz in seinen mündlichen Ausführungen verschwiegen hat. Ich hätte vielleicht noch annehmen können, dass ein bisschen Schuldbewusstsein aufgekommen wäre, aber Ihre Verhaltensweise, Ihre Betroffenheit ist ein Beweis dafür, dass Grasser weiß, warum er auch das unterlassen und nicht ausgesprochen hat. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die größte Unverschämtheit ist – das ist aber auch schon die einzige Wahrheit dieser Bundesregierung –: Grasser und Sie nennen diese Budget- und Finanzpolitik „Austro-Kapitalismus“! Austro-Kapitalismus, das ist die Ideologie, die Sie zu verantworten haben! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Gaßner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dipl.-Ing. Scheuch –: Richtlinien einhalten!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Scheuch zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Mag. Gaßner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dipl.-Ing. Scheuch –: Richtlinien einhalten!)
Abg. Mag. Trunk: Das habe ich nie gesagt, ...!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Die von mir sehr geschätzte Kollegin Melitta Trunk hat gesagt, dass ich mich permanent mit frauenfeindlichen und abwertenden Bemerkungen auszeichne (Abg. Mag. Trunk: Das habe ich nie gesagt, ...!) und dass das Ihr Rückgrat stärke und eine Bestätigung dafür sei, auf dem richtigen Weg zu sein.
Abg. Mag. Kogler: Was heißt „glauben“?!
Ich stelle richtig: Ich glaube nicht ... (Abg. Mag. Kogler: Was heißt „glauben“?!) Ich stelle richtig: dass ich keine frauenfeindlichen oder anderweitigen Aussagen dazu hier im Hohen Haus gemacht habe! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Trunk: Es geht um die politische ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Trunk: Es geht um die politische ...!
Ich stelle richtig: Ich glaube nicht ... (Abg. Mag. Kogler: Was heißt „glauben“?!) Ich stelle richtig: dass ich keine frauenfeindlichen oder anderweitigen Aussagen dazu hier im Hohen Haus gemacht habe! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Trunk: Es geht um die politische ...!)
demonstrativer Beifall des Abg. Mag. Ikrath
Abgeordneter Ing. Kurt Gartlehner (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich werde meine Ausführungen ganz kurz halten (demonstrativer Beifall des Abg. Mag. Ikrath), aber eigentlich habe ich vermutet, dass das Budget 2006 deshalb im Frühling präsentiert wird, weil es ein Generalangriff werden sollte, um sozusagen in unserem Land das Ruder für Schwarz-Blau noch einmal herumzureißen.
Abg. Scheibner: Das ist aber Selbstkritik!
Dieser Versuch ist also offensichtlich misslungen; das sieht man an den Ergebnissen, die Sie präsentieren. Daher glaube ich, dass der wahre Grund für diesen Auftakt zu dieser Budgetdebatte jetzt im Frühling der ist, dass es in einigen Wochen ein Auseinanderleben dieser Regierungskoalition geben wird, dass die Blauen aus der Regierung hinausgeworfen werden und dass wir im frühen Herbst Neuwahlen haben werden, denn mit so wenig inhaltlichem Engagement wie dieses Budget ist noch keines realisiert worden. (Abg. Scheibner: Das ist aber Selbstkritik!) – Nein, das ist keine Selbstkritik; du hast nicht zugehört, Kollege Scheibner! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Faktum ist leider, dass mit diesem Budget kein einziges aktuelles politisches Problem dieser Republik gelöst wird. (Abg. Scheibner: Die größten Probleme haben wir schon gelöst, Herr Kollege!) Wer solch ein Budget vorlegt, hat keine Ambitionen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Dieser Versuch ist also offensichtlich misslungen; das sieht man an den Ergebnissen, die Sie präsentieren. Daher glaube ich, dass der wahre Grund für diesen Auftakt zu dieser Budgetdebatte jetzt im Frühling der ist, dass es in einigen Wochen ein Auseinanderleben dieser Regierungskoalition geben wird, dass die Blauen aus der Regierung hinausgeworfen werden und dass wir im frühen Herbst Neuwahlen haben werden, denn mit so wenig inhaltlichem Engagement wie dieses Budget ist noch keines realisiert worden. (Abg. Scheibner: Das ist aber Selbstkritik!) – Nein, das ist keine Selbstkritik; du hast nicht zugehört, Kollege Scheibner! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Faktum ist leider, dass mit diesem Budget kein einziges aktuelles politisches Problem dieser Republik gelöst wird. (Abg. Scheibner: Die größten Probleme haben wir schon gelöst, Herr Kollege!) Wer solch ein Budget vorlegt, hat keine Ambitionen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Die größten Probleme haben wir schon gelöst, Herr Kollege!
Dieser Versuch ist also offensichtlich misslungen; das sieht man an den Ergebnissen, die Sie präsentieren. Daher glaube ich, dass der wahre Grund für diesen Auftakt zu dieser Budgetdebatte jetzt im Frühling der ist, dass es in einigen Wochen ein Auseinanderleben dieser Regierungskoalition geben wird, dass die Blauen aus der Regierung hinausgeworfen werden und dass wir im frühen Herbst Neuwahlen haben werden, denn mit so wenig inhaltlichem Engagement wie dieses Budget ist noch keines realisiert worden. (Abg. Scheibner: Das ist aber Selbstkritik!) – Nein, das ist keine Selbstkritik; du hast nicht zugehört, Kollege Scheibner! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Faktum ist leider, dass mit diesem Budget kein einziges aktuelles politisches Problem dieser Republik gelöst wird. (Abg. Scheibner: Die größten Probleme haben wir schon gelöst, Herr Kollege!) Wer solch ein Budget vorlegt, hat keine Ambitionen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dieser Versuch ist also offensichtlich misslungen; das sieht man an den Ergebnissen, die Sie präsentieren. Daher glaube ich, dass der wahre Grund für diesen Auftakt zu dieser Budgetdebatte jetzt im Frühling der ist, dass es in einigen Wochen ein Auseinanderleben dieser Regierungskoalition geben wird, dass die Blauen aus der Regierung hinausgeworfen werden und dass wir im frühen Herbst Neuwahlen haben werden, denn mit so wenig inhaltlichem Engagement wie dieses Budget ist noch keines realisiert worden. (Abg. Scheibner: Das ist aber Selbstkritik!) – Nein, das ist keine Selbstkritik; du hast nicht zugehört, Kollege Scheibner! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Faktum ist leider, dass mit diesem Budget kein einziges aktuelles politisches Problem dieser Republik gelöst wird. (Abg. Scheibner: Die größten Probleme haben wir schon gelöst, Herr Kollege!) Wer solch ein Budget vorlegt, hat keine Ambitionen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Kräuter. – Bitte. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sicherlich erinnert sich auch der ehemalige Bundesminister Haupt an seine Inserate: „Ab morgen: Einheitliches Pensionsrecht für alle“, hieß es. – Wenn man weiß, dass Sie 50-jährige Beamte in Frühpension schicken und für alle anderen das Pensionsalter hinaufschnalzen: Wie können Sie dann – noch dazu auf Steuerzahlerkosten! – „Ab morgen: Einheitliches Pensionsrecht für alle“ inserieren?! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Danke für die Präsentation!
Oder was ist bei diesem Inserat (der Redner hält ein Inserat in die Höhe) eindeutig zu erkennen? – Ein Gesicht! (Abg. Scheibner: Danke für die Präsentation!) Das hat mit einem Informationsgehalt, wie das der Rechnungshof verlangt, überhaupt nichts zu tun! Das ist doch Visagismus pur! Das hat doch überhaupt nichts mehr damit zu tun, was in diesem Zusammenhang verlangt wird! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Oder was ist bei diesem Inserat (der Redner hält ein Inserat in die Höhe) eindeutig zu erkennen? – Ein Gesicht! (Abg. Scheibner: Danke für die Präsentation!) Das hat mit einem Informationsgehalt, wie das der Rechnungshof verlangt, überhaupt nichts zu tun! Das ist doch Visagismus pur! Das hat doch überhaupt nichts mehr damit zu tun, was in diesem Zusammenhang verlangt wird! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Herzeigen!
Oder wenn zum Beispiel Frau Ursula Haubner sagt, Kinder erziehen bringt jeden Tag neue Überraschungen und neue Spannung! – Auch diese „Neuigkeiten“ auf Steuerzahlerkosten! (Abg. Scheibner: Herzeigen!) Um Gottes willen! Sie haben es ja ohnehin in der Zeitung gesehen, Kollege Scheibner. (Demonstrativer Beifall des Abg. Scheibner.) Das ist ja wirklich schrecklich! Das Tröstliche dabei ist: Selbst wenn man ein schlechtes Produkt, nämlich Ihre Politik, stark bewirbt, ist das Ergebnis furchtbar. Und das wird auch bei den Nationalratswahlen so sein! (Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Scheibner.
Oder wenn zum Beispiel Frau Ursula Haubner sagt, Kinder erziehen bringt jeden Tag neue Überraschungen und neue Spannung! – Auch diese „Neuigkeiten“ auf Steuerzahlerkosten! (Abg. Scheibner: Herzeigen!) Um Gottes willen! Sie haben es ja ohnehin in der Zeitung gesehen, Kollege Scheibner. (Demonstrativer Beifall des Abg. Scheibner.) Das ist ja wirklich schrecklich! Das Tröstliche dabei ist: Selbst wenn man ein schlechtes Produkt, nämlich Ihre Politik, stark bewirbt, ist das Ergebnis furchtbar. Und das wird auch bei den Nationalratswahlen so sein! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Oder wenn zum Beispiel Frau Ursula Haubner sagt, Kinder erziehen bringt jeden Tag neue Überraschungen und neue Spannung! – Auch diese „Neuigkeiten“ auf Steuerzahlerkosten! (Abg. Scheibner: Herzeigen!) Um Gottes willen! Sie haben es ja ohnehin in der Zeitung gesehen, Kollege Scheibner. (Demonstrativer Beifall des Abg. Scheibner.) Das ist ja wirklich schrecklich! Das Tröstliche dabei ist: Selbst wenn man ein schlechtes Produkt, nämlich Ihre Politik, stark bewirbt, ist das Ergebnis furchtbar. Und das wird auch bei den Nationalratswahlen so sein! (Beifall bei der SPÖ.)
demonstrativer Beifall bei den Freiheitlichen
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Sehr geschätzte Damen und Herren! Es ist heute schon sehr viel gesagt worden (demonstrativer Beifall bei den Freiheitlichen), und ab und zu hatte man bei ein paar ÖVP-Kollegen den Eindruck, dass sie einen Chip eingebaut haben. Dieses Lobhudeln, dieses Positiv-Darstellen, das ist ja fast schon peinlich gewesen! Ich sage Ihnen: Das ist ein bisschen eine Realitätsverweigerung, liebe Kolleginnen und Kollegen von ÖVP und FPÖ!
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann nur sagen: Dieses Budget 2006 wird zum Desaster – und Sie von ÖVP und FPÖ haben die Verantwortung dafür zu tragen! (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Abgeordneter Dr. Dieter Böhmdorfer (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich werde Sie nicht mehr lange aufhalten. Man spürt, dass fast alle schon auf dem Heimweg sind oder zumindest daran denken, bald auf dem Heimweg zu sein. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich möchte nur für eines danken, sehr geehrter Herr Staatssekretär, und zwar dafür, dass uns durch die Rede des Herrn Finanzministers vorgeführt wurde, wie gut es uns geht, dass es uns täglich und wöchentlich besser geht und dass wir wirklich auf einem guten Weg sind. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Bitte, Herr Staatssekretär, denken Sie mehr an diese Effizienzsteigerungsmöglichkeit, haben Sie mehr Vertrauen in die Justiz! Sie wird den Wohlstand, den Sie mit Ihrer Politik sicherlich gutwillig schaffen, unterstützen und absichern. Dieser Glaube an die Justiz fehlt mir ein bisschen, und die Justiz kommt meiner Meinung nach auch etwas wenig vor in der Rede des Finanzministers. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Staatssekretär Dr. Finz: Da ist etwas hängen geblieben!
Herr Staatssekretär, ich habe gestern ein bisschen in der Homepage des Finanzministers geblättert, und da findet man einen Hinweis auf eine pauschale Steuernachzahlungsmöglichkeit, wenn man an den Fiskus anonym 40 Prozent überweist. Unter dem Logo des Finanzministeriums findet sich das. Ich glaube, da ist irgendetwas nicht ganz in Ordnung. Ich würde Sie bitten, ... (Staatssekretär Dr. Finz: Da ist etwas hängen geblieben!) – Ja, da ist etwas hängen geblieben, sagt der Herr Staatssekretär. Vielleicht kann man das korrigieren. Oder ist das Geld bei der Homepage ausgegangen – das könnte auch sein –, sodass keine Servicierung mehr möglich ist. Aber jedenfalls sollte man sich das vielleicht anschauen.
Beifall bei der SPÖ.
Sehr verehrte Damen und Herren! Der Herr Finanzminister sagte in seiner Budgetrede, Ziel ist: keine neuen Schulden. – Das Ergebnis der Politik ist das Gegenteil, ich habe hier den Beweis erbracht. So gesehen ist eigentlich der Finanzminister zunehmend ein – zugegebenermaßen professioneller – kleiner Sandmann, der versucht, den Österreichern und Österreicherinnen etwas Sand in die Augen zu streuen. Ich denke, lange werden sich die Österreicherinnen und Österreicher das ohnehin nicht mehr gefallen lassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Jetzt hör aber auf!
Die erste Leistung dieser Regierung ist, dass es die höchste Arbeitslosenzahl gibt, die es jemals in dieser Republik gegeben hat. Es gibt die größte Jugendarbeitslosigkeit, die es in dieser Republik jemals gegeben hat. (Abg. Scheibner: Jetzt hör aber auf!) Es gibt eine der höchsten Inflationsraten in Europa, es gibt den höchsten Schuldenstand in absoluten Zahlen gemessen, und Sie haben nichts gemacht, um Investitionen zu fördern, Sie haben nichts gemacht, um die Arbeitslosigkeit zu beseitigen. – In Wirklichkeit ein völliges Versagen der Finanzpolitik ohne jegliche Zukunftsperspektive. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die erste Leistung dieser Regierung ist, dass es die höchste Arbeitslosenzahl gibt, die es jemals in dieser Republik gegeben hat. Es gibt die größte Jugendarbeitslosigkeit, die es in dieser Republik jemals gegeben hat. (Abg. Scheibner: Jetzt hör aber auf!) Es gibt eine der höchsten Inflationsraten in Europa, es gibt den höchsten Schuldenstand in absoluten Zahlen gemessen, und Sie haben nichts gemacht, um Investitionen zu fördern, Sie haben nichts gemacht, um die Arbeitslosigkeit zu beseitigen. – In Wirklichkeit ein völliges Versagen der Finanzpolitik ohne jegliche Zukunftsperspektive. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Vorsicht!
Eigentlich wäre dem nichts hinzuzufügen, wenn diese Regierung nicht die Dreistheit hätte, auch noch das ORF-Gesetz für ihre Propagandazwecke zu missbrauchen (Abg. Scheibner: Vorsicht!), nämlich außerhalb der Werbezeiten, die nach dem ORF-Gesetz
Beifall bei der SPÖ.
Erstens bekommen 2 Millionen Steuerpflichtige aus dieser Steuerreform null heraus, weil sie vorher auch keine Steuer bezahlt haben. Der Rest der großen Mehrheit bekommt zwischen 2 und 11 € aus dieser Steuerreform, die den Betreffenden auf der anderen Seite durch Gebühren, Abgaben und anderes sofort wieder weggenommen werden. Es wird dem Steuerpflichtigen suggeriert, dass er sich mit diesen 2 bis 11 € einen neuen Trachtenjanker kaufen kann! – Wissen Sie, was da wirklich los ist? – Sie ziehen ihm die Lederhose aus! Sonst erreichen Sie mit dieser ganze Propaganda nichts! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Propaganda wird Ihnen noch auf den Kopf fallen. Sie ist noch ärger als die wirklich selbstherrliche und aus unerträglichem Eigenlob bestehende Rede des Finanzministers. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Jetzt bekommt der Präsident einen Ehrgeiz! Unglaublich!
Präsident Dr. Andreas Khol: Der 98. Redner in dieser Debatte ist Herr Abgeordneter Neudeck. Wenn wir noch zwei Redner haben, erreichen wir die 100. (Abg. Silhavy: Jetzt bekommt der Präsident einen Ehrgeiz! Unglaublich!) 3 Minuten. – Herr Kollege, Sie sind am Wort.
Abg. Mag. Kogler: Es gilt das nicht gesprochene Wort!
Eines ist auch interessant: Herr Kollege Matznetter, Sie sagen immer, Finanzminister Grasser ist ein Genie in Marketing und in der Werbung. Er hat es wirklich geschafft, einem Satz, den er in seiner Unterlage zwar gehabt, aber nicht gesagt hat, eine besondere Bedeutung zu geben. (Abg. Mag. Kogler: Es gilt das nicht gesprochene Wort!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sie haben die Verbreitung dieses Satzes übernommen. Die SPÖ ist wieder in die Falle gegangen, meine Damen und Herren! Es ist wahr, diese Regierung ist gegen Steuerhinterziehung und gegen Sozialmissbrauch. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)