Eckdaten:
Für die 25. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 815 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Abg. Neudeck: „Schulterschluss“ nennt man das!
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Frau Staatssekretär! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich darf zunächst einmal feststellen, dass es mich freut, dass der Herr Staatssekretär Kukacka gleich als Erster näher zum Herrn Bundesminister gerückt ist, weil ich hoffe, dass die beiden Herren im Ministerium doch besser zusammenarbeiten können, als das manchmal in den Medien zum Ausdruck kommt. (Abg. Neudeck: „Schulterschluss“ nennt man das!)
Abg. Scheibner: Drei! – Nicht übertreiben!
Ich war ja beim Herrn Bundesminister Gorbach zu einem Antrittsbesuch, wofür ich mich bedanken möchte, denn wir konnten doch einige konstruktive Gedanken gemeinsam fassen. Nachdem in den letzten drei oder vier Jahren fast vier Minister verbraucht wurden und nun, um diese Lücke auszugleichen, auch ein Staatssekretär dazugesetzt wurde, hoffe ich, dass wir nun vor allem im Bereich der Infrastruktur (Abg. Scheibner: Drei! – Nicht übertreiben!) – ja, aber ich habe den vorherigen auch noch gekannt! – ein bisschen längerfristig denken können, denn das wäre notwendig.
Allgemeiner Beifall.
Ich möchte nicht einmal sagen: auf Legislaturperioden bezogen, sondern es muss langfristig gedacht werden. Daher, glaube ich, sollte man versuchen, auch als Oppositionpositionspartei konstruktiv bei für unser Land wichtigen Fragen und Entscheidungen mitzuarbeiten. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ.
Es wäre noch viel zu sagen, meine Damen und Herren, etwa über Verkehrssicherheit, Luftfahrt, Schifffahrt, Sicherung des Nahverkehrs, Verkehr und Umwelt, aber es werden eine Reihe meiner Kollegen heute ja auch noch zum Budget sprechen, und ich bin auf die heutige Diskussion über Verkehr und Infrastruktur schon gespannt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Werner Miedl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! – Lieber Herr Kollege Eder! Das Angebot der konstruktiven Zusammenarbeit ist von Ihrer Seite ernst gemeint, und von unserer Seite wird das ebenso mit hohem Ernst beantwortet. Ich freue mich auf eine kooperative und gute Zusammenarbeit mit der SPÖ, mit der Fraktion der SPÖ – im Interesse der Verkehrsteilnehmer Österreichs und ihrer Sicherheit! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Leider die Punkte ...!
Ich habe jetzt doch einige Verkehrsausschüsse hinter mir und muss sagen: Wenn wir die Verkehrssicherheit der österreichischen Verkehrsteilnehmer diskutieren, ist nicht nur mit der SPÖ, sondern auch mit den Grünen über weite Strecken gut zusammenzuarbeiten. Es gibt nur Weniges, was uns trennt. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Leider die Punkte ...!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Was wir tun müssen, das ist: Wir müssen die Gesinnung ändern. Wir müssen beim Menschen ansetzen und nicht bei den Behörden und Polizisten. Wir müssen dort die Verantwortung festmachen. Wir brauchen ein höheres Maß an Eigenverantwortung, wenn wir wirklich etwas verändern wollen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Hier haben wir ein verkehrtes Image. Die Geschwindigkeit ist das Image Nummer eins. Wir müssen die Sicherheit zum Image Nummer eins machen – auch bei den jungen Menschen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Niederwieser: Wenig Verkehr!
Meine Damen und Herren! Ich war im Vorjahr in Irland. Irland ist ein wunderschönes Land. (Abg. Dr. Niederwieser: Wenig Verkehr!) Wer sich mit dem Fahrzeug durch Irland bewegt, Herr Kollege, der wird merken, dass es dort fast keine Verkehrszeichen gibt. Die Straßen sind längst nicht in so gutem Zustand wie in Österreich. Wenn man
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dritter Punkt: Wir brauchen natürlich auch die Kontrolle durch die Exekutive. Da ein großer Appell an alle: Wir brauchen die Fraktion der SPÖ und auch die der Grünen, wenn es darum geht, Alkohol, Drogen, Medikamente am Steuer schlicht und einfach nicht zu erlauben. Es ist nicht gut! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf bei den Grünen.
Welche Substanzen auch immer es sind, egal, ob das Cannabis, Alkohol oder Medikamente, es ist nicht gut, in solch einem Zustand ein Fahrzeug zu lenken. Ich denke, da ist rigoroses Vorgehen der Behörden gefragt. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf bei den Grünen.) Danke, Herr Kollege von der Grünen-Bank, das freut mich.
Abg. Mag. Gaßner: Wie schnell sind Sie denn gefahren?
Ich habe mich gewundert, als es blitzte, und auch sehr viele andere Autofahrer werden sich wundern. Ich bin die Strecke dann nochmals abgefahren und muss sagen: Das sind Verordnungen, die niemand versteht. (Abg. Mag. Gaßner: Wie schnell sind Sie denn gefahren?) Das ist das, was ja viele kritisieren, denn das Abkassieren ist in Wirklichkeit der Verkehrssicherheit nicht zuträglich.
Abg. Dr. Lichtenberger: Wie schnell sind Sie gefahren?
Meine Damen und Herren! Ich möchte den heutigen Tag nicht verstreichen lassen ... (Abg. Dr. Lichtenberger: Wie schnell sind Sie gefahren?) – Frau Kollegin, ich weiß schon, Sie werden dazu auch etwas sagen. Ich bin auch gerne bereit, mit Ihnen in einem Vier-Augen-Gespräch die Dinge auszudiskutieren.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Wie schnell waren Sie denn?
Ich möchte den Tag nicht verstreichen lassen, ohne der Exekutive zu danken. Ich möchte auch dem Minister und dem Herrn Staatssekretär für das Engagement in diesem Bereich danken. Das ist keine leichte Aufgabe, die wir uns da vorgenommen haben. Ich bin aber überzeugt davon, dass uns da vieles gelingen wird – im Interesse der Verkehrssicherheit und der Menschen, die sich auf unseren Straßen bewegen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Wie schnell waren Sie denn?)
Beifall bei den Grünen.
Da hätte ich auch gleich eine Anmerkung anzubringen: Die Zweckbindung der Strafgelder wird ja nun aufgehoben. Das ist neu. Das heißt also, die Strafgelder aus der Verkehrsüberwachung werden jetzt zum Stopfen von Budgetlöchern verwendet und werden nicht mehr zweckgebunden für Verkehrssicherheitsmaßnahmen eingesetzt. Zu all diesen schönen Erklärungen, was wir jetzt dann alles tun werden, um unsere Straßen sicherer zu machen, möchte ich sagen: Das werden wir herbeibeten müssen, denn Geld wird es dafür offensichtlich keines mehr geben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Frau Kollegin Lichtenberger! Sie wissen, dass er genau das nicht gesagt hat!
Kollege Miedl meint, mit Deregulierung allein schaffen wir das, das heißt, wir schaffen alle Ge- und Verbote ab, und die Leute werden dann schlagartig vernünftig, trinken nichts mehr am Steuer, fahren nicht mehr zu schnell, nehmen niemandem den Vorrang und fahren auch nicht eng auf – nur weil kein Verkehrsschild mehr da ist. – Bitte um Entschuldigung: Diese Blauäugigkeit hätte ich mir von einem Verkehrssprecher nicht erwartet! Tut mir Leid. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Frau Kollegin Lichtenberger! Sie wissen, dass er genau das nicht gesagt hat!)
Beifall bei den Grünen.
Wir brauchen an und für sich eine Qualitätsoffensive auf der Schiene, die die Verlagerung der Güter auf die Schiene ermöglicht. Doch was tun Sie, Herr Minister? – Sie sind ganz stolz darauf, dass Sie die Gelder für den Straßenbau verdoppeln und jene für die Schiene leicht erhöhen. Alles, was im Generalverkehrsplan steht – und Sie geben das ja ehrlicherweise ab und zu zwischendrin auch wieder einmal zu –, ist ja Fiktion. Sie haben auf der Straße gesicherte Projekte in einem Ausmaß, das weit über das hinausgeht, was verkehrspolitisch sinnvoll ist, aber Sie haben nicht einmal das Geld vorgesehen, um die notwendigen Verbesserungen auf der Schiene zu vollziehen. Das ist aus unserer Sicht abzulehnen, weil es nicht nachhaltig ist und weil es aus meiner Sicht die Verkehrspolitik in die völlig falsche Richtung bringt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn Sie selber sagen, dass sich die Erhaltungskosten im Schwerverkehr in den nächsten Jahren verdoppeln werden, dann muss ich erwidern: Das ist ja ein klares Zeichen dafür, dass man viel zu sehr auf die Straße gesetzt hat und nicht auf die Schiene setzen will. Aber offensichtlich wollen Sie diesen Weg weitergehen. Die Mittel für den Bau von Transitautobahnen und Schnellstraßen wurden innerhalb von nur fünf Jahren verdoppelt, während die Mittel für die Schienen knapp halb so stark angehoben wurden. Das ist keine Verkehrspolitik, das ist weiterwurschteln im Stil der sechziger Jahre! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Regler: Wo sind die Zuckerl?
Aber nein, was tun Sie? – In diesem Budget stehen Budgetzuckerl, Geldzuckerl für die Frächter, damit nur ja der kleine PKW allein die Lasten für den Ausbau tragen muss. Das machen Sie ganz locker. Die Frächter kriegen wieder zurück, die Kfz-Steuer wird um 30 Prozent gesenkt. (Abg. Mag. Regler: Wo sind die Zuckerl?) Ja etwa nicht? Gott sei Dank macht man das genau beim Diesel, weil – auch kein Zufall – unsere Not leidende Frächterwirtschaft wieder gestützt werden soll, die schon längst ihr Geld ins Ausland transferiert hat und an einheimischen Arbeitsplätzen überhaupt nichts mehr zur Verfügung stellt. So schaut es nämlich in dieser Branche aus! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Das ist eine Tragödie, aber das ist so. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Regler.) – Herr Kollege, Sie sollten sich das einmal genauer anschauen. Was sich dort in international verflochtenen Unternehmen abspielt, sind mittlerweile Tragödien.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber nein, was tun Sie? – In diesem Budget stehen Budgetzuckerl, Geldzuckerl für die Frächter, damit nur ja der kleine PKW allein die Lasten für den Ausbau tragen muss. Das machen Sie ganz locker. Die Frächter kriegen wieder zurück, die Kfz-Steuer wird um 30 Prozent gesenkt. (Abg. Mag. Regler: Wo sind die Zuckerl?) Ja etwa nicht? Gott sei Dank macht man das genau beim Diesel, weil – auch kein Zufall – unsere Not leidende Frächterwirtschaft wieder gestützt werden soll, die schon längst ihr Geld ins Ausland transferiert hat und an einheimischen Arbeitsplätzen überhaupt nichts mehr zur Verfügung stellt. So schaut es nämlich in dieser Branche aus! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Das ist eine Tragödie, aber das ist so. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Regler.) – Herr Kollege, Sie sollten sich das einmal genauer anschauen. Was sich dort in international verflochtenen Unternehmen abspielt, sind mittlerweile Tragödien.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Regler.
Aber nein, was tun Sie? – In diesem Budget stehen Budgetzuckerl, Geldzuckerl für die Frächter, damit nur ja der kleine PKW allein die Lasten für den Ausbau tragen muss. Das machen Sie ganz locker. Die Frächter kriegen wieder zurück, die Kfz-Steuer wird um 30 Prozent gesenkt. (Abg. Mag. Regler: Wo sind die Zuckerl?) Ja etwa nicht? Gott sei Dank macht man das genau beim Diesel, weil – auch kein Zufall – unsere Not leidende Frächterwirtschaft wieder gestützt werden soll, die schon längst ihr Geld ins Ausland transferiert hat und an einheimischen Arbeitsplätzen überhaupt nichts mehr zur Verfügung stellt. So schaut es nämlich in dieser Branche aus! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Das ist eine Tragödie, aber das ist so. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Regler.) – Herr Kollege, Sie sollten sich das einmal genauer anschauen. Was sich dort in international verflochtenen Unternehmen abspielt, sind mittlerweile Tragödien.
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister! Nehmen Sie sich das zu Herzen und schauen Sie auch, dass wir in den städtischen Großräumen in Ostösterreich die nötigen Mittel zur Verfügung stellen können, denn die Verkehrs- und Klimaprobleme können wir nur so lösen. Beten allein ist da zu wenig, da müssen wir handeln, und handeln bedeutet in diesem Fall Ausbau des öffentlichen Verkehrs. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Danke! – demonstrativer Beifall bei den Grünen
Abgeordneter Mag. Eduard Mainoni (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Ich darf natürlich schon auf die Ausführungen der Abgeordneten Lichtenberger etwas replizieren. Es dürfte Ihnen nicht entgangen sein, Frau Staatsse... (Abg. Dr. Lichtenberger: Danke! – demonstrativer Beifall bei den Grünen), Frau Abgeordnete Lichtenberger – na ja, Sie waren, soweit ich informiert bin, einmal Verkehrslandesrätin in Tirol, und deshalb wundert es mich ja dann doch, dass Sie, gerade was die Sanierung, Erneuerung und den Ausbau des Straßennetzes betrifft, so tun, als ob das Jux und Tollerei des Ministeriums wäre. Fahren Sie einmal auf der Autobahn, ich glaube, dort findet man überhaupt niemanden, der per Gaudi oder zum Spaß dort fährt (Beifall bei den Freiheitlichen), sondern das sind lauter Berufsfahrer. (Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt sicher nicht!) Das sind lauter Kraftfahrer, die keine Alternative dazu haben, und deshalb ist gerade auch dieser Ausbau wichtig.
Beifall bei den Freiheitlichen
Abgeordneter Mag. Eduard Mainoni (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Ich darf natürlich schon auf die Ausführungen der Abgeordneten Lichtenberger etwas replizieren. Es dürfte Ihnen nicht entgangen sein, Frau Staatsse... (Abg. Dr. Lichtenberger: Danke! – demonstrativer Beifall bei den Grünen), Frau Abgeordnete Lichtenberger – na ja, Sie waren, soweit ich informiert bin, einmal Verkehrslandesrätin in Tirol, und deshalb wundert es mich ja dann doch, dass Sie, gerade was die Sanierung, Erneuerung und den Ausbau des Straßennetzes betrifft, so tun, als ob das Jux und Tollerei des Ministeriums wäre. Fahren Sie einmal auf der Autobahn, ich glaube, dort findet man überhaupt niemanden, der per Gaudi oder zum Spaß dort fährt (Beifall bei den Freiheitlichen), sondern das sind lauter Berufsfahrer. (Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt sicher nicht!) Das sind lauter Kraftfahrer, die keine Alternative dazu haben, und deshalb ist gerade auch dieser Ausbau wichtig.
Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt sicher nicht!
Abgeordneter Mag. Eduard Mainoni (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Ich darf natürlich schon auf die Ausführungen der Abgeordneten Lichtenberger etwas replizieren. Es dürfte Ihnen nicht entgangen sein, Frau Staatsse... (Abg. Dr. Lichtenberger: Danke! – demonstrativer Beifall bei den Grünen), Frau Abgeordnete Lichtenberger – na ja, Sie waren, soweit ich informiert bin, einmal Verkehrslandesrätin in Tirol, und deshalb wundert es mich ja dann doch, dass Sie, gerade was die Sanierung, Erneuerung und den Ausbau des Straßennetzes betrifft, so tun, als ob das Jux und Tollerei des Ministeriums wäre. Fahren Sie einmal auf der Autobahn, ich glaube, dort findet man überhaupt niemanden, der per Gaudi oder zum Spaß dort fährt (Beifall bei den Freiheitlichen), sondern das sind lauter Berufsfahrer. (Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt sicher nicht!) Das sind lauter Kraftfahrer, die keine Alternative dazu haben, und deshalb ist gerade auch dieser Ausbau wichtig.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es sind viele Projekte, die da angegangen werden, ich darf sie nur auszugsweise erwähnen: A1 West Autobahn: dreistreifiger Ausbau Knoten Steinhäusl, Landesgrenze Oberösterreich–Salzburg; Süd Autobahn: vierstreifiger Ausbau zwischen Wiener Neudorf und Guntramsdorf; Mühlkreis Autobahn, die Einhausung Bindermichl; Innkreis Autobahn, Pyhrn Autobahn und so weiter. Aber auch die Themen Tauern Autobahn/Transit – unser Kollege Klaus Wittauer wird noch detaillierter darauf eingehen –, Bau des Katschberg- und des Tauerntunnels unter Einbindung der Forderungen der Anrainer, insbesondere Zederhaus, sind für uns ein wichtiger Bestandteil unserer zukünftigen Verkehrsentwicklung. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Telekommunikationsbereich, um das noch kurz zu ergänzen: Das Telekommunikationsgesetz hat den Ministerrat passiert, wird also in Kürze zur Beratung in das Hohe Haus kommen. Es stellt einen Meilenstein in der Telekommunikationsgeschichte dar, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Alles in allem sind es, meine sehr geehrten Damen und Herren, sehr wichtige Bereiche, die in diesem Ministerium zusammengefasst sind, und ich denke, mit den beiden Herren in diesem Ministerium sind wir auf gutem Wege, die Probleme zu lösen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich würde mich freuen, wenn meine Einladung anlässlich meiner allerersten Rede hier im Hohen Hause auch so angenommen und verstanden wird, dass wir auch bei unterschiedlicher Meinung sehr offen über die Gangart, wie die Ziele erreicht werden können, diskutieren, denn die Ziele, die wir erreichen wollen, sind offensichtlich – das habe ich auch den ersten Ausführungen der Verkehrssprecher entnommen – dieselben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
diesen LKWs durch Österreich zu fahren. Auch das sei gesagt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn jemand hier von der Glaubwürdigkeit der Verkehrspolitik Österreichs gegenüber der EU gesprochen hat, dann spreche ich umgekehrt von der Glaubwürdigkeit der EU gegenüber Österreich, und zwar nicht nur in der Verkehrspolitik. Ich sage bei jeder Gelegenheit, dass mit einer Nachfolgeregelung zum Transitvertrag, auf den wir ein Recht haben – auf diese Regelung haben wir ein Recht! –, auch die Glaubwürdigkeit der EU in der Verkehrspolitik insbesondere, aber auch in der Politik im Allgemeinen auf dem Spiel steht. Das muss man den Freunden innerhalb der EU einfach so sagen, weil sich Österreich in einer besonderen Situation befindet und Österreich ein Recht hat, dass dieser Schadstoffausstoß jedenfalls reduziert wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
weiß, wo die Stärken und Schwächen der ÖBB sind, um einerseits die Stärken, die Kernkompetenzen ausbauen zu können und um andererseits die Schwächen reduzieren oder egalisieren zu können. Das tut jeder moderne Betrieb, und ich glaube, die ÖBB sollten auch in Zukunft ein moderner Betrieb sein, mit dem wir alle sehr viel Freude haben können. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herr Abgeordneter Miedl, Sie haben ein Wort genannt, das lange Zeit mein Lieblingswort war und vielleicht auch wieder werden wird: Deregulierung. Als Landespolitiker habe ich immer davon gesprochen, dass wir alles tun müssen, also nicht nur den Föderalismus als wichtig erklären, sondern auch den Zentralismus der Vergangenheit angehörig machen und deregulieren und dezentralisieren. Deregulieren ist etwas sehr Wichtiges, auch im Verkehrsbereich. Der Schilderwald wurde als Beispiel genannt. Ich glaube, Herr Abgeordneter Miedl, wir sind da gemeinsam gut unterwegs, um Verbesserungen im Sinne der Sicherheit im Straßenverkehr vorzunehmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenberger: Mit Augenmerk-Verleihen fährt kein Bus mehr, Herr Bundesminister! Dazu braucht man Geld!
Sie haben in mir einen Verbündeten, der in den nächsten Jahren die Schieneninfrastruktur stärker ausbauen wird und der Straße dort, wo es noch notwendig ist und ein Nachholbedarf besteht, und dem öffentlichen Verkehr insgesamt höchstes Augenmerk schenken wird. – Besten Dank. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenberger: Mit Augenmerk-Verleihen fährt kein Bus mehr, Herr Bundesminister! Dazu braucht man Geld!)
Abg. Scheibner: Das hat man schon Jahrzehnte versäumt!
Die Region Wien muss – das ist wohl klar – ein schwergewichtiger Knoten in den transeuropäischen Netzen werden, weil sonst die Wirtschaftsentwicklung nicht nur an der Region Wien, sondern an ganz Österreich vorbeigehen wird, und zwar gerade im Hinblick auf die EU-Osterweiterung. (Abg. Scheibner: Das hat man schon Jahrzehnte versäumt!) Was zum Beispiel zu tun ist, Kollege Scheibner, ist, dass das Schnellbahnnetz und die Pottendorfer Linie ausgebaut werden müssen, um den Pendlern und Pendlerinnen nach Wien attraktivere, öffentliche Verkehre anzubieten. (Abg. Scheibner: Man weiß schon seit 20 Jahren, dass das passieren muss!) Gerade im Süden Wiens, weil da nämlich auch viele Einpendler sind, muss der modal split verbessert werden, der momentan zuungunsten des öffentlichen Verkehrs ist.
Abg. Scheibner: Man weiß schon seit 20 Jahren, dass das passieren muss!
Die Region Wien muss – das ist wohl klar – ein schwergewichtiger Knoten in den transeuropäischen Netzen werden, weil sonst die Wirtschaftsentwicklung nicht nur an der Region Wien, sondern an ganz Österreich vorbeigehen wird, und zwar gerade im Hinblick auf die EU-Osterweiterung. (Abg. Scheibner: Das hat man schon Jahrzehnte versäumt!) Was zum Beispiel zu tun ist, Kollege Scheibner, ist, dass das Schnellbahnnetz und die Pottendorfer Linie ausgebaut werden müssen, um den Pendlern und Pendlerinnen nach Wien attraktivere, öffentliche Verkehre anzubieten. (Abg. Scheibner: Man weiß schon seit 20 Jahren, dass das passieren muss!) Gerade im Süden Wiens, weil da nämlich auch viele Einpendler sind, muss der modal split verbessert werden, der momentan zuungunsten des öffentlichen Verkehrs ist.
Beifall bei der SPÖ.
Wir reden jetzt von ungefähr 40 Millionen €, die durch diese Erschließung der innerstädtischen Flächen gewonnen werden sollen, und ich denke, damit kann man für den Bahnhof Wien, für den Zentralbahnhof, schon eine ganze Menge anfangen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Da haben schon andere in letzter Zeit gebremst!
Sorge in diesem Zusammenhang bereitet mir ein wenig Herr Staatssekretär Finz, der leider auf der Bremse steht, wie meistens, wenn es um die Zukunft Wiens geht, aber ich hoffe doch, dass Herr Finz seinen Nebenjob als Bremser irgendwann einmal aufgibt und dass für die Ostregion im Allgemeinen (Abg. Scheibner: Da haben schon andere in letzter Zeit gebremst!) und speziell für meinen Heimatbezirk Favoriten (Zwischenruf des Abg. Öllinger) wichtige verkehrstechnische, städtebauliche und infrastrukturelle Maßnahmen gesetzt werden können. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger
Sorge in diesem Zusammenhang bereitet mir ein wenig Herr Staatssekretär Finz, der leider auf der Bremse steht, wie meistens, wenn es um die Zukunft Wiens geht, aber ich hoffe doch, dass Herr Finz seinen Nebenjob als Bremser irgendwann einmal aufgibt und dass für die Ostregion im Allgemeinen (Abg. Scheibner: Da haben schon andere in letzter Zeit gebremst!) und speziell für meinen Heimatbezirk Favoriten (Zwischenruf des Abg. Öllinger) wichtige verkehrstechnische, städtebauliche und infrastrukturelle Maßnahmen gesetzt werden können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sorge in diesem Zusammenhang bereitet mir ein wenig Herr Staatssekretär Finz, der leider auf der Bremse steht, wie meistens, wenn es um die Zukunft Wiens geht, aber ich hoffe doch, dass Herr Finz seinen Nebenjob als Bremser irgendwann einmal aufgibt und dass für die Ostregion im Allgemeinen (Abg. Scheibner: Da haben schon andere in letzter Zeit gebremst!) und speziell für meinen Heimatbezirk Favoriten (Zwischenruf des Abg. Öllinger) wichtige verkehrstechnische, städtebauliche und infrastrukturelle Maßnahmen gesetzt werden können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Beim Konjunkturgipfel der Bundesregierung im Dezember 2001 wurde das Ziel formuliert, die österreichische Forschungsquote auf 2,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu erhöhen. Durch diese Zielformulierung sollte die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft gestärkt und ausgebaut werden, Österreich innerhalb der Europäischen Union und innerhalb der OECD-Länder als forschungsintensiver Standort positioniert werden und Österreichs Lebensstandard nachhaltig damit verbessert werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Es wurden auf diesem Weg bereits wichtige Fortschritte erzielt. Innerhalb der Europäischen Union schloss Österreich zum Durchschnitt, nämlich 1,88 Prozent des BIP, auf und liegt vor Ländern wie beispielsweise Italien, Norwegen und Großbritannien. Mit einer aktuellen Forschungsquote in der Höhe von 1,96 Prozent des BIP hat Österreich allein seit 1995 – damals hatten wir nämlich nur eine Forschungsquote von 1,57 Prozent des BIP – eine beachtliche Aufholjagd hinter sich gebracht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Mein sehr geehrten Damen und Herren! Im Jahre 2002 lagen die österreichischen Forschungsausgaben bei 4,2 Milliarden €. In diesem Zusammenhang ist vor allem den österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmern zu danken, die in den vergangenen Jahren ihre Forschungsausgaben maßgeblich erhöhten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Derzeit liegt der Anteil der Ausgaben der Unternehmen an der österreichischen Forschung bei ungefähr 60 Prozent. Ein Blick zu unseren Nachbarländern beweist, dass es hier noch „Spielraum“ gibt, um die international üblichen 66 Prozent zu erreichen. Die Opposition kritisiert erbost und manchmal sehr lautstark, dass diese Bundesregierung den Zeitraum zur Erreichung des Zieles, die Forschungsquote auf 2,5 Prozent des BIP zu erhöhen, um ein Jahr verlängert hat. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Herr Kollege Matznetter, hören Sie zu! Denken Sie nach und dann sprechen Sie!
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Diese Ihre Kritik geht ins Leere. Von den Technologiemilliarden der Jahre 1997 bis 2001 wurden lediglich – das ist das Problem – 95,6 Prozent absorbiert. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Absorptionskraft in Österreich im Bereich der Forschungslandschaft durch die Technologieoffensive weitgehend ausgeschöpft worden ist beziehungsweise die Technologieoffensive zu schnell zu viele Mittel dem Forschungsmarkt zur Verfügung gestellt hat. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
steuerrecht erhöht wird, wenn die Absetzbarkeit von internen Ausbildungskosten ermöglicht wird und die Studienbeiträge steuerlich absetzbar werden, dann beweist diese Bundesregierung in sehr eindrucksvoller Weise, dass ihr die österreichische Forschung, Ausbildung und Weiterbildung ein Herzensanliegen ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Regler: Nein, nein!
Hätten wir die Marktwirtschaft – Herr Kollege Wattaul, Sie sind ein Vertreter und in dieser Richtung stets unterwegs – im Sinne von Kostenwahrheit im Verkehr, würde es ganz anders ausschauen. (Abg. Dipl.-Ing. Regler: Nein, nein!) Denken Sie daran! Ich habe, nicht nur deshalb, weil es inzwischen sechs Verkehrsminister gegeben hat, sondern auch deswegen, weil es den VCÖ seit 15 Jahren gibt, einige Broschüren von dieser Forschungsvereinigung, von dieser NGO zum Thema „Gesundheitsgefahr durch Dieselabgase“ mitgenommen.
Abg. Scheibner: Das können wir aber nicht lesen auf die Entfernung!
Herr Staatssekretär! Der Verkehrslärm kostet fast 2 Milliarden € pro Jahr. (Die Rednerin hält eine Broschüre in die Höhe.) Sie selbst waren Gott sei Dank beim VCÖ und haben vielleicht auch Motivation geschöpft und können jetzt ambitionierter an die Umsetzung effizienter Verkehrspolitik herangehen. (Abg. Scheibner: Das können wir aber nicht lesen auf die Entfernung!) Wir können es uns nicht leisten, Verkehrslärm in derartigem Umfang weiter steigen zu lassen, weil er auch gesundheitsgefährdend ist. (Abg. Scheibner: Frau Kollegin, wir haben das nicht gesehen, was da auf dem Blatt Papier steht!) Daher bin ich dankbar, dass dann noch Kollege Grünewald sprechen wird, der Ihnen ebenfalls Beispiele dafür anführen kann.
Abg. Scheibner: Frau Kollegin, wir haben das nicht gesehen, was da auf dem Blatt Papier steht!
Herr Staatssekretär! Der Verkehrslärm kostet fast 2 Milliarden € pro Jahr. (Die Rednerin hält eine Broschüre in die Höhe.) Sie selbst waren Gott sei Dank beim VCÖ und haben vielleicht auch Motivation geschöpft und können jetzt ambitionierter an die Umsetzung effizienter Verkehrspolitik herangehen. (Abg. Scheibner: Das können wir aber nicht lesen auf die Entfernung!) Wir können es uns nicht leisten, Verkehrslärm in derartigem Umfang weiter steigen zu lassen, weil er auch gesundheitsgefährdend ist. (Abg. Scheibner: Frau Kollegin, wir haben das nicht gesehen, was da auf dem Blatt Papier steht!) Daher bin ich dankbar, dass dann noch Kollege Grünewald sprechen wird, der Ihnen ebenfalls Beispiele dafür anführen kann.
Abg. Scheibner: Sie zeigen uns ...! Das ist zu weit weg!
Nächster Punkt: Sie alle, liebe Kolleginnen und Kollegen, haben kürzlich in Ihrer Parlamentspost den Ozonbericht 2002 vorgefunden. (Abg. Scheibner: Sie zeigen uns ...! Das ist zu weit weg!) Blättern Sie darin und Sie werden merken, es gibt ein Ozonproblem, auch jetzt während der Hitzephase. Herr Klubobmann Scheibner, Sie werden
Abg. Scheibner: Woran merkt man das?
es selbst gemerkt haben, die Ozonbelastung ist gestiegen, es hat bereits Voralarmstufen gegeben. (Abg. Scheibner: Woran merkt man das?)
Beifall bei den Grünen.
„Zu erwarten“! – Das ist sehr optimistisch. Aber bitte, Herr Staatssekretär, Herr Minister, tun Sie auch etwas in Richtung Ozonschutz – in Richtung Klimaschutz sowieso! Sie wissen ja besser als ich, weil Sie täglich im Ressort unterwegs sind, dass die Herausforderung des Klimaschutzes schlechthin in der effizienteren Gestaltung unseres Verkehrssystems, das heißt, in der Schadstoffminimierung liegt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Großruck: Nein, das stimmt nicht!
Sie geben in Ihrem Interview hierbei mehr oder weniger wieder Signale – meines Erachtens, sage ich subjektiv – in die falsche Richtung. (Abg. Großruck: Nein, das stimmt nicht!) Daher haben Sie ja zu Recht auch Ihren Besuch in Tschechien und die konsensuale Herangehensweise an den Ausbau der Summerauerbahn erwähnt.
Abg. Großruck: Das ist ein guter Mann!
Nur sollten Sie ehrlicherweise im selben Atemzug, geradezu im gleichen Satz erwähnen, dass Sie dort die S 10 bauen. Das ist eine Autobahn – ähnlich wie in Niederösterreich – an der Ostgrenze, die S 10, die Landesrat Hiesl als sein Lebenswerk betrachtet, weil er ja jede einzelne Kurve speziell eröffnen will. Sie können das in den „Oberösterreichischen Nachrichten“ nachlesen, er ist ein besonders „ideologiefreier“ Verkehrspolitiker. (Abg. Großruck: Das ist ein guter Mann!)
Beifall bei den Grünen.
Zum Schluss kommend: Sie, Herr Minister, haben den öffentlichen Verkehr erwähnt, Ihr Plädoyer dafür, Ihr Engagement dafür in den Raum gestellt. – Ja, wir unterstützen Sie dabei. Denken Sie aber auch an die behinderten Menschen! Gerade diese brauchen einen barrierefreien Zugang zum öffentlichen Verkehr. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Regler: Die ist bei Ihnen!
Ich schließe natürlich, wie es sich gehört, mit der Hoffnung, dass Sie im Sinne einer entideologisierten und effizienten Verkehrspolitik viele dieser Anregungen aufgreifen und wirklich einmal dort hineinschneiden, wo es notwendig ist – dort, wo die Ideologie beheimatet ist (Abg. Mag. Regler: Die ist bei Ihnen!), nämlich bei den Rasern, bei den Schnellfahrern, bei den blindwütigen Asphaltierern und den blindwütigen Autofahrern. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich schließe natürlich, wie es sich gehört, mit der Hoffnung, dass Sie im Sinne einer entideologisierten und effizienten Verkehrspolitik viele dieser Anregungen aufgreifen und wirklich einmal dort hineinschneiden, wo es notwendig ist – dort, wo die Ideologie beheimatet ist (Abg. Mag. Regler: Die ist bei Ihnen!), nämlich bei den Rasern, bei den Schnellfahrern, bei den blindwütigen Asphaltierern und den blindwütigen Autofahrern. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt mit Sicherheit nicht!
Aber: Bezüglich Road Pricing hat er gesagt, wir hätten das im Jahre 1999 einführen sollen. Ich sage aber, es ist richtig, dass wir noch gewartet haben, weil wir jetzt ein effizientes und gerechtes System haben. Wir hätten die Geldmittel, die uns laut Herrn Kollegen Eder fehlen, nicht hereingebracht, weil das andere System so teuer ist, dass unter dem Strich nichts übrig geblieben wäre. (Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt mit Sicherheit nicht!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Da sollte man bei der Wahrheit bleiben! Das ist auch eine Frage der Glaubwürdigkeit der Politiker. Stellen Sie sich vor, ein Frächter hört das, was Sie sagen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Das diskutieren wir seit 20 Jahren!
Das ist für mich die unintelligenteste Lösung, die es überhaupt gibt. Ich würde vorschlagen, man sollte die LKW in der Nacht, wenn wenig Verkehr ist, wenn dieser fließend mit 60 km/h durchrollt, fahren lassen. (Abg. Dr. Lichtenberger: Das diskutieren wir seit 20 Jahren!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Doch! Doch! Das Problem liegt bei Ihnen!
Sie wissen ganz genau: Die Lärmbelästigung durch einen PKW mit 110 km/h und einen LKW mit 60 km/h ist genau die gleiche. Sie verstehen das einfach nicht. (Abg. Dr. Lichtenberger: Doch! Doch! Das Problem liegt bei Ihnen!) Ich sage Ihnen: Beim Stop-and-go-Verkehr verbrauchen diese LKW bis zu 100 Liter Diesel auf 100 Kilometer nur durch diese Staufahrten. Das ist doch wirklich das Unintelligenteste, was man machen kann.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Betreffend Ökologisierung gebe ich Ihnen Recht, Herr Minister, aber beim Road Pricing sollte man nicht nur auf die Ökologisierung achten, sondern auch auf verkehrslenkende Maßnahmen. Was meine ich damit? – Man sollte in besonderen Stauzeiten, zum Beispiel im Berufsverkehr, eben höhere Tarife für LKW verlangen, damit die LKW, wie ich zuerst gesagt habe, in der Nacht oder am Tag zu Zeiten, wenn weniger Verkehr ist, fahren. Ist doch gescheit, nicht? (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Wer ist das?
Wir haben das bei den Sozialvorschriften gesehen. Ich bedanke mich da bei Frau Forstinger. (Abg. Eder: Wer ist das?) Sie hat das damals eingeführt, es ist seit 1. März in Kraft. Es gibt jetzt eine Fahrerlizenz. Vielleicht wissen Sie das nicht: Seit 1. März (Abg. Dr. Lichtenberger: EU-Richtlinie!) – und wer hat denn das in der EU vorgebracht? – muss jeder Nicht-EU-Lenker eine Fahrerlizenz mitführen. Deshalb gibt es keinen Fahrer mehr, der – so wie bei dieser Firma aus Luxemburg, dessen Inhaber kürzlich verurteilt wurde, weil er diese Leute ausgebeutet hat – keine Fahrerlizenz hat.
Abg. Dr. Lichtenberger: EU-Richtlinie!
Wir haben das bei den Sozialvorschriften gesehen. Ich bedanke mich da bei Frau Forstinger. (Abg. Eder: Wer ist das?) Sie hat das damals eingeführt, es ist seit 1. März in Kraft. Es gibt jetzt eine Fahrerlizenz. Vielleicht wissen Sie das nicht: Seit 1. März (Abg. Dr. Lichtenberger: EU-Richtlinie!) – und wer hat denn das in der EU vorgebracht? – muss jeder Nicht-EU-Lenker eine Fahrerlizenz mitführen. Deshalb gibt es keinen Fahrer mehr, der – so wie bei dieser Firma aus Luxemburg, dessen Inhaber kürzlich verurteilt wurde, weil er diese Leute ausgebeutet hat – keine Fahrerlizenz hat.
Abg. Öllinger: Was heißt das? Was soll das wieder heißen? Sollen sie weiterfahren?
Ich würde mir wünschen, dass man in diesem Zusammenhang die Kontrollen von Fachleuten durchführen lässt. Und noch ein Wort zu den Kontrollen: Wir haben heute gehört, 5 Prozent der LKW müssen abgestellt werden. Da sind jene Fahrzeuge dabei, die 4,3 Tonnen und mehr wiegen; diese dürfen, wenn sie überladen sind, nicht mehr weiterfahren, weil die technische Voraussetzung nicht gegeben ist. Das relativiert sich ein bisschen, denn technisch sind die Fahrzeuge in Ordnung. (Abg. Öllinger: Was heißt das? Was soll das wieder heißen? Sollen sie weiterfahren?)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich möchte noch eines sagen – vielleicht ist das ein wenig überheblich, aber ich sage es trotzdem –: Da wir alle wissen, dass wir jetzt in der EU sind, gibt es natürlich die Netzproblematik in der EU insgesamt, ob das jetzt den Straßenverkehr, den Schienenverkehr, die Wasserstraßen, den Flugverkehr oder die Elektrizität betrifft. All das ist eine Netzproblematik, und zwar vor dem Hintergrund der Verknappung dieser Netze. Das sollte man sich wirklich EU-weit anschauen. Es hat keinen Sinn, wenn man irgendwelche Insellösungen vorschlägt. Ich selbst fahre jedes Jahr nach Freiburg, dort werden gute Seminare angeboten. Wenn Sie dort einmal hinfahren würden, Frau Lichtenberger, dann würden Sie sich auch auskennen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Leider ist momentan das Gegenteil der Fall, wie die Bilanz des Kuratoriums für Verkehrssicherheit zeigt. Dr. Othmar Thann meint dazu: Es muss energisch an der Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr gearbeitet werden. Unfallprävention und Bewusstseinsbildung heißt unsere oberste Maxime. – Zitatende. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Regler.
Die Verbesserung und der Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes sind deshalb unabdingbar – eine Aufgabe, der sich auch der Minister und der Staatssekretär stellen müssen. Die Zerschlagung, die Filetierung oder die Privatisierung der ÖBB als Zukunftsperspektive ist eindeutig der falsche Weg. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Regler.)
Abg. Mag. Regler: Ist es auch!
Herr Kollege, auch der öffentliche Verkehr muss dem Staat etwas wert sein, so wie viele andere Bereiche auch. (Abg. Mag. Regler: Ist es auch!) Es geht um die Menschen, die diese Verkehrsmittel benützen, nicht um meine Person. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege, auch der öffentliche Verkehr muss dem Staat etwas wert sein, so wie viele andere Bereiche auch. (Abg. Mag. Regler: Ist es auch!) Es geht um die Menschen, die diese Verkehrsmittel benützen, nicht um meine Person. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Gabriele Binder (fortsetzend): Danke, Herr Präsident! – Im Sinne von mehr Verkehrssicherheit und des Schutzes der Verkehrsteilnehmer gilt es, drei wichtige Schwerpunkte umzusetzen: mehr Sicherheit auf der Straße, Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene und ein öffentliches Verkehrsnetz, das die Menschen in Österreich verbindet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist eine Quote, die auch notwendig ist, um das globale Ziel der Regierung zu erreichen, nämlich Österreich innerhalb des größer werdenden Europa, innerhalb des Europa der 25, auf den TOP-Platz drei zu positionieren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Neben dem Forschungsfreibetrag wird es auch eine Alternativprämie geben, um allen Unternehmern einen entsprechenden Zugang zur Forschung und Entwicklung zu gewähren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Nur mit einem Satz sei gesagt: Auch der Forschungsbericht weist auf diese erfreulichen Entwicklungen hin. Quantität ist nicht Qualität und kann Qualität nicht ersetzen, aber eine Verdreifachung der Publikationen ist etwas Positives. Wir sind hier auf einem guten Weg und werden uns innerhalb der Europäischen Union als Forschungsland weiterhin sehr positiv etablieren. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Wir sind im Parlament!
Warum? – Auf Grund dessen, was ich von Herrn Kollegen Lopatka jetzt wieder vernommen habe, muss ich sagen: Es setzt sich das fort, was Gehrer, Schüssel, Hakl und Brinek uns pausenlos predigen. Die sind richtig Weltklasse im Dreschen von Phrasen und Versprechungen und in der Verdrehung wirklicher Budgetzahlen. Das kann nicht sein! Auch das Wiederholen von Worthülsen ist im wissenschaftlichen Sektor unerträglich! (Abg. Großruck: Wir sind im Parlament!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Auch!
Wir sind im Parlament, ja, aber da sollten Wissenschaft und Wahrheit auch eine Rolle spielen, Herr Großruck! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Auch!) Sie sagen „auch“ – nicht nur, meinen Sie vielleicht! (Abg. Großruck: Aber auch der Hausverstand!) – Auch der Hausverstand, der genügt ja. Ich wäre froh, wenn Sie über diesen verfügen würden, denn dann könnten Sie mir auch folgen.
Abg. Großruck: Aber auch der Hausverstand!
Wir sind im Parlament, ja, aber da sollten Wissenschaft und Wahrheit auch eine Rolle spielen, Herr Großruck! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Auch!) Sie sagen „auch“ – nicht nur, meinen Sie vielleicht! (Abg. Großruck: Aber auch der Hausverstand!) – Auch der Hausverstand, der genügt ja. Ich wäre froh, wenn Sie über diesen verfügen würden, denn dann könnten Sie mir auch folgen.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Es gibt aber auch Länder und Gemeinden! Das vergessen Sie!
Diese Aussagen des Wirtschaftsforschungsinstitutes dürften wohl korrekt sein und sollten auch mit dem Hausverstand nachvollziehbar sein und begriffen werden, Herr Großruck! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Es gibt aber auch Länder und Gemeinden! Das vergessen Sie!) – Ihr Zwischenruf ging im donnernden Applaus von Karl Öllinger unter, ich habe ihn daher nicht verstanden.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
haben keinen Nährwert! Phrasen sind keine Medizin! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Großruck: „Böse Menschen kennen keine Lieder!“
Als Kronzeugen – wenn Herr Großruck meint, mir würde es an Hausverstand fehlen, den er im Übermaß besitzt – zitiere ich jetzt die Statistik Austria und den Rat für Forschung und Technologieentwicklung: Das Regierungsziel, 2,5 Prozent am BIP bis 2006 zu erreichen, rückt in weite Ferne. – Im Liederbuch der Bundesregierung – Schüssel mit Gitarre, Gehrer singt –, da steht vielleicht: Alles Glück ist so nah!, aber ich muss sagen: Es ist nicht so nah, wie Sie predigen! (Abg. Großruck: „Böse Menschen kennen keine Lieder!“)
Abg. Großruck: Wie kommen Sie darauf, dass sie auf Urlaub ist? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich komme langsam zum Schluss und höre jetzt schon die Zwischenrufe einer auf Urlaub befindlichen Bundesministerin Gehrer und Schüssels, möglicherweise von der Industriellenvereinigung gesponsert. (Abg. Großruck: Wie kommen Sie darauf, dass sie auf Urlaub ist? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ja! Ich sagte: möglicherweise! Möglichkeiten existieren immer! Verstehen Sie eine Satire? – Sie sind ja gar nicht auf Urlaub! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Gut.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und wenn jetzt noch, so stammelt die „Patientin“, Minister Gorbach sagt: Das ist Weltklasse!, dann ist alles aus. – Ich hoffe, dass es nicht so weit kommt, Herr Minister. Vielleicht können wir uns darüber unterhalten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Grünewald, ich bin mir ganz sicher, dass wir für die Forschungs- und Entwicklungspolitik keinen Erste-Hilfe-Koffer brauchen, denn die Eckdaten, die im Forschungsbericht angegeben sind, zeigen sehr wohl, dass das nicht nur Phrasen sind, sondern dass die Forschungs- und Entwicklungslandschaft in Österreich nicht so schlecht aussieht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ein wichtiges Instrument zur Stimulierung der unternehmerischen Forschungstätigkeit ist der Forschungsfreibetrag, und Österreich weist eines der besten steuerlichen F&E-Fördersysteme im OECD-Raum auf. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Die Bundesregierung – insbesondere Herr Bundesminister Gorbach – beweist, dass sie sich ernsthaft bemüht, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die österreichischen Forschungsausgaben weiterhin auf Wachstumskurs zu halten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP und Freiheitlichen.
Wird der Generalverkehrsplan in der vorliegenden Form umgesetzt, so wird die Steiermark massiv unter dessen Auswirkungen zu leiden haben, weil wichtige Projekte in Vergessenheit geraten sind, so zum Beispiel die Umsetzung der Südbahn. Die so genannte Pontebbana-Achse mit dem Semmering-Basistunnel hat enorme wirtschaftliche Bedeutung für das Bundesland Steiermark. Von allen Verkehrsexperten wird der Semmering-Basistunnel für die südlichen Bundesländer Steiermark und Kärnten für unverzichtbar gehalten. Daher kann es nicht akzeptiert werden, dass die Steiermark in Österreich und in Europa auf das verkehrspolitische Abstellgleis gestellt wird. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP und Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Viel zu oft ist die Entscheidung für das Projekt Semmering-Basistunnel mit jedem neuen Verkehrsminister beziehungsweise neuer Verkehrsministerin aufgeschoben worden. Ich erinnere mich noch gut an die vollmundigen Versprechungen des Herrn Bundesministers Schmid, dass der Semmering-Basistunnel bei ihm in den besten Händen sei. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Geblieben ist ein unfertiger Stollen mit dem lieblichen Namen „Waltraud“. Lassen Sie „Waltraud“ nicht zum sinnlosen Projekt verkommen, das nur Kosten verursacht! Außer Spesen nichts gewesen, ist zu „Waltraud“ zu sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Regler: Es war leider keine Naturschutzgenehmigung zu erwirken!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Regler: Es war leider keine Naturschutzgenehmigung zu erwirken!
Viel zu oft ist die Entscheidung für das Projekt Semmering-Basistunnel mit jedem neuen Verkehrsminister beziehungsweise neuer Verkehrsministerin aufgeschoben worden. Ich erinnere mich noch gut an die vollmundigen Versprechungen des Herrn Bundesministers Schmid, dass der Semmering-Basistunnel bei ihm in den besten Händen sei. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Geblieben ist ein unfertiger Stollen mit dem lieblichen Namen „Waltraud“. Lassen Sie „Waltraud“ nicht zum sinnlosen Projekt verkommen, das nur Kosten verursacht! Außer Spesen nichts gewesen, ist zu „Waltraud“ zu sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Regler: Es war leider keine Naturschutzgenehmigung zu erwirken!)
Beifall bei der SPÖ.
Es kann doch nicht so sein, dass das Projekt Semmering-Basistunnel auf Grund der persönlichen Befindlichkeiten eines Landeshauptmannes zum Scheitern verurteilt ist. Vor dem Berg ja, hinter dem Berg nein – was ist das für eine Verkehrspolitik in Österreich? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Interesse der Öffentlichkeit, im Interesse des Wirtschaftsstandortes Steiermark! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
demonstrativer Beifall bei den Grünen
Abgeordneter Wolfgang Großruck (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Von Johann Wolfgang Goethe ist bekannt, dass er das letzte Universalgenie gewesen sein soll. Er soll ein umfassendes Wissen gehabt haben. – Wenn man so manchen Debattenrednern bei ihren Ausführungen zuhört, dann kann man sagen, es sitzen auch hier herinnen einige Universalgenies. Eines davon ist Herr Dr. Grünewald (demonstrativer Beifall bei den Grünen), der zu jedem Thema das Richtige und das Beste weiß.
Abg. Dr. Grünewald: Überflüssig!
Herr Doktor, ich nehme Ihnen das in Bezug auf die Medizin ab, auch wenn hier ab und zu korrigierende Worte unseres Dr. Rasinger notwendig sind (Abg. Dr. Grünewald: Überflüssig!), aber dass Sie überall der Bestinformierte und Bestverstehende sind, das dürfen wir, glaube ich, allgemein anzweifeln. (Abg. Dr. Grünewald: Ich habe nur zitiert!) Andernfalls müssten wir als Parlament den Nobelpreis für Sie beantragen – in welcher Sparte, das können Sie sich aussuchen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie demonstrativer Beifall des Abg. Brosz.)
Abg. Dr. Grünewald: Ich habe nur zitiert!
Herr Doktor, ich nehme Ihnen das in Bezug auf die Medizin ab, auch wenn hier ab und zu korrigierende Worte unseres Dr. Rasinger notwendig sind (Abg. Dr. Grünewald: Überflüssig!), aber dass Sie überall der Bestinformierte und Bestverstehende sind, das dürfen wir, glaube ich, allgemein anzweifeln. (Abg. Dr. Grünewald: Ich habe nur zitiert!) Andernfalls müssten wir als Parlament den Nobelpreis für Sie beantragen – in welcher Sparte, das können Sie sich aussuchen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie demonstrativer Beifall des Abg. Brosz.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie demonstrativer Beifall des Abg. Brosz.
Herr Doktor, ich nehme Ihnen das in Bezug auf die Medizin ab, auch wenn hier ab und zu korrigierende Worte unseres Dr. Rasinger notwendig sind (Abg. Dr. Grünewald: Überflüssig!), aber dass Sie überall der Bestinformierte und Bestverstehende sind, das dürfen wir, glaube ich, allgemein anzweifeln. (Abg. Dr. Grünewald: Ich habe nur zitiert!) Andernfalls müssten wir als Parlament den Nobelpreis für Sie beantragen – in welcher Sparte, das können Sie sich aussuchen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie demonstrativer Beifall des Abg. Brosz.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sehr geehrter Herr Bundesminister! Es ist auch in der Infrastruktur mit dem Duumvirat Minister Gorbach und Staatssekretär Kukacka, welche kompetent, mit allemannischer Gründlichkeit und oberösterreichischer Praxisorientiertheit im Infrastrukturministerium die ganze Materie angehen, endlich wieder – muss ich sagen – Kontinuität eingekehrt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.
Wenn ich mir vorstelle, was allein in Oberösterreich an Technologieoffensive los ist – in jeder Bezirksstadt ein Technologiezentrum, wo High-Tech-Arbeitsplätze geschaffen werden –, dann muss man sagen, das ist ein wesentlicher Beitrag, um das angestrebte Ziel zu erreichen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ganz besonders erfreulich ist aber, dass Einhelligkeit über die Lösung der Verkehrsprobleme besteht. Herr Minister Gorbach hat seine Kooperation angeboten. Das war nicht immer so. Ich erinnere mich zurück: Es hat einmal einen „Masterplan“ von Minister Einem gegeben, der nur die Schiene berücksichtigt und alles andere außer Acht gelassen hat. Wir haben auch hier darüber debattiert. Heute gibt es eine Gemeinsamkeit, und ich denke, dass diese Sicht richtig ist: Schiene, Strasse, Luft und Wasser! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Auch bei den ÖBB tut sich etwas – das sehen wir. Endlich ist die Generaldirektion dem Griff der Gewerkschaft etwas entronnen, und schon werden die ÖBB erneuert. Wenn ich sehe, was da alles passiert, kann ich dem Personal, den Schaffnern, den Zugbegleitern, nur mein Kompliment aussprechen. Die Situation ist merklich besser geworden, alle bemühen sich, es gibt so etwas wie Markt und Kundenfreundlichkeit, das ist spürbar. Wenn die ÖBB so weiterarbeiten, dann wird auch das Serviceangebot entsprechend attraktiv werden, und wenn die Infrastruktur passt, dann wird der Umstieg von der Straße auf die Bahn automatisch erfolgen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Endlich! Endlich!
Ich darf mit einem Vierzeiler (Abg. Dr. Gabriela Moser: Endlich! Endlich!) – ein Sechszeiler ist es, Frau Kollegin! – betreffend den Zugang Mancher zum Eurofighter schließen:
Abg. Brosz: Das muss der Großruck sein!
Ein Mensch sitzt mutterseelenallein (Abg. Brosz: Das muss der Großruck sein!)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
(Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Vorgangsweise schließt allerdings all jene von der Förderung aus, die sie besonders dringend benötigen würden, nämlich Schüler, Studenten und all jene, die wenig verdienen. Daher sagen wir, die Förderung muss genau umgekehrt erfolgen, sie muss mit steigendem Einkommen geringer werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir fordern zum einem Direktförderung, dann flächendeckende Versorgung in ausreichender Kapazität, in der Übergangszeit einen kostengünstigen Zugang zum Beispiel über öffentliche Einrichtungen, flächendeckende Ausstattung der Schulen und Ausbildung für alle Bevölkerungsgruppen sowie verstärkte Nutzung bestehender und auch alternativer Finanzierungslinien, um den ländlichen Raum maximal zu stärken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Immerhin soll nach dem Aktionsplan E-Europe bis 2005 die flächendeckende Versorgung europaweit erreicht werden. Daher ersuche ich Sie, Herr Bundesminister: Unternehmen Sie alles, werden Sie aktiv und tun Sie etwas mehr als das, was Sie bisher geplant haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Broukal: Milliarden!
Genauso zeigt sich, dass die Regierungspolitik der letzten Jahre für die gesamtwirtschaftliche Forschung und Entwicklung in Österreich einiges erreicht hat. Die gesamtwirtschaftlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung betrugen 2002 nach Schätzung der Statistik Austria 4,2 Millionen € (Abg. Broukal: Milliarden!) –Milliarden, Entschuldigung; danke, der Herr Kollege passt auf –, 4 Milliarden 217 Millionen €, was eine Erhöhung um 4,8 Prozent gegenüber 2001 bedeutet.
Abg. Broukal weist in Richtung ÖVP.
Sollte es jetzt wieder heißen – da Kollege Broukal ja aufpasst und sicherlich auch zum Thema Forschung reden wird –: Das ist nicht genug, wir werden das alles nie erreichen!, dann beantworten Sie mir bitte auch die Frage – ich weiß, Sie werden mir wieder sagen, Sie waren früher auch nicht in diesem Hause –: Weshalb ist es so lange verabsäumt worden, rechtzeitig zu investieren, damit wir den OECD-Schnitt erreichen? (Abg. Broukal weist in Richtung ÖVP.) – Sie zeigen dorthin? Ich glaube, diese Kollegen waren nicht maßgeblich verantwortlich, sondern genau Ihre Kollegen. Diese
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
waren dafür verantwortlich, und nicht die Kollegen von der ÖVP. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich erinnere Sie noch einmal daran – geben Sie mir Antwort darauf! –: Weshalb hat das frühere Regierungsteam, das Ihrer Fraktion angehört hat, das verabsäumt? Sie hätten damals diese Taten setzen können – tun Sie es heute mit uns gemeinsam! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Meine geschätzten Damen und Herren! Ein Rückzug des Bundes aus seiner Verantwortung für die Verkehrsinfrastruktur führt uns direkt in die verkehrspolitische Sackgasse. Die Länder und Gemeinden sind gezwungen, die Kürzungen, soweit es geht, noch aufzufangen, erhalten aber gleichzeitig immer weniger Einnahmen seitens der Ertragsanteile. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Der zweite Bereich, den ich kurz streifen möchte – mein Vorredner ist darauf bereits eingegangen –, ist die Breitband-Internet-Förderung. Was neue Technologien betrifft, sind derzeit Personen in Ballungszentren bevorzugt. Es ist daher dringend notwendig, dass die Infrastruktur generell verbessert wird, um die digitale Kluft zu beseitigen – im Interesse der Bürger und des Wirtschaftsstandortes Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Stoisits.
Meine geschätzten Damen und Herren! Unserer Ansicht nach wird es mit dieser punktuellen Einzelmaßnahme nicht gelingen, eine flächendeckende Breitband-Vollversorgung und den öffentlichen Internetzugang über lokale Funkdatennetze zu gewährleisten. Künftig wird nicht nur die Existenz eines Internetanschlusses allein, sondern auch dessen Qualität für die Teilnahme der Bevölkerung an unserer Informationsgesellschaft entscheidend sein. Es ist daher zu hoffen, dass der Breitband-Internet-Förderung raschest weitere Aktivitäten folgen, damit die digitalen Chancen Österreichs nicht verspielt werden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Stoisits.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Innovation ist heute, da der Wettbewerbsdruck in allen Branchen stetig steigt, wichtiger denn je. Deshalb ist auch konsequentes Innovationsmanagement meist ein Garant für den unternehmerischen Erfolg. Forschung und Innovation sichern Wachstum und Jobs und sind Schlüssel für die starke Position des Wirtschaftsstandortes Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
innovative Performance auf. Damit liegen wir deutlich über dem EU-Schnitt. Das heißt, gerade unsere Klein- und Mittelbetriebe, die der Motor der österreichischen Wirtschaft sind, beweisen Mut zur Zukunft, Mut zur Forschung und Mut zur Weiterentwicklung und Innovation! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wichtig ist hier – und das steht wohl außer Frage –, mehrjährige Planungssicherheit für die Unternehmen zu gewährleisten. Dies erfolgt durch unsere mittelfristige Budgetpolitik. Die substantielle Erhöhung der F&E-Ausgaben ist sowohl seitens der öffentlichen Hand als auch seitens der Unternehmer selbst notwendig. Das Regierungsprogramm setzt sich zum Ziel, auch in schwierigen Zeiten des Sparens die richtigen Impulse und Anreize zu schaffen, und zeigt, dass die Verpflichtung zur Erhöhung der Forschungsquote ernst genommen wird und entsprechende Möglichkeiten in den Budgets der Jahre 2003 und 2004 umgesetzt werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Mit der Stärkung von Forschung und Entwicklung ist Österreich mit seinem Bundesminister und seinem Staatssekretär und den Bundesländern auf dem richtigen Weg! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Summa summarum kann man sagen: Investieren wir in der Ostregion! Ich will da keinen Gegensatz zu Tirol herstellen, aber in Bezug auf die Tangente und die Südautobahn ist die Situation – wir erleben das täglich im Stau – nicht zufrieden stellend. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) – Das soll jetzt nicht zu einer Diskussion über Tirol führen; dort gibt es natürlich die gleichen Schwierigkeiten wie bei uns. – Wir sollten auf jeden Fall investieren, und vor allem sollte man in nächster Zeit rasch investieren! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
Summa summarum kann man sagen: Investieren wir in der Ostregion! Ich will da keinen Gegensatz zu Tirol herstellen, aber in Bezug auf die Tangente und die Südautobahn ist die Situation – wir erleben das täglich im Stau – nicht zufrieden stellend. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) – Das soll jetzt nicht zu einer Diskussion über Tirol führen; dort gibt es natürlich die gleichen Schwierigkeiten wie bei uns. – Wir sollten auf jeden Fall investieren, und vor allem sollte man in nächster Zeit rasch investieren! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Ein Mitarbeiter der Parlamentsdirektion in Richtung des Präsidenten Dr. Fischer: Er steht auf der Rednerliste! Es ist ein technisches Problem!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Herr Staatssekretär Kukacka, Sie stehen nicht auf meiner Rednerliste. Aber wenn Sie sich zu Wort melden wollen, dann haben Sie jederzeit das Recht dazu. (Ein Mitarbeiter der Parlamentsdirektion in Richtung des Präsidenten Dr. Fischer: Er steht auf der Rednerliste! Es ist ein technisches Problem!) – Ein technisches Problem, okay.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich glaube, dass diese Bundesregierung in der gesamten Verkehrspolitik einen großen Schritt nach vorne gemacht hat – nicht nur diese Bundesregierung, sondern auch schon ihre Vorgängerregierung. Wir sollten uns doch daran erinnern, dass es diese Koalition war, der es erstmals gelungen ist, alle wichtigen Verkehrskompetenzen in ein Ressort zusammenzulegen, dort all diese Kompetenzen umfassend zu bündeln und damit eine koordinierte Verkehrspolitik einzuleiten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Konsequenz dieser Bündelung war der Generalverkehrsplan, der auch schon in der letzten Legislaturperiode von dieser Koalition vorgelegt wurde und mit dem man nach über zehnjähriger Diskussion über Gesamtverkehrspläne, Generalverkehrspläne und Masterpläne endlich zu einem umfassenden und transparenten System von Verkehrsausbauten – Schiene, Straße, Wasserwege – gekommen ist und damit ein Beispiel gegeben hat, wie Verkehrspolitik gemacht werden soll. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Ein bisschen zu klein!
Ich weise aber auch darauf hin, Herr Kollege Eder, dass wir bei den Maßnahmen, die Sie ja seit langem fordern, nämlich Kostenwahrheit, Erhöhung der Kosten besonders im Straßenverkehr, jetzt mit der neuen LKW-Maut einen ganz großen Schritt vorwärts machen. (Abg. Dr. Lichtenberger: Ein bisschen zu klein!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt nicht!
Aber ich glaube, dass wir auch hier auf dem Boden der Realität bleiben müssen. Wir verlangen im Schnitt 22 Cent pro Kilometer. Meine Damen und Herren, das ist ein im europäischen Vergleich sehr hoher Wert, und wir reizen hier auch weitgehend die europäische Wegekostenrichtlinie aus. Mehr ist in diesem Bereich nicht mehr drinnen (Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt nicht!), zumal wir uns doch auch vor Augen halten müssen, dass wir uns im Standortvergleich mit anderen Ländern messen müssen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Aber ich glaube, dass wir auch hier auf dem Boden der Realität bleiben müssen. Wir verlangen im Schnitt 22 Cent pro Kilometer. Meine Damen und Herren, das ist ein im europäischen Vergleich sehr hoher Wert, und wir reizen hier auch weitgehend die europäische Wegekostenrichtlinie aus. Mehr ist in diesem Bereich nicht mehr drinnen (Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt nicht!), zumal wir uns doch auch vor Augen halten müssen, dass wir uns im Standortvergleich mit anderen Ländern messen müssen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt nicht! Das ist einfach falsch!
Deshalb, meine Damen und Herren, sollten wir, so glaube ich, akzeptieren, dass wir in diesem Bereich getan haben, was möglich ist (Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt nicht! Das ist einfach falsch!), und dass alles andere den Wirtschaftsstandort Österreich gefährden würde (Abg. Dr. Lichtenberger: Nein!) und vor allem auch, Frau Kollegin, den Konsumenten treffen würde. (Abg. Wattaul: Natürlich!) Sie wissen so gut wie ich, dass ein Großteil dieser Kosten an die Konsumenten weitergegeben wird (Abg. Dr. Lichtenberger: 2 Prozent Anteil Transportkosten! 2 Prozent Anteil Transportkosten am Produktpreis!), dass das auch zu einer Anhebung der Inflationsrate führen wird, dass das also alle Bürger mittragen müssen. Deshalb, so meine ich, sollten wir hier maßvoll vorgehen, aber doch unsere Möglichkeiten weitgehend ausnützen. Und genau das wurde in dieser Frage auch getan. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Lichtenberger: ... Sie Mathematik!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Nein!
Deshalb, meine Damen und Herren, sollten wir, so glaube ich, akzeptieren, dass wir in diesem Bereich getan haben, was möglich ist (Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt nicht! Das ist einfach falsch!), und dass alles andere den Wirtschaftsstandort Österreich gefährden würde (Abg. Dr. Lichtenberger: Nein!) und vor allem auch, Frau Kollegin, den Konsumenten treffen würde. (Abg. Wattaul: Natürlich!) Sie wissen so gut wie ich, dass ein Großteil dieser Kosten an die Konsumenten weitergegeben wird (Abg. Dr. Lichtenberger: 2 Prozent Anteil Transportkosten! 2 Prozent Anteil Transportkosten am Produktpreis!), dass das auch zu einer Anhebung der Inflationsrate führen wird, dass das also alle Bürger mittragen müssen. Deshalb, so meine ich, sollten wir hier maßvoll vorgehen, aber doch unsere Möglichkeiten weitgehend ausnützen. Und genau das wurde in dieser Frage auch getan. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Lichtenberger: ... Sie Mathematik!)
Abg. Wattaul: Natürlich!
Deshalb, meine Damen und Herren, sollten wir, so glaube ich, akzeptieren, dass wir in diesem Bereich getan haben, was möglich ist (Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt nicht! Das ist einfach falsch!), und dass alles andere den Wirtschaftsstandort Österreich gefährden würde (Abg. Dr. Lichtenberger: Nein!) und vor allem auch, Frau Kollegin, den Konsumenten treffen würde. (Abg. Wattaul: Natürlich!) Sie wissen so gut wie ich, dass ein Großteil dieser Kosten an die Konsumenten weitergegeben wird (Abg. Dr. Lichtenberger: 2 Prozent Anteil Transportkosten! 2 Prozent Anteil Transportkosten am Produktpreis!), dass das auch zu einer Anhebung der Inflationsrate führen wird, dass das also alle Bürger mittragen müssen. Deshalb, so meine ich, sollten wir hier maßvoll vorgehen, aber doch unsere Möglichkeiten weitgehend ausnützen. Und genau das wurde in dieser Frage auch getan. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Lichtenberger: ... Sie Mathematik!)
Abg. Dr. Lichtenberger: 2 Prozent Anteil Transportkosten! 2 Prozent Anteil Transportkosten am Produktpreis!
Deshalb, meine Damen und Herren, sollten wir, so glaube ich, akzeptieren, dass wir in diesem Bereich getan haben, was möglich ist (Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt nicht! Das ist einfach falsch!), und dass alles andere den Wirtschaftsstandort Österreich gefährden würde (Abg. Dr. Lichtenberger: Nein!) und vor allem auch, Frau Kollegin, den Konsumenten treffen würde. (Abg. Wattaul: Natürlich!) Sie wissen so gut wie ich, dass ein Großteil dieser Kosten an die Konsumenten weitergegeben wird (Abg. Dr. Lichtenberger: 2 Prozent Anteil Transportkosten! 2 Prozent Anteil Transportkosten am Produktpreis!), dass das auch zu einer Anhebung der Inflationsrate führen wird, dass das also alle Bürger mittragen müssen. Deshalb, so meine ich, sollten wir hier maßvoll vorgehen, aber doch unsere Möglichkeiten weitgehend ausnützen. Und genau das wurde in dieser Frage auch getan. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Lichtenberger: ... Sie Mathematik!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Lichtenberger: ... Sie Mathematik!
Deshalb, meine Damen und Herren, sollten wir, so glaube ich, akzeptieren, dass wir in diesem Bereich getan haben, was möglich ist (Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt nicht! Das ist einfach falsch!), und dass alles andere den Wirtschaftsstandort Österreich gefährden würde (Abg. Dr. Lichtenberger: Nein!) und vor allem auch, Frau Kollegin, den Konsumenten treffen würde. (Abg. Wattaul: Natürlich!) Sie wissen so gut wie ich, dass ein Großteil dieser Kosten an die Konsumenten weitergegeben wird (Abg. Dr. Lichtenberger: 2 Prozent Anteil Transportkosten! 2 Prozent Anteil Transportkosten am Produktpreis!), dass das auch zu einer Anhebung der Inflationsrate führen wird, dass das also alle Bürger mittragen müssen. Deshalb, so meine ich, sollten wir hier maßvoll vorgehen, aber doch unsere Möglichkeiten weitgehend ausnützen. Und genau das wurde in dieser Frage auch getan. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Lichtenberger: ... Sie Mathematik!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Das ist nicht wahr!
Frau Kollegin Lichtenberger, ich gebe Ihnen vollkommen Recht, wenn Sie sagen, dass wir auf ein wirklich ausgewogenes Verhältnis von Straße, Schiene und Wasserstraße achten müssen. Ich sage: Das ist in den letzten fünf Jahren wirklich gut gemacht worden! (Abg. Dr. Lichtenberger: Das ist nicht wahr!) Wir haben in die Schiene doppelt so viel investiert wie in den Ausbau des Straßenwesens. (Abg. Dr. Lichtenberger: Das sind doch alles alte Projekte!) Sie können das in allen Statistiken nachvollziehen! (Abg. Dr. Lichtenberger: Das sind doch alles alte ...projekte!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Das sind doch alles alte Projekte!
Frau Kollegin Lichtenberger, ich gebe Ihnen vollkommen Recht, wenn Sie sagen, dass wir auf ein wirklich ausgewogenes Verhältnis von Straße, Schiene und Wasserstraße achten müssen. Ich sage: Das ist in den letzten fünf Jahren wirklich gut gemacht worden! (Abg. Dr. Lichtenberger: Das ist nicht wahr!) Wir haben in die Schiene doppelt so viel investiert wie in den Ausbau des Straßenwesens. (Abg. Dr. Lichtenberger: Das sind doch alles alte Projekte!) Sie können das in allen Statistiken nachvollziehen! (Abg. Dr. Lichtenberger: Das sind doch alles alte ...projekte!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Das sind doch alles alte ...projekte!
Frau Kollegin Lichtenberger, ich gebe Ihnen vollkommen Recht, wenn Sie sagen, dass wir auf ein wirklich ausgewogenes Verhältnis von Straße, Schiene und Wasserstraße achten müssen. Ich sage: Das ist in den letzten fünf Jahren wirklich gut gemacht worden! (Abg. Dr. Lichtenberger: Das ist nicht wahr!) Wir haben in die Schiene doppelt so viel investiert wie in den Ausbau des Straßenwesens. (Abg. Dr. Lichtenberger: Das sind doch alles alte Projekte!) Sie können das in allen Statistiken nachvollziehen! (Abg. Dr. Lichtenberger: Das sind doch alles alte ...projekte!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Aber blöderweise sind die nicht finanziert!
Im Generalverkehrsplan ist vorgesehen, dass wir für die Straße 15 Milliarden € verwenden werden, aber für die Schiene 30 Milliarden! (Abg. Dr. Lichtenberger: Aber blöderweise sind die nicht finanziert!) Sie sehen also: Die Relationen stimmen. Was aber in sehr vielen Bereichen nicht gestimmt hat, das war der richtige, effiziente Mitteleinsatz in diesen Bereichen! (Abg. Wattaul: So ist es!) Wir haben zwar schon enorm viel in die Schiene investiert, aber es ist kein ausreichender Netzzusammenhang hergestellt worden. Es hat sich weder betriebswirtschaftlich für die Bahn entsprechend positiv noch in sonstigem Kundennutzen für die Benützer der Bahn ausgewirkt! – Das war das Problem, meine Damen und Herren, und dieses Problem werden wir lösen müssen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Abg. Wattaul: So ist es!
Im Generalverkehrsplan ist vorgesehen, dass wir für die Straße 15 Milliarden € verwenden werden, aber für die Schiene 30 Milliarden! (Abg. Dr. Lichtenberger: Aber blöderweise sind die nicht finanziert!) Sie sehen also: Die Relationen stimmen. Was aber in sehr vielen Bereichen nicht gestimmt hat, das war der richtige, effiziente Mitteleinsatz in diesen Bereichen! (Abg. Wattaul: So ist es!) Wir haben zwar schon enorm viel in die Schiene investiert, aber es ist kein ausreichender Netzzusammenhang hergestellt worden. Es hat sich weder betriebswirtschaftlich für die Bahn entsprechend positiv noch in sonstigem Kundennutzen für die Benützer der Bahn ausgewirkt! – Das war das Problem, meine Damen und Herren, und dieses Problem werden wir lösen müssen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Im Generalverkehrsplan ist vorgesehen, dass wir für die Straße 15 Milliarden € verwenden werden, aber für die Schiene 30 Milliarden! (Abg. Dr. Lichtenberger: Aber blöderweise sind die nicht finanziert!) Sie sehen also: Die Relationen stimmen. Was aber in sehr vielen Bereichen nicht gestimmt hat, das war der richtige, effiziente Mitteleinsatz in diesen Bereichen! (Abg. Wattaul: So ist es!) Wir haben zwar schon enorm viel in die Schiene investiert, aber es ist kein ausreichender Netzzusammenhang hergestellt worden. Es hat sich weder betriebswirtschaftlich für die Bahn entsprechend positiv noch in sonstigem Kundennutzen für die Benützer der Bahn ausgewirkt! – Das war das Problem, meine Damen und Herren, und dieses Problem werden wir lösen müssen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Aber natürlich!
Es wird auch keine Ausdünnung im öffentlichen Nahverkehr geben, wie das heute auch angetönt wurde. (Abg. Dr. Lichtenberger: Aber natürlich!) Im Gegenteil: Wir arbeiten an Konzepten, um auch die Qualitätsoffensive im öffentlichen Nahverkehr entsprechend durchzusetzen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger), meine Damen und Herren. Denn eines ist auch klar: Auch in diesem Bereich sind bessere Organisation und besserer Mitteleinsatz gefordert. Und genau darum werden wir uns sehr intensiv bemühen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Wattaul. – Abg. Wattaul: Und nicht Warmluft von sich geben!)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger
Es wird auch keine Ausdünnung im öffentlichen Nahverkehr geben, wie das heute auch angetönt wurde. (Abg. Dr. Lichtenberger: Aber natürlich!) Im Gegenteil: Wir arbeiten an Konzepten, um auch die Qualitätsoffensive im öffentlichen Nahverkehr entsprechend durchzusetzen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger), meine Damen und Herren. Denn eines ist auch klar: Auch in diesem Bereich sind bessere Organisation und besserer Mitteleinsatz gefordert. Und genau darum werden wir uns sehr intensiv bemühen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Wattaul. – Abg. Wattaul: Und nicht Warmluft von sich geben!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Wattaul. – Abg. Wattaul: Und nicht Warmluft von sich geben!
Es wird auch keine Ausdünnung im öffentlichen Nahverkehr geben, wie das heute auch angetönt wurde. (Abg. Dr. Lichtenberger: Aber natürlich!) Im Gegenteil: Wir arbeiten an Konzepten, um auch die Qualitätsoffensive im öffentlichen Nahverkehr entsprechend durchzusetzen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger), meine Damen und Herren. Denn eines ist auch klar: Auch in diesem Bereich sind bessere Organisation und besserer Mitteleinsatz gefordert. Und genau darum werden wir uns sehr intensiv bemühen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Wattaul. – Abg. Wattaul: Und nicht Warmluft von sich geben!)
Abg. Wattaul: Da sind auch mehr Leute!
Weil heute hier auch gesagt wurde, dass Wien im öffentlichen Verkehr vom Bund benachteiligt wird, muss man objektiverweise festhalten, dass das nicht richtig ist. Es werden selbstverständlich für den öffentlichen Verkehr im Osten Österreichs deutlich mehr Mittel ausgegeben als für andere Regionen Österreichs. (Abg. Wattaul: Da sind auch mehr Leute!) Denken Sie nur daran, dass 50 Prozent für den U-Bahn-Ausbau in Wien vom Bund mitfinanziert werden! (Abg. Dr. Lichtenberger: Was macht dann das Straßenbahnfinanzierungsgesetz?) Keine andere Landeshauptstadt, keine andere Region bekommt adäquat vergleichbare Mittel! Es ist daher ungerecht, wenn gesagt wird, dass der Bund Wien in diesen Fragen benachteiligt, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Lichtenberger: Wieso gibt es kein Straßenbahnfinanzierungsgesetz? Dann hätten wir das Problem gelöst!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Was macht dann das Straßenbahnfinanzierungsgesetz?
Weil heute hier auch gesagt wurde, dass Wien im öffentlichen Verkehr vom Bund benachteiligt wird, muss man objektiverweise festhalten, dass das nicht richtig ist. Es werden selbstverständlich für den öffentlichen Verkehr im Osten Österreichs deutlich mehr Mittel ausgegeben als für andere Regionen Österreichs. (Abg. Wattaul: Da sind auch mehr Leute!) Denken Sie nur daran, dass 50 Prozent für den U-Bahn-Ausbau in Wien vom Bund mitfinanziert werden! (Abg. Dr. Lichtenberger: Was macht dann das Straßenbahnfinanzierungsgesetz?) Keine andere Landeshauptstadt, keine andere Region bekommt adäquat vergleichbare Mittel! Es ist daher ungerecht, wenn gesagt wird, dass der Bund Wien in diesen Fragen benachteiligt, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Lichtenberger: Wieso gibt es kein Straßenbahnfinanzierungsgesetz? Dann hätten wir das Problem gelöst!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Lichtenberger: Wieso gibt es kein Straßenbahnfinanzierungsgesetz? Dann hätten wir das Problem gelöst!
Weil heute hier auch gesagt wurde, dass Wien im öffentlichen Verkehr vom Bund benachteiligt wird, muss man objektiverweise festhalten, dass das nicht richtig ist. Es werden selbstverständlich für den öffentlichen Verkehr im Osten Österreichs deutlich mehr Mittel ausgegeben als für andere Regionen Österreichs. (Abg. Wattaul: Da sind auch mehr Leute!) Denken Sie nur daran, dass 50 Prozent für den U-Bahn-Ausbau in Wien vom Bund mitfinanziert werden! (Abg. Dr. Lichtenberger: Was macht dann das Straßenbahnfinanzierungsgesetz?) Keine andere Landeshauptstadt, keine andere Region bekommt adäquat vergleichbare Mittel! Es ist daher ungerecht, wenn gesagt wird, dass der Bund Wien in diesen Fragen benachteiligt, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Lichtenberger: Wieso gibt es kein Straßenbahnfinanzierungsgesetz? Dann hätten wir das Problem gelöst!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Super!
Das kann ich Ihnen schon sagen, aber darüber werden wir zu einem anderen Anlass diskutieren. Ich bin sehr dafür, dass wir das machen (Abg. Dr. Lichtenberger: Super!), damit nicht nur Wien die Möglichkeit hat, Zusatzmittel zu bekommen, sondern auch die anderen Landeshauptstädte die Möglichkeit haben, etwa für ihre Straßenbahnfinanzierung öffentliche Mittel entsprechend mit zu beanspruchen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Regler: Wien hat eine Straßenbahn!) Wir werden uns in dieser Koalition mit dieser Frage jedenfalls intensiv auseinander setzen.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Regler: Wien hat eine Straßenbahn!
Das kann ich Ihnen schon sagen, aber darüber werden wir zu einem anderen Anlass diskutieren. Ich bin sehr dafür, dass wir das machen (Abg. Dr. Lichtenberger: Super!), damit nicht nur Wien die Möglichkeit hat, Zusatzmittel zu bekommen, sondern auch die anderen Landeshauptstädte die Möglichkeit haben, etwa für ihre Straßenbahnfinanzierung öffentliche Mittel entsprechend mit zu beanspruchen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Regler: Wien hat eine Straßenbahn!) Wir werden uns in dieser Koalition mit dieser Frage jedenfalls intensiv auseinander setzen.
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.
Meine Damen und Herren! Damit möchte ich zu einem Punkt kommen, der ganz besonders mir anvertraut ist, und zwar zur Strukturreform der Österreichischen Bundesbahnen. Sie wissen, dass das ein sicherlich schwieriges Projekt dieser Bundesregierung ist, und ich darf gerade auch die Opposition ersuchen, sich entsprechend daran mit zu beteiligen und uns dabei auch entsprechend zu unterstützen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.)
Abg. Wattaul – in Richtung der Abg. Dr. Lichtenberger –: Du musst in einer europäischen Dimension denken lernen!
Was wir damit erreichen wollen, meine Damen und Herren, ist einfach, dass auch im Bereich des Schienenverkehrs der Wettbewerb gefördert wird, dass wir mehr Kundennähe auch im Schienenverkehr bekommen (Abg. Wattaul – in Richtung der Abg. Dr. Lichtenberger –: Du musst in einer europäischen Dimension denken lernen!), dass also bessere Leistungen für den Bürger und für die Wirtschaft angeboten werden. Deshalb ist diese Reform für uns auch kein Selbstzweck, sie hat schon gar nichts mit Parteipolitik und Ideologie zu tun, sondern diese Reform ist schlicht und einfach betriebswirtschaftlich sinnvoll und volkswirtschaftlich notwendig, meine Damen und Herren!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Lichtenberger: Nein! ... für Schwarze ... ein Job ...!
Wir wollen dieses Unternehmen auch nicht, wie hier immer behauptet wird, zerschlagen, sondern einfach nur moderne, leistungsfähige Unternehmensstrukturen schaffen, wie sie in anderen Industriebetrieben beziehungsweise Dienstleistungsunternehmen ähnlicher Größe, in Österreich und in Europa, längst überall vorhanden sind. Und es wird sich auch die Bahn diesen Zukunftsfragen nicht entziehen können, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Lichtenberger: Nein! ... für Schwarze ... ein Job ...!)
Abg. Murauer: Ein Wahnsinn! Unwahrscheinlich!
Sie alle wissen, dass es einen massiven Bedarf an öffentlichen Finanzmitteln für das System Schiene gibt. Ich will das auch überhaupt nicht kritisieren, ich stelle das nur einmal fest. Das System Schiene verlangt aus öffentlichen Mitteln pro Jahr 4,4 Milliarden €. Diese Summe muss man sich einmal vorstellen! (Abg. Murauer: Ein Wahnsinn! Unwahrscheinlich!) Das ist drei Mal so viel, wie wir in Österreich zum Beispiel für die Landesverteidigung ausgeben, aber auch drei Mal so viel, wie wir für die österreichischen Universitäten ausgeben, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Lichtenberger: Wenn wir ... Pensionen ... der Straße gegenrechnen, was passiert dann?) Angesichts dieser Beträge darf doch gefragt werden, ob die hohen Kosten dieses Systems auch in einer vernünftigen Relation zum Nutzen für den Bürger und für den Kunden stehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Wattaul: Absolut richtig!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Wenn wir ... Pensionen ... der Straße gegenrechnen, was passiert dann?
Sie alle wissen, dass es einen massiven Bedarf an öffentlichen Finanzmitteln für das System Schiene gibt. Ich will das auch überhaupt nicht kritisieren, ich stelle das nur einmal fest. Das System Schiene verlangt aus öffentlichen Mitteln pro Jahr 4,4 Milliarden €. Diese Summe muss man sich einmal vorstellen! (Abg. Murauer: Ein Wahnsinn! Unwahrscheinlich!) Das ist drei Mal so viel, wie wir in Österreich zum Beispiel für die Landesverteidigung ausgeben, aber auch drei Mal so viel, wie wir für die österreichischen Universitäten ausgeben, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Lichtenberger: Wenn wir ... Pensionen ... der Straße gegenrechnen, was passiert dann?) Angesichts dieser Beträge darf doch gefragt werden, ob die hohen Kosten dieses Systems auch in einer vernünftigen Relation zum Nutzen für den Bürger und für den Kunden stehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Wattaul: Absolut richtig!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Wattaul: Absolut richtig!
Sie alle wissen, dass es einen massiven Bedarf an öffentlichen Finanzmitteln für das System Schiene gibt. Ich will das auch überhaupt nicht kritisieren, ich stelle das nur einmal fest. Das System Schiene verlangt aus öffentlichen Mitteln pro Jahr 4,4 Milliarden €. Diese Summe muss man sich einmal vorstellen! (Abg. Murauer: Ein Wahnsinn! Unwahrscheinlich!) Das ist drei Mal so viel, wie wir in Österreich zum Beispiel für die Landesverteidigung ausgeben, aber auch drei Mal so viel, wie wir für die österreichischen Universitäten ausgeben, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Lichtenberger: Wenn wir ... Pensionen ... der Straße gegenrechnen, was passiert dann?) Angesichts dieser Beträge darf doch gefragt werden, ob die hohen Kosten dieses Systems auch in einer vernünftigen Relation zum Nutzen für den Bürger und für den Kunden stehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Wattaul: Absolut richtig!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Die Jungen haben das doch schon länger nicht mehr!
Ich will jetzt gar nicht von den hohen Sozialkosten reden, die es in diesem Unternehmen gibt, das wird ein gesondertes Thema sein! Ich mache auch keinem einzigen Eisenbahner eines dieser so genannten Privilegien zum Vorwurf (Abg. Dr. Lichtenberger: Die Jungen haben das doch schon länger nicht mehr!), denn das System hat diese Möglichkeiten geschaffen – das System! Dass der einzelne Arbeitnehmer diese Begünstigungen für sich auch in Anspruch nimmt, dafür habe ich Verständnis, aber in Relation zu allen anderen Arbeitnehmern entstehen dadurch, das muss man sagen, große Ungerechtigkeiten. Wir müssen daher auch in diesem Bereich wieder mehr Gerechtigkeit, mehr Gleichheit und mehr Solidarität herstellen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich will jetzt gar nicht von den hohen Sozialkosten reden, die es in diesem Unternehmen gibt, das wird ein gesondertes Thema sein! Ich mache auch keinem einzigen Eisenbahner eines dieser so genannten Privilegien zum Vorwurf (Abg. Dr. Lichtenberger: Die Jungen haben das doch schon länger nicht mehr!), denn das System hat diese Möglichkeiten geschaffen – das System! Dass der einzelne Arbeitnehmer diese Begünstigungen für sich auch in Anspruch nimmt, dafür habe ich Verständnis, aber in Relation zu allen anderen Arbeitnehmern entstehen dadurch, das muss man sagen, große Ungerechtigkeiten. Wir müssen daher auch in diesem Bereich wieder mehr Gerechtigkeit, mehr Gleichheit und mehr Solidarität herstellen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Wattaul und Gradwohl
Die Situation der Bahn ist also von einem hohen Bedarf an öffentlichen Zuschüssen und einer hohen Verschuldung gekennzeichnet (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Wattaul und Gradwohl), die Bahn ist aber auch von einem System gekennzeichnet, das nichts dazu beiträgt, die Effizienz dieses Systems zu steigern. Wenn wir daran denken, dass § 2 des Bundesbahngesetzes vorsieht, dass die Defizite, die im Infrastrukturbereich entstehen, automatisch vom Staat, vom Budget abgegolten werden, dann wissen wir, dass dieses System natürlich dazu führt, dass wirklich tief in die Tasche des Staates gegriffen wird. Also auch da muss mehr Transparenz, mehr Kontrolle, mehr Kostenbegrenzung eingeführt werden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Situation der Bahn ist also von einem hohen Bedarf an öffentlichen Zuschüssen und einer hohen Verschuldung gekennzeichnet (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Wattaul und Gradwohl), die Bahn ist aber auch von einem System gekennzeichnet, das nichts dazu beiträgt, die Effizienz dieses Systems zu steigern. Wenn wir daran denken, dass § 2 des Bundesbahngesetzes vorsieht, dass die Defizite, die im Infrastrukturbereich entstehen, automatisch vom Staat, vom Budget abgegolten werden, dann wissen wir, dass dieses System natürlich dazu führt, dass wirklich tief in die Tasche des Staates gegriffen wird. Also auch da muss mehr Transparenz, mehr Kontrolle, mehr Kostenbegrenzung eingeführt werden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Gradwohl: Nein! Also überhaupt nicht!
Bahn oder mit der Deutschen Bahn ergibt, dass diese Bahnen eine um ein Drittel höhere Produktivität haben als die Österreichischen Bundesbahnen. Aus all diesen Beispielen können Sie ersehen, dass ein großer Reformbedarf besteht, dass das, was wir hier vorhaben, keine parteipolitische oder gesellschaftspolitische Dimension hat (Abg. Gradwohl: Nein! Also überhaupt nicht!), sondern dass es nur darum geht, ein österreichisches Unternehmen in eine gute wirtschaftliche Zukunft zu führen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Die Abgeordneten Murauer und Wattaul: So ist es!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Die Abgeordneten Murauer und Wattaul: So ist es!
Bahn oder mit der Deutschen Bahn ergibt, dass diese Bahnen eine um ein Drittel höhere Produktivität haben als die Österreichischen Bundesbahnen. Aus all diesen Beispielen können Sie ersehen, dass ein großer Reformbedarf besteht, dass das, was wir hier vorhaben, keine parteipolitische oder gesellschaftspolitische Dimension hat (Abg. Gradwohl: Nein! Also überhaupt nicht!), sondern dass es nur darum geht, ein österreichisches Unternehmen in eine gute wirtschaftliche Zukunft zu führen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Die Abgeordneten Murauer und Wattaul: So ist es!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Sie sehen also, welche Möglichkeiten da bestehen! Deshalb ist es notwendig, die Engpässe in der Donau zu beseitigen. Es geht darum, auch östlich von Wien Wassertiefen zu schaffen, die die Donau ganzjährig schiffbar machen; es geht aber auch und vor allem darum, die österreichischen Häfen zu intermodalen Logistikzentren zu entwickeln, die Binnenschifffahrt, den Schienenverkehr und die Wasserstraße logistisch besser miteinander zu verknüpfen, Haus-zu-Haus-Liniendienste im internationalen, intermodalen Verkehr aufzubauen und Industriestandorte in einem stärkeren Zusammenhang zur Donau entwickeln zu lassen, das heißt, dass sie die Möglichkeit bekommen, ihre Güterproduktion direkt auf die Donau zu verlagern. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Trinkl: Die Lampe ist nicht eingeschaltet!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Herr Staatssekretär! Ich muss Sie, glaube ich, darauf aufmerksam machen, dass Ihre Redezeit bis jetzt um 4 Minuten überschritten wurde, das wird Ihrem Klub abgezogen. Sie haben natürlich das Recht, bis zu 20 Minuten lang zu reden! (Abg. Dr. Trinkl: Die Lampe ist nicht eingeschaltet!)
Abg. Wattaul: O ja! O ja! Ich muss ihm helfen, das stimmt nicht! – Heiterkeit.
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka (fortsetzend): Entschuldigung, ich habe immer auf das Licht geschaut, das rote Licht hat nie aufgeleuchtet, Herr Präsident! (Abg. Wattaul: O ja! O ja! Ich muss ihm helfen, das stimmt nicht! – Heiterkeit.) – Es ist aber kein Problem, ich bin schon am Ende meiner Ausführungen. Aber ich habe das rote Licht nie gesehen, ich habe hingesehen ... (Abg. Dr. Stummvoll: Rot siehst du halt nicht gerne! – Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Außer bei der Bundesbahn!) – Rot übersehe ich manchmal. (Abg. Marizzi: Auch bei einer Kreuzung?) Ich sehe aber auch nicht schnell rot, das möchte ich noch dazusagen, auch dann nicht, wenn die Opposition dazwischenruft!
Abg. Dr. Stummvoll: Rot siehst du halt nicht gerne! – Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Außer bei der Bundesbahn!
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka (fortsetzend): Entschuldigung, ich habe immer auf das Licht geschaut, das rote Licht hat nie aufgeleuchtet, Herr Präsident! (Abg. Wattaul: O ja! O ja! Ich muss ihm helfen, das stimmt nicht! – Heiterkeit.) – Es ist aber kein Problem, ich bin schon am Ende meiner Ausführungen. Aber ich habe das rote Licht nie gesehen, ich habe hingesehen ... (Abg. Dr. Stummvoll: Rot siehst du halt nicht gerne! – Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Außer bei der Bundesbahn!) – Rot übersehe ich manchmal. (Abg. Marizzi: Auch bei einer Kreuzung?) Ich sehe aber auch nicht schnell rot, das möchte ich noch dazusagen, auch dann nicht, wenn die Opposition dazwischenruft!
Abg. Marizzi: Auch bei einer Kreuzung?
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka (fortsetzend): Entschuldigung, ich habe immer auf das Licht geschaut, das rote Licht hat nie aufgeleuchtet, Herr Präsident! (Abg. Wattaul: O ja! O ja! Ich muss ihm helfen, das stimmt nicht! – Heiterkeit.) – Es ist aber kein Problem, ich bin schon am Ende meiner Ausführungen. Aber ich habe das rote Licht nie gesehen, ich habe hingesehen ... (Abg. Dr. Stummvoll: Rot siehst du halt nicht gerne! – Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Außer bei der Bundesbahn!) – Rot übersehe ich manchmal. (Abg. Marizzi: Auch bei einer Kreuzung?) Ich sehe aber auch nicht schnell rot, das möchte ich noch dazusagen, auch dann nicht, wenn die Opposition dazwischenruft!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Sie sehen, wir haben große Aufgaben vor uns! Ich bin überzeugt davon, dass gerade die Verkehrspolitik beim Herrn Bundesminister und bei mir in guten Händen ist und dass wir im Interesse des Wirtschaftsstandorts Österreich einen großen Schritt vorwärts machen werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nun weiß ich zwar, dass nicht Sie als Einziger dazu aufgefordert sind, eine Lösung dafür auszuarbeiten, sondern das Zusammenspiel mehrerer gefragt ist. Infolge dieser Steigerung des Güterverkehrs mit minderwertigen Produkten kommt es aber natürlich zu einer entsprechenden Belastung, daher sollte Augenmerk darauf gelegt werden, wie man dem begegnen kann. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Staatssekretär, Herr Bundesminister, ich weiß den Forschungs- und Infrastrukturbereich sowie den Technologiebereich in guten Händen. Sie beide sind, wie ich meine, äußerst aufgeschlossen für Innovationen und haben eine größtmögliche Umsetzungskapazität. Wir werden Sie dabei tatkräftig unterstützen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
Verkehrssicherheit und Verkehrsentlastung gesorgt ist. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Abg. Wattaul: Dann müsst ihr aber mit den Italienern und Deutschen reden!
Allerdings, Herr Bundesminister, ist Ihre Information betreffend den dringend notwendigen zweigleisigen Ausbau zwischen Ötztal und Landeck noch ausständig. Wenn man immer wieder davon spricht, dass der Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werden sollte, dann sollte man auch für ein entsprechendes Angebot auf der Schiene sorgen. (Abg. Wattaul: Dann müsst ihr aber mit den Italienern und Deutschen reden!) Dieser zweigleisige Ausbau ist noch ausständig und dringend notwendig.
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin Ihrer Meinung, Herr Bundesminister, wenn Sie sagen, das man aufhören solle, die Straße gegen die Schiene auszuspielen. Man muss aber der Schiene auch eine Chance geben und sie forcieren. Die Bahn mies zu machen, bringt überhaupt nichts! Das wäre der falsche Weg! (Beifall bei der SPÖ.) Im Gegenteil: Man muss die Bahn forcieren, vor allem die Mitarbeiter motivieren und den Fahrgästen entsprechenden Komfort und entsprechende Leistung anbieten. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Regler.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Regler.
Ich bin Ihrer Meinung, Herr Bundesminister, wenn Sie sagen, das man aufhören solle, die Straße gegen die Schiene auszuspielen. Man muss aber der Schiene auch eine Chance geben und sie forcieren. Die Bahn mies zu machen, bringt überhaupt nichts! Das wäre der falsche Weg! (Beifall bei der SPÖ.) Im Gegenteil: Man muss die Bahn forcieren, vor allem die Mitarbeiter motivieren und den Fahrgästen entsprechenden Komfort und entsprechende Leistung anbieten. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Regler.)
Abg. Wattaul: Das musst du ja wissen, dass er 2003 ausläuft!
Herr Bundesminister! Der erwähnten positiven Entwicklung in meiner Region steht jedoch die Enttäuschung gegenüber, dass bezüglich unseres Transitvertrages beziehungsweise der Ökopunkte-Regelung leider nichts weitergeht. (Abg. Wattaul: Das musst du ja wissen, dass er 2003 ausläuft!) Hier sehe ich im wahrsten Sinn des Wortes schwarz.
Abg. Wattaul: Mit Euro-4!
Sie haben vorhin gesagt, Herr Bundesminister, dass Österreich ein Recht auf eine Nachfolgeregelung habe. Sie haben auch gesagt, dass die Diskussion nach den Tiroler Maßnahmen etwas ernster geworden sei – was ich sehr hoffe! Tatsache ist aber, dass sämtliche EU-Gremien nach wie vor die völlige Freigabe des LKW-Transits durch Österreich verlangen, ohne gleichzeitig zu klären, wie in Hinkunft die dringend notwendige Reduktion der Schadstoff- und Lärmbelastung nachhaltig und dauerhaft erreicht werden kann. (Abg. Wattaul: Mit Euro-4!)
Abg. Wattaul: Lesen Sie einmal die Verfassung der EU! Freier Warenverkehr!
Die Chronologie in der EU sagt uns, dass sie unseren Transitvertrag nicht wollen. Im Februar 2003 hat sich das EU-Parlament in Strassburg gegen eine Verlängerung des auslaufenden Ökopunkte-Systems ausgesprochen. (Abg. Wattaul: Lesen Sie einmal die Verfassung der EU! Freier Warenverkehr!)
Abg. Wattaul: Wer hat denn den Vertrag gemacht?!
Mit Jahresende 2003 läuft nun dieser Transitvertrag aus. Mit Juli wird Italien den EU-Ratsvorsitz übernehmen, also jenes Land, in dem die Frächterlobby über enormen Einfluss verfügt. (Abg. Wattaul: Wer hat denn den Vertrag gemacht?!) Herr Bundesminister, da werden wir einiges zu tun haben. Das sind schlechte Voraussetzungen für Österreich, insbesondere wenn man bedenkt, dass der EU-Ratsvorsitzende der Frächterlobby nahe steht und der Beitritt von zehn Mitgliedstaaten ins Haus steht, die ebenfalls auf die so genannte freie Fahrt pochen werden.
Abg. Wattaul: Das ist die größte Gaudi!
Tirol hat zur Selbsthilfe gegriffen – der EU-Gerichtshof sanktionierte erfreulicherweise die Blockaden als legitim und entschied damit gegen die Frächterlobby. (Abg. Wattaul: Das ist die größte Gaudi!) Hoffentlich werden die Tiroler Maßnahmen weiterhin zu einem Umdenken führen, sowohl hier in Österreich als auch in der EU. – Danke.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Wattaul: Freier Warenverkehr! Beitritt zur EU!
(Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Wattaul: Freier Warenverkehr! Beitritt zur EU!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Auch die Reform der Österreichischen Bundesbahnen ist sehr wichtig, um die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene zu ermöglichen. Es gibt strukturelle Mechanismen, die das erschweren, aber ich hoffe, dass wie in jedem Unternehmen, wo der Betriebsrat, wenn strukturelle Änderungen notwendig sind, mitarbeitet, um das Unternehmen zukunftsfähig zu halten, auch hier die Gewerkschaften im Sinne ihres Unternehmens und im Sinne einer Zukunft der Österreichischen Bundesbahnen bei den Strukturreformmaßnahmen mitarbeiten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Abgeordnete Heidrun Walther (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Werte Kollegen im Hohen Haus! Sehr geehrte Gäste auf der Galerie! Mit großer Mehrheit hat die Bevölkerung in Tschechien und in Polen für den Beitritt zur EU mit Mai 2004 gestimmt. Die Nordsüdverbindung von Warschau über Wien an die Adria wäre deshalb wirklich ein Gebot der Stunde, vor allem die Anbindung an die Pontebbana-Strecke. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister! Werden Sie sich bemühen, die Pontebbana-Strecke unter die ersten 15 Projekte des Trans-European Network zu bringen? Für die gesamte Steiermark und insbesondere für die Koralmbahn wäre das von größter Wichtigkeit! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auf eines möchte ich zum Schluss noch hinweisen: Ich hoffe, dass die Aussagen von Herrn Staatssekretär Kukacka von wegen guter wirtschaftlicher Zukunft der ÖBB nicht den Verkauf der ÖBB bedeuten und diesbezüglich auch nicht englische Zustände für die Österreicher und Österreicherinnen nach sich ziehen werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Reheis: Besonders benachteiligt worden!
Ich muss auch zu den Aussagen des Kollegen Reheis ein paar Worte sagen: Gerade Tirol ist unter freiheitlichen Verkehrsministern besonders bedacht worden. (Abg. Reheis: Besonders benachteiligt worden!) Es sind auch – sage ich einmal – großartige Projekte nicht nur in Aussicht gestellt, sondern auch umgesetzt worden (Beifall bei den Freiheitlichen – Abg. Reheis: Das stimmt nur zum Teil!), sei es die Unterinntaltrasse, sei es, dass in diesem Paket auch der Brenner-Basistunnel enthalten ist, auch der Tschirganttunnel, der dich besonders betrifft.
Beifall bei den Freiheitlichen – Abg. Reheis: Das stimmt nur zum Teil!
Ich muss auch zu den Aussagen des Kollegen Reheis ein paar Worte sagen: Gerade Tirol ist unter freiheitlichen Verkehrsministern besonders bedacht worden. (Abg. Reheis: Besonders benachteiligt worden!) Es sind auch – sage ich einmal – großartige Projekte nicht nur in Aussicht gestellt, sondern auch umgesetzt worden (Beifall bei den Freiheitlichen – Abg. Reheis: Das stimmt nur zum Teil!), sei es die Unterinntaltrasse, sei es, dass in diesem Paket auch der Brenner-Basistunnel enthalten ist, auch der Tschirganttunnel, der dich besonders betrifft.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Reheis.
Seien Sie nicht immer so scheinheilig und lasten Sie die Transitsache nicht den freiheitlichen Verkehrsministern an, denn die Schuld liegt in der Vergangenheit – und die Vergangenheit kann man nicht rückgängig machen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Reheis.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Hätten die Sozialdemokraten nicht diese Verträge gemacht, hätten wir heute nicht dieses Problem. Das müssen Sie einmal zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Niederwieser: Überhaupt nicht! – Abg. Reheis – in Richtung des Redners –: Was sollen diese Unterstellungen! Das sind nur Unterstellungen, hast du das notwendig? Das ist nur ein Ablenken von eigenen Schwächen, Klaus! Das hast du nicht notwendig! Das ist nicht wahr! Das ist einfach nicht wahr!
Die Investitionen in die Schiene – das ist etwas, wo ein Schwerpunkt gesetzt ist – werden fast dreimal so hoch sein, nämlich 12,4 Milliarden € betragen. Dieses Paket enthält unter anderem den Donaukorridor, es werden erste Impulse für den Südkorridor gesetzt, Investitionen vorgenommen im Nahverkehr, in Bahnhöfe und in die Tunnelsicherheit, die von den Sozialdemokraten auch vernachlässigt wurde. (Abg. Dr. Niederwieser: Überhaupt nicht! – Abg. Reheis – in Richtung des Redners –: Was sollen diese Unterstellungen! Das sind nur Unterstellungen, hast du das notwendig? Das ist nur ein Ablenken von eigenen Schwächen, Klaus! Das hast du nicht notwendig! Das ist nicht wahr! Das ist einfach nicht wahr!) – Das müssen wir auch reparieren. Es ist so. Die Versäumnisse der Sozialdemokraten sind eine Altlast.
Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber: Langsamer lesen!
Das Konzept der ökosensiblen Zonen, wie wir sie im vergangenen Jahr schon mit der Alpenkonvention beschlossen haben, und eine ökologische Weiterentwicklung der fahrleistungsabhängigen LKW-Maut sind wichtige Schritte, um unseren Lebensraum zu schützen. (Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber: Langsamer lesen!) – Es ist besser, Fakten zu lesen, als inhaltslos zu reden! Das muss man auch einmal zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Konzept der ökosensiblen Zonen, wie wir sie im vergangenen Jahr schon mit der Alpenkonvention beschlossen haben, und eine ökologische Weiterentwicklung der fahrleistungsabhängigen LKW-Maut sind wichtige Schritte, um unseren Lebensraum zu schützen. (Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber: Langsamer lesen!) – Es ist besser, Fakten zu lesen, als inhaltslos zu reden! Das muss man auch einmal zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ziel und Herausforderung ist es, in Zukunft einen großen Teil des Verkehrs von der Straße auf die Schiene zu bringen. Ich bitte auch Sie, meine Damen und Herren von der Opposition, unseren Verkehrsminister auf seinem schwierigen Weg zu unterstützen. Unsere Unterstützung ist dir gewiss, Herr Minister, weil wir wissen: Der Verkehr und die damit verbundenen Aufgaben sind bei dir bestens aufgehoben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Wir machen es eh!
haben ja Verantwortung übernommen!), oder: Das war ja schon vor 35 Jahren, damals sind die Fehler passiert!, dann unterliegst du einem Irrtum (Abg. Wittauer: Wir machen es eh!), denn diese Koalition und die vorhergegangene Bundesregierung haben in drei Jahren in diesem Ressort drei Minister verbraucht und weitergegangen ist nichts, gar nichts! – Das ist das Problem, Kollege Wittauer! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wittauer.
haben ja Verantwortung übernommen!), oder: Das war ja schon vor 35 Jahren, damals sind die Fehler passiert!, dann unterliegst du einem Irrtum (Abg. Wittauer: Wir machen es eh!), denn diese Koalition und die vorhergegangene Bundesregierung haben in drei Jahren in diesem Ressort drei Minister verbraucht und weitergegangen ist nichts, gar nichts! – Das ist das Problem, Kollege Wittauer! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Abg. Wittauer: Verantwortlich ist der Minister!
Und wenn ich vom Wahrnehmen von Verantwortung spreche, komme ich zu Ihnen, Herr Staatssekretär Kukacka: Sie sind in dieser Regierung für die Österreichischen Bundesbahnen verantwortlich. (Abg. Wittauer: Verantwortlich ist der Minister!) Ihre Fraktionskolleginnen Cordula Frieser, Ridi Steibl und andere haben in den letzten Tagen immer davon gesprochen, dass die Opposition diese Republik schlecht reden würde. Aber ich habe noch nie erlebt, dass ein für ein großes Verkehrsunternehmen, für das größte Verkehrsunternehmen Österreichs Verantwortlicher sein Unternehmen so schlechtgeredet hat, wie Sie es in Ihren Ausführungen gemacht haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und wenn ich vom Wahrnehmen von Verantwortung spreche, komme ich zu Ihnen, Herr Staatssekretär Kukacka: Sie sind in dieser Regierung für die Österreichischen Bundesbahnen verantwortlich. (Abg. Wittauer: Verantwortlich ist der Minister!) Ihre Fraktionskolleginnen Cordula Frieser, Ridi Steibl und andere haben in den letzten Tagen immer davon gesprochen, dass die Opposition diese Republik schlecht reden würde. Aber ich habe noch nie erlebt, dass ein für ein großes Verkehrsunternehmen, für das größte Verkehrsunternehmen Österreichs Verantwortlicher sein Unternehmen so schlechtgeredet hat, wie Sie es in Ihren Ausführungen gemacht haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei den Freiheitlichen: Indirekt schon!
Herr Kollege Kukacka, es war ja sehr ehrlich, dass Sie gesagt haben, dass Sie das rote Licht nicht gesehen haben. Vielleicht sehen Sie das hier im Parlament nicht, aber sonst ist die parteipolitische Brille durchaus in Ordnung: Alle Roten raus, Schwarze hinein, und dann ist die Welt wieder in Ordnung! – Das ist aber keine Verkehrspolitik, Herr Staatssekretär. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei den Freiheitlichen: Indirekt schon!)
Abg. Wittauer: Das ist noch eine Steigerung gegenüber der Vergangenheit! Was habt ihr denn gemacht? – Abg. Wattaul: Vom „Schulden-Rudi“ übernommen!
Aber, Herr Bundesminister, wir als Österreich und Sie als Vertreter der Regierung dürfen nicht Luftschlösser bauen und nur davon reden, dass im Jahr 2004 aus dem Bundesbudget 600 Millionen an zusätzlichen Mitteln für Forschung und Entwicklung zur Verfügung stehen werden, denn wir alle wissen auf Grund der letzten Wirtschaftsergebnisse, dass das Budget 2004, das Sie heute beschließen werden, nicht halten wird. Daher werden auch diese 600 Millionen nicht vorhanden sein, und im Gegensatz zu anderen EU-Staaten, die in der Zwischenzeit beschlossen haben, im Bereich Forschung und Entwicklung bis 2010 auf 3 Prozent des BIP zu kommen, wird Österreich die 2,5 Prozent nicht erreichen. Wir grundeln seit drei Jahren bei 1,8, 1,9 Prozent des BIP herum. (Abg. Wittauer: Das ist noch eine Steigerung gegenüber der Vergangenheit! Was habt ihr denn gemacht? – Abg. Wattaul: Vom „Schulden-Rudi“ übernommen!) Es wird sich nicht bessern, Herr Kollege Wittauer, und das ist das Problem!
Beifall bei der SPÖ.
Das Problem ist, dass das vierte Jahr eine schwarz-blaue Bundesregierung am Werken ist, dass außer „Luftschlösser bauen, Narrenkastl schauen“, wie es ein österreichischer Sänger brachte, nichts geschehen ist! (Beifall bei der SPÖ.) Und damit ist der Republik nicht gedient! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Problem ist, dass das vierte Jahr eine schwarz-blaue Bundesregierung am Werken ist, dass außer „Luftschlösser bauen, Narrenkastl schauen“, wie es ein österreichischer Sänger brachte, nichts geschehen ist! (Beifall bei der SPÖ.) Und damit ist der Republik nicht gedient! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gahr –: Sag Ihnen einmal die Wahrheit!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Gahr. – Bitte. (Abg. Wittauer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gahr –: Sag Ihnen einmal die Wahrheit!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Hermann Gahr (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Das Thema Verkehr und Infrastruktur ist ein Thema, welches uns alle, jeden Bürger, die Umwelt, die Wirtschaft, die Politik beschäftigt. Es geht um einen gemeinsamen Prozess in einem vereinten Europa, und hier spielt dieses Thema eine wichtige Rolle. Wir werden keine Luftschlösser bauen, wir müssen Strukturen schaffen, auf denen wir aufbauen können, mit denen wir Chancen und Perspektiven für die Zukunft erhalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher danke ich dir, Herr Staatssekretär Kukacka, dass du es angegangen bist, die Bundesbahnen zu reformieren, und hier rasch gehandelt hast. Ich wünsche dir viel Glück und eine glückliche Hand bei der Umsetzung dieser Reform. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Staatssekretär, Sie haben das heute kritisch festgestellt: Es ist nicht so, dass die Beschäftigten in den ÖBB schuld an der Situation sind, vielmehr ist es die Struktur. Das Problem war in der Vergangenheit, dass es die Hemmschwelle gab, etwas Neues zu beginnen, was die ÖBB in ihrer Entwicklung gehemmt hat. Wir haben deshalb heute eine Struktur in den ÖBB, die unbedingt angepasst werden muss. Kollege Gradwohl wollte heute in diesem Zusammenhang die Mitarbeiter schützen. Ich möchte auch die Mitarbeiter schützen, aber es muss erlaubt sein, dass die Politik bessere und effizientere Rahmenbedingungen vorgibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wattaul: Das ist wahr, europäische Lösungen, das ist richtig!
Die Herausforderung der Zukunft wird für uns alle sein, zu überlegen, wie wir steigende Verkehrszuwächse auffangen können, welche Konzepte, welche Logistik wir anbieten können, welche Kooperationen zwischen Straße und Schiene möglich sind. Wir brauchen eine moderne Logistik. Und als Bahnfahrer darf ich auch sagen, wir brauchen eine Zusammenführung der Systeme. Es ist nicht gut, wenn man in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich unterschiedliche Bahnsysteme, Logistiksysteme betreibt, wenn die Verkehrsverbindungen insgesamt nicht zusammenpassen. Wir brauchen hier europäische Lösungen und effiziente Strukturen. (Abg. Wattaul: Das ist wahr, europäische Lösungen, das ist richtig!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bedanke mich auch für die Unterinntaltrasse. Ich werde in Zukunft über der Unterinntaltrasse wohnen, weil sie durch unser Dorf durchführt. Ich hoffe und wünsche, dass die Bürger diese Entlastung bekommen, welche uns vorhergesagt wurde. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit einer starken Bahn manches Problem werden lösen können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Broukal begibt sich mit seinem Laptop zum Rednerpult. – Abg. Mag. Mainoni: „Modern Times“!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Broukal. – Bitte. (Abg. Broukal begibt sich mit seinem Laptop zum Rednerpult. – Abg. Mag. Mainoni: „Modern Times“!)
Abg. Wattaul: Das machen wir immer schon oben am Platz!
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Nicht „Modern Times“, das heißt jetzt „Aha“, bitte! – Ich schalte lieber das Handy ab, sonst bekomme ich einen Rüffel vom Präsidenten. (Abg. Wattaul: Das machen wir immer schon oben am Platz!)
Beifall bei der ÖVP.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Die Uhr läuft bereits seit 20 Sekunden! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Brinek: Schneller! Schneller!
Abgeordneter Josef Broukal (fortsetzend): Das zählt bei mir – und nicht bei denen? Unglaublich! (Abg. Dr. Brinek: Schneller! Schneller!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren, dann gehen wir es flott an, oder? Herzlich willkommen! Darf ich Ihnen am Beginn eine Frage stellen? Von wem stammt der Satz: Österreich ist, was Forschung und Entwicklung betrifft, ein höchst durchschnittliches Land? Von a) Caspar Einem, b) Kurt Grünewald, c) Karin Hakl oder d) aus dem Forschungs- und Technologiebericht Ihrer eigenen Bundesregierung? – Er stammt aus Ihrem eigenen Forschungs- und Technologiebericht! All die Lobredner von Ihnen, die hier heute herauskommen und uns nicht genug erzählen können, wie toll es um Forschung und Entwicklung steht, haben den eigenen Technologiebericht ihrer eigenen Regierung nicht gelesen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Widerspruch bei der ÖVP.
Österreich, heißt es darin, ist ein höchst durchschnittliches Land. Und das ist ein EU-Durchschnitt, der Forschungsnationen wie Griechenland und Portugal miteinschließt, sage ich, ohne hochnäsig zu sein. (Widerspruch bei der ÖVP.)
Abg. Wattaul: Sparen, sparen!
Sie leben in einer sehr merkwürdigen Welt. Es ist eine Welt von Zielen, zu denen aber kein erkennbarer Weg führt. 2,5 Prozent des Volkseinkommens sollen wir in drei Jahren angeblich für Forschung und Entwicklung aufwenden. 2 Milliarden € mehr als heuer wären das, Jahr für Jahr! Bis jetzt gibt es kein Konzept, wie Sie diese Steigerung zustande bringen wollen. Woher sollen diese 2 Milliarden pro Jahr kommen? (Abg. Wattaul: Sparen, sparen!) Sie hoffen darauf, dass die Wirtschaft doppelt so viel ausgibt wie heute, aber wo sind die Anreize dafür? Wie wollen Sie das tun?
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Um Ziele erreichen zu können – und das weiß man nicht nur beim Bundesheer –, muss man sie operationalisieren. Aber wo sind diese Schritte, die Sie setzen wollen? Jedes Mal, wenn man den Herrn Minister fragt: Wie wollen Sie diese 2 Milliarden in den nächsten Jahren erreichen?, sagt er, er werde sich bemühen. Es wären 600 Millionen € mehr pro Jahr, und niemand weiß, wo Sie dieses Geld herbekommen wollen. Ihre Ziele sind Fata Morganas: schön aus der Ferne, in der Nähe ein Nichts! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Wattaul: Und das seit 40 Jahren!
Wir brauchen Forschungsanreize, die einfach zu durchschauen, einfach zu nutzen sind, und wir brauchen eine einzige Anlaufstelle, die berät und zuweist. (Abg. Wattaul: Und das seit 40 Jahren!) Wir brauchen mehrjährige Sicherheit für alle Planungen; ein Forschungsprojekt dauert heute im Schnitt sieben Jahre. Sie wursteln mit dem Forschungsbudget von Jahr zu Jahr weiter, ohne jede Zukunftssicherheit für die Unternehmen, die dann angesichts dieser Unsicherheit Forschungen planen sollen. (Abg. Wattaul: Es wäre gut, wenn Sie das schon vor 20 Jahren gemacht hätten!)
Abg. Wattaul: Es wäre gut, wenn Sie das schon vor 20 Jahren gemacht hätten!
Wir brauchen Forschungsanreize, die einfach zu durchschauen, einfach zu nutzen sind, und wir brauchen eine einzige Anlaufstelle, die berät und zuweist. (Abg. Wattaul: Und das seit 40 Jahren!) Wir brauchen mehrjährige Sicherheit für alle Planungen; ein Forschungsprojekt dauert heute im Schnitt sieben Jahre. Sie wursteln mit dem Forschungsbudget von Jahr zu Jahr weiter, ohne jede Zukunftssicherheit für die Unternehmen, die dann angesichts dieser Unsicherheit Forschungen planen sollen. (Abg. Wattaul: Es wäre gut, wenn Sie das schon vor 20 Jahren gemacht hätten!)
Rufe bei der ÖVP: Broukal! Broukal!
Und wir brauchen endlich – das wird Sie jetzt freuen – einen einzigen Forschungsminister (Rufe bei der ÖVP: Broukal! Broukal!), jemanden, der seine ganze Kraft für die Forschung einsetzt – und nicht wie heute vier Minister, die sich irgendwie alle ein bisschen dafür zuständig fühlen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Und wir brauchen endlich – das wird Sie jetzt freuen – einen einzigen Forschungsminister (Rufe bei der ÖVP: Broukal! Broukal!), jemanden, der seine ganze Kraft für die Forschung einsetzt – und nicht wie heute vier Minister, die sich irgendwie alle ein bisschen dafür zuständig fühlen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Wattaul: Da müssen Sie aber Vorschläge machen!
Aber, und das sage ich auch sehr deutlich, Forschung und Entwicklung sind nationale Aufgaben, an denen die Opposition beteiligt sein will und beteiligt sein muss. (Abg. Wattaul: Da müssen Sie aber Vorschläge machen!) Alleingänge sind hier kontraproduktiv; ich hoffe, Sie sehen das genauso.
Abg. Wittauer: Eines muss ich sagen: Eitel ist er schon!
Sie haben alle wieder applaudiert, als Frau Dr. Bleckmann eine ihrer rhetorischen, eigentlich die rhetorische Lieblingsfigur verwendet hat. Sie hat nämlich wieder gesagt: Als Sie noch in der Regierung waren, war alles viel schlechter! – Und das habe ich mir jetzt angeschaut, was Forschung und Entwicklung betrifft. Weil ich im Hauptberuf nicht Generalsekretär bin und daher die Unterlagen auch bis zu den Fußnoten studieren kann, darf ich Ihnen Folgendes mitteilen. (Abg. Wittauer: Eines muss ich sagen: Eitel ist er schon!)
Der Redner stellt den Laptop, auf dessen Bildschirm ein Balkendiagramm mit der Überschrift „F & E-Ausgaben des Bundes“ zu sehen ist, vor sich auf das Rednerpult. – Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Ruf: Was wird das jetzt?
Wenn wir über Forschung und Entwicklung reden, reden wir hoffentlich immer über die Ausgaben des Bundes und nicht über das, was die Unternehmen hergeben, was die Bundesländer hergeben und was die Gemeinden hergeben. Wir schmücken uns ja hoffentlich mit unseren eigenen Federn und nicht mit denen der anderen. Wenn wir also unsere eigenen Federn betrachten, also die Forschungsausgaben des Bundes, ergibt sich folgendes Bild. (Der Redner stellt den Laptop, auf dessen Bildschirm ein Balkendiagramm mit der Überschrift „F & E-Ausgaben des Bundes“ zu sehen ist, vor sich auf das Rednerpult. – Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Ruf: Was wird das jetzt?)
Ruf bei der ÖVP: Wir sehen es nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Der Redner nimmt den Laptop in die Hand und hält ihn in Richtung ÖVP.
Das ist ein so genanntes Balkendiagramm, das Folgendes zeigt: Die roten Balken stellen die letzten beiden Forschungsbudgets dar, die von SPÖ-Ministern verantwortet wurden, der blaue Balken stellt das erste Budget dar, das Ihr Herr Grasser zu verantworten hatte: eine Senkung der staatlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung! Dann kamen zwei gute Jahre. (Ruf bei der ÖVP: Wir sehen es nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Der Redner nimmt den Laptop in die Hand und hält ihn in Richtung ÖVP.) – Sie sollten die Zahlen ja alle kennen, Sie sitzen ja deswegen hier, weil Sie darüber urteilen. Also: Das ist Caspar Einem. Das ist Karl-Heinz Grasser. Dann geht es zwei Jahre gut. (Abg. Neudeck: Kollege Broukal, und was ist das rote Licht da vorne? – Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Das rote Licht ist, dass ich jetzt bald am Ende bin.
Abg. Neudeck: Kollege Broukal, und was ist das rote Licht da vorne? – Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist ein so genanntes Balkendiagramm, das Folgendes zeigt: Die roten Balken stellen die letzten beiden Forschungsbudgets dar, die von SPÖ-Ministern verantwortet wurden, der blaue Balken stellt das erste Budget dar, das Ihr Herr Grasser zu verantworten hatte: eine Senkung der staatlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung! Dann kamen zwei gute Jahre. (Ruf bei der ÖVP: Wir sehen es nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Der Redner nimmt den Laptop in die Hand und hält ihn in Richtung ÖVP.) – Sie sollten die Zahlen ja alle kennen, Sie sitzen ja deswegen hier, weil Sie darüber urteilen. Also: Das ist Caspar Einem. Das ist Karl-Heinz Grasser. Dann geht es zwei Jahre gut. (Abg. Neudeck: Kollege Broukal, und was ist das rote Licht da vorne? – Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Das rote Licht ist, dass ich jetzt bald am Ende bin.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Wattaul und Wittauer.
nehmen um 8 Prozent gestiegen sind und die Forschungsausgaben der Bundesländer – Sie sitzen eh alle zum Glück – um 30 Prozent gestiegen sind. Wien hat daran einen hervorragenden Anteil. – Ich wünsche, wohl zu speisen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Wattaul und Wittauer.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Mag. Roderich Regler (ÖVP): Ich schlage vor, dass wir nicht gut speisen, sondern weiterdiskutieren. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wattaul: Wir wollen es nicht übertreiben!
Ich wollte zuerst ein Wort zur Frau Abgeordneten Dr. Lichtenberger sagen, sie ist aber leider nicht da – offenbar interessiert es sie nicht, was die anderen zum Verkehr zu sagen haben. Ich schätze sie eigentlich als sehr kluge Frau (Abg. Wattaul: Wir wollen es nicht übertreiben!), ich wundere mich aber immer, dass sie totale Realitätsverweigerung betreibt.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Wattaul.
Da fragt man sich schon: Wovon werden überhaupt noch hochrangige Straßen gebaut? – Na ja, da wird gesagt: Diese über 5 Milliarden € zahlt ihr, damit euer Gewissen beruhigt wird, wenn ihr, anstatt mit den ÖBB zu fahren, mit dem Auto fahrt, aber als Autofahrer zahlt ihr noch einmal: Da gibt es die Vignette, da gibt es das Road-Pricing, und da gibt es die Sondermauten. Das macht zusammen wieder etwa 1 Milliarde € aus, und das ist das Geld, mit dem die hochrangigen Straßen gebaut werden. – Da zu sagen, es werde zu wenig für den Eisenbahnbau und zu viel für den Straßenbau gemacht, ist eigentlich schlicht Realitätsverweigerung. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Wattaul.)
Abg. Wattaul: Das ist der Pröll auch!
Zur Kollegin Fleckl möchte ich noch etwas sagen. Ich bedauere es selbst auch, dass wir nicht zum Bau des Semmering-Basistunnels gekommen sind, ich war immer ein bekennender Befürworter dieses ... (Abg. Wattaul: Das ist der Pröll auch!) – Ja. Ich war immer ein bekennender Befürworter dieses Projekts, und ich war auch Mitglied der Vergabekommission für den Tunnel. Wir waren ja schon knapp vor der Vergabe, aber wir hatten zugesagt, dass der Ausschreiber alle behördlichen Genehmigungen beibringt. Wir konnten die naturschutzrechtliche Genehmigung nicht beibringen, daher mussten wir das Verfahren widerrufen und können erst wieder bauen, wenn wir alle Genehmigungen haben. (Abg. Wattaul: Wenn der Herr Pröll will!)
Abg. Wattaul: Wenn der Herr Pröll will!
Zur Kollegin Fleckl möchte ich noch etwas sagen. Ich bedauere es selbst auch, dass wir nicht zum Bau des Semmering-Basistunnels gekommen sind, ich war immer ein bekennender Befürworter dieses ... (Abg. Wattaul: Das ist der Pröll auch!) – Ja. Ich war immer ein bekennender Befürworter dieses Projekts, und ich war auch Mitglied der Vergabekommission für den Tunnel. Wir waren ja schon knapp vor der Vergabe, aber wir hatten zugesagt, dass der Ausschreiber alle behördlichen Genehmigungen beibringt. Wir konnten die naturschutzrechtliche Genehmigung nicht beibringen, daher mussten wir das Verfahren widerrufen und können erst wieder bauen, wenn wir alle Genehmigungen haben. (Abg. Wattaul: Wenn der Herr Pröll will!)
Abg. Wattaul: Die müssen gleichberechtigt behandelt werden wie die ÖBB!
Zur Privatbahn-Förderung; das ist der letzte Punkt. Es sind weiterhin pro Jahr 25 Millionen € für die Privatbahn-Förderung vorgesehen. Das ist ganz, ganz wichtig, damit auch die diversen Landesbahnen überleben und ihre Infrastruktur ausbauen können. (Abg. Wattaul: Die müssen gleichberechtigt behandelt werden wie die ÖBB!) Es ist nur so, dass das Privatbahnunterstützungsgesetz jetzt ausläuft. Es müsste zumindest verlängert werden, aber die ganz große Bitte, die ich namens jener öffentlichen Verkehrsunternehmungen, die nicht dem Bund gehören, an Sie, Herr Bundesminister, richte, wäre, eine unbefristete Verlängerung des Privatbahnunterstützungsgesetzes vorzunehmen, sodass auch weiterhin diese 25 Millionen €, auch in den Jahren nach 2004, für den öffentlichen Verkehr zur Verfügung stehen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zur Privatbahn-Förderung; das ist der letzte Punkt. Es sind weiterhin pro Jahr 25 Millionen € für die Privatbahn-Förderung vorgesehen. Das ist ganz, ganz wichtig, damit auch die diversen Landesbahnen überleben und ihre Infrastruktur ausbauen können. (Abg. Wattaul: Die müssen gleichberechtigt behandelt werden wie die ÖBB!) Es ist nur so, dass das Privatbahnunterstützungsgesetz jetzt ausläuft. Es müsste zumindest verlängert werden, aber die ganz große Bitte, die ich namens jener öffentlichen Verkehrsunternehmungen, die nicht dem Bund gehören, an Sie, Herr Bundesminister, richte, wäre, eine unbefristete Verlängerung des Privatbahnunterstützungsgesetzes vorzunehmen, sodass auch weiterhin diese 25 Millionen €, auch in den Jahren nach 2004, für den öffentlichen Verkehr zur Verfügung stehen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, Herr Minister, Info-Kampagnen zum Thema Alkohol im Straßenverkehr werden zweifellos nicht ausreichen, diese Problematik in den Griff zu bekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Frage ist: Wo sind diese Maßnahmen in Ihrem Budget verpackt? – Jedes der im Jahr 2002 durch Verkehrsunfälle ums Leben gekommenen 956 Unfallopfer ist um eines zu viel. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein ganz wichtiges Thema, Herr Minister, ist zweifellos die Verkehrssicherheit der österreichischen Tunnel. Die schrecklichen Ereignisse des Tauerntunnel-Brandes dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Ich fordere Sie auf, rasch zu handeln und mit dem sofortigen Bau der zweiten Tunnelröhre zu beginnen. Zweifellos müssen wir natürlich auf die Bedürfnisse der Anrainer Rücksicht nehmen, aber das permanent steigende Verkehrsaufkommen bei dieser neuralgischen Nord-Süd-Verbindung muss für Sie, Herr Minister, zwingend sein, dieses Bauvorhaben jetzt umzusetzen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gradwohl: Handlungsbedarf!
Ich darf Ihnen die neueste Studie des ADAC zur Kenntnis bringen: Österreich liegt im letzten Drittel der Bewertungen im europäischen Vergleich. Alle getesteten Tunnel in Österreich wurden mit der Benotung „ausreichend“ versehen. Der Pfänder-Tunnel wird zum Beispiel im Bereich des Verkehrs und der Verkehrsüberwachung als „mangelhaft“ bewertet. Alle getesteten Tunnel Österreichs weisen bei den Flucht- und Rettungswegen, Herr Minister, mangelhafte Einrichtungen auf. (Abg. Gradwohl: Handlungsbedarf!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich fordere Sie auf, Herr Minister und Herr Staatssekretär, für die Verkehrssicherheit allgemein – vorrangig aber in Bezug auf die österreichischen Tunnel – entsprechende Maßnahmen zu setzen, um die festgestellten und bekannten Mängel umgehend zu beheben. Agieren Sie! – Beim Reagieren ist es schon zu spät! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In Zukunft werde ich durchaus weiterhin gerne mit Ihnen, Herr Dr. Grünewald, zu diesem Thema diskutieren – Sie als Arzt werde ich jedoch nicht konsultieren, weil Sie mir zu wenig positiv denken. Ich brauche einen Arzt, der auch positiv denkt, vor allem aber neue Methoden andenkt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Gehen Sie, meine Damen und Herren von den Oppositionsparteien, doch auch mit! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: Recht hat er!
Abgeordneter Johann Kurzbauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Herr Abgeordneter Gradwohl hat gemeint, diese Bundesregierung befinde sich bereits im vierten Jahr – und es seien da von ihr nur Luftschlösser gebaut worden. Herr Kollege Broukal hat noch ein „Schäuferl“ nachgelegt und hier von einer „Fata Morgana“ gesprochen. (Abg. Gradwohl: Recht hat er!) – Ich denke, man sollte die Dinge sehr wohl beim Namen nennen, dabei aber bei der Wahrheit bleiben. (Abg. Broukal dreht dem Redner seinen Laptop zu, auf dessen Bildschirm Balkendiagramme zu sehen sind sowie die Worte: „F&E-Ausgaben des Bundes“.)
Abg. Broukal dreht dem Redner seinen Laptop zu, auf dessen Bildschirm Balkendiagramme zu sehen sind sowie die Worte: „F&E-Ausgaben des Bundes“.
Abgeordneter Johann Kurzbauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Herr Abgeordneter Gradwohl hat gemeint, diese Bundesregierung befinde sich bereits im vierten Jahr – und es seien da von ihr nur Luftschlösser gebaut worden. Herr Kollege Broukal hat noch ein „Schäuferl“ nachgelegt und hier von einer „Fata Morgana“ gesprochen. (Abg. Gradwohl: Recht hat er!) – Ich denke, man sollte die Dinge sehr wohl beim Namen nennen, dabei aber bei der Wahrheit bleiben. (Abg. Broukal dreht dem Redner seinen Laptop zu, auf dessen Bildschirm Balkendiagramme zu sehen sind sowie die Worte: „F&E-Ausgaben des Bundes“.)
Abg. Gradwohl: Das ist nicht gleich bleibend!
bleibend, und zwar mit zirka 1 Milliarde €. (Abg. Gradwohl: Das ist nicht gleich bleibend!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Broukal: Ich rede jetzt vom Bundesanteil!
Noch eine Berichtigung, Herr Abgeordneter Broukal: Die Gesamtausgaben in diesem Bereich im Jahre 2002, also rund 4,2 Milliarden €, bedeuten eine Steigerung von 4,6 Prozent gegenüber dem Jahre 2001 – und nicht, wie Sie gesagt haben, von zirka 3 Prozent. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Broukal: Ich rede jetzt vom Bundesanteil!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dabei, meine Damen und Herren, handelt es sich also um gute Voraussetzungen – und das soll auch die Wirtschaft dazu animieren, vor allem den Wirtschaftsstandort Österreich weiter auszubauen. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
ahntem Maße gefördert und somit die Zukunftschancen in unserem Lande immens gesteigert werden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Gegensatz zu Ihnen von den Regierungsparteien meine ich, dass diese Aufgaben und Pflichten vernachlässigt werden. Es gibt jedoch eine Reihe von Unternehmen, von Betrieben, die viel Geld für Forschung und Entwicklung sozusagen in die Hand genommen haben. Ein herzliches Dankeschön diesen Unternehmen! Und ich meine, dass auch die Kennzahlen dieser Betriebe eine deutliche Sprache sprechen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Mit dem Zug fahren! – Gegenruf bei der ÖVP: Dort gibt es keinen!
Abgeordneter Franz Glaser (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Als einer, der um die größte Baustelle Österreichs, um die A 2 im Süden Wiens, nicht herum fahren kann (Ruf bei der SPÖ: Mit dem Zug fahren! – Gegenruf bei der ÖVP: Dort gibt es keinen!), möchte ich zunächst einmal ein Wort der Anerkennung jenen Personen gegenüber aussprechen, die dafür sorgen, dass diese Baustelle so gemanagt wird, dass man tatsächlich auf drei Spuren mehr oder weniger flüssig vorankommt. Natürlich staut es ab und zu, aber dennoch: Ich bin dankbar dafür und bewundere diese Menschen dort, wie großartig sie diese Baustelle managen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Franz Glaser (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Als einer, der um die größte Baustelle Österreichs, um die A 2 im Süden Wiens, nicht herum fahren kann (Ruf bei der SPÖ: Mit dem Zug fahren! – Gegenruf bei der ÖVP: Dort gibt es keinen!), möchte ich zunächst einmal ein Wort der Anerkennung jenen Personen gegenüber aussprechen, die dafür sorgen, dass diese Baustelle so gemanagt wird, dass man tatsächlich auf drei Spuren mehr oder weniger flüssig vorankommt. Natürlich staut es ab und zu, aber dennoch: Ich bin dankbar dafür und bewundere diese Menschen dort, wie großartig sie diese Baustelle managen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese Bundesregierung hat jedoch da mit dem Generalverkehrsplan entsprechend reagiert, aber nicht nur mit dem Plan, sondern auch mit dessen Umsetzung, die ja in den kommenden Jahren wirklich massiv vorangetrieben wird, sodass zu hoffen ist, dass bis zum Jahre 2010 ein Großteil der hochrangigen Verbindungen Richtung Osten und Richtung Norden fertig sein wird – eine wichtige Voraussetzung, wie ich glaube, dafür, dass sich die Wirtschaft dieses Raumes entsprechend entwickeln kann. Auch hiefür gebührt dieser Bundesregierung ein großes Danke! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte daher ersuchen, dass man den Ausbau dieses Schienenstranges ebenfalls ernst nimmt und massiv und in kurzer Zeit vorantreibt. In diesem Sinne hoffe ich, dass wir, was den Ausbau der Verkehrslinien Richtung Osten und Norden betrifft, in den nächsten Jahren sehr viel an Positivem sehen und erleben werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Insbesondere unter diesem Gesichtspunkt und auch aus oberösterreichischer Sicht geht es uns darum, gerade jetzt, da noch die Chance dazu besteht, zukunftweisende Konzepte anzugehen und entsprechend die Nord-Süd-Achsen im öffentlichen Sektor massiv auszubauen, damit in Zukunft der Schwerverkehr zwischen Graz und Prag auf der Schiene verläuft. Daher ersuche ich Sie nachdrücklich, Herr Bundesminister, uns zu unterstützen, und ich ersuche auch die Kolleginnen und Kollegen aus Oberösterreich, unseren Entschließungsantrag, den wir hier schon eingebracht haben, zu unterstützen, damit der Ausbau des Pyhrn-Korridors und der Summerauer Bahn in der Liste der prioritären Projekte eingereiht wird. Das wäre aus oberösterreichischer Sicht eine zentrale Notwendigkeit. (Beifall bei den Grünen.)
Staatssekretär Mag. Kukacka: Das ist ein alter Hut!
Zum Kollegen Kukacka möchte ich nur eines sagen. In seinem Amtsverständnis als Staatssekretär neigt er offensichtlich zu ähnlichen Vermengungen von öffentlichen und privaten Interessen wie der Herr Finanzminister, indem er auf dem Briefpapier des Infrastrukturministeriums Anzeigenkunden für Volkspartei-Zeitungen werben will und wollte. (Staatssekretär Mag. Kukacka: Das ist ein alter Hut!) Herr Kollege Kukacka, ich halte das für wirklich schwer bedenklich und möchte Sie ersuchen, daraus die Konsequenzen zu ziehen! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zum Kollegen Kukacka möchte ich nur eines sagen. In seinem Amtsverständnis als Staatssekretär neigt er offensichtlich zu ähnlichen Vermengungen von öffentlichen und privaten Interessen wie der Herr Finanzminister, indem er auf dem Briefpapier des Infrastrukturministeriums Anzeigenkunden für Volkspartei-Zeitungen werben will und wollte. (Staatssekretär Mag. Kukacka: Das ist ein alter Hut!) Herr Kollege Kukacka, ich halte das für wirklich schwer bedenklich und möchte Sie ersuchen, daraus die Konsequenzen zu ziehen! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur ist nicht nur im Regierungsprogramm enthalten. Sie ist vor allem Politik im Sinne der Menschen in den Regionen, so wie wir von der ÖVP, aber auch von der FPÖ es sehen und auch umsetzen werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich glaube, die Bundesregierung hat im Sinne der Verkehrsinfrastruktur richtige Maßnahmen gesetzt. Unterstützen Sie dieses Budget! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wattaul – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Steindl –: Sag danke für die Einladung! – Heiterkeit.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Herr Abgeordneter Steindl ist eingeladen, das Wort zu ergreifen. (Abg. Wattaul – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Steindl –: Sag danke für die Einladung! – Heiterkeit.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Wattaul: Ist ja gut, oder?
Abgeordneter Konrad Steindl (ÖVP): Danke für die Einladung, Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! In der letzten Sitzung des Verkehrsausschusses war eines der Themen die wiederkehrende Begutachtung von landwirtschaftlichen Traktoren und Zugmaschinen. Derzeit sind rund 335 000 Traktoren und Zugmaschinen zugelassen, die jährliche Neuzulassung beträgt rund 6 000 Einheiten. Der jährliche Überprüfungszeitraum für landwirtschaftliche Fahrzeuge wie zum Beispiel Traktoren und Zugmaschinen soll nun auch den PKW-Intervallen drei – zwei – eins nach Erstzulassung angeglichen werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Wattaul: Ist ja gut, oder?) Der hohe technische Standard sowie die erheblich längeren Wartungsintervalle dieser neuen Traktoren und Zugmaschinen ermöglichen die Anhebung der Begutachtungsintervalle.
Beifall bei der ÖVP.
Insgesamt haben wir in Österreich ein ausgezeichnet funktionierendes Prüfsystem für Kraftfahrzeugwesen und nehmen innerhalb Europas eine Spitzenposition ein. Technisch einwandfreie Fahrzeuge sind die Voraussetzung für Sicherheit im Straßenverkehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Josef Winkler (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Geschätzter Herr Staatssekretär! Als Kärntner Abgeordneter ist es mir natürlich ein besonderes Anliegen, über die Lebensader der Nord-Süd-Verbindung zu sprechen. Hier ist es uns insbesondere ein Anliegen, dass der Ausbau der Südbahnstrecke mit dem Bau der Koralmbahn und des Semmering-Basistunnels vorangetrieben wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dobnigg.
Ein Anliegen ist uns natürlich auch der notwendige Lückenschluss durch den Ausbau der ehemaligen Triester Bundesstraße zwischen Judenburg und Friesach. Ich glaube, man braucht nicht besonders zu erwähnen, dass es für die Wirtschaftsstandorte Kärnten und Steiermark, aber vor allem für die vielen Betriebe in Kärnten und der Steiermark von großer Bedeutung ist, dass diese Lebensader, wie ich schon gesagt habe, entsprechend ausgebaut wird. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dobnigg.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
(Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Marizzi: Das war Farnleitner!
Luftschlösser und Schlösser insgesamt haben immer eine Vergangenheit, im Besonderen erinnert mich das aber auch an Ruinen der Verkehrspolitik. Ich darf in diesem Zusammenhang Bundesminister Einem und auch, weil ich aus der Region des Wechselgebietes komme, die Wechselautobahn aus der Ära Sekanina erwähnen. Da bin ich schon eher bei den Abgeordneten Eder oder Marizzi, die im Zusammenhang mit der Ostregion gemeint haben, dass bei einer Steigerung des Güterverkehrs um rund 70 Prozent Maßnahmen notwendig sind. Diese Maßnahmen, die notwendig sind, beziehen sich auf Ereignisse und Versäumnisse dieser Zeit. Was ist heute im Gebiet rund um Wiener Neustadt vorzufinden, in den Gemeinden Sollenau oder Felixdorf? (Abg. Marizzi: Das war Farnleitner!) – Herr Abgeordneter, Sie kennen die Situation: 14 000 Fahrzeuge täglich durch Sollenau!
Abg. Wittauer: Im Regierungsprogramm drinnen!
Kurz noch zum Generalverkehrsplan der Bundesregierung und zu den Maßnahmen im Infrastrukturbereich: 2,2 Milliarden € für die nächste Regierungsperiode eröffnen viele Möglichkeiten. Mein Anliegen dazu wäre, dass auf die Nachhaltigkeit im Umweltbereich nicht vergessen wird und dass wir auf den Einsatz von entbleiten Kraftstoffen, aber auch auf die Möglichkeit der Russpartikelfilter größtes Augenmerk legen. (Abg. Wittauer: Im Regierungsprogramm drinnen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wegen der Kürze der Zeit darf ich zum Schluss kommen. Ich glaube, dass seitens dieser Bundesregierung gute Maßnahmen im Infrastrukturbereich gesetzt werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Werte Kolleginnen und Kollegen von der Regierung! Geschätzte Damen und Herren! Ich möchte Herrn Abgeordneten Glaser Folge leisten, der gedankt hat bezüglich verschiedener Bereiche, die im Verkehr positiv zu erwähnen sind. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
sorgen, dass wir ein sauberes Straßennetz haben. Wenn man in andere Länder Europas schaut, dann weiß man, glaube ich, dass hier Tolles geleistet wird! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich appelliere hier wirklich inständig an die Kärntner Vertreter aller Parteien, aber auch an die Tiroler Kollegen, zu versuchen, zu einer gütlichen Lösung zu finden, denn die Bewohnerinnen und Bewohner des Drautales haben es sich nicht verdient, an einer halbfertigen Straße zu stehen und nach einem 30-jährigen Kampf diese Gelder wieder zu verlieren. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich möchte aber hier noch einmal klar festhalten, dass wir alles unternehmen sollten, in Zukunft auch dafür zu sorgen, dass wir bei solchen Großprojekten nicht nur Großkonzerne haben, die das durchführen – bei all meiner Wertschätzung für diese Konzerne; sie sind wichtig, sie sind sicherlich wichtige Arbeitgeber –, wir sollten aber auch darauf achten, dass wir durch Ausschreibungsmodalitäten Versuche starten, die Firmen in der Region zum Zug kommen zu lassen. Es kann nicht sein, dass so etwas im Block aufgeschrieben wird und nur große Konzerne zum Zug kommen. Wir haben ortsbezogene Klein- und Mittelbetriebe, Bauunternehmer, Erdbeweger, die es auch verdienen, hier einen Platz zu haben, die es verdienen, hier Aufträge zu bekommen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bitte, sorgen Sie dafür, dass wir auch in Zukunft eine funktionierende Tauernschleuse haben! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Das glaube ich!
Abgeordneter Franz Eßl (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Meine Herren Minister! Geschätzte Damen und Herren! Ich kann den Ausführungen meines Vorredners jetzt nicht ganz Folge leisten (Abg. Neudeck: Das glaube ich!), wenn er meint, dass der Bezirk St. Veit schlechter gestellt wäre gegenüber dem Lungau. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Spittal!) Pardon, dass der Bezirk Spittal schlechter gestellt wäre gegenüber dem Lungau. – Ich glaube, es ist eher umgekehrt. Darum möchte ich diese kurze Zeit dazu nützen, auf die Probleme in meinem Heimatbezirk aufmerksam zu machen.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Spittal!
Abgeordneter Franz Eßl (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Meine Herren Minister! Geschätzte Damen und Herren! Ich kann den Ausführungen meines Vorredners jetzt nicht ganz Folge leisten (Abg. Neudeck: Das glaube ich!), wenn er meint, dass der Bezirk St. Veit schlechter gestellt wäre gegenüber dem Lungau. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Spittal!) Pardon, dass der Bezirk Spittal schlechter gestellt wäre gegenüber dem Lungau. – Ich glaube, es ist eher umgekehrt. Darum möchte ich diese kurze Zeit dazu nützen, auf die Probleme in meinem Heimatbezirk aufmerksam zu machen.
Beifall bei der ÖVP.
Ich ersuche Sie, Herr Bundesminister, sich dafür einzusetzen, dass die Verhandlungen beziehungsweise, wie Sie in einer Anfragebeantwortung gesagt haben, die Abstimmungen hinsichtlich der zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen mit den Anrainern zügig vorangetrieben und die Anrainerinteressen gebührend berücksichtigt werden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer – auf die Galerie weisend –: Nein, meine Tante! – Eine Dame winkt von der Galerie herab. – Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Präsident Dr. Andreas Khol: Mir liegen zu diesem Kapitel keine weiteren Wortmeldungen vor. Herr Klubobmann Molterer, war das eine Wortmeldung? (Abg. Mag. Molterer – auf die Galerie weisend –: Nein, meine Tante! – Eine Dame winkt von der Galerie herab. – Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.) Das ist keine Wortmeldung.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brosz.
Heute früh hat uns neuerlich ein dringender Hilferuf aus einer Handelsakademie für Berufstätige erreicht. Die Maturantinnen und Maturanten befürchten, dass durch die Stundenkürzungen die internationale Anerkennung ihrer Matura gefährdet ist. Und in der Tat: Die Kürzungen bei den Unterrichtsstunden speziell bei den Schulen für Berufstätige, die ohnehin schon eine sehr, sehr knappe Stundentafel gehabt haben, sind das beste Beispiel dafür, dass es hier ausschließlich um Einsparungen und nicht um Entlastungen gegangen ist. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brosz.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brosz.
Umso verwerflicher ist es, dass uns der Finanzminister mit Kontenverschiebungen weismachen wollte, dass das Budget für Wissenschaft und Forschung seit 1999 verdoppelt worden sei. Ich war entsetzt, als letzte Woche auch der Herr Bundeskanzler selbst diese Zahlen noch einmal so wiederholt hat. – Das ist kein seriöser Umgang mit dem Parlament! Wir erwarten ein Mindestmaß an Ehrlichkeit, nicht nur von einem Regierungsmitglied, sondern von der ganzen Regierung. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brosz.)
Beifall bei der SPÖ.
Bildung und Wissenschaft sind also kein Schwerpunkt, sondern ein Schwachpunkt dieses Budgets und dieser schwarz-blauen Regierung. Das ist für uns von der SPÖ, einer Bildungspartei, ein wichtiger Grund, dem Budget nicht die Zustimmung zu geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.
Ich füge nur hinzu: Ersparen Sie uns allen die Wiederholungsprüfung! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rossmann.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn ich sehe, dass wir etwa bei den Bildungsausgaben der Sechs- bis Fünfzehnjährigen weltweit an erster Stelle stehen, dann, muss ich sagen, ist die Frau Bundesministerin eine Vorzugsschülerin, und Sie brauchen sich, glaube ich, keine Sorgen zu machen, ob sie dieses Schuljahr gut absolvieren wird oder nicht. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rossmann.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rossmann.
Herren, und der Ehrlichkeit halber sollte man das, denke ich, auch anerkennen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rossmann.)
Abg. Dr. Niederwieser: Ich habe ja gesagt, in den verschiedenen Formen!
Ganztägige Schulformen gibt es auch in Österreich. Uns ist es aber wesentlich – und ich denke, dass es möglich sein muss, sich hier auch politisch zu finden –, dass solch eine ganztägige Schulform, solch ein Angebot auf Nachmittagsbetreuung auf freiwilliger Basis erfolgen muss und dass solch eine ganztägige Schulform dort angeboten werden muss, wo es den Bedarf dafür gibt. (Abg. Dr. Niederwieser: Ich habe ja gesagt, in den verschiedenen Formen!) Außerdem muss es ein flexibles Modell sein, bei dem man auch die Möglichkeit hat, Kinder nicht über ein ganzes Semester oder gar ein ganzes Jahr in die Nachmittagsbetreuung zu geben, sondern etwa auch für zwei oder drei Wochen. Das ist ein Modell, bei dem wir uns finden können. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rossmann.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rossmann.
Ganztägige Schulformen gibt es auch in Österreich. Uns ist es aber wesentlich – und ich denke, dass es möglich sein muss, sich hier auch politisch zu finden –, dass solch eine ganztägige Schulform, solch ein Angebot auf Nachmittagsbetreuung auf freiwilliger Basis erfolgen muss und dass solch eine ganztägige Schulform dort angeboten werden muss, wo es den Bedarf dafür gibt. (Abg. Dr. Niederwieser: Ich habe ja gesagt, in den verschiedenen Formen!) Außerdem muss es ein flexibles Modell sein, bei dem man auch die Möglichkeit hat, Kinder nicht über ein ganzes Semester oder gar ein ganzes Jahr in die Nachmittagsbetreuung zu geben, sondern etwa auch für zwei oder drei Wochen. Das ist ein Modell, bei dem wir uns finden können. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rossmann.)
Beifall bei der ÖVP.
Eine ganztägige Schulform, zu der Kinder verpflichtet werden, gibt es meines Wissens nirgends in Europa. Selbst in sehr erfolgreichen Bildungssystemen, etwa jenem in Finnland – wir haben uns das sehr genau angeschaut, Kollege Brosz war damals auch dabei –, gibt es ein ganztägiges Betreuungsangebot, aber keinesfalls eine Verpflichtung der Jugendlichen. Das ist aber genau das, was Ihre Stadtschulratspräsidentin verlangt. Und da sage ich Ihnen: Das wird mit uns nicht zu machen sein! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Im Übrigen zeigt auch die PISA-Studie sehr eindeutig, dass es nicht die Organisationsform der Schulen ist, die dafür ausschlaggebend ist, ob ein Bildungssystem erfolgreich ist oder nicht. Es gibt eine Reihe von Faktoren, die ausschlaggebend sind. Sie wollen – so zumindest die Wiener Stadtschulratspräsidentin – die Hauptschulen abschaffen. Aber ich sage Ihnen, wir stehen deshalb dafür nicht zur Verfügung, weil wir eine positive Erfahrung mit den Hauptschulen haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rossmann.
Ich denke, wir sollten uns politisch finden und uns überlegen – dazu dient ja auch die von der Bildungsministerin eingesetzte Zukunftskommission –, wie wir die Qualität der österreichischen Schulen weiter verbessern können, und nicht darüber nachdenken, wie wir einzelne Schulformen gewaltsam zerschlagen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rossmann.)
Abg. Amon: Aber keine Kürzung!
Wenn man in dem Heft weiterblättert und sich den Bereich Erziehung und Unterricht – also Schule – anschaut, dann sieht man, dass die Steigerung dort 3,18 Prozent beträgt. Es erfolgte also von 2000 bis 2004 eine Steigerung von 7,42 Prozent bei den Gesamtausgaben; die Steigerung bei den Schulen betrug jedoch nur 3,18 Prozent. – Das ist eine Differenz von über 4 Prozent. (Abg. Amon: Aber keine Kürzung!)
Abg. Dr. Brinek: Sinkende Schülerzahlen!
In absoluten Zahlen gerechnet gäbe es – würde das Schulbudget genau so steigen, wie das Gesamtbudget – jährlich um 235 Millionen € mehr; das wären etwa 3 Milliarden Schilling für diese vier Jahre. – Das ist eine Tatsache. So schaut die Budgetpolitik aus! (Abg. Dr. Brinek: Sinkende Schülerzahlen!) Das sind die Zahlen des Finanzministers, der nicht hier ist.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Hornek: Das ist sonderbare grüne Mathematik!
Frau Bildungsministerin! Herr Bundeskanzler! Kommen Sie uns bitte nicht laufend mit der Behauptung, dass hier ein Schwerpunkt gesetzt wird. Das Bildungsbudget ist ein massives Sparfeld geworden, und das kritisieren wir vehement! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Hornek: Das ist sonderbare grüne Mathematik!)
Abg. Dr. Grünewald hält ein Exemplar der Studie in die Höhe
Was hat es also mit diesen OECD-Daten betreffend Vergleich der Unterrichtszeiten auf sich? – Es gibt jährlich die Studie „Lernen für das Leben“. (Der Redner hält ein Exemplar einer Studie in die Höhe.) – Nein, das ist die PISA-Studie, das ist die falsche. Die andere habe ich am Platz liegen gelassen. Sie heißt „Bildung auf einen Blick“, und darin wird veröffentlicht – Kollege Grünewald wird sie zeigen (Abg. Dr. Grünewald hält ein Exemplar der Studie in die Höhe) –, wie hoch die Zahl der Unterrichtsstunden in Österreich und in den OECD-Ländern im Durchschnitt ist.
Abg. Hornek: Jetzt wird es langsam peinlich! Was ist an Ihrer Rede richtig? – Abg. Dr. Trinkl: Was ist jetzt richtig?
Nach dieser Studie beträgt der Durchschnitt an Jahresunterrichtsstunden bei den 12- bis 14-Jährigen für die OECD-Länder 1 148 . – Das ist falsch, das war der österreichische Wert. Der durchschnittliche Wert der OECD-Länder liegt bei etwa 930 Stunden. (Abg. Hornek: Jetzt wird es langsam peinlich! Was ist an Ihrer Rede richtig? – Abg. Dr. Trinkl: Was ist jetzt richtig?) – Ich habe mich gerade korrigiert. Vielleicht könnten Sie zur Kenntnis nehmen, dass man einen Fehler machen und dann berichtigen kann, ohne dass einem dabei irgendetwas unterstellt wird.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Der Finanzminister hat das im Übrigen nicht gemacht: Er hat mehrfach wissentlich die Unwahrheit behauptet! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Frau Bundesministerin! Da setzt meine Kritik an: Wir haben immer wieder versucht, durch Anfragen im Budgetausschuss von Ihnen eine klare Antwort zu bekommen, woraus diese falsche Berechnung resultiert. – Sie haben die Antwort nicht geliefert. Es wird wirklich Zeit, dass Sie endlich die Karten auf den Tisch legen. Ihre Zahlen sind unrichtig! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Amon: Herr Kollege Brosz, unser Förderunterricht wird nicht miteinbezogen!
Diese Stunden werden nicht in die Berechnung miteinbezogen. Wenn man da Vergleiche anstellt, muss man also sehr vorsichtig sein, um die Lage auch fair zu beleuchten. (Abg. Amon: Herr Kollege Brosz, unser Förderunterricht wird nicht miteinbezogen!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Krainer.
Daran sieht man einfach den massiven Unterschied: Dort ein System, das sehr stark auf individuelle Förderung aufbaut, hier ein System, wo das nicht so ist. Wenn man diese beiden Elemente zusammenzieht, nämlich weniger Unterrichtsstunden auf der einen Seite, keine Fördermaßnahmen auf der anderen Seite, dann sieht man erst die Dramatik, die diese Ihre Maßnahme mit sich bringen wird. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Krainer.)
Abg. Großruck: Da werden sich die Schüler freuen!
(Abg. Großruck: Da werden sich die Schüler freuen!) – Die Schüler werden sich über diese Maßnahme mit Sicherheit auch nicht freuen. Sie können mir dann noch „vorhüpfen“, worin die Entlastung besteht, wenn man musische Gegenstände und Turnen kürzt. Ob das eine Entlastung der SchülerInnen ist, die dann genau das, was schon jetzt als Zusatz da war, nicht mehr bekommen werden, das werden wir erst sehen! (Abg. Großruck: 60 Stunden in der Woche für einen HTL-Schüler!)
Abg. Großruck: 60 Stunden in der Woche für einen HTL-Schüler!
(Abg. Großruck: Da werden sich die Schüler freuen!) – Die Schüler werden sich über diese Maßnahme mit Sicherheit auch nicht freuen. Sie können mir dann noch „vorhüpfen“, worin die Entlastung besteht, wenn man musische Gegenstände und Turnen kürzt. Ob das eine Entlastung der SchülerInnen ist, die dann genau das, was schon jetzt als Zusatz da war, nicht mehr bekommen werden, das werden wir erst sehen! (Abg. Großruck: 60 Stunden in der Woche für einen HTL-Schüler!)
Abg. Dr. Fasslabend: Vertrödelte Zeit!
Zum Kollegen Amon, denn das finde ich schon bemerkenswert. Wir waren gemeinsam in Skandinavien – damals war Kollege Niederwieser noch nicht Bildungssprecher, sondern Wissenschaftssprecher, daher war er nicht dabei. Wir waren in mehreren Schulen und haben überall gesehen, dass das gemeinsame Mittagessen und die Unterbrechung ein Standard des Schulsystems ist, dass dort der Unterricht nicht um 12 Uhr aus ist, sondern danach weitergeht, und zwar in allen Schulen, die wir besucht haben. (Abg. Dr. Fasslabend: Vertrödelte Zeit!)
Abg. Dr. Niederwieser: Selbst in Bayern! – Zwischenruf des Abg. Broukal. – Gegenruf des Abg. Amon.
Über die Ganztagsschule noch ideologisch zu streiten und zu sagen, es sei das „linke Bild“, das da geprägt wird, halte ich schon für ziemlich schwierig. Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass Herr Dr. Haider – nicht der aus Kärnten, sondern der Leiter des PISA-Zentrums Österreich – unlängst bei einer Diskussion beim „Standard“ – bei der Diskussion war ich auch anwesend – darauf aufmerksam gemacht hat, dass er den Ausbau der Ganztagsschule massiv unterstützt. Kollege Gusenbauer hat das damals in der Diskussion auch gefordert. (Abg. Dr. Niederwieser: Selbst in Bayern! – Zwischenruf des Abg. Broukal. – Gegenruf des Abg. Amon.) – Sie waren nicht dabei! Ich war dabei und kann Ihnen sagen, dass es so war und dass das ein Modell ist, das bildungspolitisch de facto unumstritten ist.
Abg. Hornek: So ist es!
Zum Abschluss möchte ich Ihnen noch Folgendes sagen: Es ist ja interessant, dass Sie ausgerechnet im Zusammenhang mit dem ländlichen Raum immer davon sprechen, wie gut dort die Hauptschulen funktionieren. (Abg. Hornek: So ist es!) – Das stimmt. Sie sprechen aber auch davon, dass das in den Ballungszentren ein Problem ist.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hornek.
Jetzt frage ich Sie: Wo haben wir denn die Differenzierung? – Im ländlichen Raum, wo es de facto ein System gibt, in dem alle SchülerInnen in die gleiche Schule gehen, weil es dort eben weniger Schulangebote gibt? – Sie können es nennen, wie Sie wollen: Wenn alle in die gleiche Schule gehen, kann man sagen, es ist eine „gemeinsame Schule“ – wie auch immer man das benennt –, aber genau dort funktioniert das, was Sie sonst in den Ballungszentren als den großen Teufel an die Wand malen. Sie müssen mir einmal erklären, worin da der Sinn ist! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Es hat niemand behauptet, dass wir ein Gesamtschulsystem, eine gemeinsame Schule favorisieren oder haben wollen, in der es keine Differenzierung gibt. Das wäre auch völlig sinnlos und absurd. Nach der PISA-Studie würde das niemand fordern. Die Frauge ist nur, ob ein System wie das österreichische, das extrem früh selektiert, ideal ist. Da brauche ich Ihnen abschließend auch nur die PISA-Studie zu zitieren. Darin gibt es sehr wenige konkrete Aufforderungen an Länder, aber es steht darin, dass Österreich und Deutschland Länder sind, in denen vom durchschnittlichen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Status der Schulen ein erheblicher Einfluss auf die Schülerleistungen ausgeht. Die Empfehlung an Österreich lautet, wenn Österreich das Schulsystem verbessern möchte, dann muss es schauen, dass die soziale Selektion abgeschafft oder reduziert wird. – Das werden Sie mit einem selektiven System, das möglichst früh trennt, mit Sicherheit nicht schaffen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Schasching: Wir sind sehr aufmerksam! – Abg. Dr. Niederwieser: Wir passen auf!
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Schulpolitik erhält am letzten Tag der Budgetberatungen schon nicht mehr die volle Aufmerksamkeit des Hohen Hauses, aber es freut mich trotzdem, dass das Thema doch wahrgenommen wird, obwohl die Reihen schütter besetzt sind. (Abg. Schasching: Wir sind sehr aufmerksam! – Abg. Dr. Niederwieser: Wir passen auf!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich möchte an dieser Stelle auch die Schulklassen auf der Galerie begrüßen, die uns heute bei dieser Debatte zuschauen und zuhören. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Vor allem die Festlegung der Messung von Leistungsstandards in verschiedenen Etappen halten wir für sehr wichtig. Ich erinnere nur daran, dass es auch in meiner Generation noch die Aufnahmsprüfung in die AHS gab. Das war einfach eine Erhebung des Leistungsstandards, um abzuwägen, ob der Schüler reif für die AHS ist. Ich bestehe nicht auf der Einführung einer Aufnahmsprüfung in die AHS – man kann darüber diskutieren, sie hat Vor- und Nachteile –, was wir aber brauchen, sind wirklich klare Festschreibungen von Leistungsstandards. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Indem man sie rechtzeitig integriert! Indem man sie sehr zeitig integriert, und das wollen Sie nicht!
In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf die Problematik der Kinder zu sprechen kommen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. – Es darf kein Tabuthema sein, darüber nachzudenken, wie man vor allem in den Städten das Verhältnis der Kinder nicht deutscher Muttersprache und der Kinder, die nicht gut Deutsch sprechen, zu den Kindern deutscher Muttersprache in den Klassen festlegt. (Abg. Heinisch-Hosek: Indem man sie rechtzeitig integriert! Indem man sie sehr zeitig integriert, und das wollen Sie nicht!)
Abg. Heinisch-Hosek: Rechtzeitig integrieren!
Gerade von Seiten der SPÖ kommt immer das viel gepriesene Wort „Chancengleichheit“. Ich frage Sie: Wo bleibt die Chancengleichheit, wenn man Kinder in der Volksschule einschult, die nicht Deutsch als Muttersprache haben und die dem Unterricht nicht folgen können? (Abg. Heinisch-Hosek: Rechtzeitig integrieren!) – Da bin ich ganz Ihrer Meinung. (Abg. Heinisch-Hosek: Genau! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das wollen wir ja!)
Abg. Heinisch-Hosek: Genau! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das wollen wir ja!
Gerade von Seiten der SPÖ kommt immer das viel gepriesene Wort „Chancengleichheit“. Ich frage Sie: Wo bleibt die Chancengleichheit, wenn man Kinder in der Volksschule einschult, die nicht Deutsch als Muttersprache haben und die dem Unterricht nicht folgen können? (Abg. Heinisch-Hosek: Rechtzeitig integrieren!) – Da bin ich ganz Ihrer Meinung. (Abg. Heinisch-Hosek: Genau! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das wollen wir ja!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Kinder erhalten in der Folge keinen ordentlichen Schulabschluss und bekommen dann auch keinen Lehrplatz. – Das ist einer der Grundsteine der Jugendarbeitslosigkeit in Österreich! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Rada.
Wie jedes Jahr im Sommer haben wir natürlich auch heuer ein Sommerschulthema. Voriges Jahr war es der Lateinunterricht, heuer ist es die Ferienneuordnung, die Kürzung der Ferienzeiten. Wir sind da durchaus offen und können über vieles diskutieren. Ich bin auch sehr gerne bereit, über Herbstferien zu diskutieren. Das hat – wie alles – Vor- und Nachteile. Ich bin aber durchaus auch bereit, die Ferien im Sommer unter dem Aspekt zu kürzen, dass man die Zeit für die Lehrerfortbildung nützt – die Lehrerfortbildung in den Ferien. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Rada.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Deshalb plädiere ich auch dafür, dass man, wenn man das alles im Zusammenhang mit der Ferienordnung jetzt neu debattiert, auch die schulautonomen Tage neu zu überdenken. Vielleicht kann man die schulautonomen Tage wieder zurücknehmen und dafür die Fenstertage bundesländerweise koordinieren und – so, wie auch die Winterferien gestaffelt sind – die schulautonomen Tage staffeln an diesen Fenstertagen, wie wir jetzt einen vor uns haben. Es käme dadurch zu einer Entflechtung der Reiseströme, und die Familien könnten zusammen beruhigt Urlaub machen – im Sinne gemeinsamer Freizeitgestaltung und mehr gemeinsames Familienerlebnis. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
zu suchen, dass der Unterricht noch nicht optimal ist. Nur mit Frontalunterricht kann man heute keinen Schüler mehr motivieren. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Zwischenrufe des Abg. Dr. Jarolim.
Abschließen möchte ich mit einem Appell an die LehrerInnen, vor allem an jene, die gestreikt haben. Ich ersuche Sie wirklich: Nehmen Sie Rücksicht bei der Benotung, vor allem überall dort, wo wichtige Unterrichtsstunden durch Streik entfallen sind! (Zwischenrufe des Abg. Dr. Jarolim.)
Abg. Mag. Trunk: Bitte, besuchen Sie wieder einmal eine Schule, damit Sie wissen, wovon Sie reden!
Und ein zweiter Appell oder eigentlich eine Bitte an die Lehrkörper, an die LehrerInnen in unserem Land: Bitte, geben Sie Förderunterricht! Arbeiten Sie einige Stunden ein, die Sie versäumt haben, in Form von Förderunterricht – vor allem in den Sommerferien, gegen Ende der Sommerferien –, um die Kinder für Nachprüfungen fit zu machen oder in Gegenständen zu fördern, wo die Kinder selbst Förderbedarf sehen oder gefördert werden wollen. (Abg. Mag. Trunk: Bitte, besuchen Sie wieder einmal eine Schule, damit Sie wissen, wovon Sie reden!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne wünsche ich allen, auch allen Schülerinnen und Schülern auf der Galerie, ein schönes Zeugnis und erholsame Ferien! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Gemeinden, die Schulerhalter, die Länder stellen beste Rahmenbedingungen für die Schulen, für die Hauptschulen, für die Pflichtschulen, für die Berufsschulen zur Verfügung, und dafür gilt es zu danken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Damen und Herren! Wir haben damit beste Bedingungen für unsere Schüler und Schülerinnen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Broukal: Ich lese es! Immer wieder lese ich es!
Meine Damen und Herren! Das zeigt, dass wir sehr wohl in Bildung investieren. Für Bildungsinnovationen, die Sie alle immer fordern, in den verschiedenen Bereichen – pädagogisch, didaktisch, Weiterentwicklungen – ist für die Jahre 2004, 2005, 2006 die so genannte Bildungsinvestitions-Milliarde – noch in Schilling – oder 72 Millionen € vorgesehen, wovon ein Drittel – das wissen Sie, wenn Sie das Budget gelesen haben, wirklich gelesen haben – bereits im Budget 2004 enthalten ist. (Abg. Broukal: Ich lese es! Immer wieder lese ich es!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn wir uns anschauen, was an pädagogischer Innovation geschieht – ich habe gestern Professor Krainer aus Kärnten bei mir gehabt, der mir das IMST-Projekt vorgestellt hat –, an pädagogischer Innovation im Bereich der Naturwissenschaften, im Bereich moderner Didaktik, im Bereich moderner Methodik, müssen wir sagen: Wir dürfen stolz sein auf unsere Schulen, stolz sein auf unsere Lehrer und auf unsere Lehrerinnen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das sind einmal die Rahmenbedingungen, und ich darf feststellen: Wir haben mit den Budgets 2003/2004 gute Rahmenbedingungen geschaffen, wenn auch nicht üppige. Alles, was hier gesagt wird, ist schon auf sehr hohem Niveau gejammert, und der verantwortliche Umgang mit Steuergeldern muss der Auftrag jedes Politikers und jeder Politikerin sein! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Krainer: Vom Amon?
Das Zweite: Es werden hier am Rednerpult ständig Krokodilstränen vergossen über die Stunden, die angeblich gestrichen werden. (Abg. Krainer: Vom Amon?) – Von den Rednern der Opposition! – Ich zeige Ihnen jetzt sehr gerne ein ganzes Bündel an APA-Aussendungen, in denen seit Jahren gefordert wird: Die Schüler müssen entlastet werden, die Stunden sind zu viel, die Hausaufgaben sind zu viel, die Inhalte sind zu viel. (Abg. Dr. Jarolim: Aber vernünftig! Nicht so konzeptlos!) Das Letzte, was gefordert wurde, und zwar von der AKS – eindeutig zuordenbar –: Arbeitszeit für SchülerInnen verkürzen! (Abg. Brosz: Das passiert ja nicht!)
Abg. Dr. Jarolim: Aber vernünftig! Nicht so konzeptlos!
Das Zweite: Es werden hier am Rednerpult ständig Krokodilstränen vergossen über die Stunden, die angeblich gestrichen werden. (Abg. Krainer: Vom Amon?) – Von den Rednern der Opposition! – Ich zeige Ihnen jetzt sehr gerne ein ganzes Bündel an APA-Aussendungen, in denen seit Jahren gefordert wird: Die Schüler müssen entlastet werden, die Stunden sind zu viel, die Hausaufgaben sind zu viel, die Inhalte sind zu viel. (Abg. Dr. Jarolim: Aber vernünftig! Nicht so konzeptlos!) Das Letzte, was gefordert wurde, und zwar von der AKS – eindeutig zuordenbar –: Arbeitszeit für SchülerInnen verkürzen! (Abg. Brosz: Das passiert ja nicht!)
Abg. Brosz: Das passiert ja nicht!
Das Zweite: Es werden hier am Rednerpult ständig Krokodilstränen vergossen über die Stunden, die angeblich gestrichen werden. (Abg. Krainer: Vom Amon?) – Von den Rednern der Opposition! – Ich zeige Ihnen jetzt sehr gerne ein ganzes Bündel an APA-Aussendungen, in denen seit Jahren gefordert wird: Die Schüler müssen entlastet werden, die Stunden sind zu viel, die Hausaufgaben sind zu viel, die Inhalte sind zu viel. (Abg. Dr. Jarolim: Aber vernünftig! Nicht so konzeptlos!) Das Letzte, was gefordert wurde, und zwar von der AKS – eindeutig zuordenbar –: Arbeitszeit für SchülerInnen verkürzen! (Abg. Brosz: Das passiert ja nicht!)
Weiterer Zwischenruf des Abg. Brosz.
Dieser Aufforderung sind wir nachgekommen. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Brosz.) Dieser Aufforderung sind wir nachgekommen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dieser Aufforderung sind wir nachgekommen. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Brosz.) Dieser Aufforderung sind wir nachgekommen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der erste Schritt war der Lehrplan 1999: Im Lehrplan 1999 ist die inhaltliche Entlastung vorgenommen worden: mit Kernbereichen, mit Erweiterungsbereichen. Der zweite Schritt ist eine moderate Stundenkürzung. Wenn ich von 10- bis 14-Jährigen verlange, dass sie 30 Stunden in der Schule sitzen und zehn bis zwölf Stunden zu Hause arbeiten, von SchülerInnen der Oberstufe-Gymnasium, dass sie 32,5 Stunden in der Schule sitzen, und von HTL-SchülerInnen, dass sie 37 Stunden in der Schule – nur in der Schule! – sitzen, muss ich auch sehen, dass das mehr Stunden sind, als jeder, der als Angestellter tätig ist, der in einem Betrieb tätig ist, wöchentlich arbeiten muss. Ich bitte Sie: Muten wir den Kindern nicht mehr zu, als wir uns selbst zumuten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Warum haben Sie Englisch gekürzt?
Zur Forderung, dass zwei Stunden Turnunterricht in der Woche gesichert sein müssen, sage ich Ihnen: Zwei Stunden Turnunterricht in der Woche sind gesichert. – Das kann jeder, der die Stundentafel, der die Verordnung anschaut, herauslesen. (Abg. Dr. Jarolim: Warum haben Sie Englisch gekürzt?)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Englisch wird nicht gekürzt! Schauen Sie sich doch die Grundstundentafel an! Ich glaube, man sollte sich ernsthaft damit beschäftigen, bevor man falsche Behauptungen in die Welt setzt. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Brosz: Ja, das würden wir Sie auch bitten!
Es wurde immer wieder behauptet, Fremdsprachen werden gekürzt. – Ich habe eine Bitte, und zwar eine ganz dringende Bitte an die Damen und Herren gerade auch der Opposition: Bitte – bitte! – machen Sie Ihre Erklärungen, insbesondere den Pflichtschulbereich betreffend, so, wie sie den Tatsachen entsprechen! (Abg. Brosz: Ja, das würden wir Sie auch bitten!) Derzeit ist es in Wien an den Pflichtschulen üblich, zu behaupten, es seien die Gehrer-Stundenkürzungen, dass man ein paar Stunden weniger hat im Hauptschulbereich und im Pflichtschulbereich.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Dienstposten, die den Bundesländern für die Pflichtschulen zugeteilt werden, haben die Landeshauptleute mit dem Herrn Finanzminister paktiert. Diese Dienstposten, die Herr Bürgermeister Häupl mit dem Finanzminister paktiert hat, erhält das Land, erhält die Stadt Wien zur Verteilung. Dadurch, dass wir bei den Stunden moderat reduziert haben, gibt es an den Hauptschulen und Pflichtschulen mehr Möglichkeiten für pädagogische Maßnahmen, gibt es mehr Möglichkeiten für zusätzliche Angebote. Man sollte also ganz ehrlich sein und sollte wirklich sagen: Wenn weniger Dienstposten sind, dann hat das Herr Landeshauptmann Häupl mit dem Herrn Finanzminister paktiert und dann ist es auf Grund des Schülerrückgangs in den Volksschulen so. – Die Stundenreduktion in diesem Bereich bringt dem Budget des Bundes keinen einzigen Cent und keinen einzigen Euro. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: Dann tun Sie’s doch endlich!
positiv dargestellt wird. (Abg. Brosz: Dann tun Sie’s doch endlich!) – Ich bitte Sie um diese Unterstützung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
positiv dargestellt wird. (Abg. Brosz: Dann tun Sie’s doch endlich!) – Ich bitte Sie um diese Unterstützung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Großruck: Frau Schasching, Sie sind aber auch Lehrerin! Sind Sie auch schuld daran?
Abgeordnete Beate Schasching (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Subsumierend fällt mir zu dem, was Sie uns jetzt erzählt haben, Frau Bundesministerin, ein: Wir sind auf Platz eins in Europa bei den Bildungsausgaben, wir sind auf Platz zehn laut PISA-Studie bei den Erfolgen – Frau Bundesministerin, für die Differenz sind Sie zuständig. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Großruck: Frau Schasching, Sie sind aber auch Lehrerin! Sind Sie auch schuld daran?)
Beifall bei der SPÖ.
Schwerpunkt der Politik der ÖVP/FPÖ-Regierung soll die Bildung sein. – Wir stellen fest, es ist in keinem dieser Punkte ein Schwerpunkt, sondern, so wie in der letzten Regierungsperiode, durchaus schon ein sehr großer Schwachpunkt. Es verkommt die Bildungspolitik leider immer mehr zur Anti-Chancen-Politik für unsere Jugend, und das ist wirklich schade! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wie könnte es sonst sein, dass mitten in die Umsetzung von Lehrplanreformen – Sie haben es ja selbst angesprochen: Lehrplan 1999/2000 in der Unterstufe, Lehrplan 2002 in der Oberstufe – eine Stundenkürzungsverordnung kommt, die allein nur die Einsparmaßnahmen für den Finanzminister rechtfertigt und keine pädagogische Maßnahme darstellt? – Das, Frau Bundesministerin, lehnen wir als SPÖ auf das Schärfste ab! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Besonders bösartig finde ich bei all diesen Einsparungen – auch wenn Sie hier permanent das Gegenteil behaupten – die Einsparung von Turnstunden, denn die Gesundheit der Kinder – und das ist belegt in der Klug-&-Fit-Studie, wo 65 000 Kinder zwischen 11 und 14 Jahren beurteilt und beobachtet wurden –, der körperliche Zustand der Kinder ist Besorgnis erregend, und daher werde ich auch heute einen entsprechenden Antrag einbringen, dass das wieder zurückgenommen wird. Nehmen Sie das bitte zurück, Frau Bundesministerin! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Schule muss optimaler Lebens- und Lernraum sein, und daher brauchen und fordern wir kleinere Klassen – das heißt: Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen –, und wir fordern und brauchen auch ganztägig geführte Schulformen, und zwar durchaus nicht als Vorschlag, der allein selig machend sein soll, sondern wirklich als Möglichkeit, als Option. Wir alle werden es erleben und sehen: Wenn es das Angebot an ganztägigen Schulformen gibt – zum Wohle der Kinder und ihrer Erziehung –, dann wird das auch vom Großteil der Bevölkerung angenommen werden. Da finden wir uns zu einem Konsens, nur müssen wir uns dazu durchringen, dass wir dort, wo wir einer Meinung sind, diese Möglichkeit auch schaffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Frau Bundesministerin! Sie selbst haben in einem Zeitungsinterview in den letzten Tagen festgestellt: Wir müssen heraus aus der Organisationsfalle. – Frau Bundesministerin! Sie selbst haben sich hinein manövriert in diese Organisationsfalle! Wir wollen zum Wohle unserer Kinder hinein in eine inhaltliche Diskussion. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Ich bedanke mich bei den Universitäten, bei den Akteuren an den Universitäten, die dieses Gesetz so mustergültig und vorbildlich vollzogen haben, alle Entscheidungen vorbereitet, eingeleitet und beschlossen haben, alle Weichen – personelle und organisatorische – gestellt haben, alle Wahlen, alle Entscheidungen, alle Nominierungen getroffen haben, und ich gratuliere von dieser Stelle aus allen gewählten und allen nominierten Repräsentanten und handelnden Personen an den Universitäten sehr herzlich! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Vielen Dank, Frau Bundesministerin, für die Vorbereitung, Dank auch den Beamtinnen und Beamten in Ihrem Haus und auch im Finanzministerium. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Grünewald.
Noch ein Wort zu den Ausführungen des Kollegen Grünewald. Sie haben, wie ich meine, den Universitäten keinen guten Dienst erwiesen, als Sie sie mit kranken Patienten verglichen haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Grünewald.) – Okay, die Forschung an den Universitäten haben Sie nicht ausgenommen, und wenn sich Universitäten immer mehr als Forschungsinstitutionen begreifen, dann haben Sie diese auch mit gemeint.
Beifall bei der ÖVP.
Ich stimme Ihrer Diagnose nicht zu. Das sind Klienten, die vielleicht in Bezug auf Wellness und Fitness noch den einen oder anderen Input brauchen, von Krankheit ist keine Rede. Ich meine, ich weiß auch als Nichtmedizinerin, dass man jemandem einen schlechten Dienst erweist, wenn man dann, wenn es um Motivation und positive Verstärkung gehen sollte, den Klienten oder – in Ihrem Fall oder Bild – Patienten mit Miesmachen und Krankmachen konfrontiert. Also Motivationsteigerung kann nicht durch Krankreden erreicht werden. Ich glaube, das sollte auch für die Universität und die Forschung gelten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abschließend meine ich, aus Angst vor Sciencefiction und Drohbildern dürfen wir uns nicht einer rationalen, das heißt verstandesorientierten Forschungs- und Technologiepolitik verschließen. Das Budget ist eine gute Basis dafür. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Brinek: KlientInnen! Das ist ein Unterschied!
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Ich finde, das Pult hier ist schon relativ feucht von den Glückstränen, nicht von den Krokodilstränen, wie Gehrer gemeint hat, von Ihren Glückstränen, was Patientinnen und Patienten betrifft, Frau Brinek. (Abg. Dr. Brinek: KlientInnen! Das ist ein Unterschied!) – KlientInnen oder PatientInnen – lassen Sie mich ausreden!
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man sie als krank bezeichnet, ist das nicht Miesmachen, weil Krankheit nichts Mieses ist. (Beifall bei der SPÖ.) In der Rektorenkonferenz wurde von Zahlungsunfähigkeit, die möglicherweise im Herbst eintreten könnte, gesprochen. Das bezeichne ich als ein krankes Budget für Forschung und Lehre, natürlich.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Gehrer hat gemeint, hier würde auf höchstem Niveau gejammert. Mag sein, aber man kann auch auf relativ niedrigem Niveau schönfärben. Das habe ich auch nicht gerne. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn Sie den Universitäten sozusagen zurufen: Hört endlich mit dem Jammern auf!, dann muss ich sagen, das ersetzt für mich kein nachhaltiges und glaubhaftes Rezept für die Universitäten. Es ist für mich wirklich schwer zumutbar, ich möchte sogar sagen kaum erträglich, wenn die Expertise von zahlreichen Fachleuten und renommierten Institutionen – ich lese sie Ihnen vor: Institut für Höhere Studien, Wirtschaftsforschungsinstitut, Statistik Austria, ÖH, selbst der Österreichische Forschungs- und Technologiebericht – von Ihnen einfach negiert wird. Ich habe aus diesem Bericht und von diesen Fachleuten und Institutionen Zahlen, Kommentare und Analysen genannt, aber Sie nehmen dies einfach nicht zur Kenntnis. Und wenn Sie den Universitäten noch lange vorwerfen, sie jammerten, nur weil sie ihr Budget und die Defizite, die eingetreten sind, berechnen, dann halte ich das schon für äußerst gewagt und für keinen kollegialen Umgang mit jenen Institutionen und Einrichtungen, die Sie letztlich beschützen und vertreten sollten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
An die Mitglieder der Regierungsparteien: Sollten Sie mich als eitlen Vollkoffer betrachten, dann muss ich sagen: Das halte ich schon aus! Sie haben sich schon öfter geirrt, es wäre nicht das erste Mal. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber wenn Frau Bundesminister Gehrer, wenn Brinek, wenn Hakl, Großruck und Lopatka der Überzeugung sind, dass die Analysen des Rechnungshofs, des IHS, des WIFO, der ÖH, der Statistik Austria, von FWF, von FFF, also der großen Forschungsinstitutionen und Förderungseinrichtungen Österreichs, der Professorenkonferenz, der Rektorenkonferenz, der Bundeskonferenz des wissenschaftlichen Personals und des von ihr bestellten Rates für Forschung und Technologieentwicklung von Minderbegabten erstellt worden sind oder von, um den gleichen Ausdruck zu verwenden, Vollkoffern, dann ist allein die statistische Möglichkeit, dass sich Frau Bundesministerin Gehrer und Ihre Parteien irren, sehr hoch. Nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Sie sprechen gegen alle Fachleute oder zumindest die Mehrheit der Fachleute.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Noch etwas: Frau Brinek: Sie haben sich bei allen für die Umsetzung des UOG 2002 bedankt, das von 80 Prozent der Betroffenen abgelehnt wurde. Ich kann mir den Schwenk jetzt schon erlauben, auch zu bemerken, dass die viel zitierte Industriellenvereinigung auf nahezu ganzseitigen bezahlten Anzeigen mit großen Photos der Frau Bundesministerin für diese Reform geworben hat, sie als Weltklasse und sonst was bezeichnet hat. Das muss hier gesagt werden! Erinnern Sie sich an Grasser. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Etwas Positives wäre auch einmal wichtig!
Ich glaube auch, dass über Wahrheit und nackte Zahlen nicht verhandelt werden kann. (Abg. Wittauer: Etwas Positives wäre auch einmal wichtig!) Darf ich Ihnen etwas sagen? – Es gibt natürlich einiges Positives. Das kann man aufzählen. Aber Sie werden der Opposition schon erlauben, dass Märchen, Mythen und Versprechungen entzaubert werden. Schauen Sie: Sie haben Zigeuner von Ihrem Grund mit einem Jauchenwagen vertrieben – und mit einem großen Photo in der Zeitung! Machen Sie hier den Mund nicht so groß auf, bitte! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich glaube auch, dass über Wahrheit und nackte Zahlen nicht verhandelt werden kann. (Abg. Wittauer: Etwas Positives wäre auch einmal wichtig!) Darf ich Ihnen etwas sagen? – Es gibt natürlich einiges Positives. Das kann man aufzählen. Aber Sie werden der Opposition schon erlauben, dass Märchen, Mythen und Versprechungen entzaubert werden. Schauen Sie: Sie haben Zigeuner von Ihrem Grund mit einem Jauchenwagen vertrieben – und mit einem großen Photo in der Zeitung! Machen Sie hier den Mund nicht so groß auf, bitte! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ
Seien wir ehrlich! Wenn Sie ehrlich sind, dann sage ich auch, ich werde es schon schlucken können, dass es nicht mehr Geld gibt. Es ist bedauerlich, und ich werde es auch kritisieren. Aber es wäre fair und ehrlich, mit der Wahrheit zu operieren (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ), anstatt da von einigen Ministran-
Abg. Mag. Donnerbauer: Es ist nicht so!
Sie lachen? – Es ist aber so. (Abg. Mag. Donnerbauer: Es ist nicht so!) – Na gut, es ist nicht so. Sehen Sie, wie lernfähig Sie sind? Das lebenslange Lernen muss bei Ihnen bereits aufgehört haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie lachen? – Es ist aber so. (Abg. Mag. Donnerbauer: Es ist nicht so!) – Na gut, es ist nicht so. Sehen Sie, wie lernfähig Sie sind? Das lebenslange Lernen muss bei Ihnen bereits aufgehört haben. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wittauer: Die Diffamierungspolitik geht ja von Ihnen aus!
Wir Grünen haben immer gefordert: die Forschungskompetenzen in eine Hand! Es wäre Ihnen recht gewesen. Wir waren sogar bei Ihnen. Und was ist passiert? – Der Rechnungshof kritisiert ... (Abg. Wittauer: Die Diffamierungspolitik geht ja von Ihnen aus!) – Sie haben immer recht. Hängen Sie Ihren Privatoffenbarungen weiter nach und fahren Sie mit Ihrem Jauchenwagen Zigeuner vertreiben. Das ist in Ordnung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir Grünen haben immer gefordert: die Forschungskompetenzen in eine Hand! Es wäre Ihnen recht gewesen. Wir waren sogar bei Ihnen. Und was ist passiert? – Der Rechnungshof kritisiert ... (Abg. Wittauer: Die Diffamierungspolitik geht ja von Ihnen aus!) – Sie haben immer recht. Hängen Sie Ihren Privatoffenbarungen weiter nach und fahren Sie mit Ihrem Jauchenwagen Zigeuner vertreiben. Das ist in Ordnung. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Brinek: Das ist der Unterschied!
Frau Brinek, zu guter Letzt: Als Arzt bin ich durchaus Optimist. Sie kennen vielleicht keine Patienten und Patientinnen von mir. Eine Maxime habe ich immer gehabt: Für eine gute Beziehung zu Klienten oder Patienten ist ... (Abg. Dr. Brinek: Das ist der Unterschied!) – Schauen Sie, Sie haben noch nie jemanden behandelt, und Ihre Forschungsleistungen und Innovationen auf der Universität sind mir auch nicht bekannt. – Aber um gute KlientInnen ... (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) – Das ist nicht letztklassig! Die Universität Wien hat den Akt sogar wegen Befangenheit abgetreten, sage ich nur. Das sage ich nur, wenn jemand den Mund so voll nimmt und so doziert. (Abg. Dr. Brinek: Sie sind ein präpotenter Ignorant!) Um eine gute Klientenbeziehung herzustellen, bedarf es der Wahrheit am Krankenbett. Die werden auch Sie, Frau Minister, ertragen können. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Frau Brinek, zu guter Letzt: Als Arzt bin ich durchaus Optimist. Sie kennen vielleicht keine Patienten und Patientinnen von mir. Eine Maxime habe ich immer gehabt: Für eine gute Beziehung zu Klienten oder Patienten ist ... (Abg. Dr. Brinek: Das ist der Unterschied!) – Schauen Sie, Sie haben noch nie jemanden behandelt, und Ihre Forschungsleistungen und Innovationen auf der Universität sind mir auch nicht bekannt. – Aber um gute KlientInnen ... (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) – Das ist nicht letztklassig! Die Universität Wien hat den Akt sogar wegen Befangenheit abgetreten, sage ich nur. Das sage ich nur, wenn jemand den Mund so voll nimmt und so doziert. (Abg. Dr. Brinek: Sie sind ein präpotenter Ignorant!) Um eine gute Klientenbeziehung herzustellen, bedarf es der Wahrheit am Krankenbett. Die werden auch Sie, Frau Minister, ertragen können. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Sie sind ein präpotenter Ignorant!
Frau Brinek, zu guter Letzt: Als Arzt bin ich durchaus Optimist. Sie kennen vielleicht keine Patienten und Patientinnen von mir. Eine Maxime habe ich immer gehabt: Für eine gute Beziehung zu Klienten oder Patienten ist ... (Abg. Dr. Brinek: Das ist der Unterschied!) – Schauen Sie, Sie haben noch nie jemanden behandelt, und Ihre Forschungsleistungen und Innovationen auf der Universität sind mir auch nicht bekannt. – Aber um gute KlientInnen ... (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) – Das ist nicht letztklassig! Die Universität Wien hat den Akt sogar wegen Befangenheit abgetreten, sage ich nur. Das sage ich nur, wenn jemand den Mund so voll nimmt und so doziert. (Abg. Dr. Brinek: Sie sind ein präpotenter Ignorant!) Um eine gute Klientenbeziehung herzustellen, bedarf es der Wahrheit am Krankenbett. Die werden auch Sie, Frau Minister, ertragen können. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Frau Brinek, zu guter Letzt: Als Arzt bin ich durchaus Optimist. Sie kennen vielleicht keine Patienten und Patientinnen von mir. Eine Maxime habe ich immer gehabt: Für eine gute Beziehung zu Klienten oder Patienten ist ... (Abg. Dr. Brinek: Das ist der Unterschied!) – Schauen Sie, Sie haben noch nie jemanden behandelt, und Ihre Forschungsleistungen und Innovationen auf der Universität sind mir auch nicht bekannt. – Aber um gute KlientInnen ... (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) – Das ist nicht letztklassig! Die Universität Wien hat den Akt sogar wegen Befangenheit abgetreten, sage ich nur. Das sage ich nur, wenn jemand den Mund so voll nimmt und so doziert. (Abg. Dr. Brinek: Sie sind ein präpotenter Ignorant!) Um eine gute Klientenbeziehung herzustellen, bedarf es der Wahrheit am Krankenbett. Die werden auch Sie, Frau Minister, ertragen können. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Minister! Hohes Haus! Herr Professor Grünewald! Wo ist er? – Da ist er! – Ich war ja auch einige Zeit an der Universität, und für mich bestätigen sich wieder die Regeln, die ich auf der Universität kennen gelernt habe, nämlich zwei Regeln: Paragraph Nummer eins: Der Professor hat immer Recht. Paragraph Nummer zwei: Auch wenn er nicht Recht hat, tritt Paragraph Nummer eins in Kraft. – Und danach handeln Sie! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Grünewald: Ich habe nicht gesagt, dass das die Aufgabe ist!
Er hat es nicht gehört? – Schade darum! Nun gut, Her Professor. Sie jammern – und das ist jetzt die Wahrheit, die Sie gerade hier vom Pult gesagt haben –, denn das ist Ihre Auffassung von Opposition. Das haben Sie selbst gesagt. Sie haben gesagt, es ist Ihre Aufgabe, nur das Schlechte zu sehen. Deshalb müssen Sie hier alles krank jammern. (Abg. Dr. Grünewald: Ich habe nicht gesagt, dass das die Aufgabe ist!)
Abg. Dr. Grünewald: Ich habe gesagt, es gibt auch gute!
Das ist Ihre Auffassung von Opposition! Das ist die Wahrheit, die Sie gerade vorher gesagt haben. (Abg. Dr. Grünewald: Ich habe gesagt, es gibt auch gute!) Es ist gut, dass Sie es endlich einmal gesagt haben. Aber über das Gute reden Sie nicht. Sie reden nur über das Schlechte und jammern das gesamte System krank. Damit tun Sie Ihrem eigenen Stand nichts Gutes, und damit tun Sie den Universitäten nichts Gutes, denn diese müssen auch im europäischen Vergleich wettbewerbsfähig sein. (Abg. Dr. Grünewald: Ich bitte darum!) Damit tun Sie den Universitäten nichts Gutes. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Grünewald: Ich bitte darum!
Das ist Ihre Auffassung von Opposition! Das ist die Wahrheit, die Sie gerade vorher gesagt haben. (Abg. Dr. Grünewald: Ich habe gesagt, es gibt auch gute!) Es ist gut, dass Sie es endlich einmal gesagt haben. Aber über das Gute reden Sie nicht. Sie reden nur über das Schlechte und jammern das gesamte System krank. Damit tun Sie Ihrem eigenen Stand nichts Gutes, und damit tun Sie den Universitäten nichts Gutes, denn diese müssen auch im europäischen Vergleich wettbewerbsfähig sein. (Abg. Dr. Grünewald: Ich bitte darum!) Damit tun Sie den Universitäten nichts Gutes. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist Ihre Auffassung von Opposition! Das ist die Wahrheit, die Sie gerade vorher gesagt haben. (Abg. Dr. Grünewald: Ich habe gesagt, es gibt auch gute!) Es ist gut, dass Sie es endlich einmal gesagt haben. Aber über das Gute reden Sie nicht. Sie reden nur über das Schlechte und jammern das gesamte System krank. Damit tun Sie Ihrem eigenen Stand nichts Gutes, und damit tun Sie den Universitäten nichts Gutes, denn diese müssen auch im europäischen Vergleich wettbewerbsfähig sein. (Abg. Dr. Grünewald: Ich bitte darum!) Damit tun Sie den Universitäten nichts Gutes. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Broukal: Sagen Sie mir doch Ihre Zahlen!
Wenn wir schon dabei sind, Märchen und Wirklichkeit zu unterscheiden, dann wird auch der Computer, den man aufstellt, nichts helfen – und nicht an „Modern Times“ erinnern, denn auch er hat nur die Zahlen, die man ihm einspeist. Wenn Sie die Zahlen des Ministeriums nicht einspeisen, sondern Ihre eigenen, dann wird zwischen dem Märchen und der Wirklichkeit Ihre eigene Realität liegen, die nun einmal anders ist. Es hilft nichts, wenn Sie falsche Daten, Zahlen und Fakten verwenden, um die Dinge, die Sie sagen wollen, besser darstellen zu können. (Abg. Broukal: Sagen Sie mir doch Ihre Zahlen!)
Abg. Broukal: Sagen Sie mir doch Ihre Zahlen!
Wenn Kollege Grünewald sagt, ... (Abg. Broukal: Sagen Sie mir doch Ihre Zahlen!) – Diese habe ich schon vorher in meiner Rede gesagt. Ich werde das jetzt nicht wiederholen, Sie können es dann nachlesen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Zuhören und dann reden!) Also nochmals extra für Kollegen Broukal: Wir haben Sondermittel in der Höhe von 600 Millionen € (Abg. Broukal: Vielleicht!) für Forschung und Entwicklung. – Nicht „vielleicht“. Sie werden sehen, es wird umgesetzt. Die beiden Fonds FFF und FWF
Abg. Dr. Partik-Pablé: Zuhören und dann reden!
Wenn Kollege Grünewald sagt, ... (Abg. Broukal: Sagen Sie mir doch Ihre Zahlen!) – Diese habe ich schon vorher in meiner Rede gesagt. Ich werde das jetzt nicht wiederholen, Sie können es dann nachlesen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Zuhören und dann reden!) Also nochmals extra für Kollegen Broukal: Wir haben Sondermittel in der Höhe von 600 Millionen € (Abg. Broukal: Vielleicht!) für Forschung und Entwicklung. – Nicht „vielleicht“. Sie werden sehen, es wird umgesetzt. Die beiden Fonds FFF und FWF
Abg. Broukal: Vielleicht!
Wenn Kollege Grünewald sagt, ... (Abg. Broukal: Sagen Sie mir doch Ihre Zahlen!) – Diese habe ich schon vorher in meiner Rede gesagt. Ich werde das jetzt nicht wiederholen, Sie können es dann nachlesen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Zuhören und dann reden!) Also nochmals extra für Kollegen Broukal: Wir haben Sondermittel in der Höhe von 600 Millionen € (Abg. Broukal: Vielleicht!) für Forschung und Entwicklung. – Nicht „vielleicht“. Sie werden sehen, es wird umgesetzt. Die beiden Fonds FFF und FWF
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
haben je 28,8 Millionen € mehr. Das sind Zahlen, Daten und Fakten. Speisen Sie diese in Ihren Computer ein, dann werden Sie sehen, dass Sie die richtigen Zahlen haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Grünewald: Welcher Fonds?
Kollege Grünewald hat gesagt, dass er auch einige Institutionen zu Hilfe nimmt. Deshalb erzähle ich Ihnen von einem Gespräch, das ich mit Vertretern dieser Institutionen, die Sie jetzt angeführt haben – die ebenfalls alles krankjammern und das Ihrer Ansicht nach Richtige vertreten – geführt habe. Es handelt sich um ein Gespräch mit führenden Herren aus einem Fonds, und ich habe sie gefragt, was sie tun, um mehr EU-Förderungsmittel für die Forschungsförderung zu bekommen. Darauf fragen mich die Herren doch glatt: Wozu? – Die EU-Fördermittel brauchen wir nicht. (Abg. Dr. Grünewald: Welcher Fonds?) Es ist viel wichtiger, dass wir in Österreich etwas tun, um mit den eigenen Mitteln auszukommen. (Abg. Dr. Grünewald: Welcher Fonds?) Das ist die Mentalität. Wir brauchen nur die Gelder und Mittel (Abg. Dr. Grünewald: Welcher Fonds?), die uns der Staat Österreich zur Verfügung stellt, und um alles andere brauchen wir nicht anzusuchen. (Abg. Dr. Grünewald: Das stimmt doch gar nicht! Welcher Fonds?)
Abg. Dr. Grünewald: Welcher Fonds?
Kollege Grünewald hat gesagt, dass er auch einige Institutionen zu Hilfe nimmt. Deshalb erzähle ich Ihnen von einem Gespräch, das ich mit Vertretern dieser Institutionen, die Sie jetzt angeführt haben – die ebenfalls alles krankjammern und das Ihrer Ansicht nach Richtige vertreten – geführt habe. Es handelt sich um ein Gespräch mit führenden Herren aus einem Fonds, und ich habe sie gefragt, was sie tun, um mehr EU-Förderungsmittel für die Forschungsförderung zu bekommen. Darauf fragen mich die Herren doch glatt: Wozu? – Die EU-Fördermittel brauchen wir nicht. (Abg. Dr. Grünewald: Welcher Fonds?) Es ist viel wichtiger, dass wir in Österreich etwas tun, um mit den eigenen Mitteln auszukommen. (Abg. Dr. Grünewald: Welcher Fonds?) Das ist die Mentalität. Wir brauchen nur die Gelder und Mittel (Abg. Dr. Grünewald: Welcher Fonds?), die uns der Staat Österreich zur Verfügung stellt, und um alles andere brauchen wir nicht anzusuchen. (Abg. Dr. Grünewald: Das stimmt doch gar nicht! Welcher Fonds?)
Abg. Dr. Grünewald: Welcher Fonds?
Kollege Grünewald hat gesagt, dass er auch einige Institutionen zu Hilfe nimmt. Deshalb erzähle ich Ihnen von einem Gespräch, das ich mit Vertretern dieser Institutionen, die Sie jetzt angeführt haben – die ebenfalls alles krankjammern und das Ihrer Ansicht nach Richtige vertreten – geführt habe. Es handelt sich um ein Gespräch mit führenden Herren aus einem Fonds, und ich habe sie gefragt, was sie tun, um mehr EU-Förderungsmittel für die Forschungsförderung zu bekommen. Darauf fragen mich die Herren doch glatt: Wozu? – Die EU-Fördermittel brauchen wir nicht. (Abg. Dr. Grünewald: Welcher Fonds?) Es ist viel wichtiger, dass wir in Österreich etwas tun, um mit den eigenen Mitteln auszukommen. (Abg. Dr. Grünewald: Welcher Fonds?) Das ist die Mentalität. Wir brauchen nur die Gelder und Mittel (Abg. Dr. Grünewald: Welcher Fonds?), die uns der Staat Österreich zur Verfügung stellt, und um alles andere brauchen wir nicht anzusuchen. (Abg. Dr. Grünewald: Das stimmt doch gar nicht! Welcher Fonds?)
Abg. Dr. Grünewald: Das stimmt doch gar nicht! Welcher Fonds?
Kollege Grünewald hat gesagt, dass er auch einige Institutionen zu Hilfe nimmt. Deshalb erzähle ich Ihnen von einem Gespräch, das ich mit Vertretern dieser Institutionen, die Sie jetzt angeführt haben – die ebenfalls alles krankjammern und das Ihrer Ansicht nach Richtige vertreten – geführt habe. Es handelt sich um ein Gespräch mit führenden Herren aus einem Fonds, und ich habe sie gefragt, was sie tun, um mehr EU-Förderungsmittel für die Forschungsförderung zu bekommen. Darauf fragen mich die Herren doch glatt: Wozu? – Die EU-Fördermittel brauchen wir nicht. (Abg. Dr. Grünewald: Welcher Fonds?) Es ist viel wichtiger, dass wir in Österreich etwas tun, um mit den eigenen Mitteln auszukommen. (Abg. Dr. Grünewald: Welcher Fonds?) Das ist die Mentalität. Wir brauchen nur die Gelder und Mittel (Abg. Dr. Grünewald: Welcher Fonds?), die uns der Staat Österreich zur Verfügung stellt, und um alles andere brauchen wir nicht anzusuchen. (Abg. Dr. Grünewald: Das stimmt doch gar nicht! Welcher Fonds?)
Abg. Dr. Grünewald: Welcher Fonds?
Sie waren beim Gespräch nicht dabei. Ich war bass erstaunt und habe mir gedacht, wie es das gibt. (Abg. Dr. Grünewald: Welcher Fonds?) Ich will die Herren nicht diskreditieren. Ich habe es ihnen persönlich gesagt, dass ich es nicht für richtig finde, dass sie meinen, die EU-Fördermittel nicht abholen zu müssen. Das ist der falsche Weg, wenn alle Fonds meinen, sie können nur jene Geldern lukrieren, die ihnen das Ministerium sponsert. Das ist im europäischen Wettbewerb einfach zu wenig! Das ist für die EU und den europäischen Wettbewerb einfach zu wenig. Das reicht nicht aus. Deshalb jammern diese Herren, und deshalb wird auch hier gejammert. (Abg. Dr. Grünewald: Wissen Sie, wie viel Geld wir von der EU bekommen?) Das ist der Punkt. Auch diese Leute sind aufgefordert, sich dem internationalen Wettbewerb zu stellen, sich an diese Dinge anzupassen und neue Ideen zu entwickeln, wie man an Mittel kommt. Sie können nicht immer nur sagen, der Staat finanziert und macht alles für mich. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Grünewald: Wissen Sie, wie viel Geld wir von der EU bekommen?
Sie waren beim Gespräch nicht dabei. Ich war bass erstaunt und habe mir gedacht, wie es das gibt. (Abg. Dr. Grünewald: Welcher Fonds?) Ich will die Herren nicht diskreditieren. Ich habe es ihnen persönlich gesagt, dass ich es nicht für richtig finde, dass sie meinen, die EU-Fördermittel nicht abholen zu müssen. Das ist der falsche Weg, wenn alle Fonds meinen, sie können nur jene Geldern lukrieren, die ihnen das Ministerium sponsert. Das ist im europäischen Wettbewerb einfach zu wenig! Das ist für die EU und den europäischen Wettbewerb einfach zu wenig. Das reicht nicht aus. Deshalb jammern diese Herren, und deshalb wird auch hier gejammert. (Abg. Dr. Grünewald: Wissen Sie, wie viel Geld wir von der EU bekommen?) Das ist der Punkt. Auch diese Leute sind aufgefordert, sich dem internationalen Wettbewerb zu stellen, sich an diese Dinge anzupassen und neue Ideen zu entwickeln, wie man an Mittel kommt. Sie können nicht immer nur sagen, der Staat finanziert und macht alles für mich. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie waren beim Gespräch nicht dabei. Ich war bass erstaunt und habe mir gedacht, wie es das gibt. (Abg. Dr. Grünewald: Welcher Fonds?) Ich will die Herren nicht diskreditieren. Ich habe es ihnen persönlich gesagt, dass ich es nicht für richtig finde, dass sie meinen, die EU-Fördermittel nicht abholen zu müssen. Das ist der falsche Weg, wenn alle Fonds meinen, sie können nur jene Geldern lukrieren, die ihnen das Ministerium sponsert. Das ist im europäischen Wettbewerb einfach zu wenig! Das ist für die EU und den europäischen Wettbewerb einfach zu wenig. Das reicht nicht aus. Deshalb jammern diese Herren, und deshalb wird auch hier gejammert. (Abg. Dr. Grünewald: Wissen Sie, wie viel Geld wir von der EU bekommen?) Das ist der Punkt. Auch diese Leute sind aufgefordert, sich dem internationalen Wettbewerb zu stellen, sich an diese Dinge anzupassen und neue Ideen zu entwickeln, wie man an Mittel kommt. Sie können nicht immer nur sagen, der Staat finanziert und macht alles für mich. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Grünewald: Für 3 000 Studierende, 200 000 gibt es!
Nun zu den Studienbeiträgen, die Sie angezogen haben: Sie müssen einfach zur Kenntnis nehmen, dass diese Bundesregierung auf die eine oder andere Kritik reagiert, und deshalb gibt es jetzt – das ist auch im Bericht gestanden – die steuerliche Absetzbarkeit der Studiengebühren für Berufstätige, weil für diese war es wirklich ein Problem. Die Regierung hat sofort darauf reagiert und die steuerliche Absetzbarkeit der Studienbeiträge für Studierende, die berufstätig sind, eingeführt. Und das sollten Sie auch anerkennen: Wenn es Probleme gibt, wird es geändert und wird es verbessert. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Grünewald: Für 3 000 Studierende, 200 000 gibt es!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Krainer: Das stimmt doch gar nicht!
Sehr geehrter Herr Professor und Kollegen von der SPÖ! Bekennen wir uns doch zu diesem gemeinsamen Ziel, 2,5 Prozent des BIP zu erreichen. Wenn wir nicht einmal ein Ziel haben, so wie es die Regierung früher gemacht hat, dann werden wir auch keines erreichen können. Aber wenn wir ein Ziel haben, dann können wir das Beste tun und unternehmen, um dieses Ziel auch zu erreichen. Sie sind nach wie vor aufgefordert, helfen Sie mit, und jammern Sie nicht alles krank. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Krainer: Das stimmt doch gar nicht!)
Abg. Amon: Das habe ich nicht gesagt!
Herr Abgeordneter! Amon, Sie haben in Ihrem Debattenbeitrag gesagt, in den Wiener Hauptschulen gebe es keine Schüler in der ersten und zweiten Leistungsgruppe. (Abg. Amon: Das habe ich nicht gesagt!) Ich habe es so gehört. Diese Behauptung ist nicht richtig! – Richtig ist, dass in den Wiener Hauptschulen natürlich nach Leistungsgruppen orientiert unterrichtet wird, und daher stellt sich die Frage: Warum behaupten Sie so etwas? – Entweder wissen Sie nicht, wovon Sie sprechen, oder Sie wollen wie viele andere auch Wien einfach wieder einmal ein bisschen schlecht machen. Ich denke, das ist nicht fair und seriös, sehr verehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter! Amon, Sie haben in Ihrem Debattenbeitrag gesagt, in den Wiener Hauptschulen gebe es keine Schüler in der ersten und zweiten Leistungsgruppe. (Abg. Amon: Das habe ich nicht gesagt!) Ich habe es so gehört. Diese Behauptung ist nicht richtig! – Richtig ist, dass in den Wiener Hauptschulen natürlich nach Leistungsgruppen orientiert unterrichtet wird, und daher stellt sich die Frage: Warum behaupten Sie so etwas? – Entweder wissen Sie nicht, wovon Sie sprechen, oder Sie wollen wie viele andere auch Wien einfach wieder einmal ein bisschen schlecht machen. Ich denke, das ist nicht fair und seriös, sehr verehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte meine Redezeit aber auch dazu nutzen, um ausdrücklich allen engagierten Lehrerinnen und Lehrern in unserem Land im Namen der sozialdemokratischen Fraktion für ihre nicht immer leichte Arbeit zu danken. Ich glaube, wenn man über das Budget und über die nächste Zukunft diskutiert, dann ist dieser Dank bezüglich Vergangenheit angebracht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Amon: 56,5 Jahre!
Sehr verehrte Damen und Herren! Das Unterrichtsbudget ist ein Teil des Gesamtbudgets. Jedes Ressorts und jeder Minister hat auch Gesamtverantwortung. Erlauben Sie mir, noch einmal darauf hinzuweisen, dass wir vorige Woche eine Pensionsreform beschlossen haben, angesichts derer dem Großteil der Bevölkerung gesagt wurde, bis 65 Jahre, also länger arbeiten ist wichtig, dann bekommst du die Pension. Es ist natürlich noch keine Zeit gewesen, darauf hinzuweisen, dass es unter anderem eine Gruppe gibt, nämlich die Lehrer, die bereits mit 55 Jahren – allerdings mit Abschlägen, das ist richtig – in Pension gehen kann. (Abg. Amon: 56,5 Jahre!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Sehr verehrte Damen und Herren! Diese Regelung läuft, soweit ich informiert bin, noch viele Jahre weiter, und wir kommen in die Situation, dass die eine Gruppe, die von der Regierung die Botschaft erhält, bis 65 Jahre musst du arbeiten, gegen die andere Gruppe, der gesagt wird, natürlich darfst du früher gehen, ausgespielt wird. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Ich weise darauf hin und denke, da liegt in Zukunft eine große Verantwortung, bei der Harmonisierung der Pensionssysteme dafür zu sorgen, dass wir mit gleichem Maß für alle rechnen dürfen und uns dafür einsetzen sollen. (Abg. Mag. Molterer: Was wollen Sie?)
Abg. Mag. Molterer: Was wollen Sie?
Sehr verehrte Damen und Herren! Diese Regelung läuft, soweit ich informiert bin, noch viele Jahre weiter, und wir kommen in die Situation, dass die eine Gruppe, die von der Regierung die Botschaft erhält, bis 65 Jahre musst du arbeiten, gegen die andere Gruppe, der gesagt wird, natürlich darfst du früher gehen, ausgespielt wird. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Ich weise darauf hin und denke, da liegt in Zukunft eine große Verantwortung, bei der Harmonisierung der Pensionssysteme dafür zu sorgen, dass wir mit gleichem Maß für alle rechnen dürfen und uns dafür einsetzen sollen. (Abg. Mag. Molterer: Was wollen Sie?)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend möchte ich die Kritik vieler unterstreichen – sie ist auch hier schon von Vorrednern meiner Fraktion ausgesprochen worden –: Die Bildung ist kein Schwerpunkt, sondern ein Schwachpunkt dieser Regierung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn man die gewaltigen Leistungen und Aufwendungen der letzten Jahre bedenkt, dann kann man mit Fug und Recht behaupten, dass das ein respektables Budget, eine gute, den Bedürfnissen angepasste Budgetplanung unserer Bundesministerin ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Schauen Sie einmal in Wien eine moderne, eine gescheite an!
Einige Worte auch über den mir persönlich sehr wichtigen Bibliotheksbereich: Auch da ist eine technische Aufrüstung wichtig, um im österreichischen Bibliotheksverbund eingebunden zu sein und einen gemeinsamen Standard zu haben. Vernetzung, dieselben Systeme (Abg. Eder: Schauen Sie einmal in Wien eine moderne, eine gescheite an!), die entsprechende Hardware, all das wird gemacht und funktioniert auch ganz gut.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zuallerletzt ein wunderschönes aktuelles Beispiel: Vor kurzem wurde im Benediktinerstift Admont das „kontrastreichste Privatmuseum Österreichs“ eröffnet, Bibliothek und Museum beinhaltend, eine einzigartige Mischung zwischen barocker Klosterbibliothek und Handschriftensammlung, Kunst- und Naturhistorischem Museum, ein Museum der Gegenwartskunst mit multimedialer Präsentation, mit Sonderausstellungen, einem Museumsshop, innovativ und seit wenigen Wochen sehr stark besucht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich kann abschließend nur sagen: Meine Damen und Herren! Das sind unsere Museen, so arbeiten sie – und moderne Museumspraxis kostengünstig und effizient, das ist unsere gemeinsame Zielrichtung im Bund und in den Ländern. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Molterer: Das stimmt einfach nicht!
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig (Grüne): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Ich möchte zum Kulturbudget sprechen und vor allem den Blick darauf richten, dass wir in diesem Bereich massive Budgetkürzungen vorfinden, nämlich ein Minus von 12,16 Prozent für das Jahr 2003. (Abg. Mag. Molterer: Das stimmt einfach nicht!) 2004 steigt das Budget wieder leicht an, liegt dann aber noch immer um 10 Prozent unter dem Wert des Jahres 2002. Da sind einerseits die ausgegliederten Einrichtungen von Bundesmuseen und Nationalbibliothek dabei, die gedeckelt sind, bei denen diese Kürzungen nicht spürbar werden. Diese Kürzungen werden jedoch in ganz wichtigen anderen Bereichen schlagend, nämlich im Bereich Alltagskultur mit minus 10 Prozent, Erwachsenenbildung mit minus 15 Prozent und auch im Bereich des Bundesdenkmalamtes.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Büchereien werden – das ist sehr dramatisch – besonders leiden, weil sie nach Aussagen der Ministerin jetzt von den Ländern vermehrt finanziell unterstützt werden sollen. Wir wissen aber, dass in den Ländern keine zusätzliche Vorsorge für Büchereien getroffen wird. Das bedeutet, dass es im Bereich Alltagslesen, Alltagskultur und ganz grundsätzlich im Bereich des Erlernens von Lesen für junge Leute zu einer Kürzung kommen wird. Das ist besonders schade, weil wir beim Leseverhalten, was junge Menschen betrifft, einen dramatischen Einbruch zu verzeichnen haben. Junge Menschen lesen sehr viel weniger als noch die Generation vor ihnen. Und die Büchereien zu schließen ist schlicht das falsche Signal in dieser Situation. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist auch insgesamt, was die Konkurrenzsituation zwischen den Museen betrifft, eine sehr ernste Situation entstanden, weil man ausschließlich um Ausstellungsflächen, um mehr Goldausstellungen, um alles, was Massenkultur anlockt, einen Wettbewerb hervorruft und die echte Sammlung, die Bewahrung und die Zugänglichmachung, auch die wissenschaftliche Zugänglichmachung von solchen Einrichtungen vernachlässigt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, Sie haben nun so etwas in Auftrag gegeben. Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis. Ich hoffe allerdings, dass am Ende nicht nur das Argument vorherrschend sein wird, das Sie bis jetzt immer gebracht haben, nämlich dass es keine ordnende Hand braucht, denn im Gegenteil, es braucht eine ordnende Hand. Kultur und Kulturpolitik brauchen Politik, brauchen auch Entscheidungen und brauchen gerade in dieser unüberblickbaren Landschaft, die sich da aufgetan hat, eine kulturpolitische Vision und ein kulturpolitisches Konzept, damit der Reichtum und die Schätze, die vor allem in Wien zu sehen sind, nicht ausschließlich in den Tiefenspeichern und Kellern verkommen, sondern dass der ursprüngliche Auftrag auch weiterhin gewahrt bleibt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich würde Sie bitten, das ernst zu nehmen und mit den Herren, die diese Museen leiten, einmal in einer konstruktiven Art und Weise so zusammenzuarbeiten, dass für die Allgemeinheit, für die Bevölkerung der ursprüngliche Auftrag der Museen wieder gewährleistet ist. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Am Rednerpult leuchtet das rote Lämpchen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – ans Rednerpult tretend –: Gilt das Rot schon mir?
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Scheuch. Das ist die zweite Wortmeldung in der heutigen Debatte. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Am Rednerpult leuchtet das rote Lämpchen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – ans Rednerpult tretend –: Gilt das Rot schon mir?) – Nein, nein. (Zwischenrufe. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zumindest haben wir Sie aufgeweckt!)
Zwischenrufe. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zumindest haben wir Sie aufgeweckt!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Scheuch. Das ist die zweite Wortmeldung in der heutigen Debatte. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Am Rednerpult leuchtet das rote Lämpchen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – ans Rednerpult tretend –: Gilt das Rot schon mir?) – Nein, nein. (Zwischenrufe. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zumindest haben wir Sie aufgeweckt!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Ich meine schon, dass Druck in Ordnung ist. Leistung zu erbringen ist sehr wichtig, ich bin aber davon überzeugt – und das möchte ich noch einmal sagen –: Kinder sollen Zeit haben fürs Spielen, Kinder sollen Zeit haben für ihre Freunde, Kinder sollen Zeit haben für ihr Leben – und hin und wieder auch zum Schlimmsein. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) – Ich habe genug Zeit gehabt, richtig. Deshalb bin ich heute so aufgeweckt.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber – das soll auch gesagt sein in Richtung der Kolleginnen und Kollegen der Opposition –: Es ist hier wirklich nicht der Platz zum Jammern. Bei sicherlich zum Teil berechtigter Kritik, glaube ich, kann es nicht gut tun, dass hier nur gejammert und geschimpft wird. Das kann für uns und unseren Staat nicht förderlich sein. Sachliche Kritik ist angebracht – dafür bin ich –, aber permanent haltlosen Blödsinn zu reden, dem kann ich wirklich nichts abgewinnen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf einen Themenkreis eingehen, der hier zu wenig Beachtung findet, nämlich auf das Schulwesen im ländlichen Raum. Nehmen wir wieder einmal das Kärntnerland her! Dort gibt es verzweigte Täler, überall sind kleine Schulen, in den entferntesten Regionen finden wir noch wirklich kleine Schulen. Ich meine, es ist wichtig, dass diese Schulen erhalten bleiben. Ich halte es für besonders wichtig, dass Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren nicht kilometerweit mit Bussen zu ihren Ausbildungsstätten gekarrt werden müssen. Diese Schulen zu erhalten, das wäre ein positiver Zugang für die Zukunft. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Welcher Jahrgangsduden ist das?
gibt es sehr viele Zugänge: „Kultur ist die Urbarmachung des Bodens“, „Kultur ist die künstliche Gründung eines Waldbestandes“. – All das sind Zugänge zur Kultur, aber ... (Abg. Öllinger: Welcher Jahrgangsduden ist das?) – Die Agrikultur, die wichtigste Kultur, richtig, Herr Kollege Öllinger, gut dass Sie das einmal erkennen. Aber: „Kultur ist die Gesamtheit der Lebensäußerung der menschlichen Gesellschaft in Sprache, Religion, Wissenschaft, Kunst und anderem.“
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Das, meine geschätzten Damen und Herren, sollten wir uns vor Augen halten. Es gibt nicht nur Hochkultur, es gibt auch Volkskultur. Auch die Volkskultur verdient es, hier einmal erwähnt zu werden. Es gibt nicht nur Museen, es gibt nicht nur irgendwelche Ballungszentren und Metropolen, in denen Kultur stattfindet. Kultur findet draußen statt: In den Regionen, in den Ländern, in den Tälern findet Kultur statt. Ich bin der Ansicht, das sollte man hier einmal positiv erwähnen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.)
Abg. Öllinger: Welche meinen Sie?
Seien wir doch einmal ehrlich: Die Bedeutung dieser Volkskultur ist groß für das Land, für die Region, für die Täler. Diese Kultur stärkt Identitäten (Abg. Öllinger: Welche meinen Sie?), diese Kultur sucht eine offene Begegnung mit den Bürgerinnen und Bürgern. (Abg. Dr. Cap: Was ist mit der Unkultur?) Eine rein elitäre Beifallskultur, wie wir sie manchmal vorfinden, bei der eigentlich die Abendrobe mehr zählt als der Inhalt, kann nicht der Zugang zu unserer Zukunft sein. Das ist zu wenig, das kann ich Ihnen sagen! Da werden wir wahrscheinlich auf einem schlechten Weg in die Zukunft sein. (Abg. Dr. Cap: Lei lei!)
Abg. Dr. Cap: Was ist mit der Unkultur?
Seien wir doch einmal ehrlich: Die Bedeutung dieser Volkskultur ist groß für das Land, für die Region, für die Täler. Diese Kultur stärkt Identitäten (Abg. Öllinger: Welche meinen Sie?), diese Kultur sucht eine offene Begegnung mit den Bürgerinnen und Bürgern. (Abg. Dr. Cap: Was ist mit der Unkultur?) Eine rein elitäre Beifallskultur, wie wir sie manchmal vorfinden, bei der eigentlich die Abendrobe mehr zählt als der Inhalt, kann nicht der Zugang zu unserer Zukunft sein. Das ist zu wenig, das kann ich Ihnen sagen! Da werden wir wahrscheinlich auf einem schlechten Weg in die Zukunft sein. (Abg. Dr. Cap: Lei lei!)
Abg. Dr. Cap: Lei lei!
Seien wir doch einmal ehrlich: Die Bedeutung dieser Volkskultur ist groß für das Land, für die Region, für die Täler. Diese Kultur stärkt Identitäten (Abg. Öllinger: Welche meinen Sie?), diese Kultur sucht eine offene Begegnung mit den Bürgerinnen und Bürgern. (Abg. Dr. Cap: Was ist mit der Unkultur?) Eine rein elitäre Beifallskultur, wie wir sie manchmal vorfinden, bei der eigentlich die Abendrobe mehr zählt als der Inhalt, kann nicht der Zugang zu unserer Zukunft sein. Das ist zu wenig, das kann ich Ihnen sagen! Da werden wir wahrscheinlich auf einem schlechten Weg in die Zukunft sein. (Abg. Dr. Cap: Lei lei!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Eder: Falsch zitiert!
Herr Kollege Broukal, Sie haben im Zuge der heutigen Debatte über eine Fata Morgana gesprochen. Sie haben gesagt: aus der Ferne viel versprechend, in der Nähe dann enttäuschend. – Ich kann mir schon vorstellen, woher Sie dieses Zitat haben: wahrscheinlich aus Ihren eigenen Reihen! – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Eder: Falsch zitiert!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Christian Faul (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Scheuch ist für mich wirklich das lebende Beispiel dafür, dass sich jemand, der einmal in die Schule gegangen ist, auch anmaßt, von der Schule etwas zu verstehen. Vielleicht ist er beim Konzert des Ministers Grasser in schwarzer Abendrobe dabei gewesen; er hat den Kulturbegriff mit der Abendrobe verwechselt. Also das ist ein Zugang, muss ich sagen. Aber in Anstandslehre, Herr Kollege Scheuch, haben Sie sicher in der Schule gefehlt, das möchte ich schon deutlich sagen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Amon: Und die Personalkosten?
Wenn Sie von Ihrer Leistung für die Grundschulen reden, Frau Ministerin, dann hängen Sie sich etwas um, was so nicht stimmt. (Abg. Amon: Und die Personalkosten?) Sie reden von den Leistungen der Gemeinden, der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister,
Bundesministerin Gehrer: Das habe ich auch gemacht!
denen die Grundschulen und die Erhaltung der Grundschulen große Sorge bereiten. (Bundesministerin Gehrer: Das habe ich auch gemacht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Aber Notstand gibt es keinen in der Ausbildung!?
Aus dieser Erkenntnis heraus, Frau Ministerin, würde ich sagen: Geben Sie die Kompetenzen für die Pflichtschulen überhaupt an die Länder ab, denn durch die Schließung der Abteilungen für die Pflichtschulen in Ihrem Ministerium könnte man sicherlich sehr viel Geld einsparen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Aber Notstand gibt es keinen in der Ausbildung!?)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin, leider reicht die Zeit nicht aus, um Ihnen viele Vorschläge zu unterbreiten, aber lassen Sie mich einen Gedanken einbringen: Im Unterschied zu Österreich, wo das Familienbudget zu 90 Prozent für Direktzahlungen verwendet wird – ich sage sogar: ausgebeutet wird; das sind Direktzahlungen wie das Familiengeld –, verwenden die Norweger, die Finnen und die Schweden nur 40 bis 50 Prozent für diese Direktzahlungen. Der überwiegende Teil geht in die Kinder- und Familieneinrichtungen, in die Ganztagskindergärten, in die Ganztagsschulen und in die Nachmittagsbetreuung, die die Familien wirklich entlasten und Eltern auf dem Arbeitsmarkt flexibel machen. Nehmen Sie sich daran ein Beispiel, Frau Ministerin! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Wie war das mit Französisch? Französisch kürzen!
unverzichtbar, sich auch Sprachen anzueignen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Wie war das mit Französisch? Französisch kürzen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Idee ist eine ganz einfache, nämlich dass Probleme vor Ort behandelt werden und von den Betroffenen der Schulalltag auch gestaltet werden kann. Die Erhöhung der finanziellen Mittel für die Schulpartnerschaft ist, wie schon erwähnt, in Europa einzigartig. Der partnerschaftliche und freundschaftliche Umgang in der Schule wird dadurch wesentlich gefördert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Am Limit, nicht am Netz!
Ein weiterer Punkt: 99 Prozent der österreichischen Schulen sind am Netz. (Abg. Öllinger: Am Limit, nicht am Netz!) Das garantiert in der heutigen Zeit den guten und verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Medien. Es gibt dabei nur ein kleines Problem, nämlich dass Lehrer in Zukunft viel mehr als Wissenscoaches fungieren müssen und Referate in der Schule nicht derart stattfinden können, dass Schüler im Internet seitenweise Unterlagen ausdrucken und diese dann abgeben. Lehrer als Wissenscoaches und qualitatives Wissen mit Hilfe des Internets erlangen, das steht hier auf der Tagesordnung. (Abg. Öllinger: Wo? An welchen Schulen?)
Abg. Öllinger: Wo? An welchen Schulen?
Ein weiterer Punkt: 99 Prozent der österreichischen Schulen sind am Netz. (Abg. Öllinger: Am Limit, nicht am Netz!) Das garantiert in der heutigen Zeit den guten und verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Medien. Es gibt dabei nur ein kleines Problem, nämlich dass Lehrer in Zukunft viel mehr als Wissenscoaches fungieren müssen und Referate in der Schule nicht derart stattfinden können, dass Schüler im Internet seitenweise Unterlagen ausdrucken und diese dann abgeben. Lehrer als Wissenscoaches und qualitatives Wissen mit Hilfe des Internets erlangen, das steht hier auf der Tagesordnung. (Abg. Öllinger: Wo? An welchen Schulen?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zusammengefasst: Das Budget im Bildungsbereich besteht nicht nur aus nackten Zahlen, sondern lässt klar und deutlich die Verbesserungen für den Schulalltag erkennen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Grillitsch: Da hat sie Recht!
Abgeordnete Sabine Mandak (fortsetzend): Das ist sehr schade, weil ich gerade den Bereich der Erwachsenenbildung ansprechen wollte und die Frau Ministerin vorhin ja eingeklagt hat, dass sehr gute Rahmenbedingungen geschaffen wurden, aber auf sehr hohem Niveau hier herinnen gejammert würde. (Abg. Grillitsch: Da hat sie Recht!)
Ruf: Das stimmt!
Frau Ministerin! Hier muss man nicht jammern, hier muss man fordern und kritisieren und das leider auf überhaupt nicht hohem Niveau. (Ruf: Das stimmt!) – Das stimmt, ja.
Bundesministerin Gehrer kehrt wieder zur Regierungsbank zurück.
Es ist so, dass Österreich in der Erwachsenenbildung säumig ist; das wissen Sie genauso gut wie wir. Da geht es darum, wesentliche Defizite aufzuholen. (Bundesministerin Gehrer kehrt wieder zur Regierungsbank zurück.) – Das freut mich, Frau Ministerin. – Ich spreche gerade über die Erwachsenenbildung und über die massiven Defizite, die wir in diesem Bereich in Österreich leider haben.
Beifall bei den Grünen.
Eine wesentliche Frage ist auch: Wie soll die Finanzierung in diesem Bereich gesichert werden? – Lebenslanges Lernen ist ein Bereich, der immer weiter ausgebaut werden muss, der immer weiter fortschreitet. Und was tun Sie? – Anstatt verstärkt zu investieren, reduzieren Sie Förderungen im Bereich der Erwachsenenbildung! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Die Tendenz geht außerdem dahin, nur noch Projekte zu fördern, anstatt auch Institutionen zu fördern. Das Ergebnis ist, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Großteil ihrer Arbeitszeit damit verbringen müssen, Projekte überhaupt zustande zu bringen, Subventionsstellen zu finden und Anträge auszufüllen statt pädagogische Arbeit leisten zu können. Das ist nicht die Entwicklung der Erwachsenenbildung, die wir brauchen, Frau Ministerin. Wir brauchen eine gute Förderung der Institutionen als solche, die dann zusätzlich durch Projektförderung erweitert wird – das aber nicht durch eine alleinige Projektförderung, die die Institutionen letztendlich im Regen stehen lässt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Frau Ministerin! Weiterbildung muss dringend neben Schulen und Universitäten ein gleichberechtigtes Bildungsstandbein Österreichs werden. Es darf nicht weiter, so wie es derzeit ist, sträflich vernachlässigt werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich glaube, bildungsmäßig nur zu polemisieren ist nicht der richtige Weg. Das wird zu keinem Erfolg in Österreich führen. Um Änderungen zu machen, muss man reformwillig sein. Ich gebe schon zu, dass im letzten Jahrzehnt vielleicht nicht so darangegangen wurde, wie man es sich vorgestellt hätte, aber wenn man bereit ist, gemeinsam etwas für die Zukunft der Jugend zu tun und bei der Bildung entsprechende Maßnahmen zu setzen, dann wird das auch der Jugend und den älteren Arbeitnehmern auf dem Arbeitsmarkt zu Gute kommen, denn es ist lebenslanges Lernen angesagt. In der Privatwirtschaft ist es auch üblich, dass man ständig dazulernen muss, dass man sich ständig weiterbilden muss, sonst wird man bald keine Arbeit mehr haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser
Ganz wichtig ist auch ein Umdenken in der Schule. Man muss die Lehrinhalte so ausrichten, dass man sie den Änderungen in den einzelnen Berufssparten anpasst. Aber auch bei den Berufsparten sind Änderungen notwendig. Vor allem bei den Lehrberufen sind Änderungen ganz wichtig. Wir haben in Oberösterreich eine Rotationslehre eingeführt, wo mehrere Berufe, zum Beispiel Fensterbauer (Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser) – Kollege, du kannst dich nachher zu Wort melden! –, Maurer, Zimmerer im Rahmen einer Ausbildung erlernt werden. Man erlernt bei dieser Rotationslehre mehrere Berufe in einem und man kann, wenn man zum Beispiel als Fensterbauer arbeitslos wird, genauso als Maurer oder Zimmerer eingestellt werden. In Oberösterreich hat das zusätzlich 2 400 Jugendlichen einen Lehrplatz gebracht. Ich glaube, dass das sehr wichtig ist, um dem Problem Facharbeitermangel beizukommen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ganz wichtig ist auch ein Umdenken in der Schule. Man muss die Lehrinhalte so ausrichten, dass man sie den Änderungen in den einzelnen Berufssparten anpasst. Aber auch bei den Berufsparten sind Änderungen notwendig. Vor allem bei den Lehrberufen sind Änderungen ganz wichtig. Wir haben in Oberösterreich eine Rotationslehre eingeführt, wo mehrere Berufe, zum Beispiel Fensterbauer (Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser) – Kollege, du kannst dich nachher zu Wort melden! –, Maurer, Zimmerer im Rahmen einer Ausbildung erlernt werden. Man erlernt bei dieser Rotationslehre mehrere Berufe in einem und man kann, wenn man zum Beispiel als Fensterbauer arbeitslos wird, genauso als Maurer oder Zimmerer eingestellt werden. In Oberösterreich hat das zusätzlich 2 400 Jugendlichen einen Lehrplatz gebracht. Ich glaube, dass das sehr wichtig ist, um dem Problem Facharbeitermangel beizukommen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich glaube, dass wir im Bildungsbereich auf dem richtigen Weg sind. Wir müssen fortfahren, die Ausbildungserfordernisse an den Arbeitsmarkt anzupassen. Bei der Weiterbildung darf Geld keine Rolle spielen, da muss man dementsprechend viel zur Verfügung stellen, denn das sichert Arbeitsplätze. – Danke (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Lieber Max Walch, deinen Satz unterschreibe ich: Bei der Weiterbildung darf Geld keine Rolle spielen! Aber Ihr seid in der Regierung, und ich glaube, die Frau Bundesministerin wird das sicher gerne befolgen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Hauptschulen verdienen unser aller Unterstützung und unser aller Förderung! Das sage ich Ihnen, und ich würde Ihnen raten, endlich einmal eine Hauptschule zu besuchen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte an dieser Stelle allen Kolleginnen und Kollegen für die geleistete Arbeit recht herzlich danken, und ich möchte auch den Verantwortlichen für das Bildungswesen meinen Dank aussprechen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In Anerkennung dieser Fragestellung, meine geschätzten Damen und Herren, muss natürlich im Bildungssystem eine Wahlmöglichkeit gegeben sein. Das vorliegende Budget erlaubt diese Wahlmöglichkeit, und deswegen findet es auch meine Zustimmung (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein ganz anderer Bereich ist der Bereich des Fachhochschulwesens. Die Hoffnungen, die wir in das Fachhochschulwesen gesetzt haben, haben sich voll und ganz erfüllt. Zurzeit studieren rund 18 000 Studierende in über 120 Studiengängen. 7 000 haben schon eine Fachhochschulausbildung absolviert, jährlich beginnen 7 000 diese Studien, und 40 Prozent davon sind weiblich, und das macht mich als Vater von drei Töchtern ganz besonders stolz. Ich gratuliere auch hier den Verantwortlichen und wünsche dem Fachhochschulwesen alles Gute. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich finde es sehr traurig, dass das falsch vermittelt wird, und ich würde mich gerne nachher mit Ihnen unterhalten, denn diese Verunsicherung an unseren Hauptschulen muss aufhören! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Zweitens: Die Universitäten können eine Rücklage von 28 Millionen € aus dem Finanzministerium heuer auflösen. Das ist gut so! Das haben wir mit dem Finanzminister vereinbart. Das ist ein Erfolg, denn genauso gut könnte der Finanzminister dieses Geld auch behalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich glaube, dass es den Managern unserer Universitäten, wie die Rektoren es sind, zumutbar ist, dass sie ihre Gesamtplanung bis Ende 2004 machen, dass sie die Lehrangebote für die Studierenden in den Vordergrund stellen, dass sie das im Herbst garantieren und dass sie mit Investitionen bis 2004 ihre Planungen anlegen. Das erwarte ich mir von zukunftsorientierten Rektoren an zukunftsorientierten Universitäten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Das bedeutet die Abschaffung der Hauptschule! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Niederwieser: Das ist keine Entgegnung, sondern das ist eine Bestätigung!
Richtig ist, dass eine Gruppe von 50 Roma mit 20 Wohnwägen meine landwirtschaftlich genutzte Fläche unrechtmäßig besetzte und verwüstete und mich bei der Ausbringung meiner biologischen Gülle behinderte. Der zu erwartende Geruch meiner biologischen Gülle veranlasste sie jedoch, freiwillig binnen einer Stunde das widerrechtlich besetzte Grundstück zu verlassen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Niederwieser: Das ist keine Entgegnung, sondern das ist eine Bestätigung!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Daher glaube ich, dass es wichtig wäre, dass man es nicht den Lehrerinnen oder Lehrern überlässt, aus eigenem Engagement Selbstversuche durchzuführen, sondern ihnen mit gezieltem Instrumentarium und mit Hilfestellung zur Seite steht, um zu einer Gleichbehandlung der Geschlechter im Unterricht beizutragen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Da sollten Sie die Forschungsergebnisse lesen!
und erklären Sie mir auch, was Sie dagegen tun wollen und tun werden? (Abg. Dr. Brinek: Da sollten Sie die Forschungsergebnisse lesen!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Dr. Brinek: Nein! Nein!
Stichwort „Forschung“, Frau Abgeordnete Brinek: Sie werden mir doch nicht erklären wollen, dass die Forschungsergebnisse bewiesen haben, dass die Frauen in Österreich unfähig wären, Universitätsprofessorinnen zu sein. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Dr. Brinek: Nein! Nein!)
Beifall bei den Grünen.
Ich fordere Sie daher dringend auf, nicht nur die Akademikerinnenquote anzuheben, sondern vor allem auch die Quote der Professorinnen und der Frauen in der wissenschaftlichen Forschung in Österreich in allen Bereichen, nicht nur in den Sozialwissenschaften, anzuheben! Oder, um es salopp zu formulieren: Wenn ich mir so manche Art und Weise der wissenschaftlichen Arbeit und der Lehre und des Unterrichts in Österreich anschaue, müsste ich sagen: Lernen Sie Geschichte, die Geschichte bestand nicht nur aus den Leistungen der Männer! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Niederwieser: Obwohl die FPÖ immer so dagegen war!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Herr Broukal, Sie sind da? – Ja. Es ist keine merkwürdige Welt, wenn ich heute von erfolgreichen Bildungseinrichtungen spreche, nämlich von den Fachhochschulen. Der österreichische Fachhochschulbereich boomt, der Andrang von den Bewerbern steigt ständig. (Abg. Dr. Niederwieser: Obwohl die FPÖ immer so dagegen war!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das Konzept dieser postsekundären Ausbildung ist vollkommen aufgegangen, weil das Bildungsangebot den Wünschen der Studenten entspricht und – was nicht minder wichtig ist – auch dem Bedarf der Wirtschaft. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Niederwieser: So ist es auch nicht mehr!
Die beruflichen Chancen für Absolventen der Fachhochschulen sind ausgezeichnet. Es erfolgt meist ein nahtloser Übergang der Absolventen in die Wirtschaft. (Abg. Dr. Niederwieser: So ist es auch nicht mehr!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
entstehen neue Impulse für die Wirtschaft, es steigert sich die Wettbewerbsfähigkeit, da neue Produkte und neue Dienstleistungen durch diese Forschungsagenden geschaffen werden. Das ist tatsächlich eine Technologiepolitik von ÖVP und FPÖ für die kleineren Betriebe und keine Fata Morgana, wie Herr Broukal heute Vormittag gemeint hat! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wichtig für die Zukunft der Fachhochschulen ist die Umsetzung des Fachhochschul-Entwicklungsplanes, der auch im Regierungsprogramm verankert ist, und die Verstärkung der Internationalisierung des Fachhochschulbereichs. Es ist der Finanzierungsmodus im Fachhochschulwesen zu überdenken, und die Finanzierung muss österreichweit vereinheitlicht werden. Nur dann – und dann aber sicher! – wird der Erfolg der Fachhochschulen auch weiterhin gesichert sein! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Bundesministerin! Frau Kollegin Achleitner, Sie haben die Fachhochschulen angesprochen, und dazu darf ich Ihnen sagen: Wir haben ein Budget von 107 Millionen €, und dadurch kann der Betrieb schon jetzt kaum mehr aufrechterhalten werden. Wir bräuchten 120 Millionen € oder mehr, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, und außerdem ist für 3 000 Studienanfängerinnen und Studienanfänger die finanzielle Situation absolut nicht abgesichert. Das ist aus dem Budget herauszulesen. – Bitte, nicht schönreden, wenn es nicht so ist. In Anbetracht dessen, wie wichtig der Fachhochschulbereich ist, müßte noch viel mehr getan werden. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Meine Damen und Herren! Die Frau Bundesministerin hat am Ende ihrer ersten Wortmeldung allen Mitarbeiterinnen und allen Mitarbeitern des Ressorts gedankt, auch allen Lehrerinnen und Lehrern. Natürlich schließe ich mich diesem Dank an, aber als Jugendsprecherin sage ich auch: Die Schülerinnen und Schüler Österreichs haben es auch nicht immer leicht – danke, liebe Schülerinnen und Schüler! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Murauer und Amon.
Nicht nur in Sonntagsreden, auch in sonstigen Reden wird immer wieder die Jugend als die Zukunft unseres Landes dargestellt, doch die Budgetmittel sind bestenfalls eingefroren, denn, Herr Kollege Amon, dieses Mehr an Budgetmitteln sind Struktureffekte, das haben Sie nur nicht dazugesagt. Das bedeutet keinen einzigen Euro mehr für die Kinder und Jugendlichen in der Bildungspolitik. (Zwischenrufe der Abgeordneten Murauer und Amon.) Für die Schülerinnen und Schüler, aber für die gibt es keinen Euro mehr.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Es sind Struktureffekte, die diese Erhöhungen ausmachen, aber nicht so, dass man innovative Bildungspolitik machen kann. Sie machen eine trennende Bildungspolitik und keine einende Bildungspolitik. Sie machen eine sozial selektive Bildungspolitik und keine Politik der Chancengleichheit, so wie es 30 Jahre lang in Österreich die Übung war, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amon: Wir haben jetzt mehr Maturanten als je zuvor!
Das war vor mehr als über 30 Jahren in Österreich so, als die ÖVP allein regiert hat, und jetzt, im Jahr 2003, sind wir wieder so weit, und das ist traurig, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amon: Wir haben jetzt mehr Maturanten als je zuvor!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Mag. Regler: Das ist aber ein Skandal!
Traurig ist weiters, dass die 14- bis 18-jährigen Jugendlichen in Österreich die absoluten Stiefkinder Ihrer Bildungspolitik sind, um sie kümmert sich niemand – weder um jene, die auf dem Arbeitsmarkt etwas werden wollen, noch um jene, die eine Schule besuchen wollen! Aber im Märchen Schneewittchen, meine Damen und Herren, hat es die böse Stiefmutter auch nicht geschafft, das junge Mädchen zu vergiften – da habe ich noch ein bisschen Hoffnung. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Mag. Regler: Das ist aber ein Skandal!)
Beifall bei der ÖVP.
Mit diesem unserem Bildungssystem wird die Grundlage für ein erfolgreiches Berufsleben und damit verbunden auch für die Stärkung unseres Wirtschaftsstandortes Österreich erreicht. (Beifall bei der ÖVP.) Vor allem aber stärken wir die Persönlichkeitsbildung unserer Kinder und Jugendlichen und bereiten sie dadurch auch auf die zukünftigen Herausforderungen vor.
Abg. Öllinger: Aber wie!
Österreich liegt im Bereich der Stundentafeln europaweit an der Spitze. Ich teile die Meinung der Frau Bundesministerin Gehrer, die eine Reduktion, aber vor allem auch eine Durchforstung der Lehrpläne plant. (Abg. Öllinger: Aber wie!) Ich bin überzeugt davon, dass diese Maßnahmen vernünftige Maßnahmen im Sinne Österreichs sind und dass Österreich dadurch auch weiterhin auf der Überholspur im Bereich der Bildung bleibt.
Beifall bei der ÖVP.
Forschung stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich. Deshalb bin ich froh, dass die Republik Österreich gemeinsam mit dem Bundesland Niederösterreich und internationalen Partnern, wie zum Beispiel der Gesellschaft für Schwerionen aus Deutschland oder dem Cern in der Schweiz, das Projekt MedAustron umsetzt. Es geht bei diesem Projekt für unsere Region, aber auch für unser Land darum, den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist Zukunftspolitik, wie wir von der Österreichischen Volkspartei sie sehen, das ist Zukunftspolitik, die von der Bundesregierung umgesetzt wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin! Wir diskutieren ein Gleichstellungsgesetz, wir haben das europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen – es wird Zeit, dass Sie mit diesen Diskriminierungen in Ihrem Ressort aufräumen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Der Schulschluss steht bevor, die Frage bleibt aber offen, ob das Bildungssystem in Österreich mit dieser Regierung fit für das 21. Jahrhundert ist. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Öllinger: Schwarze Sonne?
Abgeordnete Anna Franz (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Die schwarze Nacht, Frau Kollegin Lapp, bricht nicht herein, sondern ich würde lieber von der Sonne sprechen. (Abg. Öllinger: Schwarze Sonne?) Die helle Sonne, nicht die schwarze.
Abg. Öllinger: Weit vorne? Im Mittelfeld sind wir!
Wie uns die viel zitierte PISA-Studie beweist, liegt Österreich im internationalen Vergleich weit vorne. (Abg. Öllinger: Weit vorne? Im Mittelfeld sind wir!) Die Ausbildung unserer Pädagogen ist gut, und unsere Schulen sind weitgehend modern ausgestattet.
Beifall bei der ÖVP.
Ich kann ein schönes Beispiel für die Stärkung des ländlichen Raumes, ein Beispiel aus dem Bregenzer Wald, anführen: Wir durften in meiner Gemeinde vor zirka zwei Monaten ein neues Bundesschulgebäude beziehen, das zur Freude natürlich der ganzen Bevölkerung. Der Bezug dieses Bundesschulgebäudes wurde von der Bevölkerung auch als Meilenstein in der Bildungspolitik gefeiert. – Das bedeutet gleiche Chancen für den ländlichen Raum, und es ist ein echtes Bekenntnis des Bildungsministeriums eben für diese Region. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In Namen meiner Region, des Bregenzer Waldes, möchte ich mich bei Frau Bundesministerin Gehrer und auch bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für diese Leistung bedanken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bildung ist eine Investition in die Zukunft. Achten wir darauf, dass gleiche Chancen im ländlichen Raum herrschen, auch in der Bildungspolitik! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich kann nur sagen: Nein zu dieser Konzeptlosigkeit, der pädagogischen Konzeptlosigkeit, die hier zu spüren ist! – Ja zu einer Schule, die die Möglichkeit zu einer umfassenden und ganzheitlichen Bildung gibt! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Aufwendungen des Bundes für Forschung – Sie sehen es an dieser Tabelle, an dieser Graphik (der Redner zeigt eine Graphik) – liegen 2003 bei 1,47 Milliarden € und im nächsten Jahr bei 1,56 Milliarden €. Das ist eine Steigerung von 6 Prozent, und wenn man es gar auf 1999 bezieht, dann ist es eine Steigerung von 23 Prozent. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dipl.-Ing. Hofmann.
Ich wollte anhand dieses Beispiels zeigen, dass auch kleine, schlagkräftige Institute effiziente angewandte Forschung betreiben und, was nachwachsende Rohstoffe anbelangt, einen Beitrag zum Klimaschutz sowie zur nachhaltigen Versorgung mit Energie und Rohstoffen leisten können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dipl.-Ing. Hofmann.)
Abg. Wittauer: Gerhard! Waren das die Sicherungsmaßnahmen, die die Sozialdemokraten gemacht haben? Das haben sie übersehen!
Da lässt es sich nicht vermeiden, dass man auch über den jüngsten Kunstdiebstahl spricht. Ich sage: Unglaubliche Fahrlässigkeit, Nachlässigkeit und Schlamperei (Abg. Wittauer: Gerhard! Waren das die Sicherungsmaßnahmen, die die Sozialdemokraten gemacht haben? Das haben sie übersehen!), ja sogar Überheblichkeit eines Museums-Multis ermöglichten Kunstdieben einen relativ leichten Zugriff auf die auf 50 Millionen € geschätzte „Saliera“ aus dem Kunsthistorischen Museum. Man hat es den Verbrechern relativ leicht gemacht: Nicht gesicherte Gerüste, abgeschaltete Alarmanlagen, die „Saliera“ war nicht durch Panzerglas geschützt, und die Videoanlage war ausgeschaltet.
Abg. Wittauer: Er hat eine alte Sicherung von euch übernommen!
Konsequenzen, meine Damen und Herren, braucht Herr Direktor Hofrat Seipel nicht zu befürchten. Er steht ja in einem offen zelebrierten Naheverhältnis zur ÖVP und braucht deshalb auch keine Konsequenzen zu ziehen. (Abg. Wittauer: Er hat eine alte Sicherung von euch übernommen!) Im Gegenteil, lieber Kollege: Er wird von der Bundesministerin geschützt und verteidigt (Abg. Wittauer: Weil er nichts dafür kann!), und die Frau Bundesministerin meinte, dass trotz der belegten „technischen Hilfen“ – unter Anführungszeichen – für die Diebe, die diese „Saliera“ geraubt haben, die Sicherheit im Kunsthistorischen Museum ausreichend sei.
Abg. Wittauer: Weil er nichts dafür kann!
Konsequenzen, meine Damen und Herren, braucht Herr Direktor Hofrat Seipel nicht zu befürchten. Er steht ja in einem offen zelebrierten Naheverhältnis zur ÖVP und braucht deshalb auch keine Konsequenzen zu ziehen. (Abg. Wittauer: Er hat eine alte Sicherung von euch übernommen!) Im Gegenteil, lieber Kollege: Er wird von der Bundesministerin geschützt und verteidigt (Abg. Wittauer: Weil er nichts dafür kann!), und die Frau Bundesministerin meinte, dass trotz der belegten „technischen Hilfen“ – unter Anführungszeichen – für die Diebe, die diese „Saliera“ geraubt haben, die Sicherheit im Kunsthistorischen Museum ausreichend sei.
Abg. Wittauer: War das unter dem Staatssekretär Wittmann auch so?
Ich bin entsetzt und besorgt darüber, wie man in Österreich mit seinen Kunstschätzen umgeht, denn nicht nur im Kunsthistorischen Museum verschwinden Kunstschätze, nein, auch in der Galerie Belvedere ist das offensichtlich schon beinahe Normalität. Der Rechnungshofbericht stellt der Galerie Belvedere ein erschütternd schlechtes Zeugnis über die Verwaltung, Verwahrung, Sammlung der anvertrauten Kunstwerke sowie über die finanzielle Gebarung aus. Und auch in diesem Falle wird der Geschäftsführer, Direktor Frodl, geschützt (Abg. Wittauer: War das unter dem Staatssekretär Wittmann auch so?) und von der Bundesregierung sogar mit einer Verdoppelung des Jahresbezuges belohnt.
Abg. Wittauer: Gerhard! War das damals beim Wittmann auch?
Hier einige Beispiele für den fahrlässigen Umgang der Österreichischen Galerie Belvedere (Abg. Wittauer: Gerhard! War das damals beim Wittmann auch?): 410 Kunstwerke, eines davon im Wert von rund 1,09 Millionen €, wurden bei einer Spedition in einem Bereich mit erheblicher Brand- und Explosionsgefahr gelagert. 226 Kunstobjekte sind mit ungeklärtem Aufenthalt verschollen. Die „Sammlung Poiret“, 14 Blätter von Egon Schiele sowie zahlreiche andere Kunstwerke sind überhaupt verschwunden.
Beifall bei der SPÖ.
In Österreich muss man offensichtlich nur der richtigen Partei angehören! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt noch eine kurze Bemerkung: Ich habe eine Tochter, die 16 Jahre alt ist und eine HBLA in Linz besucht. Sie hat 39 Wochenstunden. Sie hat noch einen Schulweg von zehn Stunden in der Woche und einen durchschnittlichen Zeitbedarf für Hausübungen und Lernen von 12 Stunden. Sie kommt also auf 61 Stunden. Sie ist eigentlich nicht traurig über die Stundenkürzung – aber sie ist traurig über die Art und Weise, wie in der Schule darüber diskutiert wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Das hat eh alles der Kollege Reheis schon erzählt, Herr Abgeordneter! Haben Sie gar nichts anderes mehr zu reden, Herr Kollege?
Um auf den Diebstahl der „Saliera“ zurückzukommen (Abg. Wittauer: Das hat eh alles der Kollege Reheis schon erzählt, Herr Abgeordneter! Haben Sie gar nichts anderes mehr zu reden, Herr Kollege?): Es ist nicht nur die Aufgabe der Bundesregierung, die Museen für ihre primäre Tätigkeit ausreichend finanziell zu unterstützen, sondern sie ist vor allem auch verpflichtet, für die entsprechende Sicherheit der Kunstwerke zu sorgen.
Beifall bei der SPÖ.
Verblüffend scharfsinnig – ohne Zweifel –, in Wirklichkeit aber eine sehr beschämende und unentschuldbare Aussage eines verantwortlichen Direktors! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sicher ist aber, dass wir unsere wertvollen Kulturgüter wesentlich mehr absichern und schützen müssen, als es in der Vergangenheit der Fall war. Darum ersuche ich Sie, Frau Ministerin: Unterstützen Sie die österreichischen Museen ganz besonders bei Sicherheitsfragen! Dotieren Sie die dafür notwendigen Budgetposten dementsprechend! Nehmen Sie in diesem Zusammenhang Ihre Verantwortung ganz besonders ernst! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Es bricht für die Universitäten ein neues Zeitalter an, in den Jahren 2004 bis 2006 gibt es Budgetsicherheit. Es wird ein Globalbudget in der Höhe von 1,66 Milliarden € per anno geben, und zusätzlich stehen 15 Milliarden € für die Implementierung des Universitätsgesetzes zur Verfügung. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir werden diesem Budget gerne die Zustimmung erteilen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Oje-Rufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen. – Abg. Wittauer: Rede-Marathon! – Abg. Broukal – auf dem Weg zum Rednerpult, in Richtung ÖVP und Freiheitliche –: ... habe gelernt, dass ... Bemerkungen auf meine Redezeit geht, ... bereden wir das dann in der Cafeteria oder besprechen das privat! – Abg. Dr. Brinek: Das haben wir jetzt nicht verstanden! – Abg. Wittauer: Da war das Mikrophon noch nicht eingeschaltet!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Broukal. – Bitte. (Oje-Rufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen. – Abg. Wittauer: Rede-Marathon! – Abg. Broukal – auf dem Weg zum Rednerpult, in Richtung ÖVP und Freiheitliche –: ... habe gelernt, dass ... Bemerkungen auf meine Redezeit geht, ... bereden wir das dann in der Cafeteria oder besprechen das privat! – Abg. Dr. Brinek: Das haben wir jetzt nicht verstanden! – Abg. Wittauer: Da war das Mikrophon noch nicht eingeschaltet!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Ledolter und Dr. Ferdinand Maier.
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Herr Abgeordneter Kurzbauer! Ich möchte mich bei Ihnen für das kurze Gespräch, das wir geführt haben, bedanken. Ich glaube, es hat einen Sinn, wenn ich sage: Wir zwei setzen uns zusammen und versuchen, auf einem Excel-Sheet eine gemeinsame Rechnung herzustellen. Das hilft uns beiden. Ich bin gerne bereit, von Ihnen zu lernen, falls meine Zahlen – es sind die Zahlen der Arbeiterkammer – zu Unrecht von dem abweichen, was Sie mir gesagt haben. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ledolter und Dr. Ferdinand Maier.) – Ich höre Sie nicht, Sie sprechen zu leise. Es tut mir Leid. Wir sehen uns vielleicht ebenfalls anschließend. (Abg. Steibl: Wenn Sie so oft in der Cafeteria sitzen ...!)
Abg. Steibl: Wenn Sie so oft in der Cafeteria sitzen ...!
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Herr Abgeordneter Kurzbauer! Ich möchte mich bei Ihnen für das kurze Gespräch, das wir geführt haben, bedanken. Ich glaube, es hat einen Sinn, wenn ich sage: Wir zwei setzen uns zusammen und versuchen, auf einem Excel-Sheet eine gemeinsame Rechnung herzustellen. Das hilft uns beiden. Ich bin gerne bereit, von Ihnen zu lernen, falls meine Zahlen – es sind die Zahlen der Arbeiterkammer – zu Unrecht von dem abweichen, was Sie mir gesagt haben. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ledolter und Dr. Ferdinand Maier.) – Ich höre Sie nicht, Sie sprechen zu leise. Es tut mir Leid. Wir sehen uns vielleicht ebenfalls anschließend. (Abg. Steibl: Wenn Sie so oft in der Cafeteria sitzen ...!)
Abg. Rossmann: Sie haben ja vernünftige Ansichten!
Selbstverständlich kann es nicht darum gehen, Eltern und Kinder, die das nicht wünschen, zwangszubeglücken. Nur: Es soll bitte auch mit dem Umgekehrten endlich Schluss sein, dass nämlich jene, die es brauchen, gegen ihren Willen mit Schulen, die zu Mittag aus sind, zwangsbeglückt werden. (Abg. Rossmann: Sie haben ja vernünftige Ansichten!) Wir sind hier auf einem guten Weg. Hoffen wir, dass es weiter geht!
Abg. Wittauer: Das wurde bewusst so gemacht! ... mit Geld auch richtig umgehen!
Universitäten. – Wir sind seit Jahren mit einem Rückgang der diesbezüglichen Budgetmittel konfrontiert, einer Schlankheitskur wider Willen! Geld wäre, wie wir wissen, da, aber es wird für andere Zwecke verwendet. Mir tut das Leid. Ich glaube, dass die Universitäten am Ende ihrer Sparmöglichkeiten angekommen sind. Ein internes E-Mail der Universität Wien an alle Institute hat gezeigt, wo man bereits angelangt ist: Dort wird für heuer einfach die Fensterreinigung eingestellt! Es werden keine Fenster mehr geputzt, es werden 200 000 € vom Reinigungsbudget gestrichen. – Wenn man davon ausgeht, dass an der Universität Wien schon bisher nicht unnötig viel gereinigt wurde, dann werden die Journalisten bei einem Lokalaugenschein an der Uni Wien im Oktober oder November einiges zu sehen bekommen! (Abg. Wittauer: Das wurde bewusst so gemacht! ... mit Geld auch richtig umgehen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Realitätsfremd!
Die Universitäten werden in die Selbständigkeit entlassen, aber leider mit leeren Taschen! – Frau Bundesminister! Mich erinnert das immer an meine Großmutter, die im Jahr 1918 als 13. Kind eines Waldviertler Bauern mit dem, was sie in der Hand tragen konnte, und mit dem Wunsch, dass es ihr im Leben gut gehen möge, auf die Straße gestellt wurde. So ungefähr behandeln Sie die Universitäten! Autonomie ist schon etwas sehr Feines, aber die Autonomie eines Bettlers wohl nicht! In der Nähe dieses Zustandes scheinen die Universitäten jedoch im Augenblick zu sein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Realitätsfremd!)
Abg. Öllinger: Und noch ein paar andere auch!
Sie versuchen, mir einzureden, dass es jetzt schon drei Monate juristischer Überlegungen braucht, um herauszufinden, ob jemand, der am 24. März 2002 noch stellvertretender Landesparteiobmann einer politischen Partei war, ein Politiker im Sinne dieses Gesetzes war. Ich denke, Ihre Juristen sollten zu einem Schluss kommen, sollten ihre Arbeiten abschließen und Ihnen den einzig möglichen Rat geben: Herr Dr. Helmut Krünes habe zurückzutreten! (Abg. Öllinger: Und noch ein paar andere auch!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Bitte machen Sie das möglich! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Steibl: Ja, ja, so sind sie!
Ich möchte auf die Worte meines Vorredners, des Kollegen Broukal, eingehen, der soeben gesagt hat, dass die Universitäten mit leeren Taschen in die Autonomie entlassen werden und dass mehr Geld für die Universitäten notwendig wäre. Betrachten wir daher aus der gar nicht so weit entfernten Perspektive des Jahres 2002 die Alternativen zu dem, was Frau Bundesminister Gehrer ebenfalls heute hier vorgestellt hat! Damals, und zwar am 16. November 2002, hat die „Kleine Zeitung“ in Kärnten davon berichtet, dass der so genannte SPÖ-Ministerkandidat Broukal – ich weiß zwar nicht, wo das in der Verfassung vorgesehen ist, aber so ist er damals bezeichnet worden (Abg. Steibl: Ja, ja, so sind sie!) – gemeint habe, es gebe an den Universitäten eine große Ahnungslosigkeit über die Bedürfnisse der Studenten.
Zwischenruf des Abg. Broukal.
Herr Kollege Broukal! Vielleicht könnten Sie diese Erfahrungen den Universitäten zur Verfügung stellen, weil die dann eigentlich sogar mehr Mittel zur Verfügung haben als in der Vergangenheit, wenn sie zehn Prozent auch noch einsparen. (Zwischenruf des Abg. Broukal.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Broukal, eine Frage, auch auf Ihre gestrige Rede hin: Welches ist die richtige Wahrheit, Herr Broukal? – Die des Herrn Abgeordneten Broukal von heute oder die des Herrn Ministerkandidaten Broukal vom 16. November 2002? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Dazu gibt es Stipendien!
Jene, die abgebrochen haben, haben zu einem hohen Ausmaß die Studiengebühren als Grund dafür angegeben. Was mich besonders betrübt – und ich hoffe doch, auch Sie, Frau Ministerin –, ist, dass bei diesen Jugendlichen aus bildungsfernen Schichten, die auf Grund der Studiengebühren ihr Studium abbrechen mussten, der Anteil der Frauen besonders hoch ist. Und das bestätigt die Befürchtungen, die wir immer hatten, nämlich dass die Studiengebühren auch dazu führen werden, dass in den Familien, in denen nur ein Kind unterstützt werden kann, diskutiert wird, wer es denn sein werde, die Tochter oder der Sohn (Abg. Großruck: Dazu gibt es Stipendien!), und dass man sich häufig dagegen entscheidet, die Töchter studieren zu lassen. Das wäre ein Schritt zurück, von dem ich mir sicher bin, dass auch Sie, Frau Ministerin, ihn nicht wollen. Daher sollten wir gemeinsam überlegen, wie wir dagegen angehen können.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Eines der Probleme, das sogar die Befürworter nennen, ist nämlich, dass die Studiengebühren an die Zeit gebunden sind. Das sollte man entkoppeln und damit diejenigen, die besonders engagiert sind, da sie studieren und daneben noch erwerbstätig sind, unterstützen. Die hätten sich das verdient! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Mir als musikalischem Leiter und Kapellmeister eines Musikvereins ist es besonders wichtig, dass Volkskultur in Österreich erhalten, gepflegt und entsprechend unterstützt wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Bundesministerium würdigt herausragende Leistungen durch die Vergabe des Österreichischen Volkskulturpreises. Dieser Preis wurde 2001 bereits zum dritten Mal verliehen, und ich bin eigentlich schon stolz darauf, dass die Gemeinde Bizau im Bregenzerwald mit diesem Preis hervorgehoben wurde. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Die Gemeinde Bizau wurde sowohl für ihre geglückte Einbindung moderner Architektur in das traditionelle Ortsbild als auch für die Durchführung der „Bizauer Gespräche“ zu zeitgemäßen Fragen von Kunst und Kultur ausgezeichnet.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Im Sinne der Volkskultur wäre es durchaus wünschenswert, dass dieser Betrag ausgebaut wird, doch auch die jetzigen Mittel haben dazu geführt, dass es möglich war, die Volkskultur zu stärken und damit ein wichtiges Stück unserer Tradition und unserer Identität zu erhalten und für die Zukunft zu bewahren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Einführung der Studiengebühren hat ebenfalls ihre Auswirkungen gezeitigt. Es haben wirklich sehr viele Studenten aus bildungsfernen Schichten – meine Vorrednerin hat schon darauf hingewiesen – das Studium abgebrochen. Ich halte es für wichtig, darauf hinzuweisen, dass für diese die Abschaffung der Studiengebühren dringend notwendig wäre, dass vor allem aber als erster Schritt für die erwerbstätigen Studierenden der Vorschlag der Abgeordneten Kuntzl, die Gebühren von der Zeit zu entkoppeln, auf die Tagesordnung zu setzen wäre. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Seit zwei Jahren führen die Universitätsrektoren Klage darüber, dass die Universitätsmilliarde nur projektbezogen vergeben wird, dass sie diese nicht selbst an ihren Universitäten einteilen können, dass sie die Universitätsmilliarde in ihrem eigenen Budget haben wollen – das haben wir gemacht. Die Universitätsmilliarde ist selbstverständlich im Budget 2003 enthalten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
1. Jänner 2004 ihre Studienbeiträge voll abschreiben. Ich frage Sie wirklich: Was wollen Sie noch mehr? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Stimmt!
Man kann immer sagen: Das ist noch zu wenig! (Abg. Öllinger: Stimmt!), aber, meine Damen und Herren, es müssen auch die richtigen Akzente gesetzt werden.
Ruf bei der SPÖ: Zu wenig!
Wir werden in den nächsten Jahren wieder 600 Millionen € für zusätzliche Forschungsimpulse zur Verfügung haben. Bereits im Budget 2004 – das kann jeder nachlesen – sind 180 Millionen € für Forschungsimpulse vorhanden. (Ruf bei der SPÖ: Zu wenig!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist das ein Gesamtpaket im Bereich der Forschung, das für die Forschung Impulse gibt und das es uns ermöglichen wird, das Ziel für Barcelona im Jahr 2010 zu erreichen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Das kennen wir schon!
Das Beste muss gerade gut genug sein für unsere jungen Leute. Wir brauchen höchste Ausbildungsqualität für alle, egal, ob es sich um Lehrlinge, Schüler oder Studenten handelt. (Abg. Öllinger: Das kennen wir schon!)
Ruf bei den Freiheitlichen: Das denke ich mir! – Abg. Öllinger: Unglaublich!
Sehr geehrte Damen und Herren! Erlauben Sie mir auch eine persönliche Bemerkung, da meine Frau Hauptschullehrerin ist: Wir reden sehr viel über die Situation in den Schulen, und ich kann Ihnen berichten, dass meine Frau mit den Bedingungen sehr gut zurechtkommt. (Ruf bei den Freiheitlichen: Das denke ich mir! – Abg. Öllinger: Unglaublich!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Unglaublich!
Die Autonomie kann dann positiv gelebt werden, wenn es sich um engagierte, höchst motivierte Lehrer, Direktoren und Inspektoren handelt. Dann funktioniert das wunderbar. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Unglaublich!)
Abg. Öllinger: Von welcher Autonomie reden Sie denn?
Wichtig ist meiner Ansicht nach aber auch eine flächendeckende Absicherung des Bildungsangebotes. (Abg. Öllinger: Von welcher Autonomie reden Sie denn?) Damit meine ich vor allem entsprechende Infrastrukturen im ländlichen Raum. Da es bei uns im ländlichen Raum auch sehr viele Kleinschulen oder Zwergschulen gibt, erwarte ich mir diesbezüglich weiterhin die Unterstützung für unsere Kinder und Jugendlichen.
Abg. Öllinger: Die Sonne scheint!
Sehr geehrte Damen und Herren! Seit der Amtsübernahme durch Bildungsministerin Gehrer 1995 ist auch außerhalb der Pflichtschulen viel weitergegangen. Gerade die Fachhochschulen bieten mit ihren über 30 Standorten – verteilt auf ganz Österreich – ein flächendeckendes Bildungsangebot auf höchstem Niveau. (Abg. Öllinger: Die Sonne scheint!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich hätte da eine Anregung für die Zukunft: Es gibt bereits einen Studiengang Public Management; es wäre notwendig, auch einen Studiengang Regional-Management zu entwickeln, aufzubauen. Damit würde sich der Kreis zu den Kleinschulen, zu den Zwergschulen, wie ich sie vorhin genannt habe, wieder schließen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Wie soll denn das gehen?
Wir brauchen auch nachhaltige Projekte und Nachhaltigkeit für die Schüler, das ist von meinen Vorrednern schon erwähnt worden. Man muss der Jugend nicht nur Flügel geben, Herr Abgeordneter Öllinger, sondern auch wieder Wurzeln, indem wir ihr Werte vermitteln, an denen sie sich orientieren kann – eventuell durch ein neues Unterrichtsfach wie zum Beispiel Nachhaltigkeit. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Wie soll denn das gehen?) Das wäre, glaube ich, für die Zukunft ganz wichtig. In diesem Punkt sollten wir uns durchaus einig sein.
Abg. Dr. Cap: Aber ist Ihre Rede nachhaltig?
Investitionen in Bildung sind insbesondere Investitionen in die Jugend und damit auch nachhaltige Investitionen in die Zukunft. (Abg. Dr. Cap: Aber ist Ihre Rede nachhaltig?) Bereits Ionesco sagte: Eines beruhigt mich: „Ich verstehe Einstein nicht, aber die heutigen“ Schüler „verstehen ihn.“
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Bitte ersparen Sie uns weitere Ausführungen!
Damit die Schüler uns auch in Zukunft verstehen, sollten wir die zukunftsweisende Bildungspolitik der Frau Ministerin Gehrer unterstützen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Bitte ersparen Sie uns weitere Ausführungen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Auch wenn Sie schon wieder die Hände zum Gebet erheben, Herr Öllinger, erlauben Sie mir einen abschließenden Satz: Bildung zu leben und ein entsprechendes Niveau an den Tag zu legen, das gilt auch für dieses Haus. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Es kann nur besser werden! – Abg. Bayr: Das hoffe ich!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Bayr. – Bitte. (Abg. Öllinger: Es kann nur besser werden! – Abg. Bayr: Das hoffe ich!)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Burgenland zum Beispiel macht das ganz hervorragend. Im Burgenland beträgt der Anteil der Frauen an den Studierenden an Fachhochschul-Studiengängen über 50 Prozent. Das liegt an den entsprechenden einschlägigen Angeboten, die dort gemacht werden. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Ja, das Burgenland ist toll, keine Frage. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Das Burgenland zum Beispiel macht das ganz hervorragend. Im Burgenland beträgt der Anteil der Frauen an den Studierenden an Fachhochschul-Studiengängen über 50 Prozent. Das liegt an den entsprechenden einschlägigen Angeboten, die dort gemacht werden. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Ja, das Burgenland ist toll, keine Frage. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Summa summarum ist zu kritisieren, dass der Ansatz für die Fachhochschulen 2003 mit 107 Millionen € auch 2004 weiter eingefroren wird und so ein erfolgreiches Bildungsangebot sehr vielen jungen Menschen vorenthalten wird. Wer bei der Bildung spart, spart an der Zukunft, und das ist ganz sicher nicht der richtige Weg! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Öllinger: Denken Sie an meine Lebensqualität!
Verantwortungsvolle Bildungspolitik braucht den Mut zur ständigen Veränderung und zur Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen. (Abg. Öllinger: Denken Sie an meine Lebensqualität!) Und da scheiden sich eben manchmal die Geister – Herr Öllinger, Sie sind jemand, der sich ungern auf Neues einlässt –, denn es wird dann offensichtlich, wer für Fortschritt und für Zukunftsgestaltung steht und wer am liebsten alles Neue blockiert, wer Freiräume und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten zudeckt und Reformansätze noch in der Diskussionsphase durch zum Beispiel Streikdrohungen blockieren und verhindern möchte. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Verantwortungsvolle Bildungspolitik braucht den Mut zur ständigen Veränderung und zur Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen. (Abg. Öllinger: Denken Sie an meine Lebensqualität!) Und da scheiden sich eben manchmal die Geister – Herr Öllinger, Sie sind jemand, der sich ungern auf Neues einlässt –, denn es wird dann offensichtlich, wer für Fortschritt und für Zukunftsgestaltung steht und wer am liebsten alles Neue blockiert, wer Freiräume und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten zudeckt und Reformansätze noch in der Diskussionsphase durch zum Beispiel Streikdrohungen blockieren und verhindern möchte. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Dann waren ja die Streiks sehr positiv!
Die Streiks anlässlich der Diskussion um die Stundenreduktionen gingen ausschließlich zu Lasten der Schüler und Eltern. Wenn unsere Schüler schon mehr Zeit in der Schule verbringen als viele auf ihrem Arbeitsplatz, dann stimmt doch irgendetwas nicht mehr (Abg. Öllinger: Dann waren ja die Streiks sehr positiv!), und wir müssen das im Sinne der Schüler und im Sinne der Ausbildungsqualität ändern.
Abg. Dr. Niederwieser: Da sagt jeder andere Zahlen!
Das Unterrichtsbudget wird auch in diesem und im nächsten Jahr entsprechend steigen, um rund 200 Millionen €. (Abg. Dr. Niederwieser: Da sagt jeder andere Zahlen!) Das zeugt von verantwortungsvoller, zukunftsorientierter Bildungsqualität und Bildungspolitik.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Für mich als Verfechter der ländlichen Regionen sind Investitionen in Bildungsinhalte und in den Erhalt der Kleinschulen sehr wichtig. Bundesministerin Elisabeth Gehrer ist ein Garant dafür, dass unsere Kinder die beste Schulbildung erhalten, egal, wo sie wohnen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Weil es eh nicht gelingt!
jammern, habe ich heute seitens der FPÖ und auch der ÖVP öfters gehört. (Abg. Großruck: Weil es eh nicht gelingt!) Mein Gefühl als Abgeordneter – ich bin seit sechs Monaten hier im Haus – ist, dass hier vor allem diese beiden Parteien krankjammern, und zwar die Zeit zwischen 1970 und 2000, was besonders bemerkenswert und etwas eigenartig ist (Abg. Mag. Mainoni: Wirtschaftlich, budgetär, das ist alles belegbar!), weil diese beiden Parteien 17 Jahre davon in Regierungsverantwortung waren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Mainoni: Wirtschaftlich, budgetär, das ist alles belegbar!
jammern, habe ich heute seitens der FPÖ und auch der ÖVP öfters gehört. (Abg. Großruck: Weil es eh nicht gelingt!) Mein Gefühl als Abgeordneter – ich bin seit sechs Monaten hier im Haus – ist, dass hier vor allem diese beiden Parteien krankjammern, und zwar die Zeit zwischen 1970 und 2000, was besonders bemerkenswert und etwas eigenartig ist (Abg. Mag. Mainoni: Wirtschaftlich, budgetär, das ist alles belegbar!), weil diese beiden Parteien 17 Jahre davon in Regierungsverantwortung waren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
jammern, habe ich heute seitens der FPÖ und auch der ÖVP öfters gehört. (Abg. Großruck: Weil es eh nicht gelingt!) Mein Gefühl als Abgeordneter – ich bin seit sechs Monaten hier im Haus – ist, dass hier vor allem diese beiden Parteien krankjammern, und zwar die Zeit zwischen 1970 und 2000, was besonders bemerkenswert und etwas eigenartig ist (Abg. Mag. Mainoni: Wirtschaftlich, budgetär, das ist alles belegbar!), weil diese beiden Parteien 17 Jahre davon in Regierungsverantwortung waren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Also wenn das das Substrat des Positiven ist, dann fällt es schwer, dem noch sehr viel hinzuzufügen, denn diese Suppe war reichlich dünn! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Diesbezüglich haben wir auch einen Vorschlag gebracht, der hier sofort sehr viel erledigen würde; er betrifft die Frage der Familienzusammenführung. Da kann jetzt die Frau Ministerin nichts dafür, aber immerhin beschließt sie im Ministerrat die Niederlassungsverordnung mit. Im Moment haben wir bei der Familienzusammenführung eine Wartezeit von zwei oder drei Jahren. Das heißt, wir sorgen dafür, dass die Kinder erst zwei oder drei Jahre später nach Österreich kommen und deswegen auch zwei oder drei Jahre älter sind, wenn sie in die Schule kommen. Das ist auch eines der großen Probleme bei der Integration im Schulbereich. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Öllinger: Allerdings!
Da das Lämpchen schon blinkt und ich den Kollegen nicht allzu viel Redezeit wegnehmen möchte, nur noch zwei ganz kurze Punkte. Das eine ist: Frau Ministerin, es ist Skepsis angebracht, wie Sie mit Zahlen umgehen. (Abg. Öllinger: Allerdings!) Ich erinnere mich noch daran, wie das Budget präsentiert wurde, wie uns da weisgemacht hätte werden sollen, dass jetzt um 700 Millionen € mehr zur Verfügung stehen (Abg. Öllinger: 800 Millionen!) – oder 800 Millionen € –, und man dann sehr bald draufgekommen ist, dass das ein Budgettrick ist. Deshalb ist Skepsis angebracht. Wenn man sich die Zahlen genau anschaut, muss man sagen, diese Skepsis besteht nicht ganz zu Unrecht.
Abg. Öllinger: 800 Millionen!
Da das Lämpchen schon blinkt und ich den Kollegen nicht allzu viel Redezeit wegnehmen möchte, nur noch zwei ganz kurze Punkte. Das eine ist: Frau Ministerin, es ist Skepsis angebracht, wie Sie mit Zahlen umgehen. (Abg. Öllinger: Allerdings!) Ich erinnere mich noch daran, wie das Budget präsentiert wurde, wie uns da weisgemacht hätte werden sollen, dass jetzt um 700 Millionen € mehr zur Verfügung stehen (Abg. Öllinger: 800 Millionen!) – oder 800 Millionen € –, und man dann sehr bald draufgekommen ist, dass das ein Budgettrick ist. Deshalb ist Skepsis angebracht. Wenn man sich die Zahlen genau anschaut, muss man sagen, diese Skepsis besteht nicht ganz zu Unrecht.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ein allerletzter Satz noch im Namen meiner Fraktion. Frau Dr. Knollmayer ist heute das letzte Mal hier in diesem Haus, und wir wollen ihr danken für die großartigen Verdienste, die sie sich erworben hat, vor allem im Bereich der Gleichbehandlung. Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Öllinger: Jetzt wird es wieder schön!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Großruck. – Bitte. (Abg. Öllinger: Jetzt wird es wieder schön!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Wolfgang Großruck (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geschätzte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Liebe Besucher, vor allem aus dem Bezirk Grieskirchen, von der Jungen Wirtschaft! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Nach diesen stumpfen Pfeilen, die von der Opposition auf die Frau Bundesminister abgeschossen worden sind, die ihr Ziel verfehlt haben, darf ich Ihnen, Frau Bundesminister, einmal sehr herzlich gratulieren und danken. Sie sind eine Politikerin, wie wir sie in Zeiten wie diesen brauchen, die Politik als Gestalten, als Reformieren, als zukunftsorientiert Handeln versteht und die auch bereit ist, Maßnahmen zu setzen, die nicht immer populär, aber notwendig sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Trunk: Leider!
Dass Ihre ganzen Drohungen und Drohgebärden, Ihre Ansagen vom Drüberfahren, von der sozialen Kälte, vom sozialen Notstand und so weiter nichts nützen, sieht man am Beispiel Studiengebühren. Was haben Sie in der letzten Periode gegen die Studiengebühren gewettert und gezetert! Herr Gusenbauer ist herumgezogen und hat gesagt: Abschaffen werden wir sie, wenn wir die Wahlen gewinnen! – Wir haben die Studiengebühren noch immer, und wir haben noch immer denselben Bundeskanzler. (Abg. Mag. Trunk: Leider!) Wissen Sie, warum? – Weil die Bevölkerung viel gescheiter war als Sie! Sie sieht die notwendigen Reformen ein und trägt sie mit. Die Mär, die Frau Kuntzl heute wieder verkündet hat, nämlich dass durch die Studiengebühren eine soziale Auswahl getroffen würde, ist einfach falsch! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Dass Ihre ganzen Drohungen und Drohgebärden, Ihre Ansagen vom Drüberfahren, von der sozialen Kälte, vom sozialen Notstand und so weiter nichts nützen, sieht man am Beispiel Studiengebühren. Was haben Sie in der letzten Periode gegen die Studiengebühren gewettert und gezetert! Herr Gusenbauer ist herumgezogen und hat gesagt: Abschaffen werden wir sie, wenn wir die Wahlen gewinnen! – Wir haben die Studiengebühren noch immer, und wir haben noch immer denselben Bundeskanzler. (Abg. Mag. Trunk: Leider!) Wissen Sie, warum? – Weil die Bevölkerung viel gescheiter war als Sie! Sie sieht die notwendigen Reformen ein und trägt sie mit. Die Mär, die Frau Kuntzl heute wieder verkündet hat, nämlich dass durch die Studiengebühren eine soziale Auswahl getroffen würde, ist einfach falsch! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie von der SPÖ gehen hier heraus und behaupten wiederum das Falsche, denn Sie wissen ganz genau, wenn jemand ein Stipendium bekommt – und das Stipendium ist nach der sozialen Lage ausgerichtet –, dann zahlt er keine Studiengebühren. Nehmen Sie das einmal zur Kenntnis, und erzählen Sie hier nicht immer die Unwahrheit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Manipuliert!
Die zweite Mär, meine Damen und Herren, ist die, dass die Schüler gegen Stundenkürzungen protestieren. Sie wurden instrumentalisiert! (Abg. Öllinger: Manipuliert!) Niederwieser, du wirst mir Recht geben, wenn du dich an deine eigene Schulzeit zurück erinnerst: Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass irgendwer von meinen Kollegen gegen weniger Schulstunden protestiert hätte. Es muss in den letzten fünf bis zehn Jahren ein Quantensprung in der Evolution der Menschheit passiert sein, wenn
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf bei der SPÖ.
plötzlich die Schüler hinausgehen und gegen weniger Schulstunden protestieren. Da stimmt doch etwas nicht! Das kann doch nicht sein! Jeder Vernünftige weiß, dass sich die Schüler freuen, wenn sie weniger Stunden haben. HTL-Schüler, die über 60 Stunden in der Schule verbringen, können froh sein, dass sie jetzt eine kleine Reduzierung erfahren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Die meisten sind doch bei der ÖVP!
Meine Damen und Herren, Sie unterstützen dann auch noch die Streiks der Lehrer! Jeder hat natürlich das Recht zu streiken, aber man kann es schon kommentieren, ob es sinnvoll ist, mit den Schülern und den Eltern, die auch mittun, zu streiken, die Schüler zu instrumentalisieren. Ich für meinen Teil sage nein. (Abg. Öllinger: Die meisten sind doch bei der ÖVP!) Vielmehr sind vernünftige Verhandlungen zu führen, dann kommt man zur Einsicht, und dann wird auch die Schulreform mitgetragen, meine Damen und Herren. (Abg. Dr. Cap: Wieso loben Sie nicht die Regierung?)
Abg. Dr. Cap: Wieso loben Sie nicht die Regierung?
Meine Damen und Herren, Sie unterstützen dann auch noch die Streiks der Lehrer! Jeder hat natürlich das Recht zu streiken, aber man kann es schon kommentieren, ob es sinnvoll ist, mit den Schülern und den Eltern, die auch mittun, zu streiken, die Schüler zu instrumentalisieren. Ich für meinen Teil sage nein. (Abg. Öllinger: Die meisten sind doch bei der ÖVP!) Vielmehr sind vernünftige Verhandlungen zu führen, dann kommt man zur Einsicht, und dann wird auch die Schulreform mitgetragen, meine Damen und Herren. (Abg. Dr. Cap: Wieso loben Sie nicht die Regierung?)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abschließend, weil schon das rote Licht leuchtet, werde ich dieses Mal nicht den gewohnten Vierzeiler bringen, sondern, Herr Kollege Öllinger, eine Bauernregel abändern, sodass sie in etwa das Niveau und die Qualität der Streiks zum Ausdruck bringt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Streiken im Mai die Gewerkschaftsleit, ist der Juni nimmer weit! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist bei Gott nicht so, wie Sie, Frau Abgeordnete Rossmann, Schule geschildert haben. Das mag vielleicht Schule gewesen sein, wie sie vor 30, 40 Jahren gewesen ist, als Sie zur Schule gegangen sind. Im 21. Jahrhundert ist die Pflichtschule und vor allem die Grundschule eine völlig andere geworden! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Stimmt ja nicht, ist ja falsch!
Wenn heute von vielen Abgeordneten der Volkspartei immer das Erhalten der Kleinschulen gelobt wurde: Genau das Gegenteil (Abg. Großruck: Stimmt ja nicht, ist ja falsch!) wird der Fall sein, denn mit diesen Kennziffern wird es nicht mehr möglich sein, vierklassige Schulen mit 50 und 60 Kindern zu bewerkstelligen. (Abg. Rossmann: Das ist vielleicht in Wien so! – Abg. Großruck: Das ist falsch!) Schon im kommenden Schuljahr werden aus diesen ehemaligen vierklassigen Kleinschulen zweiklassige Schulen mit Abteilungsunterricht (Abg. Großruck: Wieder falsch!), den es vor 50 Jahren gegeben hat, den wir überwunden zu haben glaubten.
Abg. Rossmann: Das ist vielleicht in Wien so! – Abg. Großruck: Das ist falsch!
Wenn heute von vielen Abgeordneten der Volkspartei immer das Erhalten der Kleinschulen gelobt wurde: Genau das Gegenteil (Abg. Großruck: Stimmt ja nicht, ist ja falsch!) wird der Fall sein, denn mit diesen Kennziffern wird es nicht mehr möglich sein, vierklassige Schulen mit 50 und 60 Kindern zu bewerkstelligen. (Abg. Rossmann: Das ist vielleicht in Wien so! – Abg. Großruck: Das ist falsch!) Schon im kommenden Schuljahr werden aus diesen ehemaligen vierklassigen Kleinschulen zweiklassige Schulen mit Abteilungsunterricht (Abg. Großruck: Wieder falsch!), den es vor 50 Jahren gegeben hat, den wir überwunden zu haben glaubten.
Abg. Großruck: Wieder falsch!
Wenn heute von vielen Abgeordneten der Volkspartei immer das Erhalten der Kleinschulen gelobt wurde: Genau das Gegenteil (Abg. Großruck: Stimmt ja nicht, ist ja falsch!) wird der Fall sein, denn mit diesen Kennziffern wird es nicht mehr möglich sein, vierklassige Schulen mit 50 und 60 Kindern zu bewerkstelligen. (Abg. Rossmann: Das ist vielleicht in Wien so! – Abg. Großruck: Das ist falsch!) Schon im kommenden Schuljahr werden aus diesen ehemaligen vierklassigen Kleinschulen zweiklassige Schulen mit Abteilungsunterricht (Abg. Großruck: Wieder falsch!), den es vor 50 Jahren gegeben hat, den wir überwunden zu haben glaubten.
Beifall bei der SPÖ.
Noch ein abschließender Punkt: die heute schon mehrmals angesprochene Ferienkürzung. Diese Ferienkürzung wurde zu einer Zeit propagiert, wo ich mich nicht des Eindrucks erwehren kann, das sollte eine Strafsanktion für die streikenden Lehrer von damals sein: Weil ihr streiken gegangen seid, werden wir die Ferien kürzen, und in dieser Zeit werdet ihr gefälligst wieder den verlorenen Unterrichtsstoff nachholen! – Ferienordnung ändern, Frau Minister, ja, aber dann nach lernpsychologischen Grundsätzen und nicht nach den Vorstellungen vielleicht einer Wirtschaftslobby. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Meine Dame, meine Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Wir eröffnen das Kapitel Finanzen, nachdem wir gestern schon Gelegenheit hatten, zu den eher privateren Details den Herrn Finanzminister betreffend zu sprechen. Seit gestern wissen wir, was hinter dem Spruch: Weniger Staat, mehr privat!, steht. Er verbringt seine Zeit damit, die IV anzurufen, wenn er Geld braucht. Also Belastungen gibt es nicht nur für den Steuerzahler, sondern auch für andere Vereinigungen, nur eben für andere Zwecke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Nur: Die Realität ist eine völlig andere: Es wird durch eine Erhöhung der Energieabgaben, durch eine höhere Mineralölsteuer beinhart abkassiert! Ein kleiner Kreis, nämlich genau jener mit Einkommen zwischen 900 € und 1 100 €, bekommt ein bisschen mehr, und jener überwiegende Teil an Personen, die entweder weniger oder mehr Einkommen haben, wird Länge mal Breite abkassiert. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf bei der SPÖ in Reaktion darauf, dass Bundesminister Mag. Grasser und Staatssekretär Dr. Finz auf der Regierungsbank miteinander sprechen.
Damit komme ich zu den Maßnahmen im Hinblick auf die Rücklage für nicht entnommene Gewinne. 400 Millionen € werden ausgegeben in Form von Minderung der Steuereinnahmen, um jenen Betrieben einen Steuervorteil zu verschaffen, die nicht mehr für Forschung und Entwicklung ausgeben, die nicht mehr Beschäftigung schaffen, die nicht mehr jene sind, die vielleicht investieren, sondern jenen ... (Zwischenruf bei der SPÖ in Reaktion darauf, dass Bundesminister Mag. Grasser und Staatssekretär Dr. Finz auf der Regierungsbank miteinander sprechen.) – Die quatschen, weil sie wahrscheinlich wieder mit privaten Dingen beschäftigt sind, wer irgendwo ein Geld zustecken kann, um eine neue Homepage zu machen. Damit ist er ja dauernd beschäftigt, das Büro und der Minister! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Heftige Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Heftige Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Damit komme ich zu den Maßnahmen im Hinblick auf die Rücklage für nicht entnommene Gewinne. 400 Millionen € werden ausgegeben in Form von Minderung der Steuereinnahmen, um jenen Betrieben einen Steuervorteil zu verschaffen, die nicht mehr für Forschung und Entwicklung ausgeben, die nicht mehr Beschäftigung schaffen, die nicht mehr jene sind, die vielleicht investieren, sondern jenen ... (Zwischenruf bei der SPÖ in Reaktion darauf, dass Bundesminister Mag. Grasser und Staatssekretär Dr. Finz auf der Regierungsbank miteinander sprechen.) – Die quatschen, weil sie wahrscheinlich wieder mit privaten Dingen beschäftigt sind, wer irgendwo ein Geld zustecken kann, um eine neue Homepage zu machen. Damit ist er ja dauernd beschäftigt, das Büro und der Minister! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Heftige Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Molterer: Herr Abgeordneter! Ich halte fest, dass von den Regierungsfraktionen kein Abgeordneter quatscht in diesem Haus!
Damit beschäftigt sich Minister Grasser wahrscheinlich den Großteil der Zeit, aber mit den Auswirkungen einer Steuerreform, bei der man die Investitionsbegünstigungen streicht, sie auslaufen lässt zu einem Zeitpunkt, wo die Konjunktur so schlecht ist, dass wir quartalsweise eine Reduktion der prognostizierten Werte erleben ... (Abg. Mag. Molterer: Herr Abgeordneter! Ich halte fest, dass von den Regierungsfraktionen kein Abgeordneter quatscht in diesem Haus!) – Entschuldigung, Sie haben gerade eben während meiner Rede das Beispiel dafür gegeben, Herr Kollege Molterer, denn Sie haben eben nicht zur Sache selbst, sondern inhaltlich ... (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Damit beschäftigt sich Minister Grasser wahrscheinlich den Großteil der Zeit, aber mit den Auswirkungen einer Steuerreform, bei der man die Investitionsbegünstigungen streicht, sie auslaufen lässt zu einem Zeitpunkt, wo die Konjunktur so schlecht ist, dass wir quartalsweise eine Reduktion der prognostizierten Werte erleben ... (Abg. Mag. Molterer: Herr Abgeordneter! Ich halte fest, dass von den Regierungsfraktionen kein Abgeordneter quatscht in diesem Haus!) – Entschuldigung, Sie haben gerade eben während meiner Rede das Beispiel dafür gegeben, Herr Kollege Molterer, denn Sie haben eben nicht zur Sache selbst, sondern inhaltlich ... (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Das ist eine Politik, die weder von mir noch von meiner Fraktion eine Zustimmung verdient. – Vielen Dank, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich bin heute in der seltenen Lage, dass ich nicht nur auf meinen Vorredner eingehen kann, sondern auch auf den nachfolgenden Redner, der ja via Medien schon verkündet hat, er möchte die heutige Schlussdebatte zum Budget weniger auf der Sachebene führen, sondern eher auf jener Ebene, wo es darum geht, einen erfolgreichen Finanzminister mit Schmutz zu bewerfen. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich würde zu Beginn dieses letzten Kapitels bitten, Herr Kollege Van der Bellen – Sie wissen, ich habe Sie immer sehr geschätzt –: Versuchen wir, dieses Schlusskapitel auf der Sachebene zu diskutieren und ins Zentrum unserer Sachdiskussion nicht die Frage zu stellen, ob die Homepage des Finanzministers so oder so gestaltet und finanziert wird! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Ich bitte Sie wirklich darum, auch angesichts der Mitglieder des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, die uns heute die Ehre erweisen, bei uns zu sein. Bieten wir ihnen ein gutes Bild, Herr Kollege Van der Bellen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich würde zu Beginn dieses letzten Kapitels bitten, Herr Kollege Van der Bellen – Sie wissen, ich habe Sie immer sehr geschätzt –: Versuchen wir, dieses Schlusskapitel auf der Sachebene zu diskutieren und ins Zentrum unserer Sachdiskussion nicht die Frage zu stellen, ob die Homepage des Finanzministers so oder so gestaltet und finanziert wird! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Ich bitte Sie wirklich darum, auch angesichts der Mitglieder des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, die uns heute die Ehre erweisen, bei uns zu sein. Bieten wir ihnen ein gutes Bild, Herr Kollege Van der Bellen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Öllinger: Denken Sie an die Zuhörer!
Wir haben ja gestern bei der Dringlichen Anfrage schon sehr deutlich gesehen, worauf diese Strategie hinausläuft. Die Strategie läuft darauf hinaus, dass das, was mit den Sanktionen nicht gelungen ist, dass das, was mit den Demonstrationen und Streiks nicht gelungen ist, nämlich diese Regierung auszuhebeln, jetzt versucht wird, indem man einen erfolgreichen Finanzminister mit Schmutz anschüttet. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Öllinger: Denken Sie an die Zuhörer!) – Herr Kollege Öllinger, ich weiß, wovon ich rede, denn ich kenne Sie lange genug. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben ja gestern bei der Dringlichen Anfrage schon sehr deutlich gesehen, worauf diese Strategie hinausläuft. Die Strategie läuft darauf hinaus, dass das, was mit den Sanktionen nicht gelungen ist, dass das, was mit den Demonstrationen und Streiks nicht gelungen ist, nämlich diese Regierung auszuhebeln, jetzt versucht wird, indem man einen erfolgreichen Finanzminister mit Schmutz anschüttet. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Öllinger: Denken Sie an die Zuhörer!) – Herr Kollege Öllinger, ich weiß, wovon ich rede, denn ich kenne Sie lange genug. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Erstens: Stabilität im Staatshaushalt. Karl-Heinz Grasser ist jener Finanzminister, der erstmals eine Wende in der Budgetpolitik herbeigeführt hat, natürlich mit der gesamten Regierung, aber er steht für das Nulldefizit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
die Wende in der Budgetpolitik! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Also dieser eine Eckpfeiler ist im Sinne einer langfristigen Strategie, auch im Sinne des Lissabon-Prozesses: Österreich soll 2010 zu den Top drei in der EU gehören. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Dazu gehört nicht nur die Stabilität im Staatshaushalt, dazu gehört auch – Herr Kollege Matznetter, ich komme auf Ihren Punkt zurück – die zweite strategische Ausrichtung: Entlastung der Bürger und der Betriebe.
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie haben davon gesprochen, dass unter Finanzminister Grasser die höchste Steuer- und Abgabenquote in Österreich erreicht wurde. Das kann man für das Jahr 2001 nicht bestreiten. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Wenn Sie aber ehrlich sind, Herr Kollege Matznetter, und sich anschauen, welche Steuerquote wir heuer haben werden, nämlich 44,3 Prozent, und wenn Sie nur ein bisschen die Grundrechnungsarten beherrschen, dann werden Sie wissen, die Differenz zwischen 45,6 Prozent Steuer- und Abgabenquote und 44,3 Prozent ist 1,3 Prozent des BIP. Und 1,3 Prozent des BIP sind 3 Milliarden €, sind 42 Milliarden Schilling, um die die Steuer- und Abgabenbelastung im heurigen Jahr sinkt. Das heißt: Senkung der Steuer- und Abgabenquote zur Entlastung der Bürger und der Betriebe. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Herr Kollege Matznetter, Sie haben die Steuerentlastung des nicht entnommenen Gewinnes angesprochen. Ich sage Ihnen, ich kritisiere seit einigen Jahren schon diese Arroganz mancher Politiker hier in diesem Hohen Haus, die sagen, wir wissen besser, was die Betriebe brauchen. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Die Betriebe sagen zwar, das Wichtigste ist, die Eigenkapitalbasis aufzubauen. Sie sagen, nein, das ist nichts, der Investitionsfreibetrag ist wichtig. Sie wissen es besser!?
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Kollege Matznetter, das ist nicht unsere Auffassung von Politik. Wir fragen die Betroffenen, und die sagen uns seit Jahren, das Wichtigste wäre, dass die Klein- und Mittelbetriebe wieder Eigenkapital aufbauen können – und wir realisieren das. Und auch das ist eine historische Tat. Seit zehn Jahren fordert die Wirtschaft eine steuerliche Besserbehandlung jenes Gewinns, der in Arbeitsplätze investiert wird. Wer, glauben Sie, investiert in Arbeitsplätze, Herr Kollege Matznetter? Es sind unsere Klein- und Mittelbetriebe, die trotz konjunktureller Flaute die Arbeitsplätze in einem Ausmaß halten, dass wir Arbeitsmarktdaten haben, um die uns unsere deutschen Freunde beneiden, Herr Kollege Matznetter. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Wenn Sie fragen – und das sage ich auch in Anwesenheit unserer deutschen Freunde –, wieso wir so oft das Beispiel Deutschland heranziehen: Das hat zwei Gründe. Erstens sind wir mit keinem Land der Welt wirtschaftlich so sehr verflochten wie mit Deutschland. Daher hat alles, was dort geschieht, für uns eminente Auswirkungen. Und zweitens haben wir erstmals im deutschsprachigen Raum den Vergleich zwischen zwei politischen Modellen: Rot-Grün da und Schwarz-Blau hier. Und der Vergleich macht uns sicher, Herr Kollege Matznetter! Der Vergleich macht uns sicher! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Kollege Matznetter, Sie können mit noch so lauten Zwischenrufen diesen Vergleich nicht wegwischen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Der es falsch macht!
Neben Stabilität und neben Entlastung lautet die dritte strategische Ausrichtung: Investitionen in die Zukunft. – Ich habe in den letzten Jahren der früheren Koalition oft kritisiert, dass wir budgetär viel zu wenig in die Zukunft investieren. Es ist diese Regierung, es ist dieser Bundeskanzler, es ist dieser Finanzminister (Abg. Dr. Matznetter: Der es falsch macht!), mit denen wir erstmals bei Investitionen in Forschung und Entwicklung, in Infrastruktur, in die Familie – auch Familieninvestition ist Zukunftsinvestition – Stei-
Abg. Dr. Bauer: Wo?
gerungssätze von 20 bis 35 Prozent haben gegenüber jenen Budgets (Abg. Dr. Bauer: Wo?), die ein SPÖ-Kanzler und ein SPÖ-Finanzminister verantworten konnten. Vergleichen Sie die Zahlen: Auch hier macht uns der Vergleich sicher! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Für die Reichen mehr, für die Armen weniger!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Für die Reichen mehr, für die Armen weniger!
gerungssätze von 20 bis 35 Prozent haben gegenüber jenen Budgets (Abg. Dr. Bauer: Wo?), die ein SPÖ-Kanzler und ein SPÖ-Finanzminister verantworten konnten. Vergleichen Sie die Zahlen: Auch hier macht uns der Vergleich sicher! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Für die Reichen mehr, für die Armen weniger!)
Abg. Öllinger: Da sind Sie geeignet!
Daher nochmals ein Appell von mir: Benützen wir die Schlussphase dieser Budgetverhandlungen hier im Plenum, benützen wir diese letzten zwei Stunden dafür, dass wir sachlich über die Zukunftsfragen des Landes diskutieren (Abg. Öllinger: Da sind Sie geeignet!) und uns nicht auf die schmutzige Ebene begeben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher nochmals ein Appell von mir: Benützen wir die Schlussphase dieser Budgetverhandlungen hier im Plenum, benützen wir diese letzten zwei Stunden dafür, dass wir sachlich über die Zukunftsfragen des Landes diskutieren (Abg. Öllinger: Da sind Sie geeignet!) und uns nicht auf die schmutzige Ebene begeben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Nur wird er keine Mehrheit finden!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Stummvoll, Sie haben es richtig erkannt: Ich werde einen Misstrauensantrag stellen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Nur wird er keine Mehrheit finden!)
Abg. Dr. Stummvoll: Wir reden aber über die Budgetpolitik!
Dieser Antrag erfolgt nicht mutwillig, sondern er folgt aus der Amtsführung des Finanzministers, und das hat jetzt nur bedingt etwas mit seiner Budgetpolitik zu tun. (Abg. Dr. Stummvoll: Wir reden aber über die Budgetpolitik!) Es hat auch etwas mit der Budgetpolitik zu tun, aber es hat mit der Amtsführung des Finanzministers etwas zu tun. Ähnliche Fälle sind, glaube ich, unseren Kollegen aus Deutschland nicht ganz fremd. Ich weiß nicht, ob Verteidigungsminister Scharping ein guter oder ein schlechter Verteidigungsminister war; in der Sache gestolpert ist er über bestimmte Dinge in seiner Amtsführung beziehungsweise in seinem persönlichen Verhalten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dieser Antrag erfolgt nicht mutwillig, sondern er folgt aus der Amtsführung des Finanzministers, und das hat jetzt nur bedingt etwas mit seiner Budgetpolitik zu tun. (Abg. Dr. Stummvoll: Wir reden aber über die Budgetpolitik!) Es hat auch etwas mit der Budgetpolitik zu tun, aber es hat mit der Amtsführung des Finanzministers etwas zu tun. Ähnliche Fälle sind, glaube ich, unseren Kollegen aus Deutschland nicht ganz fremd. Ich weiß nicht, ob Verteidigungsminister Scharping ein guter oder ein schlechter Verteidigungsminister war; in der Sache gestolpert ist er über bestimmte Dinge in seiner Amtsführung beziehungsweise in seinem persönlichen Verhalten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Khol: Das ist ein schwacher Beweis! – Abg. Scheibner: Jetzt ist der „Falter“ schon ein Beweisstück, ein offizielles? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Kollege Stummvoll! Wir führen eine Budgetdebatte, wir haben das Kapitel Finanzen vor uns, hier sitzt der Herr Finanzminister. Da muss es möglich sein, Fragen seiner persönlichen Amtsführung in den Mittelpunkt der Ausführungen zu stellen. Ich weiß nicht, ob Sie die Debatte verfolgt haben, ich weiß nicht, ob Sie beispielsweise den „Falter“ von heute mit einer ausgezeichneten Recherche gelesen haben. (Abg. Dr. Khol: Das ist ein schwacher Beweis! – Abg. Scheibner: Jetzt ist der „Falter“ schon ein Beweisstück, ein offizielles? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Khol: Die Kriminalisierung ist nicht erlaubt! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich muss Sie nur darauf aufmerksam machen, dass wir hier einen Finanzminister vor uns haben, der erstens unter dem dringenden Verdacht des Amtsmissbrauchs steht, weil er ein öffentliches Amt und seine privaten Interessen nicht auseinander halten kann. Wir haben einen Finanzminister, der zweitens unter dem dringenden Verdacht der Steuerhinterziehung steht – einen Finanzminister! –, und zwar sowohl in seinem persönlichen Bereich als auch wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Wir haben drittens einen Finanzminister vor uns, der sich unter Umständen in strafrechtlicher Hinsicht noch wegen verbotener Geschenkannahme wird verantworten müssen. (Abg. Dr. Khol: Die Kriminalisierung ist nicht erlaubt! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Mainoni: Wenn die Klage abgewiesen wird, wo stehen dann Sie?
Wir haben viertens, last but not least, einen Finanzminister vor uns, der seit Wochen unter dem Verdacht steht, den größten Beschaffungsvorgang der Republik auf verbotene Weise beeinflusst zu haben. (Abg. Mag. Mainoni: Wenn die Klage abgewiesen wird, wo stehen dann Sie?)
Abg. Dr. Khol: Gestern alles erklärt!
Diesen letzten Punkt werde ich jetzt nur erwähnen; wir alle wissen, was gemeint ist. Es sind die Abfangjäger, die Eurofighter, da kann der Finanzminister seit Wochen nicht erklären, warum er in letzter Minute seine Meinung geändert hat und vom billigsten auf das teuerste Produkt geschwenkt ist. (Abg. Dr. Khol: Gestern alles erklärt!) All das wissen wir hier in dem Raum. (Abg. Mag. Molterer: Gestern nicht aufgepasst!)
Abg. Mag. Molterer: Gestern nicht aufgepasst!
Diesen letzten Punkt werde ich jetzt nur erwähnen; wir alle wissen, was gemeint ist. Es sind die Abfangjäger, die Eurofighter, da kann der Finanzminister seit Wochen nicht erklären, warum er in letzter Minute seine Meinung geändert hat und vom billigsten auf das teuerste Produkt geschwenkt ist. (Abg. Dr. Khol: Gestern alles erklärt!) All das wissen wir hier in dem Raum. (Abg. Mag. Molterer: Gestern nicht aufgepasst!)
Abg. Dr. Grünewald: Jawohl!
Ich möchte auch nur ganz kurz sagen, dass die Glaubwürdigkeit des Finanzministers schon vor Wochen beschädigt worden ist, anlässlich seiner Budgetrede hier im Haus, als er allen Ernstes versucht hat, uns in mehreren Punkten ein X für ein U vorzumachen. (Abg. Dr. Grünewald: Jawohl!) Für seinen Versuch, eine Netto-Steuerbelastung als eine Steuerentlastung darzustellen, muss man die Abgeordneten dieses Hauses schon für ziemlich dumm halten, wenn man glaubt, dass sie das nicht durchschauen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich möchte auch nur ganz kurz sagen, dass die Glaubwürdigkeit des Finanzministers schon vor Wochen beschädigt worden ist, anlässlich seiner Budgetrede hier im Haus, als er allen Ernstes versucht hat, uns in mehreren Punkten ein X für ein U vorzumachen. (Abg. Dr. Grünewald: Jawohl!) Für seinen Versuch, eine Netto-Steuerbelastung als eine Steuerentlastung darzustellen, muss man die Abgeordneten dieses Hauses schon für ziemlich dumm halten, wenn man glaubt, dass sie das nicht durchschauen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Der zweite Punkt waren die angeblichen Mehrausgaben für Bildung und Wissenschaft in der Höhe von 800 Millionen €, die sich als schlechter Witz herausgestellt haben, nämlich als bloße Bilanzverlängerung innerhalb des Budgets. – Dies nur zur Erinnerung, und um die Glaubwürdigkeit des Finanzministers zu charakterisieren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Soweit der Budgetbeitrag der Grünen zum Budget ’03 und ’04! Großartig!
Bekannt ist aber Folgendes: Dieser Verein betreibt private Propaganda für den Minister, und zwar auf der privaten Homepage www.karlheinzgrasser.at, „privat“ nach den Aussagen des Finanzministers von dieser und letzter Woche. Der Verein hat die so genannten Domain-Rechte an dieser Homepage der Person Karl-Heinz Grasser. (Abg. Mag. Molterer: Soweit der Budgetbeitrag der Grünen zum Budget ’03 und ’04! Großartig!) – Herr Kollege Molterer, es wird Ihnen noch Leid tun, sich um diese Geschichte nicht rechtzeitig gekümmert zu haben. Es kommt noch ärger. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Bekannt ist aber Folgendes: Dieser Verein betreibt private Propaganda für den Minister, und zwar auf der privaten Homepage www.karlheinzgrasser.at, „privat“ nach den Aussagen des Finanzministers von dieser und letzter Woche. Der Verein hat die so genannten Domain-Rechte an dieser Homepage der Person Karl-Heinz Grasser. (Abg. Mag. Molterer: Soweit der Budgetbeitrag der Grünen zum Budget ’03 und ’04! Großartig!) – Herr Kollege Molterer, es wird Ihnen noch Leid tun, sich um diese Geschichte nicht rechtzeitig gekümmert zu haben. Es kommt noch ärger. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Das ist eine kühne Theorie! – Abg. Öllinger: Nein, mit Sicherheit nicht!
dieser Verein wirtschaftlich und steuerlich ein und dasselbe sind. Sie bilden eine Einheit! (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist eine kühne Theorie! – Abg. Öllinger: Nein, mit Sicherheit nicht!) – Ich fürchte, nein! Ich fürchte, das ist nicht so kühn.
Abg. Großruck: „Untergebene“ gibt es nicht! – Abg. Dr. Stummvoll: Bei uns gibt es keine „Untergebenen“!
Er, der Finanzminister, besorgt das Geld. Seine engsten Mitarbeiter und Untergebenen bilden den Verein, der dieses Geld verwaltet und ausgibt. (Abg. Großruck: „Untergebene“ gibt es nicht! – Abg. Dr. Stummvoll: Bei uns gibt es keine „Untergebenen“!) Er, der Finanzminister, tritt seine Rechte, seine höchstpersönlichen Rechte an seinem Namen Karl-Heinz Grasser – dieser, wenn Sie so wollen, Marke „Karl-Heinz Grasser“ – an den Verein ab.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Würden Sie das tun, Herr Molterer? An einen x-beliebigen Verein, mit dem Sie gar nichts zu tun haben, Ihren Namen abtreten? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Das würden Sie tun? – Das glaube ich nicht! Ich würde es nicht tun, und Sie würden es auch nicht tun, wenn hier nicht das innigste Naheverhältnis besteht, das überhaupt nur vorstellbar ist. (Abg. Dr. Stummvoll: Auch „Molterer“ ist ein guter Name!)
Abg. Dr. Stummvoll: Auch „Molterer“ ist ein guter Name!
Würden Sie das tun, Herr Molterer? An einen x-beliebigen Verein, mit dem Sie gar nichts zu tun haben, Ihren Namen abtreten? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Das würden Sie tun? – Das glaube ich nicht! Ich würde es nicht tun, und Sie würden es auch nicht tun, wenn hier nicht das innigste Naheverhältnis besteht, das überhaupt nur vorstellbar ist. (Abg. Dr. Stummvoll: Auch „Molterer“ ist ein guter Name!)
Abg. Großruck: Weil bei den Abfangjägern nichts drinnen ist – jetzt haben Sie den Grasser!
Dieser Verein betreibt Werbung zum Nutzen, und zwar zum ausschließlichen Nutzen des Finanzministers und von niemandem sonst. Wenn das keine wirtschaftliche und steuerliche Einheit von Verein und Person Karl-Heinz Grasser ist, dann weiß ich nicht, was sonst! Aber die Behörden, nicht zuletzt die Steuerbehörden, werden darüber zu urteilen haben. (Abg. Großruck: Weil bei den Abfangjägern nichts drinnen ist – jetzt haben Sie den Grasser!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Woher wissen Sie, wie Nordkorea ...?
Ob die Werbung an sich in diesem Zusammenhang wirkungsvoll ist oder nicht, das kann man ruhig dahingestellt sein lassen. Meine persönliche Hoffnung wäre ja, dass die geradezu nordkoreanisch anmutende Aufgeblasenheit dieser Homepage dazu führt, dass es dem Finanzminister und Karl-Heinz Grasser persönlich nicht gut tut. Aber das tut hier nichts zur Sache. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Woher wissen Sie, wie Nordkorea ...?)
Abg. Großruck: Den haben Sie!
Es folgt daraus ein dringender Verdacht auf Amtsmissbrauch durch Karl-Heinz Grasser als Finanzminister. (Abg. Großruck: Den haben Sie!) Der Verein, der aus Untergebenen und Mitarbeitern des Finanzministers besteht – das sind öffentlich Bedienstete! (Abg. Mag. Molterer: Schon wieder „Untergebene“! – Abg. Dr. Stummvoll: Wir haben nur Mitarbeiter, keine „Untergebenen“!) Herr Kollege von der ÖVP, das sind öffentlich Bedienstete, die von den österreichischen Steuerzahlern bezahlt werden, und die betreuen mit Wissen und vermutlich im Auftrag des Finanzministers seine private Werbungs-Homepage. Wenn das keine Vermischung zwischen öffentlichem Amt und privaten Interessen ist, dann frage ich Sie, Herr Kollege Molterer: Nennen Sie mir bis zum nächsten Mal, bis zum nächsten Nationalrats-Plenum, ein besseres Beispiel für die Vermischung von öffentlichem Amt und privaten Interessen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Schon wieder „Untergebene“! – Abg. Dr. Stummvoll: Wir haben nur Mitarbeiter, keine „Untergebenen“!
Es folgt daraus ein dringender Verdacht auf Amtsmissbrauch durch Karl-Heinz Grasser als Finanzminister. (Abg. Großruck: Den haben Sie!) Der Verein, der aus Untergebenen und Mitarbeitern des Finanzministers besteht – das sind öffentlich Bedienstete! (Abg. Mag. Molterer: Schon wieder „Untergebene“! – Abg. Dr. Stummvoll: Wir haben nur Mitarbeiter, keine „Untergebenen“!) Herr Kollege von der ÖVP, das sind öffentlich Bedienstete, die von den österreichischen Steuerzahlern bezahlt werden, und die betreuen mit Wissen und vermutlich im Auftrag des Finanzministers seine private Werbungs-Homepage. Wenn das keine Vermischung zwischen öffentlichem Amt und privaten Interessen ist, dann frage ich Sie, Herr Kollege Molterer: Nennen Sie mir bis zum nächsten Mal, bis zum nächsten Nationalrats-Plenum, ein besseres Beispiel für die Vermischung von öffentlichem Amt und privaten Interessen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Es folgt daraus ein dringender Verdacht auf Amtsmissbrauch durch Karl-Heinz Grasser als Finanzminister. (Abg. Großruck: Den haben Sie!) Der Verein, der aus Untergebenen und Mitarbeitern des Finanzministers besteht – das sind öffentlich Bedienstete! (Abg. Mag. Molterer: Schon wieder „Untergebene“! – Abg. Dr. Stummvoll: Wir haben nur Mitarbeiter, keine „Untergebenen“!) Herr Kollege von der ÖVP, das sind öffentlich Bedienstete, die von den österreichischen Steuerzahlern bezahlt werden, und die betreuen mit Wissen und vermutlich im Auftrag des Finanzministers seine private Werbungs-Homepage. Wenn das keine Vermischung zwischen öffentlichem Amt und privaten Interessen ist, dann frage ich Sie, Herr Kollege Molterer: Nennen Sie mir bis zum nächsten Mal, bis zum nächsten Nationalrats-Plenum, ein besseres Beispiel für die Vermischung von öffentlichem Amt und privaten Interessen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Ich glaube, Sie studieren die Zeitungen zu viel! Den „Falter“ zu viel! – Abg. Neudeck: Wir haben ein Gesetzbuch!
Das wiederum führt uns, drittens, zum nächsten Punkt, dem dringenden Verdacht auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung. – Herr Kollege, Sie studieren die Zeitungen offenbar nicht, auch nicht die APA-Meldungen von heute. (Abg. Dr. Stummvoll: Ich glaube, Sie studieren die Zeitungen zu viel! Den „Falter“ zu viel! – Abg. Neudeck: Wir haben ein Gesetzbuch!) Ein Verein, dessen alleiniger Zweck es ist, Weihrauch für den Minister zu produzieren, ist nicht gemeinnützig. Sicher nicht, oder? – Er ist nicht gemeinnützig!
Abg. Öllinger: Super!
Wenn der Verein nicht gemeinnützig ist, dann ist er körperschaftsteuerpflichtig. Hat dieser Verein bisher Körperschaftsteuererklärungen gemacht? – Der APA von heute entnehme ich: Der „Verein zur Förderung der New Economy“, der die Homepage von Finanzminister Grasser finanziert, hat bisher keine Steuern bezahlt. Das berichtet das Ö 1-„Mittagsjournal“ am Mittwoch, also heute. Der Verein habe keine Steuernummer und sei als gemeinnützig angemeldet. (Abg. Öllinger: Super!)
Abg. Öllinger: Robin Hood!
Ja, früher einmal, als die FPÖ sozusagen noch irgendwie Zunder hat machen können (Abg. Öllinger: Robin Hood!) – bei so einer Situation, da wäre im Hohen Haus etwas los gewesen! (Abg. Dr. Fasslabend: Das ist doch seiner nicht würdig!) Heute verkriechen Sie sich hinter Ihren Zetteln und bemühen sich, das nicht zu hören. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Fasslabend: Das ist doch seiner nicht würdig!
Ja, früher einmal, als die FPÖ sozusagen noch irgendwie Zunder hat machen können (Abg. Öllinger: Robin Hood!) – bei so einer Situation, da wäre im Hohen Haus etwas los gewesen! (Abg. Dr. Fasslabend: Das ist doch seiner nicht würdig!) Heute verkriechen Sie sich hinter Ihren Zetteln und bemühen sich, das nicht zu hören. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ja, früher einmal, als die FPÖ sozusagen noch irgendwie Zunder hat machen können (Abg. Öllinger: Robin Hood!) – bei so einer Situation, da wäre im Hohen Haus etwas los gewesen! (Abg. Dr. Fasslabend: Das ist doch seiner nicht würdig!) Heute verkriechen Sie sich hinter Ihren Zetteln und bemühen sich, das nicht zu hören. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Mainoni: Aber es ist noch nichts herausgekommen!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (fortsetzend): Sehr lieb, danke. (Abg. Mag. Mainoni: Aber es ist noch nichts herausgekommen!) – Ja, wenn Sie das glauben! Wenn Ihnen das noch nicht reicht?!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Abschließend meine ich, diese Vermischung von öffentlichem Amt und privaten Interessen, wie sie für diesen Fall typisch zu sein scheint, ist auch ein typisches Kennzeichen feudaler Systeme. (Bundesminister Mag. Grasser: Das ist ein Wahnsinn!) Einer demokratischen Republik ist das unwürdig! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Der Herr Finanzminister hat gerade in meinem Rücken gesagt: „Das ist ein Wahnsinn.“ – Zweifellos meint er meine Äußerungen; ich hingegen beziehe diese Aussage auf sein Verhalten. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Abschließend meine ich, diese Vermischung von öffentlichem Amt und privaten Interessen, wie sie für diesen Fall typisch zu sein scheint, ist auch ein typisches Kennzeichen feudaler Systeme. (Bundesminister Mag. Grasser: Das ist ein Wahnsinn!) Einer demokratischen Republik ist das unwürdig! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Der Herr Finanzminister hat gerade in meinem Rücken gesagt: „Das ist ein Wahnsinn.“ – Zweifellos meint er meine Äußerungen; ich hingegen beziehe diese Aussage auf sein Verhalten. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Nürnberger.
Wenn jemand nicht bereit ist, die Mindest-Spielregeln einer demokratischen Republik zu beachten, dann, Herr Stummvoll, bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als ihn zum Rücktritt aufzufordern. (Zwischenruf des Abg. Nürnberger.)
Anhaltender Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich danke für Ihre – wenn auch zum Teil beschränkte – Aufmerksamkeit. (Anhaltender Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Früher schon! Heute war die Causa Grasser dran!
Wie unwichtig aber diese wichtigen Budgetbegleitgesetze für die Opposition sind, mussten wir jetzt mit großer Verwunderung feststellen, denn der Herr Klubobmann der Grünen hat nicht ein Wort zu den Budgetbegleitgesetzen gesagt (Abg. Dr. Van der Bellen: Früher schon! Heute war die Causa Grasser dran!), mit denen wir 91 Gesetze zu beschließen haben. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Grünen.) Sie haben sich hasserfüllt auf den Finanzminister konzentriert (Abg. Haidlmayr: Was heißt „hasserfüllt“?), nur weil er mit sehr viel Verantwortungsbewusstsein und mit sehr viel Können dieses Budget weiter saniert hat und somit zur weiteren positiven Entwicklung der österreichischen Wirtschaft beiträgt, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei den Grünen.
Wie unwichtig aber diese wichtigen Budgetbegleitgesetze für die Opposition sind, mussten wir jetzt mit großer Verwunderung feststellen, denn der Herr Klubobmann der Grünen hat nicht ein Wort zu den Budgetbegleitgesetzen gesagt (Abg. Dr. Van der Bellen: Früher schon! Heute war die Causa Grasser dran!), mit denen wir 91 Gesetze zu beschließen haben. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Grünen.) Sie haben sich hasserfüllt auf den Finanzminister konzentriert (Abg. Haidlmayr: Was heißt „hasserfüllt“?), nur weil er mit sehr viel Verantwortungsbewusstsein und mit sehr viel Können dieses Budget weiter saniert hat und somit zur weiteren positiven Entwicklung der österreichischen Wirtschaft beiträgt, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Haidlmayr: Was heißt „hasserfüllt“?
Wie unwichtig aber diese wichtigen Budgetbegleitgesetze für die Opposition sind, mussten wir jetzt mit großer Verwunderung feststellen, denn der Herr Klubobmann der Grünen hat nicht ein Wort zu den Budgetbegleitgesetzen gesagt (Abg. Dr. Van der Bellen: Früher schon! Heute war die Causa Grasser dran!), mit denen wir 91 Gesetze zu beschließen haben. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Grünen.) Sie haben sich hasserfüllt auf den Finanzminister konzentriert (Abg. Haidlmayr: Was heißt „hasserfüllt“?), nur weil er mit sehr viel Verantwortungsbewusstsein und mit sehr viel Können dieses Budget weiter saniert hat und somit zur weiteren positiven Entwicklung der österreichischen Wirtschaft beiträgt, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wie unwichtig aber diese wichtigen Budgetbegleitgesetze für die Opposition sind, mussten wir jetzt mit großer Verwunderung feststellen, denn der Herr Klubobmann der Grünen hat nicht ein Wort zu den Budgetbegleitgesetzen gesagt (Abg. Dr. Van der Bellen: Früher schon! Heute war die Causa Grasser dran!), mit denen wir 91 Gesetze zu beschließen haben. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Grünen.) Sie haben sich hasserfüllt auf den Finanzminister konzentriert (Abg. Haidlmayr: Was heißt „hasserfüllt“?), nur weil er mit sehr viel Verantwortungsbewusstsein und mit sehr viel Können dieses Budget weiter saniert hat und somit zur weiteren positiven Entwicklung der österreichischen Wirtschaft beiträgt, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mandak: Geh bitte! Macht doch die Augen nicht zu!
Was ist schon dabei, wenn jemand eine Homepage hat, da wir doch wissen, dass in der heutigen Zeit ein erhöhter Kommunikationsaufwand besteht? Was ist schon dabei, wenn jemand Beratungsleistungen extern hinzukauft, um im Budget Kürzungen zu erreichen, Einsparungspotenziale zu nützen? (Abg. Mandak: Geh bitte! Macht doch die Augen nicht zu!) Und was ist schon dabei – das muss ich Sie wirklich fragen –, wenn ein Finanzminister bei der Repräsentation die Hälfte dessen einspart, was sein Vorgänger ausgegeben hat, meine Damen und Herren? Die Suppe ist verdammt dünn, die Sie hier eingeschenkt haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Was ist schon dabei, wenn jemand eine Homepage hat, da wir doch wissen, dass in der heutigen Zeit ein erhöhter Kommunikationsaufwand besteht? Was ist schon dabei, wenn jemand Beratungsleistungen extern hinzukauft, um im Budget Kürzungen zu erreichen, Einsparungspotenziale zu nützen? (Abg. Mandak: Geh bitte! Macht doch die Augen nicht zu!) Und was ist schon dabei – das muss ich Sie wirklich fragen –, wenn ein Finanzminister bei der Repräsentation die Hälfte dessen einspart, was sein Vorgänger ausgegeben hat, meine Damen und Herren? Die Suppe ist verdammt dünn, die Sie hier eingeschenkt haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Was Ihre Strategie dahinter ist, ist offensichtlich: Es ist nichts anderes als ein Ablenkungsmanöver von einem Budget mit einer Reihe von Maßnahmen und Gesetzen, die die österreichische Wirtschaft, die den österreichischen Steuerzahler entlasten werden und die für die Zukunft unseres Landes einen hervorragenden Beitrag leisten werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wenn wir Österreich im Vergleich zu den europäischen Mitgliedsländern sehen, dann sehen wir auch, dass sich die gesamte Europäische Union in einem Schleichgang befindet und dass Österreich im Vergleich dazu doch hervorstechend gute Daten vorweisen kann, die uns Hoffnung und Mut machen, dass wir auch künftig diesen Wettbewerb bestehen können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Brosz: Das steht nicht auf der Tagesordnung! Das ist ja unglaublich!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Steuerreform – das gebe ich offen zu – kommt etwas verspätet. Wir hätten uns diese Steuerreform schon für das heurige Jahr gewünscht. Aber es ist dies ein volkswirtschaftlich sinnvolles Budget, das Lenkungsmaßnahmen beinhaltet, das die Beschäftigung in unserem Land absichert und den Wohlstand fördert. Daher wird unsere Partei diesem Budgetbegleitgesetz zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Brosz: Das steht nicht auf der Tagesordnung! Das ist ja unglaublich!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Bundesminister für Finanzen Mag. Karl-Heinz Grasser: Herr Präsident! Werter Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Ich habe jetzt sicher schon mehr als fünf Budgetbeiträge des Herrn Professors Van der Bellen gehört. Der, den ich heute gehört habe, ist der einzige, in dem Sie keinen Satz – das glaube ich, herausgehört zu haben – zum Budget gesagt haben, also inhaltlich gar nichts gesagt haben. Ich werde es umgekehrt machen: Ich habe mir vorgenommen, vielleicht 3 Minuten zu dieser Sache noch etwas zu sagen und 15 Minuten zur eigentlichen Sache, nämlich zum Budget, zu sprechen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Molterer: Das ist ein Wahnsinn! Die Grünen sind wirklich das Letzte! – Abg. Scheibner: Das sind Methoden!
Heute hat man zum Beispiel auf der Homepage der Grünen – Sie bedienen sich also auch elektronischer Kommunikation – ein eigenes Feld eröffnet und um „sachdienliche Hinweise in Sachen Finanzminister Grasser“ gebeten. (Lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Molterer: Das ist ein Wahnsinn! Die Grünen sind wirklich das Letzte! – Abg. Scheibner: Das sind Methoden!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Da heißt es: „Bitte schreiben Sie die zweckdienlichen Hinweise in das folgende Textfeld. Das geht direkt an Peter Pilz, und er wird das vertraulich behandeln.“(Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) – Ich kenne „zweckdienliche Hinweise“ von „Aktenzeichen XY“ und ähnlichen Dingen. Ich muss Ihnen sagen, das ist eine Vernaderungskampagne, die auch Sie selbst, Sie persönlich disqualifiziert! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Da heißt es: „Bitte schreiben Sie die zweckdienlichen Hinweise in das folgende Textfeld. Das geht direkt an Peter Pilz, und er wird das vertraulich behandeln.“(Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) – Ich kenne „zweckdienliche Hinweise“ von „Aktenzeichen XY“ und ähnlichen Dingen. Ich muss Ihnen sagen, das ist eine Vernaderungskampagne, die auch Sie selbst, Sie persönlich disqualifiziert! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Begründen Sie das!
Meine Damen und Herren! Ich halte noch einmal der Vollständigkeit halber fest, was ich bis jetzt leider Gottes schon mehrfach in diesem Hohen Haus tun musste: Es ist weder an Ihrem Vorhalt des Amtsmissbrauchs noch an Ihrem Vorhalt der Steuerhinterziehung noch an Ihrem Vorhalt der verbotenen Geschenkannahme noch an der Beeinflussung der Abfangjägerbeschaffung irgendein Wort wahr von dem, was Sie sagen, von all den inkriminierenden Vorhalten, die Sie gemacht haben. (Abg. Öllinger: Begründen Sie das!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Professor Van der Bellen, ich hoffe, dass Sie ebenso, wie Sie heute zur Vernaderung und zur Vorverurteilung bereit waren, dann auch die Größe – ich bin schon gespannt! – der Entschuldigung mir gegenüber aufbieten werden. Ich würde es mir wünschen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Lebhafte ironische Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Als letzten Satz dazu vielleicht zu einem interessanten Telefonat heute am Nachmittag bei mir im Sekretariat: Frau Elke Widner, eine persönliche Assistentin oder jemand aus dem Sekretariat, auf alle Fälle von Eva Glawischnig, also aus dem Grünen Klub, hat angerufen und gefragt, ob der Herr Finanzminister bereit sei, im Herbst an einer Veranstaltung der Frauenplattform teilzunehmen. – Offensichtlich glaubt man in Ihren eigenen Reihen nicht so sehr an die Ernsthaftigkeit des Misstrauensantrages, Herr Professor! (Lebhafte ironische Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir haben von Beginn an gesagt, Wachstum in Österreich geht nur über Veränderung. Wachstum, meine Damen und Herren, geht über Strukturwandel und nicht über alte Schuldenpolitik! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Da frage ich Sie wirklich, meine Damen und Herren: Wann hat es eine österreichische Bundesregierung gegeben, die einen derartigen Reformschub auf den Weg gebracht hat? – Es hat bisher keine gegeben, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Deswegen verstehe ich die Sorge, die Sie haben, nämlich die Sorge, dass Sie den Eindruck haben, wenn man Sachpolitik gegen Vernaderung vertauscht, wenn man inhaltlich nichts mehr beizutragen hat, dann wird man quasi zum Modernisierungsverlierer der Politik. Und Sie haben Recht, wenn Sie der Überzeugung sind, dass diese Bundesregierung und die Mehrheit dieses Parlaments bei der Bevölkerung so verankert sein wird, dass man sagen wird: Diese Politiker haben Probleme gelöst, sie haben Entscheidungen getroffen, sie haben die Zukunft Österreichs gesichert – ein Weg, der Vertrauen verdient, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sie wissen, wir haben mit 4,1 Prozent die drittniedrigste Arbeitslosenrate in der Europäischen Union. Wir haben im Jahr 2002 eine Rekordbeschäftigung mit 3 155 000 Beschäftigten gehabt. Wir haben jetzt im Mai eine Beschäftigung von 3 186 611 Menschen. Das sind 30 000 Beschäftigte mehr, als es im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt gegeben hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir haben sowohl im Jahr 2002 als auch im Jahr 2003 ein größeres, ein schnelleres Wachstum, als das in der Euro-Zone, also im Durchschnitt der zwölf Euroländer der Fall ist. Wir wachsen rascher als Deutschland, als Italien, als die Niederlande, als die Schweiz. Wir haben mit 1,7 Prozent die drittniedrigste Inflationsrate der Europäischen Union gehabt. Heute ist der Wert von Mai gekommen: 1,1 Prozent! – Sie sehen, dieser österreichischen Bundesregierung gelingt eine sensationelle Preisstabilität und damit Geldwerterhaltung für die Bevölkerung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das ist eine hervorragende Leistungsbilanz. Dazu kann man unseren Unternehmen, den Klein- und Mittelbetrieben, den Arbeitnehmern gratulieren. Das ist eine hervorragende Ausgangsposition für die Budgets 2003/2004 in einer schwierigen Situation. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Verschuldung in Österreich ist sehr klar im Abwärtstrend. Sie sagen noch immer, das ist nicht gut genug. Ich sage Ihnen dazu: Viktor Klima hat sich noch 1997 darüber gefreut, dass er das Defizit auf über 4 Prozent drücken konnte. Wir stehen im nächsten Jahr bei 0,7 Prozent. Meine Damen und Herren von der SPÖ! In 30 Jahren haben Sie solche Werte nicht erreichen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Umgekehrt war es unser Weg, Schwerpunkte zu setzen, Initiativen zu ergreifen, zukunftsorientierte Ausgaben entsprechend zu erhöhen. Und da wissen Sie, dass wir wirklich Schwerpunkte gesetzt haben im Bereich Forschung und Entwicklung, im Bereich Bildung und Ausbildung. Wir haben über die Universitätsfinanzierung mehr als einmal diskutiert. Ich habe Ihnen mehr als einmal gesagt, dass das Bruttoprinzip des Haushaltsrechtes genau diese Darstellung verlangt, die wir gemacht haben. Unterm Strich, Herr Professor, bleiben im Jahr 2004 130 Millionen € mehr für die Universitäten übrig! Und darauf sind wir stolz. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Man sieht es auch. World Competitiveness Scoreboard: 1999 war Österreich die Nummer 18, jetzt sind wir die Nummer 13. – Institutional Investor: 1999 Österreich Nummer 16, jetzt sind wir die Nummer 9. Bei den EU-Strukturindikatoren ist Österreich bereits die Nummer 5 in der Europäischen Union. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das heißt, die Abgabenquote geht zurück in Österreich, die Belastungen werden zurückgenommen, wir entlasten kleine und mittlere Einkommen, wir entlasten gerade die Klein- und Mittelbetriebe, weil eben eine nachhaltige, leistbare Entlastung ein ganz wichtiges Ziel von uns ist: für mehr Wachstum, für mehr Einkommen, für mehr Beschäftigung in Österreich. Wir sind auf einem guten Weg, der Ihr Vertrauen verdient. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher sage ich Ihnen: Das sind solide, zukunftsweisende Budgets, die wir Ihnen vorlegen – gut für die Wirtschaft, gut für den Arbeitsstandort, gut für den sozialen Zusammenhalt in Österreich. Und damit sind das Budgets, die Ihr Vertrauen verdienen! – Vielen Dank. (Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Hans Moser (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Bundeskanzler! Herr Minister! Aus dieser Rede konnte man meiner Meinung nach schon vieles heraushören, was nach Abschied klingt. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Fasslabend: Man soll nicht vom Gusenbauer-Applaus auf andere Applause schließen!
Die ÖVP hat sich auch schon gefreut. Sie haben da schon massiv applaudiert und damit gesagt: Jetzt sind wir ihn endlich los, den Burschen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Fasslabend: Man soll nicht vom Gusenbauer-Applaus auf andere Applause schließen!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Da kündigt sich wirklich ein Skandal an! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da wird Volksvermögen verschleudert, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte in diesem Zusammenhang noch auf einen anderen Tatbestand hinweisen. Im ÖIAG-Aufsichtsrat sitzt ein Repräsentant eines potenziellen Käufers der voestalpine, nämlich Herr Wolf, der frühere Arbeitgeber von Finanzminister Grasser. Man hörte auch, dass es für den Finanzminister ein Rückkehrrecht dorthin gibt. – Herr Finanzminister! Ich fordere Sie auf, diese Unvereinbarkeit sofort abzustellen, ansonsten kommen Sie nachhaltig in weitere Turbulenzen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Was ist denn das? Geh bitte, Herr Präsident!
Herr Bundesminister! Was Sie hier machen, ist wirtschaftspolitischer Vandalismus. Ziehen Sie die Konsequenzen und betreiben Sie Eigenprivatisierung! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Was ist denn das? Geh bitte, Herr Präsident!)
Abg. Neudeck: Sie haben das jetzt mit den Sandalen verwechselt!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Ich habe in Geschichte gelernt, dass die Vandalen gar nicht so arg waren, wie es immer behauptet wird – aber bitte! (Abg. Neudeck: Sie haben das jetzt mit den Sandalen verwechselt!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine sehr verehrten Herren Bundesminister! Herr Staatssekretär! Ich glaube, es war heute für alle sichtbar, hörbar und spürbar, wer wirklich vom Budget und von Finanzen etwas versteht (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen): Herr Bundesminister Karl-Heinz Grasser oder derjenige, der nichts zum Budget gesagt hat, nämlich Herr Professor Van der Bellen? (Abg. Neudeck: Er hat überhaupt wenig gesagt! – Zwischenruf des Abg. Dr. Spindelegger.)
Abg. Neudeck: Er hat überhaupt wenig gesagt! – Zwischenruf des Abg. Dr. Spindelegger.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine sehr verehrten Herren Bundesminister! Herr Staatssekretär! Ich glaube, es war heute für alle sichtbar, hörbar und spürbar, wer wirklich vom Budget und von Finanzen etwas versteht (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen): Herr Bundesminister Karl-Heinz Grasser oder derjenige, der nichts zum Budget gesagt hat, nämlich Herr Professor Van der Bellen? (Abg. Neudeck: Er hat überhaupt wenig gesagt! – Zwischenruf des Abg. Dr. Spindelegger.)
Ruf bei der ÖVP: Er ist fortgegangen!
Meine Damen und Herren! Er hat nicht nur wenig gesagt, er hat gar nichts zum Budget gesagt. (Ruf bei der ÖVP: Er ist fortgegangen!) Ich glaube sogar, er hat diese Art und Weise der Präsentation an und für sich selbst gar nicht gewollt, vielleicht auch nicht verdient, denn eine honorige Persönlichkeit – bisher war er uns zumindest als solche bekannt – dürfte, so meine ich, nicht auf dieses Niveau absinken. Vom Kollegen Pilz sind wir das gewohnt, das kennen wir. (Abg. Murauer: So ist es!) Wenn aber ein Universitätsprofessor, der immer meint, eine wirtschaftliche Kapazität zu sein, der auch in der Finanzwissenschaft weiß, worum es geht, und sie präzise vortragen können sollte (Ruf bei der ÖVP: Sollte!), kein einziges Wort zum Budget sagt, dann bin ich froh, dass hier auf der Regierungsbank Karl-Heinz Grasser und Dr. Alfred Finz sitzen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: So ist es!
Meine Damen und Herren! Er hat nicht nur wenig gesagt, er hat gar nichts zum Budget gesagt. (Ruf bei der ÖVP: Er ist fortgegangen!) Ich glaube sogar, er hat diese Art und Weise der Präsentation an und für sich selbst gar nicht gewollt, vielleicht auch nicht verdient, denn eine honorige Persönlichkeit – bisher war er uns zumindest als solche bekannt – dürfte, so meine ich, nicht auf dieses Niveau absinken. Vom Kollegen Pilz sind wir das gewohnt, das kennen wir. (Abg. Murauer: So ist es!) Wenn aber ein Universitätsprofessor, der immer meint, eine wirtschaftliche Kapazität zu sein, der auch in der Finanzwissenschaft weiß, worum es geht, und sie präzise vortragen können sollte (Ruf bei der ÖVP: Sollte!), kein einziges Wort zum Budget sagt, dann bin ich froh, dass hier auf der Regierungsbank Karl-Heinz Grasser und Dr. Alfred Finz sitzen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Sollte!
Meine Damen und Herren! Er hat nicht nur wenig gesagt, er hat gar nichts zum Budget gesagt. (Ruf bei der ÖVP: Er ist fortgegangen!) Ich glaube sogar, er hat diese Art und Weise der Präsentation an und für sich selbst gar nicht gewollt, vielleicht auch nicht verdient, denn eine honorige Persönlichkeit – bisher war er uns zumindest als solche bekannt – dürfte, so meine ich, nicht auf dieses Niveau absinken. Vom Kollegen Pilz sind wir das gewohnt, das kennen wir. (Abg. Murauer: So ist es!) Wenn aber ein Universitätsprofessor, der immer meint, eine wirtschaftliche Kapazität zu sein, der auch in der Finanzwissenschaft weiß, worum es geht, und sie präzise vortragen können sollte (Ruf bei der ÖVP: Sollte!), kein einziges Wort zum Budget sagt, dann bin ich froh, dass hier auf der Regierungsbank Karl-Heinz Grasser und Dr. Alfred Finz sitzen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Er hat nicht nur wenig gesagt, er hat gar nichts zum Budget gesagt. (Ruf bei der ÖVP: Er ist fortgegangen!) Ich glaube sogar, er hat diese Art und Weise der Präsentation an und für sich selbst gar nicht gewollt, vielleicht auch nicht verdient, denn eine honorige Persönlichkeit – bisher war er uns zumindest als solche bekannt – dürfte, so meine ich, nicht auf dieses Niveau absinken. Vom Kollegen Pilz sind wir das gewohnt, das kennen wir. (Abg. Murauer: So ist es!) Wenn aber ein Universitätsprofessor, der immer meint, eine wirtschaftliche Kapazität zu sein, der auch in der Finanzwissenschaft weiß, worum es geht, und sie präzise vortragen können sollte (Ruf bei der ÖVP: Sollte!), kein einziges Wort zum Budget sagt, dann bin ich froh, dass hier auf der Regierungsbank Karl-Heinz Grasser und Dr. Alfred Finz sitzen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Es ist bemerkenswert, dass, wie wir hören, seitens des Grünen Klubs angefragt wird, ob man nicht im Herbst den Herrn Bundesminister zu einer Veranstaltung einladen könnte, weil man weiß, dass er erfolgreich ist. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Herr Professor Van der Bellen! – Er ist nicht anwesend, richten Sie ihm das aus! – Ich hoffe nur, dass nicht Sie im Herbst nicht mehr hier sitzen und Frau Kollegin Glawischnig vorne auf Ihrem Platz. – Ich hoffe für Sie, dass es nicht so ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Brosz: Ist Ihnen das nicht peinlich?
Verehrte Damen und Herren! Offensichtlich ist den Grünen die so mühsam aufgebaute Argumentation betreffend die Saab-Gripen abhanden gekommen – abgestürzt, würde man sagen. Jetzt versucht man verzweifelt, etwas zu finden, wofür man das angesammelte Material noch verwenden könnte. (Abg. Brosz: Ist Ihnen das nicht peinlich?)
Abg. Dr. Niederwieser: Hochmut kommt vor dem Fall!
Zum Budget und damit zur Sache. (Abg. Dr. Niederwieser: Hochmut kommt vor dem Fall!) – Dann liegen Sie aber schon, Herr Kollege Niederwieser, wenn Sie meinen, Hochmut kommt vor dem Fall! Erzählen Sie das nicht mir, dafür sind Sie selbst zustän-
Beifall bei der ÖVP.
dig! (Beifall bei der ÖVP.) Verehrter Herr Kollege Niederwieser, Sie sollten in sich gehen: Was Sie heute zu Unterricht, Bildung und diesen Kapiteln ausgeführt haben, das spricht für sich.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte aber noch etwas ausführen, das mir persönlich als Kommunalpolitiker gerade auch im Hinblick auf die Budgets 2003 und 2004 wichtig erscheint. Dieses Budget bedeutet Stabilität und Verantwortung. Es soll aber auch nicht der nächste Schwerpunkt, der uns bevorsteht, nämlich der Finanzausgleich, vergessen werden. – Dieser steht vor der Tür und wird angekündigt, und ich fordere da die Aufgabengerechtigkeit ein, Herr Bundesminister! Es ist heute mit nichts mehr zu argumentieren, dass die Behebung von Kriegsschäden nach dem Krieg so quasi die Ausgangsbasis war und die unterschiedliche Abgabenertragsanteilszuteilung damit unterstützt und gerechtfertigt wäre. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Insgesamt gesehen ist dieses Doppelbudget jedoch eine sehr gute Ausgangslage für die künftigen Jahre. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Habt Ihr noch Themen?
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Meine Damen und Herren! (Ruf bei der ÖVP: Habt Ihr noch Themen?) Der Herr Bundesminister für Finanzen hat es vorgezogen, es sich wieder einmal besonders leicht zu machen und die Vorhaltungen durch den Verweis auf die Gerichte beiseite zu schieben. Sei’s drum! Aber er übersieht Wesentliches: Die Aspekte, die allenfalls strafrechtlich, allenfalls steuerrechtlich (Rufe bei der ÖVP: Allenfalls!) von Belang sind oder sein werden, sind ja nicht das Einzige, was im Raum steht und was zu diskutieren ist. (Abg. Mag. Donnerbauer: Das wird das Gericht entscheiden!)
Rufe bei der ÖVP: Allenfalls!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Meine Damen und Herren! (Ruf bei der ÖVP: Habt Ihr noch Themen?) Der Herr Bundesminister für Finanzen hat es vorgezogen, es sich wieder einmal besonders leicht zu machen und die Vorhaltungen durch den Verweis auf die Gerichte beiseite zu schieben. Sei’s drum! Aber er übersieht Wesentliches: Die Aspekte, die allenfalls strafrechtlich, allenfalls steuerrechtlich (Rufe bei der ÖVP: Allenfalls!) von Belang sind oder sein werden, sind ja nicht das Einzige, was im Raum steht und was zu diskutieren ist. (Abg. Mag. Donnerbauer: Das wird das Gericht entscheiden!)
Abg. Mag. Donnerbauer: Das wird das Gericht entscheiden!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Meine Damen und Herren! (Ruf bei der ÖVP: Habt Ihr noch Themen?) Der Herr Bundesminister für Finanzen hat es vorgezogen, es sich wieder einmal besonders leicht zu machen und die Vorhaltungen durch den Verweis auf die Gerichte beiseite zu schieben. Sei’s drum! Aber er übersieht Wesentliches: Die Aspekte, die allenfalls strafrechtlich, allenfalls steuerrechtlich (Rufe bei der ÖVP: Allenfalls!) von Belang sind oder sein werden, sind ja nicht das Einzige, was im Raum steht und was zu diskutieren ist. (Abg. Mag. Donnerbauer: Das wird das Gericht entscheiden!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Selbstverständlich geht es bei dieser Vorwurfslage zuallererst um so etwas wie – damit tun Sie sich schwer, ich weiß! – politische Verantwortung! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie in sich, dann würden Sie leiser sein! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Brinek: Wer ist denn „gepilgert“? Machen Sie doch keinen Popanz!
Warum ist das eine Frage der politischen Verantwortung? – Rekapitulieren wir – auf das ist überhaupt nicht eingegangen worden! –: Herr Bundesminister Grasser, ich finde es ja immer noch unfassbar und ich hätte es Ihnen eigentlich nicht zugetraut, dass Sie selber und/oder Ihr engster Mitarbeiter zu einer – und zwar nicht zu irgendeiner! – Interessenvertretung mit der Absicht und der Frage pilgern: Bekomme ich etwas? Ich möchte etwas haben! – Er bekommt etwas! (Abg. Dr. Brinek: Wer ist denn „gepilgert“? Machen Sie doch keinen Popanz!)
Ruf bei der SPÖ: Deshalb „gepilgert“!
Was sagt der Generalsekretär dieser Vereinigung? – Wir, die Vereinigung, haben eine Mission zu erfüllen. (Ruf bei der SPÖ: Deshalb „gepilgert“!) Da geht es nicht einmal um die New Economy. Er sagt das ganz deutlich in einer APA-Meldung – öffentlicher geht es ja nicht mehr: Es geht darum, dass die Mission einer liberalen Politik erfüllt wird. Karl-Heinz Grasser ist, damals noch in der FPÖ, jener, der dort diesen Flügel repräsentiert, und der gehört offensichtlich gestärkt. Dabei haben Sie von den Freiheitlichen auf Ihren Plakaten noch den „kleinen Mann“ vorgeführt! – Das ist ja unglaublich und unvereinbar! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Sie laden einen Minister ein, den Sie gar nicht haben wollen!) – Das ist das Unvereinbare an dieser Sache, und all das sollte Sie wirklich interessieren!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Sie laden einen Minister ein, den Sie gar nicht haben wollen!
Was sagt der Generalsekretär dieser Vereinigung? – Wir, die Vereinigung, haben eine Mission zu erfüllen. (Ruf bei der SPÖ: Deshalb „gepilgert“!) Da geht es nicht einmal um die New Economy. Er sagt das ganz deutlich in einer APA-Meldung – öffentlicher geht es ja nicht mehr: Es geht darum, dass die Mission einer liberalen Politik erfüllt wird. Karl-Heinz Grasser ist, damals noch in der FPÖ, jener, der dort diesen Flügel repräsentiert, und der gehört offensichtlich gestärkt. Dabei haben Sie von den Freiheitlichen auf Ihren Plakaten noch den „kleinen Mann“ vorgeführt! – Das ist ja unglaublich und unvereinbar! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Sie laden einen Minister ein, den Sie gar nicht haben wollen!) – Das ist das Unvereinbare an dieser Sache, und all das sollte Sie wirklich interessieren!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn dann noch zusätzlich – und das ist das besonders Perfide an dieser Affäre – Steuergesetze ganz offensichtlich und mit Absicht verletzt werden und der Finanzminister wieder nichts dazu sagt, dann ist das nicht einmal mehr Flucht nach vorne, sondern das ist eine Resignation, in die übliche Selbstvermarktung gekleidet, mit der man sich noch in den nächsten Tag hineinrettet. Aber der nächste Fettnapf wird dort schon warten, davon bin ich überzeugt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Aber Grasser ist mehr für die New Economy als Sie!
Im selben Paragraphen des Vereinstatus steht: Zur Förderung der New Economy bezweckt der Verein ... – und so weiter –, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn ausgerichtet ist. – Wir wissen mittlerweile: gefördert wurden Sie und nicht die New Economy. (Abg. Neudeck: Aber Grasser ist mehr für die New Economy als Sie!) Es ist überhaupt eine Frage, ob der Verein seinen Zweck erfüllt hat, aber das soll sich die Industriellenvereinigung überlegen, das ist nicht so sehr unser Thema.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Trinkl: Soll es mit „Kogler“ beginnen? – Abg. Neudeck: Sind Sie eifersüchtig?
„Mag. Karl Heinz Grasser hat dem Gedanken der New Economy ...“ und so weiter. – Der Satz beginnt aber mit „Karl-Heinz Grasser“. Das ist an Unvereinbarkeit nicht zu überbieten! Ich weiß nicht, warum Sie sich da so sperren. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Trinkl: Soll es mit „Kogler“ beginnen? – Abg. Neudeck: Sind Sie eifersüchtig?)
Abg. Dr. Trinkl: Offensichtlich?
den Vereinszweck hineingeschrieben wird, da es doch offensichtlich kein gemeinnütziger Verein ist? (Abg. Dr. Trinkl: Offensichtlich?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und Sie sperren sich gegen einen Untersuchungsausschuss und verweisen auf die Gerichte! In Wirklichkeit ist er auch ohne Untersuchungsausschuss rücktrittsreif. – Da können Sie mauern, wie Sie wollen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Kollege Kogler, Neid macht alt!
Sie werden noch froh sein, wenn er sich rasch dem § 17 – Auflösung des Vereins – zuwendet. – Das sollte er auch tun! (Abg. Neudeck: Kollege Kogler, Neid macht alt!) Das ist nämlich nicht nur längst notwendig, sondern das muss meines Erachtens tatsächlich passieren. Ich weiß gar nicht, worauf Sie noch warten! Warum machen Sie keine Anstalten, dass dieser Verein endlich seinem Zweck dient, seine Steuern zahlt oder aber aufgelöst wird – und zwar sofort?
Beifall bei den Grünen.
Was tun Sie dazu? Das ist doch de facto Ihr Verein! Was tun Sie dazu? – Sie schweigen! Schweigen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Die zweite Nicht-Budgetrede der Grünen!
Das ist ja nur ein weiterer Befund dafür: Der Herr Finanzminister hat sozusagen sein ideologisches Credo – darüber könnte man streiten; das ist ja zulässig in der Politik – inhaliert, und er stellt es jetzt auch physisch dar. (Abg. Mag. Molterer: Die zweite Nicht-Budgetrede der Grünen!) Alles soll privatisiert werden! Nur bei ihm – bei ihm! – führt es dazu, dass es eine unselige Vermischung der „res publica“ mit dem Privaten gibt, und das in einem Amt für die „res publica“! Und das ist das Untragbare! (Beifall bei den Grünen.) Er hat das Amt nicht von sich und für sich, er hat das Amt für die öffentliche Sache.
Beifall bei den Grünen.
Das ist ja nur ein weiterer Befund dafür: Der Herr Finanzminister hat sozusagen sein ideologisches Credo – darüber könnte man streiten; das ist ja zulässig in der Politik – inhaliert, und er stellt es jetzt auch physisch dar. (Abg. Mag. Molterer: Die zweite Nicht-Budgetrede der Grünen!) Alles soll privatisiert werden! Nur bei ihm – bei ihm! – führt es dazu, dass es eine unselige Vermischung der „res publica“ mit dem Privaten gibt, und das in einem Amt für die „res publica“! Und das ist das Untragbare! (Beifall bei den Grünen.) Er hat das Amt nicht von sich und für sich, er hat das Amt für die öffentliche Sache.
Abg. Mag. Ikrath: Auf einen Satz zum Budget! Auf den warten wir immer noch!
Die Sache mit der Steuerhinterziehung, mit der de facto zugegebenen Steuerhinterziehung, so die heutige APA, ist der beste Beweis dafür. Ich weiß nicht, worauf Sie noch warten. (Abg. Mag. Ikrath: Auf einen Satz zum Budget! Auf den warten wir immer noch!) Dazu können Sie ja jetzt Stellung nehmen, Herr Molterer. Es wird Ihnen, wie gesagt, noch Leid tun, dass Sie hier eine derartige Mauer machen, statt sich der Aufklärung dieser Sache zuzuwenden.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Ikrath: Einen Satz zum Budget! – Abg. Mag. Molterer: Kein Wort zum Budget! –Abg. Scheibner: Zur Sache!
Sie haben auch gesagt, mit dem Herrn Aloysius Rauen Kontakt gehabt zu haben. Wer ist denn der Herr Aloysius Rauen? – Er ist bei Eurofighter, unmittelbar bei der Firma, und das ist eine Division von EADS. Das wird Sie nicht wundern. – Und kein Wort zu diesem Vorwurf! Es wurde gegen jede korrekte Vergabepraxis verstoßen, aber Sie schweigen und sagen nichts! Das ist wichtig. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Ikrath: Einen Satz zum Budget! – Abg. Mag. Molterer: Kein Wort zum Budget! –Abg. Scheibner: Zur Sache!)
Abg. Scheibner: Das ist eine merkwürdige Logik!
Wenn Sie mit „Sache“ das Budget 2003 und 2004 meinen, darf ich dem entgegenhalten, dass ein Budget 2003 und 2004 nur dann glaubwürdig erstellt werden kann, wenn der Minister auch sonst glaubwürdig ist. Das ist offensichtlich nicht mehr der Fall, deshalb ist das zur Sache gewesen. (Abg. Scheibner: Das ist eine merkwürdige Logik!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Wenn man die Steuerentlastungen und die Steuerbelastungen zusammenzählt, aber insbesondere die Abgabenbelastungen – weil da kommen nur welche hinzu; da gibt es nicht ein Weniger an Abgaben, sonst wären sie uns allenfalls entgangen –, dann – Herr Staatssekretär, Sie wissen es ohnehin – kommen wir zu einer massiven Belastung, jedenfalls im Jahr 2004, über das wir jetzt reden. Dass sich im Jahr 2006 die Dinge drehen mögen, hoffen wir alle, weil dann die verzögerten Effekte greifen. Wir haben das nie bestritten. Aber Sie stellen sich hierher und sagen, im Jahr 2004 gibt es Nettoentlastungen. In Wirklichkeit finden wir Belastungen in der Höhe von mehreren hunderten Millionen Euro vor. Was wollen Sie denn? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Ach, Berater soll er werden?! Das ist ja noch besser!
Da Sie die Kunst beherrschen, auf das Bruttoprinzip zu verweisen, weil Sie ursprünglich den, wie ich mittlerweile meine, absichtlichen Fehler gemacht haben, die daraus resultierende zwangsweise Ausweisung einer Bilanzverlängerung als Mehrinvestition, als so genannte Schwerpunktbildung zu verkaufen, wundert es mich auch nicht, wenn „DIE Frauenplattform“ Sie einlädt, denn so einen begnadeten Selbstdarsteller und Marketingmenschen möchte man gerne zum Berater gewinnen. Vielleicht werden Sie diesen Job auch einmal brauchen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Ach, Berater soll er werden?! Das ist ja noch besser!)
Heiterkeit bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Da ist mir klar geworden, warum die SPÖ so gegen den Eurofighter auftritt: Karl-Heinz Grasser soll seine Freundin möglichst nicht mit dem Eurofighter besuchen, so wie es ja bei Scharping offensichtlich der Fall gewesen ist. Hiezu sei aber angemerkt, dass dieser Eurofighter ohnedies nur einsitzig ist und diese Gefahr wohl nicht besteht. (Heiterkeit bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Das Maß für steuerliche Be- oder Entlastungen ist mit Sicherheit die Steuer- und Abgabenquote, und diese sinkt im Jahr 2003 und wird weiter sinken, und zwar auf 43 Prozent, ein Maß, das in nächster Zukunft angepeilt wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Vertrauen ist wichtig, und Optimismus erscheint mir bei diesen Budgetzahlen durchaus angebracht. Die Stimmung ist ganz entscheidend für die Investitionsfreudigkeit von Unternehmen und demnach auch für den wirtschaftlichen Erfolg. Diese Budgetzahlen sind für mich Anlass, optimistisch zu sein. Krankreden, skandalisieren, kriminalisieren hilft nicht. Optimismus, geschätzte Damen und Herren der Opposition, wäre durchaus auch bei Ihnen angebracht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Broukal: Sie waren doch gar nicht da!
Mir ist aufgefallen, dass – natürlich vor allem von Abgeordneten der Opposition – bei jedem Kapitel mehr Personal und mehr Geld gefordert wurde. Das hat sich wie ein roter Faden durchgezogen: mehr Lehrer, mehr ... (Abg. Broukal: Sie waren doch gar nicht da!) Ich war sehr oft da, und außerdem habe ich am Parlamentslautsprecher mitgehört. Da kann man ja mithören. – Also: mehr Lehrer, mehr Richter und so weiter und so fort.
Abg. Gaál: Ich habe es Ihnen erklärt! Ich bin gegen Ihre Kampfflugzeuge!
Ebenso hat sich wie ein roter Faden durchgezogen, dass man keine Finanzierungsvorschläge gemacht hat, dass man nie gesagt hat, wie etwas finanziert werden soll – mit einer Ausnahme: dass man keine Abfangjäger anschaffen soll. Allerdings möchte ich jetzt wirklich von den Experten, von den Rechnern in den Oppositionsreihen hören: Wie kann ich die vermeintlichen Nicht-Ausgaben für Abfangjäger, die erst ab dem Jahr 2007 anfallen, zur Finanzierung für die Budgets 2003 und 2004 heranziehen? Das ist für mich eine rechnerische Unmöglichkeit – abgesehen davon, wie man zur Landesverteidigung, zur Frage der Sicherheit steht. Das hat mich überhaupt vom Wehrsprecher der SPÖ, dem Abgeordneten Gaál, sehr gewundert: dass selbst er gegen Abfangjäger ist, und zwar generell, nicht nur gegen irgendwelche Typen, sondern generell. (Abg. Gaál: Ich habe es Ihnen erklärt! Ich bin gegen Ihre Kampfflugzeuge!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Kennen Sie das Wiener Wahlergebnis, Herr Wiener ÖVP-Parteiobmann?
Sie haben mit Ihren Forderungen, mit Ihren Debattenbeiträgen gezeigt, dass Sie nichts aus der Vergangenheit gelernt haben. Es ist so, wie es immer war: Man gibt einfach aus, macht also eine ausgabenorientierte Budgetpolitik und denkt nicht daran, wie man das finanziert, beziehungsweise man denkt an eine Finanzierung über Schulden. Sie würden so weitermachen! Die Bevölkerung hat das mitbekommen: Die SPÖ und die Grünen treten für eine alte Budgetpolitik ein: Man gibt aus, weil man es eben braucht. Man hat ein bestimmtes Bild vor Augen, aber wie man das alles finanziert, kann man nicht erklären. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Kennen Sie das Wiener Wahlergebnis, Herr Wiener ÖVP-Parteiobmann?) War bei den Nationalratswahlen nicht schlecht; da waren wir an zweiter Stelle und sind sehr knapp an die Wiener SPÖ herangekommen. Die hat ein bisschen ein negatives Ergebnis gehabt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie haben mit Ihren Forderungen, mit Ihren Debattenbeiträgen gezeigt, dass Sie nichts aus der Vergangenheit gelernt haben. Es ist so, wie es immer war: Man gibt einfach aus, macht also eine ausgabenorientierte Budgetpolitik und denkt nicht daran, wie man das finanziert, beziehungsweise man denkt an eine Finanzierung über Schulden. Sie würden so weitermachen! Die Bevölkerung hat das mitbekommen: Die SPÖ und die Grünen treten für eine alte Budgetpolitik ein: Man gibt aus, weil man es eben braucht. Man hat ein bestimmtes Bild vor Augen, aber wie man das alles finanziert, kann man nicht erklären. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Kennen Sie das Wiener Wahlergebnis, Herr Wiener ÖVP-Parteiobmann?) War bei den Nationalratswahlen nicht schlecht; da waren wir an zweiter Stelle und sind sehr knapp an die Wiener SPÖ herangekommen. Die hat ein bisschen ein negatives Ergebnis gehabt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Folgendes möchte ich aber auch hier sagen, weil immer wieder gesagt wurde, dass Ihnen der öffentliche Dienst wichtig ist: Uns ist er auch wichtig! Wir geben hier auch ein Bekenntnis zum öffentlichen Dienst ab. Er ist sehr wichtig. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Wir brauchen einen öffentlichen Dienst, der für den Bürger die notwendigen öffentlichen Leistungen erbringt. Das ist äußerst wichtig.
Abg. Gaál: Sie vernichten Arbeitsplätze!
Nichtnachbesetzen eingespart. Wir werden bis 2006 weitere 10 000 Bedienstete einsparen. (Abg. Gaál: Sie vernichten Arbeitsplätze!) Weil Sie Wien angesprochen haben: Die Gemeinde Wien hat zum Beispiel in diesem Zeitraum überhaupt nichts eingespart. Auch hat sie nicht bei den Pensionsreformen und sonstigen Maßnahmen im öffentlichen Dienst nachgezogen.
Abg. Gaál: Das stimmt doch nicht!
Kennen Sie die zeitlichen Unterschiede zwischen dem, wenn Sie heute einen Pass verlangen, und früher? – Früher haben Sie wochenlang warten müssen, heute können Sie mit der Stoppuhr warten. (Abg. Gaál: Das stimmt doch nicht!) Wenn Sie früher eine Steuererklärung beim Finanzamt abgegeben haben, dann mussten Sie wochenlang auf den Bescheid warten (Abg. Gaál: Das stimmt doch nicht!), jetzt bekommen Sie den Bescheid schon am nächsten Tag. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Gaál: Das stimmt doch nicht!
Kennen Sie die zeitlichen Unterschiede zwischen dem, wenn Sie heute einen Pass verlangen, und früher? – Früher haben Sie wochenlang warten müssen, heute können Sie mit der Stoppuhr warten. (Abg. Gaál: Das stimmt doch nicht!) Wenn Sie früher eine Steuererklärung beim Finanzamt abgegeben haben, dann mussten Sie wochenlang auf den Bescheid warten (Abg. Gaál: Das stimmt doch nicht!), jetzt bekommen Sie den Bescheid schon am nächsten Tag. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Kennen Sie die zeitlichen Unterschiede zwischen dem, wenn Sie heute einen Pass verlangen, und früher? – Früher haben Sie wochenlang warten müssen, heute können Sie mit der Stoppuhr warten. (Abg. Gaál: Das stimmt doch nicht!) Wenn Sie früher eine Steuererklärung beim Finanzamt abgegeben haben, dann mussten Sie wochenlang auf den Bescheid warten (Abg. Gaál: Das stimmt doch nicht!), jetzt bekommen Sie den Bescheid schon am nächsten Tag. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zu diesen Leistungen haben wir natürlich externe Berater eingeladen. Das war ein gut angelegtes Geld, weil wir dabei sind, unsere Verwaltung auf New Public Management umzustellen, und auch schon umgestellt haben. Über 50 Verwaltungsreformprojekte! So einen Reformschub hat es in der Vergangenheit noch nie gegeben. Über 50 Projekte! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn ich daran denke, dass seinerzeit im Jahr 1995 Bundesminister Streicher allein für die Erstellung eines externen Beraterkonzeptes zur Frage „Wie stelle ich meine Reisekostenabrechnung im Ressort so um, dass sie weniger Stellen durchläuft?“ eine Million Schilling ausgegeben hat, aber dann die Vorschläge nicht umgesetzt hat, dann muss ich sagen, da besteht ein wesentlicher Unterschied. Unser Geld war gut angelegt! Wir können das beweisen! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Über 50 Reformprojekte! An laufenden Kosteneinsparungen wird es bis zum Jahr 2006 1,3 Milliarden € geben. Ist das nichts: Bis jetzt über 11 000 Bedienstete weniger? (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Über 11 000 Bedienstete weniger seit 2000 – ist das nichts? Und bis zum Jahr 2006 weitere 10 000 Bedienstete! Also wenn das für Sie kein Beweis ist (Abg. Mag. Gaßner: Ausgliederungen!), dann haben Sie die Stellenpläne nicht gelesen, die jetzt im Budget drinnen sind. (Ruf bei der ÖVP: Die lesen eh nichts!) Dort ist dies auch nachgewiesen.
Abg. Mag. Gaßner: Ausgliederungen!
Über 50 Reformprojekte! An laufenden Kosteneinsparungen wird es bis zum Jahr 2006 1,3 Milliarden € geben. Ist das nichts: Bis jetzt über 11 000 Bedienstete weniger? (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Über 11 000 Bedienstete weniger seit 2000 – ist das nichts? Und bis zum Jahr 2006 weitere 10 000 Bedienstete! Also wenn das für Sie kein Beweis ist (Abg. Mag. Gaßner: Ausgliederungen!), dann haben Sie die Stellenpläne nicht gelesen, die jetzt im Budget drinnen sind. (Ruf bei der ÖVP: Die lesen eh nichts!) Dort ist dies auch nachgewiesen.
Ruf bei der ÖVP: Die lesen eh nichts!
Über 50 Reformprojekte! An laufenden Kosteneinsparungen wird es bis zum Jahr 2006 1,3 Milliarden € geben. Ist das nichts: Bis jetzt über 11 000 Bedienstete weniger? (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Über 11 000 Bedienstete weniger seit 2000 – ist das nichts? Und bis zum Jahr 2006 weitere 10 000 Bedienstete! Also wenn das für Sie kein Beweis ist (Abg. Mag. Gaßner: Ausgliederungen!), dann haben Sie die Stellenpläne nicht gelesen, die jetzt im Budget drinnen sind. (Ruf bei der ÖVP: Die lesen eh nichts!) Dort ist dies auch nachgewiesen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist ein Konzept, das Sie während Ihrer Zeit nie durchgesetzt haben. Sie haben einen höheren Belastungsgrad an Abgaben gehabt oder einen mindestens genauso hohen. Da möge sich Herr Abgeordneter Matznetter einmal ansehen, wie hoch in den Jahren 1996, 1997, 1998 die Abgabenbelastungsquote war, und sie mit der heutigen vergleichen. Wir haben eindeutig die Ausgabenquote stärker gesenkt als die Einnahmenquote. Das ist unser Budgetprogramm, das wollen wir bis zum Jahr 2006 weiterführen, und wir werden damit weiterhin erfolgreich sein. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Ist er ja nicht!
Herr Bundesminister! Sie sind bei diesem Punkt angelangt, und zwar sind Sie bei diesem Punkt frühestens damals angelangt, als Sie einen ideologischen Wechsel vollzogen, nämlich die Freiheitliche Partei verlassen haben und zur Österreichischen Volkspartei übergesiedelt sind. (Abg. Neudeck: Ist er ja nicht!) Allein diese Handlung zeugt schon von Charakter, zeugt von Stärke oder Schwäche oder zeugt davon, dass man immer nur auf der Butterseite schwimmen will. Das ist für mich einmal eine ganz entscheidende Frage, um einen Menschen überhaupt beurteilen zu können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Sie sind bei diesem Punkt angelangt, und zwar sind Sie bei diesem Punkt frühestens damals angelangt, als Sie einen ideologischen Wechsel vollzogen, nämlich die Freiheitliche Partei verlassen haben und zur Österreichischen Volkspartei übergesiedelt sind. (Abg. Neudeck: Ist er ja nicht!) Allein diese Handlung zeugt schon von Charakter, zeugt von Stärke oder Schwäche oder zeugt davon, dass man immer nur auf der Butterseite schwimmen will. Das ist für mich einmal eine ganz entscheidende Frage, um einen Menschen überhaupt beurteilen zu können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Österreicher mit Verpflichtung!
Sehr geehrter Herr Minister! Das ist nicht Stärke, für die Öffentlichkeit zu arbeiten, sondern das ist Schwäche, für die Öffentlichkeit zu arbeiten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Österreicher mit Verpflichtung!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe nur, meine Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei, dass Sie, nachdem Sie heute hier einem unseligen Belastungsbudget, einem Doppelbudget zugestimmt haben, die Zeche auch noch selbst zu bezahlen haben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Man soll sich nicht täuschen!
Abgeordneter Dr. Ferdinand Maier (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Als neuer Abgeordneter hier im Haus das erste Mal so eine Budgetdebatte zu verfolgen ist eine sehr spannende Sache. Wir hatten in diesen vier Tagen irrsinnig viele Wortmeldungen. Es ist sehr viel gesagt worden. Es gab zwei Dringliche und, wie gesagt, auch einen Misstrauensantrag, der in der Abendausgabe des „Kurier“ von morgen schon als chancenlos bezeichnet wird. (Ruf bei der SPÖ: Man soll sich nicht täuschen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich habe festgestellt, dass es hier eine Opposition gibt, die wenig an Vorschlägen eingebracht hat. Ich meine, es ist das gute Recht einer Opposition zu kritisieren, aber mich hätten eigentlich schon auch Konzepte, Vorschläge und Ideen interessiert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Welche „unabhängigen Behörden“?
Das, was sich der Herr Finanzminister da anhören musste im Sinne von „täglich Alles“, gestern, heute, ich gehe davon aus, auch morgen oder vielleicht auch übermorgen, ist eigentlich – und das hat er ja gesagt – etwas, womit sich die unabhängigen Behörden befassen sollten. (Abg. Dr. Van der Bellen: Welche „unabhängigen Behörden“?) Damit lasse ich das jetzt einmal so stehen. Ich glaube, das sollten wir denen auch überlassen. (Abg. Dr. Van der Bellen: Gehen Sie auch auf die Sache ein, Herr Kollege?)
Abg. Dr. Van der Bellen: Gehen Sie auch auf die Sache ein, Herr Kollege?
Das, was sich der Herr Finanzminister da anhören musste im Sinne von „täglich Alles“, gestern, heute, ich gehe davon aus, auch morgen oder vielleicht auch übermorgen, ist eigentlich – und das hat er ja gesagt – etwas, womit sich die unabhängigen Behörden befassen sollten. (Abg. Dr. Van der Bellen: Welche „unabhängigen Behörden“?) Damit lasse ich das jetzt einmal so stehen. Ich glaube, das sollten wir denen auch überlassen. (Abg. Dr. Van der Bellen: Gehen Sie auch auf die Sache ein, Herr Kollege?)
Abg. Dr. Van der Bellen: Unsere Homepage ist aber nicht von der Industriellenvereinigung finanziert!
Das, was ich aber besonders toll gefunden habe: Es geht ja um eine Homepage, und die Art und Weise, wie Ihre Homepage seit heute gestaltet ist, zeigt, dass Sie selbst ja noch gar nicht wissen, was Sie dem Finanzminister vorwerfen sollten, denn sonst hätten Sie dort nicht so eine „Suchfindungsmaschine“ eingebaut (Abg. Dr. Van der Bellen: Unsere Homepage ist aber nicht von der Industriellenvereinigung finanziert!), wo Sie sachdienliche Hinweise erbitten, um in irgendeiner Form quasi im Wege einer Spitzelbox Tipps zu kriegen, wofür eigentlich dieser Misstrauensantrag heute herhalten musste: nämlich abzulenken von dem, was der Finanzminister und der Staatssekretär heute schon alles so erzählt haben.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Faul: Den Schwachsinn hätten wir auch nicht gebraucht!
später nachholen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Faul: Den Schwachsinn hätten wir auch nicht gebraucht!)
Abg. Neudeck: Das ist ein Sakko, und das andere ist ein Hemd!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Präsident! Sehr geehrter Minister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Schauen Sie genau hin, besonders weiß ist die Weste des Herrn Ministers heute nicht (Abg. Neudeck: Das ist ein Sakko, und das andere ist ein Hemd!), sowohl in realer, physischer Hinsicht als auch, finde ich, in politisch metaphorischer Hinsicht. Die Vorwürfe liegen eindeutig und klar auf dem Tisch. Herr Minister, Sie haben Steuer hinterzogen, das ist unser Verdacht. Herr Minister, das ist keine Sache, die man einfach so von der Hand weisen kann, sondern das ist leicht belegbar, gut nachweisbar und genau zu dokumentieren. (Abg. Neudeck: Jetzt enttäuschen Sie mich! Sie sind sonst so sachlich!) Ihre Homepage ...
Abg. Neudeck: Jetzt enttäuschen Sie mich! Sie sind sonst so sachlich!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Präsident! Sehr geehrter Minister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Schauen Sie genau hin, besonders weiß ist die Weste des Herrn Ministers heute nicht (Abg. Neudeck: Das ist ein Sakko, und das andere ist ein Hemd!), sowohl in realer, physischer Hinsicht als auch, finde ich, in politisch metaphorischer Hinsicht. Die Vorwürfe liegen eindeutig und klar auf dem Tisch. Herr Minister, Sie haben Steuer hinterzogen, das ist unser Verdacht. Herr Minister, das ist keine Sache, die man einfach so von der Hand weisen kann, sondern das ist leicht belegbar, gut nachweisbar und genau zu dokumentieren. (Abg. Neudeck: Jetzt enttäuschen Sie mich! Sie sind sonst so sachlich!) Ihre Homepage ...
Beifall bei den Grünen.
Also unter Steuerexperten ist es klar, Sie sind steuerpflichtig, entweder im Rahmen der Schenkungssteuer oder der Einkommensteuer. Es gibt sogar genauere Berechnungen. Da sich die Summe der Homepage-Zuwendungen auf 150 000 € beläuft, haben Sie uns laut Prof. Doralt – es ist alles nachzulesen – sicherlich im Ausmaß von 57 000 € Schenkungssteuer vorenthalten, und das bitte nicht nur ein Jahr! Das wird später noch näher erläutert werden. Herr Minister, das ist nicht wenig! (Beifall bei den Grünen.) Herr Minister, das ist auch kein Pappenstiel!
Abg. Neudeck: Einmal sollen wir nach Kärnten hören, einmal nicht! Was sollen wir jetzt machen!
Bitte, lesen Sie nach in den Zeitungen, was Ihr Kollege aus Kärnten sagt! (Abg. Neudeck: Einmal sollen wir nach Kärnten hören, einmal nicht! Was sollen wir jetzt machen!) Nehmen Sie die Möglichkeit wahr, endlich über eine entsprechende Unterstützung des Misstrauensantrages Konsequenzen zu ziehen, Konsequenzen, die in Ihrem ureigensten Parteiinteresse sein müssten! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Bitte, lesen Sie nach in den Zeitungen, was Ihr Kollege aus Kärnten sagt! (Abg. Neudeck: Einmal sollen wir nach Kärnten hören, einmal nicht! Was sollen wir jetzt machen!) Nehmen Sie die Möglichkeit wahr, endlich über eine entsprechende Unterstützung des Misstrauensantrages Konsequenzen zu ziehen, Konsequenzen, die in Ihrem ureigensten Parteiinteresse sein müssten! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Deswegen, Herr Minister Grasser, fordere ich Sie noch einmal auf: Ziehen Sie persönlich die Konsequenzen, bevor es zu spät ist! Sie haben, wenn Sie sich rechtzeitig schuldig bekennen und sich selbst anzeigen, noch bessere Chancen, in der Privatwirtschaft unterzukommen, als wenn Sie das nicht tun. Deshalb nehmen Sie unseren Misstrauensantrag als Zeichen dafür, dass Sie jetzt endlich die Reißleine ziehen müssen! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Wenn man die letzten Tage ein bisschen in Form eines Drehbuches sieht: Es gab eine Dringliche Anfrage der SPÖ und eine der Grünen. Pilz ist herausgekommen. Bei diesen Anschuldigungen hat man eigentlich gemeint, die hätten mehrere Asse im Talon. Kollege Van der Bellen schont sich über Tage, man denkt, es kommt heute ein besonderer Stunt, er wird hier auftreten. Man hört von einem Misstrauensantrag. Ich bin der Meinung, es werden zwei, drei Asse ausgespielt. Was kommt? – Ein Pikzehner war das! Mit dem können Sie nicht pokern. Das, was Sie hier geboten haben, war eigentlich eher niveaulos. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Stummvoll: Signal des Vertrauens!
Und dann passiert noch eines: Da gibt es einen Misstrauensantrag der Grünen. Gleichzeitig fragt aber Frau Kollegin Glawischnig oder ihre Mitarbeiterin beim Finanzminister um einen Termin im Herbst des heurigen oder nächsten Jahres – das weiß ich nicht – an. Ich kann mich noch erinnern, Kollege Edlinger hat gesagt, er hat das Telefon aus der Wand reißen müssen, als er aus dem Ministerium gegangen ist, weil er nicht wollte, dass dieser Finanzminister seine Tochter anruft, weil da die Nummer gespeichert war. Jetzt weiß ich nicht, ob die Kollegin Glawischnig gemeint hat, dass Grasser, auch wenn er nicht mehr Finanzminister sein sollte, als Person für die grünen Frauen interessant ist, so nach dem Motto: Bauknecht weiß, was Frauen wünschen. Glawischnig weiß das auch. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Stummvoll: Signal des Vertrauens!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Besonders wichtig ist uns die Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen. Steuerpflichtige mit einem Bruttojahreseinkommen von bis zu 14 500 € werden in Zukunft keine Steuern mehr bezahlen, damit werden etwa 200 000 Österreicherinnen und Österreicher entlastet. Das erhöht vor allem die Kaufkraft der kleinen Einkommensbezieher und stützt die Wirtschaft zum richtigen Zeitpunkt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Nein! Was Sie nicht sagen! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer ist das?
Zum Abschluss möchte ich mich noch an die Grünen wenden: Ich glaube, Sie werden mit Ihrem Misstrauensantrag heute allein bleiben. – Es gibt da nämlich einen SPÖ-Klubchef aus der Steiermark, der auf Rot-Kreuz-Kosten urlaubt. (Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Nein! Was Sie nicht sagen! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer ist das?) Ich bin lernfähig und habe mir Kollegen Cap zum Vorbild genommen. Man muss mehr aus den Zeitungen zitieren:
Abg. Faul: Das ist ein alter Hut!
Rund 30 Mitarbeiter der Rot-Kreuz-Ortsstelle Törl machten in Griechenland Urlaub. (Abg. Faul: Das ist ein alter Hut!) Wart, Kollege! Ich zitiere weiter: Knapp 190 €, also rund ein Drittel, gab es Zuschuss aus der Kasse des Roten Kreuzes.
Abg. Faul: Das ist wirklich ein alter Hut!
Die Organisation heißt zwar „Rotes Kreuz“, das hat aber mit der SPÖ nichts zu tun! Kollege Schrittwieser aus dem Steirischen Landtag hat allerdings gesagt: Rot ist gut, da bekomme ich meinen Zuschuss! (Abg. Faul: Das ist wirklich ein alter Hut!) Es ist vielleicht ein alter Hut, aber trotzdem nicht schlecht, wenn man es noch einmal bringt!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nun noch eine Entlastung für den Finanzminister: Wissen Sie, wer die soeben angeführte Geschichte aufgedeckt hat? – Es waren nicht die eigenen Rot-Kreuz-Mitarbeiter, und es war auch nicht die interne Revision. Vielmehr steht da, dass das steirische Rote Kreuz von einer Management-Firma durchleuchtet wurde und man massive Kritikpunkte fand. So viel zu außenstehenden Beratern. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Neudeck – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Bures –: Kann man sich bei der Mietervereinigung anmelden?
Präsident Dr. Heinz Fischer: Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Bures. Die Uhr ist auf 3 Minuten freiwillige Redezeitbeschränkung eingestellt. – Bitte. (Abg. Neudeck – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Bures –: Kann man sich bei der Mietervereinigung anmelden?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Schauen Sie sich einmal die morgige „Kronen Zeitung“ an, Frau Kollegin!
Ich meine, dem ist nichts hinzuzufügen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Schauen Sie sich einmal die morgige „Kronen Zeitung“ an, Frau Kollegin!)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Erstens: Österreich hat die größte Abgaben‑ und Steuerquote der Zweiten Republik mit Umverteilungseffekten von unten nach oben. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Zweitens: Österreich hat einen extremen Stillstand in der Wirtschaftspolitik zu verzeichnen. Österreich ist Schlusslicht beim Wirtschaftswachstum und Vorletzter bei der Lohnentwicklung, und daher sinken die Realeinkommen in Österreich. Drittens: Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Österreich – und dafür tragen Sie die Verantwortung! – ist dramatisch! Es gibt bei uns einen massiven Anstieg der Altersarbeitslosigkeit sowie der Jugendarbeitslosigkeit. (Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Wovon reden Sie?) Allein in Ihrer Verantwortung gab es ein Plus von 44,4 Prozent an Jugendarbeitslosigkeit! (Abg. Neudeck: Wo haben Sie das her?) Herr Finanzminister, mit Ihrem Budget berauben Sie die Österreicherinnen und Österreicher ihrer Zukunftschancen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Wovon reden Sie?
Erstens: Österreich hat die größte Abgaben‑ und Steuerquote der Zweiten Republik mit Umverteilungseffekten von unten nach oben. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Zweitens: Österreich hat einen extremen Stillstand in der Wirtschaftspolitik zu verzeichnen. Österreich ist Schlusslicht beim Wirtschaftswachstum und Vorletzter bei der Lohnentwicklung, und daher sinken die Realeinkommen in Österreich. Drittens: Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Österreich – und dafür tragen Sie die Verantwortung! – ist dramatisch! Es gibt bei uns einen massiven Anstieg der Altersarbeitslosigkeit sowie der Jugendarbeitslosigkeit. (Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Wovon reden Sie?) Allein in Ihrer Verantwortung gab es ein Plus von 44,4 Prozent an Jugendarbeitslosigkeit! (Abg. Neudeck: Wo haben Sie das her?) Herr Finanzminister, mit Ihrem Budget berauben Sie die Österreicherinnen und Österreicher ihrer Zukunftschancen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Wo haben Sie das her?
Erstens: Österreich hat die größte Abgaben‑ und Steuerquote der Zweiten Republik mit Umverteilungseffekten von unten nach oben. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Zweitens: Österreich hat einen extremen Stillstand in der Wirtschaftspolitik zu verzeichnen. Österreich ist Schlusslicht beim Wirtschaftswachstum und Vorletzter bei der Lohnentwicklung, und daher sinken die Realeinkommen in Österreich. Drittens: Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Österreich – und dafür tragen Sie die Verantwortung! – ist dramatisch! Es gibt bei uns einen massiven Anstieg der Altersarbeitslosigkeit sowie der Jugendarbeitslosigkeit. (Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Wovon reden Sie?) Allein in Ihrer Verantwortung gab es ein Plus von 44,4 Prozent an Jugendarbeitslosigkeit! (Abg. Neudeck: Wo haben Sie das her?) Herr Finanzminister, mit Ihrem Budget berauben Sie die Österreicherinnen und Österreicher ihrer Zukunftschancen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Erstens: Österreich hat die größte Abgaben‑ und Steuerquote der Zweiten Republik mit Umverteilungseffekten von unten nach oben. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Zweitens: Österreich hat einen extremen Stillstand in der Wirtschaftspolitik zu verzeichnen. Österreich ist Schlusslicht beim Wirtschaftswachstum und Vorletzter bei der Lohnentwicklung, und daher sinken die Realeinkommen in Österreich. Drittens: Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Österreich – und dafür tragen Sie die Verantwortung! – ist dramatisch! Es gibt bei uns einen massiven Anstieg der Altersarbeitslosigkeit sowie der Jugendarbeitslosigkeit. (Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Wovon reden Sie?) Allein in Ihrer Verantwortung gab es ein Plus von 44,4 Prozent an Jugendarbeitslosigkeit! (Abg. Neudeck: Wo haben Sie das her?) Herr Finanzminister, mit Ihrem Budget berauben Sie die Österreicherinnen und Österreicher ihrer Zukunftschancen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Bitte reden Sie nicht so schnell, sonst verstehen wir Sie nicht!
Das sind die Eckdaten Ihrer Budgetpolitik! (Abg. Scheibner: Bitte reden Sie nicht so schnell, sonst verstehen wir Sie nicht!) Die Verantwortung dafür tragen auch Sie, Herr Finanzminister!
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Meine Damen und Herren! Wofür steht dieser Finanzminister noch? – Erstens steht dieser Finanzminister noch für Freunderlwirtschaft vom Immobilienfreund Plech bis zum Firmenfreund Hochegger. Zweitens steht dieser Finanzminister für Verschwendungssucht. 27 Millionen € wurden allein für irgendwelche dubiosen Beratungen und davon 10 Millionen € allein für Eigenwerbung ausgegeben. Und drittens steht dieser Finanzminister seit einigen Tagen auch noch für den Verdacht der verbotenen Geschenkannahme von der Industriellenvereinigung bis zum Modehaus Hilfiger. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Bundesminister Grasser, ich meine, dass Sie die Verantwortung dafür tragen, auch wenn die Regierungsfraktionen versuchen, das zu vertuschen. Sie haben ein mangelndes Unrechtsbewusstsein. Wenn Sie noch eine Spur an Charakter haben, dann treten Sie zurück! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Das die Menschen massiv belasten wird!
Dieser Finanzminister hat ein Doppelbudget vorgelegt, das Österreich in den nächsten Jahren doch ganz wesentlich gestalten wird. (Abg. Parnigoni: Das die Menschen massiv belasten wird!) Diesem Finanzminister wurde für seine Politik – ebenso wie dieser Bundesregierung – erst jüngst von der renommiertesten internationalen Rating‑Agentur, nämlich von Standard & Poor’s, ein exzellentes Zeugnis ausgestellt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dieser Finanzminister hat ein Doppelbudget vorgelegt, das Österreich in den nächsten Jahren doch ganz wesentlich gestalten wird. (Abg. Parnigoni: Das die Menschen massiv belasten wird!) Diesem Finanzminister wurde für seine Politik – ebenso wie dieser Bundesregierung – erst jüngst von der renommiertesten internationalen Rating‑Agentur, nämlich von Standard & Poor’s, ein exzellentes Zeugnis ausgestellt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Jeder Großunternehmer und jeder internationale Konzern würde sich alle zehn Finger ablecken, wenn er ein solches Rating bekäme, wie es dieser Finanzminister und diese Bundesregierung bekommen haben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Wissen Sie, was das für die österreichischen Steuerzahler wirklich bedeutet? – Das bedeutet Zinsersparnisse im Ausmaß von dreistelligen Euro-Millionenbeträgen in einem Jahr und nachhaltig von Milliardenbeträgen. Das bedeutet es für den Steuerzahler! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Aber das ist Ihnen offensichtlich völlig egal!
Zwischenruf des Abg. Faul.
Ich sage Ihnen noch etwas – und das wird Ihnen vor allem der Wähler ins Stammbuch schreiben –: Der Wähler wird nicht mehr mit Ihnen in die Mehrheit ziehen, denn er wird Ihnen nicht glauben, dass er mit Ihnen irgendwann noch einmal in die neue Zeit oder, trotz Josef Broukal, in Modern Times marschieren wird können. Vielmehr wird sich der Wähler bei uns mehrheitlich gut aufgehoben fühlen. (Zwischenruf des Abg. Faul.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Erfolg für die Österreicher und für den Steuerzahler! Und wir sind auch stolz darauf, dass der Chefökonom der Deutschen Bank sich diesen Finanzminister für Deutschland wünscht. Wir werden ihn allerdings nicht hergeben! Wir werden ihn nicht hergeben, weil wir Österreich und den Österreichern in der Pflicht sind. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Ich bin nicht stolz auf diesen Finanzminister! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Wir sind hier auch nicht im Stadion, sondern im Parlament!
Herr Finanzminister Grasser, genauso, wie Sie uns die Antworten auf unsere Dringlichen Anfragen schuldig geblieben sind, bleiben Sie uns auch heute Antworten schuldig! Vor Ihnen steht eine ganze Mauer von FPÖ- und ÖVP-Abgeordneten, die nicht das tun, was normalerweise eine Verteidigungslinie beim Fußball macht. (Abg. Scheibner: Wir sind hier auch nicht im Stadion, sondern im Parlament!) Vielmehr halten Sie Ihre Hände vors Gesicht und wollen nichts sehen. Sie wollen nicht sehen, was hier derzeit vorgeht! Sie wollen die Zusammenhänge nicht wahrhaben, und das ist der Vorwurf, der Ihnen hier und heute zu machen ist: Sie haben keinen Deut an Einsicht, dass etwas nicht in Ordnung ist, sondern Sie blocken von vornherein in einem Rundumschlag alles ab! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Finanzminister Grasser, genauso, wie Sie uns die Antworten auf unsere Dringlichen Anfragen schuldig geblieben sind, bleiben Sie uns auch heute Antworten schuldig! Vor Ihnen steht eine ganze Mauer von FPÖ- und ÖVP-Abgeordneten, die nicht das tun, was normalerweise eine Verteidigungslinie beim Fußball macht. (Abg. Scheibner: Wir sind hier auch nicht im Stadion, sondern im Parlament!) Vielmehr halten Sie Ihre Hände vors Gesicht und wollen nichts sehen. Sie wollen nicht sehen, was hier derzeit vorgeht! Sie wollen die Zusammenhänge nicht wahrhaben, und das ist der Vorwurf, der Ihnen hier und heute zu machen ist: Sie haben keinen Deut an Einsicht, dass etwas nicht in Ordnung ist, sondern Sie blocken von vornherein in einem Rundumschlag alles ab! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Großruck : Bringen Sie Beweise, und zwar schwarz auf weiß! Wir haben all das bis jetzt nur gehört!
Sie gehen meiner Meinung nach in einen Verzweiflungsangriff über und benutzen dann Begriffe wie „Scherbengericht“, „Vernaderung“, „Verleumdung“, „mit Schmutz bewerfen“. – Das, was Sie Schmutz nennen, waren die Vorwürfe und Anschuldigungen, die Klubobmann Van der Bellen hier als Begründung für unseren Misstrauensantrag vorgebracht hat. Dabei handelt es sich aber um Fakten und Tatsachen, die Sie allerdings nicht wahrhaben wollen! (Abg. Großruck : Bringen Sie Beweise, und zwar schwarz auf weiß! Wir haben all das bis jetzt nur gehört!)
Beifall bei den Grünen.
Diese Daten und Fakten stehen weiterhin im Raum, weil Ihr Finanzminister sich nach wie vor weigert, eine korrekte und ehrliche Antwort auf all diese Fragen hier in diesem Haus zu geben! Die FPÖ ist einmal als eine Partei angetreten, welche die Missstände aufdecken möchte. – Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ! Sie sind heute zu einer Partei mutiert, die Missstände zudeckt! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Dazu haben wir Sie gebraucht!
Die FPÖ ist eine Partei, die Missstände zudeckt und dafür sorgt, dass die Wahrheit nicht ans Licht kommt, dass der Verdacht auf Steuerhinterziehung und der Verdacht auf gesetzwidriges Verhalten – wie etwa bei der Anschaffung des Eurofighters – sowie der Verdacht auf Amtsmissbrauch nicht untersucht werden können! Das ist heute Ihre politische Haltung, so weit haben Sie es gebracht! (Abg. Scheibner: Dazu haben wir Sie gebraucht!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich frage mich, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen von den Freiheitlichen und von der ÖVP: Was muss passieren, damit Sie Ihre politische Verantwortung endlich wahrnehmen und einem Misstrauensantrag zustimmen, der heute hier im Raum steht, der Hand und Fuß hat und mit Daten und Fakten unterstützt werden kann? Überlegen Sie sich das noch einmal, Sie haben noch Zeit bis zur Abstimmung! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mandak: Ich höre sehr aufmerksam zu!
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Wenn man Frau Kollegin Mandak so zuhört, dann hat man immer wieder das Gefühl, sie will gar nicht richtig zuhören, wenn der Herr Finanzminister die Anfragen der Grünen beantwortet. (Abg. Mandak: Ich höre sehr aufmerksam zu!)
Beifall bei der ÖVP.
Hören Sie zu, dann müssen Sie nicht immer wieder sagen, Ihre Anfragen werden nicht beantwortet! Das stimmt nämlich überhaupt nicht! (Beifall bei der ÖVP.) Sie stützen Ihre Anfragen oder Anträge immer nur auf Vermutungen und haben überhaupt keine Beweise! Wir von der ÖVP und von der FPÖ tragen hingegen die Verantwortung und machen Reformen für dieses Land. (Abg. Eder: Sie ziehen den Menschen das Geld aus der Tasche!) Sie werden immer wieder an unseren Wortmeldungen erkennen können, dass auf der einen Seite die Spezialisten und diejenigen zu finden sind, die es wirklich ernst nehmen, während auf der anderen Seite die Polemiker sitzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Sie ziehen den Menschen das Geld aus der Tasche!
Hören Sie zu, dann müssen Sie nicht immer wieder sagen, Ihre Anfragen werden nicht beantwortet! Das stimmt nämlich überhaupt nicht! (Beifall bei der ÖVP.) Sie stützen Ihre Anfragen oder Anträge immer nur auf Vermutungen und haben überhaupt keine Beweise! Wir von der ÖVP und von der FPÖ tragen hingegen die Verantwortung und machen Reformen für dieses Land. (Abg. Eder: Sie ziehen den Menschen das Geld aus der Tasche!) Sie werden immer wieder an unseren Wortmeldungen erkennen können, dass auf der einen Seite die Spezialisten und diejenigen zu finden sind, die es wirklich ernst nehmen, während auf der anderen Seite die Polemiker sitzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Hören Sie zu, dann müssen Sie nicht immer wieder sagen, Ihre Anfragen werden nicht beantwortet! Das stimmt nämlich überhaupt nicht! (Beifall bei der ÖVP.) Sie stützen Ihre Anfragen oder Anträge immer nur auf Vermutungen und haben überhaupt keine Beweise! Wir von der ÖVP und von der FPÖ tragen hingegen die Verantwortung und machen Reformen für dieses Land. (Abg. Eder: Sie ziehen den Menschen das Geld aus der Tasche!) Sie werden immer wieder an unseren Wortmeldungen erkennen können, dass auf der einen Seite die Spezialisten und diejenigen zu finden sind, die es wirklich ernst nehmen, während auf der anderen Seite die Polemiker sitzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Sie sind unsozial!
Meine liebe Kollegin Mandak! Jetzt werde ich einmal zum Thema kommen, damit Sie wissen, dass wir nicht immer nur polemisieren! (Abg. Eder: Sie sind unsozial!) Durch die EU-Erweiterung sind Städte und Gemeinden einem intensiven Standortwettbewerb ausgesetzt, aber sie tragen auch die Verantwortung für entsprechende Einrichtungen für ihre immer älter werdende Bevölkerung. Durch die breite Streuung der Anteile an gemeinschaftlichen Bundesabgaben und durch die relevante Konjunkturabhängigkeit der gemeindeeigenen Abgaben ist eine gewisse Gleichmäßigkeit und Voraussehbarkeit der Einnahmen der Städte und Gemeinden gegeben.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Bundesregierung hat sich in ihrem Regierungsprogramm zu einer Neuordnung im Sinne des Ersatzes des abgestuften Bevölkerungsschlüssels durch ein neues System der Verteilung bekannt. Die Hoffnungen richten sich in diesem Zusammenhang auf einen aufgabenorientierten Bevölkerungsschlüssel. Der Finanzausgleich wird immer einen Kompromiss darstellen. Der Kompromiss wird aber dann leichter zu erzielen sein, wenn objektive Daten zur Verfügung stehen. Die Experten sind also gefordert, ein entsprechendes Datengerüst aufzubauen. Aber es wird auch diesmal wieder Aufgabe der Städte- und Gemeindevertreter sein, sich dieses Themas anzunehmen und eine gerechte und sinnvolle Lösung zu finden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Diese Praxis, den Finanzausgleich nicht von oben zu diktieren, sondern so weit wie möglich von den Betroffenen selbst gestalten zu lassen, hat nichts damit zu tun, dass sich Bund und Länder aus ihrer Verantwortung entziehen wollen, sondern kann als gelebte Subsidiarität und Erfordernis in einem föderalen Staat bezeichnet werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Meine Damen und Herren! Nur zwei Tage nach dem Beschluss über den Milliardenankauf der Eurofighter-Kampfflugzeuge begann letzten Freitag, den 13. Juni, im ÖIAG‑Aufsichtsrat die Geldbeschaffung in Form des Ausverkaufs der Anteile an der VA Tech, und es drohen jetzt ähnlich negative Ergebnisse für die österreichischen Steuerzahler wie beim völlig unnötigen Verkauf der hoch profitablen Austria Tabak im Jahr 2001. (Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Beschuldigungen sollte man nicht vom Blatt lesen!
Wer Karl-Heinz Grasser bei der Befriedigung seiner Eitelkeiten beobachtete, wie er 27 Millionen Steuer-Euro für Selbstdarstellung und Reklame ausgegeben hat, muss befürchten, dass der Finanzminister beim weiteren Abverkauf österreichischer Paradefirmen mit ähnlich leichter Hand vorgehen wird. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Beschuldigungen sollte man nicht vom Blatt lesen!)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Meine Damen und Herren! Wie ist es nun zu bewerten, dass mit Einverständnis des Finanzministers, der quasi vom Magna-Konzern karenziert ist, im Aufsichtsrat der ÖIAG seit Juni 2002, also drei Monate nach diesem Abendessen, Siegfried Wolf als Vertreter von Magna Europa sitzt? – Es ist dies dieselbe Firma Magna, die bekanntermaßen Interesse am Kauf der VOEST Alpine hat. Wie stehen Sie zu diesen Interessenkonflikten von Aufsichtsräten? Oder welche Interessen sind dabei wirklich im Spiel, Herr Finanzminister? (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Mein Schlusssatz lautet: Meine Damen und Herren! Ein guter Tag beginnt für alle Österreicherinnen und Österreicher, für die Firmen der ÖIAG und deren Beschäftigte mit dem Rücktritt des Finanzministers! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber es gibt Parallelen dazu in Niederösterreich. Auch dort gibt es einen großartigen Landeshauptmann, eine gute Politik für das Land, und auch dort versuchen die Grünen, die Bevölkerung zum Vernadern und zum Einbringen von Unterstellungen aufzurufen in einer Art und Weise, die ihresgleichen in dieser Republik und wahrscheinlich auch europaweit sucht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das ist eine Vorgangsweise, die unglaublich ist, und ich fordere Sie auf: Kehren Sie zurück zu einer vernünftigen Arbeit! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Kurt Gartlehner (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Finanzminister Grasser hat davon gesprochen, dass er sich vorkommt wie in „Aktenzeichen XY ... ungelöst“. Ich glaube, dass nicht nur „XY ... ungelöst“ ein Problem für ihn ist, sondern dass auch „xxx ... ungelöst“ noch immer ein Problem ist, das den Herrn Finanzminister in den nächsten Wochen und Monaten – je nachdem, wie lange seine Produktlebensdauer hier anhält – noch beschäftigen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Regler.
Meine Damen und Herren! Ich glaube, dass diese Beweihräucherungsreden der Kolleginnen und Kollegen von den Regierungsfraktionen zum Teil wirklich aus der „Frische“ der Anwesenheit in diesem Haus resultieren. (Zwischenruf des Abg. Mag. Regler.) Ich
Abg. Neudeck: Wie ist das mit den HVB-Aktien?
verweise nur auf Kollegen Ikrath, der tief beeindruckt ist über die Währungsgewinne, die die österreichische Staatsschuldenagentur lukriert. (Abg. Neudeck: Wie ist das mit den HVB-Aktien?)
Abg. Neudeck: Wie ist das mit den HVB-Aktien?
Ich sage Ihnen nur, Herr Kollege: Diese Agentur gibt es schon sehr lange, sie ist von sozialdemokratischen Finanzministern eingerichtet worden und hat immer sehr erfolgreich agiert. Diese Milliardengewinne, von denen Sie reden, sind nur virtuell, wirken sich in der Praxis nicht wirklich aus und werden in den Budgets für die Steuerzahler nicht wirklich wirksam. (Abg. Neudeck: Wie ist das mit den HVB-Aktien?) Es kann nur ein Banker so darüber reden. (Zwischenruf des Abg. Mag. Regler.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Regler.
Ich sage Ihnen nur, Herr Kollege: Diese Agentur gibt es schon sehr lange, sie ist von sozialdemokratischen Finanzministern eingerichtet worden und hat immer sehr erfolgreich agiert. Diese Milliardengewinne, von denen Sie reden, sind nur virtuell, wirken sich in der Praxis nicht wirklich aus und werden in den Budgets für die Steuerzahler nicht wirklich wirksam. (Abg. Neudeck: Wie ist das mit den HVB-Aktien?) Es kann nur ein Banker so darüber reden. (Zwischenruf des Abg. Mag. Regler.)
Abg. Neudeck: Kommen wir jetzt auf die HVB-Aktien zu sprechen, oder ist das unangenehm?
Eine Bemerkung zu den Vergleichen, zu den wenig ehrgeizigen Bemühungen, sich mit Deutschland und mit der deutschen Situation vergleichen zu wollen. (Abg. Neudeck: Kommen wir jetzt auf die HVB-Aktien zu sprechen, oder ist das unangenehm?) Ich glaube, dass man Österreich, das sozusagen ohne Ungarn und ohne Slowakei Finanz- und Wirtschaftspolitik betreiben kann, nicht wirklich, wenn man zumindest ein bisschen seriös agieren möchte, mit Deutschland vergleichen sollte, wo eine größenwahnsinnige konservative Regierung seinerzeit für die heutige Situation verantwortlich zeichnet. (Abg. Neudeck: Was heißt HVB? – Heute verfehltes Budget!)
Abg. Neudeck: Was heißt HVB? – Heute verfehltes Budget!
Eine Bemerkung zu den Vergleichen, zu den wenig ehrgeizigen Bemühungen, sich mit Deutschland und mit der deutschen Situation vergleichen zu wollen. (Abg. Neudeck: Kommen wir jetzt auf die HVB-Aktien zu sprechen, oder ist das unangenehm?) Ich glaube, dass man Österreich, das sozusagen ohne Ungarn und ohne Slowakei Finanz- und Wirtschaftspolitik betreiben kann, nicht wirklich, wenn man zumindest ein bisschen seriös agieren möchte, mit Deutschland vergleichen sollte, wo eine größenwahnsinnige konservative Regierung seinerzeit für die heutige Situation verantwortlich zeichnet. (Abg. Neudeck: Was heißt HVB? – Heute verfehltes Budget!)
Abg. Neudeck: Das heißt, die Leute der Arbeiterkammer, die hier sind, leben nicht!
Ich weiß jedenfalls aus meinem Klub, dass das nicht üblich ist, dass es lebende Subventionen von Arbeiterkammer oder Gewerkschaft oder woher auch immer für den SPÖ-Klub gegeben hat. Es ist wirklich interessant und nachfragenswert, welche Fraktionen hier in der Vergangenheit lebende Subventionen von diversen Einrichtungen bezogen haben. (Abg. Neudeck: Das heißt, die Leute der Arbeiterkammer, die hier sind, leben nicht!) – Da ist anständig verrechnet worden. Da gibt es Leistungen und Gegenleistungen dafür, und daher ist das keine lebende Subvention.
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne glaube ich, meine Damen und Herren, dass die Produktlebensdauer des Herrn Finanzministers, aber auch die Produktqualität dieses Budgets nicht wirklich beeindruckend sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Fritz Neugebauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen! Ich unterstütze die Bemühungen des Finanzministeriums, das am 1. Juli 2002 KIAB, also die Kontrolle bezüglich der illegalen Arbeitnehmerbeschäftigung, eingerichtet hat. Ich möchte den Herrn Staatssekretär, den Herrn Bundesminister bitten, da nicht lockerzulassen und in dieser Frage Gas zu geben, damit wir jene Betriebe, die sauber arbeiten, nicht durch die Schattenwirtschaft gefährden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Zuletzt darf ich mich an Sie alle, liebe Kolleginnen und Kollegen, wenden, weil ich mit Interesse registriert habe, dass kaum eine Rednerin oder ein Redner es verabsäumt hätte, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ministerien für ihre Arbeit zu danken. Ich habe das mit Genugtuung registriert. Ich bitte aber, diesen Dank gegenüber den öffentlich Bediensteten nicht nur in diesem Haus zu lassen, sondern diesen auch draußen bei der Begegnung zu äußern. Ich glaube, die Kolleginnen und Kollegen haben sich das verdient. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Was mich im Budget am meisten stört, sind die Zinsen, die wir zahlen!
Das heißt, es ist ein konservatives Budget – daher wundert es mich nicht, dass viele von der ÖVP sehr zufrieden zum Budget nicken –, in dem eine klare Politik für einzelne Gruppen gemacht wird, wobei jene, die sozial schwächer sind, immer stärker belastet werden. Die negative Verteilungswirksamkeit zieht sich sehr deutlich durch das gesamte Budget, meine geschätzten Damen und Herren! (Abg. Neudeck: Was mich im Budget am meisten stört, sind die Zinsen, die wir zahlen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Warum schreist du so?
standsvergleich mit allen EU-Staaten erreicht. Jedoch hat es diese Bundesregierung nach nur drei Jahren – 30 Jahre haben wir gebraucht, bis wir uns an die dritte Stelle vorgearbeitet haben – zu Stande gebracht, dass wir wieder an vorletzter Stelle, was die Entwicklungsdaten betrifft, stehen, meine geschätzten Damen und Herren! Das ist die wirkliche Überraschung für mich, dass man das in drei Jahren zusammenbringt! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Warum schreist du so?)
Abg. Neudeck: Kollege, du musst nicht so schreien, Prinzhorn ist nicht da!
Ich sage aus historischer Sicht noch Folgendes dazu, meine geschätzten Damen und Herren: Die ÖVP hat von 1966 bis 1970 regiert. (Abg. Neudeck: Kollege, du musst nicht so schreien, Prinzhorn ist nicht da!) Österreich hat keine gute Entwicklung genommen. Wisst ihr, was jetzt ist? – Jetzt regieren sie wieder seit drei Jahren, und Österreich ist in einer sehr schlechten Entwicklungsphase. Die Freiheitlichen sind bestenfalls nur noch ein stiller Gesellschafter für die ÖVP, aber keine Partei mehr. (Abg. Scheibner: Eh klar! Was ist mit der SPÖ Niederösterreich?) Daher hat die ÖVP eine Alleinregierung mit euch als stillem Gesellschafter einer stabilen Lösung vorgezogen. (Abg. Scheibner: Wieso stehst du da und nicht in Niederösterreich? Du wärst ein guter Landesrat!)
Abg. Scheibner: Eh klar! Was ist mit der SPÖ Niederösterreich?
Ich sage aus historischer Sicht noch Folgendes dazu, meine geschätzten Damen und Herren: Die ÖVP hat von 1966 bis 1970 regiert. (Abg. Neudeck: Kollege, du musst nicht so schreien, Prinzhorn ist nicht da!) Österreich hat keine gute Entwicklung genommen. Wisst ihr, was jetzt ist? – Jetzt regieren sie wieder seit drei Jahren, und Österreich ist in einer sehr schlechten Entwicklungsphase. Die Freiheitlichen sind bestenfalls nur noch ein stiller Gesellschafter für die ÖVP, aber keine Partei mehr. (Abg. Scheibner: Eh klar! Was ist mit der SPÖ Niederösterreich?) Daher hat die ÖVP eine Alleinregierung mit euch als stillem Gesellschafter einer stabilen Lösung vorgezogen. (Abg. Scheibner: Wieso stehst du da und nicht in Niederösterreich? Du wärst ein guter Landesrat!)
Abg. Scheibner: Wieso stehst du da und nicht in Niederösterreich? Du wärst ein guter Landesrat!
Ich sage aus historischer Sicht noch Folgendes dazu, meine geschätzten Damen und Herren: Die ÖVP hat von 1966 bis 1970 regiert. (Abg. Neudeck: Kollege, du musst nicht so schreien, Prinzhorn ist nicht da!) Österreich hat keine gute Entwicklung genommen. Wisst ihr, was jetzt ist? – Jetzt regieren sie wieder seit drei Jahren, und Österreich ist in einer sehr schlechten Entwicklungsphase. Die Freiheitlichen sind bestenfalls nur noch ein stiller Gesellschafter für die ÖVP, aber keine Partei mehr. (Abg. Scheibner: Eh klar! Was ist mit der SPÖ Niederösterreich?) Daher hat die ÖVP eine Alleinregierung mit euch als stillem Gesellschafter einer stabilen Lösung vorgezogen. (Abg. Scheibner: Wieso stehst du da und nicht in Niederösterreich? Du wärst ein guter Landesrat!)
Abg. Scheibner: Was ist das für eine Verunsicherung?
Was ganz schlimm ist, meine geschätzten Damen und Herren, ist etwas ganz anderes: Es wird immer wieder gesagt, die Opposition verunsichert. Wisst ihr, was ihr macht? – Am Montag kündigen die Freiheitlichen an, Einspruch gegen die Pensionsreform zu erheben beziehungsweise ihr nicht zuzustimmen. Das ist keine Verunsicherung? – Ihr werdet es schon wieder hinbringen! (Abg. Scheibner: Was ist das für eine Verunsicherung?)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Zweiter Punkt: Die Freiheitliche Partei in Kärnten fordert einen Untersuchungsausschuss. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) All das, geschätzte Damen und Herren, ist Verunsicherung und einer Regierungspartei unwürdig! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wer sagt das?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wer sagt das?
Zweiter Punkt: Die Freiheitliche Partei in Kärnten fordert einen Untersuchungsausschuss. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) All das, geschätzte Damen und Herren, ist Verunsicherung und einer Regierungspartei unwürdig! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wer sagt das?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Alfred Brader, so etwas solltest du nicht sagen!
Abgeordneter Mag. Dr. Alfred Brader (ÖVP): Verehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Minister und Staatssekretäre! Jawohl, Herr Kollege Bauer, ich gebe Ihnen Recht: Es ist dies ein konservatives Budget. Wir wollen das Gute bewahren. Im Bildungsbereich ist uns ein wirklich gutes Budget gelungen, und das soll man auch bewahren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Alfred Brader, so etwas solltest du nicht sagen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine geschätzten Damen und Herren! Wir sollten die Sache ernst nehmen, das Gute bewahren und diesem Budget die Zustimmung geben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Was wollen Sie? Wollen Sie Verluste besteuern?
Dazu muss man schon sagen, dass diese Halbsatzbesteuerung, die jetzt gepredigt wird und eigentlich die einzige Maßnahme zu sein scheint, um eine antizyklische Budgetpolitik zu betreiben, dem Tourismus zu 90 Prozent überhaupt nichts bringen wird, weil in 90 Prozent der Tourismusbetriebe keinerlei nennenswerte Gewinne vorhanden sind, die stehen gelassen werden könnten. Das sollte man auch einmal erwähnen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Was wollen Sie? Wollen Sie Verluste besteuern?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Dafür die Abgaben ordentlich hinaufsetzen!
Man könnte zum Beispiel das Geld nehmen und in Risikokapitalfonds, wie es bereits geschehen ist, einfügen, die beim Tourismus Wesentliches gebracht haben. Man könnte die Tourismuskooperationsförderung verstärken, wobei Sie genau wissen, dass, wenn Sie jetzt Anträge einbringen, Sie bestenfalls 2006 einen ablehnenden Bescheid erhalten. So schaut es nämlich in diesem Bereich aus! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Dafür die Abgaben ordentlich hinaufsetzen!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Landesparteiobmann Finz – der sich gerade mit dem Herrn Wirtschaftsminister unterhält, was natürlich zulässig ist –: Wenn Sie ständig auf Wien schauen, was natürlich für Sie als Landesparteiobmann völlig richtig ist, dann sollten Sie nicht vergessen, dass Wien zu einem nicht unerheblichen Teil mitverantwortlich ist für die angeblichen Erfolge, die Sie herausstreichen, denn wenn Wien nicht zum dritten Mal in Folge einen Maastricht-relevanten Überschuss produzieren würde, nämlich im Ausmaß von 324,8 Millionen €, dann würden Sie noch blasser ausschauen bei Ihrem Budget. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich halte die Vorgangsweise, dass auf der einen Seite dankbar angenommen wird, dass Beiträge zum eigenen Budget geliefert werden, dass Sie aber auf der anderen Seite als Landesparteiobmann der ÖVP ständig auf Wien hinschlagen, gelinde gesagt, für eine Schande. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte aber noch ganz kurz Ihr Augenmerk auf die Neuerungen in Bezug auf die Verwaltungstechnik innerhalb der Finanzämter lenken. Dort wurde ganz enorm auf EDV-Unterstützung ausgeweitet. Ich erinnere daran, dass es nicht nur für den Bürger, sondern vor allem auch für uns Steuerberater ganz wichtig war, das „Finanz Online“-System benutzen zu können. Gerade diese Einrichtungen bringen für alle Steuerpflichtigen ganz enorme Erleichterungen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Schauen wir uns einmal die VOEST an! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Ich habe leider keine Zeit, Ihnen zu antworten, aber schauen wir uns die VOEST an: Wenn die VOEST filetiert wird, irgendeiner kauft sie und es gibt kein österreichisches Investment (Abg. Dr. Fekter: Eine Erfolgsstory!) – Frau Fekter, Sie kennen sich da nicht aus! –, dann kauft dieser die Technologie, die Sparten und gibt alles andere ab. Aus und weg mit den Arbeitsplätzen! (Abg. Dr. Fekter: Das widerlegt wieder, dass ...!) Sie wissen ganz genau, dass es Negativszenarien gibt, dass von diesen 16 000 Arbeitsplätzen vielleicht dann nur 4 000 ... (Abg. Dr. Fekter: Wie viele Arbeitsplätze ...?)
Abg. Dr. Fekter: Eine Erfolgsstory!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Schauen wir uns einmal die VOEST an! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Ich habe leider keine Zeit, Ihnen zu antworten, aber schauen wir uns die VOEST an: Wenn die VOEST filetiert wird, irgendeiner kauft sie und es gibt kein österreichisches Investment (Abg. Dr. Fekter: Eine Erfolgsstory!) – Frau Fekter, Sie kennen sich da nicht aus! –, dann kauft dieser die Technologie, die Sparten und gibt alles andere ab. Aus und weg mit den Arbeitsplätzen! (Abg. Dr. Fekter: Das widerlegt wieder, dass ...!) Sie wissen ganz genau, dass es Negativszenarien gibt, dass von diesen 16 000 Arbeitsplätzen vielleicht dann nur 4 000 ... (Abg. Dr. Fekter: Wie viele Arbeitsplätze ...?)
Abg. Dr. Fekter: Das widerlegt wieder, dass ...!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Schauen wir uns einmal die VOEST an! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Ich habe leider keine Zeit, Ihnen zu antworten, aber schauen wir uns die VOEST an: Wenn die VOEST filetiert wird, irgendeiner kauft sie und es gibt kein österreichisches Investment (Abg. Dr. Fekter: Eine Erfolgsstory!) – Frau Fekter, Sie kennen sich da nicht aus! –, dann kauft dieser die Technologie, die Sparten und gibt alles andere ab. Aus und weg mit den Arbeitsplätzen! (Abg. Dr. Fekter: Das widerlegt wieder, dass ...!) Sie wissen ganz genau, dass es Negativszenarien gibt, dass von diesen 16 000 Arbeitsplätzen vielleicht dann nur 4 000 ... (Abg. Dr. Fekter: Wie viele Arbeitsplätze ...?)
Abg. Dr. Fekter: Wie viele Arbeitsplätze ...?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Schauen wir uns einmal die VOEST an! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Ich habe leider keine Zeit, Ihnen zu antworten, aber schauen wir uns die VOEST an: Wenn die VOEST filetiert wird, irgendeiner kauft sie und es gibt kein österreichisches Investment (Abg. Dr. Fekter: Eine Erfolgsstory!) – Frau Fekter, Sie kennen sich da nicht aus! –, dann kauft dieser die Technologie, die Sparten und gibt alles andere ab. Aus und weg mit den Arbeitsplätzen! (Abg. Dr. Fekter: Das widerlegt wieder, dass ...!) Sie wissen ganz genau, dass es Negativszenarien gibt, dass von diesen 16 000 Arbeitsplätzen vielleicht dann nur 4 000 ... (Abg. Dr. Fekter: Wie viele Arbeitsplätze ...?)
Beifall bei der SPÖ.
Sie sind als Oberösterreicherin verantwortlich, Frau Fekter! Lesen Sie doch bitte die Aussendung des Generaldirektors Struzl von heute und schauen Sie sich diese genau an! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
„Das Nulldefizit wurde erreicht: ein einziges Mal, und das noch dazu irrtümlich. Inzwischen ist die Republik mit ihrem Budgetdefizit wieder fast dort, wo sie unter Klima lag. Bei der Abgabenquote liegt sie höher.“ – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – He-Rufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Meine Damen und Herren der Bundesregierung! Meine sehr geschätzten Damen und Herren der Regierungsfraktionen! Sie beschließen heute das unsozialste Budget der letzten Jahre! (Beifall bei der SPÖ. – He-Rufe bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Das ist lächerlich!
Bei den Ausgaben wird gestrichen, gekürzt und eingespart. Bei den Einnahmen sind Sie erfinderisch, ja ich sage sogar: Sie sind rücksichtslos, meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen! Wenn ich an die Pensionsreform denke, die Sie über die Köpfe der Menschen hinweg machen, wenn ich an die unsozialen Selbstbehalte denke (Abg. Grillitsch: Das ist lächerlich!), wenn ich an die Energiesteuern denke, muss ich sagen: Sie haben die Schwächsten der Gesellschaft im Visier und schaffen damit viel Unrecht und Leid. Dafür werden Sie Verantwortung übernehmen müssen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bei den Ausgaben wird gestrichen, gekürzt und eingespart. Bei den Einnahmen sind Sie erfinderisch, ja ich sage sogar: Sie sind rücksichtslos, meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen! Wenn ich an die Pensionsreform denke, die Sie über die Köpfe der Menschen hinweg machen, wenn ich an die unsozialen Selbstbehalte denke (Abg. Grillitsch: Das ist lächerlich!), wenn ich an die Energiesteuern denke, muss ich sagen: Sie haben die Schwächsten der Gesellschaft im Visier und schaffen damit viel Unrecht und Leid. Dafür werden Sie Verantwortung übernehmen müssen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die VOEST Alpine ist in Wirklichkeit ein Aushängeschild, wir sollten auf sie stolz sein. Dieses Unternehmen zu verkaufen grenzt an Wahnsinn! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage das auch deshalb, weil es schon in der Vergangenheit sehr unvernünftige Beispiele gegeben hat. Die Austria Tabak AG ist heute schon angesprochen worden. 10,6 Milliarden Schilling hat die ÖIAG dafür bekommen. Heuer, natürlich unter anderem Namen, unter einem anderen Eigentümer liefert dieses Unternehmen 80 Millionen britische Pfund ab. Meine Damen und Herren! Die ATW wurden verschenkt, der Republik wurde Geld vorenthalten. So schaut Ihre Politik aus! (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schöls.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Heute lesen wir in Presseaussendungen, dass genau dieser englische Konzern 5 Prozent Personal entlässt, dass es 5 Prozent Kündigungen gibt. Das trifft natürlich auch Österreich mit 100 Arbeitnehmern. Das ist nicht die Wirtschaftspolitik, die wir uns vorstellen! Das ist ein Verschleudern, das ist ein Zuschanzen von öffentlichem Eigentum! Ich sage das hier ganz offen. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schöls.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister Grasser! Zum Abschluss: Wissen Sie, was? – Feiern Sie weiterhin schöne Feste mit guter Musik in der Himmelpfortgasse, solange Sie wollen! Lassen Sie sich von mir aus noch zwei oder drei Homepages von der Industriellenvereinigung machen! Sie haben ja gute Sponsoren. Tragen Sie von mir aus weiterhin schöne, günstige Gratisanzüge, sehr geehrter Herr Bundesminister – aber lassen Sie bitte Ihre Hände von der ÖIAG, im Interesse der dort beschäftigten Menschen! (Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer anhaltender Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Wir lesen in der morgigen Ausgabe der „Kronen-Zeitung“ die völlig überraschende Nachricht: „Schüssel steht voll zu Grasser!“ – Irgendjemand muss ja hinter Grasser stehen! (Demonstrativer anhaltender Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Fekter und Kopf.
Sie brauchen nicht zu beweisen, dass Sie seit letzter Woche ein Applaustraining hinter sich haben. Wenn ich an den Applaus der vorigen Woche denke, als nämlich überhaupt kein Applaus von der ÖVP kam, dann komme ich zu dem Schluss, dass in der Zwischenzeit irgendein Motivationsseminar stattgefunden haben muss, denn das war vorige Woche nicht der Fall. Das muss man einmal feststellen, aber gut. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Fekter und Kopf.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Aber irgendjemand muss ja hinter Grasser stehen, denn sonst wäre er nicht mehr Finanzminister. Das muss man schon einmal feststellen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Demonstrativer anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Jawohl-Rufe bei der ÖVP.
Weiters spricht der Herr Bundeskanzler in diesem Interview in der „Kronen Zeitung“ von einem „höchst erfolgreichen und professionell agierenden Finanzminister“. (Demonstrativer anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Jawohl-Rufe bei der ÖVP.) – Ich glaube, Sie von der ÖVP werden Ihren eigenen Untergang auch einmal beklatschen. Das ist nichts Besonderes. (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.)
Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.
Weiters spricht der Herr Bundeskanzler in diesem Interview in der „Kronen Zeitung“ von einem „höchst erfolgreichen und professionell agierenden Finanzminister“. (Demonstrativer anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Jawohl-Rufe bei der ÖVP.) – Ich glaube, Sie von der ÖVP werden Ihren eigenen Untergang auch einmal beklatschen. Das ist nichts Besonderes. (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Dann schreibt Georg Wailand in der „Kronen Zeitung“: „..., daher werden die jetzt vorgelegten Budgetzahlen meiner Einschätzung nach nicht halten.“ – Dann wird da Kritik laut, auch im Hinblick darauf, dass die Konjunkturentwicklung nicht halten wird. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Abg. Lentsch: Wunschdenken!
Ich frage: Wo ist der Erfolg des Finanzministers, den Sie da beklatschen? Was haben Sie hier beklatscht – außer sich selbst und wahrscheinlich Ihren politischen Untergang (Abg. Lentsch: Wunschdenken!), wenn Sie Ihr Schicksal mit diesem Finanzminister verknüpfen? Das ist eine absurde Haltung, die Sie hier eingenommen haben, die nicht mit der Realität übereinstimmt! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich frage: Wo ist der Erfolg des Finanzministers, den Sie da beklatschen? Was haben Sie hier beklatscht – außer sich selbst und wahrscheinlich Ihren politischen Untergang (Abg. Lentsch: Wunschdenken!), wenn Sie Ihr Schicksal mit diesem Finanzminister verknüpfen? Das ist eine absurde Haltung, die Sie hier eingenommen haben, die nicht mit der Realität übereinstimmt! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Geh bitte!
Dann sagt Herr Bundeskanzler Schüssel – und so wird das Ganze auch immer mehr zu einem Fall Schüssel und nicht nur zu einem Fall Grasser (Abg. Dr. Stummvoll: Geh bitte!) –: Die Industriellenvereinigung stellt klar, dass sie hier Subventionen und Förderungen an die Privat-Homepage des Finanzministers getätigt hat. – Und immer verbunden damit ist: Das haben wir nicht umsonst gemacht, dafür erwarten wir uns etwas!
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Auf Grund dieser Äußerungen ist das, was die FPÖ Kärnten fordert, mehr als berechtigt, nämlich dass es einen Untersuchungsausschuss geben soll. Es ist mehr als berechtigt, eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft zu hinterlegen. Das kann man wohl sagen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Also: Vermutete Geschenkannahme, vermuteter Amtsmissbrauch sind für den Herrn Bundeskanzler eine „Mücke“! Offensichtlich ist er ganz gierig danach, sein politisches Schicksal mit dem politischen Schicksal des Finanzministers zu verknüpfen. Daran wollen wir ihn überhaupt nicht hindern. Das soll er ruhig tun, denn das Schicksal des Finanzministers neigt sich dem Ende zu. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber das Beste ist ja, dass der Herr Bundeskanzler jetzt in diesem „Krone“-Interview versucht, die Gespräche mit dem EADS-Aufsichtsratsvorsitzenden Bischoff quasi zu einer Initiative für Arbeitsplatzbeschaffung umzudeuteln, indem er sagt: Die haben über Gegengeschäfte gesprochen, nie über Flugzeuge. Nein! Die Gegengeschäfte kann man nämlich nur ohne die Flugzeuge, ohne die Eurofighter diskutieren, die der Konzern herstellt. – Sagen Sie: Für wie blöd halten Sie uns eigentlich?! Das ist ja unfassbar! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.
Ich sage Ihnen: Natürlich wurde über die Flugzeuge gesprochen, natürlich wurde darüber gesprochen! Und natürlich muss das Gegenstand einer Untersuchung sein, und natürlich ist das Gegenstand einer Sachverhaltsdarstellung. Und natürlich ist hier Kritik anzubringen. Das ist nicht bloß eine Schmutzkübelkampagne, wie es behauptet wird. (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.) Nein, nein, nein! Das ist eine berechtigte Kritik, die anzubringen ist, die hier zu diskutieren ist.
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Das war eine Vorstellung eines Finanzministers, auf den Österreich verzichten kann. Das kann ich Ihnen sagen! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Scheibner: Das können Sie doch nicht kritisieren!
Natürlich war das Ihr Versuch, irgendwo hinzuflüchten und zu sagen: Reden wir nicht dauernd über Amtsmissbrauch, Geschenkannahme und Steuerhinterziehung! – Klar ist Ihnen das unangenehm, dass darüber gesprochen wird. Aber der Finanzminister hat ja förmlich darum gebettelt, dass das Gegenstand von Dringlichen Anfragen ist. Er hat sich hier geoutet und geöffnet und hat uns einen Einblick in die Finanzierung seiner Homepage gewährt. Er war das doch! (Abg. Scheibner: Das können Sie doch nicht kritisieren!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Gestern haben Sie gesagt, er hat nichts gesagt!
Er hat sich in den „Salzburger Nachrichten“ geäußert, er hat hier die Antworten gegeben. Er hat sich hier hergestellt, nicht wissend, was das unter Umständen für Konsequenzen hat (Abg. Dr. Partik-Pablé: Gestern haben Sie gesagt, er hat nichts gesagt!), weil er sich offensichtlich mit der österreichischen Rechtsordnung gar nicht auseinander gesetzt hat. Weil er sie gar nicht kennt, hat er sich hier hergestellt und hat plötzlich zu sprechen begonnen – dankenswerterweise! Danke, Herr Finanzminister, sprechen Sie weiter! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Gestern haben Sie ihm vorgeworfen, dass er nichts gesagt hat! – Abg. Steibl hält ein Exemplar der „Kleinen Zeitung“ in die Höhe.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Gestern haben Sie ihm vorgeworfen, dass er nichts gesagt hat! – Abg. Steibl hält ein Exemplar der „Kleinen Zeitung“ in die Höhe.
Er hat sich in den „Salzburger Nachrichten“ geäußert, er hat hier die Antworten gegeben. Er hat sich hier hergestellt, nicht wissend, was das unter Umständen für Konsequenzen hat (Abg. Dr. Partik-Pablé: Gestern haben Sie gesagt, er hat nichts gesagt!), weil er sich offensichtlich mit der österreichischen Rechtsordnung gar nicht auseinander gesetzt hat. Weil er sie gar nicht kennt, hat er sich hier hergestellt und hat plötzlich zu sprechen begonnen – dankenswerterweise! Danke, Herr Finanzminister, sprechen Sie weiter! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Gestern haben Sie ihm vorgeworfen, dass er nichts gesagt hat! – Abg. Steibl hält ein Exemplar der „Kleinen Zeitung“ in die Höhe.)
Ruf bei der ÖVP: Ordnungsruf!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter! Ich würde Sie bitten, den Ausdruck „politischer Verräter“ zurückzunehmen! (Ruf bei der ÖVP: Ordnungsruf!)
Unruhe in den Reihen der ÖVP und der Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Aber das letzte Mal haben Sie ihm noch ...!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (fortsetzend): Das ist aber trotzdem eine Bezeichnung, die auf diesen Vorgang zutrifft, wenn jemand die Partei wechselt und diejenige Partei, bei der er war, mit solchen Gesichtern dasitzt wie heute wieder, nämlich kritisch distanziert. Das muss man schon sagen. (Unruhe in den Reihen der ÖVP und der Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Aber das letzte Mal haben Sie ihm noch ...!)
Abg. Dr. Fekter: Wie war das mit den Flügen vom Vranitzky?
den, wegapplaudieren, wegpfeifen, wenn es die für Sie nicht gibt, so machen Sie das ruhig! (Abg. Dr. Fekter: Wie war das mit den Flügen vom Vranitzky?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Von Ihnen kommen immer nur schmutzige Vorwürfe!
Stellen Sie sich vor den Wähler und die Wählerin, vor die Österreicherin und den Österreicher hin und vertreten Sie diese Politik! Ich sage Ihnen: Das ist Ausdruck eines Niedergangs der politischen Kultur! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Von Ihnen kommen immer nur schmutzige Vorwürfe!) Das ist dieses Hauses nicht würdig und auch Ihrer Geschichte in der ÖVP nicht würdig (Beifall bei der SPÖ und den Grünen) – das möchte ich Ihnen auch sagen –, dass Sie sich hier blind mit einem Persilschein herausstellen und den Finanzminister in der Art und Weise verteidigen, wie Sie das tun. Da kann ich nur sagen: Danke schön! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ und Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen
Stellen Sie sich vor den Wähler und die Wählerin, vor die Österreicherin und den Österreicher hin und vertreten Sie diese Politik! Ich sage Ihnen: Das ist Ausdruck eines Niedergangs der politischen Kultur! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Von Ihnen kommen immer nur schmutzige Vorwürfe!) Das ist dieses Hauses nicht würdig und auch Ihrer Geschichte in der ÖVP nicht würdig (Beifall bei der SPÖ und den Grünen) – das möchte ich Ihnen auch sagen –, dass Sie sich hier blind mit einem Persilschein herausstellen und den Finanzminister in der Art und Weise verteidigen, wie Sie das tun. Da kann ich nur sagen: Danke schön! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ und Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ und Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Stellen Sie sich vor den Wähler und die Wählerin, vor die Österreicherin und den Österreicher hin und vertreten Sie diese Politik! Ich sage Ihnen: Das ist Ausdruck eines Niedergangs der politischen Kultur! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Von Ihnen kommen immer nur schmutzige Vorwürfe!) Das ist dieses Hauses nicht würdig und auch Ihrer Geschichte in der ÖVP nicht würdig (Beifall bei der SPÖ und den Grünen) – das möchte ich Ihnen auch sagen –, dass Sie sich hier blind mit einem Persilschein herausstellen und den Finanzminister in der Art und Weise verteidigen, wie Sie das tun. Da kann ich nur sagen: Danke schön! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ und Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Spitzel!
„Wer noch mehr weiß über seltsame Vereine, großzügige Sponsoren oder billige Herrenschuhe im Regierungsbereich, möge uns das bitte mitteilen. Die Hinweise werden vertraulich behandelt.“ (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Spitzel!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn hier drei Regierungsmitglieder sitzen, die entweder mit Rabatten, Privatgeschäften oder der Vermischung zwischen politischen und persönlichen Funktionen zu tun haben oder hatten, dann ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass es um die politische Kultur in diesem Land nicht gut bestellt ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Steibl hält eine Ausgabe der „Kleinen Zeitung“ in die Höhe und weist den Redner auf die Schlagzeile auf der Titelseite mit dem Inhalt: „SPÖ-Klubchef urlaubte auf Rot-Kreuz-Kosten“ hin.
Ja wissen Sie, Herr Bundeskanzler, was Sie da gesagt haben? – In den USA wäre ein Fall wie der des Herrn Finanzministers nicht denkbar. Es gibt einen Strafrechtsparagraphen – im Unterschied zu Österreich –, der das klar regelt, das ist der § 201 des US Code, der heißt „Bribery, graft and conflicts of interest“. Bestechung, Schmiergelder und Interessenkonflikte werden in diesem Strafrechtsparagraphen behandelt. Der republikanische Mehrheitsführer des amerikanischen Kongresses, Herr Newt Gingrich, musste zurücktreten, weil er Gelder einer steuerbefreiten Organisation dafür genutzt hat, seinen politischen Zielen Geltung zu verschaffen. – Wir haben einen Finanzminister, der seinen persönlichen Zielen mit steuerbefreiten Geldern Geltung verschaffen will. Das ist der Unterschied! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Steibl hält eine Ausgabe der „Kleinen Zeitung“ in die Höhe und weist den Redner auf die Schlagzeile auf der Titelseite mit dem Inhalt: „SPÖ-Klubchef urlaubte auf Rot-Kreuz-Kosten“ hin.)
Abg. Dr. Stummvoll: Das hört man schon zum zehnten Mal!
Der Finanzminister hat zugegeben, dass die Industriellenvereinigung diese Gelder zur Verfügung gestellt hat. (Abg. Dr. Stummvoll: Das hört man schon zum zehnten Mal!) Der Finanzminister hat zugegeben, dass der Verein eine Homepage betreibt, die „www.karlheinzgrasser.at“ heißt.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Für uns, meine sehr geehrten Damen und Herren, macht das einen großen, einen entscheidenden Unterschied! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Das entschuldigt Sie aber in keiner Weise – und es entschuldigt vor allem Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, nicht, dieses schnelle Hochkommen des Finanzministers Grasser zu akzeptieren und damit die Frage einer politischen Unkultur, nämlich des Nichttrennens zwischen politischer und persönlicher Tätigkeit und zwischen politischen Geldern und persönlichen Geldern, nicht zur Frage der politischen Kultur zu erheben. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Lang anhaltender lebhafter Beifall bei den Grünen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Öllinger.
(Lang anhaltender lebhafter Beifall bei den Grünen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Öllinger.)
Der Beifall hält weiterhin an. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Zur Abstimmung steht zunächst der Entwurf des Bundesfinanzgesetzes für das Jahr 2003 samt Anlagen in 60 der Beilagen in der Fassung des Ausschussberichtes. (Der Beifall hält weiterhin an. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Haidlmayr: Ja!
Frau Kollegin Haidlmayr, wollen Sie herunterkommen? (Abg. Haidlmayr: Ja!) – Sie kommen persönlich; damit ist das geklärt.
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Damit ist das Budget für das Jahr 2003 verabschiedet. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Damit ist das Budget für das Jahr 2004 verabschiedet. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bitte nunmehr jene Damen und Herren, die sich für den gegenständlichen Misstrauensantrag aussprechen, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist die Minderheit und damit abgelehnt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)