Eckdaten:
Für die 189. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 865 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Abg. Leichtfried: Danke!
Bundesministerin für EU und Verfassung im Bundeskanzleramt Mag. Karoline Edtstadler: Wenn Sie auf das Jahr 2014 anspielen, dann muss ich noch einmal sagen, dass das eine Zeit ist, in der ich noch nicht in der Politik war. Ich kann nur auf das referenzieren, was ich selbst aus meiner Tätigkeit in dieser Position weiß. Wir haben ein Gesetz in Begutachtung geschickt, das auch eine entsprechend lange Zeit in Begutachtung war. Wir haben viele Stellungnahmen bekommen und ich glaube, aus dem Inhalt der Stellungnahmen wird klar, dass der Vorschlag nicht so schlecht ist. Die einen sagen, es ist zu viel, die anderen sagen, es ist zu wenig. Ich denke, wir werden es schaffen, einen guten Mittelweg zu finden und auch all die Erfahrungen, die es schon vorher gab – ich schaue natürlich auch auf die Zeit, die vor meiner politischen Tätigkeit liegt –, einzubinden und ein gutes Gesetz auf den Weg zu bringen. (Abg. Leichtfried: Danke!)
Abg. Meinl-Reisinger: Es steht sogar im Koalitionsvertrag, dass das kommt!
Meinl-Reisinger: Das steht sogar im Koalitionsvertrag!) Auf Landesebene – ich denke da zum Beispiel an Wien – hat sie offenbar eine ganz andere Einstellung. Ich möchte in diesem Zusammenhang an den Skandal rund um Wien Energie erinnern. Da hat es offenbar keine rechtzeitige Information über den Geldbedarf gegeben, und er liegt doch in Milliardenhöhe. Auch das Ausüben der Notkompetenz des Bürgermeisters hat es offenbar nicht rechtzeitig gegeben. Wie steht das Land Wien zum geplanten Informationsfreiheitsgesetz? (Abg. Meinl-Reisinger: Es steht sogar im Koalitionsvertrag, dass das kommt!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Mal, dass wir eine Makrofinanzhilfe aus dem Mehrjährigen Finanzrahmen zur Verfügung stellen, aber ich halte sie für absolut notwendig, denn die Menschen dort vor Ort haben es bitter notwendig, dass Infrastruktur wieder aufgebaut wird, dass auch schon jetzt, während dieser unglaublich schrecklichen Phase des immer noch andauernden Angriffskriegs Russlands, eine Unterstützung seitens der Europäischen Union in Form von Geld für den Wiederaufbau, der jetzt vorangehen muss, geleistet wird, damit die Menschen dort nicht verhungern und vor allem nicht erfrieren, jetzt im Winter. Das Geld ist für den Wiederaufbau, insbesondere von Infrastruktur, vorgesehen, aber auch zum Investieren in den Aufbau von Justiz und rechtsstaatlichen Institutionen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Wurm.
Ich möchte Sie noch einmal bitten, dass Sie Makrofinanzhilfen aus dem MFR von einem einmaligen Finanzinstrument wie dem Next Generation EU unterscheiden. Ich darf noch einmal sagen, dass das Kredite sind, deren Einhaltung ihrer Zwecke natürlich kontrolliert wird, und zwar von der Europäischen Kommission selbst, und die Mittel werden auch in kleineren Tranchen ausgezahlt, etwa 1,5 Milliarden Euro über ein ganzes Jahr hinweg, damit man eben kontrollieren kann, wohin sie fließen. Jeder Cent wird dort ankommen, wo er gebraucht wird. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Wurm.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Steger: Sie betreiben Realitätsverweigerung!
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Bundesministerin, ich möchte Ihnen zuerst sagen, dass Frau Kollegin Steger mit dem, was sie vorhin gesagt hat, vollkommen isoliert in Europa ist, auch innerhalb des österreichischen Parlaments. Vier Parteien haben hier eine ganz klare Meinung. Russland führt einen menschenverachtenden Terrorangriff gegen die dortige Zivilbevölkerung. Das, was sie behauptet, ist wahrscheinlich nur dem geschuldet, dass sie einer Partei angehört, die vielleicht früher auch einmal von Kräften aus Russland finanziert und unterstützt wurde. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Steger: Sie betreiben Realitätsverweigerung!)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Abgeordneter Dr. Johannes Margreiter (NEOS): Welche Länder- oder Gemeindevertreter? Sie berufen sich ja immer wieder darauf, dass von Länder- und Gemeindevertretern die Verhinderung kommt. Welche sind das? (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Abg. Schnedlitz: Das ist ein strafrechtlicher Vorwurf!
Es geht um Klarstellungen im Bereich der Holocaustverleugnung. Wir haben gesehen, gerade während der Pandemie hat es immer wieder auch Demonstrationen gegeben, bei denen es zu einem abscheulichen Zur-Schau-Stellen von Wiederbetätigung gekommen ist (Abg. Schnedlitz: Das ist ein strafrechtlicher Vorwurf!), von Delikten, die unter das Verbotsgesetz fallen, wie zum Beispiel das Tragen von Judensternen. Das war etwas, das wir sehr oft beobachten mussten. Oder: In Form des Schriftzuges „Arbeit macht frei“, der so in Auschwitz-
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Birkenau zu finden ist, stand dann: Impfen macht frei! – Das ist sehr wohl etwas, was unter das Verbotsgesetz fällt, liebe FPÖ, und auch strafrechtlich relevant ist. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Michael Hammer: Sozialistische Vizepräsidentin!
Abgeordnete Mag. Selma Yildirim (SPÖ): Frau Ministerin! Wenn Ministerien Parteizeitungen überteuerte Inserate, finanziert aus Steuergeldern, zuschanzen oder öffentliche, hoch dotierte, attraktive Jobs Günstlingen zugeschanzt werden, dann sind das perfide Formen von Korruption, die für die Demokratie gefährlich sind. Wann genau werden Sie mit der Justizministerin die leider noch vorhandenen Lücken im Korruptionsstrafrecht schließen? (Abg. Michael Hammer: Sozialistische Vizepräsidentin!)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Frau Bundesministerin! Wir sind ja derzeit auf der europäischen Ebene mit einem sozialdemokratischen Korruptionsskandal konfrontiert. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Betroffen sind die sozialdemokratische Vizepräsidentin sowie sozialdemokratische Mitglieder des Europäischen Parlaments. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wie kann aus Ihrer Sicht diese sozialdemokratische Korruptionsaffäre auf europäischer Ebene aufgearbeitet werden? (Abg. Leichtfried: Na geh, das wäre jetzt schon dreimal gegangen! – Ruf bei der SPÖ: Enttäuschend!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Frau Bundesministerin! Wir sind ja derzeit auf der europäischen Ebene mit einem sozialdemokratischen Korruptionsskandal konfrontiert. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Betroffen sind die sozialdemokratische Vizepräsidentin sowie sozialdemokratische Mitglieder des Europäischen Parlaments. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wie kann aus Ihrer Sicht diese sozialdemokratische Korruptionsaffäre auf europäischer Ebene aufgearbeitet werden? (Abg. Leichtfried: Na geh, das wäre jetzt schon dreimal gegangen! – Ruf bei der SPÖ: Enttäuschend!)
Abg. Leichtfried: Na geh, das wäre jetzt schon dreimal gegangen! – Ruf bei der SPÖ: Enttäuschend!
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Frau Bundesministerin! Wir sind ja derzeit auf der europäischen Ebene mit einem sozialdemokratischen Korruptionsskandal konfrontiert. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Betroffen sind die sozialdemokratische Vizepräsidentin sowie sozialdemokratische Mitglieder des Europäischen Parlaments. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wie kann aus Ihrer Sicht diese sozialdemokratische Korruptionsaffäre auf europäischer Ebene aufgearbeitet werden? (Abg. Leichtfried: Na geh, das wäre jetzt schon dreimal gegangen! – Ruf bei der SPÖ: Enttäuschend!)
Abg. Leichtfried: Herr Hanger, das ist ja unter Ihrem normalen Niveau! – Abg. Loacker: Nein, das ist genau Hanger-Niveau! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Bundesministerin für EU und Verfassung im Bundeskanzleramt Mag. Karoline Edtstadler: Also zum Ersten möchte ich schon festhalten, dass ich zutiefst erschüttert bin - - (Abg. Leichtfried: Herr Hanger, das ist ja unter Ihrem normalen Niveau! – Abg. Loacker: Nein, das ist genau Hanger-Niveau! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Zum Ersten möchte ich festhalten, dass ich zutiefst erschüttert darüber bin, dass dieser Korruptionsvorwurf in die höchsten Ebenen des Europäischen Parlaments vorgedrungen ist und auch die Glaubwürdigkeit der Institutionen in Europa insgesamt dadurch erschüttert wird. (Abg. Leichtfried: Herr Hanger, was ist aus Ihnen geworden? Es ist unglaublich!)
Abg. Leichtfried: Herr Hanger, was ist aus Ihnen geworden? Es ist unglaublich!
Bundesministerin für EU und Verfassung im Bundeskanzleramt Mag. Karoline Edtstadler: Also zum Ersten möchte ich schon festhalten, dass ich zutiefst erschüttert bin - - (Abg. Leichtfried: Herr Hanger, das ist ja unter Ihrem normalen Niveau! – Abg. Loacker: Nein, das ist genau Hanger-Niveau! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Zum Ersten möchte ich festhalten, dass ich zutiefst erschüttert darüber bin, dass dieser Korruptionsvorwurf in die höchsten Ebenen des Europäischen Parlaments vorgedrungen ist und auch die Glaubwürdigkeit der Institutionen in Europa insgesamt dadurch erschüttert wird. (Abg. Leichtfried: Herr Hanger, was ist aus Ihnen geworden? Es ist unglaublich!)
Abg. Leichtfried: Na dann soll sich der Herr Hanger auch vernünftig verhalten!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich würde bitten, dass wir die Fragerunde ordnungsgemäß abwickeln können. (Abg. Leichtfried: Na dann soll sich der Herr Hanger auch vernünftig verhalten!)
Abg. Hanger: Leichtfried, Wahrheit tut weh! – Abg. Leichtfried: Ach, Herr Hanger!
Die Frau Bundesministerin ist am Wort – ich würde Sie bitten. (Abg. Hanger: Leichtfried, Wahrheit tut weh! – Abg. Leichtfried: Ach, Herr Hanger!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Was machen Sie dann eigentlich noch im Amt? Wieso sind Sie dann noch im Amt? Wieso sind Sie noch im Amt, wenn es Konsequenzen geben muss für Korruption? ... 20 000 Euro für ...!
Alle, die von diesem Skandal betroffen sind – egal, wer das ist! –, müssen zur Rechenschaft gezogen werden, und das findet im Moment statt. Ich hoffe, dass sich dieser Skandal nicht weiter ausweitet, aber wir werden diese Aufklärung und natürlich auch Parlamentspräsidentin Roberta Metsola unterstützen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Was machen Sie dann eigentlich noch im Amt? Wieso sind Sie dann noch im Amt? Wieso sind Sie noch im Amt, wenn es Konsequenzen geben muss für Korruption? ... 20 000 Euro für ...!)
Abg. Hanger: Die Betroffenen sind trotzdem Sozialdemokraten, lauter Sozis! Nur Sozis! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Frau Bundesministerin, wir reden über diese Angelegenheit frei geschätzt schon über zwei Jahre, und das ist meines Erachtens doch schon sehr lange für ein Parlament. Es gibt andere Parlamente, die reagieren bei derartigen Dingen etwas schneller. Das Europäische Parlament hat zum Beispiel in sehr kurzer Zeit die von Herrn Hanger angesprochene griechische Vizepräsidentin abgesetzt. Da gilt also offenbar nicht die strafrechtliche Verurteilung als rote Linie, so wie sie bei der ÖVP gilt. (Abg. Hanger: Die Betroffenen sind trotzdem Sozialdemokraten, lauter Sozis! Nur Sozis! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Du musst eine Frage stellen! – Abg. Leichtfried: Ah, Herr Hammer, Sie sind auch da! Guten Morgen!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Bitte, Frau Bundesministerin. (Abg. Michael Hammer: Du musst eine Frage stellen! – Abg. Leichtfried: Ah, Herr Hammer, Sie sind auch da! Guten Morgen!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Bundesministerin für EU und Verfassung im Bundeskanzleramt Mag. Karoline Edtstadler: Von welcher Sache reden wir jetzt lange? Sie müssen mir das noch einmal konkret sagen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
haben vom Verbotsgesetz gesprochen. Worauf beziehen Sie sich? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Meine Frage war, ob Parlamente – jetzt nicht im Sinne der ÖVP, die immer nur die strafrechtliche Verurteilung als rote Linie sieht – generell schneller auf Missstände reagieren sollen, seien es Ordensaberkennungen oder sei es auch betreffend Korruption, die vorkommt, und was Ihre Meinung dazu ist. Ich bin der Meinung, da haben das Strafrecht und die strafrechtliche Verurteilung nicht die rote Linie zu sein. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Ihre Meinung! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Bundesministerin für EU und Verfassung im Bundeskanzleramt Mag. Karoline Edtstadler: Herr Abgeordneter, wenn es um die Frage geht, ob Parlamente schneller reagieren sollen, dann fragen Sie mich als Teil der Exekutive als Falsche. (Abg. Leichtfried: Ihre Meinung! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Vielen Dank!
Ich glaube, wir arbeiten sehr gut zusammen. Ich sehe hier im Bereich sowohl des Verbotsgesetzes als auch des Ehrenzeichengesetzes Handlungsbedarf, deshalb sind wir auch dran und deshalb wollen wir hier eine möglichst schnelle, aber vor allem auch eine gute Lösung erreichen. (Abg. Leichtfried: Vielen Dank!)
Abg. Stöger: Das hat mit Schengen nichts zu tun, gar nichts!
Bundesministerin für EU und Verfassung im Bundeskanzleramt Mag. Karoline Edtstadler: Herr Abgeordneter, ich darf Ihnen berichten: Ich war gestern im Rat für Allgemeine Angelegenheiten in Brüssel. Ich habe viele Gespräche geführt, unter anderen mit den Kolleg:innen aus Rumänien und Bulgarien. Ich möchte auch hinzufügen, dass seit einigen Wochen im Bereich der Migrationspolitik eine extreme Dynamik drinnen ist, unter anderem weil Österreich ja dieses Thema aufgebracht hat, und dass die Europäische Kommission schon Teile dieser fünf Punkte, die der Innenminister vorgelegt hat, aufgenommen hat, nämlich in den Aktionsplan betreffend den Westbalkan. (Abg. Stöger: Das hat mit Schengen nichts zu tun, gar nichts!) Wir wollen da auch gemeinsam tatsächlich für die betroffenen Länder Rumänien und Bulgarien eine Zeitschiene, einen Aktionsplan entwickeln, aber auch im Bereich der Migrationspolitik die jetzt notwendigen Schritte setzen, um da eine Lösung herbeizuführen.
Abg. Krisper: Danke, ÖVP!
Wir haben die österreichische Rechtslage dargelegt und sind auch gehört worden. Ich muss Ihnen sagen – um jetzt bei Ihrer doch ein bisschen polemischen Frage zu bleiben –, dass in den letzten Jahren in der Migrationspolitik nicht viel weitergegangen ist (Abg. Krisper: Danke, ÖVP!), dass, um ehrlich zu sein, die Asylpolitik gescheitert ist und ich nicht davon ausgehe, dass sich das Ganze in den nächsten Wochen, also vor der niederösterreichischen Landtagswahl, lösen wird. Ich hoffe aber doch, dass wir im nächsten Jahr eine wesentliche Änderung herbeiführen können, dass wir wichtige Schritte, Milestones setzen können.
Zwischenruf des Abg. Sieber.
Wahnsinn!), und noch dazu auch mit dem serbischen Präsidenten Vucić, der ganz bewusst Europa topediert? (Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brandstätter: Und das Vertragsverletzungsverfahren? Die Frage wurde nicht beantwortet! Gibt es ein Vertragsverletzungsverfahren?
Also: Persönlich gut miteinander zu können ist das eine, inhaltlich vielleicht nicht übereinzustimmen das andere. Es braucht aber das Erste, damit man inhaltliche Lösungen finden kann. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brandstätter: Und das Vertragsverletzungsverfahren? Die Frage wurde nicht beantwortet! Gibt es ein Vertragsverletzungsverfahren?)
Abg. Ernst-Dziedzic: Vielen Dank!
Das heißt, ich glaube, es wird von der Europäischen Union wirklich viel unterstützt, aber es wäre eine Hybris zu sagen, das sei viel, weil es immer noch zu wenig ist. (Abg. Ernst-Dziedzic: Vielen Dank!)
Abg. Troch: Danke!
Ich kann Ihnen hier und heute keine Zahlen nennen, was da sozusagen an weiteren Unterstützungen im nächsten Jahr geleistet werden wird, aber ich kann Ihnen berichten, dass wir erst heute darüber gesprochen haben, auch sammeln zu wollen, was die einzelnen Institutionen machen. Der Gemeindebund macht irrsinnig viel, die Städte machen teilweise viel, in den Ländern passiert viel und natürlich auch auf Bundesebene durch die einzelnen Ressorts, und das sollte man auch, um es darstellen zu können, sammeln. Wir sind jetzt dabei und dann kann ich Ihnen beim nächsten Mal diese Frage vielleicht konkreter beantworten. (Abg. Troch: Danke!)
Beifall bei der ÖVP.
Der dritte Punkt, den ich hier noch einmal betonen möchte: Es ist an der Zeit, zu handeln, und aus meiner Sicht ist es wichtig und richtig, dass der Innenminister da ganz klar fünf Punkte vorgelegt hat. Darüber hinaus ist aber schon auch die Kreativität der Kommission gefordert, und ich suche ganz konkret auch Allianzen innerhalb der Mitgliedstaaten, dass wir da dranbleiben. Ich habe die Hoffnung, dass mit der schwedischen Präsidentschaft das Thema hoch oben auf der Agenda bleibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich habe das mit den schwedischen Kolleg:innen auch schon besprochen und ich glaube, wir sind bei ihnen – sie sind leidgeprüft, sie sind aber auch sehr erfahren und sie wissen um das Problem – sozusagen in besten Händen, und wir werden auch das Unsrige dazu beitragen, dass dieses Thema auf der Agenda bleibt. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich bedanke mich bei der Frau Bundesministerin und bei allen, die Fragen gestellt haben. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Scherak hebt die Hand.
(Abg. Scherak hebt die Hand.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ. – Abg. Hafenecker: Sehr peinlich für die Grünen! Sehr peinlich für die Grünen!
Damit diese Verhöhnung des Parlaments und diese bewusste Frotzelei ein Ende hat, bin ich der Meinung, dass wir die Tagesordnungspunkte der Frau Bundesministerin heute von der Tagesordnung nehmen sollten. Ich stelle gemäß § 49 Abs. 5 GOG den Antrag, dass die Verhandlungsgegenstände Informations-, Einsicht- und Entsendungsrechte des Finanzministers bei E-Control, das Aussetzen der Erneuerbaren-Förderpauschale, das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, das Importverbot von Haiprodukten, die Neubaupläne von Small Modular Reactors in Tschechien, den ÖBB-Rahmenplan sowie die Aussetzung der Mautpflicht in Form der Vignette für Österreicher von der Tagesordnung abgesetzt werden. Der Antrag liegt Ihnen vor, und ich würde Sie bitten, diesen nachher auch zur Abstimmung zu bringen. (Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ. – Abg. Hafenecker: Sehr peinlich für die Grünen! Sehr peinlich für die Grünen!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich wundere mich ein bisschen darüber, dass gerade die NEOS und Kollege Scherak sich so äußern. Ich finde es auch etwas populistisch, so zu tun, als wäre der Ministerin das Parlament nicht wichtig. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie
Unruhe im Saal – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
haben selber erwähnt (Unruhe im Saal – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), dass die Ministerin gestern am Sonderministerrat der Energieminister:innen war. (Ruf bei der FPÖ: Mit dem Privatjet!) Vielleicht ist es Ihnen aufgefallen, dass wir die größte Energiekrise in der Geschichte unserer Zweiten Republik haben. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Schnedlitz und Deimek. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Mit dem Privatjet!
haben selber erwähnt (Unruhe im Saal – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), dass die Ministerin gestern am Sonderministerrat der Energieminister:innen war. (Ruf bei der FPÖ: Mit dem Privatjet!) Vielleicht ist es Ihnen aufgefallen, dass wir die größte Energiekrise in der Geschichte unserer Zweiten Republik haben. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Schnedlitz und Deimek. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Schnedlitz und Deimek. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
haben selber erwähnt (Unruhe im Saal – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), dass die Ministerin gestern am Sonderministerrat der Energieminister:innen war. (Ruf bei der FPÖ: Mit dem Privatjet!) Vielleicht ist es Ihnen aufgefallen, dass wir die größte Energiekrise in der Geschichte unserer Zweiten Republik haben. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Schnedlitz und Deimek. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Deimek: Das ist ja ein Skandal mit dieser Frau! Die tut ein ganzes Jahr nichts, und dann ... einen Flieger!
Es ist die Aufgabe der Energieministerin, alles dafür zu tun, dass wir gemeinsam europäische Lösungen finden. Ich finde es einigermaßen befremdlich, dass gerade die selbsternannte Europapartei NEOS sich darüber aufregt. (Abg. Deimek: Das ist ja ein Skandal mit dieser Frau! Die tut ein ganzes Jahr nichts, und dann ... einen Flieger!)
Ruf bei der SPÖ: Was hat sie für ein Ziel gehabt?
Heute ist die Ministerin gemeinsam mit 138 Ministerinnen und Ministern aus anderen Ländern in Montreal bei der Biodiversitätskonferenz im High-Level-Segment. (Ruf bei der SPÖ: Was hat sie für ein Ziel gehabt?) Sie trifft sich in weiterer Folge mit anderen Energieminister:innen, unter anderem mit dem Energieminister von Kanada. (Abg. Meinl-Reisinger: Wir nehmen zur Kenntnis, dass sie etwas Wichtigeres zu tun hat!) Ich glaube, auch das ist etwas, das genau ihre Aufgabe ist. (Abg. Leichtfried hebt die Hand.)
Abg. Meinl-Reisinger: Wir nehmen zur Kenntnis, dass sie etwas Wichtigeres zu tun hat!
Heute ist die Ministerin gemeinsam mit 138 Ministerinnen und Ministern aus anderen Ländern in Montreal bei der Biodiversitätskonferenz im High-Level-Segment. (Ruf bei der SPÖ: Was hat sie für ein Ziel gehabt?) Sie trifft sich in weiterer Folge mit anderen Energieminister:innen, unter anderem mit dem Energieminister von Kanada. (Abg. Meinl-Reisinger: Wir nehmen zur Kenntnis, dass sie etwas Wichtigeres zu tun hat!) Ich glaube, auch das ist etwas, das genau ihre Aufgabe ist. (Abg. Leichtfried hebt die Hand.)
Abg. Leichtfried hebt die Hand.
Heute ist die Ministerin gemeinsam mit 138 Ministerinnen und Ministern aus anderen Ländern in Montreal bei der Biodiversitätskonferenz im High-Level-Segment. (Ruf bei der SPÖ: Was hat sie für ein Ziel gehabt?) Sie trifft sich in weiterer Folge mit anderen Energieminister:innen, unter anderem mit dem Energieminister von Kanada. (Abg. Meinl-Reisinger: Wir nehmen zur Kenntnis, dass sie etwas Wichtigeres zu tun hat!) Ich glaube, auch das ist etwas, das genau ihre Aufgabe ist. (Abg. Leichtfried hebt die Hand.)
Abg. Deimek: ... umeinander und tut nichts!
Und was Sie auch nicht dazugesagt haben (Abg. Deimek: ... umeinander und tut nichts!): Unsere Arbeit findet nicht nur hier im Plenum statt, sondern auch in den Ausschüssen. Die Ministerin war im Umweltausschuss, sie war im Energieausschuss und sie war im Verkehrsausschuss anwesend (Abg. Scherak: Deswegen muss sie nicht kommen?) – das haben Sie nicht dazugesagt. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Haubner. – Abg. Krainer: Das heißt, sie ist eine Ausschussministerin? – Abg. Deimek: Wenn ... beschlossen wird, dann soll sie halt ...! – Weitere Rufe: Also sie ist eine Ausschussministerin!)
Abg. Scherak: Deswegen muss sie nicht kommen?
Und was Sie auch nicht dazugesagt haben (Abg. Deimek: ... umeinander und tut nichts!): Unsere Arbeit findet nicht nur hier im Plenum statt, sondern auch in den Ausschüssen. Die Ministerin war im Umweltausschuss, sie war im Energieausschuss und sie war im Verkehrsausschuss anwesend (Abg. Scherak: Deswegen muss sie nicht kommen?) – das haben Sie nicht dazugesagt. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Haubner. – Abg. Krainer: Das heißt, sie ist eine Ausschussministerin? – Abg. Deimek: Wenn ... beschlossen wird, dann soll sie halt ...! – Weitere Rufe: Also sie ist eine Ausschussministerin!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Haubner. – Abg. Krainer: Das heißt, sie ist eine Ausschussministerin? – Abg. Deimek: Wenn ... beschlossen wird, dann soll sie halt ...! – Weitere Rufe: Also sie ist eine Ausschussministerin!
Und was Sie auch nicht dazugesagt haben (Abg. Deimek: ... umeinander und tut nichts!): Unsere Arbeit findet nicht nur hier im Plenum statt, sondern auch in den Ausschüssen. Die Ministerin war im Umweltausschuss, sie war im Energieausschuss und sie war im Verkehrsausschuss anwesend (Abg. Scherak: Deswegen muss sie nicht kommen?) – das haben Sie nicht dazugesagt. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Haubner. – Abg. Krainer: Das heißt, sie ist eine Ausschussministerin? – Abg. Deimek: Wenn ... beschlossen wird, dann soll sie halt ...! – Weitere Rufe: Also sie ist eine Ausschussministerin!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kainz und Deimek.
kein Problem!) Wir haben zum Beispiel heute einen Punkt auf der Tagesordnung, dass die Förderpauschale für nächstes Jahr gestrichen werden soll. Das ist eine Entlastung von 350 Millionen Euro. Wenn wir das jetzt nicht beschließen, kann das nächstes Jahr nicht in Kraft treten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kainz und Deimek.)
Abg. Krainer: Wir haben eh nächste Woche auch Zeit!
Wenn Sie das wollen, dann müssen Sie eben dazusagen, was die Konsequenzen sind. (Abg. Krainer: Wir haben eh nächste Woche auch Zeit!) Und wir sollten als Parlament, als Abgeordnete das Selbstvertrauen haben, diese Gesetze auch zu beschließen, wenn die Ministerin einmal nicht anwesend ist. (Abg. Krainer: Wir haben eh Zeit nächste Woche!) Wir werden diesem Antrag daher auch nicht zustimmen. (Abg. Scherak: Das heißt, der Zweck heiligt die Mittel?) – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Deimek: ... das ist ja doch lächerlich! Die ganze Partei ist lächerlich! Sie kann einen Sektionschef hinschicken! Sie muss nicht selber dort sein, denn sie weiß am allerwenigsten von allen!)
Abg. Krainer: Wir haben eh Zeit nächste Woche!
Wenn Sie das wollen, dann müssen Sie eben dazusagen, was die Konsequenzen sind. (Abg. Krainer: Wir haben eh nächste Woche auch Zeit!) Und wir sollten als Parlament, als Abgeordnete das Selbstvertrauen haben, diese Gesetze auch zu beschließen, wenn die Ministerin einmal nicht anwesend ist. (Abg. Krainer: Wir haben eh Zeit nächste Woche!) Wir werden diesem Antrag daher auch nicht zustimmen. (Abg. Scherak: Das heißt, der Zweck heiligt die Mittel?) – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Deimek: ... das ist ja doch lächerlich! Die ganze Partei ist lächerlich! Sie kann einen Sektionschef hinschicken! Sie muss nicht selber dort sein, denn sie weiß am allerwenigsten von allen!)
Abg. Scherak: Das heißt, der Zweck heiligt die Mittel?
Wenn Sie das wollen, dann müssen Sie eben dazusagen, was die Konsequenzen sind. (Abg. Krainer: Wir haben eh nächste Woche auch Zeit!) Und wir sollten als Parlament, als Abgeordnete das Selbstvertrauen haben, diese Gesetze auch zu beschließen, wenn die Ministerin einmal nicht anwesend ist. (Abg. Krainer: Wir haben eh Zeit nächste Woche!) Wir werden diesem Antrag daher auch nicht zustimmen. (Abg. Scherak: Das heißt, der Zweck heiligt die Mittel?) – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Deimek: ... das ist ja doch lächerlich! Die ganze Partei ist lächerlich! Sie kann einen Sektionschef hinschicken! Sie muss nicht selber dort sein, denn sie weiß am allerwenigsten von allen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Deimek: ... das ist ja doch lächerlich! Die ganze Partei ist lächerlich! Sie kann einen Sektionschef hinschicken! Sie muss nicht selber dort sein, denn sie weiß am allerwenigsten von allen!
Wenn Sie das wollen, dann müssen Sie eben dazusagen, was die Konsequenzen sind. (Abg. Krainer: Wir haben eh nächste Woche auch Zeit!) Und wir sollten als Parlament, als Abgeordnete das Selbstvertrauen haben, diese Gesetze auch zu beschließen, wenn die Ministerin einmal nicht anwesend ist. (Abg. Krainer: Wir haben eh Zeit nächste Woche!) Wir werden diesem Antrag daher auch nicht zustimmen. (Abg. Scherak: Das heißt, der Zweck heiligt die Mittel?) – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Deimek: ... das ist ja doch lächerlich! Die ganze Partei ist lächerlich! Sie kann einen Sektionschef hinschicken! Sie muss nicht selber dort sein, denn sie weiß am allerwenigsten von allen!)
Neuerliche Zwischenrufe.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Wir können das gut diskutieren, aber ich würde um ein bisschen Respekt bitten, dass wir jeden ausreden lassen und nicht unterbrechen. (Neuerliche Zwischenrufe.) – Sie können sich ja dann auch zu Wort melden.
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich möchte wieder etwas mehr Seriosität in diese Geschäftsordnungsdebatte bringen (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP) – mit der Anmerkung, dass natürlich der Kampf um die Artenvielfalt, das Erhalten von Arten (Ruf bei der FPÖ: ... ist sowieso eigenartig!) ein wesentlicher ist und auch die Sozialdemokratie diesen Kampf selbstverständlich führt, aber darum geht es heute nicht. (Abg. Lukas Hammer: Ihr führt den Kampf gegen die Artenvielfalt, das stimmt!)
Ruf bei der FPÖ: ... ist sowieso eigenartig!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich möchte wieder etwas mehr Seriosität in diese Geschäftsordnungsdebatte bringen (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP) – mit der Anmerkung, dass natürlich der Kampf um die Artenvielfalt, das Erhalten von Arten (Ruf bei der FPÖ: ... ist sowieso eigenartig!) ein wesentlicher ist und auch die Sozialdemokratie diesen Kampf selbstverständlich führt, aber darum geht es heute nicht. (Abg. Lukas Hammer: Ihr führt den Kampf gegen die Artenvielfalt, das stimmt!)
Abg. Lukas Hammer: Ihr führt den Kampf gegen die Artenvielfalt, das stimmt!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich möchte wieder etwas mehr Seriosität in diese Geschäftsordnungsdebatte bringen (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP) – mit der Anmerkung, dass natürlich der Kampf um die Artenvielfalt, das Erhalten von Arten (Ruf bei der FPÖ: ... ist sowieso eigenartig!) ein wesentlicher ist und auch die Sozialdemokratie diesen Kampf selbstverständlich führt, aber darum geht es heute nicht. (Abg. Lukas Hammer: Ihr führt den Kampf gegen die Artenvielfalt, das stimmt!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Es geht darum, dass es eine Ministerin gibt, die von 29 Parlamentstagen, die ihre Dossiers betreffen, 15 Mal abwesend war – und das zeugt von mangelndem Respekt gegenüber der parlamentarischen Demokratie, gegenüber den Wählerinnen und Wählern. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Abg. Lukas Hammer: Dass dir das nicht peinlich ist!
Wir haben wirklich alles versucht. Herr Präsident, Sie sind Zeuge! Wir haben versucht, die Tagesordnungspunkte zu tauschen, wir haben versucht, ganz in der Früh etwas zu machen. Wir haben versucht, es irgendwie zu ermöglichen, dass das zusammenpasst. Ich habe aber das Gefühl: Es war ja nicht einmal gewünscht, dass das irgendwie geht. Sie wollte einfach nicht herkommen. (Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Abg. Lukas Hammer: Dass dir das nicht peinlich ist!)
Rufe bei der SPÖ: Genau!
Wenn das so dringend ist, wie Kollege Hammer behauptet, können die Grünen jederzeit eine Sondersitzung nächste Woche verlangen. Dann machen wir es so, dann vertagen wir heute und machen nächste Woche eine Sondersitzung, damit die Frau Ministerin teilnehmen kann. (Rufe bei der SPÖ: Genau!) Das wird ja noch möglich sein, so etwas zu tun. (Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Wenn das so dringend ist, wie Kollege Hammer behauptet, können die Grünen jederzeit eine Sondersitzung nächste Woche verlangen. Dann machen wir es so, dann vertagen wir heute und machen nächste Woche eine Sondersitzung, damit die Frau Ministerin teilnehmen kann. (Rufe bei der SPÖ: Genau!) Das wird ja noch möglich sein, so etwas zu tun. (Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wichtige Veranstaltungen, bei denen ein Minister, eine Ministerin anwesend sein muss, stehen auch fest. Wenn es so wesentliche Punkte sind, wird es doch möglich sein, die so fertig zu machen, dass man als Minister auch persönlich anwesend sein kann. Das ist einmal das Mindeste, was man von einer Ministerin, einem Minister erwarten kann, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich würde mich daher im Namen meiner Fraktion dem Antrag von Kollegen Scherak vollinhaltlich anschließen. Sollte der Vertagungsantrag keine Mehrheit finden, beantrage ich, die Frau Ministerin herbeizuschaffen. – Danke. (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenrufe bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! (Zwischenrufe bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Ja, ich möchte – auch von unserer Seite – unserem Ärger Ausdruck verleihen, dass die Ministerin ganz bewusst zu mehr als der Hälfte der Sitzungen nicht gekommen ist. Offensichtlich nimmt sie das Parlament nicht ernst.
Abg. Krainer: Wir haben nächste Woche Zeit, machen wir doch eine Sondersitzung!
Wie meine Vorredner bereits gesagt haben, sind das doch keine Termine, die über uns wie Naturkatastrophen hereinbrechen, sondern es gibt einen Arbeitsplan des Parlaments, nach dem sich die Frau Minister zu richten hat. Sie hat auch wertzuschätzen, was hier passiert. (Abg. Krainer: Wir haben nächste Woche Zeit, machen wir doch eine Sondersitzung!) Ich möchte wiederholen, was die Kollegen gesagt haben: Wenn es der grünen Fraktion so wichtig ist, dass diese Beschlüsse heute gefasst werden, dann müssen Sie halt ein bisschen später damit beginnen, sich in eine Weihnachtsstimmung zu begeben, dann müssen wir nächste Woche noch eine Sondersitzung machen, dann muss die Frau Minister halt jetzt einmal
Zwischenrufe bei der ÖVP.
aufhören, irgendwo im Ausland in Privatjets zu champagnisieren, sondern hierherkommen und ihre Vorlagen auch zur Beschlussfassung bringen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich muss Ihnen das ganz klar sagen: Wir haben ein Ministerium, das Klimaministerium, das mit Abstand die größte Summe an Beraterkosten verbrennt. Es werden dort 13 Millionen Euro verbrannt. Wir wissen nicht, wofür. Wenn man sich in diesem Ministerium schon Berater um 13 Millionen Euro leistet, dann könnten diese Berater zumindest darauf hinweisen, dass es nicht schlecht wäre, im Parlament aufzutauchen, wenn die eigenen Tagesordnungspunkte zur Beschlussfassung stehen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Zum Schluss: Auch wir schließen uns Kollegen Scherak und den Kollegen von der SPÖ an und sind natürlich für eine Vertagung dieser Tagesordnungspunkte. Wie gesagt, wer nicht hören kann, muss fühlen: Dann müssen wir halt nächste Woche eine Sondersitzung machen. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ: Ja, ja!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zum Ersten möchte ich festhalten, dass die letzte Geschäftsordnungswortmeldung wieder missbraucht wurde, um andere Inhalte unterzubringen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ: Ja, ja!) Das sollte man generell nicht tun. Kollege Scherak hat das aus meiner Sicht sehr ordentlich gemacht. Wir mögen zwar inhaltlich unterschiedlicher Ansichten sein (Abg. Krainer: Ist das eine Kritik an Kollegen Hammer?), aber das war wenigstens eine Geschäftsordnungswortmeldung, die inhaltlich nicht mit anderen Punkten ausgeschmückt worden ist. (Abg. Krainer: Das war offenbar eine Kritik am Grünen Hammer! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Ist das eine Kritik an Kollegen Hammer?
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zum Ersten möchte ich festhalten, dass die letzte Geschäftsordnungswortmeldung wieder missbraucht wurde, um andere Inhalte unterzubringen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ: Ja, ja!) Das sollte man generell nicht tun. Kollege Scherak hat das aus meiner Sicht sehr ordentlich gemacht. Wir mögen zwar inhaltlich unterschiedlicher Ansichten sein (Abg. Krainer: Ist das eine Kritik an Kollegen Hammer?), aber das war wenigstens eine Geschäftsordnungswortmeldung, die inhaltlich nicht mit anderen Punkten ausgeschmückt worden ist. (Abg. Krainer: Das war offenbar eine Kritik am Grünen Hammer! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Das war offenbar eine Kritik am Grünen Hammer! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zum Ersten möchte ich festhalten, dass die letzte Geschäftsordnungswortmeldung wieder missbraucht wurde, um andere Inhalte unterzubringen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ: Ja, ja!) Das sollte man generell nicht tun. Kollege Scherak hat das aus meiner Sicht sehr ordentlich gemacht. Wir mögen zwar inhaltlich unterschiedlicher Ansichten sein (Abg. Krainer: Ist das eine Kritik an Kollegen Hammer?), aber das war wenigstens eine Geschäftsordnungswortmeldung, die inhaltlich nicht mit anderen Punkten ausgeschmückt worden ist. (Abg. Krainer: Das war offenbar eine Kritik am Grünen Hammer! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Und mit dem BZÖ! Das BZÖ nicht vergessen!
Zum Zweiten: Ich bin jetzt 20 Jahre im Parlament und es ist die fünfte Regierungskoalition, der ich als Abgeordneter angehöre. Wir haben mit der Sozialdemokratischen Partei, mit der Freiheitlichen Partei regiert und regieren jetzt mit den Grünen. (Abg. Krainer: Und mit dem BZÖ! Das BZÖ nicht vergessen!) Es hat immer wieder verfassungsmäßige Vertretungen von Ministerinnen und Ministern gegeben, weil sie nicht hier sein konnten. Es ist der Situation und dieser herausfordernden Zeit geschuldet. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich nenne Ihnen ein Beispiel: Die Sitzung des Europäischen Rates, die diese Woche stattfindet, ist um einen Tag – nämlich um den heutigen – erweitert worden, und der Bundeskanzler steigt jetzt gerade in den Flieger und fliegt nach Brüssel.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Zum Zweiten: Ich bin jetzt 20 Jahre im Parlament und es ist die fünfte Regierungskoalition, der ich als Abgeordneter angehöre. Wir haben mit der Sozialdemokratischen Partei, mit der Freiheitlichen Partei regiert und regieren jetzt mit den Grünen. (Abg. Krainer: Und mit dem BZÖ! Das BZÖ nicht vergessen!) Es hat immer wieder verfassungsmäßige Vertretungen von Ministerinnen und Ministern gegeben, weil sie nicht hier sein konnten. Es ist der Situation und dieser herausfordernden Zeit geschuldet. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich nenne Ihnen ein Beispiel: Die Sitzung des Europäischen Rates, die diese Woche stattfindet, ist um einen Tag – nämlich um den heutigen – erweitert worden, und der Bundeskanzler steigt jetzt gerade in den Flieger und fliegt nach Brüssel.
Ruf bei der SPÖ: Das hat keiner kritisiert!
Es ist wichtig, dass unsere Ministerinnen und Minister diese internationalen – nicht nur europäischen, sondern auch internationalen – Termine wahrnehmen. (Ruf bei der SPÖ: Das hat keiner kritisiert!) Ich möchte ja gar nicht wissen, was Sie sagen würden, wenn unsere Minister nicht an diesen Konferenzen teilnehmen. Tun Sie bitte nicht so, das ist wirklich eine Bitte! Als Sie selber Ministerinnen und Minister gestellt haben, war das ganz klar, da haben wir solche Debatten nicht geführt. Es war ganz klar: Wenn sie verfassungsmäßig entschuldigt sind – das
Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Seit einiger Zeit haben wir hier die Situation: Wir bemühen uns wirklich vonseiten der Klubobleute der Koalition, dass wir schauen, dass die Ministerinnen und Minister da sind, dass sie kommen. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) Nur: Der Plan steht bei uns ein Dreivierteljahr im Vorhinein fest und Konferenzen wie auch Ratssitzungen werden dann terminlich später festgelegt. Da können die Ministerinnen und Minister nichts dafür. Das möchte ich wirklich auch einmal betonen.
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Kollege Scherak hat natürlich damit recht, dass wir uns bemühen müssen, dass die Regierungsmitglieder bei ihren Punkten da sind. Es geht aber leider nicht immer. Gerade in Zeiten wie diesen ist es eben extrem herausfordernd. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Da bitte ich auch wirklich, es anzuerkennen und zu respektieren, dass die Bundesregierungsmitglieder da wirklich alles tun, um unsere Republik im Ausland – auf der europäischen Ebene und auch international – bestmöglich zu vertreten. Daher treten wir als Volkspartei diesen Anliegen nicht näher.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.
Ich sage aber zu, dass ich in Bezug auf die Regierungsmitglieder der Volkspartei alles tun werde, dass sie – so gut es irgendwie möglich ist und geht – natürlich auch im Parlament anwesend sind. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) Herr Kollege Leichtfried, einen Zitationsantrag zu stellen: Das, was du da jetzt gemacht hast, ist demokratiepolitisch gefährlich, weil die Ministerin in Kanada ist, wie du weißt. Sollte dieser Antrag eine Mehrheit bekommen – du hast gewusst, dass er keine Mehrheit kriegt, weil du sonst das demokratische System gefährdet hättest –, dann können wir die Tagesordnungen von heute und morgen, auf denen wichtige Punkte für die Bevölkerung Österreichs enthalten sind, in den Mistkübel schmeißen. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Deimek.) Kehren wir also auch zu einer seriösen Art und Weise zurück, wie wir den Parlamentarismus in Österreich gestalten! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Matznetter: Er fällt unter eine Lüge, der Herr Wöginger!)
Weiterer Zwischenruf des Abg. Deimek.
Ich sage aber zu, dass ich in Bezug auf die Regierungsmitglieder der Volkspartei alles tun werde, dass sie – so gut es irgendwie möglich ist und geht – natürlich auch im Parlament anwesend sind. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) Herr Kollege Leichtfried, einen Zitationsantrag zu stellen: Das, was du da jetzt gemacht hast, ist demokratiepolitisch gefährlich, weil die Ministerin in Kanada ist, wie du weißt. Sollte dieser Antrag eine Mehrheit bekommen – du hast gewusst, dass er keine Mehrheit kriegt, weil du sonst das demokratische System gefährdet hättest –, dann können wir die Tagesordnungen von heute und morgen, auf denen wichtige Punkte für die Bevölkerung Österreichs enthalten sind, in den Mistkübel schmeißen. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Deimek.) Kehren wir also auch zu einer seriösen Art und Weise zurück, wie wir den Parlamentarismus in Österreich gestalten! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Matznetter: Er fällt unter eine Lüge, der Herr Wöginger!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Matznetter: Er fällt unter eine Lüge, der Herr Wöginger!
Ich sage aber zu, dass ich in Bezug auf die Regierungsmitglieder der Volkspartei alles tun werde, dass sie – so gut es irgendwie möglich ist und geht – natürlich auch im Parlament anwesend sind. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) Herr Kollege Leichtfried, einen Zitationsantrag zu stellen: Das, was du da jetzt gemacht hast, ist demokratiepolitisch gefährlich, weil die Ministerin in Kanada ist, wie du weißt. Sollte dieser Antrag eine Mehrheit bekommen – du hast gewusst, dass er keine Mehrheit kriegt, weil du sonst das demokratische System gefährdet hättest –, dann können wir die Tagesordnungen von heute und morgen, auf denen wichtige Punkte für die Bevölkerung Österreichs enthalten sind, in den Mistkübel schmeißen. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Deimek.) Kehren wir also auch zu einer seriösen Art und Weise zurück, wie wir den Parlamentarismus in Österreich gestalten! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Matznetter: Er fällt unter eine Lüge, der Herr Wöginger!)
Rufe bei der SPÖ: Jetzt müssen wir abstimmen!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Sie haben den Antrag auf Absetzung der Tagesordnungspunkte 5 bis 7 sowie 31 bis 34 gehört. Der Antrag gemäß § 49 Abs. 5 der Geschäftsordnung liegt auch schriftlich vor. Eine Absetzung kann vor Eingang in die Tagesordnung beschlossen werden und erfordert eine Zweidrittelmehrheit. (Rufe bei der SPÖ: Jetzt müssen wir abstimmen!)
Abg. Meinl-Reisinger: Was ist das? Wie machen Sie das?
einmal erläutert würde, was das sein soll und wie sich die Asylbremse auswirkt. Das ist eine Wortschöpfung, die unnötig ist, die lächerlich klingt und die es in der Realität auch nicht gibt. Was wir brauchen, ist ein Asylstopp, und zwar ein vollständiger Asylstopp (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist das? Wie machen Sie das?) mit der Maßnahme, keinen einzigen Asylantrag mehr anzunehmen. (Abg. Meinl-Reisinger: Ah ja! Ja, eh!)
Abg. Meinl-Reisinger: Ah ja! Ja, eh!
einmal erläutert würde, was das sein soll und wie sich die Asylbremse auswirkt. Das ist eine Wortschöpfung, die unnötig ist, die lächerlich klingt und die es in der Realität auch nicht gibt. Was wir brauchen, ist ein Asylstopp, und zwar ein vollständiger Asylstopp (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist das? Wie machen Sie das?) mit der Maßnahme, keinen einzigen Asylantrag mehr anzunehmen. (Abg. Meinl-Reisinger: Ah ja! Ja, eh!)
Abg. Meinl-Reisinger: Nein, ich finde Ihr rechtsstaatliches Verständnis witzig!
Frau Meinl-Reisinger von den NEOS findet das ja witzig (Abg. Meinl-Reisinger: Nein, ich finde Ihr rechtsstaatliches Verständnis witzig!), aber die Menschen, die unter dieser Massenzuwanderung leiden, finden das nicht lustig. (Abg. Meinl-Reisinger: Das müssen Sie aber den Bürgern erklären, wie Ihr Rechtsstaatsverständnis ist!) – Wenn Sie vom Rechtsverständnis reden: Wir haben so zu handeln, wie die Bürger es wollen (Abg. Meinl-Reisinger: Der Rechtsstaat hat Rechtsstaat zu bleiben!), und wenn die Bürger diese Invasoren aus aller Herren Länder in Österreich nicht haben wollen, dann haben wir so zu handeln. – Aus, fertig, Ende! Das ist mein Rechtsverständnis und das ist das Rechtsverständnis der Freiheitlichen Partei: Das Volk entscheidet! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Dann wissen wir, wo Sie stehen: außerhalb des Rechtsstaates!) – Wo stehen wir? Außerhalb des Rechtsstaates?
Abg. Meinl-Reisinger: Das müssen Sie aber den Bürgern erklären, wie Ihr Rechtsstaatsverständnis ist!
Frau Meinl-Reisinger von den NEOS findet das ja witzig (Abg. Meinl-Reisinger: Nein, ich finde Ihr rechtsstaatliches Verständnis witzig!), aber die Menschen, die unter dieser Massenzuwanderung leiden, finden das nicht lustig. (Abg. Meinl-Reisinger: Das müssen Sie aber den Bürgern erklären, wie Ihr Rechtsstaatsverständnis ist!) – Wenn Sie vom Rechtsverständnis reden: Wir haben so zu handeln, wie die Bürger es wollen (Abg. Meinl-Reisinger: Der Rechtsstaat hat Rechtsstaat zu bleiben!), und wenn die Bürger diese Invasoren aus aller Herren Länder in Österreich nicht haben wollen, dann haben wir so zu handeln. – Aus, fertig, Ende! Das ist mein Rechtsverständnis und das ist das Rechtsverständnis der Freiheitlichen Partei: Das Volk entscheidet! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Dann wissen wir, wo Sie stehen: außerhalb des Rechtsstaates!) – Wo stehen wir? Außerhalb des Rechtsstaates?
Abg. Meinl-Reisinger: Der Rechtsstaat hat Rechtsstaat zu bleiben!
Frau Meinl-Reisinger von den NEOS findet das ja witzig (Abg. Meinl-Reisinger: Nein, ich finde Ihr rechtsstaatliches Verständnis witzig!), aber die Menschen, die unter dieser Massenzuwanderung leiden, finden das nicht lustig. (Abg. Meinl-Reisinger: Das müssen Sie aber den Bürgern erklären, wie Ihr Rechtsstaatsverständnis ist!) – Wenn Sie vom Rechtsverständnis reden: Wir haben so zu handeln, wie die Bürger es wollen (Abg. Meinl-Reisinger: Der Rechtsstaat hat Rechtsstaat zu bleiben!), und wenn die Bürger diese Invasoren aus aller Herren Länder in Österreich nicht haben wollen, dann haben wir so zu handeln. – Aus, fertig, Ende! Das ist mein Rechtsverständnis und das ist das Rechtsverständnis der Freiheitlichen Partei: Das Volk entscheidet! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Dann wissen wir, wo Sie stehen: außerhalb des Rechtsstaates!) – Wo stehen wir? Außerhalb des Rechtsstaates?
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Dann wissen wir, wo Sie stehen: außerhalb des Rechtsstaates!
Frau Meinl-Reisinger von den NEOS findet das ja witzig (Abg. Meinl-Reisinger: Nein, ich finde Ihr rechtsstaatliches Verständnis witzig!), aber die Menschen, die unter dieser Massenzuwanderung leiden, finden das nicht lustig. (Abg. Meinl-Reisinger: Das müssen Sie aber den Bürgern erklären, wie Ihr Rechtsstaatsverständnis ist!) – Wenn Sie vom Rechtsverständnis reden: Wir haben so zu handeln, wie die Bürger es wollen (Abg. Meinl-Reisinger: Der Rechtsstaat hat Rechtsstaat zu bleiben!), und wenn die Bürger diese Invasoren aus aller Herren Länder in Österreich nicht haben wollen, dann haben wir so zu handeln. – Aus, fertig, Ende! Das ist mein Rechtsverständnis und das ist das Rechtsverständnis der Freiheitlichen Partei: Das Volk entscheidet! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Dann wissen wir, wo Sie stehen: außerhalb des Rechtsstaates!) – Wo stehen wir? Außerhalb des Rechtsstaates?
Abg. Meinl-Reisinger: Sie wollen ...! Sie müssen schon genau ausführen, was Sie wollen, wenn Sie sich nicht lächerlich machen wollen!
Frau Meinl-Reisinger, ich bringe Ihnen ein paar Zahlen. Die Zahlen sind ja - - (Abg. Meinl-Reisinger: Sie wollen ...! Sie müssen schon genau ausführen, was Sie wollen, wenn Sie sich nicht lächerlich machen wollen!) Frau Meinl-Reisinger, es hört Sie eh niemand im Fernsehen, also sparen Sie sich das! (Abg. Meinl-Reisinger: Wieso sind Sie so nervös? ...!) Melden Sie sich zu Wort, wenn Sie etwas Substanzielles zur Asylthematik beizutragen haben! Nur habe ich von den NEOS noch nie etwas anderes dazu gehört, außer: Es sollen noch mehr hereinkommen! –
Abg. Meinl-Reisinger: Wieso sind Sie so nervös? ...!
Frau Meinl-Reisinger, ich bringe Ihnen ein paar Zahlen. Die Zahlen sind ja - - (Abg. Meinl-Reisinger: Sie wollen ...! Sie müssen schon genau ausführen, was Sie wollen, wenn Sie sich nicht lächerlich machen wollen!) Frau Meinl-Reisinger, es hört Sie eh niemand im Fernsehen, also sparen Sie sich das! (Abg. Meinl-Reisinger: Wieso sind Sie so nervös? ...!) Melden Sie sich zu Wort, wenn Sie etwas Substanzielles zur Asylthematik beizutragen haben! Nur habe ich von den NEOS noch nie etwas anderes dazu gehört, außer: Es sollen noch mehr hereinkommen! –
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Das findet sogar Ihre Fraktion nicht so besonders! Der „Asylstopp“!
Das ist der völlig falsche Ansatz. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Das findet sogar Ihre Fraktion nicht so besonders! Der „Asylstopp“!)
Beifall bei der FPÖ.
Asylanträge in Deutschland – ganz spannend –: 168 611. Sie wissen ja, der Faktor zehn: Deutschland hat 83,2 Millionen Einwohner, wir haben neun Millionen Einwohner. Ungarn hat nur 42 Asylanträge. Warum? – Na weil die einerseits keine Sozialleistungen gewähren und andererseits die Asylanträge einfach nicht annehmen. Die Ungarn machen also alles richtig und pfeifen auf das Naserümpfen in der Europäischen Union. Sie schützen ihr Volk, und auch wir als österreichische Politiker sollten parteiübergreifend endlich unser Volk vor diesen Gefahren schützen, die mit der Masseneinwanderung ins Land strömen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es hat sich erst unlängst ein tragischer Fall in Deutschland, in einer kleinen Gemeinde nahe Ulm, zugetragen: Ein Asylwerber aus Eritrea ist aus dem Asylwerberheim gestürmt, hat zwei Mädchen, ein 14-jähriges und ein 13-jähriges Mädchen, attackiert, hat mit einem Messer auf die Mädchen eingestochen, und die 14-Jährige ist dann verstorben. Solche Zustände wollen wir nicht! Ich sage auch ganz klar: Jene, die diese verantwortungslose Masseneinwanderung ermöglichen, sind an solchen Taten mitschuldig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Stöger: He, he, he! ...!
Interessanterweise werden jetzt sogar Animateure, sogenannte Freizeitbetreuer für die Asylquartiere gesucht. Das haben wir mit einer parlamentarischen Anfrage aufgearbeitet. Freizeitbetreuer über das AMS: Diesen Zynismus muss man sich vorstellen! Es gibt in Österreich rund 160 solcher Freizeitbetreuer für Asylwerber, und die kosten im Jahr über 5 Millionen Euro. Es ist in Zeiten der Teuerung ein besonderer Zynismus, dass man für die Freizeitgestaltung dieser Herrschaften, die illegal und ungebeten ins Land kommen, hier straffällig werden und bei uns in der sozialen Hängematte liegen, auch noch Animateure einstellt. Auf die Idee muss man einmal kommen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Stöger: He, he, he! ...!)
Zwischenruf des Abg. Gerstl.
(Zwischenruf des Abg. Gerstl.) – Sie haben richtig gehört: Ich stelle einen Misstrauensantrag gegen die gesamte Bundesregierung. (Abg. Gerstl: Nichts Neues!)
Abg. Gerstl: Nichts Neues!
(Zwischenruf des Abg. Gerstl.) – Sie haben richtig gehört: Ich stelle einen Misstrauensantrag gegen die gesamte Bundesregierung. (Abg. Gerstl: Nichts Neues!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Da ist das Totalversagen in der gesamten Coronasituation mit der Aushebelung der Grund- und Freiheitsrechte und dem Schaden von vielen Milliarden Euro, der angerichtet wurde. Es gibt die Korruption der ÖVP. Dann ist da noch die Teuerung, gegen die nichts getan wird, nichts Wirksames getan wird. Es gibt den schleißigen Umgang - - (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Na schau, da schreien Sie, wenn Sie Korruption hören! Jene, die die Korruption betreiben und zudecken, schreien auf! Ja, ihr habt ein Korruptionsproblem, ihr steckt im Korruptionssumpf (Abg. Gerstl: ... Verleumdung! ... Sie begehen gerade strafrechtlich...!), meine Damen und Herren! Ihr habt einen Dauerstreit innerhalb der Regierung, ihr bringt nichts mehr weiter.
Abg. Gerstl: ... Verleumdung! ... Sie begehen gerade strafrechtlich...!
Da ist das Totalversagen in der gesamten Coronasituation mit der Aushebelung der Grund- und Freiheitsrechte und dem Schaden von vielen Milliarden Euro, der angerichtet wurde. Es gibt die Korruption der ÖVP. Dann ist da noch die Teuerung, gegen die nichts getan wird, nichts Wirksames getan wird. Es gibt den schleißigen Umgang - - (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Na schau, da schreien Sie, wenn Sie Korruption hören! Jene, die die Korruption betreiben und zudecken, schreien auf! Ja, ihr habt ein Korruptionsproblem, ihr steckt im Korruptionssumpf (Abg. Gerstl: ... Verleumdung! ... Sie begehen gerade strafrechtlich...!), meine Damen und Herren! Ihr habt einen Dauerstreit innerhalb der Regierung, ihr bringt nichts mehr weiter.
Zwischenruf des Abg. Gerstl
Und nicht zuletzt die fehlende demokratische Legitimation: Bei der letzten Wahl hat ein gewisser Sebastian Kurz kandidiert – kein Schallenberg, der ein kurzes, unrühmliches Intermezzo hatte, und kein Nehammer. Das nennt man Wählertäuschung. Alle Regierungsmitglieder, inklusive der anwesenden Frau Edtstadler, haben unterschrieben: Ohne den Gottseibeiuns, ohne den einstigen Superstar Basti Fantasti (Zwischenruf des Abg. Gerstl), machen wir nicht mehr weiter!, und immer noch kleben Sie an Ihren Sesseln fest. Das ist Wählertäuschung, das ist auch ein Beleg dafür (Zwischenruf des Abg. Zarits), dass weder Ihr Wort noch Ihre Unterschrift etwas wert sind und dass man sich auf Sie nicht verlassen kann. Es ist die mangelnde Handschlagqualität, die bekannt ist. In den Umfragen kratzen
Zwischenruf des Abg. Zarits
Und nicht zuletzt die fehlende demokratische Legitimation: Bei der letzten Wahl hat ein gewisser Sebastian Kurz kandidiert – kein Schallenberg, der ein kurzes, unrühmliches Intermezzo hatte, und kein Nehammer. Das nennt man Wählertäuschung. Alle Regierungsmitglieder, inklusive der anwesenden Frau Edtstadler, haben unterschrieben: Ohne den Gottseibeiuns, ohne den einstigen Superstar Basti Fantasti (Zwischenruf des Abg. Gerstl), machen wir nicht mehr weiter!, und immer noch kleben Sie an Ihren Sesseln fest. Das ist Wählertäuschung, das ist auch ein Beleg dafür (Zwischenruf des Abg. Zarits), dass weder Ihr Wort noch Ihre Unterschrift etwas wert sind und dass man sich auf Sie nicht verlassen kann. Es ist die mangelnde Handschlagqualität, die bekannt ist. In den Umfragen kratzen
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger – beim Mikrofon in den Abgeordnetenreihen der ÖVP stehend –: Herr Präsident!
Meine Damen und Herren, stimmen Sie diesem Misstrauensantrag zu! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger – beim Mikrofon in den Abgeordnetenreihen der ÖVP stehend –: Herr Präsident!)
Zwischenruf bei der FPÖ
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Auch im Anschluss an die vorherige Geschäftsordnungsdebatte möchte ich schon eines zu diesen beiden Anträgen – sowohl zum Entschließungsantrag als auch zum Misstrauensantrag der Abgeordneten Klubobmann Kickl und Mag. Amesbauer – festhalten: Klubobmann Kickl ist heute entschuldigt, das ist okay, es gibt immer wieder Entschuldigungen, passt (Zwischenruf bei der FPÖ), dass aber dann ein entschuldigter Klubobmann auf einem Antrag steht, der hier zur Abstimmung kommt – und da geht es immerhin um das Misstrauen gegenüber der gesamten Bundesregierung –, ist formell gerade noch zulässig. (Ruf bei der FPÖ: Horch, horch!)
Ruf bei der FPÖ: Horch, horch!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Auch im Anschluss an die vorherige Geschäftsordnungsdebatte möchte ich schon eines zu diesen beiden Anträgen – sowohl zum Entschließungsantrag als auch zum Misstrauensantrag der Abgeordneten Klubobmann Kickl und Mag. Amesbauer – festhalten: Klubobmann Kickl ist heute entschuldigt, das ist okay, es gibt immer wieder Entschuldigungen, passt (Zwischenruf bei der FPÖ), dass aber dann ein entschuldigter Klubobmann auf einem Antrag steht, der hier zur Abstimmung kommt – und da geht es immerhin um das Misstrauen gegenüber der gesamten Bundesregierung –, ist formell gerade noch zulässig. (Ruf bei der FPÖ: Horch, horch!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Weil wir aber vorhin auch diskutiert haben, ob es seriös ist: Seriös ist es nicht, meine Damen und Herren, wenn ein Klubobmann auf einem Misstrauensantrag nicht nur als Abgeordneter unter der Überschrift steht, sondern ihn (ein Schriftstück in die Höhe haltend) auch unterschrieben hat. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das, was wir hier haben, sind die berühmten Schubladenanträge.
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Formell ist es laut Geschäftsordnung möglich, ein seriöser Parlamentarismus ist es zweifelsohne nicht. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Hafenecker steht beim Mikrofon in den Abgeordnetenreihen der FPÖ und hebt die Hand.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Abgeordneter Singer ist zu Wort gemeldet. – Bitte, Herr Abgeordneter Singer. (Abg. Hafenecker steht beim Mikrofon in den Abgeordnetenreihen der FPÖ und hebt die Hand.) – Abgeordneter Hafenecker, zur Geschäftsbehandlung.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Hör auf mit dem, wer da ist! Hör auf!
Abgesehen davon, Kollege Wöginger, ist es ja eine furchtbare Anklage gegen Kollegin Maurer, die die meiste Zeit nicht da ist, auf vielen Anträgen draufsteht, aber nicht entschuldigt ist. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Hör auf mit dem, wer da ist! Hör auf!) Kollege Kickl ist heute entschuldigt. (Abg. Wöginger: Na, bitte, hör auf! Das ist ja lächerlich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Kollegin Maurer ist kaum entschuldigt und meistens nicht im Saal (Abg. Reimon weist auf die neben ihm sitzende Abg. Maurer), wenn es um wichtige Themen geht, also macht euch das bitte innerhalb der Koalition aus! (Zwischenruf der Abg. Maurer. – Abg. Wöginger: Das ist ja lächerlich! – Abg. Steinacker: Sie sitzt ja eh da!)
Abg. Wöginger: Na, bitte, hör auf! Das ist ja lächerlich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgesehen davon, Kollege Wöginger, ist es ja eine furchtbare Anklage gegen Kollegin Maurer, die die meiste Zeit nicht da ist, auf vielen Anträgen draufsteht, aber nicht entschuldigt ist. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Hör auf mit dem, wer da ist! Hör auf!) Kollege Kickl ist heute entschuldigt. (Abg. Wöginger: Na, bitte, hör auf! Das ist ja lächerlich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Kollegin Maurer ist kaum entschuldigt und meistens nicht im Saal (Abg. Reimon weist auf die neben ihm sitzende Abg. Maurer), wenn es um wichtige Themen geht, also macht euch das bitte innerhalb der Koalition aus! (Zwischenruf der Abg. Maurer. – Abg. Wöginger: Das ist ja lächerlich! – Abg. Steinacker: Sie sitzt ja eh da!)
Abg. Reimon weist auf die neben ihm sitzende Abg. Maurer
Abgesehen davon, Kollege Wöginger, ist es ja eine furchtbare Anklage gegen Kollegin Maurer, die die meiste Zeit nicht da ist, auf vielen Anträgen draufsteht, aber nicht entschuldigt ist. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Hör auf mit dem, wer da ist! Hör auf!) Kollege Kickl ist heute entschuldigt. (Abg. Wöginger: Na, bitte, hör auf! Das ist ja lächerlich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Kollegin Maurer ist kaum entschuldigt und meistens nicht im Saal (Abg. Reimon weist auf die neben ihm sitzende Abg. Maurer), wenn es um wichtige Themen geht, also macht euch das bitte innerhalb der Koalition aus! (Zwischenruf der Abg. Maurer. – Abg. Wöginger: Das ist ja lächerlich! – Abg. Steinacker: Sie sitzt ja eh da!)
Zwischenruf der Abg. Maurer. – Abg. Wöginger: Das ist ja lächerlich! – Abg. Steinacker: Sie sitzt ja eh da!
Abgesehen davon, Kollege Wöginger, ist es ja eine furchtbare Anklage gegen Kollegin Maurer, die die meiste Zeit nicht da ist, auf vielen Anträgen draufsteht, aber nicht entschuldigt ist. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Hör auf mit dem, wer da ist! Hör auf!) Kollege Kickl ist heute entschuldigt. (Abg. Wöginger: Na, bitte, hör auf! Das ist ja lächerlich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Kollegin Maurer ist kaum entschuldigt und meistens nicht im Saal (Abg. Reimon weist auf die neben ihm sitzende Abg. Maurer), wenn es um wichtige Themen geht, also macht euch das bitte innerhalb der Koalition aus! (Zwischenruf der Abg. Maurer. – Abg. Wöginger: Das ist ja lächerlich! – Abg. Steinacker: Sie sitzt ja eh da!)
Abg. Wöginger: Ja, gerne! Gern! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Also ich beantrage wirklich, dass wir vielleicht eine kurze Stehung machen (Abg. Wöginger: Ja, gerne! Gern! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), um die Vorgangsweise von Kollegen Wöginger zu besprechen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Die Frau Klubobmann sitzt da in der dritten Reihe! – Abg. Wöginger – in Richtung Abg. Maurer weisend –: Sie sitzt da, Christian!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Die Frau Klubobmann sitzt da in der dritten Reihe! – Abg. Wöginger – in Richtung Abg. Maurer weisend –: Sie sitzt da, Christian!
Also ich beantrage wirklich, dass wir vielleicht eine kurze Stehung machen (Abg. Wöginger: Ja, gerne! Gern! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), um die Vorgangsweise von Kollegen Wöginger zu besprechen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Die Frau Klubobmann sitzt da in der dritten Reihe! – Abg. Wöginger – in Richtung Abg. Maurer weisend –: Sie sitzt da, Christian!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Hafenecker: Ist Versager besser? Ist Versager besser? – Abg. Rauch: Ein Blindgänger macht noch keinen ...!
Lassen Sie mich aber noch einen Punkt ansprechen: Für mich ist es unerträglich und ich weise es auf das Schärfste zurück, die Regierungsmitglieder als „Blindgänger“ zu bezeichnen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Hafenecker: Ist Versager besser? Ist Versager besser? – Abg. Rauch: Ein Blindgänger macht noch keinen ...!)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Auch soll es durch Verordnung weiterhin möglich sein, bestimmte Zeiten wie Verjährungsfristen auszunehmen, wenn dies zur Verhütung der Ausbreitung der Covid-19-Pandemie geboten ist. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich darf Sie bitten, der Verlängerung dieser Maßnahmen bis 30. Juni 2023 die Zustimmung zu geben. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
genauen Evaluierung unterzogen werden, damit wir wirklich den Mehrwert und die positiven Erfahrungen, die ja nicht zu verleugnen sind, ins Dauerrecht überführen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Vor diesem Hintergrund ist es einfach unakzeptabel, jetzt wieder sechs Monate zu verlängern, ohne diese Themen seriös aufzuarbeiten, so wie ich das beschrieben habe. Wir werden daher diesen Gesetzentwürfen nicht zustimmen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Rauch und Schnedlitz.
Gestatten Sie mir aber auch, geschätzte Damen und Herren, ein, zwei Worte zu diesem merkwürdigen Spektakel, das uns Herr Amesbauer hier geliefert hat. Herr Amesbauer, ein bisschen pharisäerhaft war das schon, was Sie gesagt haben. Sie haben die Situation geschildert – die ist, wie sie ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rauch und Schnedlitz.) Wir sind derzeit in Österreich mit einer hohen Zahl von Flüchtlingen konfrontiert, die hauptsächlich über Ungarn kommen, die von Orbán durchgelassen werden und die so eigentlich nicht rechtens in Österreich sind. Die Frage ist nur: Was ist die Lösung dafür? – Die Lösung ist meines Erachtens eine funktionierende Europäische Union, eine funktionierende europäische Asylpolitik, funktionierende Außengrenzen, ein funktionierendes Schengensystem. Das ist die Lösung dafür.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amesbauer: Frau Präsidentin! Das ist ein Ordnungsruf! Zum dritten Mal, das ist jetzt ein Ordnungsruf!
Was haben Sie in der Zeit Ihrer Regierungsbeteiligung gemacht? – Sie haben, und deshalb sage ich pharisäerhaft, das System Kurz zwei Jahre lang europapolitisch nicht nur unterstützt, sondern wahrscheinlich vor sich hergetrieben – mit dem Ziel, das alles zu zerstören und das alles nicht zuzulassen. Und jetzt regen Sie sich auf, dass es das nicht gibt. Das ist pharisäerhaft, Herr Amesbauer! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amesbauer: Frau Präsidentin! Das ist ein Ordnungsruf! Zum dritten Mal, das ist jetzt ein Ordnungsruf!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Eine künstliche Aufregung wieder!
Sie mit Ihrer Regierungsbeteiligung damals tragen die Verantwortung für die Zustände jetzt. Sie sind zwei Jahre lang verantwortlich für das System Kurz gewesen, davon können Sie sich nicht abputzen. Sie waren das, genau. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Eine künstliche Aufregung wieder!)
Abg. Amesbauer: Frau Präsidentin! Dreimal Pharisäer in einer Rede!
Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Susanne Fürst. – Bitte. (Abg. Amesbauer: Frau Präsidentin! Dreimal Pharisäer in einer Rede!)
Ruf bei der SPÖ: Ist aber so!
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Das war jetzt eine eigenartige Rede von Klubobmann Leichtfried. Ich weise das „pharisäerhaft“ in Richtung Kollegen Amesbauer schärfstens zurück. (Ruf bei der SPÖ: Ist aber so!) Dass wir jetzt plötzlich für das System Kurz verantwortlich sind, finde ich interessant. Also ganz so waren die Machtverhältnisse in der Koalition nicht.
Beifall bei der FPÖ.
Sie sagen, die Asylsituation ist, wie sie ist. – Nein, sie müsste so nicht sein. Sie ist bei uns so, wie sie ist, weil nichts dagegen unternommen wird. Sie ist in Deutschland nicht so, sie ist aber auch in den anderen EU-Mitgliedstaaten nicht so. Man könnte also sehr vieles machen, anstatt immer nur darauf zu verweisen: Das ist ein Versagen auf europäischer Ebene! – Nein, es ist auch ein Versagen hier in Österreich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und übrigens, Herr Kollege Leichtfried, ich meine, Sie gehen auf eine Demo in Kindberg, unterstützen dort scheinbar die Bevölkerung gegen die Asylproblematik – und hier in Wien sagen Sie ganz etwas anderes! Das ist jetzt auch bezeichnend für die Asyl- und Migrationslinie der SPÖ. Also wo ist da irgendwer pharisäerhaft? (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Die Asylkrise wurde ja immer kleingeredet, bis nun die Bilder einfach nicht mehr zu leugnen sind. Wir kennen jetzt die Zahlen, und auch die ÖVP springt jetzt sozusagen auf dieses Wahlkampfthema – dafür wird es aktuell benutzt – auf und sagt, wir sind da, wir haben in Österreich die höchste Pro-Kopf-Belastung – als ob die ÖVP nicht schon die ganze Zeit in der Regierung gewesen wäre. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Die wahren Kosten betragen ja ein Vielfaches davon, wenn wir uns etwa den gesamten Sicherheitsbereich anschauen, den Bildungsbereich – Schulen, Universitäten, AMS-Schulungen –, die Gesundheitsversorgung – Arztbesuche, Krankenhausbehandlungen –, die Gerichtsverfahren und die Justiz; dazu kommt auch der Klimabonus, der da ausgeschüttet wurde, die Sozialleistungen wie Grundversorgung, Sozialhilfe, Mindestsicherung und so weiter. Da muss es zu einer ordentlichen Auflistung kommen, und diese fordern wir mit diesem Antrag ein. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wir stehen aber auch dafür, diese zwei Wörter nicht zu verknüpfen: Sie ergeben nicht nur ein Oxymoron – einen schwarzen Schimmel –, sondern die Verknüpfung dieser zwei Wörter Asyl und Tourismus ergibt einen Kampfbegriff der Rechtsextremen und der extrem Rechten und vergiftet die Debatte. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wichtiger noch als Wörter und Begriffe ist uns jedoch Folgendes, und ich sage das, weil auch dies nicht mehr in allen Fraktionen dieses Hauses selbstverständlich scheint: Ganz egal, ob das einer von uns ist oder ein Tourist oder sonst einer, du lässt ihn nicht erfrieren, und du jagst ihn auch nicht hinaus wie einen Hund, weil er ein Mensch ist! – Danke für das Zuhören. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Kollege Bürstmayr hat aber zumindest in einem recht gehabt. Er hat vorhin gesagt: „Was sich nicht bewährt hat“, das gehöre gestrichen – und genau so ist es auch mit dieser Bundesregierung, sie hat sich nämlich nicht nur nicht bewährt, sondern sie hat uns noch dazu ganz, ganz massiv geschadet! Die Einsicht dürfte also zumindest bei den Grünen schön langsam einkehren, jetzt müsst ihr nur mehr gemeinsam den Stecker ziehen und das Land aus eurer Geiselhaft entlassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Probleme, die die extreme Linke uns eingebrockt hat, und mehr als genug Probleme, die uns von der ÖVP samt all ihren Korruptionsproblemen eingebrockt worden sind. Wir haben genug eigene Probleme zu lösen, wir können nicht alles andere auch noch mit bewerkstelligen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Eine persönliche Bitte noch an Sie, Frau Bundesminister Edtstadler: Falls das heute nicht klappen sollte, machen Sie endlich das, was Sie mit Ihrer Unterschrift versprochen haben! Nach dem Rücktritt von Sebastian Kurz gab es ein wunderbares Dokument, das auch Sie unterzeichnet haben. Sie haben gesagt, ohne Sebastian Kurz gehe es nicht weiter, und Sie haben damals gesagt, Sie würden zurücktreten – ich warte noch immer auf den Rücktritt, aber vielleicht können Sie ja mit gutem Beispiel vorangehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zu den Ausführungen meiner Vorredner Amesbauer und Hafenecker möchte ich nur anmerken, dass die Bundesregierung speziell in den letzten Wochen und Monaten sehr aktiv daran gearbeitet hat, dass die Visaliberalisierung Serbiens für bestimmte Länder wie Indien, Tunesien und Burundi neu verhandelt und neu gestaltet wird. Damit ist ein ganz großer Schritt gelungen, um die illegale Immigration zu reduzieren und zu verhindern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne bitte ich um Zustimmung zu diesem Antrag. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Holzleitner: Widerlich! – Abg. Schnedlitz: So widerlich ist der gar nicht! – Zwischenruf der Abg. Holzleitner.
Meine Damen und Herren, weil hier heute natürlich auch das Thema Asyl, vor allem von der FPÖ, ins Spiel gebracht wird, möchte ich gerade am heutigen Tag ein Thema nicht ganz ausklammern: Mehrere Medien haben heute über eine Vorgangsweise des damaligen Innenministers und jetzigen Bundeskanzlers Nehammer berichtet. Die Medien berichten mit nachhaltigen Belegen, dass letztes Jahr der damalige Innenminister Nehammer offenbar gemeinsam mit dem deutschen CSU-Innenminister Seehofer aus rein parteipolitischen Gründen – also nicht aus rechtsstaatlichen Gründen, aus rein parteipolitischem Kalkül – einen geheimen Abschiebeflug in ein Kriegsgebiet, nach Afghanistan, durchführen wollte. (Abg. Holzleitner: Widerlich! – Abg. Schnedlitz: So widerlich ist der gar nicht! – Zwischenruf der Abg. Holzleitner.)
Beifall bei der SPÖ.
aufgedeckt wurde. Es ist ein parteipolitisches Kalkül der ÖVP: Keine Lösungsorientierung, das will diese Partei nicht, sondern sie will das Problem am Köcheln halten, um politisches Kleingeld zu schlagen, und das ist einer ehemals staatstragenden Partei eigentlich unwürdig. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Die Regierung hält es für gefährlich, wenn ausländische Unternehmen in ein österreichisches Unternehmen investieren, daher muss man die österreichischen Unternehmen vor Investitionen schützen. – Das machen die! Wie absurd, wie schlecht, wie protektionistisch, wie unlogisch kann Wirtschaftspolitik sein? – Da müssen Sie einmal diese Regierungsparteien fragen! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Dieses Gesetz ist also grottenschlecht, die Administration ist grottenschlecht, und Sie verlängern jetzt eine schlechte Maßnahme noch einmal um ein halbes Jahr. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Matznetter: Nein! Vom Bundestag beschlossen!
Wir sind bei den Energiekostenzuschüssen in vielen Punkten Vorreiter, auch wenn Sie es nicht gerne hören, aber bei uns fließen heuer noch die Mittel aus dem Energiekostenzuschuss eins, und das deutsche Modell ist immer noch in Ausarbeitung. (Abg. Matznetter: Nein! Vom Bundestag beschlossen!) Wenn ich höre, dass das deutsche Modell immer so gepriesen wird, dann kann ich nur sagen: Es wird sich weisen, ob dieses Modell so gut ist, bis jetzt kennen wir es nur aus der Theorie. Das österreichische Modell ist in der Praxis.
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, deshalb muss es oberste Priorität sein – da sind wir uns ja alle einig –, dass eine Wettbewerbsgleichheit zwischen den deutschen und den österreichischen Firmen besteht, und deshalb schauen wir, dass wir unser Energiekostenzuschussmodell eins jetzt im Energiekostenzuschussmodell zwei weiterführen und natürlich auch noch einiges adaptieren, dass wir den EU-Krisenrahmen so weit wie möglich ausschöpfen und so für die Unternehmer eine wirklich adäquate Unterstützung finden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Dafür ist es notwendig, dass wir das Bundesgesetz, mit dem das Bilanzbuchhaltungsgesetz und das Wirtschaftstreuhandberufsgesetz geändert werden, heute beschließen, und zwar geht es darum, dass Bilanzbuchhalter, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer berechtigt sind, die Unternehmer in der Angelegenheit der Förderung, dieses Energiekostenzuschusses, zu unterstützen und zu beraten und Bestätigungen und Feststellungen ausstellen können. Diese Maßnahme beschließen wir heute hier. Ich denke, es ist ganz, ganz wichtig, dass unsere Unternehmer die notwendige Unterstützung bekommen, um die Energiekostenzuschüsse dann auch zu erhalten. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Loacker: Ich hab dich mit ... getriggert, oder?
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Normalerweise hält man ja innerhalb der Opposition keine Widerrede, aber ich möchte ein paar Bemerkungen zu Kollegen Loacker machen (Abg. Loacker: Ich hab dich mit ... getriggert, oder?): Es ist mittlerweile circa ein bisschen mehr als zehn Jahre her, ich hatte damals die Ehre, gemeinsam mit dem tollen, leider schon verstorbenen, Sozialminister Rudi Hundstorfer als Spiegelressort und dem damaligen Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, kurioserweise
Heiterkeit des Abg. Gödl. – Zwischenruf des Abg. Ofenauer.
Zwischensatz an die ÖVP: Ich weiß aber auch nicht, warum man den fähigen Minister und späteren Vizekanzler Reinhold Mitterlehner durch Kurz und seine Partie wegputschen hat lassen, aber lassen wir dieses Thema. (Heiterkeit des Abg. Gödl. – Zwischenruf des Abg. Ofenauer.)
Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.
Zurückkommend zum Gesetz: Lieber Kollege Loacker, wenn es sich um eine Investition handelt, die nur dazu dient, das Kapital zu stärken und den Ausbau der österreichischen Betriebe herzustellen, dann gibt es ja kein Problem mit der Genehmigung, aber gerade in diesem Bereich gibt es ganz andere Methoden: Man kauft sich ein Unternehmen, nimmt sich das Know-how und produziert irgendwo anders auf der Welt. Das ist ja durchaus marktwirtschaftlich. Blöderweise: Bei pharmazeutischen Produkten, bei Medizinprodukten besteht ein Risiko, dass dann das passiert, was viele Österreicherinnen und Österreicher schon heute in der Apotheke merken: Es gibt ihr Medikament nicht. Daher ist es in so einem Fall vernünftig, dass man zuerst prüft: Ist es nur eine Investition, oder ist es ein Aufkauf? (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Daher brauchen wir das Gesetz und wir werden zustimmen.
Abg. Kühberger: Schau einmal nach Deutschland! Was macht der Scholz?
Dass man dann noch einen Steuerberater und einen Bilanzbuchhalter braucht, muss man auch einmal zusammenbringen! (Abg. Kühberger: Schau einmal nach Deutschland! Was macht der Scholz?) Dann stellen Sie sich hierher und behaupten, die Deutschen hätten keine Regelung gemacht – der Bundestag hat es beschlossen, der Bundesrat beschließt es morgen. (Abg. Haubner: Gibt noch nichts!)
Abg. Haubner: Gibt noch nichts!
Dass man dann noch einen Steuerberater und einen Bilanzbuchhalter braucht, muss man auch einmal zusammenbringen! (Abg. Kühberger: Schau einmal nach Deutschland! Was macht der Scholz?) Dann stellen Sie sich hierher und behaupten, die Deutschen hätten keine Regelung gemacht – der Bundestag hat es beschlossen, der Bundesrat beschließt es morgen. (Abg. Haubner: Gibt noch nichts!)
Abg. Haubner: Warten wir eh nicht!
Die senken für die Industrie einfach die Gaspreise auf 7 Cent. So schaut es aus! Dafür brauchen wir keinen Steuerberater, sondern da senken wir die Preise. Ihr werdet es machen müssen. Ihr könnt jetzt nicht ein Jahr warten – schauen wir einmal, was in Deutschland sein wird (Abg. Haubner: Warten wir eh nicht!) –: Unsere Betriebe stehen im Wettbewerb.
Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.
Die Wirtschaftskammer hat zu Recht im letzten Wirtschaftsparlament beschlossen: Die Regierung muss eine Lösung vorlegen, die die gleiche Wirkung hat wie die deutsche. – Ihr seid sie bis heute schuldig, morgen ist der letzte Tag. Ab Jänner haben wir ein Wettbewerbsverhältnis, bei dem unsere Betriebe Sackhüpfen dürfen und die anderen laufen uns davon. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.) Schämt euch dafür, dass ihr so etwas macht! Ihr seid nicht in der Lage, richtige Maßnahmen zu setzen. Packt es doch zusammen! Machen wir Neuwahlen! Dann gibt es endlich einmal eine gescheite Wirtschaftspolitik im Land. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kühberger: Das ist der Hauptgrund! – Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kühberger: Das ist der Hauptgrund! – Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Die Wirtschaftskammer hat zu Recht im letzten Wirtschaftsparlament beschlossen: Die Regierung muss eine Lösung vorlegen, die die gleiche Wirkung hat wie die deutsche. – Ihr seid sie bis heute schuldig, morgen ist der letzte Tag. Ab Jänner haben wir ein Wettbewerbsverhältnis, bei dem unsere Betriebe Sackhüpfen dürfen und die anderen laufen uns davon. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.) Schämt euch dafür, dass ihr so etwas macht! Ihr seid nicht in der Lage, richtige Maßnahmen zu setzen. Packt es doch zusammen! Machen wir Neuwahlen! Dann gibt es endlich einmal eine gescheite Wirtschaftspolitik im Land. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kühberger: Das ist der Hauptgrund! – Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Abg. Krainer: Innerlich applaudiert sogar der Kollege Haubner! – Abg. Kassegger: Aber nur im Wirtschaftsparlament!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Erwin Angerer. – Bitte. (Abg. Krainer: Innerlich applaudiert sogar der Kollege Haubner! – Abg. Kassegger: Aber nur im Wirtschaftsparlament!)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Wir hätten ja diese Befristung, die auch hier aufgehoben wird, und diese Absenkung auf 10 Prozent schon damals beim ersten Beschluss kritisiert. Da hat die ÖVP aber zwei Jahre gebraucht, um zu sehen, dass es sinnvoll gewesen wäre, es gleich so zu machen, und will das jetzt nachholen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Abg. Kühberger: Ihr heizt es an!
Das Zweite, was auch wieder ein Thema ist, ist das Thema des Genderns: dass sich die Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in Zukunft auch in der weiblichen oder in einer alle Geschlechteridentitäten umfassenden Form benennen kann. Da kann ich nur fragen: Hätten wir keine wichtigeren Probleme? (Abg. Kühberger: Ihr heizt es an!)
Ruf bei der SPÖ: Super ist das! – Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.
Den Höhepunkt liefert aktuell die Kärntner Landesregierung mit ÖVP-Beteiligung, von der SPÖ absolut geführt, die gestern per Leitlinie eine geschlechtergerechte Sprache im Amt beschlossen hat. (Ruf bei der SPÖ: Super ist das! – Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Kühberger: Nach den Freiheitlichen gäbe es sie eh nicht mehr, die Bauern!
Ihr könnt euch also von den Bauern verabschieden. Bauern gibt es in Zukunft nicht mehr, das sind landwirtschaftlich Beschäftigte. (Abg. Kühberger: Nach den Freiheitlichen gäbe es sie eh nicht mehr, die Bauern!) Der Bäcker ist eine Fachkraft für die Bäckerei. Der Autor ist eine literaturschaffende Person. Der Gast ist eine Besuchsperson. Das heißt, alle Besuchspersonen, die nächstes Jahr nach Kärnten kommen, sind im Urlaubsland Kärnten herzlich willkommen. Das sind dann unsere Besuchspersonen, nicht nur unsere Gäste. Und der Inhaber ist eine besitzende Person.
Abg. Schwarz: Du fühlst dich wirklich bedroht, ha?
Das Binnen-I ist Geschichte in Kärnten, das gibt es nicht mehr, ist also verboten. (Abg. Schwarz: Du fühlst dich wirklich bedroht, ha?) Das ist die Amtssprache, die jetzt in Kärnten gesetzt und eingeführt ist. Mit dem müssen sich unsere Beamten in Kärnten jetzt beschäftigen – furchtbar, also furchtbar, was da passiert! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Binnen-I ist Geschichte in Kärnten, das gibt es nicht mehr, ist also verboten. (Abg. Schwarz: Du fühlst dich wirklich bedroht, ha?) Das ist die Amtssprache, die jetzt in Kärnten gesetzt und eingeführt ist. Mit dem müssen sich unsere Beamten in Kärnten jetzt beschäftigen – furchtbar, also furchtbar, was da passiert! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Frau Landesrätin Schaar hat in den letzten fünf Jahren in Kärnten ein paar Wald- und Wiesenfotos gemacht. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Im Bereich der
Beifall bei der FPÖ.
erneuerbaren Energien liegen Dutzende Projekte von Kleinkraftwerken, Wasserkraftwerken in den Schubladen, die von den Behörden nicht behandelt werden, und wir belasten die Behörden noch mit so einem Genderschwachsinn. Das ist beschämend, was da in Kärnten passiert. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Loacker: Das macht es nicht besser! – Abg. Kühberger: Das ist schon richtig! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Loacker.
Es wundert mich nicht, dass Kollege Loacker nicht zustimmen wird. Übrigens möchte ich gleich eine Berichtigung anbringen: Er hat von einer Verlängerung von einem halben Jahr gesprochen. Wir verlängern diese Ziffer 6, von der ich gesprochen habe, um ein Jahr. (Abg. Loacker: Das macht es nicht besser! – Abg. Kühberger: Das ist schon richtig! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Loacker.) Also ein bisschen genauer zu recherchieren würde manchmal nicht schaden. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Es wundert mich nicht, dass Kollege Loacker nicht zustimmen wird. Übrigens möchte ich gleich eine Berichtigung anbringen: Er hat von einer Verlängerung von einem halben Jahr gesprochen. Wir verlängern diese Ziffer 6, von der ich gesprochen habe, um ein Jahr. (Abg. Loacker: Das macht es nicht besser! – Abg. Kühberger: Das ist schon richtig! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Loacker.) Also ein bisschen genauer zu recherchieren würde manchmal nicht schaden. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Insofern bitte ich um Ihre Zustimmung, dass wir diese eine Ziffer auch verlängern. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Krainer: Aber das ist keine logische Begründung! Das ist so was von gar nicht nachvollziehbar!
Wir stehen nicht an, auch die europäische Lage zu beobachten; und wir haben auch immer gesagt, wir beobachten genau, was die Deutschen da an Maßnahmen setzen. Man muss aber auch dazusagen, dass in Deutschland die Situation eine andere ist als in Österreich. Wieso gibt es bei uns keine Gaspreisbremse? – Weil in Österreich nur noch 25 Prozent bei Wärme tatsächlich auf Gas angewiesen sind, und 75 Prozent ganz andere Energieformen nutzen. Das ist in Deutschland bei 50 Prozent natürlich eine andere Ausgangslage. (Abg. Krainer: Aber das ist keine logische Begründung! Das ist so was von gar nicht nachvollziehbar!)
Abg. Cornelia Ecker: Na, da bin ich gespannt!
Wir wissen aber auch, dass in anderen Bereichen die Preise genauso gestiegen sind. Wir werden dafür Sorge tragen, dass unsere österreichische Wirtschaft nicht zu Nachteilen kommen wird (Abg. Cornelia Ecker: Na, da bin ich gespannt!), und wir werden noch vor Weihnachten ein Modell vorlegen, um eben auch Planbarkeit und eine Zielsetzung für unsere Unternehmen zu haben (Abg. Krainer: Ob die Leute heizen können, ist Ihnen egal, aber die Industrie ...?!), damit sie wissen, wie sie in das Jahr 2023 starten können. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Krainer: Ob die Leute heizen können, ist Ihnen egal, aber die Industrie ...?!
Wir wissen aber auch, dass in anderen Bereichen die Preise genauso gestiegen sind. Wir werden dafür Sorge tragen, dass unsere österreichische Wirtschaft nicht zu Nachteilen kommen wird (Abg. Cornelia Ecker: Na, da bin ich gespannt!), und wir werden noch vor Weihnachten ein Modell vorlegen, um eben auch Planbarkeit und eine Zielsetzung für unsere Unternehmen zu haben (Abg. Krainer: Ob die Leute heizen können, ist Ihnen egal, aber die Industrie ...?!), damit sie wissen, wie sie in das Jahr 2023 starten können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir wissen aber auch, dass in anderen Bereichen die Preise genauso gestiegen sind. Wir werden dafür Sorge tragen, dass unsere österreichische Wirtschaft nicht zu Nachteilen kommen wird (Abg. Cornelia Ecker: Na, da bin ich gespannt!), und wir werden noch vor Weihnachten ein Modell vorlegen, um eben auch Planbarkeit und eine Zielsetzung für unsere Unternehmen zu haben (Abg. Krainer: Ob die Leute heizen können, ist Ihnen egal, aber die Industrie ...?!), damit sie wissen, wie sie in das Jahr 2023 starten können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir wollen das auch ein bisschen flächendeckender ausrollen, damit wir einfach wissen: Was passiert in Österreich? Wie schaut der Wettbewerb zu unseren Firmen aus? Geht es um Abwanderung oder geht es wirklich auch um ein trojanisches Pferd? – Es kommt auch vor, dass man einfach den Konkurrenten aushebelt, indem man sich beteiligt und dann die Firma mit verschiedensten Anträgen und mit Möglichkeiten, die es innerhalb der Firma gibt, so lange quält, dass er nicht mehr zum Wirtschaften kommt. Die Vorlage ist in Ordnung, dem werden wir zustimmen und das ist sicher auch ein gutes Gesetz. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hörl: Ah geh, das war ein teurer Steuerberater!
Das Zweite, was ich wichtig finde, ist die wirtschaftliche Situation und die Wettbewerbsfähigkeit in Österreich. Ich möchte auf Kollegen Haubner zu sprechen kommen, was den Energiekostenzuschuss betrifft: Natürlich ist es auch gut, wenn Steuerberater und Wirtschaftstreuhänder Zertifikate ausstellen können und die Beratung übernehmen, aber es gibt eine schmerzliche Erfahrung aus der Coronazeit: Da haben Firmen, die Förderungen in Anspruch nehmen wollten, zuerst einen Steuerberater fragen müssen, damit sie überhaupt gewusst haben, wie sie diesen Antrag ausfüllen, und am Ende des Tages haben sie zwei Drittel dieser Zuwendungen, die sie bekommen hätten sollen, dem Steuerberater gezahlt und sie selbst sind übrig geblieben. (Abg. Hörl: Ah geh, das war ein teurer Steuerberater!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir haben Beispiele dazu, und ich kann Ihnen nur sagen: Es ist nicht witzig. Ich finde es gut, dass diese seriöse Zunft, wenn ich so sagen darf, diese Möglichkeit bekommt, das steht ihr zu. Ich finde es aber auch wichtig, dass Ihre Fördermaßnahmen so gestaltet sind, dass die Leute, die die Förderungen brauchen – und brauchen ist das Thema –, keinen Steuerberater brauchen, damit sie die überhaupt kriegen können, sondern dass das alltagstauglich wird, und das ist es nicht. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Zum Gaspreisdeckel möchte ich Ihnen sagen, dass Sie, obwohl die Sozialpartner, die Wirtschaftsexperten, die Landeshauptleute alle sagen, Sie sollen den Gaspreisdeckel in Österreich einführen, der Meinung sind: Das ist nicht notwendig und wir warten auf die EU. – Wir haben keine Zeit, zu warten. Die Betriebe haben keine Zeit, die Menschen haben keine Zeit und Sie haben auch keine Zeit. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte auch noch zu meiner Vorrednerin sagen: Wenn es um Gas geht, geht es nicht nur um Wärme, sondern auch um wichtige industrielle Maßnahmen und Abfolgen, die im Prozess notwendig sind. Ich weise darauf hin, dass zum Beispiel die ganze Lebensmittelindustrie, die mit Milch zu tun hat und pasteurisieren muss, auf Gas angewiesen ist. Spätestens, wenn es keine Nahrungsmittel mehr gibt, werden Sie merken, dass das nicht funktioniert. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: Glaubst du, du kommst mit dem Gesetz ...? In welcher Welt lebst du?
Wir erleben das ja auch in einem anderen Bereich, beispielsweise in meinem Heimatbundesland Tirol, etwa bei der Firma Sandoz, bei der der Staat mit Fördermitteln den Ausbau, die Absicherung und die Konkurrenzfähigkeit der Penicillinerzeugung fördert. Das ist ein anderes Feld und hat damit nichts zu tun, aber da zeigt man ja auch deutlich (Abg. Loacker: Glaubst du, du kommst mit dem Gesetz ...? In welcher Welt lebst du?), dass es ganz, ganz wichtig ist, gerade solche Dinge hier in Europa zu halten und unter Kontrolle zu haben.
Zwischenruf des Abg. Loacker
Firmen ist und natürlich auch nicht unbedingt dem europäischen (Zwischenruf des Abg. Loacker) – Herr Loacker! – und globalen oder meinem eigenen Gedankengut entspricht. (Zwischenruf der Abg. Götze.) Eines ist aber schon klar: Es hat sich doch auch gezeigt, dass gerade diese Krise dazu geführt hat, dass man da genauer hinschaut. Wenn man dann feststellt, dass es 14 Verfahren gegeben hat, bei fünf ein vertieftes Verfahren durchgeführt wurde und nur bei drei eine Gefährdung erkannt wurde, dann denke ich, dass die Behörde da sehr, sehr vorsichtig vorgeht.
Zwischenruf der Abg. Götze.
Firmen ist und natürlich auch nicht unbedingt dem europäischen (Zwischenruf des Abg. Loacker) – Herr Loacker! – und globalen oder meinem eigenen Gedankengut entspricht. (Zwischenruf der Abg. Götze.) Eines ist aber schon klar: Es hat sich doch auch gezeigt, dass gerade diese Krise dazu geführt hat, dass man da genauer hinschaut. Wenn man dann feststellt, dass es 14 Verfahren gegeben hat, bei fünf ein vertieftes Verfahren durchgeführt wurde und nur bei drei eine Gefährdung erkannt wurde, dann denke ich, dass die Behörde da sehr, sehr vorsichtig vorgeht.
Abg. Loacker: ... ins Ausland, oder was? Glaubst, er versetzt den Stausee ins Ausland?
Vielleicht noch ein Wort dazu, weil ich unterhalb eines Kraftwerkes, dem Durlaßboden-Stausee, wohne: Ich hätte schon ganz gerne gewusst, wer diesen Stausee betreibt. Der Verbund hat 51 Prozent. (Abg. Loacker: ... ins Ausland, oder was? Glaubst, er versetzt den Stausee ins Ausland?) Sie haben schon recht, der Verbund hat 51 Prozent. Ich hoffe, die Republik kommt nicht auf die dumme Idee, diese 51 Prozent noch einmal herzugeben, aber trotzdem wäre es für mich am Standort eines Kraftwerkes auch wichtig, zu wissen, wenn beispielsweise Anteile eines Landesenergieversorgers verkauft werden, dass der Staat dorthin schaut. Ich weiß schon, es sind 25 Prozent, mir wäre es aber beim Verbund und bei so strategischen Dingen lieber, wenn wir da auf 10 Prozent gehen würden und das auch ein bissel genauer beobachten, weil es ohnehin falsch war.
Beifall bei der ÖVP.
Gerade bei Unternehmungen wie Energieversorgern, der Abwasserversorgung und der Wasserversorgung bin ich der Meinung, das ist Aufgabe der öffentlichen Hand, und diese zu privatisieren, das ist auch in meinen Augen überschießend, weil ich aus einem Kraftwerkstandort komme. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Matznetter: Da hat er ausnahmsweise recht, der Franz Hörl!
Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Cornelia Ecker. – Bitte. (Abg. Matznetter: Da hat er ausnahmsweise recht, der Franz Hörl!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir als SPÖ stehen seit Anfang der Krise da und bringen im Ausschuss und im Nationalrat sinnvolle Vorschläge ein. Es braucht in diesem Bereich keine Einmalzahlungen, die dann sofort im Tagesgeschäft verschwinden, sondern zielgerichtete Förderungen, die auch nachhaltig sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch wenn gestern der Bundeskanzler keine guten Worte über unsere deutschen Nachbarn verloren hat: Sie haben es richtig gemacht. Sie waren mutig, sie waren entschlossen und bringen den Betrieben echte Zuversicht. Daher fordere ich von dieser Stelle aus noch einmal eine Gas- und Strompreisbremse nach deutschem Vorbild. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kühberger: ... Spritpreisdeckel, schaut nach Ungarn!
Meine Kollegin hat es bereits gesagt: Uns rennt die Zeit davon. – Wir haben schon die Verpflichtung, dass unsere Betriebe auch künftig konkurrenzfähig bleiben, geschätzte Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP. (Abg. Kühberger: ... Spritpreisdeckel, schaut nach Ungarn!)
Beifall bei der SPÖ.
wir auch den Antrag der Regierungsparteien, dass Bilanzbuchhalter:innen, Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen die Möglichkeit erhalten sollen, die Unternehmen in Förderangelegenheiten nach dem Unternehmens-Energiekostenzuschussgesetz und den dazu erlassenen Förderrichtlinien zu beraten, zu vertreten sowie Bestätigungen und Feststellungen auszustellen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Abgeordneter Alois Schroll (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Geschätztes Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Wichtige energiepolitische Themen werden heute einmal mehr hier im Hohen Haus diskutiert und beschlossen. Wer fehlt? – Österreichs zuständige Energieministerin Leonore Gewessler; wir haben das ja auch eingangs schon heiß diskutiert. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt: Wenn man schon nicht mit der Themenarbeit glänzt, dann glänzt man wenigstens mit Abwesenheit. Dazu möchte ich aber kein Wort mehr verlieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Alois Schroll (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Geschätztes Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Wichtige energiepolitische Themen werden heute einmal mehr hier im Hohen Haus diskutiert und beschlossen. Wer fehlt? – Österreichs zuständige Energieministerin Leonore Gewessler; wir haben das ja auch eingangs schon heiß diskutiert. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt: Wenn man schon nicht mit der Themenarbeit glänzt, dann glänzt man wenigstens mit Abwesenheit. Dazu möchte ich aber kein Wort mehr verlieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Mit uns, mit der sozialdemokratischen Fraktion wird es diese Änderung des E-Control-Gesetzes also heute definitiv nicht geben, wir werden uns für die Zweidrittelmehrheit nicht hergeben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und zu mehr Nachhaltigkeit geleistet. Dafür möchte ich mich heute auch einmal bedanken: dass Sie diesen Beitrag geleistet haben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kassegger: Das Königsprodukt Stromkostenbremse!
Wir haben allerdings wichtige Entlastungspakete geschnürt, wie etwa den 500-Euro-Klimabonus oder das Unternehmens-Energiekostenzuschussgesetz. Es gibt den Energiescheck mit 150 Euro oder, jetzt erst, die Stromkostenbremse. (Abg. Kassegger: Das Königsprodukt Stromkostenbremse!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Mix aus selbstverantwortlichem Handeln und unseren Unterstützungsmaßnahmen zeigt seine Wirkung. Wir sind auf einem guten Weg. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Weiters werden wir heute auch einen Antrag einbringen, in dem es um Netzgebühren geht. Wir haben in den letzten Wochen sehr intensiv darüber gesprochen, dass die Netzgebühren eine Herausforderung sein werden. Wir werden dafür für die ersten sechs Monate des kommenden Jahres 260 Millionen Euro in die Hand nehmen. Das bedeutet eine Entlastung hinsichtlich der erhöhten Netzgebühren von mehr als 60 Prozent für den Haushalt und für die Betriebe, um den Standort und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren, nutzen wir – da richte ich die Bitte schon auch an die Opposition – gemeinsam die Chance der Energiewende für mehr Unabhängigkeit und für eine nachhaltige Zukunft! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Schroll.
Herr Gesundheitsminister, ich schätzte Ihre Kompetenz im Gesundheitsbereich, es ist aber etwas verwunderlich, dass die zuständige Energieministerin Leonore Gewessler zum wiederholten Male bei doch wesentlichen Punkten nicht anwesend, sondern irgendwo in Kanada, glaube ich, auf einer sicher ganz, ganz wichtigen Biodiversitykonferenz ist. Sie ist aber eben nicht hier im österreichischen Parlament, als zuständige Fachministerin. Ich finde es schade, was die Prioritätensetzung der Frau Bundesminister betrifft. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Schroll.)
Beifall bei der FPÖ – Abg. Höfinger: Na, so viel verliert ihr nicht!
Haubner: Na ja, wer weiß?), sondern das nehme ich einfach so zur Kenntnis, das sind demokratische Gegebenheiten. Mit einer 16-Prozent-Partei muss man nicht unbedingt reden. Ich hoffe, dass sich das nach der nächsten Wahl deutlich ändern wird (Beifall bei der FPÖ – Abg. Höfinger: Na, so viel verliert ihr nicht!), und zwar, Herr Kollege, nach oben hin (erheitert) deutlich ändern wird.
in Richtung Abg. Schroll
Ich bin ein bisschen enttäuscht von der SPÖ, auch von dir, Alois (in Richtung Abg. Schroll). Ihr haltet euch nicht an die eigenen Empfehlungen, die Empfehlungen der Arbeiterkammer, die sehr, sehr vernünftig sind. Wir haben jetzt diesen 800-Millionen-Brocken und schieben schon wieder Geld im Kreis.
Beifall bei der FPÖ.
Alois, das Geld dreimal im Kreis zu schicken, vielleicht noch mit erheblichen Streuverlusten, ist keine Lösung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich fange einmal mit dem Positiven an: Das Jahr war ein Jahr der Fotovoltaik. Wir haben heuer in Österreich das erste Mal die Gigawattschallmauer beim Fotovoltaikzubau durchbrochen. Es wurden heuer Anlagen mit mehr als 1 000 Megawatt Leistung zusätzlich gebaut und wir haben durch das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz Förderbedingungen bereitgestellt, durch die wir in der Lage sind – und das wird wahrscheinlich auch so passieren –, heuer Fotovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt 2 300 Megawatt zu fördern. Nur zum Vergleich: Das AKW Temelín hat eine Leistung von 2 000 Megawatt. Das heißt, die Leistung der Fotovoltaikanlagen, die wir Ende dieses Jahres gefördert haben werden, ist größer als die Leistung des AKW Temelín, und das ist schon einmal eine sehr, sehr gute Nachricht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kassegger: Das ihr nie erreichen werdet!
Die gute Nachricht für die Energiewende ist, dass wir auf Kurs in Richtung unseres Energieziels sind, und das lautet: 100 Prozent Erneuerbare im Strom bis zum Jahr 2030. (Abg. Kassegger: Das ihr nie erreichen werdet!) Früher wurde von der Energiewende nur geredet, wir setzen sie jetzt gerade um. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die gute Nachricht für die Energiewende ist, dass wir auf Kurs in Richtung unseres Energieziels sind, und das lautet: 100 Prozent Erneuerbare im Strom bis zum Jahr 2030. (Abg. Kassegger: Das ihr nie erreichen werdet!) Früher wurde von der Energiewende nur geredet, wir setzen sie jetzt gerade um. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Schroll.
Ein Beschluss – das war schon im Wirtschaftsausschuss –, den wir heute fassen werden, sofern wir die Zustimmung bekommen, ist das Aussetzen der Erneuerbaren-Förderpauschale. Für einen mittleren Betrieb, zum Beispiel für eine Bäckerei, bedeutet das 17 000 Euro weniger nächstes Jahr. Für einen Haushalt sind es immerhin noch 36 Euro, die nicht zu zahlen sind. Die Ministerin hat auch den Förderbeitrag erlassen, das sind dann noch einmal insgesamt ungefähr 0,5 Milliarden Euro. Das ist eine wichtige Entlastungsmaßnahme in Zeiten von hohen Strompreisen, und die werden wir heute beschließen. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Schroll.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Kühberger.
Worum geht es bei diesem ElWOG-Antrag? – Nur kurz: Das eine geht im Prinzip auf ein Thema zurück, das vonseiten der SPÖ aufgebracht wurde. In diesem Jahr ist es passiert, dass sich Energieversorgungsunternehmen aus dem Markt zurückgezogen haben, ohne dass sie pleitegegangen sind. Was dann teilweise passiert, ist, dass Hunderte, wenn nicht Tausende Kundinnen und Kunden plötzlich ohne Stromvertrag dastehen, wenn sie sich nicht um einen neuen bemühen. Wir machen jetzt eine Regelung für Kund:innen, die von Abschaltung bedroht sind, dass sie, bevor ein vertragsloser Zustand droht, automatisch einen neuen Lieferanten bekommen. Das ist ein wichtiger Schritt, damit Haushalte eben nicht ohne Versorger dastehen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Kühberger.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich bedanke mich auch sehr für die konstruktiv, aber hart geführten Verhandlungen, beim Koalitionspartner, aber vor allem auch bei dir, Alois Schroll von der SPÖ – vielen Dank, dass dieser Beschluss jetzt möglich ist. Es ist eine notwendige Entlastung für alle Unternehmen und Haushalte und ich bitte um breite Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Oder ein anderes Beispiel, wo die E-Control wichtig ist: Zum Höhepunkt der Gaskrise – Sie erinnern sich alle – hat es geheißen: Wie viel Gas haben wir denn jetzt in den österreichischen Speichern und wem gehört das Gas eigentlich? Und die E-Control durfte das nicht sagen! Sie hat zwar die Informationen, aber sie durfte nicht mitteilen, wem das Gas in den österreichischen Speichern gehört. Ganz im Ernst: Wenn wir NEOS nicht so darauf gedrängt hätten, wenn wir nicht die ganze Zeit drangeblieben wären, dass das aufgeklärt wird, dann wüssten die Bürgerinnen und Bürger heute nicht, dass nur die Hälfte des Gases, das in Österreich eingespeichert ist, auch den Österreichern gehört. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Meine Damen und Herren, all das wäre aber mit dem geplanten Gesetz gar nicht passiert. Das war ja gar nicht die Idee, dass man das ändert. Die Idee, was geändert werden hätte sollen, ist, dass der Herr Finanzminister gesagt hat: Ich hätte dort aber auch gern jemanden im Aufsichtsrat! – Einen Job wollte er haben, einen Posten wollte er besetzen, auf den man wieder irgendjemanden setzt, einen parteinahen Günstling wahrscheinlich. Man sagt: Okay, setzen wir uns unsere eigenen Leute wieder in den Aufsichtsrat der E-Control, damit wir da auch ein bisschen mehr sagen können! – Das ist in Zeiten wie diesen natürlich absurd! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Lukas Hammer: Gearbeitet!
Ich erkläre es Ihnen anhand von ein paar Beispielen: Das EAG wurde vorhin schon genannt, es gibt ja heute auch eine Novelle zum Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz. Im Ausschuss kam es da nur zu Diskussionen, mehr oder minder zu redaktionellen Änderungen, weil man sich vorher halt nicht einigen konnte, was da eigentlich drinnen stehen soll. Es gab keine Einigung, es wurde gestritten – Kollege Hammer hat es gerade gesagt – bis zur letzten Sekunde. (Abg. Lukas Hammer: Gearbeitet!) – Ich sage gestritten, denn Sie werden sich ja tatsächlich in dieser Bundesregierung über gar nichts mehr einig, wenn es um die so, so wichtige Energiepolitik geht – die Energiepolitik, die im Augenblick die wichtigste Frage für den Standort Österreich ist, die wichtigste Frage, um die Deindustrialisierung zu stoppen. Und Sie schaffen es überhaupt nicht, ins Tun zu kommen.
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Schroll.
Lassen Sie mich ein paar Beispiele bringen! UVP-Novelle: Da gab es schon eine Begutachtung, dann haben Sie sie wieder zurückgezogen, weil Sie gestritten haben – geht sich nicht aus. Energieeffizienzgesetz: Das brauchen die Unternehmen, die wissen nicht, wie sie investieren sollen, sie brauchen Jahre dafür. Die Wirtschaftspartei ÖVP und die Umweltpartei Grünen schaffen es nicht, das aufs Tableau zu bringen. Das ist wirklich dramatisch und es ist unglaublich enttäuschend! (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Schroll.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Schroll.
verschlafen, dass es wirklich naheliegt, zu sagen: Sie haben den Ernst der Lage einfach nicht verstanden. Sie haben wirklich nicht verstanden, wo es im Augenblick hingeht. Jetzt müssen Ihnen sogar schon 160 Unternehmen einen Brief schreiben. Die haben Ihnen einen Brief geschrieben, die flehen Sie tatsächlich an, endlich etwas auf gesetzlichem Wege zu tun, damit sie endlich investieren können, damit sie die Energiewende vorantreiben können – und wieder gibt es nichts, was heute dazu vorgelegt wird. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Schroll.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Schroll.
Ich kann Ihnen nur sagen: Lesen Sie sich diesen Brief durch! Ich kann hundertprozentig unterschreiben, was die Wirtschaft darin fordert. Diese fordert Sie nämlich auf, endlich ins Tun zu kommen. Tun Sie etwas für die Wirtschaft, liebe ÖVP! Tun Sie etwas für die Umwelt, liebe Grünen! Dann wäre diesem Land wirklich geholfen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Schroll.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich darf allen danken, die diesem Antrag zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Kollegin Doppelbauer, wenn Sie sagen, Sie könnten eine halbe Stunde lang darüber referieren, was nicht passiert ist: Liebe Damen und Herren, wir haben hier drei lange Plenartage, an denen wir stundenlang darüber diskutieren, was passiert und was das Parlament in dieser Krise alles tut. Auch diese Seite sollte man einmal betrachten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Angerer.
Der dritte Punkt betrifft die Netzverluste. Was ist ein Netzverlust? – Die Netze gehorchen physikalischen Gesetzmäßigkeiten, auf dem Weg des Stroms wird Energie in Form von Wärme verloren. Dieser Teil der Energie muss irgendwie ausgeglichen werden, weil er ja davor gekauft und erzeugt wurde. Das heißt, diese Netzverluste wurden auch bisher schon von den Kundinnen und Kunden der Netze getragen. (Zwischenruf des Abg. Angerer.) Durch die gestiegenen Kosten wollen wir aber diese Verluste ausgleichen. Das ist eine Maßnahme, die wahrscheinlich gar nicht so offenkundig und offensichtlich wird, weil sie einfach Kosten abfedert, die sonst entstanden wären.
Beifall bei der ÖVP.
Staates. Unser oberstes Ziel ist und bleibt, den Menschen dabei zu helfen und alles zu tun, um gut durch diese Krise zu kommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Was haben wir da wieder vorliegen? – Es ist die Fortsetzung eines Desasters in der Energiepolitik. Es ist eine Fortsetzung von Symptombekämpfung, sie geht nicht an die Ursachen. Sie haben in diesem gesamten Kontext bis jetzt keine einzige Ursache behandelt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
die wir heute auch noch reden werden –, an die kurze Leine nehmen möchte. Was hat die ÖVP vor, wenn der Finanzminister Einsichtsrechte bekommen soll, einen Aufsichtsrat in der E-Control besetzen soll? Jetzt nehmen Sie das Gesetz Gott sei Dank zurück. Lassen Sie die E-Control so, wie sie ist, nicht beeinflusst von politischen und finanziellen Abhängigkeiten! Lassen Sie die E-Control als unabhängige Kontrollinstanz in Ruhe! Sie braucht es mehr denn je. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schroll: Nein, nein, wir stehen noch!
Zweites Thema: Netzkosten. Die Netzkosten werden ab 1.1. für jeden Österreicher um circa 100 Euro im Jahr steigen. Heute ist die SPÖ wieder einmal im Liegen umgefallen. (Abg. Schroll: Nein, nein, wir stehen noch!) Die blonde Energieexpertin der ÖVP hat es offensichtlich wieder geschafft, für 25 Euro - - (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.) Für 25 Euro hat die SPÖ die Hosen runtergelassen und wird heute wieder die Zweidrittelmehrheit sichern. 75 Euro bezahlt immer noch ihr. Ihr Kunden draußen zahlt 75 Euro, und für 25 Euro fällt die SPÖ wieder um. (Abg. Kucharowits: Entschuldigen Sie sich sofort bei der Kollegin Graf! – Abg. Jeitler-Cincelli: Frau Präsidentin! Frau Präsidentin!)
Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Zweites Thema: Netzkosten. Die Netzkosten werden ab 1.1. für jeden Österreicher um circa 100 Euro im Jahr steigen. Heute ist die SPÖ wieder einmal im Liegen umgefallen. (Abg. Schroll: Nein, nein, wir stehen noch!) Die blonde Energieexpertin der ÖVP hat es offensichtlich wieder geschafft, für 25 Euro - - (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.) Für 25 Euro hat die SPÖ die Hosen runtergelassen und wird heute wieder die Zweidrittelmehrheit sichern. 75 Euro bezahlt immer noch ihr. Ihr Kunden draußen zahlt 75 Euro, und für 25 Euro fällt die SPÖ wieder um. (Abg. Kucharowits: Entschuldigen Sie sich sofort bei der Kollegin Graf! – Abg. Jeitler-Cincelli: Frau Präsidentin! Frau Präsidentin!)
Abg. Kucharowits: Entschuldigen Sie sich sofort bei der Kollegin Graf! – Abg. Jeitler-Cincelli: Frau Präsidentin! Frau Präsidentin!
Zweites Thema: Netzkosten. Die Netzkosten werden ab 1.1. für jeden Österreicher um circa 100 Euro im Jahr steigen. Heute ist die SPÖ wieder einmal im Liegen umgefallen. (Abg. Schroll: Nein, nein, wir stehen noch!) Die blonde Energieexpertin der ÖVP hat es offensichtlich wieder geschafft, für 25 Euro - - (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.) Für 25 Euro hat die SPÖ die Hosen runtergelassen und wird heute wieder die Zweidrittelmehrheit sichern. 75 Euro bezahlt immer noch ihr. Ihr Kunden draußen zahlt 75 Euro, und für 25 Euro fällt die SPÖ wieder um. (Abg. Kucharowits: Entschuldigen Sie sich sofort bei der Kollegin Graf! – Abg. Jeitler-Cincelli: Frau Präsidentin! Frau Präsidentin!)
Abg. Kucharowits: Entschuldigen Sie sich bei der Kollegin Graf!
Das alles wäre nicht notwendig, wenn ihr die Meritorder ändern würdet, und die Meritorder kann man auf nationaler Ebene ändern, indem man einfach hergeht und sagt, ich lege einen Strompreis für den österreichischen Strom fest, der in Österreich erzeugt wird, großteils aus erneuerbarer Energie, aus Wasserkraft, aus Biomasse, was auch immer. (Abg. Kucharowits: Entschuldigen Sie sich bei der Kollegin Graf!) Dann hat man einen österreichischen Preis, und den Preis für den Strom, der zusätzlich eingekauft wird, teilt man dann auf.
Beifall bei der FPÖ.
Damit wäre die Strompreisbremse nicht notwendig und wir würden 4 Milliarden Euro Steuergeld sparen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.
Herr Abgeordneter Angerer, ich habe Ihnen keinen Ordnungsruf erteilt. Ich mache Sie aber darauf aufmerksam, dass wir im Hohen Haus doch einen respektvollen Umgang unter den Kolleginnen und Kollegen pflegen sollten. Und ganz ehrlich: Das, was Sie zur Abgeordneten Graf gesagt haben, könnte man schon als eine abwertende und frauenfeindliche Anrede bezeichnen. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.) Deshalb ersuche ich Sie, das zurückzunehmen und so etwas nicht nochmals zu wiederholen.
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
auch keine Kraftausdrücke oder sonstige Beschreibungen, die unter die Gürtellinie gehen. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Wenn Ihnen die Argumente ausgehen, kürzen Sie Ihre Redezeit! Reden wir lieber über die Fakten! Ihre 25 Euro haben Sie auch nicht erklären können. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
auch keine Kraftausdrücke oder sonstige Beschreibungen, die unter die Gürtellinie gehen. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Wenn Ihnen die Argumente ausgehen, kürzen Sie Ihre Redezeit! Reden wir lieber über die Fakten! Ihre 25 Euro haben Sie auch nicht erklären können. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kassegger: Wie viel Prozent des Energiebedarfs deckt die Fotovoltaik ab, Herr Kollege?
Es ist schon klar, dass euch das nicht ganz gefällt, denn dieses Ziel zu verfolgen bedeutet, wir machen uns unabhängig vom Gas, wir machen uns unabhängig von Atomstromimporten und anderen, und genau das wird die Preise stabilisieren. Kollege Hammer hat es schon gesagt: Wir haben einen Rekordausbau bei der Fotovoltaik, wir haben einen Rekordausbau bei der Windenergie, und das ist notwendig. (Abg. Kassegger: Wie viel Prozent des Energiebedarfs deckt die Fotovoltaik ab, Herr Kollege?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rauch: Keine Fakten, keine Tatsachen! – Abg. Kassegger: Märchenerzähler! Das sind lauter Märchen, die Sie da erzählen!
Wir haben in Österreich auch ein sehr effizientes Stromnetz: Wir haben das zweiteffizienteste Stromnetz in Europa, hat uns die E-Control bescheinigt. Aber: Was haben uns deren Vertreter im Ausschuss noch gesagt? – Der Erneuerbaren-Ausbau wird das Stromnetz noch effizienter machen, damit werden sozusagen weniger Verluste produziert und auch die Stromkunden entlastet. Deswegen legen wir auch beim EAG den Turbo ein, damit der Ausbau der erneuerbaren Energien weitergeht. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rauch: Keine Fakten, keine Tatsachen! – Abg. Kassegger: Märchenerzähler! Das sind lauter Märchen, die Sie da erzählen!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich bitte um Ihre Unterstützung. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Er hat gesagt, es gehe ja heute auch um das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, das ja wieder einmal die Wirtschaft unterstütze. So weit, „so gut“, und – Originalzitat – „so schlecht“. – Herr Kollege Schroll, diese Aussage disqualifiziert sich von selbst. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.
Wenn es um die Wirtschaft geht, wenn es um die Landwirtschaft geht, so geringschätzig über diese Bereiche zu reden, über diese Menschen, die hart arbeiten, die hohes Risiko auf sich nehmen, die einen großen finanziellen Einsatz leisten, wenn es darum geht, auch die Energieversorgung in diesem Land zu sichern, dann verstehe ich diese Wirtschaftsfeindlichkeit nicht, die Sie hier ständig an den Tag legen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Michael Hammer: Bravo!
Ich kann Sie nur einladen, dem gesamten Paket Ihre Unterstützung zu geben. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Michael Hammer: Bravo!)
Ruf bei der SPÖ: Geh, gar nichts ist passiert!
damit der Wettbewerb funktioniert. Schauen wir aber in andere Länder, zum Beispiel nach Ungarn, die jetzt eigentlich die Planwirtschaft leben – ich denke da vor allem an den Spritpreisdeckel, den die Freiheitliche Partei, aber auch die SPÖ gefordert haben –, liebe Kolleginnen und Kollegen, schauen Sie bitte einmal, was dort passiert! (Ruf bei der SPÖ: Geh, gar nichts ist passiert!) Dort herrscht das Chaos! Tausende Autos stehen bei Tankstellen. Es gibt teilweise nur eine Abgabe von 2, 3 Litern, man fährt in Nachbarländer. (Ruf bei der SPÖ: Billig tanken können Sie!) – Ja, Herr Kollege Lercher, Sie sind nachher ohnehin dran. Sie nicken da. Ich bin schon gespannt: Hätten Sie diese Zustände bei uns auch haben wollen? Das glaube ich nicht, oder?
Ruf bei der SPÖ: Billig tanken können Sie!
damit der Wettbewerb funktioniert. Schauen wir aber in andere Länder, zum Beispiel nach Ungarn, die jetzt eigentlich die Planwirtschaft leben – ich denke da vor allem an den Spritpreisdeckel, den die Freiheitliche Partei, aber auch die SPÖ gefordert haben –, liebe Kolleginnen und Kollegen, schauen Sie bitte einmal, was dort passiert! (Ruf bei der SPÖ: Geh, gar nichts ist passiert!) Dort herrscht das Chaos! Tausende Autos stehen bei Tankstellen. Es gibt teilweise nur eine Abgabe von 2, 3 Litern, man fährt in Nachbarländer. (Ruf bei der SPÖ: Billig tanken können Sie!) – Ja, Herr Kollege Lercher, Sie sind nachher ohnehin dran. Sie nicken da. Ich bin schon gespannt: Hätten Sie diese Zustände bei uns auch haben wollen? Das glaube ich nicht, oder?
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben schon viele Maßnahmen umgesetzt: Ich denke da an den Energiekostenzuschuss, an den Klima- und Teuerungsbonus, an die Pendlerpauschale – 50 Prozent Erhöhung –, an die Vervierfachung des Pendlerbonus, die Abschaffung der kalten Progression – ich könnte jetzt wahrscheinlich noch einige Zeit über die gesetzten Maßnahmen reden. Wir haben sehr viel getan, und das ist auch sehr wichtig, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Übrigens, liebe SPÖ: In Deutschland ist es auch nicht viel besser. Dort haben sie über 30 Milliarden Euro hineingebuttert, und zwei Tage war der Sprit ein bisschen billiger, und dann sind die Nachbarn auch wieder nach Oberösterreich zum Beispiel – das werden Sie draußen hören – tanken gefahren, weil es dort billiger war. Das ist verpufft, und dort gibt es einen roten Kanzler. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren, die Bundeswettbewerbsbehörde ist eigentlich international sehr gut aufgestellt – das sieht man auch im Bericht –, und auch die Finanzierung ist sehr positiv. Wir haben ja auch das Budget erhöht. Dieser Tätigkeitsbericht zeigt auch auf, wie wichtig diese Einrichtung für eine funktionierende Marktwirtschaft und vor allem für einen fairen Wettbewerb ist. Das, glaube ich, ist für die Menschen in unserem Österreich sehr wichtig. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Stocker.
Abgeordneter Maximilian Lercher (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ja, Kollege Kühberger, du hast recht: Die Bundeswettbewerbsbehörde ist eine unglaublich wichtige Einrichtung, weil sie gerade in der Krise zeigt, wo der Markt nicht funktioniert. (Zwischenruf des Abg. Stocker.) Die Frage ist nur: Was tut man damit? Was ist die politische Ableitung, wenn uns die Bundeswettbewerbsbehörde zeigt, dass es nicht funktioniert? – Da passiert nämlich nichts. Die ÖVP ist nicht bereit, dort in den Markt einzugreifen, wo er für die vielen versagt. Das ist das Problem. Das zeigt uns die Bundeswettbewerbsbehörde auf, und deswegen ist sie so unglaublich wichtig.
Abg. Kühberger: Was ist mit Ungarn?
Ich sage Ihnen ganz ehrlich, Sie haben es auch angesprochen (Abg. Kühberger: Was ist mit Ungarn?), bei den Raffinerien war der Punkt, dass unglaubliche Margen verlangt wurden, aber die Politik hat nicht unterbunden, dass diese Margen auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler gemacht werden (Abg. Kühberger: Was ist mit Ungarn?) – und das ist nicht unser Verständnis von Markt. Dort muss Politik eingreifen, wo der Markt versagt, und der versagt heutzutage angesichts dieser Krise immer öfter. Die Bundeswettbewerbsbehörde ist genau deswegen zu stärken.
Abg. Kühberger: Was ist mit Ungarn?
Ich sage Ihnen ganz ehrlich, Sie haben es auch angesprochen (Abg. Kühberger: Was ist mit Ungarn?), bei den Raffinerien war der Punkt, dass unglaubliche Margen verlangt wurden, aber die Politik hat nicht unterbunden, dass diese Margen auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler gemacht werden (Abg. Kühberger: Was ist mit Ungarn?) – und das ist nicht unser Verständnis von Markt. Dort muss Politik eingreifen, wo der Markt versagt, und der versagt heutzutage angesichts dieser Krise immer öfter. Die Bundeswettbewerbsbehörde ist genau deswegen zu stärken.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Ich komme zum Punkt, Herr Minister: Wenn wir dann lesen, dass die Bundeswettbewerbsbehörde, die im Moment eine hervorragende Chefin hat, so glaube ich, jetzt mit einem Parteigünstling besetzt werden soll, dann ist das für die politische Kultur in Österreich alles andere als gut, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.) Dann sind Sie – die Sie das auch immer betonen – als unabhängiger Minister gefordert, da darauf zu achten, dass Qualität vor Parteibuch geht, Herr Minister. (Abg. Hanger – erheitert –: Das sagt ein Roter! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hanger – erheitert –: Das sagt ein Roter! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich komme zum Punkt, Herr Minister: Wenn wir dann lesen, dass die Bundeswettbewerbsbehörde, die im Moment eine hervorragende Chefin hat, so glaube ich, jetzt mit einem Parteigünstling besetzt werden soll, dann ist das für die politische Kultur in Österreich alles andere als gut, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.) Dann sind Sie – die Sie das auch immer betonen – als unabhängiger Minister gefordert, da darauf zu achten, dass Qualität vor Parteibuch geht, Herr Minister. (Abg. Hanger – erheitert –: Das sagt ein Roter! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Ich sage Ihnen ganz ehrlich – da können wir alle darüber diskutieren, meine sehr verehrten Damen und Herren der ÖVP –, auch wir haben in der Vergangenheit Fehler gemacht. Die Frage ist: Was lernt man aus Fehlern? – Ihr lernt nämlich nichts (Zwischenrufe bei der ÖVP), ihr redet gern von der politischen Kultur, aber ihr ändert nichts daran. (Abg. Hanger: Red einmal mit deinen Wiener Kollegen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ihr redet gerne von der politischen Kultur hier in Österreich, aber wer hat denn die geschaffen? – Die ÖVP. (Rufe bei der ÖVP: Ja, ja!)
Abg. Hanger: Red einmal mit deinen Wiener Kollegen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich sage Ihnen ganz ehrlich – da können wir alle darüber diskutieren, meine sehr verehrten Damen und Herren der ÖVP –, auch wir haben in der Vergangenheit Fehler gemacht. Die Frage ist: Was lernt man aus Fehlern? – Ihr lernt nämlich nichts (Zwischenrufe bei der ÖVP), ihr redet gern von der politischen Kultur, aber ihr ändert nichts daran. (Abg. Hanger: Red einmal mit deinen Wiener Kollegen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ihr redet gerne von der politischen Kultur hier in Österreich, aber wer hat denn die geschaffen? – Die ÖVP. (Rufe bei der ÖVP: Ja, ja!)
Rufe bei der ÖVP: Ja, ja!
Ich sage Ihnen ganz ehrlich – da können wir alle darüber diskutieren, meine sehr verehrten Damen und Herren der ÖVP –, auch wir haben in der Vergangenheit Fehler gemacht. Die Frage ist: Was lernt man aus Fehlern? – Ihr lernt nämlich nichts (Zwischenrufe bei der ÖVP), ihr redet gern von der politischen Kultur, aber ihr ändert nichts daran. (Abg. Hanger: Red einmal mit deinen Wiener Kollegen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ihr redet gerne von der politischen Kultur hier in Österreich, aber wer hat denn die geschaffen? – Die ÖVP. (Rufe bei der ÖVP: Ja, ja!)
Abg. Ottenschläger: Das macht schon ihr! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ihr habt die strukturellen Probleme und redet nicht darüber. Eure Taktik ist, alle anderen auch mit Dreck zu bewerfen, damit nur ja etwas hängen bleibt. (Abg. Ottenschläger: Das macht schon ihr! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber so sind wir nicht! Der Punkt ist der: Wenn die ÖVP Demokratie erhalten will, wenn die ÖVP Wert auf Demokratie legt, dann müsst ihr euch ändern, damit die Menschen wieder mehr Vertrauen haben. (Abg. Ottenschläger: Also wer schmeißt da mit Dreck herum? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Nehmt deswegen bitte Abstand von irgendwelchen parteipolitischen Besetzungen (Abg. Hanger: Red einmal mit deinen Kollegen!) und achtet darauf, dass diese Behörde, die so wichtig für unser Land ist, weiterhin funktionieren kann! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Ottenschläger: Also wer schmeißt da mit Dreck herum? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ihr habt die strukturellen Probleme und redet nicht darüber. Eure Taktik ist, alle anderen auch mit Dreck zu bewerfen, damit nur ja etwas hängen bleibt. (Abg. Ottenschläger: Das macht schon ihr! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber so sind wir nicht! Der Punkt ist der: Wenn die ÖVP Demokratie erhalten will, wenn die ÖVP Wert auf Demokratie legt, dann müsst ihr euch ändern, damit die Menschen wieder mehr Vertrauen haben. (Abg. Ottenschläger: Also wer schmeißt da mit Dreck herum? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Nehmt deswegen bitte Abstand von irgendwelchen parteipolitischen Besetzungen (Abg. Hanger: Red einmal mit deinen Kollegen!) und achtet darauf, dass diese Behörde, die so wichtig für unser Land ist, weiterhin funktionieren kann! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Hanger: Red einmal mit deinen Kollegen!
Ihr habt die strukturellen Probleme und redet nicht darüber. Eure Taktik ist, alle anderen auch mit Dreck zu bewerfen, damit nur ja etwas hängen bleibt. (Abg. Ottenschläger: Das macht schon ihr! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber so sind wir nicht! Der Punkt ist der: Wenn die ÖVP Demokratie erhalten will, wenn die ÖVP Wert auf Demokratie legt, dann müsst ihr euch ändern, damit die Menschen wieder mehr Vertrauen haben. (Abg. Ottenschläger: Also wer schmeißt da mit Dreck herum? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Nehmt deswegen bitte Abstand von irgendwelchen parteipolitischen Besetzungen (Abg. Hanger: Red einmal mit deinen Kollegen!) und achtet darauf, dass diese Behörde, die so wichtig für unser Land ist, weiterhin funktionieren kann! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Ihr habt die strukturellen Probleme und redet nicht darüber. Eure Taktik ist, alle anderen auch mit Dreck zu bewerfen, damit nur ja etwas hängen bleibt. (Abg. Ottenschläger: Das macht schon ihr! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber so sind wir nicht! Der Punkt ist der: Wenn die ÖVP Demokratie erhalten will, wenn die ÖVP Wert auf Demokratie legt, dann müsst ihr euch ändern, damit die Menschen wieder mehr Vertrauen haben. (Abg. Ottenschläger: Also wer schmeißt da mit Dreck herum? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Nehmt deswegen bitte Abstand von irgendwelchen parteipolitischen Besetzungen (Abg. Hanger: Red einmal mit deinen Kollegen!) und achtet darauf, dass diese Behörde, die so wichtig für unser Land ist, weiterhin funktionieren kann! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Krainer: Das kann ja nicht sein, wir waren ja über Jahre nicht an der Regierung!
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Ja, es war authentisch, was Kollege Max Lercher jetzt so von sich gegeben hat, was das Parteibuch betrifft. Wir Kärntner können ein Lied davon singen, dass das rote Parteibuch in Kärnten über Jahrzehnte über allem gestanden ist. (Abg. Krainer: Das kann ja nicht sein, wir waren ja über Jahre nicht an der Regierung!) Wir sind auch wieder auf dem besten
Beifall bei der FPÖ.
Weg in die rote Parteibuchwirtschaft im Kärntnerland – leider, leider! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Streit beenden. In diesem Sinne: Machen Sie sich bitte für eine unabhängige Wettbewerbsbehörde stark, Herr Minister! – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Betreffend Baukartell: Das ist ein noch immer aktueller Fall. Er ist schon seit 2017 anhängig und zeigt, wie wirksam die BWB agiert. Sie hat massive Strafen wegen eines Baukartells in Österreich verhängt. Beispielsweise hat Porr 62 Millionen Euro Strafe zu zahlen gehabt, aber auch Strabag, Swietelsky und einige mehr sind in Diskussion beziehungsweise müssen Strafen zahlen. Übrigens, das Budget zahlt ins allgemeine Budget ein und kommt damit wieder der Bevölkerung zugute. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Ottenschläger.
Also: Sehr wertvolle Arbeit, aber trotzdem zu wenig Budget für die BWB, und ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, das zu ändern. Zu wenig Budget heißt, das Regelbudget der BWB war sehr niedrig, sie konnte damit gerade ihre Personalkosten decken. Der Rest, also Infrastruktur et cetera bis zu IT, musste immer wieder durch ein Zusatzbudget abgedeckt werden, das über Antrag vom Finanzminister genehmigt wurde. Antrag deswegen: Damit konnte die BWB einen Teil dieser Pönalen, die sie verhängt hat, wieder zurückbekommen. Das ist nicht sehr effizient, und daher freue ich mich, dass das Budget im kommenden Jahr wirklich massiv aufgestockt wurde. Ich nenne die Zahl von 3,36 Millionen Euro – um 2,4 Millionen erhöht. Das ist wirklich substanziell, danke auch dafür! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Ottenschläger.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Seine interimistische Nachfolgerin ist Frau Dr.in Harsdorf-Borsch. Sie ist auch international anerkannt – sie hat für ihre großartige Arbeit auch Preise gewonnen –, und im Ausschuss hat Kollege Angerer gesagt: Es wäre doch gut, eine unpolitische Entscheidung zu treffen und einfach die interimistische Leiterin zur Generaldirektorin zu bestellen! – In diesem Fall stimme ich Ihnen sogar einmal zu. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Jetzt hängen die Kandidaten da in diesem Verfahren, und der Herr Minister hat bei einem deutschen Experten ein Gutachten über die Bewerbungen in Auftrag gegeben. Das Gutachten, geschätzte Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, dürfen Sie bezahlen, aber Sie sehen es nicht. Wir sehen es auch nicht. Warum wird dieses Gutachten geheim gehalten? Ist vielleicht nicht das herausgekommen, was hätte herauskommen sollen? (Beifall bei den NEOS.) Ist vielleicht herausgekommen, dass Frau Harsdorf-Borsch das ganz gut macht und mindestens so qualifiziert wie ihr Mitbewerber ist, der nämlich aus dem Vergaberecht und nicht aus dem Kartell- und Wettbewerbsrecht kommt?
Beifall bei den NEOS
Nun, jetzt sind vier von fünf Parteien der Meinung, es wäre eine klare Sache, dass Frau Harsdorf-Borsch das macht. Es gibt aber eine Partei, die die Parteiinteressen in den Vordergrund stellt, um eine Kandidatin auszubooten, damit es einer von den eigenen wird. – Das ist Politik im ganz, ganz, ganz alten Stil (Beifall bei den NEOS) und ich habe große Sorge, dass die ÖVP aus den Chats und aus den Jobschiebereien der letzten Jahre nichts gelernt hat. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.
Nun, jetzt sind vier von fünf Parteien der Meinung, es wäre eine klare Sache, dass Frau Harsdorf-Borsch das macht. Es gibt aber eine Partei, die die Parteiinteressen in den Vordergrund stellt, um eine Kandidatin auszubooten, damit es einer von den eigenen wird. – Das ist Politik im ganz, ganz, ganz alten Stil (Beifall bei den NEOS) und ich habe große Sorge, dass die ÖVP aus den Chats und aus den Jobschiebereien der letzten Jahre nichts gelernt hat. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Marktmacht auch zum Vorschein bringt, Fusionen kontrolliert und damit insgesamt die Wirtschaft stärker macht, vor allem aber natürlich auch Konsumentinnen und Konsumenten vor Wettbewerbsmangel schützt. Ich glaube, es ist ganz wichtig, das dazuzusagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich appelliere nochmals an alle Parteien – ich habe das auch schon im Ausschuss gemacht –, angesichts der Besetzung der Leitung dieser Behörde von tagespolitischen und parteipolitischen Diskussionen Abstand zu nehmen. Die Wettbewerbsbehörde ist eine zu wichtige Behörde, um das auf diese Ebene zu ziehen. Ich werde mich weiter für eine gute Besetzung einsetzen und weiter alles tun, dass die Wettbewerbsbehörde ihren Aufgaben nachkommen kann. Sie tut das voll funktionsfähig. Es gibt so viele Berichte wie schon lange nicht mehr, einige wurden ja genannt – Marktprüfungen –, und ich glaube, es ist in unser aller Interesse, dass die Bundeswettbewerbsbehörde ungestört und gut arbeiten kann. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Loacker: Da sind vielleicht die Abgaben zu hoch!
Sieben Monate später steht nun fest, was die Beschäftigten und Angehörigen des Pflegebereichs dieser Regierung tatsächlich wert sind. Beginnen wir mit den Beschäftigten in den Pflege- und Gesundheitsberufen: 2 000 Euro brutto, von denen den Empfängern die Arbeitgeberabgaben abgezogen werden. Wir haben sehr viele kritische Mails bekommen – Sie von den Regierungsparteien sicher auch (Abg. Loacker: Da sind vielleicht die Abgaben zu hoch!) – mit Lohnzetteln, Gehaltszetteln, die die Menschen uns schicken, die zeigen, was jetzt tatsächlich netto herauskommt. Zwischen 720 Euro und 1 200 Euro netto bleiben übrig. Von den 520 Millionen Euro, die Sie angekündigt haben, fließt also fast die Hälfte in Form von Steuern und Abgaben wieder an den Staat und an die Sozialversicherungsträger zurück.
Beifall bei der SPÖ.
Das ist keine Pflegemilliarde. Das ist einfach eine Verhöhnung all jener Menschen, denen Sie in Aussicht gestellt haben, ein höheres Einkommen zu erhalten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da gibt es Kolleginnen und Kollegen, die nebeneinander im gleichen Raum, am gleichen Ort zur gleichen Zeit arbeiten: Die OP-Schwester bekommt einen Pflegebonus, der OP-Assistent bekommt diesen nicht, obwohl sie nebeneinander arbeiten. – Das passt nicht zusammen, das verstehen die Menschen nicht. Deshalb werden wir, die SPÖ, heute einen Antrag einbringen, in dem wir 2 000 Euro brutto für netto für das Pflegepersonal fordern. – Punkt eins. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wie schaut diese Anerkennung konkret aus? – Die Angehörigen, die diese Kriterien dann noch erreichen, erhalten sage und schreibe 1 500 Euro im Jahr, 125 Euro im Monat, 4 Euro pro Tag für die Pflege ihres Angehörigen ab der Pflegestufe 4. Das ist eine Verhöhnung, das ist keine Anerkennung, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das kann nicht das Ziel sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zusammenfassend: Egal ob bei den Pflegeberufen oder auch bei den pflegenden Angehörigen: Nicht alle bekommen etwas, und diejenigen, die etwas bekommen, bekommen eindeutig zu wenig. Das ist keine Wertschätzung, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das ist weder eine Anerkennung noch eine Abgeltung der Leistung, die sie tagtäglich erbringen, sondern das sind Almosen. Das, was Sie hier tun, ist kein Mittel, um den Pflegenotstand in Österreich zu beseitigen. Das, was Sie hier machen, ist keine Pflegereform, das ist ein Pflegepfusch. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Er ist zwar schon ein Neichtl da!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Ich darf nachholen, Herrn Bundesminister Johannes Rauch bei uns im Parlament zu begrüßen. (Abg. Michael Hammer: Er ist zwar schon ein Neichtl da!) – War er schon vorher länger da? (Heiterkeit des Abg. Michael Hammer.) – Das habe ich übersehen, weil ich neu am Vorsitz bin.
Heiterkeit des Abg. Michael Hammer.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Ich darf nachholen, Herrn Bundesminister Johannes Rauch bei uns im Parlament zu begrüßen. (Abg. Michael Hammer: Er ist zwar schon ein Neichtl da!) – War er schon vorher länger da? (Heiterkeit des Abg. Michael Hammer.) – Das habe ich übersehen, weil ich neu am Vorsitz bin.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
welchem Bundesland, egal unter welchem Kollektivvertrag, egal in welchem Betrieb, egal wie lange im Betrieb, egal ob Quereinsteiger:in oder nicht –: Ab dem 43. Lebensjahr gibt es sechs Wochen Urlaub im Jahr. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gödl.
Allein diese zwei Maßnahmen, das heißt die sechste Urlaubswoche und die Nachtgutstunden, bringen Entlastung für die Menschen in der Pflege, aber auch Planungssicherheit für die Betriebe der Pflege. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gödl.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich weiß selbst aus eigener Erfahrung, dass es nicht sehr einfach ist, in der Familie oder im nahen Umfeld jemanden zu pflegen. Pflegende Angehörige, das hat auch Kollege Muchitsch gesagt, sind eine wichtige Säule in unserer Gesellschaft, in der Pflegelandschaft, und ohne die pflegenden Angehörigen würde das System in Österreich zusammenbrechen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir ihnen gegenüber Wertschätzung ausdrücken. Es ist leider bis jetzt so gewesen, dass die Arbeit der pflegenden Angehörigen nicht nur auf politischer Ebene, sondern auch in der Gesellschaft nicht immer so wahrgenommen wird, wie sie es eigentlich verdient. Mit diesem Angehörigenbonus wird das geändert. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Was für eine Reform?
Ich muss aber natürlich auch auf die Ausführungen meines Vorredners Kollegen Muchitsch eingehen, die mich ein bisschen verärgern, muss ich ganz ehrlich sagen, besonders eben aufgrund der Art und Weise, wie die Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ mit der Pflegereform umgehen (Ruf bei der SPÖ: Was für eine Reform?), obwohl sie sehr lange die Möglichkeit hatten, in diesem Bereich selber tätig zu werden, das aber einfach nicht gemacht haben.
Abg. Wurm: Der dritte! Der dritte!
Viele rote Sozialminister – zwei sitzen noch in diesem Haus – haben es in der Hand gehabt und haben nicht wirklich viel weitergebracht. Und jetzt, seit 2020, haben wir einen grünen Gesundheitsminister (Abg. Wurm: Der dritte! Der dritte!): Wir haben die Pflegemilliarde, wir haben 20 konkrete Reformmaßnahmen auf dem Tisch (Abg. Wurm: Der dritte, Frau Kollegin! – Abg. Loacker: Der eine hätte lieber gleich Bücher schreiben sollen!), und was macht die SPÖ? – Die SPÖ ist offenbar ratlos: Wie soll sie damit umgehen, dass Grüne nun endlich mutige Sozialpolitik machen, die sie verschlafen hat? (Beifall bei den Grünen.) Das muss ich hier einfach ganz ehrlich sagen.
Abg. Wurm: Der dritte, Frau Kollegin! – Abg. Loacker: Der eine hätte lieber gleich Bücher schreiben sollen!
Viele rote Sozialminister – zwei sitzen noch in diesem Haus – haben es in der Hand gehabt und haben nicht wirklich viel weitergebracht. Und jetzt, seit 2020, haben wir einen grünen Gesundheitsminister (Abg. Wurm: Der dritte! Der dritte!): Wir haben die Pflegemilliarde, wir haben 20 konkrete Reformmaßnahmen auf dem Tisch (Abg. Wurm: Der dritte, Frau Kollegin! – Abg. Loacker: Der eine hätte lieber gleich Bücher schreiben sollen!), und was macht die SPÖ? – Die SPÖ ist offenbar ratlos: Wie soll sie damit umgehen, dass Grüne nun endlich mutige Sozialpolitik machen, die sie verschlafen hat? (Beifall bei den Grünen.) Das muss ich hier einfach ganz ehrlich sagen.
Beifall bei den Grünen.
Viele rote Sozialminister – zwei sitzen noch in diesem Haus – haben es in der Hand gehabt und haben nicht wirklich viel weitergebracht. Und jetzt, seit 2020, haben wir einen grünen Gesundheitsminister (Abg. Wurm: Der dritte! Der dritte!): Wir haben die Pflegemilliarde, wir haben 20 konkrete Reformmaßnahmen auf dem Tisch (Abg. Wurm: Der dritte, Frau Kollegin! – Abg. Loacker: Der eine hätte lieber gleich Bücher schreiben sollen!), und was macht die SPÖ? – Die SPÖ ist offenbar ratlos: Wie soll sie damit umgehen, dass Grüne nun endlich mutige Sozialpolitik machen, die sie verschlafen hat? (Beifall bei den Grünen.) Das muss ich hier einfach ganz ehrlich sagen.
Zwischenrufe bei der FPÖ
Es ist keine große Überraschung, wenn ich hier behaupte, dass in diesen jetzt genannten Branchen hauptsächlich Frauen tätig sind – und wir wissen alle, Frauen bekommen Kinder, wir wissen auch alle, Frauen betreuen diese Kinder zu Hause (Zwischenrufe bei der FPÖ) und Frauen sind diejenigen, die sich dann auch zu Hause um die Angehörigen kümmern. (Abg. Wurm – erheitert –: Retro! Retro!) – Das ist so! – Die Voraussetzung für eine Schwerstarbeitspension sind 45 Erwerbsjahre, und Frauen kommen sehr, sehr selten auf 45 Erwerbsjahre. Das sind die Fakten, aber das ist der SPÖ egal.
Abg. Wurm – erheitert –: Retro! Retro!
Es ist keine große Überraschung, wenn ich hier behaupte, dass in diesen jetzt genannten Branchen hauptsächlich Frauen tätig sind – und wir wissen alle, Frauen bekommen Kinder, wir wissen auch alle, Frauen betreuen diese Kinder zu Hause (Zwischenrufe bei der FPÖ) und Frauen sind diejenigen, die sich dann auch zu Hause um die Angehörigen kümmern. (Abg. Wurm – erheitert –: Retro! Retro!) – Das ist so! – Die Voraussetzung für eine Schwerstarbeitspension sind 45 Erwerbsjahre, und Frauen kommen sehr, sehr selten auf 45 Erwerbsjahre. Das sind die Fakten, aber das ist der SPÖ egal.
Beifall bei den Grünen.
Es gibt auch noch einen weiteren Punkt, der der SPÖ ebenfalls egal ist, nämlich: Sie fordern, dass die Ausbildungszeiten angerechnet werden. – Das können wir nicht nur bei der Pflege machen, das wäre verfassungswidrig! Das wisst ihr auch, aber auch das ist euch egal. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Wöginger.
Wir Grüne stehen für mutige und ehrliche Sozialpolitik, die bei den Menschen ankommt – jeden Tag, heute ganz besonders –, und ich bitte euch: Unterstützt uns darin und hört auf mit diesen unseriösen Debatten! – Das muss ich ganz ehrlich sagen! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Wöginger.)
Abg. Wurm: Warum wurde der Pflegebonus erfunden? Warum?
Ganz kurz – ich sehe, das Lämpchen leuchtet – muss ich aber eines noch sagen: Ich kann den sogenannten Pflegebonus nicht unkommentiert lassen. Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, diese Zuschüsse als Teil des Gehalts anzusehen, und Gehalt ist eben steuer- und pensionspflichtig, das ist nun einmal so. (Abg. Wurm: Warum wurde der Pflegebonus erfunden? Warum?) Wir wollten einfach längerfristige Lösungen für die Pflege schaffen. Gerade die SPÖ und die Gewerkschaften, die in den letzten Wochen und Monaten nichts anderes gemacht haben, als eben diese Einmalzahlungen zu kritisieren, sich über sie zu empören, wollen jetzt auf einmal in der Pflege Einmalzahlungen. Ich verstehe es nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ganz kurz – ich sehe, das Lämpchen leuchtet – muss ich aber eines noch sagen: Ich kann den sogenannten Pflegebonus nicht unkommentiert lassen. Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, diese Zuschüsse als Teil des Gehalts anzusehen, und Gehalt ist eben steuer- und pensionspflichtig, das ist nun einmal so. (Abg. Wurm: Warum wurde der Pflegebonus erfunden? Warum?) Wir wollten einfach längerfristige Lösungen für die Pflege schaffen. Gerade die SPÖ und die Gewerkschaften, die in den letzten Wochen und Monaten nichts anderes gemacht haben, als eben diese Einmalzahlungen zu kritisieren, sich über sie zu empören, wollen jetzt auf einmal in der Pflege Einmalzahlungen. Ich verstehe es nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Wöginger.
geht! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Wöginger.) Seid noch besser als Niederösterreich, zahlt noch mehr! Ich bin die Erste, die sich hierherstellt und klatscht. Macht es bitte, aber hört mit dieser Scheinempörung auf! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
geht! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Wöginger.) Seid noch besser als Niederösterreich, zahlt noch mehr! Ich bin die Erste, die sich hierherstellt und klatscht. Macht es bitte, aber hört mit dieser Scheinempörung auf! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: Verlesen!
Abgeordnete Bedrana Ribo, MA (fortsetzend): Das ist der Angehörigenbonus, den ich in meiner Rede sehr klar ausgeführt habe. (Ruf bei der FPÖ: Verlesen!)
Abg. Wöginger: Juli!
Abgeordnete Bedrana Ribo, MA (fortsetzend): Es geht um den Angehörigenbonus, damit in Zukunft auch Pensionist:innen Teil davon sind, und der Angehörigenbonus gilt ab 2023 (Abg. Wöginger: Juli!) – Juli. – Danke.
Abg. Wurm: Da muss ein freiheitlicher Präsident ...!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Der Antrag ist in Verteilung, er ist ordnungsgemäß eingebracht und somit in Verhandlung. (Abg. Wurm: Da muss ein freiheitlicher Präsident ...!)
Abg. Disoski: Geh bitte!
Abgeordnete Henrike Brandstötter (NEOS): Kollegin Ribo meinte, dass alle Frauen Kinder bekommen, zu Hause bleiben und dann Carearbeit leisten. (Abg. Disoski: Geh bitte!) Ich berichtige tatsächlich: Nicht alle Frauen können oder wollen Kinder bekommen, bleiben dann zu Hause und leisten Carearbeit. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Disoski: Du weißt genau, wie es gemeint war!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Disoski: Du weißt genau, wie es gemeint war!
Abgeordnete Henrike Brandstötter (NEOS): Kollegin Ribo meinte, dass alle Frauen Kinder bekommen, zu Hause bleiben und dann Carearbeit leisten. (Abg. Disoski: Geh bitte!) Ich berichtige tatsächlich: Nicht alle Frauen können oder wollen Kinder bekommen, bleiben dann zu Hause und leisten Carearbeit. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Disoski: Du weißt genau, wie es gemeint war!)
Abg. Kucher: Weil es ein Topfen ist!
Gust hat es bis heute nicht umgesetzt, weil er nicht in der Lage war, das mit den Grünen oder auch mit uns auf Schiene zu bringen. (Abg. Kucher: Weil es ein Topfen ist!) Dennoch wird auch die SPÖ irgendwann kapieren, dass die Pflegelehre etwas Sinnvolles und Vernünftiges sein wird. (Abg. Kucher: Na, das hat was, das hat was!) Um das nicht in eine vertiefende Diskussion zu bringen, möchte ich darauf hinweisen, dass es für uns wichtig ist, wie man die Pflege in Österreich aufbaut. Das Essenzielle wird sein, wie man 950 000 Menschen, die zu 80 Prozent zu Hause betreut werden, mit qualitativ hochwertig ausgebildeten Personen versorgt. Das muss unser aller Interesse sein. Wir stimmen wahrscheinlich darin überein, dass das auch in diesem Haus außer Streit steht.
Abg. Kucher: Na, das hat was, das hat was!
Gust hat es bis heute nicht umgesetzt, weil er nicht in der Lage war, das mit den Grünen oder auch mit uns auf Schiene zu bringen. (Abg. Kucher: Weil es ein Topfen ist!) Dennoch wird auch die SPÖ irgendwann kapieren, dass die Pflegelehre etwas Sinnvolles und Vernünftiges sein wird. (Abg. Kucher: Na, das hat was, das hat was!) Um das nicht in eine vertiefende Diskussion zu bringen, möchte ich darauf hinweisen, dass es für uns wichtig ist, wie man die Pflege in Österreich aufbaut. Das Essenzielle wird sein, wie man 950 000 Menschen, die zu 80 Prozent zu Hause betreut werden, mit qualitativ hochwertig ausgebildeten Personen versorgt. Das muss unser aller Interesse sein. Wir stimmen wahrscheinlich darin überein, dass das auch in diesem Haus außer Streit steht.
Abg. Ribo: Das ist eine von vielen Maßnahmen!
Wenn Sie heute einen Pflegebonus als die große Erneuerung verkaufen wollen, Frau Kollegin Ribo, dann ist das vielleicht ein positiver Ansatz und gut gemeint (Abg. Ribo: Das ist eine von vielen Maßnahmen!), aber wenn Sie diesen Pflegebonus mit 1 500 Euro durch 12 Monate dividieren, dann sind das 125 Euro für eine Versorgung zu Hause. (Abg. Ribo: Es gibt auch ein Pflegegeld in Österreich!) Das sei einem Pflegeheim gegenübergestellt: Wenn man heute jemanden in ein Pflegeheim steckt, dann kostet das zwischen 3 500 bis 5 000 Euro. (Abg. Ribo: In Österreich gibt es ein Pflegegeld!) Welche Verhältnismäßigkeit besteht denn da – dass nämlich die Pflege in einem Haus, in einem Pflegeheim in Österreich gratis ist, während zu Hause die gesamte Familie, das gesamte Umfeld auftreten muss, damit diese Versorgung sichergestellt werden kann? – Das ist der Unterschied.
Abg. Ribo: Es gibt auch ein Pflegegeld in Österreich!
Wenn Sie heute einen Pflegebonus als die große Erneuerung verkaufen wollen, Frau Kollegin Ribo, dann ist das vielleicht ein positiver Ansatz und gut gemeint (Abg. Ribo: Das ist eine von vielen Maßnahmen!), aber wenn Sie diesen Pflegebonus mit 1 500 Euro durch 12 Monate dividieren, dann sind das 125 Euro für eine Versorgung zu Hause. (Abg. Ribo: Es gibt auch ein Pflegegeld in Österreich!) Das sei einem Pflegeheim gegenübergestellt: Wenn man heute jemanden in ein Pflegeheim steckt, dann kostet das zwischen 3 500 bis 5 000 Euro. (Abg. Ribo: In Österreich gibt es ein Pflegegeld!) Welche Verhältnismäßigkeit besteht denn da – dass nämlich die Pflege in einem Haus, in einem Pflegeheim in Österreich gratis ist, während zu Hause die gesamte Familie, das gesamte Umfeld auftreten muss, damit diese Versorgung sichergestellt werden kann? – Das ist der Unterschied.
Abg. Ribo: In Österreich gibt es ein Pflegegeld!
Wenn Sie heute einen Pflegebonus als die große Erneuerung verkaufen wollen, Frau Kollegin Ribo, dann ist das vielleicht ein positiver Ansatz und gut gemeint (Abg. Ribo: Das ist eine von vielen Maßnahmen!), aber wenn Sie diesen Pflegebonus mit 1 500 Euro durch 12 Monate dividieren, dann sind das 125 Euro für eine Versorgung zu Hause. (Abg. Ribo: Es gibt auch ein Pflegegeld in Österreich!) Das sei einem Pflegeheim gegenübergestellt: Wenn man heute jemanden in ein Pflegeheim steckt, dann kostet das zwischen 3 500 bis 5 000 Euro. (Abg. Ribo: In Österreich gibt es ein Pflegegeld!) Welche Verhältnismäßigkeit besteht denn da – dass nämlich die Pflege in einem Haus, in einem Pflegeheim in Österreich gratis ist, während zu Hause die gesamte Familie, das gesamte Umfeld auftreten muss, damit diese Versorgung sichergestellt werden kann? – Das ist der Unterschied.
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Johannes Rauch, Grüne; Anm.
Silvia Igumnov ist die Sprecherin der Gewerkschaft für die Pflegeberufe. Sie erinnert daran, dass diese Prämie erkämpft wurde: „Wir haben ja am 12. Mai, am Tag der Pflege, Demonstrationen in ganz Österreich gehabt. An diesem Tag hat der Gesundheitsminister (Johannes Rauch, Grüne; Anm.) den Kolleginnen versprochen, einen Monatsgehalt zu bekommen. Und das was jetzt am Tisch liegt – ich kann nur sagen, was wir so gehört haben – das ist bei Weitem nicht das, was versprochen worden ist und das ist sehr schade.“
Abg. Muchitsch: Kommt noch! Die kommen noch!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es war schon entlarvend, Kollege Muchitsch, dass du keinen Satz zu den Vorlagen, die jetzt behandelt werden, gesagt hast. Du bist Obmann des Ausschusses für Arbeit und Soziales, ziehst hier eine Show über bereits beschlossene Maßnahmen ab und sagst als Ausschussobmann kein Wort, kein einziges Wort zu den Punkten, die hier auf der Tagesordnung stehen. (Abg. Muchitsch: Kommt noch! Die kommen noch!) Das kenne ich – muss ich ganz ehrlich sagen, wir haben heute schon viel über Seriosität im Parlament geredet – von dir so nicht.
Beifall bei ÖVP und Grünen
Das eine ist – das haben wir als Volkspartei schon in der Wahlkampfauseinandersetzung 2019 gesagt –, dass wir ein Zeichen der Wertschätzung bezüglich der pflegenden Angehörigen setzen wollen – ein Zeichen der Wertschätzung! Wir haben nicht gesagt, dass wir einen Verstaatlichtenkurs fahren, wie das Landeshauptmann Doskozil im Burgenland macht, dass wir alle zwangsanstellen, sondern wir haben gesagt, wir setzen ein Zeichen der Anerkennung und der Wertschätzung mit 1 500 Euro für pflegende Angehörige, die einen unfassbar wertvollen Dienst innerhalb unserer Gesellschaft leisten. Das setzen wir heute um (Beifall bei ÖVP und Grünen), ab der Pflegestufe 4, ja, das stimmt, weil wir einmal damit beginnen. Das ist ja auch erweiterbar.
Abg. Ribo: Ja!
Eines sage ich dir aber schon, Kollege Muchitsch: Wir haben lange miteinander regiert. Wir haben nur Minireförmchen in der Pflege gemacht. (Abg. Ribo: Ja!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Eines sage ich auch dazu: Wir haben ja auch ein Bundespflegegeld, das jetzt auch jährlich valorisiert wird, und ab der Stufe 4 haben wir 712,70 Euro pro Monat. Das ist für Sachleistungen, aber natürlich auch für die pflegenden Angehörigen, meine Damen und Herren. Das muss man schon einmal dazusagen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Das Zweite, das wir machen, ist eine zusätzliche Entlastungswoche, wie es im öffentlichen Dienst ist, ab dem 43. Lebensjahr für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den Pflegeberufen tätig sind. Und da ist es nicht so, dass man, wie es in vielen Kollektivverträgen geregelt ist, eine Betriebszugehörigkeitsdauer haben muss. Nein, auch wenn man mit 42 Jahren in diesen Beruf wechselt, was vor allem auch gar nicht so wenige Frauen machen, bekommt man ab dem 43. Lebensjahr diese zusätzliche sechste Urlaubswoche. Die Sozialdemokraten verlieren darüber kein einziges Wort. Es ist erstaunlich, meine Damen und Herren, es ist wirklich erstaunlich. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
Der dritte Punkt ist, dass wir 2 Stunden an Zeitguthaben bei den Nachtdiensten für alle Pflegeeinrichtungen sicherstellen. Viele haben das vor allem in den größeren Einrichtungen schon umgesetzt gehabt, aber in den kleineren hat es da dort und da noch Mängel gegeben. Das wird jetzt gesetzlich abgesichert. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Abg. Erasim: Schämen Sie sich, so über die Gewerkschaften zu reden! ...! Schämen Sie sich!
Der Ausbildungsbonus mit 600 Euro für alle Berufe im Bereich der Pflege - - (Abg. Erasim: Schämen Sie sich, so über die Gewerkschaften zu reden! ...! Schämen Sie sich!) Ich bin ein Gewerkschafter mit Leib und Seele, aber ich bin ein Gewerkschafter, der die Wahrheit sagt und der zu dem steht, was er hier im Sinne der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter macht und umsetzt. Ich bin kein Propagandagewerkschafter. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Der Ausbildungsbonus mit 600 Euro für alle Berufe im Bereich der Pflege - - (Abg. Erasim: Schämen Sie sich, so über die Gewerkschaften zu reden! ...! Schämen Sie sich!) Ich bin ein Gewerkschafter mit Leib und Seele, aber ich bin ein Gewerkschafter, der die Wahrheit sagt und der zu dem steht, was er hier im Sinne der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter macht und umsetzt. Ich bin kein Propagandagewerkschafter. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Muchitsch: 4 Euro am Tag, das ist zu wenig!
Ab dem 1. Jänner – das haben wir noch vorgezogen, weil da auch die Diskussion war – wird das Pflegestipendium mit 1 400 Euro pro Monat umgesetzt. 1 400 Euro pro Monat! Ja, ist das nichts mehr? Hat das keinen Wert mehr? Manchmal habe ich den Eindruck, wir reden hier über Summen, und alles ist zu wenig und alles ist schlecht. (Abg. Muchitsch: 4 Euro am Tag, das ist zu wenig!) Es gibt fast kein anderes Land, das derartige Maßnahmen für Fachkräfte in der Pflege – notwendigerweise – beschlossen hat, aber wir machen es. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ab dem 1. Jänner – das haben wir noch vorgezogen, weil da auch die Diskussion war – wird das Pflegestipendium mit 1 400 Euro pro Monat umgesetzt. 1 400 Euro pro Monat! Ja, ist das nichts mehr? Hat das keinen Wert mehr? Manchmal habe ich den Eindruck, wir reden hier über Summen, und alles ist zu wenig und alles ist schlecht. (Abg. Muchitsch: 4 Euro am Tag, das ist zu wenig!) Es gibt fast kein anderes Land, das derartige Maßnahmen für Fachkräfte in der Pflege – notwendigerweise – beschlossen hat, aber wir machen es. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe mir das selber in der Schweiz im Kanton Bern einmal angeschaut, weil es wichtig ist. Ich habe mit 16-jährigen Burschen geredet, und die wollen auch direkt am Menschen arbeiten. Natürlich muss man hier mit dem Curriculum sorgsam sein, wie viel den jungen Menschen zumutbar ist. Ich kann aber auch nicht sagen: Du wirst Mechaniker und darfst nie zum Auto! – So ist es auch da. Man muss schon auch diesen jungen Menschen den Pflegeberuf näherbringen können, und Gott sei Dank haben wir viele junge Menschen, die sich auch in diesen Sozial- und Betreuungsberufen engagieren. Daher setzen wir diese Pflegelehre auch um. Es ist wichtig für unser gesamtes System im Bereich der Pflegeberufe, dass wir das machen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Jetzt noch zum letzten Punkt, über den die ganze Zeit ein mediales Theater betrieben wird – ich weiß natürlich auch warum, weil man Unfrieden stiftet und die Menschen damit auseinandertreibt –: Das ist kein Bonus. Wir haben nie gesagt, dass es eine Einmalzahlung ist, wir haben nie gesagt, dass es eine steuerfreie Einmalzahlung ist. Wir wollten von Anfang an – und so ist es auch konzipiert –, dass es ein Gehaltsbestandteil ist. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Jetzt wird es aber peinlich!
nämlich dass es von diesen gemeinsamen 570 Millionen Euro bei einer Vollzeitbeschäftigung in etwa ein Nettogehalt zwischen 800 und 900 Euro pro Jahr sein wird. Jetzt frage ich noch einmal: Sind 1 800 Euro netto über diese beiden Jahre gemeinsam kein Geld mehr? (Ruf bei der SPÖ: Jetzt wird es aber peinlich!) Ist das nichts mehr? – Ich verstehe es nicht. Ich verstehe es wirklich nicht!
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Keck.
Es ist ein tolles Pflegepaket, und ich bedanke mich dafür, dass wir es gemeinsam auch im Sinne der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Umsetzung bringen können. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Keck.)
Abg. Michael Hammer: Vorher müssen sie der SPÖ beitreten! Zuerst müssen sie der Partei beitreten beim Dosko! Das Burgenland darfst du nicht angreifen, das kommunistische Land!
Ich berichtige tatsächlich: Im Burgenland liegt ein Angebot auf freiwilliger Basis an pflegende Angehörige vor, das zu Versicherungszeiten führt und Ausbildung ermöglicht. (Abg. Michael Hammer: Vorher müssen sie der SPÖ beitreten! Zuerst müssen sie der Partei beitreten beim Dosko! Das Burgenland darfst du nicht angreifen, das kommunistische Land!) Schämen Sie sich, Herr Klubobmann! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Im Burgenland liegt ein Angebot auf freiwilliger Basis an pflegende Angehörige vor, das zu Versicherungszeiten führt und Ausbildung ermöglicht. (Abg. Michael Hammer: Vorher müssen sie der SPÖ beitreten! Zuerst müssen sie der Partei beitreten beim Dosko! Das Burgenland darfst du nicht angreifen, das kommunistische Land!) Schämen Sie sich, Herr Klubobmann! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ sowie der Abg. Ribo.
Gestern erst wurde uns von Kollegen Marchetti erklärt, warum es nicht möglich ist, einfach einen Rechtsanspruch für Kinder mit Behinderung auf ein elftes und zwölftes Schuljahr zu gewähren: wegen der Länder. Warum ist es Kindern ohne Behinderung einfach so möglich, elf, zwölf oder sogar 13 Schuljahre zu absolvieren? Es tut mir wirklich leid, ich verstehe es nicht! (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ sowie der Abg. Ribo.)
Abg. Kirchbaumer: Das stimmt ja nicht!
Würde sich die ÖVP nicht so vehement dagegen wehren, auch Menschen mit Behinderungen als wertvollen Teil unserer Gesellschaft zu sehen, hätten wir diese Gesetze schon längst. (Abg. Kirchbaumer: Das stimmt ja nicht!) Kommen Sie Ihrer Verpflichtung endlich nach: Sie haben 2008 die UN‑Behindertenrechtskonvention ratifiziert! Wir werden mit kleinen Anträgen, aber auch mit großen immer wieder in die gleiche Kerbe schlagen. Inklusion ist nicht karitativ, sie ist immer noch ein Menschenrecht. – (Den Dank auch in Gebärdensprache ausführend:) Danke. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Oberrauner.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Oberrauner.
Würde sich die ÖVP nicht so vehement dagegen wehren, auch Menschen mit Behinderungen als wertvollen Teil unserer Gesellschaft zu sehen, hätten wir diese Gesetze schon längst. (Abg. Kirchbaumer: Das stimmt ja nicht!) Kommen Sie Ihrer Verpflichtung endlich nach: Sie haben 2008 die UN‑Behindertenrechtskonvention ratifiziert! Wir werden mit kleinen Anträgen, aber auch mit großen immer wieder in die gleiche Kerbe schlagen. Inklusion ist nicht karitativ, sie ist immer noch ein Menschenrecht. – (Den Dank auch in Gebärdensprache ausführend:) Danke. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Oberrauner.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Der zweite Teil betrifft die Entlastungswoche und die Nachtgutstunden. Alle im Gesundheitsbereich und in der Krankenpflege Beschäftigten haben – das halte ich für einen wesentlichen Fortschritt – ab einem Alter von 43 Jahren Anspruch auf eine sogenannte Entlastungswoche, de facto eine sechste Urlaubswoche. Das ist eine tatsächliche Entlastung für das Pflegepersonal in diesem besonders schwierigen Beruf. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP
Zur Einordnung: Es gibt ja bei mir im Ministerium eine Galerie, und in dieser Galerie sind die Bildnisse der jeweiligen Ministerinnen, Minister, die vor mir in diesem Amt tätig waren, auf einem schönen Board aufgelistet und aufgereiht – übrigens ist der Platz gleich aus, es gibt nur einen Platz für mich, und dann ist es irgendwie aus, dann muss man das Board verlängern –, und darunter finden sich zahlreiche Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Der Punkt ist aber schon der, Kollege Muchitsch – das können Sie auch gerne im heutigen „Standard“ nachlesen (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP) –: Ich bin ja
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Muchitsch.
gerne bereit, die Kritik entgegenzunehmen. Ich bin nicht derjenige, der sich hierherstellt und sagt: Nein, es ist eh alles super und wir sind am Ende angelangt – nein, das tue ich nicht –, aber Sie hatten jahrzehntelang Zeit als Verantwortungsträger in Regierungen in der Pflege Reformen in der Substanz, die wir jetzt vorlegen, zustande zu bringen. Sie haben es nicht hergebracht. Sie haben es nicht hergebracht! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Muchitsch.)
Abg. Krainer: Normalerweise sind Sie sachlich, das ist polemisch und unsachlich und an der Wahrheit vorbei! Das ist ein bisschen peinlich, Herr Minister!
Sie können es gerne nachlesen. (Abg. Krainer: Normalerweise sind Sie sachlich, das ist polemisch und unsachlich und an der Wahrheit vorbei! Das ist ein bisschen peinlich, Herr Minister!) Der Titel lautet nämlich heute: „Die SPÖ-Kritik an der Pflegepolitik blendet eigene Versäumnisse aus“. (Abg. Krainer: Normalerweise haben Sie ein bisschen ein Format, aber das ist sehr formatlos, was Sie hier abzeichnen! – Zwischenruf der Abg. Disoski.) Sie blenden die eigenen Versäumnisse aus. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ja, ich kann Ihre Aufgeregtheit nachvollziehen. Es ist immer unangenehm, damit konfrontiert zu werden. Wenn man nämlich mit Steinen wirft, dann sollte man nicht im Glashaus sitzen. Das ist ein altes Sprichwort. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Muchitsch.)
Abg. Krainer: Normalerweise haben Sie ein bisschen ein Format, aber das ist sehr formatlos, was Sie hier abzeichnen! – Zwischenruf der Abg. Disoski.
Sie können es gerne nachlesen. (Abg. Krainer: Normalerweise sind Sie sachlich, das ist polemisch und unsachlich und an der Wahrheit vorbei! Das ist ein bisschen peinlich, Herr Minister!) Der Titel lautet nämlich heute: „Die SPÖ-Kritik an der Pflegepolitik blendet eigene Versäumnisse aus“. (Abg. Krainer: Normalerweise haben Sie ein bisschen ein Format, aber das ist sehr formatlos, was Sie hier abzeichnen! – Zwischenruf der Abg. Disoski.) Sie blenden die eigenen Versäumnisse aus. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ja, ich kann Ihre Aufgeregtheit nachvollziehen. Es ist immer unangenehm, damit konfrontiert zu werden. Wenn man nämlich mit Steinen wirft, dann sollte man nicht im Glashaus sitzen. Das ist ein altes Sprichwort. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Muchitsch.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie können es gerne nachlesen. (Abg. Krainer: Normalerweise sind Sie sachlich, das ist polemisch und unsachlich und an der Wahrheit vorbei! Das ist ein bisschen peinlich, Herr Minister!) Der Titel lautet nämlich heute: „Die SPÖ-Kritik an der Pflegepolitik blendet eigene Versäumnisse aus“. (Abg. Krainer: Normalerweise haben Sie ein bisschen ein Format, aber das ist sehr formatlos, was Sie hier abzeichnen! – Zwischenruf der Abg. Disoski.) Sie blenden die eigenen Versäumnisse aus. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ja, ich kann Ihre Aufgeregtheit nachvollziehen. Es ist immer unangenehm, damit konfrontiert zu werden. Wenn man nämlich mit Steinen wirft, dann sollte man nicht im Glashaus sitzen. Das ist ein altes Sprichwort. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Muchitsch.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Muchitsch.
Sie können es gerne nachlesen. (Abg. Krainer: Normalerweise sind Sie sachlich, das ist polemisch und unsachlich und an der Wahrheit vorbei! Das ist ein bisschen peinlich, Herr Minister!) Der Titel lautet nämlich heute: „Die SPÖ-Kritik an der Pflegepolitik blendet eigene Versäumnisse aus“. (Abg. Krainer: Normalerweise haben Sie ein bisschen ein Format, aber das ist sehr formatlos, was Sie hier abzeichnen! – Zwischenruf der Abg. Disoski.) Sie blenden die eigenen Versäumnisse aus. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ja, ich kann Ihre Aufgeregtheit nachvollziehen. Es ist immer unangenehm, damit konfrontiert zu werden. Wenn man nämlich mit Steinen wirft, dann sollte man nicht im Glashaus sitzen. Das ist ein altes Sprichwort. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Muchitsch.)
Abg. Michael Hammer – in Richtung SPÖ –: Schickt den Stöger raus! Der soll sagen, was er gemacht hat!
Ich sage Ihnen eines: Wir haben mit dieser Pflegereform einen Schritt gesetzt. (Abg. Michael Hammer – in Richtung SPÖ –: Schickt den Stöger raus! Der soll sagen, was er gemacht hat!) Wir nehmen 1 Milliarde Euro für zwei Jahre in die Hand und kommen jetzt, im Dezember, das erste Mal in die Auszahlung. Ich sage Ihnen, wie sich das abspielt: Zuständig für die Umsetzung sind die Bundesländer. Ich habe unendlich viel Zeit darauf verwendet, sicherzustellen, dass im Dezember diese Auszahlung stattfindet, bundesweit einheitlich und in einer Höhe, die adäquat und vom Bodensee bis zum Neusiedler See gleich ist mit 2 000 Euro.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
der Landesrätinnen und Landesräte, das im nächsten Jahr als normale Gehaltsbestandteile in den Verträgen zu verankern. Nichts anderes war vorgesehen, das kommt ja nicht von ungefähr: Das muss Gehaltsbestandteil sein, das muss regelmäßig ausbezahlt werden und das muss auf Dauer bleiben, und genau das ist der Punkt, um den es geht! Wir werden im Zuge der Finanzausgleichsverhandlungen sicherstellen – die Länder haben es angekündigt, das haben die Länder schon gesagt –: Niemand in den Ländern wird diesen Zuschuss, diese Gehaltserhöhung rückgängig machen. Das bleibt auf Dauer, muss Gehaltsbestandteil sein und ist damit selbstverständlich sozialversicherungspflichtig und steuerpflichtig. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Im Gesamten ist das Reformpaket, das wir präsentiert haben, wofür heute ein Baustein beschlossen wird, ein erster Schritt dazu, das, was wir in Österreich haben, nämlich eine gute, sichere und angemessene Pflege für alle, auch auf Dauer und auch in Zukunft sicherzustellen. Um nichts anderes geht es. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Ribo.
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Bundesminister Rauch hat gerade behauptet, die SPÖ habe keine qualitativen Reformen, wie sie jetzt diese Regierung eingebracht hat, gemacht. (Zwischenruf der Abg. Ribo.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ribo: Und die Arbeitslose auf 55 gesenkt! – Abg. Krainer: Jetzt schaut der Minister blöd aus der Wäsch’! – Abg. Kucher: Die Qualitätserweiterung kommt nicht einmal vor!
Ich berichtige tatsächlich: Die SPÖ hat den Pflegeregress abgeschafft, den Pflegefonds eingeführt, die Pflegekarenz eingeführt, die Pflegeteilzeit eingeführt, die Familienhospizkarenz eingeführt und das alles nachhaltig finanziert. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ribo: Und die Arbeitslose auf 55 gesenkt! – Abg. Krainer: Jetzt schaut der Minister blöd aus der Wäsch’! – Abg. Kucher: Die Qualitätserweiterung kommt nicht einmal vor!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Mag. Ernst Gödl (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine geschätzten Damen und Herren! Hohes Haus! In puncto Pflege hoffe ich, Herr Bundesminister, dass dieser Platz in Ihrem Ministerium – nämlich der, wo das Bild hängt – noch lange frei bleibt, weil Sie, Herr Bundesminister, und unser Klubobmann August Wöginger die Protagonisten dieser größten Pflegereform der letzten Jahrzehnte sind. Lieber Gust und lieber Herr Bundesminister, ein herzliches Danke für euren Einsatz, denn mit euch ist wirklich etwas weitergegangen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Stöger: Danke!
Als vor ziemlich genau 30 Jahren meine Großmutter verstorben ist, war sie schon in den dreieinhalb Jahren davor ein schwerer Pflegefall, nämlich bettlägerig und großteils gelähmt. Es war selbstverständlich, dass wir sie innerhalb der Familie Tag und Nacht gepflegt haben. Das war wie gesagt 1991, 1992. Kurz darauf gab es den ersten großen Meilenstein. Herr Kollege Stöger, ich möchte das überhaupt nicht kleinreden, ich glaube, das soll auch Ausdruck einer ehrlichen Debatte sein. Es gab ein paar Meilensteine in der Entwicklung der Pflege, das anerkenne ich vollkommen. (Abg. Stöger: Danke!)
Abg. Krainer: Was soll daran unkorrekt gewesen sein?
Es gab in der Folge – und auch das sei ehrlich gesagt – weitere wichtige Entwicklungen. Du hast es gerade vorhin in deiner etwas unkorrekten tatsächlichen Berichtigung angeführt, aber es stimmt. (Abg. Krainer: Was soll daran unkorrekt gewesen sein?) Die Einführung der Pflegekarenz, der Pflegeteilzeit, diese Ansprüche dann (Abg. Krainer: Der Präsident hat sie als korrekt empfunden!) – ich
Abg. Krainer: Der Präsident hat sie als korrekt empfunden!
Es gab in der Folge – und auch das sei ehrlich gesagt – weitere wichtige Entwicklungen. Du hast es gerade vorhin in deiner etwas unkorrekten tatsächlichen Berichtigung angeführt, aber es stimmt. (Abg. Krainer: Was soll daran unkorrekt gewesen sein?) Die Einführung der Pflegekarenz, der Pflegeteilzeit, diese Ansprüche dann (Abg. Krainer: Der Präsident hat sie als korrekt empfunden!) – ich
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Erst dieser Bundesregierung ist es aber gelungen, wirklich extrem gute und wichtige Reformschritte zu setzen. Ich kann einfach nicht verstehen, liebe SPÖ, dass Sie nicht anerkennen, dass wir jetzt in Summe in dieser Legislaturperiode 1 Milliarde Euro in die Hand nehmen, um dieses Pflegesystem zu stärken, zu verbessern. Das ist eine große Leistung dieser Bundesregierung, und ich möchte auch bitten, das anzuerkennen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
meine Damen und Herren von der SPÖ! Ich verstehe nicht, warum Sie es nicht lassen können, bei Themen, betreffend die Sie ein schlechtes Gewissen haben, weil Sie selber nichts zustande gebracht haben, hier herauszugehen und alles wirklich in Grund und Boden schlechtzureden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Nein, meine Damen und Herren, wir als Regierung haben das versprochen, wir haben es angekündigt – und wir setzen jetzt die größte Pflegereform der letzten Jahre und Jahrzehnte um! Heute stehen wieder drei ganz wichtige Beschlüsse an, und es wäre schön und es wäre gut, wenn alle, die in diesem Hause tätig sind, die nämlich für die gesetzlichen Regelungen verantwortlich sind, diesen auch zustimmen würden, nämlich im Sinne einer Verbesserung der Pflege für alle Betroffenen: für die zu Pflegenden, für die pflegenden Angehörigen und auch für jene, die in der Pflege arbeiten. Da bitte ich wirklich um Anerkennung und vor allem um Ihre Zustimmung! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Wöginger: Ja!
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Lieber Gust Wöginger, ja, ihr habt das als Gehaltsbestandteil versprochen – haben wir ja gerade wieder gehört –, aber, und das müsst ihr bitte auch dazusagen, das geht nur zwei Jahre, 2022 und 2023. (Abg. Wöginger: Ja!) Ab 2024 habt ihr keine Absicherung der Finanzen dafür, und damit ist dieser Gehaltsbestandteil ein befristeter und kein kompletter. Als Gehaltsbestandteil verstehe ich etwas, was ich mein Leben lang habe, wenn ich arbeite, Gust. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Lieber Gust Wöginger, ja, ihr habt das als Gehaltsbestandteil versprochen – haben wir ja gerade wieder gehört –, aber, und das müsst ihr bitte auch dazusagen, das geht nur zwei Jahre, 2022 und 2023. (Abg. Wöginger: Ja!) Ab 2024 habt ihr keine Absicherung der Finanzen dafür, und damit ist dieser Gehaltsbestandteil ein befristeter und kein kompletter. Als Gehaltsbestandteil verstehe ich etwas, was ich mein Leben lang habe, wenn ich arbeite, Gust. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ribo: Wieso habt ihr es nicht gemacht?
Ansprüche, die wir für die Nachtschwerarbeit haben, für die Schwerarbeit. Was bedeutet das? – In den letzten 30 Jahren vor dem Stichtag 15 Jahre Nachtschwerarbeit. (Abg. Ribo: Wieso habt ihr es nicht gemacht?) – Na weil die ÖVP nicht mitgegangen ist. Probiert ihr es! Ihr redet jetzt so groß, probiert es einfach, dann werdet ihr sehen, dass die ÖVP das nicht macht! Punkt, aus, fertig! Haben wir nicht geschafft, auch andere nicht, als die in der Regierung waren. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ribo: Ihr habt den Bundeskanzler gestellt!) Man muss schauen, dass andere Regierungskoalitionen zustande kommen, dann kann man das umsetzen. Stimmen Sie bei unserem Neuwahlantrag mit, dann kommen andere Regierungskoalitionen zustande, dann kann man das umsetzen.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ribo: Ihr habt den Bundeskanzler gestellt!
Ansprüche, die wir für die Nachtschwerarbeit haben, für die Schwerarbeit. Was bedeutet das? – In den letzten 30 Jahren vor dem Stichtag 15 Jahre Nachtschwerarbeit. (Abg. Ribo: Wieso habt ihr es nicht gemacht?) – Na weil die ÖVP nicht mitgegangen ist. Probiert ihr es! Ihr redet jetzt so groß, probiert es einfach, dann werdet ihr sehen, dass die ÖVP das nicht macht! Punkt, aus, fertig! Haben wir nicht geschafft, auch andere nicht, als die in der Regierung waren. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ribo: Ihr habt den Bundeskanzler gestellt!) Man muss schauen, dass andere Regierungskoalitionen zustande kommen, dann kann man das umsetzen. Stimmen Sie bei unserem Neuwahlantrag mit, dann kommen andere Regierungskoalitionen zustande, dann kann man das umsetzen.
In Richtung Abg. Wöginger:
Das sind alles Dinge, auf die wir hinweisen, bei denen wir sagen, dass man da etwas tun muss, denn das sind alles Einschränkungen. Drei Viertel derer, denen man das geben will, kriegen es nicht, weil man diese Vorgaben gemacht hat. Da appelliere ich an das soziale Gewissen. (In Richtung Abg. Wöginger:) Wir zwei kennen uns lange genug, setzen wir uns zusammen! Ändern wir das, damit es wirklich alle kriegen, so wie wir das miteinander vorhaben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Das Pflegegeld musst du auch rechnen, Didi!) – Ja eh, wenn ich das dazurechne, sind es 4 Euro in der Stunde.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Das Pflegegeld musst du auch rechnen, Didi!
Das sind alles Dinge, auf die wir hinweisen, bei denen wir sagen, dass man da etwas tun muss, denn das sind alles Einschränkungen. Drei Viertel derer, denen man das geben will, kriegen es nicht, weil man diese Vorgaben gemacht hat. Da appelliere ich an das soziale Gewissen. (In Richtung Abg. Wöginger:) Wir zwei kennen uns lange genug, setzen wir uns zusammen! Ändern wir das, damit es wirklich alle kriegen, so wie wir das miteinander vorhaben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Das Pflegegeld musst du auch rechnen, Didi!) – Ja eh, wenn ich das dazurechne, sind es 4 Euro in der Stunde.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
lange gefordert und von dieser Regierung Schritt für Schritt umgesetzt. 1 Milliarde Euro für eine wichtige erste Etappe. Der Herr Sozialminister hat es gesagt und auch unser Klubobmann Gust Wöginger, denen ich sehr danke, dass wir daran natürlich weiterarbeiten. Ich danke aber auch unserem Finanzminister Magnus Brunner, der erkannt hat, dass dieses Thema Priorität hat, und die Finanzierung sicherstellt. Auch das ist großartig und ist einmal festzustellen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
An dieser Stelle möchte ich mich mit großem Respekt bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in der Pflege arbeiten, bedanken, vor allem auch bei jenen, die jetzt in den Weihnachtsfeiertagen für ältere Menschen, für Menschen, die Pflege brauchen, da sein werden, während viele von uns im Urlaub sind. Ihnen gehört wirklich unser großer Respekt und ein großes Danke. Arbeiten wir doch auch hier im Interesse der älteren Menschen zusammen, sodass ein Leben in Würde und bei guter Lebensqualität im Alter gesichert ist! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Gödl: Das ist bei jeder Grenze so!
Auch die Einkommensgrenze von 1 500 Euro finde ich nicht in Ordnung. Was macht man da, wenn jemand, und das ist oft der Fall, 1 550 Euro verdient? Ja, das passiert halt oft, und da ist man aber kein Schwerverdiener, wenn man das hat. (Abg. Gödl: Das ist bei jeder Grenze so!) Und die Grenze mit Pflegestufe 4 ist, so glaube ich, in der Praxis zu hoch angesetzt.
Abg. Erasim: Ist „irre Politik“ kein Ordnungsruf?
Ihr von der SPÖ habt gesagt, dass ihr aus Fehlern lernt – Kollege Lercher zumindest –, aber ich darf euch schon auf eines hinweisen: Ihr habt meiner Meinung nach nach wie vor einen großen Fehler in Wien sitzen, das ist Gesundheitsstadtrat Hacker, der von seiner irren Politik, was Corona betrifft, ja gar nicht abgeht und nach wie vor die Leute in Wien quält. (Abg. Erasim: Ist „irre Politik“ kein Ordnungsruf?)
Abg. Erasim: Ist „irre Politik“ kein Ordnungsruf?
Das Ergebnis, geschätzte Sozialdemokraten, ist, dass das Krankenhaussystem in Wien zusammengebrochen ist. (Abg. Erasim: Ist „irre Politik“ kein Ordnungsruf?)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn ihr das als Erfolg verkaufen wollt – ich anerkenne viele gute Ansätze der Sozialdemokratie, aber ihr habt noch viele Hausaufgaben zu machen. Macht eure Hausaufgaben, dann könnt ihr mit uns auch durchaus zusammenarbeiten! Und Richtung ÖVP: Bleibt bitte schön bei den Fakten, es sind kleine Schritte, sinnvolle Schritte, aber alles andere als ein großer Wurf im Bereich Pflege. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Erasim: Irre Politik!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Frau Abgeordnete, weil Sie mich gefragt haben, ob Ihre Politik ein Ordnungsruf wäre (Abg. Erasim: Irre Politik!) – ich weiß nicht, ob es Ihre Politik oder irre Politik war, aber selbst wenn es Letzteres gewesen wäre: Ich erteile immer dann einen Ordnungsruf, wenn jemand persönlich beleidigt wird. Wenn der Abgeordnete gesagt hätte, die Person XY sei irre, dann wäre es ein Ordnungsruf gewesen. (Abg. Erasim: Die irre Politik des Herrn Hacker!) – Die Politik, es war die Politik! Ich weiß nicht, ob nicht sogar nur Ihre Politik gesagt
Abg. Erasim: Die irre Politik des Herrn Hacker!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Frau Abgeordnete, weil Sie mich gefragt haben, ob Ihre Politik ein Ordnungsruf wäre (Abg. Erasim: Irre Politik!) – ich weiß nicht, ob es Ihre Politik oder irre Politik war, aber selbst wenn es Letzteres gewesen wäre: Ich erteile immer dann einen Ordnungsruf, wenn jemand persönlich beleidigt wird. Wenn der Abgeordnete gesagt hätte, die Person XY sei irre, dann wäre es ein Ordnungsruf gewesen. (Abg. Erasim: Die irre Politik des Herrn Hacker!) – Die Politik, es war die Politik! Ich weiß nicht, ob nicht sogar nur Ihre Politik gesagt
Beifall bei Grünen und NEOS.
das eben wie gesagt auf der einen Seite für die Verwaltung, aber auf der anderen Seite vor allem für die Betroffenen, in diesem Fall für Menschen mit Behinderungen, weniger Arbeit bedeutet, wird unterstützt. Noch einmal danke, Kollegin Fiedler. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ganz kurz noch zu der anderen Sache betreffend die Pflege, weil das jetzt unter einem diskutiert wird: Ich habe jetzt mehrmals von der SPÖ gehört, sie hätte ja so viel machen wollen, aber irgendwie wollte immer die ÖVP nicht. Ich möchte ganz kurz erinnern: Pflegemilliarde – also Pflegereform –, Valorisierung der Sozial- und Familienleistungen, Frühstarter:innenbonus – alles unter grüner Regierungsbeteiligung und alles zusammen mit der ÖVP, also wenn man will, geht es doch! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Disoski: Geh bitte! – Abg. Ribo: 1 Milliarde!
Abgeordneter Mag. Christian Drobits (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Wenn man heute die Regierungsparteien so hört, glaubt man gar nicht, dass dieses Pflegereförmchen so dargestellt wird. (Abg. Disoski: Geh bitte! – Abg. Ribo: 1 Milliarde!)
Abg. Ribo: 1 Milliarde! – Abg. Disoski: Das Reförmchen, das ihr nie geschafft habt!
Dieses Pflegereförmchen, dieses Pflänzchen wird jetzt von allen Seiten verteidigt, eine Flucht nach vorne. Sogar der Bundesminister rückt aus, verteidigt dieses Pflegereförmchen und meint, dass das der große Wurf wäre. (Abg. Ribo: 1 Milliarde! – Abg. Disoski: Das Reförmchen, das ihr nie geschafft habt!)
Abg. Ribo: Was heißt „selbst ernannt“?
Kollegin Ribo, Sie mögen vielleicht so eine selbst ernannte weibliche Robin Hood der Pflege sein. (Abg. Ribo: Was heißt „selbst ernannt“?) Ich möchte Ihnen sagen: Wenn Sie das sein wollen, dann müssen Sie aber auch entsprechend handeln und der Schwerarbeitspension für Pflege- und Betreuungspersonen zustimmen und diese nicht ablehnen. Was Sie gemacht haben, dass Sie sagen, viele Frauen erfüllten nicht die Voraussetzungen oder gehören nicht dazu, dass sie in die Schwerarbeitspension fallen: Das ist genau das, was draußen ankommt! (Abg. Ribo: Das sind Fakten! Fakten!)
Abg. Ribo: Das sind Fakten! Fakten!
Kollegin Ribo, Sie mögen vielleicht so eine selbst ernannte weibliche Robin Hood der Pflege sein. (Abg. Ribo: Was heißt „selbst ernannt“?) Ich möchte Ihnen sagen: Wenn Sie das sein wollen, dann müssen Sie aber auch entsprechend handeln und der Schwerarbeitspension für Pflege- und Betreuungspersonen zustimmen und diese nicht ablehnen. Was Sie gemacht haben, dass Sie sagen, viele Frauen erfüllten nicht die Voraussetzungen oder gehören nicht dazu, dass sie in die Schwerarbeitspension fallen: Das ist genau das, was draußen ankommt! (Abg. Ribo: Das sind Fakten! Fakten!)
Abg. Ribo: Das stimmt nicht!
Sie behaupten auch, dass die Pflege- und Betreuungsarbeit keine besonders belastende Arbeit wäre (Abg. Ribo: Das stimmt nicht!), weil Sie ja damit auch unserem Antrag nicht zustimmen. Ich sage Ihnen offen und ehrlich: Das spüren die Menschen!
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Ich habe mich sogar ... bedankt! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich möchte jetzt auch noch zur Nachtschwerarbeit kommen, weil diese angesprochen wurde: Herr Kollege Gödl, Sie bedanken sich bei Herrn Wöginger und auch beim Herrn Bundesminister – ich habe aber noch keinen Dank dafür gehört, dass diese Nachtgutstunden heute gemeinsam beschlossen werden, weil die Nachtgutstunden, die Zeitguthaben für die Pflege- und Betreuungskräfte, unsere Initiative sind! Nein, das wollen Sie nicht tun. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Ich habe mich sogar ... bedankt! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Weidinger: Wir sind ja keine Sozis!
Sie wollen sich mit fremden Federn schmücken, Sie wollen Ihr Pflegereförmchen verkaufen, und Sie denken dabei nur an sich selbst. Das ist momentan der Weg, den wir wahrnehmen. (Abg. Weidinger: Wir sind ja keine Sozis!)
Zwischenruf der Abg. Ribo.
Wir haben diese Nachtgutstunden angestoßen, wir wollten diese Lücke schließen, und wir werden auch die Schwerarbeitspension für Pflege- und Betreuungsfachkräfte durchbringen. (Zwischenruf der Abg. Ribo.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, arbeiten wir endlich für jene Menschen in Österreich, die im Pflege- und Betreuungsbereich tätig oder auch pflegende Angehörige sind, zusammen! Tun wir nicht das, was Sie machen: Sie kupfern unsere Ideen ab, und die Grünen behaupten, die SPÖ hätte keine Arbeit im Pflegebereich geleistet – das ist unrichtig und das berichtige ich tatsächlich. – Danke schön für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.)
Zwischenruf der Abg. Scheucher-Pichler
Teilweise sind sie sogar kontraproduktiv (Zwischenruf der Abg. Scheucher-Pichler), denn wenn Sie jetzt ad hoc die sechste Urlaubswoche und die zusätzlichen Freistunden für die Nachtstunden einführen, dann treffen diese Maßnahmen bereits jetzt auf Dienstpläne, die gar nicht mehr zu befüllen sind, weil das nötige Personal für die Betreuung der Menschen gar nicht mehr da ist.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein Thema haben Sie heute gar nicht angesprochen, weder die Herren und Damen von der ÖVP noch die von den Grünen: Was ist denn mit der Kompetenzausweitung für die Pflegekräfte? Das ist doch die Anerkennung und die Aufwertung des Pflegeberufes, die wir hier brauchen! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Davon habe ich noch nichts gesehen. Das hätte nicht einmal etwas gekostet, und das hätten Sie auch sofort machen können. Stattdessen haben wir hier Zeitgeschenke und ein Spiel auf Zeit, befristete Gehaltserhöhungen, die dann auch noch sozialversicherungs- und steuerpflichtig sind. Sehr geehrter Herr Bundesminister, ich befürchte, mit diesen Maßnahmen alleine werden wir die notwendige Trendwende nicht einleiten können. Es mag ein richtiger erster Schritt sein, aber ich persönlich erwarte mir noch viele, viele weitere. (Beifall bei der FPÖ.)
Rhythmisches, schneller und lauter werdendes Klatschen, anfangs bei der SPÖ, dann bei allen Fraktionen, für die sich zum Redner:innenpult begebende Abg. Yılmaz.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Nurten Yılmaz. Rapid wird sich heute auch freuen. – Bitte schön, Frau Abgeordnete. (Rhythmisches, schneller und lauter werdendes Klatschen, anfangs bei der SPÖ, dann bei allen Fraktionen, für die sich zum Redner:innenpult begebende Abg. Yılmaz.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Herr Präsident, Herr Gemeinderat! Herr Bundesminister! Herr Bundesminister! Ja, ich war jetzt beeindruckt, ich wollte schon fast rausschreien: Pyrotechnik ist kein Verbrechen! Ich sehe das aber auch so. (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
auf die Bundesminister Kocher und Rauch deutend
dass Sie sich selbst wertschätzen und dieses Selbstbewusstsein auch hinaustragen. Sie, wir sind gewählt. Die beiden Herren (auf die Bundesminister Kocher und Rauch deutend) sind bestellt. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) Bitte geben Sie das nicht aus der Hand! Wir sind die Gewählten – leben Sie das auch!
Heiterkeit bei der SPÖ. – Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
dass Sie sich selbst wertschätzen und dieses Selbstbewusstsein auch hinaustragen. Sie, wir sind gewählt. Die beiden Herren (auf die Bundesminister Kocher und Rauch deutend) sind bestellt. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) Bitte geben Sie das nicht aus der Hand! Wir sind die Gewählten – leben Sie das auch!
Allgemeiner Beifall.
Werte Kolleginnen und Kollegen, ich habe immer gesagt: Mit 65 Jahren ist Schluss. Ein Mandat ist nur Macht auf Zeit, geborgte Macht. Es ist Zeit, die Fackel weiterzugeben und die Schlüssel abzugeben. Ich möchte zu Beginn gleich einmal allen Mitarbeiter:innen im Parlament Danke sagen: den Reinigungskräften, den Sicherheitsdiensten, dem Internationalen Dienst für die Betreuung in der parlamentarischen Freundschaftsgruppe, den Polizistinnen und Polizisten und den Sicherheitsbediensteten, die für unsere Sicherheit sorgen, ob es draußen 36 Grad plus hat oder minus 10 Grad. Sie sind immer da. – Vielen herzlichen Dank. (Allgemeiner Beifall.)
Heiterkeit bei der SPÖ
Ich danke auch den Haustechnikern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die den Parlamentsbetrieb möglich machen und vor allem in Sachen Sicherheit alles geben. Wenn ich meine Utensilien, meine Laptops und Handys irgendwo verlegt habe, vergessen und verloren habe, wurden sie mir immer nachgetragen (Heiterkeit bei der SPÖ), und das war immer sehr beruhigend.
Allgemeiner Beifall und Heiterkeit.
Beim Bedanken nicht zu vergessen sind natürlich die Kameramänner des ORF: Sie haben es immer wieder geschafft, wirklich wertvolle Aufnahmen von uns einzufangen, die dann bei „Willkommen Österreich“ landen. (Allgemeiner Beifall und Heiterkeit.) Wenn man bei „Willkommen Österreich“ landet, ist das eh schon viel wert, aber ich habe jetzt gehört: Im neuen Parlament gibt es die Herrschaften nicht mehr, gibt es keine Kameras, keine Kameramänner. Das tut mir leid, das tut mir echt leid! (Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS.
Beim Bedanken nicht zu vergessen sind natürlich die Kameramänner des ORF: Sie haben es immer wieder geschafft, wirklich wertvolle Aufnahmen von uns einzufangen, die dann bei „Willkommen Österreich“ landen. (Allgemeiner Beifall und Heiterkeit.) Wenn man bei „Willkommen Österreich“ landet, ist das eh schon viel wert, aber ich habe jetzt gehört: Im neuen Parlament gibt es die Herrschaften nicht mehr, gibt es keine Kameras, keine Kameramänner. Das tut mir leid, das tut mir echt leid! (Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS.)
Allgemeiner Beifall.
Ich hoffe, dass ich als Sozialdemokratin, Sozialistin, Feministin unser Land gerechter machen konnte. Mir war es immer ein Anliegen, das Miteinander und den Zusammenhalt zu stärken, und, wenn jemand im Leben stolpert, nicht wegzuschauen, sondern die Hände zu reichen; und zwar allen, die hier sind und mit uns leben. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, es geht um Freiheit, Gleichheit und Demokratie, besonders für Frauen und Mädchen. (Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) Es geht um höhere Löhne, leistbare Mieten, eine klimagerechte Zukunft und ein gutes Bildungs- und Ausbildungssystem. Mit nationalistischem, rassistischem Spaltungsgerede kommt man in unserem Österreich nicht mehr durch und schon gar nicht mehr weiter. (Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, es geht um Freiheit, Gleichheit und Demokratie, besonders für Frauen und Mädchen. (Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) Es geht um höhere Löhne, leistbare Mieten, eine klimagerechte Zukunft und ein gutes Bildungs- und Ausbildungssystem. Mit nationalistischem, rassistischem Spaltungsgerede kommt man in unserem Österreich nicht mehr durch und schon gar nicht mehr weiter. (Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Abschluss möchte ich doch ein paar Punkte nennen, die mir in der sogenannten Integrationspolitik wichtig sind: Wir brauchen, werte Kolleginnen und Kollegen, hier im Parlament endlich einen eigenen Ausschuss für die Themen Integration und Teilhabe – auch um die Debatte zu versachlichen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS.
Wir brauchen jährlich aber auch 1 Milliarde Euro für unsere Kindergärten und viel mehr für unsere Ganztagsschulen. Es muss endlich sichergestellt werden, dass jedes Kind die Bildungsziele erreichen kann – und zwar unabhängig vom Geldbörsel der Eltern, von seinem Vornamen oder Geburtsort. (Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS.)
Lang anhaltender, stehend dargebrachter allgemeiner Beifall. – Abg. Yılmaz nimmt auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz Glückwünsche und Geschenke entgegen.
Die Regierung ist nicht gewählt; gewählt sind Sie! Frei nach Ostbahn-Kurti: Losst’s eich nix gfoin! – Danke. (Lang anhaltender, stehend dargebrachter allgemeiner Beifall. – Abg. Yılmaz nimmt auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz Glückwünsche und Geschenke entgegen.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Frau Abgeordnete, ich darf Ihnen sehr herzlich gratulieren und wünsche Ihnen alles Gute! Besuchen Sie uns hin und wieder! Alles Gute! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Matznetter: Viel Zeit hat er nicht mehr!
Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Peter Wurm. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Matznetter: Viel Zeit hat er nicht mehr!)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Die Regierung – oder der Minister – sagt immer: Wir wenden 200 Millionen Euro auf, wir wenden 1,5 Milliarden Euro auf! – Die Regierung hat das Geld nicht. Der österreichische Staat hat es nicht. Wir verschulden uns im kommenden Jahr mit Minimum 17 Milliarden Euro. Das muss man immer dazusagen. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Wurm: Passt, habe ich vermutet, Herr Präsident!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter, ich muss Sie unterbrechen, es ist nun 15 Uhr. Ich würde Sie bitten. (Abg. Wurm: Passt, habe ich vermutet, Herr Präsident!) Sie dürfen Ihre Rede dann fortsetzen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Ich komme wieder! – Abg. Amesbauer: Das war ... super ...!) – Ich muss mich entschuldigen, aber die Geschäftsordnung gibt vor, dass ich Sie nicht fertig formulieren lassen darf.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Ich komme wieder! – Abg. Amesbauer: Das war ... super ...!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter, ich muss Sie unterbrechen, es ist nun 15 Uhr. Ich würde Sie bitten. (Abg. Wurm: Passt, habe ich vermutet, Herr Präsident!) Sie dürfen Ihre Rede dann fortsetzen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Ich komme wieder! – Abg. Amesbauer: Das war ... super ...!) – Ich muss mich entschuldigen, aber die Geschäftsordnung gibt vor, dass ich Sie nicht fertig formulieren lassen darf.
z. B.: "Kogler kündigt Senkung der Lohnnebenkosten an", 15.08.2021, Kurier (20
Ein wichtiger Anreiz, um Beschäftigung zu fördern ist natürlich auch eine niedrige Abgabenlast (16). Allerdings landet Österreich bei den entsprechenden internationalen Vergleichen (OECD (17), und EU-Kommission (18)) immer unter den drei Ländern mit der höchsten Abgabenlast. Zuletzt glaubte nicht einmal mehr die ÖVP-nahe Wirtschaftskammer an die Entlastungswirkung der Steuerreform(en). Denn laut der aktuellsten WKÖ-Prognose zur Abgabenquote (November 2022, (19)) soll die Abgabenquote von derzeit 42,9 Prozent auf bis 2024 auf 43,1 Prozent steigen. Damit aber nicht genug. Denn würde man die Abgabenquote nur für die vier Millionen Beschäftigten berechnen, würde die Abgabenquote sogar auf bis zu 60 Prozent steigen. Mit solchen enormen Quoten setzt die Regierung nicht nur für inländische Arbeitskräfte den negativen Anreiz, möglich keiner Vollzeitbeschäftigung nachzugehen, sondern schreckt natürlich auch ausländische Fachkräfte ab, die in der Folge ihre Arbeitskraft lieber in weniger abgabenintensiven Ländern wie der Schweiz, USA oder Kanada anbieten. Von den Ankündigungen der Regierung, die Lohnnebenkosten (z. B.: "Kogler kündigt Senkung der Lohnnebenkosten an", 15.08.2021, Kurier (20)) zu senken, ist schlussendlich nur eine Senkung von 0,2 Prozent (AUVA: -0,1 Prozent, IESG: -0,1 Prozent) umgesetzt worden. Die Senkung der FLAF-Beiträge um 0,2 Prozent war lediglich ein Marketinggag. Denn bisher ist nicht bekannt, dass diese Senkung in einem Kollektivvertrag vereinbart wurde. Dabei wäre das Senkungspotential bei den Lohnnebenkosten enorm. Denn ein Drittel der Lohnnebenkosten (ca. 10 Prozentpunkte) stellen keine Versicherungsleistungen dar, sondern fließen in die öffentlichen Budgets des Bundes, der Länder, der Gemeinden oder der Kammern (FLAF, Wohnbauförderung, Kommunalsteuer, WK-Umlage 2, AK-Beitrag). Diese Abgaben stellen daher zu hohe Lohnnebenkosten dar, die den Lohnverhandlungsspielraum eingrenzen und somit höhere Brutto- bzw. Nettolöhne verhindern. Schlussendlich wurde auch die Kalte Progression nur zu 2/3 abgeschafft, wodurch auch weiterhin die Abgabenquote steigen wird, was sich bereits in den aktuellen Abgabenquoten-Prognosen der WKÖ widerspiegelt.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ich erinnere an die Diskussion, die wir gestern hatten, zu diesem vernichtenden Urteil von Expertinnen und Experten zu den Deutschintegrationsklassen. Das war ja sozusagen ein Leuchtturmprojekt der türkis-blauen Regierung. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Dieses Expertenpapier kommt zu einem vernichtenden Urteil: Man sollte diese Sprachförderklassen besser heute als morgen abschaffen. (Abg. Taschner: Nein, ist nicht vernichtend!) – Stattdessen, das haben wir gestern gehört, wird nun einfach mehr Geld in die Hand genommen, um zusätzlichen Förderbedarf abzudecken. (Abg. Taschner: Sie zu verbessern!) Sehen Sie, aber das ist das Thema: Wann immer ein Problem auftaucht, bewerfen Sie es mit Geld. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Taschner: Nein, ist nicht vernichtend!
Ich erinnere an die Diskussion, die wir gestern hatten, zu diesem vernichtenden Urteil von Expertinnen und Experten zu den Deutschintegrationsklassen. Das war ja sozusagen ein Leuchtturmprojekt der türkis-blauen Regierung. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Dieses Expertenpapier kommt zu einem vernichtenden Urteil: Man sollte diese Sprachförderklassen besser heute als morgen abschaffen. (Abg. Taschner: Nein, ist nicht vernichtend!) – Stattdessen, das haben wir gestern gehört, wird nun einfach mehr Geld in die Hand genommen, um zusätzlichen Förderbedarf abzudecken. (Abg. Taschner: Sie zu verbessern!) Sehen Sie, aber das ist das Thema: Wann immer ein Problem auftaucht, bewerfen Sie es mit Geld. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Taschner: Sie zu verbessern!
Ich erinnere an die Diskussion, die wir gestern hatten, zu diesem vernichtenden Urteil von Expertinnen und Experten zu den Deutschintegrationsklassen. Das war ja sozusagen ein Leuchtturmprojekt der türkis-blauen Regierung. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Dieses Expertenpapier kommt zu einem vernichtenden Urteil: Man sollte diese Sprachförderklassen besser heute als morgen abschaffen. (Abg. Taschner: Nein, ist nicht vernichtend!) – Stattdessen, das haben wir gestern gehört, wird nun einfach mehr Geld in die Hand genommen, um zusätzlichen Förderbedarf abzudecken. (Abg. Taschner: Sie zu verbessern!) Sehen Sie, aber das ist das Thema: Wann immer ein Problem auftaucht, bewerfen Sie es mit Geld. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich erinnere an die Diskussion, die wir gestern hatten, zu diesem vernichtenden Urteil von Expertinnen und Experten zu den Deutschintegrationsklassen. Das war ja sozusagen ein Leuchtturmprojekt der türkis-blauen Regierung. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Dieses Expertenpapier kommt zu einem vernichtenden Urteil: Man sollte diese Sprachförderklassen besser heute als morgen abschaffen. (Abg. Taschner: Nein, ist nicht vernichtend!) – Stattdessen, das haben wir gestern gehört, wird nun einfach mehr Geld in die Hand genommen, um zusätzlichen Förderbedarf abzudecken. (Abg. Taschner: Sie zu verbessern!) Sehen Sie, aber das ist das Thema: Wann immer ein Problem auftaucht, bewerfen Sie es mit Geld. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Etwas Ähnliches erlebe ich heute, kurz vor Weihnachten, wieder: 0,5 Milliarden Euro zusätzliche als Energiekostenzuschuss an Haushalte. Das verteilen Sie auch noch an die Bundesländer – ein Schelm, wer dabei denkt, dass da vielleicht die niederösterreichische Landtagswahl im Jänner eine Rolle spielt –, damit die Landeshauptleute es ausgeben können. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
einfach das Geld der Steuerzahler mit beiden Händen ausgegeben haben?! Ich kann das nicht nachvollziehen. (Beifall bei den NEOS.)
Ruf bei den Grünen: Sehr einfaches Weltbild!
Die Grünen haben einen unendlichen Staatsglauben und haben Angst vor der freien Wirtschaft, und die ÖVP hat ebenso einen unendlichen Staatsglauben und hat Angst vor der Wählerin und dem Wähler. Aus diesem Grund bewegen sie sich lieber gar nicht und führen ihre Showpolitik fort (Ruf bei den Grünen: Sehr einfaches Weltbild!), die Politik des politischen Stillstands. Ein paar Reförmchen, die quasi als Feigenblätter dienen, können nicht über diesen Schandfleck des politischen Stillstands hinwegtäuschen. (Zwischenruf bei den Grünen.)
Zwischenruf bei den Grünen.
Die Grünen haben einen unendlichen Staatsglauben und haben Angst vor der freien Wirtschaft, und die ÖVP hat ebenso einen unendlichen Staatsglauben und hat Angst vor der Wählerin und dem Wähler. Aus diesem Grund bewegen sie sich lieber gar nicht und führen ihre Showpolitik fort (Ruf bei den Grünen: Sehr einfaches Weltbild!), die Politik des politischen Stillstands. Ein paar Reförmchen, die quasi als Feigenblätter dienen, können nicht über diesen Schandfleck des politischen Stillstands hinwegtäuschen. (Zwischenruf bei den Grünen.)
Neuerlicher Zwischenruf bei den Grünen.
Wo ist denn also jetzt die Lust an der Gestaltung? Wo ist ein schärferes Korruptionsstrafrecht? Wo ist ein Informationsfreiheitsgesetz? Wo sind schärfere oder strengere Bestimmungen zu Postenvergaben? (Neuerlicher Zwischenruf bei den Grünen.) Warum räumen wir nicht lustvoll auf mit all diesen Dingen und sagen auch den Menschen in Österreich: Wir haben es verstanden, wir müssen ein anderes Bild abgeben in der Politik!
Beifall bei den NEOS.
Ich erinnere aber auch daran, dass es in Österreich Lehrlinge gibt, die wir auf Kosten von Unternehmen ausgebildet haben, dann aber abschieben, gut integrierte Lehrlinge. Da endlich einen Weg zu wählen, beispielsweise eines Spurwechsels, dass man auch die Möglichkeit hat, vom Status eines Asylwerbers auch auf einen Rot-Weiß-Rot-Karte-Titel zu wechseln, wäre eine große Erleichterung gerade auch für Betriebe, die Zeit und Geld und auch Herz in die Ausbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern investiert haben. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf bei den Grünen
Last, but not least möchte ich noch ein Thema aufgreifen, das wir NEOS jetzt seit Monaten trommeln, und das ist eine Senkung der Lohnnebenkosten. Wissen Sie, selbst mit der teilweisen Abschaffung der kalten Progression – die ich auch nicht kleinreden möchte, wir haben wirklich viele Monate Woche für Woche dafür gekämpft, dass die kalte Progression abgeschafft wird (Zwischenruf bei den Grünen); sie wird jetzt teilweise abgeschafft – steigt die Steuerquote, das heißt, die Steuer- und Abgabenlast bleibt weiter hoch.
Beifall bei den NEOS.
Lohnnebenkosten sind, wo es aber auch möglich wäre, Kosten zu übernehmen, weil sie nicht direkt arbeitnehmerbezogene Leistungen sind, sondern beispielsweise eigentlich auch durchaus aus dem Budget finanziert werden könnten. Das wäre ein Entlastungsbeitrag von 9 Milliarden Euro. Im Vergleich zu dem großen Paket von 50 Milliarden Euro, das Sie jetzt zur Bewältigung der Krise ausgeben, ist das ja ein geringer Anteil. Mit diesen 9 Milliarden Euro wäre es möglich gewesen, schon diesen Herbst flächendeckend netto 5 Prozent mehr Löhne für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ganz Österreich ohne weitere Kosten für Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das wären die richtigen Schritte, die jetzt gemacht werden müssten, wirtschaftspolitisch sinnvoll, stattdessen bleiben Sie in einem wirtschaftspolitischen Irrflug, machen hier eine geradezu sozialistische Politik des Geldausgebens mit beiden Händen, Geld, das weder Sie noch die Steuerzahler haben noch die nächste Generation haben wird. Ich verstehe nicht, warum dieser Stillstandsfrust die Politik so in den Klauen hält, anstatt dass wir hier wieder gemeinsam sagen können: Gehen wir es an in Richtung Zukunft, damit es wieder besser wird, damit die Menschen an eine gute Zukunft glauben und sich etwas aufbauen können! Gestaltungslust statt Stillstandsfrust! – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
zuletzt Gesagten eigentlich keinen Stillstand in der Arbeitsmarktpolitik erkennen kann. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Gödl: Eben! So ist es! So ist es!
Auch da gibt es natürlich Entwicklungen, die man berücksichtigen muss. Wir haben im Vergleich zu November 2019 130 000 Menschen mehr in Beschäftigung als damals. Das heißt, Potenziale werden gehoben, in allen Bereichen. Da geht es um Teilzeitbeschäftigte, die mehr arbeiten, da geht es um Ältere, die länger arbeiten, und viele andere Bereiche, in denen viel passiert ist. Der Vergleich mit 2019, als die Arbeitsmarktlage gut war, ist, glaube ich, legitim und zeigt, dass in den letzten beiden Jahren kein Stillstand am Arbeitsmarkt geherrscht hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Gödl: Eben! So ist es! So ist es!)
Abg. Meinl-Reisinger: Es war ja auch keine offene Debatte über Gegenfinanzierung beim Helikoptergeld! Ich meine, Sie geben Helikoptergeld aus und haben überhaupt keine Gegenfinanzierung außer Schulden!
Wenn es um weitere Senkungen geht, dann, glaube ich, muss es einfach eine offene Debatte über Gegenfinanzierung geben. Jetzt ist es natürlich das Privileg, zu fordern, dass da etwas passiert (Abg. Meinl-Reisinger: Es war ja auch keine offene Debatte über Gegenfinanzierung beim Helikoptergeld! Ich meine, Sie geben Helikoptergeld aus und haben überhaupt keine Gegenfinanzierung außer Schulden!), aber ich glaube, es geht um die Finanzierung von Sozialsystemen und von vielen anderen Bereichen. (Abg. Wöginger: Da stimmt ihr aber in Wien auch zu beim Helikoptergeld! Ihr habt doch die 200 Euro ...! – Abg. Meinl-Reisinger: Na, ich meine, da ist auf einmal die Gegenfinanzierung das Thema? Ist ja lächerlich! – Ruf bei der FPÖ: Wer ist jetzt schlechter?) – Die Gegenfinanzierung halte ich grundsätzlich für wichtig, ja, Helikoptergeld ist eine andere Diskussion, für die der Arbeitsminister in dem Fall jetzt nicht zuständig ist (Abg. Meinl-Reisinger: Sind Sie Mitglied der Bundesregierung?), denn im Arbeitsmarktbereich gibt es kein Helikoptergeld. (Abg. Meinl-Reisinger streicht mit der rechten Hand mehrmals schnell über die geöffnete linke Hand und wendet sich dabei in alle Richtungen.)
Abg. Wöginger: Da stimmt ihr aber in Wien auch zu beim Helikoptergeld! Ihr habt doch die 200 Euro ...! – Abg. Meinl-Reisinger: Na, ich meine, da ist auf einmal die Gegenfinanzierung das Thema? Ist ja lächerlich! – Ruf bei der FPÖ: Wer ist jetzt schlechter?
Wenn es um weitere Senkungen geht, dann, glaube ich, muss es einfach eine offene Debatte über Gegenfinanzierung geben. Jetzt ist es natürlich das Privileg, zu fordern, dass da etwas passiert (Abg. Meinl-Reisinger: Es war ja auch keine offene Debatte über Gegenfinanzierung beim Helikoptergeld! Ich meine, Sie geben Helikoptergeld aus und haben überhaupt keine Gegenfinanzierung außer Schulden!), aber ich glaube, es geht um die Finanzierung von Sozialsystemen und von vielen anderen Bereichen. (Abg. Wöginger: Da stimmt ihr aber in Wien auch zu beim Helikoptergeld! Ihr habt doch die 200 Euro ...! – Abg. Meinl-Reisinger: Na, ich meine, da ist auf einmal die Gegenfinanzierung das Thema? Ist ja lächerlich! – Ruf bei der FPÖ: Wer ist jetzt schlechter?) – Die Gegenfinanzierung halte ich grundsätzlich für wichtig, ja, Helikoptergeld ist eine andere Diskussion, für die der Arbeitsminister in dem Fall jetzt nicht zuständig ist (Abg. Meinl-Reisinger: Sind Sie Mitglied der Bundesregierung?), denn im Arbeitsmarktbereich gibt es kein Helikoptergeld. (Abg. Meinl-Reisinger streicht mit der rechten Hand mehrmals schnell über die geöffnete linke Hand und wendet sich dabei in alle Richtungen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Sind Sie Mitglied der Bundesregierung?
Wenn es um weitere Senkungen geht, dann, glaube ich, muss es einfach eine offene Debatte über Gegenfinanzierung geben. Jetzt ist es natürlich das Privileg, zu fordern, dass da etwas passiert (Abg. Meinl-Reisinger: Es war ja auch keine offene Debatte über Gegenfinanzierung beim Helikoptergeld! Ich meine, Sie geben Helikoptergeld aus und haben überhaupt keine Gegenfinanzierung außer Schulden!), aber ich glaube, es geht um die Finanzierung von Sozialsystemen und von vielen anderen Bereichen. (Abg. Wöginger: Da stimmt ihr aber in Wien auch zu beim Helikoptergeld! Ihr habt doch die 200 Euro ...! – Abg. Meinl-Reisinger: Na, ich meine, da ist auf einmal die Gegenfinanzierung das Thema? Ist ja lächerlich! – Ruf bei der FPÖ: Wer ist jetzt schlechter?) – Die Gegenfinanzierung halte ich grundsätzlich für wichtig, ja, Helikoptergeld ist eine andere Diskussion, für die der Arbeitsminister in dem Fall jetzt nicht zuständig ist (Abg. Meinl-Reisinger: Sind Sie Mitglied der Bundesregierung?), denn im Arbeitsmarktbereich gibt es kein Helikoptergeld. (Abg. Meinl-Reisinger streicht mit der rechten Hand mehrmals schnell über die geöffnete linke Hand und wendet sich dabei in alle Richtungen.)
Abg. Meinl-Reisinger streicht mit der rechten Hand mehrmals schnell über die geöffnete linke Hand und wendet sich dabei in alle Richtungen.
Wenn es um weitere Senkungen geht, dann, glaube ich, muss es einfach eine offene Debatte über Gegenfinanzierung geben. Jetzt ist es natürlich das Privileg, zu fordern, dass da etwas passiert (Abg. Meinl-Reisinger: Es war ja auch keine offene Debatte über Gegenfinanzierung beim Helikoptergeld! Ich meine, Sie geben Helikoptergeld aus und haben überhaupt keine Gegenfinanzierung außer Schulden!), aber ich glaube, es geht um die Finanzierung von Sozialsystemen und von vielen anderen Bereichen. (Abg. Wöginger: Da stimmt ihr aber in Wien auch zu beim Helikoptergeld! Ihr habt doch die 200 Euro ...! – Abg. Meinl-Reisinger: Na, ich meine, da ist auf einmal die Gegenfinanzierung das Thema? Ist ja lächerlich! – Ruf bei der FPÖ: Wer ist jetzt schlechter?) – Die Gegenfinanzierung halte ich grundsätzlich für wichtig, ja, Helikoptergeld ist eine andere Diskussion, für die der Arbeitsminister in dem Fall jetzt nicht zuständig ist (Abg. Meinl-Reisinger: Sind Sie Mitglied der Bundesregierung?), denn im Arbeitsmarktbereich gibt es kein Helikoptergeld. (Abg. Meinl-Reisinger streicht mit der rechten Hand mehrmals schnell über die geöffnete linke Hand und wendet sich dabei in alle Richtungen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich komme zum Abschluss dieses informellen Teils der Beantwortung der Dringlichen Anfrage. Ich möchte nicht stehen lassen, dass wir im Kampf gegen den Arbeitskräftemangel und bei der Fachkräfterekrutierung untätig sind. Ich könnte jetzt noch lange über Maßnahmen im Bereich der Lehre sprechen – glücklicherweise gibt es auch mehr Lehrlinge als vor der Pandemie –, es gibt Maßnahmen bei den Älteren in der Beschäftigung; das mache ich jetzt nicht. Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit noch einmal – ich mache es öfters, weil es wichtig ist – bei allen bedanken, die sich an dieser guten Entwicklung am Arbeitsmarkt beteiligen: gerade bei jenen im AMS, die die Umsetzung dieser Reformschritte tragen, aber – wenn es um die Rot-Weiß-Rot-Karte geht – auch bei jenen in meinem Ressort. Wir werden in der Bundesregierung gemeinsam weiter für Verbesserungen am Arbeitsmarkt arbeiten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Einnahmen aus Kammerumlagen des Jahres 2010 mit der Entwicklung der Inflationsrate hochzurechnen wäre daher grob verzerrend und fehlerhaft, weil dies weder die Veränderung der Zahl der umlagepflichtigen Unternehmen noch die individuellen Lohn- und Gehaltsentwicklungen abbilden würde. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Na geh!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Die letzten beiden Antworten waren gesponsert von den großen österreichischen Kammern. Die bedanken sich recht herzlich und stellen vielleicht dem Ministerium auch wieder einmal Mitarbeiter zur Verfügung, das könnte ja sein. (Ruf bei der ÖVP: Na geh!)
Beifall bei den NEOS.
die auch einen dreistelligen Millionenbetrag im Jahr kostet. Mit der Bildungskarenz kaufen wir junge, gut ausgebildete Erwerbstätige aus dem Arbeitsmarkt heraus, damit sie ein Jahr lang nichts tun, und das in Zeiten des Arbeitskräftemangels. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn es darum geht, die Vermittlungsdauer beim AMS zu senken, also die Menschen einen Monat früher wieder in Arbeit zu bringen, würde uns dieser eine Monat über 800 Millionen Euro im Jahr bringen. Das ist wiederum ein erklecklicher Betrag, um den man die Lohnnebenkosten senken könnte. Damit könnte man den Unternehmen Luft für größere Lohnerhöhungen in diesen schwierigen Zeiten verschaffen, damit auch die Mitarbeiter, die arbeiten, tatsächlich etwas von ihrer Leistung haben. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Warum ist dieses Signal so wichtig? – Je länger jemand arbeitslos ist, desto schwieriger bekommt man ihn wieder in Arbeit. Es ist deswegen wichtig, rasch wieder in Arbeit zu kommen, und das kann man nicht alles den Mitarbeitern des AMS aufbürden – damit werden die gar nicht fertig –, da muss man auch die Menschen bei ihrer Eigenmotivation ein Stück weit packen und entsprechende Signale setzen. Der Herr Minister ist ja Verhaltensökonom und kann das noch besser erklären als ich, er weiß es ja, er hat sich nur leider gegen den grünen Koalitionspartner nicht durchgesetzt, der, geschätzte Zuschauerinnen und Zuschauer, was wollte? – In Zeiten des Arbeitskräftemangels einfach noch mehr Geld draufklopfen. Nicht eine Reform, sondern das, was die Regierung sonst immer macht: throw money at the problem, wäre das Rezept der Grünen gewesen: einfach zu Beginn mehr Arbeitslosengeld und später gleich viel. Was das bringen soll, kann kein Mensch erklären. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
sich geringfügig etwas dazuverdient – nächstes Jahr ist die Geringfügigkeitsgrenze bei 500 Euro –, dann bekommt diese Person um 140 Euro weniger, als wenn sie Vollzeit arbeiten würde. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Da darf man natürlich niemandem böse sein, wenn er sich denkt: Dann arbeite ich doch lieber geringfügig als Vollzeit und habe 140 Euro im Monat weniger, denn schon bei einer 35-Stunden-Woche statt einer 38,5-Stunden-Woche bekommt er weniger, als wenn er geringfügig arbeitet und das Arbeitslosengeld bezieht. Von der 30-Stunden-Woche rede ich da gar nicht. (Beifall bei den NEOS.) Und die Grünen hätten noch mehr Arbeitslosengeld draufgegeben – also da geht Ihnen dann keiner mehr arbeiten.
Beifall bei den NEOS.
sich geringfügig etwas dazuverdient – nächstes Jahr ist die Geringfügigkeitsgrenze bei 500 Euro –, dann bekommt diese Person um 140 Euro weniger, als wenn sie Vollzeit arbeiten würde. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Da darf man natürlich niemandem böse sein, wenn er sich denkt: Dann arbeite ich doch lieber geringfügig als Vollzeit und habe 140 Euro im Monat weniger, denn schon bei einer 35-Stunden-Woche statt einer 38,5-Stunden-Woche bekommt er weniger, als wenn er geringfügig arbeitet und das Arbeitslosengeld bezieht. Von der 30-Stunden-Woche rede ich da gar nicht. (Beifall bei den NEOS.) Und die Grünen hätten noch mehr Arbeitslosengeld draufgegeben – also da geht Ihnen dann keiner mehr arbeiten.
Neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ.
Die Unternehmen suchen Arbeitskräfte. Jetzt kann man sagen, wenn ein Lieferdienst aktuell für das Lager 100 Mitarbeiter sucht und die 1 850 Euro brutto verdienen würden - - (Neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ.) – Jetzt wird aufgeschrien: Ja, dann sollen sie halt mehr zahlen!, aber das Problem ist doch ein ganz anderes: Wieso mute ich den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern zu, dass die Sozialleistungen für Leute finanzieren müssen, für die es tatsächlich einen Job gäbe? Nur weil sich einer vielleicht sagt: Na, für 1 850 Euro mache ich das nicht!, bei einem Job – als Lagermitarbeiter im Lieferdienst –, für den man keine Ausbildung braucht? 1 850 Euro sind zwar nicht viel, aber es ist ein Gehalt, das besser ist, als wenn man vom Arbeitslosengeld und von der Notstandshilfe lebt, und das ist anzuerkennen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Die Unternehmen suchen Arbeitskräfte. Jetzt kann man sagen, wenn ein Lieferdienst aktuell für das Lager 100 Mitarbeiter sucht und die 1 850 Euro brutto verdienen würden - - (Neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ.) – Jetzt wird aufgeschrien: Ja, dann sollen sie halt mehr zahlen!, aber das Problem ist doch ein ganz anderes: Wieso mute ich den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern zu, dass die Sozialleistungen für Leute finanzieren müssen, für die es tatsächlich einen Job gäbe? Nur weil sich einer vielleicht sagt: Na, für 1 850 Euro mache ich das nicht!, bei einem Job – als Lagermitarbeiter im Lieferdienst –, für den man keine Ausbildung braucht? 1 850 Euro sind zwar nicht viel, aber es ist ein Gehalt, das besser ist, als wenn man vom Arbeitslosengeld und von der Notstandshilfe lebt, und das ist anzuerkennen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Leichtfried.
Zwei Behörden sind kompliziert, man schafft also eine dritte, die einem mit den zwei schon bestehenden hilft. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Leichtfried.)
Zwischenruf des Abg. Angerer.
Dann wundern wir uns, wenn es einen Arbeitskräftemangel gibt – der Herr Minister hat ja vorgetragen, in den letzten zehn Jahren seien 60 000 Menschen mehr in den öffentlichen Bereich arbeiten gegangen –, aber der öffentliche Bereich kauft der freien Wirtschaft die Arbeitskräfte weg, die fehlen da! Das AMS macht das ja auch: Wir haben heute die niedrigste Arbeitslosigkeit seit 14 Jahren, und vor 14 Jahren hat das AMS bei derselben Arbeitslosigkeit gemütliche 1 300 Mitarbeiter weniger gehabt als heute. Das ist das Problem. (Zwischenruf des Abg. Angerer.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
Das haben wir auch im Budget, ich habe das mit Kollegen Kogler diskutiert. Vizekanzler Kogler hat zu mir gesagt: Sie sind der Einzige, der sich nicht freut, dass wir mehr Planstellen haben. – Ja, weil wir die einzige Partei sind, die darauf schaut, dass mit dem Geld der Steuerzahler anständig umgegangen wird. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Der Herr Bundesminister hat es ausgeführt: Wir haben um 130 000 Menschen mehr in Beschäftigung seit 2019 und wir haben die niedrigste Arbeitslosenquote seit 2007. Also, Herr Kollege Loacker, so schlecht kann das alles, was wir gemacht haben, nicht gewesen sein, denn sonst hätten wir nicht diese Kennzahlen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Abg. Meinl-Reisinger: In Österreich ja auch! ... ist ja nur aufgeschoben!
Na ja, schauen wir es uns an! – Die Schweiz ist bedient, Frau Kollegin Meinl-Reisinger – Schweiz! Vor ein paar Tagen in der „Presse“: „Pleitewelle rollt“. „Über 6 100 Schweizer Firmen gingen bis November pleite, Hunderte dürften heuer noch folgen.“ (Abg. Meinl-Reisinger: In Österreich ja auch! ... ist ja nur aufgeschoben!) – Das ist das Erste.
Beifall bei der ÖVP – neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger
Das heißt: Was war schon unser Zugang? – Zu helfen, dass diese Pleitewellen nicht kommen (Beifall bei der ÖVP – neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), denn das bedeutet Standortsicherheit, das bedeutet Arbeitsplatzsicherheit, das bedeutet Wohlstand in diesem Lande. (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, aber die kommen ja gerade!) Und die Prognosen für das heurige Jahr sagen aus: Wachstum in Österreich: 4,8 Prozent, in der Schweiz laut Prognosen: 2 Prozent. (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, aber bei uns ist sie auch eingebrochen wie nur mit Lockdown über Lockdown! – Zwischenruf der Abg. Seidl.)
Abg. Meinl-Reisinger: Ja, aber die kommen ja gerade!
Das heißt: Was war schon unser Zugang? – Zu helfen, dass diese Pleitewellen nicht kommen (Beifall bei der ÖVP – neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), denn das bedeutet Standortsicherheit, das bedeutet Arbeitsplatzsicherheit, das bedeutet Wohlstand in diesem Lande. (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, aber die kommen ja gerade!) Und die Prognosen für das heurige Jahr sagen aus: Wachstum in Österreich: 4,8 Prozent, in der Schweiz laut Prognosen: 2 Prozent. (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, aber bei uns ist sie auch eingebrochen wie nur mit Lockdown über Lockdown! – Zwischenruf der Abg. Seidl.)
Abg. Meinl-Reisinger: Ja, aber bei uns ist sie auch eingebrochen wie nur mit Lockdown über Lockdown! – Zwischenruf der Abg. Seidl.
Das heißt: Was war schon unser Zugang? – Zu helfen, dass diese Pleitewellen nicht kommen (Beifall bei der ÖVP – neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), denn das bedeutet Standortsicherheit, das bedeutet Arbeitsplatzsicherheit, das bedeutet Wohlstand in diesem Lande. (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, aber die kommen ja gerade!) Und die Prognosen für das heurige Jahr sagen aus: Wachstum in Österreich: 4,8 Prozent, in der Schweiz laut Prognosen: 2 Prozent. (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, aber bei uns ist sie auch eingebrochen wie nur mit Lockdown über Lockdown! – Zwischenruf der Abg. Seidl.)
Abg. Meinl-Reisinger: Ja, was war mit den Lockdowns, der Einbruch?
Jetzt möchte ich einmal wissen: Was ist denn besser, was ist denn gescheiter? (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, was war mit den Lockdowns, der Einbruch?) In der Krise zu helfen und zu investieren oder das nicht zu tun?
Abg. Meinl-Reisinger: Ja!
Und was mich überhaupt wundert, Frau Kollegin Meinl-Reisinger, ist: Warum kritisieren Sie das alles? Sie sagen: Gießkannenprinzip (Abg. Meinl-Reisinger: Ja!), Sie gehen her und sagen: Helikoptergeld – also das muss man eh einmal erklären: sozusagen, dass alle etwas kriegen –, aber in Wien ist das alles wurscht. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist überhaupt nicht wurscht, aber ihr regiert ...!)
Abg. Meinl-Reisinger: Das ist überhaupt nicht wurscht, aber ihr regiert ...!
Und was mich überhaupt wundert, Frau Kollegin Meinl-Reisinger, ist: Warum kritisieren Sie das alles? Sie sagen: Gießkannenprinzip (Abg. Meinl-Reisinger: Ja!), Sie gehen her und sagen: Helikoptergeld – also das muss man eh einmal erklären: sozusagen, dass alle etwas kriegen –, aber in Wien ist das alles wurscht. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist überhaupt nicht wurscht, aber ihr regiert ...!)
Heiterkeit bei der ÖVP
In Wien, wo die NEOS mitregieren, ist das alles egal. Es gibt dort einen Vizebürgermeister Wiederkehr – der weiß, glaube ich, gar nicht, dass er überhaupt Vizebürgermeister ist (Heiterkeit bei der ÖVP), weil er ja das i-Tüpferl auf diesem roten Koloss ist –, aber dort gibt es vom Schnitzelgutschein bis zum Energiebonus – und dann wird von Helikoptergeld geredet. Also stellen Sie sich bitte nicht hier heraus und werfen Sie der Regierung Maßnahmen vor, die Sie zur Quadratur in Wien mitunterstützen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Matznetter.
In Wien, wo die NEOS mitregieren, ist das alles egal. Es gibt dort einen Vizebürgermeister Wiederkehr – der weiß, glaube ich, gar nicht, dass er überhaupt Vizebürgermeister ist (Heiterkeit bei der ÖVP), weil er ja das i-Tüpferl auf diesem roten Koloss ist –, aber dort gibt es vom Schnitzelgutschein bis zum Energiebonus – und dann wird von Helikoptergeld geredet. Also stellen Sie sich bitte nicht hier heraus und werfen Sie der Regierung Maßnahmen vor, die Sie zur Quadratur in Wien mitunterstützen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Matznetter.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Ja, wir haben uns zusammengesetzt – ich komme dann noch zur Bilanz, weil ich die heute schon noch zelebrieren werde – betreffend das Arbeitslosengeld. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Das Arbeitslosengeld ist eine Versicherungsleistung, die in Österreich aus meiner Sicht insgesamt gut funktioniert, aber man muss das System weiterentwickeln. Ja, wir wollten hier einen Reformansatz, der übrigens gar nicht im Regierungsprogramm steht, das möchte ich auch einmal dazusagen. Wir in dieser Bundesregierung machen ja auch ständig Dinge, die gar nicht im Regierungsprogramm stehen, denn wenn wir sagen: Wir wollen etwas miteinander machen!, dann machen wir das auch – im Gegensatz zu anderen, früheren Regierungen. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Da haben wir nicht einmal das zusammengebracht, was im Regierungsprogramm gestanden ist. (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Also daher ist es ja positiv, dass man auch über derartige Dinge nachdenkt.
Heiterkeit bei der ÖVP.
Ja, wir haben uns zusammengesetzt – ich komme dann noch zur Bilanz, weil ich die heute schon noch zelebrieren werde – betreffend das Arbeitslosengeld. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Das Arbeitslosengeld ist eine Versicherungsleistung, die in Österreich aus meiner Sicht insgesamt gut funktioniert, aber man muss das System weiterentwickeln. Ja, wir wollten hier einen Reformansatz, der übrigens gar nicht im Regierungsprogramm steht, das möchte ich auch einmal dazusagen. Wir in dieser Bundesregierung machen ja auch ständig Dinge, die gar nicht im Regierungsprogramm stehen, denn wenn wir sagen: Wir wollen etwas miteinander machen!, dann machen wir das auch – im Gegensatz zu anderen, früheren Regierungen. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Da haben wir nicht einmal das zusammengebracht, was im Regierungsprogramm gestanden ist. (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Also daher ist es ja positiv, dass man auch über derartige Dinge nachdenkt.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ja, wir haben uns zusammengesetzt – ich komme dann noch zur Bilanz, weil ich die heute schon noch zelebrieren werde – betreffend das Arbeitslosengeld. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Das Arbeitslosengeld ist eine Versicherungsleistung, die in Österreich aus meiner Sicht insgesamt gut funktioniert, aber man muss das System weiterentwickeln. Ja, wir wollten hier einen Reformansatz, der übrigens gar nicht im Regierungsprogramm steht, das möchte ich auch einmal dazusagen. Wir in dieser Bundesregierung machen ja auch ständig Dinge, die gar nicht im Regierungsprogramm stehen, denn wenn wir sagen: Wir wollen etwas miteinander machen!, dann machen wir das auch – im Gegensatz zu anderen, früheren Regierungen. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Da haben wir nicht einmal das zusammengebracht, was im Regierungsprogramm gestanden ist. (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Also daher ist es ja positiv, dass man auch über derartige Dinge nachdenkt.
Abg. Haubner: Nimmt heraus!
Das, was wir hier in Ansätzen zu diskutieren versuchen, ist: Wenn jemand arbeiten geht und einen Mindestlohn von 1 500 Euro verdient, dann ist er in diesem Bereich steuer- und abgabenpflichtig, aber eine Person, die Arbeitslosengeld bezieht und geringfügig dazuverdienen kann – und das ist derzeit uneingeschränkt möglich, auch bis hin zur Notstandshilfe –, nicht. Ich habe großen Respekt vor Menschen, die in schwierigen Situationen sind – das möchte ich dazusagen –, aber das sollten wir uns vielleicht anschauen. Das sollten wir uns vielleicht anschauen, weil das irgendwie auch eine Frage der Gerechtigkeit ist, ob jemand sagt: Okay, ich gehe arbeiten und verdiene 1 500 Euro brutto, zahle damit aber auch Steuern in das System hinein!, oder jemand (Abg. Haubner: Nimmt heraus!) hat einen Teil des Arbeitslosengeldes und geht mit rund 500 Euro geringfügig arbeiten und hat dann aber diese Abgaben nicht zu leisten. – Das ist der Punkt, den wir eigentlich da auch diskutieren wollen.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Wir wollen da nicht in das System hineinschneiden, denn wir halten es grundsätzlich für gut aufgebaut. Es soll weiterentwickelt werden und es soll Anreize zum Arbeiten geben – zum Arbeiten! Und bei jenen, die Leistung erbringen, muss man das auch im System abbilden. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Die Rot-Weiß-Rot-Karte ist schon ein gesetzlich wirklich gelungenes Projekt, aber – der Herr Minister hat es ausgeführt – da brauchen wir auch die Behörden dazu. Das AMS und auch jene Behörden, die sich mit Ausländern beschäftigen, auch die Einwanderungsbehörden, haben da eine Verantwortung – auch die MA 35 in Wien, und auch die untersteht Vizebürgermeister Wiederkehr. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Also auch in den Bundesländern brauchen wir Unterstützung, weil es da oft im Vollzug hapert. Da hapert es oft daran, wie es dann vor Ort wirklich ausschaut. Da sind auch die Sozialpartner gemeinsam gefordert.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Es ist nicht ganz einfach, sodass das von heute auf morgen geht, aber die gesetzlichen Grundlagen sind geschaffen. Jetzt geht es darum, dass das auch im Vollzug funktioniert. Da brauchen wir die Unterstützung auch der Behörden vor Ort, aber die Maßnahme ist gut, und die Rot-Weiß-Rot-Karte ist legistisch umgesetzt – und das ist auch in Ordnung so. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Ja, aber das macht ihr die ganze Zeit!
Das ist falsch! Das ist falsch und ist - - (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, aber das macht ihr die ganze Zeit!) – Wir haben eine Gebührenbremse, Frau Kollegin Meinl-Reisinger! (Beifall bei der ÖVP.) Wir heben diese Gebühren nicht in dieser Art und Weise an. (Abg. Meinl-Reisinger: Die Steuerquote höher! ... Milliarden!)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist falsch! Das ist falsch und ist - - (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, aber das macht ihr die ganze Zeit!) – Wir haben eine Gebührenbremse, Frau Kollegin Meinl-Reisinger! (Beifall bei der ÖVP.) Wir heben diese Gebühren nicht in dieser Art und Weise an. (Abg. Meinl-Reisinger: Die Steuerquote höher! ... Milliarden!)
Abg. Meinl-Reisinger: Die Steuerquote höher! ... Milliarden!
Das ist falsch! Das ist falsch und ist - - (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, aber das macht ihr die ganze Zeit!) – Wir haben eine Gebührenbremse, Frau Kollegin Meinl-Reisinger! (Beifall bei der ÖVP.) Wir heben diese Gebühren nicht in dieser Art und Weise an. (Abg. Meinl-Reisinger: Die Steuerquote höher! ... Milliarden!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kollross.
Wissen Sie Folgendes? Seit Sie in Wien mitregieren, gibt es für die Bürgerinnen und Bürger – Wasser, Müll, Parken, Fernwärme, Strom, Gas – eine Gesamtbelastung von 2 Milliarden Euro; pro Haushalt sind das 3 000 Euro! Und Sie reden hier von senken und entlasten? – Also fangen Sie einmal dort an, wo Sie regieren, und das wäre in Wien. Da gehörte das eigentlich einmal umgesetzt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Abg. Matznetter: ... in Oberösterreich anschauen, Herr Kollege!
Jetzt noch zur Bilanz: Das muss ich hier einfügen, weil da der Satz drinnen steht, dass es in Österreich durch diese Bundesregierung Stillstand gibt. (Abg. Matznetter: ... in Oberösterreich anschauen, Herr Kollege!) Wir haben schwierige Zeiten und wir machen auch nicht alles richtig, keine Frage, so selbstkritisch muss man in dieser Zeit der Pandemie, der Teuerung, der Inflation und in einer Kriegssituation sein. Da machen natürlich auch die Regierenden Fehler (Zwischenruf des Abg. Matznetter), das ist kein Thema. Wir machen aber eine redliche Politik.
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Jetzt noch zur Bilanz: Das muss ich hier einfügen, weil da der Satz drinnen steht, dass es in Österreich durch diese Bundesregierung Stillstand gibt. (Abg. Matznetter: ... in Oberösterreich anschauen, Herr Kollege!) Wir haben schwierige Zeiten und wir machen auch nicht alles richtig, keine Frage, so selbstkritisch muss man in dieser Zeit der Pandemie, der Teuerung, der Inflation und in einer Kriegssituation sein. Da machen natürlich auch die Regierenden Fehler (Zwischenruf des Abg. Matznetter), das ist kein Thema. Wir machen aber eine redliche Politik.
Zwischenruf der Abg. Erasim.
Was tun wir noch? (Zwischenruf der Abg. Erasim.) – Wir sind intensiv dabei, viele Projekte abzuarbeiten. Alleine in diesen 30 Tagen haben wir über 50 Beschlüsse – 50 Beschlüsse! –, von der Dienstrechts-Novelle über die Pflegereform Teil zwei bis hin zur Zuverdienstgrenze beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld und der Grundvergütung für Grundwehr- und Zivildiener. (Abg. Leichtfried: Für was habt ihr denn eine Redezeit, hörst?!) 300 Gesetze haben wir alleine im heurigen Jahr auf den Weg gebracht. Ich nenne nur ein paar Highlights, die auch bei der Begründung dieser Dringlichen Anfrage angesprochen wurden:
Abg. Leichtfried: Für was habt ihr denn eine Redezeit, hörst?!
Was tun wir noch? (Zwischenruf der Abg. Erasim.) – Wir sind intensiv dabei, viele Projekte abzuarbeiten. Alleine in diesen 30 Tagen haben wir über 50 Beschlüsse – 50 Beschlüsse! –, von der Dienstrechts-Novelle über die Pflegereform Teil zwei bis hin zur Zuverdienstgrenze beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld und der Grundvergütung für Grundwehr- und Zivildiener. (Abg. Leichtfried: Für was habt ihr denn eine Redezeit, hörst?!) 300 Gesetze haben wir alleine im heurigen Jahr auf den Weg gebracht. Ich nenne nur ein paar Highlights, die auch bei der Begründung dieser Dringlichen Anfrage angesprochen wurden:
Abg. Scherak: Du kriegst sie nur nicht ganz zurück, das stimmt!
Die kalte Progression ist abgeschafft. Jetzt sagen die NEOS immer: teilweise. Nächstes Jahr ist sie ganz abgeschafft. Für nächstes Jahr ist sie ganz abgeschafft (Abg. Scherak: Du kriegst sie nur nicht ganz zurück, das stimmt!), weil wir den gesamten Inflationswert auf die Stufen verteilen und die untersten beiden Stufen den doppelten Satz bekommen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Doppelbauer.) Die kalte Progression ist zur Gänze abgeschafft (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), und es ist legitim, meine Damen und
Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Doppelbauer.
Die kalte Progression ist abgeschafft. Jetzt sagen die NEOS immer: teilweise. Nächstes Jahr ist sie ganz abgeschafft. Für nächstes Jahr ist sie ganz abgeschafft (Abg. Scherak: Du kriegst sie nur nicht ganz zurück, das stimmt!), weil wir den gesamten Inflationswert auf die Stufen verteilen und die untersten beiden Stufen den doppelten Satz bekommen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Doppelbauer.) Die kalte Progression ist zur Gänze abgeschafft (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), und es ist legitim, meine Damen und
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger
Die kalte Progression ist abgeschafft. Jetzt sagen die NEOS immer: teilweise. Nächstes Jahr ist sie ganz abgeschafft. Für nächstes Jahr ist sie ganz abgeschafft (Abg. Scherak: Du kriegst sie nur nicht ganz zurück, das stimmt!), weil wir den gesamten Inflationswert auf die Stufen verteilen und die untersten beiden Stufen den doppelten Satz bekommen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Doppelbauer.) Die kalte Progression ist zur Gänze abgeschafft (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), und es ist legitim, meine Damen und
Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.
Herren, dass man jährlich einen Bericht legt. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Zwei Drittel gehen direkt auf die Steuerstufen, und man behält sich auch vor, ob man im Sozialbereich, im Familienbereich auch andere Schwerpunkte setzen will, wie auch den Familienbonus, den wir jetzt auch um 500 Euro pro Kind erhöht haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Herren, dass man jährlich einen Bericht legt. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Zwei Drittel gehen direkt auf die Steuerstufen, und man behält sich auch vor, ob man im Sozialbereich, im Familienbereich auch andere Schwerpunkte setzen will, wie auch den Familienbonus, den wir jetzt auch um 500 Euro pro Kind erhöht haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ein Verzicht auf eine weitere Belastung!
Natürlich haben wir die Menschen und die Wirtschaft mit unseren Maßnahmen entlastet, nämlich sowohl durch die ökosoziale Steuerreform (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ein Verzicht auf eine weitere Belastung!) als auch – in Bezug auf die Wirtschaft – durch die Senkung der KöSt um 2 Prozentpunkte und auch die 0,4 Prozentpunkte - -
Abg. Erasim: Danke, danke!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf Sie um das Schlusswort bitten. (Abg. Erasim: Danke, danke!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Einwallner und Matznetter.
Abgeordneter August Wöginger (fortsetzend): Jawohl, Herr Präsident. Da könnten wir noch tagelang reden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Einwallner und Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die Senkung der Lohnnebenkosten möchte ich hier aber nicht kleingeredet lassen: Wir arbeiten für die Menschen, wir arbeiten für das Land. Diese Regierung arbeitet Tag und Nacht für die Menschen, damit wir auch in eine gute Zukunft gehen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Der hat eh genug Zeit verbraucht!
Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Ich darf jetzt nach August Wöginger Stellung beziehen. (Abg. Leichtfried: Der hat eh genug Zeit verbraucht!) Ich finde es nicht in Ordnung, hier ein Bashing zu veranstalten, nämlich einerseits seitens Kollegen Loacker betreffend Arbeitssuchende, die keine Chance mehr haben, und andererseits das Wienbashing von dir, August Wöginger. (Beifall bei der SPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP. – Ruf bei den Grünen: Das sind Fakten!)
Beifall bei der SPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP. – Ruf bei den Grünen: Das sind Fakten!
Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Ich darf jetzt nach August Wöginger Stellung beziehen. (Abg. Leichtfried: Der hat eh genug Zeit verbraucht!) Ich finde es nicht in Ordnung, hier ein Bashing zu veranstalten, nämlich einerseits seitens Kollegen Loacker betreffend Arbeitssuchende, die keine Chance mehr haben, und andererseits das Wienbashing von dir, August Wöginger. (Beifall bei der SPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP. – Ruf bei den Grünen: Das sind Fakten!)
Abg. Ottenschläger: Sie machen jeden Tag ein Regierungsbashing!
Wenn du wirklich einmal alle Zahlen von vergleichbaren Städten beziehungsweise von all den Gebühren der anderen Landeshauptstädte in Österreich gegenüberstellst, dann erkennst du, dass Wien spitze ist. (Abg. Ottenschläger: Sie machen jeden Tag ein Regierungsbashing!) Deshalb brauchen wir Wien jetzt nicht schlechtzureden. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn du wirklich einmal alle Zahlen von vergleichbaren Städten beziehungsweise von all den Gebühren der anderen Landeshauptstädte in Österreich gegenüberstellst, dann erkennst du, dass Wien spitze ist. (Abg. Ottenschläger: Sie machen jeden Tag ein Regierungsbashing!) Deshalb brauchen wir Wien jetzt nicht schlechtzureden. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Zur Zuwanderung von Arbeitskräften nach Österreich: Ich weiß nicht, ob es so gut ist, dass man kommuniziert, die Mangelberufsliste 2023 sei die umfangreichste in der Geschichte Österreichs. Wir haben in Bezug auf die Fachkräfte für den Wirtschaftsaufschwung immer Zuwanderung gebraucht, ja (Zwischenruf des Abg. Hörl), aber ich weiß nicht, ob es jetzt so gescheit ist, in Drittstaaten nach Arbeitskräften zu angeln, die dann bereit sind, in Österreich für weniger Geld zu arbeiten, weil das Lohn- und Sozialdumping erhöhen würde. Ich weiß nicht, ob das so gescheit ist. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.
Zur Zuwanderung von Arbeitskräften nach Österreich: Ich weiß nicht, ob es so gut ist, dass man kommuniziert, die Mangelberufsliste 2023 sei die umfangreichste in der Geschichte Österreichs. Wir haben in Bezug auf die Fachkräfte für den Wirtschaftsaufschwung immer Zuwanderung gebraucht, ja (Zwischenruf des Abg. Hörl), aber ich weiß nicht, ob es jetzt so gescheit ist, in Drittstaaten nach Arbeitskräften zu angeln, die dann bereit sind, in Österreich für weniger Geld zu arbeiten, weil das Lohn- und Sozialdumping erhöhen würde. Ich weiß nicht, ob das so gescheit ist. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Jetzt ganz ehrlich: Wir feiern nächstes Jahr, 2023, 30 Jahre Dienstnehmerfreizügigkeit in einem gemeinsamen Europa. Wenn es uns als Österreich bei einer Dienstnehmerfreizügigkeit nicht gelingt, Fachkräfte aus der Europäischen Union nach Österreich zu bekommen, dann hapert es wahrscheinlich an den Arbeitsbedingungen. Da sind wir alle miteinander gefordert. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Was wir auch noch mehr ausschöpfen würden, Herr Bundesminister, sind Maßnahmen für ein Mehr an Höherqualifizierung, Maßnahmen für ein Mehr an Ausbildung. Wenn ich daran denke, dass gerade 6 240 Jugendliche in der überbetrieblichen Ausbildung sind und diese 6 240 Jugendlichen in der überbetrieblichen Ausbildung einen Stundenlohn von 1,50 Euro, also 372 Euro pro Monat, bekommen, dann muss ich sagen, das ist zu wenig für diese jungen Leute. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir schon sagen, wir wollen die Jungen alle gleichstellen, Herr Bundesminister, dann müssen wir da etwas tun. Die Österreichische Gewerkschaftsjugend hat diese Kampagne gestartet: das Ende der Löhne zweiter Klasse und von Lehrlingen zweiter Klasse. Wir brauchen mehr Fairness für die Auszubildenden der überbetrieblichen Lehrausbildung. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit des Bundesministers Kocher.
aus Drittländern zu machen, desto besser ist es. Bitte hören Sie nicht auf, in Bezug auf Langzeitarbeitslosigkeit weitere Maßnahmen zu setzen! Da ist etwas gelungen. Ich werde meine Wette mit Ende des Jahres vielleicht verlieren, wenn das so läuft, aber dazu stehe ich. Diese Flasche Wein trinken wir gerne gemeinsam. (Heiterkeit des Bundesministers Kocher.) Wir dürfen aber nicht aufhören, weil natürlich auch diese Zahl von 68 000 noch immer viel zu hoch ist.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir brauchen auch mehr Kinderbetreuungsangebote im ländlichen Raum. Vor allem, das ist ganz wichtig, brauchen wir als Wirtschaftsstandort Österreich auch wirklich Maßnahmen, die die Inflationen senken. Die SPÖ hat gestern Vorschläge eingebracht, die die Inflation um 3 Prozentpunkte senken würde. Da Präsident der Industriellenvereinigung Knill heute Nachmittag aussendet, die Industrie stehe vor einer Rezession, sage ich: Wir brauchen dieses deutsche Modell einer Energiebremse, das heißt Gas- und Strompreisbremse! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Wenn wir das tun, dann sichern wir auch den Wirtschaftsstandort Österreich. Da, Herr Bundesminister, brauchen wir auch den Zugang, zu fragen: Wie machen wir uns international wettbewerbsfähig?
Zwischenruf des Abg. Hörl
Ich war wirklich guter Hoffnung, dass es uns gelingt, das Arbeitslosengeld auf 70 Prozent des Nettoeinkommens zu erhöhen. Ich war wirklich guter Hoffnung, dass das gelingt, natürlich mit der Entscheidung, wo die Grenze ist, wenn es dann degressiv abfällt. Es darf nur nie unter die Armutsgrenze fallen (Zwischenruf des Abg. Hörl), denn das wäre eines Landes wie Österreich nicht würdig. Aus diesem Grund geben wir nicht auf.
Abg. Hörl: ... degressiv!
Es geht um die Erhöhung von 1 Euro auf 3 Euro pro Tag Familienzuschlag. (Abg. Hörl: ... degressiv!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, ich ersuche Sie auch im Namen der Betroffenen, in Bezug auf eine Arbeitsmarktreform, die den Betroffenen entsprechend hilft und nicht schadet, weiterzutun. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Ja, wissen Sie, Frauen – das ist so!
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Werte Zuseher! Der Titel dieser Dringlichen Anfrage der NEOS lautet: Wirtschaft stärken, Arbeitsmarkt reformieren, und ich bin jetzt aus den Ausführungen von Frau Kollegin Meinl-Reisinger nicht ganz schlau geworden. Kollege Loacker hat es ein bissel detaillierter erklärt, aber ich glaube, die Linie der NEOS in diesem Bereich ist noch nicht ganz klar. (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, wissen Sie, Frauen – das ist so!) Seid ihr jetzt wirtschaftsorientiert oder doch linksliberal, mit einer offenen Zuwanderung? Das sollte man vielleicht noch klären, das ist mir nicht ganz klar. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Werte Zuseher! Der Titel dieser Dringlichen Anfrage der NEOS lautet: Wirtschaft stärken, Arbeitsmarkt reformieren, und ich bin jetzt aus den Ausführungen von Frau Kollegin Meinl-Reisinger nicht ganz schlau geworden. Kollege Loacker hat es ein bissel detaillierter erklärt, aber ich glaube, die Linie der NEOS in diesem Bereich ist noch nicht ganz klar. (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, wissen Sie, Frauen – das ist so!) Seid ihr jetzt wirtschaftsorientiert oder doch linksliberal, mit einer offenen Zuwanderung? Das sollte man vielleicht noch klären, das ist mir nicht ganz klar. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Abg. Hörl: Arbeitskräfte auch!
Dass der Arbeitsmarkt ein Problem hat, ist, glaube ich, ganz klar. Ich sage es noch einmal – von Wirtschaftsseite wissen wir das –: Händeringend werden Fachkräfte (Abg. Hörl: Arbeitskräfte auch!), auch normale Arbeitskräfte gesucht.
Beifall bei der FPÖ.
Dann kommen wir auch noch einmal zum ganzen AMS-Bereich, zu den Schulungen und so weiter. Das ist halt etwas, was man einmal anerkennen muss: Leider Gottes besteht nicht nur ein Drittel der Arbeitslosen, also dieser 330 000 Personen, aus nicht österreichischen Staatsbürgern, sondern auch mehr als die Hälfte der 70 000 in Schulung Befindlichen sind nicht österreichische Staatsbürger. Also bitte verabschieden wir uns davon, dass die Zuwanderung, wie Sie alle vor Jahren und Jahrzehnten angekündigt haben, uns das Problem lösen wird! Sie hat das Problem vergrößert! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Zopf.
Ich darf auch einen anderen Fehler aufzeigen, auch Richtung NEOS: Damals war die Aussage, die Europäische Union werde uns das Problem lösen. Wir kriegen dann für den Tourismus im Winter die Köche aus Portugal und hin und her, alles kein Problem! – Das ist schlichtweg nicht passiert. Es ist nicht gelungen, den Arbeitsmarkt in Europa irgendwie zusammenzubringen. Wir haben im Winter im Tourismus nicht den Koch aus Griechenland. (Zwischenruf der Abg. Zopf.) Das ist nicht gelungen, auch nicht bei den Facharbeitern, bei den Bauarbeitern. Da hat die EU, die Europäische Union, völlig versagt. Das Einzige, was gelungen ist – und da gebe ich Kollegen Muchitsch recht –: Wir haben Tür und Tor für Lohn- und Sozialdumping geöffnet.
Zwischenruf des Abg. Hörl
Wir Freiheitliche haben auch das schon vor Jahren genau so prognostiziert. Wir haben – wieder einmal, muss man leider Gottes sagen – recht behalten. Sie, die vier anderen Parteien, gehen diesen Weg aber weiter, und da muss man einmal nackt und ganz kontrolliert hinschauen und fragen: Okay, wie schaut es aus? Wollen wir diesen Weg weitergehen? Denken wir darüber nach: Wie können wir die Situation in Österreich verbessern (Zwischenruf des Abg. Hörl), für die österreichischen Firmen und für die österreichischen Arbeitnehmer?! – Das muss die Zielsetzung von uns allen sein!
Ruf bei der ÖVP: Genau!
Auch noch einmal etwas Grundsätzliches, was wir Freiheitliche seit Jahren immer wieder sagen: Arbeit muss sich lohnen! (Ruf bei der ÖVP: Genau!) Arbeitnehmer müssen anständig bezahlt werden. Deswegen freuen wir uns über die Lohnerhöhungen, die es aktuell gibt. Diese sind zumindest ein Sprung nach vorne, absolut richtig. Arbeit muss sich lohnen!
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Das, Kollege Loacker, wäre der Anspruch, den wir haben sollten, denn diese Leute werden immer weniger. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Die bräuchten wir, weil die 100 000, die im heurigen Jahr gekommen sind, das aller Vermutung nach – ich vermute es einmal, gell, man kann mich ja dann in 50 Jahren korrigieren – nicht zusammenbringen werden. Auch das muss man einmal klar sagen, ansprechen und einer Lösung zuführen.
Beifall bei der FPÖ.
Und diese Regierung aus ÖVP und Grün ist in einer Sackgasse. Jede Woche, die ihr weitermacht, ist ein Schaden für Österreich. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es gibt in den letzten Monaten Rekordzahlen. Wir dürfen uns darüber freuen, dass die Arbeitslosenzahlen drastisch zurückgehen. Die Gründe dafür sind vielfältig, teilweise wurden sie ja bereits erwähnt: Einerseits gibt es den demografischen Wandel – natürlich, es gehen mehr Menschen in Pension und wenige Junge treten in den Arbeitsmarkt ein – und andererseits die wirtschaftliche Erholung nach Corona, aber wir haben auch eine entsprechende Arbeitsmarktpolitik gemacht. Wir haben genau dann, als es notwendig war, also zum richtigen Zeitpunkt, die richtigen Maßnahmen gesetzt. Wir haben Hunderte Millionen Euro in Bildung, in Qualifizierung, in die Eingliederung von Menschen, die besonders stark von Arbeitslosigkeit betroffen sind, und in den Arbeitsmarkt investiert. Und ja, das hat sich ausgezahlt, und darüber freuen wir uns auch. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zuletzt – immer ein ganz wesentlicher Punkt für uns Grüne –: Es geht auch darum, in unserem guten Arbeitslosenversicherungssystem die Arbeitslosenversicherungsleistungen, wie das Arbeitslosengeld, die Notstandshilfe, so zu gestalten, dass sie besser gegen Armut absichern. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Wir haben sehr lange verhandelt, sehr intensiv verhandelt und haben uns erfreulicherweise auch in vielen Punkten gefunden, in anderen Punkten bedauerlicherweise leider nicht. Daher ist es auch nicht zu dieser großen Reform gekommen. Wir werden aber weiter an einzelnen Stellschrauben drehen, im Sinne der Betroffenen, im Sinne der Notwendigkeit des ökologischen Umbaus und auch im Sinne der Unternehmen, die die Fachkräfte dringend brauchen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Ja, aber arbeiten gehen!
tun, dann besteht unserer Meinung nach Handlungsbedarf. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Ja, aber arbeiten gehen!)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Wir dürfen eines auch nicht vergessen: Für sehr viele Arbeitslose, gerade für Menschen, die länger in Arbeitslosigkeit sind, ist das ein Standbein ins Erwerbsleben. Das sind oft Menschen, die gesundheitlich beeinträchtigt sind, die schon lange vom Job weg sind, die armutsgefährdet sind, und für die ist das eine Chance, aus dieser Armutsgefährdung rauszukommen. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir stehen sicher nicht dafür zur Verfügung, Menschen, die bereits armutsgefährdet sind, noch ärmer zu machen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scherak: Und dass sie möglichst rasch wieder arbeiten ...!
Weil immer wieder auch die sogenannte Wartefrist zu Beginn der Arbeitslosigkeit erwähnt wird – Kollege Loacker hat dazu auch eine Anfrage gestellt und es wird auch immer wieder darüber diskutiert –: Ja, was ist denn da das Problem? Meine sehr geehrten Damen und Herren, das Arbeitslosengeld, die Arbeitslosenversicherung wurde genau dafür erfunden, dass Menschen, die in Arbeitslosigkeit geraten, einen Einkommensschutz bekommen (Abg. Scherak: Und dass sie möglichst rasch wieder arbeiten ...!), und je kürzer Menschen in Arbeitslosigkeit sind, desto besser ist es.
Beifall bei den Grünen.
Warum man ausgerechnet Menschen, die unverschuldet gekündigt werden und dann in Arbeitslosigkeit geraten, in den ersten zwei Wochen kein Arbeitslosengeld ausbezahlen sollte, das muss mir einmal jemand erklären. Dass dann insbesondere diejenigen, die eigentlich nur relativ kurz arbeitslos sind, nämlich 30 bis 40 Prozent der Leute – die sind sechs bis maximal acht Wochen arbeitslos –, auch noch Verluste im Bereich des Arbeitslosengeldes hinnehmen sollen, damit man vorne eine Wartefrist hat – ich sage lieber Sperre dazu –, sehe ich dezidiert nicht ein! Das ist nicht die Anreizwirkung von einem Arbeitslosengeld, wie ich sie mir erwarte. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Muchitsch.
Ja, wir brauchen in einigen Punkten dringend Reformen, aber manchmal ist es besser, es bleibt so, wie es aktuell ist, wenn man sich nicht einigt, und man dreht dort an einzelnen Schrauben, wo es sinnvoll ist, wo es nachhaltig ist und wo es wirklich auch unmittelbar für die Menschen, die betroffen sind, etwas bringt. – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Muchitsch.)
Abg. Hanger: Ich habe sie in drei Tagen bekommen!
Warum ist diese Zahl so niedrig? – Weil den Frauen mehrere Knüppel, einer nach dem anderen, vor die Füße geknallt werden. Es beginnt bei wochenlangem Warten auf die Blaue Karte. Dann kommt das Warten auf die Grundversorgung. Dann kommt das Warten auf die Beschäftigungsbewilligung. Wir hören von Unternehmern, die bis zur Beschäftigungsbewilligung mehr als vier Wochen ausharren müssen. (Abg. Hanger: Ich habe sie in drei Tagen bekommen!) – Schön für Sie. Vielleicht haben Sie gute Kontakte. – Erachten Sie es als zumutbar für Unternehmer? (Zwischenruf bei den NEOS. – Abg. Hanger: Wieso? Ich habe zwei Ukrainer angestellt!)
Zwischenruf bei den NEOS. – Abg. Hanger: Wieso? Ich habe zwei Ukrainer angestellt!
Warum ist diese Zahl so niedrig? – Weil den Frauen mehrere Knüppel, einer nach dem anderen, vor die Füße geknallt werden. Es beginnt bei wochenlangem Warten auf die Blaue Karte. Dann kommt das Warten auf die Grundversorgung. Dann kommt das Warten auf die Beschäftigungsbewilligung. Wir hören von Unternehmern, die bis zur Beschäftigungsbewilligung mehr als vier Wochen ausharren müssen. (Abg. Hanger: Ich habe sie in drei Tagen bekommen!) – Schön für Sie. Vielleicht haben Sie gute Kontakte. – Erachten Sie es als zumutbar für Unternehmer? (Zwischenruf bei den NEOS. – Abg. Hanger: Wieso? Ich habe zwei Ukrainer angestellt!)
Beifall bei den NEOS.
Jetzt wird es noch absurder: Es verursacht noch zusätzliche Kosten. Warum? – Weil sich dann die Politik auf Bundeslandebene helfen muss, so wie beim Pflegenotstand. Die ÖVP in Niederösterreich beginnt, in Vietnam Frauen und Männern Deutsch beizubringen, sie dann zu uns zu fliegen und hier als Pflegekräfte ausbilden zu lassen. Das kostet weitere Millionen, weil wir nicht fähig sind, die Kompetenz von Menschen, die hier bei uns sind, zu heben. Das ist nur mehr absurd. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Land und für das Vernachlässigen von Potenzialen, auch zum Schaden unserer Wirtschaft. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scherak: Es würden noch viel mehr arbeiten ...!
Abgeordneter Mag. (FH) Kurt Egger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher hier im Saal und auch via Livestream! Diese Dringliche Anfrage gibt mir zuallererst einmal die Möglichkeit, mich bei 550 000 österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmern für ihren Einsatz auch in schwierigen Zeiten zu bedanken sowie dafür, dass sie fast vier Millionen Menschen in diesem Land Arbeit geben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scherak: Es würden noch viel mehr arbeiten ...!)
Abg. Meinl-Reisinger schüttelt den Kopf
Als ich diese Dringliche Anfrage gelesen habe, hatte ich die leise Hoffnung, dass wir heute zu einer sachlichen Diskussion über ein sehr wichtiges Thema kommen – die Anfrage spricht ziemlich punktgenau jene Themen an, die wir diskutieren müssen –, es hat dann aber nicht lange gedauert, bis meine Hoffnung, dass wir zu einer sachlichen Diskussion kommen, wieder geschwunden ist, nämlich bis zu dem Zeitpunkt, als Klubobfrau Meinl-Reisinger zu reden begonnen hat und natürlich mit einem allgemeinen Regierungsbashing losgelegt hat, um alles schlechtzureden, was sich ihr nur irgendwie in den Weg stellt (Abg. Meinl-Reisinger schüttelt den Kopf), und dabei faktenbefreit Dinge von sich gegeben hat, die jeder Grundlage entbehren (Abg. Meinl-Reisinger: Ach so? Wo denn?), nämlich dass die Unterstützungsleistungen, die die Regierung in den letzten zweieinhalb Jahren beschlossen hat, den Unternehmerinnen und Unternehmern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht helfen, denn das sei Helikoptergeld und wir schütten alles aus.
Abg. Meinl-Reisinger: Ach so? Wo denn?
Als ich diese Dringliche Anfrage gelesen habe, hatte ich die leise Hoffnung, dass wir heute zu einer sachlichen Diskussion über ein sehr wichtiges Thema kommen – die Anfrage spricht ziemlich punktgenau jene Themen an, die wir diskutieren müssen –, es hat dann aber nicht lange gedauert, bis meine Hoffnung, dass wir zu einer sachlichen Diskussion kommen, wieder geschwunden ist, nämlich bis zu dem Zeitpunkt, als Klubobfrau Meinl-Reisinger zu reden begonnen hat und natürlich mit einem allgemeinen Regierungsbashing losgelegt hat, um alles schlechtzureden, was sich ihr nur irgendwie in den Weg stellt (Abg. Meinl-Reisinger schüttelt den Kopf), und dabei faktenbefreit Dinge von sich gegeben hat, die jeder Grundlage entbehren (Abg. Meinl-Reisinger: Ach so? Wo denn?), nämlich dass die Unterstützungsleistungen, die die Regierung in den letzten zweieinhalb Jahren beschlossen hat, den Unternehmerinnen und Unternehmern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht helfen, denn das sei Helikoptergeld und wir schütten alles aus.
Abg. Meinl-Reisinger hält einen Zeitungsartikel in die Höhe
Wir haben höchste Beschäftigungszahlen, niedrige Insolvenzzahlen, aber all das hat nicht geholfen?! – Sie sind am komplett falschen Weg mit Ihrer Argumentation. Sie haben gesagt, Sie reden mit den Betrieben. Ja, kann sein, dass Sie mit welchen reden, aber nicht mit vielen. Das Lustige an der Diskussion ist ja, dass wir sofort in Stereotypen unterwegs sind: Die Freiheitlichen nützen eine Diskussion über den Arbeitsmarkt zu Ausländerbashing, Kollege Loacker nützt sie für Beamtenbashing (Abg. Meinl-Reisinger hält einen Zeitungsartikel in die Höhe) und Kollege Muchitsch für Unternehmerbashing, denn da kann man Lohn- und Sozialdumping anbringen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Das ist sogar Ihren Leuten zu ...! – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Das ist sogar Ihren Leuten zu ...! – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Wir haben höchste Beschäftigungszahlen, niedrige Insolvenzzahlen, aber all das hat nicht geholfen?! – Sie sind am komplett falschen Weg mit Ihrer Argumentation. Sie haben gesagt, Sie reden mit den Betrieben. Ja, kann sein, dass Sie mit welchen reden, aber nicht mit vielen. Das Lustige an der Diskussion ist ja, dass wir sofort in Stereotypen unterwegs sind: Die Freiheitlichen nützen eine Diskussion über den Arbeitsmarkt zu Ausländerbashing, Kollege Loacker nützt sie für Beamtenbashing (Abg. Meinl-Reisinger hält einen Zeitungsartikel in die Höhe) und Kollege Muchitsch für Unternehmerbashing, denn da kann man Lohn- und Sozialdumping anbringen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Das ist sogar Ihren Leuten zu ...! – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scherak: Gut, dass der Kollege Egger so differenziert argumentiert! – Heiterkeit der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Krisper.
Da sind wir beim Thema: Wir müssen einiges auf die Reihe bringen. Ja, es ist jetzt die große Reform nicht gelungen – da gibt es unterschiedliche Standpunkte –, aber wir müssen weiter draufbleiben, um Punkte umzusetzen, sei es das längere Arbeiten, seien es vielleicht die 20 Überstunden, die wir entsprechend steuerbegünstigen können, oder andere Maßnahmen. Ich glaube, wir sind da gemeinsam gefordert, um weiterhin den Wirtschaftsaufschwung unterstützen zu können – denn das Problem ist da, da bin ich bei Ihnen –, aber nicht mit diesen Stereotypen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scherak: Gut, dass der Kollege Egger so differenziert argumentiert! – Heiterkeit der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Krisper.)
Beifall bei der SPÖ
Jetzt sage ich Ihnen, was bei mir nicht gut ankommt, nämlich gar nicht gut ankommt: Das ist die Verhöhnung und die Täuschung der niederösterreichischen Wählerinnen und Wähler (Beifall bei der SPÖ), denen vorgetäuscht wird, dass man sich hier im Haus für etwas einsetzt, denen mit der Karotte vor der Nase herumgefuchtelt wird, aber es erfolgen hier nie wirkliche Bemühungen.
Ruf bei der ÖVP: Das ist Landtagswahlkampf!
Die Menschen in Niederösterreich haben sich etwas Besseres verdient. Am 29. Jänner besteht die Möglichkeit, das Kreuz an der richtigen Stelle zu machen und für einen Gaspreisdeckel, für eine Übergewinnabschöpfung und für ehrliche, nachhaltige Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik zu stimmen. (Ruf bei der ÖVP: Das ist Landtagswahlkampf!)
Abg. Zopf: Da seids ja eh ihr schuld!
Und nun separat noch zu Ihrer hoch geschätzten Wirtschaftspolitik: Fragen Sie, Herr Kollege Egger, die Unternehmer:innen, wie gerne sie Bittsteller sind! Fragen Sie die Betriebe, ob sie sich Selbstständigkeit so vorgestellt haben, dass sie Stunden für die Bewältigung von Bürokratiemonstern wie der Cofag oder dem Energiekostenzuschuss verwenden müssen! Jetzt müssen schon Steuerberatungskosten bezahlt werden, weil da solche Bürokratiemonster aufgebauscht werden, dass es allein gar nicht mehr stemmbar und abwickelbar ist. (Abg. Zopf: Da seids ja eh ihr schuld!) Und Richtlinien, Frau Kollegin (Abg. Zopf: Ja sicher!), kommen erst dann hinaus, wenn Anmeldefristen enden – und dann muss man nachnominieren und Sonstiges. Fragen Sie auch, Herr Minister, die Unternehmerinnen und Unternehmer (Abg. Zopf: ... von euch wieder kritisieren lassen!), ob sie lieber 12 Cent für die Kilowattstunde zahlen, so wie es in Deutschland morgen beschlossen wird, oder 60 Cent wie hier in Österreich. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zopf: Blödsinn!)
Abg. Zopf: Ja sicher!
Und nun separat noch zu Ihrer hoch geschätzten Wirtschaftspolitik: Fragen Sie, Herr Kollege Egger, die Unternehmer:innen, wie gerne sie Bittsteller sind! Fragen Sie die Betriebe, ob sie sich Selbstständigkeit so vorgestellt haben, dass sie Stunden für die Bewältigung von Bürokratiemonstern wie der Cofag oder dem Energiekostenzuschuss verwenden müssen! Jetzt müssen schon Steuerberatungskosten bezahlt werden, weil da solche Bürokratiemonster aufgebauscht werden, dass es allein gar nicht mehr stemmbar und abwickelbar ist. (Abg. Zopf: Da seids ja eh ihr schuld!) Und Richtlinien, Frau Kollegin (Abg. Zopf: Ja sicher!), kommen erst dann hinaus, wenn Anmeldefristen enden – und dann muss man nachnominieren und Sonstiges. Fragen Sie auch, Herr Minister, die Unternehmerinnen und Unternehmer (Abg. Zopf: ... von euch wieder kritisieren lassen!), ob sie lieber 12 Cent für die Kilowattstunde zahlen, so wie es in Deutschland morgen beschlossen wird, oder 60 Cent wie hier in Österreich. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zopf: Blödsinn!)
Abg. Zopf: ... von euch wieder kritisieren lassen!
Und nun separat noch zu Ihrer hoch geschätzten Wirtschaftspolitik: Fragen Sie, Herr Kollege Egger, die Unternehmer:innen, wie gerne sie Bittsteller sind! Fragen Sie die Betriebe, ob sie sich Selbstständigkeit so vorgestellt haben, dass sie Stunden für die Bewältigung von Bürokratiemonstern wie der Cofag oder dem Energiekostenzuschuss verwenden müssen! Jetzt müssen schon Steuerberatungskosten bezahlt werden, weil da solche Bürokratiemonster aufgebauscht werden, dass es allein gar nicht mehr stemmbar und abwickelbar ist. (Abg. Zopf: Da seids ja eh ihr schuld!) Und Richtlinien, Frau Kollegin (Abg. Zopf: Ja sicher!), kommen erst dann hinaus, wenn Anmeldefristen enden – und dann muss man nachnominieren und Sonstiges. Fragen Sie auch, Herr Minister, die Unternehmerinnen und Unternehmer (Abg. Zopf: ... von euch wieder kritisieren lassen!), ob sie lieber 12 Cent für die Kilowattstunde zahlen, so wie es in Deutschland morgen beschlossen wird, oder 60 Cent wie hier in Österreich. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zopf: Blödsinn!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zopf: Blödsinn!
Und nun separat noch zu Ihrer hoch geschätzten Wirtschaftspolitik: Fragen Sie, Herr Kollege Egger, die Unternehmer:innen, wie gerne sie Bittsteller sind! Fragen Sie die Betriebe, ob sie sich Selbstständigkeit so vorgestellt haben, dass sie Stunden für die Bewältigung von Bürokratiemonstern wie der Cofag oder dem Energiekostenzuschuss verwenden müssen! Jetzt müssen schon Steuerberatungskosten bezahlt werden, weil da solche Bürokratiemonster aufgebauscht werden, dass es allein gar nicht mehr stemmbar und abwickelbar ist. (Abg. Zopf: Da seids ja eh ihr schuld!) Und Richtlinien, Frau Kollegin (Abg. Zopf: Ja sicher!), kommen erst dann hinaus, wenn Anmeldefristen enden – und dann muss man nachnominieren und Sonstiges. Fragen Sie auch, Herr Minister, die Unternehmerinnen und Unternehmer (Abg. Zopf: ... von euch wieder kritisieren lassen!), ob sie lieber 12 Cent für die Kilowattstunde zahlen, so wie es in Deutschland morgen beschlossen wird, oder 60 Cent wie hier in Österreich. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zopf: Blödsinn!)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Wirtschafts- und Industriestandortes bewerten! Fragen Sie, wie planungssicher und nachhaltig sie die Maßnahmen sehen! (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben die Systeme so gestaltet, dass Menschen Bittsteller sind. Die Menschen haben sich aber Politikerinnen und Politiker verdient, die das System so gestalten, dass sie vom System ohne Almosen leben können. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ribo: Es gibt Übergewinnsteuer!
Eines ist fix, geschätzte Kolleginnen und Kollegen – und da werden wir alle einer Meinung sein –: Österreich wird nicht Fußballweltmeister werden. Was wir aber bald schaffen, ist Weltmeister in Einmalzahlungen, was die Rekordinflation nicht einmal um 1 Prozentpunkt senkt. Das ist nichts, worauf man stolz sein kann. Das ist beschämend, und beschämend ist ebenso, dass einerseits große Konzerne, Energiekonzerne wie die OMV, nicht mehr wissen, wohin mit den Milliarden an Übergewinnen, über Sonderausschüttungen nachdenken müssen, während Eltern nicht wissen, wie sie die Kinderzimmer ihrer Jüngsten heizen sollen. (Abg. Ribo: Es gibt Übergewinnsteuer!)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Dafür, geschätzte Damen und Herren, stehen wir (Zwischenruf des Abg. Hörl): für einen Gas- und Energiepreisdeckel, für eine Übergewinnabschöpfung und für eine ehrliche Politik, die den Betrieben hilft, ohne die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, ohne das AMS und ohne die Arbeiterkammer diffamieren zu müssen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dafür, geschätzte Damen und Herren, stehen wir (Zwischenruf des Abg. Hörl): für einen Gas- und Energiepreisdeckel, für eine Übergewinnabschöpfung und für eine ehrliche Politik, die den Betrieben hilft, ohne die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, ohne das AMS und ohne die Arbeiterkammer diffamieren zu müssen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall des Abg. Hörl.
Wirtschaft werden“ eingebracht, und Sie haben in Ihrer Stellungnahme eingeleitet: Ich kann keinen Stillstand erkennen. – Da muss ich Ihnen recht geben, Herr Minister, es ist für mich - - (Beifall des Abg. Hörl.) – Du kannst gerne klatschen, also du klatschst für die Menschen da draußen, weil es - - (Neuerlicher Beifall sowie Bravoruf des Abg. Hörl.)
Neuerlicher Beifall sowie Bravoruf des Abg. Hörl.
Wirtschaft werden“ eingebracht, und Sie haben in Ihrer Stellungnahme eingeleitet: Ich kann keinen Stillstand erkennen. – Da muss ich Ihnen recht geben, Herr Minister, es ist für mich - - (Beifall des Abg. Hörl.) – Du kannst gerne klatschen, also du klatschst für die Menschen da draußen, weil es - - (Neuerlicher Beifall sowie Bravoruf des Abg. Hörl.)
Heiterkeit des Abg. Hörl
Ja, Franz Hörl, du kannst gerne klatschen (Heiterkeit des Abg. Hörl), denn es ist für mich echt ein Wunder, dass die Menschen trotz alledem noch immer bereit sind, dieses Land am Laufen zu halten, und das, obwohl hinter mir der Vorsitzende des ÖVP-Korruptions-Untersuchungsausschusses sitzt und die ÖVP die Korruption seit Monaten, seit Jahren nicht los wird; obwohl wir eine grüne Inflation haben – die die Menschen heute teuer bezahlen –, mit einem bedingungslosen Ausstieg aus der fossilen Energie und der Träumerei, dass wir mit Windrädern und Fotovoltaik die Wirtschaft und die Welt retten werden; obwohl 100 000 Menschen illegal in unser Land kommen und direkt im Sozialsystem landen; obwohl die Bundesregierung mit der Geldgießkanne durch das Land geht und Almosen und Unterstützungen verteilt, und zwar nicht das Geld dieser Bundesregierung und nicht das Geld aus dem Sparschwein des Herrn Ministers oder von sonst jemandem, sondern Steuergeld, das wieder alle, die brav zur Arbeit gehen, die die Wirtschaft noch am Leben erhalten, verdienen müssen. – Das ist der Punkt.
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ
Jenen Menschen muss ich heute einmal Danke sagen, und das solltet ihr auch einmal tun. Ihr solltet euch bei den Menschen da draußen einmal dafür bedanken, dass sie diese Bundesregierung noch ertragen (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ) und dass sie noch jeden Tag zu ihrer Arbeit gehen, ein Ehrenamt übernehmen, ihre Wirtschaftsbetriebe aufrechterhalten und für dieses Land arbeiten.
Beifall bei der FPÖ.
Also diese Regierung arbeitet nicht, wie es Herr Wöginger heute gesagt hat, für die Bevölkerung, sondern gegen sie. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krisper: So haben wir es nicht gemeint! – Abg. Loacker: Haltungsnote im Schönreden ...! – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Aber die Regierung sammelt schon sehr lang ...!
Ich möchte das doch ein bisschen hinterfragen, weil Stillstand in diesem Kontext sehr negativ dargestellt wird. Ich möchte aber auch darauf verweisen, dass man Stillstand durchaus auch als etwas Positives sehen kann, zum Beispiel kommt im medizinischen Kontext eine Blutung zum Stillstand. Auch wenn wir jetzt zu Weihnachten von der stillsten Zeit des Jahres sprechen, bedeutet das Stillstand im Sinne von ich komme zur Ruhe, sammle Kraft und orientiere mich neu. (Abg. Krisper: So haben wir es nicht gemeint! – Abg. Loacker: Haltungsnote im Schönreden ...! – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Aber die Regierung sammelt schon sehr lang ...!) Worauf ich hinaus möchte, ist, wir sind in einer wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Phase, in der wir uns neu orientieren, und das tun wir mit voller Kraft. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Aber was machen Sie denn?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Aber was machen Sie denn?
Ich möchte das doch ein bisschen hinterfragen, weil Stillstand in diesem Kontext sehr negativ dargestellt wird. Ich möchte aber auch darauf verweisen, dass man Stillstand durchaus auch als etwas Positives sehen kann, zum Beispiel kommt im medizinischen Kontext eine Blutung zum Stillstand. Auch wenn wir jetzt zu Weihnachten von der stillsten Zeit des Jahres sprechen, bedeutet das Stillstand im Sinne von ich komme zur Ruhe, sammle Kraft und orientiere mich neu. (Abg. Krisper: So haben wir es nicht gemeint! – Abg. Loacker: Haltungsnote im Schönreden ...! – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Aber die Regierung sammelt schon sehr lang ...!) Worauf ich hinaus möchte, ist, wir sind in einer wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Phase, in der wir uns neu orientieren, und das tun wir mit voller Kraft. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Aber was machen Sie denn?)
Beifall bei den Grünen.
Was passiert bei den Investitionen? – Wir haben mit der Investitionsprämie bereits ein Riesenprogramm gehabt, wo wir rund 7 Milliarden Euro an Zuschüssen ausschütten und damit 70 Milliarden Euro an Investitionen auslösen. Rund die Hälfte davon ist in den wichtigen Bereichen Ökologisierung und Digitalisierung. Da ist in den Unternehmen ganz viel im Umbau. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir schaffen also Anreize, dass die Unternehmen ökologisieren. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Ich habe nur Förderungen gehört!
Unser ganz großes Projekt – ich schaue jetzt Kollegen Schwarz an, der das mitverantwortet hat – ist die Transformation, der Transformationsfonds. Allein für den Transformationsfonds sind es heuer 400 Millionen Euro, fortgeschrieben auf die nächsten zehn Jahre (Abg. Meinl-Reisinger: Ich habe nur Förderungen gehört!), also bis 2030. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Viel Geld!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Viel Geld!
Unser ganz großes Projekt – ich schaue jetzt Kollegen Schwarz an, der das mitverantwortet hat – ist die Transformation, der Transformationsfonds. Allein für den Transformationsfonds sind es heuer 400 Millionen Euro, fortgeschrieben auf die nächsten zehn Jahre (Abg. Meinl-Reisinger: Ich habe nur Förderungen gehört!), also bis 2030. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Viel Geld!)
Beifall bei den Grünen.
Darüber hinaus die Forschung: Es gibt eine massive Ausgabensteigerung im Bereich des BMK, des Klimaschutzministeriums, für die Forschung grüner und digitaler Zukunftstechnologien, für die Transformation. Auch im Bereich Forschung passiert also unglaublich viel. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Noch einmal zurück: Von Stillstand ist also überhaupt keine Rede, es ist eine Zeitenwende, eine Wende, die hier stattfindet. Die Unternehmen unterstützen wir dabei und wir sind auf einem Weg. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei den NEOS. – Abg. Erasim: Aber warum nicht mehr in diesem Beruf tätig?
Eine Sache ist mir noch wichtig, denn Kollegin Erasim hat mir vorhin zum Thema Image der Branche quasi einen Elfmeter aufgelegt – wir hätten heute angeblich AK-Bashing betrieben –: Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat Ende September eine Studie unter folgendem Titel herausgebracht: Die Branche ist selber schuld. Studie bestätigt: Arbeitskräftemangel in der Gastronomie und im Tourismus ist selbst verschuldet. – Studie! – 32 befragte Mitarbeiter:innen, teilweise nicht einmal mehr in diesem Beruf tätig. (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS. – Abg. Erasim: Aber warum nicht mehr in diesem Beruf tätig?)
Beifall bei den NEOS.
Entschuldigen Sie bitte, aber es macht schon einen Unterschied, abgesehen davon, dass ich es sehr bedenklich finde, dass sich eine Universität für solch eine Studie hergibt. Was sagt das über unseren Wissenschaftsstandort? Ich meine, 32 Befragte, die nicht mehr in der Branche sind, erzählen, dass es ihnen in der Branche nicht gefallen hat? Ernsthaft? Das ist doch ein Witz! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Erasim: Glaube ich nicht!
schaffen, langjährige Mitarbeiter:innen haben, aktuell kein Mitarbeiter:innenproblem haben (Abg. Erasim: Glaube ich nicht!), nicht vor den Vorhang geholt werden, sondern es heißt: Hau den Lukas, der Tourismus ist immer an allem schuld und steht für schlechte Arbeitsbedingungen!
Abg. Erasim: Da bin ich auch dafür!
Ich möchte auch, dass wir gute Betriebe vor den Vorhang holen. (Abg. Erasim: Da bin ich auch dafür!) Das würde ihnen helfen, dass sie mehr Mitarbeiter:innen finden, aber lediglich 40 Prozent der Betriebe sagen, das AMS wird mir dabei helfen. Das ist auch eine Aussage, wie Betriebe die Qualität des AMS einschätzen, denn sonst würden sie ja mehr offene Stellen beim AMS anmelden und darauf vertrauen, dass sie Mitarbeiter:innen bekommen. So ist es leider nicht.
Beifall bei den NEOS. – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Wir müssen nur aufpassen, dass der Hörl nicht zu uns kommt! – Heiterkeit bei den NEOS und bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Da haben wir wirklich eine Aufgabe zu erledigen. Solche Studien der Arbeiterkammer sind nicht dienlich, um dem Lehrlingsmangel oder den sinkenden Schüler:innenzahlen in den Tourismusschulen entgegenzuwirken. Alle glauben, im Tourismus gibt es nur schlechte Jobs – das stimmt einfach nicht. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Wir müssen nur aufpassen, dass der Hörl nicht zu uns kommt! – Heiterkeit bei den NEOS und bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Erasim.
eine Arbeitslosenquote von 2,8 Prozent; das ist der Stand vom November 2022. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 23 Prozent. Das sind 379 Arbeitslose weniger als im Vorjahr, und das sind die Zahlen nur für den Bezirk Gmunden. Alle Maßnahmen, die der Arbeitsminister gesetzt hat, greifen. Unsere Politik greift und wirkt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Erasim.)
Abg. Einwallner: Habt ihr euch das aufgeschrieben, dass ihr das einmal tun sollt?
Es ist heute schon einmal erwähnt worden, dass wir uns bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bedanken sollen. Das tue ich hiermit. (Abg. Einwallner: Habt ihr euch das aufgeschrieben, dass ihr das einmal tun sollt?) Ich danke all jenen, die tagtäglich aufstehen und arbeiten gehen.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Die Steuerquote steigt trotzdem!
Arbeit muss sich lohnen – das ist unser Motto, das ist ein Motto der ÖVP, und dem kommen wir auch praktisch nach. Wir haben die Einkommensteuersätze gesenkt und die kalte Progression abgeschafft. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Die Steuerquote steigt trotzdem!) Das wiederum kostet die Unternehmer nicht mehr Geld, wir lassen mehr Geld bei den Menschen draußen. Das steigert die Kaufkraft, aber nicht die Preise. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Arbeit muss sich lohnen – das ist unser Motto, das ist ein Motto der ÖVP, und dem kommen wir auch praktisch nach. Wir haben die Einkommensteuersätze gesenkt und die kalte Progression abgeschafft. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Die Steuerquote steigt trotzdem!) Das wiederum kostet die Unternehmer nicht mehr Geld, wir lassen mehr Geld bei den Menschen draußen. Das steigert die Kaufkraft, aber nicht die Preise. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Erasim: ...! Was sagen Sie zu einer Inflation von 11 Prozent? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich würde jeden Arbeitnehmer bitten, dass er nächstes Jahr einen Lohnzettel aus den Vorjahren zur Hand nimmt und dann mit einem aus dem Jahr 2023 vergleicht, um zu sehen, wie viel er netto mehr hat als in den Vorjahren. Unsere Politik greift und das lassen wir uns nicht schlechtreden! (Abg. Erasim: ...! Was sagen Sie zu einer Inflation von 11 Prozent? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Leistung muss sich wieder lohnen!
Wir haben einen Koalitionspartner mit extrem hoher sozialer Kompetenz und wir müssen uns gemeinsam für Dinge entscheiden, und das tun wir. Wir setzen Dinge um. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Leistung muss sich wieder lohnen!)
Abg. Einwallner: Sind Sie selbstständig? – Abg. Erasim: Die Zweipersonenunternehmen haben Sie da vergessen!
Frau Kollegin Erasim, es ist spannend: Sie waren bei den ÖBB und dann bei der Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft – da sind Sie Beamtin, glaube ich, oder auch nicht –, und dann der Wirtschaft zu erklären, wie sie etwas machen soll, das finde ich anmaßend. (Abg. Einwallner: Sind Sie selbstständig? – Abg. Erasim: Die Zweipersonenunternehmen haben Sie da vergessen!) Ich als Arbeitnehmervertreterin würde mich nie so weit aus dem Fenster lehnen und so etwas tun. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Erasim: Was hat denn der Kollege Egger gearbeitet außer Wirtschaftskammerfunktionär? Was hat denn der Kollege Egger gearbeitet? – Abg. Einwallner: Sind Sie selbstständig? – Abg. Erasim: ... und sitzen auf einem hohen Thron!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Erasim: Was hat denn der Kollege Egger gearbeitet außer Wirtschaftskammerfunktionär? Was hat denn der Kollege Egger gearbeitet? – Abg. Einwallner: Sind Sie selbstständig? – Abg. Erasim: ... und sitzen auf einem hohen Thron!
Frau Kollegin Erasim, es ist spannend: Sie waren bei den ÖBB und dann bei der Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft – da sind Sie Beamtin, glaube ich, oder auch nicht –, und dann der Wirtschaft zu erklären, wie sie etwas machen soll, das finde ich anmaßend. (Abg. Einwallner: Sind Sie selbstständig? – Abg. Erasim: Die Zweipersonenunternehmen haben Sie da vergessen!) Ich als Arbeitnehmervertreterin würde mich nie so weit aus dem Fenster lehnen und so etwas tun. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Erasim: Was hat denn der Kollege Egger gearbeitet außer Wirtschaftskammerfunktionär? Was hat denn der Kollege Egger gearbeitet? – Abg. Einwallner: Sind Sie selbstständig? – Abg. Erasim: ... und sitzen auf einem hohen Thron!)
Abg. Scherak: Alle oder nur eure?
Die ÖVP, Frau Kollegin Meinl-Reisinger, fürchtet sich nicht vor den Wählern. Wir sind die Leute, die bei den Wählerinnen und Wählern, bei den Menschen draußen sind. Also alle Abgeordnete, die hier herinnen sitzen, alle, sind draußen bei den Leuten unterwegs. (Abg. Scherak: Alle oder nur eure?) Wir hören uns an, welche Sorgen und welche Probleme die Bevölkerung hat, und dann suchen wir nach Lösungen. (Abg. Einwallner: Ihr findet nur keine Lösungen, das ist das Problem!) Dass die Opposition nach Fehlern sucht, ist legitim, aber wir sind die, die nach Lösungen suchen (Abg. Einwallner: Aber ihr findet keine Lösungen!) und die Dinge umsetzen. Das tun wir (Zwischenruf der Abg. Erasim), und das machen wir richtig und gut. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Abg. Einwallner: Ihr findet nur keine Lösungen, das ist das Problem!
Die ÖVP, Frau Kollegin Meinl-Reisinger, fürchtet sich nicht vor den Wählern. Wir sind die Leute, die bei den Wählerinnen und Wählern, bei den Menschen draußen sind. Also alle Abgeordnete, die hier herinnen sitzen, alle, sind draußen bei den Leuten unterwegs. (Abg. Scherak: Alle oder nur eure?) Wir hören uns an, welche Sorgen und welche Probleme die Bevölkerung hat, und dann suchen wir nach Lösungen. (Abg. Einwallner: Ihr findet nur keine Lösungen, das ist das Problem!) Dass die Opposition nach Fehlern sucht, ist legitim, aber wir sind die, die nach Lösungen suchen (Abg. Einwallner: Aber ihr findet keine Lösungen!) und die Dinge umsetzen. Das tun wir (Zwischenruf der Abg. Erasim), und das machen wir richtig und gut. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Abg. Einwallner: Aber ihr findet keine Lösungen!
Die ÖVP, Frau Kollegin Meinl-Reisinger, fürchtet sich nicht vor den Wählern. Wir sind die Leute, die bei den Wählerinnen und Wählern, bei den Menschen draußen sind. Also alle Abgeordnete, die hier herinnen sitzen, alle, sind draußen bei den Leuten unterwegs. (Abg. Scherak: Alle oder nur eure?) Wir hören uns an, welche Sorgen und welche Probleme die Bevölkerung hat, und dann suchen wir nach Lösungen. (Abg. Einwallner: Ihr findet nur keine Lösungen, das ist das Problem!) Dass die Opposition nach Fehlern sucht, ist legitim, aber wir sind die, die nach Lösungen suchen (Abg. Einwallner: Aber ihr findet keine Lösungen!) und die Dinge umsetzen. Das tun wir (Zwischenruf der Abg. Erasim), und das machen wir richtig und gut. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Zwischenruf der Abg. Erasim
Die ÖVP, Frau Kollegin Meinl-Reisinger, fürchtet sich nicht vor den Wählern. Wir sind die Leute, die bei den Wählerinnen und Wählern, bei den Menschen draußen sind. Also alle Abgeordnete, die hier herinnen sitzen, alle, sind draußen bei den Leuten unterwegs. (Abg. Scherak: Alle oder nur eure?) Wir hören uns an, welche Sorgen und welche Probleme die Bevölkerung hat, und dann suchen wir nach Lösungen. (Abg. Einwallner: Ihr findet nur keine Lösungen, das ist das Problem!) Dass die Opposition nach Fehlern sucht, ist legitim, aber wir sind die, die nach Lösungen suchen (Abg. Einwallner: Aber ihr findet keine Lösungen!) und die Dinge umsetzen. Das tun wir (Zwischenruf der Abg. Erasim), und das machen wir richtig und gut. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.
Die ÖVP, Frau Kollegin Meinl-Reisinger, fürchtet sich nicht vor den Wählern. Wir sind die Leute, die bei den Wählerinnen und Wählern, bei den Menschen draußen sind. Also alle Abgeordnete, die hier herinnen sitzen, alle, sind draußen bei den Leuten unterwegs. (Abg. Scherak: Alle oder nur eure?) Wir hören uns an, welche Sorgen und welche Probleme die Bevölkerung hat, und dann suchen wir nach Lösungen. (Abg. Einwallner: Ihr findet nur keine Lösungen, das ist das Problem!) Dass die Opposition nach Fehlern sucht, ist legitim, aber wir sind die, die nach Lösungen suchen (Abg. Einwallner: Aber ihr findet keine Lösungen!) und die Dinge umsetzen. Das tun wir (Zwischenruf der Abg. Erasim), und das machen wir richtig und gut. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.
Danke, Herr Arbeitsminister, Ihre Arbeit greift. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Beifall bei der SPÖ
Was aber auch sehr wesentlich ist: Wir wissen, die Höhe des Arbeitslosengeldes, aber auch der Pensionen hängt immer davon ab, wie viel man vorher in das System eingezahlt hat. Es wird in der Dringlichen Anfrage auch ein „modernes Arbeitsrecht“ angesprochen. Ein modernes Arbeitsrecht beinhaltet für uns aber auch Einkommenstransparenz (Beifall bei der SPÖ), denn noch immer verdienen Frauen im Schnitt um 17 Prozent weniger als Männer, und damit haben wir das große Pensionsloch von 41 Prozent. Mit Einkommenstransparenz könnten wir diese Einkommensschere endlich schließen.
Ruf bei der ÖVP: Sehr viel!
Arbeiterkammer und Gewerkschaftsbund, Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer fordern seit Langem den flächendeckenden Ausbau von ganztägigen Kinderbetreuungsplätzen. Was macht die Bundesregierung, um dieses Problem zu lösen? (Ruf bei der ÖVP: Sehr viel!) Wir wissen, nur mit einer flächendeckenden ganztägigen Kinderbetreuung kann es Frauen ermöglicht
Beifall bei der SPÖ.
werden, nicht ewig in dieser Teilzeitfalle hängenzubleiben, sondern auch Arbeitsverhältnisse in Vollzeit anzunehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dann spukt immer wieder der Ruf herum, das Pensionsantrittsalter zu erhöhen. Ich möchte da auf das Pensionsantrittsalter von Frauen, das 1992 beschlossen worden ist, diese schrittweise Angleichung an das Regelpensionsalter der Männer, das mit 2024 schlagend wird, hinweisen: Bei diesem Beschluss im Jahr 1992 ist man davon ausgegangen – und diese schrittweise Angleichung ist 2033 abgeschlossen –, dass dann Männer und Frauen am Arbeitsmarkt völlig gleichgestellt sein werden. Davon sind wir aber leider laut der Berechnungen 100 Jahre entfernt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wichtig wäre aus unserer Sicht, die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass Frauen und Männer direkt aus der Erwerbstätigkeit in die Pension wechseln können. Eine Anhebung des Pensionsantrittsalters lehnen wir strikt ab. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
in eine Schockstarre zu verfallen, Herr Bundesminister: Zurück an den Start, zurück an den Verhandlungstisch, es gibt sehr viel zu tun! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wie sieht nun aber dieser Stillstand aus, den Sie dieser Bundesregierung hier mittlerweile in Dauerschleife unterstellen: Abschaffung der kalten Progression, automatische Inflationsanpassungen wichtiger Familien- und Sozialleistungen, ökosoziale Steuerreform, Pflegereform, Zufallsgewinnabgabe für Energiekonzerne, persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderungen, Plastikpfand, elektronischer Mutter-Kind-Pass, Klimaticket, kostenlose HPV-Impfung bis zum 21. Lebensjahr, ein neues Parteienfinanzierungsgesetz, Verlängerung der Kronzeug:innenregelung, hürdenfreie Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und vieles mehr. – Und das bezeichnen Sie allen Ernstes als Stillstand? Wirklich? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich bezeichne das als das Umsetzen wichtiger struktureller Reformen, die jahre- und jahrzehntelang von großkoalitionären Stillstandsregierungen versprochen worden sind und jetzt endlich umgesetzt werden. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Aber offene Stellen sind auch Teil der Arbeitsmarktpolitik! Auch wenn man das ausblendet!
Frau Klubobfrau, Sie schreiben in Ihren Ausführungen, in der Begründung der Dringlichen Anfrage, „ein“ – ich zitiere – „vernichtendes Urteil für die Arbeitsmarktpolitik der Regierung“ herbei. Ich frage Sie: Wie kommen Sie denn bitte zu diesem Befund? Wie kommen Sie zu diesem Befund? Wenn wir uns die aktuellen AMS-Zahlen vom November 2022 anschauen, dann sehen wir nämlich: Wir haben aktuell die niedrigste Erwerbsarbeitslosenquote in diesem Jahrtausend – die niedrigste Quote in diesem Jahrtausend. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber offene Stellen sind auch Teil der Arbeitsmarktpolitik! Auch wenn man das ausblendet!) Im Vergleich zum Vorjahr ist die Erwerbsarbeitslosenzahl um 11 Prozent gesunken – gesunken, um 11 Prozent. Kollegin Nussbaum hat gerade das Thema Frauen angesprochen (Abg. Meinl-Reisinger: Auch offene Stellen sind Teil der Arbeitsmarktpolitik, Frau Kollegin!), und ich sage es ganz präzise: um 13,6 Prozent bei Frauen, um 8,7 Prozent bei Männern. – Das ist Ihrer Meinung nach „ein vernichtendes Urteil für die Arbeitsmarktpolitik“? (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Auch offene Stellen sind Teil der Arbeitsmarktpolitik, Frau Kollegin!
Frau Klubobfrau, Sie schreiben in Ihren Ausführungen, in der Begründung der Dringlichen Anfrage, „ein“ – ich zitiere – „vernichtendes Urteil für die Arbeitsmarktpolitik der Regierung“ herbei. Ich frage Sie: Wie kommen Sie denn bitte zu diesem Befund? Wie kommen Sie zu diesem Befund? Wenn wir uns die aktuellen AMS-Zahlen vom November 2022 anschauen, dann sehen wir nämlich: Wir haben aktuell die niedrigste Erwerbsarbeitslosenquote in diesem Jahrtausend – die niedrigste Quote in diesem Jahrtausend. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber offene Stellen sind auch Teil der Arbeitsmarktpolitik! Auch wenn man das ausblendet!) Im Vergleich zum Vorjahr ist die Erwerbsarbeitslosenzahl um 11 Prozent gesunken – gesunken, um 11 Prozent. Kollegin Nussbaum hat gerade das Thema Frauen angesprochen (Abg. Meinl-Reisinger: Auch offene Stellen sind Teil der Arbeitsmarktpolitik, Frau Kollegin!), und ich sage es ganz präzise: um 13,6 Prozent bei Frauen, um 8,7 Prozent bei Männern. – Das ist Ihrer Meinung nach „ein vernichtendes Urteil für die Arbeitsmarktpolitik“? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Klubobfrau, Sie schreiben in Ihren Ausführungen, in der Begründung der Dringlichen Anfrage, „ein“ – ich zitiere – „vernichtendes Urteil für die Arbeitsmarktpolitik der Regierung“ herbei. Ich frage Sie: Wie kommen Sie denn bitte zu diesem Befund? Wie kommen Sie zu diesem Befund? Wenn wir uns die aktuellen AMS-Zahlen vom November 2022 anschauen, dann sehen wir nämlich: Wir haben aktuell die niedrigste Erwerbsarbeitslosenquote in diesem Jahrtausend – die niedrigste Quote in diesem Jahrtausend. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber offene Stellen sind auch Teil der Arbeitsmarktpolitik! Auch wenn man das ausblendet!) Im Vergleich zum Vorjahr ist die Erwerbsarbeitslosenzahl um 11 Prozent gesunken – gesunken, um 11 Prozent. Kollegin Nussbaum hat gerade das Thema Frauen angesprochen (Abg. Meinl-Reisinger: Auch offene Stellen sind Teil der Arbeitsmarktpolitik, Frau Kollegin!), und ich sage es ganz präzise: um 13,6 Prozent bei Frauen, um 8,7 Prozent bei Männern. – Das ist Ihrer Meinung nach „ein vernichtendes Urteil für die Arbeitsmarktpolitik“? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Schauen wir uns die Verweildauer an, also die Anzahl jener Tage, in denen Erwerbsarbeitslose eine neue Arbeitsstelle finden. Im Juli 2021 hat diese Verweildauer durchschnittlich 187 Tage betragen, und im Juli 2022 sind es 140 Tage, also um 47 Tage weniger. – Das ist Ihrer Meinung nach „ein vernichtendes Urteil“? Für mich ist das Ausdruck einer erfolgreichen Arbeitsmarktpolitik dieser Bundesregierung in einer Zeit, die durch viele Krisen geprägt ist: Coronakrise, der Angriffskrieg von Russland und auch diese fossil-getriebene Inflation und die Energiekrise. Es ist wirklich sehenswert, was hier gelungen ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wie ist das gelungen? Was haben wir also arbeitsmarktpolitisch gemacht? – Wir haben auf Expert:innen gehört und eine Grundregel der Arbeitsmarktpolitik befolgt, und diese Grundregel lautet: In der Krise sollst du schulen. Das haben wir gemacht. 700 Millionen Euro haben wir für die Coronajoboffensive zur Verfügung gestellt und so haben wir 114 000 Menschen in unserem Land Weiterbildung ermöglicht, Umqualifizierungen ermöglicht und ihnen ermöglicht, dass sie einen neuen Job finden. 114 000 Menschen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir finden das gut, unser Koalitionspartner, die ÖVP, findet das gut, deswegen machen wir das. Man könnte jetzt auch meinen, dass das hier im Hohen Haus alle Parteien gut finden, Langzeiterwerbsarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Aber nicht so die NEOS! In Ihrer Dringlichen Anfrage schreiben Sie – das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen –, das Programm Sprungbrett habe 339 Millionen Euro „verschlungen“. – Verschlungen? Die Zahl der Langzeitarbeitslosen wurde halbiert, Menschen haben neue Zukunftsperspektiven und Jobs bekommen – und Sie schreiben von verschlungenem Geld? Wie zynisch kann man bitte sein? (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Finanziert es anders, aber nicht über die Lohnkosten! Die Menschen müssen ja verdienen!
Was passiert denn genau mit diesen Geldern? – Ein Teil davon fließt in den Flaf, den Familienlastenausgleichsfonds. (Abg. Meinl-Reisinger: Finanziert es anders, aber nicht über die Lohnkosten! Die Menschen müssen ja verdienen!) Da muss man wissen, dass aus diesem Flaf wichtige Leistungen zur Familienpolitik finanziert werden, zum Beispiel die Familienbeihilfe oder auch das Kindergeld. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber doch nicht aus den Kosten für Arbeit! Finanziert es aus dem Budget
Abg. Meinl-Reisinger: Aber nicht aus den Kosten für Arbeit!
von mir aus!) Ein Teil davon fließt in die Wohnbauförderung, damit leistbare Wohnungen gebaut werden können. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber nicht aus den Kosten für Arbeit!) Und ein weiterer Teil fließt in die Kommunalsteuer. Zur Erinnerung: Die Kinderbetreuung fällt größtenteils in die Zuständigkeit der Kommunen, zum Beispiel der Kindergartenbau oder auch die Erhaltung, und auch die Gehälter der Elementarpädagog:innen werden zum Teil aus diesen Kommunalbudgets finanziert.
Abg. Meinl-Reisinger: Wie finanziert ihr das jetzt?
Ich lese also in der Dringlichen Anfrage, dass NEOS Lohnnebenkosten senken möchte, aber was ich vermisse, ist ein Vorschlag für die Gegenfinanzierung. Wie finanzieren wir Familienbeihilfe, Kindergeld, den Bau von leistbaren Wohnungen (Abg. Meinl-Reisinger: Wie finanziert ihr das jetzt?) oder den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen, wenn da eine wichtige Einnahmequelle wegfällt? Wie machen wir das? (Abg. Meinl-Reisinger: Sicherlich nicht über höhere Steuern, wie es Ihr Wunsch ist!) Ich lese das hier nicht, das vermisse ich.
Abg. Meinl-Reisinger: Sicherlich nicht über höhere Steuern, wie es Ihr Wunsch ist!
Ich lese also in der Dringlichen Anfrage, dass NEOS Lohnnebenkosten senken möchte, aber was ich vermisse, ist ein Vorschlag für die Gegenfinanzierung. Wie finanzieren wir Familienbeihilfe, Kindergeld, den Bau von leistbaren Wohnungen (Abg. Meinl-Reisinger: Wie finanziert ihr das jetzt?) oder den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen, wenn da eine wichtige Einnahmequelle wegfällt? Wie machen wir das? (Abg. Meinl-Reisinger: Sicherlich nicht über höhere Steuern, wie es Ihr Wunsch ist!) Ich lese das hier nicht, das vermisse ich.
Beifall und Bravorufe bei den Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Das ist unfassbar! Das ist ja ein linkslinkes Bild!
Vermögensteuern, Kollegin – darüber können wir sehr gerne reden. (Beifall und Bravorufe bei den Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Das ist unfassbar! Das ist ja ein linkslinkes Bild!)
Beifall bei den NEOS.
Was allerdings bei mir passiert ist, als ich ihm zugehört habe: Die Hoffnung ist noch viel schneller geschwunden, denn es war leider kein Inhalt. Er hat sich als Generalsekretär des Wirtschaftsbundes hierhergestellt und hat nicht gesagt, wie er auf die Frage des Arbeitsmarkts reagieren will, wie er auf die Frage der wirtschaftlichen Situation von Betrieben reagieren will, wie er auf die aktuellen Schwierigkeiten reagieren will. Er hat seine Zeit nur dafür aufgewendet, nicht über Inhalte zu reden. Das ist vielleicht auch der Grund dafür, warum diese Organisation weder in der Wirtschaftskammer noch im Parlament auch nur einen Funken zum Unternehmertum in Österreich beiträgt, nicht das Geringste. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn wir über Inhalte reden, dann können wir einmal damit anfangen, was er als Einziges inhaltlich gesagt hat. Er hat gesagt: Wir sind gut unterwegs, wir haben jetzt eine höhere Beschäftigung als vor der Pandemie. Da ist es halt wichtig, dass man sich die Zahlen etwas genauer anschaut. Kollege Loacker hat schon öfter darauf hingewiesen, ich nehme an, der Herr Bundesminister weiß das: Es sind mehr Köpfe, die beschäftigt sind, die aber weniger Stunden arbeiten. Es gibt weniger Produktivität als vor der Pandemie. Die Menschen verdienen demnach aber auch weniger Geld, weil sie weniger Stunden arbeiten – in einer Zeit, in der die Kosten stark steigen. Das heißt, die Menschen haben weniger im Börsl, weil es Jobs sind, die sie nicht gut ernähren können, und darüber muss man in Wirklichkeit auch reden. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Ottenschläger – erheitert –: Ich habe gesagt, verlässlich steigen die Gebühren in Wien, jedes Jahr!
Gebühren in Wien!) – Kollege Ottenschläger ruft hier herein. Er kann sich gerne dazu berufen fühlen und sich später hierher ans Rednerpult stellen. Er hat mir gerade beigepflichtet und gesagt: Der hat vollkommen recht, der Wirtschaftsbund ist daran schuld, dass die Lohnnebenkosten weiter steigen. (Abg. Ottenschläger – erheitert –: Ich habe gesagt, verlässlich steigen die Gebühren in Wien, jedes Jahr!)
Beifall bei den NEOS.
Was ich eigentlich sagen wollte: Es gibt gravierende Probleme, über die bisher zu wenig gesprochen worden ist. Bei einer Abgabenquote, die steigt, bei Lohnnebenkosten, die nicht sinken, gibt es nur zwei in unserem Land, die sich wirklich freuen: Der eine ist der Finanzminister – der hat zumindest höhere Ausgaben –, die andere ist die Wirtschaftskammer, weil da die Einnahmen umso mehr sprudeln, sie aber gar keine höheren Ausgaben hat. (Beifall bei den NEOS.) Die sitzen jetzt schon auf 1,6 Milliarden Euro, wissen nicht, wohin mit dem Geld, reduzieren aber weder die Kammerumlage 2, die für den Mittelstand wichtig ist, noch die Kammerumlage 1, noch die Grundumlage, die die Fachgruppen selbst bestimmen könnten, in denen der Wirtschaftsbund meistens die Mehrheit stellt. Die Kammer freut sich im Moment über die Krise, weil die Einnahmen nur so sprudeln und weil sie den Unternehmer:innen weiter Geld aus dem Börsl ziehen kann.
Beifall bei den NEOS.
Was Sie vergessen haben, liebe Kolleg:innen von den Grünen, ist, dass nur die Hälfte dieser Förderung wirklich in den Wohnbau fließt und die andere Hälfte bei den Landeshauptleuten irgendwo versickert. (Beifall bei den NEOS.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Wenn Sie reformieren wollen, dann fangen Sie einmal – und das geht auch in Richtung des Kollegen Ottenschläger, der vorhin so heftig hereingerufen hat – neben der Lohnnebenkostensenkung auch mit echten Reformen an, machen Sie echte Politik, anstatt die Leute nur mit Geld zu überschütten! (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.) – Ich bin gleich fertig, Frau Präsidentin.
Beifall bei den NEOS.
Letzter Satz: Es geht um Reformen, nach denen es den Menschen besser geht, den Betrieben besser geht und der Staat eine Zukunft hat, denn das fehlt heute. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ
Abgeordneter Rudolf Silvan (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren zu Hause und hier auf der Galerie! Sehr geehrter Herr Minister! Frau Ministerin! Ich möchte noch zu den Ausführungen einiger meiner Vorredner Stellung nehmen. Herr Kollege Wurm von der FPÖ hat gesagt – er ist jetzt gerade nicht da –, er würde gerne den vier Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen Orden verleihen, weil sie eine tolle Leistung erbringen. Das unterstreiche ich, nur ist das vonseiten der FPÖ wenig glaubwürdig. Ich darf die Kolleg:innen der FPÖ daran erinnern, dass Sie es waren, die den Held:innen der Arbeit den 12-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche beschert haben (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ), und dass Sie diejenigen waren, die den evangelischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern den Feiertag am Karfreitag gestohlen haben. Ich wollte das hier nur sagen, weil es wenig glaubwürdig ist, dass Herr Wurm diesen Arbeitnehmer:innen jetzt einen Orden verleihen will.
Beifall bei der SPÖ.
62 Jahre alt waren, den Präsenzdienst nicht angerechnet und die Pensionen gekürzt habt. Deshalb ist euer Motto also auch nicht sehr glaubwürdig. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Seidl.
Zu Kollegin Seidl von den NEOS, weil das auch gerade dazu passt: Wir haben das Problem im Gastgewerbe sehr wohl! 15 Prozent aller Rechtsfälle der Arbeiterkammer betreffen das Gastgewerbe, obwohl nur 3 Prozent der gesamten Beschäftigten im Gastgewerbe arbeiten. (Zwischenruf der Abg. Seidl.) 15 Prozent! Da liegt also einiges im Argen, das können Sie nicht abstreiten. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Seidl.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Seidl.
Zu Kollegin Seidl von den NEOS, weil das auch gerade dazu passt: Wir haben das Problem im Gastgewerbe sehr wohl! 15 Prozent aller Rechtsfälle der Arbeiterkammer betreffen das Gastgewerbe, obwohl nur 3 Prozent der gesamten Beschäftigten im Gastgewerbe arbeiten. (Zwischenruf der Abg. Seidl.) 15 Prozent! Da liegt also einiges im Argen, das können Sie nicht abstreiten. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Seidl.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir alle wissen, dass es eine zwischen Christian Kern und Reinhold Mitterlehner ausverhandelte Einigung gegeben hat, 1,2 Milliarden Euro für die Gratisnachmittagsbetreuung für Kinder als Anschubfinanzierung einzusetzen. Wir wissen aber auch, wer dieses Vorhaben torpediert hat: Es war Sebastian Kurz mit seinem Fanklub. Die ÖVP verhindert nach wie vor eine Erleichterung für die betroffenen Familien. Sie verhindert damit auch, dass die Wirtschaft Fachkräfte und Arbeitskräfte rekrutieren kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Den bisherigen Tiefpunkt in der Diskussion um die Gratisnachmittagsbetreuung für Kindergartenkinder und für Schulkinder hat die ÖVP Niederösterreich geliefert, die behauptet hat, die Sozialdemokratie will den Familien die Kinder wegnehmen. Wir wollen, dass die Frauen die Möglichkeit zu einem selbstbestimmten Leben haben, dass Beruf und Kindererziehung und Familie unter einen Hut gebracht werden können und dass die Frauen am Arbeitsmarkt nicht länger benachteiligt werden. Nichts anderes wollen wir! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was wir in Österreich eigentlich brauchen, um dieses Fachkräftepotenzial der Frauen auch nützen zu können, ist in Wirklichkeit das Kinderprogramm der SPÖ Niederösterreich, das wir vorgestellt haben, und zwar flächendeckend: ganzjährig, ganztägig und gratis. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Matznetter.
Abgeordneter Nico Marchetti (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Ich würde gerne einmal auf den Begriff Wienbashing zu sprechen kommen und ihn als das enttarnen, was er ist, und zwar eine Strategie der SPÖ Wien, um jede sachliche, demokratische Kritik am Land Wien pauschal zu delegitimieren. Das ist es! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Matznetter.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Kollege Muchitsch stellt sich hier ans Rednerpult, beklagt sich über dieses Wienbashing und sagt mir, dass Wien in jedem Ranking immer so toll ist, hat aber kein einziges genannt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Es gibt
Abg. Scherak: Sag einmal, bist du eigentlich zu den Freiheitlichen gewechselt?
Zum Beispiel die Arbeitslosenquote: Wien ist Spitzenreiter mit 9,9 Prozent, Durchschnitt in Österreich ist 6,2 Prozent. Mindestsicherungsbezieher: Wien ist absoluter Spitzenreiter. Von 199 173 Mindestsicherungsbeziehern in Österreich sind 135 648 aus Wien. 70 Prozent aller Mindestsicherungsbezieher sind in Wien. Absoluter Spitzenwert! Arbeitslose Asylberechtigte: 75 Prozent davon in Wien. (Abg. Scherak: Sag einmal, bist du eigentlich zu den Freiheitlichen gewechselt?) Ludwig fordert aber gleichzeitig, dass man auch Asylwerber arbeiten lässt. Also irgendwie passt da etwas nicht. Einsamer Spitzenreiter: Wien! Inseratenausgaben: Alle Bundesländer gemeinsam: 38 Millionen Euro, davon Wien: 24 Millionen Euro – 63 Prozent, absoluter Spitzenwert für die Bundeshauptstadt Wien.
Abg. Scherak: In Oberösterreich gibt es keinen Kindergarten!
Auch wenn es zum Beispiel um Volksschulkinder geht, die nicht Deutsch können: So sind das 10 484 gewesen, die nach zwei Jahren Kindergarten nicht Deutsch können – Wien als Spitzenreiter. 60 Prozent davon sind sogar in Österreich geboren, 30 Prozent haben die Staatsbürgerschaft. Das gibt es auch nur in Wien! (Abg. Scherak: In Oberösterreich gibt es keinen Kindergarten!)
Beifall bei der ÖVP.
Also ja, die Bundeshauptstadt Wien ist Spitzenreiter, großartig in ganz vielen Bereichen, und man kann sich auch auf sie verlassen. Jedes Problem, das wir in Wien haben, haben wir in Wien verlässlich doppelt und dreifach. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
etwas, Sie haben da Verantwortung! Das bringt wahrscheinlich mehr als so eine wenig sinnvolle Anfrage im Parlament. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Ja, Kollegin Meinl-Reisinger, Sie sind in Wien in der Stadtregierung, und Herr Wiederkehr, Transparenzstadtrat, ist irgendwie schon so transparent, dass man ihn anscheinend gar nicht mehr sieht; ich kriege nichts mit. Das wäre einmal wirklich eine Möglichkeit, bei der ihr etwas für den Standort tun könntet. – Danke. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Koza: Der war schon fertig! – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Am Wort ist Herr Abgeordneter Peter Wurm, zumindest habe ich ihn so auf der Liste. (Abg. Koza: Der war schon fertig! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Herr Abgeordneter Wurm war mit seiner Rede fertig, gut.
Beifall und Bravorufe bei den Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist die FPÖ, wie wir sie kennen: Integration erschweren und verunmöglichen, wo immer es geht, jede Maßnahme, die der Integration dient, insbesondere der Arbeitsmarktintegration, torpedieren und dann gleichzeitig diesen Betroffenen Integrationsunwilligkeit unterstellen. Meine sehr geehrten Damen und Herren, diese Politik ist bösartig und zynisch und diese Politik hat eine klare Absage verdient! – Danke. (Beifall und Bravorufe bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Voglauer: He! So etwas sagt man nicht! Frau Bundesministerin Gewessler!
Ich sehe es schon kommen: Wenn das bis in einem halben Jahr noch immer nur ganz wenige beantragt haben, wird man sich eine Gutscheinlösung einfallen lassen, und dann kann die Gewesslerin denen einen Klimabonuslangzeitarbeitslosigkeitsbonus schicken. Super! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Voglauer: He! So etwas sagt man nicht! Frau Bundesministerin Gewessler!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.
Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Sehr geschätzte Damen und Herren! Ganz kurz nur zwei Sätze zum Abgeordneten Nico Marchetti: Ich habe gegoogelt, er ist ja aus Wien, und ich verstehe seine Rede. Wenn ich als ÖVP in Wien so ein schwaches Ergebnis hätte, dann würde ich auch mit allen Mitteln kämpfen und so ein Bashing betreiben. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Gerstl.
Wissen Sie, was schlimm ist? – Auf die Schwächsten hinzuhauen und hervorzuheben, wer dort die Mindestsicherungsbezieher sind und so weiter, das halte ich für wirklich unsozial. Merken Sie sich auch eines: Je mehr Bashing Sie Richtung Wien betreiben, umso stärker wird Michi Ludwig mit seiner SPÖ werden! Merken Sie sich das! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Gerstl.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Bei Tagesordnungspunkt 13 geht es um die Verlängerung der Beantragung des Langzeitkurzarbeitsbonus um weitere sechs Monate. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen Beteiligten der Sozialpartnerschaft, die daran mitgewirkt haben, uns mittels dieses Instruments der Kurzarbeit durch diese Krise zu führen. Ich bedanke mich auch beim Herrn Bundesminister für die vielen Gespräche und diese Lösungsorientiertheit, das hat uns im Hinblick auf die Beschäftigung und auch im Hinblick auf den Fortbestand von Unternehmen wirklich geholfen. Vielen Dank dafür an alle Beteiligten, das gehört auch einmal angesprochen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Seidl.
Zum Tagesordnungspunkt 14, das ist der Antrag der FPÖ betreffend ein Maßnahmenpaket gegen die sektorale Arbeitslosigkeit: Jetzt kann man das sehen, wie man will, aber Fakt ist, dass dieser Antrag Nonsens ist, weil er rechtswidrig ist. Eine Zugangsbeschränkung auf dem Arbeitsmarkt ist nicht möglich – schon gar nicht für EU-Bürger, denn in der Europäischen Union gibt es eine Dienstnehmerfreizügigkeit. (Zwischenruf der Abg. Seidl.) Ob da alles perfekt läuft, das sei dahingestellt, aber diesen Antrag lehnen wir aus den genannten Gründen ab.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Schallmeiner und Weratschnig.
Beim Tagesordnungspunkt 16, dem FPÖ-Antrag betreffend eine Novellierung des Sozialhilfe-Grundsatzgesetzes, schließe ich mich der Meinung von Herrn Abgeordneten Koza an: Dieser Antrag ist diskriminierend, er ist menschenrechtsverletzend und er widerspricht jeder Rechtsstaatlichkeit. Er wird daher von uns ebenfalls abgelehnt. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Schallmeiner und Weratschnig.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Werte Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, ich hoffe, ich habe damit als Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit und Soziales zu allen Tagesordnungspunkten Stellung bezogen, so wie das gewünscht wurde. Ich hoffe natürlich auch, dass wir in Zukunft bei all diesen Problemen doch besser zusammenarbeiten können. Gerade zur Weihnachtszeit sollte man die Zeit nutzen, diese besinnliche Zeit, eine Zeit des Nachdenkens: Denken wir alle miteinander nach, vielleicht bringt es etwas für das kommende Jahr! – Vielen Dank für die Zusammenarbeit. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Ich komme jetzt zum Entschließungsantrag der Freiheitlichen Partei, über den sich Kollege Koza so künstlich echauffiert hat: Immer, wenn sich Grüne über Anträge besonders aufregen, weiß man, dass das gute Anträge sind! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Ernst-Dziedzic
Nächster Punkt: „Wiedereinführung von Ausreisezentren“, eine wichtige und höchst erfolgreiche Maßnahme von Innenminister Herbert Kickl, und das wollen wir wiedereinführen (Zwischenruf der Abg. Ernst-Dziedzic), das wollen wir intensivieren, am besten gleich direkt an den Staatsgrenzen.
Zwischenruf des Abg. Koza
Vierter Punkt: „Keine Integration von Asylwerbern in den Arbeitsmarkt“, besonders wichtig, weil das ja die Grünen wollen, weil das Teile der SPÖ wollen und die Gefahr droht, dass die ÖVP, obwohl sie ja jetzt dagegen argumentiert, auch bei diesem Punkt wieder einknickt. „Erwerbstätige aus dem Kreis der Asylberechtigten und subsidiär“ Schutzberechtigte „müssen zusätzlich zu den regulären Steuern eine Sondersteuer von zehn Prozent ihres Einkommens entrichten“ (Zwischenruf des Abg. Koza) – und ich weiß nicht, warum Herr Kollege Koza sich da so empört. Sie hätten das fertiglesen sollen: „Die Sondersteuer entfällt, sobald die Kosten des Asylverfahrens und die Grundversorgungskosten abgedeckt sind.“
Beifall bei der FPÖ.
Also das ist keine Strafsteuer, wie Sie das genannt haben, das ist nur ein Beitrag, um die Kosten für jene Leistungen, die man bis zum Eintritt in den Arbeitsmarkt vom Staat umsonst, ohne einen Cent beizutragen, erhalten hat, zurückzuzahlen. Also das kann man ja wohl unterstützen; und ich glaube auch, dass die Mehrheit der Österreicher diesem Punkt auch durchaus zustimmt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Asylpolitik ist einerseits der Schutz der Staatsgrenzen und die Forcierung von Rückführungen und andererseits – und das ist besonders wichtig – auch eine Sozialpolitik, die Österreich als Zielland unattraktiv macht. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit der Abg. Brandstötter
Ich bedanke mich auch bei der SPÖ für die Unterstützung. Das ist wiederum ein Beweis, dass wir auch viel über die Regierungsgrenzen hinaus zusammenarbeiten, denn es geht uns nicht um Populismus, sondern um gute, anständige Politik. Natürlich haben wir auch Verständnis für Andersdenkende (Heiterkeit der Abg. Brandstötter), und dass die NEOS lieber nichts verteilen würden, das lässt sich vielleicht auch das eine oder andere Mal argumentieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bedanke mich auch bei der SPÖ für die Unterstützung. Das ist wiederum ein Beweis, dass wir auch viel über die Regierungsgrenzen hinaus zusammenarbeiten, denn es geht uns nicht um Populismus, sondern um gute, anständige Politik. Natürlich haben wir auch Verständnis für Andersdenkende (Heiterkeit der Abg. Brandstötter), und dass die NEOS lieber nichts verteilen würden, das lässt sich vielleicht auch das eine oder andere Mal argumentieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Hofinger.
Zu einem anderen Thema noch, zum Antrag der Kollegin Belakowitsch, die möchte, dass Asylwerbenden der Eintritt in den Arbeitsmarkt grundsätzlich verwehrt werden soll: Liebe FPÖ, das ist nicht nur aus menschlicher Perspektive daneben – was mich jetzt ehrlich gesagt wenig überrascht, für ein bisschen Stimmenfang sind Sie bekanntlich zu jeder diskriminierenden Grauslichkeit bereit –, aber dieser Antrag ist schlichtweg wirtschaftsfeindlich! Wir suchen in Österreich ja händeringend nach Arbeitskräften, gerade im Tourismus, und es gibt Gasthäuser und Hotels, die nicht aufsperren können, weil sie keine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen finden! Wir haben hier in Österreich Menschen, die arbeiten wollen und keinen effektiven Zugang zum Arbeitsmarkt haben, und daher ist Ihr Vorschlag sowohl aus humanitärer sowie aus ökonomischer Perspektive absolut kontraproduktiv. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Hofinger.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Hofinger.
Das will die FPÖ aber natürlich nicht wahrhaben, damit sie weiter ihr rassistisches Klavier bespielen kann, auch wenn das zum Schaden der Wirtschaft ist. Während wir mehr oder weniger pragmatisch darüber diskutieren, wie wir den Arbeitsmarktzugang effizienter gestalten können, wollen Sie diesen komplett sperren. Ganz ehrlich: Eine Verweigerung aus rassistischem Kalkül können wir uns in Österreich gerade im Bereich Tourismus schlichtweg nicht mehr leisten. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Hofinger.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Wichtigkeit der Sonderbetreuungszeit ist unbestritten. Sie ist sehr wichtig für die Eltern, um flexibel darauf reagieren zu können, wenn ihre Kinder im Zusammenhang mit Corona zu Hause bleiben müssen. Also da sind wir alle der Meinung, dass die Sonderbetreuungszeit sehr wichtig ist. Sie zum achten Mal zu verlängern, halten wir nicht für so sinnvoll, denn das bedeutet, dass ab Herbst 2023 wieder keine Regelung da ist, und das heißt wieder Unsicherheit für die Eltern. Da stellt sich schon die Frage, warum die Sonderbetreuungszeit nicht endlich in ein Dauerrecht übergeht, anstatt sie jedes halbe Jahr wieder zu verlängern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt auch dazu einen Antrag im Ausschuss, der bisher immer wieder vertagt worden ist. Ich ersuche Sie im Namen der Eltern dieser Hochrisikokinder dringend, sehr geehrte Regierungsparteien, endlich aktiv zu werden, dieses Anliegen aufzugreifen und sie zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Matznetter: Das ist eine Perücke in der Suppe, Frau Kollegin!
Was mir nicht gefällt, ist, dass man für alles, was auf dieser Welt geschieht, ständig die Regierung verantwortlich macht, immer das Haar in der Suppe sucht und sagt: Es ist grundsätzlich alles schlecht, es gibt nichts Positives (Abg. Matznetter: Das ist eine Perücke in der Suppe, Frau Kollegin!), sie sollen einfach gehen.
Abg. Matznetter: Warum machen Sie es dann kaputt?
Meine Damen und Herren, wir haben 75 Jahre im Wohlstand, im Überfluss gelebt. Wir haben keinen Krieg gehabt, Gott sei Dank, wir haben auch keine Pandemie zu bekämpfen gehabt. (Abg. Matznetter: Warum machen Sie es dann kaputt?)
Abg. Matznetter: Sie konnte es auch nicht machen!
Das, was diese Regierung jetzt gemacht hat, hat keine Regierung vorher machen müssen. (Abg. Matznetter: Sie konnte es auch nicht machen!) Das richte ich jetzt auch an die SPÖ: Ihr wart jahrzehntelang in der Regierungsverantwortung und habt nichts weitergebracht, aber auch gar nichts, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Aha! Wo kommt denn der Wohlstand her? Von der ÖVP nicht! – Zwischenruf des Abg. Silvan.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Aha! Wo kommt denn der Wohlstand her? Von der ÖVP nicht! – Zwischenruf des Abg. Silvan.
Das, was diese Regierung jetzt gemacht hat, hat keine Regierung vorher machen müssen. (Abg. Matznetter: Sie konnte es auch nicht machen!) Das richte ich jetzt auch an die SPÖ: Ihr wart jahrzehntelang in der Regierungsverantwortung und habt nichts weitergebracht, aber auch gar nichts, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Aha! Wo kommt denn der Wohlstand her? Von der ÖVP nicht! – Zwischenruf des Abg. Silvan.)
Abg. Kollross: Ja, besinnt euch!
Es steht Weihnachten vor der Tür. Vielleicht besinnen wir uns alle einmal auf die Werte der Menschen (Abg. Kollross: Ja, besinnt euch!), darauf, dass wir hier stehen und für die Menschen in Österreich arbeiten und nicht nur, um Stimmen zu fangen, wie das die FPÖ und besonders die SPÖ machen. (Abg. Matznetter: Lassen Sie es sein! – Zwischenruf des Abg. Silvan.)
Abg. Matznetter: Lassen Sie es sein! – Zwischenruf des Abg. Silvan.
Es steht Weihnachten vor der Tür. Vielleicht besinnen wir uns alle einmal auf die Werte der Menschen (Abg. Kollross: Ja, besinnt euch!), darauf, dass wir hier stehen und für die Menschen in Österreich arbeiten und nicht nur, um Stimmen zu fangen, wie das die FPÖ und besonders die SPÖ machen. (Abg. Matznetter: Lassen Sie es sein! – Zwischenruf des Abg. Silvan.)
Beifall bei der SPÖ.
Mit diesen Einmalzahlungen wird sich an dieser Situation leider nichts ändern, denn durch diese Einmalzahlungen ist bis jetzt noch kein einziges Produkt günstiger geworden oder sind irgendwelche Preise gesunken. Aus unserer Sicht macht die Bundesregierung ihre Hausaufgaben nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es bleibt keine Zeit mehr, abzuwarten. Wir müssen jetzt handeln. Die Zahl der Privatkonkurse steigt rasant an. Wir als SPÖ haben unsere Vorschläge bereits auf den Tisch gelegt. Jetzt gilt es, aktiv zu werden, zu handeln und dafür Sorge zu tragen, dass sich die Menschen in Österreich das Leben auch noch leisten können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Mit den heutigen Beschlüssen werden diese Kosten für die Überweisung künftig von der Republik Österreich übernommen – eine Maßnahme, die unserer Meinung nach längst überfällig ist und heute auch endlich beschlossen wird. Ich bitte im Sinne der Betroffenen um möglichst breite Zustimmung. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Loacker: Sie hätten ihre Pension ja nicht ...!
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Noch einmal ein Thema, das wir heute ja schon mehrfach diskutiert haben: Herr Minister Rauch, ich habe bis jetzt noch keine Begründung gehört, warum der Antrag abgelehnt worden ist. Es geht um die Aktion 60 plus, unseren Antrag, der im Ausschuss für Arbeit und Soziales liegt, dass man Pensionisten – vor allem Pensionisten, die in der vorzeitigen Alterspension oder eben in der sogenannten Korridorpension sind – den Zugang zum Arbeitsmarkt etwas erleichtert, weil es heute so ist, dass man, wenn man über die Geringfügigkeitsgrenze hinauskommt, dann eben entsprechend Steuer zahlen muss und weniger herausbekommt, als wenn man nicht arbeitet. Die Menschen braucht man aber am Arbeitsmarkt. (Abg. Loacker: Sie hätten ihre Pension ja nicht ...!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich würde mich also freuen, wenn es eine Begründung gibt und wenn man diesen Antrag endlich einmal ernst nimmt. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Daher ist es schon verwerflich, liebe Frau Kollegin, wenn Sie hier immer genau das Gegenteil von dem einfordern, was die Regierung beschließt, so wie es für Sie passt, nur damit Sie aus Prinzip dagegen sind. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Voglauer.
Da hätte ich von der Sozialdemokratie schon erwartet, dass sie da mehr Feingefühl an den Tag legt. Wir seitens der Regierungsparteien jedenfalls kümmern uns um alle. Wir möchten niemanden zurücklassen. Das ist unser Versprechen, und das werden wir auch einhalten. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Voglauer.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Wir „kümmern uns um alle“, hat Ernst Gödl gesagt. Es gibt immer eine Gruppe, um die sich die ÖVP besonders kümmert und die immer ein kleines Geschenk bekommt: In jeder Sozialversicherungsnovelle ist ein Geschenk für die Bauern verpackt, so auch diesmal. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Haubner: Hey, hey, hey! Aufpassen mit der Wortwahl! – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.
Jetzt klatscht die Bauernpartie, aber das geht dann auf Kosten des Rests der Bevölkerung. (Abg. Haubner: Hey, hey, hey! Aufpassen mit der Wortwahl! – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) – Ja, Rebecca, wahrscheinlich hast du geklatscht, weil die Bauern zu dir tanken kommen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Jetzt klatscht die Bauernpartie, aber das geht dann auf Kosten des Rests der Bevölkerung. (Abg. Haubner: Hey, hey, hey! Aufpassen mit der Wortwahl! – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) – Ja, Rebecca, wahrscheinlich hast du geklatscht, weil die Bauern zu dir tanken kommen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Gödl: Das stimmt ja eh ...!
Wenn eine Putzfrau zwei Arbeitsverhältnisse hat (Abg. Gödl: Das stimmt ja eh ...!), eine halbe Stunde zu lang putzt und über die Geringfügigkeitsgrenze kommt, dann ist auch sie rückwirkend vollversichert. Das gilt für alle, für die Arbeiter, für die Angestellten, für die Selbstständigen – aber nein, für die Bauern gibt es wieder eine Ausnahme! Wir wollen gleiches Recht für alle haben – egal welche Berufsgruppe, ohne Privilegien. Das versteht die ÖVP nicht.
Abg. Gödl: Ein Kleinbauernbashing, ein Kleinbauernbashing!
Nun kann man natürlich sagen: Ja, die armen Bauern brauchen das! (Abg. Gödl: Ein Kleinbauernbashing, ein Kleinbauernbashing!) – Da muss man sich aber auch einmal fragen, warum die Bauern nach 36 Jahren ÖVP-Landwirtschaftspolitik wirklich so arm sind, dass sie immer eure Hilfe brauchen und immer Sondergesetze brauchen. Das wäre einmal eine Sache, die ich mir an eurer Stelle überlegen würde. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Strasser: Das ist jetzt ein Widerspruch!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Strasser: Das ist jetzt ein Widerspruch!
Nun kann man natürlich sagen: Ja, die armen Bauern brauchen das! (Abg. Gödl: Ein Kleinbauernbashing, ein Kleinbauernbashing!) – Da muss man sich aber auch einmal fragen, warum die Bauern nach 36 Jahren ÖVP-Landwirtschaftspolitik wirklich so arm sind, dass sie immer eure Hilfe brauchen und immer Sondergesetze brauchen. Das wäre einmal eine Sache, die ich mir an eurer Stelle überlegen würde. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Strasser: Das ist jetzt ein Widerspruch!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Clemens Stammler. – Bitte. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Heiterkeit des Abg. Loacker
Die Hauptfeststellung 2023 gilt ab dem 1.1.2023, die Bescheide werden allerdings erst im Laufe des Jahres ausgestellt (Heiterkeit des Abg. Loacker) – und deshalb gibt es Bäuerinnen und Bauern, die rückwirkend aus der Beitragspflicht
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe vorhin von den 30-jährigen Dekaden gesprochen. Von 1961 bis 1990 gab es im Schnitt 1,6 Hitzetage pro Jahr und von 1991 bis 2020 4,5 Hitzetage; es gibt einen 3,5-fachen Anstieg der Hitzeperioden. Es gibt ein Niederschlagsdefizit im Frühjahr und einen massiven Anstieg der Starkregenereignisse. Das drückt auf die Ertragslage vieler Betriebe. Diese Gesetzesänderung ist für mich ein etwas trauriger Vorbote dafür, dass wir umso mehr Gesetzesänderungen bezüglich Klimawandelanpassung brauchen werden, je weniger Klimagesetze wir hier beschließen – auch, aber nicht nur im Sozialbereich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Zopf: Einmal im Monat?
Es ist äußerst ungerecht, dass jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer einmal im Monat eine Hauptfeststellung hat (Abg. Zopf: Einmal im Monat?), wie hoch sein oder ihr Beitrag zur Sozialversicherung ist. Wenn man um einen Euro mehr oder weniger verdient, eine Überstunde mehr oder weniger macht, dann ändert sich bei jeder Arbeitnehmerin und bei jedem Arbeitnehmer die Hauptfeststellung – das heißt anders: der Lohn –, und dann wird von diesem Betrag die Sozialversicherung berechnet. (Zwischenruf des Abg. Stammler.)
Zwischenruf des Abg. Stammler.
Es ist äußerst ungerecht, dass jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer einmal im Monat eine Hauptfeststellung hat (Abg. Zopf: Einmal im Monat?), wie hoch sein oder ihr Beitrag zur Sozialversicherung ist. Wenn man um einen Euro mehr oder weniger verdient, eine Überstunde mehr oder weniger macht, dann ändert sich bei jeder Arbeitnehmerin und bei jedem Arbeitnehmer die Hauptfeststellung – das heißt anders: der Lohn –, und dann wird von diesem Betrag die Sozialversicherung berechnet. (Zwischenruf des Abg. Stammler.)
Abg. Sieber: ... der Ertragswert?
Ich bin ja schon länger in der Politik, und ich kann mich noch erinnern: Es hat da einen Finanzminister gegeben, der hat Pröll geheißen, und da wollte man auch einmal so eine Hauptfeststellung machen, weil man das ja anpassen muss. Ihr wisst eh, Einheitswerte sind schöne Zahlen, die nirgends mit den Verkehrswerten zusammenpassen. (Abg. Sieber: ... der Ertragswert?) Das kennen wir, das ist das, wo ganz irrwitzige Beträge herauskommen, die mit der Realität wenig zu tun haben, und aufgrund dieser niedrigen Beträge werden bei den Bauern die Sozialversicherungsbeiträge bezahlt.
Abg. Sieber: Was?
Was man da jetzt wieder macht, ist eigentlich nur schamlos. (Abg. Sieber: Was?) Das ist schamlos, was man da tut; ich sage es noch einmal: schamlos im Verhältnis zu allen anderen Gruppen. Man kann es im Internet nachlesen, in Wikipedia steht drin: Diese Anpassung der Einheitswerte hat man über Jahre verschoben; mittlerweile hat man so und so nur mehr vor, dass man sie alle neun Jahre macht. Der Arbeitnehmer hat sie in jedem Monat – und diese Ungerechtigkeit machen wir nicht mit.
Abg. Höfinger: Das ist ja ein völliger Schwachsinn! – Zwischenruf des Abg. Sieber.
Apropos: Wozu führt das? – Das führt dazu, dass zum Beispiel die Eigendeckungsrate in der Landwirtschaft bei den Pensionen nur bei 85 Prozent liegt. (Abg. Höfinger: Das ist ja ein völliger Schwachsinn! – Zwischenruf des Abg. Sieber.) Nur: Das liegt auch daran (Abg. Höfinger: Fachlich so falsch, das ist ... ehemaliger Sozialminister ...!), und ich will es ganz deutlich sagen: Da wird massive Umverteilungspolitik, Klientelpolitik gemacht. – Das geht gar nicht.
Abg. Höfinger: Fachlich so falsch, das ist ... ehemaliger Sozialminister ...!
Apropos: Wozu führt das? – Das führt dazu, dass zum Beispiel die Eigendeckungsrate in der Landwirtschaft bei den Pensionen nur bei 85 Prozent liegt. (Abg. Höfinger: Das ist ja ein völliger Schwachsinn! – Zwischenruf des Abg. Sieber.) Nur: Das liegt auch daran (Abg. Höfinger: Fachlich so falsch, das ist ... ehemaliger Sozialminister ...!), und ich will es ganz deutlich sagen: Da wird massive Umverteilungspolitik, Klientelpolitik gemacht. – Das geht gar nicht.
Zwischenruf des Abg. Haubner.
Zu den Pensionisten: Ich meine, mich wundert es ja schon, dass ihr vergessen habt, auf die Behinderteneinrichtungen hinzuweisen, ebenso auf die Kriegsopfer und auf die Menschen, die Versorgungsleistungen benötigen. Deren Pensionen habt ihr nicht gleich angehoben – die Anhebung war sehr gering, und da hat man auf diese Gruppe vergessen. Das muss man heute auch wieder dazusagen: Das passt nicht. (Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, dass es vor dem Hintergrund der Teuerung besser gewesen wäre, ihr hättet den Pensionistinnen und Pensionisten mehr gegeben, die hätten es dringender gebraucht. – Recht herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Bettina Zopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und zu Hause! Die Garten-Trophy ist eine Veranstaltung, an der ich als Bezirksbäuerin habe teilnehmen dürfen. Die Ehegatten Luise und Hubert Ebner sind in Obertraun, haben ein kleines, entzückendes Haus mit einem super Garten. Sie bewirtschaften den so, dass es wirklich traumhaft ist. Sie sind dafür ausgezeichnet worden, für ein Lebenswerk. Sie haben zu mir gesagt: Bettina, pass gut auf unser Landl auf! – Ich sage es euch: Ich werde mich bemühen. Als Bezirksbäuerin weiß ich, wie viel unsere Bäuerinnen und Bauern draußen leisten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Diese Leute, die keine Arbeitszeitbeschränkung haben, die jeden Samstag und Sonntag aufstehen, in der Früh in den Stall gehen, am Abend in den Stall gehen, die für uns wertvolle, hochwertige Lebensmittel produzieren, sind uns jeden Cent wert – und dafür werde ich mich auch einsetzen, solange ich hier in diesem Hohen Haus bin. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Hörl: Das nutzt nix!
Herr Kollege Loacker, ich habe ja schon angekündigt, dass wir einmal hinaus sollten. Ich würde Sie und natürlich auch Herrn Kollegen Stöger gerne dazu einladen (Abg. Hörl: Das nutzt nix!): Fahrt einmal auf einen landwirtschaftlichen Betrieb mit und tut einmal wirklich hackeln und nicht nur daherreden! (Beifall bei der ÖVP. – Rufe bei der SPÖ: Geh bitte! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Rufe bei der SPÖ: Geh bitte! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Kollege Loacker, ich habe ja schon angekündigt, dass wir einmal hinaus sollten. Ich würde Sie und natürlich auch Herrn Kollegen Stöger gerne dazu einladen (Abg. Hörl: Das nutzt nix!): Fahrt einmal auf einen landwirtschaftlichen Betrieb mit und tut einmal wirklich hackeln und nicht nur daherreden! (Beifall bei der ÖVP. – Rufe bei der SPÖ: Geh bitte! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sich hierherzustellen und zu reden, das ist leicht, aber draußen zu arbeiten, das schaut anders aus. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich weiß es, weil ich 365 Tage im Jahr dafür Sorge trage (Abg. Stöger: Hackel mal! ...!), dass meine Tiere etwas zu fressen haben. (Zwischenruf des Abg. Keck. – Abg. Stöger: Machen wir eh, machen wir!) Und, Herr Kollege Stöger, ich sage es Ihnen gleich: Sie waren Sozialminister. Was reden Sie hier heraußen? (Zwischenruf des Abg. Stöger. – Ruf bei der SPÖ: Themenverfehlung!) Haben Sie überhaupt eine Ahnung, worum es da geht? Das glaube ich nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Stöger: Hackel mal! ...!
Sich hierherzustellen und zu reden, das ist leicht, aber draußen zu arbeiten, das schaut anders aus. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich weiß es, weil ich 365 Tage im Jahr dafür Sorge trage (Abg. Stöger: Hackel mal! ...!), dass meine Tiere etwas zu fressen haben. (Zwischenruf des Abg. Keck. – Abg. Stöger: Machen wir eh, machen wir!) Und, Herr Kollege Stöger, ich sage es Ihnen gleich: Sie waren Sozialminister. Was reden Sie hier heraußen? (Zwischenruf des Abg. Stöger. – Ruf bei der SPÖ: Themenverfehlung!) Haben Sie überhaupt eine Ahnung, worum es da geht? Das glaube ich nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Keck. – Abg. Stöger: Machen wir eh, machen wir!
Sich hierherzustellen und zu reden, das ist leicht, aber draußen zu arbeiten, das schaut anders aus. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich weiß es, weil ich 365 Tage im Jahr dafür Sorge trage (Abg. Stöger: Hackel mal! ...!), dass meine Tiere etwas zu fressen haben. (Zwischenruf des Abg. Keck. – Abg. Stöger: Machen wir eh, machen wir!) Und, Herr Kollege Stöger, ich sage es Ihnen gleich: Sie waren Sozialminister. Was reden Sie hier heraußen? (Zwischenruf des Abg. Stöger. – Ruf bei der SPÖ: Themenverfehlung!) Haben Sie überhaupt eine Ahnung, worum es da geht? Das glaube ich nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Stöger. – Ruf bei der SPÖ: Themenverfehlung!
Sich hierherzustellen und zu reden, das ist leicht, aber draußen zu arbeiten, das schaut anders aus. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich weiß es, weil ich 365 Tage im Jahr dafür Sorge trage (Abg. Stöger: Hackel mal! ...!), dass meine Tiere etwas zu fressen haben. (Zwischenruf des Abg. Keck. – Abg. Stöger: Machen wir eh, machen wir!) Und, Herr Kollege Stöger, ich sage es Ihnen gleich: Sie waren Sozialminister. Was reden Sie hier heraußen? (Zwischenruf des Abg. Stöger. – Ruf bei der SPÖ: Themenverfehlung!) Haben Sie überhaupt eine Ahnung, worum es da geht? Das glaube ich nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sich hierherzustellen und zu reden, das ist leicht, aber draußen zu arbeiten, das schaut anders aus. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich weiß es, weil ich 365 Tage im Jahr dafür Sorge trage (Abg. Stöger: Hackel mal! ...!), dass meine Tiere etwas zu fressen haben. (Zwischenruf des Abg. Keck. – Abg. Stöger: Machen wir eh, machen wir!) Und, Herr Kollege Stöger, ich sage es Ihnen gleich: Sie waren Sozialminister. Was reden Sie hier heraußen? (Zwischenruf des Abg. Stöger. – Ruf bei der SPÖ: Themenverfehlung!) Haben Sie überhaupt eine Ahnung, worum es da geht? Das glaube ich nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Zanger: Die, die wirklich gehackelt haben, die habt ihr eh schon alle umgebracht!
Den Grund und Boden, den man bekommt – das ist genauso wie bei einem Wirtschaftsbetrieb, den ich übernehme (Abg. Zanger: Die, die wirklich gehackelt haben, die habt ihr eh schon alle umgebracht!) –, kann man nicht essen. Das muss man zuerst bewirtschaften und daraus erst etwas erwirtschaften (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ), damit man überhaupt ein Einkommen hat, meine sehr geehrten Damen und Herren! Man kann ja nicht essen, nur weil man Grund und Boden hat. Von dem hat man ja außer Arbeit nichts. (Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ
Den Grund und Boden, den man bekommt – das ist genauso wie bei einem Wirtschaftsbetrieb, den ich übernehme (Abg. Zanger: Die, die wirklich gehackelt haben, die habt ihr eh schon alle umgebracht!) –, kann man nicht essen. Das muss man zuerst bewirtschaften und daraus erst etwas erwirtschaften (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ), damit man überhaupt ein Einkommen hat, meine sehr geehrten Damen und Herren! Man kann ja nicht essen, nur weil man Grund und Boden hat. Von dem hat man ja außer Arbeit nichts. (Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Den Grund und Boden, den man bekommt – das ist genauso wie bei einem Wirtschaftsbetrieb, den ich übernehme (Abg. Zanger: Die, die wirklich gehackelt haben, die habt ihr eh schon alle umgebracht!) –, kann man nicht essen. Das muss man zuerst bewirtschaften und daraus erst etwas erwirtschaften (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ), damit man überhaupt ein Einkommen hat, meine sehr geehrten Damen und Herren! Man kann ja nicht essen, nur weil man Grund und Boden hat. Von dem hat man ja außer Arbeit nichts. (Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Themenverfehlung! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
SPÖ: Das macht ihr! – Abg. Schroll: Wer redet denn schlecht ...?!), für uns als Bevölkerung existenziell bedrohend ist. Jeden Cent, den wir in die Bäuerinnen und Bauern investieren, investieren wir eigentlich in uns Konsumenten, weil wir uns dadurch auch die Lebensmittel leisten können. Das ist eine indirekte Konsumentenförderung und nicht eine Bauernförderung. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Themenverfehlung! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schroll
Zum Abschluss – die bayerische Landwirtschaftsministerin (Zwischenruf des Abg. Schroll), Michaela Kaniber, eine Vertreterin der Landwirtschaft mit Leib und Seele, hat es auf den Punkt gebracht –: Landwirtschaft ist ein Geschenk des Himmels, aber hier auf Erden ist es tagtäglich harte Arbeit. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stöger: Danke! – Ruf bei der SPÖ: Themenverfehlung! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stöger: Danke! – Ruf bei der SPÖ: Themenverfehlung! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zum Abschluss – die bayerische Landwirtschaftsministerin (Zwischenruf des Abg. Schroll), Michaela Kaniber, eine Vertreterin der Landwirtschaft mit Leib und Seele, hat es auf den Punkt gebracht –: Landwirtschaft ist ein Geschenk des Himmels, aber hier auf Erden ist es tagtäglich harte Arbeit. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stöger: Danke! – Ruf bei der SPÖ: Themenverfehlung! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Schallmeiner.
In Tagesordnungspunkt 25 geht es um das E-Rezept, um die Erweiterung der Anwendung des E-Rezepts. Das ist ein Vorteil für die Patientin, für den Patienten, daher werden wir auch bei diesem Tagesordnungspunkt zustimmen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Schallmeiner.)
Zwischenruf des Abg. Einwallner
Auf den Hinweis, Dinge ins Dauerrecht zu übernehmen, kann ich nur damit antworten, was heute in der Früh auch Kollege Bürstmayr gesagt hat: Ja, natürlich werden wir uns die Dinge anschauen (Zwischenruf des Abg. Einwallner), die sinnvoll sind, und dort, wo es sinnvoll ist, diese auch ins Dauerrecht übernehmen. Jetzt aber verlängern wir einmal, jetzt schauen wir uns einmal die ganze Sache an und sehen zu, dass wir im nächsten Jahr aus der Pandemie, aus dem
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Ich bitte um Zustimmung. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Sozialversicherung alleine wird das wahrscheinlich nicht schultern können. Da wäre eine Finanzunterstützung vonseiten des Bundes vielleicht auch hilfreich gewesen und da wäre ein guter Teil dieser 650 Millionen Euro für Präparate, die jetzt auf Halde liegen und vielleicht entsorgt oder verschenkt werden, besser investiert gewesen. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir beschließen auch einige Regelungen im Bereich des GuKG und des Gesundheitstelematikgesetzes; auch diese haben sich bewährt und sollten wir noch verlängern. Ich pflichte auch dem bei, was gesagt worden ist: Alles, was sich bewährt, kann man natürlich in ein Dauerrecht überführen, man muss sich nur anschauen, welche Notwendigkeiten dann bestehen, denn man sollte die Rechtsmaterie auch nicht künstlich überfrachten, indem man alles ins Dauerrecht überführt. Wenn es sich aber bewährt, kann man auch darüber diskutieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
diesem Bereich Zeit, die Pandemie endlich zu beenden und langfristig abgestimmte Gesetze zu machen. Hören wir bitte mit dem Fleckerlteppich auf und arbeiten wir gemeinsam an der Verbesserung unseres Gesundheitssystems! – (Den Dank auch in Gebärdensprache ausführend:) Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das heißt, insgesamt ist es das Bestreben, ehestmöglich den Übergang von der Pandemie in den Normalzustand zu gestalten. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das sind gute Maßnahmen, die den Patienten Erleichterungen bringen. Ich bitte daher in diesem Sinne um Zustimmung für diese Gesetzesvorlagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ja, es ist gesagt worden: Wir brauchen Planungssicherheit. Ich würde bitten, dass wir das Dauerrecht für sinnvolle und notwendige Maßnahmen schaffen. Beim Punkt 23 können wir leider nicht zustimmen, weil wir da bereits in der Vergangenheit einige Punkte angekreidet haben. Wir werden die Ablehnung in diesem Punkt auch weiterhin beibehalten. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Wo ist das Taferl?
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Gerald Hauser. – Bitte. (Abg. Leichtfried: Wo ist das Taferl?)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Das heißt, wir wollen maximale Transparenz, denn Sie, Herr Minister, haben uns auch bestätigt, dass Österreich fixe Abnahmeverpflichtungen betreffend Covid-19-Impfstoff gegenüber der Europäischen Union abgeschlossen hat. Jetzt brauchen wir im Jahr 2023 diese 300 Millionen Euro, um diesen Covid-Impfstoff zu beziehen, obwohl wir noch 20 Millionen Impfdosen auf Lager haben. Herr Minister, es gibt da keine Transparenz, und Sie sind nicht bereit, Licht ins Dunkel zu bringen. Das Gegenteil ist der Fall: Dieser Antrag von uns wurde in den Ausschüssen vertagt. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister, es ist ja ungeheuerlich – ungeheuerlich! –, dass eine Person, auch wenn es die Kommissionspräsidentin ist, um 35 Milliarden Euro persönlich Impfstoffe bei Pfizer ordert und sich Österreich gegenüber der Europäischen Union verpflichtet hat, diese Impfstoffe zu beziehen, obwohl wir noch 20 Millionen Impfstoffdosen auf Lager haben. Da findet Geldvernichtung auf höchstem Niveau auf Kosten der österreichischen Steuerzahler statt: Geld wird mit beiden Händen aus dem Fenster hinausgeschmissen, und für erforderliche, notwendige Sachen und Unterstützungen haben wir deswegen kein Geld. – Für mich ist das ein wahrer Skandal! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Kaniak.
eines VfGH-Urteils – ein solch wichtiges Gesetz ohne Begutachtung durch den Ausschuss durchzupeitschen – in dem Zustand, in dem sich das Gesundheitssystem jetzt befindet – halte ich für mehr als fahrlässig, Herr Bundesminister. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Kaniak.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollegin Kirchbaumer von der ÖVP – sie ist jetzt nicht im Saal – hat sich vorhin aufgeregt, weil wir immer die Regierungsparteien so kritisieren, aber solche Vorgangsweisen kann man nur kritisieren, und da werden wir nicht still sein. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Also von daher verstehe ich nicht, warum ihr da nicht zustimmen wollt, bei allen anderen hoffe ich ja doch, dass sie mit an Bord sind und dass wir diese beiden Gesetze hier jetzt positiv behandeln werden. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Es wäre auch möglich gewesen, dass man da vielleicht generell auch noch mitregelt, was wir auch im Bereich der Allgemeinmedizin ja schon diskutieren, nämlich eine Ausweitung der Lehrpraxis. All das sind Punkte, die ich mir noch gewünscht hätte, die aber leider Gottes noch fehlen. Deshalb fehlt auch unsere Zustimmung zu dieser Novelle. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Da können Sie ja gar nichts dagegen sagen!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Dr. Werner Saxinger. – Bitte schön, Herr Abgeordneter. (Ruf bei der FPÖ: Da können Sie ja gar nichts dagegen sagen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Dr. Werner Saxinger, MSc (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! Ich starte vorerst mit einer guten Nachricht für alle Personen, die im Grenzbereich zu Deutschland wohnen – Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg –: Es geht nämlich um eine grenzüberschreitende notärztliche Versorgung. Diese wird ab 1.1.2023 erleichtert und vereinfacht. Das gilt vor allem für Ärzte aus dem Ausland für organisierte Notarztdienste und für Not- und Bereitschaftsdienste. Das ist eine sinnvolle Sache zum Wohle der Bevölkerung in den Grenzregionen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Zu dieser Ärztegesetznovelle, die wir beschließen, gibt es auch einige Begleitregeln. Positiv zu erwähnen ist zum Beispiel, dass in Zukunft die Möglichkeit einer Ausbildung in Lehrpraxen und Lehrambulatorien gegeben ist. Das könnte auch mithelfen, eine Versorgung in sogenannten Mangelfächern etwas zu erleichtern. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Mit der heute vorliegenden Ärztegesetznovelle gibt es also einige positive Weiterentwicklungen: Notarztdienstregelung für Grenzbereiche – ganz wichtig –; jeder zur Berufsausübung berechtigte Arzt darf impfen – ganz wichtig –; Anerkennung von Lehrpraxen und -ambulatorien für die Ausbildung – auch sehr wichtig – und der Facharzt für Kieferorthopädie. Sie sehen, wir tun etwas zum Gesundheitswohl der Bevölkerung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Heiterkeit des Abg. Zarits
Ich darf darum bitten – und das wäre das Ersuchen –, dass wir miteinander versuchen, die Versorgung der Bevölkerung zu verbessern. Wir sind in der paradoxen Situation, dass zahlreiche Spitzenpolitikerinnen und ‑politiker der ÖVP inzwischen sozialdemokratische Positionen übernehmen (Heiterkeit des Abg. Zarits), weil sie im eigenen ÖVP-Parlamentsklub kein Gehör finden. (Abg. Sieber: Welche Positionen wären denn das?) Wenn wir über die Weihnachtszeit in uns gehen und überlegen, wie man sie verbessern kann, würde das, glaube ich, auch der österreichischen Bevölkerung durchaus dienen.
Abg. Sieber: Welche Positionen wären denn das?
Ich darf darum bitten – und das wäre das Ersuchen –, dass wir miteinander versuchen, die Versorgung der Bevölkerung zu verbessern. Wir sind in der paradoxen Situation, dass zahlreiche Spitzenpolitikerinnen und ‑politiker der ÖVP inzwischen sozialdemokratische Positionen übernehmen (Heiterkeit des Abg. Zarits), weil sie im eigenen ÖVP-Parlamentsklub kein Gehör finden. (Abg. Sieber: Welche Positionen wären denn das?) Wenn wir über die Weihnachtszeit in uns gehen und überlegen, wie man sie verbessern kann, würde das, glaube ich, auch der österreichischen Bevölkerung durchaus dienen.
Ruf bei der ÖVP: Die fasziniert dich, die Frau, die ...!
Ich möchte nur an Johanna Mikl-Leitner erinnern, die in der Frage der Medizinstudienplätze ganz klar die Positionen der Sozialdemokratie übernommen hat und die in der eigenen Parlamentsfraktion der ÖVP kein Gehör findet. (Ruf bei der ÖVP: Die fasziniert dich, die Frau, die ...!) Landeshauptmann Drexler in der Steiermark hat zunehmend sozialdemokratische Positionen übernommen. Mit den Anträgen, die wir dann einbringen, scheitert er dann leider an der Blockadepolitik von Teilen der ÖVP – von Teilen der ÖVP! (Abg. Sieber: Doskozil nimmt ÖVP-Positionen ein! Doskozil hast du vergessen!)
Abg. Sieber: Doskozil nimmt ÖVP-Positionen ein! Doskozil hast du vergessen!
Ich möchte nur an Johanna Mikl-Leitner erinnern, die in der Frage der Medizinstudienplätze ganz klar die Positionen der Sozialdemokratie übernommen hat und die in der eigenen Parlamentsfraktion der ÖVP kein Gehör findet. (Ruf bei der ÖVP: Die fasziniert dich, die Frau, die ...!) Landeshauptmann Drexler in der Steiermark hat zunehmend sozialdemokratische Positionen übernommen. Mit den Anträgen, die wir dann einbringen, scheitert er dann leider an der Blockadepolitik von Teilen der ÖVP – von Teilen der ÖVP! (Abg. Sieber: Doskozil nimmt ÖVP-Positionen ein! Doskozil hast du vergessen!)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Das ist der zentrale Punkt, den ich schon ansprechen möchte. Ich glaube, über alle Parteigrenzen hinweg haben wir alle den Ernst der Lage erkannt, nämlich dass es so in Österreich nicht weitergehen kann. Wir haben heute auch mit Kollegen Hammer von den Grünen diskutiert. Es gibt nicht nur in der Ökologie sogenannte Kipppunkte, sondern wir stehen auch im Bereich der Gesundheits- und der Pflegeversorgung vor einer Situation, in der wir uns Zögern, Zaudern und Nichtstun einfach nicht leisten können. Sosehr es quer durch alle Parteien unterschiedliche Punkte und Zugänge gibt, ist das Einzige, was nicht funktioniert, einfach gar nichts zu tun. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Beifall bei der SPÖ – Zwischenrufe bei der ÖVP
Es gibt Teile – ich sage es noch einmal: Teile – des ÖVP-Parlamentsklubs, die einfach sagen: Es muss alles so bleiben, wie es vor 40 Jahren war; es darf sich nichts einen Millimeter ändern und wir machen weiterhin alte Standespolitik! – So kommen wir in Österreich nicht weiter (Beifall bei der SPÖ – Zwischenrufe bei der ÖVP), weder im Bereich der Pflege noch im Bereich des Ärztemangels noch
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Und der letzte Punkt: zur Frage, wie wir miteinander umgehen, zwei Punkte: In der Akutsituation von Corona hat es zahlreiche Beschlüsse gegeben, die alle Parteien einstimmig hier in diesem Hohen Haus mitgetragen haben. Aber, Herr Bundesminister, ich bitte Sie – wir werden irgendwann aus diesem Krisenmodus herauskommen müssen –: Es kann doch nicht sein, dass eine 40-seitige Novelle des Ärztegesetzes dem Gesundheitsausschuss ohne Begutachtung hingehaut wird, und dann sagt man: 40 Seiten, beschließt sie oder nicht! Man sagt, wir brauchen keine Begutachtung – aber wir sind nicht ständig in einer Akutsituation, Herr Bundesminister! Das ist etwas, was wir nicht ins neue Jahr mitnehmen sollten. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl
Noch ein Punkt – Kollege Hörl, wir könnten durchaus auch miteinander diskutieren und streiten (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl) –: Es gibt Hunderte Anträge – Hunderte Anträge! – im Gesundheitsausschuss, quer durch alle Oppositionsparteien, die nicht einmal diskutiert und behandelt werden, sondern die einfach nur vertagt werden. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Hörl.) Wenn alles so Weltklasse wäre, Herr Kollege Hörl, wenn die Gesundheitsversorgung Weltklasse wäre und wir gar nichts ändern müssten, wie es die ÖVP glaubt, dann könnten wir diese Anträge weiterhin vertagen und in der Schublade liegen lassen. Aber auf der einen Seite zu sagen, es passiere eh alles, und auf der anderen Seite geht dann gar nichts weiter und es wird alles vertagt, was die Opposition einbringt, das kann nicht funktionieren. Dann bringt bessere Vorschläge! Ich bin froh, wenn die ÖVP munter wird und sagt: Wir machen
Weiterer Zwischenruf des Abg. Hörl.
Noch ein Punkt – Kollege Hörl, wir könnten durchaus auch miteinander diskutieren und streiten (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl) –: Es gibt Hunderte Anträge – Hunderte Anträge! – im Gesundheitsausschuss, quer durch alle Oppositionsparteien, die nicht einmal diskutiert und behandelt werden, sondern die einfach nur vertagt werden. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Hörl.) Wenn alles so Weltklasse wäre, Herr Kollege Hörl, wenn die Gesundheitsversorgung Weltklasse wäre und wir gar nichts ändern müssten, wie es die ÖVP glaubt, dann könnten wir diese Anträge weiterhin vertagen und in der Schublade liegen lassen. Aber auf der einen Seite zu sagen, es passiere eh alles, und auf der anderen Seite geht dann gar nichts weiter und es wird alles vertagt, was die Opposition einbringt, das kann nicht funktionieren. Dann bringt bessere Vorschläge! Ich bin froh, wenn die ÖVP munter wird und sagt: Wir machen
Heiterkeit bei der ÖVP
Das ist, glaube ich, kein Umgang, wie wir ihn miteinander pflegen sollten. Deswegen noch einmal die Bitte: Lösen wir diese Themenfelder miteinander! Versuchen wir gemeinsam, Lösungen für die Patientinnen und Patienten in Österreich zu finden! Vertagen und Drüberfahren kann kein Zugang sein. Lieber Herr Kollege Hörl, vielleicht kannst du in der Weihnachtszeit ein bisschen in dich gehen und versuchen, die eigenen Kolleginnen und Kollegen der ÖVP auf Linie zu bringen. Johanna Mikl-Leitner ist längst ein Fan der sozialdemokratischen Gesundheitspolitik (Heiterkeit bei der ÖVP), sie scheitert leider an der Betonfraktion hier im Hohen Haus. (Abg. Steinacker: Bitte keine Unterstellungen an die niederösterreichische Landeshauptfrau! – Abg. Ottenschläger: Da musst du ja selber lachen!)
Abg. Steinacker: Bitte keine Unterstellungen an die niederösterreichische Landeshauptfrau! – Abg. Ottenschläger: Da musst du ja selber lachen!
Das ist, glaube ich, kein Umgang, wie wir ihn miteinander pflegen sollten. Deswegen noch einmal die Bitte: Lösen wir diese Themenfelder miteinander! Versuchen wir gemeinsam, Lösungen für die Patientinnen und Patienten in Österreich zu finden! Vertagen und Drüberfahren kann kein Zugang sein. Lieber Herr Kollege Hörl, vielleicht kannst du in der Weihnachtszeit ein bisschen in dich gehen und versuchen, die eigenen Kolleginnen und Kollegen der ÖVP auf Linie zu bringen. Johanna Mikl-Leitner ist längst ein Fan der sozialdemokratischen Gesundheitspolitik (Heiterkeit bei der ÖVP), sie scheitert leider an der Betonfraktion hier im Hohen Haus. (Abg. Steinacker: Bitte keine Unterstellungen an die niederösterreichische Landeshauptfrau! – Abg. Ottenschläger: Da musst du ja selber lachen!)
Beifall bei der SPÖ.
Deswegen bitte ich wirklich: Geht in der Weihnachtszeit in euch, und versuchen wir miteinander, die Gesundheitspolitik im neuen Jahr endlich aktiv zu gestalten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sosehr wir diese Aspekte brauchen und begrüßen, es ist immer das Gleiche: eine wahnsinnig große, weitreichende Änderung, aber keiner weiß, wer wo informiert wurde, wer welche Aspekte begrüßt oder nicht, und auch, wie die Ärzteschaft selbst dazu steht. Wir dürfen einfach nicht akzeptieren, dass 34 Seiten Gesetz beschlossen werden, ohne dass sie jemals in Begutachtung waren! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir begrüßen diese Vorschläge als Schritt in die richtige Richtung, aber wenn wir als Parlamentspartei diese Arbeitsweise mittragen, machen wir dieses Haus lächerlich. – Danke. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Ulrike Fischer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Werte Zuseher und Zuseherinnen! Wir reden heute über eine Fachstelle zur Normung. Normen brauchen wir immer. Normen brauchen wir, wenn wir uns im Straßenverkehr bewegen, Normen brauchen wir, wenn wir ein Spielzeug für unsere Kinder kaufen, wenn wir ein Fahrrad richten lassen oder wenn wir sichergehen wollen, dass zum Beispiel ein Kleinkinderspielzeug nicht gefährlich oder giftig ist. Ohne gute Normen ist ein guter Verbraucherschutz nicht möglich. Wir sind jetzt so weit, dass mit 1. Jänner diese Regierungsvorlage in Kraft tritt. Das bedeutet, wir erreichen im Bereich der Behinderten, im Bereich der Konsumenten und Konsumentinnen einen Meilenstein. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wurm: 1990!
Denken wir das geschichtlich: Österreich hat eine relativ lange Tradition der Normung. Bereits (Abg. Wurm: 1990!) 1990 wurde der Verbraucherrat insofern
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Weidinger.
Man darf sich das so vorstellen: Man fährt Ski und hat einen No-Name-Skihelm – ist ja auch passiert –, und die Skihelme haben nicht so funktioniert, wie es hätte sein sollen. Daher ist es wichtig, dass bei den Normen nicht nur die Wirtschaft gehört wird, sondern auch wir als Verbraucher und Verbraucherinnen, denn im Nachhinein etwas zu richten ist oft nicht möglich. Es muss im Vorhinein gedacht werden. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Weidinger.)
Beifall bei den Grünen.
Dem Grundgedanken des Design-for-All folgend sollen Produkte grundsätzlich für alle Nutzer:innen ohne zusätzliche Anpassungen verwendbar sein. Dies sagt auch die UN-Behindertenkonvention. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für Inklusion, dass wir Menschen mit Behinderung nicht behindern, sondern dass wir im Vorhinein bestimmte Maßnahmen setzen, damit wir uns alle barrierefrei bewegen können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meiner Meinung nach ist ganz wichtig, dass Empfehlungen und Stellungnahmen abgegeben und nationale und europäische Kooperationen durchgeführt werden. Wir müssen ja auch immer wieder über den Tellerrand schauen. Und – auch ganz wichtig –: Diese Stelle wird weisungsfrei im Sinne der Konsumenten und Konsumentinnen arbeiten. Dafür möchte ich mich bedanken. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es freut mich auch, dass wir als SPÖ – im Gegensatz zum Konsumentenschutzausschuss, in dem viele unserer Anträge immer wieder vertagt oder zum Teil auch abgelehnt werden – hier ein klares Zeichen setzen und hoffentlich gemeinsam mit allen anderen Fraktionen diesen wichtigen Beschluss fassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist wichtig und richtig, dass diese Fachstelle nun eingerichtet wird, und vor allem auch, dass Menschen mit Beeinträchtigung mitgedacht werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.
Jetzt ist in Brüssel etwas aufgepoppt. Das ist ja nicht irgendwer gewesen, bitte, sondern die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, die jetzt einmal ertappt worden ist. Was im Dunkeln liegt, können wir uns ungefähr ausmalen. Dieses Sittenbild muss man bei all der Europaeuphorie, EU-Euphorie immer mit im Blickfeld haben. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hauser: Sehr gut, Peter! Sehr gut! Gute Rede!
Deshalb noch einmal mein Hinweis auch an Sie als Parlamentarier: Schauen Sie bei allen Dingen, über die Sie in dem Rahmen abstimmen, über die Sie mitbestimmen, hinter die Kulissen, auch bei den Gesetzesvorlagen – das sind in der Regel EU-Richtlinien, EU-Verordnungen! Schauen Sie sich, wenn es um Konsumentenschutz und Bürgerrechte geht, bitte auch die Details an und lassen Sie sich nicht von blumigen Überschriften blenden; blumige Überschriften, damit wir alle glauben sollen, es geht uns so super, alles ist so nett! So ist es leider nicht, und ich glaube, es ist notwendig, diese Wahrheit – auch zu späterer Stunde bei einem halb leeren Plenum – einmal zur Sprache zu bringen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hauser: Sehr gut, Peter! Sehr gut! Gute Rede!)
Heiterkeit und Zwischenruf bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Peter Weidinger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Unsere Heimat ist Europa. Europa ist auch der Ort, der uns allen als gemeinsames Haus Heimat bietet, dass wir in Frieden, in Sicherheit und in Wohlstand miteinander leben. (Heiterkeit und Zwischenruf bei der FPÖ.)
Abg. Ries: Was hat das mit Ängsten zu tun?
Es ist jetzt notwendig, auf das einzugehen, was Kollege Wurm gesagt hat, weil es leider anscheinend für die Freiheitlichen das Geschäftsmodell ist, immer wieder Feinde zu suchen, immer wieder Feindbilder zu beschwören, um dann eine Geißel zu skizzieren, um Ängste zu schüren (Abg. Ries: Was hat das mit Ängsten zu tun?) und die Menschen hinter sich zu versammeln. Dieser Politik müssen wir eine klare Absage erteilen, denn das baut nicht Vertrauen auf, das schafft auch keine Zukunft und das gibt nicht den Mut, den wir und den die Menschen in diesem Land brauchen und verdient haben.
Abg. Wurm: Was ist es sonst, Peter? Was ist es sonst als David gegen Goliath?
Was aber sind diese großen Dinge? – Da geht es etwa darum, dass wir aufhören, davon zu sprechen, dass der Konsument ein Opfer ist. Das ist nämlich oftmals der Fall bei den Diskussionen, die wir im Konsumentenschutzausschuss führen. Da wird dann immer David gegen Goliath beschworen. (Abg. Wurm: Was ist es sonst, Peter? Was ist es sonst als David gegen Goliath?) Da wird dann vom armen, kleinen Konsumenten und von den großen, bösen Kräften, die ihn – oder sie – manipulieren wollen, gesprochen. Das halte ich für einen Unfug, denn Europa, unser Rechtsstaat, die demokratische Verfasstheit unserer Verfassung geben ja den Menschen den größten Grad an individueller Freiheit – und das gilt es zu verteidigen, denn dieses System steht ja in der Welt auf der Bewährungsprobe (Abg. Wurm: Das haben die Chinesen auch!), nicht erst seit Corona, nicht nur weil die Chinesen ein komplett anderes System haben. Und, Herr Wurm, da unterscheiden wir uns: Ich halte China nicht für positiv, wie Sie das gesagt haben. (Abg. Wurm – erheitert –: Ich habe gesagt: Das haben die Chinesen auch!) Ich wünsche mir niemals, dass wir so autokratische Systeme wie in China haben.
Abg. Wurm: Das haben die Chinesen auch!
Was aber sind diese großen Dinge? – Da geht es etwa darum, dass wir aufhören, davon zu sprechen, dass der Konsument ein Opfer ist. Das ist nämlich oftmals der Fall bei den Diskussionen, die wir im Konsumentenschutzausschuss führen. Da wird dann immer David gegen Goliath beschworen. (Abg. Wurm: Was ist es sonst, Peter? Was ist es sonst als David gegen Goliath?) Da wird dann vom armen, kleinen Konsumenten und von den großen, bösen Kräften, die ihn – oder sie – manipulieren wollen, gesprochen. Das halte ich für einen Unfug, denn Europa, unser Rechtsstaat, die demokratische Verfasstheit unserer Verfassung geben ja den Menschen den größten Grad an individueller Freiheit – und das gilt es zu verteidigen, denn dieses System steht ja in der Welt auf der Bewährungsprobe (Abg. Wurm: Das haben die Chinesen auch!), nicht erst seit Corona, nicht nur weil die Chinesen ein komplett anderes System haben. Und, Herr Wurm, da unterscheiden wir uns: Ich halte China nicht für positiv, wie Sie das gesagt haben. (Abg. Wurm – erheitert –: Ich habe gesagt: Das haben die Chinesen auch!) Ich wünsche mir niemals, dass wir so autokratische Systeme wie in China haben.
Abg. Wurm – erheitert –: Ich habe gesagt: Das haben die Chinesen auch!
Was aber sind diese großen Dinge? – Da geht es etwa darum, dass wir aufhören, davon zu sprechen, dass der Konsument ein Opfer ist. Das ist nämlich oftmals der Fall bei den Diskussionen, die wir im Konsumentenschutzausschuss führen. Da wird dann immer David gegen Goliath beschworen. (Abg. Wurm: Was ist es sonst, Peter? Was ist es sonst als David gegen Goliath?) Da wird dann vom armen, kleinen Konsumenten und von den großen, bösen Kräften, die ihn – oder sie – manipulieren wollen, gesprochen. Das halte ich für einen Unfug, denn Europa, unser Rechtsstaat, die demokratische Verfasstheit unserer Verfassung geben ja den Menschen den größten Grad an individueller Freiheit – und das gilt es zu verteidigen, denn dieses System steht ja in der Welt auf der Bewährungsprobe (Abg. Wurm: Das haben die Chinesen auch!), nicht erst seit Corona, nicht nur weil die Chinesen ein komplett anderes System haben. Und, Herr Wurm, da unterscheiden wir uns: Ich halte China nicht für positiv, wie Sie das gesagt haben. (Abg. Wurm – erheitert –: Ich habe gesagt: Das haben die Chinesen auch!) Ich wünsche mir niemals, dass wir so autokratische Systeme wie in China haben.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
heute noch einen wunderschönen Abend, und: Beschließen wir diesen Tagesordnungspunkt mit einem einstimmigen Beschluss! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Mein Dank gilt allen Beteiligten, die mitgearbeitet haben, insbesondere auch den Mitarbeiter:innen im Ministerium, die es geschafft haben, innerhalb eines Jahres vom Bericht an das Parlament zu einem fertigen Gesetz zu kommen, und damit diese Beschlussfassung hier ermöglicht haben. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Krainer: An zweiter Stelle nach der Arbeiterkammer!
Abgeordneter Mag. Christian Drobits (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Nun ein Punkt, der die letzten Monate und Jahre schon öfters aufgetreten ist: das VKI-Gesetz beziehungsweise der VKI. Die Konsumentenschutzpolitik ist gerade in Zeiten der Teuerung, in Zeiten der hohen Inflation und in Zeiten, in denen auch die Banken hohe Spesen und auch Zinsen verlangen, ein wichtiger Bereich. Das Flaggschiff des Konsumentenschutzes und der Konsumentenschutzpolitik ist zweifelsohne der Verein für Konsumenteninformation, wenn es um Rechtsinformation, Beratung, Rechtsdurchsetzung geht. (Abg. Krainer: An zweiter Stelle nach der Arbeiterkammer!) – Die Arbeiterkammer ist natürlich auch eine Stelle, die neben der Verbraucherschutzorganisation des VKI entsprechende Wirkung hat. Die
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, abschließend: Ich glaube das, was Sie gesagt haben – dass Sie selbst bereit sind, für die Finanzierung des VKIs zu sorgen –, nur hätten Sie es leichter gehabt, wenn Sie das Gesetz hätten. Wir hätten es Ihnen verschafft. Wir wollen dieses Gesetz. Vielleicht schaffen wir es noch in den nächsten Monaten während dieser Legislaturperiode, diese Forderung, die wir seit Monaten und Jahren haben, gemeinsam umzusetzen. Diesem Antrag können wir leider nicht zustimmen. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Abgeordnete! Werte Abgeordnete von SPÖ und FPÖ, ich glaube, eines ist ganz deutlich und klar: Fürchtet euch nicht, die Finanzierung des VKI ist gesichert! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
In diesem Sinne: Wir tun hier das, was notwendig ist, den VKI auch abzusichern. Am Schluss lade ich alle ein: Lesen Sie den „Konsument“ (eine Ausgabe der genannten Zeitschrift in die Höhe haltend), das österreichische Testmagazin; hier die Ausgabe Dezember! Informieren Sie sich! Es ist ein gutes Organ, ein gutes Magazin. Ich gratuliere allen, die im VKI arbeiten und täglich eine gute Leistung erbringen und gute Arbeit machen. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Weratschnig: Das ist gut!
Abgeordneter Christian Ries (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Damen und Herren! Kollege Weratschnig, ja, ich bin schon seit vielen Jahren begeisterter Abonnent dieses Konsumentenmagazins (Abg. Weratschnig: Das ist gut!), und um das auf Dauer erhalten zu können, haben wir heute einen Entschließungsantrag vorgelegt, der da lautet:
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie sind hergegangen und haben uns mehr oder weniger einen Auszug aus einem zwei Jahre alten Regierungsprogramm übermittelt, also nichts, was tatsächlich eine Innovation darstellt. Wichtig ist, dass das Wort Konzept darin vorkommt, denn dann kann man vortäuschen, man hätte eines, und wichtig ist, dass Evaluierung drinsteht, damit man gleich weiß: Es dauert jetzt länger. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Werte Damen und Herren, wir verstehen nicht, warum jetzt nicht eine dauerhafte Finanzierung des VKI beschlossen werden kann. Der VKI wurde überprüft, seine Seriosität steht völlig außer Frage und die Finanzierungssumme ist durchaus überschaubar. Alle erforderlichen Fakten liegen auf dem Tisch, also machen wir reinen Tisch und beschließen wir jetzt eine Finanzierung des VKI! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Mitarbeitern bedanken, die den Österreicherinnen und Österreichern, Menschen, die Probleme hatten, geholfen haben und in diesen Beratungsstellen den betroffenen Personen zur Verfügung gestanden sind. Wirklich ein herzliches Danke, denn in solchen Situationen Beratung zu geben ist nie sehr einfach. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf bei der FPÖ.
Die Förderzahlen belegen, dass die Finanzierung jedes Jahr sichergestellt war und ist, außer unter der Ägide von Ex-Ministerin Hartinger-Klein. Wir erinnern uns, 2018 ist gar nichts passiert. Da ist alles so geblieben, wie es war, und der VKI wurde quasi ausgehungert. Dass jetzt die FPÖ mit dem geschätzten Kollegen Peter Wurm so laut schreit, ist an Ironie kaum zu überbieten. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Abg. Drobits: Bei euch steht dauerhaft im Regierungsprogramm drinnen! Mittel- und langfristig ist nicht dauerhaft! Dauerhaft steht im Regierungsprogramm!
Herr Kollege Drobits, weil Sie gemeint haben, was mittel- und langfristig heißt: Das liest man in jeder betriebswirtschaftlichen Literatur. (Abg. Drobits: Bei euch steht dauerhaft im Regierungsprogramm drinnen! Mittel- und langfristig ist nicht dauerhaft! Dauerhaft steht im Regierungsprogramm!) Mittelfristig bedeutet drei bis fünf Jahre, langfristig bedeutet fünf bis zehn Jahre. Das kann man also überall nachlesen, was die Worte mittel- und langfristig bedeuten.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Wir halten uns hier ans Regierungsprogramm, da steht dauerhaft! Das solltet ihr einmal lesen!
Damit ist es eigentlich eh klar. Wir wollen dieses Thema wirklich gemeinsam angehen, und ich hoffe sehr, dass man vielleicht doch noch seine Meinung ändert und wir alle gemeinsam über dieses Thema diskutieren können. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Wir halten uns hier ans Regierungsprogramm, da steht dauerhaft! Das solltet ihr einmal lesen!)
Beifall bei der SPÖ.
das nicht, Sie zeigen diese Absicht nicht. Darum werden wir auch nicht zustimmen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Bravo!
Als Opposition hat man jetzt auch wieder zwei Möglichkeiten: Entweder man macht auf Frontalopposition, wie es eben SPÖ oder FPÖ machen, und lässt dieses Möglichkeitsfenster verstreichen, denn es geht eigentlich nicht nur um die Finanzierung des VKI, sondern auch darum, sich über die strukturelle Aufstellung des VKI zu unterhalten. Oder man verhält sich eben verantwortungsbewusst und in unserer Art und Weise kritisch, aber konstruktiv. Das tun wir jetzt und daher werden wir dem Ganzen auch zustimmen. (Ruf bei der ÖVP: Bravo!)
Beifall bei den NEOS.
Abschließend möchte ich den Herrn Minister aber schon noch in die Pflicht nehmen und ihn auffordern, sich so wie im Ausschuss hier vor dem Nationalrat und auch vor der Öffentlichkeit zu committen und eine Frist bekannt zu geben, bis wann dem Ausschuss ein Bericht vorgelegt wird. Ich glaube, es geht genau darum, dass wir hier ein Commitment machen und Verantwortung übernehmen, denn nur so werden wir das Vertrauen in die Politik, das wir verloren haben, wieder zurückbekommen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wenn man jetzt hier ins Plenum schaut, dann muss ich sagen: Zuerst gab es eine große Aufregung, und jetzt ist das anscheinend schon gegessen und allen wurscht. Mir ist es nicht wurscht, ich bleibe weiterhin dran, dass der VKI eine gute Finanzierung kriegt. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Weidinger: Lei-lei!
Abgeordneter Klaus Köchl (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es geht bei diesem Tagesordnungspunkt um Eier und um eine europäische Regelung. Wir haben das schon bei der letzten Nationalratssitzung länger besprochen, und soweit mir bekannt ist, hat die EU das Ganze abgeschlossen. Es gibt jetzt eine Regelung dafür, dass die Haltbarkeitsverlängerung von 21 auf 28 Tage beschlossen ist, und wir müssen ganz einfach nur mehr warten, bis unsere Regierung das umgesetzt hat. Die Freiheitliche Partei hat dazu einen Fristsetzungsantrag bis 31. März eingebracht, und ja, ich hoffe, dass Sie es bis dahin zusammenbringen, denn zu Ostern wäre das schon eine feine Geschichte. So richtig frische Eier bringt der Osterhase (Abg. Weidinger: Lei-lei!), und das, glaube ich, wäre das, was wir brauchen könnten.
Abg. Kühberger: Stimmt ja nicht! Der redet einen Blödsinn!
Zwei Dinge muss ich dazu aber schon sagen: Zum einen gehört für mich dieses Thema in den Landwirtschaftsausschuss. (Abg. Kühberger: Stimmt ja nicht! Der redet einen Blödsinn!) Dort gehört einmal geregelt, warum man, wenn in Österreich grundsätzlich genügend Eier produziert werden, den österreichischen Markt trotzdem mit ausländischen Eiern und vor allem mit Flüssigeiern überflutet. (Abg. Kühberger: Du redest einen Blödsinn!) Ich glaube, da gehört der eigene Markt geschützt, sodass auch der kleine Bauer die Eier richtig an den Mann bringen kann und nicht nur die Industrie. Wenn man bedenkt, dass der Bauer ständig kontrolliert wird, dann frage ich mich wirklich – und dazu frage ich Sie, ich kenne mich da nicht aus, Herr Minister –: Würden Sie mir bitte hinsichtlich der Haltbarkeit erklären, wie lange diese Flüssigeier, die nach Österreich kommen, im Einsatz sind? Sind das 21 Tage oder sind das 28 Tage? (Abg. Kühberger: Du kennst dich nicht aus!) Wie ist das wirklich? Wie kontrollieren Sie das?
Abg. Kühberger: Du redest einen Blödsinn!
Zwei Dinge muss ich dazu aber schon sagen: Zum einen gehört für mich dieses Thema in den Landwirtschaftsausschuss. (Abg. Kühberger: Stimmt ja nicht! Der redet einen Blödsinn!) Dort gehört einmal geregelt, warum man, wenn in Österreich grundsätzlich genügend Eier produziert werden, den österreichischen Markt trotzdem mit ausländischen Eiern und vor allem mit Flüssigeiern überflutet. (Abg. Kühberger: Du redest einen Blödsinn!) Ich glaube, da gehört der eigene Markt geschützt, sodass auch der kleine Bauer die Eier richtig an den Mann bringen kann und nicht nur die Industrie. Wenn man bedenkt, dass der Bauer ständig kontrolliert wird, dann frage ich mich wirklich – und dazu frage ich Sie, ich kenne mich da nicht aus, Herr Minister –: Würden Sie mir bitte hinsichtlich der Haltbarkeit erklären, wie lange diese Flüssigeier, die nach Österreich kommen, im Einsatz sind? Sind das 21 Tage oder sind das 28 Tage? (Abg. Kühberger: Du kennst dich nicht aus!) Wie ist das wirklich? Wie kontrollieren Sie das?
Abg. Kühberger: Du kennst dich nicht aus!
Zwei Dinge muss ich dazu aber schon sagen: Zum einen gehört für mich dieses Thema in den Landwirtschaftsausschuss. (Abg. Kühberger: Stimmt ja nicht! Der redet einen Blödsinn!) Dort gehört einmal geregelt, warum man, wenn in Österreich grundsätzlich genügend Eier produziert werden, den österreichischen Markt trotzdem mit ausländischen Eiern und vor allem mit Flüssigeiern überflutet. (Abg. Kühberger: Du redest einen Blödsinn!) Ich glaube, da gehört der eigene Markt geschützt, sodass auch der kleine Bauer die Eier richtig an den Mann bringen kann und nicht nur die Industrie. Wenn man bedenkt, dass der Bauer ständig kontrolliert wird, dann frage ich mich wirklich – und dazu frage ich Sie, ich kenne mich da nicht aus, Herr Minister –: Würden Sie mir bitte hinsichtlich der Haltbarkeit erklären, wie lange diese Flüssigeier, die nach Österreich kommen, im Einsatz sind? Sind das 21 Tage oder sind das 28 Tage? (Abg. Kühberger: Du kennst dich nicht aus!) Wie ist das wirklich? Wie kontrollieren Sie das?
Abg. Kühberger: Zwei Sätze brauchst nur lesen, dann kennst dich aus!
Ich glaube, es wäre schon gescheiter, unsere eigenen Produkte dafür zu verwenden, denn das wäre sinnvoller und würde unseren Bauern einfach guttun. (Abg. Kühberger: Zwei Sätze brauchst nur lesen, dann kennst dich aus!) Das wollte ich in aller Kürze sagen.
Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kühberger: Du hast keine Ahnung! – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja ein Wahnsinn!
Ich denke, dass die FPÖ diesen Punkt noch einmal auf die Tagesordnung gesetzt hat, damit man auch wirklich einmal überprüfen kann, warum ihr das nicht in den Landwirtschaftsausschuss gebt, warum ihr das nicht zumindest in den Gesundheitsausschuss gebt, denn wenn ihr das für die Konsumenten macht, dann ist das der falsche Weg, weil der Konsument so die Sicherheit hat, dass es der 21. Tag ist, und so ist es erst der 28. Tag. Also für den Konsumenten selber ist das kein großer Vorteil, dass diese Frist verlängert worden ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kühberger: Du hast keine Ahnung! – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja ein Wahnsinn!)
Heiterkeit bei Abgeordneten von Grünen, ÖVP und SPÖ
Abgeordneter Clemens Stammler (Grüne): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Zur Genese dieses Speiseeierantrages (Heiterkeit bei Abgeordneten von Grünen, ÖVP und SPÖ): Die Koalitionsparteien haben am 2. Juni im Konsumentenschutzausschuss einen Antrag eingebracht, der am 15. Juni ins Plenum gekommen ist. Der Antrag hat grundsätzlich einmal ausgesagt beziehungsweise gefordert, dass sich der Bundesminister auf EU-Ebene dafür einsetzen soll, dass die Verkaufsfrist von 21 Tagen auf das Mindesthaltbarkeitsdatum von 28 Tagen ausgedehnt wird. Der Bundesminister ist dem nachgekommen. Brüssel war schnell und es ist auf EU-Ebene mit 8. Dezember in Kraft getreten – das, was am 6. Dezember, also zwei Tage vorher, im Konsumentenschutzausschuss die FPÖ beantragt hat, mit einem
Heiterkeit der Abgeordneten Rössler und Voglauer.
Das Interessante dabei ist: Das haben wir im Ausschuss schon gewusst. (Heiterkeit der Abgeordneten Rössler und Voglauer.) Ich weiß, es ist kompliziert und für manche zu kompliziert, denn im Ausschuss ist bereits gesagt worden, dass das, was die FPÖ für Ende März beantragt, bereits in zwei Tagen in Kraft tritt. Das ist erwähnt worden. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Interessanterweise hat trotzdem die gesamte Opposition für diesen Antrag gestimmt. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Das Interessante dabei ist: Das haben wir im Ausschuss schon gewusst. (Heiterkeit der Abgeordneten Rössler und Voglauer.) Ich weiß, es ist kompliziert und für manche zu kompliziert, denn im Ausschuss ist bereits gesagt worden, dass das, was die FPÖ für Ende März beantragt, bereits in zwei Tagen in Kraft tritt. Das ist erwähnt worden. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Interessanterweise hat trotzdem die gesamte Opposition für diesen Antrag gestimmt. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Das Interessante dabei ist: Das haben wir im Ausschuss schon gewusst. (Heiterkeit der Abgeordneten Rössler und Voglauer.) Ich weiß, es ist kompliziert und für manche zu kompliziert, denn im Ausschuss ist bereits gesagt worden, dass das, was die FPÖ für Ende März beantragt, bereits in zwei Tagen in Kraft tritt. Das ist erwähnt worden. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Interessanterweise hat trotzdem die gesamte Opposition für diesen Antrag gestimmt. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Abg. Kassegger: Sicher!
Da frage ich mich schon: Als Regierungspartei bekommen wir den Vorwurf, dass wir Anträge in den Ausschüssen prinzipiell vertagen, egal ob gut oder schlecht (Abg. Kassegger: Sicher!), aber anscheinend stimmt die Opposition Oppositionsanträgen zu, egal ob gut oder schlecht (Zwischenruf des Abg. Zanger), veraltet oder eigentlich zu spät. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Zanger
Da frage ich mich schon: Als Regierungspartei bekommen wir den Vorwurf, dass wir Anträge in den Ausschüssen prinzipiell vertagen, egal ob gut oder schlecht (Abg. Kassegger: Sicher!), aber anscheinend stimmt die Opposition Oppositionsanträgen zu, egal ob gut oder schlecht (Zwischenruf des Abg. Zanger), veraltet oder eigentlich zu spät. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Da frage ich mich schon: Als Regierungspartei bekommen wir den Vorwurf, dass wir Anträge in den Ausschüssen prinzipiell vertagen, egal ob gut oder schlecht (Abg. Kassegger: Sicher!), aber anscheinend stimmt die Opposition Oppositionsanträgen zu, egal ob gut oder schlecht (Zwischenruf des Abg. Zanger), veraltet oder eigentlich zu spät. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei Grünen und ÖVP.
Grundsätzlich noch: Wir sind alle Konsumentinnen und Konsumenten. Ein Mindesthaltbarkeitsdatum ist ein Mindesthaltbarkeitsdatum und sagt aus, wie lange das Produkt mindestens hält. Es ist kein Absolut-tödlich-ab-Datum. Das heißt – ich habe es schon einmal erwähnt –: Vertrauen Sie auf Ihre Sensorik, schauen Sie sich das Produkt an, genießen Sie es und verschwenden Sie nicht alles, was nicht mehr in diesen Rahmen und unter dieses Datum fällt. – Danke. (Beifall und Bravorufe bei Grünen und ÖVP.)
Allgemeine Heiterkeit.
Was man aber zusätzlich bei dieser ganzen Geschichte bedenken muss, ist, was man damit auch unterstützt oder welchen Vorgehensweisen man damit praktisch auch Tür und Tor öffnet. Fakt ist, dass durch diese Verlängerung der Haltbarkeitsfrist eben gewährt wird, dass Eier teilweise quer durch Europa gekarrt werden können und dass man dann eben auch Billigimporte nach Österreich hereinbringt. (Allgemeine Heiterkeit.) – Es freut mich, dass sich zu dieser späten Stunde alle noch so amüsieren.
Abg. Kühberger: Das ist schon in Begutachtung, Herr Kollege!
Also wo ist jetzt die Umsetzung eures Versprechens mit Anfang 2023? (Abg. Kühberger: Das ist schon in Begutachtung, Herr Kollege!) Will man es nicht? Keine Ahnung! Von Anfang 2023 kann ja ohnehin keine Rede sein, das kann sich nicht ausgehen, da bis jetzt keine notwendige Verordnung vorliegt und somit auch an die EU nichts zur Notifikation geschickt worden ist. Also wird es wohl mit 2023 auch nichts werden.
Beifall bei der FPÖ.
Ich bitte um breite Zustimmung. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kassegger: Die Kinder sind schon im Bett!
Abgeordneter Andreas Kühberger (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte es jetzt noch einmal erklären, besonders für die Kinder zu Hause vor den Bildschirmen (Abg. Kassegger: Die Kinder sind schon im Bett!) und für Herrn Kollegen Köchl.
allgemeine Heiterkeit
Herr Kollege Köchl, du hast dir da jetzt selber ein Ei gelegt (allgemeine Heiterkeit), aber auf gut Deutsch: Es sind jetzt sieben Tage länger Zeit, die Ware in den
Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Zanger: ... oder das Ei?
Handel zu bringen. Ich erkläre das jetzt wirklich – und das soll jetzt der letzte Lacher gewesen sein, weil das ein ernstes Thema ist, meine Damen und Herren! (Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Zanger: ... oder das Ei?) – Nein, aber als Bauer weiß ich, wie schwer es ist, Lebensmittel zu produzieren, egal, Herr Kollege Zanger, ob pflanzlicher oder tierischer Herkunft. Pflanzliche zum Beispiel müssen angebaut, geerntet werden. (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.) – Ist das zum Lachen? Ich finde das traurig, lieber Herr Kollege von der FPÖ, Herr Zanger.
Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.
Handel zu bringen. Ich erkläre das jetzt wirklich – und das soll jetzt der letzte Lacher gewesen sein, weil das ein ernstes Thema ist, meine Damen und Herren! (Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Zanger: ... oder das Ei?) – Nein, aber als Bauer weiß ich, wie schwer es ist, Lebensmittel zu produzieren, egal, Herr Kollege Zanger, ob pflanzlicher oder tierischer Herkunft. Pflanzliche zum Beispiel müssen angebaut, geerntet werden. (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.) – Ist das zum Lachen? Ich finde das traurig, lieber Herr Kollege von der FPÖ, Herr Zanger.
Abg. Zanger: ... weiß ich eh!
Ich fange noch einmal an: Das ist eine schwere Arbeit (Abg. Zanger: ... weiß ich eh!), und ein Drittel der Lebensmittel in Österreich landen im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Misthaufen, und das ist unser Problem. Ich kann Herrn Köchl schon sagen: Das sind 510 000 Tonnen, die im Laufe des Jahres weggeschmissen werden, und das geht den Österreicherinnen und Österreichern im Geldbörsel ab. Wenn man das ausrechnet, dann sind das pro Haushalt im Jahr 800 Euro, die weggeschmissen werden, und das muss auch jemand zahlen.
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Deimek: Ich glaube, du solltest mal in ein Geschäft gehen, damit du weißt, wie es wirklich ist!
gut so. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Deimek: Ich glaube, du solltest mal in ein Geschäft gehen, damit du weißt, wie es wirklich ist!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Also: Schauen wir, dass wir österreichische Eier kaufen und essen! In diesem Sinne: Danke fürs ernste Zuhören. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Allgemeine Heiterkeit.
Abgeordnete Mag. Ulrike Fischer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich erinnere mich, als wir im Ausschuss erstmals über den Eierantrag diskutiert haben. Damals war das wirklich nur so eine kleine Geschichte, halt so ein kleines Ei, und jetzt haben wir es geschafft, dass die Europäische Kommission erkannt hat, wie wichtig Eier sind. (Allgemeine Heiterkeit.) Dass Eier länger halten (Heiterkeit der Rednerin), ist uns allen klar, ja, aber jetzt haben wir da auch eine Regelung geschaffen. (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Heiterkeit der Rednerin
Abgeordnete Mag. Ulrike Fischer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich erinnere mich, als wir im Ausschuss erstmals über den Eierantrag diskutiert haben. Damals war das wirklich nur so eine kleine Geschichte, halt so ein kleines Ei, und jetzt haben wir es geschafft, dass die Europäische Kommission erkannt hat, wie wichtig Eier sind. (Allgemeine Heiterkeit.) Dass Eier länger halten (Heiterkeit der Rednerin), ist uns allen klar, ja, aber jetzt haben wir da auch eine Regelung geschaffen. (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei Grünen und ÖVP.
Abgeordnete Mag. Ulrike Fischer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich erinnere mich, als wir im Ausschuss erstmals über den Eierantrag diskutiert haben. Damals war das wirklich nur so eine kleine Geschichte, halt so ein kleines Ei, und jetzt haben wir es geschafft, dass die Europäische Kommission erkannt hat, wie wichtig Eier sind. (Allgemeine Heiterkeit.) Dass Eier länger halten (Heiterkeit der Rednerin), ist uns allen klar, ja, aber jetzt haben wir da auch eine Regelung geschaffen. (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Was da heute von der SPÖ gekommen ist, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Wir müssen bei jedem einzelnen Lebensmittel ansetzen, denn Lebensmittel sind wertvoll, sie gehören geteilt, sie gehören wertgeschätzt, sie gehören verwendet, sie gehören richtig gelagert – und sie gehören nicht weggeworfen, überhaupt nicht. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Heiterkeit bei Grünen, ÖVP und FPÖ.
Von Lebensmittelverschwendung hat niemand etwas, auch die SPÖ nicht, also lassen wir das. Sagen wir nicht, Eier sind unwichtig – nein, Eier gehören auch dazu! (Heiterkeit bei Grünen, ÖVP und FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Dürfen länger fortgehen!
Wir tun jetzt etwas: Eier dürfen länger im Handel sein (Abg. Michael Hammer: Dürfen länger fortgehen!), nämlich 28 statt 21 Tage. Noch schöner wäre es, wenn wir die Eier noch länger behalten könnten (Heiterkeit bei Grünen, ÖVP und FPÖ), aber daran arbeiten wir noch. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Heiterkeit bei Grünen, ÖVP und FPÖ
Wir tun jetzt etwas: Eier dürfen länger im Handel sein (Abg. Michael Hammer: Dürfen länger fortgehen!), nämlich 28 statt 21 Tage. Noch schöner wäre es, wenn wir die Eier noch länger behalten könnten (Heiterkeit bei Grünen, ÖVP und FPÖ), aber daran arbeiten wir noch. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Wir tun jetzt etwas: Eier dürfen länger im Handel sein (Abg. Michael Hammer: Dürfen länger fortgehen!), nämlich 28 statt 21 Tage. Noch schöner wäre es, wenn wir die Eier noch länger behalten könnten (Heiterkeit bei Grünen, ÖVP und FPÖ), aber daran arbeiten wir noch. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Abg. Zanger: Das war jetzt nicht das Gelbe vom Ei!
Bis dahin: Freuen wir uns, dass wir an der Reduktion der Lebensmittelverschwendung insofern arbeiten, als wir Maßnahmen setzen, um die Lebensmittelverschwendung bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren! Dabei hilft auch der Aktionsplan gegen die Lebensmittelverschwendung. (Abg. Zanger: Das war jetzt nicht das Gelbe vom Ei!)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Doppelbauer.
An dieser Stelle auch ein Dank an Minister Rauch und Ministerin Gewessler, die sich tagtäglich dafür einsetzen, dass wir Maßnahmen gegen die Lebensmittelverschwendung und auch gegen die Eierverschwendung setzen. Dafür stehe ich. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Doppelbauer.)
Allgemeine Heiterkeit.
Wünschen die Klubs eine kurze Cool-down-Phase? (Allgemeine Heiterkeit.) – Das ist nicht der Fall.
Ruf bei der ÖVP – in Richtung FPÖ –: Eindeutige Zustimmung!
Wer für diesen Entschließungsantrag ist, den bitte ich um ein Zeichen der Zustimmung. (Ruf bei der ÖVP – in Richtung FPÖ –: Eindeutige Zustimmung!) – Das ist die Minderheit, der Antrag ist abgelehnt.
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Herr.
Wir haben uns deshalb für einen in Europa sehr einzigartigen Schritt entschieden und uns auf ein generelles Importverbot für kommerzielle Haiprodukte geeinigt: Fleisch oder Teile von Haien dürfen, wenn wir das umsetzen, nicht mehr nach Österreich eingeführt werden. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Herr.)
Abg. Bernhard winkt in Richtung zweier Besucher:innen auf der Galerie.
Ich möchte mich sehr herzlich bei der Organisation Sharkproject bedanken, insbesondere bei Gabi und Herbert Futterknecht, die heute auch hier sind. (Abg. Bernhard winkt in Richtung zweier Besucher:innen auf der Galerie.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Mit ihrer Aufklärungsarbeit, die NGOs wie Sharkproject machen, leisten sie einen enormen Beitrag dazu, das Image der Haie zu korrigieren: Weg von diesem Image als blutrünstige Bestie, das wir aus Filmen kennen, hin zu einem schützenswerten Tier und unverzichtbaren Teil der Ökosysteme unserer Ozeane, das eben unseren Schutz verdient. Für diesen Schutz setzen wir heute einen wichtigen, guten Schritt, und ich bedanke mich noch einmal für die Zusammenarbeit und hoffe auf breite Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Matznetter: 300 Millionen Jahre!
Das bedeutet, während Haie seit Jahrtausenden auf diesem Planeten leben (Abg. Matznetter: 300 Millionen Jahre!) und sogar die Dinosaurier überlebt haben, drohen sie jetzt von Menschen ausgerottet zu werden. Das können wir nicht zulassen. Deshalb beschließen wir heute – ja, das ist ein Fünfparteienantrag, das freut uns sehr – die Prüfung eines nationalen Importverbots von jeglichen Haifischprodukten. (Beifall bei SPÖ und Grünen.) – Danke für den Applaus, aber ich will gleich betonen: Wir prüfen ein Importverbot nur. Das ist deswegen zu betonen, weil es noch keine Umsetzung ist, was wir heute beschließen. Die muss aber so rasch wie möglich erfolgen, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Das bedeutet, während Haie seit Jahrtausenden auf diesem Planeten leben (Abg. Matznetter: 300 Millionen Jahre!) und sogar die Dinosaurier überlebt haben, drohen sie jetzt von Menschen ausgerottet zu werden. Das können wir nicht zulassen. Deshalb beschließen wir heute – ja, das ist ein Fünfparteienantrag, das freut uns sehr – die Prüfung eines nationalen Importverbots von jeglichen Haifischprodukten. (Beifall bei SPÖ und Grünen.) – Danke für den Applaus, aber ich will gleich betonen: Wir prüfen ein Importverbot nur. Das ist deswegen zu betonen, weil es noch keine Umsetzung ist, was wir heute beschließen. Die muss aber so rasch wie möglich erfolgen, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das bedeutet, während Haie seit Jahrtausenden auf diesem Planeten leben (Abg. Matznetter: 300 Millionen Jahre!) und sogar die Dinosaurier überlebt haben, drohen sie jetzt von Menschen ausgerottet zu werden. Das können wir nicht zulassen. Deshalb beschließen wir heute – ja, das ist ein Fünfparteienantrag, das freut uns sehr – die Prüfung eines nationalen Importverbots von jeglichen Haifischprodukten. (Beifall bei SPÖ und Grünen.) – Danke für den Applaus, aber ich will gleich betonen: Wir prüfen ein Importverbot nur. Das ist deswegen zu betonen, weil es noch keine Umsetzung ist, was wir heute beschließen. Die muss aber so rasch wie möglich erfolgen, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Punkt ist: Es gäbe auch Alternativprodukte, die man verwenden könnte, statt Haifische zu jagen – aber die wären halt teurer. In unserem kapitalistischen Wirtschaftssystem führt das leider dazu, dass man immer möglichst gerne billig produziert und dafür lieber in Kauf nimmt, dass man ganze Tierarten ausrottet, um weiterhin Gewinne einfahren zu können, statt dass man eben teurer produziert. Mit diesem Business muss Schluss sein! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Haubner: Der weiße Hai!
Was wir hier außerdem nicht vergessen dürfen: Mit dieser aus dem Ruder gelaufenen industriellen Fischerei muss generell Schluss sein! Die hat längst nichts mehr damit zu tun, was wir uns vielleicht irgendwie romantisch unter Fischfang vorstellen, mit einzelnen Booten (Abg. Haubner: Der weiße Hai!), wo der Fischer dann den Fisch ins Boot zieht. Das ist eine hochtechnologisch gerüstete Flotte, die da unterwegs ist, die die Meere durchkämmt und sie mit Helikoptereinsatz und Satellitenunterstützung leerfischt. Auch die Tiefsee ist durch diese langen und tiefen Netze, die heutzutage verwendet werden, in keiner Weise mehr sicher davor. Heuschreckenartig ziehen diese industrialisierten Fischerboote durch die Meere, und wenn einmal ein Gebiet leergefischt ist, zieht man zum nächsten weiter. Das muss unterbunden werden!
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Es braucht mehr Kontrollen, aber es braucht auch insgesamt mehr Schutzgebiete für unsere Meere. Nur 1,2 Prozent der internationalen Gewässer stehen unter Schutz – 1,2 Prozent, das ist ja lächerlich! Wir brauchen eine Ausweitung dieser Meeresschutzgebiete, denn wir zerstören das Gleichgewicht unserer Ozeane, und da müssen wir bedenken, dass quasi jeder zweite Atemzug, den wir machen, aus dem Meer kommt. So viel Sauerstoff wird eben durch unsere Ozeane ermöglicht. Das heißt: Schützen wir unsere Ozeane, schützen wir auch uns! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Prammer und Weratschnig.
diesem Projekt ermöglichen. Auch ich darf mich bei der NGO bedanken, die uns alle, glaube ich, gut dabei unterstützt hat, aber ich wünschte mir, dass wir hier nicht nur so einig sind, wenn es um die Artenvielfalt in den Ozeanen geht, viele Kilometer entfernt, sondern auch dann, wenn es um die Artenvielfalt in Österreich geht. Die industrialisierte Landwirtschaft mit den Pestiziden und den vielen Giftstoffen oder sonstigen Spritzmitteln zerstört auch hier die Artenvielfalt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Prammer und Weratschnig.) Da braucht es auch endlich eine Einigkeit in diesem Haus unter allen fünf Parteien, dass das unterbunden werden muss. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Weratschnig.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Weratschnig.
diesem Projekt ermöglichen. Auch ich darf mich bei der NGO bedanken, die uns alle, glaube ich, gut dabei unterstützt hat, aber ich wünschte mir, dass wir hier nicht nur so einig sind, wenn es um die Artenvielfalt in den Ozeanen geht, viele Kilometer entfernt, sondern auch dann, wenn es um die Artenvielfalt in Österreich geht. Die industrialisierte Landwirtschaft mit den Pestiziden und den vielen Giftstoffen oder sonstigen Spritzmitteln zerstört auch hier die Artenvielfalt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Prammer und Weratschnig.) Da braucht es auch endlich eine Einigkeit in diesem Haus unter allen fünf Parteien, dass das unterbunden werden muss. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Weratschnig.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Ich möchte abschließend darauf hinweisen, dass wir uns in Österreich vor Jahren bemüht haben, die eigene Fischproduktion zu steigern. 2012 durfte ich als Minister ein Programm starten, weil viele Menschen gerne Fisch essen, auch verstärkt essen, aber sehr kritisch sind und ein Labelling haben wollen. Wir haben damals das AMA-Gütesiegel für Fisch eingeführt und eine Produktion hochgezogen, um eben mehr heimischen Fisch zu erzeugen. Das ist mühsam. Wir hatten einen Selbstversorgungsgrad von etwa 5 Prozent. Der ist auf 7 Prozent gestiegen, immerhin ein Zuwachs, und wir haben immerhin 77 Betriebe mehr, insgesamt über 500 Betriebe, die in Österreich Fische erzeugen. Das ist ein positiver Trend, was wichtig ist, weil wir damit auch eine Produktion im heimischen Land absichern und auch Importe aus Übersee verhindern können. Ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt. Gerade wenn Versorgungsketten unterbrochen sind, ist das Potenzial für Produktion in Österreich zu nutzen, damit wir heimischen Fisch auf den Tellern haben können. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Für uns NEOS ist es klar: Dort, wo Freiheit und Eigenverantwortung nicht reichen, braucht es auch weitergehende Regeln. Bei der Artenvielfalt ist das so ein Punkt, wo wir das sehr gerne unterstützen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Berlakovich und Diesner-Wais.
Es zeigt aber, wie stark der Rückgang ist, dass wir viele unserer Mitgeschöpfe auf diesem Planeten leider kaum noch kennen. Umso wichtiger ist es, das heute als Zeichen zu nehmen, um auch vor der eigenen Haustür aktiv zu werden. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Berlakovich und Diesner-Wais.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Da die Weihnachtsfeiertage nahen, geschätzte Damen und Herren: Wir haben eine tolle Fischproduktion im Lande. Genießen Sie einen Weihnachtskarpfen und keinen Haifisch! (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nur wenn wir auf die Energiewende setzen und gleich mit erneuerbaren Energien das Problem lösen, können wir auch Sicherheit herstellen – denn eines ist sicher: Auch die kleinen Atomkraftwerke werden nicht rechtzeitig da sein, um einen Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten. Deswegen gilt es, gleich auf Erneuerbare zu setzen und die Energiewende und den Kampf gegen den Klimawandel nicht zu verzögern. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Cornelia Ecker (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Auch wenn Österreich aus Überzeugung über keine eigenen Atomkraftwerke verfügt, haben unsere Nachbarstaaten eine Vielzahl davon, teils nur wenige Kilometer von unserer Staatsgrenze entfernt. Es ist Tatsache, dass ein nuklearer Super-GAU auch Österreich massiv treffen würde. Daher begrüßen wir als Sozialdemokratie die Initiative der Bundesregierung gegen geplante Erweiterungen von Atommeilern in unserer direkten Nachbarschaft. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wartungsarbeiten gerade außer Betrieb ist und Frankreich vor einem Energienotstand steht. So zuverlässig ist Atomkraft! Hinter dieser Art von Stromerzeugung steht natürlich auch eine große Lobby, die stets versucht, die neuen Technologien als zukunftsfähig zu verkaufen. Einen neuen Anlauf sehen wir gerade in Tschechien, wo der staatliche Energieversorger bis 2032 kleine Mini-AKWs, sogenannte Small Modular Reactors errichten möchte. Dieses Ansinnen müssen wir als Österreich entschieden abwehren, geschätzte Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Bernhard.
Es freut mich sehr, dass wir im Umweltausschuss dafür eine überparteiliche Mehrheit gefunden haben und dem Außenminister heute mit unserem Beschluss ein starkes Mandat geben – die ablehnende Haltung Österreichs nicht nur Tschechien, sondern auch der Europäischen Union gegenüber. Dieses Projekt muss mit allen politischen und auch allen rechtlichen Mitteln gestoppt werden. Für mich stellt sich die Frage, wie man solche Projekte verhindern und jenen Ländern, die vor allem davon betroffen sind, bessere Parteienstellungen gewähren könnte. Da kann ich der Diskussion im Ausschuss, aber auch dem vorliegenden Antrag viel abgewinnen, eine grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung einzuführen. Mit diesem Antrag setzen wir heute ein starkes Zeichen gegen Atomkraft und untermauern unseren Wunsch nach einem atomfreien Europa. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Bernhard.)
Ruf bei der ÖVP: ... die Redezeit überzogen! – Abg. Lukas Hammer: Da klatscht nicht einmal deine eigene Fraktion! – Ruf bei der ÖVP: Kein Applaus! – Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Na, jetzt ist’s zu spät!
Welt. Ich glaube, die Position ist etwas überzogen. – Danke. (Ruf bei der ÖVP: ... die Redezeit überzogen! – Abg. Lukas Hammer: Da klatscht nicht einmal deine eigene Fraktion! – Ruf bei der ÖVP: Kein Applaus! – Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Na, jetzt ist’s zu spät!)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen sowie der Abgeordneten Drobits und Krainer.
Darum, liebe Kolleginnen und Kollegen, lassen Sie mich eines ganz klar festhalten: Es kommt nicht auf die Größe an, denn egal ob ein Atomkraftwerk jetzt so groß ist wie ein Fußballfeld, ein Einfamilienhaus oder auch nur mehr so groß wie ein Schiffscontainer: Ein AKW bleibt auch dann ein AKW, wenn es ein kleines ist. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen sowie der Abgeordneten Drobits und Krainer.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Die Atomenergie hat für uns keine Zukunft. Darum freut es mich, dass wir hier als Österreich wieder ein gemeinsames, geschlossenes Zeichen setzen können und weiter für ein atomkraftfreies Österreich eintreten. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Stögmüller: Themen setzen!
Ja, wir stimmen diesem Antrag zu, der sich nicht auf Österreich, sondern auf Tschechien bezieht, aber ich frage mich schon ein bisschen, warum dieser Antrag überhaupt auf der Tagesordnung steht. Es ist ja ein Entschließungsantrag, bei dem Sie als Regierungsparteien – von Ihnen ist diese Initiative ja ausgegangen – sich selber, Ihre Ministerin, auffordern, dass sie ein anderes Land zu etwas auffordern soll. (Abg. Stögmüller: Themen setzen!) Sie machen damit ein Nichtthema zu einem Thema. (Abg. Stögmüller: Ja!)
Abg. Stögmüller: Ja!
Ja, wir stimmen diesem Antrag zu, der sich nicht auf Österreich, sondern auf Tschechien bezieht, aber ich frage mich schon ein bisschen, warum dieser Antrag überhaupt auf der Tagesordnung steht. Es ist ja ein Entschließungsantrag, bei dem Sie als Regierungsparteien – von Ihnen ist diese Initiative ja ausgegangen – sich selber, Ihre Ministerin, auffordern, dass sie ein anderes Land zu etwas auffordern soll. (Abg. Stögmüller: Themen setzen!) Sie machen damit ein Nichtthema zu einem Thema. (Abg. Stögmüller: Ja!)
Zwischenruf des Abg. Deimek
Man braucht, glaube ich, nicht lange darüber nachzudenken, um zu checken, warum Sie das tun und warum Sie diese Initiative ergriffen haben: weil das wieder einmal, so wie bei vielen anderen Beispielen, ein Ablenkungsmanöver davon ist, dass Sie in so ziemlich allen Bereichen im Klimaschutz nichts zustande bekommen, ein Ablenken von Ihrem Versagen in der Klimaschutzpolitik (Zwischenruf des Abg. Deimek), weil alle zentralen Projekte fehlen. Wo ist denn das Klimaschutzgesetz? Wo ist denn das Energieeffizienzgesetz? Wo ist denn das Erneuerbare-Wärme-Gesetz? Und: Wo ist denn eigentlich die Klimaschutzministerin?
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Kollege Scherak hat es heute am Vormittag schon gesagt: Keine andere Ministerin hat so viel im Nationalrat gefehlt wie die Klimaschutzministerin Gewessler. Sie ist überall, sie ist in Katar, sie ist in Kanada, sie ist in Ägypten, aber sie ist nicht im Nationalrat, um sich dem zu stellen, dem sie sich stellen sollte, nämlich unseren Fragen zu ihren Regierungsvorlagen, die fehlen – und die fehlen umfangreich. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Ja, und deswegen reden wir über Ablenkungsthemen. Wie gesagt, wir stimmen diesem Antrag zu, diesen Antiatomkonsens gibt es. Wir reden aber hier über Ablenkungsthemen, weil Sie nicht das halten, was Sie versprochen haben. Wir haben das hier schon oft gesagt und haben Ihre Plakate zitiert, an die Sie sich vielleicht gar nicht mehr so gern erinnern möchten. Sie haben plakatiert: Der Klimaschutz würde grün wählen!, aber grün tut nichts für den Klimaschutz (Zwischenruf bei der ÖVP), zumindest nicht ausreichend etwas für den Klimaschutz. (Zwischenruf bei den Grünen.)
Zwischenruf bei den Grünen.
Ja, und deswegen reden wir über Ablenkungsthemen. Wie gesagt, wir stimmen diesem Antrag zu, diesen Antiatomkonsens gibt es. Wir reden aber hier über Ablenkungsthemen, weil Sie nicht das halten, was Sie versprochen haben. Wir haben das hier schon oft gesagt und haben Ihre Plakate zitiert, an die Sie sich vielleicht gar nicht mehr so gern erinnern möchten. Sie haben plakatiert: Der Klimaschutz würde grün wählen!, aber grün tut nichts für den Klimaschutz (Zwischenruf bei der ÖVP), zumindest nicht ausreichend etwas für den Klimaschutz. (Zwischenruf bei den Grünen.)
Zwischenruf bei den Grünen.
Ich möchte auch sagen, es gibt auch ein Gegenmodell zu dem, was Sie tun, zu diesem Stillstand in der Klimaschutzpolitik. (Zwischenruf bei den Grünen.) Ganz aktuell haben wir da in der Wiener Stadtregierung auch diese Woche etwas vorgelegt. (Heiterkeit, Bravorufe und Daumen-hoch-Zeichen bei den Grünen.) – Da brauchen Sie gar nicht so zu lachen, ich weiß, dass das für Sie nicht angenehm ist. (Beifall und Daumen-hoch-Zeichen bei Abgeordneten der Grünen.) Ich weiß, dass das für Sie nicht angenehm ist, zu sehen, dass dann, just dann (Zwischenruf der Abg. Maurer), wenn grün nicht mehr regiert, endlich etwas weitergeht. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Stögmüller: Ja, schick mal die SPÖ!)
Heiterkeit, Bravorufe und Daumen-hoch-Zeichen bei den Grünen.
Ich möchte auch sagen, es gibt auch ein Gegenmodell zu dem, was Sie tun, zu diesem Stillstand in der Klimaschutzpolitik. (Zwischenruf bei den Grünen.) Ganz aktuell haben wir da in der Wiener Stadtregierung auch diese Woche etwas vorgelegt. (Heiterkeit, Bravorufe und Daumen-hoch-Zeichen bei den Grünen.) – Da brauchen Sie gar nicht so zu lachen, ich weiß, dass das für Sie nicht angenehm ist. (Beifall und Daumen-hoch-Zeichen bei Abgeordneten der Grünen.) Ich weiß, dass das für Sie nicht angenehm ist, zu sehen, dass dann, just dann (Zwischenruf der Abg. Maurer), wenn grün nicht mehr regiert, endlich etwas weitergeht. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Stögmüller: Ja, schick mal die SPÖ!)
Beifall und Daumen-hoch-Zeichen bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte auch sagen, es gibt auch ein Gegenmodell zu dem, was Sie tun, zu diesem Stillstand in der Klimaschutzpolitik. (Zwischenruf bei den Grünen.) Ganz aktuell haben wir da in der Wiener Stadtregierung auch diese Woche etwas vorgelegt. (Heiterkeit, Bravorufe und Daumen-hoch-Zeichen bei den Grünen.) – Da brauchen Sie gar nicht so zu lachen, ich weiß, dass das für Sie nicht angenehm ist. (Beifall und Daumen-hoch-Zeichen bei Abgeordneten der Grünen.) Ich weiß, dass das für Sie nicht angenehm ist, zu sehen, dass dann, just dann (Zwischenruf der Abg. Maurer), wenn grün nicht mehr regiert, endlich etwas weitergeht. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Stögmüller: Ja, schick mal die SPÖ!)
Zwischenruf der Abg. Maurer
Ich möchte auch sagen, es gibt auch ein Gegenmodell zu dem, was Sie tun, zu diesem Stillstand in der Klimaschutzpolitik. (Zwischenruf bei den Grünen.) Ganz aktuell haben wir da in der Wiener Stadtregierung auch diese Woche etwas vorgelegt. (Heiterkeit, Bravorufe und Daumen-hoch-Zeichen bei den Grünen.) – Da brauchen Sie gar nicht so zu lachen, ich weiß, dass das für Sie nicht angenehm ist. (Beifall und Daumen-hoch-Zeichen bei Abgeordneten der Grünen.) Ich weiß, dass das für Sie nicht angenehm ist, zu sehen, dass dann, just dann (Zwischenruf der Abg. Maurer), wenn grün nicht mehr regiert, endlich etwas weitergeht. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Stögmüller: Ja, schick mal die SPÖ!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Stögmüller: Ja, schick mal die SPÖ!
Ich möchte auch sagen, es gibt auch ein Gegenmodell zu dem, was Sie tun, zu diesem Stillstand in der Klimaschutzpolitik. (Zwischenruf bei den Grünen.) Ganz aktuell haben wir da in der Wiener Stadtregierung auch diese Woche etwas vorgelegt. (Heiterkeit, Bravorufe und Daumen-hoch-Zeichen bei den Grünen.) – Da brauchen Sie gar nicht so zu lachen, ich weiß, dass das für Sie nicht angenehm ist. (Beifall und Daumen-hoch-Zeichen bei Abgeordneten der Grünen.) Ich weiß, dass das für Sie nicht angenehm ist, zu sehen, dass dann, just dann (Zwischenruf der Abg. Maurer), wenn grün nicht mehr regiert, endlich etwas weitergeht. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Stögmüller: Ja, schick mal die SPÖ!)
Abg. Lukas Hammer: Die Fotovoltaikförderung kommt vom Bund, mein lieber Kollege! – weiterer Zwischenruf bei den Grünen
Wir haben in Wien diese Woche die Zahlen, was die Fotovoltaik betrifft, präsentiert. Wir haben in zwei Jahren, seit Regierungsantritt der rot-pinken Fortschrittskoalition in Wien (Abg. Lukas Hammer: Die Fotovoltaikförderung kommt vom Bund, mein lieber Kollege! – weiterer Zwischenruf bei den Grünen), den Fotovoltaikausbau in Wien verdoppelt: von 50 Megawatt auf 100 Megawatt. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf bei den Grünen.
Wir haben in Wien diese Woche die Zahlen, was die Fotovoltaik betrifft, präsentiert. Wir haben in zwei Jahren, seit Regierungsantritt der rot-pinken Fortschrittskoalition in Wien (Abg. Lukas Hammer: Die Fotovoltaikförderung kommt vom Bund, mein lieber Kollege! – weiterer Zwischenruf bei den Grünen), den Fotovoltaikausbau in Wien verdoppelt: von 50 Megawatt auf 100 Megawatt. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Da fragt man sich schon auch, was in den zehn Jahren Rot-Grün davor passiert ist, genauer gesagt unter grüner Verantwortung, weil Sie die zuständige Stadträtin gestellt haben. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Da sieht man wieder, in Wien und im Bund: Sie sind groß im Reden (Zwischenruf bei der ÖVP), aber klein im Umsetzen. Ich würde mir im Sinne des Klimaschutzes wünschen, dass es in Zukunft umgekehrt wäre. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf bei den Grünen.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Da fragt man sich schon auch, was in den zehn Jahren Rot-Grün davor passiert ist, genauer gesagt unter grüner Verantwortung, weil Sie die zuständige Stadträtin gestellt haben. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Da sieht man wieder, in Wien und im Bund: Sie sind groß im Reden (Zwischenruf bei der ÖVP), aber klein im Umsetzen. Ich würde mir im Sinne des Klimaschutzes wünschen, dass es in Zukunft umgekehrt wäre. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf bei den Grünen.
Da fragt man sich schon auch, was in den zehn Jahren Rot-Grün davor passiert ist, genauer gesagt unter grüner Verantwortung, weil Sie die zuständige Stadträtin gestellt haben. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Da sieht man wieder, in Wien und im Bund: Sie sind groß im Reden (Zwischenruf bei der ÖVP), aber klein im Umsetzen. Ich würde mir im Sinne des Klimaschutzes wünschen, dass es in Zukunft umgekehrt wäre. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf bei den Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Na super! – Zwischenruf bei der ÖVP
Abgeordnete! Das war nun wahrlich eine bemerkenswerte Rede, mit hohem Selbstbewusstsein ausgestattet (Ruf bei der SPÖ: Na super! – Zwischenruf bei der ÖVP) – gratuliere, ich würde mich nicht trauen. (Abg. Krainer: Auch hohe Kompetenz und Sachkompetenz!) – Ja, ich war lange genug im Umweltbereich tätig und weiß schon, wer was gemacht hat und wer was geleistet hat. Ich kann da auf einiges zurückblicken.
Abg. Krainer: Auch hohe Kompetenz und Sachkompetenz!
Abgeordnete! Das war nun wahrlich eine bemerkenswerte Rede, mit hohem Selbstbewusstsein ausgestattet (Ruf bei der SPÖ: Na super! – Zwischenruf bei der ÖVP) – gratuliere, ich würde mich nicht trauen. (Abg. Krainer: Auch hohe Kompetenz und Sachkompetenz!) – Ja, ich war lange genug im Umweltbereich tätig und weiß schon, wer was gemacht hat und wer was geleistet hat. Ich kann da auf einiges zurückblicken.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Antrag. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kassegger: ... die Franzosen aber nicht so! Sagen Sie das einmal den Franzosen!
Unfälle wie in Fukushima oder in Tschernobyl haben uns eine Warnung gegeben, mit Atomkraft ist nicht zu spaßen und Atomenergie darf nicht Teil der europäischen Energieversorgung sein. (Abg. Kassegger: ... die Franzosen aber nicht so! Sagen Sie das einmal den Franzosen!) Ich bedanke mich bei allen Fraktionen, dass wir gemeinsam gegen die atomare Bedrohung vorgehen. Wir haben es auch
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Daher gilt es, den Antiatomkurs in der Politik weiterzuführen und auch dafür Sorge zu tragen, dass Österreichs Forstwirtschaft nicht belastet wird, weil in anderen Ländern aufgrund von Holzschlägerungen Raubbau am Wald stattfindet. In Österreich ist das Holz eine natürlich nachwachsende, erneuerbare Energie, die es auch zu fördern und zu stärken gilt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Rufe: 33!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Wir kommen zu Tagesordnungspunkt 23. (Rufe: 33!) – 33? Entschuldigung, 33!
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, das verdient nicht nur die Bevölkerung, sondern das verdienen auch die Wirtschaft und der Tourismus. Ich bin gespannt, ob dieser Antrag heute angenommen wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Abg. Loacker: ... aber kein konkretes Ziel!
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Werte Abgeordnete! Herr Kollege Hauser hat jetzt den Tagesordnungspunkt betreffend ÖBB-Rahmenplan dafür benutzt, genutzt, die Sanierung der Luegbrücke in Tirol zu thematisieren. Ich möchte aber schon mit dem Gegenstand des Tagesordnungspunktes beginnen, nämlich mit dem ÖBB-Rahmenplan, den wir vorliegen haben, dem größten Bahnpaket in der Zweiten Republik, dessen Mittel wir nochmals erhöhen. Mit 19 Milliarden Euro Investitionsvolumen bis 2028 steht frisches Geld für Bahninvestitionen zur Verfügung. Das ist viel Geld, das ist viel Mobilität, das ist ein guter Plan! (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Abg. Loacker: ... aber kein konkretes Ziel!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Ausbau des Nahverkehrs in den Ballungszentren, in den Ballungsräumen: Da ist die S-Bahn zu nennen, die Stammstrecke im Großraum Wien, und vor allem auch der Ausbau des Nahverkehrs im Rheintal in Vorarlberg. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bahnhofsmodernisierungen: Bei den Bahnhofsmodernisierungen steht, glaube ich, im Mittelpunkt der Etappenplan, nämlich noch die letzten Bahnhöfe, die es brauchen, barrierefrei umzubauen. Die Bahnhöfe sind Mobilitätsdrehscheiben, Serviceportale für die Bürger:innen, für die Gemeinden und Städte. Das ist ein ganz wichtiger Bereich, die Bahnhöfe barrierefrei auszubauen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, das sind ganz wichtige Maßnahmen, mit denen wir auch den Kurzstreckenflügen Paroli bieten und wieder konkreten Klimaschutz betreiben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Mein Schlusssatz: Das Bahnfahren schont die Geldtaschen, spart Energie und schützt das Klima. Investitionen in die Bahn zahlen sich zweifach und dreifach aus. Werte Zuseherinnen und Zuseher, werte Abgeordnete, mit diesem ÖBB-Rahmenplan steigen Sie ein, steigen Sie um, kommen Sie sicher und pünktlich ans Ziel. Wir versuchen, die Rahmenbedingungen bestmöglich umzusetzen, damit der öffentliche Verkehr ausgebaut wird. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Rufe: Ja! Ja!
Kennen Sie das Tullnerfeld? (Rufe: Ja! Ja!) Im Tullnerfeld ist 2012 ein Bahnhof errichtet worden. Dort waren, als wir das erste Mal durchgefahren sind, nur Wiesen und Felder. Mittlerweile ist dort ein prosperierendes Industrieviertel entstanden. Das ist deshalb entstanden, weil eine Verbindung geschaffen wurde. Wir brauchen Verbindungen, um industrielle Strukturen zu entwickeln und die
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist wichtig, auch darauf hinzuweisen, und ich sage das sehr wertschätzend und durchaus auch mit Respekt: Der Rahmenplan ist in Ordnung, der Rahmenplan ist wichtig, nur wenn ich es mir aus der Perspektive meines Bundeslandes anschaue, sage ich, es gibt Bereiche, bei denen mehr passieren müsste. (Beifall bei der SPÖ.) Wie schaut es mit der Durchbindung der Mühlkreisbahn bis zum Linzer Bahnhof aus? Wenn das, was im Rahmenplan bezüglich regionaler Verkehr, städtischer Verkehr drinnen steht, umgesetzt werden soll, dann muss man in Linz etwas machen. Leider sehe ich das in diesem Rahmenplan nicht.
Beifall bei der SPÖ.
Die zweite Frage, die sehr wichtig ist, insbesondere für den Raum Steiermark und Oberösterreich: Wohin entwickelt sich die Schoberachse? Passt die Geschwindigkeit, mit der wir uns da weiterentwickeln, oder passt sie nicht? Da würde ich mir wünschen, dass wir noch mehr tun. Wenn wir die Ziele, die die Frau Bundesministerin da hineinschreibt, im Klimabereich umsetzen wollen, dann müssen wir noch mehr in die Bahn investieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher bitte ich: Schaut euch an, was mit dem Bundesverkehrszielegesetz erreicht werden soll!, und ich lade euch alle ein: Setzen wir uns mit einer gescheiten Raumplanung im öffentlichen Verkehr auseinander! Der Entwurf für ein Bundesverkehrszielegesetz, den die SPÖ vorgelegt hat, wäre eine gute Ausgangsbasis dafür. – Besten Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hafenecker: Weil er sich besser auskennt!
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Zu Beginn möchte ich einmal sagen, Herr Bundesminister – gerichtet auch an Sie als Sozialminister –: Ich glaube, es ist durchaus gut, dass Sie hier die Frau Bundesministerin vertreten. Es ist passend. Warum? – Weil (Abg. Hafenecker: Weil er sich besser auskennt!) das, was wir heute diskutieren, ja die Basis dafür ist, dass wir leistbare und nachhaltige Mobilität in diesem Land sichern, und das tun wir eben mit diesem jetzt zu diskutierenden ÖBB-Rahmenplan. Es ist tatsächlich sinnvoll investiertes Steuergeld.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Kollege Weratschnig hat ja die Vorhaben schon sehr gut erläutert. Mir ist es ein besonderes Anliegen, darauf hinzuweisen, dass zwei wesentliche Punkte in diesem Rahmenplan Priorität gefunden haben: Das eine ist die schon angesprochene weitere Elektrifizierung und das Zweite ist sozusagen die Digitalisierung der Schiene. Was heißt das? – Dieses sogenannte ETCS-System ermöglicht es, die Kapazitäten auf dem bestehenden Schienennetz massiv und sehr rasch zu erweitern, sodass mehr Personen- und Güterzüge auf dem bestehenden Schienennetz rasch unterwegs sein können. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen
Ich möchte nur daran erinnern, dass es in Zukunft, wenn die Projekte wie der Semmeringbasistunnel oder der Koralmtunnel fertiggestellt sind, möglich und wahnsinnig attraktiv sein wird, mit dem Zug von Wien in die Steiermark oder nach Kärnten oder vielleicht einmal auch über die Landesgrenze hinaus bis an die obere Adria zu gelangen (Beifall bei ÖVP und Grünen), das ist ein ganz wichtiger Punkt.
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie Bravoruf des Abg. Weidinger.
In diesem Sinne hoffe ich auf eine sehr breite Zustimmung zu diesem ÖBB-Rahmenplan. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie Bravoruf des Abg. Weidinger.)
Abg. Weratschnig: Ja, es ist halt so!
Abgeordneter Dr. Johannes Margreiter (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseher! Eines kann man der Frau Bundesminister schon zugestehen – und ich würde ihr das sehr gern selber sagen; ich hoffe, Herr Bundesminister, Sie richten es ihr aus und berichten ihr –: Marketing kann sie, die Frau Bundesminister! Kollege Weratschnig ist ein gelehriger Schüler bei diesem Thema, wenn er sich hier herausstellt und zum ÖBB-Rahmenplan berichtet – wieder ein Superlativ –: das Größte, das Beste, das Teuerste. (Abg. Weratschnig: Ja, es ist halt so!)
Ruf bei den Grünen: Ah, wirklich?
Die Realität schaut anders aus. (Ruf bei den Grünen: Ah, wirklich?) Ich denke, dieser Rahmenplan, so wie er hier präsentiert wird, ist natürlich von den Zahlen her sehr schön, aber ich frage mich: Was haben all die Bahnreisenden von einem Rahmenplan, wenn es gang und gäbe ist, dass beispielsweise beim Railjet immer wieder ein Zug eingespart wird, dass man reserviert hat, der Zug, in dem man reserviert hat, aber nicht kommt? – Das ist gang und gäbe, und da wäre schnell etwas zu tun. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Die Realität schaut anders aus. (Ruf bei den Grünen: Ah, wirklich?) Ich denke, dieser Rahmenplan, so wie er hier präsentiert wird, ist natürlich von den Zahlen her sehr schön, aber ich frage mich: Was haben all die Bahnreisenden von einem Rahmenplan, wenn es gang und gäbe ist, dass beispielsweise beim Railjet immer wieder ein Zug eingespart wird, dass man reserviert hat, der Zug, in dem man reserviert hat, aber nicht kommt? – Das ist gang und gäbe, und da wäre schnell etwas zu tun. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Zwischenruf des Abg. Schnabel.
Seit einem Jahr gibt es jetzt das Kimaticket, und auch das hat wahrscheinlich dazu geführt, dass mehr Menschen die Bahn benützen wollen, nur: So, wie das Angebot sich derzeit darstellt, auch was die Pünktlichkeit betrifft, ist es schon etwas, was eigentlich eher abschreckt. Es haben die Bahngäste und es hat auch die Umwelt nicht sehr viel davon, wenn man bis 2028 mit Megamilliardenbeträgen um sich schmeißt und nicht ganz konkret etwas passiert – und das könnte man machen; es wäre höchst an der Zeit, das zu tun. (Zwischenruf des Abg. Schnabel.)
Beifall bei den NEOS.
Das erweckt Misstrauen betreffend diesen Rahmenplan. Man sollte also tatsächlich zu mehr seriöser Umsetzung umschwenken, anstatt ständig mit irgendwelchen Superlativen um sich zu schmeißen, wie toll und wie schön das alles ist – in Wirklichkeit ist es das nämlich gar nicht. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Weratschnig: Das Doppelte!
Weil ja angesprochen worden ist, wir seien da gar nicht so gut und das alles sei mehr Schein als Sein: Da kann ich Ihnen sagen, das stimmt nicht! Ziehen Sie den internationalen Vergleich! Klar, die Schweiz hat beim Bahnausbau eine längere Tradition. Die haben viel Geld investiert und tun es nach wie vor. (Abg. Weratschnig: Das Doppelte!) Österreich muss sich aber zum Beispiel im Vergleich mit Deutschland nicht nur nicht verstecken, sondern braucht diesen nicht zu scheuen. Von diesem Ausbau der Schiene, diesem Rahmenplan für die nächsten Jahre können die Deutschen nur träumen. (Zwischenruf der Abg. Seidl.) Bei uns sind die Bahninfrastruktur und der Ausbau des öffentlichen Verkehrs in einem Zustand, von dem andere Länder in Europa nur träumen können. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Seidl.
Weil ja angesprochen worden ist, wir seien da gar nicht so gut und das alles sei mehr Schein als Sein: Da kann ich Ihnen sagen, das stimmt nicht! Ziehen Sie den internationalen Vergleich! Klar, die Schweiz hat beim Bahnausbau eine längere Tradition. Die haben viel Geld investiert und tun es nach wie vor. (Abg. Weratschnig: Das Doppelte!) Österreich muss sich aber zum Beispiel im Vergleich mit Deutschland nicht nur nicht verstecken, sondern braucht diesen nicht zu scheuen. Von diesem Ausbau der Schiene, diesem Rahmenplan für die nächsten Jahre können die Deutschen nur träumen. (Zwischenruf der Abg. Seidl.) Bei uns sind die Bahninfrastruktur und der Ausbau des öffentlichen Verkehrs in einem Zustand, von dem andere Länder in Europa nur träumen können. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Weil ja angesprochen worden ist, wir seien da gar nicht so gut und das alles sei mehr Schein als Sein: Da kann ich Ihnen sagen, das stimmt nicht! Ziehen Sie den internationalen Vergleich! Klar, die Schweiz hat beim Bahnausbau eine längere Tradition. Die haben viel Geld investiert und tun es nach wie vor. (Abg. Weratschnig: Das Doppelte!) Österreich muss sich aber zum Beispiel im Vergleich mit Deutschland nicht nur nicht verstecken, sondern braucht diesen nicht zu scheuen. Von diesem Ausbau der Schiene, diesem Rahmenplan für die nächsten Jahre können die Deutschen nur träumen. (Zwischenruf der Abg. Seidl.) Bei uns sind die Bahninfrastruktur und der Ausbau des öffentlichen Verkehrs in einem Zustand, von dem andere Länder in Europa nur träumen können. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Es wird trotz hoher Preise beim Bau, trotz hoher Preise bei den Materialien, trotz Engpässen bei Lieferketten investiert und ausgebaut – der Ausbau von Bahnhöfen zu Mobilitätsdrehschreiben, denn Bahnhöfe sind heute kein Ort mehr, wo man nur in Züge einsteigt und aussteigt, sondern wo Vernetzung stattfindet, wo Bus und Bahn miteinander verknüpft werden, wo es darum geht, Anschlusssicherheit zu gewährleisten, sei es, die Umsteigezeitfenster möglichst klein zu halten, wo Service stattfindet, wo es Fahrradabstellanlagen, Park-and-ride-Anlagen gibt, wo insgesamt Mobilität neu und als verknüpft gedacht wird. Genau das passiert damit. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Herzlichen Dank an alle Bediensteten der ÖBB für den Job, den Sie machen. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Herr – auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Bitte?
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Herr. – Frau Abgeordnete, das Wort steht bei Ihnen, bitte sehr. (Abg. Herr – auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Bitte?) – Das Wort steht bei Ihnen.
Abg. Hafenecker: Ich habe aber keinen!
Immer mehr Menschen fahren mit dem Zug (Abg. Hafenecker: Ich habe aber keinen!), und das bedeutet mehr öffentlichen Verkehr, das bedeutet somit weniger Verkehr auf den Straßen, weniger Stau, das bedeutet weniger Abgase, das bedeutet somit auch weniger Luftverschmutzung, weniger CO2, das in die Luft geblasen wird, und somit weniger Treibhausgase, die unsere Klimakrise vorantreiben. Deshalb danke ich allen, die da mitmachen, vom Auto auf den Zug oder auf den Bus umzusteigen (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen), so oft, wie sie halt können, und dort, wo es halt möglich ist – das muss man auch gleich dazusagen, denn natürlich ist es mit dem öffentlichen Verkehr in Österreich oft nicht leicht.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen
Immer mehr Menschen fahren mit dem Zug (Abg. Hafenecker: Ich habe aber keinen!), und das bedeutet mehr öffentlichen Verkehr, das bedeutet somit weniger Verkehr auf den Straßen, weniger Stau, das bedeutet weniger Abgase, das bedeutet somit auch weniger Luftverschmutzung, weniger CO2, das in die Luft geblasen wird, und somit weniger Treibhausgase, die unsere Klimakrise vorantreiben. Deshalb danke ich allen, die da mitmachen, vom Auto auf den Zug oder auf den Bus umzusteigen (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen), so oft, wie sie halt können, und dort, wo es halt möglich ist – das muss man auch gleich dazusagen, denn natürlich ist es mit dem öffentlichen Verkehr in Österreich oft nicht leicht.
Beifall bei der SPÖ.
Zügen. Ich will an diesen Sommer erinnern, als die Züge wirklich aus allen Nähten geplatzt sind, als Menschen aussteigen mussten, weil die Züge überfüllt waren. Auch jetzt sind die Züge oft noch voll, bummvoll. Ich spreche für viele Pendler und Pendlerinnen, ich spreche da wirklich im Namen von vielen: Wir brauchen Verdichtungen, dort, wo es geht, dichte Intervalle. Wir brauchen mehr Züge, mehr Waggons, dort, wo das noch möglich ist, oder einfach größere Züge. – All das muss finanziert werden, und deshalb stimmen wir auch für den Rahmenplan. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich komme aber auch noch zu einem dritten Punkt, Herr Minister, denn die Frage ist: Reicht dieser Rahmenplan? – Nein. Braucht es mehr Maßnahmen? – Ja. Reden wir nicht immer nur über die Konsumenten und Konsumentinnen, reden wir auch über den Güterverkehr, über den wirtschaftlichen Verkehr, der auf der Straße fließt, obwohl er genauso gut auf der Schiene fließen könnte! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer. – Abg. Hörl: Das geht aber mit den ÖBB nicht!
85 Prozent des Güterverkehrs finden nämlich auf der Straße statt. Wir alle kennen diese Lkw-Kolonnen, die die Autobahnen voll machen, aber nicht nur: Sie rattern auch durch die Ortskerne und sind wirklich eine Belastung für große Teile der Bevölkerung. Das muss aber nicht so sein, bitte schön: In der Schweiz gibt es ein gutes, funktionierendes Modell für eine flächendeckende Lkw-Maut. (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer. – Abg. Hörl: Das geht aber mit den ÖBB nicht!) – Ich weiß nicht, wer da herausgerufen hat: Ja, das brauchen wir auch in Österreich sehr, sehr dringend. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
85 Prozent des Güterverkehrs finden nämlich auf der Straße statt. Wir alle kennen diese Lkw-Kolonnen, die die Autobahnen voll machen, aber nicht nur: Sie rattern auch durch die Ortskerne und sind wirklich eine Belastung für große Teile der Bevölkerung. Das muss aber nicht so sein, bitte schön: In der Schweiz gibt es ein gutes, funktionierendes Modell für eine flächendeckende Lkw-Maut. (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer. – Abg. Hörl: Das geht aber mit den ÖBB nicht!) – Ich weiß nicht, wer da herausgerufen hat: Ja, das brauchen wir auch in Österreich sehr, sehr dringend. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ottenschläger: Aber, Frau Kollegin, stringent ist es nicht: Auf der einen Seite einen Benzinpreisdeckel fordern - -! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
sinnvoll. (Abg. Ottenschläger: Aber, Frau Kollegin, stringent ist es nicht: Auf der einen Seite einen Benzinpreisdeckel fordern - -! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das würde uns auch, Herr Kollege, 0,5 Milliarden Euro pro Jahr bringen. Sie rufen weiter heraus, aber ich lasse mich nicht abbringen, denn ich sage Ihnen, dieses Geld könnten wir gleich wieder in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs investieren. (Ruf bei der ÖVP: Kollege Ottenschläger hat recht!) Das wäre eine Win-win-win-Situation für die Bevölkerung, für die Umwelt und für den öffentlichen Verkehr. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Das ist nicht stringent: Auf der einen Seite einen Benzinpreisdeckel fordern und auf der anderen Seite eine Maut!)
Ruf bei der ÖVP: Kollege Ottenschläger hat recht!
sinnvoll. (Abg. Ottenschläger: Aber, Frau Kollegin, stringent ist es nicht: Auf der einen Seite einen Benzinpreisdeckel fordern - -! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das würde uns auch, Herr Kollege, 0,5 Milliarden Euro pro Jahr bringen. Sie rufen weiter heraus, aber ich lasse mich nicht abbringen, denn ich sage Ihnen, dieses Geld könnten wir gleich wieder in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs investieren. (Ruf bei der ÖVP: Kollege Ottenschläger hat recht!) Das wäre eine Win-win-win-Situation für die Bevölkerung, für die Umwelt und für den öffentlichen Verkehr. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Das ist nicht stringent: Auf der einen Seite einen Benzinpreisdeckel fordern und auf der anderen Seite eine Maut!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Das ist nicht stringent: Auf der einen Seite einen Benzinpreisdeckel fordern und auf der anderen Seite eine Maut!
sinnvoll. (Abg. Ottenschläger: Aber, Frau Kollegin, stringent ist es nicht: Auf der einen Seite einen Benzinpreisdeckel fordern - -! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das würde uns auch, Herr Kollege, 0,5 Milliarden Euro pro Jahr bringen. Sie rufen weiter heraus, aber ich lasse mich nicht abbringen, denn ich sage Ihnen, dieses Geld könnten wir gleich wieder in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs investieren. (Ruf bei der ÖVP: Kollege Ottenschläger hat recht!) Das wäre eine Win-win-win-Situation für die Bevölkerung, für die Umwelt und für den öffentlichen Verkehr. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Das ist nicht stringent: Auf der einen Seite einen Benzinpreisdeckel fordern und auf der anderen Seite eine Maut!)
Abg. Kirchbaumer: Ah, so ein Blödsinn ...! – Abg. Ottenschläger: Nein, Frau Kollegin, Sie fordern einen Benzinpreisdeckel, Sie fordern einen Benzinpreisdeckel; das ist nicht stringent, und das wissen Sie!
Geben Sie sich einen Ruck, beenden Sie endlich diese Blockadehaltung! Wir brauchen eine flächendeckende Lkw-Maut. Die, die blockieren, haben sich ja jetzt zu Wort gemeldet und gleich selbst aufgezeigt. (Abg. Kirchbaumer: Ah, so ein Blödsinn ...! – Abg. Ottenschläger: Nein, Frau Kollegin, Sie fordern einen Benzinpreisdeckel, Sie fordern einen Benzinpreisdeckel; das ist nicht stringent, und das wissen Sie!) Jetzt wissen wir, in welche Richtung wir da arbeiten müssen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Geben Sie sich einen Ruck, beenden Sie endlich diese Blockadehaltung! Wir brauchen eine flächendeckende Lkw-Maut. Die, die blockieren, haben sich ja jetzt zu Wort gemeldet und gleich selbst aufgezeigt. (Abg. Kirchbaumer: Ah, so ein Blödsinn ...! – Abg. Ottenschläger: Nein, Frau Kollegin, Sie fordern einen Benzinpreisdeckel, Sie fordern einen Benzinpreisdeckel; das ist nicht stringent, und das wissen Sie!) Jetzt wissen wir, in welche Richtung wir da arbeiten müssen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Sie fordern einen Benzinpreisdeckel, also das ist ja nicht stringent! – Abg. Herr – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Ja, deswegen muss man den Verkehr auf die Schiene bringen! – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Kirchbaumer.
Deswegen: Ja, es braucht die flächendeckende Lkw-Maut. Bringen wir den Güterverkehr auf die Schiene! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Sie fordern einen Benzinpreisdeckel, also das ist ja nicht stringent! – Abg. Herr – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Ja, deswegen muss man den Verkehr auf die Schiene bringen! – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Kirchbaumer.)
Beifall des Abg. Hörl.
Wichtig sind mir aber auch die Investitionen, die nicht in die großen Projekte hineinfließen, die ich bereits angesprochen habe. Ich rede von der Elektrifizierung der Bahnstrecken. Da geht vor allem viel in die Regionalbahnen hinein. (Beifall des Abg. Hörl.) Nach Abschluss des Rahmenprogrammes werden wir 85 Prozent des Gesamtstreckennetzes elektrifiziert haben.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Ich rede vom Streckenausbau und der Attraktivierung der Bahn. Da geht es vor allem um den Ausbau des Nahverkehrs, es geht um die Digitalisierung. Vorgesehen sind auch die Modernisierung der Bahnhöfe, barrierefreie Zugänge zur Bahn und der Ausbau der Servicevielfalt. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin davon überzeugt, dass mit diesem ÖBB-Rahmenplan die Attraktivität des Schienenverkehrs gestärkt wird, dass wir damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz unseres Klimas leisten und dass wir damit auch die Konjunktur stärken. – Herzlichen Dank. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
(Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Obernosterer: Wer war denn zuständig? War das nicht die SPÖ? Wer hat denn das verschlafen? Die SPÖ, oder? Und jetzt mit der Schreiberei! Ihr habt es verschlafen! – Abg. Kucher: Erklär das deinen Tourismusunternehmen am Wörthersee, lieber Gabriel!
Ich sage das deshalb, weil wir als Sozialdemokraten, als Kärntner Sozialdemokraten und als Kärntner Abgeordnete zum Nationalrat – bis auf die Kärntner Abgeordneten von der ÖVP und die grüne Abgeordnete – das ganz einfach brauchen. Wenn man A sagt, die Koralmbahn baut und dann eine Trasse durch Kärnten legen will, dann muss man auch B sagen können. (Abg. Obernosterer: Wer war denn zuständig? War das nicht die SPÖ? Wer hat denn das verschlafen? Die SPÖ, oder? Und jetzt mit der Schreiberei! Ihr habt es verschlafen! – Abg. Kucher: Erklär das deinen Tourismusunternehmen am Wörthersee, lieber Gabriel!) – Na, man muss B sagen können, man muss B sagen können, das ist ganz wichtig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage das deshalb, weil wir als Sozialdemokraten, als Kärntner Sozialdemokraten und als Kärntner Abgeordnete zum Nationalrat – bis auf die Kärntner Abgeordneten von der ÖVP und die grüne Abgeordnete – das ganz einfach brauchen. Wenn man A sagt, die Koralmbahn baut und dann eine Trasse durch Kärnten legen will, dann muss man auch B sagen können. (Abg. Obernosterer: Wer war denn zuständig? War das nicht die SPÖ? Wer hat denn das verschlafen? Die SPÖ, oder? Und jetzt mit der Schreiberei! Ihr habt es verschlafen! – Abg. Kucher: Erklär das deinen Tourismusunternehmen am Wörthersee, lieber Gabriel!) – Na, man muss B sagen können, man muss B sagen können, das ist ganz wichtig. (Beifall bei der SPÖ.)
in Richtung Abg. Obernosterer
Aber du (in Richtung Abg. Obernosterer) warst zu feige, zu unterschreiben, weil du nicht hinter Kärnten stehst! Das ist dein Problem. Du stehst nicht hinter Kärnten! Das ist dein Problem, Herr Abgeordneter! (Beifall bei der SPÖ.) Ich weiß, im Lesachtal oben hast du zwar keine Eisenbahn, aber hinüberkommen wirst du auch müssen. Ich glaube, das ist etwas ganz, ganz Entscheidendes, das müssen wir einfach machen. Wenn man A sagt, muss man B sagen, da muss man, Herr Minister, die Strecke um den Wörthersee, wo bitte schön 200 000 Menschen leben, wenigstens einmal planen! (Abg. Obernosterer: Guten Morgen!)
Beifall bei der SPÖ.
Aber du (in Richtung Abg. Obernosterer) warst zu feige, zu unterschreiben, weil du nicht hinter Kärnten stehst! Das ist dein Problem. Du stehst nicht hinter Kärnten! Das ist dein Problem, Herr Abgeordneter! (Beifall bei der SPÖ.) Ich weiß, im Lesachtal oben hast du zwar keine Eisenbahn, aber hinüberkommen wirst du auch müssen. Ich glaube, das ist etwas ganz, ganz Entscheidendes, das müssen wir einfach machen. Wenn man A sagt, muss man B sagen, da muss man, Herr Minister, die Strecke um den Wörthersee, wo bitte schön 200 000 Menschen leben, wenigstens einmal planen! (Abg. Obernosterer: Guten Morgen!)
Abg. Obernosterer: Guten Morgen!
Aber du (in Richtung Abg. Obernosterer) warst zu feige, zu unterschreiben, weil du nicht hinter Kärnten stehst! Das ist dein Problem. Du stehst nicht hinter Kärnten! Das ist dein Problem, Herr Abgeordneter! (Beifall bei der SPÖ.) Ich weiß, im Lesachtal oben hast du zwar keine Eisenbahn, aber hinüberkommen wirst du auch müssen. Ich glaube, das ist etwas ganz, ganz Entscheidendes, das müssen wir einfach machen. Wenn man A sagt, muss man B sagen, da muss man, Herr Minister, die Strecke um den Wörthersee, wo bitte schön 200 000 Menschen leben, wenigstens einmal planen! (Abg. Obernosterer: Guten Morgen!)
Abg. Obernosterer: Guten Morgen!
Wir verlangen ja noch gar nicht, dass das gebaut wird, aber es muss einmal in den Rahmenplan hinein. (Abg. Obernosterer: Guten Morgen!) Wenn das bis 2028 nicht geplant wird - - (Abg. Weratschnig: Ja, dafür hat man das Zielnetz, bitte!) Ich kann euch sagen: Die gesamte Regierung in Kärnten ist sehr, sehr enttäuscht, dass ihr das nicht macht. (Zwischenruf der Abg. Voglauer. – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Weratschnig: Ja, dafür hat man das Zielnetz, bitte!
Wir verlangen ja noch gar nicht, dass das gebaut wird, aber es muss einmal in den Rahmenplan hinein. (Abg. Obernosterer: Guten Morgen!) Wenn das bis 2028 nicht geplant wird - - (Abg. Weratschnig: Ja, dafür hat man das Zielnetz, bitte!) Ich kann euch sagen: Die gesamte Regierung in Kärnten ist sehr, sehr enttäuscht, dass ihr das nicht macht. (Zwischenruf der Abg. Voglauer. – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Voglauer. – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Wir verlangen ja noch gar nicht, dass das gebaut wird, aber es muss einmal in den Rahmenplan hinein. (Abg. Obernosterer: Guten Morgen!) Wenn das bis 2028 nicht geplant wird - - (Abg. Weratschnig: Ja, dafür hat man das Zielnetz, bitte!) Ich kann euch sagen: Die gesamte Regierung in Kärnten ist sehr, sehr enttäuscht, dass ihr das nicht macht. (Zwischenruf der Abg. Voglauer. – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
In Richtung Abg. Voglauer:
(In Richtung Abg. Voglauer:) Und liebe Frau Abgeordnete! (Zwischenrufe bei den Grünen.) – Ja, nein, da geht nichts mehr mit Klausi! Du selber hast das in Kärnten kritisiert (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ) und hast gesagt: Wenn das so
Zwischenrufe bei den Grünen.
(In Richtung Abg. Voglauer:) Und liebe Frau Abgeordnete! (Zwischenrufe bei den Grünen.) – Ja, nein, da geht nichts mehr mit Klausi! Du selber hast das in Kärnten kritisiert (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ) und hast gesagt: Wenn das so
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ
(In Richtung Abg. Voglauer:) Und liebe Frau Abgeordnete! (Zwischenrufe bei den Grünen.) – Ja, nein, da geht nichts mehr mit Klausi! Du selber hast das in Kärnten kritisiert (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ) und hast gesagt: Wenn das so
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
weitergeht, dann wird das bis 2050 nicht passieren! – Jetzt bist du in der Verantwortung, ich fordere das von dir ein! Das wollen wir in Kärnten haben und wir werden es brauchen. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) 200 000 Kärntnerinnen und Kärntner werden dir dafür danken, wenn du das zusammenbringst. (Beifall bei der SPÖ sowie Bravoruf des Abg. Kucher.)
Beifall bei der SPÖ sowie Bravoruf des Abg. Kucher.
weitergeht, dann wird das bis 2050 nicht passieren! – Jetzt bist du in der Verantwortung, ich fordere das von dir ein! Das wollen wir in Kärnten haben und wir werden es brauchen. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) 200 000 Kärntnerinnen und Kärntner werden dir dafür danken, wenn du das zusammenbringst. (Beifall bei der SPÖ sowie Bravoruf des Abg. Kucher.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn Sie unter anderem die CO2-Auswirkung untersuchen: Im Bericht des Budgetdienstes zum Begleitgesetz wurde gesagt und festgehalten, dass allein durch diese Investition aus dem Finanzrahmenplan in den nächsten Jahren 46,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Also auch da ist mehrfach bewiesen, zusätzlich zu vielen, zu unzähligen anderen Studien, wie klimaschonend und wertvoll dieser Bahnausbau für Österreich ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Weratschnig.
Wir haben das dringend zu tun, denn wenn wir, auch mit Zustimmung, muss man sagen, von SPÖ-Landesrat Anton Lang, die A 9 zurzeit nicht ausbauen und evaluieren sowie auch die Südbahn nicht ausbauen, dann haben wir zwei wichtige Arterien, die nicht funktionieren. Als Gesundheitsminister wissen Sie genau: Wenn die Arterien nicht funktionieren, gibt es einen Herzinfarkt. Wir wollen keinen Wirtschaftsinfarkt bei uns in der Südsteiermark haben, deswegen brauchen wir diese Investitionen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Weratschnig.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Abgeordneter Alois Schroll (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Auch wenn die zuständige Frau Bundesministerin heute wieder einmal persönlich nicht anwesend ist, was ich sehr schade finde, darf man trotzdem den ÖBB-Rahmenplan 2023–2028 (Zwischenruf bei der ÖVP) – nicht nervös werden! – auch in Ihrer Abwesenheit doch einmal positiv hervorheben und auch einmal lobende Worte aussprechen. Immerhin werden in den nächsten sechs Jahren 19 Milliarden Euro Investitionssumme für diverse Öffiprojekte zugesichert.
Heiterkeit des Abg. Weratschnig.
Das war es aber dann schon, denn für die übertriebenen und teils nicht gerechtfertigten Lobhudeleien seid eh ihr auf den Regierungsbänken zuständig; denn man muss schon dazusagen: Wenn man sich das genau anschaut, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, so sind natürlich auch sehr viele Projekte gestoppt worden – die Tunnels, wenn man sich das anschaut –, und natürlich kommt alle Jahre auch die normale Inflation dazu. Das heißt, es gibt keine neuen Projekte. (Heiterkeit des Abg. Weratschnig.) – Ja, Kollege Weratschnig, auch wenn du lachst: Recht viele neue Projekte sind im Rahmenplan trotzdem nicht drinnen, das muss man fairerweise sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das war es aber dann schon, denn für die übertriebenen und teils nicht gerechtfertigten Lobhudeleien seid eh ihr auf den Regierungsbänken zuständig; denn man muss schon dazusagen: Wenn man sich das genau anschaut, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, so sind natürlich auch sehr viele Projekte gestoppt worden – die Tunnels, wenn man sich das anschaut –, und natürlich kommt alle Jahre auch die normale Inflation dazu. Das heißt, es gibt keine neuen Projekte. (Heiterkeit des Abg. Weratschnig.) – Ja, Kollege Weratschnig, auch wenn du lachst: Recht viele neue Projekte sind im Rahmenplan trotzdem nicht drinnen, das muss man fairerweise sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Hafenecker.
Ich möchte da wieder einmal ein schon lange genehmigtes Projekt ansprechen, nämlich die S 34 in Sankt Pölten. An dieser Stelle möchte ich einmal sagen: Da gibt es rechtskräftige Bescheide, positive UVP-Bescheide und naturschutzrechtliche Bescheide. Leider kann ich das der Frau Bundesministerin nicht selber ausrichten, aber da ist sie säumig und es ist ihre Pflicht, sich als Bundesministerin dafür einzusetzen. Ich erinnere sie noch einmal daran, diese bereits genehmigten und beschlossenen Projekte endlich zu realisieren, und das umgehend. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Hafenecker.)
Zwischenruf der Abg. Voglauer
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen (Zwischenruf der Abg. Voglauer), sehen wir das Ganze, das große Gesamte! Nur so kann es funktionieren. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen (Zwischenruf der Abg. Voglauer), sehen wir das Ganze, das große Gesamte! Nur so kann es funktionieren. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Stögmüller: Hallo?
Kollegen Litschauer sagen. Er hat vorhin gesagt, was er mit seinen Aktivisten nicht alles bewegt hat. Ich glaube, Kollege Litschauer, Sie werden mit Ihren Aktivisten auch einer von denen gewesen sein, die in der Hainburger Au auf irgendwelchen Bäumen herumgekraxelt sind. (Abg. Stögmüller: Hallo?) Ich sage Ihnen aber eines: Damit haben Sie ein Wasserkraftwerk, erneuerbare Energie verhindert, und damit haben Sie verursacht, dass Gaskraftwerke gebaut worden sind (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ), jene Gaskraftwerke, die jetzt mit russischem Gas befeuert werden, Herr Kollege Litschauer. Also vielleicht haben Sie damals schon nicht alles fertig gedacht. (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ
Kollegen Litschauer sagen. Er hat vorhin gesagt, was er mit seinen Aktivisten nicht alles bewegt hat. Ich glaube, Kollege Litschauer, Sie werden mit Ihren Aktivisten auch einer von denen gewesen sein, die in der Hainburger Au auf irgendwelchen Bäumen herumgekraxelt sind. (Abg. Stögmüller: Hallo?) Ich sage Ihnen aber eines: Damit haben Sie ein Wasserkraftwerk, erneuerbare Energie verhindert, und damit haben Sie verursacht, dass Gaskraftwerke gebaut worden sind (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ), jene Gaskraftwerke, die jetzt mit russischem Gas befeuert werden, Herr Kollege Litschauer. Also vielleicht haben Sie damals schon nicht alles fertig gedacht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kollegen Litschauer sagen. Er hat vorhin gesagt, was er mit seinen Aktivisten nicht alles bewegt hat. Ich glaube, Kollege Litschauer, Sie werden mit Ihren Aktivisten auch einer von denen gewesen sein, die in der Hainburger Au auf irgendwelchen Bäumen herumgekraxelt sind. (Abg. Stögmüller: Hallo?) Ich sage Ihnen aber eines: Damit haben Sie ein Wasserkraftwerk, erneuerbare Energie verhindert, und damit haben Sie verursacht, dass Gaskraftwerke gebaut worden sind (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ), jene Gaskraftwerke, die jetzt mit russischem Gas befeuert werden, Herr Kollege Litschauer. Also vielleicht haben Sie damals schon nicht alles fertig gedacht. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei den Grünen: Ha, ha, ha!
Ich will aber auch noch über eine andere Aktivistin reden, nämlich von Global 2000, die Weltenbummlerin Leonore Gewessler, die auch heute wieder keine Zeit für uns hat. Ich kann es ihr auch nicht verdenken, denn: Wer weiß, wie lange die Regierung noch hält? Wer weiß, ob sie noch alle Punkte für den HON-Circle-Status zusammenbekommt? Da muss sie halt einfach ein bisschen mehr unterwegs sein. Alles klar, verstehe ich, aber noch einmal: Wir wissen nicht, wie lange der Regierungsjet noch fliegt und wie lange sie noch Steuergeld verbrennen kann. Ich persönlich hoffe, es wird nicht mehr so lange dauern. Sie soll den heutigen Nachmittagskaffee – in Montreal ist es jetzt 16 Uhr – noch genießen. Vielleicht gibt es ein bisschen Schampus dazu, das Fußballspiel ist ja auch gerade mit 2:0 für Frankreich zu Ende gegangen. Also ich hoffe, sie hatte einen entspannten Nachmittag, während wir hier über ihre Tagesordnungspunkte diskutiert haben (Ruf bei den Grünen: Ha, ha, ha!), zum Beispiel über einen Rahmenplan, der ein Schlag ins Wasser ist, weil unter dem Strich das Geld im Rahmenplan weniger wird; es wird weniger investiert. Also wie Sie den ländlichen Raum damit erschließen wollen, erschließt sich für mich nicht. Die Inflation ist übrigens auch nicht eingepreist worden. Also im Prinzip: alles nichts wert, was hier zur Diskussion steht.
Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.
Wissen Sie, genau deswegen haben wir diesen Antrag gestellt: Wer keine Straßen baut, der braucht auch die Autofahrer nicht abzuzocken, der braucht auch keine Vignette zu verrechnen, der braucht auch keine Maut zu verrechnen. Genau deswegen wäre es wichtig, in Zeiten wie diesen sofort die Vignette für Österreicher auszusetzen, denn man braucht nicht über die Vignette jetzt Dividenden für die Asfinag hereinzuspielen, die sich dann schlussendlich der Herr Finanzminister – oder wer auch immer mit den Regierungsprivatjets durch die Gegend fliegt – unter den Nagel reißt. (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.)
Beifall bei der FPÖ.
Also wenn die Frau Ministerin sich wieder einmal dazu herablässt, bei Ihnen vorbeizuschauen oder bei uns im Parlament vorbeizukommen – vielleicht treffen Sie sie einmal sogar zufällig im Ministerrat, Herr Gesundheitsminister –, richten Sie ihr vielleicht das aus: Das ist ein schwerer Fehler, der hier begangen wird. Sie betreiben die Erhöhung der Inflation ganz, ganz massiv und nachhaltig. Das ist der falsche Weg. Die Österreicher gehören entlastet und nicht belastet. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Werte Abgeordnete! Zu Kollegen Hafenecker: Das muss man sich einmal vor Augen führen, was sich die FPÖ hier traut, nämlich in memoriam jetzt sogar für die Zerstörung der Donauauen, gegen eine Errungenschaft aus den 1980er-Jahren, einzutreten. Da muss man ganz klar sagen: Das genau heute, da die Frau Ministerin bei der Biodiversitätskonferenz ist, zu sagen, ist ja unfassbar. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kucher: Da geht es um 200 000 Menschen!
Zum Zweiten, sehr geehrter Herr Köchl, zum Thema ÖBB-Rahmenplan: Ja wenn es so weit ist, dass ein Entschließungsantrag und ein Anruf bei der Ministerin genügen sollten, dass man irgendwo eine neue Güterbahntrasse gestaltet, dann muss ich mich schon fragen: Setzt ihr den Rechnungshof völlig auf die Straße? (Abg. Kucher: Da geht es um 200 000 Menschen!) Auf gut Kärntnerisch: Valossn, valossn sitzt der Rechnungshof draußen. – Das kann es doch nicht sein, bitte! Es gibt dafür klare Regeln, ein Zielnetz, und es gibt Gespräche. (Abg. Kucher: 200 000 Menschen, wo ihr drüberfahrt! Das ist kurzsichtige Politik! Wo ist die Lösung?) Und was braucht es dafür, dass ein Projekt in das Zielnetz reinkommt? – Na, bitte da Herrn Landeshauptmann Kaiser anzurufen, denn da braucht es zuerst einmal einen Schulterschluss im Bundesland (Abg. Kucher: Den gibt’s! Alle Parteien!), damit ein Projekt dementsprechend auch in das Zielnetz hineinkommt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kucher: 200 000 Menschen, wo ihr drüberfahrt! Das ist kurzsichtige Politik! Wo ist die Lösung?
Zum Zweiten, sehr geehrter Herr Köchl, zum Thema ÖBB-Rahmenplan: Ja wenn es so weit ist, dass ein Entschließungsantrag und ein Anruf bei der Ministerin genügen sollten, dass man irgendwo eine neue Güterbahntrasse gestaltet, dann muss ich mich schon fragen: Setzt ihr den Rechnungshof völlig auf die Straße? (Abg. Kucher: Da geht es um 200 000 Menschen!) Auf gut Kärntnerisch: Valossn, valossn sitzt der Rechnungshof draußen. – Das kann es doch nicht sein, bitte! Es gibt dafür klare Regeln, ein Zielnetz, und es gibt Gespräche. (Abg. Kucher: 200 000 Menschen, wo ihr drüberfahrt! Das ist kurzsichtige Politik! Wo ist die Lösung?) Und was braucht es dafür, dass ein Projekt in das Zielnetz reinkommt? – Na, bitte da Herrn Landeshauptmann Kaiser anzurufen, denn da braucht es zuerst einmal einen Schulterschluss im Bundesland (Abg. Kucher: Den gibt’s! Alle Parteien!), damit ein Projekt dementsprechend auch in das Zielnetz hineinkommt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kucher: Den gibt’s! Alle Parteien!
Zum Zweiten, sehr geehrter Herr Köchl, zum Thema ÖBB-Rahmenplan: Ja wenn es so weit ist, dass ein Entschließungsantrag und ein Anruf bei der Ministerin genügen sollten, dass man irgendwo eine neue Güterbahntrasse gestaltet, dann muss ich mich schon fragen: Setzt ihr den Rechnungshof völlig auf die Straße? (Abg. Kucher: Da geht es um 200 000 Menschen!) Auf gut Kärntnerisch: Valossn, valossn sitzt der Rechnungshof draußen. – Das kann es doch nicht sein, bitte! Es gibt dafür klare Regeln, ein Zielnetz, und es gibt Gespräche. (Abg. Kucher: 200 000 Menschen, wo ihr drüberfahrt! Das ist kurzsichtige Politik! Wo ist die Lösung?) Und was braucht es dafür, dass ein Projekt in das Zielnetz reinkommt? – Na, bitte da Herrn Landeshauptmann Kaiser anzurufen, denn da braucht es zuerst einmal einen Schulterschluss im Bundesland (Abg. Kucher: Den gibt’s! Alle Parteien!), damit ein Projekt dementsprechend auch in das Zielnetz hineinkommt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zum Zweiten, sehr geehrter Herr Köchl, zum Thema ÖBB-Rahmenplan: Ja wenn es so weit ist, dass ein Entschließungsantrag und ein Anruf bei der Ministerin genügen sollten, dass man irgendwo eine neue Güterbahntrasse gestaltet, dann muss ich mich schon fragen: Setzt ihr den Rechnungshof völlig auf die Straße? (Abg. Kucher: Da geht es um 200 000 Menschen!) Auf gut Kärntnerisch: Valossn, valossn sitzt der Rechnungshof draußen. – Das kann es doch nicht sein, bitte! Es gibt dafür klare Regeln, ein Zielnetz, und es gibt Gespräche. (Abg. Kucher: 200 000 Menschen, wo ihr drüberfahrt! Das ist kurzsichtige Politik! Wo ist die Lösung?) Und was braucht es dafür, dass ein Projekt in das Zielnetz reinkommt? – Na, bitte da Herrn Landeshauptmann Kaiser anzurufen, denn da braucht es zuerst einmal einen Schulterschluss im Bundesland (Abg. Kucher: Den gibt’s! Alle Parteien!), damit ein Projekt dementsprechend auch in das Zielnetz hineinkommt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kucher: Es sind alle Parteien dafür!
Bitte selbst im Bundesland arbeiten, dann schauen wir weiter (Abg. Kucher: Es sind alle Parteien dafür!), dann unterstützen wir das: Zielnetz 2040.
Abg. Hafenecker: Die sind gut, gell?
Wenn ich mir die Anträge von der FPÖ anschaue (Abg. Hafenecker: Die sind gut, gell?), dann lese ich da: CO2-Bepreisung aussetzen, keine Kraftstoffverordnung! (Abg. Hafenecker: Bürgerentlastung!) – Gleichzeitig kommt aus der Richtung von FPÖ und SPÖ: Klimaziele einfordern!, Ziele: Wo sind die Rahmenbedingungen? – Sobald es aber konkret wird, heißt es: Ja keine konkreten Maßnahmen! Das brauchen wir nicht, das wollen wir nicht (Abg. Hafenecker: Wo ist das Klimaschutzgesetz? Ist das schon fertig?), das ist nicht treffsicher, das ist alles zu spät! – Ja, unglaublich! (Abg. Hafenecker: Wo ist das Klimaschutzgesetz? Ihr bringt ja nichts auf die Reihe, gar nichts!) Das ist das Klimamikado, das die FPÖ und in vielen Bereichen auch die SPÖ spielt: Ja nicht bewegen! (Abg. Hafenecker: Ihr habt die faulste Ministerin aller Zeiten!) Ziele einfordern und dann schauen wir, was kommt – und hoffentlich kommt nichts! (Abg. Hafenecker: Die Reiseministerin ist die faulste Ministerin aller Zeiten!) – Wir als Bundesregierung schauen, dass wir konkrete Maßnahmen umsetzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Hafenecker: Bürgerentlastung!
Wenn ich mir die Anträge von der FPÖ anschaue (Abg. Hafenecker: Die sind gut, gell?), dann lese ich da: CO2-Bepreisung aussetzen, keine Kraftstoffverordnung! (Abg. Hafenecker: Bürgerentlastung!) – Gleichzeitig kommt aus der Richtung von FPÖ und SPÖ: Klimaziele einfordern!, Ziele: Wo sind die Rahmenbedingungen? – Sobald es aber konkret wird, heißt es: Ja keine konkreten Maßnahmen! Das brauchen wir nicht, das wollen wir nicht (Abg. Hafenecker: Wo ist das Klimaschutzgesetz? Ist das schon fertig?), das ist nicht treffsicher, das ist alles zu spät! – Ja, unglaublich! (Abg. Hafenecker: Wo ist das Klimaschutzgesetz? Ihr bringt ja nichts auf die Reihe, gar nichts!) Das ist das Klimamikado, das die FPÖ und in vielen Bereichen auch die SPÖ spielt: Ja nicht bewegen! (Abg. Hafenecker: Ihr habt die faulste Ministerin aller Zeiten!) Ziele einfordern und dann schauen wir, was kommt – und hoffentlich kommt nichts! (Abg. Hafenecker: Die Reiseministerin ist die faulste Ministerin aller Zeiten!) – Wir als Bundesregierung schauen, dass wir konkrete Maßnahmen umsetzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Hafenecker: Wo ist das Klimaschutzgesetz? Ist das schon fertig?
Wenn ich mir die Anträge von der FPÖ anschaue (Abg. Hafenecker: Die sind gut, gell?), dann lese ich da: CO2-Bepreisung aussetzen, keine Kraftstoffverordnung! (Abg. Hafenecker: Bürgerentlastung!) – Gleichzeitig kommt aus der Richtung von FPÖ und SPÖ: Klimaziele einfordern!, Ziele: Wo sind die Rahmenbedingungen? – Sobald es aber konkret wird, heißt es: Ja keine konkreten Maßnahmen! Das brauchen wir nicht, das wollen wir nicht (Abg. Hafenecker: Wo ist das Klimaschutzgesetz? Ist das schon fertig?), das ist nicht treffsicher, das ist alles zu spät! – Ja, unglaublich! (Abg. Hafenecker: Wo ist das Klimaschutzgesetz? Ihr bringt ja nichts auf die Reihe, gar nichts!) Das ist das Klimamikado, das die FPÖ und in vielen Bereichen auch die SPÖ spielt: Ja nicht bewegen! (Abg. Hafenecker: Ihr habt die faulste Ministerin aller Zeiten!) Ziele einfordern und dann schauen wir, was kommt – und hoffentlich kommt nichts! (Abg. Hafenecker: Die Reiseministerin ist die faulste Ministerin aller Zeiten!) – Wir als Bundesregierung schauen, dass wir konkrete Maßnahmen umsetzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Hafenecker: Wo ist das Klimaschutzgesetz? Ihr bringt ja nichts auf die Reihe, gar nichts!
Wenn ich mir die Anträge von der FPÖ anschaue (Abg. Hafenecker: Die sind gut, gell?), dann lese ich da: CO2-Bepreisung aussetzen, keine Kraftstoffverordnung! (Abg. Hafenecker: Bürgerentlastung!) – Gleichzeitig kommt aus der Richtung von FPÖ und SPÖ: Klimaziele einfordern!, Ziele: Wo sind die Rahmenbedingungen? – Sobald es aber konkret wird, heißt es: Ja keine konkreten Maßnahmen! Das brauchen wir nicht, das wollen wir nicht (Abg. Hafenecker: Wo ist das Klimaschutzgesetz? Ist das schon fertig?), das ist nicht treffsicher, das ist alles zu spät! – Ja, unglaublich! (Abg. Hafenecker: Wo ist das Klimaschutzgesetz? Ihr bringt ja nichts auf die Reihe, gar nichts!) Das ist das Klimamikado, das die FPÖ und in vielen Bereichen auch die SPÖ spielt: Ja nicht bewegen! (Abg. Hafenecker: Ihr habt die faulste Ministerin aller Zeiten!) Ziele einfordern und dann schauen wir, was kommt – und hoffentlich kommt nichts! (Abg. Hafenecker: Die Reiseministerin ist die faulste Ministerin aller Zeiten!) – Wir als Bundesregierung schauen, dass wir konkrete Maßnahmen umsetzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Hafenecker: Ihr habt die faulste Ministerin aller Zeiten!
Wenn ich mir die Anträge von der FPÖ anschaue (Abg. Hafenecker: Die sind gut, gell?), dann lese ich da: CO2-Bepreisung aussetzen, keine Kraftstoffverordnung! (Abg. Hafenecker: Bürgerentlastung!) – Gleichzeitig kommt aus der Richtung von FPÖ und SPÖ: Klimaziele einfordern!, Ziele: Wo sind die Rahmenbedingungen? – Sobald es aber konkret wird, heißt es: Ja keine konkreten Maßnahmen! Das brauchen wir nicht, das wollen wir nicht (Abg. Hafenecker: Wo ist das Klimaschutzgesetz? Ist das schon fertig?), das ist nicht treffsicher, das ist alles zu spät! – Ja, unglaublich! (Abg. Hafenecker: Wo ist das Klimaschutzgesetz? Ihr bringt ja nichts auf die Reihe, gar nichts!) Das ist das Klimamikado, das die FPÖ und in vielen Bereichen auch die SPÖ spielt: Ja nicht bewegen! (Abg. Hafenecker: Ihr habt die faulste Ministerin aller Zeiten!) Ziele einfordern und dann schauen wir, was kommt – und hoffentlich kommt nichts! (Abg. Hafenecker: Die Reiseministerin ist die faulste Ministerin aller Zeiten!) – Wir als Bundesregierung schauen, dass wir konkrete Maßnahmen umsetzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Hafenecker: Die Reiseministerin ist die faulste Ministerin aller Zeiten!
Wenn ich mir die Anträge von der FPÖ anschaue (Abg. Hafenecker: Die sind gut, gell?), dann lese ich da: CO2-Bepreisung aussetzen, keine Kraftstoffverordnung! (Abg. Hafenecker: Bürgerentlastung!) – Gleichzeitig kommt aus der Richtung von FPÖ und SPÖ: Klimaziele einfordern!, Ziele: Wo sind die Rahmenbedingungen? – Sobald es aber konkret wird, heißt es: Ja keine konkreten Maßnahmen! Das brauchen wir nicht, das wollen wir nicht (Abg. Hafenecker: Wo ist das Klimaschutzgesetz? Ist das schon fertig?), das ist nicht treffsicher, das ist alles zu spät! – Ja, unglaublich! (Abg. Hafenecker: Wo ist das Klimaschutzgesetz? Ihr bringt ja nichts auf die Reihe, gar nichts!) Das ist das Klimamikado, das die FPÖ und in vielen Bereichen auch die SPÖ spielt: Ja nicht bewegen! (Abg. Hafenecker: Ihr habt die faulste Ministerin aller Zeiten!) Ziele einfordern und dann schauen wir, was kommt – und hoffentlich kommt nichts! (Abg. Hafenecker: Die Reiseministerin ist die faulste Ministerin aller Zeiten!) – Wir als Bundesregierung schauen, dass wir konkrete Maßnahmen umsetzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn ich mir die Anträge von der FPÖ anschaue (Abg. Hafenecker: Die sind gut, gell?), dann lese ich da: CO2-Bepreisung aussetzen, keine Kraftstoffverordnung! (Abg. Hafenecker: Bürgerentlastung!) – Gleichzeitig kommt aus der Richtung von FPÖ und SPÖ: Klimaziele einfordern!, Ziele: Wo sind die Rahmenbedingungen? – Sobald es aber konkret wird, heißt es: Ja keine konkreten Maßnahmen! Das brauchen wir nicht, das wollen wir nicht (Abg. Hafenecker: Wo ist das Klimaschutzgesetz? Ist das schon fertig?), das ist nicht treffsicher, das ist alles zu spät! – Ja, unglaublich! (Abg. Hafenecker: Wo ist das Klimaschutzgesetz? Ihr bringt ja nichts auf die Reihe, gar nichts!) Das ist das Klimamikado, das die FPÖ und in vielen Bereichen auch die SPÖ spielt: Ja nicht bewegen! (Abg. Hafenecker: Ihr habt die faulste Ministerin aller Zeiten!) Ziele einfordern und dann schauen wir, was kommt – und hoffentlich kommt nichts! (Abg. Hafenecker: Die Reiseministerin ist die faulste Ministerin aller Zeiten!) – Wir als Bundesregierung schauen, dass wir konkrete Maßnahmen umsetzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Hafenecker: Die hätte ja Tourismusministerin sein müssen!
Zum Thema Maut (Abg. Hafenecker: Die hätte ja Tourismusministerin sein müssen!): Da steht die FPÖ hier und fordert in jedem Eck von Österreich eine zusätzliche Straße, und wenn sie höherrangig ist, ist es vielleicht noch besser, und wenn sie noch teurer ist, ist es noch gescheiter. (Abg. Hafenecker: Na ja, irgendwo muss sie ja mit dem Tesla fahren!) Und auf der anderen Seite will sie die Pkw-Vignette aussetzen, 477 Millionen Euro. Man entzieht der Asfinag die Ressourcen und schaut dann, wie es weitergeht. Also das kann keine verantwortungsvolle Politik sein (Abg. Hafenecker: Sagt ihr, was beschlossen worden ist!), das ist ein völliger Unsinn (Abg. Hafenecker: Hört auf mit Gesetzesbruch!) und ist nicht zu unterstützen. Es ist völliger Populismus, einfach die Maut auszusetzen.
Abg. Hafenecker: Na ja, irgendwo muss sie ja mit dem Tesla fahren!
Zum Thema Maut (Abg. Hafenecker: Die hätte ja Tourismusministerin sein müssen!): Da steht die FPÖ hier und fordert in jedem Eck von Österreich eine zusätzliche Straße, und wenn sie höherrangig ist, ist es vielleicht noch besser, und wenn sie noch teurer ist, ist es noch gescheiter. (Abg. Hafenecker: Na ja, irgendwo muss sie ja mit dem Tesla fahren!) Und auf der anderen Seite will sie die Pkw-Vignette aussetzen, 477 Millionen Euro. Man entzieht der Asfinag die Ressourcen und schaut dann, wie es weitergeht. Also das kann keine verantwortungsvolle Politik sein (Abg. Hafenecker: Sagt ihr, was beschlossen worden ist!), das ist ein völliger Unsinn (Abg. Hafenecker: Hört auf mit Gesetzesbruch!) und ist nicht zu unterstützen. Es ist völliger Populismus, einfach die Maut auszusetzen.
Abg. Hafenecker: Sagt ihr, was beschlossen worden ist!
Zum Thema Maut (Abg. Hafenecker: Die hätte ja Tourismusministerin sein müssen!): Da steht die FPÖ hier und fordert in jedem Eck von Österreich eine zusätzliche Straße, und wenn sie höherrangig ist, ist es vielleicht noch besser, und wenn sie noch teurer ist, ist es noch gescheiter. (Abg. Hafenecker: Na ja, irgendwo muss sie ja mit dem Tesla fahren!) Und auf der anderen Seite will sie die Pkw-Vignette aussetzen, 477 Millionen Euro. Man entzieht der Asfinag die Ressourcen und schaut dann, wie es weitergeht. Also das kann keine verantwortungsvolle Politik sein (Abg. Hafenecker: Sagt ihr, was beschlossen worden ist!), das ist ein völliger Unsinn (Abg. Hafenecker: Hört auf mit Gesetzesbruch!) und ist nicht zu unterstützen. Es ist völliger Populismus, einfach die Maut auszusetzen.
Abg. Hafenecker: Hört auf mit Gesetzesbruch!
Zum Thema Maut (Abg. Hafenecker: Die hätte ja Tourismusministerin sein müssen!): Da steht die FPÖ hier und fordert in jedem Eck von Österreich eine zusätzliche Straße, und wenn sie höherrangig ist, ist es vielleicht noch besser, und wenn sie noch teurer ist, ist es noch gescheiter. (Abg. Hafenecker: Na ja, irgendwo muss sie ja mit dem Tesla fahren!) Und auf der anderen Seite will sie die Pkw-Vignette aussetzen, 477 Millionen Euro. Man entzieht der Asfinag die Ressourcen und schaut dann, wie es weitergeht. Also das kann keine verantwortungsvolle Politik sein (Abg. Hafenecker: Sagt ihr, was beschlossen worden ist!), das ist ein völliger Unsinn (Abg. Hafenecker: Hört auf mit Gesetzesbruch!) und ist nicht zu unterstützen. Es ist völliger Populismus, einfach die Maut auszusetzen.
Abg. Hafenecker: Gesetzesbruch stoppen!
Für die Sicherheit, für die Ressourcen braucht natürlich auch die Asfinag die Einnahmenerlöse. (Abg. Hafenecker: Gesetzesbruch stoppen!) Und das sind ja bitte Gebühren, das sind ja bitte Straßenbenützungsgebühren, nicht irgendwelche
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Steuern, da gilt das Kostendeckungsprinzip. In diesem Sinne ist das auch gut so, und in diesem Sinne sind wir dagegen und werden diesen Antrag natürlich ablehnen. Was sollte man da bitte anderes machen? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Tiertransporte, oder was? – Abg. Michael Hammer: Keine Maut für Hundetransporte!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Keck. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Tiertransporte, oder was? – Abg. Michael Hammer: Keine Maut für Hundetransporte!)
Beifall bei der SPÖ.
Daher habe ich noch einmal die Bitte, es sich wirklich gut zu überlegen, wenn dieser Antrag das nächste Mal in den Verkehrsausschuss kommt. Wenn er jetzt schon drei Jahre in einem Ausschuss ist, dann ist das nicht mehr normal für dieses Haus, dann soll er abgelehnt werden. Oder wir nehmen diesen Antrag an, um die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher in den Ortschaften zu gewährleisten, und stimmen dem zu. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben bis jetzt nicht verstanden, dass Ihre eigene Ministerin es blockiert hat, sodass wir nicht einmal eine Planung haben, obwohl wir 51 Bürgerinitiativen eingebracht haben. (Beifall bei der FPÖ.) Es ist lächerlich, dass unsere eigene Ministerin das blockiert hat und so ein Bundesland dafür bestraft wird, dass es letztendlich Infrastruktur und Entwicklung braucht. Und das geht auf die Kappe der Grünen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben bis jetzt nicht verstanden, dass Ihre eigene Ministerin es blockiert hat, sodass wir nicht einmal eine Planung haben, obwohl wir 51 Bürgerinitiativen eingebracht haben. (Beifall bei der FPÖ.) Es ist lächerlich, dass unsere eigene Ministerin das blockiert hat und so ein Bundesland dafür bestraft wird, dass es letztendlich Infrastruktur und Entwicklung braucht. Und das geht auf die Kappe der Grünen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Jetzt kommt die nächste Regionalbahn!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Brandweiner. – Bitte. (Ruf bei der FPÖ: Jetzt kommt die nächste Regionalbahn!)
Beifall bei der ÖVP.
An dieser Stelle möchte ich wirklich all jenen Danke sagen, die sich im Straßendienst engagieren, die – nicht nur auf den Autobahnen, sondern auch auf den restlichen österreichischen Straßen – fleißig arbeiten, damit wir sicher fahren können. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hafenecker: Noch!
Lassen Sie mich noch einen Vergleich anstellen: Jeder von uns, der auch im Ausland auf Autobahnen unterwegs war, weiß, dass unsere Autobahnen wirklich gut in Schuss sind. (Abg. Hafenecker: Noch!) Das bestätigt auch der Netzzustandsbericht 2020. Herr Kollege Hafenecker hat hereingeschrien: noch gut in Schuss! – Wenn wir Ihrem Antrag zustimmen würden, dann wären sie bald nicht mehr gut in Schuss. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Lassen Sie mich noch einen Vergleich anstellen: Jeder von uns, der auch im Ausland auf Autobahnen unterwegs war, weiß, dass unsere Autobahnen wirklich gut in Schuss sind. (Abg. Hafenecker: Noch!) Das bestätigt auch der Netzzustandsbericht 2020. Herr Kollege Hafenecker hat hereingeschrien: noch gut in Schuss! – Wenn wir Ihrem Antrag zustimmen würden, dann wären sie bald nicht mehr gut in Schuss. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Da ich der Letztredner bin, drehe ich jetzt nicht nur das Licht da ab, sondern auch die Mikrofone – also eigentlich der Herr Präsident – und wünsche uns allen einen guten Abend. Kommen Sie gut nach Hause! (Beifall bei der ÖVP.)