Eckdaten:
Für die 99. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 800 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Walter Schopf
Petition betreffend „Resolution zur Erhaltung der Kaserne Freistadt“ (Ordnungsnummer 58) (überreicht vom Abgeordneten Walter Schopf)
ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Wenn man die Zeitungskommentare von heute durchliest, dann sieht man, dass ein Thema selbstverständlich vorherrschend ist. Es ist die Regierungskrise, es ist die Krise der FPÖ (ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen), es ist Gezänk in einer Partei, was niemand in Österreich interessieren würde, wäre sie nicht in der Regierung. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was jetzt: Feinstaub oder Regierung?) Ich erwähne dies jetzt hier an dieser Stelle, weil es sehr viele drängende, wichtige Probleme in Österreich gibt, die einfach nicht mit einer Koalition zu lösen sind, die in so einem Zustand ist (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ) – ob das die Armutsbekämpfung betrifft, die steigende Arbeitslosigkeit, die steigende Jugendarbeitslosigkeit oder auch die steigende Belastung, vor allem von Kindern, durch Feinstaub.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was jetzt: Feinstaub oder Regierung?
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Wenn man die Zeitungskommentare von heute durchliest, dann sieht man, dass ein Thema selbstverständlich vorherrschend ist. Es ist die Regierungskrise, es ist die Krise der FPÖ (ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen), es ist Gezänk in einer Partei, was niemand in Österreich interessieren würde, wäre sie nicht in der Regierung. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was jetzt: Feinstaub oder Regierung?) Ich erwähne dies jetzt hier an dieser Stelle, weil es sehr viele drängende, wichtige Probleme in Österreich gibt, die einfach nicht mit einer Koalition zu lösen sind, die in so einem Zustand ist (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ) – ob das die Armutsbekämpfung betrifft, die steigende Arbeitslosigkeit, die steigende Jugendarbeitslosigkeit oder auch die steigende Belastung, vor allem von Kindern, durch Feinstaub.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Wenn man die Zeitungskommentare von heute durchliest, dann sieht man, dass ein Thema selbstverständlich vorherrschend ist. Es ist die Regierungskrise, es ist die Krise der FPÖ (ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen), es ist Gezänk in einer Partei, was niemand in Österreich interessieren würde, wäre sie nicht in der Regierung. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was jetzt: Feinstaub oder Regierung?) Ich erwähne dies jetzt hier an dieser Stelle, weil es sehr viele drängende, wichtige Probleme in Österreich gibt, die einfach nicht mit einer Koalition zu lösen sind, die in so einem Zustand ist (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ) – ob das die Armutsbekämpfung betrifft, die steigende Arbeitslosigkeit, die steigende Jugendarbeitslosigkeit oder auch die steigende Belastung, vor allem von Kindern, durch Feinstaub.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Umweltminister, Sie sind heute extra hier geblieben, Sie hätten eine Auslandsreise anzutreten gehabt. Sie sind extra heute hier ins Hohe Haus gekommen, um mit uns dieses Thema diskutieren zu können. Ich hoffe, Sie werden jetzt nicht das fortsetzen, was Sie die letzten Tage gemacht haben, nämlich zu sagen: Ich bin nicht zuständig, die Landeshauptleute sind zuständig, mich geht das alles nichts an! In diesem Fall hätten wir auch Herrn Morak oder Frau Ministerin Gehrer anhören können. Also das möchten wir heute definitiv nicht hören. Dies wollen auch, wie ich meine, viele besorgte Eltern, und zwar Eltern von über 60 000 Kindern, die pro Jahr auf Grund der hohen Feinstaubbelastung mit Medikamenten versorgt werden müssen, nicht mehr hören. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das bedeutet, alles, was noch kommt, ob das der Sommerreiseverkehr ist, ob das noch die nächsten Wochen, wo der Streusplitt weggeräumt wird, sind oder ob das all die Verkehrsbelastungen, die jetzt noch auf uns zukommen, sind, liegt im gesamten restlichen Jahr jenseits der Grenzwerte. Das sind alles Grenzwertüberschreitungen, die massive Gesundheitsbelastungen, vor allem für ältere Menschen, für kranke Menschen, aber insbesondere für Kinder, bedeuten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Die gesetzliche Lage ist sehr eindeutig. Es handelt sich um ein Bundesgesetz, was bedeutet, dass ein Bundesminister zuständig sein muss. Das sind Sie, Herr Umweltminister, Sie sind allein zuständig. Nur deshalb, weil die Landeshauptleute nun beim Vollzug dieses Gesetzes säumig sind, entbindet Sie das nicht von Ihrer Verantwortung. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Das ist aber wahr!
Wenn Sie mit dem „Schmäh“ – unter Anführungszeichen – kommen, es gibt neun Landeshauptleute (Ruf bei der ÖVP: Das ist aber wahr!) – es gibt neun Landeshauptleute, das stimmt –, dann frage ich Sie: Welche Konsequenz ziehen Sie daraus, dass diese seit 2001 säumig sind?
Beifall bei den Grünen.
Zweites Beispiel: Kärnten. In Klagenfurt in Kärnten eine ähnliche Situation. 2001 massive Grenzwertüberschreitungen. Dort gibt es zumindest einen Statusbericht, also man weiß, was die Ursachen sind, aber man tut nichts. Man tut seit 2002 gar nichts, man rührt keinen Finger. Herr Umweltminister, 2002 ist schon lange her. Drei Jahre sind verstrichen, und Sie stellen sich auf den Standpunkt: Das geht mich alles nichts an, ich bin nicht zuständig!? Wir kennen die rechtliche Situation, und ich glaube, es ist auch irrelevant. Wären Sie ein Elternteil, der ein Kind jede Woche oder jeden Monat ins Krankenhaus zur Asthmabehandlung bringen müsste, dann wäre es Ihnen völlig egal, ob die Landeshauptleute oder der Umweltminister zuständig sind, dann wollten Sie, dass dagegen etwas unternommen wird. Sie könnten etwas unternehmen, aber Sie tun es nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir haben heute dieses Thema als Thema für die Aktuelle Stunde gewählt, um einmal diese Dialogverweigerung und dieses Verantwortungsverweigern zu beenden und von Ihnen einmal ordentliche Maßnahmendiskussionen einzufordern. Wenn Sie heute wieder dasselbe Spiel spielen und uns sagen: Das geht mich nichts an, ich bin nicht zuständig!, dann muss ich Ihnen sagen: Dann hätten Sie uns auch Staatssekretär Morak schicken können! Das wollen wir heute definitiv nicht hören! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich glaube, das Spiel, die Verantwortung abzuschieben, können wir heute beenden. Wir möchten gerne Maßnahmen hören. Ich möchte vor allem hören, wie Sie das Problem so in den Griff bekommen wollen, dass ich auch als Umweltpolitikerin nicht weiterhin sagen muss: Wir haben in Österreich ein Umweltproblem, das tatsächlich Kinder krank macht, ja sogar für ihren Tod verantwortlich ist! Ich denke, Herr Umweltminister, wenn Sie als Umweltminister tatsächlich noch einen Funken an Verantwortungsgefühl haben, dann stellen Sie heute Maßnahmen vor, dann stellen Sie heute tatsächlich Reduktionsmaßnahmen vor und einen Plan, wie wir das Problem in den Griff bekommen können. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Umweltminister, ich denke, Eltern können Sie so nicht mehr ins Gesicht schauen, und ich erwarte mir heute tatsächlich echte Maßnahmenvorschläge, wie wir das Problem in Österreich lösen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Ein wichtiges Thema: Feinstaubbelastung in Österreich, in der Europäischen Union. Frau Abgeordnete Glawischnig, mein Motto als Umweltminister in der Regierung heißt: Alles für die Kinder tun! Ich bin Familienvater, habe drei Kinder, wohne in Wien und nehme dieses Thema sehr, sehr ernst. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zweiter Punkt, ein Meilenstein in der Entwicklung, was die Frage Feinstaubreduktion betrifft: Mit 1. Juli des Jahres 2005 führen wir, führt diese Bundesregierung den Dieselpartikelfilter in Österreich ein, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Wir sind damit federführend in Europa. In vielen Aussagen von Vertretern der deutschen Automobilindustrie hört man auch, weil jetzt diese Bewegung in Gang kommt, werden sie serienmäßig im Dieselbereich in die Dieselpartikelfilter-Installation gehen. Ein wichtiger Erfolg! Während wir umsetzen, wird in
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Weiterer Punkt: Wir nehmen Verantwortung wahr, und zwar mit einem Steuerbonus, um Feinstaub reduzieren zu können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Oh!
Aber Umweltschutz ist auch in der föderalen Struktur Österreichs und gerade in dieser föderalen Struktur keine One-Man-Show des Umweltministers. Damals, bei der Schaffung dieses Gesetzes, das übrigens, wie ich meine, nicht die Zustimmung der Grünen gefunden hat (Rufe bei der ÖVP: Oh!), aber ein wichtiger Meilenstein in der Frage Feinstaubreduktion war, haben die Länder, wie gesagt, von sich aus verlangt, Maßnahmen in die Hand zu bekommen. Sie haben in diesem Gesetz die Verantwortung bekommen, und es liegt jetzt an den Bundesländern, diese Verantwortung wahrzunehmen. Das ist nicht Abschieben von Verantwortung, sondern das war damals Diskussionspunkt: weg vom reinen Bundesgesetz auch im Vollzug hin zu den Ländern. Dies wurde gewährt, und jetzt rufe ich die Bundesländer auf, diese Verantwortung auch wahrzunehmen.
Abg. Brosz: Grenzwerte überschritten oder nicht?
Ich sage Ihnen von diesem Platz aus auch: Tun wir doch nicht so, als ob die Bundesländer – manche, sehr viele – diese Verantwortung nicht wahrnehmen würden! Tirol: Nachtfahrverbot – ein wichtiger Schritt, ein schmerzhafter Schritt, der zur Feinstaubreduktion beiträgt. (Abg. Brosz: Grenzwerte überschritten oder nicht?) Wir haben in Graz mit dem Tempolimit ganz klare Signale gesetzt, in der Steiermark ganz klare Signale gesetzt. Dass man sich in Wien offensichtlich vor dieser Verantwortung drückt, dass man von der ehemaligen Aktivistin nicht in die Aktion kommt, ist nicht ein Problem, das der Bund zu verantworten hat, sondern Wien sollte sich ein Beispiel an jenen Regionen nehmen, die tatsächlich auch eine Antwort gegeben haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen von diesem Platz aus auch: Tun wir doch nicht so, als ob die Bundesländer – manche, sehr viele – diese Verantwortung nicht wahrnehmen würden! Tirol: Nachtfahrverbot – ein wichtiger Schritt, ein schmerzhafter Schritt, der zur Feinstaubreduktion beiträgt. (Abg. Brosz: Grenzwerte überschritten oder nicht?) Wir haben in Graz mit dem Tempolimit ganz klare Signale gesetzt, in der Steiermark ganz klare Signale gesetzt. Dass man sich in Wien offensichtlich vor dieser Verantwortung drückt, dass man von der ehemaligen Aktivistin nicht in die Aktion kommt, ist nicht ein Problem, das der Bund zu verantworten hat, sondern Wien sollte sich ein Beispiel an jenen Regionen nehmen, die tatsächlich auch eine Antwort gegeben haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Sie auch!
Frau Abgeordnete Glawischnig, ich kann Ihnen auch sagen: Ihre Parteifreunde in Wien haben ja in den letzten Tagen offensichtlich massiv darauf hingewiesen, dass die Stadtverwaltung in Wien natürlich eine große Verantwortung und Umsetzungsmöglichkeiten hat, weil das Gesetz es vorgibt und weil das Gesetz es ermöglicht. (Abg. Dr. Glawischnig: Sie auch!) Wo wir Verantwortung haben, habe ich Ihnen aufgezählt. Nehmen wir sie wahr! Dieselpartikelfilter – wichtiger Meilenstein. Abgasnormen in Europa – durchgesetzt. Schwefelfreier Treibstoff – umgesetzt.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Aber nicht sehr wirksam!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist erfolgreiche Politik, wie wir sie uns vorstellen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Aber nicht sehr wirksam!)
Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Geben Sie die Tasche jetzt schon her, Herr Minister, damit die Herrschaften informiert werden! – Abg. Dr. Gabriela Moser: Sie bekommen von uns die Bundesverfassung!
Um in Zukunft in der Frage der Zuordnung von Gesetzesverantwortung Missverständnisse zu verhindern, habe ich Ihnen hier die Realität sozusagen verpackt (der Redner verweist auf eine schwarz-grüne Tasche mit der Aufschrift „REALO“), IG-Luft, wo Punkt für Punkt drinnen steht, wer wo in diesem Land dafür zu sorgen hat, dass man die richtigen Schritte in Richtung Abbau von Feinstaub setzen kann. Ich darf Ihnen die Mappe dann im Anschluss auch übergeben. (Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Geben Sie die Tasche jetzt schon her, Herr Minister, damit die Herrschaften informiert werden! – Abg. Dr. Gabriela Moser: Sie bekommen von uns die Bundesverfassung!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Hannes Missethon (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Geschätzte Damen und Herren! Also ich persönlich habe ja Frau Kollegin Glawischnig immer sehr geschätzt, weil sie sehr fein differenziert argumentieren kann. Deshalb bin ich eigentlich völlig überrascht, dass hier eine Argumentationslinie entwickelt wurde, wo ich mir sage, intellektuell sein ist zu wenig, es gehört in dieser Frage auch Redlichkeit dazu. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Der Umweltminister hat keine Kompetenz!
Wir haben diese Debatte schon in den Ausschüssen geführt, und ich stelle mir die Frage: Warum versuchen die Grünen dem Umweltminister eine Kompetenz anzuhängen, die er laut Gesetz nicht hat? (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Der Umweltminister hat keine Kompetenz!) Was ist die Motivation? Eine erste mögliche Erklärung ist meiner Ansicht nach, dass der Umweltminister und diese Bundesregierung für eine nachweisbar gute Umweltpolitik im europäischen Vergleich sorgen – und das stellt damit natürlich auf dem Kompetenzfeld der Ökologie eine wirkliche Gefahr für die grüne Partei dar. (Abg. Mag. Wurm: Klasnic! Graz!)
Abg. Mag. Wurm: Klasnic! Graz!
Wir haben diese Debatte schon in den Ausschüssen geführt, und ich stelle mir die Frage: Warum versuchen die Grünen dem Umweltminister eine Kompetenz anzuhängen, die er laut Gesetz nicht hat? (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Der Umweltminister hat keine Kompetenz!) Was ist die Motivation? Eine erste mögliche Erklärung ist meiner Ansicht nach, dass der Umweltminister und diese Bundesregierung für eine nachweisbar gute Umweltpolitik im europäischen Vergleich sorgen – und das stellt damit natürlich auf dem Kompetenzfeld der Ökologie eine wirkliche Gefahr für die grüne Partei dar. (Abg. Mag. Wurm: Klasnic! Graz!)
Abg. Dr. Glawischnig: Wer?
Eine zweite mögliche Erklärung: Es gibt so was wie Freundschaftsdienste. Frau Kollegin Glawischnig, Sie und Ulli Sima kennen wir als sehr engagierte Umweltpolitikerinnen. Kollegin Sima ist ja vom Nationalrat in die Wiener Landesregierung gewechselt – und heute müssen wir feststellen, dass Ulli Sima in dieser Funktion völlig überfordert und eine herbe Enttäuschung ist. (Abg. Dr. Glawischnig: Wer?) Die Ulli Sima! (Ruf bei der SPÖ: Das weiß der Missethon natürlich am besten !)
Ruf bei der SPÖ: Das weiß der Missethon natürlich am besten !
Eine zweite mögliche Erklärung: Es gibt so was wie Freundschaftsdienste. Frau Kollegin Glawischnig, Sie und Ulli Sima kennen wir als sehr engagierte Umweltpolitikerinnen. Kollegin Sima ist ja vom Nationalrat in die Wiener Landesregierung gewechselt – und heute müssen wir feststellen, dass Ulli Sima in dieser Funktion völlig überfordert und eine herbe Enttäuschung ist. (Abg. Dr. Glawischnig: Wer?) Die Ulli Sima! (Ruf bei der SPÖ: Das weiß der Missethon natürlich am besten !)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
der SPÖ.) Das ist Verantwortungsflucht! Und Sie, Frau Kollegin Glawischnig, sind eine Fluchthelferin in dieser Frage! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Wir schützen überhaupt niemanden! Sie schützt sich schon selbst!
Natürlich ist auch die Frage zu stellen, warum Sie die Wiener Stadträtin Sima schützen. Warum schützen Sie die Frau Kollegin Sima? (Abg. Dr. Glawischnig: Wir schützen überhaupt niemanden! Sie schützt sich schon selbst!) Warum finden Sie heute kein Wort, keinen Satz zur Frage der Kritik der Wiener Grünen an der Frage Zementwerk Simmering? (Abg. Sburny: Weil wir hier im Parlament sind!) Kein Wort dazu von Ihnen! (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Sie, Frau Kollegin Glawischnig, finden kein Wort zum Thema Staubbelastung in Wien! Als Steirer, der drei Tage pro Woche in Wien tätig ist, sage ich Ihnen: Offensichtlich sollen wir in Wien bis Sommer warten, bis der Streusplitt weggeräumt ist! Das ist doch eine Verantwortung, die hier in Wien wahrgenommen werden muss, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Rufe bei den Grünen: Graz!)
Abg. Sburny: Weil wir hier im Parlament sind!
Natürlich ist auch die Frage zu stellen, warum Sie die Wiener Stadträtin Sima schützen. Warum schützen Sie die Frau Kollegin Sima? (Abg. Dr. Glawischnig: Wir schützen überhaupt niemanden! Sie schützt sich schon selbst!) Warum finden Sie heute kein Wort, keinen Satz zur Frage der Kritik der Wiener Grünen an der Frage Zementwerk Simmering? (Abg. Sburny: Weil wir hier im Parlament sind!) Kein Wort dazu von Ihnen! (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Sie, Frau Kollegin Glawischnig, finden kein Wort zum Thema Staubbelastung in Wien! Als Steirer, der drei Tage pro Woche in Wien tätig ist, sage ich Ihnen: Offensichtlich sollen wir in Wien bis Sommer warten, bis der Streusplitt weggeräumt ist! Das ist doch eine Verantwortung, die hier in Wien wahrgenommen werden muss, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Rufe bei den Grünen: Graz!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Natürlich ist auch die Frage zu stellen, warum Sie die Wiener Stadträtin Sima schützen. Warum schützen Sie die Frau Kollegin Sima? (Abg. Dr. Glawischnig: Wir schützen überhaupt niemanden! Sie schützt sich schon selbst!) Warum finden Sie heute kein Wort, keinen Satz zur Frage der Kritik der Wiener Grünen an der Frage Zementwerk Simmering? (Abg. Sburny: Weil wir hier im Parlament sind!) Kein Wort dazu von Ihnen! (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Sie, Frau Kollegin Glawischnig, finden kein Wort zum Thema Staubbelastung in Wien! Als Steirer, der drei Tage pro Woche in Wien tätig ist, sage ich Ihnen: Offensichtlich sollen wir in Wien bis Sommer warten, bis der Streusplitt weggeräumt ist! Das ist doch eine Verantwortung, die hier in Wien wahrgenommen werden muss, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Rufe bei den Grünen: Graz!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Rufe bei den Grünen: Graz!
Natürlich ist auch die Frage zu stellen, warum Sie die Wiener Stadträtin Sima schützen. Warum schützen Sie die Frau Kollegin Sima? (Abg. Dr. Glawischnig: Wir schützen überhaupt niemanden! Sie schützt sich schon selbst!) Warum finden Sie heute kein Wort, keinen Satz zur Frage der Kritik der Wiener Grünen an der Frage Zementwerk Simmering? (Abg. Sburny: Weil wir hier im Parlament sind!) Kein Wort dazu von Ihnen! (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Sie, Frau Kollegin Glawischnig, finden kein Wort zum Thema Staubbelastung in Wien! Als Steirer, der drei Tage pro Woche in Wien tätig ist, sage ich Ihnen: Offensichtlich sollen wir in Wien bis Sommer warten, bis der Streusplitt weggeräumt ist! Das ist doch eine Verantwortung, die hier in Wien wahrgenommen werden muss, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Rufe bei den Grünen: Graz!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Sprechen Sie doch ein klares Wort zur Situation in Graz! Das ist eine Verschleierung ...!
Mit dem IG-Luft gibt es eine glasklare Kompetenzaufteilung: Die Länder haben die Instrumente in der Hand und sind auch dafür verantwortlich, dass Maßnahmen in diesem Bereich entwickelt und umgesetzt werden. Ich sage noch einmal: Wien ist, was Maßnahmen auf diesem Gebiete und deren Umsetzung betrifft, in vielerlei Hinsicht säumig! – Frau Kollegin Glawischnig, ich hätte mir daher von Ihnen auch ein klares Wort zur Situation in Wien gewünscht; aber da klinken Sie sich sozusagen aus. – Das sind doch Freundschaftsdienste, Frau Kollegin Glawischnig! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Sprechen Sie doch ein klares Wort zur Situation in Graz! Das ist eine Verschleierung ...!)
Abg. Mag. Wurm: Den Transitvertrag haben Sie auch versäumt! Sie haben das zu verantworten!
Was die gesamte Feinstaubproblematik anlangt, wissen wir, dass von den Bereichen, aus welchen die Belastung kommt, der Verkehr jener ist, der am meisten zunimmt – und er wird in den nächsten Jahren stark zunehmen. Das erkennt man, wenn man das realistisch betrachtet. (Abg. Mag. Wurm: Den Transitvertrag haben Sie auch versäumt! Sie haben das zu verantworten!) – Frau Kollegin, Sie fahren ja wahrscheinlich auch mit dem Auto! – In dieser Legislaturperiode hat diese Bundesregierung ganz wesentliche Maßnahmen gesetzt: eben dort, wo das in ihren Verantwortungsbereich fällt.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Also ein Bündel von Maßnahmen, das da auf Regierungsebene gesetzt wurde. Wichtig ist aber auch, dass die Länder in dieser Frage ihre Verantwortung klar wahrnehmen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Aber diese Bundesregierung kürzt die Mittel für den öffentlichen Personenverkehr!
Der Schienenausbau stellt – langfristig gesehen – ein wesentliches Element dar, um Abgasreduktionen forcieren zu können. Die Schiene zu attraktivieren, halte ich persönlich für ein wichtiges langfristiges Ziel, das konsequent verfolgt werden muss. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Aber diese Bundesregierung kürzt die Mittel für den öffentlichen Personenverkehr!) Als Obersteirer sage ich Ihnen: Für uns, die wir in dieser
Abg. Broukal: Das war sogar der Uhr schon zu viel! – Abg. Dipl.-Ing. Missethon schickt sich an, weiter zu sprechen.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege, die Uhr hat nicht funktioniert. Die 5 Minuten sind abgelaufen. Die Uhr hat so merkwürdig gezuckt. (Abg. Broukal: Das war sogar der Uhr schon zu viel! – Abg. Dipl.-Ing. Missethon schickt sich an, weiter zu sprechen.) – Aber nur einen kurzen Schlusssatz, Herr Kollege.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Hannes Missethon (fortsetzend): Diese Bundesregierung macht, und zwar europaweit, eine vorbildhafte Umweltpolitik: auf Basis einer öko-sozialen Marktwirtschaft. So wird es auch bleiben, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei den Freiheitlichen: Ulli Sima! – Gegenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Minister, Sie machen es sich schon sehr leicht, denn zu sagen: Die Länder sind dran, der Bund hat seine Schuldigkeit getan, die Länder müssen handeln!, ist halt schon ein bisschen zu wenig. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei den Freiheitlichen: Ulli Sima! – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Die Bevölkerung erwartet sich nicht, dass wir hier sitzen, mit dem Finger aufeinander zeigen und sagen, der andere sei schuld, sondern die Bevölkerung erwartet sich von uns, dass wir – jeder in seinem Bereich – das Problem Feinstaub ernst nehmen, gemeinsam und konstruktiv Lösungen erarbeiten und dieses Problem in den Griff bekommen – nicht aber billige Polemik! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei den Freiheitlichen: Das ist keine Polemik?
Ich könnte es mir jetzt auch leicht machen, mich hier herstellen und sagen: Schauen wir uns die sieben größten Landeshauptstädte an! Graz: diesbezüglich am schlechtesten; ÖVP-Bürgermeister! Klagenfurt: am zweitschlechtesten; ÖVP-Bürgermeister! Innsbruck: Drittschlechtester; ÖVP-Bürgermeister! (Ruf bei den Freiheitlichen: Das ist keine Polemik?) Die diesbezüglich vier besten? – Salzburg, Linz, St. Pölten, Wien; alles SPÖ-Bürgermeister! Das wäre aber auch eine billige Polemik, das gebe ich schon zu. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich könnte es mir jetzt auch leicht machen, mich hier herstellen und sagen: Schauen wir uns die sieben größten Landeshauptstädte an! Graz: diesbezüglich am schlechtesten; ÖVP-Bürgermeister! Klagenfurt: am zweitschlechtesten; ÖVP-Bürgermeister! Innsbruck: Drittschlechtester; ÖVP-Bürgermeister! (Ruf bei den Freiheitlichen: Das ist keine Polemik?) Die diesbezüglich vier besten? – Salzburg, Linz, St. Pölten, Wien; alles SPÖ-Bürgermeister! Das wäre aber auch eine billige Polemik, das gebe ich schon zu. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf: Wir zeigen nur auf, dass ...!
Aber bitte, ich nehme das Beispiel Wien liebend gerne! Sie von FPÖ und ÖVP stellen sich hier her und versuchen, Wien schlecht zu machen. (Zwischenruf bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf: Wir zeigen nur auf, dass ...!) Dabei ist Wien international ein Vorbild in diesen Fragen! Schauen wir uns am Beispiel Wien an, was ein Land machen kann – und was ein Land tut!
Ruf bei der SPÖ: Der kommt aus Niederösterreich!
Herr Bundesminister Pröll, Ihre eigenen Beamten im Umweltbundesamt haben in einer Studie festgestellt, dass 75 Prozent des Feinstaubes, der in Wien gemessen wird, nicht in Wien entsteht, sondern nur 25 Prozent hausgemacht sind. (Ruf bei der SPÖ: Der kommt aus Niederösterreich!) Ja, 75 Prozent kommen aus Niederösterreich, aus Bratislava, aus Ungarn und zum Teil aus Rumänien. (Rufe: Mistelbach!) – Sie haben Recht: Das Land muss handeln, muss sich um diese 25 Prozent kümmern.
Rufe: Mistelbach!
Herr Bundesminister Pröll, Ihre eigenen Beamten im Umweltbundesamt haben in einer Studie festgestellt, dass 75 Prozent des Feinstaubes, der in Wien gemessen wird, nicht in Wien entsteht, sondern nur 25 Prozent hausgemacht sind. (Ruf bei der SPÖ: Der kommt aus Niederösterreich!) Ja, 75 Prozent kommen aus Niederösterreich, aus Bratislava, aus Ungarn und zum Teil aus Rumänien. (Rufe: Mistelbach!) – Sie haben Recht: Das Land muss handeln, muss sich um diese 25 Prozent kümmern.
Ruf bei den Freiheitlichen: Na geh!
Holz, Kohle und Hausbrand. (Ruf bei den Freiheitlichen: Na geh!) Heizungsanlagen in Wien: 96 Prozent Fernwärme und Gas – und nur 4 Prozent Hausbrand! Wien kann natürlich noch daran arbeiten, diese 4 Prozent auch in den Griff zu bekommen, aber 4 Prozent, das ist ein hervorragender Wert! Graz hat über 30 Prozent Hausbrand. Schauen Sie sich das doch einmal an! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Sie haben sich als Umweltversprecher verabschiedet!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Sie haben sich als Umweltversprecher verabschiedet!
Holz, Kohle und Hausbrand. (Ruf bei den Freiheitlichen: Na geh!) Heizungsanlagen in Wien: 96 Prozent Fernwärme und Gas – und nur 4 Prozent Hausbrand! Wien kann natürlich noch daran arbeiten, diese 4 Prozent auch in den Griff zu bekommen, aber 4 Prozent, das ist ein hervorragender Wert! Graz hat über 30 Prozent Hausbrand. Schauen Sie sich das doch einmal an! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Sie haben sich als Umweltversprecher verabschiedet!)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Verkehrsbereich: Was eine Stadt, eine Kommune, ein Land diesbezüglich machen kann, ist, dafür zu sorgen, dass es ein möglichst gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln gibt, damit möglichst viele Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln und möglichst wenige mit dem Auto fahren. Wien ist – das wissen Sie – von allen Millionenstädten in Europa die Stadt mit dem besten öffentlichen Verkehr! So wenig wie in Wien Auto gefahren wird und so viel öffentlichen Verkehr wie in Wien, das finden Sie nirgends in einer Millionenstadt in Europa! Das ist einzig und allein in Wien so! Aber Wien ruht sich darauf nicht aus: Beträge in Milliardenhöhe werden weiterhin in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs investiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Schauen wir uns ganz konkret an: Was machen Städte wie beispielsweise Graz, wie Städte auch in Deutschland? – In Busse, die mit Diesel fahren, werden Dieselpartikelfilter eingebaut. Muss das Wien auch noch machen? – Nein, denn Wien hat die umweltfreundlichste Busflotte der Welt! Es gibt keinen einzigen Bus der Wiener Linien, der mit Diesel fährt; alle fahren mit Flüssiggas, bei dem die Emissionen natürlich wesentlich geringer sind! Da ist Wien Vorbild, wie übrigens in den meisten anderen Fragen auch! (Beifall bei der SPÖ.) Aber trotzdem muss Wien natürlich auch handeln – und Wien tut das, Wien nimmt dieses Problem ernst. Wien arbeitet und durchforstet diesbezüglich alle Möglichkeiten, die eine Stadt, die eine Kommune, die ein Land wahrnehmen kann. Bürgermeister Michael Häupl und Stadträtin Ulli Sima, die Sie ja schon erwähnt haben, agieren da vorbildhaft und arbeiten daran, dass Wien auch weiterhin Umwelt-Musterstadt bleibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Schauen wir uns ganz konkret an: Was machen Städte wie beispielsweise Graz, wie Städte auch in Deutschland? – In Busse, die mit Diesel fahren, werden Dieselpartikelfilter eingebaut. Muss das Wien auch noch machen? – Nein, denn Wien hat die umweltfreundlichste Busflotte der Welt! Es gibt keinen einzigen Bus der Wiener Linien, der mit Diesel fährt; alle fahren mit Flüssiggas, bei dem die Emissionen natürlich wesentlich geringer sind! Da ist Wien Vorbild, wie übrigens in den meisten anderen Fragen auch! (Beifall bei der SPÖ.) Aber trotzdem muss Wien natürlich auch handeln – und Wien tut das, Wien nimmt dieses Problem ernst. Wien arbeitet und durchforstet diesbezüglich alle Möglichkeiten, die eine Stadt, die eine Kommune, die ein Land wahrnehmen kann. Bürgermeister Michael Häupl und Stadträtin Ulli Sima, die Sie ja schon erwähnt haben, agieren da vorbildhaft und arbeiten daran, dass Wien auch weiterhin Umwelt-Musterstadt bleibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Woher kommt denn der Staub? Fragen Sie doch den Minister Pröll! – 75 Prozent des Staubes in Wien kommen aus Niederösterreich, aus Bratislava und auch aus Rumänien. Die Beamten von Herrn Bundesminister Pröll haben das festgestellt! Lesen Sie doch diese Studie! (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich habe Ihnen das schon dreimal gesagt!
Herr Minister, wenn Sie sagen, Sie können nichts machen, antworte ich Ihnen: Lehnen Sie sich nicht zurück! Sie müssen sich auch um diese 75 Prozent kümmern! Wenn Ihnen nicht einfällt, was Sie machen könnten (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich habe Ihnen das schon dreimal gesagt!), dann schauen Sie sich den Antrag an, den Kollege Steier und ich vor einem Monat eingebracht haben! Da sehen Sie, was Sie machen könnten; ich zitiere daraus nur ein paar Punkte: Partikelfilter nicht nur für PKWs, sondern auch für LKWs, denn durch diese gibt es die weitaus größere Belastung.
Zwischenbemerkung des Bundesministers Dipl.-Ing. Pröll.
Sie, Herr Bundesminister, könnten ganz alleine und ohne Parlament die Abgasnormen für die Industrie heruntersetzen, einfach auf dem Verordnungswege. Darauf müssen Sie sich lediglich mit Ihrem Kollegen Bartenstein einigen. – Vielleicht sind Sie dafür zu schwach in dieser Bundesregierung – das halte ich für möglich –, aber das könnten Sie, Herr Bundesminister Pröll, alleine machen. (Zwischenbemerkung des Bundesministers Dipl.-Ing. Pröll.)
Beifall bei der SPÖ.
Mein Schlusssatz: Hören Sie auf, Herr Bundesminister, auf andere mit dem Finger zu zeigen, sondern handeln Sie! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Der Bürgermeister!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Krainer, mit dem Finger auf andere zu zeigen, das haben Sie heute getan! Ihre Aussagen waren nicht nur unqualifiziert, sondern auch unwahr! Nehmen wir doch die Stadt Graz: Jeden dritten Tag gibt es dort eine Überschreitung der zulässigen Grenzwerte! Und: Wer ist denn dort für den Bereich Umwelt zuständig? (Ruf bei der SPÖ: Der Bürgermeister!) – Nein, ich habe mir das sogar aufgeschrieben: Dafür zuständig ist der Grazer Umweltstadtrat Ferk! (Abg. Reheis: Das ist eine Primitiv-Argumentation!)
Abg. Reheis: Das ist eine Primitiv-Argumentation!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Krainer, mit dem Finger auf andere zu zeigen, das haben Sie heute getan! Ihre Aussagen waren nicht nur unqualifiziert, sondern auch unwahr! Nehmen wir doch die Stadt Graz: Jeden dritten Tag gibt es dort eine Überschreitung der zulässigen Grenzwerte! Und: Wer ist denn dort für den Bereich Umwelt zuständig? (Ruf bei der SPÖ: Der Bürgermeister!) – Nein, ich habe mir das sogar aufgeschrieben: Dafür zuständig ist der Grazer Umweltstadtrat Ferk! (Abg. Reheis: Das ist eine Primitiv-Argumentation!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Reheis.
Nehmen wir doch Tirol, wo wir diesbezüglich auch ein Problem haben: Wer ist dort für Verkehrsmaßnahmen zuständig? – Landeshauptmann-Stellvertreter Gschwentner/SPÖ! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Reheis.) Es mag schon sein, dass der eine oder andere Bürgermeister oder Landeshauptmann von dort ist, aber grundsätzlich, meine Damen und Herren, ist da doch auch die Verantwortung der SPÖ gegeben! Dort, wo von Ihnen von der SPÖ Verantwortung verlangt wird, können Sie sich nicht durchsetzen, machen Sie nichts! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Nehmen wir doch Tirol, wo wir diesbezüglich auch ein Problem haben: Wer ist dort für Verkehrsmaßnahmen zuständig? – Landeshauptmann-Stellvertreter Gschwentner/SPÖ! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Reheis.) Es mag schon sein, dass der eine oder andere Bürgermeister oder Landeshauptmann von dort ist, aber grundsätzlich, meine Damen und Herren, ist da doch auch die Verantwortung der SPÖ gegeben! Dort, wo von Ihnen von der SPÖ Verantwortung verlangt wird, können Sie sich nicht durchsetzen, machen Sie nichts! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Wurm: Reden Sie über den Transitvertrag, den Sie abgeschafft haben ...!
Wenn ich heute durch Wien gehe, sehe ich: In Wien ist man im Winter relativ schnell mit dem Rollsplitt da – und der wird dann von den Gehsteigen in einen Kanal oder auf die Straße gekehrt; da gibt es überhaupt kein Konzept. Wenn man da in Wien durchgeht, hat man wirklich Probleme mit der Atmung. – Kein Wunder, dass ihr in Wien jede Menge Heurige habt, denn wahrscheinlich wird das daran liegen, dass die Menschen in Wien einiges trinken müssen, um diese Staubbelastung auszuhalten! (Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Wurm: Reden Sie über den Transitvertrag, den Sie abgeschafft haben ...!)
Abg. Mag. Wurm: Der Umwelt-Landesrat in der Steiermark sagt ...!
Weiters ist anzuführen: die 5,7-prozentige Beimengung von Bio-Sprit zu Treibstoffen, Biodiesel also; weiters sind auch die Bestimmungen des IG-Luft anzuführen. Ich war froh, als es dazu gekommen ist, aber leider sind da die Landeshauptleute säumig. (Abg. Mag. Wurm: Der Umwelt-Landesrat in der Steiermark sagt ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich erinnere daran, dass dort der zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Gschwentner nicht fähig war, rechtzeitig den Minister um eine Verordnung zu bitten, sondern gesagt hat: Der Herr Minister ist schuld daran, weil er keine Verordnung erlassen hat! Was verlangt man denn da von einem Minister? Dafür ist doch der Politiker der betreffenden Region zuständig – und nicht immer die Bundesregierung beziehungsweise ein Minister! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Einem: Ein guter Vorschlag!
Sonst würde ich vorschlagen: Schaffen wir die Landesregierungen ab, machen wir das über die Bundesregierung, dann sind die Minister auch dafür verantwortlich. (Abg. Dr. Einem: Ein guter Vorschlag!) In Wien machen wir nur die Verwaltung; das wäre eine Möglichkeit.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben viel in den Umweltbereich investiert, haben viel gemacht; die Bestimmungen der IG-Luft sind nur ein Beispiel von vielen. Viele Maßnahmen, auch Förderungsmaßnahmen wurden unsererseits gesetzt. Wir werden diesbezüglich weitermachen. Nehmen aber Sie von der SPÖ dort die Verantwortung wahr, wo sie ist! Und: In Ihren eigenen Reihen ist genug zu tun! Zeigen Sie nicht immer mit dem Finger auf diese Bundesregierung! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das machen Sie!
der Kinder auszutragen! Und das verstößt gegen das Grundrecht auf Leben! (Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das machen Sie!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Sie wollen das so!
Sie, Herr Bundesminister, haben gesagt, die Landeshauptleute seien für solche Maßnahmen zuständig. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Sie wollen das so!) Sie, Herr Bundesminister, haben sich zurückgelehnt und gesagt, der Bund hat ein Bundesgesetz beschlossen, IG-Luft. – Ich nehme Sie beim Wort, Herr Minister: Ja, es handelt sich dabei um ein Bundesgesetz! Sie, Herr Minister, schauen aber tatenlos zu, wie die Länder praktisch nichts oder zu wenig tun. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist es, was wir ihnen ankreiden: Die Länder tun zu wenig oder nichts!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie, Herr Bundesminister, haben gesagt, die Landeshauptleute seien für solche Maßnahmen zuständig. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Sie wollen das so!) Sie, Herr Bundesminister, haben sich zurückgelehnt und gesagt, der Bund hat ein Bundesgesetz beschlossen, IG-Luft. – Ich nehme Sie beim Wort, Herr Minister: Ja, es handelt sich dabei um ein Bundesgesetz! Sie, Herr Minister, schauen aber tatenlos zu, wie die Länder praktisch nichts oder zu wenig tun. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist es, was wir ihnen ankreiden: Die Länder tun zu wenig oder nichts!
Beifall bei den Grünen.
Wie kann das sein, wenn die Länder angeblich etwas tun, und wie kann das sein, dass Sie, Herr Minister, bei solchen Werten einfach tatenlos zuschauen? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen
Sie müssten jetzt bundeseinheitlich vorgehen, denn es gibt in Österreich nur Kinderlungen, es gibt keine „Landes-Kinderlungen“, etwa in der Steiermark, in Wien oder in Innsbruck (Beifall bei den Grünen) – das ist also ein gesamtösterreichisches Problem –, und da haben Sie die Koordinationsverantwortung. Und auf diese Koordinationsverantwortung spreche ich Sie, Herr Bundesminister, an. Sie müssen die Ländervertreter zu einem Feinstaub-Gipfel nach Wien rufen und ihnen konkret sagen, welche Maßnahmen koordiniert gleichzeitig in allen Bundesländern ergriffen werden (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Damit sie alles tun – die Länder!), damit endlich diesem Wahnsinn von Gesundheitsgefährdung, von Lebensgefährdung Einhalt geboten wird. Das ist Ihre Aufgabe! (Beifall bei den Grünen.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Damit sie alles tun – die Länder!
Sie müssten jetzt bundeseinheitlich vorgehen, denn es gibt in Österreich nur Kinderlungen, es gibt keine „Landes-Kinderlungen“, etwa in der Steiermark, in Wien oder in Innsbruck (Beifall bei den Grünen) – das ist also ein gesamtösterreichisches Problem –, und da haben Sie die Koordinationsverantwortung. Und auf diese Koordinationsverantwortung spreche ich Sie, Herr Bundesminister, an. Sie müssen die Ländervertreter zu einem Feinstaub-Gipfel nach Wien rufen und ihnen konkret sagen, welche Maßnahmen koordiniert gleichzeitig in allen Bundesländern ergriffen werden (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Damit sie alles tun – die Länder!), damit endlich diesem Wahnsinn von Gesundheitsgefährdung, von Lebensgefährdung Einhalt geboten wird. Das ist Ihre Aufgabe! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie müssten jetzt bundeseinheitlich vorgehen, denn es gibt in Österreich nur Kinderlungen, es gibt keine „Landes-Kinderlungen“, etwa in der Steiermark, in Wien oder in Innsbruck (Beifall bei den Grünen) – das ist also ein gesamtösterreichisches Problem –, und da haben Sie die Koordinationsverantwortung. Und auf diese Koordinationsverantwortung spreche ich Sie, Herr Bundesminister, an. Sie müssen die Ländervertreter zu einem Feinstaub-Gipfel nach Wien rufen und ihnen konkret sagen, welche Maßnahmen koordiniert gleichzeitig in allen Bundesländern ergriffen werden (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Damit sie alles tun – die Länder!), damit endlich diesem Wahnsinn von Gesundheitsgefährdung, von Lebensgefährdung Einhalt geboten wird. Das ist Ihre Aufgabe! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Fekter: Die Kompetenzen sind ganz klar! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Bundesminister, wenden Sie nicht den Taschenspielertrick mit dem Kompetenzwirrwarr an! Das ist unwürdig angesichts der dramatischen Situation von Grenzwertüberschreitungen. (Abg. Dr. Fekter: Die Kompetenzen sind ganz klar! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie alle haben ja die Fakten auch aus Regierungsmund gehört. Es geht darum, europaweit 4 600 Tote jährlich zu vermeiden. Es geht darum, zu verhindern, dass österreichweit jährlich 40 000 Lebensjahre durch die Feinstaubbelastung quasi ausgelöscht werden, dass Menschen früher sterben, mehr leiden. Diese Belastung muss reduziert werden.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich gebe schon zu, auch die schwefelarmen Treibstoffe sind ein Teil, aber das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Wir brauchen effizientere Maßnahmen, und diese effizienteren Maßnahmen zu setzen, das liegt in Ihrer Verantwortung. Davon hängt es ab, ob in Österreich in Zukunft die Kinder freier atmen können. Das ist unser Ansatzpunkt! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei den Grünen
Abgeordnete Christine Marek (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren des Hohen Hauses! Das, was wir heute hier diskutieren, ist wieder einmal ein typisches Beispiel für den Zickzackkurs der Grünen (ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei den Grünen), die Zuständigkeiten – offensichtlich nach Lust und Laune – vom Bund zu den Ländern oder umgekehrt verschieben zu wollen, je nachdem, wie es halt gerade passt oder genehm ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Ist Ihnen das so unangenehm?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Ist Ihnen das so unangenehm?
Abgeordnete Christine Marek (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren des Hohen Hauses! Das, was wir heute hier diskutieren, ist wieder einmal ein typisches Beispiel für den Zickzackkurs der Grünen (ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei den Grünen), die Zuständigkeiten – offensichtlich nach Lust und Laune – vom Bund zu den Ländern oder umgekehrt verschieben zu wollen, je nachdem, wie es halt gerade passt oder genehm ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Ist Ihnen das so unangenehm?)
Zwischenruf der Abg. Mandak.
Der Bund, meine Damen und Herren, hat schon in der laufenden Regierungsperiode seine Hausaufgaben gemacht und bereits ein ganzes Bündel an Maßnahmen umgesetzt. Ich denke da zum Beispiel an die flächendeckende Einführung von schwefelfreiem Benzin und schwefelarmem Diesel, auf die schon mehrmals hingewiesen wurde, oder an die Forcierung von Biokraftstoffen. Die aktuellste Maßnahme ist die Einführung von Partikelfiltern beziehungsweise das Bonus-Malus-System ab 1. Juli dieses Jahres beziehungsweise ab 1. Jänner nächsten Jahres, welches ein Anreiz sein soll. (Zwischenruf der Abg. Mandak.)
Abg. Dr. Glawischnig: Genau!
Dass aber die grüne Umweltsprecherin Eva Glawischnig vom Umweltminister verlangt, den Ländern per Weisung zu verordnen, eine Statusanalyse zu erstellen (Abg. Dr. Glawischnig: Genau!) und Maßnahmenkataloge umzusetzen, ist ein Schlag ins Gesicht aller Landeshauptleute und ein klares Misstrauensvotum. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gabriela Moser: „Ein Schlag ins Gesicht“?! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gabriela Moser: „Ein Schlag ins Gesicht“?! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Dass aber die grüne Umweltsprecherin Eva Glawischnig vom Umweltminister verlangt, den Ländern per Weisung zu verordnen, eine Statusanalyse zu erstellen (Abg. Dr. Glawischnig: Genau!) und Maßnahmenkataloge umzusetzen, ist ein Schlag ins Gesicht aller Landeshauptleute und ein klares Misstrauensvotum. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gabriela Moser: „Ein Schlag ins Gesicht“?! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Liebe Eva Glawischnig, nur deshalb, weil Wien da wieder einmal als denkbar schlechtestes Beispiel vorangeht, kann nicht von der Bundeshauptstadt auf alle anderen Bundesländer geschlossen werden. Man hat es sich nämlich einfach zu leicht gemacht, wenn die zuständige Stadträtin Ulli Sima in Wien immer wieder versucht, die gesamte Verantwortung auf den Bund abzuschieben. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Ein pauschaler Hinweis, dass der Streusplitt ohnehin in den letzten Jahren halbiert und auch sonst ziemlich viel getan wurde, wie sie es in den Medien in den letzten Wochen immer wieder gesagt hat, ist einfach zu wenig, meine Damen und Herren, zumal
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.
gerade in den Städten die Zahl der asthmakranken Kinder steigt und steigt, worauf ja selbst die Grünen hingewiesen haben. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Mein Sohn leidet seit seinem dritten Lebensjahr an Asthma, und ich fordere die Stadträtin Sima dringend auf, endlich Maßnahmen im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Kompetenzen zu setzen und nicht permanent den Schwarzen Peter dem Bund und Minister Pröll zuzuschieben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Da schau her!
Da gehört nicht dazu, meine Damen und Herren, ein unglaublich umweltbelastendes Zementwerk in Simmering zu genehmigen. Das ist keine Maßnahme, die ich mir da vorstelle! (Beifall bei der ÖVP. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Da schau her!)
Abg. Krainer: Ein bisschen Inhalt!
Übrigens hat die Wiener ÖVP bereits vor zwei Wochen die Stadt Wien medial sehr vehement dazu aufgefordert, ihre Verpflichtung zum Handeln endlich wahrzunehmen. Die Grünen sind dann ein paar Tage später auch sozusagen auf diesen Zug aufgesprungen. (Abg. Krainer: Ein bisschen Inhalt!)
Beifall der Abg. Dr. Partik-Pablé
Vorschläge, wie die Qualität der Luft verbessert werden kann, gibt es viele, unter anderem auch von der eigenen Wiener Umweltanwaltschaft. Dringend notwendig ist da genau das, was Sie vom Bund verlangen, von der Stadträtin Sima zu verlangen, nämlich die Vorlage eines Maßnahmenplans. Da gibt es genug Vorschläge, die sofort umgesetzt werden könnten. Ich denke zum Beispiel daran, dass eine häufigere Reinigung der Straßen helfen würde (Beifall der Abg. Dr. Partik-Pablé) oder auch eine Gratisbenützung der öffentlichen Verkehrsmittel an besonders staubbelasteten Tagen.
Abg. Broukal – auf Abgeordneten Krainer weisend –: Er sitzt da!
Noch ein Hinweis: Kollege Krainer, Sie haben aus dem Bericht der Stadt Wien, in welchem auch die Grenzwerte enthalten sind, zitiert. Ich weiß nicht, welchen Bericht Sie haben – er ist jetzt leider nicht da (Abg. Broukal – auf Abgeordneten Krainer weisend –: Er sitzt da!); Entschuldigung, ich habe Sie nicht gesehen! –, in dem, den ich habe, stehen völlig andere Grenzwerte, völlig andere Höchstwerte drinnen, als Sie sie zitiert haben. Ich lade Sie ein, den Bericht der Stadt Wien zu lesen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Noch ein Hinweis: Kollege Krainer, Sie haben aus dem Bericht der Stadt Wien, in welchem auch die Grenzwerte enthalten sind, zitiert. Ich weiß nicht, welchen Bericht Sie haben – er ist jetzt leider nicht da (Abg. Broukal – auf Abgeordneten Krainer weisend –: Er sitzt da!); Entschuldigung, ich habe Sie nicht gesehen! –, in dem, den ich habe, stehen völlig andere Grenzwerte, völlig andere Höchstwerte drinnen, als Sie sie zitiert haben. Ich lade Sie ein, den Bericht der Stadt Wien zu lesen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei den Freiheitlichen: Keine politischen Grenzen!
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Frau Kollegin Marek, ich meine, gerade deshalb, weil Ihr Kind unter Asthma leidet, sollte man daran denken, dass es keinen Sinn hat, das Ballerl hin und her zu schupfen. Ich glaube, wir alle sind der Meinung: Feinstaub kennt keine Landesgrenzen! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei den Freiheitlichen: Keine politischen Grenzen!) Feinstaub kennt keine Gemeindegrenzen! Feinstaub kennt auch keine Staatsgrenzen!
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Die schlechte Luft!
Herr Kollege Missethon, ich bin auch eine Steirerin, ich bin eine Grazerin, und wenn ich in Wien bin, erkenne ich (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Die schlechte Luft!), was Wien im Rahmen seiner Möglichkeiten, der lokalen Möglichkeiten gemacht hat.
Abg. Mag. Molterer: Um viel Bundesgeld!
Aber ich erkenne schon eines: In Graz haben wir natürlich eine andere Belastung, weil wir zum Beispiel nicht so eine tolle Abgehung von Festbrennstofffeuerungen haben wie in Wien, wo zum Großteil schon alternative Energien vorhanden sind. In Graz kämpfen wir darum, das öffentliche Verkehrsnetz so auszubauen, wie es in Wien zum Beispiel durch die U-Bahnen der Fall ist. (Abg. Mag. Molterer: Um viel Bundesgeld!) Ehrlich gestanden, wer von Ihnen fährt in Wien mit dem Auto? Sie werden wahrscheinlich alle die U-Bahn benutzen, weil es ein günstiges und ein gutes Verkehrsmittel ist.
Beifall bei der SPÖ.
Wichtig ist, dass man erkennt, was lokal möglich ist, und jeweils an dem Ort, wo man zuständig ist, ist man dann gefordert, etwas zu tun. Das haben sich die Menschen verdient, und das erwarten sich die Menschen auch von uns. Keiner soll sagen: Ich bin nicht zuständig! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Aber der Umweltstadtrat Ferk gehört der SPÖ an!
Wie gesagt, ich bin aus Graz und ich wohne in jenem Bezirk, in welchem die höchsten Belastungen und die häufigsten Überschreitungen gemessen wurden, nämlich an der Messstelle Don Bosco. Ich werde immer ein bisschen emotionell, wenn ich von Seiten der ÖVP höre: Na, das ist aber keine repräsentative Messstelle, denn sie ist zu exponiert! Die Messstelle Don Bosco ist zirka 5 km vom Grazer Hauptplatz entfernt, nicht einmal hundert Meter davon ist ein Jugendsportzentrum mit einem großen Sportplatz. Dort leben Menschen mit Kindern, junge Menschen, alte Menschen. Das heißt, das ist nicht exponiert! Da geht es um die Lebensqualität und die Lebensrealität der Menschen, die dort wohnen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Aber der Umweltstadtrat Ferk gehört der SPÖ an!)
Abg. Dr. Rasinger: Der schädlichste Feinstaub ist der beim Rauchen!
Sie haben Recht, Kollegin Steibl, der zuständige Stadtrat heißt Walter Ferk, und dieser hat im letzten Budget 20 Millionen € für Maßnahmen gegen diese Belastung dort herausverhandelt. Damit werden die Busse der Stadt mit Partikelfiltern ausgestattet, und damit gibt es auch ein eigenes Förderprogramm, dass die PKWs mit Partikelfiltern ausgestattet werden. (Abg. Dr. Rasinger: Der schädlichste Feinstaub ist der beim Rauchen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rasinger: Weniger Rauchen!
Herr Kollege Rasinger, Sie sollten hier nicht unqualifizierte Zwischenrufe machen (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rasinger: Weniger Rauchen!), sondern Sie sollten daran denken, dass es hier um die Gesundheit der Kinder geht! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.) Das wäre eigentlich Ihre Verpflichtung – und nicht, solche Zwischenrufe zu machen!
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Rasinger, Sie sollten hier nicht unqualifizierte Zwischenrufe machen (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rasinger: Weniger Rauchen!), sondern Sie sollten daran denken, dass es hier um die Gesundheit der Kinder geht! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.) Das wäre eigentlich Ihre Verpflichtung – und nicht, solche Zwischenrufe zu machen!
Beifall bei der SPÖ.
Natürlich bleibt es jedem Abgeordneten überlassen, aber es weist auf die Qualität der Abgeordneten, wie sie dazwischenrufen und wie ernst sie sich mit diesem Thema beschäftigen. Ich möchte schon darauf hinweisen, dass Feinstaub ein Thema ist, das auch einem Arzt nicht egal sein sollte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Das ist eine Unterstellung!
Man sollte nun meinen, dass das kein budgetäres Problem sein könnte, dass das leicht ermöglicht werden könnte. Doch was macht Frau Landeshauptfrau Klasnic? Was macht der zuständige Landesrat Seitinger? Sie sagen: nein! Sie ignorieren es einfach, weil der Wirtschaftskammerpräsident der Steiermark sagt: Das kommt nicht in Frage! Es ist Ignoranz, wenn der Wirtschaftskammerpräsident nein sagt, dass dann für die Politik auch nein heißt. Man kann also sagen: Der steirischen ÖVP ist die Lebensqualität der Grazer Bevölkerung vollkommen egal. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Das ist eine Unterstellung!)
Abg. Mag. Wurm: Ja „super“!
Aber den Vogel abgeschossen, Herr Bundesminister, hat Herr Landesrat Seitinger, indem er gesagt hat, die Leute haben nicht gewusst, was sie beschlossen haben, als sie gesagt haben, dass die Grenzwerte gesenkt werden, die gehören wieder verdoppelt, und dafür wird er sich einsetzen. (Abg. Mag. Wurm: Ja „super“!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, wir fordern im Interesse der Menschen, dass Sie endlich Maßnahmen und Taten setzen. Es gibt eine Maßnahmenkatalogsübersicht, und die überreiche ich Ihnen gerne. (Die Rednerin legt ein Schriftstück auf die Regierungsbank.) Sie ist vom Land Steiermark ausgearbeitet worden. Das Land ist säumig – vielleicht wollen Sie tätig werden, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Man muss klar sagen: Wenn die Landeshauptleute die Verantwortung übernehmen wollen, dann haben sie die Verantwortung auch zu tragen, aber dann haben sie auch die Verpflichtung, im Rahmen ihrer Verantwortung tätig zu sein. Eine andere Sicht kann ich da nicht feststellen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig: Ja, genau!
Man sieht ja auch auf Grund der Wahlergebnisse, wer wo zuständig ist. (Abg. Dr. Glawischnig: Ja, genau!) Wenn ich als Beispiel Klagenfurt hernehme, Frau Kollegin Glawischnig, dann kann ich Ihnen klar sagen: Der sozialdemokratische Landesrat Rohr und der für den Straßenverkehr zuständige Landesrat Dörfler haben auf Grundlage einer wissenschaftlichen Erhebung Maßnahmen für Klagenfurt vorgenommen und sind jetzt in der Umsetzungsphase. Wer ist aber dagegen? Man höre und staune! – Herr Holub von den Grünen und die Grünen in der Stadtfraktion! (Buh-Rufe bei der ÖVP.)
Buh-Rufe bei der ÖVP.
Man sieht ja auch auf Grund der Wahlergebnisse, wer wo zuständig ist. (Abg. Dr. Glawischnig: Ja, genau!) Wenn ich als Beispiel Klagenfurt hernehme, Frau Kollegin Glawischnig, dann kann ich Ihnen klar sagen: Der sozialdemokratische Landesrat Rohr und der für den Straßenverkehr zuständige Landesrat Dörfler haben auf Grundlage einer wissenschaftlichen Erhebung Maßnahmen für Klagenfurt vorgenommen und sind jetzt in der Umsetzungsphase. Wer ist aber dagegen? Man höre und staune! – Herr Holub von den Grünen und die Grünen in der Stadtfraktion! (Buh-Rufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
weltminister, nicht der Herr Verkehrsminister, sondern die Europäischen Union, die von Ihnen hier fälschlicherweise gelobt worden ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit und Rufe bei der ÖVP: Ja!
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Wovon reden wir heute? (Ironische Heiterkeit und Rufe bei der ÖVP: Ja!) Wir reden offensichtlich davon, wofür alles der Herr Umweltminister nicht zuständig ist. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Nein!) Nein – wir reden vom Feinstaub, Herr Minister. Sie sagen richtig, nein. Es ist wahr, wir reden nicht davon, wofür Sie nicht zuständig sind, wir reden vom Feinstaub.
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Nein!
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Wovon reden wir heute? (Ironische Heiterkeit und Rufe bei der ÖVP: Ja!) Wir reden offensichtlich davon, wofür alles der Herr Umweltminister nicht zuständig ist. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Nein!) Nein – wir reden vom Feinstaub, Herr Minister. Sie sagen richtig, nein. Es ist wahr, wir reden nicht davon, wofür Sie nicht zuständig sind, wir reden vom Feinstaub.
Abg. Brosz: ... Schlag ins Gesicht ...!
Die oberste Bundesbehörde in Sachen Feinstaub ist das Umweltministerium. Man kann in Artikel 10 Abs. 1 B-VG Folgendes nachlesen: „Bundessache ist die Gesetzgebung und die Vollziehung in folgenden Angelegenheiten:“, und da ist unter Punkt 12 auch die Luftreinhaltung angeführt. „In den Angelegenheiten der mittelbaren Bundesverwaltung“ – so steht es in Artikel 103 der Bundesverfassung – „ist der Landeshauptmann an die Weisungen der Bundesregierung sowie der einzelnen Bundesminister gebunden ...“ (Abg. Brosz: ... Schlag ins Gesicht ...!) – Das heißt, der Bundesminister kann Weisungen erlassen; und das geht sogar so weit, dass die Bundesregierung für den Fall, dass sich ein Landeshauptmann den Weisungen des Bundes widersetzt, diese Maßnahmen vor dem Verfassungsgerichtshof geltend machen kann.
Beifall bei den Grünen.
Vermutlich tut sich der Herr Bundesminister mit Landeshauptleuten vom Kaliber eines Landeshauptmannes Pröll schwer. Das kann ich mir gut vorstellen! Ich muss Ihnen aber trotzdem sagen, dass diese Bundesregierung auf der Bundesebene untätig ist. Es hat zum Beispiel die dicke Luft rund um die Stadt Salzburg dazu geführt, dass mit kommendem Montag auf einer Strecke bis zu 30 Kilometer rund um Salzburg endlich eine Reduktion der erlaubten Höchstgeschwindigkeit auf 100 km/h eingeführt wird: Zwei Minuten Zeitverlust auf 30 Kilometer bringen 7 Prozent weniger an Schadstoffen für die Umwelt! Diese Regierung aber möchte eigentlich eine Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit auf 160 km/h. Und das Land Salzburg mit dem dreispurigen Ausbau der Autobahn ab Hallein wäre wahrscheinlich eine gute Strecke, um mit 160 km/h umso schneller in den Süden zu gelangen. Das macht diese Bundesregierung! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was aber macht die Regierung, was macht unser Umweltminister? – Er missachtet die Warnungen der Umweltmediziner und fährt fort, zu beteuern, dass er in dieser Frage nicht zuständig sei. Das finde ich unredlich. Es ist unredlich, wenn ich für etwas zuständig bin, aber einfach nichts machen will, weil ich aus irgendwelchen Gründen irgendwelche Landeshauptleute nicht auffordern möchte, etwas zu tun. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es tut mir Leid, Herr Umweltminister, ich sage es ungern, aber es ist eine Tatsache, dass jeder Tag, den diese Regierung und Sie als Umweltminister im Amt sind, ein verlorener Tag für die Umwelt ist. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Präsident Dr. Andreas Khol: Ich möchte die Damen und Herren Abgeordneten darauf aufmerksam machen, dass von nahezu allen Ministerien – mit nur einer Ausnahme – erstmals ein Bericht zum Legislativ- und Arbeitsprogramm der EU-Kommission sowie des Rates der Europäischen Union vorgelegt wird. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Diese werden heute den Ausschüssen zugewiesen.
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe die Vermutung, dass der Grund hiefür ist, dass den Vorsitz im Verfassungsausschuss ein Oppositionsabgeordneter innehat, in diesem Fall ein Sozialdemokrat. Daher will man einen Extra-Ausschuss einsetzen, dem nicht ein Oppositionsabgeordneter vorsitzt, sondern ein Abgeordneter, der dem Lager der Regierungsparteien zugeordnet werden kann. Das können wir einfach nicht akzeptieren! Das möchte ich hier einmal in aller Deutlichkeit zum Ausdruck bringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer.
Stimmen der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in diesem Haus nicht, weil Sie dafür eine Zweidrittelmehrheit brauchen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.
Ich möchte daher hier den Protest der sozialdemokratischen Fraktion zum Ausdruck bringen. Wir werden diesem Antrag deshalb auch nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.)
Abg. Gradwohl: Was ist daran „künstlich“?
Abgeordnete Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte ein bisschen von der künstlichen Aufgeregtheit, die Herr Kollege Cap hier verbreitet hat, herunterkommen. (Abg. Gradwohl: Was ist daran „künstlich“?) Er hat sich darüber beschwert, dass wir undemokratisch seien und möglicherweise der SPÖ einen Vorsitzenden wegnehmen. (Rufe bei der SPÖ: Stimmt ja auch!) Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen und Ihnen hoffentlich auch nahe bringen, worum es eigentlich geht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Rufe bei der SPÖ: Stimmt ja auch!
Abgeordnete Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte ein bisschen von der künstlichen Aufgeregtheit, die Herr Kollege Cap hier verbreitet hat, herunterkommen. (Abg. Gradwohl: Was ist daran „künstlich“?) Er hat sich darüber beschwert, dass wir undemokratisch seien und möglicherweise der SPÖ einen Vorsitzenden wegnehmen. (Rufe bei der SPÖ: Stimmt ja auch!) Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen und Ihnen hoffentlich auch nahe bringen, worum es eigentlich geht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Abgeordnete Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte ein bisschen von der künstlichen Aufgeregtheit, die Herr Kollege Cap hier verbreitet hat, herunterkommen. (Abg. Gradwohl: Was ist daran „künstlich“?) Er hat sich darüber beschwert, dass wir undemokratisch seien und möglicherweise der SPÖ einen Vorsitzenden wegnehmen. (Rufe bei der SPÖ: Stimmt ja auch!) Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen und Ihnen hoffentlich auch nahe bringen, worum es eigentlich geht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Abg. Gradwohl: Dazu gibt es aber einen Ausschuss!
Es geht darum – und das hat uns Herr Abgeordneter Cap leider inhaltlich verweigert –, dass wir über die vom Konvent erarbeiteten Ergebnisse diskutieren, die zunächst als Erstentwurf an die Bundesregierung übermittelt und nun von der Regierung an das Parlament weitergeleitet wurden. (Abg. Gradwohl: Dazu gibt es aber einen Ausschuss!)
Abg. Dr. Wittmann: Das könnte man im Verfassungsausschuss auch sehen!
Herr Abgeordneter Cap! Ich blicke zurück: Vor etwa eineinhalb, zwei Jahren begannen wir mit einem Konsens: Alle vier Fraktionen waren sich darin einig, einen Verfassungskonvent mit einem Präsidium einzusetzen. Einvernehmlich wurden gewisse Vorgaben erstellt, und es folgte eine wirklich sehr professionelle, gute Zusammenarbeit zwischen allen Fraktionen im Konvent – so habe zumindest ich es erlebt; ich weiß nicht, ob Sie dabei waren, ich jedenfalls war regelmäßig dort. Es geht daher um mehr als um die Entscheidung, wer der Vorsitzende wird und wer nicht. Es geht um die Grundlagen, um die Grundfesten unseres Staates, um Bereiche wie die Kompetenzverteilung, die staatlichen Organe, um die Frage der Ausgestaltung eines Grundrechtekatalogs! (Abg. Dr. Wittmann: Das könnte man im Verfassungsausschuss auch sehen!) Wie schaut es aus mit dem Rechtsschutz in einer Demokratie – ein ganz wesentlicher Punkt! Es geht um Dinge, die uns, Sie alle, ganz grundsätzlich betreffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Wittmann: Genau dazu ist der Verfassungsausschuss da!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Wittmann: Genau dazu ist der Verfassungsausschuss da!
Herr Abgeordneter Cap! Ich blicke zurück: Vor etwa eineinhalb, zwei Jahren begannen wir mit einem Konsens: Alle vier Fraktionen waren sich darin einig, einen Verfassungskonvent mit einem Präsidium einzusetzen. Einvernehmlich wurden gewisse Vorgaben erstellt, und es folgte eine wirklich sehr professionelle, gute Zusammenarbeit zwischen allen Fraktionen im Konvent – so habe zumindest ich es erlebt; ich weiß nicht, ob Sie dabei waren, ich jedenfalls war regelmäßig dort. Es geht daher um mehr als um die Entscheidung, wer der Vorsitzende wird und wer nicht. Es geht um die Grundlagen, um die Grundfesten unseres Staates, um Bereiche wie die Kompetenzverteilung, die staatlichen Organe, um die Frage der Ausgestaltung eines Grundrechtekatalogs! (Abg. Dr. Wittmann: Das könnte man im Verfassungsausschuss auch sehen!) Wie schaut es aus mit dem Rechtsschutz in einer Demokratie – ein ganz wesentlicher Punkt! Es geht um Dinge, die uns, Sie alle, ganz grundsätzlich betreffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Wittmann: Genau dazu ist der Verfassungsausschuss da!)
Abg. Gaál: Das ist Kompetenz des Verfassungsausschusses!
Herr Abgeordneter Cap, hier mit einer wirklich kleinlichen Diskussion zu kommen, wer der Vorsitzende oder nicht der Vorsitzende ist, uns zu unterstellen, dass genau das der Grund ist, warum wir eine Behandlung im Verfassungsausschuss ablehnen, ist in Wirklichkeit kleinkariert. (Abg. Gaál: Das ist Kompetenz des Verfassungsausschusses!) Und so kleinkariert sind wir mit Sicherheit nicht! (Abg. Neudeck: So wie der Schelm denkt ...!)
Abg. Neudeck: So wie der Schelm denkt ...!
Herr Abgeordneter Cap, hier mit einer wirklich kleinlichen Diskussion zu kommen, wer der Vorsitzende oder nicht der Vorsitzende ist, uns zu unterstellen, dass genau das der Grund ist, warum wir eine Behandlung im Verfassungsausschuss ablehnen, ist in Wirklichkeit kleinkariert. (Abg. Gaál: Das ist Kompetenz des Verfassungsausschusses!) Und so kleinkariert sind wir mit Sicherheit nicht! (Abg. Neudeck: So wie der Schelm denkt ...!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.
Wir wissen nämlich, dass wir Ihre Zustimmung brauchen, und wir werden uns auch um diese Zustimmung bemühen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.) Ich hoffe, dass wir zu
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Schüssel ist ein großer Zocker!
einem Konsens kommen werden. Sie spielen hier mit uns! Sie spielen hier ein Spiel, um uns vorwerfen zu können, dass wir undemokratisch seien – und das sind wir nicht, Herr Abgeordneter Cap! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Schüssel ist ein großer Zocker!)
Abg. Gradwohl: Eben nicht!
Wir dokumentieren damit, wie wichtig für uns dieses Thema ist, dass es uns um mehr geht als um Routine-Arbeit. (Abg. Gradwohl: Eben nicht!) Und wir dokumentieren damit für Sie hoffentlich auch, dass wir zu einer guten und fruchtbaren Zusammenarbeit bereit sind, und hoffen (Abg. Parnigoni: Wenn für Sie eine parlamentarische Behandlung nur Routine ist, dann ist das schlimm!), Herr Kollege, dass Sie uns Ihre Zusammenarbeit nicht verweigern, wie Sie uns, leider, die Zustimmung für den Sonderausschuss verweigert haben. (Abg. Parnigoni: Wenn das Parlament für Sie Routine ist, dann sind Sie fehl am Platz, Frau Kollegin!)
Abg. Parnigoni: Wenn für Sie eine parlamentarische Behandlung nur Routine ist, dann ist das schlimm!
Wir dokumentieren damit, wie wichtig für uns dieses Thema ist, dass es uns um mehr geht als um Routine-Arbeit. (Abg. Gradwohl: Eben nicht!) Und wir dokumentieren damit für Sie hoffentlich auch, dass wir zu einer guten und fruchtbaren Zusammenarbeit bereit sind, und hoffen (Abg. Parnigoni: Wenn für Sie eine parlamentarische Behandlung nur Routine ist, dann ist das schlimm!), Herr Kollege, dass Sie uns Ihre Zusammenarbeit nicht verweigern, wie Sie uns, leider, die Zustimmung für den Sonderausschuss verweigert haben. (Abg. Parnigoni: Wenn das Parlament für Sie Routine ist, dann sind Sie fehl am Platz, Frau Kollegin!)
Abg. Parnigoni: Wenn das Parlament für Sie Routine ist, dann sind Sie fehl am Platz, Frau Kollegin!
Wir dokumentieren damit, wie wichtig für uns dieses Thema ist, dass es uns um mehr geht als um Routine-Arbeit. (Abg. Gradwohl: Eben nicht!) Und wir dokumentieren damit für Sie hoffentlich auch, dass wir zu einer guten und fruchtbaren Zusammenarbeit bereit sind, und hoffen (Abg. Parnigoni: Wenn für Sie eine parlamentarische Behandlung nur Routine ist, dann ist das schlimm!), Herr Kollege, dass Sie uns Ihre Zusammenarbeit nicht verweigern, wie Sie uns, leider, die Zustimmung für den Sonderausschuss verweigert haben. (Abg. Parnigoni: Wenn das Parlament für Sie Routine ist, dann sind Sie fehl am Platz, Frau Kollegin!)
Abg. Mag. Molterer: Genau!
Ich möchte noch etwas hinzufügen: Wir als Mehrheitsfraktion, als größte Fraktion im Parlament, waren der Meinung, dass es sehr sinnvoll wäre, den kleineren Fraktionen hier im Haus eine Aufwertung zu bieten, indem wir das so genannte Shapley’sche Verfahren anwenden. Das würde nämlich bedeuten, dass die kleineren Fraktionen aufgewertet werden. Sie haben das verweigert! (Abg. Mag. Molterer: Genau!) Und das ist eigentlich eine ganz eigenartige Art, mit Minderheiten umzugehen. (Abg. Mag. Molterer: Genau so ist es!)
Abg. Mag. Molterer: Genau so ist es!
Ich möchte noch etwas hinzufügen: Wir als Mehrheitsfraktion, als größte Fraktion im Parlament, waren der Meinung, dass es sehr sinnvoll wäre, den kleineren Fraktionen hier im Haus eine Aufwertung zu bieten, indem wir das so genannte Shapley’sche Verfahren anwenden. Das würde nämlich bedeuten, dass die kleineren Fraktionen aufgewertet werden. Sie haben das verweigert! (Abg. Mag. Molterer: Genau!) Und das ist eigentlich eine ganz eigenartige Art, mit Minderheiten umzugehen. (Abg. Mag. Molterer: Genau so ist es!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Dann geben Sie allen vier Fraktionen die gleichen Plätze!
Nicht nur in Sonntagsreden Minderheitenrechte zu stützen, sondern in der konkreten Arbeit eine bessere Verankerung der Minderheitsfraktionen möglich zu machen, das wäre Ihnen, als Symbol, eigentlich gut angestanden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Dann geben Sie allen vier Fraktionen die gleichen Plätze!) – Herr Kollege Schieder, Sie waren leider nicht im Konvent, Sie haben von dieser guten Arbeit und von diesem guten Klima wahrscheinlich nichts mitbekommen: Es war eine wirklich sehr konstruktive Arbeit. Es liegt viel vor, wir wollen darauf aufbauen.
Abg. Schieder: Viermal fünf: Fünf, fünf, fünf, fünf!
Ich hoffe, dass die sozialdemokratische Fraktion mit uns hier mitgehen wird. (Abg. Schieder: Viermal fünf: Fünf, fünf, fünf, fünf!) – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich hoffe, dass die sozialdemokratische Fraktion mit uns hier mitgehen wird. (Abg. Schieder: Viermal fünf: Fünf, fünf, fünf, fünf!) – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Baumgartner-Gabitzer und Dr. Brinek.
Die Bundesverfassungsgesetznovelle von 1929, die eine sehr weit reichende Novelle war, wurde im Verfassungsausschuss behandelt, also: kein Sonderausschuss! Die Erweiterung der Europäischen Union, ein sehr komplexes Verfassungsgesetz, war im Verfassungsausschuss. Der EU-Beitrittsvertrag war im Verfassungsausschuss, kein Sonderausschuss! Die neue EU-Verfassung, die tatsächlich Rechtswirksamkeit hat, die die österreichische Bundesverfassung auch ändern wird, ist sehr komplex, sehr wichtig – und war auch im österreichischen Verfassungsausschuss. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Baumgartner-Gabitzer und Dr. Brinek.)
Abg. Dr. Brinek: Stimmt gar nicht!
Der Bericht des Österreich-Konvents hingegen hat überhaupt keine Rechtswirksamkeit! Und ich erinnere Sie daran, wie Sie mit Berichten in der Regel umgehen: Berichte werden im Ausschuss enderledigt, die kommen nicht einmal mehr ins Plenum! (Abg. Dr. Brinek: Stimmt gar nicht!)
Abg. Dr. Brinek: Nein!
Jetzt frage ich Sie noch einmal: Ist das nicht ein bisschen eine krause Argumentation? Ist es nicht eine etwas unlogische Argumentation (Abg. Dr. Brinek: Nein!), dass das „so wichtig“, „so komplex“ sei? Die EU-Verfassung, der Beitrittsvertrag – alles nicht wichtig, alles nicht komplex, kein Sonderausschuss? Und für den Bericht des Österreich-Konvents gibt es erstmals in der österreichischen Verfassungsgeschichte einen Sonderausschuss? Erlauben Sie uns doch eine gewisse Skepsis und ein gewisses Misstrauen, dass da andere Gründe dahinter stecken.
Rufe bei der ÖVP: Na geh!
Einen dieser Gründe hat Kollege Cap schon genannt, nämlich die tatsächliche Verkürzung von Oppositionsrechten, indem man Ausschüsse, die von Abgeordneten der Opposition geleitet werden, zu umgehen versucht. Ein zweites Argument könnte vielleicht auch noch zutreffen – das ist meine Interpretation –: Das Scheitern des Österreich-Konvents, das Scheitern auch dieser Verfassungsreform in dieser sehr, sehr umstrittenen Form des Österreich-Konvents, also außerhalb dieses Hauses, außerhalb des Parlaments soll überdeckt werden, weil es tatsächlich in der Verantwortung der ÖVP liegt, dass hier nichts herausgekommen ist (Rufe bei der ÖVP: Na geh!), und da vor allem wegen der Föderalismusfrage.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Da werden mir alle Kommentatoren Recht geben, das ist kein Zynismus, das ist tatsächlich das wahre Problem gewesen: Sie haben es nicht geschafft, einen modernen Kompetenzkatalog auf den Tisch zu legen. Wir haben es heute am Vormittag wieder gesehen: In diesem Kompetenzdschungel ist man nicht mehr fähig, die echten Probleme anzugehen und zu lösen. Das ist der wahre Grund! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Wieso „so genannt“?
Jetzt wird versucht, das formal zu überhöhen, mittels eines Sonderausschusses, um dieses Scheitern zu überdecken. Aber noch einmal, es ist ein Präzedenzfall, in der österreichischen Verfassungsgeschichte das erste Mal! Es ist einmal von Klubobmann Scheibner das Anliegen gekommen, das so genannte „Österreich zuerst“-Volksbegehren (Abg. Scheibner: Wieso „so genannt“?) – das so genannte! – in einem Sonderausschuss zu diskutieren. Dem ist damals nicht stattgegeben worden.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es passiert nun das erste Mal, und ich frage mich, warum der österreichische Verfassungsausschuss im Vergleich zu all den anderen großen Verfassungsreformen, die er mit Bravour gemeistert hat, gut diskutiert hat, gut vorbereitet hat – auch für das Plenum –, dazu jetzt nicht mehr fähig sein soll. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Kann es sein, dass Sie das nicht verstanden haben?
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Glawischnig, vielen Dank, dass Sie festgehalten haben, dass wir immer dafür eingetreten sind, wichtige Angelegenheiten hier im Parlament in Sonderausschüssen zu behandeln, vor allem dann, wenn die Materie ressortübergreifend ist. Ich glaube, dass die erste, die große Verfassungsreform der Zweiten Republik so eine wichtige Frage ist, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Jarolim: Kann es sein, dass Sie das nicht verstanden haben?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Jetzt wollen Sie das hier möglichst wenig prominent behandeln und sind deshalb gegen einen Sonderausschuss: weil Sie nicht wollen, dass Österreich in dieser Legislaturperiode eine neue dynamische, moderne Verfassung bekommt. Geben Sie doch zu, dass das der Hintergrund für Ihre abwehrende und abhaltende Stellungnahme hier gegen diesen Sonderausschuss ist, Herr Kollege Cap! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Das stimmt! – Abg. Gradwohl – in Richtung des Abg. Mag. Molterer –: Ist es schön in der eigenen Welt?
Ich muss jetzt noch einmal Herrn Abgeordneten Wittmann vor Ihren Angriffen in Schutz nehmen. Niemand von uns würde überhaupt auf die Idee kommen, dem Abgeordneten Wittmann nicht zuzutrauen, einen Ausschuss wie diesen zu führen. Aber man hat schon oft, auch im Verfassungsausschuss, gesehen, dass wir Abgeordnete der Regierungsfraktionen den Ausschussvorsitzenden vor Ihren Geschäftsordnungsanträgen und der Kritik an seiner Vorsitzführung in Schutz nehmen müssen. (Abg. Mag. Molterer: Das stimmt! – Abg. Gradwohl – in Richtung des Abg. Mag. Molterer –: Ist es schön in der eigenen Welt?) Ich mache das auch hier: Abgeordneter Wittmann hat als Vorsitzender des Verfassungsausschuss unser vollstes Vertrauen! Da haben wir überhaupt kein Problem. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich muss jetzt noch einmal Herrn Abgeordneten Wittmann vor Ihren Angriffen in Schutz nehmen. Niemand von uns würde überhaupt auf die Idee kommen, dem Abgeordneten Wittmann nicht zuzutrauen, einen Ausschuss wie diesen zu führen. Aber man hat schon oft, auch im Verfassungsausschuss, gesehen, dass wir Abgeordnete der Regierungsfraktionen den Ausschussvorsitzenden vor Ihren Geschäftsordnungsanträgen und der Kritik an seiner Vorsitzführung in Schutz nehmen müssen. (Abg. Mag. Molterer: Das stimmt! – Abg. Gradwohl – in Richtung des Abg. Mag. Molterer –: Ist es schön in der eigenen Welt?) Ich mache das auch hier: Abgeordneter Wittmann hat als Vorsitzender des Verfassungsausschuss unser vollstes Vertrauen! Da haben wir überhaupt kein Problem. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Der Grund für die Einsetzung dieses Sonderausschusses ist ganz einfach, dass uns diese Verfassungsreform wichtig ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist das wichtigste Verfassungsprojekt in der Zweiten Republik. Wir stellen uns dieser Verantwortung.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin gespannt, wie Sie von der SPÖ in diesem Sonderausschuss für dieses Verfassungsprojekt arbeiten wollen, und bedaure es, dass Sie und auch die Grünen verhindern, dass wir als leider jetzt kleinere Fraktion mit drei – statt wie nun zwei – Mitgliedern in diesem Ausschuss tätig sein können. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ging darum – und das war das Ziel –, eine Kontrolle vom Feld bis zum Teller sicherzustellen. Die Lebensmittelkette von der Primärproduktion bis zum Verbraucher sollte entsprechend kontrolliert werden. Wir Sozialdemokraten betonen – und das sage ich hier sehr klar –: Diesem Anspruch wird dieses Gesetz nicht gerecht, und daher werden wir auch nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir meinen, dass auf Länderebene – genauso wie auf Bundesebene – eine ganz klare Kompetenzbereinigung erfolgen sollte. Die Kompetenzen sollten nicht zweigeteilt, sondern in einer Hand zusammengefasst sein. Es soll eine klare Verantwortung geben, die beim Gesundheitsressort liegen soll. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Aus den dargelegten Gründen lehnen wir diese Vorlage ab, verhehlen aber nicht, dass es einige positive Ansätze gibt. Das Prinzip Hoffnung lebt. Frau Bundesministerin! Wir hoffen, dass gerade im Herbst die Frage der Internetkontrolle in diesem Haus positiv gelöst wird. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Dieses neue Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz ersetzt das 30 Jahre alte Lebensmittelgesetz und das Fleischuntersuchungsgesetz. Für die Vorbereitung des Gesetzes bedanke ich mich ausdrücklich bei den Mitarbeitern im Gesundheitsministerium und bei den Praktikern, die ebenso im Vorfeld eingebunden waren und wertvolle Hinweise für eine effiziente Durchführung gaben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der Aufbau einer österreichweiten Datenbank regelt nicht nur die Kontrollpläne, sondern bietet den Konsumentinnen und Konsumenten mehr Sicherheit, gesunde Produkte zu verzehren. Deshalb kann ich nicht nachvollziehen, dass die Oppositionsparteien diesem Gesetz nicht zustimmen werden. Ich lade Sie aber ein, gemeinsam mit den Regierungsparteien ÖVP und FPÖ die Verantwortung zu übernehmen und diesem Gesetz zuzustimmen. Sie haben im Ausschuss auch darauf hingewiesen, dass dieses Gesetz in den Grundzügen sehr wohl okay ist. Ich kann Ihnen versichern, dass es die Österreicherinnen und Österreicher schätzen, wenn Verantwortung mutig übernommen wird. Deshalb schätzen sie auch die Politik der ÖVP. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Wir sind jetzt mit einem Abänderungsantrag konfrontiert, den wir vorher nicht gekannt haben und auch kaum beraten können. Mir war als Erstredner meiner Fraktion dieser Antrag nicht bewusst. Ich frage mich: Ist das die Politik der Regierung? Geht es so weiter? – Ich halte das für eine absolut undemokratische Vorgangsweise und protestiere auf das Schärfste. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Auch das Schnellwarnsystem ist aus unserer Sicht unzureichend. Zum Bereich des Melderegisters für Nahrungsergänzungsmittel hat Kollege Maier zu Recht gesagt, dass das ein Riesenproblem ist, weil letztlich, das muss man ganz ehrlich sagen, und das ist die Meinung der Grünen, Nahrungsergänzungsmittel in der Regel nur nach ärztlicher Indikation und in Ausnahmefällen sinnvollerweise eingesetzt werden. Ansonsten geht es darum, die Qualität der Lebensmittel in Österreich so zu heben oder so zu erhalten, dass damit das Auslangen gefunden wird und eine gesunde und natürliche Ernährung gewährleistet ist, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Aus diesen und vielen anderen Gründen haben wir auch eine Abweichende Stellungnahme abgegeben und werden wir dieser Gesetzesvorlage nicht zustimmen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Ziel, den Gesundheitsschutz des Verbrauchers zu garantieren und den Verbraucher auch vor Täuschung zu schützen, wird mit diesem Gesetz jedenfalls erreicht, und es wird unsere Zustimmung finden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das europäische Bekenntnis zu traditionellen Lebensmitteln und deren Produktionsweisen sichert langfristig die Vielfalt der heimischen Lebensmittelpalette ab, und das ist uns für die österreichischen Bauern und Bäuerinnen ganz besonders wichtig. Auch Erleichterungen für die Direktvermarktung und die Primärproduktion stärken den österreichischen Bauernstand und sichern den engen Kontakt zwischen heimischen Produzentinnen und Produzenten und Verbraucherinnen und Verbrauchern auch für die Zukunft. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Lassen Sie mich ganz kurz noch ein paar Worte zu den Nahrungsergänzungsmitteln und zur Internetüberwachung sagen. Herr Abgeordneter Maier, Sie wissen, wir haben im Ausschuss eine entsprechende Feststellung getroffen. Wir haben vereinbart, dass die Fragen rund um die Nahrungsergänzungsmittel gemeinsam mit der Novelle zum Arzneimittelgesetz, die im Herbst zur parlamentarischen Behandlung ansteht, behandelt werden, weil wir ja dazu tendieren, dass Nahrungsergänzungsmittel eher den Arzneimitteln zuzurechnen sind. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich glaube, dass wir mit diesem Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz den Österreicherinnen und Österreichern für die Zukunft ein modernes und auch mit entsprechenden Kontrollen ausgestattetes Gesetz zur Verfügung stellen können, ein Gesetz, das sicherstellt, dass die entsprechenden Lebensmittel auch in genügender Menge vorhanden sind. Und wir hoffen, dass die Österreicherinnen und Österreicher diese Lebensmittel auch in der richtigen Weise zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge verbrauchen. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Speed kills“!
Aber, sehr geehrte Damen und Herren, diese Vorgangsweise, einen Abänderungs-antrag in dieser knappen Zeit einzubringen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Speed kills“!), mag vielleicht geschäftsordnungskonform sein, aber es ist das, möchte ich betonen, auch stillos. Es zeugt von einer Abgehobenheit und Selbstherrlichkeit dieser Bundesregierung, die Ihnen absolut nicht zusteht – Kollege Scheuch, ganz sicher nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber, sehr geehrte Damen und Herren, diese Vorgangsweise, einen Abänderungs-antrag in dieser knappen Zeit einzubringen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Speed kills“!), mag vielleicht geschäftsordnungskonform sein, aber es ist das, möchte ich betonen, auch stillos. Es zeugt von einer Abgehobenheit und Selbstherrlichkeit dieser Bundesregierung, die Ihnen absolut nicht zusteht – Kollege Scheuch, ganz sicher nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wieder ein casus belli!
Ich meine auch, dass das ein Sittenbild dieser Regierung ist, denn diese Vorlage wird von uns nicht nur (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wieder ein casus belli!) inhaltlich in vielen Punkten abgelehnt, sondern wir halten sie insgesamt für schlecht. Daher noch einmal: Dann mit schnellen Abänderungsanträgen noch etwas einzubringen, ist stillos, und das Gesetz ist leider mit dieser Abänderung auch nicht brauchbar.
Beifall bei der SPÖ.
Daher noch einmal, Frau Bundesministerin: Die Kontrollfunktion hätten Sie jetzt schon in Ihrem Bundesministerium verankern können – das fehlt uns. Die Meldepflicht bei den Nahrungsergänzungsmitteln ist abhanden gekommen. Ich hoffe, dass wir wenigstens in Zukunft kleine Teile des Entschließungsantrages des Kollegen Johann Maier zum Wohle unserer Sportlerinnen und Sportler gemeinsam umsetzen können. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Maier, das war schon am Rande der Themenverfehlung. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schasching: Die Vorgangsweise!
Wirklich den Vogel abgeschossen aber hat die Frau Abgeordnete Schasching: Bezüglich des von uns eingebrachten Abänderungsantrages hat sie sich dazu verstiegen, zu sagen, das sei „stillos“. (Abg. Schasching: Die Vorgangsweise!) Ich habe mir das genau durchgelesen: Da geht es um die Anregung von zwei Bundesländern bezüglich Einhebung von Gebühren. Da das Wort „stillos“ zu bemühen, das ist meines Erachtens wirklich zu tief in die Dramatik-Kiste hineingegriffen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Wir auch!
Noch tiefer in die Dramatik-Kiste hineingegriffen haben Sie, als Sie gesagt haben, dieses Gesetz gefährde überhaupt die Gesundheit – Sie haben das speziell in Bezug auf die Nahrungsergänzungsmittel festgestellt; diese sind im Zweifel ja Arzneimittel; das wissen Sie, da Sie ja Mitglied des Gesundheitsausschusses sind –, und Sie lassen dieses riesige Gesetz einfach beiseite und wollen die enormen Erfolge in diesem Zusammenhang nicht sehen. Eigentlich hätte ich mir auch von Ihnen eine kleine Geste des Wohlwollens erwartet, aber es muss halt so sein: Man bemüht sich krampfhaft zu sagen, alles sei schlecht, gefährlich, stillos und so weiter. Ich hingegen sage: Dieses Gesetz sichert die Weltklassequalität der österreichischen Nahrungsmittel, und ich bin stolz auf dieses Gesetz! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Wir auch!)
Beifall bei den Grünen.
Auch jenseits dieses Gesetzes brauchen Sie Geld, und deshalb immer wieder unser Plädoyer: Bitte endlich eine ordentliche Dotation! Ohne Geld, ohne Personal, das kontrolliert, gibt es nämlich keine Lebensmittelsicherheit, und das weiß der ehemalige Minister Haupt sicher noch ganz genau aus dem Jahr 2001. Deshalb unsere Skepsis gegenüber diesem neuen Lebensmittelgesetz, weil die Grundlage nicht gewährleistet ist. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Mag. Johann Maier.
Machen Sie Druck darauf, dass dieses Gesetz noch im heurigen Jahr und möglichst schnell das Parlament erreicht! Die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher und die Zwischenfälle in diesem Bereich haben den dringenden Handlungsbedarf für uns alle im Gesundheitsbereich nicht nur signalisiert, sondern haben auch, wenn wir die gemeinsame Entschließung anschauen, die Erkenntnis geschärft, dass wir alle mit Volldampf an diesem Thema arbeiten wollen. (Beifall bei den Freiheitlichen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Mag. Johann Maier.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Rot seht ihr eh positiv!
Da ist für mich Alarmstufe Rot, Frau Kollegin! Wenn man in solch einem wichtigen Bereich zum Finanzminister gehen muss, die finanziellen Mittel ... (Abg. Dr. Mitterlehner: Rot seht ihr eh positiv!) – Rot ist etwas Positives, durchaus, Herr Kollege Mitterlehner! Aber Sie sollten vielleicht doch ein bisschen andächtig lauschen. (Abg. Dr. Stummvoll: Das merkt man an den roten Zahlen, die Sie immer geschrieben haben!) – Na gut, aber wissen Sie, da waren Sie schon kräftig dabei, Herr Stummvoll. Sie waren Staatssekretär, Sie haben ja wirklich große Erfahrung darin, was es heißt, rote Zahlen zu schreiben. Sie waren ... (Abg. Dr. Stummvoll: Schauen Sie meine Zahlen an!) – Ja, die waren nicht nur rot, die waren schon dunkelrot, Herr Kollege Stummvoll! Daher brauchen wir diesen Vergleich sicherlich nicht zu scheuen.
Abg. Dr. Stummvoll: Das merkt man an den roten Zahlen, die Sie immer geschrieben haben!
Da ist für mich Alarmstufe Rot, Frau Kollegin! Wenn man in solch einem wichtigen Bereich zum Finanzminister gehen muss, die finanziellen Mittel ... (Abg. Dr. Mitterlehner: Rot seht ihr eh positiv!) – Rot ist etwas Positives, durchaus, Herr Kollege Mitterlehner! Aber Sie sollten vielleicht doch ein bisschen andächtig lauschen. (Abg. Dr. Stummvoll: Das merkt man an den roten Zahlen, die Sie immer geschrieben haben!) – Na gut, aber wissen Sie, da waren Sie schon kräftig dabei, Herr Stummvoll. Sie waren Staatssekretär, Sie haben ja wirklich große Erfahrung darin, was es heißt, rote Zahlen zu schreiben. Sie waren ... (Abg. Dr. Stummvoll: Schauen Sie meine Zahlen an!) – Ja, die waren nicht nur rot, die waren schon dunkelrot, Herr Kollege Stummvoll! Daher brauchen wir diesen Vergleich sicherlich nicht zu scheuen.
Abg. Dr. Stummvoll: Schauen Sie meine Zahlen an!
Da ist für mich Alarmstufe Rot, Frau Kollegin! Wenn man in solch einem wichtigen Bereich zum Finanzminister gehen muss, die finanziellen Mittel ... (Abg. Dr. Mitterlehner: Rot seht ihr eh positiv!) – Rot ist etwas Positives, durchaus, Herr Kollege Mitterlehner! Aber Sie sollten vielleicht doch ein bisschen andächtig lauschen. (Abg. Dr. Stummvoll: Das merkt man an den roten Zahlen, die Sie immer geschrieben haben!) – Na gut, aber wissen Sie, da waren Sie schon kräftig dabei, Herr Stummvoll. Sie waren Staatssekretär, Sie haben ja wirklich große Erfahrung darin, was es heißt, rote Zahlen zu schreiben. Sie waren ... (Abg. Dr. Stummvoll: Schauen Sie meine Zahlen an!) – Ja, die waren nicht nur rot, die waren schon dunkelrot, Herr Kollege Stummvoll! Daher brauchen wir diesen Vergleich sicherlich nicht zu scheuen.
Beifall bei der SPÖ.
und im Arzneimittelrecht. Das kann nicht unsere Zustimmung finden. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Bezüglich der Datenbanken möchte ich zum Kollegen Pirklhuber Folgendes sagen: Er hat davon berichtet, dass es in anderen EU-Staaten große Probleme mit der Rinderkennzeichnung gegeben hat. In Österreich wurde in dieser Angelegenheit vortreffliche Arbeit von den Bäuerinnen und Bauern geleistet. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé.) Sie, Herr Kollege, haben das ganz kurz angedeutet, das ist richtig. Aber trotzdem möchte ich hier noch einmal betonen, dass bei uns eine Datenerfassung stattfindet, die wirklich Vorbildwirkung hat. Das muss man auch den österreichischen Bäuerinnen und Bauern zugute halten. Das ist eine vorbildliche Arbeit, die letztlich auch den Konsumentinnen und Konsumenten zugute kommt.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es liegt hier ein Lebensmittelgesetz vor, das die Sicherheit der Lebensmittel in Österreich garantiert, das vor allem aber auch die Vielfalt des Lebensmittelangebots durch die Kleinerzeuger weiterhin absichert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
In dieser Frage sage ich: Nicht zurücklehnen ist gefragt, sondern handeln! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ausländer loben in Österreich, wenn sie bei uns zu Gast sind, nicht nur das kulturelle Angebot, manchmal auch sportliche Erfolge – siehe gestern Fußball und Tischtennis –, sondern sie schätzen vor allem unsere wunderbare Landschaft und das herrliche Essen. Wenn ich Sie, meine Damen und Herren, hier anschaue, dann weiß ich: Sie schätzen das auch! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Es gab in den letzten Jahren – wir wissen das – Fehlentwicklungen, wobei Österreich nicht vom Futtermittelmissbrauch betroffen war, sondern vom Arzneimittelmissbrauch. Auch dazu nenne ich ein Beispiel: Am Höhepunkt des BSE-Skandals, als niemand mehr an Rindfleisch denken, geschweige denn es auf dem Teller haben wollte, haben renommierte Gastronomiebetriebe in Österreich ihre Gäste nicht verloren. Ich habe die Wirte gefragt: Weshalb? – Da kam die Antwort: Ich kenne meine Produzenten und ich kenne meine Bauern seit Jahrzehnten, sie betrügen mich nicht, und das wissen auch meine Gäste, die in meinem Restaurant essen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
geben, dass sie die Lebensmittel, die wir dann gerne konsumieren, weiter für Mittel für unser Leben halten und machen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist schade, meine Damen und Herren! Es hätte eine Chance gegeben, hier ein noch besseres Gesetz zu machen. Diese Chance haben Sie jedoch nicht genützt, sie haben sie im negativen Sinne insbesondere für die Konsumenten und Konsumentinnen dieses Landes vorübergehen lassen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
An dieser Stelle möchte ich mich auch sehr herzlich bei Frau Bundesministerin Maria Rauch-Kallat bedanken, die in ihrer Amtszeit gerade in Bezug auf Aufklärung und Informationsarbeit, in Bezug auf Bewegung und gesunde Ernährung sehr viel Positives geleistet hat. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte auch betonen, dass die Situation der heimischen Lebensmittelwirtschaft, der Klein- und Mittelbetriebe berücksichtigt wurde, ohne dabei auf das Ziel der Lebensmittelsicherheit zu vergessen. Ich denke, auch traditionelle Produktionsmethoden der kleinen Erzeugerbetriebe haben Berücksichtigung gefunden. Auch das ist mir sehr wichtig. Nur gemeinsam mit den Produzentinnen und Produzenten werden wir es schaffen, eine Vertrauensbasis auch in dem Sinne zu finden, dass unsere Konsumentinnen und Konsumenten die heimischen Produkte und jene, die gerade in der Saison „in“ sind, bevorzugen, wie schon die Frau Bundesministerin sagte. Ich denke, auch das ist ein ganz wichtiger Aspekt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Das ist unserer Ansicht nach falsch, das gehört unbedingt geändert. Meiner Ansicht nach hat die Öffentlichkeit ein Recht darauf, zu erfahren, von wem sie belogen wurde, von welchem Hersteller sie belogen wurde, und ebenso haben die anderen Hersteller, die ordentlich kennzeichnen, ein Recht darauf, dass der Konkurrent dadurch nicht auch einen Wettbewerbsvorteil genießt. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Dass ausgerechnet von einer Partei, die sich die Marktwirtschaft auf die Fahnen heftet, diese Meinung vertreten wird, ist äußerst verwunderlich. Damit eine Marktwirtschaft nämlich funktioniert – das hat Stiglitz festgestellt und immerhin den Nobelpreis dafür bekommen –, bedarf es einer ausgewogenen Information aller Marktteilnehmer. Das verhindern Sie, weil Sie die Marktteilnehmer nicht ausreichend informieren über das, was sich auf dem Markt abspielt – das könnten Sie! –, und damit verzerren Sie in Wahrheit die Marktwirtschaft und schützen jene, die die Konsumenten belügen oder betrügen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Gleichzeitig ist Österreichs Nahrungsmittelproduktion Gott sei Dank klein strukturiert. Viele unserer Lebensmittel und auch das Fleisch werden von bäuerlichen Betrieben und Gewerbebetrieben produziert und verarbeitet. Deshalb wurden bei der Umsetzung der europäischen Vorgaben bestimmte Erleichterungen geschaffen, um unsere Klein- und Mittelbetriebe in der Wirtschaft sowie in der Landwirtschaft zu stärken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Damit werden Traditionen und die gute österreichische Heurigenkultur weiterhin gefördert. Der Almkäse und die Brettljause werden auch in Zukunft einen wichtigen Platz in unserer Gesellschaft einnehmen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
duzenten und Verarbeitungsbetrieben ein partnerschaftliches ist. Ich bedanke mich für diese Partnerschaft zwischen Wirtschaft – vor allem unseren Klein- und Mittelbetrieben, und den Bäuerinnen und Bauern. Das muss gefördert und unterstützt werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Die kleinen Familienbetriebe der bäuerlichen Kleinstruktur sind Garant unserer gesunden Lebensmittel unseres diesbezüglichen Rufes, den Österreich in Europa und in der ganzen Welt genießt. Darauf können wir stolz sein, das ist gelebte Nachhaltigkeit! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Antwort auf die aktuellen Entwicklungen – das hat die BSE-Krise gezeigt – ist eine regionale kleinstrukturierte Wirtschaft mit Arbeitsplätzen und Produktionen der Lebensmittel vor Ort. Der bäuerliche Familienbetrieb, der Nahversorger, liefert beste Qualität und sichere Lebensmittel. Das neue Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz unterstützt diesen Weg. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Wir hätten uns erwartet, dass man die Chance nützt, dass man mit dieser Gesetzesvorlage den Konsumentinnen und Konsumenten mehr Sicherheit gibt, indem man mehr Transparenz schafft, nicht aber, dass man vielleicht vor einer Lobby, die andere Interessen hat, in die Knie geht und die Vorlage nicht in der erforderlichen Form umsetzt. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Unsere österreichischen Bürgerinnen und Bürger haben mit diesem Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz ein modernes Gesetz, das Sicherheit gibt, und sie können auch weiterhin mit ruhigem Gewissen und vor allem mit Genuss österreichische Lebensmittel, die sie von unseren heimischen Bauern kaufen, essen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Die derzeitige Lebensmittelkennzeichnungs-Verordnung sieht zwar vor, dass Lebensmittel deutlich sichtbar und gut lesbar gekennzeichnet sein müssen, aber bei rund zwei Dritteln der von der AK untersuchten Produkte waren die Etiketten unübersichtlich gestaltet. Unleserliche Fuzelschriften, häufig nur einen Millimeter oder sogar noch winziger, machen den Konsumenten das Leben schwer und hindern sie vor allem daran, sich ausreichend zu informieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt haben Sie noch die Chance, diese wichtige Kennzeichnung zu verankern. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Eher das Gegenteil ist der Fall!
Kollegin Scharer und Kollegin Silhavy kann ich nur mit auf den Weg geben: Wir haben mit dieser Gesetzesvorlage die notwendigen Maßnahmen geschaffen (Abg. Dr. Jarolim: Eher das Gegenteil ist der Fall!), und es wäre gut, nicht wieder Negativstimmung zu machen, Herr Kollege!
Abg. Dr. Jarolim: Semmering!
Im Zusammenhang mit Gesundheit und nachhaltigem Lebensraum möchte ich auf einen anderen Punkt zu sprechen kommen, der mir sehr, sehr wichtig ist. Als steirische Abgeordnete freue ich mich ganz besonders, dass es dieser Regierung gelungen ist beziehungsweise dass ein Durchbruch erzielt wurde (Abg. Dr. Jarolim: Semmering!) –Sie haben es erfasst, danke fürs Mitdenken! – und es einen vorgezogenen Ausbau der Phyrn–Schober–Spielfeld-Achse gibt. Der von Frau Landeshauptmann Waltraud Klasnic immer wieder geforderte rasche Ausbau bis zum Jahr 2012 wird damit nun verwirklicht. (Abg. Dr. Jarolim: 2020, da gratuliere ich Ihnen! Sehr kompetent!)
Abg. Dr. Jarolim: 2020, da gratuliere ich Ihnen! Sehr kompetent!
Im Zusammenhang mit Gesundheit und nachhaltigem Lebensraum möchte ich auf einen anderen Punkt zu sprechen kommen, der mir sehr, sehr wichtig ist. Als steirische Abgeordnete freue ich mich ganz besonders, dass es dieser Regierung gelungen ist beziehungsweise dass ein Durchbruch erzielt wurde (Abg. Dr. Jarolim: Semmering!) –Sie haben es erfasst, danke fürs Mitdenken! – und es einen vorgezogenen Ausbau der Phyrn–Schober–Spielfeld-Achse gibt. Der von Frau Landeshauptmann Waltraud Klasnic immer wieder geforderte rasche Ausbau bis zum Jahr 2012 wird damit nun verwirklicht. (Abg. Dr. Jarolim: 2020, da gratuliere ich Ihnen! Sehr kompetent!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Was hat das jetzt mit dem Lebensmittelsicherheitsgesetz zu tun?
Realisiert wird nun auch der Semmering-Basistunnel-neu, Herr Kollege. (Abg. Dr. Pirklhuber: Was hat das jetzt mit dem Lebensmittelsicherheitsgesetz zu tun?) Dies bedeutet, Semmering- und Koralmtunnel werden jetzt eine untrennbare Einheit auf der neuen Südbahn bilden, und das wiederum bedeutet einen weiteren Schritt in Richtung Schaffung von nachhaltigem Lebensraum. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Realisiert wird nun auch der Semmering-Basistunnel-neu, Herr Kollege. (Abg. Dr. Pirklhuber: Was hat das jetzt mit dem Lebensmittelsicherheitsgesetz zu tun?) Dies bedeutet, Semmering- und Koralmtunnel werden jetzt eine untrennbare Einheit auf der neuen Südbahn bilden, und das wiederum bedeutet einen weiteren Schritt in Richtung Schaffung von nachhaltigem Lebensraum. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ihre Ehrlichkeit macht Sie blind, Sie sollten gelegentlich darüber nachdenken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Ich möchte noch auf Folgendes hinweisen: Kaufen Sie österreichische Lebensmittel! – Sie kaufen damit für sich Lebensmittelsicherheit und hervorragende Qualität, Sie können diese Qualität genießen, und unterstützen dadurch auch unsere heimischen Bäuerinnen und Bauern. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Dr. Jarolim: Das kann man, glaube ich, nicht so nennen!
Das ist ein Punkt, den wir jetzt auch im Sinne der europäischen Harmonisierung gewährleisten müssen, und wir müssen diese Sicherheit weiterentwickeln. Daher bin ich sehr froh darüber, dass wir heute die Gelegenheit haben, den Konsumenten einerseits diese Sicherheit der Nachvollziehbarkeit zu geben, sodass sie wissen, wer wo wie ... (Abg. Dr. Jarolim: Das kann man, glaube ich, nicht so nennen!) – Bitte, Herr Kollege, was meinen Sie? (Abg. Mag. Molterer: Das weiß er selber nicht! – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, das kann man nicht so nennen!) – Ich habe Sie nicht verstanden, aber ich verstehe Sie nie, das ist das Problem. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Das ist Ihr Problem!)
Abg. Mag. Molterer: Das weiß er selber nicht! – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, das kann man nicht so nennen!
Das ist ein Punkt, den wir jetzt auch im Sinne der europäischen Harmonisierung gewährleisten müssen, und wir müssen diese Sicherheit weiterentwickeln. Daher bin ich sehr froh darüber, dass wir heute die Gelegenheit haben, den Konsumenten einerseits diese Sicherheit der Nachvollziehbarkeit zu geben, sodass sie wissen, wer wo wie ... (Abg. Dr. Jarolim: Das kann man, glaube ich, nicht so nennen!) – Bitte, Herr Kollege, was meinen Sie? (Abg. Mag. Molterer: Das weiß er selber nicht! – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, das kann man nicht so nennen!) – Ich habe Sie nicht verstanden, aber ich verstehe Sie nie, das ist das Problem. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Das ist Ihr Problem!)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Das ist Ihr Problem!
Das ist ein Punkt, den wir jetzt auch im Sinne der europäischen Harmonisierung gewährleisten müssen, und wir müssen diese Sicherheit weiterentwickeln. Daher bin ich sehr froh darüber, dass wir heute die Gelegenheit haben, den Konsumenten einerseits diese Sicherheit der Nachvollziehbarkeit zu geben, sodass sie wissen, wer wo wie ... (Abg. Dr. Jarolim: Das kann man, glaube ich, nicht so nennen!) – Bitte, Herr Kollege, was meinen Sie? (Abg. Mag. Molterer: Das weiß er selber nicht! – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, das kann man nicht so nennen!) – Ich habe Sie nicht verstanden, aber ich verstehe Sie nie, das ist das Problem. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Das ist Ihr Problem!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich bitte Sie, stimmen Sie – so wie beim Bundestierschutzgesetz – diesem Antrag in voller Eintracht zu. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Vielleicht können wir die neue EU-Richtlinie dazu nützen, hier entsprechende Änderungen vorzunehmen und eine Neuausrichtung anzudenken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Gradwohl: Wo waren Sie in den letzten zwei Stunden?
Abgeordneter Georg Keuschnigg (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Geschätztes Hohes Haus! Wir hatten jetzt eine im Großen und Ganzen sehr konstruktive, gute, durchaus sachliche Debatte, und mir ist nach diesen Stunden unverständlich, warum Sie von der Opposition hier nicht mitstimmen. Der Diskussionsverlauf rechtfertigt diese Haltung eigentlich nicht. Ich verstehe Sie nicht! (Abg. Gradwohl: Wo waren Sie in den letzten zwei Stunden?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ein Wort möchte ich noch zu den Kontrollen sagen. Auch diesbezüglich geht man mit diesem Gesetz und mit dieser Gesetzesmaterie neue Wege, nämlich in der Form von integrierten Kontrollplänen, die die gesamte Wertschöpfungskette umfassen, von den Lebensmitteln bis zu den Futtermitteln, bis zum Tierschutz und zur Tiergesundheit – aber nach dem Motto: Nicht doppelt und nicht dreifach kontrollieren, sondern, wenn es geht, gemeinsam und integriert. Ich halte das für einen großen Fortschritt in dem Sinne: So viel wie notwendig, aber so wenig und so schlank wie möglich. Das hilft letztlich allen Beteiligten am meisten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abschließend möchte ich mich sehr herzlich dafür bedanken, dass man auf die Situation der Kleinerzeuger in sehr sensibler Art und Weise eingegangen ist, denn nichts geht schneller, als überzogene Auflagen festzulegen, Kleinerzeuger vom Markt zu drängen. Man hat das in diesem Bereich sehr gut gelöst, und dafür, Frau Bundesministerin, möchte ich mich sehr herzlich bei Ihnen bedanken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch
Wir bringen jetzt betreffend Lebensmittelsicherheit noch einen Entschließungsantrag ein. Denn das, was Sie hier fordern, Kollege Grillitsch, entspricht zwar in wesentlichen Punkten sehr wohl auch unserer Intention, ist allerdings in einem wesentlichen Punkt nicht ausreichend (Zwischenruf des Abg. Grillitsch): dass Tierschutzstandards auch gekennzeichnet werden müssen und dass zweitens eine Ursprungskennzeichnung, eine Herkunftskennzeichnung auf europäischer Ebene überhaupt erst erkämpft werden muss. (Abg. Grillitsch: Da bist du aber spät draufgekommen!) Sie wissen so wie wir, dass das derzeit als wettbewerbsverzerrend gilt.
Abg. Grillitsch: Da bist du aber spät draufgekommen!
Wir bringen jetzt betreffend Lebensmittelsicherheit noch einen Entschließungsantrag ein. Denn das, was Sie hier fordern, Kollege Grillitsch, entspricht zwar in wesentlichen Punkten sehr wohl auch unserer Intention, ist allerdings in einem wesentlichen Punkt nicht ausreichend (Zwischenruf des Abg. Grillitsch): dass Tierschutzstandards auch gekennzeichnet werden müssen und dass zweitens eine Ursprungskennzeichnung, eine Herkunftskennzeichnung auf europäischer Ebene überhaupt erst erkämpft werden muss. (Abg. Grillitsch: Da bist du aber spät draufgekommen!) Sie wissen so wie wir, dass das derzeit als wettbewerbsverzerrend gilt.
Abg. Grillitsch: Kollege Pirklhuber, bei der Wahrheit bleiben!
Die zuständigen Mitglieder der Bundesregierung werden ersucht“ (Abg. Grillitsch: Kollege Pirklhuber, bei der Wahrheit bleiben!),
Beifall bei den Grünen.
Das ist unser Entschließungsantrag. Ich ersuche Sie, ihm Ihre Zustimmung zu geben. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Tatsache ist, dass ich in meinen Ausführungen gesagt habe, dass von Ihrer Seite immer mehr Auflagen und Kontrollen verlangt werden. Und immer mehr Auflagen und Kontrollen führen tatsächlich zu mehr Agrarindustrie. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich glaube, es besteht heute in Österreich allgemeiner Konsens darüber, dass wir in einer so zentralen Frage wie der Bildungsfrage zu größerer Reformfreude gelangen müssen, wenn wir wirklich sicherstellen wollen, dass unsere Kinder und Jugendlichen optimale Chancen für ihr weiteres Leben bekommen sollen. Daher sind die Debatte über die PISA-Studie und die bisher erzielten öffentlichen Ergebnisse als ein absoluter Erfolg zu bewerten. Dies bietet die Chance, wirklich eine Neuordnung des österreichischen Schulsystems durchzuführen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es hat sich in dieser Diskussion gezeigt, dass die mangelnde Reformfreude in den letzten Jahren unter anderem davon abhängig gewesen ist, dass für einen Großteil der Schulgesetze eine Zweidrittelmehrheit im Parlament erforderlich ist. Ich teile völlig die Einschätzung des Vorsitzenden der Zukunftskommission, der gemeint hat, dass das Bestehen der Zweidrittelmehrheit zusammen mit der stark angewachsenen Verrechtlichung des Schulsystems und der allgemeinen Bürokratisierung des Schulwesens ein wesentlicher und eminenter Hemmschuh für eine fortschrittliche und vernünftige Schulpolitik gewesen ist. Daher begrüße ich es außerordentlich, wenn wir jetzt nach mehreren Monaten der Diskussion gemeinsam zu der Auffassung gelangen, dass diese Reformblockade der Zweidrittelmehrheit im Parlament aufgehoben wird und damit die Möglichkeit frei gemacht wird für eine Reform und für eine wirkliche Neuordnung des österreichischen Schulsystems, die auch modernen Ansprüchen genügt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was waren die Haupteinwände, die in diesem Begutachtungsverfahren zur Sprache gekommen sind? – Erstens legen sehr viele Menschen und Institutionen Wert darauf, dass in Zukunft in Österreich kein Schulgeld eingeführt wird, damit alle Kinder und Jugendlichen den gleichen Zugang zu den Bildungschancen haben. Ich halte es für wichtig, dass wir dieses Prinzip verankern, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
besagt, dass es kein anderes Schulsystem in Europa gibt, in dem sich die Herkunftsunterschiede so stark auf die Bildungslaufbahn der Kinder und Jugendlichen auswirken! Ich halte es daher für wichtig, dass wir uns dazu bekennen, dass Schule die Aufgabe hat, unabhängig von der Herkunft für gleiche Chancen für Kinder und Jugendliche zu sorgen, und begrüße es ausdrücklich, dass dies im Begutachtungsverfahren von vielen Stellen geäußert wurde. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Geh, wir haben auch die Gespräche geführt ...!
Daher habe ich es eigentlich nicht verstanden, dass bei den Einwänden, die vor allem von Kirchen und Religionsgemeinschaften gekommen sind, die Bundesregierung nicht bereit war, hier das Gespräch zu suchen und auf diese Argumente einzugehen. (Abg. Dr. Brinek: Geh, wir haben auch die Gespräche geführt ...!) Denn ich bin der Meinung, dass es, wenn wir jetzt einen großen Schritt setzen und sagen, dass der Weg für große Reformen frei gemacht werden soll, doch sinnvoll ist, dass wir möglichst viele in unserem Land auf diesem Weg mitnehmen und bestehende Ängste und Befürchtungen abbauen. Daher, Frau Bundesministerin, finde ich es eigentlich wichtig, dass wir, wenn wir einen solch großen Schritt in echtes Neuland setzen, versuchen, darüber einen breiten Konsens nicht nur im Parlament, sondern auch in der Bevölkerung zu erzielen.
Abg. Murauer: ... die jungen Sozialisten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dies ist im Übrigen nicht so schwierig. Wir von der Sozialdemokratie haben diesen Dialog gesucht und gefunden, und wir haben für die heutige Sitzung eine Reihe von Anträgen vorbereitet, die Prinzipien festschreiben: eine gemeinsame Zielvorstellung für das Schulsystem, die Garantie der Schulpflicht, der Schulgeldfreiheit und der Schule als öffentliche Angelegenheit und die Nicht-in-Frage-Stellung von Konkordatsbestimmungen, was den Religionsunterricht und die konfessionellen Privatschulen betrifft. (Abg. Murauer: ... die jungen Sozialisten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! All diese Punkte stellen keine Einschränkung des Reformwillens dar, keine einzige Einschränkung! Wenn wir uns zur Schulgeldfreiheit bekennen: Welche Reform wird damit blockiert? – Keine! Wenn wir uns zur Schule als öffentlicher Angelegenheit bekennen: Wird dadurch eine Reform blockiert? – Nein! Wenn wir uns dazu bekennen, dass wir die Bestimmungen des Konkordats einhalten: Welche Reform wird damit behindert? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei der ÖVP. – Beifall bei der SPÖ.
Ich fordere Sie auf: Betrachten Sie diese Frage nicht durch Ihre kleinkarierte parteipolitische Brille! (Heiterkeit bei der ÖVP. – Beifall bei der SPÖ.) Denken Sie an die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen, und denken Sie an einen neuen Konsens in der Bildungspolitik in unserem Land. (Abg. Großruck: Gusenbauer selber ...!)
Abg. Großruck: Gusenbauer selber ...!
Ich fordere Sie auf: Betrachten Sie diese Frage nicht durch Ihre kleinkarierte parteipolitische Brille! (Heiterkeit bei der ÖVP. – Beifall bei der SPÖ.) Denken Sie an die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen, und denken Sie an einen neuen Konsens in der Bildungspolitik in unserem Land. (Abg. Großruck: Gusenbauer selber ...!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Beseitigung der Zweidrittelmehrheit ist eine Chance, sie ist keine Garantie. Denn die Beseitigung der Zweidrittelmehrheit schafft die Voraussetzung dafür, dass vernünftige Bildungsreformen umgesetzt werden. Aber wenn ich höre, Frau Bundesministerin, was Sie gestern an weiteren Schulgesetzen angekündigt haben, dann finde ich in dieser Auflistung eigentlich keinen einzigen Punkt, der dem Anspruch einer wirklich grundsätzlichen Reform Rechnung tragen würde. Ich finde nichts zur individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler, ich finde in Ihren Vorschlägen nichts zur Frühförderung im Sprachenbereich, ich finde nichts zur Überwindung von Herkunftsunterschieden in der Schule. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Frau Bundesministerin, Ihre gestrigen Punkte entsprechen als Arbeitsprogramm nicht dem Anspruch, eine wirklich große Reform des österreichischen Schulwesens durchzuführen.
Abg. Freund: Sie haben das gefordert!
Daher sage ich ganz offen: Die Beseitigung der Zweidrittelmehrheit bietet eine Chance, aber mit den Punkten, die Sie bisher genannt haben, nützen Sie diese Chance nicht im Mindesten aus. (Abg. Freund: Sie haben das gefordert!) Denn zu glauben, dass man einzelne Schulen und Gegenstände umbenennt und dass das eine Reform sein soll – meine Damen und Herren, das sind bestenfalls kosmetische Reformen, aber doch nicht wirklich das, was die österreichische Schule dringend braucht und was vor allem die Kinder und Jugendlichen in unserem Land brauchen!
Beifall bei der SPÖ.
Eines muss einen auch noch stutzig machen: Wir verhandeln in diesen Tagen auch das Budget, und Sie sehen im Bildungsbudget keine zusätzlichen Mittel für die dringend notwendigen Initiativen vor, die unsere Schule braucht. Daher sage ich ganz offen: Beseitigung der Zweidrittelmehrheit ja, aber das ist keine Garantie unter den bestehenden Mehrheitsverhältnissen in diesem Haus! Es wird wohl andere politische Mehrheiten in Österreich brauchen, die in Zukunft die Chance auf eine große Bildungsreform nützen. Diese Regierung hat diese Chance bisher verpasst. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der bemühte Versuch des Herrn Klubobmannes Dr. Gusenbauer, eine staatstragende Rede zu halten, ist kläglich gescheitert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Wissen Sie, Herr Dr. Gusenbauer ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich nehme das gar nicht für mich in Anspruch, aber danke, dass Sie mir dieses Kompliment machen. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der bemühte Versuch des Herrn Klubobmannes Dr. Gusenbauer, eine staatstragende Rede zu halten, ist kläglich gescheitert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Wissen Sie, Herr Dr. Gusenbauer ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich nehme das gar nicht für mich in Anspruch, aber danke, dass Sie mir dieses Kompliment machen. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der bemühte Versuch des Herrn Klubobmannes Dr. Gusenbauer, eine staatstragende Rede zu halten, ist kläglich gescheitert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Wissen Sie, Herr Dr. Gusenbauer ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich nehme das gar nicht für mich in Anspruch, aber danke, dass Sie mir dieses Kompliment machen. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy
Herr Dr. Gusenbauer, Ihr Hauptproblem in bildungspolitischen Fragen ist Ihre mangelnde Glaubwürdigkeit. Immer dann, wenn es ans Eingemachte geht, sind Sie nämlich nicht da. Das war schon beim Hochwasser so, als Sie Ihren Urlaub fortgesetzt haben (Zwischenruf der Abg. Silhavy), und das war selbstverständlich auch so, als der große und in der Sache wirklich hervorragende Reformdialog zum Thema Bildung abgehalten wurde. Wo war denn da Dr. Gusenbauer? – Dr. Gusenbauer war wahlkämpfen, er hat seine „Startklar“-Tour gemacht, in Baden war er.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es ist ganz interessant, dass die SPÖ eine – ich muss wirklich dazu gratulieren – hervorragende Homepage hat. „Startklar.at“ heißt sie, und dort sind Sie immer absolut up to date: Wenn Dr. Gusenbauer irgendwo unterwegs ist, ist auf dieser Homepage sofort ein Foto, auf dem Dr. Gusenbauer zu sehen ist. Das interessiert mich, ich schaue mir das an. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Aber genau an jenem Tag, nämlich
Der Redner zeigt ein Foto. – Oh-Rufe bei der ÖVP.
Ich habe mir das dann ein bisschen genauer angesehen. Auf der Homepage der SPÖ Baden war ein Foto veröffentlicht, und darauf sieht man Sie im Wahlkampf. (Der Redner zeigt ein Foto. – Oh-Rufe bei der ÖVP.) Im Wahlkampf waren Sie an jenem Tag, als wir uns, als alle hochrangigen Leute dieses Landes sich mit Bildung beschäftigt haben! Damals waren Sie unterwegs und haben wahlgekämpft. Das ist Ihr Glaubwürdigkeitsproblem, Herr Dr. Gusenbauer! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich habe mir das dann ein bisschen genauer angesehen. Auf der Homepage der SPÖ Baden war ein Foto veröffentlicht, und darauf sieht man Sie im Wahlkampf. (Der Redner zeigt ein Foto. – Oh-Rufe bei der ÖVP.) Im Wahlkampf waren Sie an jenem Tag, als wir uns, als alle hochrangigen Leute dieses Landes sich mit Bildung beschäftigt haben! Damals waren Sie unterwegs und haben wahlgekämpft. Das ist Ihr Glaubwürdigkeitsproblem, Herr Dr. Gusenbauer! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Sie haben auch ein Glaubwürdigkeitsproblem, weil Sie heute sagen: Diese Debatte gibt die Gelegenheit, ab dem Zeitpunkt der zweiten PISA-Studie Bilanz zu ziehen. Ja, das glaube ich schon, weil PISA für Sie heißt: „plötzlich in schulischen Angelegenheiten aktiv“ – das heißt für Sie PISA. Denn für uns hat die Bildungspolitik lange davor begonnen. Sie haben offenbar eines übersehen (Zwischenrufe bei der SPÖ): die höchst erfolgreiche Oberstufenreform der allgemein bildenden höheren Schulen, die Elisabeth Gehrer umgesetzt hat, wozu man heute noch gratulieren kann, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie haben auch ein Glaubwürdigkeitsproblem, weil Sie heute sagen: Diese Debatte gibt die Gelegenheit, ab dem Zeitpunkt der zweiten PISA-Studie Bilanz zu ziehen. Ja, das glaube ich schon, weil PISA für Sie heißt: „plötzlich in schulischen Angelegenheiten aktiv“ – das heißt für Sie PISA. Denn für uns hat die Bildungspolitik lange davor begonnen. Sie haben offenbar eines übersehen (Zwischenrufe bei der SPÖ): die höchst erfolgreiche Oberstufenreform der allgemein bildenden höheren Schulen, die Elisabeth Gehrer umgesetzt hat, wozu man heute noch gratulieren kann, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie übersehen völlig die Tausenden zusätzlichen Plätze, die in den Jahren Elisabeth Gehrers als Bildungsministerin an den berufsbildenden höheren Schulen geschaffen wurden. Sie übersehen die Reform der Lehrpläne, die eine neue Gliederung in Kernbereiche und Erweiterungsbereiche erfahren haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie übersehen völlig die Vorbereitung im Hinblick auf die Umwandlung der Pädagogischen Akademien in Richtung der Pädagogischen Hochschulen.
Abg. Dr. Jarolim: Gerade so viel verstanden ...!
Sie leiten aus der PISA-Studie eine Totalreform des österreichischen Schulsystems ab, und da muss ich Ihnen unterstellen, dass Sie die PISA-Studie ebenso wenig gelesen haben wie die Anträge, die heute zur Diskussion stehen. (Abg. Dr. Jarolim: Gerade so viel verstanden ...!) Denn wenn eines aus der PISA-Studie nicht abzuleiten ist, dann ist es eine Totalreform des österreichischen Bildungssystems. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das passt Ihnen in Ihren ideologischen Kram – das mag schon sein –, aber es hat mit einer verantwortungsvollen Bildungspolitik überhaupt nichts zu tun.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie leiten aus der PISA-Studie eine Totalreform des österreichischen Schulsystems ab, und da muss ich Ihnen unterstellen, dass Sie die PISA-Studie ebenso wenig gelesen haben wie die Anträge, die heute zur Diskussion stehen. (Abg. Dr. Jarolim: Gerade so viel verstanden ...!) Denn wenn eines aus der PISA-Studie nicht abzuleiten ist, dann ist es eine Totalreform des österreichischen Bildungssystems. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das passt Ihnen in Ihren ideologischen Kram – das mag schon sein –, aber es hat mit einer verantwortungsvollen Bildungspolitik überhaupt nichts zu tun.
Abg. Dr. Gusenbauer: Das werden sie mit Sicherheit tun!
Einmal sind Sie für die generelle Abschaffung der Zweidrittelmehrheit, dann fällt Ihnen ein Punkt ein, der dagegen spricht, dann kommt Dr. Niederwieser, der die Plattform gegen die Abschaffung der Zweidrittelmehrheit als „unchristliche Aktion“ beschreibt und Ähnliches mehr. Herr Dr. Gusenbauer! Wenn das eine verantwortungsvolle Bildungspolitik sein soll, dann werden sich die Bürgerinnen und Bürger ihr Bild machen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das werden sie mit Sicherheit tun!) Ich kann Ihnen sagen: Sie haben hier vielfach Vorlagen abgelehnt und sich hinter der Zweidrittelmehrheit versteckt. (Abg. Dr. Gusenbauer: Welche?) Wir tun das nicht, wir werden sagen: The proofing of the pudding is the eating! – und wir werden sehen, ob Sie den Pudding essen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Welche?
Einmal sind Sie für die generelle Abschaffung der Zweidrittelmehrheit, dann fällt Ihnen ein Punkt ein, der dagegen spricht, dann kommt Dr. Niederwieser, der die Plattform gegen die Abschaffung der Zweidrittelmehrheit als „unchristliche Aktion“ beschreibt und Ähnliches mehr. Herr Dr. Gusenbauer! Wenn das eine verantwortungsvolle Bildungspolitik sein soll, dann werden sich die Bürgerinnen und Bürger ihr Bild machen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das werden sie mit Sicherheit tun!) Ich kann Ihnen sagen: Sie haben hier vielfach Vorlagen abgelehnt und sich hinter der Zweidrittelmehrheit versteckt. (Abg. Dr. Gusenbauer: Welche?) Wir tun das nicht, wir werden sagen: The proofing of the pudding is the eating! – und wir werden sehen, ob Sie den Pudding essen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Einmal sind Sie für die generelle Abschaffung der Zweidrittelmehrheit, dann fällt Ihnen ein Punkt ein, der dagegen spricht, dann kommt Dr. Niederwieser, der die Plattform gegen die Abschaffung der Zweidrittelmehrheit als „unchristliche Aktion“ beschreibt und Ähnliches mehr. Herr Dr. Gusenbauer! Wenn das eine verantwortungsvolle Bildungspolitik sein soll, dann werden sich die Bürgerinnen und Bürger ihr Bild machen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das werden sie mit Sicherheit tun!) Ich kann Ihnen sagen: Sie haben hier vielfach Vorlagen abgelehnt und sich hinter der Zweidrittelmehrheit versteckt. (Abg. Dr. Gusenbauer: Welche?) Wir tun das nicht, wir werden sagen: The proofing of the pudding is the eating! – und wir werden sehen, ob Sie den Pudding essen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Hakl: Sie hätten das doch jederzeit machen können!
Der grandiose Schulreformdialog, von dem Kollege Amon gesprochen hat, ist schon bemerkenswert. Ich weiß nicht, war das dieser Dialog, von dem man zuerst gesagt hat, er sei auf drei Stunden beschränkt? In der Früh ist der Herr Bundeskanzler dann draufgekommen, dass das vielleicht doch blöd ausschaut. Es sind dann dort 70 Leute gesessen, die am Beginn nicht gewusst haben, wie lange es dauern wird. Es hat Bundeskanzler Schüssel Vergnügen bereitet, vier Stunden länger zu tagen. Es wäre vielleicht fair gewesen, vorher darüber zu informieren, wie das ablaufen wird. Ich denke, das war der Dialog, bei dem 70 Leute jeweils 3 Minuten reden durften, ohne das sie auf ein Argument von irgendwem anderen eingehen konnten. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Hakl: Sie hätten das doch jederzeit machen können!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Danach ist der finnische Experte ans Rednerpult getreten und hat gesagt, dass es nunmehr ein Problem gebe, weil sie genau das für einen der zentralen Fehler hielten, nämlich Bildungsvergleiche zwischen Schulen transparent zu machen. Das führe nicht zu einer Qualitätssteigerung, sondern dazu, dass die Selektion gestärkt werde und man nicht zu einem gleichwertigen Bildungssystem gelange. Davon haben Sie nicht gesprochen. Im Antrag steht nur, was man umsetzen soll. Das zeigt, dass die Antworten häufig nicht so schwarz-weiß sind, wie Sie das darstellen. – Dieser Reformdialog war also ein etwas schwacher. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek
Zum Schulgeld (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek): Frau Kollegin Brinek, damit Sie nicht immer dazwischenreden müssen, zitiere ich Sie selbst. Sie haben am 20. März 2000, also sieben Monate vor Einführung der Studiengebühren in einer OTS Folgendes von sich gegeben: Österreich drohen keine Studiengebühren. Diese Panikmache hat nichts mit politischer Argumentation zu tun. Der Bildungszugang von der Volksschule bis zum akademischen Abschluss wird auch weiterhin von der Gesellschaft getragen werden. – Zitatende. (Rufe bei den Grünen und der SPÖ: Hört, hört! Oho!)
Rufe bei den Grünen und der SPÖ: Hört, hört! Oho!
Zum Schulgeld (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek): Frau Kollegin Brinek, damit Sie nicht immer dazwischenreden müssen, zitiere ich Sie selbst. Sie haben am 20. März 2000, also sieben Monate vor Einführung der Studiengebühren in einer OTS Folgendes von sich gegeben: Österreich drohen keine Studiengebühren. Diese Panikmache hat nichts mit politischer Argumentation zu tun. Der Bildungszugang von der Volksschule bis zum akademischen Abschluss wird auch weiterhin von der Gesellschaft getragen werden. – Zitatende. (Rufe bei den Grünen und der SPÖ: Hört, hört! Oho!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Sieben Monate vor Einführung der Studiengebühren! Drei Monate vorher war es dann Bildungsministerin Gehrer im „profil“: Nein, ich will keine Studiengebühren. In dieser Periode wird es zu keinen Studiengebühren kommen. – Zitatende. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Ruf bei der SPÖ: Verfassungswidrig!
Was mich ein bisschen an der Diskussion stört, wie sie jetzt von der SPÖ geführt wird, ist Folgendes: Wir haben eine Bestimmung, nach der wir derzeit scheinbar kein Schulgeld haben. Ich behaupte allerdings, dass es jetzt Schulgeld gibt. Es gibt eine Verordnung des Bildungsministeriums, in der steht: Für Ganztagsschulen sind 70 € im Monat zu bezahlen plus die Kosten für die Verpflegung, denn die ist darin nicht enthalten. Das ist die andere Variante, die mitschwingt. (Ruf bei der SPÖ: Verfassungswidrig!)
Abg. Dr. Matznetter: Schaffen wir es also ab!
Über diese Dinge würde ich gerne einmal intensiv diskutieren. Sie sagen immer, das sei Betreuung. Ich sage: Wenn man sich für diese Schule entscheidet, dann hat man nicht mehr die Wahlmöglichkeit, ob man Betreuung will oder nicht. Wenn ich mein Kind in einer solchen Schule anmelde, dann zahle ich 70 € Schulgeld, nichts anderes als Schulgeld. (Abg. Dr. Matznetter: Schaffen wir es also ab!) Und was noch dazukommt: Es ist eine Verordnung. Wenn Sie morgen auf die Idee kommen, 150 € zu verordnen, dann zahlen wir pro Kind 150 € Schulgeld für Ganztagsschulen. Das ist doch das Problem, das wir im Moment haben und vor dem wir stehen.
Abg. Murauer: Das muss kein Pfarrer sein! – Abg. Dr. Brinek: Das gehört zur politischen Bildung!
Was wir überhaupt nicht führen, ist eine Diskussion über die Frage: Soll es den Religionsunterricht in der Schule möglicherweise in einer anderen Form geben? Ich halte es für sehr wichtig, in der Schule auch über Weltreligionen zu hören. In welcher Form? Konfessionell? Dass der Pfarrer in die Schule kommt, der katholische Pfarrer in der Regel, und den Kindern dann erklärt, wie die verschiedenen Weltreligionen aufgebaut sind? (Abg. Murauer: Das muss kein Pfarrer sein! – Abg. Dr. Brinek: Das gehört zur politischen Bildung!) Das ist die derzeitige Situation. Da kann es wohl auch noch mehr geben.
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Noch einmal: Das Angebot konfessionellen Religionsunterrichts in der Schule ist für uns nicht die Streitfrage, aber jetzt so zu tun, als wäre es die einzige Lösung, das in der Verfassung festzuschreiben, das halte ich angesichts der aktuellen Situation nicht für vordringlich. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Ich zitiere noch einmal meinen Klubobmann, der gestern gemeint hat, die PISA-Studie habe wohl ergeben, dass wir Leseschwächen hätten und nicht vorwiegend Schwächen beim Religionsunterricht. Ich finde, darauf sollten wir uns auch in der Debatte verständigen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das sind die wichtigen Dinge, über die wir reden sollten, und da vermissen wir sowohl budgetär als auch inhaltlich jegliche Maßnahmen, die Sie setzen hätten können. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
einfach mit der Abschaffung der Zweidrittelmehrheit junktimiert werden kann, denn dann ist diese ganze Diskussion nicht ehrlich und dann wird einmal mehr eine Absprungbasis gesucht, weil man dann sagen kann: Unsere Vorstellungen sind ja nicht erfüllt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: Was ist geändert worden?
Herr Kollege Brosz, wenn Sie gesagt haben, es sei im Hinblick auf den Förderunterricht in unserem Entschließungsantrag nichts drinnen, dann muss ich dem entgegenhalten: Gerade dieser Bereich ist unter der Überschrift „Schwache fördern und Starke fordern“ durchaus allumfassend behandelt. (Abg. Brosz: Was ist geändert worden?)
Abg. Dr. Matznetter: Blau-orange! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des Abg. Dr. Matznetter –: Sehr „geistreich“!
Wir werden heute noch über das LDG diskutieren. Der nächste Schritt könnte gesetzt werden, dieser berühmte Topf C, wo wir die Nachmittagsstunden genauer definieren. Das sind unsere freiheitlichen Forderungen. (Abg. Dr. Matznetter: Blau-orange! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des Abg. Dr. Matznetter –: Sehr „geistreich“!) Ich weiß, die Lehrergewerkschaft ist dafür nicht offen, aber das wären Lösungsansätze! Da Sie immer von Chancengleichheit sprechen, möchte ich betonen, das sind Lösungsansätze in Richtung Chancengleichheit, die nämlich kostenneutral sind für die Eltern und für die Schüler, wenn zwei, drei Nachmittagsstunden Förderunterricht an den Schulen stattfindet. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir werden heute noch über das LDG diskutieren. Der nächste Schritt könnte gesetzt werden, dieser berühmte Topf C, wo wir die Nachmittagsstunden genauer definieren. Das sind unsere freiheitlichen Forderungen. (Abg. Dr. Matznetter: Blau-orange! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des Abg. Dr. Matznetter –: Sehr „geistreich“!) Ich weiß, die Lehrergewerkschaft ist dafür nicht offen, aber das wären Lösungsansätze! Da Sie immer von Chancengleichheit sprechen, möchte ich betonen, das sind Lösungsansätze in Richtung Chancengleichheit, die nämlich kostenneutral sind für die Eltern und für die Schüler, wenn zwei, drei Nachmittagsstunden Förderunterricht an den Schulen stattfindet. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Rada: Wie beim Stadionbau!
Zum Abschluss möchte ich noch sagen, es gibt in diesem Antrag auch das Bekenntnis zum differenzierten Unterricht. Wir Freiheitlichen sagen auch, es muss ein differenzierter Unterricht, eine gemeinsame Schule der 6- bis 15-Jährigen mit sehr starker innerer Differenzierung möglich sein. Das ist das berühmte Kärntner Modell, das im Schulversuch entstehen wird – und das könnte ein Zukunftsmodell sein. Viele Zukunftsmodelle sind von Kärnten ausgegangen. Ich denke an das Kindergeld, an den gesamten Pflegebereich. So könnte Kärnten einmal mehr ein Vorreiterland auch im Schulbereich sein. (Abg. Dr. Rada: Wie beim Stadionbau!) Und ich bin sicher, dass uns das gelingen wird. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Zum Abschluss möchte ich noch sagen, es gibt in diesem Antrag auch das Bekenntnis zum differenzierten Unterricht. Wir Freiheitlichen sagen auch, es muss ein differenzierter Unterricht, eine gemeinsame Schule der 6- bis 15-Jährigen mit sehr starker innerer Differenzierung möglich sein. Das ist das berühmte Kärntner Modell, das im Schulversuch entstehen wird – und das könnte ein Zukunftsmodell sein. Viele Zukunftsmodelle sind von Kärnten ausgegangen. Ich denke an das Kindergeld, an den gesamten Pflegebereich. So könnte Kärnten einmal mehr ein Vorreiterland auch im Schulbereich sein. (Abg. Dr. Rada: Wie beim Stadionbau!) Und ich bin sicher, dass uns das gelingen wird. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
abgeschafft werden, um wirklich Reformen durchführen zu können. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Niederwieser: Das kann man im Bericht nachlesen!
Wir müssen uns aber auch fragen, ob die Basis der Erhebung dieselbe war wie im Jahr 2000, und das werde ich jetzt hinterfragen, denn ich glaube, unsere Schulen haben es sich nicht verdient, dass sie, wenn eine Veränderung der Erhebungsbasis stattgefunden hat, mit derartigen Behauptungen schlecht gemacht werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Niederwieser: Das kann man im Bericht nachlesen!)
Abg. Brosz: Deswegen gibt es den Förderunterricht am Vormittag?
Das Zweite: Ich möchte endlich einmal klarstellen – und bitte, das wirklich ernst zu nehmen –, dass bei einer verschränkten Ganztagsschule die Kinder nicht den ganzen Tag Schule und Unterricht haben. Sie haben genauso wie alle anderen Kinder ihre 19, ihre 21 oder ihre 32 Unterrichtsstunden, und die restlichen Stunden sind Übungsstunden, Lernstunden und Freizeitstunden. Dafür wird ein Betreuungsgeld eingehoben. (Abg. Brosz: Deswegen gibt es den Förderunterricht am Vormittag?) Und ich bitte Sie, zur Kenntnis zu nehmen, dass auch in Finnland für die Betreuung am Nachmittag ein Betreuungsgeld eingehoben wird und dass die Teilnahme an der Betreuung auch in Finnland freiwillig ist. (Abg. Sburny: Das heißt, da zahlt man die Förderung mit!)
Abg. Sburny: Das heißt, da zahlt man die Förderung mit!
Das Zweite: Ich möchte endlich einmal klarstellen – und bitte, das wirklich ernst zu nehmen –, dass bei einer verschränkten Ganztagsschule die Kinder nicht den ganzen Tag Schule und Unterricht haben. Sie haben genauso wie alle anderen Kinder ihre 19, ihre 21 oder ihre 32 Unterrichtsstunden, und die restlichen Stunden sind Übungsstunden, Lernstunden und Freizeitstunden. Dafür wird ein Betreuungsgeld eingehoben. (Abg. Brosz: Deswegen gibt es den Förderunterricht am Vormittag?) Und ich bitte Sie, zur Kenntnis zu nehmen, dass auch in Finnland für die Betreuung am Nachmittag ein Betreuungsgeld eingehoben wird und dass die Teilnahme an der Betreuung auch in Finnland freiwillig ist. (Abg. Sburny: Das heißt, da zahlt man die Förderung mit!)
Heiterkeit bei der ÖVP
Meine Damen und Herren! Wenn ich die Ausführungen der SPÖ-Opposition über die Schulen höre, dann hoffe ich sehr, dass diejenigen, die da reden, selbst nicht all das glauben, was sie sagen (Heiterkeit bei der ÖVP), denn das wäre eine himmelschreiende Ungerechtigkeit gegenüber den Lehrern und Lehrerinnen, gegenüber den Schulen, gegenüber allen Schulpartnern, die sich sehr bemühen und positiv arbeiten, um unseren Kindern die beste Bildung zu geben.
Beifall bei der ÖVP.
Ich bitte Sie weiters, in Ihre Betrachtungen endlich auch Bewertungen aufzunehmen, die positiv sind. Wenn Sie sich die EU-Benchmarks anschauen, wenn Sie wirklich etwas über den Bildungsstandard in Österreich wissen wollen und nicht nur Ihre vorgeformten Stehsätze von sich geben, dann können Sie nämlich im EU-Benchmark lesen: Das EU-Ziel bis 2010 ist es, dass höchstens 10 Prozent der Jugendlichen nach der Pflichtschule keine weiterführende Bildung mehr machen. – In Österreich sind es jetzt schon 9,5 Prozent, und wir arbeiten daran, dass auch diese Jugendlichen noch eine weiterführende Bildung erhalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Brosz: Fragen Sie an den Schulen, ob die dankbar sind!
Ich verstehe schon, dass die Opposition naturgemäß diese Entwicklungen, diese Fortschritte nicht sehen möchte. Aber ich sage Ihnen, Sie tun den Lehrern und Lehrerinnen und den guten Schulen in Österreich bitteres Unrecht, denn diese leisten hervorragende Arbeit, und es ist Zeit, dafür einmal Danke zu sagen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Brosz: Fragen Sie an den Schulen, ob die dankbar sind!)
Abg. Dr. Gusenbauer: So viel Lächerlichkeit bedarf nicht einmal einer Antwort!
Nun zu dem Antrag, die Zweidrittelmehrheit hiefür abzuschaffen. Das kommt mir so ähnlich vor wie damals, als wir darüber diskutiert haben, ob man eine Leistungsvereinbarung an den Schulen machen könnte. Zuerst haben Sie ja gesagt, dann haben Sie nein gesagt. Genauso ist es da: Zuerst wird gefordert, die Zweidrittelmehrheit abzuschaffen, dann werden irrsinnige Junktims errichtet. Ich werde Ihnen jetzt sagen, warum Sie, sehr geehrte Damen und Herren von der SPÖ, diese Junktims errichten. Das ist nämlich sehr einfach: Sie wollen damit verhindern, dass es eine neue Verfassung gibt, denn Sie werden sagen, es sei ja nicht mehr notwendig, die Verfassungsbestimmungen für den Schulbereich haben wir ja schon. (Abg. Dr. Gusenbauer: So viel Lächerlichkeit bedarf nicht einmal einer Antwort!)
Beifall bei der ÖVP.
Stimmen Sie bitte endlich dem Vorschlag für eine schlanke, neue, bessere Verfassung zu, dann haben wir all diese Dinge, die Ihnen so ein großes Anliegen sind, im Verfassungsrang und Sie müssen keine Junktims für die Zweidrittelmehrheit aufstellen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich meine, wer wirklich will, dass bei der Schule etwas weitergeht, dass sich etwas weiterentwickelt, der muss unserem Antrag auf Abschaffung der Zweidrittelmehrheit zustimmen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Brinek: Sie brauchen keine Zensuren auszuteilen!
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Die bisherigen Debattenbeiträge der ÖVP-Vertreterin Ministerin Gehrer und des Kollegen Amon haben sich für mich durch Zynismus, Überheblichkeit und Polemik ausgezeichnet oder dargestellt. (Abg. Dr. Brinek: Sie brauchen keine Zensuren auszuteilen!) Vom Kollegen Amon war ich es ja schon fallweise gewohnt, aber wenn die Ministerin jetzt auch in diesen polemischen Ton verfällt und sagt: Wenn ihr es nicht kapiert, ist euch nicht zu helfen!, dann muss ich schon sagen, Frau Bundesministerin, in diesem Ton einen Konsens erzielen zu wollen (Abg. Großruck: Wie schaut den euer Ton aus! Schauen Sie sich die Dringliche Anfrage an!), noch dazu bei Materien, die im Verfassungskonvent lange diskutiert wurden, das ist wohl etwas vermessen! Vielleicht können Sie mit den Freiheitlichen so umgehen, mit uns sicherlich nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Wie schaut den euer Ton aus! Schauen Sie sich die Dringliche Anfrage an!
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Die bisherigen Debattenbeiträge der ÖVP-Vertreterin Ministerin Gehrer und des Kollegen Amon haben sich für mich durch Zynismus, Überheblichkeit und Polemik ausgezeichnet oder dargestellt. (Abg. Dr. Brinek: Sie brauchen keine Zensuren auszuteilen!) Vom Kollegen Amon war ich es ja schon fallweise gewohnt, aber wenn die Ministerin jetzt auch in diesen polemischen Ton verfällt und sagt: Wenn ihr es nicht kapiert, ist euch nicht zu helfen!, dann muss ich schon sagen, Frau Bundesministerin, in diesem Ton einen Konsens erzielen zu wollen (Abg. Großruck: Wie schaut den euer Ton aus! Schauen Sie sich die Dringliche Anfrage an!), noch dazu bei Materien, die im Verfassungskonvent lange diskutiert wurden, das ist wohl etwas vermessen! Vielleicht können Sie mit den Freiheitlichen so umgehen, mit uns sicherlich nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Die bisherigen Debattenbeiträge der ÖVP-Vertreterin Ministerin Gehrer und des Kollegen Amon haben sich für mich durch Zynismus, Überheblichkeit und Polemik ausgezeichnet oder dargestellt. (Abg. Dr. Brinek: Sie brauchen keine Zensuren auszuteilen!) Vom Kollegen Amon war ich es ja schon fallweise gewohnt, aber wenn die Ministerin jetzt auch in diesen polemischen Ton verfällt und sagt: Wenn ihr es nicht kapiert, ist euch nicht zu helfen!, dann muss ich schon sagen, Frau Bundesministerin, in diesem Ton einen Konsens erzielen zu wollen (Abg. Großruck: Wie schaut den euer Ton aus! Schauen Sie sich die Dringliche Anfrage an!), noch dazu bei Materien, die im Verfassungskonvent lange diskutiert wurden, das ist wohl etwas vermessen! Vielleicht können Sie mit den Freiheitlichen so umgehen, mit uns sicherlich nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Reformdialog, Kollege Amon – Kollege Brosz hat ja schon beschrieben, wie das abgelaufen ist –: Ich nehme jedenfalls zur Kenntnis, dass Klubobmann Cap, Kollege Broukal, Kollegin Kuntzl und ich, die wir alle dort waren, Ihnen zu wenig sind. Wir sind Ihnen offensichtlich nicht Partner genug als Parlamentarier, Sie wollen es anders haben. Oder sehe ich das jetzt falsch? Haben wir Ihnen vielleicht doch gereicht, haben unsere Wortmeldungen einen Beitrag dazu geleistet? Dann stellen Sie sich nicht hier her und tun Sie nicht so, als ob wir dort nichts gewesen wären. Das müssen wir uns nicht gefallen lassen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin, Sie unterstellen uns da etwas: Wir kritisieren nicht die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer, wir kritisieren nicht die Eltern, wir kritisieren Ihre Politik! Darum geht es hier. Ihre Bildungspolitik steht auf dem Prüfstand, nicht die Lehrerinnen und Lehrer! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Gott sei Dank!
Auch wenn Sie versuchen, diesen Pfeil abzuwenden, er wird Sie treffen, trotz allem, Sie können das nicht verhindern. Sie sind für diese Schulpolitik verantwortlich. (Abg. Großruck: Gott sei Dank!) Und die 20 Prozent der 15-Jährigen – das letzte Mal waren es 15 Prozent –, die als Risikoschülerinnen und -schüler bezeichnet werden und von denen die PISA-Studie sagt, sie seien nicht genügend vorbereitet, weder fürs Leben noch für einen Beruf, die kann man doch nicht so einfach wegwischen und sagen: Es ist ohnedies alles in Ordnung, wir haben ja Benchmarks, die besagen, wie gut wir liegen!
Abg. Amon: Sie verhindern ja alles!
Das sind die Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen, und wir würden uns in diesem Haus gerne gemeinsam diesen Herausforderungen stellen und nicht mit ... (Abg. Amon: Sie verhindern ja alles!) – Ja? Dann nennen Sie mir die Gesetze – außer dem einen, das immer wieder zitiert wird –, die hier tatsächlich verhindert wurden.
Beifall bei der SPÖ.
Entschließen Sie sich bitte dazu, unserem Antrag die Zustimmung zu geben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Bleckmann.
Abgeordnete Dr. Gertrude Brinek (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Geschätzter Herr Kollege Niederwieser, ich denke, dass Sie „Reformdialog“ doch auch als etwas Dynamisches verstanden haben, und der ist nicht mit dem 14. Februar abgeschlossen. Daher lade ich Sie sehr herzlich ein, jetzt einmal den eingebrachten Maßnahmenvorschlägen zuzustimmen und den weiteren Dialog aufrechtzuerhalten. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Bleckmann.) Das ist ein Angebot, das ich heute nicht zum ersten Mal im Namen meiner Fraktion mache, sondern nur erneuere. Es unterstreicht, was meine VorrednerInnen, was die Frau Bundesministerin gesagt hat.
Abg. Mag. Gaßner: Erst zustimmen, und das ist dann Dialog? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen
Also stimmen Sie zuerst zu, stimmen Sie dem Entschließungsantrag zu (Abg. Mag. Gaßner: Erst zustimmen, und das ist dann Dialog? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen), dann sehen Sie auch, dass hier die Bundesregierung aufgefordert, ersucht wird, die ablehnende Haltung zur Einführung von Schulgeld beizubehalten! Stimmen Sie unserem Konvententwurf zu, dann haben wir das offensichtlich gemeinsame Ziel erreicht! Dann können wir den Reformdialog und weitere Maßnahmen fortsetzen, denn – ich kann gleich anschließen – PISA und dessen Ergebnis sind ja auch nur eine Momentaufnahme.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neugebauer: Ein wohltuender Beitrag!
Hüten wir uns also vor Kopien, aber auch vor einfachen Antworten dort, wo differenzierte Lösungen zu entwickeln sind! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neugebauer: Ein wohltuender Beitrag!)
Abg. Mag. Gaßner: Warum gibt es das dann nicht?
Regionale Auswertung ist notwendig. Aus jeder Studie ... (Abg. Mag. Gaßner: Warum gibt es das dann nicht?) – Das wird hoffentlich gemacht. Ihre Frage müssen wir an Dr. Haider vom Bildungsforschungszentrum in Salzburg richten.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Einladung zum Dialog gilt. Nehmen Sie daran teil, nehmen Sie diese Einladung an und hören Sie auf mit Schuldzuweisungen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Brinek: Ja!
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Kollegin Brinek, danke für Ihre zum Teil doch differenziertere Darstellungsweise! Jetzt haben Sie schon ein paar Punkte angesprochen, zum Beispiel das Problem der Schülerinnen und Schüler, die aus MigrantInnenfamilien kommen und derzeit einfach nicht die gleichen Chancen haben. Es gibt massive Rückstände, was die deutsche Sprache betrifft, und ganz große Schwierigkeiten bei den Schülerinnen und Schülern, die nicht Sinn erfassend lesen können. Da gilt es anzusetzen. (Abg. Dr. Brinek: Ja!)
Abg. Großruck: Falsch!
Österreich bei den Zielen über dem Bildungsabschluss liege und ohnehin alles toll sei. (Abg. Großruck: Falsch!) So kommen wir, bitte, nicht weiter in einer Diskussion, wenn es darum geht, den Bildungsstandard in Österreich zu verbessern. Da werden wir ewig auf der Stelle treten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Österreich bei den Zielen über dem Bildungsabschluss liege und ohnehin alles toll sei. (Abg. Großruck: Falsch!) So kommen wir, bitte, nicht weiter in einer Diskussion, wenn es darum geht, den Bildungsstandard in Österreich zu verbessern. Da werden wir ewig auf der Stelle treten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
nicht! Es ist jedes Mal ein Eiertanz, ob es das Angebot geben wird oder nicht: Und das ist keine Perspektive für uns. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Brinek: 12 Millionen € zusätzlich!
Wenn Sie im Lesebereich sagen, die Aktion „Lesefit“ ist unsere Antwort auf ein Viertel der Schülerinnen und Schüler, die nicht Sinn erfassend lesen, dann meine ich, das ist eine matte Sache. Da muss man bitte schon mehr bieten als ein Programm. (Abg. Dr. Brinek: 12 Millionen € zusätzlich!) Ich habe nichts gegen das Lesefit-Programm, aber da geht es doch wirklich auch um die Frage der Fort- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer. Da muss man wirklich tief ansetzen und weit reichende Maßnahmen treffen und sich das gemeinsam überlegen. Ich habe bei Ihnen bis jetzt noch nie gehört, dass Sie das tun wollen. Das ist dringend notwendig.
Beifall bei den Grünen.
Zur Frage der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung. Ja, aber bitte, und zwar in unserem Interesse, ganz besonders auf eine einheitliche Ausbildung achten, damit auch ein Wechsel möglich ist, wenn es, so hoffen wir doch, nicht allzu lange dauert, bis diese gemeinsame Schule da ist. Schauen Sie nach Finnland, schauen Sie sich dort den Anteil der pädagogischen Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer an! Diese wird bei uns an den Hochschulen derzeit am wenigsten gegeben. Da sind die Pädagogischen Akademien natürlich weiter vorne, weil diese einen weit höheren Anteil an pädagogischer Ausbildung bieten, als sie an den Universitäten erfolgt. Das heißt, auch da fehlen mir ganz klare Ziele Ihrerseits, wie Sie das tun wollen. Sie setzen immer nur schnelle Maßnahmen, aber der Tiefgang fehlt leider völlig. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Soweit ich heute von Seiten der FPÖ gehört habe, unterstützen Sie so etwas voll und ganz. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie es auch hier im Plenum unterstützen würden, dann hätten wir nämlich die Mehrheit dafür. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.
Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Kolleginnen und Kollegen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.) – Man kann die Rednerliste auch ändern, falls Ihnen das entgangen ist, Kollege Niederwieser.
Abg. Broukal: Danke für diese Belehrung!
Sie sollten sich auch einmal bemühen, nicht immer nur die Mängel zu sehen und nicht immer nur eine Mängelliste aufzuzeigen, sondern auch die positiven Dinge. Und nicht nur die Dinge sind eine Verbesserung, die Ihnen in Ihr Programm passen, sondern auch die Dinge sind Verbesserungen, die andere Leute und andere Parteien als richtig erachten. Auch wenn sie Ihren grün-roten Vorstellungen nicht entsprechen, können es trotzdem Verbesserungen sein. Ich glaube, Sie sollten sich vielleicht auch einmal bemühen, das zu sehen. (Abg. Broukal: Danke für diese Belehrung!) – Gerne, Herr Kollege Broukal! Bemühen Sie sich! Wir werden sehen, ob diese Bemühungen auch Früchte tragen und ob Sie auch einmal sagen werden, es ist auch etwas Gutes geschehen in dieser Regierung – anstatt nur zu meckern. (Abg. Neudeck: Beim Broukal kommt nichts raus, auch wenn er sich bemüht!)
Abg. Neudeck: Beim Broukal kommt nichts raus, auch wenn er sich bemüht!
Sie sollten sich auch einmal bemühen, nicht immer nur die Mängel zu sehen und nicht immer nur eine Mängelliste aufzuzeigen, sondern auch die positiven Dinge. Und nicht nur die Dinge sind eine Verbesserung, die Ihnen in Ihr Programm passen, sondern auch die Dinge sind Verbesserungen, die andere Leute und andere Parteien als richtig erachten. Auch wenn sie Ihren grün-roten Vorstellungen nicht entsprechen, können es trotzdem Verbesserungen sein. Ich glaube, Sie sollten sich vielleicht auch einmal bemühen, das zu sehen. (Abg. Broukal: Danke für diese Belehrung!) – Gerne, Herr Kollege Broukal! Bemühen Sie sich! Wir werden sehen, ob diese Bemühungen auch Früchte tragen und ob Sie auch einmal sagen werden, es ist auch etwas Gutes geschehen in dieser Regierung – anstatt nur zu meckern. (Abg. Neudeck: Beim Broukal kommt nichts raus, auch wenn er sich bemüht!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rada.
Ja, natürlich wäre es schön, wenn man noch mehr tun könnte. Nur: Vergessen wir nicht, dass da jahrzehntelang ein Stillstand geherrscht hat, denn es hat in diesem Bereich eindeutig eine Blockadepolitik gegeben. Und deshalb ist es auch gut und wichtig ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Rada.) – Von uns hat es keine Blockadepolitik diesbezüglich gegeben, Herr Kollege, sondern seitens Ihrer Partei und Ihrer Fraktion, denn die SPÖ hat immer verhindert, dass die Zweidrittelmehrheit in diesem Bereich aufgehoben wird. (Abg. Riepl: Sie können gar nichts blockieren!) Und deshalb finden wir es ja auch so gut, dass Sie jetzt endlich so weit sind, dass Sie sehen, dass es notwendig ist, die Zweidrittelmehrheit aufzuheben, um eine neue, notwendige Dynamik und Flexibilität in den Bildungsbereich hineinzubekommen.
Abg. Riepl: Sie können gar nichts blockieren!
Ja, natürlich wäre es schön, wenn man noch mehr tun könnte. Nur: Vergessen wir nicht, dass da jahrzehntelang ein Stillstand geherrscht hat, denn es hat in diesem Bereich eindeutig eine Blockadepolitik gegeben. Und deshalb ist es auch gut und wichtig ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Rada.) – Von uns hat es keine Blockadepolitik diesbezüglich gegeben, Herr Kollege, sondern seitens Ihrer Partei und Ihrer Fraktion, denn die SPÖ hat immer verhindert, dass die Zweidrittelmehrheit in diesem Bereich aufgehoben wird. (Abg. Riepl: Sie können gar nichts blockieren!) Und deshalb finden wir es ja auch so gut, dass Sie jetzt endlich so weit sind, dass Sie sehen, dass es notwendig ist, die Zweidrittelmehrheit aufzuheben, um eine neue, notwendige Dynamik und Flexibilität in den Bildungsbereich hineinzubekommen.
Abg. Broukal: Wollen Sie das Schulgeld einführen?
Also das heißt, Sie wollen das miteinander verquicken. Und genau das ist dann die Unredlichkeit in dieser Diskussion, wenn Sie einerseits sagen, es soll fallen, aber wir wollen das damit auch noch verbunden haben. Das können Sie nicht! (Abg. Broukal: Wollen Sie das Schulgeld einführen?) Denn wenn Sie sagen, Sie wollen die Zwei-
Abg. Dr. Niederwieser: Nein, eindeutig nicht!
Wir haben im Antrag – Herr Kollege Broukal, ich hoffe, dass Sie ihn sich wenigstens durchgelesen haben – ein eindeutiges Bekenntnis zur Schuldgeldfreiheit abgegeben. Ja, das steht eindeutig drinnen. (Abg. Dr. Niederwieser: Nein, eindeutig nicht!) Also stimmen Sie diesem Antrag zu, wenn Sie diesen Punkt haben wollen!
Abg. Broukal: Steht der Antrag dann in der Verfassung? Habe ich das übersehen? Der steht aber dann nicht in der Verfassung, dieser Antrag! Den können wir im Salzamt einklagen, wenn wir wollen!
Nicht nur im Antragstext, sondern auch im Antrag selbst steht noch einmal drinnen, dass eben die ablehnende Haltung zur Einführung von Schulgeld beizubehalten ist. Ja, bitte, das ist doch ein eindeutiges Bekenntnis zur Schulgeldfreiheit. Insofern können Sie diesem Antrag zustimmen, wenn Sie das auch wollen. Wenn Sie es nicht wollen und nur wieder ein politisches Geplänkel daraus machen wollen, dann stimmen Sie eben nicht zu. (Abg. Broukal: Steht der Antrag dann in der Verfassung? Habe ich das übersehen? Der steht aber dann nicht in der Verfassung, dieser Antrag! Den können wir im Salzamt einklagen, wenn wir wollen!) – Genau, wir wollen das ja fallen lassen, dass all die Dinge in der Verfassung stehen müssen. Genau darum geht es ja, dass wir die Zweidrittelmehrheit fallen lassen. Und wenn wir das auch wieder in die Verfassung hineinschreiben, ist wieder eine Zweidrittelmehrheit notwendig. (Abg. Broukal: Die Freiheit hätten Sie gerne, Schulgeld einzuführen!)
Abg. Broukal: Die Freiheit hätten Sie gerne, Schulgeld einzuführen!
Nicht nur im Antragstext, sondern auch im Antrag selbst steht noch einmal drinnen, dass eben die ablehnende Haltung zur Einführung von Schulgeld beizubehalten ist. Ja, bitte, das ist doch ein eindeutiges Bekenntnis zur Schulgeldfreiheit. Insofern können Sie diesem Antrag zustimmen, wenn Sie das auch wollen. Wenn Sie es nicht wollen und nur wieder ein politisches Geplänkel daraus machen wollen, dann stimmen Sie eben nicht zu. (Abg. Broukal: Steht der Antrag dann in der Verfassung? Habe ich das übersehen? Der steht aber dann nicht in der Verfassung, dieser Antrag! Den können wir im Salzamt einklagen, wenn wir wollen!) – Genau, wir wollen das ja fallen lassen, dass all die Dinge in der Verfassung stehen müssen. Genau darum geht es ja, dass wir die Zweidrittelmehrheit fallen lassen. Und wenn wir das auch wieder in die Verfassung hineinschreiben, ist wieder eine Zweidrittelmehrheit notwendig. (Abg. Broukal: Die Freiheit hätten Sie gerne, Schulgeld einzuführen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir werden sehen, ob Sie auch diesem Punkt zustimmen werden. Wenn Sie das, wovon Sie hier und heute vollmundig sprechen, wirklich umsetzen wollen, dann müssen Sie unserem Antrag zustimmen. Tun Sie es! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Brinek: Das ist die Logik!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Wir müssen dem Antrag natürlich nicht zustimmen, das ist gut so. (Abg. Dr. Brinek: Das ist die Logik!) Es gibt auch gute Gründe dafür.
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, dass genau da das Problem begründet liegt, über das wir reden und reden sollten und das uns zum Handeln bringen sollte. Wir wollen nämlich nicht vielen Jugendlichen viele Chancen geben, sondern wir wollen allen Jugendlichen, allen Kindern die besten Chancen in diesem Land geben. (Beifall bei der SPÖ.) Und davon sind wir weit entfernt.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Also: Bitte, klare Entscheidungen, dann stimmen Sie unserem Antrag zu! Dann wäre diese Sache ein für allemal außer Streit gestellt. Sie würden sich ein Déjà-vu ersparen, denn ich glaube schon einzelnen Bildungspolitikern, dass sie das tatsächlich nicht wollen. Aber im anderen Fall ändert sich eben leider von heute auf morgen die Parteilinie, und dann sind Sie die besten Argumentierer und Argumentiererinnen für das Schulgeld. Ich hab das schon in den Ohren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Was Ihren Antrag betrifft, so muss ich sagen: Da ist eine halbherzige Formulierung drinnen – Kollege Niederwieser hat es schon gesagt –, und es geht genau in die Richtung, wie wir gehört haben, dass es in der ÖVP diskutiert wird, nämlich Schulgeld für den Pflichtschulbereich einzuführen, und das ist gleich Volksschule und Hauptschule, und sogar die AHS-Unterstufe sollte dem Schulgeld unterworfen sein. Bitte, stimmen Sie unserem Antrag zu! Ersparen Sie sich und uns das Déjà-vu und vor allem den Kindern und Jugendlichen eine weitere Hürde im österreichischen Bildungssystem! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Das haben Sie von den Studiengebühren auch gesagt!
Sie zuvor gesagt haben, niemand von der ÖVP habe gesagt, dass das Schulgeld nicht eingeführt werden sollte: Niemand von uns will Schulgeld einführen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Das haben Sie von den Studiengebühren auch gesagt!) Das ist authentisch. Jetzt haben Sie es von mir gehört. Ich hoffe, Sie kommen nicht wieder hier heraus und erzählen noch einmal denselben Unsinn, nämlich, dass die ÖVP Schulgeld einführen will.
Beifall bei der SPÖ.
„PISA-Absturz – Gehrer steckt den Kopf in den Sand. Bald fünf Monate nach Österreichs katastrophalem Absturz bei PISA II ist immer noch nichts geschehen.“ (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Weiter!
Und weiters: „Hartnäckig verweigert Unterrichtsministerin Gehrer die notwendigen Reformen“ und so weiter. (Abg. Dr. Cap: Weiter!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist der Ton, mit dem Sie an Diskussionen herangehen, und dann sind Sie zimperlich und weinerlich, wenn Sie die entsprechende Antwort auf die Unwahrheiten bekommen, die Sie erzählen, auf die Verunsicherung, die Sie draußen bei den Bürgern betreiben, und auf die Verunglimpfung des Schulsystems Ihrerseits. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Aha!
Meine Damen und Herren! Das wissen Sie ganz genau! Entweder Sie haben die PISA-Studie nicht kapiert oder Sie wollen sie nicht kapieren – eher das Letztere wird der Fall sein. Sie wollen die PISA-Studie nicht kapieren. Sie wissen ganz genau, dass die PISA-Studie differenziert zu sehen ist, dass die PISA-Studie differenziert zu diskutieren ist, und Sie wissen von den Experten auch, dass das eine Momentaufnahme ist, dass das nicht so tragisch ist. Österreich ist im Vergleich zur letzten PISA-Studie um drei Prozentpunkte zurückgefallen. Dass Maßnahmen gesetzt werden müssen, ist ganz klar, aber deshalb werden wir nicht das ganze Schulsystem ändern. Das werden Sie mit uns nicht zusammenbringen, und das werden Sie mit uns auch nicht durchsetzen können. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Aha!)
Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.
Mir kommt Ihre Argumentation folgendermaßen vor – man muss vielleicht bei Ihnen mit Gleichnissen sprechen, damit Sie wissen, was gemeint ist –: Bei einem Kraftfahrzeug ist die Zündkerze kaputt, sie funktioniert nicht ganz, und Sie gehen her und sagen, dass das ganze Auto ausgetauscht werden muss. Wir sagen: Wir drehen die Zündkerze heraus, und dann funktioniert es wieder! – Genau da werden wir mit unseren Reformen ansetzen! (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP. – Aha-Rufe bei der SPÖ.
gogische Blumenwiese und nicht Ihren pädagogischen Rasenmäherschnitt, den Sie durchsetzen wollen! (Beifall bei der ÖVP. – Aha-Rufe bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Das ist der Unterschied! Dafür, dass das auch geschieht, ist die Frau Ministerin Gehrer ein Garant. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Bildungspolitik ist bei der ÖVP, bei der Koalition, bei der Regierung, bei der FPÖ in besten Händen. Darauf kann sich die Bevölkerung, können sich die Lehrer, die Schüler und die Eltern verlassen. Wir machen keine Experimente, die ideologisch begründet sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
(Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Broukal: Die Legasthenikerförderung ist abgeschafft worden! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Beate Schasching (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Kollege Großruck, Ihre Mehrzeiler haben sich in der Vergangenheit schon besser gereimt, also irgendwie bin ich heute ein bisschen enttäuscht. (Abg. Broukal: Die Legasthenikerförderung ist abgeschafft worden! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP! Ich muss feststellen: Heute ist schon der Tag der Überheblichkeit der ÖVP. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Durchaus! Ich kann das auch begründen. Vor wenigen Stunden, als ich hier gestanden bin, um zum Thema Gesundheit zu sprechen, haben wir während der Debatte – unser Erstredner war mit seinen Ausführungen schon fertig – einen Abänderungsantrag auf den Tisch geknallt bekommen, und das war alles andere als im Sinne eines konstruktiven Dialogs, wie es bei einem Gesetz sein soll. Uns zu sagen, man müsse vorher Ihren Vorschlägen zustimmen, um dann in einen Reformdialog eintreten zu können, war überhaupt, Frau Kollegin Brinek, ein starkes Stück. Dialog ist für mich etwas, das vorangehen soll, etwas, das wir vorher führen wollen, das wir auch ausreichend führen wollen und nicht in drei Minuten, und das mit Stehsätzen, erledigen wollen. Dialog ist
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin, ich hoffe, für Sie ist Dialog kein leeres Wort und Sie beginnen, endlich darüber nachzudenken, und treten bald in einen Dialog ein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Ministerin! Die Diskussion zeigt, dass die ÖVP in Fragen der Bildung abgedankt hat (ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP), denn die Umsetzung der Ergebnisse münden in einen Antrag, der voll von Plattitüden ist. (Beifall bei der SPÖ.) Zum Beispiel steht in diesem Antrag, dass die Schwachen gefördert und die Starken gefordert werden sollen. Das ist eine typische Nona-Floskel! Es steht auch drinnen, dass der Förderunterricht flexibel über das Unterrichtsjahr aufgeteilt und den Bedürfnissen der Kinder entsprechend sein soll.
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Ministerin! Die Diskussion zeigt, dass die ÖVP in Fragen der Bildung abgedankt hat (ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP), denn die Umsetzung der Ergebnisse münden in einen Antrag, der voll von Plattitüden ist. (Beifall bei der SPÖ.) Zum Beispiel steht in diesem Antrag, dass die Schwachen gefördert und die Starken gefordert werden sollen. Das ist eine typische Nona-Floskel! Es steht auch drinnen, dass der Förderunterricht flexibel über das Unterrichtsjahr aufgeteilt und den Bedürfnissen der Kinder entsprechend sein soll.
Abg. Großruck: Hahaha!
Wie schaut es in Wirklichkeit aus? – Der Förderunterricht wurde gestrichen. Es wurden Lehrerressourcen gestrichen. Es gibt weniger Stütz- und BegleitlehrerInnen, weniger SprachheillehrerInnen. Es zeigt sich, dass die Frau Ministerin amtsmüde ist. (Abg. Großruck: Hahaha!) Und das, was sie hier heute als Hohelied auf die Lehrerinnen und Lehrer von sich gegeben hat, ist in Wirklichkeit ein ganz anderes Lied, nämlich ein Abgesang. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wie schaut es in Wirklichkeit aus? – Der Förderunterricht wurde gestrichen. Es wurden Lehrerressourcen gestrichen. Es gibt weniger Stütz- und BegleitlehrerInnen, weniger SprachheillehrerInnen. Es zeigt sich, dass die Frau Ministerin amtsmüde ist. (Abg. Großruck: Hahaha!) Und das, was sie hier heute als Hohelied auf die Lehrerinnen und Lehrer von sich gegeben hat, ist in Wirklichkeit ein ganz anderes Lied, nämlich ein Abgesang. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Kainz: Das stimmt ja gar nicht!
Ich möchte jetzt auf ein anderes Thema zu sprechen kommen, nämlich auf die Frage der Integration. Die Integration von behinderten Kindern erfolgt in Österreich in unterschiedlicher Weise. Zum Beispiel müssen in Niederösterreich Eltern für ihr Kind darum ersuchen, dass es einen integrativen Schulplatz bekommt. (Abg. Kainz: Das stimmt ja gar nicht!) Die Integration in weiter führenden Schulen wurde von Seiten der ÖVP-Ministerin auf das Abstellgleis geführt.
Beifall bei der SPÖ.
Die Sozialdemokratie hat konkrete Angebote, die Bevölkerung steht hinter diesen konkreten Angeboten der Sozialdemokratie. Wir machen einen erfolgreichen Dialog mit wichtigen Gruppen der Gesellschaft. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Zeitung lesen können wir selber auch!
Damit komme ich schön langsam zum eigentlichen Punkt. Was heißt „Wie lange schaut der Bundeskanzler noch zu?“ (Abg. Neudeck: Zeitung lesen können wir selber auch!) Der Schöpfer dieser Bundesregierung, der Verantwortliche für diese Bundesregierung ist der Bundeskanzler. Denn: Wir haben damals Sondierungsgespräche gehabt: ÖVP mit den Grünen, ÖVP mit SPÖ, und dann hat sich der Bundeskanzler – welche Überraschung! – doch wieder für die Fortsetzung der schwarz/blauen Regierungskoalition ausgesprochen.
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Lopatka könnte jetzt plakatieren: Wer, wenn nicht er, ist hauptverantwortlich für diese Regierungskrise? Wer, wenn nicht er, ist verantwortlich für diesen Politikstillstand und Reformstillstand in dieser Regierung? Sollte der FPÖ-Parteitag am 23. April schief gehen ... (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Werden Sie nicht so nervös! Ich verstehe es, es geht dann um Ihre Sitze in diesem Hohen Haus. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Fünf Jahr Enttäuschung spricht aus Ihnen!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Fünf Jahr Enttäuschung spricht aus Ihnen!
Lopatka könnte jetzt plakatieren: Wer, wenn nicht er, ist hauptverantwortlich für diese Regierungskrise? Wer, wenn nicht er, ist verantwortlich für diesen Politikstillstand und Reformstillstand in dieser Regierung? Sollte der FPÖ-Parteitag am 23. April schief gehen ... (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Werden Sie nicht so nervös! Ich verstehe es, es geht dann um Ihre Sitze in diesem Hohen Haus. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Fünf Jahr Enttäuschung spricht aus Ihnen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das war aber kein frenetischer Applaus!
Der Hauptverantwortliche ist der Herr Bundeskanzler, und der kann sich vor dieser Verantwortung nicht drücken, und daher wird er hier heute Rede und Antwort zu stehen haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das war aber kein frenetischer Applaus!)
Ruf bei der ÖVP: Richtig!
Natürlich habe ich mit großem Interesse immer die Kommentare seitens des Bundeskanzlers verfolgt, wenn er nach den Ministerratsitzungen – neuerdings dauern diese gar nicht mehr so lange, die letzte soll angeblich der kürzeste Ministerrat aller Zeiten gewesen sein, der wird stehend stattgefunden haben – nach der Koalition gefragt wurde. Da gibt er immer Antworten, wie zum Bespiel: Es gibt keine Krise! Wir arbeiten weiter! (Ruf bei der ÖVP: Richtig!) Und der wichtigste Satz lautet: Die FPÖ ist ein stabiler Koalitionspartner! – Dann, wenn dieser Satz fällt, sollte es theoretisch Lachsalven unter den Anwesenden geben. Aber er wird doch immer wieder ausgesprochen.
Abg. Scheibner: Der Mölzer ist schon der Anwalt vom Kollegen Cap!
Aber alles hat sich zugespitzt auf den Parteiausschluss von Herrn Mölzer, der am 8. März in der Wochenzeitung „Zur Zeit“ einen Artikel über die FPÖ geschrieben hat – das ist also gar nicht so lange her –, und dazu schreibt die APA Folgendes: „Mölzer zeichnet in ‚Zur Zeit’ ein schonungsloses Bild der FPÖ.“ Untertitel: „Ohnmächtiger kleiner“ Regierungspartner – „Gescheiterte“ Partei ohne Zukunft. (Abg. Scheibner: Der Mölzer ist schon der Anwalt vom Kollegen Cap!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Was interessiert das Parlament, was der Mölzer sagt? Der Mölzer hat nicht einmal einen Sitz hier im Parlament!
(Abg. Dr. Partik-Pablé: Was interessiert das Parlament, was der Mölzer sagt? Der Mölzer hat nicht einmal einen Sitz hier im Parlament!)
Abg. Scheibner: Mölzer ist Redeschreiber vom Kollegen Cap! – Abg. Mag. Molterer: Mölzer wird noch SPÖ-Mitglied!
Mölzer schreibt – ich zitiere –: „Die personelle Repräsentanz der freiheitlichen Regierungspartei im Jahre 5 der Regierungsbeteiligung wird von skeptischen Beobachtern der FPÖ, aber auch von innerparteilichen Kritikern als einigermaßen dürftig beschrieben: Die Parteichefin sei als solche primär in ihrer Eigenschaft als Schwester begründbar. Der Vizekanzler aus dem Alemannisch-Vorarlberger Politbiotop der FPÖ stammend, ein klassischer Wirtschaftsliberaler und allzu ÖVP-affin. Die Justizministerin im sozialistischen Milieu politisch sozialisiert und mäßig kompetent.“ – Da müssen wir uns noch die Mühe nehmen, zu überprüfen, ob das wirklich stimmt. –„Die drei Staatssekretäre“ – übrigens anwesend – „politisch-ideologische Leichtgewichte.“ (Abg. Scheibner: Mölzer ist Redeschreiber vom Kollegen Cap! – Abg. Mag. Molterer: Mölzer wird noch SPÖ-Mitglied!)
Abg. Mag. Molterer: Weil es stimmt!
Also wenn man die Tür offen lässt und der Wind bläst, sind sie weg. Daher werden sie auch meistens auf den Fotos gar nicht abgebildet. Damit die Frauenquote stimmt, werden nur die Minister abgebildet. Das ist auch eines der PR-Tricks, die da gemacht werden. Aber als professionell bezeichnet der Klubobmann Molterer die blaue Regierungsriege. (Abg. Mag. Molterer: Weil es stimmt!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Mölzer bestreitet das. Mölzer scheint eine wichtige Persönlichkeit zu sein. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Immerhin: Zwei Drittel im Vorstand der FPÖ waren für seinen Ausschluss, ein Drittel war dagegen, ein Mitglied hat sich der Stimme enthalten. Es wird darüber gestritten, ob das ungültig ist oder nicht. Also das ganze Theater geht weiter. Aber Sie alle wollen uns einreden, dass das auf die Regierungsarbeit keine Auswirkung hätte. (Abg. Mag. Molterer: Cap hat den Mölzer als Redeschreiber!)
Abg. Mag. Molterer: Cap hat den Mölzer als Redeschreiber!
Mölzer bestreitet das. Mölzer scheint eine wichtige Persönlichkeit zu sein. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Immerhin: Zwei Drittel im Vorstand der FPÖ waren für seinen Ausschluss, ein Drittel war dagegen, ein Mitglied hat sich der Stimme enthalten. Es wird darüber gestritten, ob das ungültig ist oder nicht. Also das ganze Theater geht weiter. Aber Sie alle wollen uns einreden, dass das auf die Regierungsarbeit keine Auswirkung hätte. (Abg. Mag. Molterer: Cap hat den Mölzer als Redeschreiber!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Welchen Einfluss, glauben Sie, hat der Mölzer auf die Regierungsarbeit?
Was wollen Sie in dieser Regierung eigentlich noch beschließen? Mit welcher Basis geht dann die FPÖ-Regierungsriege in ihre Parteigremien, wenn eine geschwächte Parteivorsitzende kein Vertrauen mehr genießt? Wie kann das funktionieren? Das Lachen wir Ihnen noch in der Kehle stecken bleiben, Herr Klubobmann Molterer, spätestens am 23. April. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Welchen Einfluss, glauben Sie, hat der Mölzer auf die Regierungsarbeit?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Vom „Konsum“ habt ihr euch befreit!
Aber worum geht es denn? – Der Bundeskanzler war so nett und hat uns bei einer Veranstaltung zu „50 Jahre Staatsvertrag“ aufgeklärt, worum es eigentlich geht. Das wurde freundlicherweise im „Mittagsjournal“ gebracht und in der „ZiB“ um 13 Uhr, glaube ich, auch. Da sagte er, wir sollen uns „befreien“ – also macht euch frei! –, und zwar von unseren „Konsuminteressen“ (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Vom „Konsum“ habt ihr euch befreit!), von unseren „Wohlstandsinteressen“, von unseren „Mickey-Mouse-Problemen“, die wir natürlich mit einer Lust der Sonderklasse täglich zelebrieren in der Innenpolitik.“
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Also hätte er das vor 11 Uhr gesagt, dann hätten wir eine Frage in der Dringlichen Anfrage anhängen müssen und ihn auffordern müssen, uns zu sagen, was für ihn innenpolitische Mickey-Mouse-Probleme sind. Das interessiert uns nämlich sehr. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist doch das übliche Kasperltheater von Ihnen!
Genauso sein Aufruf an die Österreicherinnen und Österreicher: Lasst doch den schnöden Konsum! Weg vom Wohlstand! Ab in den Franziskaner-Orden, da könnt ihr euch wohl fühlen! – Das war heute der Aufruf, um die Schröpf-Politik, die Politik des in die Taschen der Österreicherinnen und Österreicher Greifens zu beschreiben! Man verharmlost das Schröpfen der Pensionisten, das Kürzen der Pensionen, indem man sagt: Seid zufrieden auch mit kleineren Pensionen, seid zufrieden, wenn die Löhne stagnieren, seid zufrieden, wenn es nicht allzu viel Beschäftigung gibt! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist doch das übliche Kasperltheater von Ihnen!) Zieht euch
Zwischenruf des Abg. Großruck.
zurück! Seid kontemplativ und entsagt den Konsuminteressen und den Wohlstandsinteressen! (Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Abg. Freund: Das wurde gemacht!
Jetzt muss ich ihn fragen: Was meint er mit Mickey-Mouse-Themen? Meint er zum Beispiel die Frage der Arbeitslosigkeit? – Er ist der Bundeskanzler der Rekord-Arbeitslosigkeit: Wir haben jetzt über 360 000 Arbeitslose! Viel ist dieser Regierung nicht eingefallen! Wir haben 2004 vorgeschlagen, man möge im Rahmen einer Steuerreform Entlastungen für die kleinen und mittleren Einkommen in Milliardenhöhe schaffen, damit es da einen Wachstumsschub und einen Beschäftigungsschub gibt, damit es zusätzliche Arbeitsplätze gibt, damit es ein BIP-Wachstum von etwa 1 bis vielleicht sogar 1,5 Prozent gibt. (Abg. Freund: Das wurde gemacht!) Aber nichts! Unsere Vorschläge wurden immer abgeschmettert!
Beifall bei der SPÖ.
Jeder von uns weiß, dass, wenn die Dienstleistungsrichtlinie so gekommen wäre, wie sie Herr Bolkestein vorgesehen hat, die Existenz und die Interessen der kleinen und mittleren Unternehmer und damit auch unzählige Arbeitsplätze gefährdet wären! – Das geht jetzt an die Vertreter der kleinen und mittleren Unternehmen in der ÖVP, aber Letztere sind ja in Wahrheit gar nicht mehr deren Vertreter, diese werden ja von uns schon besser vertreten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: So ein Kasperltheater!
Das ist auch logisch: Sie haben die aktive Arbeitsmarktförderung 2004 allein um 47,2 Millionen € gekürzt. Das ist auch logisch: Sie haben die Infrastrukturausgaben für 2006 um 223 Millionen € gekürzt. Diesbezüglich gibt es keine Überlegungen, mit staatlichen Mitteln sinnvolle Investitionen zu fördern, zu unterstützen oder gar durchzuführen! Daher ist dieses Verhalten auf der Ebene der Europäischen Union natürlich logisch. Nur: Dort wird so gesprochen, und in Österreich wird, und zwar bei den Sonntagsreden, anders gesprochen. Da gibt es salbungsvolle Reden über Beschäftigung, salbungsvolle Reden über Wirtschaft und Wachstum – aber die reale Politik sieht in Wahrheit anders aus! (Abg. Großruck: So ein Kasperltheater!)
Abg. Lentsch: Zeigen Sie nicht mit dem Finger auf uns! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.
Dieser Stillstand bei den Reformen und der Politikstillstand schlagen sich ja auch nieder, auch bei der Bevölkerung! Erinnern Sie sich ... (Abg. Lentsch: Zeigen Sie nicht mit dem Finger auf uns! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.) Sie hätten beim „Inlandsreport“ einen Zwischenruf machen sollen, als dort gesagt wurde, wie die Stimmung in der Bevölkerung wirklich ist. Drei Viertel der Bevölkerung üben an der Politik der Bundesregierung aus der Zeit, als sie noch Politik gemacht hat, jetzt Kritik
Beifall bei der SPÖ.
Viele von denen, die da sitzen und die Mehrheitsbeschaffer für diese Bank darstellen, werden dann, nach der nächsten Wahl – die durchaus schon vor dem Sommer stattfinden kann –, nicht mehr hier herinnen sitzen. Das sollten Sie in der vorletzten Reihe, wenn Sie mit dem Kopf nicken, immer berücksichtigen! Es kann auch Ihr Sessel sein, der für diesen Stillstand und für diese Reformpolitik geopfert wird! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Lopatka: Bank Austria!
Oder: Da waren Sie noch aktiv, als es um die Total-Privatisierung der ÖIAG gegangen ist, als fast 400 Millionen € auf dem Altar der Ideologie der Privatisierung geopfert wurden, Herr Lopatka! Ich betone: 400 Millionen € auf dem Altar der Ideologie! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Lopatka: Bank Austria!) Sie wollen wahrscheinlich einen Zwischenruf zur Wirtschaftskompetenz machen!
Abg. Dr. Rasinger: Bank Austria!
Herr Generalsekretär Lopatka, Sie sind Steirer, und Sie werden natürlich besonders intensiv verfolgt haben, was sich da abgespielt hat. (Abg. Dr. Rasinger: Bank Austria!) Ein Aspekt, der die Steiermark sehr berührt, ist der Semmering-Basistunnel. Ich weiß jetzt gar nicht, wann die Planung fertig sein soll. Das soll ja ellenlang dauern! Es gibt Prophezeiungen, dass man vor 2025 überhaupt nicht in die zweite Röhre wird hineinschauen können! Wieso braucht man eine zweite Röhre? Wer zahlt denn das schon wieder? Was ist denn das für ein Durcheinander bei solch einer verkehrspolitisch wichtigen Frage wie dem Semmering-Basistunnel?! (Abg. Neudeck: Sind Sie noch beim Thema?) Die Bauzeit wird um ein Drittel länger sein, die Genehmigungszeit wird noch einmal von vorne anfangen, und die Kosten werden um ein Drittel höher sein, und all das mit Steuergeldern, das muss man immer dazusagen. Das sind dann nicht irgendwelche Privatgelder, all das wird mit Steuergeldern finanziert. Und die Bevölkerung wartet auf diesen Tunnel, aber er kommt nicht, er kommt nicht, und er kommt nicht! (Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.)
Abg. Neudeck: Sind Sie noch beim Thema?
Herr Generalsekretär Lopatka, Sie sind Steirer, und Sie werden natürlich besonders intensiv verfolgt haben, was sich da abgespielt hat. (Abg. Dr. Rasinger: Bank Austria!) Ein Aspekt, der die Steiermark sehr berührt, ist der Semmering-Basistunnel. Ich weiß jetzt gar nicht, wann die Planung fertig sein soll. Das soll ja ellenlang dauern! Es gibt Prophezeiungen, dass man vor 2025 überhaupt nicht in die zweite Röhre wird hineinschauen können! Wieso braucht man eine zweite Röhre? Wer zahlt denn das schon wieder? Was ist denn das für ein Durcheinander bei solch einer verkehrspolitisch wichtigen Frage wie dem Semmering-Basistunnel?! (Abg. Neudeck: Sind Sie noch beim Thema?) Die Bauzeit wird um ein Drittel länger sein, die Genehmigungszeit wird noch einmal von vorne anfangen, und die Kosten werden um ein Drittel höher sein, und all das mit Steuergeldern, das muss man immer dazusagen. Das sind dann nicht irgendwelche Privatgelder, all das wird mit Steuergeldern finanziert. Und die Bevölkerung wartet auf diesen Tunnel, aber er kommt nicht, er kommt nicht, und er kommt nicht! (Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.
Herr Generalsekretär Lopatka, Sie sind Steirer, und Sie werden natürlich besonders intensiv verfolgt haben, was sich da abgespielt hat. (Abg. Dr. Rasinger: Bank Austria!) Ein Aspekt, der die Steiermark sehr berührt, ist der Semmering-Basistunnel. Ich weiß jetzt gar nicht, wann die Planung fertig sein soll. Das soll ja ellenlang dauern! Es gibt Prophezeiungen, dass man vor 2025 überhaupt nicht in die zweite Röhre wird hineinschauen können! Wieso braucht man eine zweite Röhre? Wer zahlt denn das schon wieder? Was ist denn das für ein Durcheinander bei solch einer verkehrspolitisch wichtigen Frage wie dem Semmering-Basistunnel?! (Abg. Neudeck: Sind Sie noch beim Thema?) Die Bauzeit wird um ein Drittel länger sein, die Genehmigungszeit wird noch einmal von vorne anfangen, und die Kosten werden um ein Drittel höher sein, und all das mit Steuergeldern, das muss man immer dazusagen. Das sind dann nicht irgendwelche Privatgelder, all das wird mit Steuergeldern finanziert. Und die Bevölkerung wartet auf diesen Tunnel, aber er kommt nicht, er kommt nicht, und er kommt nicht! (Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.)
Beifall bei der SPÖ.
Weil Sie schon wieder einen Zwischenruf machen, Herr Generalsekretär Lopatka, dann reden wir doch jetzt über Spielberg! All das ist Stoff für Ihre Plakate, wo dann draufsteht: Hier haben wir versagt: ÖVP! – Zählen Sie einmal auf, wir helfen Ihnen beim Text, ich sage Ihnen das! Uns fallen da Punkte ein! Wir helfen Ihnen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Androsch!
Da gibt es einen Unternehmer, der stellt Red Bull her. – So wie ich Ihre Agilität kenne, wäre es besser, Sie alle würden sich jetzt gleich einmal eine Dose Red Bull holen, damit Sie endlich munterer dreinschauen! Das sage ich Ihnen gleich einmal, damit ein bisschen mehr Schwung in Ihr Klub-Gefühl kommt. (Abg. Grillitsch: Androsch!)
Zwischenruf des Abg. Auer.
Spielberg: Es ist um 700 Millionen € gegangen. (Zwischenruf des Abg. Auer.) Sogar Minister Bartenstein ist in der Gegend herumgelaufen und hat gesagt: Da gibt es Förderungsgelder! Da gibt es Förderungsgelder! 10 000 Arbeitsplätze, 2 000 Dauer-Arbeitsplätze! – Da hätte sich etwas für die Region getan!
Zwischenruf des Abg. Grillitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was ist das Ergebnis? – Nichts ist das Ergebnis! Ein jämmerliches Scheitern! Da muss ich aber dem Herrn Bundeskanzler sagen: Da war er nicht allein, und da war Minister Bartenstein nicht allein, und da war ganz eifrig auch die Frau Landeshauptfrau Klasnic beteiligt, die auch durch ein Höchstmaß an Inkompetenz dafür gesorgt hat, dass da nichts zustande gekommen ist. – Wieder ein Scheitern! Wieder ein Scheitern! (Zwischenruf des Abg. Grillitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Auer.
Dieses Scheitern hat auch Auswirkungen auf Beschäftigung, Wachstum und Wirtschaft. (Zwischenruf des Abg. Auer.) Erzählen Sie mir bitte nicht mehr, dass Sie eine
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wirtschaftspartei sind! Sie sind bloß nur mehr eine Partei, aber erzählen Sie mir das bitte nicht mehr! (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Stummvoll: Puswald!
Wieso macht jetzt kein Kärntner einen Zwischenruf? – Ich brauche dringend einen Kärntner Zwischenruf! Wieso macht kein Kärntner einen Zwischenruf? (Abg. Dr. Stummvoll: Puswald!)
Beifall und Heiterkeit bei der SPÖ.
Ich muss ehrlich sagen: Ich denke jetzt an den Bau des Klagenfurter Stadions. – Eigentlich ist diese Formulierung falsch, denn diesen Bau wird es wahrscheinlich nie geben! – Wenn unsere Vorväter mit diesem Tempo gebaut hätten, hätten wir heute in Wien noch Römerzelte stehen, das kann ich Ihnen sagen. (Beifall und Heiterkeit bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Fünf von sechs Bewerbern legen Berufung ein, aber keiner weiß, wohin diese Berufung zu gehen hat: Ist es der Unabhängige Verwaltungssenat in Kärnten, ist es das Bundesvergabeamt? Wer ist der Bauherr? – Es geht ja nur um 50 Millionen bis 60 Millionen €: Ist es da wirklich wichtig, wer der Bauherr ist? – Irgendwo kommen die 50 Millionen bis 60 Millionen schon dahergerollt. – Das ist sozusagen die Geisteshaltung, die da dahinter steckt! (Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wer ist denn in dieser Koalition?
Dann „catchen“ zwei Baufirmen. Sie teilen sich aber offensichtlich auch von der Unterstützung her zwischen den beiden Koalitionspartnern auf, und das Ergebnis ist ... (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wer ist denn in dieser Koalition?) Es war eben ein partielles Bündnis in dieser Frage.
Zwischenrufe bei der SPÖ und Gegenrufe bei den Freiheitlichen.
Das Ergebnis ist: Im Klagenfurter Stadion geht nichts weiter. (Zwischenrufe bei der SPÖ und Gegenrufe bei den Freiheitlichen.) Bitte jetzt zuhören, denn jetzt kommen die anderen Bundesländer dran! Beim Salzburger Stadion kann man jetzt auch nichts machen, weil man nicht weiß, ob es, wenn es das Klagenfurter Stadion nicht gibt, die Europameisterschaft hier überhaupt geben wird. Letztlich schmeißt man das Geld hinaus, und es findet gar nichts statt. Das gleiche Problem gibt es mit dem Innsbrucker Stadion. – All jene, die sich gestern im Wiener Stadion heiser geschrieen haben beim 1 : 0 gegen Wales, sollten sich viel mehr dafür einsetzen! (Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Das Ergebnis ist: Im Klagenfurter Stadion geht nichts weiter. (Zwischenrufe bei der SPÖ und Gegenrufe bei den Freiheitlichen.) Bitte jetzt zuhören, denn jetzt kommen die anderen Bundesländer dran! Beim Salzburger Stadion kann man jetzt auch nichts machen, weil man nicht weiß, ob es, wenn es das Klagenfurter Stadion nicht gibt, die Europameisterschaft hier überhaupt geben wird. Letztlich schmeißt man das Geld hinaus, und es findet gar nichts statt. Das gleiche Problem gibt es mit dem Innsbrucker Stadion. – All jene, die sich gestern im Wiener Stadion heiser geschrieen haben beim 1 : 0 gegen Wales, sollten sich viel mehr dafür einsetzen! (Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine, das ist ein so fundamentales Scheitern, dass allein das schon reichen würde, dass Sie sich schweigend von den Sitzen erheben und sagen: Okay, lassen wir es die anderen machen, wir können es nicht! – Das wäre die logische Folge! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Gott sei Dank!
Jetzt leuchtet schon das Lichterl. (Abg. Neudeck: Gott sei Dank!) Ich hätte noch gern über die Sicherheit gesprochen. Sie kennen eh die Zahlen, ich nenne sie Ihnen aber
Abg. Dr. Brinek: Ohren waschen!
500 000 Delikte gab es 1999, 643 000 Delikte gab es 2004, und die Aufklärungsquote ist gesunken. Ich höre aber nichts aus dem Innenministerium. Ich höre nichts! (Abg. Dr. Brinek: Ohren waschen!) Prokop ist Innenministerin, aber ihr Mann ist fast bekannter geworden als sie damals. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich sage das nur. Diesen Eindruck habe ich gewonnen.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
500 000 Delikte gab es 1999, 643 000 Delikte gab es 2004, und die Aufklärungsquote ist gesunken. Ich höre aber nichts aus dem Innenministerium. Ich höre nichts! (Abg. Dr. Brinek: Ohren waschen!) Prokop ist Innenministerin, aber ihr Mann ist fast bekannter geworden als sie damals. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich sage das nur. Diesen Eindruck habe ich gewonnen.
Heiterkeit bei der SPÖ.
Den PISA-Absturz haben wir heute schon behandelt. Wenn Sie sich mit uns anlegen: Gut! Das hat diesseitige Folgen. Aber Sie beginnen sich jetzt auch mit der Kirche anzulegen. Ich warne Sie! Das hat unter Umständen nicht nur diesseitige Folgen! (Heiterkeit bei der SPÖ.) Ich bitte, auch zu berücksichtigen, was die Kirche in dieser Frage will.
Beifall bei der SPÖ.
Ich wollte auch noch den Gesundheitsbereich anschneiden. Sie wissen ohnedies, dass es seit 2000 15 neue Belastungen gibt: Rezeptgebühr, Spitalskostenbeitrag, höhere Selbstbehalte bei Heilbehelfen, Selbstbehalte bei Sehbehelfen und so weiter, und die Defizite der Krankenkasse gehen weiter hinauf. Auch da zeigen Sie keine Lösungskompetenz. Das Problem bei dieser Regierung ist, dass es eine ellenlange Liste von unerledigten Dingen und von Problemen gibt, die nicht angegangen wurden. Natürlich ist es unsere Aufgabe, darauf hinzuweisen, aber es wird langsam Zeit, dass auch Sie selbst erkennen, dass hier wirklich der Wurm im Gebälk ist und dass es kracht und kracht und kracht. Wie Sie wissen, führen zu viele Würmer im Gebälk dazu, dass alles zusammenstürzt, und es ist bald so weit. Glauben Sie mir das! Und ich sage Ihnen: Sie haben das auch verdient! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Herr Bundeskanzler, wenn Sie meinen, dass ich jetzt nur Mickey-Mouse-Themen aufgezählt habe, dann sagen Sie es bitte! Wenn all das Mickey-Mouse-Themen sind, dann sagen Sie es bitte! (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Ich bin schon fertig!
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundeskanzler, das Prinzip dieser Bundesregierung ist: Raunz nicht, zahl! – Ich glaube, ich habe bewiesen, dass die Österreicher diejenigen waren, die dafür bezahlt haben – und es reicht jetzt schön langsam! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Bures.
Wir haben gestern gemeinsam die Europäische Verfassung, den neuen Verfassungsvertrag, beschlossen und dem Hohen Haus zugemittelt. Gleichzeitig haben wir auch eine Informationskampagne beschlossen, damit die österreichischen Bürger wirklich wissen, was in dieser neuen Europäischen Verfassung stehen wird. (Zwischenruf der Abg. Bures.) Das ist nicht unwichtig, würde ich einmal sagen.
Zwischenruf des Abg. Eder.
Sie fragen nach Infrastruktur: Gestern wurde beschlossen, dass der Semmering-Basistunnel und die Summerauerbahn vorgezogen werden. Das liegt nun als gemeinsamer Beschluss der Bundesregierung vor. (Zwischenruf des Abg. Eder.) Das sind zweieinviertel Milliarden an zusätzlichen Ausgaben für Infrastruktur. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sie fragen nach Infrastruktur: Gestern wurde beschlossen, dass der Semmering-Basistunnel und die Summerauerbahn vorgezogen werden. Das liegt nun als gemeinsamer Beschluss der Bundesregierung vor. (Zwischenruf des Abg. Eder.) Das sind zweieinviertel Milliarden an zusätzlichen Ausgaben für Infrastruktur. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das ist die konkrete Antwort, Herr Abgeordneter Cap! Wenn Sie sagen, dass das Stillstand ist, dann möchte ich empfehlen: Lesen Sie einmal die Tagesordnung des Ministerrats, und dann werden Sie sehen, dass das wirkliche Themen und keine Mickey-Mouse-Themen sind, wie sie Sie in den ersten 10 Minuten Ihrer Anfrage leider Gottes die Zeit verschwendend untergebracht haben. Wir arbeiten, Sie reden, das ist der Unterschied! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Ungeheuerlich!
Etwas möchte ich mit Empörung zurückweisen: Hoffentlich haben es nicht alle gehört, vielleicht haben Sie es, wie ich hoffe, gar nicht so gemeint: Sie haben hier – ich habe es jedenfalls so verstanden – gemeint, dass wir von der Bundesregierung oder gar ich persönlich Arbeitslosigkeit als ganz bewusstes politisches Konzept einsetzen. (Abg. Dr. Stummvoll: Ungeheuerlich!) Das möchte ich hier ganz ruhig mit aller Entschiedenheit zurückweisen, lieber Josef Cap! Nehmen Sie das zurück! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Etwas möchte ich mit Empörung zurückweisen: Hoffentlich haben es nicht alle gehört, vielleicht haben Sie es, wie ich hoffe, gar nicht so gemeint: Sie haben hier – ich habe es jedenfalls so verstanden – gemeint, dass wir von der Bundesregierung oder gar ich persönlich Arbeitslosigkeit als ganz bewusstes politisches Konzept einsetzen. (Abg. Dr. Stummvoll: Ungeheuerlich!) Das möchte ich hier ganz ruhig mit aller Entschiedenheit zurückweisen, lieber Josef Cap! Nehmen Sie das zurück! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich würde nie auf die Idee kommen, dass irgendein Parlamentarier hier im Hohen Haus oder irgendeiner meiner Amtsvorgänger so leichtfertig mit einem wichtigen Thema gespielt hätte! Wir wollen Arbeit schaffen und herbeiholen, Arbeitsplätze erhalten, und wir wollen den Unternehmern dazu auch die geeigneten Rahmenbedingungen geben. Wir arbeiten sehr konsequent daran. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Glauben Sie mir: Dieses Thema ist wichtiger als die erste Hälfte Ihrer Kasperliade, die Sie geboten haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ob jetzt irgendein Abgeordneter dieses oder jenes gesagt hat, ist kein Thema, das dieser Frage auch nur annähernd gerecht wird, Herr Abgeordneter! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Glauben Sie mir: Dieses Thema ist wichtiger als die erste Hälfte Ihrer Kasperliade, die Sie geboten haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ob jetzt irgendein Abgeordneter dieses oder jenes gesagt hat, ist kein Thema, das dieser Frage auch nur annähernd gerecht wird, Herr Abgeordneter! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dazu sollen nationale Reformprogramme entwickelt werden. Im Herbst wird jedes Land ein solches Programm vorschlagen. Wir werden das auch tun, und ich darf in Übereinstimmung und auch nach Rücksprache mit dem Vizekanzler zu einem Termin am ersten Mai zu Mittag oder am Nachmittag einladen, der hoffentlich allen genehm ist. Es soll einen Reformdialog über Wachstum und Beschäftigung geben, und da sollen alle ihre Konzepte auf den Tisch legen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Das scheint mir wichtig zu sein.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Abgeordneter Gusenbauer! Dazu gehören Ihre Ideen ganz genauso wie die etwa beim Trilog geäußerten Vorschläge der Sozialpartner, dazu gehören natürlich auch die Vorschläge der Parteien, der Praktiker genauso wie der Wirtschaftsforscher, und dabei gehören auch die Länder und Gemeinden an den Tisch. Lasst uns diesbezüglich gemeinsam etwas entwickeln! Österreich ist ja nicht so schlecht aufgestellt. Wir haben jedenfalls in der Europäischen Union so ziemlich die besten Arbeitsmarktdaten, und wir wollen das noch verbessern. Lasst uns daran arbeiten, dann werden wir im Herbst ein gemeinsames Reformprogramm haben, das wir hoffentlich außer Streit stellen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zur ÖIAG: Ich bin wirklich dankbar dafür, dass ich einmal ganz konkret sagen kann, wie die Situation der ÖIAG heute ist. Ich sage das jetzt nicht beschuldigend, aber übernommen habe ich und haben die Minister ein Schuldenpaket der ÖIAG von über 6 Milliarden €. Meine Damen und Herren! Noch in dieser Legislaturperiode, liebe Österreicher – denn letztlich hätten Sie es ja zahlen müssen! – wird die ÖIAG schuldenfrei sein, und das ist ein riesiger Erfolg, und den brauchen wir uns nicht schlecht machen lassen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Und da werden wir immer noch ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) – Ja, ja! Und da wird die ÖIAG, Herr Abgeordneter, immer noch Beteiligungen in einem positiven Wert, nämlich in der Höhe von fast 4 Milliarden €, besitzen. Das heißt: Übernommen haben wir einen Schuldenberg von 6,5 Milliarden, am Ende der Legislaturperiode werden wir schuldenfrei sein und noch immer ein Vermögen von 4 Milliarden haben. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Zur ÖIAG: Ich bin wirklich dankbar dafür, dass ich einmal ganz konkret sagen kann, wie die Situation der ÖIAG heute ist. Ich sage das jetzt nicht beschuldigend, aber übernommen habe ich und haben die Minister ein Schuldenpaket der ÖIAG von über 6 Milliarden €. Meine Damen und Herren! Noch in dieser Legislaturperiode, liebe Österreicher – denn letztlich hätten Sie es ja zahlen müssen! – wird die ÖIAG schuldenfrei sein, und das ist ein riesiger Erfolg, und den brauchen wir uns nicht schlecht machen lassen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Und da werden wir immer noch ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) – Ja, ja! Und da wird die ÖIAG, Herr Abgeordneter, immer noch Beteiligungen in einem positiven Wert, nämlich in der Höhe von fast 4 Milliarden €, besitzen. Das heißt: Übernommen haben wir einen Schuldenberg von 6,5 Milliarden, am Ende der Legislaturperiode werden wir schuldenfrei sein und noch immer ein Vermögen von 4 Milliarden haben. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Zur ÖIAG: Ich bin wirklich dankbar dafür, dass ich einmal ganz konkret sagen kann, wie die Situation der ÖIAG heute ist. Ich sage das jetzt nicht beschuldigend, aber übernommen habe ich und haben die Minister ein Schuldenpaket der ÖIAG von über 6 Milliarden €. Meine Damen und Herren! Noch in dieser Legislaturperiode, liebe Österreicher – denn letztlich hätten Sie es ja zahlen müssen! – wird die ÖIAG schuldenfrei sein, und das ist ein riesiger Erfolg, und den brauchen wir uns nicht schlecht machen lassen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Und da werden wir immer noch ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) – Ja, ja! Und da wird die ÖIAG, Herr Abgeordneter, immer noch Beteiligungen in einem positiven Wert, nämlich in der Höhe von fast 4 Milliarden €, besitzen. Das heißt: Übernommen haben wir einen Schuldenberg von 6,5 Milliarden, am Ende der Legislaturperiode werden wir schuldenfrei sein und noch immer ein Vermögen von 4 Milliarden haben. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Bures: Sie waren damals Wirtschaftsminister!
Liebe Freunde, diese Bilanz lässt sich sehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Bures: Sie waren damals Wirtschaftsminister!)
anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ
Nehmen Sie ein ganz konkretes Beispiel: Ich erinnere mich noch sehr genau, dass vor über einem Jahr, im Rahmen des oberösterreichischen Landtagswahlkampfes (anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ) – das tut weh, das weiß ich genau – die SPÖ, vor allem auch ihr Vorsitzender Gusenbauer und die Wirtschaftssprecher gegen die Privatisierung der Voest kampagnisiert haben.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Heute – das kann man mit einem gewissen Abstand ruhig und sachlich beurteilen – hat sich der Aktienkurs der voestalpine seit dieser Vollprivatisierung der ÖIAG beinahe verdoppelt, nämlich von 31 auf 61 €. Das ist eine erfolgreiche Bilanz, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Der voestalpine geht es nachweisbar, überprüfbar heute besser denn je, es werden Rekordergebnisse geschrieben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Die ersten drei Quartale des vorigen Jahres haben einen Umsatzanstieg um 23 Prozent gebracht. Der Konzern beschäftigt heute 800 Mitarbeiter mehr als zum Zeitpunkt der Landtagswahl in Oberösterreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Und in den Standort Linz werden 2 Milliarden € investiert, damit Linz der modernste Stahlstandort in ganz Europa wird.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Der voestalpine geht es nachweisbar, überprüfbar heute besser denn je, es werden Rekordergebnisse geschrieben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Die ersten drei Quartale des vorigen Jahres haben einen Umsatzanstieg um 23 Prozent gebracht. Der Konzern beschäftigt heute 800 Mitarbeiter mehr als zum Zeitpunkt der Landtagswahl in Oberösterreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Und in den Standort Linz werden 2 Milliarden € investiert, damit Linz der modernste Stahlstandort in ganz Europa wird.
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: 150 Millionen ...!
Liebe Freunde! Das soll die Öffentlichkeit wissen! Und mit dieser Bilanz gehe ich gerne hinaus (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: 150 Millionen ...!), nach Oberösterreich, nach Linz, wohin immer Sie wollen, um zu sagen: Diese Politik ist richtig, sie verdient die Unterstützung der Öffentlichkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Liebe Freunde! Das soll die Öffentlichkeit wissen! Und mit dieser Bilanz gehe ich gerne hinaus (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: 150 Millionen ...!), nach Oberösterreich, nach Linz, wohin immer Sie wollen, um zu sagen: Diese Politik ist richtig, sie verdient die Unterstützung der Öffentlichkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Haben sie ja nicht!
Aber auch da gilt: Es gibt noch mehr zu tun! Wir haben daneben etwa 10 000 Jugendliche über das Arbeitsmarktservice in Ausbildung und – gemeinsam auch mit der SPÖ beschlossen – das Programm zur Jugendausbildungssicherung mit fast 8 000 Jugendlichen, das genau dem entspricht, was hier gefordert wird, nämlich dass jeder Jugendliche entweder einen Schulplatz, eine Lehrstelle oder einen Ausbildungslehrgang hat. (Abg. Heinisch-Hosek: Haben sie ja nicht!) Und das ist wichtig, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Aber auch da gilt: Es gibt noch mehr zu tun! Wir haben daneben etwa 10 000 Jugendliche über das Arbeitsmarktservice in Ausbildung und – gemeinsam auch mit der SPÖ beschlossen – das Programm zur Jugendausbildungssicherung mit fast 8 000 Jugendlichen, das genau dem entspricht, was hier gefordert wird, nämlich dass jeder Jugendliche entweder einen Schulplatz, eine Lehrstelle oder einen Ausbildungslehrgang hat. (Abg. Heinisch-Hosek: Haben sie ja nicht!) Und das ist wichtig, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Bures: Schlusslicht!
Dr. Brinek: ...PISA!) Sagen Sie das auch hier an diesem Rednerpult, dann haben Sie die ganze Wahrheit gesagt, nicht nur die halbe! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Bures: Schlusslicht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter, ist Ihnen wirklich entgangen, dass mit 1. Jänner die größte Steuerentlastung, die Österreich je gesehen hat, in Kraft getreten ist? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Gradwohl: Und wie viele Arbeitsplätze haben Sie damit geschaffen?
Über 3 Milliarden € sind „in Kraft gesetzt“ worden, damit wir die Konjunktur beleben, damit wir Investitionen befördern. (Abg. Gradwohl: Und wie viele Arbeitsplätze haben Sie damit geschaffen?) – Entschuldigen Sie, Herr Abgeordneter, das ist fast kränkend, wenn Sie das so sagen, nämlich dann, wenn eine Steuersenkung am 1. Jänner in Kraft tritt, zu fragen: Und wie viele Arbeitsplätze sind im März entstanden?
Rufe bei der SPÖ: Ah so!
Mit Verlaub gesagt: Das ist eine Langfristinvestition, die den Standort Österreich für die nächsten zehn Jahre absichern soll. (Rufe bei der SPÖ: Ah so!) Das sage ich auch einmal dazu. Wir müssen doch über den Tag hinaus, über die Legislaturperiode hinaus denken. Und das haben wir mit dieser Steuerreform gemacht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Mit Verlaub gesagt: Das ist eine Langfristinvestition, die den Standort Österreich für die nächsten zehn Jahre absichern soll. (Rufe bei der SPÖ: Ah so!) Das sage ich auch einmal dazu. Wir müssen doch über den Tag hinaus, über die Legislaturperiode hinaus denken. Und das haben wir mit dieser Steuerreform gemacht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Abgeordneter Cap, der Sie immer vom „Schröpfkurs“ reden: Sagen Sie doch hier auch, dass durch das Budget, das jetzt, ab morgen beschlossen wird, Österreich im kommenden Jahr mit 40,7 Prozent an Abgabenquote die niedrigste Belastungsquote, Steuer- und Abgabenquote, seit 15 Jahren haben wird! Seit 15 Jahren wird dies die niedrigste Belastungsquote sein! Das ist die Wahrheit! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Wir sind stolz darauf, dass wir das Budget saniert haben, dass wir nie in Gefahr gekommen sind, die Defizitkriterien zu verletzen, und dass wir trotzdem der zahlenden Bevölkerung, den Mitarbeitern genauso wie den Unternehmern, jetzt die größte Steuerentlastung zugute kommen ließen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Daneben hat es aber auch konkrete Erhöhungen gegeben, nämlich etwa die seit Jahren erste Erhöhung des Pflegegeldes, durchgesetzt von Ursula Haubner und Herbert Haupt, den ich hier mit einbringen darf, und natürlich auch Sigi Dolinschek. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Wir haben das erste Mal seit langer Zeit die Familienbeihilfe erhöht, wir haben die Pensionen um 450 Millionen allein in diesem Jahr erhöht, und wir geben heuer um über 6 Milliarden € mehr aus als im Jahr 1999, als Sie das letzte Mal den Sozialminister gestellt haben.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Eine ganz konkrete Antwort auf die berechtigte Frage: Was tut ihr zur Belebung der Konjunktur? – Dies, was ich soeben aufgezählt habe, und das lässt sich sehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Bures: Wissen Sie das schon für 2006?
Die Frage 5 geht ebenso wie die nächsten Fragen auf die Infrastruktur ein. Darf ich nur auf Folgendes hinweisen: Wir geben im Zeitraum 2000 bis 2006, also in den beiden Legislaturperioden, die wir bisher zu verantworten haben (Abg. Bures: Wissen Sie das schon für 2006?), um 60 Prozent mehr an Mitteln für Straßen- und Schieneninvestitionen aus als im Zeitraum jener sechs Jahre davor, als Ihre Verkehrs- und Finanzminister die Hauptverantwortung getragen haben. Wenn Sie sagen, das sei zu wenig, dann frage ich Josef Cap: Sie waren damals auch im Parlament, warum haben Sie damals nicht für mehr Investitionen auf diesem Gebiet gekämpft? (Ruf bei der SPÖ: Weil die ÖVP blockiert hat!)
Ruf bei der SPÖ: Weil die ÖVP blockiert hat!
Die Frage 5 geht ebenso wie die nächsten Fragen auf die Infrastruktur ein. Darf ich nur auf Folgendes hinweisen: Wir geben im Zeitraum 2000 bis 2006, also in den beiden Legislaturperioden, die wir bisher zu verantworten haben (Abg. Bures: Wissen Sie das schon für 2006?), um 60 Prozent mehr an Mitteln für Straßen- und Schieneninvestitionen aus als im Zeitraum jener sechs Jahre davor, als Ihre Verkehrs- und Finanzminister die Hauptverantwortung getragen haben. Wenn Sie sagen, das sei zu wenig, dann frage ich Josef Cap: Sie waren damals auch im Parlament, warum haben Sie damals nicht für mehr Investitionen auf diesem Gebiet gekämpft? (Ruf bei der SPÖ: Weil die ÖVP blockiert hat!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir machen das, was zu Recht hier verlangt wird: Wir binden Österreich an die Nachbarstaaten an! Wir bauen den Koralmtunnel, den Semmering-Basistunnel, die Summerauer Strecke. Allein in der ASFINAG sind im Jahr 2004 800 Millionen € zusätzlich und neu verbaut und erweitert worden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Gradwohl: Aber Koordinator der Bundesregierung sind Sie schon noch?
Die Frage 6 bezieht sich auf das Infrastrukturministerium. Die Verordnung mit Postdienstleistungen ist keine Frage der Vollziehung an mich. (Abg. Gradwohl: Aber Koordinator der Bundesregierung sind Sie schon noch?)
Rufe bei der SPÖ: Pröll!
Zur Frage 7 betreffend das niederösterreichische Projekt: Das ist eine gute Frage, und da sage ich Ihnen auch wieder dazu: Das Projekt ist ja nicht neu! Warum eigentlich haben sozialdemokratische Bundeskanzler, Finanzminister, Infrastrukturminister dieses Projekt nicht zur Umsetzung gebracht? (Rufe bei der SPÖ: Pröll!) Ich kann Ihnen die Wahrheit sagen: Dieses alte Projekt ist ganz einfach nicht mehr wettbewerbsfähig, ist nicht mehr zeitgemäß. Und das weiß doch ohnehin jeder! Sie, Herr Abgeordneter Cap, haben das selbst in einem Nebensatz, den Sie, glaube ich, gar nicht beabsichtigt haben, gesagt: Zu wos brauch ma a zweite Röhre? – Aus Sicherheitsgründen, Herr Abgeordneter Cap!
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
In Europa, ja auf der ganzen Welt werden doch heute zweiröhrige Tunnel vorgeschrieben, damit die Sicherheit stimmt! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Machen Sie es sich doch nicht so einfach und fragen bei allem: Z’wos? Für wos? Z’wos brauch ma dös? Diese uralte „Wiener Forderung“ hat einfach im 21. Jahrhundert ausgedient! (Abg. Dr. Matznetter: Der „Waltraud-Stollen“ hat auch zwei Röhren!) Das sollten auch gerade Sie nicht vergessen, Herr Abgeordneter Cap! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Der „Waltraud-Stollen“ hat auch zwei Röhren!
In Europa, ja auf der ganzen Welt werden doch heute zweiröhrige Tunnel vorgeschrieben, damit die Sicherheit stimmt! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Machen Sie es sich doch nicht so einfach und fragen bei allem: Z’wos? Für wos? Z’wos brauch ma dös? Diese uralte „Wiener Forderung“ hat einfach im 21. Jahrhundert ausgedient! (Abg. Dr. Matznetter: Der „Waltraud-Stollen“ hat auch zwei Röhren!) Das sollten auch gerade Sie nicht vergessen, Herr Abgeordneter Cap! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
In Europa, ja auf der ganzen Welt werden doch heute zweiröhrige Tunnel vorgeschrieben, damit die Sicherheit stimmt! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Machen Sie es sich doch nicht so einfach und fragen bei allem: Z’wos? Für wos? Z’wos brauch ma dös? Diese uralte „Wiener Forderung“ hat einfach im 21. Jahrhundert ausgedient! (Abg. Dr. Matznetter: Der „Waltraud-Stollen“ hat auch zwei Röhren!) Das sollten auch gerade Sie nicht vergessen, Herr Abgeordneter Cap! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Eder: Stimmt ja alles nicht!
Nochmals: Die ÖBB selbst und ihre Fachleute – also das ist keine politische Entscheidung –, sagen, dass dieses neue Projekt besser ist. (Abg. Eder: Stimmt ja alles nicht!) Wir glauben, dass das auch leichter durchsetzbar ist, allerdings kostet es – das ist richtig – etwa 250 Millionen € mehr. Statt 1 Milliarde € also 1,25 Milliarden €. (Abg. Eder: Das wird nie gebaut!)
Abg. Eder: Das wird nie gebaut!
Nochmals: Die ÖBB selbst und ihre Fachleute – also das ist keine politische Entscheidung –, sagen, dass dieses neue Projekt besser ist. (Abg. Eder: Stimmt ja alles nicht!) Wir glauben, dass das auch leichter durchsetzbar ist, allerdings kostet es – das ist richtig – etwa 250 Millionen € mehr. Statt 1 Milliarde € also 1,25 Milliarden €. (Abg. Eder: Das wird nie gebaut!)
Abg. Eder: Das andere auch nicht!
Jetzt frage ich – und ich meine, das sollte man ehrlich ausdiskutieren –: Was ist besser: dass ein Projekt, das 1 Milliarde € gekostet hätte, nie gebaut wird, weil der Streit hin und her wogt und aus Sicherheitsgründen dieses Projekt nie kommen wird (Abg. Eder: Das andere auch nicht!) – oder aber ein Projekt, das etwas teuer ist, aber im Einvernehmen zwischen den betroffenen Bundesländern verwirklicht werden kann?
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich glaube, ein Praktiker wird sagen – und du, lieber Kurt Eder, bist ein Praktiker, ein Profi, der etwas vom Bauen versteht –: Ja, dieses Projekt ist besser; das lasst uns gemeinsam verwirklichen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Heute ist EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot in Innsbruck sowie in Südtirol, und ich hoffe sehr, dass der Lokalaugenschein vor Ort Barrot die Augen öffnet, dass da wirklich etwas getan werden muss. Und ich hoffe, dass es da keine Unterschiede zwischen den Parteien gibt, denn: Da müssen wir gemeinsam kämpfen, meine Damen und Herren von Opposition und Regierungsfraktionen, damit wir wirklich etwas in Brüssel erreichen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Gradwohl: So? Welches?
Es ist richtig, wir haben, nachdem der Umweltsenat dieses Projekt aus formalen Gründen gekippt hat, eine „Task Force“ unter dem Vorsitz von Hubert Gorbach mit Martin Bartenstein und Josef Pröll eingerichtet. Dabei ist immerhin ein sehr konkretes Projekt in der Obersteiermark herausgekommen (Abg. Gradwohl: So? Welches?), das die steirische Landeshauptfrau bereits vorgestellt hat: Ein Paket mit einer Summe von rund 290 Millionen € soll da für die kommenden Jahre entwickelt werden. (Abg. Dr. Kräuter: Projekte ... noch kein einziges ...!) Dabei vorgesehen: gemeinsame Bundes- und Landesförderung, ERP-Kredite und aws-Haftungsinstrumente. (Abg. Gradwohl: Herr Bundeskanzler, ist das auch eine „Langfristplanung“ für die nächsten zehn Jahre?)
Abg. Dr. Kräuter: Projekte ... noch kein einziges ...!
Es ist richtig, wir haben, nachdem der Umweltsenat dieses Projekt aus formalen Gründen gekippt hat, eine „Task Force“ unter dem Vorsitz von Hubert Gorbach mit Martin Bartenstein und Josef Pröll eingerichtet. Dabei ist immerhin ein sehr konkretes Projekt in der Obersteiermark herausgekommen (Abg. Gradwohl: So? Welches?), das die steirische Landeshauptfrau bereits vorgestellt hat: Ein Paket mit einer Summe von rund 290 Millionen € soll da für die kommenden Jahre entwickelt werden. (Abg. Dr. Kräuter: Projekte ... noch kein einziges ...!) Dabei vorgesehen: gemeinsame Bundes- und Landesförderung, ERP-Kredite und aws-Haftungsinstrumente. (Abg. Gradwohl: Herr Bundeskanzler, ist das auch eine „Langfristplanung“ für die nächsten zehn Jahre?)
Abg. Gradwohl: Herr Bundeskanzler, ist das auch eine „Langfristplanung“ für die nächsten zehn Jahre?
Es ist richtig, wir haben, nachdem der Umweltsenat dieses Projekt aus formalen Gründen gekippt hat, eine „Task Force“ unter dem Vorsitz von Hubert Gorbach mit Martin Bartenstein und Josef Pröll eingerichtet. Dabei ist immerhin ein sehr konkretes Projekt in der Obersteiermark herausgekommen (Abg. Gradwohl: So? Welches?), das die steirische Landeshauptfrau bereits vorgestellt hat: Ein Paket mit einer Summe von rund 290 Millionen € soll da für die kommenden Jahre entwickelt werden. (Abg. Dr. Kräuter: Projekte ... noch kein einziges ...!) Dabei vorgesehen: gemeinsame Bundes- und Landesförderung, ERP-Kredite und aws-Haftungsinstrumente. (Abg. Gradwohl: Herr Bundeskanzler, ist das auch eine „Langfristplanung“ für die nächsten zehn Jahre?)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
Da ist es, wie gesagt, ganz wichtig, gemeinsam vorzugehen: So sollte man beispielsweise die Industriellen in der Steiermark einbinden, internationale Experten heranziehen und so weiter. Da gibt es überhaupt keinen Unterschied: Wenn wir der Steiermark helfen können, sind wir alle dabei. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kräuter: Sie haben sie ja kaputtgemacht! Die ÖVP hat die kaputtgemacht!
Bemerkenswert ist jedoch schon – das möchte ich hier sagen – die plötzliche Begeisterung der SPÖ für die Rennstrecke in Spielberg. (Abg. Dr. Kräuter: Sie haben sie ja kaputtgemacht! Die ÖVP hat die kaputtgemacht!)
Abg. Mag. Wurm: Waren Sie damals in der Bundesregierung? Wirklich?
Ich erinnere mich noch sehr gut an Folgendes: Ich war Wirtschaftsminister (Abg. Mag. Wurm: Waren Sie damals in der Bundesregierung? Wirklich?) und wurde damals von der steirischen Landesregierung, namentlich von Waltraud Klasnic, Josef Krainer und Gerhard Hirschmann, der damals für den Bereich Tourismus zuständig war, gebeten, von Bundesseite etwas für diese Region zu tun. Ich habe mir wahnsinnig schwer getan, in der damaligen Bundesregierung Zustimmung dafür zu bekommen, aus meinem Budget – um nichts Zusätzliches ist es gegangen! – etwas umzuwidmen. – Und so ist es dann zum Umbau zur Formel 1-Strecke gekommen. (Abg. Dr. Kräuter: Und jetzt haben Sie es kaputtgemacht! – Abg. Silhavy: Aber Sie waren ja nie in der Bundesregierung?!)
Abg. Dr. Kräuter: Und jetzt haben Sie es kaputtgemacht! – Abg. Silhavy: Aber Sie waren ja nie in der Bundesregierung?!
Ich erinnere mich noch sehr gut an Folgendes: Ich war Wirtschaftsminister (Abg. Mag. Wurm: Waren Sie damals in der Bundesregierung? Wirklich?) und wurde damals von der steirischen Landesregierung, namentlich von Waltraud Klasnic, Josef Krainer und Gerhard Hirschmann, der damals für den Bereich Tourismus zuständig war, gebeten, von Bundesseite etwas für diese Region zu tun. Ich habe mir wahnsinnig schwer getan, in der damaligen Bundesregierung Zustimmung dafür zu bekommen, aus meinem Budget – um nichts Zusätzliches ist es gegangen! – etwas umzuwidmen. – Und so ist es dann zum Umbau zur Formel 1-Strecke gekommen. (Abg. Dr. Kräuter: Und jetzt haben Sie es kaputtgemacht! – Abg. Silhavy: Aber Sie waren ja nie in der Bundesregierung?!)
Heiterkeit und Ah-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Kräuter ist nicht ein Mal, sondern öfter damit aufgefallen, dass er wörtlich erklärt hat, dass die Förderung des Bundes und der Steiermark schlicht ein „Skandal“ sei, wenn es um ein Auto-Event-Projekt in Spielberg geht. (Heiterkeit und Ah-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ich erinnere mich noch ganz genau daran. Sicher: alles dokumentiert! Der Feind des Abgeordneten Kräuter ist das Archiv; dort finden Sie all seine Sprüche. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Abgeordneter Kräuter ist nicht ein Mal, sondern öfter damit aufgefallen, dass er wörtlich erklärt hat, dass die Förderung des Bundes und der Steiermark schlicht ein „Skandal“ sei, wenn es um ein Auto-Event-Projekt in Spielberg geht. (Heiterkeit und Ah-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ich erinnere mich noch ganz genau daran. Sicher: alles dokumentiert! Der Feind des Abgeordneten Kräuter ist das Archiv; dort finden Sie all seine Sprüche. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Oh- und „Zickzack“-Rufe bei der ÖVP.
Ich erinnere mich auch noch sehr genau daran, dass im steirischen Landtagswahlkampf im Jahre 1995 sowohl auf einem SPÖ-Flugblatt als auch auf einem SPÖ-Plakat publiziert wurde: 500 Millionen Schilling für die Formel 1: „blau-schwarze Vergeudung“ statt Sparen! – Das ist die Wahrheit! (Oh- und „Zickzack“-Rufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das sage ich auch einmal hier: Ich bin dankbar dafür, dass Magna – über Frank Stronach und Sigi Wolf – bisher 10 000 Arbeitsplätze, ja sogar mehr, in Österreich geschaffen hat. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Das ist kein Mickey-Mouse-Thema, Herr Abgeordneter! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das sage ich auch einmal hier: Ich bin dankbar dafür, dass Magna – über Frank Stronach und Sigi Wolf – bisher 10 000 Arbeitsplätze, ja sogar mehr, in Österreich geschaffen hat. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Das ist kein Mickey-Mouse-Thema, Herr Abgeordneter! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Auch Herr Voves möge darüber nachdenken: Einen Investor kann man schnell vertreiben – ihn jedoch zu gewinnen, das ist oft eine sehr, sehr mühsame Sache! (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Da sollten wir doch auch einen parteiübergreifenden Schulterschluss zusammenbringen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Auch Herr Voves möge darüber nachdenken: Einen Investor kann man schnell vertreiben – ihn jedoch zu gewinnen, das ist oft eine sehr, sehr mühsame Sache! (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Da sollten wir doch auch einen parteiübergreifenden Schulterschluss zusammenbringen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Silhavy: Vertrieben hat den Herrn Mateschitz aber nicht der Voves!
Zur Frage 10, die da lautet: „Warum verzichtet die Bundesregierung auf eine verfassungsmäßige Verankerung der Schulgeldfreiheit“ – et cetera? (Abg. Silhavy: Vertrieben hat den Herrn Mateschitz aber nicht der Voves!), darf ich ganz offen sagen: Weil von uns überhaupt niemand auch nur auf die Idee käme, Schulgeld einführen zu wollen! Wir sind ja sogar verpflichtet, die Schulgeldfreiheit zu garantieren. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zur Frage 10, die da lautet: „Warum verzichtet die Bundesregierung auf eine verfassungsmäßige Verankerung der Schulgeldfreiheit“ – et cetera? (Abg. Silhavy: Vertrieben hat den Herrn Mateschitz aber nicht der Voves!), darf ich ganz offen sagen: Weil von uns überhaupt niemand auch nur auf die Idee käme, Schulgeld einführen zu wollen! Wir sind ja sogar verpflichtet, die Schulgeldfreiheit zu garantieren. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Bei den Studienbeiträgen haben Sie das ... gesagt!
Vorgestern wurde – Herr Abgeordneter Cap, Sie schütteln und wiegen bedächtig den Kopf – mit der neuen EU-Verfassung eine Bestimmung beschlossen – und wir haben diese dem Hohen Haus vorgelegt –, in der ausdrücklich die Schulgeldfreiheit verankert ist. (Abg. Mag. Wurm: Bei den Studienbeiträgen haben Sie das ... gesagt!) Ausdrücklich steht das da drinnen!
Rufe bei der ÖVP: So ist es!
Für das weiterführende Schulwesen ist die Schulgeldfreiheit ausdrücklich in einer UNO-Kinderrechtskonvention festgelegt! (Rufe bei der ÖVP: So ist es!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Bures: ... nicht glauben!
Ich garantiere daher hier vor den Fernsehkameras, vor dem Hohen Haus, dass die ÖVP – und ich glaube, Gleiches gilt auch für den Koalitionspartner FPÖ – nicht daran denkt, an der Schulgeldfreiheit zu rütteln! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Bures: ... nicht glauben!)
Abg. Bures: Das haben Sie bei den Studiengebühren vorher auch gesagt!
Ich hoffe, Herr Abgeordneter Gusenbauer und Herr Abgeordneter Cap, Sie können das für Ihre Partei genauso garantieren (Abg. Bures: Das haben Sie bei den Studiengebühren vorher auch gesagt!), denn mit großem Interesse habe ich gelesen, dass die Jungsozialisten Ihren Weg, Ihren Schulterschluss mit der katholischen Kirche kritisieren. – Wer weiß, vielleicht wächst dort bereits ein kommender SPÖ-Parteivorsitzender heran – Sie, Herr Abgeordneter Gusenbauer und Herr Abgeordneter Cap, waren ja auch einmal bei den Jungsozialisten (Heiterkeit bei der ÖVP) –, der dann vielleicht das rückgängig macht, was Sie, Herr Parteivorsitzender Gusenbauer, jetzt mit Kardinal Schönborn vereinbart haben.
Heiterkeit bei der ÖVP
Ich hoffe, Herr Abgeordneter Gusenbauer und Herr Abgeordneter Cap, Sie können das für Ihre Partei genauso garantieren (Abg. Bures: Das haben Sie bei den Studiengebühren vorher auch gesagt!), denn mit großem Interesse habe ich gelesen, dass die Jungsozialisten Ihren Weg, Ihren Schulterschluss mit der katholischen Kirche kritisieren. – Wer weiß, vielleicht wächst dort bereits ein kommender SPÖ-Parteivorsitzender heran – Sie, Herr Abgeordneter Gusenbauer und Herr Abgeordneter Cap, waren ja auch einmal bei den Jungsozialisten (Heiterkeit bei der ÖVP) –, der dann vielleicht das rückgängig macht, was Sie, Herr Parteivorsitzender Gusenbauer, jetzt mit Kardinal Schönborn vereinbart haben.
Abg. Bures: Ihnen glaubt niemand etwas!
Nochmals: Wir sind jederzeit bereit, mit Ihnen, Herr Abgeordneter Gusenbauer, eine solche Formulierung zu treffen. Daran wird es nicht scheitern. (Abg. Bures: Ihnen glaubt niemand etwas!) Und das weiß auch jeder: Taktik ist eines, aber die Grundsätze, für die wir alle hoffentlich stehen, sind etwas ganz anderes. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Nochmals: Wir sind jederzeit bereit, mit Ihnen, Herr Abgeordneter Gusenbauer, eine solche Formulierung zu treffen. Daran wird es nicht scheitern. (Abg. Bures: Ihnen glaubt niemand etwas!) Und das weiß auch jeder: Taktik ist eines, aber die Grundsätze, für die wir alle hoffentlich stehen, sind etwas ganz anderes. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Oh-Rufe bei der ÖVP
Der Feind der Dringlichen Anfrage ist auch da das Archiv, Herr Abgeordneter Cap! Alle Selbstbehalte oder fast alle Selbstbehalte sind unter sozialdemokratischen Sozial- und Gesundheitsministern eingeführt worden (Oh-Rufe bei der ÖVP): Krankenscheingebühr, Rezeptgebühr. Wenn Sie sagen, das sei unsozial, dann meinen Sie sich selbst, dann nehmen Sie sich selbst an der Nase. Das haben Ihre Vorgänger eingeführt. Sie haben aber auch dazu beigetragen, dass eines der besten Gesundheitssysteme in ganz Europa aufgebaut werden konnte. Die Schätzungen für die Abgänge in den Jahren 2005 und 2007 sind sehr vorsichtige Schätzungen, die in der Regel nie eintreffen, weil natürlich auf der anderen Seite mit Einsparungen vor allem im Bereich der Verwaltung gegengesteuert wird. Das kann man rückwirkend genauso beurteilen.
Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist ja nicht gelogen!
Wir sollten es uns nicht so leicht machen wie manche von Ihrer Seite, die immer wieder sagen: Wenn alle Stricke reißen, dann erhöhen wir halt die Beiträge. – Ich glaube, dass wir übereinstimmend über alle Parteigrenzen hinweg wissen, dass wir mit den Lohnnebenkosten eine relativ hohe Plattform bereits erreicht haben. Sie schütteln fragend den Kopf. Ich kann Ihnen belegen, dass zum Beispiel Landeshauptfrau Burgstaller noch am 5. August vorigen Jahres gesagt hat: Wenn ein Mensch gefragt wird: Bist du bereit, für den medizinischen Fortschritt mehr zu zahlen?, dann sagt selbstverständlich jeder ja. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist ja nicht gelogen!) – Ich erwähne das nur.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Höhere Selbstbehalte!
Liebe Freunde! Wir müssen uns schon einigen, was wir wollen. Wir haben über den Finanzausgleich eine ausreichende Finanzierung des Gesundheitssystems garantiert. Ich glaube, dass das ein guter, ein richtiger Weg gewesen ist, der uns auch in nächster Zeit sicherlich hilft, die Qualität des Systems zu garantieren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Höhere Selbstbehalte!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Nun zu den Fragen betreffend das Stadion in Klagenfurt. Ich habe da überhaupt keinen Dissens mit Sportstaatssekretär Karl Schweitzer, der einen eigenen Verantwortungsbereich hat, wie Sie wissen, und diesen sehr kundig und sehr präzis immer betreut hat und auch sehr weit gekommen ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ja, Herr Abgeordneter, ich sage eines dazu: Österreich ist noch immer ein Rechtsstaat. Es kann nicht so sein, auch wenn wir uns das vielleicht nicht wünschen, dass ein Mitbewerber keine Rechtsmittel in Gang setzen darf. Wo kommen wir denn da hin?! Mir ist es auch nicht Recht, und mir ist es auch nicht angenehm.
Abg. Bures: Noch nicht!
Ich sehe derzeit das Projekt der Fußballeuropameisterschaft 2008 noch nicht gefährdet. (Abg. Bures: Noch nicht!) Dass Rechtsmittel ergriffen worden sind, ist noch kein Anlass, dass man insgesamt von einer Krise spricht. Ich möchte umgekehrt die Diskussion erleben, was gesagt werden würde, wenn ein Regierungschef sagen würde, es dürfen keine Rechtsmittel eingebracht werden. Das muss ich schon ganz offen einmal hier zur Diskussion stellen.
Abg. Mag. Wurm: Die Bürgerinteressen sind mit Füßen getreten worden!
Denken Sie nur an die Diskussion rund um das UVP-Gesetz, bei dem wir genau aus diesen Gründen Möglichkeiten zur Erleichterung gemacht haben. – Sie haben übrigens dagegengestimmt, woran ich nur nebenbei erinnern darf. (Abg. Mag. Wurm: Die Bürgerinteressen sind mit Füßen getreten worden!)
Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Uninformiert wie immer!
Zur Auftraggeberfrage: Es ist völlig klar und auch in den Ausschreibungsunterlagen nachzulesen – jeder Bewerber weiß das –, dass die Stadt Klagenfurt Bauherr und Auftraggeber ist. Das steht schwarz auf weiß in den Ausschreibungsunterlagen. Was Sie gemeint haben, war die Bewerbung gegenüber der UEFA. Das ist aber bitte long ago und hat nichts mit der Ausschreibung an sich zu tun. (Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Uninformiert wie immer!) Gegen diese Ausschreibungsunterlagen sind übrigens keine Rechtsmittel ergriffen worden, daher gilt dieses Faktum rechtsverbindlich. Der Bund ist wie auch das Land Kärnten lediglich der Fördergeber. (Abg. Neudeck: Es ist direkt ein Glück, dass die nicht regieren!)
Abg. Neudeck: Es ist direkt ein Glück, dass die nicht regieren!
Zur Auftraggeberfrage: Es ist völlig klar und auch in den Ausschreibungsunterlagen nachzulesen – jeder Bewerber weiß das –, dass die Stadt Klagenfurt Bauherr und Auftraggeber ist. Das steht schwarz auf weiß in den Ausschreibungsunterlagen. Was Sie gemeint haben, war die Bewerbung gegenüber der UEFA. Das ist aber bitte long ago und hat nichts mit der Ausschreibung an sich zu tun. (Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Uninformiert wie immer!) Gegen diese Ausschreibungsunterlagen sind übrigens keine Rechtsmittel ergriffen worden, daher gilt dieses Faktum rechtsverbindlich. Der Bund ist wie auch das Land Kärnten lediglich der Fördergeber. (Abg. Neudeck: Es ist direkt ein Glück, dass die nicht regieren!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz.
Über Alternativprojekte jetzt zu reden, das halte ich nicht für klug. Es wird Mitte Mai eine Entscheidung des Umweltsenats in Kärnten geben, und dann wird weiter entschieden werden müssen. Wenn sich das Projekt nicht entwickeln lässt, dann wird natürlich zeitgerecht gemeinsam mit dem ÖFB über Alternativprojekte geredet werden müssen. – Ich danke auch allen, die jetzt schon ihre Bereitschaft erklärt haben, jederzeit einspringen zu können. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz.)
Abg. Brosz: Die Umfragewerte von Ministerin Gehrer auch?
Herr Abgeordneter, ich halte mich nicht sehr an Umfragen, wie Sie wissen, denn in Wirklichkeit ist eine gute Substanz immer noch die beste Basis für eine gute Ausgangslage, für eine Auseinandersetzung und Diskussion mit den Wählerinnen und Wählern. Aber interessant sind andere Umfragen, die zum Beispiel der SPÖ mit 29 Prozent eine sinkende Reformkompetenz und der ÖVP mit 36 Prozent eine steigende Tendenz zuschreiben. (Abg. Brosz: Die Umfragewerte von Ministerin Gehrer auch?)
Lebhafter lang anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
freue mich über diese Berichterstattung aus dem Ausland. Ich hoffe, Sie können sie ein bisschen nachvollziehen. (Lebhafter lang anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Darabos –: Mein Gott, es ist schon schwierig, gell?
Zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Mag. Darabos. – Bitte. (Abg. Scheibner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Darabos –: Mein Gott, es ist schon schwierig, gell?)
Beifall bei der SPÖ – Abg. Mag. Molterer: Diese Kritik am Cap habe ich nicht erwartet!
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Herr Bundeskanzler, ich darf Ihnen doppelt in Erinnerung rufen, dass wir uns hier im österreichischen Parlament befinden, doppelt deshalb, weil dies erstens keine Märchenstunde sein sollte (Beifall bei der SPÖ – Abg. Mag. Molterer: Diese Kritik am Cap habe ich nicht erwartet!) und wir uns zweitens – und das ist noch ernster – auch nicht im Bundeskanzleramt befinden, denn das Instrument einer Dringlichen Anfrage ist das Instrument von Abgeordneten im österreichischen Parlament. Ihre Wertungen, „Kasperliade“ (Rufe bei der ÖVP – in Richtung des Abg. Dr. Cap zeigend –: Dort sitzt er!), „Mickey-Mouse-Themen“, möchte ich auf das Schärfste zurückweisen! Für uns sind es keine Mickey-Mouse-Themen, wenn es um 364 000 Arbeitslose in Österreich geht! (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP – in Richtung des Abg. Dr. Cap zeigend –: Dort sitzt er!
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Herr Bundeskanzler, ich darf Ihnen doppelt in Erinnerung rufen, dass wir uns hier im österreichischen Parlament befinden, doppelt deshalb, weil dies erstens keine Märchenstunde sein sollte (Beifall bei der SPÖ – Abg. Mag. Molterer: Diese Kritik am Cap habe ich nicht erwartet!) und wir uns zweitens – und das ist noch ernster – auch nicht im Bundeskanzleramt befinden, denn das Instrument einer Dringlichen Anfrage ist das Instrument von Abgeordneten im österreichischen Parlament. Ihre Wertungen, „Kasperliade“ (Rufe bei der ÖVP – in Richtung des Abg. Dr. Cap zeigend –: Dort sitzt er!), „Mickey-Mouse-Themen“, möchte ich auf das Schärfste zurückweisen! Für uns sind es keine Mickey-Mouse-Themen, wenn es um 364 000 Arbeitslose in Österreich geht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Herr Bundeskanzler, ich darf Ihnen doppelt in Erinnerung rufen, dass wir uns hier im österreichischen Parlament befinden, doppelt deshalb, weil dies erstens keine Märchenstunde sein sollte (Beifall bei der SPÖ – Abg. Mag. Molterer: Diese Kritik am Cap habe ich nicht erwartet!) und wir uns zweitens – und das ist noch ernster – auch nicht im Bundeskanzleramt befinden, denn das Instrument einer Dringlichen Anfrage ist das Instrument von Abgeordneten im österreichischen Parlament. Ihre Wertungen, „Kasperliade“ (Rufe bei der ÖVP – in Richtung des Abg. Dr. Cap zeigend –: Dort sitzt er!), „Mickey-Mouse-Themen“, möchte ich auf das Schärfste zurückweisen! Für uns sind es keine Mickey-Mouse-Themen, wenn es um 364 000 Arbeitslose in Österreich geht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Wenn er nichts redet, ist es nicht recht, redet er lange, ist es auch nicht recht!
Nun zum Begriff „Märchenstunde“: Ich möchte in aller Kürze auf Ihre Beantwortung eingehen, die entgegen Ihren sonstigen Gepflogenheiten als Schweigekanzler sehr lang war. (Abg. Neudeck: Wenn er nichts redet, ist es nicht recht, redet er lange, ist es auch nicht recht!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck.
Zweitens: Voest-Privatisierung. Wenn es nach Ihnen gegangen wäre, wäre es unter dem Deckmantel „Minerva“ schon lange zu einer Verscherbelung der Voest gekommen. Die Verdoppelung des Aktienkurses hat nichts mit Privatisierung zu tun, sondern mit Investitionstätigkeiten. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Beifall bei der SPÖ.
Drittens: Sie sprechen im österreichischen Parlament von einer Pensionserhöhung. Sie aber haben die größte Pensionskürzungsreform in der Zweiten Republik zu verantworten. Die Realität ist das eine, Ihre Wahrnehmung offensichtlich das andere. Die Menschen jedoch nehmen Ihnen diese Politik nicht mehr ab! (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Das steht im Gesetz!
Viertens: Die Schulgeldfrage. Wenn Sie so dazu stehen, dann schreiben wir es im Gesetz fest, das ist ganz einfach. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das steht im Gesetz!) Aber wir trauen Ihnen nicht. Bei der Studiengebührenfrage haben Sie auch vor den Wahlen gesagt, dass Sie keine Studiengebühren einführen werden, und dann haben Sie Studiengebühren eingeführt. Daher müssen Sie uns zugute halten, dass wir Ihnen in dieser Frage nicht trauen. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Viertens: Die Schulgeldfrage. Wenn Sie so dazu stehen, dann schreiben wir es im Gesetz fest, das ist ganz einfach. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das steht im Gesetz!) Aber wir trauen Ihnen nicht. Bei der Studiengebührenfrage haben Sie auch vor den Wahlen gesagt, dass Sie keine Studiengebühren einführen werden, und dann haben Sie Studiengebühren eingeführt. Daher müssen Sie uns zugute halten, dass wir Ihnen in dieser Frage nicht trauen. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Großruck: Geh, hör auf!
Fünftens: Sie sprechen davon, dass das Archiv der Feind einiger Abgeordneter sei. Das ist so, als ob jemand im Glashaus sitzen und mit Steinen werfen würde. (Abg. Großruck: Geh, hör auf!) Ich sage Ihnen nur drei Punkte dazu.
Beifall bei der SPÖ.
Dritter Punkt: Sie haben von einer Steuerreform gesprochen – auch das ist im Archiv nachzulesen –, die jedem Werktätigen in Österreich 1 000 € bringt. Was ist passiert? – Die Steuerreform, die Sie als Jahrhundertreform verkaufen, bringt im Schnitt 11 €. Die Wahrheit ist die Tochter der Zeit, das hat einmal der Präsident des Nationalrates gesagt. Das Archiv ist der Feind vor allem des Bundeskanzlers Wolfgang Schüssel! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Jetzt haben Sie gerade gesagt, er hat zu lange gesprochen. Ich kenne mich nicht mehr aus!
Dass wir von Stillstand sprechen, kommt nicht von ungefähr. Das wird auch durch Ihr Schönreden nicht wegzuleugnen sein. Seien Sie mir nicht böse, Herr Bundeskanzler, aber Ihre Haltung erinnert mich schon sehr stark an die drei legendären japanischen Äffchen: nichts sehen, nichts hören, nichts reden. (Abg. Mag. Molterer: Jetzt haben Sie gerade gesagt, er hat zu lange gesprochen. Ich kenne mich nicht mehr aus!) Ihr Agieren, das Sie in den letzten Monaten an den Tag gelegt haben, ist frappant. Wenn man sich im Kasino befinden würde, könnte man sagen: rien ne va plus! – nichts geht mehr.
Zwischenruf des Abg. Großruck.
In Anbetracht dessen stellen Sie sich hier her und sagen: Alles paletti?! Ich verstehe schon Ihr gerüttelt Maß an Realitätsverweigerung. Sie wollen nämlich damit überdecken, dass Sie nicht, wie Ihre Adlaten – allen voran Klubobmann Molterer – landauf, landab trommeln, der Anker der Stabilität sind. In der Tat, Sie sind nicht der Anker der Stabilität, sondern Sie sind der Auslöser einer veritablen Regierungskrise in Österreich. Ich werde Ihnen auch begründen, warum. (Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Abg. Großruck: Gusenbauer hat den Generalsekretär, den er sich verdient!
Sie haben – wider besseres Wissen – diese FPÖ noch einmal in die Regierung geholt. (Abg. Großruck: Gusenbauer hat den Generalsekretär, den er sich verdient!) Sie haben entgegen dem Willen breiter Bevölkerungskreise ein zweites Mal ein Experiment mit einer Partei gestartet, die nie regierungsfähig war. Sie haben einfach aus persönlichem Machtkalkül gegen die Interessen Österreichs (Abg. Großruck: Gusenbauer hat den Generalsekretär, den er sich verdient!) und gegen eine mögliche gute Entwicklung unserer Heimat Österreich ein von vornherein zum Scheitern verurteiltes Projekt weitergeführt.
Abg. Großruck: Gusenbauer hat den Generalsekretär, den er sich verdient!
Sie haben – wider besseres Wissen – diese FPÖ noch einmal in die Regierung geholt. (Abg. Großruck: Gusenbauer hat den Generalsekretär, den er sich verdient!) Sie haben entgegen dem Willen breiter Bevölkerungskreise ein zweites Mal ein Experiment mit einer Partei gestartet, die nie regierungsfähig war. Sie haben einfach aus persönlichem Machtkalkül gegen die Interessen Österreichs (Abg. Großruck: Gusenbauer hat den Generalsekretär, den er sich verdient!) und gegen eine mögliche gute Entwicklung unserer Heimat Österreich ein von vornherein zum Scheitern verurteiltes Projekt weitergeführt.
Beifall bei der SPÖ.
Sie werden damit nicht, wie Sie es gerne hätten, als Wendekanzler in die österreichische Geschichte eingehen, sondern als Politiker, der wider besseres Wissen Österreich in die falsche Richtung geführt hat, unsozialer gemacht hat und eine Regierungskonstellation künstlich am Leben erhalten hat, die flugs von „speed kills“ zu „nichts geht mehr“ getaumelt ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Wie lange 5 Minuten sein können!
Herr Bundeskanzler! Sie müssen sich schon den Vorwurf gefallen lassen, dass Sie in der Weise handelten, dass Sie jetzt sagen müssen: Die Geister, die ich rief, werde ich nicht mehr los! (Abg. Neudeck: Wie lange 5 Minuten sein können!) Das gilt im Übrigen
Abg. Mag. Molterer: Das ist der Kalina-Effekt!
auch für Ihren Koalitionspartner FPÖ, auch da gilt der Spruch: Die Geister, die ich rief, die werde ich nicht mehr los! Jahrelang eine rechte Politik zu machen, ein ganz bestimmtes Potenzial ansprechen zu wollen (Abg. Mag. Molterer: Das ist der Kalina-Effekt!) und sich dann zu wundern, wenn die Repräsentanten eines Flügels aufmucken, das ist wohl reichlich naiv gedacht! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Darabos verteidigt Mölzer!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Darabos verteidigt Mölzer!
auch für Ihren Koalitionspartner FPÖ, auch da gilt der Spruch: Die Geister, die ich rief, die werde ich nicht mehr los! Jahrelang eine rechte Politik zu machen, ein ganz bestimmtes Potenzial ansprechen zu wollen (Abg. Mag. Molterer: Das ist der Kalina-Effekt!) und sich dann zu wundern, wenn die Repräsentanten eines Flügels aufmucken, das ist wohl reichlich naiv gedacht! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Darabos verteidigt Mölzer!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ein schöner Schlusspunkt!
Nur zur Klarstellung, Herr Kollege Scheuch: Kein echter Demokrat in Österreich weint Herrn Mölzer eine Träne nach. Aber nicht Herr Mölzer ist das Problem, sondern das Problem ist Ihre Regierungspolitik! Sie haben die Interessen der Menschen verraten. Sie haben den Menschen Sand in die Augen zu streuen versucht, haben ihnen sehr viel versprochen und nichts davon gehalten. Ihr Absturz in der Wählergunst hängt nicht mit dem rechten, dem ultra-rechten oder dem rechts-nationalen Flügel der FPÖ zusammen, sondern mit einer Regierungspolitik, die die Interessen der Menschen verraten hat. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ein schöner Schlusspunkt!)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Deshalb ist es auch kein Wunder, dass das mittlerweile auch die Österreicherinnen und Österreich so sehen. Es wurde schon erwähnt, dass – und das muss Ihnen auch zu denken geben, Herr Bundeskanzler – 75 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sagen, dass diese Regierung nicht mehr voll handlungsfähig ist. 67 Prozent, also zwei von drei Österreicherinnen und Österreichern, sagen, sie wollen eine neue, soziale Regierung. Im Übrigen sagen 62 Prozent ... (Zwischenruf des Abg. Großruck.) – Ja, das ist Ihre Politik! Sie sprechen ja auch mit den Menschen draußen und wissen daher, dass das so gesehen wird, dass den Grundbedürfnissen im Gesundheits- und im Wohnbereich nicht mehr entsprochen wird, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird, dass die Wahrnehmung der Interessen durch die Politik von Schwarz-Blau in den letzten fünf Jahren schlechter geworden ist, und zwar in einem Ausmaß, das nicht auf empirische Ungenauigkeit zurückzuführen ist, denn immerhin sehen das zwei Drittel der Menschen in Österreich so.
Beifall bei der SPÖ.
Liebe KollegInnen von ÖVP und FPÖ, Sie können noch so lachen: Das ist so! Das empfinden die Menschen so. Sie werden dann, wenn es an der Zeit ist – ich hoffe bald, der 23. April steht schon vor der Tür – auch zu entscheiden haben, wie eine neue Politik in Österreich auszusehen hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundeskanzler! Sorgen Sie dafür, dass dieser Stillstand in Ihrer Regierung aufhört, oder machen Sie den Weg frei, denn Österreich verdient eine bessere, eine sozialere Politik! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Silhavy –: Wie kann man seinen eigenen Parteikollegen berichtigen?
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Frau Abgeordnete Silhavy zu Wort gemeldet. Danach folgt eine weitere tatsächliche Berichtigung von Herrn Abgeordnetem Broukal. – Frau Abgeordnete Silhavy, Sie kennen die Bestimmungen der Geschäftsordnung: 2 Minuten Redezeit. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Großruck – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Silhavy –: Wie kann man seinen eigenen Parteikollegen berichtigen?)
Rufe bei der ÖVP: Mehrfach!
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Bundeskanzler Schüssel behauptete in seiner Rede, dass sich Franz Voves über Frank Stronach und Sigi Wolf herablassend geäußert und damit Investoren vertrieben hätte. (Rufe bei der ÖVP: Mehrfach!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ellmauer: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Ich berichtige tatsächlich: Franz Voves hat gesagt, das Ziel der steirischen SPÖ ist, die Steiermark so zu gestalten, dass Investoren beste Voraussetzungen finden und nicht kniend um Wohlwollen bitten müssen. Tatsächlich vertrieben wurde Mateschitz vom Trio Klasnic, Seitinger und Schöpfer. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ellmauer: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!)
Abg. Neudeck: Der Rest auch nicht!
Präsident Dr. Andreas Khol: Der letzte Satz war nicht Teil einer tatsächlichen Berichtigung! (Abg. Neudeck: Der Rest auch nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
So viel sei zur „garantierten Schulgeldfreiheit“ gesagt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Herr Bundeskanzler! Liebe Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Eigentlich sieht ja die Geschäftsordnung vor, dass eine Dringliche Anfrage heute einer der beiden Regierungsparteien zustünde. Wir haben sehr gerne auf dieses Recht einer Dringlichen Anfrage verzichtet, weil wir gewusst haben, die SPÖ stellt eine, und ich bin sehr dankbar dafür. – Es entsteht tatsächlich eine Tradition: Erstens ist bei jeder Dringlichen Anfrage der SPÖ eines gleich: Es ist ein Schuss, der nach hinten losgeht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: Au weh!
Zweitens ermöglicht jede dieser Dringlichen Anfragen der SPÖ dem Herrn Bundeskanzler, die Erfolgsgeschichte Österreichs hier im Hohen Haus darzulegen (Abg. Parnigoni: Au weh!) – in einer Brillanz, für die wir dankbar sind, weil sie der Arbeit dieser Bundesregierung entspricht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zweitens ermöglicht jede dieser Dringlichen Anfragen der SPÖ dem Herrn Bundeskanzler, die Erfolgsgeschichte Österreichs hier im Hohen Haus darzulegen (Abg. Parnigoni: Au weh!) – in einer Brillanz, für die wir dankbar sind, weil sie der Arbeit dieser Bundesregierung entspricht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Der ist schon wieder vergessen!
Meine Damen und Herren von der SPÖ! Es war ja offensichtlich so, dass Sie – und nicht nur Sie! – längere Zeit auf den so genannten Kalina-Effekt gewartet haben. (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Der ist schon wieder vergessen!) – Wenn der Kalina-Effekt darin bestanden hat, dass Sie im Titel Ihrer Dringlichen Anfrage geschrieben haben – zumindest so weit hat der Kalina-Effekt geführt –, „nichts geht mehr“, dann ist das vielleicht der Effekt der „startklar“-Tour des Alfred Gusenbauer, meine Damen und Herren! Sollte das der Kalina-Effekt für die SPÖ sein, so
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Gute Nacht, Gusenbauer!
würde er mich nicht stören. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Gute Nacht, Gusenbauer!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte Ihnen das auch anhand einiger Beispiele nachweisen, Herr Kollege Cap und Herr Kollege Gusenbauer. Nein zu sagen ist vielleicht für eine Oppositionsarbeit genug. – Ich glaube zwar nicht dran, aber Sie mögen es so verstehen. Aber für die Arbeit für Österreich ist nein zu sagen schlicht und einfach zu wenig, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Verhinderer!
Diese Bundesregierung hat ja zur größten Infrastrukturoffensive gesagt, die es in diesem Land seit vielen Jahren gibt: mehr Geld für die Infrastruktur, als jemals aufgewendet wurde. – Diese Regierung sagt ja zur Infrastrukturoffensive – Sie sagen einfach nein; damit auch nein zur Lebenschance von Regionen und nein zum Entstehen von Arbeitsplätzen, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Verhinderer!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Ja, ja, ja!
Sie von der Opposition haben beispielsweise nein zu einer wichtigen Standortentscheidung gesagt, die kürzlich in der UVP-Novelle – in der Novellierung des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetzes – getroffen wurde. Wir haben ja gesagt: ja zur Umwelt und ja zum Standort. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Ja, ja, ja!) Sie sagen nein dazu und damit nein zu Lebenschancen von Regionen, meine Damen und Herren!
Abg. Dr. Partik-Pablé: „Konstruktive“ Oppositionspolitik!
Sie haben nein zum Sicherheitspolizeigesetz gesagt, Sie haben nein zur ÖBB-Reform gesagt, und Sie haben bisher zu einer neuen Verfassung im Konvent nein gesagt. Sie haben nein zur Privatisierung gesagt und damit einen wirtschaftlichen Erfolg zu verhindern versucht, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Partik-Pablé: „Konstruktive“ Oppositionspolitik!) – Gott sei Dank hat diese Bundesregierung das nicht getan, sondern geht diesen klaren, reformorientierten Weg des Ja zu diesen notwendigen Veränderungen.
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
„Das Bewegungsmuster dabei legt nahe, dass ‚Gusi‘ den legendären Professor Kurt Ostbahn als Tanzlehrer engagiert hat: An Schritt vüri, zwa Schritt z’ruck – rassiger Break Dance zum Durchbruch ist keiner daraus geworden. Eher ein Egg Dance. Ostbahn Kurti würde übersetzen: ‚A Eiatanz!‘“ (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Njet!
Beim Asylgesetz durfte Kollege Darabos ganz am Anfang ja sagen. Zwei Tage später hat er „vielleicht“ gesagt, drei Tage später musste er nein sagen, weil er nicht ja sagen durfte, weil „ja“ in der SPÖ zum Fremdwort geworden ist und entweder durch nein oder durch „Entweder-und-oder“ ersetzt wurde. (Abg. Großruck: Njet!)
Abg. Murauer: „Startklar“ ...!
Wie schaut es beim Thema Schule aus? – Zweidrittelmehrheit ohne Wenn und Aber, hat Gusenbauer gesagt. Was ist daraus geworden? – Ein „Entweder-und-auch“, das wahrscheinlich wiederum zum Nein führt. (Abg. Murauer: „Startklar“ ...!) Das ist die Strategie der SPÖ.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und dann kritisieren Sie in der Dringlichen das Tempo! Zuerst ist es zu schnell für die SPÖ, dann ist es zu langsam. Ich sage Ihnen: Unser Reformtempo wird davon bestimmt, was für Österreich gut ist, und nicht davon, was die SPÖ verträgt. – Unsere Politik wird davon geleitet, was für Österreich gut ist! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: Bitte nicht!
In diesem Sinne werden wir diese Reformarbeit auch selbstverständlich fortsetzen: mit dem Budget 2006, der Bundesheerreform, dem neuen Asylrecht, dem Schulpaket, dem „Führerschein neu“, der EU-Verfassung, dem Behindertengleichstellungsgesetz, der Zivildienstreform und selbstverständlich mit all den Infrastrukturprojekten. – Ich könnte die Liste jetzt noch fortsetzen. (Ruf bei der SPÖ: Bitte nicht!)
Abg. Dr. Cap: Halleluja!
Wissen Sie, was die entscheidende Frage ist? – Was bringt unser Land nach vorne? Das ist der Maßstab dieser Bundesregierung, und diese Bundesregierung unter Führung von Wolfgang Schüssel und von Hubert Gorbach braucht hier nicht nur keinen Vergleich zu scheuen, meine Damen und Herren, sondern alle internationalen Beobachter sagen voll Respekt, dass die Arbeit dieser Bundesregierung Österreich nach vorne gebracht hat! (Abg. Dr. Cap: Halleluja!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das bringt nicht nur den Respekt vor der Arbeit dieser Regierung zum Ausdruck, Herr Kollege Cap, sondern den Respekt vor Österreich. Und das ist etwas, was Ihnen offensichtlich fehlt. – Darf ich das so sagen, nach diesen Antworten, die Sie hier in Ihrer Rede gegeben haben? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zum Schluss möchte ich die Kollegen der SPÖ noch darauf aufmerksam machen, dass heute ein nicht uninteressanter Tag ist, nämlich der 31. März 2005. Wissen Sie, was heute vor genau zehn Jahren geschehen ist? – Für den „Konsum“ wurde der Ausgleich angemeldet – die größte Handelspleite des Landes! Ihre Verantwortung! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: Ja, ja!
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Als heute Vormittag diese Dringliche Anfrage angekündigt wurde, hätte das Stenographische Protokoll Folgendes vermerken können: Heiterkeit bei den Regierungsparteien. – Betroffenheit bei den Abgeordneten der SPÖ. (Abg. Parnigoni: Ja, ja!)
Abg. Reheis: Sie sind leider überhaupt nicht mehr betroffen!
Aber diese Betroffenheit ist ja dann im Redebeitrag vom Abgeordneten Cap noch übertroffen worden (Abg. Reheis: Sie sind leider überhaupt nicht mehr betroffen!) und dann in blankes Entsetzen umgeschlagen, als er schließlich noch Andreas Mölzer als seinen Redenschreiber und Ideengeber eingebracht hat (Heiterkeit bei den Freiheitlichen) und sozusagen Mölzer und Cap dem widersprochen haben, was Molterer in der Beurteilung der Regierung – auch der freiheitlichen Regierungsmannschaft und des freiheitlichen Klubs – gesagt hat. (Ruf bei der SPÖ: Wie geht es dem Mölzer?)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen
Aber diese Betroffenheit ist ja dann im Redebeitrag vom Abgeordneten Cap noch übertroffen worden (Abg. Reheis: Sie sind leider überhaupt nicht mehr betroffen!) und dann in blankes Entsetzen umgeschlagen, als er schließlich noch Andreas Mölzer als seinen Redenschreiber und Ideengeber eingebracht hat (Heiterkeit bei den Freiheitlichen) und sozusagen Mölzer und Cap dem widersprochen haben, was Molterer in der Beurteilung der Regierung – auch der freiheitlichen Regierungsmannschaft und des freiheitlichen Klubs – gesagt hat. (Ruf bei der SPÖ: Wie geht es dem Mölzer?)
Ruf bei der SPÖ: Wie geht es dem Mölzer?
Aber diese Betroffenheit ist ja dann im Redebeitrag vom Abgeordneten Cap noch übertroffen worden (Abg. Reheis: Sie sind leider überhaupt nicht mehr betroffen!) und dann in blankes Entsetzen umgeschlagen, als er schließlich noch Andreas Mölzer als seinen Redenschreiber und Ideengeber eingebracht hat (Heiterkeit bei den Freiheitlichen) und sozusagen Mölzer und Cap dem widersprochen haben, was Molterer in der Beurteilung der Regierung – auch der freiheitlichen Regierungsmannschaft und des freiheitlichen Klubs – gesagt hat. (Ruf bei der SPÖ: Wie geht es dem Mölzer?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Silhavy: „Außenstehender“! – Ruf bei der SPÖ: Sind Sie schon orange? – Abg. Reheis: ÖVP-Alleinregierung! – Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Scheibner bereitet einen fliegenden Wechsel zur ÖVP vor! – Ruf bei der SPÖ: War das die Rede vom Parteitag?
Ich sage Ihnen: Wenn ich mir das als Außenstehender anhöre und überlege, wem ich glauben soll – Mölzer, Cap oder Molterer –, dann werde ich eher Molterer glauben als den beiden anderen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Silhavy: „Außenstehender“! – Ruf bei der SPÖ: Sind Sie schon orange? – Abg. Reheis: ÖVP-Alleinregierung! – Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Scheibner bereitet einen fliegenden Wechsel zur ÖVP vor! – Ruf bei der SPÖ: War das die Rede vom Parteitag?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Broukal.
Ich sage Ihnen nur: Wie so oft können wir uns nur dafür bedanken, dass die Opposition – und vor allem die Sozialdemokraten! – immer wieder Dringliche Anfragen einbringt. Kollege Darabos hat schon Recht: Die Dringliche Anfrage war einmal eines der wichtigsten und schärfsten Instrumente der Opposition gegen eine Regierungspartei oder gegen die Regierung. – War! Mittlerweile ist es eine gute Plattform für die Regierungsparteien, die Erfolge der Regierung zu präsentieren. Herzlichen Dank an die SPÖ für diese Dringliche Anfrage! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Broukal.)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege Cap, freuen Sie sich nicht zu früh, wenn Sie prognostizieren, was alles mit den Freiheitlichen passieren wird! Das hat man in den letzten 15 Jahren schon so oft gesagt. Ich kann Ihnen sagen: Schauen Sie einmal in unsere Reihen! Sehen Sie da irgendwo Depression, Chaos oder Defensive? (Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Ich sage Ihnen: Sie werden sich noch wundern – und zwar sehr bald! –, was Sie noch zu erwarten haben! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege Cap, freuen Sie sich nicht zu früh, wenn Sie prognostizieren, was alles mit den Freiheitlichen passieren wird! Das hat man in den letzten 15 Jahren schon so oft gesagt. Ich kann Ihnen sagen: Schauen Sie einmal in unsere Reihen! Sehen Sie da irgendwo Depression, Chaos oder Defensive? (Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Ich sage Ihnen: Sie werden sich noch wundern – und zwar sehr bald! –, was Sie noch zu erwarten haben! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Jedenfalls keine Neuwahlen und keine Depression, sondern eine aktive freiheitliche Gruppe in diesem Parlament und in dieser Bundesregierung! Und gewählt wird dann, wenn es verfassungsrechtlich vorgesehen ist: im Herbst 2006, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.– Abg. Marizzi: Sie sicher!
Ich sage Ihnen: Wir werden Österreich davor bewahren, dass dieser Zeitpunkt sehr bald eintritt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.– Abg. Marizzi: Sie sicher!)
Abg. Parnigoni: Blamier dich doch nicht!
Lernen Sie endlich Opposition, denn das wird noch lange Ihre Rolle sein, und Sie sollten sich endlich daran gewöhnen! (Abg. Parnigoni: Blamier dich doch nicht!) Wenn Sie weder regieren noch Opposition spielen, ist die Frage, welche Rolle Sie denn hier im Hohen Haus noch spielen, meine Damen und Herren.
Ruf bei den Freiheitlichen: Demonstriert!
damals auch gegen diese Konjunkturpakete gestimmt. (Ruf bei den Freiheitlichen: Demonstriert!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir tun alles dafür, den Standort Österreich in Zukunft attraktiver zu machen und auch zu sichern, denn nur durch gute Unternehmen, nur durch gute neue Betriebsansiedelungen können wir die Beschäftigung erhöhen und das Wirtschaftswachstum steigern. Das ist die Rolle dieser Bundesregierung. Nicht die Politik schafft Arbeitsplätze, sondern Unternehmungen. Die Rahmenbedingungen dafür schafft die Politik, schafft die Bundesregierung, und dieser Verantwortung stellen wir uns auch in Zukunft! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Das ist ihm zu hoch!
Was schreiben Sie dann weiter in Ihrer Dringlichen Anfrage? – Über die ÖIAG! Der Herr Bundeskanzler hat es schon angesprochen: Sie kritisieren die Privatisierung. Meine Damen und Herren! Sie haben es heute gehört: Schuldenabbau von 6 Milliarden €, und trotzdem sind die Restwerte in der ÖIAG mehr wert als vor der Privatisierung. Also wenn das kein Erfolgsrezept dieser Bundesregierung ist, dann weiß ich es nicht, Herr Kollege Cap! (Abg. Neudeck: Das ist ihm zu hoch!)
Abg. Bures: Geh, bitte!
Zur Gesundheitsreform. Das ist ja wirklich das Beste: Die Rezeptgebühren sind in diesen vier Jahren vier Mal erhöht worden. Ja, warum sind sie vier Mal erhöht worden? – Weil es die jährliche Valorisierung der Rezeptgebühren gibt! Wann ist die eingeführt worden? – Unter der Regierung Kreisky Anfang der achtziger Jahre! (Abg. Bures: Geh, bitte!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Heuchlerisch!
Das ist Ihre Falsch-Information, die Sie immer wieder verbreiten. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Heuchlerisch!) Das hat man ja auch bei der schon zitierten Veranstaltung gesehen, wo eine Funktionärin aufgestanden ist und gesagt hat, unter dieser Bundesregierung seien die Steuern unglaublich erhöht worden. Als wir gesagt haben, vor einem Monat ist die größte steuerliche Entlastung eingetreten und umgesetzt worden, hat man geantwortet, das stimme nicht, die Steuern seien erhöht worden, und alle haben geklatscht.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Natürlich kann man sich seine eigene Wahrheit bilden, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, aber die Wirklichkeit ist etwas anderes. Ich sage Ihnen: Die Bevölkerung kann sehr gut zwischen Ihrer subjektiven Wahrheit und der Wirklichkeit unterscheiden, und die ist eine gute für Österreich und für die Bevölkerung, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Eder: Schrecklich! Die ÖBB-Reform ist schrecklich!
nach wenigen Wochen mit der ÖVP umgesetzt! –, über die Behinderten-Milliarde, das Kinderbetreuungsgeld, die ÖBB-Reform, die Erhöhung der Pendlerpauschale (Abg. Eder: Schrecklich! Die ÖBB-Reform ist schrecklich!), die Steuerreform, das Tierschutzgesetz bis zur Verwaltungsreform und, und, und.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Das sollten Sie einmal zur Kenntnis nehmen. Nicht Stillstand, sondern Fortschritt ist das Motto dieser Bundesregierung, und das wird auch noch so bleiben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Nicht schon wieder!
Wenn Sie schon Zeitungsartikel zitieren, dann hätten Sie auch einen aus der „Neuen Zürcher Zeitung“ bringen können, die einmal nach einem wirklichen Lob für diese Bundesregierung geschrieben hat ... (Abg. Öllinger: Nicht schon wieder!) – Nein, ich zitiere es eh nicht. (Abg. Mag. Molterer: Das muss man aber zitieren!) Es ist nur so interessant, weil man in dieser Zeitung geschrieben hat, man versteht heute nicht mehr, dass die EU am Beginn dieser Koalitionsregierung Sanktionen verhängt hat.
Abg. Mag. Molterer: Das muss man aber zitieren!
Wenn Sie schon Zeitungsartikel zitieren, dann hätten Sie auch einen aus der „Neuen Zürcher Zeitung“ bringen können, die einmal nach einem wirklichen Lob für diese Bundesregierung geschrieben hat ... (Abg. Öllinger: Nicht schon wieder!) – Nein, ich zitiere es eh nicht. (Abg. Mag. Molterer: Das muss man aber zitieren!) Es ist nur so interessant, weil man in dieser Zeitung geschrieben hat, man versteht heute nicht mehr, dass die EU am Beginn dieser Koalitionsregierung Sanktionen verhängt hat.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es wird so bleiben, meine Damen und Herren! Lernen Sie Opposition! Wir werden weiterhin gute Regierungsarbeit für Österreich leisten! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Aber das haben Sie eingeführt!
Wahr ist vielmehr, dass die viermalige Erhöhung eine Erhöhung um 28 Prozent bedeutet, während die Inflation nur knapp über 10 Prozent in dem Zeitraum betragen hat. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Aber das haben Sie eingeführt!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Bravo!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Werte Zuhörerinnen und Zuhörer auf der Galerie! Es sind ja noch einige hier, auch einige jüngere. – Herr Abgeordneter Scheibner, ich wollte eigentlich jetzt nicht etwas über die FPÖ sagen, aber wenn Sie sich hierher stellen und mit Blick und Geste auf Ihre eigene Fraktion sagen: Schauen Sie sich doch an, wie super aufgestellt die Freiheitlichen sind, wie motiviert sie sind! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Bravo!), und sich die Abgeordneten der Freiheitlichen daraufhin selber fragend anblicken, wenn er denn da gemeint hat, dann, Herr Kollege Scheibner, ist das Realitätsverweigerung pur.
Abg. Scheibner: Das haben wir schon alles gelesen! Ersparen Sie sich die Redezeit!
Ich lese Ihnen gern aus dem „Kurier“ von heute vor, ein Zitat aus einem Kommentar mit dem Titel „Wer hält das aus?“ (Abg. Scheibner: Das haben wir schon alles gelesen! Ersparen Sie sich die Redezeit!):
Abg. Neudeck: Sie müssen gar nicht!
Das ist die Realität, Herr Kollege Scheibner! (Abg. Neudeck: Sie müssen gar nicht!) Wir haben es bis zum Überdruss satt, einen Tag auf den anderen jede Wendung und Irrung der Freiheitlichen Partei pausenlos aus dem Fernseher, aus dem Radio, aus den Zeitungen quellen sehen oder hören zu müssen. (Abg. Scheibner: Reden Sie doch über die Dringliche! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie reiben sich doch die Hände!)
Abg. Scheibner: Reden Sie doch über die Dringliche! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie reiben sich doch die Hände!
Das ist die Realität, Herr Kollege Scheibner! (Abg. Neudeck: Sie müssen gar nicht!) Wir haben es bis zum Überdruss satt, einen Tag auf den anderen jede Wendung und Irrung der Freiheitlichen Partei pausenlos aus dem Fernseher, aus dem Radio, aus den Zeitungen quellen sehen oder hören zu müssen. (Abg. Scheibner: Reden Sie doch über die Dringliche! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie reiben sich doch die Hände!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist lauter Unsinn, was Sie da reden! Sie reiben sich jeden Tag die Hände, wenn Sie etwas Negatives über die Freiheitlichen lesen!
Ja, das ist das Bedauerliche! – Wir wollen arbeiten, arbeiten für Österreich, und wir erwarten das auch von Ihnen, aber Sie sind nur mit sich selbst beschäftigt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist lauter Unsinn, was Sie da reden! Sie reiben sich jeden Tag die Hände, wenn Sie etwas Negatives über die Freiheitlichen lesen!) Und was sagt der Bundeskanzler dazu? „Wann er’s nur aushalt’, der Zgonc!“
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Bundeskanzler! Wen meinen Sie mit dem „Zgonc“? Wer ist der „Zgonc“ in Ihren Ausführungen? Sind Sie das? Sicher nicht! Die ÖsterreicherInnen müssen für Ihren Vergleich als „Zgonc“ herhalten, die müssen das aushalten! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das war nicht das Parlament, sondern der Senat! – Bundeskanzler Dr. Schüssel: Aber nein! Das war ein Verschwörer, ein hinterhältiger!
Herr Bundeskanzler! Vor zirka 2 000 Jahren hat es einen Redner im römischen Parlament gegeben, der gesagt hat: Wie lange noch willst du unsere Geduld missbrauchen, Catilina? – Das war der Cicero. (Abg. Scheibner: Das war nicht das Parlament, sondern der Senat! – Bundeskanzler Dr. Schüssel: Aber nein! Das war ein Verschwörer, ein hinterhältiger!) – Ah, das war ein Verschwörer, ein hinterhältiger! Solche haben Sie auch genug in Ihrer Regierung, Herr Bundeskanzler! Da schauen wir gerne zu, wer der Nächste sein wird. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie der SPÖ. – Abg. Neudeck: Dass man mit so einer seichten Rede schwimmen kann, ist ein Wunder!)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie der SPÖ. – Abg. Neudeck: Dass man mit so einer seichten Rede schwimmen kann, ist ein Wunder!
Herr Bundeskanzler! Vor zirka 2 000 Jahren hat es einen Redner im römischen Parlament gegeben, der gesagt hat: Wie lange noch willst du unsere Geduld missbrauchen, Catilina? – Das war der Cicero. (Abg. Scheibner: Das war nicht das Parlament, sondern der Senat! – Bundeskanzler Dr. Schüssel: Aber nein! Das war ein Verschwörer, ein hinterhältiger!) – Ah, das war ein Verschwörer, ein hinterhältiger! Solche haben Sie auch genug in Ihrer Regierung, Herr Bundeskanzler! Da schauen wir gerne zu, wer der Nächste sein wird. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie der SPÖ. – Abg. Neudeck: Dass man mit so einer seichten Rede schwimmen kann, ist ein Wunder!)
Staatssekretär Mag. Schweitzer betritt soeben den Sitzungssaal und begibt sich zu seinem Platz auf der Regierungsbank.
Noch eine Vorbemerkung: Schade, dass Kollege Schweitzer nicht mehr da ist, weil ich ihm schon ganz gerne ... (Staatssekretär Mag. Schweitzer betritt soeben den Sitzungssaal und begibt sich zu seinem Platz auf der Regierungsbank.) – Ah, sehr gut, Herr Kollege Schweitzer, können Sie mir eine Frage beantworten?
Staatssekretär Mag. Schweitzer – sein orangenes Armband abnehmend und es dem Redner reichend –: Das ist die Österreichische Sporthilfe!
neuen Partei? Haben wir etwas versäumt? Oder steht uns das noch bevor, Herr Kollege Schweitzer? (Staatssekretär Mag. Schweitzer – sein orangenes Armband abnehmend und es dem Redner reichend –: Das ist die Österreichische Sporthilfe!) – Das ist die Österreichische Sporthilfe? Na gut, ich nehme es zur Kenntnis, Herr Kollege Schweitzer! (Lebhafte Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Na das ist eine Rede!) Vielleicht ist es auch eine Hilfe für die Freiheitliche Partei. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Der Redner dreht sich zur Regierungsbank um und übergibt das orangene Armband wieder Staatssekretär Mag. Schweitzer.)
Lebhafte Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Na das ist eine Rede!
neuen Partei? Haben wir etwas versäumt? Oder steht uns das noch bevor, Herr Kollege Schweitzer? (Staatssekretär Mag. Schweitzer – sein orangenes Armband abnehmend und es dem Redner reichend –: Das ist die Österreichische Sporthilfe!) – Das ist die Österreichische Sporthilfe? Na gut, ich nehme es zur Kenntnis, Herr Kollege Schweitzer! (Lebhafte Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Na das ist eine Rede!) Vielleicht ist es auch eine Hilfe für die Freiheitliche Partei. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Der Redner dreht sich zur Regierungsbank um und übergibt das orangene Armband wieder Staatssekretär Mag. Schweitzer.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Der Redner dreht sich zur Regierungsbank um und übergibt das orangene Armband wieder Staatssekretär Mag. Schweitzer.
neuen Partei? Haben wir etwas versäumt? Oder steht uns das noch bevor, Herr Kollege Schweitzer? (Staatssekretär Mag. Schweitzer – sein orangenes Armband abnehmend und es dem Redner reichend –: Das ist die Österreichische Sporthilfe!) – Das ist die Österreichische Sporthilfe? Na gut, ich nehme es zur Kenntnis, Herr Kollege Schweitzer! (Lebhafte Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Na das ist eine Rede!) Vielleicht ist es auch eine Hilfe für die Freiheitliche Partei. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Der Redner dreht sich zur Regierungsbank um und übergibt das orangene Armband wieder Staatssekretär Mag. Schweitzer.)
Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.
Herr Bundeskanzler, Sie haben im Jahr 2000 gesagt: 200 000 Arbeitsplätze schaffen wir in den nächsten Jahren. Ich habe das Zitat hier. Wissen Sie, wie viele es geworden sind? 20 000 Arbeitsplätze sind seit 2000 angeblich mehr geschaffen worden. (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.) Wenn man das von den Teilzeitarbeitsplätzen auf Vollzeitarbeitsplätze umrechnet, dann bleibt eine Null unter dem Strich.
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Nein, ...!
Sie, Herr Bundeskanzler, sagen andererseits, es sind eh nur 30 000 Arbeitslose mehr. Tut mir Leid, wenn ich das so sagen muss, aber die Regierung hat in den letzten Jahren wirklich nicht dadurch geglänzt, dass sie das Problem Arbeitslosigkeit auch nur ansatzweise ernst genommen hätte. Realität ist, Herr Bundeskanzler, es sind nicht 30 000 Arbeitslose mehr, sondern es sind 60 000 bis 70 000 Arbeitslose mehr geworden seit dem Jahr 2000! Keine Arbeitsplätze geschaffen, obwohl Sie 200 000 versprochen haben, und 60 000 bis 70 000 Arbeitslose mehr. Es gibt die Zahlen, Herr Bundeskanzler! (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Nein, ...!) Na selbstverständlich! (Abg. Dr. Puswald: Der Bundeskanzler als Realitätsverweigerer!) Offensichtlich, Herr Bundeskanzler, haben nicht nur andere ein Problem mit der Statistik ... (Bundeskanzler Dr. Schüssel: 100 000 Arbeitsplätze mehr!) – Es sind nicht 100 000 Arbeitsplätze mehr! (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Doch! Doch!) Ich kann Ihnen die Antwort des Wirtschaftsministeriums vorlesen. Da steht nichts drinnen von 100 000 Arbeitsplätzen mehr!
Abg. Dr. Puswald: Der Bundeskanzler als Realitätsverweigerer!
Sie, Herr Bundeskanzler, sagen andererseits, es sind eh nur 30 000 Arbeitslose mehr. Tut mir Leid, wenn ich das so sagen muss, aber die Regierung hat in den letzten Jahren wirklich nicht dadurch geglänzt, dass sie das Problem Arbeitslosigkeit auch nur ansatzweise ernst genommen hätte. Realität ist, Herr Bundeskanzler, es sind nicht 30 000 Arbeitslose mehr, sondern es sind 60 000 bis 70 000 Arbeitslose mehr geworden seit dem Jahr 2000! Keine Arbeitsplätze geschaffen, obwohl Sie 200 000 versprochen haben, und 60 000 bis 70 000 Arbeitslose mehr. Es gibt die Zahlen, Herr Bundeskanzler! (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Nein, ...!) Na selbstverständlich! (Abg. Dr. Puswald: Der Bundeskanzler als Realitätsverweigerer!) Offensichtlich, Herr Bundeskanzler, haben nicht nur andere ein Problem mit der Statistik ... (Bundeskanzler Dr. Schüssel: 100 000 Arbeitsplätze mehr!) – Es sind nicht 100 000 Arbeitsplätze mehr! (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Doch! Doch!) Ich kann Ihnen die Antwort des Wirtschaftsministeriums vorlesen. Da steht nichts drinnen von 100 000 Arbeitsplätzen mehr!
Bundeskanzler Dr. Schüssel: 100 000 Arbeitsplätze mehr!
Sie, Herr Bundeskanzler, sagen andererseits, es sind eh nur 30 000 Arbeitslose mehr. Tut mir Leid, wenn ich das so sagen muss, aber die Regierung hat in den letzten Jahren wirklich nicht dadurch geglänzt, dass sie das Problem Arbeitslosigkeit auch nur ansatzweise ernst genommen hätte. Realität ist, Herr Bundeskanzler, es sind nicht 30 000 Arbeitslose mehr, sondern es sind 60 000 bis 70 000 Arbeitslose mehr geworden seit dem Jahr 2000! Keine Arbeitsplätze geschaffen, obwohl Sie 200 000 versprochen haben, und 60 000 bis 70 000 Arbeitslose mehr. Es gibt die Zahlen, Herr Bundeskanzler! (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Nein, ...!) Na selbstverständlich! (Abg. Dr. Puswald: Der Bundeskanzler als Realitätsverweigerer!) Offensichtlich, Herr Bundeskanzler, haben nicht nur andere ein Problem mit der Statistik ... (Bundeskanzler Dr. Schüssel: 100 000 Arbeitsplätze mehr!) – Es sind nicht 100 000 Arbeitsplätze mehr! (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Doch! Doch!) Ich kann Ihnen die Antwort des Wirtschaftsministeriums vorlesen. Da steht nichts drinnen von 100 000 Arbeitsplätzen mehr!
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Doch! Doch!
Sie, Herr Bundeskanzler, sagen andererseits, es sind eh nur 30 000 Arbeitslose mehr. Tut mir Leid, wenn ich das so sagen muss, aber die Regierung hat in den letzten Jahren wirklich nicht dadurch geglänzt, dass sie das Problem Arbeitslosigkeit auch nur ansatzweise ernst genommen hätte. Realität ist, Herr Bundeskanzler, es sind nicht 30 000 Arbeitslose mehr, sondern es sind 60 000 bis 70 000 Arbeitslose mehr geworden seit dem Jahr 2000! Keine Arbeitsplätze geschaffen, obwohl Sie 200 000 versprochen haben, und 60 000 bis 70 000 Arbeitslose mehr. Es gibt die Zahlen, Herr Bundeskanzler! (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Nein, ...!) Na selbstverständlich! (Abg. Dr. Puswald: Der Bundeskanzler als Realitätsverweigerer!) Offensichtlich, Herr Bundeskanzler, haben nicht nur andere ein Problem mit der Statistik ... (Bundeskanzler Dr. Schüssel: 100 000 Arbeitsplätze mehr!) – Es sind nicht 100 000 Arbeitsplätze mehr! (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Doch! Doch!) Ich kann Ihnen die Antwort des Wirtschaftsministeriums vorlesen. Da steht nichts drinnen von 100 000 Arbeitsplätzen mehr!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.
Sie selbst haben noch vor zwei Monaten gesagt, 200 000 sind es. Ja wollen Sie jetzt mit mir wie auf einem Bazar über die Zahl der Arbeitsplätze verhandeln? Das kann es doch nicht sein! Reden wir über die Fakten! Nichts ist passiert! Ich sage das auch deshalb, weil wir hier noch vor einigen jungen Zuhörerinnen und Zuhörern sprechen: Das eigentliche Problem jenseits des Umstandes, dass wir eine Arbeitslosigkeit haben, auf die zugegeben nicht in allen Punkten eine Bundesregierung oder eine Politik Einfluss haben kann – das gebe ich zu, aber Sie könnten etwas tun –, das eigentliche Problem ist die Ignoranz dieser Bundesregierung in Sachen steigender Jugendarbeitslosigkeit. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.)
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Stimmt ja auch!
Herr Bundeskanzler, Sie können jetzt wieder Ihre Zahlen auspacken und sagen, wir geben 110 Millionen € im Rahmen des Jugendbeschäftigungsprogrammes aus. (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Stimmt ja auch!) – Schauen Sie sich doch die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen bei den 19- bis 25-Jährigen an! Exorbitant gestiegen in den letzten Monaten, in den letzten Jahren! Wo sind denn da die Initiativen der Bundesregierung? Schauen Sie sich doch an, wie viele Jugendliche – da können Sie Ihre Bürgermeister fragen! – zuhause sitzen und jahrelang auf einen Job warten müssen, obwohl sie eine Matura haben! Schauen Sie sich an, wie viele Jugendliche im Alter von 15 Jahren es gibt, die mit Unterstützung ihrer Eltern ein bis zwei Jahre suchen müssen, bis sie einen Lehrplatz gefunden haben! Und dann, wenn sie die Lehre absolviert haben, sind sie wieder arbeitslos! Das sind doch die Realitäten! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Viele Unternehmer suchen Lehrlinge und kriegen keine!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Viele Unternehmer suchen Lehrlinge und kriegen keine!
Herr Bundeskanzler, Sie können jetzt wieder Ihre Zahlen auspacken und sagen, wir geben 110 Millionen € im Rahmen des Jugendbeschäftigungsprogrammes aus. (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Stimmt ja auch!) – Schauen Sie sich doch die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen bei den 19- bis 25-Jährigen an! Exorbitant gestiegen in den letzten Monaten, in den letzten Jahren! Wo sind denn da die Initiativen der Bundesregierung? Schauen Sie sich doch an, wie viele Jugendliche – da können Sie Ihre Bürgermeister fragen! – zuhause sitzen und jahrelang auf einen Job warten müssen, obwohl sie eine Matura haben! Schauen Sie sich an, wie viele Jugendliche im Alter von 15 Jahren es gibt, die mit Unterstützung ihrer Eltern ein bis zwei Jahre suchen müssen, bis sie einen Lehrplatz gefunden haben! Und dann, wenn sie die Lehre absolviert haben, sind sie wieder arbeitslos! Das sind doch die Realitäten! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Viele Unternehmer suchen Lehrlinge und kriegen keine!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich weiß schon, nicht für alles ist eine Bundesregierung verantwortlich. Aber einfach den Kopf in den Sand zu stecken, sich herzustellen, einige Zahlen über die Voest-Aktie vorzutragen und so zu tun, als ob Sie die Probleme dieses Landes erkannt hätten und sie angegangen werden, das ist mir zu billig! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Wo sind Sie mit Ihren Vorschlägen in Bezug auf Arbeitslosigkeit? Ich nehme zur Kenntnis, Sie rufen einmal mehr einen Reformdialog aus. Jetzt haben wir gerade einen Arbeitsmarktgipfel gehabt, wo Bundesminister Bartenstein noch vor zwei Wochen gesagt hat: zweite Runde folgt. Jetzt kommen Sie und steigern das noch ein bissel mit einem Reformdialog. – Machen wir halt wieder einmal einen!
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nehmen Sie die Regierung ernst!
Nehmen Sie das Angebot der Opposition ernst! Und ernst nehmen heißt tatsächlich arbeiten, nicht nur Show-Inszenierungen machen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nehmen Sie die Regierung ernst!)
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Na mehr als Sie!
Jetzt zum Abschluss aber noch die Frage: Herr Bundeskanzler, wie wollen Sie mit diesem Zustand der Bundesregierung die nächsten Monate, die Zeit bis zum Herbst 2006 überleben? Wie wollen Sie mit diesem Zustand der Bundesregierung, so saft- und kraftlos, wie Sie sich präsentieren, in die EU-Präsidentschaft hineingehen? Was haben Sie denn wirklich anzubieten beim Thema Arbeitslosigkeit außer einem neuen Reformdialog? Glauben Sie wirklich, dass die Frau Gehrer noch imstande ist, eine Reform im Bildungsbereich durchzuführen beziehungsweise einzuleiten? (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Na mehr als Sie!) Glauben Sie das wirklich? Glauben Sie wirklich, dass der Herr Grasser im nächsten Jahr alle Fettnäpfchen, in die er bis jetzt schon hineingetreten ist, auslassen und nicht in noch neue hineinhüpfen wird?
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir kennen doch die Mitglieder dieser Bundesregierung! Sie sind wirklich am Ende! Sie haben die Geduld der österreichischen Bevölkerung wahrscheinlich wirklich verspielt! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Ist die Krawatte auch von der Sporthilfe?
Staatssekretär im Bundeskanzleramt Mag. Karl Schweitzer: Herr Präsident! Erlauben Sie mir, dass ich mich zuallererst beim Kollegen Öllinger für die Gelegenheit bedanke (Abg. Öllinger: Ist die Krawatte auch von der Sporthilfe?), ein bisschen Werbung für eine Aktion der Österreichischen Sporthilfe, die mit mir zusammenarbeitet, zu machen. Um 2 € können Sie dieses Band erwerben. Es geht um das Projekt „Going for Gold“. Das ist bereits auf das Jahr 2008 ausgerichtet: Olympia in Peking, wie Sie vielleicht wissen. Um 2 € können Sie das erwerben und junge österreichische Sportler auf ihrem Erfolgsweg unterstützen. Ich ersuche Sie höflich darum. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Staatssekretär im Bundeskanzleramt Mag. Karl Schweitzer: Herr Präsident! Erlauben Sie mir, dass ich mich zuallererst beim Kollegen Öllinger für die Gelegenheit bedanke (Abg. Öllinger: Ist die Krawatte auch von der Sporthilfe?), ein bisschen Werbung für eine Aktion der Österreichischen Sporthilfe, die mit mir zusammenarbeitet, zu machen. Um 2 € können Sie dieses Band erwerben. Es geht um das Projekt „Going for Gold“. Das ist bereits auf das Jahr 2008 ausgerichtet: Olympia in Peking, wie Sie vielleicht wissen. Um 2 € können Sie das erwerben und junge österreichische Sportler auf ihrem Erfolgsweg unterstützen. Ich ersuche Sie höflich darum. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn es Stillstand gegeben hat, dann ist das auch ganz gut beschrieben worden, mit der „Mikado-Politik“, die Sie gemacht haben: Wer sich zuerst rührt, hat verloren! Und davon hat Österreich dann genug bekommen, und das ist gut so. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Cap – auf Bundeskanzler Dr. Schüssel weisend –: Er hat den Zettel!
Dass Sie sich offensichtlich mit der Materie insgesamt nicht wirklich tief gehend beschäftigen, zeigt auch die Tatsache, dass Sie sich rund um die Fragen zum Stadion Klagenfurt nicht wirklich kundig gemacht haben. Tatsache ist, dass es hier eine Erstausschreibung in einem zweistufigen Verfahren gegeben hat. (Abg. Dr. Cap – auf Bundeskanzler Dr. Schüssel weisend –: Er hat den Zettel!) – Ich kann auch ohne Zettel, Herr Kollege Cap! – Diese Erstausschreibung wurde tatsächlich von der Bundesregierung gemacht, um international mehr Anbieter zu bekommen, aber in der zweiten Stufe des Verfahrens wurde die Stadt Klagenfurt als Auftraggeber angeführt. Es gibt da rein rechtlich eine zweiwöchige Einspruchsfrist. Von dieser Einspruchsfrist wurde nicht Gebrauch gemacht, und somit ist klar, dass die Stadt Klagenfurt, falls Sie das noch immer wissen wollen, Auftraggeber ist. (Abg. Mag. Kogler: Beruhigend!)
Abg. Mag. Kogler: Beruhigend!
Dass Sie sich offensichtlich mit der Materie insgesamt nicht wirklich tief gehend beschäftigen, zeigt auch die Tatsache, dass Sie sich rund um die Fragen zum Stadion Klagenfurt nicht wirklich kundig gemacht haben. Tatsache ist, dass es hier eine Erstausschreibung in einem zweistufigen Verfahren gegeben hat. (Abg. Dr. Cap – auf Bundeskanzler Dr. Schüssel weisend –: Er hat den Zettel!) – Ich kann auch ohne Zettel, Herr Kollege Cap! – Diese Erstausschreibung wurde tatsächlich von der Bundesregierung gemacht, um international mehr Anbieter zu bekommen, aber in der zweiten Stufe des Verfahrens wurde die Stadt Klagenfurt als Auftraggeber angeführt. Es gibt da rein rechtlich eine zweiwöchige Einspruchsfrist. Von dieser Einspruchsfrist wurde nicht Gebrauch gemacht, und somit ist klar, dass die Stadt Klagenfurt, falls Sie das noch immer wissen wollen, Auftraggeber ist. (Abg. Mag. Kogler: Beruhigend!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deshalb ist es auch nicht notwendig, dass wir, wie Sie in Ihrer letzten Frage zum Stadion Klagenfurt nachgefragt haben, über Alternativen nachdenken, da tatsächlich nach Ende dieses Nachprüfungsverfahrens mit dem Bau in Klagenfurt begonnen werden kann und die Europameisterschaft 2008 in Österreich damit in den Standorten Wien, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt gesichert ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Das ist aber bei Ihnen mehr der Fall!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Ich zweifle sehr daran, dass Sie dieses Thema sehr ernst nehmen. (Abg. Scheibner: Das ist aber bei Ihnen mehr der Fall!) Das hat sich schon heute am Vormittag gezeigt, Herr Präsident, als Sie lächelnd den Betreff der Dringlichen vorgelesen haben. Ich weiß nicht, ob Sie wegen des Ausdrucks „speed kills“ gelächelt haben, den Sie selber sehr oft in früheren Zeiten verwendet haben, oder ob Sie über das Thema an sich gelächelt haben. Beides befremdet mich etwas, denn, wie wir heute schon gehört haben, ist das ein sehr ernstes Thema, und diese Regierung befindet sich tatsächlich in einer Krise. Es ist nicht das Gegenteil der Fall, wie Sie behaupten. (Beifall bei der SPÖ.) Alle Redebeiträge, sogar jene von der Regierungsbank, haben mir das belegt.
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Ich zweifle sehr daran, dass Sie dieses Thema sehr ernst nehmen. (Abg. Scheibner: Das ist aber bei Ihnen mehr der Fall!) Das hat sich schon heute am Vormittag gezeigt, Herr Präsident, als Sie lächelnd den Betreff der Dringlichen vorgelesen haben. Ich weiß nicht, ob Sie wegen des Ausdrucks „speed kills“ gelächelt haben, den Sie selber sehr oft in früheren Zeiten verwendet haben, oder ob Sie über das Thema an sich gelächelt haben. Beides befremdet mich etwas, denn, wie wir heute schon gehört haben, ist das ein sehr ernstes Thema, und diese Regierung befindet sich tatsächlich in einer Krise. Es ist nicht das Gegenteil der Fall, wie Sie behaupten. (Beifall bei der SPÖ.) Alle Redebeiträge, sogar jene von der Regierungsbank, haben mir das belegt.
Bundeskanzler Dr. Schüssel: O ja, den Anstieg der Sozialquote!
Ich weiß nicht, Herr Bundeskanzler: Wie wohl fühlen Sie sich eigentlich, wenn Sie mit Millionen und Milliarden Euro herumschmeißen?, wobei ich mich frage, wen diese Millionen und Milliarden treffen. Nicht die, die es brauchen würden, Herr Bundeskanzler! Sie haben nicht darüber geredet, wie Sie beispielsweise die Arbeitslosigkeit bekämpfen werden. – Sie haben übrigens auch noch nie den Sozialbericht erwähnt, der die Jahre 2002 und 2003 beschreibt. Da gibt es nämlich nichts Positives zu berichten. (Bundeskanzler Dr. Schüssel: O ja, den Anstieg der Sozialquote!) Dem ist ein Vermögensbericht angeschlossen. Vielleicht gefällt Ihnen das besser, wenn da drinnen steht, dass 10 Prozent der Bevölkerung über 70 Prozent des Vermögens verfügen und sich 90 Prozent der Bevölkerung das restliche Drittel teilen müssen. Das wird Ihnen sicher nicht so gefallen – oder doch? Ich denke, doch.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Erzählen Sie einen Witz, dann lächeln wir!
den Spiegel schauen!), ich sehe nichts, was Sie der Bevölkerung bieten könnten, nicht, was es rechtfertigen würde, dass Sie fröhlich sind. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Erzählen Sie einen Witz, dann lächeln wir!) Sie schauen griesgrämig drein, weil Sie wissen, in welcher Krise Sie sich in Wirklichkeit befinden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
den Spiegel schauen!), ich sehe nichts, was Sie der Bevölkerung bieten könnten, nicht, was es rechtfertigen würde, dass Sie fröhlich sind. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Erzählen Sie einen Witz, dann lächeln wir!) Sie schauen griesgrämig drein, weil Sie wissen, in welcher Krise Sie sich in Wirklichkeit befinden! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Welche Steuern sind erhöht worden?
Längst wissen Sie, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, dass Ihre Mini-Mini-Steuergeschenke an die Bevölkerung nicht das wettmachen, was Sie Jahre zuvor abkassiert haben. Sie haben Selbstbehalte erhöht und solche eingeführt, wo sie noch nicht da waren, Sie haben Steuern erhöht (Abg. Scheibner: Welche Steuern sind erhöht worden?), Sie haben neue Beiträge eingeführt, und das Geld, das Sie jetzt kleinweise zurückschenken, ist ja längst hereingekommen.
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Mainoni.
Ich denke nur an Reformpolitik unter Kreisky, Broda und Dohnal beispielsweise: Das war damals Politik für Frauen – ich betone das, weil ich Frauen-Sprecherin bin –, das war Politik, die Frauen gegenüber wertschätzend war. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Mainoni.) Sie sind wahrscheinlich Frauen gegenüber nicht wertschätzend, Herr Kollege Mainoni! Warum sagen Sie das hier in diesem Saal? (Staatssekretär Mag. Mainoni zeigt sich überrascht und schüttelt den Kopf.)
Staatssekretär Mag. Mainoni zeigt sich überrascht und schüttelt den Kopf.
Ich denke nur an Reformpolitik unter Kreisky, Broda und Dohnal beispielsweise: Das war damals Politik für Frauen – ich betone das, weil ich Frauen-Sprecherin bin –, das war Politik, die Frauen gegenüber wertschätzend war. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Mainoni.) Sie sind wahrscheinlich Frauen gegenüber nicht wertschätzend, Herr Kollege Mainoni! Warum sagen Sie das hier in diesem Saal? (Staatssekretär Mag. Mainoni zeigt sich überrascht und schüttelt den Kopf.)
Abg. Scheibner: Er hat ja noch immer nichts gesagt!
Das war Wertschätzung gegenüber der Lebenssituation von Frauen: Verbesserung der Arbeitsmarktsituation, Verbesserung der gesellschaftlichen Position von Frauen. – Welche Töne hören wir denn jetzt, Herr Kollege Mainoni? (Abg. Scheibner: Er hat ja noch immer nichts gesagt!) Sind Sie auch der Auffassung, dass Schwangerschaftsabbruch vielleicht wieder verboten gehört? Sind Sie auch der Auffassung, Herr Kollege (Heiterkeit des Staatssekretärs Mag. Mainoni), weil Sie sich so echauffieren (Staatssekretär Mag. Mainoni – erneut verwundert den Kopf schüttelnd –: Sie müssen die falsche Rede haben!), sind Sie vielleicht auch der Auffassung, dass eingetragene Partnerschaften für schwule und lesbische Paare nicht Recht werden sollten, wie es leider Frau Miklautsch jetzt wieder einmal erwähnt hat? Sind Sie der Meinung, dass diese Menschen nicht zu ihrem Recht kommen sollten? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ist „ihr Recht“?) Dann sind das Töne, die mir allzu bekannt vorkommen und die ich mir „weggewünscht“ hätte aus dieser Diskussion. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit des Staatssekretärs Mag. Mainoni
Das war Wertschätzung gegenüber der Lebenssituation von Frauen: Verbesserung der Arbeitsmarktsituation, Verbesserung der gesellschaftlichen Position von Frauen. – Welche Töne hören wir denn jetzt, Herr Kollege Mainoni? (Abg. Scheibner: Er hat ja noch immer nichts gesagt!) Sind Sie auch der Auffassung, dass Schwangerschaftsabbruch vielleicht wieder verboten gehört? Sind Sie auch der Auffassung, Herr Kollege (Heiterkeit des Staatssekretärs Mag. Mainoni), weil Sie sich so echauffieren (Staatssekretär Mag. Mainoni – erneut verwundert den Kopf schüttelnd –: Sie müssen die falsche Rede haben!), sind Sie vielleicht auch der Auffassung, dass eingetragene Partnerschaften für schwule und lesbische Paare nicht Recht werden sollten, wie es leider Frau Miklautsch jetzt wieder einmal erwähnt hat? Sind Sie der Meinung, dass diese Menschen nicht zu ihrem Recht kommen sollten? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ist „ihr Recht“?) Dann sind das Töne, die mir allzu bekannt vorkommen und die ich mir „weggewünscht“ hätte aus dieser Diskussion. (Beifall bei der SPÖ.)
Staatssekretär Mag. Mainoni – erneut verwundert den Kopf schüttelnd –: Sie müssen die falsche Rede haben!
Das war Wertschätzung gegenüber der Lebenssituation von Frauen: Verbesserung der Arbeitsmarktsituation, Verbesserung der gesellschaftlichen Position von Frauen. – Welche Töne hören wir denn jetzt, Herr Kollege Mainoni? (Abg. Scheibner: Er hat ja noch immer nichts gesagt!) Sind Sie auch der Auffassung, dass Schwangerschaftsabbruch vielleicht wieder verboten gehört? Sind Sie auch der Auffassung, Herr Kollege (Heiterkeit des Staatssekretärs Mag. Mainoni), weil Sie sich so echauffieren (Staatssekretär Mag. Mainoni – erneut verwundert den Kopf schüttelnd –: Sie müssen die falsche Rede haben!), sind Sie vielleicht auch der Auffassung, dass eingetragene Partnerschaften für schwule und lesbische Paare nicht Recht werden sollten, wie es leider Frau Miklautsch jetzt wieder einmal erwähnt hat? Sind Sie der Meinung, dass diese Menschen nicht zu ihrem Recht kommen sollten? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ist „ihr Recht“?) Dann sind das Töne, die mir allzu bekannt vorkommen und die ich mir „weggewünscht“ hätte aus dieser Diskussion. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ist „ihr Recht“?
Das war Wertschätzung gegenüber der Lebenssituation von Frauen: Verbesserung der Arbeitsmarktsituation, Verbesserung der gesellschaftlichen Position von Frauen. – Welche Töne hören wir denn jetzt, Herr Kollege Mainoni? (Abg. Scheibner: Er hat ja noch immer nichts gesagt!) Sind Sie auch der Auffassung, dass Schwangerschaftsabbruch vielleicht wieder verboten gehört? Sind Sie auch der Auffassung, Herr Kollege (Heiterkeit des Staatssekretärs Mag. Mainoni), weil Sie sich so echauffieren (Staatssekretär Mag. Mainoni – erneut verwundert den Kopf schüttelnd –: Sie müssen die falsche Rede haben!), sind Sie vielleicht auch der Auffassung, dass eingetragene Partnerschaften für schwule und lesbische Paare nicht Recht werden sollten, wie es leider Frau Miklautsch jetzt wieder einmal erwähnt hat? Sind Sie der Meinung, dass diese Menschen nicht zu ihrem Recht kommen sollten? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ist „ihr Recht“?) Dann sind das Töne, die mir allzu bekannt vorkommen und die ich mir „weggewünscht“ hätte aus dieser Diskussion. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das war Wertschätzung gegenüber der Lebenssituation von Frauen: Verbesserung der Arbeitsmarktsituation, Verbesserung der gesellschaftlichen Position von Frauen. – Welche Töne hören wir denn jetzt, Herr Kollege Mainoni? (Abg. Scheibner: Er hat ja noch immer nichts gesagt!) Sind Sie auch der Auffassung, dass Schwangerschaftsabbruch vielleicht wieder verboten gehört? Sind Sie auch der Auffassung, Herr Kollege (Heiterkeit des Staatssekretärs Mag. Mainoni), weil Sie sich so echauffieren (Staatssekretär Mag. Mainoni – erneut verwundert den Kopf schüttelnd –: Sie müssen die falsche Rede haben!), sind Sie vielleicht auch der Auffassung, dass eingetragene Partnerschaften für schwule und lesbische Paare nicht Recht werden sollten, wie es leider Frau Miklautsch jetzt wieder einmal erwähnt hat? Sind Sie der Meinung, dass diese Menschen nicht zu ihrem Recht kommen sollten? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ist „ihr Recht“?) Dann sind das Töne, die mir allzu bekannt vorkommen und die ich mir „weggewünscht“ hätte aus dieser Diskussion. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Ein Stillstand kann keine Steigerung ...!
Sie haben genug Helferinnen und Helfer in der Bundesregierung; die Zeit lässt nicht zu, dass ich auf alle einzeln eingehe. Aber ich kann Ihnen zum Abschluss sagen: Dieser Stillstand, der jetzt herrscht, kennt noch eine Steigerung, Kollege Scheibner, und die heißt Rückschritt. (Abg. Scheibner: Ein Stillstand kann keine Steigerung ...!) Für Österreichs Männer und Frauen, für die meisten Menschen in Österreich ist es eine triste, eine schwarze, eine lustlose Politik – und die ist besonders negativ spürbar für die Frauen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind überhaupt nicht lustvoll!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind überhaupt nicht lustvoll!
Sie haben genug Helferinnen und Helfer in der Bundesregierung; die Zeit lässt nicht zu, dass ich auf alle einzeln eingehe. Aber ich kann Ihnen zum Abschluss sagen: Dieser Stillstand, der jetzt herrscht, kennt noch eine Steigerung, Kollege Scheibner, und die heißt Rückschritt. (Abg. Scheibner: Ein Stillstand kann keine Steigerung ...!) Für Österreichs Männer und Frauen, für die meisten Menschen in Österreich ist es eine triste, eine schwarze, eine lustlose Politik – und die ist besonders negativ spürbar für die Frauen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind überhaupt nicht lustvoll!)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Ich begebe mich abschließend auf das Niveau des Herrn Bundeskanzlers, der ja gestern Werbesprüche losgelassen hat, und sage im Sinne aller österreichischen Frauen: „Wenn er nur aufhören tät’!“ (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: ... eine Wurstsemmel!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Fuhrmann. – Freiwillige Redezeitbeschränkung: 6 Minuten. – Bitte. (Abg. Parnigoni: ... eine Wurstsemmel!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Reheis: Wann ist der nächste Wahltermin?
Abgeordnete Silvia Fuhrmann (ÖVP): Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Herr Präsident! Hohes Haus! Dieses Parlament ist kein Wunschkonzert, und ich hoffe, dass so manche Träume nicht in Erfüllung gehen. Eines sage ich Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren: Ich bin sehr froh darüber und auch stolz darauf, dass endlich eine Bundesregierung am Werk ist, die nicht bis zum nächsten Wahltermin denkt, sondern darüber hinaus an die Zukunft. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Reheis: Wann ist der nächste Wahltermin?)
Ruf bei der SPÖ: Applaus! – Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
wir für Jugendpolitik und Politik der Zukunft stehen und danach handeln und Sie einfach versuchen, Plattitüden dafür zu finden. (Ruf bei der SPÖ: Applaus! – Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Sie auch nicht!
Damit sind wir bei einem alten Problem, das wir heute schon einmal diskutiert haben: die Glaubwürdigkeit des Herrn Dr. Gusenbauer und die Glaubwürdigkeit der SPÖ. Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich muss Ihnen leider sagen: Glaubwürdig sind Sie nicht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Sie auch nicht!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich würde Sie daher ersuchen: Reden Sie unsere Schüler und auch unsere Lehrlinge nicht schlecht! Sie bringen tolle Ergebnisse nach Österreich! Schaut man sich die internationalen Rankings und schaut man sich auch internationale Wettbewerbe an, sieht man, da sind besonders unsere berufsbildenden Schulen hervorzuheben – erst kürzlich wieder bei einer Chemie-Olympiade –, oder die Lehrlinge, die darin schon viermal weltweit Beste geworden sind. Sie alle sind vor den Vorhang zu bitten! Unser differenziertes Schulsystem ist Garant dafür, dass Österreich auch weiterhin eine so geringe Jugendarbeitslosigkeit haben wird, und wir werden alles daransetzen, sie auch weiterhin gering und noch geringer zu halten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben den Eindruck, in Österreich geht alles schneller, es läuft alles besser. Tausende Deutsche arbeiten in Österreich, weil es hier einen Arbeitsplatz gibt, und in der Bundesrepublik gibt es keinen. – Zitatende. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herr Abgeordneter Cap, solange ein ganzer Ort aus der Bundesrepublik Deutschland nach Österreich möchte, so lange brauchen Sie sich über die Bonität der Regierung in Österreich wirklich keine Sorgen zu machen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich!
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ! Die Regierung ist nicht lahm. Das zeigt ja schon alleine die heutige Tagesordnung: Was da an Themen eingebracht worden ist von diesen Regierungsparteien! Oder auch der Bericht des Herrn Bundeskanzlers aus dem Ministerrat. Alle freiheitlichen Minister, alle Staatssekretäre arbeiten! Wie kommen Sie auf die Idee, dass diese Bundesregierung lahm gelegt ist? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich!) Ich verstehe Sie überhaupt nicht. Lassen Sie uns doch unsere parteiinternen Auseinandersetzungen in unseren Gremien führen! Kümmern Sie sich nicht darum! Machen Sie eine ordentliche Oppositionspolitik und lassen Sie uns unsere Parteipolitik machen! (Abg. Dr. Wittmann: Der Strache ist da anderer Meinung!) Reden wir nicht über unsere Parteipolitik, sondern reden wir über die Regierungspolitik, und da müssen Sie ja zugeben, dass das eine gute Politik für Österreich ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Wittmann: Der Strache ist da anderer Meinung!
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ! Die Regierung ist nicht lahm. Das zeigt ja schon alleine die heutige Tagesordnung: Was da an Themen eingebracht worden ist von diesen Regierungsparteien! Oder auch der Bericht des Herrn Bundeskanzlers aus dem Ministerrat. Alle freiheitlichen Minister, alle Staatssekretäre arbeiten! Wie kommen Sie auf die Idee, dass diese Bundesregierung lahm gelegt ist? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich!) Ich verstehe Sie überhaupt nicht. Lassen Sie uns doch unsere parteiinternen Auseinandersetzungen in unseren Gremien führen! Kümmern Sie sich nicht darum! Machen Sie eine ordentliche Oppositionspolitik und lassen Sie uns unsere Parteipolitik machen! (Abg. Dr. Wittmann: Der Strache ist da anderer Meinung!) Reden wir nicht über unsere Parteipolitik, sondern reden wir über die Regierungspolitik, und da müssen Sie ja zugeben, dass das eine gute Politik für Österreich ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ! Die Regierung ist nicht lahm. Das zeigt ja schon alleine die heutige Tagesordnung: Was da an Themen eingebracht worden ist von diesen Regierungsparteien! Oder auch der Bericht des Herrn Bundeskanzlers aus dem Ministerrat. Alle freiheitlichen Minister, alle Staatssekretäre arbeiten! Wie kommen Sie auf die Idee, dass diese Bundesregierung lahm gelegt ist? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich!) Ich verstehe Sie überhaupt nicht. Lassen Sie uns doch unsere parteiinternen Auseinandersetzungen in unseren Gremien führen! Kümmern Sie sich nicht darum! Machen Sie eine ordentliche Oppositionspolitik und lassen Sie uns unsere Parteipolitik machen! (Abg. Dr. Wittmann: Der Strache ist da anderer Meinung!) Reden wir nicht über unsere Parteipolitik, sondern reden wir über die Regierungspolitik, und da müssen Sie ja zugeben, dass das eine gute Politik für Österreich ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ, bei einigem guten Willen müssten Sie zugeben, dass ein interner Orientierungsdissens, dass Streitereien mit der Regierungsarbeit nichts zu tun haben. Diese Regierung arbeitet, alle freiheitlichen Minister, alle ÖVP-Minister machen ihre Arbeit in Ordnung, und es ist kein Chaos, es ist nicht der von Ihnen so sehnlichst herbeigeführte Bruch der Koalition, sondern es funktioniert die Regierungsarbeit für Österreich bestens. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Aber er bringt ihn wieder zurück, keine Sorge!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! – Der Herr Kanzler ist gerade nicht da; er hat Herrn Klubobmann Cap vorübergehend entführt. (Abg. Mag. Molterer: Aber er bringt ihn wieder zurück, keine Sorge!)
Abg. Mag. Molterer: Das gilt dann aber auch für die Schuldenquote: nicht in absoluten, sondern in Prozentzahlen!
Es war Kanzler Schüssel selbst, der im Zuge der EU-Debatten, was den Lissabon-Prozess betrifft, auch eingemahnt hat, sich auf wenige, nachvollziehbare Indikatoren zu verständigen, weil sich sonst jeder von 17 Indikatoren denjenigen heraussucht, der ihm gerade passt. Das macht aus meiner Sicht sehr viel Sinn. Das sollten wir dann aber auch für die Beschäftigten beziehungsweise für die Analyse der Beschäftigungspolitik in Österreich so halten. – So viel dazu. (Abg. Mag. Molterer: Das gilt dann aber auch für die Schuldenquote: nicht in absoluten, sondern in Prozentzahlen!) – Zur Schuldenquote diskutieren wir morgen, sonst kann ich meine 4 Minuten sicher nicht einhalten.
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Das ist der Zustand! Was soll man da noch viel sagen? – Da sage ich wieder: Gute Nacht! Es wäre besser, wenn wir einen Tag erleben würden, an dem diese Bundesregierung möglicherweise nicht mehr im Amt ist. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Jetzt sind wir aber tief beeindruckt!
Bezüglich des Stadionprojekts – damit wir mit etwas Positivem abschließen – sage ich Ihnen: Hier haben Sie unsere Hand für einen Notfallplan. Einige Regierungsmitglieder wissen das. Und da ist nicht länger zuzuschauen! Das gilt! Sonst wird es gut sein, wenn Sie uns nicht mehr länger auf dieser Regierungsbank beehren. – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Jetzt sind wir aber tief beeindruckt!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sind Sie bei der ÖVP, weil Sie einen schwarzen Pullover tragen?
Abgeordneter Mag. Dietmar Hoscher (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Herren Staatssekretäre! In Zeiten, in denen Wirtschaftspolitik vom Gedanken des Neoliberalismus beherrscht wird, die soziale Ungerechtigkeit nicht nur toleriert, sondern teilweise sogar begrüßt wird – was Kollege Scheuch belächelt –, ist eine starke Interessenvertretung nötiger denn je, um die schlimmsten Auswüchse einer derartigen Politik zu verhindern. – Fritz Dinkhauser, Präsident der Arbeiterkammer Tirol, im neuen Bericht der Tiroler Arbeiterkammer. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sind Sie bei der ÖVP, weil Sie einen schwarzen Pullover tragen?)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, diese Diktion, von einem ÖVP-Arbeitnehmervertreter vorgebracht, lässt nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig, was die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung angeht. (Beifall bei der SPÖ.) So gesehen müsste man fast froh sein, dass auch in der Wirtschaftspolitik ein Stillstand in dieser Bundesregierung eingetreten ist und nichts mehr geht und letztlich, wie man der Budgetrede des Finanzministers entnehmen konnte, nur mehr das „Prinzip Hoffnung“ regiert.
Beifall bei der SPÖ.
Man muss vermutlich kein allzu großer Pessimist sein, um deshalb zu vermuten, dass nach der Börsenblase von 2001 nun auch die Optimismusblase von 2004 geplatzt ist. – So viel zur Budgetrede. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Und die Gesamtschuld?
Nichts gegen den dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf über 361 000 im Februar 2005. Nichts gegen das Anwachsen des Schuldenstandes vom Jahr 1999 bis zum Jahr 2004 um 15 Prozent oder über 18 Milliarden €. Weil immer gesagt wird, man müsse die relativen Zahlen betrachten: Her mit den relativen Zahlen! Die nicht fällige Finanzschuld des Bundes steigt von 57,37 Prozent im Jahr 2000 auf 57,81 Prozent des BIP im Jahr 2006. Hier sind die relativen Zahlen, die ebenfalls denselben Befund zeigen. (Abg. Mag. Molterer: Und die Gesamtschuld?) – Die Gesamtschuld (Abg. Mag. Molterer: Sinkt!) ist in absoluten Zahlen so hoch wie nie zuvor, Herr Molterer! (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Mag. Molterer und Dr. Sonnberger.) Die Zahlen kennen Sie am besten. Lesen Sie den Finanzschuldenbericht, dann lachen Sie vielleicht nicht mehr! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Bleiben Sie beim selben Thema: Quote!) – Welches Thema ich hier heraußen anschneide, Herr Klubobmann, das überlassen Sie mir! Die Lektüre des Finanzschuldenberichts würde ich Ihnen nahe legen! (Abg. Mag. Molterer: Die Zahlen haben eine andere Sprache! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Sinkt!
Nichts gegen den dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf über 361 000 im Februar 2005. Nichts gegen das Anwachsen des Schuldenstandes vom Jahr 1999 bis zum Jahr 2004 um 15 Prozent oder über 18 Milliarden €. Weil immer gesagt wird, man müsse die relativen Zahlen betrachten: Her mit den relativen Zahlen! Die nicht fällige Finanzschuld des Bundes steigt von 57,37 Prozent im Jahr 2000 auf 57,81 Prozent des BIP im Jahr 2006. Hier sind die relativen Zahlen, die ebenfalls denselben Befund zeigen. (Abg. Mag. Molterer: Und die Gesamtschuld?) – Die Gesamtschuld (Abg. Mag. Molterer: Sinkt!) ist in absoluten Zahlen so hoch wie nie zuvor, Herr Molterer! (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Mag. Molterer und Dr. Sonnberger.) Die Zahlen kennen Sie am besten. Lesen Sie den Finanzschuldenbericht, dann lachen Sie vielleicht nicht mehr! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Bleiben Sie beim selben Thema: Quote!) – Welches Thema ich hier heraußen anschneide, Herr Klubobmann, das überlassen Sie mir! Die Lektüre des Finanzschuldenberichts würde ich Ihnen nahe legen! (Abg. Mag. Molterer: Die Zahlen haben eine andere Sprache! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Mag. Molterer und Dr. Sonnberger.
Nichts gegen den dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf über 361 000 im Februar 2005. Nichts gegen das Anwachsen des Schuldenstandes vom Jahr 1999 bis zum Jahr 2004 um 15 Prozent oder über 18 Milliarden €. Weil immer gesagt wird, man müsse die relativen Zahlen betrachten: Her mit den relativen Zahlen! Die nicht fällige Finanzschuld des Bundes steigt von 57,37 Prozent im Jahr 2000 auf 57,81 Prozent des BIP im Jahr 2006. Hier sind die relativen Zahlen, die ebenfalls denselben Befund zeigen. (Abg. Mag. Molterer: Und die Gesamtschuld?) – Die Gesamtschuld (Abg. Mag. Molterer: Sinkt!) ist in absoluten Zahlen so hoch wie nie zuvor, Herr Molterer! (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Mag. Molterer und Dr. Sonnberger.) Die Zahlen kennen Sie am besten. Lesen Sie den Finanzschuldenbericht, dann lachen Sie vielleicht nicht mehr! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Bleiben Sie beim selben Thema: Quote!) – Welches Thema ich hier heraußen anschneide, Herr Klubobmann, das überlassen Sie mir! Die Lektüre des Finanzschuldenberichts würde ich Ihnen nahe legen! (Abg. Mag. Molterer: Die Zahlen haben eine andere Sprache! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Bleiben Sie beim selben Thema: Quote!
Nichts gegen den dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf über 361 000 im Februar 2005. Nichts gegen das Anwachsen des Schuldenstandes vom Jahr 1999 bis zum Jahr 2004 um 15 Prozent oder über 18 Milliarden €. Weil immer gesagt wird, man müsse die relativen Zahlen betrachten: Her mit den relativen Zahlen! Die nicht fällige Finanzschuld des Bundes steigt von 57,37 Prozent im Jahr 2000 auf 57,81 Prozent des BIP im Jahr 2006. Hier sind die relativen Zahlen, die ebenfalls denselben Befund zeigen. (Abg. Mag. Molterer: Und die Gesamtschuld?) – Die Gesamtschuld (Abg. Mag. Molterer: Sinkt!) ist in absoluten Zahlen so hoch wie nie zuvor, Herr Molterer! (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Mag. Molterer und Dr. Sonnberger.) Die Zahlen kennen Sie am besten. Lesen Sie den Finanzschuldenbericht, dann lachen Sie vielleicht nicht mehr! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Bleiben Sie beim selben Thema: Quote!) – Welches Thema ich hier heraußen anschneide, Herr Klubobmann, das überlassen Sie mir! Die Lektüre des Finanzschuldenberichts würde ich Ihnen nahe legen! (Abg. Mag. Molterer: Die Zahlen haben eine andere Sprache! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Die Zahlen haben eine andere Sprache! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Nichts gegen den dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf über 361 000 im Februar 2005. Nichts gegen das Anwachsen des Schuldenstandes vom Jahr 1999 bis zum Jahr 2004 um 15 Prozent oder über 18 Milliarden €. Weil immer gesagt wird, man müsse die relativen Zahlen betrachten: Her mit den relativen Zahlen! Die nicht fällige Finanzschuld des Bundes steigt von 57,37 Prozent im Jahr 2000 auf 57,81 Prozent des BIP im Jahr 2006. Hier sind die relativen Zahlen, die ebenfalls denselben Befund zeigen. (Abg. Mag. Molterer: Und die Gesamtschuld?) – Die Gesamtschuld (Abg. Mag. Molterer: Sinkt!) ist in absoluten Zahlen so hoch wie nie zuvor, Herr Molterer! (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Mag. Molterer und Dr. Sonnberger.) Die Zahlen kennen Sie am besten. Lesen Sie den Finanzschuldenbericht, dann lachen Sie vielleicht nicht mehr! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Bleiben Sie beim selben Thema: Quote!) – Welches Thema ich hier heraußen anschneide, Herr Klubobmann, das überlassen Sie mir! Die Lektüre des Finanzschuldenberichts würde ich Ihnen nahe legen! (Abg. Mag. Molterer: Die Zahlen haben eine andere Sprache! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Sonnberger: Eine Erfolgsgeschichte!
Herr Bundeskanzler, Sie haben die ÖIAG angesprochen! (Abg. Dr. Sonnberger: Eine Erfolgsgeschichte!) – Richtig, die ÖIAG. Noch ein Zitat aus einem unverdächtigen Munde: Immer klarer wird auch, dass zahlreiche Privatisierungen der letzten Monate und Jahre zu einer reinen Geldbeschaffungsaktion für den leeren Staatshaushalt missbraucht wurden. (Abg. Mag. Molterer: Wo? Woher?) – Aus dem Bericht der Arbeiterkammer Tirol, vor drei Tagen zugegangen. (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Mag. Molterer und Dr. Sonnberger.) – Ich weiß nicht: Ist Kollege Dinkhauser jetzt noch Mitglied der ÖVP oder nicht? Vielleicht sollten Sie auch einen Gipfel oder einen Runden Tisch in der Fraktion der ÖVP machen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Wo? Woher?
Herr Bundeskanzler, Sie haben die ÖIAG angesprochen! (Abg. Dr. Sonnberger: Eine Erfolgsgeschichte!) – Richtig, die ÖIAG. Noch ein Zitat aus einem unverdächtigen Munde: Immer klarer wird auch, dass zahlreiche Privatisierungen der letzten Monate und Jahre zu einer reinen Geldbeschaffungsaktion für den leeren Staatshaushalt missbraucht wurden. (Abg. Mag. Molterer: Wo? Woher?) – Aus dem Bericht der Arbeiterkammer Tirol, vor drei Tagen zugegangen. (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Mag. Molterer und Dr. Sonnberger.) – Ich weiß nicht: Ist Kollege Dinkhauser jetzt noch Mitglied der ÖVP oder nicht? Vielleicht sollten Sie auch einen Gipfel oder einen Runden Tisch in der Fraktion der ÖVP machen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Mag. Molterer und Dr. Sonnberger.
Herr Bundeskanzler, Sie haben die ÖIAG angesprochen! (Abg. Dr. Sonnberger: Eine Erfolgsgeschichte!) – Richtig, die ÖIAG. Noch ein Zitat aus einem unverdächtigen Munde: Immer klarer wird auch, dass zahlreiche Privatisierungen der letzten Monate und Jahre zu einer reinen Geldbeschaffungsaktion für den leeren Staatshaushalt missbraucht wurden. (Abg. Mag. Molterer: Wo? Woher?) – Aus dem Bericht der Arbeiterkammer Tirol, vor drei Tagen zugegangen. (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Mag. Molterer und Dr. Sonnberger.) – Ich weiß nicht: Ist Kollege Dinkhauser jetzt noch Mitglied der ÖVP oder nicht? Vielleicht sollten Sie auch einen Gipfel oder einen Runden Tisch in der Fraktion der ÖVP machen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Bundeskanzler, Sie haben die ÖIAG angesprochen! (Abg. Dr. Sonnberger: Eine Erfolgsgeschichte!) – Richtig, die ÖIAG. Noch ein Zitat aus einem unverdächtigen Munde: Immer klarer wird auch, dass zahlreiche Privatisierungen der letzten Monate und Jahre zu einer reinen Geldbeschaffungsaktion für den leeren Staatshaushalt missbraucht wurden. (Abg. Mag. Molterer: Wo? Woher?) – Aus dem Bericht der Arbeiterkammer Tirol, vor drei Tagen zugegangen. (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Mag. Molterer und Dr. Sonnberger.) – Ich weiß nicht: Ist Kollege Dinkhauser jetzt noch Mitglied der ÖVP oder nicht? Vielleicht sollten Sie auch einen Gipfel oder einen Runden Tisch in der Fraktion der ÖVP machen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch
Wir hingegen wollen einen fairen Anteil am Wohlstand für alle statt Steuergeschenke für wenige. Auch hier unterscheiden wir uns grundsätzlich (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch), aber genau darin liegt der große Unterschied, Gott sei Dank! Wir von der SPÖ haben Grundsätze für die Menschen in diesem Land! Sie haben Chaos, Stillstand und die Hoffnung auf das wirtschaftspolitische Christkind! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir hingegen wollen einen fairen Anteil am Wohlstand für alle statt Steuergeschenke für wenige. Auch hier unterscheiden wir uns grundsätzlich (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch), aber genau darin liegt der große Unterschied, Gott sei Dank! Wir von der SPÖ haben Grundsätze für die Menschen in diesem Land! Sie haben Chaos, Stillstand und die Hoffnung auf das wirtschaftspolitische Christkind! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bures: Reden Sie über den Bundeskanzler?
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das war ein Vorgriff auf den 2. April. Jetzt werden Sie sich fragen: Warum auf den 2. April? – Da ist der 200. Geburtstag von Hans Christian Andersen, das war ein bekannter und berühmter Märchenerzähler. (Abg. Bures: Reden Sie über den Bundeskanzler?) Das, was Sie, Kollege Hoscher, hier geboten haben, hat nur in der Märchenwelt Platz, aber sonst wirklich nirgends. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das war ein Vorgriff auf den 2. April. Jetzt werden Sie sich fragen: Warum auf den 2. April? – Da ist der 200. Geburtstag von Hans Christian Andersen, das war ein bekannter und berühmter Märchenerzähler. (Abg. Bures: Reden Sie über den Bundeskanzler?) Das, was Sie, Kollege Hoscher, hier geboten haben, hat nur in der Märchenwelt Platz, aber sonst wirklich nirgends. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig: Haben Sie etwas anderes als Polemik auch zu sagen?
Die heutige Dringliche Anfrage war ja schon schwach begründet, aber dass Sie in der Debatte so stark nachlassen, hat mich wirklich überrascht. Es war überhaupt nichts da! (Abg. Dr. Glawischnig: Haben Sie etwas anderes als Polemik auch zu sagen?) Kollege Cap hat auf einen Zwischenruf von einem Kärntner gewartet. Wahrscheinlich hat er die Rede noch für den Villacher Fasching vorbereitet, da hätte er mehr Kärntner gefunden. Kollege Cap, die Faschingszeit ist lang vorbei, wir haben die Fastenzeit auch schon hinter uns gebracht. Es war schon die Auferstehung, Ostern war schon! Das, was Sie sagen, passt aber wirklich nur in die Karwoche, nämlich von der Substanz her! Die Kost, die Sie hier geboten haben, war äußerst kärglich, aber bei Ihnen hatte es wenigstens noch Unterhaltungswert. (Abg. Eder: Bei Ihnen nicht!) Der ist jetzt auch schon weggefallen, wenn ich mir die anderen Redner angehört habe.
Abg. Eder: Bei Ihnen nicht!
Die heutige Dringliche Anfrage war ja schon schwach begründet, aber dass Sie in der Debatte so stark nachlassen, hat mich wirklich überrascht. Es war überhaupt nichts da! (Abg. Dr. Glawischnig: Haben Sie etwas anderes als Polemik auch zu sagen?) Kollege Cap hat auf einen Zwischenruf von einem Kärntner gewartet. Wahrscheinlich hat er die Rede noch für den Villacher Fasching vorbereitet, da hätte er mehr Kärntner gefunden. Kollege Cap, die Faschingszeit ist lang vorbei, wir haben die Fastenzeit auch schon hinter uns gebracht. Es war schon die Auferstehung, Ostern war schon! Das, was Sie sagen, passt aber wirklich nur in die Karwoche, nämlich von der Substanz her! Die Kost, die Sie hier geboten haben, war äußerst kärglich, aber bei Ihnen hatte es wenigstens noch Unterhaltungswert. (Abg. Eder: Bei Ihnen nicht!) Der ist jetzt auch schon weggefallen, wenn ich mir die anderen Redner angehört habe.
Abg. Dr. Cap: „Kurzer Sinn“!
Langer Rede, kurzer Sinn: Es ist immer ein und dasselbe. (Abg. Dr. Cap: „Kurzer Sinn“!) Wir danken Ihnen für Ihre Dringlichen Anfragen, weil Sie dem Bundeskanzler und uns damit die Möglichkeit geben, den Unterschied, wofür wir stehen und wofür Sie stehen, jedes Mal klar zu machen. Da ist die Fraktion (in Richtung ÖVP weisend), die für Arbeit, für Seriosität steht! (Abg. Eder: Geh bitte!) Bei Ihnen ist zwar noch Unterhaltungswert an oberster Stelle, aber sonst: Alles nur krankjammern, negativ machen, negativ sehen. Wo ist da etwas Positives? – Sie haben gesagt, Sie sehen nirgends den Frühling. Bei Ihnen ist kein Frühling da, da herrscht tiefster Winter! (Abg. Riepl: Bei Ihrer Rede lacht sogar der Präsident!) Da ist noch nichts aufgebrochen, nichts Frühlingshaftes! Es ist so, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Müder Applaus!)
Abg. Eder: Geh bitte!
Langer Rede, kurzer Sinn: Es ist immer ein und dasselbe. (Abg. Dr. Cap: „Kurzer Sinn“!) Wir danken Ihnen für Ihre Dringlichen Anfragen, weil Sie dem Bundeskanzler und uns damit die Möglichkeit geben, den Unterschied, wofür wir stehen und wofür Sie stehen, jedes Mal klar zu machen. Da ist die Fraktion (in Richtung ÖVP weisend), die für Arbeit, für Seriosität steht! (Abg. Eder: Geh bitte!) Bei Ihnen ist zwar noch Unterhaltungswert an oberster Stelle, aber sonst: Alles nur krankjammern, negativ machen, negativ sehen. Wo ist da etwas Positives? – Sie haben gesagt, Sie sehen nirgends den Frühling. Bei Ihnen ist kein Frühling da, da herrscht tiefster Winter! (Abg. Riepl: Bei Ihrer Rede lacht sogar der Präsident!) Da ist noch nichts aufgebrochen, nichts Frühlingshaftes! Es ist so, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Müder Applaus!)
Abg. Riepl: Bei Ihrer Rede lacht sogar der Präsident!
Langer Rede, kurzer Sinn: Es ist immer ein und dasselbe. (Abg. Dr. Cap: „Kurzer Sinn“!) Wir danken Ihnen für Ihre Dringlichen Anfragen, weil Sie dem Bundeskanzler und uns damit die Möglichkeit geben, den Unterschied, wofür wir stehen und wofür Sie stehen, jedes Mal klar zu machen. Da ist die Fraktion (in Richtung ÖVP weisend), die für Arbeit, für Seriosität steht! (Abg. Eder: Geh bitte!) Bei Ihnen ist zwar noch Unterhaltungswert an oberster Stelle, aber sonst: Alles nur krankjammern, negativ machen, negativ sehen. Wo ist da etwas Positives? – Sie haben gesagt, Sie sehen nirgends den Frühling. Bei Ihnen ist kein Frühling da, da herrscht tiefster Winter! (Abg. Riepl: Bei Ihrer Rede lacht sogar der Präsident!) Da ist noch nichts aufgebrochen, nichts Frühlingshaftes! Es ist so, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Müder Applaus!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Müder Applaus!
Langer Rede, kurzer Sinn: Es ist immer ein und dasselbe. (Abg. Dr. Cap: „Kurzer Sinn“!) Wir danken Ihnen für Ihre Dringlichen Anfragen, weil Sie dem Bundeskanzler und uns damit die Möglichkeit geben, den Unterschied, wofür wir stehen und wofür Sie stehen, jedes Mal klar zu machen. Da ist die Fraktion (in Richtung ÖVP weisend), die für Arbeit, für Seriosität steht! (Abg. Eder: Geh bitte!) Bei Ihnen ist zwar noch Unterhaltungswert an oberster Stelle, aber sonst: Alles nur krankjammern, negativ machen, negativ sehen. Wo ist da etwas Positives? – Sie haben gesagt, Sie sehen nirgends den Frühling. Bei Ihnen ist kein Frühling da, da herrscht tiefster Winter! (Abg. Riepl: Bei Ihrer Rede lacht sogar der Präsident!) Da ist noch nichts aufgebrochen, nichts Frühlingshaftes! Es ist so, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei der SPÖ: Müder Applaus!)
Abg. Dr. Cap: Dabei ist er geblieben!
„Nichts geht mehr“, schreiben Sie hier. – Sie haben wirklich Recht! Nichts geht mehr mit dieser SPÖ. Denken Sie an die heutige Bildungsdebatte! Einmal meint Ihr Vorsitzender, die Zweidrittelmehrheit muss bedingungslos weg. (Abg. Dr. Cap: Dabei ist er geblieben!) Dann fängt er an, sich selbst zu fürchten, und ist wieder für die Zweidrittelmehrheit. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) – Da habe ich einen unverdächtigen Zeugen. Er sitzt hier in der ersten Reihe, der Chef der grünen Fraktion. Gestern habe ich sehr deutlich gehört, was er von der SPÖ hält, was die Zweidrittelmehrheit betrifft, nämlich das, was wir von der ÖVP von dieser Form von Politik halten: relativ wenig.
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
„Nichts geht mehr“, schreiben Sie hier. – Sie haben wirklich Recht! Nichts geht mehr mit dieser SPÖ. Denken Sie an die heutige Bildungsdebatte! Einmal meint Ihr Vorsitzender, die Zweidrittelmehrheit muss bedingungslos weg. (Abg. Dr. Cap: Dabei ist er geblieben!) Dann fängt er an, sich selbst zu fürchten, und ist wieder für die Zweidrittelmehrheit. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) – Da habe ich einen unverdächtigen Zeugen. Er sitzt hier in der ersten Reihe, der Chef der grünen Fraktion. Gestern habe ich sehr deutlich gehört, was er von der SPÖ hält, was die Zweidrittelmehrheit betrifft, nämlich das, was wir von der ÖVP von dieser Form von Politik halten: relativ wenig.
Abg. Mag. Wurm: Als Dritte in die Opposition!
Morgen haben wir dann die Budgetdebatte. Ich kann Ihnen schon sagen, wie es wird, ohne ein Prophet zu sein, die Frage ist nur, wo Sie wieder beim Zickzack sind. (Abg. Mag. Wurm: Als Dritte in die Opposition!) Einmal hat Ihr Vorsitzender gefordert, das Nulldefizit in der Verfassung festzuschreiben. Ein anderes Mal sagt er wieder: Selbstverständlich muss man öffentliches Geld in die Hand nehmen, um Initiativen zu setzen. – Gemeint hat er aber in Wirklichkeit nichts anderes als altsozialistische Schuldenpolitik, die uns wieder dorthin brächte, wovon wir mit dieser Bundesregierung Gott sei Dank weggekommen sind, nämlich Milliarden an Schulden anzuhäufen.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Maximal an Wien!
Meine Damen und Herren! Vor diesem Hintergrund kritisiert nun Klubobmann Cap den angeblichen Stillstand der Regierungsarbeit. Ich muss wirklich fragen: An welches Land denken Sie dabei? – Doch sicher nicht an Österreich. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Maximal an Wien!) Da gibt es keinen ernst zu nehmenden Kommentator, der das sagen würde. Sie haben so viele Zeitungen zitiert, aber Sie werden kein Zitat finden,
Abg. Dr. Cap: Alle!
das dieser Bundesregierung Stillstand bescheinigt! Da werden Sie niemanden finden! (Abg. Dr. Cap: Alle!) – Wahrscheinlich sind Sie da einer Verwechslung unterlegen. Sie werden wahrscheinlich deutsche Zeitungen gelesen haben.
Abg. Dr. Cap: Ich lese „Zur Zeit“!
Ich nehme an, dass Sie hin und wieder „Die Zeit“ lesen (Abg. Dr. Cap: Ich lese „Zur Zeit“!), und die hat genau mit dem getitelt, was Sie heute gesagt haben, nämlich: „Rot-Grün regiert nicht mehr!“ – Das ist der große Unterschied zu Schwarz-Blau! Hier wird regiert! In Deutschland wird eben nicht mehr regiert! (Abg. Dr. Glawischnig: Haben Sie den „Krone“-Titel von heute gelesen?) Das ist aber die Regierungsform, meine Damen und Herren, die Sozialdemokraten zu verantworten haben. (Abg. Mag. Wurm: Wir sind in Österreich!) Das Zentrum der Ideen- und der Mutlosigkeit, meine Damen und Herren, liegt nicht in Wien, ein solches Zentrum ist Berlin. Das sage nicht ich, sondern das ist in der „Zeit“ klar nachzulesen.
Abg. Dr. Glawischnig: Haben Sie den „Krone“-Titel von heute gelesen?
Ich nehme an, dass Sie hin und wieder „Die Zeit“ lesen (Abg. Dr. Cap: Ich lese „Zur Zeit“!), und die hat genau mit dem getitelt, was Sie heute gesagt haben, nämlich: „Rot-Grün regiert nicht mehr!“ – Das ist der große Unterschied zu Schwarz-Blau! Hier wird regiert! In Deutschland wird eben nicht mehr regiert! (Abg. Dr. Glawischnig: Haben Sie den „Krone“-Titel von heute gelesen?) Das ist aber die Regierungsform, meine Damen und Herren, die Sozialdemokraten zu verantworten haben. (Abg. Mag. Wurm: Wir sind in Österreich!) Das Zentrum der Ideen- und der Mutlosigkeit, meine Damen und Herren, liegt nicht in Wien, ein solches Zentrum ist Berlin. Das sage nicht ich, sondern das ist in der „Zeit“ klar nachzulesen.
Abg. Mag. Wurm: Wir sind in Österreich!
Ich nehme an, dass Sie hin und wieder „Die Zeit“ lesen (Abg. Dr. Cap: Ich lese „Zur Zeit“!), und die hat genau mit dem getitelt, was Sie heute gesagt haben, nämlich: „Rot-Grün regiert nicht mehr!“ – Das ist der große Unterschied zu Schwarz-Blau! Hier wird regiert! In Deutschland wird eben nicht mehr regiert! (Abg. Dr. Glawischnig: Haben Sie den „Krone“-Titel von heute gelesen?) Das ist aber die Regierungsform, meine Damen und Herren, die Sozialdemokraten zu verantworten haben. (Abg. Mag. Wurm: Wir sind in Österreich!) Das Zentrum der Ideen- und der Mutlosigkeit, meine Damen und Herren, liegt nicht in Wien, ein solches Zentrum ist Berlin. Das sage nicht ich, sondern das ist in der „Zeit“ klar nachzulesen.
Abg. Dr. Cap: War! War!
Daher sage ich Ihnen: Genau, wir sind in Österreich! Und dieses Österreich ist eine Erfolgsgeschichte! (Abg. Dr. Cap: War! War!) Wirtschaftlich und sozial, politisch und kulturell ist es eine Erfolgsgeschichte, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher sage ich Ihnen: Genau, wir sind in Österreich! Und dieses Österreich ist eine Erfolgsgeschichte! (Abg. Dr. Cap: War! War!) Wirtschaftlich und sozial, politisch und kulturell ist es eine Erfolgsgeschichte, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Den haben wir schon gehabt!
Ich zitiere jetzt keine deutsche Zeitung. In diesem Fall ist es die „Neue Zürcher Zeitung“, eine Schweizer Zeitung: Österreichs Erfolg hat einen Namen. (Abg. Eder: Den haben wir schon gehabt!)
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Zu null!
Weil gestern das Fußball-Ländermatch war: Ein Ländermatch zwischen Österreich und Deutschland haben wir einmal knapp 3 : 2 gewonnen. (Der Redner hält ein Exemplar der Zeitschrift „FORMAT“ in die Höhe, auf dessen Titelseite „Österreich gegen Deutschland 11 : 4“ zu lesen ist.) Hier ist es 11 : 4 ausgegangen! Das macht uns sicher! Ein ähnliches Ergebnis hätten wir auch, würden wir Ihre Arbeitsleistung mit der unsrigen vergleichen, Ihre Ideen und Ihre Vorschläge für die Zukunft des Landes mit unseren. Da wäre das Ergebnis ähnlich wie bei diesem 11 : 4 zwischen Österreich und Deutschland. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Zu null!)
Abg. Dr. Cap: Österreich wird nicht regiert!
Das ist die entscheidende Frage – und das möchte ich Ihnen abschließend noch mit auf den Weg geben –: Wer soll Österreich regieren? (Abg. Dr. Cap: Österreich wird nicht regiert!) Und wer soll in den Bundesländern die Verantwortung haben, auch in der Steiermark, die in den letzten Jahren überdurchschnittlich erfolgreich war? (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Reden Sie die Steiermark nicht schlecht! Schauen Sie sich die Arbeitsmarktdaten an, schauen Sie sich an, was in der Infrastruktur schon geschehen ist und was auf Schiene gebracht worden ist! (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Sie haben es nie zustande gebracht, den Semmering-Basistunnel auf Schiene zu bringen, die Koralmbahn auf Schiene zu bringen. Das war erst jetzt möglich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das haben Ihre Minister, und zuletzt war Abgeordneter Einem der zuständige Minister, nicht geschafft!
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das ist die entscheidende Frage – und das möchte ich Ihnen abschließend noch mit auf den Weg geben –: Wer soll Österreich regieren? (Abg. Dr. Cap: Österreich wird nicht regiert!) Und wer soll in den Bundesländern die Verantwortung haben, auch in der Steiermark, die in den letzten Jahren überdurchschnittlich erfolgreich war? (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Reden Sie die Steiermark nicht schlecht! Schauen Sie sich die Arbeitsmarktdaten an, schauen Sie sich an, was in der Infrastruktur schon geschehen ist und was auf Schiene gebracht worden ist! (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Sie haben es nie zustande gebracht, den Semmering-Basistunnel auf Schiene zu bringen, die Koralmbahn auf Schiene zu bringen. Das war erst jetzt möglich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das haben Ihre Minister, und zuletzt war Abgeordneter Einem der zuständige Minister, nicht geschafft!
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Das ist die entscheidende Frage – und das möchte ich Ihnen abschließend noch mit auf den Weg geben –: Wer soll Österreich regieren? (Abg. Dr. Cap: Österreich wird nicht regiert!) Und wer soll in den Bundesländern die Verantwortung haben, auch in der Steiermark, die in den letzten Jahren überdurchschnittlich erfolgreich war? (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Reden Sie die Steiermark nicht schlecht! Schauen Sie sich die Arbeitsmarktdaten an, schauen Sie sich an, was in der Infrastruktur schon geschehen ist und was auf Schiene gebracht worden ist! (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Sie haben es nie zustande gebracht, den Semmering-Basistunnel auf Schiene zu bringen, die Koralmbahn auf Schiene zu bringen. Das war erst jetzt möglich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das haben Ihre Minister, und zuletzt war Abgeordneter Einem der zuständige Minister, nicht geschafft!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist die entscheidende Frage – und das möchte ich Ihnen abschließend noch mit auf den Weg geben –: Wer soll Österreich regieren? (Abg. Dr. Cap: Österreich wird nicht regiert!) Und wer soll in den Bundesländern die Verantwortung haben, auch in der Steiermark, die in den letzten Jahren überdurchschnittlich erfolgreich war? (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Reden Sie die Steiermark nicht schlecht! Schauen Sie sich die Arbeitsmarktdaten an, schauen Sie sich an, was in der Infrastruktur schon geschehen ist und was auf Schiene gebracht worden ist! (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Sie haben es nie zustande gebracht, den Semmering-Basistunnel auf Schiene zu bringen, die Koralmbahn auf Schiene zu bringen. Das war erst jetzt möglich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das haben Ihre Minister, und zuletzt war Abgeordneter Einem der zuständige Minister, nicht geschafft!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Bures: Schade!
Meine Damen und Herren! Sollen jene, die konsequent für das Land und die Menschen Partei ergreifen, oder jene, die wirklich immer im Raunzen, im Nörgeln und im Kritisieren stecken bleiben, regieren? – Meine Antwort kennen Sie. Die Antwort der Wähler werden Sie am Wahltag 2006 kennen lernen und nicht früher, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Bures: Schade!)
Abg. Dr. Cap: Jetzt geht die Selbsthypnose weiter!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine geschätzten Damen und Herren von der Regierung! Meine geschätzten Damen und Herren hier im Hohen Haus! (Abg. Dr. Cap: Jetzt geht die Selbsthypnose weiter!) Kollege Darabos ist hier heraußen gestanden und hat sich wahnsinnig darüber aufgeregt, dass man diese Themen, die hier behandelt werden, „Mickey-Mouse-Themen“ nennt. Das war ein Originalzitat. Herr Kollege Darabos, dieses Zitat stammt von Ihrem Klubobmann, nämlich von Herrn Dr. Josef Cap. Er hat gesagt, es handle sich dabei um „Mickey-Mouse-Themen“. (Abg. Dr. Cap: Ich habe den Bundeskanzler zitiert!) Bitte, beschweren Sie sich in der Klubsitzung, aber lassen Sie uns hier mit parteiinternen Streitigkeiten in Ruhe. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Cap: Ich habe den Bundeskanzler zitiert!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine geschätzten Damen und Herren von der Regierung! Meine geschätzten Damen und Herren hier im Hohen Haus! (Abg. Dr. Cap: Jetzt geht die Selbsthypnose weiter!) Kollege Darabos ist hier heraußen gestanden und hat sich wahnsinnig darüber aufgeregt, dass man diese Themen, die hier behandelt werden, „Mickey-Mouse-Themen“ nennt. Das war ein Originalzitat. Herr Kollege Darabos, dieses Zitat stammt von Ihrem Klubobmann, nämlich von Herrn Dr. Josef Cap. Er hat gesagt, es handle sich dabei um „Mickey-Mouse-Themen“. (Abg. Dr. Cap: Ich habe den Bundeskanzler zitiert!) Bitte, beschweren Sie sich in der Klubsitzung, aber lassen Sie uns hier mit parteiinternen Streitigkeiten in Ruhe. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine geschätzten Damen und Herren von der Regierung! Meine geschätzten Damen und Herren hier im Hohen Haus! (Abg. Dr. Cap: Jetzt geht die Selbsthypnose weiter!) Kollege Darabos ist hier heraußen gestanden und hat sich wahnsinnig darüber aufgeregt, dass man diese Themen, die hier behandelt werden, „Mickey-Mouse-Themen“ nennt. Das war ein Originalzitat. Herr Kollege Darabos, dieses Zitat stammt von Ihrem Klubobmann, nämlich von Herrn Dr. Josef Cap. Er hat gesagt, es handle sich dabei um „Mickey-Mouse-Themen“. (Abg. Dr. Cap: Ich habe den Bundeskanzler zitiert!) Bitte, beschweren Sie sich in der Klubsitzung, aber lassen Sie uns hier mit parteiinternen Streitigkeiten in Ruhe. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Glawischnig: Eine „herbeigeredete Krise“!
Herr Kollege Öllinger! Sie sagen, Sie hören und sehen den ganzen Tag im Fernsehen und Sie müssen den ganzen Tag in der Zeitung lesen, dass es uns so schlecht geht. Ich muss Ihnen ehrlich sagen, Sie können auch etwas arbeiten! Sie können irgendetwas anderes machen. Sie müssen nicht den ganzen Tag Zeitung lesen und fernsehen, dann werden Sie auch nicht damit konfrontiert, dass die Medien über eine herbeigeredete Krise innerhalb der FPÖ diskutieren. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Glawischnig: Eine „herbeigeredete Krise“!)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Das muss ich schon sagen, das liegt mir wirklich am Herzen. Es mag vielleicht sein, dass die Freiheitliche Partei in der momentanen Situation in der Außenwirkung ein bisschen zerrüttet aussieht. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Es mag vielleicht auch sein, dass sich der eine oder andere schon freut. Aber eines können Sie sicher sein, ob mit oder ohne angegriffene Stimme: Verteilen Sie das Fell des Bären nicht zu früh! Diese FPÖ, diese Bewegung, dieses dritte Lager wird dafür sorgen, dass Sie noch Jahre Zeit haben, Oppositionspolitik zu lernen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das muss ich schon sagen, das liegt mir wirklich am Herzen. Es mag vielleicht sein, dass die Freiheitliche Partei in der momentanen Situation in der Außenwirkung ein bisschen zerrüttet aussieht. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Es mag vielleicht auch sein, dass sich der eine oder andere schon freut. Aber eines können Sie sicher sein, ob mit oder ohne angegriffene Stimme: Verteilen Sie das Fell des Bären nicht zu früh! Diese FPÖ, diese Bewegung, dieses dritte Lager wird dafür sorgen, dass Sie noch Jahre Zeit haben, Oppositionspolitik zu lernen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Es gibt auch keine sozialistischen Abgeordneten!
Herr Dr. Cap, ich habe heute auf die Uhr geschaut: 11,5 Minuten Ihrer Rede hat kein einziger sozialistischer Abgeordneter geklatscht! (Ruf bei der SPÖ: Es gibt auch keine sozialistischen Abgeordneten!) 11,5 Minuten hat kein sozialdemokratischer Abgeordneter geklatscht. 11,5 Minuten hat es bedurft, bis irgendjemand in diesen linken Reihen munter geworden ist und gemerkt hat: Da spricht ja der Herr Klubobmann.
Abg. Reheis: Aufmerksam zugehört!
Und warum hat niemand geklatscht? (Abg. Reheis: Aufmerksam zugehört!) – Ich weiß es nicht genau. Nur eines weiß ich ganz genau: Es war faszinierend, was Sie gesagt haben. Bei der letzten Dringlichen haben Sie Jörg Haider zitiert. Bei dieser Dringlichen haben Sie Andreas Mölzer zitiert. Anscheinend gibt es relativ wenig sozialistischer Zitate, die hier Platz haben, die hier von Interesse sind.
Abg. Dr. Cap deutet auf seine blaue Krawatte.
Herr Dr. Cap, Sie haben heute etwas gemacht ... (Abg. Dr. Cap deutet auf seine blaue Krawatte.) – Wenn Sie mit Ihrer blauen Krawatte winken, zeigt das ja den Ernst, den Sie haben. (Abg. Dr. Cap – auf die orangefarbene Krawatte des Abg. Dr. Wittmann deutend –: Blau oder orange?!) Das zeigt ja nur den Ernst, den Sie mitbringen.
Abg. Dr. Cap – auf die orangefarbene Krawatte des Abg. Dr. Wittmann deutend –: Blau oder orange?!
Herr Dr. Cap, Sie haben heute etwas gemacht ... (Abg. Dr. Cap deutet auf seine blaue Krawatte.) – Wenn Sie mit Ihrer blauen Krawatte winken, zeigt das ja den Ernst, den Sie haben. (Abg. Dr. Cap – auf die orangefarbene Krawatte des Abg. Dr. Wittmann deutend –: Blau oder orange?!) Das zeigt ja nur den Ernst, den Sie mitbringen.
Abg. Reheis: Das hat niemand gesagt!
Herr Dr. Cap, Sie haben heute etwas gemacht – und da sollten Sie wenigstens eine Minute aufpassen –, was ich wirklich auf das Schärfste zurückweise. Ich bin dafür bekannt, dass ich auch ziemlich austeile und viel einstecken muss, aber Sie haben sich heute hier heraus gestellt und haben Ihre eigene Landesgruppe von Kärnten, die Kärntner Landesgruppe der Sozialdemokratischen Partei Österreichs, der Parteienfinanzierung im Zusammenhang mit dem Stadionbau bezichtigt, haben hier gesagt, da haben ja beide Regierungsparteien in Kärnten (Abg. Reheis: Das hat niemand gesagt!) – holen Sie sich das Stenographische Protokoll – anscheinend Geld genommen. Herr Dr. Cap hat das gesagt, lesen Sie das Protokoll! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Dr. Cap, Sie haben heute etwas gemacht – und da sollten Sie wenigstens eine Minute aufpassen –, was ich wirklich auf das Schärfste zurückweise. Ich bin dafür bekannt, dass ich auch ziemlich austeile und viel einstecken muss, aber Sie haben sich heute hier heraus gestellt und haben Ihre eigene Landesgruppe von Kärnten, die Kärntner Landesgruppe der Sozialdemokratischen Partei Österreichs, der Parteienfinanzierung im Zusammenhang mit dem Stadionbau bezichtigt, haben hier gesagt, da haben ja beide Regierungsparteien in Kärnten (Abg. Reheis: Das hat niemand gesagt!) – holen Sie sich das Stenographische Protokoll – anscheinend Geld genommen. Herr Dr. Cap hat das gesagt, lesen Sie das Protokoll! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mandak: Bereitest du auch schon deinen Absprung vor?
Ich muss ehrlich sagen, da stelle ich als Freiheitlicher mich hinter die SPÖ von Kärnten. Die Freiheitliche Partei in Kärnten und auch die Sozialdemokratische Partei in Kärnten haben es nicht verdient, dass man hier das eigene Nest beschmutzt. (Abg. Mandak: Bereitest du auch schon deinen Absprung vor?) – Nein, ich bereite keinen Absprung vor. Keine Sorge. Ich weiß ganz gut, auf welcher Seite ich stehe. Ich bin davon überzeugt, liebe Frau Kollegin Mandak, Sie werden am Ende des Tages sehr klar erkennen, auf welcher Seite dieser freiheitliche Parlamentsklub steht, auf welcher Seite dieser freiheitliche Parlamentsklub arbeitet (Abg. Mandak: Ob er überhaupt arbeitet!) und wie dieser freiheitliche Parlamentsklub in den letzten Jahren für dieses Land weit mehr bewegt hat (Abg. Riepl: Plaudertasche!) als die Roten, die Rot-Schwarzen und welche Regierungsfarben auch immer. (Abg. Dr. Wittmann: Orange!) Dass Ihre größte Sorge ist, welche Farbe am Ende stehen wird, zeigt wieder einmal, mit welchem Intellekt und mit welcher Begeisterung Sie hier an der Diskussion teilnehmen! Das können Sie mir wirklich einmal glauben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mandak: Ob er überhaupt arbeitet!
Ich muss ehrlich sagen, da stelle ich als Freiheitlicher mich hinter die SPÖ von Kärnten. Die Freiheitliche Partei in Kärnten und auch die Sozialdemokratische Partei in Kärnten haben es nicht verdient, dass man hier das eigene Nest beschmutzt. (Abg. Mandak: Bereitest du auch schon deinen Absprung vor?) – Nein, ich bereite keinen Absprung vor. Keine Sorge. Ich weiß ganz gut, auf welcher Seite ich stehe. Ich bin davon überzeugt, liebe Frau Kollegin Mandak, Sie werden am Ende des Tages sehr klar erkennen, auf welcher Seite dieser freiheitliche Parlamentsklub steht, auf welcher Seite dieser freiheitliche Parlamentsklub arbeitet (Abg. Mandak: Ob er überhaupt arbeitet!) und wie dieser freiheitliche Parlamentsklub in den letzten Jahren für dieses Land weit mehr bewegt hat (Abg. Riepl: Plaudertasche!) als die Roten, die Rot-Schwarzen und welche Regierungsfarben auch immer. (Abg. Dr. Wittmann: Orange!) Dass Ihre größte Sorge ist, welche Farbe am Ende stehen wird, zeigt wieder einmal, mit welchem Intellekt und mit welcher Begeisterung Sie hier an der Diskussion teilnehmen! Das können Sie mir wirklich einmal glauben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Riepl: Plaudertasche!
Ich muss ehrlich sagen, da stelle ich als Freiheitlicher mich hinter die SPÖ von Kärnten. Die Freiheitliche Partei in Kärnten und auch die Sozialdemokratische Partei in Kärnten haben es nicht verdient, dass man hier das eigene Nest beschmutzt. (Abg. Mandak: Bereitest du auch schon deinen Absprung vor?) – Nein, ich bereite keinen Absprung vor. Keine Sorge. Ich weiß ganz gut, auf welcher Seite ich stehe. Ich bin davon überzeugt, liebe Frau Kollegin Mandak, Sie werden am Ende des Tages sehr klar erkennen, auf welcher Seite dieser freiheitliche Parlamentsklub steht, auf welcher Seite dieser freiheitliche Parlamentsklub arbeitet (Abg. Mandak: Ob er überhaupt arbeitet!) und wie dieser freiheitliche Parlamentsklub in den letzten Jahren für dieses Land weit mehr bewegt hat (Abg. Riepl: Plaudertasche!) als die Roten, die Rot-Schwarzen und welche Regierungsfarben auch immer. (Abg. Dr. Wittmann: Orange!) Dass Ihre größte Sorge ist, welche Farbe am Ende stehen wird, zeigt wieder einmal, mit welchem Intellekt und mit welcher Begeisterung Sie hier an der Diskussion teilnehmen! Das können Sie mir wirklich einmal glauben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Wittmann: Orange!
Ich muss ehrlich sagen, da stelle ich als Freiheitlicher mich hinter die SPÖ von Kärnten. Die Freiheitliche Partei in Kärnten und auch die Sozialdemokratische Partei in Kärnten haben es nicht verdient, dass man hier das eigene Nest beschmutzt. (Abg. Mandak: Bereitest du auch schon deinen Absprung vor?) – Nein, ich bereite keinen Absprung vor. Keine Sorge. Ich weiß ganz gut, auf welcher Seite ich stehe. Ich bin davon überzeugt, liebe Frau Kollegin Mandak, Sie werden am Ende des Tages sehr klar erkennen, auf welcher Seite dieser freiheitliche Parlamentsklub steht, auf welcher Seite dieser freiheitliche Parlamentsklub arbeitet (Abg. Mandak: Ob er überhaupt arbeitet!) und wie dieser freiheitliche Parlamentsklub in den letzten Jahren für dieses Land weit mehr bewegt hat (Abg. Riepl: Plaudertasche!) als die Roten, die Rot-Schwarzen und welche Regierungsfarben auch immer. (Abg. Dr. Wittmann: Orange!) Dass Ihre größte Sorge ist, welche Farbe am Ende stehen wird, zeigt wieder einmal, mit welchem Intellekt und mit welcher Begeisterung Sie hier an der Diskussion teilnehmen! Das können Sie mir wirklich einmal glauben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich muss ehrlich sagen, da stelle ich als Freiheitlicher mich hinter die SPÖ von Kärnten. Die Freiheitliche Partei in Kärnten und auch die Sozialdemokratische Partei in Kärnten haben es nicht verdient, dass man hier das eigene Nest beschmutzt. (Abg. Mandak: Bereitest du auch schon deinen Absprung vor?) – Nein, ich bereite keinen Absprung vor. Keine Sorge. Ich weiß ganz gut, auf welcher Seite ich stehe. Ich bin davon überzeugt, liebe Frau Kollegin Mandak, Sie werden am Ende des Tages sehr klar erkennen, auf welcher Seite dieser freiheitliche Parlamentsklub steht, auf welcher Seite dieser freiheitliche Parlamentsklub arbeitet (Abg. Mandak: Ob er überhaupt arbeitet!) und wie dieser freiheitliche Parlamentsklub in den letzten Jahren für dieses Land weit mehr bewegt hat (Abg. Riepl: Plaudertasche!) als die Roten, die Rot-Schwarzen und welche Regierungsfarben auch immer. (Abg. Dr. Wittmann: Orange!) Dass Ihre größte Sorge ist, welche Farbe am Ende stehen wird, zeigt wieder einmal, mit welchem Intellekt und mit welcher Begeisterung Sie hier an der Diskussion teilnehmen! Das können Sie mir wirklich einmal glauben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen
Das zeigt doch im Endeffekt, was Sie interessiert. Ob Orange oder ob Blau oder ob Rot, das ist Ihre Debatte. Das ist das, was Sie interessiert. Wir haben andere Sorgen! Wir haben andere Probleme (ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen), sehr viele Probleme! Und wir lösen diese Probleme.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Das war wieder ein Trauerspiel!
Solange Sie im Endeffekt über Farben diskutieren, solange Sie im Endeffekt nichts Besseres zu tun haben, als permanent das eigene Land, sogar die eigene Partei zu kritisieren und schlecht zu machen, meine geschätzten Damen und Herren, so lange möge mein Klubobmann damit Recht behalten, dass Sie noch möglichst lange Oppositionsarbeit lernen müssen und auch werden lernen können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Das war wieder ein Trauerspiel!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, weil ich ein freundlicher Mensch bin!
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich finde, das war jetzt wirklich nett vom Kollegen Scheuch. Das war der Versuch, ein eigenes Bild zu produzieren, Herr Abgeordneter, worüber Sie selbst haben lachen müssen, weil es Ihnen nicht gelungen ist, diese einheitliche Freiheitliche Partei glaubhaft darzustellen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, weil ich ein freundlicher Mensch bin!) Das war ein wirklich netter Versuch. (Abg. Scheibner: Seien Sie doch froh, wenn man jemanden zum Lachen bringen kann!) Ja, es war erheiternd und entspannend, das muss man wirklich sagen.
Abg. Scheibner: Seien Sie doch froh, wenn man jemanden zum Lachen bringen kann!
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich finde, das war jetzt wirklich nett vom Kollegen Scheuch. Das war der Versuch, ein eigenes Bild zu produzieren, Herr Abgeordneter, worüber Sie selbst haben lachen müssen, weil es Ihnen nicht gelungen ist, diese einheitliche Freiheitliche Partei glaubhaft darzustellen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, weil ich ein freundlicher Mensch bin!) Das war ein wirklich netter Versuch. (Abg. Scheibner: Seien Sie doch froh, wenn man jemanden zum Lachen bringen kann!) Ja, es war erheiternd und entspannend, das muss man wirklich sagen.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das heißt, Sie versuchen mit aller Gewalt oder mit aller Macht, dieses Bild Ihrer eigenen Welt aufrechtzuerhalten, und ignorieren völlig die Realität der Menschen. Für diese Menschen ist es aber völlig unerheblich, welches Bild Sie hier zeichnen, wenn sie immer weniger in der Tasche haben, weniger Möglichkeit für Bildung haben und auch weniger Chancen auf dem Jobmarkt haben. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich glaube Ihnen, Herr Bundeskanzler, dass Ihre Welt in Ordnung ist, für viele Menschen in Österreich ist sie das allerdings schon sehr lange nicht mehr. Ich meine, irgendwann einmal könnten Sie sich auch wieder mit der Realität konfrontieren! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was sich in der heutigen Debatte gezeigt hat, ist: Es gibt eine veritable Krise innerhalb der FPÖ, und diese Krise innerhalb der FPÖ ist zu einem immer größeren Problem auch dieser Regierung geworden. Wir haben in Wirklichkeit eine schwere Regierungskrise! Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, sagt nicht nur die Opposition, das empfindet großteils auch die Bevölkerung. Laut gestrigem „Report“ sagen 75 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher, dass die Regierungsarbeit durch diese Krise massiv beeinträchtigt ist. Drei von vier Österreicherinnen und Österreichern sagen: Dieser Bundeskanzler steckt in einer tiefen Krise! – Ich teile die Einschätzung dieser Menschen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Aber keine sozialistische!
Sie werden Sie nicht mehr wählen! Diese Regierung hat zu Recht das Vertrauen verloren, diese Regierung hat zu Recht keine Mehrheit mehr in diesem Land. 67 Prozent wünschen sich eine neue, eine soziale Regierung. – Herr Bundeskanzler, machen Sie den Weg frei für eine bessere Politik! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Aber keine sozialistische!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Fast 100 000 Arbeitnehmer in der Verstaatlichten haben ihre Arbeitsplätze verloren. 174 Milliarden € habt ihr an Schulden hinterlassen. Dafür müsstet ihr euch einmal bei der Bevölkerung entschuldigen! 7 Milliarden € müssen für Zinsen aufgebracht werden. Heute jährt sich der „Todestag“ des „Konsum“ zum zehnten Mal. Eure Kollegen (in Richtung SPÖ) sind dafür verantwortlich. Stellt euch hierher und entschuldigt euch dafür, dass so viele Familienväter ihren Arbeitsplatz verloren haben und in Not geraten sind! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Haben wir auch vor!
Wirtschaftspolitisch habt ihr nichts am Hut gehabt, das muss man euch wirklich sagen. Ihr habt uns kaputte Krankenkassen hinterlassen, ihr habt uns kaputte Pensionsversicherungen hinterlassen, ihr habt einen Privilegienstadel von A bis Z hinterlassen. Wir müssten noch 15 Jahre lang regieren, um endlich einmal die Parteizentralen aus gewissen Sozialversicherungsanstalten und vieles mehr herauszubringen. (Abg. Mag. Molterer: Haben wir auch vor!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben Konzepte, wie Arbeitnehmerpolitik, wie Wirtschaftspolitik, wie Investitionen ausschauen sollen. Sehen Sie sich doch einmal an, was diese Regierung leistet! Trotz der europaweit schwierigen Situation, trotz der problematischen Situation im Bereich Arbeitslosigkeit – jeder Arbeitslose ist einer zu viel! – setzen wir auf Investitionen, vorausschauend. Das Infrastrukturministerium investiert bis zum Jahr 2010 30 Milliarden €. Als Mühlviertler Abgeordneter muss ich sagen, ich bin stolz darauf, dass gestern beschlossen worden ist, das Geld für den Ausbau der Summerauer Bahn endlich einmal zur Verfügung zu stellen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abschließend: Es schaut in Österreich mit FPÖ und ÖVP in der Regierung sehr gut aus. Macht nicht ständig alles schlechter, als es ist! Ich ersuche euch, endlich einmal den Budgetvoranschlag zu lesen, dann zu denken und zu rechnen – dann wisst ihr Bescheid, wie es aussieht! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Stimmt auch!
Wer, wenn nicht Sie, hat behauptet, dass Ihr Regierungspartner, die Freiheitliche Partei, ein verlässlicher, solider und kompetenter Partner ist (Abg. Scheibner: Stimmt auch!), und wer hat dann verfrüht wählen lassen und dasselbe noch einmal behauptet? – Das waren Sie! Wer hat teure französische Weine auf den Bestand Ihrer
Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Sie haben schon merkwürdige Gedanken, Herr Kollege!
Wenn wir zuschauen müssen, relativ ohnmächtig, welche sadomasochistischen Transformationsübungen die Freiheitliche Partei betreibt, dann, muss ich sagen, ist der damit verbundene Lustgewinn nur einem kleinen Teil der Bevölkerung zugänglich, und das sollte auch nicht sein. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Sie haben schon merkwürdige Gedanken, Herr Kollege!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das sind Dinge, die wahr sind. Singen Sie ruhig weiter im Bariton, das gefällt mir ja, aber bitte ein bisschen mit wahrem Text! – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Sburny: Wird aber mindestens so teuer sein! – Staatssekretär Mag. Schweitzer: Billiger, aber besser!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege Grünewald! Es war burgenländischer Rotwein, nicht französischer. (Abg. Sburny: Wird aber mindestens so teuer sein! – Staatssekretär Mag. Schweitzer: Billiger, aber besser!)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Er hat ja ein Bundesmandat! – Abg. Dr. Fekter: Aber deswegen darf er trotzdem aus dem Mühlviertel kommen!
Ich stelle richtig: Es gibt kein FPÖ-Mandat im Mühlviertel. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Er hat ja ein Bundesmandat! – Abg. Dr. Fekter: Aber deswegen darf er trotzdem aus dem Mühlviertel kommen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir seitens der ÖVP stehen für Sicherheit, für Stabilität in den Grundsatzfragen und auch für die notwendige Flexibilität und Kreativität, wenn es um unseren Nachwuchs und um die Zukunft unseres Landes geht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
allem die Eltern zutiefst beunruhigen. Eine klare Antwort darauf ist daher erbeten, Frau Bundesministerin. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: So ist es!
Frau Kollegin Rossmann, auch Ihnen möchte ich gerne etwas sagen – Kollegin Rossmann ist leider nicht im Saal –: Sie haben gesagt, dass die Lehrergewerkschaft in den Schulreformprozess nicht eingebunden werden soll. Ich glaube, das ist falsch, die Lehrergewerkschaft ist genauso ein Schulpartner wie alle anderen auch und in ihrer Bedeutung ganz, ganz wichtig. (Ruf bei der ÖVP: So ist es!)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Da wir aber wissen – das ist eine offene Frage, die bleibt –, dass nicht alle Eltern Entwicklungsverzögerungen zur Kenntnis nehmen wollen beziehungsweise können, muss man sich natürlich schon überlegen, was mit jenen geschieht, die Förderprogramme nicht in Anspruch nehmen. – Ich glaube, da werden wir genügend Diskussionsstoff im Unterrichtsausschuss haben, denn diese offene Frage bedarf ganz sicherlich einer dringenden Klärung. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
diesbezüglich gibt es Nachholbedarf auf allen Ebenen. Ich wäre auch sehr verbunden, wenn das öffentlich-rechtliche Medium ORF da seiner Informationspflicht nachkäme. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Wir haben im Zusammenhang mit den Ergebnissen der Schulreformkommission noch viel Arbeit, und ich hoffe auf eine gedeihliche Diskussion auch im Unterrichtsausschuss. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Gehrer.
Ganz stutzig macht uns auch Ihre Aussage, Frau Ministerin, dass die Eltern in die Frage der sprachlichen Frühförderung eingebunden gehören. – Das heißt doch meiner Ansicht nach nichts anderes, als dass Sie möchten, dass die Eltern dafür zahlen sollen. Dieses Indiz, Frau Bundesministerin, ebenso Aussagen Ihrer Regierungskollegen, vor allem auch eine Aussage des Herrn Wirtschaftskammerpräsidenten, haben uns darin bestätigt, die Schulgeldproblematik verfassungsrechtlich geregelt und verankert wissen zu wollen – und das im Verein mit vielen Interessengemeinschaften: mit der Schule, mit Bildungseinrichtungen, mit der Familie und den Kirchen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Gehrer.)
Beifall bei der ÖVP.
Zu den vielen Punkten des Reformdialoges – das haben wir heute ja bereits gehört – möchte ich abschließend feststellen, dass lange bevor die PISA-Studie große Aufregung ausgelöst hat, unsere Bildungsministerin Gehrer aktiv an sehr guten Maßnahmen gearbeitet hat, an Maßnahmen, die zum Großteil bereits umgesetzt wurden – und sicherlich auch noch weiter wirken werden. – Danke, Frau Minister! (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Bravo!
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Ich habe besonders aufmerksam den Ausführungen der Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP zugehört. (Ruf bei der ÖVP: Bravo!) Und da ist mir, muss ich sagen, etwas bange geworden, als es um den Reformdialog im Bereich Bildung ging. Ich erinnere beispielsweise daran, dass Frau Abgeordnete Brinek gemeint hat: Stimmt doch zu, und dann treten wir in den Dialog ein!
Abg. Großruck: Differenziert habe ich!
Herr Abgeordneter Großruck wiederum hat gemeint: Na ja, das mit dieser Gesamtschule, mit dieser Ganztagsschule, da ist nichts mit uns zu machen! (Abg. Großruck: Differenziert habe ich!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Wir sagen, was wir nicht wollen! Das sagen wir!
Dazu: Das ist doch kein Reformdialog, sondern dafür gibt es ein Wort aus dem Militärbereich: Befehlsausgaben!, so nach dem Motto: Sagt ja – und aus ist’s! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Wir sagen, was wir nicht wollen! Das sagen wir!)
Abg. Großruck: Wir sagen, was wir nicht wollen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Fast jeder ÖVP-Abgeordnete/jede ÖVP-Abgeordnete hat hier heraußen beteuert: Schulgeld, nein! (Abg. Großruck: Wir sagen, was wir nicht wollen!) – Herr Großruck, noch einmal zu deinen Ausführungen: Du hast dich auch hier herausgestellt und gesagt: Schulgeld kommt überhaupt nicht in Frage!
Abg. Großruck: Das ist eine Privatschule!
Ich habe eine Frage an dich, Kollege Großruck. Die städtische HTL Grieskirchen (Abg. Großruck: Das ist eine Privatschule!) wird zurzeit noch als Privatschule geführt. Jedenfalls wird dort Schulgeld verlangt. Und du, Kollege Großruck, bist dort Bürgermeister. Wieso man dort Schulgeld verlangt (Abg. Großruck: Einstimmig beschlossen!), das frage ich mich schon. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Einstimmig beschlossen!
Ich habe eine Frage an dich, Kollege Großruck. Die städtische HTL Grieskirchen (Abg. Großruck: Das ist eine Privatschule!) wird zurzeit noch als Privatschule geführt. Jedenfalls wird dort Schulgeld verlangt. Und du, Kollege Großruck, bist dort Bürgermeister. Wieso man dort Schulgeld verlangt (Abg. Großruck: Einstimmig beschlossen!), das frage ich mich schon. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich habe eine Frage an dich, Kollege Großruck. Die städtische HTL Grieskirchen (Abg. Großruck: Das ist eine Privatschule!) wird zurzeit noch als Privatschule geführt. Jedenfalls wird dort Schulgeld verlangt. Und du, Kollege Großruck, bist dort Bürgermeister. Wieso man dort Schulgeld verlangt (Abg. Großruck: Einstimmig beschlossen!), das frage ich mich schon. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin, Sie haben bei dieser Diskussion offensichtlich mit den Gemeinden zu reden vergessen. Die Gemeinden sind Ihr Partner, nur müssen Sie, Frau Bundesministerin, den Gemeinden sagen, wie das alles finanziert werden soll. Mit Elternbeiträgen – das sage ich Ihnen, Frau Minister – geht es sicherlich nicht! Es gibt genügend Beispiele – ich könnte hier unendlich viele nennen –, wo sich Eltern Beiträge für die Schule nicht mehr leisten können, weil dank dieser Regierung die Einkommen ständig sinken und dank dieser Regierung die Gemeinden kein Geld mehr zur Verfügung haben, hochqualitative Angebote zu finanzieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Was muss denn noch passieren, damit Sie endlich erkennen, wie wichtig das differenzierte Schulsystem ist? – Hier von Reformwilligkeit beziehungsweise -unwilligkeit zu reden, das kann ich Ihnen nur selber ins Stammbuch schreiben! Hören Sie da auch auf die Bevölkerung, die mehrheitlich ohnehin schon sagt – da zitiere ich den „Standard“, das „profil“, „NEWS“, aber auch andere Meinungsforschungsinstitute, die das alle zum Ausdruck bringen –, dass Ihr Modell der Gesamtschule von der Bevölkerung abgelehnt wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Im Mittelpunkt soll der Schüler, soll die Schülerin stehen. Da sind die Fünftagewoche, aber auch die freiwillige Betreuung am Nachmittag und nicht zuletzt ein Förderunterricht das ganze Jahr über die richtigen Maßnahmen, die wir hier anbieten, um nicht nur die PISA-Ergebnisse zu verbessern – denn das ginge wahrscheinlich einfacher, auf die nächsten Umfragebögen hinzuarbeiten –, sondern tatsächlich auch das österreichische Schulsystem in Angriff zu nehmen. Wer ernsthaft daran interessiert ist mitzuarbeiten, den bitte ich auch, hier konstruktive Vorschläge zu machen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Es war ein deutliches Bekenntnis. Deshalb diese Klarstellung und diese tatsächliche Berichtigung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wir brauchen kein vorgespieltes Interesse, sondern wir wollen die Umsetzung eines sozial ausgewogenen und modernen Bildungssystems. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Nein, das war ...!
(Abg. Dr. Brinek: Nein, das war ...!) Aber jetzt sind es fast zehn von hundert, die in Wirklichkeit dastehen und nicht wissen, was sie weiterhin machen sollen! Hier geht es also darum, die Zustände, die wir schon einmal hatten, wieder zu erreichen. Aber da haben Sie noch sehr viel vor sich.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Eine Fehlinterpretation!
Es ist schon richtig, die Zündkerze im Auto ist wichtig – das wissen wir, auch ich als Techniker weiß das –, weil eben die Zündkerze im richtigen Augenblick das Richtige tun muss, nämlich zünden. Aber wenn Sie, Herr Abgeordneter, diese Verbindung mit der Bildungsmisere oder der Bildungssituation vergleichen, dann meinen Sie damit – so habe ich das Gefühl – natürlich die Zündkerze in der Bildungspolitik, und das kann ja nur die Bildungsministerin sein. Habe ich Sie da richtig verstanden: Sie sind fürs Herausschrauben, fürs Austauschen, und dann geht es wieder besser? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Eine Fehlinterpretation!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, Sie haben da von Ihrer Partei der Frau Bundesministerin keinen guten Dienst erwiesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Welche denn?
Das ist jetzt teilweise erfolgt, trotzdem können wir diesem Gesetz natürlich nicht die Zustimmung geben. Wir glauben, dass das KommAustria-Gesetz an sich viele Kritikpunkte hat (Abg. Wittauer: Welche denn?), verweisen aber insbesondere auf einen Kritikpunkt, der auch diesem Gesetz anhaftet und der es unmöglich macht, mitzustimmen. Erstens hat man sich auf 25 Prozent des Aufwandes als Anteil des Dienstes für die Allgemeinheit geeinigt. Es ist nicht nachvollziehbar, warum es gerade 25 Prozent sind. Es könnte irgendeine Hausnummer sein, und es ist dies auch eine Hausnummer.
Beifall bei der SPÖ.
Grundsätzlich ist daher auch diese Novelle abzulehnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Er hat keine genannt!
Abgeordnete Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich habe mit Interesse und mit großer Aufmerksamkeit die Rede meines Vorredners, des Herrn Kollegen Wittmann, gehört und habe mit Bedauern feststellen müssen, dass er dieser Novellierung des KommAustria-Gesetzes nicht zustimmt. Ich habe versucht, seine Gründe nachzuvollziehen, und muss Ihnen leider sagen, dass mir das nicht wirklich gelungen ist. (Abg. Wittauer: Er hat keine genannt!) Ich glaube auch, dass er hier offensichtlich einem Irrtum unterliegt oder andere Gründe dafür hat, seine Zustimmung zu verweigern, auf die ich kurz eingehen möchte.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Man kann der RTR und der KommAustria wirklich bestätigen, dass sie sehr gute Arbeit leisten. Und da muss ich noch einmal zurückblenden: Wir haben in den vergangenen Jahren, als die SPÖ die Verantwortung für die Medienpolitik getragen hat, in Wirklichkeit ein Jahrzehnt oder sogar einen noch längeren Zeitraum verschlafen. Das heißt, wir haben 10 bis 15 Jahre Stillstand in der österreichischen Medienpolitik gehabt, und dafür ist die SPÖ verantwortlich. In den letzten Jahren haben wir endlich – mein Dank gilt insbesondere Staatssekretär Morak, der sich hier sehr eingesetzt hat – eine Entwicklung in der Medienpolitik durchgemacht, die auch in der Öffentlichkeit vertreten werden kann und von der Politik getragen wird. Privates Radio und auch privates Fernsehen wurden ermöglicht. Leider zehn Jahre zu spät, aber immerhin! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Der SPÖ elf oder zehn Jahre verfehlte Medienpolitik vorzuwerfen, das ist nicht gerecht, Frau Baumgartner-Gabitzer, denn Sie waren ja zu dieser Zeit auch in der Regierung, soweit ich mich erinnern kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Was die ÖVP nicht tut! – Abg. Wittauer: Das haben die Sozialdemokraten damals auch nicht getan!
Ich denke, man sollte beim ORF die Parteipolitik draußen lassen – da bin ich auch Ihrer Meinung –, und ich meine, man sollte den ORF unterstützen. (Abg. Parnigoni: Was die ÖVP nicht tut! – Abg. Wittauer: Das haben die Sozialdemokraten damals auch nicht getan!)
Abg. Dr. Ferdinand Maier: Weil Sie dagegen gestimmt haben!
Kontrollbehörde, wie sie es nach internationalem Standard sein sollte. Die Behörde ist weisungsgebunden beziehungsweise abhängig vom Bundeskanzler. (Abg. Dr. Ferdinand Maier: Weil Sie dagegen gestimmt haben!) – Warum? Um Gottes Willen, Herr Kollege, das ist eben Demokratie! Weil wir dagegen sind! Nicht, weil wir aus Prinzip dagegen sind, sondern weil sie gegenüber dem Bundeskanzler weisungsgebunden ist. (Abg. Dr. Ferdinand Maier: Geh, hör doch auf!)
Abg. Dr. Ferdinand Maier: Geh, hör doch auf!
Kontrollbehörde, wie sie es nach internationalem Standard sein sollte. Die Behörde ist weisungsgebunden beziehungsweise abhängig vom Bundeskanzler. (Abg. Dr. Ferdinand Maier: Weil Sie dagegen gestimmt haben!) – Warum? Um Gottes Willen, Herr Kollege, das ist eben Demokratie! Weil wir dagegen sind! Nicht, weil wir aus Prinzip dagegen sind, sondern weil sie gegenüber dem Bundeskanzler weisungsgebunden ist. (Abg. Dr. Ferdinand Maier: Geh, hör doch auf!)
Beifall bei der SPÖ.
Nicht: „Geh, hör auf!“ – Ich meine, wo sind wir denn, dass Sie einfach sagen: Geh, hör auf, weil sie weisungsgebunden ist!? – So gehen Sie mit der Demokratie um, Herr Kollege Maier! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir stimmen dieser Novelle nicht zu, weil keine Transparenz gegeben ist – das wissen Sie genau –, weil 25 Prozent der Tätigkeiten von der Öffentlichkeit bezahlt werden müssen, welche nicht genau kontrolliert werden, und weil, sehr geschätzte Frau Kollegin Baumgartner-Gabitzer, keine Kostenwahrheit da und kein fairer Wettbewerb gesichert ist. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Ich werde 4 Minuten brauchen! – Abg. Silhavy: Das ist auch genug für Kollegen Wittauer!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Wittauer. Sie haben keine freiwillige Redezeitbeschränkung angegeben, Herr Wittauer, ich stelle Ihnen die Uhr daher auf 20 Minuten. (Abg. Wittauer: Ich werde 4 Minuten brauchen! – Abg. Silhavy: Das ist auch genug für Kollegen Wittauer!) – Okay, 4 Minuten.
Abg. Marizzi: Das habe ich nicht gesagt!
Dass man dann den ORF noch mit in die Argumentation zieht und vom ORF als Einflussbereich der ÖVP spricht – das mag schon stimmen; ich erinnere mich aber an Zeiten, da war die SPÖ sehr stark beteiligt, hat sehr stark die Rolle gespielt, die vielleicht heute die ÖVP spielt –, das hier heraußen mit als Grund nennt, dass man einem Gesetz nicht zustimmt, das für die Allgemeinheit und gerade auch für die Kunden gemacht wird ... (Abg. Marizzi: Das habe ich nicht gesagt!) – Ich habe das hier heraußen einmal so gehört; man kann das ja dann noch einmal widerlegen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich hoffe, die Sozialdemokraten nehmen sich ein Herz und unterstützen damit auch indirekt den Konsumenten und den freien Wettbewerb, und dann ist allen gedient. Ich denke, das macht Sinn. Also bitte, Herr Abgeordneter Marizzi, überlegen Sie es sich! Lesen Sie noch einmal nach und unterstützen Sie dieses Gesetz. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir wollen gesunde Privatradiobereiche, gesunde Privat-TV-Bereiche und auch einen ORF, der seiner Aufgabe, die das Gesetz für ihn vorsieht, selbstverständlich nachkommen muss. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Einen Vergleich möchte ich hier noch anstellen, einfach deswegen, weil er die Diskussion versachlicht. Wir haben uns angeschaut, wie die anderen Medienbehörden ausschauen, welchen Personalaufwand, welchen Kostenaufwand sie haben. In einem vergleichbaren Land wie Finnland beträgt der Kostenaufwand für die Medienbehörde 25 Millionen €, die dänische NITA verfügt über ein Budget von 31,2 Millionen € und die schwedische PTS budgetiert einen Aufwand von 22,9 Millionen €. Stellen Sie bitte auch noch in Rechnung, dass die Aufgaben für diese Medienbehörden selbstverständlich gewachsen sind, vor allem durch die Digitalisierung und alles, was damit zusammenhängt. Der Aufwand ist auch dadurch gerechtfertigt, dass wir endlich in die europäische Normalität gekommen sind, denn Österreich war im Jahr 2000 das einzige Land in Europa, das noch keine Medienbehörde hatte und sich diesem Thema nicht professionell, marktbeobachtend genähert hat. – In diesem Sinne danke ich Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir könnten also wieder einmal die Diskussion über diese Neugestaltung der österreichischen Medienlandschaft aufnehmen. Für Grüne unverzichtbar ist eben diese dritte Säule. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Gradwohl: Nein! Aber wir wollen eine tatsächliche Unabhängigkeit!
Bedeutet das, dass die SPÖ einer unabhängigen Behörde nur dann zustimmt, wenn sie entscheidenden Einfluss auf die Zusammensetzung der dortigen Personen nehmen kann? (Abg. Gradwohl: Nein! Aber wir wollen eine tatsächliche Unabhängigkeit!) Denn sonst, bitte, könnten Sie überhaupt keiner unabhängigen Behörde mehr zustimmen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Einer tatsächlichen Unabhängigkeit stimmen wir zu! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Einer tatsächlichen Unabhängigkeit stimmen wir zu! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Bedeutet das, dass die SPÖ einer unabhängigen Behörde nur dann zustimmt, wenn sie entscheidenden Einfluss auf die Zusammensetzung der dortigen Personen nehmen kann? (Abg. Gradwohl: Nein! Aber wir wollen eine tatsächliche Unabhängigkeit!) Denn sonst, bitte, könnten Sie überhaupt keiner unabhängigen Behörde mehr zustimmen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Einer tatsächlichen Unabhängigkeit stimmen wir zu! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne, meine sehr geehrten Damen und Herren, glaube ich, dass es uns geglückt ist, die notwendige Gesetzesreparatur optimal vorzunehmen, und ich glaube, alle Fraktionen könnten guten Gewissens dieser Novelle zustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig: Es stimmt ja! Es ist eine Reparatur!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Frau Dr. Glawischnig hat von einer „Reparatur“ der Novelle gesprochen. – Das mag in der Formulierung ein bisschen hart sein, aber es ist das, was vom Verfassungsgerichtshof gesagt wurde. (Abg. Dr. Glawischnig: Es stimmt ja! Es ist eine Reparatur!) Wir machen es, und es ist auch gut so. Ich glaube, entscheidend ist, dass das Ergebnis in Ordnung ist. Diese Novelle wird hoffentlich ein positives Ergebnis bringen, und das ist gut so.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Da Frau Dr. Glawischnig von dieser breiteren, freieren Medienlandschaft der Zukunft spricht: Frau Doktor, diesbezüglich werden Sie bei uns stets ein offenes Ohr finden. Ich glaube, da hat sich in den letzten Jahren viel getan, und es sind alle aufgerufen, dass sich da noch mehr tut. Ich denke, gerade ein solch kleines Gesetz zeigt, dass in Wirklichkeit in diesem Hohen Haus zumindest über diese vielen Konsensthemen weit mehr diskutiert werden sollte und dass die Parteien im Endeffekt ein gutes Ergebnis zusammenbringen, wodurch hin und wieder vielleicht auch der Streit, der hier oft vonstatten geht, ein bisschen weniger wird und wodurch es eine positive Zukunft für die parlamentarische Arbeit geben wird. Diese Novelle ist, glaube ich, ein gutes Beispiel dafür. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die ÖVP ist ein Garant dafür, dass eine richtungweisende, über die Legislaturperioden hinausführende Telekom-Strategie für unser Land in Europa erarbeitet wird – gemeinsam mit dem Regulator, vor allem aber gemeinsam mit den Unternehmen in Österreich und mit den Konsumenten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Staatssekretär Dr. Finz hält ein Schriftstück in die Höhe und macht eine Bemerkung dazu.
Das Wachstum in Österreich hinkt – wie in vielen europäischen Ländern, aber leider unter dem Durchschnitt der europäischen Länder – hinter dem Durchschnitt der EU-25 zurück. (Staatssekretär Dr. Finz hält ein Schriftstück in die Höhe und macht eine Bemerkung dazu.) – Sie brauchen keine Zwischenbemerkungen zu machen, Herr Staatssekretär, wir können das jederzeit anhand der Eurostat-Statistik nachweisen. Vor allem sind zehn bis zwölf Länder vor uns.
Abg. Bucher: Wir diskutieren das Budgetbegleitgesetz!
Zweitens: Es gibt einen Anstieg der Arbeitslosigkeit, meine Damen und Herren, der in der Schärfe des Anstieges stärker als in den meisten europäischen Ländern ist. Wir haben einen historischen Höchststand mit 360 000 Menschen, die in diesem Land Arbeit suchen. Es herrscht Stillstand bei den Infrastrukturinvestitionen. Gerade heute haben wir den Bau eines Semmeringtunnels diskutiert, der auf 20 Jahre in die Zukunft verschoben ist. Wir haben einen Bundeskanzler, der nicht einmal weiß, dass im eingereichten Projekt der so genannte Waltraud-Stollen – das ist die 93-Millionen-Euro-Nummer, die jetzt mit der Bundeskanzleramtsänderung, die zwischen den Landeshauptleuten und dem Herrn Bundeskanzler und dem Vizekanzler ausgemacht wurde, in den Sand gesetzt wurde – der Rettungsstollen, also eben der zweite Stollen gewesen wäre und dass das System selbstverständlich eine zweite Röhre als Rettungsröhre hat, nämlich genau diesen Probestollen. (Abg. Bucher: Wir diskutieren das Budgetbegleitgesetz!)
Abg. Gradwohl: Traurig!
Das ist die Wahrheit, die hier im Vorblatt geoutet wird. (Abg. Gradwohl: Traurig!) Die Regierung macht eine Budgetpolitik, die keine Wirkung entfaltet, die keinen Beitrag dafür leistet, dass die Arbeitslosigkeit sinkt, die keinen Beitrag leistet, dass wir mehr Wachstum haben, die keinen Beitrag leistet, damit es mehr Infrastrukturinvestitionen gibt, die keinen Beitrag dafür leistet, dass wir in der Bildung Fortschritte machen, die keinen Beitrag leistet, dass wir mehr Geld für die Universitäten hätten, die keinen Beitrag dazu leistet, dass wir bei der F & E-Quote schneller nach oben kämen, die keinen Beitrag dazu leistet, dass das Land technologisch nach vorne käme, die in einem Budget, das Kürzungen bei den Förderungen der KMUs vorsieht, obwohl genau diese die schwierigste Zeit haben und wir die höchste Pleitenstatistik haben, keine Maßnahmen setzt. Wir haben ein Budgetbegleitgesetz, bei dem im Vorblatt finanzielle Auswirkungen genannt werden, die nicht einmal in einer Nach-Komma-Stelle Budgetauswirkung haben. Das ist kein Budgetbegleitgesetz!
Abg. Neudeck: Das ist ein politischer Blindgänger! Das ist ein Wahnsinn!
Lassen Sie mich am Ende ein bisschen beleuchten, warum das so ist! Diese Regierung befindet sich in einem Zustand, in dem sie nicht einmal bei einfachsten Gesetzesvorhaben – sei es das Bankwesengesetz, seien es zum Beispiel Budgetbegleitmaßnahmen – in der Lage ist, sich in sich zu einigen. Das ist ein Zustand des Stillstandes, des Verharrens, des Nicht-mehr-Könnens. Dieser Zustand ist auch merkbar an diesem Konvolut (der Redner weist auf einen Stoß Papiere), es ist merkbar an einem fantasielosen Budget, das keine Impulse, keine Maßnahmen setzt, keinen Beitrag leistet. (Abg. Neudeck: Das ist ein politischer Blindgänger! Das ist ein Wahnsinn!) Fantasielos, abgebrannt, zu Ende! Lassen Sie es sein! Regenerieren Sie sich in der Opposition, vielleicht wird es einmal wieder besser! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das ist ja Ihnen schon nicht gelungen, sich zu regenerieren!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das ist ja Ihnen schon nicht gelungen, sich zu regenerieren!
Lassen Sie mich am Ende ein bisschen beleuchten, warum das so ist! Diese Regierung befindet sich in einem Zustand, in dem sie nicht einmal bei einfachsten Gesetzesvorhaben – sei es das Bankwesengesetz, seien es zum Beispiel Budgetbegleitmaßnahmen – in der Lage ist, sich in sich zu einigen. Das ist ein Zustand des Stillstandes, des Verharrens, des Nicht-mehr-Könnens. Dieser Zustand ist auch merkbar an diesem Konvolut (der Redner weist auf einen Stoß Papiere), es ist merkbar an einem fantasielosen Budget, das keine Impulse, keine Maßnahmen setzt, keinen Beitrag leistet. (Abg. Neudeck: Das ist ein politischer Blindgänger! Das ist ein Wahnsinn!) Fantasielos, abgebrannt, zu Ende! Lassen Sie es sein! Regenerieren Sie sich in der Opposition, vielleicht wird es einmal wieder besser! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das ist ja Ihnen schon nicht gelungen, sich zu regenerieren!)
Abg. Murauer: So ist es! Aber das hat der Matznetter nicht begriffen!
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es war bemerkenswert, wie kunstvoll Kollege Matznetter hier zu begründen versucht hat, warum man der Verpackung nicht, dem Inhalt aber schon zustimmen würde. Es ist auch ein wenig in Erinnerung zu rufen, wie vor wenigen Jahren anlässlich der Debatte zum Budgetbegleitgesetz seitens der Opposition, vielleicht sogar zu Recht, kritische Bemerkungen zum Umfang der Budgetbegleitgesetze gemacht wurden, als wir 96 Gesetze in einem Paket verpackt hatten. Da gab es seitens der Regierung, seitens der Mehrheitsfraktionen durchaus das Gelöbnis, dass man sich bessern würde, dass man nachdenken sollte und müsste, um auch der vielleicht berechtigten Kritik der Opposition entgegenzukommen, dass man in den Budgetbegleitgesetzen nur das absolut Notwendige darstellen sollte. (Abg. Murauer: So ist es! Aber das hat der Matznetter nicht begriffen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Aber heute zu begründen, dass man an und für sich der Verpackung nicht zustimmen könnte, weil keine Kosten – keine Kosten! – für das Budget entstehen würden, das ist schon mehr als sonderbar, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und ÖVP
Na ja, ich verstehe es ja. Man tut sich schwer, es tatsächlich zu begründen, weil der Inhalt in Ordnung ist (Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und ÖVP) – so hat es Kollege Matznetter gesagt –, sodass man hier zustimmen würde.
Abg. Dr. Matznetter: Ja, aber das brauchen wir nicht in einem Budgetbegleitgesetz zu beschließen!
Meine Damen und Herren! Worum geht es bei diesem Inhalt? – Es geht um eine, glaube ich, wichtige Einrichtung, um das Auslandskatastrophenfondsgesetz. Wir wissen aus der nationalen Erfahrung, dass ein derartiger Katastrophenfonds eine entscheidende Einrichtung ist, um in schwierigen Situationen bei Naturkatastrophen helfen zu können. (Abg. Dr. Matznetter: Ja, aber das brauchen wir nicht in einem Budgetbegleitgesetz zu beschließen!) Es geht darum, am Flughafen Linz Anteile des Bundes zu verkaufen. Es geht darum, im Bereich der Lehrer Maßnahmen zu setzen. Darauf wird Kollege Neugebauer entsprechend eingehen.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck. – Abg. Neugebauer: Hört! Hört!
Übrigens sei hier die Erfindung des Katastrophenfonds in Österreich in Erinnerung gerufen. Er wurde 1966 beschlossen und ist 1967 in Wirkung getreten. Gegen die Stimmen der damals so kräftigen Opposition der SPÖ. Das war ein Beschluss einer ÖVP-Alleinregierung, eine hervorragende Maßnahme. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck. – Abg. Neugebauer: Hört! Hört!) Aber darum geht es mir gar nicht. Es geht darum, dass man sich dazu bekennt, dass diese Einrichtung international gesehen wichtig ist.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Tatsache ist, Herr Kollege Matznetter, dass wir in fast allen Bereichen besser abschneiden, ob dies in der Beschäftigung, in den Budgetkennzahlen, in der Jugendbeschäftigung oder im Standortranking ist. Wir brauchen einen Vergleich mit Deutschland nicht zu scheuen, das immer das Land war, von dem Sie geschwärmt haben, wo auch wir zu Recht – das gebe ich zu – manches Mal aufgeschaut haben, und zwar auf Grund seiner wirtschaftlichen Lokomotivfunktion in Europa. Heute schauen die Deutschen aber neidvoll nach Österreich und würden sich freuen, könnten sie ähnliche Ergebnisse und Fakten aufweisen wie Österreich. Daher stimmen wir diesem Budgetbegleitgesetz, das erstmals nichts kostet, sehr gerne zu. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neugebauer: Das ist absolut falsch!
Es war auch eine nicht unoriginelle Abstimmung. Dort hat man nämlich mit seinen persönlichen Daten abgestimmt. Die hatten nicht nur alle Lehrer, sondern auch alle Direktoren. Also ich hoffe, dass wirklich nur die entsprechenden Lehrer ihre Stimme abgegeben haben und nicht eine Massenabstimmung stattgefunden hat. Im Übrigen war es auch keine geheime Abstimmung. Es hat die Lehrer auch besonders „gefreut“, dass man bei der Urabstimmung nachvollziehen konnte, wer über das Internet eigentlich für was abgestimmt hat, denn wenn man seine Daten ... (Abg. Neugebauer: Das ist absolut falsch!) – Nein, das glaube ich nicht, dass das falsch ist, darüber habe ich mich relativ genau informiert. Erklären Sie mir bitte, wie das nicht nachvollziehbar ist, wenn ich bei einer Internet-Abstimmung meine persönlichen Daten eingebe und mit diesen Daten zu einer Abstimmung komme. Dass das nicht nachvollziehbar sein soll, zumindest wenn man es will, würde ich gern erklärt haben. Also das war nachvollziehbar.
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube, dass es da schon gewisse Differenzierungen gibt und dass man das einfach auch wahrnehmen kann. Leistungsorientiert heißt nicht unbedingt, alles in eine Lehrverpflichtung einpacken, je nachdem wer welche Anteile hat, die im Übrigen völlig auseinander laufen. Den C-Topf kann man in verschiedener Art und Weise füllen. Aber wenn man einen Förderunterricht erteilt, wie das Kollegin Rossmann vorgeschlagen hat, oder eine Klassenvorstandstätigkeit ausübt oder nicht oder das mit verschiedenen anderen Elemente füllt, dann muss ich sagen, das ist einfach qualitativ nicht vergleichbar. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Man sollte so etwas wie den Umgang mit SchülerInnen, mit psychologischen Problemen, die in den Schulen auftreten, Beratungen, Auseinandersetzungen mit Eltern auch wahrnehmen und nicht so tun, als wäre das nicht Teil eines Lehrberufes, und das auch entsprechend bewerten und abgelten, je nachdem wie stark einzelne Lehrer damit konfrontiert sind. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mandak: Es gibt den Kollegen Brosz auch noch!
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche): Sehr geehrte Frau Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte im Sinne der Zeiteffizienz nicht noch einmal das wiederholen, was Kollege Auer schon richtigerweise gesagt hat, dass ... (Abg. Mandak: Es gibt den Kollegen Brosz auch noch!) – Na ja, aber eines möchte ich noch betonen, nämlich diese Fülle von Budgetbegleitgesetzen. Ich kann mich noch gut erinnern, bei den letzten Budgetverhandlungen hat es immer geheißen, wir packen zu viel dort hinein, es ist unübersichtlich, es ist für viele zu wenig Zeit, das zu diskutieren, in den Ausschüssen et cetera.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir werden also alle in diesem Budgetbegleitgesetz enthaltenen Gesetze mit unterstützen. Meine Kollegen werden auf die anderen Artikel noch eingehen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Stummvoll: Aber doch!
Abgeordneter Dkfm. Dr. Hannes Bauer (SPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! Ich möchte nur ganz kurz auf die Ausführungen des Vorredners Auer eingehen, der meinte, dass es für die SPÖ einmal zu viele und einmal zu wenige Budgetbegleitgesetze gibt. – Das ist nicht das Kriterium, sondern das Kriterium ist, ob es inhaltlich mit dem Budget in Verbindung steht. Das ist in diesem Fall nur sehr begrenzt gegeben. (Abg. Dr. Stummvoll: Aber doch!) Man kann es darin verpacken. In der dritten Lesung werden wir das auch berücksichtigen.
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, dass es ungemein wichtig wäre, im Bereich Infrastruktur tatsächlich Maßnahmen zu setzen und diese nicht nur anzukündigen, denn dadurch werden keine Standortvorteile erkämpft, wenn von Projekten geredet wird, deren Realisierung in den Jahren 2020 und 2025 zu erwarten ist. In diesem Sinne soll diese positive Kritik verstanden werden, dass wir uns ein Mehr an wirtschaftspolitischen Maßnahmen und ein Mehr an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen erwartet hätten, um dem Ziel gerecht zu werden, dem wir uns alle verpflichtet fühlen, nämlich mehr Wachstum und mehr Wohlstand in diesem Lande. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Kollege Matznetter ist jetzt nicht da, aber ich würde ihn einladen, in Zukunft nicht ohne Quellenangabe falsche Zahlen zu nennen, sondern einfach zu sagen, wie es in Wirklichkeit ausschaut. Es ist ja kein Zufall, Herr Kollege Bauer, glauben Sie wirklich, dass die „Neue Zürcher Zeitung“, die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, die „Süddeutsche Zeitung“, der Währungsfonds das schreiben, was wir wollen? Die schreiben durchgehend, Österreich ist ein Erfolgsmodell, wir beneiden Österreich, Österreich ist das bessere Deutschland, Österreich ist ein Musterbeispiel für erfolgreiche Reformen und so weiter. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Kollege Öllinger, wenn Sie mir nicht glauben, dann glauben Sie den Experten des Währungsfonds. Sie werden in drei Wochen wieder hier in diesem Haus sein. Sie können dann die Probe aufs Exempel machen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Leider ist dem nicht so, das wird sich auch nicht mehr ändern, aber ich denke, es hätte sehr wohl Sinn gemacht, dass das Parlament eingebunden ist, Beiräte bestellt werden und dann auch die Kontrolle stärker gewährleistet ist. Natürlich stellt sich bei solchen Katastrophen immer die Frage: Wie wird das Geld ausgegeben? Für wen wird wie viel Geld ausgegeben? Und da hielte ich eine stärkere Rolle des Parlaments sehr wohl für sinnvoll. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Einem: Wie lange da das erste Quartal noch dauert!
Diese Punkte sind völlig ungeklärt. Wie gesagt, das erste Quartal 2005 geht heute zu Ende, aber wir wissen nicht (Abg. Dr. Einem: Wie lange da das erste Quartal noch dauert!), ob der Herr Ex-Minister Strasser immer noch etwas macht oder ob er einstweilen nur mehr auf Jobsuche ist und sich diesem Thema nicht mehr widmet. Aber ich habe diesbezüglich eine schriftliche Anfrage gestellt und hoffe, dass diese in nächster Zeit beantwortet wird und uns dann erklärt wird, wie es sich mit dieser Aufgabe des Herrn Ex-Innenministers verhält.
Beifall bei den Grünen.
Einige Bemerkungen auch zu dem Gesetz betreffend die Bundesanteile am Flughafen Linz. Auch diesem Gesetz werden wir zustimmen, denn in diesem Fall schaut die Bewertung doch um einiges seriöser aus, als das zum Beispiel beim Flughafen Klagenfurt der Fall war. Was uns aber nicht besonders seriös erscheint, ist der Umstand, dass es schon seit Anfang März heißt, dass das ohnehin bereits abgeschlossen ist. Das wird so dargestellt, aber das Gesetz haben wir erst jetzt im Parlament. Aber gut, wir werden auch diesem Gesetz in der zweiten Lesung unsere Zustimmung erteilen. In der dritten Lesung wird es aus den genannten Gründen von unserer Seite keine Zustimmung geben. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Niederwieser: Umsatzsteuer?
Das heißt, das Finanzministerium müsste doch ein Interesse daran haben, dass diese vielen, vielen Nachhilfestunden auch steuerlich erfasst werden. Wenn nicht, dann sollte es zumindest für die Eltern zu keinen Mehrkosten kommen. Man könnte Nachhilfestunden durchaus nachmittags anbieten. (Abg. Dr. Niederwieser: Umsatzsteuer?) Einkommensteuer zum Beispiel beziehungsweise Umsatzsteuer für Dienstleistungen. Aber Einkommensteuer auf jeden Fall.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Dieser Punkt müsste Eingang finden in ein modernes Dienstrecht für Lehrer. Ich halte fest: Für uns ist es ganz wichtig, dass es einmal ein einheitliches Dienstrecht für alle Pflichtschul- und AHS-Lehrer gibt, eine Zusammenführung aller Dienstrechte in ein gerechteres System, in ein System, mit dem auch das Ansehen der Lehrer in der Öffentlichkeit steigt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Rossmann: Ich kann doch wohl Vorschläge bringen!
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Zunächst ein paar Worte in Richtung der Kollegin Rossmann. Frau Kollegin, vielem, was Sie hier gesagt haben, kann ich im Ansatz durchaus zustimmen, vor allem, was ein modernes Dienstrecht anlangt. Ich frage mich nur, wieso Sie als Koalitionspartner hier herausgehen und so wie soeben argumentieren. (Abg. Rossmann: Ich kann doch wohl Vorschläge bringen!) Wenn die Opposition etwas zu kritisieren hat, so ist das okay, aber Sie als Koalitionspartner hätten doch die
Abg. Rossmann schüttelt verneinend den Kopf.
Was ich schon genauer hinterfragen möchte, das ist Ihre Meinung, dass man die Nachhilfe – Sie haben sich damit an den Herrn Staatssekretär gewandt – steuerlich behandeln müsste. Heißt das, dass die Eltern zusätzlich zu den Nachhilfekosten jetzt auch noch Umsatzsteuer oder Mehrwertsteuer zahlen sollten? (Abg. Rossmann schüttelt verneinend den Kopf.) Frau Abgeordnete Rossmann, da Sie Finnland erwähnt haben: Ich war bei einer Diskussion in St. Pölten, wo eine finnische Expertin gesagt hat – sie ist an der Uni in Wien –, das, was sie in Österreich am meisten wundert, ist der Umstand, dass die Eltern sich überhaupt gefallen lassen, dass sie so viel für Nachhilfe zahlen müssen (Abg. Lentsch: Das ist schon auf freiwilliger Basis! Oder?), denn eigentlich müsste es möglich sein, dass in der Schule das Notwendige vermittelt wird. Ich denke, das wäre das Ziel, nämlich ein solches Schulsystem zu bekommen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Lentsch: Das ist schon auf freiwilliger Basis! Oder?
Was ich schon genauer hinterfragen möchte, das ist Ihre Meinung, dass man die Nachhilfe – Sie haben sich damit an den Herrn Staatssekretär gewandt – steuerlich behandeln müsste. Heißt das, dass die Eltern zusätzlich zu den Nachhilfekosten jetzt auch noch Umsatzsteuer oder Mehrwertsteuer zahlen sollten? (Abg. Rossmann schüttelt verneinend den Kopf.) Frau Abgeordnete Rossmann, da Sie Finnland erwähnt haben: Ich war bei einer Diskussion in St. Pölten, wo eine finnische Expertin gesagt hat – sie ist an der Uni in Wien –, das, was sie in Österreich am meisten wundert, ist der Umstand, dass die Eltern sich überhaupt gefallen lassen, dass sie so viel für Nachhilfe zahlen müssen (Abg. Lentsch: Das ist schon auf freiwilliger Basis! Oder?), denn eigentlich müsste es möglich sein, dass in der Schule das Notwendige vermittelt wird. Ich denke, das wäre das Ziel, nämlich ein solches Schulsystem zu bekommen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Was ich schon genauer hinterfragen möchte, das ist Ihre Meinung, dass man die Nachhilfe – Sie haben sich damit an den Herrn Staatssekretär gewandt – steuerlich behandeln müsste. Heißt das, dass die Eltern zusätzlich zu den Nachhilfekosten jetzt auch noch Umsatzsteuer oder Mehrwertsteuer zahlen sollten? (Abg. Rossmann schüttelt verneinend den Kopf.) Frau Abgeordnete Rossmann, da Sie Finnland erwähnt haben: Ich war bei einer Diskussion in St. Pölten, wo eine finnische Expertin gesagt hat – sie ist an der Uni in Wien –, das, was sie in Österreich am meisten wundert, ist der Umstand, dass die Eltern sich überhaupt gefallen lassen, dass sie so viel für Nachhilfe zahlen müssen (Abg. Lentsch: Das ist schon auf freiwilliger Basis! Oder?), denn eigentlich müsste es möglich sein, dass in der Schule das Notwendige vermittelt wird. Ich denke, das wäre das Ziel, nämlich ein solches Schulsystem zu bekommen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Sburny: Wir hatten schon ärgere Rechnungen!
Dazu brauchen wir freilich im Dienstrecht – aber nicht nur im Dienstrecht – noch einiges. Das geht von der Autonomie der Schule über die Finanzzuweisungen bis dahin, dass man Kinder nicht hinausprüfen kann, sondern dass sie weiter in der Klasse bleiben können. Also da müssen wir, glaube ich, vieles übernehmen. Tatsache ist, dass durch das Budgetbegleitgesetz und auch durch das Budget, Herr Staatssekretär, bildungspolitisch keinerlei Impulse gesetzt werden. Das ist, finden wir ,das Bedauerlichste an diesen Dingen. Das Einzige, das hier enthalten ist, sind die 70 € ab Herbst nächsten Jahres für die Klassenvorstände. 70 mal zehn sind 700 € im Jahr – damit auch alle genau nachvollziehen können, wie viel das ist. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Sburny: Wir hatten schon ärgere Rechnungen!) Nein, ich sage das nur zur Sicherheit.
Abg. Heinzl: Das glaube ich nicht!
Die zweite Frage, die wir gerne beantwortet hätten, ist die: Wie ist es denn im folgenden Fall: Wie viel bekommt ein Lehrer, der beispielsweise in einer dritten Klasse Hauptschule Chemie und Deutsch unterrichtet, 15 Dienstjahre hat, Klassenvorstand ist, im Monat heraus, und wie viel bekommt ein Lehrer, der in einer dritten Klasse Gymnasium Geschichte und Deutsch unterrichtet, 15 Dienstjahre hat, Klassenvorstand ist, in einem Monat heraus? Das wollten wir von Ihnen gerne wissen. Ich habe mir gedacht, dass das Finanzministerium eigentlich sehr viel weiß. Sie wollen es uns vielleicht nicht sagen oder wissen es wirklich nicht, was ich nicht glaube. Ich glaube nicht, dass Sie es nicht wissen, denn Sie waren auch im Rechnungshof tätig und haben sich dort sehr intensiv mit diesen Fragen beschäftigt. Vielleicht sagen Sie es uns heute. (Abg. Heinzl: Das glaube ich nicht!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Neugebauer und Bucher.
ergebnisse von unserer Seite her zur Kenntnis nimmt, und daher stimmen wir eben auch zu. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Neugebauer und Bucher.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Ich möchte diese Gelegenheit auch einmal dafür nützen, mich bei all jenen Hilfskräften zu bedanken, die oftmals unter Einsatz ihres eigenen Lebens für Not leidende Menschen tätig sind. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der ÖVP.
Österreich leistet mit diesem Fonds einen vorbildlichen Einsatz, und ich bitte daher um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
So weit, so gut. Das wird, denke ich, sicherlich hinsichtlich der Beschlussfassung keine Probleme verursachen. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Kollege Stummvoll hat heute noch eine Facette hier neu hereingebracht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.) Herr Kollege Stummvoll hat heute davon gesprochen, dass es ein Budgetbegleitgesetz gibt und dass es ein wirkliches Budgetbegleitgesetz gibt. Das verhält sich ein bisschen so wie beim Hofrat: Es gibt einen Hofrat und einen wirklichen Hofrat. – Sei es, wie es sei, meine sehr geschätzten Damen und Herren:
Beifall bei der SPÖ.
Zur Vorlage selbst: Natürlich stimmen wir der Einrichtung eines Auslandskatastrophenfonds zu. Darüber besteht überhaupt kein Zweifel. Wer soll etwas gegen eine Übereignung zweier Trinkwasseraufbereitungsanlagen haben? Auch gegen eine Veräußerung der 40 Prozent Bundesanteile, die das Land und die die Stadt Linz jetzt übernehmen, haben wir natürlich nichts. In einem Budgetbegleitgesetz haben diese Vorlagen, meine sehr geschätzten Damen und Herren, allerdings nichts verloren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
schaft der Bevölkerung ist für uns eine Verpflichtung, mit öffentlichen Geldern zu helfen. Wir können da sowohl die Caritas als auch „Nachbar in Not“ nicht allein lassen. Natürlich sind auch Privatinitiativen gefragt, und ich nenne Ihnen nur ein positives Beispiel: Die burgenländischen ÖVP-Frauen veranstalten am 10. April ein Benefizkonzert für die Tsunami-Opfer in Sri Lanka auf Schloss Esterhazy, und wir haben jetzt schon im Vorverkauf so viele Karten verkauft, dass wir ein Haus über den „Kurier“ in der Höhe von 10 000 € bezahlen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Niederwieser: War das alles, was die ÖVP an Hilfe gab?
Ein zweites positives Beispiel ist die unentgeltliche Überlassung von zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen in Südostasien. (Abg. Dr. Niederwieser: War das alles, was die ÖVP an Hilfe gab?) Bitte? Das sind die burgenländischen ÖVP-Frauen, eine Teilorganisation der ÖVP, eine von sechs, und ich denke, dass 12 000 € für uns sehr viel sind! Wie viel haben Sie gespendet, Herr Niederwieser? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.
Ein zweites positives Beispiel ist die unentgeltliche Überlassung von zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen in Südostasien. (Abg. Dr. Niederwieser: War das alles, was die ÖVP an Hilfe gab?) Bitte? Das sind die burgenländischen ÖVP-Frauen, eine Teilorganisation der ÖVP, eine von sechs, und ich denke, dass 12 000 € für uns sehr viel sind! Wie viel haben Sie gespendet, Herr Niederwieser? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.)
Abg. Rossmann: Doch!
Frau Abgeordnete Rossmann! – Sie ist jetzt leider nicht da. (Abg. Rossmann: Doch!) Ja, da ist sie! Ich halte das Jahresnormmodell für die Landeslehrer für einen Fortschritt, es ist eine wesentliche Verbesserung. Wenn da noch Nachbesserungsbedarf bestehen sollte, werden wir das berücksichtigen. Wir beschäftigen uns ja für den gesamten Bundesdienst mit einem neuen Mitarbeiterdienstrecht und dann auch mit den Besoldungsfragen, und da gibt es sehr viele Wünsche. Wir haben uns diese Fragen notiert, und wir werden sie uns ansehen. Frau Bundesminister Miklautsch macht das ja mit mir gemeinsam, und es liegt, glaube ich, bei uns in guten Händen. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Frau Abgeordnete Rossmann! – Sie ist jetzt leider nicht da. (Abg. Rossmann: Doch!) Ja, da ist sie! Ich halte das Jahresnormmodell für die Landeslehrer für einen Fortschritt, es ist eine wesentliche Verbesserung. Wenn da noch Nachbesserungsbedarf bestehen sollte, werden wir das berücksichtigen. Wir beschäftigen uns ja für den gesamten Bundesdienst mit einem neuen Mitarbeiterdienstrecht und dann auch mit den Besoldungsfragen, und da gibt es sehr viele Wünsche. Wir haben uns diese Fragen notiert, und wir werden sie uns ansehen. Frau Bundesminister Miklautsch macht das ja mit mir gemeinsam, und es liegt, glaube ich, bei uns in guten Händen. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Abgeordnete Niederwieser hat wieder einmal die Frage angeschnitten: Wie steht es mit der Hauptschullehrer-Entlohnung und der AHS-Lehrer-Entlohnung? – Wir haben da zwei völlig verschiedene Dienstrechte. Es bestehen auch unterschiedliche Ernennungsvoraussetzungen – das muss man auch dazusagen –, es wird ja auch die Qualifikation in der Besoldung bewertet. Selbstverständlich haben wir die Ziffern, nur ist es unfair, sich einzelne Aspekte herauszusuchen und da einen Vergleich zu ziehen. Wir streben ja gleiche Besoldung bei gleicher Verwendung an, aber da bestehen unterschiedliche Voraussetzungen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Zwei Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen, die letztlich in Betrieb waren, sollen nun am Einsatzort zurückgelassen werden. Der Gegenwert beläuft sich auf rund 188 700 €. Das ist ein wichtiges Hilfsprojekt, und ich denke, wir haben insgesamt einen wertvollen Beitrag für die Menschen in dieser Krisenregion geleistet. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
An und für sich ist diese Gesetzesänderung eine Fortführung des seit 2001 erfolgreich laufenden Jahresnormmodells. Da wir auch mitten in einer Bildungsdiskussion stehen – PISA sei Dank! –, möchte ich ausdrücklich auf die hervorragenden Hauptschulen in unserem Bezirk in Osttirol hinweisen. Ich darf auch feststellen, dass gerade die Hauptschule in unseren Tälern sehr wichtig sind und hier den Kindern ermöglicht wird, möglichst lange zu Hause zu bleiben. Hauptschulen bei uns haben ein sehr hohes Niveau, PISA trifft bei uns sicherlich nicht zu, und unsere Kinder haben anschließend die Möglichkeit, ein Bundesoberstufengymnasium, eine berufsbildende Schule wie die HAK, die HTL, die HLA oder die Hotelfachschule zu besuchen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Vor kurzem hat mich eine Hauptschulklasse aus Virgen im Parlament besucht. Ich habe mit den Lehrern und Schülern natürlich auch eine Bildungsdiskussion geführt, und sowohl die Lehrer als auch die Schüler haben mir bestätigt, dass die von Ihnen, meine Damen und Herren von der Opposition, forcierte Gesamtschule beziehungsweise Ganztagsschule ein regelrechter Horror wäre. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Minister Gehrer ist der richtige. – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Mit einer gezielten Mitteleinsetzung, meine sehr geehrten Damen und Herren, wird weiter an einer guten Zukunft Österreichs gebaut, und es soll nicht immer nur so sein, dass wir für nationale soziale Gerechtigkeit, Solidarität und so weiter arbeiten, dass wir die zukünftigen Generationen in Sicherheit und Wohlstand wiegen, sondern wir sollten auch für internationale Solidarität arbeiten. Darum finde ich, dass auch das Auslandskatastrophenfondsgesetz, das wir heute beschließen, eine wichtige Angelegenheit ist, denn nur rasche und gezielte Hilfe, die sofort aufbau- oder projektbezogene Soforthilfe bieten kann, ist wirklich eine gerechte und nutzbringende Hilfe, und da geht Österreich sehr wohl den richtigen Weg. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. DDr. Niederwieser: Also dann haben Sie aber wirklich nicht zugehört!
Abgeordneter Dr. Ferdinand Maier (ÖVP): Herr Staatssekretär! Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich könnte jetzt mit ähnlichen Argumenten wie die Kollegen aus meiner Fraktion darlegen, warum ich für das Budgetbegleitgesetz bin. Ich habe auch zugehört, mit welchen Argumenten Herr Matznetter und seine Kollegen dagegen sind. (Abg. DDr. Niederwieser: Also dann haben Sie aber wirklich nicht zugehört!)
Abg. Mag. Trunk: ... Ihr Problem!
Ich möchte diese Gelegenheit aber eher zum Anlass nehmen, die Frage zu stellen, ob Qualität und Leistung eines Abgeordneten, aller Abgeordneten hier nur von der Intensität und Dauer ihrer Redebeiträge gemessen werden können. Ich sage Ihnen – Hand aufs Herz –, ich habe sehr oft den Eindruck, gerade zu so später Stunde eilen alle von uns hier an dieses Rednerpult, um kurz irgendetwas zu sagen, weil es irgendwelche Rankings gibt und man selbst ein Problem bekommt, wenn man unter Umständen der Letzte bei diesen ist. (Abg. Mag. Trunk: ... Ihr Problem!) – Ich sage Ihnen gleich, liebe Frau Kollegin, warum ich das erwähne.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneten in anderer Form darstellen sollte. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Ich habe mir einmal diese Rankings der letzten Jahre angesehen und bin draufgekommen, dass ein gewisser Volker Kier dabei drei Mal hintereinander Spitzenreiter war, ein gewisser Helmut Peter lag knapp dahinter, ein Thomas Barmüller war auch relativ oft vertreten. – Ja, wo sind denn die jetzt? (Heiterkeit bei der ÖVP.) Daher ist, glaube ich, diese Art der Qualitätsfeststellung zu hinterfragen!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Und ich lade Sie alle ein – auch Sie, liebe Frau Kollegin Trunk –, all jene, die in diesen Medien Verantwortung tragen, darauf hinzuweisen, dass wir zwar sehr wohl für eine Leistungskontrolle sind, es allerdings für zu einfach halten, dies nur an der Intensität und Dauer von Debattenbeiträgen festzumachen. Wir sollten gemeinsam dahin gehend wirken, dass diese Klassenbuch-Mentalität aufhört. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen
Lieber Kollege Niederwieser, Sie haben meiner Kollegin eine Frage gestellt, nämlich ob die Aktion der Burgenländer-Frauen die einzige in der ÖVP war. – Sie müssten als Tiroler eigentlich wissen, dass alleine die ÖVP-Frauen im Bezirk Imst mit einer Spendenaktion über 40 000 € zusammengebracht haben (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen), und ich erwarte mir eigentlich schon, dass man sich über alle Parteigrenzen hinweg dafür interessiert – dann müsste man das wissen. Es ist meiner Ansicht nach aber nicht der richtige Zeitpunkt, sich hier gegenseitig zu kritisieren.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich halte die Maßnahmen im Budgetbegleitgesetz, auch in der Verpackung, nicht nur im Inhalt, für notwendig und richtig. Es wäre gut und richtig, würde auch die Opposition diesem Entwurf zustimmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Der Redebeitrag des Kollegen Matznetter war insofern umwerfend, als er gemeint hat: Obwohl da nichts drinsteht, stimme ich zu. – Ich stimme zu, weil hier Substantielles drinsteht! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Molterer: Das geht nur, weil Gusenbauer nicht da ist! – Abg. Neudeck – in Richtung SPÖ –: Jetzt dürft ihr einmal dem Gewissen folgen, nicht dem Vorsitzenden!
Ich bitte jene Damen und Herren, die diesem Teil des Gesetzentwurfes zustimmen, um ein entsprechendes Zeichen. – Das ist ebenfalls einstimmig angenommen. (Abg. Mag. Molterer: Das geht nur, weil Gusenbauer nicht da ist! – Abg. Neudeck – in Richtung SPÖ –: Jetzt dürft ihr einmal dem Gewissen folgen, nicht dem Vorsitzenden!)
Widerspruch im Saal angesichts der nicht mehr stehenden Abgeordneten der Grünen.
Ich bitte jene Mitglieder des Hohen Hauses, die diesem Teil des Gesetzentwurfes zustimmen, um ein diesbezügliches Zeichen. – Es ist dies ebenfalls einstimmig ... (Widerspruch im Saal angesichts der nicht mehr stehenden Abgeordneten der Grünen.) – Verzeihung! Es ist dies mehrheitlich angenommen. (Abg. Mandak: ... genau schauen!)
Abg. Mandak: ... genau schauen!
Ich bitte jene Mitglieder des Hohen Hauses, die diesem Teil des Gesetzentwurfes zustimmen, um ein diesbezügliches Zeichen. – Es ist dies ebenfalls einstimmig ... (Widerspruch im Saal angesichts der nicht mehr stehenden Abgeordneten der Grünen.) – Verzeihung! Es ist dies mehrheitlich angenommen. (Abg. Mandak: ... genau schauen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mandak: ... Mitarbeiterinnen auch!
Bemerkung Nummer eins: Seit 1992 haben wir als Abgeordnete zum Nationalrat die Möglichkeit, einen parlamentarischen Mitarbeiter zu beschäftigen. Heute, nach 13 Jahren, können wir sagen, dass sich diese Einrichtung nicht nur bewährt hat, sondern dass wir heute auch alle einen parlamentarischen Mitarbeiter notwendig brauchen. Der Erfolg der Abgeordneten ist vielfach mit dem Engagement der parlamentarischen Mitarbeiter verbunden. Ich möchte an dieser Stelle allen parlamentarischen Mitarbeitern, die ich kenne, die sehr engagiert arbeiten und die sich sozusagen im Hintergrund für den Erfolg des Abgeordneten einsetzen, herzlich danken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mandak: ... Mitarbeiterinnen auch!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich möchte zum Zweiten hervorheben, dass wir in diesen Fragen ein solch gutes Klima im Haus haben, dass wir im Beirat, dem Kollege Gaßner vorsitzt, eine sehr gute Gesprächsbasis haben, sodass wir gemeinsam einen derartigen Antrag einbringen können. Das zeigt auch, dass wir auf dieser Basis gut miteinander arbeiten können, und das sollten wir auch in Zukunft fortsetzen. Einen herzlichen Dank insbesondere den Teilnehmern des Beirats für Parlamentsmitarbeiter hier im Parlament! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bedanke mich herzlich bei Ihnen allen, dass wir eine solche Novelle einstimmig verabschieden können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit im Saal.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Wenn man den heutigen Tag Revue passieren lässt, so ist es jetzt fast ungewöhnlich für mich, meinem Vorredner bedingungslos zuzustimmen. (Heiterkeit im Saal.) Ich stelle fest, dass ich nur beauftragt ... (Abg. Mag. Molterer: Könntest du öfter machen!) – Herr Klubobmann, gerne, wenn wir wirklich in einen Dialog träten und nicht nur Befehlsausgaben hätten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wer gibt denn bei euch die Befehle aus?)
Abg. Mag. Molterer: Könntest du öfter machen!
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Wenn man den heutigen Tag Revue passieren lässt, so ist es jetzt fast ungewöhnlich für mich, meinem Vorredner bedingungslos zuzustimmen. (Heiterkeit im Saal.) Ich stelle fest, dass ich nur beauftragt ... (Abg. Mag. Molterer: Könntest du öfter machen!) – Herr Klubobmann, gerne, wenn wir wirklich in einen Dialog träten und nicht nur Befehlsausgaben hätten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wer gibt denn bei euch die Befehle aus?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wer gibt denn bei euch die Befehle aus?
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Wenn man den heutigen Tag Revue passieren lässt, so ist es jetzt fast ungewöhnlich für mich, meinem Vorredner bedingungslos zuzustimmen. (Heiterkeit im Saal.) Ich stelle fest, dass ich nur beauftragt ... (Abg. Mag. Molterer: Könntest du öfter machen!) – Herr Klubobmann, gerne, wenn wir wirklich in einen Dialog träten und nicht nur Befehlsausgaben hätten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wer gibt denn bei euch die Befehle aus?)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
In diesem Sinne freut es mich, hier einem Vier-Parteien-Antrag zustimmen zu dürfen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
stehen selbstverständlich dafür zur Verfügung. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP, der SPÖ und der Freiheitlichen.
Insofern ist das auch ein Appell an das Haus und die Parteien selbst, hier zu versuchen, eine faire und entsprechend gewichtete Diskussion zu führen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP, der SPÖ und der Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Promille! Promille!
Katastrophal war der Budgetvollzug 2004. Darüber wurde zwar hier noch behauptet, es wäre eine Punktlandung gewesen, leider lag der Vollzug um den Betrag von mehr als 1,3 Milliarden €, fast 20 Milliarden Schilling, daneben (Abg. Neudeck: Promille! Promille!) – immerhin ein Betrag, der fünf Mal so hoch war wie die als Neuwahlgrund ausreichende angebliche Abweichung beim Budgetvollzug 1995.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das war so eine Rede, wie der Maier gemeint hat: unnötig, aber ...!
Ich möchte gleich dazusagen, dass wir zwar keinen grundsätzlichen Einwand gegen einen Teil dieser Bestimmungen haben, aber wir haben dem Budget 2005 nicht zugestimmt und haben daher auch nicht die Absicht, Verbesserungen, noch dazu unzureichenden Verbesserungen, die Zustimmung zu erteilen. – Danke, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das war so eine Rede, wie der Maier gemeint hat: unnötig, aber ...!)
Abg. Neudeck: Nicht nur heute nicht!
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Kollege Matznetter ist heute wirklich nicht zu beneiden (Abg. Neudeck: Nicht nur heute nicht!), denn er soll mit diesem Slalomkurs der Öffentlichkeit eine gerade Linie vorgaukeln. Das ist ein bisschen schwierig.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Herr Kollege Matznetter! Im Vergleich zum Slalomkurs, den Sie heute beim vorvorhergehenden Punkt und auch jetzt gefahren sind, ist ein Weltcupslalom ein Laserstrahl, das muss ich Ihnen einmal ganz offen sagen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter: Herr Kollege! Wie oft wird das noch geändert? Das ist ein Slalomkurs!
Es ist dies ein Abänderungsantrag zur Regierungsvorlage betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesfinanzgesetz 2005 geändert wird (BFG-Novelle 2005) (828 der Beilagen). (Abg. Dr. Matznetter: Herr Kollege! Wie oft wird das noch geändert? Das ist ein Slalomkurs!) – Herr Kollege! Lassen Sie sich ein bisschen Zeit!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Kollege Matznetter! Ansonsten fordern Sie immer Aufstockung bei den Sicherheitskräften, Aufstockung bei den Justizkräften. Dem kommen wir nach, ich lade Sie daher ein, zuzustimmen. Wir tun es! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Niederwieser: Wo ist der verteilt worden?
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Der soeben in seinen Kernpunkten erläuterte Abänderungsantrag der Abgeordneten Jakob Auer, Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn und Kollegen ist ausreichend unterstützt, steht mit in Verhandlung. Er wurde außerdem gemäß § 53 der Geschäftsordnung an die Abgeordneten verteilt und wird dem Stenographischen Protokoll beigefügt. (Abg. Dr. Niederwieser: Wo ist der verteilt worden?)
Abg. Neudeck: Wenn alle da sitzen, sagt ihr, es regiert keiner!
Abgeordnete Mag. Melitta Trunk (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine aufrichtige Anteilnahme: Herr Staatssekretär allein zu Haus – ein einsames Schicksal auf der Regierungsbank. (Abg. Neudeck: Wenn alle da sitzen, sagt ihr, es regiert keiner!)
Beifall bei der SPÖ.
Notwendig gewesen wäre sehr wohl, etwa die Versprechen der ÖVP, aber auch der FPÖ für das Jahr 2005 umzusetzen – die SPÖ steht dafür ein –, die Sie vor kurzem bei der Wirtschaftskammerwahl abgegeben haben: Maßnahmen zur Stärkung und Belebung der Klein- und Mittelbetriebe. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Wichtig gewesen wären etwa Projekte für eine wirksame Arbeitsmarktpolitik. Notwendig gewesen wären Mittel zur Förderung der Sicherheit und nicht eine Verunsicherungspolitik. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Eisenbahner sollen in der Justiz eingesetzt werden. Das ist nicht die Politik, die wir uns unter einer konkreten konzeptiven Sicherheitspolitik vorstellen.
Abg. Steibl: Die Einrichtungen sind vorhanden!
Wichtig wären auch im Bereich der Schul- und Nachmittagsbetreuung und Kinderbetreuung jene Maßnahmen, die Frau Ministerin Gehrer hin und wieder in Form von Lippenbekenntnissen von sich gibt, und dann ziehen alle die Fahne hoch. Es wäre wichtig im Sinne der Nachmittagsbetreuungs- und Familiengerechtigkeit, im Jahr 2005 dafür Budgetmittel einzusetzen, um diese leeren Versprechen umzusetzen. (Abg. Steibl: Die Einrichtungen sind vorhanden!)
Abg. Scheibner: Wie viel soll er noch abgeben?
Wichtig wäre aber vor allem dann für den Bundeskanzler, der immer schweigt und wieder nicht da ist, und für den Finanzminister, sich dort zu engagieren, wo für die Republik Gefahr im Verzug ist, etwa beim Tohuwabohu um den Stadionbau in Klagenfurt. Heute hat der Bundeskanzler zum ersten Mal nach drei Jahren hier drei Statements zum Stadionbau abgegeben, die nebenbei inkompetent und nicht aktuell waren. (Abg. Scheibner: Wie viel soll er noch abgeben?)
Beifall bei der SPÖ.
Im Zentrum Ihrer Politik steht nicht der Mensch, sondern das bedenkliche Credo Ihres Finanzministers, der sich – ich zitiere Grasser – des Erfolgs des Austrokapitalismus rühmt. Konzern- und Kapitalinteressen stehen im Mittelpunkt und nicht der Mensch. Aufrichtige Anteilnahme allen Österreichern und Österreicherinnen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Bucher –: Sie sprechen auch zum Austrokapitalismus, Herr Kollege?
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Bucher. – Bitte. (Abg. Dr. Matznetter – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Bucher –: Sie sprechen auch zum Austrokapitalismus, Herr Kollege?)
Abg. Dr. Matznetter: Dort hat der Wähler schon gesprochen!
Herr Kollege Matznetter, Sie sind doch in der Wirtschaftskammer, vertreten dort die kleinen und mittleren Unternehmen und sollten daher wissen, welchen Stellenwert die Wirtschaft in unserem Land hat (Abg. Dr. Matznetter: Dort hat der Wähler schon gesprochen!), wie wichtig sie für die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen ist. Diese Bundesregierung schaut auf die Wirtschaft und trachtet danach, dass die Wirtschaft entsprechende Rahmenbedingungen vorfindet, damit sie wachsen, damit sie Arbeitsplätze schaffen kann. Und das bestätigt die erfolgreiche Arbeit dieser Bundesregierung. (Abg. Dr. Matznetter: Die Regierung hat leider versagt, das ist das Problem!) Daher sollten Sie sich einmal gründlich überlegen, was Sie hier an diesem
Abg. Dr. Matznetter: Die Regierung hat leider versagt, das ist das Problem!
Herr Kollege Matznetter, Sie sind doch in der Wirtschaftskammer, vertreten dort die kleinen und mittleren Unternehmen und sollten daher wissen, welchen Stellenwert die Wirtschaft in unserem Land hat (Abg. Dr. Matznetter: Dort hat der Wähler schon gesprochen!), wie wichtig sie für die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen ist. Diese Bundesregierung schaut auf die Wirtschaft und trachtet danach, dass die Wirtschaft entsprechende Rahmenbedingungen vorfindet, damit sie wachsen, damit sie Arbeitsplätze schaffen kann. Und das bestätigt die erfolgreiche Arbeit dieser Bundesregierung. (Abg. Dr. Matznetter: Die Regierung hat leider versagt, das ist das Problem!) Daher sollten Sie sich einmal gründlich überlegen, was Sie hier an diesem
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Deswegen kritisiert zu Recht Leitl, was alles notwendig wäre!
Rednerpult von sich geben. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Deswegen kritisiert zu Recht Leitl, was alles notwendig wäre!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese BFG-Novelle beinhaltet zwei sehr wichtige Punkte: einerseits die Auffüllung des Katastrophenfonds, den wir vorhin besprochen haben – ich will jetzt nicht auf die Wichtigkeit dieses Fonds selbst eingehen –, und andererseits die Schaffung eines Aspirantenpools, damit 200 wichtige Planstellen für das Bundesministerium für Inneres und für das Bundesministerium für Justiz frei werden. Das heißt also, es gibt 200 wichtige Planstellen zur Aufrechterhaltung der Sicherheit in unserem Land, und das sollte uns eine Zustimmung wert sein. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt muss man auch noch wissen, dass die Klein- und Mittelbetriebe, die sehr viel an qualitativer Produktion bringen, bezüglich Forschung nicht mit der Industrie mithalten können, aber es ist immerhin ein Ansatz da. Sie partizipieren, das ist schon klar, aber es wurde vergessen, dass Österreich auf dem europäischen und außereuropäischen Markt mit der Qualität reüssieren konnte. Gerade da würden die Klein- und Mittelbetriebe profitieren, würde man mehr Geld für sie investieren. Das möchte ich schon dazu sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Auer: Das ist ihre Regierung!
Ich möchte auch noch aufräumen mit der Geschichte, dass man immer sagt, die Bundesrepublik Deutschland sei so schlecht, dort schaue es fürchterlich aus, die könnten nicht wirtschaften. (Abg. Auer: Das ist ihre Regierung!) – Nein, nein, Moment! Kollege Stummvoll hat gesagt, Konjunkturpolitik sei keine Musikbox. Das haben Sie gesagt! Wir alle wissen genau, dass in den Jahren 2001 bis 2003 in der Eurozone – und dazu gehört Deutschland genauso wie Österreich – das Wirtschaftswachstum knapp 1 Prozent betrug. Daher kann man nicht von Deutschland, das ein doppelt so großes Land wie Österreich, nämlich die DDR, mit übernommen hat ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.) Also bitte die Situation von Deutschland ist nicht seit heuer oder seit vorigem Jahr so, sondern die (Abg. Dr. Stummvoll: Ich habe von den EU-25 gesprochen!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Ich möchte auch noch aufräumen mit der Geschichte, dass man immer sagt, die Bundesrepublik Deutschland sei so schlecht, dort schaue es fürchterlich aus, die könnten nicht wirtschaften. (Abg. Auer: Das ist ihre Regierung!) – Nein, nein, Moment! Kollege Stummvoll hat gesagt, Konjunkturpolitik sei keine Musikbox. Das haben Sie gesagt! Wir alle wissen genau, dass in den Jahren 2001 bis 2003 in der Eurozone – und dazu gehört Deutschland genauso wie Österreich – das Wirtschaftswachstum knapp 1 Prozent betrug. Daher kann man nicht von Deutschland, das ein doppelt so großes Land wie Österreich, nämlich die DDR, mit übernommen hat ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.) Also bitte die Situation von Deutschland ist nicht seit heuer oder seit vorigem Jahr so, sondern die (Abg. Dr. Stummvoll: Ich habe von den EU-25 gesprochen!)
Abg. Dr. Stummvoll: Ich habe von den EU-25 gesprochen!
Ich möchte auch noch aufräumen mit der Geschichte, dass man immer sagt, die Bundesrepublik Deutschland sei so schlecht, dort schaue es fürchterlich aus, die könnten nicht wirtschaften. (Abg. Auer: Das ist ihre Regierung!) – Nein, nein, Moment! Kollege Stummvoll hat gesagt, Konjunkturpolitik sei keine Musikbox. Das haben Sie gesagt! Wir alle wissen genau, dass in den Jahren 2001 bis 2003 in der Eurozone – und dazu gehört Deutschland genauso wie Österreich – das Wirtschaftswachstum knapp 1 Prozent betrug. Daher kann man nicht von Deutschland, das ein doppelt so großes Land wie Österreich, nämlich die DDR, mit übernommen hat ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.) Also bitte die Situation von Deutschland ist nicht seit heuer oder seit vorigem Jahr so, sondern die (Abg. Dr. Stummvoll: Ich habe von den EU-25 gesprochen!)
Abg. Dr. Stummvoll: So ist es!
den. (Abg. Dr. Stummvoll: So ist es!) Es geht nicht an, dass man einen Handelspartner immer, bei jeder Debatte, die wir hier haben, diffamiert, indem man ihm sagt, wie schlecht er sei. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Die rot-grüne Regierung kritisieren wir!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Die rot-grüne Regierung kritisieren wir!
den. (Abg. Dr. Stummvoll: So ist es!) Es geht nicht an, dass man einen Handelspartner immer, bei jeder Debatte, die wir hier haben, diffamiert, indem man ihm sagt, wie schlecht er sei. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Die rot-grüne Regierung kritisieren wir!)
Abg. Wittauer: Was hat Ihnen Schröder gezahlt, Frau Kollegin?
Noch einmal: Deutschland hat ein Land, nämlich die DDR, übernommen, das doppelt so groß wie Österreich ist, und diese DDR war am Boden. In elf Jahren wurde dieses ehemals kommunistische Land aufgebaut. Es war diesbezüglich nicht vorgesorgt vom ehemaligen Kohl. Ihr Kanzler Kohl hat Deutschland nicht so darauf vorbereitet, damit es nicht so große Probleme gibt, wie es sie jetzt gibt. Fahren Sie in die DDR, dann werden Sie sehen, wie viel Geld Deutschland dort hineingepumpt hat und noch immer hineinpumpt, damit wir Österreicher nach Deutschland exportieren können! (Abg. Wittauer: Was hat Ihnen Schröder gezahlt, Frau Kollegin?) Das sollten Sie auch einmal bedenken, wenn Sie so über einen Handelspartner sprechen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Noch einmal: Deutschland hat ein Land, nämlich die DDR, übernommen, das doppelt so groß wie Österreich ist, und diese DDR war am Boden. In elf Jahren wurde dieses ehemals kommunistische Land aufgebaut. Es war diesbezüglich nicht vorgesorgt vom ehemaligen Kohl. Ihr Kanzler Kohl hat Deutschland nicht so darauf vorbereitet, damit es nicht so große Probleme gibt, wie es sie jetzt gibt. Fahren Sie in die DDR, dann werden Sie sehen, wie viel Geld Deutschland dort hineingepumpt hat und noch immer hineinpumpt, damit wir Österreicher nach Deutschland exportieren können! (Abg. Wittauer: Was hat Ihnen Schröder gezahlt, Frau Kollegin?) Das sollten Sie auch einmal bedenken, wenn Sie so über einen Handelspartner sprechen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Die DDR ist billiger gewesen als 30 Jahre Sozialdemokratie!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Kogler. – Bitte. (Abg. Neudeck: Die DDR ist billiger gewesen als 30 Jahre Sozialdemokratie!)
Beifall bei den Grünen.
Ich erspare es mir jetzt, die Nachteile dieser Novelle weiter aufzuzählen, die wir schon erkennen – Sie werden das an der getrennten Abstimmung und unserem diesbezüglichen Abstimmungsverhalten sehen. Trotzdem sagen wir: Okay, solch eine Katastrophe kann nicht vorausgesehen werden. Internationale Solidarität ist selbstverständlich. Es muss dafür Geld in diesem Budget sichergestellt werden. Aber grundsätzlich werden Sie uns bei der mittelfristigen Budgetplanung und bei dem, was kurzfristig sinnvoll ist, in der Debatte sicher nicht entwischen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Matznetter: Auer hat mit seinem Abänderungsantrag einen Slalom gefahren!
Für Kollegen Matznetter hat Jakob Auer schon ein gewisses Mitgefühl zum Ausdruck gebracht. Er hat gemeint, Matznetter müsse versuchen, aus dem Zickzackkurs der SPÖ eine gerade Linie zu machen. Herr Kollege Matznetter, ehrlich gesagt, ich bin mir manchmal nicht ganz sicher (Abg. Dr. Matznetter: Auer hat mit seinem Abänderungsantrag einen Slalom gefahren!), ob Sie das, was Sie hier sagen, wirklich glauben oder nur glauben sagen zu müssen, um eine Erwartungshaltung Ihrer eigenen Partei zu erfüllen. Ich glaube, Ihr Hauptproblem ist Ihre eigene Partei. Aber das ist Ihr Problem und nicht meines. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Für Kollegen Matznetter hat Jakob Auer schon ein gewisses Mitgefühl zum Ausdruck gebracht. Er hat gemeint, Matznetter müsse versuchen, aus dem Zickzackkurs der SPÖ eine gerade Linie zu machen. Herr Kollege Matznetter, ehrlich gesagt, ich bin mir manchmal nicht ganz sicher (Abg. Dr. Matznetter: Auer hat mit seinem Abänderungsantrag einen Slalom gefahren!), ob Sie das, was Sie hier sagen, wirklich glauben oder nur glauben sagen zu müssen, um eine Erwartungshaltung Ihrer eigenen Partei zu erfüllen. Ich glaube, Ihr Hauptproblem ist Ihre eigene Partei. Aber das ist Ihr Problem und nicht meines. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy
Ich habe mich eigentlich zu diesem Thema deshalb zu Wort gemeldet, meine Damen und Herren, weil in dieser Novelle (Zwischenruf der Abg. Silhavy) auch eine Überschreitungsermächtigung um fast 100 Prozent enthalten ist, was das Baubudget der Parlamentsdirektion betrifft.
Beifall bei der ÖVP.
Da ich Obmann des Baukomitees bin und weiß, dass Frau Präsidentin Prammer die Obfrau jenes Komitees ist, das für die Plenarsaalneugestaltung verantwortlich ist, möchte ich Folgendes sagen: Wir handeln dort wirklich nach bestem Wissen und Gewissen, nach den Grundsätzen der Sparsamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit. Wir waren einfach überzeugt, dass man, wenn wir so einen Umbau machen, in der heutigen Zeit einen Multimedia-Raum im Besucherfoyer einrichten muss, dass wir eine Dauerausstellung machen müssen. Ich wollte das nur deshalb sagen, weil es doch eine Verdoppelung der Überschreitungsermächtigung ist, und ich hoffe sehr, dass wir hier einen Vierparteienkonsens haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte auch noch auf die Ausführungen von Frau Kollegin Hagenhofer eingehen. Frau Hagenhofer, Sie haben die Kosten der Wiedervereinigung in der BRD angeschnitten. Sie haben gesagt, das habe einen irrsinnigen finanziellen Aufwand erfordert. Das ist richtig. Ich muss Ihnen aber sagen, dieser Aufwand kommt ungefähr der Belastung gleich, die wir nach 30 Jahren sozialistischer Finanzminister haben. Das wollte ich nur anmerken. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es war zwar bewundernswert, dass der ehemalige Bundeskanzler Kohl die Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland bewerkstelligt hat, aber wir sind mindestens genauso zu bewundern, dass wir nach diesem Budgetdesaster, das Sie uns hinterlassen haben, die Konsolidierung des Budgets wieder in Angriff genommen haben. Das muss man auch einmal erwähnt haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das wird jetzt verbessert. Jetzt gibt es eigene Ausbildungsplanstellen, und es können die normalen Planstellen auch für eine normale Arbeitszeit verwendet werden. Damit wird die Personalsituation verbessert. Das wollte ich sagen, deswegen habe ich mich zu Wort gemeldet. Im Grunde genommen ist aber richtig, was Kollege Maier gesagt hat: Wir sollten nicht nur für die Stricherlliste reden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Am Ende des Tages haben wir wiederum eine Möglichkeit weniger, auf das gemeinsame Kulturgut aufzupassen, denn im Unterschied zu den Privaten, die auch dafür haften, wenn sie sich etwas aus dem Ausland ausborgen, haben unsere Museumsdirektoren alle Möglichkeiten zu dealen, aber wenn etwas passiert, dann haftet dafür die Gemeinschaft. Und das nennt man dann eine vernünftige Museumspolitik! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.
Das Einzige, was dann noch nicht gut ausschauen wird, ist dieser Plenarsaal. Das Einzige, was dann noch mies beieinander sein wird, sind die Sessel, auf denen wir sitzen. Ich hoffe, dass wir alle noch lange darauf sitzen, darum würde ich unsere Parlamentsdirektion und den Herrn Präsidenten bitten und ersuchen, dass dieser Plenarsaal auch bald renoviert wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Im Übrigen möchte ich mich mit dem letzten Satz bei den Mitarbeitern des Parlaments bedanken, die trotz Baustelle immer wieder in der Lage sind, dieses Haus auf Hochglanz zu bringen und zu einem repräsentativen Tagungsraum unseres österreichischen Parlaments zu machen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich werde Ihnen diese Untersuchungen gerne zur Verfügung stellen, wenn Sie mir keinen Glauben schenken. Ich fordere deshalb die Wiedereinführung der Schwellenwerte zur Durchführung einer richtigen UVP für Tiermastbetriebe, wie sie bereits bis zum Jahr 1999 in Kraft war. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Der Antrag des Abgeordneten Heinzl geht am Kern der Aufgabenstellung zur Gänze vorbei und ist in sich widersprüchlich. (Zwischenruf des Abg. Heinzl.) Ich werde Ihnen das noch an konkreten Beispielen vor Augen führen.
Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Diese Vergleiche lassen sich fortsetzen: Bei den Mastschweineplätzen und bei den Sauenplätzen ist der Schwellenwert in Deutschland um 50 Prozent höher. Herr Kollege Heinzl, schreiben Sie nicht die deutschen Unterlagen ab, sondern schauen Sie sich die österreichischen an, denn die sind hervorragend! (Zwischenruf des Abg. Heinzl.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Handeln Sie! Ich lade Sie dazu ein, den richtigen Weg der ÖVP in diesem Bereich mitzugehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Thematik mittels der UVP zu lösen, ist also auch die falsche Richtung. Da sollte man vielleicht mehr beim Tierschutzgesetz und bei anderen Dingen ansetzen als bei der UVP, denn das ist ein gutes Gesetz, das wir weiterhin für die Umwelt und für die Menschen umsetzen werden. Ich glaube, das sollte die Richtung sein. Aber wir reden ohnedies im Ausschuss darüber, und ich freue mich schon darauf. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Summa summarum: Wir werden über den Antrag natürlich noch intensiv diskutieren, und ich hoffe, dass wir da vielleicht auch eine gemeinsame Strategie finden, um diese Fragen zu lösen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall der Abg. Mandak.
Worum geht es dabei? – Es geht schlichtweg darum, dass Hebammen genauso wie Ärzte oder Personen, die im diplomierten ambulanten Pflegedienst zur Hauskrankenpflege eingesetzt sind, während ihres Einsatzes vom Halte- und Parkverbot ausgenommen sind. Bei Ärzten gibt es hiefür eine Kennzeichnung: „Arzt im Dienst“. Auch da sollten wir bei den Hebammen eine Gleichstellung erreichen. (Beifall der Abg. Mandak.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Werte Kolleginnen, werte Kollegen! Es geht hier um eine ganz kleine, banale Geschichte außerhalb ideologischer Diskussionen, und ich hoffe, dass Sie unserem Antrag folgen werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bevölkerung vielleicht ein bisschen einschränkt und das ein bisschen mehr überprüft. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Meine Damen und Herren! Hebammen sind vor allem auch im ländlichen Raum eine alte Tradition, die in den letzten Jahren massiv zugenommen hat. Gott sei Dank, sagen wir. Geburten und Hausgeburten sind etwas grundsätzlich Erstrebenswertes, und das Problem mit der Straßenverkehrsordnung zu lösen, sodass die Hebammen dort parken können, wo sie müssen, ist auf jeden Fall eine Sache, die wir unterstützen. Ich meine, der Antrag des Kollegen Maier geht in die richtige Richtung, und wir werden ihn im Ausschuss auch unterstützen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)