Eckdaten:
Für die 84. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 597 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Abg. Dr. Stummvoll: Alles schlecht zu machen!
Abgeordneter Heinz Gradwohl (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Einen wunderschönen guten Morgen! Wie der Herr Präsident bereits ausgeführt hat, geht es um das Kapitel 60: Land-, Forst- und Wasserwirtschaft. Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich bin überzeugt davon, Sie von den Regierungsfraktionen werden dieses Budget loben und die Vorzüge herausstreichen. Daher obliegt es in der Rollenteilung dieses Hauses mir, Herr Bundesminister, ... (Abg. Dr. Stummvoll: Alles schlecht zu machen!) – Das ist ein Irrtum, Herr Kollege Stummvoll! Es geht mir nicht darum, alles schlecht zu machen, sondern darum, die Dinge, die mit mehr Geld in diesem Budget nicht umgesetzt wurden, anzusprechen, denn es darf ja durchaus ein bisschen besser werden – darin sind wir uns doch einig, oder? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Heinz Gradwohl (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Einen wunderschönen guten Morgen! Wie der Herr Präsident bereits ausgeführt hat, geht es um das Kapitel 60: Land-, Forst- und Wasserwirtschaft. Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich bin überzeugt davon, Sie von den Regierungsfraktionen werden dieses Budget loben und die Vorzüge herausstreichen. Daher obliegt es in der Rollenteilung dieses Hauses mir, Herr Bundesminister, ... (Abg. Dr. Stummvoll: Alles schlecht zu machen!) – Das ist ein Irrtum, Herr Kollege Stummvoll! Es geht mir nicht darum, alles schlecht zu machen, sondern darum, die Dinge, die mit mehr Geld in diesem Budget nicht umgesetzt wurden, anzusprechen, denn es darf ja durchaus ein bisschen besser werden – darin sind wir uns doch einig, oder? (Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Herr Klubobmann Molterer hat vorgestern von dieser Stelle aus erwähnt: Weniger Staat, mehr privat, das ist das Motto der Österreichischen Volkspartei, und das ist gut so! (Bravorufe bei der ÖVP.) Ja, Applaus! (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.) Gut, hervorragend!
Beifall bei der SPÖ.
Ein weiterer Punkt, wo es um die Gerechtigkeit geht, Herr Bundesminister – wir haben es heftig diskutiert –, ist nämlich die Verteilung der Milchquoten. Handverlesene, ausgesuchte Betriebe erhielten eine Milchquote, die anderen müssen den Klagsweg beschreiten. Wenn das die in Zahlen gegossene Politik ist, dass derjenige, der leistungsfähig und leistungswillig ist, klagen muss, damit er wieder etwas leisten kann, Herr Kollege Stummvoll, dann ist das ein Armutszeugnis. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Damit wir vielleicht den nächsten Vorlagen zustimmen können, würde ich Ihnen empfehlen: Binden Sie uns ein, lassen Sie uns gemeinsam für die Zukunft der österreichischen Landwirtschaft arbeiten! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gradwohl: Ja!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege Gradwohl, Sie haben auf Ihrem Antrag einen Zuweisungsvorschlag: Land- und Forstwirtschaft. Diesen Zusatz halte ich aber für nicht notwendig, denn das ist ja ein Antrag, über den wir gleich nach dieser Debatte abstimmen werden. Daher wird er nicht zugewiesen. Verstehe ich das richtig? (Abg. Gradwohl: Ja!) – Danke.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Schönen guten Morgen an all jene, die schon hier sind! Ich bedanke mich insbesondere bei meinen Kollegen der Regierungsfraktionen, dass sie so zahlreich gekommen sind und damit Interesse an der Land- und Forstwirtschaft zeigen. Denn wenn man in die linke Reichshälfte schaut, sieht man: Das Interesse an den bäuerlichen Familien und an der Landwirtschaft ist nicht sehr groß, meine Damen und Herren (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen), wirklich nicht sehr groß, aber wir werden das aushalten. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Schönen guten Morgen an all jene, die schon hier sind! Ich bedanke mich insbesondere bei meinen Kollegen der Regierungsfraktionen, dass sie so zahlreich gekommen sind und damit Interesse an der Land- und Forstwirtschaft zeigen. Denn wenn man in die linke Reichshälfte schaut, sieht man: Das Interesse an den bäuerlichen Familien und an der Landwirtschaft ist nicht sehr groß, meine Damen und Herren (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen), wirklich nicht sehr groß, aber wir werden das aushalten. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Abg. Mag. Gaßner: Die Freunde sind dort drüben!
Meine lieben Freunde! Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Mag. Gaßner: Die Freunde sind dort drüben!) – Das ist richtig, ich habe eh dort hinübergeschaut. Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Die bäuerlichen Familien und die Bauern in Österreich – ich glaube, da werden Sie mir alle zustimmen – hatten ständig große Herausforderungen zu bewältigen, haben einen enormen Veränderungsprozess miterlebt: nicht nur die Entwicklung weg von der Agrargesellschaft hin zur Industrie- und heute Informations- und Wissensgesellschaft, sondern auch eine gewaltige Technisierung in der Land- und Forstwirtschaft, in Wahrheit weg vom Pferd hin zum Traktor, weg von der Zugsäge hin zum modernen Holzmähdrescher, weg von der Sense hin zum Mähwerk.
Abg. Öllinger: LandarbeiterInnen!
Vor allem muss man auch dieses neue Anforderungsprofil für die Bäuerinnen und Bauern (Abg. Öllinger: LandarbeiterInnen!) mit bedenken, Herr Kollege Pirklhuber: den Konsumenten, den Österreicherinnen und Österreichern sichere Lebensmittel zur Verfügung zu stellen, umwelt- und naturgerechte Produkte zur Verfügung zu stellen, die Landschaft offen zu halten, auch als wesentliche Grundlage für den Tourismus. (Abg. Gradwohl: Da müsst ihr auch etwas tun dafür! Da braucht der Landesrat Plank nicht sagen, dass der Wald beim Fenster hereinwächst!) – Ich verweise auf das Interesse der SPÖ an Landwirtschaftsfragen. Schauen Sie in Ihre Sitzreihen! – Und die Bauern müssen gewisse Dienstleistungen zur Verfügung stellen.
Abg. Gradwohl: Da müsst ihr auch etwas tun dafür! Da braucht der Landesrat Plank nicht sagen, dass der Wald beim Fenster hereinwächst!
Vor allem muss man auch dieses neue Anforderungsprofil für die Bäuerinnen und Bauern (Abg. Öllinger: LandarbeiterInnen!) mit bedenken, Herr Kollege Pirklhuber: den Konsumenten, den Österreicherinnen und Österreichern sichere Lebensmittel zur Verfügung zu stellen, umwelt- und naturgerechte Produkte zur Verfügung zu stellen, die Landschaft offen zu halten, auch als wesentliche Grundlage für den Tourismus. (Abg. Gradwohl: Da müsst ihr auch etwas tun dafür! Da braucht der Landesrat Plank nicht sagen, dass der Wald beim Fenster hereinwächst!) – Ich verweise auf das Interesse der SPÖ an Landwirtschaftsfragen. Schauen Sie in Ihre Sitzreihen! – Und die Bauern müssen gewisse Dienstleistungen zur Verfügung stellen.
Abg. Mag. Gaßner: Sperren immer mehr zu!
Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Seit wir federführend diese Agrarpolitik in Österreich betreiben (Abg. Mag. Gaßner: Sperren immer mehr zu!), haben die Bauern Sicherheit und Planbarkeit mit den Programmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Seit wir federführend diese Agrarpolitik in Österreich betreiben (Abg. Mag. Gaßner: Sperren immer mehr zu!), haben die Bauern Sicherheit und Planbarkeit mit den Programmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Darabos.
Wir haben nicht nur diesen gesellschaftlichen Wandel und diese Technisierung mitgemacht, sondern wir haben auch die Veränderungen durch den EU-Beitritt, die Agenda 2000 und jetzt wieder die GAP-Reform zu bewältigen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Darabos.) – Herr Kollege Darabos, denken Sie an das Burgenland, an das Ziel-1-Gebiet; gerade im ländlichen Raum ist da viel Positives geschehen! Auch diesen Weg haben die Bauern mitgestaltet, mitgeprägt, mitverantwortet, trotz großer Sorge, die man gehabt hat. Aber seit 1995 haben wir entsprechende Programme, die uns Sicherheit und Planbarkeit bieten.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In diesem Sinne, glaube ich, gibt es parteiübergreifend einen Konsens, und daher bitte ich Sie, diesem Budget, auch wenn es Ihnen schwer fällt, zuzustimmen. Es war leider nicht möglich, einen gemeinsamen Antrag für die künftige ländliche Entwicklung einzubringen und das im Landwirtschaftsausschuss zu diskutieren. Wir sind für die Bäuerinnen und Bauern in Österreich verantwortlich und wollen ihnen sichere und stabile Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Kollege Grillitsch, Sie haben eigentlich mit kaum einem Wort explizit Bezug genommen auf die Umsetzung der EU-Agrarreform in Österreich und darauf, ob mit dieser Reform diese Ziele erreicht werden, nämlich die Sicherung der ländlichen Räume, die Sicherung der Arbeitsplätze im ländlichen Raum, die Innovation in diesen Bereichen und die Erhaltung unserer guten, interessanten Kulturlandschaft. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grillitsch: Wo konkret?
Sie haben stattdessen von „Sicherheit“ und „Planbarkeit“ gesprochen und haben das immer wieder wiederholt und beschworen, aber, meine Damen und Herren, gerade da lässt dieses Budget im Agrarbereich alles zu wünschen übrig, was Sicherheit und Sauberkeit der Umsetzung betrifft (Abg. Grillitsch: Wo konkret?) – das sage ich Ihnen konkret, Kollege Grillitsch –, weil die Implementierung der EU-Agrarreform in den Budgetbegleitgesetzen, ich habe das bereits in der diesbezüglichen Debatte angemerkt, und die Absicherung durch eine Novelle des Marktordnungsgesetzes, die aus unserer Sicht notwendig ist, nicht gegeben sind. Man muss wissen, diese Agrarreform verursacht weit reichende Veränderungen in der österreichischen Agrarpolitik, durch die Entkopplung der Prämien, die Modulation et cetera.
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Lesen Sie nach!
All das ist bis jetzt nicht vorgesehen – im Marktordnungsgesetz, Herr Bundesminister, kein Wort davon. Wenn Sie das nicht implementieren und festschreiben in einem österreichischen Gesetz, dann steht Ihre Umsetzung (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Lesen Sie nach!) – ich habe nachgelesen! – auf tönernen Füßen. Wir werden uns dieser Frage noch genau widmen und werden prüfen lassen, Herr Bundesminister – da können Sie sicher sein –, ob das verfassungskonform ist, was Sie hier in Österreich für 2005 angehen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
All das ist bis jetzt nicht vorgesehen – im Marktordnungsgesetz, Herr Bundesminister, kein Wort davon. Wenn Sie das nicht implementieren und festschreiben in einem österreichischen Gesetz, dann steht Ihre Umsetzung (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Lesen Sie nach!) – ich habe nachgelesen! – auf tönernen Füßen. Wir werden uns dieser Frage noch genau widmen und werden prüfen lassen, Herr Bundesminister – da können Sie sicher sein –, ob das verfassungskonform ist, was Sie hier in Österreich für 2005 angehen. (Beifall bei den Grünen.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das war gescheit!
Meine Damen und Herren! Es geht immerhin um einen Betrag von mehr als 600 Millionen €, die in Österreich ohne ein Gesetz auf Basis einer Verordnung, Herr Bundesminister, ab 2005 neu verteilt werden. Das ist aus unserer Sicht völlig unzureichend. Abgesehen davon – das haben wir monatelang kritisiert – haben Sie keine alternativen Lösungskonzepte vorgelegt. Sie wissen, die EU-Agrarreform hätte zwei Möglichkeiten der Umsetzung geboten: regional einheitliche Flächenprämien für Acker- und Grünland im Rahmen der Entkopplung oder ein historisches Betriebsprämienmodell. Sie haben sich mit dem Argument, dass es zu keinen Umverteilungen kommen dürfe, für dieses zweite Modell, das Betriebsprämienmodell, entschieden. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das war gescheit!)
Rufe bei der SPÖ: Hört! Hört!
Haben Sie damals dazu Stellung bezogen? Haben Sie ihm erklärt, warum das nicht so ist? Das ist eine Aussage, die öffentlich gemacht wurde: „,Jeder Betrieb mit einem hohen Getreideanteil wird heute gegenüber einem Bio-Bauern bevorzugt‘, empörte sich der ÖVP-Politiker“. (Rufe bei der SPÖ: Hört! Hört!)
Abg. Gradwohl: Super!
Ein kleiner, und zwar ein konkreter Betrieb – wir haben das durchdiskutiert – in der Steiermark, der innovativ ist, der Ölkürbisse, Kartoffeln und Gemüse anbaut, hat von Ihrer Agrarmarkt Austria eine Mitteilung bekommen, dass er in Zukunft bis 2013 eine Betriebsprämie von 500 € bekommt. (Abg. Gradwohl: Super!) Bei einem Betrieb in derselben Größe, der intensiv Mais anbaut und damit massive Umweltgefahren verursachen kann ... (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Geh, hör auf!) – Kollege Scheuch! Auf jeden Fall ist in der Regel ein Maisanteil von 75 Prozent ökologisch nicht mehr verträglich, das wissen wir, das ist also kein Geheimnis. (Beifall bei den Grünen.) Dieser Betrieb bekommt entkoppelt bis 2013 jährlich fast 3 000 €. Also ein Unterschied von 2 500 €, und das bei niedrigen Einkommen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Du weißt ganz genau, warum das so ist!) Das wissen wir aus dem Grünen Bericht. Das ist doch eine massive Wettbewerbsverzerrung, Herr Bundesminister! Wie können Sie so etwas vertreten, dass den Kleinbetrieben diese Wettbewerbsverzerrung mit Ihren Maßnahmen hineingedrückt wird? (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Geh, hör auf!
Ein kleiner, und zwar ein konkreter Betrieb – wir haben das durchdiskutiert – in der Steiermark, der innovativ ist, der Ölkürbisse, Kartoffeln und Gemüse anbaut, hat von Ihrer Agrarmarkt Austria eine Mitteilung bekommen, dass er in Zukunft bis 2013 eine Betriebsprämie von 500 € bekommt. (Abg. Gradwohl: Super!) Bei einem Betrieb in derselben Größe, der intensiv Mais anbaut und damit massive Umweltgefahren verursachen kann ... (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Geh, hör auf!) – Kollege Scheuch! Auf jeden Fall ist in der Regel ein Maisanteil von 75 Prozent ökologisch nicht mehr verträglich, das wissen wir, das ist also kein Geheimnis. (Beifall bei den Grünen.) Dieser Betrieb bekommt entkoppelt bis 2013 jährlich fast 3 000 €. Also ein Unterschied von 2 500 €, und das bei niedrigen Einkommen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Du weißt ganz genau, warum das so ist!) Das wissen wir aus dem Grünen Bericht. Das ist doch eine massive Wettbewerbsverzerrung, Herr Bundesminister! Wie können Sie so etwas vertreten, dass den Kleinbetrieben diese Wettbewerbsverzerrung mit Ihren Maßnahmen hineingedrückt wird? (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.)
Beifall bei den Grünen.
Ein kleiner, und zwar ein konkreter Betrieb – wir haben das durchdiskutiert – in der Steiermark, der innovativ ist, der Ölkürbisse, Kartoffeln und Gemüse anbaut, hat von Ihrer Agrarmarkt Austria eine Mitteilung bekommen, dass er in Zukunft bis 2013 eine Betriebsprämie von 500 € bekommt. (Abg. Gradwohl: Super!) Bei einem Betrieb in derselben Größe, der intensiv Mais anbaut und damit massive Umweltgefahren verursachen kann ... (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Geh, hör auf!) – Kollege Scheuch! Auf jeden Fall ist in der Regel ein Maisanteil von 75 Prozent ökologisch nicht mehr verträglich, das wissen wir, das ist also kein Geheimnis. (Beifall bei den Grünen.) Dieser Betrieb bekommt entkoppelt bis 2013 jährlich fast 3 000 €. Also ein Unterschied von 2 500 €, und das bei niedrigen Einkommen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Du weißt ganz genau, warum das so ist!) Das wissen wir aus dem Grünen Bericht. Das ist doch eine massive Wettbewerbsverzerrung, Herr Bundesminister! Wie können Sie so etwas vertreten, dass den Kleinbetrieben diese Wettbewerbsverzerrung mit Ihren Maßnahmen hineingedrückt wird? (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Du weißt ganz genau, warum das so ist!
Ein kleiner, und zwar ein konkreter Betrieb – wir haben das durchdiskutiert – in der Steiermark, der innovativ ist, der Ölkürbisse, Kartoffeln und Gemüse anbaut, hat von Ihrer Agrarmarkt Austria eine Mitteilung bekommen, dass er in Zukunft bis 2013 eine Betriebsprämie von 500 € bekommt. (Abg. Gradwohl: Super!) Bei einem Betrieb in derselben Größe, der intensiv Mais anbaut und damit massive Umweltgefahren verursachen kann ... (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Geh, hör auf!) – Kollege Scheuch! Auf jeden Fall ist in der Regel ein Maisanteil von 75 Prozent ökologisch nicht mehr verträglich, das wissen wir, das ist also kein Geheimnis. (Beifall bei den Grünen.) Dieser Betrieb bekommt entkoppelt bis 2013 jährlich fast 3 000 €. Also ein Unterschied von 2 500 €, und das bei niedrigen Einkommen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Du weißt ganz genau, warum das so ist!) Das wissen wir aus dem Grünen Bericht. Das ist doch eine massive Wettbewerbsverzerrung, Herr Bundesminister! Wie können Sie so etwas vertreten, dass den Kleinbetrieben diese Wettbewerbsverzerrung mit Ihren Maßnahmen hineingedrückt wird? (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.
Ein kleiner, und zwar ein konkreter Betrieb – wir haben das durchdiskutiert – in der Steiermark, der innovativ ist, der Ölkürbisse, Kartoffeln und Gemüse anbaut, hat von Ihrer Agrarmarkt Austria eine Mitteilung bekommen, dass er in Zukunft bis 2013 eine Betriebsprämie von 500 € bekommt. (Abg. Gradwohl: Super!) Bei einem Betrieb in derselben Größe, der intensiv Mais anbaut und damit massive Umweltgefahren verursachen kann ... (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Geh, hör auf!) – Kollege Scheuch! Auf jeden Fall ist in der Regel ein Maisanteil von 75 Prozent ökologisch nicht mehr verträglich, das wissen wir, das ist also kein Geheimnis. (Beifall bei den Grünen.) Dieser Betrieb bekommt entkoppelt bis 2013 jährlich fast 3 000 €. Also ein Unterschied von 2 500 €, und das bei niedrigen Einkommen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Du weißt ganz genau, warum das so ist!) Das wissen wir aus dem Grünen Bericht. Das ist doch eine massive Wettbewerbsverzerrung, Herr Bundesminister! Wie können Sie so etwas vertreten, dass den Kleinbetrieben diese Wettbewerbsverzerrung mit Ihren Maßnahmen hineingedrückt wird? (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das ist doch weiterhin ein völlig marktfremdes Vorgehen. Das ist doch das Gegenteil von Marktorientierung. Das ist klare Wettbewerbsverzerrung, meine Damen und Herren, und daher ungeeignet, um die österreichische Landwirtschaft weiterzuentwickeln. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Und wer zahlt die Pensionen?
kosmetiken eindeutig unterstützt. Sie haben ihn unterstützt, indem Sie zugestimmt haben, dass die Pensionen wieder dem Bund übereignet werden und damit ein Nettobudgetgewinn von 90 Millionen € für das Jahr 2005 aufscheint – ein reiner Budgettrick, Kollege Scheuch. 90 Millionen €, die als Einnahmen verbucht sind, die aber langfristig gebunden sind. Sie wissen es, Herr Bundesminister, Sie wissen es ganz genau. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Und wer zahlt die Pensionen?)
Abg. Scheibner: Die Redezeit beachten!
Drittens, meine Damen und Herren, im Bereich der Lebensmittelsicherheit: Hier haben Sie Ihr Konzept in die Richtung weiterentwickelt, dass Sie weiter kürzen wollen. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit bekommt 3 Millionen € weniger –ganz klar. Sie haben im Budgetausschuss gesagt: Ja, wir werden eh Zuschüsse geben, und wir werden das Geld schon aufbringen, wenn es notwendig ist. (Abg. Scheibner: Die Redezeit beachten!)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Schlussendlich, Kollege Grillitsch, haben Sie hier die Frage des Lebensmitteldumpings angesprochen. Das ist eine gute Frage, die ich immer wieder auch Ihnen gestellt habe. Ich muss nur feststellen: Wie unterstützen Sie in diesem Budget jene Initiativen, die gegen Lebensmitteldumping auftreten? (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Wie unterstützen Sie diese Initiativen? Im Gegenteil, Kollege Grillitsch: Sie haben zum Beispiel die Interessengemeinschaft Milch, die es sehr gut geschafft hat, auch Supermärkten klarzumachen, dass Dumpinglockangebote im Supermarkt nicht im Sinne der Konsumenten und Produzenten und im Sinne einer nachhaltigen Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung sind, nicht unterstützt. Die hat das geschafft.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend: Meine Damen und Herren! Dieses Agrarbudget 2005 wird den Strukturwandel in Österreich beschleunigen und, statt neue Impulse für die Sicherung der bäuerlichen Arbeitsplätze zu setzen, keine diesbezüglichen Strategien vorsehen. Daher können wir diesem Budget nicht zustimmen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
in Richtung des Abg. Dr. Pirklhuber
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Meine geschätzten Damen und Herren! Wolfgang (in Richtung des Abg. Dr. Pirklhuber), ich bin eigentlich enttäuscht, ich muss das jetzt ganz ehrlich sagen. (Abg. Dr. Glawischnig: Ich bringe dir ein paar Taschentücher raus!) Weißt du, warum? – Weil es eigentlich bis jetzt immer nur diesen Klassenkampf Bauern gegen Nicht-
Abg. Dr. Glawischnig: Ich bringe dir ein paar Taschentücher raus!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Meine geschätzten Damen und Herren! Wolfgang (in Richtung des Abg. Dr. Pirklhuber), ich bin eigentlich enttäuscht, ich muss das jetzt ganz ehrlich sagen. (Abg. Dr. Glawischnig: Ich bringe dir ein paar Taschentücher raus!) Weißt du, warum? – Weil es eigentlich bis jetzt immer nur diesen Klassenkampf Bauern gegen Nicht-
Abg. Mag. Wurm: Das gibt es schon lange!
Wirklich schade und wirklich bedenklich ist, dass es seit neuestem einen Klassenkampf Bauer gegen Bauer gibt. Ich bin davon überzeugt, Kollege Pirklhuber, dass uns das in der Debatte nicht nutzen wird. (Abg. Mag. Wurm: Das gibt es schon lange!) – Nein, das ist neu, für die Insider ist das neu. Das ist wirklich schade, und ich glaube einfach, dass wir hier das Problem nicht lösen werden. Ich bin davon überzeugt, dass wir das Problem dadurch nur verstärken werden. Wenn wir beginnen, Bauer gegen Bauer aufzuhetzen, dann wird uns das langfristig in eine Sackgasse führen, vielleicht nicht die Gesamtpolitik oder jene, die darüber nur polemisieren, aber sicherlich all jene, die ernsthaft daran interessiert sind, dass die Agrarpolitik in eine positive Zukunft führt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wirklich schade und wirklich bedenklich ist, dass es seit neuestem einen Klassenkampf Bauer gegen Bauer gibt. Ich bin davon überzeugt, Kollege Pirklhuber, dass uns das in der Debatte nicht nutzen wird. (Abg. Mag. Wurm: Das gibt es schon lange!) – Nein, das ist neu, für die Insider ist das neu. Das ist wirklich schade, und ich glaube einfach, dass wir hier das Problem nicht lösen werden. Ich bin davon überzeugt, dass wir das Problem dadurch nur verstärken werden. Wenn wir beginnen, Bauer gegen Bauer aufzuhetzen, dann wird uns das langfristig in eine Sackgasse führen, vielleicht nicht die Gesamtpolitik oder jene, die darüber nur polemisieren, aber sicherlich all jene, die ernsthaft daran interessiert sind, dass die Agrarpolitik in eine positive Zukunft führt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Es geht um Politik, nicht um Dank! Wo bleibt die Verantwortung?
Ich möchte aber eines nachholen – das habe ich auch ein bisschen vermisst, auch von meinem Kollegen Grillitsch am Anfang –: Ich möchte zumindest von Seiten unserer Fraktion, von Seiten der Freiheitlichen, der freiheitlichen Bauernschaft diese Budgetdebatte auch dafür nutzen, einen gewissen Dank allen Proponenten und Vertretern abzustatten – es ist nicht der Bauernbund, den ich damit meine, sondern es sind jene, die die Landwirtschaft fernab der Parteipolitik vertreten. (Abg. Dr. Pirklhuber: Es geht um Politik, nicht um Dank! Wo bleibt die Verantwortung?)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich hoffe, dass auch diese nicht primär parteipolitisch agieren. Ich möchte diesen Dank, weil ich gerade dabei bin, auch ausweiten auf die Opposition, nämlich was die Diskussion im Landwirtschaftsausschuss betrifft, die ja normalerweise wirklich eine sehr gute ist. In den zwei Jahren, in denen ich jetzt Agrarsprecher im Parlament bin, kann ich sagen, dass wir, wenn wir es schaffen – und das schaffen wir Gott sei Dank in den Ausschüssen sehr oft –, die Parteipolitik hintanzustellen, sehr wohl oft gute Diskussionen zur Landwirtschaft führen. Schließlich und endlich möchte ich auch den fast 200 000 Bäuerinnen und Bauern danken, die im Endeffekt dafür sorgen, dass wir ein funktionierendes System innerhalb der Landwirtschaft haben. In Wirklichkeit können wir hier nur die Rahmenbedingungen vorgeben. Im Endeffekt ist das, was draußen gemacht wird, die tatsächliche Arbeit. Ich hätte mir erwartet, dass die Vertreter von Rot und Grün, aber auch von der ÖVP hier diesen Dank aussprechen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Wenn ich Kollegen Bucher sehe, so weiß ich jetzt genau, dass es ohne Landwirtschaft keinen Tourismus gäbe. Wenn man die Klein- und Mittelbetriebe aus den Zulieferindustrien betrachtet, so weiß man, dass es dort ohne Landwirtschaft Tausende Arbeitsplätze nicht gäbe. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) – Frau Dr. Glawischnig, auch wenn Sie sich über die Bauern lustig machen, muss ich doch betonen, sie sind und bleiben ein wichtiges Thema. Sie kommen selber aus einem landwirtschaftlichen Betrieb, zumindest so von den Wurzeln her, soviel mir bekannt ist. Deswegen würde ich mir ein bisschen mehr Ernsthaftigkeit in dieser Debatte auch in den Zwischenrufen erwarten, denn nur einfach dagegen zu sein und nur einfach destruktiv zu sagen, dass hier falsche Politik gemacht wird, ist der falsche Ansatz. (Abg. Dr. Pirklhuber: Ein Wort zum Budget, Kollege Scheuch!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Ein Wort zum Budget, Kollege Scheuch!
Wenn ich Kollegen Bucher sehe, so weiß ich jetzt genau, dass es ohne Landwirtschaft keinen Tourismus gäbe. Wenn man die Klein- und Mittelbetriebe aus den Zulieferindustrien betrachtet, so weiß man, dass es dort ohne Landwirtschaft Tausende Arbeitsplätze nicht gäbe. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.) – Frau Dr. Glawischnig, auch wenn Sie sich über die Bauern lustig machen, muss ich doch betonen, sie sind und bleiben ein wichtiges Thema. Sie kommen selber aus einem landwirtschaftlichen Betrieb, zumindest so von den Wurzeln her, soviel mir bekannt ist. Deswegen würde ich mir ein bisschen mehr Ernsthaftigkeit in dieser Debatte auch in den Zwischenrufen erwarten, denn nur einfach dagegen zu sein und nur einfach destruktiv zu sagen, dass hier falsche Politik gemacht wird, ist der falsche Ansatz. (Abg. Dr. Pirklhuber: Ein Wort zum Budget, Kollege Scheuch!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deswegen, meine geschätzten Damen und Herren, sollten wir – und ich glaube, da ist der Ansatz wichtig – wirklich die Diskussionen darüber führen, wie man darüber hinwegkommt, anstatt nur darüber zu diskutieren, Kollege Pirklhuber, wo der eine oder andere Euro bei den Bauern hingeht und ob jetzt der Kürbisbauer mehr oder weniger bekommt als der Körndlbauer und ob der Körndlbauer bevorzugt oder benachteiligt gegenüber dem Biobauern ist. Es geht um etwas ganz anderes, es geht darum, dass wir die Arbeitsplätze in den Regionen erhalten, wo wir sie brauchen, denn ich halte das wirklich für dramatisch. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: 900 000 für die Organisation – das ist ein Tropfen auf den heißen Stein!
Ich bin davon überzeugt, dass wir ein Problem bekommen werden, wenn wir uns nicht dazu bekennen, diese Leute zu fördern, wenn wir uns nicht dazu bekennen, dass diese Förderung, die in der Bevölkerung so oft kritisiert wird, auch dazu dient, wirklich andere Dinge nach vorne zu bringen. Da wird nicht nur Geld verteilt, damit ich mit meinem Traktor mit dem Pflug auf- und abfahre. Da wird in Bildung investiert, da wird in Umwelt investiert, da wird in biologische Landwirtschaft investiert, da wird in die Qualitätssicherung und in die Forschung investiert, da wird in erneuerbare Energie investiert. Es geht um so viele Bereiche, die im Endeffekt Zigtausende Arbeitsplätze schaffen. (Abg. Dr. Pirklhuber: 900 000 für die Organisation – das ist ein Tropfen auf den heißen Stein!)
Abg. Grillitsch: Stadion!
ar Wald mehr zu, wächst das Land zu mit Wald –, wenn wir es nur schaffen würden, diese Ressourcen zu nutzen, den Holzimport aus Drittstaaten zu reduzieren, der genau gleich hoch ist – genau diese 10 Millionen Festmeter kommen herein (Abg. Grillitsch: Stadion!), das Stadion in Klagenfurt ist ein guter Ansatz, wie viele andere –, wenn wir es nur schaffen würden, Holz diesen Stellenwert zu geben als Energieträger, als Bauträger in verschiedensten Bereichen, könnten wir dezentral im ländlichen Raum 10 000 Arbeitsplätze schaffen, 10 000 zusätzliche Arbeitsplätze in kleinen Dörfern, in kleinen Regionen und könnten damit auch 10 000 bäuerliche Betriebe absichern.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube einfach, dass das Perspektiven sind, über die wir nachdenken müssen. Und ein Grundstein dafür ist das Budget, und ein Grundstein und ein Ansatz ist es, dass ich es dem Bauern ermögliche, in seinem Betrieb zu arbeiten. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Gaßner: Wieso sperren dann jährlich 4 000 zu?
Deshalb ist es wichtig, dass es diese Gelder gibt. Und es kann nicht wichtig sein, darüber zu diskutieren, ob der Kürbisbauer ... (Abg. Mag. Gaßner: Wieso sperren dann jährlich 4 000 zu?) – Das ist ein bedenkliches Zeichen, und deswegen müssen wir etwas dagegen unternehmen. Da sind wir beieinander.
Rufe bei der SPÖ: No!
Ich bin bekannt dafür und wirklich bekannt dafür, dass ich nicht gerade einer bin, der die ÖVP-Agrarpolitik bis ins Letzte verteidigt. Ganz im Gegenteil! (Rufe bei der SPÖ: No!) Es kann auch nicht meine Aufgabe sein.
Abg. Scheibner: Wer weiß!
Meine lieben Kollegen von der SPÖ! Wenn führende Vertreter der SPÖ – und ich glaube, Hannes Androsch steht nicht im Verdacht, ein Freiheitlicher zu sein (Abg. Scheibner: Wer weiß!) – in der heutigen „Presse“ wörtlich fordern:
Abg. Dr. Pirklhuber: Zucker!
„Man müsste zuerst einmal das, was Agrarkommissar Franz Fischler beim Zucker geschafft hat, auf eine allgemeine Ebene heben: Die Agrarsubventionen innerhalb von vier Jahren um 50 Prozent kürzen.“ (Abg. Dr. Pirklhuber: Zucker!)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Auch ich bin der Meinung, dass es ein Ost-West-Gefälle bei den Förderungen gibt, auch ich bin davon überzeugt, dass es gerade die klein- und mittelstrukturierte Landwirtschaft im Alpenbereich in den nächsten Jahren nicht leichter haben wird. Wenn man allerdings darüber nachdenkt, die Agrarsubventionen um 50 Prozent zu kürzen, dann würde das heißen, dass die paar Großbetriebe, die vielleicht jetzt bevorteilt sind, auch 50 Prozent weniger bekommen. Mit dieser Strategie und mit diesem Ansatz zerstört man allerdings weitere 50 Prozent an landwirtschaftlichen Betrieben, zerstört man noch einmal 50 000 Arbeitsplätze im klein- und mittelstrukturierten Bereich. Das kann nicht der Ansatz sein! Es muss hier dieses Bekenntnis geben, dass landwirtschaftliche Förderung nicht nur eine Förderung der Bauern, sondern auch eine Förderung für Umwelt, eine Förderung für Tourismus und eine Förderung für Arbeitsplätze ist. Und diese Arbeitsplätze brauchen wir, denn jeder arbeitslose Bauer wird ein Arbeitsloser sein, der zum AMS geht und dort Geld benötigt. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Heinz, es gibt den Huber-Plan, der ist, glaube ich, aus den achtziger Jahren. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Alois Huber ist ja bekanntlich ein Freiheitlicher, der hatte diese Idee, da warst du noch gar nicht im Parlament. Also ich glaube, dass wir Freiheitlichen hier schon sehr lange die Forderung erheben, die Agrarpolitik zu überdenken. (Abg. Gradwohl: Ich habe mit Alois Huber hier schon diskutiert!) Das ist keine Frage. Aber man sollte sehr wohl darüber nachdenken, was man unter den momentanen Voraussetzungen erreichen und umsetzen kann. Da bin ich davon überzeugt, bei aller berechtigten sachlichen Kritik, dass die Polemik, dieses Auseinanderdividieren der Bauern der
Abg. Gradwohl: Ich habe mit Alois Huber hier schon diskutiert!
Heinz, es gibt den Huber-Plan, der ist, glaube ich, aus den achtziger Jahren. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Alois Huber ist ja bekanntlich ein Freiheitlicher, der hatte diese Idee, da warst du noch gar nicht im Parlament. Also ich glaube, dass wir Freiheitlichen hier schon sehr lange die Forderung erheben, die Agrarpolitik zu überdenken. (Abg. Gradwohl: Ich habe mit Alois Huber hier schon diskutiert!) Das ist keine Frage. Aber man sollte sehr wohl darüber nachdenken, was man unter den momentanen Voraussetzungen erreichen und umsetzen kann. Da bin ich davon überzeugt, bei aller berechtigten sachlichen Kritik, dass die Polemik, dieses Auseinanderdividieren der Bauern der
Abg. Öllinger: Was sagt denn die ÖVP dazu?
falsche Ansatz ist, dass es nicht sein kann, dass über Dinge diskutiert wird, die außer Streit stehen sollten. (Abg. Öllinger: Was sagt denn die ÖVP dazu?)
demonstrativer Beifall bei der SPÖ
Ich möchte abschließend eines deponieren: Neben dem klaren Bekenntnis der Freiheitlichen zur Agrarpolitik, neben dem Bekenntnis zu diesem Budget, wenn auch mit Vorbehalten und mit etwaigen Änderungswünschen, möchte ich eines sagen: Ich als Agrarvertreter und auch als Agrarsprecher der Freiheitlichen würde mir wünschen, dass wir bei einer anderen Gelegenheit genau diese Grundsatzdebatte einmal ausführlich führen. Ich werde mich wirklich darum bemühen, dass es uns gelingt – und als Erstes werde ich meinen Klubobmann überzeugen müssen und dann wahrscheinlich noch den restlichen Teil der Koalition, denn bei der Opposition werde ich in diesem Fall nicht so ein Problem haben –, einmal eine ausführliche Agrardebatte zum Grünen Bericht zu führen (demonstrativer Beifall bei der SPÖ), diesen Grünen Bericht wieder ins Plenum zu bekommen und damit den Stellenwert der Bauern zu erhöhen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte abschließend eines deponieren: Neben dem klaren Bekenntnis der Freiheitlichen zur Agrarpolitik, neben dem Bekenntnis zu diesem Budget, wenn auch mit Vorbehalten und mit etwaigen Änderungswünschen, möchte ich eines sagen: Ich als Agrarvertreter und auch als Agrarsprecher der Freiheitlichen würde mir wünschen, dass wir bei einer anderen Gelegenheit genau diese Grundsatzdebatte einmal ausführlich führen. Ich werde mich wirklich darum bemühen, dass es uns gelingt – und als Erstes werde ich meinen Klubobmann überzeugen müssen und dann wahrscheinlich noch den restlichen Teil der Koalition, denn bei der Opposition werde ich in diesem Fall nicht so ein Problem haben –, einmal eine ausführliche Agrardebatte zum Grünen Bericht zu führen (demonstrativer Beifall bei der SPÖ), diesen Grünen Bericht wieder ins Plenum zu bekommen und damit den Stellenwert der Bauern zu erhöhen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Viele! Fast jede Gruppe! – Abg. Dr. Einem: Die Arbeitnehmer auch! – Abg. Riepl: Und die Hunderttausenden von Arbeitslosen? Sind die nicht betroffen?
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Es ist dies heute eine wichtige Debatte für die Zukunft der Bäuerinnen und Bauern in diesem Land und für die Zukunft des ländlichen Raums. Keine andere Bevölkerungsgruppe ist gerade in diesen Tagen mit derartigen Umbrüchen konfrontiert wie die Landwirtschaft. (Abg. Öllinger: Viele! Fast jede Gruppe! – Abg. Dr. Einem: Die Arbeitnehmer auch! – Abg. Riepl: Und die Hunderttausenden von Arbeitslosen? Sind die nicht betroffen?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Keine andere Bevölkerungsgruppe ist derzeit so betroffen von einer Systemumstellung wie die Landwirtschaft, weil wir derzeit die größte Reform der Europäischen Union umsetzen. Es ist ein völliger Systemwechsel. Wir entkoppeln Prämien, die früher auf Hektarzahlen oder auf Stückzahlen festgelegt waren, zu einer einheitlichen Betriebsprämie. Dieses System fordert uns ganz besonders, und mein Dank gilt an dieser Stelle allen, die vor Ort, in den Landwirtschaftskammern, in der Beratung hervorragende Arbeit leisten, um diese Systemumstellung zum Wohle der Bäuerinnen und Bauern voranzubringen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben im Bio-Bereich eine absolute Erfolgsstory geschrieben. Österreich ist das Bio-Land Nummer eins in Europa. Wir liegen bei 10 Prozent, und wir waren die Ersten, die diesen Trend eingeleitet haben. Und wir konnten auch heuer wieder mit einer deutlichen Zunahme bilanzieren: plus 30 Prozent an Bio-Ackerflächen in Österreich, und das kommt nicht von ungefähr, sondern daher, dass vorsorgende Politik mit klaren Zielsetzungen betrieben wird, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Was macht das monetär aus?
Was die Frage der Gerechtigkeit und den sozialen Ausgleich betrifft: Da werden, um im agrarischen Bereich zu bleiben, viele Äpfel mit vielen Birnen verwechselt. Wir haben im Grünen Bericht ausgewiesen, dass wir im Jahr 2003 mit minus 4 Prozent ein schwieriges Jahr für Österreichs Landwirtschaft hatten. Aber, Herr Abgeordneter Gradwohl, wissen Sie, was sozial gerecht ist? – Dass in diesem schwierigen Jahr in jenem Agrarbereich, wo in den extremsten Lagen zu wirtschaften ist, nämlich bei den Bergbauern, und hier gerade bei den Bergbauern der am meisten benachteiligten Zone 4, ein Plus ausgewiesen werden kann, ein Plus von 6 Prozent im Einkommen. Das ist gerechte, ausgleichende, zukunftsorientierte Agrarpolitik in diesem Land, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Was macht das monetär aus?)
Abg. Dr. Pirklhuber: Geh bitte! Da waren ganz konkrete Bezugnahmen aufs Budget!
Was die Frage der Gestaltung der Bundesforste betrifft, Herr Abgeordneter Pirklhuber: Sie haben sehr viele Stellungnahmen abgegeben, aber ich glaube, Sie haben das Wort „Budget“ nicht einmal am Rande erwähnt. (Abg. Dr. Pirklhuber: Geh bitte! Da waren ganz konkrete Bezugnahmen aufs Budget!) Wir diskutieren heute aber eine der wichtigsten Fragen für die zukünftige Gestaltung dieses Bereiches.
Abg. Dr. Pirklhuber: Die haben es noch gar nicht! Kredite haben sie aufnehmen müssen!
ministerium transferiert – und damit, denn Sie haben den zweiten Teil vergessen, auch die Pensionsverpflichtungen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Die haben es noch gar nicht! Kredite haben sie aufnehmen müssen!)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist eine Politik, die Sinn macht, nämlich für das Unternehmen Bundesforste Sinn macht. Dieses Unternehmen pflegt die Wälder Österreichs nachhaltig, und mit dieser Überschreibung der Pensionsrückstellung und der Übernahme der Verpflichtung durch die öffentliche Hand haben wir der Zielsetzung der Bundesforste Rechnung getragen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zu den Umweltfragen werde ich dann etwas später Stellung nehmen, nachdem die heutige Debatte bis jetzt eine reine Agrardebatte war. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Grillitsch: Herr „Professor“ Krainer!
Das Problem damit, dass Sie sagen: Das ist mir doch egal!, ist, dass Sie Ihre eigene Credibility, Ihre eigene Glaubwürdigkeit zerstören, und in drei Jahren geht es Ihnen so wie dem Grasser heute. Aber das große Problem ist, dass Sie damit ja nicht nur Ihre eigene Glaubwürdigkeit zerstören, sondern die Glaubwürdigkeit der Politik insgesamt, und damit untergraben Sie auch die Glaubwürdigkeit von uns allen hier. (Abg. Grillitsch: Herr „Professor“ Krainer!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Das ist ein Problem, und deswegen sollten Sie sehr sorgsam mit den Dingen umgehen und auch schauen, dass das, was Sie kommunizieren, in irgendeiner Art und Weise mit der Realität übereinstimmt. Das tut es bisher nämlich nicht. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Öllinger: Melk steht noch, ja! Das Stift meinen Sie, oder?
Aber es ist bezeichnend, wo Sie Ihre Kritik ansetzen, nämlich im Ausland, dort, wo uns die Möglichkeiten zumindest der direkten Einflussnahme fehlen. Aber dass dort nichts geschehen sei, selbst das ist nicht richtig. Melk gibt es (Abg. Öllinger: Melk steht noch, ja! Das Stift meinen Sie, oder?), und die Melker Vereinbarung wird Punkt für Punkt abgearbeitet. Der Minister wacht sehr intensiv und sorgsam darüber, dass diese Vereinbarung von den Tschechen auch tatsächlich eingehalten wird.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir sind in allen Rankings, wo immer Österreich und Österreichs Umweltsituation bewertet wird, an der ersten Stelle. An der ersten Stelle! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Sburny: Da sind Sie von der ÖVP aber perfekt, in solchen Sachen!
Also in Summe, abgesehen von der Problematik Klimaschutz, mit der alle kämpfen, wo wir aber gezielte Maßnahmen setzen, eine äußerst positive Bilanz! Eigentlich verstehe ich nicht, dass die Sozialdemokratie hier wieder sagt: Es geschieht nichts! Das ist ja auch in Zeiten Ihrer Regierungsbeteiligung begonnen worden, das ist in vielen Fällen die Fortsetzung von Programmen, die mit Ihnen begonnen worden sind. Ich verstehe nicht, wie man sich auf einmal den anderen Hut aufsetzen und so tun kann, als ob man damit nichts zu tun hätte. (Abg. Sburny: Da sind Sie von der ÖVP aber perfekt, in solchen Sachen!)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Krainer: Sie waren ja gar nicht dabei in den letzten 30 Jahren!
Nehmen Sie doch ein bisschen etwas davon auch für sich in Anspruch! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Krainer: Sie waren ja gar nicht dabei in den letzten 30 Jahren!) Sie brauchen sich ja nicht zu genieren dafür! Aber auf einmal zu sagen, es sei alles nichts, was der Herr Minister sagt, das ist doch völlig unglaubwürdig! Das ist völlig unglaubwürdig, Herr Krainer! (Abg. Krainer: Wer ist da unglaubwürdig?)
Abg. Krainer: Wer ist da unglaubwürdig?
Nehmen Sie doch ein bisschen etwas davon auch für sich in Anspruch! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Krainer: Sie waren ja gar nicht dabei in den letzten 30 Jahren!) Sie brauchen sich ja nicht zu genieren dafür! Aber auf einmal zu sagen, es sei alles nichts, was der Herr Minister sagt, das ist doch völlig unglaubwürdig! Das ist völlig unglaubwürdig, Herr Krainer! (Abg. Krainer: Wer ist da unglaubwürdig?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und deshalb: Ein bisschen mehr Selbstbewusstsein würde Ihnen doch ganz gut tun. Sie brauchen sich doch nicht ständig zu verstecken! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aber ich sage schon dazu: Der Herr Minister hat es geschafft, mit diesen Steigerungen im Budget noch eins draufzusetzen und damit weiteren Spielraum für umweltpolitisch sinnvolle Maßnahmen zu bekommen, und dazu ist ihm zu gratulieren. Herr Minister, ich kann mir vorstellen, es war sicher nicht leicht in den Budgetverhandlungen, diese zusätzlichen Mittel dem Herrn Finanzminister herauszuverhandeln. Ich gratuliere dazu recht herzlich und freue mich darauf, dass wir mit diesem Geld hier in diesem Hohen Haus weitere Maßnahmen zur Förderung der Umweltsituation, zur Verbesserung der Umweltsituation in diesem Land umsetzen werden können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig (Grüne): Herr Präsident! Herr Umweltminister! Hohes Haus! Das mit dem Hut war wirklich lustig, Herr Kollege Kopf. Wir rätseln ja immer, wie die ÖVP es schafft, die Zeit vor 1999 so völlig aus ihrem Gedächtnis auszublenden, wenn es etwa ums Budget geht, um alles, was irgendwie schlecht ist. Da hat es ausschließlich eine sozialdemokratische Alleinregierung gegeben. – Also, das mit dem Hut werden wir uns merken. Das ist wirklich lustig! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Kopf: Das war jetzt aber kurz!
Jetzt komme ich zum negativen Bereich; dieser ist etwas länger. (Abg. Kopf: Das war jetzt aber kurz!) – Ich war kurz, aber ich sage es zumindest! Hie und da haben Sie ja auch einen Geistesblitz, auch in der Politik. (Beifall bei den Grünen.) Es ist nicht so, dass ich alles nur schlecht finde – im Gegenteil.
Beifall bei den Grünen.
Jetzt komme ich zum negativen Bereich; dieser ist etwas länger. (Abg. Kopf: Das war jetzt aber kurz!) – Ich war kurz, aber ich sage es zumindest! Hie und da haben Sie ja auch einen Geistesblitz, auch in der Politik. (Beifall bei den Grünen.) Es ist nicht so, dass ich alles nur schlecht finde – im Gegenteil.
Abg. Neudeck: Jetzt ist er eh in Argentinien, der Klima!
Der größte Problembereich, wo man wirklich nicht davon sprechen kann, dass Österreich in allen Rankings Nummer 1 ist, ist der Klimaschutz. (Abg. Neudeck: Jetzt ist er eh in Argentinien, der Klima!) Das haben Sie völlig richtig angesprochen, und die Entwicklung ist wirklich Besorgnis erregend. Sie ist ohne Zweifel Besorgnis erregend; ich glaube, darüber sind wir uns einig, da braucht man nicht lange herumzustreiten. (Abg. Wittauer: Von den Standards muss man ausgehen!)
Abg. Wittauer: Von den Standards muss man ausgehen!
Der größte Problembereich, wo man wirklich nicht davon sprechen kann, dass Österreich in allen Rankings Nummer 1 ist, ist der Klimaschutz. (Abg. Neudeck: Jetzt ist er eh in Argentinien, der Klima!) Das haben Sie völlig richtig angesprochen, und die Entwicklung ist wirklich Besorgnis erregend. Sie ist ohne Zweifel Besorgnis erregend; ich glaube, darüber sind wir uns einig, da braucht man nicht lange herumzustreiten. (Abg. Wittauer: Von den Standards muss man ausgehen!)
Abg. Wittauer: Das wissen wir ja alles!
Österreich ist mittlerweile von dem Reduktionsziel, das wir uns auf der Basis von 1990 gesetzt haben – minus 13 Prozent –, meilenweit entfernt. (Abg. Wittauer: Das wissen wir ja alles!) Wir haben einen Anstieg seit 1990. Das bedeutet, dass wir jetzt von unserem Kyoto-Reduktionsziel 21 Prozent entfernt sind – das ist ziemlich viel! –, vor allem, weil man die Maßnahmen, die man machen könnte, und vor allem die Instrumente, die jetzt zur Verfügung stehen, in einer sehr eigenwilligen Art und Weise ausgelegt hat. Als Beispiel sei der Emissionszertifikatshandel erwähnt, wo wir nachweislich – auch im europäischen Vergleich – sehr, sehr großzügige Zugeständnisse an die Industrie gemacht haben.
Abg. Wittauer: Nein, ich werde nachher dazu was zu sagen haben, ...!
Länder. Wenn es um die Frage geht, wie dieses neue Instrument Emissionszertifikatshandel angewandt wurde, so ist Österreich diesbezüglich nach Portugal das großzügigste Land gegenüber der Industrie. Kollege Wittauer hat das letztes Mal nicht verstanden. (Abg. Wittauer: Nein, ich werde nachher dazu was zu sagen haben, ...!) Weil die Studien von einer britischen und einer schwedischen Forschungseinrichtung gemacht worden sind, hat er davon gesprochen, dass das in Großbritannien alles ganz anders ist. Aber das war nicht gemeint, das waren nur die Studienautoren, die in Großbritannien und in Schweden diese Vergleiche gemacht haben. Und die haben alle europäischen Staaten verglichen, und schlechter als wir ist nur Portugal. – Ich glaube, das war jetzt verständlich, oder? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Das stimmt eben nicht!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Das stimmt eben nicht!
Länder. Wenn es um die Frage geht, wie dieses neue Instrument Emissionszertifikatshandel angewandt wurde, so ist Österreich diesbezüglich nach Portugal das großzügigste Land gegenüber der Industrie. Kollege Wittauer hat das letztes Mal nicht verstanden. (Abg. Wittauer: Nein, ich werde nachher dazu was zu sagen haben, ...!) Weil die Studien von einer britischen und einer schwedischen Forschungseinrichtung gemacht worden sind, hat er davon gesprochen, dass das in Großbritannien alles ganz anders ist. Aber das war nicht gemeint, das waren nur die Studienautoren, die in Großbritannien und in Schweden diese Vergleiche gemacht haben. Und die haben alle europäischen Staaten verglichen, und schlechter als wir ist nur Portugal. – Ich glaube, das war jetzt verständlich, oder? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Das stimmt eben nicht!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: ... Rudi Anschober!
Das ist nicht lustig, sondern das ist meiner Meinung nach ein Problem. Es war ein schwerer Kampf, und ich habe das sehr wohl beobachtet. Ich habe auch in Oberösterreich beobachtet, wie man mit solchen Industriebetrieben umgeht, die dann massiv Druck machen und mit Argumenten wie Standortsicherung und Abbau von Arbeitsplätzen versuchen, Umweltziele zu reduzieren und für sich das Beste herauszuschlagen. In solchen Momenten muss man eben hart bleiben, Herr Umweltminister, und nicht umfallen. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: ... Rudi Anschober!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: „Schlimm“!
Der letzte Bereich, der aus meiner Sicht problematisch ist (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: „Schlimm“!), ist der Abfallbereich. Dieser ist ein bisschen aus dem Blickwinkel der öffentlichen Aufmerksamkeit und aus dem Bereich der Diskussion gewichen und gesunken. Wir hatten da harte Auseinandersetzungen (Abg. Wittauer: Eine Erfolgsgeschichte!) mit dem jetzt gerade abwesenden Ex-Umweltminister und nunmehrigen Klubobmann Molterer, der damals einen eigentlich sehr gravierenden Schritt gesetzt hat (Abg. Wittauer – auf den nicht besetzten Platz des Abg. Mag. Molterer weisend –: Er ist nicht da!), nämlich: Weg von verbindlichen Mehrwegquoten – wo Österreich sehr gut war –, hin zu einer freiwilligen Selbstverpflichtung mit der Wirtschaft.
Abg. Wittauer: Eine Erfolgsgeschichte!
Der letzte Bereich, der aus meiner Sicht problematisch ist (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: „Schlimm“!), ist der Abfallbereich. Dieser ist ein bisschen aus dem Blickwinkel der öffentlichen Aufmerksamkeit und aus dem Bereich der Diskussion gewichen und gesunken. Wir hatten da harte Auseinandersetzungen (Abg. Wittauer: Eine Erfolgsgeschichte!) mit dem jetzt gerade abwesenden Ex-Umweltminister und nunmehrigen Klubobmann Molterer, der damals einen eigentlich sehr gravierenden Schritt gesetzt hat (Abg. Wittauer – auf den nicht besetzten Platz des Abg. Mag. Molterer weisend –: Er ist nicht da!), nämlich: Weg von verbindlichen Mehrwegquoten – wo Österreich sehr gut war –, hin zu einer freiwilligen Selbstverpflichtung mit der Wirtschaft.
Abg. Wittauer – auf den nicht besetzten Platz des Abg. Mag. Molterer weisend –: Er ist nicht da!
Der letzte Bereich, der aus meiner Sicht problematisch ist (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: „Schlimm“!), ist der Abfallbereich. Dieser ist ein bisschen aus dem Blickwinkel der öffentlichen Aufmerksamkeit und aus dem Bereich der Diskussion gewichen und gesunken. Wir hatten da harte Auseinandersetzungen (Abg. Wittauer: Eine Erfolgsgeschichte!) mit dem jetzt gerade abwesenden Ex-Umweltminister und nunmehrigen Klubobmann Molterer, der damals einen eigentlich sehr gravierenden Schritt gesetzt hat (Abg. Wittauer – auf den nicht besetzten Platz des Abg. Mag. Molterer weisend –: Er ist nicht da!), nämlich: Weg von verbindlichen Mehrwegquoten – wo Österreich sehr gut war –, hin zu einer freiwilligen Selbstverpflichtung mit der Wirtschaft.
Zwischenruf bei der ÖVP sowie Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.
Wir haben damals schon gesagt: Das funktioniert nicht! Und die Zahlen haben uns mit unserer Skepsis auch Recht gegeben: Bei den Quoten im Mehrwegbereich, vor allem im Bereich Mineralwässer und Limonaden, kam es zu ganz dramatischen Einbrüchen. (Zwischenruf bei der ÖVP sowie Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: ... 80 Prozent!
Ich glaube, wir können gerne über unsere Probleme sprechen. Wir haben, vor allem im Mineralwasserbereich, 1995 noch fast 100 Prozent Mehrwegquote gehabt. Jetzt sind es mittlerweile unter 50 Prozent. Sie haben damals angekündigt: Wenn es wirklich nicht funktioniert, dann gibt es wieder verbindliche Zielsetzungen, verbindliche Quoten. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: ... 80 Prozent!) – Von diesem Weg sind Sie nun abgegangen, und Sie gehen weiter den Weg mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Wirtschaft – die nicht funktioniert, weil Sie denen einfach nicht wehtun wollen. – Ich finde das falsch! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich glaube, wir können gerne über unsere Probleme sprechen. Wir haben, vor allem im Mineralwasserbereich, 1995 noch fast 100 Prozent Mehrwegquote gehabt. Jetzt sind es mittlerweile unter 50 Prozent. Sie haben damals angekündigt: Wenn es wirklich nicht funktioniert, dann gibt es wieder verbindliche Zielsetzungen, verbindliche Quoten. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: ... 80 Prozent!) – Von diesem Weg sind Sie nun abgegangen, und Sie gehen weiter den Weg mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Wirtschaft – die nicht funktioniert, weil Sie denen einfach nicht wehtun wollen. – Ich finde das falsch! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Krainer.
Herr Umweltminister, ich würde Sie bitten: Es geht nicht immer alles so, dass man sich etwas mit dem Abgeordneten Kopf oder mit der Wirtschaftskammer ausmacht, und dann funktioniert die Erreichung eines Umweltzieles, sondern man muss hie und da auch gegenüber der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung wirklich Rückgrat haben. Das darf man sich im Umweltbereich nicht herausoperieren lassen! – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Krainer.)
Abg. Öllinger: Der Wittauer zeigt jetzt, was „Rückgrat“ heißt!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr gelangt Herr Abgeordneter Wittauer ans Rednerpult. Seine Wunschredezeit beträgt gleichfalls 8 Minuten. – Bitte. (Abg. Öllinger: Der Wittauer zeigt jetzt, was „Rückgrat“ heißt!)
Abg. Brosz: Der „Experte Wittauer“ wird das jetzt erklären!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Es ist so: Ich habe mich eigentlich gut vorbereitet und wollte heute über die Erfolgsgeschichte Österreichs in den Bereichen Umwelt und Landwirtschaft referieren, aber Frau Abgeordnete Glawischnig gibt mir natürlich wieder Anlass dazu, über Dinge zu sprechen, die sie anscheinend nicht verstanden hat. (Abg. Brosz: Der „Experte Wittauer“ wird das jetzt erklären!)
Abg. Dr. Glawischnig: Wir haben eine gute Ausgangssituation!
Ich habe das schon begriffen, dass das eine Studie von diesen zwei Ländern ist. Ich habe nur eines gesagt: Wir gehen von einem so hohen Niveau aus, dass sich England und andere Staaten relativ leicht tun, sage ich einmal, mit ihren Zielen, während wir Ziele haben, die weit über das Normale – das, was andere europäische Staaten haben – hinausgehen. (Abg. Dr. Glawischnig: Wir haben eine gute Ausgangssituation!) Und deshalb ist es bei uns mit einem ganz anderen Aufwand verbunden, diese Ziele zu erreichen – und wir sind dabei auch auf einem guten Weg. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig: Eben nicht! – Abg. Krainer: Realitätsverweigerung!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig: Eben nicht! – Abg. Krainer: Realitätsverweigerung!
Ich habe das schon begriffen, dass das eine Studie von diesen zwei Ländern ist. Ich habe nur eines gesagt: Wir gehen von einem so hohen Niveau aus, dass sich England und andere Staaten relativ leicht tun, sage ich einmal, mit ihren Zielen, während wir Ziele haben, die weit über das Normale – das, was andere europäische Staaten haben – hinausgehen. (Abg. Dr. Glawischnig: Wir haben eine gute Ausgangssituation!) Und deshalb ist es bei uns mit einem ganz anderen Aufwand verbunden, diese Ziele zu erreichen – und wir sind dabei auch auf einem guten Weg. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig: Eben nicht! – Abg. Krainer: Realitätsverweigerung!)
Abg. Öllinger: Ja, geben Sie die Antworten!
wir haben also eine große Belastung, die von außen kommt. Und da müssen wir die Antworten geben, und diese müssen europäisch geklärt werden, nicht nur in Österreich alleine. (Abg. Öllinger: Ja, geben Sie die Antworten!)
Abg. Dr. Glawischnig: Die wird „gequält“!
Wir haben vorher gehört, wir hätten da keine Erfolgsgeschichte zu verzeichnen. – Wenn ich mir die Industrie anschaue, die auch so sehr gequält wird (Abg. Dr. Glawischnig: Die wird „gequält“!), dann ist festzuhalten, dass die Emissionen von Kohlenmonoxid – Quellen: Hausbrand, Verkehr und Industrie – seit 1990 um 31 Prozent abgenommen haben. Das ist doch ein Erfolg! Und wenn wir im Hinblick auf den Wirtschaftsstandort Österreich das Emissionszertifikategesetz betrachten, dann ist das auch eine Erfolgsgeschichte: Es nützt der Umwelt, und es nützt auch dem Wirtschaftsstandort Österreich. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Glawischnig: Das nützt überhaupt nichts, die Zertifikate! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung der Abg. Dr. Glawischnig –: Es ist halt „alles zu wenig“, was wir machen! „Alles zu wenig“!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Glawischnig: Das nützt überhaupt nichts, die Zertifikate! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung der Abg. Dr. Glawischnig –: Es ist halt „alles zu wenig“, was wir machen! „Alles zu wenig“!
Wir haben vorher gehört, wir hätten da keine Erfolgsgeschichte zu verzeichnen. – Wenn ich mir die Industrie anschaue, die auch so sehr gequält wird (Abg. Dr. Glawischnig: Die wird „gequält“!), dann ist festzuhalten, dass die Emissionen von Kohlenmonoxid – Quellen: Hausbrand, Verkehr und Industrie – seit 1990 um 31 Prozent abgenommen haben. Das ist doch ein Erfolg! Und wenn wir im Hinblick auf den Wirtschaftsstandort Österreich das Emissionszertifikategesetz betrachten, dann ist das auch eine Erfolgsgeschichte: Es nützt der Umwelt, und es nützt auch dem Wirtschaftsstandort Österreich. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Glawischnig: Das nützt überhaupt nichts, die Zertifikate! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung der Abg. Dr. Glawischnig –: Es ist halt „alles zu wenig“, was wir machen! „Alles zu wenig“!)
Zwischenruf des Abg. Öllinger
Zum Thema Abfall: Auch das ist eine Erfolgsgeschichte. Insgesamt ist das jährliche Abfallaufkommen in den Bereichen Industrie, Gewerbe und Haushalt seit 1999 gleich geblieben, obwohl die Abfallerzeugung – und das ist auch wieder ein globales Problem – ständig steigt (Zwischenruf des Abg. Öllinger); also die Abfalltrennung ist eine Erfolgsgeschichte. (Abg. Öllinger: Und was lernen wir daraus?) – Nun, das muss man zur Kenntnis nehmen!
Abg. Öllinger: Und was lernen wir daraus?
Zum Thema Abfall: Auch das ist eine Erfolgsgeschichte. Insgesamt ist das jährliche Abfallaufkommen in den Bereichen Industrie, Gewerbe und Haushalt seit 1999 gleich geblieben, obwohl die Abfallerzeugung – und das ist auch wieder ein globales Problem – ständig steigt (Zwischenruf des Abg. Öllinger); also die Abfalltrennung ist eine Erfolgsgeschichte. (Abg. Öllinger: Und was lernen wir daraus?) – Nun, das muss man zur Kenntnis nehmen!
Abg. Öllinger: Was haben wir geschafft?
Wenn man nun etwa den Bereich Altlasten hernimmt, dann muss man sagen: Auch dort haben wir sehr viel geschafft! (Abg. Öllinger: Was haben wir geschafft?) Die Sanierung der Deponien ist eine Erfolgsgeschichte! Da kann man nichts Gegenteiliges sagen. (Abg. Krainer: Sie hinterlassen uns viele Altlasten!)
Abg. Krainer: Sie hinterlassen uns viele Altlasten!
Wenn man nun etwa den Bereich Altlasten hernimmt, dann muss man sagen: Auch dort haben wir sehr viel geschafft! (Abg. Öllinger: Was haben wir geschafft?) Die Sanierung der Deponien ist eine Erfolgsgeschichte! Da kann man nichts Gegenteiliges sagen. (Abg. Krainer: Sie hinterlassen uns viele Altlasten!)
Abg. Krainer: Ihr seid ja der Trend!
Wir haben natürlich ein Problem: Der Trend geht in eine andere Richtung. (Abg. Krainer: Ihr seid ja der Trend!) Wir müssen gegen den Trend kämpfen. Wir haben die Verpflichtung von 13 Prozent übernommen. Wir haben Steigerungsraten: im Verkehr über 40 Prozent; wir wissen das. Gerade dieser Bereich ist aber einer, wo die Probleme nicht von einem Jahr auf das nächste geklärt werden können. Wir haben einen Brenner-Basistunnel, den wir bauen; wir investieren sehr viel in den Infrastrukturbereich Schiene. Da gibt es also viele Maßnahmen, und diese sollte man endlich einmal ein bisschen anerkennen! (Abg. Krainer: Ja, das „sollen wir anerkennen“! – Ironische Heiterkeit des Abg. Krainer.) Diese positive Erfolgsgeschichte – und ich sage: auch von Minister Pröll! – nicht einmal mit einem einzigen Satz abzutun, das halte ich schon fast für eine Gemeinheit, möchte ich sagen – und das ist ohnedies schon untertrieben. (Ironische Heiterkeit der Abg. Dr. Glawischnig sowie Ruf: Ich bringe ein Taschentuch!)
Abg. Krainer: Ja, das „sollen wir anerkennen“! – Ironische Heiterkeit des Abg. Krainer.
Wir haben natürlich ein Problem: Der Trend geht in eine andere Richtung. (Abg. Krainer: Ihr seid ja der Trend!) Wir müssen gegen den Trend kämpfen. Wir haben die Verpflichtung von 13 Prozent übernommen. Wir haben Steigerungsraten: im Verkehr über 40 Prozent; wir wissen das. Gerade dieser Bereich ist aber einer, wo die Probleme nicht von einem Jahr auf das nächste geklärt werden können. Wir haben einen Brenner-Basistunnel, den wir bauen; wir investieren sehr viel in den Infrastrukturbereich Schiene. Da gibt es also viele Maßnahmen, und diese sollte man endlich einmal ein bisschen anerkennen! (Abg. Krainer: Ja, das „sollen wir anerkennen“! – Ironische Heiterkeit des Abg. Krainer.) Diese positive Erfolgsgeschichte – und ich sage: auch von Minister Pröll! – nicht einmal mit einem einzigen Satz abzutun, das halte ich schon fast für eine Gemeinheit, möchte ich sagen – und das ist ohnedies schon untertrieben. (Ironische Heiterkeit der Abg. Dr. Glawischnig sowie Ruf: Ich bringe ein Taschentuch!)
Ironische Heiterkeit der Abg. Dr. Glawischnig sowie Ruf: Ich bringe ein Taschentuch!
Wir haben natürlich ein Problem: Der Trend geht in eine andere Richtung. (Abg. Krainer: Ihr seid ja der Trend!) Wir müssen gegen den Trend kämpfen. Wir haben die Verpflichtung von 13 Prozent übernommen. Wir haben Steigerungsraten: im Verkehr über 40 Prozent; wir wissen das. Gerade dieser Bereich ist aber einer, wo die Probleme nicht von einem Jahr auf das nächste geklärt werden können. Wir haben einen Brenner-Basistunnel, den wir bauen; wir investieren sehr viel in den Infrastrukturbereich Schiene. Da gibt es also viele Maßnahmen, und diese sollte man endlich einmal ein bisschen anerkennen! (Abg. Krainer: Ja, das „sollen wir anerkennen“! – Ironische Heiterkeit des Abg. Krainer.) Diese positive Erfolgsgeschichte – und ich sage: auch von Minister Pröll! – nicht einmal mit einem einzigen Satz abzutun, das halte ich schon fast für eine Gemeinheit, möchte ich sagen – und das ist ohnedies schon untertrieben. (Ironische Heiterkeit der Abg. Dr. Glawischnig sowie Ruf: Ich bringe ein Taschentuch!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wenn ich nun auf die Landwirtschaft zu sprechen komme, dann muss ich feststellen: Davon habe ich vorher nichts gehört! Die Landwirtschaft wird offenbar ausgelassen, wenn Sie über das Thema Umwelt reden. – Dabei ist der größte Umweltfreund, der am meisten für die Umwelt tut, die Landwirtschaft! Das ist ein Faktum! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) 40 Prozent der österreichischen Fläche werden von Landwirten und Landwirtinnen, von unserer heimischen Landwirtschaft bearbeitet.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist alles zu wenig! Alles zu wenig! Egal, was geschieht: Alles zu wenig!
Was die Förderungen anlangt, kann man feststellen: Wir sind im absoluten Spitzenfeld – die Spitze europaweit! – beim Biolandbau. Ist das nichts? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist alles zu wenig! Alles zu wenig! Egal, was geschieht: Alles zu wenig!) Wir sind Spitze bei der Lebensmittelerzeugung, bei der gesunden Lebensmittelerzeugung. Ist das nichts? Wir haben beim Tierschutz die ersten Zeichen gesetzt – das trägt die Landwirtschaft! Ist das nichts? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die Roten wollen die Förderungen um 50 Prozent kürzen!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die Roten wollen die Förderungen um 50 Prozent kürzen!
Was die Förderungen anlangt, kann man feststellen: Wir sind im absoluten Spitzenfeld – die Spitze europaweit! – beim Biolandbau. Ist das nichts? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist alles zu wenig! Alles zu wenig! Egal, was geschieht: Alles zu wenig!) Wir sind Spitze bei der Lebensmittelerzeugung, bei der gesunden Lebensmittelerzeugung. Ist das nichts? Wir haben beim Tierschutz die ersten Zeichen gesetzt – das trägt die Landwirtschaft! Ist das nichts? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die Roten wollen die Förderungen um 50 Prozent kürzen!)
Abg. Dr. Glawischnig: Die Politik soll Probleme lösen und sich nicht selbst bewerten!
dort dabei! Ist das nichts? 86 Prozent sind es, die, sage ich einmal, irgendwo eine Förderungsmaßnahme bekommen. Herr Abgeordneter Pirklhuber, ist das nichts? (Abg. Dr. Glawischnig: Die Politik soll Probleme lösen und sich nicht selbst bewerten!)
Ruf bei den Grünen: Das ist, glaube ich, bei der ÖVP! – Abg. Krainer: Einen Ordnungsruf für das Handy! – Heiterkeit.
Wenn man dann gerade den alpinen Bereich betrachtet, dann muss man sagen: Gerade in sensiblen Ökosystemen – ich lebe in einem alpinen Bereich – sind wir Landwirte die Nachhaltigkeit schlechthin! (In den Reihen der ÖVP läutet das auf einem Tisch liegende Handy eines nicht im Saal anwesenden Abgeordneten.) – Da läutet es irgendwo – aber ist ja egal. (Ruf bei den Grünen: Das ist, glaube ich, bei der ÖVP! – Abg. Krainer: Einen Ordnungsruf für das Handy! – Heiterkeit.) – Herr Präsident Khol wird mir die entsprechende Zeit dann natürlich dazugeben, weil das Thema ja so wichtig ist.
Das betreffende Handy läutet neuerlich. – Abg. Krainer: Der Amon soll sein Handy abdrehen! – Die Abgeordneten Gahr und Jakob Auer eilen zu dieser Bank, um das Handy abzuschalten. – Abg. Öllinger: Das ist ja eine Handy-Symphonie, Herr Präsident! – Heiterkeit.
Es ist vorhin die Problematik der Waldbewirtschaftung angesprochen worden. – Natürlich ist das ein riesiges Problem! Über 40 Prozent des Zuwachses werden nicht bewirtschaftet. Und warum ist das so? (Das betreffende Handy läutet neuerlich. – Abg. Krainer: Der Amon soll sein Handy abdrehen! – Die Abgeordneten Gahr und Jakob Auer eilen zu dieser Bank, um das Handy abzuschalten. – Abg. Öllinger: Das ist ja eine Handy-Symphonie, Herr Präsident! – Heiterkeit.) – Da ist es wiederum so, dass im europäischen Raum sehr viel importiert wird, dass Billigware importiert wird und dass einfach die Preise, allein für die Bearbeitung, nicht bezahlt werden.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn wir auf der anderen Seite sehr engagierte Programme haben, um Nachhaltigkeit – sei es bei der Stromerzeugung, sei es im Bereich Wärme – umzusetzen, und wir bekommen den Preis in unserer heimischen Waldwirtschaft nicht, dann ist das ein Problem, das wir nicht nur in Österreich haben, sondern es ist ein europaweites Problem. Und da müssen wir etwas dagegen tun, auch was die Zielsetzungen betrifft! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Selbstverständlich! ...!
Herr Pirklhuber, natürlich bin ich der gleichen Meinung wie Abgeordneter Grillitsch. (Abg. Dr. Glawischnig: Selbstverständlich! ...!) Ich bin froh, dass wir kein Gewerkschaftssystem haben. Wir sind freie Bauern und bleiben freie Bauern. Und ich glaube, das ist es, was Abgeordneter Grillitsch sagen wollte: Jemand, der etwas besitzt und die Verantwortung für den Besitz hat, der Verantwortung hat für seine Familie, der braucht keine Gewerkschaft! (Abg. Broukal: ... eh den Bauernbund! ...!), sondern wir brauchen eine Kammervertretung, durch die uns in gewissen Bereichen geholfen wird – aber nicht diesen schrägen Vergleich. Man muss das also schon richtig sehen, so wie es Abgeordneter Grillitsch gemacht hat.
Abg. Broukal: ... eh den Bauernbund! ...!
Herr Pirklhuber, natürlich bin ich der gleichen Meinung wie Abgeordneter Grillitsch. (Abg. Dr. Glawischnig: Selbstverständlich! ...!) Ich bin froh, dass wir kein Gewerkschaftssystem haben. Wir sind freie Bauern und bleiben freie Bauern. Und ich glaube, das ist es, was Abgeordneter Grillitsch sagen wollte: Jemand, der etwas besitzt und die Verantwortung für den Besitz hat, der Verantwortung hat für seine Familie, der braucht keine Gewerkschaft! (Abg. Broukal: ... eh den Bauernbund! ...!), sondern wir brauchen eine Kammervertretung, durch die uns in gewissen Bereichen geholfen wird – aber nicht diesen schrägen Vergleich. Man muss das also schon richtig sehen, so wie es Abgeordneter Grillitsch gemacht hat.
Abg. Krainer: Die Regierung kauft die Autos mit dem höchsten CO2-Ausstoß! Da hat der Umweltgedanke keine Rolle gespielt!
Denken wir aber auch daran, wie schnell wir es geschafft haben, schwefelarmen Treibstoff auf den Markt zu bringen! Und im Zusammenhang mit dem Dieselpartikelfilter gibt es jetzt auch Förderungsmaßnahmen. (Abg. Krainer: Die Regierung kauft die Autos mit dem höchsten CO2-Ausstoß! Da hat der Umweltgedanke keine Rolle gespielt!) – Sagen wir doch einmal danke dafür, dass Umwelt ein Schwerpunkt dieser Regierung ist – und jammern Sie das nicht immer tot, indem Sie sagen, es gäbe viele negative Dinge! Natürlich ist die Umwelt immer – ich habe es vorher schon gesagt – die Herausforderung der Zukunft. Dieser Bereich ist so komplex, dass man das nicht so einseitig sehen darf.
Abg. Broukal – auf Präsident Dr. Khol weisend –: Es ist ihm nichts bekannt!
Ich sehe, dass das rote Licht auf dem Rednerpult das Ende der Redezeit anzeigt, aber der Präsident hat mir ein bisschen Zeit dazugegeben. (Abg. Broukal – auf Präsident Dr. Khol weisend –: Es ist ihm nichts bekannt!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Heute ist zwar Faschingsbeginn, aber den feiern wir hier nicht!
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. – Meine Damen und Herren von den Oppositionsparteien, bitte nehmen Sie sich ein Herz und sagen Sie einmal: Herr Minister, Sie haben eine gute Politik gemacht, und wir unterstützen diese! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Heute ist zwar Faschingsbeginn, aber den feiern wir hier nicht!)
Abg. Krainer: Das gehört dem Amon!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter! Ich kann Ihnen weder Zeit dazugeben, noch kann ich einem herrenlosen Handy, das läutet, einen Ordnungsruf erteilen. (Abg. Krainer: Das gehört dem Amon!) Ich weiß noch nicht, aber ich werde mit dem Abgeordneten reden. (Abg. Öllinger: Einen Ordnungsruf für die ganze ÖVP!)
Abg. Öllinger: Einen Ordnungsruf für die ganze ÖVP!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter! Ich kann Ihnen weder Zeit dazugeben, noch kann ich einem herrenlosen Handy, das läutet, einen Ordnungsruf erteilen. (Abg. Krainer: Das gehört dem Amon!) Ich weiß noch nicht, aber ich werde mit dem Abgeordneten reden. (Abg. Öllinger: Einen Ordnungsruf für die ganze ÖVP!)
Beifall bei der ÖVP
Zur Anti-Atompolitik. Frau Abgeordnete Glawischnig, Sie haben die 5 Millionen € für den Melker Prozess hinterfragt. Ich nehme heute aus dieser Diskussion mit, dass ich offensichtlich das Geld für den Melker Prozess nicht mehr ausgeben soll, den Melker Prozess und die Gespräche mit Tschechien beenden soll. Bezüglich meiner Position können Sie davon ausgehen, dass ich das Geld für Experten, die Tag und Nacht mit Tschechien über Sicherheitsverbesserungen sprechen, ausgeben werde. Mein Ziel ist, Temelín möglichst sicher zu machen und den Melker Prozess nicht aufzukündigen (Beifall bei der ÖVP), sondern diesen Weg weiter konsequent zum Schutz der österreichischen Bevölkerung zu gehen.
Abg. Dr. Glawischnig: Zehn Jahre Teilkollaudierung?
Es ist durch die Teilkollaudierung – auch das habe ich wiederholte Male gesagt – nicht zu einem Bruch des Melker Abkommens gekommen. (Abg. Dr. Glawischnig: Zehn Jahre Teilkollaudierung?) Temelín möglichst sicher zu machen, den Melker Prozess zu Ende zu führen und dafür auch die budgetären Mittel vorzusehen – das ist die richtige Antwort. (Abg. Dr. Glawischnig: Sehr euphemistische Interpretation!) Man muss natürlich auch mit der Energiepartnerschaft weiter darauf drängen, zu alternativen Energieformen zu wechseln.
Abg. Dr. Glawischnig: Sehr euphemistische Interpretation!
Es ist durch die Teilkollaudierung – auch das habe ich wiederholte Male gesagt – nicht zu einem Bruch des Melker Abkommens gekommen. (Abg. Dr. Glawischnig: Zehn Jahre Teilkollaudierung?) Temelín möglichst sicher zu machen, den Melker Prozess zu Ende zu führen und dafür auch die budgetären Mittel vorzusehen – das ist die richtige Antwort. (Abg. Dr. Glawischnig: Sehr euphemistische Interpretation!) Man muss natürlich auch mit der Energiepartnerschaft weiter darauf drängen, zu alternativen Energieformen zu wechseln.
Abg. Krainer: Abschreckendes Beispiel!
Da kann das Ökostromgesetz neu ein gutes Beispiel für die zehn neuen Mitgliedsländer sein, um hier eine richtige Antwort zu geben. (Abg. Krainer: Abschreckendes Beispiel!) – Offensichtlich sind Sie mit dem Ökostromgesetz nicht zufrieden, Sie wollen noch restriktiver, so höre ich, vorgehen und die zur Verfügung stehende Summe in den Verhandlungen noch einmal reduzieren. (Abg. Krainer: Wo haben Sie das gehört? Ist das die Giftküche von Lopatka?) Wir werden ja sehen, wie die entsprechende Aufstellung läuft, meine sehr geehrten Damen und Herren.
Abg. Krainer: Wo haben Sie das gehört? Ist das die Giftküche von Lopatka?
Da kann das Ökostromgesetz neu ein gutes Beispiel für die zehn neuen Mitgliedsländer sein, um hier eine richtige Antwort zu geben. (Abg. Krainer: Abschreckendes Beispiel!) – Offensichtlich sind Sie mit dem Ökostromgesetz nicht zufrieden, Sie wollen noch restriktiver, so höre ich, vorgehen und die zur Verfügung stehende Summe in den Verhandlungen noch einmal reduzieren. (Abg. Krainer: Wo haben Sie das gehört? Ist das die Giftküche von Lopatka?) Wir werden ja sehen, wie die entsprechende Aufstellung läuft, meine sehr geehrten Damen und Herren.
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Was die Frage der Erfolge der letzten Zeit betrifft, jetzt nur jene der letzten Tage und Wochen: Wir haben auch in der Klimastrategie mit der Beimischung von alternativen Treibstoffen zu fossilen Energieträgern in einer Belastungsphase durch hohe Kosten bei fossilen Energieträgern die richtige Antwort gegeben. Im Jahr 2008: 5,75 Prozent Beimischung aus heimischer Produktion. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Das ist wichtig, Herr Abgeordneter Pirklhuber, für die Wertschöpfung im ländlichen Raum, für die Bäuerinnen und Bauern mit einem großen Umweltnutzen, denn minus 1 Million Tonnen CO2 werden aus dieser Maßnahme im Jahr 2008 resultieren. Das ist übrigens ambitionierter als in allen anderen europäischen Ländern. Das ist Vorbildwirkung auf einem nachhaltigen Weg in eine nachhaltige Energiezukunft für unser Land! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was die Frage der Erfolge der letzten Zeit betrifft, jetzt nur jene der letzten Tage und Wochen: Wir haben auch in der Klimastrategie mit der Beimischung von alternativen Treibstoffen zu fossilen Energieträgern in einer Belastungsphase durch hohe Kosten bei fossilen Energieträgern die richtige Antwort gegeben. Im Jahr 2008: 5,75 Prozent Beimischung aus heimischer Produktion. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Das ist wichtig, Herr Abgeordneter Pirklhuber, für die Wertschöpfung im ländlichen Raum, für die Bäuerinnen und Bauern mit einem großen Umweltnutzen, denn minus 1 Million Tonnen CO2 werden aus dieser Maßnahme im Jahr 2008 resultieren. Das ist übrigens ambitionierter als in allen anderen europäischen Ländern. Das ist Vorbildwirkung auf einem nachhaltigen Weg in eine nachhaltige Energiezukunft für unser Land! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was die Frage anlangt, wie es denn mit der Sensibilisierung der Bevölkerung aussieht, so liegen interessante Studien vor, dass vor allem in den Städten – und hier vorrangig in Wien – die Menschen zu 97 Prozent zum Beispiel die Verringerung der Luftschadstoffe für besonders dringlich halten. Für die Verringerung der Lärmbelastung sind 84 Prozent. Diesbezüglich haben wir noch etliche Aufgaben vor uns, um richtige Antworten zu finden. Da die Antworten in den Städten, vor allem in Wien, nicht gegeben werden, werde ich sie geben. Ich gehe nächste Woche mit einem Lärmgesetz in Begutachtung, um auch in der Umweltqualität im städtischen Bereich die richtigen Antworten für die Zukunft zu finden. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
der Europäischen Union eine klare Antwort erhalten: Verbindliche Mehrwegquoten sind EU-rechtswidrig. Das deutsche Pfandsystem mit dem Chaos, das produziert wurde, ist nun durch eine Klage der Kommission gegen Deutschland stark unter Druck. So gesehen: Wenn man alternative Wege wählt, dann ist man gemeinsam mit der Wirtschaft oftmals am effizienteren und erfolgsträchtigeren Weg unterwegs. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Insgesamt stehen im Jahr 2005 für den Umweltbereich in Österreich mit einer Steigerung 524,91 Millionen € für die Verbesserung der Lebensqualität in diesem Lande zur Verfügung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Danke! – Abg. Neudeck: Dann müsst ihr mit uns mitarbeiten!
Die SPÖ will nicht weniger Ökostrom, sondern mehr. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Danke! – Abg. Neudeck: Dann müsst ihr mit uns mitarbeiten!)
Abg. Neudeck: Aber noch immer stärker, Frau Kollegin! Zählen Sie nach!
Abgeordnete Rosemarie Schönpass (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Grillitsch hat zu Beginn seiner Rede die mangelnde Anwesenheit auf der linken Seite kritisiert. Überwältigend ist sie bei der ÖVP auch nicht. (Abg. Neudeck: Aber noch immer stärker, Frau Kollegin! Zählen Sie nach!) – Ihr seid auch stärker, nicht? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Rosemarie Schönpass (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Grillitsch hat zu Beginn seiner Rede die mangelnde Anwesenheit auf der linken Seite kritisiert. Überwältigend ist sie bei der ÖVP auch nicht. (Abg. Neudeck: Aber noch immer stärker, Frau Kollegin! Zählen Sie nach!) – Ihr seid auch stärker, nicht? (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Ellmauer.
Dort, wo dringend öffentliche Unterstützung gebraucht wird, zum Beispiel bei den Bergbauern oder den Biobetrieben, passiert nichts. Die sollen schauen, wie sie mit ihren vergleichsweise minimalen Förderungen auskommen. (Zwischenruf des Abg. Ellmauer.) – Vielleicht kennen Sie sich besser aus.
Abg. Keuschnigg: Gestiegen!
Die Tatsache, dass das Einkommen der Bergbauernbetriebe letztes Jahr um 7 Prozent gesunken ist, nicht nur im Gebiet 4 ... (Abg. Keuschnigg: Gestiegen!) – Ja, im Gebiet 4! – Das heißt für Sie, Herr Minister, offenbar noch lange nicht, dass hier geholfen oder unterstützt werden muss. Wieso wollen Sie zum Beispiel die Bergbäuerinnen und
Abg. Dr. Brinek: Das hat er nicht gesagt!
Herr Minister! Auch Sie sind dazu verpflichtet ... (Abg. Dr. Brinek: Das hat er nicht gesagt!) – Das hat er sehr wohl gesagt. Er hat auch gesagt, auch Männerprojekte werden nicht gefördert.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister, auch Sie sind dazu verpflichtet, die EU-Richtlinie zum Gender Mainstreaming einzuhalten und umzusetzen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Deswegen haben wir eine Männerabteilung!
Für den Fall, dass Sie es noch nicht verstanden haben: Das bedeutet, solange Ungerechtigkeiten zwischen Männern und Frauen bestehen, müssen Sie in Ihrer Regierungsarbeit dafür sorgen, dass diese Ungerechtigkeiten beseitigt werden. (Abg. Neudeck: Deswegen haben wir eine Männerabteilung!) Dort, wo Frauen schlechtere Chancen und geringere Einkommen haben, müssen Sie dafür sorgen, dass diese Nachteile beseitigt werden, auch in der Landwirtschaft. Ob Sie das sinnvoll finden oder nicht, ist Ihre Privatmeinung und tut nichts zur Sache.
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Deswegen unterstütze ich es ja ..., wenn ich einen Preis vergebe! – Abg. Jakob Auer: Da sieht man wieder ...! Jetzt haben Sie sich selbst widersprochen!
Herr Minister! Ich weiß nicht, ob Sie gegen Ihre Überzeugung handeln mussten, als Sie den Vertretern eines Projekts aus meiner Region den ersten Preis überreicht haben. Es handelte sich dabei um ein innovatives Projekt im Rahmen des LEADER Plus-Programms der EU, mit dem die Beschäftigung von Frauen und Jugendlichen im Hausruckviertel gefördert wurde. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Deswegen unterstütze ich es ja ..., wenn ich einen Preis vergebe! – Abg. Jakob Auer: Da sieht man wieder ...! Jetzt haben Sie sich selbst widersprochen!)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss noch eine Frage an Sie, Herr Minister: Finden Sie es sinnvoll, die Arbeiterkammerumlage einzufrieren, während die Zuwendung für die Landwirtschaftskammer im Budget 2005 um 1 Million € erhöht wird? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aber der größte Dank gilt immer noch den bäuerlichen Familien, den Bäuerinnen, den Bauern und vor allem der bäuerlichen Jugend, die bereit ist, auch in schwierigen Zeiten noch Bauer oder Bäuerin zu werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Ein Beispiel aus meinem Heimatbundesland Oberösterreich: In 65 von 445 Gemeinden in Oberösterreich gibt es kein Lebensmittelgeschäft mehr, keinen so genannten Greißler, die Nahversorgung fehlt. Es gibt in 176 Gemeinden in Oberösterreich keine Tankstelle. Es gibt in 105 Gemeinden in Oberösterreich keinen praktischen Arzt und in 82 Gemeinden keine Veranstaltungsmöglichkeit. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Das ist durchaus eine dramatische Entwicklung, die man nicht verschweigen soll.
Abg. Dr. Pirklhuber: Zum Schaden der eigenen Bevölkerung!
Ich habe hier aus Serbien eine Darstellung eines Schweinezucht- und -mastbetriebes. (Der Redner hält einen Prospekt in die Höhe.) 2 000 Muttersauen, 40 000 Mastschweine, die Gülle – so heißt es hier – wird biologisch entsorgt. (Abg. Dr. Pirklhuber: Zum Schaden der eigenen Bevölkerung!) Ja, einfach dem Boden freigegeben, ohne Güllebehälter, ohne „flüssigkeitsdicht“ und ohne Vorschriften, wann und wie ausgebracht wird. Und dann, meine Damen und Herren, soll man mit diesen Betrieben in Konkurrenz treten? – Diesbezüglich haben wir noch manche Aufklärungsarbeit vor uns.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich danke dem Herrn Bundesminister für das Agrarbudget, ich danke ihm für seine Arbeit, aber eine Bitte habe ich noch: So manche Bürokratie in einigen uns nahe stehenden Bereichen – ich sage nur das Stichwort AMA – wäre tatsächlich zu hinterfragen. Weniger Bürokratie würde vielen Bauern das Leben wesentlich erleichtern. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Zur Gewerkschaftsfrage möchte ich nur anmerken: Die größte Organisation der Bauern im romanischen Bereich, in Spanien, ist die COPA, das ist eine Bauerngewerkschaft. Ich finde diese Auseinanderdividiererei seltsam. Gewerkschaft ist einfach eine Vertretung, das ist nichts Unanständiges. Das finde ich eigenartig. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
kleinen und mittleren Betriebe sehr wohl mehr oder anders fördern, Herr Kollege Auer, als die großen Betriebe. Das ist klar. (Beifall bei den Grünen.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich bin nie „genervt“!
Jetzt noch eine Anmerkung zu einem Budgetposten, wo mir etwas sehr gefallen hat. Wir haben angefragt, mit welcher Begründung Übergangsbeihilfen für Lebendschweine, Mastschweine und Zuchtsauen gewährt werden – das sind immerhin 500 000 €! –, und da hat der Herr Minister etwas verschämt gesagt: Das ist für die Lagerhaltung!, und wollte sich nicht näher darüber auslassen. Als wir aber ganz konkret nachgefragt haben, ob es für gentechnikfreie Nahrungsmittel in der Erzeugung und auch beim Marketing Unterstützungsmöglichkeiten gibt, hat er schon sehr genervt gesagt, was wir uns denn eigentlich vorstellen, warum er einzelne Betriebszweige extra unterstützen soll. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich bin nie „genervt“!)
Beifall bei den Grünen.
Natürlich gibt es da eine Notwendigkeit der Extra-Unterstützung, wenn auch die Schweine-Lagerhaltung extra mit 500 000 € unterstützt wird! (Beifall bei den Grünen.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich!
Nun komme ich zu einem Bereich, der überhaupt nicht dotiert ist, obwohl er so wichtig ist, und zwar zur Alpenkonvention. Diese Übereinkunft über die besondere Erhaltung des alpenländischen Raums kommt in das 13. Jahr. Sie ist vor genau 13 Jahren, und zwar am 7. November 1991, in Salzburg gegründet worden. Wir werden heuer die Präsidentschaft übernehmen (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ich!) – Sie, Herr Minister, aber Österreich als Land, nehme ich doch an oder hoffe ich zumindest –, aber im Budget findet sich dazu kein einziger Budgetansatz. In der Beantwortung steht, das wird aus laufenden Budgetmitteln bedeckt.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Rest-Hinterseer überreicht Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll die erwähnte Liste.
nen an der Bevölkerung nur mehr, soviel ich weiß, 4,5 Prozent beträgt. – Wenn Sie so weitermachen, werden wir in Österreich trotz ganz hoher Förderungen bald keine Bauern mehr haben! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Rest-Hinterseer überreicht Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll die erwähnte Liste.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Frau Kollegin Rest-Hinterseer, der Gender-Aspekt ist generell als Querschnittsmaterie zu sehen, und ich meine, Sie sollten schon auch beachten, dass vom Infrastrukturministerium für die Breitbandinitiative, die insbesondere für den ländlichen Bereich, und da vor allem für die Frauen, einen großen Vorteil bringt, über 10 Millionen € vorgesehen sind. Man sieht ja am guten Beispiel von Tirol, dass dort schon überall 100 Prozent versorgt sind. Das ist gerade für den ländlichen Bereich, für Nicht-Ballungszentren eine sehr gute Fördermaßnahme. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Die Frage der Effizienz stellt sich auch!
Nun zum Umweltschutz-Budget. An den Budgetzahlen ist eindeutig erkennbar, dass Umwelt einen Schwerpunkt der Politik dieser schwarz-blauen Koalition bildet. Dieser ist es ein wichtiges Anliegen, dass wir auch in Zukunft eine intakte Umwelt haben. Für das Budget 2005 stehen mehr Mittel zur Verfügung als im heurigen Jahr, und im Vergleich zum Jahr 2000 ist das Budget für die Umwelt sogar um das Doppelte gestiegen. – Wir können daher mit Recht sagen, dass das ein wirklich schöner Erfolg für den Bereich des Umweltschutzes ist. (Abg. Dr. Pirklhuber: Die Frage der Effizienz stellt sich auch!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
ders im Verkehrsbereich für den Klimaschutz einsetzen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Die Bereitstellung von vermehrten finanziellen Mitteln für die Umwelt zeigt, dass die Umwelt dieser Bundesregierung ein Anliegen ist und dass die Umweltpolitik auch wirklich ernst genommen wird. (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Wir finden, dass wir freie Bauern sind!
Kollege Wittauer, zu den „freien Bauern“, den „freien Bauern“ der AMA, die auch Kollege Auer angesprochen hat, den „freien Bauern“ der Raiffeisen und so weiter: Die Gewerkschaft heißt „Großbauernbund“ – doch bei dieser spielt ihr leider nicht mit, aber diese Gewerkschaft diktiert die Agrarpolitik! (Abg. Wittauer: Wir finden, dass wir freie Bauern sind!)
Abg. Rädler: Die Ernte ist gut!
Meine Damen und Herren! Wir reden in der Agrarpolitik von der Ernte. Schauen wir uns einmal die Ernte an! – Die ÖVP legt ja größten Wert darauf, das Budget nicht mehr in absoluten Zahlen zu betrachten, sondern in Relation zum BIP. (Abg. Rädler: Die Ernte ist gut!) Das tue ich gerne, Herr Bundesminister. Sie haben im Jahr 2001 ein äußerst restriktives Budget gehabt. Das hieß es: Konsolidierung, Konsolidierung, Konsolidierung! Alles wurde zusammengeschnitten. Damals hatten Sie ein Agrarbudget von 0,89 Prozent des BIP.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler
Jetzt reden wir über die Zeit der Ernte, über die gute Ernte. – Die gute Ernte (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler), Herr Kollege, heißt 0,845 Prozent des BIP! – Das ist eine gute Ernte, wenn ich um fünf Hundertstel weniger habe? Im allgemeinen Sprachgebrauch, Herr Kollege, ist das eine Missernte, die Sie da 2005 einfahren werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt reden wir über die Zeit der Ernte, über die gute Ernte. – Die gute Ernte (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler), Herr Kollege, heißt 0,845 Prozent des BIP! – Das ist eine gute Ernte, wenn ich um fünf Hundertstel weniger habe? Im allgemeinen Sprachgebrauch, Herr Kollege, ist das eine Missernte, die Sie da 2005 einfahren werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Wer?
Aber trotzdem gibt es Profiteure, und da sind wir wieder beim „Großbauernbund“. (Abg. Grillitsch: Wer?) Der „Großbauernbund“ hat es mit seiner Vertretung im Ministerium, mit seiner Vertretung in der AMA und mit seiner Vertretung in der Kammer geschafft, die GAP-Reform umzusetzen. Wie wurde sie umgesetzt? – So, wie sie es brauchen, haben sie sie umgesetzt! Die Modulation wurde nicht ernst genommen, es wurde eine Scheinmodulation durchgeführt. Die Tendenz, dass es – ich sage: vielleicht nicht von den Armen zu den Reichen – ganz sicher von den Kleinen zu den Großen geht, ist in jedem Grünen Bericht feststellbar.
Abg. Wittauer: Natürlich bin ich zufrieden mit der Förderung! Das andere muss ich selbst erarbeiten!
Kollege Wittauer hat gemeint, er sei zufrieden. – Lieber Kollege, die Rede, die du heute gehalten hast, hebe ich mir auf, die hörst du noch einige Male. Ich stelle noch einmal fest: Kollege Wittauer ist voll zufrieden und bedankt sich. (Abg. Wittauer: Natürlich bin ich zufrieden mit der Förderung! Das andere muss ich selbst erarbeiten!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Sehr viel gibt es noch zu tun. Es ist keine Frage, dass der Umweltschutz, dass die Agrarpolitik an den kleinen Landwirten hängt und nicht an den großen. Je größer der Betrieb, umso größer das Interesse, sich von diesen staatspolitisch wichtigen Themen zu verabschieden. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Kollegin Schönpass hat, was mich sehr verwundert hat, denn ich habe sie als sehr korrekt in Erinnerung, behauptet, dass den kleinen Bauern – ich weiß allerdings nicht, welche Definition sie da angewandt hat – etwas weggenommen wird. Ich stelle fest: Das ist unrichtig, Frau Kollegin! Sehen Sie, bitte, im Grünen Bericht nach! Dort werden Sie nachvollziehen können, dass es tendenziell eine Verbesserung für in Bezug auf Flächenausmaße kleine Betriebe gegeben hat. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In Anbetracht der vorliegenden Daten in Bezug auf das Umweltbudget und in Anbetracht der Tatsache, dass unser Herr Bundesminister die Probleme, die vor uns liegen, sehr intensiv angeht, bin ich der Meinung, dass in Österreich Umweltpolitik mit Gewicht – mit politischem Gewicht, betone ich ausdrücklich – durch unseren Herrn Bundesminister gemacht wird. – Ich danke für Ihre geschätzte Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Sie wissen genau, Herr Minister, dass der Lärm neben der Luftverschmutzung das Hauptproblem der Städter ist. Deshalb würde ich vorschlagen, dass Sie nicht extra Umfragen machen, denn das Ergebnis ist doch sonnenklar. Da braucht man nicht lange zu fragen, da braucht man nicht mit methodischen oder wissenschaftlichen Herangehensweisen zu arbeiten, sondern da muss man wirklich nur mit den Leuten in der Stadt reden – auf dem Land haben wir andere Probleme, darüber spreche ich im Anschluss daran mit Ihnen –, und dann hat man schon die gewünschte Auskunft, nämlich: schlechte Luftqualität und Lärmbelastung. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen
Sie brauchen ein Steuersystem, das Umweltbelastung bestraft und Personaleinsatz/Arbeitskraft entlastet. Deshalb plädiere ich nach wie vor dafür – und gerade Sie als Umweltminister mit Ihrem Öko-Ansatz müssten das schon längst tun –, eine Ökosteuer einzuführen (Beifall bei den Grünen), damit die Luftschadstoffe zurückgehen, damit auch die Lärmbelastung zurückgeht, damit die Arbeitskraft entlastet wird und damit auch die landwirtschaftliche Produktion wieder mehr Absatz findet, einen größeren Markt vorfindet. Ihr Engagement in Richtung neues Steuersystem, das die Probleme an den Wurzeln packt, vermisse ich sehr.
Beifall bei den Grünen.
Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit hat durch die Ausgliederung der entsprechenden Bundesämter und so weiter, durch gewisse Umstrukturierungen ein eminentes finanzielles Grundproblem! – Es ist Ihnen nun mit Mühe und Not gelungen, in Verhandlungen mit dem Finanzminister 7 Millionen € zusätzlich für dieses Jahr abzuverhandeln. Aber die Situation in den nächsten Jahren und besonders ab 2007 ist eindeutig mit dem technischen Begriff „Unterdeckung“ zu qualifizieren. Konkret heißt Unterdeckung, dass die AGES 2007 in Konkurs gehen wird, wenn nicht zusätzliche Finanzmittel bereit gestellt werden. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neudeck: ... 40 Prozent mehr!
All das passiert nur, weil der Sparstift, weil der Rotstift diktiert und Sie sich nicht dagegen wehren! Sie brauchen das dem Herrn Finanzminister ja nur ganz banal zu erklären: Derzeit werden pro Person in Österreich 7 € für die Lebensmittelsicherheit, die AGES, aufgewendet. Würden 10 € pro Person aufgewendet, wäre das eine finanzielle Sicherstellung, die die Lebensmittelsicherheit und die Qualität wirklich garantiert. – Das ist ein ganz einfaches Argument. Bitte, sorgen Sie dafür, dass dem entsprochen wird! (Abg. Neudeck: ... 40 Prozent mehr!)
Beifall bei den Grünen.
Verwenden Sie Ihr Geld also dafür, für heimische Produkte zu werben. Das kommt den Bauern zugute, bringt Lebensmittelqualität für die KonsumentInnen und stellt gleichzeitig eine Klimaschutzmaßnahme dar, beinhaltet also auch Klimaschutzaspekte! Ich sehe darin eine Perspektive, die sich dann auch in Budgetzahlen niederschlagen kann. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Pirklhuber: Wir reden über das Budget 2005, über die Grundbilanz!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Hannes Missethon (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Ich habe die bisherige Debatte sehr aufmerksam verfolgt und dabei den Eindruck gewonnen, dass die Regierungsparteien über ein anderes Kapitel debattieren als die Oppositionsparteien. Wir debattieren Umwelt und Landwirtschaft , Sie offensichtlich Katastrophenschutz. (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Pirklhuber: Wir reden über das Budget 2005, über die Grundbilanz!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Geschätzte Damen und Herren! Wer es schafft, nur einen einzigen Satz zu der positiven Umweltentwicklung in Österreich in den letzten 25 Jahren zu sagen – einen einzigen Satz! –, und alles andere nur negativ sieht, dem muss ich sagen: Ich werde auf diese negative Debatte nicht einsteigen, ich verlasse die rot-grüne Raunzerzone und sage Ihnen die Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Fangen Sie doch zu singen an! Stimmen Sie einen Choral an!
Die Wahrheit ist nämlich, dass Österreich in Bezug auf die Lebensqualität seit drei Jahren auf Platz 1 liegt, auf Platz 7 des weltweiten Nachhaltigkeitsindex (Abg. Dr. Pirklhuber: Fangen Sie doch zu singen an! Stimmen Sie einen Choral an!), und dass wir es in Österreich geschafft haben, Herr Kollege, viele Freunde für den Umweltschutz zu finden.
Abg. Mandak: Und die Luft geht drauf!
Herr Krainer mokierte sich darüber, dass alle dafür verantwortlich sein müssen. – Ja! Genau das ist aber das Erfolgsrezept in Österreich, geschätzte Damen und Herren! Die Bevölkerung tut mit, die Wirtschaft tut mit, die Gemeinden tun mit, die Politik tut mit. (Abg. Mandak: Und die Luft geht drauf!) Das ist das Erfolgsrezept dafür, dass wir innerhalb Europas ein Musterland im Bereich Umweltschutz sind. (Abg. Rest-Hinterseer: Nicht mehr! – Abg. Krainer: Das ist Realitätsverweigerung!)
Abg. Rest-Hinterseer: Nicht mehr! – Abg. Krainer: Das ist Realitätsverweigerung!
Herr Krainer mokierte sich darüber, dass alle dafür verantwortlich sein müssen. – Ja! Genau das ist aber das Erfolgsrezept in Österreich, geschätzte Damen und Herren! Die Bevölkerung tut mit, die Wirtschaft tut mit, die Gemeinden tun mit, die Politik tut mit. (Abg. Mandak: Und die Luft geht drauf!) Das ist das Erfolgsrezept dafür, dass wir innerhalb Europas ein Musterland im Bereich Umweltschutz sind. (Abg. Rest-Hinterseer: Nicht mehr! – Abg. Krainer: Das ist Realitätsverweigerung!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das stimmt!
Geschätzte Damen und Herren! Wir sollten meines Erachtens aber auch den Blick auf die Realität nicht vergessen: Österreich ist eine kleine Volkswirtschaft in Europa. Durch die Erweiterung besteht ein hoher Bedarf an Umweltschutzinvestitionen in den neuen Mitgliedsländern. Wenn wir diesen Ländern helfen, im Bereich Umweltschutz auf die Beine zu kommen, dann ist das gut für Europa und damit auch gut für Österreich. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das stimmt!)
Zwischenrufe bei der SPÖ
In diesem Sinne werden wir dem Budget zustimmen (Zwischenrufe bei der SPÖ), damit diese erfolgreiche Umweltpolitik unter der Führung von Umweltminister Josef Pröll weitergeführt werden kann. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In diesem Sinne werden wir dem Budget zustimmen (Zwischenrufe bei der SPÖ), damit diese erfolgreiche Umweltpolitik unter der Führung von Umweltminister Josef Pröll weitergeführt werden kann. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abg. Murauer.) Ich gehe lieber wieder zurück in dieses Raunzereck, denn es ist ja schon fast peinlich, dieses Halleluja-Singen und dieses „Danken“ und Alles-Zudecken und dann am Schluss noch zu bemerken, dass die ÖVP diesem Budget zustimmt. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Ellmauer und Dipl.-Ing. Missethon.
Das, bitte sehr, ist wirklich zu viel des Guten! (Zwischenrufe der Abgeordneten Ellmauer und Dipl.-Ing. Missethon.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Wo gibt es in Österreich im Verhältnis zur EU Großbauern?
Ja, das stimmt! Nur, Herr Kollege Auer, haben Sie schon einmal verglichen, wie viele Arbeitsplätze BMW schafft und wie viele Arbeitsplätze die Großbauern schaffen? Das, glaube ich, ist das wahre Problem, über das wir uns unterhalten müssen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Wo gibt es in Österreich im Verhältnis zur EU Großbauern?)
Ruf bei der ÖVP: Die hat der Einem geschlossen!
Ländlicher Raum. – Die kleinen Bauern sterben uns weg. Wie Kollege Auer schon gesagt hat: Es gibt keine Nahversorgung mehr, es gibt keine Lebensmittelhändler mehr, es gibt keine Wirte mehr, es gibt keine Fleischhauer mehr. Wissen Sie, was es außerdem nicht gibt? – Es gibt die Gendarmerieposten nicht mehr, die geschlossen wurden (Ruf bei der ÖVP: Die hat der Einem geschlossen!), die Bezirksgerichte, die Sie von der ÖVP geschlossen haben, die Postämter, die Sie geschlossen haben. Am kommenden Samstag werden wir erfahren, dass wieder 350 Postämter geschlossen werden. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ländlicher Raum. – Die kleinen Bauern sterben uns weg. Wie Kollege Auer schon gesagt hat: Es gibt keine Nahversorgung mehr, es gibt keine Lebensmittelhändler mehr, es gibt keine Wirte mehr, es gibt keine Fleischhauer mehr. Wissen Sie, was es außerdem nicht gibt? – Es gibt die Gendarmerieposten nicht mehr, die geschlossen wurden (Ruf bei der ÖVP: Die hat der Einem geschlossen!), die Bezirksgerichte, die Sie von der ÖVP geschlossen haben, die Postämter, die Sie geschlossen haben. Am kommenden Samstag werden wir erfahren, dass wieder 350 Postämter geschlossen werden. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Wenn Sie so weiterreden, dann sind wir für den „Konsum“ auch noch verantwortlich!
Dieser ländliche Raum wird von Schwarz-Blau ausgehöhlt – von den Postämtern bis hin zur Landwirtschaft, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Wenn Sie so weiterreden, dann sind wir für den „Konsum“ auch noch verantwortlich!)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
nen, die im weitesten Sinn als ländlich zu bezeichnen seien, dann, Herr Bundesminister, muss ich sagen: Tun Sie etwas für die Menschen, die im ländlichen Raum leben, und nicht nur für die großen Bauern! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Franz Eßl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine geschätzten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Gaßner, Sie haben gesagt, Sie gingen wieder zurück ins Raunzereck. Genau das macht den Unterschied aus: Sie raunzen, wir arbeiten für die Menschen in dieser Republik Österreich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Versorgungssicherheit ist keine Selbstverständlichkeit! Versorgungssicherheit und eine gesicherte Eigenversorgung müssen auch weiterhin staatspolitisches Ziel bleiben. Und mit diesem Budget sorgen die ÖVP und ihr Regierungspartner dafür, dass dieses Ziel auch in Zukunft hochgehalten und erreicht wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig!
Bemerkenswert ist auch – und da spreche ich die linke Reichshälfte an –, dass der Arbeitskammerpräsident aus Salzburg glaubt, dass 90 Cent Milchpreis im Handel durchaus leistbar sind. (Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig!) Leben wir danach! Ich bitte darum, leben wir danach! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bemerkenswert ist auch – und da spreche ich die linke Reichshälfte an –, dass der Arbeitskammerpräsident aus Salzburg glaubt, dass 90 Cent Milchpreis im Handel durchaus leistbar sind. (Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig!) Leben wir danach! Ich bitte darum, leben wir danach! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Damit darf ich auf diese Groß/Klein-Debatte zurückkommen, in der vor allem über Förderungen geredet wird: Das, was die Bauern bekommen, sind keine Förderungen, sondern Gegenleistungen für Leistungen, die sie erbringen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Einem: „Dank“!
Die ÖVP schafft es nicht nur, dass bestehende Maßnahmen wie zum Beispiel das Umweltprogramm oder eben die Bergbauern-Direktzahlungen aufrechterhalten bleiben (Abg. Dr. Einem: „Dank“!) – ich darf mich beim ehemaligen Minister Molterer und auch beim jetzigen Minister Sepp Pröll dafür bedanken, dass das möglich ist –, sondern wir schaffen auch neue Maßnahmen, so zum Beispiel in der Steuerreform eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit in Form der Mineralölsteuerrückvergütung.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir schaffen Entlastung! Sie von der SPÖ wollen im Gegensatz dazu Belastungen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Der Reformvorschlag der SPÖ beschäftigt sich mit Grundsteuer, Erbschaftssteuer. Wir wollen entlasten, Sie wollen belasten! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.
Wir schaffen Entlastung! Sie von der SPÖ wollen im Gegensatz dazu Belastungen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Der Reformvorschlag der SPÖ beschäftigt sich mit Grundsteuer, Erbschaftssteuer. Wir wollen entlasten, Sie wollen belasten! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.)
Abg. Dr. Einem: Daher „Danke“!
Die Bauern, meine geschätzten Damen und Herren – und damit komme ich zum Schluss –, gestalten den Lebensraum und schaffen Lebensqualität für alle Menschen im Land. Für diese Leistung steht den Bäuerinnen und den Bauern eine angemessene Gegenleistung zu. Die ÖVP und ihr Regierungspartner sorgen mit diesem Budget dafür, dass diese Gegenleistung erbracht wird (Abg. Dr. Einem: Daher „Danke“!), und das im Interesse und zum Vorteil aller Menschen in unserem Land. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Bauern, meine geschätzten Damen und Herren – und damit komme ich zum Schluss –, gestalten den Lebensraum und schaffen Lebensqualität für alle Menschen im Land. Für diese Leistung steht den Bäuerinnen und den Bauern eine angemessene Gegenleistung zu. Die ÖVP und ihr Regierungspartner sorgen mit diesem Budget dafür, dass diese Gegenleistung erbracht wird (Abg. Dr. Einem: Daher „Danke“!), und das im Interesse und zum Vorteil aller Menschen in unserem Land. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Zum Beispiel?
Abgeordnete Gabriele Binder (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Kollege Eßl, ich erinnere Sie nur an bis zum heutigen Tag 41 Belastungspakete oder Belastungen (Rufe bei der ÖVP: Zum Beispiel?), die Sie mit Ihrem Partner beschlossen haben. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Gabriele Binder (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Kollege Eßl, ich erinnere Sie nur an bis zum heutigen Tag 41 Belastungspakete oder Belastungen (Rufe bei der ÖVP: Zum Beispiel?), die Sie mit Ihrem Partner beschlossen haben. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Meine Damen und Herren! Die Verteilung der vorhandenen und budgetierten Mittel, die Erhöhung der Abgaben, und so weiter, und so fort (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen) – ich habe nur zwei Minuten –, haben vor allem in diesem Kapitel, Herr Minister, Vorrang. Verteilung ist ein wichtiges Wort, wenn es um Teilen geht, gerade heute am Martins-Tag. Das ist ein wichtiger Aspekt, aber uns geht es vor allen Dingen auch um Gerechtigkeit und um Verteilungsgerechtigkeit zwischen Arm und Reich, zwischen großen und kleinen Bauern, zwischen landwirtschaftlichen Betrieben und dem ländlichen Raum und vor allen Dingen zwischen Frauen und Männern.
Beifall bei der SPÖ.
Sie, Herr Bundesminister, haben in einer Anfragebeantwortung an Frau Rest-Hinterseer die Frage offen gelassen, wer tatsächlich jetzt weiterbildet, ausbildet. Ich denke, da sind Sie uns eine Antwort schuldig. Die Frauen im ländlichen Raum, auf dem Land, brauchen Ihre Unterstützung und haben vor allen Dingen Anspruch auf Förderung, denn dadurch bekommen sie eine Chance – vor allem zum Überleben. Ich denke, deshalb hat Frauenförderung absolute Priorität. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.
In diesem Sinne, meine Damen und Herren, gefällt mir das Motto eines Lungauer Bäuerinnen-Projektes sehr: Sitzt die Bäuerin am Computer, rührt halt der Bauer die Butter! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Abg. Murauer: Bravo!
Mein Heimatbundesland stellt ein hervorragendes Beispiel für umweltfreundliche Energiepolitik dar. Seit dem Jahr 2000 wurden 4 900 Wohnhäuser energiesparend umgebaut, 23 000 Heizungen adaptiert, 50 große Solaranlagen errichtet und Sonnenkollektoren auf mehr als 650 000 Quadratmetern installiert. (Abg. Murauer: Bravo!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
get 2005 und somit dem Kapitel 61, Umwelt, gerne zustimmen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und der Abg. Rest-Hinterseer.
Kollege Gradwohl hat darauf hingewiesen, dass die Verteilungsgerechtigkeit überhaupt nicht stimmt. 48 Prozent, um es wieder in Erinnerung zu rufen, bekommen 84 Prozent der Mittel, 52 Prozent 16 Prozent der Mittel. Bei Getreide- und Maisbauern beträgt der Anteil der Fördergelder 94 Prozent des Einkommens, bei den Bergbauernbetrieben mit besonderer, extremer Erschwernis, Gruppe 4, nur 56 Prozent. Das haben sich die hart arbeitenden Bäuerinnen und Bauern wirklich nicht verdient! (Beifall bei der SPÖ und der Abg. Rest-Hinterseer.)
Abg. Auer: Wir heizen damit!
Die SPÖ setzt sich deshalb dafür ein, dass Bergbauernbetriebe gefördert werden, dass Biobetriebe abgesichert sind und die Bioenergie, zum Beispiel Hackschnitzel, aber auch Solarenergie im ländlichen Raum im kommunalen Rahmen gefördert wird. Ich denke an eine Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Kommunen im Bereich Energieversorgung. (Abg. Auer: Wir heizen damit!) Diesbezüglich sollte es eine Unterstützung geben, weil das Arbeitsplätze im ländlichen Raum schafft, weil es auch bäuerliche Wertschöpfung fördert, weil irgendjemand das Holz aufbringen muss, und weil es hilft, die Kyoto-Ziele zu erreichen, bei denen wir bei den Reduktionszielen mit 21 Prozent im Rückstand sind. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Die SPÖ setzt sich deshalb dafür ein, dass Bergbauernbetriebe gefördert werden, dass Biobetriebe abgesichert sind und die Bioenergie, zum Beispiel Hackschnitzel, aber auch Solarenergie im ländlichen Raum im kommunalen Rahmen gefördert wird. Ich denke an eine Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Kommunen im Bereich Energieversorgung. (Abg. Auer: Wir heizen damit!) Diesbezüglich sollte es eine Unterstützung geben, weil das Arbeitsplätze im ländlichen Raum schafft, weil es auch bäuerliche Wertschöpfung fördert, weil irgendjemand das Holz aufbringen muss, und weil es hilft, die Kyoto-Ziele zu erreichen, bei denen wir bei den Reduktionszielen mit 21 Prozent im Rückstand sind. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Reheis: Da hat sich nichts geändert bei Ihnen in den letzten Jahren!
Abgeordneter Ing. Hermann Schultes (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Geschätztes Hohes Haus! Es ist doch immer wieder dasselbe: Es werden die Begriffe vertauscht, es werden die Begriffe vermischt, und es kommt Unordnung in die Diskussion. Bei den Kollegen von der sozialdemokratischen Fraktion habe ich überhaupt den Eindruck, dass wir alle Reden schon im vorigen und im vorvorigen Jahr gehört haben. Ich glaube, es ist wirklich wahr, dass Sie eine Tauschbörse für Second-Hand-Reden haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Reheis: Da hat sich nichts geändert bei Ihnen in den letzten Jahren!)
Beifall bei den Grünen
Gefährlicher ist da schon Kollege Pirklhuber, weil er sich wirklich auskennt (Beifall bei den Grünen), wie ein falscher Prophet durch die Gegend zieht, die Begriffe vertauscht
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Bleiben wir bei der Wahrheit! Die Wahrheit ist, unser Lebensminister ist der erfolgreichste Landwirtschafts- und Umweltminister, den Europa derzeit hat, was mehrfach und leicht zu beweisen ist. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Endlich einmal dass wir hören, dass Molterer nichts zusammengebracht hat! – Zwischenruf des Abg. Krainer.
Bundesminister Pröll hat in kurzer Zeit großartige Erfolge erzielt. Er hat in kurzer Zeit gezeigt, wie er die Agrarpolitik versteht, und vor allem, dass er die Bauern versteht und die Notwendigkeiten sieht, um die richtigen Schritte zu setzen. Der Wasserschutz ist gesichert, die Kyoto-Verpflichtungen werden erfüllt. (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Endlich einmal dass wir hören, dass Molterer nichts zusammengebracht hat! – Zwischenruf des Abg. Krainer.) Im kommenden Jahr werden Schritte gesetzt, die ganz wichtig und wesentlich sind!
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Um wie viel ist die Rapsernte im letzten Jahr zurückgegangen?
Da Sie da hinten so lachen, Herr Kollege von der OMV, möchte ich Ihnen sagen, dass ein Hektar Weizen (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Um wie viel ist die Rapsernte im letzten Jahr zurückgegangen?) für einen Pkw für 25 000 Kilometer den Alkohol für die Reinverwendung liefern würde, und mit einem Hektar Zuckerrüben könnten Sie sogar 50 000 Kilometer fahren – bei Reinverwendung. Das ist eine gute Konkurrenz, und da steigen wir gerne ein.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Jeder Acker wird in Zukunft für die Produktion gebraucht. Das bedeutet: Ende der Flächenstilllegung, Einstieg in eine sinnvolle, zukunftsorientierte, umweltbewusste Produktion. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Abg. Gradwohl: Halleluja!
Unsere Lebensmittel haben die beste Qualität, Topqualität, Exportoffensiven gelingen. Danke, Herr Bundesminister, du hast wirklich etwas weitergebracht! (Abg. Gradwohl: Halleluja!) – Zwei Mal Halleluja, aber Ostern kommt erst! (Abg. Gradwohl: Luja sage ich! – Heiterkeit.) – Gut, ist in Ordnung.
Abg. Gradwohl: Luja sage ich! – Heiterkeit.
Unsere Lebensmittel haben die beste Qualität, Topqualität, Exportoffensiven gelingen. Danke, Herr Bundesminister, du hast wirklich etwas weitergebracht! (Abg. Gradwohl: Halleluja!) – Zwei Mal Halleluja, aber Ostern kommt erst! (Abg. Gradwohl: Luja sage ich! – Heiterkeit.) – Gut, ist in Ordnung.
Abg. Hagenhofer: Ja genau! – Abg. Neudeck: Das ist ein gutes Beispiel!
Liebe Freunde! Wir wissen, dass wir gute Produkte haben. Wir haben aber ein Problem, über das wir in der nächsten Zeit reden werden müssen; es wurde heute schon angesprochen. Leider verweigern uns unsere Handelsketten für unsere Top-Produkte in Top-Qualität und mit Top-Frische die Preise, die uns zustehen. Das ist ein Thema, über das wir uns in nächster Zeit noch unterhalten werden müssen. (Abg. Hagenhofer: Ja genau! – Abg. Neudeck: Das ist ein gutes Beispiel!)
Abg. Krainer: Kollege Schultes, sagen Sie uns doch ...!
Eines sage ich Ihnen: Spitzenleistungen, die wir erbringen, sind nur möglich, weil die Mehrheit der Bauern so gut ausgebildet ist, weil sie fleißig sind, weil sie redlich sind und weil sie erbringen, was wir von ihnen als Konsumenten und als Österreicher erwarten. (Abg. Krainer: Kollege Schultes, sagen Sie uns doch ...!) Die Beratung durch die Kammern hilft ihnen, dass es passt, auch wenn in manchen sozialistisch geführten Bundesländern ohne große Diskussionen die Finanzierung der Kammern gekürzt wird. (Abg. Krainer: Aufpassen auf das Mikrophon!)
Abg. Krainer: Aufpassen auf das Mikrophon!
Eines sage ich Ihnen: Spitzenleistungen, die wir erbringen, sind nur möglich, weil die Mehrheit der Bauern so gut ausgebildet ist, weil sie fleißig sind, weil sie redlich sind und weil sie erbringen, was wir von ihnen als Konsumenten und als Österreicher erwarten. (Abg. Krainer: Kollege Schultes, sagen Sie uns doch ...!) Die Beratung durch die Kammern hilft ihnen, dass es passt, auch wenn in manchen sozialistisch geführten Bundesländern ohne große Diskussionen die Finanzierung der Kammern gekürzt wird. (Abg. Krainer: Aufpassen auf das Mikrophon!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Faul: Es lebe der Bauernbund!
Bundesminister Pröll, auf den wir stolz sind! Österreich kann froh sein. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Faul: Es lebe der Bauernbund!)
Abg. Hornek: Sie können das gar nicht wissen!
Im Gegenteil: Wir haben das Kyoto-Ziel ... (Abg. Hornek: Sie können das gar nicht wissen!) Natürlich kann man das wissen! (Abg. Hornek: Aber gar nichts wissen Sie!) Wenn Sie sich ein bisschen mit der Sachlage auseinander setzen würden, dann wüssten Sie das. (Abg. Krainer: Das können Sie doch nicht von einem ÖVP-Abgeordneten verlangen, dass er sich mit der Sachmaterie auseinander setzt!)
Abg. Hornek: Aber gar nichts wissen Sie!
Im Gegenteil: Wir haben das Kyoto-Ziel ... (Abg. Hornek: Sie können das gar nicht wissen!) Natürlich kann man das wissen! (Abg. Hornek: Aber gar nichts wissen Sie!) Wenn Sie sich ein bisschen mit der Sachlage auseinander setzen würden, dann wüssten Sie das. (Abg. Krainer: Das können Sie doch nicht von einem ÖVP-Abgeordneten verlangen, dass er sich mit der Sachmaterie auseinander setzt!)
Abg. Krainer: Das können Sie doch nicht von einem ÖVP-Abgeordneten verlangen, dass er sich mit der Sachmaterie auseinander setzt!
Im Gegenteil: Wir haben das Kyoto-Ziel ... (Abg. Hornek: Sie können das gar nicht wissen!) Natürlich kann man das wissen! (Abg. Hornek: Aber gar nichts wissen Sie!) Wenn Sie sich ein bisschen mit der Sachlage auseinander setzen würden, dann wüssten Sie das. (Abg. Krainer: Das können Sie doch nicht von einem ÖVP-Abgeordneten verlangen, dass er sich mit der Sachmaterie auseinander setzt!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Wer erfüllt das?
Das Kyoto-Ziel wird nicht erfüllt. Österreich hat es auch noch nie erfüllt, und derzeit ist die Entwicklung so, dass wir immer weiter davon abdriften. Es wäre schön, wenn der Herr Minister ganz kurz diese Aussage bestätigen würde, die ich gerade gemacht habe. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Wer erfüllt das?)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Rufe bei der ÖVP: Einer der Besten!
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Eine Feststellung zu Kollegen Schultes: Kollege Schultes meinte, Herr Minister Pröll sei der beste Landwirtschaftsminister aller Zeiten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Rufe bei der ÖVP: Einer der Besten!) Kollege, das hast du dich auch nur zu sagen getraut, weil euer Klubobmann Molterer draußen telefoniert hat. Jetzt ist er im Saal. Hoffentlich wiederholen Sie es noch einmal. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Eine Feststellung zu Kollegen Schultes: Kollege Schultes meinte, Herr Minister Pröll sei der beste Landwirtschaftsminister aller Zeiten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Rufe bei der ÖVP: Einer der Besten!) Kollege, das hast du dich auch nur zu sagen getraut, weil euer Klubobmann Molterer draußen telefoniert hat. Jetzt ist er im Saal. Hoffentlich wiederholen Sie es noch einmal. (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Euro! Wir haben den Euro jetzt!
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Herr Bundesminister! Sie sind immer für Überraschungen gut, und wir erwarten fast immer etwas Neues, aber es war noch nie der Fall, dass Sie sich so klar geäußert haben. Sie haben sich heute beim Finanzminister dafür bedankt, dass er den Österreichischen Bundesforsten 100 Millionen Schilling wegnimmt. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Euro! Wir haben den Euro jetzt!) – Entschuldigung, 100 Millionen € – das ist noch schlimmer! Das ist irgendwie grotesk.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Ich habe gehört, du hast mich gelobt! Welchen Fehler habe ich gemacht?
Ich darf von dieser Stelle aus sagen: Sie sind der oberste Eigentümervertreter, und ich meine daher, dass Sie sich doch endlich gegen die räuberischen Tendenzen des Finanzministers stellen sollten. Das wollen die Mitarbeiter der Österreichischen Bundesforste, und das verlangen sie von Ihnen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Ich habe gehört, du hast mich gelobt! Welchen Fehler habe ich gemacht?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jakob Auer: Löschnak hat damit angefangen!
Ich möchte dir, lieber Kollege Auer, anhand des Beispiels Salzkammergut zeigen, wie diese Bundesregierung mit dem ländlichen Raum umgegangen ist. Bundesminister Platter: Kasernenschließung in Obertraun, 50 Arbeitsplätze; Bundesminister Gorbach: sechs Postämter in der inneren Region des Salzkammergutes geschlossen, weitere sind im Gespräch; Bundesminister Böhmdorfer: Das Bezirksgericht Bad Ischl steht heute noch in Diskussion; Bundesminister Grasser: Finanzamt Gmunden mit Vöcklabruck zusammengelegt; Bundesminister Strasser: Gendarmerieposten-Zusammenlegung. Nur Sie, Herr Bundesminister Pröll, haben sich noch nicht verewigt, und ich hoffe, Sie werden es auch nicht tun. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jakob Auer: Löschnak hat damit angefangen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
rung, und dieses Geld sichert mindestens 20 000 Arbeitsplätze. Also auch für den Tourismus ist die Landwirtschaft natürlich ein wesentlicher wirtschaftlicher Faktor. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn man sich heute die Weingüter in Österreich anschaut, wenn man gerade das Burgenland näher betrachtet, kann man sagen, dass allein im letzten Jahr mit 197 Millionen € Investitionen in die Weinwirtschaft – davon, das sollte man auch sehen, waren 41 Millionen € Förderungen – Enormes erreicht worden ist. Also auch hier ein Impuls in den Qualitätstourismus der Zukunft. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der Tourismus, und damit komme ich zum Ende meiner Ausführungen, lebt mit und von den Bauern – und umgekehrt leben auch die Bauern mit und vom Tourismus. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Zweiten, Herr Kollege Auer: Was Sie uns heute erzählt haben über diese Förderungen, über die Entwicklung des ländlichen Raumes, das ist alles recht und schön. Ich pflichte Ihnen auch bei, wenn Sie sagen, dass der ländliche Raum seinen wirtschaftlichen Beitrag leistet – belegt durch all die Errungenschaften, die die Bauern in der ländlichen Region bewirkt haben –, aber wir wehren uns dagegen, dass Sie in Ihren Programmen und in Ihrem Entschließungsantrag für die Jahre 2007 bis 2013 die Wirtschaft dezidiert ausschließen! Das heißt, alles, was dort gemacht wird, kann nur aus bäuerlichen Unternehmungen kommen. Ich frage mich, weshalb sich Kollege Mitterlehner als Vertreter der Wirtschaft nicht stärker dagegen wehrt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zur Frage Frauenprojekte/Männerprojekte. – Ich habe im Ausschuss etwas anderes gesagt, nämlich: Es gibt keine spezifischen Frauenprojekte, weil es auch keine spezifischen Männerprojekte in der Zuwendung im ländlichen Raum gibt, sondern wir machen und ich mache Politik im ländlichen Raum, damit alle jene, die Projekte einbringen – egal ob gemeinsam, allein oder wie auch immer –, zu ihrer entsprechenden Ausgleichszahlung kommen. Das ist gerechte und faire Politik, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zum Thema Erreichung der Klimaschutzziele; Frau Abgeordnete Mandak von den Grünen hat diese Frage gestellt. – Wir können oder wir müssen das Klimaschutzziel bis dato nicht erreichen! Wir haben eine völkerrechtliche Verpflichtung, in den Jahren 2008 bis 2012 diese minus 13 Prozent des Wertes aus dem Jahr 1990 zu erreichen. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Gehen Sie davon aus, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass wir in dieser Zeitspanne dieses ambitionierte Ziel in Österreich auch realisieren werden!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zum anderen zitiere ich einen sehr unverdächtigen Partner zu der Frage, wie das von außen gesehen wird. Der ÖGB hat eine Stellungnahme zur Übertragung der Pensionsrückstellung abgegeben, und ich zitiere: Dass für alle relevanten Fragen und die gesamte Abwicklung der Zusatzpensionen für Pensionisten der ÖBf AG künftig das Bundespensionsamt zuständig ist und somit auch in der Zukunft eine einzige Stelle zuständig ist, wird ausdrücklich positiv beurteilt. – So viel zu den von Ihnen vorgebrachten Bedenken in dieser wichtigen Weichenstellung für die Österreichischen Bundesforste. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Alles in allem ein rundes Paket. Landwirtschafts- und Umweltpolitik sind auch Wirtschaftspolitik, und ich danke Bundesminister Pröll dafür, dass er sich hier immer wieder vernetzt und über den Bereich Landwirtschaft hinaus positiv wirkt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aktive Umweltpolitik ist eine Vernetzung zwischen Umwelt und Landwirtschaft. Es geht darum, die Lebensqualität zu sichern. Es geht darum, Ressourcen zu schonen und zu schützen. Es geht aber auch darum – darin sind wir uns alle einig, und dafür bin ich auch dankbar –, dass wir gemeinsam mehr Bewusstsein für die Umwelt schaffen. Man soll nicht nur alles schlechtmachen, sondern durch Vorbildwirkung und Vorausdenken und auch Handeln etwas für die Umwelt bewegen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ, der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Gerhard Reheis (SPÖ): Frau Präsidentin! Teures Mitglied der Bundesregierung! Ich möchte vorweg einmal auch etwas Positives anmerken, denn es soll nicht immer heißen, die Opposition hat immer nur Negatives zu berichten: Wenn man durch unser Land fährt – der Tourismus ist ja schon angesprochen worden –, so muss man doch positiv vermerken, dass die Landwirtschaft sehr, sehr viel tut im Bereich des Umweltschutzes, der Landwirtschaft, im Gesamten, auch bei der Erzeugung der landwirtschaftlichen Produkte, und dafür möchte ich von dieser Stelle den landwirtschaftlichen Betrieben und den Landwirtschaftsarbeitern ein recht herzliches Dankeschön sagen. (Beifall bei der SPÖ, der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Bravorufe und allgemeiner Beifall.
Das zeigt aber nur, dass Österreich ein ausgesprochen positives Land ist, ein Land mit fleißigen Arbeitnehmern ist, und ich wehre mich dagegen, Arbeitnehmer und Landwirtschaft gegeneinander auszuspielen! (Bravorufe und allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte mit Molière schließen und sagen: Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun! – Wir sollten mehr tun und nicht weniger. Ich bitte Sie, hier auch im Sinne der Bergbauern zu handeln. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Es gibt in der Politik einen Stehsatz beziehungsweise ein geflügeltes Wort, das da heißt: „Der Vergleich macht uns sicher!“ – Wenn wir die heutige Debatte verfolgen, so macht uns der Vergleich sicher, nämlich der Vergleich der Ausführungen des Bundesministers mit den Ausführungen, den fast kümmerlichen – würde ich sagen – Ausführungen der Abgeordneten Kummerer, Reheis und so weiter, die zur Landwirtschaft gesprochen haben. Darauf gibt es nur eine Antwort: Die einzig wahre Interessenvertretung – und ich sage das als Abgeordneter des ÖAAB – unserer bäuerlichen Familienbetriebe ist der Österreichische Bauernbund! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich darf abschließend sagen: Eine erfolgreiche Umweltpolitik trägt die Handschrift dieser erfolgreichen Bundesregierung von Schwarz-Blau! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Überleben auf der Erde zu sichern muss uns schon 0,3 Prozent des globalen Bruttosozialprodukts wert sein, denke ich, vor allem dann, wenn man bedenkt, dass in den vergangenen 20 Jahren die Folgekosten von Klimakatastrophen um das 17-Fache gestiegen sind. Wir kennen natürlich auch in Österreich die Folgen des Klimawandels in Form von Dürren, Hitze und Überschwemmungen, und ich denke, es wäre doch viel intelligenter, das Geld, anstatt es zum Reparieren der Folgen dieser Katastrophen auszugeben, dafür zu investieren, um den Klimawandel einzubremsen, und wirklich radikale Maßnahmen zur CO2-Beschränkung zu finanzieren, zu zahlen, und zwar jetzt gleich und sofort. Diese wirklich überlebenswichtigen Mittel vermisse ich jedoch in diesem Budget, das phasenweise klimaschädlich ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Georg Keuschnigg (ÖVP): Geschätzte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Es geistert heute hier in dieser Debatte immer wieder der Begriff „Klassenkampf“ durch die Reihen, das Ausspielen von Bauern gegen Bauern oder auch von Arbeitnehmern gegen Bauern. Ich möchte sagen: Für mich persönlich ist der Begriff „Klassenkampf“ übertrieben, ich sehe ihn nicht wirklich. Was ich aber schon sehe – und da wende ich mich an die Kollegen von der SPÖ –, ist, dass in dieser Debatte inhaltlich nichts mehr kommt. Das ist viel gravierender. Es gibt diesen Wettbewerb an Ideen nicht. Das ist schade, denn davon würde eigentlich die Politik leben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das Wort ist heute noch gar nicht gefallen! Der Erste, der das Wort in den Mund genommen hat, sind Sie!
Ich bin seit fünf Jahren hier im Parlament – zuerst war ich im Bundesrat, und jetzt bin ich im Nationalrat –, und ich habe in diesen fünf Jahren keine Änderung des Stils erlebt. Es läuft ein bisschen auf Kritik hinaus, das ist okay, das gehört dazu, aber es ist immer das gleiche Spiel: Groß gegen Klein, was ja in Österreich auch sehr relativ ist, und es geht auch immer um die „bösen“ Agrarfabriken und so weiter. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das Wort ist heute noch gar nicht gefallen! Der Erste, der das Wort in den Mund genommen hat, sind Sie!) Die Frage Großbetriebe ist überhaupt ein Treppenwitz der Geschichte.
Abg. Dr. Pirklhuber: Ja!
Ich bringe Ihnen ein Beispiel, Herr Pirklhuber: Vor vielen Jahren hatten die südlichen Länder Europas Betriebe mit einer Kuh oder zwei Kühen. Wenn man heute die Statistik der Milchlieferanten in Europa anschaut, dann stellt man fest, dass Österreich die kleinststrukturierte Milchwirtschaft in Gesamteuropa hat. (Abg. Dr. Pirklhuber: Ja!) Portugal, Griechenland, Italien, die sind da alle davongaloppiert, und wir haben eine kleinstrukturierte, bäuerlich orientierte, umweltorientierte Landwirtschaft erhalten. Das ist eigentlich das Bedauerliche, aber das muss man zur Kenntnis nehmen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ein Wort zur Frage Bergbauern – Gerhard Reheis hat das freundlich angemerkt. Ohne vernünftige und gute Förderpolitik gäbe es in Österreich keine Bergbauern mehr, gäbe es in Tirol keine Bergbauern mehr. Nachdem wir aber blühende Berglandwirtschaften haben, ist das, glaube ich, ein Kompliment an unsere Politik. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
mentinnen und Konsumenten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Auf Grund vieler Mängel und fehlender Lösungen für die Umweltprobleme können wir dem Budgetkapitel „Umwelt“ unsere Zustimmung nicht geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir wollen, dass unsere Landwirtschaft in der bestehenden modernen bäuerlichen Form weiter erhalten bleibt, damit auch künftige Generationen ein lebenswertes Land vorfinden. Damit ist gerechtfertigt, dass im Budget für das Lebensministerium für das kommende Jahr 58 Millionen € mehr veranschlagt wurden als 2004. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Es wären natürlich noch viele positive Aspekte aus diesem Agrar- und Umweltbudget anzuführen, aber leider Gottes reicht meine Redezeit nicht dafür. Ich möchte das ganz besonders herausstreichen und mich bei Bundesminister Pröll bedanken, der ein anspruchsvolles Budget vorgelegt hat, dem wir gerne die Zustimmung geben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: So etwas Neues!
Herr Bundesminister! Das vorliegende Budget bestätigt mir einmal mehr, dass Sie nicht als Umweltminister agieren, auch nicht als Lebensminister, sondern ausschließlich als Landwirtschaftsminister, aber auch hinsichtlich dieser Politik sind Sie, wie wir heute Vormittag gehört haben, nicht unumstritten. Daher können wir dem vorliegenden Kapitel nicht zustimmen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: So etwas Neues!)
Abg. Öllinger: Gerne!
Abgeordneter Konrad Steindl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Die österreichische Umweltpolitik ist eine einzige Erfolgsgeschichte und wird sie auch bleiben. Das wesentliche Fundament dazu ist natürlich das erforderliche Budget, und ich darf Ihnen einige Fakten zum Budget in seriöser Weise näher bringen. (Abg. Öllinger: Gerne!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Anhand der Fakten und der Budgetdaten kann man die aktive und nachhaltige Umweltpolitik der Bundesregierung nachvollziehen. Wir werden damit unsere hervorragende Position in Europa weiter festigen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Werte Kollegenschaft! Herr Kollege Freund hat uns vorhin mitgeteilt, dass die – „wir“ hat er gesagt – ÖVP vor 20 Jahren die Umweltpolitik begonnen hätte. Diese Tatsachenmitteilung ist falsch. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Vor 20 Jahren hat die ÖVP nicht regiert.
Beifall bei der SPÖ.
Richtig ist, dass das erste Umweltministerium von der SPÖ, von Bundeskanzler Bruno Kreisky eingerichtet wurde. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Rufe: Genau! – Abg. Neudeck: Das war schon das zweite Mal beim Puswald der Fall! – Abg. Grillitsch: Frau Präsidentin, er hat das nicht verstanden!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, ich stelle fest: Das war keine tatsächliche Berichtigung! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Rufe: Genau! – Abg. Neudeck: Das war schon das zweite Mal beim Puswald der Fall! – Abg. Grillitsch: Frau Präsidentin, er hat das nicht verstanden!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe, es setzt noch ein Umdenken ein, damit diese Jahrhundertchance zur Bekämpfung des Lärms nicht vergeben wird. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
wertige Lebensmittel bekommen, und weil zweitens in Österreich, und zwar in Zusammenarbeit mit den Ländern und den Kommunen, seitens des Bundes eine hervorragende Umweltpolitik betrieben wird. Bundesminister Pröll ist in beiden Bereichen der Garant dafür, dass sowohl gute Umwelt- als auch gute Landwirtschaftspolitik betrieben wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Umweltpolitik ist auch ein Zeichen dafür, dass das alles nur im Zusammenspiel zwischen Bund, Ländern und Gemeinden sowie der Bevölkerung geht. Es geht um den Einsatz für eine nachhaltige ökologische und zukunftsorientierte Entwicklung, und diese Bundesregierung ist der Garant dafür. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Mit dem vorliegenden Budget für den Bereich Umwelt und Landwirtschaft kann der erfolgreiche Weg für eine nachhaltige Umweltpolitik fortgesetzt werden. – Ich danke Ihnen und bitte um Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Bucher: Gehört das nicht zu Österreich?
Dass es auch anders geht, Herr Bundesminister, zeigt mein Bundesland Burgenland, nämlich in Sachen erneuerbare Energieträger, Windenergie und Biomasse-Energie. – Die BEWAG und ihr Tochterunternehmen Austrian Windpower – (Abg. Bucher: Gehört das nicht zu Österreich?) – das gehört zu Österreich, aber die BEWAG ist eine Vorreiterin in Sachen Umweltpolitik – starten eine Windenergie-Initiative ... (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und woher kommt das Geld? Aus dem Finanzausgleich! Und wer blockiert den? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen sowie der Abg. Lentsch.) – Ich habe keine Zeit, Edeltraud (in Richtung der Abg. Lentsch), ich muss fertig werden! (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und woher kommt das Geld? Aus dem Finanzausgleich! Und wer blockiert den? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen sowie der Abg. Lentsch.
Dass es auch anders geht, Herr Bundesminister, zeigt mein Bundesland Burgenland, nämlich in Sachen erneuerbare Energieträger, Windenergie und Biomasse-Energie. – Die BEWAG und ihr Tochterunternehmen Austrian Windpower – (Abg. Bucher: Gehört das nicht zu Österreich?) – das gehört zu Österreich, aber die BEWAG ist eine Vorreiterin in Sachen Umweltpolitik – starten eine Windenergie-Initiative ... (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und woher kommt das Geld? Aus dem Finanzausgleich! Und wer blockiert den? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen sowie der Abg. Lentsch.) – Ich habe keine Zeit, Edeltraud (in Richtung der Abg. Lentsch), ich muss fertig werden! (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
in Richtung der Abg. Lentsch
Dass es auch anders geht, Herr Bundesminister, zeigt mein Bundesland Burgenland, nämlich in Sachen erneuerbare Energieträger, Windenergie und Biomasse-Energie. – Die BEWAG und ihr Tochterunternehmen Austrian Windpower – (Abg. Bucher: Gehört das nicht zu Österreich?) – das gehört zu Österreich, aber die BEWAG ist eine Vorreiterin in Sachen Umweltpolitik – starten eine Windenergie-Initiative ... (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und woher kommt das Geld? Aus dem Finanzausgleich! Und wer blockiert den? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen sowie der Abg. Lentsch.) – Ich habe keine Zeit, Edeltraud (in Richtung der Abg. Lentsch), ich muss fertig werden! (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Dass es auch anders geht, Herr Bundesminister, zeigt mein Bundesland Burgenland, nämlich in Sachen erneuerbare Energieträger, Windenergie und Biomasse-Energie. – Die BEWAG und ihr Tochterunternehmen Austrian Windpower – (Abg. Bucher: Gehört das nicht zu Österreich?) – das gehört zu Österreich, aber die BEWAG ist eine Vorreiterin in Sachen Umweltpolitik – starten eine Windenergie-Initiative ... (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und woher kommt das Geld? Aus dem Finanzausgleich! Und wer blockiert den? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen sowie der Abg. Lentsch.) – Ich habe keine Zeit, Edeltraud (in Richtung der Abg. Lentsch), ich muss fertig werden! (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir von der SPÖ wollen einen weiteren Ausbau erneuerbarer Energieträger – und diese Energie muss aber auch leistbar sein, und zwar für alle Menschen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Ich frage Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien: Warum sind Sie so gegen den Vorschlag, dass Menschen, die ohnehin schon enorm belastet sind, in den Wintermonaten 40 € pro Monat an Heizkostenzuschuss bekommen? (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) In unseren Augen stellt diese Aufbringung von Heizkosten ein Grundbedürfnis dar! Wir dürfen und wollen nicht zulassen, dass Menschen in der kalten Jahreszeit aus finanziellen Gründen frieren müssen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Landeskompetenz! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Landeskompetenz! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Ich frage Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien: Warum sind Sie so gegen den Vorschlag, dass Menschen, die ohnehin schon enorm belastet sind, in den Wintermonaten 40 € pro Monat an Heizkostenzuschuss bekommen? (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) In unseren Augen stellt diese Aufbringung von Heizkosten ein Grundbedürfnis dar! Wir dürfen und wollen nicht zulassen, dass Menschen in der kalten Jahreszeit aus finanziellen Gründen frieren müssen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Landeskompetenz! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist der Niessl so schlecht, dass wir das für ihn machen müssen? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Bis jetzt haben Sie diesen Antrag abgelehnt. Ich ersuche Sie daher noch einmal: Geben Sie sich einen Ruck und überdenken Sie diese Sache! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist der Niessl so schlecht, dass wir das für ihn machen müssen? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Einen Satz noch zum Schluss, Herr Bundesminister: Sie dürfen nicht zulassen, dass Umweltförderungsmittel zur Aufdoppelung der Agrarförderung missbraucht werden, denn damit werden Industrie- und Ballungsgebieten Gelder entzogen, obwohl dort die größten Umweltprobleme bestehen! Ich ersuche Sie, dies zu überdenken! – Danke vielmals. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf: In Oberösterreich ist es kälter! – Abg. Dr. Glawischnig: Ganz so super ist das auch nicht mit dem Heizkostenzuschuss!
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Frau Kollegin Pfeffer, nur ein Satz zum Heizkostenzuschuss: Das „rote“ Wien zahlt 50 € für den Winter, das „schwarze“ Oberösterreich: 150 €! Das ist der „kleine“ Unterschied! (Beifall bei der ÖVP. – Ruf: In Oberösterreich ist es kälter! – Abg. Dr. Glawischnig: Ganz so super ist das auch nicht mit dem Heizkostenzuschuss!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Aha, ist das jetzt eine?
Meine Damen und Herren! In Sonntagsreden wird gerne über die Bedeutung des ländlichen Raumes gesprochen (Abg. Dr. Pirklhuber: Aha, ist das jetzt eine?), wenn es aber konkret wird und man sich zu Entscheidungen, die für die Betroffenen auch zwischen Daumen und Zeigefinger (der Redner macht eine entsprechende Bewegung) spürbar sind, bekennen sollte, verlässt Sie, meine Damen und Herren von der linken Reichshälfte in diesem Hohen Hause, sehr oft der Mut und die Bereitschaft, Ihren Worten auch Taten folgen zu lassen.
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir von der Österreichischen Volkspartei, wir vom Bauernbund werden uns weiterhin mit voller Kraft dafür einsetzen, dass bäuerliche Betriebe auch weiterhin bestehen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrter Herr Umweltminister, sehr geehrter Minister Pröll: Ich ersuche Sie, führen Sie endlich verpflichtende Ziele in Bezug auf die Mehrwegquote für Getränkeverpackungen ein! Alles andere hat sich – sprichwörtlich gesagt – als Schuss in den Ofen erwiesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich glaube, wir sind doch führend in Europa, was die Umweltpolitik anbelangt. Ich kann jedenfalls diese Schwerpunkte in der Umweltpolitik und damit unseren Minister Pröll nur unterstützten und bin einigermaßen enttäuscht, dass Sie das nicht tun. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben es in dieser Zeit geschafft, dass über 80 Prozent unserer Fließgewässer in einem hervorragenden Zustand sind, nämlich in Güteklasse I, I bis II oder II. Man sieht also, wenn man sich mit ganzer Kraft für eine Politik einsetzt, dann kann man auch viel erreichen. Die Umweltpolitik, die wir in den siebziger Jahren mit der Forderung „Seen mit Trinkwasserqualität“ begonnen haben, sollten wir heute bei den erneuerbaren Energieträgern fortsetzen, um dort ebenfalls durch einen Schulterschluss aller Kräfte in zehn Jahren den gleichen Erfolg verzeichnen zu können. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll – in Richtung des Abg. Dr. Bauer –: Hannes, du wirst berichtigt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Frau Abgeordnete Mag. Kuntzl zu Wort gemeldet. Frau Abgeordnete, Sie kennen die Geschäftsordnung: zunächst den zu berichtigenden Teil, dann den berichtigten Teil, das alles in 2 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Stummvoll – in Richtung des Abg. Dr. Bauer –: Hannes, du wirst berichtigt!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Prinz: 67 € und 50 € ist mehr als 150 €? Zurück in die Schule! Kopfrechnen!
Das stelle ich als Wiener Abgeordnete natürlich gerne richtig: In Wien wird von Oktober bis März ein Heizkostenzuschuss von 67 € gewährt, plus einem einmaligen Zuschuss von 50 €, was deutlich mehr ist als der oberösterreichische Zuschuss, wo nur einmal 150 € gewährt werden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Prinz: 67 € und 50 € ist mehr als 150 €? Zurück in die Schule! Kopfrechnen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich glaube, es gilt auch, in diesem Bereich den Konsumenten klarzumachen, welcher Unterschied zwischen österreichischen beziehungsweise heimischen Nahrungsmitteln und jenen, die aus dem Ausland importiert werden und die nicht nach den bei uns gültigen Standards produziert werden, besteht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: Sozialdemokraten! Neue Diktion! – Abg. Schöls: Es ist egal, als was ihr umfallt!
Die Landwirtschaft hat aber auch – und wir merken das in diesen Tagen! – einen wesentlichen Beitrag im Bereich der Energieproduktion zu leisten. Das gültige Ökostromgesetz hat die Möglichkeit eröffnet, in die Stromproduktion einzusteigen, und die laufende Diskussion wird zeigen, wie es weitergeht. Ich danke Herrn Kai Jan Krainer, dass er ein Bekenntnis dazu abgelegt hat, dass auch die sozialistische Fraktion für einen Ausbau beim Ökostrom zur Verfügung steht. (Abg. Parnigoni: Sozialdemokraten! Neue Diktion! – Abg. Schöls: Es ist egal, als was ihr umfallt!) – Die sozialdemokratische Fraktion. – Ich danke für den Hinweis, aber es freut mich trotzdem, wenn wir Sie in diesem Bereich zum Partner haben.
Ruf bei der SPÖ: Die Bauern, aber nicht ihr!
Es gibt eine Studie von Professor Bretschneider, die am 2. November präsentiert wurde, darüber, wie unsere Bevölkerung, wie die Österreicherinnen und Österreicher das Image der Landwirtschaft, der Bauern sehen. Da steigen wir sehr gut aus. Wir werden als gastfreundlich und modern gesehen, als aufgeschlossen, als naturverbunden (Ruf bei der SPÖ: Die Bauern, aber nicht ihr!), als eine Berufsgruppe, die sehr viel arbeitet, sympathisch und intelligent ist und viel Verantwortung in unserer Gesellschaft übernimmt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir Bauern leben nicht allein im ländlichen Raum, wir brauchen Solidarität und Partnerschaften. Ohne Bauern wird es jedoch auch keinen ländlichen Raum geben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Der heutige Tag ist für die Kärntner Kollegen und uns Vorarlberger ein ganz besonderer Tag, denn am 11. 11. um 11.11 Uhr beginnt der Fasching. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Selbst in den Spiegel schauen! – Abg. Gradwohl: Sie sind aber im Parlament! Wissen Sie nicht, wo Sie sind?
Da ich als Freund des Faschings auch sehr gerne Büttenreden anhöre, muss ich schon Folgendes sagen, meine Damen und Herren von der Opposition: Das, was von Ihnen heute zu hören war, war nicht nur inhaltsleer, sondern dem hat auch der Unterhaltungswert gefehlt! In diesem Sinn, Herr Klubobmann Cap, freue ich mich auf einen Ihrer nächsten Beiträge. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Selbst in den Spiegel schauen! – Abg. Gradwohl: Sie sind aber im Parlament! Wissen Sie nicht, wo Sie sind?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn ich unser leistungsgerechtes System der Beitragszahlungen an die Bauern anschaue, dann frage ich mich, meine Damen und Herren von der Opposition, wo Sie mit Ihren Forderungen hinwollen. Es wird nicht so sein können, dass jeder Schrebergartenbesitzer, der dort fünf Ziegen hält, dieselbe Förderung bekommt, wie ein Bauer mit 50 Kühen. – Das wird nicht möglich sein! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Vieles wäre noch zu sagen, doch die Zeit lässt es nicht zu. Deshalb abschließend und zusammenfassend: Es ist ein gutes Budget von einem noch besseren Minister, ein Budget, für das ich Ihnen und Ihrem Haus recht herzlich danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Forstwirtschaft schlägt sich nämlich gemeinsam mit der Holzwirtschaft mit insgesamt 2,5 Millionen € positiver Handelsbilanz zu Buche, und das ist ein Spitzenwert, und zwar nicht nur in Österreich – wir liegen da mit dem Tourismus nahezu gleichauf –, sondern auch international gesehen. Die österreichische Forst- und Holzwirtschaft liegt mir ihrer Produktion international gesehen an fünfter Stelle, das heißt, wir sind der fünftgrößte Schnittholzproduzent weltweit. Das ist wirklich ein ganz enormer Wert. Ich glaube, man darf insgesamt der Forst- und Holzwirtschaft, den Waldbäuerinnen und ‑bauern einen großen Dank aussprechen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es gibt auf der Welt bereits viele Stadien, die mit Holz gebaut sind: zum Beispiel das Olympiastadion in Rom. Wir möchten uns dafür einsetzen – und es ist auch ein Entschließungsantrag dazu eingebracht worden –, die EURO 2008 als Nachhaltigkeits-EM zu führen. Wir möchten uns dafür einsetzen, dass dieses Stadion in Klagenfurt zum Beispiel mit Holz gebaut wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Weitere Bereiche wurden bereits angeschnitten: mit Holz heizen oder in einem Holzbett schlafen. – Dazu eignet sich zum Beispiel ganz besonders die Zirbe. In einem Zirbenbett zu übernachten, heißt ganz einfach, man braucht weniger Schlaf. Das weiß ich aus persönlicher Erfahrung, und es ist mittlerweile auch wissenschaftlich erwiesen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend darf ich noch einmal sagen: Die Forstwirtschaft lebt die Nachhaltigkeit seit Jahrhunderten vor. Stimmen daher auch Sie diesem Nachhaltigkeitsbudget zu. Das verdient auch die Umwelt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Der Redner nimmt die mitgebrachte Weinflasche zur Hand. – Abg. Parnigoni: Eigenwerbung!
Ein kurzes Beispiel dazu, der Wein: Ich habe gerade den Junker da. (Der Redner nimmt die mitgebrachte Weinflasche zur Hand. – Abg. Parnigoni: Eigenwerbung!)
Beifall bei der ÖVP.
Marketing und Strategie: Die Bauern in diesem Land haben gelernt, auch das Marketing für ihre Produkte mit Strategie zu betreiben. Heute sind es über 2 Millionen Flaschen österreichischer Jungwein, wovon ein Gutteil in das Ausland, in die benachbarten Länder Europas geht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Unruhe im Saal.
57 Millionen € mehr, das heißt auch mehr Sicherheit, Sicherheit für unsere Umwelt, Sicherheit für unsere Lebensmittel, aber auch Sicherheit in sozial gerechten Rahmenbedingungen. Investitionszahlungen, Direktzahlungen sind nicht allein Förderpolitik, sondern auch Weitsicht mit Nachhaltigkeit. Unser Lebensminister weiß, was er will, nicht nur weil er auch ein Gourmet ist, sondern weil es ihm in erster Linie um Österreich geht, und Österreich, meine Damen und Herren, das sind wir alle. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Unruhe im Saal.)
Anhaltende Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächste ist Frau Abgeordnete Schiefermair zu Wort gemeldet. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 3 Minuten. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Anhaltende Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Notburga Schiefermair (ÖVP): Werter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Am 4. November hat der ÖVP-Klub zu einem wichtigen Thema eine Enquete veranstaltet. Nachhaltigkeit soll uns allen ein politischer Auftrag sein. Ich möchte mich ganz herzlich bei Herta Mikesch von der Wirtschaft und für den Sozialbereich bei Barbara Riener bedanken. Wir drei waren verantwortlich. Ich möchte mich auch bei allen Kollegen, die gekommen sind, bedanken, bei den Ministern, bei Professor Rademacher, Vizekanzler Riegler und allen Projektanten, die wirklich dazu beigetragen haben, dass es ein Erfolg wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Nachhaltigkeit soll nun Brücke sein, Brücke von hier, vom Parlament, hin zu den Projekten, hin zu den Netzwerken und hin zum ländlichen Raum. Dieses Haus trägt da große Verantwortung. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Budgetverhandlungen und Budget: Bildlich gesprochen ist das, als ob man an einer Wegkreuzung stünde. Und wir sind auf der Reise. Persönlichkeiten wie Fischler, Molterer, Riegler und nun Pröll gestalten die Reiseroute für die Landwirtschaft. Wir alle haben einen Reiserucksack mit, und würde ich den Rucksack hierher stellen, würde jeder von Ihnen einen Wunsch, ein Anliegen, einen Schwerpunkt hineinlegen. Und darum geht es jetzt: hier zu entscheiden, welche Schwerpunkte, welche Ziele wir anstreben. Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit gilt es, diese Schwerpunkte so zu setzen, dass sowohl das Reiseziel Kyoto als auch das Reiseziel Stärkung der bäuerlichen Familien im ländlichen Raum erreicht wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Nur niemanden vergessen!
Ich möchte mich noch ganz kurz bedanken – das ist ja schon oft geschehen – bei den Landwirtschaftskammern, bei den Beamten im Landwirtschaftsministerium, beim Klub hier und bei den Ausschüssen: wirklich tolle Arbeit! (Abg. Dr. Pirklhuber: Nur niemanden vergessen!)
Beifall bei der ÖVP.
Die europäische Landkarte ist größer geworden. Es wird immer schwieriger, die richtige Route zu finden. Diese Regierung mit Bundesminister Pröll findet immer den rechten Weg, die richtige Richtung – Respekt! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Pirklhuber –: Oje, noch einmal 10 Minuten! – Abg. Dr. Pirklhuber: Ich habe ohnehin nur 2 Minuten!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner hat sich Herr Abgeordneter Dr. Pirklhuber zu Wort gemeldet. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Pirklhuber –: Oje, noch einmal 10 Minuten! – Abg. Dr. Pirklhuber: Ich habe ohnehin nur 2 Minuten!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie überschätzen sich!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Meine Damen und Herren! Um den vorgebrachten Lobeshymnen, die hier in den letzten Stunden gehalten wurden, eine gebührliche Ergänzung anzufügen, möchte ich als Biobauer und Agrarökologe auf eines nicht vergessen, nämlich allen Konsumentinnen und Konsumenten für das hohe Vertrauen zu danken, dass sie der österreichischen Landwirtschaft entgegenbringen, zum Beispiel durch den Kauf österreichischer Lebensmittel. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie überschätzen sich!) Ich denke, das sollte man auf keinen Fall vergessen, wenn man schon Lobeshymnen anstimmt. (Beifall bei den Grünen, der SPÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen, der SPÖ und der ÖVP.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Meine Damen und Herren! Um den vorgebrachten Lobeshymnen, die hier in den letzten Stunden gehalten wurden, eine gebührliche Ergänzung anzufügen, möchte ich als Biobauer und Agrarökologe auf eines nicht vergessen, nämlich allen Konsumentinnen und Konsumenten für das hohe Vertrauen zu danken, dass sie der österreichischen Landwirtschaft entgegenbringen, zum Beispiel durch den Kauf österreichischer Lebensmittel. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie überschätzen sich!) Ich denke, das sollte man auf keinen Fall vergessen, wenn man schon Lobeshymnen anstimmt. (Beifall bei den Grünen, der SPÖ und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Ach so, erst jetzt wird es also ernst! – Abg. Grillitsch: Das war also ein Witz!
Jetzt aber zum Ernst der Sache; es gab ja einige Fragestellungen. (Abg. Scheibner: Ach so, erst jetzt wird es also ernst! – Abg. Grillitsch: Das war also ein Witz!) – Ernst im Bezug auf das Agrarbudget, Kollege Jakob Auer, ernst im Bezug auf ein Budget, das aus unserer Sicht in vielen Dingen hinter das zurückfällt, was wir als Ziele anstreben.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die 2 Minuten sind längst vorbei!
Herr Bundesminister, abschließend muss man leider festhalten, dass Sie in einem Punkt völlig Unrecht haben, nämlich darin, dass es zu keiner Umverteilung kommt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die 2 Minuten sind längst vorbei!) Diese EU-Agrarreform, die Sie umsetzen, ist eine Umverteilung, weil die Modulation der Mittel, das heißt, die Kürzung bei großen Betrieben und die Umschichtung in die ländliche Entwicklung, einfach eine Umverteilung ist, eine Umverteilung darstellt, wobei es ja auch eine Freigrenze gibt, nämlich die Freigrenze von 5 000 €. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist für die Kleinen!) Ihre Ausgestaltung des nationalen Modells ist eine Verzerrung dieser sozialen Komponente der EU-Agrarreform. Durch diese Verzerrung vertun Sie eine Chance, wirklich einen Schritt weiter in Richtung soziale Gerechtigkeit zu setzen.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist für die Kleinen!
Herr Bundesminister, abschließend muss man leider festhalten, dass Sie in einem Punkt völlig Unrecht haben, nämlich darin, dass es zu keiner Umverteilung kommt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die 2 Minuten sind längst vorbei!) Diese EU-Agrarreform, die Sie umsetzen, ist eine Umverteilung, weil die Modulation der Mittel, das heißt, die Kürzung bei großen Betrieben und die Umschichtung in die ländliche Entwicklung, einfach eine Umverteilung ist, eine Umverteilung darstellt, wobei es ja auch eine Freigrenze gibt, nämlich die Freigrenze von 5 000 €. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist für die Kleinen!) Ihre Ausgestaltung des nationalen Modells ist eine Verzerrung dieser sozialen Komponente der EU-Agrarreform. Durch diese Verzerrung vertun Sie eine Chance, wirklich einen Schritt weiter in Richtung soziale Gerechtigkeit zu setzen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Da Sie, Herr Bundesminister Pröll, auch Umweltminister sind, hätten wir von Ihnen erwartet, dass Sie dem Leitbild Biolandbau mit dieser Agrarreform zum Durchbruch verhelfen. Dazu haben Sie leider gar nichts beigetragen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Bucher –: Ein Nebenerwerbslandwirt! – Abg. Scheibner: Der hat auch den Schnittlauch am Fensterbrett stehen!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner ist Herr Abgeordneter Bucher zu Wort gemeldet. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Bucher –: Ein Nebenerwerbslandwirt! – Abg. Scheibner: Der hat auch den Schnittlauch am Fensterbrett stehen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Dank vor allem auch für die Bewirtschaftung des ländlichen Raumes, für die Aufrechterhaltung der Kulturlandschaft, die wir als wichtiges Kapital für eine weitere positive Entwicklung der Tourismuswirtschaft in Österreich ansehen. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Vielleicht macht niemand Einwendungen?
Bundesministerin für Gesundheit und Frauen Maria Rauch-Kallat: Herr Präsident! Hohes Haus! Lassen Sie mich ganz kurz – es hat heute Vormittag auch eine Einigung über das Finanzpaket des Finanzausgleichs gegeben – über dieses berichten, um Sie aus erster Hand über das Strukturpaket „Gesundheit“ zu informieren. Ich werde dann in einer weiteren Wortmeldung selbstverständlich auch zum Budget und zu Ihren Einwendungen Stellung nehmen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Vielleicht macht niemand Einwendungen?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Mit diesem Finanzausgleichspaket und der Strukturreform gelingt es uns erstmals auch im Zuge eines Finanzausgleichs, ganz wesentliche Reformbereiche des Gesundheitswesens zu fixieren, und ich stehe nicht an, mich bei allen Verhandlerinnen und Verhandlern des Strukturpakets aus den Bundesländern sehr herzlich dafür zu bedanken, dass es zwar harte, aber sehr konstruktive Verhandlungen gegeben hat. Sie wissen, die Gesundheitspolitik steht nicht nur in Österreich, sondern auf der ganzen Welt großen Herausforderungen gegenüber: dem medizinischen Fortschritt und der demographischen Entwicklung. Beide führen zu enormen Kostensteigerungen, die aber nicht in Frage gestellt werden sollen. In Österreich stehen wir zu einem niederschwelligen Zugang zum Gesundheitssystem, das heißt, dass jeder unabhängig von Einkommen und Alter diejenigen medizinischen Leistungen bekommt, die er oder sie braucht. Und das soll auch in Zukunft erhalten bleiben, und mit diesem Paket ist das auch möglich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In diesem Sinne möchte ich mich bei allen bedanken, die an diesem Strukturpaket mitgewirkt haben, den LändervertreterInnen, dem Koalitionspartner. Wir haben hier, glaube ich, sehr konstruktiv an einer gesamthaften Lösung gearbeitet, die ein wichtiger Schritt in der Gesundheitsreform ist und die für die Erhaltung des hochqualitativen österreichischen Gesundheitssystems wichtig ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher sage ich: Es gibt in diesem Strukturpaket eine Reihe von positiven Ansätzen. Aber der Gefahr, dass es hierdurch zu einer Zentralisierung fernab von den Interessen der Patienten kommt, muss entsprechend entgegengewirkt werden. Das erwarten wir uns! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aber wenn wir uns anschauen, wie der Einnahmenentfall aus dem Ganzen finanziert werden soll, dann sieht die Sache schon nicht mehr so blendend aus. Wenn Sie nämlich als Ersatzmaßnahme dafür vorschlagen, dass in Zukunft die Sehbehelfe für den Großteil der Bevölkerung von den Krankenkassen nicht mehr mitfinanziert werden und dass – ausgenommen von Kindern und einzelnen sozial Schwachen – vor allem die immer teurer werdenden Brillengläser von allen selbst bezahlt werden sollen ... (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Na, sonst werden Sie auf die Summe von 35 Millionen € nicht kommen, meine sehr verehrten Damen und Herren!
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Das heißt, wenn das in Zukunft selbst bezahlt werden soll, dann bedeutet das doch nichts anderes, als dass eine Belastung, die mit der Rezeptgebührenerhöhung ein großer Teil der Bevölkerung getragen hätte, nun zu einem Teil der Bevölkerung verschoben wird, aber es ändert nichts daran, dass es eine Fortsetzung der Tendenz zur Selbstbehaltemedizin ist. Wir Sozialdemokraten halten ein Fortsetzen der Selbstbehaltemedizin für den politisch falschen Weg, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Zum Zweiten: Was den Spitalskostenbeitrag betrifft, gibt es in Wirklichkeit keine Veränderung – außer der, dass Sie die heiße Kartoffel an die einzelnen Bundesländer weiterreichen. An der Betroffenensituation wird sich dadurch wenig ändern. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Wir müssen nämlich sehen, dass die Länder seit Jahren veranlasst sind, Überschüsse für das Grasser-Defizit zu liefern, und dass in Wirklichkeit das Gesamtpaket ausgemacht wurde, um die Finanzierung der Krankenanstalten sicherzustellen. Doch jetzt geht man her und sagt zu den Ländern: „Aber wenn ihr freiwillig darauf verzichtet, könnt ihr ja gern!“, so unter dem Motto „Holt euch das Geld irgendwo anders!“.
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Das ändert überhaupt nichts an der sozialpolitischen Komponente dieser Maßnahme. Die Bundesregierung versucht nur, die politische Verantwortung für diese Maßnahme an die Bundesländer weiterzugeben. Das ist nicht verantwortungsvoll! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich glaube, es hätte vernünftigere und solidarischere Lösungen gegeben, um dieses Geld aufzubringen. Es wäre keine Bestrafung der Leistungsträger oder keine ungebührliche Einschränkung gewesen, wenn man gesagt hätte, dass die Höchstbeitragsgrundlage in einem vernünftigen Ausmaß erhöht wird, sodass man das finanzieren kann. Das hätte dazu geführt, dass diejenigen, die es sich wirklich leisten können, einen kleinen Beitrag leisten, und diejenigen, die es sich nicht leisten können, von diesen Maßnahmen verschont geblieben wären. Frau Bundesministerin, es gibt einen sozial gerechteren Weg, die Gesundheitsversorgung zu finanzieren. Leider haben Sie mit diesem Ergebnis diesen Weg nicht beschritten! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Sie haben ja schon abgelehnt!
Ich würde sagen, sinnvoll ist eine Befassung das Parlaments mit diesen Fragen in jedem Fall. Es wäre sinnvoll, wenn die Budgetdebatte unter Einschluss dieses Finanzpakets dazu benützt wird, dass die sozialpolitischen Härten, die dieses Paket nach wie vor enthält, bereinigt werden. Wir werden dazu unseren Beitrag leisten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Sie haben ja schon abgelehnt!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Erwin Rasinger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Hohes Haus! Mit dem heutigen Tag ist es klar: Unsere Gesundheitsministerin wird als mutige Reformministerin in die Geschichte der österreichischen Gesundheitspolitik eingehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Kollege Dr. Rasinger, Zickzackkurs ist ...!
Bevor ich auf Details eingehe, möchte ich noch Folgendes feststellen: Wir hatten in Österreich immer einen nationalen Konsens in der Gesundheitspolitik, auch unter SPÖ-Ministern. Ich bin jetzt schon lange genug Gesundheitssprecher, um das sagen zu können: Es hat darüber Konsens bestanden, wir wollen eine maximale, eine hohe Versorgung in hoher Qualität, unabhängig vom Alter und unabhängig vom Einkommen. Das ist ein nationaler Konsens, der wird von der ÖVP und von der FPÖ überhaupt nicht gebrochen, sondern auf hohem Niveau weitergeführt, und das sollte man hier anerkennen. Sie sind aufgerufen, den Zickzackkurs zu verlassen, der in den letzten Wochen sowohl bei den Grünen als auch bei der SPÖ stark sichtbar geworden ist: SPÖ-Länder dafür, Gusenbauer dagegen, und so weiter. (Abg. Silhavy: Kollege Dr. Rasinger, Zickzackkurs ist ...!) Bitte scheren Sie ein in den nationalen Konsens, wo Ihre Bundesländer schon längst sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bevor ich auf Details eingehe, möchte ich noch Folgendes feststellen: Wir hatten in Österreich immer einen nationalen Konsens in der Gesundheitspolitik, auch unter SPÖ-Ministern. Ich bin jetzt schon lange genug Gesundheitssprecher, um das sagen zu können: Es hat darüber Konsens bestanden, wir wollen eine maximale, eine hohe Versorgung in hoher Qualität, unabhängig vom Alter und unabhängig vom Einkommen. Das ist ein nationaler Konsens, der wird von der ÖVP und von der FPÖ überhaupt nicht gebrochen, sondern auf hohem Niveau weitergeführt, und das sollte man hier anerkennen. Sie sind aufgerufen, den Zickzackkurs zu verlassen, der in den letzten Wochen sowohl bei den Grünen als auch bei der SPÖ stark sichtbar geworden ist: SPÖ-Länder dafür, Gusenbauer dagegen, und so weiter. (Abg. Silhavy: Kollege Dr. Rasinger, Zickzackkurs ist ...!) Bitte scheren Sie ein in den nationalen Konsens, wo Ihre Bundesländer schon längst sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
haben bei den Jugendlichen, gemeinsam mit Grönland, den traurigen Nummer-eins-Platz beim Rauchen. Da ist es doch sehr, sehr wichtig, dass wir endlich vom Weltmeisterplatz beim Spitalliegen wegkommen und dass die Leute gar nicht krank werden. Gestern hat die Frau Ministerin die neue Vorsorgeuntersuchung vorgestellt, und ich glaube, das ist ein wichtiger Weg. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Kein Mensch würde sein Auto so lange fahren, bis es auseinander fällt. Nur mit unserer eigenen Gesundheit gehen wir besonders nachlässig um.
Abg. Öllinger: Das war unter Thatcher!
Denken Sie an England, ein sozialdemokratisch geführtes Land, die haben jahrelang Kahlschlag betrieben! (Abg. Öllinger: Das war unter Thatcher!) Sie bauen heute hundert Spitäler, das dauert zehn Jahre. 1,3 Millionen Menschen stehen auf der Warteliste. Acht Jahre brauchen sie, um überhaupt die Notfallversorgung aufzubauen.
Abg. Öllinger: Wer hat alles kaputtgemacht in England?
Deutschland geht jetzt vermehrt, Rot-Grün (Abg. Öllinger: Wer hat alles kaputtgemacht in England?) – hören Sie gut zu, Herr Öllinger, bei mir können Sie immer etwas Neues dazulernen (Beifall bei der ÖVP – Abg. Öllinger: Ich höre!) –, Deutschland geht vermehrt dazu über, dass große Aktiengesellschaften (Abg. Dr. Grünewald: Er wird sich keinen Hörbehelf leisten können!) – ja, hören Sie gut zu, Sie können etwas lernen –, große Ketten die Spitalsversorgung übernehmen. Ich kann Ihnen eines sagen: Wissen Sie, wozu das führt? Dass man plötzlich gute und schlechte Krankheiten hat. Shareholder Value kennt keine ethische Verantwortung bei Krankheiten, sondern wenn Sie Alzheimer haben, gleichzeitig alt sind, nierenkrank und Rheuma haben, dann sind Sie ein schlechtes Risiko für das Spital und Sie werden Probleme kriegen, ein Spitalsbett zu finden. Diesen Weg sind wir in Österreich eben nicht gegangen, und ich bin dankbar dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP – Abg. Öllinger: Ich höre!
Deutschland geht jetzt vermehrt, Rot-Grün (Abg. Öllinger: Wer hat alles kaputtgemacht in England?) – hören Sie gut zu, Herr Öllinger, bei mir können Sie immer etwas Neues dazulernen (Beifall bei der ÖVP – Abg. Öllinger: Ich höre!) –, Deutschland geht vermehrt dazu über, dass große Aktiengesellschaften (Abg. Dr. Grünewald: Er wird sich keinen Hörbehelf leisten können!) – ja, hören Sie gut zu, Sie können etwas lernen –, große Ketten die Spitalsversorgung übernehmen. Ich kann Ihnen eines sagen: Wissen Sie, wozu das führt? Dass man plötzlich gute und schlechte Krankheiten hat. Shareholder Value kennt keine ethische Verantwortung bei Krankheiten, sondern wenn Sie Alzheimer haben, gleichzeitig alt sind, nierenkrank und Rheuma haben, dann sind Sie ein schlechtes Risiko für das Spital und Sie werden Probleme kriegen, ein Spitalsbett zu finden. Diesen Weg sind wir in Österreich eben nicht gegangen, und ich bin dankbar dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Grünewald: Er wird sich keinen Hörbehelf leisten können!
Deutschland geht jetzt vermehrt, Rot-Grün (Abg. Öllinger: Wer hat alles kaputtgemacht in England?) – hören Sie gut zu, Herr Öllinger, bei mir können Sie immer etwas Neues dazulernen (Beifall bei der ÖVP – Abg. Öllinger: Ich höre!) –, Deutschland geht vermehrt dazu über, dass große Aktiengesellschaften (Abg. Dr. Grünewald: Er wird sich keinen Hörbehelf leisten können!) – ja, hören Sie gut zu, Sie können etwas lernen –, große Ketten die Spitalsversorgung übernehmen. Ich kann Ihnen eines sagen: Wissen Sie, wozu das führt? Dass man plötzlich gute und schlechte Krankheiten hat. Shareholder Value kennt keine ethische Verantwortung bei Krankheiten, sondern wenn Sie Alzheimer haben, gleichzeitig alt sind, nierenkrank und Rheuma haben, dann sind Sie ein schlechtes Risiko für das Spital und Sie werden Probleme kriegen, ein Spitalsbett zu finden. Diesen Weg sind wir in Österreich eben nicht gegangen, und ich bin dankbar dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Deutschland geht jetzt vermehrt, Rot-Grün (Abg. Öllinger: Wer hat alles kaputtgemacht in England?) – hören Sie gut zu, Herr Öllinger, bei mir können Sie immer etwas Neues dazulernen (Beifall bei der ÖVP – Abg. Öllinger: Ich höre!) –, Deutschland geht vermehrt dazu über, dass große Aktiengesellschaften (Abg. Dr. Grünewald: Er wird sich keinen Hörbehelf leisten können!) – ja, hören Sie gut zu, Sie können etwas lernen –, große Ketten die Spitalsversorgung übernehmen. Ich kann Ihnen eines sagen: Wissen Sie, wozu das führt? Dass man plötzlich gute und schlechte Krankheiten hat. Shareholder Value kennt keine ethische Verantwortung bei Krankheiten, sondern wenn Sie Alzheimer haben, gleichzeitig alt sind, nierenkrank und Rheuma haben, dann sind Sie ein schlechtes Risiko für das Spital und Sie werden Probleme kriegen, ein Spitalsbett zu finden. Diesen Weg sind wir in Österreich eben nicht gegangen, und ich bin dankbar dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Großruck: Bravo, Erwin!
enten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Großruck: Bravo, Erwin!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Vielleicht zuerst ein, zwei Sätze zu meinem Vorredner. Ich finde es schon eigenartig, wenn der Opposition hier ein Zickzackkurs vorgeworfen wird, obwohl ich bis jetzt eigentlich nur den Slalomläufer Rasinger erleben durfte. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Womit er aber Recht hat, ist folgender Satz: Die Frau Ministerin hat auf Macht verzichtet. – Sehr wohl, so schaut es aus. Ich werde vielleicht versuchen, die Rede etwas zu gendern.
Abg. Öllinger: Ins Protokoll!
Als wir begonnen haben, darüber zureden, haben wir mit einer Frau Ministerin gesprochen. Die Gespräche waren offen, transparent, spannend. Ich verhehle nicht, dass es eine Reihe von ins Auge gefassten Zielen gab, die ich und viele andere als sinnvoll und gut empfunden haben. Was war geplant? – Man hätte darüber reden können, und die Frau Ministerin hätte – das sage ich jetzt im Konjunktiv im Gegensatz zu Rasinger – als mutige Ministerin eingehen können: egal, ob in die Geschichte oder zumindest (Abg. Öllinger: Ins Protokoll!) über mehrere Wochen in die Zeitungen. Jetzt muss ich ein bisschen vorsichtig sein. Sie hätte eingehen können. Ich hätte Ihnen das auch gewünscht. Da bin ich weder neidig noch eifersüchtig.
Abg. Scheibner: Ein sehr intelligenter Vergleich!
Das heißt, wir haben fixiert: Beitragserhöhungen, mäßige Rezeptgebührenerhöhungen und den Spitalskostenbeitrag. Und da wird es langsam absurd. Der Spitalskostenbeitrag wird den Ländern anheim gestellt. Das ist erstens nicht sehr mutig und zweitens den gesundheitspolitischen Zielen ja entgegenlaufend. Ich will Vereinheitlichung in Österreich. Statt einen Nationalfeiertag, fürchte ich, werden wir in Zukunft neun feiern. Jedes Bundesland hat seinen Nationalfeiertag. (Abg. Scheibner: Ein sehr intelligenter Vergleich!) – Nein, das ist kein komischer Vergleich, es geht in diese Richtung. (Abg. Silhavy: Kärnten, das sind die Ersten!) – In Kärnten ist es sowieso ein Thema, die haben ihn ja schon.
Abg. Silhavy: Kärnten, das sind die Ersten!
Das heißt, wir haben fixiert: Beitragserhöhungen, mäßige Rezeptgebührenerhöhungen und den Spitalskostenbeitrag. Und da wird es langsam absurd. Der Spitalskostenbeitrag wird den Ländern anheim gestellt. Das ist erstens nicht sehr mutig und zweitens den gesundheitspolitischen Zielen ja entgegenlaufend. Ich will Vereinheitlichung in Österreich. Statt einen Nationalfeiertag, fürchte ich, werden wir in Zukunft neun feiern. Jedes Bundesland hat seinen Nationalfeiertag. (Abg. Scheibner: Ein sehr intelligenter Vergleich!) – Nein, das ist kein komischer Vergleich, es geht in diese Richtung. (Abg. Silhavy: Kärnten, das sind die Ersten!) – In Kärnten ist es sowieso ein Thema, die haben ihn ja schon.
Beifall bei den Grünen.
Was Sie bei den Brillen machen, hat vielleicht nur einen Vorteil: Wenn die Eigenfinanzierung steigt, wird politische Kurzsichtigkeit endlich einmal privat finanzierungspflichtig. (Beifall bei den Grünen.) Man muss dann schon im wahrsten Sinne des Wortes sagen: Glasauge, sei wachsam! (Heiterkeit.) Über 30 Millionen € will man hier herausholen. (Abg. Scheibner: Haben Sie für Ihre Brille einen Beitrag bekommen?) Kassen finanzieren auch Glasaugen, das ist gar nicht so lächerlich. Aber da wird man dann statt eines Glasauges nur eine Augenbinde bekommen. Und das finde ich nicht gut. Sie wissen auch, Herr Scheibner, Österreich liegt, was die privaten Belastungen im Gesundheitssystem betrifft ... (Abg. Scheibner: Haben Sie für Ihre Brille einen Beitrag bekommen?) – Ich habe meinen Beitrag schon bezahlt, ja sicher. (Abg. Scheibner: Ob Sie einen Beitrag bekommen haben für Ihre Brille?) – Das weiß ich gar nicht. Das habe ich gar nicht beantragt, aber es kann schon sein. Aber jetzt werden die Beiträge der Privaten angehoben, nicht die Beiträge der Kassen. Sie müssen das schon lesen. 30 Millionen € will man bei diesen Heilbehelfen einsparen. Wir liegen an dritter Stelle der Welt, was diese Dinge betrifft.
Heiterkeit.
Was Sie bei den Brillen machen, hat vielleicht nur einen Vorteil: Wenn die Eigenfinanzierung steigt, wird politische Kurzsichtigkeit endlich einmal privat finanzierungspflichtig. (Beifall bei den Grünen.) Man muss dann schon im wahrsten Sinne des Wortes sagen: Glasauge, sei wachsam! (Heiterkeit.) Über 30 Millionen € will man hier herausholen. (Abg. Scheibner: Haben Sie für Ihre Brille einen Beitrag bekommen?) Kassen finanzieren auch Glasaugen, das ist gar nicht so lächerlich. Aber da wird man dann statt eines Glasauges nur eine Augenbinde bekommen. Und das finde ich nicht gut. Sie wissen auch, Herr Scheibner, Österreich liegt, was die privaten Belastungen im Gesundheitssystem betrifft ... (Abg. Scheibner: Haben Sie für Ihre Brille einen Beitrag bekommen?) – Ich habe meinen Beitrag schon bezahlt, ja sicher. (Abg. Scheibner: Ob Sie einen Beitrag bekommen haben für Ihre Brille?) – Das weiß ich gar nicht. Das habe ich gar nicht beantragt, aber es kann schon sein. Aber jetzt werden die Beiträge der Privaten angehoben, nicht die Beiträge der Kassen. Sie müssen das schon lesen. 30 Millionen € will man bei diesen Heilbehelfen einsparen. Wir liegen an dritter Stelle der Welt, was diese Dinge betrifft.
Abg. Scheibner: Haben Sie für Ihre Brille einen Beitrag bekommen?
Was Sie bei den Brillen machen, hat vielleicht nur einen Vorteil: Wenn die Eigenfinanzierung steigt, wird politische Kurzsichtigkeit endlich einmal privat finanzierungspflichtig. (Beifall bei den Grünen.) Man muss dann schon im wahrsten Sinne des Wortes sagen: Glasauge, sei wachsam! (Heiterkeit.) Über 30 Millionen € will man hier herausholen. (Abg. Scheibner: Haben Sie für Ihre Brille einen Beitrag bekommen?) Kassen finanzieren auch Glasaugen, das ist gar nicht so lächerlich. Aber da wird man dann statt eines Glasauges nur eine Augenbinde bekommen. Und das finde ich nicht gut. Sie wissen auch, Herr Scheibner, Österreich liegt, was die privaten Belastungen im Gesundheitssystem betrifft ... (Abg. Scheibner: Haben Sie für Ihre Brille einen Beitrag bekommen?) – Ich habe meinen Beitrag schon bezahlt, ja sicher. (Abg. Scheibner: Ob Sie einen Beitrag bekommen haben für Ihre Brille?) – Das weiß ich gar nicht. Das habe ich gar nicht beantragt, aber es kann schon sein. Aber jetzt werden die Beiträge der Privaten angehoben, nicht die Beiträge der Kassen. Sie müssen das schon lesen. 30 Millionen € will man bei diesen Heilbehelfen einsparen. Wir liegen an dritter Stelle der Welt, was diese Dinge betrifft.
Abg. Scheibner: Haben Sie für Ihre Brille einen Beitrag bekommen?
Was Sie bei den Brillen machen, hat vielleicht nur einen Vorteil: Wenn die Eigenfinanzierung steigt, wird politische Kurzsichtigkeit endlich einmal privat finanzierungspflichtig. (Beifall bei den Grünen.) Man muss dann schon im wahrsten Sinne des Wortes sagen: Glasauge, sei wachsam! (Heiterkeit.) Über 30 Millionen € will man hier herausholen. (Abg. Scheibner: Haben Sie für Ihre Brille einen Beitrag bekommen?) Kassen finanzieren auch Glasaugen, das ist gar nicht so lächerlich. Aber da wird man dann statt eines Glasauges nur eine Augenbinde bekommen. Und das finde ich nicht gut. Sie wissen auch, Herr Scheibner, Österreich liegt, was die privaten Belastungen im Gesundheitssystem betrifft ... (Abg. Scheibner: Haben Sie für Ihre Brille einen Beitrag bekommen?) – Ich habe meinen Beitrag schon bezahlt, ja sicher. (Abg. Scheibner: Ob Sie einen Beitrag bekommen haben für Ihre Brille?) – Das weiß ich gar nicht. Das habe ich gar nicht beantragt, aber es kann schon sein. Aber jetzt werden die Beiträge der Privaten angehoben, nicht die Beiträge der Kassen. Sie müssen das schon lesen. 30 Millionen € will man bei diesen Heilbehelfen einsparen. Wir liegen an dritter Stelle der Welt, was diese Dinge betrifft.
Abg. Scheibner: Ob Sie einen Beitrag bekommen haben für Ihre Brille?
Was Sie bei den Brillen machen, hat vielleicht nur einen Vorteil: Wenn die Eigenfinanzierung steigt, wird politische Kurzsichtigkeit endlich einmal privat finanzierungspflichtig. (Beifall bei den Grünen.) Man muss dann schon im wahrsten Sinne des Wortes sagen: Glasauge, sei wachsam! (Heiterkeit.) Über 30 Millionen € will man hier herausholen. (Abg. Scheibner: Haben Sie für Ihre Brille einen Beitrag bekommen?) Kassen finanzieren auch Glasaugen, das ist gar nicht so lächerlich. Aber da wird man dann statt eines Glasauges nur eine Augenbinde bekommen. Und das finde ich nicht gut. Sie wissen auch, Herr Scheibner, Österreich liegt, was die privaten Belastungen im Gesundheitssystem betrifft ... (Abg. Scheibner: Haben Sie für Ihre Brille einen Beitrag bekommen?) – Ich habe meinen Beitrag schon bezahlt, ja sicher. (Abg. Scheibner: Ob Sie einen Beitrag bekommen haben für Ihre Brille?) – Das weiß ich gar nicht. Das habe ich gar nicht beantragt, aber es kann schon sein. Aber jetzt werden die Beiträge der Privaten angehoben, nicht die Beiträge der Kassen. Sie müssen das schon lesen. 30 Millionen € will man bei diesen Heilbehelfen einsparen. Wir liegen an dritter Stelle der Welt, was diese Dinge betrifft.
Beifall bei den Grünen.
Was ist in der Agentur jetzt plötzlich festgeschrieben worden? – Ein Aufgabenbereich stationär, wo Länder Stimmrechte haben, die ihnen Mehrheiten sichern, und ein Leistungsbereich niedergelassener Bereich, wo die Kassen Stimmrechtsmehrheit haben. Das heißt, das, was ich bekämpfen wollte, die isolierte Betrachtung von niedergelassenem und stationärem Bereich, wird in der Struktur nochmals nachgezeichnet. Dafür mache ich dann noch einen Koordinationsbereich. Das kann wirklich nicht gut sein. Das wird mir niemand erklären können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Vielleicht können Sie noch einiges korrigieren, ich fürchte aber, eine große Chance wurde vertan, und das tut mir Leid um uns alle, insbesondere um die PatientInnen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordnete Barbara Rosenkranz (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Ich teile Ihre pessimistische Meinung, Herr Abgeordneter Grünewald, nicht. In Ihrer Kritik haben Sie in manchen Punkte etwas Richtiges angesprochen, aber ich glaube, man kann sehr gut den Beweis führen, dass trotz der schwierigen realpolitischen Lage hier ein Optimum an neuen Strukturen und Möglichkeiten herausgeholt worden ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Rasinger.
Finanzbedarf im Spitalswesen – konnten erfolgreich behandelt werden, und es gibt auch – das ist ganz entscheidend und das war in früheren Jahren eben nie der Fall – ein Konzept für eine mittel- und langfristige Therapie: einerseits das Strukturpaket, das auch von Ihrer Seite doch sehr positiv beurteilt worden ist, und andererseits – und da muss man dem unermüdlichen Staatssekretär Schweitzer danken, der hier wirklich eine Pionierarbeit in Bewusstseinsbildung vollbracht hat – auch das erste Mal Mittel für eine Prävention, die diesen Namen verdient. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Rasinger.)
Beifall bei den Freiheitlichen
Wir haben es uns nicht leicht gemacht als Freiheitliche Partei, und ich bedanke mich da ganz besonders bei unserem Klubobmann, der sich hier wahrscheinlich bei manchen schon ein bisschen Ärger eingehandelt hat (Beifall bei den Freiheitlichen), aber es hat sich, Herr Klubobmann, zu 100 Prozent gelohnt. Wir haben gesagt, es muss zu sozial verträglichen Möglichkeiten kommen, es muss vor allem auch befristet sein. Das ist noch nicht gesagt worden, deshalb streiche ich das heraus. Es ist wirklich ein großer Erfolg der Regierung, dass das eingesehen wurde und dass es gelungen ist, festzulegen, dass alle diese zusätzlichen Einnahmen befristet sind; befristet, bis die Gesundheitsreform greift.
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Es ist ein großer Erfolg, dass es nicht zur Erhöhung der Rezeptgebühr kommt. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Es kommt nämlich – im Gegensatz zu dem, was Sie sagen und auch, wenn Sie das gerne so darstellen würden – zu keiner Erhöhung der Rezeptgebühr. Das ist die routinemäßige Valorisierung, die es ja schon gibt. Also keine Erhöhung der Rezeptgebühr!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Zu den Spitalskostenbeiträgen stelle ich ganz klar fest: Es ist vernünftig, wenn jener, der vorhat, die Mittel auszugeben, auch argumentieren muss, warum er sie zusätzlich einhebt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Gesundheitsreform ist ausgewogen, sie wird den Trend zu einer wirtschaftlichen und sparsamen Verwendung der Mittel fördern, und das hohe medizinische Niveau ist bei gleichem Zugang für jedermann gewährleistet. – Wir geben diesem Kapitel Gesundheit gerne unsere Zustimmung. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Rasinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Lackner –: Hoffentlich hast du das richtige Taferl mit! – Abg. Lackner: Ich habe immer die richtigen Taferln mit, Kollege!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Lackner. – Bitte. (Abg. Dr. Rasinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Lackner –: Hoffentlich hast du das richtige Taferl mit! – Abg. Lackner: Ich habe immer die richtigen Taferln mit, Kollege!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Manfred Lackner (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! Belastungen und Leistungseinschränkungen für kranke Menschen, die Wegbereitung in die Zwei-Klassen-Medizin haben mit dem heutigen Tag einmal mehr einen klar zuzuordnenden Namen: Bundesministerin Rauch-Kallat und ihre bereitwilligen Unterstützer in ÖVP und FPÖ. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dolinschek: Hör auf! So ein Blödsinn!
Ihnen, Herr Kollege Scheibner – er ist jetzt gerade nicht da –, möchte ich besonders gratulieren: Sie haben doch sehr lange gebraucht, bis Sie wieder umgefallen sind – diesmal von Sonntag bis Donnerstag –, sonst ist das ja meistens schon nach wenigen Stunden erfolgt. (Abg. Dolinschek: Hör auf! So ein Blödsinn!) Es ist doch ein Fortschritt, dass man erst nach so langer Zeit umfällt.
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin! Nach dem heutigen Tag und der Leistungseinschränkung im Bereich der Brillen stellt sich für mich die Frage: Was kommt noch? – Und diese Frage ist nicht ganz unberechtigt. Ich darf Ihnen Ihre gestrige Pressekonferenz in Erinnerung rufen, wo Sie sinngemäß gesagt haben: Im Hinblick auf Gesundheitsleistungen, die bisher schon immer finanziert wurden, ist zu hinterfragen, ob diese auch noch ihre Berechtigung haben. – Das, Frau Bundesministerin, ist wirklich eine zynische und verantwortungslose Drohung für alle kranken Menschen in Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rasinger: Das musst du dem Rieder und dem Häupl sagen!
Meine Damen und Herren! Kollege Rasinger! Frau Bundesministerin! Es ist ja geradezu erschreckend, wie exakt die Österreicherinnen und Österreicher Ihre nächsten unsozialen Belastungen vorhersagen. – Das ist das Ergebnis dieser Ihrer Politik, die Sie völlig losgelöst, völlig abgehoben machen, anstatt hier im Hohen Haus mit uns den Versuch zu starten – mit uns gemeinsam! –, eine Reform auf den Weg zu bringen, die diesen Namen verdient. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rasinger: Das musst du dem Rieder und dem Häupl sagen!)
Beifall bei der SPÖ.
Für die SPÖ, Frau Bundesministerin, ist Gesundheitspolitik zu wichtig, um sie Ihren kurzfristigen parteipolitischen Machtinteressen auszuliefern. Daher lehnen wir diese unsoziale und unsolidarische Gesundheitspolitik entschieden ab. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit ganz herzlich bei jenen Beamtinnen und Beamten bedanken, die in den letzten Tagen und Wochen zum Teil Tag und Nacht bei uns im Hause gearbeitet haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In diesem Sinne bitte ich Sie um Ihre Zustimmung zu diesem, wie ich meine, sehr ausgewogenen Budget und auch zur Gesundheitsreform; da ist doch noch einige Zeit im Parlament. Ich freue mich auf konstruktive Zusammenarbeit und bedanke mich bei all jenen, die dies schon in den letzten Wochen und Monaten bewiesen haben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Sburny: Wie erklären Sie sich dann, dass die Situation der Frauen immer schlechter wird?
Ich fordere hier wirklich die Kolleginnen der Oppositionsparteien auf – ähnlich wie es Kollege Lackner vorher getan hat –, dies konstruktiv und positiv zu sehen und – ich glaube daran – gerade auch im Frauenbereich einen positiven und konsensorientierten Weg zu gehen. Gerade wenn es um Frauenangelegenheiten geht, sollten wir Frauen, denke ich, bessere Seilschaften knüpfen und besseres Networking forcieren. Es dient den Frauenanliegen nicht, wenn Sie sich immer dann aus der Verantwortung verabschieden, wenn es ernst wird, ob das das Gleichbehandlungsgesetz ist, die Weisungsfreistellung der Anwaltschaft, ob das die Steuerreform mit wichtigen Maßnahmen gerade auch für AlleinerhalterInnen ist oder ob das jetzt die Frage der Pensionsharmonisierung ist, wo wir auch ganz wichtige Maßnahmen gerade im Interesse der Frauen treffen werden. Sie verabschieden sich immer dann, wenn es wichtig ist und wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen. (Abg. Sburny: Wie erklären Sie sich dann, dass die Situation der Frauen immer schlechter wird?) – Sie behaupten, weil Sie Fakten verdrängen, ganz einfach Dinge, die nicht stimmen. Lesen Sie im Budget nach!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Natürlich, Frau Kollegin Weinzinger: 2002 waren wir knapp unter 5 Millionen €, für 2004 und 2005 budgetieren wir jeweils mehr als 6 Millionen € für Frauenaktivitäten, 3,5 Millionen für die Förderung von Fraueninitiativen – Sie können das alles nachlesen –, für Frauen- und Mädchenberatung, für Fraueneinrichtungen, Projekte gegen Gewalt an Frauen und Kindern, wo auch das Bundesministerium noch mitfinanziert, und 2,5 Millionen im Bereich der Aufwendungen eben zur Aufarbeitung frauenspezifischer Themen, Schwerpunkte Gleichbehandlungsaufgaben, Gender Mainstreaming und so weiter. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Sburny: Wo?
Zum Bereich der Migrantinnen, der Ihnen immer so wichtig war. Auch da hat die Frauenministerin einen neuen wichtigen Akzent gesetzt, indem sie eine neue Abteilung für Frauenservice und Grundsatzfragen von Migrantinnen im Ministerium eingerichtet hat, wo Anliegen dieser Frauen gezielt und individuell bearbeitet werden. Oder das Pilotprojekt Gender Budgeting. (Abg. Sburny: Wo?)
Zwischenruf der Abg. Mag. Weinzinger.
Auch in Bezug auf die Frauenerwerbsquote – das wird sicherlich auch wieder kommen – liegen wir im EU-Schnitt sehr gut. Wir liegen hier weit über dem EU-Schnitt. (Zwischenruf der Abg. Mag. Weinzinger.) – Das ist einfach die Wahrheit, Frau Kollegin! Sie wollen es nicht wahrhaben. 59,6 Prozent im Jahr 2000, jetzt 62,8. (Zwischenruf der Abg. Sburny.) Der EU-Schnitt liegt bei 55,3 Prozent. Wir liegen hier weit darüber, und es werden sich auch die Lebensverläufe der Frauen in den nächsten Jahren verändern.
Zwischenruf der Abg. Sburny.
Auch in Bezug auf die Frauenerwerbsquote – das wird sicherlich auch wieder kommen – liegen wir im EU-Schnitt sehr gut. Wir liegen hier weit über dem EU-Schnitt. (Zwischenruf der Abg. Mag. Weinzinger.) – Das ist einfach die Wahrheit, Frau Kollegin! Sie wollen es nicht wahrhaben. 59,6 Prozent im Jahr 2000, jetzt 62,8. (Zwischenruf der Abg. Sburny.) Der EU-Schnitt liegt bei 55,3 Prozent. Wir liegen hier weit darüber, und es werden sich auch die Lebensverläufe der Frauen in den nächsten Jahren verändern.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Arbeiten wir gemeinsam daran, dass es zu wirklichen Verbesserungen kommt! Hier sind alle gefordert, die Sozialpartner, alle Parteien, die Gesellschaft insgesamt, wo man ganz einfach auch zu einem Umdenken kommen muss. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Aber arbeiten wir konstruktiv daran! Sie sind dazu ja nicht bereit.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Arbeiten auch Sie mit uns daran, seien Sie mutig, arbeiten Sie daran, richtige Schritte in der Frauenpolitik hier in Österreich zu setzen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Das war fast schon ein herzbewegender Appell an Konstruktivität. Ihre Definition von Konstruktivität und Frauensolidarität besteht allerdings darin, dass Sie sagen: Ganz am Schluss, wenn wir Ihnen ein fertiges Ding auf den Tisch knallen, das unserer Ideologie alleine entspricht, stimmen Sie bitte zu! – Das ist aus Ihrer Sicht konstruktiv und solidarisch. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich hatte so das Gefühl, bei den ersten Debatten darüber – damals noch im Budgetausschuss – war das Verständnis für den Konnex noch nicht besonders ausgeprägt. Umso mehr freut es mich, dass es inzwischen eine Initiative der Ministerin gibt: Gender Medizin in der Ausbildung an der Universität und bei der Weiterbildung, die die Ärztekammer anbietet. Dazu kann ich nur gratulieren. Das ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Bitte weitermachen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grillitsch: Wen meinen Sie?
Politisch, glaube ich, lässt sich diese Frage jedenfalls eindeutig beantworten. Politisch ist es nämlich die Aufgabe einer Ministerin, zu gestalten, Verantwortung zu übernehmen und Dinge zu tun. Eine Ministerin, die nichts tut, ist daher eigentlich schon gescheitert. (Abg. Grillitsch: Wen meinen Sie?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Jedenfalls kann es nicht angehen, dass Österreich zwar eine Mehrheit der Bevölkerung hat, die weiblich ist, aber eine Frauenministerin, die nicht zu ihrer Aufgabe kommt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Eine Beratungsstelle für sexuell missbrauchte Mädchen und junge Frauen, also nicht etwas, was Unsummen verschlingt, was eigentlich im Mainstream des politischen Diskurses der Ministerin wäre, hat schon im dritten Jahr keine Mittel mehr aus der Gesundheitsabteilung bekommen und gekürzte Mittel aus der Frauenabteilung Ihres Ressorts, Frau Ministerin. Das ist für mich schlicht und einfach nicht nachvollziehbar. Zumindest sexuell missbrauchten jungen Mädchen wird wohl dieser Staat die notwendige Unterstützung geben können, das wird man sich noch leisten können. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Dass man AMS-Maßnahmen in die Hand nehmen könnte, um die Frauenerwerbsquote tatsächlich zu stützen, um tatsächlich zu einer Reduktion der Einkommensschere beizutragen, fällt dieser Regierung leider nicht ein. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Damit bleibt nur zu hoffen, dass es besser wird. Und ich kann, glaube ich, wenn ich mir die Sache in Summe so anschaue, Ihnen, Frau Ministerin, nur empfehlen, in ein frauenpolitisches Mentoring-Programm einzusteigen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie es uns!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Frau Weinzinger, ich denke, es darf einfach nicht sein, dass etwas frauenspezifisch Positives von dieser Bundesregierung gemacht wird. Ich glaube, dass Sie ganz einfach nur das Negative sehen wollen. (Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie es uns!)
Abg. Mag. Weinzinger: Inflationsabgeltung nennt man so etwas!
Ich werde Ihnen jetzt einige in Zukunft sehr positive Aspekte sagen. Gehen wir einmal davon aus, dass, obwohl generelle Einsparungen angesagt sind, das Budget im Frauenministerium um 500 000 € gestiegen ist. Das muss doch schon einmal einer der positiven Aspekte sein. (Abg. Mag. Weinzinger: Inflationsabgeltung nennt man so etwas!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Da spreche ich gleich einmal die Frauenförderung im Spitzensportbereich an, im Budget für Frauenförderung eigens ausgewiesen, und zwar mit 218 000 €, Geld, das es ermöglicht, dass insbesondere Frauen gefördert werden in Sportarten, die nicht olympisch sind, beziehungsweise Frauen gefördert werden, deren Leistungen noch nicht von „Topsport Austria“ gefördert werden. Die Silbermedaillen-Gewinnerin von Athen, Claudia Heil, war genau eine jener Frauen, die durch diese Sportförderung die Möglichkeit hatte, finanzielle Zuwendungen zu bekommen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Das ist wahre Frauenpolitik, wie wir sie verstehen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Frauenpolitik wird von dieser Regierung sicherlich sehr ernst genommen. Wir sehen das nur nicht isoliert, in einem einzelnen Budget, sondern Frauenförderung muss in allen Ressorts umgesetzt werden. Dennoch ist der Ansatz in diesem Frauenbudget ein guter. Sie aber tun den Frauen nichts Gutes, wenn Sie nicht zustimmen. Deswegen appelliere ich an Sie, sehr geehrte Damen in erster Linie von der SPÖ und von den Grünen: Stimmen Sie mit, stimmen Sie dem Budgetansatz des Frauenministeriums zu! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Ja, dankbar sind wir alle!
Staatssekretär im Bundeskanzleramt Mag. Karl Schweitzer: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich bin Kollegin Achleitner sehr dankbar dafür (Abg. Dr. Jarolim: Ja, dankbar sind wir alle!), dass sie die Maßnahmen betreffend Frauenförderung, zum Beispiel im Sport, angesprochen hat. Ich verstehe es nicht, wenn bei der SPÖ hier Frauen sitzen, die das, was in diesem Zusammenhang getan wird, geringschätzig abtun. Ich kann mich an Zeiten erinnern, wo es SPÖ-Politiker gegeben hat, die für die Frauenförderung im Sport verantwortlich gewesen wären. Und da hat es
Zwischenruf der Abg. Binder.
Im Gegensatz dazu gibt es jetzt nicht nur ein eigenes Förderungspaket für die Frau im Spitzensport, und da wurde nicht eine gefördert, sondern da werden rund 150 Frauen, die im Spitzensport tätig sind, gefördert. Sie haben offensichtlich wenig Ahnung davon, reden aber trotzdem darüber. Das ist das Problem bei Ihnen: dass Sie oft über Dinge reden, von denen Sie keine Ahnung haben. Aber ich bin jetzt da, um Sie aufzuklären, und bitte Sie höflich, auch zuzuhören. (Zwischenruf der Abg. Binder.)
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Das ist eine Frechheit! Das ist ja ungeheuerlich!
Frau Kollegin Binder, dass Sie mit Sport nicht sehr viel am Hut haben, das sieht man! (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Das ist eine Frechheit! Das ist ja ungeheuerlich!)
Weitere heftige Zwischenrufe bei der SPÖ.
„Topsport Austria“ .... (Weitere heftige Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Heinzl: Schämen Sie sich!
Was ist denn? (Abg. Heinzl: Schämen Sie sich!) – Ihre Zwischenrufe zeigen, dass sie sich damit relativ wenig bis gar nicht beschäftigt hat, und ich kann auch den Nachweis dafür locker erbringen. (Abg. Heinzl: Sie sind optisch unerträglich! Schämen Sie sich!)
Abg. Heinzl: Sie sind optisch unerträglich! Schämen Sie sich!
Was ist denn? (Abg. Heinzl: Schämen Sie sich!) – Ihre Zwischenrufe zeigen, dass sie sich damit relativ wenig bis gar nicht beschäftigt hat, und ich kann auch den Nachweis dafür locker erbringen. (Abg. Heinzl: Sie sind optisch unerträglich! Schämen Sie sich!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
„Topsport Austria“ ... (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Frau Kollegin Binder! Sollten Sie etwas von dem, was ich gesagt habe, anders verstehen, als ich es gemeint habe, dann ziehe ich das mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück. (Abg. Heinisch-Hosek: Überlegen Sie sich vorher, was Sie sagen! – Abg. Reheis: Schämen Sie sich!)
Abg. Heinisch-Hosek: Überlegen Sie sich vorher, was Sie sagen! – Abg. Reheis: Schämen Sie sich!
„Topsport Austria“ ... (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Frau Kollegin Binder! Sollten Sie etwas von dem, was ich gesagt habe, anders verstehen, als ich es gemeint habe, dann ziehe ich das mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück. (Abg. Heinisch-Hosek: Überlegen Sie sich vorher, was Sie sagen! – Abg. Reheis: Schämen Sie sich!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Nichtsdestotrotz werde ich fortfahren, um zu zeigen, dass wir für die Frauen sehr, sehr viel tun, Herr Kollege! (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Sie interessieren uns nicht!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lassen Sie mich auch zur Gesundheitsreform eine Stellungnahme abgeben. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Sie interessieren uns nicht!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das Strukturpaket, das von allen positiv beurteilt wird, auch gestern bereits vom Kollegen Van der Bellen, das von den Landeshauptleuten, von der Frau Kollegin Burgstaller, vom Kollegen Häupl als äußerst positiv beurteilt wurde, wird dazu führen, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass zum ersten Mal nicht nur Geld umverteilt wird, sondern tatsächlich auch Reformen erfolgen werden – und vor allem Reformen miteinander erfolgen werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben mit Vertretern des organisierten Sports lange und ausführlich verhandelt. Die großen Dachverbände werden Bewegungsprogramme erarbeiten, die im präventiven Bereich wirksam werden. Ich denke, dass das ein sehr, sehr guter Ansatz ist, und ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit mit all jenen im Bereich der Gesundheitspolitik, die der Prävention in Hinkunft einen großen Stellenwert beimessen werden. Die Voraussetzungen dafür haben wir mit dem Strukturpaket geschaffen. Ich glaube, dass das ein guter Schritt ist, um von den „Krankenkassen“ zu den „Gesundenkassen“ zu kommen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich ersuche Sie, dem Herrn Staatssekretär einen Ordnungsruf zu erteilen. Es ist in letzter Zeit üblich geworden, dass von der Regierungsbank persönliche Untergriffe gegen Abgeordnete hinsichtlich ihres Aussehens oder ihrer Tätigkeit gemacht werden. Das ist eine Unsitte, die hier nicht einreißen soll, und wenn der Herr Staatssekretär halbherzig gemeint hat, falls wir das anders verstehen, dann nimmt er es zurück, würde ich darauf bestehen, dass er zumindest eine formelle tatsächliche Entschuldigung gegenüber der Abgeordneten Binder abgibt, weil das eine Ungehörigkeit ist und wir das nicht das erste Mal hier in diesem Haus erlebt haben. Ich glaube, Sie würden auch der Frauenministerin einen Gefallen tun, wenn Sie Frauen gegenüber nicht in dieser diskriminierenden Form vorgehen würden. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das ist keine Entschuldigung! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Bemerkung, die offensichtlich missverständlich hinübergekommen ist, tut mir Leid. Ich ziehe sie mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist keine Entschuldigung! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie der Abg. Steibl.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär, schämen Sie sich – das sage ich Ihnen an dieser Stelle – für diese unglaubliche Entgleisung, für die Sie sich jetzt nicht einmal entschuldigt haben! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie der Abg. Steibl.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Staatssekretär, Sie wissen genau, dass uns Frauenförderung im Sport ein sehr wichtiges Anliegen ist. Gerade Sie haben dauernd gesagt, Frauenpolitik sei eine Querschnittsmaterie. Sie haben ein Beispiel gebracht, aber Sie haben eine Kollegin persönlich beleidigt und haben sich dafür nicht entschuldigt. Und das ist wirklich verachtungswürdig! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wir erhöhen keine Rezeptgebühr!
Frauen sind mehrfach benachteiligt und werden auch durch die Sache mit den Brillen, durch die Rezeptgebührenerhöhung (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wir erhöhen keine Rezeptgebühr!) und durch das Taggeld sicherlich nicht bevorteilt, sondern wieder benachteiligt werden. – Noch eine Benachteiligung mehr.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Und ein Vergleich, der besonders betroffen macht: Wir haben nur 3,5 Millionen € für sehr viele Frauenprojekte und Mädchenprojekte; das ist sehr wenig Geld für wichtige Einrichtungen. Ich möchte mich bei allen MitarbeiterInnen, die in solchen Projekten arbeiten, aber auch bei allen BeamtInnen Ihres Ministeriums, die unter sicherlich zum Teil erschwerten Bedingungen arbeiten, weil auch hier keine Personalaufstockungen erfolgen, sehr herzlich bedanken. Das kann ich hier von dieser Stelle aus tun – mehr kann ich nicht tun. Ich kann leider nicht mehr Geld herbeizaubern. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Weil die Kontrolle für die Sicherheit der Konsumenten das erfordert!
Stand von 1999. Und es befremdet mich sehr – ich weiß nicht, wie es Ihnen geht –, ich habe ein sehr unangenehmes Gefühl, wenn ich daran denke, dass für den Tierschutz mehr Geld da ist, nämlich 3,9 Millionen €. Wenn ich daran denke, dass für den Betrieb einer Schweine-Datenbank 3 Millionen € da sind, dass für die Einrichtung einer Schaf- und Ziegen-Datenbank 1,8 Millionen € zur Verfügung gestellt werden (Abg. Grillitsch: Weil die Kontrolle für die Sicherheit der Konsumenten das erfordert!), erscheint es ziemlich beschämend, dass wir nur 3,5 Millionen € für Frauen- und Mädchenprojekte in Österreich zur Verfügung haben! (Zwischenrufe der Abg. Lentsch.)
Zwischenrufe der Abg. Lentsch.
Stand von 1999. Und es befremdet mich sehr – ich weiß nicht, wie es Ihnen geht –, ich habe ein sehr unangenehmes Gefühl, wenn ich daran denke, dass für den Tierschutz mehr Geld da ist, nämlich 3,9 Millionen €. Wenn ich daran denke, dass für den Betrieb einer Schweine-Datenbank 3 Millionen € da sind, dass für die Einrichtung einer Schaf- und Ziegen-Datenbank 1,8 Millionen € zur Verfügung gestellt werden (Abg. Grillitsch: Weil die Kontrolle für die Sicherheit der Konsumenten das erfordert!), erscheint es ziemlich beschämend, dass wir nur 3,5 Millionen € für Frauen- und Mädchenprojekte in Österreich zur Verfügung haben! (Zwischenrufe der Abg. Lentsch.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Das ist zur Kontrolle ...!
Das finde ich dermaßen geschmacklos, dass ich gar nicht ausdrücken kann, wie geschmacklos, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Das ist zur Kontrolle ...!)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Und wir wissen auch, dass die Anzahl der Gewaltdelikte steigt, Herr Kollege Grillitsch, aber es ist weniger Geld dafür zur Verfügung! (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Erzählen Sie mir, wie das Geld für die Schweine verwendet wird! Das würde mich jetzt wirklich sehr interessieren. (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf Ihnen zum Abschluss mitgeben, dass zwei Drittel aller Frauen nicht profitieren werden von der Steuerreform, aber alle Frauen bezahlen den höheren Krankenversicherungsbeitrag, um nur ein kleines Beispiel dafür zu nennen, dass Frauen auch hier die Verliererinnen sind. Aber Sie reagieren nicht. Sie schweigen dazu, und es erfolgt kein Aufschrei. Diese Geringschätzung gegenüber 52 Prozent der Bevölkerung halte ich schlichtweg für skandalös. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Wie man sich so künstlich aufregen kann! – Abg. Heinisch-Hosek: Der Grillitsch hat sich aufgeregt, nicht ich!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Grander. (Abg. Mag. Donnerbauer: Wie man sich so künstlich aufregen kann! – Abg. Heinisch-Hosek: Der Grillitsch hat sich aufgeregt, nicht ich!)
Beifall bei der ÖVP.
besonders unsere Bundesministerin schon lange in der Frauenarbeit tätig ist, und ich weise daher diese Behauptung zurück. Sie bemüht sich und macht sehr viel für die Frauen. Ich behaupte, sie hat diesen Bereich auch sehr gut in der Hand. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Weiters ist es mir wichtig, dass mindestens 10 Prozent der Pflegepersonen akademisch ausgebildet sein sollten. Es muss auch die adäquate Finanzierung dieser Ausbildung gewährleistet werden, und man darf dabei den Status und die Autonomie der Pflege nicht übersehen. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Genau!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Präsident! Ich möchte mich ausdrücklich für Ihre Worte angesichts der Wortmeldung zur Geschäftsordnung von Kollegin Silhavy bedanken. Ich möchte aber auch Folgendes dazusagen: Herr Staatssekretär, wenn man eine Rücknahme so einleitet, wie Sie das jetzt in dem zweiten Versuch gemacht haben, indem Sie nämlich gesagt haben, dass es „missverständlich hinübergekommen“ sei, dann ist das keine Rücknahme, sondern legt die Verantwortung für das, was gesagt wurde, wieder auf den Adressaten. (Abg. Heinisch-Hosek: Genau!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Bravo, Karl!
Es kann doch nicht sein, dass der Adressat, der sozusagen etwas missverstanden haben soll, derjenige ist, der das Problem hat. – Sie haben das Problem, Herr Staatssekretär! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Bravo, Karl!)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
tet sieht, dann auch noch die Verantwortung dafür übergehängt bekommt. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Heinisch-Hosek: ... erklären! – Heiterkeit der Abg. Heinisch-Hosek.
Frau Bundesministerin! Unser Gesundheitssprecher, mein Kollege Kurt Grünewald, hat schon ausgeführt, dass wir Grünen durchaus mit bestimmten Zielen, so wie sie ursprünglich von Ihnen formuliert worden sind, etwas anfangen hätten können. Ja, wir Grünen sind auch der Meinung, dass ein Problem des österreichischen Gesundheitswesens die Zersplitterung, wenn Sie so wollen, die – obwohl das nicht gern gehört wird – übermäßige Föderalisierung dort, wo sie in dieser Form nicht sinnvoll ist, ist. (Abg. Heinisch-Hosek: ... erklären! – Heiterkeit der Abg. Heinisch-Hosek.)
Abg. Dr. Rasinger: Deutschland! Deutschland!
Wir brauchen nicht andere Modelle, die da heißen Privatisierung et cetera – da bin ich ganz Ihrer Meinung, Herr Kollege Rasinger. Aber das war an uns falsch adressiert: Wir Grünen sind nicht diejenigen, die die Privatisierung im Gesundheitswesen vorantreiben. (Abg. Dr. Rasinger: Deutschland! Deutschland!) Wir haben eher Sie im Verdacht, dass Ihre Parteien ganz gerne – es gibt ja auch entsprechende Vorschläge und Modelle, die immer wieder in die Debatte eingebracht werden, Herr Kollege Rasinger – damit liebäugeln. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Rasinger.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Rasinger.
Wir brauchen nicht andere Modelle, die da heißen Privatisierung et cetera – da bin ich ganz Ihrer Meinung, Herr Kollege Rasinger. Aber das war an uns falsch adressiert: Wir Grünen sind nicht diejenigen, die die Privatisierung im Gesundheitswesen vorantreiben. (Abg. Dr. Rasinger: Deutschland! Deutschland!) Wir haben eher Sie im Verdacht, dass Ihre Parteien ganz gerne – es gibt ja auch entsprechende Vorschläge und Modelle, die immer wieder in die Debatte eingebracht werden, Herr Kollege Rasinger – damit liebäugeln. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Rasinger.)
Bundesministerin Rauch-Kallat: Im patientenfernen Bereich! In der Verwaltung!
Welche Aussage ist das? (Bundesministerin Rauch-Kallat: Im patientenfernen Bereich! In der Verwaltung!) Welche Aussage ist das? – Das ist nicht denkbar! Sie haben, bevor Sie diesen Satz gesagt haben, gesagt, wir brauchen zusätzliche Finanzierungen. Aber wenn für jeden Euro, der zusätzlich ausgegeben wird, einer eingespart wird, dann kommt unten null heraus. Dann ist das ein völliges Paradox (Abg. Mag. Kogler: Richtig! Ein völliger Schwachsinn!), denn dann heißt das nichts anderes, als dass die Gesundheitskosten eingefroren werden. Und eingefrorene Gesundheitskosten bei steigenden Anforderungen, bei steigenden Leistungen und natürlich auch bei steigenden Kosten bedeuten eine Senkung. Und da machen wir Grünen nicht mit!
Abg. Mag. Kogler: Richtig! Ein völliger Schwachsinn!
Welche Aussage ist das? (Bundesministerin Rauch-Kallat: Im patientenfernen Bereich! In der Verwaltung!) Welche Aussage ist das? – Das ist nicht denkbar! Sie haben, bevor Sie diesen Satz gesagt haben, gesagt, wir brauchen zusätzliche Finanzierungen. Aber wenn für jeden Euro, der zusätzlich ausgegeben wird, einer eingespart wird, dann kommt unten null heraus. Dann ist das ein völliges Paradox (Abg. Mag. Kogler: Richtig! Ein völliger Schwachsinn!), denn dann heißt das nichts anderes, als dass die Gesundheitskosten eingefroren werden. Und eingefrorene Gesundheitskosten bei steigenden Anforderungen, bei steigenden Leistungen und natürlich auch bei steigenden Kosten bedeuten eine Senkung. Und da machen wir Grünen nicht mit!
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Bravo!
dern, möchte ich Ihnen ganz kurz am Beispiel dieses Kompromisses unseren Standpunkt klarmachen, dass Sie die Verliererin bei diesem Kompromiss sind – nicht Sie als Person, sondern die Gesundheitspolitik auf Bundesebene. Und das tut uns Grünen weh, denn wir hätten uns etwas anderes vorgestellt: vorwärts zu gehen und nicht wieder rückwärts zu gehen zu Strukturen, die wir eigentlich verlassen wollen, weil sie sich als ineffizient herausgestellt haben. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Bravo!)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Nein, danke, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien! Wir sind für einen sinnvollen Föderalismus, ja, und er ist auch möglich. Best-Practice-Modelle wären sinnvoll. Das geht aber nur dann, wenn die Bundesverantwortung klar und stark genug ist. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Überall dort, wo jetzt in diesem Kompromiss die Frau Bundesministerin eigentlich gestärkt werden hätte müssen von Ihrer Seite, sind die Länder gestärkt worden. – Das ist das Ergebnis, und
Beifall bei den Grünen.
das ist bitter. Das ist eine absolute Niederlage für das, was Sie bisher als Gesundheitsreform bezeichnet haben. Da machen wir sicher nicht mit! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Rauch-Kallat.
Ich möchte nur ganz kurz noch einen Aspekt anschneiden: Arbeiterkammerumlage. Den Medien entnehmen wir, ... (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Rauch-Kallat.) – Das ist nicht gestorben! Bitte, was haben die Arbeiterkammerumlage und die Erhöhung, sozusagen die geringen Mehreinnahmen, die die Arbeiterkammer hätte, wenn die Höchstbeitragsgrundlage angehoben wird, mit den Problemen des Gesundheitswesens zu tun? Was bringt es dem Gesundheitswesen, wenn die Arbeiterkammer 1 Million € nicht erhält? – Nichts bringt das dem Gesundheitswesen, das wissen Sie genau! Aber eines wissen Sie auch: Die Arbeiterkammer wird in der Wahrnehmung ihrer Aufgaben geschwächt. (Abg. Dr. Brinek: Wieso geschwächt? Nur weil sie ...?) Sie wissen, dass die Prozesse, die arbeitsrechtlichen Prozesse, und die Dienstleistungen, die die Arbeiterkammer in den vergangenen Jahren erbringen musste – das wissen Sie, Frau Kollegin Brinek –, angestiegen sind. Das wissen auch genügend Kolleginnen und Kollegen von Ihrer Fraktion, und deshalb bringen wir folgenden Antrag ein (Abg. Dr. Brinek: Die Wirtschaftskammer hat ihre Beiträge gekürzt!) – Frau Kollegin Brinek, vielleicht hören Sie zu! –:
Abg. Dr. Brinek: Wieso geschwächt? Nur weil sie ...?
Ich möchte nur ganz kurz noch einen Aspekt anschneiden: Arbeiterkammerumlage. Den Medien entnehmen wir, ... (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Rauch-Kallat.) – Das ist nicht gestorben! Bitte, was haben die Arbeiterkammerumlage und die Erhöhung, sozusagen die geringen Mehreinnahmen, die die Arbeiterkammer hätte, wenn die Höchstbeitragsgrundlage angehoben wird, mit den Problemen des Gesundheitswesens zu tun? Was bringt es dem Gesundheitswesen, wenn die Arbeiterkammer 1 Million € nicht erhält? – Nichts bringt das dem Gesundheitswesen, das wissen Sie genau! Aber eines wissen Sie auch: Die Arbeiterkammer wird in der Wahrnehmung ihrer Aufgaben geschwächt. (Abg. Dr. Brinek: Wieso geschwächt? Nur weil sie ...?) Sie wissen, dass die Prozesse, die arbeitsrechtlichen Prozesse, und die Dienstleistungen, die die Arbeiterkammer in den vergangenen Jahren erbringen musste – das wissen Sie, Frau Kollegin Brinek –, angestiegen sind. Das wissen auch genügend Kolleginnen und Kollegen von Ihrer Fraktion, und deshalb bringen wir folgenden Antrag ein (Abg. Dr. Brinek: Die Wirtschaftskammer hat ihre Beiträge gekürzt!) – Frau Kollegin Brinek, vielleicht hören Sie zu! –:
Abg. Dr. Brinek: Die Wirtschaftskammer hat ihre Beiträge gekürzt!
Ich möchte nur ganz kurz noch einen Aspekt anschneiden: Arbeiterkammerumlage. Den Medien entnehmen wir, ... (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Rauch-Kallat.) – Das ist nicht gestorben! Bitte, was haben die Arbeiterkammerumlage und die Erhöhung, sozusagen die geringen Mehreinnahmen, die die Arbeiterkammer hätte, wenn die Höchstbeitragsgrundlage angehoben wird, mit den Problemen des Gesundheitswesens zu tun? Was bringt es dem Gesundheitswesen, wenn die Arbeiterkammer 1 Million € nicht erhält? – Nichts bringt das dem Gesundheitswesen, das wissen Sie genau! Aber eines wissen Sie auch: Die Arbeiterkammer wird in der Wahrnehmung ihrer Aufgaben geschwächt. (Abg. Dr. Brinek: Wieso geschwächt? Nur weil sie ...?) Sie wissen, dass die Prozesse, die arbeitsrechtlichen Prozesse, und die Dienstleistungen, die die Arbeiterkammer in den vergangenen Jahren erbringen musste – das wissen Sie, Frau Kollegin Brinek –, angestiegen sind. Das wissen auch genügend Kolleginnen und Kollegen von Ihrer Fraktion, und deshalb bringen wir folgenden Antrag ein (Abg. Dr. Brinek: Die Wirtschaftskammer hat ihre Beiträge gekürzt!) – Frau Kollegin Brinek, vielleicht hören Sie zu! –:
Abg. Dr. Brinek: Die Wirtschaftskammer hat ihre Beiträge gekürzt! ...!
(Abg. Dr. Brinek: Die Wirtschaftskammer hat ihre Beiträge gekürzt! ...!) – Frau Kollegin Brinek! Antrag!
Abg. Dr. Brinek: Die Wirtschaftskammer ... die EU ... Aufgaben übernommen, ...! – Abg. Silhavy: Frau Kollegin Brinek, warum sind Sie so nervös? – Abg. Dr. Brinek: Sie sind nervös!
Das ist schlicht und einfach unser Begehr: dass Sie nicht auch noch ein kleines politisches Revanchespiel in Zusammenhang mit einer sicher sehr schwierigen Angelegenheit wie der Gesundheitsreform einzulösen versuchen (Abg. Dr. Brinek: Die Wirtschaftskammer ... die EU ... Aufgaben übernommen, ...! – Abg. Silhavy: Frau Kollegin Brinek, warum sind Sie so nervös? – Abg. Dr. Brinek: Sie sind nervös!), sondern die Einrichtungen, die dazu befugt sind und denen vom Gesetzgeber aufgetragen wurde, die Interessen von bestimmten Gruppen wahrzunehmen – egal ob es Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Landwirtschaftskammer sind –, im Rahmen ihrer Selbstverwaltung auch arbeiten lassen. Das verlangen wir von Ihnen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das ist schlicht und einfach unser Begehr: dass Sie nicht auch noch ein kleines politisches Revanchespiel in Zusammenhang mit einer sicher sehr schwierigen Angelegenheit wie der Gesundheitsreform einzulösen versuchen (Abg. Dr. Brinek: Die Wirtschaftskammer ... die EU ... Aufgaben übernommen, ...! – Abg. Silhavy: Frau Kollegin Brinek, warum sind Sie so nervös? – Abg. Dr. Brinek: Sie sind nervös!), sondern die Einrichtungen, die dazu befugt sind und denen vom Gesetzgeber aufgetragen wurde, die Interessen von bestimmten Gruppen wahrzunehmen – egal ob es Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Landwirtschaftskammer sind –, im Rahmen ihrer Selbstverwaltung auch arbeiten lassen. Das verlangen wir von Ihnen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Na eben nicht! – Abg. Dr. Einem: Sie glauben, ... beleidigen – und dann entschuldige ich mich halt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Ich knüpfe an die Ausführungen des Herrn Abgeordneten Öllinger beziehungsweise an den Beginn seiner Ausführungen an, wo er gesagt hat, dass die Antwort des Herrn Staatssekretärs dieses Hauses nicht würdig ist und dass der Stil nicht in Ordnung war. Ich gebe schon zu, dass diese Wortmeldung nicht in Ordnung war oder an der Grenze war, aber er hat sich dafür entschuldigt! (Abg. Mag. Kogler: Na eben nicht! – Abg. Dr. Einem: Sie glauben, ... beleidigen – und dann entschuldige ich mich halt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Ruf bei den Freiheitlichen: Wahnsinn!
Zum Beispiel hat Herr Abgeordneter Brosz am 4. Dezember 2003 gesagt: Der Helmut, der Kukacka, hat eine Gletscherspalt’n im Gesicht. (Ruf bei den Freiheitlichen: Wahnsinn!) – Also ich muss sagen, das geht schon sehr unter die Gürtellinie! (Abg. Mag. Kogler: Wo hat der sein Gesicht, bitte?)
Abg. Mag. Kogler: Wo hat der sein Gesicht, bitte?
Zum Beispiel hat Herr Abgeordneter Brosz am 4. Dezember 2003 gesagt: Der Helmut, der Kukacka, hat eine Gletscherspalt’n im Gesicht. (Ruf bei den Freiheitlichen: Wahnsinn!) – Also ich muss sagen, das geht schon sehr unter die Gürtellinie! (Abg. Mag. Kogler: Wo hat der sein Gesicht, bitte?)
Abg. Mag. Kogler: Bitte, wo hat der Kukacka sein Gesicht?
Herr Abgeordneter Brosz hat am 26. Mai dieses Jahres gesagt: Apropos Teufel: Da kommt Bartenstein! – Also ich muss schon sagen, das ist mehr als entschuldigungsreif! (Abg. Mag. Kogler: Bitte, wo hat der Kukacka sein Gesicht?)
Lebhafte Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Herr Abgeordneter Jarolim – damit auch die SPÖ weiß, dass sie sich sehr oft im Stil vergreift – hat am 27. Jänner 2004 anlässlich einer Dringlichen gesagt: Der Amon spricht wie ein verkleidetes Tortenstück! (Lebhafte Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) – Der Amon von der ÖVP.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Also wissen Sie, wenn man austeilt, dann soll man auch einstecken können und soll nicht gar so empfindlich sein! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wie gesagt, ich entschuldige nichts – der Herr Staatssekretär hat sich selbst schon entschuldigt –, aber ich möchte verhindern, dass jetzt jeder Redner von der Opposition herauskommt und uns belehrt darüber, wie der Stil im Parlament sein soll. – Jeder soll sich an der eigenen Nase nehmen. Jeder hat schon einmal über das Ziel geschossen, und ich glaube, das sollte man auch dem Staatssekretär verzeihen, dass er heute über das Ziel geschossen hat. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, das denke ich mir eh! Bezüglich Ihrer Aussagen gibt es auch eine ganze Menge!
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Frau Kollegin Partik-Pablé, genau das haben Sie mit Ihrer Wortmeldung nicht erreicht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, das denke ich mir eh! Bezüglich Ihrer Aussagen gibt es auch eine ganze Menge!) Es kann schon passieren, dass man einmal über das Ziel schießt – da haben Sie durchaus Recht –, aber dass es gerade bei der Debatte zum Kapitel Gesundheit und Frauen ist, ist schon eine besondere Auffälligkeit, und vor allem auch die Art, wie Kollege Schweitzer sich zu rechtfertigen versucht hat. Er hat ver-
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
sucht, sich zu rechtfertigen, und hat keine Entschuldigung abgegeben. Das, finde ich, ist das wirklich Skandalöse, denn wenn einem einmal etwas passiert, dann soll man sich auch ernstlich und ehrenhaft entschuldigen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei den Freiheitlichen: Ein „riesiger“ Applaus!
Aber in dieser Form, wie es Herr Kollege Schweitzer, oder Herr Staatssekretär Schweitzer, gemacht hat, das ist unakzeptabel, meine Damen und Herren! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei den Freiheitlichen: Ein „riesiger“ Applaus!)
Abg. Dr. Rasinger: Die „großen Töne“?
Herr Kollege Rasinger – eigentlich wollte ich ja zum Thema Gesundheit sprechen – hat heute in ganz großen Tönen gesprochen, nämlich „mutige Reformministerin“. – Herr Kollege Rasinger! Das ist eine Selbsteinschätzung, die nicht unbedingt geteilt werden muss. (Abg. Dr. Rasinger: Die „großen Töne“?) – „Mutige Reformministerin“.
die Rednerin hält eine Tafel mit dem Bild von Bundesministerin Rauch-Kallat, der Aufschrift „Diese Frau will Sie entmündigen“ und diversen Verbotszeichen in die Höhe
Zweiter Punkt: Die Ministerin hat „auf Macht verzichtet“, war Ihre nächste Aussage. – Sie werden vielleicht im heutigen „Standard“ das gesehen haben (die Rednerin hält eine Tafel mit dem Bild von Bundesministerin Rauch-Kallat, der Aufschrift „Diese Frau will Sie entmündigen“ und diversen Verbotszeichen in die Höhe): „Diese Frau will Sie entmündigen“, steht da im heutigen „Standard“. (Abg. Dr. Rasinger: Unter der Gürtellinie!) – Von den Trafikanten gemacht!
Abg. Dr. Rasinger: Unter der Gürtellinie!
Zweiter Punkt: Die Ministerin hat „auf Macht verzichtet“, war Ihre nächste Aussage. – Sie werden vielleicht im heutigen „Standard“ das gesehen haben (die Rednerin hält eine Tafel mit dem Bild von Bundesministerin Rauch-Kallat, der Aufschrift „Diese Frau will Sie entmündigen“ und diversen Verbotszeichen in die Höhe): „Diese Frau will Sie entmündigen“, steht da im heutigen „Standard“. (Abg. Dr. Rasinger: Unter der Gürtellinie!) – Von den Trafikanten gemacht!
Abg. Dr. Rasinger: Aber unter der Gürtellinie ...!
Nun unterstütze ich zwar das mit der Tabakgeschichte – damit das nicht in eine falsche Richtung geht –, aber zum Thema „entmündigen“ (Abg. Dr. Rasinger: Aber unter der Gürtellinie ...!) – das habe nicht ich gemacht, das haben die Trafikanten gemacht – möchte ich etwas sagen: Es gibt eine Vorlage hier im Haus zur Neugestaltung des Hauptverbandes, den Sie ja hier im Haus verfassungswidrig beschlossen haben – wider besseres Wissen, behaupte ich, denn wir haben Sie immer wieder darauf aufmerksam gemacht. – Gut. Was macht die Ministerin? – Sie will den Hauptverband so konstruieren, dass er eindeutig wieder eine schwarze Mehrheit hat.
Beifall bei der SPÖ.
Das Abschieben von Verantwortung – und das ist kein Machtverzicht – auf die Länder, wenn sie mit dem Geld nicht zurechtkommen, den Verpflegskostenbeitrag zu erhöhen, hat überhaupt nichts mit Machtverlust zu tun. Das hat mit Nichtwahrnehmung von Verantwortung zu tun. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Zuletzt möchte ich noch auf den Antrag des Kollegen Öllinger eingehen. Kollege Öllinger, auch wenn die Regierung die Rechtslage bezüglich Arbeiterkammer nicht ändern kann – das ist ja eine Sache dieses Hauses –, so gebe ich Ihnen inhaltlich vollkommen Recht. Das ist genau diese Form von Revanchismus: Dort, wo man keine Mehrheit hat, versucht man einfach, die Ideen und die Möglichkeit, sich in einer demokratischen Gesellschaft darzustellen, einzuschränken. Das steckt hinter Ihrer Politik, und das verachten wir. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Silhavy spricht mit Bundesministerin Rauch-Kallat.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Höllerer. Wunschredezeit: 3 Minuten. (Abg. Silhavy spricht mit Bundesministerin Rauch-Kallat.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das war kein Vergleich! Das war kein Vergleich!
Abgeordnete Anna Höllerer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Gestatten Sie mir, dass ich auf die Rede der Frau Abgeordneten Heinisch-Hosek eingehe. Ich bin Bäuerin, ich muss hier wirklich anmerken, dass dieser Vergleich der Finanzmittel, die für die Schweinedatenbank und für die Ziegendatenbank aufgewendet werden, mit den Finanzmitteln, die für Frauenangelegenheiten aufgewendet werden, nicht nur unwürdig ist, extrem unwürdig ist gegenüber allen Frauenangelegenheiten (Abg. Heinisch-Hosek: Das war kein Vergleich! Das war kein Vergleich!), sondern ich muss auch sagen, es ist ein total unpassender Vergleich, denn die Gelder, die in diese Schweinedatenbank und Ziegendatenbank fließen (Abg. Heinisch-Hosek: Haben Sie zugehört?), sind Gelder, die vor allem zur Lebensmittelsicherheit beitragen.
Abg. Heinisch-Hosek: Haben Sie zugehört?
Abgeordnete Anna Höllerer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Gestatten Sie mir, dass ich auf die Rede der Frau Abgeordneten Heinisch-Hosek eingehe. Ich bin Bäuerin, ich muss hier wirklich anmerken, dass dieser Vergleich der Finanzmittel, die für die Schweinedatenbank und für die Ziegendatenbank aufgewendet werden, mit den Finanzmitteln, die für Frauenangelegenheiten aufgewendet werden, nicht nur unwürdig ist, extrem unwürdig ist gegenüber allen Frauenangelegenheiten (Abg. Heinisch-Hosek: Das war kein Vergleich! Das war kein Vergleich!), sondern ich muss auch sagen, es ist ein total unpassender Vergleich, denn die Gelder, die in diese Schweinedatenbank und Ziegendatenbank fließen (Abg. Heinisch-Hosek: Haben Sie zugehört?), sind Gelder, die vor allem zur Lebensmittelsicherheit beitragen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dabei handelt es sich um eine Forderung von Konsumentinnen und Konsumenten, die genau diesen Wirtschaftsbereich transparent machen wollten. Diese Forderung soll bewirken, dass eine Dokumentation darüber vorliegt, wie in diesem Bereich gearbeitet wird. Das ist keine Forderung der Bauern. Es wird auch kein Cent von diesem Geld als Förderung für Bauernfamilien verwendet, sondern es wird ausschließlich für diese Dokumentation eingesetzt, die letztendlich von den Konsumentinnen und Konsumenten verlangt wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das war ja kein ...!
Sie haben auch auf die Entwicklung des Budgets für Frauenangelegenheiten Bezug genommen. Ich möchte Ihnen hier die genauen Daten seit dem Jahr 1995 wiedergeben. Sie wissen, damals war Frauenministerin Barbara Prammer für Frauenangelegenheiten zuständig, auf jeden Fall lagen damals die Finanzen für das Frauenbudget in Ihrer Kompetenz. 1995 hat dieses Budget 3,302 Millionen € betragen, 1996 dann 3,225 Millionen €, 1997 auch 3,225 Millionen €, das heißt, es war sogar ein rückläufiges Budget zu verzeichnen. Also in Ihrer Kompetenz, während Sie, die SPÖ, die Frauenangelegenheiten zu verwalten hatten, wurde sogar das Frauenbudget gekürzt. (Abg. Heinisch-Hosek: Das war ja kein ...!) Das ist tatsächlich so.
Zwischenrufe der Abgeordneten Gradwohl und Heinisch-Hosek.
Erst 1998 haben Sie wieder leicht aufgestockt, 1999 gab es ein Budget von 4,290 Millionen €, das mit einem Budgetüberschreitungsgesetz aufgestockt wurde. Aber ich habe genau nachgeschaut: Mit diesem Mehr an Budget wurden keine Frauenprojekte gefördert, sondern wir haben uns damals in einem Wahljahr befunden. Ich denke, dass Sie damals diese Gelder sicher in diese Richtung verwendet haben. (Zwischenrufe der Abgeordneten Gradwohl und Heinisch-Hosek.)
Beifall bei der ÖVP.
Ab dem Jahre 2000, als sich die Kompetenzen bezüglich Frauenangelegenheiten geändert haben, war tatsächlich eine Budgetaufstockung zu verzeichnen und es waren 5 Millionen € für das Budget für Frauenangelegenheiten drinnen. 2001 gab es einen leichten Rückgang auf 4,8 Millionen €, 2002 wieder eine Aufstockung auf 4,955 Millionen €. Ab 2003 war Frau Bundesministerin Maria Rauch-Kallat für das Frauenbudget verantwortlich, und es gab 5,44 Millionen €. So viel gab es vorher nie! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Schauen Sie, wie viele Projekte zusperren!
Für 2004 und 2005 gibt es auch wieder eine entsprechend gute Absicherung des Frauenbudgets (Abg. Heinisch-Hosek: Schauen Sie, wie viele Projekte zusperren!), eine Aufstockung im Jahr 2005 auf 6,05 Millionen €. 2006 wird dieses hohe Budget fortgeschrieben.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lichtenegger.
Ich gratuliere Frau Bundesministerin Rauch-Kallat zu ihrer Arbeit, die sie im Frauenbereich macht, aber auch zu ihrer Arbeit, die sie im Bereich der Gesundheitspolitik macht. Ich gratuliere ihr insbesondere zum heutigen positiven Abschluss des Gesundheitsfinanzierungspakets, das in der Gesamtheit des Finanzausgleiches beschlossen werden konnte. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lichtenegger.)
Bundesministerin Rauch-Kallat: Das stimmt nicht!
Das heißt, für Sie ist dieses Thema nicht mehr wichtig. (Bundesministerin Rauch-Kallat: Das stimmt nicht!) Frau Ministerin! Es geht nicht nur um eine Stufe, es geht nicht nur um einen Lift, sondern es geht um mehr, es geht um den Anspruch auf Gesund-
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Frau Ministerin, das sind Dinge, die teilweise gar nichts kosten, sondern einfach nur ein Stück Sensibilität und Aufmerksamkeit und auch ein Stück Verantwortung gegenüber den Betroffenen oder den Patienten verlangen. Das vermisse ich wirklich auf weiten Strecken. Ich kann Ihnen garantieren – Sie werden das teilweise selbst wissen –, dass bei uns Menschen mit Behinderungen, wenn wir uns heute in die Obhut einer stationären Versorgung begeben müssen, das mit enormen Ängsten verbunden ist, aber nicht mit Ängsten, dass bei der Behandlung etwas schief gehen könnte – da sind wir gleich gut oder gleich schlecht bedient wie Nichtbehinderte –, sondern das sind einfach Ängste, dass dort das Personal, das Umfeld gegen uns spricht. Und das macht für uns die Situation nicht leichter, sondern extrem schwierig! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Deshalb bitte ich Sie, Frau Ministerin – es sind nur so kleine Dinge, die zum Tragen kämen, die aber so wichtig für uns wären –, dass diese Mindestvoraussetzungen endlich einmal auch für uns greifen und dass wir nicht immer um Dinge betteln müssen, die für andere selbstverständlich sind. Das erwarte ich mir und das wünsche ich mir, Frau Ministerin, im Interesse der mobilitätsbeeinträchtigten und behinderten Menschen in Österreich. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Heinisch-Hosek: Fangen Sie auch an damit?
Abgeordneter Elmar Lichtenegger (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Um das vielleicht abschließen zu können: Wenn man es mittlerweile schon als persönliche Beleidigung ansieht, wenn gesagt wird, man habe mit Sport nichts am Hut, so muss ich sagen: Dann hat es der Sport hier im Parlament schon weit gebracht! Und insofern kann ich dem noch etwas Gutes abgewinnen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Heinisch-Hosek: Fangen Sie auch an damit?)
Abg. Silhavy: Das ist ungeheuerlich!
Generell muss man sagen ... (Abg. Silhavy: Das ist ungeheuerlich!) – Was ist da ungeheuerlich? (Abg. Reheis: Es war schon peinlich genug, was der Staatssekretär gesagt hat!) Wenn Sie so sensibel sind und das immer wieder von dieser Seite beleuchten, dann kann kein Mensch wirklich etwas dafür.
Abg. Reheis: Es war schon peinlich genug, was der Staatssekretär gesagt hat!
Generell muss man sagen ... (Abg. Silhavy: Das ist ungeheuerlich!) – Was ist da ungeheuerlich? (Abg. Reheis: Es war schon peinlich genug, was der Staatssekretär gesagt hat!) Wenn Sie so sensibel sind und das immer wieder von dieser Seite beleuchten, dann kann kein Mensch wirklich etwas dafür.
Zwischenruf des Abg. Lackner. – Abg. Parnigoni: Sie können nicht mehr umfallen, Sie liegen ja schon!
Es hat lange Verhandlungen gegeben, alles ist uns gut gelungen. Dann kommt jedoch Herr Abgeordneter Lackner heraus und sagt, die FPÖ werde wieder umfallen. – Das ist nicht richtig, das kann nicht sein! (Zwischenruf des Abg. Lackner. – Abg. Parnigoni: Sie können nicht mehr umfallen, Sie liegen ja schon!) In diesem Fall können wir gar nicht umfallen, weil schon Herr Häupl und Herr Gusenbauer da liegen. Das geht gar nicht, dass wir umfallen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es hat lange Verhandlungen gegeben, alles ist uns gut gelungen. Dann kommt jedoch Herr Abgeordneter Lackner heraus und sagt, die FPÖ werde wieder umfallen. – Das ist nicht richtig, das kann nicht sein! (Zwischenruf des Abg. Lackner. – Abg. Parnigoni: Sie können nicht mehr umfallen, Sie liegen ja schon!) In diesem Fall können wir gar nicht umfallen, weil schon Herr Häupl und Herr Gusenbauer da liegen. Das geht gar nicht, dass wir umfallen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Grünewald: Na bitte!
Aber Gott sei Dank, man muss es sagen, eigentlich waren es gar nicht wir, die die gesamte Gesundheitsreform quasi gehoben haben. Da ist nämlich der Retter aus dem Süden gekommen. (Abg. Dr. Grünewald: Na bitte!) Weiß jemand, wer das ist? Kennt jemand den Namen dieses Retters? – Das traut sich keiner zu sagen. Aber es war nicht Jörg Haider, hier steht es: „Verhinderung der Anhebung der Rezeptgebühr – klarer Kärntner SPÖ-Erfolg“. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Danke, Peter Ambrozy!) Gott sei Dank, habe ich mir gedacht, die Gesundheitsreform wäre wirklich gescheitert, hätte es nicht Herrn Ambrozy gegeben. Also insofern kann man sagen: Seien wir alle froh, dass es dann doch so gelaufen ist, dass es bei der ganzen Gesundheitsreform zu einer breiten Einigung gekommen ist!
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Danke, Peter Ambrozy!
Aber Gott sei Dank, man muss es sagen, eigentlich waren es gar nicht wir, die die gesamte Gesundheitsreform quasi gehoben haben. Da ist nämlich der Retter aus dem Süden gekommen. (Abg. Dr. Grünewald: Na bitte!) Weiß jemand, wer das ist? Kennt jemand den Namen dieses Retters? – Das traut sich keiner zu sagen. Aber es war nicht Jörg Haider, hier steht es: „Verhinderung der Anhebung der Rezeptgebühr – klarer Kärntner SPÖ-Erfolg“. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Danke, Peter Ambrozy!) Gott sei Dank, habe ich mir gedacht, die Gesundheitsreform wäre wirklich gescheitert, hätte es nicht Herrn Ambrozy gegeben. Also insofern kann man sagen: Seien wir alle froh, dass es dann doch so gelaufen ist, dass es bei der ganzen Gesundheitsreform zu einer breiten Einigung gekommen ist!
Beifall bei den Freiheitlichen.
Insofern glaube ich, dass wir auf einem guten Weg sind. Wir sind jederzeit bereit, hier konstruktiv weiterzuarbeiten. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dolinschek: Was hat er denn gesagt?
Staatssekretär Schweitzer hat hier eine unglaubliche frauenfeindliche Entgleisung gehabt (Abg. Dolinschek: Was hat er denn gesagt?), hat sich nicht dafür entschuldigt, und der Präsident, der zu dieser Zeit den Vorsitz geführt hat, nämlich Präsident Prinzhorn, hat ihm nicht einmal einen Ordnungsruf erteilt!
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Rauch-Kallat.
Jedes Mal, wenn ein Handy läutet, gibt es einen Ordnungsruf, aber für solch frauenfeindliche Entgleisungen gibt es keinen! Aber was mich noch weit mehr aufregt, ist die Tatsache, dass Frauenministerin Rauch-Kallat hier stumm daneben gesessen ist, die Situation zwar beobachtet, aber keinen einzigen Satz dazu gesagt hat. – Ist das die Frauensolidarität, die die ÖVP- und FPÖ-Frauen einfordern?! Schämen Sie sich für diese Situation! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Rauch-Kallat.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Die ÖVP stellt das jetzt so dar, als ob alles ohnehin nicht so schlimm wäre, die FPÖ ist wieder einmal umgefallen, und unter dem Strich bleibt übrig, dass die Menschen in Österreich belastet werden. – Das ist Ihre Taktik, die zieht sich wie ein roter Faden durch Ihre ganze Politik, von vorne bis nach hinten, und das wird auch hier wieder sichtbar! (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist jetzt ein Kochrezept?
Nun zum Frauenbudget. Ich möchte gleich vorweg mit einer Legende aufräumen, und zwar mit der Legende, dass das Frauenbudget erhöht wurde. – Nehmen wir die Mittel vom Vorjahr, addieren wir dazu die Mittel der Frauengrundsatzabteilung des Wirtschaftsministeriums ... (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist jetzt ein Kochrezept?) – Hören Sie einmal zu, dann lernen Sie jetzt von mir wenigstens rechnen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Von Ihnen kann ich etwas lernen? Die Sorge habe ich!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Von Ihnen kann ich etwas lernen? Die Sorge habe ich!
Nun zum Frauenbudget. Ich möchte gleich vorweg mit einer Legende aufräumen, und zwar mit der Legende, dass das Frauenbudget erhöht wurde. – Nehmen wir die Mittel vom Vorjahr, addieren wir dazu die Mittel der Frauengrundsatzabteilung des Wirtschaftsministeriums ... (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist jetzt ein Kochrezept?) – Hören Sie einmal zu, dann lernen Sie jetzt von mir wenigstens rechnen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Von Ihnen kann ich etwas lernen? Die Sorge habe ich!)
Beifall bei der SPÖ.
dann kommen wir auf die Mittel von 2005. Und das nennen Sie eine Erhöhung?! – Das ist im besten Fall eine Stagnation, real sind es Kürzungen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Lentsch
Das ist auch der ganz große Unterschied zwischen Ihnen und den ehemaligen Frauenministerinnen, die die SPÖ gestellt hat: Dohnal, Konrad, Prammer haben sich immer für die Fraueninteressen verantwortlich gefühlt (Zwischenruf der Abg. Lentsch), auch wenn die Sachkompetenz in anderen Bereichen gelegen ist. Vorangetrieben haben die Sache der Frauen die Frauenministerinnen!
Abg. Mag. Regler: Also bitte! Das ist ein Skandal! – Weitere heftige Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau Ministerin, Sie nennen sich Frauenministerin! – Sie sind es nicht wert, diesen Titel zu tragen! (Abg. Mag. Regler: Also bitte! Das ist ein Skandal! – Weitere heftige Zwischenrufe bei der ÖVP.) Legen Sie ihn doch zurück! Das würde das Ganze vereinfachen, und es wäre vor allem ehrlicher. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lentsch – in Richtung der das Rednerpult verlassenden Abg. Stadlbauer –: So etwas tut man nicht! Ich sage nur: Kinderstube! – Abg. Dolinschek: Das ist nicht die feinste Art! Keine gute Kinderstube!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lentsch – in Richtung der das Rednerpult verlassenden Abg. Stadlbauer –: So etwas tut man nicht! Ich sage nur: Kinderstube! – Abg. Dolinschek: Das ist nicht die feinste Art! Keine gute Kinderstube!
Frau Ministerin, Sie nennen sich Frauenministerin! – Sie sind es nicht wert, diesen Titel zu tragen! (Abg. Mag. Regler: Also bitte! Das ist ein Skandal! – Weitere heftige Zwischenrufe bei der ÖVP.) Legen Sie ihn doch zurück! Das würde das Ganze vereinfachen, und es wäre vor allem ehrlicher. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lentsch – in Richtung der das Rednerpult verlassenden Abg. Stadlbauer –: So etwas tut man nicht! Ich sage nur: Kinderstube! – Abg. Dolinschek: Das ist nicht die feinste Art! Keine gute Kinderstube!)
Abg. Öllinger: Um Einfrieren!
fung (Abg. Öllinger: Um Einfrieren!) Das heißt, dass der Anstieg in den Kosten nicht eingefroren, sondern reduziert wird. Der prognostizierte Anstieg für die nächsten Jahre lag um die 9 Prozent, und dieser Kostenanstieg soll letztendlich auf 4 bis 5 Prozent eingependelt werden. Dies soll allerdings ohne Qualitätsverluste und in patientenfernen Bereichen erfolgen.
Abg. Öllinger: Schon!
Zu Ihrem Entschließungsantrag, Herr Kollege, betreffend die Arbeitsfähigkeit der Arbeiterkammer darf ich Ihnen sagen: Machen Sie sich darüber keine Sorgen! (Abg. Öllinger: Schon!) Diese Kürzungen der Mittel finden nicht statt! – Jedoch ist in sozialdemokratisch geführten Kammern nicht immer ganz klar, ob die Gelder wirklich den Zielen des Gesetzes entsprechend verwendet werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zu Ihrem Entschließungsantrag, Herr Kollege, betreffend die Arbeitsfähigkeit der Arbeiterkammer darf ich Ihnen sagen: Machen Sie sich darüber keine Sorgen! (Abg. Öllinger: Schon!) Diese Kürzungen der Mittel finden nicht statt! – Jedoch ist in sozialdemokratisch geführten Kammern nicht immer ganz klar, ob die Gelder wirklich den Zielen des Gesetzes entsprechend verwendet werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Deshalb mein Appell an Sie, werte Kolleginnen und Kollegen von den Oppositionsparteien: Nehmen wir unsere Verantwortung für die Stimmungslage in Österreich wahr! Geben wir, ohne die Realität zu verweigern, den Menschen Hoffnung und positive Perspektiven für die Zukunft! Die Umsetzung dieser Bitte kostet das Gesundheitssystem keinen Cent, ist aber, so hoffe ich, nicht umsonst, denn – und davon bin ich überzeugt – positive Perspektiven steigern das Wohlbefinden der österreichischen Bevölkerung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Rauch-Kallat.
Bei Verkehrsunfällen, Frau Ministerin – ich komme jetzt zum Verkehrsbereich –, ist die Sozialversicherung die einzige zahlende Instanz. Sicher – wie nennt man das? – für Schäden aus Unfallfolgen wird schon gezahlt. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Rauch-Kallat.) Ja, genau, Schadenersatzleistung heißt das. – Aber die reinen Behandlungskosten, die Rehabilitationskosten et cetera, das alles trägt die Sozialversicherung.
Bundesministerin Rauch-Kallat: Das ist ein hübsches Geld!
Schlechte Lebensmittel sind auch ein Aspekt, der von der öffentlichen Hand zu kontrollieren ist und wo man mit einer entsprechenden, guten Lebensmittelkontrollinstanz auch Kosten sparen kann. Diese Lebensmittelkontrolle, Frau Ministerin, liegt zur Hälfte in Ihrer Hand und zur Hälfte in der Hand des Herrn Landwirtschafts- und Umweltministers. Sie wissen ja schon aus unserer vorigen Budgetdebatte, dass die Finanzierung der Lebensmittelkontrolle, der Lebensmitteluntersuchung in Österreich im Jahr 2007 wirklich konkursreif sein wird. Wir haben darüber schon letztes Jahr geredet, aber es wurde seither nichts verbessert. Dieses Jahr haben Sie noch 7 Millionen nachgeschossen. (Bundesministerin Rauch-Kallat: Das ist ein hübsches Geld!)
Beifall bei den Grünen. – Bundesministerin Rauch-Kallat: Das geschieht schon!
Frau Ministerin, nehmen Sie diese zwei Anregungen mit, vor allem auch, was die Finanzierung mit eventuellen Beiträgen aus der Kfz-Versicherung anlangt! (Beifall bei den Grünen. – Bundesministerin Rauch-Kallat: Das geschieht schon!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In diesem Zusammenhang möchte ich, und zwar im Europäischen Jahr der Erziehung durch Sport, für die Initiative „Fit für Österreich“, die von Staatssekretär Karl Schweitzer ins Leben gerufen wurde, und für die budgetären Mittel von 700 000 €, die dafür zur Verfügung stehen, danken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich gratuliere der Frau Bundesministerin zu den gelungenen Verhandlungen für diese Reform und wünsche mir, dass sie für uns gesund bleibt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hielte als wichtigste Maßnahme ein Angleichen. Wenn Sie das nicht vorhaben, was ich politisch schlimm finde und auch sehr bedaure, dann ist es zumindest in zwei Punkten notwendig, die Hebel anzusetzen, die Sie in der schriftlichen Beantwortung richtig ansprechen: Das eine ist die Informationspflicht. Da würde ich aber nicht von einer freiwilligen ausgehen, sondern ich wäre für eine gesetzliche Verpflichtung der Betriebe, dass sie die Arbeitnehmerinnen rechtzeitig darüber informieren, dass diese Frist abläuft. Und der zweite Punkt ist die Zuverdienstgrenze. Da, meinen Sie, sei alles ausreichend. Das denke ich nicht! Gerade wenn im Hinblick auf die spätere Pension jedes Jahr zählt, ist es notwendig, die Zuverdienstgrenze zu verändern und anzuheben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Bundesministerin! Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, auch als Gemeinderat einer kleinen Landgemeinde und als Abgeordneter eines ländlichen Bezirkes mit einem relativ klein strukturierten Spital, dass dieses Gesundheitspaket im Rahmen der Finanzausgleichsverhandlungen jetzt abgeschlossen werden konnte. Das ist ganz wichtig für den ländlichen Raum und dafür mein aufrichtiges Dankeschön! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist heute ein guter Tag, wir haben ein gutes Gesundheitsbudget vorliegen, und ich bitte um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Wo gibt es ein „Vollzugsdefizit“?
Nicht viel besser schaut es auch in einer Reihe anderer Bundesländer aus, etwa Vorarlberg, Burgenland oder Salzburg, wo ebenfalls keine externe Ausschreibung gemacht wurde. Positiv herausstreichen kann man da nur Wien und Niederösterreich, die eine offene Ausschreibung machen. Allerdings hört man zumindest aus den Gerüchteküchen, auf die man vertrauen kann oder auch nicht, dass jedenfalls in Niederösterreich schon Namen gehandelt werden, welche Mitarbeiter beziehungsweise Mitarbeiterin aus dem Amt der Veterinärdirektion es wird. Für Vorarlberg sei Ähnliches nicht auszuschließen, also auch dort könnte jemand aus der Veterinärdirektion, die ja jetzt schon für das Vollzugsdefizit mitverantwortlich ist (Rufe bei der ÖVP: Wo gibt es ein „Vollzugsdefizit“?), deren Tätigkeit zum Teil vielleicht von einem Tierschutzombudsmenschen mit zu überprüfen wäre, den Tierschutzombudsmann stellen, so nach dem Motto: Am Vormittag bin ich Veterinärdirektoratsmitarbeiter/in, am Nachmittag kontrolliere ich mich selber als Tierschutzombudsmensch.
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Wittauer.
wirklich das Letzte! (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Wittauer.)
Abg. Dr. Fasslabend: ... falsch!
Ich kann sowohl den Bund als auch das Land Niederösterreich nur dringlich auffordern, hier eine Lösung herbeizuführen, die tierschutzgerecht ist (Abg. Dr. Fasslabend: ... falsch!) und nicht heißt: Der Masseverwalter beziehungsweise die zuständige Behörde danach geht zur Euthanasierung der Affen über.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Hier also bitte etwas mehr Engagement für den Tierschutz! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordnete Edeltraud Lentsch (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Geschätzte Damen und Herren! Hohes Haus! Liebe Frau Kollegin Stadlbauer, welche BeamtInnen und Angestellten dürfen im Ministerium nicht arbeiten? – Sie haben nämlich unserer Bundesministerin vorgeworfen, sie lasse ihre Beamten nicht arbeiten. Links und rechts der Regierungsbank sitzen sie, Sie können diese Damen befragen. Es würde mich wirklich interessieren, wer nicht arbeiten darf. Zeigen Sie mir eine Chefin, die ihre Angestellten nicht arbeiten lässt! So etwas habe ich persönlich noch nicht erlebt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Wenn Sie heute gegen dieses Budget stimmen, dann stimmen Sie gegen die Frauen, das sollte Ihnen auch bewusst sein! Dieses Kinderbetreuungsgeld ist nämlich eine positive Sache, Frau Weinzinger – sie hat sich ja in ihrer ersten Rede so über das Kinderbetreuungsgeld echauffiert. Das zentrale frauenpolitische Anliegen in den letzten Jahren ist und war nämlich die Kinderbetreuung! Auch das ist eine Tatsache, die uns allen bewusst sein sollte. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Der Slogan heißt: Sieben Jahre sind genug! – Das hat es bis jetzt überhaupt noch nicht gegeben, dass Frauen nach sieben Arbeitsjahren und mit den entsprechenden Versicherungsjahren in Pension gehen konnten. Mit Ihnen von der SPÖ konnte man nicht einmal eine Regelung über zehn Jahre andiskutieren, wenn Sie sich erinnern. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Krainer.
Geschätzte Damen und Herren! Glauben Sie mir, Frauenpolitik reicht eigentlich weit über das entsprechende Budgetkapitel hinaus! Es ist seit jeher eine meiner zentralen Forderungen gewesen, Frauenpolitik nicht als politische Spielwiese für Gags und Nebensächlichkeiten zu verstehen, sondern immer in Verbindung mit anderen Sachbereichen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Krainer.)
Abg. Heinisch-Hosek: Was für ein Aktionismus, bitte?
Der Aktionismus von Frau Dohnal und Kollegin Prammer war zwar sehr lustig, aber nur für die Medien. (Abg. Heinisch-Hosek: Was für ein Aktionismus, bitte?) Den Frauen hat es unter dem Strich absolut nichts gebracht, außer einem Frauen-Volksbegehren, und auch nur das deswegen, weil die SPÖ-Ministerinnen nichts weitergebracht haben. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ja unglaublich!) Das ist die Wahrheit!
Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ja unglaublich!
Der Aktionismus von Frau Dohnal und Kollegin Prammer war zwar sehr lustig, aber nur für die Medien. (Abg. Heinisch-Hosek: Was für ein Aktionismus, bitte?) Den Frauen hat es unter dem Strich absolut nichts gebracht, außer einem Frauen-Volksbegehren, und auch nur das deswegen, weil die SPÖ-Ministerinnen nichts weitergebracht haben. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ja unglaublich!) Das ist die Wahrheit!
Abg. Mag. Gaßner: Halleluja!
Diese Bundesregierung macht das jetzt anders, daher ein Kompliment an unsere Frauenministerin Maria Rauch-Kallat. Dieses Budget ist frauenfreundlich. (Abg. Mag. Gaßner: Halleluja!) Und die Argumentation dagegen wird für Sie immer schwieriger! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Halleluja!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Halleluja!
Diese Bundesregierung macht das jetzt anders, daher ein Kompliment an unsere Frauenministerin Maria Rauch-Kallat. Dieses Budget ist frauenfreundlich. (Abg. Mag. Gaßner: Halleluja!) Und die Argumentation dagegen wird für Sie immer schwieriger! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Halleluja!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich glaube, meine Vorrednerin hat ein bisschen die Fakten vergessen oder verwechselt. Erstens einmal muss man klar feststellen, dass Familienpolitik keine Frauenpolitik ist, sondern Frauenpolitik etwas ganz Separates ist. Und gerade Frau Bundesministerin Dohnal und auch Frau Bundesministerin Prammer waren ganz maßgebend daran beteiligt, dass wir in Österreich in der Gleichbehandlungspolitik so weit voraus waren. Sie von der Bundesregierung versuchen jetzt, das wieder zurückzudrehen! So schaut die Situation aus! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Walch hat 98,6 Prozent bei seiner Betriebsratswahl bekommen! Das müssen Sie einmal schaffen!
Herr Kollege Walch, vielleicht helfen Ihnen einige Zahlen ein bisschen auf die Sprünge. – Tirol: 63,7 Prozent, Salzburg: 63,4 Prozent, Niederösterreich: 56,8 Prozent, Vorarlberg: 50,9 Prozent. Ich könnte die Zahlenreihe noch weiter fortsetzen. Wissen Sie, welche Zahlen das sind, Herr Kollege Walch, Herr Kollege Dolinschek? Wissen Sie das? – Das sind die Prozentsätze, die Ihre Partei bei den letzten Arbeiterkammerwahlen verloren hat! So schaut es nämlich aus! (Abg. Neudeck: Walch hat 98,6 Prozent bei seiner Betriebsratswahl bekommen! Das müssen Sie einmal schaffen!)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Ich möchte noch kurz die Gelegenheit wahrnehmen, um Ihnen zu sagen, dass genau diese Arbeiterkammer im letzten Jahr mehr als 2 Millionen Beratungen durchgeführt hat, dass die Arbeiterkammern in ganz Österreich mehr als 284 Millionen € für die Mitglieder zurückgewonnen hat und dass bei den Beratungen ein wichtiger Schwerpunkt im Zusammenhang mit der Gesundheitspolitik und entsprechenden Präventionsmaßnahmen gesetzt wird. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das war eine Pfründenverteidigungsrede!
All das und vieles mehr unterscheidet uns von der Bundesregierung. Die ArbeitnehmerInnen wissen das. Sie wissen, wie Sie ihnen in die Tasche greifen, aber beim nächsten Wahltag ist dann Ihr Zahltag! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das war eine Pfründenverteidigungsrede!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Es ist aber schon eine wesentliche Verbesserung!
Ich berichtige dies: Auch künftig braucht man mindestens 15 Versicherungsjahre, um in Pension gehen zu können. Davon müssen sieben Jahre aus Erwerbstätigkeit sein, der Rest kann aus Teilversicherungszeiten wie zum Beispiel Kindererziehungszeiten kommen. Am Faktum der 15 Jahre hat sich jedoch nichts geändert, und von der Höhe der Pension möchte ich gar nicht sprechen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Es ist aber schon eine wesentliche Verbesserung!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
„Wenn ich je geahnt hätte, dass ich so alt werde, ich hätte mehr auf meine Gesundheit geachtet.“ – Das hat er im Alter von 90 Jahren gesagt! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin! Ich finde es schade, dass die Bundesregierung an der Realität vorbei budgetiert, vorbei an den Bedürfnissen der Frauen und vorbei an der Lebenssituation der Menschen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie machen sich offenbar speziell Sorgen um die Arbeiterkammer! Ihre Rede war gewissermaßen eine Pfründenverteidigungsrede! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Es muss doch in Österreich erlaubt sein, dass man laut nachdenkt, was man mit Überschüssen macht. Das muss doch möglich sein, oder? Und man sieht auch den ersten Erfolg: Sofort ist die Arbeiterkammer auf den Zug aufgesprungen und hat gesagt: Wir behalten das Geld sowieso nicht, wir geben es den Arbeitnehmern wieder, vielleicht mit einer Erhöhung des Bildungsschecks. Ich habe schon einige Anrufe von Kammerpräsidenten bekommen, die mit mir darüber gesprochen haben, wie sie sich vieles vorstellen können. Ein Erfolg ist also vorhanden, und das ist ganz gut.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr SPÖ-Vorsitzender! Nicht Sie haben verhindert, dass wir höhere Rezeptgebühren oder einen Spitalskostenbeitrag haben, sondern die Freiheitlichen haben das in Verhandlungen mit dem Koalitionspartner geschafft! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Das ist weder der SPÖ noch den Grünen oder noch irgendjemandem anderen gelungen. Schmücken Sie sich nicht ständig mit fremden Federn! Wenn ihr verhandelt hättet, dann hätten wir wahrscheinlich diese Belastungen in Österreich gehabt! Aber wir vertreten den kleinen Mann, die Bürgerinnen und Bürger.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir haben das Karenzgeld hingegen von eineinhalb Jahren auf drei Jahre erhöht. Wer hat denn die Familienbeihilfe unter SPÖ um 100 S gekürzt? Wir haben sie wieder erhöht! Wer hat in Österreich das Kindergeld eingeführt? Wir mit der ÖVP! Wer hat für Mehrlingsgeburten 218 € eingeführt? Ihr habt überall dagegen gestimmt! Wer hat die Anrechnung der Kindererziehungszeiten für vier Jahre eingeführt? Ihr nicht! Wer hat den Alleinverdienerabsetzbetrag rückwirkend mit 1. Jänner 2004 dementsprechend erhöht? Nicht die SPÖ! Ihr habt sogar noch dagegen gestimmt! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wer hat die Zuverdienstgrenze der Alleinverdiener – gut aufpassen, sonst erzählt ihr wieder etwas Falsches! – von 4 400 € auf 6 000 € erhöht? Wir haben es gemacht, und ihr habt dagegen gestimmt!
Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen. – Beifall bei der ÖVP.
Wer macht die größte Steuerreform der Zweiten Republik zu Gunsten aller, aber speziell der Frauen, weil diese niedrige Einkommen haben, woran ihr nicht ganz unschuldig seid, weil ihr bei den Verhandlungen im Bereich der Frauenberufe schlecht verhandelt habt? Wer sorgt dafür, dass wir sie dementsprechend entlasten? Wir, und ihr stimmt wieder dagegen! Stellt euch nicht zum Rednerpult und schmückt euch nicht mit fremden Federn! Das glaubt euch sowieso keiner mehr! (Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen. – Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte Sie daher dringend ersuchen, dass Sie sich um diese Frage annehmen, denn wenn wir wirklich Integration wollen – ich denke, wir müssen das wollen –, dann ist es auch Ihre Aufgabe als Frauenministerin, sich um diese Gruppe von Frauen zu kümmern. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Walch: Gesundheitsreform!
Abgeordneter Hermann Krist (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Ich muss kurz auf die Ausführungen des Kollegen Walch eingehen. Er redet immer vom Zickzackkurs, den die SPÖ fahre. – Ich muss dir ganz ehrlich sagen, lieber Max: lieber zickzack fahren und Untiefen und Hindernissen ausweichen und dann wieder auf Kurs gehen, als unter dem unglaublich heftigen Tin soldier-Syndrom leiden, das du mit Sicherheit hast! Du kündigst nämlich immer groß Verhandlungen an, trittst mordsmäßig in der Öffentlichkeit auf und fällst beim leisesten Winderl um wie ein Zinnsoldat. Das ist mit Sicherheit nicht die Art und Weise, wie wir agieren. (Abg. Walch: Gesundheitsreform!) Umgefallen sind wir noch nie! Da müssen andere Bläser kommen, dass es uns schmeißt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Hermann Krist (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Ich muss kurz auf die Ausführungen des Kollegen Walch eingehen. Er redet immer vom Zickzackkurs, den die SPÖ fahre. – Ich muss dir ganz ehrlich sagen, lieber Max: lieber zickzack fahren und Untiefen und Hindernissen ausweichen und dann wieder auf Kurs gehen, als unter dem unglaublich heftigen Tin soldier-Syndrom leiden, das du mit Sicherheit hast! Du kündigst nämlich immer groß Verhandlungen an, trittst mordsmäßig in der Öffentlichkeit auf und fällst beim leisesten Winderl um wie ein Zinnsoldat. Das ist mit Sicherheit nicht die Art und Weise, wie wir agieren. (Abg. Walch: Gesundheitsreform!) Umgefallen sind wir noch nie! Da müssen andere Bläser kommen, dass es uns schmeißt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: 98,6 Prozent hat er bekommen!
Kleine Information: Dein Zickzackkurs, den du fährst, hat der FPÖ in der Arbeiterkammervollversammlung in Oberösterreich folgenden Mandatsstand gebracht: 8, 17, 11 und 5. (Abg. Neudeck: 98,6 Prozent hat er bekommen!) Es gibt mitleidige Menschen, die in der Zwischenzeit schon über den Schutz der Freiheitlichen diskutieren. Sie reden darüber, ob wir sie nicht unter Schutz stellen sollten, sonst sind sie beim nächsten Mal ganz weg. (Abg. Walch: 98,6 Prozent!)
Abg. Walch: 98,6 Prozent!
Kleine Information: Dein Zickzackkurs, den du fährst, hat der FPÖ in der Arbeiterkammervollversammlung in Oberösterreich folgenden Mandatsstand gebracht: 8, 17, 11 und 5. (Abg. Neudeck: 98,6 Prozent hat er bekommen!) Es gibt mitleidige Menschen, die in der Zwischenzeit schon über den Schutz der Freiheitlichen diskutieren. Sie reden darüber, ob wir sie nicht unter Schutz stellen sollten, sonst sind sie beim nächsten Mal ganz weg. (Abg. Walch: 98,6 Prozent!)
Abg. Neudeck: 98,6 Prozent hat Walch!
Bei der Betriebsratswahl in einer großen Firma in Ried im Innkreis waren sechs Mandate zu vergeben. Sechs hat leider Gottes die sozialdemokratische Fraktion bekommen, null die Freiheitlichen, die angetreten sind. – So viel zum Thema: den kleinen Mann und seine Interessen vertreten. (Abg. Neudeck: 98,6 Prozent hat Walch!)
Abg. Neudeck: Kollege, Walch hat 98,6 Prozent!
Kommen wir zurück zur wichtigsten Geschichte. (Abg. Neudeck: Kollege, Walch hat 98,6 Prozent!) Frau Bundesministerin, Sie haben viele Dinge angekündigt: aktive Frauenpolitik, Hebung der Frauenbeschäftigungsquote, gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit. Es ist vieles geschehen, aber die Frauen dürfen sich mit Sicherheit noch mehr erwarten. Es wäre noch viel mehr zu tun. Wir haben die höchste Arbeitslosenquote in der Zweiten Republik, davon betroffen sind meistens Frauen. Wir haben eine um 2,4 Prozent höhere Frauenarbeitslosigkeit als im Oktober vorigen Jahres. (Abg. Neudeck: 98,6 Prozent!) 70 Prozent der geringfügig Beschäftigten sind Frauen, und bei Gott nicht alle arbeiten gerne in diesem Beschäftigungsverhältnis.
Abg. Neudeck: 98,6 Prozent!
Kommen wir zurück zur wichtigsten Geschichte. (Abg. Neudeck: Kollege, Walch hat 98,6 Prozent!) Frau Bundesministerin, Sie haben viele Dinge angekündigt: aktive Frauenpolitik, Hebung der Frauenbeschäftigungsquote, gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit. Es ist vieles geschehen, aber die Frauen dürfen sich mit Sicherheit noch mehr erwarten. Es wäre noch viel mehr zu tun. Wir haben die höchste Arbeitslosenquote in der Zweiten Republik, davon betroffen sind meistens Frauen. Wir haben eine um 2,4 Prozent höhere Frauenarbeitslosigkeit als im Oktober vorigen Jahres. (Abg. Neudeck: 98,6 Prozent!) 70 Prozent der geringfügig Beschäftigten sind Frauen, und bei Gott nicht alle arbeiten gerne in diesem Beschäftigungsverhältnis.
Beifall bei der SPÖ.
Wir brauchen gezielte Maßnahmen für die Frauen, um sie aus der Armutsfalle zu holen, um ihnen Selbstbestimmung und Eigenständigkeit zu gewährleisten. Vorschläge haben die Sozialdemokraten genug gemacht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dieses Budget hat einmal gerade 88 Cent für die Frauen übrig. Da bewegen wir uns sehr realistisch im Bereich einer sehr bescheidenen Wurstsemmel. Das ist mit Sicherheit zu wenig für die Frauen. Es ist doch einigermaßen zynisch, wenn Sie, Frau Bundesministerin, unsere berechtigte und notwendige Kritik, aber auch die vieler Expertinnen und Experten als Gejammer abtun. Das hilft den Frauen nicht und gereicht auch Ihnen als Ministerin nicht zur Ehre. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kößl: Was sagt Häupl?
Es sind überhaupt keine wie immer gearteten verbindlichen Aussagen seitens des Ministeriums vorzufinden. Und dann versuchen Sie noch schnell, so wie es in den letzten Wochen passiert ist, die Gesundheitsreform in die Finanzausgleichsverhandlungen hineinzuverpacken, um sie am Parlament vorbeizuschummeln. (Abg. Kößl: Was sagt Häupl?) Die Länder und Städte sollen jetzt dazu missbraucht werden, für Ihr Ressort Gelder aufzubringen, wo Sie bisher an allen Ecken und Enden kläglich gescheitert sind. Zahlen sollen es wieder einmal die kranken Menschen in unserem Lande.
Abg. Walch: SPÖ-Verantwortung – Wiener Gebietskrankenkasse!
Kollegen Walch kann ich nur sein Motto empfehlen: Lesen, denken, reden! Was ist denn herausgekommen? – Lesen Sie einmal ganz genau! Sie haben durch Ihre Maßnahmen die Krankenkassen mit 1,8 Milliarden € belastet, die Österreicherinnen und Österreicher durch die unsozialen Maßnahmen nur in der Krankenversicherung mit 1,5 Milliarden € belastet. (Abg. Walch: SPÖ-Verantwortung – Wiener Gebietskrankenkasse!) Das, was ihr gemacht habt, ist unsoziale Politik, wie es ärger nicht mehr sein kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollegen Walch kann ich nur sein Motto empfehlen: Lesen, denken, reden! Was ist denn herausgekommen? – Lesen Sie einmal ganz genau! Sie haben durch Ihre Maßnahmen die Krankenkassen mit 1,8 Milliarden € belastet, die Österreicherinnen und Österreicher durch die unsozialen Maßnahmen nur in der Krankenversicherung mit 1,5 Milliarden € belastet. (Abg. Walch: SPÖ-Verantwortung – Wiener Gebietskrankenkasse!) Das, was ihr gemacht habt, ist unsoziale Politik, wie es ärger nicht mehr sein kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Rasinger: Man kann nicht gleichzeitig auf dem Gas stehen und auf die Bremse steigen!
Aber es fällt Ihnen heute auch wieder nichts Gescheiteres in diesem Zusammenhang ein: Erhöhen wir die Rezeptgebühr! Darf es beim Spitalskostenbeitrag wieder ein bisserl mehr sein? (Abg. Dr. Rasinger: Man kann nicht gleichzeitig auf dem Gas stehen und auf die Bremse steigen!) Und dazu kommen noch die ganzen Leistungskürzungen, wie wir gehört haben, und die Beitragserhöhungen.
Abg. Neudeck: Was wollte Gusenbauer vorher?
Auf Grund der abgehobenen Politik haben Sie, glaube ich, gar keine Ahnung, was es bedeutet, wenn die kranken Menschen jetzt zusätzlich monatliche Mehrbelastungen in der Höhe von 20 € oder 30 € haben. Das soll eine ausgewogene Politik sein? – Sicherlich nicht! Wo ist da das ausgewogene Verhältnis, Frau Ministerin, das Sie angekündigt haben? (Abg. Neudeck: Was wollte Gusenbauer vorher?)
Abg. Scheibner: Die Arbeitnehmer zahlen dann weniger Beiträge!
Auf Grund des Widerstands der SPÖ und nach ein paar Tagen des Zögerns der FPÖ ist schon wieder postwendend der nächste Tiefschlag gegen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gekommen. Sie sind mit Ihrer bisherigen Gesundheitspolitik kläglich gescheitert! Dann kommen der Bundeskanzler und FPÖ-Politiker mit ihrer bekannten Art daher: Wess’ Brot ich ess’, dess’ Lied ich sing’!, aber weil die Arbeiterkammer da nicht mitgespielt hat, fällt euch nichts Gescheiteres ein, als zu sagen: Frieren wir die Arbeiterkammerbeiträge ein! Wieder wollen Sie auf diesem Umweg erreichen, dass nur die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer diese verfehlte Politik, nämlich das Nichtfinanzieren des Gesundheitswesens, mittragen. (Abg. Scheibner: Die Arbeitnehmer zahlen dann weniger Beiträge!)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Rasinger hat gesagt, die Frau Bundesministerin werde in die Geschichte eingehen. Da stimme ich ihm zu, aber nur deshalb, weil sie den Sozialstaat in einen Almosenstaat umgewandelt hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Krainer –: Berichtigen Sie Ihren Kollegen!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Krainer. 2 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Neudeck – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Krainer –: Berichtigen Sie Ihren Kollegen!)
Abg. Scheibner: Das haben Sie beschlossen, Herr Krainer! Ihre Partei hat das beschlossen in den neunziger Jahren! Bleiben Sie bei der Ehrlichkeit! Die Valorisierung!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Frage, ob das Finanzierungspaket für die Gesundheitsreform sozial ausgewogen ist oder nicht, hat sich schon in den letzten Wochen gestellt. Die Rezeptgebühr soll um 10 Cent erhöht werden, die Refundierung der Kosten für einen Brillenersatz soll mit Ausnahme von Kindern (Abg. Scheibner: Das haben Sie beschlossen, Herr Krainer! Ihre Partei hat das beschlossen in den neunziger Jahren! Bleiben Sie bei der Ehrlichkeit! Die Valorisierung!), Personen mit hochgradiger Sehbehinderung und sozial Schutzbedürftigen gestrichen werden, für Brillenträger wie für Sie. (Abg. Scheibner: Sie haben die Valorisierung beschlossen, Herr Krainer!) Dritter Punkt: Der Spitalskostenbeitrag soll auf 10 € angehoben werden. Das bringt 60 Millionen €.
Abg. Scheibner: Sie haben die Valorisierung beschlossen, Herr Krainer!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Frage, ob das Finanzierungspaket für die Gesundheitsreform sozial ausgewogen ist oder nicht, hat sich schon in den letzten Wochen gestellt. Die Rezeptgebühr soll um 10 Cent erhöht werden, die Refundierung der Kosten für einen Brillenersatz soll mit Ausnahme von Kindern (Abg. Scheibner: Das haben Sie beschlossen, Herr Krainer! Ihre Partei hat das beschlossen in den neunziger Jahren! Bleiben Sie bei der Ehrlichkeit! Die Valorisierung!), Personen mit hochgradiger Sehbehinderung und sozial Schutzbedürftigen gestrichen werden, für Brillenträger wie für Sie. (Abg. Scheibner: Sie haben die Valorisierung beschlossen, Herr Krainer!) Dritter Punkt: Der Spitalskostenbeitrag soll auf 10 € angehoben werden. Das bringt 60 Millionen €.
Abg. Dr. Gusenbauer: Brutto!
Dazu gibt es aber auch Alternativen, die wir vorgeschlagen haben. Man könnte ganz einfach die Höchstbemessungsgrundlage nicht nur um 90 € anheben – das kostet jeden von uns hier im Monat knappe 4 €, ein bissel unter 4 € (Abg. Dr. Gusenbauer: Brutto!) brutto. Man könnte das einfach auch um 270 € anheben, das würde dann auch um 60 Millionen € mehr bringen. Das würde jeden von uns hier nicht einmal 10 € kosten (Abg. Dr. Gusenbauer: Brutto!) – brutto. Nun erfolgt die Umrechnung wie immer: 10 € – drei Wurstsemmeln würde uns das im Monat kosten. Bei Menschen, die einen Bruttogehalt in der Höhe von 7 500 € haben, ist das wirklich nicht viel. Das wäre sozial ausgewogen im Vergleich zu dem, was jetzt passiert, dass nämlich Menschen mit 1 000 €, 1 100 €, 1 200 €, wenn sie eine Brille brauchen, um 100 €, 200 €, 300 € mehr zahlen müssten als nach unserem Modell.
Abg. Dr. Gusenbauer: Brutto!
Dazu gibt es aber auch Alternativen, die wir vorgeschlagen haben. Man könnte ganz einfach die Höchstbemessungsgrundlage nicht nur um 90 € anheben – das kostet jeden von uns hier im Monat knappe 4 €, ein bissel unter 4 € (Abg. Dr. Gusenbauer: Brutto!) brutto. Man könnte das einfach auch um 270 € anheben, das würde dann auch um 60 Millionen € mehr bringen. Das würde jeden von uns hier nicht einmal 10 € kosten (Abg. Dr. Gusenbauer: Brutto!) – brutto. Nun erfolgt die Umrechnung wie immer: 10 € – drei Wurstsemmeln würde uns das im Monat kosten. Bei Menschen, die einen Bruttogehalt in der Höhe von 7 500 € haben, ist das wirklich nicht viel. Das wäre sozial ausgewogen im Vergleich zu dem, was jetzt passiert, dass nämlich Menschen mit 1 000 €, 1 100 €, 1 200 €, wenn sie eine Brille brauchen, um 100 €, 200 €, 300 € mehr zahlen müssten als nach unserem Modell.
Abg. Scheibner: Das stimmt nicht!
Das ist halt der Unterschied zwischen einer sozial ausgewogenen Politik, wie wir sie machen, und einer nicht sozial ausgewogenen Politik. (Abg. Scheibner: Das stimmt nicht!) Ich gebe gern die 10 €, damit wir dieses unsoziale Belastungspaket nicht haben. Ich gebe gern, Kollegin Fuhrmann, die drei Wurstsemmeln, damit wir dieses unsoziale Belastungspaket nicht haben. Dann wäre es auch wirklich sozial ausgewogen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist halt der Unterschied zwischen einer sozial ausgewogenen Politik, wie wir sie machen, und einer nicht sozial ausgewogenen Politik. (Abg. Scheibner: Das stimmt nicht!) Ich gebe gern die 10 €, damit wir dieses unsoziale Belastungspaket nicht haben. Ich gebe gern, Kollegin Fuhrmann, die drei Wurstsemmeln, damit wir dieses unsoziale Belastungspaket nicht haben. Dann wäre es auch wirklich sozial ausgewogen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir Sozialdemokraten wollen den Stand der Medizin jeweils allen Menschen anbieten und wollen das solidarisch und sozial gerecht finanzieren. Wenn Sie uns das, Frau Bundesminister, garantieren, dann werden wir mit dabei sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Bundesministerin, abschließend: Eine wichtige Anregung im Bereich der Gesundheitsvorsorge betrifft den gesamten Bereich der Ernährung, vor allem die biologisch produzierten Lebensmittel und die Versorgung öffentlicher Einrichtungen damit. Das ist ein wichtiges Thema, das Sie auch aus unserer Sicht verstärkt und mutig angehen sollten, denn da würden wir auch gemeinsame Projekte machen können. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Was sagt Schaden?
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Für die Gegenfinanzierung der Gesundheitsreform, Frau Bundesministerin, gibt es vernünftigere Lösungen. Unser Parteiobmann Dr. Gusenbauer hat das in seiner Wortmeldung ganz klar dargestellt. Erlauben Sie mir, dass ich Ihnen einen Weg aufzeige! (Ruf bei der ÖVP: Was sagt Schaden?)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Das ist ein Prospekt (der Redner hält eine Broschüre in die Höhe) „for a better standing“. Es geht um eine Tube. Ich zeige Ihnen eine Tube. (Der Redner hält eine Senftube in die Höhe.) Das hier ist eine Senftube, die jeder kennt. Das Neueste, das es jetzt gibt – ich halte das für einen Skandal –, ist Wodka in einer Tube (der Redner hält eine Wodkatube in die Höhe), Alkopops, die an Minderjährige abgegeben und verkauft werden. Hohes Haus, ich halte das wirklich für einen Skandal! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kollege Stummvoll, wir haben schon im Finanzausschuss darüber gesprochen, und Sie haben an Frau Bundesministerin Rauch-Kallat einen Brief gerichtet. Der Antrag der Sozialdemokraten geht in Richtung einer Lenkungsabgabe. Wenn 30 Millionen Stück verkauft werden – das sind die Zahlen für das Jahr 2003, meine sehr geehrten Damen und Herren –, dann haben wir bei einer Abgabe von 2 € pro Stück 60 Millionen € für das Gesundheitswesen. Und das ist der Weg, den wir Sozialdemokraten vorschlagen! Ihr Weg ist falsch! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! (Zwischenruf des Abg. Großruck.) – Nein, Herr Kollege Großruck, ich kann sicher nicht mit einem Vierzeiler dienen, dafür aber mit vier Fragen, die Sie sehr interessieren sollten. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Großruck.) Kollege Großruck stiehlt jetzt offensichtlich meine Zeit. Passen Sie auf, ich sage Ihnen etwas im Ernst: Sie wissen um die gemeinsamen Schwierigkeiten in Oberösterreich, was die Finanzierung des Gesundheitssystems betrifft. Ich darf feststellen, dass über Nacht zwar keine Jahrhundertreform, aber immerhin eine Reform des Gesundheitswesens ausgerufen wurde.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Großruck.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! (Zwischenruf des Abg. Großruck.) – Nein, Herr Kollege Großruck, ich kann sicher nicht mit einem Vierzeiler dienen, dafür aber mit vier Fragen, die Sie sehr interessieren sollten. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Großruck.) Kollege Großruck stiehlt jetzt offensichtlich meine Zeit. Passen Sie auf, ich sage Ihnen etwas im Ernst: Sie wissen um die gemeinsamen Schwierigkeiten in Oberösterreich, was die Finanzierung des Gesundheitssystems betrifft. Ich darf feststellen, dass über Nacht zwar keine Jahrhundertreform, aber immerhin eine Reform des Gesundheitswesens ausgerufen wurde.
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Aus diesem Grund habe ich mich mit dem Gesundheitssprecher der ÖVP unterhalten. Es war ein sehr konstruktives Gespräch, er ist immer sehr bemüht. Wir beide haben bis zum Schluss keine tragfähige Begründung erkennen können, warum nach dieser Reform nichts im Budget verändert werden muss. Wir wussten nicht, was es damit auf sich hat. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber hier ein Reformwerk zu verkünden, ohne dass sich eine einzige Zahl verändert hat – ja was muss ich denn da denken? Dann sind Sie entweder Hellseher, die vorher schon genau gewusst haben, um wie viel Euro sich das verschiebt – gratuliere! –, oder ich muss dem Verdacht Ausdruck verleihen, dass es mehreren so geht wie mir und dem aufrichtigen Gesundheitssprecher der ÖVP, dass das offensichtlich nicht nachvollziehbar ist, was hier herumreformiert wird. Das ist unser Verdacht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich zitiere noch den Fraktionsführer, den Klubobmann der Freiheitlichen. Er hat seinen Verdacht auch noch nicht zurückgenommen, dass in Wahrheit keine Gesundheitsreform finanziert wird, sondern der Teil, der an die Länder geht, eben irgendwie verwendet wird, aber nicht dazu, die Reformfähigkeit zu erhöhen, sondern vielleicht dazu, so zwischendurch irgendetwas zu machen. Es ist nicht einmal gewährleistet, dass das wirklich im Gesundheitssystem landet. Ja was sind denn das für Zustände? (Beifall bei den Grünen.) Was Ihre Unterschriften wechselseitig unter den Papieren wert sind, das weiß man ja.
Abg. Scheibner: Wo waren Sie in den letzten zwei Wochen? Sie haben überhaupt nichts einzubringen! Null Kompetenz!
Kollege Scheibner, erklären Sie mir das, sonst halte ich mir die Ohren zu bei dem Pumperer, der jetzt bei der Abstimmung erfolgen wird! Ich habe Ihnen das aber prognostiziert. Das ist eine krank machende Debatte und keine Gesundheitsreform! (Abg. Scheibner: Wo waren Sie in den letzten zwei Wochen? Sie haben überhaupt nichts einzubringen! Null Kompetenz!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich habe Ihnen gesagt, die Verwahrlosung in der Finanzierungsfrage der Systeme und in der Debatte hier im Haus schreitet voran. Das ist wieder ein gutes Beispiel dafür. Das einzige Problem ist, dass man das geschäftsordnungsmäßig gar nicht mehr sanieren kann. Ich habe mich mit Präsidentem Khol darüber unterhalten. Es war ein gutes Gespräch, aber das geht halt nicht. Ich mache Sie nur darauf aufmerksam, dass ich den Verdacht habe, dass Sie gar nicht wissen, was Sie abstimmen. Ich gebe es wenigstens zu und stimme aus diesem Grund dagegen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – auf dem Weg zum Rednerpult –: 3 Minuten!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Scheuch. Herr Abgeordneter, Sie haben keine Redezeit festgelegt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – auf dem Weg zum Rednerpult –: 3 Minuten!) – Bitte.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Geschätzte Damen und Herren! Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Herr Kollege Kogler, Sie hätten sich in den letzten zwei Stunden weniger permanent mit irgendwelchen Leuten draußen unterhalten, sondern hier herinnen besser zuhören sollen, dann wüssten Sie, dass dieses Gesundheitskonzept, dass diese Reform eine gute ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Einem: Sie stehen ja!
Wenn ich – das sage ich Ihnen ganz ehrlich, Herr Kollege Kogler – hier heraußen stehen (Abg. Dr. Einem: Sie stehen ja!) und einmal zitieren würde, was Sie während des ganzen Tages hier in irgendwelchen Gesprächen von sich geben, dann würde das erstens den Zeitrahmen sprengen, und zweitens würde es Ordnungsrufe hageln, weil Ihre Wortwahl auch nicht immer korrekt ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Wenn ich – das sage ich Ihnen ganz ehrlich, Herr Kollege Kogler – hier heraußen stehen (Abg. Dr. Einem: Sie stehen ja!) und einmal zitieren würde, was Sie während des ganzen Tages hier in irgendwelchen Gesprächen von sich geben, dann würde das erstens den Zeitrahmen sprengen, und zweitens würde es Ordnungsrufe hageln, weil Ihre Wortwahl auch nicht immer korrekt ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Rufe bei der SPÖ: Ja! Ja!
Ich habe mich jetzt aber zu Wort gemeldet, um Folgendes klarzustellen: Uns Freiheitlichen wird vorgeworfen, wir hätten bei dieser Gesundheitsreform einen Umfaller gehabt. (Rufe bei der SPÖ: Ja! Ja!) – Einen Moment! Einen Moment! Ich verlese eine APA-Meldung von heute Nachmittag:
Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie, was hier vorliegt!
„Verhinderung Anhebung Rezeptgebühr und Co klarer Kärntner SPÖ-Erfolg, ,Sieg des sozialen Gewissens setzt sich fort‘“. (Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie, was hier vorliegt!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
SPÖ-Chef Dr. Peter Ambrozy ist begeistert vom „großartigen Erfolg“ bei den Verhandlungen über die Gesundheitsreform. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Das sage ich ja dauernd!
Jetzt kenn’ ich mich aber nicht mehr aus, meine geschätzten Damen und Herren! (Abg. Mag. Kogler: Das sage ich ja dauernd!) Es gibt noch andere Kapazunder: Frau Kollegin Burgstaller, Herr Bürgermeister Häupl, Herr Stadtrat Rieder, Landeshauptmannstellvertreter Peter Ambrozy. Sehr viele wichtige Damen und Herren der Sozialdemokratie finden das Ergebnis gut. Wir haben die Erhöhung der Rezeptgebühr verhindert – dies, Herr Dr. Gusenbauer, war eine Forderung von Ihnen!
Abg. Dr. Gusenbauer: In Kärnten zum Beispiel!
Dass die Erhöhung des Spitalskostenbeitrags nicht zwingend kommt – die sparsamen Länder werden von dieser Erhöhung absehen, jene Länder, die Bedarf haben, werden sie einführen (Abg. Dr. Gusenbauer: In Kärnten zum Beispiel!) –, das wissen Sie ganz genau.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sie hätten noch die Chance, diesen Erfolg gemeinsam mit der ÖVP und der FPÖ zu feiern. Geben Sie Ihrem roten Herzen einen Ruck und stimmen Sie dieser guten Reform zu! – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie des Abg. Dr. Bösch.
Bevor ich auf ein paar Punkte zu sprechen komme, möchte ich als Vorsitzender des Außenpolitischen Ausschusses, aber auch namens der sozialdemokratischen Parlamentsfraktion dem Außenamt und seinen Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit sehr herzlichen Dank sagen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie des Abg. Dr. Bösch.)
Allgemeiner Beifall.
Meine Damen und Herren! Der heutige Tag gebietet es auch, dem palästinensischen Volk zum Tode Arafats zu kondolieren, der Leistungen des Präsidenten Arafat zu gedenken und dies mit unserer Hoffnung und unseren Wünschen für eine vernünftige und friedliche Lösung des Nahostkonfliktes und für eine akkordierte Zukunft des palästinensischen Volkes in einem eigenen Staat zu verbinden. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Afrika könnte ein Bereich sein, für den wir breites Engagement aufbringen können. Unsere Fraktion ist dazu bereit. Unsere entwicklungspolitische Sprecherin, Kollegin Bayr, leidet zwar an den Folgen ihrer Schienbeinkopfzertrümmerung, aber sie ist trotzdem jederzeit einsatzbereit, wenn es darum geht, mitzuhelfen, diesen Schwerpunkt Afrika zu setzen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
auch die Frage der Todesstrafe beziehungsweise der Verhängung der Todesstrafe zur Sprache gebracht hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich schlage deshalb vor, Schwerpunkte zu setzen, Grundsätze zu haben, Beispiele zu setzen. Dann setzt unsere Außenpolitik mit der Neutralität, zu der wir uns nun wieder alle bekennen – auch wenn manche ein Ablaufdatum einführen wollen –, einen Schwerpunkt, der unserem Land dient, der Europa dient und der auch zeigt, dass wir die Welt nicht vergessen haben. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Michael Spindelegger (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geschätzte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Ich möchte zunächst das Budget selbst mit seinen Zahlen in Erinnerung rufen. Wir haben für das Budget Äußeres im Kapitel 20 für das Jahr 2005 380 Millionen € angesetzt. Das sind gegenüber dem Vorjahr, also gegenüber dem Budget 2004, um 39 Millionen € mehr, und das ist eine Steigerung von mehr als 10 Prozent. Ich denke, das ist eine sehr gute Grundlage, Frau Bundesministerin Plassnik, die Sie mit Ihrer Amtsführung von Ihrer Vorgängerin Benita Ferrero-Waldner übernommen haben, damit Sie Ihre Aufgaben erfüllen können. Man kann, und das möchte ich hier auch noch tun, Benita Ferrero-Waldner dankbar sein für ihre Budgetverhandlungen, weil sie für eine Grundlage des Außenamtes gesorgt hat, die sich sehen lassen kann. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte mich namens meiner Fraktion bei allen Damen und Herren, besonders in den Vertretungsbehörden, bedanken, die im Interesse Österreichs und im Dienste der Österreicher handeln und das sehr erfolgreich tun. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Für das nächste Jahr hat Frau Bundesministerin Plassnik angekündigt, dass sie zwei neue Botschaften eröffnen möchte, nämlich in Zypern und in Malta, was wir natürlich begrüßen. Das ist sinnvoll, weil wir damit in der gesamten Europäischen Union Vertretungsbehörden haben. Das ist ein gewisser Lückenschluss, und das, glaube ich, verdient auch die Zustimmung aller in diesem Haus. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Schieder: 2006 – darum schlage ich vor, 2005 ...!
Darüber hinaus hat Kollege Schieder auch Vorhaben während der Präsidentschaft angesprochen. Wir sollten eines auch nicht vergessen: Im Rahmen der österreichischen Präsidentschaft wird es einen Lateinamerika-Gipfel geben. Es bietet sich daher auch an, im Rahmen der österreichischen Präsidentschaft besonders die Beziehungen zu den Staaten Lateinamerikas zu fördern. (Abg. Schieder: 2006 – darum schlage ich vor, 2005 ...!) Ich verstehe schon; ich sage ja, ich bin mit vielem einverstanden, was Sie meinen, aber wir sollten auch das nicht unberücksichtigt lassen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte Sie, Frau Bundesministerin, noch ersuchen, dass wir die gute Gepflogenheit im Rahmen der Präsidentschaft 1998 der Zusammenarbeit mit dem Parlament wieder aufleben lassen. Wir haben damals, 1998, intensiv zusammengearbeitet, auch was die Termingestaltung betrifft, zwischen dem Außenamt und dem Parlament. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie das fortsetzen könnten. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Lassen Sie mich meine heutige Rede zum Budgetkapitel Äußeres ebenfalls mit dem Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Außenministeriums beginnen. Ich denke, gerade sie, vor allem auch die Mitarbeiter in den Konsularbehörden, aber auch in jenen Botschaften, die sehr gering besetzt sind, in denen dann zum Beispiel die Konsularbeamten oft Aufgaben des Botschafters/der Botschafterin übernehmen müssen, stehen unter hohem Druck, haben sehr viel zu arbeiten, haben in den letzten Jahren auch massive Personalkürzungen und Einsparungen ausgleichen müssen. Ich denke, dafür gebührt ihnen ein besonderer Dank und auch eine Ermunterung, dass sie trotz hoher Belastungen ihre Arbeit auch in Zukunft und auch mit Freude an der Arbeit fortsetzen können. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den Grünen.
Ich denke, klare Positionierungen in der österreichischen Außenpolitik sind notwendig, auch etwa gegenüber Russland, gegenüber Präsidenten Putin, der, zum Beispiel was Tschetschenien betrifft, in den letzten Jahren von Seiten der Europäischen Union meines Erachtens viel zu wenig Kritik erfahren hat. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl
Da komme ich auch gleich zur Frage des Budgets, wo ich zwar für die Entwicklungszusammenarbeit eine leichte Erhöhung sehe (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl), nur leider sind es für den bilateralen Bereich – dort, wo tatsächlich etwas gestaltbar ist –, also für die ADA, lediglich 1,33 Millionen €. Ich denke, das wird zu wenig sein – nicht nur, um in unseren afrikanischen Schwerpunktländern tatsächlich etwas weiterzubringen, sondern auch, um das Monterreyiel, wovon Sie gesagt haben, dass Sie es erreichen wollen, wirklich zu erreichen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich hoffe, dass Sie hier tatsächlich klarer in Richtung österreichische Friedenspolitik gehen, in Richtung Gestaltbarkeit von sozialer und ökologischer Sicherheit auf der Welt. Ich hoffe auch, dass Sie zu einer Ministerin werden, die Österreich hier wieder eine gestaltende Rolle gibt – gehört habe ich es bis jetzt im für mich nötigen Ausmaß von Ihnen noch nicht, ich hoffe, da kommt noch etwas. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall des Abg. Neudeck.
Ich glaube, auch das war in der Vergangenheit eine Problematik dieses Nahost-Konflikts. Und da hat man wenig Proteste von der westlichen Welt, auch wenig Proteste von der Europäischen Union gehört. (Beifall des Abg. Neudeck.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es muss für die Zukunft gelten, dass jede Institution, die ihre Funktionäre, ihre offiziellen Organe wählt, das Recht hat, dass diese Organe von der Staatengemeinschaft und von allen Staaten der Welt anerkannt werden. Das werden wir, so hoffe ich, auch in Zukunft unterstützen, Frau Außenministerin. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mandak: Sie haben lieber die NATO!
Wir wollen eine Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik (Abg. Mandak: Sie haben lieber die NATO!), wo man Strukturen vereinheitlicht, aber gemeinsam ... (Abg. Mag. Lunacek: Sie wollen lieber zur NATO!) – Nicht die NATO, Frau Kollegin, lesen Sie einmal die Initiativen in der Europäischen Union! Das, was Sie wollen, wollen wir nicht, nämlich dass Brüssel darüber entscheidet (Abg. Mandak: Nicht Brüssel, das Europäische Parlament!), wo wann und wie österreichische Staatsbürger in militärische Einsätze geschickt werden. Das ist die Verantwortung Österreichs und des österreichischen Parlaments – und so soll es auch bleiben! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Lunacek: Sie wollen lieber zur NATO!
Wir wollen eine Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik (Abg. Mandak: Sie haben lieber die NATO!), wo man Strukturen vereinheitlicht, aber gemeinsam ... (Abg. Mag. Lunacek: Sie wollen lieber zur NATO!) – Nicht die NATO, Frau Kollegin, lesen Sie einmal die Initiativen in der Europäischen Union! Das, was Sie wollen, wollen wir nicht, nämlich dass Brüssel darüber entscheidet (Abg. Mandak: Nicht Brüssel, das Europäische Parlament!), wo wann und wie österreichische Staatsbürger in militärische Einsätze geschickt werden. Das ist die Verantwortung Österreichs und des österreichischen Parlaments – und so soll es auch bleiben! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mandak: Nicht Brüssel, das Europäische Parlament!
Wir wollen eine Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik (Abg. Mandak: Sie haben lieber die NATO!), wo man Strukturen vereinheitlicht, aber gemeinsam ... (Abg. Mag. Lunacek: Sie wollen lieber zur NATO!) – Nicht die NATO, Frau Kollegin, lesen Sie einmal die Initiativen in der Europäischen Union! Das, was Sie wollen, wollen wir nicht, nämlich dass Brüssel darüber entscheidet (Abg. Mandak: Nicht Brüssel, das Europäische Parlament!), wo wann und wie österreichische Staatsbürger in militärische Einsätze geschickt werden. Das ist die Verantwortung Österreichs und des österreichischen Parlaments – und so soll es auch bleiben! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir wollen eine Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik (Abg. Mandak: Sie haben lieber die NATO!), wo man Strukturen vereinheitlicht, aber gemeinsam ... (Abg. Mag. Lunacek: Sie wollen lieber zur NATO!) – Nicht die NATO, Frau Kollegin, lesen Sie einmal die Initiativen in der Europäischen Union! Das, was Sie wollen, wollen wir nicht, nämlich dass Brüssel darüber entscheidet (Abg. Mandak: Nicht Brüssel, das Europäische Parlament!), wo wann und wie österreichische Staatsbürger in militärische Einsätze geschickt werden. Das ist die Verantwortung Österreichs und des österreichischen Parlaments – und so soll es auch bleiben! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Also eine ganze Reihe von Aufgaben und Möglichkeiten für die österreichische Außenpolitik. Das höhere Budget wird ein besseres Handwerkszeug zur Verfügung stellen. Auch Ihre ersten Aktivitäten, Frau Außenministerin, lassen uns nicht nur die Hoffnung, sondern geben uns auch die Sicherheit, dass mit Ihnen an der Spitze des Außenministeriums diese dynamische Außenpolitik fortgeführt und auch noch verbessert und erweitert werden wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Wir beobachten mit Sorge und Aufmerksamkeit die Lage im Nahen Osten. Mit Präsident Arafat verliert das palästinensische Volk den Führer, mit dessen Namen die Hoffnung des palästinensischen Volkes auf einen eigenen Staat verbunden war. Über mehr als drei Jahrzehnte hat er alle Höhen und Tiefen des palästinensischen Kampfes um Selbstbestimmung mitgeprägt. Mit seiner ganzen Leidenschaft hat er um die Zukunft seines Volkes gerungen. Unsere Trauer, aber auch unsere Hoffnung gelten dem palästinensischen Volk. Möge eine neue Führung den Mut und die Kraft finden, die Gewalt zurückzudrängen und gemeinsam mit Israel, den regionalen Nachbarn und den anderen internationalen Partnern den Weg zu einer Friedenslösung zu beschreiten! Wir sind in jeder Phase bereit, unseren Beitrag dazu zu leisten. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Scheibner: Da schau her! Deshalb ist er gleich nicht da!
Über die Türkei wird im Dezember diskutiert. Österreich wird in der Vorbereitung eine nicht unwichtige Rolle spielen. Bundeskanzler Schüssel wurde beim EVP-Gipfeltreffen vorige Woche zum Koordinator der EVP in dieser Frage ernannt, und wenn meine Informationen richtig sind, dann wurde SPÖ-Vorsitzender Dr. Gusenbauer in die Steuerungsgruppe der Europäischen Sozialdemokraten zu diesem Thema berufen. (Abg. Scheibner: Da schau her! Deshalb ist er gleich nicht da!)
Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen und der SPÖ.
Den Dank an meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werde ich mit Freude weiterleiten. – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen und der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich denke, wir müssen einen Akzent setzen, der diese EU überhaupt erst wieder in Schwung bringt, und dass das geradezu eine Vorbedingung dafür ist, weitere Erweiterungsschritte zu setzen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Wir werden das Ziel, wettbewerbsfähigste Region der Welt zu werden und gleichzeitig mehr und bessere Arbeitsplätze zu schaffen, eine wissensbasierte Gesellschaft zu schaffen, die soziale Kohärenz zu stärken, nur erreichen, wenn es gelingt, die Wirtschaft anzukurbeln, und zwar nicht durch Beten oder Hoffen, sondern durch koordinierte Investitionen in die Infrastruktur, in die Forschung und in die Bildung, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) – Herzlichen Dank!
Beifall bei der SPÖ.
Lassen Sie mich noch etwas zur Außen- und Sicherheitspolitik sagen! Frau Bundesministerin! Wir sind an dem Aufbau einer gemeinsamen europäischen Außen- und Sicherheitspolitik aus einer Hand interessiert, aber wir wollen nicht irgendeine Außen- und Sicherheitspolitik, sondern wir wollen eine, die auf Frieden, Demokratie und Recht basiert, und nicht eine, die primär auf militärischer Stärke und wirtschaftlichem Eigennutz beruht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Deshalb brauchen wir in den nächsten Jahren weiter die österreichische Neutralität, und zwar nicht mit Augenzwinkern, sondern mit Festigkeit und Solidarität. (Beifall bei der SPÖ.) Die Neutralität hilft uns, in der EU eine Sicherheitspolitik zu entwickeln, die auf der Charta der Vereinten Nationen und ganz generell auf der Basis des Rechts beruht.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Einem begibt sich zur Regierungsbank und reicht Bundesministerin Dr. Plassnik die Hand.
Eine Dienstleistungsrichtlinie, die Dienstleistungen europaweit liberalisiert, ohne die negativen Effekte für die Verlierer dieser Liberalisierung auch nur irgendwie zu behandeln, oder eine Arbeitszeitrichtlinie, die das europäische Arbeitszeitrecht nur zu Lasten der Arbeitnehmer verändert und ausschließlich zu Gunsten der Arbeitgeber, schafft Tausende und Abertausende zusätzliche Europa-Skeptiker. Da können wir uns eine Strategie wie „Communicating Europe“ getrost sparen, wenn wir nicht beginnen, eine Politik zu machen, die auf alle Menschen in Europa Rücksicht nimmt. Darum will auch ich Sie ersuchen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Einem begibt sich zur Regierungsbank und reicht Bundesministerin Dr. Plassnik die Hand.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Karin Hakl (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte einleitend auch den Mitarbeitern im Außenamt für die hervorragende Arbeit danken, und dabei vor allem jenen, die im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind, aber auch den Mitarbeitern der ADA, der neuen Agentur für Entwicklungszusammenarbeit, und auch den Vertretern der NGOs, die die gesteigerten Mittel, die wir in den letzten Jahren Gott sei Dank zur Verfügung stellen konnten, sozusagen auf die Straße, unter die Menschen, zu den ärmsten Menschen der Welt bringen. – Ihnen allen ein ganz herzliches Dankeschön dafür! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Posch: Lob von der ÖVP sollte man nicht zu viel beachten!
Umsetzen wird dies in Zukunft unsere geschätzte Frau Dr. Plassnik, der ich an dieser Stelle ein großes Lob – wie ich glaube, stellvertretend für alle – für ihre ersten Auftritte im Parlament und in den Medien aussprechen muss und der ich für die Zukunft viel Erfolg wünsche. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Posch: Lob von der ÖVP sollte man nicht zu viel beachten!)
Beifall bei der ÖVP.
Erst vor wenigen Tagen ist der aktuelle Bericht des OECD-Entwicklungsausschusses, des CAD, herausgekommen. In regelmäßigen Abständen wird dort die Qualität der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit untersucht. Dieser Bericht ist der beste, den die österreichische Entwicklungszusammenarbeit in den letzten zwei Jahrzehnten bekommen hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Hakl begibt sich zur Regierungsbank und reicht Bundesministerin Dr. Plassnik die Hand.
Wir werden uns alle gemeinsam darum bemühen, die schwierige Aufbringung von noch mehr Geld für die Entwicklungszusammenarbeit zustande zu bringen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Hakl begibt sich zur Regierungsbank und reicht Bundesministerin Dr. Plassnik die Hand.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Poštovane dame i gospodo! Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Es ist zwar ein Zufall, aber es führt sozusagen logischerweise kein Weg daran vorbei: Heute ist ein Tag, an dem ein Staatsmann starb, der keinen Staat hatte. Deshalb ist auch die Frage, ob er mehr Revolutionär oder mehr Staatsmann gewesen sei, aus meiner Sicht schwer zu beantworten, denn man kann schwerlich ein Staatsmann sein, wenn man den Staat nicht zugestanden bekommt, um sich dann auch im eigentlichen Sinn als Staatsmann betrachten zu können. Sie haben zu Beginn Ihrer Ausführungen von Arafat als gewähltem Präsidenten des palästinensischen Volkes gesprochen. Ich meine, dass der Beitrag, den Sie jetzt gemeinsam mit Bundeskanzler Schüssel im Rahmen der Europäischen Union leisten könnten, darin bestehen könnte, genau diesen nicht erfüllten Wunsch, der jetzt nur mehr als Vermächtnis bezeichnet werden kann, durch den Arafat vielleicht im Nachhinein ein großer Staatsmann werden könnte, umsetzen zu helfen, nämlich die legitimen Ansprüche des palästinensischen Volkes auf Selbstbestimmung und damit für mich auch klarerweise auf einen eigenen Staat zu realisieren. Sie haben sich zwar dazu geäußert, aber nicht in der Detailliertheit oder Präzision, wie es an einem solchen Tag, an dem so ein Staatsmann stirbt, angebracht wäre. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist nicht sehr überraschend!
Ich will nicht, dass hier heute der Eindruck entsteht, dass nur deshalb, weil die Ministerin ganz neu ist, alle völlig zufrieden und sozusagen ganz von Ihnen eingenommen sind. Ich nicht, ich bin nach Ihrer Wortmeldung enttäuscht. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist nicht sehr überraschend!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Seien Sie doch nicht so pessimistisch!
mit der Verantwortung, die Sie in erster Linie außerhalb Österreichs, innerhalb der Europäischen Union und gegenüber den betreffenden Staaten ja auch tragen, sich für eine Lösung einsetzen. Es zeichnet sich jedoch keine Lösung ab, weil der Herr Bundeskanzler heute bereits angekündigt hat, dass er in derselben Besetzung wie vor zwei Jahren eine Lösung erzielen will. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Seien Sie doch nicht so pessimistisch!)
Beifall bei den Grünen.
Da kann es aber keine Lösung geben, Frau Ministerin, weil damals schon deshalb keine Lösung möglich war, weil sie an eine Bedingung geknüpft war, die für Slowenenvertreter unannehmbar war, denn einen schriftlichen Verzicht auf alle rechtlichen Schritte in Zukunft zu leisten, das kann kein Slowenenvertreter bei keiner Konsenskonferenz der Welt tun, denn es ist verbrieftes Recht, was im Artikel 7 des Staatsvertrags von Wien steht. Bitte verwenden Sie sich dafür, dass diese Konsenskonferenz überhaupt eine Aussicht auf Erfolg hat. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Danke! Danke vielmals!
Da ich jetzt keine Zeit mehr habe, muss ich noch eine kurze Bitte aussprechen: Ministerin Ferrero-Waldner hat sich immer sehr dezidiert für die EU-Aufnahme Kroatiens eingesetzt. Ich gehe jetzt logischerweise davon aus, dass Sie diese Linie fortsetzen werden, aber ich bitte Sie gleichzeitig, nicht zu vergessen, dass Kroatien nur ein Nachfolgestaat des ehemaligen Jugoslawien ist. Bosnien-Herzegowina und Serbien-Montenegro sind jene beiden Länder, die nach meinem Dafürhalten auch immer noch Nachbarstaaten Österreichs sind. Damit sind wir hierzulande auch groß geworden, und deshalb meine ich, dass eine ganz besondere österreichische Fokussierung auf diese Problematik nicht nur diesen Ländern nützen könnte und gut tun würde, sondern vor allem uns. Aber ich vertraue Ihnen, und vielleicht das nächste Mal ein paar Antworten auf die Fragen. – Aber Sie haben ja noch Chancen, es ist ja noch nicht ganz aus. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Danke! Danke vielmals!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Reinhard Eugen Bösch (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Frau Ministerin, Sie haben Ihre Amtszeit sehr initiativ begonnen. Wir von Seiten der FPÖ begrüßen das, und ich kann Ihnen nur raten, dass Sie sich Ihren Terminkalender auch in Hinkunft nicht von den Grünen machen lassen, sondern dass Sie den durchaus selbst bestimmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Seit Ihrem Amtsantritt haben sich einige Nuancen verändert, auf die ich schlaglichtartig eingehen möchte. Sie haben schon erwähnt, dass der Herr Bundeskanzler von seiner Fraktion auf europäischer Ebene, der EVP, zum Koordinator der Gestaltung der Verhandlungen mit der Türkei ernannt worden ist und dass es deshalb von unserer Seite durchaus Hoffnungen gibt, dass die Beschlüsse, die im EU-Parlament am 2. Dezember gefasst werden, im Europäischen Rat am 17. Dezember auch jenes Ergebnis bringen werden, auf das wir uns eigentlich hier in Österreich großteils geeinigt haben, nämlich dass diese Verhandlungen offen geführt werden sollen und nicht zwingend in einen Beitritt der Türkischen Republik münden werden. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Frau Minister Plassnik, Sie beginnen Ihre Arbeit in einer sehr spannenden Zeit. Die Herausforderung ist eine große. Die Unterstützung von uns Freiheitlichen ist Ihnen sicher. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich denke, dass Österreich einen ganz wichtigen Beitrag dazu leisten könnte, etwa durch Ausrichtung einer Konferenz auf parlamentarischer Ebene zwischen der Europäischen Union und dem südlichen Afrika, zum Beispiel zur Konfliktprävention – um jetzt eines der wirklich brennenden Themen herauszugreifen. Es wäre sehr schön, wenn uns das Außenamt dabei unterstützen könnte. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Stoisits: Nicht beirren lassen, das charakterisiert Ihre Haltung!
Abgeordneter Dr. Werner Fasslabend (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Bundesminister, Sie haben meiner Überzeugung nach in sehr klarer Weise die Schwerpunkte der österreichischen Außenpolitik für das nächste Jahr beziehungsweise die nächsten Jahre skizziert. Das ist eigentlich genau das, was man üblicherweise bei einer Budgetdebatte tut: Man beschäftigt sich mit der Budgetstruktur und präsentiert als Mitglied der Bundesregierung die inhaltlichen Schwerpunkte. Ich kann Ihnen aus meiner politischen Erfahrung heraus nur sagen: Lassen Sie sich nicht beirren, wenn jemand wie Frau Kollegin Stoisits auch nach 20 Jahren noch nicht gelernt hat, was bei einer Budgetdebatte üblich ist, sondern eine Budgetdebatte mit einer Fragestunde verwechselt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Stoisits: Nicht beirren lassen, das charakterisiert Ihre Haltung!)
Abg. Mag. Stoisits: Das war Ihrer Ansicht nach ein Eingehen auf die Debatte? – Abg. Mag. Lunacek: Es geht doch darum, eine Debatte zu führen!
An den Beginn ihrer Rede hat die Frau Bundesministerin allerdings den Nahen Osten gestellt, die Palästinafrage – nicht nur aus der Aktualität dieser Frage heraus, sondern auch deshalb, weil das eine Schlüsselfrage für die Sicherheit der gesamten Welt ist, und nicht nur die Europas oder die des Nahen Osten. (Abg. Mag. Stoisits: Das war Ihrer Ansicht nach ein Eingehen auf die Debatte? – Abg. Mag. Lunacek: Es geht doch darum, eine Debatte zu führen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich danke, dass Sie, Frau Bundesministerin, das so klar angesprochen haben. Ich danke auch, dass Sie uns den gesamten Katalog der außenpolitischen Aufgabenstellungen, diese ganze Fülle in Klarheit und Deutlichkeit näher gebracht haben, und ich wünschen Ihnen bei Ihrer Tätigkeit weiterhin viel Erfolg. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Steibl: Ihren vielleicht auch nicht!
Abgeordneter Mag. Walter Posch (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Minister! Herr Kollege Fasslabend! Frau Kollegin Stoisits wird Ihren außenpolitischen Rat wirklich nicht brauchen. (Abg. Steibl: Ihren vielleicht auch nicht!) Ich meine, dass es schon auch gestattet sein muss, Kritik zu üben, und daher beschäftige ich mich auch gerne mit dem Budget und seinen Daten. (Abg. Steibl: Das ist auch gut so!)
Abg. Steibl: Das ist auch gut so!
Abgeordneter Mag. Walter Posch (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Minister! Herr Kollege Fasslabend! Frau Kollegin Stoisits wird Ihren außenpolitischen Rat wirklich nicht brauchen. (Abg. Steibl: Ihren vielleicht auch nicht!) Ich meine, dass es schon auch gestattet sein muss, Kritik zu üben, und daher beschäftige ich mich auch gerne mit dem Budget und seinen Daten. (Abg. Steibl: Das ist auch gut so!)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin, abschließend sei noch gesagt: Sie wurden wegen Ihrer professionellen Performance mit großen Vorschusslorbeeren begrüßt, und das ist Ihnen zuzugestehen. Ich traue Ihnen auch zu, die in der Vergangenheit nicht immer frei von Ressentiments und Revisionismus geleitete Außenpolitik – insbesondere des Kabinetts Schüssel I – zu verändern, zu überwinden und zu einer neuen, friktionsfreien Außenpolitik zu kommen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stoisits: Widmen Sie mir bitte einmal einen Reim! Mein sehnlichster Wunsch!
Ich sehe das, was Frau Kollegin Stoisits vorhin vorgebracht hat, eher als oppositionelle Pflichtübung an: nicht zu viel loben, das könnte ihr politisch vielleicht schaden. Sie hat hier heraußen für meine Begriffe gegen ihre politische Überzeugung gesprochen, denn jetzt herzugehen und zu kritisieren anzufangen um der Kritik willen, das war für mich sehr offensichtlich. Aber gut, es ist Ihre Sache, wie Sie damit umgehen, Frau Kollegin! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stoisits: Widmen Sie mir bitte einmal einen Reim! Mein sehnlichster Wunsch!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben eine gute Connection, wir haben ein gutes Standing in diesen Balkanvölkern. Das ist historisch bedingt, das ist aber auch bedingt durch die Art und Weise, wie wir die Probleme lösen wollen: nicht als Kommissare, so wie viele andere Länder hinkommen und glauben, sie müssen den Leuten anschaffen, wie es geht, sondern verständnisvoll, einfühlsam für die Probleme und lösungsbewusst. Ich glaube, dass das unser Zugang ist und dass uns das ganz besonders dazu auszeichnet, gerade auch in diesen Gebieten aktiv zu werden, nicht nur für diese Länder, sondern auch im eigenen Interesse, sodass wir vor der Haustür gute Nachbarn und gute Freunde haben und diese auch auf ihrem Weg nach Europa unterstützen. Ich glaube, das ist ein ganz wesentlicher Punkt und ein ganz wesentliches Ziel, und daran wollen wir weiterarbeiten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
(Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne wünsche ich mir dieses andere Vorgehen, und ich bedanke mich schon im Vorhinein dafür, wenn das tatsächlich auch so erfolgt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bin überzeugt davon, dass in der Amtszeit unserer neuen Ministerin dieses Ansehen noch gesteigert werden wird, und wünsche ihr alles Gute. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne wünsche auch ich Ihnen, Frau Bundesministerin, alles Gute und viel Erfolg bei Ihrer neuen Tätigkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie sehen, das Budget, die Themen, unsere Projekte sind auf einem guten Weg. Sie können, denke ich, der Regierung und auch der Arbeit unserer neuen Außenministerin trauen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Fasslabend: Dadurch ist es noch höher! – Abg. Neugebauer: Real ist es höher!
Ich berichtige tatsächlich: Dieses EZA-Budget ist prozentuell nicht das höchste, das es je gegeben hat – prozentuell zum BIP war es zum Beispiel in den achtziger Jahren höher –, und in realen Zahlen ist es nur deshalb höher, weil jetzt die Ausgaben für die Ostzusammenarbeit dazugerechnet werden. Die Ausgaben für die Südzusammenarbeit allein waren noch nie höher. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Fasslabend: Dadurch ist es noch höher! – Abg. Neugebauer: Real ist es höher!)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin, ich ersuche Sie, was die Auslandskulturpolitik betrifft, um Verbesserungen, vor allem im budgetären Bereich! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ziel dieser Initiative war es, durch eine gezielte Vertiefung der Zusammenarbeit in denjenigen Bereichen, welche für die damals bevorstehende Erweiterung der EU von besonderer Bedeutung waren, ohne Schaffung neuer Strukturen eine neue Regionale Partnerschaft zu bilden. Die vor mehr als drei Jahren initiierte Regionale Partnerschaft darf heute schon als ein echter Erfolg betrachtet werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es liegt in unserer Hand, meine sehr verehrten Damen und Herren, dass wir aus diesem europäischen Einigungsprozess für die Zukunft genau jene Chancen nützen, die drinnen liegen, nämlich Chancen für unser Land. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Frau Ministerin, eine aktive österreichische Außenpolitik kann ihren Teil dazu beitragen – und darum ersuche ich Sie! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Da hier fälschlicherweise immer wieder von „Vorschusslorbeeren“ die Rede ist, möchte ich auch das einmal klarstellen: Es ist eine berechtigte Erwartungshaltung, die zur Kenntnis nimmt, dass hier sehr viel Kompetenz und Erfahrung gegeben ist, und ein fulminanter Start, wie Sie ihn hingelegt haben, Frau Ministerin, stellt das unter Beweis. Herzlichen Glückwunsch und Gratulation zu diesem Beginn Ihrer Tätigkeit! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Aufgabe, den Menschen die Sorge zu nehmen, wird Ursula Plassnik wahrnehmen, und ich bin zuversichtlich, denn es ist eine gute österreichische Tradition, mit allen zu reden und zu verhandeln. Diesen Weg werden wir auch weitergehen – zum Wohle dieses Landes und auch seiner Menschen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Solana weist darauf hin, dass mit allen Mitteln und Institutionen die Sicherheitspolitik gesehen werden muss. Ich darf darauf verweisen, dass wir in Österreich selbstverständlich viele, viele Fähigkeiten haben – wirtschaftliche und rechtsstaatliche Unterstützungen, Menschenrechte, Demokratie und diplomatische Ressourcen –, die wir einsetzen können, und ich bin zuversichtlich, dass Sie, Frau Bundesministerin, das auch in entsprechender Form machen werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Frau Bundesministerin, Sie haben uns mit Ihrem Start und mit der heutigen Erklärung wissen lassen – und wir kennen Sie ja schon über viele Jahre –, dass Sie weiterhin die beste Außenpolitik für und mit Österreich machen werden. Alles Gute! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zum Wort ist niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen. (Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Ich ersuche um Aufmerksamkeit!