Eckdaten:
Für die 45. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 882 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Abg. Mag. Molterer: Alle!
Dazu ein paar Daten, meine Damen und Herren, die diesen Titel „Kommt die Umwelt unter die Räder?“ noch einmal verdeutlichen sollen: Seit 1990 – auch wenn viele von Ihnen viel mehr Freude mit der Straßenbautechnik haben ... (Unruhe im Saal.) – Ich werde jetzt einmal schauen, ob sich vielleicht doch irgendjemand für dieses Thema interessiert. (Abg. Mag. Molterer: Alle!) Ich werde Sie nämlich mit diesem Thema nicht in Ruhe lassen (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ) und im Interesse der Bevölkerung die Maßnahmen einfordern, die die Umwelt sichern und die Gesundheit der Menschen entlang unseren Straßen schützen (Zwischenruf des Abg.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ
Dazu ein paar Daten, meine Damen und Herren, die diesen Titel „Kommt die Umwelt unter die Räder?“ noch einmal verdeutlichen sollen: Seit 1990 – auch wenn viele von Ihnen viel mehr Freude mit der Straßenbautechnik haben ... (Unruhe im Saal.) – Ich werde jetzt einmal schauen, ob sich vielleicht doch irgendjemand für dieses Thema interessiert. (Abg. Mag. Molterer: Alle!) Ich werde Sie nämlich mit diesem Thema nicht in Ruhe lassen (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ) und im Interesse der Bevölkerung die Maßnahmen einfordern, die die Umwelt sichern und die Gesundheit der Menschen entlang unseren Straßen schützen (Zwischenruf des Abg.
Beifall bei den Grünen.
Wittauer), auch wenn Sie, Herr Kollege Wittauer, damit nicht einverstanden sind. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das hochrangige Straßennetz ist um 14 Prozent gewachsen, und gleichzeitig, meine Damen und Herren, schrumpft das Schienennetz. Diese Regierung legt eine Nebenbahn nach der anderen still, die Verlagerung auf die Schiene ist zwar gut für Sonntagsreden, aber in der Praxis besitzt das für Sie leider keinen echten Stellenwert. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das bundesweite Kontrollstellennetz, zu dem sich alle Parteien hier im Haus bekennen, wird erst in vielen Jahren kommen und nur 1 Prozent der LKW kontrollmäßig erfassen, meine Damen und Herren! Das ist viel zu wenig. Dafür ist eine Offensive notwendig – und nicht für das Ausbreiten neuer Asphaltteppiche. (Beifall bei den Grünen.) Wir müssen nicht nur dem Ausland drohen, dass wir jetzt die LKW kontrollieren, sondern wir müssen auch im Interesse der Sicherheit inländische und ausländische Schwerfahrzeuge auf ihre Fahrtüchtigkeit hin kontrollieren. Aber das muss auch geschehen und darf nicht nur angekündigt werden!
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Da braucht es eine Offensive in Investitionen, da braucht es auch eine Offensive hinsichtlich des politischen Willens. 1 Prozent Kontrolle in einigen Jahren – das ist angesichts der dramatischen Situation, vor der wir stehen, viel zu wenig! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Stattdessen, meine Damen und Herren, ist diese Regierung angetreten, bis 2011 – und diese Daten sind dem Generalverkehrsplan entnommen – sieben Mal so viel Geld in den Straßenbau zu stecken als in den Ausbau der Schiene. Das Geld, von dem der Herr Minister immer wieder spricht, nämlich dass zwei Drittel in die Schiene und ein Drittel in die Straße investiert werden sollen, ist weit jenseits der Jahre 2010, 2020 angesiedelt. Dafür gibt es keine Finanzierung. Das sind leere Versprechungen, Herr Minister! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Diese Politik hat Folgen, und zwar schwere Folgen an den Transitrouten. Diese Transitrouten werden aber schonungslos ausgebaut. Und das betrifft nicht nur die hochrangigen Straßen, sondern auch solche Strecken wie etwa die B 100 in Kärnten, wo man die Umweltverträglichkeitsprüfung dadurch umgeht, dass jedes Projekt ganz zufällig gerade so lang ist, dass es nicht der UVP-Pflicht unterliegt. Diese Stückelung ist verboten, aber sie findet in Kärnten statt. Das ist eine Vorgangsweise, die man nur mehr mit dem Satz: „Die Umwelt kommt unter die Räder!“ beschreiben kann. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
An der Tauern Autobahn gibt es das gleiche Problem. Es werden Lärmschutzmaßnahmen für die Bevölkerung versprochen, aber nur dann, wenn der Landeshauptmann darauf verzichtet, dass die Gesetze eingehalten werden, nämlich dass die UVP ordnungsgemäß durchgeführt wird. Man setzt Millionen gegen die Umwelt, man ignoriert die Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung, um schneller bauen zu können. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Hauptsache Asphalt – alles, was später kommt, ist Ihnen gleichgültig.
Beifall bei den Grünen.
Die Tatsache, dass Sie zum Beispiel mit einem zweiröhrigen Ausbau der Tauernstrecke die Kapazitäten noch erhöhen werden, die Belastung für die Anrainerinnen und Anrainer also verdoppeln werden, müssen Sie verantworten. Ich werde nicht ruhen, Sie darauf aufmerksam zu machen, welche Folgen für Gesundheit und Umwelt Sie billigend in Kauf nehmen, nur um dem internationalen und nationalen Schwerverkehr den roten Teppich auszurollen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl
Meine Damen und Herren! Das ist eine veraltete Politik, veraltet auch deswegen, weil wir wissen, dass die gesamte Klimaschutzoffensive der Regierung, dass die Verpflichtung zum Schutz des Weltklimas, die auch Österreich eingegangen ist, durch den Verkehr in Frage gestellt wird. Industrie, Hausbrand und Private haben ihre Emissionen reduziert, und Sie, meine Damen und Herren, machen mit Ihrer Verkehrspolitik diese Reduktion zunichte, weil das Wachstum der Emissionen im Verkehr jede positive Veränderung „wegfrisst“. Das heißt, Private, Industrie können sparen, soviel sie wollen. Wir leisten unseren Beitrag zur Verbesserung des Weltklimas nicht, weil Sie gleichzeitig Ihre Freunde des Asphalts begünstigen wollen. – Meine Damen und Herren! Das ist eine Uraltpolitik (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl), die nicht auf die Herausforderungen der Zukunft, gerade zum Beispiel in Sachen Klimaschutz, reagiert. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Das ist eine veraltete Politik, veraltet auch deswegen, weil wir wissen, dass die gesamte Klimaschutzoffensive der Regierung, dass die Verpflichtung zum Schutz des Weltklimas, die auch Österreich eingegangen ist, durch den Verkehr in Frage gestellt wird. Industrie, Hausbrand und Private haben ihre Emissionen reduziert, und Sie, meine Damen und Herren, machen mit Ihrer Verkehrspolitik diese Reduktion zunichte, weil das Wachstum der Emissionen im Verkehr jede positive Veränderung „wegfrisst“. Das heißt, Private, Industrie können sparen, soviel sie wollen. Wir leisten unseren Beitrag zur Verbesserung des Weltklimas nicht, weil Sie gleichzeitig Ihre Freunde des Asphalts begünstigen wollen. – Meine Damen und Herren! Das ist eine Uraltpolitik (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl), die nicht auf die Herausforderungen der Zukunft, gerade zum Beispiel in Sachen Klimaschutz, reagiert. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Herr Minister, Herr Umweltminister, der leider bei diesem Thema offensichtlich nicht zuhört! Es ist Ihre Verantwortung, auf diese Frage einzugehen und auf den Schutz der Natur auch beim Straßenbau und beim Bahnbau zu achten und zu schauen. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) Es ist die Verantwortung dieser Regierung, darauf Rücksicht zu nehmen.
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Dr. Evelin Lichtenberger (fortsetzend): Auch wenn der Herr Minister nicht verpflichtend anwesend sein muss, so hätte ich mir doch erwartet, dass ihn dieses Thema, nämlich der Klimaschutz, so interessiert, dass er trotzdem anwesend ist. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Vizekanzler Hubert Gorbach: Geschätzter Herr Präsident! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher zu Hause! Wenn Frau Abgeordnete Dr. Lichtenberger gemeint hat, sie bedauere, dass der Herr Umweltminister bei diesem zweifelsohne spektakulären Thema „Kommt die Umwelt unter die Räder?“ nicht anwesend ist, dann darf ich Ihnen sagen – Sie können sich in Brüssel dazu erkundigen, Frau Abgeordnete –, dass ich eine würdige Vertretung des Herrn Umweltministers bin, auch wenn ich Verkehrsminister bin. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Bravo-Rufe bei den Freiheitlichen. – Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
So wie ich mich in den letzten Monaten in Brüssel verhalten und für die Interessen der österreichischen Bürgerinnen und Bürger, für mehr Lebensqualität und für die Umwelt eingesetzt habe, hatte man dort schon das Gefühl, dass ich nicht der Verkehrs-, sondern der Umweltminister bin. (Bravo-Rufe bei den Freiheitlichen. – Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Rest-Hinterseer: Offensichtlich nicht, sonst wären Sie nicht gescheitert!
Sie wissen, dass ich es mir nicht nehmen habe lassen, bei der letzten Sitzung der Umweltminister der EU am 22. Dezember, bei der es um die bekannte Nachfolgeregelung des Ökopunktesystems gegangen ist, persönlich dabei zu sein. Ich war sozusagen ein Exote unter den Umweltministern und habe dort klargemacht, dass das, was jetzt gerade im Umweltministerrat beschlossen wird, ein ökologischer Mumpitz ist, außer Kosten überhaupt nichts bringt und deshalb abzulehnen ist. Sie haben es leider angenommen. Ich bin also offensichtlich ein besserer Umweltminister als viele andere auf europäischer Ebene. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Rest-Hinterseer: Offensichtlich nicht, sonst wären Sie nicht gescheitert!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Man muss bei diesen Kontrollen auch auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit Rücksicht nehmen. Wir haben auch in den internen Besprechungen immer gesagt, dass wir aufpassen müssen, dass wir gegenüber der heimischen Wirtschaft nicht negativ wettbewerbsverzerrend eingreifen, weil das Auswirkungen hat, die Sie dann in der nächsten oder übernächsten Sitzung wieder reklamieren. Dann haben wir wieder Transparente, weil die Arbeitslosigkeit so hoch ist und wir zu wenig Arbeitsplätze in Österreich haben. Das hängt zusammen, nehmen Sie das bitte auch zur Kenntnis! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Rest-Hinterseer: Für Sie langsam!
Stichwort: Generalverkehrsplan – keine Finanzierung. Wissen Sie, ich bin ein Mensch, der insbesondere in der Verkehrspolitik nicht nur an die nächsten fünf, sechs Jahre denkt, sondern den Horizont ein bisschen weiter ansetzt. Da ist die Zeit bis zum Jahr 2020, 2021 – das sind 15 Jahre in der Verkehrspolitik – ein nicht allzu großer Zeitraum. Und ich sage Ihnen einmal, wie das Verhältnis tatsächlich ist. Setzen wir uns einmal zusammen und rechnen wir das ganz langsam durch! (Abg. Rest-Hinterseer: Für Sie langsam!) 45 Milliarden sind für Investitionen vorgesehen, davon fließen ungefähr 30 Milliarden in die Schiene, zirka 15 Milliarden in die Straße und 0,5 Milliarden in die Wasserstraße. Das ist ein Verhältnis von zwei Anteilen zu Gunsten der Schiene zu einem Anteil zu Gunsten der Straße – zum besseren Verständnis: zwei Drittel Schiene, ein Drittel Straßenausbau –, und das ist gut so! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Stichwort: Generalverkehrsplan – keine Finanzierung. Wissen Sie, ich bin ein Mensch, der insbesondere in der Verkehrspolitik nicht nur an die nächsten fünf, sechs Jahre denkt, sondern den Horizont ein bisschen weiter ansetzt. Da ist die Zeit bis zum Jahr 2020, 2021 – das sind 15 Jahre in der Verkehrspolitik – ein nicht allzu großer Zeitraum. Und ich sage Ihnen einmal, wie das Verhältnis tatsächlich ist. Setzen wir uns einmal zusammen und rechnen wir das ganz langsam durch! (Abg. Rest-Hinterseer: Für Sie langsam!) 45 Milliarden sind für Investitionen vorgesehen, davon fließen ungefähr 30 Milliarden in die Schiene, zirka 15 Milliarden in die Straße und 0,5 Milliarden in die Wasserstraße. Das ist ein Verhältnis von zwei Anteilen zu Gunsten der Schiene zu einem Anteil zu Gunsten der Straße – zum besseren Verständnis: zwei Drittel Schiene, ein Drittel Straßenausbau –, und das ist gut so! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Rest-Hinterseer: Woran merkt man das?
Es ist mir schon am liebsten, wenn unter diesen Rädern eine Schiene ist. Und deshalb habe ich auch so gekämpft und sichergestellt, dass bis 2010 jedenfalls 1 Milliarde bis 1,2 Milliarden € in den Schienenausbau, -neubau investiert werden können, und zwar im Zuge der ÖBB-Reform – die Sie kritisiert haben, aber das ist Ihr gutes Recht –, weil ich die Schiene endlich forcieren möchte (Abg. Rest-Hinterseer: Woran merkt man das?), insbesondere die grenzüberschreitenden Schienennetze, denn das wurde verabsäumt.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Noch ein Thema – Sie nehmen das alles als so selbstverständlich –: Transeuropäische Netze. Sie wissen, dass es hinsichtlich der wichtigsten Projekte gelungen ist, 5 Projekte und 6 Vorhaben von den nächsten 19 auf europäischer Ebene in die Transeuropäischen Netze als wichtige Bauvorhaben hineinzubringen. Vier davon sind Schienenprojekte. – Früher war nur ein Projekt drinnen, nämlich der Brenner-Basistunnel. Unter – ich sage das nicht gerne, weil Verkehrspolitik in Österreich eigentlich rot-weiß-rot sein sollte – sozialdemokratischer Verantwortung ein Projekt, durch gutes Verhandeln und Verhandlungsgeschick ist es jedoch gelungen, ein Volumen von 12,27 Milliarden €, fünf Projekte in nächster Zeit zu realisieren mit einem Kofinanzierungsbeitrag von 20 Prozent durch die EU. Das ist ein Erfolg, das ist offensive Politik im Verkehrsbereich! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Rest-Hinterseer: Genau! Super!
Abschließend aber Folgendes: Wir müssen aufhören, das zu ideologisieren. (Abg. Rest-Hinterseer: Genau! Super!) Wir müssen wissen, dass eine der vier Grundfreiheiten in der EU der freie Personen- und Warenverkehr ist. Wir sind in einem Binnenmarkt, nehmen Sie das zur Kenntnis! Wir müssen uns national helfen – wir haben gesehen, die EU tut es nicht; in der EU habe ich nicht immer die optimale Unterstützung, auch nicht von den Grünen, das ist schade, aber ich werde weiterkämpfen. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Abschließend aber Folgendes: Wir müssen aufhören, das zu ideologisieren. (Abg. Rest-Hinterseer: Genau! Super!) Wir müssen wissen, dass eine der vier Grundfreiheiten in der EU der freie Personen- und Warenverkehr ist. Wir sind in einem Binnenmarkt, nehmen Sie das zur Kenntnis! Wir müssen uns national helfen – wir haben gesehen, die EU tut es nicht; in der EU habe ich nicht immer die optimale Unterstützung, auch nicht von den Grünen, das ist schade, aber ich werde weiterkämpfen. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Rest-Hinterseer: Bitte nicht!
Abschließend darf ich Ihnen sagen: Man wird die gesamtheitliche Verkehrspolitik an den Taten messen können. Und da scheue ich keinen Vergleich mit den letzten dreißig Jahren, sage ich sogar. Schauen Sie sich das in den nächsten zehn Jahren an (Abg. Rest-Hinterseer: Bitte nicht!): Wir werden die Schiene forcieren, wir werden den Lärmschutz forcieren, wir werden investieren wie nie zuvor, und wir werden die ganze Situation für die österreichische Bevölkerung erträglich machen – glauben Sie mir das! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abschließend darf ich Ihnen sagen: Man wird die gesamtheitliche Verkehrspolitik an den Taten messen können. Und da scheue ich keinen Vergleich mit den letzten dreißig Jahren, sage ich sogar. Schauen Sie sich das in den nächsten zehn Jahren an (Abg. Rest-Hinterseer: Bitte nicht!): Wir werden die Schiene forcieren, wir werden den Lärmschutz forcieren, wir werden investieren wie nie zuvor, und wir werden die ganze Situation für die österreichische Bevölkerung erträglich machen – glauben Sie mir das! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Mainoni: Nicht ernst zu nehmen!
Abgeordneter Werner Miedl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Kollegin Lichtenberger, es ist wirklich abenteuerlich (Abg. Mag. Mainoni: Nicht ernst zu nehmen!): Sie schreiben dem Präsidenten einen Brief, worin Sie die Abhaltung einer Aktuellen Stunde verlangen, gehen davon aus, dass der zuständige Minister Gorbach anwesend ist, und reklamieren dann, dass der Umweltminister nicht hier ist. (Abg. Dr. Lichtenberger: Ja!) Jetzt sind der Staatssekretär und der Minister hier, der Minister steht Rede und Antwort, erklärt die Position Österreichs – ich frage Sie, was Sie wollen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Ja!
Abgeordneter Werner Miedl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Kollegin Lichtenberger, es ist wirklich abenteuerlich (Abg. Mag. Mainoni: Nicht ernst zu nehmen!): Sie schreiben dem Präsidenten einen Brief, worin Sie die Abhaltung einer Aktuellen Stunde verlangen, gehen davon aus, dass der zuständige Minister Gorbach anwesend ist, und reklamieren dann, dass der Umweltminister nicht hier ist. (Abg. Dr. Lichtenberger: Ja!) Jetzt sind der Staatssekretär und der Minister hier, der Minister steht Rede und Antwort, erklärt die Position Österreichs – ich frage Sie, was Sie wollen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Werner Miedl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Kollegin Lichtenberger, es ist wirklich abenteuerlich (Abg. Mag. Mainoni: Nicht ernst zu nehmen!): Sie schreiben dem Präsidenten einen Brief, worin Sie die Abhaltung einer Aktuellen Stunde verlangen, gehen davon aus, dass der zuständige Minister Gorbach anwesend ist, und reklamieren dann, dass der Umweltminister nicht hier ist. (Abg. Dr. Lichtenberger: Ja!) Jetzt sind der Staatssekretär und der Minister hier, der Minister steht Rede und Antwort, erklärt die Position Österreichs – ich frage Sie, was Sie wollen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn es so wäre, Frau Kollegin, müsste ich fragen: Wie ist die Situation in Deutschland mit einem grünen Umweltminister, mit einem grünen Außenminister? Jeder vor dem Fernsehgerät zu Hause, jeder, meine Damen und Herren, hier im Saal kennt die Verkehrssituation auf Autobahnen in Deutschland und in Österreich – und das ist kein Vergleich, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Wir stehen sehr weit vorn!
Jetzt geht es um sensible Gebiete in Österreich – Tirol, Frau Kollegin Hakl wird dazu sprechen; ja, meine Damen und Herren, wir haben in Österreich sensible Gebiete; es sind die Städte, was die Belastung durch den Verkehr anlangt, auch als sehr sensibel zu betrachten. Da geht es um die Schadstoffe in der Luft, da haben wir eine Feinstaubproblematik – na selbstverständlich haben wir die! –, da gibt es eine Verkehrsunfallentwicklung, die uns europaweit Sorge bereiten müsste. (Abg. Dr. Lichtenberger: Wir stehen sehr weit vorn!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und jetzt sagen wir – das ist die Position der Regierung –: Liebes Europa, wir möchten 25 Prozent Zuschläge zu diesen Gebühren einheben dürfen, um sie zweckgebunden genau für diese Problematik einzusetzen! – Das wollen wir, meine Damen und Herren, und da brauchen wir Lobbyismus. Wir sollten uns in Österreich diesbezüglich einig sein, wir sollten diese Position gemeinsam vertreten, Frau Kollegin Lichtenberger! Tun Sie nicht jeden Augenblick und bei jeder passenden Gelegenheit so, als hätten Sie die Weisheit mit dem Löffel gefressen, Frau Kollegin! Das ist nicht okay! Wir brauchen eine einheitliche Position, die wir innerhalb Europas vertreten – dann sind wir erfolgreicher. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Frau Kollegin! Konkret: Brenner. Ich hätte mir gewünscht, dass Sie bei der Reform der Österreichischen Bundesbahnen mittun. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Erstmals setzen wir uns dafür ein, dass 1,2 Milliarden € jährlich für den Ausbau der Schiene verwendet werden.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich erinnere mich noch daran: Verkehrsminister Einem – hier sitzt er als Abgeordneter –: „Schiene statt Verkehrslawine“. Das war ein Slogan, ein Schlagwort. Was ist dem gefolgt? Nichts! – Wir stellen 1,2 Milliarden € jährlich zur Verfügung, um genau den Ausbau der Schiene zu forcieren, meine Damen und Herren! Das ist ernsthafte Politik im Sinne der Umwelt, die ich bei Ihnen längst vermisse. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Monieren!
Frau Kollegin! Ich habe mir Ihre Presseaussendungen sehr genau angesehen. Sie mokieren unter anderem, dass wir, die ÖVP, und der Herr Bundeskanzler angeblich zu wenig Lobby-Arbeit gemacht hätten. (Abg. Dr. Lichtenberger: Monieren!) – Wir waren unterwegs in Sachen Lobbying.
Abg. Dr. Glawischnig: Bleiben Sie ein bisschen beim Thema! Das ist eine Frechheit! Was soll das? – weitere Zwischenrufe bei den Grünen – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Wenn Sie erkennen, dass die Deutschen nicht unserem Weg folgen – die Deutschen folgen unserem Weg nicht, die wollen etwas anderes –, wieso reden Sie dann nicht mit ihrem Außenminister Fischer, mit ihrem Umweltminister Trittin? Wieso tun Sie das nicht und setzen sich nicht für eine österreichische Lösung ein? Warum erzählen Sie uns hier nicht, was Sie als Antwort bekommen? Und warum sagen Sie nicht dazu, Frau Kollegin Lichtenberger, dass Wahlkampf ist, dass Sie sich mitten im Wahlkampf befinden und die doch eher erfolglose Kollegin Mercedes Echerer beerben wollen (Abg. Dr. Glawischnig: Bleiben Sie ein bisschen beim Thema! Das ist eine Frechheit! Was soll das? – weitere Zwischenrufe bei den Grünen – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), dass das einer der Gründe dafür ist, dass Sie heute hier auftreten und so tun, als gingen Sie allein den Weg eines umweltgerechten Verkehrs in Europa?
Abg. Öllinger: Wir sind auch froh, dass jetzt Schluss ist! Das ist ja peinlich!
Meine Damen und Herren! Ich bin froh, dass der österreichische Weg ein klarer ist. (Abg. Öllinger: Wir sind auch froh, dass jetzt Schluss ist! Das ist ja peinlich!) Ich würde mir wünschen, dass uns die Grünen und die SPÖ dabei unterstützen, denn es geht immerhin um die Gesundheit der Menschen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich bin froh, dass der österreichische Weg ein klarer ist. (Abg. Öllinger: Wir sind auch froh, dass jetzt Schluss ist! Das ist ja peinlich!) Ich würde mir wünschen, dass uns die Grünen und die SPÖ dabei unterstützen, denn es geht immerhin um die Gesundheit der Menschen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ – Abg. Mag. Molterer: Sind Landtagswahlen in Salzburg?
Diese Zahlen stammen aus einer Studie, die der Salzburger Umweltlandesrat Othmar Raus erstellt hat – für alle, die ihn nicht kennen: Das ist jener sozialdemokratische Umweltlandesrat, der es zu Wege gebracht hat, dass die Salzburger Seen wieder Trinkwasserqualität haben (Beifall bei der SPÖ – Abg. Mag. Molterer: Sind Landtagswahlen in Salzburg?), der gemeinsam mit der Wirtschaft erreicht hat – er ist in der Lage, mit der Wirtschaft zu sprechen –, Hallein Papier so weit zu beeinflussen, dass die Salzach wieder grün ist, der es geschafft hat, die Spanplattenfabrik Kaindl mit gemeinsamer Arbeit dazu zu bewegen, Filteranlagen einzubauen, sodass es erträglich ist, im Umfeld zu wohnen; angenehm ist es natürlich keineswegs.
Beifall bei der SPÖ.
SPÖ.) Die ÖVP hat ein Zweigestirn anzubieten: Wähle mich heute, kriegst du morgen einen anderen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich kann Ihnen auch sagen, warum wir nicht dazu in der Lage sind: weil diese Regierung andere Sorgen hat. Diese Regierung hat in erster Linie dafür zu sorgen, einem Finanzminister die Mauer zu machen, der eine eigenwillige Vorstellung hinsichtlich der Versteuerung der eigenen Einnahmen hat. Natürlich hat man da keine Zeit, für Österreich nachzudenken. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Die Zustimmung ist nicht sehr groß!
Es ist ja nicht so, dass die Regierung total untätig gewesen wäre – es gab immerhin vier Minister im Transitbereich. Der erste, das wissen wir, hatte leere Batterien, war ehrlich und ist gegangen. Die zweite, Ministerin Forstinger, hat zeit ihres Amtes Lobbyisten in Unternehmungen gehievt, die ihr jetzt mit Notgroschen zur Seite stehen. Der dritte, Minister Reichhold – jeder weiß, seine harte Verhandlungstaktik in Brüssel hat dazu geführt, dass wir nicht einmal das bekommen haben, was möglich gewesen wäre. Was war der Erfolg? Weinerliches Jammern, um es doch im Nachhinein bewerkstelligen zu können. – Geblieben ist die Blamage, die Blamage vor Europa. (Abg. Scheibner: Die Zustimmung ist nicht sehr groß!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Ich glaube, dass gute Umwelt- und Verkehrspolitik nur von einer Regierung gemacht werden können, die sich ihrer Verantwortung bewusst und auch bereit ist, diese im Interesse der Bevölkerung zu tragen. Das wären die Sozialdemokraten auf jeden Fall – diese Koalition jedoch nicht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Öllinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Mainoni –: Bitte ein paar lobende Worte zum Schnell! – Abg. Mag. Mainoni: Ja, genau, Herr Öllinger, zu Ihnen komme ich auch noch!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Mainoni. Redezeit: 5 Minuten. – Bitte, Herr Kollege. (Abg. Öllinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Mainoni –: Bitte ein paar lobende Worte zum Schnell! – Abg. Mag. Mainoni: Ja, genau, Herr Öllinger, zu Ihnen komme ich auch noch!)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Abgeordneter Mag. Eduard Mainoni (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Grünen starten heute diesen Plenartag mit einem für sie wahrlich exotischen Thema. Das Thema Umwelt ist ja wirklich ein reines Orchideenthema für die Grünen. Sie haben sich doch längst abgemeldet vom Thema Umwelt. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Wo sind denn Ihre Exponenten, die früher für Umwelt, für Umweltschutz gestanden sind, eine Freda Meissner-Blau, ein Herbert Fux? – Die haben Sie längst aus Ihrer Partei eliminiert! Das ist die Realität. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Eduard Mainoni (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Grünen starten heute diesen Plenartag mit einem für sie wahrlich exotischen Thema. Das Thema Umwelt ist ja wirklich ein reines Orchideenthema für die Grünen. Sie haben sich doch längst abgemeldet vom Thema Umwelt. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Wo sind denn Ihre Exponenten, die früher für Umwelt, für Umweltschutz gestanden sind, eine Freda Meissner-Blau, ein Herbert Fux? – Die haben Sie längst aus Ihrer Partei eliminiert! Das ist die Realität. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig: Was ist die Kernkompetenz?
kompetenz der Grünen – das ist demoskopisch erhoben (Abg. Dr. Glawischnig: Was ist die Kernkompetenz?) – liegt in der Unterstützung von Scheinasylanten. Das ist Ihre Arbeit, Ihre Tätigkeit, da profilieren Sie sich!
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Frau Glawischnig, da habe ich gleich etwas Aktuelles für Sie. Sie kandidieren doch in Kärnten, habe ich gehört. In der heutigen Zeitung ist zu lesen – da gibt es für Sie wieder etwas zu tun –, dass ein Tschetschenen-Clan, 19 Mann hoch, so genannte Asylwerber, randaliert hat – in Kärnten geschehen. Wissen Sie, was der Grund dafür war? – Weil sie in einem Quartier untergebracht werden sollten, wo es keinen Fernseher und keine Satellitenanlage gibt. Da gibt es für Sie wieder etwas zu tun. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Ich höre schon Ihre Forderung: Für jeden Asylwerber einen Fernseher! – Das sind Ihre Kompetenzen, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Grünen. Das ist die Wirklichkeit!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber nun zum Thema der Aktuellen Stunde, das ein wirklich wichtiges Thema für Österreich ist: die Transitfrage. Da haben uns die Herrschaften in Brüssel – darüber müssen wir uns schon im Klaren sein – kläglich im Stich gelassen. Was diesbezüglich in Brüssel gegen Österreich beschlossen wurde, ist zynisch, ist überheblich, ist vor allem aber für die österreichische Bevölkerung gesundheitsschädigend. Das ist die Realität! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir Freiheitlichen und unser Koalitionspartner sagen: Das kommt überhaupt nicht in Frage. Das, was uns von Brüssel hier diktiert, vorgegeben wird, das umweltschädigend, bürokratisch und teuer ist, das werden wir sicher so nicht vollziehen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Sehr gut! Ja! Schnell – FPÖ!
Weil ich ein Abgeordneter aus Salzburg bin, bringe ich ein Beispiel aus Salzburg: die Umweltschutzmaßnahmen entlang der Tauern Autobahn. Wir sind in Verhandlung, dass – eine langjährige Forderung von uns Freiheitlichen in Salzburg (Abg. Öllinger: Sehr gut! Ja! Schnell – FPÖ!) – entsprechende Schutzmaßnahmen für Zederhaus, aber natürlich auch für Flachau und die ganze Strecke dort gesetzt werden. Wir sind sehr froh, dass wir einen freiheitlichen Verkehrsminister haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Weil ich ein Abgeordneter aus Salzburg bin, bringe ich ein Beispiel aus Salzburg: die Umweltschutzmaßnahmen entlang der Tauern Autobahn. Wir sind in Verhandlung, dass – eine langjährige Forderung von uns Freiheitlichen in Salzburg (Abg. Öllinger: Sehr gut! Ja! Schnell – FPÖ!) – entsprechende Schutzmaßnahmen für Zederhaus, aber natürlich auch für Flachau und die ganze Strecke dort gesetzt werden. Wir sind sehr froh, dass wir einen freiheitlichen Verkehrsminister haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, vor allem von den Grünen: Sie haben sich vom Thema Umweltschutz längst verabschiedet – wir betreiben den Umweltschutz. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Es waren ja Vorrednerinnen auch, oder?
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Herren Vorredner! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Es waren ja Vorrednerinnen auch, oder?) Die meine ich jetzt nicht! Ich wende mich jetzt ausschließlich an die Redner, an die Männer, die jetzt geredet haben.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen ehrlich, wenn ich mir vorstelle, ich sitze jetzt zu Hause vor dem Fernseher und schaue mir diese Debatte an, dieses gegenseitige Herumhacken, dann frage ich mich wirklich, was das bringen soll. Was soll dieser Stil bringen, dass Sie auf uns herumhacken, auf Mercedes Echerer herumhacken? Was soll das? – Ich finde das eigentlich nur peinlich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was haben die Indianer mit dem Wirtschaftswachstum zu tun?
Irgendwann einmal werden Sie draufkommen – und das ist ein altes Indianersprichwort –, dass man Wirtschaftswachstum nicht essen kann! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was haben die Indianer mit dem Wirtschaftswachstum zu tun?) Und das sind die Lebensgrundlagen, um die es hier geht! Vielleicht können wir über das einmal ganz ernsthaft diskutieren, ohne dieses blöde Hickhack. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Irgendwann einmal werden Sie draufkommen – und das ist ein altes Indianersprichwort –, dass man Wirtschaftswachstum nicht essen kann! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was haben die Indianer mit dem Wirtschaftswachstum zu tun?) Und das sind die Lebensgrundlagen, um die es hier geht! Vielleicht können wir über das einmal ganz ernsthaft diskutieren, ohne dieses blöde Hickhack. (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Problem. (Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) – Sie brauchen jetzt gar nicht so zu lachen, Sie können gleich etwas dazu sagen. Es betrifft nämlich Ihren Landeshauptmann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Problem. (Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) – Sie brauchen jetzt gar nicht so zu lachen, Sie können gleich etwas dazu sagen. Es betrifft nämlich Ihren Landeshauptmann. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ein kompletter Blödsinn, was Sie da sagen!
Im Moment sind im Bereich Ökostrom Arbeitsplätze gefährdet. Ein Investitionsvolumen von über 500 Millionen € ist im Moment nicht gesichert, sondern alles hängt in der Luft. Das ist wegen einer einzigen Person so, die sich erdreistet hat, den Ausbau von Ökostrom, der für Klimaschutz wichtig ist, der in Österreich über 8 000 Arbeitsplätze sichert, einfach zu blockieren, und zwar mit einem ganz ausgesucht dummen Argument, indem gesagt wird: 2 € zusätzliche Belastung für einen Haushalt über ein Jahr gerechnet sind zu viel! Ich als Strompreisheld – ich spreche jetzt von Landeshauptmann Jörg Haider – werde das verhindern und blockiere auf der anderen Seite den gesamten Ökostromausbau Österreichs durch ein Nein bei einer Verordnung! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ein kompletter Blödsinn, was Sie da sagen!)
Beifall bei den Grünen.
Ich finde das wirklich unglaublich, dass man mit so einer billigen Propaganda ein ganz wichtiges Projekt, nämlich diesen Anlagenausbau in Österreich, verhindert. Hunderte Investoren haben bereits in diese Richtung geplant, ihre Anlagen darauf vorbereitet. Das sind Bauern in Oberösterreich mit ihren Biogasanlagen, das sind Windkraftanlagenbetreiber im Burgenland, das sind Anlagenbetreiber in Salzburg, in Vorarlberg, das sind Photovoltaikfirmen, die da dranhängen. Alle diese werden jetzt mit einem einzigen Nein an ihrer Zukunft im nächsten Jahr gehindert. Ich finde das unglaublich! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Verkehrsminister, was ich Ihnen noch mitgeben wollte: Sie müssen sich schon den Vorwurf gefallen lassen, dass wir mit Schönreden, das heißt, alles immer blendend darzustellen, diese Probleme nicht lösen werden. In zehn Jahren werden wir in Österreich wieder vor diesen ungelösten Problemen stehen, und wir werden sagen: Wir haben davor gewarnt, wir haben eingefordert, wir haben gebeten, dass ihr darüber nachdenkt, aber ihr habt es nicht getan und tut es nicht! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Karin Hakl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Es macht mich schon betroffen zu sehen, dass bei einem solchen Thema sowohl die Grünen als auch die SPÖ Parteipolitik machen, in einer Frage, wo es um die Menschen geht, um die Zukunft unserer Kinder. Und wenn dann auch noch Kollegin Glawischnig wegen des Kärntner Wahlkampfes gar nicht zum Thema spricht, das heute „Transit“lautet, wofür ich sehr dankbar bin, dann verblüfft mich das. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir haben in Österreich eine große Herausforderung, die eng mit dem Klimaschutz zusammenhängt, und das ist die Lösung unserer Transitfrage. Da geht es im Speziellen allerdings nicht um Ökostrom. Diese Frage, die die Menschen, die die Mütter, die die Kinder in diesem Land – als Tirolerin kann ich das sagen – unmittelbar betrifft, bedarf ganz dringend einer Lösung, und wir müssen uns langsam bewusst werden, dass wir in diesem Hohen Haus die verdammte Pflicht haben, uns endlich zu einigen und auch geschlossen im Europäischen Parlament aufzutreten und unsere Positionen gemeinsam zu vertreten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wie kann es denn weitergehen? – Eine neue Wegekostenrichtlinie ist in Ausarbeitung, und ich glaube, dass wir die Verlagerung von der Straße auf die Schiene letztlich nur über das Geld werden schaffen können. Die Kostenwahrheit im Verkehr steht im Zentrum dieser Problematik, und wir sind in Österreich diesbezüglich Vorreiter. In Österreich – nicht in Deutschland unter grünen Verkehrs- und Umweltministern! – ist die LKW-Maut ohne irgendwelche Probleme rasch umgesetzt worden. Ein erster Schritt für die Kostenwahrheit im Verkehr! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
schen Union, und da darf es uns nie wieder passieren, dass irgendeine Partei aus Österreich wie beispielsweise die Grünen mit der eigenen europäischen Fraktion stimmt. Hier müssen wir zusammenarbeiten, mit einer einheitlichen österreichischen Position im Europäischen Parlament auftreten. Darum bitte ich! Und ich hoffe, dass wir hier mit dem Herrn Bundesminister, mit unserem Bundeskanzler und unserer Außenministerin, die sich in der Vergangenheit auch in dieser Frage eingesetzt hat wie keine Außenministerin vor ihr, auch Erfolge verzeichnen können. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
eine attraktive Betreiberfirma, nämlich ÖBB, zu haben, die so attraktiv ist, dass diese ausgebaute Schiene auch verwendet wird, das ist ein ganz, ganz großes Ziel der Verkehrspolitik in Österreich. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir werden mit Augenmaß versuchen, den guten Mittelweg zwischen Bedürfnis der Wirtschaft einerseits, Mobilitätsbedürfnis andererseits und Bedürfnis der Umwelt und der in ihr lebenden Menschen, aber auch Tiere und Pflanzen zu finden. Dieser Mittelweg ist entscheidend. Ich darf am Schluss noch Goethe zitieren, der gemeint hat: „Der Ausgang gibt den Taten ihre Titel.“ – Der Titel wird dann heißen: Integrierte nachhaltige und ökologisch verträgliche Verkehrspolitik im Sinne aller Betroffenen. Das war die Arbeit der Verkehrspolitik dieser schwarz-blauen Regierung. Sie können uns dann daran messen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Mag. Ulrike Sima (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Bundesminister, wenn wir Sie wirklich an Ihren Taten beziehungsweise den Taten der schwarz-blauen Regierung messen sollen, dann schaut das Ergebnis nicht besonders gut aus für Sie, das muss ich Ihnen schon sagen, denn in den letzten vier Jahren ist im Verkehrsbereich leider überhaupt nichts weitergegangen. Ganz im Gegenteil: In Brüssel haben wir eine Schlappe nach der anderen erlitten, beziehungsweise haben Sie eine Schlappe nach der anderen erlitten. Von Erfolgen kann ich da weit und breit nichts sehen, und das ist wirklich bitter. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: An den Haaren herbeigezogen ist das!
wahrscheinlich den Konkurs anmelden müssen, die in den Ruin getrieben werden, und das halte ich für absolut fahrlässig. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: An den Haaren herbeigezogen ist das!) – Das ist leider nicht an den Haaren herbeigezogen, leider nicht!
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Hier geht es um Arbeitsplätze, hier geht es um viele Investitionen. Ich kann das nicht ganz verstehen, warum der Landeshauptmann von Kärnten Jörg Haider sagt, er will diese Ökostromverträge nicht mehr verlängern, er will diese Verordnung verhindern. Er sagt, eine angebliche Belastungswelle rolle auf die Stromkunden zu. – Das ist bitte lächerlich, es geht um 2 € pro Haushalt im Jahr! Und ich frage die FPÖ und speziell die Kärntner FPÖ-Abgeordneten: Wo waren Sie denn, als die wirkliche Belastungswelle der schwarz-blauen Bundesregierung über die Menschen hinweggerollt ist? – Da waren Sie auf Tauchstation! Da waren Sie nicht vorhanden! Das haben Sie nicht verhindert! Aber was Sie jetzt verhindern, ist die Schaffung von innovativen, zukunftsträchtigen Arbeitsplätzen in diesem Land, und das halte ich für wirklich fahrlässig. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Mainoni. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie sind selber eine gebürtige Kärntnerin!
Abschließend möchte ich, weil mir das auch ein Anliegen ist, noch ein Wort zum letzten EU-Fortschrittsbericht zum Bereich Klimaschutz sagen. Das Zeugnis für Österreich ist da ja absolut vernichtend ausgefallen. Die EU hat gesagt, das sei eine schwache Leistung. Die Emissionen in diesem Bereich steigen und steigen – nicht zuletzt auch wegen solcher Aktionen. Wer nämlich weniger Ökostrom ins Land lässt, der bewirkt damit automatisch mehr Atomstrom. Also Jörg Haider hat sich da in Kärnten zu einem wahren Atomlobbyisten gemacht! (Ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Mainoni. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie sind selber eine gebürtige Kärntnerin!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Dann reden Sie bitte nicht so einen Blödsinn!
Herr Kollege Scheuch, ja, ich bin eine gebürtige Kärntnerin (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Dann reden Sie bitte nicht so einen Blödsinn!), und deswegen ärgert es mich, ehrlich gesagt, doppelt, dass der Kärntner Landeshauptmann mit dieser politischen Aktion den Ausbau von Ökostrom verhindern kann. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der Herr Stadtrat Rieder von Wien hat es auch nicht unterschrieben – seines Zeichens SPÖ!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der Herr Stadtrat Rieder von Wien hat es auch nicht unterschrieben – seines Zeichens SPÖ!
Herr Kollege Scheuch, ja, ich bin eine gebürtige Kärntnerin (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Dann reden Sie bitte nicht so einen Blödsinn!), und deswegen ärgert es mich, ehrlich gesagt, doppelt, dass der Kärntner Landeshauptmann mit dieser politischen Aktion den Ausbau von Ökostrom verhindern kann. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der Herr Stadtrat Rieder von Wien hat es auch nicht unterschrieben – seines Zeichens SPÖ!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das weiß ich ganz genau!
Sie wissen ganz genau (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das weiß ich ganz genau!), es geht einfach darum: Wer Ökostrom nicht ausbaut, ermöglicht automatisch, dass mehr Atomstrom ins Land kommt. Das ist ärgerlich, und das halte ich auch nicht für eine besonders zukunftsweisende Strategie. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So ein Unsinn!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So ein Unsinn!
Sie wissen ganz genau (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das weiß ich ganz genau!), es geht einfach darum: Wer Ökostrom nicht ausbaut, ermöglicht automatisch, dass mehr Atomstrom ins Land kommt. Das ist ärgerlich, und das halte ich auch nicht für eine besonders zukunftsweisende Strategie. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So ein Unsinn!)
Abg. Mag. Mainoni: Es ist ja schön, dass er so präsent ist! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der Dr. Haider ist allgegenwärtig, habe ich das Gefühl!
An den Kärntner Landeshauptmann kann ich nur von diesem Pult aus den Appell richten (Abg. Mag. Mainoni: Es ist ja schön, dass er so präsent ist! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der Dr. Haider ist allgegenwärtig, habe ich das Gefühl!): Hören Sie auf mit dieser Blockadepolitik in Bezug auf die wichtigen Ökostrom-Investitionen! Jagen Sie da nicht mutige Investoren in den Ruin! Hören Sie endlich auf, wegen billiger Wahlkampfpropaganda diese wichtigen Projekte zu verhindern! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
An den Kärntner Landeshauptmann kann ich nur von diesem Pult aus den Appell richten (Abg. Mag. Mainoni: Es ist ja schön, dass er so präsent ist! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der Dr. Haider ist allgegenwärtig, habe ich das Gefühl!): Hören Sie auf mit dieser Blockadepolitik in Bezug auf die wichtigen Ökostrom-Investitionen! Jagen Sie da nicht mutige Investoren in den Ruin! Hören Sie endlich auf, wegen billiger Wahlkampfpropaganda diese wichtigen Projekte zu verhindern! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Gerade der Kärntner Landeshauptmann – das sei hier angemerkt, weil Sie hier gerade Wahlkampf betrieben haben – hat eine Initiative gestartet, die sehr erfolgreich ist. Jeder kleine Häuselbauer ist froh über die Solaranlage auf seinem Dach! Ich glaube, das sollte man einmal hier ansprechen: dass er wirklich einer ist, der die Umwelt nicht nur im Kopf hat, sondern die im Zusammenhang damit erforderlichen Maßnahmen auch umsetzt! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Frau Abgeordnete Lichtenberger, ich hoffe, dass Sie, wenn Sie zur Abgeordneten des Europäischen Parlaments gewählt werden, sich dann auch für uns einsetzen. Wir werden Sie daran messen, wir werden ganz genau schauen, was Sie dort machen und was Sie in Brüssel für die Tiroler und Tirolerinnen, für ganz Österreich erreichen. Bisher nämlich – und ich spreche da auch Frau Glawischnig an – haben Sie nur geschimpft, Sie haben nie etwas Gutes am Verkehrsminister gelassen. – Er ist derjenige, der die Verantwortung trägt und der diese Verantwortung positiv umgesetzt hat! Wir werden schauen, welche Verantwortung Sie in Brüssel tragen werden und was Sie dort umsetzen werden! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn ich mir die Daten vor Augen halte und überlege, welche Maßnahmen diese Regierung allein im Infrastrukturbereich – man denke an die Schienenoffensive – setzt, dann muss ich sagen: Die Österreicher werden sich bei uns bedanken – und nicht bei den Sozialdemokraten für die von ihnen in der Vergangenheit betriebene Politik! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und nicht immer nur alles schlecht machen und nicht immer nur auf Österreich schauen! Wir sind ja ein Land, in dem der Tourismus gepflegt wird und wo wir daraus eine Wertschöpfung erzielen, und ich weiß nicht, was ein Deutscher oder ein Italiener denkt, wenn immer gesagt wird, bei uns in Österreich sei alles schlecht und die Gesundheit werde gefährdet. Ob er da noch zu uns auf Urlaub fahren wird? – Auch da ist also eine entsprechende Haltung Ihrerseits gefragt, nämlich dahin gehend, dass nicht immer alles nur negativ beurteilt wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Prinz.
Die Rahmenbedingungen für den Schutz unserer Menschen hat der Bund geschaffen. Jetzt sind die Länder gefragt, auch dort helfend zu wirken. Verkehrsminister Hubert Gorbach hat seine Hausaufgaben gemacht. Nun liegt es wirklich in der Verantwortung aller, das umzusetzen. Ich glaube, da sind wir auf dem besten Weg. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Prinz.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP für den das Rednerpult verlassenden Abg. Wittauer.
(Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP für den das Rednerpult verlassenden Abg. Wittauer.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Geschätzte Mitglieder des Hohen Hauses! Herr Kollege Wittauer, mit Sprüchen aus dem Poesiealbum werden wir leider die Zukunft nicht meistern können – aber Sie werden vermutlich ohnedies nicht dabei sein. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wattaul: Die Sozialdemokratie hat versagt!
Nehmen wir das Beispiel der Tauern Autobahn, die Vorgangsweise im Zusammenhang mit der Errichtung der zweiten Röhren von Katschberg- und Tauern-Tunnel (Abg. Wattaul: Die Sozialdemokratie hat versagt!): Schon vor zehn Jahren sollten sie gebaut werden, aber die Anrainer haben massive Verkehrsbelastungen befürchtet und haben sich dagegen zur Wehr gesetzt. Sie haben dann einen Arbeitskreis in Zederhaus gegründet, damit sie auch in die Verhandlungen mit der ÖSAG eingebunden werden. Es stimmt nämlich nicht, dass die ÖSAG von sich aus den Kontakt zur Bevölkerung gesucht hat.
Abg. Wattaul: Sagen Sie das eh dem Herrn Einem, denn der war da verantwortlich!
Später ist es dann sogar zur Gründung eines Transitforums von ÖVP-Bürgermeistern der Anrainergemeinden gekommen, weil auch diese gemerkt haben, dass sie offensichtlich nicht vertreten werden. (Abg. Wattaul: Sagen Sie das eh dem Herrn Einem, denn der war da verantwortlich!)
Beifall bei den Grünen.
Die ÖVP hat gemeinsam mit den anderen Fraktionen in Salzburg eine verbindliche UVP-Prüfung gefordert, und die ÖSAG hat sich interessanterweise auch schon darauf vorbereitet, da sie selbst nach ihren Prognosen nach der vollzogenen EU-Erweiterung davon ausgegangen ist, dass sich die Verkehrsbelastung von 15 000 auf 40 000 Fahrzeuge, PKW pro 24 Stunden erhöhen wird, bei Urlauber-Wochenendverkehr sogar von 40 000 auf 80 000 Fahrzeuge. Das ist das, was die Menschen im Zederhaustal zu erwarten haben, und deswegen sind sie auch so zornig. Das kann man verstehen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frostkoffer ... sieben Zentimeter groß!
Herr Minister Gorbach – Sie sind zwar nicht mehr da, aber vielleicht lesen Sie dann im Protokoll nach –, Sie streuen den Leuten Sand in die Augen – oder soll ich lieber sagen: Frostkoffer? –, wenn Sie behaupten, dass das Jahr des Schienenausbaues gekommen ist! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frostkoffer ... sieben Zentimeter groß!) – Ja, eben, das ist ganz schlimm für die Augen, Herr Kollege Scheuch. Das glaube ich auch!
ironische Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch
erkoren. Das Jahr 2004 soll das Jahr des Straßenbaues werden, also: weniger Mittel für Schienenausbau (ironische Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch), mehr Mittel für Straßenbau! (Abg. Miedl: Das stimmt ganz einfach nicht, Frau Kollegin! Mehr als je zuvor ...!) Wie werden Sie das den leidgeprüften Anrainern im Zederhaustal erklären, Herr Kollege Miedl? Wie werden Sie das denen erklären? (Abg. Miedl: Das ist doch falsch! – 1,2 Milliarden jährlich für ...!)
Abg. Miedl: Das stimmt ganz einfach nicht, Frau Kollegin! Mehr als je zuvor ...!
erkoren. Das Jahr 2004 soll das Jahr des Straßenbaues werden, also: weniger Mittel für Schienenausbau (ironische Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch), mehr Mittel für Straßenbau! (Abg. Miedl: Das stimmt ganz einfach nicht, Frau Kollegin! Mehr als je zuvor ...!) Wie werden Sie das den leidgeprüften Anrainern im Zederhaustal erklären, Herr Kollege Miedl? Wie werden Sie das denen erklären? (Abg. Miedl: Das ist doch falsch! – 1,2 Milliarden jährlich für ...!)
Abg. Miedl: Das ist doch falsch! – 1,2 Milliarden jährlich für ...!
erkoren. Das Jahr 2004 soll das Jahr des Straßenbaues werden, also: weniger Mittel für Schienenausbau (ironische Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch), mehr Mittel für Straßenbau! (Abg. Miedl: Das stimmt ganz einfach nicht, Frau Kollegin! Mehr als je zuvor ...!) Wie werden Sie das den leidgeprüften Anrainern im Zederhaustal erklären, Herr Kollege Miedl? Wie werden Sie das denen erklären? (Abg. Miedl: Das ist doch falsch! – 1,2 Milliarden jährlich für ...!)
Abg. Miedl: Wer hat da Interesse daran? Das stimmt doch nicht!
Nach Berechnungen ist zu befürchten, dass sich der Neubau der zweiten Tunnelröhren auch wirtschaftlich nicht rechnet. Da gibt es Berechnungen, die die Wirtschaftspartei ÖVP aber nicht berücksichtigt – sie weiß es offensichtlich besser –, wonach die Mehrkosten für die zweiten Tunnelröhren erst in 100 Jahren getilgt werden, es sei denn, man will mehr LKWs in die Täler bringen und damit höhere Erlöse einfahren. (Abg. Miedl: Wer hat da Interesse daran? Das stimmt doch nicht!)
Abg. Wattaul: „Silberlinge“?
Es ist ein unwürdiges Schauspiel, meine Damen und Herren, das wir hier erleben. Der Ausbau der Tauern Autobahn mit neuen Tunnels sei, so die Meinung des Ministers Gorbach, nach dem neuen UVP-Gesetz nicht UVP-pflichtig. Der ÖVP-Landeshauptmann will sich seine Beschwerde gegen diese Rechtsansicht allerdings gegen eine Handvoll Silberlinge abkaufen lassen. (Abg. Wattaul: „Silberlinge“?) – Ja, was ist jetzt? Ist das jetzt UVP-pflichtig oder nicht? Millionen gegen geltende Gesetze? Unverbindliche Zusagen gegen verbrieftes Recht?
Abg. Wattaul: Geh, hör auf!
Österreich verfügt bereits jetzt über das zweitdichteste Autobahnnetz in der EU. (Abg. Wattaul: Geh, hör auf!) Gleichzeitig geht der Schienenausbau zurück. – Das wird für Sie ganz neu sein, Herr Wattaul, aber es ist so! (Abg. Wattaul: Nur weil man ein paar Lastwagen gesehen hat, hat man noch keine Ahnung von der Verkehrspolitik!) – Bereits ausverhandelte Trassenführungen der Bahn, für die es einen begleitenden Mediationsprozess gegeben hat, wie im Gasteinertal, sind mit Ihrem FPÖ-Minister in der Versenkung verschwunden, und so ist das jetzt schon öfter gegangen. Die Leute haben einfach das Vertrauen in die Zusagen von Landeshauptleuten und Ministern verloren.
Abg. Wattaul: Nur weil man ein paar Lastwagen gesehen hat, hat man noch keine Ahnung von der Verkehrspolitik!
Österreich verfügt bereits jetzt über das zweitdichteste Autobahnnetz in der EU. (Abg. Wattaul: Geh, hör auf!) Gleichzeitig geht der Schienenausbau zurück. – Das wird für Sie ganz neu sein, Herr Wattaul, aber es ist so! (Abg. Wattaul: Nur weil man ein paar Lastwagen gesehen hat, hat man noch keine Ahnung von der Verkehrspolitik!) – Bereits ausverhandelte Trassenführungen der Bahn, für die es einen begleitenden Mediationsprozess gegeben hat, wie im Gasteinertal, sind mit Ihrem FPÖ-Minister in der Versenkung verschwunden, und so ist das jetzt schon öfter gegangen. Die Leute haben einfach das Vertrauen in die Zusagen von Landeshauptleuten und Ministern verloren.
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Der Bürgermeister von St. Michael weiß zum Beispiel nichts von ausverhandelten Lärmschutzmaßnahmen, ist in den „Salzburger Nachrichten“ zu lesen. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Wir fahren in eine Sackgasse (ironische Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Wattaul), und die derzeitige Regierung gibt ordentlich Gas. Sie bewegt sich dabei außerhalb bestehender Vorschriften.
ironische Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Wattaul
Der Bürgermeister von St. Michael weiß zum Beispiel nichts von ausverhandelten Lärmschutzmaßnahmen, ist in den „Salzburger Nachrichten“ zu lesen. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Wir fahren in eine Sackgasse (ironische Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Wattaul), und die derzeitige Regierung gibt ordentlich Gas. Sie bewegt sich dabei außerhalb bestehender Vorschriften.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wattaul: Ich glaube, ihr tut zu viel ...!
Also wandeln Sie einmal in den Mokassins eines Asylwerbers! – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wattaul: Ich glaube, ihr tut zu viel ...!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Als wir im Jahr 2000 die Regierungsverantwortung übernommen haben, haben wir den Österreicherinnen und Österreichern versprochen, das Budget zu sanieren und in Österreich die Reformen durchzuführen, die notwendig sind, um Österreich zukunftssicher zu machen. Und wir haben im Regierungsprogramm 2003 versprochen, dass wir die Steuer- und Abgabenlast senken und die Steuerzahler entlasten werden. – Beides haben wir versprochen und beides haben wir gehalten. Unsere Politik hat uns sprichwörtlich nach vorne gebracht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir liegen heute, im Jahr 2004, bereits ein Prozent unter der Abgabenbelastung des Jahres 1999, und wir werden mit der Steuerreform 2005, mit der zweiten Etappe, zwei Prozent unter der Belastung des Jahres 1999 liegen, also jener Zeit, in der ein sozialdemokratischer Bundeskanzler und ein sozialdemokratischer Finanzminister das Sagen hatten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Lagen wir im Jahr 2000 beim Budgetdefizit auf Platz 14 von 15 EU-Mitgliedsländern – vor Portugal waren wir das zweitschlechteste Land –, so haben wir heute mehr als die Hälfte der EU-Mitglieder überholt, acht Plätze gutgemacht und liegen heute auf Platz 6. – Wir haben in kurzer Zeit viel erreicht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abgeordnete der Grünen halten eine Tafel in die Höhe, auf der untereinander die Wörter „Korruption“, „Hinterziehung“ und „Geschenkannahme“ – mit einem gemeinsamen Fragezeichen versehen – zu lesen sind.
Ich möchte daher heute an dieser Stelle – weil es sich gehört und weil es auch wirklich sein Erfolg ist – Karl-Heinz Grasser und seinem Staatssekretär Alfred Finz ein herzliches Dankeschön für diese großartige Leistung, Budgetdefizit und Abgabenlast zu senken, aussprechen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abgeordnete der Grünen halten eine Tafel in die Höhe, auf der untereinander die Wörter „Korruption“, „Hinterziehung“ und „Geschenkannahme“ – mit einem gemeinsamen Fragezeichen versehen – zu lesen sind.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Lieber Abgeordneter Pilz, hören Sie sich ruhig die Erfolgsbilanz von Karl-Heinz Grasser an; sie ist besser als Ihr Transparent, das Sie hier hoch gehalten haben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ende 2000 haben die Wirtschaftsforscher die Prognosen für die kommenden Jahre deutlich nach unten revidiert, und wir haben sofort reagiert. Nach dem 11. September 2001 kam das erste Wachstumspaket. Zu einem Zeitpunkt, als in jenem Quartal das Wirtschaftswachstum zum ersten Mal auf null gesunken ist, kam das erste Wachstumspaket dieser Bundesregierung. Immerhin beachtlich war folgender Umstand: In den nächsten zwei Quartalen ist das Wachstum auf 0,7 und 0,9 Prozent angestiegen. Die Prognose der Notenbank für 2002 war 0,9 Prozent, tatsächlich haben wir durch das erste Wachstumspaket ein halbes Prozent mehr Wirtschaftswachstum erreicht. Ich glaube, das war eine ganz beeindruckende Leistung in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir sind mit den jetzt vorliegenden Ergebnissen in einer guten Situation. Österreich hat ein doppelt so hohes Wachstum wie alle anderen Länder in der Europäischen Union zusammen. Die österreichische Arbeitslosenrate ist halb so hoch wie jene der EU, und unser Budgetdefizit beträgt in etwa ein Drittel des Europadurchschnittes. Ich glaube, mit dieser Bilanz kann sich Österreich weltweit sehen lassen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das, was mir wichtig ist, ist Folgendes: Wir haben gezeigt, dass man gute Wirtschaftspolitik auch mit einer guten Sozialpolitik kombinieren kann. Denken Sie nur an die spektakulären Beschlüsse rund um die neue Mitarbeitervorsorge, wobei die alte ungerechte Abfertigung so umgebaut wurde, dass nun alle Arbeitnehmer davon profitieren! Heute können wir den Erfolg sehen: 850 000 Arbeitnehmer sind in diesem neuen System. Ich sage auch ganz offen und ausdrücklich meinen Dank an die Sozialpartner, dass sie bei diesem wichtigen Schritt mit uns mitgegangen sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Nehmen Sie die Fakten, ein weltweiter Vergleich: Seit dem Jahr 2000, als ich die Regierungsverantwortung übernommen habe, ist der österreichische Börsenindex, der ATX, um 62 Prozent gestiegen. Vier Jahre: 62 Prozent plus! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Mainoni: Rot-Grün!
Zum Vergleich: Der deutsche Aktienindex ist im gleichen Zeitraum um 45 Prozent gesunken (Abg. Mag. Mainoni: Rot-Grün!), der Dow Jones hat sich seit dem Jahr 2000 nur um 2,4 Prozent erholt.
Abg. Heinzl: Die Arbeitslosen sind ...!
Meine Damen und Herren! Diese Fakten machen uns sicher! (Abg. Heinzl: Die Arbeitslosen sind ...!) Die Politik der Budgetsanierung, die finanzielle Stabilität, die Absicherung der Finanzen für unser Sozial- und Gesundheitssystem, die Pensionssicherung, die Arbeitslosenversicherung, die Stärkung der privaten Vorsorge und die Wachstumspolitik mit unseren Konjunkturprogrammen haben den Spielraum dafür geschaffen, dass wir Ihnen heute eine Steuersenkung vorstellen können, für die Vizekanzler Gorbach, Finanzminister Grasser und ich verantwortlich sind – eine Steuerreform, die finanzierbar und nachhaltig ist.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist dies die größte Entlastung für die Steuerzahler in der Geschichte der Zweiten Republik, und sie wird nicht durch Belastungen auf der anderen Seite gegenfinanziert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Trunk: 800 € sind existenzsichernd?!
Erstes Beispiel: Eine allein erziehende Mutter mit zwei Kindern verdient brutto 800 € im Monat. Sie hat bisher schon keine Lohnsteuer bezahlt und 474 € Negativsteuer als Zuschuss erhalten. Mit unserer Reform wird diese Alleinerzieherin durch den Kinderzuschlag konkret 779 € zusätzlich ausbezahlt bekommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Trunk: 800 € sind existenzsichernd?!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zweites Beispiel: Ein Pensionist mit einer durchschnittlichen Alterspension von etwa 900 € im Monat bezahlt jetzt 40 € Einkommensteuer im Jahr, in Zukunft beträgt die Ersparnis 481,76 €. Das ist im Jahr ganz konkret ein Vorteil für diesen Pensionisten mit einer durchschnittlichen Pension. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Drittes Beispiel – weil immer behauptet wird, die kleinen, die mittelständischen Unternehmer profitierten nicht –, ich nehme ganz bewusst ein mittelständisches Beispiel: Ein typischer kleiner Unternehmer hat seinen Betrieb in Form einer Kapitalgesellschaft, einer GesmbH, organisiert, zum Beispiel ein Elektrohändler mit sieben Arbeitnehmern und einem Lehrling. Er hat einen Gewinn von rund 20 000 € im Jahr. Er wird im Jahr 2005 (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) – Herr Steuerberater – eine KöSt-Senkung von 1 800 € erfahren. Das ist eine wirkliche Hilfe für diesen Mittelständler. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Drittes Beispiel – weil immer behauptet wird, die kleinen, die mittelständischen Unternehmer profitierten nicht –, ich nehme ganz bewusst ein mittelständisches Beispiel: Ein typischer kleiner Unternehmer hat seinen Betrieb in Form einer Kapitalgesellschaft, einer GesmbH, organisiert, zum Beispiel ein Elektrohändler mit sieben Arbeitnehmern und einem Lehrling. Er hat einen Gewinn von rund 20 000 € im Jahr. Er wird im Jahr 2005 (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) – Herr Steuerberater – eine KöSt-Senkung von 1 800 € erfahren. Das ist eine wirkliche Hilfe für diesen Mittelständler. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
und den Betrieb. Seine Entlastung wird im Jahr 5 773 € ausmachen. Das ist eine wirkliche Hilfe für die Stärkung dieses Betriebes und die Arbeitsplätze! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Lieber Fritz Grillitsch! Wir wollen die Bauern nicht vergessen. Ein Landwirt mit einer Ackerfläche von 20 Hektar, mit fünf Hektar Wiese und 18 Hektar Wald hat einen Dieselverbrauch – er muss viel unterwegs sein – von 2 500 Litern im Jahr; das ist nicht so wahnsinnig viel. Er wird durch die Einführung des Agrardiesels um immerhin 500 € im Jahr entlastet. Das ist nicht schlecht, das ist eine wirkliche Hilfe. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: Ein Supervergleich in absoluten Zahlen! „Großartig“!
Die Fakten – darüber braucht man nicht zu streiten – sind Folgende: Die berühmte und gute Lacina/Ditz-Reform hat im Jahr 1994 pro Kopf der Steuerzahler eine Tarifentlastung von 250 € gebracht. (Abg. Brosz: Ein Supervergleich in absoluten Zahlen! „Großartig“!) Die Edlinger-Reform im Jahr 1999, fünf Jahre später, hat 350 € pro Kopf gebracht. Die Grasser/Finz-Reform 2004 und 2005 bringt 500 € pro Kopf. Der Vergleich macht uns sicher, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Fakten – darüber braucht man nicht zu streiten – sind Folgende: Die berühmte und gute Lacina/Ditz-Reform hat im Jahr 1994 pro Kopf der Steuerzahler eine Tarifentlastung von 250 € gebracht. (Abg. Brosz: Ein Supervergleich in absoluten Zahlen! „Großartig“!) Die Edlinger-Reform im Jahr 1999, fünf Jahre später, hat 350 € pro Kopf gebracht. Die Grasser/Finz-Reform 2004 und 2005 bringt 500 € pro Kopf. Der Vergleich macht uns sicher, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Lassen Sie mich hier auch ganz offen sagen: Diese Steuerreform hat nicht nur einen Entlastungseffekt, denn klarerweise bezahlt jeder lieber weniger Steuern als mehr, sondern es geht letztlich wirtschafts- und standortpolitisch immer um die Arbeitsplätze. Jetzt sage ich Ihnen etwas, was mir sehr wichtig ist: Wir wollen mit dieser Steuerreform den Aufschwung und die Arbeitsplätze sichern! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Lebhafter Beifall bei der ÖVP und Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.
Ich war gestern in der Steiermark, in Schladming bei diesem gigantischen Nachtslalom, den noch dazu Benni Raich, ein Österreicher, gewonnen hat. Ich habe dort den Chef von Magna, Sigi Wolf, getroffen. Und Sigi Wolf hat mir gestern etwas sehr Wichtiges gesagt: Durch diese Steuerreform, durch diese Steuersenkung wird allein Magna in der Steiermark noch heuer 1 000 zusätzliche Arbeitsplätze in der Nähe von Gleisdorf schaffen. Das ist die Wirkung dieser Reform! (Lebhafter Beifall bei der ÖVP und Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.) – Herr Abgeordneter Einem! Entschuldigen Sie, das sind doch die Botschaften, die benötigt werden: Hoffnung für die Menschen!
Ruf bei der SPÖ: Gar nicht!
Ich habe heute in der Früh mit einem nicht ganz unbekannten Wirtschaftsführer telefoniert, nämlich mit Wolfgang Eder, dem Generaldirektor der Voest. Ich habe ihn gefragt, wie sich diese Reform etwa auf den Standort Linz auswirken wird. (Ruf bei der SPÖ: Gar nicht!) Seine konkrete Antwort – ich darf das hier mit seiner Erlaubnis sagen – war: Die voestalpine, ein Schlüssel-, ein Leitbetrieb für Österreich, wird in der nächsten Zeit am Standort Linz 550 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. – Danke, Wolfgang Eder! Danke, Voest! (Lebhafter Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.)
Lebhafter Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich habe heute in der Früh mit einem nicht ganz unbekannten Wirtschaftsführer telefoniert, nämlich mit Wolfgang Eder, dem Generaldirektor der Voest. Ich habe ihn gefragt, wie sich diese Reform etwa auf den Standort Linz auswirken wird. (Ruf bei der SPÖ: Gar nicht!) Seine konkrete Antwort – ich darf das hier mit seiner Erlaubnis sagen – war: Die voestalpine, ein Schlüssel-, ein Leitbetrieb für Österreich, wird in der nächsten Zeit am Standort Linz 550 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. – Danke, Wolfgang Eder! Danke, Voest! (Lebhafter Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Das zeigt natürlich, dass diese Steuersenkung nicht nur jedem Einzelnen etwas bringt, sie bringt auch volkswirtschaftlich etwas. Und das unabhängige Wirtschaftsforschungsinstitut hat gestern eine Studie über die Auswirkungen dieser Steuersenkung vorgelegt. Dabei ist herausgekommen ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Sie hören das nicht gerne, ich weiß, aber die Zuseher hören es und damit die Öffentlichkeit, und das ist wichtig, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das zeigt natürlich, dass diese Steuersenkung nicht nur jedem Einzelnen etwas bringt, sie bringt auch volkswirtschaftlich etwas. Und das unabhängige Wirtschaftsforschungsinstitut hat gestern eine Studie über die Auswirkungen dieser Steuersenkung vorgelegt. Dabei ist herausgekommen ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Sie hören das nicht gerne, ich weiß, aber die Zuseher hören es und damit die Öffentlichkeit, und das ist wichtig, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Warum erst nächstes Jahr?
Durch diese Steuersenkung wird im nächsten Jahr ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent (Abg. Dr. Matznetter: Warum erst nächstes Jahr?) und 2006 ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von einem halben Prozent erwartet. Das heißt ganz konkret 4 000 bis 5 000 zusätzliche Jobs, langfristig sogar 12 000 Jobs! Das ist wichtig! Das ist die Botschaft für Sie zu Hause an den TV-Schirmen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Durch diese Steuersenkung wird im nächsten Jahr ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent (Abg. Dr. Matznetter: Warum erst nächstes Jahr?) und 2006 ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von einem halben Prozent erwartet. Das heißt ganz konkret 4 000 bis 5 000 zusätzliche Jobs, langfristig sogar 12 000 Jobs! Das ist wichtig! Das ist die Botschaft für Sie zu Hause an den TV-Schirmen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Arbeit für Österreich, die von dieser Bundesregierung geleistet wurde, war ganz konkret Folgende: Wir haben Österreich hinsichtlich des Budgetdefizits vom vorletzten Platz weggebracht und sind weit nach vorne gekommen. Wir liegen in der Abgabenbelastung unter jener zur Zeit, als die Sozialdemokraten das Sagen hatten. Wir machen die Steuerbelastung für jeden Österreicher konkret niedriger. Und auch bei der bürgernahen und modernen Verwaltung, beim E-Government hat sich Österreich deutlich nach vorne katapultiert. Wir haben innerhalb eines Jahres sieben Plätze gut gemacht. Wir sind bereits auf Platz 4 vorgerückt. Bei den Wettbewerbsdaten lagen wir im Vergleich mit den anderen EU-Ländern im Jahr 2000 auf Platz 9. Heute liegen wir nach dem Bericht der Kommission auf Platz 3, haben also einen Stockerlplatz. Ich freue mich sehr, dass Österreich diesen Sprung gemacht hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Das ist unwahr!
Diesen Erfolgsweg gehen wir mit der Steuerreform weiter. (Abg. Mag. Kogler: Das ist unwahr!) Meine Damen und Herren! Österreich ist ein guter Platz zum Investieren. Österreich ist ein guter Platz zum Arbeiten. Österreich ist ein guter Platz zum Leben. Wir arbeiten dafür, dass es so bleibt. (Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diesen Erfolgsweg gehen wir mit der Steuerreform weiter. (Abg. Mag. Kogler: Das ist unwahr!) Meine Damen und Herren! Österreich ist ein guter Platz zum Investieren. Österreich ist ein guter Platz zum Arbeiten. Österreich ist ein guter Platz zum Leben. Wir arbeiten dafür, dass es so bleibt. (Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Vizekanzler Hubert Gorbach: Herr Präsident! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher zu Hause! Das Jahr 2004 hat mit dem 1. Jänner gut begonnen, weil damit die erste Etappe der Steuerreform 2004/2005 in Kraft gesetzt wurde. Das Jahr 2004 hat auch deshalb gut begonnen und ist gut weitergegangen, weil sich schon wenige Tage danach diese dynamische Bundesregierung geeinigt hat, was die zweite große Etappe dieser Steuerreform betrifft, nämlich zum Wohle der Bevölkerung, vor allem zum Wohle der Familien und, wie wir schon gehört haben, auch zum Wohle der Standortsicherung und damit zum Wohle der Arbeitsplatzschaffung und Arbeitsplatzsicherung. Das war uns ganz, ganz wichtig! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Lassen Sie mich zu Beginn auch ein Zitat bringen, aber nicht eines berühmten Mannes, sondern eines guten, erfolgreichen österreichischen Unternehmers! Es stammt vom Vorsitzenden des ÖIAG-Aufsichtsrates und bekannten Unternehmer Alfred Heinzel, der mir kurz nach dieser Einigung, was die Eckpunkte der Steuerreform 2005 betrifft, einen Brief geschrieben hat. Ich habe seine Erlaubnis, daraus einen Satz zu zitieren, der sehr viel über die Treffsicherheit dieser Steuerreform aussagt: Als Unternehmer und Bürger darf ich zur Steuerreform gratulieren. Sie können davon ausgehen, dass ich motiviert bin, weiterhin in Österreich zu investieren. – Zitatende. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Heinzl: Haben Sie von Arbeitnehmern auch schon etwas gehört?
Meine geschätzten Damen und Herren! Was mich gefreut hat, als ich ihn heute gefragt habe – weil sich das gehört –, ob ich das auch zitieren darf (Abg. Heinzl: Haben Sie von Arbeitnehmern auch schon etwas gehört?), war, dass er mir noch zusätzlich gesagt hat, in der Auswirkung heiße das, dass er auf Grund dieser Reform der Bundes-
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Scheibner: Bravo!
regierung bereits den Beschluss gefasst hat, im Werk in Pöls in der Steiermark die Kapazität zu verdoppeln. 150 bis 200 Millionen € an Investitionen sind damit beschlossen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Scheibner: Bravo!)
Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Mit der heuer zu beschließenden Steuerreform setzen wir die zweite Etappe der größten Steuerreform der Zweiten Republik und gestalten somit den österreichischen Wirtschaftsstandort attraktiver denn je zuvor. Lassen Sie mich die Ziele, die hinter dieser Reform stehen, wie folgt zusammenfassen: Das sind die Stärkung des Wachstumspotentials, die Verbesserung der Standortattraktivität und die Entlastung des Faktors Arbeit. Auch das lässt sich mit den Maßnahmen von zuvor 650 Millionen € erzielen. Dann kommen die Verbesserung der Eigenkapitalbasis insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen, die Erhöhung der Kaufkraft, die Erhöhung der Steuergerechtigkeit und die Vereinfachung des Steuersystems. Das ist kein leichtes Unterfangen. Das ist eine schwierige Aufgabe, aber sie ist uns gelungen, und zwar ohne Gegenfinanzierung. Und das ist auch etwas Besonderes, das einmal erwähnt gehört! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
In diesem Sinne haben wir die Kinderzuschläge zum Alleinverdiener- und Alleinerzieherabsetzbetrag eingeführt. Da der Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrag zu einer Negativsteuer führen kann, erhöht sich für diese Zielgruppe auch die Negativsteuer. Mit der Kinderzuschlagsstaffel – 130 € für das erste Kind, 175 € für das zweite Kind, 220 € für das dritte oder für jedes weitere Kind – und der Anhebung der Zuverdienstgrenze von 4 400 € auf immerhin 6 000 € hat diese Regierung bewiesen, dass sie nicht nur eine Reformregierung ist, sondern auch eine Familienregierung, und das ist wichtig. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen sowie Beifall bei der ÖVP.
Was das Tolle an dem Ganzen ist – es ist noch nicht genug –: Diese familienpolitischen Maßnahmen, die besonders den Frauen und den Familien zugute kommen, gelten bereits für das gesamte Jahr 2004. Ein gutes Jahr! (Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen sowie Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Der Herr Bundeskanzler, dem ich bei dieser Gelegenheit auch einmal danken möchte für die wirklich zügige, jederzeit konstruktive und zielorientierte Verhandlungsweise in den letzten Wochen, hat schon darauf hingewiesen, dass unser Weg der richtige ist. Auch ich glaube, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen und gut daran getan haben, nicht via Medien zu diskutieren und uns gegenseitig auszurichten, was man will und was man vielleicht erreichen kann oder vielleicht auch nicht, sondern zielorientiert darauf zugesteuert zu haben, dass der Wirtschaftsstandort Österreich gestärkt wird, dass die Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen werden und dass vor allem auch eine Entlastung der unteren und mittleren Einkommensschichten in etwa gleicher Größenordnung stattfindet – all das, wie gesagt, ohne Gegenfinanzierung. Wir haben das rasch und zügig abgewickelt und am Beginn des neuen Jahres beschlossen, und ich bin eigentlich stolz darauf. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Hans Moser: ... OECD!
Österreich hatte im Jahre 2002 ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent aufzuweisen, die Euro-Zone eines von 0,9 Prozent, Frankreich eines von 1,2 Prozent, Italien eines von 0,4 Prozent, Deutschland eines von 0,2 Prozent. (Abg. Mag. Hans Moser: ... OECD!) Im Jahr 2003 waren es, wie wir gehört haben, in Österreich 0,9 Prozent, in der Euro-Zone 0,4 Prozent, in Frankreich 0,1 Prozent, in Italien 0,3 Prozent, in Deutschland 0,0 Prozent. (Abg. Mag. Hans Moser: ... in Dänemark und in Schweden!) Für das Jahr 2004 lautet die Prognose für Österreich 1,9 Prozent, für Frankreich 1,7 Prozent, für Italien 1,3 Prozent, für Deutschland 1,6 Prozent, für die Euro-Zone 1,9 Prozent. (Abg. Mag. Hans Moser: ... OECD!) Wir liegen also überall darüber, meine Damen und Herren, und auch ich sage angesichts dessen sehr gerne: Der Vergleich macht uns sicher! Wir machen so weiter!
Abg. Mag. Hans Moser: ... in Dänemark und in Schweden!
Österreich hatte im Jahre 2002 ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent aufzuweisen, die Euro-Zone eines von 0,9 Prozent, Frankreich eines von 1,2 Prozent, Italien eines von 0,4 Prozent, Deutschland eines von 0,2 Prozent. (Abg. Mag. Hans Moser: ... OECD!) Im Jahr 2003 waren es, wie wir gehört haben, in Österreich 0,9 Prozent, in der Euro-Zone 0,4 Prozent, in Frankreich 0,1 Prozent, in Italien 0,3 Prozent, in Deutschland 0,0 Prozent. (Abg. Mag. Hans Moser: ... in Dänemark und in Schweden!) Für das Jahr 2004 lautet die Prognose für Österreich 1,9 Prozent, für Frankreich 1,7 Prozent, für Italien 1,3 Prozent, für Deutschland 1,6 Prozent, für die Euro-Zone 1,9 Prozent. (Abg. Mag. Hans Moser: ... OECD!) Wir liegen also überall darüber, meine Damen und Herren, und auch ich sage angesichts dessen sehr gerne: Der Vergleich macht uns sicher! Wir machen so weiter!
Abg. Mag. Hans Moser: ... OECD!
Österreich hatte im Jahre 2002 ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent aufzuweisen, die Euro-Zone eines von 0,9 Prozent, Frankreich eines von 1,2 Prozent, Italien eines von 0,4 Prozent, Deutschland eines von 0,2 Prozent. (Abg. Mag. Hans Moser: ... OECD!) Im Jahr 2003 waren es, wie wir gehört haben, in Österreich 0,9 Prozent, in der Euro-Zone 0,4 Prozent, in Frankreich 0,1 Prozent, in Italien 0,3 Prozent, in Deutschland 0,0 Prozent. (Abg. Mag. Hans Moser: ... in Dänemark und in Schweden!) Für das Jahr 2004 lautet die Prognose für Österreich 1,9 Prozent, für Frankreich 1,7 Prozent, für Italien 1,3 Prozent, für Deutschland 1,6 Prozent, für die Euro-Zone 1,9 Prozent. (Abg. Mag. Hans Moser: ... OECD!) Wir liegen also überall darüber, meine Damen und Herren, und auch ich sage angesichts dessen sehr gerne: Der Vergleich macht uns sicher! Wir machen so weiter!
Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen sowie Beifall bei der ÖVP.
Der zweite Schwerpunkt ist vielleicht noch wichtiger, noch gravierender, nämlich der, auch die finanziellen Mittel in entsprechender Weise zur Verfügung zu stellen, und da kann ich meinem Regierungskollegen, Finanzminister Grasser, nur danken, der dafür großes Verständnis hatte. Er lässt sich gerne von Zahlen überzeugen, und er hat da auch zugestimmt beziehungsweise mitgemacht und zeichnet damit auch mitverantwortlich. Damit hat er aber auch mit dazu beigetragen, dass Österreich – meine Damen und Herren, hören Sie zu! – in der mitteleuropäischen Zone mit Spanien und Portugal hinsichtlich der Rahmenbedingungen der Forschungsförderung an der Spitze liegt, also mit Nummer eins ist. Auch das macht mich stolz! (Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen sowie Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das sind 1,2 Milliarden €, und wenn man dieses Geld im wirtschaftsnahen Bereich richtig einsetzt und damit die Hebelwirkung erzielt, dann werden wir das von mir gesteckte beziehungsweise von uns mit betriebene Ziel hoffentlich erreichen, im Jahr 2006 eine Forschungsquote von 2,5 Prozent des BIP zu haben. Im Jahr 2010 sollen dies 3,0 Prozent sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Die Bauinvestitionen haben wir im Zuge der interessanten Debatte in der Aktuellen Stunde heute schon behandelt. Es bleibt mir daher nur noch zu sagen, dass im Jahre 2003 in den Ausbau der Schiene 850 Millionen € investiert wurden – das ist so viel wie nie zuvor! –, in den Ausbau der Straße 1 Milliarde € – auch das ist so viel wie nie zuvor! –, und das Schönste an dem Ganzen ist, dass wir heuer, im Jahre 2004, mit insgesamt 2,1 Milliarden € eine Steigerung von 23 Prozent erreichen werden, und zwar neben der Steuerreform und all den Maßnahmen wie der Sanierung des Budgets. – Das soll uns zuerst einmal jemand in Europa nachmachen! Österreich braucht den Vergleich nicht zu scheuen, sondern vielmehr macht er uns wirklich stolz, auch was den Investitionsbereich betrifft. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: Warum investiert ihr dann nicht mehr?
Wir haben in letzter Zeit auch hier im Hohen Haus über die internationale Problematik, die natürlich auch an uns nicht vorbeigeht, diskutiert. Lassen Sie mich heute sagen, dass es Studien gibt, laut welchen jede Milliarde, die in einem Land in die Infrastruktur investiert wird, etwa 14 000 bis 18 000 neue Arbeitsplätze bringt. (Abg. Gradwohl: Warum investiert ihr dann nicht mehr?) Auch das ist zu berücksichtigen! So gesehen ist das eine weit blickende, gute Maßnahme, wenn man diese Investitionen erhöht und damit auch den Wirtschaftsstandort Österreich stärkt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben in letzter Zeit auch hier im Hohen Haus über die internationale Problematik, die natürlich auch an uns nicht vorbeigeht, diskutiert. Lassen Sie mich heute sagen, dass es Studien gibt, laut welchen jede Milliarde, die in einem Land in die Infrastruktur investiert wird, etwa 14 000 bis 18 000 neue Arbeitsplätze bringt. (Abg. Gradwohl: Warum investiert ihr dann nicht mehr?) Auch das ist zu berücksichtigen! So gesehen ist das eine weit blickende, gute Maßnahme, wenn man diese Investitionen erhöht und damit auch den Wirtschaftsstandort Österreich stärkt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich bin überzeugt davon, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und wenn Ihnen das der Verkehrsminister sagt, dann hat das besondere Bedeutung. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Seien Sie mir nicht böse, wenn ich abschließend wieder zitiere, und zwar einen amerikanischen Politiker, der zum Thema „Steuern“ einmal sehr trefflich sagte: Wir können die Besteuerung niemals populär, aber wir können sie fair machen! – Diese Bundesregierung ist dabei! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Steibl: Die SPÖ kommt zu spät! – weitere Zwischenrufe sowie ironische Heiterkeit bei der ÖVP
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die lang versprochene Steuerreform, zweimal verschoben, soll nun im Jahr 2005 Wirklichkeit werden, und man kann nach all dem, was hier präsentiert wurde, resümierend feststellen: Diese Steuerreform kommt zu spät (Abg. Steibl: Die SPÖ kommt zu spät! – weitere Zwischenrufe sowie ironische Heiterkeit bei der ÖVP), bringt zu wenig und ist eine vertane Chance für die österreichische Bevölkerung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die lang versprochene Steuerreform, zweimal verschoben, soll nun im Jahr 2005 Wirklichkeit werden, und man kann nach all dem, was hier präsentiert wurde, resümierend feststellen: Diese Steuerreform kommt zu spät (Abg. Steibl: Die SPÖ kommt zu spät! – weitere Zwischenrufe sowie ironische Heiterkeit bei der ÖVP), bringt zu wenig und ist eine vertane Chance für die österreichische Bevölkerung! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
In Zeiten des größten Wirtschaftseinbruches, wo es dringend notwendig gewesen wäre, die Einkommen zu stärken, wo es dringend notwendig gewesen wäre, die Investitionen zu erhöhen, hat die Bundesregierung immer gesagt: Wir können die Steuerreform nicht machen, weil wir sie uns nicht leisten können! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Jetzt legt diese Bundesregierung eine Steuerreform vor und sagt: Der Vorteil dabei ist, dass es keine Gegenfinanzierung gibt!
Beifall bei der SPÖ.
Dazu möchte ich sagen: Dieser Vorteil wird nur von sehr kurzer Dauer sein, denn der Effekt einer Steuerreform ohne Gegenfinanzierung liegt auf der Hand, nämlich: Sie werden das Budgetdefizit ganz bewusst erhöhen! Daher gibt es keine wirtschaftliche Begründung für diese Steuerreform, sondern nur eine wahlpolitische Begründung. Doch das ist der falsche Weg, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Lebhafter Beifall bei der SPÖ.
Der Herr Bundeskanzler hat uns erzählt, welche Unternehmungen jetzt großartig investieren werden. (Bravoruf bei der ÖVP.) Nur ein Beispiel, damit man den Wahrheitsgehalt seiner Aussage überprüfen kann: Die voestalpine hat vor vier Jahren ihr Investitionsprogramm „Voest 2010“ gestartet und hat Millionen und Abermillionen Euro investiert. Sie ist bereits bei der dritten Ausbaustufe ihrer Investitionen angelangt, und sie setzt die Investitionen, die sie vor vier Jahren begonnen hat, ganz konsequent fort. Auf Grund Ihrer Körperschaftsteuersenkung wird in Linz kein einziger Euro mehr investiert werden. – Lügen Sie die Leute nicht dauernd an, Herr Bundeskanzler! (Lebhafter Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: In Wien!
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (fortsetzend): Herr Präsident! Ich bin deswegen über solch falsche Tatsachen so empört, weil der Vergleich sicher macht: Wenn all diese großartigen Investitionen stattfinden, wenn diese segensreiche Auswirkung auf den Arbeitsmarkt vorhanden ist, wie gibt es denn dann, dass wir im heurigen Jahr in Österreich den Höchststand an Arbeitslosen mit 330 000 Personen haben!? (Rufe bei der ÖVP: In Wien!) – Das ist der Skandal, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (fortsetzend): Herr Präsident! Ich bin deswegen über solch falsche Tatsachen so empört, weil der Vergleich sicher macht: Wenn all diese großartigen Investitionen stattfinden, wenn diese segensreiche Auswirkung auf den Arbeitsmarkt vorhanden ist, wie gibt es denn dann, dass wir im heurigen Jahr in Österreich den Höchststand an Arbeitslosen mit 330 000 Personen haben!? (Rufe bei der ÖVP: In Wien!) – Das ist der Skandal, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Machen Sie Österreich nicht schlecht!
Weil Sie sich angesichts der Erfolge der vergangenen Jahre so preisen, muss ich Ihnen schon sagen: Die Wahrheit ist die, dass Österreich, was die Wirtschaftsleistung pro Kopf betrifft, in der Europäischen Union von Platz vier auf Platz acht zurückgefallen ist. (Abg. Dr. Stummvoll: Machen Sie Österreich nicht schlecht!) Da gibt es keinen Grund für Selbstlob, sondern das wäre Anlass genug, endlich eine Trendumkehr in der Politik einzuleiten! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Weil Sie sich angesichts der Erfolge der vergangenen Jahre so preisen, muss ich Ihnen schon sagen: Die Wahrheit ist die, dass Österreich, was die Wirtschaftsleistung pro Kopf betrifft, in der Europäischen Union von Platz vier auf Platz acht zurückgefallen ist. (Abg. Dr. Stummvoll: Machen Sie Österreich nicht schlecht!) Da gibt es keinen Grund für Selbstlob, sondern das wäre Anlass genug, endlich eine Trendumkehr in der Politik einzuleiten! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie stellen sich heute her und sagen: Die Pensionskürzungen, die wir im vergangenen Jahr beschlossen haben, waren eine großartige sozialpolitische Leistung! Ich sage Ihnen: Sie stellen Millionen Österreicherinnen und Österreicher vor viele materielle und für viele Menschen unlösbare Probleme! Das ist das Ergebnis Ihrer Politik! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Jetzt kommt das Programm!
Eine Steuerreform in dieser Zeit hätte den Faktor Arbeit entlasten müssen. (Abg. Murauer: Jetzt kommt das Programm!) Das wäre eine Steuerreform gewesen, die wirklich dazu geführt hätte, dass Beschäftigung gestärkt wird. (Abg. Dr. Rasinger: Leere Worte!) Aber bei dieser Ihrer Steuerreform wird der Faktor Arbeit mit keinem einzigen Euro entlastet, meine Damen und Herren, und 80 Prozent aller österreichischen Unternehmungen werden von dieser Steuerreform nichts haben!
Abg. Dr. Rasinger: Leere Worte!
Eine Steuerreform in dieser Zeit hätte den Faktor Arbeit entlasten müssen. (Abg. Murauer: Jetzt kommt das Programm!) Das wäre eine Steuerreform gewesen, die wirklich dazu geführt hätte, dass Beschäftigung gestärkt wird. (Abg. Dr. Rasinger: Leere Worte!) Aber bei dieser Ihrer Steuerreform wird der Faktor Arbeit mit keinem einzigen Euro entlastet, meine Damen und Herren, und 80 Prozent aller österreichischen Unternehmungen werden von dieser Steuerreform nichts haben!
Beifall bei der SPÖ und bei den Grünen.
Die Gewinner dieser Steuerreform wie der Herr Bartenstein oder wie der Herr Prinzhorn werden viel bei dieser Steuerreform gewinnen, aber den von Ihnen zitierten Installateuren, Schneidern, Schustern und Handwerkern wird wenig bleiben. Daher ist diese Steuerreform ein Schritt in die falsche Richtung, sie ist zu teuer und bringt vielen viel zu wenig! (Beifall bei der SPÖ und bei den Grünen.)
Abg. Dr. Trinkl: Wie viel Kinder haben Sie?
Meine Damen und Herren! Auch was die Familienförderung betrifft, rühmen Sie sich, weil jetzt der Alleinverdienerabsetzbetrag erhöht wird. Ich frage Sie: Gibt Ihnen der Umstand, dass trotz eines der großzügigsten Familienförderungssysteme der Welt die Geburtenrate in Österreich leider nicht nach oben geht, nicht einmal Anlass zur Überlegung? (Abg. Dr. Trinkl: Wie viel Kinder haben Sie?) Gibt Ihnen nicht zu denken, dass es trotz zusätzlicher finanzieller Anreize so ist? Weil es an einem ganz zentral fehlt: an genügend Kinderbetreuungseinrichtungen, damit Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren sind?
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Sie hätten bei dieser Steuerreform, statt 250 Millionen € für den Alleinverdienerabsetzbetrag zu verwenden, 60 000 Kinderbetreuungsplätze in Österreich schaffen und nachhaltig finanzieren können. Das wäre ein bedeutend besserer Weg gewesen, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Fasslabend: Das war unter der Gürtellinie!
Aber der schönste Satz des Herrn Vizekanzlers war, als er gesagt hat, der Herr Finanzminister Grasser ließe sich von Zahlen beeindrucken. Ich habe den Eindruck, dass er sich nur ganz leicht in seiner Formulierung geirrt hat, denn dieser Finanzminister lässt sich nämlich wenig von Zahlen, sondern vielmehr von Zahlungen, und zwar von solchen an ihn selbst, beeindrucken. Auch das spiegelt sich in dieser Steuerreform wider! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Fasslabend: Das war unter der Gürtellinie!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Trinkl: Sie haben das falsche Papier gelesen!
Dass diejenigen, die die Sponsoren und Financiers seiner privaten Homepage sind, gleichzeitig die Hauptprofiteure dieser Steuerreform sind und dass der Herr Generalsekretär der Industriellenvereinigung in der Öffentlichkeit sogar sagt: Na die Investition in die Homepage des Herrn Grasser hat sich wirklich rentiert!, zeigt deutlich, welche Gesinnung da dahinter steht. Ich sage Ihnen, meine Damen und Herren: Diese Steuerreform bringt vielen nichts, manchen wenig und wenigen sehr viel! – Das ist der falsche Weg einer Steuerreform! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Trinkl: Sie haben das falsche Papier gelesen!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter Stummvoll hat in einem Interview auf einen wichtigen Punkt hingewiesen, als er gemeint hat, diese Steuerreform bringe den Leistungsträgern zu wenig. Ich habe mich gefragt: Was meint er damit? – Man braucht sich die Steuerreform nur anzusehen und wird feststellen, dass Herr Stummvoll gar nicht so Unrecht gehabt hat. Wenn nämlich durch diese Steuerreform die Progression in Österreich erhöht wird und daher jeder Arbeitnehmer, der eine zusätzliche Überstunde macht, in Zukunft bereits mehr als 50 Prozent an den Finanzminister abliefern muss, dann, meine sehr verehrten Damen und Herren, muss man sagen, es ist nicht sehr motivierend für die Menschen, wenn sie für zusätzliches Einkommen immer mehr an den Finanzminister abliefern müssen. Es wäre besser gewesen, diese Progression zu mildern und nicht zu verschärfen. Das wäre der bessere Weg gewesen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rossmann: Sie verwechseln Österreich mit Deutschland, glaube ich!
Man stellt sich überhaupt die Frage: Werden die Österreicherinnen und Österreicher in Zukunft die Rechnung für diese Steuerreform bezahlen – oder haben sie sie bereits bezahlt? Die Wahrheit ist, dass zumindest die Arbeitnehmer und Pensionisten in den letzten Jahren bedeutend mehr belastet wurden, als sie nun durch diese Steuerreform entlastet werden. Ich vermute, dass, nachdem die Rechnung offen bleibt und das Budgetdefizit ansteigen wird, die Belastungen erst noch kommen werden. Wahrscheinlich wird diese Bundesregierung nach dem 13. Juni als Ausgleich für die Steuerreform Selbstbehalte im Gesundheitssystem verlangen, wird diese Bundesregierung weitere Einschnitte im Bildungsbereich vornehmen, wird diese Bundesregierung nach den Wahlen der Bevölkerung die Rechnung für diese Steuerreform präsentieren. (Abg. Rossmann: Sie verwechseln Österreich mit Deutschland, glaube ich!)
Abg. Dr. Fasslabend: Alle profitieren!
Meine Damen und Herren! Sie haben eine ganz große Chance versäumt, denn wenn man für eine Steuerreform so viel Geld in die Hand nimmt, dann sollten mehr Menschen in unserem Land etwas davon haben (Abg. Dr. Fasslabend: Alle profitieren!), dann sollte der Faktor Arbeit entlastet werden, dann sollten wirklich wirtschaftliche Investitionen angereizt werden. Das, was Sie hier vorgelegt haben, ist nicht mehr und nicht weniger als eine plumpe Propagandaaktion vor den Landtagswahlen am 7. März. Die Bevölkerung merkt das und ist daher verstimmt. Eine Reihe von Untersuchungen hat gezeigt, dass der Bürger, die Bürgerin meint: Ich werde von dieser Steuerreform nichts haben, und höchstwahrscheinlich werden die Belastungen, die nachkommen, bedeutend höher sein als das, was die Steuerreform bringt. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren! Sie haben eine ganz große Chance versäumt, denn wenn man für eine Steuerreform so viel Geld in die Hand nimmt, dann sollten mehr Menschen in unserem Land etwas davon haben (Abg. Dr. Fasslabend: Alle profitieren!), dann sollte der Faktor Arbeit entlastet werden, dann sollten wirklich wirtschaftliche Investitionen angereizt werden. Das, was Sie hier vorgelegt haben, ist nicht mehr und nicht weniger als eine plumpe Propagandaaktion vor den Landtagswahlen am 7. März. Die Bevölkerung merkt das und ist daher verstimmt. Eine Reihe von Untersuchungen hat gezeigt, dass der Bürger, die Bürgerin meint: Ich werde von dieser Steuerreform nichts haben, und höchstwahrscheinlich werden die Belastungen, die nachkommen, bedeutend höher sein als das, was die Steuerreform bringt. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Lang anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
das ist richtig so. (Lang anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Molterer begibt sich zum Rednerpult und platziert dort eine Tafel mit der Aufschrift: „Weniger Steuern – Mehr Geld zum Leben – ÖVP“.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Molterer. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 12 Minuten; die ersten beiden Redner einer Fraktion haben zusammen bekanntlich 20 Minuten Redezeit. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Mag. Molterer begibt sich zum Rednerpult und platziert dort eine Tafel mit der Aufschrift: „Weniger Steuern – Mehr Geld zum Leben – ÖVP“.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Jawohl: Genosse Zick-Zack, Dr. Alfred Gusenbauer! – Die heutige Rede ist der Beweis dafür – mit einer einzigen offenen Frage: ob Genosse Gusenbauer heute bei Zick oder bei Zack gewesen ist. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Es ist jedenfalls ein Beweis dafür, Herr Gusenbauer, dass Sie Ihrem Ruf als Zick-Zack-Politiker der SPÖ tatsächlich gerecht werden.
Abg. Silhavy: ... peinlich!
Meine Damen und Herren! Diese Fakten, die die österreichische Wirtschaftspolitik bestimmen, sind nicht wegzureden. (Abg. Silhavy: ... peinlich!) Faktum ist, dass diese Steuerentlastung mit einem Volumen von 3 Milliarden € die größte Steuerentlastung in der Zweiten Republik ist, eine Entlastung, die Arbeit und Wirtschaftsstandort Österreich sichert, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Diese Fakten, die die österreichische Wirtschaftspolitik bestimmen, sind nicht wegzureden. (Abg. Silhavy: ... peinlich!) Faktum ist, dass diese Steuerentlastung mit einem Volumen von 3 Milliarden € die größte Steuerentlastung in der Zweiten Republik ist, eine Entlastung, die Arbeit und Wirtschaftsstandort Österreich sichert, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Gradwohl: ... des Kapitalismus!
Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, eine angesehene deutsche Zeitung mit hohem Renommee vor allem in der Wirtschaftskompetenz (Abg. Gradwohl: ... des Kapitalismus!), schreibt am 12. Jänner: „Österreichs konservativer Regierung ist mit ihrem Entwurf zur Steuerreform ein großer Wurf gelungen.“ ÖVP und FPÖ setzen „mit ihren Entlastungsplänen die größte Entlastung seit“ 1945 „durch.“ – Zitat aus der „FAZ“; Anerkennung von einer großen, renommierten deutschen Zeitung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, eine angesehene deutsche Zeitung mit hohem Renommee vor allem in der Wirtschaftskompetenz (Abg. Gradwohl: ... des Kapitalismus!), schreibt am 12. Jänner: „Österreichs konservativer Regierung ist mit ihrem Entwurf zur Steuerreform ein großer Wurf gelungen.“ ÖVP und FPÖ setzen „mit ihren Entlastungsplänen die größte Entlastung seit“ 1945 „durch.“ – Zitat aus der „FAZ“; Anerkennung von einer großen, renommierten deutschen Zeitung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Dr. Gusenbauer, Sie haben hier heraußen behauptet, es geschehe nichts für die Entlastung des Faktors Arbeit. Das ist falsch! Am 1. Jänner dieses Jahres werden die Lohnnebenkosten für ältere Arbeitnehmer um 140 Millionen € gesenkt, meine Damen und Herren. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Und das wird selbstverständlich den Arbeitsmarkt gerade im Hinblick auf eine schwierige Gruppe, die älteren Arbeitnehmer, positiv beeinflussen.
Rufe bei der ÖVP: Unglaublich!
Apropos Arbeitsmarkt. – Herr Kollege Gusenbauer, Sie haben die Arbeitsmarktsituation angesprochen. Jawohl, hier kann nicht zur Tagesordnung übergegangen werden, aber ich habe Ihnen letztes Mal schon gesagt: Kehren Sie vor Ihrer eigenen Tür! Im Monat Dezember wurden über 70 Prozent des Anstiegs der Arbeitslosenrate in Österreich in Wien verursacht, meine Damen und Herren. (Rufe bei der ÖVP: Unglaublich!) Aber jetzt hören und staunen Sie: Diese Zahl, die mir bekannt ist, dieser Zuwachs von
Rufe bei der SPÖ: Was ist mit der Bundesregierung?
70 Prozent, von Wien zu verantworten, ist noch nicht die Spitze. Ich höre, dass der Zuwachs des Monats Jänner zu fast 100 Prozent in Wien und von Wien verursacht ist, einem sozialdemokratisch regierten Land! (Rufe bei der SPÖ: Was ist mit der Bundesregierung?) Auch dies ist ein Faktum, meine Damen und Herren! (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
70 Prozent, von Wien zu verantworten, ist noch nicht die Spitze. Ich höre, dass der Zuwachs des Monats Jänner zu fast 100 Prozent in Wien und von Wien verursacht ist, einem sozialdemokratisch regierten Land! (Rufe bei der SPÖ: Was ist mit der Bundesregierung?) Auch dies ist ein Faktum, meine Damen und Herren! (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Es wird auch heute von der Opposition der Zeitpunkt kritisiert, zu dem wir die Steuerentlastung umsetzen. Ich frage Sie: Wie hätten Sie es denn gerne? – Wir machen die Entlastung zum absolut richtigen Zeitpunkt, meine Damen und Herren (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen), und wir alle tragen die Verantwortung dafür, dass der sich abzeichnende Aufschwung der Wirtschaft gestärkt wird. – Das richtige Signal zum richtigen Zeitpunkt!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Es sind auch die Folgen und die entsprechenden Fragestellungen aus der Erweiterung der Europäischen Union für den Wirtschaftsstandort Österreich diskutiert worden. Am 1. Mai wird die Europäische Union erweitert. Gerade jetzt ist es richtig, solch ein Signal zu setzen, Standort- und Arbeitsplatzsicherung auch durch eine Steuerreform zum Zeitpunkt der EU-Erweiterung zu betreiben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das heißt: Wann, wenn nicht jetzt?, ist das Motto dieser Steuerreform.
Abg. Mag. Wurm: Weil sie zu wenig verdienen!
Warum? – Erstens werden noch mehr Menschen aus der Lohn- und Einkommensteuerpflicht entlastet. Zusätzlich 350 000 Österreicherinnen und Österreicher werden mit der ersten und zweiten Etappe keine Lohn- und Einkommensteuer mehr bezahlen. (Abg. Mag. Wurm: Weil sie zu wenig verdienen!) Das sind dann in Summe 2,55 Millionen oder 45 Prozent aller Steuerpflichtigen, die keine Lohn- und Einkommensteuer mehr bezahlen werden. – Das ist Faktum, meine Damen und Herren!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und drittens, meine Damen und Herren – und das irritiert mich, sage ich Ihnen sehr offen, weil Sie hier Ihre ideologischen Scheuklappen einfach nicht ablegen können; das ist die Wahrheit! –: Wir helfen bei den Familien dort, wo wir mit AlleinerzieherInnen oder AlleinverdienerInnen in Familien mit mehreren Kindern immer mit einer besonderen Armutssituation konfrontiert waren. Dort helfen wir, weil dort Hilfe notwendig ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich habe mir das Beispiel einer Alleinerzieherin mit zwei Kindern angeschaut, die ein monatliches Bruttoeinkommen von 1 300 € hat. Die Effekte der Steuerreform würden für diese Alleinerzieherin bedeuten, dass sie – mit den erhöhten Kinderzuschlägen bei Alleinerziehern und Alleinverdienern – im Jahr 2005 in Summe mit 876 € entlastet ist. Also: 876 € Entlastung! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
lichen Leben mehr hat. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben das gemacht und werden den Inhalt dieser Einkaufswagen einem Kinderdorf der SOS zur Verfügung stellen, damit auch dieser praktische Beweis erbracht wird. Wir helfen, wo Hilfe tatsächlich notwendig ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
lichen Leben mehr hat. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben das gemacht und werden den Inhalt dieser Einkaufswagen einem Kinderdorf der SOS zur Verfügung stellen, damit auch dieser praktische Beweis erbracht wird. Wir helfen, wo Hilfe tatsächlich notwendig ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Oder, nächstes Beispiel: eine allein stehende Pensionistin mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von 1 000 €. Sie hat bisher pro Jahr 788 € an Steuer gezahlt. In Zukunft wird sie 144 € bezahlen. – Eine Entlastung von 644 € durch unsere Steuerreform, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Ein weiteres Beispiel: ein Arbeiter-Ehepaar ohne Kinder; monatliches Einkommen des Mannes 2 300 €, der Frau 1 200 €. Bisher haben beide gemeinsam 5 481 € Steuer bezahlt. In Zukunft werden sie um 807 € entlastet. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) – Das ist die Realität, und das ist sozial, fair und gerecht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ein weiteres Beispiel: ein Arbeiter-Ehepaar ohne Kinder; monatliches Einkommen des Mannes 2 300 €, der Frau 1 200 €. Bisher haben beide gemeinsam 5 481 € Steuer bezahlt. In Zukunft werden sie um 807 € entlastet. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) – Das ist die Realität, und das ist sozial, fair und gerecht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Die „Neue Zürcher Zeitung“ schreibt diese Woche – und das ist hochinteressant –, ausgehend vom Kursanstieg von 34 Prozent im Leitindex ATX, der den Wiener Markt ganz massiv hervorhebt, einerseits, dass die Vollprivatisierung von Böhler-Uddeholm und Voest richtig war, trotz der Gegenschüsse der Oppositionspolitiker – zwischen Klammern steht: Sozialdemokraten und Grüne –, und andererseits, dass die über Erwarten stark gestiegene Performance an der Börse durch diese Steuerreform der Bundesregierung begründet ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Widerspruch bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Das ist offensive Wirtschaftspolitik, wie sie auch das Wifo in der Studie zur Steuerreform bestätigt: Das Wachstum wird durch die Steuerreform positiv beeinflusst, und die Arbeitsplätze werden in Österreich durch die Steuerreform mehr. – Das ist die Realität, das sind die Fakten, meine Damen und Herren. Keine Gegenfinanzierung – im Gegensatz zur SPÖ, die die Grundsteuer, die Erbschaftssteuer, die Schenkungssteuer und alles Mögliche anheben wollte. (Widerspruch bei der SPÖ.)
Lang anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.
Diese Steuerreform bedeutet eine Vereinfachung und selbstverständlich auch einen massiven Kampf gegen den Steuerbetrug. Diese Steuerreform trägt die Handschrift einer erfolgreichen Bundesregierung, unter Führung von Bundeskanzler Schüssel und Vizekanzler Gorbach. Diese Steuerreform trägt die Handschrift eines erfolgreichen Finanzministers, Karl-Heinz Grasser, und seines Staatssekretärs Alfred Finz. Diese Steuerreform wird die offensive Wirtschaftspolitik dieser Bundesregierung massiv stärken. Das Budget wird weiterhin in Ordnung bleiben. Diese Bundesregierung setzt die entsprechenden Wachstumsimpulse, und die BürgerInnen und die Wirtschaft werden im Interesse von Wirtschaft und Arbeit entlastet. – Das ist eine erfolgreiche und gute Politik für die Menschen in diesem Lande, und ich bin stolz darauf, meine Damen und Herren! (Lang anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie es wieder haben?
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Molterer, kommen wir wieder ein bisschen herunter! Wissen Sie, was mir an dem schönen Schild, das Sie hier hatten (Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie es wieder haben?), wo es, wenn ich mich richtig erinnere, hieß: weniger Steuern (Ruf bei der ÖVP: Mehr Geld zum Leben!) – danke für die Gedächtnishilfe: weniger Steuern, mehr Geld zum Leben –, nicht gefällt? – Sie suggerieren, dass Steuern etwas Lebensfeindliches sind. Natürlich: Ich zahle auch nicht gern Steuern, Sie zahlen nicht gern Steuern, niemand zahlt gern Steuern, aber ich bekenne mich dazu: Steuern sind notwendig, um bestimmte wichtige, essentielle, zukunftsträchtige öffentliche Aufgaben zu finanzieren. Das muss auch sein. (Beifall bei den Grünen und der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Mehr Geld zum Leben!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Molterer, kommen wir wieder ein bisschen herunter! Wissen Sie, was mir an dem schönen Schild, das Sie hier hatten (Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie es wieder haben?), wo es, wenn ich mich richtig erinnere, hieß: weniger Steuern (Ruf bei der ÖVP: Mehr Geld zum Leben!) – danke für die Gedächtnishilfe: weniger Steuern, mehr Geld zum Leben –, nicht gefällt? – Sie suggerieren, dass Steuern etwas Lebensfeindliches sind. Natürlich: Ich zahle auch nicht gern Steuern, Sie zahlen nicht gern Steuern, niemand zahlt gern Steuern, aber ich bekenne mich dazu: Steuern sind notwendig, um bestimmte wichtige, essentielle, zukunftsträchtige öffentliche Aufgaben zu finanzieren. Das muss auch sein. (Beifall bei den Grünen und der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Molterer, kommen wir wieder ein bisschen herunter! Wissen Sie, was mir an dem schönen Schild, das Sie hier hatten (Abg. Mag. Molterer: Wollen Sie es wieder haben?), wo es, wenn ich mich richtig erinnere, hieß: weniger Steuern (Ruf bei der ÖVP: Mehr Geld zum Leben!) – danke für die Gedächtnishilfe: weniger Steuern, mehr Geld zum Leben –, nicht gefällt? – Sie suggerieren, dass Steuern etwas Lebensfeindliches sind. Natürlich: Ich zahle auch nicht gern Steuern, Sie zahlen nicht gern Steuern, niemand zahlt gern Steuern, aber ich bekenne mich dazu: Steuern sind notwendig, um bestimmte wichtige, essentielle, zukunftsträchtige öffentliche Aufgaben zu finanzieren. Das muss auch sein. (Beifall bei den Grünen und der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen
Ich sage Ihnen ganz offen: Im Bereich der Universitäten, im Bereich von Forschung und Entwicklung, im Bereich des Umbaus des gesamten Bildungswesens, von den Kindergärten bis zur Erwachsenenbildung, haben wir enormen Aufholbedarf – und das wird auch den Staat etwas kosten, nicht nur die Privaten. Und ich finde, Herr Kollege Molterer, es gehört schon auch ein bisschen zur „political leadership“, auch das den Leuten hin und wieder zu sagen (Beifall bei den Grünen): Diese Steuern verschwinden nicht alle in einem schwarzen Loch, sondern werden für Folgendes verwendet.
Abg. Wittauer: Da werden sich aber die Frauen, die Alleinerzieherinnen sind, freuen ...!
Und deswegen sind wir, die Grünen, der Meinung, Ihre 2,5 Milliarden sind zu viel. Wir hätten uns ungefähr auf die Hälfte verständigen können bei der Lohn- und Einkommensteuer und dort die Priorität gesetzt für die unteren und untersten Einkommen, bis etwa zum Medianeinkommen. (Abg. Wittauer: Da werden sich aber die Frauen, die Alleinerzieherinnen sind, freuen ...!) Das wollen Sie jetzt nicht hören, aber das ist ein ehrliches Programm, das kein Loch im Budget aufreißt, ein Programm, das es möglich macht, dass wir dann, spätestens nach den nächsten Wahlen, nicht wieder die Probleme haben: im Bildungswesen, bei den Kindergärten, bei den Voraussetzungen der Frauenerwerbstätigkeit. Wenn Sie die Frauenerwerbstätigkeit ernst nehmen, wie Sie heute behauptet haben, dann erhöhen Sie doch bitte nicht den Alleinverdienerabsetzbetrag für Männer. Das ist doch absurd! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Der ist für beide gleich! Der ist geschlechtsneutral!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Der ist für beide gleich! Der ist geschlechtsneutral!
Und deswegen sind wir, die Grünen, der Meinung, Ihre 2,5 Milliarden sind zu viel. Wir hätten uns ungefähr auf die Hälfte verständigen können bei der Lohn- und Einkommensteuer und dort die Priorität gesetzt für die unteren und untersten Einkommen, bis etwa zum Medianeinkommen. (Abg. Wittauer: Da werden sich aber die Frauen, die Alleinerzieherinnen sind, freuen ...!) Das wollen Sie jetzt nicht hören, aber das ist ein ehrliches Programm, das kein Loch im Budget aufreißt, ein Programm, das es möglich macht, dass wir dann, spätestens nach den nächsten Wahlen, nicht wieder die Probleme haben: im Bildungswesen, bei den Kindergärten, bei den Voraussetzungen der Frauenerwerbstätigkeit. Wenn Sie die Frauenerwerbstätigkeit ernst nehmen, wie Sie heute behauptet haben, dann erhöhen Sie doch bitte nicht den Alleinverdienerabsetzbetrag für Männer. Das ist doch absurd! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Der ist für beide gleich! Der ist geschlechtsneutral!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich kenne genug einfache Leute, ohne akademische Ausbildung, ohne Matura, die sich echt schwer tun, trotzdem aber im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihre Leistung erbringen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Wachstumspaket!
Wenn Sie wachstumspolitische Prioritäten gesetzt hätten – nachhaltige, nicht kurzfristige –, dann hätten Sie nicht übersehen dürfen, dass wir im Bereich der Forschungs- und Entwicklungsausgaben der Wirtschaft, der Industrie nach wie vor großen Nachholbedarf haben. (Abg. Mag. Molterer: Wachstumspaket!) – Wachstumspaket. (Abg.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Mag. Molterer: Das haben Sie sehr gelobt! Das haben Sie begrüßt!) Wenn das alles ist, was Sie bisher paketiert haben, wenn Sie davon erwarten, dass das auf dem Postweg höheres Wachstum bringt, dann gute Nacht! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Im Bereich Forschung und Entwicklung – das wissen Sie ebenso gut wie ich – ist gemeinsames Ziel aller vier Parlamentsparteien: 2,5 Prozent bis zum Jahr 2006. Das sind noch zwei Jahre, und es fehlt ein halber Prozentpunkt des BIP. Das hört sich so wenig an, aber – nur für die Zuhörer – das ist 1 Milliarde € pro Jahr! Und Sie schenken den Kapitalgesellschaften einfach so 1 Milliarde durch Senkung der KöSt!? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Wissen Sie, was ich gemacht hätte? Ich hätte gesagt: Okay, Leute, reden wir über die Senkung der Körperschaftssteuer. Aber was ist mit eurem Beitrag für die Forschungs- und Entwicklungsausgaben? Was ist zweitens mit dieser Kampagne der Industriellenvereinigung gegen die Kyoto-Ziele? Stellt ihr das endlich ein oder nicht? – Darüber hätte ich eine Vereinbarung mit der Industriellenvereinigung getroffen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Das stimmt ja nicht!
Die Verwirklichung der Kyoto-Ziele, das heißt das Klimaschutzabkommen, kostet die Industrie vielleicht 10 Millionen € im Jahr, und sie bekommt 1 Milliarde € im Jahr durch die Senkung der Körperschaftssteuer. Gibt es da irgendeine Vereinbarung, dass das eine vielleicht auch berücksichtigt werden wird? – Nein, die gibt es nicht. (Abg. Mag. Molterer: Das stimmt ja nicht!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Man fragt sich schon, wie die Industriellenvereinigung jetzt mit einem gewissen Recht sagen kann, diese 280 000 € – soweit wir heute wissen, vielleicht wird es ja noch mehr – für die Homepage des Finanzministers waren die best rentierende Investition in der Geschichte der Industriellenvereinigung. Das steht fest, das kann ich nicht einmal bestreiten. Solche Renditen gibt es sonst nirgends. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Hinter mir sitzt aber auch jemand, der seit sieben Monaten jede Aufklärung darüber schuldig bleibt, wie er es mit seinen steuerpolitischen Erklärungen hält, mit seinen eigenen Steuererklärungen und mit den Steuererklärungen des „Vereins der Freunde des Weihrauchs für Karl-Heinz Grasser“. (Beifall bei den Grünen.) Seit sieben Monaten warten wir auf eine Aufklärung dieser Affäre. Herr Kollege Scheibner von der FPÖ! Karl-Heinz Grasser war einmal einer von Ihnen, aber das kümmert Sie null.
Abg. Wattaul: Sind Sie Richter?
Karl-Heinz Grasser steht im Verdacht, persönlich Abgaben verkürzt zu haben, im Wege der Vorträge bei Banken und anderen Institutionen, und dieser Verein, dessen Chef bekanntlich sein Kabinettschef ist und dessen Rechnungsprüfer der höchste Steuerbeamte des Finanzministeriums ist, ist schenkungssteuerpflichtig. (Abg. Wattaul: Sind Sie Richter?) Das sagt die Mehrheit der Richter des Verwaltungsgerichtshofs, der Steuerrechtler und so weiter, nur Herr Finz sagt, alles sei in Ordnung; Herr Finz, der uns neuerdings als Kandidat für das Amt des Rechnungshofpräsidenten serviert wird. (Abg. Dr. Puswald: Um Gottes willen!)
Abg. Dr. Puswald: Um Gottes willen!
Karl-Heinz Grasser steht im Verdacht, persönlich Abgaben verkürzt zu haben, im Wege der Vorträge bei Banken und anderen Institutionen, und dieser Verein, dessen Chef bekanntlich sein Kabinettschef ist und dessen Rechnungsprüfer der höchste Steuerbeamte des Finanzministeriums ist, ist schenkungssteuerpflichtig. (Abg. Wattaul: Sind Sie Richter?) Das sagt die Mehrheit der Richter des Verwaltungsgerichtshofs, der Steuerrechtler und so weiter, nur Herr Finz sagt, alles sei in Ordnung; Herr Finz, der uns neuerdings als Kandidat für das Amt des Rechnungshofpräsidenten serviert wird. (Abg. Dr. Puswald: Um Gottes willen!)
Abg. Scheibner: Ich habe noch gar nichts gesagt!
Ich will Ihnen aber sagen, was ich fast noch schlimmer finde als diese Steuergeschichte, Herr Kollege Molterer und Herr Kollege Scheibner! (Abg. Scheibner: Ich habe noch gar nichts gesagt!) Dass hier der dringende Verdacht der Steuerhinterziehung vorliegt, ist sonnenklar, aber was fast noch schlimmer ist: Stellen wir uns einmal vor, dieses Verhalten reißt ein!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich sage Ihnen: Dieser Korruptionsverdacht, in den er sich begibt durch diese Handlungsweise und durch die Nichtaufklärung seit nun mehr als sieben Monaten, das ist für mich ein Standortrisiko. Das kann sich Österreich nicht bieten lassen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ja, meine Damen und Herren von der Opposition, wir haben bewusst eine höhere Steuerentlastung ausgearbeitet, als Ihnen von den Grünen vielleicht lieb ist. Ja, meine Damen und Herren von der Opposition, wir haben bewusst auf Gegenfinanzierungen, auf Steuererhöhungen verzichtet. Das Programm der österreichischen Bundesregierung der letzten vier Jahre war es: zuerst den Rekordschuldenberg, den uns die SPÖ-geführte Regierung hinterlassen hat, zu sanieren und dann darauf zu achten, dass bei sinkender Konjunktur auch entsprechende wirtschaftsbelebende Maßnahmen gesetzt werden. Und jetzt, wo wir diese Aufgaben erfüllt haben, wo wir uns auch den Spielraum im Budget dafür geschaffen haben, können wir die zugegebenermaßen hohe Steuer- und Abgabenquote massiv absenken. – Das ist die Politik der Bundesregierung der letzten vier Jahre, und dem haben Sie halt wenig entgegenzusetzen, meine Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Ich habe das nicht vorgeschlagen!
Herr Kollege Gusenbauer! Wir wollen eben nicht – wie Sie das vorgeschlagen haben – die Erbschaftssteuer erhöhen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Ich habe das nicht vorgeschlagen!) Aber Ihre Partei! Was heißt, nicht Sie? Muss man jetzt schon unterscheiden zwischen dem, was der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei sagt, und dem, was die Partei meint? Ist die Kluft zwischen Ihnen und der Partei schon so groß geworden, dass man diese Unterscheidung treffen muss, Herr Kollege Gusenbauer?
Abg. Mag. Hans Moser: Schwachsinn!
Ich weiß, dass Sie die Gegenfinanzierung wollten: Steuererhöhungen bei der Erbschaftssteuer, bei der Vermögensteuer und bei der Grundsteuer. Aber, meine Damen und Herren, was bedeutet denn eine Erhöhung der Grundsteuer? Das heißt ja nicht – so wie Sie es in Ihrem ideologischen Weltbild vielleicht vorgeben wollen –, dass irgendwelche Großgrundbesitzer mehr für ihre Besitzungen zahlen müssen. Nein! Sie wissen ganz genau, dass eine Erhöhung der Grundsteuer auch jeden Mieter, jeden Wohnungsmieter trifft, weil das über die Betriebskosten übergewälzt wird. Und das wollen wir nicht, meine Damen und Herren! Das will die Sozialdemokratie – vielleicht nicht der Vorsitzende, aber die Sozialdemokratische Partei mit ihren Steuerkonzepten. (Abg. Mag. Hans Moser: Schwachsinn!) Wir haben gesagt, nein. Jetzt ist die Zeit für die größte Steuerentlastung der letzten Jahre und Jahrzehnte. Mehr als 3 Milliarden € für die Steuerzahler!
Abg. Mag. Hans Moser: Genau so ist es!
Meine Damen und Herren! Herr Gusenbauer, Sie haben gesagt: vielen nichts, manchen wenig und wenigen sehr viel. (Abg. Mag. Hans Moser: Genau so ist es!) Fast zweieinhalb Millionen Österreicher, die in Zukunft keine Steuern zahlen werden (Abg. Dr. Gusenbauer: Die zahlen ja schon bisher nichts!), 350 000 mehr als früher, sind das wenige, ist das nichts, meine Damen und Herren? Ist das nichts oder ist das wenig, wenn durch diese Steuerreform alle Steuerzahler entlastet werden, ausnahmslos alle Steuerzahler, Herr Kollege Gusenbauer? (Abg. Mag. Kogler: Das ist falsch!) Und ist das nichts, wenn wir wieder einen besonderen Schwerpunkt auf die Familien setzen? (Abg. Dr. Gusenbauer: Falscher Weg!) Sie sagen: falscher Weg. Genau darin unterscheiden wir uns – Gott sei Dank! – von Ihnen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Wir wollen den Frauen und den Familien die Wahlfreiheit geben, ob sie möglichst rasch ins Berufsleben zurückkehren oder ob sie sich mit Hilfe staatlicher Beihilfen stärker der Erziehung ihrer Kinder widmen wollen.
Abg. Dr. Gusenbauer: Die zahlen ja schon bisher nichts!
Meine Damen und Herren! Herr Gusenbauer, Sie haben gesagt: vielen nichts, manchen wenig und wenigen sehr viel. (Abg. Mag. Hans Moser: Genau so ist es!) Fast zweieinhalb Millionen Österreicher, die in Zukunft keine Steuern zahlen werden (Abg. Dr. Gusenbauer: Die zahlen ja schon bisher nichts!), 350 000 mehr als früher, sind das wenige, ist das nichts, meine Damen und Herren? Ist das nichts oder ist das wenig, wenn durch diese Steuerreform alle Steuerzahler entlastet werden, ausnahmslos alle Steuerzahler, Herr Kollege Gusenbauer? (Abg. Mag. Kogler: Das ist falsch!) Und ist das nichts, wenn wir wieder einen besonderen Schwerpunkt auf die Familien setzen? (Abg. Dr. Gusenbauer: Falscher Weg!) Sie sagen: falscher Weg. Genau darin unterscheiden wir uns – Gott sei Dank! – von Ihnen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Wir wollen den Frauen und den Familien die Wahlfreiheit geben, ob sie möglichst rasch ins Berufsleben zurückkehren oder ob sie sich mit Hilfe staatlicher Beihilfen stärker der Erziehung ihrer Kinder widmen wollen.
Abg. Mag. Kogler: Das ist falsch!
Meine Damen und Herren! Herr Gusenbauer, Sie haben gesagt: vielen nichts, manchen wenig und wenigen sehr viel. (Abg. Mag. Hans Moser: Genau so ist es!) Fast zweieinhalb Millionen Österreicher, die in Zukunft keine Steuern zahlen werden (Abg. Dr. Gusenbauer: Die zahlen ja schon bisher nichts!), 350 000 mehr als früher, sind das wenige, ist das nichts, meine Damen und Herren? Ist das nichts oder ist das wenig, wenn durch diese Steuerreform alle Steuerzahler entlastet werden, ausnahmslos alle Steuerzahler, Herr Kollege Gusenbauer? (Abg. Mag. Kogler: Das ist falsch!) Und ist das nichts, wenn wir wieder einen besonderen Schwerpunkt auf die Familien setzen? (Abg. Dr. Gusenbauer: Falscher Weg!) Sie sagen: falscher Weg. Genau darin unterscheiden wir uns – Gott sei Dank! – von Ihnen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Wir wollen den Frauen und den Familien die Wahlfreiheit geben, ob sie möglichst rasch ins Berufsleben zurückkehren oder ob sie sich mit Hilfe staatlicher Beihilfen stärker der Erziehung ihrer Kinder widmen wollen.
Abg. Dr. Gusenbauer: Falscher Weg!
Meine Damen und Herren! Herr Gusenbauer, Sie haben gesagt: vielen nichts, manchen wenig und wenigen sehr viel. (Abg. Mag. Hans Moser: Genau so ist es!) Fast zweieinhalb Millionen Österreicher, die in Zukunft keine Steuern zahlen werden (Abg. Dr. Gusenbauer: Die zahlen ja schon bisher nichts!), 350 000 mehr als früher, sind das wenige, ist das nichts, meine Damen und Herren? Ist das nichts oder ist das wenig, wenn durch diese Steuerreform alle Steuerzahler entlastet werden, ausnahmslos alle Steuerzahler, Herr Kollege Gusenbauer? (Abg. Mag. Kogler: Das ist falsch!) Und ist das nichts, wenn wir wieder einen besonderen Schwerpunkt auf die Familien setzen? (Abg. Dr. Gusenbauer: Falscher Weg!) Sie sagen: falscher Weg. Genau darin unterscheiden wir uns – Gott sei Dank! – von Ihnen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Wir wollen den Frauen und den Familien die Wahlfreiheit geben, ob sie möglichst rasch ins Berufsleben zurückkehren oder ob sie sich mit Hilfe staatlicher Beihilfen stärker der Erziehung ihrer Kinder widmen wollen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Herr Gusenbauer, Sie haben gesagt: vielen nichts, manchen wenig und wenigen sehr viel. (Abg. Mag. Hans Moser: Genau so ist es!) Fast zweieinhalb Millionen Österreicher, die in Zukunft keine Steuern zahlen werden (Abg. Dr. Gusenbauer: Die zahlen ja schon bisher nichts!), 350 000 mehr als früher, sind das wenige, ist das nichts, meine Damen und Herren? Ist das nichts oder ist das wenig, wenn durch diese Steuerreform alle Steuerzahler entlastet werden, ausnahmslos alle Steuerzahler, Herr Kollege Gusenbauer? (Abg. Mag. Kogler: Das ist falsch!) Und ist das nichts, wenn wir wieder einen besonderen Schwerpunkt auf die Familien setzen? (Abg. Dr. Gusenbauer: Falscher Weg!) Sie sagen: falscher Weg. Genau darin unterscheiden wir uns – Gott sei Dank! – von Ihnen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Wir wollen den Frauen und den Familien die Wahlfreiheit geben, ob sie möglichst rasch ins Berufsleben zurückkehren oder ob sie sich mit Hilfe staatlicher Beihilfen stärker der Erziehung ihrer Kinder widmen wollen.
Abg. Dr. Gusenbauer: Wieso machen Sie dann nichts?
Kinderbetreuungseinrichtungen – das ist richtig und wichtig, keine Frage (Abg. Dr. Gusenbauer: Wieso machen Sie dann nichts?), aber Sie wollen die Frauen in den Arbeitsprozess zwingen, weil die es sich nach Ihren Modellen nämlich nicht leisten können, bei den Kindern zu Hause zu bleiben.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Stolz auf den falschen Weg!
Wir haben mit dem Kinderbetreuungsgeld den Familien mehr als 1 Milliarde € pro Jahr gegeben. Wir setzen jetzt mit der Erhöhung der Alleinverdienerabsetzbeträge wieder 200 Millionen € pro Jahr für die Familien frei. Das gibt den Familien die Wahlfreiheit, meine Damen und Herren! Das ist freiheitliches Konzept, das ist Konzept dieser Bundesregierung – das ist nicht sozialdemokratisches Konzept in der Familienpolitik –, und darauf sind wir stolz. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Stolz auf den falschen Weg!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Das merkt aber niemand!
Herr Abgeordneter Gusenbauer, Sie sagen, das, was der Bundeskanzler und der Vizekanzler hier in Bezug auf die Wirtschaftsförderung vorgebracht haben, sei alles nicht richtig und die Voest arbeite schon seit vier Jahren an einem großen Investitionsprogramm. Ja, natürlich tut sie das, und damit bestätigen Sie auch den Kurs dieser Bundesregierung, denn – vielleicht haben Sie es schon vergessen, aber dieser Tag jährt sich jetzt schon bald das vierte Mal – vor vier Jahren hat diese schwarz-blaue Bundesregierung ihre Arbeit begonnen und hat auch wieder Hoffnung geschaffen für den Wirtschaftsstandort Österreich, auch für so große und gute Betriebe wie die Voest. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das merkt aber niemand!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sie ziehen diese guten Betriebe immer wieder für Ihre Wahlpropaganda heran und verunsichern die Menschen, das ist Ihre Politik. – Wir schaffen Ruhe, wir schaffen Konsequenz, wir schaffen Vertrauen, auch in der Wirtschaft, und deshalb ist auch die von Ihnen abgelehnte Senkung der Körperschaftssteuer wichtig, um wieder Vertrauen für den Wirtschaftsstandort Österreich aufzubauen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Das ist ja kein Schlusspunkt!
Herr Kollege Van der Bellen, Sie glauben anscheinend, dass die Öffentlichkeit ein kurzes Gedächtnis hat. Sie verlangen jetzt Investitionsmaßnahmen, Sie verlangen jetzt Konjunktur belebende Maßnahmen. Sie selbst haben das Wachstumspaket, das wir hier vor wenigen Wochen diskutiert haben, in weiten Teilen begrüßt. (Abg. Dr. Van der Bellen: Das ist ja kein Schlusspunkt!) Man sollte nicht vergessen, dass das ein Paket ist, das Steuerentlastung, Wirtschaftsförderung und Investitionsförderung beinhaltet. Milliardeninvestitionen in Forschung und Entwicklung (Abg. Dr. Van der Bellen: Sagen Sie das den jungen Wissenschaftlern!), Milliardeninvestitionen in die Infrastruktur! All das wollen Sie nicht wahrhaben, meine Damen und Herren!
Abg. Dr. Van der Bellen: Sagen Sie das den jungen Wissenschaftlern!
Herr Kollege Van der Bellen, Sie glauben anscheinend, dass die Öffentlichkeit ein kurzes Gedächtnis hat. Sie verlangen jetzt Investitionsmaßnahmen, Sie verlangen jetzt Konjunktur belebende Maßnahmen. Sie selbst haben das Wachstumspaket, das wir hier vor wenigen Wochen diskutiert haben, in weiten Teilen begrüßt. (Abg. Dr. Van der Bellen: Das ist ja kein Schlusspunkt!) Man sollte nicht vergessen, dass das ein Paket ist, das Steuerentlastung, Wirtschaftsförderung und Investitionsförderung beinhaltet. Milliardeninvestitionen in Forschung und Entwicklung (Abg. Dr. Van der Bellen: Sagen Sie das den jungen Wissenschaftlern!), Milliardeninvestitionen in die Infrastruktur! All das wollen Sie nicht wahrhaben, meine Damen und Herren!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir schaffen damit die Rahmenbedingungen, dass die Betriebe in Österreich wieder gut wirtschaften können und damit auch stabile Arbeitsplätze schaffen. Das ist Politik dieser Bundesregierung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
mit fünf Steuerreformen wahrscheinlich nicht erreichen. Das war Ihre Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Hans Moser: Lesen Sie die heutigen!
Das sagen nicht nur wir. Man braucht sich ja nur die Rechnungshofberichte der damaligen Zeit anzusehen, in denen auch Ihre Strukturanpassungsgesetze 1996 beurteilt wurden, meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Hans Moser: Lesen Sie die heutigen!) Das hören Sie nicht gerne, aber das muss man Ihnen immer wieder vorhalten und der Bevölkerung auch sagen, wohin derartige Konzepte führen, denn das kennen wir ja alles. (Abg. Mag. Hans Moser: Schnee von gestern!) – Schnee von gestern, aber wir mussten diesen Schnee, den Sie, meine Damen und Herren, auf die Straßen Österreichs gestreut haben, wegräumen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Hans Moser: Schnee von gestern!
Das sagen nicht nur wir. Man braucht sich ja nur die Rechnungshofberichte der damaligen Zeit anzusehen, in denen auch Ihre Strukturanpassungsgesetze 1996 beurteilt wurden, meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Hans Moser: Lesen Sie die heutigen!) Das hören Sie nicht gerne, aber das muss man Ihnen immer wieder vorhalten und der Bevölkerung auch sagen, wohin derartige Konzepte führen, denn das kennen wir ja alles. (Abg. Mag. Hans Moser: Schnee von gestern!) – Schnee von gestern, aber wir mussten diesen Schnee, den Sie, meine Damen und Herren, auf die Straßen Österreichs gestreut haben, wegräumen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das sagen nicht nur wir. Man braucht sich ja nur die Rechnungshofberichte der damaligen Zeit anzusehen, in denen auch Ihre Strukturanpassungsgesetze 1996 beurteilt wurden, meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Hans Moser: Lesen Sie die heutigen!) Das hören Sie nicht gerne, aber das muss man Ihnen immer wieder vorhalten und der Bevölkerung auch sagen, wohin derartige Konzepte führen, denn das kennen wir ja alles. (Abg. Mag. Hans Moser: Schnee von gestern!) – Schnee von gestern, aber wir mussten diesen Schnee, den Sie, meine Damen und Herren, auf die Straßen Österreichs gestreut haben, wegräumen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Völlig falsch! – Abg. Mag. Hans Moser: 330 000 Arbeitslose!
Der Rechnungshof meint zu Ihren Maßnahmen in den neunziger Jahren, dass diese das Wachstum in Österreich gedämpft haben, dass sie die verfügbaren persönlichen Einkommen geschmälert haben und die Arbeitslosenquote haben ansteigen lassen, dass auch sozial Schwächere betroffen gewesen sind. – Das war Ihre Politik, meine Damen und Herren! Wir vertreten eine Politik, dass alle entlastet werden, dass alle Vorteile haben und dass auch die Wirtschaft die notwendigen Rahmenbedingungen für eine entsprechende Entfaltung verdient. (Abg. Dr. Gusenbauer: Völlig falsch! – Abg. Mag. Hans Moser: 330 000 Arbeitslose!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Völliger Unsinn war Ihre Politik damals: Schulden machen, Wahlzuckerl vergeben, die überhaupt nichts bewirkt haben, auch keine Wahlerfolge Ihrerseits, die aber wir dann, wie etwa die Steuerreform 2000, finanzieren mussten. Das war Ihre Politik – Gott sei Dank ist das jetzt anders! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten bei der Wahrheit bleiben, glaube ich!
Meine Damen und Herren! Ich verstehe eines auch nicht ... (Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten bei der Wahrheit bleiben, glaube ich!) Ja, für die Wahrheit in diesen Fragen sind Sie ja der beste Anwalt.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Diese Steuerreform, von Haider und Grasser ausgearbeitet, meine Damen und Herren, ist ein wirklich epochales Paket, und dem haben Sie leider nichts hinzuzufügen und nichts entgegenzusetzen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Das ist Ihr Problem. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) – Endlich, Herr Kollege Puswald, ich habe schon auf Ihre Zwischenrufe gewartet. Sie sind nur leider nicht verständlicher geworden, weil Sie noch immer in der letzten Reihe sitzen. Vielleicht ändert sich das ja in der Zukunft irgendwann einmal.
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Diese Steuerreform, von Haider und Grasser ausgearbeitet, meine Damen und Herren, ist ein wirklich epochales Paket, und dem haben Sie leider nichts hinzuzufügen und nichts entgegenzusetzen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Das ist Ihr Problem. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) – Endlich, Herr Kollege Puswald, ich habe schon auf Ihre Zwischenrufe gewartet. Sie sind nur leider nicht verständlicher geworden, weil Sie noch immer in der letzten Reihe sitzen. Vielleicht ändert sich das ja in der Zukunft irgendwann einmal.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, danke zu sagen!
Deshalb, meine Damen und Herren: Kommen Sie endlich zur Einsicht, dass wir in Österreich handlungsfähige Politiker brauchen, die konstruktive Vorschläge machen und nicht epochale Entlastungspakete, Wirtschaftsförderungspakete mies machen! Sie sind eingeladen, die Anträge – darunter auch ein Entschließungsantrag, den wir heute einbringen werden – zu unterstützen und damit eindeutig ein Signal in Richtung Entlastung der Bürger zu geben. Seien Sie nicht dagegen, meine Damen und Herren, dass gerade Bezieher von kleinen und mittleren Einkommen Hunderte an Euro mehr in der Geldbörse behalten können, denn das müssen Sie dann ihnen und Ihren Wählern gegenüber verantworten! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, danke zu sagen!)
Abg. Wattaul: Eine tolle Rede war das!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Klubobmann Scheibner! Weder ist das Steuerpaket, die Steuerreform epochal, noch war Ihre Rede jetzt epochal. (Abg. Wattaul: Eine tolle Rede war das!) Sie wissen ganz genau, dass der Vorwurf, wir würden für Steuererhöhungen eintreten, Unsinn ist. Diejenigen, die für Steuererhöhungen und Abgabenerhöhungen verantwortlich sind und dafür eintreten, sitzen allesamt auf der Regierungsbank. Und Sie machen ihnen die Mauer – das ist das Problem dabei. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Klubobmann Scheibner! Weder ist das Steuerpaket, die Steuerreform epochal, noch war Ihre Rede jetzt epochal. (Abg. Wattaul: Eine tolle Rede war das!) Sie wissen ganz genau, dass der Vorwurf, wir würden für Steuererhöhungen eintreten, Unsinn ist. Diejenigen, die für Steuererhöhungen und Abgabenerhöhungen verantwortlich sind und dafür eintreten, sitzen allesamt auf der Regierungsbank. Und Sie machen ihnen die Mauer – das ist das Problem dabei. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Und Österreich ist nicht Teil von Europa?
Der zweite Punkt, den man dann noch im Vorhinein klären muss, ist das ewige Hinhacken auf Wien. Herr Klubobmann Molterer! Diese Regierung sitzt nicht in Gigritzpotschen, sondern in der Bundeshauptstadt Wien. Wien ist Teil von Österreich. Und Sie wissen ganz genau, dass man daher Wien nicht loskoppeln kann. (Abg. Scheibner: Und Österreich ist nicht Teil von Europa?)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Wenn Sie die öffentlichen Investitionen halbieren und der Personalabbau vor allem Wien trifft, dann sind Sie für die Arbeitsmarktentwicklung im Raum Wien verantwortlich! Und Sie wissen, dass außerdem noch 200 000 Menschen aus den umliegenden Bundesländern auf dem Wiener Arbeitsmarkt Arbeit suchen und Arbeit finden. Hören Sie auf, Wien schlecht zu machen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Dürftiger Applaus bei der SPÖ!
heutige Auftritt: Lob für den wackelnden Finanzminister! Das war der Sinn der heutigen Erklärung. Das ist die wirkliche Zielsetzung, die Sie hier gehabt haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Dürftiger Applaus bei der SPÖ!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Der Herr Bundeskanzler sagt: Jeder zahlt gerne weniger Steuer. Da gibt es in seiner Regierung einen, der zahlt am liebsten gar keine Steuer! Nur ist er derjenige, der die Steuern in diesem Land eintreibt. Also diese Vorbildwirkung ist ja verheerend. Er sagt: Komm her, lieber Österreicher, gib mir schön die Steuer, aber ich bin ein Tricksler, ich weiß, wie man am besten keine Steuer zahlt. Du weißt das nicht? – So ein Pech! Dann bemüh dich eben ein bisschen! Vielleicht schaffst du es das nächste Mal, wenn ich wieder komme und deine Steuerschilling haben will. – Das ist eine Moral, die wir nicht akzeptieren und daher verurteilen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Was ist die Gegenleistung, Herr Finanzminister? Denn wie hat Herr Lorenz Fritz von der Industriellenvereinigung so schön am 18. Juni im „Kurier“ gesagt: Natürlich geben wir Geld nicht für nichts aus. Es geht nicht um den unmittelbaren Nutzen. – Was ist dann der Nutzen? Was ist der mittelbare Nutzen? Er wird ja wohl nicht Windeln eingefordert haben, nachdem für seine Fördergelder Ihre Baby- und Teeny-Fotos auf der Homepage waren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Mainoni: Ganz etwas Neues!
Daher werden wir heute – und das tue ich hiermit – folgenden Antrag einbringen (Abg. Mag. Mainoni: Ganz etwas Neues!):
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
(Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Ausgezeichnet!
Ich habe die heutige Rede des Bundeskanzlers und des Vizekanzlers sehr genau verfolgt. (Abg. Mag. Molterer: Ausgezeichnet!) Wissen Sie, was mir aufgefallen ist? – Mir ist aufgefallen, dass Sie bei dem Ganzen leicht sektenähnliche Elemente eingebaut haben. Der Bundes- und der Vize-Guru erklären hier so quasi gerade mal die Welt, und Sie applaudieren sich dann mit glücklich strahlenden Gesichtern die Hände wund. Sie haben ein Bild abgegeben, muss ich Ihnen sagen, das der Ausübung des freien Mandates wahrlich nicht würdig ist. Sie sitzen hier, nur damit man im Fernsehen sieht, wie begeistert Sie von dieser Nichtsteuerreform und von diesem Lob für den Finanzminister sind, wie solidarisch Sie hinter diesen Maßnahmen der Regierung stehen. Sie sitzen hier glücklich strahlend wie bei einer Sektenversammlung und zeigen, dass Sie froh darüber sind, dass Sie hier sitzen, jubeln und den Weihrauch austeilen dürfen.
Beifall bei der SPÖ.
training gehabt – eine neue Sportdisziplin, die Sie hier eingeführt haben. Das ist das, was Ihnen hier gelungen ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Widerspruch bei der ÖVP.
Das zeigt aber Ihre Schwäche! Das zeigt Ihr schlechtes Gewissen! Das zeigt, dass Sie in Wahrheit in den letzten Wochen erkannt haben, dass Ihre Steuerreform danebengegangen ist. Die Wirtschaft hat das kritisiert. (Widerspruch bei der ÖVP.) Die Medien haben das kritisiert, und in der Bevölkerung sind alle der Meinung, dass sie von dieser Steuerreform nichts haben. Und der Wirtschaftsstandort ist ebenfalls nicht gesichert. Das haben Sie heute mit dieser Übertreibung sehr sichtbar dargestellt. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Das zeigt aber Ihre Schwäche! Das zeigt Ihr schlechtes Gewissen! Das zeigt, dass Sie in Wahrheit in den letzten Wochen erkannt haben, dass Ihre Steuerreform danebengegangen ist. Die Wirtschaft hat das kritisiert. (Widerspruch bei der ÖVP.) Die Medien haben das kritisiert, und in der Bevölkerung sind alle der Meinung, dass sie von dieser Steuerreform nichts haben. Und der Wirtschaftsstandort ist ebenfalls nicht gesichert. Das haben Sie heute mit dieser Übertreibung sehr sichtbar dargestellt. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Meine Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Cap, eines unterscheidet uns: Wir können stolz sein auf unsere Regierungsspitze! Bei Ihnen ist es ein bisschen etwas anderes, wenn ich mir Ihre Spitze anschaue. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Bundeskanzler und Vizekanzler haben heute gesagt, der Vergleich macht uns sicher. Wie wahr ist das! Seit der politischen Wende im Frühjahr 2000 hat die Bundesregierung einen erfolgreichen Kurs im Hinblick auf Arbeitsplätze, Einkommenschancen und soziale Sicherheit gefahren. Wir sehen das an den Daten und Fakten. Und wir leben auf keiner Insel. Wir haben es gehört: Doppelt so hohes Wirtschaftswachstum wie in der Eurozone, halb so hohe Arbeitslosigkeit wie in der Eurozone, halb so hohe Preissteigerung wie in der Eurozone und beim Budgetdefizit ein Drittel dessen, was der Durchschnitt der EU ist, ganz zu schweigen von Rot-Grün in Deutschland oder vom Defizit in Frankreich. Das ist erfolgreiche Wirtschaftspolitik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das, lieber Kollege Cap, ist auch der wahre Grund für Ihren Misstrauensantrag. Sie wollen damit ablenken von einer unglaublich erfolgreichen Politik, Sie wollen ablenken von einem sehr erfolgreichen Finanzminister. Sie hoffen, mit einer Schmutzkübel-Kampagne, mit Kriminalisierung und Skandalisierung diese Leistungsbilanz zu beeinträchtigen. Unterschätzen Sie nicht die Intelligenz der Bürgerinnen und Bürger, die solch ein Manöver sehr leicht durchschauen, Herr Kollege Cap! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Ich auch!
Ich sage jetzt noch etwas, es gibt nämlich einen zweiten Vergleich – ich habe es früher auch meinem Klubobmann gesagt –: Ich bin dankbar für jede Plenarsitzung, die vom Fernsehen live übertragen wird. (Abg. Scheibner: Ich auch!) Denn auch ein anderer Vergleich macht uns sicher, Herr Kollege Cap: Die TV-Konsumenten sehen, da gibt es zwei Parteien, die für das Land, für die Zukunft des Landes arbeiten, und da gibt es
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
zwei andere Parteien, die eine Schmutzkübelkampagne machen und Skandalisierung betreiben. Auch dieser Vergleich macht uns sicher, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Mich freut auch eine andere Wende, ich würde fast sagen eine europäische Wende. Sie haben heute die Zitate gehört: „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Neue Zürcher Zeitung“, andere angesehene Zeitungen des Auslandes. Was ist das für eine Wende? – Jene europäischen Länder, die noch vor knapp vier Jahren Sanktionen gegen Österreich verhängt haben, bewundern heute die Leistung dieser Bundesregierung. Das ist auch eine europäische Wende, auf die wir stolz sein können, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wir sehen auch hier wieder: Nichts ist so erfolgreich wie der Erfolg. Und diese Bundesregierung ist erfolgreich im Bereich Arbeit, Wirtschaft und Familie. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Frau Kollegin, lassen Sie mich noch etwas sagen: Diese Leistungskennzahlen bestätigen auch die Richtigkeit jenes Weges, den diese Bundesregierung von Haus aus mit drei wichtigen strategischen Zielen umschrieben hat. Erstens: Stabilität im Staatshaushalt – daran führt kein Weg vorbei. Zweitens: Investitionen in die Zukunft – es ist noch nie so viel in die Zukunft des Landes, in Forschung, Entwicklung und Infrastruktur investiert worden wie unter dieser Bundesregierung. Und drittens: Entlastung der Bürger und der Betriebe, größte Steuerentlastung in der Geschichte der Zweiten Republik. Das ist konzertierte Wirtschaftspolitik, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich war vorgestern bei einem großen Empfang der Gmünder Wirtschaft, also an der Grenze Österreich–Tschechien. Dort waren vielleicht 3 Prozent Industrielle, aber 97 Prozent Vertreter von Klein- und Mittelbetrieben. Ich darf Ihnen von dort berichten: Das Vertrauen in diese Bundesregierung, diese Aufbruchsstimmung, ist ein Ergebnis dieser Politik der Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Kollege Gusenbauer hat am Beispiel der Voest gemeint, die Erklärung des Bundeskanzlers herabspielend, ja die Voest hätte doch sowieso investiert, da gibt es ein Programm 2010. – Das ist völlig richtig. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Die Frage ist nur, wo investiert wird, Frau Kollegin. Generaldirektor Eder hat sehr richtig vor dieser Steuerreform gesagt, es werde ernsthaft überlegt, ob diese 1 Milliarde € im Ausland oder in Österreich investiert werden soll. Und der gleiche Generaldirektor Eder hat nach der Steuerreform gesagt: Jetzt ist alles klar, wir investieren diese 1 Milliarde € in Österreich. – Das ist der Unterschied! Auch dieser Vergleich macht uns sicher, Herr Kollege Gusenbauer. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Kollege Gusenbauer hat am Beispiel der Voest gemeint, die Erklärung des Bundeskanzlers herabspielend, ja die Voest hätte doch sowieso investiert, da gibt es ein Programm 2010. – Das ist völlig richtig. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Die Frage ist nur, wo investiert wird, Frau Kollegin. Generaldirektor Eder hat sehr richtig vor dieser Steuerreform gesagt, es werde ernsthaft überlegt, ob diese 1 Milliarde € im Ausland oder in Österreich investiert werden soll. Und der gleiche Generaldirektor Eder hat nach der Steuerreform gesagt: Jetzt ist alles klar, wir investieren diese 1 Milliarde € in Österreich. – Das ist der Unterschied! Auch dieser Vergleich macht uns sicher, Herr Kollege Gusenbauer. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Molterer: Der Herr Wirtschaftsprofessor!
Ich weiß nicht, wer es von der Opposition war, der gemeint hat, die Senkung der KöSt sei ein Geschenk an die großen Kapitalgesellschaften. (Abg. Mag. Molterer: Der Herr Wirtschaftsprofessor!) Welch Unsinn! – Zwei Zahlen: 83 Prozent aller GesmbHs in Österreich beschäftigen weniger als 20 Mitarbeiter. 70 Prozent jener Steuerentlastung, die durch die Senkung der KöSt, also der Körperschaftssteuer, erfolgt, geht in Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten. Ein klassisches Arbeitssicherungsprogramm für Klein- und Mittelbetriebe, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Da geht es um Arbeitsplätze, Einkommenschancen und soziale Sicherheit
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich weiß nicht, wer es von der Opposition war, der gemeint hat, die Senkung der KöSt sei ein Geschenk an die großen Kapitalgesellschaften. (Abg. Mag. Molterer: Der Herr Wirtschaftsprofessor!) Welch Unsinn! – Zwei Zahlen: 83 Prozent aller GesmbHs in Österreich beschäftigen weniger als 20 Mitarbeiter. 70 Prozent jener Steuerentlastung, die durch die Senkung der KöSt, also der Körperschaftssteuer, erfolgt, geht in Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten. Ein klassisches Arbeitssicherungsprogramm für Klein- und Mittelbetriebe, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Da geht es um Arbeitsplätze, Einkommenschancen und soziale Sicherheit
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
in Österreich. Wir sind stolz auf diese Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Warten wir Ihre einmal ab!
Es tut mir Leid, Herr Kollege Stummvoll, so gut wir uns auch in manch anderen Fragen verstehen mögen, das war jetzt keine Leistungsträgerrede (Abg. Dr. Stummvoll: Warten wir Ihre einmal ab!), das war eigentlich die Verstärkung einer Kampagne, für die Sie noch die Verantwortung übernehmen werden. Ich komme gleich darauf zu sprechen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Information an die Bevölkerung!
Dieses Taferl der ÖVP (der Redner zeigt es) wird auch auf Kosten der Steuerzahler – das ist nämlich das Interessante – in ganz Österreich durchgeschaltet: „Weniger Steuern. Mehr fürs Leben.“ Ich sage Ihnen, das wird uns noch beschäftigen, weil schon wieder, so wie der Herr Finanzminister das immer gemacht hat, bei Kampagnen und Vergabeverträgen mit den Mitteln des Steuerzahlers Schindluder getrieben wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Information an die Bevölkerung!) – Ja, eine Information der Bundesregierung steht hier drauf: Mehr fürs Leben. – Passen Sie auf!
Abg. Mag. Molterer hält eine Tafel in die Höhe, auf der sich der Satz findet: „Weniger Steuern. Mehr Geld zum Leben“.
Es ist eine Verhöhnung der Bevölkerung, wenn sie sich mit ihrem eigenen Geld noch so beschwindeln lassen muss, nämlich jener 2,3 Millionen, die seit dem segensreichen Wirken von Schwarz-Blau selbstverständlich benachteiligt sind. (Abg. Mag. Molterer hält eine Tafel in die Höhe, auf der sich der Satz findet: „Weniger Steuern. Mehr Geld zum Leben“.) Selbstverständlich müssen wir Steuern und Abgaben gemeinsam betrachten, selbstverständlich macht es für den Betreffenden keinen Unterschied, ob er mehr Abgaben zahlt oder mehr Steuern oder jeweils weniger. Und es ist nun einmal die Wahrheit, die Sie immer ausblenden, dass die meisten von jenen, die es wirklich brauchen würden, bei Ihnen nicht nur völlig leer ausgehen, sondern seit Jahr und Tag mehr belastet werden, sodass am Schluss das Problem entsteht, dass Sie sehr wohl eine gigantische Steuersenkung veranstalten, aber für jene, die es nicht brauchen. Jene, die es brauchen würden, gehen aber leer aus. Schämen Sie sich! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fasslabend: Das war nicht gut!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fasslabend: Das war nicht gut!
Es ist eine Verhöhnung der Bevölkerung, wenn sie sich mit ihrem eigenen Geld noch so beschwindeln lassen muss, nämlich jener 2,3 Millionen, die seit dem segensreichen Wirken von Schwarz-Blau selbstverständlich benachteiligt sind. (Abg. Mag. Molterer hält eine Tafel in die Höhe, auf der sich der Satz findet: „Weniger Steuern. Mehr Geld zum Leben“.) Selbstverständlich müssen wir Steuern und Abgaben gemeinsam betrachten, selbstverständlich macht es für den Betreffenden keinen Unterschied, ob er mehr Abgaben zahlt oder mehr Steuern oder jeweils weniger. Und es ist nun einmal die Wahrheit, die Sie immer ausblenden, dass die meisten von jenen, die es wirklich brauchen würden, bei Ihnen nicht nur völlig leer ausgehen, sondern seit Jahr und Tag mehr belastet werden, sodass am Schluss das Problem entsteht, dass Sie sehr wohl eine gigantische Steuersenkung veranstalten, aber für jene, die es nicht brauchen. Jene, die es brauchen würden, gehen aber leer aus. Schämen Sie sich! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fasslabend: Das war nicht gut!)
Zwischenbemerkung des auf der Regierungsbank sitzenden Bundeskanzlers Dr. Schüssel.
Es gibt aber auch noch etwas anderes, das uns mindestens so wichtig ist, nämlich die beschäftigungspolitische Frage. Es geht genau darum, dass im unteren Einkommensbereich die Anreize für Beschäftigung relativ gering sind. Das hat verschiedene Ursachen, unbestritten ist jedoch, dass mit diesem ... (Zwischenbemerkung des auf der Regierungsbank sitzenden Bundeskanzlers Dr. Schüssel.) – Herr Bundeskanzler,
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Ungeheuerlich, was Sie da ...!
nuscheln Sie nicht ständig dazwischen! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Ungeheuerlich, was Sie da ...!) – Es ist richtig, dass es da eine Kluft gibt. Im Übrigen kann die Bundesregierung nichts dafür, sondern das ist auch ein europa- und USA-weites Problem, nur: In anderen Ländern ist man so schlau und nimmt sich der Lösung dieses Problems mit einem Mix an Instrumenten an.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ihr Beispiel, Herr Bundeskanzler, und Ihres, Herr Kollege Molterer, führt doch dazu, dass jene Haushalte, von denen es sehr viele gibt, wo eben beide arbeiten gehen müssen und beide ein relativ geringes Einkommen haben, von Ihrer Steuersenkung exakt nichts haben. Und das kritisieren wir! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll schüttelt verneinend den Kopf.
Die unternehmensbezogenen Steuern im Gewinnsektor sind ganz unten – und das trotz des hohen Satzes von 34 Prozent! Realiter wird in Österreich ganz wenig KöSt bezahlt. (Abg. Dr. Stummvoll schüttelt verneinend den Kopf.) – Das sagen alle internationalen Vergleichsstudien! Natürlich ist das so! Und deshalb haben Sie ja auch eine weitere Studie in Auftrag gegeben, weil Sie das nicht glauben wollten. Rücken Sie endlich mit den Ergebnissen heraus – und reden nicht Sie (in Richtung des Abg. Dr. Stummvoll) auch noch dazwischen! Klären Sie das endlich auf! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und Freiheitlichen.)
in Richtung des Abg. Dr. Stummvoll
Die unternehmensbezogenen Steuern im Gewinnsektor sind ganz unten – und das trotz des hohen Satzes von 34 Prozent! Realiter wird in Österreich ganz wenig KöSt bezahlt. (Abg. Dr. Stummvoll schüttelt verneinend den Kopf.) – Das sagen alle internationalen Vergleichsstudien! Natürlich ist das so! Und deshalb haben Sie ja auch eine weitere Studie in Auftrag gegeben, weil Sie das nicht glauben wollten. Rücken Sie endlich mit den Ergebnissen heraus – und reden nicht Sie (in Richtung des Abg. Dr. Stummvoll) auch noch dazwischen! Klären Sie das endlich auf! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und Freiheitlichen.
Die unternehmensbezogenen Steuern im Gewinnsektor sind ganz unten – und das trotz des hohen Satzes von 34 Prozent! Realiter wird in Österreich ganz wenig KöSt bezahlt. (Abg. Dr. Stummvoll schüttelt verneinend den Kopf.) – Das sagen alle internationalen Vergleichsstudien! Natürlich ist das so! Und deshalb haben Sie ja auch eine weitere Studie in Auftrag gegeben, weil Sie das nicht glauben wollten. Rücken Sie endlich mit den Ergebnissen heraus – und reden nicht Sie (in Richtung des Abg. Dr. Stummvoll) auch noch dazwischen! Klären Sie das endlich auf! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Oberlehrer!
Dieses Problem, wie gesagt, lösen Sie nicht, sondern verstärken es noch! Deshalb auch hier: ein glattes Nicht genügend! (Abg. Dr. Stummvoll: Oberlehrer!) Würden Sie nämlich die lohnsummenbezogenen Abgaben senken, würden alle Betriebe gewinnentlastet werden – und es gäbe beschäftigungspolitische Anreize. Jene Unternehmen zeigen Sie mir, die allesamt so viel Gewinne machen, dass sie jetzt entlastet werden! Das ist doch bitte die Minderheit der Betriebe in Österreich. Die große Mehrheit der Betriebe würde davon profitieren, wenn wir endlich im Abgabenbereich in Bezug auf die Lohnsummen etwas machen würden – und dazu bekennen wir uns auch. – Das war zwar einmal Ihr Programm, davon haben Sie sich jedoch verabschiedet. Erklären Sie von den Regierungsparteien das jedenfalls woanders, anstatt sündteure Inserate, in denen etwas Falsches behauptet wird, zu schalten!
Abg. Dr. Fekter: KHG zahlt 50 Prozent! Herr Kollege, bleiben Sie bei der Wahrheit!
Wenn Sie ein Nachziehverfahren gemacht hätten, hätte diese Reform so ausgeschaut: Alle bezahlen Steuern, nur KHG nicht! Und das ist die Wahrheit! (Abg. Dr. Fekter: KHG zahlt 50 Prozent! Herr Kollege, bleiben Sie bei der Wahrheit!) Um jetzt auf seinen Verein zurückzukommen: Der Vereinszweck ist ja mit Karl-Heinz Grasser definiert, und dort finden wir eigentlich klipp und klar eine Schenkungssteuerpflicht. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Mir ist niemand in Österreich bekannt – niemand! –, der diese Schenkungssteuerpflicht leugnen würde – außer einer (Rufe bei den Grünen: Finz), und das ist „zufällig“ Herr Staatssekretär Finz, der ja dem Finanzminister weisungsgebunden ist. So schaut das aus! Und das, meine Damen und Herren, kann und darf nicht länger durchgehen! (Beifall bei den Grünern sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Wenn Sie ein Nachziehverfahren gemacht hätten, hätte diese Reform so ausgeschaut: Alle bezahlen Steuern, nur KHG nicht! Und das ist die Wahrheit! (Abg. Dr. Fekter: KHG zahlt 50 Prozent! Herr Kollege, bleiben Sie bei der Wahrheit!) Um jetzt auf seinen Verein zurückzukommen: Der Vereinszweck ist ja mit Karl-Heinz Grasser definiert, und dort finden wir eigentlich klipp und klar eine Schenkungssteuerpflicht. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Mir ist niemand in Österreich bekannt – niemand! –, der diese Schenkungssteuerpflicht leugnen würde – außer einer (Rufe bei den Grünen: Finz), und das ist „zufällig“ Herr Staatssekretär Finz, der ja dem Finanzminister weisungsgebunden ist. So schaut das aus! Und das, meine Damen und Herren, kann und darf nicht länger durchgehen! (Beifall bei den Grünern sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Rufe bei den Grünen: Finz
Wenn Sie ein Nachziehverfahren gemacht hätten, hätte diese Reform so ausgeschaut: Alle bezahlen Steuern, nur KHG nicht! Und das ist die Wahrheit! (Abg. Dr. Fekter: KHG zahlt 50 Prozent! Herr Kollege, bleiben Sie bei der Wahrheit!) Um jetzt auf seinen Verein zurückzukommen: Der Vereinszweck ist ja mit Karl-Heinz Grasser definiert, und dort finden wir eigentlich klipp und klar eine Schenkungssteuerpflicht. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Mir ist niemand in Österreich bekannt – niemand! –, der diese Schenkungssteuerpflicht leugnen würde – außer einer (Rufe bei den Grünen: Finz), und das ist „zufällig“ Herr Staatssekretär Finz, der ja dem Finanzminister weisungsgebunden ist. So schaut das aus! Und das, meine Damen und Herren, kann und darf nicht länger durchgehen! (Beifall bei den Grünern sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünern sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn Sie ein Nachziehverfahren gemacht hätten, hätte diese Reform so ausgeschaut: Alle bezahlen Steuern, nur KHG nicht! Und das ist die Wahrheit! (Abg. Dr. Fekter: KHG zahlt 50 Prozent! Herr Kollege, bleiben Sie bei der Wahrheit!) Um jetzt auf seinen Verein zurückzukommen: Der Vereinszweck ist ja mit Karl-Heinz Grasser definiert, und dort finden wir eigentlich klipp und klar eine Schenkungssteuerpflicht. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Mir ist niemand in Österreich bekannt – niemand! –, der diese Schenkungssteuerpflicht leugnen würde – außer einer (Rufe bei den Grünen: Finz), und das ist „zufällig“ Herr Staatssekretär Finz, der ja dem Finanzminister weisungsgebunden ist. So schaut das aus! Und das, meine Damen und Herren, kann und darf nicht länger durchgehen! (Beifall bei den Grünern sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Die Abgeordneten Mag. Molterer und Dr. Stummvoll: Das stimmt doch nicht!
Ich darf Sie davon informieren, meine Damen und Herren, dass der Herr Finanzminister im Zusammenhang mit dem „kleinen Untersuchungsausschuss“ immer wieder wahrheitswidrige Angaben gemacht hat. (Die Abgeordneten Mag. Molterer und Dr. Stummvoll: Das stimmt doch nicht!) Oft falsche und immer unvollständige Angaben!
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Holen Sie, Herr Finanzminister, Antworten auf unsere Fragen endlich nach! Was sind die Zahlungsströme? Was sind die Spenden auf Ihrem Vereinskonto, und was sind die Zahlungsströme zu Ihrem so genannten Sozialverein? Alle, die einen Sozialverein gegründet haben, müssen Steuern zahlen – nur Sie, Herr Finanzminister, womöglich wieder nicht! Klären Sie das auf, bevor „NEWS“ morgen wieder die nächste Enthüllung veröffentlicht! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Ordnungsruf, Herr Präsident! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Da das Kürzel KHG mit Korruption, mit Hinterziehung und so weiter beschrieben wurde ... (Rufe bei der ÖVP: Ordnungsruf, Herr Präsident! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist nicht zu hart. Ich darf zitieren aus einer Broschüre zur Korruptionsbekämpfung, in der es heißt: Schon kleine Geschenke, mit einem Hintergedanken gemacht, sind eine entsprechende Gegenleistung in Erwartung.
Ruf bei der SPÖ: ... gilt offensichtlich nur für kleine Beamte!
Das schreiben Sie selber in Ihre Broschüre zur Korruptionsbekämpfung, Herr Finanzminister! „Schon kleine Geschenke“ schreiben Sie! (Ruf bei der SPÖ: ... gilt offensichtlich nur für kleine Beamte!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Und weiters steht hier: Auch wegschauen kann strafbar sein. – Das ist für Sie, Herr Finz; Sie sind nämlich der Zweite, der das unterzeichnet hat! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: .. offensichtlich nur für die kleinen Beamten!
Also was ist das jetzt: Gilt das für alle Beamten (Ruf bei der SPÖ: .. offensichtlich nur für die kleinen Beamten!) – oder ist das nur etwas von den lustigen beiden aus der Himmelpfortgasse? Ist das Ihre persönliche Muppet-Show – oder wird das ernst genommen?! (Abg. Steibl: Was ist denn das für eine Wortwahl?! Ordnungsruf, Herr Präsident!) Zwei Unterzeichner: Grasser und Finz. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Herr Bundeskanzler, Sie haben selbst Handlungsbedarf! Wir müssen uns hier ja nur deshalb ständig mit Misstrauensanträgen auseinander setzen, weil Sie Ihren Laden ganz offensichtlich nicht mehr im Griff haben. Der Finanzminister ist ...
Abg. Steibl: Was ist denn das für eine Wortwahl?! Ordnungsruf, Herr Präsident!
Also was ist das jetzt: Gilt das für alle Beamten (Ruf bei der SPÖ: .. offensichtlich nur für die kleinen Beamten!) – oder ist das nur etwas von den lustigen beiden aus der Himmelpfortgasse? Ist das Ihre persönliche Muppet-Show – oder wird das ernst genommen?! (Abg. Steibl: Was ist denn das für eine Wortwahl?! Ordnungsruf, Herr Präsident!) Zwei Unterzeichner: Grasser und Finz. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Herr Bundeskanzler, Sie haben selbst Handlungsbedarf! Wir müssen uns hier ja nur deshalb ständig mit Misstrauensanträgen auseinander setzen, weil Sie Ihren Laden ganz offensichtlich nicht mehr im Griff haben. Der Finanzminister ist ...
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Also was ist das jetzt: Gilt das für alle Beamten (Ruf bei der SPÖ: .. offensichtlich nur für die kleinen Beamten!) – oder ist das nur etwas von den lustigen beiden aus der Himmelpfortgasse? Ist das Ihre persönliche Muppet-Show – oder wird das ernst genommen?! (Abg. Steibl: Was ist denn das für eine Wortwahl?! Ordnungsruf, Herr Präsident!) Zwei Unterzeichner: Grasser und Finz. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Herr Bundeskanzler, Sie haben selbst Handlungsbedarf! Wir müssen uns hier ja nur deshalb ständig mit Misstrauensanträgen auseinander setzen, weil Sie Ihren Laden ganz offensichtlich nicht mehr im Griff haben. Der Finanzminister ist ...
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Mag. Kogler.
(Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Großruck: Der „Gutmensch“ Kogler war das! – Ruf bei der ÖVP: Die unterste Schublade war seine Rede!
Außerdem würde ich empfehlen, nicht gegenüber der Regierungsbank „persönliche Muppet-Show“ zu sagen, denn wir müssen ja umgekehrt auch den Nationalrat gegen Kritik von der Regierungsbank verteidigen können. (Abg. Großruck: Der „Gutmensch“ Kogler war das! – Ruf bei der ÖVP: Die unterste Schublade war seine Rede!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Minister! Geschätzte Damen und Herren! Herr Klubobmann Gusenbauer hat gesagt, diese Reform komme zu spät. – Das Gegenteil ist der Fall: Diese Reform kommt zum richtigen Zeitpunkt – jene aber, die zu spät kommen, sind die Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, denn Sie hätten wirklich lange genug Zeit gehabt, zu zeigen, wie Ihrer Ansicht nach eine gute Steuerreform, eine Steuerentlastung gemacht werden kann. Das haben Sie jedoch während Ihrer Regierungszeit verabsäumt – und haben es eben nicht geschafft, rechtzeitig eine gute Reform zu machen. Die jetzige Regierung zeigt Ihnen da den richtigen Weg. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Mainoni: Da kommt auch nichts mehr von der SPÖ!
Wenn ich mir die Ausführungen des Kollegen Cap hier anhöre, muss ich sagen, dass diese Steuerreform eine wirklich gute ist, hat doch Kollege Cap – außer seinen drei Stehsätzen zur Steuerreform – kein Wort darüber verloren, sondern hier nur über den Herrn Finanzminister gesprochen, noch dazu zu einem Tagesordnungspunkt, den wir anschließend haben werden, wo wir dann über den Bericht des Rechnungshofes diskutieren werden. Zur Steuerreform habe ich von Ihnen, Herr Kollege Cap, nichts gehört. Diese dürfte wirklich so gut sein, dass Sie von der SPÖ ihr nichts entgegenhalten können. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Mainoni: Da kommt auch nichts mehr von der SPÖ!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Der dritte Bereich ist das Familienpaket, ein echtes Signal an die österreichischen Familien. Uns Freiheitliche freut ganz besonders, dass es gelungen ist – obwohl es im vergangenen Jahr immer Aussagen, auch solche des Finanzministers, gegeben hat, dass es nicht zu einer Vorziehung dieser Maßnahmen kommen werde –, diese Maßnahmen für die Familien vorzuziehen auf das Jahr 2004, damit wir in diesem Jahr 250 Millionen € zusätzlich für die Familien zur Verfügung stellen können, so beispielsweise mit dem Kinderzuschlag zum Alleinverdienerabsetzbetrag. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mag. Mainoni: Das ist doch wirklich etwas! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Daher: Eine Alleinerzieherin mit zwei Kindern mit einem jährlichen Jahresbruttoeinkommen von 18 300 € wird im Jahre 2004 356 € mehr erhalten, und im Jahre 2005 bekommt sie eben mit der Steuerentlastung und dem Zuschlag für die Kinder 794 € mehr als bisher. Das ist doch wirklich viel, was wir für berufstätige Frauen machen, Kollegin Prammer! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mag. Mainoni: Das ist doch wirklich etwas! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Reheis: Weil sie so wenig Einkommen haben!
Von 5,9 Millionen Österreicherinnen und Österreichern, die steuerpflichtig sind, haben wir inzwischen 2,4 Millionen steuerfrei gestellt. Nochmals: Von 5,9 Millionen Steuerpflichtigen zahlen 2,4 Millionen keine Steuern mehr (Abg. Reheis: Weil sie so wenig Einkommen haben!), und ich glaube, das ist schon eine ganz erkleckliche Zahl, für die wir eine echte Verbesserung herbeiführen konnten, indem eben immer mehr Menschen in Österreich keine Steuern bezahlen müssen. Das ist ja das Wichtige, dass Menschen, die es brauchen, steuerfrei gestellt werden. Und dafür setzen wir uns ein! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.
Von 5,9 Millionen Österreicherinnen und Österreichern, die steuerpflichtig sind, haben wir inzwischen 2,4 Millionen steuerfrei gestellt. Nochmals: Von 5,9 Millionen Steuerpflichtigen zahlen 2,4 Millionen keine Steuern mehr (Abg. Reheis: Weil sie so wenig Einkommen haben!), und ich glaube, das ist schon eine ganz erkleckliche Zahl, für die wir eine echte Verbesserung herbeiführen konnten, indem eben immer mehr Menschen in Österreich keine Steuern bezahlen müssen. Das ist ja das Wichtige, dass Menschen, die es brauchen, steuerfrei gestellt werden. Und dafür setzen wir uns ein! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.)
Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten von Freiheitlichen und ÖVP.
Da Sie hier dazwischen rufen, muss ich schon das Verhalten der SPÖ hinterfragen. Am 20. Oktober 2003, als Sie noch nicht wussten, wie die Steuerreform der Regierung aussehen wird, gab es eine großartige Aussendung, wie das SPÖ-Programm dazu aussieht. Und ich lese Ihnen von der SPÖ Ihre Originaltexte hiezu vor. „Die große Steuerreform soll 2005 kommen“, steht hier. – Vorhin haben Sie noch gesagt, es sei zu spät, aber Sie selbst von der SPÖ haben gesagt, diese solle 2005 kommen. (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten von Freiheitlichen und ÖVP.)
Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten von Freiheitlichen und ÖVP. – Rufe bei der ÖVP, in Richtung SPÖ: Zickzack-Kurs!
Weiter heißt es in einer Ihrer Aussendungen: Dabei sollen auch die Wettbewerbsnachteile bei der Körperschaftssteuer beseitigt werden. So spricht sich die SPÖ für die Absenkung des Steuersatzes auf 25 Prozent aus. (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten von Freiheitlichen und ÖVP. – Rufe bei der ÖVP, in Richtung SPÖ: Zickzack-Kurs!) Am
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
20. Oktober des Jahres 2003 haben Sie sich für eine Absenkung des Steuersatzes auf 25 Prozent ausgesprochen. – Wir tun es. Und was lesen wir jetzt in Ihren Aussendungen? – Das sei ein „Steuergeschenk“. – Der Kurs der SPÖ: zickzack und hühott! Sie wissen nicht, was Sie wollen, und versuchen nur, alles schlecht zu machen, was die Regierung in die Wege leitet. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Bleckmann überreicht den Abgeordneten Dr. Gusenbauer und Dr. Van der Bellen das genannte Spiel.
Damit Sie in Zukunft etwas besser rechnen können, vielleicht auch einmal spielerisch lernen, wie man ordentlich wirtschaftet, werde ich dem Kollegen Gusenbauer und auch dem Kollegen Van der Bellen für ihre Fraktion ein „DKT“-Spiel schenken, damit Sie lernen, wie man in Österreich besser wirtschaften kann, ein „DKT“ für Österreich, damit wir eine bessere Zukunft haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Bleckmann überreicht den Abgeordneten Dr. Gusenbauer und Dr. Van der Bellen das genannte Spiel.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Wenn Sie die Debatte verfolgt haben, war eigentlich recht interessant, Folgendes zu sehen: Die SPÖ hat gesagt, die Steuersenkung komme zu spät, sei zu gering; die Grünen hingegen haben gesagt, eigentlich sei sie zu üppig ausgefallen. – Ich glaube daher, wir liegen da in etwa in der Mitte, wir haben es richtig gemacht. Das können, glaube ich, alle auf Grund dieser Debatte sehen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: Waren Sie da nicht auch Minister?
Herr Professor Van der Bellen, Sie sind ja jemand, der Fakten liebt – und ich schätze auch Ihre an sich stets unpolemische Argumentationsweise. Ich glaube, dass man schon auch einige Punkte korrigieren kann. Sie haben gemeint, die Frauenbeschäftigungsquote sei nicht ausreichend von uns beachtet worden. – Ich darf Ihnen eine Zahl nachreichen. (Der Redner hält eine Graphik in die Höhe.) Im „magischen“ Jahr 1999, mit dem ich uns gerne vergleiche (Ruf bei der SPÖ: Waren Sie da nicht auch Minister?), lag die Frauenbeschäftigungsquote bei 59,6 Prozent – und sie ist im Jahre 2002, das ist das letzte Jahr, das uns statistisch vorliegt, auf 63,1 Prozent gestiegen, also plus 3,5 Prozent. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Professor Van der Bellen, Sie sind ja jemand, der Fakten liebt – und ich schätze auch Ihre an sich stets unpolemische Argumentationsweise. Ich glaube, dass man schon auch einige Punkte korrigieren kann. Sie haben gemeint, die Frauenbeschäftigungsquote sei nicht ausreichend von uns beachtet worden. – Ich darf Ihnen eine Zahl nachreichen. (Der Redner hält eine Graphik in die Höhe.) Im „magischen“ Jahr 1999, mit dem ich uns gerne vergleiche (Ruf bei der SPÖ: Waren Sie da nicht auch Minister?), lag die Frauenbeschäftigungsquote bei 59,6 Prozent – und sie ist im Jahre 2002, das ist das letzte Jahr, das uns statistisch vorliegt, auf 63,1 Prozent gestiegen, also plus 3,5 Prozent. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Magda Bleckmann bin ich sehr dankbar, hat sie nämlich auf eine interessante Pressekonferenz hingewiesen, die am 20. Oktober 2003 stattgefunden hat. Damals hat Dr. Gusenbauer – heute hat er ja jede konkrete Aussage vermieden – sehr konkret gesagt, was sich die SPÖ vorstellt. Und das waren einige spannende Themen. Erstens: Dr. Gusenbauer hat vorgeschlagen, es sollen Einkommen bis 15 000 € pro Jahr steuerfrei gestellt werden. – Was machen wir? Steuerfrei bis 15 770 €! Das ist doch, meine ich, nicht schlecht; sogar besser als das SPÖ-Konzept! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Sie, Herr Dr. Gusenbauer, haben damals vorgeschlagen, die Negativsteuer zu verdoppeln; ein Volumen von etwa 60 Millionen €. – Wir machen das, allerdings zweckgebunden für die Kinder, denn damit treffen wir nämlich genau jene 100 000 Alleinerzieherinnen, die die größten Probleme gehabt haben. – Gefordert, und wir machen es, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Heiterkeit bei der ÖVP und Zwischenrufe in Richtung SPÖ.
Ein weiterer SP-Vorschlag war, 1 Milliarde € soll in die investierende Wirtschaft fließen. Und Sie haben gesagt, einer Absenkung des nominellen Körperschaftssteuersatzes auf 25 Prozent könnte die SPÖ durchaus zustimmen. (Heiterkeit bei der ÖVP und Zwischenrufe in Richtung SPÖ.) Meine Damen und Herren, das ist unser Vorschlag – und wir werden sehr darauf achten, ob Sie zustimmen werden, Herr Abgeordneter Gusenbauer! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ein weiterer SP-Vorschlag war, 1 Milliarde € soll in die investierende Wirtschaft fließen. Und Sie haben gesagt, einer Absenkung des nominellen Körperschaftssteuersatzes auf 25 Prozent könnte die SPÖ durchaus zustimmen. (Heiterkeit bei der ÖVP und Zwischenrufe in Richtung SPÖ.) Meine Damen und Herren, das ist unser Vorschlag – und wir werden sehr darauf achten, ob Sie zustimmen werden, Herr Abgeordneter Gusenbauer! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Weiters haben Sie, Herr Abgeordneter Gusenbauer, gesagt, in dem Jahr, in dem das beschlossen wird, dürfen ein paar Zehntelprozent auf oder ab beim Defizit keine Rolle spielen. – Das meinen wir auch: ohne dabei allerdings die langfristige Finanzierbarkeit in irgendeiner Weise zu gefährden. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Ich bin sehr gespannt, wie die konkrete Diskussion dann hier im Parlament laufen wird.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Noch ein Punkt. Viele Redner, auch der Opposition, haben gesagt, eigentlich wäre jetzt der richtige Zeitpunkt und viel wichtiger eine Senkung der Lohnnebenkosten. – Ja, dieser Meinung sind wir auch. Und seit ich im Amt bin – Herbert Haupt hat das mit mir durchgefochten –, haben wir die Lohnnebenkosten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Höhe von 650 Millionen €, das sind 9 Milliarden Schilling, entlastet! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit bei der ÖVP
Das Interessante allerdings – und jetzt kommt die Pointe; Applaus kostet mich Redezeit (Heiterkeit bei der ÖVP) –: Im Zusammenhang mit Lohnnebenkostensenkung, Dienstgeberbeitragssenkung für die Krankenversicherung hat die Opposition am 7. Juni 2000 wie gestimmt? – Sie war dagegen, Rot und Grün haben gegen diese Senkung gestimmt! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das Interessante allerdings – und jetzt kommt die Pointe; Applaus kostet mich Redezeit (Heiterkeit bei der ÖVP) –: Im Zusammenhang mit Lohnnebenkostensenkung, Dienstgeberbeitragssenkung für die Krankenversicherung hat die Opposition am 7. Juni 2000 wie gestimmt? – Sie war dagegen, Rot und Grün haben gegen diese Senkung gestimmt! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher: Die wirklichen Lohnnebenkostensenker sind wir von ÖVP/FPÖ, ist diese Regierung – und darauf sind wir stolz! Und dieser Vergleich soll auch überall bekannt werden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Enthüllen wir doch auch das Geheimnis, was hinter den Gegenfinanzierungen der Opposition steht! Sprechen Sie es hier offen aus, kommen Sie ans Rednerpult, und sagen Sie es! SPÖ und Grüne haben immer die Anpassung der Vermögenssteuern an das Niveau anderer EU-Staaten gefordert: das heißt eine Vervierfachung der Grundsteuer und eine Verdreifachung der Erbschafts- und Schenkungssteuer. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Sagen Sie diese Wahrheit den Menschen!
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Wir machen das nicht. Wir sind hier ehrlicher und stehen zu dem Programm, das wir uns gesetzt haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Mag. Kogler: Die steuerliche Behandlung!
Letzter Punkt: Herr Abgeordneter Kogler, was mich sehr betroffen gemacht hat, ist Ihre Polemik gegen den Kirchenbeitrag. (Abg. Mag. Kogler: Die steuerliche Behandlung!) Jetzt sage ich Ihnen etwas sehr offen. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Der absetzbare Kirchenbeitrag ist seit 15 Jahren nicht mehr verändert worden, er wird jetzt von 70 € auf 100 € pro Jahr angehoben (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), und dieses Geld geht in die Betreuung der Ärmsten der Armen, wird für Sozialprojekte, für Bildungsprojekte, für Flüchtlingsbetreuung und für Denkmalschutz verwendet. Schämen Sie sich dafür, dass Sie das in einer so kritischen Art und Weise thematisieren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Letzter Punkt: Herr Abgeordneter Kogler, was mich sehr betroffen gemacht hat, ist Ihre Polemik gegen den Kirchenbeitrag. (Abg. Mag. Kogler: Die steuerliche Behandlung!) Jetzt sage ich Ihnen etwas sehr offen. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Der absetzbare Kirchenbeitrag ist seit 15 Jahren nicht mehr verändert worden, er wird jetzt von 70 € auf 100 € pro Jahr angehoben (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), und dieses Geld geht in die Betreuung der Ärmsten der Armen, wird für Sozialprojekte, für Bildungsprojekte, für Flüchtlingsbetreuung und für Denkmalschutz verwendet. Schämen Sie sich dafür, dass Sie das in einer so kritischen Art und Weise thematisieren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Letzter Punkt: Herr Abgeordneter Kogler, was mich sehr betroffen gemacht hat, ist Ihre Polemik gegen den Kirchenbeitrag. (Abg. Mag. Kogler: Die steuerliche Behandlung!) Jetzt sage ich Ihnen etwas sehr offen. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Der absetzbare Kirchenbeitrag ist seit 15 Jahren nicht mehr verändert worden, er wird jetzt von 70 € auf 100 € pro Jahr angehoben (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), und dieses Geld geht in die Betreuung der Ärmsten der Armen, wird für Sozialprojekte, für Bildungsprojekte, für Flüchtlingsbetreuung und für Denkmalschutz verwendet. Schämen Sie sich dafür, dass Sie das in einer so kritischen Art und Weise thematisieren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Letzter Punkt: Herr Abgeordneter Kogler, was mich sehr betroffen gemacht hat, ist Ihre Polemik gegen den Kirchenbeitrag. (Abg. Mag. Kogler: Die steuerliche Behandlung!) Jetzt sage ich Ihnen etwas sehr offen. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Der absetzbare Kirchenbeitrag ist seit 15 Jahren nicht mehr verändert worden, er wird jetzt von 70 € auf 100 € pro Jahr angehoben (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), und dieses Geld geht in die Betreuung der Ärmsten der Armen, wird für Sozialprojekte, für Bildungsprojekte, für Flüchtlingsbetreuung und für Denkmalschutz verwendet. Schämen Sie sich dafür, dass Sie das in einer so kritischen Art und Weise thematisieren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Vizekanzler Hubert Gorbach: Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundeskanzler! Geschätzte Regierungskolleginnen und -kollegen! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Wenn Sie sich beruhigt haben, würde ich gerne auch auf eine Meldung der Opposition eingehen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Herr Dr. Cap hat gemeint, dass wir, der Herr Bundeskanzler und ich, „sektenähnliche Elemente“ in unseren Vorträgen gehabt hätten, und hat uns als „Bundes-Guru“ und „Vize-Guru“ bezeichnet.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich möchte mich heute „outen“: Ich bin nicht Mitglied einer Sekte, sondern Mitglied einer Bundesregierung, die fähig ist, trotz Übernahme von 150 Milliarden € an Schulden im Jahr 2000 in relativ kurzer Zeit das Budget zu konsolidieren und in dieser Zeit eine Steuerentlastung von 4 Milliarden € – 1 Milliarde ist nämlich schon vorher in Paketen abgewickelt worden – durchzuführen ohne wesentliche Gegenfinanzierung durch Belastung anderer Bevölkerungsgruppen. Darauf bin ich stolz, Mitglied dieser Regierung zu sein! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich bin übrigens auch geneigt, Herrn Dr. Gusenbauer zu sagen: Nein, nicht diese Steuerreform ist es, die zu spät kommt. Es ist ein Wunder, dass es durch konsequentes ausgabenseitiges Sparen und restriktive Budgetpolitik möglich ist, eine Steuerreform insbesondere zugunsten von 2 550 000 Österreichern, die steuerfrei gestellt sind, aber auch der übrigen Österreicherinnen und Österreicher abwickeln zu können, ohne dass wir in ein größeres Budgetloch hineinrutschen, wie unsere Freunde in Deutschland Gefahr laufen, es zu tun. Ich meine, Herr Dr. Gusenbauer: Nicht die Steuerreform kommt zu spät, sondern der Regierungswechsel im Jahr 2000 ist zu spät gekommen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Aber richtig zitieren!
Man müsste natürlich auf viele Argumente – die angeblichen Argumente – eingehen, aber das würde den Zeitrahmen sprengen. Der Herr Bundeskanzler ist schon auf einige Punkte eingegangen, ebenso wie Frau Dr. Bleckmann in ihrer Aussendung vom 20. Oktober 2003. Sie scheinen damals gut drauf gewesen zu sein, Herr Oppositionschef, Sie haben da nämlich noch zwei Dinge zusätzlich gefordert, bei denen mich wiederum interessiert, wie Sie in dieser Diskussion dazu stehen werden. (Abg. Dr. Gusenbauer: Aber richtig zitieren!) Sie haben nämlich gesagt: Zur Konjunkturbelebung sollten Infrastrukturinvestitionen im Ausmaß von 1,5 Milliarden € erfolgen. – Wir haben jetzt 2,1 Milliarden € im Budget 2004 stehen. Sorry, dass wir ein bisschen besser sind, als Sie angenommen haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Man müsste natürlich auf viele Argumente – die angeblichen Argumente – eingehen, aber das würde den Zeitrahmen sprengen. Der Herr Bundeskanzler ist schon auf einige Punkte eingegangen, ebenso wie Frau Dr. Bleckmann in ihrer Aussendung vom 20. Oktober 2003. Sie scheinen damals gut drauf gewesen zu sein, Herr Oppositionschef, Sie haben da nämlich noch zwei Dinge zusätzlich gefordert, bei denen mich wiederum interessiert, wie Sie in dieser Diskussion dazu stehen werden. (Abg. Dr. Gusenbauer: Aber richtig zitieren!) Sie haben nämlich gesagt: Zur Konjunkturbelebung sollten Infrastrukturinvestitionen im Ausmaß von 1,5 Milliarden € erfolgen. – Wir haben jetzt 2,1 Milliarden € im Budget 2004 stehen. Sorry, dass wir ein bisschen besser sind, als Sie angenommen haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Jetzt müssen Sie uns ja nicht auf die Schultern klopfen. Aber wenn sich im Inland und im Ausland Experten freuen, freuen Sie sich doch ein bisschen mit, dass uns das wirklich gelungen ist in diesem Österreich! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: Kapitalgesellschaften, hat er gesagt!
Ich habe mich ein bisschen darüber gewundert und auch geärgert, Herr Professor Van der Bellen, dass Sie gesagt haben: Diese österreichische Regierung macht Geschenke an Unternehmen. – Es wurde heute schon gesagt, ich möchte nur noch eine Zahl dazusagen ... (Abg. Dr. Cap: Kapitalgesellschaften, hat er gesagt!) Ja, natürlich: Mit der KöSt-Senkung – das müssten Sie eben wissen – bedienen wir auch 80 bis 90 Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, weil sie in genau diesen Unternehmen tätig sind, die davon profitieren!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Vizekanzler Hubert Gorbach (fortsetzend): Sie werden auch wissen, dass 61 Prozent der unselbständig Beschäftigten bei Kapitalgesellschaften zu finden sind. Daher ist dies Arbeitsplatzsicherung! Aber wir werden noch Gelegenheit haben, darüber intensiver zu diskutieren. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wissen Sie, Herr Bundeskanzler und Herr Vizekanzler, ich bin sehr froh darüber, dass Ihren wilden Propagandareden hier eigentlich die Mehrheit der Bevölkerung keinen Glauben schenkt. Die Menschen sind klüger, als Sie glauben, und das ist gut so. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Steibl: Sie lesen die falsche Zeitung!
Es zeigen dies alle Umfragen: Alle wissen, dass es nur wenige gibt, die davon profitieren, und dass die Mehrheit der Bevölkerung leider leer ausgeht. (Abg. Steibl: Sie lesen die falsche Zeitung!) Diese Ankündigungen für 2005, die Sie jetzt gestartet haben, sind eine große Enttäuschung. 80 Prozent der Klein- und Mittelbetriebe gehen leer aus und bekommen keinen Cent. (Abg. Dr. Stummvoll: Falsch!) 2,3 Millionen Menschen, Arbeiterinnen und Arbeiter und Pensionisten, gehen leer aus, die bekommen keinen Cent. (Ruf bei der ÖVP: Falsch!)
Abg. Dr. Stummvoll: Falsch!
Es zeigen dies alle Umfragen: Alle wissen, dass es nur wenige gibt, die davon profitieren, und dass die Mehrheit der Bevölkerung leider leer ausgeht. (Abg. Steibl: Sie lesen die falsche Zeitung!) Diese Ankündigungen für 2005, die Sie jetzt gestartet haben, sind eine große Enttäuschung. 80 Prozent der Klein- und Mittelbetriebe gehen leer aus und bekommen keinen Cent. (Abg. Dr. Stummvoll: Falsch!) 2,3 Millionen Menschen, Arbeiterinnen und Arbeiter und Pensionisten, gehen leer aus, die bekommen keinen Cent. (Ruf bei der ÖVP: Falsch!)
Ruf bei der ÖVP: Falsch!
Es zeigen dies alle Umfragen: Alle wissen, dass es nur wenige gibt, die davon profitieren, und dass die Mehrheit der Bevölkerung leider leer ausgeht. (Abg. Steibl: Sie lesen die falsche Zeitung!) Diese Ankündigungen für 2005, die Sie jetzt gestartet haben, sind eine große Enttäuschung. 80 Prozent der Klein- und Mittelbetriebe gehen leer aus und bekommen keinen Cent. (Abg. Dr. Stummvoll: Falsch!) 2,3 Millionen Menschen, Arbeiterinnen und Arbeiter und Pensionisten, gehen leer aus, die bekommen keinen Cent. (Ruf bei der ÖVP: Falsch!)
Abg. Großruck: ... und das glauben Sie selber nicht, was Sie da verzapfen!
Wissen Sie, was das Enttäuschendste an Ihren Steuerreform-Ankündigungen ist? – Das Enttäuschendste ist, dass wir eine Situation haben, in der 340 000 Menschen ohne Arbeit dastehen, und Sie eine Steuerreform machen, die überhaupt nicht greift, die nicht gegensteuert und die keine Impulse für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt darstellt. (Abg. Großruck: ... und das glauben Sie selber nicht, was Sie da verzapfen!) Diese 340 000 arbeitslosen Menschen hat diese Regierung zu verantworten. Dafür sind Sie verantwortlich, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wissen Sie, was das Enttäuschendste an Ihren Steuerreform-Ankündigungen ist? – Das Enttäuschendste ist, dass wir eine Situation haben, in der 340 000 Menschen ohne Arbeit dastehen, und Sie eine Steuerreform machen, die überhaupt nicht greift, die nicht gegensteuert und die keine Impulse für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt darstellt. (Abg. Großruck: ... und das glauben Sie selber nicht, was Sie da verzapfen!) Diese 340 000 arbeitslosen Menschen hat diese Regierung zu verantworten. Dafür sind Sie verantwortlich, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie von ÖVP und FPÖ reagieren auf 340 000 arbeitslose Menschen mit einer Steuerreform, die einigen wenigen zugute kommt, und Sie reagieren auch damit, dass es weitere Vorschläge gibt, wie Sie das Geld für diese Geschenke wieder hereinbekommen, nämlich mit einer Streichung der Wohnbauförderung. Da haben Sie kein Problem, dass das bedeuten wird, dass die Arbeitslosigkeit in der Bauwirtschaft massiv steigt und dass die Mieten steigen. Daher ist Ihre Politik schuld an der Arbeitslosigkeit in Österreich! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: ... auch die Regierung verantwortlich!
Herr Stummvoll, es gibt Menschen, die nicht wie Sie vier Pensionen haben, wenn sie alt sind, sondern die Sorge um Armut im Alter haben. Das haben Sie nicht, Sie haben sich abgesichert, Sie werden in Zukunft vier Pensionen beziehen. (Abg. Großruck: ... auch die Regierung verantwortlich!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kenne einen Pensionisten – Herr Bundeskanzler, das wären einmal Beispiele für Sie –, der mich angerufen und mir gesagt hat: Ich habe im Jahre 2000 1 498 € Pension gehabt, und ich habe im Jahre 2004 1 474 € Pension, Monat für Monat um 24 € weniger. – Sie haben gesagt, es wird zu keinen Pensionskürzungen kommen. Dieser Pensionist sagt mir: Es wurde immer gesagt, es wird in die Pensionen nicht eingegriffen, das ist alles eine Lüge, er sieht es bei der Überweisung seiner Pension – Monat für Monat weniger! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Haben Sie ein Glück, dass der Präsident hilft mit der objektiven Amtsführung!
Abgeordnete Doris Bures (fortsetzend): Herr Präsident! Ich habe den besorgten Pensionisten zitiert, der sich an mich gewandt hat. (Abg. Mag. Molterer: Haben Sie ein Glück, dass der Präsident hilft mit der objektiven Amtsführung!)
Beifall bei der SPÖ.
Um zu einigen wenigen Gewinnern zu kommen: Die wenigen Gewinner sitzen auf der Regierungsbank. Es ist Herr Bartenstein, er bekommt in Zukunft Jahr für Jahr um 17,2 Millionen Schilling mehr durch diese Reform. Herr Prinzhorn bekommt in Zukunft Jahr für Jahr um 33 Millionen Schilling mehr. (Bundesminister Mag. Grasser: Woher haben Sie dies, Frau Abgeordnete?) Daher hat die Bevölkerung natürlich zu Recht den Eindruck, Sie richten es sich, und die Menschen gehen leer aus. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
was da geschieht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Herr Finanzminister, Sie verwechseln dieses Land und dieses schöne Österreich offensichtlich mit einem Selbstbedienungsladen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Doris Bures (fortsetzend): Ich komme zum Schlusssatz: Herr Bundeskanzler, ich denke, dass Ihr Ziehsohn, Ihr Finanzminister Nimmersatt, längst rücktrittsreif ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Keine Sorge, diese Gefahr besteht bei mir nicht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Bundeskanzler! Meine Herren Regierungsmitglieder! Da unterscheiden wir uns, auch im Stil, miteinander umzugehen, den Menschen zu helfen und ihnen einen Rahmen zu geben, dass sich die Menschen orientieren können. Das beweist diese Regierung mit Kompetenz, mit Verantwortungsbewusstsein und mit Stabilität, und dafür danke ich. Denn nur so können wir die Zukunft sichern, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Diese Steuerreform ist ein großer Wurf, ob Sie es wahrhaben wollen oder nicht! Die Überraschung ist Ihnen sichtlich ins Gesicht geschrieben. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Denn Sie wirken konzeptlos und orientierungslos, meine Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese Steuerreform ist ein großer Wurf, ob Sie es wahrhaben wollen oder nicht! Die Überraschung ist Ihnen sichtlich ins Gesicht geschrieben. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Denn Sie wirken konzeptlos und orientierungslos, meine Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Frau Kollegin aus Kärnten, ausgestattet mit Uralt-Konzepten, die Sie heute hier auf den Tisch gelegt haben und ständig auf den Tisch legen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Diese Regierung kennt die Bedürfnisse der Menschen. Diese Regierung weiß, was die Wirtschaft braucht. Diese Regierung weiß, wie man Arbeitsplätze sichern kann. Diese Regierung weiß, wie man die Wettbewerbsfähigkeit der Österreicherinnen und Österreicher stärkt. Dafür bedanke ich mich recht herzlich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Frau Kollegin aus Kärnten, ausgestattet mit Uralt-Konzepten, die Sie heute hier auf den Tisch gelegt haben und ständig auf den Tisch legen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Diese Regierung kennt die Bedürfnisse der Menschen. Diese Regierung weiß, was die Wirtschaft braucht. Diese Regierung weiß, wie man Arbeitsplätze sichern kann. Diese Regierung weiß, wie man die Wettbewerbsfähigkeit der Österreicherinnen und Österreicher stärkt. Dafür bedanke ich mich recht herzlich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Ja, ja! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Denn das ist eine Entlastung und in Wirklichkeit, wenn Sie so wollen, ein Sicherungsprogramm, meine Damen und Herren! Es ist ein Sicherungsprogramm für sichere Arbeitsplätze in Österreich, eine Entlastung für die Familien in Österreich und eine Sicherung für den Wirtschaftsstandort Österreich. Wenn Sie sagen, das sei eine Steuerentlastung oder eine Steuerreform für Industrielle und für Traktorfahrer, dann haben Sie nicht erkannt, wie man den Wirtschaftsstandort Österreich sichern kann. (Abg. Öllinger: Ja, ja! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter: Aber nur für die Kapitalgesellschaften!
Denn Faktum ist – und das sage ich 90 Tage vor der Erweiterung –, in 90 Tagen stehen zehn neue Länder in Europa mit uns im Wettbewerb, meine Damen und Herren! Die Senkung der KöSt – und Sie werden sich wundern, wenn ich das als Bauernvertreter jetzt sage – sichert den Wirtschaftsstandort Österreich! Das Beispiel Pöls zeigt die Auswirkungen davon: 300 Arbeitsplätze in meiner Heimatregion, wenn Heinzel die Kapazität, die Produktion verdoppelt; Absatz für die Forstwirtschaft in dieser Region; dies sichert Einkommen der Menschen in dieser Region (Abg. Dr. Matznetter: Aber nur für die Kapitalgesellschaften!), damit die Menschen dort Investitionen tätigen
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
können und damit die Wertschöpfung in der Region bleibt, meine Damen und Herren! Und dafür bedanke ich mich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Entlastung für Pendler ist gerade im ländlichen Raum eine wesentliche Frage. Die Entlastung für die Familien ist, wie schon mehrfach angesprochen, ein wesentlicher Faktor, auch für meine bäuerlichen Familien. Wenn Sie sagen: für ein paar Traktorfahrer – wollen Sie haben, dass die Bauern in Österreich ewig einen um 40 Prozent höheren Dieselpreis als im EU-Schnitt bezahlen? Wenn Sie das wollen, dann sagen Sie es laut! Das sichert nämlich – ebenso das Aussetzen der Schaumweinsteuer – den Wirtschaftsstandort Landwirtschaft. Das sichert Arbeitsplätze in der Landwirtschaft, das sichert den bäuerlichen Familien Einkommen. Das ermöglicht es den bäuerlichen Familien auch, dass wir weiterhin das Anforderungsprofil, das Sie, nämlich die Gesellschaft, an uns stellen, erfüllen können, nämlich sichere Lebensmittel zu produzieren, die Landschaft offen zu halten und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Das ist wiederum nur möglich, weil es zum richtigen Zeitpunkt die entsprechenden Steuerentlastungen gibt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen
Heute haben wir ein Programm vor uns (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen), das alle entlastet, das in Wirklichkeit ein Sicherungsprogramm ist und das auch in Zukunft den Wirtschaftsstandort Österreich entsprechend absichert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Heute haben wir ein Programm vor uns (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen), das alle entlastet, das in Wirklichkeit ein Sicherungsprogramm ist und das auch in Zukunft den Wirtschaftsstandort Österreich entsprechend absichert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Weiß das auch Herr Kogler? Herr Kogler weiß das nicht!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die österreichischen Kirchen sind wichtige Bündnispartner, gerade für uns Grüne, um die sozialen und menschlichen Folgen der Regierungspolitik nach Möglichkeit zu lindern. Sie sind da sehr verlässlich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Weiß das auch Herr Kogler? Herr Kogler weiß das nicht!)
Abg. Großruck: Konkordat gibt es auch keines! – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Der Kirchenbeitrag ist eine private Vereinbarung zwischen den Mitgliedern der Kirche und der Kirche selbst. Das geht uns als Politiker nichts an – vielleicht Sie, Herr Bundeskanzler, aber das ist ein etwas anderes Kirchenverständnis als das der Zweiten Republik. (Abg. Großruck: Konkordat gibt es auch keines! – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Was uns interessiert, ist die steuerliche Behandlung des Kirchenbeitrages und der Einkommen der Kirche, und da sagen wir: Bevor die Kirche, die nicht zu den Allerärmsten dieser Republik gehört, steuerlich entlastet wird, wäre es doch etwas fairer (Abg. Dr. Fekter: Nicht die Kirche, die Bürger werden entlastet!), die wirklich sozial Schwachen und Benachteiligten zu entlasten und nicht darauf hinzuweisen, dass sie sich bei einer sozial und steuerlich entlasteten Kirche ja wieder einmal um eine Klostersuppe anstellen können. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist nicht das Ziel einer fairen Steuerpolitik! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Die Kirche zahlt keine Kirchensteuer ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Nicht die Kirche, die Bürger werden entlastet!
Der Kirchenbeitrag ist eine private Vereinbarung zwischen den Mitgliedern der Kirche und der Kirche selbst. Das geht uns als Politiker nichts an – vielleicht Sie, Herr Bundeskanzler, aber das ist ein etwas anderes Kirchenverständnis als das der Zweiten Republik. (Abg. Großruck: Konkordat gibt es auch keines! – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Was uns interessiert, ist die steuerliche Behandlung des Kirchenbeitrages und der Einkommen der Kirche, und da sagen wir: Bevor die Kirche, die nicht zu den Allerärmsten dieser Republik gehört, steuerlich entlastet wird, wäre es doch etwas fairer (Abg. Dr. Fekter: Nicht die Kirche, die Bürger werden entlastet!), die wirklich sozial Schwachen und Benachteiligten zu entlasten und nicht darauf hinzuweisen, dass sie sich bei einer sozial und steuerlich entlasteten Kirche ja wieder einmal um eine Klostersuppe anstellen können. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist nicht das Ziel einer fairen Steuerpolitik! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Die Kirche zahlt keine Kirchensteuer ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Der Kirchenbeitrag ist eine private Vereinbarung zwischen den Mitgliedern der Kirche und der Kirche selbst. Das geht uns als Politiker nichts an – vielleicht Sie, Herr Bundeskanzler, aber das ist ein etwas anderes Kirchenverständnis als das der Zweiten Republik. (Abg. Großruck: Konkordat gibt es auch keines! – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Was uns interessiert, ist die steuerliche Behandlung des Kirchenbeitrages und der Einkommen der Kirche, und da sagen wir: Bevor die Kirche, die nicht zu den Allerärmsten dieser Republik gehört, steuerlich entlastet wird, wäre es doch etwas fairer (Abg. Dr. Fekter: Nicht die Kirche, die Bürger werden entlastet!), die wirklich sozial Schwachen und Benachteiligten zu entlasten und nicht darauf hinzuweisen, dass sie sich bei einer sozial und steuerlich entlasteten Kirche ja wieder einmal um eine Klostersuppe anstellen können. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist nicht das Ziel einer fairen Steuerpolitik! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Die Kirche zahlt keine Kirchensteuer ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Die Kirche zahlt keine Kirchensteuer ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Der Kirchenbeitrag ist eine private Vereinbarung zwischen den Mitgliedern der Kirche und der Kirche selbst. Das geht uns als Politiker nichts an – vielleicht Sie, Herr Bundeskanzler, aber das ist ein etwas anderes Kirchenverständnis als das der Zweiten Republik. (Abg. Großruck: Konkordat gibt es auch keines! – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Was uns interessiert, ist die steuerliche Behandlung des Kirchenbeitrages und der Einkommen der Kirche, und da sagen wir: Bevor die Kirche, die nicht zu den Allerärmsten dieser Republik gehört, steuerlich entlastet wird, wäre es doch etwas fairer (Abg. Dr. Fekter: Nicht die Kirche, die Bürger werden entlastet!), die wirklich sozial Schwachen und Benachteiligten zu entlasten und nicht darauf hinzuweisen, dass sie sich bei einer sozial und steuerlich entlasteten Kirche ja wieder einmal um eine Klostersuppe anstellen können. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist nicht das Ziel einer fairen Steuerpolitik! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Die Kirche zahlt keine Kirchensteuer ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Herr Pilz! Wie funktioniert ein Absetzbetrag?
Das haben Sie verabsäumt, und das ist auch der Kern unserer Kritik. (Abg. Mag. Molterer: Herr Pilz! Wie funktioniert ein Absetzbetrag?)
Abg. Dr. Fekter: Lernen Sie Steuerrecht!
Jetzt ist klar, warum das so kam, wenn man sich die Statuten einer der wichtigsten steuerpolitischen Einrichtungen, eines Think Tanks dieser Republik, vor Augen führt, nämlich die Statuten des Vereins zur Förderung der New Economy. (Abg. Dr. Fekter: Lernen Sie Steuerrecht!) Denn dort wird wirklich Steuerpolitik gemacht, und im § 2 der Statuten dieses Vereins heißt es: „Mag. Karl-Heinz Grasser“ – der bekanntlich mit dem Verein nichts zu tun hat, aber Vereinszweck ist – „hat dem Gedanken der New Economy entscheidende Impulse versetzt. Der Verein bezweckt ... f) die Zusammenarbeit mit Interessensvertretungen und anderen Institutionen zur Unterstützung der Zweckverwirklichung.“ (Abg. Dr. Fekter: Das ist nichts Unanständiges!)
Abg. Dr. Fekter: Das ist nichts Unanständiges!
Jetzt ist klar, warum das so kam, wenn man sich die Statuten einer der wichtigsten steuerpolitischen Einrichtungen, eines Think Tanks dieser Republik, vor Augen führt, nämlich die Statuten des Vereins zur Förderung der New Economy. (Abg. Dr. Fekter: Lernen Sie Steuerrecht!) Denn dort wird wirklich Steuerpolitik gemacht, und im § 2 der Statuten dieses Vereins heißt es: „Mag. Karl-Heinz Grasser“ – der bekanntlich mit dem Verein nichts zu tun hat, aber Vereinszweck ist – „hat dem Gedanken der New Economy entscheidende Impulse versetzt. Der Verein bezweckt ... f) die Zusammenarbeit mit Interessensvertretungen und anderen Institutionen zur Unterstützung der Zweckverwirklichung.“ (Abg. Dr. Fekter: Das ist nichts Unanständiges!)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Herr Finanzminister, dann wird es noch spannender. „NEWS“ veröffentlicht neue Zahlen. Ich kann hier vom Pult aus nicht überprüfen, ob sie stimmen oder nicht, aber bis jetzt – und das möchte ich festhalten – hat leider alles gestimmt. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Aber da gibt es einen Fonds ...
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (fortsetzend): Gern, Herr Präsident. – Da gibt es einen Fonds, der Ihnen persönlich gehört, und auf den sind zweimal Gelder geflossen. Deshalb fordere ich Sie auf, Herr Finanzminister: Legen Sie Ihren Fonds offen! Legen Sie die Gelder, die Sie genommen haben, offen! Und legen Sie vor diesem Parlament ein erstes Mal in Ihrer politischen Karriere eine offene und faire Rechnung! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Finanzminister ständig seine Homepage anzukreiden. Das ist sicherlich kein geeigneter Weg! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Sie finden eben sonst nichts zu kritisieren!
Von Ihnen, Herr Wirtschaftsprofessor Van der Bellen, hätte ich mir ehrlich gesagt schon erwartet, dass Sie auch einmal zur Steuerreform und zu ihren einzelnen wirklich epochalen Maßnahmen ganz klar Position beziehen, dass Sie Stellung nehmen zu dem, was diese Bundesregierung, diese Reformregierung hier auf den Weg gebracht hat. Doch auch Sie haben wieder nur auf dem Finanzminister herumgehackt. Ich glaube, dass die Österreicherinnen und Österreicher dringendere Bedürfnisse und dringendere Interessen haben als die ständige Herumhackerei wegen einer Homepage, nämlich beispielsweise an einer Steuersenkung. (Abg. Dr. Fekter: Sie finden eben sonst nichts zu kritisieren!)
Abg. Dr. Matznetter: Das war doch immer Ihr Argument!
Sie haben gesagt, dass diese Steuerreform auf Pump gemacht wird. (Abg. Dr. Matznetter: Das war doch immer Ihr Argument!) Wenn Ihnen als Alternative dazu nur einfällt, Steuererhöhungen vorzunehmen, um diese Steuerentlastung zu finanzieren, indem Sie etwa die Vermögenssteuer wieder einführen wollen, dann frage ich Sie: Ist Ihnen eigentlich bewusst, welche Auswirkungen das auf die Börse, die Börsenentwicklung hätte, Herr Matznetter? Gerade jetzt, wo wir doch alle glücklich sein können, dass es mit der Börse, mit dem Kapitalmarkt wieder aufwärts geht in Österreich, just genau dann wollen Sie die Vermögenssteuer wieder einführen! (Abg. Öllinger: Ja, da können wirklich alle glücklich sein!)
Abg. Öllinger: Ja, da können wirklich alle glücklich sein!
Sie haben gesagt, dass diese Steuerreform auf Pump gemacht wird. (Abg. Dr. Matznetter: Das war doch immer Ihr Argument!) Wenn Ihnen als Alternative dazu nur einfällt, Steuererhöhungen vorzunehmen, um diese Steuerentlastung zu finanzieren, indem Sie etwa die Vermögenssteuer wieder einführen wollen, dann frage ich Sie: Ist Ihnen eigentlich bewusst, welche Auswirkungen das auf die Börse, die Börsenentwicklung hätte, Herr Matznetter? Gerade jetzt, wo wir doch alle glücklich sein können, dass es mit der Börse, mit dem Kapitalmarkt wieder aufwärts geht in Österreich, just genau dann wollen Sie die Vermögenssteuer wieder einführen! (Abg. Öllinger: Ja, da können wirklich alle glücklich sein!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wenn Sie von den Grünen kritisieren, dass die KöSt-Senkung zu großzügig ausgefallen ist, dann darf ich Ihnen sagen, dass die österreichische Wirtschaft in Anbetracht der Vorbereitung auf die Osterweiterung dringend eine Entlastung braucht. Das bedeutet nämlich auch eine Entlastung für die Arbeitnehmer, weil die Wirtschaft letztendlich Arbeitsplätze und Einkommen schafft und das daher richtig und wichtig für den Wirtschaftsstandort Österreich ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Das geht sich nicht mehr aus!
Damen und Herren an den Fernsehern! (Abg. Scheibner: Das geht sich nicht mehr aus!) Wenn Meinungsumfragen ergeben, dass die Mehrheit von Ihnen annimmt, dass Sie wenig oder fast nichts bekommen werden: Sie haben Recht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Damen und Herren an den Fernsehern! (Abg. Scheibner: Das geht sich nicht mehr aus!) Wenn Meinungsumfragen ergeben, dass die Mehrheit von Ihnen annimmt, dass Sie wenig oder fast nichts bekommen werden: Sie haben Recht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das ist falsch!
Auch der Herr Bundeskanzler hat uns diesbezüglich falsch informiert: In der Wifo-Studie, die die Regierung selbst ausgeteilt hat, wird die Wirkung bei 2,5 Milliarden € Entlastung für 2005 mit nur 0,3 Prozent und für 2006 mit 0,4 Prozent – also in der statistischen Fehlerbandbreite – angegeben. (Abg. Scheibner: Das ist falsch!) – Das ist Ihre Studie, das ist ganz einfach! – Und statt einer Wirkung auf die Beschäftigung im Ausmaß von 12 000 werden nur 4 000 angegeben. Also 8 000 Arbeitslose haben von dem Herrn ein Versprechen bekommen, das nicht eingehalten wurde.
Abg. Scheibner: Wie reden Sie denn?
Aber was uns viel mehr stört, ist: Es wurde nicht eingespart. Es wurde letztes Jahr in diesem Haus den ASVG- und GSVG-Pensionisten jährlich über 1 Milliarde € an Pensionsansprüchen weggenommen, und jetzt wird diese Milliarde als Beute an ganz wenige verteilt, die davon profitieren. (Abg. Scheibner: Wie reden Sie denn?)
Der Redner stellt eine Tafel mit den unter den Abbildungen von Bundesminister Dr. Bartenstein und Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn angegebenen Steuerersparnisbeträgen auf das Rednerpult.
Nur ein paar Beispiele, um gleich bei Personen hier im Haus zu bleiben: Die Gruppe Bartenstein – allein Gerot Pharmazeutika und Lannacher – spart sich in Summe 17 Millionen Schilling, umgerechnet in Euro sind das 2,4 Millionen €. (Der Redner stellt eine Tafel mit den unter den Abbildungen von Bundesminister Dr. Bartenstein und Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn angegebenen Steuerersparnisbeträgen auf das Rednerpult.)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Das kann nicht stimmen!
Und im Bereich der Hamburger, im Bereich der Gruppe Prinzhorn: 33 Millionen Schilling. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das kann nicht stimmen!) Diese Zahlen resultieren aus den im Firmenbuch veröffentlichten Daten. 18 600 Lohnsteuerpflichtige bekommen dieselbe Entlastung wie diese zwei Firmengruppen. Die haben sich die Beute geholt! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Und im Bereich der Hamburger, im Bereich der Gruppe Prinzhorn: 33 Millionen Schilling. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das kann nicht stimmen!) Diese Zahlen resultieren aus den im Firmenbuch veröffentlichten Daten. 18 600 Lohnsteuerpflichtige bekommen dieselbe Entlastung wie diese zwei Firmengruppen. Die haben sich die Beute geholt! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Herr Finanzminister! Nehmen Sie den Hut, bevor das Restliche hier im Hause in Form einer Untersuchung übernommen werden muss! – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Steibl begibt sich zum Rednerpult und platziert dort eine Tafel mit der Aufschrift „Weniger Steuern – Mehr Geld zum Leben“.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Steibl. (Abg. Steibl begibt sich zum Rednerpult und platziert dort eine Tafel mit der Aufschrift „Weniger Steuern – Mehr Geld zum Leben“.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Eingangs erst einmal zu den Ausführungen des Herrn Kollegen Matznetter. Sehr geehrter Herr Kollege Matznetter! Ich gebe Ihnen etwas mit auf den Weg: Unternehmer und Unternehmerinnen schaffen Arbeitsplätze! – Punkt eins. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Nun zur Rede des Herrn Kollegen Pilz: Herr Kollege Pilz! Ich bin enttäuscht, ich hätte mir mehr erwartet. Dass Sie nicht einmal das Steuersystem kennen, dass Sie nicht einmal wissen, was ein Absetzbetrag ist, das hätte ich Ihnen nicht zugetraut. Ein Absetzbetrag ist eine Entlastung für die Bürger und Bürgerinnen. Da wundert es mich nicht, dass Sie auch die Maßnahmen für unser Familienpaket nicht verstehen. Und das möchte ich Ihnen daher nun erläutern. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Alleinverdiener – und das möchte ich auch der Opposition mit auf den Weg geben – gehören meist kinderreichen Familien an, in denen ein Elternteil sich überwiegend um die Familienarbeit kümmert. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) AlleinerzieherInnen sind diejenigen, die keinen Partner haben, der zum Einkommen beiträgt. Und gerade diese Gruppe zählt besonders zu den armutsgefährdeten Gruppen. Und derzeit gibt es in Österreich (weitere Zwischenrufe bei der SPÖ) – gibt es eine Aufregung? (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen) – über 1 Million Alleinverdiener, und davon sind an die 100 000 Alleinerzieher. Das ist die Gruppe, auf die sich anscheinend die SPÖ und die Grünen immer stürzen. Und weil wir jetzt tatsächlich etwas für sie tun, sind Sie dagegen.
weitere Zwischenrufe bei der SPÖ
Alleinverdiener – und das möchte ich auch der Opposition mit auf den Weg geben – gehören meist kinderreichen Familien an, in denen ein Elternteil sich überwiegend um die Familienarbeit kümmert. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) AlleinerzieherInnen sind diejenigen, die keinen Partner haben, der zum Einkommen beiträgt. Und gerade diese Gruppe zählt besonders zu den armutsgefährdeten Gruppen. Und derzeit gibt es in Österreich (weitere Zwischenrufe bei der SPÖ) – gibt es eine Aufregung? (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen) – über 1 Million Alleinverdiener, und davon sind an die 100 000 Alleinerzieher. Das ist die Gruppe, auf die sich anscheinend die SPÖ und die Grünen immer stürzen. Und weil wir jetzt tatsächlich etwas für sie tun, sind Sie dagegen.
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen
Alleinverdiener – und das möchte ich auch der Opposition mit auf den Weg geben – gehören meist kinderreichen Familien an, in denen ein Elternteil sich überwiegend um die Familienarbeit kümmert. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) AlleinerzieherInnen sind diejenigen, die keinen Partner haben, der zum Einkommen beiträgt. Und gerade diese Gruppe zählt besonders zu den armutsgefährdeten Gruppen. Und derzeit gibt es in Österreich (weitere Zwischenrufe bei der SPÖ) – gibt es eine Aufregung? (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen) – über 1 Million Alleinverdiener, und davon sind an die 100 000 Alleinerzieher. Das ist die Gruppe, auf die sich anscheinend die SPÖ und die Grünen immer stürzen. Und weil wir jetzt tatsächlich etwas für sie tun, sind Sie dagegen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Da noch heuer der Anspruch, das Recht auf Elternteilzeit in Kraft tritt, kommt es nun zu einer Einkommensstärkung für Familien mit einem wirksamen Volumen von 250 Millionen €. „Weniger Steuern – Mehr Geld zum Leben“ heißt es ab sofort für Familien. Ich möchte das noch einmal wiederholen, weil ich glaube, dass es sehr, sehr wichtig ist, dass man das den Österreicherinnen und Österreichern mit auf den Weg gibt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es geht weiters um die Einführung eines Kinderzuschlages: für das erste Kind 130 €, für das zweite Kind 175 € und für jedes weitere 220 €. Ich möchte auch nicht auf die Erhöhung des Pendlerpauschales um 15 Prozent vergessen, sondern dies besonders erwähnen, weil gerade das eine wichtige Maßnahme für die Bevölkerung, für die Familien im ländlichen Raum ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das bedeutet mehr Gerechtigkeit für Familien und Kinder. Allein durch die Entlastung unserer Familien in Höhe von 250 Millionen € stärken wir das wichtigste soziale Fundament unserer Gesellschaft. Denken Sie daran, und stimmen Sie mit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Steibl holt sich diese.
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Auf diesem schönen Taferl, das da heute so herumkursiert, findet sich ein wesentlicher Fehler. Da steht: „Weniger Steuern – Mehr Geld zum Leben“. Sie haben nämlich vergessen, draufzuschreiben: Mehr Geld zum Leben für Männer, denn das ist es, was Ihre Steuerreform macht. (Die Rednerin hält die von der Vorrednerin am Rednerpult zurückgelassene Tafel in die Höhe.) Also unvollständig aus dem Verkehr gezogen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Steibl holt sich diese.) – Jetzt nimmt man mir sogar schon Unterlagen vom Rednerpult. Das ist neu in diesem Haus.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Eine weitere Priorität ist schließlich ein ganz klar orientiertes konservatives Familienmodell, das Sie begünstigen, denn der große Brocken dessen, was Sie als Familienpaket darstellen, ist der Alleinverdienerabsetzbetrag. Das heißt überspitzt formuliert: Sie geben den Männern in der Familie mehr Geld, damit die Frauen zu Hause bleiben und Haushalt und Kinder versorgen. Das ist Ihr Modell! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn wir sagen, eine Steuerreform für alle, dann stelle ich mir vor, dass erstens tatsächlich alle, nämlich auch jene, die jetzt schon keine Steuer zahlen, weil sie derart wenig verdienen, davon profitieren können müssen. Und das heißt: Negativsteuer bitte dringend ausweiten! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Zweitens erwarte ich mir von einer Steuerreform für alle, dass Frauen mindestens in gleichem Maße davon profitieren wie Männer. Das schaffen Sie mit Ihrer Steuerreform nicht einmal im Ansatz. Ganz im Gegenteil: Sie bauen zusätzlich geschlechterpolitisch verzerrende Maßnahmen ein. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Drittens: Wenn Sie Standortpolitik betreiben wollen, dann sollte auch dort sichergestellt werden, dass nicht geschlechterverzerrend gearbeitet und ein Standort devaluiert wird. Denn was Sie in Summe mit Ihren Maßnahmen machen – aber auch da gibt es keine Gegensteuerung –, ist eine sukzessive Potentialvernichtung. Sie vernichten nämlich das ungenutzte Potential der weiblichen Erwerbsfähigen, die nicht erwerbstätig sein können, weil ihnen die Jobs und vor allem die Rahmenbedingungen für Erwerbstätigkeit fehlen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (fortsetzend): Mein Schlusssatz: Wenn der Herr Bundeskanzler ein derart großes Engagement für Absetzbeträge hat, die seit 15 Jahren oder länger nicht abgeändert worden sind, dann bitte auch für den Behindertenfreibetrag. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig: Das ist hier nicht der Villacher Fasching!
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Damen und Herren! Diese Steuerreform bringt für alle mehr Geld im Geldbörsel, höhere Absetzbeträge, die Familien werden entlastet, die Arbeitsplätze werden gesichert, und die Unternehmen werden gestärkt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig: Das ist hier nicht der Villacher Fasching!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Die Belastung sind Sie!
Liebe Kollegen von der SPÖ! Ich habe ja großes Verständnis dafür, dass Sie diese Art der Steuerreform nicht verstehen, denn jeder Steuerreform, die Sie eingeführt haben, folgten Belastungen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Die Belastung sind Sie!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Während sich die österreichische Bevölkerung über diese massive Steuerentlastung freut, werden Rot und Grün in Österreich nicht müde, diese Steuerreform schlechtzureden. So betreibt die SPÖ Rosstäuschung. Denn bei den Berechnungen, die Sie jetzt dem Finanzminister unterstellen, Herr Kollege Matznetter, vermischen Sie zwei verschiedene Paar Schuhe, nämlich die Steuerreform, die mit 1. Jänner 2004 wirksam wird, jene, die mit 1. Jänner 2005 wirksam wird, und jene Teile, die vorgezogen werden. Ja, das verwechseln Sie, geschätzte Damen und Herren. Sie vergessen aber eines: dass Sie die Erbschaftssteuer, die Vermögenssteuer und die Grundsteuer anheben würden, was jede Miete in die Höhe treiben würde. Das vergessen Sie den Leuten ebenfalls zu sagen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – Rufe bei der SPÖ: Lei, lei!
Geschätzte Damen und Herren! Ich möchte mich hier an dieser Stelle für diesen großen Wurf der Steuerreform besonders bei jenen Personen bedanken, die diese Steuerreform ausverhandelt haben, in erster Linie beim Kärntner Landeshauptmann Dr. Jörg Haider, der der Chefverhandler der Freiheitlichen war und der mit dem Herrn Finanzminister und dem Herrn Staatssekretär das ganze Paket in dieser Form für die Österreicherinnen und Österreicher ausverhandelt hat (Beifall bei den Freiheitlichen – Rufe bei der SPÖ: Lei, lei!), für die österreichische Wirtschaft genauso wie für die österreichischen Arbeitnehmer und für die Familien. Das betrifft vor allem jene Teile, die für die Familien vorgezogen worden sind. (Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ. –
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Silhavy: Lei, lei!
Sehr geehrte Damen und Herren! Zur Sicherung des österreichischen Wirtschaftsstandortes ist es aber auch wichtig, dass die Körperschaftssteuer abgesenkt wird, denn immerhin arbeiten 1,4 Millionen Arbeitnehmer in Kapitalgesellschaften. – Das sind über 60 Prozent der österreichischen Betriebe. Für den Wirtschaftsstandort Österreich und für die Sicherung der Arbeitsplätze in Österreich ist das immens wichtig, und darauf bin ich besonders stolz. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Silhavy: Lei, lei!)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Ing. Kurt Gartlehner (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Geschätzte Herren auf der Regierungsbank! Dem Sigi Dolinschek sei ins Stammbuch geschrieben: Ich kenne dich als redlichen Makler, aber der Kärntner Wahlkampf hat auch hier deine Emotionen zu sehr nach oben getrieben. Die Unterstellung, dass Jörg Haider diese Steuerreform gemacht hätte, hat sogar dem Herrn Bundeskanzler ein Lachen abgezwungen. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Heinisch-Hosek: Bedauerlich!
Die Freude darüber, dass zwei Millionen österreichische Arbeitnehmer keine Steuern mehr bezahlen, stellt sich letztendlich als sehr problematische Position heraus (Abg. Heinisch-Hosek: Bedauerlich!), denn diese Steuerfreiheit wird im Endeffekt dadurch erzielt, dass die Einkommen von sehr vielen Leuten sehr gering sind, dass die Einkommen von immer mehr Menschen in Österreich immer geringer werden und daher eben immer mehr Leute keine Steuern zahlen. Ich glaube, es ist der falsche Anreiz, das hier so zu bewerben.
Beifall bei der SPÖ.
In Summe ist Österreich sehr wohl noch ein guter Platz zum Leben und auch zum Arbeiten, aber die Bundesregierung wird gut daran tun, die Politik zu ändern, damit es auch so bleibt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und auch Herren von der Opposition! Vielleicht ist ja das Einzige, was Ihnen nicht gefällt, dass Sie diese Reform nicht selber umsetzen können. Gerade als Unternehmerin freue ich mich sehr, dass es uns gelungen ist, die Körperschaftssteuer von 34 auf 25 Prozent zu senken. – Das ist wirklich ein großer Wurf! Das hilft uns, international wettbewerbsfähiger zu sein, es dient zur Standort- und Arbeitsplatzsicherung und stärkt natürlich auch die Finanzkraft unserer Wirtschaft. Denken Sie an Basel II, denken Sie daran, wie notwendig es ist, dass die Eigenkapitaldeckung unserer Unternehmen gestärkt wird! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Sburny: Schauen Sie sich einmal die Statistiken von Vermögen und Einnahmen an! Vielleicht lesen Sie einmal die Statistiken!
Ich bitte Sie von der Opposition in diesem Zusammenhang auch, sich von jenen verzerrten alten Bildern zu lösen, in denen die Unternehmer und Unternehmerinnen primär Geld scheffeln und sich bei der nächsten Gelegenheit womöglich von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen verabschieden. Das ist einfach nicht mehr Realität! Wir – der Großteil der KMUs, die zehn Mitarbeiter haben – investieren, wenn wir Gewinne machen. (Abg. Sburny: Schauen Sie sich einmal die Statistiken von Vermögen und Einnahmen an! Vielleicht lesen Sie einmal die Statistiken!) Wir schaffen neue EDV-Systeme und Maschinen an, und selbstverständlich schaffen wir neue Arbeitsplätze, um unsere eigenen Ressourcen zu verbreitern.
Abg. Öllinger: Nein! Das stimmt doch nicht! – Abg. Sburny: Aber nur, wenn sie Gewinne haben! Sie werden doch nicht behaupten, dass alle Gewinne haben! 47 Prozent haben keinen!
Schließlich noch einige Zahlen: Sie wissen wahrscheinlich, dass es in Österreich 300 000 Unternehmer gibt. 100 000 sind Kapitalgesellschaften, 200 000 sind Einzelgesellschaften, Personengesellschaften. Die Kapitalgesellschaften erreichen wir mit der Senkung der Körperschaftssteuer auf 25 Prozent. Die andere Gruppe haben wir bereits mit der Definition des halben Steuersatzes auf nicht entnommene Gewinne erreicht. (Abg. Öllinger: Nein! Das stimmt doch nicht! – Abg. Sburny: Aber nur, wenn sie Gewinne haben! Sie werden doch nicht behaupten, dass alle Gewinne haben! 47 Prozent haben keinen!) Unterm Strich sind es 90 Prozent der Unternehmer.
Beifall bei der ÖVP.
Ob es Ihnen gefällt oder nicht: Wir erreichen das! Und ich würde gerne mit Ihnen auf diese Steuerreform anstoßen – passenderweise mit einem Gläschen Sekt, weil auch dieses wird uns ja in Zukunft durch die Abschaffung der Schaumweinsteuer noch besser schmecken. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steibl – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Sburny –: Sie sind vorher verdrängt worden, vom Kollegen Pilz! So ist das bei den Grünen! Da verdrängen die Männer die Frauen!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Sburny zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Steibl – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Sburny –: Sie sind vorher verdrängt worden, vom Kollegen Pilz! So ist das bei den Grünen! Da verdrängen die Männer die Frauen!)
Staatssekretär Dr. Finz: Alle Steuerzahler!
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Nein, nein! Bei uns gibt es ein anderes System als bei Ihnen! – Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich finde es bemerkenswert, mit welcher Unverfrorenheit der Sonderklasse die Mitglieder der Regierungsfraktionen hier behaupten, dass alle von dieser Steuerreform profitieren. (Staatssekretär Dr. Finz: Alle Steuerzahler!) – Alle Steuerzahler und Steuerzahlerinnen, das behaupten Sie ja auch immer.
Staatssekretär Dr. Finz: 2005! – Zwischenruf des Abg. Mag. Tancsits.
Sie können uns da wirklich viel erzählen. Es ist immer schwierig, wenn das Fernsehpublikum solche Zahlen hört, denn man kann das ja so schnell nicht überprüfen. Manche können das jedoch: Was, glauben Sie, denken sich diejenigen, die jetzt gerade ihre Pension oder ihr Gehalt bekommen haben und sehen, dass sie im Jänner 2004 definitiv weniger haben als im Dezember 2003? Was, glauben Sie, denken sich die, wenn Sie hier behaupten, alle bekommen mehr? (Staatssekretär Dr. Finz: 2005! – Zwischenruf des Abg. Mag. Tancsits.) – Ja, nur Sie reden die ganze Zeit davon, dass alle davon profitieren. Die Leute glauben das ja! (Staatssekretär Dr. Finz: 2005!) – Ja, irgendwann. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Staatssekretär Dr. Finz: 2005!
Sie können uns da wirklich viel erzählen. Es ist immer schwierig, wenn das Fernsehpublikum solche Zahlen hört, denn man kann das ja so schnell nicht überprüfen. Manche können das jedoch: Was, glauben Sie, denken sich diejenigen, die jetzt gerade ihre Pension oder ihr Gehalt bekommen haben und sehen, dass sie im Jänner 2004 definitiv weniger haben als im Dezember 2003? Was, glauben Sie, denken sich die, wenn Sie hier behaupten, alle bekommen mehr? (Staatssekretär Dr. Finz: 2005! – Zwischenruf des Abg. Mag. Tancsits.) – Ja, nur Sie reden die ganze Zeit davon, dass alle davon profitieren. Die Leute glauben das ja! (Staatssekretär Dr. Finz: 2005!) – Ja, irgendwann. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie können uns da wirklich viel erzählen. Es ist immer schwierig, wenn das Fernsehpublikum solche Zahlen hört, denn man kann das ja so schnell nicht überprüfen. Manche können das jedoch: Was, glauben Sie, denken sich diejenigen, die jetzt gerade ihre Pension oder ihr Gehalt bekommen haben und sehen, dass sie im Jänner 2004 definitiv weniger haben als im Dezember 2003? Was, glauben Sie, denken sich die, wenn Sie hier behaupten, alle bekommen mehr? (Staatssekretär Dr. Finz: 2005! – Zwischenruf des Abg. Mag. Tancsits.) – Ja, nur Sie reden die ganze Zeit davon, dass alle davon profitieren. Die Leute glauben das ja! (Staatssekretär Dr. Finz: 2005!) – Ja, irgendwann. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Staatssekretär Dr. Finz: ... Einkommensteuer ...!
Bei der KöSt – bei der Körperschaftssteuer – erfassen Sie die großen Kapitalgesellschaften und einen Teil der Personengesellschaften. Mit den nicht entnommenen Gewinnen erfassen Sie – so behaupten Sie – alle Personengesellschaften, Einzelunternehmen, was nicht wahr ist, weil 47 Prozent keinen Gewinn machen, also von dieser steuerlichen Begünstigung nicht entnommener Gewinne überhaupt nicht profitieren können. Wovon Sie überhaupt nicht reden, sind die Freiberufler und Freiberuflerinnen, die nämlich weder von der Senkung der KöSt profitieren, noch von den nicht entnommenen Gewinnen, weil sie dort ausgenommen sind. (Beifall bei den Grünen. – Staatssekretär Dr. Finz: ... Einkommensteuer ...!)
Abg. Dr. Sonnberger: Gott sei Dank!
Das heißt, Sie stellen halt einfach einmal Zahlen in den Raum. – Ob die richtig sind oder nicht, werden die Leute daran ermessen können, was sie herausbekommen. (Abg. Dr. Sonnberger: Gott sei Dank!) – Ja, Gott sei Dank – für wen, wird sich noch zeigen.
Beifall bei den Grünen.
Uns können Sie, wie gesagt, viel erzählen. Wir können hier eine Diskussion führen. Die Leute werden sich jedoch selbst ein Bild darüber machen, was für sie herauskommt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Puswald: Ein geschmackloser Vergleich!
Und wie wurde diese Steuerreform umgesetzt? – Es war dies ein Wahlzuckerl noch schnell vor der Wahl, ein Steuergeschenk, ohne vorher eine Konsolidierung des Staatshaushaltes einzuleiten. Nach der Wahl wurde dann die Rechnung bezahlt, allerdings nicht von jenem, der diese Steuerreform eingeleitet hat, nämlich von Finanzminister Edlinger – vulgo „Rudi Ratlos“, wie manche sagen –, diese Rechnung wurde von der nachfolgenden Regierung und von den Steuerzahlern bezahlt, und zwar ohne Vorbereitung auf diese Steuerreform. Ich vergleiche das mit einer Runde im Wirtshaus, die jemand ausgibt, der sich dann aber mehr oder weniger durch das Toilettenfenster verkrümelt. Genau das ist passiert. (Abg. Dr. Puswald: Ein geschmackloser Vergleich!) Aber zutreffend, wie ich meine. Das ist sozusagen die Steuerreformtaktik der SPÖ.
Abg. Neudeck: So viele?
Nun zur vertanen Chance: Die SPÖ hat im Jänner dieses Jahres eine Sondersitzung verlangt. Dem Vernehmen nach sind bei der Klubsitzung vor dieser Sondersitzung ein Drittel der Abgeordneten anwesend gewesen (Abg. Neudeck: So viele?); also noch weniger als die möglicherweise sonst übliche Hälfte der Abgeordneten. Jetzt frage ich mich natürlich: Wie ernst nehmen die sozialdemokratischen Abgeordneten die angeblichen Anliegen der SPÖ selbst? (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Nun zur vertanen Chance: Die SPÖ hat im Jänner dieses Jahres eine Sondersitzung verlangt. Dem Vernehmen nach sind bei der Klubsitzung vor dieser Sondersitzung ein Drittel der Abgeordneten anwesend gewesen (Abg. Neudeck: So viele?); also noch weniger als die möglicherweise sonst übliche Hälfte der Abgeordneten. Jetzt frage ich mich natürlich: Wie ernst nehmen die sozialdemokratischen Abgeordneten die angeblichen Anliegen der SPÖ selbst? (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Abg. Neudeck: Das vierte!
Und wem ist dieses eine Drittel zuzuordnen? Da gibt es ja eine Gusenbauersche Klassifikation, die Sie kennen. Er hat am 30. Mai des Jahres 2000 vor einem Unternehmen behauptet, er hätte eine Dritteleinteilung seiner Abgeordneten: Ein Drittel der Abgeordneten könnte dem Leistungsprinzip gerecht werden, ein Drittel der Abgeordneten würde dies nicht schaffen, ein Drittel sei resozialisierbar. Ich frage mich: Welches Drittel war bei dieser Klubsitzung? (Abg. Neudeck: Das vierte!) Ich weiß es nicht. So wie ich überhaupt nicht weiß, wer von Ihnen für Ihre Aussagen zur Steuerreform zuständig ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Und wem ist dieses eine Drittel zuzuordnen? Da gibt es ja eine Gusenbauersche Klassifikation, die Sie kennen. Er hat am 30. Mai des Jahres 2000 vor einem Unternehmen behauptet, er hätte eine Dritteleinteilung seiner Abgeordneten: Ein Drittel der Abgeordneten könnte dem Leistungsprinzip gerecht werden, ein Drittel der Abgeordneten würde dies nicht schaffen, ein Drittel sei resozialisierbar. Ich frage mich: Welches Drittel war bei dieser Klubsitzung? (Abg. Neudeck: Das vierte!) Ich weiß es nicht. So wie ich überhaupt nicht weiß, wer von Ihnen für Ihre Aussagen zur Steuerreform zuständig ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Die Zeit der Belastungen hat ein Ende. Es ist ein großer Wurf gelungen, der international Beachtung findet. Auch dies wurde bereits erwähnt. Ich bin froh darüber, dass es eine Politik gibt, die verantwortungsvoll ist, die zukunftsorientiert ist, die arbeitsmarktfördernd ist und die den Wirtschaftsstandort sichert, eine, wie ich meine, starke Politik für Österreich und seine Bürger. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Sie haben nicht zugehört!
Abgeordnete Mag. Melitta Trunk (SPÖ): Herr Präsident! Kollegen und Kolleginnen! Kollege Hofmann, wer so schlecht beim Zählen von einzelnen Abgeordnetenköpfen ist, sollte nicht mit Milliarden und Budgets jonglieren und schon gar nicht dafür verantwortlich sein. Es tut mir Leid, Herr Kollege Hofmann! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Sie haben nicht zugehört!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Steuerreform und beide verschweigen sich sträflich zur Frage der Steuermoral, des Finanzskandals, des Steuerhinterziehungsskandals, der Spendenaffäre des Finanzministers. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Das ist ein sträfliches Verschweigen. Ich halte mich da an den Spruch: Wer nichts zu verbergen hat, braucht auch nichts zu verschweigen. Mittlerweile haben sich beide vertschüsst.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Sburny.
Interessanterweise hat sich der Herr Finanzminister – wahrscheinlich aus Sicherheitsgründen – zur Steuerreform heute ganz verschwiegen; so nach dem Motto: Sicher ist sicher, denn es könnte ihm ja etwas herausrutschen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Sburny.)
Abg. Neudeck: Was heißt Millionen? Jetzt sollen es schon Millionen sein!
Nur ein kleines Faktum, warum es wirklich verwerflich, sträflich, ignorant und arrogant ist, dass beide sich hier der Debatte zu ihrer Erklärung entziehen: Nehmen Sie allein die Tatsache, dass zwischen den spät zugegebenen Millionen €, die geflossen sind, und den letztlich durch die Industriellenvereinigung selbst geouteten Millionen, die geflossen sind (Abg. Neudeck: Was heißt Millionen? Jetzt sollen es schon Millionen sein!), ein Differenzbetrag von 108 000 €, das sind 1,5 Millionen Schilling, liegt! (Staatssekretär Dr. Finz: Reden wir von Schilling oder von Euro?) Wissen Sie, wie hoch der Differenzbetrag ist? Das ist ein Betrag, für den ein durchschnittlicher Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin mit einem Nettobezug von 1 000 € neun Jahre arbeiten muss. Und Sie reden von Kleinigkeit? Sie reden von Beschmutzung? Das ist die Tatsache! Neun Jahre muss ein Arbeitnehmer für diesen Differenzbetrag arbeiten. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) – Herr Kollege Finz, Sie waren ja der einzige Aktive. Sie haben sich hin und wieder den Schweiß von der Stirne gewischt. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Aber Sie wissen mittlerweile, dass es sich in Wirklichkeit um 352 000 handelt. Das ist die Wahrheit.
Staatssekretär Dr. Finz: Reden wir von Schilling oder von Euro?
Nur ein kleines Faktum, warum es wirklich verwerflich, sträflich, ignorant und arrogant ist, dass beide sich hier der Debatte zu ihrer Erklärung entziehen: Nehmen Sie allein die Tatsache, dass zwischen den spät zugegebenen Millionen €, die geflossen sind, und den letztlich durch die Industriellenvereinigung selbst geouteten Millionen, die geflossen sind (Abg. Neudeck: Was heißt Millionen? Jetzt sollen es schon Millionen sein!), ein Differenzbetrag von 108 000 €, das sind 1,5 Millionen Schilling, liegt! (Staatssekretär Dr. Finz: Reden wir von Schilling oder von Euro?) Wissen Sie, wie hoch der Differenzbetrag ist? Das ist ein Betrag, für den ein durchschnittlicher Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin mit einem Nettobezug von 1 000 € neun Jahre arbeiten muss. Und Sie reden von Kleinigkeit? Sie reden von Beschmutzung? Das ist die Tatsache! Neun Jahre muss ein Arbeitnehmer für diesen Differenzbetrag arbeiten. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) – Herr Kollege Finz, Sie waren ja der einzige Aktive. Sie haben sich hin und wieder den Schweiß von der Stirne gewischt. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Aber Sie wissen mittlerweile, dass es sich in Wirklichkeit um 352 000 handelt. Das ist die Wahrheit.
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.
Nur ein kleines Faktum, warum es wirklich verwerflich, sträflich, ignorant und arrogant ist, dass beide sich hier der Debatte zu ihrer Erklärung entziehen: Nehmen Sie allein die Tatsache, dass zwischen den spät zugegebenen Millionen €, die geflossen sind, und den letztlich durch die Industriellenvereinigung selbst geouteten Millionen, die geflossen sind (Abg. Neudeck: Was heißt Millionen? Jetzt sollen es schon Millionen sein!), ein Differenzbetrag von 108 000 €, das sind 1,5 Millionen Schilling, liegt! (Staatssekretär Dr. Finz: Reden wir von Schilling oder von Euro?) Wissen Sie, wie hoch der Differenzbetrag ist? Das ist ein Betrag, für den ein durchschnittlicher Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin mit einem Nettobezug von 1 000 € neun Jahre arbeiten muss. Und Sie reden von Kleinigkeit? Sie reden von Beschmutzung? Das ist die Tatsache! Neun Jahre muss ein Arbeitnehmer für diesen Differenzbetrag arbeiten. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) – Herr Kollege Finz, Sie waren ja der einzige Aktive. Sie haben sich hin und wieder den Schweiß von der Stirne gewischt. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Aber Sie wissen mittlerweile, dass es sich in Wirklichkeit um 352 000 handelt. Das ist die Wahrheit.
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Nur ein kleines Faktum, warum es wirklich verwerflich, sträflich, ignorant und arrogant ist, dass beide sich hier der Debatte zu ihrer Erklärung entziehen: Nehmen Sie allein die Tatsache, dass zwischen den spät zugegebenen Millionen €, die geflossen sind, und den letztlich durch die Industriellenvereinigung selbst geouteten Millionen, die geflossen sind (Abg. Neudeck: Was heißt Millionen? Jetzt sollen es schon Millionen sein!), ein Differenzbetrag von 108 000 €, das sind 1,5 Millionen Schilling, liegt! (Staatssekretär Dr. Finz: Reden wir von Schilling oder von Euro?) Wissen Sie, wie hoch der Differenzbetrag ist? Das ist ein Betrag, für den ein durchschnittlicher Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin mit einem Nettobezug von 1 000 € neun Jahre arbeiten muss. Und Sie reden von Kleinigkeit? Sie reden von Beschmutzung? Das ist die Tatsache! Neun Jahre muss ein Arbeitnehmer für diesen Differenzbetrag arbeiten. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) – Herr Kollege Finz, Sie waren ja der einzige Aktive. Sie haben sich hin und wieder den Schweiß von der Stirne gewischt. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Aber Sie wissen mittlerweile, dass es sich in Wirklichkeit um 352 000 handelt. Das ist die Wahrheit.
Abg. Neudeck: Neue Kollegin?
Und dann sind Sie so mutig und bringen einen Entschließungsantrag ein – die neue Kollegin hat ihn verlesen (Abg. Neudeck: Neue Kollegin?) –, in dem es eine Passage zur Betrugsbekämpfung gibt. Sehr spannend! Nicht ich behaupte das – aber ich behaupte es auch und sage es –, sondern eigenartigerweise ist mein Kronzeuge der Herr Justizminister mit seiner gestrigen Aussage. Sie schreiben da von einer Verbesserung der Betrugsbekämpfung, doch in Wirklichkeit ziehen Sie die Beamten ab, Sie behindern Verfahren und Erhebungen und machen den Vollzug dieser Betrugsbekämpfung unmöglich. Das ist Fahrlässigkeit, das ist Vorsätzlichkeit! Das sagen nicht Trunk und die Opposition, sondern selbst Justizminister Böhmdorfer in der Causa des Finanzministers. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Und dann sind Sie so mutig und bringen einen Entschließungsantrag ein – die neue Kollegin hat ihn verlesen (Abg. Neudeck: Neue Kollegin?) –, in dem es eine Passage zur Betrugsbekämpfung gibt. Sehr spannend! Nicht ich behaupte das – aber ich behaupte es auch und sage es –, sondern eigenartigerweise ist mein Kronzeuge der Herr Justizminister mit seiner gestrigen Aussage. Sie schreiben da von einer Verbesserung der Betrugsbekämpfung, doch in Wirklichkeit ziehen Sie die Beamten ab, Sie behindern Verfahren und Erhebungen und machen den Vollzug dieser Betrugsbekämpfung unmöglich. Das ist Fahrlässigkeit, das ist Vorsätzlichkeit! Das sagen nicht Trunk und die Opposition, sondern selbst Justizminister Böhmdorfer in der Causa des Finanzministers. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Zweiter Punkt: Worüber haben wir denn heute eigentlich debattiert? – Über eine Punktation, jetzt über einen Entschließungsantrag, über eine Presseunterlage – die Werbekampagne mit Infotelefon ist schon fertig; mir tun die Menschen Leid, die an diesem Infotelefon sitzen werden, denn ich weiß nicht genau, was sie dort ankündigen werden außer dem, was der Herr Bundeskanzler vermeint hat –, aber es gibt keinen Gesetzentwurf! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Sie selbst erklären in Ihrer Presseaussendung von gestern, dass dieser Mitte Februar oder so vorliegen wird.
Abg. Neudeck: Weil sie gut ist!
Letzter Punkt ist die Frage: Warum hat sich eigentlich dieser Robin Hood aus Kärnten vor den Karren dieser Steuerreform spannen lassen? (Abg. Neudeck: Weil sie gut ist!) Warum? War es jetzt nur der Schüssel-Haider-Pakt – da geht es, wie wir wissen, um den Landeshauptmann-Sessel – oder war es doch ein bisschen mehr mit Abfangjäger und anderem? In Wirklichkeit muss sich dieser Herr Haider nämlich der Tatsache stellen, dass er Kärnten drei Mal verraten hat: einmal, weil dem Budget des Landes Kärnten 20,5 Millionen € fehlen werden, zweitens, weil den Kärntner Gemeinden 20,8 Millionen € fehlen werden und drittens, weil jene Menschen, von denen er ununterbrochen spricht – ich nenne sie nicht so, er schon –, nämlich der kleine Mann, die kleine Frau, null € bekommen, wohl aber maximale Belastung.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Das ist die Wahrheit, eine brutale Wahrheit zum Schaden Österreichs und seiner Menschen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Franz Eßl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine geschätzten Damen und Herren des Hohen Hauses! Das Thema heißt Steuerentlastung und Standortsicherung, und ich darf mich beim Kollegen Prähauser recht herzlich bedanken, dass er die positiven Daten des Bundeslandes Salzburg entsprechend herausgestrichen hat. Es ist in der Tat so, dass die Wirtschaftsregion Salzburg, was Kaufkraft und Regionalprodukt pro Einwohner betrifft und auch was die niedrige Arbeitslosenrate betrifft, jeweils auf dem zweiten Platz im Ranking der Bundesländer in Österreich liegt. Was Kollege Prähauser natürlich nicht dazugesagt hat, ist, dass die Wirtschaftspolitik in Salzburg von der ÖVP gemacht wird und dass – offensichtlich auch mangels Wirtschaftskompetenz in den Reihen der sozialistischen Regierungsmitglieder – heute jener Umweltlandesrat gelobt wurde, der eigentlich schon gesagt hat, er wird nicht mehr kandidieren für die Zukunft. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Abg. Öllinger: Ja, ja! Das glaubst du ja selber nicht!
Aber es ist so, dass man in Salzburg durchaus auch von den Erfolgen der ÖVP leben kann. (Abg. Öllinger: Ja, ja! Das glaubst du ja selber nicht!) Salzburg ist auch, was die Anzahl der unselbständig Erwerbstätigen betrifft, ein Musterland, das im Jahre 2003 gegenüber 1999 ein Plus von 9 280 Beschäftigten aufweist; im Gegensatz zu Wien mit minus 13 800 Beschäftigten.
Beifall bei der ÖVP
die Bundesregierung!), schlecht ist die rote Regierung in Wien: Und hier sollte man Änderungen vornehmen. (Beifall bei der ÖVP)
Abg. Mag. Kogler: Sie haben keine Ahnung!
Schauen wir vielleicht auch in unser Nachbarland, nach Deutschland, wo Rot-Grün regiert. Da bastelt man immer noch an einer Steuerreform (Abg. Mag. Kogler: Sie haben keine Ahnung!), und vermutlich wird man sich dann in einiger Zeit abschauen, was in Österreich gemacht worden ist, um das vielleicht, eventuell nachzuvollziehen.
Ang. Mag. Kogler: Erst rechnen, dann sprechen!
Die ÖVP mit Bundeskanzler Schüssel an der Spitze, diese unsere Bundesregierung sorgt zum richtigen Zeitpunkt für eine umfassende Reform, die jedem Steuerzahler und indirekt jedem Bürger in unserem Land Vorteile verschafft. (Ang. Mag. Kogler: Erst rechnen, dann sprechen!) Und sie schafft es – im Gegensatz zu den Vorschlägen der Sozialisten – ohne Gegenfinanzierung. Wir kennen die Vorschläge der Sozialisten, die da gelautet hätten: Erhöhung der Grundsteuer um etwa 1,3 Milliarden €, was jeden Grundbesitzer, jeden Häuselbauer und jeden Mieter treffen würde.
Beifall bei der ÖVP.
Zum Abschluss darf ich noch einmal darauf hinweisen und unseren Bundeskanzler unterstützen, der richtig und treffend gesagt hat: Österreich ist ein guter Platz zum Arbeiten, Österreich ist ein guter Platz zum Leben. Und ich füge hinzu: Diese Steuerreform trägt dazu bei, dass dies so bleiben wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bucher: §1: Finanzminister! – Abg. Mag. Hoscher – auf dem Weg zum Rednerpult –: § 2: Er hat immer Recht!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Mag. Hoscher. (Abg. Bucher: §1: Finanzminister! – Abg. Mag. Hoscher – auf dem Weg zum Rednerpult –: § 2: Er hat immer Recht!)
Abg. Wittauer: Das ist keine Sozialleistung, sondern eine Steuerreform!
Abgeordneter Mag. Dietmar Hoscher (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Ich weiß nicht, was uns Frau Kollegin Felzmann, die den Entschließungsantrag eingebracht hat, der offensichtlich das dürftige Steuerreformkonzept darstellen soll, das vorgelegt wird, mit dem Sekt sagen wollte. Ich weiß nicht, Frau Kollegin Felzmann, was wollen Sie den 2,2 Millionen Einkommensbeziehern in diesem Land sagen, die jetzt schon keine Steuer zahlen, weil ihr Einkommen zu gering ist? Sagen Sie denen: Trinkt ein Glaserl Sekt, denn darauf gibt es jetzt keine Steuer mehr. (Abg. Wittauer: Das ist keine Sozialleistung, sondern eine Steuerreform!)
Abg. Wittauer: Das ist schon falsch!
Schauen wir uns einmal an, wie die Wirtschaft tatsächlich entlastet wird, und gehen wir einmal von der Körperschaftssteuer weg. Es werden rund 2 000 bis maximal 3 000 Unternehmen sein, die davon profitieren. Davon haben wir schon gesprochen. (Abg. Wittauer: Das ist schon falsch!) Ja, das sagen Sie. Sprechen wir noch von der Halbsatzbesteuerung der nicht entnommenen Gewinne. – § 2: Der Finanzminister hat immer Recht. Genau.
Abg. Neudeck: Die Kapitalgesellschaften haben den KöSt-Vorteil!
Da Kollege Stummvoll meint, der Vergleich macht uns sicher, ziehen wir einmal Zahlen heran, die aus der Wirtschaftskammer kommen, also nicht von der bösen Opposition, sondern aus der Wirtschaftskammer. Die Wirtschaftskammer geht von rund 320 000 Betrieben aus. Davon sind rund 65 000 Betriebe Kapitalgesellschaften. Die fallen einmal weg. Bleiben also noch 255 000 Personengesellschaften und Einzelunternehmen. (Abg. Neudeck: Die Kapitalgesellschaften haben den KöSt-Vorteil!) Wir beschäftigen uns jetzt mit der Halbsatzbesteuerung, die gilt für die Kapitalgesellschaften nicht, wie Sie wissen. 60 Prozent dieser Personengesellschaften haben keine Gewinne. Bleiben 102 000 Betriebe übrig. 80 Prozent davon – Zahlen von der Wirtschaftskammer, nicht von uns – können zur Existenzerhaltung, weil sie das Geld nämlich brauchen, damit sie leben können, keine Gewinne stehen lassen. Es bleiben also sage und schreibe 20 400 Betriebe übrig, von denen wiederum 80 Prozent – wieder entsprechend den Zahlen der Wirtschaftskammer – die Gewinne nicht sieben Jahre stehen lassen können, damit sie in den Genuss der Halbsatzbesteuerung kommen. Somit bleiben 4 080 KMU, die in den Genuss der Halbsatzbesteuerung kommen werden. Das sind 1,6 Prozent der 255 000 in der Kammer organisierten Personengesellschaften und Einzelunternehmen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Reden Sie einmal von den zusätzlichen Arbeitskräften, die dadurch beschäftigt werden können!
Wenn Sie also sagen, das ist eine breite Entlastung der Wirtschaft, dann sollten wir uns semantisch unterhalten, wie Sie „breit“ definieren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Reden Sie einmal von den zusätzlichen Arbeitskräften, die dadurch beschäftigt werden können!)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, in vielen Bereichen – um das abschließend zu bemerken – ist dieses „Steuerreformkonzept“ – unter Anführungszeichen – ein reines Placebokonzept, aber im Tourismusbereich ist es eine völlige tourismuspolitische Bankrotterklärung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Sburny: Wer wird es zahlen?
Machen Sie, meine Damen und Herren der Opposition, einmal Ihre Hausaufgaben, und verunsichern Sie nicht immer mit diesen Ihren Aussagen die Bevölkerung! (Abg. Sburny: Wer wird es zahlen?) Die Steuerentlastung trägt freiheitliche Handschrift und wurde im Wesentlichen vom Landeshauptmann von Kärnten, Jörg Haider, verhandelt. Kärnten kann stolz sein, dass es solch einen Landeshauptmann hat.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Die Opposition ist aufgefordert, einmal über ihren Schatten zu springen und die Regierung für diese außergewöhnlichen Leistungen zu loben. Wir sind die Garantie, dass es den Menschen in diesem Land weiterhin gut geht und sie eine gesicherte Zukunft haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Die Bundesregierung unter Bundeskanzler Schüssel hat die größte Steuerentlastung der Zweiten Republik versprochen und dieses Versprechen auch gehalten (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und des Abg. Neudeck.
Von der zweiten Etappe ab 2005, deren Volumen nicht weniger als 2,5 Milliarden € beträgt, profitiert jeder Steuerpflichtige in dieser Republik. (Beifall bei der ÖVP und des Abg. Neudeck.) Entweder kommt ihm unmittelbar die Tarifsenkung in der Lohn- und Einkommensteuer oder die Senkung des Körperschaftssteuersatzes zugute, was ein wesentlicher Standortfaktor zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen ist.
Beifall bei der ÖVP.
Für Kleinstunternehmer wird die Pauschalierung wesentlich vereinfacht, und zwar wird sie von derzeit sechs Pauschalierungsverordnungen auf eine einzige verständliche Pauschalierungsverordnung gestrafft. Was früher nicht möglich war, ist nun in Zukunft für 200 000 bis 300 000 Unternehmer beziehungsweise Freiberufler einfach durchführbar. Es gibt also ein für alle verständliches vereinfachtes und faires Steuersystem. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Kolleginnen und Kollegen! Wir müssen – das ist wohl im Interesse aller braven Steuerzahler in Österreich – den Steuerhinterziehern den Kampf ansagen. Mit den bereits eingesetzten Mitteln und den geplanten Maßnahmen dieser Bundesregierung sind wir auf dem richtigen Weg! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen)
Abg. Dr. Lichtenberger: Aber die Frächter lässt man in Ruhe!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Neudeck. – Bitte. (Abg. Dr. Lichtenberger: Aber die Frächter lässt man in Ruhe!)
Abg. Dr. Lichtenberger: „Suppe“ ist gut!
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Es war wieder einmal faszinierend zu sehen, wie die Opposition in den letzten Stunden mit großer Mühe und viel Aufwand versucht hat, ein Haar in dieser Steuerreform-Suppe zu finden. Aber dort, wo sauber gearbeitet wird (Abg. Dr. Lichtenberger: „Suppe“ ist gut!) – es ist Mittagszeit, Frau Kollegin –, gibt es dieses Haar nicht und daher auch nicht in dieser Steuersenkungsreform.
Abg. Dr. Lichtenberger: Fragen Sie einmal die deutschen Steuerzahler, die sind da anderer Ansicht!
Wie es in unserem Land mit einer roten Regierung war, das haben wir viel zu lang erleben müssen. Wie es mit Rot-Grün gehen würde, zeigt das deutsche Beispiel. Alles, was Rot-Grün zu Stande bringen, ist in Bezug darauf, was in Österreich auf den Weg gebracht wurde, ein Reförmchen. Deutschland hat zehn Mal so viele Einwohner wie Österreich. (Abg. Dr. Lichtenberger: Fragen Sie einmal die deutschen Steuerzahler, die sind da anderer Ansicht!) – Das ist für die deutschen Steuerzahler keine wirkliche Entlastung – verglichen mit dem, was sich bei uns tut.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren von der SPÖ! Es ist noch Zeit genug, bis diese Steuerreform beschlossen wird. Bringen Sie sich positiv ein, hören Sie mit der Skandalisierung und mit dem Schlechtmachen des österreichischen Systems auf! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Kollegin Bures, wenn Sie in den Medien behaupten, von der Steuerreform würden nur die Reichen profitieren, dann muss ich Ihnen sagen, ist das eine Beleidigung – eine Beleidigung für viele tausend Menschen, die sich tagtäglich mit großem persönlichen Engagement in ihren Betrieben oder an ihrem Arbeitsplatz einbringen, die jeden Euro dringend brauchen und die die großen Gewinner dieser Steuerreform sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wirtschaftswachstum, Lebensqualität und die Bereitschaft, Investoren nach Österreich zu bekommen, hängen nicht nur von den steuerlichen Rahmenbedingungen ab, sondern auch von einer Stimmungslage und haben sehr viel mit Vertrauen zu tun. Darum verstehe ich als Unternehmerin überhaupt nicht, warum diese Steuerentlastung, die für uns alle so wichtig ist, nicht von allen hier im Hause positiv gesehen wird. Sie ist die richtige Antwort zum richtigen Zeitpunkt auf die bevorstehende Erweiterung der Europäischen Union. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Wie viele Betriebe machen denn überhaupt so einen Gewinn? Wie viele Betriebe sind es denn?
Lassen Sie mich als Unternehmerin auf diese Steuerentlastung eingehen! Österreich ist ein Land der Klein- und Mittelbetriebe. Diese Betriebe sind es auch, die außerhalb der Ballungszentren die Regionen stärken, beleben und erhalten und hohe Lebensqualität für uns alle bieten. Aber genau diese Betriebe kämpfen oft mit mangelnder Eigenkapitalausstattung und mit steuerlichen Hürden. Und genau für diese Betriebe haben diese Bundesregierung (Abg. Mag. Kogler: Wie viele Betriebe machen denn überhaupt so einen Gewinn? Wie viele Betriebe sind es denn?) und die Regierungsparteien die steuerliche Entlastung der nicht entnommenen Gewinne und den Wegfall der 13. Umsatzsteuer-Vorauszahlung erreicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Lassen Sie mich als Unternehmerin auf diese Steuerentlastung eingehen! Österreich ist ein Land der Klein- und Mittelbetriebe. Diese Betriebe sind es auch, die außerhalb der Ballungszentren die Regionen stärken, beleben und erhalten und hohe Lebensqualität für uns alle bieten. Aber genau diese Betriebe kämpfen oft mit mangelnder Eigenkapitalausstattung und mit steuerlichen Hürden. Und genau für diese Betriebe haben diese Bundesregierung (Abg. Mag. Kogler: Wie viele Betriebe machen denn überhaupt so einen Gewinn? Wie viele Betriebe sind es denn?) und die Regierungsparteien die steuerliche Entlastung der nicht entnommenen Gewinne und den Wegfall der 13. Umsatzsteuer-Vorauszahlung erreicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie die Wahrheit!
tern, und 70 Prozent der Steuerentlastung auf Grund der KöSt-Senkung kommen Kapitalgesellschaften mit weniger als zehn Mitarbeitern zugute. Sagen Sie den Menschen die Wahrheit! (Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie die Wahrheit!) Die KöSt-Senkung sichert die Arbeits- und Ausbildungsplätze vor allem in Klein- und Mittelbetrieben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
tern, und 70 Prozent der Steuerentlastung auf Grund der KöSt-Senkung kommen Kapitalgesellschaften mit weniger als zehn Mitarbeitern zugute. Sagen Sie den Menschen die Wahrheit! (Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie die Wahrheit!) Die KöSt-Senkung sichert die Arbeits- und Ausbildungsplätze vor allem in Klein- und Mittelbetrieben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie die Gewinnstruktur der Unternehmen!
Gerade in Niederösterreich ist es sehr notwendig gewesen, zu diesem Zeitpunkt diese Maßnahmen zu setzen. Der 1. Mai wird heuer auf Grund der Erweiterung eine andere neue Bedeutung erhalten. Die Erweiterung bringt für uns sehr viele Vorteile, aber natürlich auch Risiken, für die Österreich gerüstet ist. Wir setzen mit dieser Steuerentlastung Signale für Investoren, und im Land selbst sorgen wir für ein unternehmerfreundliches Klima. (Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie die Gewinnstruktur der Unternehmen!) Arbeitsplätze werden von Unternehmerinnen und Unternehmern geschaffen und nicht durch Worthülsen. Deshalb brauchen wir diese Senkung der Körperschaftssteuer als starkes Signal für unseren Wirtschaftsstandort Österreich wie einen Bissen Brot. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Gerade in Niederösterreich ist es sehr notwendig gewesen, zu diesem Zeitpunkt diese Maßnahmen zu setzen. Der 1. Mai wird heuer auf Grund der Erweiterung eine andere neue Bedeutung erhalten. Die Erweiterung bringt für uns sehr viele Vorteile, aber natürlich auch Risiken, für die Österreich gerüstet ist. Wir setzen mit dieser Steuerentlastung Signale für Investoren, und im Land selbst sorgen wir für ein unternehmerfreundliches Klima. (Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie die Gewinnstruktur der Unternehmen!) Arbeitsplätze werden von Unternehmerinnen und Unternehmern geschaffen und nicht durch Worthülsen. Deshalb brauchen wir diese Senkung der Körperschaftssteuer als starkes Signal für unseren Wirtschaftsstandort Österreich wie einen Bissen Brot. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Wie viele Betriebe zahlen denn? Sagen Sie das einmal!
Noch etwas: Es gibt keinen Klassenkampf mehr. Wird die Wirtschaft in unserem Land entlastet, profitieren davon alle Österreicher, denn gesunde Betriebe mit einem gesunden Geist zur Selbständigkeit schaffen neue und dauerhafte Arbeitsplätze. (Abg. Mag. Kogler: Wie viele Betriebe zahlen denn? Sagen Sie das einmal!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie einmal die Wahrheit!
Bauen Sie also keine Neidgenossenschaften auf! Freuen wir uns, dass alle von dieser Steuerreform profitieren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie einmal die Wahrheit!) Machen Sie also von der Opposition diese Reform nicht schlecht. Sorgen Sie wenigstens für eine gute Stimmung! Für die Daten sorgen wir und diese Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bauen Sie also keine Neidgenossenschaften auf! Freuen wir uns, dass alle von dieser Steuerreform profitieren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie einmal die Wahrheit!) Machen Sie also von der Opposition diese Reform nicht schlecht. Sorgen Sie wenigstens für eine gute Stimmung! Für die Daten sorgen wir und diese Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: In der ÖVP haben sie jetzt sogar die falschen Zettel ausgeteilt! Die Gewinnstruktur gibt es überhaupt nicht!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Auer. – Bitte. (Abg. Mag. Kogler: In der ÖVP haben sie jetzt sogar die falschen Zettel ausgeteilt! Die Gewinnstruktur gibt es überhaupt nicht!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Werte Damen und Herren des Hohen Hauses! Es ist richtig, sämtliche Reformmaßnahmen dieser ÖVP/FPÖ-Bundesregierung haben bisher positive Auswirkungen gezeitigt – und das trotz schlechter Konjunkturdaten und obwohl die Weltwirtschaft eher eine Flaute erlebte. Unsere Daten, unsere Wirtschaftsdaten liegen im sehr guten Mittelfeld, wenn nicht sogar im Spitzenfeld Europas. Daher war und ist die ÖVP auch hauptverantwortlich für die künftigen Reformmaßnahmen, für die künftigen Steuerentlastungsmaßnahmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
gehen, schaffen Arbeitsplätze, sondern unsere Unternehmer. Das sei einmal auch ganz definitiv festgehalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: 10 Jahre ÖVP-Landeshauptmann! So schnell können wir nicht aufholen!
Diese Steuerreform ist gut für ganz Österreich, aber insbesondere für unser Bundesland Kärnten. Wir haben wirtschaftlich aufzuholen. Wir liegen bestenfalls im Mittelfeld, das wissen wir. Die letzten Jahre waren nicht die einträglichsten für Kärnten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: 10 Jahre ÖVP-Landeshauptmann! So schnell können wir nicht aufholen!) Mit unseren minus 10 Prozent Kaufkraft liegen wir unter dem Durchschnitt, Herr Kollege Scheuch, das ist leider so. Wir sind am Schluss, was die Kaufkraft anlangt. Das ist schade. Im ländlichen Raum liegen wir sogar um 40 Prozent unter dem Österreichdurchschnitt. Das ist leider so, und das gehört verbessert. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Alle drei Parteien in der Regierung!) Natürlich habe ich auch immer das Ganze im Auge. Auf der einen Seite gibt es den privaten und unternehmerischen Haushalt und auf der anderen Seite den öffentlichen Haushalt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Alle drei Parteien in der Regierung!
Diese Steuerreform ist gut für ganz Österreich, aber insbesondere für unser Bundesland Kärnten. Wir haben wirtschaftlich aufzuholen. Wir liegen bestenfalls im Mittelfeld, das wissen wir. Die letzten Jahre waren nicht die einträglichsten für Kärnten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: 10 Jahre ÖVP-Landeshauptmann! So schnell können wir nicht aufholen!) Mit unseren minus 10 Prozent Kaufkraft liegen wir unter dem Durchschnitt, Herr Kollege Scheuch, das ist leider so. Wir sind am Schluss, was die Kaufkraft anlangt. Das ist schade. Im ländlichen Raum liegen wir sogar um 40 Prozent unter dem Österreichdurchschnitt. Das ist leider so, und das gehört verbessert. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Alle drei Parteien in der Regierung!) Natürlich habe ich auch immer das Ganze im Auge. Auf der einen Seite gibt es den privaten und unternehmerischen Haushalt und auf der anderen Seite den öffentlichen Haushalt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Diese Steuerreform ist gut für ganz Österreich, aber insbesondere für unser Bundesland Kärnten. Wir haben wirtschaftlich aufzuholen. Wir liegen bestenfalls im Mittelfeld, das wissen wir. Die letzten Jahre waren nicht die einträglichsten für Kärnten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: 10 Jahre ÖVP-Landeshauptmann! So schnell können wir nicht aufholen!) Mit unseren minus 10 Prozent Kaufkraft liegen wir unter dem Durchschnitt, Herr Kollege Scheuch, das ist leider so. Wir sind am Schluss, was die Kaufkraft anlangt. Das ist schade. Im ländlichen Raum liegen wir sogar um 40 Prozent unter dem Österreichdurchschnitt. Das ist leider so, und das gehört verbessert. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Alle drei Parteien in der Regierung!) Natürlich habe ich auch immer das Ganze im Auge. Auf der einen Seite gibt es den privaten und unternehmerischen Haushalt und auf der anderen Seite den öffentlichen Haushalt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, es ist auch wichtig, dass die Gemeinden ihre Aufgaben künftighin erfüllen und ihren Haushalt ausgleichen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Da fordere ich auch die Solidarität vor allem der SPÖ ein. Wir werden sehen, wie weit die Wiener bereit sind, einen solidarischen Ausgleich mit den schwachen Landgemeinden zu unterstützen. Ich glaube, wir sollten den Finanzausgleich jetzt durchaus mit in das Boot nehmen, denn es geht darum, dass die Gemeinden draußen überleben. Würde ein Kärntner Einwohner mit einem Wiener gleichgesetzt werden, dann wären das immerhin plus 200 Millionen € im Jahr für die Kärntner Gemeinden. Da ist es ein gewaltiger Betrag. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, wir von der ÖVP werden das sicherlich schaffen, und dann wird die Entlastung auch im entlegensten Bergdorf Kärntens und in ganz Österreich zu spüren sein. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Verzetnitsch: Das stimmt nicht!
Sie wollen wie immer alles schlecht reden, was überhaupt nicht zu verstehen ist. Die Daten und Fakten sind eindeutig und überzeugen. Es wird durch diese Reform eine nachhaltige Entlastung für die Österreicherinnen und Österreicher geben. Es ist nachweisbar – und das freut mich als Vertreter der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer besonders –, dass alle Steuerzahler, vor allem die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen, entlastet werden. Insgesamt bleiben den Steuerzahlern 1,1 Milliarden € mehr, und das bedeutet: weniger Steuern, mehr Geld fürs Leben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Verzetnitsch: Das stimmt nicht!)
Abg. Verzetnitsch: Durchschnittsverdiener!
Dazu einige Beispiele – auch für Sie, Herr Präsident Verzetnitsch –: Einer Angestellten mit einem Bruttomonatslohn von 1 505 € bleiben durch diese Entlastung 444 € mehr. Ich rechne Ihnen das auch in Schilling um, weil viele Menschen noch in Schilling denken (Abg. Verzetnitsch: Durchschnittsverdiener!): Das sind umgerechnet 6 100 S. Einem Arbeiter mit einem Bruttomonatslohn von 1 755 € bleiben 364 € oder umgerechnet 5 000 S mehr im Jahr. (Abg. Nürnberger: Wer hat Ihnen denn das aufgeschrieben?)
Abg. Nürnberger: Wer hat Ihnen denn das aufgeschrieben?
Dazu einige Beispiele – auch für Sie, Herr Präsident Verzetnitsch –: Einer Angestellten mit einem Bruttomonatslohn von 1 505 € bleiben durch diese Entlastung 444 € mehr. Ich rechne Ihnen das auch in Schilling um, weil viele Menschen noch in Schilling denken (Abg. Verzetnitsch: Durchschnittsverdiener!): Das sind umgerechnet 6 100 S. Einem Arbeiter mit einem Bruttomonatslohn von 1 755 € bleiben 364 € oder umgerechnet 5 000 S mehr im Jahr. (Abg. Nürnberger: Wer hat Ihnen denn das aufgeschrieben?)
Abg. Mag. Kogler: Über 1 Million von den Pensionisten bekommt nichts dazu!
Die Mutter meiner Freundin hatte bis zum 1. Jänner dieses Jahres eine Nettopension von 777 €. Jetzt bekommt sie eine Nettopension von 803 €, das sind 26 € mehr im Monat, 364 € mehr im Jahr. (Abg. Mag. Kogler: Über 1 Million von den Pensionisten bekommt nichts dazu!) Umgerechnet, Kollege Kogler, 5 000 S mehr für eine Pensionistin mit einem kleinen Einkommen. Es gibt Tausende gleichartige Beispiele in Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Und 1 Million, die nichts bekommen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Und 1 Million, die nichts bekommen!
Die Mutter meiner Freundin hatte bis zum 1. Jänner dieses Jahres eine Nettopension von 777 €. Jetzt bekommt sie eine Nettopension von 803 €, das sind 26 € mehr im Monat, 364 € mehr im Jahr. (Abg. Mag. Kogler: Über 1 Million von den Pensionisten bekommt nichts dazu!) Umgerechnet, Kollege Kogler, 5 000 S mehr für eine Pensionistin mit einem kleinen Einkommen. Es gibt Tausende gleichartige Beispiele in Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Und 1 Million, die nichts bekommen!)
Abg. Mag. Kogler: Welche Leute?
Dies soll verdeutlichen, dass den Menschen mehr Geld zum Leben bleibt. Die Leute spüren diese Entlastung in ihren Geldtaschen, weil sie mehr bekommen (Abg. Mag. Kogler: Welche Leute?), und das ist uns wichtig, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Beifall bei der ÖVP.
Durch diese Entlastung profitieren im Speziellen auch die jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Es ist dies neben den bereits beschlossenen Wachstums- und Konjunkturbelebungspaketen eine Maßnahme gegen die Jugendarbeitslosigkeit. Durch die Senkung der Körperschaftsteuer wird nicht nur der Wirtschaftsstandort Österreich abgesichert, sondern es werden vor allem die Arbeitsplätze gesichert und Tausende neu geschaffen. Und das ist die richtige Politik gegen die Arbeitslosigkeit, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein weiterer wichtiger Punkt bei dieser Steuerentlastung ist die Erhöhung des Pendlerpauschales. Diese Bundesregierung erhöht das Pendlerpauschale um 15 Prozent, das sind insgesamt 20 Millionen €. In meinem Heimatbezirk Schärding gibt es viele Pendler – es sind heute einige unter den Zuhörern –, und die freuen sich riesig über diese Erhöhung, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Ein mittlerer Murks ist das!
Zum Teil ist es ja verständlich, dass manche in diesem Haus mit diesem großen Wurf Probleme haben. (Abg. Mag. Kogler: Ein mittlerer Murks ist das!) Unter Ihrer Zuständigkeit, meine lieben Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, gab es immer nur Steuerreformen mit gleichzeitiger Einführung von Belastungen. Diese Steuerentlastung mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 3 Milliarden € wird ohne Gegenfinanzierung gemacht.
Abg. Mag. Kogler: Sparpakete!
Wir haben heute auch schon einiges über das Einsparen gehört (Abg. Mag. Kogler: Sparpakete!), und da hätte ich abschließend noch einen Vorschlag für die SPÖ, wie man einsparen beziehungsweise korrekter mit Abgaben und Beiträgen umgehen könnte. Es gäbe eine sinnvollere Verwendung der Arbeiterkammerbeiträge in Oberösterreich, die ja bekanntlich alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zahlen, als damit die pompösen Plakataktionen des oberösterreichischen Arbeiterkammer-Präsidenten im Zuge des Wahlkampfes zur Arbeiterkammerwahl zu finanzieren: Plakatieren Sie die Steuerentlastung dieser Bundesregierung. Dies ist die größte Entlastung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Zweiten Republik. Das wäre sinnvoller und gerechter, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben heute auch schon einiges über das Einsparen gehört (Abg. Mag. Kogler: Sparpakete!), und da hätte ich abschließend noch einen Vorschlag für die SPÖ, wie man einsparen beziehungsweise korrekter mit Abgaben und Beiträgen umgehen könnte. Es gäbe eine sinnvollere Verwendung der Arbeiterkammerbeiträge in Oberösterreich, die ja bekanntlich alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zahlen, als damit die pompösen Plakataktionen des oberösterreichischen Arbeiterkammer-Präsidenten im Zuge des Wahlkampfes zur Arbeiterkammerwahl zu finanzieren: Plakatieren Sie die Steuerentlastung dieser Bundesregierung. Dies ist die größte Entlastung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Zweiten Republik. Das wäre sinnvoller und gerechter, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Der erfolgreiche Weg dieser Bundesregierung wird fortgesetzt: Steuerentlastung für alle! Die christlich-soziale Volkspartei ist der Garant dafür! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Vorher habe ich § 1 des ungeschriebenen Steuergesetzes, das hier offensichtlich zur Anwendung gebracht wird, zitiert, der lautet: Der Finanzminister zahlt keine Steuern. – Dem muss noch § 2 hinzugefügt werden: Sollten daran Zweifel aufkommen, ist mit der Beseitigung und Vollziehung der Herr Finanzstaatssekretär beauftragt und mit der Wiederherstellung des Zustandes, dass der Finanzminister wirklich auf ewig keine Steuern zahlt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
einzelnen Sparten und Gewerben wieder etwas Luft zum Atmen bekommt. Danke an die Bundesregierung, vor allem an den Bundeskanzler und auch an Bundesminister Karl-Heinz Grasser, der sich so sehr für die klein- und mittelständische Unternehmerschaft eingesetzt hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die lähmende Wirkung übermäßiger Bürokratie, Steuer- und Abgabenlast müssen beseitigt werden. Freiheit und Eigentum, Eigenverantwortung und Privatinitiative sollen die dominierenden Triebfedern der wirtschaftlichen Entwicklung werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Österreich braucht eine Steuerpolitik, die Anreize für Leistung setzt. Wir wollen die Menschen motivieren, ihre Leistungskraft zu entfalten. Die Bürger sollen wieder das Gefühl haben, dass es bei der Steuer gerecht zugeht. Österreich braucht deshalb eine Steuerpolitik, die auf Einfachheit und Transparenz setzt – und dafür möchte ich mich sehr herzlich bedanken, und das lobe ich mir. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: Der hat geschrieben!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Der Herr Staatssekretär döst auf der Regierungsbank so beschaulich vor sich hin (Abg. Murauer: Der hat geschrieben!), als hätte er mit der ganzen Causa nichts zu tun. Immerhin, ein Tagesordnungspunkt lautete heute: Erklärungen des Bundeskanzlers und des Vizekanzlers. Es hat Fragen gegeben, die ihn unmittelbar betreffen und betroffen haben, denn Staatssekretär Finz war doch derjenige, der sich hier im Parlament, aber auch in der Öffentlichkeit hingestellt und quasi seine Hand ins Feuer gelegt hat für seinen Chef, den Finanzminister, der – für ihn günstigerweise – einen Staatssekretär gefunden hat, der bereit ist, in Steuerangelegenheiten für seinen Chef Persilscheine auszustellen.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Herr Staatssekretär, wenn Sie schon hier sitzen, dann können wir vielleicht einen Dialog führen. Haben Sie von der Differenz von 174 000 auf 283 000 gewusst? Haben Sie von der neuen Differenz der Überweisungen gewusst? – Angeblich haben Sie es gewusst. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Die Frage ist: Warum lassen Sie sich nicht vom so genannten Steuergeheimnis entbinden und nehmen endlich einmal offen hier Stellung, sonst erwecken Sie den Eindruck eines Mitwissenden, der loyal gegenüber dem Finanzminister ist, sich hinter dem Steuergeheimnis verschanzt und in diesem ganzen Bereich alles macht, nur nicht die Voraussetzungen für die Kandidatur zum Rechnungshofpräsidenten schafft?! Das kann ich Ihnen schon sagen, Herr Staatssekretär, denn Sie sind jetzt mit involviert in das Ganze. Und wenn der Finanzminister den Hut nehmen muss, dann sollten Sie in Wirklichkeit mitgehen, Herr Staatssekretär, das sei einmal in aller Deutlichkeit gesagt, denn Sie spielen hier mit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Staatssekretär, wenn Sie schon hier sitzen, dann können wir vielleicht einen Dialog führen. Haben Sie von der Differenz von 174 000 auf 283 000 gewusst? Haben Sie von der neuen Differenz der Überweisungen gewusst? – Angeblich haben Sie es gewusst. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Die Frage ist: Warum lassen Sie sich nicht vom so genannten Steuergeheimnis entbinden und nehmen endlich einmal offen hier Stellung, sonst erwecken Sie den Eindruck eines Mitwissenden, der loyal gegenüber dem Finanzminister ist, sich hinter dem Steuergeheimnis verschanzt und in diesem ganzen Bereich alles macht, nur nicht die Voraussetzungen für die Kandidatur zum Rechnungshofpräsidenten schafft?! Das kann ich Ihnen schon sagen, Herr Staatssekretär, denn Sie sind jetzt mit involviert in das Ganze. Und wenn der Finanzminister den Hut nehmen muss, dann sollten Sie in Wirklichkeit mitgehen, Herr Staatssekretär, das sei einmal in aller Deutlichkeit gesagt, denn Sie spielen hier mit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Mehr als 200 000 S!
Das Zweite, das man in diesem Zusammenhang erwähnen sollte: Die berühmte Überweisung der 9 900 € auf das Treuhandkonto des Karl-Heinz Grasser, eigentlich aufgefettet um noch einmal 5 500 € auf mittlerweile 15 400 € (Abg. Dr. Matznetter: Mehr als 200 000 S!), wird auch von Herrn Winkler nicht dementiert. Er geht darauf nicht ein. Man muss das einmal in aller Deutlichkeit sehen. Hier gibt es offensichtlich einen Punkt, auf den hinzuweisen es sich lohnt, denn wir können bei öffentlichen Stellungnahmen sehr genau unterscheiden, worauf man eingeht und worauf nicht.
Staatssekretär Dr. Finz: Ja, das wundert mich!
Herr Staatssekretär, jetzt frage ich Sie – Sie sind jetzt der Einzige hier und sozusagen der Rest vom Schützenfest –: Was ist mit diesen 9 900 €? Was ist mit den 5 500 €? Was ist mit den 15 400 €? Wie stehen Sie zu diesen Vorwürfen und Kritikpunkten, die, glaube ich, sehr deutlich sind? Wenn sich der Leiter der Staatsanwaltschaft Matousek sogar in der Öffentlichkeit als Staatsanwalt dazu äußert ... (Staatssekretär Dr. Finz: Ja, das wundert mich!) Wollen Sie jetzt auch Druck ausüben auf den Herrn Staatsanwalt, weil Sie sagen, dass Sie das wundert. Entschuldigung, Herr Staatssekretär, immerhin: Der Leiter der Staatsanwaltschaft sagt, da scheint offensichtlich etwas dran zu sein. Da muss ich sagen: Sie als Staatssekretär sind jetzt gefordert, dazu eine Stellungnahme abzugeben. Melden Sie sich bitte zu Wort, ein Mikrophon haben Sie, Sie brauchen es sich nur rüberschieben zu lassen. Sie bekommen sicher das Wort dazu. Schweigen Sie nicht! Sie können hier nicht schweigen, Sie sind der Einzige auf der Regierungsbank und sollten dazu jetzt endlich Position beziehen.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Staatssekretär, nützen Sie Ihre letzte Chance, melden Sie sich zu Wort! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Peter Sonnberger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Cap, der Vergleich macht uns sicher. Sie haben sich nämlich in Ihren letzten Ausführungen wieder mit keinem einzigen Wort inhaltlich zur Steuerreform geäußert, sondern nur nach außen Patzen abgegeben, schlecht gemacht und kriminalisiert. Das ist nicht der richtige Stil, und das spricht für uns. Ich glaube, dass diese Steuerreform eine gelungene ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Da dies meine erste Rede hier im Nationalrat ist, möchte ich mich Ihnen kurz vorstellen. Mein Name ist Peter Sonnberger. Ich bin seit 25 Jahren mit Christa verheiratet, und wir beide freuen uns über eine Tochter und einen Sohn. Ich habe Rechtswissenschaften studiert und bin seit dem 22. Lebensjahr Verwaltungsjurist. Als ehemaliger Student bin ich aber über die Vorgänge – das sei nur dazwischen bemerkt – entsetzt, die sich an der Universität Wien ereignet haben. Torten-Werfen, Ohrfeigen-Geben – das ist ungeheuerlich und einer international beachteten Universitätsreform keinesfalls würdig. Der VSStÖ hat sich von solchen Maßnahmen nicht einmal distanziert! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Dr. Wittmann: Welche Schuhgröße haben Sie?
Aber zurück zu meiner Person. Seit 18 Jahren bin ich im Linzer Gemeinderat tätig, davon acht Jahre als Mitglied des Linzer Stadtsenates, die letzten beiden Jahre war ich zuständig und verantwortlich für Wirtschaft, Tourismus, Märkte, Wohnen und Fachhochschulen. (Abg. Dr. Wittmann: Welche Schuhgröße haben Sie?)
Abg. Dr. Wittmann: Bitte, sagen Sie mir Ihre Schuhgröße!
Sie können mir glauben, ich kenne mich auch im Steuerrecht ein bisschen aus. Mehr Geld zum Leben, weniger Steuern – das ist eine der Kernbotschaften der großen Steuerreform dieser Bundesregierung, der größten in der Zweiten Republik, mit einem Gesamtvolumen von über 3 Milliarden €. (Abg. Dr. Wittmann: Bitte, sagen Sie mir Ihre Schuhgröße!) Um 350 000 Steuerpflichtige mehr – dazu habe ich heute überhaupt nichts gehört von Ihnen –, also insgesamt 2 550 000 Menschen werden ab 1. Jänner
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
2005 keine Lohn- beziehungsweise Einkommensteuer mehr zahlen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Insgesamt werden im Rahmen der Vereinfachung des Tarifsystems – es wird nur mehr drei Tarifstufen geben – und der Entlastung den Menschen 1,1 Milliarden € zur Verfügung gestellt. Das sind satte 15 Milliarden Schilling – eine gewaltige Summe, die vor allem die Kaufkraft wesentlich stärkt. Vor allem kleinere und mittlere Verdiener werden die Gewinner dieser Steuerreform sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Da viele Familien von Alleinerziehern und Alleinverdienern armutsgefährdet sind und wir derzeit das System der Individualbesteuerung und nicht der Familienbesteuerung haben, ist diese familienpolitische Maßnahme sozial gerecht und treffsicher. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sie von der Opposition haben inhaltlich nichts anzubieten, sondern patzen nur den Finanzminister an, der gemeinsam mit dem Staatssekretär die Finanzen der Republik wieder in Ordnung bringen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich darf schließen mit einem Zitat aus der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: Österreichs konservativer Regierung ist mit ihrem Entwurf zur Steuerreform ein großer Wurf gelungen. – Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der heutige Vormittag hat es eigentlich eindrucksvoll gezeigt: Die Bundesregierung hat eine Steuerreform, und die Oppositionsparteien haben ein Problem. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Diese Steuerreform, die wir nun nach den Erklärungen des Herrn Bundeskanzlers und des Herrn Vizekanzlers debattieren, ist eine, die ein faireres und gerechteres Steuersystem garantiert. Sie stellt eine fairere und gerechtere Steuersystematik dar, weil sie kleinere und mittlere Einkommen überproportional stark entlastet. Für eine Arbeiterin mit einem Durchschnittseinkommen von etwas mehr als 1 000 € brutto im Monat bedeutet diese Steuerreform eine Entlastung von 679 € im Jahr – 679 € im Jahr! Meine Damen und Herren, das ist nicht nichts, sondern das ist eine treffsichere, gute Unterstützung mit christlich-sozialer Handschrift. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Eines ist auch interessant, weil Sie das immer wieder hier ins Treffen führen: Wenn kritisiert wird, dass die höchste Arbeitslosenquote und mittlerweile vor allem der höchste Zuwachs bei den Arbeitslosen, nämlich fast 100 Prozent, in der Bundeshauptstadt Wien, in der die Sozialdemokraten mit absoluter Mehrheit regieren, zu verzeichnen sind, kommen Sie oft mit dem Argument, dass viele Menschen aus den Bundesländern in Wien ihre Arbeit finden. Da stelle ich schon die Frage: Gibt es keine Wiener, die in den Bundesländern arbeiten? Und ist Ihnen eigentlich bewusst, dass die Anzahl der Arbeitsplätze, die Sie heute in Wien haben, auf dem gleichen Niveau liegt wie die Anzahl der Arbeitsplätze, die es in Wien in den sechziger Jahren gab, während wir in den anderen Bundesländern im Durchschnitt um 30 Prozent mehr Arbeitsplätze haben? – Das ist die Wahrheit! Nehmen Sie die Verantwortung wahr, und schaffen Sie Arbeitsplätze in der Bundeshauptstadt! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
sichert und schafft Arbeitsplätze und ist damit die beste Arbeitnehmerpolitik, die denkbar ist! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der heutige Vormittag hat es gezeigt: Wir bieten eine Steuerreform, und Sie haben ein Problem. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des sich zu seinem Platz begebenden Abg. Amon –: Die Rede war nicht gut! – Gegenrufe bei der ÖVP.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Scheuch. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des sich zu seinem Platz begebenden Abg. Amon –: Die Rede war nicht gut! – Gegenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Lieber Heinz Gradwohl, ich bin sehr gespannt darauf, ob du in Bezug auf den Agrardiesel für oder gegen die österreichischen Bauern stimmen wirst. Ich werde schauen, ob du aufstehst oder sitzen bleibst. Du kannst versichert sein: Auch die SPÖ-Bauern und, Herr Kollege Pirklhuber, auch die grünen Bauern würden sich sehr freuen, wenn sie künftig den Agrardiesel billiger bekommen würden, denn das ist mitunter auch ein wichtiger Bestandteil dafür, dass wir die Landwirtschaft in Österreich flächendeckend in familiären Betriebsstrukturen absichern. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ein wichtiger Bestandteil!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Herr Bundesminister! Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Kollege Scheuch hat hier zum Schluss noch einmal gemeint, dass die Landwirtschaft tatsächlich vom Agrardiesel profitieren würde und die Krise der Landwirtschaft damit behoben wäre. Das ist völlig unverständlich, was Sie hier sagen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ein wichtiger Bestandteil!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Genau das Gegenteil wird der Fall sein! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Gerade die Zukunftsstrategien für die Landwirtschaft, nämlich die erneuerbare Energie, die Bio-Treibstoffe, die die Landwirte erzeugen und die wir erzeugen müssen, um die Klimaschutzziele zu erreichen, behindern Sie mit Ihrer Politik! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der wird ja auch billiger!) Also nicht einmal für die „Zukunfts-
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der wird ja auch billiger!
Genau das Gegenteil wird der Fall sein! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Gerade die Zukunftsstrategien für die Landwirtschaft, nämlich die erneuerbare Energie, die Bio-Treibstoffe, die die Landwirte erzeugen und die wir erzeugen müssen, um die Klimaschutzziele zu erreichen, behindern Sie mit Ihrer Politik! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der wird ja auch billiger!) Also nicht einmal für die „Zukunfts-
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist an den Haaren herbeigezogen!
bauern“ tun Sie etwas, ganz im Gegenteil! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist an den Haaren herbeigezogen!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Es hat ja schon einige Misstrauensanträge gegen den Herrn Finanzminister gegeben, und das zu Recht, aber eines hat es noch nicht gegeben: dass sich der Herr Finanzminister nicht einmal zu Wort meldet. Das ist einmalig und erstmalig, meine Damen und Herren, und, Herr Minister, das ist erbärmlich! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Aber, Herr Staatssekretär, Sie haben am 26. Jänner wieder gesagt, dass hier ein ordnungsgemäßes Verfahren durchgeführt wurde, dass nur die Industriellenvereinigung gespendet hat. Daher, Herr Staatssekretär: Schluss mit lustig. Ich fordere Sie auf: Treten Sie zurück, und zwar sofort! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Traummännlein! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Witzbold!
Sie liegen deswegen bei der Bevölkerung so schlecht ... (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Traummännlein! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Witzbold!) Die Hälfte der Österreicher ist gegen ihn! „Vorwürfe gegen Grasser berechtigt“: 49 Prozent sagen „teilweise“, 20 Prozent „voll und ganz“. Und ganz aktuell im „profil“ nachzulesen, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, die Sympathiewerte, worauf der Herr
Abg. Hornek: Sagen Sie Ihre auch dazu, Herr Kollege!
Minister immer besonders stolz war: von 75 Prozent „gute Meinung“ auf jetzt nur noch 47 Prozent gefallen. – Das spricht Bände, das spricht für sich. (Abg. Hornek: Sagen Sie Ihre auch dazu, Herr Kollege!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von FPÖ und ÖVP! Sie sind heute drauf und dran und offenbar bereit, hier einen Bericht zu beschließen, der diesen Nationalrat zu einer Wäscherei degradiert. Und ich muss Ihnen sagen, bei einem ehrenwerten Waschvorgang würden die Dinge sauberer. Sie aber machen mit Ihrem Weißwaschversuch heute die Sache noch schmutziger! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler
Geschätzte Damen und Herren! Ich habe vom Kollegen Kräuter zu seinem Antrag beinahe nichts gehört. Der Ständige Unterausschuss des Rechnungshofes hat sich im Zuge von insgesamt neun Ausschusssitzungen intensivst und umfassend mit den verschiedensten Thematiken auseinander gesetzt und dazu eine beachtliche Zahl an Auskunftspersonen geladen. Entgegen der üblichen Praxis, dass der zuständige Minister nur einmal im Ausschuss erscheint, war Herr Bundesminister Grasser am 11. Juli 2003 und am 10. Dezember 2003 jeweils mehrere Stunden anwesend (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler) und hat umfassend und kompetent die an ihn gerichteten Fragen
Abg. Öllinger: Wahnsinn!
beantwortet. (Abg. Öllinger: Wahnsinn!) Als weitere Auskunftspersonen standen zur Verfügung: der Herr Präsident des Rechnungshofes Dr. Fiedler, Herr Dipl.-Bw. Heinzel, Dr. Michaelis und Dipl.-Ing. Wieltsch, Dr. Schramm, Dipl.-Ing. Ramprecht, Karl Plech, die Universitätsprofessoren Kletecka und Dr. Bogner. In Bezug auf die Beraterverträge muss festgestellt werden, dass es auf Grund der umfassenden Vorhaben sinnvoll und notwendig war, externe Berater mit internationaler Erfahrung für diese Großvorhaben ergänzend zu den Experten des Finanzministeriums beizuziehen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dies ist eine besondere Leistung, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass in der Vergangenheit verstaatlichte Unternehmen jahrelang mit Steuermitteln in Millionenhöhe bezuschusst und in der Folge um einen symbolischen Schilling verkauft wurden. Diese Tatsachen widerlegen markant die Behauptung, dass verschleudert und verscherbelt würde. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: 40 Millionen €!
In Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit des Bundesministeriums für Finanzen ist festzuhalten, dass zielgruppenorientierte Übermittlung von Informationen aus dem Ressort ein wichtiges Anliegen ist. Die finanziellen Aufwendungen dafür liegen im Rahmen dessen, was auch in der Vergangenheit üblich war. Im Gegenzug dazu darf ich Ihnen zur Kenntnis bringen, dass die Stadt Wien für derartige Vorgaben und Maßnahmen, nämlich Öffentlichkeitsinformation, jährlich zig Millionen Schilling aufwendet. (Abg. Großruck: 40 Millionen €!) – Zig Millionen €, ich danke für die Korrektur. (Abg. Großruck: 40 Millionen!) Im Vergleich dazu sind diese Aufwendungen geradezu bescheiden.
Abg. Großruck: 40 Millionen!
In Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit des Bundesministeriums für Finanzen ist festzuhalten, dass zielgruppenorientierte Übermittlung von Informationen aus dem Ressort ein wichtiges Anliegen ist. Die finanziellen Aufwendungen dafür liegen im Rahmen dessen, was auch in der Vergangenheit üblich war. Im Gegenzug dazu darf ich Ihnen zur Kenntnis bringen, dass die Stadt Wien für derartige Vorgaben und Maßnahmen, nämlich Öffentlichkeitsinformation, jährlich zig Millionen Schilling aufwendet. (Abg. Großruck: 40 Millionen €!) – Zig Millionen €, ich danke für die Korrektur. (Abg. Großruck: 40 Millionen!) Im Vergleich dazu sind diese Aufwendungen geradezu bescheiden.
Abg. Mag. Kogler: Das ... Untersuchungsgegenstand, Herr Kollege! Das hat mit dem Ausschuss exakt nichts zu tun!
Unser Bundesminister für Finanzen steht für ein Nulldefizit 2001 und 2002, Senkung der Zinsaufwände für die entsprechenden Staatsschulden (Abg. Mag. Kogler: Das ... Untersuchungsgegenstand, Herr Kollege! Das hat mit dem Ausschuss exakt nichts zu tun!) und Einsparung durch Verwaltungsreform und hat maßgeblichen Anteil daran,
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dem ist nichts hinzuzufügen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Zur Sache!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Kolleginnen und Kollegen! Das war nicht irgendein Ausschuss, Herr Kollege Hornek, das war doch ein Ausschuss, der den bezeichnenden Namen „Ständiger Unterausschuss des Rechnungshofausschusses“ hat, und ich weiß überhaupt nicht, wie Sie hier dazu kommen, es als eine in diesem Ausschuss gängige Praxis zu verkünden, dass ein Minister nur genau einmal anwesend sein muss. Sie verwechseln das vielleicht mit anderen Ausschüssen! – Wir werden da jetzt nicht vor Ehrfurcht erzittern, weil der Herr Bundesminister für Finanzen uns die Gnade erwiesen hat, dort zweimal zu erscheinen. (Ruf bei der ÖVP: Zur Sache!) Wir werden auch gleich dazu kommen, wie diese Befragung im Procedere angelegt war.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich muss nur sagen, um ein Resümee in der Sache vorwegzunehmen: Ich bin eines wesentlich Schlechteren belehrt worden! Es war für mich erschütternd, und die Verdachtsmomente, die diesem Prüfauftrag zugrunde gelegt waren, haben sich mehr als bestätigt. Ich komme nicht umhin, das auch als Vorsitzender des Vollausschusses, der diesen Bericht dann entgegengenommen hat, letztlich zu bestätigen. Es kam sogar noch schlimmer, als es sich wahrscheinlich die Antragsteller damals selbst erwartet hatten. – Das ist ein erstes Zwischenresümee in der Sache. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Hornek: Aber nicht von der Opposition, Herr Kollege!
Das Problem, das wir hier wieder vorgefunden haben, ist nur – ich komme nicht umhin, es festzustellen, Kollege Hornek, ich kann Ihnen überhaupt nicht beipflichten –: Wir haben es mit Obstruktion zu tun gehabt. Wir haben es damit zu tun gehabt! Die Mehrheit im Ausschuss hat etwa verhindert, dass beispielsweise bestimmte Fragen vom Finanzminister zu Ende beantwortet wurden. (Abg. Hornek: Aber nicht von der Opposition, Herr Kollege!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Damals ist es ihm in dieser politischen Auseinandersetzung nicht so gut gegangen wie heute. Da hat er sich – sonst tut er es ja selten – an ein ganz langes Kommuniqué gehalten und wortwörtlich vorgelesen. Wen es interessiert: Schauen Sie in den Protokollen Ihrer Kollegen nach! – Ich halte das für einen Tiefpunkt in einem Aufklärungsausschuss. So kann man nicht arbeiten! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Das tut letztlich auch Ihnen nicht gut.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Bundesminister, Sie sind der unbeteiligte Dritte. Beteiligt ist Herr Matthias Winkler. Diesen dürfen wir aber nicht befragen, weil Sie das verhindert haben. – Einigen Sie sich einmal auf irgendetwas! Das nenne ich Obstruktion! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Geh Kogler! Du hast schon bei der Steuerreform nichts Gescheites gesagt!
Damit gehe ich auf die Resümees zu den inhaltlichen Punkten ein. Eines passt genau dazu: Herr Bundesminister, Sie haben sich, was die Nichtbeantwortung – wiederum die Nichtbeantwortung – zur so genannten Homepage-Affäre im Ausschuss betrifft, damit verantwortet (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Geh Kogler! Du hast schon bei der Steuerreform nichts Gescheites gesagt!), das gehe – ich kürze jetzt ab – den Ausschuss nichts an, und zwar mit der Begründung, dass das ja kein Akt der Vollziehung sei, dass das im Wesentlichen mit dem Öffentlichen nichts zu tun habe, dass das irgendwo in der privateren Sphäre angesiedelt sei und sich deshalb nicht nur nicht als Untersuchungsgegenstand eigne, sondern sich geradezu der Befragung entziehe. – Wieder ist offen-
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Gaál: So ist es!
Ja haben Sie sich jetzt endlich geeinigt? Nehmen Sie doch beide dazu Stellung! Beides kann nicht richtig sein! – Das nenne ich Tiefpunkt! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Gaál: So ist es!)
Abg. Neudeck: Das hat er ja gemacht! Früher hat es einen Schilling gekostet!
Die Sphäre der Beraterverträge: Schauen Sie, Herr Bundesminister, wir sind jetzt bei dem Problem, dass Sie gesagt haben, dass durch derartige Beraterverträge Milliardenbeträge eingespart werden würden. Wissen Sie, was Sie gemacht haben? – Sie haben einfach die potentiellen Privatisierungserlöse in diesem Bereich, die ja auch Untersuchungsgegenstand waren, zusammengezählt und das dem Beraterhonorar gegenübergestellt. Ja bitte, das ist doch nicht die Rendite einer Beratung! Die Rendite einer Beratung ist doch das, um das man etwa sein Zeug – so muss man das ja nennen, wie Sie das angegangen sind – teurer verkaufen kann (Abg. Neudeck: Das hat er ja gemacht! Früher hat es einen Schilling gekostet!), oder wenn man sich sonst etwas einspart. Von dieser Rendite haben Sie nie gesprochen!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bringe ein Beispiel, wo das fürchterlich schief gegangen ist: Die KPMG, die uns auch sonst noch interessieren wird, hat für den Verkauf – nur die Beratungs- und Abwicklungsleistung – des Bundesverlages sage und schreibe beinahe 800 000 € bekommen – beinahe 800 000 €, das muss man sich einmal vorstellen! –, und dies bei geplanten 24 Millionen an Privatisierungserlös. – Wissen Sie, da sind Sie um ein Vielfaches über dem ohnehin hohen Prozentsatz von einem Prozent für Beraterhonorare bei derartigen Privatisierungen. Ich halte das für einen Skandal! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Hornek: Wo? Herr Kollege, wo?
Wir haben serienweise Beraterverträge gefunden, wo es auch im Zusammenhang mit der Ausschreibung nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. (Abg. Hornek: Wo? Herr Kollege, wo?) – Unter anderem bei den Beauftragungen des Bankhauses Lehman & Brothers. Sie sind bis heute die Aufklärung darüber schuldig, welch nützliche Dienste etwa Herr Muhr in diesem Zusammenhang geleistet hat. Das haben Sie auch dort nicht gemacht. Vielleicht nutzen Sie die Gelegenheit hier und heute.
Ruf bei den Freiheitlichen: Gott sei Dank!
Eines noch zum Abschluss (Ruf bei den Freiheitlichen: Gott sei Dank!): Der Ausschuss hat auch – das soll man nicht unerwähnt lassen, vielleicht auch zur kleinen Versöhnung – etwas bewegt – und da haben wir nicht einmal einen Disput mit Ihnen gehabt, Herr Finanzminister –: Die Privatisierung der Voest und anderer Unternehmen – die BUWOG werden wir gleich wieder als Diskussionsthema haben – war ein zentraler Gegenstand. Die Sache mit dem Herrn Siegi Wolf war ein Thema, aber auch jene mit dem Herrn Veit Schalle, weil das gerade parallel gelaufen ist.
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Herr Heinzel, der Aufsichtsratsvorsitzende der ÖIAG, hat im Ausschuss zu dankenswert offenen Worten gefunden. Diese haben sich irgendwie auch nach außen durchgesprochen, und es hat von diesem Tag an einen enormen Druck auch auf Veit Schalle gegeben, sodass er in dieser unhaltbaren Situation – völlig unvereinbar: Kaufinteresse und Mitgliedschaft im Aufsichtsrat; das haben aber Sie schon zu verantworten, dass diese Leute sich dort selbst erneuern, wie sie sagen – am nächsten Tag um 14 Uhr – er hat jede Stellungnahme dazu verweigert – diese Funktion endlich zurücklegte. Ich glaube, das war gut für Veit Schalle, das war gut für die ÖIAG und im Sinne einer Restreputation des so genannten Wirtschaftsstandortes. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sehen Sie, Herr Bundesminister: Wenn man sich stundenlang befragen lässt, kann man doch noch auf ein Körnchen Gutes kommen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Prinz: Hochmut kommt vor dem Fall, Herr Kollege Gusenbauer!
Ich habe dann dem Herrn Abgeordneten Gusenbauer die Möglichkeit gegeben, den Vorwurf der Lüge zurückzunehmen. In der Hitze der Debatte hat er das aber offensichtlich übersehen oder nicht tun wollen. Jedenfalls – sei dem wie auch immer –, Herr Abgeordneter: Ich muss Ihnen einen Ordnungsruf erteilen. – Er ist hiemit erteilt. (Abg. Prinz: Hochmut kommt vor dem Fall, Herr Kollege Gusenbauer!)
Abg. Neudeck: Warten wir!
Wir gelangen nunmehr entweder zu Ausführungen von 2 Minuten des Abgeordneten Neudeck oder unterbrechen kurz die Sitzung. – Herr Kollege Neudeck, wollen Sie jetzt anfangen und dann weiterreden? (Abg. Neudeck: Warten wir!) – Dann unterbreche ich die Sitzung für eine Minute, um dann mit der Anfragebesprechung zu beginnen.
Zwischenruf des Abg. Faul.
Heute Vormittag haben wir in der Debatte um die so genannte Steuerreform auch neue Informationen über die Steuermoral des Herrn Finanzministers erhalten. Es ging darum, inwieweit er nicht doch für Millionenbeträge – in Schilling gerechnet – schenkungssteuerpflichtig ist. Wer geschwiegen hat, war der Herr Finanzminister. Jetzt soll er Gelegenheit haben, vielleicht auch dazu Stellung zu nehmen! (Zwischenruf des Abg. Faul.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Herr Minister! Sie haben dankenswerterweise wieder eine Anfrage beantwortet, aber leider nicht ganz vollständig. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Ich möchte jetzt gleich in medias res gehen:
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (fortsetzend): Danke schön. – Das ist ja wirklich die neueste Methode! Man darf sich immer wieder auf Einfälle des Herrn Präsidenten freuen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Entschuldigung, aber das war ja überhaupt noch nie da!
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Jetzt kommt es praktisch zu einer Abrundung dieser ganzen freundschaftlichen Gespräche und Beratungen, die dann eben zu einem Ergebnis führen werden, das für die MieterInnen doppelt nachteilig ist. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Sie können ja das WAG-Beispiel auch in die Zukunft fortsetzen: Wenn laufend Mieteinnahmen verbrieft und dann an Investoren über Fondsanteile ausgeschüttet werden, dann bleibt unter dem Strich weniger oder nichts, um die Wohnungen zu erhalten, außer – entschuldigen Sie! – der Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag.
Beifall bei den Grünen.
Das schlägt sich dann wieder in der Qualität der Wohnungen nieder. ExpertInnen aus dem Bereich dieser bundeseigenen Wohnbaugesellschaften haben mir gegenüber immer wieder geäußert, dass die Verbriefung die schlechteste Variante ist, weil man sich mehr oder weniger ausrechnen kann, dass diese Gebäude nach 30 Jahren heruntergewirtschaftet sind. Und es geht immerhin um den nicht kleinen Stock von 62 000 Wohnungen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Es geht nicht nur um Ideologie, sondern auch um Provisionen.
Vor diesem Hintergrund ist – ich kann dies nur wiederholen – die gesamte Vorgangsweise und die gesamte Abwicklung der Privatisierung eines sozialen Wohnungsbestandes in Österreich sowohl wohnungssozialpolitisch als auch budgetpolitisch kontraproduktiv. Es ist dies ein rein ideologischer Akt: Sie wollen privatisieren. Sie wollen das Kapital bedienen. Das wissen wir von Ihrer Steuerreform, und das wissen wir auch von Ihrer privaten Steuermoral. Hier schließt sich ein Kreis. Herr Minister! Bitte beantworten Sie die offenen Fragen! – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Es geht nicht nur um Ideologie, sondern auch um Provisionen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
Ich darf Ihnen aber versichern: Der Bundeskanzler, der Vizekanzler und die Damen und Herren von den Regierungsfraktionen haben diese Steuerreform so vortrefflich beschrieben, dass die Verhandler dieser Steuerreform hier nichts hinzuzufügen hatten. Sie steht für sich selbst. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Es sind schon 24!
Meine Damen und Herren! Zu den Wohnungen: Frau Abgeordnete Moser und ich sind ja spezialisiert auf diese Frage, denn es wurden mittlerweile, wenn ich das richtig sehe, mehr als 22 Anfragen in dieser Sache gestellt. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Es sind schon 24!) Es sind also schon 24. Danke vielmals, Frau Abgeordnete! Es liegt ein Rechnungshofbericht zu dieser Frage vor, außerdem gab es in diesem Zusammenhang vier Ministerratsvorträge und zwei Gesetzesänderungen. Vier Rechnungshofausschüsse werden zu diesem Thema abgehalten, von denen ein guter Teil schon stattgefunden hat, es gab das letzte Mal eine Kurzdebatte, und es gibt heute eine Kurzdebatte.
Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.
Frau Abgeordnete, Sie haben gesagt, dass das eine ideologische Frage ist. – Ich gebe Ihnen durchaus Recht, dass das auch eine ideologische Frage ist, denn diese Bundesregierung ist aus tiefer Überzeugung angetreten und hat gesagt: Privat ist sicherlich besser als der Staat! – Und es wundert mich sehr, dass Sie immer wieder dagegen argumentieren, denn Österreich ist das Land, in welchem wirklich hinreichend bewiesen wurde, dass der Privatbereich viel, viel besser funktioniert als der Staat. (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Denken Sie zurück an die Zeit sozialdemokratischer Verantwortung in den siebziger und achtziger Jahren. Mit der verstaatlichten Industrie sind leider Gottes zig Milliarden € und Zigtausende Arbeitsplätze in den Betrieben verloren gegangen! Das war die Politik, die damals gemacht wurde. Und deswegen, meine Damen und Herren, ist es gut, wenn man sagt: Private können das besser. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
Das haben wir das letzte Mal festgestellt. Ich gehe daher davon aus, dass wir, wenn wir diesen Betrag überschreiten, gemeinsam sagen können, dass das eine erfolgreiche Privatisierung war, weil wir mehr Staatsschulden zurückzahlen können und uns daher etwas sparen im Vergleich zu einem permanenten Dividendenfluss, den wir für die Republik lukrieren können. Ich würde mich sehr freuen, wenn es uns beiden gelingt, einen Konsens in dieser Frage zustande zu bringen! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Wie viele haben gekauft?
Meine Damen und Herren! Ich möchte natürlich auch darauf hinweisen, dass ein ganz, ganz wichtiger Punkt bei dieser Privatisierung ist, dass wir den Mietern erstmals die Möglichkeit angeboten haben, diese Wohnungen zu kaufen. Das hat keine Bundesregierung davor gemacht! Wir haben gesagt: Wir sind für das Eigentum, wir treten für Eigentumsschaffung ein, wenn es möglich ist. Wir haben keine Angst vor dem Eigentum, sondern wir sind für das Eigentum! Und wenn Sie sich die Entwicklung ... (Abg. Eder: Wie viele haben gekauft?) Wie viele gekauft haben? – Es haben bei der BUWOG mehr als 1 000 ihr Kaufinteresse angegeben, und es wurden bereits mehr als 430 Verträge abgeschlossen, und bei der WAG wurden bereits mehr als 180 Verträge abgeschlossen.
Zwischenruf des Abg. Eder.
Meine Damen und Herren! Jeder Einzelne entscheidet, ob er diese Möglichkeit, zu kaufen, nutzt oder nicht. Wenn Sie sich ansehen, wie niedrig die Sozialmieten in diesem Zusammenhang sind, dann wissen Sie, warum diese Möglichkeit zu kaufen nur von einem gewissen Teil in Anspruch genommen wurde. (Zwischenruf des Abg. Eder.) Aber in Ihrer Zeit, Herr Abgeordneter, hat es nie die Möglichkeit für die Mieter gegeben, diese Wohnungen zu kaufen! Wir haben uns gefreut, diese Möglichkeit schaffen zu können. Wir haben gesagt: Wir eröffnen euch diese Chance, wir geben euch die Perspektive: Kauft euch diese Wohnungen! Und wir haben gleichzeitig versichert – und das ist mir wichtig –, dass sich nichts im Verhältnis zwischen den heutigen Mietern und deren vertraglichen Rechten und nichts in den Mieterschutzbestimmungen ändert, wenn es einen neuen Eigentümer geben sollte.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.
Das heißt, ich darf Ihnen versichern: Auch nach dem Verkauf gelten selbstverständlich die strengen Vorschriften des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes für die Mieter. Das war uns immer wichtig. Es kann keine Schlechterstellung der Mieter durch diesen Verkauf der Gesellschaften geben. Daher gibt es nur Chancen, und zwar Chancen für die Mieter und Chancen für die Steuerzahler und damit Chancen für die Republik Österreich, meine Damen und Herren! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir handeln im österreichischen Interesse, im Interesse der Steuerzahler. Wir versuchen, möglichst viel Geld hereinzubekommen und Staatsschulden zurückzuzahlen, um damit das Erbe, das wir übernommen haben, schön langsam zu bewältigen. Ich darf Ihnen versichern: Wir sind auf einem guten und richtigen Weg für unser Land. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mandak: Gibt Ihnen das nicht zu denken?
Abgeordneter Wolfgang Großruck (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Die Opposition dreht seit einigen Monaten beziehungsweise seit fast einem Jahr einen Film mit dem Titel „Grasser-Jagd“. Heute haben wir die x-te Klappe – ich weiß nicht, die wie vielte es ist, jedenfalls: „Grasser-Jagd“, die x-te. Am Vormittag gab es einen Misstrauensantrag, jetzt haben wir die Besprechung einer Anfragebeantwortung, es gibt auch einen Unterausschuss dazu. Sie ändern permanent den Titel, aber nicht den Inhalt, weil Sie wissen, dass der Inhalt fad ist, dass er nichts hergibt, dass er niemanden interessiert. (Abg. Mandak: Gibt Ihnen das nicht zu denken?) Sie drehen einen schlechten Politkrimi. Wissen Sie, warum? – Weil Ihnen der Täter fehlt! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Wolfgang Großruck (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Die Opposition dreht seit einigen Monaten beziehungsweise seit fast einem Jahr einen Film mit dem Titel „Grasser-Jagd“. Heute haben wir die x-te Klappe – ich weiß nicht, die wie vielte es ist, jedenfalls: „Grasser-Jagd“, die x-te. Am Vormittag gab es einen Misstrauensantrag, jetzt haben wir die Besprechung einer Anfragebeantwortung, es gibt auch einen Unterausschuss dazu. Sie ändern permanent den Titel, aber nicht den Inhalt, weil Sie wissen, dass der Inhalt fad ist, dass er nichts hergibt, dass er niemanden interessiert. (Abg. Mandak: Gibt Ihnen das nicht zu denken?) Sie drehen einen schlechten Politkrimi. Wissen Sie, warum? – Weil Ihnen der Täter fehlt! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Jetzt erfinden Sie einen Täter, so nach dem Motto „Die linke Jagdgesellschaft denkt nach und sagt, wir müssen einen erfinden“, nämlich einen erfolgreichen – das ist das Täterprofil –, einen kompetenten, einen beliebten und einen weitblickenden. Und da fällt Ihnen Karl-Heinz Grasser ein. Er ist jetzt der Täter, den Sie für Ihren Politkrimi wollen, meine Damen und Herren. Grasser Karl-Heinz soll von Ihnen zum Täter gemacht werden. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Abg. Neudeck: Die negativen!
Auf Deutsch heißt das: Schlecht machen, wo es geht, „annadern“, wo es geht, Unwahrheiten verzapfen, wo es geht – ein bisschen wird schon hängen bleiben. Das ist Ihre Methode, meine Damen und Herren von der Linken! Und Herr Matznetter zeichnet sich im Fernsehen auch ganz besonders aus. Sie müssen nur aufpassen, dass Sie Ihrem Parteivorsitzenden nicht gefährlich werden, was die Sympathiewerte anbelangt. (Abg. Neudeck: Die negativen!) Da sind Sie drauf und dran, ihm den Rang abzulaufen.
Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt nicht!
Dass aber Sie, Frau Kollegin Moser, die ich Sie als seriöse Kollegin schätze, hier in dieser Jagdgesellschaft mittun, verwundert mich schon. Sie kennen die ganze Geschichte, Sie kennen all die Berichte des Unterausschusses, Sie kennen die Anfragebeantwortungen. Karl-Heinz Grasser hat minutiös, mit Akribie und sorgfältig alles beantwortet. Sie haben ihn x-mal zu den Sitzungen des Unterausschusses vorgeladen. Sie wissen, worum es geht. (Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt nicht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Gehen Sie heraus und sagen Sie, wir sind ideologisch nicht mit dem einverstanden, was bezüglich Privatisierung passiert! Kämpfen Sie dagegen an, aber stilisieren Sie nicht ihn zum Täter, weil Ihnen etwas politisch nicht in den Kram passt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Nur Korruption kommt nicht gut an! Das will der Wähler auch nicht!
Aber Sie wissen genau: Beim Wähler kommt das nicht an. Der Wähler, der Bürger ist selbständig, er möchte selbst entscheiden. (Abg. Dr. Gusenbauer: Nur Korruption kommt nicht gut an! Das will der Wähler auch nicht!) Er möchte Privatinitiative, er möchte auch Eigentum haben. Und genau deshalb gehen Sie nicht auf den Inhalt ein, sondern schießen sich auf die Person Karl-Heinz Grasser ein! Es ist, glaube ich, nicht seriös, dass Sie sich hier als Jägerin vom Mosertal oder vom grünen Wald zusammen mit der SPÖ-Jagdgesellschaft deklarieren.
Abg. Scheibner: Vierzeiler!
Ich darf, meine Damen und Herren, da es eigentlich nichts mehr zu sagen gibt (Abg. Scheibner: Vierzeiler!), weil inhaltlich schon alles vom Finanzminister gesagt worden und alles andere in den Unterlagen nachzulesen ist, wie immer mit einem Vierzeiler enden; diesmal ist es ein Sechszeiler.
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und Beifall bei den Freiheitlichen.
(Anhaltender Beifall bei der ÖVP und Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Sie verunsichern sie!
sein wird und wie sich ihre Mieten weiterentwickeln werden, ist dieses Thema nicht fad, sondern das ist ein brennendes Thema, sodass es gut ist, dass wir heute hier darüber reden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Sie verunsichern sie!)
Abg. Mag. Donnerbauer: Sie haben es verhindert mit Ihrer Kampagne!
Herr Finanzminister! Es ist völlig unglaubwürdig, wenn Sie heute hier noch immer sagen: Wir wollten die Mieter zu Wohnungseigentümern machen. (Abg. Mag. Donnerbauer: Sie haben es verhindert mit Ihrer Kampagne!) Nennen Sie die Zahlen! Einem Prozent der WAG-Mieter in Oberösterreich ist es gelungen, sich zu den überhöhten Preisen, die Sie angeboten haben, die Wohnungen überhaupt leisten zu können. 99 Prozent der Mieter konnten die Wohnungen nicht kaufen, weil Sie sie zu teuer angeboten haben. (Bundesminister Mag. Grasser: Sie wollten sie nicht kaufen!) Aber jetzt verscherbeln Sie sie an Immobilieninvestoren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Finanzminister! Es ist völlig unglaubwürdig, wenn Sie heute hier noch immer sagen: Wir wollten die Mieter zu Wohnungseigentümern machen. (Abg. Mag. Donnerbauer: Sie haben es verhindert mit Ihrer Kampagne!) Nennen Sie die Zahlen! Einem Prozent der WAG-Mieter in Oberösterreich ist es gelungen, sich zu den überhöhten Preisen, die Sie angeboten haben, die Wohnungen überhaupt leisten zu können. 99 Prozent der Mieter konnten die Wohnungen nicht kaufen, weil Sie sie zu teuer angeboten haben. (Bundesminister Mag. Grasser: Sie wollten sie nicht kaufen!) Aber jetzt verscherbeln Sie sie an Immobilieninvestoren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Vielleicht schneidet er auch mit! Vielleicht gibt es Rückflüsse!
Also: Ihre Aktion lohnt sich nicht für die Mieter, Ihre Aktion lohnt sich nicht für das Budget. Ihre Aktion lohnt sich aber für Ihre Freunde, für Herrn Plech, der der Profiteur sein wird, und lohnt sich für die Beratungsfirma, die bereits 10 Millionen € vom Steuerzahler für eigentlich recht dubiose Beratungskosten abkassiert hat. Das sind die Herrschaften, die von Ihrer Politik profitieren! Die Mieter und Mieterinnen in diesen Wohnungen, diese 60 000 Familien bleiben leider auf der Strecke und konnten kein Wohnungseigentum begründen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Vielleicht schneidet er auch mit! Vielleicht gibt es Rückflüsse!)
Abg. Mag. Molterer: Das ist falsch!
Die Frage ist überhaupt, ob man Schadenersatzforderungen an den Bundesminister stellen kann, da dem Budget und damit den Steuerzahlern wirklich Millionen verloren gehen. (Abg. Mag. Molterer: Das ist falsch!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mandak. – Abg. Mag. Molterer: Die SPÖ verkraftet nicht das neue ...!
Unter dem Strich ist die Bilanz klar: Es ist ausschließlich Schaden entstanden! Die Mieter haben keine Chance auf einen Wohnungskauf bekommen. Die Mieter stehen heute da und wissen nicht, wie sich morgen ihre Miete gestalten und wer Hauseigentümer sein wird. Und Sie verschleudern öffentliches Eigentum nur deshalb, damit Freunde von Ihnen reicher werden und profitieren. Ich denke wirklich, es wäre es wert, dass man eine Schadenersatzforderung im Interesse der Republik einleitet. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mandak. – Abg. Mag. Molterer: Die SPÖ verkraftet nicht das neue ...!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Der Herr Kollege erzählt uns jetzt über die Rückflüsse ...! Wie fließt das Geld von Plech zu Grasser?
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Neudeck. 5 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Dr. Gusenbauer: Der Herr Kollege erzählt uns jetzt über die Rückflüsse ...! Wie fließt das Geld von Plech zu Grasser?)
Abg. Dr. Gusenbauer: Net?
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche): Herr Klubobmann Gusenbauer, das kann ich Ihnen nicht erzählen, weil es diese Flüsse nicht geben wird. (Abg. Dr. Gusenbauer: Net?) Aber Sie sind es gewohnt, denn ihr habt über Jahrzehnte in der BUWOG herumgeschustert. Das war eine Vorfeldorganisation der SPÖ. (Abg. Lentsch: Deswegen jammern sie so!) Fragen Sie die Mitarbeiter dort! Da muss ich Ihnen sagen: Es ist nicht nur Ideologie, dass Sie diese Privatisierung der Wohnbaugesellschaften nicht wollen, sondern es geht bei Ihnen ans Eingemachte, weil damit die Parteikasse etwas maroder wird. (Abg. Eder: ... Rosenstingl!) Das ist eine Tatsache. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Lentsch: Deswegen jammern sie so!
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche): Herr Klubobmann Gusenbauer, das kann ich Ihnen nicht erzählen, weil es diese Flüsse nicht geben wird. (Abg. Dr. Gusenbauer: Net?) Aber Sie sind es gewohnt, denn ihr habt über Jahrzehnte in der BUWOG herumgeschustert. Das war eine Vorfeldorganisation der SPÖ. (Abg. Lentsch: Deswegen jammern sie so!) Fragen Sie die Mitarbeiter dort! Da muss ich Ihnen sagen: Es ist nicht nur Ideologie, dass Sie diese Privatisierung der Wohnbaugesellschaften nicht wollen, sondern es geht bei Ihnen ans Eingemachte, weil damit die Parteikasse etwas maroder wird. (Abg. Eder: ... Rosenstingl!) Das ist eine Tatsache. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Eder: ... Rosenstingl!
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche): Herr Klubobmann Gusenbauer, das kann ich Ihnen nicht erzählen, weil es diese Flüsse nicht geben wird. (Abg. Dr. Gusenbauer: Net?) Aber Sie sind es gewohnt, denn ihr habt über Jahrzehnte in der BUWOG herumgeschustert. Das war eine Vorfeldorganisation der SPÖ. (Abg. Lentsch: Deswegen jammern sie so!) Fragen Sie die Mitarbeiter dort! Da muss ich Ihnen sagen: Es ist nicht nur Ideologie, dass Sie diese Privatisierung der Wohnbaugesellschaften nicht wollen, sondern es geht bei Ihnen ans Eingemachte, weil damit die Parteikasse etwas maroder wird. (Abg. Eder: ... Rosenstingl!) Das ist eine Tatsache. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche): Herr Klubobmann Gusenbauer, das kann ich Ihnen nicht erzählen, weil es diese Flüsse nicht geben wird. (Abg. Dr. Gusenbauer: Net?) Aber Sie sind es gewohnt, denn ihr habt über Jahrzehnte in der BUWOG herumgeschustert. Das war eine Vorfeldorganisation der SPÖ. (Abg. Lentsch: Deswegen jammern sie so!) Fragen Sie die Mitarbeiter dort! Da muss ich Ihnen sagen: Es ist nicht nur Ideologie, dass Sie diese Privatisierung der Wohnbaugesellschaften nicht wollen, sondern es geht bei Ihnen ans Eingemachte, weil damit die Parteikasse etwas maroder wird. (Abg. Eder: ... Rosenstingl!) Das ist eine Tatsache. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Was verdienen Sie dabei?
Mieter agieren hätten können und Eigentum ... (Abg. Dr. Gusenbauer: Was verdienen Sie dabei?) – Ich verdiene dabei gar nichts, weil ich andere Kategorien in der Politik setze als Sie. Für mich sind nicht das Verdienen in der Politik und der gute Rotwein das Kriterium (Abg. Dr. Gusenbauer: Sondern?), sondern das Wohl der Leute, Herr Klubobmann Gusenbauer – oder Herr Zweit-Klubobmann; ich weiß nicht, was Sie jetzt in Ihrer Fraktion sind. (Abg. Mag. Molterer: Reserve-Klubobmann!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Sondern?
Mieter agieren hätten können und Eigentum ... (Abg. Dr. Gusenbauer: Was verdienen Sie dabei?) – Ich verdiene dabei gar nichts, weil ich andere Kategorien in der Politik setze als Sie. Für mich sind nicht das Verdienen in der Politik und der gute Rotwein das Kriterium (Abg. Dr. Gusenbauer: Sondern?), sondern das Wohl der Leute, Herr Klubobmann Gusenbauer – oder Herr Zweit-Klubobmann; ich weiß nicht, was Sie jetzt in Ihrer Fraktion sind. (Abg. Mag. Molterer: Reserve-Klubobmann!)
Abg. Mag. Molterer: Reserve-Klubobmann!
Mieter agieren hätten können und Eigentum ... (Abg. Dr. Gusenbauer: Was verdienen Sie dabei?) – Ich verdiene dabei gar nichts, weil ich andere Kategorien in der Politik setze als Sie. Für mich sind nicht das Verdienen in der Politik und der gute Rotwein das Kriterium (Abg. Dr. Gusenbauer: Sondern?), sondern das Wohl der Leute, Herr Klubobmann Gusenbauer – oder Herr Zweit-Klubobmann; ich weiß nicht, was Sie jetzt in Ihrer Fraktion sind. (Abg. Mag. Molterer: Reserve-Klubobmann!)
Abg. Heinzl: Das glauben Sie nicht einmal selbst!
Meine Damen und Herren! (Abg. Heinzl: Das glauben Sie nicht einmal selbst!) Wenn die Zwangsbeglückung der Mieter in den Genossenschaften, dass man jede Wohnung weiß ausmalt und dafür der richtige sozialdemokratische Handwerker wahrscheinlich eine Provision bekommt (Abg. Dr. Gusenbauer: Grasser teilt mit Ihnen nicht?), jetzt wirklich aufgehört hat und man dem Mieter die Wohnung übergibt und sagt, du kannst sie selbst so ausmalen, wie du möchtest, dann fände ich das positiv, denn dass Standardwohnungen schlechter vergeben werden, das kann nicht sein. Das würde dem jetzigen oder dem nächsten Eigentümer wesentlich schaden, weil dann der Ertrag nicht gesichert wäre.
Abg. Dr. Gusenbauer: Grasser teilt mit Ihnen nicht?
Meine Damen und Herren! (Abg. Heinzl: Das glauben Sie nicht einmal selbst!) Wenn die Zwangsbeglückung der Mieter in den Genossenschaften, dass man jede Wohnung weiß ausmalt und dafür der richtige sozialdemokratische Handwerker wahrscheinlich eine Provision bekommt (Abg. Dr. Gusenbauer: Grasser teilt mit Ihnen nicht?), jetzt wirklich aufgehört hat und man dem Mieter die Wohnung übergibt und sagt, du kannst sie selbst so ausmalen, wie du möchtest, dann fände ich das positiv, denn dass Standardwohnungen schlechter vergeben werden, das kann nicht sein. Das würde dem jetzigen oder dem nächsten Eigentümer wesentlich schaden, weil dann der Ertrag nicht gesichert wäre.
Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt das, dass Grasser nicht mit Ihnen teilt? Grasser teilt mit Ihnen nicht?
Meine Damen und Herren! Es ist festzuhalten, es ist egal ... (Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt das, dass Grasser nicht mit Ihnen teilt? Grasser teilt mit Ihnen nicht?) – Herr Klubobmann Gusenbauer! Es ist Wurscht, ob Grasser mit mir teilt, denn wenn man nichts daraus erzielt und wenn wir nichts nicht teilen, dann hat er das Gleiche wie ich. Also Sie brauchen jetzt nicht zu versuchen, irgendetwas ... (Abg. Dr. Gusenbauer: Wie bei der Homepage!?) – Die Homepage-Diskussion kommt nachher noch, denn da habt ihr wesentlich mehr Dreck am – das darf man nicht sagen –, also Schmutz am Stecken. (Abg. Eder: Stock!) Sie brauchen nicht abzulenken, weil Sie ein schlechtes Gewissen haben, dass Sie die Mieter sehr schlecht beraten haben. (Abg. Dr. Gusenbauer: Also gut, er hat nicht geteilt!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Wie bei der Homepage!?
Meine Damen und Herren! Es ist festzuhalten, es ist egal ... (Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt das, dass Grasser nicht mit Ihnen teilt? Grasser teilt mit Ihnen nicht?) – Herr Klubobmann Gusenbauer! Es ist Wurscht, ob Grasser mit mir teilt, denn wenn man nichts daraus erzielt und wenn wir nichts nicht teilen, dann hat er das Gleiche wie ich. Also Sie brauchen jetzt nicht zu versuchen, irgendetwas ... (Abg. Dr. Gusenbauer: Wie bei der Homepage!?) – Die Homepage-Diskussion kommt nachher noch, denn da habt ihr wesentlich mehr Dreck am – das darf man nicht sagen –, also Schmutz am Stecken. (Abg. Eder: Stock!) Sie brauchen nicht abzulenken, weil Sie ein schlechtes Gewissen haben, dass Sie die Mieter sehr schlecht beraten haben. (Abg. Dr. Gusenbauer: Also gut, er hat nicht geteilt!)
Abg. Eder: Stock!
Meine Damen und Herren! Es ist festzuhalten, es ist egal ... (Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt das, dass Grasser nicht mit Ihnen teilt? Grasser teilt mit Ihnen nicht?) – Herr Klubobmann Gusenbauer! Es ist Wurscht, ob Grasser mit mir teilt, denn wenn man nichts daraus erzielt und wenn wir nichts nicht teilen, dann hat er das Gleiche wie ich. Also Sie brauchen jetzt nicht zu versuchen, irgendetwas ... (Abg. Dr. Gusenbauer: Wie bei der Homepage!?) – Die Homepage-Diskussion kommt nachher noch, denn da habt ihr wesentlich mehr Dreck am – das darf man nicht sagen –, also Schmutz am Stecken. (Abg. Eder: Stock!) Sie brauchen nicht abzulenken, weil Sie ein schlechtes Gewissen haben, dass Sie die Mieter sehr schlecht beraten haben. (Abg. Dr. Gusenbauer: Also gut, er hat nicht geteilt!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Also gut, er hat nicht geteilt!
Meine Damen und Herren! Es ist festzuhalten, es ist egal ... (Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt das, dass Grasser nicht mit Ihnen teilt? Grasser teilt mit Ihnen nicht?) – Herr Klubobmann Gusenbauer! Es ist Wurscht, ob Grasser mit mir teilt, denn wenn man nichts daraus erzielt und wenn wir nichts nicht teilen, dann hat er das Gleiche wie ich. Also Sie brauchen jetzt nicht zu versuchen, irgendetwas ... (Abg. Dr. Gusenbauer: Wie bei der Homepage!?) – Die Homepage-Diskussion kommt nachher noch, denn da habt ihr wesentlich mehr Dreck am – das darf man nicht sagen –, also Schmutz am Stecken. (Abg. Eder: Stock!) Sie brauchen nicht abzulenken, weil Sie ein schlechtes Gewissen haben, dass Sie die Mieter sehr schlecht beraten haben. (Abg. Dr. Gusenbauer: Also gut, er hat nicht geteilt!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Eder: Aber Gewinner! Nur Gewinner!
Was ist gesichert? – Wer immer der Eigentümer ist, ob diese Gesellschaften jetzt gemeinnützig sind oder nicht, die Mieter bleiben auch in Zukunft geschützt. Es wäre nur für die Mieter wesentlich besser gewesen, wenn die Sozialdemokratie die Vertretung der Mieter übernommen und sie zu Käufern gemacht hätte. Eines ist schon klar: Es gibt keine Täter und keine Opfer in dieser Diskussion. Kollege Großruck hat gesagt, es gibt keinen Täter, aber er wird in Grasser gesucht. Es gibt keine Opfer. Aber wenn es Opfer gäbe, dann machen Sie auf dem Rücken dieser Opfer Politik! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Eder: Aber Gewinner! Nur Gewinner!)
Abg. Dr. Gusenbauer – in Richtung des sich zu seinem Platz begebenden Abg. Neudeck –: Diese Rede hat mich nicht überzeugt! – Abg. Grillitsch: Das wird ihn kränken! – Abg. Dr. Gusenbauer – auf den auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Mag. Grasser weisend –: Er liest seine Kontoauszüge im „NEWS“!
Präsident Dr. Andreas Khol: Letzter Redner dazu ist Herr Abgeordneter Mag. Kogler. 5 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Dr. Gusenbauer – in Richtung des sich zu seinem Platz begebenden Abg. Neudeck –: Diese Rede hat mich nicht überzeugt! – Abg. Grillitsch: Das wird ihn kränken! – Abg. Dr. Gusenbauer – auf den auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Mag. Grasser weisend –: Er liest seine Kontoauszüge im „NEWS“!)
Abg. Dr. Kräuter – in Bezug auf Bundesminister Mag. Grasser und Staatssekretär Dr. Finz, beide Schriftstücke lesend –: Die lesen beide „NEWS“, die haben keine Zeit!
Herr Bundesminister für Finanzen, Sie lesen immer vor – das war auch im Ausschuss so –: Hauptangebot: Lehman Brothers: 81,64 Punkte, Zweitgereihter: 79,05 Punkte. – Ja so eine Megadifferenz ist das nicht! Da sind wir ja im Rechnungshofausschuss schon geschult, was alles das bedeuten kann! – Geringfügige Veränderungen von bestimmten qualitativen Kriterien in der Bewertung ... (Abg. Dr. Kräuter – in Bezug auf Bundesminister Mag. Grasser und Staatssekretär Dr. Finz, beide Schriftstücke lesend –: Die lesen beide „NEWS“, die haben keine Zeit!) – Ja, die morgige Ausgabe von „NEWS“ ist wichtiger, das gestehe ich ihm ja zu.
Zwischenruf des Abg. Großruck.
wie bei den Abfangjägern. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Das alles werden wir immer wieder hier haben, Kollege Großruck. Nur deswegen, weil Sie das nicht verstehen, ist das noch immer keine Nichtmaterie, sondern das sagt nur, dass Sie von der ÖVP in diesen Dingen den Kopf in den Sand stecken wollen und dann mit mittlerweile Sechszeilern über selbigen Sand darüberrudern wollen. Das geht halt nicht! Sie bleiben immer noch im Trockenen damit. Nur: Sie müssen sich einmal eine gescheite Unterlage besorgen, damit Ihre Füße wieder einen gescheiten Boden bei Ihrer Argumentation haben.
Beifall bei den Grünen.
Unsere Verdachtsmomente sind nicht nur nicht ausgeräumt, sondern sie verhärten sich im Wesentlichen. Sie sind nicht in der Lage oder nicht willens, das zu klären, und deshalb vermute ich, dass Frau Kollegin Moser weitere Anfragen stellen wird. Zu Recht! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mandak: Das ist aber nichts wesentlich anderes!
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Vor lauter Grasser jagen wissen Sie vielleicht jetzt nicht, bei welchem Tagesordnungspunkt wir uns gerade befinden: Es geht um den Bericht des Rechnungshof-Unterausschusses. (Abg. Mandak: Das ist aber nichts wesentlich anderes!) In diesem Unterausschuss haben die Abgeordneten von der SPÖ und von den Grünen sich mehrmals über die Geschäftsordnung des Nationalrates hinweggesetzt. (Abg. Brosz: Na geh, wirklich?!) Der Fraktionsvorsitzende der SPÖ im Rechnungshofausschuss veröffentlicht auf seiner Homepage – wie immer diese finanziert wird – vertrauliche Informationen und Protokolle einer Unterausschusssitzung, obwohl diese, wie schon erwähnt, vertraulich sind, und dies tat er wider besseres Wissen.
Abg. Brosz: Na geh, wirklich?!
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Vor lauter Grasser jagen wissen Sie vielleicht jetzt nicht, bei welchem Tagesordnungspunkt wir uns gerade befinden: Es geht um den Bericht des Rechnungshof-Unterausschusses. (Abg. Mandak: Das ist aber nichts wesentlich anderes!) In diesem Unterausschuss haben die Abgeordneten von der SPÖ und von den Grünen sich mehrmals über die Geschäftsordnung des Nationalrates hinweggesetzt. (Abg. Brosz: Na geh, wirklich?!) Der Fraktionsvorsitzende der SPÖ im Rechnungshofausschuss veröffentlicht auf seiner Homepage – wie immer diese finanziert wird – vertrauliche Informationen und Protokolle einer Unterausschusssitzung, obwohl diese, wie schon erwähnt, vertraulich sind, und dies tat er wider besseres Wissen.
Abg. Dr. Gusenbauer: Das war jetzt nicht überzeugend!
So weit zum Aufdecker beziehungsweise Nachdecker Kräuter. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das war jetzt nicht überzeugend!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Sagen Sie doch etwas zum Inhalt!
Festzustellen ist, dass die SPÖ-Mitglieder des Rechnungshofausschusses kein Interesse an der sachlichen Arbeit gezeigt haben. Wie ein roter Faden zieht es sich durch, dass sie Grasser jagen wollen und dass ihnen die Inhalte dort nicht wichtig sind. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sagen Sie doch etwas zum Inhalt!) Das hat sich an den von ihnen gestellten Fragen gezeigt. Sie haben Fragen gestellt, die in keiner Weise mit dem Untersuchungsthema zu tun hatten. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sagen Sie etwas zum Inhalt!) Sie haben versucht, Tagesthemen einzubringen, die sie aus den Medien hatten, die aber in keiner Weise dort Platz gegriffen haben. (Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt reden Sie schon so lange, haben aber noch nichts zum Inhalt gesagt!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Sagen Sie etwas zum Inhalt!
Festzustellen ist, dass die SPÖ-Mitglieder des Rechnungshofausschusses kein Interesse an der sachlichen Arbeit gezeigt haben. Wie ein roter Faden zieht es sich durch, dass sie Grasser jagen wollen und dass ihnen die Inhalte dort nicht wichtig sind. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sagen Sie doch etwas zum Inhalt!) Das hat sich an den von ihnen gestellten Fragen gezeigt. Sie haben Fragen gestellt, die in keiner Weise mit dem Untersuchungsthema zu tun hatten. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sagen Sie etwas zum Inhalt!) Sie haben versucht, Tagesthemen einzubringen, die sie aus den Medien hatten, die aber in keiner Weise dort Platz gegriffen haben. (Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt reden Sie schon so lange, haben aber noch nichts zum Inhalt gesagt!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt reden Sie schon so lange, haben aber noch nichts zum Inhalt gesagt!
Festzustellen ist, dass die SPÖ-Mitglieder des Rechnungshofausschusses kein Interesse an der sachlichen Arbeit gezeigt haben. Wie ein roter Faden zieht es sich durch, dass sie Grasser jagen wollen und dass ihnen die Inhalte dort nicht wichtig sind. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sagen Sie doch etwas zum Inhalt!) Das hat sich an den von ihnen gestellten Fragen gezeigt. Sie haben Fragen gestellt, die in keiner Weise mit dem Untersuchungsthema zu tun hatten. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sagen Sie etwas zum Inhalt!) Sie haben versucht, Tagesthemen einzubringen, die sie aus den Medien hatten, die aber in keiner Weise dort Platz gegriffen haben. (Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt reden Sie schon so lange, haben aber noch nichts zum Inhalt gesagt!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Das war sehr schwach!
Meine Damen und Herren! Abschließend ist festzuhalten, dass es Ihnen in diesem Unterausschuss des Rechnungshofausschusses lediglich um Skandalisierung gegangen ist und nicht um Inhalte, da Sie keine Fehler finden konnten, weil es keine gibt. Anscheinend steht jetzt im Parteiprogramm der SPÖ drinnen: Grasser jagen ist fein! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Das war sehr schwach!)
Abg. Mag. Donnerbauer: Sie waren gar nicht dabei!
war eigentlich davon gekennzeichnet, dass die beiden Regierungsparteien alles unternommen haben, um den wahren Sachverhalt zu vertuschen. Sie haben versucht, dann, wenn es darum ging, Auskunftspersonen zu laden, die notwendig waren, um Licht in diese dunkle Angelegenheit zu bringen (Abg. Mag. Donnerbauer: Sie waren gar nicht dabei!), genau dies zu verhindern, indem sie deren Ladung abgelehnt haben. Daher kann man sagen, dass Sie offensichtlich sechs Monate lang nur daran ein Interesse hatten, die skandalösen Vorgänge im Finanzministerium, in die der Herr Minister persönlich massiv involviert ist, zu vertuschen.
Ruf bei der ÖVP: Völlig falsch!
Tatsache ist, dass der Herr Finanzminister – und das gerade der Finanzminister! – seiner Steuerpflicht nicht nachgekommen ist. Wir haben in unserem Minderheitsbericht, der deshalb notwendig war, weil Ihr Bericht in einem derartigen Ausmaß leere Worte enthält und inhaltslos ist, den tatsächlichen Sachverhalt dargestellt. Wir haben deutlich nachgewiesen, dass es keinen namhaften Steuerexperten in Österreich gibt, der die Rechtsmeinung des Herrn Staatssekretärs vertritt (Ruf bei der ÖVP: Völlig falsch!), der da sozusagen dem Finanzminister einen Persilschein ausgestellt hat. Alle namhaften Steuerexperten sagen, dass da eindeutig eine Steuerpflicht vorliegt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Tatsache ist, dass der Herr Finanzminister – und das gerade der Finanzminister! – seiner Steuerpflicht nicht nachgekommen ist. Wir haben in unserem Minderheitsbericht, der deshalb notwendig war, weil Ihr Bericht in einem derartigen Ausmaß leere Worte enthält und inhaltslos ist, den tatsächlichen Sachverhalt dargestellt. Wir haben deutlich nachgewiesen, dass es keinen namhaften Steuerexperten in Österreich gibt, der die Rechtsmeinung des Herrn Staatssekretärs vertritt (Ruf bei der ÖVP: Völlig falsch!), der da sozusagen dem Finanzminister einen Persilschein ausgestellt hat. Alle namhaften Steuerexperten sagen, dass da eindeutig eine Steuerpflicht vorliegt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Genau so ist es!
Wenn Sie sagen, dies stimme nicht, Herr Staatssekretär, dann muss ich Ihnen sagen: Der Finanzexperte Werner Doralt hat im ORF-„Abendjournal“ gesagt, da wurde für den Einzelfall Grasser ein Sonderrecht geschaffen (Abg. Dr. Gusenbauer: Genau so ist es!), dies sei einmalig in der Zweiten Republik. – Ich ergänze: Es ist in Wirklichkeit skandalös! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie sagen, dies stimme nicht, Herr Staatssekretär, dann muss ich Ihnen sagen: Der Finanzexperte Werner Doralt hat im ORF-„Abendjournal“ gesagt, da wurde für den Einzelfall Grasser ein Sonderrecht geschaffen (Abg. Dr. Gusenbauer: Genau so ist es!), dies sei einmalig in der Zweiten Republik. – Ich ergänze: Es ist in Wirklichkeit skandalös! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Genau so ist es!
Für Sie, Herr Finanzminister, gelten offensichtlich keine Gesetze, für Sie gelten offensichtlich keine Regeln des Anstandes, und für Sie gibt es offensichtlich keine politische Moral, und daher, Herr Finanzminister, sind Sie rücktrittsreif! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Genau so ist es!)
Abg. Öllinger: Nein!
Zweitens: Die Beratungskosten bewegen sich im international üblichen Bereich. (Abg. Öllinger: Nein!)
Abg. Mandak: Aber nicht zu diesem Preis!
Drittens: Bei Immobilientransaktionen dieser Größenordnung ist es international üblich und sinnvoll und verantwortungsbewusst, entsprechende Beratungsleistungen zuzukaufen. (Abg. Mandak: Aber nicht zu diesem Preis!)
Abg. Mandak: Das wäre ja noch schöner, wenn dem nicht so wäre!
Achtens: Alle Verhandlungserträge übertrafen in allen Fällen die Expertenkosten. Das heißt, es hat überall ein positives Ergebnis gegeben. (Abg. Mandak: Das wäre ja noch schöner, wenn dem nicht so wäre!)
Abg. Mandak: Stimmt nicht!
Doch was wird in den Minderheitsberichten behauptet? – Es wird etwa gesagt, es hätte zwar eine Kostenbelastung durch die Berater gegeben, aber keine Einsparungen. Da muss man doch den Einwand erheben, dass die Kosten für die Berater dem Ergebnis, das dann tatsächlich erzielt wurde, gegenüberzustellen sind, wobei das erzielte Ergebnis mit dem erwarteten zu vergleichen ist. Dann sieht man nämlich, dass wesentlich bessere Ergebnisse erzielt wurden. (Abg. Mandak: Stimmt nicht!)
Beifall bei der ÖVP.
Aus all dem kann man nur eines schließen: entweder Sie wollen nicht privatisieren, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition, oder Sie wollen den Privatisierungsvorgang skandalisieren. Beides ist keine zukunftsträchtige Politik! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Gahr: Der Chefankläger Pilz! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Das ist eine seltsame politische Kultur, in welcher ein Finanzminister, der sich überall sonst in einem EU-Mitgliedstaat auf dem Weg zur Anklagebank befinden würde, hier nach wie vor auf der Regierungsbank sitzt. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Gahr: Der Chefankläger Pilz! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Dass Sie das nicht verstehen, Herr Finanzminister, das wäre allein schon ein Grund, dieses Amt zur Verfügung zu stellen und jemandem Platz zu machen, der weiß, was Rechtsstaat ist, der weiß, was parlamentarische Kontrolle ist, der weiß, was Sauberkeit ist, der weiß, was Korrektheit ist, und der weiß, in welcher Art und Weise ein Finanzminister mit öffentlichen Geldern, mit Steuergeldern umzugehen hat. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Ein Irriger!
Jetzt frage ich Sie: Ist Herr Mag. Grasser wirklich ein „Ihriger“? (Ruf bei der SPÖ: Ein Irriger!) Stehen Sie wirklich für dieses Geflecht aus Privatinteressen, aus Freunderlwirtschaft, aus dem Verdacht auf Steuerhinterziehung, aus dem Verdacht auf Amtsmissbrauch, aus dem Verdacht auf Schiebung bei öffentlichen Vergaben, aus dem Verdacht von Geschenkannahme und aus vielen anderen Dingen, wovon jedes für sich allein ein Grund dafür wäre, den jeweiligen Amtsinhaber von jedem öffentlichen Amt auszuschließen, nicht nur von einer Mitgliedschaft in einer Bundesregierung? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Jetzt frage ich Sie: Ist Herr Mag. Grasser wirklich ein „Ihriger“? (Ruf bei der SPÖ: Ein Irriger!) Stehen Sie wirklich für dieses Geflecht aus Privatinteressen, aus Freunderlwirtschaft, aus dem Verdacht auf Steuerhinterziehung, aus dem Verdacht auf Amtsmissbrauch, aus dem Verdacht auf Schiebung bei öffentlichen Vergaben, aus dem Verdacht von Geschenkannahme und aus vielen anderen Dingen, wovon jedes für sich allein ein Grund dafür wäre, den jeweiligen Amtsinhaber von jedem öffentlichen Amt auszuschließen, nicht nur von einer Mitgliedschaft in einer Bundesregierung? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Hornek: Was ist mit Ihrem Konto bei der Schoellerbank, Herr Pilz?
Deswegen, Herr Finanzminister – weil das nach wie vor möglich ist, wenn Staatsanwälte und wenn Untersuchungsrichter nicht hinschauen: Wo sitzt die Regierung und was will sie?, sondern: Was steht im Strafgesetzbuch und was steht in der Bundesverfassung? –, gibt es immer wieder Situationen, in denen Sie zu Recht nervös werden und plötzlich aufstehen und sagen: Der Staatsanwalt soll schneller werden! Husch!, ein schnelles Verfahren! – ein Grasser-Husch-Verfahren, damit eines nicht passiert, nämlich die Öffnung des entscheidenden Kontos. (Abg. Hornek: Was ist mit Ihrem Konto bei der Schoellerbank, Herr Pilz?)
Abg. Hornek: Was ist mit Ihrem dubiosen Konto bei der Schoellerbank? Das klären Sie nie auf!
Sie persönlich genommen haben und einem Notar in die Hand gedrückt und gesagt haben: Sei mein Treuhänder und lege es für mich auf dieses Konto! – Und auf dieses Konto sind plötzlich zwei Überweisungen des „Vereins New Economy“ geflossen: einmal 9 500 € und einmal 5 500 €. (Abg. Hornek: Was ist mit Ihrem dubiosen Konto bei der Schoellerbank? Das klären Sie nie auf!)
Ruf bei der SPÖ: Bis März!
Eine Regierungsmehrheit hält Ihnen nach wie vor die Stange – oder vielleicht noch ein „Stangerl“; viel mehr ist das nicht mehr. (Ruf bei der SPÖ: Bis März!) Dieses „Stangerl“ wird am 7. März brüchig werden. Am 7. März wird Ihnen Jörg Haider wieder einmal nicht um den Hals fallen, sondern wird wissen, bei wem er sich zu bedanken hat, wenn er für einen vielleicht nicht übermäßig Fähigeren oder eine nicht übermäßig Fähigere, aber jedenfalls für jemand viel, viel Anständigeren Platz machen muss. – Und wenn Sie, Herr Finanzminister, dazu beigetragen haben, dann war das vielleicht unabsichtlich das Vernünftigste, was Ihnen in den letzten Jahren gelungen ist.
Abg. Hornek: Pilz-Chaos, ...!
Trotzdem steht für mich das Interesse der Republik im Mittelpunkt und damit das Interesse, die Steuerzahlerinnen und die Steuerzahler nach Eurofighter, Voest-Verschleuderung, Immobilienverschleuderung (Abg. Hornek: Pilz-Chaos, ...!) vor diesem Finanzminister, vor Ihnen, endlich in Sicherheit zu bringen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Trotzdem steht für mich das Interesse der Republik im Mittelpunkt und damit das Interesse, die Steuerzahlerinnen und die Steuerzahler nach Eurofighter, Voest-Verschleuderung, Immobilienverschleuderung (Abg. Hornek: Pilz-Chaos, ...!) vor diesem Finanzminister, vor Ihnen, endlich in Sicherheit zu bringen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: So ein Blödsinn!
Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Kollege Pilz, Sie waren nur einmal anwesend in dem Ständigen Unterausschuss und haben da auch probiert, die Homepage zu skandalisieren, die eben nun einmal nicht Thema dieses Unterausschusses war, und haben dann, auch nur mit Müh’ und Not, Ihrer Kollegin Moser Platz gemacht – nachdem diese sich bezüglich Ihrer Wohnungsangelegenheiten eingehend informiert hat – und haben sie dort auch noch als „blöde Dudel“ bezeichnet, weil Sie sich nicht gleich von ihr des Platzes verweisen lassen wollten. Und ich bin froh, dass so jemand ... (Abg. Mag. Kogler: So ein Blödsinn!) Ich bin daneben gesessen, ich habe es gehört.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich bin froh, dass so jemand nicht entscheiden kann, wer hier politische Verantwortung trägt und wer nicht. Darüber bin ich sehr froh. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Der Ramprecht war es, der gesagt hat: 2 Milliarden! Das ist ein Nicht-Experte!
Wir hatten ja auch genug Möglichkeit, hier viele Stellungnahmen zu hören, und zwar von Herrn Heinzel, Herrn Dr. Michaelis, Herrn Rechnungshofpräsidenten Fiedler, Herrn Plech, Herrn Ramprecht, Herrn Bogner und Herrn Schramm – alle haben ausführlich Auskunft gegeben, und Sie hätten sehr viel erfahren können, wenn Sie die richtigen Fragen gestellt hätten. (Abg. Mag. Kogler: Der Ramprecht war es, der gesagt hat: 2 Milliarden! Das ist ein Nicht-Experte!) Ich weiß, Sie hören es nicht gerne, aber von Ihren Anschuldigungen, von den Anschuldigungen, die wir in diesem Ausschuss besprochen haben, ist eben nichts übrig geblieben!
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Da Sie von der Opposition immer wieder gewisse Ausgaben sozusagen in den Mittelpunkt rücken wollen, erinnert sich vielleicht auch einmal die SPÖ daran, welche Ausgaben unter Finanzminister Edlinger getätigt wurden. Allein im Jahre 1998 waren dessen Repräsentationsausgaben so hoch wie jene des Bundesministeriums für Finanzen in den Jahren 2000, 2001 und 2002 zusammen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ich weiß, Sie hören das nicht gerne. Sie hören gerne weg, weil das eben Dinge sind, die Sie nicht hören wollen. (Abg. Dr. Matznetter: Nein, aber die Schallplatte ist schon alt, Frau Kollegin! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Nein, aber die Schallplatte ist schon alt, Frau Kollegin! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Da Sie von der Opposition immer wieder gewisse Ausgaben sozusagen in den Mittelpunkt rücken wollen, erinnert sich vielleicht auch einmal die SPÖ daran, welche Ausgaben unter Finanzminister Edlinger getätigt wurden. Allein im Jahre 1998 waren dessen Repräsentationsausgaben so hoch wie jene des Bundesministeriums für Finanzen in den Jahren 2000, 2001 und 2002 zusammen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ich weiß, Sie hören das nicht gerne. Sie hören gerne weg, weil das eben Dinge sind, die Sie nicht hören wollen. (Abg. Dr. Matznetter: Nein, aber die Schallplatte ist schon alt, Frau Kollegin! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Die ist kaputt!
Auch diese „Schallplatte“ werden Sie immer wieder hören (Abg. Dr. Matznetter: Die ist kaputt!), denn das alles zeigt, wie Sie von der SPÖ gewirtschaftet haben. Nochmals: Repräsentationsausgaben im Finanzministerium 2000, 2001, 2002 zusammen genauso viel wie alleine im Jahr 1998 unter Ihrem Finanzminister Edlinger. (Widerspruch bei der SPÖ.)
Widerspruch bei der SPÖ.
Auch diese „Schallplatte“ werden Sie immer wieder hören (Abg. Dr. Matznetter: Die ist kaputt!), denn das alles zeigt, wie Sie von der SPÖ gewirtschaftet haben. Nochmals: Repräsentationsausgaben im Finanzministerium 2000, 2001, 2002 zusammen genauso viel wie alleine im Jahr 1998 unter Ihrem Finanzminister Edlinger. (Widerspruch bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Die Ausgaben für Öffentlichkeitsarbeit seitens des Bundesministeriums für Finanzen waren im Jahr 2002 etwa gleich hoch wie im Jahr 1999. – Also: Worüber regen Sie von der SPÖ sich auf?! Sie müssen mit gleichem und nicht mit unterschiedlichem Maß messen. Und Sie dürfen auch nicht immer wieder vergessen, was Sie früher unter Ihren eigenen Finanzministern gemacht haben, denn: Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Aktiva-Passiva-Tausch! Wenn Sie keine Ahnung haben, sollten Sie nicht darüber reden!
Sie, Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, haben uns 6,3 Milliarden € an Schulden bei der ÖIAG übergeben. – Dieser Ihr Schuldenstand wurde um 4,3 Milliarden € abgebaut und beträgt jetzt nur noch 2 Milliarden €, eben infolge der guten und erfolgreichen Privatisierungspolitik der jetzigen Regierung. (Abg. Dr. Matznetter: Aktiva-Passiva-Tausch! Wenn Sie keine Ahnung haben, sollten Sie nicht darüber reden!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von der SPÖ, ich darf Sie an einige Ihrer Debakel erinnern: AMAG, DDSG, EURATOM – und all die weiteren Dinge, die Sie verbrochen haben und wo Sie nichts weitergebracht, sondern nur Schulden aufgebaut haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Da sollten Sie sich einmal den Spiegel vorhalten, auf alle Fälle aber mit gleichem Maß messen – und hier nicht immer über Dinge reden, die es gar nicht gibt.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Nichts ist gemacht worden! Nichts ist erfolgreich!
Unsere Privatisierungspolitik war und ist erfolgreich – und wird von uns auch fortgeführt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Nichts ist gemacht worden! Nichts ist erfolgreich!)
Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und Freiheitlichen.
Aber nun zu einem viel kritischeren Punkt, zu etwas, worum es nämlich wirklich geht: um das Sittenbild einer Republik, die unter dieser Regierung leider sehr, sehr gelitten hat. (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Euroteam!
In unserem Lande haben wir heute die Situation, dass Herr Minister Grasser durch einen Bundeskanzler und durch eine treu ergebene ÖVP-Fraktion gehalten werden muss, ein Finanzminister also, der längst alle Grenzen dessen überschritten hat, was in einem demokratischen Land normalerweise aus Anstand und Moral ausreichend Grund genug wäre, sein Amt zur Verfügung zu stellen. (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Euroteam!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Wenden wir uns aber noch einmal jenen Teilen zu, die die Beratungsaufträge betreffen, da ja hier vorher über „Nützlichkeit“ geredet wurde. Ein paar Details daraus. Schauen wir uns einmal an, welche Kanzleien da überhaupt befasst worden sind! – Da lesen wir in den Unterlagen: Lehman & Brothers – auch keine Unbekannten in Österreich. Waren das nicht jene Analysten – Sie von den Regierungsparteien haben ja das Thema YLine angeschnitten –, die bis April 2001 – heute steht auf Grund des Gutachtens im Konkursverfahren fest, dass YLine längst, genauer: seit Dezember 2000, pleite war – bei YLine-Aktien Thornton „strongbuy“ empfohlen haben, als er (auf Bundesminister Mag. Grasser weisend) noch gut seine Aktien verkauft hat, und dieselben Lehman & Brothers haben nach dem Bericht hier 10,2 Millionen € bekommen?! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Schöls: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!
Aber wir finden hier auch noch die Europa-Treuhand Ernst & Young als mehrfachen Auftragnehmer, dieselbe Kanzlei, die einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk ausgestellt hat für den Abschluss in eben jener Firma YLine zum 31. Dezember 2000, als diese längst pleite war. (Abg. Schöls: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!)
Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
rufe bei den Freiheitlichen.) Das wissen wir bis heute nicht, auch dort ist keine Aufklärung gegeben. Und das Land Kärnten hat bis heute nicht klären können, wie es eigentlich mit den Reisen in arabische Länder war. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
In diesem Sinne ist das System ein „System Haider“, dem Sie unterlegen sind. In diesem Sinne hat der jetzige Finanzminister keine Schuld, und ich wünsche ihm für sein weiteres Leben, dass er an einer anderen Stelle etwas anderes lernt. Ich glaube, Magna wäre da besser gewesen als der Herr Haider. – Danke, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich weise darauf hin, dass es im grünen Klub und unter Grünen völlig unüblich ist, sich freiheitlichen Benehmens zu bedienen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mandak: So toll ist das nicht!
Bundesminister für Finanzen Mag. Karl-Heinz Grasser: Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Ich sage Ihnen, schön langsam nehme ich es geradezu als Kompliment, ich fühle mich fast geehrt und geschmeichelt, dass ich Angriffsziel Nummer eins der vereinigten Opposition bin. (Abg. Mandak: So toll ist das nicht!) Aber, meine Damen und Herren, jeder, der die politische Welt versteht, weiß es, und Werner Amon hat es heute für mich auf den Punkt gebracht, indem er gesagt hat: Die Regierung hat eine Steuerreform, und Sie haben ein Problem. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Finanzen Mag. Karl-Heinz Grasser: Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Ich sage Ihnen, schön langsam nehme ich es geradezu als Kompliment, ich fühle mich fast geehrt und geschmeichelt, dass ich Angriffsziel Nummer eins der vereinigten Opposition bin. (Abg. Mandak: So toll ist das nicht!) Aber, meine Damen und Herren, jeder, der die politische Welt versteht, weiß es, und Werner Amon hat es heute für mich auf den Punkt gebracht, indem er gesagt hat: Die Regierung hat eine Steuerreform, und Sie haben ein Problem. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Nehmen Sie endlich Stellung zum Bericht!
Offensichtlich haben Sie wirklich ein Problem, meine Damen und Herren, nämlich: die Leistungsbilanz dieser Bundesregierung. Offensichtlich bringt Sie die erfolgreiche Politik dieser Bundesregierung so in Bedrängnis, dass Sie jetzt nicht davor zurückscheuen, ganz tief in die Schublade, unter die Gürtellinie zu greifen und anzugreifen und zu kriminalisieren, zu überlegen: Wie können wir eine politische Hetzkampagne machen? (Abg. Parnigoni: Nehmen Sie endlich Stellung zum Bericht!)
Abg. Dr. Kräuter: Antworten!
Meine Damen und Herren! Ich weise daher Ihre heutigen unhaltbaren Vorwürfe einmal mehr auf das Deutlichste zurück. Es fehlt Ihnen einfach jede Basis für Ihre Kritik. (Abg. Dr. Kräuter: Antworten!) Ich darf Ihnen versichern, meine Damen und Herren: Ich nehme das mittlerweile sportlich. Ich werde Ihren Angriffen keinen Millimeter weichen. Meine Amtsführung ist völlig korrekt, meine Amtsführung ist vorbildlich, und am Ende des Tages werden die persönliche Integrität und die Wahrheit siegen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Was ist das für ein Sport? Sesselkleben?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Was ist das für ein Sport? Sesselkleben?
Meine Damen und Herren! Ich weise daher Ihre heutigen unhaltbaren Vorwürfe einmal mehr auf das Deutlichste zurück. Es fehlt Ihnen einfach jede Basis für Ihre Kritik. (Abg. Dr. Kräuter: Antworten!) Ich darf Ihnen versichern, meine Damen und Herren: Ich nehme das mittlerweile sportlich. Ich werde Ihren Angriffen keinen Millimeter weichen. Meine Amtsführung ist völlig korrekt, meine Amtsführung ist vorbildlich, und am Ende des Tages werden die persönliche Integrität und die Wahrheit siegen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Was ist das für ein Sport? Sesselkleben?)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich bin damals, im Jahr 2000, als Finanzminister nach Brüssel gefahren, und der EcofiN-Rat, der Rat der Finanzminister, hat mir dort gesagt: Eure Finanzpolitik ist völlig inakzeptabel. Fahren Sie zurück nach Österreich und machen Sie eine gescheite Finanzpolitik! – So viel zu dem, was Sie übergeben haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Vor zwei Wochen, meine Damen und Herren – vielleicht können wir uns kurz gemeinsam über etwas freuen –, ist es Alfred Finz und mir erstmals gelungen, mit einer konsequenten Finanzpolitik zu erreichen, dass wir unter den Top-vier-Stabilitätsprogrammen in Europa gehandelt worden sind. Schweden, Dänemark, Finnland und Österreich sind in Brüssel als die besten vier in der Finanzpolitik in Europa dargestellt worden. Das ist unsere Politik – eine Finanzpolitik mit Hausverstand, eine Politik mit Ergebnissen, die Sie in 25 Jahren nicht zustande gebracht haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mandak: Um den Verwaltungsreformbericht!
Wir haben vier Budgets zu verantworten, zweimal einen ausgeglichenen Haushalt, ein Nulldefizit, und das das erste Mal seit mehr als 30 Jahren. Beim jetzigen Tagesordnungspunkt geht es (Abg. Mandak: Um den Verwaltungsreformbericht!) auch um die Verwaltungsreform, und wenn ich jetzt über Finanzpolitik spreche, sehr geehrte Frau Abgeordnete, dann deswegen, weil ich im Ausschuss versucht habe, Ihnen darzulegen, dass wir durch sehr klare, konsequente 70 Verwaltungsreformprojekte, die wir gemeinsam mit Alfred Finz auf Bundesebene vorangetrieben haben, bis jetzt mehr als 6 Milliarden € eingespart haben.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn es uns gelungen ist, mehr als 6 Milliarden € auf der Ausgabenseite einzusparen, dann ist das mit ein ganz, ganz wesentlicher Punkt dafür, dass wir eben zweimal einen ausgeglichenen Haushalt zustande gebracht haben und dass wir auch gerade diese Woche am Montag die Bilanz über das Jahr 2003 legen konnten; eine Bilanz, meine Damen und Herren, die zeigt, dass wir nicht 1,3 Prozent Defizit gemacht haben, sondern auch im Jahr 2003 unter 1 Prozent Defizit liegen. Das sind Ergebnisse, die Sie in 25 Jahren Ihrer Finanzpolitik nicht zustande gebracht haben. – Wir sind stolz auf diese Leistungen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das heißt, jeder Euro, den wir dort eingesetzt haben, war gut investiertes Geld des Steuerzahlers. Es hat sich mehrfach ausgezahlt, es hat sich in vielen Fällen bereits im ersten Jahr der Beraterleistung durch größere Einsparungen, die wir erreichen konnten, rentiert. – Insofern eine gute Bilanz, eine gute Politik, wir sind auf dem richtigen Weg. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Das stimmt ja überhaupt nicht!
Ich darf daher auch zu den verschiedenen Vorwürfen aus meiner Sicht schon Folgendes sagen: Es gibt auf der einen Seite eine erfolgreiche Bundesregierung, eine Bundesregierung, die das Notwendige macht, die sich in die Sacharbeit vertieft, eine Bundesregierung, die Probleme aufgreift und Entscheidungen trifft, die damit Kompetenz beweist und die die Zukunft dieses Landes sichert. Auf der anderen Seite haben wir eine Opposition, die sagt: Nein zur Sacharbeit!, eine Opposition, die sagt: Nein zum Wettbewerb der Ideen! – es ist weder vom Herrn Gusenbauer noch vom Herrn Cap, noch vom Herrn Professor Van der Bellen nur irgendeine Alternative zu dieser größten Steuerreform der Geschichte der Zweiten Republik heute präsentiert worden –, aber eine Opposition, die dafür ja sagt zur Parteipolitik, ja zur Polemik, ja zu einer politischen Jagd, die sie veranstaltet. (Abg. Öllinger: Das stimmt ja überhaupt nicht!)
Abg. Öllinger: Sie sind ja gegangen!
Meine Damen und Herren! Ich sage durchaus dazu, ich rede deswegen darüber, Herr Abgeordneter Öllinger, weil es ausgerechnet Herr Abgeordneter Pilz war, der über politische Kultur gesprochen hat. Wenn über politische Kultur gesprochen wird, so sage ich, es steht Ihnen selbstverständlich jederzeit frei, zur Staatsanwaltschaft zu gehen (Abg. Öllinger: Sie sind ja gegangen!), nach dem Motto: Wenn unsere politischen Argumente nicht mehr ausreichen, wenn der politische Arm nicht stark genug ist, dann machen wir die Politik halt bei Gericht, dann sind wir die Europameister beim Einbringen von Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft. Das ist für mich überhaupt kein Problem. Ich sage Ihnen nur, es würde gleichzeitig uns allen auch gut anstehen – und das ist mein einziges Ersuchen an Sie, nachdem Sie fünf, sechs, sieben, acht Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft eingebracht haben (Abg. Öllinger: Wer? Wir?), ob
Abg. Öllinger: Wer? Wir?
Meine Damen und Herren! Ich sage durchaus dazu, ich rede deswegen darüber, Herr Abgeordneter Öllinger, weil es ausgerechnet Herr Abgeordneter Pilz war, der über politische Kultur gesprochen hat. Wenn über politische Kultur gesprochen wird, so sage ich, es steht Ihnen selbstverständlich jederzeit frei, zur Staatsanwaltschaft zu gehen (Abg. Öllinger: Sie sind ja gegangen!), nach dem Motto: Wenn unsere politischen Argumente nicht mehr ausreichen, wenn der politische Arm nicht stark genug ist, dann machen wir die Politik halt bei Gericht, dann sind wir die Europameister beim Einbringen von Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft. Das ist für mich überhaupt kein Problem. Ich sage Ihnen nur, es würde gleichzeitig uns allen auch gut anstehen – und das ist mein einziges Ersuchen an Sie, nachdem Sie fünf, sechs, sieben, acht Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft eingebracht haben (Abg. Öllinger: Wer? Wir?), ob
Abg. Öllinger: Sie!
das Herr Abgeordneter Pilz war, ob das Herr Abgeordneter Matznetter war, Abgeordnete dieses Hohen Hauses haben Anzeigen ... (Abg. Öllinger: Sie!)
Abg. Öllinger: Aber gegen uns!
Also ich habe gegen mich selbst keine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingebracht (Abg. Öllinger: Aber gegen uns!), und ich habe auch gegen Sie keine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingebracht. (Abg. Öllinger: Was?) Lieber Abgeordneter Öllinger! Wenn ich mit den gleichen Instrumenten begegnen würde (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) und Herr Abgeordneter Matznetter mir das Wort gibt, wenn ich mir anschaue, wie Sie, Herr Abgeordneter Matznetter, für die Firma YLine tätig waren, und wenn ich mir ansehe, wie Sie mit Ihrer Kanzlei für „Euroteam“ tätig waren, wie Sie im Rahmen der „Euroteam“-Lehrlingsoffensive – etwas, das heute gerichtsanhängig ist – nicht einmal davor zurückgescheut sind, sich ganzseitige Inserate für Ihr Unternehmen auf Kosten des Steuerzahlers schalten zu lassen (Zwischenrufe bei der SPÖ), wenn Sie offensichtlich beteiligt sein sollen, Herr Abgeordneter Matznetter, an einer Glücksspielfirma, „Joy & Fun“ genannt, die es mit den Vergnügungssteuern nicht so genau nehmen soll, wo man rund 60 000 € Strafe gezahlt haben soll, dann muss ich Ihnen sagen, das würde ausreichend Raum dafür geben, dass man auch Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft einbringt.
Abg. Öllinger: Was?
Also ich habe gegen mich selbst keine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingebracht (Abg. Öllinger: Aber gegen uns!), und ich habe auch gegen Sie keine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingebracht. (Abg. Öllinger: Was?) Lieber Abgeordneter Öllinger! Wenn ich mit den gleichen Instrumenten begegnen würde (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) und Herr Abgeordneter Matznetter mir das Wort gibt, wenn ich mir anschaue, wie Sie, Herr Abgeordneter Matznetter, für die Firma YLine tätig waren, und wenn ich mir ansehe, wie Sie mit Ihrer Kanzlei für „Euroteam“ tätig waren, wie Sie im Rahmen der „Euroteam“-Lehrlingsoffensive – etwas, das heute gerichtsanhängig ist – nicht einmal davor zurückgescheut sind, sich ganzseitige Inserate für Ihr Unternehmen auf Kosten des Steuerzahlers schalten zu lassen (Zwischenrufe bei der SPÖ), wenn Sie offensichtlich beteiligt sein sollen, Herr Abgeordneter Matznetter, an einer Glücksspielfirma, „Joy & Fun“ genannt, die es mit den Vergnügungssteuern nicht so genau nehmen soll, wo man rund 60 000 € Strafe gezahlt haben soll, dann muss ich Ihnen sagen, das würde ausreichend Raum dafür geben, dass man auch Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft einbringt.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Also ich habe gegen mich selbst keine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingebracht (Abg. Öllinger: Aber gegen uns!), und ich habe auch gegen Sie keine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingebracht. (Abg. Öllinger: Was?) Lieber Abgeordneter Öllinger! Wenn ich mit den gleichen Instrumenten begegnen würde (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) und Herr Abgeordneter Matznetter mir das Wort gibt, wenn ich mir anschaue, wie Sie, Herr Abgeordneter Matznetter, für die Firma YLine tätig waren, und wenn ich mir ansehe, wie Sie mit Ihrer Kanzlei für „Euroteam“ tätig waren, wie Sie im Rahmen der „Euroteam“-Lehrlingsoffensive – etwas, das heute gerichtsanhängig ist – nicht einmal davor zurückgescheut sind, sich ganzseitige Inserate für Ihr Unternehmen auf Kosten des Steuerzahlers schalten zu lassen (Zwischenrufe bei der SPÖ), wenn Sie offensichtlich beteiligt sein sollen, Herr Abgeordneter Matznetter, an einer Glücksspielfirma, „Joy & Fun“ genannt, die es mit den Vergnügungssteuern nicht so genau nehmen soll, wo man rund 60 000 € Strafe gezahlt haben soll, dann muss ich Ihnen sagen, das würde ausreichend Raum dafür geben, dass man auch Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft einbringt.
Zwischenrufe bei der SPÖ
Also ich habe gegen mich selbst keine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingebracht (Abg. Öllinger: Aber gegen uns!), und ich habe auch gegen Sie keine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingebracht. (Abg. Öllinger: Was?) Lieber Abgeordneter Öllinger! Wenn ich mit den gleichen Instrumenten begegnen würde (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) und Herr Abgeordneter Matznetter mir das Wort gibt, wenn ich mir anschaue, wie Sie, Herr Abgeordneter Matznetter, für die Firma YLine tätig waren, und wenn ich mir ansehe, wie Sie mit Ihrer Kanzlei für „Euroteam“ tätig waren, wie Sie im Rahmen der „Euroteam“-Lehrlingsoffensive – etwas, das heute gerichtsanhängig ist – nicht einmal davor zurückgescheut sind, sich ganzseitige Inserate für Ihr Unternehmen auf Kosten des Steuerzahlers schalten zu lassen (Zwischenrufe bei der SPÖ), wenn Sie offensichtlich beteiligt sein sollen, Herr Abgeordneter Matznetter, an einer Glücksspielfirma, „Joy & Fun“ genannt, die es mit den Vergnügungssteuern nicht so genau nehmen soll, wo man rund 60 000 € Strafe gezahlt haben soll, dann muss ich Ihnen sagen, das würde ausreichend Raum dafür geben, dass man auch Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft einbringt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich lade Sie dazu ein, ich hoffe, dass wir wieder einen konstruktiven Weg finden und diese tiefe Ebene des persönlichen Kriminalisierens und Angreifens hinter uns lassen können. Wie auch immer Sie es halten, ich sage Ihnen: Ich werde mich nicht beirren lassen, wir werden diesen sehr erfolgreichen Weg für Österreich, für die Beschäftigung, für die Wirtschaft weiter fortsetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Die Wahrheit!
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Dr. Matznetter zu Wort gemeldet. 2 Minuten Redezeit. – Herr Kollege, die Behauptung, die Sie berichtigen, zuerst erwähnen, und dem dann das, was Sie für richtig halten, entgegensetzen. (Rufe bei der ÖVP: Die Wahrheit!)
Abg. Rädler: Wer hat die Inserate bezahlt?
Ich bin weder mittelbar noch unmittelbar wirtschaftlich an der Firma „Joy & Fun“ beteiligt; es war ein Treuhandauftrag einer Kollegin. (Abg. Rädler: Wer hat die Inserate bezahlt?)
Oh-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Punkt zwei: Die Inserate waren Inserate der österreichischen Bundesregierung (Oh-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen), in denen Freiberufler, die damals neu die
Beifall bei der SPÖ.
Möglichkeit von diesem Parlament bekommen haben, Lehrlinge anzustellen, geworben haben, dass das andere auch tun. Und damals gab es mit Ausnahme meiner Kanzlei keinen Steuerberater, der Lehrlinge beschäftigt hat. Es waren halt bessere Zeiten als heute. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Eigentlich ist es bemerkenswert, wenn Herr Kollege Matznetter hierher ans Rednerpult tritt, sich künstlich erregt und dann noch das Wort „Sittenbild“ in den Mund nimmt. Vielleicht sollte er einmal über „Euroteam“ und „YLine“ ein bisschen nachdenken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Und um wie viel haben wir verkauft?
Konkret zur Voest. Die Voest-Aktie hatte im März 2003 einen Kurswert von 22 €. Nach dem Auftrag der Bundesregierung zur Vollprivatisierung stieg der Wert der Aktien bis zum Juli 2003 auf 37 €. (Abg. Dr. Matznetter: Und um wie viel haben wir verkauft?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: So ist es!
Durch die Negativkampagne der SPÖ in Oberösterreich ist allerdings der Kurswert gesunken. Der Verkaufserlös betrug dann nur mehr 32,5 € je Aktie, das bedeutet einen Verlust beziehungsweise Mindererlös von 30 Millionen € oder 420 Millionen Schilling, den ausschließlich die SPÖ gegenüber der Bevölkerung zu verantworten hat. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: So ist es!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Nach dem 28. September 2003 gab es von der SPÖ in Oberösterreich zur Voest keinerlei Meldungen mehr, nicht einmal dann, nachdem in den letzten Wochen feststand, dass die Voest in den nächsten Jahren in den Standort Linz 2 Milliarden € investieren wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Vergleicht man Privatisierungen vor dem Jahr 2000 mit jenen nach dem 4. Februar 2000, kommt man zu dem Resümee: Gott sei Dank haben im Sinne eines vernünftigen Umgangs mit dem Geld der Steuerzahler jetzt Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel, Finanzminister Grasser und eine ÖVP-FPÖ-Regierung die Verantwortung für unser Steuergeld. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ
Das sagen Experten, und sogar die deutschen Experten, die von Herrn Staatssekretär Finz einmal zu einem Gutachten herangezogen worden sind, sagen das. Die haben das inzwischen ja richtig gestellt, dass im Falle dieser Friends-of-new-economy-Geschichte und dieser Grasser-Privatsozialfondskonten-Geschichte die Schenkungssteuer sehr wohl fällig wäre. – Das nur zum einen, und das, Herr Minister, hat nichts mit Sportlichkeit zu tun, die jetzt gefordert ist, sondern das hat mit Moral, mit Ernsthaftigkeit und politischer Correctness zu tun (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ) und auch – und das ist mir sehr wichtig – mit dem Einhalten von Gesetzen, an die sich jede Steuerzahlerin und jeder Steuerzahler halten muss. – Das also zum Ersten.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Minister, es geht nicht um Sportlichkeit, sondern es geht um seriöse Politik, und es geht um eine Privatisierung, aus der Sie und Ihre Freunde mehr oder minder Nutzen ziehen, nicht jedoch in erster Linie die Republik, wie Sie, Herr Minister, immer vorgeben. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Herr Bundesminister Grasser, Sie müssen sich schon fragen lassen, wenn Sie schon Anfragen nicht beantworten: Was sollen denn Abgeordnete sonst tun, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen?! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Edeltraud Lentsch (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! Hohes Haus! Dass es in dieser Causa verschiedene Berichte aus dem Unterausschuss des Rechnungshofes gibt, das liegt wohl in der Natur der Sache. Sie hätten mit unserem Bericht gar nicht mitgehen können – wir haben es ja auch nicht erwartet –, sonst hätten Sie zugeben müssen, dass Sie diese Causa nur aus parteipolitischen Gründen hochgezogen haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Prinz: Eine berechtigte Frage!
Ich bin eigentlich sehr verwundert, dass sich der Zweite Nationalratspräsident zum Bruch der Geschäftsordnung nicht geäußert hat, obwohl der Erste Präsident Dr. Andreas Khol sehr klare Worte dazu gefunden hat. (Abg. Prinz: Eine berechtigte Frage!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Kollege Matznetter hat gemeint, Minister Grasser habe der Republik Schaden zugefügt. – Das ist Anschauungssache, geschätzte Damen und Herren von der Oppositionspartei. Jetzt, nachdem alle Fakten auf dem Tisch liegen, ist uns klar, dem ist nicht so. Minister Karl-Heinz Grasser hat der Republik keinen Schaden zugefügt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Prinz: 0,07 €!
Aber wenn wir schon von Schaden sprechen, geschätzte Damen und Herren von den Oppositionsparteien, dann, muss ich sagen, fallen mir einige SPÖ-Finanzminister ein, die der Republik wirklich Schaden zugefügt haben. Sie haben Firmen, die Hunderte Millionen Schilling wert waren, um einen Schilling quasi verschenkt beziehungsweise verkauft. (Abg. Prinz: 0,07 €!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Vielleicht wäre es gut gewesen, wenn diese Minister so wie Karl-Heinz Grasser gute Berater gehabt hätten. Und wären diese Berater noch so teuer gewesen, sie wären der Republik wesentlich billiger gekommen als diese großzügigen Geschenke Ihrer Minister. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gaál: Das ist unerhört!
Wenn wir schon von Schaden sprechen, geschätzte Damen und Herren, dann fällt mir noch einer ein. Speziell als Burgenländerin fällt mir einer ein, ein ehemaliger Finanzminister – Sie wissen schon, das war der mit den Schweinchen-Krawatten. Er hat bei der Bank Burgenland einen Schaden in Milliardenhöhe verursacht. So viel hat es uns gekostet, nämlich 3,5 Milliarden Schilling, dass Herr Edlinger die Bankenaufsicht – na sagen wir einmal – nicht angehört hat. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gaál: Das ist unerhört!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordnete Edeltraud Lentsch (fortsetzend): Durch Ihre Anschuldigungen haben Sie versucht, einen Minister fertig zu machen, ganz nach dem Motto: Fest anschütten, es wird schon etwas hängen bleiben. Das haben Sie zunächst mit unserem Bundeskanzler versucht, da haben Sie sich die Zähne ausgebissen. Jetzt versuchen Sie es mit Finanzminister Karl-Heinz Grasser, aber ich prohezeie Ihnen, da wird unter dem Strich auch nichts übrig bleiben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Und jetzt versuchen Sie es mit unserer Außenministerin Benita Ferrero-Waldner. Wir haben es alle erwartet, und zwar aus dem einfachen Grund, weil sie die einzige Frau ist, die die Chance hat, in die Hofburg einzuziehen, weil sie die einzige Frau ist, die die Chance hat, die erste Bundespräsidentin Österreichs zu werden. (Beifall bei der ÖVP.) Und es ist Ihnen nichts zu tief. Sie schrecken auch nicht vor dem Privatleben dieser Dame zurück.
Abg. Mag. Kogler: Kommen Sie wenigstens am Schluss zur Sache!
Hören Sie doch endlich auf, unsere Leute zu skandalisieren! (Abg. Mag. Kogler: Kommen Sie wenigstens am Schluss zur Sache!) Damit gewinnen Sie überhaupt nichts, auch wenn Ihnen das Ihre Agentur einredet. (Beifall bei der ÖVP.) Glauben Sie mir, die Menschen draußen machen sich selbst ein Bild. Daher mein Appell an Sie: Nehmen
Beifall bei der ÖVP.
Hören Sie doch endlich auf, unsere Leute zu skandalisieren! (Abg. Mag. Kogler: Kommen Sie wenigstens am Schluss zur Sache!) Damit gewinnen Sie überhaupt nichts, auch wenn Ihnen das Ihre Agentur einredet. (Beifall bei der ÖVP.) Glauben Sie mir, die Menschen draußen machen sich selbst ein Bild. Daher mein Appell an Sie: Nehmen
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sie sich eine neue Agentur und kehren Sie zur Sacharbeit zurück! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Hornek: Der SPÖ-Wahrheit!
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Mit dem Bericht des Rechnungshofausschusses über den Bericht des Ständigen Unterausschusses des Rechnungshofausschusses, vor allem aber auch durch den Minderheitsbericht meiner Fraktion, der SPÖ, könnte dieses Hohe Haus belegen, dass es wertvolle Arbeit leistet und dass es neben dem Recht sehr wohl auch die Kompetenz besitzt, der Wahrheit (Abg. Hornek: Der SPÖ-Wahrheit!) und so mancher Unregelmäßigkeit auf den Grund zu gehen. Wäre dem nämlich nicht so, also hätten wir nicht die Möglichkeit der Kontrollausschüsse, meine Damen und Herren, müssten wir uns mit dem zufrieden geben, was uns ein Herr Winkler oder sonst irgendwer über irgendeine gesponserte Homepage auftischt, und die Transparenz würde wirklich bald auf „Seitenblicke“-Niveau degradiert werden.
Abg. Hornek: Sie waren ja nie da!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich bin froh, dass das Parlament über solche Rechte verfügt. Mir wäre sogar lieber gewesen, wenn wir unsere Möglichkeiten im Unterausschuss noch intensiver und beharrlicher nutzen hätten können, aber leider hat dies Schwarz-Blau oftmals verhindert oder auch torpediert. (Abg. Hornek: Sie waren ja nie da!)
Abg. Hornek: Das ist unrichtig!
Ich denke zum Beispiel daran, wie viele Personen und vor allem wie oft wir so manchen Herrn laden wollten. Wir haben nur wenig Entgegenkommen von Schwarz-Blau erlebt, denn alle unsere Anträge wurden abgelehnt. (Abg. Hornek: Das ist unrichtig!) Ihre Parteien haben damit offensive Diskussionsverweigerung betrieben. Natürlich ist uns allen klar, wem und vor allem warum Sie hier die Mauer machen: Sie wollen doch nur den Finanzminister schützen. (Abg. Dipl.-Ing. Regler: Er war zweimal da!) Aus Ihrer Sicht richtig, aber ich möchte den Damen und Herren der ÖVP eines sagen: Bedenken Sie dabei, Ziehsöhne, noch dazu wenn sie nur geliehen sind, erweisen sich auch bei noch so gutem Marketing des Öfteren als Schuss ins eigene Knie.
Abg. Dipl.-Ing. Regler: Er war zweimal da!
Ich denke zum Beispiel daran, wie viele Personen und vor allem wie oft wir so manchen Herrn laden wollten. Wir haben nur wenig Entgegenkommen von Schwarz-Blau erlebt, denn alle unsere Anträge wurden abgelehnt. (Abg. Hornek: Das ist unrichtig!) Ihre Parteien haben damit offensive Diskussionsverweigerung betrieben. Natürlich ist uns allen klar, wem und vor allem warum Sie hier die Mauer machen: Sie wollen doch nur den Finanzminister schützen. (Abg. Dipl.-Ing. Regler: Er war zweimal da!) Aus Ihrer Sicht richtig, aber ich möchte den Damen und Herren der ÖVP eines sagen: Bedenken Sie dabei, Ziehsöhne, noch dazu wenn sie nur geliehen sind, erweisen sich auch bei noch so gutem Marketing des Öfteren als Schuss ins eigene Knie.
Abg. Hornek: Warum haben Sie sie nicht gestellt?
Meine Damen und Herren! Ein Thema dieses Kontrollausschusses war auch der wirtschaftspolitisch wenig sinnvolle Abverkauf von Seiten der ÖIAG. Es ist schon viel darüber gesprochen worden. Auch hier wurde mit vielen unsinnigen Fragen von Ihrer Seite sehr viel Zeit vertan, sodass die wirklich brennenden und wichtigen Fragen nicht mehr ausreichend behandelt werden konnten oder auch durften. (Abg. Hornek: Warum haben Sie sie nicht gestellt?) Was sich tatsächlich in den Hinterzimmern des Finanzministeriums oder der ÖIAG abgespielt hat, ist bis heute ungeklärt. Ich kann nur hoffen, dass Ihr Unwille zur Aufklärung kein Hinweis auf mögliche spätere Aufdeckungen ist. Da Sie an der Wahrheit nicht interessiert sind, wird uns dieses Thema sicherlich noch längere Zeit beschäftigen.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Finanzminister! Sie tragen die Verantwortung dafür, das Fass ist auf Grund der zahlreichen Affären, die wir im Rechnungshof-Unterausschuss behandeln mussten, bereits übergelaufen. Deswegen, Herr Finanzminister, verhalten Sie sich zum ersten Mal in Ihrer Regierungszeit verantwortungsvoll und zukunftsweisend, kommen Sie dem Staatsanwalt zuvor und treten Sie zurück! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Wer?
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Dr. Alfred Finz: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Im Juni 2003 hat sich Herr Finanzminister Grasser beziehungsweise der Verein „New Economy“ an die zuständigen Finanzämter mit einem Auskunftsersuchen gewandt. Also sie selbst waren die Ersten, die diese steuerrechtliche Frage geklärt haben wollten. Das stelle ich hiermit einmal fest. (Abg. Dr. Jarolim: Wer?) – Der Finanzminister und der Verein. Zwei Auskunftsersuchen.
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Ein Beispiel, damit Sie das sehen: Ein Katastrophenopfer erhält von einem Verein, der sich zur Aufgabe gemacht hat, Katastrophenopfer finanziell zu unterstützen, und das in den Statuten auch vorgesehen hat, eine Zuwendung. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Wenn das, so wie Sie immer sagen, steuerpflichtig wäre, dann müsste das Katastrophenopfer Schenkungssteuer zahlen. Das ist doch eine abstruse Annahme, dass das in diesem Fall gerechtfertigt wäre. Das wäre ein Bruch der bisherigen Rechtspraxis gewesen.
Abg. Öllinger: Wer ist Ernst Young?
Young zeigen, das sich ebenfalls dieser Ansicht anschließt. Es gibt noch weitere drei Gutachten von Professoren, die alle diese Ansicht teilen. (Abg. Öllinger: Wer ist Ernst Young?) Ernst & Young. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Young zeigen, das sich ebenfalls dieser Ansicht anschließt. Es gibt noch weitere drei Gutachten von Professoren, die alle diese Ansicht teilen. (Abg. Öllinger: Wer ist Ernst Young?) Ernst & Young. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Dr. Kräuter: ... der Unterschied zwischen den Aussagen!
Einkommensteuer: Herr Abgeordneter Kräuter, ich möchte Ihnen den Unterschied noch einmal erläutern. (Abg. Dr. Kräuter: ... der Unterschied zwischen den Aussagen!) Bei dieser Homepage ist es um die steuerrechtliche Beurteilung gegangen: Liegt mit der Homepage ein Vorteil aus einem Dienstverhältnis vor? – Um diese Frage ist es gegangen. Es ist hier irrelevant, ob das direkt vom Dienstgeber bezahlt wird oder von einer dritten Seite wie hier von dem Verein.
Abg. Mandak: Als Katastrophenopfer?
Das Finanzamt hat eindeutig festgestellt, dass die Homepage nicht der Person Karl-Heinz Grasser als Privatperson dient, sondern sie dient dem Finanzminister in seiner Funktion als Politiker. (Abg. Mandak: Als Katastrophenopfer?) Daher jetzt ein Vergleich: Wenn ein Dienstgeber seinem Bediensteten ein Kraftfahrzeug gibt und sagt, dass er es nur für dienstliche Zwecke benützen darf, dann ist keine Steuer zu bezahlen, weil er es eben nur für die dienstlichen Zwecke benützt. Wenn er es jedoch zusätzlich auch für private Zwecke benützen kann, dann ist eine Steuer zu bezahlen. (Abg. Mag. Kogler: Nur wenn er im Untersuchungsausschuss sitzt! Dann gilt wieder das Gegenteil!) Das ist die gleiche Frage, und nach dem wurde die steuerrechtliche Seite untersucht.
Abg. Mag. Kogler: Nur wenn er im Untersuchungsausschuss sitzt! Dann gilt wieder das Gegenteil!
Das Finanzamt hat eindeutig festgestellt, dass die Homepage nicht der Person Karl-Heinz Grasser als Privatperson dient, sondern sie dient dem Finanzminister in seiner Funktion als Politiker. (Abg. Mandak: Als Katastrophenopfer?) Daher jetzt ein Vergleich: Wenn ein Dienstgeber seinem Bediensteten ein Kraftfahrzeug gibt und sagt, dass er es nur für dienstliche Zwecke benützen darf, dann ist keine Steuer zu bezahlen, weil er es eben nur für die dienstlichen Zwecke benützt. Wenn er es jedoch zusätzlich auch für private Zwecke benützen kann, dann ist eine Steuer zu bezahlen. (Abg. Mag. Kogler: Nur wenn er im Untersuchungsausschuss sitzt! Dann gilt wieder das Gegenteil!) Das ist die gleiche Frage, und nach dem wurde die steuerrechtliche Seite untersucht.
Abg. Dr. Van der Bellen: Ist der Herr Finanzminister der Dienstnehmer der Industriellenvereinigung? Das ist wohl ein Witz!
Das hat aber überhaupt nichts mit Vollziehungsfragen und Auskunftsrechten zu tun, das ist allein eine einkommensteuerrechtliche Frage, wo die Funktion ... (Abg. Dr. Van der Bellen: Ist der Herr Finanzminister der Dienstnehmer der Industriellenvereinigung? Das ist wohl ein Witz!) Der Verein hat die Homepage erstellt. Das ist die steuerrechtliche Beurteilung des Finanzamtes gewesen (Abg. Dr. Van der Bellen: Wissen Sie überhaupt, was Sie jetzt gesagt haben?), dass der Verein hier eine Homepage zugestellt hat (Abg. Dr. Van der Bellen: Das wird ja immer besser!) und dass das wie eine Zuwendung von einem Dienstgeber zu beurteilen ist. (Abg. Öllinger: ... auch schon ein Katastrophenopfer!) Ja, das ist die einkommensteuerrechtliche Situation, wie Sie das beurteilen müssen. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Wissen Sie überhaupt, was Sie jetzt gesagt haben?
Das hat aber überhaupt nichts mit Vollziehungsfragen und Auskunftsrechten zu tun, das ist allein eine einkommensteuerrechtliche Frage, wo die Funktion ... (Abg. Dr. Van der Bellen: Ist der Herr Finanzminister der Dienstnehmer der Industriellenvereinigung? Das ist wohl ein Witz!) Der Verein hat die Homepage erstellt. Das ist die steuerrechtliche Beurteilung des Finanzamtes gewesen (Abg. Dr. Van der Bellen: Wissen Sie überhaupt, was Sie jetzt gesagt haben?), dass der Verein hier eine Homepage zugestellt hat (Abg. Dr. Van der Bellen: Das wird ja immer besser!) und dass das wie eine Zuwendung von einem Dienstgeber zu beurteilen ist. (Abg. Öllinger: ... auch schon ein Katastrophenopfer!) Ja, das ist die einkommensteuerrechtliche Situation, wie Sie das beurteilen müssen. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Das wird ja immer besser!
Das hat aber überhaupt nichts mit Vollziehungsfragen und Auskunftsrechten zu tun, das ist allein eine einkommensteuerrechtliche Frage, wo die Funktion ... (Abg. Dr. Van der Bellen: Ist der Herr Finanzminister der Dienstnehmer der Industriellenvereinigung? Das ist wohl ein Witz!) Der Verein hat die Homepage erstellt. Das ist die steuerrechtliche Beurteilung des Finanzamtes gewesen (Abg. Dr. Van der Bellen: Wissen Sie überhaupt, was Sie jetzt gesagt haben?), dass der Verein hier eine Homepage zugestellt hat (Abg. Dr. Van der Bellen: Das wird ja immer besser!) und dass das wie eine Zuwendung von einem Dienstgeber zu beurteilen ist. (Abg. Öllinger: ... auch schon ein Katastrophenopfer!) Ja, das ist die einkommensteuerrechtliche Situation, wie Sie das beurteilen müssen. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Abg. Öllinger: ... auch schon ein Katastrophenopfer!
Das hat aber überhaupt nichts mit Vollziehungsfragen und Auskunftsrechten zu tun, das ist allein eine einkommensteuerrechtliche Frage, wo die Funktion ... (Abg. Dr. Van der Bellen: Ist der Herr Finanzminister der Dienstnehmer der Industriellenvereinigung? Das ist wohl ein Witz!) Der Verein hat die Homepage erstellt. Das ist die steuerrechtliche Beurteilung des Finanzamtes gewesen (Abg. Dr. Van der Bellen: Wissen Sie überhaupt, was Sie jetzt gesagt haben?), dass der Verein hier eine Homepage zugestellt hat (Abg. Dr. Van der Bellen: Das wird ja immer besser!) und dass das wie eine Zuwendung von einem Dienstgeber zu beurteilen ist. (Abg. Öllinger: ... auch schon ein Katastrophenopfer!) Ja, das ist die einkommensteuerrechtliche Situation, wie Sie das beurteilen müssen. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Das hat aber überhaupt nichts mit Vollziehungsfragen und Auskunftsrechten zu tun, das ist allein eine einkommensteuerrechtliche Frage, wo die Funktion ... (Abg. Dr. Van der Bellen: Ist der Herr Finanzminister der Dienstnehmer der Industriellenvereinigung? Das ist wohl ein Witz!) Der Verein hat die Homepage erstellt. Das ist die steuerrechtliche Beurteilung des Finanzamtes gewesen (Abg. Dr. Van der Bellen: Wissen Sie überhaupt, was Sie jetzt gesagt haben?), dass der Verein hier eine Homepage zugestellt hat (Abg. Dr. Van der Bellen: Das wird ja immer besser!) und dass das wie eine Zuwendung von einem Dienstgeber zu beurteilen ist. (Abg. Öllinger: ... auch schon ein Katastrophenopfer!) Ja, das ist die einkommensteuerrechtliche Situation, wie Sie das beurteilen müssen. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist also in allen diesen Fragen die Steuerpflicht verneint worden. Es ist ein völlig ordnungsgemäßes Verfahren gewesen. Es hat keinen Eingriff mit einer Weisung gegeben, jedes Finanzamt hat diesen Bescheid von sich aus gemacht. Ich weise jeden in der Öffentlichkeit erhobenen Vorwurf, dass hier das Verfahren rechtswidrig gewesen wäre, auf das Äußerste zurück! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Van der Bellen: O ja! Wir waren wirklich aufmerksam!
Abgeordneter Mag. Heribert Donnerbauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Man hat leider auch jetzt bei dieser Stellungnahme des Herrn Staatssekretärs wieder gesehen, dass Sie die Wahrheit, wenn sie Ihnen nicht in den Kram und nicht in Ihr Konzept passt, gar nicht hören wollen. Sie sind nicht einmal bereit, ihm zwei Minuten lang Aufmerksamkeit zu schenken und dann zu beurteilen (Abg. Dr. Van der Bellen: O ja! Wir waren wirklich aufmerksam!), statt das ständig zu verwerfen, wegzuwischen und zu sagen: Das interessiert uns nicht, weil das
Abg. Mag. Kogler: Im Protokoll wörtlich nachzulesen!
nicht in unser Bild passt, und es passt nicht in das Konzept, das wir haben. (Abg. Mag. Kogler: Im Protokoll wörtlich nachzulesen!)
Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.
Ein Problem von Seiten der Opposition – und besonders von der SPÖ, das muss ich schon sagen – ist auch Ihr gestörtes Verhältnis zur Frage der Kontrolle. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.) Kontrolle heißt Aufklärungsarbeit leisten und Informationen beschaffen, jedoch nicht ein vorgegebenes politisches Ziel auf diesem Umweg erreichen. Aber das ist Ihr Verständnis von Kontrolle. (Abg. Dobnigg: Wir wehren uns nicht gegen Kontrolle!) Wir haben das im Unterausschuss erlebt, wir haben das in den letzten Monaten in vielfacher Weise erlebt. Wir haben überhaupt kein Problem damit, in diesem Ausschuss auch die Kontrollarbeit mitzumachen, und wir haben das auch in vielen solchen Unterausschüssen bereits getan.
Abg. Dobnigg: Wir wehren uns nicht gegen Kontrolle!
Ein Problem von Seiten der Opposition – und besonders von der SPÖ, das muss ich schon sagen – ist auch Ihr gestörtes Verhältnis zur Frage der Kontrolle. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.) Kontrolle heißt Aufklärungsarbeit leisten und Informationen beschaffen, jedoch nicht ein vorgegebenes politisches Ziel auf diesem Umweg erreichen. Aber das ist Ihr Verständnis von Kontrolle. (Abg. Dobnigg: Wir wehren uns nicht gegen Kontrolle!) Wir haben das im Unterausschuss erlebt, wir haben das in den letzten Monaten in vielfacher Weise erlebt. Wir haben überhaupt kein Problem damit, in diesem Ausschuss auch die Kontrollarbeit mitzumachen, und wir haben das auch in vielen solchen Unterausschüssen bereits getan.
Beifall bei der ÖVP.
Es geht für Sie aber nicht darum, Aufklärungsarbeit zu leisten und Informationen zu beschaffen, um schließlich ein objektives Bild von den Tatsachen zu bekommen, sondern für Sie geht es auch bei diesem Unterausschuss und gerade in dieser Frage nur um ein vorgefasstes Ziel. Es wurde heute schon erwähnt, dass Sie sich dieses Ziel gesetzt haben und dass Sie auch Berater gehabt haben, die Ihnen dieses Ziel vorgegeben haben, nämlich das Ziel, das so lautet: einen erfolgreichen Finanzminister anzupatzen, in der Öffentlichkeit schlecht zu machen und letztlich zu stürzen. Das war das Ziel, das vorgegeben war, und das war der Grund, warum Sie diesen Prüfauftrag für den Unterausschuss verlangt haben, sonst überhaupt nichts! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Das ist ja Ihr Ziel, das wollen Sie ja!
Es ist nur schade, dass bei dieser Vorgangsweise letztlich wir alle Schaden davontragen. Der Schaden trifft dieses Hohe Haus, und den Schaden hat letztlich auch der Bürger, weil objektive Kontrolle und echte Kontrollarbeit abgewertet werden, indem man inflationär Anfragen stellt, Misstrauensanträge einbringt und aus Unterausschüssen – wie wir es auch schon erlebt haben – einfach auszieht, weil nicht das herauskommt, was man will. Das wertet diese Kontrollinstanzen ab, und dies wird in Zukunft Kontrollarbeit in den Augen vieler Bürger und Bürgerinnen nicht mehr als notwendig und sinnvoll erscheinen lassen, sondern nur als weiteres Mittel zu politischen Zwecken. In diesem Fall ist es schade um diese Kontrollmöglichkeiten und diese Kontrollarbeit. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Das ist ja Ihr Ziel, das wollen Sie ja!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Ruth Becher (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Vielleicht nur eine ganz kurze Bemerkung zu meinem Vorredner: Uns geht es darum, wirkliche Antworten zu bekommen und nicht vorgefertigte Fragen im Untersuchungsausschuss zu stellen, wofür dann die Zeit zu kurz ist, sodass unsere Fragen nicht ausreichend beantwortet werden. (Beifall bei der SPÖ.) Ich denke, es ist aber heute auch schon dargestellt worden, wie sich das im Unterausschuss zum Teil abgespielt hat.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Die zweite Frage, die sich stellt, ist: Wie erfolgte die Bietervergabe? – Da gab es wiederum ein sehr intransparentes Verfahren. Bis jetzt ist nicht bekannt, wer die Bieter sind, nach welchen Kriterien vergeben wird und wieso nur ausgewählte Bieter die Bedingungen des Verkaufs erfahren. Es sind hier noch eine Reihe von Fragen zu klären, und ich bitte Sie, Herr Bundesminister, uns diese Fragen zu beantworten. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Regierungsparteien sitzen hier und haben sich dieses Motto zu Eigen gemacht: Zudecken, vertuschen, verschleiern, und die Kontrolle wird mit ihrer Mehrheit verhindert. – Das ist Ihre Politik, und das sollten Sie vor der österreichischen Bevölkerung auf jeden Fall einmal rechtfertigen! (Beifall bei der SPÖ.)
Die ans Rednerpult gelehnte Zeitschrift gerät ins Rutschen. – Abg. Scheibner: Jetzt fällt sie gleich um! – Der Redner rückt die Zeitschrift zurecht. – Abg. Scheibner: Wenig standfest!
Wenn man sich die Protokolle des Unterausschusses anschaut, dann kommt man zu einem Bild, nämlich einem Bild wie jenem hier auf der „Österreichischen Gemeindezeitung“, worauf ein Mann abgebildet ist, der mit Geld aus Steuermitteln um sich wirft. (Der Redner lehnt die entsprechende Zeitschrift vorne an das Rednerpult.) Das könnte auch der Herr Finanzminister sein; das Gesicht ist verdeckt. Aber als Überschrift stehen hier die Wörter „Korruption“ und „Prävention“ geschrieben. Der Verdacht wurde heute schon geäußert, dass Korruption und Freunderlwirtschaft sehr nahe liegen, auch in diesem Fall der Bundesregierung. (Die ans Rednerpult gelehnte Zeitschrift gerät ins Rutschen. – Abg. Scheibner: Jetzt fällt sie gleich um! – Der Redner rückt die Zeitschrift zurecht. – Abg. Scheibner: Wenig standfest!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wie Sie regieren und handeln, hat System. Sie üben Ihr Mehrheitsrecht derart aus, dass jede Art von parlamentarischer Kontrolle bewusst unmöglich gemacht wird. Statt Offenlegen heißt es Vertuschen. Aber auch wenn Sie noch so sehr glauben, dass Ihnen diese Rechnung aufgehen wird, meine Damen und Herren: Immer mehr WählerInnen haben Sie längst durchschaut und sich von Schwarz-Blau mit Grausen abgewandt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Weil wir die Grenze angehoben haben!
Zum Zweiten möchte ich noch einmal auf die Diskussion der Steuerreform replizieren, und zwar deshalb, weil sich hier zeigt, wie wenig an Gesamtverständnis vorliegt. Zum Beispiel wird von Herrn Klubobmann Molterer groß darauf verwiesen, dass 2 550 000 Österreicherinnen und Österreicher nicht steuerpflichtig sind; das sind 45 Prozent. Das ist ein ganz falscher Ansatz! Man muss sich nämlich fragen, wieso 2 550 000 Leute trotz Erwerbstätigkeit nicht ein Einkommen haben, das zu einer Steuer führt. (Abg. Mag. Molterer: Weil wir die Grenze angehoben haben!) Das heißt, wir müssen in Wirklichkeit eine Einkommensverteilungsdiskussion führen, aber nicht eine so vordergründige Steuerdiskussion! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Gusenbauer wollte 15 000, wir haben 15 700 gemacht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Gusenbauer wollte 15 000, wir haben 15 700 gemacht!
Zum Zweiten möchte ich noch einmal auf die Diskussion der Steuerreform replizieren, und zwar deshalb, weil sich hier zeigt, wie wenig an Gesamtverständnis vorliegt. Zum Beispiel wird von Herrn Klubobmann Molterer groß darauf verwiesen, dass 2 550 000 Österreicherinnen und Österreicher nicht steuerpflichtig sind; das sind 45 Prozent. Das ist ein ganz falscher Ansatz! Man muss sich nämlich fragen, wieso 2 550 000 Leute trotz Erwerbstätigkeit nicht ein Einkommen haben, das zu einer Steuer führt. (Abg. Mag. Molterer: Weil wir die Grenze angehoben haben!) Das heißt, wir müssen in Wirklichkeit eine Einkommensverteilungsdiskussion führen, aber nicht eine so vordergründige Steuerdiskussion! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Gusenbauer wollte 15 000, wir haben 15 700 gemacht!)
Abg. Mag. Molterer: SPÖ-Forderung!
Ich komme jetzt zu einem weiteren Punkt. (Abg. Mag. Molterer: SPÖ-Forderung!) Ja, wenn es etwas als Aufgabe der Politik gibt, dann ist es die Beachtung der res publica und nicht nur eine Verteilung, die ausschließlich wenigen nützt und bei der die meisten leer ausgehen. Das ist keine Politik, sondern das ist eine Verstärkung von Tendenzen, und die Politik hat die vornehme Aufgabe, dem entgegenzuwirken – um das einmal ganz klar auszudrücken!
Abg. Mag. Molterer: Um Staatseinfluss zu haben! Parteieinfluss! Das Parteisekretariat!
Genau das Gleiche spielt sich auch in der Frage der Privatisierung und anderer Maßnahmen ab. Es beginnt nämlich mit einem totalen Umkrempeln der ÖIAG, um letztlich die Privatisierung so durchführen zu können, wie man will, statt zu bedenken, was es bedeutet, künftige Gestaltungsmöglichkeiten aus der Hand zu geben! Es käme darauf an, hier von einer Kernaktionärsrolle nicht abzurücken (Abg. Mag. Molterer: Um Staatseinfluss zu haben! Parteieinfluss! Das Parteisekretariat!), sondern die Frage Kernaktionär plus Börse so zu spielen, dass dies zu einem wichtigen Bestandteil der österreichischen Volkswirtschaft wird.
Beifall bei der SPÖ.
Was aber ist die Wahrheit? – Die ÖVP hat sich seit Kriegsende nie mit der Frage der Industrie und dieser Industriegruppe auseinander gesetzt, was die Verstaatlichte betrifft, sondern einen ideologischen Machtkampf geführt, wobei nun mit Hilfe der Freiheitlichen sozusagen ein Totalausverkauf möglich ist. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der SPÖ.) Und Sie ziehen mit. Sie haben die Verstaatlichte immer nur als eine Art vorübergehenden Zustand betrachtet, der irgendwann beendet gehört. So hat es begonnen, und in dieser Legislaturperiode soll sozusagen das Ende gesetzt werden. In Wirklichkeit haben Sie mit der Einleitung dieses Ausverkaufes für die Zukunft der österreichischen Industrielandschaft, für die Zukunft der Österreicherinnen und Österreichern sehr viel vertan, und zwar unwiederbringlich vertan!
Abg. Mag. Molterer: Die Erfolgsgeschichte der Voest hat mit der Privatisierung begonnen!
Wenn Sie das Beispiel Mannesmann anschauen, dann sehen Sie, wie schnell Flaggschiffe sinken können. Ein Flaggschiff wie Mannesmann wurde über Vodafone so lange zerlegt, bis nur eines übrig geblieben ist, nämlich die Telekommunikation, um in diesem Bereich ein Oligopol zu schaffen. Der Rest – und das ist, bitte, das Entscheidende – ist als Untergang zu betrachten. (Abg. Mag. Molterer: Die Erfolgsgeschichte der Voest hat mit der Privatisierung begonnen!)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Da kann man auch in einem Ausschuss nicht wegschauen, wenn man die Frage stellt – und ich habe sie gestellt –, wie das ÖIAG-Konzept aussieht. Darauf war keine Antwort zu bekommen, weil es geheißen hat: Wir haben nur den Auftrag auszuverkaufen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Bank Austria! – Abg. Großruck: Sie können doch nicht einfach von der Entwicklung der Aktienkurse nach der Privatisierung ausgehen!
Was ist die Schadensbilanz, meine sehr geehrten Damen und Herren? Wenn man zwei Monate später den Aktienmarkt betrachtet, dann muss man feststellen, dass allein bei der Böhler-Privatisierung 33 Millionen € nicht realisiert wurden. Das ist die Schadensbilanz allein von Böhler-Uddeholm! Das ist eine unglaubliche Summe. (Abg. Mag. Molterer: Bank Austria! – Abg. Großruck: Sie können doch nicht einfach von der Entwicklung der Aktienkurse nach der Privatisierung ausgehen!) – Herr Kollege! Schauen Sie sich einmal den ATX an, dann werden Sie sehen, dass das auch für den Rest zutrifft, der nicht privatisiert ist. Schauen Sie sich das einmal wirklich genau an, bevor Sie solch unqualifizierte Äußerungen von sich geben! – Zählt man auch die nicht realisierten Dividenden in Höhe von 6,5 Millionen € dazu, dann sind das 40 Millionen €, die man allein bei der Böhler-Privatisierung liegen gelassen hat.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist die Politik von Schüssel, Grasser und Co, die die politische Verantwortung für dieses Privatisierungsdesaster zu tragen haben. Sie betreiben Verschleuderungspolitik, Sie betreiben Klientelpolitik und Sie schädigen Österreich. Ihre Performance drückt gebündelte wirtschaftspolitische Inkompetenz aus, Herr Minister. Ziehen Sie die Konsequenzen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Das ist keine vorausschauende Wirtschaftspolitik, das ist wirklich ein klassisches Verschleudern, das ist ein Zuschanzen von öffentlichem Eigentum an Private. Aber die Menschen draußen merken das Gott sei Dank – wir haben das heute bereits gehört –, und sie werden auch bald Gelegenheit dazu erhalten, Ihnen dafür die Rechnung zu präsentieren. Zurzeit laufen ja die AK-Wahlen. Vor allem der 7. März wird der Tag der Abrechnung sein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Rosemarie Schönpass (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Hohes Haus! Vorweg: Kollege Großruck! Schön, dass Sie sich Sorge über die Sympathiewerte unseres Vorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer machen. Ich sehe das als Kompliment für seinen Weitblick und seine Politik gemeinsam mit der SPÖ. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Das wäre mir zu wenig! – Abg. Scheibner: Edlinger war kein Buchhalter!
Sehr geehrte Damen und Herren! Wie stellt man sich landläufig einen Finanzminister vor? – Gemäß meiner Idealvorstellung sollte das ein verantwortungsbewusster Mensch sein, der penibel auf die Staatsaufgaben und politische Korrektheit achtet, und zwar gerade auch in seinem eigenen Verantwortungsbereich, also quasi der Buchhalter der Nation. (Abg. Mag. Molterer: Das wäre mir zu wenig! – Abg. Scheibner: Edlinger war kein Buchhalter!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Dieses Abschütteln der Verantwortung und dieses Drüberfahren über die Bedenken der Opposition ist es, was mir als Demokratin Angst macht. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeine Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Jetzt hat der Präsident schon zum zweiten Mal einen Abgeordneten gerettet!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Bitte, nur seiner Funktionszeit! Das zur Deutlichkeit! (Allgemeine Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Jetzt hat der Präsident schon zum zweiten Mal einen Abgeordneten gerettet!)
Abg. Lentsch: Ich habe gar nicht zu diesem Thema gesprochen!
Jetzt noch ein ganz Letztes. Der Herr Finanzminister hat die Gemeinden so gelobt, dass sie so sparsam waren, dass er seine Budgetziele erreichen konnte. X-mal wurde heute gesagt, 133 Milliarden € Schulden wurden übernommen – von Ihnen auch, Frau Kollegin Lentsch. (Abg. Lentsch: Ich habe gar nicht zu diesem Thema gesprochen!) 133 Milliarden, glaube ich, haben Sie gesagt, der Herr Finanzminister jedenfalls sicher.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Eines noch zum Schluss: All die Leute, die für die 133 Milliarden € Schulden verantwortlich waren, sitzen von Seite der ÖVP heute noch auf der Regierungsbank. Daher werden die Schulden auch immer mehr. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Verantwortung hat niemand, aber die Kosten tragen die Steuerzahler. – Die Summen haben wir vorher schon gehört. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Weltrekord!
Und was erhält das Beratungsunternehmen KPMG? – 788 000 €! (Abg. Mag. Kogler: Weltrekord!) Das macht bei 20 Millionen fast 5 Prozent des Verkaufspreises aus! Der Minister erklärt uns, ein bis eineinhalb Prozent für Beratungsunternehmen sind bei derartigen Transaktionen üblich. 1 bis 1,5 Prozent, aber nicht 4 Prozent, auch nicht 3 Prozent – und schon gar nicht 5 Prozent!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und dafür geben Sie den Persilschein her, meine sehr geehrten Damen und Herren? Wofür geben Sie den Persilschein eigentlich noch her? Wie weit reicht Ihre Geduld mit diesem Finanzminister und mit den Zuständen in dieser Republik noch, meine sehr geehrten Damen und Herren? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Eines sage ich Ihnen schon: Wir hatten hier heftige Debatten rund um das Thema Eurofighter, aber dass der von uns geäußerte Verdacht eines Zusammenhangs zwischen der Begünstigung der Firma Eurofighter seitens des Finanzministers und dem tatsächlich erfolgten Ankauf sowie all seinen Haltungen dazu seine Entsprechung in einer Spende findet, die die Firma Magna auf ein Konto, das Herr Grasser de facto als sein persönliches bezeichnet, gelegt hat, das hätten wir nicht gedacht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
40 000 € ist der Finanzminister dieser Republik der Firma Magna dafür wert, dass er in der Causa Eurofighter alles gerichtet hat. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist Beleg genug dafür, dass hier noch einiges an Aufklärungsarbeit auf uns wartet und dass der Herr Finanzminister seine persönlichen und die öffentlichen Belange nicht voneinander unterscheiden kann, dass er also ungeeignet ist, dieses Amt auszuüben. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Mit diesem Übereinkommen wird eine operative Einheit geschaffen, die ein Mehr an Sicherheit für die Menschen in Europa bringen wird, speziell auch im Hinblick auf die Erweiterung unserer Gemeinschaft. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Koordiniert, wirkungsvoll und gemeinschaftlich werden nunmehr die organisierte Kriminalität, länderübergreifend operierende Banden, Menschenhandel und Drogenkriminalität bekämpft werden können. Es wird wieder ein Beitrag zur Sicherheit und Stabilität unseres Europa sein – ein Beitrag zur Sicherheit von uns allen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es wird da einen Konsens geben, und die Sozialdemokraten werden dieser Vorlage zustimmen. Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister! Wir gehen allerdings davon aus, dass die parlamentarische Kontrolle in den nationalen Parlamenten gewährleistet ist. Ich hoffe, wir können uns darauf einigen, dass für das Parlament die Tätigkeit der EUROPOL etwa in Österreich in der Form nachvollziehbar dargestellt wird, dass wir im nächsten Sicherheitsbericht darüber Auskunft bekommen. Ich schlage auch vor, dass der Sicherheitsbericht dann nicht mehr nur im Ausschuss enderledigt wird, sondern wiederum auf die Tagesordnung des Plenums kommt, damit man darüber auch ausführlich diskutieren und in öffentlichem Rahmen reden kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Angesichts der explodierenden Deliktzahlen und der dramatisch sinkenden Aufklärungsrate sagen wir ja zu einer weiteren Zusammenarbeit bei der europäischen Verbrechensbekämpfung und zu wesentlich verstärkten internationalen Polizeikräften im Rahmen des Krisenmanagements, aber deutlich nein, wenn es darum geht, den österreichischen Sicherheitsapparat weiter zu schwächen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich freue mich auch, dass wir im Ausschuss übereinstimmend zur Gutheißung dieser Materie gekommen sind, und glaube, wir werden damit nur Erfolg erzielen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.
Deswegen mein sehr einfacher Appell: Ja, wir stimmen zu, aber wir stimmen in der Hoffnung und bis zu einem gewissen Grad in der Überzeugung zu, dass auch die Kolleginnen und Kollegen anderer Fraktionen diese gemeinsame Zustimmung als einen von vielen Gründen nehmen, den Demokratisierungs- und Verfassungsprozess in Europa endlich auch von der Republik Österreich etwas stärker vorantreiben zu lassen. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe, Herr Bundesminister, dass Sie bei den verschiedenen Verhandlungen, die Sie auf europäischer Ebene besuchen, auch in diesem Sinne tätig werden, damit gewährleistet wird, dass den Rechten, die die europäischen Polizisten in Zukunft haben, auch die entsprechenden Kontrollrechte folgen, die das Europäische Parlament, die der Gerichtshof haben werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Strasser!
Gewährleistet ist – auch das wurde angesprochen –, dass Europa nicht überbordet, weil die nationalstaatlichen Rahmenbedingungen entsprechend abgesichert sind. Kollegin Wurm darf ich versichern, die zum Schluss gesagt hat, sie hofft, dass Minister Grasser in seiner Verantwortung (Abg. Mag. Wurm: Strasser!), dass Minister Strasser in seiner Verantwortung – das habe ich ja gesagt – so wie bisher für die österreichische Sicherheit auf europäischer Ebene verhandelt (Abg. Mag. Wurm: Erfolgreicher als auf europäischer Ebene!): Sie können sicher sein, er wird es weiterhin tun. (Abg. Mag. Wurm: „Erfolgreicher“ habe ich gesagt!)
Abg. Mag. Wurm: Erfolgreicher als auf europäischer Ebene!
Gewährleistet ist – auch das wurde angesprochen –, dass Europa nicht überbordet, weil die nationalstaatlichen Rahmenbedingungen entsprechend abgesichert sind. Kollegin Wurm darf ich versichern, die zum Schluss gesagt hat, sie hofft, dass Minister Grasser in seiner Verantwortung (Abg. Mag. Wurm: Strasser!), dass Minister Strasser in seiner Verantwortung – das habe ich ja gesagt – so wie bisher für die österreichische Sicherheit auf europäischer Ebene verhandelt (Abg. Mag. Wurm: Erfolgreicher als auf europäischer Ebene!): Sie können sicher sein, er wird es weiterhin tun. (Abg. Mag. Wurm: „Erfolgreicher“ habe ich gesagt!)
Abg. Mag. Wurm: „Erfolgreicher“ habe ich gesagt!
Gewährleistet ist – auch das wurde angesprochen –, dass Europa nicht überbordet, weil die nationalstaatlichen Rahmenbedingungen entsprechend abgesichert sind. Kollegin Wurm darf ich versichern, die zum Schluss gesagt hat, sie hofft, dass Minister Grasser in seiner Verantwortung (Abg. Mag. Wurm: Strasser!), dass Minister Strasser in seiner Verantwortung – das habe ich ja gesagt – so wie bisher für die österreichische Sicherheit auf europäischer Ebene verhandelt (Abg. Mag. Wurm: Erfolgreicher als auf europäischer Ebene!): Sie können sicher sein, er wird es weiterhin tun. (Abg. Mag. Wurm: „Erfolgreicher“ habe ich gesagt!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich war der Meinung, dass uns bewusst ist, dass wir es hier mit einer ernsten Materie zu tun haben und nicht mit politischem Kleinkrieg, aber anscheinend können Sie es wirklich nicht zur Kenntnis nehmen, dass ein ÖVP-Innenminister ein erfolgreicher Innenminister ist. Wir nehmen es zur Kenntnis, und wir sind froh darüber. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir sind uns teilweise nicht bewusst, wie organisiert die internationale Kriminalität ist, mit welcher Brutalität und mit welcher Konsequenz sich die organisierte Kriminalität bewegt und vor nichts zurückschreckt. Deswegen haben wir in den demokratischen Staaten die Aufgabe, unsere Länder zu schützen, Österreich zu sichern, Europa zu sichern. Und diese Bundesregierung und der Herr Minister sind auf dem richtigen Weg. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
sorgung von Asylwerbern durchzusetzen. Das sei ausdrücklich anerkannt. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Daher glauben wir, dass gesamthaft für diese Asyl- und Fremdenpolitik dieser Misstrauensantrag gerechtfertigt und keineswegs obsolet ist, wie es ÖVP-Kollegen im Ausschuss behauptet haben. Deshalb werden wir diesem Antrag auch unsere Zustimmung geben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
gänger innerhalb von vier Jahren wettgemacht und ein der Genfer Flüchtlingskonvention und der Europäischen Menschenrechtskonvention entsprechendes Asylgesetz, in dem die Bundesbetreuung einen dementsprechenden Stellenwert innehat, für Asylsuchende geschaffen haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
derungsland. Jeder, der zu Recht um Asyl ansucht, soll auch Asyl bekommen. Dazu bekennt sich der Innenminister, aber natürlich auch die Koalitionsparteien. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Was war das jetzt? Das habe ich nicht verstanden!
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Poštovane dame i gospodo! Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! (Abg. Wittauer: Was war das jetzt? Das habe ich nicht verstanden!) Herr Bundesminister! Im November gab es im österreichischen Nationalrat eine heftige Diskussion, weil die nichtstaatlichen Organisationen, die sich mit Flüchtlingsfragen beschäftigen und Flüchtlinge in Österreich betreuen, die kirchlichen Organisationen, die diese Arbeit zum Großteil leisten, allen voran die Caritas der katholischen Kirche und der Evangelische Flüchtlingsdienst Österreich der Diakonie – es sind aber nicht nur diese kirchlichen Organisationen, sondern auch andere von kleineren Kirchen sind durchwegs engagiert –, in der Krise waren.
Bundesminister Dr. Strasser: Von Ihnen nicht!
Herr Bundesminister! Dafür haben Sie in der Öffentlichkeit, aber auch von den Grünen und den Sozialdemokraten, um jetzt die Opposition besonders zu nennen, Lob und Anerkennung bekommen. (Bundesminister Dr. Strasser: Von Ihnen nicht!) – Selbstverständlich, Herr Bundesminister! Wie gesagt, ich freue mich. Ich kann mich noch gut erinnern: Am 19. Dezember haben Sie sowohl mit den kirchlichen Organisationen, aber auch mit dem Roten Kreuz und der Volkshilfe diese Vereinbarung über die temporäre Lösung des Problems bis über Weihnachten getroffen. Ich habe gesagt: Ich freue mich sehr. Ich hoffe nur, dass das nicht nur die weihnachtliche Bewegtheit war, sondern dass das Problem auch längerfristig gelöst wird.
Beifall bei den Grünen.
Diese Kritik an der Monate lang geübten Praxis, den Rechtsstaat zu ignorieren, halte ich aufrecht, und sie ist gerechtfertigt, denn sie hat den Glauben an den Rechtsstaat in Österreich unterminiert. (Beifall bei den Grünen.)
Allgemeine Heiterkeit.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Er wird verteilt, Frau Abgeordnete! Streiten wir nicht, halten Sie dafür die Redezeit ein! (Allgemeine Heiterkeit.)
Beifall bei den Grünen.
Ich hoffe, meine Damen und Herren, Sie sind bei uns, wenn es um den Schutz von Flüchtlingen geht, und stimmen dem Entschließungsantrag zu. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Österreich hat immer – ich meine schon, dass man das immer wieder betonen muss –echten Flüchtlingen gegenüber seine Pflicht erfüllt. Wann immer in den vergangenen Jahren eine kriegerische Auseinandersetzung war, hat Österreich vollstes Verständnis gezeigt, Quartiere und Geld zur Verfügung gestellt und sich niemals vor der Aufnahme von Flüchtlingen gedrückt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Kößl: Genau! – Abg. Wittauer: Stimmt!
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition! Wir haben es heute bei der Erklärung des Bundeskanzlers schon erlebt: Offensichtlich erfreuen Sie sich daran, Österreich und die österreichische Politik schlecht zu machen. Sie lassen überhaupt nichts gelten, weder bei der Steuerreform noch in der Asylpolitik, was günstig ist für Österreich. Sie würden niemals sagen, dass Österreich große Leistungen erbracht hat (Abg. Kößl: Genau! – Abg. Wittauer: Stimmt!), weder in der Steuerpolitik noch in der Asylpolitik.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Ich glaube, Sie sollten einmal umdenken, Sie sollten anerkennen, was alles Großartiges geleistet wird, was die Steuerzahler alles tun für die Asylwerber, obwohl viele von ihnen, wie gesagt, zu Unrecht hier sind. Anerkennen Sie das doch endlich einmal, anerkennen Sie die großen Leistungen der Österreicher! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Frau Abgeordnete Stoisits, wenn Sie dem Innenminister mit Ihrem Entschließungsantrag Beistand anbieten, dann kann ich dem Innenminister nur raten, auf den Beistand von Leuten, die solche Anträge stellen, zu verzichten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Jetzt bin ich neugierig, was das mit dem Konsumentenschutz zu tun hat! – Abg. Mag. Maier stellt das Titelblatt einer Ausgabe der „Kronen Zeitung“ mit den Schlagzeilen „Blinde Justiz“, „Exekutoren zerren einen Buben von seinem Vater weg. Ein Richter hat es so angeordnet.“ auf das Rednerpult.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Maier. – Bitte. (Abg. Wittauer: Jetzt bin ich neugierig, was das mit dem Konsumentenschutz zu tun hat! – Abg. Mag. Maier stellt das Titelblatt einer Ausgabe der „Kronen Zeitung“ mit den Schlagzeilen „Blinde Justiz“, „Exekutoren zerren einen Buben von seinem Vater weg. Ein Richter hat es so angeordnet.“ auf das Rednerpult.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Was ist mit dem Justizminister, der sofort reagiert hat?
Vorweg möchte ich Folgendes sagen: Namens meiner Fraktion möchte ich mich beim Postenkommandanten von Wals-Siezenheim, Kurt Pokorny, recht herzlich bedanken, der in dieser Angelegenheit eine weitere Eskalation vermieden hat. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Was ist mit dem Justizminister, der sofort reagiert hat?)
Abg. Mag. Mainoni: Ist jetzt der Innenminister schuld?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Fall Christian Wildner und diese Bilder berühren und schockieren Österreich. (Abg. Mag. Mainoni: Ist jetzt der Innenminister schuld?) Eines sollte uns allen klar sein: Man sollte nicht versuchen, autoritär, unter Einsatz staatlicher Zwangsmittel gesellschaftliche und familienrechtliche Probleme zu lösen.
Abg. Wittauer: Der Innenminister ist ganz gespannt, weil es nicht mehr sein Thema betrifft!
Ich glaube, wir gehen konform darin, dass wir ... (Abg. Wittauer: Der Innenminister ist ganz gespannt, weil es nicht mehr sein Thema betrifft!) – Herr Kollege Wittauer, ich denke, wir sollten ernsthaft diskutieren (Abg. Wittauer: Das muss man sagen, der Justizminister hat sofort reagiert!), weil auch die Exekutive hier einen Beitrag zu leisten hat. Wir bedanken uns für besonnene Beamte, wie sie in Salzburg waren, die eingeschritten sind und diese Amtshandlung abgebrochen haben.
Abg. Wittauer: Das muss man sagen, der Justizminister hat sofort reagiert!
Ich glaube, wir gehen konform darin, dass wir ... (Abg. Wittauer: Der Innenminister ist ganz gespannt, weil es nicht mehr sein Thema betrifft!) – Herr Kollege Wittauer, ich denke, wir sollten ernsthaft diskutieren (Abg. Wittauer: Das muss man sagen, der Justizminister hat sofort reagiert!), weil auch die Exekutive hier einen Beitrag zu leisten hat. Wir bedanken uns für besonnene Beamte, wie sie in Salzburg waren, die eingeschritten sind und diese Amtshandlung abgebrochen haben.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer
Ich möchte mich nicht auslassen über Fragen der gerichtlichen Entscheidung, ob das Kindeswohl berücksichtigt worden ist, ich möchte nicht darüber diskutieren, warum die Entscheidung des Jugendamtes Salzburg-Umgebung nicht berücksichtigt worden ist (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer), aber eines halte ich fest: Das Vorgehen der Gerichtsvollzieher ist für einen Rechtsstaat und für uns im Parlament unerträglich. So etwas kann und darf nicht mehr vorkommen, dass Kinder wie Schwerstverbrecher behandelt werden!
Beifall bei der SPÖ.
Die Justiz ist, sage ich hier, auf einem Auge blind. Die WEB-Häftlinge, die zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt wurden, Herr Bundesminister Dr. Strasser, konnten bereits nach einem Monat ihre Freigänge in Anspruch nehmen. Jetzt aber wird mit staatlicher Zwangsgewalt gegen ein Kind vorgegangen. Zwangsmaßnahmen – und das sollten wir alle uns merken – gegenüber einem Kind in dieser Form sind unerträglich! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Mainoni: Herr Präsident! Wenigstens einen Satz zum Tagesordnungspunkt!
Ich darf Sie, Herr Bundesminister, daher ersuchen, Einfluss auf Ihren Ministerkollegen Dr. Böhmdorfer auszuüben, sodass derartige Maßnahmen nicht mehr vorkommen und die Beamten entsprechend geschult werden. (Abg. Mag. Mainoni: Herr Präsident! Wenigstens einen Satz zum Tagesordnungspunkt!) Eines hat sich nämlich herausgestellt: Die Gendarmeriebeamten waren anscheinend besser geschult als die Beamten der
Abg. Wittauer: Herr Präsident! Zur Tagesordnung! Das hat ja nichts damit zu tun! – Ruf: Zur Sache! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Justiz. (Abg. Wittauer: Herr Präsident! Zur Tagesordnung! Das hat ja nichts damit zu tun! – Ruf: Zur Sache! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Kößl: Das stimmt ja nicht!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Abschließend Folgendes: Herr Bundesminister, Sie haben gestern von mir ein Schreiben erhalten zu den Mängeln im Stützpunkt Eko Cobra, Außenstelle Salzburg. Sie haben mir im Ausschuss mitgeteilt, alle Mängel seien behoben. Ich habe Ihnen die Mängel aufgelistet – Ihre Antwort im Ausschuss war jedenfalls falsch. (Abg. Kößl: Das stimmt ja nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Dr. Strasser: Das ist schon eingehalten! – Abg. Mag. Mainoni: Themenverfehlung und Anfrage!
Zweitens würde mich interessieren: Es gibt die Aussendung „BMI Aktuell“ vom 23. Jänner 2004, dass der Personalstand in weiteren Ländern aufgestockt wird, nicht im Bundesland Salzburg. – Ich frage, Herr Bundesminister, wie wollen Sie hier Ihr Versprechen gegenüber dem Land Salzburg einhalten? (Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Dr. Strasser: Das ist schon eingehalten! – Abg. Mag. Mainoni: Themenverfehlung und Anfrage!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich danke Herrn Bundesminister Strasser ausdrücklich dafür, dass er diesen Weg der Ehrlichkeit von Anfang an gegangen ist, meine sehr geehrten Damen und Herren, und dass er diese konsequente Linie von Anfang an durchgetragen hat. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Stoisits: Das ist mir überhaupt nicht peinlich! – Abg. Kößl: Sichtlich peinlich!
Sie von den Grünen begründen Ihren Misstrauensantrag gegen einen aktiven, reformfreudigen und erfolgreichen Minister mit Härten in Einzelfällen! Noch mehr: Sie scheuen nicht davor zurück, dem Herrn Bundesminister Rechtsverletzung und Bruch der Genfer Flüchtlingskonvention vorzuwerfen. – Ich anerkenne, Frau Kollegin Stoisits, dass es Ihnen heute peinlich ist, dass Sie diesen Antrag seinerzeit eingebracht haben. (Abg. Mag. Stoisits: Das ist mir überhaupt nicht peinlich! – Abg. Kößl: Sichtlich peinlich!) Sie konnten auch heute kein einziges Argument bringen, warum dieser Antrag gerechtfertigt sein soll!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich darf Ihnen aber eines sagen: Wir weisen diesen Vorwurf mit allem Nachdruck zurück! Und Sie können ja diesen Ihren Vorwurf durch nichts belegen. Ganz im Gegenteil: Sie wissen, dass die Asylpolitik in Österreich einen sehr guten Weg geht – und das ist Ihnen eben unangenehm, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Frau Kollegin Stoisits, ich darf Ihnen sagen: Sie sollten den Mut haben, hier heraus zu gehen und zu erklären: Okay, das war im Herbst; heute ist das anders, daher ist mein Antrag nicht gerechtfertigt – und ich ziehe diesen Antrag daher zurück, weil ich weiß, dass die Asylpolitik einen guten Fortschritt genommen hat! – Ihnen geht es jedoch nicht darum, hier eine objektive Auseinandersetzung mit Fakten zu führen, sondern darum, diese Regierung schlecht zu machen, indem Sie einen Minister nach dem anderen hier im Hohen Hause anzupatzen versuchen. Damit werden Sie aber keinen Erfolg haben. Ein Anpatzen wird Ihnen nicht gelingen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir von der Österreichischen Volkspartei haben volles Vertrauen in unseren Bundesminister Strasser, denn seine Politik und seine Erfolge sprechen für sich! Es wird Sie daher sicherlich nicht überraschen, dass wir Ihrem Antrag die Zustimmung – und das aus gutem Grund – verweigern. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Was man an dieser Regierungspolitik als Opposition noch schlecht machen könnte, frage ich mich schon! Dafür sorgt schon die Regierung selbst; dazu brauchen wir nichts dazu tun. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie werden es schon nachholen, davon bin ich überzeugt!
Frau Abgeordnete Partik-Pablé sagte, sie habe den Eindruck gewonnen, dass wir ohnehin nichts gegen den Innenminister haben – um sie fast wörtlich zu zitieren. Dazu kann ich nur sagen: Da habe ich es wohl an der entsprechenden Deutlichkeit mangeln lassen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie werden es schon nachholen, davon bin ich überzeugt!) Wir brauchen überhaupt nichts mühsam aufrechtzuerhalten. Ganz im Gegenteil: Fast schon täglich liefert der Innenminister immer wieder neue Rechtfertigungen und Begründungen, weshalb es mehr als notwendig und angebracht ist, ihm auch heute unser Misstrauen anzusprechen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kößl: Es gibt eine ganz vernünftige Übergangsregelung, Frau Kollegin! Sie kennen sich wahrscheinlich nicht aus! Erkundigen Sie sich einmal!
leibe kein Grund, dem Herrn Innenminister die Weihrauchfässer zu schwingen und ihn halbselig zu sprechen! Das war und ist doch ein Armutszeugnis! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kößl: Es gibt eine ganz vernünftige Übergangsregelung, Frau Kollegin! Sie kennen sich wahrscheinlich nicht aus! Erkundigen Sie sich einmal!)
Abg. Wittauer: Wo denn? – Ruf: Wer sagt denn das? – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Mit der Bundesbetreuungsfrage ist in Wirklichkeit gerade einmal die Spitze des Eisbergs angerissen. Ich kann jetzt aus Zeitgründen nicht im Detail auf das Asylgesetz als solches eingehen, sondern möchte nur einmal mehr festhalten, dass die Regierungsmehrheit in diesem Hause ein Asylgesetz beschlossen hat, das eindeutig menschenrechtswidrig und nicht verfassungskonform ist. (Abg. Wittauer: Wo denn? – Ruf: Wer sagt denn das? – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kößl: Es gibt die Genfer Flüchtlingskonvention und die Europäische Menschenrechtskonvention!
Vielleicht sollten Sie nicht nur sich herausstellen und sagen: Wir stehen ohnehin zur Europäischen Menschenrechtskonvention, aber ... – Meine Damen und Herren, da gibt es kein Aber! Man steht zu einer Menschenrechtskonvention. Man hält Menschenrechte ein, und man beschließt keine Gesetze, die diesen zuwiderlaufen! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kößl: Es gibt die Genfer Flüchtlingskonvention und die Europäische Menschenrechtskonvention!)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Jetzt noch eine kleine Berichtigung, damit ich mir erspare, dann eine tatsächliche Berichtigung machen zu müssen. Zu den Zahlen, mit denen Sie argumentieren. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) – Herr Abgeordneter Wittauer, wenn Sie etwas zum Asylgesetz zu sagen haben (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer), dann kommen Sie heraus, aber geben Sie mir zumindest mein mir zustehendes Recht, hier kurz zu reden! (Beifall bei den Grünen.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer
Jetzt noch eine kleine Berichtigung, damit ich mir erspare, dann eine tatsächliche Berichtigung machen zu müssen. Zu den Zahlen, mit denen Sie argumentieren. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) – Herr Abgeordneter Wittauer, wenn Sie etwas zum Asylgesetz zu sagen haben (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer), dann kommen Sie heraus, aber geben Sie mir zumindest mein mir zustehendes Recht, hier kurz zu reden! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Jetzt noch eine kleine Berichtigung, damit ich mir erspare, dann eine tatsächliche Berichtigung machen zu müssen. Zu den Zahlen, mit denen Sie argumentieren. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) – Herr Abgeordneter Wittauer, wenn Sie etwas zum Asylgesetz zu sagen haben (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer), dann kommen Sie heraus, aber geben Sie mir zumindest mein mir zustehendes Recht, hier kurz zu reden! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wittauer: Ich habe immer gedacht, eine Aussprache findet statt!
Zu den Argumentationen und Zahlen. Gerade mein Vorredner hat von einem „explosionsartigen Anstieg“ der Flüchtlingszahlen gesprochen (Abg. Wittauer: Ich habe immer gedacht, eine Aussprache findet statt!), noch nie so viele in Bundesbetreuung wie heute und so weiter.
Abg. Wittauer: Das ist ja ein Unterschied! ...
Ich habe hier eine hübsche, kleine Statistik. Im Jahre 2003 hatten wir, grob gesprochen, 10 000 Personen in Bundesbetreuung. Im Jahre 1993 gab es – so weit sollte das Langzeitgedächtnis noch reichen – eine Bund-Länder-Aktion anlässlich der bosnischen Kriegsflüchtlinge, wobei allein mit dieser Aktion über 40 000 Personen in Österreich in Bundesbetreuung untergebracht werden konnten. (Abg. Wittauer: Das ist ja ein Unterschied! ...) 1993 ging es, und da gab es zusätzlich noch einmal 2 500 Betreute jenseits dieser Aktion.
Abg. Kößl: Sie hätten besser aufpassen müssen, was ich Ihnen gesagt habe!
Sie, Herr Abgeordneter Kößl, wollen mir erklären, dass wir uns heute in unserem Lande – wobei Sie dauernd sagen, dass es uns in Österreich wirtschaftlich und einkommensmäßig immer besser und besser geht – nicht einmal ein Viertel dieser damaligen Zahlen in der Bundesbetreuung leisten können!? (Abg. Kößl: Sie hätten besser aufpassen müssen, was ich Ihnen gesagt habe!)
Abg. Dr. Trinkl: Für hilfsbedürftige!
Ich rede jetzt gar nicht davon, wie mit dem Rechtsstaat umgegangen wird, wenn der OGH sagt, es gibt einen rechtlichen Anspruch auf Bundesbetreuung für alle Asylwerberinnen und Asylwerber (Abg. Dr. Trinkl: Für hilfsbedürftige!) und der Minister einen wochenlangen Abwehrkampf gegen dieses Urteil führt. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Luft holen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Luft holen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich rede jetzt gar nicht davon, wie mit dem Rechtsstaat umgegangen wird, wenn der OGH sagt, es gibt einen rechtlichen Anspruch auf Bundesbetreuung für alle Asylwerberinnen und Asylwerber (Abg. Dr. Trinkl: Für hilfsbedürftige!) und der Minister einen wochenlangen Abwehrkampf gegen dieses Urteil führt. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Luft holen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber Redner sollen nicht so provozieren!
Ich bitte, das a) im Protokoll nachzulesen und b) sich daran zu halten. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber Redner sollen nicht so provozieren!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Da kann man dann nicht mehr davon reden, dass es in „Einzelfällen“ zu Härten kommt! Da gibt es ein strukturelles Versagen des Ministeriums und die gezielte Politik, Asylrecht unterwandern und unterminieren zu wollen. Und das ist, wie ich meine, mehr als nur ein Grund zum Misstrauen dem Herrn Innenminister gegenüber, und zwar nicht nur im November, sondern auch jetzt im Jänner. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
einmal eine Winterkleidung bekommen, nur weil sie einen Stichtag der Anmeldung – nicht durch ihre Schuld – verpasst haben. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es gibt also strukturelle Probleme in der Bundesbetreuung selbst, die auf einem Niveau stattfindet, das ich einem der reichsten Länder und einem Rechtsstaat wie Österreich nicht zugetraut hätte. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Das glaube ich!
Abgeordneter Mag. Eduard Mainoni (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Vor zirka einem Jahr haben, soweit ich mich erinnern kann, doch die Grünen vehement versucht, in die Regierung zu drängen, und versichert, dass sie regierungsfähig, regierungsbereit und was weiß ich was alles wären. Wenn ich mir den heutigen Tag anschaue und feststelle: Misstrauensantrag gegen den Finanzminister, Misstrauensantrag gegen den Innenminister, harsche Worte gegen den Bundeskanzler, dann muss ich sagen: Also das wäre eine „schöne“ Regierungsbeteiligung! Danke vielmals, ich bin froh darüber, dass das nicht gelungen ist. (Abg. Öllinger: Das glaube ich!)
Abg. Mag. Trunk: Absoluter Blödsinn! ...
weder TV-Gerät noch Sat-Anlage vorhanden waren, weigerten sich alle anderen, den Bus zu verlassen. Sie forderten, sofort in eine ,bessere Unterkunft’, in eine größere Stadt gebracht zu werden. ... Dieser Clan hat bereits einmal durch einen ,Hungerstreik’ gegen angeblich schlechtes Essen in einem Asylantenquartier protestiert.“ (Abg. Mag. Trunk: Absoluter Blödsinn! ...)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Österreich ist mitnichten ein Einzelfall, und wir sind sehr froh darüber, dass es dieses neue Asylgesetz geben wird. Es wird vieles zum Besseren für Österreich verändern. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Mainoni: Die Rede hat dich offensichtlich auch beeindruckt!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Der Abgeordnete Kößl – er hat sich der Debatte entzogen – hat eine Rede gehalten, bei welcher ich mir gedacht habe: Na ja, der Sicherheitssprecher der ÖVP nimmt Stellung, doch der Applaus ist sehr dürftig! Das hat mich schon sehr „beeindruckt“. (Abg. Mag. Mainoni: Die Rede hat dich offensichtlich auch beeindruckt!) Zum Zweiten hat er wieder seinen üblichen Schmäh erzählt, den auch der Minister immer wieder darlegt, dass nämlich die Opposition schuld daran sei, dass die Behandlung der Asylmaterie im Parlament nicht früher möglich gewesen wäre.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Damit ist alles gesagt. Jede Salzburgerin und jeder Salzburger weiß, was er zu tun hat. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Für meine Fraktion weise ich daher diesen Misstrauensantrag auf das Entschiedenste zurück! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Konstruktiv ist da gar nichts an der Kritik!
Herr Bundesminister! Uns Sozialdemokraten geht es in der Fremden- und Asylpolitik um die Sicherstellung der Grundversorgung für alle Flüchtlinge. Allen schutzbedürftigen Flüchtlingen müssen wir Hilfestellung leisten, müssen wir Menschlichkeit schenken. Sie jedoch, Herr Bundesminister Strasser, gehen mit Ihrer restriktiven Asylpolitik einen anderen Weg, einen Weg, der nicht unsere Zustimmung findet, worauf wir ja wiederholt hingewiesen haben, aber Sie, Herr Bundesminister, haben unsere konstruktive Kritik nicht ernst genommen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Konstruktiv ist da gar nichts an der Kritik!), haben unsere Einwände, unsere Anregungen und viele unserer Vorschläge, die ja auch Ihnen, Frau Abgeordnete Dr. Partik-Pablé, bekannt sein dürften,
Abg. Dr. Partik-Pablé: Schauen Sie im Duden nach, was „konstruktiv“ heißt!
nicht berücksichtigt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Schauen Sie im Duden nach, was „konstruktiv“ heißt!)
Beifall bei der SPÖ.
Gerade unsere Politik hiezu, aber auch die Artikel-15a-Vereinbarungen wurden heute schon erwähnt. Eine solche haben wir auch für Wien – das müssen Sie doch bestätigen – immer wieder gefordert, und wir waren auch in Wien bereit, diesbezüglich in finanzielle Vorlage zu treten. Gerade mit unserer Politik in Wien konnten wir sehr rasch 500 Unterkunftsplätze für Flüchtlinge zur Verfügung stellen, um gerade auch in der Vorweihnachtszeit eine sich abzeichnende unerträgliche Situation sowie drohende Obdachlosigkeit hintanzuhalten. Das beweist eben, dass vernünftiges Miteinander Sinn macht. Ihre restriktiven Asylrechtspläne hingegen sind auch europaweit nicht konsensfähig; das geht allen zu weit, vor allem geht es zu Lasten asylsuchender Menschen – und daher ein entschiedenes Nein zu dieser Ihrer Politik! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ja, Ernst Strasser hat die Plätze in der Bundesbetreuung in seiner Amtszeit verdreifacht! Ja, dieser Minister gibt mit einem praktikablen und fairen Asylrecht Verfolgten und Vertriebenen wahrlich eine neue Chance! Ja, Ernst Strasser hat Österreich laut internationaler Studien zum sichersten Land der Welt gemacht – und mit den umzusetzenden Reformen wird dieser Level gehalten werden! Ja, das ist die Wahrheit! Danke, dass wir das immer wieder sagen dürfen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Minister, Ihre glanzvolle Darstellung des Asylantenquartiers eines Vier-Stern-Hotel-Besitzers in St. Johann im Pongau, das Sie als „Vorzeigemodell“ bezeichnet haben, würde ganz schnell an Glanz verlieren, wenn Sie sich die Mühe machten, dort, und zwar unangemeldet und bei minus 15 Grad Außentemperatur, einen Besuch abzustatten. Es würde Ihnen in diesem Haus sehr, sehr kalt sein, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Weihnachtslösung kann auch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass es trotz Ihrer mündlichen Zusage keine Garantie für AsylwerberInnen gibt, dass sie nicht wieder auf der Straße landen. Deshalb haben wir auch schon im Ausschuss einen Entschließungsantrag eingebracht, der die Bundesbetreuung garantieren soll – da haben die KollegInnen von ÖVP und FPÖ leider dagegen gestimmt. Sie haben heute noch einmal die Chance, zuzustimmen und der Menschlichkeit in Österreich eine Chance zu geben, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte an dieser Stelle allen NGOs und karitativen Einrichtungen ein Danke dafür sagen, dass sie jene Arbeit übernehmen, die eigentlich die österreichische Bundesregierung und der Innenminister zu erledigen hätten. – Ein Dankeschön an die NGOs! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Prinz: Das ist eine positive Bilanz!
Also ziehen wir doch Bilanz über Ihre Arbeit, Herr Minister Strasser! (Abg. Prinz: Das ist eine positive Bilanz!) Ein paar Stichworte dazu:
Abg. Dr. Jarolim: Ein „Qualitätsnachweis“ ist das!
Erstens: Stichwort Kriminalität. – Österreich hat in Ihrer Amtszeit, Herr Minister Strasser, den größten Anstieg der Kriminalitätsrate seit Menschengedenken erlebt. Wir haben im Moment die höchste Verbrechensrate und die niedrigste Aufklärungsrate. – Herr Minister, das ist nicht sehr vertrauenserweckend! (Abg. Dr. Jarolim: Ein „Qualitätsnachweis“ ist das!)
Beifall bei der SPÖ.
Grund teilweise sogar aus dem Polizeidienst gedrängt. Letztlich hat Ihnen in dieser Frage sogar der Verwaltungsgerichtshof ein rechtswidriges Verhalten bescheinigt. – Herr Minister, auch in dieser Frage: Wenig vertrauenserweckend! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schöls: Null Ahnung ...!
Drittens: Stichwort Zivildienst. – Zivildiener müssen sich heute verschulden, um den Zivildienst abzuleisten und nicht gleichzeitig zu erfrieren oder zu verhungern. Bei den Wohnungskosten werden ihnen zwar die Mietkosten ersetzt, aber nicht die Heizkosten. Bei zwölf Monaten Zivildienst ist klar, dass während dieser Zeit auch geheizt werden muss. Auch der Verwaltungsgerichtshof hat Ihnen mehrfach nahe gelegt, dass Tausende Zivildiener zu wenig Essensgeld ausbezahlt bekommen, und Sie haben nichts unternommen, um das abzustellen. – Auch in dieser Frage, Herr Minister: Wenig vertrauenserweckend! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schöls: Null Ahnung ...!)
Abg. Murauer: Was der alles weiß! ... „tief beeindruckt“!
Sie haben anscheinend überhaupt kein Interesse daran, dass es in Österreich internationale Journalisten gibt. Es haben einige namhafte Medien wie BBC oder „New York Times“ bereits ihre Zelte abgebrochen, weil diese Medien ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr den Schikanen Ihrer Behörde aussetzen wollten, nämlich pausenlos gefragt zu werden, ob sie denn schon gut genug Deutsch können. (Abg. Murauer: Was der alles weiß! ... „tief beeindruckt“!) – Auch in dieser Frage, Herr Minister: Wenig vertrauenserweckend!
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Summa summarum: Sie zeigen nicht den nötigen Respekt für Menschenrechte, Sie zeigen nicht den nötigen Respekt für den Rechtsstaat und damit auch nicht den nötigen Respekt für die Demokratie, und Sie haben Ihren Vertrauensvorschuss schon längst verspielt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Großruck: Wir zittern schon alle!
Abgeordnete Mag. Christine Muttonen (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Ich möchte noch einmal kurz das Thema öffentliche Sicherheit ansprechen. Wir haben heute schon mehrmals gehört, wie schlecht es um die öffentliche Sicherheit in Österreich bestellt ist. (Abg. Großruck: Wir zittern schon alle!) Auch in Kärnten steigt die Kriminalität rasant an. Medienberichten zufolge – und nicht nur Medienberichten zufolge, sondern auch der Statistik nach – hat es in Villach im Jahr 2003 eine Zunahme von Kriminalfällen um rund 40 Prozent gegeben, während die Aufklärungsquote um 3,82, also rund 4 Prozent zurückgegangen ist.
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann Ihnen leider mein Vertrauen in Bezug auf Ihre Arbeit und auf Ihre Versprechen nicht mehr geben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Karl der Schöne spricht jetzt!
Erster Debattenredner ist Herr Abgeordneter Freund. – Sie sind am Wort, Herr Abgeordneter. (Ruf bei der SPÖ: Karl der Schöne spricht jetzt!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Das bedeutet, Mitglieder eines traditionellen Schützenvereines und Sportschützen sind gezwungen, sich einen europäischen Feuerwaffenpass ausstellen zu lassen und für jede Reise die vorherige Genehmigung einzuholen. Diese bürokratischen Hürden werden durch die vorliegende Regierungsvorlage nun beseitigt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Wittauer.
In diesem Sinne ersuche ich Sie, meine sehr geschätzten Damen und Herren, dieser Regierungsvorlage Ihre Zustimmung zu geben – im Sinne der nachbarschaftlichen Beziehungen zum Freistaat Bayern und im Sinne der Kultur- und Traditionspflege! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Wittauer.)
Beifall bei der SPÖ.
Da diese Regelung auch in unserem Interesse ist, werden wir den Regierungsvorlagen unsere Zustimmung erteilen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte mich herzlich für den Einsatz der dafür verantwortlichen Stellvertreter für die traditionellen Schützenvereinigungen bedanken und bitte die Regierung, sich weiterhin für staatsübergreifende Vereinbarungen im Interesse der Traditionsvereine einzusetzen. Wir Freiheitlichen werden diesem Abkommen mit Freude zustimmen. Zeit war’s! Schützen heil! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Der kleine Grenzverkehr der traditionellen Schützenvereinigungen findet ja auch heute schon statt, und er soll auch gerne stattfinden. Selbstverständlich sollen sie auch ihre Waffen mitnehmen können, um ihre Schüsse während der Aufmärsche abgeben zu können. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Abg. Wittauer: Es gibt eigene Waffenmeister!
Jetzt ist nur die Rede von der Zuständigkeit von ein oder zwei Verantwortlichen für den Verein. (Abg. Wittauer: Es gibt eigene Waffenmeister!) Wir haben geltende Regeln im Waffengesetz für die Waffenverwahrung ab etwa 20 Stück. Es bleibt aber völlig offen, wo die Waffen, mit welchen Sportschützen oder traditionelle Schützenvereinigungen einreisen beziehungsweise im Umkehrabkommen ausreisen, untergebracht werden. Liegen diese dann im Hotelzimmer, im Autobus oder in einem Privat-PKW herum? In diesem Punkt wird wirklich im Vergleich zu dem, was wir heute haben, zu wenig geregelt beziehungsweise zu stark dereguliert.
Beifall bei den Grünen.
nannten Personengruppen besser geregelt werden muss, lehnen wir diesen Vertrag mit einem symbolischen Nein ab.(Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In den vergangenen Jahren konnten vor allem sehr gute Erfolge betreffend die Migrationskontrolle und die entsprechende strategische Beratung auf dem Balkan verzeichnet werden. Ich meine, dass es gut ist, dass der Standort dieses Zentrums weiterhin in Österreich bestehen bleibt. Man sieht, dass Österreich ein sehr guter Boden für diplomatische Beziehungen und für die Entwicklung von Lösungen internationaler Probleme ist, denn auch sehr viele andere internationale Organisationen und NGOs sind ebenfalls in Österreich angesiedelt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Funktionären sehr herzlich dafür bedanken. Gut funktionierende Vereine sind nämlich auch ein Garant unseres Gemeinwesens. Daher meine ich, dass all deren Mitgliedern auch einmal sehr herzlich gedankt werden muss, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Wenn wir uns alle zu den Vereinen bekennen, dann lade ich die Kolleginnen und Kollegen von den Regierungsfraktionen ein, auch einmal für die finanzielle Ausstattung der Vereine zu sorgen. Die meisten Subventionen bekommen die Vereine von den Gemeinden. Im Hinblick darauf, Herr Minister, bitte ich Sie, in der Regierung auch dafür zu sorgen, dass die österreichischen Gemeinden in Zukunft mehr Geld haben. Schönen Abend! Alles Gute! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Es sei mir noch eine Feststellung erlaubt: Bei den Schützen geht es nicht nur um Waffen, sondern – und das kommt heute vielleicht ein bisschen wenig zum Ausdruck – es geht auch darum, dass die Schützen sehr viel zum sozialen und wirtschaftlichen Verständnis beitragen und für kirchliche Feste und Feiern leisten. Sie stellen eine moderne Vereinigung dar, welche Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbinden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Als aktiver Schütze bedanke ich mich im Namen der 233 Tiroler Kompanien, der 15 000 aktiven Tiroler Traditionsschützen und der vielen Funktionäre bei Bundesminister Strasser für seinen Einsatz und wünsche den Schützen alles Gute für die Zukunft! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch speziell für die österreichische Innenpolitik hat das ICMPD bereits konkrete Ergebnisse gebracht, nämlich in Form des ersten österreichischen Migrations- und Integrationsberichtes 2003, welcher auf Initiative dieser Einrichtung entstanden ist. Dieser Bericht stellt einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Zuwanderung nach Österreich und der gesellschaftlichen Integration der in Österreich lebenden ausländischen Wohnbevölkerung dar. Das Internationale Zentrum für Migrationspolitikentwicklung stellt mittlerweile einen entscheidenden Anteil der europäischen Migrationsforschung und -zusammenarbeit dar. Seine Arbeit liefert ebenso eine bedeutende Entscheidungsgrundlage für die nationale und die europäische Innenpolitik. Daher ist es ein richtiger Schritt in die richtige Richtung, dieser Ratifizierung heute zuzustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Liebe Kollegin Weinzinger, ich möchte erwähnen, dass sich am Waffengesetz nichts geändert hat. Egal, wo sich die Schützen befinden, ob in Deutschland oder in Österreich, es gilt das jeweilige Waffengesetz, und die Waffen haben sorgfältig verwahrt und strengstens gesichert zu sein. – Vielleicht hören Sie mir doch ein bisschen zu, denn ich glaube, Ihre Äußerung hat gezeigt, dass Sie sehr wenig Kenntnis vom Schützentum haben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Am Schluss meiner Rede möchte ich mich noch bei unserem Bundesminister, der die Wertigkeit des Schützentums erkannt hat, bedanken. Er hat dieses Abkommen mit dem deutschen Innenminister zustande gebracht. Herr Bundesminister, ich bedanke mich bei dir für die schnelle, gelungene Initiative im Namen der Schützen im Alpenraum, im Besonderen im Namen aller Tiroler Schützen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Durch dieses Abkommen über die gegenseitige Anerkennung von Dokumenten für die Mitnahme von Schusswaffen und Munition ist das nun Gott sei Dank Vergangenheit. Als Vorarlbergerin bin ich sehr froh, dass uns das jetzt gelungen ist! Ich freue mich. dass Exnationalrat Dr. Gottfried Feurstein, der Bundesschützenmeister, und sein Kollege aus Deutschland, Herr Ambacher, heute auch hier sind, um persönlich dabei zu sein, wenn dieses Abkommen, das eine lange Entstehungsgeschichte hat – seit dem Jahr 1999 wurde verhandelt –, beschlossen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich, dass diese Bürokratie nun ein Ende hat, dass das mit weniger Zeitaufwand verbunden ist und dass es auch weniger Hürden gibt, um diesen Traditions- und Kulturaustausch zu pflegen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Hans Moser (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Der Bundesrechnungsabschluss 2002 verdeutlicht, dass das Jahr 2002 das Jahr der wirtschaftspolitischen Grauslichkeiten von Blau-Schwarz I war, dass das Jahr 2002 das Jahr der wirtschaftspolitischen Instabilität schlechthin war. Letztlich kam es zur Auflösung der Bundesregierung Blau-Schwarz I. Es war auch das Jahr des wirtschaftspolitischen Stillstandes, aber es war auch das Jahr der Quotenziele ohne jegliche wirtschaftspolitische Gesamtkonzeption. Es war das Jahr der Quotenziele Nulldefizit, Nullinflation – mit einem Wort, es war das Jahr der Politik der Doppelnullen oder der Politik der Nullen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Wirtschaftshistoriker werden diesen Bundesrechnungsabschluss 2002 als Meilenstein beziehungsweise als Fundquelle für den wirtschaftspolitischen Niedergang Österreichs unter Blau-Schwarz I identifizieren. Wir von der SPÖ werden daher diesem Bericht nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Obwohl es schwierig ist!
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Herr Präsident des Rechnungshofes! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es hätte mich wirklich gewundert, wenn Kollege Moser etwas Positives an diesem Bundesrechnungsabschluss 2002 gefunden hätte. (Abg. Murauer: Obwohl es schwierig ist!) – Obwohl es schwierig ist, ihn so negativ darzustellen, wie er es getan hat. Da muss man wahrlich fast ein Künstler sein.
Beifall bei der ÖVP.
Diese Politik, diese Daten und Fakten halten jedem Vergleich in Europa stand. Schauen wir uns ein bisschen um! Wie schaut es denn aus bei den so gepriesenen Nachbarn in Deutschland? Rot-Grün ist ja immer dieses Musterbeispiel. – Die würden sich freuen, wenn sie nur in die Nähe unserer Daten kommen könnten. Das ist also eine Erfolgsbilanz dieser Bundesregierung! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Besonders nett war noch etwas: Kollege Matznetter und Kollege Gusenbauer waren unisono der Meinung, es stünde zu befürchten – aus der Sicht des Jahres 2002 –, dass im Jahr 2003 der blaue Brief aus Brüssel in Österreich eintreffen werde. Wer den blauen Brief in Europa in Aussicht gestellt bekam, das wissen Sie sicher besser! Österreich hat auch einen Brief erhalten, aber jenen der Anerkennung! Das ist ein gutes Beispiel, obwohl – das sei noch erwähnt – auch der Rechnungshof deutlich darauf hinweist, dass noch weitere Reformmaßnahmen notwendig sind. – Ja, dem pflichten wir bei, aber wir sind auf gutem Wege! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen, der SPÖ und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Herr Präsident des Rechnungshofes! Ich darf auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rechnungshofes begrüßen, die erschienen sind, und das auch aus dem Grund, weil ich in meiner ersten Bemerkung schon hervorheben möchte, dass die dokumentarischen Arbeiten und die Arbeiten der gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen und Nachrechnungen des Rechnungshofes – wenn man es jetzt vulgär ausdrücken will – hier wirklich eine Darstellungsform finden, die auch immer besser wird. Man muss das einfach einmal anerkennen. Es ist nicht nur so, dass da grundsätzlich Arbeit drinnen steckt, sondern dass auch das klare Bemühen – mit Erfolg im Übrigen – erkennbar ist, eine gute Darstellung letztlich für das Haus hier, aber auch für die gesamte Öffentlichkeit hervorzubringen. Und das ist wichtig. (Beifall bei den Grünen, der SPÖ und den Freiheitlichen.) – Ich glaube, da können sich alle Fraktionen anschließen. Das ist richtig und wichtig.
Staatssekretär Dr. Finz: Sehr vorsichtige Budgetierung!
Aggregatgröße –, ein bisschen, manchmal sogar deutlich besser als die Prognose liegen; meistens besser als die Prognose. (Staatssekretär Dr. Finz: Sehr vorsichtige Budgetierung!)
Zwischenbemerkung des auf der Regierungsbank sitzenden Staatssekretärs Dr. Finz
Das kann man jetzt so sagen, und das habe ich auch erwartet, nämlich, es sei eine besonders vorsichtige Budgetierung. Sehen Sie, schön langsam hege ich den Verdacht, dass das eine gewisse Systematik hat (Zwischenbemerkung des auf der Regierungsbank sitzenden Staatssekretärs Dr. Finz) – doch! –, schlicht und ergreifend deshalb, um am Schluss sagen zu können: Na, wir sind ohnehin wieder viel besser! – Ich bin mir aber nicht sicher, ob das mit den Grundsätzen der Budgetklarheit und mit dem Grundsatz der Budgettransparenz so ohne weiteres in Einklang zu bringen wäre, wenn sich denn dieser Verdacht bestätigte.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das sollte Anlass zur Sorge geben und nicht zu überflüssigen Lobhudeleien. Ich wäre froh, wenn wir uns wenigstens darauf verständigen könnten. Dann werden Sie vielleicht auch verstehen, dass wir vorläufig, aber ohne besonderen Groll, diesem Rechnungsabschluss mit den beigelegten volkswirtschaftlichen Erklärungen nicht zustimmen können. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
sie die Zahlen in einer so guten Art und Weise dargestellt bekommen. Dafür herzlichen Dank! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Oder: Unsere Inflationsrate liegt deutlich unter dem Durchschnitt in Europa. Auch das Defizit ist, wie gesagt, in Österreich mit 0,2 Prozent bedeutend geringer ausgefallen als der europäische Durchschnitt mit 2,2 Prozent. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das sind wesentliche Faktoren, die uns von der FPÖ-Fraktion ermutigen, den eingeschlagenen Reformweg der österreichischen Bundesregierung weiterhin zu unterstützen. Wir werden diesen konsequenten Weg der Stabilisierung im Interesse der europäischen Währungspolitik und Finanzpolitik weiter fortschreiten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Das ist ja toll! Oder?
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Herr Präsident des Rechnungshofes! Es steht außer Streit, dass sich dieses Budgetdefizit 2002 in der genannten Größenordnung von 0,2 Prozent bewegt. (Abg. Scheibner: Das ist ja toll! Oder?) Man hat ständig vom Nulldefizit gesprochen und ein solches prognostiziert, aber ehrlicherweise muss man sagen, dass dieses Nulldefizit nicht erreicht wurde. (Abg. Scheibner: Bei 0,2 Prozent?!)
Abg. Scheibner: Bei 0,2 Prozent?!
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Herr Präsident des Rechnungshofes! Es steht außer Streit, dass sich dieses Budgetdefizit 2002 in der genannten Größenordnung von 0,2 Prozent bewegt. (Abg. Scheibner: Das ist ja toll! Oder?) Man hat ständig vom Nulldefizit gesprochen und ein solches prognostiziert, aber ehrlicherweise muss man sagen, dass dieses Nulldefizit nicht erreicht wurde. (Abg. Scheibner: Bei 0,2 Prozent?!)
Abg. Scheibner: Das ist aber nicht Ihr Ernst, dass Sie das noch sagen! – Abg. Gradwohl – in Richtung des Abg. Scheibner –: Sehr ernst!
Nach den Lobeshymnen, die die Abgeordneten der Regierungsfraktionen heute hier haben erklingen lassen, möchte ich doch ein paar Fakten bringen, die darlegen sollen, wie denn dieser Rechnungsabschluss zustande gekommen ist. Schauen wir uns einmal an, wie dieses Ergebnis erreicht werden konnte! (Abg. Scheibner: Das ist aber nicht Ihr Ernst, dass Sie das noch sagen! – Abg. Gradwohl – in Richtung des Abg. Scheibner –: Sehr ernst!)
Ironische Heiterkeit des Staatssekretärs Dr. Finz.
Gleichzeitig haben Sie bei diesem Bundesrechnungsabschluss eine gehörige Umverteilung durchgeführt. So wurden allein an Unternehmer Geschenke in der Höhe von einer Milliarde € verteilt. (Ironische Heiterkeit des Staatssekretärs Dr. Finz.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Staatssekretär, Sie lachen hier so „cool“. Es stimmt schon! Vielleicht finden Sie das lächerlich, aber die Getränkesteuer mit 230 Millionen €, die Neulösung bei der Werbeabgabe, die Urlaubsaliquotierung, all das sind Punkte, die Sie der Wirtschaft unmittelbar gegeben haben. Den arbeitenden Menschen haben Sie es genommen und den Unternehmen haben Sie es gegeben – auch wenn Sie es nicht hören wollen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jakob Auer: Der Wimmer war schon besser!
Daher sagen wir Sozialdemokraten, meine Damen und Herren: Das ist nicht der Weg, den wir gehen wollen! Dieser Weg ist unfair, dieser Weg ist ungerecht. Er trifft die Schwächsten in unserer Gesellschaft, und daher werden wir diesem Bundesrechnungsabschluss nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jakob Auer: Der Wimmer war schon besser!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Damals erfolgte nämlich eine Trendwende in der Politik, vor allem aber in der Budgetpolitik, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Dieses gute Ergebnis gibt es trotz anhaltender Konjunkturschwäche und trotz der Hochwasserkatastrophe im Jahr 2002. Selbstverständlich wurde heute auch schon auf die positive Entwicklung, auf die Überschüsse der Länder und der Gemeinden hingewiesen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: Das genügt!
Geschätzte Damen und Herren! Das Ranking der „EU 25“, inklusive der Erweiterungsländer (der Redner hält eine Graphik in die Höhe): Österreich an dritter Stelle. (Abg. Murauer: Das genügt!) – Das genügt! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Das Ranking der „EU 25“, inklusive der Erweiterungsländer (der Redner hält eine Graphik in die Höhe): Österreich an dritter Stelle. (Abg. Murauer: Das genügt!) – Das genügt! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Jakob Auer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Ing. Gartlehner –: Kurtl, bleib seriös! – Heiterkeit.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Ing. Gartlehner. – Bitte. (Abg. Jakob Auer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Ing. Gartlehner –: Kurtl, bleib seriös! – Heiterkeit.)
Beifall des Abgeordneten Gradwohl.
Abgeordneter Ing. Kurt Gartlehner (SPÖ): Meine geschätzten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren des Rechnungshofes! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Natürlich, wie immer seriös, das ist keine Frage! (Beifall des Abgeordneten Gradwohl.) Ich gebe auch dem Kollegen Kurzbauer vollkommen Recht, der gesagt hat, dass mit dem Antritt der blau-schwarzen Bundesregierung eine Trendwende in der Politik Österreichs stattgefunden hat, insbesondere im Bereich der Budgetpolitik. Nur glaube ich, dass diese Trendwende, wie von meinen Vorrednern schon erwähnt, nicht nur mit erfreulichen Tatsachen verbunden war, sondern auch mit sehr problematischen Entwicklungen, vor allem auf dem Arbeitsmarkt in Österreich. So ist seit Antritt dieser Bundesregierung zum Beispiel die Sockelarbeitslosigkeit um 70 000 bis 80 000 Menschen angewachsen, und auf Grund der Budgetprognosen, die uns vorliegen, ist auch im heurigen Jahr mit einem weiteren starken Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen.
Beifall bei der SPÖ.
Man weiß noch nicht, wie das ausgehen wird. Kommt es zu Rationalisierungen in den Gemeinden in der Form, dass Gemeinden zusammengelegt werden? Ich weiß nicht, was die Bundesregierung an Ideen haben wird, um diese Probleme in den Griff zu bekommen, aber eines ist jedenfalls klar: Die Gemeinden werden diese Reserve, die sie jetzt sozusagen eingebracht haben, in Zukunft nicht mehr einbringen können, und wir sind gespannt, wie die nächsten Berichte der Bundesregierung über die Budgetergebnisse des Jahres 2004 zum Beispiel ausschauen werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Na, na!
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Dr. Alfred Finz: Sehr verehrter Herr Präsident! Sehr verehrter Herr Präsident des Rechnungshofes! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Moser hat eine Budgetdarstellung gegeben – wahrscheinlich hat sie ihm jemand aufgesetzt (Rufe bei der SPÖ: Na, na!) – und ist verschwunden. Er ist nicht mehr da und hat daher gar nicht die Gelegenheit, zuzuhören, wie es mit dem Budget wirklich aussieht, und das tut mir sehr, sehr Leid.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Also: Gegenüber 1999 – damals gab es ein Defizit von 4,8 Milliarden € – ein Rückgang auf 1,7 Milliarden €. Und so etwas wird verteufelt!? Man muss doch Zahlen und Fakten wirklich anerkennen können! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich glaube, das zeigt, dass wir einen völlig neuen Kurs in der Budgetpolitik fahren. Wir hatten eine schwierige Ausgangslage vorgefunden, aber Sie können versichert sein, wir verbessern die Situation, und daher können wir nunmehr eine massive Steuerreform machen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich bin froh darüber, dass wir in Österreich eine Reformregierung haben, die auch stark in der Umsetzung ist – das zum Wohle Österreichs und seiner Bürger. Diese werden mehr Geld in der Tasche haben, und die österreichischen Unternehmungen werden entsprechend angeregt, Investitionen zu tätigen – also eine meiner Meinung nach durchaus positive Aussicht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
und andere Sprachen sind Sprachen der Republik Österreich, der Volksgruppen der Republik Österreich, sind Mutter- und Vatersprachen. Und nicht nur, weil ich eine dieser Muttersprachen – Vatersprache in Wirklichkeit –, Slowenisch, spreche, ersuche ich, er möge das auch in diesem Hohen Haus zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Jetzt brauchen wir keinen Kredit mehr!
Und was diese Regierung von der anderen Regierung und insbesondere von Herrn Finanzminister Edlinger unterscheidet: Die Republik Österreich war in vielfältiger Hinsicht kreditwürdig. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Jetzt brauchen wir keinen Kredit mehr!) Soziale Sicherheit war ein Wert, und der Wirtschaftsstandort Österreich musste nicht erst attraktiv geredet werden, sondern war attraktiv. Das sind die wesentlichsten Unterschiede, um das nur an einem Beispiel festzumachen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und was diese Regierung von der anderen Regierung und insbesondere von Herrn Finanzminister Edlinger unterscheidet: Die Republik Österreich war in vielfältiger Hinsicht kreditwürdig. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Jetzt brauchen wir keinen Kredit mehr!) Soziale Sicherheit war ein Wert, und der Wirtschaftsstandort Österreich musste nicht erst attraktiv geredet werden, sondern war attraktiv. Das sind die wesentlichsten Unterschiede, um das nur an einem Beispiel festzumachen. (Beifall bei der SPÖ.)
Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt nicht!
Was Sie den Ländern und Kommunen zugefügt haben, haben die Kollegen meiner Fraktion bereits ausgeführt. Sie hungern die Gemeinden aus. (Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt nicht!) Sie bringen die Länder in die Situation, Minuszahlen in den Budgets zu schreiben. Warum lassen die Investitionen nach? – Weil die Kommunen in Österreich die besten und glaubwürdigsten Investoren waren. Warum gibt es denn nachweislich ein Investitionsminus? Das ist das negative Resultat Ihrer Politik! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was Sie den Ländern und Kommunen zugefügt haben, haben die Kollegen meiner Fraktion bereits ausgeführt. Sie hungern die Gemeinden aus. (Staatssekretär Dr. Finz: Stimmt nicht!) Sie bringen die Länder in die Situation, Minuszahlen in den Budgets zu schreiben. Warum lassen die Investitionen nach? – Weil die Kommunen in Österreich die besten und glaubwürdigsten Investoren waren. Warum gibt es denn nachweislich ein Investitionsminus? Das ist das negative Resultat Ihrer Politik! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
In diesem Sinne wünsche ich den Ländern Gesprächsbereitschaft, und ich wünsche Ihnen viel Erfolg und viel Mut – denn diese Auseinandersetzungen mit Ihren Kollegen, insbesondere der ÖVP auf Länderseite, werden viel Mut verlangen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Widerspruch bei der SPÖ.
Erst seit dem Jahr 2000 wird gespart, und das ist eine Tatsache, die wohl allen bewusst ist – auch der Bevölkerung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Widerspruch bei der SPÖ.)
Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.
Sie wissen alle, dass das Hochwasser im Jahr 2002 ein tiefes Loch in das Budget gerissen hat. Diese Bundesregierung ist Gott sei Dank helfend eingesprungen und hat die betroffenen Menschen wirklich unterstützt. (Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.) – Ich verstehe Sie nicht! Sie sitzen zu weit hinten, nämlich auf dem Platz, den Ihnen Ihre Partei zugewiesen hat. Wenn Sie besser wären, würden Sie schon weiter vorne sitzen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie wissen alle, dass das Hochwasser im Jahr 2002 ein tiefes Loch in das Budget gerissen hat. Diese Bundesregierung ist Gott sei Dank helfend eingesprungen und hat die betroffenen Menschen wirklich unterstützt. (Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.) – Ich verstehe Sie nicht! Sie sitzen zu weit hinten, nämlich auf dem Platz, den Ihnen Ihre Partei zugewiesen hat. Wenn Sie besser wären, würden Sie schon weiter vorne sitzen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Viele Regierungschefs – und darunter sehr viele sozialdemokratische – wären froh, wenn sie derartige Zahlen aufweisen könnten. Und dieser europäische Vergleich macht uns sicher, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dieser Budgetweg ist insgesamt ein guter Weg – das hat uns auch der Rechnungshof bestätigt –, weil er auch finanzierbar ist. Und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir am Ende dieser Gesetzgebungsperiode oder möglicherweise ein Jahr danach das Nulldefizit wieder erreichen werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.
Vielleicht, Frau Kollegin Lentsch, wird Kollege Auer Sie diesbezüglich aufklären: Wenn Sie einen Blick auf die Budgets und Rechnungsabschlüsse der Vergangenheit werfen, werden Sie draufkommen, dass Ihr jetziger Bundeskanzler einer der größten Schuldenmacher gewesen ist, der Oberausgeber! Das, Frau Kollegin Lentsch, um der Wahrheit Genüge zu tun, sollten Sie auch einmal zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brosz.
Geschätzte Damen und Herren! Wenn wir schon bei der Wahrheit sind, Herr Staatssekretär, dann würde ich Sie erstens darum ersuchen – da mir das heute den ganzen Tag über, nachdem wir einige Zeit miteinander verbringen durften, aufgefallen ist –, dass Sie – wenn Sie auf der Regierungsbank sitzen, haben Sie die Möglichkeit, sich in jeder Debatte immer zu Wort zu melden –, speziell auch dem Präsidiumsbeschluss entsprechend, während der Ausführungen der Kolleginnen und Kollegen hier vom Rednerpult aus Ihre Zwischenrufe von der Regierungsbank unterlassen. Wenn Sie schon Zwischenrufe machen, dann möchte ich Sie wirklich ersuchen: Bleiben Sie bei der Wahrheit, Herr Staatssekretär! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brosz.)
Ruf bei der SPÖ: Nicht mehr lange!
In einem Ihrer Zwischenrufe gegenüber eines Kollegen haben Sie gemeint, es seien sozialdemokratische Finanzminister verantwortlich dafür gewesen, dass das mit der Getränkesteuer danebengegangen sei. Die Wahrheit, geschätzter Herr Staatssekretär und ÖVP-Obmann von Wien (Ruf bei der SPÖ: Nicht mehr lange!), ist, dass, wenn dieser Passus der Getränkesteuer im Beitrittsvertrag enthalten gewesen wäre, wir keine Probleme gehabt hätten. Wer war Chefverhandler? – Ich nehme ja nicht an, dass Sie Alois Mock, einen bekannten österreichischen ÖVP-Außenminister, plötzlich der Sozialdemokratie zurechnen wollen, dem „Mister Europa“ einen Fehler unterstellen wollen! – Herr Staatssekretär, ich glaube, Sie müssen in sich gehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In einem Ihrer Zwischenrufe gegenüber eines Kollegen haben Sie gemeint, es seien sozialdemokratische Finanzminister verantwortlich dafür gewesen, dass das mit der Getränkesteuer danebengegangen sei. Die Wahrheit, geschätzter Herr Staatssekretär und ÖVP-Obmann von Wien (Ruf bei der SPÖ: Nicht mehr lange!), ist, dass, wenn dieser Passus der Getränkesteuer im Beitrittsvertrag enthalten gewesen wäre, wir keine Probleme gehabt hätten. Wer war Chefverhandler? – Ich nehme ja nicht an, dass Sie Alois Mock, einen bekannten österreichischen ÖVP-Außenminister, plötzlich der Sozialdemokratie zurechnen wollen, dem „Mister Europa“ einen Fehler unterstellen wollen! – Herr Staatssekretär, ich glaube, Sie müssen in sich gehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Staatssekretär Dr. Finz: Doch, die West Autobahn!
In noch einem Punkt ersuche ich Sie, Herr Staatssekretär, bei der Wahrheit zu bleiben. Sie haben in Ihren Ausführungen soeben angemerkt, welch rigorose Investitionen doch getätigt wurden. Wo? – Fahren Sie doch bitte quer durch unser Land, durch diese Republik, wie das viele der hier anwesenden Abgeordneten machen, und dann zeigen Sie mir die Investitionen, die Sie speziell in den Jahren 2001, 2002 oder in den Folgejahren getätigt haben! Sie haben davon gesprochen, aber umgesetzt davon haben Sie überhaupt nichts! (Beifall bei der SPÖ. – Staatssekretär Dr. Finz: Doch, die West Autobahn!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Großruck: Das wird schon kommen!
Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich in der heutigen Debatte vermisst habe, dass gerade du, Kollege Auer, als streitbarer Bürgermeister aus den Reihen der ÖVP dieses Thema der Kommunen besonders anreißt. Und noch etwas ist mir abgegangen: Ein weiterer berühmter Zwischenrufer der ÖVP, nämlich Bürgermeister Großruck, hat uns zu diesem Thema der Aushöhlung der Gemeindefinanzen keinen Vierzeiler gewidmet und auch keinen Zwischenruf. – Ich bin enttäuscht, Kollege. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Großruck: Das wird schon kommen!)
Abg. Großruck – in Richtung des Abg. Ing. Gradwohl –: Ich werde dir die „Ode an die Kommunen“ bringen! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu Wort gemeldet hat sich nunmehr der Herr Präsident des Rechnungshofes Dr. Fiedler. – Bitte, Herr Präsident. (Abg. Großruck – in Richtung des Abg. Ing. Gradwohl –: Ich werde dir die „Ode an die Kommunen“ bringen! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn man sich die Daten, die im Bundesrechnungsabschluss vom Rechnungshof ausgewiesen werden, ansieht, so muss man sagen, das Ziel wurde verfehlt, allerdings nur sehr knapp verfehlt, nämlich im Ausmaß von 0,1 bis 0,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Man kann also sagen, das Ziel ist fast erreicht worden, und der Rechnungshof ist damit nicht unzufrieden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.
Es bedarf weiterer Maßnahmen im Bereich der Verwaltung, und es bedarf weiterer Maßnahmen insbesondere auch im Bereich des Personals. Wir sollten alles unternehmen, um – das ist auch ein Ziel der Regierung – einen schlanken Staat zu erreichen. Ich möchte nicht missverstanden werden. Wir wollen keinen schwachen Staat haben, sondern einen schlanken Staat, der die nötigen Muskeln aufweist, um jene Aufgaben zu verrichten, die in die ureigenste Kompetenz des Staates fallen. (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Ich darf auch diesbezüglich in Erinnerung bringen: Wir werden, und das vermute ich noch auf längere Sicht, jährlich allein rund 6 Milliarden € nur an Zinsen zu bezahlen haben. Es sollte unser aller Anliegen gerade im Interesse der Steuerzahler sein, dass wir diese Bürde aus der Vergangenheit in der Zukunft abbauen. – Danke schön. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Astrid Stadler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Staatssekretär! Herr Präsident des Rechnungshofes! Hohes Haus! Kollege Gradwohl hat den Saal schon verlassen, aber ich möchte doch sagen, soweit ich mich erinnern kann, waren in der Vergangenheit unter SPÖ/ÖVP-Regierung Bundeskanzler und Finanzminister SPÖ-Politiker. Und wenn Sie jetzt Bundeskanzler Schüssel als den damals größten Schuldenmacher bezeichnen, dann mag das eine eigene Trostdefinition der SPÖ sein. Eines ist auf jeden Fall klar und ist Tatsache: dass die Budgetpolitik der ÖVP/FPÖ-Regierung die Handschrift von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel trägt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Neben dieser Budgetkonsolidierung ist es aber auch gelungen, Schwerpunkte zu setzen. Die öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung wurden erhöht, gesellschafts- und sozialpolitische Akzente wurden gesetzt. Ich nehme nur einen Akzent heraus: das Kinderbetreuungsgeld, das mit 1. Jänner 2002 in Kraft getreten ist – anfänglich von allen Oppositionspolitikern abgelehnt, heute von allen Oppositionspolitikern nicht mehr wegzudenken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Bundesrechnungsabschluss 2002 ist allen Unkenrufen zum Trotz eine Erfolgsstory. Und wir, die Regierungsparteien, aber vor allem alle Österreicherinnen und Österreicher dürfen darauf stolz sein. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte abschließend nur sagen: Österreich ist auf einem Zukunftskurs, und der Jahresabschluss 2002 ist dabei ein markanter Eckstein. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Wir auch!
Ich war doch auch ein bisschen verwundert über den spontanen Applaus von Seiten der Abgeordneten von der Sozialdemokratischen Partei beim Begriff „schlanker Staat“ (Abg. Dr. Stummvoll: Wir auch!), ohne dass sie eigentlich nachfragen, was denn genau damit gemeint ist.
Beifall bei den Grünen.
Ich möchte auch daran erinnern, dass gerade der Rechnungshof immer wieder Auslagerungen von öffentlichen Aufgaben kritisiert, wenn sie sich dadurch der öffentlichen Kontrolle entziehen. In diesem Zusammenhang würde ich gerne noch einmal die Diskussion darüber führen, welche Aufgaben denn die so genannten Kernaufgaben des Staates sind, sei er jetzt schlank oder stark. Aus unserer Sicht fällt einiges, was jetzt von der Regierung ausgelagert beziehungsweise aus der öffentlichen Hand gegeben wird, schon unter das Vokabel Schwächung des Staates, weil einfach eine allgemeine Versorgungssicherheit beziehungsweise auch eine allgemeine Kontrolle dann nicht mehr gegeben ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Deshalb schlagen wir diese beiden Dinge vor. Wir würden uns freuen, wenn es hier zu einem Vier-Parteien-Antrag kommen würde, wo zumindest Teile dieses Vorschlages aufgenommen sind. Am liebsten ist uns natürlich das Ganze. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wo wir aber sehr skeptisch bis ablehnend sind, ist die Herabsetzung des passiven Wahlalters für die Funktion des Bundespräsidenten. Wir glauben, dass es nicht nur daran hängt, dass der Wähler entscheiden soll, ob er einen 18-Jährigen oder eine 18-Jährige möchte, sondern dass durchaus auch der Gesetzgeber durch die Festlegung des passiven Wahlalters dafür vorsorgen sollte, dass jemand eine gewisse Lebenserfahrung auf Grund seines Alters mitbringt, um dem Amt und der Würde dieses Amtes entsprechen zu können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher: Wir haben grundsätzlich ein großes Interesse an Ihrem Antrag, aber große Skepsis gegenüber Ihrem Artikel III, der Herabsetzung des passiven Wahlalters für die Wahl des Bundespräsidenten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Dritter Punkt: Ich glaube, dass dieser Antrag gemeinsam mit einigen anderen Anträgen zur Reform des Wahlrechtes diskutiert werden sollte und auch die diesbezüglichen Verhandlungen und Beratungen im Verfassungskonvent mit einbezogen werden sollten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Seien Sie doch nicht so empfindlich!
Eine letzte Bemerkung habe ich noch zu den Ausführungen von Kollegin Lentsch. Mich hat es ziemlich verärgert, was Sie über den Kollegen Matznetter gesagt haben. Im Sinne von Solidarität all derer, die in den hinteren Bänken dieses Hauses sitzen, möchte ich Ihnen sagen: Es sind nicht die schlechtesten Abgeordneten, auch in Ihrer Fraktion nicht! – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Seien Sie doch nicht so empfindlich!)