Eckdaten:
Für die 66. Sitzung der 26. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1037 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Mag. Dr. Wolfgang Zinggl
Petition betreffend „Erhalt des Status ,Welterbe für das historische Zentrum von Salzburg‘“ (Ordnungsnummer 20) (überreicht vom Abgeordneten Mag. Dr. Wolfgang Zinggl)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Wir haben solche Maßnahmen auch in unser Wahlprogramm hineingeschrieben. Nach den letzten Wahlen sind diese Probleme offensichtlich für eine große Zahl der Bürger in diesem Land so stark gewesen, dass sich das auch im Regierungsprogramm – das, was die FPÖ gemeinsam mit der ÖVP beschlossen hat und umsetzt – wiederfindet. Dazu einmal eine kleine Randbemerkung: Es ist ja anscheinend wirklich schon ein Wunder, dass Wahlversprechen auch gehalten werden, wenn man sich darüber wundern muss (Zwischenrufe bei der SPÖ), und so gesehen ist auch dieser Schritt ein wichtiger.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Die Arbeitszeitflexibilisierung ist ein weiteres Beispiel: Was hat es da für Aufregung gegeben, Demonstrationen und, und, und, alles Mögliche, weil das zur Sklaverei, zur Knechtschaft führen wird! Jetzt ist mehr als ein halbes Jahr vergangen, und wo hört man diese Unkenrufe jetzt? – Sie haben sich in Schall und Rauch aufgelöst, weil es das eben nicht gibt. Alles, was seitens der Opposition heraufbeschworen wird, tritt eben nicht ein, und das ist das Entscheidende dabei. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Genau das ist auch der Anspruch, und das werden wir auch bei dieser Frage der neuen Mindestsicherung sehen: dass wir mehr und richtige Fairness schaffen. Es haben sehr, sehr, sehr viele Österreicher gesehen, dass viele Menschen nach Österreich gekommen sind und mit Nichtarbeit mehr Mittel aus dem Sozialtopf bekommen als die unzähligen Menschen, die in diesem Land arbeiten. Das ist nicht verständlich und dieses Problem gehört gelöst. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Scherak: Das dauert noch ein bissl!
Es ist natürlich auch eine Frage der Kompetenzregelung. Ich weiß, ein Kritikpunkt an dieser Lösung, die jetzt angedacht ist, ist aus den Reihen der NEOS gekommen, Kollege Loacker hat das geäußert. Er hat gesagt, auch dieses Gesetz schaffe es nicht, dass es in den Bundesländern einheitliche Regelungen gibt. – Na ja, das ist halt beim Föderalismus, bei einem sogenannten Grundsatzgesetz des Bundes die logische Konsequenz. Natürlich, Kollege Loacker, wäre es für uns ganz interessant, eine einheitliche Regelung zu haben, nur: Wir haben die Bundesländer, wir stehen auch zum Föderalismus, und wir haben genau diese Verfassungssituation. Eines noch, Kollege Loacker: Wir können bei dringenden Problemen nicht darauf warten, dass die NEOS eine Mehrheit in der Landeshauptleutekonferenz erzielen (Abg. Scherak: Das dauert noch ein bissl!), denn das würden selbst heute geborene Kinder bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung nicht erleben können. Auf so etwas können, wollen und dürfen wir gar nicht warten. Wir müssen Probleme heute und mit den jetzt zu Gebote stehenden Mitteln lösen.
Beifall bei FPÖ und ÖVP
Ein weiteres Problem, das angesprochen wurde und zu dem man immer Kritik hört, betrifft die Kinder: Die Kinder werden jetzt benachteiligt, weil es vom ersten, zweiten dritten Kind weg eine Staffelung vom grundsätzlich höheren Ausgangsbetrag gibt. Was wird dabei aber übersehen und immer pfleglich weggelassen? – Die Familienbeihilfe bleibt für jedes Kind selbstverständlich gleich. Das ist das Entscheidende, das ist die Leistung. Wo gibt es denn den Betrieb, die Tischlerei, den Installationsbetrieb, in dem man 1 600, 1 700 Euro netto verdient, in dem ein Angestellter, in dem der Arbeitnehmer, also der, den wir in Österreich – unter Anführungszeichen – „ganz besonders unterstützen wollen“, zu seinem Chef geht und sagt: Bitte, ich habe drei Kinder, wo bleiben meine Zuschläge beim Gehalt?! – Das gibt es nicht! Wir haben eine Lösung geschaffen, dass man durch diese Mindestsicherung Neu ein Grundeinkommen erreicht (Beifall bei FPÖ und ÖVP) und dass ganz klargestellt ist: Wir wollen keine Zuwanderung ins Sozialsystem.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Frau Bundesministerin, ich bedanke mich bei Ihrem Ressort für die viele Arbeit, die im Detail steckt, und dafür, dass man alle Bedenken, die sich in verfassungsrechtlicher Hinsicht, in europarechtlicher Hinsicht ergeben haben, ausräumt. Es ist ein weiterer Beitrag dieser Bundesregierung für ein faires, gerechtes Österreich. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die Schülerinnen und Schüler der Vienna Business School Hamerlingplatz und der Tourismusschule Bad Ischl recht herzlich begrüßen. Herzlich willkommen im Hohen Haus! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Mag. Beate Hartinger-Klein: Herr Präsident! Hohes Haus! Mit unserem neuen Sozialhilfe-Grundsatzgesetz bringen wir die Fairness und die soziale Gerechtigkeit in unser Land zurück – Fairness für unsere Österreicherinnen und Österreicher, weil wir nicht wollen, dass weiterhin hart verdientes Steuergeld an ausländische Wirtschaftsflüchtige verteilt wird (Beifall bei FPÖ und ÖVP); Fairness für unsere hart arbeitenden Menschen in diesem Land (Abg. Loacker: Wer schreibt Ihnen denn solches Zeug? Um 1,50 Euro geschrieben! – Zwischenruf des Abg. Schellhorn), die jeden Tag Leistung erbringen, weil es nicht länger sein darf, dass viele unserer steuerzahlenden Arbeiter, Angestellten und Unternehmer unter dem Strich schlechter dastehen als jene, die arbeiten könnten, aber nicht arbeiten wollen (Beifall bei FPÖ und ÖVP); Fairness für unsere sozial wirklich Bedürftigen durch zielgerichtete Hilfe für jene Menschen, die wirklich unsere Hilfe brauchen, nämlich natürlich Personen, die arbeiten wollen, aber leider nicht können.
Abg. Loacker: Wer schreibt Ihnen denn solches Zeug? Um 1,50 Euro geschrieben! – Zwischenruf des Abg. Schellhorn
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Mag. Beate Hartinger-Klein: Herr Präsident! Hohes Haus! Mit unserem neuen Sozialhilfe-Grundsatzgesetz bringen wir die Fairness und die soziale Gerechtigkeit in unser Land zurück – Fairness für unsere Österreicherinnen und Österreicher, weil wir nicht wollen, dass weiterhin hart verdientes Steuergeld an ausländische Wirtschaftsflüchtige verteilt wird (Beifall bei FPÖ und ÖVP); Fairness für unsere hart arbeitenden Menschen in diesem Land (Abg. Loacker: Wer schreibt Ihnen denn solches Zeug? Um 1,50 Euro geschrieben! – Zwischenruf des Abg. Schellhorn), die jeden Tag Leistung erbringen, weil es nicht länger sein darf, dass viele unserer steuerzahlenden Arbeiter, Angestellten und Unternehmer unter dem Strich schlechter dastehen als jene, die arbeiten könnten, aber nicht arbeiten wollen (Beifall bei FPÖ und ÖVP); Fairness für unsere sozial wirklich Bedürftigen durch zielgerichtete Hilfe für jene Menschen, die wirklich unsere Hilfe brauchen, nämlich natürlich Personen, die arbeiten wollen, aber leider nicht können.
Beifall bei FPÖ und ÖVP
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Mag. Beate Hartinger-Klein: Herr Präsident! Hohes Haus! Mit unserem neuen Sozialhilfe-Grundsatzgesetz bringen wir die Fairness und die soziale Gerechtigkeit in unser Land zurück – Fairness für unsere Österreicherinnen und Österreicher, weil wir nicht wollen, dass weiterhin hart verdientes Steuergeld an ausländische Wirtschaftsflüchtige verteilt wird (Beifall bei FPÖ und ÖVP); Fairness für unsere hart arbeitenden Menschen in diesem Land (Abg. Loacker: Wer schreibt Ihnen denn solches Zeug? Um 1,50 Euro geschrieben! – Zwischenruf des Abg. Schellhorn), die jeden Tag Leistung erbringen, weil es nicht länger sein darf, dass viele unserer steuerzahlenden Arbeiter, Angestellten und Unternehmer unter dem Strich schlechter dastehen als jene, die arbeiten könnten, aber nicht arbeiten wollen (Beifall bei FPÖ und ÖVP); Fairness für unsere sozial wirklich Bedürftigen durch zielgerichtete Hilfe für jene Menschen, die wirklich unsere Hilfe brauchen, nämlich natürlich Personen, die arbeiten wollen, aber leider nicht können.
Abg. Leichtfried: Wer schreibt Ihnen so was? Eine schlechte Arbeit!
Meine Damen und Herren! Sprechen wir einmal über den bedauernswerten Zustand, der von den sozialdemokratisch geführten Regierungen zu verantworten ist! (Abg. Leichtfried: Wer schreibt Ihnen so was? Eine schlechte Arbeit!) Reden wir über die Missstände, die von der rot-grünen Landesregierung in Wien nicht nur achselzuckend hingenommen werden, sondern mit Zähnen und Klauen verteidigt werden, weil Rot-Grün die illegale Einwanderung braucht, fördert und mit der Mindestsicherung auch künftig fördern will! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: ... unfassbar! – Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: ... unfassbar! – Zwischenruf des Abg. Krainer.
Meine Damen und Herren! Sprechen wir einmal über den bedauernswerten Zustand, der von den sozialdemokratisch geführten Regierungen zu verantworten ist! (Abg. Leichtfried: Wer schreibt Ihnen so was? Eine schlechte Arbeit!) Reden wir über die Missstände, die von der rot-grünen Landesregierung in Wien nicht nur achselzuckend hingenommen werden, sondern mit Zähnen und Klauen verteidigt werden, weil Rot-Grün die illegale Einwanderung braucht, fördert und mit der Mindestsicherung auch künftig fördern will! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: ... unfassbar! – Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Abg. Krainer: Herr Präsident, nicht schlafen!
Kommen wir zu den Fakten: Derzeit befinden sich mehr als 12 600 Menschen mit subsidiärem Schutzstatus in unserem Land, die von der Mindestsicherung leben. Von der rot-grünen Landesregierung in Wien wurde diese fremde Armutszuwanderung jahrelang unterstützt und gefördert. (Abg. Krainer: Herr Präsident, nicht schlafen!) Nämlich wie? – Indem diesen Personen vom ersten Tag an die volle Mindestsicherung zuerkannt wurde. Diesen Missstand beseitigen wir mit unserem Grundsatzgesetz: Es wird keine Mindestsicherung mehr für subsidiär Schutzberechtigte geben, in Übereinstimmung mit unionsrechtlichen Vorgaben wird diese nunmehr auf soziale Kernleistungen, sprich: auf die Grundsicherung, beschränkt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Kommen wir zu den Fakten: Derzeit befinden sich mehr als 12 600 Menschen mit subsidiärem Schutzstatus in unserem Land, die von der Mindestsicherung leben. Von der rot-grünen Landesregierung in Wien wurde diese fremde Armutszuwanderung jahrelang unterstützt und gefördert. (Abg. Krainer: Herr Präsident, nicht schlafen!) Nämlich wie? – Indem diesen Personen vom ersten Tag an die volle Mindestsicherung zuerkannt wurde. Diesen Missstand beseitigen wir mit unserem Grundsatzgesetz: Es wird keine Mindestsicherung mehr für subsidiär Schutzberechtigte geben, in Übereinstimmung mit unionsrechtlichen Vorgaben wird diese nunmehr auf soziale Kernleistungen, sprich: auf die Grundsicherung, beschränkt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Ungeheuerlich!
Der zweite Punkt: Für ausreisepflichtige Personen wird es künftig überhaupt keine Ansprüche mehr geben. Man muss sich das einmal vorstellen: Bisher wurde ausreisepflichtigen Personen, also illegalen Einwanderern, deren Ausreisepflicht am Ende eines rechtsstaatlichen Verfahrens letztinstanzlich festgestellt wurde, in manchen Fällen unverändert weiterhin Mindestsicherung – oder sonstige soziale Hilfeleistungen – gewährt. (Ruf bei der ÖVP: Ungeheuerlich!) Diese Bundesregierung stellt nun klar: Illegale Einwanderer haben in unserem Land nichts verloren. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Diese Personen müssen so schnell wie möglich ausreisen und sollen nicht weiterhin Sozialleistungen beziehen. Wir stellen nun endlich diesen Sozialmagneten ab. (Abg. Leichtfried: Ist das die falsche Rede, Frau Ministerin? Haben Sie das vorher durchgelesen?)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Der zweite Punkt: Für ausreisepflichtige Personen wird es künftig überhaupt keine Ansprüche mehr geben. Man muss sich das einmal vorstellen: Bisher wurde ausreisepflichtigen Personen, also illegalen Einwanderern, deren Ausreisepflicht am Ende eines rechtsstaatlichen Verfahrens letztinstanzlich festgestellt wurde, in manchen Fällen unverändert weiterhin Mindestsicherung – oder sonstige soziale Hilfeleistungen – gewährt. (Ruf bei der ÖVP: Ungeheuerlich!) Diese Bundesregierung stellt nun klar: Illegale Einwanderer haben in unserem Land nichts verloren. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Diese Personen müssen so schnell wie möglich ausreisen und sollen nicht weiterhin Sozialleistungen beziehen. Wir stellen nun endlich diesen Sozialmagneten ab. (Abg. Leichtfried: Ist das die falsche Rede, Frau Ministerin? Haben Sie das vorher durchgelesen?)
Abg. Leichtfried: Ist das die falsche Rede, Frau Ministerin? Haben Sie das vorher durchgelesen?
Der zweite Punkt: Für ausreisepflichtige Personen wird es künftig überhaupt keine Ansprüche mehr geben. Man muss sich das einmal vorstellen: Bisher wurde ausreisepflichtigen Personen, also illegalen Einwanderern, deren Ausreisepflicht am Ende eines rechtsstaatlichen Verfahrens letztinstanzlich festgestellt wurde, in manchen Fällen unverändert weiterhin Mindestsicherung – oder sonstige soziale Hilfeleistungen – gewährt. (Ruf bei der ÖVP: Ungeheuerlich!) Diese Bundesregierung stellt nun klar: Illegale Einwanderer haben in unserem Land nichts verloren. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Diese Personen müssen so schnell wie möglich ausreisen und sollen nicht weiterhin Sozialleistungen beziehen. Wir stellen nun endlich diesen Sozialmagneten ab. (Abg. Leichtfried: Ist das die falsche Rede, Frau Ministerin? Haben Sie das vorher durchgelesen?)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
unsere Österreicherinnen und Österreicher wirklich verdient. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Fairness bringt dieses Gesetz endlich auch für alle hart arbeitenden Menschen in unserem Land, vor allem für jene Menschen in Österreich, die bereits jahrelang einen Beitrag für Österreich und für unser Sozialsystem geleistet haben. Es macht keinen Sinn, unser Land durch attraktive Sozialleistungen für Einwanderer attraktiv zu machen, die womöglich gar nicht arbeiten wollen. Ganz im Gegenteil: Es macht Sinn, für leistungswillige Menschen attraktiv zu sein, die dann aber in einer Notlage auch voll von ihren bisherigen Leistungen profitieren können. Das ist sinnvoll und gerecht, für Missbrauch gibt es daher keinen Platz. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Derzeit sind mehr als die Hälfte aller Mindestsicherungsbezieher keine österreichischen Staatsbürger. Das ist ein erschreckend hoher Anteil, meine Damen und Herren. Diese Mindestsicherungsbezieher müssen natürlich – von schutzwürdigen Ausnahmen abgesehen – dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Diese Bereitschaft ist aber nichts wert, wenn es keine Arbeitgeber gibt, die einen Mindestsicherungsbezieher einstellen wollen. Dieses Problem betrifft nicht Personen, die typischerweise am Arbeitsmarkt vermittelbar sind und nur vorübergehend Mindestsicherung beziehen. Dieses Problem betrifft vor allem Personen, die neu zugewandert sind, schlecht Deutsch sprechen und über keine Qualifikation verfügen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Es kann aber nicht sein, dass Bezieher, die qualifiziert und vermittelbar sind, schlechtergestellt werden als Bezieher, die unqualifiziert und unvermittelbar sind. Genau das war aber bisher der Fall. Wir schaffen Fairness für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Wir aktivieren unvermittelbare Zuwanderer, indem wir einen Teil der Sozialhilfeleistungen in arbeitsmarktbezogene Sachleistungen umwandeln, in Deutschkurse oder, wenn bereits ausreichend Deutschkenntnisse bestehen, in sonstige berufliche Qualifizierungsmaßnahmen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP
Wir stellen sicher, dass Integrationsleistungen erfüllt werden, dass Wertekurse besucht werden und dass Deutsch gelernt wird. Erst nach Abschluss dieser grundsätzlichen Integration, nach Herstellung einer grundsätzlichen Vermittelbarkeit am österreichischen Arbeitsmarkt, also erst dann, wenn ein entsprechender Wille gezeigt wurde, selbst Leistungen für unsere Gesellschaft zu erbringen, ist es gerechtfertigt, Mindestsicherung zu gewähren (Beifall bei FPÖ und ÖVP), denn Integration ist vor allem eine Holschuld der Zuwanderer und keine Bringschuld der österreichischen Aufnahmegesellschaft.
Abg. Heinisch-Hosek: Was ist denn das für eine Unterstellung? Das ist wirklich unfassbar! – Abg. Drozda: 140 Stellungnahmen, Frau Ministerin! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Immer wieder wurden wir zu Unrecht mit falschen Zahlen und falschen Argumenten kritisiert. So wurde etwa wiederholt behauptet, das dritte Kind wäre nur 43 Euro wert. Das ist eine Zahl, die falscher nicht sein kann. Man fragt sich schon, ob diese Kritiker, vor allem die Kritiker aus den Reihen der Sozialdemokratie, den Entwurf überhaupt gelesen haben. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist denn das für eine Unterstellung? Das ist wirklich unfassbar! – Abg. Drozda: 140 Stellungnahmen, Frau Ministerin! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: 1,50 Euro am Tag!
Erstens verpflichtet das Gesetz dazu, Mehrleistungen, die zur weiteren Unterstützung hinsichtlich des Lebensunterhalts für Minderjährige vorgesehen sind, auf alle Minderjährigen gleichmäßig aufzuteilen. Das bedeutet, dass bei einem Haushalt von Mindestsicherungsbeziehern für das dritte Kind wie für jedes Kind (Abg. Heinisch-Hosek: 1,50 Euro am Tag!) rund 133 Euro monatlich gewährt werden – 133 Euro monatlich pro Kind! Zweitens stellt das Gesetz klar, dass die Familienbeihilfe und sonstige familienbezogene Leistungen des Bundes nunmehr einheitlich nicht angerechnet werden dürfen, also zusätzlich zu leisten sind. Somit stehen jedem Haushalt mit drei Kindern durchschnittlich weitere 612 Euro an Familienbeihilfe zur Verfügung. In manchen Ländern, meine Damen und Herren, war das bisher nicht der Fall. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Einem Haushalt von Mindestsicherungsbeziehern können also auch künftig – und wir sprechen hier nur über den Unterhalt für die Kinder – monatlich circa 1 000 Euro gewährt werden; das sind 333 Euro pro Kind.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Erstens verpflichtet das Gesetz dazu, Mehrleistungen, die zur weiteren Unterstützung hinsichtlich des Lebensunterhalts für Minderjährige vorgesehen sind, auf alle Minderjährigen gleichmäßig aufzuteilen. Das bedeutet, dass bei einem Haushalt von Mindestsicherungsbeziehern für das dritte Kind wie für jedes Kind (Abg. Heinisch-Hosek: 1,50 Euro am Tag!) rund 133 Euro monatlich gewährt werden – 133 Euro monatlich pro Kind! Zweitens stellt das Gesetz klar, dass die Familienbeihilfe und sonstige familienbezogene Leistungen des Bundes nunmehr einheitlich nicht angerechnet werden dürfen, also zusätzlich zu leisten sind. Somit stehen jedem Haushalt mit drei Kindern durchschnittlich weitere 612 Euro an Familienbeihilfe zur Verfügung. In manchen Ländern, meine Damen und Herren, war das bisher nicht der Fall. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Einem Haushalt von Mindestsicherungsbeziehern können also auch künftig – und wir sprechen hier nur über den Unterhalt für die Kinder – monatlich circa 1 000 Euro gewährt werden; das sind 333 Euro pro Kind.
Abg. Vogl: ... Familienbonus, Frau Ministerin!
Richtig ist, dass die Leistungen für die Kinder nunmehr degressiv gestaffelt sind. Diese Staffelung ist aber richtig, notwendig und gerecht. Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer erhält keine weitere Unterstützung und kein höheres Nettoeinkommen, egal ob er zwei, drei oder fünf Kinder hat. (Abg. Vogl: ... Familienbonus, Frau Ministerin!) Wir wollen nicht länger zusehen, wie Großfamilien mit zehn Kindern und mehr – es handelt sich meist um Familien aus dem afrikanischen und arabischen Raum (Abg. Heinisch-Hosek: Unfassbar! Unfassbar!) – Sozialleistungen in einer Höhe beziehen, die von durchschnittlichen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen unterm Strich niemals erreichbar ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Drozda: Absicht oder Unwissenheit?)
Abg. Heinisch-Hosek: Unfassbar! Unfassbar!
Richtig ist, dass die Leistungen für die Kinder nunmehr degressiv gestaffelt sind. Diese Staffelung ist aber richtig, notwendig und gerecht. Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer erhält keine weitere Unterstützung und kein höheres Nettoeinkommen, egal ob er zwei, drei oder fünf Kinder hat. (Abg. Vogl: ... Familienbonus, Frau Ministerin!) Wir wollen nicht länger zusehen, wie Großfamilien mit zehn Kindern und mehr – es handelt sich meist um Familien aus dem afrikanischen und arabischen Raum (Abg. Heinisch-Hosek: Unfassbar! Unfassbar!) – Sozialleistungen in einer Höhe beziehen, die von durchschnittlichen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen unterm Strich niemals erreichbar ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Drozda: Absicht oder Unwissenheit?)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Drozda: Absicht oder Unwissenheit?
Richtig ist, dass die Leistungen für die Kinder nunmehr degressiv gestaffelt sind. Diese Staffelung ist aber richtig, notwendig und gerecht. Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer erhält keine weitere Unterstützung und kein höheres Nettoeinkommen, egal ob er zwei, drei oder fünf Kinder hat. (Abg. Vogl: ... Familienbonus, Frau Ministerin!) Wir wollen nicht länger zusehen, wie Großfamilien mit zehn Kindern und mehr – es handelt sich meist um Familien aus dem afrikanischen und arabischen Raum (Abg. Heinisch-Hosek: Unfassbar! Unfassbar!) – Sozialleistungen in einer Höhe beziehen, die von durchschnittlichen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen unterm Strich niemals erreichbar ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Drozda: Absicht oder Unwissenheit?)
Zwischenruf des Abg. Jarolim
Unser Grundsatzgesetz bringt endlich Fairness für bedürftige Personen, die arbeiten wollen, aber nicht arbeiten können. Ich nenne Ihnen hier abschließend nur fünf Beispiele, die ebenso zur sozialen Fairness beitragen (Zwischenruf des Abg. Jarolim): erstens der Katalog an schutzwürdigen Personen; zweitens die Alleinerzieher; drittens die Menschen mit Behinderung; viertens wird vor allem der Zugriff der Sozialbehörden auf das Eigenheim künftig für drei Jahre ausgeschlossen sein. Österreichische Arbeitslose, die bereits etwas geleistet und gespart und sich Wohneigentum geschaffen haben, aber unverschuldet in Not geraten sind, brauchen künftig keine Scheu zu haben, Mindestsicherung zu beziehen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Und fünftens: Unsere flexible und sozial gerechte Härtefallregel ermöglicht es den Ländern, zielgerecht Menschen mit Sachleistungen jeder Art zu unterstützen und Personen zu helfen, die wirklich unverschuldet in Not geraten sind.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Unser Grundsatzgesetz bringt endlich Fairness für bedürftige Personen, die arbeiten wollen, aber nicht arbeiten können. Ich nenne Ihnen hier abschließend nur fünf Beispiele, die ebenso zur sozialen Fairness beitragen (Zwischenruf des Abg. Jarolim): erstens der Katalog an schutzwürdigen Personen; zweitens die Alleinerzieher; drittens die Menschen mit Behinderung; viertens wird vor allem der Zugriff der Sozialbehörden auf das Eigenheim künftig für drei Jahre ausgeschlossen sein. Österreichische Arbeitslose, die bereits etwas geleistet und gespart und sich Wohneigentum geschaffen haben, aber unverschuldet in Not geraten sind, brauchen künftig keine Scheu zu haben, Mindestsicherung zu beziehen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Und fünftens: Unsere flexible und sozial gerechte Härtefallregel ermöglicht es den Ländern, zielgerecht Menschen mit Sachleistungen jeder Art zu unterstützen und Personen zu helfen, die wirklich unverschuldet in Not geraten sind.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Unser Grundsatzgesetz bringt Fairness für Staatsbürger, Fairness für Erwerbstätige und Hilfe für jene, die Hilfe brauchen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Also abgesehen davon, dass das die schlechteste, tendenziöseste und unpackbarste Rede war, die ich je - - (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Richtig, ja!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (fortsetzend): Abgesehen davon hat die Frau Ministerin gesagt, dass Rot und Grün illegale Schlepperei fördern. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Richtig, ja!) Das ist ein unfassbarer, strafrechtlicher Vorwurf gegenüber demokratischen Parteien, und da erwarte ich von Ihnen einen Ordnungsruf, Herr Präsident. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (fortsetzend): Abgesehen davon hat die Frau Ministerin gesagt, dass Rot und Grün illegale Schlepperei fördern. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Richtig, ja!) Das ist ein unfassbarer, strafrechtlicher Vorwurf gegenüber demokratischen Parteien, und da erwarte ich von Ihnen einen Ordnungsruf, Herr Präsident. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Zur Geschäftsordnung! Herr Präsident, kennen wir die Geschäftsordnung nicht?
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Sie können das in der Debatte vorbringen. In der Aktuellen Stunde ist keine tatsächliche Berichtigung vorgesehen. (Rufe bei der SPÖ: Zur Geschäftsordnung! Herr Präsident, kennen wir die Geschäftsordnung nicht?) – Ja, ich kenne die Geschäftsordnung. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Sie können das in der Debatte vorbringen. In der Aktuellen Stunde ist keine tatsächliche Berichtigung vorgesehen. (Rufe bei der SPÖ: Zur Geschäftsordnung! Herr Präsident, kennen wir die Geschäftsordnung nicht?) – Ja, ich kenne die Geschäftsordnung. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Herr Präsident, entschuldigen Sie, ich habe einen Ordnungsruf verlangt, das entspricht der Geschäftsordnung, und da haben Sie darüber zu entscheiden, ob Sie den erteilen oder nicht! Ich meine, so geht es überhaupt nicht! – Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.
Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Wöginger. – Bitte. (Abg. Leichtfried: Herr Präsident, entschuldigen Sie, ich habe einen Ordnungsruf verlangt, das entspricht der Geschäftsordnung, und da haben Sie darüber zu entscheiden, ob Sie den erteilen oder nicht! Ich meine, so geht es überhaupt nicht! – Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.) – Ich werde das Protokoll anfordern und mir das anschauen. (Abg. Höbart: ... Salzamt!)
Abg. Höbart: ... Salzamt!
Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Wöginger. – Bitte. (Abg. Leichtfried: Herr Präsident, entschuldigen Sie, ich habe einen Ordnungsruf verlangt, das entspricht der Geschäftsordnung, und da haben Sie darüber zu entscheiden, ob Sie den erteilen oder nicht! Ich meine, so geht es überhaupt nicht! – Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.) – Ich werde das Protokoll anfordern und mir das anschauen. (Abg. Höbart: ... Salzamt!)
Abg. Höbart: Für solche Sachen gibt es das Salzamt!
Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Klubobmann Wöginger. (Abg. Höbart: Für solche Sachen gibt es das Salzamt!) Alle weiteren Redner haben 5 Minuten Redezeit. (Abg. Jarolim: Das war ein haarsträubender Unsinn von der Ministerin!)
Abg. Jarolim: Das war ein haarsträubender Unsinn von der Ministerin!
Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Klubobmann Wöginger. (Abg. Höbart: Für solche Sachen gibt es das Salzamt!) Alle weiteren Redner haben 5 Minuten Redezeit. (Abg. Jarolim: Das war ein haarsträubender Unsinn von der Ministerin!)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Aufregung der SPÖ zeigt wieder einmal (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), dass wir auf dem richtigen Weg sind. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Ich verstehe das auch ganz gut, denn ich könnte einer Mindestpensionistin in Wien, die wahrscheinlich noch SPÖ-Mitglied ist, auch nicht erklären, dass sie letzten Endes pro Monat gleich viel Geld zur Verfügung hat wie ein Asylberechtigter, der neben ihr einzieht. Das versteht kein Mensch in Österreich, meine Damen und Herren, und auch die Mitglieder der Sozialdemokratie nicht. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Aufregung der SPÖ zeigt wieder einmal (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), dass wir auf dem richtigen Weg sind. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Ich verstehe das auch ganz gut, denn ich könnte einer Mindestpensionistin in Wien, die wahrscheinlich noch SPÖ-Mitglied ist, auch nicht erklären, dass sie letzten Endes pro Monat gleich viel Geld zur Verfügung hat wie ein Asylberechtigter, der neben ihr einzieht. Das versteht kein Mensch in Österreich, meine Damen und Herren, und auch die Mitglieder der Sozialdemokratie nicht. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Aufregung der SPÖ zeigt wieder einmal (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), dass wir auf dem richtigen Weg sind. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Ich verstehe das auch ganz gut, denn ich könnte einer Mindestpensionistin in Wien, die wahrscheinlich noch SPÖ-Mitglied ist, auch nicht erklären, dass sie letzten Endes pro Monat gleich viel Geld zur Verfügung hat wie ein Asylberechtigter, der neben ihr einzieht. Das versteht kein Mensch in Österreich, meine Damen und Herren, und auch die Mitglieder der Sozialdemokratie nicht. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wenn Sie gerne ein anderes Beispiel hätten: Ein Mitarbeiter der MA 48, der in Wien mit der Müllabfuhr mitfährt, verdient vielleicht, wenn es gut geht, gut 2 000 Euro brutto; und eine Familie mit drei Kindern bezieht in der Mindestsicherung 2 600 Euro pro Monat, 14 Mal im Jahr. Das versteht niemand, meine Damen und Herren! Wir bereinigen diese Missstände mit diesem Sozialhilfe-Grundsatzgesetz. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Sozialhilfe bedeutet, meine Damen und Herren, dass wir jenen helfen, die diese Hilfe brauchen, die sich selbst helfen möchten, aber nicht können. Wir können aber jenen Menschen, die sich selbst helfen könnten, aber nicht wollen, auf Dauer keine Unterstützung geben. Das ist ein Leitsatz in der Sozialhilfe, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Sind ja keine Arbeiter mehr!
Die ehemalige Arbeiterpartei SPÖ verkauft jetzt die arbeitenden Menschen regelrecht (Abg. Belakowitsch: Sind ja keine Arbeiter mehr!), weil man sagt: Na, es ist eh wurscht, ob du etwas arbeitest oder nicht, wichtig ist, dass du im Monat genug Geld kriegst! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Da wird zugesehen, wenn die anderen in der Früh aufstehen und in die Arbeit gehen, und am Ende hat der, der nicht arbeiten geht, mehr
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die ehemalige Arbeiterpartei SPÖ verkauft jetzt die arbeitenden Menschen regelrecht (Abg. Belakowitsch: Sind ja keine Arbeiter mehr!), weil man sagt: Na, es ist eh wurscht, ob du etwas arbeitest oder nicht, wichtig ist, dass du im Monat genug Geld kriegst! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Da wird zugesehen, wenn die anderen in der Früh aufstehen und in die Arbeit gehen, und am Ende hat der, der nicht arbeiten geht, mehr
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Geld als der, der in die Hacken geht. Meine Damen und Herren, da hört es sich mit der Logik der Sozialdemokratie auf! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Weil auch sehr viel an Unwahrheiten zu diesem Thema verbreitet wird, ein Beispiel, das mehr sagt als tausend Worte (Zwischenruf bei der SPÖ): Eine fünfköpfige Familie, also Eltern mit drei Kindern, wird in Zukunft in Österreich 1 600 Euro netto an Sozialleistung bekommen. Das haben wir vorgesehen, mit Maximalbeträgen, das ist richtig, und es benötigt auch manchen Spielraum, sonst können wir kein Grundsatzgesetz für alle neun Bundesländer verabschieden. 1 600 Euro netto pro Monat! (Abg. Heinisch-Hosek: Wie setzt sich das zusammen? Erklären Sie uns das!) Dazu kommen 600 Euro Familienbeihilfe. Eine fünfköpfige Familie hat ein Einkommen von 2 200 Euro netto pro Monat zur Verfügung. (Abg. Heinisch-Hosek: Was für eine Rechnung ist denn das?) Jetzt frage ich Sie, meine Damen und Herren, was an dieser Maßnahme unsozial sein soll. Ich verstehe das nicht, und auch die Menschen verstehen es nicht. (Abg. Heinisch-Hosek: Rechnen Sie’s uns vor!) Es ist weltweit wahrscheinlich die höchste Sozialleistung, die wir da geben, aber wir müssen sie reformieren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Wie setzt sich das zusammen? Erklären Sie uns das!
Weil auch sehr viel an Unwahrheiten zu diesem Thema verbreitet wird, ein Beispiel, das mehr sagt als tausend Worte (Zwischenruf bei der SPÖ): Eine fünfköpfige Familie, also Eltern mit drei Kindern, wird in Zukunft in Österreich 1 600 Euro netto an Sozialleistung bekommen. Das haben wir vorgesehen, mit Maximalbeträgen, das ist richtig, und es benötigt auch manchen Spielraum, sonst können wir kein Grundsatzgesetz für alle neun Bundesländer verabschieden. 1 600 Euro netto pro Monat! (Abg. Heinisch-Hosek: Wie setzt sich das zusammen? Erklären Sie uns das!) Dazu kommen 600 Euro Familienbeihilfe. Eine fünfköpfige Familie hat ein Einkommen von 2 200 Euro netto pro Monat zur Verfügung. (Abg. Heinisch-Hosek: Was für eine Rechnung ist denn das?) Jetzt frage ich Sie, meine Damen und Herren, was an dieser Maßnahme unsozial sein soll. Ich verstehe das nicht, und auch die Menschen verstehen es nicht. (Abg. Heinisch-Hosek: Rechnen Sie’s uns vor!) Es ist weltweit wahrscheinlich die höchste Sozialleistung, die wir da geben, aber wir müssen sie reformieren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Was für eine Rechnung ist denn das?
Weil auch sehr viel an Unwahrheiten zu diesem Thema verbreitet wird, ein Beispiel, das mehr sagt als tausend Worte (Zwischenruf bei der SPÖ): Eine fünfköpfige Familie, also Eltern mit drei Kindern, wird in Zukunft in Österreich 1 600 Euro netto an Sozialleistung bekommen. Das haben wir vorgesehen, mit Maximalbeträgen, das ist richtig, und es benötigt auch manchen Spielraum, sonst können wir kein Grundsatzgesetz für alle neun Bundesländer verabschieden. 1 600 Euro netto pro Monat! (Abg. Heinisch-Hosek: Wie setzt sich das zusammen? Erklären Sie uns das!) Dazu kommen 600 Euro Familienbeihilfe. Eine fünfköpfige Familie hat ein Einkommen von 2 200 Euro netto pro Monat zur Verfügung. (Abg. Heinisch-Hosek: Was für eine Rechnung ist denn das?) Jetzt frage ich Sie, meine Damen und Herren, was an dieser Maßnahme unsozial sein soll. Ich verstehe das nicht, und auch die Menschen verstehen es nicht. (Abg. Heinisch-Hosek: Rechnen Sie’s uns vor!) Es ist weltweit wahrscheinlich die höchste Sozialleistung, die wir da geben, aber wir müssen sie reformieren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Rechnen Sie’s uns vor!
Weil auch sehr viel an Unwahrheiten zu diesem Thema verbreitet wird, ein Beispiel, das mehr sagt als tausend Worte (Zwischenruf bei der SPÖ): Eine fünfköpfige Familie, also Eltern mit drei Kindern, wird in Zukunft in Österreich 1 600 Euro netto an Sozialleistung bekommen. Das haben wir vorgesehen, mit Maximalbeträgen, das ist richtig, und es benötigt auch manchen Spielraum, sonst können wir kein Grundsatzgesetz für alle neun Bundesländer verabschieden. 1 600 Euro netto pro Monat! (Abg. Heinisch-Hosek: Wie setzt sich das zusammen? Erklären Sie uns das!) Dazu kommen 600 Euro Familienbeihilfe. Eine fünfköpfige Familie hat ein Einkommen von 2 200 Euro netto pro Monat zur Verfügung. (Abg. Heinisch-Hosek: Was für eine Rechnung ist denn das?) Jetzt frage ich Sie, meine Damen und Herren, was an dieser Maßnahme unsozial sein soll. Ich verstehe das nicht, und auch die Menschen verstehen es nicht. (Abg. Heinisch-Hosek: Rechnen Sie’s uns vor!) Es ist weltweit wahrscheinlich die höchste Sozialleistung, die wir da geben, aber wir müssen sie reformieren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Weil auch sehr viel an Unwahrheiten zu diesem Thema verbreitet wird, ein Beispiel, das mehr sagt als tausend Worte (Zwischenruf bei der SPÖ): Eine fünfköpfige Familie, also Eltern mit drei Kindern, wird in Zukunft in Österreich 1 600 Euro netto an Sozialleistung bekommen. Das haben wir vorgesehen, mit Maximalbeträgen, das ist richtig, und es benötigt auch manchen Spielraum, sonst können wir kein Grundsatzgesetz für alle neun Bundesländer verabschieden. 1 600 Euro netto pro Monat! (Abg. Heinisch-Hosek: Wie setzt sich das zusammen? Erklären Sie uns das!) Dazu kommen 600 Euro Familienbeihilfe. Eine fünfköpfige Familie hat ein Einkommen von 2 200 Euro netto pro Monat zur Verfügung. (Abg. Heinisch-Hosek: Was für eine Rechnung ist denn das?) Jetzt frage ich Sie, meine Damen und Herren, was an dieser Maßnahme unsozial sein soll. Ich verstehe das nicht, und auch die Menschen verstehen es nicht. (Abg. Heinisch-Hosek: Rechnen Sie’s uns vor!) Es ist weltweit wahrscheinlich die höchste Sozialleistung, die wir da geben, aber wir müssen sie reformieren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
Wirklich ärgerlich ist (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), dass man anscheinend derzeit, wenn die Roten in Opposition sind, in Österreich keine sachliche Diskussion mehr führen kann. Wenn man drei Kinder hat, stehen für diese drei Kinder 1 000 Euro pro Monat zur Verfügung, und es steht im Gesetz, dass es zu gleichen Teilen auf minderjährige Personen aufzuteilen ist. Ich habe zumindest in der Volksschule noch gelernt: Wenn man 1 000 Euro durch drei dividiert, dann ergibt das 333 Euro pro Monat (Zwischenruf bei der SPÖ) und nicht 44 Euro. Es sind 333 Euro, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Wirklich ärgerlich ist (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), dass man anscheinend derzeit, wenn die Roten in Opposition sind, in Österreich keine sachliche Diskussion mehr führen kann. Wenn man drei Kinder hat, stehen für diese drei Kinder 1 000 Euro pro Monat zur Verfügung, und es steht im Gesetz, dass es zu gleichen Teilen auf minderjährige Personen aufzuteilen ist. Ich habe zumindest in der Volksschule noch gelernt: Wenn man 1 000 Euro durch drei dividiert, dann ergibt das 333 Euro pro Monat (Zwischenruf bei der SPÖ) und nicht 44 Euro. Es sind 333 Euro, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wirklich ärgerlich ist (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), dass man anscheinend derzeit, wenn die Roten in Opposition sind, in Österreich keine sachliche Diskussion mehr führen kann. Wenn man drei Kinder hat, stehen für diese drei Kinder 1 000 Euro pro Monat zur Verfügung, und es steht im Gesetz, dass es zu gleichen Teilen auf minderjährige Personen aufzuteilen ist. Ich habe zumindest in der Volksschule noch gelernt: Wenn man 1 000 Euro durch drei dividiert, dann ergibt das 333 Euro pro Monat (Zwischenruf bei der SPÖ) und nicht 44 Euro. Es sind 333 Euro, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.
Nennen Sie mir einen Kollektivvertrag, eine Gehaltstabelle, in der unterschieden wird, wie viele Kinder man hat! (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.) Ja, legen Sie ihn her! Ich glaube, es gibt noch einen Kollektivvertrag im Bankenbereich, bei dem man 50 Euro fürs Kind bekommt; ansonsten gibt es das nicht. Es ist egal, wo man arbeitet, man bekommt einen Gehalt, der ist in den Lohn- und Gehaltstabellen abgesichert, und die Sozialpartner verhandeln ihn, aber es ist egal, ob man ein Kind hat, drei Kinder hat, fünf Kinder hat, sieben Kinder hat; darauf wird in den Kollektivverträgen keine Rücksicht genommen. Daher ist es notwendig, hier diese Beschränkung einzuführen, weil wir Gerechtigkeit hinsichtlich Einkommen der arbeitenden Bevölkerung und Sozialleistungen herstellen wollen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Nennen Sie mir einen Kollektivvertrag, eine Gehaltstabelle, in der unterschieden wird, wie viele Kinder man hat! (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.) Ja, legen Sie ihn her! Ich glaube, es gibt noch einen Kollektivvertrag im Bankenbereich, bei dem man 50 Euro fürs Kind bekommt; ansonsten gibt es das nicht. Es ist egal, wo man arbeitet, man bekommt einen Gehalt, der ist in den Lohn- und Gehaltstabellen abgesichert, und die Sozialpartner verhandeln ihn, aber es ist egal, ob man ein Kind hat, drei Kinder hat, fünf Kinder hat, sieben Kinder hat; darauf wird in den Kollektivverträgen keine Rücksicht genommen. Daher ist es notwendig, hier diese Beschränkung einzuführen, weil wir Gerechtigkeit hinsichtlich Einkommen der arbeitenden Bevölkerung und Sozialleistungen herstellen wollen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Knes.
Es muss ein Anreizsystem geschaffen werden, damit die Menschen zurück in die Arbeitswelt kommen. Wir haben einen Fachkräftemangel – jeder Betrieb sucht Fachkräfte –, und es gibt mehr Mindestsicherungsbezieher, als das Burgenland Einwohner hat. Da stimmt im System etwas nicht, meine Damen und Herren! Daher gehen wir dieses Sozialhilfe-Grundsatzgesetz an. (Zwischenruf des Abg. Knes.)
Zwischenruf der Abg. Lueger
Abschließend: Die Bundeshauptstadt müsste dieser Regierung zu Dank verpflichtet sein. Warum? – Weil der Sozialtourismus damit beendet wird. Wenn bei mir daheim im Innviertel ein Asylwerber einen positiven Bescheid bekommen hat, dann ist er in den Zug gestiegen und nach Wien gefahren. Warum? – Weil er dort die höchste Sozialleistung bekommt (Zwischenruf der Abg. Lueger), und natürlich fährt man dann dorthin, wo man das meiste Geld bekommt! Das beenden wir, meine Damen und Herren, mit diesem Sozialhilfe-Grundsatzgesetz! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abschließend: Die Bundeshauptstadt müsste dieser Regierung zu Dank verpflichtet sein. Warum? – Weil der Sozialtourismus damit beendet wird. Wenn bei mir daheim im Innviertel ein Asylwerber einen positiven Bescheid bekommen hat, dann ist er in den Zug gestiegen und nach Wien gefahren. Warum? – Weil er dort die höchste Sozialleistung bekommt (Zwischenruf der Abg. Lueger), und natürlich fährt man dann dorthin, wo man das meiste Geld bekommt! Das beenden wir, meine Damen und Herren, mit diesem Sozialhilfe-Grundsatzgesetz! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Schieder: ... Redezeit, Herr Präsident! – Abg. Heinisch-Hosek: Redezeit ist aus!
Schlusssatz: „Wien, Wien, nur du allein“, das spielt es nicht. (Abg. Schieder: ... Redezeit, Herr Präsident! – Abg. Heinisch-Hosek: Redezeit ist aus!) Das gilt auch für die Bundeshauptstadt Wien. Wir werden alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, damit dieses Gesetz auch im Bundesland Wien (Abg. Heinisch-Hosek: Redezeit!) um-
Abg. Heinisch-Hosek: Redezeit!
Schlusssatz: „Wien, Wien, nur du allein“, das spielt es nicht. (Abg. Schieder: ... Redezeit, Herr Präsident! – Abg. Heinisch-Hosek: Redezeit ist aus!) Das gilt auch für die Bundeshauptstadt Wien. Wir werden alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, damit dieses Gesetz auch im Bundesland Wien (Abg. Heinisch-Hosek: Redezeit!) um-
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und Beifall bei der FPÖ.
gesetzt und vollzogen wird – wenn notwendig, werden wir es beim Finanzausgleich sanktionieren. So geht es nicht, meine Damen und Herren! (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die Mitglieder des außenpolitischen Ausschusses des Deutschen Bundestages herzlich willkommen heißen. Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Ruf bei der FPÖ: SPÖ also!
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Tarnen, täuschen und mit dem Finger auf Menschen zeigen (Ruf bei der FPÖ: SPÖ also!), das ist die schwarz-blaue Regierungspolitik der letzten 15 Monate. (Ruf: ... nicht aufgepasst!) Wenn ich mir den Titel Ihrer heutigen Aktuellen Stunde anschaue und vor allem wenn ich Ihnen in den letzten Minuten zugehört habe – und das musste ich leider, muss ich fast sagen (Abg. Belakowitsch: Hallo, „leider“?! – Zwischenruf des Abg. Rosenkranz) –, dann sehe ich, dass sich genau das heute wieder zeigt: mit dem Finger auf Menschen zeigen.
Ruf: ... nicht aufgepasst!
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Tarnen, täuschen und mit dem Finger auf Menschen zeigen (Ruf bei der FPÖ: SPÖ also!), das ist die schwarz-blaue Regierungspolitik der letzten 15 Monate. (Ruf: ... nicht aufgepasst!) Wenn ich mir den Titel Ihrer heutigen Aktuellen Stunde anschaue und vor allem wenn ich Ihnen in den letzten Minuten zugehört habe – und das musste ich leider, muss ich fast sagen (Abg. Belakowitsch: Hallo, „leider“?! – Zwischenruf des Abg. Rosenkranz) –, dann sehe ich, dass sich genau das heute wieder zeigt: mit dem Finger auf Menschen zeigen.
Abg. Belakowitsch: Hallo, „leider“?! – Zwischenruf des Abg. Rosenkranz
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Tarnen, täuschen und mit dem Finger auf Menschen zeigen (Ruf bei der FPÖ: SPÖ also!), das ist die schwarz-blaue Regierungspolitik der letzten 15 Monate. (Ruf: ... nicht aufgepasst!) Wenn ich mir den Titel Ihrer heutigen Aktuellen Stunde anschaue und vor allem wenn ich Ihnen in den letzten Minuten zugehört habe – und das musste ich leider, muss ich fast sagen (Abg. Belakowitsch: Hallo, „leider“?! – Zwischenruf des Abg. Rosenkranz) –, dann sehe ich, dass sich genau das heute wieder zeigt: mit dem Finger auf Menschen zeigen.
Abg. Heinisch-Hosek: Ja!
Ihre Worte heute, Frau Bundesministerin – ich wäre Ihnen (in Richtung Bundesministerin Hartinger-Klein, die mit einem Mitarbeiter spricht) dankbar, wenn Sie der Debatte aktiv folgen würden –, waren, und das möchte ich Ihnen schon persönlich sagen, das Menschenverachtendste (Abg. Heinisch-Hosek: Ja!), das ich aus Ihrem Mund je gehört habe. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll. – Abg. Haider: Wenn euch nichts mehr einfällt, ist es menschenverachtend!) Sie sind Sozialministerin. Dass Sie nicht Gesundheitsministerin sind, haben wir schon in den letzten 15 Monaten gesehen, gehört und gespürt, aber Sie sind offenbar auch keine Sozialministerin. (Abg. Haider: Sie sind keine Oppositionsführerin!)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll. – Abg. Haider: Wenn euch nichts mehr einfällt, ist es menschenverachtend!
Ihre Worte heute, Frau Bundesministerin – ich wäre Ihnen (in Richtung Bundesministerin Hartinger-Klein, die mit einem Mitarbeiter spricht) dankbar, wenn Sie der Debatte aktiv folgen würden –, waren, und das möchte ich Ihnen schon persönlich sagen, das Menschenverachtendste (Abg. Heinisch-Hosek: Ja!), das ich aus Ihrem Mund je gehört habe. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll. – Abg. Haider: Wenn euch nichts mehr einfällt, ist es menschenverachtend!) Sie sind Sozialministerin. Dass Sie nicht Gesundheitsministerin sind, haben wir schon in den letzten 15 Monaten gesehen, gehört und gespürt, aber Sie sind offenbar auch keine Sozialministerin. (Abg. Haider: Sie sind keine Oppositionsführerin!)
Abg. Haider: Sie sind keine Oppositionsführerin!
Ihre Worte heute, Frau Bundesministerin – ich wäre Ihnen (in Richtung Bundesministerin Hartinger-Klein, die mit einem Mitarbeiter spricht) dankbar, wenn Sie der Debatte aktiv folgen würden –, waren, und das möchte ich Ihnen schon persönlich sagen, das Menschenverachtendste (Abg. Heinisch-Hosek: Ja!), das ich aus Ihrem Mund je gehört habe. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll. – Abg. Haider: Wenn euch nichts mehr einfällt, ist es menschenverachtend!) Sie sind Sozialministerin. Dass Sie nicht Gesundheitsministerin sind, haben wir schon in den letzten 15 Monaten gesehen, gehört und gespürt, aber Sie sind offenbar auch keine Sozialministerin. (Abg. Haider: Sie sind keine Oppositionsführerin!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Bösch.
Wir Sozialdemokratinnen und -demokraten haben eine andere Einstellung, und das ist kein Wunder. Wir sind der festen Überzeugung, dass Menschen arbeiten wollen; sie wollen arbeiten und ihren Beitrag leisten, für sich und für andere in der Gesellschaft. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Bösch.) Und ja, es gibt viele, die nicht arbeiten können, gerade auch Menschen, für die wir da sein wollen und da sein müssen. Ich bin überzeugt, wir sind überzeugt – und das ist der grundlegende Unterschied zwischen uns und Ihnen –: Menschen wollen ihren Beitrag leisten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir Sozialdemokratinnen und -demokraten haben eine andere Einstellung, und das ist kein Wunder. Wir sind der festen Überzeugung, dass Menschen arbeiten wollen; sie wollen arbeiten und ihren Beitrag leisten, für sich und für andere in der Gesellschaft. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Bösch.) Und ja, es gibt viele, die nicht arbeiten können, gerade auch Menschen, für die wir da sein wollen und da sein müssen. Ich bin überzeugt, wir sind überzeugt – und das ist der grundlegende Unterschied zwischen uns und Ihnen –: Menschen wollen ihren Beitrag leisten. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Es wäre Aufgabe der Politik, Menschen, die in einer schlechten Situation sind, die Hand zu reichen, statt mit dem Finger auf sie zu zeigen – jenen, die aus den verschiedensten Gründen arbeitslos sind, oder jenen, die nicht genug zum Leben haben, obwohl sie arbeiten gehen. Ja, es wäre Aufgabe der Politik, diesen Menschen eine Perspektive zu geben, wie wir es damals mit der Aktion 20 000 gemacht haben. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Ruf bei der FPÖ: Hallo, zuhören! Wieder nicht zugehört! ... vorgeschriebene Rede!
Die Fragen, die sich mir und anderen in diesem Land stellen, sind: Will diese Regierung überhaupt, dass Menschen mehr Möglichkeiten, mehr Chancen, mehr soziale Sicherheit haben? Will diese Regierung überhaupt, dass Menschen aus Notsituationen wieder gut rauskommen? Sind für Sie als Regierung und für Sie als Sozialministerin alle Kinder in diesem Land gleich viel wert? (Ruf bei der FPÖ: Hallo, zuhören! Wieder nicht zugehört! ... vorgeschriebene Rede!)
Abg. Haider: Ich glaube, Sie spielen Theater, sonst spielt hier niemand!
sozialen Kürzungsprogramm Druck auf Menschen ausüben, Sie wollen ihn erhöhen, sodass sie es noch schwerer in ihrem Leben haben. Ja, Sie spielen eiskalt mit den Menschen. (Abg. Haider: Ich glaube, Sie spielen Theater, sonst spielt hier niemand!) Sie spielen mit den Menschen in den Niedriglohnsektoren und spielen sie gegen jene aus, die sich auf dem Arbeitsmarkt schwertun; das sind vor allem die Langzeitarbeitslosen, das ist die große Zahl der Mindestsicherungsbezieher. Und Sie treiben wie immer einen Keil in unsere Gesellschaft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
sozialen Kürzungsprogramm Druck auf Menschen ausüben, Sie wollen ihn erhöhen, sodass sie es noch schwerer in ihrem Leben haben. Ja, Sie spielen eiskalt mit den Menschen. (Abg. Haider: Ich glaube, Sie spielen Theater, sonst spielt hier niemand!) Sie spielen mit den Menschen in den Niedriglohnsektoren und spielen sie gegen jene aus, die sich auf dem Arbeitsmarkt schwertun; das sind vor allem die Langzeitarbeitslosen, das ist die große Zahl der Mindestsicherungsbezieher. Und Sie treiben wie immer einen Keil in unsere Gesellschaft. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Haider: Die ist gut! Die ist hervorragend, diese Politik!
Schauen wir uns die schwarz-blaue Arbeitsmarktpolitik – und das ist Ihre Zuständigkeit – der letzten 15 Monate an (Abg. Haider: Die ist gut! Die ist hervorragend, diese Politik!): 12-Stunden-Tag, Stopp der Aktion 20 000, Hungerlohn von 1,50 Euro pro Stunde für Asylwerber (Abg. Haider: ... in der Grundversorgung!), Zwangsarbeit für Asylwerber, Kürzungen beim AMS-Budget (Abg. Belakowitsch: Sie haben 1 Euro gezahlt!), Kürzungen bei der Sprachförderung, Personalabbau bei den AMS-Trainerinnen und -trainern. – Der Grund für all diese Kürzungen und Ihre Arbeitsmarktpolitik ist ein einziger: Österreich soll ein Billiglohnland werden, Arbeit soll billiger werden. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist nichts anderes als systematisches Lohn- und Sozialdumping auf dem Rücken aller Österreicherinnen und Österreicher. (Abg. Steinacker: Wie soll denn das gehen, bei den bestehenden Gesetzen ...? – Abg. Deimek: Den Kollektivvertrag ... die SPÖ nicht zur Kenntnis!)
Abg. Haider: ... in der Grundversorgung!
Schauen wir uns die schwarz-blaue Arbeitsmarktpolitik – und das ist Ihre Zuständigkeit – der letzten 15 Monate an (Abg. Haider: Die ist gut! Die ist hervorragend, diese Politik!): 12-Stunden-Tag, Stopp der Aktion 20 000, Hungerlohn von 1,50 Euro pro Stunde für Asylwerber (Abg. Haider: ... in der Grundversorgung!), Zwangsarbeit für Asylwerber, Kürzungen beim AMS-Budget (Abg. Belakowitsch: Sie haben 1 Euro gezahlt!), Kürzungen bei der Sprachförderung, Personalabbau bei den AMS-Trainerinnen und -trainern. – Der Grund für all diese Kürzungen und Ihre Arbeitsmarktpolitik ist ein einziger: Österreich soll ein Billiglohnland werden, Arbeit soll billiger werden. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist nichts anderes als systematisches Lohn- und Sozialdumping auf dem Rücken aller Österreicherinnen und Österreicher. (Abg. Steinacker: Wie soll denn das gehen, bei den bestehenden Gesetzen ...? – Abg. Deimek: Den Kollektivvertrag ... die SPÖ nicht zur Kenntnis!)
Abg. Belakowitsch: Sie haben 1 Euro gezahlt!
Schauen wir uns die schwarz-blaue Arbeitsmarktpolitik – und das ist Ihre Zuständigkeit – der letzten 15 Monate an (Abg. Haider: Die ist gut! Die ist hervorragend, diese Politik!): 12-Stunden-Tag, Stopp der Aktion 20 000, Hungerlohn von 1,50 Euro pro Stunde für Asylwerber (Abg. Haider: ... in der Grundversorgung!), Zwangsarbeit für Asylwerber, Kürzungen beim AMS-Budget (Abg. Belakowitsch: Sie haben 1 Euro gezahlt!), Kürzungen bei der Sprachförderung, Personalabbau bei den AMS-Trainerinnen und -trainern. – Der Grund für all diese Kürzungen und Ihre Arbeitsmarktpolitik ist ein einziger: Österreich soll ein Billiglohnland werden, Arbeit soll billiger werden. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist nichts anderes als systematisches Lohn- und Sozialdumping auf dem Rücken aller Österreicherinnen und Österreicher. (Abg. Steinacker: Wie soll denn das gehen, bei den bestehenden Gesetzen ...? – Abg. Deimek: Den Kollektivvertrag ... die SPÖ nicht zur Kenntnis!)
Beifall bei der SPÖ.
Schauen wir uns die schwarz-blaue Arbeitsmarktpolitik – und das ist Ihre Zuständigkeit – der letzten 15 Monate an (Abg. Haider: Die ist gut! Die ist hervorragend, diese Politik!): 12-Stunden-Tag, Stopp der Aktion 20 000, Hungerlohn von 1,50 Euro pro Stunde für Asylwerber (Abg. Haider: ... in der Grundversorgung!), Zwangsarbeit für Asylwerber, Kürzungen beim AMS-Budget (Abg. Belakowitsch: Sie haben 1 Euro gezahlt!), Kürzungen bei der Sprachförderung, Personalabbau bei den AMS-Trainerinnen und -trainern. – Der Grund für all diese Kürzungen und Ihre Arbeitsmarktpolitik ist ein einziger: Österreich soll ein Billiglohnland werden, Arbeit soll billiger werden. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist nichts anderes als systematisches Lohn- und Sozialdumping auf dem Rücken aller Österreicherinnen und Österreicher. (Abg. Steinacker: Wie soll denn das gehen, bei den bestehenden Gesetzen ...? – Abg. Deimek: Den Kollektivvertrag ... die SPÖ nicht zur Kenntnis!)
Abg. Steinacker: Wie soll denn das gehen, bei den bestehenden Gesetzen ...? – Abg. Deimek: Den Kollektivvertrag ... die SPÖ nicht zur Kenntnis!
Schauen wir uns die schwarz-blaue Arbeitsmarktpolitik – und das ist Ihre Zuständigkeit – der letzten 15 Monate an (Abg. Haider: Die ist gut! Die ist hervorragend, diese Politik!): 12-Stunden-Tag, Stopp der Aktion 20 000, Hungerlohn von 1,50 Euro pro Stunde für Asylwerber (Abg. Haider: ... in der Grundversorgung!), Zwangsarbeit für Asylwerber, Kürzungen beim AMS-Budget (Abg. Belakowitsch: Sie haben 1 Euro gezahlt!), Kürzungen bei der Sprachförderung, Personalabbau bei den AMS-Trainerinnen und -trainern. – Der Grund für all diese Kürzungen und Ihre Arbeitsmarktpolitik ist ein einziger: Österreich soll ein Billiglohnland werden, Arbeit soll billiger werden. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist nichts anderes als systematisches Lohn- und Sozialdumping auf dem Rücken aller Österreicherinnen und Österreicher. (Abg. Steinacker: Wie soll denn das gehen, bei den bestehenden Gesetzen ...? – Abg. Deimek: Den Kollektivvertrag ... die SPÖ nicht zur Kenntnis!)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Sehr geehrte Damen und Herren! Wir sind überzeugt, eine gute Arbeit ist jene, die einen Lohn bietet, von dem man gut leben kann, die Arbeitsbedingungen bietet, die nicht krank machen, die Menschen in ihrem Leben Würde gibt. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Sie wiederum glauben, dass Armut, Hunger und Angst vor Delogierung Menschen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt geben. Ist das Ihr Ernst? Glauben Sie wirklich, dass dieser Druck Menschen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt eröffnet?
Beifall und Oh-Rufe bei der SPÖ.
Aber nicht nur das: Mit dieser neuen Regelung verschärfen Sie die Kinderarmut in diesem Land. Sie kürzen Familien mit Kindern die Mindestsicherung um 40 Millionen Euro – dieselbe Summe übrigens, die Sie im letzten Jahr für Ihre Kabinette in der schwarz-blauen Bundesregierung für reine PR- und Werbeposten ausgegeben haben. (Beifall und Oh-Rufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Künftig soll jedes dritte Kind um 1,50 Euro am Tag leben – das hat kein Kind in diesem Land verdient. Kein Kind hat diese Unfairness verdient! (Beifall bei der SPÖ.) Sie verfrachten 70 000 Kinder in eine Perspektivlosigkeit – und ich frage mich: Wer ist als Nächster dran, Frau Bundesministerin? (Abg. Zanger: Redezeit!)
Abg. Zanger: Redezeit!
Künftig soll jedes dritte Kind um 1,50 Euro am Tag leben – das hat kein Kind in diesem Land verdient. Kein Kind hat diese Unfairness verdient! (Beifall bei der SPÖ.) Sie verfrachten 70 000 Kinder in eine Perspektivlosigkeit – und ich frage mich: Wer ist als Nächster dran, Frau Bundesministerin? (Abg. Zanger: Redezeit!)
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Für Kinderarmut, Spaltung, Sozialabbau und Lohndumping wird die Sozialdemokratie niemals zur Verfügung stehen. – Danke schön. (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Rendi-Wagner, es fällt mir fast schwer, jetzt nichts zu Ihrer Rede zu sagen, obwohl ich mir das eigentlich vorgenommen habe (Zwischenruf bei der SPÖ), aber sie strotzt ja wirklich vor Fehlinformationen. Sie stellen sich hierher und erklären, Mindestsicherungsbezieher seien die Langzeitarbeitslosen in unserem Land. Frau Rendi-Wagner, bitte sprechen Sie nicht mehr zu Sozialmaterien! Sie wissen doch ganz genau, Langzeitarbeitslose bekommen in Österreich Sondernot-
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Stöger.
standshilfe. Das sollten selbst Sie wissen, Sie sind immerhin die Klubobfrau Ihrer Fraktion. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Stöger.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Jetzt aber zu dem, was wir heute hier eigentlich zu besprechen haben: die Reform der Mindestsicherung. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Ich weiß ja nicht, warum ihr euch da so aufregen müsst. (Abg. Heinisch-Hosek: Weil Sie die Unwahrheit sagen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Offensichtlich ist es euch peinlich, dass eure Klubobfrau nicht einmal weiß, wer was in diesem Land bezieht. Vielleicht könnte man ihr einmal Nachhilfe geben, das wäre wahrscheinlich gar nicht so schlecht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Weil Sie die Unwahrheit sagen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Jetzt aber zu dem, was wir heute hier eigentlich zu besprechen haben: die Reform der Mindestsicherung. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Ich weiß ja nicht, warum ihr euch da so aufregen müsst. (Abg. Heinisch-Hosek: Weil Sie die Unwahrheit sagen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Offensichtlich ist es euch peinlich, dass eure Klubobfrau nicht einmal weiß, wer was in diesem Land bezieht. Vielleicht könnte man ihr einmal Nachhilfe geben, das wäre wahrscheinlich gar nicht so schlecht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Jetzt aber zu dem, was wir heute hier eigentlich zu besprechen haben: die Reform der Mindestsicherung. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Ich weiß ja nicht, warum ihr euch da so aufregen müsst. (Abg. Heinisch-Hosek: Weil Sie die Unwahrheit sagen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Offensichtlich ist es euch peinlich, dass eure Klubobfrau nicht einmal weiß, wer was in diesem Land bezieht. Vielleicht könnte man ihr einmal Nachhilfe geben, das wäre wahrscheinlich gar nicht so schlecht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass ihr in den Umfragen von Umfrage zu Umfrage weiter runterfallt und immer weiter verliert. Das ist der Grund: Ihr kennt euch überhaupt nicht aus. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Was ihr hier macht, ist, an den Lebensrealitäten der Menschen vorbeireden. Das ist es doch. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Ihr habt euch darauf kapriziert, einigen Großfamilien aus dem Zuwandererbereich das Geld nachzuwerfen, wie das vor allem in Wien passiert ist.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass ihr in den Umfragen von Umfrage zu Umfrage weiter runterfallt und immer weiter verliert. Das ist der Grund: Ihr kennt euch überhaupt nicht aus. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Was ihr hier macht, ist, an den Lebensrealitäten der Menschen vorbeireden. Das ist es doch. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Ihr habt euch darauf kapriziert, einigen Großfamilien aus dem Zuwandererbereich das Geld nachzuwerfen, wie das vor allem in Wien passiert ist.
Abg. Rosenkranz: Noch nicht so lange!
Frau Kollegin Rendi-Wagner, Sie sind ja aus der Wiener Landesgruppe (Abg. Rosenkranz: Noch nicht so lange!): Was haben Sie denn dort unternommen, als Sie von den Missständen im Zusammenhang mit dem Mindestsicherungsgesetz in Wien gehört haben, als Sie das gelesen haben? Ist Ihnen da nicht auch übel geworden? Es hat in Wien Familien gegeben, die 3 000, 4 000 Euro Mindestsicherung bezogen haben (Heiterkeit und Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), es hat Zuwanderer gegeben, es hat Asylanten gegeben, die schon längst das Land verlassen haben, aber der Fonds Soziales Wien hat immer noch ausbezahlt. (Zwischenruf des Abg. Plessl.) Was haben Sie im Wiener Landesvorstand dagegen unternommen? – Wahrscheinlich gar nichts. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit und Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
Frau Kollegin Rendi-Wagner, Sie sind ja aus der Wiener Landesgruppe (Abg. Rosenkranz: Noch nicht so lange!): Was haben Sie denn dort unternommen, als Sie von den Missständen im Zusammenhang mit dem Mindestsicherungsgesetz in Wien gehört haben, als Sie das gelesen haben? Ist Ihnen da nicht auch übel geworden? Es hat in Wien Familien gegeben, die 3 000, 4 000 Euro Mindestsicherung bezogen haben (Heiterkeit und Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), es hat Zuwanderer gegeben, es hat Asylanten gegeben, die schon längst das Land verlassen haben, aber der Fonds Soziales Wien hat immer noch ausbezahlt. (Zwischenruf des Abg. Plessl.) Was haben Sie im Wiener Landesvorstand dagegen unternommen? – Wahrscheinlich gar nichts. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Plessl.
Frau Kollegin Rendi-Wagner, Sie sind ja aus der Wiener Landesgruppe (Abg. Rosenkranz: Noch nicht so lange!): Was haben Sie denn dort unternommen, als Sie von den Missständen im Zusammenhang mit dem Mindestsicherungsgesetz in Wien gehört haben, als Sie das gelesen haben? Ist Ihnen da nicht auch übel geworden? Es hat in Wien Familien gegeben, die 3 000, 4 000 Euro Mindestsicherung bezogen haben (Heiterkeit und Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), es hat Zuwanderer gegeben, es hat Asylanten gegeben, die schon längst das Land verlassen haben, aber der Fonds Soziales Wien hat immer noch ausbezahlt. (Zwischenruf des Abg. Plessl.) Was haben Sie im Wiener Landesvorstand dagegen unternommen? – Wahrscheinlich gar nichts. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Kollegin Rendi-Wagner, Sie sind ja aus der Wiener Landesgruppe (Abg. Rosenkranz: Noch nicht so lange!): Was haben Sie denn dort unternommen, als Sie von den Missständen im Zusammenhang mit dem Mindestsicherungsgesetz in Wien gehört haben, als Sie das gelesen haben? Ist Ihnen da nicht auch übel geworden? Es hat in Wien Familien gegeben, die 3 000, 4 000 Euro Mindestsicherung bezogen haben (Heiterkeit und Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), es hat Zuwanderer gegeben, es hat Asylanten gegeben, die schon längst das Land verlassen haben, aber der Fonds Soziales Wien hat immer noch ausbezahlt. (Zwischenruf des Abg. Plessl.) Was haben Sie im Wiener Landesvorstand dagegen unternommen? – Wahrscheinlich gar nichts. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Was glauben Sie denn?! Was soll sich denn ein Alleinverdiener denken, der mit 1 700, 1 800 Euro heimgeht und auch drei Kinder versorgen muss? Was glauben Sie eigentlich, was sich der denkt, wenn er in der Zeitung liest, dass eine Familie mit vier Kindern, asylberechtigt, 3 000 Euro Mindestsicherung erhält? Das entspricht doch keiner Realität mehr! Das ist das, was jetzt abgestellt wird. Genau dafür braucht es diese Reform. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Mindestsicherung ist kein Ersatzeinkommen. Mindestsicherung ist für jene Menschen, die in Not geraten sind, sie ist da, um ihnen zu helfen. Genau das machen wir, und genau das ist die Gerechtigkeit, die mit diesem neuen Gesetz geschaffen wird. Jeder von uns kann in die Lage kommen, dass man sich selbst nicht helfen kann, wie etwa durch eine Scheidung, durch eine Krankheit, es gibt zig Gründe, und für diese Menschen soll das soziale Netz gespannt sein und gespannt bleiben. Genau darum geht es. Sie ist aber nicht für irgendjemanden, der glaubt, er muss in das Sozialsystem zuwandern. Das ist das, was Sie gemacht haben! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Stöger.
teilung ... Nahen Osten!) Wenn so viel Geld von unseren Steuermitteln in deren Heimat überwiesen wird, dann haben wir etwas falsch gemacht, dann haben die Leute einfach zu viel Geld im Monat zur Verfügung. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Stöger.)
Abg. Gudenus: Die SPÖ schafft das!
Das kann nicht der Sinn einer Sozialhilfe sein. Es kann nicht der Sinn der Sozialhilfe sein, dass wir die ganze Welt retten. So tragisch das jetzt ist, aber Österreich ist nicht in der Lage, mit seiner Sozialhilfe die Wirtschaft in all diesen Ländern wieder aufzubauen, und das wollen wir auch nicht. (Abg. Gudenus: Die SPÖ schafft das!) Darum ist es ja auch so dringend notwendig, dass es diese Reform gibt.
Abg. Heinisch-Hosek: ... Kannbestimmung!
Jetzt zu den Details: Wer wird denn von der Reform profitieren? – Es sind beispielsweise die alleinerziehenden Mütter, die oftmals nicht wissen, wie sie über die Runden kommen – sie bekommen einen Aufschlag. Es sind Menschen mit Beeinträchtigungen – sie bekommen einen Aufschlag. (Abg. Heinisch-Hosek: ... Kannbestimmung!) – Frau Kollegin Heinisch-Hosek! Ich weiß ja nicht, welches Problem Sie haben. (Abg. Heinisch-Hosek: ... Kannbestimmung ...!) Können Sie nicht einfach einmal nur zuhören? Sie sind die personifizierte Inkompetenz und glauben, das durch permanentes Reinschreien kompensieren zu müssen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Abg. Heinisch-Hosek: ... Kannbestimmung ...!
Jetzt zu den Details: Wer wird denn von der Reform profitieren? – Es sind beispielsweise die alleinerziehenden Mütter, die oftmals nicht wissen, wie sie über die Runden kommen – sie bekommen einen Aufschlag. Es sind Menschen mit Beeinträchtigungen – sie bekommen einen Aufschlag. (Abg. Heinisch-Hosek: ... Kannbestimmung!) – Frau Kollegin Heinisch-Hosek! Ich weiß ja nicht, welches Problem Sie haben. (Abg. Heinisch-Hosek: ... Kannbestimmung ...!) Können Sie nicht einfach einmal nur zuhören? Sie sind die personifizierte Inkompetenz und glauben, das durch permanentes Reinschreien kompensieren zu müssen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Jetzt zu den Details: Wer wird denn von der Reform profitieren? – Es sind beispielsweise die alleinerziehenden Mütter, die oftmals nicht wissen, wie sie über die Runden kommen – sie bekommen einen Aufschlag. Es sind Menschen mit Beeinträchtigungen – sie bekommen einen Aufschlag. (Abg. Heinisch-Hosek: ... Kannbestimmung!) – Frau Kollegin Heinisch-Hosek! Ich weiß ja nicht, welches Problem Sie haben. (Abg. Heinisch-Hosek: ... Kannbestimmung ...!) Können Sie nicht einfach einmal nur zuhören? Sie sind die personifizierte Inkompetenz und glauben, das durch permanentes Reinschreien kompensieren zu müssen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Abg. Heinisch-Hosek: ... menschenverachtend!
Zu der Kindergeschichte, die Sie hier so aufblasen: Wissen Sie, die einzigen Profiteure waren diese Großfamilien, die dann in Wien sofort eingebürgert worden sind. Das waren die Profiteure Ihres Kinderzuschlags in Wien! Man stellt sich eh die Frage – und das sollte man sich einmal anschauen –, was da in den letzten zehn Jahren in Wien wirklich passiert ist, ob die auch wirklich alle Voraussetzungen erfüllt haben. (Abg. Heinisch-Hosek: ... menschenverachtend!) Dass Menschen aus ganz Österreich nach Wien gezogen sind, weil sie in Wien mehr Mindestsicherung für sich und ihre Familie erhalten haben, als sie beispielsweise in Oberösterreich oder in Tirol hätten verdienen können, ist die Realität. Das wird abgestellt, denn die Bundesregierung ist angetreten, um das System gerecht zu machen. – Das tut sie und dafür herzlichen Dank! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Bravo!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Bravo!
Zu der Kindergeschichte, die Sie hier so aufblasen: Wissen Sie, die einzigen Profiteure waren diese Großfamilien, die dann in Wien sofort eingebürgert worden sind. Das waren die Profiteure Ihres Kinderzuschlags in Wien! Man stellt sich eh die Frage – und das sollte man sich einmal anschauen –, was da in den letzten zehn Jahren in Wien wirklich passiert ist, ob die auch wirklich alle Voraussetzungen erfüllt haben. (Abg. Heinisch-Hosek: ... menschenverachtend!) Dass Menschen aus ganz Österreich nach Wien gezogen sind, weil sie in Wien mehr Mindestsicherung für sich und ihre Familie erhalten haben, als sie beispielsweise in Oberösterreich oder in Tirol hätten verdienen können, ist die Realität. Das wird abgestellt, denn die Bundesregierung ist angetreten, um das System gerecht zu machen. – Das tut sie und dafür herzlichen Dank! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Bravo!)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Die Zweite Nationalratspräsidentin Bures ist gerade hinausgegangen, und ich hoffe, sie geht mit den Mitgliedern des Deutschen Bundestages jetzt einen Kaffee trinken, denn ich geniere mich heute für das Hohe Haus! (Beifall bei NEOS und SPÖ.) Es geht hier leider oft so zu, geschätzte Damen und Herren!
Abg. Heinisch-Hosek: Genau!
Schaut man sich aber die tatsächlichen Zahlen an, dann sieht man, dass 50 bis 60 Prozent – je nach Bundesland – der Mindestsicherungsbezieher alleinstehend sind. Die Alleinstehenden sind mit großem Abstand die größte Gruppe, und die zweitgrößte Gruppe sind Alleinerziehende mit einem Kind. (Abg. Heinisch-Hosek: Genau!) Die Familien mit den vielen Kindern, die in der Erzählung vorkommen, sind eine super, super Minderheit. (Abg. Belakowitsch: Aber in Wien nicht!)
Abg. Belakowitsch: Aber in Wien nicht!
Schaut man sich aber die tatsächlichen Zahlen an, dann sieht man, dass 50 bis 60 Prozent – je nach Bundesland – der Mindestsicherungsbezieher alleinstehend sind. Die Alleinstehenden sind mit großem Abstand die größte Gruppe, und die zweitgrößte Gruppe sind Alleinerziehende mit einem Kind. (Abg. Heinisch-Hosek: Genau!) Die Familien mit den vielen Kindern, die in der Erzählung vorkommen, sind eine super, super Minderheit. (Abg. Belakowitsch: Aber in Wien nicht!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist aber die Erzählung. Das ist die Geschichte, die uns unsere Geschichtenerzählerin Ministerin und der Geschichtenerzähler Bundeskanzler und der Geschichtenerzähler Klubobmann Rosenkranz hier servieren. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Nein, 42 Prozent, Sie können sich die Zahlen schon einmal anschauen!
Was die Geschichtenerzähler in ihrer Erzählung auch weglassen, ist das Faktum der Aufstocker. 70 Prozent der Mindestsicherungsbezieher bekommen einen Teil Mindestsicherung auf einen anderen Bezug aufgestockt. (Abg. Belakowitsch: Nein, 42 Prozent, Sie können sich die Zahlen schon einmal anschauen!) Das sind sehr oft Bezüge aus der Arbeitslosenversicherung, weil sie Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bekommen, und liegt das unter dem Mindestsicherungsrichtsatz, dann wird aufgestockt. Das sind 70 Prozent (Abg. Belakowitsch: Also im Jahr 2017 waren es 42 Prozent, neuere Zahlen haben wir nicht!), aber das kommt in der Geschichte unserer Erzählerinnen und Erzähler nicht vor. Das, was uns das Erzählerpaar Kurz und Hartinger-Klein hier vorgaukelt, entspricht einfach nicht der Realität. Es ist eine Geschichte, die viele Bürger gerne hören und deswegen wird sie so gerne erzählt. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Belakowitsch: Also im Jahr 2017 waren es 42 Prozent, neuere Zahlen haben wir nicht!
Was die Geschichtenerzähler in ihrer Erzählung auch weglassen, ist das Faktum der Aufstocker. 70 Prozent der Mindestsicherungsbezieher bekommen einen Teil Mindestsicherung auf einen anderen Bezug aufgestockt. (Abg. Belakowitsch: Nein, 42 Prozent, Sie können sich die Zahlen schon einmal anschauen!) Das sind sehr oft Bezüge aus der Arbeitslosenversicherung, weil sie Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bekommen, und liegt das unter dem Mindestsicherungsrichtsatz, dann wird aufgestockt. Das sind 70 Prozent (Abg. Belakowitsch: Also im Jahr 2017 waren es 42 Prozent, neuere Zahlen haben wir nicht!), aber das kommt in der Geschichte unserer Erzählerinnen und Erzähler nicht vor. Das, was uns das Erzählerpaar Kurz und Hartinger-Klein hier vorgaukelt, entspricht einfach nicht der Realität. Es ist eine Geschichte, die viele Bürger gerne hören und deswegen wird sie so gerne erzählt. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Was die Geschichtenerzähler in ihrer Erzählung auch weglassen, ist das Faktum der Aufstocker. 70 Prozent der Mindestsicherungsbezieher bekommen einen Teil Mindestsicherung auf einen anderen Bezug aufgestockt. (Abg. Belakowitsch: Nein, 42 Prozent, Sie können sich die Zahlen schon einmal anschauen!) Das sind sehr oft Bezüge aus der Arbeitslosenversicherung, weil sie Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bekommen, und liegt das unter dem Mindestsicherungsrichtsatz, dann wird aufgestockt. Das sind 70 Prozent (Abg. Belakowitsch: Also im Jahr 2017 waren es 42 Prozent, neuere Zahlen haben wir nicht!), aber das kommt in der Geschichte unserer Erzählerinnen und Erzähler nicht vor. Das, was uns das Erzählerpaar Kurz und Hartinger-Klein hier vorgaukelt, entspricht einfach nicht der Realität. Es ist eine Geschichte, die viele Bürger gerne hören und deswegen wird sie so gerne erzählt. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei den NEOS
Das, was uns die Regierung bei Erwerbsanreizen kredenzt, ist natürlich auch eine Mogelpackung. In Wahrheit braucht es flexible Zuverdienstgrenzen, weg von alles oder nichts oder niedlichen Boni, die man ausschüttet. Es ist auch niemandem geholfen, wenn Sie Sprachkenntnisse postulieren, die man in vielen Bundesländern unseres Landes gar nicht erwerben kann, denn wenn oana in Vorarlberg ischt, dann lernat a ned so Hochdütsch, dass’r a Prüfung bestoht, aber für d’Boustell langat des allwil (Beifall bei den NEOS) – wenn einer in Vorarlberg ist, lernt er nicht so Hochdeutsch, dass es für eine Prüfung reicht, aber für die Baustelle reicht es allemal. Und gell (in Richtung Abg. Gahr), Hermann, in Tirol is des a so! (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS.)
in Richtung Abg. Gahr
Das, was uns die Regierung bei Erwerbsanreizen kredenzt, ist natürlich auch eine Mogelpackung. In Wahrheit braucht es flexible Zuverdienstgrenzen, weg von alles oder nichts oder niedlichen Boni, die man ausschüttet. Es ist auch niemandem geholfen, wenn Sie Sprachkenntnisse postulieren, die man in vielen Bundesländern unseres Landes gar nicht erwerben kann, denn wenn oana in Vorarlberg ischt, dann lernat a ned so Hochdütsch, dass’r a Prüfung bestoht, aber für d’Boustell langat des allwil (Beifall bei den NEOS) – wenn einer in Vorarlberg ist, lernt er nicht so Hochdeutsch, dass es für eine Prüfung reicht, aber für die Baustelle reicht es allemal. Und gell (in Richtung Abg. Gahr), Hermann, in Tirol is des a so! (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS.)
Heiterkeit und Beifall bei den NEOS.
Das, was uns die Regierung bei Erwerbsanreizen kredenzt, ist natürlich auch eine Mogelpackung. In Wahrheit braucht es flexible Zuverdienstgrenzen, weg von alles oder nichts oder niedlichen Boni, die man ausschüttet. Es ist auch niemandem geholfen, wenn Sie Sprachkenntnisse postulieren, die man in vielen Bundesländern unseres Landes gar nicht erwerben kann, denn wenn oana in Vorarlberg ischt, dann lernat a ned so Hochdütsch, dass’r a Prüfung bestoht, aber für d’Boustell langat des allwil (Beifall bei den NEOS) – wenn einer in Vorarlberg ist, lernt er nicht so Hochdeutsch, dass es für eine Prüfung reicht, aber für die Baustelle reicht es allemal. Und gell (in Richtung Abg. Gahr), Hermann, in Tirol is des a so! (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein Nebeneinander von solchen Leistungen ist bürokratisch unsinnig und ist gegenüber den Bezieherinnen und Beziehern dieser Leistungen unfair, weil man sie von Behörde zu Behörde schickt. Und ja, es ist keine leichte Aufgabe, ein neues System zu schaffen, es ist keine leichte Aufgabe, Notstandshilfe und Mindestsicherung zusammenzuführen. Es wäre schwierig, es wäre ein echt großer Wurf. Ich weiß, Geschichten zu erzählen, das geht leichter. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Die blauen Kürzungsfantasien sind ja für die Länder keine Grenze, nein, es gibt sogar die Möglichkeit, diese Obergrenze, die festgeschrieben ist, beliebig mit Sachleistungen und dementsprechend zusammengesetzten Sach- und finanziellen Leistungen zu unterschreiten. Jene Länder, die Ihre Vorgabe annehmen, werden am Ende des Tages jene sein, die dieses race to the bottom gewinnen; dann, Kollege Wöginger, könnte wiederum der Weg nach Wien angetreten werden. Ich gehe davon aus, dass dieses Beispiel aus der Luft gegriffen war. Selbst Sie haben den Weg nach Wien angetreten. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Beifall bei JETZT.
Ich möchte hier aber schon betonen: Wenn wir wieder eine Situation haben werden, in der Menschen, die in einer Notsituation sind, in jene Bundesländer getrieben werden, in denen noch ein Mindestmaß an Unterstützung für ein menschenwürdiges Leben gewährleistet ist, dann ist die aktuelle Situation nichts anderes, als sie vorher gewesen ist, und stellt keine Verbesserung in diesem Sinn dar. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei JETZT.
Um zum Schluss zu kommen: Das Thema dieser Aktuellen Stunde der FPÖ ist meiner Meinung nach denkbar schlecht gewählt. Wir haben erst am 15. April ein öffentliches ExpertInnenhearing zur Mindestsicherungsreform und dem möchte zumindest ich nicht vorgreifen. Dementsprechend hoffe ich natürlich noch auf Verbesserungen, die wir vielleicht gemeinsam erreichen können, und deshalb möchte ich es auch vermeiden, zu sagen, was ich aktuell wirklich über diese Vorlage denke. – Vielen Dank. (Beifall bei JETZT.)
Abg. Vogl: Wo ist der gemeinsame Nenner?
einiges an Handlungsspielraum und viel an Verantwortung. Ein kleinster gemeinsamer Nenner macht sehr viel Sinn. (Abg. Vogl: Wo ist der gemeinsame Nenner?) Es wird in diesem Bereich nun also erstmals ein Grundsatzgesetz geschaffen, verbunden mit der Einführung einer neuen Statistik zur Sozialhilfe. Nur so können informierte und faktenbasierte Entscheidungen getroffen werden.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Noch lange bevor die Verhandlungen zur Mindestsicherung Neu tatsächlich begonnen hatten, wussten manche schon alles, und das anscheinend auch noch besser. Ganz besonders schockiert hat mich eine Aussage der vergangenen Tage. Ich zitiere: „Ist es jetzt ein Bonus, behindert zu sein“? – Und das aus dem Mund einer Soziallandesrätin. Solche Ausführungen möchte ich gar nicht weiter kommentieren, denn das ist für mich einfach nur beleidigend. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Zurück zur eigentlichen Sache: Menschen mit Behinderungen erhalten in Zukunft einen Mindestsicherungszuschlag von 18 Prozent des Netto-Ausgleichszulagenrichtsatzes, das entspricht 160 Euro pro Monat. Das war ursprünglich eine Kannbestimmung und wurde nun zu einer Mussbestimmung. Das bedeutet also, dass die Bundesländer diese 18 Prozent mehr für Menschen mit Behinderungen zahlen müssen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abschließend halte ich fest, dass im Bereich Behinderung substanziell nachgebessert und auf die Stellungnahmen der Interessenvertretungen gut eingegangen worden ist. Herbert Pichler, der Präsident des Österreichischen Behindertenrates, hat das bestätigt. Bei ihm möchte ich mich stellvertretend für alle bedanken, die sich intensiv in den Gesetzwerdungsprozess eingebracht haben. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Rosenkranz – mit Bundesministerin Hartinger-Klein sprechend –: Ach so, hier bin ich! Hallo! Zu deiner Linken!
Ich bin Herrn Klubobmann Rosenkranz, der jetzt leider nicht hier ist (Abg. Rosenkranz – mit Bundesministerin Hartinger-Klein sprechend –: Ach so, hier bin ich! Hallo! Zu deiner Linken!) – zu meiner Linken; es wäre schön, wenn du einmal so handeln würdest –, dankbar, dass er dieses Thema heute eingebracht hat, weil uns das vor dem Hearing und vor der Beschlussfassung Ende April die Möglichkeit gibt, noch einmal unsere Positionen darzulegen. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, doch etwas mehr an Veränderung an diesem Gesetz herbeizuführen, als es der Ministerrat in seinem Vortrag am 28. November – oder mit zwei kleinen Änderungen am 15. März dieses Jahres – getan hat.
Abg. Heinisch-Hosek – in Richtung des mit Bundesministerin Hartinger-Klein sprechenden Abg. Rosenkranz –: Können Sie zuhören? – Abg. Greiner: Unmöglich!
Der Titel „Mindestsicherung NEU – mehr Fairness für uns Österreicher statt Zuwanderung in das Sozialsystem“ ist nur etwas falsch gewählt, Herr Rosenkranz. Er ist insofern falsch gewählt, als er – wenn es nach dem Geschäftsführer der Caritas, Herrn Bodmann, geht – richtig heißen müsste: Mindestsicherung Neu: Armutsbeschleuniger und -verfestiger. Das ist nur ein Zitat aus 142 Stellungnahmen, von denen es lediglich drei nicht so kritisch wie alle anderen sehen: Das war die Wirtschaftskammer, das war die Industriellenvereinigung und das war das Land Niederösterreich. (Abg. Heinisch-Hosek – in Richtung des mit Bundesministerin Hartinger-Klein sprechenden Abg. Rosenkranz –: Können Sie zuhören? – Abg. Greiner: Unmöglich!) – Herr Klubobmann Rosenkranz, offenbar ist es nicht wichtig, welche Position wir als Opposition in dieser Aktuellen Stunde beziehen.
Abg. Belakowitsch: Stimmt ja nicht!
Ich muss die Kollegen und Kolleginnen von FPÖ und ÖVP – wenn Sie sich schon hier herausstellen und von Fairness und Gerechtigkeit sprechen – schon fragen: Ist es fair und gerecht, eine Politik zu machen, bei der Arme noch ärmer werden? (Abg. Belakowitsch: Stimmt ja nicht!) Ist es fair und gerecht, eine Politik zu machen, bei der Ihnen eine Sozialleistung ab dem dritten Kind nur mehr 44 Euro wert ist? (Abg. Belakowitsch: Stimmt ja nicht! In welchem Kollektivvertrag gibt es das?)
Abg. Belakowitsch: Stimmt ja nicht! In welchem Kollektivvertrag gibt es das?
Ich muss die Kollegen und Kolleginnen von FPÖ und ÖVP – wenn Sie sich schon hier herausstellen und von Fairness und Gerechtigkeit sprechen – schon fragen: Ist es fair und gerecht, eine Politik zu machen, bei der Arme noch ärmer werden? (Abg. Belakowitsch: Stimmt ja nicht!) Ist es fair und gerecht, eine Politik zu machen, bei der Ihnen eine Sozialleistung ab dem dritten Kind nur mehr 44 Euro wert ist? (Abg. Belakowitsch: Stimmt ja nicht! In welchem Kollektivvertrag gibt es das?)
Abg. Rosenkranz: Plus Familienbeihilfe!
Jetzt kann man hergehen und sich durchaus auch einmal das Argument von Klubobmann Wöginger und das Argument der Frau Sozialministerin anschauen, die behaupten, es sind 133 Euro pro Kind. Rechnen wir zusammen: für das erste Kind 221 Euro, für das zweite Kind 139 Euro, für das dritte Kind nur mehr 44 Euro, dividiert durch drei, dann sind wir bei 133 Euro. Ich frage jetzt die Jugend (in Richtung Galerie), die da oben sitzt, ich frage die jungen Menschen zu Hause vor den Fernsehschirmen (Abg. Rosenkranz: Plus Familienbeihilfe!), die sich das jetzt ausrechnen können: Ist es möglich, mit 133 Euro pro Monat ein Kind zu versorgen? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hauser: Plus Familienbeihilfe! Du sagst immer nur die halbe Wahrheit!) Ist es möglich, diese Kinder am Musikunterricht, an Schulexkursionen teilhaben zu lassen und ihnen
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hauser: Plus Familienbeihilfe! Du sagst immer nur die halbe Wahrheit!
Jetzt kann man hergehen und sich durchaus auch einmal das Argument von Klubobmann Wöginger und das Argument der Frau Sozialministerin anschauen, die behaupten, es sind 133 Euro pro Kind. Rechnen wir zusammen: für das erste Kind 221 Euro, für das zweite Kind 139 Euro, für das dritte Kind nur mehr 44 Euro, dividiert durch drei, dann sind wir bei 133 Euro. Ich frage jetzt die Jugend (in Richtung Galerie), die da oben sitzt, ich frage die jungen Menschen zu Hause vor den Fernsehschirmen (Abg. Rosenkranz: Plus Familienbeihilfe!), die sich das jetzt ausrechnen können: Ist es möglich, mit 133 Euro pro Monat ein Kind zu versorgen? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hauser: Plus Familienbeihilfe! Du sagst immer nur die halbe Wahrheit!) Ist es möglich, diese Kinder am Musikunterricht, an Schulexkursionen teilhaben zu lassen und ihnen
Abg. Rosenkranz: Beppo Muchitsch, es gibt auch Familienbeihilfe!
Verpflegung – Essen – und Wohnen zu ermöglichen? Ist das möglich? (Abg. Rosenkranz: Beppo Muchitsch, es gibt auch Familienbeihilfe!)
Ruf bei der ÖVP: Warum immer nur halb informieren?
Wir haben 2010 für die Mindestsicherung ganz bewusst (Ruf bei der ÖVP: Warum immer nur halb informieren?), gemeinsam mit der ÖVP, den Titel Mindestsicherung gefunden – weg von der Sozialhilfe –, weil Sozialhilfe so ein Wort ist, das Sie hier auch verwenden, und dann, Frau Ministerin, noch behaupten: Die wollen nicht arbeiten, die das beziehen, wollen nicht arbeiten! (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ein Wahnsinn! – Abg. Greiner: Sehr zynisch! Sehr zynisch!)
Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ein Wahnsinn! – Abg. Greiner: Sehr zynisch! Sehr zynisch!
Wir haben 2010 für die Mindestsicherung ganz bewusst (Ruf bei der ÖVP: Warum immer nur halb informieren?), gemeinsam mit der ÖVP, den Titel Mindestsicherung gefunden – weg von der Sozialhilfe –, weil Sozialhilfe so ein Wort ist, das Sie hier auch verwenden, und dann, Frau Ministerin, noch behaupten: Die wollen nicht arbeiten, die das beziehen, wollen nicht arbeiten! (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ein Wahnsinn! – Abg. Greiner: Sehr zynisch! Sehr zynisch!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Greiner: So schaut’s aus! – Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Das ist ja unglaublich! Wissen Sie, warum? – Weil von den 308 000 Menschen, die Mindestsicherung beziehen, 86 000 Menschen arbeitslos sind. Die sind aber nicht freiwillig arbeitslos. Alle anderen sind Aufstocker, das sind Frauen, die arbeiten, die einen Teilzeitjob haben, das sind Menschen, die krank sind, das sind Menschen, die in Pension sind, das sind Menschen, die eine Behinderung haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Greiner: So schaut’s aus! – Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Abg. Rosenkranz: Verarmung?
Sie stellen sich hierher und sagen, die wollen nicht arbeiten. Frau Belakowitsch geht hierher und sagt, dass das keine Langzeitarbeitslosen sind. Da sind sehr wohl Menschen dabei, die arbeiten wollen und keinen Anspruch auf eine andere Leistung haben. Fakt ist, die Sozialhilfe Neu führt letztendlich dazu, dass die Armut in diesem Land steigt. (Abg. Rosenkranz: Verarmung?) Das hat sich ein Land mit einem internationalen Ansehen wie Österreich nicht verdient.
Abg. Rosenkranz: Auch nicht! Aber es kann schon Herr Leichtfried nicht richtig zuhören bei Ministerräten!
Letztes Argument: Schauen Sie, Herr Rosenkranz, wenn 977 Millionen Euro aus dem Budget für die Mindestsicherung aufgewendet werden – Zahlen aus dem Jahr 2017 –, dann sind das 0,9 Prozent sämtlicher Sozialausgaben dieser Republik. 3 Prozent der Menschen, die sich legal in Österreich aufhalten – und nicht illegal, wie es Herr Rosenkranz gesagt hat –, beziehen 0,9 Prozent sämtlicher Sozialausgaben dieser Republik; und dann ist es Ihnen nicht wert, das auch dementsprechend zu verbessern, nein, Sie fahren es noch hinunter. (Abg. Rosenkranz: Auch nicht! Aber es kann schon Herr Leichtfried nicht richtig zuhören bei Ministerräten!)
Beifall bei der SPÖ.
Mein Appell, meine Bitte an Sie, an ÖVP und FPÖ: Denken Sie in den nächsten vier Wochen wirklich noch einmal darüber nach, ob Sie die Kinderarmut in diesem Land weiter verstärken wollen! Bitte tun Sie es nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die Mentoring-Gruppe aus Kärnten recht herzlich begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Muchitsch: Kranke, Behinderte, Pensionisten!
Abgeordneter Mag. Johann Gudenus, M.A.I.S. (FPÖ): Herr Präsident! Herr Kollege Muchitsch, kurz zu dir: Das, was du gesagt hast, ist ein Musterbeispiel dafür, wenn man die Märchen, die man erzählt, auch selbst glaubt. So viele Fehlinformationen: zum Beispiel zu sagen, dass großteils arbeitende Menschen betroffen sind. Nur 8 Prozent der Aufstocker arbeiten auch, Herr Kollege Muchitsch (Abg. Muchitsch: Kranke, Behinderte, Pensionisten!), das solltest du als Sozialexperte wissen. Anscheinend gibt es diesbezüglich auf deiner Seite Nachholbedarf, denn nur 8 Prozent arbeiten wirklich. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Johann Gudenus, M.A.I.S. (FPÖ): Herr Präsident! Herr Kollege Muchitsch, kurz zu dir: Das, was du gesagt hast, ist ein Musterbeispiel dafür, wenn man die Märchen, die man erzählt, auch selbst glaubt. So viele Fehlinformationen: zum Beispiel zu sagen, dass großteils arbeitende Menschen betroffen sind. Nur 8 Prozent der Aufstocker arbeiten auch, Herr Kollege Muchitsch (Abg. Muchitsch: Kranke, Behinderte, Pensionisten!), das solltest du als Sozialexperte wissen. Anscheinend gibt es diesbezüglich auf deiner Seite Nachholbedarf, denn nur 8 Prozent arbeiten wirklich. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich komme noch einmal zu dir zurück, aber zuerst einmal ein herzliches Dankeschön an Frau Bundesministerin Hartinger (Zwischenrufe bei der SPÖ), denn Frau Bundesministerin Hartinger ist die Sozial- und Gesundheitsministerin, die seit über einem Jahr, seit 15 Monaten, die wirklich heißen Eisen der Sozial- und Gesundheitspolitik nicht nur
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Loacker: Und sich jedes Mal die Finger dabei verbrennt!
anpackt, sondern erfolgreich löst. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Loacker: Und sich jedes Mal die Finger dabei verbrennt!) Danke sehr, Frau Ministerin, beherzt packst du die heißen Eisen an!
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Heute diskutieren wir das Sozialhilfe-Grundsatzgesetz, das auch so ein heißes Eisen ist. Zwei Anreize werden mit diesem Gesetz gesetzt: ein Integrationsanreiz – ganz klar, mit den Deutschprüfungen, die verlangt werden – und ein Arbeitsanreiz; aber auch ein dritter, ganz wichtiger Anreiz, nämlich ein Anreiz für Sozialzuwanderer aus dem Ausland, nicht mehr nach Österreich zu kommen. Auch das ist ein Erfolg des neuen Sozialhilfegesetzes. Danke sehr, Frau Ministerin! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Widerspruch bei der SPÖ.
Die SPÖ spricht immer von Armutsbekämpfung. Wissen Sie, was Sie in den letzten Jahren in Österreich und vor allem im rot-grünen Wien gemacht haben? – Sie haben die Armut vermehrt. (Widerspruch bei der SPÖ.) Sie haben zu den 420 000 Menschen, die bis zum Jahr 2015 im rot-grünen Wien schon in Armut gelebt haben, noch einige Zehntausend Leute mehr, die arm sind, nach Wien geholt. Mindestens zwei Drittel der Asylwerber, die seit 2015 in Österreich gelandet sind, sind nach Wien gegangen. Und warum wohl? – Wegen des Pullfaktors Mindestsicherung im rot-grünen Wien.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Das wird hiermit abgestellt, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist ein großer Erfolg dieser Koalition, und darüber kann man auch gerne reden. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Gehen wir zurück zu den Highlights von 2017: Gesamtzahl 150 000, Staatsbürger 73 000, Staatenlose beziehungsweise Personen mit unbekannter Staatsbürgerschaft 21 000, also 14 Prozent Staatenlose beziehungsweise Personen mit unbekannter Staatsbürgerschaft. Dafür müssen die Österreicher aufkommen! Man fragt sich nur, warum. Doch genau mit diesem System des strukturellen Sozialmissbrauchs wird Schluss gemacht, dafür sorgen wir in dieser Regierung. – Danke, Frau Sozialministerin! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wien, nämlich das rot-grüne Wien, diese Stadtregierung, eigentlich eine Fremdherrschaft über Wien, hat sich in den letzten Jahren als Weltsozialamt beziehungsweise als Magnet für Massenzuwanderung dargestellt. – Damit wird endlich Schluss gemacht, meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir machen diesem strukturellen Sozialmissbrauch und Machtmissbrauch einen Strich durch die Rechnung, und das ist gut so, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Schluss gemacht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Damit machen wir jetzt Schluss. Wir sorgen für mehr Fairness, für mehr Gerechtigkeit. Wir werden auch dafür sorgen, dass das rot-grüne System des Sozialmissbrauchs in Zukunft keine Chance mehr hat, weiter sein Unwesen zu treiben! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Herr Präsident! Geschätzte Frau Minister! Ich konstatiere oder muss zur Erkenntnis kommen, dass Ihre Rede – wie Kollege Loacker auch gesagt hat – wahrscheinlich nicht mehr als 1,50 Euro gekostet haben kann. Das, was Kollege Gudenus von sich gegeben hat, war deutlich billiger. (Heiterkeit und Beifall bei NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Sie haben keine Ahnung, welche Probleme es hier gibt! Gehen Sie einmal in einen Gemeindebau!
Die Rede war an Zynismus nicht zu überbieten. Das ist einmal Grundsatz Nummer eins: Wenn Sie – und in Ihrer Rede als Ministerin repräsentieren Sie auch Österreich – von ausländischen Wirtschaftsflüchtlingen sprechen, dann scheint Ihnen nicht bewusst zu sein, welche Probleme in diesem Land wirklich herrschen! (Abg. Belakowitsch: Sie haben keine Ahnung, welche Probleme es hier gibt! Gehen Sie einmal in einen Gemeindebau!)
Abg. Stefan: Das ist doch nicht widersprüchlich!
In diesem Land herrschen andere Probleme, auch ein Fachkräftemangel. Wir brauchen einen qualifizierten Zuzug. All das sind Probleme, die die Unternehmen in diesem Land auch beschäftigen. (Abg. Stefan: Das ist doch nicht widersprüchlich!) Wir brauchen hier aber nicht ein Thema, das Sie sozusagen immer wieder aufbringen, nämlich das Thema der Angst und der Angstmache. – Das ist einmal das Grundproblem. (Abg. Belakowitsch: Welche Angst?)
Abg. Belakowitsch: Welche Angst?
In diesem Land herrschen andere Probleme, auch ein Fachkräftemangel. Wir brauchen einen qualifizierten Zuzug. All das sind Probleme, die die Unternehmen in diesem Land auch beschäftigen. (Abg. Stefan: Das ist doch nicht widersprüchlich!) Wir brauchen hier aber nicht ein Thema, das Sie sozusagen immer wieder aufbringen, nämlich das Thema der Angst und der Angstmache. – Das ist einmal das Grundproblem. (Abg. Belakowitsch: Welche Angst?)
Abg. Gudenus: Mister Ahnungslos!
Wenn Kollege Rosenkranz davon spricht - - Es gab ja zwei wirkliche Schlagwörter bei meinen Vorrednern, nämlich den sogenannten Sozialtourismus und dass der, der arbeitet, nicht der Dumme sein darf. Diese zwei Schlagwörter gibt diese Regierung immer wieder von sich. Das ist ja auch das Kernproblem: Wer arbeitet, der darf nicht der Dumme sein. Der Grund dafür ist, dass Sie es auch in dieser Legislaturperiode nicht schaffen, dass die Mitarbeiter mehr verdienen und weniger kosten. (Abg. Gudenus: Mister Ahnungslos!) Es ist einfach auch ein Grundproblem, dass Sie die kalte Progression fortschreiben und Mitarbeiter – etwa der Tischler, von dem Sie sprechen, mit 1 600 oder 1 700 Euro, wovon er nichts sieht – brutto zu viel kosten, ihnen aber netto zu wenig übrig bleibt. Das ist eines der Probleme.
Abg. Stefan: Das ist doch kein Widerspruch! Themaverfehlung!
Darum bringen Sie solche Themen auf und sagen: Wer arbeitet, darf nicht der Dumme sein! – Nein: Für jemanden, der arbeitet, muss es sich auch lohnen! (Abg. Stefan: Das ist doch kein Widerspruch! Themaverfehlung!) Aber das schaffen Sie nicht! Diese Problematik schaffen Sie nicht! (Abg. Rosenkranz: Doch! Aber nicht mit diesem Gesetz! Wir sind bei einem anderen Thema!)
Abg. Rosenkranz: Doch! Aber nicht mit diesem Gesetz! Wir sind bei einem anderen Thema!
Darum bringen Sie solche Themen auf und sagen: Wer arbeitet, darf nicht der Dumme sein! – Nein: Für jemanden, der arbeitet, muss es sich auch lohnen! (Abg. Stefan: Das ist doch kein Widerspruch! Themaverfehlung!) Aber das schaffen Sie nicht! Diese Problematik schaffen Sie nicht! (Abg. Rosenkranz: Doch! Aber nicht mit diesem Gesetz! Wir sind bei einem anderen Thema!)
Abg. Gudenus: Wer sind die NEOS? Wer ist das?
Zum zweiten Punkt, Sozialtourismus, und zu dem, was Kollege Wöginger angebracht hat: Was haben denn die NEOS die ganze Zeit gesagt? (Abg. Gudenus: Wer sind die NEOS? Wer ist das?) Die NEOS haben die ganze Zeit, auch in der letzten Legislaturperiode, ein Konzept vorgestellt, in dem auch eine Residenzpflicht enthalten ist. Das hat Beate Meinl-Reisinger auch immer klar gesagt: Man braucht eine Residenzplicht. – Das haben Sie nicht geschafft. Sie haben Ihre Probleme wieder an die Länder abgeschoben. Was kommt dabei heraus? – Dass es bei den Ländern auch verschiedene Soziallandesräte gibt, und jetzt könnte man einmal weiterdenken - - (Abg. Rosenkranz: Wie wollen Sie es bei einem Grundsatzgesetz? Wir arbeiten verfassungskonform!) – Sie waren dran, und jetzt bin ich dran! (Abg. Rosenkranz: Sie können doch nicht wider besseres Wissen solche Sachen erzählen!) Sie waren dran, und jetzt bin ich dran! Ich habe Sie zuerst auch nicht unterbrochen, ich habe Ihnen genau zugehört!
Abg. Rosenkranz: Wie wollen Sie es bei einem Grundsatzgesetz? Wir arbeiten verfassungskonform!
Zum zweiten Punkt, Sozialtourismus, und zu dem, was Kollege Wöginger angebracht hat: Was haben denn die NEOS die ganze Zeit gesagt? (Abg. Gudenus: Wer sind die NEOS? Wer ist das?) Die NEOS haben die ganze Zeit, auch in der letzten Legislaturperiode, ein Konzept vorgestellt, in dem auch eine Residenzpflicht enthalten ist. Das hat Beate Meinl-Reisinger auch immer klar gesagt: Man braucht eine Residenzplicht. – Das haben Sie nicht geschafft. Sie haben Ihre Probleme wieder an die Länder abgeschoben. Was kommt dabei heraus? – Dass es bei den Ländern auch verschiedene Soziallandesräte gibt, und jetzt könnte man einmal weiterdenken - - (Abg. Rosenkranz: Wie wollen Sie es bei einem Grundsatzgesetz? Wir arbeiten verfassungskonform!) – Sie waren dran, und jetzt bin ich dran! (Abg. Rosenkranz: Sie können doch nicht wider besseres Wissen solche Sachen erzählen!) Sie waren dran, und jetzt bin ich dran! Ich habe Sie zuerst auch nicht unterbrochen, ich habe Ihnen genau zugehört!
Abg. Rosenkranz: Sie können doch nicht wider besseres Wissen solche Sachen erzählen!
Zum zweiten Punkt, Sozialtourismus, und zu dem, was Kollege Wöginger angebracht hat: Was haben denn die NEOS die ganze Zeit gesagt? (Abg. Gudenus: Wer sind die NEOS? Wer ist das?) Die NEOS haben die ganze Zeit, auch in der letzten Legislaturperiode, ein Konzept vorgestellt, in dem auch eine Residenzpflicht enthalten ist. Das hat Beate Meinl-Reisinger auch immer klar gesagt: Man braucht eine Residenzplicht. – Das haben Sie nicht geschafft. Sie haben Ihre Probleme wieder an die Länder abgeschoben. Was kommt dabei heraus? – Dass es bei den Ländern auch verschiedene Soziallandesräte gibt, und jetzt könnte man einmal weiterdenken - - (Abg. Rosenkranz: Wie wollen Sie es bei einem Grundsatzgesetz? Wir arbeiten verfassungskonform!) – Sie waren dran, und jetzt bin ich dran! (Abg. Rosenkranz: Sie können doch nicht wider besseres Wissen solche Sachen erzählen!) Sie waren dran, und jetzt bin ich dran! Ich habe Sie zuerst auch nicht unterbrochen, ich habe Ihnen genau zugehört!
Beifall bei den NEOS.
Gehen wir jetzt einmal von dem Beispiel Oberösterreich aus. Dort hätte man eventuell einen Soziallandesrat, der von der FPÖ ist. Was macht dieser? – Der macht etwas ganz anderes als etwa der Soziallandesrat in Niederösterreich, in Kärnten, in der Steiermark, vielleicht auch in Salzburg oder wo auch immer – da findet das auf diese zynische Art und Weise statt. Damit, das auf die Länder zu schieben, haben Sie das Problem nicht gelöst, sondern dieser Pullfaktor wird weiterhin bestehen, solange Sie nicht eine Residenzpflicht einführen. Das ist halt einmal das Thema, da können Sie nicht aus! (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Rosenkranz und Gudenus.
Was Sie machen, ist, einfach mit der Angst zu spielen. Das ist Ihre polemische Art, Regierungspolitik zu betreiben! Das ist auf der anderen Seite auch falsch. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rosenkranz und Gudenus.)
Beifall bei den NEOS.
Es wird jetzt zum Beispiel Ausführungsgesetze in den Ländern geben, die besagen, in welcher Höhe und ob sie AlleinerzieherInnen einen Bonus gewähren. Das kann von Land zu Land unterschiedlich sein. Zum Beispiel: Wen Sie überhaupt von der Sozialhilfe ausschließen, kann von Land zu Land unterschiedlich sein. Stimmt das? – Ja. Das heißt: Hier kommt auch ein Wettbewerb dazu und wird das Problem nicht gelöst. Das Problem würden Sie lösen, wenn Sie wirklich einen Arbeits- und Qualifizierungsbonus schaffen. Dieser Arbeits- und Qualifizierungsbonus muss auch wirklich gelebt werden! Das haben Sie faktisch abgestellt, diesbezüglich haben Sie nichts getan. Sie haben nur gesagt, dass ein Bonus zusteht, wenn jemand brav Deutsch lernt. Gleichzeitig werden aber die Deutschkurse eingeschränkt. Das ist das Kernproblem. Sie wollen gar nicht, Sie wollen nur polemisch in diesem Land Angst verbreiten! Das ist Ihr Thema. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Rosenkranz: Wir gehen aber verfassungskonform vor!
Letzter Punkt: Kollege Wurm, der jetzt leider nicht da ist – doch, da kommt er! –, hat von dem Datensalat 2015 in dieser Causa gesprochen. Im Hinblick darauf hat er Ihren Vorgängern Stöger und Hundstorfer den Kopf gewaschen. – Wir haben es bis heute nicht geschafft, dass wir diesen Datensalat aufdröseln, um Daten zu haben. (Abg. Rosenkranz: Wir gehen aber verfassungskonform vor!) Auch das ist eines Ihrer Versäumnisse! Sie spielen nur mit der Angst! Peinlich, peinlich, peinlich! (Beifall bei
Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (JETZT): Herr Präsident! Hohes Haus! (Unruhe im Saal.) Sind Sie jetzt bereit, mir zuzuhören? (Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.) Das würde mich freuen, und es würde Ihnen, glaube ich, sehr guttun! Lauschen Sie also, was ich zu sagen habe!
Abg. Gudenus: Sie können nicht rechnen, peinlich, peinlich!
Stellen wir uns jetzt die Frage, ob diese Mindestsicherung Neu diesen Ansprüchen gerecht wird. – Ich würde sagen: Nein! Was wird nämlich hier getan? – Mindestsicherung Neu kürzt. Sie kürzt nicht nur, das ist richtig, aber in entscheidenden Punkten wird gekürzt, etwa bei Familien mit Kindern. Das ist nun einfach so, das kann man drehen und wenden, wie man will: Das dritte Kind bekommt nur mehr 43 Euro, und das verschärft die Kinderarmut. Alle Rechenkünste, die Sie anstellen, können nicht darüber hinwegschwindeln, Herr Gudenus! (Abg. Gudenus: Sie können nicht rechnen, peinlich, peinlich!)
Abg. Neubauer: Das ist Unsinn!
Das Ziel muss es aber sein, Existenz zu sichern und Chancen zu fördern, aber damit hat die Regierung nichts im Sinn! Die Chancen von Kindern werden verschlechtert. – Das nennen Sie soziale Gerechtigkeit zurückbringen, Frau Ministerin? Familien werden krankmachenden Lebensbedingungen ausgesetzt. – Das nennen Sie soziale Gerechtigkeit, Frau Ministerin? (Abg. Neubauer: Das ist Unsinn!) Menschen werden bis weit in die Mittelschicht hinein in ein drohendes Almosenregime getrieben. – Das nennen Sie soziale Gerechtigkeit? Das nennen Sie Fairness? – Nein!
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
Schauen wir also darauf, dass diese sozialen Netze das sind, was sie sein sollen: da zur Sicherung der Existenz von Menschen und eines menschenwürdigen Lebens. Schauen wir darauf, dass wir eine Politik betreiben können, die zu null Armut führt und nicht dort kürzt, wo nicht gekürzt werden soll! – Danke sehr. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die Schülerinnen und Schüler der Neuen Mittelschule Neunkirchen recht herzlich bei uns im Hohen Haus begrüßen. – Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall des Abgeordneten Schmuckenschlager.
Abgeordnete Dipl.-Ing. (FH) Martha Bißmann (ohne Klubzugehörigkeit): Guten Morgen, Herr Präsident! Guten Morgen, Hohes Haus! Liebe Bürgerinnen und Bürger! Frau Ministerin! Kolleginnen und Kollegen! Ich würde mich sehr gerne hier ans Rednerpult stellen und unserer Regierung Applaus spenden für eine progressive, humanistische und nachhaltige Politik, die unser schönes Land Österreich fit macht für die Zukunft. (Beifall des Abgeordneten Schmuckenschlager.)
Abg. Hauser: Ah geh ... Kollektivverträge! So ein Blödsinn!
Die Wahrheit ist, die Sozialhilfe soll nicht den Zuwanderern diesen sogenannten Traum vom Sozialstaat nehmen, sie soll nicht Armutsbetroffenen helfen, nein, sie soll Menschen in Österreich, die jetzt noch in scheinbar guten Arbeitsverhältnissen sind, Angst machen und somit Türen für den Niedriglohnsektor beziehungsweise in Richtung von noch mehr prekären Arbeitsverhältnissen öffnen – Stichwort Lohndumping. (Abg. Hauser: Ah geh ... Kollektivverträge! So ein Blödsinn!)
Beifall bei Abgeordneten der NEOS.
Ich habe diese Rede gemeinsam mit einer armutsbetroffenen Mitbürgerin erstellt. Ihr Name ist Daniela Brodesser, sie wohnt mit vier Kindern und Ehemann in Oberösterreich. Es ist mir wichtig, dass wir hier zeigen, dass wir Volksvertreterinnen und Volksvertreter auch diese armutsbetroffenen Menschen – gerade diese Menschen! – vertreten. – Vielen Dank. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Martin Graf: Brutto oder netto?
Ich habe mir das angeschaut: Im Privatberuf bin ich unter anderem auch Sozialarbeiter, und ich bin, während die Kollegen hier geredet haben, auf die Seite finanz.at gegangen und habe dort in die Maske des Mindestsicherungsrechners alleinerziehend mit zwei Kindern eingegeben. Wissen Sie, welcher Betrag da herausgekommen ist? – 1 425,47 Euro pro Monat. Dann habe ich mir noch den „Spaß“ – unter Anführungszeichen – gemacht, mir auf der Sozialarbeiterplattform gewisse Stellen anzuschauen, die ausgeschrieben sind. Es ist schwierig, dass man überhaupt eine Vollzeitstelle findet, aber ich habe eine gefunden, bei der man eben Arbeitslose wieder ins Arbeitsleben begleiten und unterstützen soll. Wissen Sie, was dort ein Sozialarbeiter in der Stufe 8 der Verwendungsgruppe 1 – falls er überhaupt dort eingesetzt wird – verdient? – 1 785,90 Euro im Monat. (Abg. Martin Graf: Brutto oder netto?) – Brutto.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich tausche mich mit sehr vielen Kollegen, die auch im Sozialbereich tätig sind, aus und wir treffen uns. Wissen Sie, was die mir erzählen? – Die sagen, dass sich, wenn sie jemanden, der schwer bis kaum vermittelbar ist, weil eben viele Voraussetzungen nicht passen, in den Arbeitsmarkt vermitteln sollen, die Jobs, die sie ihm anbieten können, für den nicht rentieren, dass er arbeiten geht, weil er durch die öffentlichen Leistungen eh mehr Geld bekommt. – Da ist etwas falsch! Dass das behoben gehört, dazu stehe ich auch als Sozialarbeiter. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Die beste Prävention gegen Mindestsicherung, gegen Sozialhilfe ist der soziale Aufstieg. Der soziale Aufstieg führt über den Weg der Bildung. Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, ich, der Herr Präsident, die Frau Ministerin und wir alle wären nicht hier, wenn wir nicht den Weg der Bildung gegangen wären. Das ist nämlich die beste Prävention gegen Armut. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Wah!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Da die Rednerliste geschlossen ist, darf ich zum Begehren des Ordnungsrufs des Klubobmanns Leichtfried zurückkommen. Ich habe mir das Protokoll kommen lassen. Der Vorwurf, dass es da um einen strafrechtlichen Vorwurf ging, erschließt sich mir nicht. (Rufe bei der SPÖ: Wah!) – Darf ich ausreden?
Abg. Krainer: ... sinnerfassendes Lesen ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Daher würde ich die Ministerin ersuchen, missverständliche Formulierungen nicht mehr zu verwenden, sodass diese Vorwürfe nicht stattfinden können, und das beim nächsten Mal klarer zu formulieren. Da ist weder eine Person noch eine Partei adressiert, sondern das ist im Abstrakten geblieben, daher lasse ich es bei dieser dementsprechenden Korrektur. (Abg. Krainer: ... sinnerfassendes Lesen ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer
Ein unangenehmes Thema in diesem Zusammenhang ist ja auch der Einkommensbericht des Rechnungshofes. Darin wird nämlich deutlich, wie die Schere zwischen denen, die viel verdienen, und denen, die sehr wenig verdienen, immer weiter auseinandergeht. Während die einen sich tagtäglich abrackern und nicht wissen, wie sie die Miete zahlen sollen, gibt es sehr wenige, die viel und immer mehr verdienen, und zwar nicht unbedingt, weil sie das ihrer Arbeitsleistung zu verdanken haben (Zwischenruf des Abg. Neubauer), sondern durchaus auch, weil sie mit Finanzgeldern spekulieren oder keine Steuern zahlen. (Zwischenruf des Abg. Hauser.)
Zwischenruf des Abg. Hauser.
Ein unangenehmes Thema in diesem Zusammenhang ist ja auch der Einkommensbericht des Rechnungshofes. Darin wird nämlich deutlich, wie die Schere zwischen denen, die viel verdienen, und denen, die sehr wenig verdienen, immer weiter auseinandergeht. Während die einen sich tagtäglich abrackern und nicht wissen, wie sie die Miete zahlen sollen, gibt es sehr wenige, die viel und immer mehr verdienen, und zwar nicht unbedingt, weil sie das ihrer Arbeitsleistung zu verdanken haben (Zwischenruf des Abg. Neubauer), sondern durchaus auch, weil sie mit Finanzgeldern spekulieren oder keine Steuern zahlen. (Zwischenruf des Abg. Hauser.)
Beifall bei JETZT.
Dieser Einkommensbericht, werte Kollegen und Kolleginnen, wird morgen als 19. Punkt der Tagesordnung etwa um 22 Uhr diskutiert. Dafür gibt es sicher einen Grund. Ich hätte gerne gehabt, dass wir solche Debatten zu einer Zeit führen, zu der auch Fernsehzuseherinnen und ‑zuseher daran teilnehmen können, etwa am Freitagvormittag. Dann erkennen diese nämlich, wohin die Gelder gehen und wohin sie gehen könnten. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei JETZT. – Widerspruch bei ÖVP und FPÖ.
Herr Präsident, ich glaube, es kann nicht sein und es ist nicht im Interesse eines lebendigen Parlamentarismus, dass Sie solch wichtige Themen in die späten Abendstunden verschieben und auf diese Art und Weise verräumen lassen. Es darf nicht in Ihrem Interesse sein, einen geplanten Arbeitstag, nämlich den Freitag, der durchaus für die Debatte zur Verfügung gestanden wäre, einfach fallen zu lassen, ihn nicht in Anspruch zu nehmen – einfach nur deshalb, weil ein paar Abgeordnete lieber nach Hause zur Mama fahren wollen, denn das ist kein Grund. (Beifall bei JETZT. – Widerspruch bei ÖVP und FPÖ.) – Na ja, dass dieser Widerspruch gerade von der Seite kommt, das wissen wir, denn es ist übliche Praxis, zu sagen: Wir müssen am Freitagnachmittag im eigenen Wahlkreis kämpfen! – Immer ist es der Freitag, an dem der Wahlkreis besucht werden soll. (Abg. Winzig: Schauen wir uns einmal Ihre Vorzugsstimmen an! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Winzig: Schauen wir uns einmal Ihre Vorzugsstimmen an! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Herr Präsident, ich glaube, es kann nicht sein und es ist nicht im Interesse eines lebendigen Parlamentarismus, dass Sie solch wichtige Themen in die späten Abendstunden verschieben und auf diese Art und Weise verräumen lassen. Es darf nicht in Ihrem Interesse sein, einen geplanten Arbeitstag, nämlich den Freitag, der durchaus für die Debatte zur Verfügung gestanden wäre, einfach fallen zu lassen, ihn nicht in Anspruch zu nehmen – einfach nur deshalb, weil ein paar Abgeordnete lieber nach Hause zur Mama fahren wollen, denn das ist kein Grund. (Beifall bei JETZT. – Widerspruch bei ÖVP und FPÖ.) – Na ja, dass dieser Widerspruch gerade von der Seite kommt, das wissen wir, denn es ist übliche Praxis, zu sagen: Wir müssen am Freitagnachmittag im eigenen Wahlkreis kämpfen! – Immer ist es der Freitag, an dem der Wahlkreis besucht werden soll. (Abg. Winzig: Schauen wir uns einmal Ihre Vorzugsstimmen an! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei JETZT.
Wenn die Regierung Themen, die eigentlich in den Sozialausschuss gehören, im Wirtschaftsausschuss haben möchte, dann halten Sie der Regierung auch hier die Stange, machen die Mauer und dann werden diese Themen im Wirtschaftsausschuss diskutiert. Wenn sich an dieser eigenwilligen Interpretation von Neutralität nichts ändert, werden wir uns weiterhin über Einwendungen zu Wort melden. (Beifall bei JETZT.) Wir von JETZT werden jedenfalls nicht zulassen, dass das Parlament zur Abstimmungsmaschinerie der Regierung wird. – Danke. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei JETZT.
Wenn die Regierung Themen, die eigentlich in den Sozialausschuss gehören, im Wirtschaftsausschuss haben möchte, dann halten Sie der Regierung auch hier die Stange, machen die Mauer und dann werden diese Themen im Wirtschaftsausschuss diskutiert. Wenn sich an dieser eigenwilligen Interpretation von Neutralität nichts ändert, werden wir uns weiterhin über Einwendungen zu Wort melden. (Beifall bei JETZT.) Wir von JETZT werden jedenfalls nicht zulassen, dass das Parlament zur Abstimmungsmaschinerie der Regierung wird. – Danke. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Dönmez. – Zwischenruf des Abg. Noll.
dass wir am Freitag zur Mama heimfahren. Wir sind Abgeordnete, die von der Bevölkerung direkt gewählt sind, und wir nehmen unsere Wahlkreisarbeit wahr. Viele von uns haben am Freitag Sprechtage und sind bei der Bevölkerung. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Dönmez. – Zwischenruf des Abg. Noll.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Dönmez. – Abg. Wurm: Ja, genau!
Zum Glück denkt nicht der Großteil der österreichischen Bevölkerung wie Sie von der Liste JETZT, denn der Großteil der Bevölkerung in diesem Land arbeitet am Freitagvormittag noch, und das ist auch gut so. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Dönmez. – Abg. Wurm: Ja, genau!)
Abg. Wurm: Ja eben, war eh ein Fehler!
Zum Dritten: Was ist es überhaupt noch wert, wenn die Klubdirektorin von JETZT die Tagesordnung mit einer Unterschrift bestätigt? Ich meine, die Bevölkerung weiß das ja gar nicht: In diesem Haus gibt es keinen Sitzungstag, keinen Ausschusstermin, dem nicht alle fünf Fraktionen zustimmen. Das ist einzigartig, auch wenn man es mit anderen Parlamenten vergleicht. Wir leben diese Usance seit vielen Jahren. Jetzt aber kommen wir auf einmal in die Situation, dass die kleinste Fraktion mit sieben Abgeordneten davon abweicht. Denen haben wir übrigens noch geholfen, dass sie überhaupt in den Ausschüssen sitzen. (Abg. Wurm: Ja eben, war eh ein Fehler!) Dass ihr überhaupt in den Ausschüssen sitzt, habt ihr uns allen zu verdanken, denn dadurch, dass Abgeordnete Bißmann euch verlassen hat, wärt ihr gar nicht mehr in den Ausschüssen gewesen, liebe Damen und Herren von der Liste JETZT! (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Scherak.
Zum Dritten: Was ist es überhaupt noch wert, wenn die Klubdirektorin von JETZT die Tagesordnung mit einer Unterschrift bestätigt? Ich meine, die Bevölkerung weiß das ja gar nicht: In diesem Haus gibt es keinen Sitzungstag, keinen Ausschusstermin, dem nicht alle fünf Fraktionen zustimmen. Das ist einzigartig, auch wenn man es mit anderen Parlamenten vergleicht. Wir leben diese Usance seit vielen Jahren. Jetzt aber kommen wir auf einmal in die Situation, dass die kleinste Fraktion mit sieben Abgeordneten davon abweicht. Denen haben wir übrigens noch geholfen, dass sie überhaupt in den Ausschüssen sitzen. (Abg. Wurm: Ja eben, war eh ein Fehler!) Dass ihr überhaupt in den Ausschüssen sitzt, habt ihr uns allen zu verdanken, denn dadurch, dass Abgeordnete Bißmann euch verlassen hat, wärt ihr gar nicht mehr in den Ausschüssen gewesen, liebe Damen und Herren von der Liste JETZT! (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Zuerst unterschreibt die Klubdirektorin wie die anderen Fraktionen den Rundlauf und wir haben die Tagesordnung, dann aber geht man her und wendet ein. Bei uns spricht jetzt nur ein Redner, denn wenn wir die Zeit jetzt nicht verplempern würden, dann hätten wir mit dieser Tagesordnung schon anfangen können! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Dönmez.
Wir haben also heute 8,5 und morgen 7,5 „Wiener Stunden“; dazu kommt die Aktuelle Stunde, und es sind Dringliche Anfragen angekündigt – na, dann sind wir halt einmal bei 12 Stunden. Wir von der Volkspartei und auch die Freiheitlichen halten das aus. Ich lade Sie also ein, auch an diesen 12 Stunden teilzunehmen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Dönmez.)
Zwischenruf des Abg. Knes.
Zu den Plenartagen insgesamt: Wir haben voriges Jahr mit 54 Sitzungen – da sind aber auch die Zuweisungssitzungen dabei – an 31 Tagen getagt. Ich vergleiche das nicht mit dem Jahr 2017, denn das war das Wahljahr. 2016 haben wir aber mit insgesamt 51 Sitzungen an 26 Tagen getagt. Erstens kann uns also niemand vorwerfen, dass wir zu wenig Sitzungstage hätten, zweitens sind wir gerne bereit, einen zusätzlichen Sitzungstag abzuhalten, wenn die Tagesordnung es erfordert. Das haben wir im Dezember auch getan, als dies aufgrund der Anzahl der Volksbegehren in erster Lesung erforderlich war. Da haben wir einen zusätzlichen Tag vereinbart, der in der Planung des Nationalrates nicht vorgesehen war. Wenn die Inhalte es erfordern, dann machen wir das. (Zwischenruf des Abg. Knes.)
Zwischenruf der Abg. Bißmann.
weiteren Verlauf der Tagesordnung waren sich alle einig, es wurde ja letzten Endes von den Klubdirektorinnen und Klubdirektoren auch unterschrieben. Dass, wenn 8 Stunden vereinbart sind, diese 8 Stunden dann auch ablaufen und irgendetwas dann um 18 Uhr oder 19 Uhr drankommt, ist eigentlich logisch. Und wenn ich um 15 Uhr dann noch eine Dringliche Anfrage ansetze, was natürlich das gute Recht der Opposition ist, dann verschiebt sich das noch einmal um 3 Stunden nach hinten. (Zwischenruf der Abg. Bißmann.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Zinggl.
Eines sage ich noch dazu: Meiner Meinung nach verfolgen am Abend, wenn die Leute heimkommen, mindestens so viele die Liveübertragung der Sitzung wie am Vormittag um 10 Uhr oder 11 Uhr. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Zinggl.) Nur weil Sie immer glauben, dass das prominent ist, heißt das noch lange nicht, dass die österreichische Bevölkerung das auch so sieht oder wahrnimmt.
Zwischenruf des Abg. Zinggl.
Letzte Anmerkung: Wir haben einmal ausgemacht, Sie blockieren keine Ausschüsse. Als wir letzten Endes bereit waren, zu ermöglichen, dass Sie wieder in jedem Ausschuss vertreten sind, hat es geheißen, wenn die anderen vier Fraktionen sich auf einen Ausschusstermin einigen, werden Sie das nicht blockieren. (Zwischenruf des Abg. Zinggl.) Das haben wir in der Präsidiale diskutiert. Nun haben wir eine Vierparteieneinigung für eine Sitzung des Wirtschaftsausschusses am 2. April, und ich appelliere an Sie, meine Kolleginnen und Kollegen von der Liste JETZT, diese Vereinbarung auch einzuhalten! Wir haben dafür gesorgt, dass Sie wieder in den Ausschüssen vertreten sind, obwohl das nicht mehr der Fall gewesen wäre, also blockieren Sie nicht die Termine für unsere Ausschüsse! Das fordern wir auch ein. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Dönmez.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Dönmez.
Letzte Anmerkung: Wir haben einmal ausgemacht, Sie blockieren keine Ausschüsse. Als wir letzten Endes bereit waren, zu ermöglichen, dass Sie wieder in jedem Ausschuss vertreten sind, hat es geheißen, wenn die anderen vier Fraktionen sich auf einen Ausschusstermin einigen, werden Sie das nicht blockieren. (Zwischenruf des Abg. Zinggl.) Das haben wir in der Präsidiale diskutiert. Nun haben wir eine Vierparteieneinigung für eine Sitzung des Wirtschaftsausschusses am 2. April, und ich appelliere an Sie, meine Kolleginnen und Kollegen von der Liste JETZT, diese Vereinbarung auch einzuhalten! Wir haben dafür gesorgt, dass Sie wieder in den Ausschüssen vertreten sind, obwohl das nicht mehr der Fall gewesen wäre, also blockieren Sie nicht die Termine für unsere Ausschüsse! Das fordern wir auch ein. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Dönmez.)
Zwischenruf bei der FPÖ
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich werde versuchen, die Emotion aus dem Thema wieder ein bisschen herauszunehmen (Zwischenruf bei der FPÖ), denn es ist schon eine interessante Frage, die Herr Kollege Zinggl da aufgeworfen hat. Letztendlich geht es nämlich darum: Wie wollen wir, dass dieser Nationalrat, dieses Parlament in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird?
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll. – Abg. Wurm: ... freut die Sozialdemokraten! – Zwischenruf der Abg. Povysil.
Ich kann für mich sprechen, indem ich sage: Ich möchte, dass dieses Parlament als ein sehr starkes, aktives Parlament wahrgenommen wird. Ich bin mir nicht sicher, ob alle Abgeordneten der Regierungsparteien das auch so sehen. Diesen Unterschied macht für mich diese Debatte relativ gut sichtbar, denn ein starkes, aktives Parlament braucht auch Öffentlichkeit. Darüber kann man trefflich streiten. Kollege Wöginger hat gemeint, es sei kein Problem, wenn Sitzungen bis Mitternacht andauern. Ich sehe das doch etwas anders, ich finde, dass Parlamentssitzungen zu Zeiten stattfinden sollten, zu denen Menschen auch in der Lage und bereit sind, sich das anzusehen. Da sind natürlich der Tag und der frühe Abend für mich eigentlich besser als spät in der Nacht. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll. – Abg. Wurm: ... freut die Sozialdemokraten! – Zwischenruf der Abg. Povysil.)
Abg. Wurm: Die Österreicher arbeiten da normalerweise!
Wenn man den heutigen Tag anschaut, geschätzte Damen und Herren, dann muss ich Sie schon fragen: Wenn wir bis 1 Uhr nachts hier tagen, glauben Sie, da schaut noch irgendjemand zu? (Abg. Wurm: Die Österreicher arbeiten da normalerweise!) Ich glaube, da werden ganz wenige zuschauen, und das ist einfach nicht im Sinn der Sache, im Sinn eines starken Parlaments. (Abg. Wurm: Na geh bitte! Die arbeiten um
Beifall bei der SPÖ.
diese Tageszeit!) Ja, ich weiß, Sie wollen kein starkes Parlament, das ist aber Ihre Angelegenheit, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Deimek
Deshalb – ich sage es ganz offen (Zwischenruf des Abg. Deimek), die Idee stammt ja nicht von mir, die Idee stammt eigentlich vom Herrn Nationalratspräsidenten – wäre ich dafür, dass wir uns darüber Gedanken machen, wie wir Sitzungen in Zukunft zeitlich begrenzen können, auch zu dem Preis, dass es mehr Sitzungen gibt. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Deshalb – ich sage es ganz offen (Zwischenruf des Abg. Deimek), die Idee stammt ja nicht von mir, die Idee stammt eigentlich vom Herrn Nationalratspräsidenten – wäre ich dafür, dass wir uns darüber Gedanken machen, wie wir Sitzungen in Zukunft zeitlich begrenzen können, auch zu dem Preis, dass es mehr Sitzungen gibt. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Es ist schon so: Selbstverständlich ist die Arbeit des Abgeordneten im Wahlkreis, aber die Arbeit des Abgeordneten ist auch hier im Parlament, Herr Wöginger. Das sollte man schon auch einmal zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Wir werden uns daher in Zukunft dafür einsetzen, dass Sitzungen kürzer sind, Sitzungen öfters stattfinden, und ich würde Sie einladen, darüber einmal in Ruhe nachzudenken und das gegebenenfalls auch zu unterstützen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Heiterkeit der Abg. Winzig.
Was aber war es denn in Wirklichkeit? – Kollege Zinggl hat geglaubt, dass jetzt die beste Fernsehzeit ist, denn die Erwerbstätigen in Österreich haben ja von 9 bis 17 Uhr nichts anderes zu tun, als an ihren Arbeitsplätzen – ob sie in der Stadt herumfahren und dort für Sauberkeit sorgen, ob der Polizist auf seinem Posten sitzt – Parlamentsdebatten anzuschauen. Das ist ja das Hauptinteresse. (Heiterkeit der Abg. Winzig.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kollege Leichtfried, vielleicht ist es schwierig, aber es war bereits zu Beginn der Sitzung, wo die Konzentration an sich noch besser sein sollte: Sie haben bei Ihrer Forderung nach einem Ordnungsruf für Ministerin Hartinger-Klein gesagt, die Ministerin hätte die Worte rot-grüne Schlepperei verwendet. – „Schlepperei“ hat sie nicht ein Mal in ihrer ganzen Rede gesagt, geschweige denn von irgendetwas anderem in dieser Richtung. Das heißt, Sie haben schon Freud’sche Verhörer, und das brauchen wir gar nicht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Höbart: Der Mister Alpbach!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (JETZT): Frau Präsidentin! (Abg. Höbart: Der Mister Alpbach!) Werte Kolleginnen und Kollegen! Morgen in der Nacht, wenn es nach den Regierungsparteien geht – und es geht leider nach den Regierungsparteien (Abg. Belakowitsch – erheitert –: Leider! – Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Hafenecker: Was haben Sie für ein Demokratieverständnis?) –, soll hier über die Erhöhung der Parteienfinanzierung diskutiert werden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Gudenus und Zanger.) Warum, meine Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei, nicht bei Tageslicht? Warum scheuen Sie das Tageslicht, wenn über die Erhöhung der Parteienfinanzierung diskutiert wird? (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Warum scheuen Sie das? Das ist die entscheidende Frage. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Neubauer.)
Abg. Belakowitsch – erheitert –: Leider! – Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Hafenecker: Was haben Sie für ein Demokratieverständnis?
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (JETZT): Frau Präsidentin! (Abg. Höbart: Der Mister Alpbach!) Werte Kolleginnen und Kollegen! Morgen in der Nacht, wenn es nach den Regierungsparteien geht – und es geht leider nach den Regierungsparteien (Abg. Belakowitsch – erheitert –: Leider! – Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Hafenecker: Was haben Sie für ein Demokratieverständnis?) –, soll hier über die Erhöhung der Parteienfinanzierung diskutiert werden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Gudenus und Zanger.) Warum, meine Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei, nicht bei Tageslicht? Warum scheuen Sie das Tageslicht, wenn über die Erhöhung der Parteienfinanzierung diskutiert wird? (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Warum scheuen Sie das? Das ist die entscheidende Frage. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Neubauer.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Gudenus und Zanger.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (JETZT): Frau Präsidentin! (Abg. Höbart: Der Mister Alpbach!) Werte Kolleginnen und Kollegen! Morgen in der Nacht, wenn es nach den Regierungsparteien geht – und es geht leider nach den Regierungsparteien (Abg. Belakowitsch – erheitert –: Leider! – Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Hafenecker: Was haben Sie für ein Demokratieverständnis?) –, soll hier über die Erhöhung der Parteienfinanzierung diskutiert werden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Gudenus und Zanger.) Warum, meine Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei, nicht bei Tageslicht? Warum scheuen Sie das Tageslicht, wenn über die Erhöhung der Parteienfinanzierung diskutiert wird? (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Warum scheuen Sie das? Das ist die entscheidende Frage. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Neubauer.)
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (JETZT): Frau Präsidentin! (Abg. Höbart: Der Mister Alpbach!) Werte Kolleginnen und Kollegen! Morgen in der Nacht, wenn es nach den Regierungsparteien geht – und es geht leider nach den Regierungsparteien (Abg. Belakowitsch – erheitert –: Leider! – Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Hafenecker: Was haben Sie für ein Demokratieverständnis?) –, soll hier über die Erhöhung der Parteienfinanzierung diskutiert werden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Gudenus und Zanger.) Warum, meine Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei, nicht bei Tageslicht? Warum scheuen Sie das Tageslicht, wenn über die Erhöhung der Parteienfinanzierung diskutiert wird? (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Warum scheuen Sie das? Das ist die entscheidende Frage. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Neubauer.)
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Neubauer.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (JETZT): Frau Präsidentin! (Abg. Höbart: Der Mister Alpbach!) Werte Kolleginnen und Kollegen! Morgen in der Nacht, wenn es nach den Regierungsparteien geht – und es geht leider nach den Regierungsparteien (Abg. Belakowitsch – erheitert –: Leider! – Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Hafenecker: Was haben Sie für ein Demokratieverständnis?) –, soll hier über die Erhöhung der Parteienfinanzierung diskutiert werden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Gudenus und Zanger.) Warum, meine Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei, nicht bei Tageslicht? Warum scheuen Sie das Tageslicht, wenn über die Erhöhung der Parteienfinanzierung diskutiert wird? (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Warum scheuen Sie das? Das ist die entscheidende Frage. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Neubauer.)
Abg. Zanger: ... ist der ORF! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es gibt in Österreich viel zu valorisieren. (Abg. Zanger: ... ist der ORF! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Warum valorisieren Sie nicht das Pflegegeld? Warum valorisieren Sie nicht die Kinderbeihilfe? Warum valorisieren Sie nicht die Studienbeihilfen? Warum valorisieren Sie nicht so, damit die Menschen, die das in dieser Republik wirklich brauchen, endlich mehr kriegen? (Abg. Hafenecker: Ist Ihre Gemeindewohnung schon valorisiert worden?)
Abg. Hafenecker: Ist Ihre Gemeindewohnung schon valorisiert worden?
Es gibt in Österreich viel zu valorisieren. (Abg. Zanger: ... ist der ORF! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Warum valorisieren Sie nicht das Pflegegeld? Warum valorisieren Sie nicht die Kinderbeihilfe? Warum valorisieren Sie nicht die Studienbeihilfen? Warum valorisieren Sie nicht so, damit die Menschen, die das in dieser Republik wirklich brauchen, endlich mehr kriegen? (Abg. Hafenecker: Ist Ihre Gemeindewohnung schon valorisiert worden?)
Abg. Deimek: Sie besitzen eine Einstellung, die wir ... nicht brauchen!
Der Grund liegt, glaube ich, in einem ganz einfachen Zustand. Nach Meinung von ÖVP und FPÖ gibt es nur zwei wirklich Arme, deren Not man lindern muss: die arme ÖVP und die arme FPÖ. (Abg. Deimek: Sie besitzen eine Einstellung, die wir ... nicht brauchen!) Da muss valorisiert werden, nicht bei den zu Pflegenden, nicht bei den Studierenden, nicht bei den kinderreichen Familien, egal, ob ihre Eltern Inländer, Inländerinnen oder Ausländer, Ausländerinnen sind. Nein, die sind Ihnen alle wurscht! Die kleinen Leute sind Ihnen alle wurscht! Es geht Ihnen darum: unser Steuergeld für unsere Parteien – das ist das Prinzip der Freiheitlichen Partei, das ist das Prinzip der ÖVP, und Sie sind einfach zu feig, das bei Tageslicht zu diskutieren. (Beifall bei JETZT sowie des Abg. Muchitsch.)
Beifall bei JETZT sowie des Abg. Muchitsch.
Der Grund liegt, glaube ich, in einem ganz einfachen Zustand. Nach Meinung von ÖVP und FPÖ gibt es nur zwei wirklich Arme, deren Not man lindern muss: die arme ÖVP und die arme FPÖ. (Abg. Deimek: Sie besitzen eine Einstellung, die wir ... nicht brauchen!) Da muss valorisiert werden, nicht bei den zu Pflegenden, nicht bei den Studierenden, nicht bei den kinderreichen Familien, egal, ob ihre Eltern Inländer, Inländerinnen oder Ausländer, Ausländerinnen sind. Nein, die sind Ihnen alle wurscht! Die kleinen Leute sind Ihnen alle wurscht! Es geht Ihnen darum: unser Steuergeld für unsere Parteien – das ist das Prinzip der Freiheitlichen Partei, das ist das Prinzip der ÖVP, und Sie sind einfach zu feig, das bei Tageslicht zu diskutieren. (Beifall bei JETZT sowie des Abg. Muchitsch.)
Abg. Höbart: Herr Pilz, was Sie in der Nacht machen, möchte man gar nicht wissen!
Deswegen sagen wir, wir wollen eine Tagesordnung, bei der darüber bei Tageslicht diskutiert wird. Warum? – Sie wissen doch ganz genau (Abg. Höbart: Herr Pilz, was Sie in der Nacht machen, möchte man gar nicht wissen!), am Nachmittag ist Redaktionsschluss. Am Abend, wenn wir mitten in der Nacht die Valorisierung der Parteienförderung diskutieren, ist die „Zeit im Bild“ schon vorbei. Dann fühlen Sie sich in Sicherheit, dann glauben Sie, die Menschen, die Sie gewählt haben (Abg. Höbart: Was machen Sie so in der Nacht? In Alpbach zum Beispiel?), erfahren nichts mehr über die Art und Weise, wie Sie mit Steuergeldern umgehen. (Abg. Höbart: Onkel Alpbach!)
Abg. Höbart: Was machen Sie so in der Nacht? In Alpbach zum Beispiel?
Deswegen sagen wir, wir wollen eine Tagesordnung, bei der darüber bei Tageslicht diskutiert wird. Warum? – Sie wissen doch ganz genau (Abg. Höbart: Herr Pilz, was Sie in der Nacht machen, möchte man gar nicht wissen!), am Nachmittag ist Redaktionsschluss. Am Abend, wenn wir mitten in der Nacht die Valorisierung der Parteienförderung diskutieren, ist die „Zeit im Bild“ schon vorbei. Dann fühlen Sie sich in Sicherheit, dann glauben Sie, die Menschen, die Sie gewählt haben (Abg. Höbart: Was machen Sie so in der Nacht? In Alpbach zum Beispiel?), erfahren nichts mehr über die Art und Weise, wie Sie mit Steuergeldern umgehen. (Abg. Höbart: Onkel Alpbach!)
Abg. Höbart: Onkel Alpbach!
Deswegen sagen wir, wir wollen eine Tagesordnung, bei der darüber bei Tageslicht diskutiert wird. Warum? – Sie wissen doch ganz genau (Abg. Höbart: Herr Pilz, was Sie in der Nacht machen, möchte man gar nicht wissen!), am Nachmittag ist Redaktionsschluss. Am Abend, wenn wir mitten in der Nacht die Valorisierung der Parteienförderung diskutieren, ist die „Zeit im Bild“ schon vorbei. Dann fühlen Sie sich in Sicherheit, dann glauben Sie, die Menschen, die Sie gewählt haben (Abg. Höbart: Was machen Sie so in der Nacht? In Alpbach zum Beispiel?), erfahren nichts mehr über die Art und Weise, wie Sie mit Steuergeldern umgehen. (Abg. Höbart: Onkel Alpbach!)
Ruf bei der FPÖ: Geh, geh, geh!
Und dann sollen wir mitten in der Nacht diskutieren, wie es wirklich ausschaut (Ruf bei der FPÖ: Geh, geh, geh!), warum 62 Millionen Euro, die sich die Österreichische Volkspartei aus Steuertöpfen nimmt, zu wenig sind?! (Ruf bei der FPÖ: Fahren Sie nach Alpbach! – Zwischenruf des Abg. Nehammer.) Und dann wollen Sie mitten in der Nacht und nicht bei Tageslicht diskutieren, woher die ÖVP Geld für Wahlkämpfe hat, das weit über die gesetzliche Parteienfinanzierung hinausgeht?! Und dann wollen Sie nicht diskutieren, wer die edlen Spenderinnen und Spender für ÖVP und FPÖ sind?! Und dann wollen Sie nicht diskutieren, ob und wie viel Sie vom Spekulanten Tojner und vom Spekulanten Benko erhalten haben?! (Zwischenruf der Abg. Winzig.) Das wollen Sie alles nicht bei Tageslicht diskutieren?! (Abg. Nehammer: In Alpbach passiert ja nichts! Reden wir über Alpbach!)
Ruf bei der FPÖ: Fahren Sie nach Alpbach! – Zwischenruf des Abg. Nehammer.
Und dann sollen wir mitten in der Nacht diskutieren, wie es wirklich ausschaut (Ruf bei der FPÖ: Geh, geh, geh!), warum 62 Millionen Euro, die sich die Österreichische Volkspartei aus Steuertöpfen nimmt, zu wenig sind?! (Ruf bei der FPÖ: Fahren Sie nach Alpbach! – Zwischenruf des Abg. Nehammer.) Und dann wollen Sie mitten in der Nacht und nicht bei Tageslicht diskutieren, woher die ÖVP Geld für Wahlkämpfe hat, das weit über die gesetzliche Parteienfinanzierung hinausgeht?! Und dann wollen Sie nicht diskutieren, wer die edlen Spenderinnen und Spender für ÖVP und FPÖ sind?! Und dann wollen Sie nicht diskutieren, ob und wie viel Sie vom Spekulanten Tojner und vom Spekulanten Benko erhalten haben?! (Zwischenruf der Abg. Winzig.) Das wollen Sie alles nicht bei Tageslicht diskutieren?! (Abg. Nehammer: In Alpbach passiert ja nichts! Reden wir über Alpbach!)
Zwischenruf der Abg. Winzig.
Und dann sollen wir mitten in der Nacht diskutieren, wie es wirklich ausschaut (Ruf bei der FPÖ: Geh, geh, geh!), warum 62 Millionen Euro, die sich die Österreichische Volkspartei aus Steuertöpfen nimmt, zu wenig sind?! (Ruf bei der FPÖ: Fahren Sie nach Alpbach! – Zwischenruf des Abg. Nehammer.) Und dann wollen Sie mitten in der Nacht und nicht bei Tageslicht diskutieren, woher die ÖVP Geld für Wahlkämpfe hat, das weit über die gesetzliche Parteienfinanzierung hinausgeht?! Und dann wollen Sie nicht diskutieren, wer die edlen Spenderinnen und Spender für ÖVP und FPÖ sind?! Und dann wollen Sie nicht diskutieren, ob und wie viel Sie vom Spekulanten Tojner und vom Spekulanten Benko erhalten haben?! (Zwischenruf der Abg. Winzig.) Das wollen Sie alles nicht bei Tageslicht diskutieren?! (Abg. Nehammer: In Alpbach passiert ja nichts! Reden wir über Alpbach!)
Abg. Nehammer: In Alpbach passiert ja nichts! Reden wir über Alpbach!
Und dann sollen wir mitten in der Nacht diskutieren, wie es wirklich ausschaut (Ruf bei der FPÖ: Geh, geh, geh!), warum 62 Millionen Euro, die sich die Österreichische Volkspartei aus Steuertöpfen nimmt, zu wenig sind?! (Ruf bei der FPÖ: Fahren Sie nach Alpbach! – Zwischenruf des Abg. Nehammer.) Und dann wollen Sie mitten in der Nacht und nicht bei Tageslicht diskutieren, woher die ÖVP Geld für Wahlkämpfe hat, das weit über die gesetzliche Parteienfinanzierung hinausgeht?! Und dann wollen Sie nicht diskutieren, wer die edlen Spenderinnen und Spender für ÖVP und FPÖ sind?! Und dann wollen Sie nicht diskutieren, ob und wie viel Sie vom Spekulanten Tojner und vom Spekulanten Benko erhalten haben?! (Zwischenruf der Abg. Winzig.) Das wollen Sie alles nicht bei Tageslicht diskutieren?! (Abg. Nehammer: In Alpbach passiert ja nichts! Reden wir über Alpbach!)
Abg. Nehammer: Reden wir über Alpbach! Reden wir über Alpbach, Herr Kollege!
Genau um diese Fragen geht es. Es geht um die Frage, wem die Parteien in dieser Republik gehören (Abg. Nehammer: Reden wir über Alpbach! Reden wir über Alpbach, Herr Kollege!) und wem die Regierungsparteien in dieser Republik gehören. Das wollen wir bei Tageslicht diskutieren (Abg. Nehammer: Ja! Über Alpbach bei Tageslicht!), und deswegen wenden wir uns gegen diese Tagesordnung. (Beifall bei JETZT. – Abg. Nehammer: Bei Tageslicht! Alpbach!)
Abg. Nehammer: Ja! Über Alpbach bei Tageslicht!
Genau um diese Fragen geht es. Es geht um die Frage, wem die Parteien in dieser Republik gehören (Abg. Nehammer: Reden wir über Alpbach! Reden wir über Alpbach, Herr Kollege!) und wem die Regierungsparteien in dieser Republik gehören. Das wollen wir bei Tageslicht diskutieren (Abg. Nehammer: Ja! Über Alpbach bei Tageslicht!), und deswegen wenden wir uns gegen diese Tagesordnung. (Beifall bei JETZT. – Abg. Nehammer: Bei Tageslicht! Alpbach!)
Beifall bei JETZT. – Abg. Nehammer: Bei Tageslicht! Alpbach!
Genau um diese Fragen geht es. Es geht um die Frage, wem die Parteien in dieser Republik gehören (Abg. Nehammer: Reden wir über Alpbach! Reden wir über Alpbach, Herr Kollege!) und wem die Regierungsparteien in dieser Republik gehören. Das wollen wir bei Tageslicht diskutieren (Abg. Nehammer: Ja! Über Alpbach bei Tageslicht!), und deswegen wenden wir uns gegen diese Tagesordnung. (Beifall bei JETZT. – Abg. Nehammer: Bei Tageslicht! Alpbach!)
Abg. Gudenus: Sie sind der billigste Gemeindebaubewohner!
Nur noch eines: Wissen Sie, Herr Kollege Gudenus, Sie waren seinerzeit der teuerste arbeitslose Politiker im Wiener Gemeinderat (Abg. Gudenus: Sie sind der billigste Gemeindebaubewohner!), der teuerste arbeitslose Politiker! (Beifall bei JETZT. – Ruf bei der FPÖ: Das ist der Rossmann! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wissen Sie, was Sie fordern würden (Abg. Gudenus – in Richtung des mit erhobenem Zeigefinger gestikulierenden Redners –: Geben Sie den Stinkefinger weg, bitte! Stinkefinger weg! Hände weg! Hände weg, Herr Pilz!), wenn Asylwerber, Asylsuchende in Österreich eine so geringe Arbeitsbereitschaft hätten wie freiheitliche Abgeordnete? Wissen Sie, was Sie sagen würden, wenn Asylwerber hergehen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und sagen würden: Wir sind nicht bereit, mehr als zwei Tage pro Monat zu arbeiten!? Wissen Sie, dass Ihr Arbeitsplatz das Plenum des - - (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Was regt Sie so auf?
Beifall bei JETZT. – Ruf bei der FPÖ: Das ist der Rossmann! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Nur noch eines: Wissen Sie, Herr Kollege Gudenus, Sie waren seinerzeit der teuerste arbeitslose Politiker im Wiener Gemeinderat (Abg. Gudenus: Sie sind der billigste Gemeindebaubewohner!), der teuerste arbeitslose Politiker! (Beifall bei JETZT. – Ruf bei der FPÖ: Das ist der Rossmann! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wissen Sie, was Sie fordern würden (Abg. Gudenus – in Richtung des mit erhobenem Zeigefinger gestikulierenden Redners –: Geben Sie den Stinkefinger weg, bitte! Stinkefinger weg! Hände weg! Hände weg, Herr Pilz!), wenn Asylwerber, Asylsuchende in Österreich eine so geringe Arbeitsbereitschaft hätten wie freiheitliche Abgeordnete? Wissen Sie, was Sie sagen würden, wenn Asylwerber hergehen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und sagen würden: Wir sind nicht bereit, mehr als zwei Tage pro Monat zu arbeiten!? Wissen Sie, dass Ihr Arbeitsplatz das Plenum des - - (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Was regt Sie so auf?
Abg. Gudenus – in Richtung des mit erhobenem Zeigefinger gestikulierenden Redners –: Geben Sie den Stinkefinger weg, bitte! Stinkefinger weg! Hände weg! Hände weg, Herr Pilz!
Nur noch eines: Wissen Sie, Herr Kollege Gudenus, Sie waren seinerzeit der teuerste arbeitslose Politiker im Wiener Gemeinderat (Abg. Gudenus: Sie sind der billigste Gemeindebaubewohner!), der teuerste arbeitslose Politiker! (Beifall bei JETZT. – Ruf bei der FPÖ: Das ist der Rossmann! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wissen Sie, was Sie fordern würden (Abg. Gudenus – in Richtung des mit erhobenem Zeigefinger gestikulierenden Redners –: Geben Sie den Stinkefinger weg, bitte! Stinkefinger weg! Hände weg! Hände weg, Herr Pilz!), wenn Asylwerber, Asylsuchende in Österreich eine so geringe Arbeitsbereitschaft hätten wie freiheitliche Abgeordnete? Wissen Sie, was Sie sagen würden, wenn Asylwerber hergehen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und sagen würden: Wir sind nicht bereit, mehr als zwei Tage pro Monat zu arbeiten!? Wissen Sie, dass Ihr Arbeitsplatz das Plenum des - - (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Was regt Sie so auf?
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Nur noch eines: Wissen Sie, Herr Kollege Gudenus, Sie waren seinerzeit der teuerste arbeitslose Politiker im Wiener Gemeinderat (Abg. Gudenus: Sie sind der billigste Gemeindebaubewohner!), der teuerste arbeitslose Politiker! (Beifall bei JETZT. – Ruf bei der FPÖ: Das ist der Rossmann! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wissen Sie, was Sie fordern würden (Abg. Gudenus – in Richtung des mit erhobenem Zeigefinger gestikulierenden Redners –: Geben Sie den Stinkefinger weg, bitte! Stinkefinger weg! Hände weg! Hände weg, Herr Pilz!), wenn Asylwerber, Asylsuchende in Österreich eine so geringe Arbeitsbereitschaft hätten wie freiheitliche Abgeordnete? Wissen Sie, was Sie sagen würden, wenn Asylwerber hergehen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und sagen würden: Wir sind nicht bereit, mehr als zwei Tage pro Monat zu arbeiten!? Wissen Sie, dass Ihr Arbeitsplatz das Plenum des - - (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Was regt Sie so auf?
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Nur noch eines: Wissen Sie, Herr Kollege Gudenus, Sie waren seinerzeit der teuerste arbeitslose Politiker im Wiener Gemeinderat (Abg. Gudenus: Sie sind der billigste Gemeindebaubewohner!), der teuerste arbeitslose Politiker! (Beifall bei JETZT. – Ruf bei der FPÖ: Das ist der Rossmann! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wissen Sie, was Sie fordern würden (Abg. Gudenus – in Richtung des mit erhobenem Zeigefinger gestikulierenden Redners –: Geben Sie den Stinkefinger weg, bitte! Stinkefinger weg! Hände weg! Hände weg, Herr Pilz!), wenn Asylwerber, Asylsuchende in Österreich eine so geringe Arbeitsbereitschaft hätten wie freiheitliche Abgeordnete? Wissen Sie, was Sie sagen würden, wenn Asylwerber hergehen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und sagen würden: Wir sind nicht bereit, mehr als zwei Tage pro Monat zu arbeiten!? Wissen Sie, dass Ihr Arbeitsplatz das Plenum des - - (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Was regt Sie so auf?
Abg. Gudenus: Hände weg, bitte!
Herr Gudenus, wir müssen für freiheitliche Abgeordnete (Abg. Gudenus: Hände weg, bitte!) bald eine Arbeitspflicht einführen! Sie sind ja nicht einmal bereit, an Ihrem Arbeitsplatz im Parlament mehr als zwei Tage im Monat zu erscheinen, und das ist der Punkt. (Abg. Gudenus: Der billigste Gemeindebaubewohner! Ist ja unglaublich!) Sie werfen anderen Faulheit vor (Abg. Winzig: Sie gehen nur in Ausschüsse, wo die Medien dabei sind!), Sie werfen anderen Arbeitsverweigerung vor, Sie werfen anderen vor, dass sie zu Unrecht Einkommen beziehen, und Sie als die faulsten Abgeordneten dieser Republik (Rufe bei der FPÖ: Jetzt reicht’s! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) nehmen sich 8 000 Euro pro Monat und weigern sich, einen dritten Tag pro Monat im Nationalrat anwesend zu sein! (Abg. Gudenus: Gerichtsflüchtling! – Ruf bei der FPÖ: Kinderschänder! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist eine Schande, und es ist wichtig, die Menschen in dieser Republik bei Tageslicht darüber zu informieren. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Gudenus: Der billigste Gemeindebaubewohner! Ist ja unglaublich!
Herr Gudenus, wir müssen für freiheitliche Abgeordnete (Abg. Gudenus: Hände weg, bitte!) bald eine Arbeitspflicht einführen! Sie sind ja nicht einmal bereit, an Ihrem Arbeitsplatz im Parlament mehr als zwei Tage im Monat zu erscheinen, und das ist der Punkt. (Abg. Gudenus: Der billigste Gemeindebaubewohner! Ist ja unglaublich!) Sie werfen anderen Faulheit vor (Abg. Winzig: Sie gehen nur in Ausschüsse, wo die Medien dabei sind!), Sie werfen anderen Arbeitsverweigerung vor, Sie werfen anderen vor, dass sie zu Unrecht Einkommen beziehen, und Sie als die faulsten Abgeordneten dieser Republik (Rufe bei der FPÖ: Jetzt reicht’s! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) nehmen sich 8 000 Euro pro Monat und weigern sich, einen dritten Tag pro Monat im Nationalrat anwesend zu sein! (Abg. Gudenus: Gerichtsflüchtling! – Ruf bei der FPÖ: Kinderschänder! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist eine Schande, und es ist wichtig, die Menschen in dieser Republik bei Tageslicht darüber zu informieren. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Winzig: Sie gehen nur in Ausschüsse, wo die Medien dabei sind!
Herr Gudenus, wir müssen für freiheitliche Abgeordnete (Abg. Gudenus: Hände weg, bitte!) bald eine Arbeitspflicht einführen! Sie sind ja nicht einmal bereit, an Ihrem Arbeitsplatz im Parlament mehr als zwei Tage im Monat zu erscheinen, und das ist der Punkt. (Abg. Gudenus: Der billigste Gemeindebaubewohner! Ist ja unglaublich!) Sie werfen anderen Faulheit vor (Abg. Winzig: Sie gehen nur in Ausschüsse, wo die Medien dabei sind!), Sie werfen anderen Arbeitsverweigerung vor, Sie werfen anderen vor, dass sie zu Unrecht Einkommen beziehen, und Sie als die faulsten Abgeordneten dieser Republik (Rufe bei der FPÖ: Jetzt reicht’s! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) nehmen sich 8 000 Euro pro Monat und weigern sich, einen dritten Tag pro Monat im Nationalrat anwesend zu sein! (Abg. Gudenus: Gerichtsflüchtling! – Ruf bei der FPÖ: Kinderschänder! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist eine Schande, und es ist wichtig, die Menschen in dieser Republik bei Tageslicht darüber zu informieren. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Rufe bei der FPÖ: Jetzt reicht’s! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Herr Gudenus, wir müssen für freiheitliche Abgeordnete (Abg. Gudenus: Hände weg, bitte!) bald eine Arbeitspflicht einführen! Sie sind ja nicht einmal bereit, an Ihrem Arbeitsplatz im Parlament mehr als zwei Tage im Monat zu erscheinen, und das ist der Punkt. (Abg. Gudenus: Der billigste Gemeindebaubewohner! Ist ja unglaublich!) Sie werfen anderen Faulheit vor (Abg. Winzig: Sie gehen nur in Ausschüsse, wo die Medien dabei sind!), Sie werfen anderen Arbeitsverweigerung vor, Sie werfen anderen vor, dass sie zu Unrecht Einkommen beziehen, und Sie als die faulsten Abgeordneten dieser Republik (Rufe bei der FPÖ: Jetzt reicht’s! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) nehmen sich 8 000 Euro pro Monat und weigern sich, einen dritten Tag pro Monat im Nationalrat anwesend zu sein! (Abg. Gudenus: Gerichtsflüchtling! – Ruf bei der FPÖ: Kinderschänder! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist eine Schande, und es ist wichtig, die Menschen in dieser Republik bei Tageslicht darüber zu informieren. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Gudenus: Gerichtsflüchtling! – Ruf bei der FPÖ: Kinderschänder! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Gudenus, wir müssen für freiheitliche Abgeordnete (Abg. Gudenus: Hände weg, bitte!) bald eine Arbeitspflicht einführen! Sie sind ja nicht einmal bereit, an Ihrem Arbeitsplatz im Parlament mehr als zwei Tage im Monat zu erscheinen, und das ist der Punkt. (Abg. Gudenus: Der billigste Gemeindebaubewohner! Ist ja unglaublich!) Sie werfen anderen Faulheit vor (Abg. Winzig: Sie gehen nur in Ausschüsse, wo die Medien dabei sind!), Sie werfen anderen Arbeitsverweigerung vor, Sie werfen anderen vor, dass sie zu Unrecht Einkommen beziehen, und Sie als die faulsten Abgeordneten dieser Republik (Rufe bei der FPÖ: Jetzt reicht’s! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) nehmen sich 8 000 Euro pro Monat und weigern sich, einen dritten Tag pro Monat im Nationalrat anwesend zu sein! (Abg. Gudenus: Gerichtsflüchtling! – Ruf bei der FPÖ: Kinderschänder! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist eine Schande, und es ist wichtig, die Menschen in dieser Republik bei Tageslicht darüber zu informieren. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Gudenus, wir müssen für freiheitliche Abgeordnete (Abg. Gudenus: Hände weg, bitte!) bald eine Arbeitspflicht einführen! Sie sind ja nicht einmal bereit, an Ihrem Arbeitsplatz im Parlament mehr als zwei Tage im Monat zu erscheinen, und das ist der Punkt. (Abg. Gudenus: Der billigste Gemeindebaubewohner! Ist ja unglaublich!) Sie werfen anderen Faulheit vor (Abg. Winzig: Sie gehen nur in Ausschüsse, wo die Medien dabei sind!), Sie werfen anderen Arbeitsverweigerung vor, Sie werfen anderen vor, dass sie zu Unrecht Einkommen beziehen, und Sie als die faulsten Abgeordneten dieser Republik (Rufe bei der FPÖ: Jetzt reicht’s! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) nehmen sich 8 000 Euro pro Monat und weigern sich, einen dritten Tag pro Monat im Nationalrat anwesend zu sein! (Abg. Gudenus: Gerichtsflüchtling! – Ruf bei der FPÖ: Kinderschänder! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist eine Schande, und es ist wichtig, die Menschen in dieser Republik bei Tageslicht darüber zu informieren. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Tageslicht in Alpbach für Pilz-Aufklärung! – Abg. Belakowitsch: Geht es jetzt um Sonderzeit?
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Noll. – Bitte. (Ruf bei der FPÖ: Tageslicht in Alpbach für Pilz-Aufklärung! – Abg. Belakowitsch: Geht es jetzt um Sonderzeit?)
Abg. Belakowitsch: Danke!
Abgeordneter Dr. Alfred J. Noll (JETZT): Mir geht es ja nicht ums Tageslicht (Abg. Belakowitsch: Danke!), mir geht es vielmehr um etwas ganz anderes. Ich bin jetzt seit 16 Monaten in diesem Haus und auch als teilnehmender Beobachter in einem Theater, in dem andere schon sehr viel länger sitzen (Abg. Belakowitsch: Ist ja kein Theater! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Ah, Sie sehen das als Theater?! – Abg. Loacker: ... beste Beitrag zur Löwinger-Bühne!), und mich wundert einiges.
Abg. Belakowitsch: Ist ja kein Theater! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Ah, Sie sehen das als Theater?! – Abg. Loacker: ... beste Beitrag zur Löwinger-Bühne!
Abgeordneter Dr. Alfred J. Noll (JETZT): Mir geht es ja nicht ums Tageslicht (Abg. Belakowitsch: Danke!), mir geht es vielmehr um etwas ganz anderes. Ich bin jetzt seit 16 Monaten in diesem Haus und auch als teilnehmender Beobachter in einem Theater, in dem andere schon sehr viel länger sitzen (Abg. Belakowitsch: Ist ja kein Theater! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Ah, Sie sehen das als Theater?! – Abg. Loacker: ... beste Beitrag zur Löwinger-Bühne!), und mich wundert einiges.
Ruf bei der ÖVP: Danke!
16 Monate haben mich nicht davon überzeugt, dass diese Versammlung hier von Leuten bevölkert wäre, die überdurchschnittliche Geisteskräfte haben. (Ruf bei der ÖVP: Danke!) Ich glaube also, es ist ein Gutteil dessen, was das österreichische Parlament ausmacht (Zwischenruf des Abg. Amon), leider so, dass die Tagesordnung die Leute gar nicht wirklich fordert, weil wir bei all diesen Tagesordnungspunkten – wir können ja die 28 Tagesordnungspunkte des heutigen Tages nehmen – jetzt am Vormittag schon wissen, wie sie ausgehen, welche Abstimmungsergebnisse wir hier haben.
Zwischenruf des Abg. Amon
16 Monate haben mich nicht davon überzeugt, dass diese Versammlung hier von Leuten bevölkert wäre, die überdurchschnittliche Geisteskräfte haben. (Ruf bei der ÖVP: Danke!) Ich glaube also, es ist ein Gutteil dessen, was das österreichische Parlament ausmacht (Zwischenruf des Abg. Amon), leider so, dass die Tagesordnung die Leute gar nicht wirklich fordert, weil wir bei all diesen Tagesordnungspunkten – wir können ja die 28 Tagesordnungspunkte des heutigen Tages nehmen – jetzt am Vormittag schon wissen, wie sie ausgehen, welche Abstimmungsergebnisse wir hier haben.
Abg. Steinacker: Das ist aber auch sehr selektiv ...!
Ich meine, es gibt zumindest drei Gründe, die dazu führen sollten, dass wir hier im Haus etwas arbeitsamer werden. (Abg. Steinacker: Das ist aber auch sehr selektiv ...!) Erstens hält kein normaler Mensch die volle Konzentration über 12, 14 Stunden durch, und Sie werden mich mit der bisherigen Performance (Abg. Winzig: Wir schaffen das!) auch nicht davon überzeugen können, dass Sie das schaffen. (Abg. Winzig: Wir schaffen das ...!) Sie können gerne weiterhin so tun als ob, aber nachdem die Ergebnisse vorher schon feststehen, ist es keine große geistige Leistung, wenn Sie Ihre Zeit bis Mitternacht hier absitzen. (Abg. Winzig: Bringen Sie sich in den Ausschüssen besser ein!) – Bitte? Was reden Sie da? Meine Ausschussarbeit, Frau Kollegin, können Sie nicht beurteilen, denn Sie sind im Regelfall nicht dabei. (Abg. Zarits: Da hat nicht einmal wer geklatscht!) – Da muss auch niemand klatschen, denn die Wahrheit ist nicht beifallsbedürftig, die ist evident, Herr Kollege. (Heiterkeit und Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Winzig: Wir schaffen das!
Ich meine, es gibt zumindest drei Gründe, die dazu führen sollten, dass wir hier im Haus etwas arbeitsamer werden. (Abg. Steinacker: Das ist aber auch sehr selektiv ...!) Erstens hält kein normaler Mensch die volle Konzentration über 12, 14 Stunden durch, und Sie werden mich mit der bisherigen Performance (Abg. Winzig: Wir schaffen das!) auch nicht davon überzeugen können, dass Sie das schaffen. (Abg. Winzig: Wir schaffen das ...!) Sie können gerne weiterhin so tun als ob, aber nachdem die Ergebnisse vorher schon feststehen, ist es keine große geistige Leistung, wenn Sie Ihre Zeit bis Mitternacht hier absitzen. (Abg. Winzig: Bringen Sie sich in den Ausschüssen besser ein!) – Bitte? Was reden Sie da? Meine Ausschussarbeit, Frau Kollegin, können Sie nicht beurteilen, denn Sie sind im Regelfall nicht dabei. (Abg. Zarits: Da hat nicht einmal wer geklatscht!) – Da muss auch niemand klatschen, denn die Wahrheit ist nicht beifallsbedürftig, die ist evident, Herr Kollege. (Heiterkeit und Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Winzig: Wir schaffen das ...!
Ich meine, es gibt zumindest drei Gründe, die dazu führen sollten, dass wir hier im Haus etwas arbeitsamer werden. (Abg. Steinacker: Das ist aber auch sehr selektiv ...!) Erstens hält kein normaler Mensch die volle Konzentration über 12, 14 Stunden durch, und Sie werden mich mit der bisherigen Performance (Abg. Winzig: Wir schaffen das!) auch nicht davon überzeugen können, dass Sie das schaffen. (Abg. Winzig: Wir schaffen das ...!) Sie können gerne weiterhin so tun als ob, aber nachdem die Ergebnisse vorher schon feststehen, ist es keine große geistige Leistung, wenn Sie Ihre Zeit bis Mitternacht hier absitzen. (Abg. Winzig: Bringen Sie sich in den Ausschüssen besser ein!) – Bitte? Was reden Sie da? Meine Ausschussarbeit, Frau Kollegin, können Sie nicht beurteilen, denn Sie sind im Regelfall nicht dabei. (Abg. Zarits: Da hat nicht einmal wer geklatscht!) – Da muss auch niemand klatschen, denn die Wahrheit ist nicht beifallsbedürftig, die ist evident, Herr Kollege. (Heiterkeit und Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Winzig: Bringen Sie sich in den Ausschüssen besser ein!
Ich meine, es gibt zumindest drei Gründe, die dazu führen sollten, dass wir hier im Haus etwas arbeitsamer werden. (Abg. Steinacker: Das ist aber auch sehr selektiv ...!) Erstens hält kein normaler Mensch die volle Konzentration über 12, 14 Stunden durch, und Sie werden mich mit der bisherigen Performance (Abg. Winzig: Wir schaffen das!) auch nicht davon überzeugen können, dass Sie das schaffen. (Abg. Winzig: Wir schaffen das ...!) Sie können gerne weiterhin so tun als ob, aber nachdem die Ergebnisse vorher schon feststehen, ist es keine große geistige Leistung, wenn Sie Ihre Zeit bis Mitternacht hier absitzen. (Abg. Winzig: Bringen Sie sich in den Ausschüssen besser ein!) – Bitte? Was reden Sie da? Meine Ausschussarbeit, Frau Kollegin, können Sie nicht beurteilen, denn Sie sind im Regelfall nicht dabei. (Abg. Zarits: Da hat nicht einmal wer geklatscht!) – Da muss auch niemand klatschen, denn die Wahrheit ist nicht beifallsbedürftig, die ist evident, Herr Kollege. (Heiterkeit und Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Zarits: Da hat nicht einmal wer geklatscht!
Ich meine, es gibt zumindest drei Gründe, die dazu führen sollten, dass wir hier im Haus etwas arbeitsamer werden. (Abg. Steinacker: Das ist aber auch sehr selektiv ...!) Erstens hält kein normaler Mensch die volle Konzentration über 12, 14 Stunden durch, und Sie werden mich mit der bisherigen Performance (Abg. Winzig: Wir schaffen das!) auch nicht davon überzeugen können, dass Sie das schaffen. (Abg. Winzig: Wir schaffen das ...!) Sie können gerne weiterhin so tun als ob, aber nachdem die Ergebnisse vorher schon feststehen, ist es keine große geistige Leistung, wenn Sie Ihre Zeit bis Mitternacht hier absitzen. (Abg. Winzig: Bringen Sie sich in den Ausschüssen besser ein!) – Bitte? Was reden Sie da? Meine Ausschussarbeit, Frau Kollegin, können Sie nicht beurteilen, denn Sie sind im Regelfall nicht dabei. (Abg. Zarits: Da hat nicht einmal wer geklatscht!) – Da muss auch niemand klatschen, denn die Wahrheit ist nicht beifallsbedürftig, die ist evident, Herr Kollege. (Heiterkeit und Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der NEOS.)
Heiterkeit und Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der NEOS.
Ich meine, es gibt zumindest drei Gründe, die dazu führen sollten, dass wir hier im Haus etwas arbeitsamer werden. (Abg. Steinacker: Das ist aber auch sehr selektiv ...!) Erstens hält kein normaler Mensch die volle Konzentration über 12, 14 Stunden durch, und Sie werden mich mit der bisherigen Performance (Abg. Winzig: Wir schaffen das!) auch nicht davon überzeugen können, dass Sie das schaffen. (Abg. Winzig: Wir schaffen das ...!) Sie können gerne weiterhin so tun als ob, aber nachdem die Ergebnisse vorher schon feststehen, ist es keine große geistige Leistung, wenn Sie Ihre Zeit bis Mitternacht hier absitzen. (Abg. Winzig: Bringen Sie sich in den Ausschüssen besser ein!) – Bitte? Was reden Sie da? Meine Ausschussarbeit, Frau Kollegin, können Sie nicht beurteilen, denn Sie sind im Regelfall nicht dabei. (Abg. Zarits: Da hat nicht einmal wer geklatscht!) – Da muss auch niemand klatschen, denn die Wahrheit ist nicht beifallsbedürftig, die ist evident, Herr Kollege. (Heiterkeit und Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei JETZT.
Deshalb meine ich, es gibt gute Gründe, das, was Kollege Zinggl gesagt hat, ernst zu nehmen. Das Haus sollte das Arbeitspensum auf mehrere Tage verteilen und es sollte auch ernster nehmen, dass hier diskutiert wird. Davor sollten sich die Regierungsfraktionen nicht weiter schützen wollen. – Danke. (Beifall bei JETZT.)
Anhaltender Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Ganz kurz: Ich lasse die Abgeordneten meiner Fraktion von einem Sozialbauschmarotzer, einem Immunitätsflüchtling und einem, der sich in der Zeit ohne Mandat ein Abgeordnetenmandat als Parteiobmann auf Parteikosten genehmigt hat, nicht als faule Abgeordnete diffamieren. (Anhaltender Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Widerspruch bei der FPÖ. – Abg. Schimanek: Das ist ja unfassbar! – Ruf bei der FPÖ: Haben Sie dem Pilz nicht zugehört? – Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Herr Klubobmann, da Sie noch rund 3 Minuten Redezeit haben, ersuche ich Sie, sich in diesen 3 Minuten in der Ausdrucksweise ein wenig zu mäßigen. (Widerspruch bei der FPÖ. – Abg. Schimanek: Das ist ja unfassbar! – Ruf bei der FPÖ: Haben Sie dem Pilz nicht zugehört? – Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich kann es jetzt gern wiederholen: Ich halte nichts davon, dass wir in diesem Haus von Immunitätsflüchtlingen, Sozialschmarotzern et cetera reden. (Beifall bei SPÖ und JETZT. – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und JETZT. – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Herr Klubobmann, da Sie noch rund 3 Minuten Redezeit haben, ersuche ich Sie, sich in diesen 3 Minuten in der Ausdrucksweise ein wenig zu mäßigen. (Widerspruch bei der FPÖ. – Abg. Schimanek: Das ist ja unfassbar! – Ruf bei der FPÖ: Haben Sie dem Pilz nicht zugehört? – Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich kann es jetzt gern wiederholen: Ich halte nichts davon, dass wir in diesem Haus von Immunitätsflüchtlingen, Sozialschmarotzern et cetera reden. (Beifall bei SPÖ und JETZT. – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Hafenecker: Haben Sie gehört, was Kollege Pilz gesagt hat? – Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Und ich habe keinen Ordnungsruf erteilt, ich habe nur darum gebeten, während der restlichen Debatte – es handelt sich um eine Einwendungsdebatte zur Tagesordnung – und in den Redebeiträgen ein wenig mehr die Würde des Hauses zu beachten. (Abg. Hafenecker: Haben Sie gehört, was Kollege Pilz gesagt hat? – Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Beifall bei SPÖ und JETZT. – Neuerlicher Widerspruch bei der FPÖ.
Herr Klubobmann, die 1 Minute kriegen Sie jetzt natürlich auf Ihre Redezeit. Sie haben jetzt wieder das Wort, und ich bitte, die Redebeiträge so zu fassen, dass wir nicht schon am Beginn der Tagesordnung permanent die Würde des Hauses verletzen. – Bitte. (Beifall bei SPÖ und JETZT. – Neuerlicher Widerspruch bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Gemeindewohnung!
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (fortsetzend): Frau Präsidentin! Im Rahmen der Würde des Hauses darf ich präzisieren: Der Gründer der Liste JETZT, vormals ein anderer Name, wohnt in Wien in einem Sozialbau (Abg. Belakowitsch: Gemeindewohnung!), in einem Gemeindebau zu einer kleinen Miete. Er hat sehr viele Strafverfahren anhängig, die aufgrund seiner Immunität nicht behandelt werden können, und er hat als Parteiobmann seiner Partei, als er kein Mandat hatte, einen Bezug von 8 800 Euro gehabt. Das sind nackte Tatsachen, und ich hoffe diesmal, mit der Würde des Hauses in Einklang zu stehen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (fortsetzend): Frau Präsidentin! Im Rahmen der Würde des Hauses darf ich präzisieren: Der Gründer der Liste JETZT, vormals ein anderer Name, wohnt in Wien in einem Sozialbau (Abg. Belakowitsch: Gemeindewohnung!), in einem Gemeindebau zu einer kleinen Miete. Er hat sehr viele Strafverfahren anhängig, die aufgrund seiner Immunität nicht behandelt werden können, und er hat als Parteiobmann seiner Partei, als er kein Mandat hatte, einen Bezug von 8 800 Euro gehabt. Das sind nackte Tatsachen, und ich hoffe diesmal, mit der Würde des Hauses in Einklang zu stehen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Pilz: ... faul!
Die Abgeordneten von ÖVP und FPÖ arbeiten mit den Mitgliedern der Bundesregierung so zusammen (Abg. Pilz: ... faul!), dass inhaltlich sehr gute Vorschläge und Gesetzesvorschläge unterbreitet werden. (Abg. Pilz: ... faul!) Es ist daher keine Vollzugs- oder Abstimmungsmaschinerie, wie Sie die Menschen hier glauben machen wollen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Pilz: ... faul!
Die Abgeordneten von ÖVP und FPÖ arbeiten mit den Mitgliedern der Bundesregierung so zusammen (Abg. Pilz: ... faul!), dass inhaltlich sehr gute Vorschläge und Gesetzesvorschläge unterbreitet werden. (Abg. Pilz: ... faul!) Es ist daher keine Vollzugs- oder Abstimmungsmaschinerie, wie Sie die Menschen hier glauben machen wollen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Die Abgeordneten von ÖVP und FPÖ arbeiten mit den Mitgliedern der Bundesregierung so zusammen (Abg. Pilz: ... faul!), dass inhaltlich sehr gute Vorschläge und Gesetzesvorschläge unterbreitet werden. (Abg. Pilz: ... faul!) Es ist daher keine Vollzugs- oder Abstimmungsmaschinerie, wie Sie die Menschen hier glauben machen wollen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Pilz
Noch eines, Herr Universitätsprofessor Noll: Wenn Sie schon diesem Hohen Haus (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Pilz) als Spiegel der Bevölkerung attestieren, dass hier keine überdurchschnittlichen Geisteskräfte vorhanden sind, dann verbeugen wir uns vor Ihrer Superintelligenz, Sie Held! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Noch eines, Herr Universitätsprofessor Noll: Wenn Sie schon diesem Hohen Haus (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Pilz) als Spiegel der Bevölkerung attestieren, dass hier keine überdurchschnittlichen Geisteskräfte vorhanden sind, dann verbeugen wir uns vor Ihrer Superintelligenz, Sie Held! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Hafenecker: Ein Opfer der Liste Pilz!
Abgeordnete Dipl.-Ing. (FH) Martha Bißmann (ohne Klubzugehörigkeit): Ich bin ziemlich froh (Abg. Hafenecker: Ein Opfer der Liste Pilz!), dass diese Debatte zustande gekommen ist. Ich würde nämlich gern die Gelegenheit nutzen, um auf ein Thema aufmerksam zu machen. (Abg. Schimanek: Na, na, na!)
Abg. Schimanek: Na, na, na!
Abgeordnete Dipl.-Ing. (FH) Martha Bißmann (ohne Klubzugehörigkeit): Ich bin ziemlich froh (Abg. Hafenecker: Ein Opfer der Liste Pilz!), dass diese Debatte zustande gekommen ist. Ich würde nämlich gern die Gelegenheit nutzen, um auf ein Thema aufmerksam zu machen. (Abg. Schimanek: Na, na, na!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bekomme regelmäßig, wirklich häufig, Zuschriften von Bürgerinnen und Bürgern, die sich darüber echauffieren, dass, wenn die Reihen der Kolleginnen und Kollegen Abgeordneten abgefilmt werden, so häufig Desinteresse, Abwesenheit und Ablenkung gezeigt werden. Glauben Sie mir – wir wissen es doch alle –, die Kameras suchen sich genau diese Szenen: wenn wir mit dem Handy beschäftigt sind oder in der Nase bohren! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kitzmüller: Ja, genau!
Ich bin ja als freie Abgeordnete nicht in der Präsidiale vertreten – das sieht die Geschäftsordnung nicht vor (Abg. Kitzmüller: Ja, genau!), das könnte man ja auch einmal reformieren; das ist jetzt aber nicht Thema (Abg. Gudenus: Alle drinhocken, ja! Unglaublich!) –, deshalb deponiere ich es jetzt hier auf diese Art und Weise. Ich habe einmal das norwegische Parlament besucht, und dort gibt es eine offizielle Mittagspause von einer Stunde. Da verlassen alle den Plenarsaal – Regierungsvertreter, Abgeordnete – und essen gemeinsam in einer großen Kantine, in der es gesundes Essen gibt, mittag, und dann kommen alle wieder zurück. Die Anwesenheitsquote im Sitzungssaal ist im norwegischen Parlament viel, viel höher als hier im österreichischen, wenn ich auch gehört habe, dass es sich schon verbessert haben soll. Das wäre ein Reformvorschlag, vor allem für das sanierte Parlament, dessen Infrastruktur wir jetzt noch neu gestalten können.
Abg. Gudenus: Alle drinhocken, ja! Unglaublich!
Ich bin ja als freie Abgeordnete nicht in der Präsidiale vertreten – das sieht die Geschäftsordnung nicht vor (Abg. Kitzmüller: Ja, genau!), das könnte man ja auch einmal reformieren; das ist jetzt aber nicht Thema (Abg. Gudenus: Alle drinhocken, ja! Unglaublich!) –, deshalb deponiere ich es jetzt hier auf diese Art und Weise. Ich habe einmal das norwegische Parlament besucht, und dort gibt es eine offizielle Mittagspause von einer Stunde. Da verlassen alle den Plenarsaal – Regierungsvertreter, Abgeordnete – und essen gemeinsam in einer großen Kantine, in der es gesundes Essen gibt, mittag, und dann kommen alle wieder zurück. Die Anwesenheitsquote im Sitzungssaal ist im norwegischen Parlament viel, viel höher als hier im österreichischen, wenn ich auch gehört habe, dass es sich schon verbessert haben soll. Das wäre ein Reformvorschlag, vor allem für das sanierte Parlament, dessen Infrastruktur wir jetzt noch neu gestalten können.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.
12-Stunden-Tage hier im Parlament sind also wirklich nicht förderlich für die gegenseitige Aufmerksamkeit, und bitte bedenken Sie bei jeder Rede, bei der Sie hier zuhören, immer mit: Die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes sehen zu. Sie interessiert das, was wir hier am Rednerpult sagen, aber sie interessiert auch, dass wir einander zuhören. Das ist ganz wichtig. Es geht nicht darum, Herr Klubobmann Wöginger, dass wir es hier 12 Stunden „aushalten“, sondern es geht darum, dass wir einander 12 Stunden interessiert zuhören und dass eine Art Debattenkultur zelebriert und praktiziert wird, die unsere Steuerzahlerinnen und Steuerzahler einigermaßen zufriedenstellt. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Bravoruf des Abg. Stefan.
Abgeordneter Karl Nehammer, MSc (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie und zu Hause vor den Bildschirmen! Es ist für mich schon jedes Mal erstaunlich, wie schmerzbefreit man sein kann. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Bravoruf des Abg. Stefan.)
Ruf bei der FPÖ: Nehammer!
Wenn ich im Lexikon nachschauen würde, was da unter schmerzbefreit steht, fände ich plötzlich das Foto (Ruf bei der FPÖ: Nehammer!) des Kollegen Pilz. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Wenn ich im Lexikon nachschauen würde, was da unter schmerzbefreit steht, fände ich plötzlich das Foto (Ruf bei der FPÖ: Nehammer!) des Kollegen Pilz. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
neuerliche Heiterkeit bei der FPÖ
Wie kann man in seinem Persönlichkeitsprofil so aufgestellt sein, dass man sich selbst als mächtigen alten weißen Mann bezeichnet, der sich für das, was er getan hat, woran er sich kaum mehr erinnern kann (neuerliche Heiterkeit bei der FPÖ), entschuldigt und sich dann hier herausstellt, den Finger (Abg. Gudenus: Stinkefinger!) der Moral erhebt,
Abg. Gudenus: Stinkefinger!
Wie kann man in seinem Persönlichkeitsprofil so aufgestellt sein, dass man sich selbst als mächtigen alten weißen Mann bezeichnet, der sich für das, was er getan hat, woran er sich kaum mehr erinnern kann (neuerliche Heiterkeit bei der FPÖ), entschuldigt und sich dann hier herausstellt, den Finger (Abg. Gudenus: Stinkefinger!) der Moral erhebt,
Oh-Rufe bei ÖVP und FPÖ.
Sehr geehrte Frau Präsidentin, darin sehe ich das tatsächliche Problem! Herr Pilz ist jener Abgeordnete, der laut „Addendum“ derzeit die schlechteste Anwesenheitsquote bei Abstimmungen hier im Hohen Haus hat, nämlich 34,4 Prozent. (Oh-Rufe bei ÖVP und FPÖ.) Schlechter waren nur noch Katzian und Kern, und die sind nicht mehr hier im Hohen Haus. Das wäre einmal etwas zum Nachdenken für Kollegen Pilz. (Neuerliche Oh-Rufe bei ÖVP und FPÖ.)
Neuerliche Oh-Rufe bei ÖVP und FPÖ.
Sehr geehrte Frau Präsidentin, darin sehe ich das tatsächliche Problem! Herr Pilz ist jener Abgeordnete, der laut „Addendum“ derzeit die schlechteste Anwesenheitsquote bei Abstimmungen hier im Hohen Haus hat, nämlich 34,4 Prozent. (Oh-Rufe bei ÖVP und FPÖ.) Schlechter waren nur noch Katzian und Kern, und die sind nicht mehr hier im Hohen Haus. Das wäre einmal etwas zum Nachdenken für Kollegen Pilz. (Neuerliche Oh-Rufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Aber jetzt ganz im Ernst: Sich hierherzustellen und über Feigheit zu sprechen – das haben Sie getan, Herr Pilz! –, das ist wirklich ein starkes Stück. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Loacker: Zum Thema schmerzbefreit!
Glauben Sie mir, ich werde morgen am Rednerpult stehen und die Parteienfinanzierung, so wie wir sie beschließen werden, rechtfertigen und verteidigen (Abg. Loacker: Zum Thema schmerzbefreit!), weil ich glaube, dass das in einer parlamentarischen Demokratie richtig und recht ist, und ich werde eines sicher nicht, Herr Pilz: mich vor Ihnen verstecken. (Zwischenruf des Abg. Pilz.)
Zwischenruf des Abg. Pilz.
Glauben Sie mir, ich werde morgen am Rednerpult stehen und die Parteienfinanzierung, so wie wir sie beschließen werden, rechtfertigen und verteidigen (Abg. Loacker: Zum Thema schmerzbefreit!), weil ich glaube, dass das in einer parlamentarischen Demokratie richtig und recht ist, und ich werde eines sicher nicht, Herr Pilz: mich vor Ihnen verstecken. (Zwischenruf des Abg. Pilz.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Wöginger: Jetzt ist z’sammg’räumt in der Hütt’n!
Wir, meine Kolleginnen und Kollegen, haben schon im Nationalratsklub gesagt: Es ist ja auch zum Selbstschutz des Kollegen Pilz, dass die Sitzungen länger dauern, denn wenn er am Abend hier bei uns ist, dann gibt es vielleicht nichts mehr, woran er sich dann nicht mehr erinnern kann. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Wöginger: Jetzt ist z’sammg’räumt in der Hütt’n!)
Beifall bei der SPÖ.
Was heute ganz neu war – das muss ich sagen! –, war wirklich Ihr Auftritt am Vormittag, als Sie von der Regierungsbank aus demokratisch gewählte Parteien auf eine Art und Weise diskreditiert haben, dass sogar erstmals hier herinnen diskutiert worden ist, ob eine Ministerin einen Ordnungsruf erhalten soll. Ist das wirklich Ihr Ernst? Ist das wirklich Ihr Ernst? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage dazu: Frau Bundesministerin, es ist gut, dass Sie in vielen Fragen resolut sind, auf den Tisch hauen, aber ich würde mir dann wirklich erwarten, dass Sie das einmal in den eigenen Reihen machen. Wir reden heute über den Nichtraucherschutz, und es ist leicht, dass Sie über die anderen Parteien schimpfen, dass Sie sagen, was Sie nicht alles machen würden, aber der Mut fehlt Ihnen ja in den eigenen Reihen. Warum haben Sie diesen Mut, dieses resolute Auftreten nicht, wenn Strache und Kurz gemeinsam etwas auspackeln und sagen: Wir wissen besser Bescheid, was gesund ist, was nicht gesund ist, die Ärztinnen und Ärzte kennen sich nicht aus, wir wissen in Wahrheit, dass der Nichtraucherschutz ein Blödsinn ist!? – Warum stehen Sie da nicht auf und sagen: Herr Strache, Herr Kollege Kurz, das ist ein Wahnsinn, was ihr macht, das stimmt einfach nicht!? – Diese resolute Vorgangsweise wäre doch als Gesundheitsministerin gerade in den eigenen Reihen einmal angebracht. Das machen Sie alles nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wurm: Falsch!
den Folgen des Passivrauchens – obwohl sie nicht einmal selber rauchen. Wir reden von 13 000 Menschen, die in Österreich jedes Jahr an den Folgen des Nikotinkonsums – auch viele Passivraucher sind dabei – versterben. (Abg. Wurm: Falsch!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Ja, ist das wirklich Ihr Ernst, dass Sie das so hinnehmen und sagen: Egal, was alle Ärztinnen und Ärzte sagen, was die Kinderkrebshilfe, die Krebshilfe, die Ärztekammer, Expertinnen und Experten sagen, es ist egal, Kurz und Strache haben entschieden!? – So kann man doch als Gesundheitsministerin wirklich nicht agieren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
So kann man doch mit Menschen nicht umgehen! Da hätten Sie aufstehen müssen, da hätten Sie resolut sein müssen – wenn es um Menschenleben in Österreich geht, um kranke Menschen und um Krankheit, die man verhindern kann! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.
Kann man so in Österreich arbeiten, dass Fakten völlig egal sind, dass die Fakten gar nicht mehr zählen und dass man nur noch über persönliche Befindlichkeiten redet, dass man darüber redet, was im Regierungsprogramm auf Kosten von Menschen ausgepackelt worden ist? – So können wir doch alle miteinander nicht arbeiten, und ich bitte euch wirklich: Ruft den eigenen Bundeskanzler und den eigenen Vizekanzler zur Ordnung und sagt ihnen, dass wir in Österreich für Menschenleben kämpfen müssen! Wir haben es heute in der Hand. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.)
Zwischenruf der Abg. Winzig.
Es ist auch kein Zufall – ich darf es nur noch einmal sagen –: Es ist Herr Vizekanzler Strache nicht da, und Sebastian Kurz ist ohnehin dafür bekannt, dass er immer dann im Ausland ist, wenn es irgendwo spannende Debatten gibt und es um menschliche Schicksale geht. Er war bei Ceta nicht im Plenum anwesend, bei der Aktion 20 000 ist er nicht da gewesen. Jetzt ist er im Ausland und erklärt sozusagen die demokratische Meinungsbildung und wie die Demokratie funktioniert. Wenn es da im Haus um direkte Demokratie geht, ist Herr Bundeskanzler Kurz natürlich nicht da. (Zwischenruf der Abg. Winzig.) Das ist eigentlich tragisch. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist auch kein Zufall – ich darf es nur noch einmal sagen –: Es ist Herr Vizekanzler Strache nicht da, und Sebastian Kurz ist ohnehin dafür bekannt, dass er immer dann im Ausland ist, wenn es irgendwo spannende Debatten gibt und es um menschliche Schicksale geht. Er war bei Ceta nicht im Plenum anwesend, bei der Aktion 20 000 ist er nicht da gewesen. Jetzt ist er im Ausland und erklärt sozusagen die demokratische Meinungsbildung und wie die Demokratie funktioniert. Wenn es da im Haus um direkte Demokratie geht, ist Herr Bundeskanzler Kurz natürlich nicht da. (Zwischenruf der Abg. Winzig.) Das ist eigentlich tragisch. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wurm: Falsch!
Ich möchte noch einmal in Erinnerung rufen – weil wir wirklich sehr, sehr intensiv auch im Ausschuss diskutiert haben –: Alle Expertinnen und Experten haben zu uns gesagt: Diese österreichische Regelung, die Strache und Kurz jetzt ausgepackelt haben, ist eine Wischiwaschilösung. (Abg. Wurm: Falsch!) Niemand – niemand! – hat gesagt,
Beifall bei der SPÖ.
Da muss man auch so ehrlich sein und sich hinstellen und sagen: Herr Kollege Strache, wir haben alles probiert, wir haben überall herumdiskutiert, ob wir nicht doch argumentieren können, dass Rauchen gesund ist, aber alle Expertinnen und Experten waren anderer Meinung! – Man kann sagen: Herr Kollege Strache, wir haben keinen einzigen Arzt, keine einzige Ärztin gefunden, der oder die bereit war, diese Wischiwaschilinie der Bundesregierung zu vertreten und zu verteidigen! – Das kann man doch offen sagen. Man kann doch in den eigenen Reihen sagen: Wir haben uns geirrt, das ist ein Fehler, es geht um Menschenleben, korrigieren wir diesen Fehler!, und wenn wir schon selber nicht den Mut haben, dann soll doch wenigstens die österreichische Bevölkerung abstimmen dürfen! – Habt doch wenigstens diesen Mut! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wurm: Erzählen Sie die ganze Wahrheit! Die ganze Wahrheit!
Symptomatisch war dann eine Diskussion, in der wir draufgekommen sind, dass in den Nichtraucherbereichen, in denen die Eltern mit den Kindern sitzen, die Schadstoffkonzentration oft viermal so hoch ist wie auf einer stark befahrenen Straße. (Abg. Wurm: Erzählen Sie die ganze Wahrheit! Die ganze Wahrheit!) Eltern sitzen dort mit ihren Kindern, wissen nicht, wie gefährlich das Ganze ist, sind dann einer Schadstoffbelastung ausgesetzt – wir kennen die Situation, dass entweder die Türe offen ist oder dass das Abluftsystem nicht funktioniert –, und die Ärztinnen und Ärzte erklären uns, dass das bei Kindern umso schlimmer ist, weil die Lunge noch im Wachstum ist und weil die Atemfrequenz eine höhere ist.
Heiterkeit bei und Zwischenbemerkung von Bundesministerin Hartinger-Klein.
Das ist leider derselbe Schmäh, den uns Strache schon einmal versucht hat, einzureden. Ihr erinnert euch an den Schweinsbraten und an H.-C. Strache, als er gesagt hat: Das wird nämlich als Nächstes verboten, wenn wir jetzt den Nichtraucherschutz einführen! – Dasselbe erzählt uns jetzt die Frau Ministerin. Wenn Sie (in Richtung Bundesministerin Hartinger-Klein) fünf Bier trinken, sind Sie vielleicht rauschig, aber nicht wir alle. Das ist der Unterschied. (Heiterkeit bei und Zwischenbemerkung von Bundesministerin Hartinger-Klein.) Wenn Sie fünf Zigaretten rauchen, rauchen wir alle mit. So einfach ist es! So einfach ist es! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Das ist leider derselbe Schmäh, den uns Strache schon einmal versucht hat, einzureden. Ihr erinnert euch an den Schweinsbraten und an H.-C. Strache, als er gesagt hat: Das wird nämlich als Nächstes verboten, wenn wir jetzt den Nichtraucherschutz einführen! – Dasselbe erzählt uns jetzt die Frau Ministerin. Wenn Sie (in Richtung Bundesministerin Hartinger-Klein) fünf Bier trinken, sind Sie vielleicht rauschig, aber nicht wir alle. Das ist der Unterschied. (Heiterkeit bei und Zwischenbemerkung von Bundesministerin Hartinger-Klein.) Wenn Sie fünf Zigaretten rauchen, rauchen wir alle mit. So einfach ist es! So einfach ist es! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Wenn Herr Strache seinen Schweinsbraten isst, kostet nicht jeder von uns den Schweinsbraten von Herrn Strache, und das macht den Unterschied. Es geht um den Schutz von Nichtraucherinnen und Nichtrauchern – so einfach ist es! –, indem man als Raucher vor die Türe geht, draußen die Zigarette raucht, miteinander diskutiert und sich unterhält. Das ist eine Möglichkeit. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Es geht um den Schutz von Menschen, die in der Gastronomie arbeiten.
Beifall bei der SPÖ.
Weiters haben wir von neuen Studien, zum Beispiel über die Schäden durch den kalten Rauch, gehört. Ihr erinnert euch vielleicht – diejenigen, die im Gesundheitsausschuss waren –: Die Räume sind ja auch Stunden und Tage danach noch kontaminiert. Mir war das selber in dieser Form gar nicht bewusst, was das vor allem für das Reinigungspersonal heißt, dass die Leute, die danach sauber machen müssen, weiterhin die Schadstoffe einatmen. Ich meine, die Reinigungskräfte gehören doch nicht zu jener Berufsgruppe, die am allerbesten verdient. Da müssten wir doch sagen: Wir sind als Politikerinnen und Politiker verantwortlich, auch für diese Menschen zu kämpfen und das Richtige zu tun! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.
Ich bitte euch wirklich: Habt den Mut! Wenn ihr nicht selber bereit seid, in den eigenen Reihen einen Kurswechsel herbeizuführen, glaubt wenigstens 900 000 Menschen, die bereit waren und den Mut gehabt haben, für das Richtige auf das Gemeindeamt zu gehen und für den Nichtraucherschutz zu kämpfen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.)
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP. – Abg. Wittmann: Mäßiger Applaus! – Zwischenruf des Abg. Kucher.
Abgeordneter Josef A. Riemer (FPÖ): Geschätzte Frau Präsident! Frau Bundesminister! Kollege Kucher, ich schätze dich sehr, aber bitte: Der Umgang mit einer Frau – auch wenn es eine Frau Bundesminister ist – soll so sein, wie es sich gehört; auch das würde der Würde des Hauses entsprechen! (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP. – Abg. Wittmann: Mäßiger Applaus! – Zwischenruf des Abg. Kucher.)
Abg. Lindner: So ein Schwachsinn! – Abg. Loacker: Was habt ihr inhaltlich vorzubringen?
Das Zweite ist: Im alten Seminardeutsch – für Kollegen Noll, der ist ja ein ganz großer Universitätsprofessor – würde ich sagen: Wie innen, so außen, wie oben, so unten! Das bedeutet: Wenn man selbst raucht, soll man nicht anderen Leuten Lehrbeispiele erteilen, sondern man soll ein besseres Beispiel abgeben. Das wäre das Nächste, was ich einbringen möchte. Das bedeutet aber auch: Wenn ich heute, Kollege Kucher, zu dieser schwerwiegenden Thematik nichts anderes vorzubringen habe als Angriffe gegen die Bundesregierung zu einem anderen Thema, dann ist das eigentlich sehr bedauerlich. (Abg. Lindner: So ein Schwachsinn! – Abg. Loacker: Was habt ihr inhaltlich vorzubringen?)
Zwischenruf der Abg. Duzdar
Worum geht es eigentlich bei diesem Nichtrauchervolksbegehren? – Erstens einmal ist es, aus meiner subjektiven Sicht, ein Schießen mit Kanonen auf Spatzen. 900 000 Menschen haben unterschrieben – und Respekt davor, Respekt vor all den Experten (Zwischenruf der Abg. Duzdar), ja, Respekt vor den Experten, aber es war eine Themenverfehlung (Heiterkeit bei der SPÖ), denn worum geht es in Wirklichkeit?
Heiterkeit bei der SPÖ
Worum geht es eigentlich bei diesem Nichtrauchervolksbegehren? – Erstens einmal ist es, aus meiner subjektiven Sicht, ein Schießen mit Kanonen auf Spatzen. 900 000 Menschen haben unterschrieben – und Respekt davor, Respekt vor all den Experten (Zwischenruf der Abg. Duzdar), ja, Respekt vor den Experten, aber es war eine Themenverfehlung (Heiterkeit bei der SPÖ), denn worum geht es in Wirklichkeit?
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Kucher: Was ist mit der Kellnerin?
Es geht hier also um eine Grundsatzdiskussion, in der es darum geht: Verbotskultur oder Selbstverantwortung des Bürgers? Das ist die ganze Geschichte. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Kucher: Was ist mit der Kellnerin?) – Das kommt schon noch; durchlesen, das kommt alles noch!
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich würde mir erwarten, dass man etwas gegen das Rauchen bei Jugendlichen macht. Ich würde mir erwarten, dass wir ungefähr 30 000 Drogenabhängige mit in dieses Programm aufnehmen. Ich würde mir erwarten, dass wir die Alkoholsüchtigen mit hinein in dieses Boot nehmen, die auch schon als Jugendliche mit dem Alkohol beginnen. Ich würde mir erwarten, dass wir auch die Debatte über Cannabis – vielleicht im Sinne von: eine Einstiegsdroge für Heroin später – mit aufnehmen. Das wäre ehrlich und das wäre zum Schutz unserer Jugendlichen. Wir brauchen aber keine blasphemischen Geschichten zulasten einiger weniger Gastwirte, die dadurch in ihrer Existenz bedroht sind! – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei NEOS und SPÖ.
Das war aber erst der Anfang. Dann kamen die Abgeordneten von ÖVP und FPÖ, und da ist es erst richtig losgegangen. Zuerst Kollege Hammer, der wiederum auf die Expertise des Kollegen Obernosterer verwiesen hat, und zwar mit den Worten – wieder wörtliches Zitat, das können Sie alles nachlesen –: „Die Zahlen, die Sie da präsentiert haben, sind absolut nicht nachvollziehbar. Kollege Obernosterer ist gerade gegangen; er ist Kärntner, er kann aus Kärnten, vor allem aus dem Lesachtal, wo er selber beheimatet ist, ganz andere Zahlen nennen.“ – Bitte, kommen Sie der ÖVP nicht mit Studien aus Australien und aus Deutschland, wenn die sich im Lesachtal auskennen! (Heiterkeit und Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ sowie der Abg. Holzinger-Vogtenhuber.
Das war aber ein müder Auftakt – bis die FPÖ ins Spiel kommt. Kollege Wurm hat die Studien der Universitätsprofessoren mit den Worten quittiert: „Grundsätzlich traue ich nur Statistiken, die ich selber gefälscht habe“. – Das müssen sich Wissenschaftler im österreichischen Parlament von Abgeordneten anhören. Das ist doch eine Blamage für das Hohe Haus insgesamt! (Beifall bei NEOS und SPÖ sowie der Abg. Holzinger-Vogtenhuber.)
Abg. Wurm: Geh auf Tatsachen ein, Gerald, du erzählst Geschichten heute!
Alles, was ÖVP und FPÖ der Wissenschaft entgegenzusetzen haben, sind Anekdoten aus der Familie oder aus dem eigenen Leben. Und was Sie auch haben, ist eine Mehrheit (Abg. Wurm: Geh auf Tatsachen ein, Gerald, du erzählst Geschichten heute!), eine Mehrheit, mit der Sie über die 900 000 Unterschriften drüberfahren können, und eine Mehrheit, mit der Sie die Wissenschaft vom Tisch wischen können; aber Schopenhauer hat gesagt: „Die Wahrheit kann warten: denn sie hat ein langes Leben vor sich.“ (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Alles, was ÖVP und FPÖ der Wissenschaft entgegenzusetzen haben, sind Anekdoten aus der Familie oder aus dem eigenen Leben. Und was Sie auch haben, ist eine Mehrheit (Abg. Wurm: Geh auf Tatsachen ein, Gerald, du erzählst Geschichten heute!), eine Mehrheit, mit der Sie über die 900 000 Unterschriften drüberfahren können, und eine Mehrheit, mit der Sie die Wissenschaft vom Tisch wischen können; aber Schopenhauer hat gesagt: „Die Wahrheit kann warten: denn sie hat ein langes Leben vor sich.“ (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
mich nicht erinnern, lieber Philip, dass die Ministerin jemals behauptet hätte, rauchen sei gesund. Das halte ich für ausgeschlossen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Scherak: Das weiß ich auch, aber das hat mit der Debatte nichts zu tun!
Auch auf die Gefahr hin, Kollegen Loacker jetzt zu langweilen: Ich weiß, was es heißt, als Jugendliche zu rauchen zu beginnen und auch wieder damit aufzuhören. Wenn Sie das auch wissen - - (Abg. Scherak: Das weiß ich auch, aber das hat mit der Debatte nichts zu tun!) – Das hat schon etwas mit der Debatte zu tun (Abg. Loacker: Niemand interessiert sich für eure persönlichen Geschichten!), denn es geht darum, wie Jugendliche zu rauchen beginnen.
Abg. Loacker: Niemand interessiert sich für eure persönlichen Geschichten!
Auch auf die Gefahr hin, Kollegen Loacker jetzt zu langweilen: Ich weiß, was es heißt, als Jugendliche zu rauchen zu beginnen und auch wieder damit aufzuhören. Wenn Sie das auch wissen - - (Abg. Scherak: Das weiß ich auch, aber das hat mit der Debatte nichts zu tun!) – Das hat schon etwas mit der Debatte zu tun (Abg. Loacker: Niemand interessiert sich für eure persönlichen Geschichten!), denn es geht darum, wie Jugendliche zu rauchen beginnen.
in Richtung Abg. Loacker
Wenn du (in Richtung Abg. Loacker) aus den Sitzungen des Gesundheitsausschusses zitierst, zitiere ich zum Beispiel aus dem Drogenbericht des Landes Oberösterreich, der letzte Woche erschienen ist. Daraus wird ganz klar ersichtlich, dass nicht zuletzt aufgrund der Diskussionen und aufgrund der Bewusstseinsänderung bereits wesentlich weniger Jugendliche rauchen als noch vor wenigen Jahren. Die Landeshauptmannstellvertreterin hat die Zahlen präsentiert: In der Gruppe der 15- bis 19-Jährigen rauchen in Oberösterreich nur mehr 13 Prozent täglich, 20 Prozent gelegentlich, 67 Prozent gar nicht. (Abg. Jarolim: ... so ahnungslos!) Zum Vergleich dazu: 2000 waren es 44 Prozent, 2015 waren es noch 33 Prozent, die täglich geraucht haben. Die Raucherquoten sind jetzt Gott sei Dank auch bei den Mädchen rückläufig, wie wir vermerken dürfen.
Abg. Jarolim: ... so ahnungslos!
Wenn du (in Richtung Abg. Loacker) aus den Sitzungen des Gesundheitsausschusses zitierst, zitiere ich zum Beispiel aus dem Drogenbericht des Landes Oberösterreich, der letzte Woche erschienen ist. Daraus wird ganz klar ersichtlich, dass nicht zuletzt aufgrund der Diskussionen und aufgrund der Bewusstseinsänderung bereits wesentlich weniger Jugendliche rauchen als noch vor wenigen Jahren. Die Landeshauptmannstellvertreterin hat die Zahlen präsentiert: In der Gruppe der 15- bis 19-Jährigen rauchen in Oberösterreich nur mehr 13 Prozent täglich, 20 Prozent gelegentlich, 67 Prozent gar nicht. (Abg. Jarolim: ... so ahnungslos!) Zum Vergleich dazu: 2000 waren es 44 Prozent, 2015 waren es noch 33 Prozent, die täglich geraucht haben. Die Raucherquoten sind jetzt Gott sei Dank auch bei den Mädchen rückläufig, wie wir vermerken dürfen.
Abg. Wittmann: Vollständige Ahnungslosigkeit spricht da!
Was heißt das für uns? – Es wurde heute schon mehrmals der Jugendschutz angesprochen: Der Verkauf an Jugendliche unter 18 Jahren ist nicht mehr gestattet. Es darf in Autos nicht geraucht werden, wenn Kinder und Jugendliche anwesend sind. (Abg. Wittmann: Vollständige Ahnungslosigkeit spricht da!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
lichst viele Jugendliche erst gar nicht damit beginnen. – Danke vielmals. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei JETZT.
Ich bitte Sie um Ihre Zustimmung. Hören Sie auf mit Ankündigungen, hören Sie auf mit Beschwichtigungen, sondern setzen Sie einen tatsächlichen Arbeitnehmerschutz um und setzen Sie einen tatsächlichen Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Passivrauchen um! Das wäre etwas, was man wirklich unterstützen könnte. – Vielen Dank. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Mag. Beate Hartinger-Klein: Frau Präsidentin! Hohes Haus! Werter Herr Kucher – (in Richtung SPÖ:) Gratulation zum Gesundheitssprecher! –, ich weise es aufs Schärfste zurück – aufs Schärfste zurück! –, dass ich jemals gesagt hätte, rauchen sei gesund. Das habe ich nie gesagt, nie! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Und, Herr Kucher, ich sage Ihnen schon eines: Ich hoffe nicht, dass Sie fünf Bier täglich trinken, denn dann ist Ihre Gesundheit auch gefährdet. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wittmann: Also dieses Geschwätz ist ja unerträglich!
Mir ist es wichtig, für die Jugend Präventionsprogramme zu machen. Ich habe schon sehr viele Maßnahmen gesetzt, auch bei den Lehrlingen, dass sie nicht mehr, sage ich einmal, wie früher vier Stunden in solchen Lokalen arbeiten dürfen, sondern nur mehr eine Stunde. Also hier habe ich mehrere Maßnahmen gesetzt. (Abg. Wittmann: Also dieses Geschwätz ist ja unerträglich!) – Hören Sie zu, bitte! Wir haben mehrere Maßnahmen gesetzt.
Abg. Wittmann: Ihr Geschwätz ist unerträglich! Handeln Sie!
Ich bin sehr froh. Ich habe mit dem Wissenschafter Professor Kunze und anderen geredet. (Abg. Wittmann: Ihr Geschwätz ist unerträglich! Handeln Sie!) Wir machen viele präventive Maßnahmen.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich kann nur sagen: Ich hoffe, dass durch die Diskussion viele gar nicht zu rauchen beginnen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Da geht es doch nicht um die Raucher!
Ich kann aber auch sagen: Ob ich rauche, das ist meine persönliche, freie Entscheidung als erwachsener Mensch. Ich kann auch sagen: Rauchen schmeckt mir und entspannt mich. Ich kann auch sagen: Raucher sind geselliger, toleranter, Rauchen verbindet. – Das werden vermutlich die Raucher sagen. (Abg. Leichtfried: Da geht es doch nicht um die Raucher!)
Abg. Kucher: Jetzt ist es hysterisch!
Nur: Die Fragestellung heute – und das muss man schon noch einmal klarstellen – ist: Es geht eben nicht darum, ob jemand raucht oder nicht, auch nicht bei diesem Volksbegehren Don’t smoke und bei den anderen Punkten, die heute auf der Tagesordnung stehen. Es geht explizit darum, dass in der Gastronomie in Österreich gewisse Ausnahmen bestehen, wo es einen Raucherbereich geben kann. Das ist das Thema. Darum dreht sich diese hysterische Diskussion seit Jahren – seit Jahren! (Abg. Kucher: Jetzt ist es hysterisch!)
Beifall der Abg. Povysil. – Abg. Leichtfried: Das ist ein bisschen ein Scherz!
Aber lassen Sie mich vielleicht Folgendes sagen – ich wiederhole es; das sollten alle zur Kenntnis nehmen oder verifizieren, denn diese Fakten kann man relativ leicht recherchieren –: In Österreich gibt es seit mehr als zehn Jahren ein generelles Rauchverbot, und zwar überhaupt ein generelles Rauchverbot, auch ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie; seit über zehn Jahren! (Beifall der Abg. Povysil. – Abg. Leichtfried: Das ist ein bisschen ein Scherz!) 2015 wurde dieses Gesetz noch
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Das ist kein Faktum! Das ist ein Unsinn!
Österreich hat – das hat sich auch bewiesen, das haben auch die Experten bestätigt – eine der strengsten Nichtrauchergesetzgebungen weltweit. – Das einmal zu den Fakten. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Das ist kein Faktum! Das ist ein Unsinn!)
Beifall bei der FPÖ.
Weiters haben wir festgestellt – und das war schon sehr interessant –: Je nach Standort des Lokals kann die Feinstaubbelastung im Raucherbereich sogar geringer sein als im Nichtraucherbereich oder in der Außenluft. (Beifall bei der FPÖ.) Das kann man nachprüfen. Da sollten jetzt einige doch die Ohren spitzen! Das hat der eine Experte festgehalten. Die Erklärung dazu kam auch relativ schnell, weil ich nachgefragt habe. Seine Aussage war folgende: Es kann Ihnen passieren, wenn Sie neben einer Straßenbahnlinie wohnen, dass Sie dadurch in Ihrem Wohnbereich eine höhere Belastung haben als in einem Raucherbereich, weil das größte Risiko eben zum Beispiel der Feinstaub ist, der beim Bremsen auf den Straßenbahnschienen entsteht. Es wurde ebenso festgestellt, dass die Feinstaubbelastung, wenn Sie zu Hause mehrere Kerzen brennen haben, höher ist als im Raucherbereich; auch wenn Sie Räucherstäbchen verwenden, ist dies der Fall. Das hat der Experte festgestellt.
Ruf bei der SPÖ: Rauchen ist gesundheitsschädlich! Passivrauchen ...!
werden gar nicht befragt, ob sie mit Rauch passiv in Berührung gekommen sind. Das war die Aussage des Experten. Es kann jeder gerne herauskommen, auch Kollege Loacker, und erklären, ob diese Aussage richtig oder falsch ist. Das heißt, Passivrauchen und die ominösen Tausenden Toten basieren auf einer mathematischen Formel. Das hat der Experte bestätigt, kann man auch nachlesen. (Ruf bei der SPÖ: Rauchen ist gesundheitsschädlich! Passivrauchen ...!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Aber wir sind der Meinung: Das, was wichtig ist, ist der Kinder- und Jugendschutz. Den haben wir schon, meiner Meinung nach, sehr gut verstärkt – man kann noch mehr machen, es wird noch mehr passieren –, aber in letzter Konsequenz stehen wir für den freien Bürger und für die freie Entscheidung, ob man ein Raucher- oder ein Nichtraucherlokal betritt, und das ist auch gut so. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Neubauer: Wahlfreiheit!
Wir haben Kollegen Wurm ja auch beim letzten Hearing aufgefordert: Sag uns ein einziges Argument, das Rauchen in der Gastronomie zulässt, wodurch die Gesundheit nicht gefährdet ist! (Abg. Neubauer: Wahlfreiheit!) Er hat darauf hingewiesen, er werde es hier im Plenum sagen. Ich habe jetzt bei deiner Rede wirklich intensivst aufgepasst, ob irgendein Argument kommt, das die gesundheitlichen Bedenken, die alle Experten geäußert haben, zerstreut und Rauchen in der Gastronomie zulässt. Es ist kein einziges Argument von dir gekommen, das Rauchen in der Gastronomie für unbedenklich erklärt, das erklärt, dass Beschäftigte, die dort dem Rauch passiv – und das haben uns viele Experten erklärt – ausgesetzt sind, diesen krebserregenden Stoffen ausgesetzt sind, dadurch nicht gefährdet wären. Wir setzen diese Menschen dem Rauch aus und ihre Gesundheit aufs Spiel.
Abg. Riemer: Ja, natürlich!
Es ist wirklich schrecklich, was hier diesbezüglich passiert. Und es kommt kein Argument außer: Ja, wir wissen, dass Rauchen schädlich ist, aber, mein Gott na! Es geht ja – wer hat das gesagt, Kollege Riemer – um die Eigenverantwortung der Bürger. (Abg. Riemer: Ja, natürlich!) Die Bürger sollen entscheiden, wo sie hingehen. Aber,
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ
Kollege Riemer (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ) – klatschen Sie nur! (weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) –, was ist denn im Ausschuss passiert, als es um die Eigenverantwortung der Bürger gegangen ist, als dort diskutiert wurde? – Gerade die FPÖ-Abgeordneten haben im Ausschuss erklärt, wir müssen ja das Rauchen lassen, denn am Land gibt es im Ort nur ein einziges Lokal, und dann könnte es sein, dass dieses nicht besucht wird. – Wie gehen Sie denn da mit der Eigenverantwortung der Bürger um? (Abg. Haider: Verbieten! Verbieten! Das hat schon die Grünen ... aus dem Parlament ....!)
weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Kollege Riemer (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ) – klatschen Sie nur! (weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) –, was ist denn im Ausschuss passiert, als es um die Eigenverantwortung der Bürger gegangen ist, als dort diskutiert wurde? – Gerade die FPÖ-Abgeordneten haben im Ausschuss erklärt, wir müssen ja das Rauchen lassen, denn am Land gibt es im Ort nur ein einziges Lokal, und dann könnte es sein, dass dieses nicht besucht wird. – Wie gehen Sie denn da mit der Eigenverantwortung der Bürger um? (Abg. Haider: Verbieten! Verbieten! Das hat schon die Grünen ... aus dem Parlament ....!)
Abg. Haider: Verbieten! Verbieten! Das hat schon die Grünen ... aus dem Parlament ....!
Kollege Riemer (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ) – klatschen Sie nur! (weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) –, was ist denn im Ausschuss passiert, als es um die Eigenverantwortung der Bürger gegangen ist, als dort diskutiert wurde? – Gerade die FPÖ-Abgeordneten haben im Ausschuss erklärt, wir müssen ja das Rauchen lassen, denn am Land gibt es im Ort nur ein einziges Lokal, und dann könnte es sein, dass dieses nicht besucht wird. – Wie gehen Sie denn da mit der Eigenverantwortung der Bürger um? (Abg. Haider: Verbieten! Verbieten! Das hat schon die Grünen ... aus dem Parlament ....!)
Abg. Belakowitsch: Was heißt „nur“?
Wir hatten eine Mehrheit in diesem Haus, weil wir gesagt haben, wir in diesem Haus sind für die Gesundheit der Menschen in Österreich verantwortlich. Wir haben dieses Gesetz für die Gesundheit der Menschen in Österreich beschlossen. Nur damit die ÖVP den Bundeskanzler in der Regierung stellen kann (Abg. Belakowitsch: Was heißt „nur“?), gibt sie einem Vorschlag des Koalitionspartners nach und fällt zu 100 Prozent bei einem Gesetz um, das die Gesundheit der Menschen in Österreich schützen sollte. (Abg. Belakowitsch: Der einzige Bundeskanzler, der ... , war euer Kern!)
Abg. Belakowitsch: Der einzige Bundeskanzler, der ... , war euer Kern!
Wir hatten eine Mehrheit in diesem Haus, weil wir gesagt haben, wir in diesem Haus sind für die Gesundheit der Menschen in Österreich verantwortlich. Wir haben dieses Gesetz für die Gesundheit der Menschen in Österreich beschlossen. Nur damit die ÖVP den Bundeskanzler in der Regierung stellen kann (Abg. Belakowitsch: Was heißt „nur“?), gibt sie einem Vorschlag des Koalitionspartners nach und fällt zu 100 Prozent bei einem Gesetz um, das die Gesundheit der Menschen in Österreich schützen sollte. (Abg. Belakowitsch: Der einzige Bundeskanzler, der ... , war euer Kern!)
Beifall der Abgeordneten Rendi-Wagner und Leichtfried.
Sie von der ÖVP sind dafür verantwortlich, dass Menschen, die in diesen Betrieben arbeiten müssen, weil sie nicht die Chance haben, sich den Arbeitsplatz nach Raucherarbeitsplatz oder Nichtraucherarbeitsplatz auszusuchen, in diesen Betrieben krank werden können. Sie sind dafür verantwortlich, dass Menschen aufgrund dieser Erkrankung sterben können. Sie sind dafür verantwortlich, dass es in Österreich Leid gibt, weil eine Maßnahme gesetzt wird, die man in diesem Parlament nicht vertreten kann. (Beifall der Abgeordneten Rendi-Wagner und Leichtfried.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Riemer: Der ... hat immer gesagt, ...! Der war ein Gesundheitsminister!
Gastronomie zu verbieten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Riemer: Der ... hat immer gesagt, ...! Der war ein Gesundheitsminister!)
Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Ich berichtige tatsächlich: Im Expertenhearing wurden auch auf meine Intervention und Nachfrage hin zwei Dinge festgestellt. Nach Einschätzung der Experten aus Deutschland und aus Österreich, der Nichtraucherexperten aus Deutschland, ist es ungefähr so, wenn ein Kellner oder eine Kellnerin 10 Stunden in einem schwer verrauchten Raucherlokal arbeitet, dass das so eine Auswirkung hat, als ob dieser Kellner/diese Kellnerin zwischen einer und drei Zigaretten selbst aktiv geraucht hätte. – Das war die Aussage der Experten - - (Zwischenruf des Abg. Wittmann.)
Abg. Belakowitsch: Er hat gesagt, er hat darauf hingewiesen!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter! Was ist Ihre Berichtigung? (Abg. Belakowitsch: Er hat gesagt, er hat darauf hingewiesen!)
Zwischenruf des Abg. Keck.
Abgeordneter Peter Wurm (fortsetzend): Der Vorwurf von Kollegen Keck war, dass ich zum Arbeitnehmerschutz nichts gesagt habe. (Zwischenruf des Abg. Keck.)
Abg. Wittmann: Das ist ein Missbrauch der ...!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, auch wenn Sie damit begonnen haben, dass Sie sich bemühen, sich an die Geschäftsordnung zu halten, sind Sie momentan schon sehr weit weg davon. Sie müssen die zu berichtigende Behauptung wiedergeben, diese dann den Fakten gegenüberstellen – keine Meinungsäußerung machen. Dazu haben wir in der Geschäftsordnung Wortmeldungen im Plenum vorgesehen. – Bitte. (Abg. Wittmann: Das ist ein Missbrauch der ...!)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Genau!
Abgeordneter Peter Wurm (fortsetzend): Die Berufskrankheit Lungenkrebs existiert in Europa für Kellner nicht, ist nicht anerkannt. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Genau!)
Abg. Belakowitsch: Na sicher war es eine! Das ist ja unglaublich! Da brauche ich nicht mal großzügig zu sein!
Präsidentin Doris Bures: Das war selbst bei großzügiger Auslegung der Geschäftsordnung keine tatsächliche Berichtigung. (Abg. Belakowitsch: Na sicher war es eine! Das ist ja unglaublich! Da brauche ich nicht mal großzügig zu sein!) – Sie sind nicht zu Wort gemeldet, Sie können das später tun. (Abg. Belakowitsch: Das ist jetzt aber schon eine tatsächliche gewesen! Bitte lesen Sie nach!)
Abg. Belakowitsch: Das ist jetzt aber schon eine tatsächliche gewesen! Bitte lesen Sie nach!
Präsidentin Doris Bures: Das war selbst bei großzügiger Auslegung der Geschäftsordnung keine tatsächliche Berichtigung. (Abg. Belakowitsch: Na sicher war es eine! Das ist ja unglaublich! Da brauche ich nicht mal großzügig zu sein!) – Sie sind nicht zu Wort gemeldet, Sie können das später tun. (Abg. Belakowitsch: Das ist jetzt aber schon eine tatsächliche gewesen! Bitte lesen Sie nach!)
Abg. Wittmann: Sie verhöhnen die Unterzeichner!
Im Gesundheitsausschuss hatten wir drei Expertenhearings. Es steht bei allen außer Streit, Rauchen ist schädlich. Angesichts dieser Debatte könnten wir heute diskutieren über ein - - (Abg. Wittmann: Sie verhöhnen die Unterzeichner!) – Nein, ich verhöhne die Unterzeichner nicht, sondern ich schätze sie dafür, dass sie für die Gesundheit eintreten.
Abg. Wittmann: Sie verhöhnen die Unterzeichner!
Wir könnten heute über ein generelles Tabakwarenverbot diskutieren, weil Rauchen schädlich ist. (Abg. Wittmann: Sie verhöhnen die Unterzeichner!) Es gibt Menschen wie Ärzte, Krankenpfleger, Krankenschwestern, die rauchen, die eigentlich von ihrer beruflichen Tätigkeit und von ihrer Bildung her wissen, dass Rauchen ungesund ist. Ich
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und bei der FPÖ.
Die Eigenverantwortung ist auch in der Gastronomie zum Tragen gekommen, denn gerade in der Gastronomie sind von jenen Lokalen, die im letzten Jahr neu eröffnet worden sind, 75 Prozent reine Nichtraucherlokale. Das ist ein guter Ansatz. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich glaube, abschließend sagen zu können: Wir haben einen Weg begonnen, bei dem wir verbessern, mehr aufklären und mehr Prävention machen und damit auch die Jugendlichen und den einzelnen Bürger schützen. Wir wollen aber auch in Zukunft die Eigenverantwortung stärken. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der NEOS.
Auch wenn es von der ÖVP so gehandhabt wird, als wären es nur 900: Korrekt und berichtigt sind es 881 569 Unterstützungsunterschriften. – Danke. (Heiterkeit und Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Stefan: Das ist immer noch so!
Abgeordnete Dr. Irmgard Griss (NEOS): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Der ORF hat vor einigen Tagen einige Filme der großartigen Elisabeth Spira gebracht. Ich habe mir zwei davon angeschaut, den Film über den Prater und den Film über die Heurigen, und ehrlich gesagt, ich war ganz weg, wie viel da geraucht wurde. Jeder hat eine Zigarette in der Hand gehabt! Und das liegt nicht so lange zurück, das war in den Neunzigerjahren. (Abg. Stefan: Das ist immer noch so!) Damals war es offenbar noch so: Geselligkeit und Rauchen gehören zusammen, und es gibt keine Geselligkeit ohne Rauchen. (Abg. Stefan: Gehen Sie einmal mit nach Simmering! Kommen Sie einmal mit!) Das hat sich grundlegend geändert. (Abg. Stefan: Nein, nur in gewissen Kreisen!) Ich glaube, man kann wirklich sagen: In der Öffentlichkeit ist Rauchen ein Minderheitenprogramm geworden. (Abg. Belakowitsch: Das stimmt nicht!) Viel weniger Leute rauchen. Es ist einfach gesellschaftlich nicht mehr in dem Maß akzeptiert, in dem das früher der Fall war. (Abg. Stefan: Dort, wo die NEOS ihre Stimmen ...!)
Abg. Stefan: Gehen Sie einmal mit nach Simmering! Kommen Sie einmal mit!
Abgeordnete Dr. Irmgard Griss (NEOS): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Der ORF hat vor einigen Tagen einige Filme der großartigen Elisabeth Spira gebracht. Ich habe mir zwei davon angeschaut, den Film über den Prater und den Film über die Heurigen, und ehrlich gesagt, ich war ganz weg, wie viel da geraucht wurde. Jeder hat eine Zigarette in der Hand gehabt! Und das liegt nicht so lange zurück, das war in den Neunzigerjahren. (Abg. Stefan: Das ist immer noch so!) Damals war es offenbar noch so: Geselligkeit und Rauchen gehören zusammen, und es gibt keine Geselligkeit ohne Rauchen. (Abg. Stefan: Gehen Sie einmal mit nach Simmering! Kommen Sie einmal mit!) Das hat sich grundlegend geändert. (Abg. Stefan: Nein, nur in gewissen Kreisen!) Ich glaube, man kann wirklich sagen: In der Öffentlichkeit ist Rauchen ein Minderheitenprogramm geworden. (Abg. Belakowitsch: Das stimmt nicht!) Viel weniger Leute rauchen. Es ist einfach gesellschaftlich nicht mehr in dem Maß akzeptiert, in dem das früher der Fall war. (Abg. Stefan: Dort, wo die NEOS ihre Stimmen ...!)
Abg. Stefan: Nein, nur in gewissen Kreisen!
Abgeordnete Dr. Irmgard Griss (NEOS): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Der ORF hat vor einigen Tagen einige Filme der großartigen Elisabeth Spira gebracht. Ich habe mir zwei davon angeschaut, den Film über den Prater und den Film über die Heurigen, und ehrlich gesagt, ich war ganz weg, wie viel da geraucht wurde. Jeder hat eine Zigarette in der Hand gehabt! Und das liegt nicht so lange zurück, das war in den Neunzigerjahren. (Abg. Stefan: Das ist immer noch so!) Damals war es offenbar noch so: Geselligkeit und Rauchen gehören zusammen, und es gibt keine Geselligkeit ohne Rauchen. (Abg. Stefan: Gehen Sie einmal mit nach Simmering! Kommen Sie einmal mit!) Das hat sich grundlegend geändert. (Abg. Stefan: Nein, nur in gewissen Kreisen!) Ich glaube, man kann wirklich sagen: In der Öffentlichkeit ist Rauchen ein Minderheitenprogramm geworden. (Abg. Belakowitsch: Das stimmt nicht!) Viel weniger Leute rauchen. Es ist einfach gesellschaftlich nicht mehr in dem Maß akzeptiert, in dem das früher der Fall war. (Abg. Stefan: Dort, wo die NEOS ihre Stimmen ...!)
Abg. Belakowitsch: Das stimmt nicht!
Abgeordnete Dr. Irmgard Griss (NEOS): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Der ORF hat vor einigen Tagen einige Filme der großartigen Elisabeth Spira gebracht. Ich habe mir zwei davon angeschaut, den Film über den Prater und den Film über die Heurigen, und ehrlich gesagt, ich war ganz weg, wie viel da geraucht wurde. Jeder hat eine Zigarette in der Hand gehabt! Und das liegt nicht so lange zurück, das war in den Neunzigerjahren. (Abg. Stefan: Das ist immer noch so!) Damals war es offenbar noch so: Geselligkeit und Rauchen gehören zusammen, und es gibt keine Geselligkeit ohne Rauchen. (Abg. Stefan: Gehen Sie einmal mit nach Simmering! Kommen Sie einmal mit!) Das hat sich grundlegend geändert. (Abg. Stefan: Nein, nur in gewissen Kreisen!) Ich glaube, man kann wirklich sagen: In der Öffentlichkeit ist Rauchen ein Minderheitenprogramm geworden. (Abg. Belakowitsch: Das stimmt nicht!) Viel weniger Leute rauchen. Es ist einfach gesellschaftlich nicht mehr in dem Maß akzeptiert, in dem das früher der Fall war. (Abg. Stefan: Dort, wo die NEOS ihre Stimmen ...!)
Abg. Stefan: Dort, wo die NEOS ihre Stimmen ...!
Abgeordnete Dr. Irmgard Griss (NEOS): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Der ORF hat vor einigen Tagen einige Filme der großartigen Elisabeth Spira gebracht. Ich habe mir zwei davon angeschaut, den Film über den Prater und den Film über die Heurigen, und ehrlich gesagt, ich war ganz weg, wie viel da geraucht wurde. Jeder hat eine Zigarette in der Hand gehabt! Und das liegt nicht so lange zurück, das war in den Neunzigerjahren. (Abg. Stefan: Das ist immer noch so!) Damals war es offenbar noch so: Geselligkeit und Rauchen gehören zusammen, und es gibt keine Geselligkeit ohne Rauchen. (Abg. Stefan: Gehen Sie einmal mit nach Simmering! Kommen Sie einmal mit!) Das hat sich grundlegend geändert. (Abg. Stefan: Nein, nur in gewissen Kreisen!) Ich glaube, man kann wirklich sagen: In der Öffentlichkeit ist Rauchen ein Minderheitenprogramm geworden. (Abg. Belakowitsch: Das stimmt nicht!) Viel weniger Leute rauchen. Es ist einfach gesellschaftlich nicht mehr in dem Maß akzeptiert, in dem das früher der Fall war. (Abg. Stefan: Dort, wo die NEOS ihre Stimmen ...!)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Aber auch Sie beide, sowohl die ÖVP als auch die FPÖ, zahlen einen Preis, Sie zahlen einen Preis an Glaubwürdigkeit, denn: Die ÖVP hat das seinerzeit mitbeschlossen und ist ohne sachliche Gründe davon abgegangen; und für die FPÖ, die sich vor der Wahl nicht einkriegen konnte bei der Forderung nach direkter Demokratie und Beteuerungen, wie wichtig diese sei, sind die fast 900 000 Unterschriften kein Grund, diese Einstellung zu ändern. Daran sieht man, dass direkte Demokratie für Sie dann wichtig ist, wenn sie Ihren parteipolitischen Zielen dient. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Beifall bei NEOS und JETZT.
Ich finde, verantwortungsvolle Politik schaut anders aus. – Danke. (Beifall bei NEOS und JETZT.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Im Antrag wurde eine bundeseinheitliche Regelung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Passivrauch in Gastronomiebetrieben mit Raucherräumen gefordert, und ganz generell möchte ich sagen – auch wenn Sie von der Opposition es nicht wahrhaben wollen und permanent dagegenreden und alles, was wir machen, schlechtreden –: Die aktuelle österreichische Bundesregierung unter Türkis-Blau hat das generelle Rauchverbot in einigen Bereichen vehement verschärft, und zwar gerade und vor allem im Bereich des Jugendschutzes, was mir besonders wichtig ist. Auch wenn Ihnen jetzt die Konstellation Türkis-Blau nicht gefällt – das sei Ihnen völlig unbenommen –, aber wir haben 60 Prozent der Zustimmung, und ich glaube, das alleine spricht für uns, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Obernosterer.
Jetzt die Frage: Soll man Alkohol jetzt auch verbieten? Soll man den Ausschank von Alkohol jetzt auch verbieten? – Ich persönlich glaube, nicht. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Obernosterer.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Fakt ist, jeder Raucher und Nichtraucher weiß, dass Rauchen ungesund ist und dass Rauchen auch zu fatalen Erkrankungen führen kann. Gerade vor dem Hintergrund dieses Wissens muss es aber jedem Einzelnen erlaubt sein, selbst zu entscheiden, ob er oder sie zur Zigarette greift oder nicht. Es geht eben – Kollege Riemer hat es gesagt – um Selbstverantwortung, meine sehr geehrten Damen und Herren. Es ist gerade die Selbstverantwortung, die wir unseren Bürgern geben wollen, eine Stärkung der Eigenverantwortung für das Leben und für die Gesundheit. – Vielen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber – lassen Sie mich etwas Positives sagen – einige Vertreter der ÖVP sind zumindest sehr höflich. Frau Kollegin Diesner-Wais, es spricht für Sie, dass Sie sich bei den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern bedanken – ich fühle mich auch geehrt, dass ich ein Danke von Ihnen bekomme –, es grenzt jedoch fast an Verhöhnung, denn die Politik, die Sie machen, ist gänzlich anders und konträr. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Worum geht es? – Es geht um den NichtraucherInnenschutz in den Gastronomiebetrieben. Ich beziehe mich auf einen weiteren Bereich, ich spreche über ein Rauchverbot auf Kinderspielplätzen – das ist nämlich im Bundesgesetz nicht geregelt. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei der SPÖ.
persönlichen Schutz der Nichtraucherinnen und Nichtraucher, auf den Schutz der Jugendlichen und Kinder. – Ja und was ist mit den Kleinsten in unserer Gesellschaft auf den Spielplätzen? Wollen Sie diese nicht vor dem blauen Dunst schützen? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wurm: ...! Da sind Sie am falschen Dampfer!
Sehr geehrte Damen und Herren! Die FPÖ und die ÖVP werden diesem Antrag für ein Rauchverbot auf Kinderspielplätzen nicht zustimmen. Warum? – Die FPÖ meint, sie habe bereits alles Mögliche getan, um die Kleinstkinder zu schützen. Liebe Kollegen von der FPÖ, das stimmt nicht! Sie haben mir im Ausschuss erklärt, für die Spielplätze seien wir nicht zuständig, da seien die Gemeinden zuständig, da seien die Länder zuständig. – Ja, für den Bau, für die Erhaltung, aber wir sprechen hier vom Tabakgesetz! Das Tabakgesetz ist ein Bundesgesetz, liebe Kolleginnen und Kollegen – es betrifft mich, es betrifft Sie alle hier. (Abg. Wurm: ...! Da sind Sie am falschen Dampfer!) Sagen Sie Nein zum Rauchen auf Spielplätzen! Geben Sie sich doch einen Ruck! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Die FPÖ und die ÖVP werden diesem Antrag für ein Rauchverbot auf Kinderspielplätzen nicht zustimmen. Warum? – Die FPÖ meint, sie habe bereits alles Mögliche getan, um die Kleinstkinder zu schützen. Liebe Kollegen von der FPÖ, das stimmt nicht! Sie haben mir im Ausschuss erklärt, für die Spielplätze seien wir nicht zuständig, da seien die Gemeinden zuständig, da seien die Länder zuständig. – Ja, für den Bau, für die Erhaltung, aber wir sprechen hier vom Tabakgesetz! Das Tabakgesetz ist ein Bundesgesetz, liebe Kolleginnen und Kollegen – es betrifft mich, es betrifft Sie alle hier. (Abg. Wurm: ...! Da sind Sie am falschen Dampfer!) Sagen Sie Nein zum Rauchen auf Spielplätzen! Geben Sie sich doch einen Ruck! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Amon – die Hände zusammenschlagend –: Bitte!
Es ist mir aufgefallen, vielen Kolleginnen und Kollegen in der ÖVP fällt es ja schwer, diesem Rauchverbot auf Spielplätzen nicht zuzustimmen – trotzdem werden sie mit Nein stimmen. Mit diesem Nein bringen Sie zum Ausdruck, dass Ihnen Kinder offensichtlich doch nicht so wichtig sind. (Abg. Amon – die Hände zusammenschlagend –: Bitte!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Knapp! Knapp vorbei ist auch daneben!
Was machen Sie? – Sie spielen den Kinderschutz herunter. Sie sprechen von direkter Demokratie und Bürgerbeteiligung, aber Sie ignorieren knapp 900 000 Unterschriften. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Knapp! Knapp vorbei ist auch daneben!)
Abg. Jarolim: Hoffentlich nicht der Herr Wurm!
Abgeordnete Rebecca Kirchbaumer (ÖVP): Frau Präsidentin! Werte Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher zu Hause und hier auf der Galerie bei uns im Haus! Werter Kollege Loacker, ich weiß nicht, aber – vielleicht habe ich etwas nicht verstanden – ich glaube nicht, dass Experten ihre Expertise irgendwo aus dem Mistkübel ziehen oder irgendwo finden. Ich glaube, es geht da schon um Menschen. Wenn ich im Ausschuss erzähle, wie schwer es für mich war, mit dem Rauchen aufzuhören, und wie ich zu rauchen begonnen habe – nämlich in der Schule, weil ich einem Burschen imponieren wollte und in den Keller gegangen bin, weil der mir gesagt hat, du kannst gar nicht gut rauchen, du weißt gar nicht, wie es geht (Abg. Jarolim: Hoffentlich nicht der Herr Wurm!), und ich dann noch versucht habe, den Lungenzug zu üben (Abg. Jarolim: Hoffentlich war das nicht der Herr Wurm!) –, dann finden Sie es lächerlich, wenn man so etwas macht, wenn man so etwas sagt?!
Abg. Jarolim: Hoffentlich war das nicht der Herr Wurm!
Abgeordnete Rebecca Kirchbaumer (ÖVP): Frau Präsidentin! Werte Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher zu Hause und hier auf der Galerie bei uns im Haus! Werter Kollege Loacker, ich weiß nicht, aber – vielleicht habe ich etwas nicht verstanden – ich glaube nicht, dass Experten ihre Expertise irgendwo aus dem Mistkübel ziehen oder irgendwo finden. Ich glaube, es geht da schon um Menschen. Wenn ich im Ausschuss erzähle, wie schwer es für mich war, mit dem Rauchen aufzuhören, und wie ich zu rauchen begonnen habe – nämlich in der Schule, weil ich einem Burschen imponieren wollte und in den Keller gegangen bin, weil der mir gesagt hat, du kannst gar nicht gut rauchen, du weißt gar nicht, wie es geht (Abg. Jarolim: Hoffentlich nicht der Herr Wurm!), und ich dann noch versucht habe, den Lungenzug zu üben (Abg. Jarolim: Hoffentlich war das nicht der Herr Wurm!) –, dann finden Sie es lächerlich, wenn man so etwas macht, wenn man so etwas sagt?!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das finden Sie lächerlich? Das brauchen wir alles nicht, dass man heute hergeht und am Beispiel seiner eigenen Person zeigt, dass das schlimm ist und dass wir sagen müssen, unsere Jugend muss eine Aufklärung erhalten und es müssen auch die Eltern aufgeklärt werden? – Meine Eltern haben auch geraucht und rauchen heute Gott sei Dank nicht mehr, weil sie aufgehört haben. Aber das ist ja anscheinend lächerlich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf: Brav!
Immer mehr Gastronomiebetriebe machen freiwillig ein Nichtraucherlokal. Jeder Mensch in unserem Land hat hoffentlich die Wahlfreiheit und sagt, ich gehe in ein Raucherlokal, ich gehe in ein gemischtes Lokal oder ich gehe in ein Nichtraucherlokal – denn überwiegend gibt es in Österreich Nichtraucherlokale und nicht Raucherlokale. Ich persönlich mache von meinem Wahlrecht Gebrauch und gehe überwiegend in Nichtraucherlokale, wenn sie vorhanden sind. (Ruf: Brav!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Kinder werden dem Passivrauch vor allem vorwiegend zu Hause und im Auto ausgesetzt. Was das Rauchen im Auto betrifft, so haben wir bereits beschlossen, dass das verboten ist, wenn Kinder mitfahren. Zu Hause ins Eigentumsrecht hineinzuwirken geht nicht, und das wollen wir auch nicht und dafür stehe ich auch nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall des Abg. Hörl.
Der Tourismusunternehmer, der Gastronom, der Wirt und die Wirtin haben nämlich ein Eigentumsrecht – und das ist ein Eingriff in ihr Eigentumsrecht. Wenn sie hingegen selbstbestimmt von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, indem sie sagen: Nein, ich mache aus meinem Lokal ein Nichtraucherlokal!, dann ist das deren Entscheidung und nicht unsere Entscheidung. (Beifall des Abg. Hörl.)
Abg. Wittmann: Aber Sie ignorieren das! Sie ignorieren es!
Weiters möchte ich auch auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eingehen und dabei speziell Sie, die Opposition aufseiten der SPÖ, ansprechen: Das Wort Selbstverantwortung und das Wort Selbstbestimmung gibt es in Ihrem Wortschatz nicht. Glauben Sie mir eines: Unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind der deutschen Sprache mächtig und können mit uns reden, und sie tun es auch und sie dürfen es auch. (Abg. Wittmann: Aber Sie ignorieren das! Sie ignorieren es!) Wenn sie nicht dort arbeiten möchten, dann tun sie es auch nicht, denn wie wir wissen, herrscht der größte Fachkräftemangel in der Gastronomie. (Abg. Kucher: Entschuldigen Sie, da geht es um Todesfälle! Das ist so zynisch!) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind mündige Bürger, die sich wehren können. (Ruf bei der SPÖ: Das ist ein Zynismus, bitte!)
Abg. Kucher: Entschuldigen Sie, da geht es um Todesfälle! Das ist so zynisch!
Weiters möchte ich auch auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eingehen und dabei speziell Sie, die Opposition aufseiten der SPÖ, ansprechen: Das Wort Selbstverantwortung und das Wort Selbstbestimmung gibt es in Ihrem Wortschatz nicht. Glauben Sie mir eines: Unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind der deutschen Sprache mächtig und können mit uns reden, und sie tun es auch und sie dürfen es auch. (Abg. Wittmann: Aber Sie ignorieren das! Sie ignorieren es!) Wenn sie nicht dort arbeiten möchten, dann tun sie es auch nicht, denn wie wir wissen, herrscht der größte Fachkräftemangel in der Gastronomie. (Abg. Kucher: Entschuldigen Sie, da geht es um Todesfälle! Das ist so zynisch!) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind mündige Bürger, die sich wehren können. (Ruf bei der SPÖ: Das ist ein Zynismus, bitte!)
Ruf bei der SPÖ: Das ist ein Zynismus, bitte!
Weiters möchte ich auch auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eingehen und dabei speziell Sie, die Opposition aufseiten der SPÖ, ansprechen: Das Wort Selbstverantwortung und das Wort Selbstbestimmung gibt es in Ihrem Wortschatz nicht. Glauben Sie mir eines: Unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind der deutschen Sprache mächtig und können mit uns reden, und sie tun es auch und sie dürfen es auch. (Abg. Wittmann: Aber Sie ignorieren das! Sie ignorieren es!) Wenn sie nicht dort arbeiten möchten, dann tun sie es auch nicht, denn wie wir wissen, herrscht der größte Fachkräftemangel in der Gastronomie. (Abg. Kucher: Entschuldigen Sie, da geht es um Todesfälle! Das ist so zynisch!) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind mündige Bürger, die sich wehren können. (Ruf bei der SPÖ: Das ist ein Zynismus, bitte!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Wittmann: Was ist denn das für eine Rede?
Wichtig ist, abschließend zu sagen: Wir müssen uns – Eltern, Großeltern, die ganze Familie, auch wir – dazu bereit erklären, dass wir mit Vorbildwirkung vorangehen und schauen, dass unsere Kinder und Jugendlichen nicht mehr zu rauchen beginnen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Wittmann: Was ist denn das für eine Rede?)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Markus Vogl (SPÖ): Frau Ministerin! Hohes Haus! Ich möchte auch zu Beginn einmal das Positive voranstellen, und das ist die Art und Weise, wie wir in diesem Haus mit diesem Volksbegehren umgegangen sind: Es hat Expertenhearings gegeben, es hat Stellungnahmen gegeben. Wir haben sehr intensiv die Auswirkungen des Passivrauchens diskutiert. Wir haben den ArbeitnehmerInnenschutz diskutiert. Wir haben auch Vergleiche eingeholt, wie die Situation in Europa ist. Und nicht zuletzt wurden – Frau Kitzmüller meint ja, wir leisten als Opposition zu wenig – auch Anträge eingebracht, unter anderem auch ein Antrag von Kollegin Holzinger-Vogtenhuber, dem wir allerdings nicht zustimmen können, und zwar aus einem einfach Grund: nicht weil er inhaltlich falsch ist, sondern weil wir, die SPÖ, nach wie vor der Meinung sind, dass wir in Österreich den besten Nichtraucherschutz für unsere Kinder und Jugendlichen wollen und nicht den dritt- oder viertbesten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.
Deshalb an Sie, Frau Ministerin, eine Frage. Sie haben uns letztens auch eine Frage gestellt und deshalb die Frage an Sie: Wer schafft in Österreich diese rauchfreie Gastronomie? Wer schafft in Österreich diese rauchfreie Gastronomie? – Und die traurige Antwort, Frau Ministerin, ist: Sie als Gesundheitsministerin sind es nicht. Und merken Sie sich das: Die Leute draußen werden das registrieren! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.)
Abg. Scherak: Der erzählt uns sicher, wie es im Lesachtal mit dem Rauchen ist! – Abg. Jarolim: Sie wissen aber schon, dass wir nicht im Gesundheitsausschuss sind?!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Gabriel Obernosterer. – Bitte. (Abg. Scherak: Der erzählt uns sicher, wie es im Lesachtal mit dem Rauchen ist! – Abg. Jarolim: Sie wissen aber schon, dass wir nicht im Gesundheitsausschuss sind?!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Zinggl: Lesachtal zuerst!
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehgeräten! Mein lieber Kollege von den NEOS! Wenn heute schon das Lesachtal, wo ich zu Hause bin, genannt worden ist, so in einer Weise, dass das ein bisschen ein Hinterwäldlertal ist, dann sage ich Ihnen voller Stolz: Ich bin ein stolzer Lesachtaler und ich bin stolz darauf, dass ich dort geboren bin und dass ich dort leben kann! (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Zinggl: Lesachtal zuerst!)
Rufe bei der SPÖ: Was? Was?
wirklich, denn wenn als Erstredner der neue Gesundheitssprecher der SPÖ bei seinem ersten Redebeitrag herauskommt und Dinge behauptet, die überhaupt nicht stimmen, so war das ein katastrophaler Einstieg, Herr Kucher! (Rufe bei der SPÖ: Was? Was?) Er hat gesagt, die Frau Bundesministerin hätte gesagt: Rauchen ist gesund.
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Und Sie haben fachliche Argumente für das Rauchen?
Meine Damen und Herren von der Opposition! Wenn euch fachliche Argumente nicht ausreichen, bitte behauptet nicht Dinge, die nicht wahr sind! (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Und Sie haben fachliche Argumente für das Rauchen?) Aber das zieht sich fast schon bei jedem Thema durch, wenn die Regierung etwas gemacht hat, dass man mit Dingen hierherkommt und von diesem Rednerpult aus Dinge behauptet, die einfach nicht wahr sind.
Abg. Kucher: Die Politik ist schuld! Die Politik!
Die Argumente sind heute alle genannt worden, und dass Rauchen nicht gesund ist, das wissen wir alle, das, glaube ich, brauchen wir uns gegenseitig nicht hundertmal zu sagen. Aber zu sagen, dass die Gastronomie schuld ist, dass unsere Kinder anfangen zu rauchen (Abg. Kucher: Die Politik ist schuld! Die Politik!) oder dass wir, die wir einmal geraucht haben, ich selber leider auch, angefangen haben zu rauchen, dagegen verwahre ich mich! Leute, daran ist nicht die Gastronomie schuld! Wir wissen, dass die Gastronomie heute auf die Kundenwünsche eingeht, und so ist es der Fall, dass man nur mehr in jedem siebenten Lokal rauchen darf, und das sind keine Speiselokale mehr, sondern das sind kleine Pubs oder kleine Gasthäuser.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Eines möchte ich der SPÖ abschließend noch sagen: Wir wissen, dass wir mit unserem Nichtraucherschutzgesetz in Österreich europaweit im Mittelfeld liegen. Es gibt zwei Bundesländer in Deutschland, die haben ein wesentlich liberaleres Nichtraucherschutzgesetz als wir, da darfst du auch in den Discos rauchen, zum Beispiel in Baden-Württemberg. Wisst ihr, wer in Baden-Württemberg dieses Gesetz gemacht hat? – Ein grüner Ministerpräsident in Koalition mit der SPÖ. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wisst ihr, wer in Berlin dieses Nichtraucherschutzgesetz gemacht hat, das wesentlich liberaler ist als unseres? Da ist unseres noch wesentlich schärfer. – Das ist ein SPD-Bürgermeister gewesen. (Ruf bei der SPÖ: Ah, doch nicht SPÖ!) Das möchte ich einfach nur sagen.
Ruf bei der SPÖ: Ah, doch nicht SPÖ!
Eines möchte ich der SPÖ abschließend noch sagen: Wir wissen, dass wir mit unserem Nichtraucherschutzgesetz in Österreich europaweit im Mittelfeld liegen. Es gibt zwei Bundesländer in Deutschland, die haben ein wesentlich liberaleres Nichtraucherschutzgesetz als wir, da darfst du auch in den Discos rauchen, zum Beispiel in Baden-Württemberg. Wisst ihr, wer in Baden-Württemberg dieses Gesetz gemacht hat? – Ein grüner Ministerpräsident in Koalition mit der SPÖ. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wisst ihr, wer in Berlin dieses Nichtraucherschutzgesetz gemacht hat, das wesentlich liberaler ist als unseres? Da ist unseres noch wesentlich schärfer. – Das ist ein SPD-Bürgermeister gewesen. (Ruf bei der SPÖ: Ah, doch nicht SPÖ!) Das möchte ich einfach nur sagen.
Beifall bei der ÖVP.
Euer parteipolitisches Hickhack macht ihr auf Kosten der Gastronomie, der ihr unterstellt, sie macht die Leute krank. Und das weise ich nochmals zurück: Die Gastronomie ist nicht schuld! Diese Regierung hat ein Jugendschutzprogramm auf den Tisch gelegt, das wesentlich schärfer ist, als es vorher war, als wir noch in der Koalition mit der SPÖ waren. Unser Bemühen ist es, auch an die Eigenverantwortung der Eltern oder Großeltern zu appellieren, darauf hinzuwirken, dass unsere Kinder, unsere Jugendlichen nicht mehr zu rauchen beginnen, das muss unser aller Ziel sein. Aber die Gastronomie ist dafür allein nicht verantwortlich, das nehme ich nicht zur Kenntnis! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist heute schon erwähnt worden, es sind fast 900 000 Unterschriften, und mit diesen Unterschriften hat die Bevölkerung der Regierung den Sessel vor die Tür gestellt. Das sind doppelt so viele Unterschriften, wie die FPÖ bei ihren Ausländervolksbegehren erhalten hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was die Regierungsparteien heute zu verantworten haben, tun sie im vollen Wissen und in Kenntnis der Tatsachen. Uns sollte es um ein Selbstverständnis gehen, dass wir als verantwortungsvolle Politiker und Politikerinnen Verantwortung übernehmen, anstatt sich für ein kurzfristiges politisches Taktieren zu entscheiden. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Frau Präsidentin! Weil sich im Laufe der Diskussion noch einige Dinge zum Klarstellen ergeben haben und ich ein geduldiger Mensch bin, helfe ich gerne mit, fachliche, wissenschaftliche Aufklärungsarbeit für die NEOS oder für die SPÖ zu machen. Vielleicht noch einmal ganz kurz zur Erklärung, weil es immer wieder vorkommt, auch für die Kollegin Becher: Das (zwei Fachdossiers in die Höhe haltend) ist vom Parlament erstellt, ich bitte schön, einfach einmal hineinzuschauen – Situationsbericht Europäische Union –, anstatt immer Unwahrheiten oder Lügen zu verbreiten, die einfach keine wissenschaftlichen Fakten sind. – Erste Geschichte. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Greiner: Aber das Bundesgesetz gibt es nicht!
Zweite Geschichte: Ich weiß schon, dass die SPÖ ein bisschen ein Problem hat und auch wissenstechnisch relativ viele Lücken aufweist, aber ich möchte Frau Kollegin Greiner noch einmal helfen, denn der Antrag ist ja vom SPÖ-Klub eingebracht worden und nicht von Ihnen persönlich alleine. Frau Kollegin Greiner – wo ist sie denn?, da –, wenn Sie einen Antrag (diesen in die Höhe haltend) einbringen, was die Spielplätze betrifft, dann sollten Sie bitte mit den Kollegen der SPÖ in Wien einmal sprechen. Es gibt seit über zehn Jahren – ich habe es mit, ich gebe es Ihnen danach (ein Schriftstück in die Höhe haltend) – das Gesetzblatt der Stadt Wien. Da ist ausdrücklich festgehalten: Rauchverbot auf Spielplätzen. (Abg. Greiner: Aber das Bundesgesetz gibt es nicht!) Zuständig ist – Frau Kollegin! – der Stadtrat der SPÖ, Czernohorszky oder wie der heißt, in Wien. Bitte fragen Sie den! – Also das ist geklärt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Was ist mit den Spielplätzen im Lesachtal?)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Was ist mit den Spielplätzen im Lesachtal?
Zweite Geschichte: Ich weiß schon, dass die SPÖ ein bisschen ein Problem hat und auch wissenstechnisch relativ viele Lücken aufweist, aber ich möchte Frau Kollegin Greiner noch einmal helfen, denn der Antrag ist ja vom SPÖ-Klub eingebracht worden und nicht von Ihnen persönlich alleine. Frau Kollegin Greiner – wo ist sie denn?, da –, wenn Sie einen Antrag (diesen in die Höhe haltend) einbringen, was die Spielplätze betrifft, dann sollten Sie bitte mit den Kollegen der SPÖ in Wien einmal sprechen. Es gibt seit über zehn Jahren – ich habe es mit, ich gebe es Ihnen danach (ein Schriftstück in die Höhe haltend) – das Gesetzblatt der Stadt Wien. Da ist ausdrücklich festgehalten: Rauchverbot auf Spielplätzen. (Abg. Greiner: Aber das Bundesgesetz gibt es nicht!) Zuständig ist – Frau Kollegin! – der Stadtrat der SPÖ, Czernohorszky oder wie der heißt, in Wien. Bitte fragen Sie den! – Also das ist geklärt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Was ist mit den Spielplätzen im Lesachtal?)
in Richtung Abg. Holzinger-Vogtenhuber
Auch noch einmal, bitte schön: Es ist eine Tragik, dass man das wiederholen muss, aber ich sage es noch einmal – Kollegin Daniela (in Richtung Abg. Holzinger-Vogtenhuber), bist du eh da, geistig?, ja; ich habe dir das im Ausschuss erklärt, ich erkläre es dir noch einmal (Abg. Bayr: Wo sind Sie geistig? – Abg. Leichtfried: Was soll denn das jetzt? – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), ich habe es dir mitgebracht (einen Ausdruck in die Höhe haltend) –: Wir können hier im Parlament Gesetze machen, aber wir können nicht alles hier beschließen, was in Gemeinde- oder Länderkompetenz ist. Das sollten wir hier alle wissen. Es gibt auch einen Dienst, den man befragen kann, was möglich ist.
Abg. Bayr: Wo sind Sie geistig? – Abg. Leichtfried: Was soll denn das jetzt? – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ
Auch noch einmal, bitte schön: Es ist eine Tragik, dass man das wiederholen muss, aber ich sage es noch einmal – Kollegin Daniela (in Richtung Abg. Holzinger-Vogtenhuber), bist du eh da, geistig?, ja; ich habe dir das im Ausschuss erklärt, ich erkläre es dir noch einmal (Abg. Bayr: Wo sind Sie geistig? – Abg. Leichtfried: Was soll denn das jetzt? – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), ich habe es dir mitgebracht (einen Ausdruck in die Höhe haltend) –: Wir können hier im Parlament Gesetze machen, aber wir können nicht alles hier beschließen, was in Gemeinde- oder Länderkompetenz ist. Das sollten wir hier alle wissen. Es gibt auch einen Dienst, den man befragen kann, was möglich ist.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Deshalb bitte, liebe SPÖ, auch hier: Macht euren Landesräten entsprechend Beine, damit wir das möglichst bald im Jugendschutz in den Bundesländern verankern können! – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Wurm: Dann bleibe ich bei der Unwahrheit!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, Sie wissen, der Vorwurf der Unwahrheit ist natürlich einer, den man machen kann, jener der Lüge geht zu weit. (Abg. Wurm: Dann bleibe ich bei der Unwahrheit!) Ich ermahne Sie auch deshalb und ich werde mir, weil ich es akustisch wirklich nicht genau gehört habe, das Stenographische Protokoll bringen lassen, was die Bemerkung in Richtung der Frau Abgeordneten Holzinger-Vogtenhuber betrifft. Darum würde ich bitten, ich werde dann eine Entscheidung treffen.
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Walter Bacher (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Ministerin! Ja, lieber Peter Wurm, das, glaube ich, hast du jetzt nicht notwendig gehabt, dass du so mit unserer Kollegin Daniela Vogtenhuber umgegangen bist. Vielleicht entschuldigst du dich noch, bevor dir die Präsidentin den Ordnungsruf erteilt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Ein Zigarettenverbot also! – Abg. Stefan: Aha, jetzt kenne ich mich aus! Es geht Ihnen um ein Zigarettenverbot! Jetzt habe ich es verstanden! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
bietet einen tatsächlichen Schutz vor den negativen gesundheitlichen Auswirkungen durch den Tabakrauch. (Abg. Belakowitsch: Ein Zigarettenverbot also! – Abg. Stefan: Aha, jetzt kenne ich mich aus! Es geht Ihnen um ein Zigarettenverbot! Jetzt habe ich es verstanden! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Und die Akzeptanz der Bevölkerung ist da, auch wenn Sie es nicht hören wollen: 881 892 Stimmen der Bevölkerung haben hier ein eindeutiges Zeichen gesetzt. Die Regierung, Sie, die ÖVP und die FPÖ, ignorieren diese Stimmen. Wovor haben Sie Angst? Wovor haben Sie Angst? Sie ignorieren das Instrument der direkten Demokratie. Gerade Sie, meine Damen und Herren der FPÖ, treten hier die direkte Demokratie mit Füßen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
bietet einen tatsächlichen Schutz vor den negativen gesundheitlichen Auswirkungen durch den Tabakrauch. (Abg. Belakowitsch: Ein Zigarettenverbot also! – Abg. Stefan: Aha, jetzt kenne ich mich aus! Es geht Ihnen um ein Zigarettenverbot! Jetzt habe ich es verstanden! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Und die Akzeptanz der Bevölkerung ist da, auch wenn Sie es nicht hören wollen: 881 892 Stimmen der Bevölkerung haben hier ein eindeutiges Zeichen gesetzt. Die Regierung, Sie, die ÖVP und die FPÖ, ignorieren diese Stimmen. Wovor haben Sie Angst? Wovor haben Sie Angst? Sie ignorieren das Instrument der direkten Demokratie. Gerade Sie, meine Damen und Herren der FPÖ, treten hier die direkte Demokratie mit Füßen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Höbart: Kennen wir schon!
Was hat Ihr damaliger Klubobmann Strache noch vor einigen Jahren groß hinausposaunt? – Wir werden die direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild in der Verfassung verankern! Wir fordern, wenn ein Volksbegehren 150 000 oder 250 000 Unterschriften erlangt, eine verbindliche Volksabstimmung! Das hat Kollege Strache damals gesagt. (Abg. Höbart: Kennen wir schon!) Im Oktober 2018 war dann die Inflation schon sehr groß, Kollege Klubobmann Rosenkranz hat sich hinter dem Regierungsprogramm versteckt und dann nur mehr von einer Grenze von 900 000 Unterschriften gesprochen, und das auch erst im Jahr 2022.
Abg. Höbart: Vor der SPÖ jedenfalls nicht!
Noch einmal: Wovor haben Sie Angst? (Abg. Höbart: Vor der SPÖ jedenfalls nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Die mittlerweile jahrzehntelange Entwicklung weg vom Tabakrauch hin zu mehr Lebensqualität, hin zu mehr frischer Luft, zu mehr Gesundheit war eine gute Entwicklung. Sie stellen diese Entwicklung jetzt auf die Probe. Wir alle wurden gewählt, um dem demokratischen Willen der Menschen in unserem Land zu entsprechen. Das Volksbegehren hat gezeigt, dass fast eine Million Menschen dafür sind, dass wir im Gastronomiebereich rauchfrei werden. Nehmen Sie die direkte Demokratie ernst und stimmen Sie für eine Gesundheit für alle! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Dass Sie eine etwas eigenwillige Auffassung vom Job als Ministerin haben und vor allem davon, für wen Sie sich einsetzen, ist ja hinlänglich bekannt, das können wir zur Freude ganz Österreichs jeden Tag in der Früh auf Ö3 vernehmen. An dieser Stelle ein herzliches Danke an die Kollegen von Ö3, es ist ein perfekter Start in den Tag! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren! Ich möchte aber auch noch auf einen Bereich hinweisen, nämlich auf den Sportbereich in Bezug auf Rauchen. Rauchen schadet der Gesundheit. Rauchen beeinträchtigt die sportliche Leistung. Wer raucht, ist schneller außer Atem, verfügt über weniger Muskelkraft und reagiert langsamer. Das sage nicht ich, das sagen Experten aus den wissenschaftlichen Bereichen. Außerdem regenerieren Nichtraucher schneller als Rauchende. (Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Belakowitsch: Bei Skihütten Kinder abholen?
Frau Bundesminister, in regelmäßigen Abständen bekomme ich Post von Menschen, die sich über Ihre Einstellung als Gesundheitsministerin beschweren – hier (einen Ausdruck in die Höhe haltend) habe ich einen solchen Brief auszugsweise mit. Diese Briefe kommen von LehrerInnen, von ÄrztInnen, von SportlerInnen. Beispielsweise schreibt mir hier, in diesem Brief, ein langjähriger, engagierter Lehrer, der mit vielen Kindern auf Schulskikursen, bei Schwimmwochen, bei Wandertagen unterwegs war, ein Sportfunktionär und auch ein Opa – darauf legt er großen Wert –, und er ärgert sich zu Recht, dass in Skihütten, in Sportplatzkantinen oder in Wartebereichen bei Schwimmbädern – dort, wo die Kinder warten, dass sie abgeholt werden, dort, wo sie sich treffen – geraucht werden darf und die Kinder dort den Passivrauch voll abbekommen. (Abg. Belakowitsch: Bei Skihütten Kinder abholen?)
Zwischenruf des Abg. Neubauer
Insbesondere im Hinblick auf unsere Kinder wäre es wirklich höchst an der Zeit, dass Sie endlich Ihren Job machen und eine Gesundheitsministerin für und nicht gegen die Menschen sind (Zwischenruf des Abg. Neubauer), dass Sie auch eine Gesundheitsministerin für die Kinder und deren Zukunft sind, denn Kinder sind unser wichtigster Schatz.
Abg. Neubauer: Das wäre für dich auch gut!
Wenn Sie das nicht können, Frau Minister, wäre vielleicht ein Jobwechsel anzuraten. (Abg. Neubauer: Das wäre für dich auch gut!) Sie können sicher ganz beruhigt zum AMS gehen, allerdings haben Sie auch dem AMS wichtige Gelder für arbeitsplatzpolitische Maßnahmen entzogen (Ruf bei der FPÖ: Unglaublich!) – aber, um es mit den berühmten Worten der Edith Klinger zu sagen: Für Sie, Frau Ministerin, wird sich schon
Ruf bei der FPÖ: Unglaublich!
Wenn Sie das nicht können, Frau Minister, wäre vielleicht ein Jobwechsel anzuraten. (Abg. Neubauer: Das wäre für dich auch gut!) Sie können sicher ganz beruhigt zum AMS gehen, allerdings haben Sie auch dem AMS wichtige Gelder für arbeitsplatzpolitische Maßnahmen entzogen (Ruf bei der FPÖ: Unglaublich!) – aber, um es mit den berühmten Worten der Edith Klinger zu sagen: Für Sie, Frau Ministerin, wird sich schon
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Hartinger-Klein.
ein gutes Platzerl finden. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Hartinger-Klein.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Meine Damen und Herren! Liebe leidgeprüfte Zuseherinnen und Zuseher zu Hause vor den Fernsehern! Wer aktiv ist, verliert die Lust aufs Rauchen; wer sportlich aktiv ist, verliert die Lust am Rauchen (Zwischenrufe bei der FPÖ) – und wer Ihnen, Frau Minister, beim Arbeiten zuschaut, verliert die Lust am Arbeiten, aber das werden wir zu verhindern wissen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schimanek: Geniert euch! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schimanek: Geniert euch! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Liebe leidgeprüfte Zuseherinnen und Zuseher zu Hause vor den Fernsehern! Wer aktiv ist, verliert die Lust aufs Rauchen; wer sportlich aktiv ist, verliert die Lust am Rauchen (Zwischenrufe bei der FPÖ) – und wer Ihnen, Frau Minister, beim Arbeiten zuschaut, verliert die Lust am Arbeiten, aber das werden wir zu verhindern wissen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schimanek: Geniert euch! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
Zwei Fakten: Es gibt 400 000 Beschäftigte, die in der Gastronomie und im Tourismus arbeiten – so viel zu: ein Randthema! Das sind 400 0000 ArbeitnehmerInnen, die den Auswirkungen des Passivrauchens ausgesetzt sind. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Abg. Povysil: Am Handy haben Sie die wissenschaftlichen Erkenntnisse?
Sie sagen, es gibt keine wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den Auswirkungen des Passivrauchens. Ich empfehle Ihnen die Seite (Abg. Povysil: Am Handy haben Sie die wissenschaftlichen Erkenntnisse?) – Frau Kollegin Povysil, kurz zuhören, dann erfahren Sie es auch! – des Gesundheitsministeriums, Ihres Gesundheitsministeriums, und zitiere wörtlich: „Beim Rauchen belastet der giftige Schadstoff-Cocktail die Atemluft der Umgebung. Raucherinnen/Raucher gefährden daher nicht nur sich selbst, sondern auch Nichtraucherinnen/Nichtraucher! Täglich sterben“ – und jetzt die wissenschaftliche Erkenntnis – „in Österreich zwei bis drei Personen an den Folgen des Passivrauchens.“ – So viel zur wissenschaftlichen Erkenntnis! Lesen Sie es auf der eigenen Ministeriumshomepage nach! – Danke. (Beifall bei JETZT. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm. – Abg. Zinggl – in Richtung der das Rednerpult verlassenden Abg. Holzinger-Vogtenhuber –: Entschließungsantrag! – Die Rednerin begibt sich erneut zum Rednerpult.)
Beifall bei JETZT. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm. – Abg. Zinggl – in Richtung der das Rednerpult verlassenden Abg. Holzinger-Vogtenhuber –: Entschließungsantrag! – Die Rednerin begibt sich erneut zum Rednerpult.
Sie sagen, es gibt keine wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den Auswirkungen des Passivrauchens. Ich empfehle Ihnen die Seite (Abg. Povysil: Am Handy haben Sie die wissenschaftlichen Erkenntnisse?) – Frau Kollegin Povysil, kurz zuhören, dann erfahren Sie es auch! – des Gesundheitsministeriums, Ihres Gesundheitsministeriums, und zitiere wörtlich: „Beim Rauchen belastet der giftige Schadstoff-Cocktail die Atemluft der Umgebung. Raucherinnen/Raucher gefährden daher nicht nur sich selbst, sondern auch Nichtraucherinnen/Nichtraucher! Täglich sterben“ – und jetzt die wissenschaftliche Erkenntnis – „in Österreich zwei bis drei Personen an den Folgen des Passivrauchens.“ – So viel zur wissenschaftlichen Erkenntnis! Lesen Sie es auf der eigenen Ministeriumshomepage nach! – Danke. (Beifall bei JETZT. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm. – Abg. Zinggl – in Richtung der das Rednerpult verlassenden Abg. Holzinger-Vogtenhuber –: Entschließungsantrag! – Die Rednerin begibt sich erneut zum Rednerpult.)
Abg. Holzinger-Vogtenhuber: Geht es? Daher bringe ich erneut den Entschließungsantrag der Abgeordneten - -! – Abg. Rosenkranz: Das geht nicht! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Obernosterer gemeldet. (Abg. Holzinger-Vogtenhuber: Geht es? Daher bringe ich erneut den Entschließungsantrag der Abgeordneten - -! – Abg. Rosenkranz: Das geht nicht! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.) – Frau Abgeordnete, Sie müssen sich dann noch einmal zu Wort melden (Ruf: Das ist schon die zweite Wortmeldung!), oder ein anderer Kollege muss den Antrag einbringen.
Ruf: Das ist schon die zweite Wortmeldung!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Obernosterer gemeldet. (Abg. Holzinger-Vogtenhuber: Geht es? Daher bringe ich erneut den Entschließungsantrag der Abgeordneten - -! – Abg. Rosenkranz: Das geht nicht! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.) – Frau Abgeordnete, Sie müssen sich dann noch einmal zu Wort melden (Ruf: Das ist schon die zweite Wortmeldung!), oder ein anderer Kollege muss den Antrag einbringen.
Abg. Rosenkranz: Der Kollege Zinggl ist auch immer so formalistisch!
Jetzt ist Herr Obernosterer dran. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Rosenkranz: Der Kollege Zinggl ist auch immer so formalistisch!)
Rufe bei der SPÖ: Wer?
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Kollegin von der SPÖ hat behauptet (Rufe bei der SPÖ: Wer?), in Berlin darf man in den Gastlokalen nicht rauchen.
Abg. Schellhorn: Wo?
Ich berichtige – hier (sein Smartphone in die Höhe haltend) nachzulesen (Abg. Schellhorn: Wo?) –: Bei Größen von unter 75 Quadratmetern darf in Berlin in der Gastronomie geraucht werden. – Danke vielmals. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich berichtige – hier (sein Smartphone in die Höhe haltend) nachzulesen (Abg. Schellhorn: Wo?) –: Bei Größen von unter 75 Quadratmetern darf in Berlin in der Gastronomie geraucht werden. – Danke vielmals. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Wurm: Vor zehn Jahren schon! Vor zehn Jahren!
Sie sagen, Wien hat sich darum gekümmert. – Ja, super! Wien ist vorbildlich, genau! Die wollten nämlich nicht auf den Bund warten, dass endlich auch diese Gesetzeslücke von uns geschlossen wird. (Abg. Wurm: Vor zehn Jahren schon! Vor zehn Jahren!) – Ja, das ist super! Wien ist vorbildlich.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stefan: Warum warten wir nicht ab? Die Städte ... mit den Kompetenzen ...!
Warum warten wir aber, bis die Städte alle selbst initiativ werden und ihre eigene Suppe kochen? Es ist super, dass sie etwas tun, aber wir haben eine Verantwortung als Bundesgesetzgeber, lieber Kollege. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stefan: Warum warten wir nicht ab? Die Städte ... mit den Kompetenzen ...!)
Beifall bei JETZT. – Abg. Belakowitsch: Mein Gott! – Abg. Rosenkranz: Brauchen wir nicht, wir machen es einfach selbst!
Das ist nichts anderes als das, was die Regierung selbst machen wollte. Vielleicht stimmen Sie irgendwann einmal dem zu, was Sie selbst machen wollten. – Danke. (Beifall bei JETZT. – Abg. Belakowitsch: Mein Gott! – Abg. Rosenkranz: Brauchen wir nicht, wir machen es einfach selbst!)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesminister, so wie wir es schon in den Reden zu den vorigen Themen gehört haben, möchte ich Sie ersuchen: Nehmen Sie auch dieses Thema ernst! Nehmen Sie es ernst und treiben Sie auch die Forschung in Österreich voran! Wir brauchen – da stimme ich Ihrem Bericht zu – intensivere unabhängige Forschung zu diesem Thema, um auch eine Entscheidung in diesem Parlament herbeiführen zu können. Da stimme ich zu, und deswegen möchte ich Sie auch auffordern: Machen Sie Ihre Arbeit! Machen Sie den Weg für Forschungen frei, und widmen Sie sich auch dem wichtigen Thema der Liberalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken zum Wohle der Patientinnen und Patienten, die ganz viel Hoffnung in dieses Thema setzen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Die Rednerin stellt eine Papiertragetasche, die sie zum Rednerpult mitgebracht hat, hinter dieses. – Abg. Scherak: Nicht rauchen!
Abgeordnete Dr. Brigitte Povysil (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! (Die Rednerin stellt eine Papiertragetasche, die sie zum Rednerpult mitgebracht hat, hinter dieses. – Abg. Scherak: Nicht rauchen!) Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren im Plenum, auf der Galerie und jene, die via Medien zusehen! Es ist immer wieder erschütternd, mit wie viel Fehlinformation, Halbwahrheiten und falscher Dramatik die Bevölkerung im Gesundheitswesen verunsichert wird, und ich überlasse es Ihnen, verehrte Bürgerinnen und Bürger, zu urteilen, ob dies nicht auch einem parteipolitischen Kalkül entspricht, dass das auf Ihrem Rücken ausgetragen wird.
Abg. Leichtfried: Ist das legal?
Sehen Sie hier nun (eine Pflanze aus der Papiertragetasche nehmend und diese auf das Rednerpult stellend) das Objekt vieler Begierden: Cannabis, die Hanfpflanze, Cannabis sativa. (Abg. Leichtfried: Ist das legal?) – Ja, das ist durchaus legal, ich darf die hier herstellen. Keine Angst! Seit Jahrhunderten werden Hanfpflanzen zum Herstellen von Seilen, von Papier, von Textilien verwendet, sie haben aber auch mehr als hundert verschiedene Inhaltsstoffe. Die einen sind psychoaktiv – das ist THC –, die anderen sehr wenig psychoaktiv, da nicht ganz rein extrahierbar, das ist Cannabidiol. Diese beiden Stoffe werden zu Medikamenten verarbeitet, zu Medikamenten, die in Österreich zugelassen und erhältlich sind.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren, hören wir bitte mit einem auf, was mir in der Politik ständig entgegenschlägt: mit den maßlosen Übertreibungen und mit dem unlauteren Spiel verzerrter Emotionen! Wir sind dafür, dass auf einer guten Beweislage, im Rahmen einer guten Evidenz die cannabinoidhältigen Medikamente in Österreich allen Patienten zu gleichen Bedingungen zur Verfügung stehen, wenn diese sie brauchen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Warum das Ministerium derart Angst vor Fakten und vor Evidenz hat, verstehe ich nicht. Es kann ja durchaus herauskommen, dass die medizinische Evidenz es nicht hergibt, Cannabis und Cannabisblüten einzusetzen; das soll mir auch recht sein, aber ich will diese Politik der faktenbefreiten Willkür nicht haben. (Beifall bei den NEOS.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Gabriela Schwarz (ÖVP): Werte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Hohes Haus! Sehr verehrte Damen und Herren auf der Galerie und zu Hause! Zuerst möchte ich die Besuchergruppe von Jugend am Werk aus der Steiermark recht herzlich bei uns willkommen heißen. Schön, dass Sie da sind! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Unser Anliegen ist es, da wirklich evidenzbasiert mit allen Beteiligten zu reden und eine einhellige Vorgangsweise bei der Diagnose, bei der Bewilligung und bei der Verschreibung zu erzielen. Das wäre unser Anliegen. – Vielen Dank, Frau Ministerin. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Zinggl: So eine Schlampigkeit!
Ich möchte es auch begründen, warum wir die Einschätzung teilen – wie auch Kollege Loacker bereits erwähnt hat –, dass es jeglicher wissenschaftlichen Evidenz entbehrt, was uns im Gesundheitsausschuss vorgelegt worden ist: Auf saloppen elf Seiten wurde zusammengetragen, was die Meinungen verschiedener Seiten sind; ohne jegliche Quellenangaben, ohne Zitate internationaler Studien einzubeziehen, wurden Behauptungen in den Raum gestellt. (Abg. Zinggl: So eine Schlampigkeit!) Es wurden auf der einen Seite Behauptungen aufgestellt, wie: Wir glauben, dass die Kosten für das Naturprodukt zu hoch sind!, aber dem Hauptverband liegen keine Daten darüber vor und, und, und. Dieser Tenor zieht sich durch den gesamten Bericht, und das ist meiner Meinung nach unhaltbar.
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es gab einen einstimmigen Beschluss. Ich kann nicht verstehen, warum die Regierungsfraktionen mit dem Bericht einverstanden sind, weil er nicht einmal den einstimmigen Beschluss des Nationalrates umsetzt. Wir haben beschlossen, dass die Stellungnahmen, die im Zuge der Ausschussbegutachtung eingeholt worden sind, einbezogen werden. Wo ist die Stellungnahme der Apothekerkammer, die sich für Cannabis zu medizinischen Zwecken in Apotheken ausspricht? Wo ist die Stellungnahme der Stadt Wien? Wo ist die Stellungnahme der Tiroler Landesregierung? – Diese sind allesamt positiv betreffend eine Liberalisierung im medizinischen Bereich. Wo ist die Stellungnahme der Präsidentin des Schmerzverbands? Wo ist die Stimme der 1,8 Millionen Schmerzpatientinnen und Schmerzpatienten in diesem Bericht? – Wiederum einfach ignoriert, weil es nicht in die Ideologie der aktuellen Bundesregierung passt! (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Povysil: Das können sie ja ohne Weiteres! Die werden auch verschrieben!
Kollegin Povysil, Sie haben gesagt: Es gibt ja eh Medikamente, die am Markt sind und die wirken! – Ja, aber die müssen erst einmal verschrieben werden (Abg. Povysil: Das können sie ja ohne Weiteres! Die werden auch verschrieben!), und dann müssen sich diese vielen Tausenden Schmerzpatienten diese Medikamente erst einmal leisten können. Das sind Kosten von 600 bis 800 Euro im Monat, das ist untragbar! Es kann mir niemand erklären, dass das Naturprodukt teurer wäre als ein durch einen Pharmakonzern, der noch dazu seine Gewinnabsichten zu bedienen hat, hergestelltes medizinisches Produkt.
Beifall bei JETZT.
Ich finde, jeder hat eine zweite Chance verdient, und ganz im Sinne der vielen Schmerzpatientinnen und -patienten in diesem Land bitte ich Sie dementsprechend um Unterstützung. – Vielen Dank. (Beifall bei JETZT.)
Abg. Holzinger-Vogtenhuber: Wo? Wo?
Ich darf Ihre Aufmerksamkeit darauf lenken, dass der Rektor der Medizinischen Universität und Präsident des Obersten Sanitätsrates in seinem Vortrag und in seiner Auskunft gegenüber dem Gesundheitsausschuss bemerkt hat, dass sämtliche Quellennachweise vorhanden (Abg. Holzinger-Vogtenhuber: Wo? Wo?) und bei ihm – im Rahmen seiner Funktion im Obersten Sanitätsrat – natürlich auch einsehbar sind. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich darf Ihre Aufmerksamkeit darauf lenken, dass der Rektor der Medizinischen Universität und Präsident des Obersten Sanitätsrates in seinem Vortrag und in seiner Auskunft gegenüber dem Gesundheitsausschuss bemerkt hat, dass sämtliche Quellennachweise vorhanden (Abg. Holzinger-Vogtenhuber: Wo? Wo?) und bei ihm – im Rahmen seiner Funktion im Obersten Sanitätsrat – natürlich auch einsehbar sind. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Absichtliche Falschmeldung!
Abgeordneter Mag. Gerhard Kaniak (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Hohes Haus! Die Opposition hat in der jetzigen Debatte wieder einmal gezeigt, dass es bei der Liberalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken offensichtlich mehr um eine Legalisierung von Cannabisblüten als um eine tatsächlich medizinische Anwendung geht, denn wenn behauptet wird, dass es keine legale Anwendungsmöglichkeit von Cannabisprodukten in der Medizin gibt (Abg. Heinisch-Hosek: Absichtliche Falschmeldung!), dann möchte ich darauf hinweisen, dass wir in Österreich Vorreiter waren und bereits seit dem Jahr 2000 ein cannabinoidhältiges Arzneimittel in Verwendung ist; 14 Jahre bevor das in Deutschland überhaupt möglich war. – So viel zum Thema, dass es in Österreich Restriktionen und eine politische Aversion dagegen gäbe, in der Medizin Cannabinoide einzusetzen.
Abg. Povysil: Die Dosis macht das Gift!
Die Experten im Gesundheitsausschuss und auch beim Hearing haben klargemacht, dass das für die Cannabisblüten nur sehr, sehr schwach belegt ist. Ich möchte Ihnen das anhand eines Beispiels einmal plastisch verdeutlichen: Stellen Sie sich vor, Sie gehen zu Ihrem Hausarzt und er verordnet Ihnen ein Blutdruckmittel! Sie nehmen das Rezept, gehen damit in die Apotheke und bekommen zu Ihrer Überraschung vom Apotheker ein Säckchen mit einem weißen Pulver. Sie sollen eine Messerspitze pro Tag nehmen, Sie wissen jetzt aber nicht, ob Sie auf einer Messerspitze – weil Messer vielleicht unterschiedlich groß sind – 10 Milligramm, 20 Milligramm, 50 Milligramm des Wirkstoffs haben. Sie können das schlucken, Sie können das inhalieren, Sie können das als Tee trinken, und je nachdem wie Sie es nehmen, haben Sie vielleicht eine schnelle starke Wirkung, vielleicht aber auch eine langsam einsetzende, viel schwächere Wirkung. (Abg. Povysil: Die Dosis macht das Gift!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Das Problem, das wir tatsächlich haben und warum wir diese Diskussion aus meiner Sicht überhaupt führen, ist, dass wir es, obwohl THC in der medizinischen Therapie schon seit 19 Jahren verfügbar ist, in diesen 19 Jahren aufgrund der Zersplitterung in unserem Gesundheitssystem nicht geschafft haben, zu einer einheitlichen Verordnungspraxis und zu einer einheitlichen Kostenübernahme durch die Krankenversicherungen zu kommen. Das ist ein Versäumnis der Vergangenheit. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wir werden die Ungleichheiten und die Unsicherheiten bei der Verordnung und der Kostenübernahme von cannabinoidhältigen Arzneimitteln beseitigen und diese Therapie all jenen Patienten zugänglich machen, die sie auch tatsächlich benötigen. – Vielen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und JETZT.
gibt auch keine Quellennachweise darin. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und JETZT.)
Zwischenruf der Abg. Holzinger-Vogtenhuber.
Weiters wurden in dem Bericht die organisatorischen Rahmenbedingungen zum Einsatz von cannabinoidhältigen Arzneimitteln und Cannabisblüten zusammengefasst. Das beruht auf einer umfassenden Stellungnahme von Universitätsprofessor DDr. Kress. Der Zusammenfassung der Expertenmeinungen ist zu entnehmen, dass Änderungen in diesem Bereich ausschließlich basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen vorgenommen wurden. Und auch die WHO – die WHO, Frau Kollegin Holzinger-Vogtenhuber, bitte hören Sie zu! – sagt nicht, dass wir Cannabisblüten verwenden sollen; das sagt die WHO nicht. Sie sagt nur, dass wir auch forschen sollen und entsprechend kontrollieren. (Zwischenruf der Abg. Holzinger-Vogtenhuber.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Solange keine ausreichende medizinisch-wissenschaftlich Evidenzlage vorhanden ist, kann den strengen Richtlinien der Arzneimittelzulassung nicht entsprochen werden. Medizinisch-wissenschaftlich fundierte Expertisen und eine ausreichende Evidenzlage im Sinne der Patientensicherheit stehen für mich im Vordergrund. Alles andere, meine Damen und Herren, sind Experimente, auf die ich mich als Gesundheitsministerin nicht einlasse. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Brigitte Povysil (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren im Plenum, auf der Galerie und alle, die via Medien zusehen! Bei allen Digitalisierungsnovellierungen im Sinne des erleichterten Zugangs zum Gesundheitssystem muss eines ganz klar sein, und das ist mir als Ärztin besonders wichtig: Im Hintergrund muss immer ein Arzt-Patienten-Verhältnis und ein Arzt-Patienten-Kontakt gegeben sein. Wir wollen nicht den digitalen Mediziner und wir wollen auch nicht die Anonymisierung des völlig unersetzlichen Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patienten. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Natürlich kann der Patient aber nach wie vor ganz einfach zum Arzt gehen, mit ihm ein Gespräch führen, das Rezept einlösen, in die Apotheke gehen und sich sein Medikament persönlich holen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Vorteile, die das schafft, werden aber nicht alle Menschen betreffen. Führen wir uns kurz noch einmal den Vormittag vor Augen! Die Besucherinnen und Besucher werden nicht seit 9 Uhr Früh hier sitzen, und vielleicht gibt es auch einige Fernsehzuseherinnen und Fernsehzuseher, die erst jetzt zugeschaltet haben. Frau Ministerin, gestatten Sie mir also, dass ich das an dieser Stelle noch einmal sage: Ich habe wirklich noch nie erlebt, dass Sie so eine menschenverachtende Rede gehalten haben wie heute in der Früh. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gudenus: Die Stadtregierung war gemeint!
Ich darf Ihnen Folgendes noch einmal sagen, und ich meine das ganz ernst und ohne Zynismus: Es gibt über 300 000 Menschen in diesem Land, die Bedarfsorientierte Mindestsicherung brauchen. 86 000 davon sind arbeitslos, da ist es klar, aber jene 220 000 Leute, die behindert sind oder nicht genug Stunden zusammenbringen und dann aufstocken müssen, die andere Beeinträchtigungen haben, die Krankheiten haben, die in Pension sind, haben es nicht verdient, dann pauschal von Herrn Gudenus als Sozialmissbraucher tituliert zu werden. Ich glaube, das hat sich niemand in diesem Land verdient. (Abg. Gudenus: Die Stadtregierung war gemeint!)
Abg. Haider: Das macht nur ihr! Das ist eine rote Spezialität! – Zwischenruf des Abg. Gudenus
Sie versuchen, die Gesellschaft in verschiedene Klassen zu spalten (Abg. Haider: Das macht nur ihr! Das ist eine rote Spezialität! – Zwischenruf des Abg. Gudenus): in die, die es überhaupt nicht verdient haben, Sozialhilfe zu erhalten, und in die anderen, die das sehr wohl verdient haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie versuchen, die Gesellschaft in verschiedene Klassen zu spalten (Abg. Haider: Das macht nur ihr! Das ist eine rote Spezialität! – Zwischenruf des Abg. Gudenus): in die, die es überhaupt nicht verdient haben, Sozialhilfe zu erhalten, und in die anderen, die das sehr wohl verdient haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hauser: Ist das die perfekte Selbst...?
Sie spalten die Gesellschaft absichtlich (Abg. Hauser: Ist das die perfekte Selbst...?), und ich finde es wirklich, wirklich bedauerlich, dass Sie diese Einschnitte im untersten sozialen Netz so betreiben, wie ich es in meiner jetzt 20-jährigen Laufbahn hier noch nicht erlebt habe. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie spalten die Gesellschaft absichtlich (Abg. Hauser: Ist das die perfekte Selbst...?), und ich finde es wirklich, wirklich bedauerlich, dass Sie diese Einschnitte im untersten sozialen Netz so betreiben, wie ich es in meiner jetzt 20-jährigen Laufbahn hier noch nicht erlebt habe. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wahr ist vielmehr, das ich gesagt habe, dass das System der Sozialhilfe in Wien unter der rot-grünen Stadtregierung strukturell unter einem Sozialmissbrauch leidet, der von der rot-grünen Stadtregierung durchgeführt wird – nicht mehr und nicht weniger. – Danke sehr. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Johann Singer (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Frau Kollegin Heinisch-Hosek, ich kann in keiner Weise Ihre Stellungnahme, die Sie gerade abgegeben haben, nachvollziehen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Ich möchte aber, ohne das weiter auszuführen, zum Tagesordnungspunkt, den wir jetzt zu behandeln haben, zurückkommen.
Beifall bei der ÖVP.
Danke, Frau Digitalministerin Margarete Schramböck, damit hat Österreichs digitale Verwaltung ihre Spitzenstellung in der Welt gestärkt. (Beifall bei der ÖVP.) Also, sehr geehrte Damen und Herren, laden Sie sich das App auf oesterreich.gv.at herunter! Das ist ein Meilenstein in der österreichischen Verwaltung. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Danke, Frau Digitalministerin Margarete Schramböck, damit hat Österreichs digitale Verwaltung ihre Spitzenstellung in der Welt gestärkt. (Beifall bei der ÖVP.) Also, sehr geehrte Damen und Herren, laden Sie sich das App auf oesterreich.gv.at herunter! Das ist ein Meilenstein in der österreichischen Verwaltung. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Mag. Gerhard Kaniak (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrtes Hohes Haus! Ich muss schon sagen, Frau Kollegin Heinisch-Hosek, wie Sie es schaffen, aus einer Änderung des Rezeptpflichtgesetzes über die Mindestsicherung eine Spaltung der österreichischen Gesellschaft zu konstruieren, ist wirklich erstaunlich, und es ist für mich in keiner Weise nachvollziehbar, wo Sie da einen thematischen Zusammenhang finden. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Erst damit kann ein rascher und erfolgreicher Übertritt in das digitale Zeitalter auch im Gesundheitswesen gewährleistet werden. – Vielen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Daher wäre es richtig, zu sagen: Wenn die Patienten von den Kassen keine ausreichende Versorgung bekommen, dann können sie ihre Wahlarztrechnung in voller Höhe bei den Kassen abrechnen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich bin Ärztin, aus Leidenschaft und lange, und ich bin überzeugt, dass man meinen Beruf auch für die Kollegen wieder so attraktiv und lebbar machen muss, dass sie bei uns im Land bleiben und mit Freude und Empathie zum Wohle unserer Patienten arbeiten. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir stehen selbstverständlich für ein solidarisch finanziertes Gesundheitssystem, damit Leute, die sich keinen Wahlarzt leisten können, auch bestmöglich versorgt werden. Deshalb kämpfen wir weiterhin dafür, dass wir die Kassenstellen attraktivieren, dass wir den Beruf der Allgemeinmedizinerin, des Allgemeinmediziners attraktivieren und fordern schon seit Langem vermehrt Primärversorgungszentren und Gesundheitszentren, denn das bringt mehr Flexibilität für die ÄrztInnen, aber auch für die PatientInnen. So wird der Zugang zu Sachleistungen für alle weiterhin ungehindert möglich sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Gudenus. – Abg. Haider: Rote Realitätsverweigerung!
Frau Ministerin! Ich wundere mich ja eigentlich, warum auch Sie gegen diesen Vorschlag der NEOS sind, denn gerade Sie stehen ja für die Zerschlagung unseres Sozialversicherungssystems und für die Privatisierung unseres Gesundheitswesens. –Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Gudenus. – Abg. Haider: Rote Realitätsverweigerung!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Eines überrascht mich aber vor allem bei der SPÖ. Ich frage mich, wie stringent Ihre Politik eigentlich ist. Ich verstehe das nicht mehr ganz: Im Jänner sind Sie noch für mehr Kassenärzte gewesen, da hatten wir sogar einige parlamentarische Anträge dabei. Jetzt schützen Sie, die SPÖ, die Kassenbürokraten, die die Kassenarztstellen nicht besetzen. Das ist irgendwie ganz komisch: also im Jänner noch so und im März jetzt so. Vielleicht hat das auch damit etwas zu tun, dass gerade Arbeiterkammerwahlen sind und dass Sie da einfach Ihre Bonzen auch schützen wollen? Das ist, glaube ich, die Tatsache, dessen müssen wir uns bewusst sein. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Haubner: ...gleichzeitig mit Nationalratswahlen!
Als Nächste zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Fichtinger. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Haubner: ...gleichzeitig mit Nationalratswahlen!)
Abg. Hauser: Genau!
Interessant ist aber schon, dass die SPÖ jetzt – nach einem Jahr, in dem sie in Opposition ist, wir erleben das auch immer in den Ausschüssen – weiß, was zu tun ist, was schnell zu tun ist und was fehlt. (Abg. Hauser: Genau!) Da denke ich mir, neun Jahre hat die SPÖ die Gesundheitsminister gestellt, es wäre genug Zeit gewesen, in diesem Bereich auch etwas zu tun. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Nehammer: So ist es!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Nehammer: So ist es!
Interessant ist aber schon, dass die SPÖ jetzt – nach einem Jahr, in dem sie in Opposition ist, wir erleben das auch immer in den Ausschüssen – weiß, was zu tun ist, was schnell zu tun ist und was fehlt. (Abg. Hauser: Genau!) Da denke ich mir, neun Jahre hat die SPÖ die Gesundheitsminister gestellt, es wäre genug Zeit gewesen, in diesem Bereich auch etwas zu tun. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Nehammer: So ist es!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Nachdem ich selbst vor einem Monat im Landesklinikum Zwettl gewesen bin, darf ich auch an dieser Stelle einmal ein Dankeschön sagen für die wirklich beste medizinische Versorgung und gute Betreuung. Auch am Land gibt es, wie ich bestätigen kann, immer eine gute medizinische Versorgung, und das ist sehr wichtig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Die beschlossene Kassenreform wird, wie Kollegin Povysil schon angesprochen hat, diesbezüglich sicher positive Effekte zeigen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ja, es ist notwendig, zusätzliche Angebote zu schaffen, um mehr Ärztinnen und Ärzte dafür begeistern zu können, dass sie sich am Land als Kassenärzte niederlassen, damit auch dort die medizinische Versorgung bestens gewährleistet ist und die lebenswerten Landgemeinden auch in Zukunft lebenswert bleiben. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
des öffentlichen Gesundheitssystems und der Kassenärzte und nicht zu einer Stärkung. Deshalb ist das aus meiner Sicht auch klar abzulehnen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Frau Kollegin Nussbaum! Sie haben gut angefangen in Ihrem Vortrag, aber wenn Sie dann dazu kommen, dass die Sozialversicherungsreform der jetzigen Bundesregierung zu einer Zerschlagung der Sozialversicherungen geführt hat, dann sage ich Ihnen: Nein, das Gegenteil ist der Fall! Es wird eine Stärkung, eine Effizienzsteigerung in den Sozialversicherungen geben und keine Zerschlagung. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Die Bundesregierung hat auch schon mehrere weitere Maßnahmen getroffen. Im Dezember haben wir das neue Ärztegesetz beschlossen, das die Anstellung von Ärzten bei Ärzten ermöglicht, wir haben die Ausbildungsmaßnahmen beschlossen, wir haben die Gruppenpraxis erleichtert, alles mit dem Ziel, die niedergelassene Gesundheitsversorgung sowie die wohnortnahe Versorgung zu steigern. Dieses Ziel werden wir auch erreichen. – Vielen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Mag. Beate Hartinger-Klein: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Bleiben wir bei den Fakten! Wir haben die größte Ärztedichte beziehungsweise die zweitgrößte Europas. Das heißt, wir haben genug Ärzte, das Problem ist nur, sie sind falsch verteilt. Da haben Sie natürlich vollkommen recht, wir haben zu viele Wahlärzte und zu wenig Kassenärzte. Wir haben aber schon sehr viele Maßnahmen gesetzt – und die Vorgängerregierung hat das verabsäumt; denn was haben Sie als Vorgängerregierung gemacht? – Sie haben eigentlich die Patienten in das Wahlarztsystem und natürlich auch in die Ambulanzen getrieben. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zeit nehmen kann, das ist unser Ziel. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.
Es ist wichtig, den Kassenarzt zu stärken, und das haben wir durch das Ärztegesetz, das Sie im Dezember einstimmig beschlossen haben, bewiesen. Durch diese Gesetzesnovelle wurde unter anderem die Anstellung von Ärzten bei Ärzten ermöglicht. Das war schon lange gefordert worden und ist jetzt möglich. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Das heißt, wir setzen viele, viele Maßnahmen, die die Vorgängerregierung nicht gesetzt hat. Wir garantieren, dass die Menschen im medizinischen Bereich die Betreuung bekommen, die sie brauchen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Gudenus.
Die Mitglieder der Regierungsparteien haben in den vorliegenden Gesetzesantrag die Erhöhung der Gehälter für Generalsekretäre verpackt. 9,5 Millionen Euro pro Jahr, so viel werden die von der Bundesregierung installierten elf Generalsekretäre und eine Generalsekretärin die österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler kosten. Das sind circa 800 000 Euro pro Kopf. Natürlich wurden diese gut bezahlten Stellen nahezu ausschließlich mit Männern besetzt. (Zwischenruf des Abg. Gudenus.) Hier sei wieder einmal festgehalten, dass diese Regierung Fähigkeiten und Leistungen von Frauen offensichtlich negiert. Dies sei aber nur nebenbei erwähnt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Mitglieder der Regierungsparteien haben in den vorliegenden Gesetzesantrag die Erhöhung der Gehälter für Generalsekretäre verpackt. 9,5 Millionen Euro pro Jahr, so viel werden die von der Bundesregierung installierten elf Generalsekretäre und eine Generalsekretärin die österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler kosten. Das sind circa 800 000 Euro pro Kopf. Natürlich wurden diese gut bezahlten Stellen nahezu ausschließlich mit Männern besetzt. (Zwischenruf des Abg. Gudenus.) Hier sei wieder einmal festgehalten, dass diese Regierung Fähigkeiten und Leistungen von Frauen offensichtlich negiert. Dies sei aber nur nebenbei erwähnt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es braucht keine zwölf hochbezahlten Generalsekretäre oder Personen mit Sonderverträgen, sondern ein Mehr an Personal in der Verwaltung und Vollziehung. Dafür ist aber kein Geld da, und es wird Dienstposten um Dienstposten eingespart. Abgesehen von den formalen Bedenken beziehungsweise Fehlern der Regierung, die korrigiert werden mussten beziehungsweise noch müssen, kommen auch moralische Bedenken hinzu. Jährlich 9,5 Millionen Euro sind eine ganze Menge Geld für zwölf Personen. Viel höher wird die Summe, wenn man alle 216 Sonderverträge dazurechnet, die sich die Regierung in den Ministerbüros gönnt. Dann kommen wir auf etwa 28 Millionen Euro pro Jahr, eine ganze Menge Steuergeld, Geld, das die Regierung für sich selbst und für ihr loyal ergebene Personen einsetzt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Vor der Wahl hat das noch ganz anders geklungen, aber auch dieses Versprechen wird gebrochen. Gespart wird nicht im System, schon gar nicht spart die Regierung bei den eigenen Ausgaben, gespart wird ganz unmittelbar bei den Menschen. Das Ganze ist sehr bedauerlich, und wir werden diesem Antrag nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Friedrich Ofenauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und vor den Fernsehgeräten! Es geht um die Dienstrechts-Novelle 2019. Vorwegschicken möchte ich, dass das wieder ein guter Anlass ist, um festzuhalten, dass der öffentliche Dienst der Grundpfeiler unseres Staates ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, abschließend bleibt nur mehr zu sagen: Egal in welcher Lebenslage, egal ob gute oder weniger gute Zeiten, sommers wie winters, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, in den öffentlichen Dienststellen sind für uns da. Ich denke, man kann an dieser Stelle ganz klar, deutlich und laut Danke sagen für diesen Einsatz im Dienste aller. Danke für den Einsatz an den Feiertagen, für den Einsatz an Sonntagen, für den Einsatz zu allen Tages- und Nachtzeiten für die Bevölkerung, für unsere Republik Österreich! – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Diese Generalsekretäre, um das noch einmal festzuhalten, sind ein Übel. Es war eine der ersten Maßnahmen der Bundesregierung, Generalsekretäre in den Ministerien einzuführen. Die können sich selbst zu Beamten erklären, und die haben wir Steuerzahler ein Leben lang an der Backe. Wenn die Regierung einmal wechselt, dann bleibt er natürlich pragmatisierter Beamter mit seinen wunderbaren Bezügen und wird wahrscheinlich als weißer Elefant irgendwo im Ministerium herumkugeln. Die Steuerzahler dürfen immer weiter berappen. Kommt ein neuer Generalsekretär, gibt es dasselbe Spiel, er pragmatisiert sich wieder selbst und bleibt uns auch auf alle Zeiten erhalten. – Das ist ein Sündenfall. Von wegen sparen im System! Bei den eigenen Leuten wird das Geld hinausgepfeffert, als gäbe es kein Morgen! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Erasim: Das hat sie nicht gesagt! Die Kosten!
Abgeordneter Werner Herbert (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Eigentlich bin ich mir nicht im Klaren: Ist die Opposition wirklich so ahnungslos, wie sie sich soeben hier präsentiert hat, oder ist das gezielte Unwahrheit, die einfach vom Rednerpult aus quasi straffrei verbreitet werden darf? Da kommt Frau Yildirim ans Rednerpult und sagt, ein Generalsekretär verdient 800 000 Euro im Jahr. (Abg. Erasim: Das hat sie nicht gesagt! Die Kosten!) Wenn man der Mathematik mächtig ist, kommt man mit einer einfachen überschlagsmäßigen Rechnung drauf, dass diese Rechnung nicht einmal ansatzweise funktionieren kann. Das ist nicht einmal in der Privatwirtschaft leicht möglich, geschweige denn im öffentlichen Dienst, wenn man die Dienstsystematik und das Gehaltssystem dort kennt. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Ist es Unwissenheit oder Dummheit? – Ich weiß nicht genau, was da treffender wäre.
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Abgeordneter Werner Herbert (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Eigentlich bin ich mir nicht im Klaren: Ist die Opposition wirklich so ahnungslos, wie sie sich soeben hier präsentiert hat, oder ist das gezielte Unwahrheit, die einfach vom Rednerpult aus quasi straffrei verbreitet werden darf? Da kommt Frau Yildirim ans Rednerpult und sagt, ein Generalsekretär verdient 800 000 Euro im Jahr. (Abg. Erasim: Das hat sie nicht gesagt! Die Kosten!) Wenn man der Mathematik mächtig ist, kommt man mit einer einfachen überschlagsmäßigen Rechnung drauf, dass diese Rechnung nicht einmal ansatzweise funktionieren kann. Das ist nicht einmal in der Privatwirtschaft leicht möglich, geschweige denn im öffentlichen Dienst, wenn man die Dienstsystematik und das Gehaltssystem dort kennt. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Ist es Unwissenheit oder Dummheit? – Ich weiß nicht genau, was da treffender wäre.
Abg. Heinisch-Hosek: Sie wissen es!
Ich glaube, es ist wahrscheinlich dieser gewisse Anflug an Naivität, was man halt von sich gibt, wenn man von der Sache, von der man redet, keine Ahnung hat. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie wissen es!) Sonst würde die Frau Kollegin ja auch nicht behauptet haben, dass die Gewaltprävention bei der Polizeischule abgeschafft wurde. (Abg. Schimanek: Ja, bravo!) Das stimmt nicht! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Schimanek: Ja, bravo!
Ich glaube, es ist wahrscheinlich dieser gewisse Anflug an Naivität, was man halt von sich gibt, wenn man von der Sache, von der man redet, keine Ahnung hat. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie wissen es!) Sonst würde die Frau Kollegin ja auch nicht behauptet haben, dass die Gewaltprävention bei der Polizeischule abgeschafft wurde. (Abg. Schimanek: Ja, bravo!) Das stimmt nicht! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich glaube, es ist wahrscheinlich dieser gewisse Anflug an Naivität, was man halt von sich gibt, wenn man von der Sache, von der man redet, keine Ahnung hat. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie wissen es!) Sonst würde die Frau Kollegin ja auch nicht behauptet haben, dass die Gewaltprävention bei der Polizeischule abgeschafft wurde. (Abg. Schimanek: Ja, bravo!) Das stimmt nicht! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Stimmt ja!
muss darunter leiden. (Abg. Heinisch-Hosek: Stimmt ja!) Das ist Unsinn, ein Unsinn, und – Sie können mir glauben – auch wenn Sie es wiederholt von diesem Rednerpult aus behaupten, es wird nicht wahrer. Es wird nicht wahrer! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
muss darunter leiden. (Abg. Heinisch-Hosek: Stimmt ja!) Das ist Unsinn, ein Unsinn, und – Sie können mir glauben – auch wenn Sie es wiederholt von diesem Rednerpult aus behaupten, es wird nicht wahrer. Es wird nicht wahrer! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Anschließend höre ich noch Herrn Loacker, dem sein mittlerweile ohnehin bekanntes Beamtenbashing ja schon vorauseilt. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Ich kenne keinen, der derartig vehement seine Unwissenheit im Zusammenhang mit öffentlichem Dienst, Privatwirtschaft und den ganzen Mechanismen, die hier zusammenspielen, so plakativ, fast schon lächerlich zur Schau stellt wie Sie. Das muss ich Ihnen an dieser Stelle auch einmal sagen. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Anschließend höre ich noch Herrn Loacker, dem sein mittlerweile ohnehin bekanntes Beamtenbashing ja schon vorauseilt. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Ich kenne keinen, der derartig vehement seine Unwissenheit im Zusammenhang mit öffentlichem Dienst, Privatwirtschaft und den ganzen Mechanismen, die hier zusammenspielen, so plakativ, fast schon lächerlich zur Schau stellt wie Sie. Das muss ich Ihnen an dieser Stelle auch einmal sagen. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Zwischenruf des Abg. Schellhorn.
Sie behaupten, die Karfreitagsregelung hätte etwas mit dieser Möglichkeit zu tun, dass Beamte am Karfreitag einen halben Tag frei bekommen, und stellen dann mehr oder weniger in den Raum: Jetzt konsumieren sie beides – der geht am Karfreitag heim und kriegt wahrscheinlich gleichzeitig auch noch einen Feiertag. Wie funktioniert das? (Zwischenruf des Abg. Schellhorn.) Ihre Logik möchte ich auch einmal verstehen lernen, denn was Sie uns mit dieser Ansage eigentlich mitteilen wollten, ist für mich nicht wirklich schlüssig. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Wöginger: Die verstehen das nicht!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Wöginger: Die verstehen das nicht!
Sie behaupten, die Karfreitagsregelung hätte etwas mit dieser Möglichkeit zu tun, dass Beamte am Karfreitag einen halben Tag frei bekommen, und stellen dann mehr oder weniger in den Raum: Jetzt konsumieren sie beides – der geht am Karfreitag heim und kriegt wahrscheinlich gleichzeitig auch noch einen Feiertag. Wie funktioniert das? (Zwischenruf des Abg. Schellhorn.) Ihre Logik möchte ich auch einmal verstehen lernen, denn was Sie uns mit dieser Ansage eigentlich mitteilen wollten, ist für mich nicht wirklich schlüssig. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Wöginger: Die verstehen das nicht!)
Abg. Jarolim: Die ist schon krank genug!
Ich kann noch nachvollziehen, dass man vielleicht mit einem eingeschränkten Bewusstsein aus der Privatwirtschaft kommend das nicht unbedingt verstehen will. Eine andere Sache ist wiederum, dass man aber an dieser Stelle – und da schließt sich der Kreis zu der Kollegin von der SPÖ –, unwissend wohl, alles, was diese Bundesregierung macht, bewusst krankredet und bewusst zum Nachteil der Bevölkerung hier zu zelebrieren versucht. (Abg. Jarolim: Die ist schon krank genug!) – Da können Sie der Kollegin von der SPÖ die Hand geben. Ich weiß nicht genau, ob das, was Sie zu vermitteln versucht haben, bei den Fernsehzuschauern oder bei jenen, die diese Auseinandersetzung hier verfolgen, tatsächlich auch so ankommt. (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.)
Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.
Ich kann noch nachvollziehen, dass man vielleicht mit einem eingeschränkten Bewusstsein aus der Privatwirtschaft kommend das nicht unbedingt verstehen will. Eine andere Sache ist wiederum, dass man aber an dieser Stelle – und da schließt sich der Kreis zu der Kollegin von der SPÖ –, unwissend wohl, alles, was diese Bundesregierung macht, bewusst krankredet und bewusst zum Nachteil der Bevölkerung hier zu zelebrieren versucht. (Abg. Jarolim: Die ist schon krank genug!) – Da können Sie der Kollegin von der SPÖ die Hand geben. Ich weiß nicht genau, ob das, was Sie zu vermitteln versucht haben, bei den Fernsehzuschauern oder bei jenen, die diese Auseinandersetzung hier verfolgen, tatsächlich auch so ankommt. (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Schellhorn.
Fest steht allerdings, dass die Dinge, die Sie hier unwahr zur Geltung gebracht haben, nicht wahrer werden, wenn Sie sie auch noch so oft wiederholen. Fest steht auch, dass wir mit unserem Vizekanzler H.-C. Strache einen Mann in Ressortzuständigkeit haben, der nicht nur auf den öffentlichen Dienst, sondern auch darauf schaut, dass das alles gerecht über die Bühne geht. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Schellhorn.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
An dieser Stelle darf ich mich abschließend auch dem Dank von Kollegen Ofenauer anschließen: Ja, liebe Beamte, liebe Vertragsbedienstete, ihr leistet großartige Arbeit! Auch von meiner Fraktion Dank und Anerkennung für diese hervorragende Dienstleistung! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Hauser: Ja!
Abgeordnete Mag. Selma Yildirim (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Zur tatsächlichen Berichtigung: Der Abgeordnete Ofenauer und auch der Abgeordnete Herbert haben behauptet, ich hätte eine falsche Zahl verwendet. (Abg. Hauser: Ja!) Das ist unrichtig. (Abg. Hauser: Das ist richtig!)
Abg. Hauser: Das ist richtig!
Abgeordnete Mag. Selma Yildirim (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Zur tatsächlichen Berichtigung: Der Abgeordnete Ofenauer und auch der Abgeordnete Herbert haben behauptet, ich hätte eine falsche Zahl verwendet. (Abg. Hauser: Ja!) Das ist unrichtig. (Abg. Hauser: Das ist richtig!)
weiterer Zwischenruf bei der FPÖ
Der richtige Sachverhalt ist (weiterer Zwischenruf bei der FPÖ) – werte Kollegen, wenn Sie in der Lage sind, zuzuhören –: Ich habe von Kosten geredet, 800 000 Euro pro Generalsekretär an Kosten, die verursacht werden. (Abg. Kassegger: Das stimmt ja auch nicht!) – Fragen Sie Ihren Vizekanzler! Das ist eine Anfragebeantwortung aufgrund einer parlamentarischen Anfrage. Wenn das nicht stimmt, dann müssen Sie Ihren Vizekanzler fragen, was er da für Kosten und Beträge angibt, aber unterstellen Sie nicht und unterlassen Sie Begriffe wie Unwissenheit oder Dummheit! Lernen Sie, zuzuhören! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und JETZT. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Kassegger: Das stimmt ja auch nicht!
Der richtige Sachverhalt ist (weiterer Zwischenruf bei der FPÖ) – werte Kollegen, wenn Sie in der Lage sind, zuzuhören –: Ich habe von Kosten geredet, 800 000 Euro pro Generalsekretär an Kosten, die verursacht werden. (Abg. Kassegger: Das stimmt ja auch nicht!) – Fragen Sie Ihren Vizekanzler! Das ist eine Anfragebeantwortung aufgrund einer parlamentarischen Anfrage. Wenn das nicht stimmt, dann müssen Sie Ihren Vizekanzler fragen, was er da für Kosten und Beträge angibt, aber unterstellen Sie nicht und unterlassen Sie Begriffe wie Unwissenheit oder Dummheit! Lernen Sie, zuzuhören! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und JETZT. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und JETZT. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Der richtige Sachverhalt ist (weiterer Zwischenruf bei der FPÖ) – werte Kollegen, wenn Sie in der Lage sind, zuzuhören –: Ich habe von Kosten geredet, 800 000 Euro pro Generalsekretär an Kosten, die verursacht werden. (Abg. Kassegger: Das stimmt ja auch nicht!) – Fragen Sie Ihren Vizekanzler! Das ist eine Anfragebeantwortung aufgrund einer parlamentarischen Anfrage. Wenn das nicht stimmt, dann müssen Sie Ihren Vizekanzler fragen, was er da für Kosten und Beträge angibt, aber unterstellen Sie nicht und unterlassen Sie Begriffe wie Unwissenheit oder Dummheit! Lernen Sie, zuzuhören! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und JETZT. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das war sachlich!
Bundesminister für öffentlichen Dienst und Sport, Vizekanzler Heinz-Christian Strache: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich will wieder sachlich auf den Tagesordnungspunkt und auf den Inhalt, der heute zur Debatte steht und zu beschließen sein wird, zurückkommen. (Abg. Heinisch-Hosek: Das war sachlich!)
Ruf bei der SPÖ: Das ist eine Verhöhnung!
Mit den aktuell zur Beschlussfassung vorliegenden gesetzlichen Bestimmungen gibt es eben, so wie in der Privatwirtschaft, in Zukunft auch für den öffentlichen Dienst den persönlichen Feiertag/aufgewerteten persönlichen Urlaubstag, den sich jeder, gleich welcher Konfession, aussuchen kann und worauf es einen Anspruch gibt. (Ruf bei der SPÖ: Das ist eine Verhöhnung!) Das ist gut und richtig so. Damit haben wir dieses Urteil entsprechend bewertet und in Zukunft auch die Diskriminierung abgebaut.
Abg. Schellhorn: Keine Ahnung!
Wenn es um das gleiche Recht geht, das hier geschaffen wird: Ja, wir schaffen das gleiche Recht. Herr Kollege Loacker hat gesagt, nein, das sei nicht der Fall. Es wird gleiches Recht für die Angehörigen aller Konfessionen sichergestellt, und zwar für alle Beamten, gleich, welcher Konfession sie angehören. Im Bereich des Bundesdienstes gibt es natürlich da oder dort Dinge, die wir adaptieren müssen und anders gestalten müssen als in der Privatwirtschaft. (Abg. Schellhorn: Keine Ahnung!)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Ich gehe jetzt gar nicht auf die einzelnen Unterstellungen ein. Ja, wir sind transparenter, Frau Kollegin Yildirim. Der Unterschied zwischen dieser Regierung und der Vorgängerregierung unter einem sozialistischen Bundeskanzler ist einfach der, dass wir nicht mehr Beamte, Bedienstete und Mitarbeiter auslagern, sondern wir im Sinne einer Transparenz heute in den Kabinetten, in den Ministerien jetzt auch die Generalsekretäre einsetzen. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Die Möglichkeit hat es auch vorher gesetzlich gegeben, und wir machen auch das System der Kabinettsmitarbeiter transparent sichtbar und lagern nicht mehr Mitarbeiter aus, die früher Millionen Euro gekostet haben, aber gar nicht sichtbar gewesen sind. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Schellhorn.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Schellhorn.
Ich gehe jetzt gar nicht auf die einzelnen Unterstellungen ein. Ja, wir sind transparenter, Frau Kollegin Yildirim. Der Unterschied zwischen dieser Regierung und der Vorgängerregierung unter einem sozialistischen Bundeskanzler ist einfach der, dass wir nicht mehr Beamte, Bedienstete und Mitarbeiter auslagern, sondern wir im Sinne einer Transparenz heute in den Kabinetten, in den Ministerien jetzt auch die Generalsekretäre einsetzen. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Die Möglichkeit hat es auch vorher gesetzlich gegeben, und wir machen auch das System der Kabinettsmitarbeiter transparent sichtbar und lagern nicht mehr Mitarbeiter aus, die früher Millionen Euro gekostet haben, aber gar nicht sichtbar gewesen sind. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Schellhorn.)
Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.
Das ist genau der Unterschied, dass wir das ehrlich und transparent gestalten und nicht verstecken, wie das in der Vergangenheit der Fall gewesen ist. (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.) Wenn es dann um die Mitarbeiterbewertungen geht, dann sollten Sie selber vielleicht einmal bei der SPÖ Wien beim Stadtrat Hacker nachfragen, wieso der in seinem Stadtratsbüro 26 Mitarbeiter braucht (Abg. Gudenus: Der Sparefroh!), wenn Sie schon in Ihrer Darstellung immer wieder in den Raum stellen, dass mein Ministerium beispielsweise 25 Mitarbeiter hat. Da frage ich mich, wieso der Stadtrat 26 braucht (Abg. Gudenus: In dieser Koalition für lauter Unsinn!), bei völlig anderen Aufgaben, die zu bewerkstelligen sind. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Gudenus: Der Sparefroh!
Das ist genau der Unterschied, dass wir das ehrlich und transparent gestalten und nicht verstecken, wie das in der Vergangenheit der Fall gewesen ist. (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.) Wenn es dann um die Mitarbeiterbewertungen geht, dann sollten Sie selber vielleicht einmal bei der SPÖ Wien beim Stadtrat Hacker nachfragen, wieso der in seinem Stadtratsbüro 26 Mitarbeiter braucht (Abg. Gudenus: Der Sparefroh!), wenn Sie schon in Ihrer Darstellung immer wieder in den Raum stellen, dass mein Ministerium beispielsweise 25 Mitarbeiter hat. Da frage ich mich, wieso der Stadtrat 26 braucht (Abg. Gudenus: In dieser Koalition für lauter Unsinn!), bei völlig anderen Aufgaben, die zu bewerkstelligen sind. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Gudenus: In dieser Koalition für lauter Unsinn!
Das ist genau der Unterschied, dass wir das ehrlich und transparent gestalten und nicht verstecken, wie das in der Vergangenheit der Fall gewesen ist. (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.) Wenn es dann um die Mitarbeiterbewertungen geht, dann sollten Sie selber vielleicht einmal bei der SPÖ Wien beim Stadtrat Hacker nachfragen, wieso der in seinem Stadtratsbüro 26 Mitarbeiter braucht (Abg. Gudenus: Der Sparefroh!), wenn Sie schon in Ihrer Darstellung immer wieder in den Raum stellen, dass mein Ministerium beispielsweise 25 Mitarbeiter hat. Da frage ich mich, wieso der Stadtrat 26 braucht (Abg. Gudenus: In dieser Koalition für lauter Unsinn!), bei völlig anderen Aufgaben, die zu bewerkstelligen sind. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Das ist genau der Unterschied, dass wir das ehrlich und transparent gestalten und nicht verstecken, wie das in der Vergangenheit der Fall gewesen ist. (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.) Wenn es dann um die Mitarbeiterbewertungen geht, dann sollten Sie selber vielleicht einmal bei der SPÖ Wien beim Stadtrat Hacker nachfragen, wieso der in seinem Stadtratsbüro 26 Mitarbeiter braucht (Abg. Gudenus: Der Sparefroh!), wenn Sie schon in Ihrer Darstellung immer wieder in den Raum stellen, dass mein Ministerium beispielsweise 25 Mitarbeiter hat. Da frage ich mich, wieso der Stadtrat 26 braucht (Abg. Gudenus: In dieser Koalition für lauter Unsinn!), bei völlig anderen Aufgaben, die zu bewerkstelligen sind. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Deimek: Die sind ja nicht neu!
Abgeordnete Melanie Erasim, MSc (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Das Reparieren des Gesetzes in Bezug auf Generalsekretäre (Abg. Deimek: Die sind ja nicht neu!), eine Erweiterung des Karfreitagsmurks auf den Bundesdienst, das sind – wie eben schon erörtert – die Eckpfeiler dieses Gesetzes.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
An die Abgeordneten Ofenauer und Herbert: Es ist schon allerhand, dass Sie jetzt anscheinend selbst nachzurechnen beginnen, wie viel das, was Sie hier beschließen, auch de facto kostet, denn 57 000 Euro sind es, die pro Stelle anfallen, nicht pro Person, sondern die monatlichen Kosten inklusive Lohnnebenkosten, inklusive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist schön, dass Sie vielleicht jetzt munter werden und draufkommen, dass das horrende Summen sind! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
An die Abgeordneten Ofenauer und Herbert: Es ist schon allerhand, dass Sie jetzt anscheinend selbst nachzurechnen beginnen, wie viel das, was Sie hier beschließen, auch de facto kostet, denn 57 000 Euro sind es, die pro Stelle anfallen, nicht pro Person, sondern die monatlichen Kosten inklusive Lohnnebenkosten, inklusive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist schön, dass Sie vielleicht jetzt munter werden und draufkommen, dass das horrende Summen sind! (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Abg. Martin Graf – auf die schwarz-gelbe Kleidung der Rednerin deutend –: Dieses monarchistische Gelb-Schwarz gefällt mir gar nicht!
Geschätzter Minister, es ist schön, wenn Sie von Transparenz reden, aber Stellen ohne jegliche Ausschreibung zu besetzen ist aus unserer sozialdemokratischen Sicht alles andere als transparent. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Abg. Martin Graf – auf die schwarz-gelbe Kleidung der Rednerin deutend –: Dieses monarchistische Gelb-Schwarz gefällt mir gar nicht!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Während meine Kollegin Yildirim auf die Generalsekretäre eingegangen ist, möchte ich auf den Karfreitag eingehen und hier noch einmal die Frage in den Raum stellen, was der Karfreitag eigentlich ist. Am Karfreitag gedenken Christen auf der ganzen Welt des Leidens und Sterbens Jesu Christi. Für evangelische Gläubige und Altkatholiken ist es der höchste kirchliche Feiertag des Jahres. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Doch durch Ihre Vorgehensweise, durch die Vorgehensweise der türkis-blauen Regierung ist dieser Karfreitag zu einem Symbol arbeitnehmerInnenfeindlicher Politik geworden, einem Symbol Ihrer Politik, bei der Minderheitenrechte nicht gewahrt werden und
Abg. Neubauer: Das ist reiner Klassenkampf, was Sie betreiben!
Arbeitszeitverlängerungen am laufenden Band produziert werden. (Abg. Neubauer: Das ist reiner Klassenkampf, was Sie betreiben!)
Abg. Rosenkranz: Sie haben nicht einmal das Erkenntnis verstanden!
Sie hatten eine wirkliche Chance, hier den klaren Empfehlungen des EuGH zu folgen und diesen Feiertag für alle gleichermaßen zu gewähren, doch Sie folgen eins zu eins den Empfehlungen des Handelsverbandes und haben sich für die schlechteste aller Varianten entschieden: Sie streichen für alle Evangelischen und Altkatholiken diesen Feiertag und gewähren aber weiterhin Privilegien für viele andere. (Abg. Rosenkranz: Sie haben nicht einmal das Erkenntnis verstanden!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen eines, Herr Minister: Ich gönne jedem Arbeitnehmer und jeder Arbeitnehmerin jede zusätzliche freie Stunde, aber gläubigen Minderheiten einen Feiertag wegzunehmen und für einzelne Berufsgruppen Sonderregelungen zu gewähren, ist an Doppelmoral nicht zu überbieten. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Nein, nein, nein, nein, nein! – Abg. Höbart: ... um die Dringliche!
Das, was Sie in Ihrer Kampagne zur Arbeiterkammer machen, ist Folgendes: Sie diffamieren diese Kammer, die 365 Tage im Jahr für ArbeitnehmerInnenrechte da ist, die dafür sorgt, dass die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegen genau diese Vorgehensweisen gestärkt werden. Sie als FPÖ diffamieren sie in Schmutzkübelkampagnen ... (Ruf bei der FPÖ: Nein, nein, nein, nein, nein! – Abg. Höbart: ... um die Dringliche!)
Abg. Gudenus: ... Krankenhaus Nord!
Abgeordnete Melanie Erasim, MSc (fortsetzend): Ihnen geht es um Privilegien, um Millionen für Generalsekretäre, um Millionen für aufgeblähte Ministerbüros. (Abg. Gudenus: ... Krankenhaus Nord!) Geben Sie denen etwas zurück (Ruf bei der FPÖ: Ja, ja!), die wirklich für den Reichtum Österreichs verantwortlich sind, nämlich den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gudenus: Energetiker!)
Ruf bei der FPÖ: Ja, ja!
Abgeordnete Melanie Erasim, MSc (fortsetzend): Ihnen geht es um Privilegien, um Millionen für Generalsekretäre, um Millionen für aufgeblähte Ministerbüros. (Abg. Gudenus: ... Krankenhaus Nord!) Geben Sie denen etwas zurück (Ruf bei der FPÖ: Ja, ja!), die wirklich für den Reichtum Österreichs verantwortlich sind, nämlich den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gudenus: Energetiker!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gudenus: Energetiker!
Abgeordnete Melanie Erasim, MSc (fortsetzend): Ihnen geht es um Privilegien, um Millionen für Generalsekretäre, um Millionen für aufgeblähte Ministerbüros. (Abg. Gudenus: ... Krankenhaus Nord!) Geben Sie denen etwas zurück (Ruf bei der FPÖ: Ja, ja!), die wirklich für den Reichtum Österreichs verantwortlich sind, nämlich den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gudenus: Energetiker!)
Abg. Belakowitsch: Was heißt „zu einem weiteren“?
Die Frage ist: Können sich alle Menschen in Zukunft in Österreich darauf verlassen, bei höchster Qualität gepflegt zu werden? Können sie sich sicher sein, dass die Finanzierung der Pflege keine neuen Belastungen, finanzielle Belastungen für sie bringt? Oder wird die Pflegefinanzierung künftig mit einer sogenannten Pflegeversicherung zu einem weiteren schwarz-blauen Belastungspaket für die Menschen? (Abg. Belakowitsch: Was heißt „zu einem weiteren“?)
Ruf bei der FPÖ: Sie verunsichern die Menschen!
Die diesbezüglichen Widersprüche innerhalb der Koalition in den letzten Wochen und Monaten verunsichern die Menschen jeden Tag mehr. (Ruf bei der FPÖ: Sie verunsichern die Menschen!) Was die Menschen verdient haben, ist Gewissheit, ist Klarheit, dass jemand im Bedarfsfall, im Pflegefall auf sie schaut, sie pflegt und die Angehörigen bestmöglich unterstützt. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.) Es ist eine sichere und verlässliche Pflege in allen Lebenslagen, die sich Menschen für sich selbst wünschen und natürlich auch für ihre Angehörigen.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Die diesbezüglichen Widersprüche innerhalb der Koalition in den letzten Wochen und Monaten verunsichern die Menschen jeden Tag mehr. (Ruf bei der FPÖ: Sie verunsichern die Menschen!) Was die Menschen verdient haben, ist Gewissheit, ist Klarheit, dass jemand im Bedarfsfall, im Pflegefall auf sie schaut, sie pflegt und die Angehörigen bestmöglich unterstützt. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.) Es ist eine sichere und verlässliche Pflege in allen Lebenslagen, die sich Menschen für sich selbst wünschen und natürlich auch für ihre Angehörigen.
Abg. Neubauer: Am Ende des Tages waren Sie gar nicht mehr dort!
Hintertüren sind doch auch offen geblieben. (Abg. Neubauer: Am Ende des Tages waren Sie gar nicht mehr dort!) Es ist in Aussage und Definition weit von Klarheit entfernt. Ich frage mich, sehr geehrte Abgeordnete von FPÖ und ÖVP, haben Sie sich von Ihrem Regierungsprogramm ausnahmsweise doch verabschiedet? Das wollen wir heute erörtern.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.
Das Geld ist auch da, denn wir sehen, was Sie in den letzten Monaten ausgegeben haben. Wir sehen, wie viel Sie für PR und Marketing Ihrer Kabinette ausgeben, wie viel die Generalsekretäre, die ohne Ausschreibung in alle Ministerien gesetzt wurden, kosten. Das Geld ist also da. Wir sagen: Verwenden wir dieses Geld für die Menschen in diesem Land! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Erst vor ein paar Tagen gab es eine Wifo-Studie, die ganz aktuelle Daten auf den Tisch gelegt hat. Diese besagt, bis 2030 werden gut 24 000 zusätzliche Pfleger und Pflegerinnen in Österreich benötigt werden, eine hohe Zahl, und bis 2050 sind es laut den Berechnungen mehr als doppelt so viele Pfleger und Pflegerinnen. Man muss heute vorsorgen, um dieser Herausforderung zu begegnen. Ich sage Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren, lassen Sie die Menschen in diesem Land nicht allein, sie benötigen unsere Unterstützung! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Beifall bei der SPÖ.
Wozu brauchen wir einheitliche Qualitätsvorgaben? – Wir brauchen sie, weil wir in Österreich derzeit neun unterschiedliche Pflegesysteme haben. Es hängt davon ab, ob Sie in Wien altern, in Niederösterreich oder in Tirol, mit unterschiedlichen Qualitätsstandards im Pflegesystem von Bundesland zu Bundesland. Ich sage aber, alle Österreicherinnen und Österreicher haben sich eine gute Pflege verdient, in gleich hoher Qualität, egal wo. Genau das können wir nur gewährleisten, wenn es eine stabile staatliche Pflegefinanzierung durch einen Pflegegarantiefonds gibt – Stichwort Pflege aus einem Topf, in dem Ländermittel und Bundesmittel zusammengefasst werden. Es darf nämlich keinen Unterschied machen, wie groß das Vermögen ist, das man hat, oder wie hoch die Pension ist, ob man in Tirol oder in Niederösterreich gepflegt wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
In dieser Pflegedebatte dürfen wir auch auf die Angehörigen nicht vergessen, auf die Familien selbst, die das wichtigste Umfeld für die zu Pflegenden sind. Jemanden zu pflegen, selbst zu pflegen oder diese Pflege selbst zu organisieren, ist eine wahre Mammutaufgabe und ein behördlicher Hürdenlauf; deswegen müssen wir die Angehörigen in dieser emotional schwierigen Situation vom ersten Tag an unterstützen und durch bundesweit einheitliche Pflegeservicestellen begleiten. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Beifall bei der SPÖ.
drängt. Das Engagement für die Pflege darf aber nicht von der Zustimmung oder dem Goodwill des Arbeitgebers abhängig sein. Wir sagen, die Möglichkeit, Pflegekarenz oder Pflegeteilzeit in Anspruch zu nehmen, reicht nicht aus. Es braucht endlich einen Rechtsanspruch für alle Angehörigen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger
Letzte Woche beim sogenannten Pflegegipfel habe ich vor allem eine Frage gestellt – wir haben alle gut diskutiert, darüber besteht kein Zweifel –, die zentrale Frage war: Was passiert am Tag danach? Am Tag nach dem Pflegegipfel müssen nämlich endlich Taten folgen. Wir haben keine Zeit mehr. Diese Herausforderung wächst von Tag zu Tag und wird seit 15 Monaten auf die lange Bank geschoben, denn erst im Oktober 2018 haben Sie, Herr Bundeskanzler, angekündigt (Zwischenruf des Abg. Wöginger), dass es bis Ende 2018 – Dezember 2018 – ein Pflegekonzept geben wird.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Jetzt ist März 2019. Wir haben kein Pflegekonzept, und jetzt werden wir seitens der Bundesregierung auf das Jahresende 2019 vertröstet. Mit jedem Tag, an dem nichts passiert und keine Lösungen auf dem Tisch liegen, wird diese Herausforderung größer. Mit jedem Tag, an dem nichts passiert, verschärft sich das Problem, und mit jedem Tag, an dem Sie sich, sehr geehrte Damen und Herren von FPÖ und ÖVP, uneinig sind, wie die Finanzierung abzusichern ist, steigt die Verunsicherung in der Bevölkerung. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Heute haben Sie die Möglichkeit, zu zeigen, was Ihr Wort und Ihr Regierungsprogramm Ihnen wirklich wert sind. Wir und die Österreicherinnen und Österreicher werden Sie daran messen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die Schülergruppe der Rudolf-Steiner-Landschule in Schönau recht herzlich bei uns im Hohen Haus begrüßen. Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich weiß aus meiner eigenen Familie ganz genau, was es auslöst, wenn ein Mensch, der sich immer aufopfernd um die Kinder, Enkelkinder und Urenkelkinder gekümmert hat, plötzlich auf Unterstützung und Hilfe angewiesen ist; was das bei diesem Menschen auslöst, was das aber auch bei den Kindern und Enkelkindern auslöst, was sich für die Angehörigen ändert, die auf einmal eine sehr große Verantwortung übertragen bekommen. Gerade deswegen würde ich Sie bitten: Nutzen Sie dieses Thema nicht dazu, Ängste zu schüren, es eignet sich nicht dafür! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Diejenigen, die pflegebedürftig sind und davor ihr Leben lang in unserem Land gearbeitet haben, die etwas geleistet haben und dann in der Pension diesem Risiko ausgesetzt sind, verdienen unsere Unterstützung. Betreffend all diese Menschen gilt: Es sollte nicht auf ihre Kosten Politik gemacht werden, es sollten nicht Ängste geschürt werden, über die sie dann vielleicht nachdenken, obwohl sie sich mit anderen Themen beschäftigen sollten. Sie verdienen es nicht, dass damit parteipolitisches Kleingeld geschlagen wird. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Dann tuts endlich einmal was!
Wenn Sie, Frau Klubobfrau Rendi-Wagner, heute sagen, mit jedem Tag, an dem nichts passiert, werde das Problem größer (Ruf bei der SPÖ: Dann tuts endlich einmal was!), dann muss ich Ihnen sagen: Ich wollte in meiner heutigen Rede eigentlich niemandem einen Vorwurf machen, nicht mit dem Finger darauf zeigen, wer das System geschaffen hat oder wer vielleicht schuld daran ist, dass man etwas verändern muss. (Zwischenruf des Abg. Schieder.) Wenn Sie aber schon sagen, jeder Tag, an dem nichts passiert, mache das Problem größer, muss ich schon einmal ganz kurz darauf hinweisen, dass für dieses System die Sozialdemokratie verantwortlich ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Rufe bei der SPÖ: Ja, ja!)
Zwischenruf des Abg. Schieder.
Wenn Sie, Frau Klubobfrau Rendi-Wagner, heute sagen, mit jedem Tag, an dem nichts passiert, werde das Problem größer (Ruf bei der SPÖ: Dann tuts endlich einmal was!), dann muss ich Ihnen sagen: Ich wollte in meiner heutigen Rede eigentlich niemandem einen Vorwurf machen, nicht mit dem Finger darauf zeigen, wer das System geschaffen hat oder wer vielleicht schuld daran ist, dass man etwas verändern muss. (Zwischenruf des Abg. Schieder.) Wenn Sie aber schon sagen, jeder Tag, an dem nichts passiert, mache das Problem größer, muss ich schon einmal ganz kurz darauf hinweisen, dass für dieses System die Sozialdemokratie verantwortlich ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Rufe bei der SPÖ: Ja, ja!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Rufe bei der SPÖ: Ja, ja!
Wenn Sie, Frau Klubobfrau Rendi-Wagner, heute sagen, mit jedem Tag, an dem nichts passiert, werde das Problem größer (Ruf bei der SPÖ: Dann tuts endlich einmal was!), dann muss ich Ihnen sagen: Ich wollte in meiner heutigen Rede eigentlich niemandem einen Vorwurf machen, nicht mit dem Finger darauf zeigen, wer das System geschaffen hat oder wer vielleicht schuld daran ist, dass man etwas verändern muss. (Zwischenruf des Abg. Schieder.) Wenn Sie aber schon sagen, jeder Tag, an dem nichts passiert, mache das Problem größer, muss ich schon einmal ganz kurz darauf hinweisen, dass für dieses System die Sozialdemokratie verantwortlich ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Rufe bei der SPÖ: Ja, ja!)
Abg. Schieder: Das ist jetzt aber auch schon eineinhalb Jahre her!
Zehn Jahre lang waren sozialdemokratische Minister, die genau dieses System geschaffen haben, zuständig. (Abg. Schieder: Das ist jetzt aber auch schon eineinhalb Jahre her!) Ich würde nicht so weit gehen, zu sagen, dass dieses System furchtbar, grauenhaft und schlecht ist und dass jeder Tag, den dieses System so weiterbesteht, ein Riesenproblem darstellt. (Abg. Schieder: Das war ein Kurz-Schluss!) Ich glaube aber sehr wohl, dass wir es besser machen können. Wir als Bundesregierung haben daher den Anspruch, das System zu verbessern, pflegende Angehörige zu unterstützen, zu stärken, ihnen das Leben leichter zu machen. (Abg. Leichtfried: Ja tuts einmal was, nicht nur reden!)
Abg. Schieder: Das war ein Kurz-Schluss!
Zehn Jahre lang waren sozialdemokratische Minister, die genau dieses System geschaffen haben, zuständig. (Abg. Schieder: Das ist jetzt aber auch schon eineinhalb Jahre her!) Ich würde nicht so weit gehen, zu sagen, dass dieses System furchtbar, grauenhaft und schlecht ist und dass jeder Tag, den dieses System so weiterbesteht, ein Riesenproblem darstellt. (Abg. Schieder: Das war ein Kurz-Schluss!) Ich glaube aber sehr wohl, dass wir es besser machen können. Wir als Bundesregierung haben daher den Anspruch, das System zu verbessern, pflegende Angehörige zu unterstützen, zu stärken, ihnen das Leben leichter zu machen. (Abg. Leichtfried: Ja tuts einmal was, nicht nur reden!)
Abg. Leichtfried: Ja tuts einmal was, nicht nur reden!
Zehn Jahre lang waren sozialdemokratische Minister, die genau dieses System geschaffen haben, zuständig. (Abg. Schieder: Das ist jetzt aber auch schon eineinhalb Jahre her!) Ich würde nicht so weit gehen, zu sagen, dass dieses System furchtbar, grauenhaft und schlecht ist und dass jeder Tag, den dieses System so weiterbesteht, ein Riesenproblem darstellt. (Abg. Schieder: Das war ein Kurz-Schluss!) Ich glaube aber sehr wohl, dass wir es besser machen können. Wir als Bundesregierung haben daher den Anspruch, das System zu verbessern, pflegende Angehörige zu unterstützen, zu stärken, ihnen das Leben leichter zu machen. (Abg. Leichtfried: Ja tuts einmal was, nicht nur reden!)
Abg. Schieder: Ich glaube, es stimmt nicht, weil der Präsident schläft gerade ein!
dass sie die maximale Unterstützung seitens der Republik erhalten. Was wollen wir also tun? – Da das ein sehr sensibles Thema ist, haben wir uns ganz bewusst dazu entschieden, einen ordentlichen Dialog mit allen Stakeholdern zu führen: mit den Ländern, mit den Gemeinden, mit pflegenden Angehörigen, mit Personen, die im Pflegebereich arbeiten und Expertinnen und Experten sind. (Abg. Schieder: Ich glaube, es stimmt nicht, weil der Präsident schläft gerade ein!)
Abg. Heinisch-Hosek: Rechtsanspruch auf Teilzeit!
Ich darf vielleicht ganz kurz, um Sicherheit zu geben und nicht Ängste zu schüren oder zu verunsichern, darauf eingehen, was unser Ziel ist. (Abg. Heinisch-Hosek: Rechtsanspruch auf Teilzeit!) Zum Ersten: pflegende Angehörige besser unterstützen. Diese Menschen haben unsere Unterstützung verdient. Sie bekommen heute schon Unterstützung seitens der Republik, aber wir wollen diese Unterstützung weiter ausbauen, um für möglichst viele Menschen vor allem ein Altern in Würde zu Hause sicherzustellen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Ich darf vielleicht ganz kurz, um Sicherheit zu geben und nicht Ängste zu schüren oder zu verunsichern, darauf eingehen, was unser Ziel ist. (Abg. Heinisch-Hosek: Rechtsanspruch auf Teilzeit!) Zum Ersten: pflegende Angehörige besser unterstützen. Diese Menschen haben unsere Unterstützung verdient. Sie bekommen heute schon Unterstützung seitens der Republik, aber wir wollen diese Unterstützung weiter ausbauen, um für möglichst viele Menschen vor allem ein Altern in Würde zu Hause sicherzustellen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Das sind drei Hauptpunkte, an denen wir arbeiten. Darüber hinaus stellt sich natürlich – und das haben Sie richtigerweise angesprochen – die Frage der Pflegefinanzierung. Da wäre unsere Bitte, dass man unideologisch an dieses Thema herangeht, dass man nicht versucht, sofort das eine oder andere System auszuschließen oder schlechtzumachen. Wir schauen uns gerade weltweit alle unterschiedlichen Systeme an und versuchen, das bestmögliche System für Österreich zu finden, damit wir sicherstellen können, dass eine nachhaltige Finanzierung der Pflege gewährleistet wird. Was ich Ihnen heute versprechen kann, ist, dass wir als Bundesregierung die Steuer- und Abgabenbelastung senken. Es wird also sichergestellt, dass die Menschen in unserem Land nach unserer Regierungszeit weniger Steuern und Abgaben zahlen als vor unserer Regierungstätigkeit. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Machen Sie jetzt eine Weltreise oder laden Sie uns alle ein?
Ich darf daher zum Abschluss eine Einladung aussprechen: Es gibt einen sehr gut aufgesetzten Prozess, in dem wir ganz bewusst den Dialog mit unterschiedlichen Stakeholdern führen und unterschiedliche Meinungen einholen wollen, um dann unideologisch und ganz pragmatisch die besten Ideen auszuwählen. Ich lade Sie ein, sehr geehrte Damen und Herren von der Opposition (Abg. Heinisch-Hosek: Machen Sie jetzt eine Weltreise oder laden Sie uns alle ein?): Beteiligen Sie sich an diesem Prozess, arbeiten Sie bei diesem sensiblen und wichtigen Thema konstruktiv mit! Und ich bitte Sie zum Abschluss: Nutzen Sie dieses Thema nicht, um Ängste in der Bevölkerung zu schüren! (Abg. Heinisch-Hosek: Die sind schon da!) – Vielen Dank. (Beifall
Abg. Heinisch-Hosek: Die sind schon da!
Ich darf daher zum Abschluss eine Einladung aussprechen: Es gibt einen sehr gut aufgesetzten Prozess, in dem wir ganz bewusst den Dialog mit unterschiedlichen Stakeholdern führen und unterschiedliche Meinungen einholen wollen, um dann unideologisch und ganz pragmatisch die besten Ideen auszuwählen. Ich lade Sie ein, sehr geehrte Damen und Herren von der Opposition (Abg. Heinisch-Hosek: Machen Sie jetzt eine Weltreise oder laden Sie uns alle ein?): Beteiligen Sie sich an diesem Prozess, arbeiten Sie bei diesem sensiblen und wichtigen Thema konstruktiv mit! Und ich bitte Sie zum Abschluss: Nutzen Sie dieses Thema nicht, um Ängste in der Bevölkerung zu schüren! (Abg. Heinisch-Hosek: Die sind schon da!) – Vielen Dank. (Beifall
Beifall bei SPÖ, ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und JETZT.
Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Regierungsmitglieder! Das ist ein Thema, bei dem wir eigentlich keinen Populismus brauchen würden, Herr Bundeskanzler. Pflege geht uns alle an. Warum geht sie uns alle an? – Weil niemand davor gefeit ist, dass ihn das Thema selbst einmal betrifft. Die Zahlen sprechen klar für sich: 460 000 pflegebedürftige Menschen und über 900 000 Angehörige, die sich mit diesem Thema befassen. Ich glaube, jeder hier in diesem Raum hat in seinem Umfeld, in seiner Familie aktuell mit Pflege zu tun. In meinem Fall ist es meine Schwester, die meine Mutter seit dem 24. Jänner rund um die Uhr betreut. Den Menschen, die das tagtäglich tun, gebührt höchster Respekt, große Anerkennung und Dankbarkeit dafür, dass sie das tun! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und JETZT.)
Abg. Wöginger: 460 000!
Herr Bundeskanzler, es geht wirklich nicht um Angstmache. Es geht darum, dass wir heute wissen, dass 440 000 – Sie sagen 450 000 – Menschen in Pflege sind. (Abg. Wöginger: 460 000!) – 460 000. Die Zahlen sind ja nicht aktuell angepasst, aber Fakt ist, das sagen alle voraus, dass wir in elf Jahren, also 2030, 600 000 Menschen in Pflege haben werden. Es ist daher schon wichtig, ein durchaus gut funktionierendes System auch weiterzuentwickeln. Ich möchte das jetzige nicht schlechtreden, ich möchte nur eines sagen: Wir müssen dieses System weiterentwickeln, das ist die Botschaft.
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Warum macht ihr es dann so schlecht?!
Fakt ist, dass das Thema Pflege in der Vergangenheit ganz klar eine rote Handschrift getragen hat: sei es die Einführung des Pflegegeldes 1993, sei es die Einführung des Pflegefonds 2011, sei es die Pflegekarenz – all das ist unter sozialdemokratischen Bundesministern geschehen. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Warum macht ihr es dann so schlecht?!)
Abg. Rosenkranz: Ja!
Wissen Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, Frau Bundesministerin, ich durfte auch bei diesem Pflegegipfel am 21. März dabei sein, und ich habe dort durchaus von allen politischen Vertretern eine Einigkeit gehört. Ich habe auch genau zugehört, was vor allem August Wöginger und Walter Rosenkranz gesagt haben. Am 21. März um 10.18 Uhr hat sich Walter Rosenkranz eindeutig gegen eine Pflegeversicherung ausgesprochen. Er hat gesagt, dass wir das, was in Deutschland schon gescheitert ist, in Österreich nicht noch einmal zu probieren brauchen. (Abg. Rosenkranz: Ja!) Wir werden die FPÖ diesbezüglich beim Wort nehmen.
Abg. Rosenkranz: Richtig!
Lieber Walter Rosenkranz, du hast ganz klar gesagt, kein Crashtest betreffend die Pflege in Österreich (Abg. Rosenkranz: Richtig!), keine Pflegeversicherung; umso weniger verstehe ich den Widerspruch, der in dieser Koalition herrscht, wenn dann August Wöginger sagt, man müsste sich „die verschiedensten Modelle“ ansehen, wenn der Herr Bundeskanzler in einer APA-Meldung vom 18. März zurückrudert und sagt, man müsse sich schon auch noch andere Systeme anschauen. Sie haben im Koalitionsabkommen auf Seite 119 ein klares Bekenntnis zum staatlich finanzierten Pflegesystem abgelegt – bitte stehen Sie dazu und rudern Sie jetzt nicht wieder zurück!
Abg. Gödl: Das ist ein parteipolitisches Spiel!
Sie haben, Herr Bundeskanzler, die Einladung zur Zusammenarbeit angesprochen: Wir merken von dieser Einladung leider nichts. Am 20. März haben wir als SPÖ im Sozialausschuss genau das eingebracht, was Sie mit den vier Punkten heute angesprochen haben. Herr Bundeskanzler, Sie haben drei Hauptziele formuliert – dann bin ich eh schon fertig –: Pflegende noch besser unterstützen, bedarfsorientiertes Angebot aufstellen, Ausbildung des Pflegepersonals – das sind die drei Hauptpunkte der Bundesregierung. Wir als SPÖ haben all diese Ziele formuliert, Sie haben dem nicht zugestimmt, Sie haben das wieder vertagt! (Abg. Gödl: Das ist ein parteipolitisches Spiel!)
Beifall bei SPÖ und JETZT. – Abg. Schieder: So einfach ginge es! Zustimmen ...!
Jetzt gibt es hier heute eine riesengroße Chance. Es gibt ein Koalitionsabkommen, in dem Sie sich auf Seite 119 ganz klar gegen eine Pflegeversicherung aussprechen, und wir alle können heute hier im Hohen Haus gemeinsam den ersten Pflock einschlagen und sagen: Wir wollen keine Angst machen, wir wollen keine Verunsicherung ausüben. Wir alle, alle Parteien hier in diesem Parlament, stehen für ein staatlich finanziertes Pflegesystem. Wenn Sie dazu stehen, stimmen Sie heute dem SPÖ-Entschließungsantrag zu! (Beifall bei SPÖ und JETZT. – Abg. Schieder: So einfach ginge es! Zustimmen ...!)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried. – Abg. Heinisch-Hosek: Na habts ihr Sorgen!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir fragen uns ja schon wochenlang: Erstens, wer schafft an in der SPÖ, und zweitens, wie hätten Sie es denn gerne? (Zwischenruf des Abg. Leichtfried. – Abg. Heinisch-Hosek: Na habts ihr Sorgen!)
Abg. Heinisch-Hosek: Ist es auch! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Frau Kollegin Rendi-Wagner stellt sich hier ans Rednerpult und fragt, was „am Tag danach“ passiert. Es sei furchtbar und es sei dringend notwendig zu handeln. (Abg. Heinisch-Hosek: Ist es auch! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Kollege Muchitsch stellt sich ans Rednerpult und sagt, es trage alles die sozialdemokratische Handschrift und alle Errungenschaften seien auf die Sozialdemokratie zurückzuführen. (Ja-Rufe bei der SPÖ.) Liebe Kolleginnen und Kollegen, da wird wieder sichtbar, wie unterschiedlich die Meinungen sogar in Ihren eigenen Reihen sind, sogar innerhalb von drei Bankreihen. Da habe ich Herrn Doskozil aus dem Burgenland noch gar nicht erwähnt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ja-Rufe bei der SPÖ.
Frau Kollegin Rendi-Wagner stellt sich hier ans Rednerpult und fragt, was „am Tag danach“ passiert. Es sei furchtbar und es sei dringend notwendig zu handeln. (Abg. Heinisch-Hosek: Ist es auch! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Kollege Muchitsch stellt sich ans Rednerpult und sagt, es trage alles die sozialdemokratische Handschrift und alle Errungenschaften seien auf die Sozialdemokratie zurückzuführen. (Ja-Rufe bei der SPÖ.) Liebe Kolleginnen und Kollegen, da wird wieder sichtbar, wie unterschiedlich die Meinungen sogar in Ihren eigenen Reihen sind, sogar innerhalb von drei Bankreihen. Da habe ich Herrn Doskozil aus dem Burgenland noch gar nicht erwähnt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Frau Kollegin Rendi-Wagner stellt sich hier ans Rednerpult und fragt, was „am Tag danach“ passiert. Es sei furchtbar und es sei dringend notwendig zu handeln. (Abg. Heinisch-Hosek: Ist es auch! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Kollege Muchitsch stellt sich ans Rednerpult und sagt, es trage alles die sozialdemokratische Handschrift und alle Errungenschaften seien auf die Sozialdemokratie zurückzuführen. (Ja-Rufe bei der SPÖ.) Liebe Kolleginnen und Kollegen, da wird wieder sichtbar, wie unterschiedlich die Meinungen sogar in Ihren eigenen Reihen sind, sogar innerhalb von drei Bankreihen. Da habe ich Herrn Doskozil aus dem Burgenland noch gar nicht erwähnt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Mit euch in der Koalition! – Abg. Heinisch-Hosek: Wir haben eure Angriffe abgewehrt!
Eines, Frau Kollegin Rendi-Wagner, muss man aber schon hinterfragen: Wo war die SPÖ wirklich in den letzten elf Jahren? (Ruf bei der SPÖ: Mit euch in der Koalition! – Abg. Heinisch-Hosek: Wir haben eure Angriffe abgewehrt!) – Angeblich im Gesundheitsressort und auch im Sozialressort, zumindest war das die Situation. Und jetzt fragen Sie: „Was passiert am Tag danach?“ (Abg. Rendi-Wagner: Abschaffung des Pflegeregresses! – Abg. Drozda: Abschaffung des Pflegeregresses! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.)
Abg. Rendi-Wagner: Abschaffung des Pflegeregresses! – Abg. Drozda: Abschaffung des Pflegeregresses! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.
Eines, Frau Kollegin Rendi-Wagner, muss man aber schon hinterfragen: Wo war die SPÖ wirklich in den letzten elf Jahren? (Ruf bei der SPÖ: Mit euch in der Koalition! – Abg. Heinisch-Hosek: Wir haben eure Angriffe abgewehrt!) – Angeblich im Gesundheitsressort und auch im Sozialressort, zumindest war das die Situation. Und jetzt fragen Sie: „Was passiert am Tag danach?“ (Abg. Rendi-Wagner: Abschaffung des Pflegeregresses! – Abg. Drozda: Abschaffung des Pflegeregresses! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.)
Abg. Leichtfried: Dann tuts bitte einmal was!
Diese Bundesregierung hat die Pflege als Schwerpunktthema festgelegt. (Abg. Leichtfried: Dann tuts bitte einmal was!) Uns liegen nämlich die Menschen, die zu Hause betreut und gepflegt werden, aber auch jene Menschen, die diese Betreuung und Pflege durchführen, am Herzen, und deshalb ist die Pflege ein Schwerpunktthema dieser Bundesregierung, neben zwei anderen wichtigen Themen. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist mit der Karenz eigentlich?) Im Dezember wurde ein Ministerratsvortrag verabschiedet, der genau diese Punkte beinhaltete. (Ruf bei der SPÖ: Gewaltig!) Und jetzt kommen Sie (in Richtung Abg. Rendi-Wagner) hier ans Rednerpult und fragen:
Abg. Heinisch-Hosek: Was ist mit der Karenz eigentlich?
Diese Bundesregierung hat die Pflege als Schwerpunktthema festgelegt. (Abg. Leichtfried: Dann tuts bitte einmal was!) Uns liegen nämlich die Menschen, die zu Hause betreut und gepflegt werden, aber auch jene Menschen, die diese Betreuung und Pflege durchführen, am Herzen, und deshalb ist die Pflege ein Schwerpunktthema dieser Bundesregierung, neben zwei anderen wichtigen Themen. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist mit der Karenz eigentlich?) Im Dezember wurde ein Ministerratsvortrag verabschiedet, der genau diese Punkte beinhaltete. (Ruf bei der SPÖ: Gewaltig!) Und jetzt kommen Sie (in Richtung Abg. Rendi-Wagner) hier ans Rednerpult und fragen:
Ruf bei der SPÖ: Gewaltig!
Diese Bundesregierung hat die Pflege als Schwerpunktthema festgelegt. (Abg. Leichtfried: Dann tuts bitte einmal was!) Uns liegen nämlich die Menschen, die zu Hause betreut und gepflegt werden, aber auch jene Menschen, die diese Betreuung und Pflege durchführen, am Herzen, und deshalb ist die Pflege ein Schwerpunktthema dieser Bundesregierung, neben zwei anderen wichtigen Themen. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist mit der Karenz eigentlich?) Im Dezember wurde ein Ministerratsvortrag verabschiedet, der genau diese Punkte beinhaltete. (Ruf bei der SPÖ: Gewaltig!) Und jetzt kommen Sie (in Richtung Abg. Rendi-Wagner) hier ans Rednerpult und fragen:
in Richtung Abg. Rendi-Wagner
Diese Bundesregierung hat die Pflege als Schwerpunktthema festgelegt. (Abg. Leichtfried: Dann tuts bitte einmal was!) Uns liegen nämlich die Menschen, die zu Hause betreut und gepflegt werden, aber auch jene Menschen, die diese Betreuung und Pflege durchführen, am Herzen, und deshalb ist die Pflege ein Schwerpunktthema dieser Bundesregierung, neben zwei anderen wichtigen Themen. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist mit der Karenz eigentlich?) Im Dezember wurde ein Ministerratsvortrag verabschiedet, der genau diese Punkte beinhaltete. (Ruf bei der SPÖ: Gewaltig!) Und jetzt kommen Sie (in Richtung Abg. Rendi-Wagner) hier ans Rednerpult und fragen:
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
„Was passiert am Tag danach?“, weil die Sozialministerin letzten Donnerstag dankenswerterweise einen breiten Diskussionsprozess gestartet hat. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das haben wir immer gemacht!
Wir wollen nämlich einen breiten Diskussionsprozess. Warum? – Weil wir Bund, Länder, Gemeinden, die pflegenden Angehörigen, das Pflegepersonal, alle, die mit der Pflege letzten Endes konfrontiert sind und zu tun haben, einbinden wollen. (Abg. Heinisch-Hosek: Das haben wir immer gemacht!) Das ist der neue Stil dieser Bundesregierung: Wir binden die Menschen beim Thema Pflege ein, und deshalb gibt es auch einen breiten Diskussionsprozess. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir wollen nämlich einen breiten Diskussionsprozess. Warum? – Weil wir Bund, Länder, Gemeinden, die pflegenden Angehörigen, das Pflegepersonal, alle, die mit der Pflege letzten Endes konfrontiert sind und zu tun haben, einbinden wollen. (Abg. Heinisch-Hosek: Das haben wir immer gemacht!) Das ist der neue Stil dieser Bundesregierung: Wir binden die Menschen beim Thema Pflege ein, und deshalb gibt es auch einen breiten Diskussionsprozess. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Unentgeltlich, von Frauen!
Der Grundsatz dieser Bundesregierung lautet: daheim vor stationär. Über 80 Prozent der zu Pflegenden – das sind rund 460 000 Menschen in Österreich, rund 5 Prozent der Gesamtbevölkerung – werden zu Hause betreut und gepflegt. (Abg. Heinisch-Hosek: Unentgeltlich, von Frauen!) Unser Respekt, unsere Wertschätzung und unsere Hochachtung gelten den pflegenden Angehörigen, die eine ganz wertvolle Arbeit in unserer Gesellschaft leisten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Der Grundsatz dieser Bundesregierung lautet: daheim vor stationär. Über 80 Prozent der zu Pflegenden – das sind rund 460 000 Menschen in Österreich, rund 5 Prozent der Gesamtbevölkerung – werden zu Hause betreut und gepflegt. (Abg. Heinisch-Hosek: Unentgeltlich, von Frauen!) Unser Respekt, unsere Wertschätzung und unsere Hochachtung gelten den pflegenden Angehörigen, die eine ganz wertvolle Arbeit in unserer Gesellschaft leisten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das haben wir gemacht, nur zur Erinnerung!
Wir wollen daher in diesem Bereich bestmöglich unterstützen. Da geht es zum Beispiel um die Frage der Anrechnung der Pensionszeiten. Wir haben hier bereits ein Modell ab der Pflegestufe 3 mit 50 Prozent. Viele in der Bevölkerung wissen das gar nicht. Ab der Stufe 4 werden - - (Abg. Heinisch-Hosek: Das haben wir gemacht, nur zur Erinnerung!) – Frau Kollegin Heinisch-Hosek, ich habe ja nicht gesagt, dass alles schlecht wäre. Ihr selber sagt ja, es sei alles so furchtbar und jetzt müsse alles auf der Stelle geändert werden! Wir haben das nicht gesagt! (Abg. Heinisch-Hosek: Nein, das haben Sie schon gesagt!)
Abg. Heinisch-Hosek: Nein, das haben Sie schon gesagt!
Wir wollen daher in diesem Bereich bestmöglich unterstützen. Da geht es zum Beispiel um die Frage der Anrechnung der Pensionszeiten. Wir haben hier bereits ein Modell ab der Pflegestufe 3 mit 50 Prozent. Viele in der Bevölkerung wissen das gar nicht. Ab der Stufe 4 werden - - (Abg. Heinisch-Hosek: Das haben wir gemacht, nur zur Erinnerung!) – Frau Kollegin Heinisch-Hosek, ich habe ja nicht gesagt, dass alles schlecht wäre. Ihr selber sagt ja, es sei alles so furchtbar und jetzt müsse alles auf der Stelle geändert werden! Wir haben das nicht gesagt! (Abg. Heinisch-Hosek: Nein, das haben Sie schon gesagt!)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben das gerade gesagt! – weiterer Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner
Frau Klubobfrau Rendi-Wagner stellt sich ans Rednerpult und sagt, in der Pflege bestehe dringender Handlungsbedarf (Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben das gerade gesagt! – weiterer Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner), weil das und das und das nicht passe. Ich sage nicht, dass alles schlecht ist in der Pflege, ich glaube, dass wir in Österreich derzeit durchaus auch gute Modelle haben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Rendi-Wagner: Weiterentwicklung!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Rendi-Wagner: Weiterentwicklung!
Frau Klubobfrau Rendi-Wagner stellt sich ans Rednerpult und sagt, in der Pflege bestehe dringender Handlungsbedarf (Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben das gerade gesagt! – weiterer Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner), weil das und das und das nicht passe. Ich sage nicht, dass alles schlecht ist in der Pflege, ich glaube, dass wir in Österreich derzeit durchaus auch gute Modelle haben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Rendi-Wagner: Weiterentwicklung!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
den letzten Jahren ausgeufert sind. Wir müssen auch die Kontrollsysteme dort, wo doppelt gemoppelt wird, deregulieren. Es ist unsere Aufgabe, da tätig zu werden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Beim Gesundheitssystem wart ihr schneller mit der Zerschlagung!
Dann, meine Damen und Herren, stellen wir uns der Frage der Finanzierung. Da eines jetzt immer wieder zitiert wird: Was habe ich letzten Donnerstag gesagt? – Dass die Ministerin diesbezüglich eine Studie in Auftrag gegeben hat. Ist es nicht legitim, dass wir diese Studie abwarten, da wir insgesamt 6,5 Milliarden Euro im System haben? (Abg. Heinisch-Hosek: Beim Gesundheitssystem wart ihr schneller mit der Zerschlagung!) Eine ganz offene Frage: Was ist denn falsch daran, dass wir uns – als politisch Verantwortliche in Österreich – einfach auch Modelle, die es europaweit gibt, ansehen (Ruf bei der SPÖ: Was denn noch ...! – Zwischenruf des Abg. Rossmann) und einmal abwägen: Ist das sinnvoll oder nicht?, oder: Wollen wir das oder wollen wir das nicht? (Zwischenruf des Abg. Noll.) Mehr habe ich nicht gesagt.
Ruf bei der SPÖ: Was denn noch ...! – Zwischenruf des Abg. Rossmann
Dann, meine Damen und Herren, stellen wir uns der Frage der Finanzierung. Da eines jetzt immer wieder zitiert wird: Was habe ich letzten Donnerstag gesagt? – Dass die Ministerin diesbezüglich eine Studie in Auftrag gegeben hat. Ist es nicht legitim, dass wir diese Studie abwarten, da wir insgesamt 6,5 Milliarden Euro im System haben? (Abg. Heinisch-Hosek: Beim Gesundheitssystem wart ihr schneller mit der Zerschlagung!) Eine ganz offene Frage: Was ist denn falsch daran, dass wir uns – als politisch Verantwortliche in Österreich – einfach auch Modelle, die es europaweit gibt, ansehen (Ruf bei der SPÖ: Was denn noch ...! – Zwischenruf des Abg. Rossmann) und einmal abwägen: Ist das sinnvoll oder nicht?, oder: Wollen wir das oder wollen wir das nicht? (Zwischenruf des Abg. Noll.) Mehr habe ich nicht gesagt.
Zwischenruf des Abg. Noll.
Dann, meine Damen und Herren, stellen wir uns der Frage der Finanzierung. Da eines jetzt immer wieder zitiert wird: Was habe ich letzten Donnerstag gesagt? – Dass die Ministerin diesbezüglich eine Studie in Auftrag gegeben hat. Ist es nicht legitim, dass wir diese Studie abwarten, da wir insgesamt 6,5 Milliarden Euro im System haben? (Abg. Heinisch-Hosek: Beim Gesundheitssystem wart ihr schneller mit der Zerschlagung!) Eine ganz offene Frage: Was ist denn falsch daran, dass wir uns – als politisch Verantwortliche in Österreich – einfach auch Modelle, die es europaweit gibt, ansehen (Ruf bei der SPÖ: Was denn noch ...! – Zwischenruf des Abg. Rossmann) und einmal abwägen: Ist das sinnvoll oder nicht?, oder: Wollen wir das oder wollen wir das nicht? (Zwischenruf des Abg. Noll.) Mehr habe ich nicht gesagt.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Jetzt herzugehen und uns einbetonieren oder einzementieren zu wollen, halte ich für falsch, meine Damen und Herren. Wir starten einen offenen Diskussionsprozess und warten die Ergebnisse dieser Studie natürlich ab, damit wir letzten Endes die beste Lösung für die Österreicherinnen und Österreicher anbieten und umsetzen können. Das ist unser Zugang, auch was die Frage der Finanzierung anbelangt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Leichtfried: Propaganda hintanstellen wäre gut in eurem Fall!
Ich lade Sie auch namens der Volkspartei ein, sich an diesem Diskussionsprozess zu beteiligen. Der Ministerratsvortrag wurde im Dezember verabschiedet. Er beinhaltet die Grundausrichtung der wesentlichen Punkte, daher brauche ich nicht im März im Sozialausschuss einen Antrag zu beschließen, der schon im Dezember durch den Ministerrat gegangen ist. Ich bitte Sie, sich an der Diskussion zu beteiligen, keine Ängste zu schüren und die Propaganda hintanzustellen. Das wäre bei dem Thema wichtig. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Leichtfried: Propaganda hintanstellen wäre gut in eurem Fall!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Trotzdem scheint es nicht möglich zu sein, dass wir für die Sache an einem Strang ziehen, unsere Kräfte bündeln und gemeinsam das Bestmögliche für jene schaffen, für die wir hier arbeiten, nämlich für unsere Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: ... die Regierung!
Das ist schade (Abg. Heinisch-Hosek: ... die Regierung!), meine Damen und Herren, denn die Bundesregierung, allen voran unsere Bundesministerin, hat mit ihrem Dialogforum erst vor Kurzem bewiesen (Zwischenruf des Abg. Jarolim), dass sie an einer gemeinsamen Arbeit in breitem Rahmen interessiert ist. (Abg. Leichtfried: Das war jetzt ein ..., da hält der Bundeskanzler eine Rede!)
Zwischenruf des Abg. Jarolim
Das ist schade (Abg. Heinisch-Hosek: ... die Regierung!), meine Damen und Herren, denn die Bundesregierung, allen voran unsere Bundesministerin, hat mit ihrem Dialogforum erst vor Kurzem bewiesen (Zwischenruf des Abg. Jarolim), dass sie an einer gemeinsamen Arbeit in breitem Rahmen interessiert ist. (Abg. Leichtfried: Das war jetzt ein ..., da hält der Bundeskanzler eine Rede!)
Abg. Leichtfried: Das war jetzt ein ..., da hält der Bundeskanzler eine Rede!
Das ist schade (Abg. Heinisch-Hosek: ... die Regierung!), meine Damen und Herren, denn die Bundesregierung, allen voran unsere Bundesministerin, hat mit ihrem Dialogforum erst vor Kurzem bewiesen (Zwischenruf des Abg. Jarolim), dass sie an einer gemeinsamen Arbeit in breitem Rahmen interessiert ist. (Abg. Leichtfried: Das war jetzt ein ..., da hält der Bundeskanzler eine Rede!)
Zwischenruf des Abg. Jarolim.
Es heißt die alte Baustelle Pflege aufzuräumen, und zwar lieber gestern als heute. Seien wir ehrlich, die Probleme, die wir jetzt im Bereich Pflege haben, sind nicht erst vor Kurzem aufgetaucht und bekanntgeworden. Man hat sie nur viel zu lange vor sich hergeschoben. Darum drängt die Zeit, um eine gute Lösung zu finden. Da gebe ich Ihnen recht. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.) Es soll sich kein Mensch Fragen stellen müssen wie: Was passiert, wenn ich Pflege brauche? Ist jemand da, der mich pflegt? Kann ich mir die Pflege leisten? Genau das ist unsere Aufgabe, meine Damen und Herren, den Menschen diese Sorgen zu nehmen.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Mit einem neuen Gütesiegel für Vermittlungsagenturen wurde ein wichtiger Schritt zur Qualitätssicherung in der 24-Stunden-Betreuung gesetzt. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Die längst überfällige Erhöhung des Pflegegeldes ist paktiert, und auch eine neue Pflegehotline wird den Betroffenen als Unterstützung angeboten. Das sind schon erste Schritte in die richtige Richtung, und ich würde mir wünschen, dass diese Bundesregierung und unsere Sozialministerin bei ihrer Aufgabe, Lösungen zu finden, die bestmögliche Unterstützung aller bekommt, weil es bei der Pflege um mehr als um Parteipolitik geht. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Mit einem neuen Gütesiegel für Vermittlungsagenturen wurde ein wichtiger Schritt zur Qualitätssicherung in der 24-Stunden-Betreuung gesetzt. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Die längst überfällige Erhöhung des Pflegegeldes ist paktiert, und auch eine neue Pflegehotline wird den Betroffenen als Unterstützung angeboten. Das sind schon erste Schritte in die richtige Richtung, und ich würde mir wünschen, dass diese Bundesregierung und unsere Sozialministerin bei ihrer Aufgabe, Lösungen zu finden, die bestmögliche Unterstützung aller bekommt, weil es bei der Pflege um mehr als um Parteipolitik geht. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Es geht um die Pflegezukunft der Menschen, für die wir hier sitzen, jene Menschen, die sich darauf verlassen, dass wir für sie die besten Lösungen finden, und das, meine Damen und Herren, tun wir auch. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Da seid ihr in Richtung Mauspartei unterwegs!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung. Es wäre nicht Österreich, wenn nicht die Dinosaurierparteien ÖVP, SPÖ und FPÖ zuerst über die Finanzierungskonzepte sprächen (Ruf bei der FPÖ: Da seid ihr in Richtung Mauspartei unterwegs!), bevor sie über effiziente Modelle der Pflegestrukturen sprechen. Es wird auch gleich eine Festlegung getroffen; man hat sich im Rahmen des Pflegeforums des Sozialministeriums gleich festgelegt, was alles ganz sicher nicht in Frage kommt.
Beifall bei den NEOS.
Jetzt ist der Pflegeregress abgeschafft und wir beobachten interessanterweise einen Run auf die Pflegeheime. Wir sehen bereits, dass beispielsweise die Zuschüsse für die 24-Stunden-Betreuung zurückgehen, weil weniger Menschen zu Hause und mehr in den Heimen sind. Bei den Ländern laufen die Kosten aus dem Ruder, aber Klubobmann Wöginger sagt: Das Wichtigste ist Pflege daheim vor stationär. Dann frage ich mich: Wo? Bei der Pflege daheim gibt es den Regress natürlich nach wie vor. Wenn jemand Pflegeleistungen zu Hause in Anspruch nimmt, gilt der Regress nach wie vor, nur im Heim gilt er nicht. Es ist von dieser Bundesregierung auch eine Erhöhung des Pflegegeldes ab Stufe 4 angekündigt worden. Ja, aber ab Stufe 4 ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man bereits im Heim ist. Diejenigen zu Hause sind in den allermeisten Fällen in Pflegestufe 1, 2 und 3. Sie bekommen keine Erhöhung. Was soll da daheim vor stationär bedeuten? – Das sind doch alles leere Floskeln. Es wird einem beim Zuhören schlecht. (Beifall bei den NEOS.)
Oh-Rufe bei NEOS und SPÖ.
Jetzt kommt eine Studie zur Finanzierung der Pflegevorsorge. Gut, ich kann nichts gegen eine Studie einwenden. Die Ministerin hat in der Fachzeitschrift „Österreich“ verkündet, was sie zur Pflege macht, nämlich ein Pflegetelefon. (Oh-Rufe bei NEOS und SPÖ.) – Oh, ein Pflegetelefon! (Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS sowie des Abg. Leichtfried.) Ja, also erstens hat das Bürgerservice des Sozialministeriums, das jetzt zurück umgetauft wird, bis vor Kurzem noch Pflegetelefon und Sozialtelefon geheißen, und zweitens haben natürlich ganz viele Bundesländer schon ein eigenes
Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS sowie des Abg. Leichtfried.
Jetzt kommt eine Studie zur Finanzierung der Pflegevorsorge. Gut, ich kann nichts gegen eine Studie einwenden. Die Ministerin hat in der Fachzeitschrift „Österreich“ verkündet, was sie zur Pflege macht, nämlich ein Pflegetelefon. (Oh-Rufe bei NEOS und SPÖ.) – Oh, ein Pflegetelefon! (Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS sowie des Abg. Leichtfried.) Ja, also erstens hat das Bürgerservice des Sozialministeriums, das jetzt zurück umgetauft wird, bis vor Kurzem noch Pflegetelefon und Sozialtelefon geheißen, und zweitens haben natürlich ganz viele Bundesländer schon ein eigenes
Beifall bei den NEOS.
Pflegetelefon, und jetzt kommt noch ein Bundespflegetelefon dazu. – Also davon haben natürlich die Bürger total viel! (Beifall bei den NEOS.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS und der SPÖ.
Was auch super wird, ist die Imagekampagne: Stellen Sie sich vor, eine Imagekampagne! Stellen Sie sich vor, Sie sind Krankenpfleger und jetzt kommt eine Imagekampagne: Ja, da geht es Ihnen besser! (Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS und der SPÖ.) Wenn Millionen hinausgeworfen werden und irgendeine FPÖ-nahe Agentur etwas entwerfen darf, wenn dann fett in den Medien inseriert wird und wir eine freundliche Berichterstattung für die Regierung bekommen, hilft Ihnen das als Pflegekraft total. So funktioniert diese Regierung: eine gigantische Propagandamaschine, wo das Geld immer nur in die eigenen Taschen und in die Taschen der Parteigänger gespült wird. Die Bürger interessieren Sie Nüsse.
Beifall bei den NEOS.
So, und jetzt soll daraus ein Pflegekonzept entstehen? – Im Leben nicht! In dieser Legislaturperiode, geschätzte Damen und Herren, werden Sie das leider nicht sehen! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei JETZT.
können, nicht das Schicksal erfahren müssen, dass sie dann am Ende ihres Lebens in einem Heim landen. Gleichzeitig ist es genau jene Gruppe, der sie keine Indexierung des Pflegegeldes zugestehen wollen. Also das ist für mich die größte Unbekannte in der heutigen Debatte. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei JETZT und SPÖ.
Es geht um die Pensionsanrechnung für pflegende Angehörige, wie ich bereits gesagt habe, in der Stufe 1 bis 3, weil es eben erst ab Stufe 4 überhaupt möglich ist, in ein Pflegeheim zu kommen. Da Kollege Muchitsch ein Beispiel erwähnt hat, möchte auch ich in diesem Zusammenhang einen besonderen Dank an meine Mutter aussprechen, die sich zuerst um ihre Schwiegermutter gekümmert hat, sich jetzt um ihre eigenen Eltern kümmert und von der Politik ausgerichtet bekommt, dass sie die letzten Jahre offiziell nichts gearbeitet hat. Das sind Probleme und Zustände, die geändert gehören. (Beifall bei JETZT und SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Das stimmt nicht! Es geht darum, dass du bei der Wahrheit bleibst!
Es geht nicht nur um einen Dank, es geht nicht nur um eine Anerkennung, es geht auch um eine finanzielle Unterstützung für pflegende Angehörige. (Ruf bei der FPÖ: Das stimmt nicht! Es geht darum, dass du bei der Wahrheit bleibst!) Es geht zudem um die Unterstützung für 42 000 Jugendliche, die ihre Angehörigen pflegen und damit zu einem großen Teil auch Schule und Ausbildung gefährden und nicht das Leben eines Jugendlichen – eine unbeschwerte Kindheit vielleicht – haben. Es geht um die Ausweitung der Ersatzpflege. Das soll heißen, sich auch einmal als pflegender Angehöri-
Beifall bei JETZT.
Ich werde den Antrag natürlich unterstützen, weil es in meinem Sinne ist, dass die Not des Einzelnen nicht dazu führt, dass einzelne Pflegeagenturen Gewinne machen, dass die Not des Einzelnen nicht dazu führen darf, dass sie für Private Gewinne bedeutet, sondern dass wir gemeinsam – steuerlich solidarisch – für die Pflege jedes Einzelnen von uns stehen, einstehen und das auch unterstützen. – Vielen Dank. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Ich erwähne noch einmal die Jahreszahl 1993. Sie, Herr Bundeskanzler, waren damals sieben und in der ersten oder zweiten Volksschulklasse – völlig egal. Sie waren sieben und ein Volksschulkind, als ein roter Sozialminister das Bundespflegegeld eingeführt hat. Ich glaube nicht, dass es angemessen ist, zu sagen, in der Vergangenheit sei nichts passiert. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.) Rote Sozialminister und ‑ministerinnen haben immer versucht, das System – so gut es ging – weiterzuentwickeln und auch zukunftsfit zu machen. (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Kurz.) Das Gegenteil wurde gerade behauptet.
Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Kurz.
Ich erwähne noch einmal die Jahreszahl 1993. Sie, Herr Bundeskanzler, waren damals sieben und in der ersten oder zweiten Volksschulklasse – völlig egal. Sie waren sieben und ein Volksschulkind, als ein roter Sozialminister das Bundespflegegeld eingeführt hat. Ich glaube nicht, dass es angemessen ist, zu sagen, in der Vergangenheit sei nichts passiert. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.) Rote Sozialminister und ‑ministerinnen haben immer versucht, das System – so gut es ging – weiterzuentwickeln und auch zukunftsfit zu machen. (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Kurz.) Das Gegenteil wurde gerade behauptet.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Wenn Sie, Herr Klubobmann Wöginger, wie vorhin sagen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch): Wir wollen die beste Lösung für die Menschen in Österreich! – die beste Lösung: 12-Stunden-Tag (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Kurz), die beste Lösung: Kürzungen beim AMS (Abg. Nehammer: Beim Thema bleiben!), die beste Lösung: 1,50-Euro-Stundenlohn-Jobs, die beste Lösung: Kürzungen, Kürzungen, Kürzungen (Zwischenruf des Abg. Wöginger) –, dann ist das eine gefährliche Drohung, wenn Sie sagen: Wir wollen die beste Lösung in der Pflege!, dann kann ich dem, ehrlich gesagt, nicht folgen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Kurz
Wenn Sie, Herr Klubobmann Wöginger, wie vorhin sagen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch): Wir wollen die beste Lösung für die Menschen in Österreich! – die beste Lösung: 12-Stunden-Tag (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Kurz), die beste Lösung: Kürzungen beim AMS (Abg. Nehammer: Beim Thema bleiben!), die beste Lösung: 1,50-Euro-Stundenlohn-Jobs, die beste Lösung: Kürzungen, Kürzungen, Kürzungen (Zwischenruf des Abg. Wöginger) –, dann ist das eine gefährliche Drohung, wenn Sie sagen: Wir wollen die beste Lösung in der Pflege!, dann kann ich dem, ehrlich gesagt, nicht folgen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Nehammer: Beim Thema bleiben!
Wenn Sie, Herr Klubobmann Wöginger, wie vorhin sagen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch): Wir wollen die beste Lösung für die Menschen in Österreich! – die beste Lösung: 12-Stunden-Tag (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Kurz), die beste Lösung: Kürzungen beim AMS (Abg. Nehammer: Beim Thema bleiben!), die beste Lösung: 1,50-Euro-Stundenlohn-Jobs, die beste Lösung: Kürzungen, Kürzungen, Kürzungen (Zwischenruf des Abg. Wöginger) –, dann ist das eine gefährliche Drohung, wenn Sie sagen: Wir wollen die beste Lösung in der Pflege!, dann kann ich dem, ehrlich gesagt, nicht folgen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger
Wenn Sie, Herr Klubobmann Wöginger, wie vorhin sagen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch): Wir wollen die beste Lösung für die Menschen in Österreich! – die beste Lösung: 12-Stunden-Tag (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Kurz), die beste Lösung: Kürzungen beim AMS (Abg. Nehammer: Beim Thema bleiben!), die beste Lösung: 1,50-Euro-Stundenlohn-Jobs, die beste Lösung: Kürzungen, Kürzungen, Kürzungen (Zwischenruf des Abg. Wöginger) –, dann ist das eine gefährliche Drohung, wenn Sie sagen: Wir wollen die beste Lösung in der Pflege!, dann kann ich dem, ehrlich gesagt, nicht folgen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie, Herr Klubobmann Wöginger, wie vorhin sagen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch): Wir wollen die beste Lösung für die Menschen in Österreich! – die beste Lösung: 12-Stunden-Tag (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Kurz), die beste Lösung: Kürzungen beim AMS (Abg. Nehammer: Beim Thema bleiben!), die beste Lösung: 1,50-Euro-Stundenlohn-Jobs, die beste Lösung: Kürzungen, Kürzungen, Kürzungen (Zwischenruf des Abg. Wöginger) –, dann ist das eine gefährliche Drohung, wenn Sie sagen: Wir wollen die beste Lösung in der Pflege!, dann kann ich dem, ehrlich gesagt, nicht folgen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Bevor ich mich zwei Gruppen zuwende, die besondere Beachtung brauchen: Mir fällt auf, es dürfte einen ziemlichen Zwist in der Koalition geben (Zwischenruf bei der SPÖ), einen ziemlichen Zwist insofern, als Herr Klubobmann Rosenkranz sich nicht zu Wort meldet. Sie stehen nicht auf der Rednerliste, aber vielleicht kommt das ja noch. (Abg. Rosenkranz: Haben Sie Sehnsucht nach mir?!) – Herr Klubobmann, nein, sicher nicht! (Abg. Rosenkranz: Na also, dann tue ich Ihnen jetzt einen Gefallen ...!) Ich darf Sie aber zitieren: „Keine Option sei etwa eine Pflegeversicherung nach deutschem Vorbild.“ Es ist keine Option. Frau Bundesministerin Hartinger-Klein hat auch Ähnliches gesagt. (Abg. Rosenkranz: Wenn Sie mich schon zitieren, dann zitieren Sie mich richtig! Ich habe Sie bei der Veranstaltung nämlich nicht gesehen!) Das heißt, Sie wollen keine Pflegeversicherung. Bei der ÖVP ist das nicht ganz klar, die wollen die beste Lösung. Ich habe schon Beispiele genannt.
Abg. Rosenkranz: Haben Sie Sehnsucht nach mir?!
Bevor ich mich zwei Gruppen zuwende, die besondere Beachtung brauchen: Mir fällt auf, es dürfte einen ziemlichen Zwist in der Koalition geben (Zwischenruf bei der SPÖ), einen ziemlichen Zwist insofern, als Herr Klubobmann Rosenkranz sich nicht zu Wort meldet. Sie stehen nicht auf der Rednerliste, aber vielleicht kommt das ja noch. (Abg. Rosenkranz: Haben Sie Sehnsucht nach mir?!) – Herr Klubobmann, nein, sicher nicht! (Abg. Rosenkranz: Na also, dann tue ich Ihnen jetzt einen Gefallen ...!) Ich darf Sie aber zitieren: „Keine Option sei etwa eine Pflegeversicherung nach deutschem Vorbild.“ Es ist keine Option. Frau Bundesministerin Hartinger-Klein hat auch Ähnliches gesagt. (Abg. Rosenkranz: Wenn Sie mich schon zitieren, dann zitieren Sie mich richtig! Ich habe Sie bei der Veranstaltung nämlich nicht gesehen!) Das heißt, Sie wollen keine Pflegeversicherung. Bei der ÖVP ist das nicht ganz klar, die wollen die beste Lösung. Ich habe schon Beispiele genannt.
Abg. Rosenkranz: Na also, dann tue ich Ihnen jetzt einen Gefallen ...!
Bevor ich mich zwei Gruppen zuwende, die besondere Beachtung brauchen: Mir fällt auf, es dürfte einen ziemlichen Zwist in der Koalition geben (Zwischenruf bei der SPÖ), einen ziemlichen Zwist insofern, als Herr Klubobmann Rosenkranz sich nicht zu Wort meldet. Sie stehen nicht auf der Rednerliste, aber vielleicht kommt das ja noch. (Abg. Rosenkranz: Haben Sie Sehnsucht nach mir?!) – Herr Klubobmann, nein, sicher nicht! (Abg. Rosenkranz: Na also, dann tue ich Ihnen jetzt einen Gefallen ...!) Ich darf Sie aber zitieren: „Keine Option sei etwa eine Pflegeversicherung nach deutschem Vorbild.“ Es ist keine Option. Frau Bundesministerin Hartinger-Klein hat auch Ähnliches gesagt. (Abg. Rosenkranz: Wenn Sie mich schon zitieren, dann zitieren Sie mich richtig! Ich habe Sie bei der Veranstaltung nämlich nicht gesehen!) Das heißt, Sie wollen keine Pflegeversicherung. Bei der ÖVP ist das nicht ganz klar, die wollen die beste Lösung. Ich habe schon Beispiele genannt.
Abg. Rosenkranz: Wenn Sie mich schon zitieren, dann zitieren Sie mich richtig! Ich habe Sie bei der Veranstaltung nämlich nicht gesehen!
Bevor ich mich zwei Gruppen zuwende, die besondere Beachtung brauchen: Mir fällt auf, es dürfte einen ziemlichen Zwist in der Koalition geben (Zwischenruf bei der SPÖ), einen ziemlichen Zwist insofern, als Herr Klubobmann Rosenkranz sich nicht zu Wort meldet. Sie stehen nicht auf der Rednerliste, aber vielleicht kommt das ja noch. (Abg. Rosenkranz: Haben Sie Sehnsucht nach mir?!) – Herr Klubobmann, nein, sicher nicht! (Abg. Rosenkranz: Na also, dann tue ich Ihnen jetzt einen Gefallen ...!) Ich darf Sie aber zitieren: „Keine Option sei etwa eine Pflegeversicherung nach deutschem Vorbild.“ Es ist keine Option. Frau Bundesministerin Hartinger-Klein hat auch Ähnliches gesagt. (Abg. Rosenkranz: Wenn Sie mich schon zitieren, dann zitieren Sie mich richtig! Ich habe Sie bei der Veranstaltung nämlich nicht gesehen!) Das heißt, Sie wollen keine Pflegeversicherung. Bei der ÖVP ist das nicht ganz klar, die wollen die beste Lösung. Ich habe schon Beispiele genannt.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Es ist wahrscheinlich so, dass Sie Zeit schinden wollen, weil Sie sich nicht einig sind, ob Sie ein staatlich finanziertes Pflegesystem oder ein Pflegesystem auf dem Rücken der SteuerzahlerInnen wollen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), das im Übrigen 1 400 Euro pro Jahr und Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer kosten würde – lassen Sie sich das einmal auf der Zunge zergehen!
Abg. Wöginger: Das Ablenkungsmanöver haut nicht so ganz hin!
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ja, es gibt nicht nur die zwei Leistungen Pflege daheim oder Pflege im Heim, es gibt dazwischen eine Palette an Möglichkeiten: teilstationäre Pflege, mobile Pflege, Tagespflege, aber auch – diese Gruppe wurde heute schon genannt – 24-Stunden-Betreuung. (Abg. Wöginger: Das Ablenkungsmanöver haut nicht so ganz hin!) Ich bin wirklich zutiefst überzeugt, dass es richtig und wichtig ist, dass sich nicht nur der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband, sondern auch die Gewerkschaft Vida – Vidaflex in diesem Fall – dieser Personengruppe, die schon fast 70 000 Personen in Österreich ausmacht, widmen und diese 24-Stunden-Betreuung auf neue Beine stellen.
Ruf bei der SPÖ: Unglaublich!
Es hätte des Weiteren schon längst, auch vorige Woche in der Sozialausschusssitzung, erfolgen können (Ruf bei der SPÖ: Unglaublich!), dass man das, was der Herr Bundeskanzler gesagt hat – man wolle die pflegenden Angehörigen besser unterstützen –, umsetzt und den Rechtsanspruch auf Pflegeteilzeit und auf Pflegekarenz beschließt. Da braucht man nicht auf ein Riesenpaket zu warten, für das Sie Studien in Auftrag geben – womit Sie es das ganze Jahr lang verschleppen –, das hätte man gleich machen können. (Abg. Wöginger: Wir wollen aber ein Paket!) Dazu waren Sie leider, leider nicht bereit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Wir wollen aber ein Paket!
Es hätte des Weiteren schon längst, auch vorige Woche in der Sozialausschusssitzung, erfolgen können (Ruf bei der SPÖ: Unglaublich!), dass man das, was der Herr Bundeskanzler gesagt hat – man wolle die pflegenden Angehörigen besser unterstützen –, umsetzt und den Rechtsanspruch auf Pflegeteilzeit und auf Pflegekarenz beschließt. Da braucht man nicht auf ein Riesenpaket zu warten, für das Sie Studien in Auftrag geben – womit Sie es das ganze Jahr lang verschleppen –, das hätte man gleich machen können. (Abg. Wöginger: Wir wollen aber ein Paket!) Dazu waren Sie leider, leider nicht bereit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es hätte des Weiteren schon längst, auch vorige Woche in der Sozialausschusssitzung, erfolgen können (Ruf bei der SPÖ: Unglaublich!), dass man das, was der Herr Bundeskanzler gesagt hat – man wolle die pflegenden Angehörigen besser unterstützen –, umsetzt und den Rechtsanspruch auf Pflegeteilzeit und auf Pflegekarenz beschließt. Da braucht man nicht auf ein Riesenpaket zu warten, für das Sie Studien in Auftrag geben – womit Sie es das ganze Jahr lang verschleppen –, das hätte man gleich machen können. (Abg. Wöginger: Wir wollen aber ein Paket!) Dazu waren Sie leider, leider nicht bereit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jarolim: Bravo! Kurz und glasklar!
Man braucht da nicht bis Ende 2019 zu warten, das hätte man schon vorige Woche beziehungsweise heute hier im Parlament beschließen können. Ich sehe nicht ein, warum Sie so lange warten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jarolim: Bravo! Kurz und glasklar!)
Ruf bei der SPÖ: Sehr kreativ! – Zwischenruf des Abg. Krainer.
Abgeordneter Mag. Ernst Gödl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundeskanzler! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! (Ruf bei der SPÖ: Sehr kreativ! – Zwischenruf des Abg. Krainer.) Werte Damen und Herren vor den Bildschirmen und hier im Saal! Diese Debatte im Hohen Haus hat ja heute schon etwas turbulent begonnen. Ein Abgeordneter hat ein Pauschalurteil gefällt, indem er gesagt hat, manche hier sind faule Abgeordnete. Ich möchte nur feststellen, dass dieser Abgeordnete, nämlich Herr Peter Pilz, der sich selbst zum fleißigen Abgeordneten auserkoren hat, schon wieder einmal nicht im Haus ist und wieder nicht an der Debatte teilnimmt. (Beifall bei ÖVP, FPÖ und NEOS.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ und NEOS.
Abgeordneter Mag. Ernst Gödl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundeskanzler! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! (Ruf bei der SPÖ: Sehr kreativ! – Zwischenruf des Abg. Krainer.) Werte Damen und Herren vor den Bildschirmen und hier im Saal! Diese Debatte im Hohen Haus hat ja heute schon etwas turbulent begonnen. Ein Abgeordneter hat ein Pauschalurteil gefällt, indem er gesagt hat, manche hier sind faule Abgeordnete. Ich möchte nur feststellen, dass dieser Abgeordnete, nämlich Herr Peter Pilz, der sich selbst zum fleißigen Abgeordneten auserkoren hat, schon wieder einmal nicht im Haus ist und wieder nicht an der Debatte teilnimmt. (Beifall bei ÖVP, FPÖ und NEOS.)
Abg. Wöginger: JETZT!
Frau Kollegin von der Liste Pilz (Abg. Wöginger: JETZT!) – Liste JETZT –, Sie sollten vielleicht auch mit mehreren Leuten sprechen. Ich war vor einigen Tagen im Bezirk Weiz unterwegs und habe mit pflegenden Angehörigen wie auch mit der Caritas gesprochen. Die Menschen, die da zu uns kommen – ich bin auch Obmann eines Sozialhilfeverbandes –, fragen gar nicht, ob das Pflegegeld erhöht wird. Wissen Sie, was sie sagen? – Sie sagen: Ich pflege nun schon seit Monaten, Jahren meine Mutter, meine Schwiegermutter und brauche dringend Unterstützung, damit ich hin und wieder auch Freizeit habe!
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Die Caritas – ich möchte ausdrücklich die Caritas im Bezirk Weiz erwähnen – hat zum Beispiel einen ganz tollen Pflegeentlastungsdienst ins Leben gerufen, mit dem pflegende Familien, pflegende Angehörige Woche für Woche für ein paar Stunden entlastet werden, damit sie eben durchschnaufen und ihre privaten Angelegenheiten erledigen können. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Rendi-Wagner: Das steht im Regierungsprogramm!
Da wollen wir ansetzen. Die Finanzierungsfrage, Frau Rendi-Wagner, steht am Schluss dieses Prozesses. (Abg. Rendi-Wagner: Das steht im Regierungsprogramm!) Im Moment steht ganz oben die Frage, wie wir Pflege so organisieren können, dass es den Wünschen der Menschen am gerechtesten wird, nämlich so, dass möglichst viele die Pflege zu Hause erledigen können (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner) und dass die pflegenden Angehörigen in vielerlei Hinsicht Unterstützung erfahren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner
Da wollen wir ansetzen. Die Finanzierungsfrage, Frau Rendi-Wagner, steht am Schluss dieses Prozesses. (Abg. Rendi-Wagner: Das steht im Regierungsprogramm!) Im Moment steht ganz oben die Frage, wie wir Pflege so organisieren können, dass es den Wünschen der Menschen am gerechtesten wird, nämlich so, dass möglichst viele die Pflege zu Hause erledigen können (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner) und dass die pflegenden Angehörigen in vielerlei Hinsicht Unterstützung erfahren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Da wollen wir ansetzen. Die Finanzierungsfrage, Frau Rendi-Wagner, steht am Schluss dieses Prozesses. (Abg. Rendi-Wagner: Das steht im Regierungsprogramm!) Im Moment steht ganz oben die Frage, wie wir Pflege so organisieren können, dass es den Wünschen der Menschen am gerechtesten wird, nämlich so, dass möglichst viele die Pflege zu Hause erledigen können (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner) und dass die pflegenden Angehörigen in vielerlei Hinsicht Unterstützung erfahren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
NEOS. – Zwischenruf des Abg. Muchitsch.) Was wir getan haben, ist, diese Anträge zu vertagen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Warum? – Wir wollen am Schluss nämlich ein gesamtheitliches Pflegekonzept haben, und zwar mit den Punkten (Abg. Loacker: Mit schlechten Argumenten!), wie wir unterstützen müssen, und am Schluss steht dann die Frage der Finanzierung – auch die werden wir klären.
Abg. Loacker: Mit schlechten Argumenten!
NEOS. – Zwischenruf des Abg. Muchitsch.) Was wir getan haben, ist, diese Anträge zu vertagen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Warum? – Wir wollen am Schluss nämlich ein gesamtheitliches Pflegekonzept haben, und zwar mit den Punkten (Abg. Loacker: Mit schlechten Argumenten!), wie wir unterstützen müssen, und am Schluss steht dann die Frage der Finanzierung – auch die werden wir klären.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Das ist unser Anspruch, das ist unser Regieren. Da sind wir unseren Wählern und den Menschen in Österreich auch im Wort. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Brigitte Povysil (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Ministerin! Herr Minister! Ich bin schon ein wenig fassungslos. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Da schlage ich heute in der Früh die Presse auf, und was sehe ich? – Eine Presseaussendung von Kollegen Muchitsch: SPÖ macht Pflege zur Toppriorität. – Ja, jetzt kommen Sie da drauf, Herr Abgeordneter? Jetzt? (Abg. Muchitsch: Länder! Länder! Lesen! Lesen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Muchitsch: Länder! Länder! Lesen! Lesen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Brigitte Povysil (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Ministerin! Herr Minister! Ich bin schon ein wenig fassungslos. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Da schlage ich heute in der Früh die Presse auf, und was sehe ich? – Eine Presseaussendung von Kollegen Muchitsch: SPÖ macht Pflege zur Toppriorität. – Ja, jetzt kommen Sie da drauf, Herr Abgeordneter? Jetzt? (Abg. Muchitsch: Länder! Länder! Lesen! Lesen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Das stimmt aber! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Sinnerfassend lesen!
Herr Abgeordneter Leichtfried setzt noch eine nächste Presseaussendung drauf (ein Schriftstück in die Höhe haltend), in der er die Regierung für ihre Untätigkeit seit eineinhalb Jahren kritisiert. (Abg. Leichtfried: Das stimmt aber! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Sinnerfassend lesen!) – Ja, Herr Abgeordneter, acht Jahre lang haben Sie die Möglichkeit gehabt, tätig zu werden, acht Jahre lang! Dem stellen Sie nun eineinhalb Jahre gegenüber – leichte Fassungslosigkeit macht sich breit. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter Leichtfried setzt noch eine nächste Presseaussendung drauf (ein Schriftstück in die Höhe haltend), in der er die Regierung für ihre Untätigkeit seit eineinhalb Jahren kritisiert. (Abg. Leichtfried: Das stimmt aber! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Sinnerfassend lesen!) – Ja, Herr Abgeordneter, acht Jahre lang haben Sie die Möglichkeit gehabt, tätig zu werden, acht Jahre lang! Dem stellen Sie nun eineinhalb Jahre gegenüber – leichte Fassungslosigkeit macht sich breit. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried
Das geht aber weiter, denn dann initiiert Frau Klubobfrau Rendi-Wagner eine Dringliche Anfrage zum Thema Pflege (Zwischenruf des Abg. Leichtfried) und legt am selben Tag, meine Damen und Herren, ihre Grundkompetenz als frühere Gesundheitsministerin zurück, indem sie ihre Funktion als Gesundheitssprecher zurückgibt. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Was für ein Symbol! Was für ein Zeichen! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Rendi-Wagner: Nein, die Kompetenz habe ich nicht zurückgelegt! Falsch! Die Kompetenz sitzt ja da!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Das geht aber weiter, denn dann initiiert Frau Klubobfrau Rendi-Wagner eine Dringliche Anfrage zum Thema Pflege (Zwischenruf des Abg. Leichtfried) und legt am selben Tag, meine Damen und Herren, ihre Grundkompetenz als frühere Gesundheitsministerin zurück, indem sie ihre Funktion als Gesundheitssprecher zurückgibt. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Was für ein Symbol! Was für ein Zeichen! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Rendi-Wagner: Nein, die Kompetenz habe ich nicht zurückgelegt! Falsch! Die Kompetenz sitzt ja da!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Rendi-Wagner: Nein, die Kompetenz habe ich nicht zurückgelegt! Falsch! Die Kompetenz sitzt ja da!
Das geht aber weiter, denn dann initiiert Frau Klubobfrau Rendi-Wagner eine Dringliche Anfrage zum Thema Pflege (Zwischenruf des Abg. Leichtfried) und legt am selben Tag, meine Damen und Herren, ihre Grundkompetenz als frühere Gesundheitsministerin zurück, indem sie ihre Funktion als Gesundheitssprecher zurückgibt. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Was für ein Symbol! Was für ein Zeichen! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Rendi-Wagner: Nein, die Kompetenz habe ich nicht zurückgelegt! Falsch! Die Kompetenz sitzt ja da!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, Sie haben sich schon mit der Dringlichen zum Ärztemangel ein Eigentor geschossen, nun kommt mit dieser Pflegegeschichte die nächste Niederlage. – Ich denke, diese Sozialdemokratie benötigt eine gute Beratung, aber das ist nicht meine Aufgabe, das müssen Sie machen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.
Nun, was hat unsere Gesundheitsministerin gemacht? – Einen breiten Dialog zwischen Politik und Wissenschaft, aber auch pflegenden Angehörigen und zukünftig Pflegebedürftigen organisiert. Sie hat in diesem breiten Dialog Pflege – fit für die Zukunft alle zu Wort kommen lassen. Was hat sie noch gemacht? (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.) – Sie hat eine Studie in Auftrag gegeben, um die Pflege und die Finanzierung der Pflege sicherzustellen. Was hat sie noch gemacht? (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Ein drittes Mal nix!) – Sie hat ein Qualitätszertifikat für die Pflege entwickelt – etwas ganz Wichtiges –, damit die Qualität in der Pflege im Zusammenhang mit Vermittlungsagenturen sichergestellt wird.
Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Ein drittes Mal nix!
Nun, was hat unsere Gesundheitsministerin gemacht? – Einen breiten Dialog zwischen Politik und Wissenschaft, aber auch pflegenden Angehörigen und zukünftig Pflegebedürftigen organisiert. Sie hat in diesem breiten Dialog Pflege – fit für die Zukunft alle zu Wort kommen lassen. Was hat sie noch gemacht? (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.) – Sie hat eine Studie in Auftrag gegeben, um die Pflege und die Finanzierung der Pflege sicherzustellen. Was hat sie noch gemacht? (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Ein drittes Mal nix!) – Sie hat ein Qualitätszertifikat für die Pflege entwickelt – etwas ganz Wichtiges –, damit die Qualität in der Pflege im Zusammenhang mit Vermittlungsagenturen sichergestellt wird.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren, Pflege und ärztliche Tätigkeit in der Medizin sind von existenzieller Bedeutung, und wir brauchen dazu Leute, die Wissen haben, die Können haben, die Empathie haben und die Durchhaltevermögen haben – dafür sorgen wir. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Gödl.
Abgeordneter Dr. Nikolaus Scherak, MA (NEOS): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Wir sind uns grundsätzlich, glaube ich, einig, dass die Bundesregierung eines sehr gut kann, nämlich umfassende Ankündigungs- und Showpolitik. Und, Herr Kollege Gödl, weil Sie gesagt haben, es gibt einen breiten Dialog und einen breiten Prozess: Das ist etwas, das ich mir auch wünsche und das wir als NEOS auch selbst gestartet haben. (Zwischenruf des Abg. Gödl.) Ich muss nur auch dazusagen: Im Zusammenhang mit der jetzigen österreichischen Bundesregierung drängt sich halt der Verdacht auf, dass es nicht ganz ernst gemeint ist.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Gödl.
Was wir in den letzten Monaten gesehen haben: Es ist große politische Inszenierung, es ist immer ein bisschen Problembeschreibung – manchmal haben Sie, das muss man dazusagen, bei der Problembeschreibung sogar recht –, es sind dann irgendwelche Punktationen, die gemacht werden, und am Schluss sind es halt leider sehr oft irgendwelche Husch-Pfusch-Gesetze, die nicht sonderlich sinnvoll sind. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Gödl.)
Beifall bei den NEOS.
Sie sind gemeinsam mit den anderen Kollegen daran schuld, dass wir diese Diskussion führen müssen, weil Sie da eingeknickt sind. Das war insbesondere vonseiten der ÖVP einigermaßen absurd. Dass die SPÖ das will, wissen wir, dass die FPÖ das will, kann man sich auch vorstellen, aber Sie sind diejenigen, die schuld daran sind, dass wir den Pflegeregress ohne Gegenkonzept abgeschafft haben. Das ist das große Problem, deswegen müssen wir auch jetzt schon über die Finanzierung diskutieren. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Heinisch-Hosek: Ich habe ...beiträge gemeint!
Ich sage Ihnen etwas: Natürlich kann man sich jetzt hierherstellen – wie KollegInnen von der SPÖ – und sagen: Na ja, wir finanzieren das dann alles aus dem Steuertopf! – Frau Kollegin Heinisch-Hosek, Sie haben etwas gesagt, was ich ein bisschen skurril fand; Sie haben gesagt, entweder gibt es ein staatlich finanziertes Pflegesystem oder es wird wieder auf dem Rücken der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler passieren. (Abg. Heinisch-Hosek: Ich habe ...beiträge gemeint!) – Also ich gehe davon aus, dass die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler unseren Staat finanzieren; das heißt, egal wie Sie es haben wollen, es ist Fakt, dass sie zur Kasse gebeten werden. (Abg. Heinisch-Hosek: Vermögensteuern zum Beispiel!)
Abg. Heinisch-Hosek: Vermögensteuern zum Beispiel!
Ich sage Ihnen etwas: Natürlich kann man sich jetzt hierherstellen – wie KollegInnen von der SPÖ – und sagen: Na ja, wir finanzieren das dann alles aus dem Steuertopf! – Frau Kollegin Heinisch-Hosek, Sie haben etwas gesagt, was ich ein bisschen skurril fand; Sie haben gesagt, entweder gibt es ein staatlich finanziertes Pflegesystem oder es wird wieder auf dem Rücken der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler passieren. (Abg. Heinisch-Hosek: Ich habe ...beiträge gemeint!) – Also ich gehe davon aus, dass die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler unseren Staat finanzieren; das heißt, egal wie Sie es haben wollen, es ist Fakt, dass sie zur Kasse gebeten werden. (Abg. Heinisch-Hosek: Vermögensteuern zum Beispiel!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das erinnert mich ein wenig an den Landeshauptmann des Burgenlandes, Herrn Landeshauptmann Doskozil, der sich die Welt irgendwie so vorstellt: Es gibt einen Bankomaten, da drückt man drauf, und dann kommt das Geld raus. – Das ist einigermaßen schwierig. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wurm: Neoliberal sind die nicht!
Ja, liebe Kollegen von der ÖVP, es freut mich, wenn Sie in diesem Zusammenhang klatschen, aber ich habe auch die Sorge, dass Sie es dann sind, die wieder einknicken und genau dieses sozialistische Konzept dann auch umsetzen werden, denn wenn ich Ihrem Koalitionspartner zuhöre, der ja auch davon ausgeht, dass man das alles staatlich finanzieren kann, dass das total unproblematisch ist, dann mache ich mir einigermaßen Sorgen. Es haben alle hier im Haus noch vertretenen Parteien – außer die Kollegen von JETZT, die damals mehrheitlich noch nicht da waren (Abg. Wurm: Neoliberal sind die nicht!) – der Abschaffung des Pflegeregresses zugestimmt, und das war damals das populistische Einknicken während des Wahlkampfs. Darum haben wir jetzt diese großen Probleme.
Abg. Heinisch-Hosek: Erbschaftssteuern! Erbschaftssteuern!
Die Frage, wo das Geld herkommt, kann die SPÖ zwar beantworten, weil sie dann laut nach Erbschaftssteuern schreit, Sie können sie aber nicht beantworten. (Abg. Heinisch-Hosek: Erbschaftssteuern! Erbschaftssteuern!) Da ein Versprechen abzugeben, dass die Menschen am Schluss der Legislaturperiode weniger zahlen müssen, halte ich für einigermaßen unseriös, und ich würde mir wirklich wünschen, dass wir dieses ernsthafte Thema ernsthaft diskutieren und nicht einfach sagen: Ja, am Schluss wird das schon irgendwie gezahlt werden! – So wird es jedenfalls nicht funktionieren. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Die Frage, wo das Geld herkommt, kann die SPÖ zwar beantworten, weil sie dann laut nach Erbschaftssteuern schreit, Sie können sie aber nicht beantworten. (Abg. Heinisch-Hosek: Erbschaftssteuern! Erbschaftssteuern!) Da ein Versprechen abzugeben, dass die Menschen am Schluss der Legislaturperiode weniger zahlen müssen, halte ich für einigermaßen unseriös, und ich würde mir wirklich wünschen, dass wir dieses ernsthafte Thema ernsthaft diskutieren und nicht einfach sagen: Ja, am Schluss wird das schon irgendwie gezahlt werden! – So wird es jedenfalls nicht funktionieren. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei JETZT und SPÖ.
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (JETZT): Herr Präsident! Hohes Haus! Ja, Herr Kollege Scherak, ich stehe zu dem, wie ich im Wahlkampf in Bezug auf die Abschaffung des Pflegeregresses abgestimmt habe. Würde es heute eine Abstimmung geben, würde ich wieder so abstimmen wie im Herbst 2017. (Beifall bei JETZT und SPÖ.) Wenn ich Ihnen aber zuhöre, Herr Scherak, so vermisse ich Lösungsansätze für die Finanzierung des Pflegesystems. Oder habe ich schlecht zugehört? – Das glaube ich nicht. Sie haben nur Herrn Landeshauptmann Doskozil kritisiert und gesagt, er glaube, das Geld komme aus dem Bankomaten.
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich gebe ja dem jetzt nicht mehr anwesenden Herrn Bundeskanzler recht: Es ist ein Problem, das nicht dazu geeignet ist, um daraus politisches Kleingeld zu schlagen. Was aber macht Herr Bundeskanzler Kurz im nächsten Atemzug? – Im nächsten Satz schiebt er die Schuld dafür, dass wir keine Lösung für die Finanzierung der Pflege haben, der SPÖ zu und tut so, als wäre die ÖVP nicht seit 1986 in der Bundesregierung und damit in politischer Verantwortung für die Lösung dieses Problems. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Gödl.
Werfen wir einen Blick in das Regierungsprogramm, dort steht klipp und klar drinnen: Wir bekennen uns zu einer Steuerfinanzierung, das heißt zu einer solidarischen Finanzierung des Pflegesystems. Vergangene Woche hat es einen Pflegegipfel gegeben, da hörte sich das schon ganz anders an; auch Kollege Wöginger hat es ja heute etwas anders gesagt. Herr Kollege Wöginger hat gesagt: Wir wollen uns alle Modelle anschauen! – Ja, wie lange wollen wir uns noch Modelle anschauen? (Zwischenruf des Abg. Gödl.) Wir wollen Studien in Auftrag geben! – Dazu gibt es zig Studien vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung. Herr Kollege, Sie müssen es sich nur einmal anschauen, es lesen, und dann müssen Entscheidungen getroffen werden! (Beifall bei JETZT. – Abg. Gödl: Alles gelesen!)
Beifall bei JETZT. – Abg. Gödl: Alles gelesen!
Werfen wir einen Blick in das Regierungsprogramm, dort steht klipp und klar drinnen: Wir bekennen uns zu einer Steuerfinanzierung, das heißt zu einer solidarischen Finanzierung des Pflegesystems. Vergangene Woche hat es einen Pflegegipfel gegeben, da hörte sich das schon ganz anders an; auch Kollege Wöginger hat es ja heute etwas anders gesagt. Herr Kollege Wöginger hat gesagt: Wir wollen uns alle Modelle anschauen! – Ja, wie lange wollen wir uns noch Modelle anschauen? (Zwischenruf des Abg. Gödl.) Wir wollen Studien in Auftrag geben! – Dazu gibt es zig Studien vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung. Herr Kollege, Sie müssen es sich nur einmal anschauen, es lesen, und dann müssen Entscheidungen getroffen werden! (Beifall bei JETZT. – Abg. Gödl: Alles gelesen!)
Abg. Gödl: Sie waren ja gar nicht dort! Sie waren ja gar nicht dabei! Sie haben gefehlt!
Wenn Herr Kollege Wöginger einen breiten Diskussionsprozess einfordert: Dafür bin ich auch, aber für einen wirklich breiten Diskussionsprozess unter Beteiligung aller, keine politische Inszenierung, wie wir sie beim Pflegegipfel letzte Woche erlebt haben. (Abg. Gödl: Sie waren ja gar nicht dort! Sie waren ja gar nicht dabei! Sie haben gefehlt!) Inszenierungen zu machen und keine Lösungen anzubieten ist überhaupt das Kennzeichen dieser Regierung. Welche Lösung hat der Herr Bundeskanzler in Aussicht gestellt? Das ist ja dasselbe wie bei der Steuerreform, schauen Sie her: Da ist in Mauerbach etwas beschlossen worden, das ist so unkonkret, da ist etwas ange-
Abg. Schellhorn: Wir haben kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem!
Es muss also eine solidarische Pflegefinanzierung sein. Und was kommt da infrage? – Natürlich kommen da die Wiedereinführung der Erbschafts- und Schenkungssteuer ebenso wie eine Vermögensteuer infrage. (Abg. Schellhorn: Wir haben kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem!) Und warum? – Dafür gibt es mehrere gute Gründe: Wir haben in Österreich ein Steuerstrukturproblem, das heißt, die Steuern auf Arbeit sind zu hoch, die Steuern auf Vermögen sind zu niedrig. Das kann man durch Steuerstrukturverschiebungen ausgleichen.
Beifall bei JETZT
Das Schlimme an der Vertagung meines Antrages ist, dass am selben Tag eine Sitzung des Verfassungsausschusses stattgefunden hat, in der beschlossen wurde, die Parteienförderung zu valorisieren. Das halte ich wirklich für eine Riesensauerei (Beifall bei JETZT), die klar zeigt, worauf Sie in dieser Bundesregierung hinauswollen. Sie wollen nicht den Menschen, die in Not sind, die zu pflegen sind, und deren Angehörigen helfen; nein, es geht Ihnen um pralle Parteikassen – in einem Land, in dem die Parteienförderung ohnehin viel zu hoch ist und in dem wir eine Parteispendensituation haben, die intransparent ist wie in wenigen anderen Ländern. Das ist es, worum es Ihnen geht, aber nicht um Hilfe für Menschen, die in Not sind.
Beifall bei JETZT.
Im Übrigen werde ich neuerlich einen Initiativantrag einbringen, mit dem ich auf eine Valorisierung des Pflegegelds hinauswill. Ich werde in dieser Situation nicht lockerlassen. (Beifall bei JETZT.) Ich will nicht, dass Sie auf der einen Seite eine Valorisierung der Parteienförderung beschließen, aber auf der anderen Seite den Menschen nicht geben wollen, was ihnen zusteht, und jenen Menschen, die in Not sind, nicht helfen wollen.
Beifall bei JETZT.
Schauen wir uns an, was die Nichtvalorisierung des Pflegegelds bedeutet: in der Pflegestufe 7 gegenüber 2015 ein Verlust von 100 Euro, seit 1993 ein Verlust von 600 Euro. Das ist viel Geld für diese Menschen. Ich verstehe das ehrlich gesagt nicht, und daher fordere ich Sie auf, diesem Antrag hier und heute zuzustimmen und die Lösung oder zumindest eine Teillösung hinsichtlich der Finanzierung des Pflegesystems nicht weiter zu verhindern. – Vielen Dank. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei der SPÖ
Für uns ist absolut klar, dass es keine Pflegeversicherung geben kann (Beifall bei der SPÖ), für uns ist klar, dass es gerade für diese Menschen keine zusätzliche Belastung geben kann und für uns ist auch völlig klar, dass es nur mit einem staatlich finanzierten Pflegesystem gehen wird.
Beifall bei der SPÖ.
Handeln Sie endlich, Ihre Versprechungen pflegen niemanden! – Danke, Glück auf! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Weil jetzt nichts mehr weitergeht! – Zwischenrufe der Abgeordneten Knes, Rendi-Wagner und Vogl.
Die Entwicklungen im Pflegebedarf sind aber nichts, das erst kürzlich bekannt geworden ist, sondern sie sind schon seit Jahren bekannt. So stelle ich mir die Frage, warum die SPÖ in den letzten Sitzungen immer Dringliche Anfragen und Anträge zu Themen einbringt, für die sie bis vor Kurzem selbst verantwortlich war. (Abg. Leichtfried: Weil jetzt nichts mehr weitergeht! – Zwischenrufe der Abgeordneten Knes, Rendi-Wagner und Vogl.) Ich habe eine Vermutung, dass in den letzten Jahren der Mut gefehlt hat, die dringenden Probleme in diesem Bereich anzugehen.
Zwischenruf des Abg. Knes.
Besonders bei den Bäuerinnen gibt es diesbezüglich einen hohen Anteil, denn sie sind es, die die Pflege noch in einem höheren Maß als andere zu Hause praktizieren. Daher ist es besonders wichtig, dass es eine bessere Unterstützung für die pflegenden Angehörigen gibt, dabei ist auch besonderes Augenmerk auf die Pflege von Demenzkranken zu legen. Damit können wir gewährleisten, dass die Menschen in ihren eigenen vier Wänden alt werden können, und das auch langfristig absichern. Wir haben es heute schon öfter gehört: ambulant geht vor stationär. Das ist auch christlich-sozial. (Zwischenruf des Abg. Knes.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Der Punkt Nutzung von neuen Technologien ist gerade im Zusammenhang mit dem Thema, in den eigenen vier Wänden alt zu werden, eine Chance. Es geht um die Bedürfnisse der Menschen, die im Mittelpunkt stehen sollen. Es soll in diesem Jahr auch darum gehen, dieses Modell mit allen, die daran beteiligt sind, zu diskutieren, um damit ein Pflegemodell für die Zukunft auf die Füße zu stellen, mit dem wir alle glücklich sein können. Es geht darum, zusammenzuarbeiten, um die beste Pflege für jeden Einzelnen gewährleisten zu können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Knes.
All diese Gedanken sollen wir uns auch im Sozialausschuss zu Gemüte führen, sodass wir über das Thema Pflege wirklich effektiv, echt und ohne Polemik sprechen können. Am Ende des Tages können wir dann entscheiden, ob wir staatlich oder mittels Pflegeversicherung finanzieren. Seien Sie sich aber eines gewiss – und ich möchte dieser Diskussion nicht vorgreifen –: Wenn Sie wollen, dass wir eine Pflegeversicherung einführen, dann müssen wir eine fünfte Säule einführen. Wenn Sie heute auf der Basis von 5,7 Milliarden Euro, was die effektiven Kosten sind, diese Pflegeversicherung einführen, dann brauchen Sie 4,5 Prozent der Bruttolohnsumme der Österreicherinnen und Österreicher. (Zwischenruf des Abg. Knes.) Das heißt, die Arbeit wird deutlich teurer, der Wirtschaftsstandort Österreich ist gefährdet und wir müssen dann eine neue Form der Finanzierung finden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
All diese Gedanken sollen wir uns auch im Sozialausschuss zu Gemüte führen, sodass wir über das Thema Pflege wirklich effektiv, echt und ohne Polemik sprechen können. Am Ende des Tages können wir dann entscheiden, ob wir staatlich oder mittels Pflegeversicherung finanzieren. Seien Sie sich aber eines gewiss – und ich möchte dieser Diskussion nicht vorgreifen –: Wenn Sie wollen, dass wir eine Pflegeversicherung einführen, dann müssen wir eine fünfte Säule einführen. Wenn Sie heute auf der Basis von 5,7 Milliarden Euro, was die effektiven Kosten sind, diese Pflegeversicherung einführen, dann brauchen Sie 4,5 Prozent der Bruttolohnsumme der Österreicherinnen und Österreicher. (Zwischenruf des Abg. Knes.) Das heißt, die Arbeit wird deutlich teurer, der Wirtschaftsstandort Österreich ist gefährdet und wir müssen dann eine neue Form der Finanzierung finden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die Gäste von Gabriel Obernosterer, die Seniorinnen und Senioren aus Kärnten, recht herzlich bei uns im Hohen Haus begrüßen. – Herzlich willkommen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den NEOS.
Da müssen wir ansetzen, und ich glaube, da sind alle gefordert: Wir brauchen alle guten Ideen von allen Seiten, egal, von wem sie kommen. Setzen wir uns dafür ein, beschäftigen wir uns damit! – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Über den Antrag!
Abgeordneter Ing. Markus Vogl (SPÖ): Herr Bundeskanzler! Frau Ministerin! Herr Minister! Hohes Haus! Vielleicht sollten wir uns noch einmal anschauen, worüber wir hier diskutieren. (Abg. Belakowitsch: Über den Antrag!) Der Entschließungstext ist ganz einfach: „Die Bundesregierung wird aufgefordert, entsprechend dem eigenen Regierungsprogramm sicherzustellen, dass in Zukunft alle Pflegeleistungen ausschließlich aus den öffentlichen Budgetmitteln und keinesfalls über eine Pflegeversicherung jedweder Art finanziert werden.“
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Es geht also um die Grundsatzfrage: Verstehen wir Pflege und Betreuung in unserer Gesellschaft als eine gemeinsame solidarische Aufgabe oder ist das ein persönliches Risiko? (Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Abg. Wurm: Bissi schon! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Niemand von der SPÖ ist hier herausgekommen – schon gar nicht unsere Bundesparteivorsitzende – und hat hier Angst geschürt. (Abg. Wurm: Bissi schon! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Wir haben nur auf ein Thema hingewiesen, nämlich dass wir es für richtig halten, dass das Regierungsprogramm in der bestehenden Form in diesem Punkt umgesetzt wird. Wir haben darauf hingewiesen, dass es natürlich in diesem Bereich riesige Herausforderungen gibt. Der Herr Bundeskanzler (auf den leeren Platz auf der Regierungsbank weisend), der solche Dinge ja immer nur aus der Entfernung verfolgt, ist aber sofort hergegangen und hat die Fakten ins Gegenteil verkehrt. Er macht auch noch etwas immer ganz geschickt: Er stellt sich hin und sagt: Ich moderiere jetzt ein bisschen, denn ich bin da jetzt im Hohen Haus, also moderiere ich ein bisschen, beschreibe ein bisschen das Problem. – Was aber ist die Lösung? (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Vom Beschreiben und Moderieren wird es nämlich
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Niemand von der SPÖ ist hier herausgekommen – schon gar nicht unsere Bundesparteivorsitzende – und hat hier Angst geschürt. (Abg. Wurm: Bissi schon! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Wir haben nur auf ein Thema hingewiesen, nämlich dass wir es für richtig halten, dass das Regierungsprogramm in der bestehenden Form in diesem Punkt umgesetzt wird. Wir haben darauf hingewiesen, dass es natürlich in diesem Bereich riesige Herausforderungen gibt. Der Herr Bundeskanzler (auf den leeren Platz auf der Regierungsbank weisend), der solche Dinge ja immer nur aus der Entfernung verfolgt, ist aber sofort hergegangen und hat die Fakten ins Gegenteil verkehrt. Er macht auch noch etwas immer ganz geschickt: Er stellt sich hin und sagt: Ich moderiere jetzt ein bisschen, denn ich bin da jetzt im Hohen Haus, also moderiere ich ein bisschen, beschreibe ein bisschen das Problem. – Was aber ist die Lösung? (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Vom Beschreiben und Moderieren wird es nämlich
Zwischenrufe des Abg. Eßl.
Wir als SPÖ nehmen das jedoch zur Kenntnis: Das Regierungsprogramm ist anscheinend nicht mehr in Stein gemeißelt. Vor mir sitzt Kollege Peter Wurm. – Peter, wir haben damit auch die Chance, etwas durchzusetzen, das auch uns wichtig ist: die Sammelklage. (Zwischenrufe des Abg. Eßl.) Das ist etwas, von dem wir wissen, dass es klug wäre, das umzusetzen, und offenbar fühlt sich der Regierungspartner eh nicht mehr daran gebunden. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Wurm.) Das heißt, wir hätten da die Chance, in Zukunft gemeinsam wirklich etwas für die Menschen in diesem Land weiterzubringen! (Abg. Wurm: Mit dir gerne! – Zwischenruf der Abg. Schimanek.)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Wurm.
Wir als SPÖ nehmen das jedoch zur Kenntnis: Das Regierungsprogramm ist anscheinend nicht mehr in Stein gemeißelt. Vor mir sitzt Kollege Peter Wurm. – Peter, wir haben damit auch die Chance, etwas durchzusetzen, das auch uns wichtig ist: die Sammelklage. (Zwischenrufe des Abg. Eßl.) Das ist etwas, von dem wir wissen, dass es klug wäre, das umzusetzen, und offenbar fühlt sich der Regierungspartner eh nicht mehr daran gebunden. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Wurm.) Das heißt, wir hätten da die Chance, in Zukunft gemeinsam wirklich etwas für die Menschen in diesem Land weiterzubringen! (Abg. Wurm: Mit dir gerne! – Zwischenruf der Abg. Schimanek.)
Abg. Wurm: Mit dir gerne! – Zwischenruf der Abg. Schimanek.
Wir als SPÖ nehmen das jedoch zur Kenntnis: Das Regierungsprogramm ist anscheinend nicht mehr in Stein gemeißelt. Vor mir sitzt Kollege Peter Wurm. – Peter, wir haben damit auch die Chance, etwas durchzusetzen, das auch uns wichtig ist: die Sammelklage. (Zwischenrufe des Abg. Eßl.) Das ist etwas, von dem wir wissen, dass es klug wäre, das umzusetzen, und offenbar fühlt sich der Regierungspartner eh nicht mehr daran gebunden. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Wurm.) Das heißt, wir hätten da die Chance, in Zukunft gemeinsam wirklich etwas für die Menschen in diesem Land weiterzubringen! (Abg. Wurm: Mit dir gerne! – Zwischenruf der Abg. Schimanek.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.
Diese Politik hat damit angefangen, dass wir uns darum gekümmert haben, dass die Arbeitsbedingungen in den Betrieben für die Menschen menschenwürdiger werden. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.) Wenn wir also heute erleben, dass wir ernten, was wir vor vielen Jahrzehnten zu säen begonnen haben, dann wissen wir auch, dass das, was wir aktuell in der Politik erleben, durchaus dazu führen kann, dass das Problem, vor dem wir gemeinsam stehen werden, ein deutlich größeres sein wird. Die Frage ist nämlich, ob wir heute eine Arbeitswelt haben, die gesünder oder weniger gesund als noch vor drei oder vier Jahren ist, und ob wir eine Gesundheits- und Arbeitsministerin haben, die die Probleme der Menschen draußen ernst nimmt und Lösungen sucht – oder ob Sie, Frau Ministerin, sich als verlängerte Werkbank der Wirtschaft verstehen und im Sinne einer Wirtschaftsministerin agieren.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.
Ich darf am Schluss noch einmal zeigen, dass es auch anders geht: Das Land Burgenland hat ein sehr faktenbasiertes Konzept erarbeitet, in dem man aufzeigt, was an kleinen Schritten notwendig ist, um diesem Problem zu begegnen. Da ist natürlich noch Diskussion nötig und viele werden noch eingebunden werden müssen, um am Ende des Tages zu einem runden Konzept zu kommen, aber man ist dort einen Schritt weiter: Man kennt schon die Richtung, in die man gehen möchte. Das hat diese Regierung bis jetzt nicht geliefert, und es ist schon oft aufgezeigt worden, dass wir das wahrscheinlich auch nicht so schnell zu Gesicht bekommen werden. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Keck: 30 Jahre ÖVP in der Regierung!
Abgeordnete Gabriela Schwarz (ÖVP): Werter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Ministerin! Herr Minister! Auf das Beispiel Burgenland komme ich gleich zu sprechen; zunächst möchte ich noch einmal betonen, was der Herr Bundeskanzler zu Beginn gesagt hat: elf Jahre von der SPÖ geführtes Sozialministerium, zehn Jahre von der SPÖ geführtes Gesundheitsministerium – und jetzt wird es dringend. Irgendwie dürfte das System haben, ich erinnere nur an die Sondersitzung zum Thema Ärztemangel. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Keck: 30 Jahre ÖVP in der Regierung!)
Ruf bei der SPÖ: Ihr habt schon etwas am Tisch, oder?
Zum Burgenland: Vorschläge wie zum Beispiel jenen, alle pflegenden Angehörigen beim Land anzustellen – und am nächsten Tag aus den eigenen Reihen ausgerichtet zu bekommen, dass man sich das arbeitsrechtlich erst wirklich anschauen und die Frage klären müsse, was das zum Beispiel für den KV der Pfleger bedeuten würde –, halte ich für reichlich überschießend und diskussionswürdig. (Ruf bei der SPÖ: Ihr habt schon etwas am Tisch, oder?)
Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Das ist eh schon aus dem Regierungsprogramm ...!
Ich möchte jetzt auch gar nicht auf die Details im Konzept der burgenländischen SPÖ eingehen, denn ich setze mich ungern mit vielen Überschriften auseinander, unter denen nichts Praktikables steht. Ich bin da wirklich für konstruktive Diskussionen auf breiter Basis (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Das ist eh schon aus dem Regierungsprogramm ...!), wie es sie zum Beispiel beim Pflegeforum letzte Woche gab.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Rosenkranz.
Ich halte es für wichtig, dass wir das Thema Pflege auf breiter Basis mit allen Beteiligten diskutieren. Es geht selbstverständlich um die pflegenden Angehörigen, denen wir die höchste Wertschätzung zollen, aber auch um alle, die in den stationären Einrichtungen und in den mobilen Einrichtungen tätig sind. Auch sie haben unsere höchste Anerkennung und Wertschätzung verdient. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Rosenkranz.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Wir haben von Anfang an gesagt, wir nehmen uns ein Jahr Zeit, wir diskutieren mit allen, wir versuchen, möglichst breit aufzustellen. Ich habe bei einer anderen Podiumsdiskussion eine Vertreterin einer NGO erlebt, die vom Podium aus gesagt hat: Hört doch endlich auf zu jammern! Das ist die erste Bundesregierung, die sich dieses Themas wirklich profund annimmt! (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir sind unseren Kindern und Enkelkindern verpflichtet. Wir nehmen diese Aufgabe sehr ernst. Wir haben uns ein Ziel gesetzt: In einem Jahr werden wir ein Paket präsentieren können, das zukunftsfit ist und das nicht nur wie bei der burgenländischen SPÖ bis 2030 hält, sondern weitaus länger. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Rendi-Wagner: Super!
Da kann ich Ihnen versprechen: Natürlich wird das umgesetzt. (Abg. Rendi-Wagner: Super!) Wir sind jetzt nicht einmal eineinhalb Jahre dabei, das umzusetzen. Also mir ist der ganze Sinn der heutigen Debatte nicht ganz klar, zumal dieser Diskussionsprozess im Bereich der Pflege erst begonnen hat – Sie waren ja letzte Woche selbst dabei. Darum verstehe ich nicht ganz, warum Sie heute etwas auf die Tagesordnung setzen, bei dem wir ganz zu Beginn eines Diskussionsprozesses stehen, und glauben, Sie bekommen jetzt eine fertige Lösung. Das ist ja unseriös oder wäre unseriös, würde jetzt irgendjemand hergehen und sagen: So wird es ausschauen! – Dann bräuchte es keine Diskussion. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da kann ich Ihnen versprechen: Natürlich wird das umgesetzt. (Abg. Rendi-Wagner: Super!) Wir sind jetzt nicht einmal eineinhalb Jahre dabei, das umzusetzen. Also mir ist der ganze Sinn der heutigen Debatte nicht ganz klar, zumal dieser Diskussionsprozess im Bereich der Pflege erst begonnen hat – Sie waren ja letzte Woche selbst dabei. Darum verstehe ich nicht ganz, warum Sie heute etwas auf die Tagesordnung setzen, bei dem wir ganz zu Beginn eines Diskussionsprozesses stehen, und glauben, Sie bekommen jetzt eine fertige Lösung. Das ist ja unseriös oder wäre unseriös, würde jetzt irgendjemand hergehen und sagen: So wird es ausschauen! – Dann bräuchte es keine Diskussion. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Das ist möglicherweise zu Ihrer Zeit in Ihrer Fraktion so gewesen, die neue Bundesregierung lebt hier einen etwas anderen Stil. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.
All das muss man hier einarbeiten. Pflege ist ein so vielschichtiger Bereich. Das kann man hier jetzt nicht in 2 Stunden abhandeln, noch dazu mit so einer Wald-und-Wiesen-Thematik, wie Sie sie hier bringen. Sie haben in Ihren Antrag alles hineingepackt, hineingebracht ohne eine Struktur. Genauso ist natürlich auch die Debatte verlaufen, weil keiner eigentlich genau gewusst hat: Wohin wollen Sie von der SPÖ? Was wollen Sie eigentlich? (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.) Sie haben hier eine Diskussion angezettelt, Sie haben keine Stoßrichtung vorgegeben, Sie haben nicht gewusst, was Sie möchten. Sie wollen nur einfach gegen etwas sein.
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.
Ich meine, das ist auch ein Anspruch, den haben wir jetzt schon kennengelernt. Das sei Ihnen unbenommen. Sie können das auch weiterhin so machen. Die Bundesregierung wird auch in Zukunft weiterarbeiten. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Drozda und Rendi-Wagner.
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Mag. Beate Hartinger-Klein: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werter Bundeskanzler! Kollege Moser! Hohes Haus! Zuerst muss ich mich bei Ihnen bedanken, Frau Kollegin Klubobfrau Pamela Rendi-Wagner. Sie haben mir und der Regierung zum zweiten Mal die Möglichkeit gegeben, aufzuzeigen, welche Baustellen Sie hinterlassen haben und welchen Mut die Regierung hat, Reformen zu betreiben. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Drozda und Rendi-Wagner.)
Abg. Rendi-Wagner: Das stimmt nicht! – Abg. Drozda: Das schreit nach einer tatsächlichen Berichtigung!
Wenn ich mir Ihren Antrag anschaue: Da sind nicht einmal die Zahlen richtig. Sie sprechen nämlich von einem Eigenbeitrag von 500 bis 700 Millionen Euro. In der Pflegedienstleistungsstatistik 2017, die Sie ja auch kennen, stehen Beiträge von 1,4 Milliarden Euro. Also nicht einmal die Zahlen in Ihrem Antrag stimmen. (Abg. Rendi-Wagner: Das stimmt nicht! – Abg. Drozda: Das schreit nach einer tatsächlichen Berichtigung!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wie der Herr Bundeskanzler schon gesagt hat, schauen wir uns natürlich an, welche Pflegemodelle, Pflegekonzepte es im internationalen Bereich gibt. Ich bin für alles offen, aber eines ist auch klar: Wir wollen ein solidarisch finanziertes System, in welcher Form auch immer. Wir werden das genau analysieren, uns das genau anschauen, aber eines ist sicher: Wir sichern die Pflege für alle Österreicherinnen und Österreicher nachhaltig. Die Pflege ist zukunftsfit und sicher. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Plessl: Das kann ja passieren! – Abg. Höbart: Das haben die SPÖ-Wähler jetzt sicher verstanden!
Ich berichtige tatsächlich: Das ist falsch, Frau Bundesministerin, denn Ihre Angabe bezieht sich auf die Zeit vor Abschaffung des Pflegeregresses. (Bundesministerin Hartinger-Klein: 2017!) Die tatsächlichen Zahlen nach Abschaffung des Pflegeregresses sind 600 bis 700 Millionen Euro. Sie sollten die Zahlen Ihres Hauses kennen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Plessl: Das kann ja passieren! – Abg. Höbart: Das haben die SPÖ-Wähler jetzt sicher verstanden!)
Bundesministerin Hartinger-Klein spricht mit Bundeskanzler Kurz und Bundesminister Moser
Es geht in der Pflege um sehr viel Geld, es geht aber vor allem um die Menschen, es geht um die Pflegebedürftigen, es geht um die Pflegerinnen und Pfleger und es geht um die Angehörigen. Ich appelliere deshalb in aller Ernsthaftigkeit an Sie: Hören Sie auf die Bedürfnisse der Menschen, Frau Bundesminister! Prüfen Sie faire und nachhaltige Modelle der Finanzierung (Bundesministerin Hartinger-Klein spricht mit Bundeskanzler Kurz und Bundesminister Moser) – es ist eh gleich aus, vielleicht hören Sie mir noch ganz kurz zu – und achten Sie auch auf ein Budget, das auch nachkommende Generationen solidarisch mittragen können! Kurz gesagt: Machen Sie faktenbasierte Politik, die auf die Bedürfnisse der Menschen, die betroffen sind, wirklich eingeht! – Danke sehr. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Es geht in der Pflege um sehr viel Geld, es geht aber vor allem um die Menschen, es geht um die Pflegebedürftigen, es geht um die Pflegerinnen und Pfleger und es geht um die Angehörigen. Ich appelliere deshalb in aller Ernsthaftigkeit an Sie: Hören Sie auf die Bedürfnisse der Menschen, Frau Bundesminister! Prüfen Sie faire und nachhaltige Modelle der Finanzierung (Bundesministerin Hartinger-Klein spricht mit Bundeskanzler Kurz und Bundesminister Moser) – es ist eh gleich aus, vielleicht hören Sie mir noch ganz kurz zu – und achten Sie auch auf ein Budget, das auch nachkommende Generationen solidarisch mittragen können! Kurz gesagt: Machen Sie faktenbasierte Politik, die auf die Bedürfnisse der Menschen, die betroffen sind, wirklich eingeht! – Danke sehr. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Wöginger: Er ist eh da!
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Herr Bundeskanzler, Sie haben behauptet, Pflege ist ein Schwerpunktthema dieser Bundesregierung 2019. Das ist gut so. Wenn es ein Schwerpunktthema wäre, wäre es gut gewesen, wenn du an deinem Platz sitzt und zuhörst, wie die Abgeordneten hier miteinander diskutieren. (Abg. Wöginger: Er ist eh da!) – Vorher war er es nicht, eine ganze Stunde nicht. (Abg. Gödl: Ja, aber du bist der wichtigste Redner in der SPÖ!) Eine ganze Stunde war er nicht da und ich frage: Ist das glaubwürdig? Ist das glaubwürdig, was da stattfindet? (Abg. Hauser: Zwei Minister sitzen da, bitte!) – Okay!
Abg. Gödl: Ja, aber du bist der wichtigste Redner in der SPÖ!
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Herr Bundeskanzler, Sie haben behauptet, Pflege ist ein Schwerpunktthema dieser Bundesregierung 2019. Das ist gut so. Wenn es ein Schwerpunktthema wäre, wäre es gut gewesen, wenn du an deinem Platz sitzt und zuhörst, wie die Abgeordneten hier miteinander diskutieren. (Abg. Wöginger: Er ist eh da!) – Vorher war er es nicht, eine ganze Stunde nicht. (Abg. Gödl: Ja, aber du bist der wichtigste Redner in der SPÖ!) Eine ganze Stunde war er nicht da und ich frage: Ist das glaubwürdig? Ist das glaubwürdig, was da stattfindet? (Abg. Hauser: Zwei Minister sitzen da, bitte!) – Okay!
Abg. Hauser: Zwei Minister sitzen da, bitte!
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Herr Bundeskanzler, Sie haben behauptet, Pflege ist ein Schwerpunktthema dieser Bundesregierung 2019. Das ist gut so. Wenn es ein Schwerpunktthema wäre, wäre es gut gewesen, wenn du an deinem Platz sitzt und zuhörst, wie die Abgeordneten hier miteinander diskutieren. (Abg. Wöginger: Er ist eh da!) – Vorher war er es nicht, eine ganze Stunde nicht. (Abg. Gödl: Ja, aber du bist der wichtigste Redner in der SPÖ!) Eine ganze Stunde war er nicht da und ich frage: Ist das glaubwürdig? Ist das glaubwürdig, was da stattfindet? (Abg. Hauser: Zwei Minister sitzen da, bitte!) – Okay!
Beifall bei der SPÖ.
ernst zu nehmende und glaubwürdige Antwort, Herr Bundeskanzler, wäre gewesen: Liebe Österreicherinnen und Österreicher, ich verspreche euch, dass die Pflege durch öffentliche Mittel gesichert wird. – Das haben Sie nicht gesagt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer: ... die SPÖ! Bevor man diskutiert, was festlegen!
Es war die Sozialdemokratie (Abg. Neubauer: ... die SPÖ! Bevor man diskutiert, was festlegen!), die die Pflege für die Menschen immer wieder zum Thema gemacht hat und konkret gehandelt hat, 1993 mit der Einführung des Pflegegeldes. Viele sozialdemokratische Landessozialreferenten haben sich bemüht, Pflegeeinrichtungen in den Ländern zu entwickeln, mobile Dienste aufzustellen und Pflege auch insgesamt zu finanzieren. Ich kann mich selber erinnern, wir haben – damals noch in der Gebietskrankenkasse, das ist schon lange her – das Angebot Angehörige nehmen Auszeit eingeführt, um pflegende Angehörige zu unterstützen. Das war ein Vorzeigemodell, mit dem wir das begonnen haben.
Abg. Belakowitsch: Und was war jetzt mit der Pflege? – Zwischenruf des Abg. Zarits.
Ich habe mich – nachdem ich Sozialminister geworden bin – bemüht, mich innerhalb von fünf Wochen darum zu kümmern, dass die Mindestpension erhöht wird, damit sich Menschen auch Pflege leisten können, und für die Alleinstehenden die Mindestpension um 13 Prozent erhöht. Wir haben den Pflegeregress abgeschafft und den Menschen die Angst genommen, dass sie ihr Einkommen verlieren, dass sie das, was sie aufgebaut haben, verlieren. Das sind sozialdemokratische Maßnahmen. Und wir haben die Mittel für alle behinderten Menschen unterstützt. Wir haben auch die Grundlagen dafür geschaffen – Frau Abgeordnete Rendi-Wagner als Ministerin –, dass Primärversorgungszentren möglich sind; jetzt geht es darum, diese umzusetzen. (Abg. Belakowitsch: Und was war jetzt mit der Pflege? – Zwischenruf des Abg. Zarits.)
Abg. Belakowitsch: Er will nicht ..., als er Sozialminister war!
Und was macht die Bundesregierung? – Sie beginnt eine Diskussion und schiebt das auf die lange Bank. (Abg. Belakowitsch: Er will nicht ..., als er Sozialminister war!) Ich sage Ihnen, meine sehr verehrten Damen und Herren: Wenn in einer Familie ein Pflegefall auftritt, dann geht das ganz schnell. Der Schlaganfall kommt von heute auf morgen, die Pflegebedürftigkeit kommt von heute auf morgen. (Abg. Zanger: Schneller! – Abg. Belakowitsch: Der kommt nicht von heute auf morgen, der kommt schneller!) Wir haben uns darum bemüht, dass man in den Krankenanstalten Remobilisationsmaßnahmen aufbaut. Wir haben uns darum bemüht, dass man das Entlassungsmanagement verbessert. Alles ist gemacht worden, und es ist gut so – danke an die, die es machen! Wenn aber jemand einen Schlaganfall hat und pflegebedürftig wird, haben die Menschen zu Hause keine Chance. Sie brauchen eine Finanzierung, und erst dann können sie die entsprechenden Leistungen auch entwickeln.
Abg. Zanger: Schneller! – Abg. Belakowitsch: Der kommt nicht von heute auf morgen, der kommt schneller!
Und was macht die Bundesregierung? – Sie beginnt eine Diskussion und schiebt das auf die lange Bank. (Abg. Belakowitsch: Er will nicht ..., als er Sozialminister war!) Ich sage Ihnen, meine sehr verehrten Damen und Herren: Wenn in einer Familie ein Pflegefall auftritt, dann geht das ganz schnell. Der Schlaganfall kommt von heute auf morgen, die Pflegebedürftigkeit kommt von heute auf morgen. (Abg. Zanger: Schneller! – Abg. Belakowitsch: Der kommt nicht von heute auf morgen, der kommt schneller!) Wir haben uns darum bemüht, dass man in den Krankenanstalten Remobilisationsmaßnahmen aufbaut. Wir haben uns darum bemüht, dass man das Entlassungsmanagement verbessert. Alles ist gemacht worden, und es ist gut so – danke an die, die es machen! Wenn aber jemand einen Schlaganfall hat und pflegebedürftig wird, haben die Menschen zu Hause keine Chance. Sie brauchen eine Finanzierung, und erst dann können sie die entsprechenden Leistungen auch entwickeln.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hauser: Wieso haben Sie die Antwort nicht gegeben? – Zwischenruf der Abg. Schwarz.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, Pflege findet in Österreich statt, es ist nur die Frage, wer sie bezahlt: Bezahlt die Pflege die rumänische 24-Stunden-Pflegekraft durch ihren geringen Lohn, bezahlen die Pflege die Töchter und die Schwiegertöchter, indem sie pflegen, oder finanzieren wir das solidarisch, gemeinsam über den Steuertopf? – Darauf braucht es heute eine Antwort! Herr Bundeskanzler, heute hätten Sie die Chance gehabt, das zu sagen. Die Sozialdemokratie steht da dahinter. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hauser: Wieso haben Sie die Antwort nicht gegeben? – Zwischenruf der Abg. Schwarz.)
Rufe bei der SPÖ: Stöger!
Das Thema muss daher angegangen werden, auch weil die Demografie – Entwicklung des Älterwerdens – schlagend wird. Es ist auch richtig, was in dem Zusammenhang der ehemalige Gesundheitsminister Steger gesagt hat (Rufe bei der SPÖ: Stöger!) – Stöger, Entschuldigung –, dass sehr viel passiert ist. Es wurde einiges getan. Es hat sich aber in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass die bestandenen Probleme nicht ausreichend angegangen worden sind und dass man die Potenziale des Pflegesystems nicht genützt hat.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Genau das ist der Weg, den wir gehen. Genau das ist der Weg, in den wir alle einbeziehen, und es ist hervorragend, dass – das wurde angesprochen – alle Fraktionen bereit sind, diesen Weg mitzugehen, weil es in letzter Konsequenz ein Weg ist, der uns alle betrifft. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Was?
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Die Rede des Kollegen Stöger hat mich veranlasst (Ruf bei der SPÖ: Was?), noch einmal ans Rednerpult zu treten, weil das im Endeffekt die Bankrotterklärung der Sozialdemokratie ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Die Rede des Kollegen Stöger hat mich veranlasst (Ruf bei der SPÖ: Was?), noch einmal ans Rednerpult zu treten, weil das im Endeffekt die Bankrotterklärung der Sozialdemokratie ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Kucharowits: Das war mit der ÖVP!
Wenn man selbst sechs Jahre den Gesundheitsminister (Abg. Kucharowits: Das war mit der ÖVP!) und über zwei Jahre den Sozialminister der Republik Österreich stellt, also acht Jahre lang im Gesundheits- und Sozialbereich die Hauptverantwortung auch
Abg. Heinisch-Hosek: Du warst Koalitionspartner!
für den wichtigen Bereich der Pflege trägt oder mitträgt, sich dann hierherstellt (Abg. Heinisch-Hosek: Du warst Koalitionspartner!) und auf das Jahr 1993 zurückgreifen muss, um zu sagen, dass damals etwas Wesentliches eingeführt worden ist (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), und dann auch noch die Dreistigkeit hat, einem erfolgreichen Bundeskanzler zu unterstellen, ihm sei dieses Thema nicht wichtig (Abg. Heinisch-Hosek: Reiß dich zusammen!), meine Damen und Herren, dann hört sich für mich der politische Diskurs auf! (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Ihr wart nie dabei, gell?)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
für den wichtigen Bereich der Pflege trägt oder mitträgt, sich dann hierherstellt (Abg. Heinisch-Hosek: Du warst Koalitionspartner!) und auf das Jahr 1993 zurückgreifen muss, um zu sagen, dass damals etwas Wesentliches eingeführt worden ist (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), und dann auch noch die Dreistigkeit hat, einem erfolgreichen Bundeskanzler zu unterstellen, ihm sei dieses Thema nicht wichtig (Abg. Heinisch-Hosek: Reiß dich zusammen!), meine Damen und Herren, dann hört sich für mich der politische Diskurs auf! (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Ihr wart nie dabei, gell?)
Abg. Heinisch-Hosek: Reiß dich zusammen!
für den wichtigen Bereich der Pflege trägt oder mitträgt, sich dann hierherstellt (Abg. Heinisch-Hosek: Du warst Koalitionspartner!) und auf das Jahr 1993 zurückgreifen muss, um zu sagen, dass damals etwas Wesentliches eingeführt worden ist (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), und dann auch noch die Dreistigkeit hat, einem erfolgreichen Bundeskanzler zu unterstellen, ihm sei dieses Thema nicht wichtig (Abg. Heinisch-Hosek: Reiß dich zusammen!), meine Damen und Herren, dann hört sich für mich der politische Diskurs auf! (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Ihr wart nie dabei, gell?)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Ihr wart nie dabei, gell?
für den wichtigen Bereich der Pflege trägt oder mitträgt, sich dann hierherstellt (Abg. Heinisch-Hosek: Du warst Koalitionspartner!) und auf das Jahr 1993 zurückgreifen muss, um zu sagen, dass damals etwas Wesentliches eingeführt worden ist (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), und dann auch noch die Dreistigkeit hat, einem erfolgreichen Bundeskanzler zu unterstellen, ihm sei dieses Thema nicht wichtig (Abg. Heinisch-Hosek: Reiß dich zusammen!), meine Damen und Herren, dann hört sich für mich der politische Diskurs auf! (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Ihr wart nie dabei, gell?)
Abg. Heinisch-Hosek: Ihr wart nie dabei! Wöginger war nie dabei! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: ... Bundeskanzler!
Gehen Sie in sich, kehren Sie vor der eigenen Tür, und arbeiten Sie wenigstens jetzt mit! (Abg. Heinisch-Hosek: Ihr wart nie dabei! Wöginger war nie dabei! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: ... Bundeskanzler!) Sie haben es jahrelang verabsäumt, irgendetwas in diesem Bereich zu tun. Gehen Sie wenigstens jetzt in der Diskussion und auch in der Bereitschaft mit, in den Dialog einzutreten, und unterstützen Sie uns und diese erfolgreiche Bundesregierung mit Sebastian Kurz an der Spitze, der das Thema Pflege zum Schwerpunktthema für 2019 erhoben hat, weil ihm die Menschen in Österreich am Herzen liegen, meine Damen und Herren! – Das ist die Wahrheit. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Gehen Sie in sich, kehren Sie vor der eigenen Tür, und arbeiten Sie wenigstens jetzt mit! (Abg. Heinisch-Hosek: Ihr wart nie dabei! Wöginger war nie dabei! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: ... Bundeskanzler!) Sie haben es jahrelang verabsäumt, irgendetwas in diesem Bereich zu tun. Gehen Sie wenigstens jetzt in der Diskussion und auch in der Bereitschaft mit, in den Dialog einzutreten, und unterstützen Sie uns und diese erfolgreiche Bundesregierung mit Sebastian Kurz an der Spitze, der das Thema Pflege zum Schwerpunktthema für 2019 erhoben hat, weil ihm die Menschen in Österreich am Herzen liegen, meine Damen und Herren! – Das ist die Wahrheit. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Höbart: Die Retro-Gewerkschafter werden es wieder richten! – Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Präsidentin Doris Bures: Es hat sich noch Herr Abgeordneter Josef Muchitsch zu Wort gemeldet. – Bitte, Sie haben das Wort. (Abg. Höbart: Die Retro-Gewerkschafter werden es wieder richten! – Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Ruf bei der FPÖ: Das Hemd ist aus den Sechzigerjahren!
Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! (Ruf bei der FPÖ: Das Hemd ist aus den Sechzigerjahren!) Werter Kollege August Wöginger, es war jetzt überhaupt nicht notwendig, das zu machen, was du jetzt gemacht hast. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nehammer: Das glaube ich ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nehammer: Das glaube ich ...!
Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! (Ruf bei der FPÖ: Das Hemd ist aus den Sechzigerjahren!) Werter Kollege August Wöginger, es war jetzt überhaupt nicht notwendig, das zu machen, was du jetzt gemacht hast. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nehammer: Das glaube ich ...!)
Abg. Hauser: Das stimmt ja nicht, die Minister sind ja dagesessen!
Warum? – Herr Bundesminister Moser hat sich wirklich bemüht, am Ende dieser Debatte einen runden Abschluss zu finden, und er hat ihn gefunden, indem er alle gemeinsam aufgefordert hat, sich dieses Themas anzunehmen. Wir sind auch nicht hergegangen und haben gesagt: Jetzt sitzt ihr da zweieinhalb Stunden vorne auf dieser Regierungsbank, das Thema ist so wichtig, und dann hört ihr nicht einmal den Abgeordneten zu, wenn sie hier ihre Ideen und Vorschläge zur Pflege einbringen! (Abg. Hauser: Das stimmt ja nicht, die Minister sind ja dagesessen!) Herr Bundeskanzler, das war auch nicht fair! Frau Bundesministerin, das auch nicht! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.
Warum? – Herr Bundesminister Moser hat sich wirklich bemüht, am Ende dieser Debatte einen runden Abschluss zu finden, und er hat ihn gefunden, indem er alle gemeinsam aufgefordert hat, sich dieses Themas anzunehmen. Wir sind auch nicht hergegangen und haben gesagt: Jetzt sitzt ihr da zweieinhalb Stunden vorne auf dieser Regierungsbank, das Thema ist so wichtig, und dann hört ihr nicht einmal den Abgeordneten zu, wenn sie hier ihre Ideen und Vorschläge zur Pflege einbringen! (Abg. Hauser: Das stimmt ja nicht, die Minister sind ja dagesessen!) Herr Bundeskanzler, das war auch nicht fair! Frau Bundesministerin, das auch nicht! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.)
Beifall bei der SPÖ.
Nehmt euch selber bei der Nase und schaut endlich, dass es da einen Konsens gibt! Das war unwürdig, denn: Wir haben etwas für die Pflege getan, mit euch wäre es eh nicht möglich gewesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
An dieser Stelle möchte ich mich, wie gesagt, bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Staatsdruckerei für ihre qualitative und umsichtige Arbeitsweise, die eben weltweit geschätzt wird, sehr herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich hoffe nun auch hier im Plenum auf eine einstimmige Annahme dieses Entwurfs des Staatsdruckereigesetzes und sehe dieser Abstimmung mit Freude entgegen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und JETZT.
Ich hoffe, dass auch Sie diesen zusätzlichen Antrag unterstützen. Wir werden den Hauptantrag der Regierungsparteien auch unterstützen. (Beifall bei SPÖ und JETZT.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Tatsache ist jedenfalls, dass es jetzt darum geht, einen korrekten Zustand herzustellen, und daher bin ich überzeugt, dass alle zustimmen werden. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Das alles sind Punkte, die zeigen: Wir wollen schneller werden! Wir wollen besser werden! Wir wollen reformieren! Die Bürger sollen das spüren! – Dafür arbeiten wir. Ich bedanke mich für das Mitgehen bei diesem kleinen Schritt für diese Reform. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Reihungsliste kann natürlich auch dafür verwendet werden, dass man den Frauenanteil erhöht, der im Verwaltungsgerichtshof noch etwas schmerzhaft niedrig ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir stimmen diesem Antrag zu, aber dass das eine große Reform ist, das bestreite ich. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Abgeordneter Mag. Harald Stefan (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich habe den letzten Satz des Herrn Kollegen Wittmann nicht ganz verstanden. Hat jemand behauptet, dass es eine große Reform ist? (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) – Gut, dann habe ich da akustisch etwas nicht gehört.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Es ist einfach eine sinnvolle Regelung, und soviel ich weiß, stimmen auch alle zu. Von einer großen Reform würde ich tatsächlich auch nicht reden, aber es ist doch immerhin gut, zu sehen, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Parlament und dem Verwaltungsgerichtshof in diesem Fall funktioniert und wir, wenn wir feststellen, dass es Änderungsbedarf gibt, diesen auch durchführen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
Daher ist es auch mein Anliegen, dass wir uns alle gemeinsam entschieden gegen jegliche Formen von Extremismus stellen, gegen den islamistischen Extremismus, gegen den Rechtsextremismus, gegen den Linksextremismus und sonst gegen jeglichen politischen, religiösen und weltanschaulich motivierten Extremismus. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei JETZT sowie der Abgeordneten Griss und Leichtfried.
Vielen Dank. (Beifall bei JETZT sowie der Abgeordneten Griss und Leichtfried.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Schon im Ausschuss hat sich Herr Abgeordneter Noll als Einziger, seine Partei vertretend, gegen diesen Antrag ausgesprochen. Alle anderen Parteien konnten dem zustimmen. Herr Abgeordneter Noll hat uns heute schon gesagt, dass die Wahrheit nicht beifallsbedürftig und evident sei. Er kann sie aber offensichtlich dennoch nicht erkennen, denn es beruht nun einmal auf Fakten, dass wir mit Buddhisten, Hinduisten oder Griechisch-Orthodoxen keine Probleme haben, unsere Lebensstile nicht kollidieren und es da auch nicht solche Parallelgesellschaften gibt, mit denen wir Probleme haben. Es gibt eben hier spezifische Probleme, nicht mit dem Islam als solchem, wenn er als Religion verstanden wird – so wie wir es verstehen, als private Religionsausübung, die vom Grundrecht auf Religionsfreiheit gedeckt ist –, sondern mit dem, was man unter dem politischen Islam zusammenfassen kann; gemeint ist damit, was unsere politische Ordnung, unsere Gesellschaftsordnungen, unsere Verfassungsordnung angreift und was damit nicht vereinbar ist. Darauf zielt dieser Antrag ab. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Stimmt nicht!
Das heißt, gerade die SPÖ sagt hier das eine – es ist schön, dass sie mit unserem Antrag mitgegangen ist, vielleicht schließt sie sich jetzt auch unserer Politik an –, es kommt andererseits aber auch immer darauf an, was man tut. In Wien ist ja die SPÖ noch in der Regierung und leider konterkariert sie da vollkommen die Absichten dieses Antrages. (Ruf bei der SPÖ: Stimmt nicht!) Das halte ich eigentlich für unpackbar. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Das heißt, gerade die SPÖ sagt hier das eine – es ist schön, dass sie mit unserem Antrag mitgegangen ist, vielleicht schließt sie sich jetzt auch unserer Politik an –, es kommt andererseits aber auch immer darauf an, was man tut. In Wien ist ja die SPÖ noch in der Regierung und leider konterkariert sie da vollkommen die Absichten dieses Antrages. (Ruf bei der SPÖ: Stimmt nicht!) Das halte ich eigentlich für unpackbar. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Ruf: Jetzt wird es schwer!
Präsidentin Doris Bures: Nun ist Herr Abgeordneter Dr. Harald Troch zu Wort gemeldet. – Bitte. (Ruf: Jetzt wird es schwer!)
Beifall bei der SPÖ.
Deutsch weiter: „FPÖ-Politiker wie Herr Landbauer, der ja Auslöser für die Rede von Herrn Strache war, gehen kurz auf Tauchstation und werden nach ein paar Monaten wieder eingesetzt.“ (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich ersuche um Zustimmung. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Apropos Wien: Wir haben in den letzten Tagen in den Zeitungen gelesen, dass in einer nicht genehmigten Moschee in Floridsdorf ein Aufruf zum Märtyrertum getätigt wurde. Wir haben heute in der Zeitung gelesen, dass es so aussieht, als ob ein IS-Attentäter aus Deutschland in Wien lebt und von Wien aus wirkt. All das und noch viel mehr sind gute Gründe für diesen Antrag, gute Gründe, dass die Bundesregierung weiterhin engagiert gegen Radikalisierung, gegen Extremismus und gegen die Bildung von Parallelgesellschaften vorgeht. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Neubauer: Ordnungsruf!
Abgeordnete Dr. Stephanie Krisper (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher, an die ich mich heute wenden will, weil ich Ihnen etwas bewusst machen möchte! Wir diskutieren heute über zwei Anträge der Regierungsparteien ÖVP und FPÖ, die in einer scheinheiligen Manier fordern (Abg. Neubauer: Ordnungsruf!), man möge Parallelgesellschaften und Radikalisierung verhindern sowie Schlepperei und illegale Migration bekämpfen.
Abg. Amesbauer: Was ist schon wieder scheinheilig? Zum Thema reden!
Wir NEOS sagen A und fordern auch A. Wir unterstützen diese Anträge und kämpfen für Maßnahmen zu deren Umsetzung durch konkrete Anträge, die aber dann von den Regierungsparteien in den jeweiligen Ausschüssen vertagt werden. Wenn es also darauf ankommt – walk the talk –, dann zeigt sich die Scheinheiligkeit der Regierungsparteien. (Abg. Amesbauer: Was ist schon wieder scheinheilig? Zum Thema reden!)
Heiterkeit bei den NEOS
Ich bitte Sie, sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, sich jeden Satz, jedes Versprechen der Bundesregierung bezüglich dieser Themen zweimal anzuschauen und aus der Schein- - (Heiterkeit bei den NEOS), aus der Wahrheitsfremde, der Doppelzüngigkeit, den Unwahrheiten Ihre Schlüsse zu ziehen, ob Sie diesen Parteien noch einmal vertrauen wollen, falls Sie es einmal gemacht haben, denn es geht hier letztendlich um unser Zusammenleben, um die Sicherheit in unserem Land, etwas, das nicht für billige Pointen und politisches Kalkül aufs Spiel gesetzt werden soll. – Danke sehr. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich bitte Sie, sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, sich jeden Satz, jedes Versprechen der Bundesregierung bezüglich dieser Themen zweimal anzuschauen und aus der Schein- - (Heiterkeit bei den NEOS), aus der Wahrheitsfremde, der Doppelzüngigkeit, den Unwahrheiten Ihre Schlüsse zu ziehen, ob Sie diesen Parteien noch einmal vertrauen wollen, falls Sie es einmal gemacht haben, denn es geht hier letztendlich um unser Zusammenleben, um die Sicherheit in unserem Land, etwas, das nicht für billige Pointen und politisches Kalkül aufs Spiel gesetzt werden soll. – Danke sehr. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wir haben insbesondere auch mit der Flüchtlingskrise, die im Jahr 2015 ihren Höhepunkt gefunden hat, erlebt, dass gerade mit den Flüchtlingsströmen auch ehemalige IS-Kämpfer, Dschihadisten, dass solche Menschen nach Europa und nach Österreich mitgekommen sind und auch in österreichischen Asylquartieren Radikalisierungs- und Rekrutierungsversuche gestartet haben. In diesem Zusammenhang ist es auch besonders wichtig, dass Innenminister Kickl angekündigt hat, sich mit aller Vehemenz gegen die Zurücknahme von sogenannten IS-Heimkehrern zu stellen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Der IS gilt ja in Syrien mittlerweile als militärisch besiegt. Was wir aber nicht brauchen, ist, dass wir diese Leute hierher holen und dass sie auch in unserem Land Schläferzellen und Terrorzellen bilden. Wir sollten diesbezüglich vorgewarnt sein und wir wissen ja, was in Europa passiert ist – es war der islamistische Terror, der auch durch Europa eine Spur der Verwüstung gezogen hat, ob durch die Anschläge in Paris, ob in Berlin, ob in Nizza, ob in London oder in Stockholm oder durch Anschläge in anderen europäischen Staaten. Das ist bekannt, und wir müssen sicherstellen, dass solche Menschen mit so einem Gedankengut nicht nach Österreich und nach Europa gelangen, wo sie nichts verloren haben. Das sollte jedem klar sein, auch jedem Oppositionspolitiker, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Bundesregierung ist auf dem richtigen Weg, und wir als österreichisches Parlament haben sie gefälligst dabei zu unterstützen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Gemeinsam müssen wir gegen den Extremismus vorgehen, und wir, die SPÖ, werden mit Sicherheit daraus kein politisches Kleingeld schlagen. Wir sind gegen alle Parallelgesellschaften, die den Menschen in unserem Land Schaden zufügen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Staatssekretärin im Bundesministerium für Inneres Mag. Karoline Edtstadler: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Österreich ist ein sicheres und ein stabiles Land. In Österreich kann man in Frieden und Freiheit leben. Grundlage dafür sind unsere Grundwerte Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit, und diese Grundwerte sind nicht verhandelbar. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Ich verurteile deshalb auch ganz klar jede Form von Anschlägen extremistischer oder terroristischer Natur. Wir müssen diesen Tendenzen, die unserem liberalen und demokratischen Rechtsstaat widersprechen oder ihn gar unterwandern, entschieden entgegentreten. Entwicklungen wie Radikalisierung, Gewalt und Terrorismus haben in unserem Land keinen Platz. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Staatssekretärin im Bundesministerium für Inneres Mag. Karoline Edtstadler: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Österreich ist ein sicheres und ein stabiles Land. In Österreich kann man in Frieden und Freiheit leben. Grundlage dafür sind unsere Grundwerte Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit, und diese Grundwerte sind nicht verhandelbar. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Ich verurteile deshalb auch ganz klar jede Form von Anschlägen extremistischer oder terroristischer Natur. Wir müssen diesen Tendenzen, die unserem liberalen und demokratischen Rechtsstaat widersprechen oder ihn gar unterwandern, entschieden entgegentreten. Entwicklungen wie Radikalisierung, Gewalt und Terrorismus haben in unserem Land keinen Platz. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abschließend möchte ich festhalten, dass jede Form des Extremismus, der politische Islam und auch die sonstigen damit verbundenen Herausforderungen ein Schwerpunkt der täglichen Arbeit sind, nicht nur im Bundesministerium für Inneres, sondern auch darüber hinaus, denn es ist ein sehr komplexes Phänomen, das eines breiten und gesamtgesellschaftlichen Schulterschlusses bedarf. Ich danke daher den Abgeordneten Kugler und Fürst für die Einbringung dieses Antrages, und ich kann Ihnen versichern, dass diese Bundesregierung alles in ihrer Macht Stehende tun wird, um diese Radikalisierungstendenzen und Extremismus in diesem Land zu verhindern. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Es wurde und wird in Österreich daran gearbeitet, dass solche Fehlentwicklungen, die erkannt wurden, auch klar angesprochen und abgewendet werden, damit die Menschen in Freiheit leben können und der gesellschaftliche Zusammenhalt gewährleistet wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Höbart: Omar Al-Rawi! Schauen Sie einmal nach Wien, Herr Laimer!
Abgeordneter Robert Laimer (SPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Meine Damen und Herren! Ich denke, dass niemand von den im Parlament vertretenen Parteien an Parallelgesellschaften jeglicher Art Interesse findet (Abg. Höbart: Omar Al-Rawi! Schauen Sie einmal nach Wien, Herr Laimer!) – und damit meine ich alle Formen einer Parallelgesellschaft, nicht nur jene im Zusammenhang mit der im Fokus der Debatten stehenden islamischen Radikalisierung. (Abg. Höbart: Fragen Sie einmal den Herrn Al-Rawi, was der dazu sagt!)
Abg. Höbart: Fragen Sie einmal den Herrn Al-Rawi, was der dazu sagt!
Abgeordneter Robert Laimer (SPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Meine Damen und Herren! Ich denke, dass niemand von den im Parlament vertretenen Parteien an Parallelgesellschaften jeglicher Art Interesse findet (Abg. Höbart: Omar Al-Rawi! Schauen Sie einmal nach Wien, Herr Laimer!) – und damit meine ich alle Formen einer Parallelgesellschaft, nicht nur jene im Zusammenhang mit der im Fokus der Debatten stehenden islamischen Radikalisierung. (Abg. Höbart: Fragen Sie einmal den Herrn Al-Rawi, was der dazu sagt!)
Abg. Höbart: Das ist so!
Zur Aussage von Frau Kollegin Kugler, dass ein hoher Prozentsatz der Muslime fundamentalistisch ist (Abg. Höbart: Das ist so!), gestatten Sie mir die Frage, ob Ihnen die Zehn Gebote oder die Bibel wichtiger sind als die Gesetze in Österreich. Oder können wir uns darauf einigen, dass Gesetze für alle gelten und zu gelten haben und von allen einzuhalten sind, egal ob Angehörige einer Konfession oder konfessionslos? (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Zur Aussage von Frau Kollegin Kugler, dass ein hoher Prozentsatz der Muslime fundamentalistisch ist (Abg. Höbart: Das ist so!), gestatten Sie mir die Frage, ob Ihnen die Zehn Gebote oder die Bibel wichtiger sind als die Gesetze in Österreich. Oder können wir uns darauf einigen, dass Gesetze für alle gelten und zu gelten haben und von allen einzuhalten sind, egal ob Angehörige einer Konfession oder konfessionslos? (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
und auch bestätigt, dass diese sogenannte Bewegung rechtsextrem und auch gewaltbereit ist. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Abg. Haider: He, he, he! Ein bissl zusammenreißen! Ein bissl aufpassen, was wir da sagen, gell!
Geschätzte Damen und Herren, lassen Sie mich abschließend sagen: Der Ring Freiheitlicher Jugend – ebenso in einem Naheverhältnis zu den Identitären wie das blaue FPÖ-Establishment (Abg. Haider: He, he, he! Ein bissl zusammenreißen! Ein bissl aufpassen, was wir da sagen, gell!) – gratulierte den Identitären seinerzeit zu ihrem Aufmarsch in Wien 2014 – kein Wunder, wurden doch viele führende Akteure der Identitären auch politisch unter anderem in der Wiener Olympia sozialisiert. Man ist versucht, zu sagen: Hier schließt sich ein Kreis, und zwar ein Kreis der Menschenverachtung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren, lassen Sie mich abschließend sagen: Der Ring Freiheitlicher Jugend – ebenso in einem Naheverhältnis zu den Identitären wie das blaue FPÖ-Establishment (Abg. Haider: He, he, he! Ein bissl zusammenreißen! Ein bissl aufpassen, was wir da sagen, gell!) – gratulierte den Identitären seinerzeit zu ihrem Aufmarsch in Wien 2014 – kein Wunder, wurden doch viele führende Akteure der Identitären auch politisch unter anderem in der Wiener Olympia sozialisiert. Man ist versucht, zu sagen: Hier schließt sich ein Kreis, und zwar ein Kreis der Menschenverachtung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und FPÖ.
oder von rechts kommt oder ob er religiös motiviert ist. Darum möchte ich an dieser Stelle auch auf das grausame Massaker in Neuseeland Bezug nehmen und allen Opfern von brutaler Massengewalt weltweit und ihren Angehörigen meine Anteilnahme aussprechen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es ist unfassbar, welch verheerendes Ausmaß Hass annehmen kann. Radikalisierung hat in unserer Gesellschaft keinen Platz, egal aus welcher Richtung, darum ersuche ich alle Abgeordneten, wie es der Großteil auch schon im Ausschuss gemacht hat, dem vorliegenden Entschließungsantrag zuzustimmen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich möchte an dieser Stelle Bundesminister Faßmann danken, der sich der Wichtigkeit dieses Themas bewusst ist und mit der Schaffung der Ombudsstelle für Wertefragen und Kulturkonflikte einen wichtigen Schritt diesbezüglich gesetzt hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Gleichzeitig geht mein Dank an Frau Wiesinger, die als Ombudsfrau ihre Erfahrungen und Erkenntnisse zu dieser Thematik einbringt und einen wertvollen Beitrag leistet.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Weitere Positivbeispiele in Wien sind der Verein Kultur für Kinder mit der Kulturschultüte, ebenfalls für Volksschulen, die Programme Bakabu und Superar oder auch die Musikschule Wien. All diese Vereine und Institutionen haben aber ein Problem gemeinsam: Sie erreichen zu wenig Kinder, weil sie zu wenig Ressourcen haben. Es ist daher nicht nur der Bund gefordert, sondern natürlich auch die Länder und vor allem die Stadt Wien. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Eines ist klar: Herr Erdoğan wird diesen Kräften die Unterstützung nicht geben, die Muslimbruderschaft auch nicht. Wenn hier in diesem Haus der politische Wille vorhanden wäre, könnten wir diesen Leuten unter die Arme greifen, dass sie diese Diskussionen hier führen und dieses Gedankengut auch in die Communitys und auch in die Herkunftsländer hineintragen können. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.) – Danke.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abschließend gratuliere ich Ihnen, sehr geehrte Frau Staatssekretärin, dass Sie mit der Einrichtung dieser Beobachtungsstelle gegen religiösen Extremismus einmal den ersten Schritt setzen. – Danke vielmals für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Dr. Kugler und ich haben uns auch entschlossen, noch einen Antrag einzubringen, in dem wir die Bundesregierung ersuchen, weiterhin entschlossen Schlepperei und Menschenhandel auf nationaler und internationaler Ebene zu bekämpfen, sich auch gegen die damit verbundene illegale Migration zu stellen und in den Herkunftsländern präventiv tätig zu werden. Dieser Antrag ist einstimmig angenommen – eine sehr schöne Sache, danke für Ihre Zustimmung! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Gegen diese Politik, die wir hier zugelassen haben, insbesondere die Vorgängerregierung, wenden wir uns entschieden – und wir müssen hier diesen Schaden wiedergutmachen. Natürlich erleben auch viele Menschen auf ihrer Flucht Gewalt. Sie gehen ein Risiko ein, sie sitzen falschen Versprechungen auf – die Zukunft ist nicht ganz so rosig, wie sie ihnen dargestellt worden ist –, Jugendliche stranden, und im schlimmsten Fall überleben manche die Überfahrt nicht. Daher müssen die Schlepperei und der Menschenhandel beendet werden und muss dieser Weg über das Mittelmeer geschlossen werden. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.
Wenn man aber jetzt andererseits – um den Bogen zum heutigen Vormittag zu spannen – mit der Mindestsicherung, die in Wien im wahrsten Sinn des Wortes ausgeschüttet wird, die Leute geradezu anlockt, dann entwickelt das eine Sogwirkung, und solange diese Vollversorgung anhält, werden sich die Leute in ein Boot setzen. (Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Das heißt: Wenn Sie das eine sagen, verhalten Sie sich bitte auch entsprechend und unterstützen Sie die Politik dieser Bundesregierung! – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte wieder zur ursprünglichen Intention des Antrages zurückkommen, die Populismusschraube – ich sage nur: Schlaraffenland – wieder zurückdrehen und mich dem Antrag der Regierungsparteien betreffend Bekämpfung von Schlepperei und Menschenhandel widmen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Für mich ist zum einen einmal wichtig, dass man den Opfern jede Möglichkeit gibt, sich auch wirklich als Betroffene von Menschenhandel zu deklarieren. Das braucht einerseits eine entsprechende Sensibilisierung von Polizistinnen und Polizisten – interkulturelle und genderspezifische Kompetenz –, das braucht andererseits aber auch ausreichend bekannte und finanziell ausreichend ausgestattete Erstanlauf- und Beratungsstellen für Betroffene von Menschenhandel. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Menschenhandel ist eine ganz grobe Menschenrechtsverletzung, gegen die wir alle miteinander konsequent vorgehen müssen. Ich denke, der Schutz der Opfer – Männer, Frauen wie Kinder – muss für uns alle an erster Stelle stehen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Dass dieses große und schwere Anliegen der modernen Sklaverei unserer Bundesregierung ein wichtiges Anliegen ist, dafür möchte ich ihr danken, und ich danke allen Kolleginnen und Kollegen, dass dieser Antrag nun einstimmig angenommen wird. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei JETZT sowie des Abg. Leichtfried.
Vielen Dank. (Beifall bei JETZT sowie des Abg. Leichtfried.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Haubner und Jachs.
Wir brauchen an den europäischen Außengrenzen eine No-Way-Politik, wenn Sie so wollen – und dazu bekenne ich mich auch – eine Festung Europa, denn nur wir haben zu sagen, wer zu uns kommt, und niemand anderer, und schon gar nicht irgendwelche kriminellen Schlepper, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Haubner und Jachs.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist viel passiert, aber es ist noch viel mehr zu tun. Wie gesagt: Nur wir haben zu entscheiden, wer in unser Land kommt, niemand anderer, und schon gar keine kriminellen Schlepper. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Natürlich ist diese Hilfe vor Ort die schwierigste, aber dennoch müssen wir weiterhin Projekte und die internationale Zusammenarbeit gegen Menschenhandel unterstützen. Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort so zu gestalten, dass es gar keinen Grund mehr gibt, sich in die Fänge von Menschenhändlern zu begeben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich kann Ihnen im Sinne des Antrages versichern, dass wir auch in diesem Bereich alles in unserer Macht Stehende machen werden, um diesen Kriminalitätsformen den Boden zu entziehen und die Opfer bestmöglich zu schützen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Frau Kollegin Schatz, ich habe heute wieder viel dazugelernt: Wenn die Regierung diesen Antrag einbringt, ist es Populismus, und wenn Sie diesen Antrag unterstützen, dann ist es natürlich gut. Sie tun das hier natürlich ausladend und mit viel Empathie für die Opfer. Das Ziel unseres Antrages, Frau Kollegin, ist, dass es keine Opfer mehr gibt. Das ist der entscheidende Punkt, dort wollen wir hin. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Um das hier auch ganz klar zu sagen: Es kann selbstverständlich nicht zwei Antworten auf die Frage, ob ein Mensch im Mittelmeer gerettet werden muss oder nicht, geben. Es gibt aber immer mindestens zwei, wenn nicht mehr Antworten auf die Frage, wohin das Rettungsschiff fährt, und wenn wir da die richtige Antwort finden, dann werden wir der internationalen Schlepperei schnell einen Riegel vorschieben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die große Aufgabe ist also, auch in moralischer Hinsicht sehr viel zu tun. Solange gesellschaftlich höchste Kreise sich der Kinderpornografie und der Kinder bedienen, sind wir noch weit davon entfernt, von einem sicheren Europa zu sprechen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Im Wissen, dass es nie zur Gänze verhindert werden kann, können wir aber alle sehr wohl zur Bewusstseinsbildung beitragen und gemeinsam an Präventivmaßnahmen und Maßnahmen zum Opferschutz arbeiten. Genau darauf zielt der vorliegende Antrag ab. Vielleicht denken Sie alle am 30. Juli an die heutige Debatte zurück, denn das ist der internationale Tag gegen Menschenhandel. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Zadić und Holzinger-Vogtenhuber
Dass es dennoch 16 Prozent geworden sind, ist einem Kraftakt der Direktorinnen und Direktoren und der Pädagoginnen und Pädagogen zu verdanken (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Zadić und Holzinger-Vogtenhuber), denn sie haben kaum die Möglichkeit gehabt, sich darauf einzustellen. Sie standen wirklich vor gewaltigen Herausforderungen, haben noch das letzte Kammerl in ein Klassenzimmer umfunktioniert, haben Bibliotheken, Werkräume geschlossen, um daraus Klassen zu machen. Pädagoginnen und Pädagogen ohne ausreichende Schulung in Deutsch als Zweitsprache fanden sich oftmals ganz plötzlich in Deutschförderklassen mit 25 Kindern wieder.
Beifall bei SPÖ und JETZT.
band weiterzulernen. – Bravo, kann ich nur sagen, der maximale Schaden ist angerichtet! (Beifall bei SPÖ und JETZT.)
Beifall bei SPÖ und JETZT sowie des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.
Herr Bundesminister, das wird alles nicht besser. Ich appelliere einmal mehr an Sie: Hören Sie auf Ihre Kolleginnen und Kollegen aus der Bildungswissenschaft und vor allem auf die Pädagoginnen und Pädagogen! Kehren Sie bitte zu den gut etablierten, integrativen Maßnahmen zurück, verdoppeln Sie die Zahl der Pädagoginnen und Pädagogen in den Klassen mit besonderen Herausforderungen wieder, und überlassen Sie es bitte den erfahrenen DirektorInnen und Pädagoginnen und Pädagogen, am Schulstandort autonom, treffsicher, so wie es die Kinder brauchen und wie es die Räumlichkeiten hergeben, zu gestalten! (Beifall bei SPÖ und JETZT sowie des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Hoyos-Trauttmansdorff und Zadić.
Ich plädiere für mehr Vertrauen in unsere Pädagoginnen und Pädagogen, denen ich an dieser Stelle wirklich herzlich Danke sage. Eine Nachtlektüre empfehle ich noch: Der Nationale Bildungsbericht ist heute herausgekommen, und er widmet sich auch dem Thema Separation und Homogenisierung von Klassen; und was da drinnen steht, unterstreicht meine hier vorgetragene Kritik. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Hoyos-Trauttmansdorff und Zadić.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Jetzt komme ich auf die Deutschförderklassen zu sprechen: Sie haben vollkommen recht, ich habe mich geirrt. Ich habe mich geirrt, ich hatte geglaubt, es würde besser gehen. Es hat sich gezeigt, dass der Bedarf wirklich sehr groß ist. Er ist wirklich sehr groß; und man hat vorher nicht hingeschaut, das habe ich auch festgestellt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Man hat vorher nicht hingeschaut, und wenn die Deutschförderklassen nicht gekommen wären, würden noch weniger Kinder Deutsch können.
Abg. Hammerschmid: Stimmt ja nicht!
Wenn Sie sich die Zahlen genauer anschauen, werden Sie feststellen: Es ist tatsächlich so, die sind nicht so gut, wie ich es gehofft hatte, aber es gibt unglaubliche Unterschiede. Neue Mittelschulen in Kärnten: 100 Prozent steigen auf, haben also die Deutschförderklassen positiv erledigt. Komischerweise sind es in den Nachbarbundesländern Steiermark und Tirol ganz wenige. (Abg. Hammerschmid: Stimmt ja nicht!) – Ich habe die Zahlen da. Ich habe die Zahlen vom Ministerium bekommen. Wollen Sie mir erklären, das Ministerium hat mir etwas Falsches gesagt?
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Neue Mittelschulen, Kärnten: 100 Prozent. – Es ist wirklich so. Bei den Volksschulen in Oberösterreich: gute Ergebnisse; in Niederösterreich: interessanterweise gar nicht so gute. Es gibt eine starke Volatilität. Das liegt vielleicht auch daran, dass man das Standardmesssystem noch nicht eingeführt hat. Es wird eingeführt werden, und es wird eine große Hilfe für die Lehrerinnen und Lehrer sein, von denen ich wirklich sagen muss – und da muss ich Ihnen ebenfalls recht geben, Frau Kollegin Hammerschmid –: Sie strengen sich wirklich über die Maßen an. Das ist wirklich bemerkenswert und sehr gut, und man kann den Lehrern – männlich, weiblich –, nur herzlichst dafür danken, dass sie sich diese Arbeit antun. Sie tun es ja für uns und für das Land. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Da werden sich viele bedanken!
Glauben Sie mir, ich kenne den Wissenschaftszirkus. Viele Experten kommen, weil sie Mitläufer sind, gewissen Zeitgeistideen folgen und nichts anderes machen. (Ruf bei der SPÖ: Da werden sich viele bedanken!) Sie können nur denen vertrauen, bei denen Sie wirklich das Empfinden haben – wie bei Herrn Dr. Scholz –: Das ist jemand, der vom Innersten her von der Wahrhaftigkeit getragen ist und von Schule auch etwas versteht!
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Diese Experten sagen uns: Es ist gut, was ihr gemacht habt, macht weiter so! Ihr werdet mit den Deutschförderklassen dafür sorgen, dass sich die Kinder in diesem Land integrieren können, gute Österreicher werden und dann Steuern zahlen und unserem Land – sich selber und auch unserem Land – weiteren Wohlstand verschaffen werden! – Und das ist das Ziel dieser ganzen Aktion. – Ich danke Ihnen, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall des Abg. Schellhorn sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Jetzt sind natürlich die Deutschklassen das große Thema, und es wurde auch schon viel dazu gesagt, nur nicht von jedem. Ich möchte als Erstes Kollegen Taschner lobend erwähnen, denn ich finde, dass Sie etwas sehr Großartiges gemacht haben, was nur wenige Politiker machen, und zwar einzugestehen, dass man einmal nicht recht hatte. Das, finde ich, muss man auch einmal sagen, weil das sehr selten passiert. (Beifall des Abg. Schellhorn sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.) – So bekommt man zumindest Applaus von der ÖVP, das ist ja auch nicht alltäglich.
Beifall bei den NEOS.
Wir wollen eine ernsthafte Integration, das heißt: Vertrauen wir den Pädagoginnen und Pädagogen vor Ort und setzen wir weitere Maßnahmen, um Integration voranzutreiben! Es liegen da schon einige Sachen auf dem Tisch – Ganztagsbetreuung und so weiter –, damit die Sprache gelernt werden kann, weil das natürlich sehr wichtig ist. Dementsprechend gibt es leider von uns keine Zustimmung. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hammerschmid und Kucher.
Frau Kollegin Hammerschmid, ich finde es ein wenig zynisch von Ihnen, dass Sie sagen, die Maßnahmen, die Sie in Ihrer Regierungszeit ergriffen haben, wären quasi besser als das, was wir hier implementiert haben, und dass Sie das schon nach einem halben Jahr wissen. Das ist deswegen zynisch, weil wir ja wissen, dass die Zahlen nicht unbedingt dafür gesprochen haben, dass das, was in der Vergangenheit in den Schulen passiert ist, gut war. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hammerschmid und Kucher.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin überzeugt davon, dass es zielführend ist, auf diesem Weg zu bleiben und zu versuchen, die alten Maßnahmen, die nicht funktioniert haben, zu ersetzen; dann wird das sicher besser werden. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Greiner.
Es ist mir schon klar, Sie haben durch die Masseneinwanderung der letzten Jahrzehnte die grundlegenden Probleme mitverursacht. (Zwischenruf der Abg. Greiner.) Sie haben auch entsprechend dazu beigetragen, dass da keine flankierenden Maßnahmen getroffen wurden, und sind jetzt nicht in der Lage, das einzugestehen und zu versuchen, in die richtige Richtung gehende Maßnahmen zu setzen.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich möchte abschließend – das tue ich nicht zum ersten Mal –, ein Plädoyer an all jene Menschen richten, die zu uns gekommen sind, in unserem Land leben: Es geht nicht nur darum, dass möglichst viel Geld und Fördermittel eingesetzt werden, wie es die Sozialisten machen würden, sondern vor allem auch darum, entsprechenden Willen an den Tag zu legen, sich zu integrieren und etwa die deutsche Sprache zu lernen. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Mölzer: Aber!
Abgeordneter Christian Kovacevic (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Liebe Zuseherinnen und Zuseher zu Hause und hier auf der Galerie! Geschätzte KollegInnen! Hohes Haus! Werter Herr Kollege Mölzer, du schaffst es immer wieder, recht gut zu beginnen, am Ende bleibt aber dann doch wieder dasselbe über. Es sind halt inhaltslose Beschuldigungen (Abg. Mölzer: Aber!), irgendwelche Unterstellungen gegenüber der SPÖ. Ich weiß nicht, was das soll. Wollen wir uns jetzt endlich einmal einer sinnhaften Diskussion stellen?
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Plessl: Ablenkung! Eine reine Ablenkung! – Abg. Mölzer: Sagt, wenn ihr was falsch gemacht habt! Das habe ich noch nie gehört!
Sie haben die Deutschförderklassen beschlossen. Wir waren von Anfang an skeptisch, waren dagegen. Sie haben Ihre Argumente, wir unsere. Es fällt mir nicht im Traum ein, jetzt irgendetwas zu kritisieren, was Ihre Parteilinie betrifft. Ich weiß nicht, was das soll. Welchen Hintergrund hat das? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Plessl: Ablenkung! Eine reine Ablenkung! – Abg. Mölzer: Sagt, wenn ihr was falsch gemacht habt! Das habe ich noch nie gehört!)
Beifall bei der SPÖ.
Eines interessiert mich schon, liebe Kollegen von der FPÖ: Ja, woher wissen Sie das? Das ist eine berechtigte Frage. Sie sagen, Sie sehen sich durch diese Ergebnisse bestätigt. Der Herr Bundesminister sagt, er kann die Auswirkungen noch gar nicht einschätzen, weil es noch zu früh ist. Das ist interessant, wenn der Herr Bundesminister sagt, dass es noch zu früh ist, aber einzelne Abgeordnete der FPÖ sich schon eine eigene Meinung bilden und die dann für bare Münze verkaufen. Das gebe ich schon auch einmal zu bedenken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es geht darum, dass wir Sprachfördermaßnahmen in Summe vermehren können. Unsere Forderung ist es schon seit Langem, dass Sprachförderpersonal zumindest in den ersten und zweiten Klassen verdoppelt wird, und dazu stehen wir auch weiterhin. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Taschner.
Abschließend noch kurz zur Rede des Herrn Kollegen Taschner: Ich habe versucht, das zu verstehen, auch das mit den 100 Prozent aus Kärnten, die Sie erwähnt haben. Ich habe noch einmal in unseren Unterlagen nachgeforscht. Wir haben eine APA-Meldung, in der steht: Kärnten 0 Prozent Umstiege von der Deutschförderklasse in die Regelklasse. – Ich glaube, das ist auch mehrfach so in den Medien kolportiert worden. (Zwischenruf des Abg. Taschner.) Vielleicht handelt es sich um ein Missverständnis, aber die APA-Meldung verweist auch aufs Bundesministerium. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend noch kurz zur Rede des Herrn Kollegen Taschner: Ich habe versucht, das zu verstehen, auch das mit den 100 Prozent aus Kärnten, die Sie erwähnt haben. Ich habe noch einmal in unseren Unterlagen nachgeforscht. Wir haben eine APA-Meldung, in der steht: Kärnten 0 Prozent Umstiege von der Deutschförderklasse in die Regelklasse. – Ich glaube, das ist auch mehrfach so in den Medien kolportiert worden. (Zwischenruf des Abg. Taschner.) Vielleicht handelt es sich um ein Missverständnis, aber die APA-Meldung verweist auch aufs Bundesministerium. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn bereits nach einem Semester, nach einem halben Schuljahr 16 Prozent vom außerordentlichen Status in den ordentlichen Status überführt werden können, dann ist das auch ein Erfolg. Oder wollen Sie diesen Schülern ins Gesicht sagen: Du hast keinen Erfolg, weil du jetzt als ordentlicher Schüler da bist!? (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Es gibt jetzt standardisierte Testungen, die den Sprachstand objektiv und zielgerichtet erheben und somit auch prüfen, ob ein Schüler, eine Schülerin in den ordentlichen Status übernommen werden kann oder nicht. Diese Maßnahmen sind notwendig, um ein frühzeitiges Erlernen der Sprache, aber auch ein frühzeitiges Überführen in den ordentlichen Status zu ermöglichen. Wir dürfen kein Kind zurücklassen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Sprache, meine Damen und Herren, ist das Ticket für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Es gibt jetzt standardisierte Testungen, die den Sprachstand objektiv und zielgerichtet erheben und somit auch prüfen, ob ein Schüler, eine Schülerin in den ordentlichen Status übernommen werden kann oder nicht. Diese Maßnahmen sind notwendig, um ein frühzeitiges Erlernen der Sprache, aber auch ein frühzeitiges Überführen in den ordentlichen Status zu ermöglichen. Wir dürfen kein Kind zurücklassen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Sprache, meine Damen und Herren, ist das Ticket für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.
Wir haben es gehört – auch Kollege Kovacevic hat es angesprochen –, in Kärnten sind es sogar 0 Prozent. Keine einzige Schülerin und kein einziger Schüler konnte nach der Sprachprüfung in die Regelklasse übernommen werden. Aufgrund dieses fatalen Ergebnisses – das muss man wirklich so sagen – der sogenannten Deutschförderklassen in den Bundesländern braucht es da anscheinend schon nach einem halben Jahr gewisse Adaptierungen und vielleicht sogar ein Zugeständnis, dass die Förderklassen doch nicht der richtige Weg zur Vorzeigeintegration oder sogar -inklusion sind. Wir sagen: Nein! – Wir waren von Anfang an gegen das System der Deutschförderklassen, gegen die Segregation und Stigmatisierung von Kindern und Jugendlichen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch wenn man in der Schule gelernt hat, dass Minus und Minus im mathematischen Sinne Plus ist, wissen wir auch, dass ein Fünfer ein Fünfer bleibt, auch wenn ich der Lehrerin oder dem Lehrer sage, dass ich mich bemüht habe. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ihr Zugang ist ein anderer. Wenn Sie jetzt die Ergebnisse hernehmen und sagen, nur 16 Prozent haben nach einem Semester den Übertritt von der Deutschförderklasse in die reguläre Klasse geschafft und das sei ein so schlechtes Ergebnis, dass man Deutschförderklassen überdenken müsse, sagen wir: Es ist gut, dass wir Deutschförderklassen eingerichtet haben, weil die Sprachkenntnisse so defizitär waren, dass ein Semester nicht ausgereicht hat, um entsprechend gute Sprachkenntnisse zu erwerben, dass der Übertritt in das reguläre Klassenwesen überhaupt zu schaffen war. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wir haben das Schulsystem so zu gestalten, dass unsere Kinder beim Schuleintritt die Unterrichtssprache Deutsch können müssen, damit nicht die Pädagoginnen und Pädagogen ob der schlechten Deutschkenntnisse und ob der schlechten Integration so frustriert sind, dass sie uns davonlaufen. Deswegen ist unser Ansatz mit den Deutschförderklassen ein richtiger und erster wichtiger Ansatz. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Bayr. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Kovacevic, das haben Sie schon ganz richtig gesagt, wir tauschen eigentlich immer die gleichen Argumente aus. Herr Kovacevic, meine erste Bemerkung trifft Sie, auch Sie haben stark begonnen und endeten relativ schwach. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Bayr. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie endeten sozusagen in der Forderung, mehr Ressourcen in das System hineinzustecken. Ich möchte Sie nur daran erinnern: 10 Schülerinnen und Schüler einer Neuen Mittelschule entsprechen einer Lehrerposition, im Volksschulbereich sind es 14,5 Schülerinnen und Schüler. Dazu kommen noch 20 Prozent Zuschläge. Dazu kommen von den Ländern noch sogenannte Überzugslehrer, in die sie selbst investieren.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wenn wir uns internationale Ausgabenpositionen anschauen, dann müssen wir sagen, Österreich hat ein Bildungssystem, in das viel investiert wird. Ich sage jetzt keine Superlative, teuer oder zu teuer, ich sage nur ganz realistisch: Wir investieren wirklich viel in das Bildungssystem. Ich glaube, all jene, die Bildungspolitik betreiben, sollten sich selbst ab und zu die Frage erlauben: Investieren wir es strategisch richtig?, und auch versuchen, sie kritisch zu beantworten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Bayr: Vergeben Sie auch Noten oder nur verbale Beurteilung? – Zwischenruf der Abg. Kucharowits.
Darf ich meine zweite Bemerkung machen: Sonja Hammerschmid, du bist ja schon eine perfekte Politikerin geworden, wirklich, also da kommen die Schwarz-Weiß-Zeichnungen. (Abg. Bayr: Vergeben Sie auch Noten oder nur verbale Beurteilung? – Zwischenruf der Abg. Kucharowits.) – Augenblick, darf ich fertig reden? (Abg. Rosenkranz: Nicht genügend ist auch verbal!)
Abg. Rosenkranz: Nicht genügend ist auch verbal!
Darf ich meine zweite Bemerkung machen: Sonja Hammerschmid, du bist ja schon eine perfekte Politikerin geworden, wirklich, also da kommen die Schwarz-Weiß-Zeichnungen. (Abg. Bayr: Vergeben Sie auch Noten oder nur verbale Beurteilung? – Zwischenruf der Abg. Kucharowits.) – Augenblick, darf ich fertig reden? (Abg. Rosenkranz: Nicht genügend ist auch verbal!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Frau Holzleitner! Sie haben zu Recht eine dieser Unwägbarkeiten genannt: Oberösterreich: 26 Prozent Übertrittsquote; Niederösterreich: knapp über 3 Prozent, 3,6 Prozent Übertrittsquote. Man kann ja schwer argumentieren, dass die Kinder in Oberösterreich alle um so viel sprachbegabter sind als jene in Niederösterreich. Dabei muss man sagen: Das sind ganz offensichtlich unterschiedliche administrative Praxen, wie dieses neue System gelebt wird. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Aus dem Grund, Frau Holzleitner, sagen wir auch: Ja, dieser standardisierte Test ist sehr gut, ist sehr wichtig.
Abg. Hammerschmid: Letzter Absatz!
Weil du, Sonja, die Heterogenisierung angesprochen hast: Im Nationalen Bildungsbericht ist in dem Kapitel nicht von den Deutschförderklassen die Rede (Abg. Hammerschmid: Letzter Absatz!), sondern in dem Kapitel ist von einem interessanten Phänomen die Rede, nämlich: Wie gehen Direktorinnen und Direktoren bei der Einstufung mit neu angemeldeten Kindern um? In welche Klassen werden sie gegeben? Da gibt es beispielsweise das interessante Phänomen, dass die Protestanten dann in eine eigene Klasse kommen, weil der Stundenplan leichter organisierbar ist.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Herr Hoyos! Die Grenzen der Autonomie gibt es, glauben Sie es mir, und es muss manchmal auch Vorgaben geben. Alles nur in den autonomen Handlungsbereich von Direktorinnen und Direktoren zu geben, ist eine Übertreibung. Sie schütteln den Kopf, aber die Wahrheit liegt natürlich immer dazwischen, und man braucht das richtige Maß von Autonomie und die richtige Balance. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Es ist also relativ einfach: Ich glaube, man kann diesen drei technischen Änderungen, die im Prinzip vollkommen harmlos sind und Sinn machen, mit ruhigem Gewissen zustimmen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Ich glaube, das ist eine ganz wichtige Änderung. Ich finde es aber bedauerlich, dass auch da schon wieder ideologische Vorbehalte von der SPÖ und auch von den NEOS als Gründe vorgebracht werden, warum sie nicht zustimmen können. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf bei den NEOS.
Ich glaube, das ist genau der falsche Punkt. Man hört bei den Reden immer: Wir müssen gemeinsam eine Lösung finden! Jeder findet das Problem groß genug, aber schlussendlich, wenn es um das Abstimmen geht, dann sind Sie doch wieder auf Ihrer Seite und nicht auf der Seite der Kinder und der Migrationskinder. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir sind als Regierung auch dafür da, um dafür zu sorgen, dass solche typischen Sätze, wie wir sie bei den Deutschförderklassen in der Vergangenheit oft gehört haben – die Sprache ist das Tor zur Integration, wer der Sprache nicht mächtig ist, der kann dem Unterricht nicht folgen, und so weiter –, keine Worthülsen sind. Die Regierung erkennt diese Probleme, löst sie, setzt Lösungen um, entwickelt Gesetze und ändert diese Gesetze auch ab. Ich glaube, da sind wir auf einem sehr, sehr guten Weg. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Frau Hammerschmid, aus Ihren Ausführungen möchte ich etwas Positives hervorstreichen: Es kommt immer auf das Bemühen der Schulleiterinnen und Schulleiter und der PädagogInnen an. Denen möchte ich einen herzlichen Dank für ihre Bemühungen aussprechen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich möchte hier eben noch einmal die Gelegenheit dafür nutzen, im Namen unseres Bezirkes meinen herzlichen Dank auszudrücken. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
zu prüfen, ob man das im Sinne des Antrages weiterentwickeln kann. Daher kommt von uns einstimmige Zustimmung. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Eine Möglichkeit auf dem Weg hin zur Chancengleichheit wäre der Chancenindex gewesen. Bis heute wurde er von dieser Regierung nicht umgesetzt. Es fehlt mir bei Ihren bildungspolitischen Entscheidungen einfach an Konzepten, an Konzepten für die bestmögliche Bildung für die Kinder in unserem Land, und das von klein auf. Es geht nicht darum, ob es Herbstferien geben soll, ja oder nein, ob es zwei freie Tage mehr geben soll, ja oder nein. Es geht um mehr, es geht um die Zukunft unserer Kinder. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.
Trotzdem ist es notwendig, Konzepte zu erarbeiten, um für alle die gleichen Chancen zu schaffen, damit unser Land zukunftsfit bleibt. Deshalb ist der Chancenindex umgehend umzusetzen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
es unseren Kinder in Zukunft besser gehen wird – ganz einfach. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Danke einmal an NEOS für die Initiative. Ich möchte als Obmann des Unterrichtsausschusses auch darauf hinweisen, dass, wenn vernünftige Vorschläge von der Opposition kommen, es kein Problem für uns ist, ihnen auch die Zustimmung zu erteilen. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Wir werden auf jeden Fall dranbleiben und werden uns ganz genau anschauen, wie das durchgeführt wird und wie man das auch in weiteren Schritten evaluieren kann, weil wir wirklich glauben, dass das eine Riesenchance für alle ist, auf der einen Seite für die Schülerinnen und Schüler und auf der anderen Seite für die arbeitslos gewordenen AMS-LehrerInnen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei JETZT.
Das sind jetzt noch meine Wünsche diesbezüglich. Ich glaube, es ist eine spannende Box, die wir gerade aufmachen. Wir müssen uns anschauen, wie das in weiterer Form erfolgreich umgesetzt werden kann. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren, das könnte aber auch ein Pilotprojekt für weitere Qualifizierungsmaßnahmen für Quereinsteiger sein, und das macht eben diesen Antrag so interessant. Daher unterstützen wir diesen Antrag des Kollegen Hoyos-Trauttmansdorff. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ und JETZT sowie des Abg. Schellhorn.
Den Begriff des Lehrermangels möchte ich also so nicht stehen gelassen haben – das heißt aber nicht, dass es nicht in manchen Regionen und bei manchen Fächern – insbesondere bei Mint-Fächern – Schwierigkeiten gibt. Nichtsdestotrotz – oder vielleicht gerade deswegen –, Frau Cox, ist auch die Sache der Öffnung von Mint-Fächern eine ganz wesentliche Angelegenheit. – Danke. (Beifall bei ÖVP, FPÖ und JETZT sowie des Abg. Schellhorn.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Cox und Noll.
Immer noch, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, werden Spielzeuge explizit für Mädchen oder für Buben erzeugt – und wenn es nur an tradierten Farben festgemacht ist –, das ist im Jahr 2019 eigentlich unpackbar und völlig absurd! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Cox und Noll.)
Beifall bei SPÖ und JETZT.
Es sollen endlich alle ohne frühe Rollenzwänge aufwachsen können. Unterstützen wir die PädagogInnen in ihrem Job, brechen wir endlich alte Rollenbilder auf, und das jetzt, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei SPÖ und JETZT.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Als letzten Tagesordnungspunkt behandelten wir dann einen Antrag betreffend „geschlechtersensible Pädagogik im Elementarbereich und in der frühkindlichen Erziehung“. Für die Zuseherinnen und Zuseher zu Hause: Wir konnten, was das Kopftuchverbot anbelangt – eine wichtige Maßnahme zum Schutz von Mädchen in ihrer Entwicklung der Persönlichkeit –, noch keine Einigung erzielen. Im selben Ausschuss kommt ein Antrag zum Thema geschlechtersensible Pädagogik. Der Antrag, in dem der Regierung vorgeworfen wird, zu wenig in diesem Bereich zu tun – ich werde Ihnen noch ganz klar darlegen, was da schon alles in die Wege geleitet wurde –, kann nur abgelehnt werden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Damit wären wir beim Thema. Wir haben ein gemeinsames großes Ziel, nur haben wir verschiedene Herangehensweisen, wie man dorthin kommt. Ich werde Ihnen meine persönliche dazu sagen: Als Erstes, meine Damen und Herren, orientieren sich die Kinder natürlich am Elternhaus, dort wird vorgelebt und Rollenbilder werden vermittelt. Mein Zugang ist, dass dort die Verantwortung liegen soll, mit welchem Rollenbild mein Kind aufwächst. Ich möchte auch nicht, dass der Staat das übernimmt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das andere ist natürlich, was in der Schule abläuft. Da kann abgefedert werden, wenn verschärfte Rollenbilder vermittelt wurden und da kann selbstverständlich geschlechtersensibel gearbeitet werden. Dort, wo wir Pädagoginnen und Pädagogen fachlich mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen helfen können, machen wir das natürlich. Konkret heißt das, der Rahmenlehrplan ist gesetzlich verankert worden. (Die Rednerin hält ein Schriftstück mit der Aufschrift „BildungsRahmenPlan“ in die Höhe.) Liebe Frau Cox, das haben Sie gefordert – das ist erledigt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Aufgrund dieser Maßnahmen wundert mich die Aussage von Frau Abgeordneter Kucharowits in der letzten Ausschusssitzung, und auch von Ihnen, Frau Cox, im gegenständlichen Antrag, dass ÖVP und FPÖ gegen geschlechtersensible Pädagogik wären. Liebe Frau Kucharowits und liebe Frau Kollegin Cox: Herr Minister Faßmann hat in seinem Ressort die Umsetzung dieser Forderungen schon längst auf den Weg gebracht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei JETZT.
Die frühkindliche Erziehung ist also sehr wichtig und beeinflusst auch den Lebens- und Berufsweg der Kinder und Jugendlichen sehr stark. Wenn man sich das Umfeld der Kinder ansieht, sprechen wir von den Familien, vom Kindergarten, von den Schulen. Die jungen Menschen werden natürlich auch durch die Werbung beeinflusst. Die gesamte Lebenswelt beeinflusst sehr stark die Geschlechterrollen, mit denen sie konfrontiert sind. Das Ziel muss es da sein, dass jeder Mensch unabhängig von den Geschlechterklischees oder Erwartungen anderer die Wahl treffen kann, welchen Bildungs- und Berufsweg er für sich selber wählen möchte. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei JETZT.
Was Bücher im Kindergarten angeht, ist es auch wichtig, dass Mädels und vor allem Frauen in den Büchern Heldinnen sein dürfen, dass wir in den Büchern Männer zeigen, die auch fürsorglich sind und Gefühle haben. Das sollte normal sein und das sollte auch in den Büchern im Kindergarten abgebildet sein. (Beifall bei JETZT.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Mutter um die Hausarbeit kümmert, und dann im Kindergarten aber Lukas auch in der Puppenküche mit anpackt. Ich glaube, das ist wichtig, weil das dann zu Hause zu Reflexionsprozessen führt, und dafür können der Kindergarten und die Elementarpädagogik hilfreich sein. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei JETZT.
Nummer drei – und das ist auch noch wichtig, das wurde jetzt von meiner Kollegin nicht in der Form angesprochen – betrifft die Ausbildung der PädagogInnen. Da soll geschlechtersensible Pädagogik nicht nur in den Bafeps, also in den Bildungsanstalten für Elementarpädagogik verankert werden, sondern es geht uns vor allem um die tertiäre Ausbildung. Da sind die Regelungen ja von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich, da fände ich es sinnvoll, das Thema ähnlich zu behandeln, anzuschauen, was da eigentlich in den Bundesländern passiert, was gelehrt wird, und das dann auf die gleiche Ebene zu holen. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wie Sie sehen, ist da noch immer viel zu tun. Es braucht einen stärkeren Fokus, es braucht den Abbau der Stereotype, der traditionellen Rollenbilder. Das Thema ist nicht umsonst auch im Frauenvolksbegehren ein Punkt gewesen, deswegen haben wir diesen Antrag hier eingebracht. Bei diesem Anliegen reichen nicht nur ein paar Sätze und Versprechungen, sondern da brauchen wir noch viel mehr. Es geht um sehr viel, und deswegen brauchen wir die beste Ausbildung und die beste Vorbereitung für unsere Pädagoginnen und Pädagogen. – Danke schön. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Das heißt aber im Gegenzug auch, dass den Jungs Frauenberufe in Frauendomänen, wie zum Beispiel Friseurin, schmackhaft gemacht werden sollen. Frau Kollegin, ich sage Ihnen dazu: Rollenbilder werden zu Hause vermittelt, und das ist auch gut so, denn es ist ein Elternrecht und hat im Kindergarten und in der Volksschule überhaupt nichts verloren. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Es geht nicht um das Geschlecht, es geht vielmehr um die Wahlfreiheit und die Chancengleichheit, und im Vordergrund müssen immer die Freude und die Begabung am Beruf stehen, denn alles, was man mit Freude und Begabung macht, macht man auch gut. Da brauchen wir kein Gendern, sondern Wahlfreiheit und Chancengleichheit. Das Gendern hat im Kindergarten und in der Volksschule überhaupt nichts verloren. – Vielen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ
Daran müssen wir tagtäglich arbeiten, und ja, es besteht kein Zweifel, dass wir da schon im Kindergartenalter anfangen müssen. Wenn du, liebe Kollegin Cox, daher in deinem Antrag schreibst, dass wir wollen, dass sich Kinder und Jugendliche frei entfalten können, sodass sie ihren eigenen Interessen und Berufswünschen nachgehen, dann kann ich das als Mensch, als Mutter und als Unternehmerin nur zehnmal unterschreiben (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ) – als Mensch, weil es die Menschenwürde erfordert, als Mutter, weil ich es auch für meine eigenen Kinder möchte, und als Unternehmerin, weil ich hoffe, dass wir damit auch mehr Mädchen die Chance geben, sich auf eine Arbeit als Technikerin, Forscherin oder IT-Expertin vorzubereiten, denn wir wissen, das sind alles nicht nur spannende Jobs, sondern sie sind auch hoch angesehen und meistens gut bezahlt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich habe aber dennoch so manches Problem mit deinem Antrag, liebe Frau Kollegin, denn was du darin forderst, ist eigentlich Bürokratie. Den Minister und sein Team aufzufordern, etwas zu erarbeiten, was es gibt, nämlich einen Leitfaden zu schreiben, den wir haben. Wir haben es heute schon gehört: Der Grundsatzerlass „Reflexive Geschlechterpädagogik und Gleichstellung“ ist auch in den Schulen für Kindergartenpädagogik anzuwenden und betrifft dort nicht nur die Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch die Schülerinnen und Schüler. Das sind eben die zukünftigen Elementarpädagoginnen und hoffentlich auch die zukünftigen Elementarpädagogen. – Es wäre nämlich einmal der erste Beitrag für eine geschlechtersensible Pädagogik, wenn wir mehr männliche Pädagogen hätten; aber das nur am Rande. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Rosenkranz.
Wir brauchen aber keine Bürokratie, sondern das, was wir brauchen, ist Tun. Mir ist es daher wichtiger, dass sich das Ministerium mit der Überarbeitung der Lehrpläne beschäftigt, mit der Reform der Polytechnischen Schule und mit der Erarbeitung einer Forschungsstrategie. Ich glaube nämlich, das bringt uns, unsere Gesellschaft und Österreich definitiv weiter. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Rosenkranz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
In Bezug auf die Geschlechtersensibilität müssen wir natürlich auch in den Familien und in der Gesellschaft ansetzen, denn es bringt nichts, wenn wir zwar in den Kindergarteneinrichtungen geschlechtersensibel erziehen, aber zu Hause den Mädchen eine Schminkpuppe und den Burschen nur einen Chemiebaukasten schenken. Da müssen wir unsere Gesellschaft definitiv weiterentwickeln, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Dem zum Trotz möchte ich aber noch eines sagen: Meine Töchter ziehen nun einmal gerne ein rosa Kleid an, und das ist in Ordnung so. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Da lasse ich mir auch nicht durch so manchen Genderwahn Gegenteiliges vorwerfen. Mir ist es nämlich wichtig, dass alle unsere Kinder zu selbstbewussten und selbstbestimmten jungen Menschen erzogen werden und wir sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung so stärken, dass sie nicht mehr an irgendwelche Erwartungshaltungen glauben, die sie erfüllen müssen, dann kann nämlich auch die glitzerbegeisterte Prinzessin eine Technikerin oder eine Physikerin werden und der motorsportbegeisterte Bursche ein Kindergartenpädagoge, und genau das soll unser Ziel sein. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Super! Ja, ja!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Super! Ja, ja!
Dem zum Trotz möchte ich aber noch eines sagen: Meine Töchter ziehen nun einmal gerne ein rosa Kleid an, und das ist in Ordnung so. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Da lasse ich mir auch nicht durch so manchen Genderwahn Gegenteiliges vorwerfen. Mir ist es nämlich wichtig, dass alle unsere Kinder zu selbstbewussten und selbstbestimmten jungen Menschen erzogen werden und wir sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung so stärken, dass sie nicht mehr an irgendwelche Erwartungshaltungen glauben, die sie erfüllen müssen, dann kann nämlich auch die glitzerbegeisterte Prinzessin eine Technikerin oder eine Physikerin werden und der motorsportbegeisterte Bursche ein Kindergartenpädagoge, und genau das soll unser Ziel sein. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Super! Ja, ja!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Dazu brauchen wir aber nicht mehr Vorschriften und mehr Bürokratie. Wir brauchen eine ernstgemeinte, proaktive Zusammenarbeit aller männlichen und weiblichen Pädagogen, der Eltern und der Gesellschaft, um echte Veränderung zu bewirken. Dazu lade ich Sie alle ein. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Vogl
Staatliche Indoktrination in einer bestimmten Richtung, sei es jetzt in die traditionelle oder in die andere, in die fortschrittliche Richtung, hat im staatlichen Unterricht nichts zu suchen. Im BildungsRahmenPlan (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Vogl) ist an mehreren Stellen das Thema Geschlechtersensibilität angeführt und eine entsprechende Orientierung für den Umgang gegeben.
Abg. Heinisch-Hosek: Ist ja eh klar!
Geschlechterpolitik muss für beide Geschlechter gelten (Abg. Heinisch-Hosek: Ist ja eh klar!) und muss sowohl die Interessen der Frauen als auch die der Männer berücksichtigen. Aus diesem Grund muss eine verantwortliche Politik die unterschiedlichen geschlechtsspezifischen Bedürfnisse abbilden, und die Berücksichtigung dieser ist sowohl für die kulturelle als auch für die individuelle Identität unabdingbar.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren, um Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern zu schaffen, muss man die Geschlechter nicht abschaffen und sich über die Natur hinwegsetzen, sondern beiden Geschlechtern gleiche Chancen sowie Rechte in allen Bereichen einräumen. Dafür treten wir ein. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Nun zum Antrag: Dieser Antrag ist wohl einzigartig und noch nie da gewesen. Noch nie hat sich eine Regierungspartei angemaßt, einen derart umfangreichen Antrag an den Rechnungshof zu stellen. Der Rechnungshof ist ein unabhängiges Prüfungsorgan und wartet sicher nicht auf Zurufe der Regierungsparteien für eine derartige Überprüfung. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Sind Sie nervös oder was?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es ist nicht die Aufgabe des Rechnungshofes, Politikfelder zu überprüfen. (Ruf bei der ÖVP: Sind Sie nervös oder was?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie legen mit diesem Antrag den Rechnungshof lahm, beanspruchen Ressourcen über Gebühr. Warum greifen Regierungsparteien überhaupt auf ein derartiges Instrument, das an und für sich ein Oppositionsinstrument ist, zu? (Ruf bei der ÖVP: Aha!) – Weil Sie demokratisch bewährte Strukturen unterminieren und aushöhlen wollen. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Demokratie heißt Mehrheit! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Aha!
Es ist nicht die Aufgabe des Rechnungshofes, Politikfelder zu überprüfen. (Ruf bei der ÖVP: Sind Sie nervös oder was?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie legen mit diesem Antrag den Rechnungshof lahm, beanspruchen Ressourcen über Gebühr. Warum greifen Regierungsparteien überhaupt auf ein derartiges Instrument, das an und für sich ein Oppositionsinstrument ist, zu? (Ruf bei der ÖVP: Aha!) – Weil Sie demokratisch bewährte Strukturen unterminieren und aushöhlen wollen. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Demokratie heißt Mehrheit! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Demokratie heißt Mehrheit! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es ist nicht die Aufgabe des Rechnungshofes, Politikfelder zu überprüfen. (Ruf bei der ÖVP: Sind Sie nervös oder was?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie legen mit diesem Antrag den Rechnungshof lahm, beanspruchen Ressourcen über Gebühr. Warum greifen Regierungsparteien überhaupt auf ein derartiges Instrument, das an und für sich ein Oppositionsinstrument ist, zu? (Ruf bei der ÖVP: Aha!) – Weil Sie demokratisch bewährte Strukturen unterminieren und aushöhlen wollen. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Demokratie heißt Mehrheit! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hauser: Welche denn?!
Sie lähmen den Rechnungshof. Sie wollen keine Ausschussbegutachtungen. Sie produzieren Huschpfuschgesetze (Abg. Hauser: Welche denn?!) und Sie missachten Bürgerstimmen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) 881 962 Bürgerstimmen sind Ihnen egal.
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie lähmen den Rechnungshof. Sie wollen keine Ausschussbegutachtungen. Sie produzieren Huschpfuschgesetze (Abg. Hauser: Welche denn?!) und Sie missachten Bürgerstimmen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) 881 962 Bürgerstimmen sind Ihnen egal.
Beifall bei der SPÖ.
Warum stellt die FPÖ so einen Antrag? Aus Ihren Reihen kommt die Gesundheitsministerin. Wieso fragen Sie sie nicht direkt, das wäre doch auf kurzem Wege abzuklären? – Entweder haben Sie keine Gesprächsbasis oder Sie trauen ihr die Kompetenz nicht zu, die Fragen zu beantworten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Angst ist ein schlechter Ratgeber!
Warum stellt die ÖVP einen derartigen Antrag? – Der heutige Bundeskanzler war in der vergangenen Gesetzgebungsperiode bei den Ministerratsrunden dabei, außer er war gerade wieder einmal im Ausland. Er war bei sämtlichen Beschlüssen dabei. Alle Beschlüsse im Gesundheitsressort wurden einstimmig gefasst. Man hat es gemeinsam getragen. Er war dabei, und wenn er sich nicht mehr erinnern kann: Die Beschlüsse sind digitalisiert, per Knopfdruck abrufbar. (Abg. Rosenkranz: Angst ist ein schlechter Ratgeber!) Warum machen Sie das nicht? Reden Sie da nicht miteinander? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Warum stellt die ÖVP einen derartigen Antrag? – Der heutige Bundeskanzler war in der vergangenen Gesetzgebungsperiode bei den Ministerratsrunden dabei, außer er war gerade wieder einmal im Ausland. Er war bei sämtlichen Beschlüssen dabei. Alle Beschlüsse im Gesundheitsressort wurden einstimmig gefasst. Man hat es gemeinsam getragen. Er war dabei, und wenn er sich nicht mehr erinnern kann: Die Beschlüsse sind digitalisiert, per Knopfdruck abrufbar. (Abg. Rosenkranz: Angst ist ein schlechter Ratgeber!) Warum machen Sie das nicht? Reden Sie da nicht miteinander? (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der FPÖ: Tun wir eh!
Meine Empfehlung: Lesen Sie die 66 Berichte! (Rufe bei der FPÖ: Tun wir eh!) Fragen Sie Ihre eigene Gesundheitsministerin! Sie sollte Ihnen Antwort geben können! Fragen Sie Ihren eigenen Bundeskanzler! Er sollte sich erinnern können. Und torpedieren Sie nicht den Rechnungshof mit derart inakzeptablen ausufernden Anträgen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Empfehlung: Lesen Sie die 66 Berichte! (Rufe bei der FPÖ: Tun wir eh!) Fragen Sie Ihre eigene Gesundheitsministerin! Sie sollte Ihnen Antwort geben können! Fragen Sie Ihren eigenen Bundeskanzler! Er sollte sich erinnern können. Und torpedieren Sie nicht den Rechnungshof mit derart inakzeptablen ausufernden Anträgen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Angst ist ein schlechter Ratgeber! – Ruf bei der ÖVP: Schlechte Rede! Schlechte Rede! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Frau Abgeordnete Smodics-Neumann ist zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Rosenkranz: Angst ist ein schlechter Ratgeber! – Ruf bei der ÖVP: Schlechte Rede! Schlechte Rede! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Ist nicht notwendig!
Abgeordnete Mag. Maria Smodics-Neumann (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Sehr geehrte Frau Abgeordnete Greiner, bei Ihrer Wortmeldung fällt es mir schwer, dass ich im Zeitlimit bleibe, aber ich werde mich bemühen. (Ruf bei der ÖVP: Ist nicht notwendig!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Vielleicht ein Satz vorweg: Auch die Vertreter der Regierungsparteien sind Abgeordnete und haben die gleichen Rechte. – Das sei einmal dazu gesagt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Rufe bei der FPÖ: Ist die da? Wer ist das? – Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und FPÖ
Spätestens seit Frau Abgeordnete Pamela Rendi-Wagner die Obmannschaft übernommen hat (Rufe bei der FPÖ: Ist die da? Wer ist das? – Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und FPÖ), beschäftigt sie das Hohe Haus mit Problemstellungen zu Gesundheitsthemen, die diesem durchgehend von der SPÖ geführten Gesundheitsministerium schon während ihrer Amtszeit bekannt waren. Frau Greiner, da haben wir ein bisschen ein Thema mit der Zeitachse.
Abg. Leichtfried: Es war eine Einwendungsdebatte, nicht eine Geschäftsordnungsdebatte!
Das österreichische Gesundheitssystem, das österreichische Sozialversicherungssystem und auch das österreichische Pflegesystem sind definitiv nicht dafür geeignet, damit Aufmerksamkeit spendende Werbeeinschaltungen für die österreichische Sozialdemokratie zu schalten. Es ist definitiv nicht dafür geeignet – um Herrn Stögers große Sorge zu zerstreuen –, ja in der wichtigen Sendezeit im ORF performen zu können oder – das haben wir heute in der Geschäftsordnungsdebatte zur Kenntnis nehmen müssen (Abg. Leichtfried: Es war eine Einwendungsdebatte, nicht eine Geschäftsordnungsdebatte!); und um Herrn Kollegen Rossmann zu zitieren – politische Inszenierung zu betreiben. Herr Rossmann, dramaturgisch waren Sie heute auch nicht schlecht.
Abg. Plessl: Aber wer schreibt die Planstelle aus? Können Sie uns das sagen?
Wir haben heute schon von vielen Maßnahmen seitens der neuen Bundesregierung zu diesem Thema gehört; dazu ein kleines Beispiel, ein aktuelles Beispiel. In der SPÖ-geführten Gemeinde Sollenau in Niederösterreich ist seit circa zwei Jahren bekannt, dass der Gemeindearzt in Pension gehen wird. Es ist nichts passiert. Vor Kurzem hat auf Antrag der ÖVP Sollenau eine Sondergemeinderatssitzung stattgefunden, in deren Rahmen Mittel bereitgestellt wurden, um den Standort attraktiver zu machen. Diese Planstelle wird nun gemeinsam mit der Ärztekammer ausgeschrieben. (Abg. Plessl: Aber wer schreibt die Planstelle aus? Können Sie uns das sagen?) Das wird einer Lösung zugeführt, ist also relativ unkompliziert, wenn man sich darum kümmert – man muss es nur tun. (Abg. Plessl: Wer schreibt die Planstelle aus?)
Abg. Plessl: Wer schreibt die Planstelle aus?
Wir haben heute schon von vielen Maßnahmen seitens der neuen Bundesregierung zu diesem Thema gehört; dazu ein kleines Beispiel, ein aktuelles Beispiel. In der SPÖ-geführten Gemeinde Sollenau in Niederösterreich ist seit circa zwei Jahren bekannt, dass der Gemeindearzt in Pension gehen wird. Es ist nichts passiert. Vor Kurzem hat auf Antrag der ÖVP Sollenau eine Sondergemeinderatssitzung stattgefunden, in deren Rahmen Mittel bereitgestellt wurden, um den Standort attraktiver zu machen. Diese Planstelle wird nun gemeinsam mit der Ärztekammer ausgeschrieben. (Abg. Plessl: Aber wer schreibt die Planstelle aus? Können Sie uns das sagen?) Das wird einer Lösung zugeführt, ist also relativ unkompliziert, wenn man sich darum kümmert – man muss es nur tun. (Abg. Plessl: Wer schreibt die Planstelle aus?)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Eine Sache wäre mir in diesem Bereich noch ganz wichtig. Ich möchte gerne noch etwas zu Kollegin Holzinger-Vogtenhuber im Zusammenhang mit den Pflegeagenturen sagen. Ich möchte mich hier in aller Form bei den 138 Agenturen in Wien und den 880 Agenturen in ganz Österreich für die Aussage der Kollegin Holzinger-Vogtenhuber entschuldigen. Ihre Aussage war, dass Agenturen ihre Klienten ausbeuten, dass in Agenturen mafiöse Zustände herrschen. Das ist eine Verunglimpfung einer ganzen Branche (Zwischenrufe bei der SPÖ) und aus meiner Sicht einer gewählten Volksvertreterin nicht würdig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Eine Sache wäre mir in diesem Bereich noch ganz wichtig. Ich möchte gerne noch etwas zu Kollegin Holzinger-Vogtenhuber im Zusammenhang mit den Pflegeagenturen sagen. Ich möchte mich hier in aller Form bei den 138 Agenturen in Wien und den 880 Agenturen in ganz Österreich für die Aussage der Kollegin Holzinger-Vogtenhuber entschuldigen. Ihre Aussage war, dass Agenturen ihre Klienten ausbeuten, dass in Agenturen mafiöse Zustände herrschen. Das ist eine Verunglimpfung einer ganzen Branche (Zwischenrufe bei der SPÖ) und aus meiner Sicht einer gewählten Volksvertreterin nicht würdig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Leichtfried: Wegen der Redezeit wäre es!
Ich hoffe, dass diese Aussage mangels Kenntnis der Materie erfolgt ist. Es ist eine Einzelmeinung, die zur Kenntnis zu nehmen ist. Trotzdem lege ich allerallergrößten Wert darauf (Abg. Leichtfried: Wegen der Redezeit wäre es!) – ich glaube, ich kann hier schon für den Großteil der Abgeordneten sprechen, wenn ich das sage –, dass wir genau wissen, welche tolle Arbeit Agenturen leisten, mit der sie Pflege zu Hause überhaupt möglich machen. – Herzlichen Dank für Ihre Arbeit! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich hoffe, dass diese Aussage mangels Kenntnis der Materie erfolgt ist. Es ist eine Einzelmeinung, die zur Kenntnis zu nehmen ist. Trotzdem lege ich allerallergrößten Wert darauf (Abg. Leichtfried: Wegen der Redezeit wäre es!) – ich glaube, ich kann hier schon für den Großteil der Abgeordneten sprechen, wenn ich das sage –, dass wir genau wissen, welche tolle Arbeit Agenturen leisten, mit der sie Pflege zu Hause überhaupt möglich machen. – Herzlichen Dank für Ihre Arbeit! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Jarolim.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Als Nächste ist Frau Abgeordnete Griss zu Wort gemeldet. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.)
Ruf bei der SPÖ: Stimmt!
Außerdem – da bin ich nun bei Frau Kollegin Greiner – wird der Rechnungshof dadurch blockiert. (Ruf bei der SPÖ: Stimmt!) Ressourcen des Rechnungshofes werden dadurch gebunden und er kann dafür etwas anderes nicht prüfen. Die Unabhängigkeit des Rechnungshofes darf sich aber nicht nur darin zeigen, wie er prüft und zu welchem Ergebnis er kommt, der Rechnungshof muss auch entscheiden können, was er prüft. Daher sind wir gegen diesen Antrag. (Beifall bei NEOS, SPÖ und JETZT.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und JETZT.
Außerdem – da bin ich nun bei Frau Kollegin Greiner – wird der Rechnungshof dadurch blockiert. (Ruf bei der SPÖ: Stimmt!) Ressourcen des Rechnungshofes werden dadurch gebunden und er kann dafür etwas anderes nicht prüfen. Die Unabhängigkeit des Rechnungshofes darf sich aber nicht nur darin zeigen, wie er prüft und zu welchem Ergebnis er kommt, der Rechnungshof muss auch entscheiden können, was er prüft. Daher sind wir gegen diesen Antrag. (Beifall bei NEOS, SPÖ und JETZT.)
Abg. Povysil – auf dem Weg zum Rednerpult –: Herr Präsident, ich war nicht darauf gefasst! Ich dachte, ich komme später dran!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Als Nächste ist Frau Abgeordnete Povysil zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Povysil – auf dem Weg zum Rednerpult –: Herr Präsident, ich war nicht darauf gefasst! Ich dachte, ich komme später dran!)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Abgeordnete Dr. Brigitte Povysil (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren im Plenum und auf der Galerie! Sehr geehrte Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Na ja, die Nervosität der Sozialdemokraten ist verständlich, wenn auch unangebracht. Ich wiederhole es: Acht Jahre lang wurden die Gesundheitsminister gestellt. Landesräte, Stadträte und Bürgermeister hatten Sie zur Verfügung (Zwischenrufe bei der SPÖ), Generaldirektoren des Hauptverbands der Sozialversicherung hatten Sie zur Verfügung, um das zu machen, was Sie uns nun vorwerfen, nämlich Gesundheitspolitik in dem Sinne, in dem es für die heutige Zeit notwendig ist. Das und genau das, dass das nämlich verabsäumt würde, werfen Sie uns nun vor. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Abgeordnete Dr. Brigitte Povysil (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren im Plenum und auf der Galerie! Sehr geehrte Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Na ja, die Nervosität der Sozialdemokraten ist verständlich, wenn auch unangebracht. Ich wiederhole es: Acht Jahre lang wurden die Gesundheitsminister gestellt. Landesräte, Stadträte und Bürgermeister hatten Sie zur Verfügung (Zwischenrufe bei der SPÖ), Generaldirektoren des Hauptverbands der Sozialversicherung hatten Sie zur Verfügung, um das zu machen, was Sie uns nun vorwerfen, nämlich Gesundheitspolitik in dem Sinne, in dem es für die heutige Zeit notwendig ist. Das und genau das, dass das nämlich verabsäumt würde, werfen Sie uns nun vor. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Abg. Plessl: Politische Verantwortung!
Wer prüft? – Wir haben es bereits gesagt: der Rechnungshof. Warum? – Er prüft unparteiisch, er prüft weisungsfrei und er überprüft Tatsachen. Damit, meine Damen und Herren – das ist der Grund dieser Gebarungsüberprüfung (Abg. Plessl: Politische Verantwortung!) –, sind politische Schuldzuweisungen und politische Unwahrheiten auf dem Rücken unserer Patienten endlich obsolet. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wer prüft? – Wir haben es bereits gesagt: der Rechnungshof. Warum? – Er prüft unparteiisch, er prüft weisungsfrei und er überprüft Tatsachen. Damit, meine Damen und Herren – das ist der Grund dieser Gebarungsüberprüfung (Abg. Plessl: Politische Verantwortung!) –, sind politische Schuldzuweisungen und politische Unwahrheiten auf dem Rücken unserer Patienten endlich obsolet. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Jarolim: Das war zum dritten Mal die gleiche Rede! – Ruf bei der FPÖ: Weil er nie da ist!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Als Nächster ist Herr Abgeordneter Zinggl zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Jarolim: Das war zum dritten Mal die gleiche Rede! – Ruf bei der FPÖ: Weil er nie da ist!)
Rufe und Gegenrufe bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (JETZT): Herr Präsident! Frau Präsidentin! Ich habe nichts gegen Sonderprüfungen, schon gar nicht, wenn es um die Prüfung von offensichtlich - - (Rufe und Gegenrufe bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Danke, Herr Präsident. Ich habe nichts gegen Sonderprüfungen, habe ich gesagt, und ich habe schon gar nichts gegen Sonderprüfungen, wenn es um die Aufdeckung von offensichtlichen Missständen geht. Wenn es zum Beispiel um die Kosten des Grünen Berichts im Nachhaltigkeitsministerium ginge, hätte ich da einiges beizutragen – aber darauf kommen wir schon irgendwann noch einmal.
Abg. Rosenkranz: Und das wird sich dann der Kollege Zinggl zur besten Zeit von zu Hause anschauen!
Sie versuchen also ständig, die Aufmerksamkeit auf die Missstände der letzten Legislaturperiode zu lenken, in der Sie, werte Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, genauso an der Regierung beteiligt waren. Das wird noch eine Zeit lang gehen, aber irgendwann einmal wird es Ihnen nichts mehr nutzen und wir werden umso besser erkennen, was jetzt alles aus dem Ruder läuft und was jetzt viel Geld kostet (Abg. Rosenkranz: Und das wird sich dann der Kollege Zinggl zur besten Zeit von zu Hause anschauen!), zum Beispiel die vom Rechnungshof kritisierten Verschiebungen im Sozialversicherungssystem, Herr Kollege Rosenkranz.
Beifall bei JETZT sowie des Abg. Leichtfried.
Hilfe des Rechnungshofes genauer ansehen. – Danke. (Beifall bei JETZT sowie des Abg. Leichtfried.)
Abg. Neubauer: Wo ist denn der Herr Pilz?! – Abg. Rosenkranz: Der ist grad fleißig!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Als Nächster ist Herr Abgeordneter Zarits zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Neubauer: Wo ist denn der Herr Pilz?! – Abg. Rosenkranz: Der ist grad fleißig!)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Abgeordneter Christoph Zarits (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Rechnungshofpräsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! „Neue Kraft. Neuer Mut“ – so plakatiert sich die neue Parteivorsitzende der SPÖ. Ich glaube, es gehört auch sehr, sehr viel Mut dazu, wenn gerade die ehemalige Gesundheitsministerin und derzeitige Vorsitzende der SPÖ, die in den letzten zehn Jahren, von 2008 bis 2017, für den Gesundheitsbereich zuständig war, nun Probleme aufdeckt, die in der Vergangenheit entstanden sind und für die die SPÖ verantwortlich ist. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Das finde ich schon sehr, sehr bemerkenswert. (Abg. Heinisch-Hosek: Legen Sie eine andere Platte auf!)
Abg. Heinisch-Hosek: Legen Sie eine andere Platte auf!
Abgeordneter Christoph Zarits (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Rechnungshofpräsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! „Neue Kraft. Neuer Mut“ – so plakatiert sich die neue Parteivorsitzende der SPÖ. Ich glaube, es gehört auch sehr, sehr viel Mut dazu, wenn gerade die ehemalige Gesundheitsministerin und derzeitige Vorsitzende der SPÖ, die in den letzten zehn Jahren, von 2008 bis 2017, für den Gesundheitsbereich zuständig war, nun Probleme aufdeckt, die in der Vergangenheit entstanden sind und für die die SPÖ verantwortlich ist. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Das finde ich schon sehr, sehr bemerkenswert. (Abg. Heinisch-Hosek: Legen Sie eine andere Platte auf!)
Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Wenn ich 32 Jahre in der Regierung wäre, täte ich mich auch fürchten!
Vom Jahr 2008 bis zum Jahr 2017 war das Gesundheitsressort immer in den Händen der Sozialdemokratie. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Wenn ich 32 Jahre in der Regierung wäre, täte ich mich auch fürchten!) Ich glaube, es ist wichtig und richtig, dass wir da den Rechnungshof einschalten, um die Missstände und Probleme, die aufgetaucht sind, zu untersuchen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich denke, das ist auch eine Frage der Transparenz. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Vom Jahr 2008 bis zum Jahr 2017 war das Gesundheitsressort immer in den Händen der Sozialdemokratie. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Wenn ich 32 Jahre in der Regierung wäre, täte ich mich auch fürchten!) Ich glaube, es ist wichtig und richtig, dass wir da den Rechnungshof einschalten, um die Missstände und Probleme, die aufgetaucht sind, zu untersuchen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich denke, das ist auch eine Frage der Transparenz. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Vom Jahr 2008 bis zum Jahr 2017 war das Gesundheitsressort immer in den Händen der Sozialdemokratie. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Wenn ich 32 Jahre in der Regierung wäre, täte ich mich auch fürchten!) Ich glaube, es ist wichtig und richtig, dass wir da den Rechnungshof einschalten, um die Missstände und Probleme, die aufgetaucht sind, zu untersuchen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich denke, das ist auch eine Frage der Transparenz. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wir schauen aber nicht nur in die Vergangenheit, meine geschätzten Damen und Herren, sondern setzen auch Maßnahmen für die Zukunft. Wir haben schon die richtigen Schritte gesetzt, richtige Entscheidungen getroffen, was die Sozialversicherungen betrifft – das ist ja heute auch schon erwähnt worden. Wir investieren in die Stärkung des niedergelassenen Bereichs. Wir brauchen mehr Kassenärzte – das ist heute auch schon angesprochen worden –, und wir wollen die Finanzierung von Landarztstipendien. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Was auch wichtig ist: Es ist uns mit dem neuen Ärztegesetz gemeinsam mit der Freiheitlichen Partei endlich gelungen, dass Ärzte anstellen können – das ist sehr, sehr wichtig. Die neue Bundesregierung, die ÖVP und die FPÖ, wollen Probleme lösen, die es leider Gottes aufgrund der Vergangenheit im Gesundheitsbereich gibt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: So ein Blödsinn!
Meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen! Herr Gesundheitssprecher, lieber Philip Kucher, wenn du als neuer Gesundheitssprecher wirklich mithelfen möchtest, Probleme im Gesundheitsbereich zu lösen, dann würde ich dich bitten, mit deinen Funktionärinnen und Funktionären aus der Sozialversicherung zu reden, die endlich aufhören sollen, Unwahrheiten zu verbreiten (Ruf bei der SPÖ: So ein Blödsinn!) und damit die Patientinnen und Patienten zu verunsichern. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Das haben sich unsere Versicherten nicht verdient. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen! Herr Gesundheitssprecher, lieber Philip Kucher, wenn du als neuer Gesundheitssprecher wirklich mithelfen möchtest, Probleme im Gesundheitsbereich zu lösen, dann würde ich dich bitten, mit deinen Funktionärinnen und Funktionären aus der Sozialversicherung zu reden, die endlich aufhören sollen, Unwahrheiten zu verbreiten (Ruf bei der SPÖ: So ein Blödsinn!) und damit die Patientinnen und Patienten zu verunsichern. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Das haben sich unsere Versicherten nicht verdient. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen! Herr Gesundheitssprecher, lieber Philip Kucher, wenn du als neuer Gesundheitssprecher wirklich mithelfen möchtest, Probleme im Gesundheitsbereich zu lösen, dann würde ich dich bitten, mit deinen Funktionärinnen und Funktionären aus der Sozialversicherung zu reden, die endlich aufhören sollen, Unwahrheiten zu verbreiten (Ruf bei der SPÖ: So ein Blödsinn!) und damit die Patientinnen und Patienten zu verunsichern. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Das haben sich unsere Versicherten nicht verdient. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, wir stehen zur Überprüfung der Gesundheitspolitik, für die die SPÖ Verantwortung getragen hat. Herr Kollege Kucher, Herr Gesundheitssprecher, du kannst heute mehr Mut beweisen als deine Vorgängerin und unserem Antrag zustimmen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Klaus Uwe Feichtinger: 2000 bis 2006 ...! – Abg. Zarits: 2008 habe ich gesagt! – Abg. Klaus Uwe Feichtinger: 32 Jahre in der Regierung!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Als Nächster ist Herr Abgeordneter Kucher zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: 2000 bis 2006 ...! – Abg. Zarits: 2008 habe ich gesagt! – Abg. Klaus Uwe Feichtinger: 32 Jahre in der Regierung!)
Heiterkeit des Abg. Lindner.
Was ist denn passiert und wovon reden wir heute? – Gesundheitsministerin Hartinger hat eine Kassenreform vorgelegt und hat gesagt, das ist eine super Kassenreform. Auf die ganz einfache Frage, ob die Leistungen für alle Menschen in Österreich in Zukunft gleich gut sein werden, hat sie gesagt: Na selbstverständlich nicht, Beamte und Politiker haben selbstverständlich weiterhin bessere Kassenleistungen, bessere Zahnbehandlungen als die klassischen Hackler! (Heiterkeit des Abg. Lindner.) Sie hat gesagt, es wird sich da gar nichts ändern. (Beifall bei der SPÖ.) Als Zuckerl zum Drüberstreuen hat sie dann gesagt, es gibt eine Patientenmilliarde. Das Problem: Sie hat selber nicht ganz genau gewusst, wo diese Patientenmilliarde ist. Dann hat Klubobmann Rosenkranz gesagt: Wir wissen zwar nicht, wo sie ist, aber es klingt gut, es klingt gut!
Beifall bei der SPÖ.
Was ist denn passiert und wovon reden wir heute? – Gesundheitsministerin Hartinger hat eine Kassenreform vorgelegt und hat gesagt, das ist eine super Kassenreform. Auf die ganz einfache Frage, ob die Leistungen für alle Menschen in Österreich in Zukunft gleich gut sein werden, hat sie gesagt: Na selbstverständlich nicht, Beamte und Politiker haben selbstverständlich weiterhin bessere Kassenleistungen, bessere Zahnbehandlungen als die klassischen Hackler! (Heiterkeit des Abg. Lindner.) Sie hat gesagt, es wird sich da gar nichts ändern. (Beifall bei der SPÖ.) Als Zuckerl zum Drüberstreuen hat sie dann gesagt, es gibt eine Patientenmilliarde. Das Problem: Sie hat selber nicht ganz genau gewusst, wo diese Patientenmilliarde ist. Dann hat Klubobmann Rosenkranz gesagt: Wir wissen zwar nicht, wo sie ist, aber es klingt gut, es klingt gut!
Abg. Rosenkranz: Entschuldigen Sie, das ist jetzt nicht der Villacher Fasching!
Die Rechnungshofpräsidentin hat dann ihren Job als Prüforgan gemacht und gesagt (Abg. Rosenkranz: Entschuldigen Sie, das ist jetzt nicht der Villacher Fasching!): Diese Patientenmilliarde gibt es gar nicht! Es hat sie nicht nur die Gesundheitsministerin nicht gefunden, auch der Rechnungshof weiß bis heute nicht, wo sich diese Patientenmilliarde versteckt hat. (Beifall bei der SPÖ.) Die Rechnungshofpräsidentin hat das kritisiert, dann ist Klubobmann Rosenkranz – deswegen das schlechte Gewissen – ausgerückt und hat in Richtung Rechnungshofpräsidentin Dinge von sich gegeben, die ich wegen ihres Niveaus gar nicht wiederholen möchte. (Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Rechnungshofpräsidentin hat dann ihren Job als Prüforgan gemacht und gesagt (Abg. Rosenkranz: Entschuldigen Sie, das ist jetzt nicht der Villacher Fasching!): Diese Patientenmilliarde gibt es gar nicht! Es hat sie nicht nur die Gesundheitsministerin nicht gefunden, auch der Rechnungshof weiß bis heute nicht, wo sich diese Patientenmilliarde versteckt hat. (Beifall bei der SPÖ.) Die Rechnungshofpräsidentin hat das kritisiert, dann ist Klubobmann Rosenkranz – deswegen das schlechte Gewissen – ausgerückt und hat in Richtung Rechnungshofpräsidentin Dinge von sich gegeben, die ich wegen ihres Niveaus gar nicht wiederholen möchte. (Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.)
Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.
Die Rechnungshofpräsidentin hat dann ihren Job als Prüforgan gemacht und gesagt (Abg. Rosenkranz: Entschuldigen Sie, das ist jetzt nicht der Villacher Fasching!): Diese Patientenmilliarde gibt es gar nicht! Es hat sie nicht nur die Gesundheitsministerin nicht gefunden, auch der Rechnungshof weiß bis heute nicht, wo sich diese Patientenmilliarde versteckt hat. (Beifall bei der SPÖ.) Die Rechnungshofpräsidentin hat das kritisiert, dann ist Klubobmann Rosenkranz – deswegen das schlechte Gewissen – ausgerückt und hat in Richtung Rechnungshofpräsidentin Dinge von sich gegeben, die ich wegen ihres Niveaus gar nicht wiederholen möchte. (Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.)
Abg. Rosenkranz: Sie leben in einem Paralleluniversum!
Dann seid ihr nach vorne gegangen und habt gesagt: Angriff ist die beste Verteidigung (Abg. Rosenkranz: Sie leben in einem Paralleluniversum!), machen wir zwei Dinge: Auf der einen Seite müllen wir den Rechnungshof zu, indem wir die SPÖ bis ins Jahre Schnee zurück prüfen lassen – ein Wahnsinn, mit einem Kraut-und-Rüben-Antrag, der auch handwerklich ein Pfusch ist, das wissen Sie ganz genau –, und geben ihm nicht einmal das Personal zum Prüfen! Die Rücklagen dort werden aufgelöst, es können nicht einmal die Prüfer angestellt werden, die notwendig wären, weil ihr das Geld blockiert, aber den Rechnungshof mit Aufgaben zumüllt, dass es nur so eine Freude ist. (Beifall bei der SPÖ.) Ihr müllt den Rechnungshof zu und nehmt damit auf der anderen Seite auch der Opposition die Kontrollrechte (Zwischenruf der Abg. Schimanek), weil ihr Angst habt, dass wir draufkommen, was Hartinger so tut.
Beifall bei der SPÖ.
Dann seid ihr nach vorne gegangen und habt gesagt: Angriff ist die beste Verteidigung (Abg. Rosenkranz: Sie leben in einem Paralleluniversum!), machen wir zwei Dinge: Auf der einen Seite müllen wir den Rechnungshof zu, indem wir die SPÖ bis ins Jahre Schnee zurück prüfen lassen – ein Wahnsinn, mit einem Kraut-und-Rüben-Antrag, der auch handwerklich ein Pfusch ist, das wissen Sie ganz genau –, und geben ihm nicht einmal das Personal zum Prüfen! Die Rücklagen dort werden aufgelöst, es können nicht einmal die Prüfer angestellt werden, die notwendig wären, weil ihr das Geld blockiert, aber den Rechnungshof mit Aufgaben zumüllt, dass es nur so eine Freude ist. (Beifall bei der SPÖ.) Ihr müllt den Rechnungshof zu und nehmt damit auf der anderen Seite auch der Opposition die Kontrollrechte (Zwischenruf der Abg. Schimanek), weil ihr Angst habt, dass wir draufkommen, was Hartinger so tut.
Zwischenruf der Abg. Schimanek
Dann seid ihr nach vorne gegangen und habt gesagt: Angriff ist die beste Verteidigung (Abg. Rosenkranz: Sie leben in einem Paralleluniversum!), machen wir zwei Dinge: Auf der einen Seite müllen wir den Rechnungshof zu, indem wir die SPÖ bis ins Jahre Schnee zurück prüfen lassen – ein Wahnsinn, mit einem Kraut-und-Rüben-Antrag, der auch handwerklich ein Pfusch ist, das wissen Sie ganz genau –, und geben ihm nicht einmal das Personal zum Prüfen! Die Rücklagen dort werden aufgelöst, es können nicht einmal die Prüfer angestellt werden, die notwendig wären, weil ihr das Geld blockiert, aber den Rechnungshof mit Aufgaben zumüllt, dass es nur so eine Freude ist. (Beifall bei der SPÖ.) Ihr müllt den Rechnungshof zu und nehmt damit auf der anderen Seite auch der Opposition die Kontrollrechte (Zwischenruf der Abg. Schimanek), weil ihr Angst habt, dass wir draufkommen, was Hartinger so tut.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Was das Schlimmste ist: Frau Kollegin Povysil, ich möchte wirklich, dass Sie sich bei Kollegen Zanger und Kollegin Belakowitsch – in der Reihe vor Ihnen – entschuldigen. Wir waren in der Vergangenheit nicht immer einer Meinung, aber Sie tun, als hätten Kollege Zanger im Rechnungshofausschuss und Kollegin Belakowitsch als Gesundheitssprecherin geschlafen! (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Na geh!
Wir waren nicht immer einer Meinung; natürlich haben sie ihren Job gemacht! Sie haben kritisiert, wir haben den Gesundheitsbereich auch kritisch durchleuchtet. Es hat 60 Prüfberichte gegeben. Josef Moser war da dahinter. Ihm nun auszurichten, dass er seinen Job nicht gemacht hat: Das ist ja alles billig, das ist ein gegenseitiges Hacklschmeißen aus lauter Angst (Ruf bei der FPÖ: Na geh!), weil wir Hartinger dabei erwischt haben, dass sie einfach die Unwahrheit sagt. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wir waren nicht immer einer Meinung; natürlich haben sie ihren Job gemacht! Sie haben kritisiert, wir haben den Gesundheitsbereich auch kritisch durchleuchtet. Es hat 60 Prüfberichte gegeben. Josef Moser war da dahinter. Ihm nun auszurichten, dass er seinen Job nicht gemacht hat: Das ist ja alles billig, das ist ein gegenseitiges Hacklschmeißen aus lauter Angst (Ruf bei der FPÖ: Na geh!), weil wir Hartinger dabei erwischt haben, dass sie einfach die Unwahrheit sagt. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall des Abg. Rossmann.
So kann man nicht arbeiten, das ist kein demokratischer Umgang! Ich bitte wirklich um eine Entschuldigung bei den Abgeordneten, die in der Reihe vor Ihnen sitzen, denn so kann man nicht arbeiten. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall des Abg. Rossmann.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Als Nächster ist Herr Abgeordneter Zanger zu Wort gemeldet. – Bitte. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Zur Rede des Kollegen Kucher möchte ich jetzt sofort nichts sagen. (Heiterkeit bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Seine Hyperventilation hier heraußen hat mir schon gewisse Sorge bereitet, lassen wir ihn einmal etwas abkühlen (Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und ÖVP) und kommen wir dann noch einmal darauf zurück. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und ÖVP
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Zur Rede des Kollegen Kucher möchte ich jetzt sofort nichts sagen. (Heiterkeit bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Seine Hyperventilation hier heraußen hat mir schon gewisse Sorge bereitet, lassen wir ihn einmal etwas abkühlen (Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und ÖVP) und kommen wir dann noch einmal darauf zurück. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Zur Rede des Kollegen Kucher möchte ich jetzt sofort nichts sagen. (Heiterkeit bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Seine Hyperventilation hier heraußen hat mir schon gewisse Sorge bereitet, lassen wir ihn einmal etwas abkühlen (Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und ÖVP) und kommen wir dann noch einmal darauf zurück. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Stellen wir einmal Fakten fest (Zwischenruf bei der SPÖ): Der Rechnungshof ist eine anerkannte Institution in Österreich und genießt hohes Ansehen (Abg. Noll: Er soll das doch bitte auch bleiben!), er liefert auf Zahlen und Fakten basierende Expertisen. (Ruf bei der SPÖ: Das hat ja keiner gesagt! – Zwischenruf des Abg. Kucher.) Es ist für mich als ehemaliger Oppositionskollege hier herinnen auch nicht ganz einsichtig, dass die Opposition glaubt (Abg. Jarolim: Das ist die falsche Rede!), das als Exklusivrecht gepachtet zu haben. Das ist nicht so, also so sehe ich es. (Abg. Yılmaz: Das war aber bis jetzt immer so! – Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Noll: Er soll das doch bitte auch bleiben!
Stellen wir einmal Fakten fest (Zwischenruf bei der SPÖ): Der Rechnungshof ist eine anerkannte Institution in Österreich und genießt hohes Ansehen (Abg. Noll: Er soll das doch bitte auch bleiben!), er liefert auf Zahlen und Fakten basierende Expertisen. (Ruf bei der SPÖ: Das hat ja keiner gesagt! – Zwischenruf des Abg. Kucher.) Es ist für mich als ehemaliger Oppositionskollege hier herinnen auch nicht ganz einsichtig, dass die Opposition glaubt (Abg. Jarolim: Das ist die falsche Rede!), das als Exklusivrecht gepachtet zu haben. Das ist nicht so, also so sehe ich es. (Abg. Yılmaz: Das war aber bis jetzt immer so! – Heiterkeit bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Das hat ja keiner gesagt! – Zwischenruf des Abg. Kucher.
Stellen wir einmal Fakten fest (Zwischenruf bei der SPÖ): Der Rechnungshof ist eine anerkannte Institution in Österreich und genießt hohes Ansehen (Abg. Noll: Er soll das doch bitte auch bleiben!), er liefert auf Zahlen und Fakten basierende Expertisen. (Ruf bei der SPÖ: Das hat ja keiner gesagt! – Zwischenruf des Abg. Kucher.) Es ist für mich als ehemaliger Oppositionskollege hier herinnen auch nicht ganz einsichtig, dass die Opposition glaubt (Abg. Jarolim: Das ist die falsche Rede!), das als Exklusivrecht gepachtet zu haben. Das ist nicht so, also so sehe ich es. (Abg. Yılmaz: Das war aber bis jetzt immer so! – Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Jarolim: Das ist die falsche Rede!
Stellen wir einmal Fakten fest (Zwischenruf bei der SPÖ): Der Rechnungshof ist eine anerkannte Institution in Österreich und genießt hohes Ansehen (Abg. Noll: Er soll das doch bitte auch bleiben!), er liefert auf Zahlen und Fakten basierende Expertisen. (Ruf bei der SPÖ: Das hat ja keiner gesagt! – Zwischenruf des Abg. Kucher.) Es ist für mich als ehemaliger Oppositionskollege hier herinnen auch nicht ganz einsichtig, dass die Opposition glaubt (Abg. Jarolim: Das ist die falsche Rede!), das als Exklusivrecht gepachtet zu haben. Das ist nicht so, also so sehe ich es. (Abg. Yılmaz: Das war aber bis jetzt immer so! – Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Yılmaz: Das war aber bis jetzt immer so! – Heiterkeit bei der SPÖ.
Stellen wir einmal Fakten fest (Zwischenruf bei der SPÖ): Der Rechnungshof ist eine anerkannte Institution in Österreich und genießt hohes Ansehen (Abg. Noll: Er soll das doch bitte auch bleiben!), er liefert auf Zahlen und Fakten basierende Expertisen. (Ruf bei der SPÖ: Das hat ja keiner gesagt! – Zwischenruf des Abg. Kucher.) Es ist für mich als ehemaliger Oppositionskollege hier herinnen auch nicht ganz einsichtig, dass die Opposition glaubt (Abg. Jarolim: Das ist die falsche Rede!), das als Exklusivrecht gepachtet zu haben. Das ist nicht so, also so sehe ich es. (Abg. Yılmaz: Das war aber bis jetzt immer so! – Heiterkeit bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es steht nirgends geschrieben, dass Abgeordnete der Regierungsfraktionen den Rechnungshof nicht zu einer Prüfung heranziehen können. Es ist möglich, es ist gesetzlich geregelt, also auch richtig und in Ordnung so. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und dann kommen Vorwürfe von Frau Kollegin Greiner, es sei eine Anmaßung, das zu tun. (Abg. Greiner: Na ja freilich!) – Frau Kollegin Greiner, wenn so viele Böcke geschossen worden sind wie im Gesundheitswesen in den letzten Jahren, dann wäre es im Gegenteil fahrlässig, diesen Bericht nicht einzufordern. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kucher.)
Abg. Greiner: Na ja freilich!
Es steht nirgends geschrieben, dass Abgeordnete der Regierungsfraktionen den Rechnungshof nicht zu einer Prüfung heranziehen können. Es ist möglich, es ist gesetzlich geregelt, also auch richtig und in Ordnung so. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und dann kommen Vorwürfe von Frau Kollegin Greiner, es sei eine Anmaßung, das zu tun. (Abg. Greiner: Na ja freilich!) – Frau Kollegin Greiner, wenn so viele Böcke geschossen worden sind wie im Gesundheitswesen in den letzten Jahren, dann wäre es im Gegenteil fahrlässig, diesen Bericht nicht einzufordern. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kucher.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kucher.
Es steht nirgends geschrieben, dass Abgeordnete der Regierungsfraktionen den Rechnungshof nicht zu einer Prüfung heranziehen können. Es ist möglich, es ist gesetzlich geregelt, also auch richtig und in Ordnung so. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und dann kommen Vorwürfe von Frau Kollegin Greiner, es sei eine Anmaßung, das zu tun. (Abg. Greiner: Na ja freilich!) – Frau Kollegin Greiner, wenn so viele Böcke geschossen worden sind wie im Gesundheitswesen in den letzten Jahren, dann wäre es im Gegenteil fahrlässig, diesen Bericht nicht einzufordern. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kucher.)
Zwischenruf der Abg. Greiner.
Sie stellen fest – oder glauben festzustellen –, dass der Rechnungshof blockiert wird. (Zwischenruf der Abg. Greiner.) Es ist ganz selbstverständlich und ganz normal, dass Personal abgestellt wird, wenn Sie Prüfungen verlangen, wenn das aber die Regierungsfraktionen machen, heißt das auf einmal blockieren! – Das ist doch in sich nicht schlüssig, was Sie da argumentieren! (Ruf bei der FPÖ: Da hat er recht! – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Da hat er recht! – Gegenrufe bei der SPÖ.
Sie stellen fest – oder glauben festzustellen –, dass der Rechnungshof blockiert wird. (Zwischenruf der Abg. Greiner.) Es ist ganz selbstverständlich und ganz normal, dass Personal abgestellt wird, wenn Sie Prüfungen verlangen, wenn das aber die Regierungsfraktionen machen, heißt das auf einmal blockieren! – Das ist doch in sich nicht schlüssig, was Sie da argumentieren! (Ruf bei der FPÖ: Da hat er recht! – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die Regierung handelt auch insofern höchst verantwortungsvoll, als man mit dieser Prüfung eigentlich zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt, denn anstatt eines teuren Beratungsunternehmens, das die Fehler der SPÖ-Gesundheitsminister hätte auflisten müssen – das hätte irrsinnig viel Geld gekostet –, nimmt man den eigenen Rechnungshof, von dem man weiß, da sind diese Kompetenzen vorhanden. Auf der anderen Seite erspart man sich auch eine lästige Anfrage von Ihnen, wenn es dann um die Kosten für diese Beratungsfirma geht. Man sieht ja – die ersten Konsequenzen haben sich schon breitgemacht –, Frau Rendi-Wagner hat das blanke Entsetzen gepackt, und sie hat die Funktion der Gesundheitssprecherin abgegeben. (Heiterkeit bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Im Gegensatz zur jetzigen Position! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
sprecherin der SPÖ gewesen wäre. Das kann man sicher nicht feststellen. (Ruf bei der FPÖ: Im Gegensatz zur jetzigen Position! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Na ja, das am ehesten!
Lieber Kollege Kucher, ich schätze und kenne dich als korrekten Abgeordnetenkollegen, abgesehen von so mancher Hyperventilation. Lassen wir das so! Ich habe mich aber auch gefragt, welche Kompetenzen du wohl mitbringst. Ich glaube nicht, dass es das Studium der angewandten Betriebswirtschaftslehre ist. Ich glaube auch nicht, dass es das Studium der politischen Kommunikation ist. Noch viel weniger glaube ich, dass es deine Vorsitzführung beim VSStÖ war. (Ruf bei der FPÖ: Na ja, das am ehesten!) Und auch glaube ich nicht, dass es deine Leiterstelle im Renner-Institut war. Dann bin ich aber draufgekommen, was es ist: dein höchst ehrenwerter Zivildienst beim Roten Kreuz, ein Jahr lang! (Ruf bei der FPÖ: Na schau her! – Abg. Leichtfried: Das ist mehr als ...!)
Ruf bei der FPÖ: Na schau her! – Abg. Leichtfried: Das ist mehr als ...!
Lieber Kollege Kucher, ich schätze und kenne dich als korrekten Abgeordnetenkollegen, abgesehen von so mancher Hyperventilation. Lassen wir das so! Ich habe mich aber auch gefragt, welche Kompetenzen du wohl mitbringst. Ich glaube nicht, dass es das Studium der angewandten Betriebswirtschaftslehre ist. Ich glaube auch nicht, dass es das Studium der politischen Kommunikation ist. Noch viel weniger glaube ich, dass es deine Vorsitzführung beim VSStÖ war. (Ruf bei der FPÖ: Na ja, das am ehesten!) Und auch glaube ich nicht, dass es deine Leiterstelle im Renner-Institut war. Dann bin ich aber draufgekommen, was es ist: dein höchst ehrenwerter Zivildienst beim Roten Kreuz, ein Jahr lang! (Ruf bei der FPÖ: Na schau her! – Abg. Leichtfried: Das ist mehr als ...!)
Zwischenruf des Abg. Lindner
Lieber Kollege Kucher, was ich damit sagen möchte, ist Folgendes: Das alles sagt nicht aus, dass du nicht auch ein kompetenter Gesundheitssprecher deiner Fraktion werden kannst, aber angesichts des Geschwurbels (Zwischenruf des Abg. Lindner), das du da von dir gegeben hast, habe ich mir gedacht: Wenn der neue SPÖ-Gesundheitssprecher so schnell einen Doktor braucht, dann gute Nacht! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Lieber Kollege Kucher, was ich damit sagen möchte, ist Folgendes: Das alles sagt nicht aus, dass du nicht auch ein kompetenter Gesundheitssprecher deiner Fraktion werden kannst, aber angesichts des Geschwurbels (Zwischenruf des Abg. Lindner), das du da von dir gegeben hast, habe ich mir gedacht: Wenn der neue SPÖ-Gesundheitssprecher so schnell einen Doktor braucht, dann gute Nacht! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Leider ist dieser Bauleitfaden für die Stadt Wien um einige Jahre zu spät gekommen – dieser Hinweis sei mir erlaubt, weil ja Exbürgermeister Häupl gerade einen glorreichen Auftritt vor der Untersuchungskommission im Wiener Gemeinderat gehabt hat und mit dem Satz, er übernehme keine Verantwortung für die Details einer Baustelle, dieses Sittenbild von Rot-Grün zusammenfasst, dass man überhaupt keinen Bezug mehr zum Geld zu haben scheint; ob da 1 Milliarde mehr oder weniger ausgegeben wird, dürfte ihm und anderen damals führenden Stadträten und der Stadtregierung eigentlich egal gewesen sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Dem Rechnungshof selber, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, stellvertretend Ihnen, Frau Präsidentin, darf ich ein herzliches Danke sagen. Sie sind auf einem sehr guten Weg. Die Akzente und die Schwerpunkte, die gesetzt wurden, die Organisationsreform und die Strategie, die erarbeitet wurde, machen uns optimistisch, dass der Rechnungshof auch in den kommenden Jahren sehr gute Arbeit leisten wird. – Ich bedanke mich herzlich. Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Mein abschließender Appell an alle Kolleginnen und Kollegen: Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass das Budget weiterhin ausreichend vorhanden ist. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Liebe Kollegen und Kolleginnen, ich denke, Sie sehen, wir alle profitieren von einer qualitativ hochwertigen Kontrolle durch den Rechnungshof. In meinen Augen hat der Rechnungshof hier einen richtigen Schritt in Richtung Erhöhung der Qualität der Leistungserbringung im öffentlichen Sektor gesetzt, insbesondere in Bezug auf den Bürgernutzen, die Kostenoptimierung und die zeitgemäße Aufgabenerfüllung. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Noch zwei andere Bereiche, in denen eine legistische Änderung notwendig ist: Das eine ist, dass die Stellungnahmefrist von drei Monaten verkürzt werden sollte; das ist viel zu lang. Das Zweite ist: Die geprüften Institutionen sollen verpflichtet sein, von sich aus dem Rechnungshof zu melden, was sie mit den Empfehlungen gemacht haben: ob sie sie umgesetzt haben, und wenn nicht, warum nicht. Jetzt gibt es ein Nachfrageverfahren und eine Follow-up-Prüfung. Wir haben das auch schon im Ausschuss besprochen, und es ist jetzt unsere Aufgabe, für diese legistischen Anpassungen zu sorgen, damit der Rechnungshof seine Dienste für die Republik noch besser erfüllen kann. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte noch erwähnen, dass im Jahr 2018 insgesamt 66 Berichte hier vorgelegt worden sind; der Bundesrechnungsabschluss 2017, der Einkommensbericht und die Tätigkeitsberichte. Es gibt noch viele, viele andere Bereiche, für die der Rechnungshof zuständig ist – Bundesrechnungsabschluss, Einkommensbericht, Stabilitätspakt, Unvereinbarkeits- und Transparenzgesetz, Medientransparenzgesetz, Bundespräsidentenwahlgesetz –, und ich möchte mich noch einmal recht herzlich für diese Arbeit bedanken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ
Der Rechnungshof ist für den gesamten Nationalrat da – weder für Regierung noch für Opposition alleine –, der Rechnungshof ist zur Kontrolle da, der Rechnungshof will Fakten aufzeigen und Ihnen objektive Berichte vorlegen. Dafür stehen wir, das ist mir ganz wichtig (Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ), und dafür steht auch die Arbeit, stehen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rechnungshofes. An dieser Stelle muss ich auch sagen: Alles, was dem Rechnungshof zugutekommt, entstammt der Kraft der Prüferinnen und Prüfer, denn nur sie leisten diese hervorragende Arbeit, auf der das Vertrauen des Rechnungshofes sozusagen basiert.
Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und NEOS.
Lassen Sie mich zum Abschluss noch sagen: Ich bedanke mich dafür, dass der Nationalrat auf der Seite des Rechnungshofes steht, wenn es darum geht, dass wir eine solide finanzielle Ausstattung haben. Ich denke, das ist das Um und Auf, um Ihnen qualitätsvolle Berichte liefern zu können. Ich denke, dass das aber auch ganz besonders in Ihrem Interesse ist, im Interesse auch der Öffentlichkeit und der Allgemeinheit, und in diesem Sinne hoffe ich auf Unterstützung bei der nächsten Budgetbeschlussfassung. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Ruf bei der SPÖ: Das wäre ein schöner Abschluss gewesen!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Lausch. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Das wäre ein schöner Abschluss gewesen!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Bravo Rechnungshof – ein gutes Hilfsorgan für das Parlament, das in einige dunkle Gassen Klarheit bringt. – Danke, Frau Präsidentin, Ihnen und Ihren Mitarbeitern. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Jarolim: Aber von der Rede kann sich der Wurm eine Ecke abschneiden! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Damit ist die Debatte geschlossen. (Abg. Jarolim: Aber von der Rede kann sich der Wurm eine Ecke abschneiden! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
len, dass Frauen vor allem aber auch durch die Teilzeitbeschäftigung weniger verdienen als Männer. Der Grund für den hohen Anteil der Frauen bei Teilzeitbeschäftigung liegt im hohen Maße in der Aufgabe, Kinder zu betreuen und Pflegeleistungen zu erbringen. Wir haben uns heute schon sehr intensiv mit den vielfältigen Herausforderungen der Pflege beschäftigt. Wir sind uns wohl alle einig, dass die Pflege und Betreuung zu Hause aus verschiedensten Gründen sehr wichtig ist. Ich unterstütze und begrüße daher alle Maßnahmen, die die soziale Absicherung der in Kinderbetreuung und Pflege tätigen Frauen besser gewährleisten. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Räumlich gesehen gibt es natürlich sehr beträchtliche Unterschiede: Bundesweit hinken die Frauen mit 84 Prozent den männlichen Einkommen hinterher, in Wien ist die Situation anders. Dort erhalten die Frauen 93 Prozent dessen ihrer männlichen Kollegen – und das ist österreichweit doch die frauenfreundlichste Situation. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Ah ja! Das war bis vor ein paar Jahren in Wien auch so!
Diese Tatsache ist sicherlich einerseits eine Frage der Arbeitsteilung in der Familie, aber vor allem auch die Frage der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Da gibt es doch eklatante Unterschiede. Ich glaube, man kann sagen, es gibt in Österreich neun Geschwindigkeiten. Gestern hat mich eine Frau kontaktiert, die umgezogen ist und ihren Sohn in einer Speckgürtelgemeinde von Wien in einem Kindertagesheim untergebracht hat. Sie muss jetzt für ihr zweijähriges Kind fast 400 Euro pro Monat bezahlen. (Abg. Belakowitsch: Ah ja! Das war bis vor ein paar Jahren in Wien auch so!) Das ist natürlich für einen Landeskindergarten, der nur bis 15 Uhr offen hat, ein enormer Betrag. Das muss man sich einmal vor Augen halten. In Wien gibt es den Gratiskindergarten – dort sind es 360 Euro. Man kann das nämlich noch aufteilen: 13 Euro Beschäftigungsbeitrag und 20 Mal 3,60 Euro für das Essen. Das ist ein enormer Betrag, den man für die Betreuung der Kinder bis 15 Uhr bezahlen muss.
Beifall bei der SPÖ.
Zusammengefasst muss man sagen: Es wird endlich Zeit, dass allen Frauen in Österreich faire und gleiche Bedingungen zu garantieren sind. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Knes und Heinisch-Hosek.
Da möchte ich jetzt ansetzen, denn das tut diese Regierung. Eine der von Ihnen am meisten kritisierten Maßnahmen, die heuer zu greifen beginnt und die die Leute schon spüren, ist der Familienbonus Plus, der in diese Einkommenskategorie fällt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Knes und Heinisch-Hosek.)
Abg. Heinisch-Hosek: Stimmt ja überhaupt nicht! Sie fantasieren!
Ja, ja, ja, passt schon. Wir haben uns das Ganze schon einmal durchgerechnet. Kollege Knes, dir wird jetzt bald einmal der Mund offen bleiben, denn eines sage ich dir jetzt schon: Gerade ihr Gewerkschafter seid in der letzten Zeit herumgerannt und habt gesagt, dieser Familienbonus Plus ist nichts anderes als eine Schimäre. (Abg. Heinisch-Hosek: Stimmt ja überhaupt nicht! Sie fantasieren!) Das, was da übrig bleiben soll, das wird euch nicht im Sackl bleiben. Das ist alles ein großer Schmäh der Regierung.
Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.
So, und jetzt, da die Ersten umgestellt oder zumindest beantragt haben, sich den Familienbonus Plus auszahlen zu lassen, kommen sie auf einmal drauf: Boah, da bleiben mir ja wirklich 125 Euro im Monat netto mehr übrig. Wieso haben mir denn meine Betriebsräte und Gewerkschafter erzählt, dass das nicht wahr ist? Da sage ich: Jetzt siehst du wenigstens einmal, was das für Beidl sind. Auf der anderen Seite sich hier herausstellen, wohl wissend, dass es anders ist, herziehen über diese tollen Maßnahmen der Regierung und irgendeinen Blödsinn erzählen, der gar nicht stimmt. (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Herr Präsident!
Aber mittlerweile sind ja die Arbeiter Gott sei Dank nicht mehr das, was ihr glaubt. Die sind nicht blöd. Sie können rechnen, sie können schauen, sie können hinterfragen, und das tun auch sehr viele. (Abg. Heinisch-Hosek: Herr Präsident!) Darauf bin ich stolz und ich freue mich, wenn ich jetzt das Feedback von den Arbeitern in meiner Region
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Wittmann: Was ist das für ein Vorsitz?
höre, die sagen: Ihr tut endlich wirklich etwas für uns. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Wittmann: Was ist das für ein Vorsitz?)
Abg. Haubner: Es gibt die Kollektivverträge!
Aber in der Wirtschaft bekommen Frauen auch bei gleicher Ausbildung, bei gleichem Beschäftigungsausmaß oft weniger als Männer. Das ist eigentlich absolut inakzeptabel. (Abg. Haubner: Es gibt die Kollektivverträge!) – Es gab in der Vergangenheit noch Männer- und Frauenkollektivverträge. Die gibt es Gott sei Dank nicht mehr, aber es ist noch immer so, dass Frauen letztlich weniger bekommen.
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Frauen steht das Gleiche zu wie Männern. Sie verdienen gleich viel in diesem Sinn. Daran müssen wir arbeiten. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wer sind nun die Verlierer und Verliererinnen und die Gewinner und Gewinnerinnen? – Die Gewinner sind ganz eindeutig die Beamten. Diese können sich gegenüber 1998 heute über ein Realeinkommen freuen, das um 25 Prozent höher ist als 1998. Schauen wir uns das für die Arbeiterinnen und Arbeiter an, für das ärmste Zehntel der Arbeiterinnen und Arbeiter, so müssen wir feststellen, dass sich diese um 43 Prozent weniger leisten können als 1998 – also Beamte plus 25 Prozent, Arbeiterinnen und Arbeiter des unteren Einkommenszehntels minus 43 Prozent. Eigentlich ein Skandal! (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.) Und das soll vor der Öffentlichkeit abgeschirmt werden, aber das sind genau die Dinge, über die man diskutieren muss.
Abg. Haider: Der Rechtspopulismus geht ja noch! Aber der Linkspopulismus ist das Gefährliche!
Gleichzeitig – das muss ich auch noch sagen – ist in diesem Zeitraum der Wohlstand Österreichs um 50 Prozent gestiegen. Dass sich diese Menschen des untersten Einkommenszehntels, Arbeiterinnen und Arbeiter, zu Recht an den Rand gedrängt fühlen, ist nur allzu verständlich. Es ist daher auch nur allzu verständlich, wenn diese – sagen wir einmal so – anfällig werden für den Populismus, insbesondere den Rechtspopulismus. (Abg. Haider: Der Rechtspopulismus geht ja noch! Aber der Linkspopulismus ist das Gefährliche!)
Abg. Zanger: Mütterförderung!
Wo ist der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen? Wo sind die Ganztagsschulen? (Abg. Zanger: Mütterförderung!) Wo sind die Lösungen für die Pflege, über die wir heute schon diskutiert haben, bei der mobilen Pflege zum Beispiel? Das sind große Herausforderungen, die Antworten brauchen, auch im Sinne der Verbesserung der Einkommenssituation und der sich öffnenden Einkommensschere, über die ich gesprochen habe.
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
Der Handlungsbedarf ist groß, denn niedrige Einkommen heute schlagen sich später auch in niedrigen Pensionen nieder. Wenn wir so weitertun, werden wir in Bälde ein großes Problem der Einkommensarmut im Alter haben. – Vielen Dank. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Aber in realiter!
Schauen wir uns das Thema aber einmal genauer an, um dann auch wirklich die richtigen Lösungen zu finden. Vorab möchte ich sagen, dass es keine Lohndiskriminierungen gibt (Abg. Heinisch-Hosek: Aber in realiter!), denn in keinem Kollektivvertrag wird ein Unterschied nach dem Geschlecht gemacht. Wir haben keine Lohndiskriminierung, sondern wir haben eine Gehaltsschere. Der sogenannte Gender Pay Gap beträgt laut Eurostat knapp über 20 Prozent. Bereinigt nach Berufsgruppe, nach Branche und nach Zugehörigkeit bleiben noch rund 5 bis 10 Prozent übrig. Keine Frage: Die müssen wir wegbekommen. Da gibt es keine Diskussion.
Abg. Heinisch-Hosek: Das Gegenteil ist leider der Fall!
Ich möchte aber auch an den anderen 10 bis 15 Prozent arbeiten, die erklärt werden können: durch unterschiedliche Branchen, durch Berufe und durch Erfahrung. Ich möchte nämlich in keinem Land leben, in dem man für unterschiedliche Leistung dasselbe verdient. (Abg. Heinisch-Hosek: Das Gegenteil ist leider der Fall!) Diese Regierung möchte jeder Frau und jedem Mann dazu verhelfen, leistungsgerecht entlohnt zu werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich möchte aber auch an den anderen 10 bis 15 Prozent arbeiten, die erklärt werden können: durch unterschiedliche Branchen, durch Berufe und durch Erfahrung. Ich möchte nämlich in keinem Land leben, in dem man für unterschiedliche Leistung dasselbe verdient. (Abg. Heinisch-Hosek: Das Gegenteil ist leider der Fall!) Diese Regierung möchte jeder Frau und jedem Mann dazu verhelfen, leistungsgerecht entlohnt zu werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Wieso kann man das ... machen?
Ich möchte, dass Österreich ein Land wird, wo wir mehr Frauen haben, die diese 10 bis 15 Prozent erklärbaren Differenzen ausgleichen können. Da gibt es zwei Ansatzpunkte: einerseits eine qualifizierte Kinderbetreuung, und zwar in ganz Österreich und länger als von 9 bis 12 Uhr (Abg. Heinisch-Hosek: Wieso kann man das ... machen?) – daran arbeiten wir, aber ja, da gibt es noch einiges zu tun –, andererseits aber natürlich die Berufswahl. 2018 war die beliebteste Branche für weibliche Lehrlinge der Handel, für Burschen war es die Metalltechnik. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie regieren ja! Entschuldigung! Machen Sie doch was!)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie regieren ja! Entschuldigung! Machen Sie doch was!
Ich möchte, dass Österreich ein Land wird, wo wir mehr Frauen haben, die diese 10 bis 15 Prozent erklärbaren Differenzen ausgleichen können. Da gibt es zwei Ansatzpunkte: einerseits eine qualifizierte Kinderbetreuung, und zwar in ganz Österreich und länger als von 9 bis 12 Uhr (Abg. Heinisch-Hosek: Wieso kann man das ... machen?) – daran arbeiten wir, aber ja, da gibt es noch einiges zu tun –, andererseits aber natürlich die Berufswahl. 2018 war die beliebteste Branche für weibliche Lehrlinge der Handel, für Burschen war es die Metalltechnik. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie regieren ja! Entschuldigung! Machen Sie doch was!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Jetzt frage ich Sie: Wo, glauben Sie, verdient man mehr? Schauen wir uns den weiblichen Anteil der IT-Absolventen an den Unis an, die mit Topgehältern in die ersten Jobs gehen! Da liegt der weibliche Anteil unter 20 Prozent. Es geht aber nicht um mehr Regulierung, es geht um Entscheidungen. Gott sei Dank entscheidet in Österreich jede Frau selbst, welche Karriere sie anstrebt (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), aber leider fallen die Entscheidungen oft genug zugunsten einer schlecht bezahlten Branche. Daher wäre es der richtige Ansatz, anstatt ständig zu lamentieren, Frau Kollegin (Abg. Heinisch-Hosek: Sie lamentieren! – Abg. Haubner – in Richtung SPÖ –: Sie haben nichts getan!), Frauen zu ermutigen, auch technische Berufe zu ergreifen und in diesem Bereich eine Ausbildung zu absolvieren.
Abg. Heinisch-Hosek: Sie lamentieren! – Abg. Haubner – in Richtung SPÖ –: Sie haben nichts getan!
Jetzt frage ich Sie: Wo, glauben Sie, verdient man mehr? Schauen wir uns den weiblichen Anteil der IT-Absolventen an den Unis an, die mit Topgehältern in die ersten Jobs gehen! Da liegt der weibliche Anteil unter 20 Prozent. Es geht aber nicht um mehr Regulierung, es geht um Entscheidungen. Gott sei Dank entscheidet in Österreich jede Frau selbst, welche Karriere sie anstrebt (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), aber leider fallen die Entscheidungen oft genug zugunsten einer schlecht bezahlten Branche. Daher wäre es der richtige Ansatz, anstatt ständig zu lamentieren, Frau Kollegin (Abg. Heinisch-Hosek: Sie lamentieren! – Abg. Haubner – in Richtung SPÖ –: Sie haben nichts getan!), Frauen zu ermutigen, auch technische Berufe zu ergreifen und in diesem Bereich eine Ausbildung zu absolvieren.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Eine Computersoftware basiert auf Binärzahlen und fragt nicht nach dem Geschlecht des Programmierers. Ein Auto fährt nicht nur gut mit einer Frau am Steuer, sondern kann auch sehr gut von ihr entwickelt werden. Wir sind in der Verantwortung, Frauen in ihrer Entscheidung zu unterstützen, sie aber nicht zu bevormunden. Das ist meine Auffassung und das ist die Auffassung dieser Regierung. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Zanger.
Wir sprechen hier von einer Einkommensschere, und diese Einkommensschere ist da, die kann man nicht leugnen. Das bringt auch dieser Einkommensbericht tatsächlich aufs Tapet. Die Statistik Austria – Frau Griss hat es auch angesprochen – unterstützt natürlich den Rechnungshof. Es kommen gute Ansätze, auch vom Kollegen Singer, wir haben auch im Ausschuss darüber diskutiert, aber natürlich haut es einen fünf Kilometer zurück, wenn solche Redebeiträge wie jene des Kollegen Zanger kommen. Also da versteht dich überhaupt keiner mehr. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sprechen von Damen, die hier in Österreich erwerbstätig sind, die die gleiche Leistung wie die Männer erbringen, und trotzdem: Der Gap – der, den meine Vorrednerin ausgesprochen hat, stimmt nicht – liegt nach wie vor bei 16 Prozent. Das ist der Gap. Wenn man schon von Zahlen redet, dann soll man die richtigen Zahlen nennen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man dann aber sieht, dass es von 2010 bis 2017 – auf Grundlage dieses Rechnungshofberichtes – eine Steigerung der Zahl aller unselbstständig Erwerbstätigen, die in Österreich tätig sind, von 13 Prozent gegeben hat, die Anzahl vollzeitbeschäftigter Frauen im gleichen Zeitraum aber um 3 Prozent gefallen ist und die Politik noch immer so Kleinklientel spielt, Herr Zanger, dann spielt es das nicht mehr. Dann kommt die Wahrheit nämlich heraus. Dann kommt die Wahrheit heraus. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich verlange heute und hier einen Unterausschuss des Gleichbehandlungsausschusses, um endlich diesen Gap zu schließen. Und da werden wir sehen, wo ihr als Regierungsparteien eure Verantwortung in Zukunft seht. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Bei welcher Wahlbeteiligung?
Herr Zanger, wenn Sie schon auf die Arbeiterkammer schießen, möchte ich Ihnen nur ein Wahlergebnis aus Kärnten bringen: 78,8 Prozent für die FSG. Wo ist denn die FPÖ? (Ruf bei der ÖVP: Bei welcher Wahlbeteiligung?) Wahlbeteiligung in meinem Betrieb: 85 Prozent; FSG: 88,9 Prozent. So schaut es aus! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Wir werden immer stärker! Wart ab!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Wir werden immer stärker! Wart ab!
Herr Zanger, wenn Sie schon auf die Arbeiterkammer schießen, möchte ich Ihnen nur ein Wahlergebnis aus Kärnten bringen: 78,8 Prozent für die FSG. Wo ist denn die FPÖ? (Ruf bei der ÖVP: Bei welcher Wahlbeteiligung?) Wahlbeteiligung in meinem Betrieb: 85 Prozent; FSG: 88,9 Prozent. So schaut es aus! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Wir werden immer stärker! Wart ab!)
Zwischenruf des Abg. Knes.
mehr. Nur zur Erinnerung, auch für das Fernsehpublikum und für die wenigen Zuhörer, die wir noch haben: Herr Knes, sag mir bitte, welchen Zeitraum dieser Rechnungshofbericht abdeckt! Welchen bitte, Herr Knes? (Zwischenruf des Abg. Knes.) 2016 und 2017! (Oh-Rufe bei der FPÖ.) Wer war denn da Sozialminister, Herr Knes? Ich war einmal im Hauptberuf Lehrer, Herr Knes: Wer war denn da Sozialminister, bitte? Preisfrage in deine Richtung. Also so eine perfekte Selbstanklage hier heraußen habe ich überhaupt noch nie gehört! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Oh-Rufe bei der FPÖ.
mehr. Nur zur Erinnerung, auch für das Fernsehpublikum und für die wenigen Zuhörer, die wir noch haben: Herr Knes, sag mir bitte, welchen Zeitraum dieser Rechnungshofbericht abdeckt! Welchen bitte, Herr Knes? (Zwischenruf des Abg. Knes.) 2016 und 2017! (Oh-Rufe bei der FPÖ.) Wer war denn da Sozialminister, Herr Knes? Ich war einmal im Hauptberuf Lehrer, Herr Knes: Wer war denn da Sozialminister, bitte? Preisfrage in deine Richtung. Also so eine perfekte Selbstanklage hier heraußen habe ich überhaupt noch nie gehört! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
mehr. Nur zur Erinnerung, auch für das Fernsehpublikum und für die wenigen Zuhörer, die wir noch haben: Herr Knes, sag mir bitte, welchen Zeitraum dieser Rechnungshofbericht abdeckt! Welchen bitte, Herr Knes? (Zwischenruf des Abg. Knes.) 2016 und 2017! (Oh-Rufe bei der FPÖ.) Wer war denn da Sozialminister, Herr Knes? Ich war einmal im Hauptberuf Lehrer, Herr Knes: Wer war denn da Sozialminister, bitte? Preisfrage in deine Richtung. Also so eine perfekte Selbstanklage hier heraußen habe ich überhaupt noch nie gehört! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist ja unverschämt! Es ist ja unverschämt, da herauszukommen, große Töne zu spucken und zu sagen, ich verlange einen Unterausschuss. Einen Unterausschuss?! Wissen Sie, was wir machen müssen? Einen weiteren Rechnungshofbericht, der Ihre Unfähigkeit aufdeckt! Das ist notwendig und nicht ein Unterausschuss! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Knes.
Sie waren zuständig! Sie waren zuständig: 2016, 2017! (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Knes.) – Herr Kollege Knes, Sie waren gerade am Wort, jetzt bin ich am Wort! Ihre Zwischenrufe nützen Ihnen überhaupt nichts!
Abg. Schimanek: Und die Frauenministerin! – Abg. Haider: Und die Gesundheitsministerin!
Ich wiederhole noch einmal: Wir diskutieren einen Rechnungshofbericht 2016/2017, wo die SPÖ den Bundeskanzler und den Sozialminister stellte. Die SPÖ hat seit 1945 zumeist die Sozialminister gestellt. (Abg. Schimanek: Und die Frauenministerin! – Abg. Haider: Und die Gesundheitsministerin!) Also ich würde sagen: Schämt euch! Stellt euch bitte ins Eck und geht einmal in euch, bevor hier weiterhin solche Unwahrheiten verbreitet werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich wiederhole noch einmal: Wir diskutieren einen Rechnungshofbericht 2016/2017, wo die SPÖ den Bundeskanzler und den Sozialminister stellte. Die SPÖ hat seit 1945 zumeist die Sozialminister gestellt. (Abg. Schimanek: Und die Frauenministerin! – Abg. Haider: Und die Gesundheitsministerin!) Also ich würde sagen: Schämt euch! Stellt euch bitte ins Eck und geht einmal in euch, bevor hier weiterhin solche Unwahrheiten verbreitet werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Jetzt zum Rechnungshofbericht, der nächsten Schande: Zwischen 2010 und 2017 ist die Zahl der vollzeitbeschäftigten Frauen um 3 Prozent zurückgegangen, minus 3 Prozent! Über das sollte man reden: Wieso ist das passiert? – Weil nämlich die Teilzeitbeschäftigung das überwiegende Argument für Einkommensunterschiede ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir müssen also einmal versuchen, viel mehr Frauen in Vollzeit zu bringen, soweit es geht, und sie nicht in der Teilzeit zu belassen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Das alles gilt natürlich immer auf freiwilliger Basis.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Jetzt zum Rechnungshofbericht, der nächsten Schande: Zwischen 2010 und 2017 ist die Zahl der vollzeitbeschäftigten Frauen um 3 Prozent zurückgegangen, minus 3 Prozent! Über das sollte man reden: Wieso ist das passiert? – Weil nämlich die Teilzeitbeschäftigung das überwiegende Argument für Einkommensunterschiede ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir müssen also einmal versuchen, viel mehr Frauen in Vollzeit zu bringen, soweit es geht, und sie nicht in der Teilzeit zu belassen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Das alles gilt natürlich immer auf freiwilliger Basis.
Zwischenruf des Abg. Rossmann.
Wovon hängt denn das Einkommen ab? – Das Einkommen hängt von der Ausbildung ab. Ja, bei der Ausbildung, bei der Bildungspolitik müssen wir ansetzen, und da haben wir schon einiges in Bewegung gebracht. Bessere Ausbildung bedeutet mehr Chancen. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.) Das Einkommen hängt von der Branche ab, in der ich beschäftigt bin. Es gibt Hochlohnbranchen. Es hängt davon ab, ob ich Beamter/Beamtin oder Arbeiter/Arbeiterin bin.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Noch einmal ein Zahlenbeispiel: Ihr sagt immer, Arbeiterinnen und Arbeiter sind eure Klientel – das war irgendwann einmal. Das mittlere Bruttojahreseinkommen bei den Arbeiterinnen und Arbeitern war 20 006 Euro. Die Frauen haben ein mittleres Bruttojahreseinkommen von 11 570 Euro, die Männer, die Arbeiter, eines von 26 239 Euro. Also 26 239 zu 11 570 Euro bei den Frauen – das ist ein eklatanter Unterschied. Auch da ist der Beweis erbracht, dass die sozialistische Politik hier vollkommen versagt hat. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es wurde schon erwähnt, der Familienbonus Plus ist eine große sozialpolitische Leistung, den alle Steuerzahler, alle, die Steuer bezahlen, spüren werden. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Knes. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Und die Abschlüsse bei den Pensionen waren dieses Jahr wesentlich höher als unter sozialistischen Regierungen. Die Pensionisten mit niedrigen Pensionen haben wesentlich mehr bekommen als die Pensionisten mit höheren Pensionen. Auch die Lohnabschlüsse waren dieses Jahr großartig: Sie lagen bei 3 Prozent und mehr. (Zwischenruf des Abg. Knes. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) All das ist passiert. Das wird die Bevölkerung entlasten.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Herr Kollege Knes! Geh in dich! Es hat keinen Sinn, dass du permanent in meine Richtung schreist. Dieser Rechnungshofbericht hat aufgezeigt, dass die SPÖ-Politik in den letzten Jahrzehnten versagt hat. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich möchte jetzt schon zum Ende kommen, denn jeder kann im Bericht tagtäglich und nicht nur heute, sondern das ganze Jahr nachlesen, woran es hakt und welche Schlüsse man daraus zieht. In diesem Sinne, glaube ich, ist das eine gute Arbeitsgrundlage für den Nationalrat. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Zanger: Ich weiß gar nicht, worum es geht!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter Zanger, ich bitte Sie, den vergleichenden Ausdruck zu Betriebsräten und Gewerkschaftern, den Sie gewählt haben, zurückzunehmen. (Abg. Zanger: Ich weiß gar nicht, worum es geht!) Sind Sie bereit, den Ausdruck, den Sie vergleichend zu Gewerkschaftern und Betriebsräten laut Protokoll getätigt haben, zurückzunehmen: „was das für Beidl sind“? (Abg. Zanger: Ich wollte sagen: Trinken wir lieber ein Seidel!) – Bitte? (Abg. Zanger: Ich wollte sagen: Trinken wir lieber ein Seidel! – Heiterkeit bei FPÖ und ÖVP.) Nehmen Sie ihn zurück? – (Abg. Zanger nickt bejahend.) – Danke.
Abg. Zanger: Ich wollte sagen: Trinken wir lieber ein Seidel!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter Zanger, ich bitte Sie, den vergleichenden Ausdruck zu Betriebsräten und Gewerkschaftern, den Sie gewählt haben, zurückzunehmen. (Abg. Zanger: Ich weiß gar nicht, worum es geht!) Sind Sie bereit, den Ausdruck, den Sie vergleichend zu Gewerkschaftern und Betriebsräten laut Protokoll getätigt haben, zurückzunehmen: „was das für Beidl sind“? (Abg. Zanger: Ich wollte sagen: Trinken wir lieber ein Seidel!) – Bitte? (Abg. Zanger: Ich wollte sagen: Trinken wir lieber ein Seidel! – Heiterkeit bei FPÖ und ÖVP.) Nehmen Sie ihn zurück? – (Abg. Zanger nickt bejahend.) – Danke.
Abg. Zanger: Ich wollte sagen: Trinken wir lieber ein Seidel! – Heiterkeit bei FPÖ und ÖVP.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter Zanger, ich bitte Sie, den vergleichenden Ausdruck zu Betriebsräten und Gewerkschaftern, den Sie gewählt haben, zurückzunehmen. (Abg. Zanger: Ich weiß gar nicht, worum es geht!) Sind Sie bereit, den Ausdruck, den Sie vergleichend zu Gewerkschaftern und Betriebsräten laut Protokoll getätigt haben, zurückzunehmen: „was das für Beidl sind“? (Abg. Zanger: Ich wollte sagen: Trinken wir lieber ein Seidel!) – Bitte? (Abg. Zanger: Ich wollte sagen: Trinken wir lieber ein Seidel! – Heiterkeit bei FPÖ und ÖVP.) Nehmen Sie ihn zurück? – (Abg. Zanger nickt bejahend.) – Danke.
Abg. Zanger nickt bejahend.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter Zanger, ich bitte Sie, den vergleichenden Ausdruck zu Betriebsräten und Gewerkschaftern, den Sie gewählt haben, zurückzunehmen. (Abg. Zanger: Ich weiß gar nicht, worum es geht!) Sind Sie bereit, den Ausdruck, den Sie vergleichend zu Gewerkschaftern und Betriebsräten laut Protokoll getätigt haben, zurückzunehmen: „was das für Beidl sind“? (Abg. Zanger: Ich wollte sagen: Trinken wir lieber ein Seidel!) – Bitte? (Abg. Zanger: Ich wollte sagen: Trinken wir lieber ein Seidel! – Heiterkeit bei FPÖ und ÖVP.) Nehmen Sie ihn zurück? – (Abg. Zanger nickt bejahend.) – Danke.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gudenus: Was? Das ist ja peinlich, bitte! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Also, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP und von der FPÖ, wenn Sie es mit der Frauenpolitik in diesem Land ernst meinen, dann haben Sie noch bis April Zeit, in sich zu gehen. Die Anträge werden es beweisen, was Ihnen die Frauen in diesem Land wert sind. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gudenus: Was? Das ist ja peinlich, bitte! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Was wurde konkret bereits umgesetzt? – Es gibt drei Schwerpunkte den inklusiven Unterricht betreffend, zu denen es bereits Umsetzungen gegeben hat. Der Herr Bundesminister hat darüber berichtet und hat ganz klar ausgeführt, dass es eine Balance zwischen inklusivem Unterricht und Sonderschulen geben muss. Beide Systeme haben ihre Berechtigung, und hier geht es vor allem um das Kindeswohl, das immer im Mittelpunkt stehen muss. Es gibt aber auch Grenzen, und ich glaube, es ist ganz klar: so viel Inklusion wie möglich, aber keinen Zwang dazu. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Zusammenfassend kann man sagen, dass dieser Rechnungshofbericht das Thema Inklusion durchaus kritisch beleuchtet hat, aber man auch absolut feststellen kann, dass sich die Dinge im Sinne unserer behinderten Menschen weiterentwickeln, die Ausbildung auch in der bestmöglichen Qualität erhalten sollten. Ich glaube, es liegt an uns allen, hier gemeinsam mit unserem Bundesminister die Inklusion weiterzuentwickeln. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Irene Hochstetter-Lackner (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren! Ich muss noch einmal auf die Ausführungen meines Vorvorredners, Herrn Hausers von der FPÖ, zurückkommen, der sich über meinen Kollegen Knes so echauffiert und gemeint hat, die Frauen müssen raus aus der Teilzeit. – Ja, wie sehr könnte ich Ihnen da recht geben! Dann arbeiten Sie doch als Regierung gleich einmal daran! Dann hätten Sie doch heute Vormittag einfach den SPÖ-Vorschlägen zur Pflege und zur Aufwertung des Pflegeberufes zugestimmt! (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Dann unterstützen Sie doch die Bürgermeister vor Ort dabei, Kinderbetreuungsplätze in Einrichtungen zu installieren, die den ganzen Tag geöffnet haben können und nicht mehr Schließzeiten als Öffnungszeiten haben! Und dann unterstützen Sie doch auch die Nachmittagsbetreuung für die Kinder in diesem Land, damit die Eltern wissen, dass die Kinder auch nachmittags gut versorgt sind, oder unterstützen Sie auch die Ganztagsschule! (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Neubauer: Das ist ein Wahnsinn! Wo leben denn Sie?
Auch der Familienbonus für die Alleinerzieherinnen zeugt nicht von einer guten Frauenpolitik dieser Bundesregierung. Sie holen die Frauen nicht aus der Teilzeit, sondern Sie verbannen sie hinter den Herd. (Abg. Neubauer: Das ist ein Wahnsinn! Wo leben denn Sie?) Das ist die Frauenpolitik, die Sie von FPÖ und ÖVP machen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch der Familienbonus für die Alleinerzieherinnen zeugt nicht von einer guten Frauenpolitik dieser Bundesregierung. Sie holen die Frauen nicht aus der Teilzeit, sondern Sie verbannen sie hinter den Herd. (Abg. Neubauer: Das ist ein Wahnsinn! Wo leben denn Sie?) Das ist die Frauenpolitik, die Sie von FPÖ und ÖVP machen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer: Die Sie uns hinterlassen haben!
Ich werde hier nicht ansprechen, dass es endlich auch Zeit wird, dass Eltern, wenn sie ein beeinträchtigtes Kind haben, einen Rechtsanspruch bekommen – einen Rechtsanspruch auf eine Nachmittagsbetreuung, einen Rechtsanspruch auf qualitativ hochwertiges Pflegepersonal und, und, und. Sie haben so viele offene Punkte zu erledigen, Sie haben so viele offene Punkte, die Sie behandeln müssen. (Abg. Neubauer: Die Sie uns hinterlassen haben!) – Die hat niemand hinterlassen.
Abg. Lausch – den Kopf schüttelnd –: Die Experten haben ganz was anderes gesagt!
Ich lade Sie einfach ein: Schauen Sie es sich in einem sozialdemokratisch geführten Bundesland einfach an! Fahren Sie mit mir mit nach Kärnten, schauen Sie es sich an! Sie dürfen sich auch gerne von der SPÖ einmal etwas abschauen. (Abg. Lausch – den Kopf schüttelnd –: Die Experten haben ganz was anderes gesagt!) Sie müssen nicht einfach glauben, dass Sie in diesem Land alles zerstören sollen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kucher: Herr Kollege Hauser, die Einladung steht! – Abg. Hauser: Ich finde das positiv! Das hab ich schon im Ausschuss gesagt!
Sie sollten es deshalb tun, weil es wichtig ist für die Kinder und weil es wichtig ist für die Eltern. Die brauchen da einfach mehr als alle anderen eine berechenbare Politik, eine Politik, auf die sie sich verlassen können, und nicht eine Politik, die einfach nicht weiß, wie sie damit umgehen soll, weil sie gerade mitten im Zerstörungskurs ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kucher: Herr Kollege Hauser, die Einladung steht! – Abg. Hauser: Ich finde das positiv! Das hab ich schon im Ausschuss gesagt!)
Ruf bei der ÖVP: Wo ist er?
Weil ich in Richtung der Pilze oder der Liste JETZT, wie sie jetzt heißt, schaue, noch eine Anmerkung, denn eines ist mir heute schon aufgefallen: Am Vormittag gab es helle Aufregung bei den Aussagen des Kollegen Pilz hier vorne am Rednerpult betreffend die faulsten Abgeordneten. Ich beobachte seit dem Nachmittag die Anwesenheit des Kollegen Pilz (Ruf bei der ÖVP: Wo ist er?): Er glänzt durch Abwesenheit!
Abg. Höbart: Der nimmt sich doch selber nicht mehr ernst!
Ich frage mich, oder ich frage Sie als Klub: Wie geht es Ihnen damit, dass sich ein Kollege von Ihnen hier herausstellt, großartig verkündet, wie fleißig und wie attraktiv er seine Tätigkeit durchführt, aber den gesamten Nachmittag bis jetzt nicht anwesend ist? (Abg. Höbart: Der nimmt sich doch selber nicht mehr ernst!) Also ich wünsche Ihnen mit Ihrer Arbeit und mit Ihrer Tätigkeit viel Erfolg, aber der Fleißigste kann er nicht sein. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich frage mich, oder ich frage Sie als Klub: Wie geht es Ihnen damit, dass sich ein Kollege von Ihnen hier herausstellt, großartig verkündet, wie fleißig und wie attraktiv er seine Tätigkeit durchführt, aber den gesamten Nachmittag bis jetzt nicht anwesend ist? (Abg. Höbart: Der nimmt sich doch selber nicht mehr ernst!) Also ich wünsche Ihnen mit Ihrer Arbeit und mit Ihrer Tätigkeit viel Erfolg, aber der Fleißigste kann er nicht sein. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und der weitere große Vorteil für die Gesellschaft als Ganzes ist: Kinder, die in der Schulzeit mit behinderten Kindern zusammenkommen, begegnen Menschen mit Beeinträchtigungen dann auch als Erwachsene ganz anders. Es stärkt also das Miteinander in der Gesellschaft, und das ist ein Wert, der über die Hilfe für die betroffenen Kinder und deren Eltern hinausgeht, das ist ein Wert für das Miteinander in der Gesellschaft. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei JETZT.
Natürlich ist schulische Inklusion keine Hauruckaktion und der Umbau des Schulsystems hin zur Inklusion muss Schritt für Schritt erfolgen. Die Ressourcen müssen umgeschichtet werden, das Know-how von Sonderpädagoginnen und -pädagogen muss auch im Regelsystem genutzt werden. Wir müssen da auch nicht ganz bei null anfangen, weil wir das Glück haben, dass es bereits zahlreiche Best-Practice-Beispiele und Modellregionen gibt, beispielsweise Kärnten. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei JETZT.
Die Diversität unserer Gesellschaft muss sich auch in der Schule widerspiegeln. Das ist sehr, sehr wichtig. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und JETZT.
Betreffend Kinder mit Behinderungen und inklusivem Unterricht möchte ich eigentlich den Herrn Bildungsminister zitieren, der im Ausschuss gesagt hat, dass Inklusion ein wichtiges Thema ist, an dem die Gesellschaft gemessen wird. – Diesen Worten kann ich mich nur anschließen, und ich möchte auch sagen, dass der Rechnungshof anerkennt, dass es Modellregionen gibt. Jetzt gilt es, aus diesen Erkenntnissen zu lernen, und da muss man ein Resümee ziehen und eine Präzisierung des Begriffs der Inklusion auch für Österreich herbeiführen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und JETZT.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir wollen und müssen unsere Kleinschulen erhalten. Wir haben tolle Schulen, toll ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer, die den Aufgaben noch besser nachkommen können, wenn ihnen die nötige Infrastruktur zur Verfügung gestellt wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Vielleicht wiederhole ich mich, aber die Schulen in den kleinen Gemeinden tragen auch zum Dorfleben bei, deshalb muss es unser Ansinnen sein, diese Schulen zu erhalten. Mit gemeinsamen IT-Standards, mit IT-Betreuung und der bestmöglichen Infrastruktur ist dies möglich. Das alles macht es viel leichter und ist sicher auch zum Vorteil für die Ausbildung unserer Schüler. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir wollen und müssen unsere Kleinschulen erhalten. Wir haben tolle Schulen, toll ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer, die den Aufgaben noch besser nachkommen können, wenn ihnen die nötige Infrastruktur zur Verfügung gestellt wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Vielleicht wiederhole ich mich, aber die Schulen in den kleinen Gemeinden tragen auch zum Dorfleben bei, deshalb muss es unser Ansinnen sein, diese Schulen zu erhalten. Mit gemeinsamen IT-Standards, mit IT-Betreuung und der bestmöglichen Infrastruktur ist dies möglich. Das alles macht es viel leichter und ist sicher auch zum Vorteil für die Ausbildung unserer Schüler. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das zweite Beispiel sind die Hertha-Firnberg-Schulen für Wirtschaft und Tourismus mit einem besonderen Ausbildungszweig, nämlich Kommunikation und Mediendesign. Diese haben in Zusammenarbeit mit der FH Technikum Wien besondere Lernziele und machen auch hervorragende Arbeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Bravoruf des Abg. Jarolim.
Auf der Homepage des Ministeriums ist nachzulesen, dass 5 000 Euro für einzureichende IT-Projekte abzuholen sind. Genannt sind verschiedenste Schultypen, aber zum Beispiel nicht die HBLAs. Das entspricht eigentlich nicht der Vereinheitlichung, die der Rechnungshof fordert. In diesem Sinn hat die Regierung noch sehr viel zu tun. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Bravoruf des Abg. Jarolim.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.
Uns Abgeordneten der Regierungskoalition ist und bleibt es immer ein Anliegen, die vielen aus der Vergangenheit stammenden Missstände mithilfe des Rechnungshofes aufzuzeigen und zu korrigieren. Die unzähligen Fehler der Vergangenheit werden in unserer FPÖ/ÖVP-Regierung keinen Platz finden, denn unsere FPÖ/ÖVP-Regierung ist den Bürgern von Österreich im Wort. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Jarolim: Das ist so erschütternd, das ist ein Wahnsinn! – Abg. Schimanek: Na, der Jarolim! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Zum Schluss ein Wort: Nur mit einer exzellenten Bildung haben unsere Kinder eine Chance auf eine erfolgreiche und glückliche Zukunft. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Jarolim: Das ist so erschütternd, das ist ein Wahnsinn! – Abg. Schimanek: Na, der Jarolim! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abschließend möchte ich festhalten, dass ich mich beim Rechnungshof bedanken will, weil ich denke, dass gerade auch der Bericht des Rechnungshofes ganz maßgeblich dafür verantwortlich war, dass diese Organisationsreformen eingeleitet worden sind. Und ich möchte festhalten, dass es schön ist, dass sich auch im Bildungssystem in Österreich etwas bewegt. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist schon ein bisschen spannend, dass gerade die Herren von der FPÖ ihren Koalitionspartner ständig negieren, es war nämlich die ÖVP, die überhaupt am längsten an einer Regierung beteiligt war und die zudem von 1996 bis 2007 das Unterrichts- beziehungsweise Bildungsressort innehatte. – Das muss dazu auch einmal gesagt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend möchte ich noch Folgendes sagen: Ihre Worte höre ich wirklich, aber die Taten sprechen eine ganz andere Sprache. Mir scheint, dass Sie eher das Motto haben: Besser spät und nie! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte hier wirklich auch einmal eine Lanze für die Sonderschulen brechen, weil das in der ganzen Debatte untergeht. Wir haben hervorragende Sonderschulen mit hervorragend ausgebildeten Pädagoginnen und Pädagogen, mit einer sehr guten Infrastruktur, die tatsächlich für die Bedürfnisse von schwerbehinderten Kindern eingerichtet und ausgestattet sind. Diese Schulen leisten hervorragende Arbeit. Ich gratuliere dazu! (Beifall bei der FPÖ und Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir brauchen also in der gesamten Debatte mehr Ehrlichkeit. Unterm Strich sind wir für die Wahlfreiheit. Ich erinnere noch daran, dass es auch eine parlamentarische Initiative gegeben hat (ein Schriftstück in die Höhe haltend), die über 24 000 Eltern betroffener Kinder unterschrieben haben, die für den Erhalt der Sonderschulen sind, weil sie sagen: Wahlfreiheit bedeutet eben, zwischen Inklusion oder Sonderschule auszuwählen. Das sollte man nicht unter den Tisch fallen lassen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich bin mir sicher, dass Sie mir zustimmen, wenn ich sage, dass Bildung nicht nur der Schlüssel für beruflichen Erfolg ist, sondern auch das gesellschaftliche Zusammenleben positiv beeinflusst. Es muss daher unser aller Auftrag sein, dass die Jüngsten in unserer Gesellschaft die besten Möglichkeiten vorfinden, egal, in welchem Bundesland. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte mich aber zuvor, da ich ja noch gar nicht so lange im Rechnungshofausschuss tätig bin, bei Ihnen (in Richtung Rechnungshofpräsidentin Kraker) und bei Ihrem Team bedanken und Ihnen meinen Respekt ausdrücken, weil ich denke – und das kann man, glaube ich, parteiübergreifend festhalten –, dass wir immer wieder sehr umfangreiche, ausführliche, aber auch sehr richtige Anmerkungen des Rechnungshofes bekommen. Die Berichte sind auf der einen Seite natürlich dazu da, zu überprüfen, was in unserer Republik stattfindet, zeigen uns auf der anderen Seite aber immer auch Handlungsspielraum, um zu schauen, wie wir die eine oder andere Frage sehen und wo man bei der einen oder anderen Frage etwas verbessern muss. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich wollte eigentlich auch noch etwas zu den Schulsprengeln sagen, aber die Zeit ist in Wirklichkeit um. Vielleicht noch ein letzter Satz: Ich glaube nur, dass es wichtig ist, auch wenn wir als Bund nicht zuständig sind, dass wir einen Schritt weiterkommen, was die Schulsprengel betrifft. Ich denke, dass die in der Form nicht mehr zeitgemäß sind. Wenn die Entwicklung im Bildungssystem so ist, dass man sich ein Stück mehr entscheiden kann, dann muss man auch im Schulsprengelbereich etwas tun, damit nicht die Bürgermeisterin/der Bürgermeister diejenige/derjenige ist, die/der am Ende entscheidet, ob ein Kind in eine andere Schule gehen kann oder nicht. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Vielen Dank für den Bericht, Frau Präsidentin! Ich habe noch eine kleine Bemerkung zur neuen Homepage des Rechnungshofes: Im Moment ist es so, dass die Berichte fast nicht zu finden sind, weil man nach Schlagworten suchen muss. Ich möchte Sie bitten und ich wünsche mir, dass wieder das alte System eingesetzt wird, bei dem man die Berichte nach Nummer und Jahreszahl sehr einfach finden konnte. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich will das auf den Punkt bringen, auch wir Freiheitliche in der Steiermark haben immer gesagt, es macht keinen Sinn, wenn in einer Volksschule irgendwo vielleicht nur mehr drei oder vier Kinder angemeldet sind, das ist ganz klar. Man sollte aber auch andere Kriterien und nicht nur die Schüleranzahl hernehmen, denn die Schule ist sehr wichtig, die Schule ist in einem kleinen Ort ein wichtiges Herzstück für die Bevölkerung, für die Gesellschaftsentwicklung. Das ist auch wissenschaftlich belegbar. Mein Standpunkt ist da ganz klar: Wer den ländlichen Raum, der ohnehin immer mehr ausgedünnt wird und ausgedünnt wurde, erhalten will, schließt keine Schulen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei JETZT. – Abg. Kassegger: Wo ist der fleißige Peter? – Abg. Wurm: Wo ist das Schwammerl?
Abgeordneter Dr. Alfred J. Noll (JETZT): Nur als Postskriptum zur vormittäglichen Einwendungsdebatte: Ausgerechnet die beiden, die am lautesten gerufen haben, dass sie durchhalten, Klubobmann Wöginger und Frau Kollegin Winzig, sind natürlich schon seit Langem nicht mehr da. Offenkundig haben sie nicht durchgehalten. (Beifall bei JETZT. – Abg. Kassegger: Wo ist der fleißige Peter? – Abg. Wurm: Wo ist das Schwammerl?)
Beifall bei JETZT sowie des Abg. Jarolim.
Ich meine, dass wir hier im Parlament die Chance hätten, tatsächlich etwas zu tun, und ich lade daher die anderen Parteien ein, gemeinsam hier im Saal über diesen Entwurf zu diskutieren. Ich freue mich jetzt schon auf die Diskussion. Das Parlament könnte da etwas umsetzen, wofür es allseits Respekt bekommen würde. – Danke. (Beifall bei JETZT sowie des Abg. Jarolim.)
Abg. Scherak: Der war gut!
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Zur Ersten Lesung des Informationsfreiheitsgesetzes darf man, glaube ich, durchaus sagen, dass es in Österreich eigentlich sehr transparent zugeht, dass die Bundesregierung sehr viele Informationen weitergibt, weil es um Transparenz geht und damit alle die entsprechenden Informationen haben. (Abg. Scherak: Der war gut!) Wir werden das im Verfassungsausschuss natürlich gerne inhaltlich diskutieren.
Abg. Schimanek: Der ist schon lange nicht mehr da!
Zur Eingangsbemerkung des Kollegen Noll nur so viel: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Der Listengründer Ihrer Organisation nimmt es ja mit Informationen nicht so genau, würde ich sagen, mit der Freiheit noch viel weniger, vor allem mit der Freiheit, die man sich gegenüber anderen herausnimmt. Da sollte man ein bisschen vorsichtig sein. Da Herr Kollege Pilz heute mitgeteilt bekommen hat, dass er nur bei 34 Prozent der Abstimmungen anwesend ist, habe ich wirklich geglaubt, dass er das ernst nimmt. Das hat bis zum frühen Nachmittag einigermaßen funktioniert – seither wurde er nicht gesehen. (Abg. Schimanek: Der ist schon lange nicht mehr da!) Richten Sie es ihm aus: vorsichtig bleiben!
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir werden die Einladung zur Diskussion natürlich annehmen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Peter Wittmann. – Bitte. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker. – Abg. Neubauer: Deutsche Sprache, schwere Sprache!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Kollege Noll, es war noch viel ärger: Der erste Antrag für das Informationsfreiheitsgesetz ist von Kurz gekommen, nur hat er nach der Ankündigung in den Medien die Lust daran verloren. Wie immer war ihm halt die Ankündigung wichtiger als die Durchsetzung und Umsetzung. (Zwischenruf der Abg. Steinacker. – Abg. Neubauer: Deutsche Sprache, schwere Sprache!)
Abg. Neubauer: Aber nicht um 12, zu Mittag!
Ein Wort noch zu meinem Vorredner: Kollege Pilz war wenigstens so fair, dass er gesagt hat, er würde gerne lieber früher aufhören. (Abg. Neubauer: Aber nicht um 12, zu Mittag!) Herr Kollege Wöginger hat gesagt: Nein, wir machen das bis in die Nacht hinein! – Nur kommt er dann nicht. Das finde ich nicht sehr fair den anderen Abgeordneten gegenüber. (Beifall bei SPÖ und JETZT.)
Beifall bei SPÖ und JETZT.
Ein Wort noch zu meinem Vorredner: Kollege Pilz war wenigstens so fair, dass er gesagt hat, er würde gerne lieber früher aufhören. (Abg. Neubauer: Aber nicht um 12, zu Mittag!) Herr Kollege Wöginger hat gesagt: Nein, wir machen das bis in die Nacht hinein! – Nur kommt er dann nicht. Das finde ich nicht sehr fair den anderen Abgeordneten gegenüber. (Beifall bei SPÖ und JETZT.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Vielleicht noch zum Nachdenken über Nacht: Heute ist diese App zur Digitalisierung, die so super ist, abgefeiert worden. Im Meldegesetz steht aber, dass nicht nur der, der sich ummelden will, eine Unterschrift zu leisten hat, sondern auch der Unterkunftgeber – und ich frage mich, wie das bei dieser App gewährleistet ist. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Entweder ist sie ganz einfach gesetzeswidrig, oder es gibt eine Verordnung, dann ist diese gesetzeswidrig. Mir hat noch keiner gesagt, wie das funktionieren soll, dass der Vermieter bei dieser App die Unterschrift setzt.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Das stimmt leider nicht, was Sie jetzt gesagt haben! Als Wohnbaubonze kennt er sich aus, aber mit dem Mietrecht nicht!
Auch da ist also wieder die Ankündigung weit besser als die Umsetzung – wie immer bei dieser Regierung! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Das stimmt leider nicht, was Sie jetzt gesagt haben! Als Wohnbaubonze kennt er sich aus, aber mit dem Mietrecht nicht!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich hätte zum Entwurf gleich noch zwei Anmerkungen. Erstens: Der Artikel 22a B-VG, der in § 1 des Antrages erwähnt wird, ist mir nicht bekannt. Zweitens: Die Frist von einer Woche ist vielleicht auch ein bisschen kurz, Herr Kollege Noll. Auf jeden Fall werden wir aber darüber und auch über den Rest des Gesetzentwurfs sprechen. Ich freue mich. – Herzlichen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Wöginger: Bin immer da! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Dr. Alfred J. Noll (JETZT): Ich freue mich über die gestaltende Kraft, die ich in dieser Republik gewonnen habe. Herr Klubobmann Wöginger ist jetzt da, also muss ich ihm nicht mehr vorhalten, dass er nicht da ist. (Abg. Wöginger: Bin immer da! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) – Da war er nicht! Da war er sicher nicht! (Ruf bei der FPÖ: Pilz fehlt uns noch!)
Ruf bei der FPÖ: Pilz fehlt uns noch!
Abgeordneter Dr. Alfred J. Noll (JETZT): Ich freue mich über die gestaltende Kraft, die ich in dieser Republik gewonnen habe. Herr Klubobmann Wöginger ist jetzt da, also muss ich ihm nicht mehr vorhalten, dass er nicht da ist. (Abg. Wöginger: Bin immer da! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) – Da war er nicht! Da war er sicher nicht! (Ruf bei der FPÖ: Pilz fehlt uns noch!)
Abg. Wöginger: Ihr habt ja noch eine Einwendungsdebatte machen müssen! – Zwischenruf bei der FPÖ.
Ich halte trotzdem daran fest, dass es gescheiter wäre, in Zukunft Sitzungen, die bis nach 24 Uhr dauern, zu unterlassen. (Abg. Wöginger: Ihr habt ja noch eine Einwendungsdebatte machen müssen! – Zwischenruf bei der FPÖ.) – Herr Pilz ist dort, wo er jetzt ist.
Zwischenrufe der Abg. Kassegger und Wöginger.
Jetzt sage ich Ihnen noch etwas, sehr gern auch dem Kollegen Prinz: Ich bin ja nicht der Kurator des Kollegen Pilz. Wenn Sie etwas von ihm wissen wollen, dann fragen Sie ihn ganz einfach – das ist ganz einfach! (Zwischenrufe der Abg. Kassegger und Wöginger.) – Nein, der ist nicht hier! Der ist nicht so schnell wieder zurückgekommen wie Sie, Herr Klubobmann! (Abg. Wöginger: Der kommt auch nicht mehr! – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Wöginger: Der kommt auch nicht mehr! – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Jetzt sage ich Ihnen noch etwas, sehr gern auch dem Kollegen Prinz: Ich bin ja nicht der Kurator des Kollegen Pilz. Wenn Sie etwas von ihm wissen wollen, dann fragen Sie ihn ganz einfach – das ist ganz einfach! (Zwischenrufe der Abg. Kassegger und Wöginger.) – Nein, der ist nicht hier! Der ist nicht so schnell wieder zurückgekommen wie Sie, Herr Klubobmann! (Abg. Wöginger: Der kommt auch nicht mehr! – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der ÖVP.
Einen schönen Abend und eine angenehme Nachtruhe wünsche ich Ihnen allen. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scherak.
Abgeordneter Mag. Peter Weidinger (ÖVP): Geschätzte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen, werte Kollegen! Jeder weiß es in diesem Haus: Der Kapitän geht als Letzter von Bord, und unser Klubobmann August Wöginger ist der Mann, der immer hier steht und sich für die Republik einsetzt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scherak.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scherak.
Herr Kollege Noll! Die Intention des von euch eingebrachten Gesetzesvorschlags ist ja, die Demokratie zu stärken. Im Demokratieindex des „Economist“, geschätzte Damen und Herren, ist Österreich ganz, ganz weit vorne. Das spricht für die Transparenz, das spricht für die Informationsfreiheit, und das Regierungsprogramm der Parlamentsmehrheit, geschätzte Damen und Herren, atmet den Geist der Freiheit und der Transparenz. Das ist gut so. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scherak.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Seit diesem Gesetzentwurf der vorigen Legislaturperiode – der fast eins zu eins abgeschrieben wurde – hat sich die gesetzliche Situation aber verändert, indem der Verwaltungsgerichtshof Erkenntnisse zutage gebracht hat, meine Damen und Herren. Erstens gab es die klare Auslegung bezüglich Artikel 10 EMRK, dass die freie Meinungsäußerung höchste Priorität hat. Zweitens möchte ich an die Möglichkeit der Säumnisbeschwerde erinnern, die eine deutliche Verbesserung für den Einzelnen, der an Informationen kommen möchte, darstellt. Drittens, meine Damen und Herren, werden diese Regierung und diese Parlamentsmehrheit immer auf der Seite der Menschen sein und sich für Transparenz und Information einsetzen. – Danke vielmals. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)