Eckdaten:
Für die 17. Sitzung der 26. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 940 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Renate Gruber (SPÖ): Ich gelobe. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeine Heiterkeit.
Ich bitte jene Damen und Herren, die diesem Vorschlag zustimmen, um ein entsprechendes Zeichen. (Die Abgeordneten erheben sich von ihren Plätzen.) – Es gibt in der Früh schon Bewegung. Sehr gut. (Allgemeine Heiterkeit.) – Das ist einstimmig angenommen.
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten von ÖVP, NEOS und Liste Pilz sowie des Abg. Lugar.
Ich ersuche jene Damen und Herren, die für den Wahlvorschlag der sozialdemokratischen Parlamentsfraktion sind, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist mit Mehrheit angenommen. Somit ist Herr Abgeordneter Ing. Markus Vogl zum Ordner gewählt. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten von ÖVP, NEOS und Liste Pilz sowie des Abg. Lugar.)
Abg. Vogl: Ich nehme die Wahl an!
Herr Abgeordneter, ich darf Sie fragen, ob Sie die Wahl annehmen. (Abg. Vogl: Ich nehme die Wahl an!) – Mit Freuden! (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter, ich darf Sie fragen, ob Sie die Wahl annehmen. (Abg. Vogl: Ich nehme die Wahl an!) – Mit Freuden! (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Belakowitsch: O ja, es ...! – Ruf bei der SPÖ: Bei euch ist es sehr kalt!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren hier im Hohen Haus und zu Hause vor den Bildschirmen! Hohes Haus! Die gute Laune des Präsidenten passt auch hervorragend zum sehr guten Budget, das uns für die Jahre 2018 und 2019 vorliegt. Man könnte auch sagen, es passt auch hervorragend zum heutigen Wetter, meine Damen und Herren. Es könnte nicht besser sein. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Belakowitsch: O ja, es ...! – Ruf bei der SPÖ: Bei euch ist es sehr kalt!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
meine Damen und Herren, es ist wirklich ein Überschuss. Das ist eigentlich in den Budgetunterlagen auch ganz klar ersichtlich. Im Überblick über das Budget 2019 sehen wir ganz genau, dass wir Einzahlungen in der Höhe von 79,7 Milliarden Euro und Auszahlungen in der Höhe von 79,1 Milliarden Euro haben. Ganz konkret ist es im Jahr 2019 ein Überschuss von 541 Millionen Euro. Das ist die Trendwende in der Budgetpolitik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Rossmann.
Entlastung der Menschen: Es ist uns ein Hauptanliegen, den Menschen wieder mehr von ihrer Steuerlast zurückzugeben. Wir haben eine sehr hohe Abgabenquote in Österreich, nämlich rund 43 Prozent; und es ist und bleibt das Ziel dieser Regierung, diese Abgabenquote bis zum Ende der Legislaturperiode auf 40 Prozent zu senken. Ich nenne jetzt drei Maßnahmen, mit denen wir starten: Die erste ist der Familienbonus Plus. Das sind 1 500 Euro pro Jahr und Kind. Das ist ein Nettobetrag, den wir den Familien mit Kindern wieder zurückgeben und zugutekommen lassen. Meine Damen und Herren, das ist die größte steuerliche Entlastung für Familien mit Kindern der letzten Jahrzehnte. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Rossmann.)
Abg. Rossmann: Das sind lauter Halbwahrheiten!
Heute am Nachmittag werden wir ein Gesetz beschließen, mit dem wir die Arbeitslosenversicherungsbeiträge für Bezieher niedriger Einkommen senken, für Menschen, die hart arbeiten, aber halt in einer Branche tätig sind, in der man nicht sehr viel verdient – Gastgewerbe, Handel oder die Tischler. (Abg. Rossmann: Das sind lauter Halbwahrheiten!) Jenen Menschen geben wir einige hundert Euro zurück. Im Schnitt sind 900 000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einer durchschnittlichen Entlastung von rund 300 Euro pro Jahr betroffen. (Abg. Krainer: 10 Euro im Monat! 10 Euro!) Meine Damen und Herren, für diese Menschen sind 300 Euro sehr viel Geld. Es ist notwendig, dass wir auch diesen Leistungsträgern (Abg. Krainer: 10 Euro!) eine Entlastung zugutekommen lassen – und das beschließen wir am heutigen Nachmittag. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Krainer: 10 Euro im Monat! 10 Euro!
Heute am Nachmittag werden wir ein Gesetz beschließen, mit dem wir die Arbeitslosenversicherungsbeiträge für Bezieher niedriger Einkommen senken, für Menschen, die hart arbeiten, aber halt in einer Branche tätig sind, in der man nicht sehr viel verdient – Gastgewerbe, Handel oder die Tischler. (Abg. Rossmann: Das sind lauter Halbwahrheiten!) Jenen Menschen geben wir einige hundert Euro zurück. Im Schnitt sind 900 000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einer durchschnittlichen Entlastung von rund 300 Euro pro Jahr betroffen. (Abg. Krainer: 10 Euro im Monat! 10 Euro!) Meine Damen und Herren, für diese Menschen sind 300 Euro sehr viel Geld. Es ist notwendig, dass wir auch diesen Leistungsträgern (Abg. Krainer: 10 Euro!) eine Entlastung zugutekommen lassen – und das beschließen wir am heutigen Nachmittag. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Krainer: 10 Euro!
Heute am Nachmittag werden wir ein Gesetz beschließen, mit dem wir die Arbeitslosenversicherungsbeiträge für Bezieher niedriger Einkommen senken, für Menschen, die hart arbeiten, aber halt in einer Branche tätig sind, in der man nicht sehr viel verdient – Gastgewerbe, Handel oder die Tischler. (Abg. Rossmann: Das sind lauter Halbwahrheiten!) Jenen Menschen geben wir einige hundert Euro zurück. Im Schnitt sind 900 000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einer durchschnittlichen Entlastung von rund 300 Euro pro Jahr betroffen. (Abg. Krainer: 10 Euro im Monat! 10 Euro!) Meine Damen und Herren, für diese Menschen sind 300 Euro sehr viel Geld. Es ist notwendig, dass wir auch diesen Leistungsträgern (Abg. Krainer: 10 Euro!) eine Entlastung zugutekommen lassen – und das beschließen wir am heutigen Nachmittag. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Heute am Nachmittag werden wir ein Gesetz beschließen, mit dem wir die Arbeitslosenversicherungsbeiträge für Bezieher niedriger Einkommen senken, für Menschen, die hart arbeiten, aber halt in einer Branche tätig sind, in der man nicht sehr viel verdient – Gastgewerbe, Handel oder die Tischler. (Abg. Rossmann: Das sind lauter Halbwahrheiten!) Jenen Menschen geben wir einige hundert Euro zurück. Im Schnitt sind 900 000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einer durchschnittlichen Entlastung von rund 300 Euro pro Jahr betroffen. (Abg. Krainer: 10 Euro im Monat! 10 Euro!) Meine Damen und Herren, für diese Menschen sind 300 Euro sehr viel Geld. Es ist notwendig, dass wir auch diesen Leistungsträgern (Abg. Krainer: 10 Euro!) eine Entlastung zugutekommen lassen – und das beschließen wir am heutigen Nachmittag. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Die dritte Maßnahme betrifft den Tourismus. Österreich ist ein Tourismusland, auf das wir wirklich stolz sein können. Wir haben eine hervorragende Hotellerie, eine hervorragende Gastronomie. Und wir senken den Prozentsatz der Mehrwertsteuer auf Nächtigungen von 13 wieder auf 10 Prozent, weil wir stolz auf unsere Tourismuslandschaft in Österreich sind, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Der zweite Aspekt betrifft eine neue soziale Gerechtigkeit; und es gibt da einen guten Grundsatz, den wir pflegen: Wir helfen all jenen Menschen, die sich selber helfen möchten, aber nicht können. Wir können aber jenen Menschen, die sich selber helfen könnten, aber nicht wollen, keine Unterstützung auf Dauer geben. Das ist ein neuer Grundsatz in der Sozialpolitik. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
ständlich, dass auch die Mittel für die Arbeitslosigkeit insgesamt sinken. Ich möchte aber Folgendes festhalten: Es stehen für das Jahr 2018 pro Arbeitslosem genau die gleichen finanziellen Mittel zur Verfügung wie 2017. Es ist wichtig, auch das in diesem Zusammenhang zu erwähnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Widerspruch bei der SPÖ.
Wir reduzieren auch die Familienbeihilfe für Kinder, die im Ausland leben. Wir indexieren die Familienbeihilfe. Das bringt uns 114 Millionen Euro, und diese Maßnahme ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. (Widerspruch bei der SPÖ.) Wenn die Kinder nicht in Österreich leben, dann indexieren wir die Familienbeihilfe und passen sie an das Herkunftsland an, in dem die Kinder leben. Das ist eine Maßnahme, zu der wir 100-prozentig stehen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir reduzieren auch die Familienbeihilfe für Kinder, die im Ausland leben. Wir indexieren die Familienbeihilfe. Das bringt uns 114 Millionen Euro, und diese Maßnahme ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. (Widerspruch bei der SPÖ.) Wenn die Kinder nicht in Österreich leben, dann indexieren wir die Familienbeihilfe und passen sie an das Herkunftsland an, in dem die Kinder leben. Das ist eine Maßnahme, zu der wir 100-prozentig stehen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Knes.
Der dritte Bereich ist der Bereich der Sicherheit. Es wird 4 000 zusätzliche Polizisten geben, zum einen durch mehr Planstellen, zum anderen durch zusätzliche Ausbildungsplätze. (Zwischenruf des Abg. Knes.) Das ist ein ganz klares Zeichen und ein ganz klares Bekenntnis von uns und der Bundesregierung dafür, dass wir wollen, dass Österreich auch in Zukunft zu den sichersten Ländern dieser Welt gehört. Ich bedanke mich bei allen in der Exekutive, bei allen Polizistinnen und Polizisten, bei allen, die tagtäglich dafür sorgen, dass wir in Österreich sicher leben dürfen. – Ein herzliches Dankeschön dafür! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Der dritte Bereich ist der Bereich der Sicherheit. Es wird 4 000 zusätzliche Polizisten geben, zum einen durch mehr Planstellen, zum anderen durch zusätzliche Ausbildungsplätze. (Zwischenruf des Abg. Knes.) Das ist ein ganz klares Zeichen und ein ganz klares Bekenntnis von uns und der Bundesregierung dafür, dass wir wollen, dass Österreich auch in Zukunft zu den sichersten Ländern dieser Welt gehört. Ich bedanke mich bei allen in der Exekutive, bei allen Polizistinnen und Polizisten, bei allen, die tagtäglich dafür sorgen, dass wir in Österreich sicher leben dürfen. – Ein herzliches Dankeschön dafür! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Widerspruch bei der SPÖ.
Die gute Konjunktur hilft uns – das sei hier auch erwähnt –, dass diese Budgets für 2018 und 2019 vorgelegt werden können. Ich möchte abschließend aber noch einmal betonen: Wir sparen im System. (Widerspruch bei der SPÖ.) Wir sparen in der Verwaltung. Wir entbürokratisieren. Ministerin Schramböck hat das erste Paket, in dem auch Deregulierungsmaßnahmen enthalten sind, bereits auf den Weg gebracht. (Abg. Knes: Das glaubst du ja selber nicht!) Wir sparen nicht bei den Menschen. (Abg. Heinisch-Hosek: Hahaha, Inszenierung! – Zwischenrufe der Abgeordneten Knes und Rendi-Wagner.) Wir sparen bei der Zuwanderung. Wir senken die Schulden. Wir senken die Abgabenquoten für die Menschen in diesem Land. (Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Knes, Heinisch-Hosek und Rendi-Wagner.)
Abg. Knes: Das glaubst du ja selber nicht!
Die gute Konjunktur hilft uns – das sei hier auch erwähnt –, dass diese Budgets für 2018 und 2019 vorgelegt werden können. Ich möchte abschließend aber noch einmal betonen: Wir sparen im System. (Widerspruch bei der SPÖ.) Wir sparen in der Verwaltung. Wir entbürokratisieren. Ministerin Schramböck hat das erste Paket, in dem auch Deregulierungsmaßnahmen enthalten sind, bereits auf den Weg gebracht. (Abg. Knes: Das glaubst du ja selber nicht!) Wir sparen nicht bei den Menschen. (Abg. Heinisch-Hosek: Hahaha, Inszenierung! – Zwischenrufe der Abgeordneten Knes und Rendi-Wagner.) Wir sparen bei der Zuwanderung. Wir senken die Schulden. Wir senken die Abgabenquoten für die Menschen in diesem Land. (Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Knes, Heinisch-Hosek und Rendi-Wagner.)
Abg. Heinisch-Hosek: Hahaha, Inszenierung! – Zwischenrufe der Abgeordneten Knes und Rendi-Wagner.
Die gute Konjunktur hilft uns – das sei hier auch erwähnt –, dass diese Budgets für 2018 und 2019 vorgelegt werden können. Ich möchte abschließend aber noch einmal betonen: Wir sparen im System. (Widerspruch bei der SPÖ.) Wir sparen in der Verwaltung. Wir entbürokratisieren. Ministerin Schramböck hat das erste Paket, in dem auch Deregulierungsmaßnahmen enthalten sind, bereits auf den Weg gebracht. (Abg. Knes: Das glaubst du ja selber nicht!) Wir sparen nicht bei den Menschen. (Abg. Heinisch-Hosek: Hahaha, Inszenierung! – Zwischenrufe der Abgeordneten Knes und Rendi-Wagner.) Wir sparen bei der Zuwanderung. Wir senken die Schulden. Wir senken die Abgabenquoten für die Menschen in diesem Land. (Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Knes, Heinisch-Hosek und Rendi-Wagner.)
Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Knes, Heinisch-Hosek und Rendi-Wagner.
Die gute Konjunktur hilft uns – das sei hier auch erwähnt –, dass diese Budgets für 2018 und 2019 vorgelegt werden können. Ich möchte abschließend aber noch einmal betonen: Wir sparen im System. (Widerspruch bei der SPÖ.) Wir sparen in der Verwaltung. Wir entbürokratisieren. Ministerin Schramböck hat das erste Paket, in dem auch Deregulierungsmaßnahmen enthalten sind, bereits auf den Weg gebracht. (Abg. Knes: Das glaubst du ja selber nicht!) Wir sparen nicht bei den Menschen. (Abg. Heinisch-Hosek: Hahaha, Inszenierung! – Zwischenrufe der Abgeordneten Knes und Rendi-Wagner.) Wir sparen bei der Zuwanderung. Wir senken die Schulden. Wir senken die Abgabenquoten für die Menschen in diesem Land. (Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Knes, Heinisch-Hosek und Rendi-Wagner.)
Ruf bei der SPÖ: Soziale Kälte!
Meine Damen und Herren, es ist wirklich wie das heutige Wetter: Es ist ein sehr gutes Budget, das wir hier für die nächsten zwei Jahre vorlegen, eine hervorragende Grundlage für uns (Ruf bei der SPÖ: Soziale Kälte!), um hier zu arbeiten, aber vor allem für die Österreicherinnen und Österreicher. Sie können sich darauf verlassen, dass diese Bundesregierung im Sinne der Menschen arbeiten wird. – Ein herzliches Dankeschön dem Finanzminister und dem Staatssekretär für die Vorlage dieses Budgets. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Rendi-Wagner.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Rendi-Wagner.
Meine Damen und Herren, es ist wirklich wie das heutige Wetter: Es ist ein sehr gutes Budget, das wir hier für die nächsten zwei Jahre vorlegen, eine hervorragende Grundlage für uns (Ruf bei der SPÖ: Soziale Kälte!), um hier zu arbeiten, aber vor allem für die Österreicherinnen und Österreicher. Sie können sich darauf verlassen, dass diese Bundesregierung im Sinne der Menschen arbeiten wird. – Ein herzliches Dankeschön dem Finanzminister und dem Staatssekretär für die Vorlage dieses Budgets. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Rendi-Wagner.)
Abg. Rädler: Ein Kern-Problem!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Kern. – Bitte. (Abg. Rädler: Ein Kern-Problem!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
drücklich schätze. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie hätten gestern auch die Chance gehabt, uns ausführlich zu erklären (Abg. Hafenecker: Oh, der Kern ist da!), dass es natürlich nicht leicht ist, innerhalb von drei Monaten alle Probleme durchzudenken, Lösungen vorzuschlagen. Sie hätten da ein Budget vorlegen können, und wir hätten über die einzelnen Maßnahmen diskutieren können.
Abg. Hafenecker: Oh, der Kern ist da!
drücklich schätze. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie hätten gestern auch die Chance gehabt, uns ausführlich zu erklären (Abg. Hafenecker: Oh, der Kern ist da!), dass es natürlich nicht leicht ist, innerhalb von drei Monaten alle Probleme durchzudenken, Lösungen vorzuschlagen. Sie hätten da ein Budget vorlegen können, und wir hätten über die einzelnen Maßnahmen diskutieren können.
Abg. Belakowitsch: Nur kein Neid! – Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Sie haben gestern einen anderen Weg gewählt. Sie haben sich gestern hierhergestellt und haben nicht an Selbstlob gespart, nicht an entsprechenden Marketingsprüchen, die wir alle schon während der Wahlkampagne gehört haben, gespart. (Abg. Belakowitsch: Nur kein Neid! – Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Und Sie haben sich gestern nicht nur mit Selbstlob überschüttet, sondern Sie haben auch ordentlich ausgeteilt. Sie haben ordentlich und umfangreich Kritik an Ihren Amtsvorgängern geübt, die unverantwortliche Politik betrieben haben, wie Sie es genannt haben.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Strolz.
Ich bin gestern da gesessen, habe Ihnen zugehört und habe gedacht: Was werden Sie als Nächstes machen? Werden Sie jetzt den Herrn Molterer, die Frau Fekter, den Sepp Pröll, den Herrn Spindelegger und den Herrn Schelling aus der neuen ÖVP ausschließen? Die haben Ihnen das nämlich eingebrockt – 18 Jahre lang! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Strolz.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten von NEOS und Liste Pilz. – Zwischenruf bei der FPÖ.
Aber es kam ja nicht überraschend, dass Sie das so darstellen, denn wir haben ja hier eine wirklich umfangreiche Inszenierung erlebt, die zu einem Zeitpunkt begonnen hat, als sich die Regierung getroffen hat. Sie haben Ihre Regierungszusammenarbeit mit der Inszenierung einer Budgetlücke begonnen, zu einem Zeitpunkt, als das Wifo schon längst prognostiziert hatte, dass es 2019 einen Budgetüberschuss geben wird und die Staatsverschuldung bis 2022 auf 63 Prozent unseres BIP sinken wird. Das war das Spektakel, das Sie versucht haben hier mit drastischen Sprüchen, mit bunten Farben aufzuführen, entgegen aller Faktenlage. Ich kann Ihnen ehrlich sagen, dafür gebührt Ihnen der Karl-Heinz-Grasser-Anerkennungspreis. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten von NEOS und Liste Pilz. – Zwischenruf bei der FPÖ.) – Von dem Herrn waren Sie auch schon einmal mehr begeistert, merke ich im rechten Flügel des Hohen Hauses. (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Aber es kam ja nicht überraschend, dass Sie das so darstellen, denn wir haben ja hier eine wirklich umfangreiche Inszenierung erlebt, die zu einem Zeitpunkt begonnen hat, als sich die Regierung getroffen hat. Sie haben Ihre Regierungszusammenarbeit mit der Inszenierung einer Budgetlücke begonnen, zu einem Zeitpunkt, als das Wifo schon längst prognostiziert hatte, dass es 2019 einen Budgetüberschuss geben wird und die Staatsverschuldung bis 2022 auf 63 Prozent unseres BIP sinken wird. Das war das Spektakel, das Sie versucht haben hier mit drastischen Sprüchen, mit bunten Farben aufzuführen, entgegen aller Faktenlage. Ich kann Ihnen ehrlich sagen, dafür gebührt Ihnen der Karl-Heinz-Grasser-Anerkennungspreis. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten von NEOS und Liste Pilz. – Zwischenruf bei der FPÖ.) – Von dem Herrn waren Sie auch schon einmal mehr begeistert, merke ich im rechten Flügel des Hohen Hauses. (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Oh-Rufe bei der SPÖ.
Das, so finde ich, ist ein bemerkenswerter Punkt, denn ich habe Ihre Zahlen aufmerksam gelesen. Wenn man diese Zahlen aufmerksam liest, dann erkennt man, dass das Finanzministerium sagt, dass dieses strukturelle Defizit im Jahr 2017 bei 0,1 Prozent im Minus gelegen ist. Wenn ich mir das anschaue, was Sie gestern vorgelegt haben, dann ist es bemerkenswerterweise – siehe da, Überraschung! – so, dass dieses strukturelle Defizit auf minus 0,5 Prozent steigt, das heißt, sich mit all Ihren Maßnahmen verschlechtert. (Oh-Rufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
gefeiert haben, in Wahrheit nichts anderes ist als ein Konjunktureffekt, der Ihnen in den Schoß gefallen ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben sich hingestellt, haben das gestern wegignoriert und erklärt, Sie sparen im System. Herr Klubobmann Wöginger hat uns das gerade wieder vorgeführt. Wir haben versucht, ein bisschen Licht in das reichlich intransparente Zahlenwerk hineinzubringen, und festgestellt, Ihr Sparen im System schaut so aus, dass Sie zunächst einmal die Bürokratie mit den Generalsekretären, die Sie geschaffen haben, aufgebläht haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Schande!
Ich darf Sie nur auf einen Punkt hinweisen, diesen werden wir auch noch hier im Hohen Haus diskutieren: Dieses Spielgeld für den Bundeskanzler und seinen Vizekanzler bedeutet wesentlich mehr Geld in deren Taschen, als die gesamte Parteienförderung für ÖVP und FPÖ zusammen ausmacht. So schaut die Wahrheit aus, Herr Finanzminister. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Schande!)
Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.
Lassen Sie sich diesen Vorgang noch einmal auf der Zunge zergehen! Sie behaupten, Geld, das wir in der Vergangenheit nicht ausgegeben haben, geben wir in der Zukunft nicht aus, und deshalb haben wir 1 Milliarde eingespart. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) – Bravo! Das ist so, als ob eine Familie 20 Jahre lang keine Weltreise macht, heuer wieder sagt, wir machen wieder keine Weltreise, und dann stellt sie sich hin und sagt: Super, wir haben uns 20 000 Euro gespart. Ich meine, da brauchen Sie ja gar kein Brieflos mehr, um reich zu werden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Lassen Sie sich diesen Vorgang noch einmal auf der Zunge zergehen! Sie behaupten, Geld, das wir in der Vergangenheit nicht ausgegeben haben, geben wir in der Zukunft nicht aus, und deshalb haben wir 1 Milliarde eingespart. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) – Bravo! Das ist so, als ob eine Familie 20 Jahre lang keine Weltreise macht, heuer wieder sagt, wir machen wieder keine Weltreise, und dann stellt sie sich hin und sagt: Super, wir haben uns 20 000 Euro gespart. Ich meine, da brauchen Sie ja gar kein Brieflos mehr, um reich zu werden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei der Liste Pilz.
Ich darf auf noch einen Zusammenhang aufmerksam machen, das findet sich auch in Ihren Ministerratsvorträgen. Sie sparen bei den Mieten. – Großartig, immer eine gute Idee! Blöderweise sind die Vermieter leider auch Sie. Das heißt, bei dem, was Sie einsparen wollen – man muss sich das ökonomisch so vorstellen, wenn ich das übersetzen darf –, ist es so: Sie haben 10 Euro in der linken Tasche und stecken die 10 Euro dann in die rechte Tasche. Herr Finanzminister, nachher haben Sie aber immer noch nur 10 Euro. Es wird keine Einsparung eintreten. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei der Liste Pilz.)
Abg. Neubauer: Aber nicht bei Ihnen! Sie verdienen ...!
Bildung. (Abg. Neubauer: Aber nicht bei Ihnen! Sie verdienen ...!) Ich muss sagen, mich hat diese Formulierung auch nicht sehr gefreut, weil ich darin doch einen gewissen Zynismus sehe, in Ihrem Sparen im System.
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann Ihnen Folgendes vorschlagen: Wenn Sie den Menschen, die länger arbeitslos sind, über 50 sind, ihre Zukunftsperspektive rauben, indem Sie die Aktion 20 000 verräumen, dann schlage ich Ihnen vor, kommen Sie einmal mit, treffen wir einmal gemeinsam solche Leute! Schauen Sie denen in die Augen, und dann erklären Sie denen, dass Sie leider im System sparen müssen. (Beifall bei der SPÖ.) Sie sparen nicht im System, sondern an den Schicksalen der Menschen in unserem Land.
Beifall bei der SPÖ.
Dasselbe geschieht in der Bildungspolitik. Wenn Sie betreffend Neue Mittelschule meinen, dass man die Zahl der Pädagogen reduzieren kann, dass man all das nicht mehr braucht, dann sparen Sie nicht im System, sondern dann sparen Sie bei den Kindern und bei der Zukunft Österreichs. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Das ist der falsche Weg!
Dasselbe gilt für die Integrationspolitik. Ich weiß schon, das machen Sie nicht aus finanzpolitischen, sondern aus ideologischen Überlegungen, aber es ist so widersinnig. Sie stellen sich immer wieder hin – der Herr Wöginger hat es auch getan – und erklären uns, wir haben ein Integrationsproblem. In der Tat haben wir das, und natürlich ist die Migration eine große Herausforderung, aber sie ist eine bewältigbare Herausforderung, aber nur dann, wenn wir uns anstrengen, wenn wir uns bemühen, die Probleme zu lösen. (Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Das ist der falsche Weg!) Stattdessen gehen Sie her und sagen: Das brauchen wir alles nicht mehr, das streichen wir zusammen, das können wir locker halbieren. (Abg. Kassegger: „Wir schaffen das“!)
Abg. Kassegger: „Wir schaffen das“!
Dasselbe gilt für die Integrationspolitik. Ich weiß schon, das machen Sie nicht aus finanzpolitischen, sondern aus ideologischen Überlegungen, aber es ist so widersinnig. Sie stellen sich immer wieder hin – der Herr Wöginger hat es auch getan – und erklären uns, wir haben ein Integrationsproblem. In der Tat haben wir das, und natürlich ist die Migration eine große Herausforderung, aber sie ist eine bewältigbare Herausforderung, aber nur dann, wenn wir uns anstrengen, wenn wir uns bemühen, die Probleme zu lösen. (Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Das ist der falsche Weg!) Stattdessen gehen Sie her und sagen: Das brauchen wir alles nicht mehr, das streichen wir zusammen, das können wir locker halbieren. (Abg. Kassegger: „Wir schaffen das“!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Liste Pilz. – Heiterkeit bei der FPÖ.
Und ich sage Ihnen: Kommen Sie nachher nicht wieder her und beklagen dann die Integrationsprobleme, denn Sie sind die Verursacher dieser Probleme! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Liste Pilz. – Heiterkeit bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Sie haben alle reingeschleppt! Hunderttausend Österreicher ...!
Reihenweise haben Ihnen alle Ökonomen dieses Landes vorgerechnet, dass Sie die Menschen damit vom Arbeitsmarkt in die Mindestsicherung wegdrängen. (Abg. Belakowitsch: Sie haben alle reingeschleppt! Hunderttausend Österreicher ...!) Wir alle wissen, das ist das Teuerste, was man tun kann. Finanzpolitisch solide schaut anders aus. (Ruf bei der FPÖ: Hätten Sie nur bei den ÖBB so gespart!)
Ruf bei der FPÖ: Hätten Sie nur bei den ÖBB so gespart!
Reihenweise haben Ihnen alle Ökonomen dieses Landes vorgerechnet, dass Sie die Menschen damit vom Arbeitsmarkt in die Mindestsicherung wegdrängen. (Abg. Belakowitsch: Sie haben alle reingeschleppt! Hunderttausend Österreicher ...!) Wir alle wissen, das ist das Teuerste, was man tun kann. Finanzpolitisch solide schaut anders aus. (Ruf bei der FPÖ: Hätten Sie nur bei den ÖBB so gespart!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrter Herr Finanzminister! Eines ist mir auch wichtig: Ein Budget ist immer auch eine Frage der Prioritätensetzung. Da werden wir beide uns nicht einig sein, das ist mir klar, weil Sie aus einer anderen politischen Denkschule kommen als ich, aber ich hätte Vorschläge, wie Sie Ihre Prioritäten richtig setzen können; zum Beispiel, indem wir uns konsequent darum kümmern, dass wir endlich die Steuerschummler erwischen, die unser Land um die faire Steuerleistung betrügen, die die Menschen betrügen, die die KMUs betrügen, jeden Einzelnen von uns betrügen. Das Erste, was Sie getan haben, als Sie nach Brüssel gereist sind, war, Sie haben Panama von der Liste der Steuersünder streichen lassen. Panama – nach nur drei Monaten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Nach nur drei Monaten auf dieser Liste wurde Panama mit der Begründung, es wolle sich ohnehin bessern, wieder gestrichen. Sehr geehrter Herr Finanzminister, ich frage Sie jetzt etwas: Eine einzige Anwaltskanzlei hat dort 200 000 Briefkastenfirmen gegründet. Ab wann ist bei Ihnen eine Steueroase eine Steueroase? – Ab 500 000 Briefkastenfirmen, ab 700 000 Briefkastenfirmen? Wie viele Belege brauchen wir denn noch? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kitzmüller: Warum haben Sie es nicht gemacht? Sie waren ja auch Bundeskanzler!
Großsponsoren wollen das nicht, aber das wäre so einfach. Und kommen Sie nicht mit Ausreden, dass das nicht geht! (Abg. Kitzmüller: Warum haben Sie es nicht gemacht? Sie waren ja auch Bundeskanzler!)
Beifall bei der SPÖ.
Leider ist Herr Moser heute nicht da. Das Bemerkenswerte ist: In Ihren Budgets steht auch, dass Sie 200 Großbetriebsprüfer streichen wollen. Als Rechnungshofpräsident hat uns Herr Moser vorgerechnet, dass ein solcher Steuerprüfer sein Gehalt 14 bis 30 Mal hereinspielt. Das heißt, Sie schließen nicht nur keine Steuerschlupflöcher, sondern Sie gehen auch gegen die Steuersünder nicht vor. Das sind 150 Millionen Euro, die Sie dort bei den Großsponsoren der ÖVP liegen lassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kitzmüller: Sie waren ja auch einmal Bundeskanzler!
Ich hätte einen Vorschlag: Nehmen Sie das Geld, holen Sie es sich, und investieren Sie es in ein zweites Gratiskindergartenjahr, investieren Sie es in Start-ups, investieren Sie es in die Digitalisierung der Schulen, von mir aus in die Forschungsbudgets! Es gäbe so viele bessere Möglichkeiten, mit dem Geld hauszuhalten, als Sie das in einer recht fantasielosen Art und Weise gestern vorgeschlagen haben. (Abg. Kitzmüller: Sie waren ja auch einmal Bundeskanzler!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
Lassen Sie mich noch eine letzte Bemerkung machen, weil Sie hier gestern auch ausführlich zum Thema Leistungsträger gesprochen haben! Ich möchte Ihnen anhand des Familienbonus meine Position erklären. Der Familienbonus ist etwas, bei dem wir grundsätzlich sagen: Okay, kann man machen! Sie haben sich aber gestern hierhergestellt und erklärt, die Regierung habe sich das selbst erarbeitet. Gestern haben Ihnen Innsbrucker Forscher vorgerechnet, dass Sie die kalte Progression ausgeben. Also die Regierung hat sich da gar nichts selbst erarbeitet, sondern die Menschen, die jedes Jahr ihre Steuern zahlen und durch höhere Einkommen mehr abliefern dürfen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Es ist gut, dass die Mittelschicht entlastet wird. Aber wenn wir über Leistungsträger reden, dann lohnt es sich auch, zu sagen, wer für Sie keine Leistungsträger sind. Dann sind zum Beispiel Frauen keine Leistungsträger. Diese kriegen nämlich nur ein Viertel des Familienbonus, drei Viertel gehen an Männer. Dann sind zum Beispiel EPUs, Einzelpersonenunternehmer keine Leistungsträger, denn die schauen durch die Finger. Dann sind Landwirte keine Leistungsträger, denn die kriegen auch fast nichts. Dann sind Kellner, Friseure und die 24-Stunden-PflegerInnen, die eines Tages auf uns aufpassen werden, nach Ihrer Diktion keine LeistungsträgerInnen. Und sehen Sie: Das unterscheidet uns beide. Ich weiß nämlich, dass diese Menschen jeden Tag wirklich etwas leisten. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Abg. Heinisch-Hosek: Eine schlechte!
Sehr geehrter Herr Finanzminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie haben gestern gesagt, dieses Budget leite eine Zeitenwende ein. (Abg. Heinisch-Hosek: Eine schlechte!) – Diese Zeitenwende kann ich leider beim besten Willen nicht sehen. Was wir erleben, ist: Sie sparen nicht im System, Sie kürzen bei den Menschen – zulasten unser aller Zukunft. – Danke. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Sehr geehrter Herr Finanzminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie haben gestern gesagt, dieses Budget leite eine Zeitenwende ein. (Abg. Heinisch-Hosek: Eine schlechte!) – Diese Zeitenwende kann ich leider beim besten Willen nicht sehen. Was wir erleben, ist: Sie sparen nicht im System, Sie kürzen bei den Menschen – zulasten unser aller Zukunft. – Danke. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP – Abg. Kern: Bei Ihnen erhöhe ich auf 99!
hat, dass 95 Prozent seiner Politik aus Inszenierung bestehen (Beifall bei FPÖ und ÖVP – Abg. Kern: Bei Ihnen erhöhe ich auf 99!), aber uns und dem Herrn Finanzminister bezüglich dessen gestriger Budgetrede vorwirft, dass das eine reine Inszenierung, nur ein reiner Marketinggag sei.
Abg. Heinisch-Hosek: Belasten!
Wir schaffen Fakten. Wir entlasten. (Abg. Heinisch-Hosek: Belasten!) Wir setzen unsere Forderungen um. Wir setzen das um, was wir vor der Wahl versprochen haben. Und wir setzen das um, was im Regierungsprogramm steht: Schritt für Schritt, Tag für Tag, Woche für Woche! Und das ist gut so, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wir schaffen Fakten. Wir entlasten. (Abg. Heinisch-Hosek: Belasten!) Wir setzen unsere Forderungen um. Wir setzen das um, was wir vor der Wahl versprochen haben. Und wir setzen das um, was im Regierungsprogramm steht: Schritt für Schritt, Tag für Tag, Woche für Woche! Und das ist gut so, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Drozda: Ja, beim Auslandskatastrophenfonds!
Das ist kein Marketing, dazu braucht es auch kein Marketing, denn die Fakten sprechen für sich. Die ganz nüchternen Fakten sprechen für sich. Die Zahlen sprechen für sich. (Abg. Drozda: Ja, beim Auslandskatastrophenfonds!) Da Sie heute angefangen haben zu rechnen, sehr geehrter Herr Kern, sage ich Ihnen: Wenn Rote zu rechnen beginnen, dann wird es meistens gefährlich. Das hat man die letzten zwölf Jahre unter roten Bundeskanzlern auch gemerkt. (Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Das ist kein Marketing, dazu braucht es auch kein Marketing, denn die Fakten sprechen für sich. Die ganz nüchternen Fakten sprechen für sich. Die Zahlen sprechen für sich. (Abg. Drozda: Ja, beim Auslandskatastrophenfonds!) Da Sie heute angefangen haben zu rechnen, sehr geehrter Herr Kern, sage ich Ihnen: Wenn Rote zu rechnen beginnen, dann wird es meistens gefährlich. Das hat man die letzten zwölf Jahre unter roten Bundeskanzlern auch gemerkt. (Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall des Abg. Zanger.
Was wir hier im Saal und die Menschen vor den Fernsehbildschirmen die letzten fünfzehn Minuten erleben durften, war ein Vertreter eines abgewählten Systems – eines Systems, das zu Recht abgewählt wurde, eines Systems, das die letzten zwölf Jahre nichts anderes produziert hat als steigende Staatsverschuldung, steigende Arbeitslosigkeit, steigende Armut. (Beifall des Abg. Zanger.) Die SPÖ ist ja Zaubermeister. Sie haben Armut im Inland verursacht und haben noch Armut aus dem Ausland importiert. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Drozda und Rendi-Wagner.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Drozda und Rendi-Wagner.
Was wir hier im Saal und die Menschen vor den Fernsehbildschirmen die letzten fünfzehn Minuten erleben durften, war ein Vertreter eines abgewählten Systems – eines Systems, das zu Recht abgewählt wurde, eines Systems, das die letzten zwölf Jahre nichts anderes produziert hat als steigende Staatsverschuldung, steigende Arbeitslosigkeit, steigende Armut. (Beifall des Abg. Zanger.) Die SPÖ ist ja Zaubermeister. Sie haben Armut im Inland verursacht und haben noch Armut aus dem Ausland importiert. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Drozda und Rendi-Wagner.)
Rufe bei der SPÖ: Hypo! Hypo!
Wer macht denn so etwas, bitte?! Das ist ja völlig absurd. Das ist doch bitte pervers. Das war ein gefährlicher Anschlag auf die Interessen und gegen die Interessen der Österreicherinnen und Österreicher, was Sie hier die letzten Jahre verursacht haben. (Rufe bei der SPÖ: Hypo! Hypo!) Ich weiß schon, aus Ihrer Rede sprach auch ganz klar der Neid – der Neid, dass die jetzige Bundesregierung innerhalb von drei Monaten mehr umgesetzt hat als Sie in eineinhalb Jahren. Herr Kern, das haben Sie nicht geschafft! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Stöger. – Neuerliche Rufe bei der SPÖ: Hypo! Hypo!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Stöger. – Neuerliche Rufe bei der SPÖ: Hypo! Hypo!
Wer macht denn so etwas, bitte?! Das ist ja völlig absurd. Das ist doch bitte pervers. Das war ein gefährlicher Anschlag auf die Interessen und gegen die Interessen der Österreicherinnen und Österreicher, was Sie hier die letzten Jahre verursacht haben. (Rufe bei der SPÖ: Hypo! Hypo!) Ich weiß schon, aus Ihrer Rede sprach auch ganz klar der Neid – der Neid, dass die jetzige Bundesregierung innerhalb von drei Monaten mehr umgesetzt hat als Sie in eineinhalb Jahren. Herr Kern, das haben Sie nicht geschafft! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Stöger. – Neuerliche Rufe bei der SPÖ: Hypo! Hypo!)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Das war ein System, Herr Kern, das die letzten Jahre, die letzten zwölf Jahre, mehr Verschuldung, mehr Steuern, mehr Armut, weniger Innovation und weniger Sicherheit produziert hat. Dafür stehen Sie, sehr geehrter Herr Kollege Kern; und dann stellen Sie sich die letzten fünfzehn Minuten hier heraus und klagen die Bundesregierung an, die Fakten schafft, und bezichtigen sie eines Marketinggags und der Inszenierung. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) All das sind Ihre Kategorien, Herr Kern. Aus Ihnen spricht nichts anderes als der Neid. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Das war ein System, Herr Kern, das die letzten Jahre, die letzten zwölf Jahre, mehr Verschuldung, mehr Steuern, mehr Armut, weniger Innovation und weniger Sicherheit produziert hat. Dafür stehen Sie, sehr geehrter Herr Kollege Kern; und dann stellen Sie sich die letzten fünfzehn Minuten hier heraus und klagen die Bundesregierung an, die Fakten schafft, und bezichtigen sie eines Marketinggags und der Inszenierung. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) All das sind Ihre Kategorien, Herr Kern. Aus Ihnen spricht nichts anderes als der Neid. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ
Es heißt ja immer, das Budget ist die in Zahlen gegossene Politik. Das lässt sich auch ganz klar aus dem vorliegenden Budget ersehen. Wir haben erstmals seit 1954 einen administrativen Überschuss. Auch das ist eine Leistung des Finanzministers, des Staatssekretärs und der Minister (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ), die sehr ambitioniert an die Sache herangehen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es heißt ja immer, das Budget ist die in Zahlen gegossene Politik. Das lässt sich auch ganz klar aus dem vorliegenden Budget ersehen. Wir haben erstmals seit 1954 einen administrativen Überschuss. Auch das ist eine Leistung des Finanzministers, des Staatssekretärs und der Minister (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ), die sehr ambitioniert an die Sache herangehen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Schelling! Molterer! Karl-Heinz Grasser!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kurz noch ein Wort zu den Vorgängerregierungen: Da gibt es anscheinend ein Motto, das unter Ihnen, Herr Kern, und unter Faymann, und wie sie alle geheißen haben (Rufe bei der SPÖ: Schelling! Molterer! Karl-Heinz Grasser!), und unter Gusenbauer – auch sehr glorreich – gegolten hat: „Das Aufstellen eines Budgets ist die Kunst, Enttäuschungen gleichmäßig zu verteilen.“ – Das war Ihr Motto, Herr Kern, und das war das Motto der letzten zwölf Jahre unter SPÖ-Bundeskanzlern, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kurz noch ein Wort zu den Vorgängerregierungen: Da gibt es anscheinend ein Motto, das unter Ihnen, Herr Kern, und unter Faymann, und wie sie alle geheißen haben (Rufe bei der SPÖ: Schelling! Molterer! Karl-Heinz Grasser!), und unter Gusenbauer – auch sehr glorreich – gegolten hat: „Das Aufstellen eines Budgets ist die Kunst, Enttäuschungen gleichmäßig zu verteilen.“ – Das war Ihr Motto, Herr Kern, und das war das Motto der letzten zwölf Jahre unter SPÖ-Bundeskanzlern, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Eine Steuerreform zum Beispiel!
Herr Kern, nennen Sie mir bitte eine Maßnahme unter Ihrer Kanzlerschaft, durch die Sie einmal irgendeinen Menschen entlastet hätten, außer dass Sie sich Ihr Gehalt als Klubobmann aufgebessert haben! (Abg. Heinisch-Hosek: Eine Steuerreform zum Beispiel!) Nennen Sie mir irgendeine Maßnahme! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Herr Kern, nennen Sie mir bitte eine Maßnahme unter Ihrer Kanzlerschaft, durch die Sie einmal irgendeinen Menschen entlastet hätten, außer dass Sie sich Ihr Gehalt als Klubobmann aufgebessert haben! (Abg. Heinisch-Hosek: Eine Steuerreform zum Beispiel!) Nennen Sie mir irgendeine Maßnahme! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Wer war der Innenminister?
Wir investieren natürlich auch in Sicherheit – vollkommen richtig! Wir entlasten die Menschen, wir sorgen für mehr Sicherheit, wir sorgen dafür, dass die Polizei besser ausgestattet wird, wir sorgen dafür, dass es mehr Polizisten gibt, wir sorgen natürlich für eine materiell bessere Ausstattung der Polizisten, und – auch ganz wichtig, das lässt sich vielleicht im Budget an Zahlen weniger herauslesen, aber es ist so – wir sorgen auch für eine ideelle Aufwertung der Exekutive und der Polizei. Das was die Polizisten die letzten Jahre auch hier von der linken Reichshälfte erfahren mussten, war oftmals eine sehr abwertende Haltung. (Abg. Heinisch-Hosek: Wer war der Innenminister?) Wir wollen die Polizisten, die Exekutivbeamten, die Justizwachebeamten, all diejenigen, die tagtäglich für unsere Sicherheit ihren Schädel hinhalten müssen – im wahrsten Sinne des Wortes –, auch öfter angegriffen werden und sich gar nicht mehr wehren dürfen, wir wollen diese Menschen, die für unsere Sicherheit sorgen, aufwerten – materiell und ideell! Das tun wir, das setzen wir um, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wir investieren natürlich auch in Sicherheit – vollkommen richtig! Wir entlasten die Menschen, wir sorgen für mehr Sicherheit, wir sorgen dafür, dass die Polizei besser ausgestattet wird, wir sorgen dafür, dass es mehr Polizisten gibt, wir sorgen natürlich für eine materiell bessere Ausstattung der Polizisten, und – auch ganz wichtig, das lässt sich vielleicht im Budget an Zahlen weniger herauslesen, aber es ist so – wir sorgen auch für eine ideelle Aufwertung der Exekutive und der Polizei. Das was die Polizisten die letzten Jahre auch hier von der linken Reichshälfte erfahren mussten, war oftmals eine sehr abwertende Haltung. (Abg. Heinisch-Hosek: Wer war der Innenminister?) Wir wollen die Polizisten, die Exekutivbeamten, die Justizwachebeamten, all diejenigen, die tagtäglich für unsere Sicherheit ihren Schädel hinhalten müssen – im wahrsten Sinne des Wortes –, auch öfter angegriffen werden und sich gar nicht mehr wehren dürfen, wir wollen diese Menschen, die für unsere Sicherheit sorgen, aufwerten – materiell und ideell! Das tun wir, das setzen wir um, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Vogl: Sektorale Schließung des Arbeitsmarktes?! Ist das nicht Ihre Forderung?!
Wir haben uns Folgendes vorgenommen – auch ein ganz klarer Punkt –: Österreicher zuerst! Was wir die letzten Jahre erleben konnten – das erfolgte natürlich auch unter der Ägide des Herrn Kern als ÖBB-Chef, aber auch als Bundeskanzler –, ist eine undifferenzierte Massenzuwanderung ins Sozialsystem. Wir sagen ja nichts dagegen, wenn es Zuwanderer gibt, die wir brauchen, wirkliche Facharbeiter, die uns fehlen. Gut, die brauchen wir! (Abg. Vogl: Sektorale Schließung des Arbeitsmarktes?! Ist das nicht Ihre Forderung?!) Was wir die letzten Jahre erleben konnten, war aber genau das Gegenteil dessen. Es wurde Unsicherheit importiert. Schauen wir die neuesten Studien an, jene des AMS! Im AMS wurde sehr gut darauf geschaut, dass Zuwanderer gut betreut werden. Trotzdem haben sie es en gros nicht geschafft.
Ruf bei der SPÖ: Wer war für Integration zuständig?
Schauen wir uns die Studie im Bildungsbereich, im Schulbereich an! Die Zuwanderer sind hinten nach. (Ruf bei der SPÖ: Wer war für Integration zuständig?) Warum? – Weil es das Ziel der SPÖ ist, Zuwanderer von außerhalb Europas zu importieren, meistens Muslime, weil das die potenziellen SPÖ-Wähler der Zukunft sind. (Abg. Heinisch-Hosek: Menschen importier...!) Das ist Ihr Plan, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Menschen importier...!
Schauen wir uns die Studie im Bildungsbereich, im Schulbereich an! Die Zuwanderer sind hinten nach. (Ruf bei der SPÖ: Wer war für Integration zuständig?) Warum? – Weil es das Ziel der SPÖ ist, Zuwanderer von außerhalb Europas zu importieren, meistens Muslime, weil das die potenziellen SPÖ-Wähler der Zukunft sind. (Abg. Heinisch-Hosek: Menschen importier...!) Das ist Ihr Plan, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Schauen wir uns die Studie im Bildungsbereich, im Schulbereich an! Die Zuwanderer sind hinten nach. (Ruf bei der SPÖ: Wer war für Integration zuständig?) Warum? – Weil es das Ziel der SPÖ ist, Zuwanderer von außerhalb Europas zu importieren, meistens Muslime, weil das die potenziellen SPÖ-Wähler der Zukunft sind. (Abg. Heinisch-Hosek: Menschen importier...!) Das ist Ihr Plan, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Rendi-Wagner: ... menschenverachtend! – Zwischenruf des Abg. Drozda. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Das ist unerhört!
Heute konnten wir in der Zeitung lesen, dass im Allgemeinen Krankenhaus – Spitalswesen, SPÖ Wien, Krankenhaus Nord, ein reiner Rettungsfall, wissen wir eh – der österreichische Vater eines todkranken Kindes des Zimmers verwiesen wurde, weil sich eine vollverschleierte Frau aufgeregt hat, dass ein Mann im Zimmer ist. (Abg. Rendi-Wagner: ... menschenverachtend! – Zwischenruf des Abg. Drozda. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Das ist unerhört!) Das ist das Ergebnis Ihrer Politik, meine sehr geehrten Damen und Herren! So etwas brauchen wir in Österreich nicht, so etwas brauchen wir in Wien nicht, Herr Kern! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Heute konnten wir in der Zeitung lesen, dass im Allgemeinen Krankenhaus – Spitalswesen, SPÖ Wien, Krankenhaus Nord, ein reiner Rettungsfall, wissen wir eh – der österreichische Vater eines todkranken Kindes des Zimmers verwiesen wurde, weil sich eine vollverschleierte Frau aufgeregt hat, dass ein Mann im Zimmer ist. (Abg. Rendi-Wagner: ... menschenverachtend! – Zwischenruf des Abg. Drozda. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Das ist unerhört!) Das ist das Ergebnis Ihrer Politik, meine sehr geehrten Damen und Herren! So etwas brauchen wir in Österreich nicht, so etwas brauchen wir in Wien nicht, Herr Kern! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Schlechteste Rede aller Zeiten! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: ... niveaulos!
All diesen Missständen, die Sie in den letzten eineinhalb Jahren, nein, in den letzten zwölf Jahren angehäuft haben, trägt dieses Budget Rechnung. Wir tun das Beste für die Österreicher, wir entlasten, sorgen für Sicherheit und senken die Steuern. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Schlechteste Rede aller Zeiten! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: ... niveaulos!)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS): Herr Präsident! Geschätzte Regierungsmitglieder! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir verhandeln das Budget und stellen natürlich fest: Der Finanzminister lehnt sich ein Stück weit zurück, und mit ihm die zwei Regierungsparteien, und sie sonnen sich in einem Schein, zu dem sie selber nichts beigetragen haben. (Zwischenruf des Abg. Wurm.) Das ist der eigentliche betrübliche Umstand.
Abg. Zanger: Na, na, na, so ist das nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Winzig.
Herr Löger, Sie haben exzellente Ausgangsvoraussetzungen, das wissen Sie. Alle Expertinnen und Experten sagen Ihnen, das Nulldefizit ist eigentlich ein Selbstläufer. (Abg. Zanger: Na, na, na, so ist das nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Winzig.) Es stellt sich im nächsten Jahr von alleine ein, wenn man die Dinge nur so weiterlaufen lässt, wie sie sind.
Abg. Belakowitsch: Woher wissen Sie das? ... der Voodoozauberer? Im Krankenhaus Nord ...!
Faktum ist: Sie schaffen im nächsten Jahr kein strukturelles Nulldefizit. Das heißt, Sie schaffen auch heuer und nächstes Jahr kein ausgeglichenes Budget, wenn man die Konjunktureffekte herausrechnet. (Abg. Belakowitsch: Woher wissen Sie das? ... der Voodoozauberer? Im Krankenhaus Nord ...!) Damit, Herr Minister, setzen Sie eine Politik der letzten Jahrzehnte fort: Sie tun so, als wären Sie die Trendwende. (Abg. Gudenus: Wir sind die Trendwende!) Der einzige Unterschied ist, dass die Sonne scheint, aber für die Sonne sind Sie nicht verantwortlich, die scheint auch ohne Sie. (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Gudenus: Wir sind die Trendwende!
Faktum ist: Sie schaffen im nächsten Jahr kein strukturelles Nulldefizit. Das heißt, Sie schaffen auch heuer und nächstes Jahr kein ausgeglichenes Budget, wenn man die Konjunktureffekte herausrechnet. (Abg. Belakowitsch: Woher wissen Sie das? ... der Voodoozauberer? Im Krankenhaus Nord ...!) Damit, Herr Minister, setzen Sie eine Politik der letzten Jahrzehnte fort: Sie tun so, als wären Sie die Trendwende. (Abg. Gudenus: Wir sind die Trendwende!) Der einzige Unterschied ist, dass die Sonne scheint, aber für die Sonne sind Sie nicht verantwortlich, die scheint auch ohne Sie. (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei NEOS und SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Faktum ist: Sie schaffen im nächsten Jahr kein strukturelles Nulldefizit. Das heißt, Sie schaffen auch heuer und nächstes Jahr kein ausgeglichenes Budget, wenn man die Konjunktureffekte herausrechnet. (Abg. Belakowitsch: Woher wissen Sie das? ... der Voodoozauberer? Im Krankenhaus Nord ...!) Damit, Herr Minister, setzen Sie eine Politik der letzten Jahrzehnte fort: Sie tun so, als wären Sie die Trendwende. (Abg. Gudenus: Wir sind die Trendwende!) Der einzige Unterschied ist, dass die Sonne scheint, aber für die Sonne sind Sie nicht verantwortlich, die scheint auch ohne Sie. (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Rädler: ... die SPÖ nicht!
Herr Gudenus meint, das Budget ist die in Zahlen gegossene Politik. – Das ist so. (Abg. Rädler: ... die SPÖ nicht!) Wir müssen aber feststellen, dass dieses Budget in Zahlen gegossene Biedermeierpolitik ist. (Abg. Rosenkranz: Also Biedermeier war eine gute Zeit für Wissenschaft und Kultur!) Sie stellen einen Glassturz über dieses Land und tun so, als wäre alles gut.
Abg. Rosenkranz: Also Biedermeier war eine gute Zeit für Wissenschaft und Kultur!
Herr Gudenus meint, das Budget ist die in Zahlen gegossene Politik. – Das ist so. (Abg. Rädler: ... die SPÖ nicht!) Wir müssen aber feststellen, dass dieses Budget in Zahlen gegossene Biedermeierpolitik ist. (Abg. Rosenkranz: Also Biedermeier war eine gute Zeit für Wissenschaft und Kultur!) Sie stellen einen Glassturz über dieses Land und tun so, als wäre alles gut.
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Gudenus: Das sagt der Vertreter einer Oligarchenpartei! Oligarchenpartei NEOS!
Nein, es ist nicht alles gut! Sie drehen das Licht bei jedem Leuchtturm, den Sie diesem Land vor den Wahlen versprochen haben, ab. Nichts von dem, was Sie versprochen haben, kommt. Der jüngste Bundeskanzler mit dem jüngsten Team kommt mit einer ganz altbackenen Finanzpolitik daher! Das ist eine Enttäuschung! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Gudenus: Das sagt der Vertreter einer Oligarchenpartei! Oligarchenpartei NEOS!)
Abg. Gudenus: Oligarchenpartei!
Das ist ein nationalkonservatives Verwaltungsbudget mit rechtspopulistischen Fußnoten. (Abg. Gudenus: Oligarchenpartei!) Das ist kein Gestaltungsbudget! Das ist es nicht! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Gudenus: Können Sie nicht lesen, Herr Strolz?)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Gudenus: Können Sie nicht lesen, Herr Strolz?
Das ist ein nationalkonservatives Verwaltungsbudget mit rechtspopulistischen Fußnoten. (Abg. Gudenus: Oligarchenpartei!) Das ist kein Gestaltungsbudget! Das ist es nicht! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Gudenus: Können Sie nicht lesen, Herr Strolz?)
Abg. Rendi-Wagner: Richtig!
Das ist die Selbstaufgabe der Liste Kurz, die gesagt hat, sie wird für Neues sorgen. Das einzig Neue ist, dass 28 Abgeordnete heute Nachmittag in einer einmaligen Aktion von Wendehalsigkeit ihre eigene Linie verlassen werden. (Abg. Rendi-Wagner: Richtig!) Das ist das einzig Neue. (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Gudenus und Rosenkranz.)
Beifall bei NEOS und SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Gudenus und Rosenkranz.
Das ist die Selbstaufgabe der Liste Kurz, die gesagt hat, sie wird für Neues sorgen. Das einzig Neue ist, dass 28 Abgeordnete heute Nachmittag in einer einmaligen Aktion von Wendehalsigkeit ihre eigene Linie verlassen werden. (Abg. Rendi-Wagner: Richtig!) Das ist das einzig Neue. (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Gudenus und Rosenkranz.)
Abg. Wöginger: Wir sind keine Zentralisten!
Wo sind die Reformen im Bereich Föderalismus? – Nichts! Sie haben sich eingepackt, schon bei den Regierungsverhandlungen hat Sebastian Kurz das signalisiert. (Abg. Wöginger: Wir sind keine Zentralisten!) Herr Löger, Sie machen das leider mit; das ist eben das Schelling-Syndrom, Sie sind an und für sich ein guter Mann mit Kompetenz, aber Sie können Ihren Weg nicht durchsetzen, weil Sie das Hinterland nicht haben, weil die Truppe nicht hält, wenn es hart auf hart geht. Die hält nicht! (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Wöginger: Die hält schon! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Der Gott des Sebastian Kurz und seiner Truppe ist die Optimierung, und zwar die Optimierung ihrer Karriere, und sonst nicht viel in diesem Land! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Wöginger: Die hält schon! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wo sind die Reformen im Bereich Föderalismus? – Nichts! Sie haben sich eingepackt, schon bei den Regierungsverhandlungen hat Sebastian Kurz das signalisiert. (Abg. Wöginger: Wir sind keine Zentralisten!) Herr Löger, Sie machen das leider mit; das ist eben das Schelling-Syndrom, Sie sind an und für sich ein guter Mann mit Kompetenz, aber Sie können Ihren Weg nicht durchsetzen, weil Sie das Hinterland nicht haben, weil die Truppe nicht hält, wenn es hart auf hart geht. Die hält nicht! (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Wöginger: Die hält schon! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Der Gott des Sebastian Kurz und seiner Truppe ist die Optimierung, und zwar die Optimierung ihrer Karriere, und sonst nicht viel in diesem Land! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Wo sind die Reformen im Bereich Föderalismus? – Nichts! Sie haben sich eingepackt, schon bei den Regierungsverhandlungen hat Sebastian Kurz das signalisiert. (Abg. Wöginger: Wir sind keine Zentralisten!) Herr Löger, Sie machen das leider mit; das ist eben das Schelling-Syndrom, Sie sind an und für sich ein guter Mann mit Kompetenz, aber Sie können Ihren Weg nicht durchsetzen, weil Sie das Hinterland nicht haben, weil die Truppe nicht hält, wenn es hart auf hart geht. Die hält nicht! (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Wöginger: Die hält schon! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Der Gott des Sebastian Kurz und seiner Truppe ist die Optimierung, und zwar die Optimierung ihrer Karriere, und sonst nicht viel in diesem Land! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Nehammer: Lauter, ich höre ja nichts!
Wo sind die versprochenen Ambitionen? – Pensionsreform abgesagt, Föderalismusreform abgesagt! Sozialversicherung: Da haben Sie den Landeshauptleuten zugesagt, dass sie den Zugriff auf die Budgets haben, Selbstverwaltung. (Abg. Nehammer: Lauter, ich höre ja nichts!) Was werden Sie also machen? Eine Holding einziehen, eine zusätzliche Ebene, damit ihr noch ein paar Direktoren versorgen könnt, oder wie? (Abg. Wöginger: Baldriantropfen brauchst du!) Ist das das, was ihr versprochen habt? – Nein! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Zehn Abgeordnete haben wir in einem Bundesland!)
Abg. Wöginger: Baldriantropfen brauchst du!
Wo sind die versprochenen Ambitionen? – Pensionsreform abgesagt, Föderalismusreform abgesagt! Sozialversicherung: Da haben Sie den Landeshauptleuten zugesagt, dass sie den Zugriff auf die Budgets haben, Selbstverwaltung. (Abg. Nehammer: Lauter, ich höre ja nichts!) Was werden Sie also machen? Eine Holding einziehen, eine zusätzliche Ebene, damit ihr noch ein paar Direktoren versorgen könnt, oder wie? (Abg. Wöginger: Baldriantropfen brauchst du!) Ist das das, was ihr versprochen habt? – Nein! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Zehn Abgeordnete haben wir in einem Bundesland!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Zehn Abgeordnete haben wir in einem Bundesland!
Wo sind die versprochenen Ambitionen? – Pensionsreform abgesagt, Föderalismusreform abgesagt! Sozialversicherung: Da haben Sie den Landeshauptleuten zugesagt, dass sie den Zugriff auf die Budgets haben, Selbstverwaltung. (Abg. Nehammer: Lauter, ich höre ja nichts!) Was werden Sie also machen? Eine Holding einziehen, eine zusätzliche Ebene, damit ihr noch ein paar Direktoren versorgen könnt, oder wie? (Abg. Wöginger: Baldriantropfen brauchst du!) Ist das das, was ihr versprochen habt? – Nein! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Zehn Abgeordnete haben wir in einem Bundesland!)
Beifall bei den NEOS.
Förderungen: Wir müssen unbedingt die Transparenzdatenbank scharf schalten. – Nichts davon kommt! Es gibt immer wieder die Ankündigung, aber Sie sind nicht bereit, zu sagen, jene Landeshauptleute, die weiter im Dunkeln anfüttern wollen, werden wir mit einer Pönale belegen. Den Mumm haben Sie nicht! Leider! (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Loacker: Wieso? – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und NEOS.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Den Ausdruck „anfüttern“ nehmen Sie bitte zurück! (Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Loacker: Wieso? – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und NEOS.) Kein Landeshauptmann füttert jemanden an. Nehmen Sie das zurück! Das ist ein Straftatbestand. (Ruf bei den NEOS: Doch, neun Mal! – Abg. Gudenus: In Wien ...! – Ruf bei der FPÖ: Das ist der Vorwurf einer strafbaren Handlung! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und NEOS.)
Ruf bei den NEOS: Doch, neun Mal! – Abg. Gudenus: In Wien ...! – Ruf bei der FPÖ: Das ist der Vorwurf einer strafbaren Handlung! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und NEOS.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Den Ausdruck „anfüttern“ nehmen Sie bitte zurück! (Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Loacker: Wieso? – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und NEOS.) Kein Landeshauptmann füttert jemanden an. Nehmen Sie das zurück! Das ist ein Straftatbestand. (Ruf bei den NEOS: Doch, neun Mal! – Abg. Gudenus: In Wien ...! – Ruf bei der FPÖ: Das ist der Vorwurf einer strafbaren Handlung! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Herr Präsident, der Voodoozauber ...! – Zwischenrufe bei der ÖVP
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (fortsetzend): Ich nehme den Ausdruck „anfüttern“ zurück (Abg. Belakowitsch: Herr Präsident, der Voodoozauber ...! – Zwischenrufe bei der ÖVP) und sage: Dieses politische Geschäftsmodell, Förderungen, die wir alle bezahlen, im Dunkeln auszuschütten, damit sie Doppel- und Dreifachförderung Ihrer Klientel betreiben können, ist nicht okay. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (fortsetzend): Ich nehme den Ausdruck „anfüttern“ zurück (Abg. Belakowitsch: Herr Präsident, der Voodoozauber ...! – Zwischenrufe bei der ÖVP) und sage: Dieses politische Geschäftsmodell, Förderungen, die wir alle bezahlen, im Dunkeln auszuschütten, damit sie Doppel- und Dreifachförderung Ihrer Klientel betreiben können, ist nicht okay. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Präsident, Sie können es nennen, wie Sie wollen, aber okay ist es nicht, und das checken die Leute (in Richtung Besuchergalerie weisend) schon. Es ist nicht so leicht zu verbergen, dass das einfach eine undurchsichtige Geschichte ist. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Gudenus: Drei Monate, hallo?!
Die Leuchttürme haben also kein Licht. Kalte Progression: Das wurde vor der Wahl versprochen, es war mit Sebastian Kurz ausgemacht, wir machen das nach der Wahl (Abg. Gudenus: Drei Monate, hallo?!); mit Strache war ausgemacht, wir machen das
Abg. Gudenus: Drei Monate, nicht so ungeduldig sein!
vor der Wahl. Selbst Schelling war dafür, Kurz hat es abgedreht: Wir machen es nach der Wahl. (Abg. Gudenus: Drei Monate, nicht so ungeduldig sein!)
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Rendi-Wagner.
Wer kommt gestern? – Der Staatssekretär sagt in einem Morgeninterview: Die kalte Progression, also die schleichende Steuererhöhung, werden wir leider nicht abschaffen können. – Natürlich können Sie das nicht, weil Sie einfach einer populistischen Politik verpflichtet sind! Sie wollen Geschenke verteilen, aber Sie wollen nicht ernsthaft im Sinne der jungen Generation Weichenstellungen vornehmen. Sie nutzen die Gunst der Stunde nicht, um jetzt Weichenstellungen für echte Reformen vorzunehmen. Das ist die echte Enttäuschung! Das ist meines Erachtens eine Wählertäuschung. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Rendi-Wagner.)
Abg. Rosenkranz: Im Inland!
Dann gibt es noch einige Punkte, bei denen ich einfach den Kopf schütteln muss. Zum Beispiel wollen Sie die Auslandshilfe kürzen. Ja, wo sind wir denn?! (Abg. Rosenkranz: Im Inland!) Sie sagen, wir müssen vor Ort helfen und kürzen gleichzeitig die Auslandshilfe. Das ist nicht logisch.
Abg. Winzig: Wie heißt denn der Generalsekretär von Herrn Löger?
Sie kassieren dieses Geld, offensichtlich damit Sie ohne Ausschreibung Generalsekretäre in jedem Ministerium einsetzen können (Abg. Winzig: Wie heißt denn der Generalsekretär von Herrn Löger?), damit Sie vier Kommunikationsleute einsetzen können, damit Sie dem Herrn Vizekanzler 18 Millionen Euro für irgendwelche Marketingschmähs geben können. Das ist Ihr Sparen im System, oder was? (Beifall bei NEOS und SPÖ.) Das ist doch nicht Sparen im System! Sie nehmen Geld aus dem Bildungsbereich heraus, kürzen bei der Innovation, und investieren dieses Geld in Ihre Apparate. Dabei werden die Parteiapparate so fett wie nirgendwo sonst in Europa. (Zwischenruf des Abg. Nehammer.) Da Kürzungen vorzunehmen, dazu sind Sie nicht bereit, Herr Nehammer! Dazu sind Sie nicht bereit. (Abg. Wöginger: Der Herr Haselsteiner hat auch zugenommen!)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Sie kassieren dieses Geld, offensichtlich damit Sie ohne Ausschreibung Generalsekretäre in jedem Ministerium einsetzen können (Abg. Winzig: Wie heißt denn der Generalsekretär von Herrn Löger?), damit Sie vier Kommunikationsleute einsetzen können, damit Sie dem Herrn Vizekanzler 18 Millionen Euro für irgendwelche Marketingschmähs geben können. Das ist Ihr Sparen im System, oder was? (Beifall bei NEOS und SPÖ.) Das ist doch nicht Sparen im System! Sie nehmen Geld aus dem Bildungsbereich heraus, kürzen bei der Innovation, und investieren dieses Geld in Ihre Apparate. Dabei werden die Parteiapparate so fett wie nirgendwo sonst in Europa. (Zwischenruf des Abg. Nehammer.) Da Kürzungen vorzunehmen, dazu sind Sie nicht bereit, Herr Nehammer! Dazu sind Sie nicht bereit. (Abg. Wöginger: Der Herr Haselsteiner hat auch zugenommen!)
Zwischenruf des Abg. Nehammer.
Sie kassieren dieses Geld, offensichtlich damit Sie ohne Ausschreibung Generalsekretäre in jedem Ministerium einsetzen können (Abg. Winzig: Wie heißt denn der Generalsekretär von Herrn Löger?), damit Sie vier Kommunikationsleute einsetzen können, damit Sie dem Herrn Vizekanzler 18 Millionen Euro für irgendwelche Marketingschmähs geben können. Das ist Ihr Sparen im System, oder was? (Beifall bei NEOS und SPÖ.) Das ist doch nicht Sparen im System! Sie nehmen Geld aus dem Bildungsbereich heraus, kürzen bei der Innovation, und investieren dieses Geld in Ihre Apparate. Dabei werden die Parteiapparate so fett wie nirgendwo sonst in Europa. (Zwischenruf des Abg. Nehammer.) Da Kürzungen vorzunehmen, dazu sind Sie nicht bereit, Herr Nehammer! Dazu sind Sie nicht bereit. (Abg. Wöginger: Der Herr Haselsteiner hat auch zugenommen!)
Abg. Wöginger: Der Herr Haselsteiner hat auch zugenommen!
Sie kassieren dieses Geld, offensichtlich damit Sie ohne Ausschreibung Generalsekretäre in jedem Ministerium einsetzen können (Abg. Winzig: Wie heißt denn der Generalsekretär von Herrn Löger?), damit Sie vier Kommunikationsleute einsetzen können, damit Sie dem Herrn Vizekanzler 18 Millionen Euro für irgendwelche Marketingschmähs geben können. Das ist Ihr Sparen im System, oder was? (Beifall bei NEOS und SPÖ.) Das ist doch nicht Sparen im System! Sie nehmen Geld aus dem Bildungsbereich heraus, kürzen bei der Innovation, und investieren dieses Geld in Ihre Apparate. Dabei werden die Parteiapparate so fett wie nirgendwo sonst in Europa. (Zwischenruf des Abg. Nehammer.) Da Kürzungen vorzunehmen, dazu sind Sie nicht bereit, Herr Nehammer! Dazu sind Sie nicht bereit. (Abg. Wöginger: Der Herr Haselsteiner hat auch zugenommen!)
Abg. Wöginger: Sozialdemokratischer Neoliberalismus geht sich nicht aus!
Digitalisierung: Fehlanzeige, kommt nichts! Innovation: Fehlanzeige, kommt nichts! Der einzige Fortschritt im Bildungsbereich: Sie sagen, Sie investieren da mehr. – Das stimmt nicht, aber – wenn Sie so wollen, wäre das eine Fußnote im Positiven – Sie stopfen das Loch, das jedes Jahr da war, bereits im März und nicht erst im Dezember. (Abg. Wöginger: Sozialdemokratischer Neoliberalismus geht sich nicht aus!) Das ist der einzige Fortschritt, den ich erkennen kann.
Abg. Wöginger: Da ist deine Truppe zu klein! – Abg. Nehammer: Kleine Truppe! – Abg. Wöginger: Ab in den Wienerwald!
Das ist meines Erachtens zu wenig. Deswegen werden wir versuchen, das durchzusetzen, was noch zu machen ist. Änderungen im großen Stil werden nicht möglich sein. (Abg. Wöginger: Da ist deine Truppe zu klein! – Abg. Nehammer: Kleine Truppe! – Abg. Wöginger: Ab in den Wienerwald!)
Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Winzig: Sogar die Stichwörter müssen wir liefern!
Apropos Truppe, das ist ja das Nächste. (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Winzig: Sogar die Stichwörter müssen wir liefern!) Zum Thema Sicherheit sagen Sie: Wir werden Sicherheit als Priorität sehen. – Gleichzeitig behandeln Sie das österreichische Bundesheer (Abg. Wöginger: Sehr gut!), als wäre es völlig unnötig. (Heiterkeit des Abg. Rosenkranz.) Ist das Ihre Haltung? Schauen Sie einmal in Ihr Budget! Der eigene Verteidigungsminister hat gestern, am Tag der Präsentation des
Abg. Wöginger: Sehr gut!
Apropos Truppe, das ist ja das Nächste. (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Winzig: Sogar die Stichwörter müssen wir liefern!) Zum Thema Sicherheit sagen Sie: Wir werden Sicherheit als Priorität sehen. – Gleichzeitig behandeln Sie das österreichische Bundesheer (Abg. Wöginger: Sehr gut!), als wäre es völlig unnötig. (Heiterkeit des Abg. Rosenkranz.) Ist das Ihre Haltung? Schauen Sie einmal in Ihr Budget! Der eigene Verteidigungsminister hat gestern, am Tag der Präsentation des
Heiterkeit des Abg. Rosenkranz.
Apropos Truppe, das ist ja das Nächste. (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Winzig: Sogar die Stichwörter müssen wir liefern!) Zum Thema Sicherheit sagen Sie: Wir werden Sicherheit als Priorität sehen. – Gleichzeitig behandeln Sie das österreichische Bundesheer (Abg. Wöginger: Sehr gut!), als wäre es völlig unnötig. (Heiterkeit des Abg. Rosenkranz.) Ist das Ihre Haltung? Schauen Sie einmal in Ihr Budget! Der eigene Verteidigungsminister hat gestern, am Tag der Präsentation des
Abg. Gudenus: Mehr Budget!
Budgets, schon gesagt: Wir müssen nachverhandeln, das geht so überhaupt nicht. (Abg. Gudenus: Mehr Budget!)
Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Jarolim: Das war wirklich trefflich ausgeführt!
Das heißt, Sie verraten Ihre eigenen Prioritäten, Sie verraten sämtliche Ihrer Wahlversprechen, und Sie schauen vor allem auf eines, nämlich auf sich selbst, aber nicht auf das Land und nicht auf die Menschen. (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Jarolim: Das war wirklich trefflich ausgeführt!)
Ruf bei der ÖVP: Abschiedsrede! Den Platz für Pilz freimachen!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Nationalrat Bruno Rossmann. Ich erteile ihm das Wort. (Ruf bei der ÖVP: Abschiedsrede! Den Platz für Pilz freimachen!)
Abg. Rosenkranz: Vor allem die Grünen!
Die Regierungsverhandler haben uns in Bezug auf das Budget 2018 erzählt, das strukturelle Defizit würde bei 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen. Da wurde eine Budgetlücke herbeigeredet, die jeder Ökonom, der sich die Dinge ein wenig angeschaut hat, längst ad acta gelegt hat, und zwar deshalb, weil wir in einer äußerst guten Konjunktursituation sind. (Abg. Rosenkranz: Vor allem die Grünen!) Mittlerweile haben offenbar auch Sie von der FPÖ, meine Damen und Herren, und auch der Herr Finanzminister kapiert, dass eine gute Konjunktur Auswirkungen auf das Budget hat. Ich habe damals schon, Anfang November, eine Pressekonferenz gemacht und gesagt: Wir werden sowohl 2017 als auch 2018 deutlich bessere Zahlen haben, als sie durch die Verhandler damals suggeriert worden sind. (Abg. Rosenkranz: Willkommen, Sie tüchtige Person!)
Abg. Rosenkranz: Willkommen, Sie tüchtige Person!
Die Regierungsverhandler haben uns in Bezug auf das Budget 2018 erzählt, das strukturelle Defizit würde bei 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen. Da wurde eine Budgetlücke herbeigeredet, die jeder Ökonom, der sich die Dinge ein wenig angeschaut hat, längst ad acta gelegt hat, und zwar deshalb, weil wir in einer äußerst guten Konjunktursituation sind. (Abg. Rosenkranz: Vor allem die Grünen!) Mittlerweile haben offenbar auch Sie von der FPÖ, meine Damen und Herren, und auch der Herr Finanzminister kapiert, dass eine gute Konjunktur Auswirkungen auf das Budget hat. Ich habe damals schon, Anfang November, eine Pressekonferenz gemacht und gesagt: Wir werden sowohl 2017 als auch 2018 deutlich bessere Zahlen haben, als sie durch die Verhandler damals suggeriert worden sind. (Abg. Rosenkranz: Willkommen, Sie tüchtige Person!)
Zwischenruf des Abg. Rosenkranz. – Abg. Belakowitsch: Die NEOS haben das jetzt ...! – Abg. Gudenus: Das müssen Sie mit den NEOS klären!
Dieses Budget leitet wirklich eine Trendwende ein. Ja, es leitet eine Trendwende ein, aber eine Trendwende hin zu neoliberaler Politik. (Zwischenruf des Abg. Rosenkranz. – Abg. Belakowitsch: Die NEOS haben das jetzt ...! – Abg. Gudenus: Das müssen Sie mit den NEOS klären!) Der Herr Finanzminister hat gestern viel von Leistungsträgern gesprochen. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Seien Sie bitte ein bisschen ruhig, Herr Kollege! Regen Sie sich nicht so auf, hören Sie ein bisschen zu!
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Dieses Budget leitet wirklich eine Trendwende ein. Ja, es leitet eine Trendwende ein, aber eine Trendwende hin zu neoliberaler Politik. (Zwischenruf des Abg. Rosenkranz. – Abg. Belakowitsch: Die NEOS haben das jetzt ...! – Abg. Gudenus: Das müssen Sie mit den NEOS klären!) Der Herr Finanzminister hat gestern viel von Leistungsträgern gesprochen. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Seien Sie bitte ein bisschen ruhig, Herr Kollege! Regen Sie sich nicht so auf, hören Sie ein bisschen zu!
Ruf bei der ÖVP: Da hat er recht!
Einer seiner Amtsvorgänger, Finanzminister Molterer, hat gemeint, Leistungsträger sind jene Menschen in diesem Land, die Lohn- und Einkommensteuer bezahlen. – Na bravo! (Ruf bei der ÖVP: Da hat er recht!) Alle Menschen in diesem Land, die ein niedrigeres Einkommen haben, die weniger als 1 250 Euro verdienen, die hart arbeiten, die das System erhalten, von der Pflege angefangen bis hin zu anderen Tätigkeiten, sind also keine Leistungsträger. (Abg. Rosenkranz: Kann Herr Molterer zu einer Richtigstellung herauskommen?) – Das hat er gesagt, das ist nachweisbar. (Abg. Wöginger: Was hat Löger gestern gesagt?)
Abg. Rosenkranz: Kann Herr Molterer zu einer Richtigstellung herauskommen?
Einer seiner Amtsvorgänger, Finanzminister Molterer, hat gemeint, Leistungsträger sind jene Menschen in diesem Land, die Lohn- und Einkommensteuer bezahlen. – Na bravo! (Ruf bei der ÖVP: Da hat er recht!) Alle Menschen in diesem Land, die ein niedrigeres Einkommen haben, die weniger als 1 250 Euro verdienen, die hart arbeiten, die das System erhalten, von der Pflege angefangen bis hin zu anderen Tätigkeiten, sind also keine Leistungsträger. (Abg. Rosenkranz: Kann Herr Molterer zu einer Richtigstellung herauskommen?) – Das hat er gesagt, das ist nachweisbar. (Abg. Wöginger: Was hat Löger gestern gesagt?)
Abg. Wöginger: Was hat Löger gestern gesagt?
Einer seiner Amtsvorgänger, Finanzminister Molterer, hat gemeint, Leistungsträger sind jene Menschen in diesem Land, die Lohn- und Einkommensteuer bezahlen. – Na bravo! (Ruf bei der ÖVP: Da hat er recht!) Alle Menschen in diesem Land, die ein niedrigeres Einkommen haben, die weniger als 1 250 Euro verdienen, die hart arbeiten, die das System erhalten, von der Pflege angefangen bis hin zu anderen Tätigkeiten, sind also keine Leistungsträger. (Abg. Rosenkranz: Kann Herr Molterer zu einer Richtigstellung herauskommen?) – Das hat er gesagt, das ist nachweisbar. (Abg. Wöginger: Was hat Löger gestern gesagt?)
Abg. Rosenkranz: Vielleicht liegt es daran, dass wir keine Kommunisten sind!
Jetzt frage ich mich: Warum ist das gerechtfertigt? – Das ist aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt, weil es gerade die Bezieher niedriger Einkommen in diesem Land waren, die in den letzten Jahren extrem viel Einkommen verloren haben, Nettorealverluste. (Abg. Rosenkranz: Vielleicht liegt es daran, dass wir keine Kommunisten sind!) Lesen Sie einmal in den Einkommensberichten nach!
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.
Diese Menschen zahlen natürlich auch Steuern, sie zahlen Verbrauchssteuern, sie zahlen Sozialversicherungsbeiträge. Wenn man einen Blick auf die Gesamtabgabenbelastung wirft, so zeigt sich, dass die Bezieher niedriger Einkommen nahezu so viele Steuern zahlen wie jene höherer Einkommen. Wir haben also in Österreich nahezu eine Flattax. Wir haben aber im Bereich der Lohn- und Einkommensteuer das Prinzip der Leistungsfähigkeit nicht verwirklicht. Wenn man schon von Leistungsträgern und vom Leistungsgedanken spricht, sollten eigentlich jene ordentlich Steuern zahlen, die auch viel verdienen. Das wäre ein gerechtes System. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Jesses!
Mit dem Familienbonus wird aber genau das nicht erfüllt, denn Niedrigverdiener bekommen wenig bis gar nichts. Darunter, meine Damen und Herren von der ÖVP, sind auch Tausende Bauern, Kleinbauern. (Ruf bei der ÖVP: Jesses!) Ist Ihnen das eigentlich recht? Gibt es da keine Proteste? Einpersonenunternehmen werden nicht entlastet, die bekommen nichts, auch nicht über die Entlastung bei den Arbeitslosenversicherungsbeiträgen. (Zwischenruf der Abg. Winzig. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Menschen mit einem Bruttomonatseinkommen von bis zu 1 381 Euro zahlen jetzt schon keine Arbeitslosenversicherungsbeiträge. (Abg. Rosenkranz: Er spricht vom Arbeiter- und Bauernstaat!)
Zwischenruf der Abg. Winzig. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Mit dem Familienbonus wird aber genau das nicht erfüllt, denn Niedrigverdiener bekommen wenig bis gar nichts. Darunter, meine Damen und Herren von der ÖVP, sind auch Tausende Bauern, Kleinbauern. (Ruf bei der ÖVP: Jesses!) Ist Ihnen das eigentlich recht? Gibt es da keine Proteste? Einpersonenunternehmen werden nicht entlastet, die bekommen nichts, auch nicht über die Entlastung bei den Arbeitslosenversicherungsbeiträgen. (Zwischenruf der Abg. Winzig. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Menschen mit einem Bruttomonatseinkommen von bis zu 1 381 Euro zahlen jetzt schon keine Arbeitslosenversicherungsbeiträge. (Abg. Rosenkranz: Er spricht vom Arbeiter- und Bauernstaat!)
Abg. Rosenkranz: Er spricht vom Arbeiter- und Bauernstaat!
Mit dem Familienbonus wird aber genau das nicht erfüllt, denn Niedrigverdiener bekommen wenig bis gar nichts. Darunter, meine Damen und Herren von der ÖVP, sind auch Tausende Bauern, Kleinbauern. (Ruf bei der ÖVP: Jesses!) Ist Ihnen das eigentlich recht? Gibt es da keine Proteste? Einpersonenunternehmen werden nicht entlastet, die bekommen nichts, auch nicht über die Entlastung bei den Arbeitslosenversicherungsbeiträgen. (Zwischenruf der Abg. Winzig. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Menschen mit einem Bruttomonatseinkommen von bis zu 1 381 Euro zahlen jetzt schon keine Arbeitslosenversicherungsbeiträge. (Abg. Rosenkranz: Er spricht vom Arbeiter- und Bauernstaat!)
Abg. Gudenus: Die finanzieren etwas?
Wo wird aber gekürzt? Wer finanziert denn diesen Familienbonus? – Das sind ja in Wirklichkeit die spannenden Fragen. Es sind die Asylwerber, es sind die Asylberechtigten. (Abg. Gudenus: Die finanzieren etwas?) Es wird bei schulischer Integration gespart. Es sind die Langzeitarbeitslosen, die Aktion 20 000 wird aufgehoben. Es sind die Geringverdiener. – Das sind die Verlierer im System. Wer sind die Gewinner im System? (Ruf bei der FPÖ: Sie!) – Die Gewinner dieser Politik sind jene, die durch Ihre Politik nicht belastet werden. (Abg. Gudenus: Wer wird belastet?)
Ruf bei der FPÖ: Sie!
Wo wird aber gekürzt? Wer finanziert denn diesen Familienbonus? – Das sind ja in Wirklichkeit die spannenden Fragen. Es sind die Asylwerber, es sind die Asylberechtigten. (Abg. Gudenus: Die finanzieren etwas?) Es wird bei schulischer Integration gespart. Es sind die Langzeitarbeitslosen, die Aktion 20 000 wird aufgehoben. Es sind die Geringverdiener. – Das sind die Verlierer im System. Wer sind die Gewinner im System? (Ruf bei der FPÖ: Sie!) – Die Gewinner dieser Politik sind jene, die durch Ihre Politik nicht belastet werden. (Abg. Gudenus: Wer wird belastet?)
Abg. Gudenus: Wer wird belastet?
Wo wird aber gekürzt? Wer finanziert denn diesen Familienbonus? – Das sind ja in Wirklichkeit die spannenden Fragen. Es sind die Asylwerber, es sind die Asylberechtigten. (Abg. Gudenus: Die finanzieren etwas?) Es wird bei schulischer Integration gespart. Es sind die Langzeitarbeitslosen, die Aktion 20 000 wird aufgehoben. Es sind die Geringverdiener. – Das sind die Verlierer im System. Wer sind die Gewinner im System? (Ruf bei der FPÖ: Sie!) – Die Gewinner dieser Politik sind jene, die durch Ihre Politik nicht belastet werden. (Abg. Gudenus: Wer wird belastet?)
Beifall bei der Liste Pilz, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Strolz.
Fangen wir einmal bei der Verwaltung an: Herr Minister, Sie sagen, Sie sparen in der Verwaltung dadurch, dass Sie Kürzungen von überhöht angesetzten Ausgaben vornehmen. – Das ist ja an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Wissen Sie, was Sie da machen, was Sie da gemacht haben? – Sie haben 1 Milliarde Euro Luft abgesaugt! Heute im „Morgenjournal“ haben Sie uns erklärt, warum es sinnlos ist, Beispiele zu nennen, wo Sie in der Verwaltung sparen wollen. – Sie können gar keine Beispiele nennen, weil Sie eben nicht sparen und nicht kürzen! So einfach ist das, Herr Finanzminister! (Beifall bei der Liste Pilz, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Strolz.)
Abg. Rosenkranz – in Richtung Bundesminister Löger und Staatssekretär Fuchs weisend –: Wieso haben die zwei jetzt kein angstverzerrtes Gesicht nach dieser Drohung?
Ich werde aber noch nachbohren, und Sie werden sehen, ich werde Ihnen noch entlocken, wo Sie diese Beispiele haben, oder Sie werden zugeben müssen, dass es sie nicht gibt. (Abg. Rosenkranz – in Richtung Bundesminister Löger und Staatssekretär Fuchs weisend –: Wieso haben die zwei jetzt kein angstverzerrtes Gesicht nach dieser Drohung?)
Abg. Rädler: Der letzte Fernsehzuschauer hat abgedreht!
Nulldefizit – wenn Ihnen aber diese 1 Milliarde Euro fehlt, dann sind natürlich das Nulldefizit und der Überschuss im Jahr 2019 futsch. Der ist weg, na sonnenklar! (Abg. Rädler: Der letzte Fernsehzuschauer hat abgedreht!) Das ist Grasser’sche Trickserei. Herr Kollege Kern hat ja schon erklärt, was Grasser gemacht hat: Aus einem Überschuss ist ein Defizit entstanden, und die Ursache waren Tricksereien. Sie treten in seine Fußstapfen, Herr Minister. So schaut es aus! (Beifall bei der Liste Pilz sowie des Abg. Schieder. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der Liste Pilz sowie des Abg. Schieder. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.
Nulldefizit – wenn Ihnen aber diese 1 Milliarde Euro fehlt, dann sind natürlich das Nulldefizit und der Überschuss im Jahr 2019 futsch. Der ist weg, na sonnenklar! (Abg. Rädler: Der letzte Fernsehzuschauer hat abgedreht!) Das ist Grasser’sche Trickserei. Herr Kollege Kern hat ja schon erklärt, was Grasser gemacht hat: Aus einem Überschuss ist ein Defizit entstanden, und die Ursache waren Tricksereien. Sie treten in seine Fußstapfen, Herr Minister. So schaut es aus! (Beifall bei der Liste Pilz sowie des Abg. Schieder. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Neubauer: Sagen Sie ein bissi was zur Novomatic-Glawischnig!
Was aber in diesem Budget fehlt – das ist auch schon angesprochen worden –, das sind klare Prioritätensetzungen im Hinblick auf die Zukunftsbereiche. (Abg. Neubauer: Sagen Sie ein bissi was zur Novomatic-Glawischnig!) Die Ökologie beispielsweise kommt so gut wie überhaupt nicht vor. Da wird gekürzt, dass sich die Balken biegen.
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Es folgt immer alles ein und demselben Muster: Es geht gegen das untere Einkommensdrittel. Ihre ganze Politik ist dahin gehend ausgerichtet, dass Sie vom unteren Einkommensdrittel zu den oberen beiden Einkommensdritteln umverteilen wollen. Das ist diese Trendwende, die ich hier und heute deutlich ansprechen möchte. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Rädler: Ein Wort zu Glawischnig hat gefehlt, Herr Professor!
Es wird ja noch schlimmer kommen. Sie haben eine Senkung der Abgabenquote auf 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts angesprochen. In diesem Zusammenhang haben Sie gesagt: Entlastung bei der Körperschaftsteuer, Entlastung bei der Einkommensteuer. Finanziert werden soll das – das ist ja auch schon angedeutet worden – durch Kürzungen beim Arbeitslosengeld, bei der Notstandshilfe, bei der Mindestsicherung. Die Notstandshilfe soll gestrichen werden, wir wollen in Österreich zu einem System Hartz IV mit Arbeitspflicht übergehen. Herr Minister, ich sage Ihnen eines: Einen Niedriglohnsektor mit steigender Armut, wie ihn sich Deutschland dadurch eingehandelt hat, will ich in Österreich definitiv nicht haben! – Vielen Dank. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Rädler: Ein Wort zu Glawischnig hat gefehlt, Herr Professor!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rossmann: Das habe ich ja auch nicht gesagt, Frau Kollegin! – Ruf bei der SPÖ: Das hat kein Mensch gesagt!
Abgeordnete Dr. Angelika Winzig (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Rossmann, ich finde es ein bisschen arrogant von Ihnen, EPUs als per se nicht erfolgreich zu bezeichnen, sodass sie den Familienbonus nicht beziehen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rossmann: Das habe ich ja auch nicht gesagt, Frau Kollegin! – Ruf bei der SPÖ: Das hat kein Mensch gesagt!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Gudenus. – Ruf bei der SPÖ: Das ist ja unterste Schublade!
Herr Kollege Strolz, ich habe gestern schon Ihre Affinität zum Universum diskutiert, aber ich glaube, heute haben Sie sich in ein Paralleluniversum gebeamt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Gudenus. – Ruf bei der SPÖ: Das ist ja unterste Schublade!)
Oh-Rufe bei der SPÖ
Herr Kern, auch wenn Sie uns tagtäglich Ihre gekränkte Eitelkeit vorführen (Oh-Rufe bei der SPÖ), die Wahl am 15. Oktober hat gezeigt, dass sich die Bürgerinnen und Bürger für einen neuen Weg, nämlich für unseren Weg, entschieden haben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Herr Kern, auch wenn Sie uns tagtäglich Ihre gekränkte Eitelkeit vorführen (Oh-Rufe bei der SPÖ), die Wahl am 15. Oktober hat gezeigt, dass sich die Bürgerinnen und Bürger für einen neuen Weg, nämlich für unseren Weg, entschieden haben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Krainer: Intellektuell ist dieser Beitrag allerdings eine Beleidigung! – Ruf bei der SPÖ: Das ist der neue Stil!
Mit unserem Regierungsprogramm „Zusammen. Für unser Österreich“ (Abg. Krainer: Intellektuell ist dieser Beitrag allerdings eine Beleidigung! – Ruf bei der SPÖ: Das ist der neue Stil!) haben wir uns ein ambitioniertes Ziel gesetzt, und einen Teil dieser Umsetzung sehen wir auch in dem vorliegenden Budget.
Abg. Wittmann: War der Schelling so schlecht?
Die Prämissen waren: den Standort stärken, Sicherheit schaffen und Steuern reduzieren, und genau das bildet dieses Budget ab. Es war sicherlich kein Sonntagsspaziergang für das Finanzministerium, dieses Budget zu erstellen (Abg. Wittmann: War der Schelling so schlecht?), aber der Herr Finanzminister war nicht nur ein erfolgreicher Manager in der Privatwirtschaft, sondern er ist auch ein Sportler, der weiß, dass sich Erfolg nicht in der Komfortzone abspielt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Die Prämissen waren: den Standort stärken, Sicherheit schaffen und Steuern reduzieren, und genau das bildet dieses Budget ab. Es war sicherlich kein Sonntagsspaziergang für das Finanzministerium, dieses Budget zu erstellen (Abg. Wittmann: War der Schelling so schlecht?), aber der Herr Finanzminister war nicht nur ein erfolgreicher Manager in der Privatwirtschaft, sondern er ist auch ein Sportler, der weiß, dass sich Erfolg nicht in der Komfortzone abspielt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Was ist wichtig für eine erfolgreiche Zukunft? – Chancen statt Schulden: Wifo, IHS, Fiskalrat, alle haben uns empfohlen: Nützt die Zeit für eine Budgetkonsolidierung! (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) – Ja, wirtschaftlich stehen wir jetzt unter einem guten Stern mit einem Wachstum von 3 Prozent. Die Inlandsnachfrage ist gestiegen, die Investitionen, die Exporte, die für unser kleines Land sehr wichtig sind, um 5,5 Prozent, wir haben auch eine Rekordbeschäftigung von 3,7 Millionen unselbständig Beschäftigten.
Abg. Rossmann: ... die Sicherheit!
Diese Zeit muss genutzt werden! Sie muss genutzt werden, um nachhaltig Schulden abzubauen, auch wenn Herr Kollege Rossmann – wo ist er? – gestern gesagt hat, wir können ja für Zukunftsinvestitionen Schulden machen. – Erstens einmal: Wer entscheidet, was eine Zukunftsinvestition ist? (Abg. Rossmann: ... die Sicherheit!) Und zweitens zahlen wir 5,6 Milliarden Euro an Zinsen pro Jahr für diese Zukunftsinvestitionen, die Sie machen wollen.
Rufe bei der SPÖ: Generalsekretäre!
Unser Weg ist ein anderer! Es ist Zeit, in der Verwaltung einzusparen und bei Förderungen. (Rufe bei der SPÖ: Generalsekretäre!) Das war längst überfällig, und wir wollten das auch in der letzten Legislaturperiode, aber es war mit unserem Koalitionspartner SPÖ leider nicht möglich. (Oh-Rufe bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Oh, ja wirklich?!) Wir wollen auch einen Budgetüberschuss von einer halben Milliarde erzielen. Damit schaffen wir wichtige Möglichkeiten für Steuerentlastungen, und das ist auch der Wunsch unserer Bürgerinnen und Bürger.
Oh-Rufe bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Oh, ja wirklich?!
Unser Weg ist ein anderer! Es ist Zeit, in der Verwaltung einzusparen und bei Förderungen. (Rufe bei der SPÖ: Generalsekretäre!) Das war längst überfällig, und wir wollten das auch in der letzten Legislaturperiode, aber es war mit unserem Koalitionspartner SPÖ leider nicht möglich. (Oh-Rufe bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Oh, ja wirklich?!) Wir wollen auch einen Budgetüberschuss von einer halben Milliarde erzielen. Damit schaffen wir wichtige Möglichkeiten für Steuerentlastungen, und das ist auch der Wunsch unserer Bürgerinnen und Bürger.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Kollege Wöginger hat schon die Steuerentlastungen angesprochen, aber wir machen nicht nur eine Steuerentlastung, wir investieren gewaltig in die Zukunft: mehr für Bildung, mehr für Wissenschaft, mehr für Sicherheit und mehr für Soziales und Pflege. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Jene, die Hilfe brauchen, werden sie von uns bekommen. Wir wissen über unsere soziale Verantwortung Bescheid, und das müssen wir uns nicht von linken Klassenkämpfern erklären lassen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Rosenkranz: Sehr gut!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Rosenkranz: Sehr gut!
Kollege Wöginger hat schon die Steuerentlastungen angesprochen, aber wir machen nicht nur eine Steuerentlastung, wir investieren gewaltig in die Zukunft: mehr für Bildung, mehr für Wissenschaft, mehr für Sicherheit und mehr für Soziales und Pflege. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Jene, die Hilfe brauchen, werden sie von uns bekommen. Wir wissen über unsere soziale Verantwortung Bescheid, und das müssen wir uns nicht von linken Klassenkämpfern erklären lassen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Rosenkranz: Sehr gut!)
Abg. Krainer: Außer diffamieren fällt Ihnen nichts ein! Diffamieren können Sie! Super, Gratulation! – Abg. Rosenkranz: Genau: „Gratulation“ ist richtig! Das ist zum ersten Mal ein guter Zwischenruf!
Weil angemerkt wurde, das Budget sei zu wenig ambitioniert in Bezug auf Reformen: Erstens werden wir auch Reformen machen, die nicht im Budget zu finden sind (Abg. Krainer: Außer diffamieren fällt Ihnen nichts ein! Diffamieren können Sie! Super, Gratulation! – Abg. Rosenkranz: Genau: „Gratulation“ ist richtig! Das ist zum ersten Mal ein guter Zwischenruf!), zum Beispiel ist die Arbeitszeitflexibilisierung nicht im Budget abgebildet. (Abg. Krainer: Vielleicht können Sie Fakten auch einmal auf den Tisch legen, nicht nur Diffamierungen!) Wir haben weitere Reformen in Arbeit, wie die Steuerstrukturreform. Im Gegensatz zu den NEOS zäumen wir das Pferd nicht von hinten auf: zuerst die Strukturreform, dann die Abschaffung der kalten Progression. (Abg. Krainer: Ich muss mich wundern, ...!)
Abg. Krainer: Vielleicht können Sie Fakten auch einmal auf den Tisch legen, nicht nur Diffamierungen!
Weil angemerkt wurde, das Budget sei zu wenig ambitioniert in Bezug auf Reformen: Erstens werden wir auch Reformen machen, die nicht im Budget zu finden sind (Abg. Krainer: Außer diffamieren fällt Ihnen nichts ein! Diffamieren können Sie! Super, Gratulation! – Abg. Rosenkranz: Genau: „Gratulation“ ist richtig! Das ist zum ersten Mal ein guter Zwischenruf!), zum Beispiel ist die Arbeitszeitflexibilisierung nicht im Budget abgebildet. (Abg. Krainer: Vielleicht können Sie Fakten auch einmal auf den Tisch legen, nicht nur Diffamierungen!) Wir haben weitere Reformen in Arbeit, wie die Steuerstrukturreform. Im Gegensatz zu den NEOS zäumen wir das Pferd nicht von hinten auf: zuerst die Strukturreform, dann die Abschaffung der kalten Progression. (Abg. Krainer: Ich muss mich wundern, ...!)
Abg. Krainer: Ich muss mich wundern, ...!
Weil angemerkt wurde, das Budget sei zu wenig ambitioniert in Bezug auf Reformen: Erstens werden wir auch Reformen machen, die nicht im Budget zu finden sind (Abg. Krainer: Außer diffamieren fällt Ihnen nichts ein! Diffamieren können Sie! Super, Gratulation! – Abg. Rosenkranz: Genau: „Gratulation“ ist richtig! Das ist zum ersten Mal ein guter Zwischenruf!), zum Beispiel ist die Arbeitszeitflexibilisierung nicht im Budget abgebildet. (Abg. Krainer: Vielleicht können Sie Fakten auch einmal auf den Tisch legen, nicht nur Diffamierungen!) Wir haben weitere Reformen in Arbeit, wie die Steuerstrukturreform. Im Gegensatz zu den NEOS zäumen wir das Pferd nicht von hinten auf: zuerst die Strukturreform, dann die Abschaffung der kalten Progression. (Abg. Krainer: Ich muss mich wundern, ...!)
Abg. Strolz: Die Entscheidung, die Beamten herauszunehmen, ist in 93 Tagen gefallen! – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Ich bin auch der Meinung, wenn man sich für große Strukturreformen wie zum Beispiel für die Sozialversicherungsträger eine Frist von 93 Tagen vornimmt, dann wäre das eine Husch-Pfusch-Aktion. (Abg. Strolz: Die Entscheidung, die Beamten herauszunehmen, ist in 93 Tagen gefallen! – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Ruf bei der SPÖ: Die ... Wirtschaftspartei!
Das Schöne ist ja, dass dieser Budgetprozess von Optimismus in der Wirtschaft und von Optimismus bei den Konsumenten begleitet wird, wie die Vertrauensindizes zeigen. (Ruf bei der SPÖ: Die ... Wirtschaftspartei!)
Ruf: Mit ... voll an die Wand!
Herr Finanzminister, Herr Staatssekretär, Sie haben uns ein Budget mit Hausverstand und Sachverstand vorgelegt, und wir gehen mutig einen neuen Weg. (Ruf: Mit ... voll an die Wand!) Winston Churchill sagte: „Fear is a reaction. Courage is a decision.“ – In diesem Sinne: Lassen Sie uns alle mutig in eine gute neue Zeit gehen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Herr Finanzminister, Herr Staatssekretär, Sie haben uns ein Budget mit Hausverstand und Sachverstand vorgelegt, und wir gehen mutig einen neuen Weg. (Ruf: Mit ... voll an die Wand!) Winston Churchill sagte: „Fear is a reaction. Courage is a decision.“ – In diesem Sinne: Lassen Sie uns alle mutig in eine gute neue Zeit gehen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
die Abgeordneten Gudenus und Rosenkranz: Am Hunderter!
Abgeordneter Mag. Andreas Schieder (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Werte Vorrednerin, ich zitiere Ihnen jetzt einmal jemanden, der vollkommen unverdächtig ist, ein Linker zu sein – vielleicht kennen Sie ihn, er ist einer der großen Ökonomen der österreichischen Schule –, nämlich Eugen von Böhm-Bawerk. Er war auch einmal auf einem Geldschein (die Abgeordneten Gudenus und Rosenkranz: Am Hunderter!) – genau! Vielleicht kennen ihn jene, die sich sonst nicht mit Ökonomie beschäftigt haben, zumindest von dort. (Zwischenrufe der Abgeordneten Neubauer und Wöginger.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Neubauer und Wöginger.
Abgeordneter Mag. Andreas Schieder (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Werte Vorrednerin, ich zitiere Ihnen jetzt einmal jemanden, der vollkommen unverdächtig ist, ein Linker zu sein – vielleicht kennen Sie ihn, er ist einer der großen Ökonomen der österreichischen Schule –, nämlich Eugen von Böhm-Bawerk. Er war auch einmal auf einem Geldschein (die Abgeordneten Gudenus und Rosenkranz: Am Hunderter!) – genau! Vielleicht kennen ihn jene, die sich sonst nicht mit Ökonomie beschäftigt haben, zumindest von dort. (Zwischenrufe der Abgeordneten Neubauer und Wöginger.)
Abg. Rosenkranz: War das der Erfinder der Mehrwertsteuer?
Er hat gesagt, eine Politik, die gegen ökonomische Gesetze und damit gegen menschliche Grundbedürfnisse regiert, zieht immer den Kürzeren. (Abg. Rosenkranz: War das der Erfinder der Mehrwertsteuer?) – Das, muss man sagen, trifft heute vollends zu: Sie haben eine Budgetpolitik vorgelegt, die genau gegen die menschlichen Grundbedürfnisse agiert und damit leider auch verursacht, dass in unserer Gesellschaft viele den Kürzeren ziehen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Er hat gesagt, eine Politik, die gegen ökonomische Gesetze und damit gegen menschliche Grundbedürfnisse regiert, zieht immer den Kürzeren. (Abg. Rosenkranz: War das der Erfinder der Mehrwertsteuer?) – Das, muss man sagen, trifft heute vollends zu: Sie haben eine Budgetpolitik vorgelegt, die genau gegen die menschlichen Grundbedürfnisse agiert und damit leider auch verursacht, dass in unserer Gesellschaft viele den Kürzeren ziehen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Heiterkeit bei der SPÖ – Abg. Gudenus: Das sind ja ... Abhörmaschinen!
Es liegt ja dieser Regierung dieselbe Mechanik inne. So wie Vizekanzler Strache schreit: Ich wurde abgehört, Skandal!, und dann stellt sich heraus, es war das alte Kabel für den Empfang des Parlaments-TV (Heiterkeit bei der SPÖ – Abg. Gudenus: Das sind ja ... Abhörmaschinen!), so ist es jetzt auch. Die Regierung kommt ins Amt und schreit: Budgetloch, Wahnsinn, wir müssen einsparen!, und am Schluss stellt sich heraus, der Konjunkturaufschwung ist so stark, dass er Milliarden ins Körberl spült, ohne dass der Finanzminister auch nur einen Finger rühren muss.
Zwischenruf des Abg. Deimek
denn Sie erzählen uns, Sie kürzen im System und nicht bei den Menschen. – In Wahrheit ist es genau umgekehrt, Sie kürzen nämlich bei den Menschen: Kürzungen beim Sozialstaat, Kürzungen im Bereich Arbeitsmarkt, Aktion 20 000 gestrichen (Zwischenruf des Abg. Deimek), AMS-Budget um 600 Millionen Euro verringert – das ist nämlich jenes Geld, das eingesetzt wird, damit auch Leute einen Job bekommen, die sich selbst in Zeiten der Hochkonjunktur schwertun. (Abg. Deimek: ... Krankenhaus Nord, aber die ist ja jetzt bei Siemens!)
Abg. Deimek: ... Krankenhaus Nord, aber die ist ja jetzt bei Siemens!
denn Sie erzählen uns, Sie kürzen im System und nicht bei den Menschen. – In Wahrheit ist es genau umgekehrt, Sie kürzen nämlich bei den Menschen: Kürzungen beim Sozialstaat, Kürzungen im Bereich Arbeitsmarkt, Aktion 20 000 gestrichen (Zwischenruf des Abg. Deimek), AMS-Budget um 600 Millionen Euro verringert – das ist nämlich jenes Geld, das eingesetzt wird, damit auch Leute einen Job bekommen, die sich selbst in Zeiten der Hochkonjunktur schwertun. (Abg. Deimek: ... Krankenhaus Nord, aber die ist ja jetzt bei Siemens!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Schimanek
Sie kürzen bei der Bildung, Sie streichen Deutschlehrer. Sie streichen allein bei der Infrastruktur 400 Millionen Euro für die Jahre 2018 und 2019 (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Schimanek), und damit bleiben wichtige Projekte in den Regionen Österreichs auf der Strecke.
Abg. Kitzmüller: Man braucht aber nicht von sich auf andere schließen!
Sie kürzen den Auslandskatastrophenfonds: Statt 20 Millionen Euro gibt es jetzt nur mehr 15 Millionen Euro, obwohl selbst Sebastian Kurz immer gesagt hat, er will da mehr. Aber vielleicht war es derselbe Schmäh: Zuerst so reden und nachher genau das Gegenteil davon machen, so wie wir es so oft erlebt haben. (Abg. Kitzmüller: Man braucht aber nicht von sich auf andere schließen!) Selbst bei den Richtern kürzen Sie: Es gibt 40 Richterstellen, die nicht nachbesetzt werden, wo man sich auch fragt, was das soll. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie kürzen den Auslandskatastrophenfonds: Statt 20 Millionen Euro gibt es jetzt nur mehr 15 Millionen Euro, obwohl selbst Sebastian Kurz immer gesagt hat, er will da mehr. Aber vielleicht war es derselbe Schmäh: Zuerst so reden und nachher genau das Gegenteil davon machen, so wie wir es so oft erlebt haben. (Abg. Kitzmüller: Man braucht aber nicht von sich auf andere schließen!) Selbst bei den Richtern kürzen Sie: Es gibt 40 Richterstellen, die nicht nachbesetzt werden, wo man sich auch fragt, was das soll. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Deimek: Und was war mit dem Herrn Grasser?
Und umgekehrt behaupten Sie, dass Sie im System sparen. Was ist aber die Wahrheit? – Sie gönnen sich gleich einmal ein bisschen mehr: Darf’s ein bissl mehr sein für uns alle? Sie blähen Ihre Kabinette auf, verdoppeln die Anzahl der Mitarbeiter, stellen Generalsekretäre ein, geben den Generalsekretären Assistenten, Pressesprecher, alles, was es braucht, um 10 Millionen Euro jährlich allein in diesem Bereich (Abg. Deimek: Und was war mit dem Herrn Grasser?), und dann noch dem Kanzler und dem Vizekanzler ein ordentliches Spielgeld für Inserate, damit vielleicht diese durchschaubare Politik zumindest am Inseratenmarkt etwas vernebelt wird. (Ruf: Das war bei Faymann! – Abg. Deimek: ... Krankenhaus Nord 100 000 Euro für einen Energetiker! – Abg. Belakowitsch: Nein, 95 000! Bei 100 000 hätte man ausschreiben müssen! ... Energie-Ring gar nicht da! Jetzt streiten die Energetiker in Wien!)
Ruf: Das war bei Faymann! – Abg. Deimek: ... Krankenhaus Nord 100 000 Euro für einen Energetiker! – Abg. Belakowitsch: Nein, 95 000! Bei 100 000 hätte man ausschreiben müssen! ... Energie-Ring gar nicht da! Jetzt streiten die Energetiker in Wien!
Und umgekehrt behaupten Sie, dass Sie im System sparen. Was ist aber die Wahrheit? – Sie gönnen sich gleich einmal ein bisschen mehr: Darf’s ein bissl mehr sein für uns alle? Sie blähen Ihre Kabinette auf, verdoppeln die Anzahl der Mitarbeiter, stellen Generalsekretäre ein, geben den Generalsekretären Assistenten, Pressesprecher, alles, was es braucht, um 10 Millionen Euro jährlich allein in diesem Bereich (Abg. Deimek: Und was war mit dem Herrn Grasser?), und dann noch dem Kanzler und dem Vizekanzler ein ordentliches Spielgeld für Inserate, damit vielleicht diese durchschaubare Politik zumindest am Inseratenmarkt etwas vernebelt wird. (Ruf: Das war bei Faymann! – Abg. Deimek: ... Krankenhaus Nord 100 000 Euro für einen Energetiker! – Abg. Belakowitsch: Nein, 95 000! Bei 100 000 hätte man ausschreiben müssen! ... Energie-Ring gar nicht da! Jetzt streiten die Energetiker in Wien!)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Umgekehrt, um auch das klar zu sagen, machen Sie auch Klientelpolitik: Sie kündigen jetzt schon an, den Großspendern, jenen, die Sie ganz stark motiviert haben, ihre Interessen zu vertreten, nämlich der Großindustrie (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), die Körperschaftsteuer zu senken beziehungsweise den Hoteliers gleich einmal als erstes Geschenk die Mehrwertsteuer hinunterzusetzen.
Heiterkeit des Abg. Neubauer. – Abg. Belakowitsch: „Eigentlich“! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Weil Sie jetzt mit dem Uralt-Propagandaschmäh kommen: Wir haben uns hart angestrengt, und das Nulldefizit ist gekommen! – Da hat sich niemand hart angestrengt, und das Nulldefizit ist eigentlich schon voriges Jahr gekommen. (Heiterkeit des Abg. Neubauer. – Abg. Belakowitsch: „Eigentlich“! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Lesen Sie sich einmal die Unterlagen durch, bevor Sie noch einmal lachen!
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Strolz.
Allein die Wifo-Prognose zeigt ja schon, dass es auch dann, wenn der Finanzminister nichts tut, wenn diese Regierung nichts tut, automatisch einen Überschuss gibt. Das ist gut für unser Land, das ist sehr gut, nur bitte verspielen Sie diesen Überschuss nicht durch Steuergeschenke an Ihre Unterstützer und Ihre Klientel! Darum würde ich Sie ganz dringend bitten, Herr Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Strolz.)
Abg. Neubauer: Warum habt ihr das damals nicht gemacht?
Wir wissen, dass wir in Österreich selbstverständlich Schritte zur Verwaltungsreform brauchen. (Abg. Neubauer: Warum habt ihr das damals nicht gemacht?) Wir wissen, dass wir Schritte brauchen, wo sich auch vielleicht einmal die Betonierer wegbewegen müssen, wo sich vielleicht die Parteichefs, so wie der Herr Kurz, über seine internen Betonierer hinwegbewegen wird. Er wird es nur nicht machen, und das Budget zeigt uns auch, das wird vermutlich nicht kommen – aber vielleicht überraschen Sie uns ja doch einmal mit positiven Aspekten.
Ruf: Wer war Sozialminister?
Die Pflege: nicht finanziert, nicht strukturiert, nicht geregelt; ein großes Problem und in Zukunft ein noch größeres Problem. (Ruf: Wer war Sozialminister?)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Strolz. – Abg. Rosenkranz: Bei Ihrer Familienpolitik kommen dann auch bald einmal vier Lehrer auf ein Kind!
Die Bildung: Wie geht es weiter? – Weniger Lehrer, mehr Schüler. Ganz ehrlich, das ist kein zukunftsfittes Bildungssystem. Das sind keine Klassen, wie wir sie uns wünschen, Herr Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Strolz. – Abg. Rosenkranz: Bei Ihrer Familienpolitik kommen dann auch bald einmal vier Lehrer auf ein Kind!)
Beifall bei der SPÖ.
Und wenn ich höre, dass im Ministerium jetzt schon daran gearbeitet wird, dass die eigentlich beschlossene Ausschreibung für Tablets und Laptops für die Schülerinnen und Schüler, damit sie zukunftsfit werden, damit die Digitalisierung endlich in den Klassenzimmern ankommt, verzögert wird, beziehungsweise darüber geredet wird, das wieder abzuschaffen, weil man das ja auch nicht braucht, dann warne ich Sie: Rauben Sie unseren Kindern nicht die Zukunft! (Beifall bei der SPÖ.) Die brauchen wir! Wir brauchen eine Bildung, die unseren Kindern die Möglichkeit gibt, gegenüber den Herausforderungen zu bestehen. (Abg. Rosenkranz: Und das haben wir aufgrund der Pisa-Studien der letzten zehn Jahre Ihrer Regierung genau gesehen, wie Sie Österreichs Kinder systematisch verdummen! Sie verdummen Österreichs - -!) – Bevor Sie sich über die Pisa-Studie verbreitern, reden Sie einmal mit Ihrem Sitznachbarn, da haben Sie genug Pisa-Themen zu behandeln, Herr Kollege! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Sie und Ihre Verdummungsministerinnen haben einige der größten Verbrechen an den Kindern begangen!)
Abg. Rosenkranz: Und das haben wir aufgrund der Pisa-Studien der letzten zehn Jahre Ihrer Regierung genau gesehen, wie Sie Österreichs Kinder systematisch verdummen! Sie verdummen Österreichs - -!
Und wenn ich höre, dass im Ministerium jetzt schon daran gearbeitet wird, dass die eigentlich beschlossene Ausschreibung für Tablets und Laptops für die Schülerinnen und Schüler, damit sie zukunftsfit werden, damit die Digitalisierung endlich in den Klassenzimmern ankommt, verzögert wird, beziehungsweise darüber geredet wird, das wieder abzuschaffen, weil man das ja auch nicht braucht, dann warne ich Sie: Rauben Sie unseren Kindern nicht die Zukunft! (Beifall bei der SPÖ.) Die brauchen wir! Wir brauchen eine Bildung, die unseren Kindern die Möglichkeit gibt, gegenüber den Herausforderungen zu bestehen. (Abg. Rosenkranz: Und das haben wir aufgrund der Pisa-Studien der letzten zehn Jahre Ihrer Regierung genau gesehen, wie Sie Österreichs Kinder systematisch verdummen! Sie verdummen Österreichs - -!) – Bevor Sie sich über die Pisa-Studie verbreitern, reden Sie einmal mit Ihrem Sitznachbarn, da haben Sie genug Pisa-Themen zu behandeln, Herr Kollege! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Sie und Ihre Verdummungsministerinnen haben einige der größten Verbrechen an den Kindern begangen!)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Sie und Ihre Verdummungsministerinnen haben einige der größten Verbrechen an den Kindern begangen!
Und wenn ich höre, dass im Ministerium jetzt schon daran gearbeitet wird, dass die eigentlich beschlossene Ausschreibung für Tablets und Laptops für die Schülerinnen und Schüler, damit sie zukunftsfit werden, damit die Digitalisierung endlich in den Klassenzimmern ankommt, verzögert wird, beziehungsweise darüber geredet wird, das wieder abzuschaffen, weil man das ja auch nicht braucht, dann warne ich Sie: Rauben Sie unseren Kindern nicht die Zukunft! (Beifall bei der SPÖ.) Die brauchen wir! Wir brauchen eine Bildung, die unseren Kindern die Möglichkeit gibt, gegenüber den Herausforderungen zu bestehen. (Abg. Rosenkranz: Und das haben wir aufgrund der Pisa-Studien der letzten zehn Jahre Ihrer Regierung genau gesehen, wie Sie Österreichs Kinder systematisch verdummen! Sie verdummen Österreichs - -!) – Bevor Sie sich über die Pisa-Studie verbreitern, reden Sie einmal mit Ihrem Sitznachbarn, da haben Sie genug Pisa-Themen zu behandeln, Herr Kollege! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Sie und Ihre Verdummungsministerinnen haben einige der größten Verbrechen an den Kindern begangen!)
Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.
Und der letzte Punkt, sehr geehrte Damen und Herren, - - (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) – Es tut mir leid, es ist unverständlich, was Sie zwischengerufen haben.
Ruf: Das ist die große Frage!
Was wird verschwiegen? Die große Frage, die wir uns stellen müssen, ist: Was wird uns hier von der Regierungsbank verschwiegen? (Ruf: Das ist die große Frage!) Kommt der Pflegeregress wieder, oder hat das der Finanzminister nur deshalb hinterfragt, weil er eine rhetorische Figur abliefern wollte? Wird bei den Pensionen doch gekürzt oder
Abg. Belakowitsch: Können Sie noch etwas anderes außer Schreckgespenster malen?
war es nur eine rhetorische Figur? (Abg. Belakowitsch: Können Sie noch etwas anderes außer Schreckgespenster malen?) Werden die Laptops jetzt angeschafft oder war das für diese Arbeitsgruppe, die sie einsparen will, nur eine Beschäftigungstherapie? Und: Warum tun Sie nichts gegen die Steuerhinterziehung, Herr Finanzminister? (Rufe bei der SPÖ: Genau!) Warum tun Sie nichts gegen die Steuerhinterziehung, international und national? (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.) – Das versteht niemand. (Abg. Rosenkranz: Ganz schwach!)
Rufe bei der SPÖ: Genau!
war es nur eine rhetorische Figur? (Abg. Belakowitsch: Können Sie noch etwas anderes außer Schreckgespenster malen?) Werden die Laptops jetzt angeschafft oder war das für diese Arbeitsgruppe, die sie einsparen will, nur eine Beschäftigungstherapie? Und: Warum tun Sie nichts gegen die Steuerhinterziehung, Herr Finanzminister? (Rufe bei der SPÖ: Genau!) Warum tun Sie nichts gegen die Steuerhinterziehung, international und national? (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.) – Das versteht niemand. (Abg. Rosenkranz: Ganz schwach!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
war es nur eine rhetorische Figur? (Abg. Belakowitsch: Können Sie noch etwas anderes außer Schreckgespenster malen?) Werden die Laptops jetzt angeschafft oder war das für diese Arbeitsgruppe, die sie einsparen will, nur eine Beschäftigungstherapie? Und: Warum tun Sie nichts gegen die Steuerhinterziehung, Herr Finanzminister? (Rufe bei der SPÖ: Genau!) Warum tun Sie nichts gegen die Steuerhinterziehung, international und national? (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.) – Das versteht niemand. (Abg. Rosenkranz: Ganz schwach!)
Abg. Rosenkranz: Ganz schwach!
war es nur eine rhetorische Figur? (Abg. Belakowitsch: Können Sie noch etwas anderes außer Schreckgespenster malen?) Werden die Laptops jetzt angeschafft oder war das für diese Arbeitsgruppe, die sie einsparen will, nur eine Beschäftigungstherapie? Und: Warum tun Sie nichts gegen die Steuerhinterziehung, Herr Finanzminister? (Rufe bei der SPÖ: Genau!) Warum tun Sie nichts gegen die Steuerhinterziehung, international und national? (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.) – Das versteht niemand. (Abg. Rosenkranz: Ganz schwach!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Wenn ich die Debattenbeiträge einiger Vorredner Revue passieren lasse, denke ich: Also in Moskau ist die Botschaft schon angekommen, dass der Kommunismus keine Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft hat, bei einigen Abgeordneten hier im Haus offensichtlich noch nicht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Krainer: Meinen Sie den Bundeskanzler? Meinen Sie Kurz oder meinen Sie Strache? – Ruf bei der SPÖ: Ich glaube, Sie meinen den Kurz, oder?
Ich muss Ihnen auch sagen, ich freue mich sehr, dass hier ein Finanzminister und ein Staatssekretär sitzen, die aus der Privatwirtschaft kommen und ihre Karriere nicht irgendwo in einem Parteiapparat oder in einem sonstigen gesicherten Bereich gemacht haben. Also ich vertraue den beiden Herren wesentlich mehr! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Krainer: Meinen Sie den Bundeskanzler? Meinen Sie Kurz oder meinen Sie Strache? – Ruf bei der SPÖ: Ich glaube, Sie meinen den Kurz, oder?)
Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Der letzte Finanzminister aus der Privatwirtschaft ...!
Jetzt vielleicht ein Blick in die Vergangenheit, Herr Kollege Krainer, auf das, was Sie uns hinterlassen haben. Obwohl Österreich eine der höchsten Steuer- und Abgabenquoten international hat, haben wir laufend mehr Schulden gemacht und es nicht geschafft, ein ausgeglichenes Budget zustande zu bringen. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Der letzte Finanzminister aus der Privatwirtschaft ...!)
Abg. Höbart: Danke, SPÖ!
Wir waren Weltmeister im Regulieren, wir waren Weltmeister im Verbieten, wir waren Weltmeister im Einschränken von Freiheit und Selbstverantwortung. Wir haben ein Sozialsystem, das in Schieflage geraten ist. Wir haben ein Sozialsystem, in dem heute der Einkommensunterschied zwischen den Leuten, die arbeiten, und denen, die nicht arbeiten oder nicht arbeiten wollen, einfach zu gering geworden ist (Abg. Höbart: Danke, SPÖ!), wodurch einfach dieser Anreiz, arbeiten zu gehen, nicht mehr besteht.
Zwischenruf des Abg. Krainer
Das Ziel ist zunächst einmal, die Staatsschulden zu senken. Gestern hat uns zwar Herr Kollege Rossmann erklärt, dass die Staatsschulden überhaupt nicht das Problem sind, dass es ja nur den Zähler und den Nenner gibt und das Verhältnis zueinander passen muss, man muss aber beobachten, wie es dann ausschaut, wenn das Verhältnis auseinanderklafft, wer dann darunter leidet. Schauen wir heute nach Griechenland: Warum braucht es denn einen ESM? – Also heute den Leuten zu erklären (Zwischenruf des Abg. Krainer), Schulden sind kein Problem und wir brauchen Schulden nicht abzubauen, bedeutet einfach, den Leuten Sand in die Augen zu streuen. Das ist einfach verfehlte Politik! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Ziel ist zunächst einmal, die Staatsschulden zu senken. Gestern hat uns zwar Herr Kollege Rossmann erklärt, dass die Staatsschulden überhaupt nicht das Problem sind, dass es ja nur den Zähler und den Nenner gibt und das Verhältnis zueinander passen muss, man muss aber beobachten, wie es dann ausschaut, wenn das Verhältnis auseinanderklafft, wer dann darunter leidet. Schauen wir heute nach Griechenland: Warum braucht es denn einen ESM? – Also heute den Leuten zu erklären (Zwischenruf des Abg. Krainer), Schulden sind kein Problem und wir brauchen Schulden nicht abzubauen, bedeutet einfach, den Leuten Sand in die Augen zu streuen. Das ist einfach verfehlte Politik! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Das ist einfach wichtig, deshalb muss man unternehmerische Initiativen fördern und die Steuerquote senken. Das hat diese Regierung zum Ziel! Leistung muss sich in diesem Land einfach wieder lohnen! Das haben wir vor der Wahl gesagt, das sagen wir auch heute und wir setzen entsprechende Maßnahmen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Dieses Budget ist der erste Schritt in die richtige Richtung, Herr Kollege Krainer. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Krainer.
Das ist einfach wichtig, deshalb muss man unternehmerische Initiativen fördern und die Steuerquote senken. Das hat diese Regierung zum Ziel! Leistung muss sich in diesem Land einfach wieder lohnen! Das haben wir vor der Wahl gesagt, das sagen wir auch heute und wir setzen entsprechende Maßnahmen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Dieses Budget ist der erste Schritt in die richtige Richtung, Herr Kollege Krainer. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Das ist selbstverständlich und da muss es entsprechende Maßnahmen geben – nur muss man das Geld, bevor man es ausgibt und verteilt, zuerst auch verdienen, Herr Kollege Krainer. Das ist der Unterschied zwischen einer Marktwirtschaft, wie wir sie verstehen, und vielleicht manchen sozialistischen und kommunistischen Gedanken, wie Sie sie noch immer hegen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Krainer: Außer Diffamieren und leeren Worthülsen hört man gar nichts von Ihnen!
Und es ist auch schon erwähnt worden - - (Abg. Krainer: Außer Diffamieren und leeren Worthülsen hört man gar nichts von Ihnen!) – Herr Kollege Krainer, die leeren Worthülsen haben wir in den letzten Jahren gehört – da haben Sie schon recht –, aber von Ihnen. (Abg. Neubauer: Zehn Jahre lang!)
Abg. Neubauer: Zehn Jahre lang!
Und es ist auch schon erwähnt worden - - (Abg. Krainer: Außer Diffamieren und leeren Worthülsen hört man gar nichts von Ihnen!) – Herr Kollege Krainer, die leeren Worthülsen haben wir in den letzten Jahren gehört – da haben Sie schon recht –, aber von Ihnen. (Abg. Neubauer: Zehn Jahre lang!)
Ruf bei der FPÖ: Man sollte lesen können!
Hier liegt ein Budget vor, das die Grundlage für die Umsetzung unseres Programms ist, und wenn Sie unser Programm gelesen haben (Ruf bei der FPÖ: Man sollte lesen können!), dann konnten Sie diesem entnehmen, dass wir die entsprechenden Maßnahmen in den nächsten Jahren einleiten werden. Es wird Maßnahmen geben, die diesen Staat eben schlanker machen, und Leistung wird in diesem Land wieder zählen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Hier liegt ein Budget vor, das die Grundlage für die Umsetzung unseres Programms ist, und wenn Sie unser Programm gelesen haben (Ruf bei der FPÖ: Man sollte lesen können!), dann konnten Sie diesem entnehmen, dass wir die entsprechenden Maßnahmen in den nächsten Jahren einleiten werden. Es wird Maßnahmen geben, die diesen Staat eben schlanker machen, und Leistung wird in diesem Land wieder zählen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und es wird in Sicherheit investiert. Das ist auch so ein Punkt, den wir aus der Vergangenheit von Ihnen noch mit übernehmen müssen, weil Sie es in diesem Land einfach zugelassen haben, dass diese Sicherheit, die die Österreicher so sehr schätzen, in den letzten Jahren aufs Spiel gesetzt worden ist. Das muss wieder geradegerückt werden, und dazu braucht es auch die entsprechenden Mittel. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Das ist zehn Jahre Bildungspolitik der SPÖ, da sind die Grundrechenarten ein bisserl im Keller!
Nur die Logik, die uns heute Herr Schieder da erklären wollte, dass dann, wenn man einen Beamten in einem Ministerium zum Generalsekretär ernennt, zwei daraus werden, diese Logik habe ich noch nicht ganz verstanden. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Das ist zehn Jahre Bildungspolitik der SPÖ, da sind die Grundrechenarten ein bisserl im Keller!) Also wie hier die wundersame Vermehrung der Beamten auftritt, wenn man einen Sektionschef zu einem Generalsekretär macht, das ist mir nicht klar. (Abg. Krainer: Das ist ja kein Sektionschef!)
Abg. Krainer: Das ist ja kein Sektionschef!
Nur die Logik, die uns heute Herr Schieder da erklären wollte, dass dann, wenn man einen Beamten in einem Ministerium zum Generalsekretär ernennt, zwei daraus werden, diese Logik habe ich noch nicht ganz verstanden. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Das ist zehn Jahre Bildungspolitik der SPÖ, da sind die Grundrechenarten ein bisserl im Keller!) Also wie hier die wundersame Vermehrung der Beamten auftritt, wenn man einen Sektionschef zu einem Generalsekretär macht, das ist mir nicht klar. (Abg. Krainer: Das ist ja kein Sektionschef!)
Abg. Schieder: Sie haben ja die Burschenschafter ...! Das haben Sie vergessen, gell?
Auf jeden Fall wollen wir einen schlankeren Staat, eine gut funktionierende Wirtschaft, um uns auch noch in Zukunft unseren Sozialstaat, den Sie so hochhalten, Herr Schieder, leisten beziehungsweise diesen sichern zu können. (Abg. Schieder: Sie haben ja die Burschenschafter ...! Das haben Sie vergessen, gell?) – Was die jetzt mit dem Budget zu tun haben, weiß ich nicht, aber offensichtlich fällt Ihnen als Zwischenruf nichts Besseres ein. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auf jeden Fall wollen wir einen schlankeren Staat, eine gut funktionierende Wirtschaft, um uns auch noch in Zukunft unseren Sozialstaat, den Sie so hochhalten, Herr Schieder, leisten beziehungsweise diesen sichern zu können. (Abg. Schieder: Sie haben ja die Burschenschafter ...! Das haben Sie vergessen, gell?) – Was die jetzt mit dem Budget zu tun haben, weiß ich nicht, aber offensichtlich fällt Ihnen als Zwischenruf nichts Besseres ein. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Auf jeden Fall kann ich den beiden Herren, dem Herrn Finanzminister und dem Herrn Staatssekretär, zu diesem Budget nur gratulieren. Es ist der erste Schritt in die richtige Richtung, es werden weitere folgen. Wie gesagt, es ist eine Wende in der Budgetpolitik: weg von einer Schuldenpolitik der Vergangenheit. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Rosenkranz: Ich glaube, bei der Löwelstraße sollten sie auch einen Energetikerring rundherum ziehen lassen! – Abg. Gudenus: Das haben sie sicher eh gemacht! Das wird auch rauskommen, keine Sorge! – Abg. Höbart: Den gibt es dann um 70 000!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Karin Doppelbauer. – Bitte. (Abg. Rosenkranz: Ich glaube, bei der Löwelstraße sollten sie auch einen Energetikerring rundherum ziehen lassen! – Abg. Gudenus: Das haben sie sicher eh gemacht! Das wird auch rauskommen, keine Sorge! – Abg. Höbart: Den gibt es dann um 70 000!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die zweite Geschichte, die auch heute wieder erwähnt worden ist, ist die Abschaffung des Pflegeregresses. Sie haben 100 Millionen Euro dafür budgetiert. Wir wissen jetzt – seit Weihnachten, glaube ich, reden wir davon –, dass es zwischen 500 und 600 Millionen Euro sein werden. Ein umsichtiger Kaufmann hätte das schon in das jetzige Budget einpreisen können. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Wie lang dauert denn bei Ihnen eine Legislaturperiode? Drei Monate oder ‑ ‑?
Das Zweite, das wir ansprechen müssen, ist das Einhalten der Versprechen aus dem Wahlkampf. Herr Gudenus, wenn ich auf Ihre Rede verweisen darf, diese Wahlversprechen werden nicht eingehalten. Ich weiß nicht, ob wir die gleichen Unterlagen dazu gelesen haben, aber ÖVP und FPÖ haben im Wahlkampf eine weitreichende Steuerreform versprochen. Die ist offenbar verschoben. (Abg. Rosenkranz: Wie lang dauert denn bei Ihnen eine Legislaturperiode? Drei Monate oder ‑ ‑?) – Zwei Jahre. Jetzt ist die Zeit, die Dinge anzugehen! (Abg. Rosenkranz: Ja, eh!) 2020 schaut es wieder anders aus.
Abg. Rosenkranz: Ja, eh!
Das Zweite, das wir ansprechen müssen, ist das Einhalten der Versprechen aus dem Wahlkampf. Herr Gudenus, wenn ich auf Ihre Rede verweisen darf, diese Wahlversprechen werden nicht eingehalten. Ich weiß nicht, ob wir die gleichen Unterlagen dazu gelesen haben, aber ÖVP und FPÖ haben im Wahlkampf eine weitreichende Steuerreform versprochen. Die ist offenbar verschoben. (Abg. Rosenkranz: Wie lang dauert denn bei Ihnen eine Legislaturperiode? Drei Monate oder ‑ ‑?) – Zwei Jahre. Jetzt ist die Zeit, die Dinge anzugehen! (Abg. Rosenkranz: Ja, eh!) 2020 schaut es wieder anders aus.
Abg. Rosenkranz: Was soll diese Ungeduld?
Die Transparenzdatenbank haben Sie uns auch im Wahlkampf versprochen. Die ist offenbar auch verschoben. (Abg. Rosenkranz: Was soll diese Ungeduld?) Und die Senkung der Körperschaftsteuer – reden wir einmal von den Unternehmerinnen und von den Unternehmern in diesem Land –, die ist offenbar auch verschoben. (Abg. Rosenkranz: Ich weiß schon, dass Sie alle von den NEOS Zauberer sind!) Von der Abschaffung der kalten Progression wollen wir gar nicht reden, die ist offenbar nicht nur verschoben, die ist vielleicht sogar ganz aufgehoben. Dass Sie damit den Familienbonus und vielleicht eine Steuerreform, die irgendwann einmal kommen könnte, finanzieren werden, das haben wir heute auch schon gehört. (Abg. Rosenkranz: Ich bin überzeugt davon, in fünf Jahren wählen Sie FPÖ! – Heiterkeit.) – Ich bin überzeugt davon, dass das nicht passieren wird.
Abg. Rosenkranz: Ich weiß schon, dass Sie alle von den NEOS Zauberer sind!
Die Transparenzdatenbank haben Sie uns auch im Wahlkampf versprochen. Die ist offenbar auch verschoben. (Abg. Rosenkranz: Was soll diese Ungeduld?) Und die Senkung der Körperschaftsteuer – reden wir einmal von den Unternehmerinnen und von den Unternehmern in diesem Land –, die ist offenbar auch verschoben. (Abg. Rosenkranz: Ich weiß schon, dass Sie alle von den NEOS Zauberer sind!) Von der Abschaffung der kalten Progression wollen wir gar nicht reden, die ist offenbar nicht nur verschoben, die ist vielleicht sogar ganz aufgehoben. Dass Sie damit den Familienbonus und vielleicht eine Steuerreform, die irgendwann einmal kommen könnte, finanzieren werden, das haben wir heute auch schon gehört. (Abg. Rosenkranz: Ich bin überzeugt davon, in fünf Jahren wählen Sie FPÖ! – Heiterkeit.) – Ich bin überzeugt davon, dass das nicht passieren wird.
Abg. Rosenkranz: Ich bin überzeugt davon, in fünf Jahren wählen Sie FPÖ! – Heiterkeit.
Die Transparenzdatenbank haben Sie uns auch im Wahlkampf versprochen. Die ist offenbar auch verschoben. (Abg. Rosenkranz: Was soll diese Ungeduld?) Und die Senkung der Körperschaftsteuer – reden wir einmal von den Unternehmerinnen und von den Unternehmern in diesem Land –, die ist offenbar auch verschoben. (Abg. Rosenkranz: Ich weiß schon, dass Sie alle von den NEOS Zauberer sind!) Von der Abschaffung der kalten Progression wollen wir gar nicht reden, die ist offenbar nicht nur verschoben, die ist vielleicht sogar ganz aufgehoben. Dass Sie damit den Familienbonus und vielleicht eine Steuerreform, die irgendwann einmal kommen könnte, finanzieren werden, das haben wir heute auch schon gehört. (Abg. Rosenkranz: Ich bin überzeugt davon, in fünf Jahren wählen Sie FPÖ! – Heiterkeit.) – Ich bin überzeugt davon, dass das nicht passieren wird.
Beifall bei den NEOS. – Abg. Rosenkranz: Die NEOS hätten lieber ein Barockbudget von Ludwig XIV.!
Mit allem Respekt, zu diesem Budget muss ich festhalten: Es ist mutlos, es ist nicht nachhaltig, es ist ein Biedermeierbudget, das Sie uns hier vorgelegt haben. Wir haben hier im Hohen Haus heute die erste Lesung, und die Ausschussberatungen liegen vor uns, daher kann ich nur an Sie appellieren: Zeigen Sie uns allen, dass Sie zu Recht in diesem Amt sind! Zeigen Sie uns Ihre Führungsqualitäten, die Sie in der Privatwirtschaft bewiesen haben, und lassen Sie uns hier noch nachbessern! Ich glaube, da ist noch einiges mehr drinnen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Rosenkranz: Die NEOS hätten lieber ein Barockbudget von Ludwig XIV.!)
Beifall bei der Liste Pilz.
Abgeordneter Dr. Peter Kolba (PILZ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Besucher auf der Galerie und liebe Zuseher vor den Fernsehschirmen! Herr Klubobmann Wöginger hat heute mit einem Wetterbericht begonnen. Ich habe ihn in etwa so verstanden: Der Finanzminister ist zuständig dafür, dass heute die Sonne scheint. Ich halte diese Kausalität eher für möglich, als dass die Wahlversprechen, die wir heute immer noch hier hören, durch das Budget eingehalten werden. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Heiterkeit bei Liste Pilz und NEOS.
Das Budget würde ich als ein Budget der gespaltenen Zunge bezeichnen. Wem das nicht klar ist: Winnetou. Bei Ex-Landeshauptmann Pröll kann man es nachlesen. (Heiterkeit bei Liste Pilz und NEOS.)
Beifall bei der Liste Pilz.
Die Bundesregierung hat für Österreich insbesondere eine Sicherheitsoffensive angekündigt; aber der Begriff von Sicherheit, der Sicherheitsbegriff, den sie da verwendet, ist ziemlich eingeschränkt. Man plant berittene Polizei, Überwachungspakete und macht den Verfassungsschutz lächerlich. Stattdessen wäre es im Interesse der Sicherheit Österreichs, soziale Konflikte zu entschärfen, jedem eine Aussicht auf ein gutes Leben und insbesondere auch auf die Sicherheit zu geben, nach einem arbeitsreichen Leben in diesem Land, in diesem reichen Land, in Würde und in guter Gesundheit altern zu können. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Abg. Zanger: Wieso?
Sie aber haben stattdessen mit den bisher bekannten Maßnahmen den ärmeren Menschen in diesem Land in Wahrheit den Krieg erklärt. Mit dem Familienbonus, erzählen Sie, unterstützen Sie die Familien, aber gerade die Familien, die die Unterstützung brauchen würden, werden davon weniger oder gar nichts sehen. (Abg. Zanger: Wieso?)
Abg. Schimanek: Wir sind ja schon dabei! Ein bisschen Geduld!
ordentliche Unterhaltssicherung zu schaffen. (Abg. Schimanek: Wir sind ja schon dabei! Ein bisschen Geduld!)
Abg. Rosenkranz: Da hoffen wir doch, dass das beim Pilz schneller geht!
Sie trocknen auch die Justiz aus. Die Justiz kracht an allen Nähten. Konzerne verlassen sich inzwischen auf private Schiedsgerichte, die brauchen die Zivilgerichte, unsere ordentlichen Gerichte gar nicht in Anspruch zu nehmen. Sie schädigen damit Konsumenten, Anleger, Mieter, die alle Rechtsschutz bei den Zivilgerichten suchen und immer länger auf Urteile warten müssen. Auch bei den Staatsanwaltschaften wollen Sie sparen. Wir haben dort strafrechtliche Ermittlungsverfahren, die über zehn Jahre dauern! Das ist eine Zumutung für die Geschädigten, aber ehrlich gesagt auch für jene, die da als Beschuldigte geführt werden, zehn Jahre lang zu ermitteln! (Abg. Rosenkranz: Da hoffen wir doch, dass das beim Pilz schneller geht!)
Beifall bei der Liste Pilz.
Das sind alles Bereiche, in die man investieren müsste, wenn man die Sicherheit in diesem Land stärken möchte. Sie machen also eine Finanzpolitik für die Konzerne, aber nicht für die breite Masse in diesem Land. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei der Liste Pilz.
Sie machen reine Machtpolitik, sicherlich keine umfassende Sicherheitspolitik. Sie tragen mit diesem Budget zum Anheizen sozialer Konflikte, zur Verarmung und zur Unsicherheit in Österreich bei. – Danke. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Und was sagen die Leute im Land? Was sagt uns die Meinungsforschung, was sagt uns der Bürger, die Bürgerin in den Gesprächen auf der Straße, in den Wahlkreisen? – Ja, man ist zufrieden mit uns: Über 50 Prozent der Leute im Land sind mit der Arbeit der aktuellen Bundesregierung zufrieden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Es ist die Stimmung in der Wirtschaft, bei den Unternehmerinnen und Unternehmern – und da nehme ich auch die Bäuerinnen und Bauern mit hinein –, gut, und das Konsumentenvertrauen steigt stabil. Das ist sozusagen der Spiegel der Einschätzung der Leute in den Haushalten, dass das Familieneinkommen steigen wird
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
und sie sich das Leben im Land wieder besser werden leisten können, und die Leute sagen uns in ganz Österreich: Ihr seid auf einem guten Weg, bitte macht weiter so! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Was sind die großen Linien in diesem Budget? – Ja, wir wollen und werden die Menschen entlasten. Ja, wir werden die öffentlichen Haushalte bereinigen, und wir signalisieren, Arbeit und Leistung werden sich wieder lohnen. Warum machen wir das? – Wir wollen Wohlstand und soziale Sicherheit in diesem Land absichern und weiterentwickeln, das ist uns wichtig, und wir sind in der Lage, auch in Zukunft in Zukunftsthemen zu investieren, in die Bildung, in die Familien, in die Klima- und Umweltpolitik und in die Standortpolitik. Alle diese Maßnahmen sind in diesem Budget abgebildet, und ich bin stolz darauf, was da gelungen ist, denn wir leisten damit einen Beitrag, dass Lebensqualität und Kaufkraft in diesem Land auch weiter gegeben sein werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Als Präsident des Österreichischen Bauernbundes darf ich mich auch im Namen der Bäuerinnen und Bauern bedanken. Vielen herzlichen Dank! Es wurden für uns stabile Finanzen vorgesehen, stabile Finanzen, die wir dringend brauchen, denn – ich möchte Sie darüber informieren – bereits über 50 Prozent der bäuerlichen Einkommen in unseren Familienbetrieben bestehen aus öffentlichen Geldern, die wir dringend brauchen. Ich sage dazu, das Geld ist gut investiert, und ich verspreche Ihnen, wir werden auch in Zukunft unseren Beitrag in diesem Land leisten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Loacker: Geh!
Einen Kommentar zu einer Aussage von Frau Kollegin Rendi-Wagner, die ein bisschen exemplarisch für die Art und Weise ist, wie Landwirtschaftspolitik in Österreich in Ihrem Umfeld diskutiert wird, wie über Bäuerinnen und Bauern in unserem Land in gewissen Bevölkerungsgruppen gesprochen wird. Sie haben das Wort Agrarindustrie in Österreich ausgesprochen. Ich schätze Sie sehr als Wissenschaftlerin, ich schätze Sie sehr als eine sachorientierte Politikerin und möchte Sie da aufklären: In Österreich gibt es keine Agrarindustrie! (Abg. Loacker: Geh!) Die österreichische Landwirtschaft besteht zum überwiegenden Teil aus Familienbetrieben, die vor Ort hervorragende Arbeit leisten. (Abg. Loacker: Das weiß der Bauernbundpräsident gar nicht! – Abg. Preiner: Sie verkennen die Tatsachen!) Und wenn Sie Agrarindustrie sehen wollen, dann gehen Sie in andere Staaten in Europa oder fahren Sie nach Nord- und Südamerika, dort können Sie Bauernhöfe sehen, die wirklich Agrarindustrie widerspiegeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Loacker: Das weiß der Bauernbundpräsident gar nicht! – Abg. Preiner: Sie verkennen die Tatsachen!
Einen Kommentar zu einer Aussage von Frau Kollegin Rendi-Wagner, die ein bisschen exemplarisch für die Art und Weise ist, wie Landwirtschaftspolitik in Österreich in Ihrem Umfeld diskutiert wird, wie über Bäuerinnen und Bauern in unserem Land in gewissen Bevölkerungsgruppen gesprochen wird. Sie haben das Wort Agrarindustrie in Österreich ausgesprochen. Ich schätze Sie sehr als Wissenschaftlerin, ich schätze Sie sehr als eine sachorientierte Politikerin und möchte Sie da aufklären: In Österreich gibt es keine Agrarindustrie! (Abg. Loacker: Geh!) Die österreichische Landwirtschaft besteht zum überwiegenden Teil aus Familienbetrieben, die vor Ort hervorragende Arbeit leisten. (Abg. Loacker: Das weiß der Bauernbundpräsident gar nicht! – Abg. Preiner: Sie verkennen die Tatsachen!) Und wenn Sie Agrarindustrie sehen wollen, dann gehen Sie in andere Staaten in Europa oder fahren Sie nach Nord- und Südamerika, dort können Sie Bauernhöfe sehen, die wirklich Agrarindustrie widerspiegeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Einen Kommentar zu einer Aussage von Frau Kollegin Rendi-Wagner, die ein bisschen exemplarisch für die Art und Weise ist, wie Landwirtschaftspolitik in Österreich in Ihrem Umfeld diskutiert wird, wie über Bäuerinnen und Bauern in unserem Land in gewissen Bevölkerungsgruppen gesprochen wird. Sie haben das Wort Agrarindustrie in Österreich ausgesprochen. Ich schätze Sie sehr als Wissenschaftlerin, ich schätze Sie sehr als eine sachorientierte Politikerin und möchte Sie da aufklären: In Österreich gibt es keine Agrarindustrie! (Abg. Loacker: Geh!) Die österreichische Landwirtschaft besteht zum überwiegenden Teil aus Familienbetrieben, die vor Ort hervorragende Arbeit leisten. (Abg. Loacker: Das weiß der Bauernbundpräsident gar nicht! – Abg. Preiner: Sie verkennen die Tatsachen!) Und wenn Sie Agrarindustrie sehen wollen, dann gehen Sie in andere Staaten in Europa oder fahren Sie nach Nord- und Südamerika, dort können Sie Bauernhöfe sehen, die wirklich Agrarindustrie widerspiegeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie haben die Nachhaltigkeit angesprochen und nehmen da natürlich auch unsere neue Ministerin Elisabeth Köstinger mit ins Boot. Die Nachhaltigkeit besteht aus drei Säulen: Ökologie, Wirtschaft und Soziales. Ich sage Ihnen jetzt das Mantra des Österreichischen Bauernbundes, das wir immer wieder, jeden Tag vor uns hertragen: Wir, die österreichischen Bäuerinnen und Bauern, wir liefern das, was Österreich täglich braucht, und diese drei Säulen der Nachhaltigkeit bespielen wir mit Lebensmitteln höchster Qualität, bespielen wir mit den Lebensräumen, die wir fit halten, und bespielen wir mit Rohstoffen, Energie, damit der Ball in diesem Land am Rollen bleibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
aus den Reihen des Österreichischen Bauernbundes. Ich sehe dort keine Schreckensherrschaft, denn dort wird effizient gearbeitet, dort wird bürgernah gearbeitet, und dort wird im Sinne der Menschen vor Ort gearbeitet. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich sehe Kolleginnen und Kollegen in den Landesregierungen, die die Themen Bildung, Gesundheit, Straßenbau und natürlich auch die Landwirtschaft steuern, und auch dort wird für alle Menschen in diesem Land von Bauernbündlern und Bauernbündlerinnen aufrichtige Arbeit geleistet, nur sehe ich eben dort keine NEOS vertreten, und das ist irgendwie das Problem in Ihrer Organisation. Ich bin stolz darauf, dass der Österreichische Bauernbund Teil der neuen Volkspartei ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Ich bin stolz darauf, dass die neue Volkspartei Teil der neuen Bundesregierung ist, dass die neue Volkspartei gemeinsam mit seinem Partner FPÖ daran arbeitet, dass in diesem Land jetzt endlich wieder etwas weitergeht. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie Bravorufe bei der ÖVP.
Ich sehe Kolleginnen und Kollegen in den Landesregierungen, die die Themen Bildung, Gesundheit, Straßenbau und natürlich auch die Landwirtschaft steuern, und auch dort wird für alle Menschen in diesem Land von Bauernbündlern und Bauernbündlerinnen aufrichtige Arbeit geleistet, nur sehe ich eben dort keine NEOS vertreten, und das ist irgendwie das Problem in Ihrer Organisation. Ich bin stolz darauf, dass der Österreichische Bauernbund Teil der neuen Volkspartei ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Ich bin stolz darauf, dass die neue Volkspartei Teil der neuen Bundesregierung ist, dass die neue Volkspartei gemeinsam mit seinem Partner FPÖ daran arbeitet, dass in diesem Land jetzt endlich wieder etwas weitergeht. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Strasser überreicht Bundesminister Löger und Staatssekretär Fuchs je ein Osterei.
Ich komme zum Schluss. Ich darf mit einem symbolischen Ostergruß, mit einem österreichischen Ei (ein grün gefärbtes Osterei in die Höhe haltend), qualitätsgesichert von einer Organisation, der AMA, stellvertretend für das Plenum und für alle Damen und Herren, die sich wirklich bemüht haben, rund um das Budget ordentliche Arbeit zu leisten, uns allen eine schöne Osterwoche wünschen, uns allen einen gewissen Osterfrieden wünschen. Ich bedanke mich bei unserer Mannschaft für die gute Zusammenarbeit. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Strasser überreicht Bundesminister Löger und Staatssekretär Fuchs je ein Osterei.)
Abg. Krainer – in Richtung des hinter dem Rednerpult stehenden und Präsident Sobotka ebenfalls ein Osterei überreichenden Abg. Strasser –: Kann man den Platz freimachen zum Rednerpult? Geht das vielleicht?! – Danke! – Abg. Belakowitsch – in Richtung Abg. Strasser –: Vielleicht geben Sie dem Kollegen Krainer auch ein Ei!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Kai Jan Krainer. – Bitte. (Abg. Krainer – in Richtung des hinter dem Rednerpult stehenden und Präsident Sobotka ebenfalls ein Osterei überreichenden Abg. Strasser –: Kann man den Platz freimachen zum Rednerpult? Geht das vielleicht?! – Danke! – Abg. Belakowitsch – in Richtung Abg. Strasser –: Vielleicht geben Sie dem Kollegen Krainer auch ein Ei!)
Abg. Strasser holt seine Unterlagen.
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Kollege Strasser, Sie haben Ihre Redeunterlage hier am Rednerpult vergessen! (Abg. Strasser holt seine Unterlagen.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.
Herr Präsident Sobotka, könnte man bitte in die Geschäftsordnung aufnehmen, dass Sie immer dann, wenn sich Herr Strasser zu Wort meldet, anstelle: Als Nächster zu Wort gemeldet ist der Herr Strasser!, sagen: Wir unterbrechen jetzt kurz unsere Debatte und bringen eine Werbeeinschaltung des Österreichischen Bauernbundes? (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.) Es wäre dann, glaube ich, für die Zuschauer vor den Fernsehschirmen einfach nachvollziehbarer, was hier passiert ist. Nach dem Ende seiner Rede könnten Sie wieder sagen: Wir unterbrechen jetzt die Werbeeinschaltung vom Bauernbund und setzen die Debatte fort.
Abg. Belakowitsch: Stimmt ja nicht!
Zu dieser Budgetdebatte jetzt stellt sich mir schon eine Frage. Ich habe hier schon ganz, ganz viele Budgetdebatten erlebt, aber ich habe dabei noch nie so leere Regierungsbänke erlebt (Abg. Belakowitsch: Stimmt ja nicht!); normalerweise sind sie voll besetzt. (Abg. Belakowitsch: Ich glaube, Sie haben ein bisschen Ihr Gedächtnis verloren! – Abg. Gudenus: Es gibt Bildschirme zum Zuschauen! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Mir ist lieber, die Bundesregierung arbeitet!) Wir haben uns auf Themenrunden verständigt, darauf, dass wir hier gewisse Themen debattieren, aber ich sehe keine Ministerinnen oder Minister, die sich an diesen Debatten beteiligen. Ich habe auch noch keine Wortmeldung vom Finanzminister oder vom Staatssekretär in der Redner-
Abg. Belakowitsch: Ich glaube, Sie haben ein bisschen Ihr Gedächtnis verloren! – Abg. Gudenus: Es gibt Bildschirme zum Zuschauen! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Mir ist lieber, die Bundesregierung arbeitet!
Zu dieser Budgetdebatte jetzt stellt sich mir schon eine Frage. Ich habe hier schon ganz, ganz viele Budgetdebatten erlebt, aber ich habe dabei noch nie so leere Regierungsbänke erlebt (Abg. Belakowitsch: Stimmt ja nicht!); normalerweise sind sie voll besetzt. (Abg. Belakowitsch: Ich glaube, Sie haben ein bisschen Ihr Gedächtnis verloren! – Abg. Gudenus: Es gibt Bildschirme zum Zuschauen! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Mir ist lieber, die Bundesregierung arbeitet!) Wir haben uns auf Themenrunden verständigt, darauf, dass wir hier gewisse Themen debattieren, aber ich sehe keine Ministerinnen oder Minister, die sich an diesen Debatten beteiligen. Ich habe auch noch keine Wortmeldung vom Finanzminister oder vom Staatssekretär in der Redner-
Abg. Belakowitsch: Könnten Sie jetzt einmal etwas Inhaltliches beitragen?
liste gefunden. Das ist sehr, sehr ungewöhnlich. (Abg. Belakowitsch: Könnten Sie jetzt einmal etwas Inhaltliches beitragen?)
in Richtung Bundesminister Löger und Staatssekretär Fuchs
Es ist nicht üblich, dass sie sich vor der ersten Runde zu Wort melden, das steht sogar in der Vereinbarung drin, aber es ist üblich, dass man sich an der Debatte beteiligt. Der Finanzminister ist neu im Amt, aber vielleicht kann man das noch irgendwie lösen, dass das jetzt nicht eine Debatte nur zwischen Abgeordneten bleibt, sondern eine Debatte zwischen Regierung und Abgeordneten wird. Vielleicht (in Richtung Bundesminister Löger und Staatssekretär Fuchs) könnten Sie Ihre AmtskollegInnen vonseiten der Regierung ersuchen, noch herzukommen und sich an der Debatte zu beteiligen, vor allem deswegen, weil wir Themen ausgemacht haben – jede Fraktion hat die Möglichkeit gehabt, ein Thema zu wählen –, über die dann nach der dritten RednerInnenrunde debattiert wird. An und für sich ist es üblich, dass bei derartigen Debatten auch Minister anwesend sind, und ich will hoffen, dass die dann auch kommen werden (Abg. Wöginger: Das ist eine erste Lesung, Herr Kollege!), denn sonst wird diese Debatte nicht stattfinden können. (Abg. Wöginger: Erste Lesung! – Abg. Zanger: Du hast Wünsche! Ein sonderbares Kerlchen!)
Abg. Wöginger: Das ist eine erste Lesung, Herr Kollege!
Es ist nicht üblich, dass sie sich vor der ersten Runde zu Wort melden, das steht sogar in der Vereinbarung drin, aber es ist üblich, dass man sich an der Debatte beteiligt. Der Finanzminister ist neu im Amt, aber vielleicht kann man das noch irgendwie lösen, dass das jetzt nicht eine Debatte nur zwischen Abgeordneten bleibt, sondern eine Debatte zwischen Regierung und Abgeordneten wird. Vielleicht (in Richtung Bundesminister Löger und Staatssekretär Fuchs) könnten Sie Ihre AmtskollegInnen vonseiten der Regierung ersuchen, noch herzukommen und sich an der Debatte zu beteiligen, vor allem deswegen, weil wir Themen ausgemacht haben – jede Fraktion hat die Möglichkeit gehabt, ein Thema zu wählen –, über die dann nach der dritten RednerInnenrunde debattiert wird. An und für sich ist es üblich, dass bei derartigen Debatten auch Minister anwesend sind, und ich will hoffen, dass die dann auch kommen werden (Abg. Wöginger: Das ist eine erste Lesung, Herr Kollege!), denn sonst wird diese Debatte nicht stattfinden können. (Abg. Wöginger: Erste Lesung! – Abg. Zanger: Du hast Wünsche! Ein sonderbares Kerlchen!)
Abg. Wöginger: Erste Lesung! – Abg. Zanger: Du hast Wünsche! Ein sonderbares Kerlchen!
Es ist nicht üblich, dass sie sich vor der ersten Runde zu Wort melden, das steht sogar in der Vereinbarung drin, aber es ist üblich, dass man sich an der Debatte beteiligt. Der Finanzminister ist neu im Amt, aber vielleicht kann man das noch irgendwie lösen, dass das jetzt nicht eine Debatte nur zwischen Abgeordneten bleibt, sondern eine Debatte zwischen Regierung und Abgeordneten wird. Vielleicht (in Richtung Bundesminister Löger und Staatssekretär Fuchs) könnten Sie Ihre AmtskollegInnen vonseiten der Regierung ersuchen, noch herzukommen und sich an der Debatte zu beteiligen, vor allem deswegen, weil wir Themen ausgemacht haben – jede Fraktion hat die Möglichkeit gehabt, ein Thema zu wählen –, über die dann nach der dritten RednerInnenrunde debattiert wird. An und für sich ist es üblich, dass bei derartigen Debatten auch Minister anwesend sind, und ich will hoffen, dass die dann auch kommen werden (Abg. Wöginger: Das ist eine erste Lesung, Herr Kollege!), denn sonst wird diese Debatte nicht stattfinden können. (Abg. Wöginger: Erste Lesung! – Abg. Zanger: Du hast Wünsche! Ein sonderbares Kerlchen!)
Abg. Bösch: Kommen Sie doch einmal zur Sache, Herr Kollege!
Was kann ich zur bisherigen Debatte sonst sagen? – Ich habe mir kurz überlegt, ob ich nach den Ausführungen des Abgeordneten Gudenus eine tatsächliche Berichtigung machen soll. Das Problem war nur, es wären mehrere tatsächliche Berichtigungen notwendig gewesen, und nach der vielleicht vierten hätte man eigentlich nur noch sagen können: Das waren jetzt Fake News!, oder so etwas Ähnliches. So viele tatsächliche Berichtigungen hätte man gar nicht machen können. Es ist leider so, dass hier ganz, ganz wenige Fakten vorgebracht werden, sondern sehr viel Propaganda gemacht wird; sehr viele flotte Sprüche, aber ganz wenig Substanz. (Abg. Bösch: Kommen Sie doch einmal zur Sache, Herr Kollege!) – Gerne, gerne! (Abg. Bösch: Wir haben hier keine Faschingsveranstaltung, sondern eine Budgetdebatte!)
Abg. Bösch: Wir haben hier keine Faschingsveranstaltung, sondern eine Budgetdebatte!
Was kann ich zur bisherigen Debatte sonst sagen? – Ich habe mir kurz überlegt, ob ich nach den Ausführungen des Abgeordneten Gudenus eine tatsächliche Berichtigung machen soll. Das Problem war nur, es wären mehrere tatsächliche Berichtigungen notwendig gewesen, und nach der vielleicht vierten hätte man eigentlich nur noch sagen können: Das waren jetzt Fake News!, oder so etwas Ähnliches. So viele tatsächliche Berichtigungen hätte man gar nicht machen können. Es ist leider so, dass hier ganz, ganz wenige Fakten vorgebracht werden, sondern sehr viel Propaganda gemacht wird; sehr viele flotte Sprüche, aber ganz wenig Substanz. (Abg. Bösch: Kommen Sie doch einmal zur Sache, Herr Kollege!) – Gerne, gerne! (Abg. Bösch: Wir haben hier keine Faschingsveranstaltung, sondern eine Budgetdebatte!)
Abg. Belakowitsch: Schulden, Schulden, Schulden!
Wenn zum Beispiel gesagt wird, wir hätten eine Trendwende, eine Trendwende in der österreichischen Budgetpolitik, weil jetzt etwas Neues erreicht werden konnte, es gäbe nämlich seit 65 Jahren das erste Mal so etwas wie einen Budgetüberschuss in Österreich, dann muss man sagen – ich habe das gestern auch schon gesagt –, gehen Sie nicht auf die Homepage der Sozialistischen Internationale, sondern auf die Homepage vom Wifo und schauen Sie sich dort die Budgetdaten an! Sie können sie dort bis in die 60er-Jahre zurückverfolgen und werden feststellen – oh! –, 1970, 1971, 1972, 1973, 1974 (Abg. Belakowitsch: Schulden, Schulden, Schulden!) gab es Budgetüberschüsse – Budgetüberschüsse! –, gesamtstaatliche Budgetüberschüsse.
Abg. Belakowitsch: Und dann? – Und dann ging es bergab, oder?
Bitte schauen Sie sich die Zahlen dahin gehend an (Abg. Belakowitsch: Und dann? – Und dann ging es bergab, oder?) – ich glaube, sie müssen ja nächste Woche präsentiert werden –, ob ein Schuldenabbau stattgefunden hat! Die Zahlen werden präsentiert, Insider kennen sie schon aus den Unterlagen, die im Parlament aufliegen. – Letztes Jahr sind die Schulden gesunken, nicht nur im Verhältnis zum BIP, sondern nominell. Die Verschuldung in Österreich ist 2017 gesunken! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bitte schauen Sie sich die Zahlen dahin gehend an (Abg. Belakowitsch: Und dann? – Und dann ging es bergab, oder?) – ich glaube, sie müssen ja nächste Woche präsentiert werden –, ob ein Schuldenabbau stattgefunden hat! Die Zahlen werden präsentiert, Insider kennen sie schon aus den Unterlagen, die im Parlament aufliegen. – Letztes Jahr sind die Schulden gesunken, nicht nur im Verhältnis zum BIP, sondern nominell. Die Verschuldung in Österreich ist 2017 gesunken! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schieder: Das Fünffache!
Wie hoch war laut den Budgetunterlagen, die gestern ausgeteilt wurden, das strukturelle Defizit letztes Jahr? – 0,1 Prozent Defizit, kein Überschuss. Wie hoch ist es heuer? – 0,5 Prozent Defizit. Ist das niedriger oder ist das höher? (Abg. Schieder: Das Fünffache!) – Das Defizit steigt!
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Wir werden uns das im Budgetausschuss anschauen. Wir wollen uns das wirklich anschauen, wir werden die Milliarde suchen, denn ich glaube, diese Milliarde gibt es nicht. Ich glaube, diese Milliarde ist Geld, das man ohnehin noch nie ausgegeben hat und halt nächstes Jahr auch nicht ausgeben wird. – Das ist keine Sparmaßnahme, das ist auch nicht Sparen in der Verwaltung! (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei der SPÖ.
Das, was wir sehen, ist ein Aufblähen Ihres Apparates, gerade in der Verwaltung, nämlich was die Politkommissare betrifft, was die Kabinettsmitarbeiter betrifft. Das, was wir sehen, ist: Bei den großen, ganz wichtigen Politikbereichen wie etwa bei der Integration kürzen Sie. Sie kürzen die Förderungen dafür, dass Kinder Deutsch lernen, Sie kürzen die Mittel dafür, dass anerkannte Flüchtlinge Deutsch lernen, dass sie lernen, wie Österreich tickt, und dass sie am Arbeitsmarkt Fuß fassen können. Da kürzen Sie, aber damit lösen Sie keine Probleme, sondern damit schaffen Sie welche! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rädler: Wann waren Sie in der Regierung?
Thema Steuergerechtigkeit: Was machen Sie auf internationaler Ebene? – Da machen Sie gar nichts! Im Gegenteil, Sie streichen Länder wie Panama von der schwarzen Liste! In Österreich schließen Sie gar keine Steuerschlupflöcher, obwohl wir wissen, dass es sie gibt; wir haben sie auch im Wahlkampf aufgezeigt. (Abg. Rädler: Wann waren Sie in der Regierung?) – Ich kann Ihnen sagen, als wir in der Regierung waren, haben wir – und dafür habe ich intern viel Kritik einstecken müssen, weil ich mich intern in der SPÖ dafür eingesetzt habe – dafür gesorgt, dass der schwarze Finanzminister mehr Personal bekommt, damit die Finanzämter und die Steuerprüfer besser funktionieren, denn dort wurde zu viel gespart. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Thema Steuergerechtigkeit: Was machen Sie auf internationaler Ebene? – Da machen Sie gar nichts! Im Gegenteil, Sie streichen Länder wie Panama von der schwarzen Liste! In Österreich schließen Sie gar keine Steuerschlupflöcher, obwohl wir wissen, dass es sie gibt; wir haben sie auch im Wahlkampf aufgezeigt. (Abg. Rädler: Wann waren Sie in der Regierung?) – Ich kann Ihnen sagen, als wir in der Regierung waren, haben wir – und dafür habe ich intern viel Kritik einstecken müssen, weil ich mich intern in der SPÖ dafür eingesetzt habe – dafür gesorgt, dass der schwarze Finanzminister mehr Personal bekommt, damit die Finanzämter und die Steuerprüfer besser funktionieren, denn dort wurde zu viel gespart. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Ich habe damals viel interne Kritik einstecken müssen, weil ich mich dafür eingesetzt habe, dass ein schwarzer Minister mehr Personal bekommt. Das haben wir aber beschlossen, das haben wir dann auch mit den Stimmen der ÖVP beschlossen. Und was machen Sie? – Sie machen das rückgängig und kürzen die Mittel für mehr Steuerprüfer wieder. Das sorgt nicht für mehr Gerechtigkeit in Österreich, sondern das sorgt dafür, dass viele, die eigentlich ihren gerechten Beitrag leisten müssten, weniger Steuern zahlen werden, und das ist keine ordentliche Geschäftsgrundlage! – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Marlene Svazek, BA (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Liebe Schülerinnen und Schüler der HTL Weiz, ein herzliches Grüß Gott bei uns hier im Nationalrat! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Strolz: Der Niki Scherak! – Abg. Scherak: Stimmt ja gar nicht!
Ich nehme mir immer vor, die Opposition mit keinem Wort zu erwähnen, sie nicht zu würdigen, aber Sie machen es mir einfach so schwierig. Ich bin 25 Jahre jung, bin jünger als die meisten von Ihnen hier herinnen, ich glaube, es gibt bei der ÖVP eine Kollegin, die noch jünger ist als ich - - (Abg. Strolz: Der Niki Scherak! – Abg. Scherak: Stimmt ja gar nicht!) – Fast, ähnlich. Ich bin jünger als viele von Ihnen hier herinnen und habe vielleicht einen anderen Zugang dazu, was es heißt, keine neuen Schulden mehr zu machen, und was es heißt, den nachfolgenden Generationen nicht noch weiterhin Schulden aufzubürden. Ich wünsche uns allen hier herinnen ein langes Leben, aber es liegt in der Natur der Sache, dass ich wahrscheinlich länger leben werde als viele von Ihnen, und ich werde deshalb gemeinsam mit all jenen aus meiner Generation die Schulden, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten angesammelt worden sind, wahrscheinlich noch länger abzahlen müssen als Sie.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich glaube, es liegt in unserer Verantwortung für die Generationen, für meine Generation, für alle nachfolgenden jungen Generationen, dass wir beginnen, unsere Schulden abzubauen, und dass wir diesen Rucksack, der auf unseren Kindern und Kindeskindern, auf Ihren Enkelkindern liegt, Stück für Stück kleiner machen und die Schulden reduzieren. Dafür tragen wir Verantwortung, und diese Regierung macht das auch. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Strolz: Ja!
Sehr geehrter Herr Klubobmann Strolz (Abg. Strolz: Ja!), ich schätze Sie sehr (Abg. Strolz: Das freut mich! Telefonnummer gibt es anschließend!), aber wenn Sie sich hierherstellen und kritisieren, dass diese Regierung in noch nicht einmal hundert Tagen alles umgesetzt hat, was Sie sich vielleicht wünschen, dann ist das einfach nicht ehrlich, dann ist das unredlich. Sie haben in meiner allerersten Sitzung – und das merke ich mir – gesagt, wenn diese Regierung in dieser Legislaturperiode die kalte Progression abschafft, dann treten Sie zurück. – Sehr geehrter Herr Klubobmann, ich werde Sie sehr vermissen! (Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Strolz: Der Deal steht!)
Abg. Strolz: Das freut mich! Telefonnummer gibt es anschließend!
Sehr geehrter Herr Klubobmann Strolz (Abg. Strolz: Ja!), ich schätze Sie sehr (Abg. Strolz: Das freut mich! Telefonnummer gibt es anschließend!), aber wenn Sie sich hierherstellen und kritisieren, dass diese Regierung in noch nicht einmal hundert Tagen alles umgesetzt hat, was Sie sich vielleicht wünschen, dann ist das einfach nicht ehrlich, dann ist das unredlich. Sie haben in meiner allerersten Sitzung – und das merke ich mir – gesagt, wenn diese Regierung in dieser Legislaturperiode die kalte Progression abschafft, dann treten Sie zurück. – Sehr geehrter Herr Klubobmann, ich werde Sie sehr vermissen! (Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Strolz: Der Deal steht!)
Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Strolz: Der Deal steht!
Sehr geehrter Herr Klubobmann Strolz (Abg. Strolz: Ja!), ich schätze Sie sehr (Abg. Strolz: Das freut mich! Telefonnummer gibt es anschließend!), aber wenn Sie sich hierherstellen und kritisieren, dass diese Regierung in noch nicht einmal hundert Tagen alles umgesetzt hat, was Sie sich vielleicht wünschen, dann ist das einfach nicht ehrlich, dann ist das unredlich. Sie haben in meiner allerersten Sitzung – und das merke ich mir – gesagt, wenn diese Regierung in dieser Legislaturperiode die kalte Progression abschafft, dann treten Sie zurück. – Sehr geehrter Herr Klubobmann, ich werde Sie sehr vermissen! (Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Strolz: Der Deal steht!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
wir jetzt über 300 000 Euro zahlen. – Welche Hoppalas von der SPÖ kommen da noch? (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Rendi-Wagner: Wir sind nicht in Salzburg, Frau Kollegin! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und Liste Pilz.
Vielleicht erinnern Sie sich an den von der SPÖ verursachten Finanzskandal in Salzburg, an dem dieses Bundesland heute noch kiefelt, mit dem dieses Bundesland heute noch kämpft. Es fehlt das Geld für Straßensanierungen, für Gesundheits-, Krankenanstalten. (Abg. Rendi-Wagner: Wir sind nicht in Salzburg, Frau Kollegin! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und Liste Pilz.) – Ich darf Sie trotzdem an die Verfehlungen Ihrer Kollegen aus Salzburg erinnern. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Vielleicht erinnern Sie sich an den von der SPÖ verursachten Finanzskandal in Salzburg, an dem dieses Bundesland heute noch kiefelt, mit dem dieses Bundesland heute noch kämpft. Es fehlt das Geld für Straßensanierungen, für Gesundheits-, Krankenanstalten. (Abg. Rendi-Wagner: Wir sind nicht in Salzburg, Frau Kollegin! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und Liste Pilz.) – Ich darf Sie trotzdem an die Verfehlungen Ihrer Kollegen aus Salzburg erinnern. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Ich glaube, es ist unsere Verantwortung, dass wir in Bereichen wie etwa der Sicherheit nicht sparen, sondern dass wir investieren. Sie haben gesagt, wir sparen bei der Landesverteidigung ein. Ich darf Sie berichtigen: Unter Ihrem roten Verteidigungsminister im Jahr 2017 hatte das Bundesheer ein Budget von 2,185 Milliarden Euro; unter Mario Kunasek hat das Bundesheer 2018 ein Budget von 2,258 Milliarden Euro, 2019 eines von 2,288 Milliarden Euro. Wir haben uns zu einem kontinuierlichen Ausbau des Bundesheeres bekannt, und die Sonderfinanzierungen sind in diesem Budget noch gar nicht enthalten. Also behaupten Sie bitte keine Unwahrheiten! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.) – Das kommt gerade von Ihnen?! (Abg. Jarolim: Keine Fantasien bitte!)
Abg. Jarolim: Keine Fantasien bitte!
Ich glaube, es ist unsere Verantwortung, dass wir in Bereichen wie etwa der Sicherheit nicht sparen, sondern dass wir investieren. Sie haben gesagt, wir sparen bei der Landesverteidigung ein. Ich darf Sie berichtigen: Unter Ihrem roten Verteidigungsminister im Jahr 2017 hatte das Bundesheer ein Budget von 2,185 Milliarden Euro; unter Mario Kunasek hat das Bundesheer 2018 ein Budget von 2,258 Milliarden Euro, 2019 eines von 2,288 Milliarden Euro. Wir haben uns zu einem kontinuierlichen Ausbau des Bundesheeres bekannt, und die Sonderfinanzierungen sind in diesem Budget noch gar nicht enthalten. Also behaupten Sie bitte keine Unwahrheiten! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.) – Das kommt gerade von Ihnen?! (Abg. Jarolim: Keine Fantasien bitte!)
Abg. Heinisch-Hosek: Atem holen!
Wir sind der Garant dafür, dass niemand in diesem Land schlechtergestellt wird, dass niemand schlechtergestellt wird als in den letzten Jahren. Wir sind der Garant dafür, dass es auch ganz ohne Klassenkampf geht, dass man Familien entlastet, dass man Unternehmer entlastet, dass man Arbeitnehmer entlastet, und wir sind auch der Garant dafür, dass man bei der Sicherheit nicht spart. Sicherheit muss eine der obersten Prioritäten und eines der obersten Ziele einer Republik sein. (Abg. Heinisch-Hosek: Atem holen!) Das, was diese Regierung macht, ist gerecht. Wir sind gerecht zu Familien, gerecht zu unseren Pensionisten, wir sind gerecht zu unseren Unternehmen, wir sind gerecht zu unseren Unternehmern. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Atmen! Nicht so schnell!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Atmen! Nicht so schnell!
Wir sind der Garant dafür, dass niemand in diesem Land schlechtergestellt wird, dass niemand schlechtergestellt wird als in den letzten Jahren. Wir sind der Garant dafür, dass es auch ganz ohne Klassenkampf geht, dass man Familien entlastet, dass man Unternehmer entlastet, dass man Arbeitnehmer entlastet, und wir sind auch der Garant dafür, dass man bei der Sicherheit nicht spart. Sicherheit muss eine der obersten Prioritäten und eines der obersten Ziele einer Republik sein. (Abg. Heinisch-Hosek: Atem holen!) Das, was diese Regierung macht, ist gerecht. Wir sind gerecht zu Familien, gerecht zu unseren Pensionisten, wir sind gerecht zu unseren Unternehmen, wir sind gerecht zu unseren Unternehmern. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Atmen! Nicht so schnell!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie Bravoruf des Abg. Rosenkranz.
Wir haben in den letzten hundert Tagen schon sehr, sehr viel umgesetzt. Wir haben noch mehr als 1 500 Tage in dieser Regierungsperiode vor uns, und – um es mit den Worten von Norbert Hofer zu sagen – Sie werden sich wundern, was wir noch alles umsetzen werden! (Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie Bravoruf des Abg. Rosenkranz.)
Abg. Jarolim: Das war schon eine sehr dümmliche Rede, das muss man schon sagen! – Abg. Rosenkranz: Na bitte!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Norbert Sieber. – Bitte. (Abg. Jarolim: Das war schon eine sehr dümmliche Rede, das muss man schon sagen! – Abg. Rosenkranz: Na bitte!) – Können Sie die Würde dieses Hauses etwas wahren?! Ein bisschen mehr Niveau bitte! (Abg. Rosenkranz: So etwas Frauenfeindliches dort drüben!) Ich würde an alle appellieren, sich wieder etwas zu beruhigen und auf die Würde dieses Hauses zu achten!
Abg. Rosenkranz: So etwas Frauenfeindliches dort drüben!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Norbert Sieber. – Bitte. (Abg. Jarolim: Das war schon eine sehr dümmliche Rede, das muss man schon sagen! – Abg. Rosenkranz: Na bitte!) – Können Sie die Würde dieses Hauses etwas wahren?! Ein bisschen mehr Niveau bitte! (Abg. Rosenkranz: So etwas Frauenfeindliches dort drüben!) Ich würde an alle appellieren, sich wieder etwas zu beruhigen und auf die Würde dieses Hauses zu achten!
Abg. Schieder: Seien Sie auch einmal bei der Regierung so streng, Herr Präsident, nicht immer nur einäugig agieren! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Herr Präsident, ich werde mich bemühen. (Abg. Schieder: Seien Sie auch einmal bei der Regierung so streng, Herr Präsident, nicht immer nur einäugig agieren! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Strasser als das bezeichnet hat, was er tatsächlich ist: ein Werbeträger für den Bauernbund, für die ÖVP und ein starker Vertreter der Interessen der österreichischen Landwirtschaft. – Danke dafür, Georg! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Rossmann: Jeder Schuld steht eine Forderung gegenüber, Herr Kollege!
65 Jahre, meine Damen und Herren, hat es gedauert, dass wir wieder ein ausgewogenes Budget haben und dass wir im kommenden Jahr über eine halbe Milliarde an Überschüssen erwirtschaften werden. Diese Ansage, meine Damen und Herren, ist auch für die österreichischen Familien von immenser Bedeutung. 33 000 Euro Schulden vom Säugling bis zum Greis sind eine Hypothek, die endlich abgebaut werden muss. (Abg. Rossmann: Jeder Schuld steht eine Forderung gegenüber, Herr Kollege!) – Herr Rossmann, mit Ihren Ausführungen gestern haben Sie einmal mehr gezeigt, was für einer Voodoopolitik Sie nachhängen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
65 Jahre, meine Damen und Herren, hat es gedauert, dass wir wieder ein ausgewogenes Budget haben und dass wir im kommenden Jahr über eine halbe Milliarde an Überschüssen erwirtschaften werden. Diese Ansage, meine Damen und Herren, ist auch für die österreichischen Familien von immenser Bedeutung. 33 000 Euro Schulden vom Säugling bis zum Greis sind eine Hypothek, die endlich abgebaut werden muss. (Abg. Rossmann: Jeder Schuld steht eine Forderung gegenüber, Herr Kollege!) – Herr Rossmann, mit Ihren Ausführungen gestern haben Sie einmal mehr gezeigt, was für einer Voodoopolitik Sie nachhängen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Mit Schulden kann man keinen Staat gestalten. Dieser Schuldenberg muss endlich abgebaut werden, denn, meine Damen und Herren, Schulden fressen Zukunft, Schulden fressen die Chancen unserer Kinder und unserer Enkel. Und diese Regierung, diese Koalition ist angetreten, um unseren Kindern, unseren Enkeln mehr an Zukunft, mehr an Chancen zu geben, und wir werden das auch umsetzen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
9,1 Milliarden Euro an Transferleistungen, Steuerleistungen und auch Sachleistungen hat diese Regierung für die Familienpolitik budgetiert. Ich halte es auch hier mit unserem Minister: Wir wollen nicht nur die Zahlen in den Vordergrund stellen, sondern ich stehe heute hier und möchte für meine Fraktion den österreichischen Familien für ihre Leistungen, die sie tagtäglich erbringen, ein ausdrückliches Danke sagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Es ist kein Zufall, dass diese Regierung das Paradeprojekt, nämlich den Familienbonus Plus, an den Start dieser Legislaturperiode stellt. Meine Damen und Herren, dieser Familienbonus Plus mit einem Umfang von 1,5 Milliarden Euro für 950 000 Familien mit 1,6 Millionen Kindern ist wirklich eine hervorragende Familienleistung, die die Familien auch entlastet und die ihresgleichen in Europa sucht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Hammerschmid: Ein Sechstel!
Meine Damen und Herren! 1 500 Euro pro Jahr und pro Kind für all jene, die Einkommensteuer oder Lohnsteuer zahlen: Das ist eine Entlastung, die wirklich hervorzuheben ist – und wir belassen es nicht dabei. Wir entlasten auch die Alleinverdiener, die AlleinerzieherInnen und vor allem jene, die ein geringes Einkommen haben, mit 250 Euro pro Kind pro Jahr. (Abg. Hammerschmid: Ein Sechstel!) Wir haben hier wirklich die ganze Bandbreite der Gesellschaft im Auge; und der Vorwurf, dass dieser Familienbonus nur für Besserverdienende gedacht ist, ist doch wirklich absurd! Dieser Vorwurf ist absurd (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), denn, meine Damen und Herren, bei einem Einkommen von 1 750 Euro brutto, meine Damen und Herren – das sind doch keine Besserverdienenden! –, bekommt man bereits den vollen Bonus für ein Kind ausbezahlt. (Abg. Rossmann: Haben Sie Vorstellungen, wie viel die Menschen in Österreich verdienen? Offenbar nicht! – Abg. Heinisch-Hosek: Keine Ahnung! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Nein!)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
Meine Damen und Herren! 1 500 Euro pro Jahr und pro Kind für all jene, die Einkommensteuer oder Lohnsteuer zahlen: Das ist eine Entlastung, die wirklich hervorzuheben ist – und wir belassen es nicht dabei. Wir entlasten auch die Alleinverdiener, die AlleinerzieherInnen und vor allem jene, die ein geringes Einkommen haben, mit 250 Euro pro Kind pro Jahr. (Abg. Hammerschmid: Ein Sechstel!) Wir haben hier wirklich die ganze Bandbreite der Gesellschaft im Auge; und der Vorwurf, dass dieser Familienbonus nur für Besserverdienende gedacht ist, ist doch wirklich absurd! Dieser Vorwurf ist absurd (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), denn, meine Damen und Herren, bei einem Einkommen von 1 750 Euro brutto, meine Damen und Herren – das sind doch keine Besserverdienenden! –, bekommt man bereits den vollen Bonus für ein Kind ausbezahlt. (Abg. Rossmann: Haben Sie Vorstellungen, wie viel die Menschen in Österreich verdienen? Offenbar nicht! – Abg. Heinisch-Hosek: Keine Ahnung! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Nein!)
Abg. Rossmann: Haben Sie Vorstellungen, wie viel die Menschen in Österreich verdienen? Offenbar nicht! – Abg. Heinisch-Hosek: Keine Ahnung! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Nein!
Meine Damen und Herren! 1 500 Euro pro Jahr und pro Kind für all jene, die Einkommensteuer oder Lohnsteuer zahlen: Das ist eine Entlastung, die wirklich hervorzuheben ist – und wir belassen es nicht dabei. Wir entlasten auch die Alleinverdiener, die AlleinerzieherInnen und vor allem jene, die ein geringes Einkommen haben, mit 250 Euro pro Kind pro Jahr. (Abg. Hammerschmid: Ein Sechstel!) Wir haben hier wirklich die ganze Bandbreite der Gesellschaft im Auge; und der Vorwurf, dass dieser Familienbonus nur für Besserverdienende gedacht ist, ist doch wirklich absurd! Dieser Vorwurf ist absurd (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), denn, meine Damen und Herren, bei einem Einkommen von 1 750 Euro brutto, meine Damen und Herren – das sind doch keine Besserverdienenden! –, bekommt man bereits den vollen Bonus für ein Kind ausbezahlt. (Abg. Rossmann: Haben Sie Vorstellungen, wie viel die Menschen in Österreich verdienen? Offenbar nicht! – Abg. Heinisch-Hosek: Keine Ahnung! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Nein!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Heinisch-Hosek: Falsch! – Abg. Rossmann: Wo haben denn Sie ... gelernt?) Das ist richtig, und wir stehen dazu, aber, meine Damen und Herren, es ist genauso richtig, dass jetzt die Gruppe jener, die mit ihren Lohn- und Einkommensteuern dieses System auch tragen, dass auch diese Gruppe, nämlich der sogenannte und von uns oft zitierte Mittelstand, entsprechend entlastet wird. Das ist der richtige Weg, und dazu bekennen wir uns auch. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren! Diese Regierung hat familienpolitisch den richtigen Weg eingeschlagen. Diese Regierung entlastet ohne neue Steuern, diese Regierung schafft eine wirkliche Generationengerechtigkeit, da werden Familien, unsere Kinder und unsere Enkel entlastet. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Mit diesem Budget starten wir heute in eine neue Zukunft. Mit diesem Budget gestalten wir ab heute eine neue Familienpolitik. – Danke, Herr Minister, für dieses hervorragende Budget. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Schimanek: Tun wir ja nicht!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Auch wenn Sie noch so oft eintrainierte Sätze reproduzieren, können Sie die Leistungen der Österreicherinnen und Österreicher der vergangenen 65 Jahre nicht schlechtreden. (Abg. Schimanek: Tun wir ja nicht!) Das wird Ihnen nicht gelingen, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Das ist Ihre Interpretation! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Das ist Ihre Interpretation! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Auch wenn Sie noch so oft eintrainierte Sätze reproduzieren, können Sie die Leistungen der Österreicherinnen und Österreicher der vergangenen 65 Jahre nicht schlechtreden. (Abg. Schimanek: Tun wir ja nicht!) Das wird Ihnen nicht gelingen, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Das ist Ihre Interpretation! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Abg. Schimanek: Das ist ja nicht wahr!
Familienpolitik: Ich eröffne, wie der Kollege Sieber, auch den Themenreigen Familie, und ich kann Ihnen sagen, noch nie ist mir untergekommen, dass manche Familien viel mehr wert sind als andere (Abg. Schimanek: Das ist ja nicht wahr!), um fünf Sechstel mehr, und das hat heute nicht nur ein Redner, sondern das haben schon mehrere Rednerinnen und Redner gesagt. 1 500 Euro für die einen pro Kind, 250 Euro für die anderen: Das sind fast 200 000 Kinder, die ganz wenig oder gar nichts davon haben.
Zwischenrufe der Abgeordneten Sieber und Zanger
Gestern wurde Ihnen auch ein Rechenbeispiel vorgelegt, wie man für alle Kinder 1 200 Euro lukrieren könnte: Ein Hunderter mehr zur Familienbeihilfe, und alle Kinder hätten etwas davon, wenn wir schon von Geldleistungen sprechen. Auf der anderen Seite könnte man aber genauso die Kinderbetreuungseinrichtungen ausbauen. Auf der anderen Seite könnte man genauso (Zwischenrufe der Abgeordneten Sieber und Zanger) für Sachleistungen sorgen. (Abg. Rädler: ... Sozialismus!) Wenn Sie – sehr inszeniert, die Medien mitschleppend – in Volksschulen gehen, dort schöne Bilder machen, dann haben Sie wahrscheinlich keine Ahnung, dass es dort auch Kinder geben kann, die kein Jausenbrot mithaben, dass es dort auch Kinder geben kann, die kein neuestes Gewand anhaben (Zwischenrufe der Abgeordneten Gödl und Zanger), die vielleicht zu kleine Schuhe anhaben, weil sie sich nichts leisten können. Ich glaube aber, Sie gehen gar nicht in solche Schulen, könnte ich mir vorstellen; Sie gehen eher in andere Schulen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager. – Abg. Rosenkranz: Sie haben das nicht zusammengebracht! Sie haben das in zehn Jahren nicht zusammengebracht! Sie persönlich haben es nicht zusammengebracht! Sie haben nichts zusammengebracht! Sie waren lange genug Unterrichtsministerin, wo
Abg. Rädler: ... Sozialismus!
Gestern wurde Ihnen auch ein Rechenbeispiel vorgelegt, wie man für alle Kinder 1 200 Euro lukrieren könnte: Ein Hunderter mehr zur Familienbeihilfe, und alle Kinder hätten etwas davon, wenn wir schon von Geldleistungen sprechen. Auf der anderen Seite könnte man aber genauso die Kinderbetreuungseinrichtungen ausbauen. Auf der anderen Seite könnte man genauso (Zwischenrufe der Abgeordneten Sieber und Zanger) für Sachleistungen sorgen. (Abg. Rädler: ... Sozialismus!) Wenn Sie – sehr inszeniert, die Medien mitschleppend – in Volksschulen gehen, dort schöne Bilder machen, dann haben Sie wahrscheinlich keine Ahnung, dass es dort auch Kinder geben kann, die kein Jausenbrot mithaben, dass es dort auch Kinder geben kann, die kein neuestes Gewand anhaben (Zwischenrufe der Abgeordneten Gödl und Zanger), die vielleicht zu kleine Schuhe anhaben, weil sie sich nichts leisten können. Ich glaube aber, Sie gehen gar nicht in solche Schulen, könnte ich mir vorstellen; Sie gehen eher in andere Schulen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager. – Abg. Rosenkranz: Sie haben das nicht zusammengebracht! Sie haben das in zehn Jahren nicht zusammengebracht! Sie persönlich haben es nicht zusammengebracht! Sie haben nichts zusammengebracht! Sie waren lange genug Unterrichtsministerin, wo
Zwischenrufe der Abgeordneten Gödl und Zanger
Gestern wurde Ihnen auch ein Rechenbeispiel vorgelegt, wie man für alle Kinder 1 200 Euro lukrieren könnte: Ein Hunderter mehr zur Familienbeihilfe, und alle Kinder hätten etwas davon, wenn wir schon von Geldleistungen sprechen. Auf der anderen Seite könnte man aber genauso die Kinderbetreuungseinrichtungen ausbauen. Auf der anderen Seite könnte man genauso (Zwischenrufe der Abgeordneten Sieber und Zanger) für Sachleistungen sorgen. (Abg. Rädler: ... Sozialismus!) Wenn Sie – sehr inszeniert, die Medien mitschleppend – in Volksschulen gehen, dort schöne Bilder machen, dann haben Sie wahrscheinlich keine Ahnung, dass es dort auch Kinder geben kann, die kein Jausenbrot mithaben, dass es dort auch Kinder geben kann, die kein neuestes Gewand anhaben (Zwischenrufe der Abgeordneten Gödl und Zanger), die vielleicht zu kleine Schuhe anhaben, weil sie sich nichts leisten können. Ich glaube aber, Sie gehen gar nicht in solche Schulen, könnte ich mir vorstellen; Sie gehen eher in andere Schulen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager. – Abg. Rosenkranz: Sie haben das nicht zusammengebracht! Sie haben das in zehn Jahren nicht zusammengebracht! Sie persönlich haben es nicht zusammengebracht! Sie haben nichts zusammengebracht! Sie waren lange genug Unterrichtsministerin, wo
Abg. Rosenkranz: Sie wollen noch mehr Klassen! – Abg. Schimanek: Das ist ja gar nicht wahr! – Abg. Rädler: Sozialismus!
Sehr geehrter Herr Kollege Rosenkranz, Sie werden für den Bildungsabbau in diesem Land auch noch verantwortlich gemacht werden und Sie werden sich hier wirklich auch noch dafür verantworten müssen, dass Sie Kinder in zwei Klassen einteilen, nämlich in die, die mehr haben, und in die, die weniger haben. (Abg. Rosenkranz: Sie wollen noch mehr Klassen! – Abg. Schimanek: Das ist ja gar nicht wahr! – Abg. Rädler: Sozialismus!) Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Rosenkranz: Vier Klassen Volksschule, vier Klassen Gymnasium! Wir haben noch mehr Klassen ...!) – Es hört eh niemand, wenn Sie dazwischenschreien, das hört niemand – Achtung! (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.)
Abg. Rosenkranz: Vier Klassen Volksschule, vier Klassen Gymnasium! Wir haben noch mehr Klassen ...!
Sehr geehrter Herr Kollege Rosenkranz, Sie werden für den Bildungsabbau in diesem Land auch noch verantwortlich gemacht werden und Sie werden sich hier wirklich auch noch dafür verantworten müssen, dass Sie Kinder in zwei Klassen einteilen, nämlich in die, die mehr haben, und in die, die weniger haben. (Abg. Rosenkranz: Sie wollen noch mehr Klassen! – Abg. Schimanek: Das ist ja gar nicht wahr! – Abg. Rädler: Sozialismus!) Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Rosenkranz: Vier Klassen Volksschule, vier Klassen Gymnasium! Wir haben noch mehr Klassen ...!) – Es hört eh niemand, wenn Sie dazwischenschreien, das hört niemand – Achtung! (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.)
Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.
Sehr geehrter Herr Kollege Rosenkranz, Sie werden für den Bildungsabbau in diesem Land auch noch verantwortlich gemacht werden und Sie werden sich hier wirklich auch noch dafür verantworten müssen, dass Sie Kinder in zwei Klassen einteilen, nämlich in die, die mehr haben, und in die, die weniger haben. (Abg. Rosenkranz: Sie wollen noch mehr Klassen! – Abg. Schimanek: Das ist ja gar nicht wahr! – Abg. Rädler: Sozialismus!) Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Rosenkranz: Vier Klassen Volksschule, vier Klassen Gymnasium! Wir haben noch mehr Klassen ...!) – Es hört eh niemand, wenn Sie dazwischenschreien, das hört niemand – Achtung! (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.)
Abg. Rädler: Posthumanistisch!
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, dass Sie auch ein Retrofrauenbild mitbringen, das weiß ich, das wissen wir (Abg. Rädler: Posthumanistisch!), aber ich sage Ihnen eines: Dass Sie sogar die 500 000 Euro, die dem Frauenbudget beim letzten Mal draufgegeben wurden, jetzt wieder gestrichen haben und das Spielgeld des Herrn Strache und anderer 15 Millionen Euro ausmacht im Vergleich zu 10 Millionen Euro Frauenbudget, da werden sich über 4 000 engagierte Frauen in ganz Österreich, die in Frauenberatungsstellen und Fraueneinrichtungen arbeiten, auch etwas denken. Auf der einen Seite spielen wir mit 15 Millionen Euro herum, auf der anderen Seite sind wir nicht einmal in der Lage, die 500 000 Euro vom letzten Mal in diesem Budget fortzuschreiben. Das ist wirklich noch nie da gewesen, dass Sie über vier Millionen Frauen in diesem Land so schäbig behandeln. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Zanger.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Zanger.
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, dass Sie auch ein Retrofrauenbild mitbringen, das weiß ich, das wissen wir (Abg. Rädler: Posthumanistisch!), aber ich sage Ihnen eines: Dass Sie sogar die 500 000 Euro, die dem Frauenbudget beim letzten Mal draufgegeben wurden, jetzt wieder gestrichen haben und das Spielgeld des Herrn Strache und anderer 15 Millionen Euro ausmacht im Vergleich zu 10 Millionen Euro Frauenbudget, da werden sich über 4 000 engagierte Frauen in ganz Österreich, die in Frauenberatungsstellen und Fraueneinrichtungen arbeiten, auch etwas denken. Auf der einen Seite spielen wir mit 15 Millionen Euro herum, auf der anderen Seite sind wir nicht einmal in der Lage, die 500 000 Euro vom letzten Mal in diesem Budget fortzuschreiben. Das ist wirklich noch nie da gewesen, dass Sie über vier Millionen Frauen in diesem Land so schäbig behandeln. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Zanger.)
Abg. Zanger: Ist eh der Staatssekretär da!
Ein letzter Satz sei mir gegönnt: Leider ist der Herr Finanzminister jetzt nicht im Saal (Abg. Zanger: Ist eh der Staatssekretär da!), aber es gestern in eineinviertel Stunden zu schaffen, niemals Arbeiterinnen, niemals Pensionistinnen, niemals Unternehmerinnen, niemals Frauen zu adressieren, obwohl wir über vier Millionen sind, das ist mehr als retro; es ist auch ein grober Akt der Unhöflichkeit, die Frauen nicht anzusprechen, sondern so zu tun, als würden wir nicht existieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein letzter Satz sei mir gegönnt: Leider ist der Herr Finanzminister jetzt nicht im Saal (Abg. Zanger: Ist eh der Staatssekretär da!), aber es gestern in eineinviertel Stunden zu schaffen, niemals Arbeiterinnen, niemals Pensionistinnen, niemals Unternehmerinnen, niemals Frauen zu adressieren, obwohl wir über vier Millionen sind, das ist mehr als retro; es ist auch ein grober Akt der Unhöflichkeit, die Frauen nicht anzusprechen, sondern so zu tun, als würden wir nicht existieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Höbart. – Abg. Rosenkranz: Kann man da nicht mehr Redezeit geben, die Österreicherinnen und Österreicher lechzen nach solchen Worten?!
In der Sprache zeigt sich die Haltung. Gute Nacht, Bundesregierung! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Höbart. – Abg. Rosenkranz: Kann man da nicht mehr Redezeit geben, die Österreicherinnen und Österreicher lechzen nach solchen Worten?!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Duzdar: Familienpolitik ist nicht Frauenpolitik!
Abgeordnete Edith Mühlberghuber (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Besuchergalerie! Ich möchte jetzt wieder zur sachlichen Familienpolitik kommen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Duzdar: Familienpolitik ist nicht Frauenpolitik!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Es ist wirklich schon sehr lange Zeit her, dass wir die Familien so positiv in den Vordergrund, in den Mittelpunkt des Budgets gerückt haben wie jetzt beim Doppelbudget 2018/2019. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Duzdar: In sich selbst!
Die Bundesregierung investiert (Abg. Duzdar: In sich selbst!) in die Zukunft, und somit investiert sie in die Familien und ihre Kinder. Lange Jahre haben wir eine steuerliche Entlastung für die Familien gefordert, und jetzt ist es so weit. (Abg. Heinisch-Hosek: Gab’s doch immer! Gab’s doch immer!) – Gott sei Dank, Frau Heinisch-Hosek, jetzt wird es auch umgesetzt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Abg. Heinisch-Hosek: Gab’s doch immer! Gab’s doch immer!
Die Bundesregierung investiert (Abg. Duzdar: In sich selbst!) in die Zukunft, und somit investiert sie in die Familien und ihre Kinder. Lange Jahre haben wir eine steuerliche Entlastung für die Familien gefordert, und jetzt ist es so weit. (Abg. Heinisch-Hosek: Gab’s doch immer! Gab’s doch immer!) – Gott sei Dank, Frau Heinisch-Hosek, jetzt wird es auch umgesetzt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Zanger.
Die Bundesregierung investiert (Abg. Duzdar: In sich selbst!) in die Zukunft, und somit investiert sie in die Familien und ihre Kinder. Lange Jahre haben wir eine steuerliche Entlastung für die Familien gefordert, und jetzt ist es so weit. (Abg. Heinisch-Hosek: Gab’s doch immer! Gab’s doch immer!) – Gott sei Dank, Frau Heinisch-Hosek, jetzt wird es auch umgesetzt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Rendi-Wagner: Aber es gibt noch Ärmere! – Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Drozda.
Frau Heinisch-Hosek, wenn Sie immer meinen, der Familienbonus komme nur den Großverdienern, den Reichen zugute, dann muss ich Sie jetzt wirklich einmal fragen: Mit 1 700 Euro brutto, ist man da ein Großverdiener? Ist man da reich in Ihren Augen? Wo leben Sie denn eigentlich?! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Rendi-Wagner: Aber es gibt noch Ärmere! – Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Drozda.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist die größte steuerliche Familienentlastung seit Jahrzehnten! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Bitte?!
Damit wird auch endlich eine Maßnahme gegen die langjährige steuerliche Benachteiligung von Eltern gesetzt. (Abg. Heinisch-Hosek: Bitte?!) Naturgemäß, Frau Heinisch-Hosek, können bei der steuerlichen Entlastung nur jene profitieren (Abg. Heinisch-Hosek: Der Bonus ist nicht gegenfinanziert! Haben Sie das schon nachgelesen?), die auch Steuern zahlen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Muchitsch, Rendi-Wagner und Rossmann.) Nur jene, die auch Steuern zahlen, können jetzt bei dieser Steuerentlastung profitieren, und jene mit einem geringen Einkommen – alleinerziehende Mütter und Väter und Alleinverdiener – profitieren mit 250 Euro jährlich. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Ein Sechstel des anderen Betrags!)
Abg. Heinisch-Hosek: Der Bonus ist nicht gegenfinanziert! Haben Sie das schon nachgelesen?
Damit wird auch endlich eine Maßnahme gegen die langjährige steuerliche Benachteiligung von Eltern gesetzt. (Abg. Heinisch-Hosek: Bitte?!) Naturgemäß, Frau Heinisch-Hosek, können bei der steuerlichen Entlastung nur jene profitieren (Abg. Heinisch-Hosek: Der Bonus ist nicht gegenfinanziert! Haben Sie das schon nachgelesen?), die auch Steuern zahlen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Muchitsch, Rendi-Wagner und Rossmann.) Nur jene, die auch Steuern zahlen, können jetzt bei dieser Steuerentlastung profitieren, und jene mit einem geringen Einkommen – alleinerziehende Mütter und Väter und Alleinverdiener – profitieren mit 250 Euro jährlich. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Ein Sechstel des anderen Betrags!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Muchitsch, Rendi-Wagner und Rossmann.
Damit wird auch endlich eine Maßnahme gegen die langjährige steuerliche Benachteiligung von Eltern gesetzt. (Abg. Heinisch-Hosek: Bitte?!) Naturgemäß, Frau Heinisch-Hosek, können bei der steuerlichen Entlastung nur jene profitieren (Abg. Heinisch-Hosek: Der Bonus ist nicht gegenfinanziert! Haben Sie das schon nachgelesen?), die auch Steuern zahlen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Muchitsch, Rendi-Wagner und Rossmann.) Nur jene, die auch Steuern zahlen, können jetzt bei dieser Steuerentlastung profitieren, und jene mit einem geringen Einkommen – alleinerziehende Mütter und Väter und Alleinverdiener – profitieren mit 250 Euro jährlich. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Ein Sechstel des anderen Betrags!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Ein Sechstel des anderen Betrags!
Damit wird auch endlich eine Maßnahme gegen die langjährige steuerliche Benachteiligung von Eltern gesetzt. (Abg. Heinisch-Hosek: Bitte?!) Naturgemäß, Frau Heinisch-Hosek, können bei der steuerlichen Entlastung nur jene profitieren (Abg. Heinisch-Hosek: Der Bonus ist nicht gegenfinanziert! Haben Sie das schon nachgelesen?), die auch Steuern zahlen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Muchitsch, Rendi-Wagner und Rossmann.) Nur jene, die auch Steuern zahlen, können jetzt bei dieser Steuerentlastung profitieren, und jene mit einem geringen Einkommen – alleinerziehende Mütter und Väter und Alleinverdiener – profitieren mit 250 Euro jährlich. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Ein Sechstel des anderen Betrags!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Das werden sie europarechtlich noch prüfen!
Es wird nicht nur Geld für unsere Familien ausgegeben, es wird auch gespart. Durch die Indexierung der Familienbeihilfe, die ins Ausland fließt, werden rund 114 Millionen Euro gespart, und das bleibt für uns, für unsere österreichischen Familien. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Das werden sie europarechtlich noch prüfen!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, eine Steuerentlastung für Familien wurde schon jahrelang angekündigt, und jetzt ist es so weit. Das waren wir unseren Familien schuldig. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Ah-Ruf des Abg. Höbart
Familienbonus verwenden. Leider endet da aber auch schon die Gemeinsamkeit (Ah-Ruf des Abg. Höbart), die wir aus heutiger Sicht mit den Regierungsfraktionen haben.
Abg. Rosenkranz: Es wird ja nicht der Arbeitnehmer diskriminiert! – Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Sie budgetieren eine Ersparnis von 114 Millionen Euro durch die Indexierung der Familienbeihilfe. Eine Anfrage durch EU-Abgeordnete hat aber bereits ergeben, dass vonseiten der Europäischen Kommission diesbezüglich keine Bewegung möglich ist, weil – und ich zitiere hier die zuständige Kommissarin – „gemäß dem EU-Vertrag kein Arbeitnehmer (direkt oder indirekt) aufgrund seiner Staatsangehörigkeit diskriminiert werden darf“. (Abg. Rosenkranz: Es wird ja nicht der Arbeitnehmer diskriminiert! – Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Das heißt, Sie wissen, dass das, was Sie hier budgetieren, gar nicht funktioniert. Demnach bin ich tatsächlich sehr irritiert darüber, was gestern präsentiert wurde. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Sie können sagen, was Sie wollen, Sie wissen, dass es nicht funktionieren wird! Aber wesentlicher, als dass Sie Maßnahmen budgetieren, die nicht eintreffen werden, ist, dass Sie sich auch nicht damit beschäftigen, was Sie damit verursachen.
Abg. Neubauer: Es ist aber keiner!
Beispielsweise ist es so, dass wir immer wieder gesagt haben, es wird zumindest in Ostösterreich tatsächlich eine Auswirkung auf die Betreuung zu Hause haben, aus dem einfachen Grund, weil viele Menschen, die aus Osteuropa zu uns kommen, das als Gehaltsbestandteil wahrnehmen, auch wenn es das nicht ist. (Abg. Neubauer: Es ist aber keiner!) Jetzt war die Frage: Welche Studie haben Sie, um diese Auswirkung auch zu berücksichtigen? (Abg. Neubauer: Da brauch ich doch keine Studie!) Die Antwort des Familienministeriums war: Wir haben kein Geld für eine Studie. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Also wenn Sie für so was eine Studie brauchen, dann tun Sie mir leid!) – Eine Studie, liebe FPÖ, verwendet man normalerweise als Werkzeug, um zu checken, ob das, was man vorhat, auch wirklich funktioniert. Dass Sie das nicht verwenden, ist mir vollkommen klar.
Abg. Neubauer: Da brauch ich doch keine Studie!
Beispielsweise ist es so, dass wir immer wieder gesagt haben, es wird zumindest in Ostösterreich tatsächlich eine Auswirkung auf die Betreuung zu Hause haben, aus dem einfachen Grund, weil viele Menschen, die aus Osteuropa zu uns kommen, das als Gehaltsbestandteil wahrnehmen, auch wenn es das nicht ist. (Abg. Neubauer: Es ist aber keiner!) Jetzt war die Frage: Welche Studie haben Sie, um diese Auswirkung auch zu berücksichtigen? (Abg. Neubauer: Da brauch ich doch keine Studie!) Die Antwort des Familienministeriums war: Wir haben kein Geld für eine Studie. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Also wenn Sie für so was eine Studie brauchen, dann tun Sie mir leid!) – Eine Studie, liebe FPÖ, verwendet man normalerweise als Werkzeug, um zu checken, ob das, was man vorhat, auch wirklich funktioniert. Dass Sie das nicht verwenden, ist mir vollkommen klar.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Also wenn Sie für so was eine Studie brauchen, dann tun Sie mir leid!
Beispielsweise ist es so, dass wir immer wieder gesagt haben, es wird zumindest in Ostösterreich tatsächlich eine Auswirkung auf die Betreuung zu Hause haben, aus dem einfachen Grund, weil viele Menschen, die aus Osteuropa zu uns kommen, das als Gehaltsbestandteil wahrnehmen, auch wenn es das nicht ist. (Abg. Neubauer: Es ist aber keiner!) Jetzt war die Frage: Welche Studie haben Sie, um diese Auswirkung auch zu berücksichtigen? (Abg. Neubauer: Da brauch ich doch keine Studie!) Die Antwort des Familienministeriums war: Wir haben kein Geld für eine Studie. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Also wenn Sie für so was eine Studie brauchen, dann tun Sie mir leid!) – Eine Studie, liebe FPÖ, verwendet man normalerweise als Werkzeug, um zu checken, ob das, was man vorhat, auch wirklich funktioniert. Dass Sie das nicht verwenden, ist mir vollkommen klar.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Gehen Sie zur SPÖ!
Das, was ich Ihnen aber sagen muss, ist, dass die Realität eine ganz andere ist, dass wir eine Scheidungsrate von 40 Prozent haben, dass 20 Prozent der Kinder in Haushalten leben, in denen nicht beide Elternteile da sind. Sie berücksichtigen das in keinerlei Art und Weise. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Gehen Sie zur SPÖ!)
Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Neubauer: Neoliberaler Sozialist!
Das, was Sie machen, ist, Sie stellen nicht die Kinder ins Zentrum Ihres Handelns, sondern Ihre eigenen Parteiinteressen, und dabei können wir Sie keinesfalls unterstützen. – Vielen Dank. (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Neubauer: Neoliberaler Sozialist!) – Liberal nehm ich, Sozialist seid ihr! (Abg. Rädler: ... Haselsteiner!)
Abg. Rädler: ... Haselsteiner!
Das, was Sie machen, ist, Sie stellen nicht die Kinder ins Zentrum Ihres Handelns, sondern Ihre eigenen Parteiinteressen, und dabei können wir Sie keinesfalls unterstützen. – Vielen Dank. (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Neubauer: Neoliberaler Sozialist!) – Liberal nehm ich, Sozialist seid ihr! (Abg. Rädler: ... Haselsteiner!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kirchbaumer und Sieber.
Abgeordnete Daniela Holzinger-Vogtenhuber, BA (PILZ): Zum Budgetkapitel Familie und dem Leuchtturmprojekt der Regierung, dem Familienbonus: Bis zu 1 500 Euro pro Kind soll er bringen, und das, um alle übrigen Grauslichkeiten, Kürzungen und Einschnitte, die im Budget vorhanden und Part of the Game sind, weniger schwer wiegen zu lassen. Bei genauerer Betrachtung dieses Leuchtturmprojekts verkommt dieses aber eher zu einem kleinen Teelicht, meine lieben Damen und Herren. Es erfüllt nicht seinen angedachten Zweck. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kirchbaumer und Sieber.)
Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.
Durch die Streichung bestehender Absetzbeträge wird der Familienbonus selbst für jene Personen, die ihn erhalten, ebenfalls nicht die vollen 1 500 Euro bringen. Sie streichen ja vorher kräftig an bereits bestehenden Absetzbeträgen. AlleinerzieherInnen, die zu wenig verdienen und keine Lohnsteuer zahlen, erhalten dann nur 250 Euro als Gutsi obendrauf, das heißt rund 20 Euro im Monat, das ist ein Sechstel jener Summe, die jemand bekommt, der ein gutes Einkommen hat und diesen Familienbonus nicht dringend brauchen würde. (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Eine Alleinerzieherin bekommt 20 Euro, nur ein Sechstel dieser Summe.
Beifall bei der Liste Pilz sowie der Abgeordneten Duzdar und Friedl.
Dann gibt es noch eine Ausnahme, und das betrifft Personen – Frauen zum größten Teil –, die Pflegearbeit oder Kindererziehung leisten und oft nur Teilzeit arbeiten gehen können. Diese Gruppe bekommt, wenn es nötig ist, eine Aufzahlung aus der Mindestsicherung zu erhalten, was im Bereich der Alleinerziehenden häufig der Fall ist, nicht einmal die 250 Euro als Unterstützung für ihre Kinder – nicht einmal die 250 Euro! (Beifall bei der Liste Pilz sowie der Abgeordneten Duzdar und Friedl.)
Abg. Nehammer: Entlastung!
Ich frage Sie, meine Damen und Herren von der ÖVP, ist das die neue Gerechtigkeit, die über hundertmal im Regierungsabkommen steht? Ist das die neue Gerechtigkeit, die Sie sich vorstellen? (Abg. Nehammer: Entlastung!) Wenn ich von Gerechtigkeit spreche, dann denke ich, jedes Kind sollte gleich viel wert sein und die Förderungen sollten auch entsprechend ausgegeben werden. (Beifall bei der Liste Pilz sowie der Abg. Friedl.)
Beifall bei der Liste Pilz sowie der Abg. Friedl.
Ich frage Sie, meine Damen und Herren von der ÖVP, ist das die neue Gerechtigkeit, die über hundertmal im Regierungsabkommen steht? Ist das die neue Gerechtigkeit, die Sie sich vorstellen? (Abg. Nehammer: Entlastung!) Wenn ich von Gerechtigkeit spreche, dann denke ich, jedes Kind sollte gleich viel wert sein und die Förderungen sollten auch entsprechend ausgegeben werden. (Beifall bei der Liste Pilz sowie der Abg. Friedl.)
Abg. Gödl: Jedes Kind profitiert!
Die Signalwirkung, die Sie mit diesem Leuchtturm aussenden, ist: Die, die mehr haben, kriegen mehr, und die, die weniger haben, kriegen auch entsprechend weniger oder gar nichts. Das ist dieser türkis-blaue, großartige Faden (Abg. Gödl: Jedes Kind profitiert!), der sich durch das gesamte Regierungsabkommen zieht. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei der Liste Pilz.
Die Signalwirkung, die Sie mit diesem Leuchtturm aussenden, ist: Die, die mehr haben, kriegen mehr, und die, die weniger haben, kriegen auch entsprechend weniger oder gar nichts. Das ist dieser türkis-blaue, großartige Faden (Abg. Gödl: Jedes Kind profitiert!), der sich durch das gesamte Regierungsabkommen zieht. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
AlleinerzieherInnen sind von Ihren Plänen auch noch in weiteren Bereichen betroffen, auch – ganz toll – von der Einführung des 12-Stunden-Arbeitstages; die Tageshöchstarbeitszeit wird hinaufgeschraubt. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Was das für eine alleinerziehende Mutter oder einen alleinerziehenden Vater bedeutet, ist Ihnen aber nicht bewusst. (Abg. Rädler: 30 Stunden ...!)
Abg. Rädler: 30 Stunden ...!
AlleinerzieherInnen sind von Ihren Plänen auch noch in weiteren Bereichen betroffen, auch – ganz toll – von der Einführung des 12-Stunden-Arbeitstages; die Tageshöchstarbeitszeit wird hinaufgeschraubt. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Was das für eine alleinerziehende Mutter oder einen alleinerziehenden Vater bedeutet, ist Ihnen aber nicht bewusst. (Abg. Rädler: 30 Stunden ...!)
Abg. Rädler: Sie waren für die SPÖ zu links!
Die Arbeiterkammer hat eine Umfrage gemacht, was dies für diese Personengruppe bedeuten würde, und viele Mütter haben geantwortet (Abg. Rädler: Sie waren für die SPÖ zu links!), sie hätten erstens keine Möglichkeit für eine derartig lang andauernde
Abg. Rädler: Nächste Partei ist die KPÖ!
Kinderbetreuung, weil es die in den einzelnen Bundesländern gar nicht gibt – das heißt, sie müssen automatisch auf Teilzeit zurückgehen –, und zweitens wird dieser 12-Stunden-Tag als familienunfreundlich gesehen. Als Alleinerziehende, sagt eine Mutter mit kleinen Kindern (Abg. Rädler: Nächste Partei ist die KPÖ!), ist es unmöglich, für eine Beziehung ist es eine enorme Belastung, zusätzlich auch mit dem Kind, und physisch und psychisch krank machend. Ist das Ihr Familienbild? Ist das die Familienpolitik, die Sie machen wollen?
Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Neubauer: Haben Sie schon was gearbeitet, oder gehen Sie nur von einer Partei zur anderen? – Jetzt weiß ich, warum die bei der SPÖ rausgeflogen ist! – Abg. Wöginger: Das haben nicht einmal die Roten ausgehalten! – Abg. Neubauer: Das hält nicht einmal die SPÖ aus!
Diese Familienpolitik der Regierung ist nicht familienfreundlich und ist kein Beweis für ein sozial gerecht ausgestaltetes Budget. – Vielen Dank. (Beifall bei der Liste Pilz. – Abg. Neubauer: Haben Sie schon was gearbeitet, oder gehen Sie nur von einer Partei zur anderen? – Jetzt weiß ich, warum die bei der SPÖ rausgeflogen ist! – Abg. Wöginger: Das haben nicht einmal die Roten ausgehalten! – Abg. Neubauer: Das hält nicht einmal die SPÖ aus!)
Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Rendi-Wagner und Gamon. – Rufe bei der SPÖ: Unglaublich! – ... Arroganz!
Er hat gemeint, das werde nicht gesagt werden, aber Urschitz hat sich Gott sei Dank, obwohl er wirklich ein hervorragender Journalist ist, geirrt: Es ist sogar mehr gesagt worden! (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Rendi-Wagner und Gamon. – Rufe bei der SPÖ: Unglaublich! – ... Arroganz!) Denn, meine sehr verehrten Damen und Herren – es kann nicht oft genug wiederholt werden –: Es wird im Jahr 2019 einen Überschuss geben – in realem Geld! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Er hat gemeint, das werde nicht gesagt werden, aber Urschitz hat sich Gott sei Dank, obwohl er wirklich ein hervorragender Journalist ist, geirrt: Es ist sogar mehr gesagt worden! (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Rendi-Wagner und Gamon. – Rufe bei der SPÖ: Unglaublich! – ... Arroganz!) Denn, meine sehr verehrten Damen und Herren – es kann nicht oft genug wiederholt werden –: Es wird im Jahr 2019 einen Überschuss geben – in realem Geld! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Strolz: Herr Professor, Sie müssen ja hinschauen!
Und dazu wird noch in Bildung mehr investiert! (Abg. Strolz: Herr Professor, Sie müssen ja hinschauen!) Im Unterrichtsbudget werden 400 Millionen Euro mehr investiert (Abg. Rossmann: Real weniger!), es wird erhöht von 8,4 auf 8,8 Milliarden Euro. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Rossmann: Real weniger!
Und dazu wird noch in Bildung mehr investiert! (Abg. Strolz: Herr Professor, Sie müssen ja hinschauen!) Im Unterrichtsbudget werden 400 Millionen Euro mehr investiert (Abg. Rossmann: Real weniger!), es wird erhöht von 8,4 auf 8,8 Milliarden Euro. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Und dazu wird noch in Bildung mehr investiert! (Abg. Strolz: Herr Professor, Sie müssen ja hinschauen!) Im Unterrichtsbudget werden 400 Millionen Euro mehr investiert (Abg. Rossmann: Real weniger!), es wird erhöht von 8,4 auf 8,8 Milliarden Euro. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Strolz: Sie setzen auf eine ...-Veranstaltung, das wissen Sie ganz genau!
Der zweite Punkt, den wir erwähnen sollen, ist, dass wir die AHS auch unterstützen können, und zwar genau diese AHS, die wir auch brauchen, weil wir ja Diversity haben wollen, meine sehr verehrten Damen und Herren. Und das gelingt bei einem differenzierten Schulsystem, auf das wir setzen wollen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Strolz: Sie setzen auf eine ...-Veranstaltung, das wissen Sie ganz genau!)
Abg. Heinisch-Hosek: Die Neue Mittelschule, die Sie zerstören wollen! Die Sie zerstören wollen! – Abg. Rossmann: Frau Kollegin, was Sie gesagt haben, das hört man nicht! Das haben Sie richtig gesagt!
Aber, und auch das muss gesagt werden, wir setzen weiterhin sehr viel für die Neuen Mittelschulen ein. In die Neuen Mittelschulen wird nämlich das Geld in einer treffsicheren Art und Weise investiert werden, indem es dort nämlich nicht mehr so sein wird, wie es sich irgendwelche in Elfenbeintürmen existierende Bildungsexpertinnen und -experten, Frau Heinisch-Hosek, vorstellen, sondern so, dass die Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen selbst entscheiden können: Was sollen wir machen? Sollen wir Teamteaching weiterführen – es kann ja wirklich sehr wertvoll sein, keine Frage –, oder sollen wir Leistungsgruppen führen? Es wird eine Neue Mittelschule in Gmünd ganz anders funktionieren als eine in Favoriten. (Abg. Heinisch-Hosek: Die Neue Mittelschule, die Sie zerstören wollen! Die Sie zerstören wollen! – Abg. Rossmann: Frau Kollegin, was Sie gesagt haben, das hört man nicht! Das haben Sie richtig gesagt!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Und diese Schulen können dann von denjenigen, die es wirklich aufgrund der Erfahrung können, an Ort und Stelle so effektiv geführt werden, dass sich die Kinder, die aus diesen Schulen herauskommen, dann mit 15 Jahren entscheiden können: Ja, ich kann eine Karriere ergreifen! Ich kann eine Karriere ergreifen, indem ich in eine Oberstufe eines Gymnasiums gehe. Ich kann eine Karriere ergreifen, indem ich eine berufsbildende höhere Schule besuche. Ich kann sie auch ergreifen, indem ich Lehrling werde. Denn: Ich bin gut ausgebildet worden in einer Neuen Mittelschule, die von einem Teil dieser 400 Millionen Euro, die zusätzlich zum Budget dazugekommen sind, finanziert worden ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Strolz: Sie sind ein begnadeter Dialektiker, aber ...!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der Lateiner sagt: „Bis dat qui cito dat.“ – Wer schnell gibt, der gibt doppelt. Und tatsächlich, es ist sehr wichtig, es ist für das Land jetzt, in dieser Zeit, in der die Digitalisierungswelle eine völlig neue Ära schaffen wird, sehr wichtig, dass wir den Kindern und den jungen Menschen eine gute und eine tragfähige Bildung bieten, und da sind diese 400 Millionen Euro ein wichtiger Beitrag. Man könnte das lateinische Wort sogar noch umschreiben und könnte sagen: Ter dat qui prudenter dat. – Dreifach gibt, der klug gibt. Denn: Wir werden treffsicher geben. Wir werden genau anschauen, welche Methoden in der Schule wirken und welche Methoden einfach nur Selbstläufer geworden sind, die keine Wirkung zeigen. Das ist der Trick des Ganzen. Herr Strolz, das werden wir durchführen, und das Budget ist die Grundlage dafür, dass das möglich ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Strolz: Sie sind ein begnadeter Dialektiker, aber ...!)
Abg. Strolz: Bei der Integration zum Beispiel! ... sind explizite Kürzungen!
Insofern stimmt das, was Herr Urschitz geschrieben hat. Es stimmt: Wir werden die Dotierung des Bereichs Bildung auf allen Stufen sehr stark erhöhen. Wir werden sie sehr stark erhöhen (Abg. Strolz: Bei der Integration zum Beispiel! ... sind explizite Kürzungen!) und haben dazu noch den Überschuss. – Die Integration wird gelingen. Wissen Sie, warum? – Weil wir eine sehr gute Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer haben werden, die diese Integration durchführen werden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Insofern stimmt das, was Herr Urschitz geschrieben hat. Es stimmt: Wir werden die Dotierung des Bereichs Bildung auf allen Stufen sehr stark erhöhen. Wir werden sie sehr stark erhöhen (Abg. Strolz: Bei der Integration zum Beispiel! ... sind explizite Kürzungen!) und haben dazu noch den Überschuss. – Die Integration wird gelingen. Wissen Sie, warum? – Weil wir eine sehr gute Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer haben werden, die diese Integration durchführen werden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der NEOS sowie der Abg. Zadić.
Abgeordnete Mag. Dr. Sonja Hammerschmid (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Österreicherinnen und Österreicher vor den Bildschirmen! Herr Taschner, ich muss Sie korrigieren: Das Budget ist nicht um 400 Millionen Euro erhöht worden, sondern im Vergleich zum letzten Jahr – und auf das gilt es sich zu beziehen – um 138 Millionen Euro. Da fängt es schon einmal an. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der NEOS sowie der Abg. Zadić.)
Abg. Neubauer: Wie viel haben denn Sie hergegeben?
Sehr geehrter Herr Finanzminister! Sie haben sich gestern damit gerühmt, dass Sie ein kinder- und enkelfittes Budget geschnürt haben und verabschieden wollen. Ich muss Ihnen aber sagen, genau das Gegenteil ist der Fall. Sie rauben nämlich durch dieses Budget Kindern wirklich Bildungschancen. Warum? – Die zusätzlichen Mittel in der Höhe von 138 Millionen Euro als Erfolg zu verkaufen und zu unterstreichen, dass Sie persönlich und die schwarz-blaue Regierung Bildung zu einem besonderen Anliegen machen, das ist wirklich ein Scherz. Denn: Sie können mit diesen 138 Millionen Euro zwar einen Teil – und ich sage Ihnen, es ist ein Teil – dieser strukturellen Lücke schließen (Abg. Neubauer: Wie viel haben denn Sie hergegeben?), aber die Genese dieser Lücke ist Ihren Amtsvorgängern aus der ÖVP, den ÖVP-Finanzministern, zu verdanken. Das muss auch einmal klargestellt werden. (Abg. Mölzer: Eigentlich ist sie Ihnen geschuldet! Aber ist ja wurscht!)
Abg. Mölzer: Eigentlich ist sie Ihnen geschuldet! Aber ist ja wurscht!
Sehr geehrter Herr Finanzminister! Sie haben sich gestern damit gerühmt, dass Sie ein kinder- und enkelfittes Budget geschnürt haben und verabschieden wollen. Ich muss Ihnen aber sagen, genau das Gegenteil ist der Fall. Sie rauben nämlich durch dieses Budget Kindern wirklich Bildungschancen. Warum? – Die zusätzlichen Mittel in der Höhe von 138 Millionen Euro als Erfolg zu verkaufen und zu unterstreichen, dass Sie persönlich und die schwarz-blaue Regierung Bildung zu einem besonderen Anliegen machen, das ist wirklich ein Scherz. Denn: Sie können mit diesen 138 Millionen Euro zwar einen Teil – und ich sage Ihnen, es ist ein Teil – dieser strukturellen Lücke schließen (Abg. Neubauer: Wie viel haben denn Sie hergegeben?), aber die Genese dieser Lücke ist Ihren Amtsvorgängern aus der ÖVP, den ÖVP-Finanzministern, zu verdanken. Das muss auch einmal klargestellt werden. (Abg. Mölzer: Eigentlich ist sie Ihnen geschuldet! Aber ist ja wurscht!)
Abg. Mölzer: Dafür gibt’s die Deutsch-Förderklassen, Frau Kollegin!
Diese Höherdotation kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sie 250 Integrationspädagoginnen und -pädagogen, 85 Sozialarbeiter, 80 Mitglieder der mobilen Teams, die vor allem für jene Schulen zur Verfügung gestanden sind, die ganz besondere Herausforderungen zu bewältigen haben, mit einem Handstreich diesen Schulen entziehen. Auch die Übergangsklassen, die Basisbildung, das Nachholen des Pflichtschulabschlusses für Flüchtlingskinder fallen sofort weg. (Abg. Mölzer: Dafür gibt’s die Deutsch-Förderklassen, Frau Kollegin!) Herr Finanzminister, Integration ist ein Mehrjahresprojekt, ist ein langfristiges Projekt! Ihr Bildungsminister sollte es eigentlich besser wissen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
Diese Höherdotation kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sie 250 Integrationspädagoginnen und -pädagogen, 85 Sozialarbeiter, 80 Mitglieder der mobilen Teams, die vor allem für jene Schulen zur Verfügung gestanden sind, die ganz besondere Herausforderungen zu bewältigen haben, mit einem Handstreich diesen Schulen entziehen. Auch die Übergangsklassen, die Basisbildung, das Nachholen des Pflichtschulabschlusses für Flüchtlingskinder fallen sofort weg. (Abg. Mölzer: Dafür gibt’s die Deutsch-Förderklassen, Frau Kollegin!) Herr Finanzminister, Integration ist ein Mehrjahresprojekt, ist ein langfristiges Projekt! Ihr Bildungsminister sollte es eigentlich besser wissen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Abg. Rosenkranz: Aber zielsicher!
Sie streichen das Teamteaching – ein Drittel aller Pädagoginnen und Pädagogen soll im Teamteaching gestrichen werden! Herr Taschner, Sie haben gerade eine Brandrede gehalten, wonach die Neue Mittelschule gestärkt werden soll. (Abg. Rosenkranz: Aber zielsicher!) Wenn man diesen Schulen die Mittel und die Ressourcen wegnimmt, dann geht das aber ganz und gar nicht!
Abg. Rosenkranz: Ein Versprechen: Wir machen es besser, als Sie je denken konnten!
Und eines sei auch gesagt: Gehen Sie einmal in eine solche Schule, dann sehen Sie es – oder vielleicht lesen Sie auch einmal im Gesetz nach –, dass die Schulen selbst und autonom jetzt schon beschließen können, was sie mit den Teamteaching-Einheiten tun. Das ist jetzt schon der Fall, damit sie treffsicher arbeiten können, damit sie Förderkurse anbieten können, damit sie jene unterstützen können, die die Hilfe auch brauchen. Das geht jetzt schon! (Abg. Rosenkranz: Ein Versprechen: Wir machen es besser, als Sie je denken konnten!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Liste Pilz. – Abg. Bösch: Das hätten Sie alles machen können! Niemand hat Sie daran gehindert, das zu tun! Warum haben Sie das nicht getan, Frau Kollegin?
Wir brauchen diese Mittel jetzt! Wir brauchen jetzt ganztägige Schulen. Wir brauchen jetzt die Möglichkeiten, unsere Kinder zu unterstützen, zu fördern, zu fordern, ihre Talente und ihre Potenziale zu heben! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Liste Pilz. – Abg. Bösch: Das hätten Sie alles machen können! Niemand hat Sie daran gehindert, das zu tun! Warum haben Sie das nicht getan, Frau Kollegin?)
Abg. Neubauer: Warum haben Sie es dann nicht gemacht?
Aber: Kein Geld! Kein Geld da! – Wo bleiben die Mittel für die Digitalisierung? Diese sind dringend notwendig: Wir brauchen Infrastruktur, wir brauchen WLAN, wir brauchen mobile Endgeräte in den Schulen. Gehen Sie in eine Schule, schauen Sie einmal, wie es dort ausschaut! (Abg. Neubauer: Warum haben Sie es dann nicht gemacht?) Wir brauchen das Know-how für die Pädagoginnen und Pädagogen und wir brauchen zusätzliche Lernmaterialien. (Abg. Rosenkranz: Also die letzten zehn Jahre musste ich zu Hause für Ihr Versagen einspringen!) Die Konzepte habe ich selbst entwickelt, ich war selbst dafür zuständig, ich weiß, was auf dem Tisch liegt, inklusive der Budgetierung. Null findet sich in Ihrem Budget, null! Ich könnte diese Liste jetzt noch lange fortsetzen (Abg. Neubauer: Ihre Rede ist ein Eingeständnis Ihres eigenen Versagens! – Ruf bei der ÖVP: Schweres Versagen! – Abg. Rädler: Selbstgeißelung war das!): Die Bildungsstiftung ist nicht mehr existent. Der Chancenindex, der oft ganz gerne als Marketingmaßnahme von Ihnen, auch vom Herrn Bildungsminister, in den Mund genommen wird, findet sich nicht einmal in den Wirkungszielen wieder.
Abg. Rosenkranz: Also die letzten zehn Jahre musste ich zu Hause für Ihr Versagen einspringen!
Aber: Kein Geld! Kein Geld da! – Wo bleiben die Mittel für die Digitalisierung? Diese sind dringend notwendig: Wir brauchen Infrastruktur, wir brauchen WLAN, wir brauchen mobile Endgeräte in den Schulen. Gehen Sie in eine Schule, schauen Sie einmal, wie es dort ausschaut! (Abg. Neubauer: Warum haben Sie es dann nicht gemacht?) Wir brauchen das Know-how für die Pädagoginnen und Pädagogen und wir brauchen zusätzliche Lernmaterialien. (Abg. Rosenkranz: Also die letzten zehn Jahre musste ich zu Hause für Ihr Versagen einspringen!) Die Konzepte habe ich selbst entwickelt, ich war selbst dafür zuständig, ich weiß, was auf dem Tisch liegt, inklusive der Budgetierung. Null findet sich in Ihrem Budget, null! Ich könnte diese Liste jetzt noch lange fortsetzen (Abg. Neubauer: Ihre Rede ist ein Eingeständnis Ihres eigenen Versagens! – Ruf bei der ÖVP: Schweres Versagen! – Abg. Rädler: Selbstgeißelung war das!): Die Bildungsstiftung ist nicht mehr existent. Der Chancenindex, der oft ganz gerne als Marketingmaßnahme von Ihnen, auch vom Herrn Bildungsminister, in den Mund genommen wird, findet sich nicht einmal in den Wirkungszielen wieder.
Abg. Neubauer: Ihre Rede ist ein Eingeständnis Ihres eigenen Versagens! – Ruf bei der ÖVP: Schweres Versagen! – Abg. Rädler: Selbstgeißelung war das!
Aber: Kein Geld! Kein Geld da! – Wo bleiben die Mittel für die Digitalisierung? Diese sind dringend notwendig: Wir brauchen Infrastruktur, wir brauchen WLAN, wir brauchen mobile Endgeräte in den Schulen. Gehen Sie in eine Schule, schauen Sie einmal, wie es dort ausschaut! (Abg. Neubauer: Warum haben Sie es dann nicht gemacht?) Wir brauchen das Know-how für die Pädagoginnen und Pädagogen und wir brauchen zusätzliche Lernmaterialien. (Abg. Rosenkranz: Also die letzten zehn Jahre musste ich zu Hause für Ihr Versagen einspringen!) Die Konzepte habe ich selbst entwickelt, ich war selbst dafür zuständig, ich weiß, was auf dem Tisch liegt, inklusive der Budgetierung. Null findet sich in Ihrem Budget, null! Ich könnte diese Liste jetzt noch lange fortsetzen (Abg. Neubauer: Ihre Rede ist ein Eingeständnis Ihres eigenen Versagens! – Ruf bei der ÖVP: Schweres Versagen! – Abg. Rädler: Selbstgeißelung war das!): Die Bildungsstiftung ist nicht mehr existent. Der Chancenindex, der oft ganz gerne als Marketingmaßnahme von Ihnen, auch vom Herrn Bildungsminister, in den Mund genommen wird, findet sich nicht einmal in den Wirkungszielen wieder.
Abg. Rosenkranz: Doch!
Wir starten nicht in eine neue Zukunft (Abg. Rosenkranz: Doch!), wir starten in eine neue Politik der Zukunftsvergessenheit, auf dem Rücken unserer Kinder. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz. – Abg. Rädler: Darum wurden Sie abgewählt!)
Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz. – Abg. Rädler: Darum wurden Sie abgewählt!
Wir starten nicht in eine neue Zukunft (Abg. Rosenkranz: Doch!), wir starten in eine neue Politik der Zukunftsvergessenheit, auf dem Rücken unserer Kinder. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz. – Abg. Rädler: Darum wurden Sie abgewählt!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Drozda. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Wendelin Mölzer (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Geschätzte Zuhörer und Zuseher vor den Fernsehbildschirmen oder via Livestream! Wenn ich meinem vierjährigen Sohn erklären müsste, was eine beleidigte Leberwurst ist, würde ich ihm sagen, das ist der SPÖ-Parlamentsklub. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Drozda. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Hören Sie zu, das betrifft Sie auch.
Abg. Kuntzl: Haben Sie zum Thema auch etwas zu sagen?
Dort sitzen zehn abgewählte, abgehalfterte Minister oder Staatssekretäre, deren Politik abgewählt wurde, und zwar zu Recht abgewählt wurde, weil wir wissen, dass wir die letzten zehn, zwölf Jahre Stillstand hatten. Das ist vielleicht Ihr Problem; es ist nicht mein Problem, aber es ist Ihr Problem (Abg. Kuntzl: Haben Sie zum Thema auch etwas zu sagen?) – meine Damen und Herren, ich komme schon noch zu den Inhalten –: Sie können sich nur damit beschäftigen, beleidigt zu sein (Abg. Rosenkranz: Tiefe Buße!), alles besser zu wissen. Sie sollten in sich gehen und versuchen, sich neu
Abg. Rosenkranz: Tiefe Buße!
Dort sitzen zehn abgewählte, abgehalfterte Minister oder Staatssekretäre, deren Politik abgewählt wurde, und zwar zu Recht abgewählt wurde, weil wir wissen, dass wir die letzten zehn, zwölf Jahre Stillstand hatten. Das ist vielleicht Ihr Problem; es ist nicht mein Problem, aber es ist Ihr Problem (Abg. Kuntzl: Haben Sie zum Thema auch etwas zu sagen?) – meine Damen und Herren, ich komme schon noch zu den Inhalten –: Sie können sich nur damit beschäftigen, beleidigt zu sein (Abg. Rosenkranz: Tiefe Buße!), alles besser zu wissen. Sie sollten in sich gehen und versuchen, sich neu
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
aufzustellen, um vielleicht in der Wählergunst wieder zu steigen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine geschätzten Damen und Herren! Es ist ganz lustig, was die Budgetfrage betrifft machen –: Wir hatten im November die Regierungsverhandlungen und haben, glaube ich, ein sehr gutes Regierungsprogramm vor allem auch im Bereich Bildung zustande gebracht. Ich habe in Erinnerung: Nicht einmal wir wussten noch genau, wohin im Detail die Reise geht – weil man sich ja zusammenraufen muss –, da wussten Frau Kollegin Hammerschmid und die SPÖ bereits, dass es Kürzungen im Bildungsbereich geben werde. Panikmache würde ich das nennen. Das ging dann weiter: Vor ein paar Wochen haben Sie gesagt, es gibt Kürzungen, Kürzungen, Kürzungen. – Heute stehen wir hier und seit gestern wissen wir: Es wird keine Kürzungen geben, es wird mehr Geld geben! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Rosenkranz – in Richtung SPÖ –: Das ist Ihre Verantwortung da drüben!
Das ist natürlich blöd gelaufen, Frau Kollegin oder liebe Kollegen von der SPÖ. Da Sie sozusagen Ihre Panikmache nicht aufrechterhalten können, versuchen Sie jetzt, die Dinge im Einzelnen madig zu machen, was aber wohl daran liegt, dass wir nicht Ihren Weg weitergehen, sondern in diesem Bereich einen anderen Weg gehen. Das ist ganz wesentlich, denn wir wissen, wie viel schiefgelaufen ist – ich erspare Ihnen eine Aufzählung der Fakten –, wie viele Kinder nicht sinnerfassend lesen können und dergleichen. (Abg. Rosenkranz – in Richtung SPÖ –: Das ist Ihre Verantwortung da drüben!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn Sie also kritisieren, dass etwa – Kollege Strolz hat das auch schon gesagt – der Integrationstopf ausläuft: Wir wissen, das war eine temporäre Maßnahme, eine Maßnahme auf Zeit, die diese Flüchtlingswelle – die im Übrigen auch die SPÖ-Politik verschuldet hat – 2015 notwendig gemacht hat, die nicht auf Dauer vorgesehen war. Wir wissen, meine Damen und Herren, dass wir jetzt stattdessen Geld für die Deutschklassen – Kollege Taschner hat das schon schön ausgeführt – ausgeben, womit wir eine nachhaltige Maßnahme zur Integration schaffen, und dies nicht nur für die Kinder, die in den letzten Jahren neu zu uns gekommen sind, sondern auch für jene Kinder, die im Land leben und nicht ausreichend Deutsch können. Wir setzen damit eine ganz, ganz wesentliche Maßnahme, die wir gesetzlich verankern, aber auch entsprechend budgetär ausstatten. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kollegin Hammerschmid, Sie haben etwa behauptet, dass die Investitionen im Schulausbau fehlen: Dafür geben wir eine halbe Milliarde Euro mehr aus. Wir investieren weiters im Bereich der Lehre mit Matura, es gibt mehr Geld für die Berufsschulen, um auch die Lehre generell zu stärken. Das ist natürlich nicht sozialistische Politik, das ist mir schon klar, aber es ist die richtige Politik für die Menschen in unserem Land und für die Kinder, die eine gute Zukunft brauchen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Keine Frage, es ist nicht alles perfekt, aber um Seneca zu zitieren: „Non est ad astra mollis e terris via“ – der Weg zu den Sternen ist kein leichter. Wir werden aber diesen Weg auf jeden Fall gehen und versuchen, zu den Sternen zu kommen – für unsere Kinder, für unsere Zukunft. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
Die Stiftung ist jetzt de facto handlungsunfähig, völlig tot. Der eigentliche Zweck kann nicht mehr erfüllt werden – ich darf Sie erinnern: das war ein „Beitrag zur Anhebung des Bildungsniveaus und der Innovationskompetenz [...] durch kompetitive Förderung von innovativen Projekten im Bildungs- und Forschungsbereich“. – Das klingt gar nicht so schlecht; man könnte meinen, das braucht man vielleicht sogar. Dieses Projekt ist jetzt jedenfalls tot, und ich glaube, das ist auch der beste Beleg dafür, dass diese PR-Geschichte von wegen, man investiert in die Zukunft, wirklich nur ebendas ist: Es ist heiße Luft. Es ist sehr gut gemachte PR – das muss man vielleicht auch neidlos anerkennen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Abg. Strolz – erheitert –: Das geht ja gar nicht! – Abg. Rädler: Zur Sache!
Eigentlich hätte man es wissen müssen: Wie kommen wir dazu, in Österreich ein weltweit einzigartiges Innovationsprojekt zu fördern? (Abg. Strolz – erheitert –: Das geht ja gar nicht! – Abg. Rädler: Zur Sache!) Ich hätte es wirklich auch selbst wissen sollen. Es hatte damals schon den Hauch von Utopie in der Art und Weise, wie es präsentiert worden ist, sodass man meint: eigentlich zu schön, um wahr zu sein! – Schade darum. Aber Gratulation an die ÖVP zur Demontage eines absoluten Vorzeigeprojekts! Was nicht in den Kram passt, wird jetzt wieder wegnovelliert.
Abg. Strolz: Es fällt der Grund weg!
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um Aussagen aus meiner Rede vom 14. Dezember 2016 selbst tatsächlich zu berichtigen: Ich nehme jegliches Lob, das ich damals an die ÖVP ausgesprochen habe, hiermit wieder zurück. (Abg. Strolz: Es fällt der Grund weg!) Es ist eine absolute Frechheit, dass diese Stiftung jetzt wieder zusammengestutzt wird. Das Einzige, was Sie damit machen, ist, dass Sie eine engagierte Bildungsinnovationsszene wieder um Jahre zurückwerfen. Es hat unzählige Personen gegeben, die schon darauf gewartet haben, dass sie sich bei dieser Stiftung um Mittel bewerben können, um ihre Projekte zu finanzieren. Diese Geschichten sind jetzt de facto tot, man kann nicht weiterarbeiten. Das sind Dutzende Projekte, die jetzt vielleicht vor dem Ende ihrer Existenz stehen, weil versprochenes Geld, das dringend notwendig war, um Innovationen im Bildungsbereich zu fördern, jetzt doch nicht kommt. – Danke für gar nichts. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Liste Pilz.
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um Aussagen aus meiner Rede vom 14. Dezember 2016 selbst tatsächlich zu berichtigen: Ich nehme jegliches Lob, das ich damals an die ÖVP ausgesprochen habe, hiermit wieder zurück. (Abg. Strolz: Es fällt der Grund weg!) Es ist eine absolute Frechheit, dass diese Stiftung jetzt wieder zusammengestutzt wird. Das Einzige, was Sie damit machen, ist, dass Sie eine engagierte Bildungsinnovationsszene wieder um Jahre zurückwerfen. Es hat unzählige Personen gegeben, die schon darauf gewartet haben, dass sie sich bei dieser Stiftung um Mittel bewerben können, um ihre Projekte zu finanzieren. Diese Geschichten sind jetzt de facto tot, man kann nicht weiterarbeiten. Das sind Dutzende Projekte, die jetzt vielleicht vor dem Ende ihrer Existenz stehen, weil versprochenes Geld, das dringend notwendig war, um Innovationen im Bildungsbereich zu fördern, jetzt doch nicht kommt. – Danke für gar nichts. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Liste Pilz.)
Abg. Neubauer: Für die Jugend?
Ich als junge Abgeordnete hier in diesem Hohen Haus sehe mich als wichtige Zeitzeugin dieses digitalen Zeitalters, als Digital Native, die den digitalen Wandel als Chance und nicht als Nachteil sieht, und als solche möchte ich auch hier sprechen, weil die Digitalisierung gerade im Bildungsbereich eine zentrale Rolle spielt. (Abg. Neubauer: Für die Jugend?) Das vermisse ich in diesen Berechnungen.
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Nur, in dieser Schule waren es wieder ein Lehrer und ein Direktor, die sich dahintergeklemmt haben. Das System ist noch nicht so weit, dass wir hier die richtigen Weichen stellen, dass es zu einer Selbstverständlichkeit wird, dass wir technologische Werkzeuge und die dazugehörige Software verwenden. Ich bin echt enttäuscht, dass wir da noch nicht viel weiter sind. Das sehe ich leider auch nicht im Budget. Wo ist das drinnen? Es wird eine Stiftung abgedreht – und da muss ich Frau Gamon recht geben, sie wird abgedreht –, bei der es um Innovation geht. Ich glaube, da müssen wir investieren, da können wir nicht sagen, ja, schauen wir einmal. Innovation kann nicht warten. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
jetzt nicht nur zum Mars schießen wird, sondern auch die Automobilindustrie auf den Kopf gestellt hat – dreimal dürfen Sie raten: Migrant. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Das heißt, wir haben hier Menschen aus aller Welt (Beifall bei der Liste Pilz sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS), die einen Background haben, über den manche hier vielleicht nicht so gerne etwas hören wollen. (Abg. Gudenus: Die Afghanen haben sicher einen tollen Background!)
Beifall bei der Liste Pilz sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS
jetzt nicht nur zum Mars schießen wird, sondern auch die Automobilindustrie auf den Kopf gestellt hat – dreimal dürfen Sie raten: Migrant. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Das heißt, wir haben hier Menschen aus aller Welt (Beifall bei der Liste Pilz sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS), die einen Background haben, über den manche hier vielleicht nicht so gerne etwas hören wollen. (Abg. Gudenus: Die Afghanen haben sicher einen tollen Background!)
Abg. Gudenus: Die Afghanen haben sicher einen tollen Background!
jetzt nicht nur zum Mars schießen wird, sondern auch die Automobilindustrie auf den Kopf gestellt hat – dreimal dürfen Sie raten: Migrant. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Das heißt, wir haben hier Menschen aus aller Welt (Beifall bei der Liste Pilz sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS), die einen Background haben, über den manche hier vielleicht nicht so gerne etwas hören wollen. (Abg. Gudenus: Die Afghanen haben sicher einen tollen Background!)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.
Ich bin voller Hoffnung, dass wir in den nächsten Jahren da noch aufholen werden. In den nächsten zwei Jahren sehe ich da noch ein bisschen schwarz, aber ich werde nicht aufgeben, weil ich daran glaube, dass wir eine lösungsorientierte Politik, die Innovation zulassen kann, brauchen. (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.)
Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Wenn ich die letzten drei Stunden kurz gedanklich Revue passieren lasse, fällt schon auf, dass vor allem vonseiten vieler Oppositionspolitiker das Verlangen nach mehr finanziellen Mitteln kommt. Ich habe Verständnis dafür, dass man sich vor allem für seinen Bereich einsetzt und sagt, da hätte ich gern noch mehr Geld im Budget. (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.)
Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Generalsekretäre!
Wenn sich alle, bis auf die Liste Pilz wahrscheinlich, dazu bekennen, dass wir grundsätzlich ein ausgeglichenes Budget haben wollen, dann sollte man – das höre ich nirgends –, wenn man seriös ist, aber doch auch sagen, woher man auf der anderen Seite dieses Mehr an Geld nehmen will. Sind es neue Steuern? (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Generalsekretäre!) Wo auch immer man sparen will, man sollte das einmal in solch einer Diskussion darstellen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rosenkranz: Bei den Reichen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rosenkranz: Bei den Reichen!
Wenn sich alle, bis auf die Liste Pilz wahrscheinlich, dazu bekennen, dass wir grundsätzlich ein ausgeglichenes Budget haben wollen, dann sollte man – das höre ich nirgends –, wenn man seriös ist, aber doch auch sagen, woher man auf der anderen Seite dieses Mehr an Geld nehmen will. Sind es neue Steuern? (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Generalsekretäre!) Wo auch immer man sparen will, man sollte das einmal in solch einer Diskussion darstellen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rosenkranz: Bei den Reichen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
wäre das überhaupt nicht möglich, ohne sie würden wir nicht in einem solch wunderbaren Land leben können, mit sozialer Sicherheit und mit vielen Chancen und Möglichkeiten für diejenigen, die hier leben dürfen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Vogl.
Ich sage noch einmal Danke. Ich habe zwei kleine Kinder und ich möchte sie nicht in die Verlegenheit bringen, dass dieser Schuldenberg, der zweifelsohne da ist, immer noch weiter wächst, wenn sie dann so weit sind, dass sie die Steuern bezahlen müssen und den Schuldenberg vor sich haben, und deswegen ist es, glaube ich, richtig, dass wir auf diesem Weg sind. – Vielen Dank dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Abg. Rädler: Diplômé!
Präsidentin Doris Bures: Zu Wort gemeldet ist nun Herr Abgeordneter Alois Stöger. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Rädler: Diplômé!)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lausch. – Abg. Rädler: Das hat seine Diplômé-Ausbildung ausgemacht!
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Liebe Gäste auf der Galerie! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Herr Finanzminister, ich muss Ihnen zu Ihrer gestrigen Budgetrede gratulieren. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lausch. – Abg. Rädler: Das hat seine Diplômé-Ausbildung ausgemacht!) Ich habe nachgedacht, was das war. (Abg. Lausch: Und Sie haben sie nicht verstanden!) War es ein Theater? – Nein, kann es nicht gewesen sein, weil Theater, gutes Theater, tiefgründig ist. Das war es nicht. Ein Kabarett war es auch nicht, weil es dafür zu wenig lustig war. Es war eine Revue über das, was man so an Phrasen kennt. Da streut man den Menschen Sand in die Augen, das wird wehtun. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Winzig: Privatwirtschaft ist ein Fremdwort!)
Abg. Lausch: Und Sie haben sie nicht verstanden!
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Liebe Gäste auf der Galerie! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Herr Finanzminister, ich muss Ihnen zu Ihrer gestrigen Budgetrede gratulieren. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lausch. – Abg. Rädler: Das hat seine Diplômé-Ausbildung ausgemacht!) Ich habe nachgedacht, was das war. (Abg. Lausch: Und Sie haben sie nicht verstanden!) War es ein Theater? – Nein, kann es nicht gewesen sein, weil Theater, gutes Theater, tiefgründig ist. Das war es nicht. Ein Kabarett war es auch nicht, weil es dafür zu wenig lustig war. Es war eine Revue über das, was man so an Phrasen kennt. Da streut man den Menschen Sand in die Augen, das wird wehtun. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Winzig: Privatwirtschaft ist ein Fremdwort!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Winzig: Privatwirtschaft ist ein Fremdwort!
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Liebe Gäste auf der Galerie! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Herr Finanzminister, ich muss Ihnen zu Ihrer gestrigen Budgetrede gratulieren. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lausch. – Abg. Rädler: Das hat seine Diplômé-Ausbildung ausgemacht!) Ich habe nachgedacht, was das war. (Abg. Lausch: Und Sie haben sie nicht verstanden!) War es ein Theater? – Nein, kann es nicht gewesen sein, weil Theater, gutes Theater, tiefgründig ist. Das war es nicht. Ein Kabarett war es auch nicht, weil es dafür zu wenig lustig war. Es war eine Revue über das, was man so an Phrasen kennt. Da streut man den Menschen Sand in die Augen, das wird wehtun. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Winzig: Privatwirtschaft ist ein Fremdwort!)
Abg. Lausch: Sie waren der Verkehrsminister und haben nichts gemacht!
Gestern wurde vonseiten des VCÖ gesagt, dass wir gerade am Land Mobilitätsarmut haben. Wo sparen Sie ein? – Sie sparen bei der ländlichen Mobilisierung ein, bei der ländlichen Infrastruktur, und das trifft die Leute in Niederösterreich – das wundert mich – ganz besonders hart. Die Bahnstrecke Süßenbrunn–Bernhardsthal, habe ich gehört, ist ein Problem. Man spart im Umweltbereich ein, bei der Elektrifizierung der Strecke Herzogenburg–Krems. Das ist genau der Nahverkehr, von dem wir gesprochen haben, der nicht ausgebaut wird, und das kann es nicht sein. Das bedeutet auch eine Belastung für die Umwelt. (Abg. Lausch: Sie waren der Verkehrsminister und haben nichts gemacht!)
Abg. Lausch: Das hätte Ihnen als Verkehrsminister auffallen sollen!
Sie sparen beim viergleisigen Ausbau von Linz nach Wels ein. Ich habe auch vernommen, dass man die Attraktivierung der Mattigtalbahn im Innviertel wieder zurücknimmt. (Abg. Lausch: Das hätte Ihnen als Verkehrsminister auffallen sollen!) Wir haben sehr viel investiert, das können Sie nachlesen. (Abg. Lausch: Ja, ja, genau, das sieht man eh!)
Abg. Lausch: Ja, ja, genau, das sieht man eh!
Sie sparen beim viergleisigen Ausbau von Linz nach Wels ein. Ich habe auch vernommen, dass man die Attraktivierung der Mattigtalbahn im Innviertel wieder zurücknimmt. (Abg. Lausch: Das hätte Ihnen als Verkehrsminister auffallen sollen!) Wir haben sehr viel investiert, das können Sie nachlesen. (Abg. Lausch: Ja, ja, genau, das sieht man eh!)
Beifall bei der SPÖ.
Sie sparen bei den Menschen, Sie kürzen, und diese Kürzungen sind wirtschaftlich und arbeitsmarktpolitisch ein Jobkiller. 2 Milliarden Euro weniger heißt für die Firmen 2 Milliarden Euro weniger an Auftragsvolumen. Laut IHS bedeutet das, dass dadurch 30 000 Arbeitsplätze nicht entstehen können. Ich sage es noch einmal: Es ändert auch nichts, wenn man Körberlgeld hat. Letztendlich muss es bei den Menschen ankommen. Mangelnde Mobilität, mangelnde Möglichkeiten schaden gerade dem ländlichen Raum. Schade, dass die neue Regierung das macht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Das hat sogar Maschek erreicht!
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Kollege Stöger! Ich bin immer wieder erstaunt über Ihr kabarettistisches Talent, das Sie hier zum Besten geben. Sie haben es auch heute wieder geschafft. (Abg. Rosenkranz: Das hat sogar Maschek erreicht!) – Das hat sogar Maschek schon erreicht, wie Klubobmann Rosenkranz gerade sagt.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Rädler.
Aber warum sage ich das, Herr Kollege Stöger? – Wenn Sie erklären, wir streuen den Menschen Sand in die Augen, dann hätte ich Ihnen während Ihrer Regierungszeit, als Sie Verkehrsminister waren, Folgendes geraten: Hätten Sie sich doch einmal den Sand aus den Augen gewischt und für dieses Verkehrsministerium gearbeitet, dann wäre vieles nicht in der Situation gewesen, die wir vorgefunden haben. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Rädler.)
Abg. Bernhard: Der ist mit dem Gudenus mittagessen!
Erstaunt war ich auch über die Ausführungen von Klubobmann Strolz, der mittlerweile zum Pflichtverteidiger der Sozialisten mutiert ist und keine Gelegenheit auslässt, in das linke Näpfchen hineinzuspringen. Er hat erklärt, es gebe keine Visionen in der Verkehrspolitik, es sei alles eine Fehlanzeige. Kollegen Strolz, der jetzt offenbar schon beim Mittagessen weilt, möchte ich eines mitgeben (Abg. Bernhard: Der ist mit dem Gudenus mittagessen!): Herr Kollege Strolz, es gibt einige Dinge, die wir jetzt schon sichergestellt haben, die in der kommenden Regierungsperiode umgesetzt werden. Es gibt ganz maßgebliche Projekte, ich möchte nur auf 5 Milliarden Euro, die im Zuge dieses Rahmenplans in den Brennerbasistunnel investiert werden, verweisen. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Erstaunt war ich auch über die Ausführungen von Klubobmann Strolz, der mittlerweile zum Pflichtverteidiger der Sozialisten mutiert ist und keine Gelegenheit auslässt, in das linke Näpfchen hineinzuspringen. Er hat erklärt, es gebe keine Visionen in der Verkehrspolitik, es sei alles eine Fehlanzeige. Kollegen Strolz, der jetzt offenbar schon beim Mittagessen weilt, möchte ich eines mitgeben (Abg. Bernhard: Der ist mit dem Gudenus mittagessen!): Herr Kollege Strolz, es gibt einige Dinge, die wir jetzt schon sichergestellt haben, die in der kommenden Regierungsperiode umgesetzt werden. Es gibt ganz maßgebliche Projekte, ich möchte nur auf 5 Milliarden Euro, die im Zuge dieses Rahmenplans in den Brennerbasistunnel investiert werden, verweisen. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dort werden wir im Gegensatz zur SPÖ – der Minister außer Dienst Leichtfried schaut auch schon her, er ist schon aufgewacht – auch sicherstellen, dass die Zulaufstrecken gerade auf deutschem Bundesgebiet rasch gebaut werden, damit dieser Tunnel auch Sinn ergibt und weniger Transit in Tirol stattfindet. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Super Hofer!
Minister Hofer hat bereits bei der Münchner Konferenz Pflöcke in diese Richtung eingeschlagen. (Ruf bei der FPÖ: Super Hofer!) Ich bin davon überzeugt, dass wir da auch rasch zu einer Umsetzung kommen werden. Vonseiten der SPÖ ist das damals alles nicht gemacht worden.
Abg. Neubauer: Da geht was weiter, mein Lieber!
Die Neue Seidenstraße ist ein weiteres Projekt, das unserem Verkehrsminister Hofer sehr, sehr wichtig ist. Bereits am 21.2.2018 haben wir es zustande gebracht, mit dem russischen Verkehrsminister Sokolow einen Grundsatzvertrag über die Verlängerung der russischen Breitspur bis in den Wiener Raum abzuschließen – das ist ganz, ganz wichtig für den Logistikstandort Wien, für den Logistikstandort Ostösterreich –, mit dem Ziel der Fertigstellung 2033. (Abg. Neubauer: Da geht was weiter, mein Lieber!) Ich bin überzeugt davon, dass wir auf einem guten Weg sind.
Beifall bei der FPÖ.
Was haben wir noch vor? – Wir wollen den Verkehrsfluss verbessern. Auch für den Individualpendler im Straßenverkehr ist ein Maßnahmenpaket vorgesehen. Das beginnt beim Pilotversuch für Rechtsabbiegen bei Rot, geht weiter über eine Freigabe von Pannenstreifen, wenn es die Verkehrslage erforderlich macht. Es ist auch in Diskussion, bei guter Verkehrslage und bei guter Witterung Tempo 140 auf entsprechenden Abschnitten auf der Autobahn freizugeben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Nicht nur in der Verkehrspolitik!
Also überall dort, wo die SPÖ in der Verkehrspolitik aktiv geworden ist, ist eher ein Trümmerhaufen übrig geblieben. (Abg. Belakowitsch: Nicht nur in der Verkehrspolitik!) Meine sehr geehrten Damen und Herren! In den letzten 94 Tagen ist es uns zumindest gelungen, einige dieser Trümmer wieder aufzuklauben und zusammenzukleben. Sie können versichert sein, dass wir noch entsprechende Erfolge präsentieren werden. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Also überall dort, wo die SPÖ in der Verkehrspolitik aktiv geworden ist, ist eher ein Trümmerhaufen übrig geblieben. (Abg. Belakowitsch: Nicht nur in der Verkehrspolitik!) Meine sehr geehrten Damen und Herren! In den letzten 94 Tagen ist es uns zumindest gelungen, einige dieser Trümmer wieder aufzuklauben und zusammenzukleben. Sie können versichert sein, dass wir noch entsprechende Erfolge präsentieren werden. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dafür möchte ich dem Herrn Finanzminister danken, und ich möchte dem Herrn Verkehrsminister für seine Visionen danken. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordneter Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (NEOS): Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Kollege Ottenschläger – er ist noch im Raum – hat uns vorhin vorgeworfen, dass wir immer nur mehr, mehr, mehr fordern. Ich glaube, Sie verstehen da einiges falsch, wir fordern nicht mehr, mehr, mehr, sondern wirtschaftlich, wirtschaftlich, wirtschaftlich und nachhaltig, nachhaltig, nachhaltig – das ist ein großer Unterschied. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Wenn man weiterschaut, liest man: „Abschluss von Verträgen mit Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen bzw. Eisenbahn-Verkehrsunternehmen“. Da ist die Frage, was das für Verträge sind, die Sie da wollen. Sind das Verträge, die so schnell wie möglich zu einem Ende der Direktvergabe führen sollen – Sie haben in Ihrer Budgetrede angekündigt, dass es 2023 zu einem Ende der Direktvergabe kommen soll –, oder sind das Verträge, die jetzt dafür sorgen sollen, dass die ÖBB in den nächsten Jahren noch einmal viel Geld bekommen, damit sie dann wettbewerbsfähiger sind, weil wir das sonst nicht hinbekommen? Wenn es Zweiteres ist, dann ist es nicht nachhaltig, nachhaltig, nachhaltig und auch nicht wirtschaftlich, wirtschaftlich, wirtschaftlich. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Darauf werden wir in den nächsten Wochen und Monaten genau achten. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn man weiterschaut, liest man: „Abschluss von Verträgen mit Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen bzw. Eisenbahn-Verkehrsunternehmen“. Da ist die Frage, was das für Verträge sind, die Sie da wollen. Sind das Verträge, die so schnell wie möglich zu einem Ende der Direktvergabe führen sollen – Sie haben in Ihrer Budgetrede angekündigt, dass es 2023 zu einem Ende der Direktvergabe kommen soll –, oder sind das Verträge, die jetzt dafür sorgen sollen, dass die ÖBB in den nächsten Jahren noch einmal viel Geld bekommen, damit sie dann wettbewerbsfähiger sind, weil wir das sonst nicht hinbekommen? Wenn es Zweiteres ist, dann ist es nicht nachhaltig, nachhaltig, nachhaltig und auch nicht wirtschaftlich, wirtschaftlich, wirtschaftlich. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Darauf werden wir in den nächsten Wochen und Monaten genau achten. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Christoph Zarits (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir starten mit dem Doppelbudget 2018/2019 in eine neue und in eine gute Zukunft. Am 15. Oktober 2017 wurde die Veränderung gewählt. Es wurde ein neuer Stil gewählt, und die Menschen haben entschieden, in welche Richtung sich unser Land bewegen und entwickeln soll. Das ist für uns auch ein klarer Auftrag: keine neuen Steuern, keine neuen Schulden. Wir wollen die Menschen entlasten, wir machen Schluss mit der Schuldenpolitik und leiten den notwendigen Kurswechsel ein, den die Menschen in diesem Land wollen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
und Abgaben das System finanzieren und aufrechterhalten. Das ist uns wichtig. Eines ist jedoch klar: Wir werden auch all jene unterstützen, die aufgrund von Krankheit oder aus anderen Gründen Hilfe brauchen, wir lassen auch niemanden im Stich, denn soziale Sicherheit ist uns wichtig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ein stabiles Budget ist die Grundlage für den Wohlstand und die soziale Sicherheit in unserem Land. Ich freue mich, dass wesentliche sozial- und familienpolitische Maßnahmen im Budget verankert sind, die den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und den Familien zugutekommen. Nicht bei den Menschen zu sparen, sondern im System, ist dabei das Credo unseres Finanzministers Hartwig Löger. Wir müssen und wir werden die Steuer- und Abgabenquote auf 40 Prozent senken, denn Leistung muss sich lohnen. – Wir halten das, was wir versprochen haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Mit der Entlastung von Familien und der Unterstützung der Geringverdiener werden wichtige Schritte gesetzt, die es den Menschen wieder ermöglichen, sich durch eigene Arbeit und durch eigene Leistung etwas aufzubauen. Eine dieser Entlastungen ist der Familienbonus Plus, der bereits am 1. Jänner 2019 in Kraft tritt: bis zu 1 500 Euro pro Kind pro Jahr, das betrifft 950 000 Familien, 1,6 Millionen Kinder werden davon profitieren. Das ist die größte Entlastung der Familien aller Zeiten. – Ein herzliches Dankeschön unserem Finanzminister! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, um das auch einmal klarzustellen, der Familienbonus ist eine steuerliche Entlastung, und steuerlich entlasten kann man nur jemanden, der auch Steuern zahlt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Wir halten das, was wir im Wahlkampf versprochen haben.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Zusätzlich werden kleinere Einkommen durch die Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrags gestärkt. Das wird bereits ab 1. Juli 2018 in Kraft treten, 900 000 arbeitende Menschen werden hiervon profitieren und werden mehr Geld im Börserl haben. Was heißt das genau? – Ein Tischler mit einem Einkommen von 1 800 Euro brutto, das sind umgerechnet 1 370 Euro netto, erspart sich im Jahr bis zu 250 Euro. – Wir halten das, was wir im Wahlkampf versprochen haben, meine lieben Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Menschen wichtig ist, und das ist das, was die Menschen auch bewegt. – Wir halten das, was wir im Wahlkampf versprochen haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Mehr Geld für Familien, mehr Geld für Pflege und Soziales, mehr Geld für Bildung und mehr Geld für die Sicherheit in Österreich, und all das ohne neue Steuern, ohne neue Schulden – wir haben gemeinsam mit der Bundesregierung ein Ziel: Österreich wieder ganz an die Spitze zu bringen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Das machen wir ja nicht, das macht ja ihr!
Das Haus steht noch immer, und dieses Haus hat eine Verschuldung, aber dem steht auch ein Vermögen gegenüber, und deswegen halte ich es nicht für fair – egal, wer dieses Haus geführt hat, welche Regierung das war, welcher Finanzminister gerade am Ruder war –, dass man dieses Haus so schlechtredet (Abg. Neubauer: Das machen wir ja nicht, das macht ja ihr!), etwa indem ein Finanzminister sagt, man habe eine falsche Budgetpolitik gemacht. Das ist nicht fair, egal, wer dieses Land geführt hat. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haider: Schulden! Schuldenpolitik hat man gemacht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haider: Schulden! Schuldenpolitik hat man gemacht!
Das Haus steht noch immer, und dieses Haus hat eine Verschuldung, aber dem steht auch ein Vermögen gegenüber, und deswegen halte ich es nicht für fair – egal, wer dieses Haus geführt hat, welche Regierung das war, welcher Finanzminister gerade am Ruder war –, dass man dieses Haus so schlechtredet (Abg. Neubauer: Das machen wir ja nicht, das macht ja ihr!), etwa indem ein Finanzminister sagt, man habe eine falsche Budgetpolitik gemacht. Das ist nicht fair, egal, wer dieses Land geführt hat. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haider: Schulden! Schuldenpolitik hat man gemacht!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ja, wir haben jetzt eine Hochkonjunktur, wir haben jetzt die Chance, ein Nulldefizit zu erreichen und Schulden abzubauen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Diese Hochkonjunktur hat aber auch die Politik gebraucht, das heißt, wir schaffen ja nicht Beschäftigung, damit wir Hochkonjunktur haben, wir schaffen ja in der Politik nur die Rahmenbedingungen – egal, ob auf Bundes-, Landes- oder Gemeindeebene. (Abg. Belakowitsch: ... auch international!) Die Politik macht die Rahmenbedingungen. Wir haben jetzt mehr Beschäftigung. Mehr Beschäftigung heißt: mehr Einnahmen an Steuern, mehr Einnahmen an Abgaben. Mehr Beschäftigung heißt: weniger Ausgaben bei Sozialleistungen, weil die Leute länger im Job bleiben.
Abg. Belakowitsch: ... auch international!
Ja, wir haben jetzt eine Hochkonjunktur, wir haben jetzt die Chance, ein Nulldefizit zu erreichen und Schulden abzubauen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Diese Hochkonjunktur hat aber auch die Politik gebraucht, das heißt, wir schaffen ja nicht Beschäftigung, damit wir Hochkonjunktur haben, wir schaffen ja in der Politik nur die Rahmenbedingungen – egal, ob auf Bundes-, Landes- oder Gemeindeebene. (Abg. Belakowitsch: ... auch international!) Die Politik macht die Rahmenbedingungen. Wir haben jetzt mehr Beschäftigung. Mehr Beschäftigung heißt: mehr Einnahmen an Steuern, mehr Einnahmen an Abgaben. Mehr Beschäftigung heißt: weniger Ausgaben bei Sozialleistungen, weil die Leute länger im Job bleiben.
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Bösch: ... die Eltern dieser Kinder zahlen keine Steuern!
noch hundert Beispiele mit dem Familienbonus bringen, geben Sie mir eine Antwort auf meine gestrige Frage: Warum werden Hunderttausende Kinder von einkommensschwachen Familien nicht gleich behandelt wie Kinder von Familien, die ein höheres Einkommen haben? Das ist nicht sozial gerecht. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Bösch: ... die Eltern dieser Kinder zahlen keine Steuern!)
Zwischenruf des Abg. Loacker
Genau das ist es, was ich als Sozialsprecher wirklich kritisiere (Zwischenruf des Abg. Loacker): Sie sparen nicht im System, Sie sparen bei den Menschen, egal, ob das Ältere sind, die kurz vor der Pension sind (Abg. Zanger: Geh, Beppo, du bist ja sonst sehr konstruktiv!), ob das Familien mit wenig Einkommen sind oder ob das Menschen sind, die den Staat entsprechend mitfinanziert, mitaufgebaut haben. Niemand ist davor gefeit – außer wenige hier in diesem Saal wahrscheinlich –, arbeitslos zu werden. Meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn 900 000 Menschen pro Jahr arbeitslos werden – nicht weil sie es wollen, sondern weil sie es werden –, dann müssen sie sich auch in Zukunft auf unser Haus, die Republik Österreich, verlassen können, darauf, dass sie hier ein Dach über ihrem Kopf haben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Abg. Zanger: Geh, Beppo, du bist ja sonst sehr konstruktiv!
Genau das ist es, was ich als Sozialsprecher wirklich kritisiere (Zwischenruf des Abg. Loacker): Sie sparen nicht im System, Sie sparen bei den Menschen, egal, ob das Ältere sind, die kurz vor der Pension sind (Abg. Zanger: Geh, Beppo, du bist ja sonst sehr konstruktiv!), ob das Familien mit wenig Einkommen sind oder ob das Menschen sind, die den Staat entsprechend mitfinanziert, mitaufgebaut haben. Niemand ist davor gefeit – außer wenige hier in diesem Saal wahrscheinlich –, arbeitslos zu werden. Meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn 900 000 Menschen pro Jahr arbeitslos werden – nicht weil sie es wollen, sondern weil sie es werden –, dann müssen sie sich auch in Zukunft auf unser Haus, die Republik Österreich, verlassen können, darauf, dass sie hier ein Dach über ihrem Kopf haben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
Genau das ist es, was ich als Sozialsprecher wirklich kritisiere (Zwischenruf des Abg. Loacker): Sie sparen nicht im System, Sie sparen bei den Menschen, egal, ob das Ältere sind, die kurz vor der Pension sind (Abg. Zanger: Geh, Beppo, du bist ja sonst sehr konstruktiv!), ob das Familien mit wenig Einkommen sind oder ob das Menschen sind, die den Staat entsprechend mitfinanziert, mitaufgebaut haben. Niemand ist davor gefeit – außer wenige hier in diesem Saal wahrscheinlich –, arbeitslos zu werden. Meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn 900 000 Menschen pro Jahr arbeitslos werden – nicht weil sie es wollen, sondern weil sie es werden –, dann müssen sie sich auch in Zukunft auf unser Haus, die Republik Österreich, verlassen können, darauf, dass sie hier ein Dach über ihrem Kopf haben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.)
Abg. Muchitsch: Abschaffung ...!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren auch zu Hause vor den Bildschirmen! Ja, Herr Kollege Muchitsch, Sie haben jetzt einiges gesagt, was durchaus richtig ist. Sie haben recht: Die Menschen sollen sich auf unser österreichisches Sozialsystem verlassen können. Wir haben ein gutes Sozialsystem, und das werden wir auch beibehalten. Es wird auch in Zukunft niemand in Österreich Angst haben müssen, dass er auf der Straße steht, dass er verhungern muss, wenn er seinen Job verliert. Diese Schreckgespenster – Sie haben versucht, sie abzuschwächen, indem Sie gesagt haben, Sie wollen das nicht –, das sind genau die Schreckgespenster, über die Sie mit Ihren Parteikollegen reden müssen. (Abg. Muchitsch: Abschaffung ...!) Die zeichnen die seit Wochen ohne Grundlage, ohne Basis, ohne Gesetz. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren auch zu Hause vor den Bildschirmen! Ja, Herr Kollege Muchitsch, Sie haben jetzt einiges gesagt, was durchaus richtig ist. Sie haben recht: Die Menschen sollen sich auf unser österreichisches Sozialsystem verlassen können. Wir haben ein gutes Sozialsystem, und das werden wir auch beibehalten. Es wird auch in Zukunft niemand in Österreich Angst haben müssen, dass er auf der Straße steht, dass er verhungern muss, wenn er seinen Job verliert. Diese Schreckgespenster – Sie haben versucht, sie abzuschwächen, indem Sie gesagt haben, Sie wollen das nicht –, das sind genau die Schreckgespenster, über die Sie mit Ihren Parteikollegen reden müssen. (Abg. Muchitsch: Abschaffung ...!) Die zeichnen die seit Wochen ohne Grundlage, ohne Basis, ohne Gesetz. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Muchitsch: Abschaffung Notstandshilfe!
Woher Herr Kern, Herr Schieder und Co diese Geschichten haben, weiß ich nicht. (Abg. Muchitsch: Abschaffung Notstandshilfe!) Kein Mensch weiß etwas davon, außer einige wenige selbsternannte Denker der SPÖ. Das sind aber auch die Leute, die uns diesen Scherbenhaufen hinterlassen haben. Das ist nämlich genau das Problem. (Abg. Muchitsch: Notstandshilfe! Altersteilzeit!)
Abg. Muchitsch: Notstandshilfe! Altersteilzeit!
Woher Herr Kern, Herr Schieder und Co diese Geschichten haben, weiß ich nicht. (Abg. Muchitsch: Abschaffung Notstandshilfe!) Kein Mensch weiß etwas davon, außer einige wenige selbsternannte Denker der SPÖ. Das sind aber auch die Leute, die uns diesen Scherbenhaufen hinterlassen haben. Das ist nämlich genau das Problem. (Abg. Muchitsch: Notstandshilfe! Altersteilzeit!)
Zwischenruf bei der SPÖ
Problem. Es hat keine Budgetierung dafür gegeben, vom ersten Tag an nicht (Zwischenruf bei der SPÖ), und genau das ist das Problem. Man kann nicht einfach nach dem Gießkannenprinzip alles ausschütten und sich dann wundern, wenn man es sich nicht leisten kann und wenn die Kassen leer sind. Da fangen die Probleme doch in Wahrheit an. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Problem. Es hat keine Budgetierung dafür gegeben, vom ersten Tag an nicht (Zwischenruf bei der SPÖ), und genau das ist das Problem. Man kann nicht einfach nach dem Gießkannenprinzip alles ausschütten und sich dann wundern, wenn man es sich nicht leisten kann und wenn die Kassen leer sind. Da fangen die Probleme doch in Wahrheit an. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Muchitsch.
Es war schon die SPÖ, Sie waren es, die ganz Österreich am liebsten zum sozioökonomischen Betrieb umgebaut hätte. Genau diesen Paradigmenwechsel wollen wir jetzt wieder vollziehen. Wir wollen weg vom Transfereinkommen und hin zu einem Arbeitseinkommen – zu einem Arbeitseinkommen, von dem die Menschen in diesem Land auch leben können. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Muchitsch.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ja, jemand, der unverschuldet oder aus welchen Gründen auch immer arbeitslos wird – wir alle kennen die Zahlen der letzten Jahre, und ich glaube, wir alle gemeinsam sind froh darüber, dass die Wirtschaft anzieht und die Arbeitslosigkeit sinkt –, wer arbeitslos ist, der soll auch entsprechend unterstützt werden. Genau das werden wir sicherstellen, auch in Zukunft: Niemand in diesem Land wird seine Eigentumswohnung verlieren, niemand in diesem Land wird auf der Straße stehen, im Regen stehen gelassen, kein einziger Österreicher muss Angst um sein Hab und Gut haben. Niemand in dieser Republik! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP
Was sich diese Bundesregierung aber schon zum Ziel gesetzt hat, ist: Österreich darf nicht zum Sozialamt für die ganze Welt werden. Da muss der Sparstift endlich angesetzt werden (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP), denn ich sage Ihnen schon, meine Damen und Herren: Es kann nicht sein, dass jeder Asylberechtigte, der nach Österreich kommt, sofort die volle Länge an Sozialleistungen bekommt, bevor er noch irgendetwas für dieses Land geleistet hat. Das ist sozial ungerecht und unverträglich, und das hat unser System in diese Schieflage gebracht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was sich diese Bundesregierung aber schon zum Ziel gesetzt hat, ist: Österreich darf nicht zum Sozialamt für die ganze Welt werden. Da muss der Sparstift endlich angesetzt werden (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP), denn ich sage Ihnen schon, meine Damen und Herren: Es kann nicht sein, dass jeder Asylberechtigte, der nach Österreich kommt, sofort die volle Länge an Sozialleistungen bekommt, bevor er noch irgendetwas für dieses Land geleistet hat. Das ist sozial ungerecht und unverträglich, und das hat unser System in diese Schieflage gebracht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rossmann
Wenn wir uns dann anschauen, wie sich beispielsweise die Situation in Wien darstellt (Zwischenruf des Abg. Rossmann), sehen wir, da haben wir eine Kostenexplosion im Bereich der Mindestsicherung. Die Stadt Wien kann sich das in Wahrheit nicht mehr leisten. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rossmann.) Auf der anderen Seite werden österreichische Familien auch in Wien im Regen stehen gelassen, da werden Mütter mit kranken Kindern in Stich gelassen. Das ist das sogenannte soziale Wien, das sich viel lieber um Asylberechtigte kümmert, um Asylwerber kümmert und um subsidiär Schutzberechtigte kümmert als um die eigenen Leute – und das wollen wir nicht mehr! Wir wollen da endlich eine Änderung haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rossmann.
Wenn wir uns dann anschauen, wie sich beispielsweise die Situation in Wien darstellt (Zwischenruf des Abg. Rossmann), sehen wir, da haben wir eine Kostenexplosion im Bereich der Mindestsicherung. Die Stadt Wien kann sich das in Wahrheit nicht mehr leisten. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rossmann.) Auf der anderen Seite werden österreichische Familien auch in Wien im Regen stehen gelassen, da werden Mütter mit kranken Kindern in Stich gelassen. Das ist das sogenannte soziale Wien, das sich viel lieber um Asylberechtigte kümmert, um Asylwerber kümmert und um subsidiär Schutzberechtigte kümmert als um die eigenen Leute – und das wollen wir nicht mehr! Wir wollen da endlich eine Änderung haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn wir uns dann anschauen, wie sich beispielsweise die Situation in Wien darstellt (Zwischenruf des Abg. Rossmann), sehen wir, da haben wir eine Kostenexplosion im Bereich der Mindestsicherung. Die Stadt Wien kann sich das in Wahrheit nicht mehr leisten. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rossmann.) Auf der anderen Seite werden österreichische Familien auch in Wien im Regen stehen gelassen, da werden Mütter mit kranken Kindern in Stich gelassen. Das ist das sogenannte soziale Wien, das sich viel lieber um Asylberechtigte kümmert, um Asylwerber kümmert und um subsidiär Schutzberechtigte kümmert als um die eigenen Leute – und das wollen wir nicht mehr! Wir wollen da endlich eine Änderung haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es müssen wieder die eigenen Staatsbürger im Vordergrund stehen, und es muss zunächst einmal die Leistung für die eigenen Staatsbürger sichergestellt werden. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist unser Zugang, genau diesen Zugang werden wir leben, und den haben wir auch abgebildet. Ich brauche hier aber keine Angstschürerei vonseiten der SPÖ oder anderer Oppositionsparteien, dass Menschen alles verlieren werden, verhungern müssen. Sie werden sehen, es wird nicht passieren. Hören Sie auf mit der Angst- und Panikmache! (Zwischenruf der Abg. Ecker.) Das verunsichert die Menschen in diesem Land. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Jarolim: Sie sind besonders berufen für ...! – Abg. Belakowitsch – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Herr Kollege Jarolim, da haben Sie recht!)
Zwischenruf der Abg. Ecker.
Es müssen wieder die eigenen Staatsbürger im Vordergrund stehen, und es muss zunächst einmal die Leistung für die eigenen Staatsbürger sichergestellt werden. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist unser Zugang, genau diesen Zugang werden wir leben, und den haben wir auch abgebildet. Ich brauche hier aber keine Angstschürerei vonseiten der SPÖ oder anderer Oppositionsparteien, dass Menschen alles verlieren werden, verhungern müssen. Sie werden sehen, es wird nicht passieren. Hören Sie auf mit der Angst- und Panikmache! (Zwischenruf der Abg. Ecker.) Das verunsichert die Menschen in diesem Land. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Jarolim: Sie sind besonders berufen für ...! – Abg. Belakowitsch – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Herr Kollege Jarolim, da haben Sie recht!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Jarolim: Sie sind besonders berufen für ...! – Abg. Belakowitsch – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Herr Kollege Jarolim, da haben Sie recht!
Es müssen wieder die eigenen Staatsbürger im Vordergrund stehen, und es muss zunächst einmal die Leistung für die eigenen Staatsbürger sichergestellt werden. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist unser Zugang, genau diesen Zugang werden wir leben, und den haben wir auch abgebildet. Ich brauche hier aber keine Angstschürerei vonseiten der SPÖ oder anderer Oppositionsparteien, dass Menschen alles verlieren werden, verhungern müssen. Sie werden sehen, es wird nicht passieren. Hören Sie auf mit der Angst- und Panikmache! (Zwischenruf der Abg. Ecker.) Das verunsichert die Menschen in diesem Land. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Jarolim: Sie sind besonders berufen für ...! – Abg. Belakowitsch – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Herr Kollege Jarolim, da haben Sie recht!)
Abg. Zanger: Kommt viel Geld!
Auch zum Bereich Pflege kommt leider null in diesem Nulldefizitbudget. (Abg. Zanger: Kommt viel Geld!) Sie haben hier mit großer Mehrheit vor den Nationalratswahlen ein Wahlgeschenk beschlossen und den Pflegeregress für die Heimpflege abgeschafft. (Abg. Belakowitsch: Das war auch notwendig!) Die Familien, die zu Hause pflegen, bekommen null.
Abg. Belakowitsch: Das war auch notwendig!
Auch zum Bereich Pflege kommt leider null in diesem Nulldefizitbudget. (Abg. Zanger: Kommt viel Geld!) Sie haben hier mit großer Mehrheit vor den Nationalratswahlen ein Wahlgeschenk beschlossen und den Pflegeregress für die Heimpflege abgeschafft. (Abg. Belakowitsch: Das war auch notwendig!) Die Familien, die zu Hause pflegen, bekommen null.
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Noll.
Gestern ließen Sie sich für das Nulldefizit feiern und heute können wir in der „Presse“ nachlesen, dass Sie eigentlich über eine Rücknahme der Abschaffung des Pflegeregresses nachdenken, da sich das alles nicht ausgeht. Das ist ein ÖVP-Musterbeispiel dafür, wie man den Wähler hinters Licht führt. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Noll.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Dies geschah nämlich zweimal, einmal vor der Nationalratswahl, indem man den Pflegeregress abschafft und sich so die Wählerzustimmung erkauft, und das zweite Mal beim Verkauf des Budgetschmähs. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) – Aber bei der katholischen ÖVP ist es egal, wenn man die Wähler hinters Licht führt, denn die Katholiken gehen danach beichten und dann ist alles wieder gut. (Beifall bei NEOS und Liste Pilz.)
Beifall bei NEOS und Liste Pilz.
Dies geschah nämlich zweimal, einmal vor der Nationalratswahl, indem man den Pflegeregress abschafft und sich so die Wählerzustimmung erkauft, und das zweite Mal beim Verkauf des Budgetschmähs. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) – Aber bei der katholischen ÖVP ist es egal, wenn man die Wähler hinters Licht führt, denn die Katholiken gehen danach beichten und dann ist alles wieder gut. (Beifall bei NEOS und Liste Pilz.)
Zwischenruf des Abg. Noll.
Auch zum Thema Arbeitsmarkt kommt von Ihnen substanziell null. Das Einzige, was Sie konkret gesagt haben, war, dass man die Zugangsschranke zur Altersteilzeit um zwei Jahre anhebt. Die geblockte Altersteilzeit bleibt erhalten – AMS-Chef Kopf würde diese abschaffen, da sie nämlich nur eine Finanzierung von Frühpensionierungsmodellen für die Industrie darstellt. Bei der Industrie hat aber die ÖVP eben null Courage – denen nehmen wir lieber nichts weg! –, da ist ihr lieber, man kürzt bei der Fachkräfteausbildung für Hilfsarbeiter; das ist ihre Arbeitsmarktpolitik. (Zwischenruf des Abg. Noll.)
Beifall bei NEOS und Liste Pilz. – Abg. Rädler: Schwache Rede!
Kreativität: null! Dieses Nulldefizit ist eine echte Nullnummer, null Ideen, null generationengerecht und null enkelfit. (Beifall bei NEOS und Liste Pilz. – Abg. Rädler: Schwache Rede!)
Heiterkeit bei NEOS und Liste Pilz. – Ruf bei der ÖVP: Eine neue Allianz!
Abgeordnete Daniela Holzinger-Vogtenhuber, BA (PILZ): Ich möchte mich der sozialkämpferischen Rede des Kollegen Loacker anschließen. (Heiterkeit bei NEOS und Liste Pilz. – Ruf bei der ÖVP: Eine neue Allianz!)
Abg. Zanger: Warum soll ich einen Blödsinn evaluieren?
Eine kurze Reflexion auf Kollegin Belakowitsch: Was die Situation Aktion 20 000 hin oder her, budgetiert hin oder her, betrifft, hat es immer geheißen, diese wird evaluiert werden. Aber noch bevor ihre Evaluierung stattgefunden hat, wird sie nun definitiv abgeschafft. (Abg. Zanger: Warum soll ich einen Blödsinn evaluieren?) Noch schlimmer ist: Sie ist budgetiert gewesen, sie ist genau der Beschäftigungsbonus, der im Budget drinnen gewesen ist und nun einfach gestrichen wird.
Zwischenruf des Abg. Rädler
Das heißt, Fördermaßnahmen für Personen, die über 50 Jahre und, da sie schwer wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden können, langzeitarbeitsuchend sind (Zwischenruf des Abg. Rädler), werden nun in keiner Weise mehr durch Maßnahmen gefördert. (Abg. Belakowitsch: Sie haben überhaupt keine Ahnung, wovon Sie da reden!)
Abg. Belakowitsch: Sie haben überhaupt keine Ahnung, wovon Sie da reden!
Das heißt, Fördermaßnahmen für Personen, die über 50 Jahre und, da sie schwer wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden können, langzeitarbeitsuchend sind (Zwischenruf des Abg. Rädler), werden nun in keiner Weise mehr durch Maßnahmen gefördert. (Abg. Belakowitsch: Sie haben überhaupt keine Ahnung, wovon Sie da reden!)
Abg. Neubauer: Wovon reden Sie da? Fragen Sie Ihren Kollegen Rossmann, der kennt sich da besser aus!
Ihr Motto ist: Der Wirtschaftsaufschwung wird es schon richten. Das sagen Sie, aber stellvertretend für die Betroffenen möchte ich sagen, dass dieser Konjunkturaufschwung bei den älteren Menschen nicht ankommt, da ältere Langzeitarbeitslose oder arbeitssuchende Menschen sehr schwierig wieder einen Job am Arbeitsmarkt finden. Diese Menschen haben nichts davon, sie schauen einfach durch die Finger. (Abg. Neubauer: Wovon reden Sie da? Fragen Sie Ihren Kollegen Rossmann, der kennt sich da besser aus!)
Abg. Rädler: So ist es!
Das partielle Versagen des Arbeitsmarktes bei dieser Berufsgruppe wird jetzt durch ein Versagen der Sozialpolitik in diesem Bereich noch befördert. Wir können uns den Bereich AMS aber gerne genauer anschauen: Sie streichen unter anderem die Mittel für Integrationsmaßnahmen, etwa für Deutschkurse – minus 260 Millionen Euro –, mit der Begründung, es würden aktuell weniger Menschen kommen. (Abg. Rädler: So ist es!)
Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Rädler: Die sind noch nicht asylberechtigt!
Geschätzte Bundesregierung, liebe ÖVP, liebe FPÖ, Sie haben da etwas nicht verstanden, denn nur weil aktuell weniger Menschen kommen, heißt das nicht, dass jene, die bereits da sind und bleiben dürfen, schon Deutsch können oder entsprechend integriert sind. Da braucht es Maßnahmen und es braucht eine dementsprechende Unterstützung! (Beifall bei der Liste Pilz und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Rädler: Die sind noch nicht asylberechtigt!)
Abg. Zanger: Das soll auch nie mehr passieren!
Neben all diesen Punkten gibt es natürlich dann noch – und das ist diese Verhöhnung schlechthin – die Maßnahmen im Sicherheitsbereich. Sie gehen nämlich her und schlagen vor, zusätzliche 150 Millionen Euro an Steuergeld in den Ausbau der Grenzen zu investieren. Wenn Sie aber auf der anderen Seite sagen, dass momentan ohnehin niemand über diese Grenzen will, wie passen dann für Sie diese Maßnahmen zusammen? (Abg. Zanger: Das soll auch nie mehr passieren!)
Abg. Belakowitsch: Die haben wir schon!
Das kann zwar Ihre Wähler befeuern, Sie wieder zu wählen, aber das wird zu großen Problemen führen. (Abg. Belakowitsch: Die haben wir schon!) Es wird zu großen Problemen kommen, wenn Sie den Menschen nicht ermöglichen, sich integrieren zu können, Deutsch lernen zu können. (Abg. Zanger: Ihr habt alle ins Haus gelassen, das der Muchitsch gebaut hat! – Abg. Belakowitsch: Ihr habt die Grenzen geöffnet, jetzt haben wir die Probleme!)
Abg. Zanger: Ihr habt alle ins Haus gelassen, das der Muchitsch gebaut hat! – Abg. Belakowitsch: Ihr habt die Grenzen geöffnet, jetzt haben wir die Probleme!
Das kann zwar Ihre Wähler befeuern, Sie wieder zu wählen, aber das wird zu großen Problemen führen. (Abg. Belakowitsch: Die haben wir schon!) Es wird zu großen Problemen kommen, wenn Sie den Menschen nicht ermöglichen, sich integrieren zu können, Deutsch lernen zu können. (Abg. Zanger: Ihr habt alle ins Haus gelassen, das der Muchitsch gebaut hat! – Abg. Belakowitsch: Ihr habt die Grenzen geöffnet, jetzt haben wir die Probleme!)
Beifall bei der Liste Pilz.
Wir möchten der Bundesregierung bei dieser offensichtlich sehr schwierigen Aufgabe helfen, indem wir Sie einladen, unseren Antrag, das Staatsziel soziale Gerechtigkeit zu schaffen, im entsprechenden Ausschuss zu unterstützen. Das können Sie dann als Schablone nehmen, damit Sie mit Ihrer Budgetpolitik nicht mehr so weit danebenliegen, wie es aktuell der Fall ist. – Danke. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Abg. Holzinger-Vogtenhuber: Der Beschäftigungsbonus!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Frau Präsident! Frau Abgeordnete Holzinger-Vogtenhuber hat in ihrer Rede behauptet, der Arbeitnehmerbonus wäre im Budget gewesen, das ist unrichtig. (Abg. Holzinger-Vogtenhuber: Der Beschäftigungsbonus!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Neubauer: Da hat der Rossmann noch viel Arbeit mit der Kollegin!
Ich berichtige: Der Beschäftigungsbonus war ebenso wenig wie die Aktion 20 000 budgetiert. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Neubauer: Da hat der Rossmann noch viel Arbeit mit der Kollegin!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Krist. – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Herren der Bundesregierung! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Loacker, Sie haben anscheinend ein Problem damit, dass einige und nicht alle unserer Kollegen Katholiken sind. Ich muss Ihnen aber sagen, gerade die christliche Einstellung mit Werten wie Nächstenliebe und Vergebung hilft dem demokratischen Prozess auch in diesem Hause sehr. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Krist. – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Im Bereich Umwelt und Energie gilt es aber auch Sicherheit zu geben, Stabilität zu gewährleisten. Das sind nicht grüne Tagträume mit Einmalereignissen, sondern es geht dabei wirklich um nachhaltige Zukunftsgestaltung. Integrierte Politik ist wesentlich und wird ein wesentlicher Teil des integrierten Klima- und Energiestrategieprozesses von Bundesministerin Elisabeth Köstinger sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Rauch.
Die Gesamtheit der Ressorts des Nachhaltigkeitsministeriums sind eine große Herausforderung. Mit Energie, Umwelt, Wasserwirtschaft, Land- und Forstwirtschaft umfasst sie aber die wesentlichen Teile, die wir brauchen, um dem Klimawandel entgegenzutreten und Umweltschutz in Österreich gewährleisten zu können. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Rauch.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Bundesministerin Elisabeth Köstinger hat diese Herausforderung angenommen und mit dem vorliegenden Budget deutlich gezeigt, dass für uns die nachhaltige Weiterentwicklung Österreichs absolute Priorität hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das aktuelle Budget sieht auch keine Vorkehrungen für die Dotierung gewässerökologischer Maßnahmen zur Erfüllung der Ziele des Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans vor. Für die Periode 2018 bis 2023 waren hierzu 150 Millionen Euro vorgesehen. Jetzt wissen wir auch, warum Frau Bundesministerin Köstinger im Umweltausschuss dazu nicht wirklich Auskunft geben wollte. Wir sind wieder beim Thema: Da sparen Sie nicht im System, da sparen Sie bei den Menschen, die diese Maßnahmen dann finanzieren müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Bißmann. – Abg. Jarolim: Wo er recht hat, hat er recht!
Herr Bundesminister Löger hat gestern gemeint: „Es beginnt eine gute“, neue „Zeit.“ – für die Umweltpolitik in Österreich sicher nicht! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Bißmann. – Abg. Jarolim: Wo er recht hat, hat er recht!)
Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Ohne Budgetierung ...!
Punkt eins, Projekte und Vorhaben in der Umweltpolitik 2018: Ausarbeitung, Umsetzung der integrierten Klima- und Energiestrategie (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Ohne Budgetierung ...!), Erstellung einer nationalen Luftreinhaltestrategie, Reform der Ökonomieförderung durch Beginn der Ausarbeitung eines neuen österreichischen Energiegesetzes (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Ohne Budgetierung ...!), Erstellung der Bioökonomiestrategie und Weiterentwicklung des Maßnahmenpakets im Naturschutz/biologische Vielfalt, die Recyclingwirtschaft wird intensiv vorangetrieben, Forcierung der Abfallvermeidung im Bereich Lebensmittel, Einweggebinde und Kunststofftragtaschen. All das sind Maßnahmen, die von dieser Bundesregierung allein im Jahr 2018 angegangen werden, und die sind auch budgetiert, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Ohne Budgetierung ...!
Punkt eins, Projekte und Vorhaben in der Umweltpolitik 2018: Ausarbeitung, Umsetzung der integrierten Klima- und Energiestrategie (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Ohne Budgetierung ...!), Erstellung einer nationalen Luftreinhaltestrategie, Reform der Ökonomieförderung durch Beginn der Ausarbeitung eines neuen österreichischen Energiegesetzes (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Ohne Budgetierung ...!), Erstellung der Bioökonomiestrategie und Weiterentwicklung des Maßnahmenpakets im Naturschutz/biologische Vielfalt, die Recyclingwirtschaft wird intensiv vorangetrieben, Forcierung der Abfallvermeidung im Bereich Lebensmittel, Einweggebinde und Kunststofftragtaschen. All das sind Maßnahmen, die von dieser Bundesregierung allein im Jahr 2018 angegangen werden, und die sind auch budgetiert, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Punkt eins, Projekte und Vorhaben in der Umweltpolitik 2018: Ausarbeitung, Umsetzung der integrierten Klima- und Energiestrategie (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Ohne Budgetierung ...!), Erstellung einer nationalen Luftreinhaltestrategie, Reform der Ökonomieförderung durch Beginn der Ausarbeitung eines neuen österreichischen Energiegesetzes (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Ohne Budgetierung ...!), Erstellung der Bioökonomiestrategie und Weiterentwicklung des Maßnahmenpakets im Naturschutz/biologische Vielfalt, die Recyclingwirtschaft wird intensiv vorangetrieben, Forcierung der Abfallvermeidung im Bereich Lebensmittel, Einweggebinde und Kunststofftragtaschen. All das sind Maßnahmen, die von dieser Bundesregierung allein im Jahr 2018 angegangen werden, und die sind auch budgetiert, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie reden von Überschriften – na selbstverständlich sind das Überschriften, die auch mit Inhalten, Zahlen, Fakten und Daten gefüllt sind. Das ist der Unterschied zwischen der Vorgängerregierung und dieser Regierung, wir arbeiten mit Intention und auch mit Ehrgeiz in der Umweltpolitik dieses Landes. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich bin felsenfest davon überzeugt, Herr Staatssekretär, mit den nötigen budgetären Mitteln wird auch die Frau Umweltministerin, in dem Sinn die Frau Nachhaltigkeitsministerin dies zielgerichtet umsetzen. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei NEOS und Liste Pilz sowie des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.
sene Politik ist, dann müssten sich diese Maßnahmen dort abbilden, und das tun sie nicht. (Beifall bei NEOS und Liste Pilz sowie des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Klaus Uwe Feichtinger und Friedl.
Nur weiß man nicht wie, wenn man nichts dafür tut. Das wird nicht von selber geschehen. Und so kommt einem – wenn man sich das anschaut, was hier im Bereich der Umweltpolitik geplant ist – Grillparzer in den Sinn: „Auf halben Wegen und zu halber Tat mit halben Mitteln zauderhaft zu streben.“ – So charakterisiert Grillparzer den Österreicher, und das trifft auch hier wieder zu. – Danke. (Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Klaus Uwe Feichtinger und Friedl.)
sich an Staatssekretär Fuchs wendend
Die Kosten der Abhängigkeit von Öl- und Erdgasnettoimporten betragen in Österreich in den letzten Jahren zwischen 7 und 13 Milliarden Euro pro Jahr. Ich frage mich, ob das dem Finanzminister bewusst ist, ob er diese Faktenlage kennt. Falls es ihm wirklich um die Schuldenbremse geht, sollte er Folgendes bedenken – (sich an Staatssekretär Fuchs wendend) er ist leider nicht hier, ich würde es ihm wirklich gerne sagen, ich werde ihn danach finden und ihm das noch einmal persönlich sagen –: Finanzminister Schelling, sein Vorgänger, lud 2016 die schwedische Finanzministerin ein, um von den Erfahrungen Schwedens beim Absenken der Staatsschuldenquote von 70 auf 40 Prozent zu profitieren. Schweden ist genau das Land, das die ökosoziale Steuerreform eingeführt hat. Bestehende Energiesteuern wurden in CO2-Steuern umgewandelt und Steuern auf Arbeit wurden gleichzeitig stark reduziert. So bleibt den schwedischen Verbrauchern am Ende des Jahres mehr Geld in der Tasche.
Abg. Haubner: Was ist falsch daran?
Wenn das angekündigte Staatsziel Wirtschaftswachstum – von dem die Regierung ja angekündigt hat, es in der Verfassung festschreiben zu wollen – richtig interpretiert wird, dann müssten wir doch massiv in den Ausbau der erneuerbaren Energien, in Energieeffizienz und in nachhaltige Mobilität investieren, weil das Wachstumsbranchen sind, zukünftige Wirtschaftsmotoren. Ihre Politik aber ist nicht nur umwelt-, sondern standortschädigend. Ein Beispiel: Unser Paradekonzern, die Voestalpine, hat angekündigt – mit ihren 23 000 Mitarbeitern, Arbeitsplätzen im Land –, dass sie ab 2040 für ihr modernisiertes Stahlproduktionsverfahren 33 Terawattstunden günstigen Ökostrom braucht, hier in Österreich. (Abg. Haubner: Was ist falsch daran?) – Das ist nur ein Beispiel.
Abg. Rädler: Verschwörungstheorien!
Ich frage mich: Wer sind die eigentlich Mächtigen in diesem Land? Wer hat Ministerin Köstinger angerufen in diesen weniger als 48 Stunden zwischen den beiden Ausschüssen? Wer hat sie zurückgepfiffen? (Abg. Rädler: Verschwörungstheorien!) – Ich sage Ihnen, nicht Kanzler Kurz, auch nicht unsere Minister sind die eigentlich Mächtigen in diesem Land. Die wahre Macht liegt nämlich in den Händen der fossilen Systemerhalter, der Öllobbymächte und Konzerne. Das sind (in Richtung ÖVP) Ihre Einflüsterer, Ihre Großspender, die fossilen Dinosaurier aus der Industriellenvereinigung, aus dem Wirtschaftsbund, aus der Wirtschaftskammer, die in Ihren Ministerien herumspringen, die sogar die Griffel in der Hand haben, mit denen die integrierte Klima- und Energiestrategie geschrieben wird. (Abg. Winzig: Das ist eine Beleidigung für die, die Arbeitsplätze schaffen!) – Ich sage nicht, dass alle Interessenvertreter aus IV, WB und WKO fossile Dinosaurier sind, aber sie haben dort die Macht, sie haben dort noch das Sagen. (Abg. Haubner: Das ist ja auch gut so!) Das sind jene Lobbys, die ihre rückwärtsgewandten Geschäftsmodelle auf Kosten der Menschheit weiterführen und abcashen wollen bis zum bitteren Ende, nach dem Motto: Nach mir die Sintflut. (Abg. Winzig: Keine Ahnung von unseren Betrieben!)
Abg. Winzig: Das ist eine Beleidigung für die, die Arbeitsplätze schaffen!
Ich frage mich: Wer sind die eigentlich Mächtigen in diesem Land? Wer hat Ministerin Köstinger angerufen in diesen weniger als 48 Stunden zwischen den beiden Ausschüssen? Wer hat sie zurückgepfiffen? (Abg. Rädler: Verschwörungstheorien!) – Ich sage Ihnen, nicht Kanzler Kurz, auch nicht unsere Minister sind die eigentlich Mächtigen in diesem Land. Die wahre Macht liegt nämlich in den Händen der fossilen Systemerhalter, der Öllobbymächte und Konzerne. Das sind (in Richtung ÖVP) Ihre Einflüsterer, Ihre Großspender, die fossilen Dinosaurier aus der Industriellenvereinigung, aus dem Wirtschaftsbund, aus der Wirtschaftskammer, die in Ihren Ministerien herumspringen, die sogar die Griffel in der Hand haben, mit denen die integrierte Klima- und Energiestrategie geschrieben wird. (Abg. Winzig: Das ist eine Beleidigung für die, die Arbeitsplätze schaffen!) – Ich sage nicht, dass alle Interessenvertreter aus IV, WB und WKO fossile Dinosaurier sind, aber sie haben dort die Macht, sie haben dort noch das Sagen. (Abg. Haubner: Das ist ja auch gut so!) Das sind jene Lobbys, die ihre rückwärtsgewandten Geschäftsmodelle auf Kosten der Menschheit weiterführen und abcashen wollen bis zum bitteren Ende, nach dem Motto: Nach mir die Sintflut. (Abg. Winzig: Keine Ahnung von unseren Betrieben!)
Abg. Haubner: Das ist ja auch gut so!
Ich frage mich: Wer sind die eigentlich Mächtigen in diesem Land? Wer hat Ministerin Köstinger angerufen in diesen weniger als 48 Stunden zwischen den beiden Ausschüssen? Wer hat sie zurückgepfiffen? (Abg. Rädler: Verschwörungstheorien!) – Ich sage Ihnen, nicht Kanzler Kurz, auch nicht unsere Minister sind die eigentlich Mächtigen in diesem Land. Die wahre Macht liegt nämlich in den Händen der fossilen Systemerhalter, der Öllobbymächte und Konzerne. Das sind (in Richtung ÖVP) Ihre Einflüsterer, Ihre Großspender, die fossilen Dinosaurier aus der Industriellenvereinigung, aus dem Wirtschaftsbund, aus der Wirtschaftskammer, die in Ihren Ministerien herumspringen, die sogar die Griffel in der Hand haben, mit denen die integrierte Klima- und Energiestrategie geschrieben wird. (Abg. Winzig: Das ist eine Beleidigung für die, die Arbeitsplätze schaffen!) – Ich sage nicht, dass alle Interessenvertreter aus IV, WB und WKO fossile Dinosaurier sind, aber sie haben dort die Macht, sie haben dort noch das Sagen. (Abg. Haubner: Das ist ja auch gut so!) Das sind jene Lobbys, die ihre rückwärtsgewandten Geschäftsmodelle auf Kosten der Menschheit weiterführen und abcashen wollen bis zum bitteren Ende, nach dem Motto: Nach mir die Sintflut. (Abg. Winzig: Keine Ahnung von unseren Betrieben!)
Abg. Winzig: Keine Ahnung von unseren Betrieben!
Ich frage mich: Wer sind die eigentlich Mächtigen in diesem Land? Wer hat Ministerin Köstinger angerufen in diesen weniger als 48 Stunden zwischen den beiden Ausschüssen? Wer hat sie zurückgepfiffen? (Abg. Rädler: Verschwörungstheorien!) – Ich sage Ihnen, nicht Kanzler Kurz, auch nicht unsere Minister sind die eigentlich Mächtigen in diesem Land. Die wahre Macht liegt nämlich in den Händen der fossilen Systemerhalter, der Öllobbymächte und Konzerne. Das sind (in Richtung ÖVP) Ihre Einflüsterer, Ihre Großspender, die fossilen Dinosaurier aus der Industriellenvereinigung, aus dem Wirtschaftsbund, aus der Wirtschaftskammer, die in Ihren Ministerien herumspringen, die sogar die Griffel in der Hand haben, mit denen die integrierte Klima- und Energiestrategie geschrieben wird. (Abg. Winzig: Das ist eine Beleidigung für die, die Arbeitsplätze schaffen!) – Ich sage nicht, dass alle Interessenvertreter aus IV, WB und WKO fossile Dinosaurier sind, aber sie haben dort die Macht, sie haben dort noch das Sagen. (Abg. Haubner: Das ist ja auch gut so!) Das sind jene Lobbys, die ihre rückwärtsgewandten Geschäftsmodelle auf Kosten der Menschheit weiterführen und abcashen wollen bis zum bitteren Ende, nach dem Motto: Nach mir die Sintflut. (Abg. Winzig: Keine Ahnung von unseren Betrieben!)
Beifall bei der Liste Pilz.
Herr Minister Löger ist nicht hier. Ich wollte ihm sagen, ich sage Ihnen allen hier im Raum: Wir haben einen gemeinsamen Feind. Das sind die rückwärtsgewandten Fossillobbys in diesem Land, die sich in einer letzten Anstrengung, einem letzten Aufbäumen vor dem Systemwandel wehren. Wenn wir uns hier mit der Bevölkerung verbünden, können wir sie in die Zange nehmen, wir können sie in die Knie zwingen und wir können den progressiven, zukunftsgewandten Interessenvertretungen in diesem Land endlich Tür und Tor öffnen zu unseren Ministerien. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Abg. Haubner: Endlich was Vernünftiges!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Maria Großbauer. – Bitte. (Abg. Haubner: Endlich was Vernünftiges!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Maria Großbauer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Hohes Haus! Was war das für eine passende Headline heute Morgen im „Kurier“ von Herrn Trenkler! Ich zitiere: „Wie man ein Kulturbudget schlechtredet.“ – Und genau das tun Sie, sehr geehrte Kollegen Drozda und Zinggl. Die Angst vor dem Kahlschlag in der Kultur, die Sie in der Kulturszene geschürt haben, war völlig unbegründet, wie wir seit gestern definitiv wissen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Das war aber auch unter ÖVP-Finanzministern!
Wenn man sich die Zahlen der Kulturbudgets der letzten Jahre anschaut, dann war das alles andere als eine Sensation, was die letzten SPÖ-Kulturminister vorgelegt haben. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Das war aber auch unter ÖVP-Finanzministern!) 2014 waren das zum Beispiel 440,9 Millionen, 2016 waren es 441,2 Millionen, und jetzt, für das Jahr 2018, liegen wir bei 456,6 Millionen Euro – genau das haben Kulturminister Blümel und Finanzminister Löger vorgelegt, und das ist Teil eines hervorragenden Budgets. – Vielen Dank, Herr Finanzminister! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bösch.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bösch.
Wenn man sich die Zahlen der Kulturbudgets der letzten Jahre anschaut, dann war das alles andere als eine Sensation, was die letzten SPÖ-Kulturminister vorgelegt haben. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Das war aber auch unter ÖVP-Finanzministern!) 2014 waren das zum Beispiel 440,9 Millionen, 2016 waren es 441,2 Millionen, und jetzt, für das Jahr 2018, liegen wir bei 456,6 Millionen Euro – genau das haben Kulturminister Blümel und Finanzminister Löger vorgelegt, und das ist Teil eines hervorragenden Budgets. – Vielen Dank, Herr Finanzminister! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bösch.)
Abg. Stöger: Der Finanzminister ja auch nicht!
Ja, wir gehen in eine neue Zeit ein, endlich auch in der Kulturpolitik. Herr Kollege Drozda – er ist leider gerade nicht da (Abg. Stöger: Der Finanzminister ja auch nicht!) –: Warum kam denn die Valorisierung nicht, als Sie Kulturminister waren? Stattdessen haben Sie eine ganze Reihe Direktoren und Kulturmanager unschön entfernt und offenbar geglaubt, dass man mit Ihrem Stil und mit Kultur 4.0 – was immer das heißen mag – Begeisterung auslöst. (Abg. Haubner: So schaut’s aus!) Ich kann Ihnen sagen: Das Gegenteil ist der Fall. Die angeblich in der Kultur so weltoffene SPÖ ist halt nur so lange offen, solange die Kunst in die kleine rote Schublade passt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Bösch und Herbert.)
Abg. Haubner: So schaut’s aus!
Ja, wir gehen in eine neue Zeit ein, endlich auch in der Kulturpolitik. Herr Kollege Drozda – er ist leider gerade nicht da (Abg. Stöger: Der Finanzminister ja auch nicht!) –: Warum kam denn die Valorisierung nicht, als Sie Kulturminister waren? Stattdessen haben Sie eine ganze Reihe Direktoren und Kulturmanager unschön entfernt und offenbar geglaubt, dass man mit Ihrem Stil und mit Kultur 4.0 – was immer das heißen mag – Begeisterung auslöst. (Abg. Haubner: So schaut’s aus!) Ich kann Ihnen sagen: Das Gegenteil ist der Fall. Die angeblich in der Kultur so weltoffene SPÖ ist halt nur so lange offen, solange die Kunst in die kleine rote Schublade passt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Bösch und Herbert.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Bösch und Herbert.
Ja, wir gehen in eine neue Zeit ein, endlich auch in der Kulturpolitik. Herr Kollege Drozda – er ist leider gerade nicht da (Abg. Stöger: Der Finanzminister ja auch nicht!) –: Warum kam denn die Valorisierung nicht, als Sie Kulturminister waren? Stattdessen haben Sie eine ganze Reihe Direktoren und Kulturmanager unschön entfernt und offenbar geglaubt, dass man mit Ihrem Stil und mit Kultur 4.0 – was immer das heißen mag – Begeisterung auslöst. (Abg. Haubner: So schaut’s aus!) Ich kann Ihnen sagen: Das Gegenteil ist der Fall. Die angeblich in der Kultur so weltoffene SPÖ ist halt nur so lange offen, solange die Kunst in die kleine rote Schublade passt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Bösch und Herbert.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Dieser Regierung sind Kunst und Kultur ein ehrliches Anliegen, und zwar in all ihrer Vielfalt, die Österreich zu bieten hat. Daher lade ich als Kultursprecherin der neuen Volkspartei weiterhin alle Kulturschaffenden zu einem regelmäßigen Dialog mit mir ein. Ich freue mich auch, dass Kunst und Kultur in der Bildung wieder eine wichtigere Rolle spielen werden, denn wenn die Kulturnation Österreich seit Jahren einen massiven Mangel zum Beispiel an Musiklehrern in vielen Volksschulen hat, dann muss das endlich gelöst werden. Nur dann bleiben wir eine Kulturnation. Ich werde meinen Teil gerne dazu beitragen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Herbert.
Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Ich wechsle zu einem anderen Thema, zur Sicherheit. Bei der Sicherheit kann ich einmal sagen: Ja, positiv – es ist mehr Geld da. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Herbert.) Was ich aber sehr wohl bekritteln möchte, ist Folgendes: Ich habe gestern in der Budgetrede des Herrn Finanzministers vernommen, dass es 700 Millionen Euro mehr gibt – und dann steht in weiterer Folge: bis 2023. Warum schreibt man nicht genau die Zahlen hin, die diese beiden Jahre betreffen, sprich: nicht 700 Millionen, sondern 140 Millionen Euro; sprich: nicht 250 Millionen für Terrorbekämpfung, sondern 125 Millionen Euro für Terrorbekämpfung?
Beifall bei der SPÖ.
Ich finde es sehr positiv – trotz dieser 140 Millionen –, dass man über die Aufnahme von Polizeischülern nachdenkt, dass man darüber nachdenkt, wie die Ausbildung sein wird. Ich gebe dann noch zusätzlich zu bedenken: Schauen Sie sich bitte auch an, wie die Schulen derzeit ausschauen. Wie schaut die Infrastruktur in den Schulen für die Ausbildung der Polizei aus? Brauchen wir mehr Lehrer, wenn wir mehr Polizeischüler ausbilden? Bekommen die neu aufgenommenen Polizistinnen und Polizisten auch eine Bereitstellung der Unterkunft, die schon sehr lange gefordert wird? Erhalten sie dann, wenn sie nach zwei Jahren fertig sind, auch ihre persönliche Schutzausrüstung? Das sind für uns Rahmenbedingungen und Maßnahmen, die direkt bei den Polizistinnen und Polizisten ankommen müssen. Dann spüren sie es und dann kann man von einem guten Budget reden. Wenn man hier jetzt aber nur Zahlen auf dem Papier hat, die niemand greifen kann, die niemand spürt, nützt es niemandem. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer: Das hätte man schon tun können! Zehn Jahre lang!
Als weiteres Beispiel möchte ich noch die Infrastruktur anführen. Schauen Sie sich die bestehende Infrastruktur der Polizeidienststellen an! Die ist katastrophal, die ist wirklich katastrophal – einerseits vom Sanierungszustand her, andererseits vom Bauzustand her. Da muss man sicherlich auch viel Geld in die Hand nehmen. (Abg. Neubauer: Das hätte man schon tun können! Zehn Jahre lang!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Darauf haben wir zehn Jahre lang gewartet!
Es nützt nichts, wenn ich jetzt martialisch Hubschrauber, Langwaffen und alle möglichen Dinge anschaffe. Die braucht man sicher auch, wir brauchen aber vor allem die Rahmenbedingungen für die Polizisten und Polizistinnen, damit sie ihre Arbeit ordentlich machen können. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Darauf haben wir zehn Jahre lang gewartet!)
Abg. Haubner: Das stimmt ja nicht! Wo steht das? Sie sollten nicht alles glauben, was in der Zeitung steht!
Wenn ich dann noch lese, 225 Millionen Euro werden für Maßnahmen der Terrorbekämpfung zur Verfügung gestellt: Gestern hat uns der Herr Innenminister hier in diesem Raum gesagt, dass er mit dem deutschen Herrn Innenminister betreffend BVT gesprochen hat. Heute muss ich in der Zeitung lesen: Die Deutschen ziehen sich aus der Zusammenarbeit mit dem BVT zurück. (Abg. Haubner: Das stimmt ja nicht! Wo steht das? Sie sollten nicht alles glauben, was in der Zeitung steht!) – Da wünsche ich Ihnen einmal alles Gute für die Zusammenarbeit, wenn es dann im nächsten Halbjahr zur österreichischen Vorsitzführung im Europäischen Rat kommt.
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, wenn die Polizistinnen und Polizisten im direkten Dienstbetrieb nicht spüren, was da an Zahlen reingegossen und hingeschrieben wurde, dann bringt es leider nichts. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Die auf der Galerie sitzenden angesprochenen Landtagsabgeordneten erheben und verneigen sich.
Abgeordneter Maximilian Linder (FPÖ): Frau Präsident! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen, geschätzte Kollegen! Vorweg eine herzlichste Begrüßung an die Vertreter des Südtiroler Landtages, die Frau Landtagsabgeordnete Ulli Mair und den Herrn Landtagsabgeordneten Sven Knoll. Herzlich Willkommen bei uns im Parlament! (Beifall bei der FPÖ. – Die auf der Galerie sitzenden angesprochenen Landtagsabgeordneten erheben und verneigen sich.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Als Bauernvertreter, als Agrarsprecher der Freiheitlichen möchte ich heute ein bisschen das Thema Budget aus Sicht der Landwirtschaft beleuchten. In Summe freut es mich, dass wir für die Bereiche Landwirtschaft, Natur und Tourismus 80 Millionen Euro mehr an Budget zur Verfügung haben. Ganz besonders freut es mich aber, dass im Bereich der Direktzahlung keine Kürzungen passiert sind. Das ist vor allem zukunftsweisend für den mittelfristigen Finanzrahmen. Viele der Leute, die hier herinnen sitzen, haben als Erstes gesagt: Na ja, wir müssen, wenn es zu Kürzungen im mittelfristigen Finanzrahmen kommt, bei der Landwirtschaft streichen und kürzen. Ich glaube, genau das darf uns bei der zukünftigen Gemeinsamen Agrarpolitik nicht passieren, denn es geht darum, dass wir vor allem die Familienbetriebe stärken, stützen und weiter fördern. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Als Bürgermeister einer Gemeinde, die 2016 zwei ganz, ganz schlimme Unwetter erlebt hat – mit zwei Muren, mit 40 verschütteten Häusern, mit 70 000 Kubikmetern Material mitten im Ortsgebiet –, freut es mich, dass in den Budgets 2018 und 2019 für Projekte der Wildbach- und Lawinenverbauung mehr Geld vorhanden ist. Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Als Vertreter der Bauern, aber auch als Bürgermeister freue ich mich über das Budget, weil ich überzeugt bin, dass es in die richtige Richtung geht, dass es für die ländliche Entwicklung gut ist, dass es für die Bauern gut ist. Deswegen sage ich Danke schön! – Ich hoffe, dass wir auch in den kommenden Jahren so gute Budgets beschließen können. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Folgendes wurde heute schon mehrfach erwähnt: Das Budget 2019 bringt einen Überschuss von einer knappen halben Milliarde Euro. Das hat schon eine besondere historische Dimension – hat es das doch in den letzten 65 Jahren nicht gegeben. Ich habe mir für meinen Debattenbeitrag die Frage gestellt: Ist das jetzt ein Einmaleffekt oder ist das nachhaltig?, denn das ist, glaube ich, schon auch politisch eine ganz entscheidende Frage. Da lohnt sich auch einen Blick auf den mittelfristigen Finanzrahmen, auf das Bundesfinanzrahmengesetz. Ich möchte anhand von vier Kennzahlen festmachen, dass diese Entwicklung sehr, sehr nachhaltig ist. (Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bösch.
Erste ganz klare Feststellung: Die Überschüsse sind nicht nur für 2019 budgetiert, sondern auch für 2020, 2021 und 2022. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bösch.)
Beifall bei der ÖVP.
Zweite Kennzahl – sehr relevant –, das strukturelle Defizit: Wir haben für 2019 einen Überschuss budgetiert, aber – es wurde heute schon richtigerweise angemerkt – trotzdem ein strukturelles Defizit von 0,5 Prozent. Blickt man hier aber auch wieder in den mittelfristigen Finanzrahmen, wird im Jahr 2022 sogar im strukturellen Bereich ein Überschuss erzielt, und das ist auch eine sehr, sehr gute Nachricht des Tages. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
das Budget 2018/2019 ein sehr gutes Budget. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.
Wenn man Verkehr grüner machen möchte, ökologisieren möchte, ist die eine große Antwort die Stärkung des öffentlichen Verkehrs, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Liste Pilz.) Gerade in diesem Bereich, bei dieser Notwendigkeit spart diese Regierung wahrscheinlich am meisten, spart in fünf Jahren 1,8 Milliarden Euro, geschätzte Damen und Herren. Das ist kein grüner Verkehr, das ist das Umgekehrte! Wenn Sie da einsparen, dann sorgen Sie dafür, dass junge Eltern mit Kinderwägen wahrscheinlich nicht die älteren Straßenbahngarnituren benützen, weil es zu umständlich ist, weil die nicht ausgetauscht worden sind, weil die Straßenbahnmilliarde in den Landeshauptstädten fehlen wird.
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Wenn Sie da einsparen, dann sorgen Sie wahrscheinlich dafür, dass Pendlerinnen und Pendler wegen schlechter Vertaktung, wegen schlechter Erreichbarkeit statt mit dem Zug mit dem Auto fahren; das bedeutet mehr Staus, mehr Unfälle. Und gerade Sie (in Richtung FPÖ), die Sie sagen, Sie seien die Sicherheitspartei, frage ich: Was ist mit den 417 Toten letztes Jahr im Straßenverkehr? Wäre es nicht besser, die Menschen wären mehr im öffentlichen Verkehr und nicht so gefährdet, geschätzte Damen und Herren? Das ist auch Sicherheit, Straßenverkehrssicherheit! (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei der SPÖ.
Lassen Sie mich meine Rede mit einem Appell an die Freiheitlichen beenden, denn über öffentlichen Verkehr brauchen wir mit der ÖVP nicht zu diskutieren, aber mein Appell an die Freiheitlichen lautet: Fallen Sie zumindest bei diesem Thema nicht um und verhandeln Sie das nach, geschätzte Damen und Herren! Machen Sie eine gute Verkehrspolitik für Österreich! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: Besonders in Kärnten!
Verstehen Sie es nicht als Kritik des Ministers, sondern verstehen Sie es als Kritik des Systems, dass ich anführe, was wir in den letzten Jahren in der Pflegeentwicklung gemacht haben. Wie finanzieren wir das heute? – Wir haben einerseits das Pflegegeld, wir haben andererseits die Mindestsicherung und wir haben die Personen selbst, die heute für die Pflege zu zahlen haben, wenn sie in ein Pflegeheim kommen. Wir haben es in den letzten Jahren verabsäumt, zu schauen, dass wir den Menschen die Möglichkeit offerieren – und das verstehe ich unter einem korrekten und entwickelten Pflegesystem –, sie zu Hause zu versorgen. Wir haben über Jahre hinweg in den Bundesländern aus Stolz Pflegeheime gebaut, um als Politiker sagen zu können, wir eröffnen hier eines und dort eines, aber keiner hat jemals darüber nachgedacht, wie wir sie am Ende des Tages finanzieren. (Abg. Loacker: Besonders in Kärnten!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Bitte unterstützen Sie diesen Weg, gehen wir ihn gemeinsam, alle Fraktionen, und wir werden es auch für Österreich gut machen. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesfinanzminister! Herr Staatssekretär! Wir feiern heute einen Überschuss, viel wurde darüber schon gesprochen, seit 65 Jahren das erste Mal. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir feiern heute, dass wir 2019 einen Überschuss haben werden. (Zwischenruf des Abg. Knes.) Gut. Viel wurde darüber gesprochen, und was machen Sie von den Sozialdemokraten? – Ihr Kurzzeitbundeskanzler und Klubobmann höhnt hier den Herrn Finanzminister mit dem KHG-Anerkennungspreis. (Abg. Jarolim: In Gold!) Sie werfen uns vor, dass die Finanzminister der letzten Jahre von der ÖVP waren. – Ja, richtig, aber die Bundeskanzler hießen Gusenbauer, Faymann und nur für ganz kurze Zeit – Gott sei Dank! – Kern. (Abg. Kuntzl: Sie kritisieren die Finanzminister!)
Zwischenruf des Abg. Knes.
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesfinanzminister! Herr Staatssekretär! Wir feiern heute einen Überschuss, viel wurde darüber schon gesprochen, seit 65 Jahren das erste Mal. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir feiern heute, dass wir 2019 einen Überschuss haben werden. (Zwischenruf des Abg. Knes.) Gut. Viel wurde darüber gesprochen, und was machen Sie von den Sozialdemokraten? – Ihr Kurzzeitbundeskanzler und Klubobmann höhnt hier den Herrn Finanzminister mit dem KHG-Anerkennungspreis. (Abg. Jarolim: In Gold!) Sie werfen uns vor, dass die Finanzminister der letzten Jahre von der ÖVP waren. – Ja, richtig, aber die Bundeskanzler hießen Gusenbauer, Faymann und nur für ganz kurze Zeit – Gott sei Dank! – Kern. (Abg. Kuntzl: Sie kritisieren die Finanzminister!)
Abg. Jarolim: In Gold!
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesfinanzminister! Herr Staatssekretär! Wir feiern heute einen Überschuss, viel wurde darüber schon gesprochen, seit 65 Jahren das erste Mal. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir feiern heute, dass wir 2019 einen Überschuss haben werden. (Zwischenruf des Abg. Knes.) Gut. Viel wurde darüber gesprochen, und was machen Sie von den Sozialdemokraten? – Ihr Kurzzeitbundeskanzler und Klubobmann höhnt hier den Herrn Finanzminister mit dem KHG-Anerkennungspreis. (Abg. Jarolim: In Gold!) Sie werfen uns vor, dass die Finanzminister der letzten Jahre von der ÖVP waren. – Ja, richtig, aber die Bundeskanzler hießen Gusenbauer, Faymann und nur für ganz kurze Zeit – Gott sei Dank! – Kern. (Abg. Kuntzl: Sie kritisieren die Finanzminister!)
Abg. Kuntzl: Sie kritisieren die Finanzminister!
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesfinanzminister! Herr Staatssekretär! Wir feiern heute einen Überschuss, viel wurde darüber schon gesprochen, seit 65 Jahren das erste Mal. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir feiern heute, dass wir 2019 einen Überschuss haben werden. (Zwischenruf des Abg. Knes.) Gut. Viel wurde darüber gesprochen, und was machen Sie von den Sozialdemokraten? – Ihr Kurzzeitbundeskanzler und Klubobmann höhnt hier den Herrn Finanzminister mit dem KHG-Anerkennungspreis. (Abg. Jarolim: In Gold!) Sie werfen uns vor, dass die Finanzminister der letzten Jahre von der ÖVP waren. – Ja, richtig, aber die Bundeskanzler hießen Gusenbauer, Faymann und nur für ganz kurze Zeit – Gott sei Dank! – Kern. (Abg. Kuntzl: Sie kritisieren die Finanzminister!)
Abg. Stöger: Wo und welche?
Die Sozialminister, die mit dem großen Füllhorn unterwegs waren, hießen Hundstorfer – der ging ja gerade noch – und Stöger. Nicht nur, dass wir ständig Probleme im Tourismus hatten (Abg. Stöger: Wo und welche?), sondern Sie haben auch das AMS mit Geld überschüttet, fast 2 Milliarden Euro, und regen sich heute auf, dass wir dort sparen. Was ist die Ernte, die Sie daraus eingebracht haben? – Nach wie vor 380 000 Arbeitslose. Das ist Ihre Ernte, die Sie mit viel Geld erreicht haben. – Gut.
Abg. Noll: Billig!
Als Unternehmer kann ich es nur begrüßen, wenn ein Ende dieser Schuldenpolitik kommt. Es ist gut, wenn für das Budget der Republik wirtschaftliche Grundsätze gelten. Es ist gut, wenn wir uns davon trennen, den Schuldenrucksack, der auf allen Österreicherinnen und Österreichern, auf unseren Kindern lastet, immer größer werden zu lassen. Daher heißt es ja auch rote und schwarze Zahlen, die eine Volkswirtschaft beschreiben. (Abg. Noll: Billig!) Und der österreichischen Volkswirtschaft tut unsere schwarze Handschrift jedenfalls gut, jedenfalls besser als die von der SPÖ augenscheinlich präferierten und fürstlich entlohnten Finanzesoteriker, die sich im roten Wien austoben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Als Unternehmer kann ich es nur begrüßen, wenn ein Ende dieser Schuldenpolitik kommt. Es ist gut, wenn für das Budget der Republik wirtschaftliche Grundsätze gelten. Es ist gut, wenn wir uns davon trennen, den Schuldenrucksack, der auf allen Österreicherinnen und Österreichern, auf unseren Kindern lastet, immer größer werden zu lassen. Daher heißt es ja auch rote und schwarze Zahlen, die eine Volkswirtschaft beschreiben. (Abg. Noll: Billig!) Und der österreichischen Volkswirtschaft tut unsere schwarze Handschrift jedenfalls gut, jedenfalls besser als die von der SPÖ augenscheinlich präferierten und fürstlich entlohnten Finanzesoteriker, die sich im roten Wien austoben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Knes: Wer hat denn die Rede geschrieben?
Wir in Tirol und Österreich bauen auf solide Wirtschaftspolitik. Wir als Republik haben natürlich auch weiterhin einen großen Schuldenrucksack zu bedienen, und die Reduktion unserer Staatsschulden ist von großer Wichtigkeit, denn der alte Spruch „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“ gilt natürlich auch für die Republik. Es werden Einsparungen unserer Bundesregierung in Kombination mit einer globalen Wirtschaftserholung sein, die uns 2019 wieder in eine aktive Phase bringen werden, denn am Ende ist eine funktionierende Volkswirtschaft wesentlich handlungsfähiger als eine, die am Tropf der Staatsverschuldung, am Tropf der Banken hängt, wie auch Unternehmen handlungsfähiger sind – und das sollten Sie ja wissen –, wenn sie Gewinne machen und nicht vom Wohlwollen der Banken abhängig sind. (Abg. Knes: Wer hat denn die Rede geschrieben?)
Beifall bei der ÖVP.
Als Bauer, Wirt und Seilbahner freut es mich, wenn einige Sündenfälle der letzten Koalition rückgängig gemacht werden. An die Kollegen der SPÖ nur eine Botschaft: Einige der größten Standorthürden kommen aus Ihrer Denkfabrik und aus Ihrer Parteizentrale. Hören Sie auf, Arbeitnehmer, Arbeitsuchende und junge Menschen mittels Tourismus-Bashing ständig zu verunsichern! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Jarolim: Sehr komische Rede!
Ich bedanke mich beim Finanzminister und beim Staatssekretär für diese Wende als Unternehmer, als Tiroler und als Österreicher. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Jarolim: Sehr komische Rede!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ. – Abg. Bösch: Im Namen aller!
Ich nehme auch den Herrn Vizekanzler und Sportminister beim Wort, der vorgestern beim Empfang der paralympischen Mannschaft am Flughafen auf die Frage einer Journalistin, ob nicht der Behindertensport etwas mehr Geld verdienen würde, ausdrücklich gesagt hat, er werde sich dafür verwenden und einsetzen. Da hat er recht, da bekommt er jede Unterstützung von uns, und ich möchte die Gelegenheit nutzen, dem Paralympic Team, den Athletinnen und Athleten, die aus Südkorea mit sieben Medaillen nach Hause gekommen sind, Österreich perfekt vertreten haben, tolle Sportler, Vorbild für uns alle sind, von dieser Stelle aus im Namen der sozialdemokratischen Fraktion recht herzlich zu gratulieren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ. – Abg. Bösch: Im Namen aller!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Nichtsdestotrotz gehen wir davon aus, dass wir im Sport wie immer vernünftig zusammenarbeiten und auch mit dem neuen Sportminister auf einem guten Weg sind. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich danke allen, die daran beteiligt werden, auch dem Herrn Minister und dem Herrn Finanzstaatssekretär, dass das vernünftig über die Bühne gehen wird. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
und diese sind nachhaltig, nicht so wie jene der Aktion 20 000. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) – Das waren ein paar Worte dazu.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Jetzt möchte ich aber zu etwas Erfreulicherem kommen und an dieser Stelle ausdrücklich dem Bundesminister für Finanzen gratulieren. Er hat nämlich ein Doppelbudget vorgelegt, das zwei wichtige Grundsätze widerspiegelt: Wir sparen im System und wir investieren in die Zukunft. Meine Damen und Herren, in unserem Unternehmen – zu Hause – haben wir diese beiden Grundsätze gelebt und wir sind in den letzten 90 Jahren sehr gut damit gefahren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Neben den Investitionen in Familien freue ich mich als Bereichssprecherin für Forschung und Innovation, aber auch als Mutter von drei Kindern und stolze Bürgerin von Österreich sehr über das Bekenntnis zu Forschung und Digitalisierung im Budget. Die Universitäten haben rund 280 Millionen Euro mehr pro Jahr. Das ist gut. Jetzt ist es natürlich wichtig, dass dieses Geld auch – teilweise – wirklich in der Forschung ankommt. Input allein reicht nicht, Output ist notwendig, und für Output-Orientierung steht diese Bundesregierung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf: Der ist nach Kanada gegangen!
Da ich das IST Austria erwähnt habe: Das ist wirklich ein Vorzeigeprojekt. Hier haben wir keine Kompromisse gemacht. Wir wollten die besten Köpfe, ließen der Wissenschaft freien Lauf. (Ruf: Der ist nach Kanada gegangen!) Wir haben aber auch gesagt, dass ein Teil der Mittel, die an das IST Austria gegeben wurden, an den Erwerb von Drittmitteln gebunden ist. Siehe da, es hat funktioniert! Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Wir haben exzellente Wissenschafter, die in den letzten Jahren beeindruckende 38 ESC-Grants erworben haben. So muss es sein. Dieses Prinzip der Drittmittelbindung wird auch weitergeführt – und das ist gut so. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Da ich das IST Austria erwähnt habe: Das ist wirklich ein Vorzeigeprojekt. Hier haben wir keine Kompromisse gemacht. Wir wollten die besten Köpfe, ließen der Wissenschaft freien Lauf. (Ruf: Der ist nach Kanada gegangen!) Wir haben aber auch gesagt, dass ein Teil der Mittel, die an das IST Austria gegeben wurden, an den Erwerb von Drittmitteln gebunden ist. Siehe da, es hat funktioniert! Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Wir haben exzellente Wissenschafter, die in den letzten Jahren beeindruckende 38 ESC-Grants erworben haben. So muss es sein. Dieses Prinzip der Drittmittelbindung wird auch weitergeführt – und das ist gut so. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Der Zwillingsbruder der akademischen Forschung ist die anwendungsorientierte Forschung. Meine Damen und Herren, lassen Sie mich zwei Worte zur Forschungsprämie sagen! Sie ist ein starkes und wichtiges Zeichen für den Standort. Wir haben uns im Regierungsprogramm dazu bekannt, für Investitionen in F & E und für Headquarters attraktiv sein zu wollen. Die Evidenz zeigt halt nun einmal, dass sich die Forschungsprämie positiv auf den Standort auswirkt, ausländische Investitionen anzieht und somit positiv für die Arbeitsplatzsituation ist. Daher an alle Stimmen, die die Prämie und die Höhe der Prämien immer wieder anzweifeln: Bitte hören Sie auf, hier Verunsicherung ins System zu bringen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ja, meine Damen und Herren, Herr Minister, stellen Sie sich vor, die Zukunft wird gut und Sie sind schuld! Herr Minister, ich glaube, Sie werden gerne der Schuldige sein! – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Wie schaut es jetzt bei der höheren Bildung aus, nämlich bei den Universitäten? – Für die Universitäten wird es in den nächsten Jahren deutlich mehr Geld geben, und das ist gut so. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Das haben wir geschaffen!
Danke, sehr geehrte Damen und Herren von der ÖVP, denn diesen Beschluss haben wir vor dem Sommer gefasst, und zwar gegen Ihre Stimmen. Diesen Beschluss haben wir gegen die Stimmen der ÖVP gefasst. Wir erinnern uns an die Phase, als es große Unsicherheit an den Universitäten gab und wir gesagt haben, das wollen wir jetzt beenden. Wir wollen, dass es Planungssicherheit gibt. Das ist ein wichtiger Bereich, hier soll es mehr Geld geben. (Ruf bei der ÖVP: Das haben wir geschaffen!)
Beifall bei der SPÖ.
werden die Zukunftschancen von jungen Menschen reduziert, sondern auch dort, wo mehr Geld in die Hand genommen wird, wird es weniger Chancen für junge Menschen geben. Das ist äußerst bedauerlich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben mit unseren berufsbildenden Schulen, den Berufsschulen und insbesondere auch den HTLs – den Höheren Technischen Lehranstalten –, den Fachschulen und den land- und forstwirtschaftlichen Fachschulen ein internationales Alleinstellungsmerkmal und damit ein bedeutendes Standort-Asset in Österreich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zur Stärkung dieser technischen Schulen, dieser Ingenieurkaderschmieden, sind für mich fünf Punkte wesentlich: erstens: die entsprechende Förderung früh genug, bereits in den Pflichtschulen – Professor Taschner wird mir hier recht geben –, in den Mint-Fächern, damit gemeint sind Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik; zweitens: die Festigung der Struktur unserer Höheren Technischen Lehranstalten – das beinhaltet aus meiner Sicht die Beibehaltung der Ausbildungsdauer von fünf Jahren, keine Kürzungen in den Stundenplänen, eine Schärfung des Schulprofils – der Einheitsbrei ist nicht gefragt, sondern eine Weiterentwicklung im Rahmen der Autonomie –, die Sicherstellung der erforderlichen Werteinheiten für die Kollegen, keine Anhebung der Gruppengröße in den Werkstätten und Laboreinrichtungen sowie Sicherstellung der hohen Ausbildungsqualität und der entsprechenden Ausbildungsmittel. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren, Herr Bundesminister, mehr als 63 000 HTL-Schüler in 76 technischen, gewerblichen und kunstgewerblichen Lehranstalten werden sich über die Wertschätzung und die budgetäre Aufwertung ihrer Schule freuen. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Ich möchte eingangs nur ganz kurz erwähnen, dass ich bei Ihrer Budgetrede diese vielen kleinen Attacken gegen Minister Schelling nicht ganz verstanden habe, weil wir uns doch gemeinsam bemüht haben, auch wenn er sich natürlich nicht immer innerhalb der ÖVP durchsetzen konnte, hier wirklich eine gute Politik zu machen. Wir haben sie gemacht. Sie ist eigentlich die Basis dafür, dass wir jetzt eine gute Konjunktur haben. Ich glaube, er hat sich das nicht verdient. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schimanek: Was ist denn euer Stil?
Ich will das nur deshalb sagen, weil es kein einziger Redner der ÖVP der Mühe wert gefunden hat, das jetzt irgendwie herauszustreichen. Man kann natürlich sagen: Wenn einer gefallen ist, steigt man auch noch drauf!, aber das ist nicht ganz unser Stil, und daher wollte ich das hier ausdrücklich sagen. (Abg. Schimanek: Was ist denn euer Stil?) Ich halte das wirklich für ein klein wenig beschämend, meine Damen und Herren von der ÖVP! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der FPÖ.) – Ja, so ist es gemeint.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der FPÖ.
Ich will das nur deshalb sagen, weil es kein einziger Redner der ÖVP der Mühe wert gefunden hat, das jetzt irgendwie herauszustreichen. Man kann natürlich sagen: Wenn einer gefallen ist, steigt man auch noch drauf!, aber das ist nicht ganz unser Stil, und daher wollte ich das hier ausdrücklich sagen. (Abg. Schimanek: Was ist denn euer Stil?) Ich halte das wirklich für ein klein wenig beschämend, meine Damen und Herren von der ÖVP! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der FPÖ.) – Ja, so ist es gemeint.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Kolba.
Sie haben vielleicht gebundene Hände, das möchte ich positiv herausstreichen, aber ich glaube, mittelfristig können wir uns das sicherlich nicht leisten. Wir können nicht auf Geld verzichten, das wir dringend brauchen, und es uns dann bei Schülern, Arbeitenden und Pensionisten holen, meine Damen und Herren. Das ist keine würdige Zukunft. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Kolba.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sehen, dass Einsparungen in der Klimapolitik mit minus 300 Millionen und im öffentlichen Verkehr mit minus 400 Millionen zwar innerösterreichische Maßnahmen sind, aber doch mit einem globalen internationalen Impact höchst schädlich sind. Wir sehen, dass die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit, bei der Außenminister Kurz noch eine Erhöhung angekündigt hat, jetzt in Wirklichkeit schrumpft. Es fehlen zu dem Pfad, der die Verdopplung wirklich möglich machen würde, heuer 15,5 Millionen und nächstes Jahr 21 Millionen Euro. Multilaterale Organisationen werden schlechter ausgestattet, und ich denke an das Geschwurbel um eine optionale Erhöhung des Auslandskatastrophenfonds im Bedarfsfall, da schlicht und ergreifend der Bedarfsfall besteht, siehe Somalia, Südsudan, Äthiopien, die Flüchtlingslager der Rohingya oder der Syrer. Die Entrüstung der NGOs ist durchaus berechtigt und verständlich. Die Hilfe vor Ort – ein zentraler Sager des wahlkämpfenden Herrn Kurz – wird jetzt dem Kürze-Kanzler Kurz zum Opfer fallen, und die soziale Kälte – das ist echt bedauerlich und sehr erschreckend – findet nicht nur in Österreich, sondern offensichtlich auch darüber hinaus statt. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ
Ja, Frau Kollegin, natürlich muss es dann bei den Ausbildungsplätzen, bei der dortigen Infrastruktur, bei den Ausbildungsmitteln auch die erforderlichen logistischen Maßnahmen geben, aber das ist ja auch in diesem Bundesfinanzgesetz so vorgesehen. Wenn Sie hier monieren, dass Sie mit den Situationszugängen in Bezug auf Dienststellen – Stichwort heruntergekommene Dienststellen – nicht einverstanden sind (Heiterkeit bei der SPÖ), dann muss ich Sie fragen: Wo war denn Ihr Beitrag zur Verbesserung dieser Situation in den letzten zehn Jahren, als Sie in der Bundesregierung waren und Sie den Bundeskanzler gestellt haben? (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ja, Frau Kollegin, natürlich muss es dann bei den Ausbildungsplätzen, bei der dortigen Infrastruktur, bei den Ausbildungsmitteln auch die erforderlichen logistischen Maßnahmen geben, aber das ist ja auch in diesem Bundesfinanzgesetz so vorgesehen. Wenn Sie hier monieren, dass Sie mit den Situationszugängen in Bezug auf Dienststellen – Stichwort heruntergekommene Dienststellen – nicht einverstanden sind (Heiterkeit bei der SPÖ), dann muss ich Sie fragen: Wo war denn Ihr Beitrag zur Verbesserung dieser Situation in den letzten zehn Jahren, als Sie in der Bundesregierung waren und Sie den Bundeskanzler gestellt haben? (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Jetzt hier ans Rednerpult zu kommen und einen guten budgetären Ansatz für unsere Exekutive, für unsere Polizistinnen und Polizisten, die tagtäglich ihre körperliche Unversehrtheit mit viel Engagement und mit viel Einsatzbereitschaft zum Wohle der Allgemeinheit in den Dienst stellen, zu kritisieren (Zwischenrufe bei der SPÖ), zu kritisieren, dass wir das nachjustieren, was in den letzten zehn Jahren unter einem roten Bundeskanzler verabsäumt wurde (Zwischenruf der Abg. Lueger), das finde ich schon etwas übertrieben. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Lueger
Jetzt hier ans Rednerpult zu kommen und einen guten budgetären Ansatz für unsere Exekutive, für unsere Polizistinnen und Polizisten, die tagtäglich ihre körperliche Unversehrtheit mit viel Engagement und mit viel Einsatzbereitschaft zum Wohle der Allgemeinheit in den Dienst stellen, zu kritisieren (Zwischenrufe bei der SPÖ), zu kritisieren, dass wir das nachjustieren, was in den letzten zehn Jahren unter einem roten Bundeskanzler verabsäumt wurde (Zwischenruf der Abg. Lueger), das finde ich schon etwas übertrieben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt hier ans Rednerpult zu kommen und einen guten budgetären Ansatz für unsere Exekutive, für unsere Polizistinnen und Polizisten, die tagtäglich ihre körperliche Unversehrtheit mit viel Engagement und mit viel Einsatzbereitschaft zum Wohle der Allgemeinheit in den Dienst stellen, zu kritisieren (Zwischenrufe bei der SPÖ), zu kritisieren, dass wir das nachjustieren, was in den letzten zehn Jahren unter einem roten Bundeskanzler verabsäumt wurde (Zwischenruf der Abg. Lueger), das finde ich schon etwas übertrieben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schieder: Die Bezeichnung stimmt nicht!
Noch ein Abschlusswort zu den Seitenhieben in Bezug auf den Kriminalfall beim BVT (Abg. Schieder: Die Bezeichnung stimmt nicht!): Also wenn Sie hier wieder auf vermeintliche Informationen und Informanten aus den Zeitungs- und Redakteurskreisen hinweisen (Abg. Margreiter hält eine Ausgabe des „Standard“ in die Höhe), dann darf ich Ihnen hier einmal mehr mitteilen, dass das nicht unbedingt jene Realität ist, die die Untersuchungsrichter, die den Fall betreuen, und die Staatsanwaltschaft sehen.
Abg. Margreiter hält eine Ausgabe des „Standard“ in die Höhe
Noch ein Abschlusswort zu den Seitenhieben in Bezug auf den Kriminalfall beim BVT (Abg. Schieder: Die Bezeichnung stimmt nicht!): Also wenn Sie hier wieder auf vermeintliche Informationen und Informanten aus den Zeitungs- und Redakteurskreisen hinweisen (Abg. Margreiter hält eine Ausgabe des „Standard“ in die Höhe), dann darf ich Ihnen hier einmal mehr mitteilen, dass das nicht unbedingt jene Realität ist, die die Untersuchungsrichter, die den Fall betreuen, und die Staatsanwaltschaft sehen.
Abg. Jarolim: Es wird nimmer besser, die Rede!
Es ist eigentlich unglaublich, dass Sie die Arbeit der Gerichte und der Staatsanwälte konterkarieren und mit Pseudowahrheiten, die aus irgendwelchen Zeitungsredaktionen oder sonstigen Medien kommen, vergleichen, um nicht zu sagen, die Eigenmeinungen von Journalisten über den Rechtsstaat stellen. (Abg. Jarolim: Es wird nimmer besser, die Rede!) Das ist eigentlich eine Unverfrorenheit, die ihresgleichen sucht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist eigentlich unglaublich, dass Sie die Arbeit der Gerichte und der Staatsanwälte konterkarieren und mit Pseudowahrheiten, die aus irgendwelchen Zeitungsredaktionen oder sonstigen Medien kommen, vergleichen, um nicht zu sagen, die Eigenmeinungen von Journalisten über den Rechtsstaat stellen. (Abg. Jarolim: Es wird nimmer besser, die Rede!) Das ist eigentlich eine Unverfrorenheit, die ihresgleichen sucht. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Plessl: Das wissen Sie schon?
Abschließend darf ich Ihnen noch mit auf den Weg geben: Sie betreiben aktiv eine Täter-Opfer-Umkehr. Es geht in diesem Fall um einige wenige kriminell auffällig gewordene Beamte des BVT (Abg. Plessl: Das wissen Sie schon?), was nicht bedeutet, dass das gesamte BVT hier handlungsunfähig ist oder gar in Frage gestellt wird. (Abg. Jarolim: Woher wissen Sie das?) Es geht um einzelne Beamte, die dienstrechtliche wie auch strafrechtliche Verfehlungen begangen haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Da ist es ja wohl legitim, um nicht zu sagen, im rechtsstaatlichen Sinne auch notwendig, dass man die erforderlichen rechtlichen, gerichtlichen, dienstrechtlichen Maßnahmen setzt, um weiteren Schaden von der Behörde abzuwenden.
Abg. Jarolim: Woher wissen Sie das?
Abschließend darf ich Ihnen noch mit auf den Weg geben: Sie betreiben aktiv eine Täter-Opfer-Umkehr. Es geht in diesem Fall um einige wenige kriminell auffällig gewordene Beamte des BVT (Abg. Plessl: Das wissen Sie schon?), was nicht bedeutet, dass das gesamte BVT hier handlungsunfähig ist oder gar in Frage gestellt wird. (Abg. Jarolim: Woher wissen Sie das?) Es geht um einzelne Beamte, die dienstrechtliche wie auch strafrechtliche Verfehlungen begangen haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Da ist es ja wohl legitim, um nicht zu sagen, im rechtsstaatlichen Sinne auch notwendig, dass man die erforderlichen rechtlichen, gerichtlichen, dienstrechtlichen Maßnahmen setzt, um weiteren Schaden von der Behörde abzuwenden.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abschließend darf ich Ihnen noch mit auf den Weg geben: Sie betreiben aktiv eine Täter-Opfer-Umkehr. Es geht in diesem Fall um einige wenige kriminell auffällig gewordene Beamte des BVT (Abg. Plessl: Das wissen Sie schon?), was nicht bedeutet, dass das gesamte BVT hier handlungsunfähig ist oder gar in Frage gestellt wird. (Abg. Jarolim: Woher wissen Sie das?) Es geht um einzelne Beamte, die dienstrechtliche wie auch strafrechtliche Verfehlungen begangen haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Da ist es ja wohl legitim, um nicht zu sagen, im rechtsstaatlichen Sinne auch notwendig, dass man die erforderlichen rechtlichen, gerichtlichen, dienstrechtlichen Maßnahmen setzt, um weiteren Schaden von der Behörde abzuwenden.
Abg. Wittmann: ... und der frühere Innenminister ... ?!
Das sollte Ihnen ins Stammbuch geschrieben werden. Ihre Verurteilung des Bundesministers ist pseudomäßig, denn er hat sich in dieser Sache eigentlich nichts vorzuwerfen (Abg. Wittmann: ... und der frühere Innenminister ... ?!), sondern hat eigentlich nur das getan, was ein zuständiger Ressortleiter in dieser Frage auch tatsächlich zu tun verpflichtet ist, nämlich diesen kriminalistischen oder diesen strafrechtlich und disziplinär relevanten Sachverhalt bei den zuständigen Gerichten anzuzeigen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann. – Zwischenruf des Abg. Plessl.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann. – Zwischenruf des Abg. Plessl.
Das sollte Ihnen ins Stammbuch geschrieben werden. Ihre Verurteilung des Bundesministers ist pseudomäßig, denn er hat sich in dieser Sache eigentlich nichts vorzuwerfen (Abg. Wittmann: ... und der frühere Innenminister ... ?!), sondern hat eigentlich nur das getan, was ein zuständiger Ressortleiter in dieser Frage auch tatsächlich zu tun verpflichtet ist, nämlich diesen kriminalistischen oder diesen strafrechtlich und disziplinär relevanten Sachverhalt bei den zuständigen Gerichten anzuzeigen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann. – Zwischenruf des Abg. Plessl.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das ist die Realität und nicht das, was Sie sich aus irgendwelchen Zeitungsberichten oder Redaktionen zusammenreimen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sehen Sie der Realität ins Auge und hören Sie auf, unseren Innenminister anzuschütten, der sich in dieser Frage wahrlich nichts vorzuwerfen hat! – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Jarolim: Innenminister Kickl freut sich über die Rede sicher nicht!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Jarolim: Innenminister Kickl freut sich über die Rede sicher nicht!
Das ist die Realität und nicht das, was Sie sich aus irgendwelchen Zeitungsberichten oder Redaktionen zusammenreimen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sehen Sie der Realität ins Auge und hören Sie auf, unseren Innenminister anzuschütten, der sich in dieser Frage wahrlich nichts vorzuwerfen hat! – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Jarolim: Innenminister Kickl freut sich über die Rede sicher nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Zu meinem Bedauern hat er gestern hier nicht einmal die Wörter Landesverteidigung oder Bundesheer in den Mund genommen. Genau so, meine sehr geehrten Damen und Herren, sieht auch dieses Budget aus. Ich würde den Herrn Finanzminister wirklich ersuchen, es nicht seinen Amtsvorgängern, den ÖVP-Ministern, gleichzutun, sondern sich die Zahlen anzusehen und jenen Weg, den wir 2015 gemeinsam mit allen Parteien hier im Parlament beschritten haben, weiter voranzutreiben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben 2015 einen Konsens gefunden. Ich möchte diesen Konsens, den wir damals hier gemeinsam beschlossen haben, auch einfordern. Damals wurde von einer Sternstunde für das österreichische Bundesheer gesprochen. Ich möchte nicht in die Dunkelheit zurückgehen und ersuche euch, bei der Diskussion im Ausschuss, aber auch beim Finanzminister dafür zu sorgen, dass Budgetmittel in ausreichender Höhe zur Verfügung gestellt werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben die Zusage des Herrn Finanzministers und auch von den anderen Mitgliedern der Bundesregierung, dass sowohl im heurigen Budget als auch im kommenden eine Steigerung von 60 Millionen bis 80 Millionen Euro stattfinden wird. Sie haben zu Recht angesprochen, dass der Investitionsrückstau abgebaut werden muss und dass dieser Fluss, der im Jahre 2016 begonnen hat, nicht abreißen darf – ich unterstütze das. Wir haben auch die Zusage, dass wichtige Investitionen mit Sonderinvestitionsprogrammen gesichert sind. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Finanzminister! Ich hoffe darauf, dass wir in dieser Frage auf Sie zählen können, denn diese Bundesregierung ist sich ja einig, dass sie im Bereich der Sicherheit nicht sparen will, dass sie im Bereich der Sicherheit, die in der Republik zwei Säulen hat, die Polizei und das Bundesheer, beide Säulen wertschätzt und dass wir auch in Bezug auf die Sicherheitspolitik die Budgetmittel weiterhin einsetzen werden. – Ich danke Ihnen sehr. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Gudenus.
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, liebe FPÖ und ÖVP, Sie machen mit Ihrem Vorgehen heute diese Parlamentssitzung wahrlich zu einer weltweit einzigartigen. (Zwischenruf des Abg. Gudenus.) Warum weltweit einzigartig? – Weil bis heute weltweit kein einziges Land in Sachen Nichtraucherschutz einen Schritt zurück gemacht hat. Das hat es nirgendwo gegeben. (Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz. – Abg. Zanger: Der Schritt ist ja noch gar nicht passiert!)
Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz. – Abg. Zanger: Der Schritt ist ja noch gar nicht passiert!
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, liebe FPÖ und ÖVP, Sie machen mit Ihrem Vorgehen heute diese Parlamentssitzung wahrlich zu einer weltweit einzigartigen. (Zwischenruf des Abg. Gudenus.) Warum weltweit einzigartig? – Weil bis heute weltweit kein einziges Land in Sachen Nichtraucherschutz einen Schritt zurück gemacht hat. Das hat es nirgendwo gegeben. (Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz. – Abg. Zanger: Der Schritt ist ja noch gar nicht passiert!)
Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.
Diese beinahe militante Selbstgefälligkeit, diese Verantwortungslosigkeit und diese Ignoranz, die Sie allen Ärzten, Expertinnen und Experten dieses Landes entgegenbringen, allen medizinisch-wissenschaftlichen Fakten, und letztlich Ihre Ignoranz, die Sie mehr als einer halben Million Österreicherinnen und Österreichern gegenüber zum Ausdruck bringen, die suchen ihresgleichen. (Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.)
Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.
Ihr Vorgehen sagt auch, dass die Zigarettensucht offenbar ein Symbol der Freiheit, der persönlichen Freiheit, ein Synonym für Gastfreundschaft oder – wie die Frau Bundesministerin für Gesundheit vor ein paar Wochen hier sagte – auch ein Synonym für Spaß ist. Nur, sehr geehrte Damen und Herren, ich sage Ihnen als Ärztin: Wo der Spaßfaktor beim Leiden, beim Sterben an einem Lungenkarzinom mit Metastasen im Gehirn und in den Knochen bleibt, das konnten Sie, liebe Abgeordnete, mir bis heute nicht erklären. (Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.)
Abg. Zanger: Kompromiss mit der ÖVP!
Wahlversprechen geworden, ab 200 000 Stimmen eine verbindliche Volksabstimmung machen zu wollen? (Abg. Zanger: Kompromiss mit der ÖVP!) Aus den 200 000 Stimmen werden plötzlich 900 000 Stimmen, und das nicht vor 2021; so zu hören aus Ihren Reihen. Ich frage mich: Wo bleibt da Ihr Versprechen an Ihre Wählerinnen und Wähler? (Abg. Zanger: Regierungsabkommen ist das halt!)
Abg. Zanger: Regierungsabkommen ist das halt!
Wahlversprechen geworden, ab 200 000 Stimmen eine verbindliche Volksabstimmung machen zu wollen? (Abg. Zanger: Kompromiss mit der ÖVP!) Aus den 200 000 Stimmen werden plötzlich 900 000 Stimmen, und das nicht vor 2021; so zu hören aus Ihren Reihen. Ich frage mich: Wo bleibt da Ihr Versprechen an Ihre Wählerinnen und Wähler? (Abg. Zanger: Regierungsabkommen ist das halt!)
Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.
Ich vermisse heute auch einige Ärzte und Ärztinnen aus Ihren Reihen, vor allem in den Reihen der ÖVP, die nicht zuletzt am Ende ihres Studiums ein ärztliches Gelöbnis abgelegt haben, das sie dazu verpflichtet, all ihre ärztlichen Kenntnisse zum Wohle der Menschen einzusetzen. – Beim heutigen Abstimmungsverhalten werden wir davon nicht viel sehen. (Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.)
Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.
Heute finden Sie sich auf einer anderen Seite wieder. Heute, sehr geehrte Damen und Herren, verraten Sie dieses aus meiner Sicht politische Vermächtnis von Sabine Oberhauser. Heute verraten Sie die Menschen in diesem Land, heute verraten Sie das Schützenswerteste in diesem Land: die Gesundheit unserer Kinder. Und letztlich verraten Sie heute sich selbst. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.)
Abg. Knes: Was für Propaganda?
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Minister! Werte Kollegen! Hohes Haus! Werte Zuseher zu Hause! Ich hatte in den letzten Jahren und vor allem in den letzten Wochen zahlreiche Gespräche mit vielen Bürgern dieses Landes. Mir ist es ein echtes Anliegen, heute einmal Licht ins Dunkel zu bringen und diese Propaganda, die da betrieben wird, sachlich aufzuklären. (Abg. Knes: Was für Propaganda?) Propaganda ist meistens gut gemeint, sie dient aber ganz selten einer sachlichen Aufklärung. Ich glaube, 2018 sollten wir in der Lage sein, die Bevölkerung sachlich zu informieren. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Minister! Werte Kollegen! Hohes Haus! Werte Zuseher zu Hause! Ich hatte in den letzten Jahren und vor allem in den letzten Wochen zahlreiche Gespräche mit vielen Bürgern dieses Landes. Mir ist es ein echtes Anliegen, heute einmal Licht ins Dunkel zu bringen und diese Propaganda, die da betrieben wird, sachlich aufzuklären. (Abg. Knes: Was für Propaganda?) Propaganda ist meistens gut gemeint, sie dient aber ganz selten einer sachlichen Aufklärung. Ich glaube, 2018 sollten wir in der Lage sein, die Bevölkerung sachlich zu informieren. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Jarolim: Das gibt es ja nicht! Das ist unmöglich!
Frau Kollegin Rendi-Wagner, ich hoffe schon, dass Sie die Fakten kennen. Vielleicht passen Sie ein paar Minuten auf, ich erkläre es Ihnen noch einmal. (Abg. Jarolim: Das gibt es ja nicht! Das ist unmöglich!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Alles andere ist - -! – Ruf bei der FPÖ: Red weiter!) – Kann ich weitersprechen? – Danke. Seit zehn Jahren haben wir ein generelles Rauchverbot in Österreich. 2015 wurde ein Gesetz mit über 30 Seiten beschlossen – ich habe es mit (einen Ausdruck des Gesetzestextes in die Höhe haltend) –, das mit 1. Mai 2018 in Kraft treten sollte oder in Kraft tritt, Frau Rendi-Wagner. Sehr viele Dinge in diesen 30 Seiten finde ich nicht sinnvoll, auch die NEOS haben damals viele Dinge als nicht sinnvoll empfunden. Es gibt aber diese 30 Seiten. Und was passiert heute? – Heute kommen zu diesem Gesetz von damals genau zwei Seiten (diese in die Höhe haltend) dazu, Frau Kollegin Rendi-Wagner. Das sollten Sie der Bevölkerung erzählen und nicht Unwahrheiten, Frau Kollegin. Das ist die Realität. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Wittmann.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Weiter zu den Fakten, die sehr wichtig sind: In Österreich sind 100 Prozent aller Konditoreien rauchfrei, 90 Prozent aller Restaurants in Österreich sind rauchfrei und circa 65 Prozent aller Kaffeehäuser und Gasthäuser sind rauchfrei. Daran wird sich nichts ändern, sondern – ganz im Gegenteil – es wird sich diese Entwicklung auch so fortschreiben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Vogl: Unterstellung! – Abg. Scherak: Na und?
Wenn Sie, geschätzte Kollegen von der linken Reichshälfte, in Ihrem Kollegenkreis Ihre Raucher befragen – und Sie haben überall auch in Ihren Parteien Raucher –, dann werden Sie feststellen, dass die Raucher auch 2018 und 2019 weiterhin ihr Leben in Käfighaltung frönen müssen. (Abg. Vogl: Unterstellung! – Abg. Scherak: Na und?) Es wird weiterhin die Raucher geben, die bei minus 10 Grad vor der Tür stehen. Auch Ihre Kollegen stehen mit mir draußen. Das gibt es alles auch weiterhin, daran wird sich nichts ändern. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Schieder: Das ist ein schwaches Argument! – Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.) Zur Beruhigung: Das heißt, dass die Zahl der Nichtraucher zunehmen wird und die Raucher auch in der Zukunft kein schönes Leben haben werden.
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Schieder: Das ist ein schwaches Argument! – Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.
Wenn Sie, geschätzte Kollegen von der linken Reichshälfte, in Ihrem Kollegenkreis Ihre Raucher befragen – und Sie haben überall auch in Ihren Parteien Raucher –, dann werden Sie feststellen, dass die Raucher auch 2018 und 2019 weiterhin ihr Leben in Käfighaltung frönen müssen. (Abg. Vogl: Unterstellung! – Abg. Scherak: Na und?) Es wird weiterhin die Raucher geben, die bei minus 10 Grad vor der Tür stehen. Auch Ihre Kollegen stehen mit mir draußen. Das gibt es alles auch weiterhin, daran wird sich nichts ändern. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Schieder: Das ist ein schwaches Argument! – Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.) Zur Beruhigung: Das heißt, dass die Zahl der Nichtraucher zunehmen wird und die Raucher auch in der Zukunft kein schönes Leben haben werden.
Abg. Wittmann: Es wird nicht besser!
Zwei Dinge sind zu diesen zwei Seiten ganz wichtig – die wenigsten werden es gelesen haben, es ist aber relativ wenig zu lesen, das schaffen Sie jetzt noch. In diesen zwei Seiten sind grundsätzlich zwei Dinge enthalten. (Abg. Wittmann: Es wird nicht besser!) Der erste Bereich betrifft – Frau Rendi-Wagner, hören Sie zu – den faktischen Kinder- und Jugendschutz, den es zu Ihrer Zeit noch nicht gegeben hat. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.) – Frau Rendi-Wagner, wir sind mit dieser Gesetzgebung weltweit Spitzenreiter, was den Schutz von Kindern und Jugendlichen in Autos betrifft, und wir erhöhen das Jugendschutzalter für den Verkauf von Tabakwaren auf 18 Jahre. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Vogl: Und wer kontrolliert es?) – Das sind die Realitäten. Herr Kollege Vogl, das war ja nicht schwierig zu verstehen. Das sind die Tatsachen, die kann man nachlesen.
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.
Zwei Dinge sind zu diesen zwei Seiten ganz wichtig – die wenigsten werden es gelesen haben, es ist aber relativ wenig zu lesen, das schaffen Sie jetzt noch. In diesen zwei Seiten sind grundsätzlich zwei Dinge enthalten. (Abg. Wittmann: Es wird nicht besser!) Der erste Bereich betrifft – Frau Rendi-Wagner, hören Sie zu – den faktischen Kinder- und Jugendschutz, den es zu Ihrer Zeit noch nicht gegeben hat. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.) – Frau Rendi-Wagner, wir sind mit dieser Gesetzgebung weltweit Spitzenreiter, was den Schutz von Kindern und Jugendlichen in Autos betrifft, und wir erhöhen das Jugendschutzalter für den Verkauf von Tabakwaren auf 18 Jahre. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Vogl: Und wer kontrolliert es?) – Das sind die Realitäten. Herr Kollege Vogl, das war ja nicht schwierig zu verstehen. Das sind die Tatsachen, die kann man nachlesen.
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Vogl: Und wer kontrolliert es?
Zwei Dinge sind zu diesen zwei Seiten ganz wichtig – die wenigsten werden es gelesen haben, es ist aber relativ wenig zu lesen, das schaffen Sie jetzt noch. In diesen zwei Seiten sind grundsätzlich zwei Dinge enthalten. (Abg. Wittmann: Es wird nicht besser!) Der erste Bereich betrifft – Frau Rendi-Wagner, hören Sie zu – den faktischen Kinder- und Jugendschutz, den es zu Ihrer Zeit noch nicht gegeben hat. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.) – Frau Rendi-Wagner, wir sind mit dieser Gesetzgebung weltweit Spitzenreiter, was den Schutz von Kindern und Jugendlichen in Autos betrifft, und wir erhöhen das Jugendschutzalter für den Verkauf von Tabakwaren auf 18 Jahre. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Vogl: Und wer kontrolliert es?) – Das sind die Realitäten. Herr Kollege Vogl, das war ja nicht schwierig zu verstehen. Das sind die Tatsachen, die kann man nachlesen.
Heiterkeit bei SPÖ und NEOS – Abg. Rendi-Wagner: Die Passivraucher haben keine Lobby!
An dem zweiten Bereich hängen Sie sich jetzt so auf! Es war ein sehr, sehr hartes Stück Arbeit, denn die Lobbyisten sind nur von der Nichtraucherlobby gekommen (Heiterkeit bei SPÖ und NEOS – Abg. Rendi-Wagner: Die Passivraucher haben keine Lobby!), niemand anderer hat lobbyiert. (Abg. Drozda: Ja: der Dr. Marlboro, der Marlboro Man!) – Zwischenruf des Abg. Zanger.) Wir haben es geschafft, diese Ausnahmeregeln, die es in der Gastronomie gibt, weiterhin zu erhalten. Das dient dazu, dass das sogenannte Beisel am Eck auch weiterhin eine Existenzberechtigung in Österreich hat. Und das ist richtig und wichtig so. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Drozda: Ja: der Dr. Marlboro, der Marlboro Man!
An dem zweiten Bereich hängen Sie sich jetzt so auf! Es war ein sehr, sehr hartes Stück Arbeit, denn die Lobbyisten sind nur von der Nichtraucherlobby gekommen (Heiterkeit bei SPÖ und NEOS – Abg. Rendi-Wagner: Die Passivraucher haben keine Lobby!), niemand anderer hat lobbyiert. (Abg. Drozda: Ja: der Dr. Marlboro, der Marlboro Man!) – Zwischenruf des Abg. Zanger.) Wir haben es geschafft, diese Ausnahmeregeln, die es in der Gastronomie gibt, weiterhin zu erhalten. Das dient dazu, dass das sogenannte Beisel am Eck auch weiterhin eine Existenzberechtigung in Österreich hat. Und das ist richtig und wichtig so. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
An dem zweiten Bereich hängen Sie sich jetzt so auf! Es war ein sehr, sehr hartes Stück Arbeit, denn die Lobbyisten sind nur von der Nichtraucherlobby gekommen (Heiterkeit bei SPÖ und NEOS – Abg. Rendi-Wagner: Die Passivraucher haben keine Lobby!), niemand anderer hat lobbyiert. (Abg. Drozda: Ja: der Dr. Marlboro, der Marlboro Man!) – Zwischenruf des Abg. Zanger.) Wir haben es geschafft, diese Ausnahmeregeln, die es in der Gastronomie gibt, weiterhin zu erhalten. Das dient dazu, dass das sogenannte Beisel am Eck auch weiterhin eine Existenzberechtigung in Österreich hat. Und das ist richtig und wichtig so. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS.
Zwei Dinge waren uns also in den Regierungsverhandlungen wichtig: ein effektiver Kinder- und Jugendschutz – den setzen wir um – und die Wahlfreiheit für Unternehmer und für Raucher. Auch das haben wir im Regierungsübereinkommen geschafft. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe.
Persönlich ist es mir ein echtes Anliegen, noch etwas anzusprechen, was in der ganzen sehr unsachlichen Diskussion kaum zur Sprache kommt. Ich sage es noch einmal ganz deutlich: Dieser missionarische Eifer und dieses Gutmenschentum und dieses Von-oben-herab-Bestimmen über Bürger ist nicht die Linie der Freiheitlichen Partei. Wir wollen freie, mündige Bürger! (Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe.)
Abg. Schieder: Mir raucht schon der Kopf!
Ich habe auch schon mehrmals erwähnt, dass sich das für mich schon sehr stark einem Religionskrieg annähert (Abg. Schieder: Mir raucht schon der Kopf!): Rauchen ist ganz schlecht, Schweinefleischessen ist ganz schlecht, Alkohol ist schlecht, und Sex vielleicht auch noch. Ich frage mich nur: Wo soll diese Verbotskultur in diesem Land für erwachsene Bürger noch enden? (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS.
Ich habe auch schon mehrmals erwähnt, dass sich das für mich schon sehr stark einem Religionskrieg annähert (Abg. Schieder: Mir raucht schon der Kopf!): Rauchen ist ganz schlecht, Schweinefleischessen ist ganz schlecht, Alkohol ist schlecht, und Sex vielleicht auch noch. Ich frage mich nur: Wo soll diese Verbotskultur in diesem Land für erwachsene Bürger noch enden? (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Es mag schon sein, dass Ihnen ideologisch ein perfekter, fehlerfreier und am besten vielleicht noch unsterblicher Mensch vorschwebt. Das ist vielleicht Ihr ideologisches Bild. Ich kann Ihnen sagen, was wir Freiheitliche wollen: Wir wollen freie und mündige Bürger in einer toleranten Gesellschaft. Das ist das Modell, das wir haben wollen: freie und mündige Bürger. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz
Ich fordere Sie jetzt wirklich auf: Lesen Sie diese zwei Seiten! Überlegen Sie sich das noch einmal! Stimmen Sie zu (Heiterkeit bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz), denn mit dieser Zustimmung helfen Sie auch, den Kinder- und Jugendschutz in Österreich zu verbessern. – Vielen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Schieder: Was ist eigentlich das Gegenteil von einem Gutmenschen? – Abg. Belakowitsch: Ein guter Mensch!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Schieder: Was ist eigentlich das Gegenteil von einem Gutmenschen? – Abg. Belakowitsch: Ein guter Mensch!
Ich fordere Sie jetzt wirklich auf: Lesen Sie diese zwei Seiten! Überlegen Sie sich das noch einmal! Stimmen Sie zu (Heiterkeit bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz), denn mit dieser Zustimmung helfen Sie auch, den Kinder- und Jugendschutz in Österreich zu verbessern. – Vielen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Schieder: Was ist eigentlich das Gegenteil von einem Gutmenschen? – Abg. Belakowitsch: Ein guter Mensch!)
Zwischenruf des Abg. Gudenus. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Bürgerinnen und Bürger! Herr Wurm, Sie handeln hier wider besseres Wissen und ohne Gewissen. Sie und die FPÖ entscheiden sich heute bewusst für das Sterben. (Zwischenruf des Abg. Gudenus. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es werden aber nicht Sie sterben, sondern Österreicher werden sterben. (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Stefan: Warum nehmen sie das Sterben in Kauf? – Abg. Gudenus: Sie wollen doch Afghanen nicht abschieben!)
Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Stefan: Warum nehmen sie das Sterben in Kauf? – Abg. Gudenus: Sie wollen doch Afghanen nicht abschieben!
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Bürgerinnen und Bürger! Herr Wurm, Sie handeln hier wider besseres Wissen und ohne Gewissen. Sie und die FPÖ entscheiden sich heute bewusst für das Sterben. (Zwischenruf des Abg. Gudenus. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es werden aber nicht Sie sterben, sondern Österreicher werden sterben. (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Stefan: Warum nehmen sie das Sterben in Kauf? – Abg. Gudenus: Sie wollen doch Afghanen nicht abschieben!)
Buh-Rufe bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz – Abg. Rädler: Geht es dir noch gut?
Heute machen 28 Wendehälse im ÖVP-Parlamentsklub eine 180-Grad-Wendung (Buh-Rufe bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz – Abg. Rädler: Geht es dir noch gut?), und etliche Neue machen aus ihrem Rückgrat einen Gartenschlauch. Das ist wirklich beklemmend, wie Sie hier unterwegs sind. Sie wissen, dass es nicht um das Rauchen als solches geht. Jeder und jede soll in Österreich rauchen können. (Abg. Gudenus: Und Sie wollen das Rauchen verbieten?!) Die Freiheit des Rauchens ist natürlich eine persönliche Freiheit, aber die Freiheit des Rauchens ist nicht die Freiheit, andere zu schädigen. Es geht ums Passivrauchen! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Gudenus: Das ist ja völlig unlogisch!) – Herr Gudenus, Sie wissen, dass es durch Passivrauchen jeden Tag zwei bis drei tote Österreicher gibt – jeden Tag! Und Sie verlängern dieses Sterben!
Abg. Gudenus: Und Sie wollen das Rauchen verbieten?!
Heute machen 28 Wendehälse im ÖVP-Parlamentsklub eine 180-Grad-Wendung (Buh-Rufe bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz – Abg. Rädler: Geht es dir noch gut?), und etliche Neue machen aus ihrem Rückgrat einen Gartenschlauch. Das ist wirklich beklemmend, wie Sie hier unterwegs sind. Sie wissen, dass es nicht um das Rauchen als solches geht. Jeder und jede soll in Österreich rauchen können. (Abg. Gudenus: Und Sie wollen das Rauchen verbieten?!) Die Freiheit des Rauchens ist natürlich eine persönliche Freiheit, aber die Freiheit des Rauchens ist nicht die Freiheit, andere zu schädigen. Es geht ums Passivrauchen! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Gudenus: Das ist ja völlig unlogisch!) – Herr Gudenus, Sie wissen, dass es durch Passivrauchen jeden Tag zwei bis drei tote Österreicher gibt – jeden Tag! Und Sie verlängern dieses Sterben!
Beifall bei den NEOS. – Abg. Gudenus: Das ist ja völlig unlogisch!
Heute machen 28 Wendehälse im ÖVP-Parlamentsklub eine 180-Grad-Wendung (Buh-Rufe bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz – Abg. Rädler: Geht es dir noch gut?), und etliche Neue machen aus ihrem Rückgrat einen Gartenschlauch. Das ist wirklich beklemmend, wie Sie hier unterwegs sind. Sie wissen, dass es nicht um das Rauchen als solches geht. Jeder und jede soll in Österreich rauchen können. (Abg. Gudenus: Und Sie wollen das Rauchen verbieten?!) Die Freiheit des Rauchens ist natürlich eine persönliche Freiheit, aber die Freiheit des Rauchens ist nicht die Freiheit, andere zu schädigen. Es geht ums Passivrauchen! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Gudenus: Das ist ja völlig unlogisch!) – Herr Gudenus, Sie wissen, dass es durch Passivrauchen jeden Tag zwei bis drei tote Österreicher gibt – jeden Tag! Und Sie verlängern dieses Sterben!
Abg. Rädler: Der kommt aus Vorarlberg!
„Ich komme aus der Süd-Oststeiermark,“ (Abg. Rädler: Der kommt aus Vorarlberg!) „bin 30 Jahre alt, Nichtraucher und habe ein Bronchialkarzinom.
Abg. Stefan: Wo steht das?
Die Gesundheitsministerin bezeichnet das Raucherverbot als ‚grauslich‘ und verweist auf die Gastfreundschaft, der Vizekanzler warnt davor, dass Raucher krank werden würden weil sie im Freien rauchen müssten. Ich darf darauf hinweißen wie zynisch diese Aussagen wirken wenn man bedenkt, dass jährlich zwischen 11.000 und 14.000 Menschen in Österreich an den Folgen des Rauchens sterben und COPDs weltweit die vierthäufigste Todesursache darstellen.“ (Abg. Stefan: Wo steht das?) „Können Sie diese Argumente wirklich guten Gewissens unterstützen?“ (Abg. Gudenus: Und Sie erlauben das Rauchen auf der Straße?! Das ist ja clownhaft!)
Abg. Gudenus: Und Sie erlauben das Rauchen auf der Straße?! Das ist ja clownhaft!
Die Gesundheitsministerin bezeichnet das Raucherverbot als ‚grauslich‘ und verweist auf die Gastfreundschaft, der Vizekanzler warnt davor, dass Raucher krank werden würden weil sie im Freien rauchen müssten. Ich darf darauf hinweißen wie zynisch diese Aussagen wirken wenn man bedenkt, dass jährlich zwischen 11.000 und 14.000 Menschen in Österreich an den Folgen des Rauchens sterben und COPDs weltweit die vierthäufigste Todesursache darstellen.“ (Abg. Stefan: Wo steht das?) „Können Sie diese Argumente wirklich guten Gewissens unterstützen?“ (Abg. Gudenus: Und Sie erlauben das Rauchen auf der Straße?! Das ist ja clownhaft!)
Abg. Rädler: Eine Leseübung! Bravo!
Eine zweite Stimme kommt aus Tirol (Abg. Rädler: Eine Leseübung! Bravo!): „Ich habe diesen Dienstag meine Mutter (auch sie hat geraucht) an Lungenkrebs verloren [...]“. – Und Sie schreien da heraus: „Bravo!“ Geht es Ihnen eigentlich noch gut? (Beifall bei den NEOS. – Abg. Stefan: Das hat er ja nicht gewusst! Bei „Tirol“ hat er es gesagt! Das ist doch ein Witz! – Abg. Rädler: Machen Sie nicht so ein Theater!) – Das ist kein Theater, da geht es um Menschen, die sterben! Haben Sie überhaupt irgendein Gespür? (Der Redner schlägt mehrmals mit der Hand auf das Rednerpult.) Haben Sie überhaupt ein Gespür? Das ist unverschämt, was Sie hier machen – unverschämt! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.) Ich schäme mich für diesen Berufsstand, wenn Sie solche Entscheidungen treffen! Das ist eine Schande! (Neuerlicher, lang anhaltender Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Anhaltende Zwischenrufe.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Stefan: Das hat er ja nicht gewusst! Bei „Tirol“ hat er es gesagt! Das ist doch ein Witz! – Abg. Rädler: Machen Sie nicht so ein Theater!
Eine zweite Stimme kommt aus Tirol (Abg. Rädler: Eine Leseübung! Bravo!): „Ich habe diesen Dienstag meine Mutter (auch sie hat geraucht) an Lungenkrebs verloren [...]“. – Und Sie schreien da heraus: „Bravo!“ Geht es Ihnen eigentlich noch gut? (Beifall bei den NEOS. – Abg. Stefan: Das hat er ja nicht gewusst! Bei „Tirol“ hat er es gesagt! Das ist doch ein Witz! – Abg. Rädler: Machen Sie nicht so ein Theater!) – Das ist kein Theater, da geht es um Menschen, die sterben! Haben Sie überhaupt irgendein Gespür? (Der Redner schlägt mehrmals mit der Hand auf das Rednerpult.) Haben Sie überhaupt ein Gespür? Das ist unverschämt, was Sie hier machen – unverschämt! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.) Ich schäme mich für diesen Berufsstand, wenn Sie solche Entscheidungen treffen! Das ist eine Schande! (Neuerlicher, lang anhaltender Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Anhaltende Zwischenrufe.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.
Eine zweite Stimme kommt aus Tirol (Abg. Rädler: Eine Leseübung! Bravo!): „Ich habe diesen Dienstag meine Mutter (auch sie hat geraucht) an Lungenkrebs verloren [...]“. – Und Sie schreien da heraus: „Bravo!“ Geht es Ihnen eigentlich noch gut? (Beifall bei den NEOS. – Abg. Stefan: Das hat er ja nicht gewusst! Bei „Tirol“ hat er es gesagt! Das ist doch ein Witz! – Abg. Rädler: Machen Sie nicht so ein Theater!) – Das ist kein Theater, da geht es um Menschen, die sterben! Haben Sie überhaupt irgendein Gespür? (Der Redner schlägt mehrmals mit der Hand auf das Rednerpult.) Haben Sie überhaupt ein Gespür? Das ist unverschämt, was Sie hier machen – unverschämt! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.) Ich schäme mich für diesen Berufsstand, wenn Sie solche Entscheidungen treffen! Das ist eine Schande! (Neuerlicher, lang anhaltender Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Anhaltende Zwischenrufe.)
Neuerlicher, lang anhaltender Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Anhaltende Zwischenrufe.
Eine zweite Stimme kommt aus Tirol (Abg. Rädler: Eine Leseübung! Bravo!): „Ich habe diesen Dienstag meine Mutter (auch sie hat geraucht) an Lungenkrebs verloren [...]“. – Und Sie schreien da heraus: „Bravo!“ Geht es Ihnen eigentlich noch gut? (Beifall bei den NEOS. – Abg. Stefan: Das hat er ja nicht gewusst! Bei „Tirol“ hat er es gesagt! Das ist doch ein Witz! – Abg. Rädler: Machen Sie nicht so ein Theater!) – Das ist kein Theater, da geht es um Menschen, die sterben! Haben Sie überhaupt irgendein Gespür? (Der Redner schlägt mehrmals mit der Hand auf das Rednerpult.) Haben Sie überhaupt ein Gespür? Das ist unverschämt, was Sie hier machen – unverschämt! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.) Ich schäme mich für diesen Berufsstand, wenn Sie solche Entscheidungen treffen! Das ist eine Schande! (Neuerlicher, lang anhaltender Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Anhaltende Zwischenrufe.)
Abg. Gudenus: Sie sind ein Schauspieler! – Abg. Rädler: Sie machen ja nur Theater! Sie machen uns Angst, Herr Strolz! Sie machen uns Angst! – Abg. Belakowitsch: Machen Sie sich nicht lächerlich!
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (fortsetzend): „Ich habe diesen Dienstag meine Mutter (auch sie hat geraucht) an Lungenkrebs verloren und werde sie heute zu Grabe tragen.“ (Abg. Gudenus: Sie sind ein Schauspieler! – Abg. Rädler: Sie machen ja nur Theater! Sie machen uns Angst, Herr Strolz! Sie machen uns Angst! – Abg. Belakowitsch: Machen Sie sich nicht lächerlich!) – Sie halten das für lächerlich? (Abg. Gudenus: Sie sind lächerlich! – Abg. Belakowitsch: Sie haben nichts zu sagen! – Abg. Stefan: Er hat ja nicht gewusst, dass ihre Mutter stirbt! – Abg. Gudenus:
He-Rufe bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Ruf bei der SPÖ: Was ist das für eine Sitzungsführung?! Zur Geschäftsordnung!
Und ich bitte Sie, Herr Abgeordneter, wenn Sie auf Rufe der Abgeordneten replizieren, zuerst zuzuhören und dann zu replizieren. – Bitte schön, Herr Abgeordneter. (He-Rufe bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Ruf bei der SPÖ: Was ist das für eine Sitzungsführung?! Zur Geschäftsordnung!)
Ruf bei der FPÖ: Das wissen wir! Sie haben nie etwas zu sagen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (fortsetzend): Ich habe nicht mehr viel mehr zu sagen. (Ruf bei der FPÖ: Das wissen wir! Sie haben nie etwas zu sagen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Frau Tanya Haberditz, aufgrund der vielen Zwischenrufe kann ich dieses Mail nicht mehr vorlesen. Ich kann die Schlussformel vorlesen: „Ich hoffe Sie kämpfen weiterhin gegen diese Aufhebung und verbleibe mit stillem Gruß aus Tirol
Lang anhaltender Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Gudenus: Abgang! – Abg. Kolba: Der Erwin Rasinger schämt sich gerade vorm Fernseher! – Ruf bei der FPÖ: Das überleben wir! – Ruf bei der SPÖ: Der hat ihn abgedreht!
Diesen stillen Gruß werden viele Österreicher nicht mehr entbieten können, nämlich jene zwei bis drei, die täglich an den Folgen des Passivrauchens sterben. Wir könnten diese Zahl an toten Österreichern senken. Wir alle miteinander haben es in der Hand. Sie entscheiden sich dagegen, Sie entscheiden sich fürs Sterben. Ich halte das für grundfalsch. (Lang anhaltender Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Gudenus: Abgang! – Abg. Kolba: Der Erwin Rasinger schämt sich gerade vorm Fernseher! – Ruf bei der FPÖ: Das überleben wir! – Ruf bei der SPÖ: Der hat ihn abgedreht!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Loacker: Das ist ja ein Schmäh! – Zwischenrufe bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.
Abgeordneter Karl Nehammer, MSc (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie und vor den Fernsehgeräten zu Hause! Eines, Herr Kollege Strolz, steht hier außer Streit: Rauchen ist schädlich, und alles, was dafür getan werden kann und soll, um die Folgen des Rauchens, die Sie hier gerade so eindrücklich beschrieben haben, einzuschränken, Menschen zu helfen, die betroffen sind, all dies ist hier in diesem Haus unisono klar. Jeder steht dazu, dass Rauchen schädlich ist und alles für den Nichtraucherschutz getan werden muss. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Loacker: Das ist ja ein Schmäh! – Zwischenrufe bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei den NEOS.
Das stammt nicht von den Regierungsparteien, das stammt von den Junos von den NEOS. Ich frage mich, Herr Strolz, ob Sie mit Ihren eigenen Mitgliedern in diesem Nationalratsklub so reden, ob Sie den moralischen Finger erheben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei den NEOS.) Und wenn Herr Loacker noch so reitet – Sie sind Ehrenmitglied der Junos, Herr Loacker! (Anhaltende Zwischenrufe bei NEOS und SPÖ.) – Das ist genau das, was ich Ihnen vorwerfe: Sie emotionalisieren in die falsche Richtung.
Anhaltende Zwischenrufe bei NEOS und SPÖ.
Das stammt nicht von den Regierungsparteien, das stammt von den Junos von den NEOS. Ich frage mich, Herr Strolz, ob Sie mit Ihren eigenen Mitgliedern in diesem Nationalratsklub so reden, ob Sie den moralischen Finger erheben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei den NEOS.) Und wenn Herr Loacker noch so reitet – Sie sind Ehrenmitglied der Junos, Herr Loacker! (Anhaltende Zwischenrufe bei NEOS und SPÖ.) – Das ist genau das, was ich Ihnen vorwerfe: Sie emotionalisieren in die falsche Richtung.
Abg. Wittmann: Das ist charakterlos!
Worum geht es uns? – Uns geht es um den Nichtraucherschutz für Jugendliche. (Abg. Wittmann: Das ist charakterlos!) Da können Sie sich daran beteiligen. Was wollen Sie? – Sie wollen in einem Abänderungsantrag das Rauchverbot in Vereinen aufheben, dort, wo sich Jugendliche versammeln. Dort wollen die NEOS das Rauchverbot aufheben, aber Herr Strolz steht hier (Abg. Rädler: Und macht ein Theater!) und zieht todkranke Menschen vor die Kulisse, um politisch zu agitieren. Das ist der falsche Weg! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Rädler: Und macht ein Theater!
Worum geht es uns? – Uns geht es um den Nichtraucherschutz für Jugendliche. (Abg. Wittmann: Das ist charakterlos!) Da können Sie sich daran beteiligen. Was wollen Sie? – Sie wollen in einem Abänderungsantrag das Rauchverbot in Vereinen aufheben, dort, wo sich Jugendliche versammeln. Dort wollen die NEOS das Rauchverbot aufheben, aber Herr Strolz steht hier (Abg. Rädler: Und macht ein Theater!) und zieht todkranke Menschen vor die Kulisse, um politisch zu agitieren. Das ist der falsche Weg! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Worum geht es uns? – Uns geht es um den Nichtraucherschutz für Jugendliche. (Abg. Wittmann: Das ist charakterlos!) Da können Sie sich daran beteiligen. Was wollen Sie? – Sie wollen in einem Abänderungsantrag das Rauchverbot in Vereinen aufheben, dort, wo sich Jugendliche versammeln. Dort wollen die NEOS das Rauchverbot aufheben, aber Herr Strolz steht hier (Abg. Rädler: Und macht ein Theater!) und zieht todkranke Menschen vor die Kulisse, um politisch zu agitieren. Das ist der falsche Weg! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Wittmann: Ihre Haltung ist charakterlos! – Abg. Jarolim: Eine heuchlerische Rede war das! – Anhaltende Zwischenrufe.
Wenn Sie sich zur Wahrhaftigkeit bekennen, Herr Strolz, dann kehren Sie vor der eigenen Tür! Gehen Sie mit uns den Weg des Nichtraucherschutzes für Jugendliche! Die Verbote im öffentlichen Raum bleiben bestehen. Diese Regelung hat einen Sinn: jugendliche Menschen durch das Verbot der Tabakwaren vom Rauchen abzuhalten. Wenn die Länder mitgehen – und die Landesjugendreferenten haben sich dazu bekannt –, dann werden wir in diesem Land den strengsten Nichtraucherschutz der Zweiten Republik haben. Ich ersuche Sie aber alle: Schleppen Sie hier nicht unschuldige Menschen, die todkrank sind, vor die Kulisse der politischen Agitation, sondern arbeiten wir gemeinsam für den Nichtraucherschutz! (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Wittmann: Ihre Haltung ist charakterlos! – Abg. Jarolim: Eine heuchlerische Rede war das! – Anhaltende Zwischenrufe.)
Anhaltende Zwischenrufe.
Abgeordneter Dr. Peter Kolba (PILZ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseher auf der Galerie und insbesondere vor den Fernsehgeräten! (Anhaltende Zwischenrufe.) Sie sehen, dass die Nagelprobe für jene 28 ÖVP-Abgeordnete näher rückt, die dem Gesetz für einen absoluten Nichtraucherschutz in der Gastronomie ab 1. Mai 2018 zugestimmt haben und die heute vermutlich durch den Klubzwang gezwungen werden, gegen ihre Meinung für die Initiative der FPÖ, für mehr Lungenkrebs im Land zu stimmen. (Beifall bei Liste Pilz, SPÖ und NEOS.)
Beifall bei Liste Pilz, SPÖ und NEOS.
Abgeordneter Dr. Peter Kolba (PILZ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseher auf der Galerie und insbesondere vor den Fernsehgeräten! (Anhaltende Zwischenrufe.) Sie sehen, dass die Nagelprobe für jene 28 ÖVP-Abgeordnete näher rückt, die dem Gesetz für einen absoluten Nichtraucherschutz in der Gastronomie ab 1. Mai 2018 zugestimmt haben und die heute vermutlich durch den Klubzwang gezwungen werden, gegen ihre Meinung für die Initiative der FPÖ, für mehr Lungenkrebs im Land zu stimmen. (Beifall bei Liste Pilz, SPÖ und NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Zanger
Es ist völlig klar, dass wir mit diesem Gesetz, das Sie heute beschließen wollen, den Nichtraucherschutz mit Füßen treten. Sie haben in der Ausschusssitzung keine Experten aufgebracht, Sie haben keinen einzigen Mediziner gefunden, der sich dafür hergegeben hätte (Zwischenruf des Abg. Zanger), Ihre Initiative für mehr Lungenkrebs in Österreich zu unterstützen. (Beifall bei Liste Pilz, SPÖ und NEOS.)
Beifall bei Liste Pilz, SPÖ und NEOS.
Es ist völlig klar, dass wir mit diesem Gesetz, das Sie heute beschließen wollen, den Nichtraucherschutz mit Füßen treten. Sie haben in der Ausschusssitzung keine Experten aufgebracht, Sie haben keinen einzigen Mediziner gefunden, der sich dafür hergegeben hätte (Zwischenruf des Abg. Zanger), Ihre Initiative für mehr Lungenkrebs in Österreich zu unterstützen. (Beifall bei Liste Pilz, SPÖ und NEOS.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Martin Graf, Gudenus und Zanger.
Und schließlich zu Ihrem Verpackungstrick, dem Jugendschutz: Natürlich, da könnten wir wahrscheinlich sofort alle zustimmen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Martin Graf, Gudenus und Zanger.) – Ja, dann streichen Sie aber die zweite Passage aus Ihrem Gesetz heraus, die Willensfreiheit für den Lungenkrebs. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Und schließlich zu Ihrem Verpackungstrick, dem Jugendschutz: Natürlich, da könnten wir wahrscheinlich sofort alle zustimmen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Martin Graf, Gudenus und Zanger.) – Ja, dann streichen Sie aber die zweite Passage aus Ihrem Gesetz heraus, die Willensfreiheit für den Lungenkrebs. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Beifall bei Liste Pilz und SPÖ. – Abg. Zanger: Freiheitsrechte! Das sind Freiheitsrechte, die stehen immer noch drüber!
Diese wollen Sie mit Jugendschutz tarnen, das ist Ihre Absicht! Das ist kein Gesetz für Jugendschutz, sondern das ist ein Gesetz, mit dem Sie den Nichtraucherschutz in diesem Land mit Füßen treten. (Beifall bei Liste Pilz und SPÖ. – Abg. Zanger: Freiheitsrechte! Das sind Freiheitsrechte, die stehen immer noch drüber!)
Zwischenruf bei der ÖVP
Im Gedenken an künftige Generationen appelliere ich nun letztmals an die Abgeordneten der Regierungskoalition und insbesondere an die 28 Abgeordneten der ÖVP (Zwischenruf bei der ÖVP): Lehnen Sie dieses Gesetz heute ab, stimmen Sie dieser Abschaffung des absoluten Rauchverbots nicht zu! – Die Liste Pilz wird das nicht tun. (Ruf bei der FPÖ: Das ist keine Abschaffung, das gibt es noch gar nicht!)
Ruf bei der FPÖ: Das ist keine Abschaffung, das gibt es noch gar nicht!
Im Gedenken an künftige Generationen appelliere ich nun letztmals an die Abgeordneten der Regierungskoalition und insbesondere an die 28 Abgeordneten der ÖVP (Zwischenruf bei der ÖVP): Lehnen Sie dieses Gesetz heute ab, stimmen Sie dieser Abschaffung des absoluten Rauchverbots nicht zu! – Die Liste Pilz wird das nicht tun. (Ruf bei der FPÖ: Das ist keine Abschaffung, das gibt es noch gar nicht!)
Zwischenruf des Abg. Zanger
Liebe Zuseher vor den Fernsehgeräten, Sie sehen, wie hier diskutiert wird. Ich kann Sie nur bitten – der Souverän in Österreich ist nicht die FPÖ, ist nicht die ÖVP, das ist das Volk (Zwischenruf des Abg. Zanger) – und ich ersuche Sie alle, nützen Sie die Möglichkeit: Bis 4. April kann man das Volksbegehren für den Nichtraucherschutz noch unterstützen. Gehen Sie in die Gemeindeämter, unterstützen Sie das Volksbegehren! (Abg. Zanger: Pass auf, dass du nicht zu husten anfängst!) Geben Sie eine klare Meinung gegen diese Initiative für mehr Lungenkrebs in Österreich ab! – Danke. (Beifall bei Liste Pilz, SPÖ und NEOS.)
Abg. Zanger: Pass auf, dass du nicht zu husten anfängst!
Liebe Zuseher vor den Fernsehgeräten, Sie sehen, wie hier diskutiert wird. Ich kann Sie nur bitten – der Souverän in Österreich ist nicht die FPÖ, ist nicht die ÖVP, das ist das Volk (Zwischenruf des Abg. Zanger) – und ich ersuche Sie alle, nützen Sie die Möglichkeit: Bis 4. April kann man das Volksbegehren für den Nichtraucherschutz noch unterstützen. Gehen Sie in die Gemeindeämter, unterstützen Sie das Volksbegehren! (Abg. Zanger: Pass auf, dass du nicht zu husten anfängst!) Geben Sie eine klare Meinung gegen diese Initiative für mehr Lungenkrebs in Österreich ab! – Danke. (Beifall bei Liste Pilz, SPÖ und NEOS.)
Beifall bei Liste Pilz, SPÖ und NEOS.
Liebe Zuseher vor den Fernsehgeräten, Sie sehen, wie hier diskutiert wird. Ich kann Sie nur bitten – der Souverän in Österreich ist nicht die FPÖ, ist nicht die ÖVP, das ist das Volk (Zwischenruf des Abg. Zanger) – und ich ersuche Sie alle, nützen Sie die Möglichkeit: Bis 4. April kann man das Volksbegehren für den Nichtraucherschutz noch unterstützen. Gehen Sie in die Gemeindeämter, unterstützen Sie das Volksbegehren! (Abg. Zanger: Pass auf, dass du nicht zu husten anfängst!) Geben Sie eine klare Meinung gegen diese Initiative für mehr Lungenkrebs in Österreich ab! – Danke. (Beifall bei Liste Pilz, SPÖ und NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: Peter Pilz, der Zigarrenraucher!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Als Nächster ist Herr Abgeordneter Riemer zu Wort gemeldet. – Herr Abgeordneter, bitte schön. (Ruf bei der ÖVP: Peter Pilz, der Zigarrenraucher!)
Zwischenruf bei der SPÖ
Abgeordneter Josef A. Riemer (FPÖ): Geschätzte Frau Bundesminister! Frau Präsidentin! Also was hier abgeht, ist erstaunlich. Ich lese nur die Präambel, und ich muss sagen (Zwischenruf bei der SPÖ), die Experten haben mich überzeugt, aber nicht dahin gehend, dass sie mir etwas beigebracht haben, was ich nicht ohnedies gewusst habe. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Josef A. Riemer (FPÖ): Geschätzte Frau Bundesminister! Frau Präsidentin! Also was hier abgeht, ist erstaunlich. Ich lese nur die Präambel, und ich muss sagen (Zwischenruf bei der SPÖ), die Experten haben mich überzeugt, aber nicht dahin gehend, dass sie mir etwas beigebracht haben, was ich nicht ohnedies gewusst habe. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich war vier Jahrzehnte als Ausbildungsleiter in einem Versicherungskonzern. Eines habe ich damals auch gelernt, nämlich dass es ja nicht ganz genau stimmt, dass die ganzen Zahlen nur die Raucher betreffen. Auf der einen Seite heißt es: der Tod mit Messer und Gabel. Da haben wir die Leute, die durch Stress erkranken. Da haben wir natürlich die Leute, die höchstwahrscheinlich durch ungesunde Ernährung erkranken. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Rendi-Wagner: Passivrauchen auch!
Noch einmal: Tatsache ist – und das haben wir vom Vorredner von der ÖVP ja gehört –, dass Rauchen ungesund ist. Ja, das ist es (Abg. Rendi-Wagner: Passivrauchen auch!), und das wird es auch bleiben. Im Antrag steht oben, dass es um ein „Nichtraucherinnen- bzw. Nichtraucherschutzgesetz“ geht. Was Sie hier in Wirklichkeit machen, ist, einen Krieg gegen eine ganz kleine Gruppe von Gastronomen zu führen (Ruf bei der SPÖ: Das macht ihr!), ob das die kleinen Lokale sind oder die Damen und Herren von irgendeinem größeren Gasthaus – gegen die geht es. Alle anderen Gesetze im Nichtraucherschutz bleiben bestehen. Wer heute über 50 Quadratmeter hat, muss sowieso eine entsprechende Einrichtung haben. (Abg. Rendi-Wagner: Die nicht wirkt!)
Ruf bei der SPÖ: Das macht ihr!
Noch einmal: Tatsache ist – und das haben wir vom Vorredner von der ÖVP ja gehört –, dass Rauchen ungesund ist. Ja, das ist es (Abg. Rendi-Wagner: Passivrauchen auch!), und das wird es auch bleiben. Im Antrag steht oben, dass es um ein „Nichtraucherinnen- bzw. Nichtraucherschutzgesetz“ geht. Was Sie hier in Wirklichkeit machen, ist, einen Krieg gegen eine ganz kleine Gruppe von Gastronomen zu führen (Ruf bei der SPÖ: Das macht ihr!), ob das die kleinen Lokale sind oder die Damen und Herren von irgendeinem größeren Gasthaus – gegen die geht es. Alle anderen Gesetze im Nichtraucherschutz bleiben bestehen. Wer heute über 50 Quadratmeter hat, muss sowieso eine entsprechende Einrichtung haben. (Abg. Rendi-Wagner: Die nicht wirkt!)
Abg. Rendi-Wagner: Die nicht wirkt!
Noch einmal: Tatsache ist – und das haben wir vom Vorredner von der ÖVP ja gehört –, dass Rauchen ungesund ist. Ja, das ist es (Abg. Rendi-Wagner: Passivrauchen auch!), und das wird es auch bleiben. Im Antrag steht oben, dass es um ein „Nichtraucherinnen- bzw. Nichtraucherschutzgesetz“ geht. Was Sie hier in Wirklichkeit machen, ist, einen Krieg gegen eine ganz kleine Gruppe von Gastronomen zu führen (Ruf bei der SPÖ: Das macht ihr!), ob das die kleinen Lokale sind oder die Damen und Herren von irgendeinem größeren Gasthaus – gegen die geht es. Alle anderen Gesetze im Nichtraucherschutz bleiben bestehen. Wer heute über 50 Quadratmeter hat, muss sowieso eine entsprechende Einrichtung haben. (Abg. Rendi-Wagner: Die nicht wirkt!)
Abg. Vogl: Das hat mit Toleranz nichts zu tun!
Im Gegensatz zu Ihnen respektiere ich aber eine andere, nämlich Ihre Meinung. Sie tun das nicht. Toleranz ist für mich ein wertvolles Gut. (Abg. Vogl: Das hat mit Toleranz nichts zu tun!) – Sie reden immer von Toleranz. (Abg. Rendi-Wagner: Was ist mit Gesundheit?) Toleranz ist es aber auch dann, wenn es wehtut, und das bedeutet auch, andere Standpunkte zu akzeptieren. (Zwischenruf des Abg. Kolba.) Die höchste Stufe der Demokratie ist die Akzeptanz anderer Meinungen (Abg. Kolba: Ah
Abg. Rendi-Wagner: Was ist mit Gesundheit?
Im Gegensatz zu Ihnen respektiere ich aber eine andere, nämlich Ihre Meinung. Sie tun das nicht. Toleranz ist für mich ein wertvolles Gut. (Abg. Vogl: Das hat mit Toleranz nichts zu tun!) – Sie reden immer von Toleranz. (Abg. Rendi-Wagner: Was ist mit Gesundheit?) Toleranz ist es aber auch dann, wenn es wehtut, und das bedeutet auch, andere Standpunkte zu akzeptieren. (Zwischenruf des Abg. Kolba.) Die höchste Stufe der Demokratie ist die Akzeptanz anderer Meinungen (Abg. Kolba: Ah
Zwischenruf des Abg. Kolba.
Im Gegensatz zu Ihnen respektiere ich aber eine andere, nämlich Ihre Meinung. Sie tun das nicht. Toleranz ist für mich ein wertvolles Gut. (Abg. Vogl: Das hat mit Toleranz nichts zu tun!) – Sie reden immer von Toleranz. (Abg. Rendi-Wagner: Was ist mit Gesundheit?) Toleranz ist es aber auch dann, wenn es wehtut, und das bedeutet auch, andere Standpunkte zu akzeptieren. (Zwischenruf des Abg. Kolba.) Die höchste Stufe der Demokratie ist die Akzeptanz anderer Meinungen (Abg. Kolba: Ah
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Nicht so aufregen!
geh!), dazu würde ich Sie gerne einladen! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Nicht so aufregen!)
Abg. Lindner: Fragen Sie die Gesundheitsministerin! Da sitzt sie, fragen Sie sie! – Zwischenruf des Abg. Vogl.
Ich würde Sie gerne einladen, etwas dazu zu sagen, dass es 33 000 Drogenkranke in Österreich gibt, vorwiegend Jugendliche. Wo ist Ihre Stimme? – Bitte, erheben Sie sie! Was machen wir dagegen, dass Österreich weltweit beim Alkoholkonsum an zweiter oder dritter Stelle liegt? (Abg. Lindner: Fragen Sie die Gesundheitsministerin! Da sitzt sie, fragen Sie sie! – Zwischenruf des Abg. Vogl.) Ich höre nichts! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich würde Sie gerne einladen, etwas dazu zu sagen, dass es 33 000 Drogenkranke in Österreich gibt, vorwiegend Jugendliche. Wo ist Ihre Stimme? – Bitte, erheben Sie sie! Was machen wir dagegen, dass Österreich weltweit beim Alkoholkonsum an zweiter oder dritter Stelle liegt? (Abg. Lindner: Fragen Sie die Gesundheitsministerin! Da sitzt sie, fragen Sie sie! – Zwischenruf des Abg. Vogl.) Ich höre nichts! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Rendi-Wagner: Es gibt kein Passivsaufen!
Wollen Sie jetzt die Buschenschenken und die Gasthäuser schließen? – Bitte nein! (Abg. Rendi-Wagner: Es gibt kein Passivsaufen!) Etwas gibt es aber, und das kommt von der SPÖ – ich habe es vom Herrn Bundesminister Stöger damals gehört (Zwischenruf des Abg. Krainer) –: Prävention. Ja, wir müssen aufklären, denn ungefähr ein Drittel der Raucher, über 500 000, sagt, dass sie von der Sucht nicht wegkommen. Dann helfen wir denen – aber durch Verbote ist das nicht richtig und nicht geklärt.
Zwischenruf des Abg. Krainer
Wollen Sie jetzt die Buschenschenken und die Gasthäuser schließen? – Bitte nein! (Abg. Rendi-Wagner: Es gibt kein Passivsaufen!) Etwas gibt es aber, und das kommt von der SPÖ – ich habe es vom Herrn Bundesminister Stöger damals gehört (Zwischenruf des Abg. Krainer) –: Prävention. Ja, wir müssen aufklären, denn ungefähr ein Drittel der Raucher, über 500 000, sagt, dass sie von der Sucht nicht wegkommen. Dann helfen wir denen – aber durch Verbote ist das nicht richtig und nicht geklärt.
Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Kolba.
Eines möchte ich Ihnen auch noch dazu sagen: Welche Kinderstube hat denn der Erwachsene von Ihnen, der mit seinen Kindern in ein Raucherlokal, in ein Beisel geht? Das hätte ich in meinem ganzen Leben nie gemacht. (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Kolba.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich halte fest, dass es noch nie einen Jugendschutz dahin gehend gegeben hat, im Auto nicht zu rauchen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das alte Gesetz, das im Mai gekommen wäre – das sollten Sie sich bitte durchlesen –, hätte die Versammlungsfreiheit beschränkt, es hätte höhere Strafen gegeben, es hätte sogar, glaube ich, die E-Shishas – oder wie die heißen – beinhaltet. (Anhaltende Zwischenrufe und Heiterkeit bei der SPÖ.) Das geht dann ja so weit, dass man vielleicht nicht einmal mehr Räucherstäbchen rauchen kann. – Diese Verbotskultur wollen wir nicht. Wir Österreicher sind mündig genug zu entscheiden, das darf ich Ihnen sagen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe und Heiterkeit bei der SPÖ.
Ich halte fest, dass es noch nie einen Jugendschutz dahin gehend gegeben hat, im Auto nicht zu rauchen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das alte Gesetz, das im Mai gekommen wäre – das sollten Sie sich bitte durchlesen –, hätte die Versammlungsfreiheit beschränkt, es hätte höhere Strafen gegeben, es hätte sogar, glaube ich, die E-Shishas – oder wie die heißen – beinhaltet. (Anhaltende Zwischenrufe und Heiterkeit bei der SPÖ.) Das geht dann ja so weit, dass man vielleicht nicht einmal mehr Räucherstäbchen rauchen kann. – Diese Verbotskultur wollen wir nicht. Wir Österreicher sind mündig genug zu entscheiden, das darf ich Ihnen sagen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich halte fest, dass es noch nie einen Jugendschutz dahin gehend gegeben hat, im Auto nicht zu rauchen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das alte Gesetz, das im Mai gekommen wäre – das sollten Sie sich bitte durchlesen –, hätte die Versammlungsfreiheit beschränkt, es hätte höhere Strafen gegeben, es hätte sogar, glaube ich, die E-Shishas – oder wie die heißen – beinhaltet. (Anhaltende Zwischenrufe und Heiterkeit bei der SPÖ.) Das geht dann ja so weit, dass man vielleicht nicht einmal mehr Räucherstäbchen rauchen kann. – Diese Verbotskultur wollen wir nicht. Wir Österreicher sind mündig genug zu entscheiden, das darf ich Ihnen sagen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kolba
Wer mündig ist (Zwischenruf des Abg. Kolba), das hat auch mit etwas anderem zu tun. (Abg. Bayr: Wie viele hast du denn geraucht?) Darf ich Ihnen einen sozialistischen Grundsatz im Gesundheitspaket vorlesen? (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Gelten noch Ihre anderen Sätze oder heißt es: Was kümmert mich das Geschwätz von gestern? (Abg. Krainer: Was rauchst du denn noch so? ...!) Es ist ein wichtiger Satz: „Gesundheit ist der Zustand völligen körperlichen, seelisch-geistigen und sozialen Wohlbefindens, für dessen Höchstmaß jeder Mensch seine eigene Norm hat.“ (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Bayr: Wie viele hast du denn geraucht?
Wer mündig ist (Zwischenruf des Abg. Kolba), das hat auch mit etwas anderem zu tun. (Abg. Bayr: Wie viele hast du denn geraucht?) Darf ich Ihnen einen sozialistischen Grundsatz im Gesundheitspaket vorlesen? (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Gelten noch Ihre anderen Sätze oder heißt es: Was kümmert mich das Geschwätz von gestern? (Abg. Krainer: Was rauchst du denn noch so? ...!) Es ist ein wichtiger Satz: „Gesundheit ist der Zustand völligen körperlichen, seelisch-geistigen und sozialen Wohlbefindens, für dessen Höchstmaß jeder Mensch seine eigene Norm hat.“ (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Wer mündig ist (Zwischenruf des Abg. Kolba), das hat auch mit etwas anderem zu tun. (Abg. Bayr: Wie viele hast du denn geraucht?) Darf ich Ihnen einen sozialistischen Grundsatz im Gesundheitspaket vorlesen? (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Gelten noch Ihre anderen Sätze oder heißt es: Was kümmert mich das Geschwätz von gestern? (Abg. Krainer: Was rauchst du denn noch so? ...!) Es ist ein wichtiger Satz: „Gesundheit ist der Zustand völligen körperlichen, seelisch-geistigen und sozialen Wohlbefindens, für dessen Höchstmaß jeder Mensch seine eigene Norm hat.“ (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Was rauchst du denn noch so? ...!
Wer mündig ist (Zwischenruf des Abg. Kolba), das hat auch mit etwas anderem zu tun. (Abg. Bayr: Wie viele hast du denn geraucht?) Darf ich Ihnen einen sozialistischen Grundsatz im Gesundheitspaket vorlesen? (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Gelten noch Ihre anderen Sätze oder heißt es: Was kümmert mich das Geschwätz von gestern? (Abg. Krainer: Was rauchst du denn noch so? ...!) Es ist ein wichtiger Satz: „Gesundheit ist der Zustand völligen körperlichen, seelisch-geistigen und sozialen Wohlbefindens, für dessen Höchstmaß jeder Mensch seine eigene Norm hat.“ (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wer mündig ist (Zwischenruf des Abg. Kolba), das hat auch mit etwas anderem zu tun. (Abg. Bayr: Wie viele hast du denn geraucht?) Darf ich Ihnen einen sozialistischen Grundsatz im Gesundheitspaket vorlesen? (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Gelten noch Ihre anderen Sätze oder heißt es: Was kümmert mich das Geschwätz von gestern? (Abg. Krainer: Was rauchst du denn noch so? ...!) Es ist ein wichtiger Satz: „Gesundheit ist der Zustand völligen körperlichen, seelisch-geistigen und sozialen Wohlbefindens, für dessen Höchstmaß jeder Mensch seine eigene Norm hat.“ (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kolba.
Ja, der Mensch trägt für sich Verantwortung, im Guten wie im Schlechten. (Zwischenruf des Abg. Kolba.) Bitte tragen Sie das nicht auf dem Rücken einiger Gastronomen aus, das ist unredlich und nicht fair! – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Holzinger-Vogtenhuber.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Holzinger-Vogtenhuber.
Ja, der Mensch trägt für sich Verantwortung, im Guten wie im Schlechten. (Zwischenruf des Abg. Kolba.) Bitte tragen Sie das nicht auf dem Rücken einiger Gastronomen aus, das ist unredlich und nicht fair! – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Holzinger-Vogtenhuber.)
Abg. Jarolim: Raucht der Herr Strache Räucherstäbchen? – Heiterkeit bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Die rauchst du auch!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Keck. – Bitte. (Abg. Jarolim: Raucht der Herr Strache Räucherstäbchen? – Heiterkeit bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Die rauchst du auch!)
Zwischenruf des Abg. Riemer
abgegeben (Zwischenruf des Abg. Riemer) – 120 000 in 21 Tagen, und insgesamt sind es schon knapp 550 000 Unterschriften in nicht einmal zwei Monaten. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
abgegeben (Zwischenruf des Abg. Riemer) – 120 000 in 21 Tagen, und insgesamt sind es schon knapp 550 000 Unterschriften in nicht einmal zwei Monaten. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Und was wird hier mit den Sorgen der Menschen gemacht, wie wird diesen Sorgen entgegnet? – Da wird mit Einbußen in der Gastronomie am Beispiel Bayerns argumentiert. Das wurde das letzte Mal von Herrn Vizekanzler Strache ins Treffen geführt. Das ist ein Argument, das absolut nicht hält, meine Damen und Herren, wie man anhand der Studie des IHS vom März 2018 sieht, die zu Bayern Folgendes aussagt – ich zitiere –: Weder in der Getränkegastronomie noch in der Speisegastronomie kam es zu Umsatzeinbrüchen infolge des Rauchverbots. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) In Ersterer lagen die Umsätze nach Einführung des Verbots in acht von zwölf Monaten über dem Niveau des Vorjahrs, und in der Speisegastronomie war das gar in zehn von zwölf Monaten der Fall, und auch die Beschäftigten in der Gastronomie betreffend konnte keine Auswirkung des Rauchverbots ausgemacht werden.
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Das ist eine Studie des IHS, die haben also nicht wir gemacht. Keine Entlassungen oder Kündigungen in der Gastronomie in Bayern – das hat die Studie des IHS ergeben. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ. – He-Rufe bei der FPÖ.
Was mich aber noch mehr schockt als diese Argumente und wie die Bedenken zur Gesundheit von Hunderttausenden Österreicherinnen und Österreichern abgetan werden, ist die Wendehalspolitik der ÖVP. Von der FPÖ weiß man ja, dass sie ihrem rauchsüchtigen, willensschwachen Vizekanzler folgt, aber sie ist auch stets bei ihrer Meinung geblieben. (Beifall bei der SPÖ. – He-Rufe bei der FPÖ.) Das ist euch anzurechnen: Ihr seid bei eurer Meinung geblieben!
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Wie sich aber die ÖVP mit ihrer Meinung dreht, ist äußerst schockierend für mich. Meine Damen und Herren, als wir 2015 das Nichtrauchergesetz beschlossen haben, war zum Beispiel Gabriel Obernosterer einer der Kämpfer für dieses Gesetz. Damals sagte er – ich zitiere aus dem heutigen „Kurier“, der seine Rede zum Teil abgedruckt hat –: „Das Gesundheitsbewusstsein der Menschen ist gestiegen. Der Gesetzgeber kann das nicht ignorieren,“ wir müssen das beschließen. – Das war 2015. Heute verhält sich Gabriel Obernosterer wahrscheinlich anders. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
„‚Ich halte das Rauchverbot für absolut richtig. Es ist leider zu spät gekommen. Aber lieber zu spät als gar nicht‘, sagte der türkise Abgeordnete noch 2015 – damals saß er für die Grünen im Bundesrat. Fragt man ihn, wie es zu seinem Meinungsumschwung gekommen ist – die Lösung, die jetzt verlängert wird, nannte er einst abfällig als ‚typisch österreichisch‘ –, herrscht Schweigen. ‚Herr Dönmez hat dazu nichts Näheres zu sagen‘, sagt die Sprecherin des VP-Klubs.“ (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Meine Damen und Herren, wenn das das Demokratieverständnis der Regierung Kurz ist, dass man nicht einmal die Meinung von Abgeordneten zulässt (Zwischenruf bei der SPÖ), dass sie nicht an dieses Rednerpult treten und ihre Meinung sagen dürfen, diese hier nicht vertreten dürfen, dann sehe ich eine große Gefahr für die Demokratie in Österreich. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, wenn das das Demokratieverständnis der Regierung Kurz ist, dass man nicht einmal die Meinung von Abgeordneten zulässt (Zwischenruf bei der SPÖ), dass sie nicht an dieses Rednerpult treten und ihre Meinung sagen dürfen, diese hier nicht vertreten dürfen, dann sehe ich eine große Gefahr für die Demokratie in Österreich. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Meine Damen und Herren, wenn die ÖVP-Mandatare nicht dürfen, wie sie wollen, dann wollen wir zumindest das Volk entscheiden lassen. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Sie gibt sogar zu, dass ihr schuld seid! – Abg. Wittmann: Damit rechtfertigen Sie ...!
Loyalität ist die Basis für eine solide Partnerschaft. Wir haben seit vergangenem Dezember mit der Freiheitlichen Partei eine Übereinkunft – quasi eine Regierungslebenspartnerschaft – getroffen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Sie gibt sogar zu, dass ihr schuld seid! – Abg. Wittmann: Damit rechtfertigen Sie ...!)
Abg. Wittmann: Haben Sie keine Werte?
Dieser Regierungslebenspartner hat für diesen Abschnitt natürlich auch Wünsche geäußert (Abg. Wittmann: Haben Sie keine Werte?), auch Erwartungen – wie das auch bei uns der Fall ist. Eine Partnerschaft zeichnet sich dadurch aus, dass man dem anderen Raum gibt (Ruf bei der SPÖ: Die feigste Ausrede!), dem anderen Freiheit gibt und auch Kompromisse eingeht. (Abg. Wittmann: Haben Sie keine Werte? Haben Sie die Werte beim Portier abgegeben?) Loyalität ist die Basis für eine solide Partnerschaft.
Ruf bei der SPÖ: Die feigste Ausrede!
Dieser Regierungslebenspartner hat für diesen Abschnitt natürlich auch Wünsche geäußert (Abg. Wittmann: Haben Sie keine Werte?), auch Erwartungen – wie das auch bei uns der Fall ist. Eine Partnerschaft zeichnet sich dadurch aus, dass man dem anderen Raum gibt (Ruf bei der SPÖ: Die feigste Ausrede!), dem anderen Freiheit gibt und auch Kompromisse eingeht. (Abg. Wittmann: Haben Sie keine Werte? Haben Sie die Werte beim Portier abgegeben?) Loyalität ist die Basis für eine solide Partnerschaft.
Abg. Wittmann: Haben Sie keine Werte? Haben Sie die Werte beim Portier abgegeben?
Dieser Regierungslebenspartner hat für diesen Abschnitt natürlich auch Wünsche geäußert (Abg. Wittmann: Haben Sie keine Werte?), auch Erwartungen – wie das auch bei uns der Fall ist. Eine Partnerschaft zeichnet sich dadurch aus, dass man dem anderen Raum gibt (Ruf bei der SPÖ: Die feigste Ausrede!), dem anderen Freiheit gibt und auch Kompromisse eingeht. (Abg. Wittmann: Haben Sie keine Werte? Haben Sie die Werte beim Portier abgegeben?) Loyalität ist die Basis für eine solide Partnerschaft.
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Sachlich betrachtet: Wir haben in den vergangenen Wochen ganz, ganz vieles gehört. Ich möchte daher jetzt nur ganz kurz – weil wir eigentlich alles schon zerredet haben – in die Debatte eingehen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Es geht für mich ein bisschen um die Verhältnismäßigkeit. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Wittmann.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Sachlich betrachtet: Wir haben in den vergangenen Wochen ganz, ganz vieles gehört. Ich möchte daher jetzt nur ganz kurz – weil wir eigentlich alles schon zerredet haben – in die Debatte eingehen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Es geht für mich ein bisschen um die Verhältnismäßigkeit. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Wittmann.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Beim Expertenhearing – ich bin vollkommen bei Ihnen – hätten wir, glaube ich, angesichts dessen, was wir da gehört haben, zur Debatte stellen müssen, ob man nicht generell in ganz Europa Tabakwaren verbieten muss. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Wittmann: Sie müssen nicht reden, keiner zwingt Sie!
Meine Herrschaften, das ist meine zweite Rede, ich bitte Sie nun wirklich eindringlich darum, dass ich das hier ausführen kann – ich bin noch nicht so erprobt wie Sie. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Wittmann: Sie müssen nicht reden, keiner zwingt Sie!) Und das hier ist auch nicht meine NEOS-Showbühne, denn – darauf möchte ich auch noch eingehen – gerade die Junos haben doch diese strikte Regelung abgelehnt (Zwischenrufe bei der SPÖ), also da sollen sogar Drogen legalisiert werden. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) – Ich halte das nun ehrlich gesagt schon ein bisschen für eine Showbühne, wir sollten vielleicht davon abgehen.
Zwischenrufe bei der SPÖ
Meine Herrschaften, das ist meine zweite Rede, ich bitte Sie nun wirklich eindringlich darum, dass ich das hier ausführen kann – ich bin noch nicht so erprobt wie Sie. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Wittmann: Sie müssen nicht reden, keiner zwingt Sie!) Und das hier ist auch nicht meine NEOS-Showbühne, denn – darauf möchte ich auch noch eingehen – gerade die Junos haben doch diese strikte Regelung abgelehnt (Zwischenrufe bei der SPÖ), also da sollen sogar Drogen legalisiert werden. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) – Ich halte das nun ehrlich gesagt schon ein bisschen für eine Showbühne, wir sollten vielleicht davon abgehen.
Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Meine Herrschaften, das ist meine zweite Rede, ich bitte Sie nun wirklich eindringlich darum, dass ich das hier ausführen kann – ich bin noch nicht so erprobt wie Sie. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Wittmann: Sie müssen nicht reden, keiner zwingt Sie!) Und das hier ist auch nicht meine NEOS-Showbühne, denn – darauf möchte ich auch noch eingehen – gerade die Junos haben doch diese strikte Regelung abgelehnt (Zwischenrufe bei der SPÖ), also da sollen sogar Drogen legalisiert werden. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) – Ich halte das nun ehrlich gesagt schon ein bisschen für eine Showbühne, wir sollten vielleicht davon abgehen.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Rauchen fängt man – das ist ganz wichtig für mich als Mutter – ganz woanders an. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das Rauchen fängt man nicht im Nachtclub und normalerweise auch nicht im Wirtshaus an, sondern vor der Schule. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das halte ich für eine ganz, ganz wesentliche Sache, die kaum debattiert worden ist, nämlich diese negative Vorbildwirkung, wenn die Leute vor der Schule stehen und tschicken. Das ist nämlich das Spannende für die Jugendlichen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Rauchen fängt man – das ist ganz wichtig für mich als Mutter – ganz woanders an. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das Rauchen fängt man nicht im Nachtclub und normalerweise auch nicht im Wirtshaus an, sondern vor der Schule. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das halte ich für eine ganz, ganz wesentliche Sache, die kaum debattiert worden ist, nämlich diese negative Vorbildwirkung, wenn die Leute vor der Schule stehen und tschicken. Das ist nämlich das Spannende für die Jugendlichen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Rauchen fängt man – das ist ganz wichtig für mich als Mutter – ganz woanders an. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das Rauchen fängt man nicht im Nachtclub und normalerweise auch nicht im Wirtshaus an, sondern vor der Schule. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das halte ich für eine ganz, ganz wesentliche Sache, die kaum debattiert worden ist, nämlich diese negative Vorbildwirkung, wenn die Leute vor der Schule stehen und tschicken. Das ist nämlich das Spannende für die Jugendlichen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Wittmann: Für diese Rede haben Sie mein Mitleid!
Ich muss auf diese Frage antworten (Abg. Wittmann: Für diese Rede haben Sie mein Mitleid!): Nein, das kann ich nicht. Ich habe keine Freude damit, gar nicht. (Rufe bei der SPÖ: Dann stimmen Sie dagegen!) Ich sage aber auch, dass es hier ganz klar um einen Kompromiss geht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich bin nicht einmal Mitglied im Gesundheitsausschuss und stehe trotzdem heute hier. (Abg. Loacker: Warum stehen Sie dann da?)
Rufe bei der SPÖ: Dann stimmen Sie dagegen!
Ich muss auf diese Frage antworten (Abg. Wittmann: Für diese Rede haben Sie mein Mitleid!): Nein, das kann ich nicht. Ich habe keine Freude damit, gar nicht. (Rufe bei der SPÖ: Dann stimmen Sie dagegen!) Ich sage aber auch, dass es hier ganz klar um einen Kompromiss geht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich bin nicht einmal Mitglied im Gesundheitsausschuss und stehe trotzdem heute hier. (Abg. Loacker: Warum stehen Sie dann da?)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich muss auf diese Frage antworten (Abg. Wittmann: Für diese Rede haben Sie mein Mitleid!): Nein, das kann ich nicht. Ich habe keine Freude damit, gar nicht. (Rufe bei der SPÖ: Dann stimmen Sie dagegen!) Ich sage aber auch, dass es hier ganz klar um einen Kompromiss geht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich bin nicht einmal Mitglied im Gesundheitsausschuss und stehe trotzdem heute hier. (Abg. Loacker: Warum stehen Sie dann da?)
Abg. Loacker: Warum stehen Sie dann da?
Ich muss auf diese Frage antworten (Abg. Wittmann: Für diese Rede haben Sie mein Mitleid!): Nein, das kann ich nicht. Ich habe keine Freude damit, gar nicht. (Rufe bei der SPÖ: Dann stimmen Sie dagegen!) Ich sage aber auch, dass es hier ganz klar um einen Kompromiss geht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich bin nicht einmal Mitglied im Gesundheitsausschuss und stehe trotzdem heute hier. (Abg. Loacker: Warum stehen Sie dann da?)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es ist mutig, die eigene Entscheidung zu unterstützen, und es ist mutig, Rückgrat zu beweisen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Manchmal ist es jedoch mutiger, im Sinne einer umsichtigen Zukunftspolitik, im Sinne eines proeuropäischen Kurses und im Sinne eines wirtschaftlich sicheren Wegs gegen die eigene Überzeugung zu handeln. Manchmal ist es mutiger, einen Kompromiss einzugehen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es ist mutig, die eigene Entscheidung zu unterstützen, und es ist mutig, Rückgrat zu beweisen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Manchmal ist es jedoch mutiger, im Sinne einer umsichtigen Zukunftspolitik, im Sinne eines proeuropäischen Kurses und im Sinne eines wirtschaftlich sicheren Wegs gegen die eigene Überzeugung zu handeln. Manchmal ist es mutiger, einen Kompromiss einzugehen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Wittmann: Sie müssen nicht mitstimmen!
Wir wollen Stabilität in Österreich gewährleisten (Abg. Wittmann: Sie müssen nicht mitstimmen!), stabile Regierungsverhältnisse und Sicherheit für die Menschen. (Ruf bei der SPÖ: Im Gegenteil!) Die Menschen haben das verdient. (Ruf bei der SPÖ: Was haben sie verdient?) Wir haben dazu unser Wort gegeben. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben unserem Partner unser Wort gegeben, und dieses Wort halten wir, weil Loyalität die Basis für eine solide Zukunftspartnerschaft in Österreich ist. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Im Gegenteil!
Wir wollen Stabilität in Österreich gewährleisten (Abg. Wittmann: Sie müssen nicht mitstimmen!), stabile Regierungsverhältnisse und Sicherheit für die Menschen. (Ruf bei der SPÖ: Im Gegenteil!) Die Menschen haben das verdient. (Ruf bei der SPÖ: Was haben sie verdient?) Wir haben dazu unser Wort gegeben. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben unserem Partner unser Wort gegeben, und dieses Wort halten wir, weil Loyalität die Basis für eine solide Zukunftspartnerschaft in Österreich ist. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Was haben sie verdient?
Wir wollen Stabilität in Österreich gewährleisten (Abg. Wittmann: Sie müssen nicht mitstimmen!), stabile Regierungsverhältnisse und Sicherheit für die Menschen. (Ruf bei der SPÖ: Im Gegenteil!) Die Menschen haben das verdient. (Ruf bei der SPÖ: Was haben sie verdient?) Wir haben dazu unser Wort gegeben. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben unserem Partner unser Wort gegeben, und dieses Wort halten wir, weil Loyalität die Basis für eine solide Zukunftspartnerschaft in Österreich ist. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir wollen Stabilität in Österreich gewährleisten (Abg. Wittmann: Sie müssen nicht mitstimmen!), stabile Regierungsverhältnisse und Sicherheit für die Menschen. (Ruf bei der SPÖ: Im Gegenteil!) Die Menschen haben das verdient. (Ruf bei der SPÖ: Was haben sie verdient?) Wir haben dazu unser Wort gegeben. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben unserem Partner unser Wort gegeben, und dieses Wort halten wir, weil Loyalität die Basis für eine solide Zukunftspartnerschaft in Österreich ist. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir wollen Stabilität in Österreich gewährleisten (Abg. Wittmann: Sie müssen nicht mitstimmen!), stabile Regierungsverhältnisse und Sicherheit für die Menschen. (Ruf bei der SPÖ: Im Gegenteil!) Die Menschen haben das verdient. (Ruf bei der SPÖ: Was haben sie verdient?) Wir haben dazu unser Wort gegeben. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben unserem Partner unser Wort gegeben, und dieses Wort halten wir, weil Loyalität die Basis für eine solide Zukunftspartnerschaft in Österreich ist. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Kollegin Jeitler-Cincelli, es war Ihre zweite Rede, aber dann sollten Sie sich fragen, warum sich die Routiniers alle drücken, warum die Haubners, Kopfs, Winzigs und Diesner-Waisʼ nicht herauskommen und stattdessen Sie ins Rennen schicken! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.) Sie sind mit dem Beschluss nicht zufrieden: Um die 8 500 Euro, die Sie hier herinnen verdienen, sollten Sie sich nicht Ihre eigene Meinung abkaufen lassen! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Kollegin Jeitler-Cincelli, es war Ihre zweite Rede, aber dann sollten Sie sich fragen, warum sich die Routiniers alle drücken, warum die Haubners, Kopfs, Winzigs und Diesner-Waisʼ nicht herauskommen und stattdessen Sie ins Rennen schicken! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.) Sie sind mit dem Beschluss nicht zufrieden: Um die 8 500 Euro, die Sie hier herinnen verdienen, sollten Sie sich nicht Ihre eigene Meinung abkaufen lassen! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.)
Abg. Zanger: Linke Propaganda!
Ich darf Ihnen ein Zitat vorlesen: „Die Wirtshauskultur wird in Österreich von einem Rauchverbot profitieren. Und wir müssen auch an das Personal in den Gaststätten denken.“ (Abg. Zanger: Linke Propaganda!) – Das Zitat stammt vom Bauernbundpräsidenten Georg Strasser. (Beifall und Oh-Rufe bei NEOS und SPÖ.)
Beifall und Oh-Rufe bei NEOS und SPÖ.
Ich darf Ihnen ein Zitat vorlesen: „Die Wirtshauskultur wird in Österreich von einem Rauchverbot profitieren. Und wir müssen auch an das Personal in den Gaststätten denken.“ (Abg. Zanger: Linke Propaganda!) – Das Zitat stammt vom Bauernbundpräsidenten Georg Strasser. (Beifall und Oh-Rufe bei NEOS und SPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Was ist eigentlich mit dem Kollegen Schellhorn?
„Ich werde für das eintreten, was ich für richtig halte. Und aus gesundheitspolitischer Sicht bin ich der Überzeugung, dass die Regelung bleiben sollte, wie sie beschlossen wurde“. – Dieses Zitat von Professor Josef Smolle kann er nicht umsetzen, weil er heute nicht einmal da ist – um 8 500 Euro nicht einmal da ist. (Abg. Rosenkranz: Was ist eigentlich mit dem Kollegen Schellhorn?)
Abg. Belakowitsch: Wo ist der Schellhorn? Er war gestern nicht da, er ist auch heute nicht da!
Zur Courage da drüben (auf die ÖVP-Fraktion weisend) ist, glaube ich, genug gesagt. Das Gesetz hat einige Fehler, die Sie nicht beheben. (Abg. Belakowitsch: Wo ist der Schellhorn? Er war gestern nicht da, er ist auch heute nicht da!) Ja, es wird in die Vereinsfreiheit eingegriffen. Dazu bringe ich einen Zusatzantrag ein, um das Gesetz dort zu bereinigen, wo es überschießend ist.
Zwischenruf des Abg. Martin Graf
An und für sich wäre die Regelung im Wesentlichen richtig gewesen, Sie haben aber selbst noch bei Ihrer Konstruktion, die Sie nun finden, Dinge offen gelassen, die geregelt gehören. Wenn man eine Fachmesse Tabak zulässt, bei der sich die Trafikanten treffen und die Tabakindustrie trifft, man auf der Fachmesse Tabak nicht rauchen darf, in der Gastronomie aber schon, dann merkt man, wie unlogisch die Regelung ist, die Sie uns hier auftischen (Zwischenruf des Abg. Martin Graf): inkonsequent von vorne bis hinten. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Martin Graf: Herr Kollege, dann stellen Sie den Zusatzantrag!)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Martin Graf: Herr Kollege, dann stellen Sie den Zusatzantrag!
An und für sich wäre die Regelung im Wesentlichen richtig gewesen, Sie haben aber selbst noch bei Ihrer Konstruktion, die Sie nun finden, Dinge offen gelassen, die geregelt gehören. Wenn man eine Fachmesse Tabak zulässt, bei der sich die Trafikanten treffen und die Tabakindustrie trifft, man auf der Fachmesse Tabak nicht rauchen darf, in der Gastronomie aber schon, dann merkt man, wie unlogisch die Regelung ist, die Sie uns hier auftischen (Zwischenruf des Abg. Martin Graf): inkonsequent von vorne bis hinten. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Martin Graf: Herr Kollege, dann stellen Sie den Zusatzantrag!)
Abg. Loacker kehrt ans Rednerpult zurück.
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Herr Abgeordneter! (Abg. Loacker kehrt ans Rednerpult zurück.)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
„Rauchverbot gilt auch in Räumen, in denen Vereinstätigkeiten im Beisein von Kindern und Jugendlichen ausgeübt werden. Darüber hinaus gilt Rauchverbot in diesen Räumen dann, wenn Arbeitnehmer_innen darin ihrer beruflichen Tätigkeit“ - -“ (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Herr Abgeordneter! So viel Zeit haben wir schon noch: Könnten Sie den Antrag bitte richtig vorbringen! – Danke. (Neuerliche Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei NEOS und SPÖ
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (fortsetzend): In der alten GP durfte man ihn auch schnell vorlesen. – Für die Langsamdenker also gerne langsam (Heiterkeit und Beifall bei NEOS und SPÖ):
Beifall bei den NEOS.
(Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Maximilian Linder (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsident! Frau Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen, geschätzte Kollegen! Liebe Zuhörer! Anscheinend ist es üblich, dass man immer wieder Zitate vorlesen muss, was der eine oder der andere einmal gesagt hat. Der ehemalige Gesundheitsminister Stöger hat im „Standard“ gesagt: Er ist gegen ein totales Rauchverbot in der Gastronomie. 29.1.2009. – So wird jeder über einen anderen etwas finden, was er einmal gesagt hat. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Ich selbst bin mein Leben lang Nichtraucher, ich habe nie geraucht, nicht einmal die berühmte Schulzigarette. Ich führe seit fast 30 Jahren gemeinsam mit meiner Familie ein Landgasthaus; ein Landgasthaus, das klassisch getrennt ist: ein Raum mit der Theke, wo man rauchen kann, zwei Speiseräume, wo die Nichtraucher Platz finden. Weiters haben wir im gesamten Haus eine super Ent- und Belüftung, schon seit 25 Jahren. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Unser Geschäftsmodell schaut so aus, dass die Einheimischen nach der Arbeit einkehren, dass die Vereine nach den Proben, nach den Jahreshauptversammlungen kommen, und wir haben sehr, sehr viele Familienfeiern, an Wochenenden und unter der Woche, alles, was dazugehört. Eines weiß ich und wissen wir bei uns im Betrieb: Dieser Zusatzumsatz von den Rauchern an der Theke macht einen ganz, ganz großen Anteil in unserem Lokal aus. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und, meine Damen und Herren, wir reden nicht von einem Betrieb, der im Geld schwimmt! Wir reden von diesen klassischen Landgasthäusern, bei denen wir heute froh darüber sein müssen, dass die nächste Generation sie weiterführt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Unser Geschäftsmodell schaut so aus, dass die Einheimischen nach der Arbeit einkehren, dass die Vereine nach den Proben, nach den Jahreshauptversammlungen kommen, und wir haben sehr, sehr viele Familienfeiern, an Wochenenden und unter der Woche, alles, was dazugehört. Eines weiß ich und wissen wir bei uns im Betrieb: Dieser Zusatzumsatz von den Rauchern an der Theke macht einen ganz, ganz großen Anteil in unserem Lokal aus. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und, meine Damen und Herren, wir reden nicht von einem Betrieb, der im Geld schwimmt! Wir reden von diesen klassischen Landgasthäusern, bei denen wir heute froh darüber sein müssen, dass die nächste Generation sie weiterführt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Gegen eines, meine Damen und Herren, verwahre ich mich aber wirklich: Dass uns die Schuld gegeben wird, wenn plötzlich irgendjemand traurigerweise wegen Rauchens an Lungenkrebs erkrankt! Das, meine Damen und Herren, ist wirklich eine Art des Vorwurfs, die für mich das Tiefste ist. Jeder Mensch ist selbst für sich verantwortlich! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Und jeder Mensch kann für sich selbst entscheiden, wo er hingeht: Gehe ich in das Lokal hinein oder gehe ich in das Gasthaus hinein? (Abg. Lindner: Sie haben was für Ihre Mitarbeiter ...!) – Einen kleinen Moment, dazu komme ich noch, lieber Freund.
Abg. Lindner: Sie haben was für Ihre Mitarbeiter ...!
Gegen eines, meine Damen und Herren, verwahre ich mich aber wirklich: Dass uns die Schuld gegeben wird, wenn plötzlich irgendjemand traurigerweise wegen Rauchens an Lungenkrebs erkrankt! Das, meine Damen und Herren, ist wirklich eine Art des Vorwurfs, die für mich das Tiefste ist. Jeder Mensch ist selbst für sich verantwortlich! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Und jeder Mensch kann für sich selbst entscheiden, wo er hingeht: Gehe ich in das Lokal hinein oder gehe ich in das Gasthaus hinein? (Abg. Lindner: Sie haben was für Ihre Mitarbeiter ...!) – Einen kleinen Moment, dazu komme ich noch, lieber Freund.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Zum angesprochenen Thema, meine Damen und Herren: Wir haben Stammmitarbeiter seit 15, 20 Jahren bei uns im Betrieb. Damit will ich sagen, dass mir der Mitarbeiter ein ganz, ganz hohes Gut ist. Auch dieser Mitarbeiter – und das ist der Unterschied zu allen anderen Berufsgruppen – kann heute bei mir aufhören, wenn er sagt, das passt mir nicht, und hat am nächsten Tag in zehn anderen Lokalen einen Job. In zehn anderen Lokalen! Das ist der große Unterschied in der Gastronomie. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Rendi-Wagner: ... Mitarbeiter zweiter Klasse!
Leider ist das so! Ich würde mich riesig freuen, wenn wir heute ein großes Angebot an Mitarbeitern hätten. Die Realität schaut anders aus. (Abg. Rendi-Wagner: ... Mitarbeiter zweiter Klasse!) – Nein, nicht zweiter Klasse. (Abg. Rendi-Wagner: Das sind sie!) – Nein, überhaupt nicht. Er kann es selbst frei entscheiden und sagen: Ich suche mir ein Lokal nach freier Wahl. – Genau diese Entscheidungsfreiheit ist es! Deswegen glaube ich, dass es für den Fortbestand vieler, vieler kleiner Gasthäuser wirklich nicht nur entscheidend ist, sondern einfach hilft, so einen Betrieb weiterzuführen, dass wir sagen: Lassen wir die Wahlfreiheit! Überlassen wir es den Wirten, dass sie selbst darüber entscheiden können! Und der Gast kann selbst entscheiden, in welches Lokal er geht! Er wird nicht gezwungen, ins Raucherlokal zu gehen. Er wird nicht gezwungen, sich in diesen Raum hineinzusetzen.
Abg. Rendi-Wagner: Das sind sie!
Leider ist das so! Ich würde mich riesig freuen, wenn wir heute ein großes Angebot an Mitarbeitern hätten. Die Realität schaut anders aus. (Abg. Rendi-Wagner: ... Mitarbeiter zweiter Klasse!) – Nein, nicht zweiter Klasse. (Abg. Rendi-Wagner: Das sind sie!) – Nein, überhaupt nicht. Er kann es selbst frei entscheiden und sagen: Ich suche mir ein Lokal nach freier Wahl. – Genau diese Entscheidungsfreiheit ist es! Deswegen glaube ich, dass es für den Fortbestand vieler, vieler kleiner Gasthäuser wirklich nicht nur entscheidend ist, sondern einfach hilft, so einen Betrieb weiterzuführen, dass wir sagen: Lassen wir die Wahlfreiheit! Überlassen wir es den Wirten, dass sie selbst darüber entscheiden können! Und der Gast kann selbst entscheiden, in welches Lokal er geht! Er wird nicht gezwungen, ins Raucherlokal zu gehen. Er wird nicht gezwungen, sich in diesen Raum hineinzusetzen.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich glaube, diese Freiheit haben wir Wirte uns verdient. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Rosenkranz: Ein alter Grundsatz lautet „Audiatur et altera pars“!
Ich habe in diesem Hohen Haus schon öfters den Umgang mit Ängsten kritisiert. Natürlich, sicher kriegen wir das auch mit (Abg. Rosenkranz: Ein alter Grundsatz lautet „Audiatur et altera pars“!), dass sich kleine Wirtinnen und Wirte fürchten, die vielleicht selbst noch rauchen, zu denen die Leute, die bei ihnen im Lokal sind, sagen: Weißt eh, wenn ich nicht mehr rauchen darf, dann komme ich nicht mehr zu dir! – Ja, die fürchten um ihre Existenz.
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Was aber macht ihr? (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Was ist denn eure Antwort auf das Ganze? – Ihr sagt: Jawohl, ihr habt recht, ihr werdet sterben, wenn man bei euch im Lokal nicht mehr rauchen darf! Wir werden das Verbot ab 1. Mai verhindern! (Abg. Gudenus: ... generelles Rauchverbot!) – Und im nächsten Satz sagt ihr dazu: Es wird aber ohnehin eine Volksbefragung, eine Volksabstimmung kommen, und dann ist es ohnehin vorbei mit euch.
Abg. Gudenus: ... generelles Rauchverbot!
Was aber macht ihr? (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Was ist denn eure Antwort auf das Ganze? – Ihr sagt: Jawohl, ihr habt recht, ihr werdet sterben, wenn man bei euch im Lokal nicht mehr rauchen darf! Wir werden das Verbot ab 1. Mai verhindern! (Abg. Gudenus: ... generelles Rauchverbot!) – Und im nächsten Satz sagt ihr dazu: Es wird aber ohnehin eine Volksbefragung, eine Volksabstimmung kommen, und dann ist es ohnehin vorbei mit euch.
Beifall bei der SPÖ.
Was ist das für eine Lösung? – Das heißt, ihr sagt: Drei Jahre lebt ihr noch, und dann müsst ihr ohnehin zusperren. – Das ist keine Antwort auf die echten Sorgen der Leute da draußen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Das wirklich Traurige dabei ist, dass dieses ganze Theater, das wir hier aufführen, nur der Tatsache geschuldet ist, dass unser Vizekanzler sein Suchtverhalten nicht im Griff hat und deshalb die gesamte Republik zum Passivrauchen verpflichtet! Die Folgen tragen Sie beide gemeinsam. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: ... die Luftwerte beim BMW! – Zwischenruf des Abg. Zanger.
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Schwarz. – Bitte. (Abg. Neubauer: ... die Luftwerte beim BMW! – Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Gabriela Schwarz (ÖVP): Werte Präsidentin! Werte Frau Minister! Hohes Haus! Sehr verehrte Damen und Herren! Ich stamme aus einer Nichtraucherfamilie; weder meine Eltern noch meine Schwester, noch meine Cousins, Cousinen, Tanten, Onkel waren mir rauchendes Vorbild. Ich habe auch nicht in einem Lokal zu rauchen begonnen, sondern mit 16 Jahren am Schulhof. Aber damals war mir nicht klar, dass ich mich von drei oder vier Zigaretten am Tag 25 Jahre später zur Kettenraucherin mit 40 bis 60 Zigaretten entwickeln sollte. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Zwei Erkenntnisse: Hätte man mir damals, mit 16 Jahren im Schulhof, gesagt, wie mühsam der Ausstieg sein würde, hätte ich vielleicht besser hingehört. Das, was wir brauchen, ist verstärkter Jugendschutz, das ist aber auch verstärkte Prävention! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Das heißt, der Ausstieg muss wirklich gefördert werden – durch Gespräche, das Rauchfrei Telefon. Wenn ich daran denke, dass allein in den ersten zehn Jahren des Rauchfrei Telefons dort 43 000 Anrufe eingelangt sind und mehr als ein Drittel der Anrufer erfolgreich aufgehört hat zu rauchen, ergänzt durch die Rauchfrei App, dann, kann ich sagen, sind wir damit auch auf dem richtigen Wege. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ob jemand, wie und wann jemand aufhört, das liegt in der Eigenverantwortung. An uns liegt es, zu unterstützen, zu beraten und vor allem bei den Jugendlichen ein wirklich wichtiges und ein gewaltiges Wort zu sprechen. – Danke vielmals. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Präsidentin!
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Mag. Beate Hartinger-Klein: Sehr geehrte Präsident! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! (Ruf bei der SPÖ: Präsidentin!) Dass Rauchen ungesund und eine Sucht ist, wissen wir. Ich habe mich im Rahmen der Neurowissenschaft jahrelang mit Suchtverhalten beschäftigt und weiß, dass das natürlich eine Fehlschaltung im Belohnungssystem ist. Wie die Frau Abgeordnete schon gesagt hat, ist es sehr, sehr schwer, aufzuhören. Deshalb setzen wir bei jenen an, bei denen man es vermeiden kann, dass sie überhaupt zu einer Zigarette greifen, nämlich bei der Jugend: Dass sie nicht zu rauchen beginnt, das ist der richtige Ansatz! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Mag. Beate Hartinger-Klein: Sehr geehrte Präsident! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! (Ruf bei der SPÖ: Präsidentin!) Dass Rauchen ungesund und eine Sucht ist, wissen wir. Ich habe mich im Rahmen der Neurowissenschaft jahrelang mit Suchtverhalten beschäftigt und weiß, dass das natürlich eine Fehlschaltung im Belohnungssystem ist. Wie die Frau Abgeordnete schon gesagt hat, ist es sehr, sehr schwer, aufzuhören. Deshalb setzen wir bei jenen an, bei denen man es vermeiden kann, dass sie überhaupt zu einer Zigarette greifen, nämlich bei der Jugend: Dass sie nicht zu rauchen beginnt, das ist der richtige Ansatz! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich habe aber auch eine Bitte an die Opposition. Wertschätzung und Respekt gegenüber Andersdenkenden ist ein Grundsatz unserer Demokratie und unserer Republik! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Minderheiten auszugrenzen, Teile von Suchtverhalten auszugrenzen, Suchtkranke auszugrenzen, das verurteile ich. Das haben wir nicht notwendig in unserer Republik, und ich bitte um Wertschätzung, um mehr Respekt gegenüber Andersdenkenden! – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Um Gottes willen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Kucher. – Bitte. (Ruf bei der FPÖ: Um Gottes willen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Frau Bundesministerin, ich kann es gar nicht ausdrücken, aber Sie sind für mich nach Ihrer heutigen Rede wirklich die Eva Glawischnig der FPÖ: die größte Lobbyistin der Tabakindustrie, die es in Österreich gibt! So zu tun, als würde es hier um Jugendschutz gehen, das ist nämlich absurd. Das ist absurd! (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Sie wissen ganz genau, dass es Ihr Job als Gesundheitsministerin wäre (Zwischenrufe bei der FPÖ), junge Menschen zu schützen, aber vor allem auch die Menschen zu schützen, die sich nicht selbst schützen können.
Beifall bei der SPÖ.
All diese Menschen – Patientinnen und Patienten, Menschen, die wirklich Angehörige verloren haben – haben sich auch bei mir gemeldet, telefonisch und per E-Mail, und haben das gemacht, weil sie auf uns vertraut haben, weil sie so naiv waren, dass sie gedacht haben, wir entscheiden nach bestem Wissen und Gewissen und dass Parteipolitik keine Rolle spielt. All diese Hoffnungen der Menschen, das Vertrauen in die Demokratie und auch in die Abläufe hier in diesem Haus haben wir heute enttäuscht, vor allem auch die Regierungsfraktionen. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.
Wissen Sie, was wirklich beschämend ist? – Eine junge Kollegin von der ÖVP muss hier völlig absurde Argumentationen vortragen. Ich dachte, es ist die FPÖ, die jahrelang gegen die Homo-Ehe gewettert hat, auf einmal ist aber die Argumentation: Die Ehe zwischen Sebastian Kurz und H.-C. Strache ist der Grund für diese heutige Abstimmung – das ist völlig absurd! –, damit die Ehe dieser beiden nicht zerbricht! (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Dann muss man plötzlich nach dem eigenen Gewissen, nach den eigenen Wertvorstellungen auch abstimmen. Da stimmt doch etwas nicht! Und das ist diese Politik von Sebastian Kurz – die ist unmöglich! –, dass man nämlich Menschen in die ÖVP holt und denen sagt, das ist die neue Politik. Neue Politik ist es, dass es völlig egal ist, was wir vor der Wahl versprochen haben! Neue Politik ist Beliebigkeit. Neue Politik ist es, die Ehe zwischen H.-C. Strache und Sebastian Kurz aufrechtzuerhalten. Das ist wirklich beschämend! (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Abg. Zanger: Nach dem, was ihr denkt, oder?
Einen abschließenden Punkt: Bei allen unterschiedlichen Überzeugungen quer über Parteigrenzen hinweg sind wir doch alle in die Politik gegangen, weil wir, je nach unseren Einstellungen und ideologischen Wertvorstellungen, für das Beste kämpfen wollten. (Abg. Zanger: Nach dem, was ihr denkt, oder?) Was heute hier abläuft, ist beschämend, weil ihr eben genau das nicht machen könnt, weil die ÖVP, geknebelt von Sebastian Kurz, ihre Meinung verraten muss, sich um 180 Grad drehen muss. Das, was Sebastian Kurz euch antut, ist unglaublich! Das, was heute hier abgeht, ist wirklich beschämend. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Einen abschließenden Punkt: Bei allen unterschiedlichen Überzeugungen quer über Parteigrenzen hinweg sind wir doch alle in die Politik gegangen, weil wir, je nach unseren Einstellungen und ideologischen Wertvorstellungen, für das Beste kämpfen wollten. (Abg. Zanger: Nach dem, was ihr denkt, oder?) Was heute hier abläuft, ist beschämend, weil ihr eben genau das nicht machen könnt, weil die ÖVP, geknebelt von Sebastian Kurz, ihre Meinung verraten muss, sich um 180 Grad drehen muss. Das, was Sebastian Kurz euch antut, ist unglaublich! Das, was heute hier abgeht, ist wirklich beschämend. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Macht das in der ÖVP! Wer ruft Sebastian Kurz zur Ordnung? Wer von euch hat den Mut, Sebastian Kurz zu sagen: Du irrst dich, es geht nicht um deine Ehe mit H.‑C. Strache, es geht um die Gesundheit von Menschen!? Wer von euch hat den Mut, in der eigenen Partei eine neue Politik herbeizuführen? – Niemand hat diesen Mut! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Lei-lei!
Schaut heute in diese Reihen! Schaut in diese Reihen! Ist das die neue Politik: Hände falten, Goschen halten!? Ist das die neue Volkspartei, ja oder nein? – Ihr habt es heute in der Hand! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Lei-lei!)
Ruf bei der FPÖ: Bravo!
Ich bitte jene Damen und Herren, die auch in dritter Lesung für den vorliegenden Gesetzentwurf sind, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist die Mehrheit. Der Gesetzentwurf ist somit auch in dritter Lesung angenommen. (Ruf bei der FPÖ: Bravo!)
Abg. Wittmann: So weit zur direkten Demokratie!
Ich bitte jene Damen und Herren, die hiefür sind, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist die Minderheit. Abgelehnt. (Abg. Wittmann: So weit zur direkten Demokratie!)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Frau Präsidentin! Niemand auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Die Geschichte zu diesem Fristsetzungsantrag, der heute in der Früh eingebracht wurde, ist ja eine spannende: Es geht um das Sicherheitspaket, das sich in zwei Teile teilt, einerseits in den Teil, der im Innenausschuss behandelt wird, und andererseits in den Teil, der im Justizausschuss behandelt wird. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich erinnere mich, dieser Gesetzentwurf ist bereits in der vorigen Gesetzgebungsperiode aufgelegen. Zu diesem Entwurf gab es in Summe 9 035 Stellungnahmen – ich möchte nur dazusagen, normalerweise gibt es so in etwa 100, 150 Stellungnahmen. 9 035 Stellungnahmen! Aufgrund dessen haben wir Sozialdemokraten uns entschlossen, dass wir diesem Gesetz in der Form nicht zustimmen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was ist der Plan in diesem Gesetz? – Der Plan ist, dass es nicht nur eine Strafe für das Fahren mit erhöhter Geschwindigkeit gibt, sondern dass auch Daten gesammelt werden. Es werden Daten gesammelt: Was ist das für ein Kraftfahrzeug? Wer ist der Fahrer des Kraftfahrzeugs? Wer sitzt zusätzlich noch im Kraftfahrzeug? Diese Daten werden gesammelt. Das heißt, es besteht die Möglichkeit, wirklich Bewegungsmodelle von Menschen zu erstellen; Pendler fahren regelmäßig durch Section Controls. Wir, und das haben wir auch damals schon gesagt, halten nichts von dieser Orwell’schen Überwachungsmanie, denn es ist schlichtweg so, dass niemand diese Summe und Fülle an Daten dann auch auswerten kann. (Beifall bei der SPÖ.) – So weit zum Inhalt des Gesetzes.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Was ist aber gestern passiert? – Gestern gab es seitens der ÖVP und der FPÖ auf einmal die Meinung: Wir wollen das Expertenhearing nicht öffentlich abhalten. – Wozu macht man ein Expertenhearing, wenn es nicht öffentlich ist? Meine Damen und Herren von FPÖ und ÖVP! Fürchten Sie sich vor der Öffentlichkeit, fürchten Sie, dass Sie Ihre Sache nicht durchziehen können? (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien! Sie hätten hier und heute noch die Chance: Machen wir den Ausschuss, machen wir das Expertenhearing, machen wir das Expertenhearing öffentlich und schauen wir, dass dieses parlamentarische Prozedere, das jahrelang so üblich war, so durchgeführt wird! Denn Sie werden auch keine Möglichkeit haben, das gegenüber der Bevölkerung zu argumentieren, wenn Sie der Meinung sind, dass Sie das hinter verschlossenen Türen machen können, und wenn es der Bevölkerung nicht passt, dann ziehen Sie es einfach durch. – Damit werden Sie hier keine Chance haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jarolim: Herr Amon ...! – Abg. Amon – auf dem Weg zum Rednerpult –: Kollege Jarolim freut sich immer, wenn ich spreche!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Amon. – Bitte. (Abg. Jarolim: Herr Amon ...! – Abg. Amon – auf dem Weg zum Rednerpult –: Kollege Jarolim freut sich immer, wenn ich spreche!)
Ruf bei der SPÖ: So what? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir haben gemeinsam auch ausdrücklich vereinbart, ein Ausschusshearing durchzuführen. Sie kennen die Geschäftsordnung des Nationalrates genauso gut wie ich: Grundsätzlich sind Ausschusshearings nicht öffentlich, Frau Kollegin Lueger. Ein öffentliches Hearing ist die Ausnahme und nicht die Regel. (Ruf bei der SPÖ: So what? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Noll
Sie haben davon aber nichts gesagt, als wir das gemeinsam vereinbart haben. Jetzt kommen Sie plötzlich, weil Ihnen offenbar irgendetwas eingefallen ist (Zwischenruf des Abg. Noll), und jetzt sollen wir wieder springen, so wie Sie das gerne hätten. Ich sage Ihnen: Jetzt bleiben wir bei dem, was wir vereinbart haben! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Sie haben davon aber nichts gesagt, als wir das gemeinsam vereinbart haben. Jetzt kommen Sie plötzlich, weil Ihnen offenbar irgendetwas eingefallen ist (Zwischenruf des Abg. Noll), und jetzt sollen wir wieder springen, so wie Sie das gerne hätten. Ich sage Ihnen: Jetzt bleiben wir bei dem, was wir vereinbart haben! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wissen Sie, wir müssen schon bei dem bleiben, was wir ausmachen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Pacta sunt servanda: Was man ausmacht, das hält man ein. (Abg. Scherak: Wir haben ja nichts ausgemacht! Das stimmt nicht!) Das tun wir. Wir stehen zu dem, was vereinbart ist. Frau Kollegin Lueger, mehr geht aber nicht.
Abg. Scherak: Wir haben ja nichts ausgemacht! Das stimmt nicht!
Wissen Sie, wir müssen schon bei dem bleiben, was wir ausmachen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Pacta sunt servanda: Was man ausmacht, das hält man ein. (Abg. Scherak: Wir haben ja nichts ausgemacht! Das stimmt nicht!) Das tun wir. Wir stehen zu dem, was vereinbart ist. Frau Kollegin Lueger, mehr geht aber nicht.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
auch noch gerne hätten –, nicht nachkommen, vorwerfen, wir würden drüberfahren oder Ähnliches, entbehrt wirklich jeder Grundlage. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Um Gottes willen, der Arme!
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Kollege Amon! Ich bin nahezu fassungslos; fassungslos bin ich eigentlich nicht, weil ich schon einiges gewöhnt bin, insbesondere von der ÖVP. Das muss man sich aber wirklich auf der Zunge zergehen lassen. Ich habe mit Kollegen Wittmann – er ist vorhin auch kreideweiß vor Ärger geworden (Abg. Rosenkranz: Um Gottes willen, der Arme!) – gesprochen, welche Übung wir die letzten Jahre und Jahrzehnte hier im Hause gepflogen haben.
Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Und dann sagt man, wir wollen über all das nicht reden?! (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Ich glaube, die FPÖ hätte sicherlich gesprochen, weil ja auch der Innenminister erklärt hat, dass er, gegen Ihren ursprünglichen Wunsch, diese weitere Begutachtung wünscht, weil es naheliegt, dass man bei solchen gefährlichen Dingen, wenn man sie nicht versteht – und ich glaube, der Herr Bundeskanzler versteht sie
Abg. Rosenkranz: Nur einmal?
Wenn Sie nichts befürchten und meinen, dass das ein tolles Gesetz ist, und zwar in nahezu jeder Phase, dann diskutieren wir das! Ich habe einmal einen Ordnungsruf dafür bekommen. (Abg. Rosenkranz: Nur einmal?) Damals ging es um diese Novelle zum Sicherheitspolizeigesetz, in der ausgeführt wird, dass mitunter Laien – Laien! – mit polizeilichen Aufgaben betraut werden sollen und im Block, im Gemeindebau zum Beispiel, schauen und lauschen sollen, was ihnen alles auffällt, und das wird dann weitergeleitet. Es war damals das Wort Blockwart, wofür ich den Ordnungsruf bekommen habe. Ich sage das aber nicht alleine, sondern das ist auch im Expertenkreis die Bezeichnung für diese merkwürdige Regelung.
Abg. Haubner: Ich nehme kein Gift, da kannst du Gift drauf nehmen!
Ich halte das nicht für ein Format, ich halte das für absolut formatlos, meine Damen und Herren! Sie können aber Gift darauf nehmen (Abg. Haubner: Ich nehme kein Gift, da kannst du Gift drauf nehmen!), wir werden diese Art und Weise Ihrer Politik – und das haben Sie in erster Linie der ÖVP zu verdanken – sicherlich unters Volk bringen, meine Damen und Herren! – Danke schön. (Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.)
Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.
Ich halte das nicht für ein Format, ich halte das für absolut formatlos, meine Damen und Herren! Sie können aber Gift darauf nehmen (Abg. Haubner: Ich nehme kein Gift, da kannst du Gift drauf nehmen!), wir werden diese Art und Weise Ihrer Politik – und das haben Sie in erster Linie der ÖVP zu verdanken – sicherlich unters Volk bringen, meine Damen und Herren! – Danke schön. (Beifall bei SPÖ, NEOS und Liste Pilz.)
Abg. Jarolim: Seit 20 Jahren ist es in Österreich selbstverständlich!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich habe eine Frage beziehungsweise eine Stellungnahme zur Geschäftsbehandlung. Der Herr Kollege Jarolim hat nämlich gemeint, es sei üblich, dass im Haus Hearings in den Ausschüssen immer öffentlich seien. (Abg. Jarolim: Seit 20 Jahren ist es in Österreich selbstverständlich!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich bitte nur um Klarstellung, Herr Präsident, weil hier behauptet wurde, dass es bisher üblich war, dass diese Dinge öffentlich sind. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Kollege Jarolim! Ich bin ein bisschen eifersüchtig nach dem, wie Sie das geschildert und alles bei der ÖVP abgeladen haben. – Nein, in Ihrer Sichtweise müsste doch die FPÖ auch direkt aus dem Reich des Bösen herauskommen, so wie Sie sich hier aufführen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich weiß nicht, welches Kalkül Sie dabei haben. Wollen Sie einen Keil in diese funktionierende Koalition treiben? Das wird Ihnen nicht gelingen.
Zwischenruf des Abg. Wittmann
Jetzt für die vielen Zuseher, für diese Öffentlichkeit, für die Sie so sind: Es geht hier heute nicht um einen Gesetzesbeschluss oder um Ähnliches (Zwischenruf des Abg. Wittmann), es geht um eine Geschäftsordnungsdebatte, um einen Fristsetzungsantrag. In der Geschäftsordnung ist so ein Fristsetzungsantrag vorgesehen, mit dem Abgeordnete zum Ausdruck bringen können, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt wollen wir eine Gesetzesmaterie erledigt haben. Das steht so in der Geschäftsordnung. Wenn das eine Mehrheit findet, dann hält dieses Datum. Wir wollen diese Fristsetzung, wie ihn die Geschäftsordnung vorsieht, damit nicht unnötigerweise das eine oder andere – vielleicht sogar noch von einer Minderheit, und das ist in der Demokratie vielleicht ein bisschen heikel – blockiert werden kann. Das ist der einzige Vorgang, der heute rein technisch stattfindet.
Abg. Scherak: Ja eh nicht!
Da Kollege Scherak gesagt hat, das sei nicht ausgemacht gewesen (Abg. Scherak: Ja eh nicht!): Also Sie wollten nie ein Hearing haben? Wir haben hier hinten in einer Fraktionsführerbesprechung nie gesagt, dass wir gemeinsam ein öffentliches Hearing machen wollen. Jetzt sagen Sie aber: Im hintersten Hirnkastl habe ich mir schon gedacht, dass das vielleicht ein öffentliches Hearing sein soll. – Gesagt haben Sie es nicht, gar nichts davon! (Abg. Scherak: Geh bitte, ...!) Wir haben ein Hearing ausgemacht, das wollten Sie. Man gibt Ihnen den kleinen Finger, und was wollen Sie dann? Den ganzen Arm abhacken. Das hört aber irgendwann einmal auf. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Scherak: Ihren Arm können Sie behalten!)
Abg. Scherak: Geh bitte, ...!
Da Kollege Scherak gesagt hat, das sei nicht ausgemacht gewesen (Abg. Scherak: Ja eh nicht!): Also Sie wollten nie ein Hearing haben? Wir haben hier hinten in einer Fraktionsführerbesprechung nie gesagt, dass wir gemeinsam ein öffentliches Hearing machen wollen. Jetzt sagen Sie aber: Im hintersten Hirnkastl habe ich mir schon gedacht, dass das vielleicht ein öffentliches Hearing sein soll. – Gesagt haben Sie es nicht, gar nichts davon! (Abg. Scherak: Geh bitte, ...!) Wir haben ein Hearing ausgemacht, das wollten Sie. Man gibt Ihnen den kleinen Finger, und was wollen Sie dann? Den ganzen Arm abhacken. Das hört aber irgendwann einmal auf. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Scherak: Ihren Arm können Sie behalten!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Scherak: Ihren Arm können Sie behalten!
Da Kollege Scherak gesagt hat, das sei nicht ausgemacht gewesen (Abg. Scherak: Ja eh nicht!): Also Sie wollten nie ein Hearing haben? Wir haben hier hinten in einer Fraktionsführerbesprechung nie gesagt, dass wir gemeinsam ein öffentliches Hearing machen wollen. Jetzt sagen Sie aber: Im hintersten Hirnkastl habe ich mir schon gedacht, dass das vielleicht ein öffentliches Hearing sein soll. – Gesagt haben Sie es nicht, gar nichts davon! (Abg. Scherak: Geh bitte, ...!) Wir haben ein Hearing ausgemacht, das wollten Sie. Man gibt Ihnen den kleinen Finger, und was wollen Sie dann? Den ganzen Arm abhacken. Das hört aber irgendwann einmal auf. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Scherak: Ihren Arm können Sie behalten!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP
wir sind letztendlich die, die hier argumentieren, die hier diskutieren, die hier unter Umständen etwas abändern und schlussendlich auch darüber abstimmen. Und da ist es wichtig, dass man Meinungen einholt (Beifall bei FPÖ und ÖVP), nämlich schriftliche Meinungen, wie sie eben im Rahmen des Begutachtungsverfahrens hereingekommen sind, oder mündliche im Rahmen des Hearings.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich sage Ihnen jetzt zum Abschluss: Kollege Jarolim hat gesagt, es geht hier um die Frage der Vernunft und der Verbrechensbekämpfung. – Ja, wir werden beide Dinge zusammenführen. Das, was inhaltlich von der Frau Kollegin Lueger hier gesagt wurde, stimmt so nicht, aber das weiter zu erörtern, dazu wird die Debatte im Ausschuss dienen – und vor allem die öffentliche Debatte hier im Haus, bei der dann jeder Bürger zusehen und sich ein Bild darüber machen kann, wer in Österreich Sicherheit unter Wahrung von Persönlichkeitsschutz möchte und wer Gaunern freie Hand geben will. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.
So viel zum Thema meist öffentlich. Ich nehme an, die Parlamentsdirektion weiß, wieso sie das hinschreibt. Sie wird es nicht hinschreiben, wenn wir es in der Regel hinter verschlossenen Türen machen würden. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.)
Abg. Rosenkranz: Aber da kommen dann andere, an die ich gar nicht denke zum Beispiel!
Die Frage ist ja: Wieso macht man ein Hearing? Kollege Rosenkranz meint, er will das Hearing machen, damit er sich mit Experten auseinandersetzen kann, und so weiter und so fort. Also wenn ich persönlich mich mit Experten zu einem Thema auseinandersetzen will, um mich weiterzubilden und mir eine Meinung zu bilden, dann schreibe ich denen ein Mail, telefoniere mit denen (Abg. Rosenkranz: Aber da kommen dann andere, an die ich gar nicht denke zum Beispiel!) – das ist richtig, Herr Kollege Rosenkranz –, und dann probiere ich, mich mit denen auseinanderzusetzen. Das heißt, man macht ein Hearing, damit Sie in dem Zusammenhang schlauer werden, ein anderes Wissen aufbauen und dann mit diesem weiteren Wissen den Antrag verändern. Das ist ja das Skurrile. Im Ernst, Herr Kollege Rosenkranz: Sie waren jetzt
Abg. Rosenkranz: Machen wir’s nächstes Mal als Telefonjoker!
Worum geht es bei einem Hearing? – Es geht darum, dass wir mit der interessierten Öffentlichkeit, mit der Zivilgesellschaft in einen Austausch treten, und darum, dass die Menschen natürlich auch das Recht haben, mitzubekommen, was wir in diesem Zusammenhang diskutieren. (Abg. Rosenkranz: Machen wir’s nächstes Mal als Telefonjoker!) Das kann man auch nicht wollen, so wie die ÖVP und Sie das nicht wollen, und das hat natürlich einen guten Grund. Sie machen hier etwas, nämlich dass Sie wieder einmal – beziehungsweise tut es die ÖVP wieder einmal, die Überwachungspartei ÖVP macht das nämlich seit Jahrzehnten, Sie sind jetzt neu in diesem Spiel, auch die FPÖ ist jetzt eine Überwachungspartei – die Grund- und Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger einschränken. (Beifall bei NEOS und Liste Pilz sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Die Sicherheitspartei, ja! Die Sicherheitspartei!)
Beifall bei NEOS und Liste Pilz sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Die Sicherheitspartei, ja! Die Sicherheitspartei!
Worum geht es bei einem Hearing? – Es geht darum, dass wir mit der interessierten Öffentlichkeit, mit der Zivilgesellschaft in einen Austausch treten, und darum, dass die Menschen natürlich auch das Recht haben, mitzubekommen, was wir in diesem Zusammenhang diskutieren. (Abg. Rosenkranz: Machen wir’s nächstes Mal als Telefonjoker!) Das kann man auch nicht wollen, so wie die ÖVP und Sie das nicht wollen, und das hat natürlich einen guten Grund. Sie machen hier etwas, nämlich dass Sie wieder einmal – beziehungsweise tut es die ÖVP wieder einmal, die Überwachungspartei ÖVP macht das nämlich seit Jahrzehnten, Sie sind jetzt neu in diesem Spiel, auch die FPÖ ist jetzt eine Überwachungspartei – die Grund- und Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger einschränken. (Beifall bei NEOS und Liste Pilz sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Die Sicherheitspartei, ja! Die Sicherheitspartei!)
Abg. Rosenkranz: Habe ich auch gelesen!
Ja, das ist die Sicherheitspartei. Ich meine, ich brauche Ihnen nicht vorzulesen, was Ihr Innenminister ursprünglich zu diesem Überwachungspaket gesagt hat. Ich habe Ihnen schon zugestanden, Sie haben ein paar Giftzähne gezogen. Die grundlegenden Giftzähne sind aber leider immer noch vorhanden, und das wissen Sie auch als Rechtsanwalt, Herr Kollege Rosenkranz. Sie müssen ja nur bei Ihrer Standesvertretung nachlesen. Der Österreichische Rechtsanwaltskammertag sagt dazu - - (Abg. Rosenkranz: Habe ich auch gelesen!) – Sie haben es gelesen? (Abg. Rosenkranz: Natürlich!) – Ah, das ist interessant. Dann haben Sie es entweder nicht ganz gelesen oder Sie haben es überlesen oder Sie wollen es nicht wahrnehmen. (Abg. Rosenkranz: O ja!) Sie hätten nämlich sehen müssen, dass da drinnen steht, dass „die gegenständlich vorliegenden Gesetzesvorschläge zahlreiche Maßnahmen“ enthalten, „die [...] nicht mit den durch die grundrechtliche Judikatur von VfGH und EGMR sowie den vom EuGH entwickelten Grundsätzen in Einklang zu bringen sind“.
Abg. Rosenkranz: Natürlich!
Ja, das ist die Sicherheitspartei. Ich meine, ich brauche Ihnen nicht vorzulesen, was Ihr Innenminister ursprünglich zu diesem Überwachungspaket gesagt hat. Ich habe Ihnen schon zugestanden, Sie haben ein paar Giftzähne gezogen. Die grundlegenden Giftzähne sind aber leider immer noch vorhanden, und das wissen Sie auch als Rechtsanwalt, Herr Kollege Rosenkranz. Sie müssen ja nur bei Ihrer Standesvertretung nachlesen. Der Österreichische Rechtsanwaltskammertag sagt dazu - - (Abg. Rosenkranz: Habe ich auch gelesen!) – Sie haben es gelesen? (Abg. Rosenkranz: Natürlich!) – Ah, das ist interessant. Dann haben Sie es entweder nicht ganz gelesen oder Sie haben es überlesen oder Sie wollen es nicht wahrnehmen. (Abg. Rosenkranz: O ja!) Sie hätten nämlich sehen müssen, dass da drinnen steht, dass „die gegenständlich vorliegenden Gesetzesvorschläge zahlreiche Maßnahmen“ enthalten, „die [...] nicht mit den durch die grundrechtliche Judikatur von VfGH und EGMR sowie den vom EuGH entwickelten Grundsätzen in Einklang zu bringen sind“.
Abg. Rosenkranz: O ja!
Ja, das ist die Sicherheitspartei. Ich meine, ich brauche Ihnen nicht vorzulesen, was Ihr Innenminister ursprünglich zu diesem Überwachungspaket gesagt hat. Ich habe Ihnen schon zugestanden, Sie haben ein paar Giftzähne gezogen. Die grundlegenden Giftzähne sind aber leider immer noch vorhanden, und das wissen Sie auch als Rechtsanwalt, Herr Kollege Rosenkranz. Sie müssen ja nur bei Ihrer Standesvertretung nachlesen. Der Österreichische Rechtsanwaltskammertag sagt dazu - - (Abg. Rosenkranz: Habe ich auch gelesen!) – Sie haben es gelesen? (Abg. Rosenkranz: Natürlich!) – Ah, das ist interessant. Dann haben Sie es entweder nicht ganz gelesen oder Sie haben es überlesen oder Sie wollen es nicht wahrnehmen. (Abg. Rosenkranz: O ja!) Sie hätten nämlich sehen müssen, dass da drinnen steht, dass „die gegenständlich vorliegenden Gesetzesvorschläge zahlreiche Maßnahmen“ enthalten, „die [...] nicht mit den durch die grundrechtliche Judikatur von VfGH und EGMR sowie den vom EuGH entwickelten Grundsätzen in Einklang zu bringen sind“.
Abg. Rosenkranz: Wieso? Wer entscheidet in Österreich, was grundrechtswidrig ist? Aus meiner bescheidenen Sicht ist es der Verfassungsgerichtshof!
Sie wollen also bewusst ein grundrechtswidriges Gesetz beschließen, verweigern sich einem Hearing. (Abg. Rosenkranz: Wieso? Wer entscheidet in Österreich, was grundrechtswidrig ist? Aus meiner bescheidenen Sicht ist es der Verfassungsgerichtshof!) – Herr Kollege Rosenkranz, seien Sie mir nicht bös, aber grundrechtlich vertraue ich dem Österreichischen Rechtsanwaltskammertag weitaus mehr als den beiden Überwachungsparteien FPÖ und ÖVP. Der Rechtsanwaltskammertag ist da ernster zu nehmen. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Rosenkranz: Haben Sie schon mal vom Verfassungsgerichtshof gehört?)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Rosenkranz: Haben Sie schon mal vom Verfassungsgerichtshof gehört?
Sie wollen also bewusst ein grundrechtswidriges Gesetz beschließen, verweigern sich einem Hearing. (Abg. Rosenkranz: Wieso? Wer entscheidet in Österreich, was grundrechtswidrig ist? Aus meiner bescheidenen Sicht ist es der Verfassungsgerichtshof!) – Herr Kollege Rosenkranz, seien Sie mir nicht bös, aber grundrechtlich vertraue ich dem Österreichischen Rechtsanwaltskammertag weitaus mehr als den beiden Überwachungsparteien FPÖ und ÖVP. Der Rechtsanwaltskammertag ist da ernster zu nehmen. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Rosenkranz: Haben Sie schon mal vom Verfassungsgerichtshof gehört?)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Rosenkranz: Schauen Sie sich’s an!
Natürlich habe ich etwas vom Verfassungsgerichtshof gehört! Das ist ja der Gerichtshof, der vom Rechtsanwaltskammertag hier ins Treffen geführt wird, weil er die Urteile und die Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes sinnerfassend lesen, interpretieren kann und deswegen auch Stellungnahmen abgibt. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Rosenkranz: Schauen Sie sich’s an!)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Rosenkranz: Was sogar der Verfassungsgerichtshof auch zugestanden hat, ...!
werden können, sondern auch von Terroristen, die genau auf diese Sicherheitslücken schielen. Sie von der FPÖ machen das, was Sie jahrelang zu Recht bekämpft haben: Sie spielen jetzt bei den Überwachungsfantasien der ÖVP mit, und das, damit es auch ja keiner mitbekommt, am besten auch noch hinter verschlossenen Türen. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz. – Abg. Rosenkranz: Was sogar der Verfassungsgerichtshof auch zugestanden hat, ...!)
Abg. Rosenkranz: Machen wir kein Hearing?
Abgeordnete Dr. Alma Zadić, LL.M (PILZ): Herr Präsident! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Geschätztes Haus! Liebe Mitglieder der Bundesregierung! Lassen Sie mich hier anfangs für die Zuseherinnen und Zuseher zu Hause kurz erläutern, warum wir von der Opposition dieses Spielchen von ÖVP und FPÖ nicht mitmachen wollen, lassen Sie mich kurz die Spielregeln hier im Parlament erläutern! (Abg. Rosenkranz: Machen wir kein Hearing?)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Ein Gesetz hier im Haus muss verschiedene Stationen durchlaufen, um von der Regierung beschlossen werden zu können. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Erstens: Bevor ein Gesetz in den Nationalrat kommt, gibt es die Möglichkeit einer Begutachtung. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) In dieser Zeit können sich Interessenvertretungen sowie Bürgerinnen und Bürger melden. Das Gesetz wird dann im Nationalrat eingebracht, und danach wird es im zuständigen Ausschuss diskutiert. Erst nach dieser Diskussion kommt das Gesetz wieder ins Plenum, wo es beschlossen werden kann.
Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Ein Gesetz hier im Haus muss verschiedene Stationen durchlaufen, um von der Regierung beschlossen werden zu können. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Erstens: Bevor ein Gesetz in den Nationalrat kommt, gibt es die Möglichkeit einer Begutachtung. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) In dieser Zeit können sich Interessenvertretungen sowie Bürgerinnen und Bürger melden. Das Gesetz wird dann im Nationalrat eingebracht, und danach wird es im zuständigen Ausschuss diskutiert. Erst nach dieser Diskussion kommt das Gesetz wieder ins Plenum, wo es beschlossen werden kann.
Abg. Rosenkranz: Stimmt doch gar nicht!
Um dieses Überwachungspaket nicht auch der öffentlichen Kritik und Begutachtung auszusetzen, haben ÖVP und FPÖ ein normales Begutachtungsverfahren im Parlament verweigert. Das heißt, sie haben den BürgerInnen und ExpertInnen nicht die Möglichkeit eingeräumt, ihre Meinung im Parlament zu äußern. (Abg. Rosenkranz: Stimmt doch gar nicht!)
Abg. Rosenkranz: Und das haben wir abgelehnt?
Als Reaktion haben wir von der Liste Pilz gemeinsam mit SPÖ und NEOS verlangt, dass es zumindest im Ausschuss zu einer Begutachtung kommt (Abg. Rosenkranz: Und das haben wir abgelehnt?) und dass es zu einem öffentlichen ExpertInnenhearing kommt. Wir wollen, dass ExpertInnen wenigstens in einem öffentlichen ExpertInnenhearing gehört werden. (Abg. Rosenkranz: Das ist falsch!) Sie kennen solche ExpertInnenhearings aus der Vergangenheit und zuletzt auch vom sogenannten Rauchergesetz.
Abg. Rosenkranz: Das ist falsch!
Als Reaktion haben wir von der Liste Pilz gemeinsam mit SPÖ und NEOS verlangt, dass es zumindest im Ausschuss zu einer Begutachtung kommt (Abg. Rosenkranz: Und das haben wir abgelehnt?) und dass es zu einem öffentlichen ExpertInnenhearing kommt. Wir wollen, dass ExpertInnen wenigstens in einem öffentlichen ExpertInnenhearing gehört werden. (Abg. Rosenkranz: Das ist falsch!) Sie kennen solche ExpertInnenhearings aus der Vergangenheit und zuletzt auch vom sogenannten Rauchergesetz.
Abg. Rosenkranz: Das ist falsch!
Nicht mit uns, meine Damen und Herren! Das ist der zweite demokratiepolitische Rücktritt. Nachdem Sie schon das normale Begutachtungsverfahren verhindert haben, verweigern Sie nun auch ein öffentliches Hearing. (Abg. Rosenkranz: Das ist falsch!) Damit ignorieren Sie den Wunsch der Bevölkerung nach umfassenden und sachlichen Informationen zum geplanten Überwachungspaket. Sie verweigern, dass die Meinung
Beifall bei Liste Pilz und SPÖ.
Das geplante Überwachungspaket greift tief in unsere Grund- und Freiheitsrechte ein. Die Regierung hat daher die Pflicht, umfassend aufzuklären. (Beifall bei Liste Pilz und SPÖ.) Dass Sie dieser demokratiepolitischen Verpflichtung nicht nachkommen, zeigt, wie viel Angst Sie vor der zu erwartenden Kritik der Expertinnen und Experten haben. Das ist Hinterzimmerpolitik, meine Damen und Herren, die einer modernen und offenen Demokratie nicht würdig ist! Der neue Stil der ÖVP und der FPÖ, der ständig propagiert wird, ist in Wahrheit ganz alte Machtpolitik. (Beifall bei Liste Pilz und SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Wir können keine normale Anhörung machen!)
Beifall bei Liste Pilz und SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Wir können keine normale Anhörung machen!
Das geplante Überwachungspaket greift tief in unsere Grund- und Freiheitsrechte ein. Die Regierung hat daher die Pflicht, umfassend aufzuklären. (Beifall bei Liste Pilz und SPÖ.) Dass Sie dieser demokratiepolitischen Verpflichtung nicht nachkommen, zeigt, wie viel Angst Sie vor der zu erwartenden Kritik der Expertinnen und Experten haben. Das ist Hinterzimmerpolitik, meine Damen und Herren, die einer modernen und offenen Demokratie nicht würdig ist! Der neue Stil der ÖVP und der FPÖ, der ständig propagiert wird, ist in Wahrheit ganz alte Machtpolitik. (Beifall bei Liste Pilz und SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Wir können keine normale Anhörung machen!)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.
Der Antrag des Kollegen Loacker, dass Apotheken die Gesundheitsdienstleistung Impfen in Zukunft übernehmen sollen, zeugt von dem hohen Vertrauen in die Fähigkeiten und Kompetenz der österreichischen Apotheken. Das freut mich als Apotheker natürlich ganz besonders. Vielen Dank, Herr Kollege! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.)
Beifall bei FPÖ, ÖVP und NEOS.
Ich appelliere abschließend an Sie: Unterstützen Sie diese Bundesregierung! Unterstützen Sie unsere Frau Bundesministerin für Gesundheit und Soziales bei der Umsetzung der schon seit Jahren notwendigen Reformen unseres Gesundheitssystems, damit dieses auch langfristig leistbar und eines der besten der Welt bleibt! – Herzlichen Dank. (Beifall bei FPÖ, ÖVP und NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir haben eine Chance, denn ab dem Beginn des Jahres 2019 werden die Produkte, die der Arzt abgibt, nur noch eingescannt und können dadurch automatisch erfasst werden, und das wäre die Gelegenheit, auch die Impfungen automatisch ins System einfließen zu lassen. Nutzen wir die technischen Möglichkeiten, nutzen wir das, was die moderne Zeit bietet, um eine bessere Durchimpfungsrate in Österreich zu erreichen! (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Dennoch darf man nicht außer Acht lassen, dass sich gerade in diesem Bereich auch Problemfelder auftun können. In manchen ländlichen Gebieten, aber auch in nicht so ländlichen Gebieten bereitet es Schwierigkeiten, Arztstellen nachzubesetzen, Zahnarztstellen nachzubesetzen, und ich selbst kann ein Lied davon singen, wie schwierig das ist. Ein weiteres Problem ist die Versorgung mit Arzneimitteln, wenn Hausapotheken geschlossen werden. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) – Ich komme noch zu
Zwischenruf des Abg. Loacker
Ich bin der Meinung, dass es gerade in diesem Bereich mehr objektiver Forschung bedarf, einer guten und vor allem auch sachlichen Aufklärung über die Risiken auf der einen Seite, aber auch über den Nutzen auf der anderen Seite, verbunden mit einer guten und fundierten Beratung, welche Impfung für wen Sinn macht, und das Ganze frei von wirtschaftlichen Interessen, frei von Bevormundung. So soll es jedem Menschen freistehen (Zwischenruf des Abg. Loacker), ob er sich impfen lässt oder nicht. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich bin der Meinung, dass es gerade in diesem Bereich mehr objektiver Forschung bedarf, einer guten und vor allem auch sachlichen Aufklärung über die Risiken auf der einen Seite, aber auch über den Nutzen auf der anderen Seite, verbunden mit einer guten und fundierten Beratung, welche Impfung für wen Sinn macht, und das Ganze frei von wirtschaftlichen Interessen, frei von Bevormundung. So soll es jedem Menschen freistehen (Zwischenruf des Abg. Loacker), ob er sich impfen lässt oder nicht. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte Ihnen zu Beginn von einer sozialdemokratischen Errungenschaft erzählen, weil ja in der Vergangenheit alles so schlecht war. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Es war Lore Hostasch vor circa 20 Jahren, die das kostenfreie Impfprogramm ins Leben gerufen hat, bei dem – ich glaube, für Kinder bis 15 Jahre – nicht alle, aber viele Impfungen gratis angeboten werden. Das ist eine ganz wichtige sozialpolitische und gesundheitspolitische Maßnahme gewesen.
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Zum Antrag des Kollegen Loacker und der NEOS: Wir können diesem Antrag nähertreten, weil es darin um Personen ab 16 Jahren geht und weil geschulte Apothekerinnen und Apotheker, die auch in der Notfallmedizin eine Zusatzausbildung machen, nach einer Einschulung durchaus in der Lage sein können, die gängigen Impfungen durchzuführen. Immerhin geht es um 1 400 öffentliche Apotheken und um rund 400 000 Menschen täglich, die in eine Apotheke gehen. Da herrscht also ein reger Kundinnen- und Kundenkontakt, und da gäbe es vielleicht, bis wir den elektronischen Impfpass haben, eine Möglichkeit, die Leute einzuladen – nämlich indem sie von den Apothekerinnen und Apothekern daran erinnert werden –, ihr Impfverhalten zu überdenken und sich öfter impfen zu lassen. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Abg. Rendi-Wagner: Werden alle geimpft!
Dieses Sinken der Durchimpfungsrate ist eine Tatsache, mit der wir derzeit konfrontiert sind, und eine weitere Tatsache, mit der wir konfrontiert sind, ist die weltweite Migration. Das heißt, Flüchtlinge haben oft einen beschwerlichen Weg hinter sich, zum Teil unter katastrophalen hygienischen Bedingungen. Viele haben Infektionskrankheiten im Gepäck, die sich dann in Asylantenheimen oder im Bereich ihres Wohnorts ausbreiten können. (Abg. Rendi-Wagner: Werden alle geimpft!)
Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.
Ich arbeite selbst als - - (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.) – Dazu komme ich ja, das möchte ich Ihnen gerade sagen, lassen Sie mich meine Ausführungen beenden, Frau Kollegin! (Abg. Heinisch-Hosek: Ich habe ja gar nichts gesagt!) – Nein, Ihre Kollegin hat etwas dazu gesagt, Sie nicht. Ich habe jetzt woanders hingeschaut.
Abg. Heinisch-Hosek: Ich habe ja gar nichts gesagt!
Ich arbeite selbst als - - (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.) – Dazu komme ich ja, das möchte ich Ihnen gerade sagen, lassen Sie mich meine Ausführungen beenden, Frau Kollegin! (Abg. Heinisch-Hosek: Ich habe ja gar nichts gesagt!) – Nein, Ihre Kollegin hat etwas dazu gesagt, Sie nicht. Ich habe jetzt woanders hingeschaut.
Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wissen ist Macht – nützen wir diese Macht für die Gesundheit unserer Kinder, unserer Schwachen, unserer gesamten Bevölkerung. (Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Dass die Regierungsparteien diesen Antrag ablehnen, ist leider nicht weiter verwunderlich, da Sie, Frau Ministerin, bisher noch nicht damit aufgefallen sind, die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher zu schützen, was jedoch Ihre Aufgabe wäre. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie alle einzubinden ist eine Herausforderung. Wir beginnen deshalb mit der Erfassung der Kinderimpfungen, die ausschließlich der Kinderarzt und der niedergelassene Arzt machen, und die ersten Pilotierungen für die Elga-Anwendung wird es im Laufe des Jahres 2019 dazu geben. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Daher ist es wichtig, dass der vorliegende Antrag, der sich an die Gesundheitsministerin richtet, so rasch wie möglich umgesetzt wird, dass der elektronische Impfpass kommt. Die Frau Ministerin hat ja auch schon gesagt, dass das erfolgen wird, und sie hat auch gesagt, dass sie mit diesem Antrag in die Bundes-Zielsteuerungskommission gehen wird, damit auch eine Finanzierung von Bund, Ländern und den Sozialversicherungsträgern aufgestellt wird. Aufgrund dieser Bereitschaft können wir einer raschen Umsetzung entgegensehen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Stimmen Sie unserem Antrag zu – damit setzen Sie Ihr Wahlversprechen um! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
ich glaube, das ist ein wichtiger Schritt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Und ich gebe Ihnen natürlich auch in Folgendem recht – das haben Sie jetzt nicht angesprochen, aber im Ausschuss –: Ja, wir müssen auch schauen, dass wir die Menschen in Arbeit bringen, und dazu braucht es selbstverständlich die Mittel. Es ist auch das Ziel der Bundesregierung, die Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Wir haben das heute schon im Zuge der Budgetdebatte gesagt: Wir wollen ein Arbeitseinkommen für die Menschen und nicht ein reines Transfereinkommen, weil Arbeit ja auch etwas ist, was den Menschen Würde und Sinn wieder zurückgibt. (Beifall bei der FPÖ.) Daher ist es auch wirklich notwendig, die Mittel effizient einzusetzen, und das werden wir auch tun.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, das ist es, worum es hier geht, und ich würde schon bitten, das auch einmal als etwas Positives zu sehen. Das ist wirklich etwas, worüber man sagen kann, dem muss man in Wahrheit zustimmen. Ich verstehe daher nicht ganz, warum Sie vonseiten der Sozialdemokraten sagen, das ist Ihnen zu wenig und die Leute brauchen mehr Negativsteuer. Das kann ich nicht verstehen. Stimmen Sie dem einmal zu, denn damit entlasten wir wirklich viele Bezieher kleiner Einkommen um 140 Millionen Euro! Ich glaube, das ist die richtige Richtung. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Die Koalition hat sich Entbürokratisierung auf die Fahnen geheftet. Jeder Lohnverrechner, jeder Steuerberater und jeder Krankenkassenmitarbeiter aber weiß: Eine Veränderung der Beitragssätze, die unterjährig erfolgt, ist jedenfalls ein bürokratischer Wahnsinn. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Und das Zweite: Herr Kollege Loacker, Sie haben die Teilzeitkräfte angesprochen. Uns sind die Teilzeitkräfte auch wichtig! Ich komme aus einem Bereich, nämlich aus dem Roten Kreuz, wo in Oberösterreich ungefähr 800 Frauen in der Pflege beschäftigt sind, und der Großteil dieser Frauen will Teilzeit arbeiten, mit 20, 25 Stunden – und die fallen da hinein. Und denen vergönnen wir auch diese zusätzlichen Euro, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Scherak: Im Gegensatz zu dir denken wir nicht an Klientel!
Da hätten Sie gleich sagen können, Sie wollen das eben nicht, das ist nicht Ihre Zielgruppe, das ist nicht Ihre Klientel, und daher wollen Sie das nicht machen. (Abg. Scherak: Im Gegensatz zu dir denken wir nicht an Klientel!) Seien Sie dann aber wenigstens ehrlich, stellen Sie sich her und sagen Sie: Nein, wir wollen nicht, dass wir für die kleinen Einkommensbezieher etwas tun, denn wir vertreten eben andere Interessengruppen!
Abg. Loacker: Im Lagerhaus! – Heiterkeit des Abg. Scherak und Beifall bei Abgeordneten der NEOS
Wir stehen schon auch für jene Menschen, die für 1 600 Euro im Lager arbeiten (Abg. Loacker: Im Lagerhaus! – Heiterkeit des Abg. Scherak und Beifall bei Abgeordneten der NEOS), die für 1 600, 1 700 Euro in der Gastronomie arbeiten oder auch für einen Tischler, der für 1 800 Euro Vollzeit arbeitet. Diese Menschen gehören jedenfalls auch zu der Gesellschaft der Leistungsträger, und daher ist das eine gute Maßnahme.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Dieser wichtige Satz gehört am Ende noch gesagt: Wir setzen das um, was wir den Menschen vor der Wahl versprochen haben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Wurm: Doch kein Lob, oder wie?
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Dass mir das passiert: Ich muss Frau Abgeordneter Belakowitsch-Jenewein recht geben. Sie hat nämlich gesagt, was man beschlossen hat, muss man auch gegenfinanzieren. – Genau das tut ihr aber nicht. (Abg. Wurm: Doch kein Lob, oder wie?)
Abg. Belakowitsch: Nur euren sozioökonomischen Betrieben!
Das Zweite – ich habe es im Ausschuss schon gesagt –, was ihr da macht, ist: Ihr schwächt eure eigene Ministerin. Ihr nehmt eurer Ministerin Geld weg (Abg. Belakowitsch: Nur euren sozioökonomischen Betrieben!), und auf der anderen Seite freut sich der Finanzminister, dass er Zusatzgeld bekommt. So etwas tut man nicht! Ich weiß, mit der Koalition ist es schwierig (die Abgeordneten Lopatka und Rädler: Mit euch war es schwierig!), aber wenn man genau hinschaut, sieht man, dass genau das der entscheidende Fehler ist. (Ruf bei der ÖVP: Du irrst dich!)
die Abgeordneten Lopatka und Rädler: Mit euch war es schwierig!
Das Zweite – ich habe es im Ausschuss schon gesagt –, was ihr da macht, ist: Ihr schwächt eure eigene Ministerin. Ihr nehmt eurer Ministerin Geld weg (Abg. Belakowitsch: Nur euren sozioökonomischen Betrieben!), und auf der anderen Seite freut sich der Finanzminister, dass er Zusatzgeld bekommt. So etwas tut man nicht! Ich weiß, mit der Koalition ist es schwierig (die Abgeordneten Lopatka und Rädler: Mit euch war es schwierig!), aber wenn man genau hinschaut, sieht man, dass genau das der entscheidende Fehler ist. (Ruf bei der ÖVP: Du irrst dich!)
Ruf bei der ÖVP: Du irrst dich!
Das Zweite – ich habe es im Ausschuss schon gesagt –, was ihr da macht, ist: Ihr schwächt eure eigene Ministerin. Ihr nehmt eurer Ministerin Geld weg (Abg. Belakowitsch: Nur euren sozioökonomischen Betrieben!), und auf der anderen Seite freut sich der Finanzminister, dass er Zusatzgeld bekommt. So etwas tut man nicht! Ich weiß, mit der Koalition ist es schwierig (die Abgeordneten Lopatka und Rädler: Mit euch war es schwierig!), aber wenn man genau hinschaut, sieht man, dass genau das der entscheidende Fehler ist. (Ruf bei der ÖVP: Du irrst dich!)
Abg. Höbart: Wer sagt das?
Es ist aus meiner Sicht gut, dass man eine Entlastung umsetzen möchte; das ist korrekt, das ist richtig. Man muss das aber auch aus dem Budget gegenfinanzieren. Ihr hebt das jetzt auf, dass man das aus dem Budget gegenfinanzieren kann. Was kommt dabei heraus? – Dabei kommt heraus, dass jene Menschen, die es dringend brauchen, nämlich jene Arbeitslosen, die krank sind, die Schwierigkeiten haben, arbeitslos bleiben. Die Arbeitslosigkeit ist Gott sei Dank zurückgegangen, aber bei behinderten Menschen, bei jenen Menschen, die gesundheitliche Einschränkungen haben, bei jenen, die über 50 und langzeitarbeitslos sind, ist die Arbeitslosigkeit nur durch die Aktion 20 000 zurückgegangen, und die beendet ihr. Das ist unwürdig, und daher ist es wichtig, dass man den Langzeitarbeitslosen eine Perspektive gibt. Es ist unwürdig, wenn Arbeitslose nicht wissen, wie es weitergeht, es ist unwürdig, wenn man Arbeitslosen erklärt, dass länger gearbeitet werden muss. Mir ist es auch wichtig, dass Sie Arbeitslose nicht als Sozialschmarotzer hinstellen oder als Nichtleistungsträger abstempeln. (Abg. Höbart: Wer sagt das?)
Beifall bei der SPÖ.
Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Vogl: Denen nehmt ihr Geld weg!
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Werte Kollegen! Hohes Haus! Die Diskussion im Ausschuss zu dieser Entlastung war schon etwas sonderbar. Das ist eigentlich ein Programm, zu dem man wirklich sagen kann, genau die Durchschnittsverdiener, die, die zwischen 1 350 und 1 950 Euro brutto verdienen (Abg. Vogl: Denen nehmt ihr Geld weg!), werden mit einem Betrag entlastet, der im Monatsdurchschnitt immerhin rund 30 Euro ausmacht. Von der SPÖ kommt dazu keine Zustimmung. (Abg. Heinisch-Hosek: Es geht darum, wem ihr das wegnehmt!) Das haben wir nicht ganz nachvollziehen können, weil sonst eher immer der Vorwurf kommt, wir, Schwarz-Blau, haben so quasi den Plan, von unten nach oben zu verteilen. Jetzt verteilen wir da unten einmal spürbar Geldbeträge, und zwar so, dass die Leute das echt merken und auch dankbar dafür sind, und von euch kommt keine Zustimmung. Das hat mich, muss ich sagen, doch sehr verwundert.
Abg. Heinisch-Hosek: Es geht darum, wem ihr das wegnehmt!
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Werte Kollegen! Hohes Haus! Die Diskussion im Ausschuss zu dieser Entlastung war schon etwas sonderbar. Das ist eigentlich ein Programm, zu dem man wirklich sagen kann, genau die Durchschnittsverdiener, die, die zwischen 1 350 und 1 950 Euro brutto verdienen (Abg. Vogl: Denen nehmt ihr Geld weg!), werden mit einem Betrag entlastet, der im Monatsdurchschnitt immerhin rund 30 Euro ausmacht. Von der SPÖ kommt dazu keine Zustimmung. (Abg. Heinisch-Hosek: Es geht darum, wem ihr das wegnehmt!) Das haben wir nicht ganz nachvollziehen können, weil sonst eher immer der Vorwurf kommt, wir, Schwarz-Blau, haben so quasi den Plan, von unten nach oben zu verteilen. Jetzt verteilen wir da unten einmal spürbar Geldbeträge, und zwar so, dass die Leute das echt merken und auch dankbar dafür sind, und von euch kommt keine Zustimmung. Das hat mich, muss ich sagen, doch sehr verwundert.
Abg. Heinisch-Hosek: Gegenfinanzierung!
Was man dazusagen sollte – da bin ich doppelt verwundert, weil Frau Kollegin Heinisch-Hosek als ehemalige oder immer noch Frauensprecherin auch hier sitzt –, ist, dass der Großteil dieser 900 000 Arbeitnehmer, dieser Leute, die arbeiten gehen, die ein Durchschnittsgehalt zwischen 1 350 und 1 950 Euro haben, Frauen sind. Das heißt, Frauen profitieren von dieser Maßnahme überproportional, und auch das wollen und können Sie von der Sozialdemokratie nicht unterstützen. (Abg. Heinisch-Hosek: Gegenfinanzierung!) Das ist für mich, muss ich sagen, eigentlich nicht nachvollziehbar. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was man dazusagen sollte – da bin ich doppelt verwundert, weil Frau Kollegin Heinisch-Hosek als ehemalige oder immer noch Frauensprecherin auch hier sitzt –, ist, dass der Großteil dieser 900 000 Arbeitnehmer, dieser Leute, die arbeiten gehen, die ein Durchschnittsgehalt zwischen 1 350 und 1 950 Euro haben, Frauen sind. Das heißt, Frauen profitieren von dieser Maßnahme überproportional, und auch das wollen und können Sie von der Sozialdemokratie nicht unterstützen. (Abg. Heinisch-Hosek: Gegenfinanzierung!) Das ist für mich, muss ich sagen, eigentlich nicht nachvollziehbar. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Vorredner haben es bereits deutlich gemacht: Bei uns ist ganz klar eine Systemänderung im Gange, Gott sei Dank. Wir wollen jene Leute unterstützen und entlasten, die von Montag bis Freitag aufstehen und arbeiten gehen, Lohnsteuer zahlen, Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Diese Menschen wollen wir entlasten. Sie wollen offensichtlich wirklich weiterhin vor allem jene entlasten, die nicht im Arbeitsprozess sind. Das kann nicht unsere Zukunft sein. Das österreichische Sozialsystem ist leider Gottes schwer unter Druck, da ist ein Gegensteuern notwendig, und wenn wir schon Geld verteilen, dann bitte genau an jene Gruppen der Arbeitnehmer, die ohnehin relativ wenig Lohn haben. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Stöger: Doch!
Wir ziehen niedrige Abgaben und Leistungsanreize einem System von Subventionen und Umverteilung vor, da denke ich an die Aktion 20 000. Übrigens, Herr ehemaliger Bundesminister Stöger, dafür hat es kein Budget gegeben. (Abg. Stöger: Doch!) – Nein, hat es nicht.
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann Sie beruhigen, ich habe genug Geld. Ich habe insgesamt mehr Geld, als Sie beispielsweise im Vorjahr hatten; auch wenn ich es pro Arbeitslosen rechne, habe ich mehr Geld zur Verfügung. Da Unsicherheiten zu befördern finde ich wirklich fahrlässig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir stehen für Entlastung der Kleinen, und ich sehe mich dazu angehalten, für Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit in der Politik zu sorgen. Die Nachhaltigkeit hat bei der Aktion 20 000 gefehlt, und deshalb ist sie sistiert worden. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer: Und?
Die Steuer- und Abgabenquote soll in Richtung 40 Prozent gesenkt werden, und das ist auch gut so, denn derzeit ist Österreich ein Hochsteuerland. (Abg. Krainer: Und?) Wir liegen auf Rang sechs im europäischen Steuerspitzenfeld. (Abg. Krainer: Ja und? – Abg. Heinisch-Hosek: Wir machen ja was damit!) Dieser Platz kann und braucht uns nicht stolz zu machen. Mit den angepeilten 40 Prozent würden wir zumindest im europäischen Durchschnitt liegen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich verbessern und den Standort attraktivieren. Es ist kaum zu glauben, dass wir in Österreich ein halbes Jahr lang nur für die Steuer arbeiten gehen, daher geht es auch darum, zumindest all jene zu entlasten, die tagein, tagaus arbeiten und jedes Jahr 55 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben bezahlen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Krainer: Ja und? – Abg. Heinisch-Hosek: Wir machen ja was damit!
Die Steuer- und Abgabenquote soll in Richtung 40 Prozent gesenkt werden, und das ist auch gut so, denn derzeit ist Österreich ein Hochsteuerland. (Abg. Krainer: Und?) Wir liegen auf Rang sechs im europäischen Steuerspitzenfeld. (Abg. Krainer: Ja und? – Abg. Heinisch-Hosek: Wir machen ja was damit!) Dieser Platz kann und braucht uns nicht stolz zu machen. Mit den angepeilten 40 Prozent würden wir zumindest im europäischen Durchschnitt liegen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich verbessern und den Standort attraktivieren. Es ist kaum zu glauben, dass wir in Österreich ein halbes Jahr lang nur für die Steuer arbeiten gehen, daher geht es auch darum, zumindest all jene zu entlasten, die tagein, tagaus arbeiten und jedes Jahr 55 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben bezahlen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Steuer- und Abgabenquote soll in Richtung 40 Prozent gesenkt werden, und das ist auch gut so, denn derzeit ist Österreich ein Hochsteuerland. (Abg. Krainer: Und?) Wir liegen auf Rang sechs im europäischen Steuerspitzenfeld. (Abg. Krainer: Ja und? – Abg. Heinisch-Hosek: Wir machen ja was damit!) Dieser Platz kann und braucht uns nicht stolz zu machen. Mit den angepeilten 40 Prozent würden wir zumindest im europäischen Durchschnitt liegen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich verbessern und den Standort attraktivieren. Es ist kaum zu glauben, dass wir in Österreich ein halbes Jahr lang nur für die Steuer arbeiten gehen, daher geht es auch darum, zumindest all jene zu entlasten, die tagein, tagaus arbeiten und jedes Jahr 55 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben bezahlen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Krainer: Das ist gar nicht wahr, der Durchschnitt sind 10 Euro!
Mit der Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrags werden wir einen dieser Entlastungsschritte setzen. Das betrifft bis zu 900 000 Arbeitsverhältnisse, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden davon profitieren und somit im Durchschnitt im Jahr circa 310 Euro netto mehr in der Geldbörse haben. (Abg. Krainer: Das ist gar nicht wahr, der Durchschnitt sind 10 Euro!)
Abg. Krainer: Es sind 10 Euro pro Monat!
Was heißt das in der Praxis? – Einem Mitarbeiter mit einem Bruttolohn von 1 700 Euro bleiben mehr als 350 Euro netto pro Jahr übrig (Abg. Krainer: Es sind 10 Euro pro Monat!), und das ist ein guter Schritt. Auch für uns Arbeitgeber ist es ein positiver Schritt, denn er trägt erstens zur Motivation bei und zweitens stärkt er die Kaufkraft. Das ist einer der ersten Schritte, dem noch weitere folgen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was heißt das in der Praxis? – Einem Mitarbeiter mit einem Bruttolohn von 1 700 Euro bleiben mehr als 350 Euro netto pro Jahr übrig (Abg. Krainer: Es sind 10 Euro pro Monat!), und das ist ein guter Schritt. Auch für uns Arbeitgeber ist es ein positiver Schritt, denn er trägt erstens zur Motivation bei und zweitens stärkt er die Kaufkraft. Das ist einer der ersten Schritte, dem noch weitere folgen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dem Argument von Herrn Kollegen Loacker, er könne dieser Maßnahme aufgrund eines bürokratischen Mehraufwands für Unternehmer und Unternehmerinnen nicht zustimmen, kann ich als Unternehmerin nichts abgewinnen, da sich der Aufwand für eine Prozentänderung, auch unterm Jahr, in einem bestehenden EDV-System wirklich in Grenzen hält und auf jeden Fall gerechtfertigt ist, da unseren Mitarbeitern mehr im Geldbörsl bleibt. (Beifall bei der ÖVP.) So viel Flexibilität muss schon gegeben sein.
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir schon dabei sind: Da die SPÖ immer die soziale Kälte strapaziert, möchte ich noch einmal eine Zahl erwähnen: Wir geben derzeit von den zur Verfügung stehenden rund 80 Milliarden Euro etwa die Hälfte für die soziale Sicherung aus, das bedeutet, 40 Milliarden Euro. Wir geben so viel aus, dass wir damit nicht nur europaweit, sondern weltweit an vierter Stelle stehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Arbeitsplätze und um den Erhalt unseres Sozialsystems, das nicht nur in Anspruch genommen, sondern auch finanziert werden muss. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Oje! – Abg. Vogl: Sag ihnen die richtigen Zahlen!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Kai Jan Krainer zu Wort gemeldet. – Bitte. (Ruf bei der FPÖ: Oje! – Abg. Vogl: Sag ihnen die richtigen Zahlen!)
Abg. Haider: Ich glaube, der kennt die Bestimmungen nicht!
Eine einfache Rechnung – Volumen, nämlich Senkungsvolumen, dividiert durch die Anzahl der Betroffenen – ergibt 10 Euro im Monat, das sind 140 Euro im Jahr. (Abg. Haider: Ich glaube, der kennt die Bestimmungen nicht!) Das ist weit weg von den 300 Euro. Glauben Sie nicht der eigenen Propaganda (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja gar nicht!), Sie können das einfach aufgrund der Regierungsvorlage nachrechnen! (Abg. Belakowitsch: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Es sind im Schnitt 10 Euro pro Monat. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja gar nicht!
Eine einfache Rechnung – Volumen, nämlich Senkungsvolumen, dividiert durch die Anzahl der Betroffenen – ergibt 10 Euro im Monat, das sind 140 Euro im Jahr. (Abg. Haider: Ich glaube, der kennt die Bestimmungen nicht!) Das ist weit weg von den 300 Euro. Glauben Sie nicht der eigenen Propaganda (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja gar nicht!), Sie können das einfach aufgrund der Regierungsvorlage nachrechnen! (Abg. Belakowitsch: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Es sind im Schnitt 10 Euro pro Monat. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Abg. Belakowitsch: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Eine einfache Rechnung – Volumen, nämlich Senkungsvolumen, dividiert durch die Anzahl der Betroffenen – ergibt 10 Euro im Monat, das sind 140 Euro im Jahr. (Abg. Haider: Ich glaube, der kennt die Bestimmungen nicht!) Das ist weit weg von den 300 Euro. Glauben Sie nicht der eigenen Propaganda (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja gar nicht!), Sie können das einfach aufgrund der Regierungsvorlage nachrechnen! (Abg. Belakowitsch: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Es sind im Schnitt 10 Euro pro Monat. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.
Eine einfache Rechnung – Volumen, nämlich Senkungsvolumen, dividiert durch die Anzahl der Betroffenen – ergibt 10 Euro im Monat, das sind 140 Euro im Jahr. (Abg. Haider: Ich glaube, der kennt die Bestimmungen nicht!) Das ist weit weg von den 300 Euro. Glauben Sie nicht der eigenen Propaganda (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja gar nicht!), Sie können das einfach aufgrund der Regierungsvorlage nachrechnen! (Abg. Belakowitsch: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Es sind im Schnitt 10 Euro pro Monat. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Ruf bei der ÖVP: Das wird nix mehr mit der SPÖ!
Ich darf jene Damen und Herren, die für den Entschließungsantrag sind, um ein Zeichen der Zustimmung ersuchen. – Das ist die Minderheit. Der Antrag ist damit abgelehnt. (Ruf bei der ÖVP: Das wird nix mehr mit der SPÖ!)
Beifall bei der SPÖ.
Sie sehen also, meine Damen und Herren, eine zweckgebundene Erbschafts- und Schenkungssteuer ab 1 Million Euro wird genau jenen zugutekommen, die es wirklich verdienen und brauchen, nämlich den pflegenden Angehörigen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Petra Wagner (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Sehr geehrtes Hohes Haus! Uns alle verbindet eine Gemeinsamkeit, uns verbindet die Tatsache, dass wir von Tag zu Tag älter werden. Da stellt sich schon die Frage: Sind wir im Alter, wenn wir Hilfe und Pflege brauchen, wirklich gut versorgt? Wie mein Kollege Keck schon sagte, werden derzeit rund 74 Prozent der pflegebedürftigen Menschen zu Hause von den Angehörigen betreut. Rund 42 Prozent davon nehmen keine professionelle Pflege in Anspruch. Da brauchen wir uns nicht zu wundern, dass die Menschen Angst davor haben, diese Aufgabe nicht bewältigen zu können. Genau da, meine Damen und Herren, sind wir gefordert, Maßnahmen zu setzen, um den Menschen diese Angst zu nehmen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir müssen dafür sorgen, dass die Qualität der Pflege und der Betreuung der Menschen in Österreich nachhaltig und bestmöglich sichergestellt ist. Es muss garantiert werden, dass das Geld bei den Menschen ankommt und nicht in irgendwelchen Strukturen versickert. Und ja, die Erhöhung des Pflegegeldes ab der Pflegestufe 4 finde ich mehr als angebracht. Das Pflegegeld hat in den letzten Jahren so stark an Wert verloren, weil es gar nicht oder nur wenig valorisiert wurde. Ganz wichtig dabei ist auch eine noch bessere Koordination auf regionaler Ebene zwischen den Pflegebedürftigen, den Krankenhäusern und auch den Pflegeeinrichtungen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch die vielen ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter, meine Damen und Herren, müssen mehr unterstützt werden. Überhaupt: Die Hospiz- und Palliativpflege ist ein großes Thema, das weiterhin ausgebaut werden muss. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Dass auch die 24-Stunden-Pflege reformiert gehört, ist offensichtlich. Auch da muss abgesichert werden, dass die Pflege professionell ist und nicht von unqualifizierten Fachkräften ausgeübt wird, denn die 24-Stunden-Pflege soll eine Entlastung sein und nicht zur Belastung werden. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren, das und viele Punkte mehr sind bereits im Regierungsprogramm verankert und werden bis zum Jahr 2022 ihre Umsetzung finden. Wir müssen nicht nur zusätzliche Stellen im Pflegebereich schaffen, sondern auch auf die vorhandenen Ressourcen zurückgreifen und diese optimieren. Es ist mir bewusst, dass die Stärkung der professionellen Pflege eines der wichtigsten Ziele sein muss – ich weiß genau, wovon ich spreche, ich kümmere mich seit Jahren sehr intensiv um ältere Menschen –, aber, meine Damen und Herren, nicht mit einer Erbschafts- und Schenkungssteuer! – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Genau!
Dieser Vermögensregress – wir wollen ihn nicht einführen, sondern ich berichte nur aus der Vergangenheit – hatte einen gewissen Lenkungseffekt. Ich bin Obmann des Sozialhilfeverbandes Graz-Umgebung und kann diesbezüglich mit ein paar Zahlen aufwarten: Im Jänner 2017 hatten wir in unserem Bezirk 48 Ansuchen um Zuzahlung zur stationären Pflege, im Jänner dieses Jahres hatten wir 126 Ansuchen. (Ruf bei der ÖVP: Genau!) Wenn wir dieses Haus vernünftig und nachhaltig bauen wollen, muss es uns auch in der Gesetzgebung gelingen, es so zu gestalten, dass die mobilen Dienste ganz klar forciert werden und die stationäre, die teuerste Form der Pflege nur als Ultima Ratio in Anspruch genommen werden kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dieser Vermögensregress – wir wollen ihn nicht einführen, sondern ich berichte nur aus der Vergangenheit – hatte einen gewissen Lenkungseffekt. Ich bin Obmann des Sozialhilfeverbandes Graz-Umgebung und kann diesbezüglich mit ein paar Zahlen aufwarten: Im Jänner 2017 hatten wir in unserem Bezirk 48 Ansuchen um Zuzahlung zur stationären Pflege, im Jänner dieses Jahres hatten wir 126 Ansuchen. (Ruf bei der ÖVP: Genau!) Wenn wir dieses Haus vernünftig und nachhaltig bauen wollen, muss es uns auch in der Gesetzgebung gelingen, es so zu gestalten, dass die mobilen Dienste ganz klar forciert werden und die stationäre, die teuerste Form der Pflege nur als Ultima Ratio in Anspruch genommen werden kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Loacker: Nicht budgetiert!
Der Herr Finanzminister hat gesagt – darauf vertraue ich und daran werden wir auch mitarbeiten –, kurzfristig sind wir den Gemeinden und den Verbänden im Wort, dass wir den Einnahmenentfall durch die Abschaffung des Vermögensregresses eins zu eins ausgleichen. (Abg. Loacker: Nicht budgetiert!) Der Herr Finanzminister hat auch klar gesagt, bis Juni soll klar sein, welche Leistungen von den einzelnen Bundesländern rechtmäßig eingemeldet worden sind, und daran orientieren wir auch die Summe, die wir dann eben an die Gemeinden überweisen müssen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Daher sind wir gegen diesen von Ihnen eingebrachten Antrag betreffend Finanzierung. Außer Streit steht, dass wir das System Pflege hier in diesem Haus in dieser Legislaturperiode neu ordnen müssen; dazu bedarf es der Unterstützung aller, auch von Ihnen, liebe Opposition, und ich bitte Sie darum. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Dies alles, meine Damen und Herren, ist eine Ich-sekkiere-die-Leute-Steuer und sonst gar nichts. Sie bringt nichts, und wir lehnen sie zutiefst ab. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Unser Motto ist und bleibt: Entlastung statt Belastung, keine neuen Steuern, keine höheren Steuern. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Zanger: Dann sind sie einsam!
Abgeordnete Claudia Gamon, MSc (WU) (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Altersarmut in Österreich ist weiblich, das wissen wir. Das Budget ist meiner Meinung nach in Anbetracht dieses Problems visionslos, da das Motto beim Thema Pensionen war: Die beste Altersvorsorge ist, eine Familie zu haben. Ich bin der Meinung, dass auch Frauen es verdient haben, im Alter selbstbestimmt leben zu können, unabhängig von einem Partner, unabhängig von ihren Kindern und unabhängig vom Staat. (Abg. Zanger: Dann sind sie einsam!)
Abg. Wurm: Das ist eine freiwillige Partnerentscheidung!
Beim Thema Karenz stimmt es, dass immer mehr Männer in Karenz gehen, aber immer nur ein bis zwei Monate und zufällig immer im Sommer. Schaut man sich dann einen Monat wie zum Beispiel den April 2017 an (Abg. Wurm: Das ist eine freiwillige Partnerentscheidung!) – ich kann das auch den Männern von der FPÖ erklären –, so sieht man: Im April 2017 war von allen Personen, die das Kinderbetreuungsgeld in Anspruch genommen haben, der Anteil an Männern 4,3 Prozent. (Abg. Belakowitsch: Wo haben Sie ein Problem damit?) – Ich würde sagen, das ist keine partnerschaftliche Aufteilung. (Abg. Gudenus: Na und? Das ist Privatsache! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Abg. Belakowitsch: Wo haben Sie ein Problem damit?
Beim Thema Karenz stimmt es, dass immer mehr Männer in Karenz gehen, aber immer nur ein bis zwei Monate und zufällig immer im Sommer. Schaut man sich dann einen Monat wie zum Beispiel den April 2017 an (Abg. Wurm: Das ist eine freiwillige Partnerentscheidung!) – ich kann das auch den Männern von der FPÖ erklären –, so sieht man: Im April 2017 war von allen Personen, die das Kinderbetreuungsgeld in Anspruch genommen haben, der Anteil an Männern 4,3 Prozent. (Abg. Belakowitsch: Wo haben Sie ein Problem damit?) – Ich würde sagen, das ist keine partnerschaftliche Aufteilung. (Abg. Gudenus: Na und? Das ist Privatsache! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Abg. Gudenus: Na und? Das ist Privatsache! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm.
Beim Thema Karenz stimmt es, dass immer mehr Männer in Karenz gehen, aber immer nur ein bis zwei Monate und zufällig immer im Sommer. Schaut man sich dann einen Monat wie zum Beispiel den April 2017 an (Abg. Wurm: Das ist eine freiwillige Partnerentscheidung!) – ich kann das auch den Männern von der FPÖ erklären –, so sieht man: Im April 2017 war von allen Personen, die das Kinderbetreuungsgeld in Anspruch genommen haben, der Anteil an Männern 4,3 Prozent. (Abg. Belakowitsch: Wo haben Sie ein Problem damit?) – Ich würde sagen, das ist keine partnerschaftliche Aufteilung. (Abg. Gudenus: Na und? Das ist Privatsache! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Beifall bei den NEOS.
Ich bin nicht der Meinung, dass wir als Politiker das verantworten können. Wir setzen uns für eine echte Partnerschaftlichkeit bei der Kindererziehung ein. Wir setzen uns für eine echte Partnerschaftlichkeit bei der Aufteilung der Pensionsversicherungsbeiträge ein und wollen ein Zeichen setzen. Das ist unser Beitrag, um das Thema Altersarmut bei Frauen wirklich zu bekämpfen. Wir würden uns deshalb auch über Ihre Zustimmung freuen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Carmen Schimanek (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Werte Kollegen! Frau Kollegin Gamon, ich gebe Ihnen in einem Punkt recht – ich korrigiere Sie aber auch, denn mit Stand 31.12. waren es 970 Anträge auf freiwilliges Pensionssplitting –: Das ist absolut zu wenig, da haben wir wirklich noch Nachholbedarf. Ich betone aber, es sollte das freiwillige Pensionssplitting bleiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
nehmen und bei den Kindern zu Hause zu bleiben. Das ist der Wunsch von Frauen, und diesen sollte man akzeptieren. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Gamon: Wie denn?
Bei dieser Entscheidung muss man ihr aber auch vor Augen halten, was das für ihre Zukunft bedeutet. Das heißt, sie nimmt sich bewusst für die Kinder zurück – und was kommt dann auf sie zu? – Diesbezüglich müssen wir Bewusstseinsbildung betreiben. Ich glaube aber, dass die Familienarbeit eine sehr, sehr wichtige ist. Nicht nur in der Kinderbetreuung, auch in der Pflege leisten Frauen Hervorragendes, und das gehört wirklich sehr wertgeschätzt. (Abg. Gamon: Wie denn?)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Kollegin Gamon, eine Verpflichtung passt doch nicht in Ihr liberales Weltbild! Ich verstehe nicht, warum Sie alles überregulieren wollen. Das ist nicht unser Ziel. Wir sind nicht für eine Verpflichtung, und wir werden diesen Antrag auch ablehnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Wir sollten auch der Frau Ministerin dafür danken, dass diese Maßnahmen jetzt schnell umgesetzt werden, um eine Verbesserung für die Frauen in Österreich zu erreichen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Abg. Wurm: Brutto, Frau Kollegin, brutto! Sie sollten das noch einmal nachstudieren!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Frau Kollegin Schimanek, es gibt andere Instrumente, um Altersarmut von Frauen zu vermeiden. Herr Kollege Wurm hat die große Gruppe von Frauen angesprochen, die angeblich entlastet werden, aber als Frauensprecherin meiner Fraktion kenne ich die Zahlen und muss sagen, dass eine große Menge an Frauen unter 1 350 Euro verdient und gar nichts von dieser Maßnahme hat, null Cent, gar nichts! Und die Frauen, die über 1 350 Euro verdienen, haben 10 Euro im Monat. – Dies als Replik auf Ihre Ansage statt einer tatsächlichen Berichtigung. (Abg. Wurm: Brutto, Frau Kollegin, brutto! Sie sollten das noch einmal nachstudieren!)
Abg. Schimanek: Ich habe gesagt Bewusstseinsbildung, Frau Kollegin! Bewusstseinsbildung!
Ich bin der Meinung, dass ein freiwilliges Pensionssplitting allemal ausreicht, aber Ihre Motivlage würde mich interessieren. (Abg. Schimanek: Ich habe gesagt Bewusstseinsbildung, Frau Kollegin! Bewusstseinsbildung!) Ich verstehe es nicht, da die FPÖ und die ÖVP auch gegen ein automatisches Splitting sind, so wie wir auch, keine
Abg. Zanger: Wie wäre es einmal mit einer Männerförderung?! Wir tun eh schon alles – putzen, waschen ...!
Mir geht es darum, dass mehr Männer in Karenz gehen. Das heißt: Wenn wir uns darauf verständigen könnten, dass es in Österreich ein automatisches Kinderbetreuungssplitting nach isländischem Modell gibt, wären wir dabei. Da wäre es natürlich so, dass es auf Karenzzeiten, wenn sie gesplittet sind, einen Rechtsanspruch gäbe, sodass ein Papa oder ein Partner, eine Partnerin die ersten vier Monate auch wirklich daheim bleiben könnte. Auch das ist nicht gelungen in der Vergangenheit. Das wäre ein wichtiger Schritt, wodurch beide Elternteile Verantwortung übernehmen würden und wodurch es möglich wäre, dass beide auch eine ansehnliche Pension erhalten, weil auch er dann diese Kindererziehungszeiten in Anspruch nehmen könnte, die in der Hauptsache halt Frauen in Anspruch nehmen. (Abg. Zanger: Wie wäre es einmal mit einer Männerförderung?! Wir tun eh schon alles – putzen, waschen ...!) Übrigens haben wir das auch für vor 2002 geborene Kinder nachgeholt. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Mir geht es darum, dass mehr Männer in Karenz gehen. Das heißt: Wenn wir uns darauf verständigen könnten, dass es in Österreich ein automatisches Kinderbetreuungssplitting nach isländischem Modell gibt, wären wir dabei. Da wäre es natürlich so, dass es auf Karenzzeiten, wenn sie gesplittet sind, einen Rechtsanspruch gäbe, sodass ein Papa oder ein Partner, eine Partnerin die ersten vier Monate auch wirklich daheim bleiben könnte. Auch das ist nicht gelungen in der Vergangenheit. Das wäre ein wichtiger Schritt, wodurch beide Elternteile Verantwortung übernehmen würden und wodurch es möglich wäre, dass beide auch eine ansehnliche Pension erhalten, weil auch er dann diese Kindererziehungszeiten in Anspruch nehmen könnte, die in der Hauptsache halt Frauen in Anspruch nehmen. (Abg. Zanger: Wie wäre es einmal mit einer Männerförderung?! Wir tun eh schon alles – putzen, waschen ...!) Übrigens haben wir das auch für vor 2002 geborene Kinder nachgeholt. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Zanger: Wir sollen nur blechen am Ende!
Es ist so, dass in der Parallelrechnung des Pensionskontos jenen Frauen, die nach 1955 geboren sind, zumindest ein kleiner Teil anteilig für ihre Pension angerechnet wird. (Abg. Zanger: Wir sollen nur blechen am Ende!) Maßnahmen zur Armutsvermeidung gäbe es genug, Sie sollten nur ein bisschen nachdenken, wie Sie das bewerkstelligen können, und nicht Almosenpolitik betreiben, so wie Sie es machen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schimanek: Wir sind dabei!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schimanek: Wir sind dabei!
Es ist so, dass in der Parallelrechnung des Pensionskontos jenen Frauen, die nach 1955 geboren sind, zumindest ein kleiner Teil anteilig für ihre Pension angerechnet wird. (Abg. Zanger: Wir sollen nur blechen am Ende!) Maßnahmen zur Armutsvermeidung gäbe es genug, Sie sollten nur ein bisschen nachdenken, wie Sie das bewerkstelligen können, und nicht Almosenpolitik betreiben, so wie Sie es machen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schimanek: Wir sind dabei!)
Abg. Heinisch-Hosek: Aber es waren die Nachbesserungen, die ...!
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Kollegin Heinisch-Hosek, es stimmt: Wir haben bei den Kindererziehungszeiten eine gute Basis geschaffen. Man muss aber dazusagen, dass die Pensionsbegründung und auch die Anrechenbarkeit für die Pension auf dieser Basis unter einer schwarz-blauen Regierung unter Wolfgang Schüssel beschlossen wurden – und das unter größtem Widerstand auch der Sozialdemokratie. Das muss man dazusagen, dass das damals so stattgefunden hat. (Abg. Heinisch-Hosek: Aber es waren die Nachbesserungen, die ...!)
Abg. Scherak: Die Logik gibt es aber auch nur bei Ihnen!
Faktum ist, dass derzeit die Auswirkungen gerade auf die Frauen noch nicht wirklich klar sind und dass wir da noch einiges zu diskutieren haben. Beim Pensionssplitting, wenn die Kindererziehungszeiten gesplittet werden sollen, nehmen Sie ja den Frauen wirklich Bemessungsgrundlage weg, die sie später dringend brauchen. Das kann so nicht gehen. (Abg. Scherak: Die Logik gibt es aber auch nur bei Ihnen!)
Beifall bei der ÖVP.
Kollege Loacker hat im Ausschuss gemeint, man könnte auf den ersten Antrag verzichten, wenn der zweite durchgeht. Also im Umkehrschluss würde das heißen, wenn man den Frauen das Pensionssplitting nicht gibt, dann nehmen wir ihnen die Kindererziehungszeiten auch noch weg. Das kann sicherlich nicht Ihre Meinung sein. Grundsätzlich wundert es uns etwas, dass eine neoliberale Partei wie die NEOS diese Anträge einbringt. Sie haben grundsätzlich ganz andere Zugänge zu diesem Thema, und deswegen haben wir diese Anträge im Ausschuss auch abgelehnt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Gamon: Nein!
Abgeordneter Ing. Markus Vogl (SPÖ): Ja, auch wir lehnen die Vorschläge, wie sie derzeit vorliegen, ab, weil sie uns einfach ein bisschen zu radikal sind. Kollege Bernhard und sein Vorschlag, dass es einen individuellen Karenzanspruch pro Elternteil gibt, führt mehr oder minder in der Praxis dazu, dass Frauen, die Alleinerzieherinnen oder so sind, einen Teil ihres Karenzanspruches verlieren würden. (Abg. Gamon: Nein!) Wir sehen natürlich auch – und bei dem einen Punkt sind wir nicht weit auseinander –, dass es um Erwerbsbeteiligung für junge Frauen geht. Das heißt, es geht darum, wie wir die Erwerbsbeteiligung von jungen Frauen sicherstellen können. Da geht es auch darum, jungen Männern zu ermöglichen, dass sie in Karenz gehen, dass sozusagen das Thema der Kinderbetreuung auch Teil der Aufgabe von Männern wird. Da unterscheiden wir uns wahrscheinlich nicht bei unserem Anspruch, ich glaube aber, dass der Weg uns unterscheidet.
Beifall bei der SPÖ.
Landesbudget. Darum ist es meiner Ansicht nach wirklich immer so frappierend, wenn am Ende dieser Diskussion – diese Politik hat deutliche Auswirkungen auf die Schwächsten – dann wieder irgendwo ein Plakat zu sehen ist, auf dem steht: Wir sparen nicht im System und wir stärken den ländlichen Bereich. – Offensichtlich gehören Städte und Gemeinden in Oberösterreich nicht zu eurem System. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wahr ist das Gegenteil: Man kann auf den Antrag des TOP 12 verzichten, wenn jener des TOP 11 kommt. Also wenn das Pensionssplitting kommt und das durchgezogen wird, dann braucht es die Aufteilung der anrechenbaren Kindererziehungszeiten nicht mehr. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wittmann: Glauben Sie Ihre eigene Propaganda nicht?! – Zwischenruf des Abg. Krainer.
Im Jahresdurchschnitt sind es 450 000 Personen, und 900 000 Personen, die nicht das ganze Jahr arbeiten, sind betroffen. Über das Jahr gerechnet beträgt die Beitragsentlastung etwas über 300 Euro. Das ist kein gewichteter Medianwert, und ich vermute, Herr Abgeordneter Krainer, Sie verstehen den Unterschied, wenn Sie wollen. Daher ist Ihre Multiplikation nicht korrekt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wittmann: Glauben Sie Ihre eigene Propaganda nicht?! – Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scherak.
Ich darf nun auf den Antrag der NEOS eingehen. Dieser Antrag zum Thema Kindererziehung unter Beteiligung der Väter beginnt mit dem Satz: „Kindererziehung ist Frauensache.“ – Liebe Kolleginnen und Kollegen von den NEOS, Sie können beruhigt sein, ich kann Ihnen mitteilen: Wir leben im 21. Jahrhundert und Eltern treffen ihre Entscheidungen bereits partnerschaftlich – und das ist auch gut so. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scherak.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Der von Ihnen eingebrachte Antrag, die Karenz zwischen Vater und Mutter auf je zwölf Monate aufzuteilen, würde bedeuten, dass wir den Eltern die Karenzaufteilung vorschreiben, und das entspricht nicht unseren Vorstellungen von Wahlfreiheit, für die wir stehen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Scherak: Aber den Unterschied zwischen ...!
Freiheit und Selbstbestimmtheit aller Bürgerinnen und Bürger bildet die Grundlage unserer Gesellschaft.“ (Abg. Scherak: Aber den Unterschied zwischen ...!) Oder auf Seite 17 heißt es im Kapitel „Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens“, dass jeder Mensch die Möglichkeit haben soll, „sein Leben nach seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Es ist nicht die Aufgabe des Staates, seinen Bürger_innen vorzuschreiben, wie sie ihr Leben führen sollen; ebensowenig ist es seine Aufgabe, deren Selbstentfaltung unverhältnismäßig einzuschränken. Deshalb lehnen wir“ – die NEOS – „unnötige Verbote, Beschränkungen und Auflagen sowie staatliche Bevormundung entschieden ab.“ (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stefan. – Abg. Scherak: ... auf Staatskosten!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stefan. – Abg. Scherak: ... auf Staatskosten!
Freiheit und Selbstbestimmtheit aller Bürgerinnen und Bürger bildet die Grundlage unserer Gesellschaft.“ (Abg. Scherak: Aber den Unterschied zwischen ...!) Oder auf Seite 17 heißt es im Kapitel „Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens“, dass jeder Mensch die Möglichkeit haben soll, „sein Leben nach seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Es ist nicht die Aufgabe des Staates, seinen Bürger_innen vorzuschreiben, wie sie ihr Leben führen sollen; ebensowenig ist es seine Aufgabe, deren Selbstentfaltung unverhältnismäßig einzuschränken. Deshalb lehnen wir“ – die NEOS – „unnötige Verbote, Beschränkungen und Auflagen sowie staatliche Bevormundung entschieden ab.“ (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stefan. – Abg. Scherak: ... auf Staatskosten!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Es ist natürlich seit 2016 einige Zeit vergangen und Sie scheinen Ihre Grundsätze in der Zwischenzeit geändert zu haben – oder irre ich mich? –, denn von individueller Freiheit und Selbstbestimmtheit kann ich in Ihrem Antrag wenig erkennen. Was ich aber sehe, ist die Bevormundung der Eltern. Das entspricht nicht unseren Vorstellungen. Wir wollen den Eltern nicht vorschreiben, wie sie ihre Kinder zu erziehen haben. Vielmehr sollten die Familien die Wahlfreiheit haben, um dies selbst zu entscheiden. Daher findet dieser Antrag nicht unsere Zustimmung. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Gamon: Seit 13 Jahren!
Es ist auch zu unterstreichen – und das wurde von der Kollegin auch schon gesagt –, dass wir auf die Wahlfreiheit und nicht auf verpflichtendes Pensionssplitting setzen. Ja, es klingt noch etwas kompliziert, deswegen haben bis jetzt nur rund 900 Paare diesen Antrag gestellt. (Abg. Gamon: Seit 13 Jahren!) Man muss da einfach in der Informationsarbeit noch nachbessern, damit das auch entsprechend in Anspruch genommen wird. Die Wahlfreiheit ist aber das Entscheidende. Daher soll man das auch so machen. Wichtig ist generell die Anrechnung der Kinderbetreuungszeiten. Das Regierungsprogramm sieht diese Informationstätigkeit auch vor.
Abg. Zanger: Das ist auch so! – Abg. Heinisch-Hosek: Sie wissen nicht, was links ist!
schenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Wir sehen linke Politik eher so, dass man den Leuten vorschreibt, wie sie zu leben haben. (Abg. Zanger: Das ist auch so! – Abg. Heinisch-Hosek: Sie wissen nicht, was links ist!) Wir bieten ganz konkret Unterstützungen an, indem wir den Familienbonus einführen, indem wir die Teilzeitarbeit unterstützen, indem wir die Arbeitslosenversicherungsbeiträge senken, damit sich die Familien das genau ihrer Wahlfreiheit entsprechend richten können und auch zu Hause sein können. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
schenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Wir sehen linke Politik eher so, dass man den Leuten vorschreibt, wie sie zu leben haben. (Abg. Zanger: Das ist auch so! – Abg. Heinisch-Hosek: Sie wissen nicht, was links ist!) Wir bieten ganz konkret Unterstützungen an, indem wir den Familienbonus einführen, indem wir die Teilzeitarbeit unterstützen, indem wir die Arbeitslosenversicherungsbeiträge senken, damit sich die Familien das genau ihrer Wahlfreiheit entsprechend richten können und auch zu Hause sein können. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Deimek: Waren sie ja bis 2010!
Ein Satz noch zum Kollegen Vogl, der ja wie ein Wanderprediger immer wieder die Kinderbetreuungsgebühren für die Nachmittagsbetreuung in Oberösterreich vor sich herträgt: Herr Kollege, das Thema ist mittlerweile auch in Oberösterreich keines mehr, das sonderlich diskutiert wird, weil die Familien durchaus bereit sind, für qualitative Kinderbetreuung am Nachmittag etwas zu zahlen. (Abg. Deimek: Waren sie ja bis 2010!) Es zeigt sich an den Zahlen, dass die Eltern das grundsätzlich unterstützen, dass im ländlichen Raum – und diesen unterstützen wir und wollen wir unterstützen – die Abmeldezahlen nicht steigen und die Gruppen nicht wegfallen, sondern die Kinderbetreuung dort nach wie vor gewährleistet ist.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Der Beitrag wird als gut angesehen und ist auch ein Beitrag, damit wir uns das Sozialsystem leisten können und es finanzierbar halten – deswegen ist das eine gute Maßnahme. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Loacker: Sie hat neoliberal gesagt! Endlich! 17.14 Uhr!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen der NEOS! Abgesehen davon, dass Sie sich immer mehr zu einer Zwangspartei entwickeln – das hat schon den Grünen nicht wirklich gutgetan und ich weiß auch nicht, wie das mit neoliberalem Gedankengut zusammenpasst, aber Sie müssen mit sich ausmachen, wie Sie das weiterverkaufen –, macht das Ganze auch nicht wirklich viel Sinn. (Abg. Loacker: Sie hat neoliberal gesagt! Endlich! 17.14 Uhr!)
Zwischenrufe bei den NEOS.
Da haben wir zuerst einmal das Pensionssplitting: Pensionssplitting ist vielleicht für einige wenige interessant, die sehr gut verdienen und in der Höchstbemessungsgrundlage sind. Bei den teilweise sehr geringen Einkommen würde das den Pensionen von beiden nicht wirklich helfen. (Zwischenrufe bei den NEOS.) Es würde der Pension der Frau nicht wirklich helfen und die Pension des Mannes noch verringern. Damit schaffen Sie in Wahrheit noch viel mehr Altersarmut, als es jetzt gibt. Im Übrigen glaube ich, dass es hier nicht Zwangsverordnungen geben sollte, sondern man sollte einfach die Leute entscheiden lassen. Die Partner wissen schon, wie sie sich das einteilen.
Abg. Zanger: Richtig!
Genauso bei der Karenz: Das ist auch so ein leidiges Thema, immer diese Zwangsverpflichtung. (Abg. Zanger: Richtig!) Männer beteiligen sich heute schon viel, viel mehr als noch vor wenigen Jahren an der Kinderbetreuung und an der Kindererziehung. Wenn Sie das aber aufteilen – ein Jahr für die Frau, ein Jahr für den Mann –, dann geht das an den Lebensrealitäten teilweise wirklich massiv vorbei.
Heiterkeit der Abg. Gamon.
Es sind ja die Frauen nicht aus Jux und Tollerei anfangs bei ihren Kindern. Da geht es ja auch um viele Säuglingspflegedinge, die Männer gar nicht leisten können. (Heiterkeit der Abg. Gamon.) Was machen denn Mütter, die ihre Kinder länger als ein Jahr stillen? – Ja, Sie lachen. Warten Sie einmal ab! Vielleicht haben Sie auch Kinder, die gerne gestillt werden wollen. Soll dann der Mann das alles übernehmen?
Beifall bei der FPÖ.
Ein Aspekt – und das ist ein ganz wesentlicher Aspekt – ist: Familien entscheiden sich meistens auch danach – und gerade junge Familien sind nicht jene, die im Geld schwimmen –, wer das höhere Einkommen hat; und der wird eher im Arbeitsprozess bleiben. Das ist ganz einfach so. Das ist menschlich nachvollziehbar. Das sollen die Leute so machen, wie sie es für richtig halten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie sind an der Regierung! – Die Abgeordneten Gudenus und Kitzmüller – in Richtung Abg. Heinisch-Hosek –: Sie haben jahrelang nichts getan!
Wenn Sie wollen, wenn Sie wirklich ernsthaft wollen, dass mehr Männer in Karenz gehen, dann müssen Sie schauen, dass Sie die Fraueneinkommen massiv in die Höhe schrauben. Das wäre ein Ansatz, denn dann würden sich vielleicht auch die Männer dazu entschließen. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie sind an der Regierung! – Die Abgeordneten Gudenus und Kitzmüller – in Richtung Abg. Heinisch-Hosek –: Sie haben jahrelang nichts getan!) – Frau Kollegin Heinisch-Hosek, das ist lieb. Sie wissen aber schon: Die Sozialpartner verhandeln bei uns die Gehälter! Sie sagen: Sie sind in der Regierung, machen Sie das! – Das ist kein Problem: Schaffen wir die Sozialpartnerschaft ab! (Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Heinisch-Hosek.) Raus aus der Verfassung! Das ist überhaupt kein Problem. Dann können wir die Einkommen bestimmen. Ich nehme an, Frau Kollegin Heinisch-Hosek, Sie sind da mit dabei! (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Heinisch-Hosek.
Wenn Sie wollen, wenn Sie wirklich ernsthaft wollen, dass mehr Männer in Karenz gehen, dann müssen Sie schauen, dass Sie die Fraueneinkommen massiv in die Höhe schrauben. Das wäre ein Ansatz, denn dann würden sich vielleicht auch die Männer dazu entschließen. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie sind an der Regierung! – Die Abgeordneten Gudenus und Kitzmüller – in Richtung Abg. Heinisch-Hosek –: Sie haben jahrelang nichts getan!) – Frau Kollegin Heinisch-Hosek, das ist lieb. Sie wissen aber schon: Die Sozialpartner verhandeln bei uns die Gehälter! Sie sagen: Sie sind in der Regierung, machen Sie das! – Das ist kein Problem: Schaffen wir die Sozialpartnerschaft ab! (Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Heinisch-Hosek.) Raus aus der Verfassung! Das ist überhaupt kein Problem. Dann können wir die Einkommen bestimmen. Ich nehme an, Frau Kollegin Heinisch-Hosek, Sie sind da mit dabei! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie wollen, wenn Sie wirklich ernsthaft wollen, dass mehr Männer in Karenz gehen, dann müssen Sie schauen, dass Sie die Fraueneinkommen massiv in die Höhe schrauben. Das wäre ein Ansatz, denn dann würden sich vielleicht auch die Männer dazu entschließen. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie sind an der Regierung! – Die Abgeordneten Gudenus und Kitzmüller – in Richtung Abg. Heinisch-Hosek –: Sie haben jahrelang nichts getan!) – Frau Kollegin Heinisch-Hosek, das ist lieb. Sie wissen aber schon: Die Sozialpartner verhandeln bei uns die Gehälter! Sie sagen: Sie sind in der Regierung, machen Sie das! – Das ist kein Problem: Schaffen wir die Sozialpartnerschaft ab! (Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Heinisch-Hosek.) Raus aus der Verfassung! Das ist überhaupt kein Problem. Dann können wir die Einkommen bestimmen. Ich nehme an, Frau Kollegin Heinisch-Hosek, Sie sind da mit dabei! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich würde es mir wünschen, dass wir im Sinne der Konsumentinnen und Konsumenten in unserem Land einen gemeinsamen Initiativantrag gestalten können; ich glaube, sie warten darauf, und es wäre auch an der Zeit, ein modernes Klagsrecht zu schaffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Mag. Peter Weidinger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Ministerin! Werte Kolleginnen! Werte Kollegen! Vor allem liebe ZuseherInnen hier im Haus und zu Hause! Ich möchte mich zunächst bei allen Menschen, die mich unterstützt haben und die dafür Sorge getragen haben, dass ich heute hier in diesem Hohen Haus meine erste Rede halten darf, ganz herzlich bedanken. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte aber heute auch die Gelegenheit nutzen, Ihnen als Konsumentenschutzsprecher der neuen Volkspartei mein Verständnis eines nachhaltigen Konsumentenschutzes zur Kenntnis zu bringen. Meiner Meinung nach geht es darum, dass wir den Erhalt der Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen in Österreich sichern, damit ein sinnerfülltes und gutes Leben auch in Zukunft für zukünftige Generationen möglich ist. Dazu bedarf es eines engen Bündnisses zwischen den Produzenten einerseits und den Konsumenten andererseits. Gerade im Bereich der Lebensmittel ist das von entscheidender Bedeutung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir an Österreichs Märkte denken, meine Damen und Herren: Es ist von entscheidender Bedeutung, dass dort die Bevölkerung mit gesunden und regionalen Lebensmitteln versorgt wird, aber vor allem auch, dass funktionierende Märkte einen Beitrag dazu leisten, dass Dorfzentren intakt bleiben und Innenstädte gestärkt werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Der wesentliche Punkt ist aber, dass die Macht beim Konsumenten liegt. Die Konsumentin und der Konsument entscheiden darüber, welche Lebensmittel gekauft werden, und vor allem, welche Produktionsweisen forciert werden. Im Ozean der Logos, der Kennzeichnungen und der Bebilderungen in Supermärkten ist es für den Konsumenten oft sehr schwer, sich zu orientieren. Wir sind sehr froh darüber, dass es mit dem AMA-Gütezeichen einen Leuchtturm gibt, der ganz klar eine Orientierung gibt, dass beim Kauf eines solchen Lebensmittels auch die direkten und regionalen Wirtschaftskreisläufe unterstützt werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall bei der FPÖ.
Wir werden im Konsumentenschutzausschuss auf Augenhöhe und respektvoll eine ständige Weiterentwicklung der Gütesiegel anstreben. Diese Materie wird ja nun dem Landwirtschaftsausschuss zugewiesen. Ich bitte Sie in diesem Sinne aber, gemeinsam daran zu arbeiten, dass wir Österreich auch im Konsumentenschutz wieder an die Spitze bekommen. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der Liste Pilz.
Die Gruppenklage halte ich für ungeeignet. Ich habe in meiner Zeit als Konsumentenschützer bei der Abwehr von solchen Instrumenten erlebt, dass es zwei Strategien gibt. Die erste ist, man sagt so lange, bis es nicht mehr geht, dass man das nicht braucht; und in dem Augenblick – und die Situation haben wir jetzt –, wenn es einen Konsens darüber gibt, dass wir das brauchen, wird von Wirtschaftsseite versucht, es so zu regeln, dass es in der Praxis jedenfalls sicher nicht funktioniert. Die Gruppenklage, so wie sie vorgesehen ist, würde in der Praxis, das weiß ich, ganz sicher nicht funktionieren, aber ich freue mich darauf, wenn wir dieses Thema gemeinsam behandeln und dabei auch rasch eine Lösung finden, denn die Ansprüche gegen VW verjähren, wie gesagt, am 18. September 2018. – Danke. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Der Silberstein war demokratiegefährdend!
Wir haben gesehen, dass Informationen in den sozialen Medien von großem Interesse und von großer Bedeutung sind. Wir erleben in den letzten Tagen den größten Datenmissbrauchsskandal rund um Facebook. Es gibt eine amerikanische Firma, Cambridge Analytica, die im Wahlkampf 2016 Donald Trump unterstützt und die Zugriff auf 50 Millionen Facebook-Profile bekommen hat, Facebook-Profile, mit denen man dann in Wirklichkeit nichts anderes getan hat, als auf das Wahlverhalten, auf Wähler und Wählerinnen Einfluss zu nehmen. Das ist meiner Meinung nach nicht nur Datenmissbrauch, sondern es ist auch höchst demokratiegefährdend. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Der Silberstein war demokratiegefährdend!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, dass sich zeigen wird, Frau Ministerin, ob Sie als Konsumentenschutzministerin die Anliegen der Verbraucher und Verbraucherinnen tatsächlich ernst nehmen. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zur Gütesiegeldiskussion möchte ich Folgendes festhalten: Das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel gibt 100-prozentige Auskunft über nachvollziehbare Herkunft, hohe Qualität, höchste Produktionsstandards und strenge sowie unabhängige Kontrollen. Es ist hierzulande das bekannteste dieser Art, und der hohe Vertrauenswert bei den Konsumentinnen und Konsumenten gibt der Gütesiegelstrategie im Sinne der umfassenden Kennzeichnung seit über 24 Jahren recht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Kollegin Duzdar, Sie haben es angesprochen, Sie haben heute ein Ei mit einem AMA-Gütesiegel drauf bekommen; Kollege Georg Strasser hat vorhin auch an den Herrn Präsidenten und den Herrn Minister solche Eier verteilt. Genau dieses Ei hat ein rot-weiß-rotes Gütesiegel, weil eine Henne dieses Ei auf einem österreichischen Bauernhof gelegt hat, weil dieses Ei in Österreich sortiert und verpackt wurde. Und beim Fleisch ist es genauso: Das Tier wird auf einem österreichischen Bauernhof geboren, gemästet, geschlachtet und auch hier zerlegt. Das heißt, wo dieses rot-weiß-rote Gütesiegel drauf ist, ist wirklich 100 Prozent Österreich drinnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Wir finden das aber auch im Milchregal, bei Milchprodukten, Käse, Joghurt: Auch da wird die Kuh auf einem österreichischen Bauernhof gehalten, gemolken und die Milch in einer österreichischen Molkerei verarbeitet. Das Gleiche gilt bei Obst, Gemüse oder Kartoffeln, auch diese müssen, wenn sie das Gütesiegel haben, auf einem österreichischen Acker geerntet werden. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Herbert.
vollziehbare Kennzeichnung der Lebensmittel in Österreich dar. – Ja zur Weiterentwicklung, aber Nein zur unnötigen Verunsicherung unserer Konsumentinnen und Konsumenten! – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Herbert.)
Beifall bei der FPÖ.
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Mag. Beate Hartinger-Klein: Werte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Frau Abgeordnete Duzdar, ich kann Ihnen versichern, dass mir als Konsumentenschutzministerin die Konsumenten und der Konsumentenschutz ein besonderes Anliegen sind. Ich habe das schon dadurch bewiesen, dass ich mit der Arbeiterkammer gemeinsam, was den VW-Skandal betrifft – Abgeordneter Kolba weiß das –, eine Sammelklage eingebracht habe. Das haben Sie vorher nicht gemacht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Man darf also festhalten, dass der Antrag durchaus seine Berechtigung hat. Warum? – Es haben mittlerweile eine Vielzahl von verschiedenen Kennzeichnungen, Siegeln, Qualitätsmerkmalen oder sonstigen Produktauszeichnungen den Weg auf die Verpackungen gefunden. Da wird auf den Produkten vorgegeben, dass sie nachhaltig seien, grün, bio, 100 Prozent natürlich, wie auch immer. Die Zahl dieser Produkte ist in den letzten 20 Jahren regelrecht explodiert. Dies führt dazu, dass sich die Konsumentinnen und Konsumenten in den Geschäften oftmals nicht mehr auskennen. So viele verschiedene Bezeichnungen und Auszeichnungen machen es einem nicht leicht, den Überblick nicht zu verlieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Ohne Gewähr!
Dazu kommt, dass auf vielen Verpackungen auch Symbole oder Schriftzüge sind, die wie Gütesiegel aussehen mögen, aber oft bloß ein Etikettenschwindel sind. Fakt ist, die Österreicherinnen und Österreicher müssen wissen, erstens, was sie kaufen, und zweitens, dass sie sich auf die Angaben, die auf den Produkten stehen, verlassen können. (Ruf bei der ÖVP: Ohne Gewähr!)
Beifall bei der SPÖ.
Die Vorrednerinnen und Vorredner haben erwähnt, dass man im Konsumentenschutzausschuss durchaus kollegial mit dem Thema umgegangen ist; deshalb bin ich auch sehr hoffnungsvoll und zuversichtlich, dass man gemeinsam Lösungen finden kann, um einheitliche Standards und Klarheit für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer: Na eben, das war gestern!
Abgeordneter Mario Lindner (SPÖ): Hoch geschätzte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! An die KollegInnen der FPÖ – ja, die Männer sind mitgemeint –: Es ist schon sehr, sehr unglaublich, wie hysterisch ihr sein könnt, wenn es um Menschenrechte geht. Ich schließe nahtlos an meine Rede von gestern an. (Abg. Neubauer: Na eben, das war gestern!)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es wird Zeit, dass in Zukunft die Politik die Entscheidungen trifft, wenn es um Gleichstellung in Österreich geht. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
mit den Händen einen Beifall andeutend
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Eines hat mich dann heute doch sehr verwundert, nämlich die Rede der Kollegin Jeitler. Dass das neue Homotraumpaar Österreichs gerade aus der ÖVP und der FPÖ kommt, hat sich (mit den Händen einen Beifall andeutend) wirklich einen Applaus verdient. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe: Der Schmäh wird beim zweiten Mal auch nicht besser! Der Fasching ist schon vorbei!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe: Der Schmäh wird beim zweiten Mal auch nicht besser! Der Fasching ist schon vorbei!
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Eines hat mich dann heute doch sehr verwundert, nämlich die Rede der Kollegin Jeitler. Dass das neue Homotraumpaar Österreichs gerade aus der ÖVP und der FPÖ kommt, hat sich (mit den Händen einen Beifall andeutend) wirklich einen Applaus verdient. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe: Der Schmäh wird beim zweiten Mal auch nicht besser! Der Fasching ist schon vorbei!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Ruf: Nein, nein, das ...!
Wenn Kurz und Strache schon in einer Ehe sind, dann lassen Sie endlich alle Österreicherinnen und Österreicher heiraten! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Ruf: Nein, nein, das ...!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Der zweite Teil meiner Recherche hat schon etwas mehr Zeit in Anspruch genommen, und bevor ich Ihnen die Ergebnisse präsentiere, schicke ich voraus, dass das jetzt keine indirekte Aufforderung an die Männerwelt sein soll. Ich habe in meiner Kolleginnen- und Kollegenschaft eine Umfrage angestellt, um herauszufinden, wie lange Hochzeitsvorbereitungen in etwa dauern. Mir wurde berichtet, dass sie in etwa neun bis zwölf Monate in Anspruch nehmen und dass man sich dabei gut Zeit lassen solle. Insbesondere Kollege Zarits hat mir berichtet, dass sowohl Locations, Fotografen als auch Musikgruppen lange im Vorfeld ausgebucht sind. – Kollege Zarits, von dieser Stelle aus herzliche Gratulation dazu, dass du mitten in den Hochzeitsvorbereitungen steckst! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wittmann – Rufe bei der SPÖ: Ja, bitte!
Werte Kollegen, Sie fragen sich jetzt bestimmt zu Recht, was diese beiden Rechercheergebnisse miteinander zu tun haben. – Das kann ich Ihnen gerne beantworten (Zwischenruf des Abg. Wittmann – Rufe bei der SPÖ: Ja, bitte!) – hören Sie mir zu, Herr Kollege! –, es ist nämlich so, dass man sich sowohl bei der Hochzeitsplanung als auch bei legistischen Umsetzungsmaßnahmen viel Zeit nehmen sollte, und man sollte sich sicher sein, was man tut. Beim vorliegenden Antrag der SPÖ handelt es sich ja schon um den zweiten Versuch in diesem Jahr, diesbezüglich einen Vorstoß zu machen. Geschätzte SPÖ, ich gebe Ihnen zu bedenken, dass man, während man in Hochzeitsvorbereitungen steckt, auch keinen zweiten Antrag machen sollte, denn man will ja im Endeffekt zu etwas Gutem kommen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Werte Kollegen, Sie fragen sich jetzt bestimmt zu Recht, was diese beiden Rechercheergebnisse miteinander zu tun haben. – Das kann ich Ihnen gerne beantworten (Zwischenruf des Abg. Wittmann – Rufe bei der SPÖ: Ja, bitte!) – hören Sie mir zu, Herr Kollege! –, es ist nämlich so, dass man sich sowohl bei der Hochzeitsplanung als auch bei legistischen Umsetzungsmaßnahmen viel Zeit nehmen sollte, und man sollte sich sicher sein, was man tut. Beim vorliegenden Antrag der SPÖ handelt es sich ja schon um den zweiten Versuch in diesem Jahr, diesbezüglich einen Vorstoß zu machen. Geschätzte SPÖ, ich gebe Ihnen zu bedenken, dass man, während man in Hochzeitsvorbereitungen steckt, auch keinen zweiten Antrag machen sollte, denn man will ja im Endeffekt zu etwas Gutem kommen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Explizit betonen möchte ich aber, dass wir selbstverständlich das Erkenntnis des VfGH respektieren. Kollege Lindner, Sie haben es auch gerade dargelegt: Es gibt noch viel zu bedenken, daher sollten wir noch Expertenmeinungen hören. Unser Ziel ist es ganz eindeutig, dass wir bis zum Jahresende zu einer guten Lösung kommen und dass Rechtssicherheit für alle herrscht. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Harald Stefan (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir stehen heute wieder hier, weil es darum geht, dass der Verfassungsgerichtshof die Entscheidung getroffen hat, dass es im Rahmen der Ehe keine Diskriminierung geben soll. Ich habe mich ein bisschen gewundert, dass Kollege Lindner das so ins Lächerliche zieht. Es wundert mich, dass in diesem Zusammenhang festgestellt wurde, dass es eine Verbindung von Kurz und Strache in Form einer Koalition gibt. Es ist richtig – und insofern haben Sie recht –, es kommt dabei etwas Gutes heraus, es ist aber trotzdem keine Ehe. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schieder: Nein, das war nicht vor einem Monat, das ist länger her!
Interessanterweise haben Sie vor etwa einem Monat einen Antrag eingebracht, dass die Ehe für gleichgeschlechtliche und verschiedengeschlechtliche Paare geöffnet, die eingetragene Partnerschaft aber ersatzlos gestrichen werden soll. Das war etwas völlig anderes (Abg. Schieder: Nein, das war nicht vor einem Monat, das ist länger her!) – im Jänner, also vor eineinhalb Monaten. (Abg. Schieder: Nein, das war länger her! Dann kam das VfGH-Urteil, und wir haben zurückgezogen!) – Also wir haben im Jänner darüber diskutiert. Tatsache ist, wir haben darüber debattiert, das heißt, Sie haben innerhalb von eineinhalb Monaten zwei verschiedene Anträge gestellt. (Abg. Schieder: Nein, das ist falsch!) – Den haben Sie nicht eingebracht, diesen Antrag? (Abg. Schieder: Dass es erst eineinhalb Monate ...!) – Also er hat ihn eingebracht, aber wieder zurückgezogen. Das besagt ja, Sie haben verschiedene Anträge gestellt. Sie haben also offenbar eine offene Diskussion (Abg. Schieder: Dazwischen war das Erkenntnis!) und sind sich völlig im Unklaren darüber, wie Sie diese Frage lösen wollen.
Abg. Schieder: Nein, das war länger her! Dann kam das VfGH-Urteil, und wir haben zurückgezogen!
Interessanterweise haben Sie vor etwa einem Monat einen Antrag eingebracht, dass die Ehe für gleichgeschlechtliche und verschiedengeschlechtliche Paare geöffnet, die eingetragene Partnerschaft aber ersatzlos gestrichen werden soll. Das war etwas völlig anderes (Abg. Schieder: Nein, das war nicht vor einem Monat, das ist länger her!) – im Jänner, also vor eineinhalb Monaten. (Abg. Schieder: Nein, das war länger her! Dann kam das VfGH-Urteil, und wir haben zurückgezogen!) – Also wir haben im Jänner darüber diskutiert. Tatsache ist, wir haben darüber debattiert, das heißt, Sie haben innerhalb von eineinhalb Monaten zwei verschiedene Anträge gestellt. (Abg. Schieder: Nein, das ist falsch!) – Den haben Sie nicht eingebracht, diesen Antrag? (Abg. Schieder: Dass es erst eineinhalb Monate ...!) – Also er hat ihn eingebracht, aber wieder zurückgezogen. Das besagt ja, Sie haben verschiedene Anträge gestellt. Sie haben also offenbar eine offene Diskussion (Abg. Schieder: Dazwischen war das Erkenntnis!) und sind sich völlig im Unklaren darüber, wie Sie diese Frage lösen wollen.
Abg. Schieder: Nein, das ist falsch!
Interessanterweise haben Sie vor etwa einem Monat einen Antrag eingebracht, dass die Ehe für gleichgeschlechtliche und verschiedengeschlechtliche Paare geöffnet, die eingetragene Partnerschaft aber ersatzlos gestrichen werden soll. Das war etwas völlig anderes (Abg. Schieder: Nein, das war nicht vor einem Monat, das ist länger her!) – im Jänner, also vor eineinhalb Monaten. (Abg. Schieder: Nein, das war länger her! Dann kam das VfGH-Urteil, und wir haben zurückgezogen!) – Also wir haben im Jänner darüber diskutiert. Tatsache ist, wir haben darüber debattiert, das heißt, Sie haben innerhalb von eineinhalb Monaten zwei verschiedene Anträge gestellt. (Abg. Schieder: Nein, das ist falsch!) – Den haben Sie nicht eingebracht, diesen Antrag? (Abg. Schieder: Dass es erst eineinhalb Monate ...!) – Also er hat ihn eingebracht, aber wieder zurückgezogen. Das besagt ja, Sie haben verschiedene Anträge gestellt. Sie haben also offenbar eine offene Diskussion (Abg. Schieder: Dazwischen war das Erkenntnis!) und sind sich völlig im Unklaren darüber, wie Sie diese Frage lösen wollen.
Abg. Schieder: Dass es erst eineinhalb Monate ...!
Interessanterweise haben Sie vor etwa einem Monat einen Antrag eingebracht, dass die Ehe für gleichgeschlechtliche und verschiedengeschlechtliche Paare geöffnet, die eingetragene Partnerschaft aber ersatzlos gestrichen werden soll. Das war etwas völlig anderes (Abg. Schieder: Nein, das war nicht vor einem Monat, das ist länger her!) – im Jänner, also vor eineinhalb Monaten. (Abg. Schieder: Nein, das war länger her! Dann kam das VfGH-Urteil, und wir haben zurückgezogen!) – Also wir haben im Jänner darüber diskutiert. Tatsache ist, wir haben darüber debattiert, das heißt, Sie haben innerhalb von eineinhalb Monaten zwei verschiedene Anträge gestellt. (Abg. Schieder: Nein, das ist falsch!) – Den haben Sie nicht eingebracht, diesen Antrag? (Abg. Schieder: Dass es erst eineinhalb Monate ...!) – Also er hat ihn eingebracht, aber wieder zurückgezogen. Das besagt ja, Sie haben verschiedene Anträge gestellt. Sie haben also offenbar eine offene Diskussion (Abg. Schieder: Dazwischen war das Erkenntnis!) und sind sich völlig im Unklaren darüber, wie Sie diese Frage lösen wollen.
Abg. Schieder: Dazwischen war das Erkenntnis!
Interessanterweise haben Sie vor etwa einem Monat einen Antrag eingebracht, dass die Ehe für gleichgeschlechtliche und verschiedengeschlechtliche Paare geöffnet, die eingetragene Partnerschaft aber ersatzlos gestrichen werden soll. Das war etwas völlig anderes (Abg. Schieder: Nein, das war nicht vor einem Monat, das ist länger her!) – im Jänner, also vor eineinhalb Monaten. (Abg. Schieder: Nein, das war länger her! Dann kam das VfGH-Urteil, und wir haben zurückgezogen!) – Also wir haben im Jänner darüber diskutiert. Tatsache ist, wir haben darüber debattiert, das heißt, Sie haben innerhalb von eineinhalb Monaten zwei verschiedene Anträge gestellt. (Abg. Schieder: Nein, das ist falsch!) – Den haben Sie nicht eingebracht, diesen Antrag? (Abg. Schieder: Dass es erst eineinhalb Monate ...!) – Also er hat ihn eingebracht, aber wieder zurückgezogen. Das besagt ja, Sie haben verschiedene Anträge gestellt. Sie haben also offenbar eine offene Diskussion (Abg. Schieder: Dazwischen war das Erkenntnis!) und sind sich völlig im Unklaren darüber, wie Sie diese Frage lösen wollen.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Da ist es uns von der FPÖ lieber, dass wir gründlich darüber nachdenken, hier eine Lösung vorzuschlagen, die erstens der Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes Rechnung trägt, zweitens niemanden wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminiert und drittens dennoch, wie auch ausdrücklich vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte attestiert, klarstellt, dass der gesetzmäßigen Verbindung von Mann und Frau, aus der neues Leben entstehen kann, eine Sonderstellung in unserer Gesellschaft zukommt – und darüber werden wir diskutieren. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Neubauer: Jetzt haben wir Freiheitliche auch eine Chance!
Lustig ist nur: Kaum hat sich die FPÖ mit der Macht einer Regierungspartei infiziert – wie dem König Midas einst alles zu Gold geworden ist, wird ihr plötzlich alles zu einer byzantinischen Günstlingswirtschaft. Die Generalsekretäre, die flugs eingesetzt worden sind (Abg. Neubauer: Jetzt haben wir Freiheitliche auch eine Chance!), sind ein ganz wunderschönes Zeichen dafür, dass die FPÖ leider als Partei nicht viel besser ist als das, was wir in Österreich über Jahrzehnte hinweg schon gekannt haben. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Lustig ist nur: Kaum hat sich die FPÖ mit der Macht einer Regierungspartei infiziert – wie dem König Midas einst alles zu Gold geworden ist, wird ihr plötzlich alles zu einer byzantinischen Günstlingswirtschaft. Die Generalsekretäre, die flugs eingesetzt worden sind (Abg. Neubauer: Jetzt haben wir Freiheitliche auch eine Chance!), sind ein ganz wunderschönes Zeichen dafür, dass die FPÖ leider als Partei nicht viel besser ist als das, was wir in Österreich über Jahrzehnte hinweg schon gekannt haben. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Beifall bei der Liste Pilz.
Jetzt haben wir Herrn Innenminister Kickl wegen des Verdachts des Amtsmissbrauches angezeigt, weil er nicht ausgeschrieben hat, was unseres Erachtens auszuschreiben gewesen wäre. Kaum haben wir das gemacht, kommt der Entwurf eines Budgetbegleitgesetzes, im Rahmen dessen durch eine Änderung des Ausschreibungsgesetzes genau das rückwirkend saniert werden soll. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Zwischenruf des Abg. Stefan
Das ist also legistisch möglich. Wo aber der kleine Gauner, wenn er erwischt wird, versucht, davonzukommen, versuchen diejenigen, die keine kleinen Gauner sind, durch rückwirkende Gesetze das (Zwischenruf des Abg. Stefan), was gesetzwidrig gewesen ist, zu sanieren. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei der Liste Pilz.
Das ist also legistisch möglich. Wo aber der kleine Gauner, wenn er erwischt wird, versucht, davonzukommen, versuchen diejenigen, die keine kleinen Gauner sind, durch rückwirkende Gesetze das (Zwischenruf des Abg. Stefan), was gesetzwidrig gewesen ist, zu sanieren. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Abg. Martin Graf: Was sagen Sie zu ...?
Das nennt man seit Jahrzehnten (Abg. Martin Graf: Was sagen Sie zu ...?) und fast schon seit Jahrhunderten einen Rechtsformenmissbrauch. Sie werden es nicht schaffen, das auf diese Art zu sanieren. Ich werde Ihnen im Ausschuss dann sagen, warum Sie es nicht schaffen. – Danke. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei der Liste Pilz.
Das nennt man seit Jahrzehnten (Abg. Martin Graf: Was sagen Sie zu ...?) und fast schon seit Jahrhunderten einen Rechtsformenmissbrauch. Sie werden es nicht schaffen, das auf diese Art zu sanieren. Ich werde Ihnen im Ausschuss dann sagen, warum Sie es nicht schaffen. – Danke. (Beifall bei der Liste Pilz.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
dies auch hinsichtlich der parteipolitischen Zugehörigkeit geregelt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir werden sehen, was die Diskussion im Ausschuss ergibt, und werden das auch gespannt verfolgen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Zanger: Das kann was werden!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim. – Bitte. (Abg. Zanger: Das kann was werden!)
Abg. Mölzer: Lustig ...!
Alleine der Umstand, dass die Position der Generalsekretäre in der Art und Weise geschaffen worden ist (Abg. Mölzer: Lustig ...!), dass diese dann auch Beamte werden dürfen (Abg. Deimek: Fragen Sie die Frau Präsidentin!), zeigt, dass es natürlich ein demokratiepolitisches Desaster ist, in dem man offensichtlich die normalen, eigentlich seit der k. u. k. Zeit bestehenden Beamtenstrukturen zu zerschlagen versucht. Das ist überhaupt keine Frage.
Abg. Deimek: Fragen Sie die Frau Präsidentin!
Alleine der Umstand, dass die Position der Generalsekretäre in der Art und Weise geschaffen worden ist (Abg. Mölzer: Lustig ...!), dass diese dann auch Beamte werden dürfen (Abg. Deimek: Fragen Sie die Frau Präsidentin!), zeigt, dass es natürlich ein demokratiepolitisches Desaster ist, in dem man offensichtlich die normalen, eigentlich seit der k. u. k. Zeit bestehenden Beamtenstrukturen zu zerschlagen versucht. Das ist überhaupt keine Frage.
Abg. Deimek: Sie sind Anwalt!
Dass man jetzt, angesichts der vermutlich oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Recht eingebrachten Anzeige, mehr oder weniger versucht, das Ganze rückwirkend mit einem Gesetzesakt zu sanieren, ist aus meiner Sicht einerseits beschämend (Abg. Deimek: Sie sind Anwalt!), auf der anderen Seite ist es die Sache sicherlich wert, Gegenstand einer breiteren Diskussion zu sein. Daher sehe ich dieser Diskussion mit Interesse und Spannung entgegen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.
Dass man jetzt, angesichts der vermutlich oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Recht eingebrachten Anzeige, mehr oder weniger versucht, das Ganze rückwirkend mit einem Gesetzesakt zu sanieren, ist aus meiner Sicht einerseits beschämend (Abg. Deimek: Sie sind Anwalt!), auf der anderen Seite ist es die Sache sicherlich wert, Gegenstand einer breiteren Diskussion zu sein. Daher sehe ich dieser Diskussion mit Interesse und Spannung entgegen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.
Ich warte natürlich auch gerne auf Ihre sachlichen Begründungen, warum Sie so vorgegangen sind und warum man, was das Besondere für eine Demokratie ist, mehr oder weniger eine Art Diktator im jeweiligen Ministerium hat, mittels dessen man die Argumentationskraft der Beamten gleich einmal von vornherein auf eine Linie bringt. Also ich finde das eigentlich eher beschämend und bedauerlich, aber wir nehmen diese Diskussion, die uns Herr Kollege Noll eröffnet hat, gerne zum Anlass, uns mit dem Thema sehr intensiv zu befassen. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und Liste Pilz.)
Abg. Schieder: Jarolim war ein krönender Abschluss!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Markus Tschank. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Schieder: Jarolim war ein krönender Abschluss!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Das letzte Mal haben Sie in Ihrem Antrag Rechtsgeschäftsgebühren mit Gerichtsgebühren verwechselt, heute wollen Sie Menschen in Haft nehmen, wenn Sie parteipolitisch motivierte Besetzungspraktiken anwenden. Cicero hat einmal gesagt: „Die Strafe soll nicht größer sein als die Schuld.“ Wäre das Gesetz, das Sie vorschlagen, schon in Kraft, dann hätte wahrscheinlich ein großer Teil der Sozialdemokratischen Partei ein ziemlich einschlägiges und langes Vorstrafenregister. Das kann man, glaube ich, hier an dieser Stelle ohne Zweifel einmal anmerken. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Noll.
Dieser Antrag ist halt ein Sinnbild linker Justiz- und Verbotspolitik, so wie wir sie eigentlich nicht haben wollen. Wir wollen natürlich auch keine Parteibuchwirtschaft, wir lehnen das auch ab, aber es muss ja nicht immer der Straftatbestand mit der Freiheitsstrafe sein, um das zu sanktionieren, sehr geehrter Kollege! (Zwischenruf des Abg. Noll.) – Na ja, bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe steht in Ihrem Entwurf; Sie müssen ihn schon lesen, wenn Sie ihn einbringen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Noll.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Noll.
Dieser Antrag ist halt ein Sinnbild linker Justiz- und Verbotspolitik, so wie wir sie eigentlich nicht haben wollen. Wir wollen natürlich auch keine Parteibuchwirtschaft, wir lehnen das auch ab, aber es muss ja nicht immer der Straftatbestand mit der Freiheitsstrafe sein, um das zu sanktionieren, sehr geehrter Kollege! (Zwischenruf des Abg. Noll.) – Na ja, bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe steht in Ihrem Entwurf; Sie müssen ihn schon lesen, wenn Sie ihn einbringen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Noll.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Gudenus: Außer Novomatic, das ist super!
Ich meine, das ist das, was die Grünen mit ihrer Verbotsmentalität letztlich ja zu Fall gebracht und aus diesem Hohen Haus gedrängt hat. Die wollten alles kriminalisieren, was politisch nicht in ihr Weltbild gepasst hat. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Gudenus: Außer Novomatic, das ist super!)
Abg. Noll: ...! Ihre Praxis macht es notwendig!
Gut, also ich gehe nur ganz kurz darauf ein: Was passt nicht an der aktuellen Rechtslage? – Die Diskriminierung aus parteipolitischen Gründen ist ja bereits im § 13 Bundes-Gleichbehandlungsgesetz umfasst und geregelt, und zwar durch das Verbot der Diskriminierung auch aus Gründen der Weltanschauung. Das heißt, Weltanschauung schließt auch Parteizugehörigkeit mit ein, sehr geehrter Herr Kollege. Dazu gibt es ganz aktuelle Gutachten – aus dem Jahr 2017 – der Bundes-Gleichbehandlungskommission. (Abg. Noll: ...! Ihre Praxis macht es notwendig!) Die müssen Sie sich nur zur Hand nehmen und einmal lesen, dann werden Sie das sofort erkennen, da bin ich mir sicher. Jemand, der so eine hohe akademische Ausbildung hat wie Sie – wir haben es ja diese Woche mehrmals gehört –, wird locker verstehen, was da drinsteht, da bin ich mir sicher. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. –Zwischenruf des Abg. Noll.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. –Zwischenruf des Abg. Noll.
Gut, also ich gehe nur ganz kurz darauf ein: Was passt nicht an der aktuellen Rechtslage? – Die Diskriminierung aus parteipolitischen Gründen ist ja bereits im § 13 Bundes-Gleichbehandlungsgesetz umfasst und geregelt, und zwar durch das Verbot der Diskriminierung auch aus Gründen der Weltanschauung. Das heißt, Weltanschauung schließt auch Parteizugehörigkeit mit ein, sehr geehrter Herr Kollege. Dazu gibt es ganz aktuelle Gutachten – aus dem Jahr 2017 – der Bundes-Gleichbehandlungskommission. (Abg. Noll: ...! Ihre Praxis macht es notwendig!) Die müssen Sie sich nur zur Hand nehmen und einmal lesen, dann werden Sie das sofort erkennen, da bin ich mir sicher. Jemand, der so eine hohe akademische Ausbildung hat wie Sie – wir haben es ja diese Woche mehrmals gehört –, wird locker verstehen, was da drinsteht, da bin ich mir sicher. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. –Zwischenruf des Abg. Noll.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Es gibt derzeit im Wege des Schadenersatzes Schutz für Opfer, es gibt Verwaltungsstrafen für Täter (Zwischenrufe bei der SPÖ), und im hoheitlichen Bereich gibt es durch § 302 StGB einen Schutz in Bezug auf Amtsmissbrauch. (Zwischenruf der Abg. Bayr.) Wir sehen also Handlungsbedarf, aber so einen Strafexzess, wie ihn die Liste Pilz fordert, lehnen wir ganz klar ab. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Bayr.
Es gibt derzeit im Wege des Schadenersatzes Schutz für Opfer, es gibt Verwaltungsstrafen für Täter (Zwischenrufe bei der SPÖ), und im hoheitlichen Bereich gibt es durch § 302 StGB einen Schutz in Bezug auf Amtsmissbrauch. (Zwischenruf der Abg. Bayr.) Wir sehen also Handlungsbedarf, aber so einen Strafexzess, wie ihn die Liste Pilz fordert, lehnen wir ganz klar ab. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Es gibt derzeit im Wege des Schadenersatzes Schutz für Opfer, es gibt Verwaltungsstrafen für Täter (Zwischenrufe bei der SPÖ), und im hoheitlichen Bereich gibt es durch § 302 StGB einen Schutz in Bezug auf Amtsmissbrauch. (Zwischenruf der Abg. Bayr.) Wir sehen also Handlungsbedarf, aber so einen Strafexzess, wie ihn die Liste Pilz fordert, lehnen wir ganz klar ab. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Noll: ... sollten Sie auch berücksichtigen!
Im Übrigen glaube ich auch, dass Sie ein Problem mit dem Gleichheitsgrundsatz haben werden. Ich denke nicht, dass die Regelung, die Sie vorgeschlagen haben, verfassungskonform ist. Sie verstößt auch gegen das Ultima-Ratio-Prinzip des Strafrechts, sehr geehrter Herr Kollege. Das Strafrecht ist das letzte Mittel zur Sicherstellung des Rechtsfriedens und nicht das erste Mittel. (Abg. Noll: ... sollten Sie auch berücksichtigen!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
In diesem Sinne – um das hier nicht weiter fortzusetzen, wir werden das Thema ja im Ausschuss diskutieren – darf ich Ihnen an dieser Stelle von unserer Seite einmal frohe Ostern wünschen. Ich hoffe, Sie kommen ein bisschen zur Ruhe und haben ein paar ruhige Tage mit Ihrer Familie. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)