Eckdaten:
Für die 173. Sitzung der 25. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 650 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Abg. Jarolim: Danke!
Was die Internationalität betrifft, muss man auch ein bisschen mit den Begriffen aufpassen. Es gibt unterschiedliche Modelle dessen, was unter dem Begriff Sammelklage oder Musterklage verstanden wird. Mit diesen verschiedenen Modellen, auch in Europa, beschäftigen wir uns, und es ist ja auch Teil der Lösungsfindung, dass wir uns auch anhand von internationalen Beispielen genau anschauen: Wie könnte das Best-Practice-Beispiel und -Modell für Österreich ausschauen? Dieses suchen wir intensiv. (Abg. Jarolim: Danke!)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Da geht es nicht nur um die berühmten zehn Spinner, nein: Wir wollen da ganz bewusst die Spreu vom Weizen trennen, und mit diesem Tatbestand wird das gelingen, weil wir zusätzlich eine Hürde eingebaut haben: die aktive Handlung, die vorhanden sein muss, die eindeutig gegen den Staat und seine Beamten gerichtet sein muss. Das ist beim alten Tatbestand nicht so, dieser bleibt aber aufrecht; dort ist die Hürde die Verbindung als entsprechend festgefügte Organisation. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Rädler: Frage!
Es ist so, dass die Stadt Krems von der Justizanstalt Stein insoweit profitiert, als es aufgrund der – im wahrsten Sinne des Wortes – Hauptwohnsitzer in Stein, der 750 Häftlinge, 825 000 € pro Jahr gibt. Es sind dort 310 Justizwachebeamte tätig, von denen über 80 Prozent ihren Wohnsitz, ihr familiäres Zentrum, ihre Existenz in und rund um Krems aufgebaut haben. Eine beabsichtigte Absiedelung nach Allentsteig, von der man mittlerweile von allen Spatzen auf den Dächern hört, auch wenn eine entsprechende Studie erst vorgestellt wird ... (Abg. Rädler: Frage!) – Kollege Rädler, die Frau Präsidentin kennt sich betreffend die Geschäftsordnung besser aus als Sie! Die Situation ist folgende, dass jetzt die ... (Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Er hat 1 Minute Zeit ...!)
Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Er hat 1 Minute Zeit ...!
Es ist so, dass die Stadt Krems von der Justizanstalt Stein insoweit profitiert, als es aufgrund der – im wahrsten Sinne des Wortes – Hauptwohnsitzer in Stein, der 750 Häftlinge, 825 000 € pro Jahr gibt. Es sind dort 310 Justizwachebeamte tätig, von denen über 80 Prozent ihren Wohnsitz, ihr familiäres Zentrum, ihre Existenz in und rund um Krems aufgebaut haben. Eine beabsichtigte Absiedelung nach Allentsteig, von der man mittlerweile von allen Spatzen auf den Dächern hört, auch wenn eine entsprechende Studie erst vorgestellt wird ... (Abg. Rädler: Frage!) – Kollege Rädler, die Frau Präsidentin kennt sich betreffend die Geschäftsordnung besser aus als Sie! Die Situation ist folgende, dass jetzt die ... (Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Er hat 1 Minute Zeit ...!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
(Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann nur sagen, ich befinde mich wirklich im Einvernehmen mit dem Finanzminister. Wir haben wirklich kein Problem. Es sind Rücklagen vorhanden, die man sinnvollerweise auflösen sollte, ich sehe darin wirklich kein Problem. Ich freue mich, wenn das heute mit großer Mehrheit beschlossen werden kann, und möchte sagen, ja, es wird schon laufen. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Ich kann nur sagen, wir sind uns dieser Gefahren bewusst, und bis jetzt konnte man das bewältigen. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.) Die Zahl an Inhaftierten, die wir haben, ist nicht gering, das Problem ist nicht gering – wir nehmen es auch sehr ernst!
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Das andere ist: Mein Gott, ich denke mir – und das hatte ich im Auge – bei Themen, die vielleicht schon zwei-, dreimal Gegenstand von Demonstrationen waren, und in Zeiten, in denen sich manche rühmen, dass Sie Zehntausende oder Hunderttausende Follower auf Facebook haben: Warum muss man bei der Ausübung des für mich unbestrittenen Demonstrationsrechts für vielleicht 50 Demonstranten unbedingt die Ringstraße sperren? (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Präsidentin Bures gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Das ist meiner Meinung nach eine Überlegung, die man im Rahmen der Interessenabwägung sehr wohl legitimerweise anstellen könnte. Wie gesagt, das liegt nicht in meinem Zuständigkeitsbereich, ich habe mir nur erlaubt, darauf hinzuweisen, dass manchmal – für mich verständlich – Bürger, die von vielen Nachteilen betroffen sind, vor allem in der Innenstadt, kein Verständnis mehr dafür haben. (Präsidentin Bures gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Das schwächt das Demonstrationsrecht, das uns beiden als Grundrecht heilig ist. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist meiner Meinung nach eine Überlegung, die man im Rahmen der Interessenabwägung sehr wohl legitimerweise anstellen könnte. Wie gesagt, das liegt nicht in meinem Zuständigkeitsbereich, ich habe mir nur erlaubt, darauf hinzuweisen, dass manchmal – für mich verständlich – Bürger, die von vielen Nachteilen betroffen sind, vor allem in der Innenstadt, kein Verständnis mehr dafür haben. (Präsidentin Bures gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Das schwächt das Demonstrationsrecht, das uns beiden als Grundrecht heilig ist. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Neubauer. – Abg. Rädler: Klare Worte!
Wissen Sie, da muss man mit den einfachen Leuten draußen – wenn ich mir diese Bemerkung erlauben darf – jenseits der Bannmeile, durch die das Parlament und seine Abgeordneten vor unliebsamen Demonstrationen geschützt sind, reden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mehr und mehr Menschen dafür kein Verständnis mehr haben. Das ist eine Gefahr für den Respekt vor dem Grundrecht der Versammlungsfreiheit. Dafür haben unsere Vorväter gekämpft, aber nicht dafür, dass es so ausgeübt wird, dass die Leute dafür kein Verständnis mehr haben. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Neubauer. – Abg. Rädler: Klare Worte!)
Abg. Jarolim: Überwinde dich!
Präsidentin Doris Bures: Möchten Sie eine Zusatzfrage stellen? (Abg. Jarolim: Überwinde dich!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Georg Vetter (ÖVP): Da die Frage umfassend beantwortet wurde, brauche ich mich nicht zu überwinden und sage Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Ich bedanke mich bei Ihnen, Herr Bundesminister Brandstetter. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Jarolim und Königsberger-Ludwig.
Das ist ein großartiges Gesetz, und ich bin dankbar und glücklich, dass ich hier stehen darf und Ihnen die wesentlichen Inhalte vorstellen darf. Man ist in der Gesetzgebung nicht immer dankbar und glücklich über die Dinge, die man beschließen muss, aber das, was wir heute machen, ist wirklich ein großer Schritt für jeden von uns und für die Menschen in unserem Land. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Jarolim und Königsberger-Ludwig.)
Die Rednerin stellt eine Tafel auf das Rednerpult, auf der in vier Balken, die jeweils zahlreiche Detailinformationen enthalten, die „4 Säulen des Erwachsenenschutzgesetzes“ – „Vorsorgevollmacht“, „Gewählte Erwachsenenvertretung“, „Gesetzliche Erwachsenenvertretung“ und „Gerichtliche Erwachsenenvertretung“ – dargestellt sind. – Abg. Lugar: Was steht denn da drauf? – Abg. Steinbichler: Das kann man nicht lesen! Das ist nicht gescheit!
Meine Damen und Herren! Das ist heute eine Premiere, das ist mein erstes Taferl. (Die Rednerin stellt eine Tafel auf das Rednerpult, auf der in vier Balken, die jeweils zahlreiche Detailinformationen enthalten, die „4 Säulen des Erwachsenenschutzgesetzes“ – „Vorsorgevollmacht“, „Gewählte Erwachsenenvertretung“, „Gesetzliche Erwachsenenvertretung“ und „Gerichtliche Erwachsenenvertretung“ – dargestellt sind. – Abg. Lugar: Was steht denn da drauf? – Abg. Steinbichler: Das kann man nicht lesen! Das ist nicht gescheit!)
Abg. Lugar: Was steht drauf?
Ich stelle das heute hierher, weil ich ganz einfach glaube, dass mit dieser Auflistung viel einfacher zu verstehen ist, welche großartigen Möglichkeiten die Menschen in Zukunft in Österreich haben werden. (Abg. Lugar: Was steht drauf?) – Es wird auf meiner Homepage und auch auf der Homepage des Justizministeriums abrufbar sein, ich erkläre es Ihnen jetzt auch gern ganz persönlich. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Ich stelle das heute hierher, weil ich ganz einfach glaube, dass mit dieser Auflistung viel einfacher zu verstehen ist, welche großartigen Möglichkeiten die Menschen in Zukunft in Österreich haben werden. (Abg. Lugar: Was steht drauf?) – Es wird auf meiner Homepage und auch auf der Homepage des Justizministeriums abrufbar sein, ich erkläre es Ihnen jetzt auch gern ganz persönlich. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich glaube, international werden wir zukünftig als Vorbild gelten. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Insgesamt ist das Gesetz daher ein großer Wurf. Wir freuen uns natürlich auch, dass es gelungen ist, in letzter Sekunde sicherzustellen, dass nunmehr auch in Heimen, in denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten, eine Aufsicht besteht. Wir haben ja erst vor Kurzem genau gesehen, welch unermessliches Leid es in der Vergangenheit in derartigen Heimen gegeben hat, und es wäre eine grobe Fahrlässigkeit gewesen, in Kenntnis dieser Umstände jetzt nicht sicherzustellen, dass es eine laufende Kontrolle gibt. Dafür danke ich allen, die dazu beigetragen haben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Diskussion über das Geld ist meines Erachtens noch immer offen. Natürlich ist es schwer, abzuschätzen, was ein solches Gesetz, das zum Teil völlig neue Möglichkeiten bietet, wirklich auslösen wird. Eines ist aber im Vorfeld schon sehr aufgestoßen: Es gab zuerst einmal eine Kostenschätzung des Justizministeriums; diese wurde dann aber, als der Finanzminister gemeint hat, dass man unter diesen Umständen das Gesetz nicht umsetzen könne, auf etwa ein Fünftel des ursprünglichen Betrags reduziert. – Das jedenfalls ist ein Punkt, der bei der gesamten Gesetzwerdung nach wie vor sehr aufstößt, weil man den Eindruck hat, dass die Kostenschätzungen halt so hingebogen wurden, damit man das durchführen kann. Das ist sicherlich nicht die Vorgangsweise, die gut ist! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Scherak.
In Summe ist das, wie gesagt, eine sinnvolle Weiterentwicklung. Wir werden sehen, wie das in den nächsten Jahren läuft, und ich hoffe, dass man dann so flexibel ist, das auch künftig mit uns zu diskutieren. Insofern ist auch der Antrag der Grünen sinnvoll, dass wir im Parlament die Berichte über die Informationen, die da ausgetauscht werden, bekommen. Ich hoffe, dass wir tatsächlich einen sinnvollen Schritt im Sinne der Selbstbestimmung auch dieser Menschen gemacht haben. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn wir heute das Gesetz beschließen, haben wir die Verantwortung, dass die Finanzierung am Ende auch steht, wir haben das Versprechen des Justizministers, und ich möchte das anhand dieses Monitorings messen. Ich ersuche daher darum – wir haben uns jetzt einen Schritt bewegt, Vertrauensvorschuss –, dass sich das Parlament auch für das Monitoring interessiert und uns hier entgegenkommt und vielleicht zustimmt. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das heißt, das ist ein modernes Gesetz, das den individuellen Interessen der Betroffenen entspricht. Was mich zusätzlich noch freut, ist, dass wir die Problematik, die wir im Ausschuss auch schon besprochen haben, nämlich den mangelnden Rechtsschutz für junge Menschen, die in Pflegeheimen sind, auch noch lösen konnten. Das ist etwas sehr Positives. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schönegger: Das haben wir im Ausschuss schon geklärt!
Die Frage ist nur: Glaubt man überhaupt, dass diese Rücklagen ausreichen werden, wenn im Ministerialentwurf ursprünglich eine Kostenschätzung von 84,5 Millionen € enthalten war und jetzt in der Regierungsvorlage eine Kostenschätzung von 26,5 Millionen € enthalten ist? – Erklärbar ist das Ganze nicht, wenn man sich das überlegt. (Abg. Schönegger: Das haben wir im Ausschuss schon geklärt!) – Kollege Schönegger hat das schon im Ausschuss geklärt. Meine Theorie ist grundsätzlich,
Abg. Aubauer: Das sind Schätzungen!
Ich hoffe grundsätzlich auch, und das soll ja das Ergebnis des neuen Erwachsenenschutz-Gesetzes sein, dass die Kosten zurückgehen. Das ist unser aller Wunsch. Das Problem ist nur, dass es natürlich – und da haben Sie recht – sehr schwierig ist, überhaupt eine Prognose zu erstellen. Wenn man sich aber anschaut, was ursprünglich im Ministerialentwurf stand und was jetzt in der Regierungsvorlage steht, dann muss man sagen, das ist wirklich nicht nachvollziehbar, dass das seriös sein soll, wenn man faktisch einfach die Kosten durch vier dividiert. (Abg. Aubauer: Das sind Schätzungen!)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Dass man bei der Finanzierung ein wenig herumzurechnen beginnt, wenn es sich halt gerade nicht ausgeht, ist nicht sinnvoll, entspricht der Wichtigkeit des Gesetzes nicht. Nichtsdestotrotz hoffen wir, dass es gut geht und dass wir mit diesem großartigen Gesetz endlich zu einer sinnvollen und menschenrechtlich adäquaten Vertretung von betroffenen Personen kommen werden. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir jetzt zurückschauen: Im Jahr 2003 gab es noch 30 000 besachwaltete Personen, und diese Zahl hat sich nach dem Sachwalterrechts-Änderungsgesetz 2006 bis zum Jahr 2015 auf 60 000 Fälle erhöht, also verdoppelt. Wenn man weiß, dass in 50 Prozent dieser Fälle die Sachwalter für alle Angelegenheiten bestellt worden sind, dann ist dieses Gesetz doch ganz gut, weil man den Menschen mehr Möglichkeiten gibt, mitzubestimmen, wenn sie besachwaltet werden. Das ist mit einem gewählten Erwachsenenvertreter möglich, das wurde hier schon angesprochen. Das ist meiner Ansicht nach ein wichtiger Schritt. Es wird auch die Verwandtschaft stärker eingebunden. – Es sind doch viele Punkte, die meiner Ansicht nach zu mehr Menschlichkeit beitragen, deswegen ist es auch gut so und wird von uns natürlich unterstützt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister, ich möchte Sie einladen, das auch künftig bei Gesetzesvorschlägen so zu handhaben. Sie kennen meine Anliegen: Familienrecht, Unterhaltsrecht, Scheidungsrecht und so weiter. Da wäre viel zu tun, vielleicht nicht jetzt gleich – ich weiß schon, man kann nicht alles auf einmal machen –, aber ich wäre froh, wenn wir im Nationalrat mehr Entscheidungen nach dieser Vorgangsweise treffen würden, man sieht ja, dass etwas Positives herauskommt. Vielleicht würden uns dann die Bürger draußen auch besser verstehen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das beginnt ja schon im Kleinen: Wissen Sie, wie oft ich am Bahnhof, wenn ich mit dem Zug unterwegs war, noch älteren Menschen, als ich es bin, schon beim Beschaffen eines Fahrscheins am Automaten behilflich war? Wissen Sie, wie schwierig das für viele ist, weil sie die Logik des Automaten nicht so leicht durchschauen?! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) So beginnt es, und es gab Fälle – ich kann Ihnen das auch dokumentieren –, in denen jemand in Gefahr war, besachwaltet zu werden, nur weil er die Miete und andere Rechnungen nicht mehr bezahlt hat, weil er mit den neuen banktechnischen Erfordernissen – IBAN, BIC und so weiter – nicht zurande kam und ihm niemand geholfen hat.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren Abgeordneten, lassen Sie mich mit einem bewusst saloppen Ausdruck schließen, der aber vielleicht zur kommenden Osterzeit passt. Wenn es letztlich wirklich notwendig sein sollte, hier neue Budgetmittel zu beschließen, dann wird das hier im Parlament zu erfolgen haben, und da bin ich sehr optimistisch. Lassen Sie es mich passend zu Ostern so sagen: Wem das Parlament gibt das Haserl, dem gibt es sicher auch das Graserl. – Ich danke Ihnen schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Mag. Gertrude Aubauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! In diesem Sinne freuen wir uns auf Ostern! Ich danke Ihnen, Herr Minister, dass Sie die Finanzierungsfragen so klar dargestellt haben und ein für alle Mal klargemacht haben, dass die Finanzierung für die nächste Zeit jetzt einmal gesichert ist. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
am Herzen, denn was gibt es Wichtigeres in einer Gesellschaft, als denen zu helfen, die Hilfe brauchen? – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Ich möchte zu Beginn meiner Rede die Schülerinnen und Schüler der HTL St. Pölten recht herzlich bei uns begrüßen. – Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Ebenso möchte ich die Seniorinnen und Senioren aus Anger bei Weiz herzlich begrüßen. – Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist ein wichtiges Gesetz, geschätzte Damen und Herren, ein gutes Gesetz, das auch zufrieden macht, wenn ich das so sagen darf, das vor allem die Würde und die Rechte der Menschen bestmöglich wahren wird. – Ich danke allen, die mitstimmen werden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
mehr Rechte bekommen und auch wieder ein Teil der Gesellschaft werden. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Königsberger-Ludwig.
Das hat schon damit begonnen, dass die damalige Justizministerin Beatrix Karl ein Pilotprojekt zur Unterstützung der Entscheidungsfindung ins Leben gerufen hat. Das war ein erster wichtiger Schritt, und dann haben sich die Beamten, Sektionschef Kathrein und Dr. Barth an vorderster Stelle, denen ich hier an dieser Stelle danken möchte, mit Betroffenen zusammengesetzt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Königsberger-Ludwig.) Sie haben mit ihnen geredet, haben ihre Situation, ihre Anliegen kennengelernt, und so ist dieses Gesetz in einem partizipativen Prozess entstanden – ein Vorbild für weitere Gesetzwerdungsprozesse.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.
Ich möchte auch unterstützen, was meine Kollegin Königsberger-Ludwig gesagt hat: Das ist ein Gesetz der Würde, der Menschenwürde. Wir sollten die Menschenwürde auch einmal in die Verfassung schreiben, denn dort steht sie noch nicht. Das sollten wir auch noch schaffen, ich bin da guter Hoffnung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Als Erstes, Herr Bundesminister, ganz herzliche Gratulation Ihnen und Herrn Sektionschef Kathrein zu dieser Novelle, die Sie hier vorgelegt haben! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Auch ein herzliches Danke an die zwei ChefverhandlerInnen, dass es noch möglich wurde, was auch noch notwendig war – es wurde schon erwähnt: die Frage des Heimaufenthaltsgesetzes –, dass auch die jungen Menschen, die in besonderen Situationen sind, profitieren. Frau Kollegin Steinacker, Kollege Jarolim, auch dafür einen herzlichen Dank! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wichtig ist auch die Frage der Evaluierung: Dass alle drei Jahre evaluiert wird, das haben wir hier im Parlament beschlossen. Sie, Herr Bundesminister Brandstetter, haben gesagt, dass das Finanzmonitoring stattfindet und dass, wenn es Bedarf gibt, im Sinne der Menschen, die in diese Situation kommen – das kann jeder und jede von uns sein –, nachjustiert wird. – Noch einmal: herzlichen Dank für diese Vorlage! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Die Schäden durch Kartelle können volkswirtschaftlich enorm sein. Dieses Gesetz, diese Umsetzung der Richtlinie soll diese Schäden möglichst vermeiden. Zu erwähnen ist auch, dass wir uns hiebei an die Richtlinie gehalten haben. Es ist kein überbordendes österreichisches zusätzliches Haftungspotenzial erkannt worden, und wir haben kein Gold Plating betrieben. Daher ist diese Richtlinie bestmöglich umgesetzt, und ich bedanke mich dafür. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Seitens der SPÖ-Fraktion befürworten wir natürlich sämtliche Änderungen eines Gesetzes, die ein Mehr an Rechtssicherheit, Transparenz und Fairness sicherstellen. Deshalb werden wir auch dem neuen Kartell- und Wettbewerbsrechts-Änderungsgesetz 2017 zustimmen und ersuchen, dieses Gesetz breit zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Österreich einführen könnte, und vielleicht wäre es auch Zeit dafür. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kurz zusammengefasst: Für Konsumenten und für Opfer von Kartellrechtsverletzern gibt es eindeutige Vorteile durch diese Novelle, daher auch unsere eindeutige Zustimmung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Um dieser Umsetzungsverpflichtung zu entsprechen, wird vorgeschlagen, die Abrufbarkeit des Firmenbuchs über die zentrale europäische Plattform auf eine gesetzliche Grundlage zu stellen, in erster Linie im neuen § 37 des Firmenbuchgesetzes. Die Abfragemöglichkeit von Firmeninformationen über das europäische Justizportal verbessert den Zugang von Unternehmen, Verbrauchern und Behörden zu ebendiesen Informationen. Durch die automatisierte wechselseitige Verständigung der nationalen Unternehmensregister in bestimmten Fällen, zum Beispiel beim Wirksamwerden von Verschmelzungen, ist ebenfalls eine Verbesserung der inhaltlichen Qualität der in den Nationalregistern gespeicherten Daten zu erwarten. In diesem Sinne ist es ein sehr, sehr sinnvoller gesetzlicher Vorschlag, und ich bitte um Annahme dieses Vorschlages. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Dr. Klaus Uwe Feichtinger (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Herr Bundesminister, lassen Sie mich vor meinem eigentlichen Redebeitrag zu diesem Tagesordnungspunkt noch ganz kurz meine Freude zum Ausdruck bringen, dass mein Weihnachtswunsch, nämlich die Umsetzung, die Gesetzwerdung des Erwachsenenschutz-Gesetzes soeben eingetreten ist – und das noch vor Ostern und in einem sehr sensiblen Rechtsbereich. Es ist uns ein sehr großer Modernisierungsschritt gelungen. Das freut mich persönlich ganz besonders. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Daneben wird diese Vorlage auch zum Anlass genommen, im Firmenbuchgesetz, welches hiedurch geändert wird, auch gewisse Klarstellungen und Anpassungen vorzunehmen. Künftige Abfragemöglichkeiten von Unternehmensinformationen über das europäische Justizportal werden diesen Zugang für Unternehmen, aber auch für Verbraucher und Behörden erleichtern und verbessern. Wir ersuchen daher um breite Zustimmung zu dieser Vorlage. – Danke sehr. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Brandstetter: An mir liegt es nicht!
Abgeordneter Dr. Johannes Hübner (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Zum ersten Punkt, der Regierungsvorlage zum Gerichtsorganisationsgesetz, ist im Prinzip nicht viel zu sagen. Die Vorschläge erscheinen zweckdienlich, vereinfachen das Verfahren. Das Einzige, das vielleicht einmal überdacht werden sollte, ist, ob die Totalgenderung im Gesetzestext im Sinne der Verständlichkeit, Knappheit und Lesbarkeit der Gesetze erforderlich ist. Dieses Gesetz strotzt von Gendereien, es wird nicht einmal das Binnen-I verwendet, sondern es wird immer von Richtern und Richterinnen, Parteien und Parteiinnen und so weiter gesprochen – fast im kabarettistischen Sinn möchte ich das so sagen. Ich bitte, zu überlegen, ob man nicht zu einer vereinfachten Sprachweise kommen kann. (Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Brandstetter: An mir liegt es nicht!)
Abg. Walser: Richtig!
Ich möchte mich aber insbesondere mit dem Antrag der Grünen auseinandersetzen. Kollege Walser nickt schon erwartungsvoll, weil er das nicht ganz überraschend findet. (Abg. Walser: Richtig!) Dieser Antrag klingt zwar ganz harmlos, er verlangt lediglich, dass der Herr Minister konkrete Maßnahmen mit Nachdruck zu treffen hat, die darauf ausgerichtet sind, ein verpflichtendes Zeitgeschichtecurriculum für alle angehenden RichterInnen und StaatsanwältInnen umzusetzen. Da ist die Genderei wenigstens ein bisschen kompakter gemacht, weil man das Binnen-I verwendet hat. Ansonsten ist das natürlich ein hochproblematischer Artikel, weil er dazu dient, durch die Hintertür politischen Einfluss auf die Justiz hereinzubringen. Das heißt, missliebige Entscheidungen,
Abg. Öllinger: Na, bitte?!
Besonders entlarvend, möchte ich sagen, ist in dem Entschließungsantrag ein Satz. Als Zielrichtung für diese Nachschulungsmaßnahmen heißt es, „andererseits zur Sensibilisierung“ – nämlich der Richter und Staatsanwälte – „für politische Implikationen sowohl in zivil- als auch in strafrechtlichen Entscheidungen beizutragen“. – Es geht also darum, die für den Staat tätigen Juristen davon abzuhalten, rein juristisch aufgrund der Gesetze zu urteilen, sondern bei ihren Entscheidungen immer die sogenannten politischen Implikationen einzubauen und dafür sensibel zu sein. (Abg. Öllinger: Na, bitte?!) Also darauf sensibel zu sein: Oje, das gibt einen Wirbel, da habe ich vielleicht einen negativen Bericht mit namentlicher Erwähnung im „Standard“, da gibt es vielleicht eine Dringliche Anfrage. (Abg. Öllinger: Unglaublich!) – Das ist unglaublich! – Da gibt es vielleicht eine Dringliche Anfrage an den Justizminister oder dergleichen.
Abg. Öllinger: Unglaublich!
Besonders entlarvend, möchte ich sagen, ist in dem Entschließungsantrag ein Satz. Als Zielrichtung für diese Nachschulungsmaßnahmen heißt es, „andererseits zur Sensibilisierung“ – nämlich der Richter und Staatsanwälte – „für politische Implikationen sowohl in zivil- als auch in strafrechtlichen Entscheidungen beizutragen“. – Es geht also darum, die für den Staat tätigen Juristen davon abzuhalten, rein juristisch aufgrund der Gesetze zu urteilen, sondern bei ihren Entscheidungen immer die sogenannten politischen Implikationen einzubauen und dafür sensibel zu sein. (Abg. Öllinger: Na, bitte?!) Also darauf sensibel zu sein: Oje, das gibt einen Wirbel, da habe ich vielleicht einen negativen Bericht mit namentlicher Erwähnung im „Standard“, da gibt es vielleicht eine Dringliche Anfrage. (Abg. Öllinger: Unglaublich!) – Das ist unglaublich! – Da gibt es vielleicht eine Dringliche Anfrage an den Justizminister oder dergleichen.
Abg. Öllinger: Da redet der Richtige!
Das ist etwas, bei dem ich, um Kollegen Walsers Sprache wieder zu übernehmen, sagen muss: Wehret den Anfängen! (Abg. Öllinger: Da redet der Richtige!) Der Rechtsstaat, die Unabhängigkeit der Justiz, die aufgrund der Rechtsnormen und nicht aufgrund der politischen Implikationen und möglicher Drohungen mit politischen Folgen zu agieren hat, sollte uns heilig, wichtig sein und sollte auch in diesem Forum von allen, eigentlich auch von den grünen Abgeordneten verteidigt werden. (Beifall bei der FPÖ.) Deshalb kann man diesen Entschließungsantrag nicht entschieden genug ablehnen. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist etwas, bei dem ich, um Kollegen Walsers Sprache wieder zu übernehmen, sagen muss: Wehret den Anfängen! (Abg. Öllinger: Da redet der Richtige!) Der Rechtsstaat, die Unabhängigkeit der Justiz, die aufgrund der Rechtsnormen und nicht aufgrund der politischen Implikationen und möglicher Drohungen mit politischen Folgen zu agieren hat, sollte uns heilig, wichtig sein und sollte auch in diesem Forum von allen, eigentlich auch von den grünen Abgeordneten verteidigt werden. (Beifall bei der FPÖ.) Deshalb kann man diesen Entschließungsantrag nicht entschieden genug ablehnen. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist etwas, bei dem ich, um Kollegen Walsers Sprache wieder zu übernehmen, sagen muss: Wehret den Anfängen! (Abg. Öllinger: Da redet der Richtige!) Der Rechtsstaat, die Unabhängigkeit der Justiz, die aufgrund der Rechtsnormen und nicht aufgrund der politischen Implikationen und möglicher Drohungen mit politischen Folgen zu agieren hat, sollte uns heilig, wichtig sein und sollte auch in diesem Forum von allen, eigentlich auch von den grünen Abgeordneten verteidigt werden. (Beifall bei der FPÖ.) Deshalb kann man diesen Entschließungsantrag nicht entschieden genug ablehnen. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend sei darauf hingewiesen, dass alle vorgeschlagenen Regelungen keine grundsätzlichen Aspekte der Gerichtsorganisation berühren und ohne budgetäre Auswirkungen bleiben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hauser.
Mein Antrag wurde nicht berücksichtigt, aber dafür dieser Antrag, dass man da jetzt eine Schulung einführt. Meine Damen und Herren, ich muss ehrlich sagen, ich bin davon überzeugt, dass jemand, der in ein Amt des Richters, in ein Amt des Staatsanwaltes kommt, schon seinen Bildungsweg entsprechend gemacht hat und sehr wohl erkennen kann, was da vorliegt. Ich glaube, dass er auch über die nationalsozialistische Zeit und über die Wiederbetätigung sehr gut aufgeklärt ist. Deshalb ist dieser Antrag für die Fische – das kann man ehrlich sagen –, und deshalb werden wir ihn ablehnen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hauser.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Antrag des Kollegen Steinhauser ist nicht für die Fische, Herr Kollege Hagen – ganz sicher nicht –, denn grundlegende Kenntnisse der österreichischen Zeitgeschichte, auch der dunkelsten Kapitel unserer Vergangenheit, wie Austrofaschismus, Nationalsozialismus, sind an sich eine Selbstverständlichkeit. Gerade bei richterlichem Personal und bei Staatsanwältinnen und Staatsanwälten sollte das jedenfalls so sein, und natürlich wäre es auch in der Politik höchst notwendig. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
In diesem Sinne danke ich für die Einsicht und sehe einer zügigen Umsetzung auch mit Zuversicht entgegen. Ich weise aber getätigte Formulierungen im Ausschuss und auch hier zurück, dass es sich dabei um Gehirnwäsche oder Umerziehung oder politische Beeinflussung handelt, da ich schon davon ausgehe, dass unser richterliches Personal auf einem antifaschistischen Grundkonsens agiert. – Danke. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Ich habe das damals angezeigt, und der Skandal, über den wir heute hier sprechen, war, dass die Staatsanwaltschaft Graz diese Anzeige mit einer Begründung zurückgewiesen hat, die laut Sektionschef Pilnacek nahe an Wiederbetätigung heranreicht. Und es war sehr, sehr erfreulich, Herr Minister, dass Sie und Ihr Sektionschef sich ganz klar und eindeutig und umgehend davon distanziert haben. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Kollege Hübner, ein Wort zu Ihrem Hinweis, dass hier politischer Einfluss durch die Hintertür passiere: Das sagt ausgerechnet ein Vertreter einer Partei, die jüngst durch ein Mitglied Ihrer Fraktion direkt in die Schule eingegriffen hat. Kollege Haider grinst, er war es, der in skandalöser Weise eingegriffen hat, weil sein Sohn ihm ein SMS geschickt hat. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist nicht zu ertragen! Das ist kein politischer Einfluss durch die Hintertür, das ist bewusste Einschüchterung der betroffenen Lehrerinnen und Lehrer. (Beifall bei Grünen und SPÖ.) Was Sie erreichen wollen, ist, dass sich Lehrerinnen und Lehrer in Österreich nicht mehr trauen, kritische Themen der Geschichte aufzuarbeiten, kritische Personen einzuladen! (Beifall bei Grünen und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Herr Kollege Hübner, ein Wort zu Ihrem Hinweis, dass hier politischer Einfluss durch die Hintertür passiere: Das sagt ausgerechnet ein Vertreter einer Partei, die jüngst durch ein Mitglied Ihrer Fraktion direkt in die Schule eingegriffen hat. Kollege Haider grinst, er war es, der in skandalöser Weise eingegriffen hat, weil sein Sohn ihm ein SMS geschickt hat. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist nicht zu ertragen! Das ist kein politischer Einfluss durch die Hintertür, das ist bewusste Einschüchterung der betroffenen Lehrerinnen und Lehrer. (Beifall bei Grünen und SPÖ.) Was Sie erreichen wollen, ist, dass sich Lehrerinnen und Lehrer in Österreich nicht mehr trauen, kritische Themen der Geschichte aufzuarbeiten, kritische Personen einzuladen! (Beifall bei Grünen und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Kollege Hübner, ein Wort zu Ihrem Hinweis, dass hier politischer Einfluss durch die Hintertür passiere: Das sagt ausgerechnet ein Vertreter einer Partei, die jüngst durch ein Mitglied Ihrer Fraktion direkt in die Schule eingegriffen hat. Kollege Haider grinst, er war es, der in skandalöser Weise eingegriffen hat, weil sein Sohn ihm ein SMS geschickt hat. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist nicht zu ertragen! Das ist kein politischer Einfluss durch die Hintertür, das ist bewusste Einschüchterung der betroffenen Lehrerinnen und Lehrer. (Beifall bei Grünen und SPÖ.) Was Sie erreichen wollen, ist, dass sich Lehrerinnen und Lehrer in Österreich nicht mehr trauen, kritische Themen der Geschichte aufzuarbeiten, kritische Personen einzuladen! (Beifall bei Grünen und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ. – Abg. Stefan: Das ist politische Agitation! – Abg. Peter Wurm: Das ist politische Indoktrinierung!
Geschätzte Damen und Herren, was Sie damit erreichen, ist zum Glück eine Sensibilisierung aller anderen politischen Kräfte in diesem Land. (Beifall bei Grünen und SPÖ. – Abg. Stefan: Das ist politische Agitation! – Abg. Peter Wurm: Das ist politische Indoktrinierung!)
Beifall bei den Grünen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Was Sie erreicht haben, ist, dass Rot und Schwarz in dieser Sache Nein gesagt haben, und Sie werden sich auch im Schulbereich nicht durchsetzen, denn die Lehrerinnen und Lehrer an Österreichs Schulen sind mutig genug, sich Ihrem Druck zu widersetzen und weiterhin politische Bildung zu betreiben. (Beifall bei den Grünen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Abschließend meine Empfehlung an die Herrschaften der Freiheitlichen Partei: Gerade dieser Fall hat gezeigt, wie notwendig Nachschulung auch bei Ihnen ist, und ich würde Ihnen einen Besuch sowohl in der Gedenkstätte in Mauthausen als auch im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes dringend ans Herz legen! – Danke. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Roman Haider (fortsetzend): Der Direktor hat das Richtige getan, er hat diesen Blödsinn abgedreht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Präsident Karlheinz Kopf: Noch einmal zur Klarstellung, Herr Abgeordneter: Abgeordneter Walser hat behauptet, Sie hätten eine Intervention durchgeführt, und Sie haben dann argumentiert, warum Sie diese gemacht haben, aber Sie haben es nicht berichtigt. Das war keine tatsächliche Berichtigung. Beim nächsten Mal werde ich Ihnen noch während Ihrer Ausführungen das Wort entziehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen.
Dass Sie hier den Unterschied nicht erkennen, ist mir einigermaßen schleierhaft. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.
Solange es so ist, glaube ich, kann man beruhigt sein, was die Qualität und Unabhängigkeit der Justiz betrifft. Die Beschäftigung mit der Erinnerungskultur, eine bestmögliche und auch historische Ausbildung, ist, glaube ich, ein wichtiger Beitrag dazu, dass es so bleibt. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich habe Dinge über die Grünen gehört, bei denen ich mich frage, wie ein Lehrer so etwas sagen kann. Ich würde aber nie auf die Idee kommen, in einer Schule anzurufen und zu intervenieren. Das ist für mich ein absolutes Tabu. Es gibt dafür zuständige Organe, die so etwas, wenn tatsächlich eine völlig unangemessene politische Intervention gegeben wäre, kontrollieren müssen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Dass man sich als Politiker anmaßt, dahin gehend zu intervenieren, was an einer Schule gelehrt werden darf und was nicht, ist untragbar. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Ich habe Dinge über die Grünen gehört, bei denen ich mich frage, wie ein Lehrer so etwas sagen kann. Ich würde aber nie auf die Idee kommen, in einer Schule anzurufen und zu intervenieren. Das ist für mich ein absolutes Tabu. Es gibt dafür zuständige Organe, die so etwas, wenn tatsächlich eine völlig unangemessene politische Intervention gegeben wäre, kontrollieren müssen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Dass man sich als Politiker anmaßt, dahin gehend zu intervenieren, was an einer Schule gelehrt werden darf und was nicht, ist untragbar. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn man sich anschaut, wogegen der Herr Haider interveniert hat, muss man sagen: Das Erste, was er behauptet, es wäre nur über Rechtsextremismus geredet worden, ist schon einmal falsch. Es war Extremismus insgesamt Thema, es waren Dschihadismus und Rechtsextremismus Thema. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das stört die FPÖ offensichtlich schon, die in einem einzigen Punkt vorgekommen ist, nämlich insofern, als der Vortragende gesagt hat, dass das deutschnationale Burschenschaftermilieu die FPÖ speist (Abg. Neubauer: Was ist die Qualifikation ...?!), das heißt, dass sie dort ihre Funktionärinnen und Funktionäre rekrutiert.
Abg. Neubauer: Was ist die Qualifikation ...?!
Wenn man sich anschaut, wogegen der Herr Haider interveniert hat, muss man sagen: Das Erste, was er behauptet, es wäre nur über Rechtsextremismus geredet worden, ist schon einmal falsch. Es war Extremismus insgesamt Thema, es waren Dschihadismus und Rechtsextremismus Thema. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das stört die FPÖ offensichtlich schon, die in einem einzigen Punkt vorgekommen ist, nämlich insofern, als der Vortragende gesagt hat, dass das deutschnationale Burschenschaftermilieu die FPÖ speist (Abg. Neubauer: Was ist die Qualifikation ...?!), das heißt, dass sie dort ihre Funktionärinnen und Funktionäre rekrutiert.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Genau das ist der Fall, wenn man hier in die Reihen schaut. Ich habe es jetzt nicht im Kopf, aber ein Drittel oder die Hälfte dieser Herren sind aktive deutschnationale Burschenschafter und stolz darauf. Nichts anderes ist dort gesagt worden – nur will man nicht, dass das es den Jungen erzählt wird, denn für diese Szene gibt es dann wenig Verständnis. – Darüber wollt ihr nicht reden, und daher interveniert ihr! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Neubauer: Unglaublich! Unglaublich! – Weitere Rufe bei der FPÖ: Unglaublich!
Das Intervenieren kennt man aus Regimen wie jenen von Erdoğan, Orbán und so weiter. (Abg. Neubauer: Unglaublich! Unglaublich! – Weitere Rufe bei der FPÖ: Unglaublich!) Das wollen wir hier in Österreich nicht, und daher glaube ich, dass die gute politische Tradition, dass sich Parteien aus dem Unterricht heraushalten, richtig ist.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ihr habt eine eigene Plattform eingerichtet, auf der Interventionen im schulischen Zusammenhang angezeigt werden können. Es gibt bereits eine erste Meldung: Der Abgeordnete Haider wurde gemeldet, habe ich gelesen, weil er politisch interveniert hat und den Unterrichtsgegenstand beeinflussen wollte. Ich hoffe, dass ihr das ordentlich bearbeitet. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP. – Abg. Stefan: Das freie Wort!
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Abgeordneter, bevor das jetzt heftig wird ... (Heiterkeit bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP. – Abg. Stefan: Das freie Wort!)
Abg. Stefan: Das verhehlt er auch nicht!
Der Schüler hat seinen Vater informiert, und der Vater hat einmal nachgeschaut – man kann das ja ganz schnell recherchieren –, was das für ein Kerl ist, der da als Experte einen Vortrag hält. (Abg. Stefan: Das verhehlt er auch nicht!) Er schreibt, und das verhehlt er auf seiner eigenen Homepage auch gar nicht, in diversen kommunistischen Blättern; in der „Volksstimme“ und dergleichen hat er seine Kolumnen. (Ah-Rufe bei der FPÖ.) Er schreibt zum Beispiel auch in der Zeitschrift „analyse & kritik“, das ist die Zeitschrift der Interventionistischen Linken, die vom deutschen Verfassungsschutz so tituliert wird – das zitiere ich jetzt –: Die IL funktioniert als Scharnier zwischen militanten Gruppierungen und nicht gewaltorientierten Linksextremisten. – Zitatende.
Ah-Rufe bei der FPÖ.
Der Schüler hat seinen Vater informiert, und der Vater hat einmal nachgeschaut – man kann das ja ganz schnell recherchieren –, was das für ein Kerl ist, der da als Experte einen Vortrag hält. (Abg. Stefan: Das verhehlt er auch nicht!) Er schreibt, und das verhehlt er auf seiner eigenen Homepage auch gar nicht, in diversen kommunistischen Blättern; in der „Volksstimme“ und dergleichen hat er seine Kolumnen. (Ah-Rufe bei der FPÖ.) Er schreibt zum Beispiel auch in der Zeitschrift „analyse & kritik“, das ist die Zeitschrift der Interventionistischen Linken, die vom deutschen Verfassungsschutz so tituliert wird – das zitiere ich jetzt –: Die IL funktioniert als Scharnier zwischen militanten Gruppierungen und nicht gewaltorientierten Linksextremisten. – Zitatende.
Ruf: Schau dir den Schulz in Deutschland an!
So ein Experte, dessen Expertentum sich übrigens nicht in wissenschaftlichen Leistungen manifestiert, sondern in einer abgeschlossenen Buchhändlerlehre, was ja ehrenhaft ist ... (Ruf: Schau dir den Schulz in Deutschland an!) – Ja gut, lassen wir das mit dem Schulz in Deutschland, er ist auch Buchhändler. Was diesen Herrn als Extremisten ausweist, das hat er selbst in seinen Publikationen bewiesen, was ihn allerdings als Experten ausweist, ist wirklich mehr als fraglich (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach), das haben wir auch in einer parlamentarischen Anfrage zum Thema gemacht.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach
So ein Experte, dessen Expertentum sich übrigens nicht in wissenschaftlichen Leistungen manifestiert, sondern in einer abgeschlossenen Buchhändlerlehre, was ja ehrenhaft ist ... (Ruf: Schau dir den Schulz in Deutschland an!) – Ja gut, lassen wir das mit dem Schulz in Deutschland, er ist auch Buchhändler. Was diesen Herrn als Extremisten ausweist, das hat er selbst in seinen Publikationen bewiesen, was ihn allerdings als Experten ausweist, ist wirklich mehr als fraglich (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach), das haben wir auch in einer parlamentarischen Anfrage zum Thema gemacht.
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Schenk.
Der Vater, der Elternvertreter an dieser Schule ist und somit auch im Schulgemeinschaftsausschuss sitzt, hat den Direktor angerufen und hat ihn informiert, was da gerade in der Schule abgeht. Dieser hat sich den verantwortlichen Lehrer holen lassen und ihn gefragt, ob er weiß, wen er da eingeladen hat. Der Lehrer ist aus allen Wolken gefallen und hat das einzig Richtige gemacht: Er hat diesen grünen Brunnenvergifter sofort nach Hause geschickt. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Schenk.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Leider war der Vortrag schon vorbei, es war nur noch die Diskussion am Laufen, und die hat der Lehrer dann vorzeitig beendet. Da hat der Lehrer also etwas sehr Vernünftiges getan, er hat aus seinem Fehler gelernt und die Konsequenz daraus gezogen. Sehen Sie, Herr Walser, es gibt also durchaus auch Lehrer, die Vernunft und Berufsethik höher einschätzen als ideologische Verblendung – immerhin ein positives Signal in dieser Angelegenheit! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
und Beifall bei der FPÖ und Boah-Ruf der Abg. Schimanek.) Das ist ein Zitat aus der Zeitschrift der KPÖ Oberösterreich, in der Ihr Parteifreund Rammerstorfer genau zu der Zeit, als das geschrieben worden ist, eine Kolumne verfasst hat. – Also weiterhin viel Spaß mit diesem Parteifreund! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
ironische Heiterkeit bei der FPÖ
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Herr Präsident! Es ist erfreulich, dass Kollege Haider in der Lage ist, darauf hinzuweisen, dass die Grünen eine offene Partei sind (ironische Heiterkeit bei der FPÖ), dass die Grünen mit vielen kommunizieren, dass die Grünen in Zeitschriften publizieren – wir sind begehrte Artikelschreiber in diversen Zeitschriften. Ich weiß nicht genau, was Sie damit meinen, dass Kollege Rammerstorfer in der Zeitschrift, in der Zeitschrift und in der Zeitschrift etwas veröffentlicht. (Zwischenruf des Abg. Haider.)
Zwischenruf des Abg. Haider.
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Herr Präsident! Es ist erfreulich, dass Kollege Haider in der Lage ist, darauf hinzuweisen, dass die Grünen eine offene Partei sind (ironische Heiterkeit bei der FPÖ), dass die Grünen mit vielen kommunizieren, dass die Grünen in Zeitschriften publizieren – wir sind begehrte Artikelschreiber in diversen Zeitschriften. Ich weiß nicht genau, was Sie damit meinen, dass Kollege Rammerstorfer in der Zeitschrift, in der Zeitschrift und in der Zeitschrift etwas veröffentlicht. (Zwischenruf des Abg. Haider.)
Abg. Schimanek: Nein, er hat nur ...!
Sie, Herr Kollege Haider, gehen am Kern der Geschichte vorbei. Sie haben persönlich einen Schuldirektor dazu aufgefordert, einen Vortrag abzubrechen (Abg. Schimanek: Nein, er hat nur ...!), der zeitgeschichtliche Themen behandelt. Warum sagen Sie nicht, dass das, was Sie unter parteifreier Schule verstehen, eine Schule ist, die von der FPÖ dominiert wird (heftiger Widerspruch bei der FPÖ) und von der FPÖ parteipolitisch in Anspruch genommen wird? (Ironische Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
heftiger Widerspruch bei der FPÖ
Sie, Herr Kollege Haider, gehen am Kern der Geschichte vorbei. Sie haben persönlich einen Schuldirektor dazu aufgefordert, einen Vortrag abzubrechen (Abg. Schimanek: Nein, er hat nur ...!), der zeitgeschichtliche Themen behandelt. Warum sagen Sie nicht, dass das, was Sie unter parteifreier Schule verstehen, eine Schule ist, die von der FPÖ dominiert wird (heftiger Widerspruch bei der FPÖ) und von der FPÖ parteipolitisch in Anspruch genommen wird? (Ironische Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ironische Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sie, Herr Kollege Haider, gehen am Kern der Geschichte vorbei. Sie haben persönlich einen Schuldirektor dazu aufgefordert, einen Vortrag abzubrechen (Abg. Schimanek: Nein, er hat nur ...!), der zeitgeschichtliche Themen behandelt. Warum sagen Sie nicht, dass das, was Sie unter parteifreier Schule verstehen, eine Schule ist, die von der FPÖ dominiert wird (heftiger Widerspruch bei der FPÖ) und von der FPÖ parteipolitisch in Anspruch genommen wird? (Ironische Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Das ist doch ganz offenkundig! Ihr Kollege Rosenkranz hat im Unterrichtsausschuss behauptet, Sie seien Obmann des Elternvereins. (Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.) Das ist nicht ganz richtig, Herr Kollege. Sie sind Kassier dieses Elternvereins, und als Kassier kennen Sie offensichtlich das Schulunterrichtsgesetz nicht ganz genau. Es gibt sehr wohl sehr viele Vorträge, für die Schülerinnen und Schüler ihren Beitrag leisten, das ist keine Frage.
Ruf bei der FPÖ: Hör’n S’ auf ...! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Herr Kollege, worum es in dieser Sache geht, das ist der unerträgliche parteipolitische Druck (Ruf bei der FPÖ: Hör’n S’ auf ...! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), den Sie auf Schülerinnen und Schüler ausüben. (Abg. Schimanek – die Hände über dem Kopf zusammenschlagend –: Na, bitte, was ...! – Zwischenruf des Abg. Haider.) Und Sie können sicher sein: Gegen diesen Druck (anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ) werden sich die demokratischen Parteien in Österreich in gebührender Form zur Wehr setzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Schimanek – die Hände über dem Kopf zusammenschlagend –: Na, bitte, was ...! – Zwischenruf des Abg. Haider.
Herr Kollege, worum es in dieser Sache geht, das ist der unerträgliche parteipolitische Druck (Ruf bei der FPÖ: Hör’n S’ auf ...! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), den Sie auf Schülerinnen und Schüler ausüben. (Abg. Schimanek – die Hände über dem Kopf zusammenschlagend –: Na, bitte, was ...! – Zwischenruf des Abg. Haider.) Und Sie können sicher sein: Gegen diesen Druck (anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ) werden sich die demokratischen Parteien in Österreich in gebührender Form zur Wehr setzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ
Herr Kollege, worum es in dieser Sache geht, das ist der unerträgliche parteipolitische Druck (Ruf bei der FPÖ: Hör’n S’ auf ...! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), den Sie auf Schülerinnen und Schüler ausüben. (Abg. Schimanek – die Hände über dem Kopf zusammenschlagend –: Na, bitte, was ...! – Zwischenruf des Abg. Haider.) Und Sie können sicher sein: Gegen diesen Druck (anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ) werden sich die demokratischen Parteien in Österreich in gebührender Form zur Wehr setzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Kollege, worum es in dieser Sache geht, das ist der unerträgliche parteipolitische Druck (Ruf bei der FPÖ: Hör’n S’ auf ...! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), den Sie auf Schülerinnen und Schüler ausüben. (Abg. Schimanek – die Hände über dem Kopf zusammenschlagend –: Na, bitte, was ...! – Zwischenruf des Abg. Haider.) Und Sie können sicher sein: Gegen diesen Druck (anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ) werden sich die demokratischen Parteien in Österreich in gebührender Form zur Wehr setzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Eines kann ich Ihnen sicher sagen: Aus der österreichischen Schule, die ihrem Auftrag nachkommt, machen Sie keine blaue Schule! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ihnen wird es nicht gelingen, mit Ihren Einschüchterungsmethoden die österreichischen Lehrerinnen und Lehrer davon abzuhalten, dass sie auch künftig kritisch aufklären, in ihren Stunden und an ihren Schulen kritische Diskussionen zulassen. Darauf können Sie Gift nehmen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Eines kann ich Ihnen sicher sagen: Aus der österreichischen Schule, die ihrem Auftrag nachkommt, machen Sie keine blaue Schule! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ihnen wird es nicht gelingen, mit Ihren Einschüchterungsmethoden die österreichischen Lehrerinnen und Lehrer davon abzuhalten, dass sie auch künftig kritisch aufklären, in ihren Stunden und an ihren Schulen kritische Diskussionen zulassen. Darauf können Sie Gift nehmen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
darüber sein sollten, dass parteipolitische Agitation an Schulen grundsätzlich nichts verloren hat. (Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Walser.
Leider müssen wir aber feststellen, dass das in der Realität nicht der Fall ist, was durch viele Meldungen aus Schulen quer durch ganz Österreich belegt ist. Eltern wenden sich an uns und schildern uns von Berichten ihrer Kinder, dass sie in ihrer Schule erleben müssen, dass offenbar immer wieder sogenannte Experten Vorträge halten. Ein Vortrag eines sogenannten Experten aus Oberösterreich war ja jetzt hier auch Thema. Dieser sogenannte unabhängige Experte hat in über 70 Schulen als grüner Parteifunktionär parteipolitische Agitation betrieben; und dann werden die Schüler noch in rechtswidriger Weise gezwungen, 3 € dafür zu bezahlen. – So etwas hat an keiner Schule etwas verloren! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Walser.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Stellen Sie sich vor, das wäre ein freiheitlicher Funktionär gewesen: Was für ein Theater würden Sie zu Recht hier zum Besten geben! Und genau darum geht es! Das sind ja keine Einzelfälle, das hat Methode! (Zwischenrufe bei den Grünen.) Wir erleben, dass parteipolitische Agitation an österreichischen Schulen methodisch stattfindet. Unsere Kinder müssen sich dort anhören, wie man demokratische Parteien, die in diesem Haus vertreten sind, dort bezeichnet, da wird teilweise mit strafrechtlich relevanten Begrifflichkeiten herumgeworfen. – Das hat an Schulen nichts verloren! Und genau darum geht es! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Stellen Sie sich vor, das wäre ein freiheitlicher Funktionär gewesen: Was für ein Theater würden Sie zu Recht hier zum Besten geben! Und genau darum geht es! Das sind ja keine Einzelfälle, das hat Methode! (Zwischenrufe bei den Grünen.) Wir erleben, dass parteipolitische Agitation an österreichischen Schulen methodisch stattfindet. Unsere Kinder müssen sich dort anhören, wie man demokratische Parteien, die in diesem Haus vertreten sind, dort bezeichnet, da wird teilweise mit strafrechtlich relevanten Begrifflichkeiten herumgeworfen. – Das hat an Schulen nichts verloren! Und genau darum geht es! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach
Wenn dann ein Schüler in dieser Situation den Mut und den Charakter hat, seinen Vater, der Elternvertreter ist, anzurufen und ihm zu sagen, dass so etwas nicht möglich sein kann, dann hat der gewählte Elternvertreter die Verpflichtung, tätig zu werden und solche parteipolitischen Agitationen an der Schule zu melden (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach) und den Direktor auch darauf aufmerksam zu machen, dass er die Verantwortung dafür trägt und auch eine Beurteilung zu treffen hat. (Abg. Steinhauser: Ganz im Geist von Erdoğan!) Genau das ist von ihm gemäß seiner Verantwortung auch gemacht worden (Abg. Steinhauser: ... Erdoğan!), und das erwarte ich von allen Eltern, gleich welcher Couleur, nämlich genauso ihre Verantwortung als Elternvertreter zu leben. Und genau darum geht es!
Abg. Steinhauser: Ganz im Geist von Erdoğan!
Wenn dann ein Schüler in dieser Situation den Mut und den Charakter hat, seinen Vater, der Elternvertreter ist, anzurufen und ihm zu sagen, dass so etwas nicht möglich sein kann, dann hat der gewählte Elternvertreter die Verpflichtung, tätig zu werden und solche parteipolitischen Agitationen an der Schule zu melden (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach) und den Direktor auch darauf aufmerksam zu machen, dass er die Verantwortung dafür trägt und auch eine Beurteilung zu treffen hat. (Abg. Steinhauser: Ganz im Geist von Erdoğan!) Genau das ist von ihm gemäß seiner Verantwortung auch gemacht worden (Abg. Steinhauser: ... Erdoğan!), und das erwarte ich von allen Eltern, gleich welcher Couleur, nämlich genauso ihre Verantwortung als Elternvertreter zu leben. Und genau darum geht es!
Abg. Steinhauser: ... Erdoğan!
Wenn dann ein Schüler in dieser Situation den Mut und den Charakter hat, seinen Vater, der Elternvertreter ist, anzurufen und ihm zu sagen, dass so etwas nicht möglich sein kann, dann hat der gewählte Elternvertreter die Verpflichtung, tätig zu werden und solche parteipolitischen Agitationen an der Schule zu melden (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach) und den Direktor auch darauf aufmerksam zu machen, dass er die Verantwortung dafür trägt und auch eine Beurteilung zu treffen hat. (Abg. Steinhauser: Ganz im Geist von Erdoğan!) Genau das ist von ihm gemäß seiner Verantwortung auch gemacht worden (Abg. Steinhauser: ... Erdoğan!), und das erwarte ich von allen Eltern, gleich welcher Couleur, nämlich genauso ihre Verantwortung als Elternvertreter zu leben. Und genau darum geht es!
Abg. Walter Rosenkranz: Unerhört! Gesindel!
Da muss man schon auch eines sagen: Wenn der Schriftsteller Misik, der ja auch Berater von Bundkanzler Kern ist, auf der Seite von Landesrat Ackerl, dem ehemaligen roten Landesrat in Oberösterreich, sinngemäß schreibt: Na ja, dieser Schüler, der da diese Ungeheuerlichkeit der parteipolitischen Agitation aufgezeigt hat, gehört eigentlich behandelt, wie man es zu unserer Zeit gemacht hat, nach dem Motto: Mobbing, Druck ausüben und vielleicht noch ein paar Watschen mit auf den Weg geben! (Abg. Walter Rosenkranz: Unerhört! Gesindel!), dann muss ich sagen: Das ist unerhört, denn genau das ist faschistisches Gedankengut, das an Schulen nichts verloren hat und mit dem man Andersdenkende nicht in solcher Art und Weise konfrontieren sollte. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Da muss man schon auch eines sagen: Wenn der Schriftsteller Misik, der ja auch Berater von Bundkanzler Kern ist, auf der Seite von Landesrat Ackerl, dem ehemaligen roten Landesrat in Oberösterreich, sinngemäß schreibt: Na ja, dieser Schüler, der da diese Ungeheuerlichkeit der parteipolitischen Agitation aufgezeigt hat, gehört eigentlich behandelt, wie man es zu unserer Zeit gemacht hat, nach dem Motto: Mobbing, Druck ausüben und vielleicht noch ein paar Watschen mit auf den Weg geben! (Abg. Walter Rosenkranz: Unerhört! Gesindel!), dann muss ich sagen: Das ist unerhört, denn genau das ist faschistisches Gedankengut, das an Schulen nichts verloren hat und mit dem man Andersdenkende nicht in solcher Art und Weise konfrontieren sollte. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Walser: ... Erdoğan!
Diese besondere Verantwortung an unseren Schulen gilt es, wieder hervorzuheben: dass Direktoren und Lehrer die Verantwortung dafür haben, dass eben keine Partei – keine Partei! –, gleich welche, parteipolitische Agitation an Schulen betreiben kann. Und genau diese Verantwortung haben wir: solche Dinge aufzuzeigen, abzustellen und dafür Sorge zu tragen, dass das nicht stattfinden kann – zum Schutz unserer Kinder! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Walser: ... Erdoğan!)
Abg. Walser: AKP Österreich!
Und genau das ist es, was Sie stört! (Abg. Walser: AKP Österreich!) Genau das ist es, was Sie stört, weil Sie genau in diesen Bereichen seit Jahren ungehindert tätig gewesen sind. Das wird abzustellen sein, Herr Walser, denn das hat mit Demokratie
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
nichts zu tun. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir von der FPÖ haben mit diesem Gesetz keine Freude, denn wir sind sehr froh über jeden Unternehmer, den es gibt, gerade auch über die Kleinunternehmer, von denen viele als Reiseveranstalter beziehungsweise als Reisebüro tätig sind – bis jetzt, sage ich dazu –, und daher lehnen wir dieses Gesetz ab. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist in unserem Sinne und auch im Interesse der Tourismusbranche, denn es gewährt dieser Rechtssicherheit, was für diese wichtig ist, und ermöglicht ihr auch eine praxisgerechte Vorgehensweise. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Auer.
Beschweren wir uns nicht über das Aussterben der Metzger, Wirte und Hoteliers – wenn wir das umsetzen, dann sind wir alle selbst schuld daran! – Danke. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Auer.)
Beifall bei der SPÖ.
Also ich denke, im Sinne der Konsumentinnen und Konsumenten und Menschen, die gerne reisen, sind das ein positiver Aspekt und ein gutes Gesetz. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall der Abg. Barbara Rosenkranz.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, dieses Gesetz regelt aber viel mehr als Pauschalreisen. Meiner Meinung nach ist der Vorschlag, wie auch die Bundesarbeitskammer hier schreibt, dass das Gesetz zum Beispiel in Reisevertragsgesetz umbenannt werden sollte, gut, weil eben in diesem Gesetz viel mehr verpackt ist als nur die Pauschalreisen. Deshalb, glaube ich, könnte man bei nächster Gelegenheit überlegen, ob man dieses Gesetz nicht zusätzlich ändert. – Danke schön. (Beifall der Abg. Barbara Rosenkranz.)
Beifall bei den Grünen.
Im Grunde genommen begrüßen wir natürlich die Änderung, die heute beschlossen wird, aber ich wünsche mir weiterhin eine Stärkung des Konsumentenschutzes und hoffe, dass wir auch gemeinsam daran arbeiten werden. – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Sie brauchen diese Zeit, um sich auf diese Vorgaben einzustellen. Darauf wollte ich noch hinweisen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne ist das Gesetz sehr gut, wenn auch eine klare Gratwanderung zwischen Wirtschaftsfreundlichkeit und Konsumentenschutz. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Früher war es relativ klar: Mit dem Betreten des Reisebüros hat man eine Firma mit der Gesamtorganisation der Reise beauftragt. Im Internet stellt sich die Situation anders dar. Mit den Click-Through-Buchungen wechselt man die Seiten, und es werden auch wichtige Daten wie Name, Mail-Adresse, Bankdaten und so weiter an die verschiedenen Anbieter weitergeleitet. So hat man scheinbar einen abgeschlossenen Vertrag, der aber mit verschiedenen Vertragspartnern abgeschlossen ist, und sollte es Probleme geben, ist es später für die Rechtsanwälte relativ schwierig, das aufzulösen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne ist es ein guter Tag für die österreichischen KonsumentInnen und für alle, die ihren wohlverdienten Urlaub antreten wollen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Da wir innerhalb der Europäischen Union diese Regelungen bereits umgesetzt haben, brauchen wir keine zusätzlichen technischen Maßnahmen zu setzen, daher entstehen uns durch dieses Zusatzprotokoll auch keine zusätzlichen Kosten, die wir tragen müssen. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich ende ja meistens mit einem Cicero-Zitat. Cicero hat gesagt: „Ein Brief errötet nicht.“ – Vielleicht würde er heute sagen: Eine Strafanzeige errötet nicht. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir sind jedenfalls dafür und begrüßen die Erweiterung dieses Abkommens. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne ersuche ich Sie um Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Mir ist bewusst, dass sehr viele LehrerInnen Sorge haben, insbesondere auch deshalb, weil, so glaube ich – bedingt durch den großen Umfang des in Begutachtung geschickten Pakets –, noch nicht überall klar ist, was tatsächlich im Gesetzestext steht. Diese Sorgen werden selbstverständlich ernst genommen, aber ich vertraue auch in Zukunft – wie schon in der Vergangenheit – auf die Lehrerinnen und Lehrer, auf die DirektorInnen und in Zukunft auch auf die ClusterleiterInnen, ich vertraue darauf, dass sie das Beste für unsere Kinder umsetzen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir begrüßen die heute hier zu beschließende Änderung, die notwendig ist. Wir sind seit der Einführung des Berufsreifeprüfungsgesetzes im Jahr 1997 sehr für diese zusätzliche Möglichkeit, die Matura nachzuholen. Es gibt ja auch unterschiedliche Möglichkeiten, wie Berufsmatura, Lehre mit Matura oder auch Lehre nach der Matura – diese Formen sind unbedingt notwendig, sind wichtig, auch deshalb, weil lebenslanges Lernen eine Grundvoraussetzung für Aus- und Weiterbildung ist. Speziell die Lehre mit Matura oder überhaupt die Möglichkeit, nach der Lehre die Matura nachzuholen, erscheint uns als wahnsinnig wichtig. Und das war immer auch eine Kernforderung von uns, von der Freiheitlichen Partei, deren Umsetzung wir mit vielen Initiativen und mit Nachdruck immer wieder gefordert haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Was wir nicht verstehen – und das muss ich schon sagen –, ist der Einwurf der Grünen. Wir scheinen uns überhaupt in schulpolitischen Auseinandersetzungen sehr zu unterscheiden, also nicht nur, was die politikfreie Schule anlangt. Wir wollen keine ideologisierte linke Schule wie Sie, sehr geehrter Herr Dr. Walser, sondern wir wollen eine politikfreie Schule mit Objektivität, in der man den Schülern unterschiedliche politische Standpunkte fair und gerecht beibringt (Beifall bei der FPÖ) und nicht Gehirnwäsche betreibt, wie Sie sich das vorstellen und an Schulen betreiben. Das kommt für uns nicht infrage.
Beifall bei der FPÖ.
Ihren populistischen Ansatz, Mathematik zukünftig bei der Matura als Wahlfach vorzusehen, weil – Begründung der grünen Partei – in Mathematik in der Vergangenheit so viele Schüler durchgefallen sind, kann ich nicht ernst nehmen, denn das kann es wohl nicht sein. Matura kommt aus dem Lateinischen, nämlich von maturitas, das heißt die Reife. Und man wird im Rahmen der Matura seine Reife wohl auch weiterhin in den zentralen Gegenständen Deutsch, Mathematik und Fremdsprache unter Beweis stellen. Die Matura ist ein Wert an sich und die Matura kann nicht so nebenbei erworben werden, weil damit nur eine Nivellierung unseres Schulwesens, unserer Schule nach unten erfolgen würde. Das wollen wir nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Viele von uns haben maturiert, und es ist toll, eine Matura zu haben. Es ist auch toll, die Matura im Rahmen eines zweiten Bildungsweges, Lehre mit Matura und so weiter, nachzuholen. Das wollen wir beibehalten, dafür steht die Freiheitliche Partei. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Also viele Baustellen, viele fehlende Antworten – wir bitten um die Antworten. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Hauser: ... Wahlfach!
Kollege Hauser, weil Sie unsere Diskussion zur Zentralmatura hier angesprochen haben: Bitte verwechseln Sie nicht Äpfel mit Birnen! Reden Sie mit Schülerinnen und Schülern, reden Sie mit Maturantinnen und Maturanten und auch mit den betroffenen Lehrerinnen und Lehrern! Die werden Ihnen sagen, dass wir gerade im Fach Mathematik dringenden Handlungsbedarf haben. Nun heißt das nicht – das möchte ich ausdrücklich feststellen –, dass wir gegen Mathematik sind. Ich halte Mathematik für unverzichtbar, das ist überhaupt keine Frage, aber wir müssen dringend im Fach Mathematik didaktisch nachlegen. Lehrerinnen und Lehrer müssen da besser auf die derzeitigen Erfordernisse vorbereitet werden. Wir müssen sicherstellen, dass Mathematik nicht zum Horrorfach für viele Schülerinnen und Schüler wird. Das ist der zentrale Punkt!, und das unterscheidet uns ganz klar von Ihrem Ansatz. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hauser: ... Wahlfach!)
Zwischenruf des Abg. Hauser.
Ich darf Ihnen dazu sagen: Wir sind für eine Leistungsschule! Wir sind für eine Schule, in der Kinder gefordert und gefördert werden, weil Kinder und Jugendliche das wollen! Die wollen Leistung erbringen, aber wir müssen ihnen die Chance dazu geben. Ihre Antwort darauf ist glasklar: Wir wollen das Schulsystem aus der Mitte des 19. Jahrhunderts im 21. Jahrhundert fortführen! – Das ist Ihre Antwort! (Zwischenruf des Abg. Hauser.) Das ist legitim, Teile der ÖVP sehen das auch so. – Wir Grünen sehen das anders!
Beifall bei den Grünen.
Wir weisen darauf hin, dass es im 21. Jahrhundert Dinge wie den Computer gibt, dass es das Internet gibt. Wir müssen im 21. Jahrhundert auf diese Entwicklungen reagieren. Wir brauchen nicht einfach ausgebildete Hilfsarbeiter, die einfache Tätigkeiten in den Fabriken verrichten, sondern wir brauchen Schülerinnen und Schüler, die nach absolvierter Schulpflicht im Team arbeiten können, die demokratische Prozesse erlernt haben, die kritisch denken können und die auf die Erfordernisse der Zeit eingehen können. Das ist der wesentliche Unterschied zwischen blauem 19. Jahrhundert in der Bildungspolitik und modernem 21. Jahrhundert bei den Grünen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Walser – auf seine Armbanduhr weisend –: ... sehr spät!
Geplant wäre gewesen – wenn Sie aufrichtig sind, geben Sie das zu –, dass man diese Reparatur ins Schulautonomiepaket hineinnimmt. Warum passiert das nicht? – Weil Sie mit dem Schulautonomiepaket nicht in die Gänge kommen. Sie haben es am 17. November 2015 verkündet, und jetzt haben wir März 2017, und es ist immer noch nicht über die Kante, ein Fünftel davon ist über die Kante, der Rest ist immer noch nicht umgesetzt, obwohl es vor über eineinhalb Jahren verkündet wurde. (Abg. Walser – auf seine Armbanduhr weisend –: ... sehr spät!)
Beifall des Abg. Loacker.
Wir halten das für grundfalsch, weil die Landeshauptleute dann Machtpolitik machen werden. Die werden nicht fragen, was die Bewerber besonders gut für die Führungsposition auszeichnet, sondern ob sie das richtige Parteibuch haben. (Beifall des Abg. Loacker.) Sie spielen da also weiter dasselbe Spiel, und das ist nicht in Ordnung. Dagegen werden wir weiter protestieren!
Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Lugar.
Das ist die Einladung. Machen wir hier ernsthafte Politik! Wir wollen hier konkret mitarbeiten, wenn Sie gute Ideen haben, greifen wir die auch auf. Wenn Sie diesen Antrag ablehnen, dann weiß ich auch nicht, welches Verständnis von Politik Sie dann haben, dann ist wirklich Hopfen und Malz verloren. (Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Lugar.) Und dann gibt es, glaube ich, nur noch Kopfschütteln seitens der Bürgerinnen und Bürger. (Beifall des Abg. Loacker.)
Beifall des Abg. Loacker.
Das ist die Einladung. Machen wir hier ernsthafte Politik! Wir wollen hier konkret mitarbeiten, wenn Sie gute Ideen haben, greifen wir die auch auf. Wenn Sie diesen Antrag ablehnen, dann weiß ich auch nicht, welches Verständnis von Politik Sie dann haben, dann ist wirklich Hopfen und Malz verloren. (Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Lugar.) Und dann gibt es, glaube ich, nur noch Kopfschütteln seitens der Bürgerinnen und Bürger. (Beifall des Abg. Loacker.)
Zwischenruf des Abg. Strolz.
Von den Themen, die Kollege Strolz aus dem Plan A und aus dem aktuellen Regierungsübereinkommen genannt hat, ist vieles – das meiste eigentlich – in diesem Autonomiepaket verwoben. (Zwischenruf des Abg. Strolz.) Der Kindergarten läuft parallel, das ist ganz klar. Da befindet sich meine Kollegin Karmasin ja mit dem Bildungskompass in der Erprobung, und wir arbeiten intensiv.
Beifall bei der SPÖ.
Gerade mir ist es ein sehr persönliches Anliegen, dass wir hier zu Bildungsstandards kommen, welche beispielsweise ganz klar definieren, mit welchen Sprachkompetenzen unsere Kinder aus dem Kindergarten kommen, damit einfach der Einstieg in die und der Übergang zur Volksschule besser gelingt und dann vor allem die sprachlichen Defizite hoffentlich kein Thema mehr sein werden, zumindest nicht in der Breite, wie sie es jetzt sind. Das heißt, die Sprachförderung im Kindergarten, der Spracherwerb wird mir ein zentrales Anliegen sein, auch was die Definition der Bildungsstandards betrifft. Da sind wir auf einem sehr guten Weg, wie ich meine. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Abschluss möchte ich betonen, dass es für mich sehr, sehr wichtig und wesentlich ist, dass die österreichische Berufsreifeprüfung keinesfalls als Matura zweiter Klasse angesehen wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strolz: Ich war sehr positiv ...!
Und: Lieber Kollege Strolz, bevor wir immer alles schlechtreden, sollten wir die positiven Dinge doch einfach bewerten. (Abg. Strolz: Ich war sehr positiv ...!) Wir haben hier eine Änderung umgesetzt, die dringend notwendig ist, nämlich die gleiche
Beifall bei der ÖVP.
Behandlung der Reifeprüfung, egal, ob es die einer AHS, die einer BHS oder die Berufsreifeprüfung ist, und das ist eine gute Sache, die, glaube ich, auch positiv zu bewerten ist. – Besten Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist unsere Aufgabe, dafür Sorge zu tragen, das Bildungssystem aus unnötigen Korsetts zu befreien, denn es darf nie zu spät sein, sich weiterbilden zu können und zu dürfen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Yılmaz: Und was heißt das? – Zwischenruf der Abg. Gusenbauer-Jäger.
Ich habe mich in meiner Rede auf die Aussage Ihres Kollegen Julian Schmid bezogen, der in einem Ö1-Interview Folgendes festgestellt hat: Jeder Maturant sollte zukünftig selbst entscheiden können, ob er in Mathematik maturiert oder nicht. (Abg. Yılmaz: Und was heißt das? – Zwischenruf der Abg. Gusenbauer-Jäger.) – Das heißt Mathematik als Wahlfach: Das kann es aus unserer Sicht nicht geben. Wir sind für Kernkompetenzen, Mathematik ist eine Kernkompetenz, und sie soll weiterhin Teil der Matura sein. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe mich in meiner Rede auf die Aussage Ihres Kollegen Julian Schmid bezogen, der in einem Ö1-Interview Folgendes festgestellt hat: Jeder Maturant sollte zukünftig selbst entscheiden können, ob er in Mathematik maturiert oder nicht. (Abg. Yılmaz: Und was heißt das? – Zwischenruf der Abg. Gusenbauer-Jäger.) – Das heißt Mathematik als Wahlfach: Das kann es aus unserer Sicht nicht geben. Wir sind für Kernkompetenzen, Mathematik ist eine Kernkompetenz, und sie soll weiterhin Teil der Matura sein. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Selbstverständlich sind wir dafür, didaktische Verbesserungen auch im Rahmen des Mathematikunterrichts zu machen – Didaktik muss immer besser werden –, aber der einfache Weg in der Bildungspolitik kann nicht der sein, einfach auf ein wichtiges Fach zu verzichten, wenn die Durchfallquoten hoch sind. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Das war ein Schattenboxen! – Abg. Fekter: Nein, die Grünen haben keine einheitliche Linie!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Dr. Walser. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Öllinger: Das war ein Schattenboxen! – Abg. Fekter: Nein, die Grünen haben keine einheitliche Linie!)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Fekter. – Abg. Rädler: Pilz!
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Herr Präsident! Die Grünen haben sehr wohl eine einheitliche Linie. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Fekter. – Abg. Rädler: Pilz!) Es liegt ein bisschen an Ihrer Lesekompetenz. Ich darf Ihnen die Linie der Grünen sehr gerne vorlesen: „Die Zentralmatura als solche ist in den zentralen Fächern wie Deutsch, Englisch oder Mathematik sinnvoll.“
Zwischenruf des Abg. Rasinger.
Das ist ganz klar; dass eine Diskussion aufgrund der Probleme, die das Fach Mathematik bereitet, entstanden ist, dass es da im Internet Initiativen gibt, dass sehr viele Jugendliche darauf drängen, dass das abgeschafft wird, ist richtig. Die grüne Linie in diesem Fall aber anzweifeln zu wollen – bitte, das ist sehr vermessen. (Zwischenruf des Abg. Rasinger.) Wir waren die Vorkämpfer für eine vernünftige Zentralmatura, und wir kämpfen auch jetzt darum, dass es die notwendigen Adaptierungen gibt.
Zwischenrufe der Abgeordneten Hauser und Kassegger. – Abg. Fekter: Das Niveau in der AHS ...!
Das sind die Probleme, und darüber sollten wir uns Gedanken machen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hauser und Kassegger. – Abg. Fekter: Das Niveau in der AHS ...!) Da müssen wir auf jene Punkte eingehen, die wir Grüne von Anfang an kritisiert haben und zu denen wir gesagt haben ... (Abg. Belakowitsch-Jenewein: ... runternivellieren!) – Nein, da geht es nicht ums Runternivellieren, Frau Kollegin, sondern darum, Standards festzulegen. Und diese Diskussion müssen wir führen. Diese Diskussion ist eine inhaltliche, und da tun sich die Freiheitlichen verdammt schwer. Das habe ich in der Vergangenheit festgestellt. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Fekter.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: ... runternivellieren!
Das sind die Probleme, und darüber sollten wir uns Gedanken machen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hauser und Kassegger. – Abg. Fekter: Das Niveau in der AHS ...!) Da müssen wir auf jene Punkte eingehen, die wir Grüne von Anfang an kritisiert haben und zu denen wir gesagt haben ... (Abg. Belakowitsch-Jenewein: ... runternivellieren!) – Nein, da geht es nicht ums Runternivellieren, Frau Kollegin, sondern darum, Standards festzulegen. Und diese Diskussion müssen wir führen. Diese Diskussion ist eine inhaltliche, und da tun sich die Freiheitlichen verdammt schwer. Das habe ich in der Vergangenheit festgestellt. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Fekter.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Fekter.
Das sind die Probleme, und darüber sollten wir uns Gedanken machen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hauser und Kassegger. – Abg. Fekter: Das Niveau in der AHS ...!) Da müssen wir auf jene Punkte eingehen, die wir Grüne von Anfang an kritisiert haben und zu denen wir gesagt haben ... (Abg. Belakowitsch-Jenewein: ... runternivellieren!) – Nein, da geht es nicht ums Runternivellieren, Frau Kollegin, sondern darum, Standards festzulegen. Und diese Diskussion müssen wir führen. Diese Diskussion ist eine inhaltliche, und da tun sich die Freiheitlichen verdammt schwer. Das habe ich in der Vergangenheit festgestellt. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Fekter.)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Das glaub’ ich jetzt nicht, oder?
Ich bitte jene Damen und Herren, die für den Entschließungsantrag sind, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist abgelehnt. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Das glaub’ ich jetzt nicht, oder?)
Beifall bei der SPÖ.
Im Ausschuss hat Kollegin Fekter darauf hingewiesen, dass künftig auch Berufsreifeprüfungen in eine solche Regelung miteinbezogen werden sollten. Ich bin der Meinung, diese Anregung ist nicht nur richtig, sondern auch wichtig. Es wäre wichtig, dass man diese in Zukunft auch mitberücksichtigt. Überall dort, wo es möglich ist, sollte man das auch tatsächlich umsetzen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zu sagen, dass Liechtenstein und die Schweiz nicht am NQR, am Nationalen Qualifikationsrahmen, teilnehmen, widerspricht ein bisschen dem, was in Ihrem Vorblatt steht, nämlich: „Für die Regelungen des Abkommens bestehen keine Vorgaben des Unionsrechts.“ – Wenn das stimmt, was Sie ins Vorblatt hineinschreiben, dann hätten Sie die Möglichkeit gehabt, das individuell zu verhandeln, und dann hätten Sie für unsere Studenten auch etwas herausverhandelt. Jetzt nützt es nämlich hauptsächlich den Liechtensteinern, denn so viele Universitäten gibt es in Liechtenstein nicht, an die unsere Studenten gehen könnten, aber die Berufsberechtigungen hätten ihnen geholfen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Fekter: Nein, ich schätze das sehr!
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Frau Kollegin Fekter, aus der ostösterreichischen oder in Ihrem Fall der oberösterreichischen Sicht mag das so sein, dass Sie das kleine Liechtenstein ein bisschen unterschätzen. (Abg. Fekter: Nein, ich schätze das sehr!)
Zwischenruf der Abg. Fekter
Ich darf darauf hinweisen, dass das kleine Liechtenstein drei Hochschulen hat, eine Universität und eine hochschulähnliche Einrichtung. Ich darf Sie daran erinnern, dass die österreichischen Studierenden allein an der Universität in Liechtenstein 40 Prozent der Gesamtzahl der Studierenden ausmachen, also einen deutlich höheren Anteil haben als beispielsweise die Schweizerinnen und Schweizer oder die LiechtensteinerInnen selbst. Also es betrifft sehr wohl auch unsere Studierenden, und deshalb bin ich als Vorarlberger Abgeordneter sehr froh (Zwischenruf der Abg. Fekter), dass wir dieses Abkommen hier umsetzen.
Beifall bei den Grünen.
Ich würde meine dringende Bitte an Sie richten, solche Dinge vielleicht im Vorfeld zu klären, dann könnten wir alle heute ein Gesetz beschließen, mit dem wir alle zufrieden sind, und zwar uneingeschränkt. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Auer.
Wie gesagt: Das Abkommen zwischen Österreich und Liechtenstein ist ein lebensfreundliches Abkommen. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Auer.)
Abg. Scherak – erheitert –: Unser Präsident!
Gehen wir einmal davon aus, dass alle das Gemeinsame wollen: das Tierwohl. Ich lese hier einige Zitate vor, die uns das Gefühl dafür geben. Da gibt es ein altes deutsches Sprichwort, das besagt: „Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.“ – Oder: Jedem Leben der gleiche Wert, nach Albert Schweitzer. Oder auch unser Präsident Schultes (Abg. Scherak – erheitert –: Unser Präsident!): „Tierwohl – Höhere Standards und Billigpreise sind ein Widerspruch“; ein großer Tierschützer, ich nehme das auch an. Er sagt weiter: Alles, was wir hier verändern, schadet „den Tieren, den Bauern und den Konsumenten“. – Da sind wir der Wahrheit schon einen Schritt näher. Oder die Tierschutzkommission, die meint: Tiere sind fühlende Lebewesen.
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Fassen wir zusammen: Dieses Tierschutzgesetz hilft weder der kleinstrukturierten Landwirtschaft, noch berücksichtigt es die Ärgernisse vieler Tierärzte. Es gibt berechtigte Einsprüche. Es kommt vielen Tierschützern in wesentlichen Punkten nicht entgegen, und von den Tieren reden wir sowieso nicht, diese haben ja keine Stimme – ihre Stimme sind wir. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) – Herr Steinbichler, du kannst dann über Palmöl reden, da bist du ein profunder Kenner, aber jetzt bist du nicht am Wort.
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Brunner und Weigerstorfer.
Danke für die Aufmerksamkeit, und ich bitte um eine Stimme für die Tiere. – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Brunner und Weigerstorfer.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Es sind viele, viele wichtige Schritte, die wir heute gemeinsam gehen. Ich darf Sie alle dazu einladen, im Sinne des Tierschutzes in Österreich diesen Weg mitzugehen. Viele weitere Schritte werden natürlich in Zukunft noch folgen müssen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Steinbichler: Ja, natürlich!
Wichtig ist mir auch noch mein Antrag aus dem Ausschuss zum Kükenschreddern. Ich glaube, wir alle kennen diese Bilder. (Abg. Steinbichler: Ja, natürlich!) Das ist wirklich etwas Grausames, dass männliche Küken einfach geschreddert werden. Ich habe vernommen, dass es schon Diskussionsbereitschaft gibt.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das Tierschutzgesetz war in seiner ursprünglichen Fassung ein Schritt zu mehr Tierschutz – wiederholen wir das und tragen wir zu einer weiteren Verbesserung des Tierschutzes in Österreich bei! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne sind wir für guten Tierschutz, denn er bringt wirklich etwas für Tier und Mensch. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Riemer und Brunner.
Ich möchte als Beispiel die Katzenkastration näher betrachten. Man muss sich Folgendes vorstellen: Ein Katzenpaar kann zweimal im Jahr Nachwuchs bekommen. Nun rechnet man pro Wurf in etwa mit drei Katzen, die dann auch tatsächlich überleben. Kalkuliert man das auf zehn Jahre, sind das 80 Millionen Katzen. Da muss einfach etwas getan werden! Sie sterben, verhungern, es ist wirklich mühsam im Winter. Jeder Bauer soll seine Katze, die er auch wirklich lieb hat, haben, aber wenn Tiere teilweise leider frei herumlaufen, so ist das Tierquälerei, das kann man nicht schönreden! Es tut mir leid, das kann man nicht schönreden. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Riemer und Brunner.)
Abg. Prinz: Schmerzlinderung!
Einige Vorredner haben es schon angesprochen: Da finden sich sehr, sehr viele sehr, sehr schwammige Begriffe, zum Beispiel beim Qualzuchtverbot – da gibt es extreme Aufweichungen! –, und auch beim grundsätzlichen Bekenntnis zur Schmerzausschaltung beziehungsweise Betäubung wurde alles wieder relativiert. Das heißt, man darf die Ferkel nach wie vor ohne Betäubung kastrieren. Das finde ich echt nicht super! (Abg. Prinz: Schmerzlinderung!)
Zwischenruf des Abg. Lipitsch.
Alles in allem stimme ich dem persönlich nicht zu. Lassen Sie mich aber noch etwas dazu sagen: Natürlich muss man das alles immer als etwas Rundes, etwas Gesamtes sehen. Ich als Tierschutzsprecher werde meine Stimme den Tieren geben. – Ich weiß, wir haben auch in unserer Fraktion einige, die ihre Stimme den Bauern geben. Das ist legitim. Wir haben Gott sei Dank keinen Klubzwang, das heißt, bei uns kann jeder abstimmen, wie er will: Meine Stimme gehört den Tieren. (Zwischenruf des Abg. Lipitsch.) Ich weiß, Leo Steinbichler hat sich auch noch zu Wort gemeldet, er wird hier
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Brunner.
Weil Kollege Loacker gerade aufsteht: Ich frage mich, warum du überhaupt Tierschutzsprecher bist, denn deine Aussagen im Ausschuss waren ein Wahnsinn! Sei bitte Wirtschaftssprecher, denn mit Tieren hast du gar nichts zu tun – aber du wirst das gleich selbst beweisen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Brunner.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Ich bedanke mich bei Kollegin Weigerstorfer für die Anmoderation! (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Abg. Weigerstorfer: Im Gegenteil!
Im Ausschuss ist es unter anderem darum gegangen, dass man die Regelungen für die Tierzucht nicht ad infinitum anspannen kann, weil sonst diejenigen, die in Österreich Tierzucht betreiben, im internationalen Wettbewerb nicht mehr konkurrenzfähig sind. (Abg. Weigerstorfer: Im Gegenteil!) Dann finden halt die Tierzüchter ihr Geschäft nicht mehr hier, sondern woanders, und wir importieren das Fleisch aus anderen Ländern. Das kann man wollen.
Beifall der Abg. Weigerstorfer
Wir finden, dass die Novelle des Tierschutzgesetzes ein Schritt in die richtige Richtung ist. Das ist jetzt nicht super und es ist nicht epochal (Beifall der Abg. Weigerstorfer), aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Deswegen begrüßen wir diese Novelle, sehen aber natürlich noch Potenzial für weitere Verbesserung. (Abg. Lopatka: Sehr gut!) – Ich bin fast bereit, meine Meinung zu revidieren, wenn Klubobmann Lopatka lobende Worte hereinruft. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Warum?)
Abg. Lopatka: Sehr gut!
Wir finden, dass die Novelle des Tierschutzgesetzes ein Schritt in die richtige Richtung ist. Das ist jetzt nicht super und es ist nicht epochal (Beifall der Abg. Weigerstorfer), aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Deswegen begrüßen wir diese Novelle, sehen aber natürlich noch Potenzial für weitere Verbesserung. (Abg. Lopatka: Sehr gut!) – Ich bin fast bereit, meine Meinung zu revidieren, wenn Klubobmann Lopatka lobende Worte hereinruft. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Warum?)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Warum?
Wir finden, dass die Novelle des Tierschutzgesetzes ein Schritt in die richtige Richtung ist. Das ist jetzt nicht super und es ist nicht epochal (Beifall der Abg. Weigerstorfer), aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Deswegen begrüßen wir diese Novelle, sehen aber natürlich noch Potenzial für weitere Verbesserung. (Abg. Lopatka: Sehr gut!) – Ich bin fast bereit, meine Meinung zu revidieren, wenn Klubobmann Lopatka lobende Worte hereinruft. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Warum?)
Ruf bei der ÖVP: Wer will das schon?
Ich möchte noch einen Satz auf den Antrag der Kollegin Brunner betreffend die streunenden Katzen verwenden – mit Streunern kennt sich Klubobmann Lopatka aus. Bei den streunenden Katzen verlangen Sie eine Kastration. – Jetzt ist es allerdings so, dass sich die streunenden Katzen nicht selbst beim Tierarzt melden und sagen: Miau, ich würde mich gerne kastrieren lassen! (Ruf bei der ÖVP: Wer will das schon?)
Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Na bitte!
Ich halte das für ein Gesetz, das nichts brächte, wenn es beschlossen würde, und deshalb sind wir dagegen. Wir können die streunenden Katzen nicht zu Tode regulieren; das wird nicht funktionieren. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Na bitte!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Was mich darüber hinaus freut, ist, dass zum einen in Form von vor kurzer Zeit eingegangenen Abänderungsanträgen zu dem schon erwähnten Verbot des Auswilderns von Wildtieren, die nicht überlebensfähig sind, aber zum anderen auch im Bereich des Rinderanbindeverbots bei den Verhandlungen, die bis gestern beziehungsweise bis vor wenigen Tagen intensiv geführt wurden, eine Einigung gefunden wurde, die hier gleichfalls noch Eingang gefunden hat. Ich finde, auch das ist ein wirklicher Erfolg der vorliegenden Novelle. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich möchte jetzt auf die Details der Novelle nicht zu genau eingehen. Vieles wurde schon erwähnt, und es freut mich, dass das hier auch so intensiv diskutiert wurde. Abschließend kann ich sagen, dass ich denke, dass mit dieser Novelle des österreichischen Tierschutzgesetzes ein wirklich guter und vor allem fortschrittlicher Kompromiss zwischen dem Erwarteten und dem Machbaren getroffen wurde, und genau darauf kommt es an – im Sinne der Tiere und im Sinne des Tierschutzes in Österreich! Ich freue mich über Ihre Zustimmung. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Steinbichler: Wolfgang, lass die Sau raus! ... Freilandhaltung!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Pirklhuber. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Steinbichler: Wolfgang, lass die Sau raus! ... Freilandhaltung!)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinne: Das Glas ist ein bisschen voll. Wir werden in zweiter Lesung einigem zustimmen, aber in dritter Lesung unsere Ablehnung signalisieren, weil es noch viele Punkte gibt, die wir verbessern können. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Ich möchte zu Beginn meines Redebeitrages einige Gäste begrüßen, die die Sitzung von der Galerie aus mitverfolgen: einerseits die Schüler und Schülerinnen sowie die Pädagogen und Pädagoginnen der Klasse 4R und der Klasse 4G des BG/BRG Neunkirchen im Namen unseres Nationalratsabgeordneten Hans Hechtl, andererseits im Namen unserer Abgeordneten Königsberger-Ludwig die Gäste aus Bischofstetten. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Lugar: Mit Fußfessel!
Jetzt haben wir ganz klar geregelt, dass Katzen, die freigehen (Abg. Lugar: Mit Fußfessel!), kastriert werden müssen. Wenn der Landwirt will, dass die Katzen Nachwuchs bekommen, muss er sie chippen und registrieren lassen – damit gehören sie ganz klar ihm. Alle anderen, die als Streunerkatzen definiert sind, können weiterhin von den Organisationen, von den Behörden – oder wer auch immer das macht – eingefangen und kastriert werden. Wir haben also ganz klar geregelt, wo Katzen zuordenbar sind. – Das zu dem Thema Streunerkatzen.
Zwischenruf der Abg. Brunner.
Jetzt zu dem Abänderungsantrag der Kollegin Brunner. – Kollegin Brunner! Diensthundeführern Tierquälerei zu unterstellen, weil wir diese Änderung in das Gesetz aufgenommen haben, das erachte ich als sehr, sehr schlecht. Etwas anderes will ich jetzt nicht sagen. Was bezweckt dieser Antrag? (Zwischenruf der Abg. Brunner.) – Sie können sich dann das Protokoll Ihrer Rede durchlesen! – Nur eines dazu: Diensthunde müssen im Einsatz manchmal oder oft Gruppierungen wie zum Beispiel Hooligans gegenübergestellt werden, die nicht sehr harmlos mit den Tieren umgehen. Die Diensthunde werden mit Steinen beworfen, bei solchen Einsätzen auch getreten und vieles mehr. Da dürfte man aufgrund des bestehenden Tierschutzgesetzes die Diensthunde gar nicht einsetzen, denn der § 5 des Tierschutzgesetzes sagt aus: Wer einem Tier Schmerzen zufügt – und das würde passieren, wenn ein Diensthundeführer seinen Diensthund im Dienst einsetzt und dieser von irgendeinem Rabiaten geschlagen, getreten oder sonst irgendetwas wird –, macht sich strafbar! Nur diesen Punkt haben wir bei den Diensthundeführern herausgenommen, weil wir nicht der Meinung sind, dass Diensthundeführer, die ihren Hund im Dienst einsetzen, Tierquäler sind. Dass sie deshalb nicht belangt werden können, ist der Grund dafür, dass wir das gemacht haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Jetzt zu dem Abänderungsantrag der Kollegin Brunner. – Kollegin Brunner! Diensthundeführern Tierquälerei zu unterstellen, weil wir diese Änderung in das Gesetz aufgenommen haben, das erachte ich als sehr, sehr schlecht. Etwas anderes will ich jetzt nicht sagen. Was bezweckt dieser Antrag? (Zwischenruf der Abg. Brunner.) – Sie können sich dann das Protokoll Ihrer Rede durchlesen! – Nur eines dazu: Diensthunde müssen im Einsatz manchmal oder oft Gruppierungen wie zum Beispiel Hooligans gegenübergestellt werden, die nicht sehr harmlos mit den Tieren umgehen. Die Diensthunde werden mit Steinen beworfen, bei solchen Einsätzen auch getreten und vieles mehr. Da dürfte man aufgrund des bestehenden Tierschutzgesetzes die Diensthunde gar nicht einsetzen, denn der § 5 des Tierschutzgesetzes sagt aus: Wer einem Tier Schmerzen zufügt – und das würde passieren, wenn ein Diensthundeführer seinen Diensthund im Dienst einsetzt und dieser von irgendeinem Rabiaten geschlagen, getreten oder sonst irgendetwas wird –, macht sich strafbar! Nur diesen Punkt haben wir bei den Diensthundeführern herausgenommen, weil wir nicht der Meinung sind, dass Diensthundeführer, die ihren Hund im Dienst einsetzen, Tierquäler sind. Dass sie deshalb nicht belangt werden können, ist der Grund dafür, dass wir das gemacht haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bitte wirklich alle Fraktionen hier in diesem Raum, diesem Tierschutzgesetz zuzustimmen, denn es bringt wirklich viele gute Neuerungen zum Wohle der Tiere. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach. – Der Redner übergibt Ministerin Rendi-Wagner die Linzer Torte.
Aber vorweg darf ich der Frau Minister für Ihren wichtigen Job ein kleines Geschenk überreichen: eine Linzer Torte aus Oberlaa. Die ist leider noch mit Palmöl gemacht, da ist noch Regenwald drinnen, aber wenn Sie weiter gut arbeiten, dann, davon bin ich überzeugt, kriegen Sie als Nächstes eine von Leo Jindrak. Der hat das Palmöl herausgetan und die gute Butter hineingetan. So wird wirklich etwas für die heimischen Arbeitsplätze, für die Gesundheit und unsere Kulturlandschaft gemacht. – Alles Liebe, Frau Minister! (Beifall beim Team Stronach. – Der Redner übergibt Ministerin Rendi-Wagner die Linzer Torte.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Doppler.
Wenn ich an die Diskussion betreffend Laufstall/Anbindestall denke, dann sei es mir nach 47 Jahren Praxis gestattet, meine Erfahrungen hier einzubringen. Wir haben beide Haltungssysteme, und ich bedanke mich bei der §-7-Kommission, dass wir nach Salzburg gefahren sind und uns zwei Betriebe angeschaut haben: einen hypermodernen, mit einer wahnsinnigen Investitionssumme industrialisiert, wo die Kühe robotergerecht gemacht werden, und einen ganz konservativen Betrieb in der Bergbauernzone 2 mit Anbindehaltung. Wenn ich eine Kuh wäre, dann wüsste ich, in welchen Stall ich einziehen würde. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Doppler.)
Abg. Pirklhuber: Brasilien!
Ernährungssouveränität mehr. Wir verschärfen bei uns die Haltungsbedingungen, und die Importe aus China und aus dem osteuropäischen Raum steigen massivst an. Die Brathendln, die wir heute beim Musikfest und beim Feuerwehrfest essen (Abg. Pirklhuber: Brasilien!) – danke!, Brasilien und Argentinien bei den Rindern –, haben mit Österreich nur so viel zu tun, dass sie in Österreich gegessen werden, Kolleginnen und Kollegen! Da geht Wertschöpfung verloren, da geht Tierschutz verloren, und da geht auch gepflegte Kulturlandschaft verloren.
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Dasselbe Problem haben wir natürlich bei den – danke, Kollege Pirklhuber! – brasilianischen Haltungsformen. Diese Träumer, die da immer von den großen grünen Weiden und von den glücklichen Rindern dort reden, die werden ein Riesenproblem kriegen, wenn sie das ihren Gästen im Speisesaal und auf der Terrasse suggerieren. Wenn sie rausschauen, sehen sie die österreichischen grünen Wiesen mit den glücklichen Rindern – und auf dem Teller haben sie das Steak, das von Tieren aus einer Massentierhaltung stammt, die mit gentechnisch erzeugten Hormonen behandelt wurden. Kolleginnen und Kollegen, das wollen wir nicht erzeugen! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Doppler.
Wir können aber gleich einen Schritt weitergehen, und da sind wir bei der Katzenkastration. Überall, wo der Mensch in den Naturkreislauf eingreift, erzeugt er ein Problem. Wir halten unsere Katzen daheim auf dem Bauernhof nicht, weil uns fad ist oder weil wir Milch aus Gaudi verfüttern wollen, sondern die halten uns das Betriebsgelände frei von Ratten und Mäusen. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Abschließen möchte ich mit diesem Bild. (Der Redner stellt eine Kinderzeichnung vor sich auf das Rednerpult, auf der, versehen mit Begleittext, die Kuh Litauen dargestellt ist.) Da geht es jetzt um die persönliche Tierbetreuung und um die vorhin schon angesprochene Bindung zu den Tieren. Das ist ein Bild von meinem Enkel Alois, das er vor zwei Jahren gezeichnet hat. Jetzt ist er neun, heute hätte er keine Rechtschreibfehler mehr im Text gemacht. Er hat damals „Khu“ statt „Kuh“ geschrieben, dafür hat er „Ohrmarke“ ohne H geschrieben. Das ist die Litauen, das war seine Lieblingskuh, sie ist wegen eines Beckenbruchs verendet. Er hat zu der Zeichnung dazugeschrieben – und das hat uns alle sehr berührt –: „Meine Khu Litauen. Sie war meine Lieblingskhu und meine brafste Khu. Sie war so eine schöne Khu. Ihre Ormarke wa 0040. Sie hat 8 Kälber bkomen. Sie war 10 Jahre bei ihrem Tot. Bei ihrem Tot habe ich ser geweint.“ – Denken wir das einmal von der praktischen Seite an! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Ich bedanke mich auch bei Kollegen Keck und bei Kollegen Eßl und vor allem auch bei den Fachstellen, bei den Experten, mit denen es ja konstruktive Gespräche gab, und ich behaupte, dass diese Novelle, diese Änderungen im Tierschutzgesetz eine vernünftige Balance zwischen Tier- und Menschenschutz darstellen. In einem gebe ich Kollegen Steinbichler nämlich recht: dass sehr oft von der Theorie ausgehend beurteilt wird, wie in der Praxis zu handeln wäre, und bedauerlicherweise sehr oft von jenen die Direktiven ausgehen, die noch nie eine Kuh im Stall, noch nie ein Tier betreut haben. (Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Apropos Laufstall: Dieser ist noch lange keine Garantie fürs Tierwohl. Ich habe mir einen Laufstall mit 200 Kühen angesehen, mit EU-Mitteln gefördert – Gott sei Dank nicht in Österreich, denn sonst hätte ich diesen Bauern auf der Stelle angezeigt. Eine derartige quälerische Tierhaltung, weil die Klauenpflege nicht gemacht wurde, habe ich noch nie gesehen. Da lobe ich mir einen alten Anbindestall, wenn der Tierhalter die Betreuung der Tiere ordnungsgemäß macht. (Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Meine Damen und Herren! Ich zeige Ihnen hier ein Bild von zwei netten Kindern. Das sind nicht meine Enkel, das sind keine Verwandten von mir; aber diese beiden Kinder weinen um ihre Mutter, eine Bäuerin, die mit 33 Jahren von einer Kuh erdrückt wurde. Wenn man dann fragt, ob sich denn die Bauern vor den Tieren fürchten, dann weise ich das auf das Schärfste zurück. (Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Ich lese ja auch ganz begeistert in einer Zeitung, dass es wiederum gelungen sei, einen Stier von der Anbindehaltung zu befreien. – Na gratuliere! Meine Damen und Herren, fragen Sie einmal einen Kollegen – und da könnte man durchaus auch Kollegen Steinbichler fragen, der lange Zeit Tiertransporte durchgeführt hat –, wie einfach es ist, aus einer Maststallbox eine Lkw-Fuhre Tiere zu verladen und zum Schlachthaus zu verbringen. Ich würde gerne einen dieser sogenannten Experten einladen, einmal eine Woche lang derartige Transporte durchzuführen und mit Tieren umzugehen – und dann schaue ich mir an, ob auch in Zukunft noch so gescheite Meldungen geäußert werden. (Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Abg. Pirklhuber: Da sind wir dabei!
Produkt beim Bauern/bei der Bäuerin selbst etwas kostet. (Abg. Pirklhuber: Da sind wir dabei!)
Abg. Pirklhuber: Das ist eine Forderung der IG-Milch!
Ich habe hier eine kleine Münze, eine ganz kleine Münze (diese in die Höhe haltend): 20 Cent. Um eine solche 20-Cent-Münze müsste jeder Bauer/jede Bäuerin für den in hervorragender Qualität produzierten Liter Milch mehr bekommen (Abg. Pirklhuber: Das ist eine Forderung der IG-Milch!) – dann könnten sich alle, meine Damen und Herren, jenen Tierschutz bestellen, den sie sich wünschen.
Beifall bei der ÖVP.
Wir brauchen vernünftige Rahmenbedingungen! Mit diesem Tierschutzgesetz ist es letztlich gelungen, diese sicherzustellen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Matznetter: Hat der Vavrik das auch unterschrieben? – Ruf: Nein, das war der Alm!
Präsidentin Doris Bures: Ich begrüße Herrn Bundesminister Schelling in unseren Reihen und erteile Herrn Klubobmann Mag. Dr. Strolz zur Begründung der Anfrage das Wort. Ihre Redezeit beträgt 20 Minuten. – Bitte, Herr Klubobmann. (Abg. Matznetter: Hat der Vavrik das auch unterschrieben? – Ruf: Nein, das war der Alm!)
Abg. Jarolim: Übermorgen den Vavrik! – Heiterkeit
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS): Frau Präsidentin! Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Bürgerinnen und Bürger! Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Nachbarn und der steigt unbemerkt und immer wieder heimlich durchs Fenster und lässt Dinge mitgehen (Bundesminister Schelling: Das ist eine strafbare Handlung!): heute ein Bügeleisen (Bundesminister Schelling: Das ist eine strafbare Handlung!), morgen ein Flat-TV-Gerät (Abg. Jarolim: Übermorgen den Vavrik! – Heiterkeit), übermorgen den Toaster. Stellen Sie sich vor, Sie stellen dann diesen Nachbarn und sagen: He! Du entwendest, ohne mich zu fragen, laufend Dinge aus meinem Haushalt! – Wäre das in Ordnung? (Abg. Fekter: Die sind ja von uns gekommen, Herr Strolz!)
Abg. Fekter: Die sind ja von uns gekommen, Herr Strolz!
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS): Frau Präsidentin! Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Bürgerinnen und Bürger! Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Nachbarn und der steigt unbemerkt und immer wieder heimlich durchs Fenster und lässt Dinge mitgehen (Bundesminister Schelling: Das ist eine strafbare Handlung!): heute ein Bügeleisen (Bundesminister Schelling: Das ist eine strafbare Handlung!), morgen ein Flat-TV-Gerät (Abg. Jarolim: Übermorgen den Vavrik! – Heiterkeit), übermorgen den Toaster. Stellen Sie sich vor, Sie stellen dann diesen Nachbarn und sagen: He! Du entwendest, ohne mich zu fragen, laufend Dinge aus meinem Haushalt! – Wäre das in Ordnung? (Abg. Fekter: Die sind ja von uns gekommen, Herr Strolz!)
Abg. Lopatka: Das war ja eine Leihgabe!
Ich glaube, jeder in diesem Land würde sagen ... (Abg. Lopatka: Das war ja eine Leihgabe!) – Ich bitte, die Zurufe einzudämmen. Ich kann gerne warten, bis im Saal wieder Ruhe ist. Auch der Herr Lopatka wird sich einkriegen. (Der Redner lässt einige Sekunden verstreichen. – Abg. Lopatka: Jetzt ist es relativ ruhig!)
Der Redner lässt einige Sekunden verstreichen. – Abg. Lopatka: Jetzt ist es relativ ruhig!
Ich glaube, jeder in diesem Land würde sagen ... (Abg. Lopatka: Das war ja eine Leihgabe!) – Ich bitte, die Zurufe einzudämmen. Ich kann gerne warten, bis im Saal wieder Ruhe ist. Auch der Herr Lopatka wird sich einkriegen. (Der Redner lässt einige Sekunden verstreichen. – Abg. Lopatka: Jetzt ist es relativ ruhig!)
Abg. Matznetter: Bei 1 300 sicher nicht, Herr Kollege!
Da stellen sich dann Fragen wie: Geht sich eine Reparatur des Autos aus oder geht sich das nicht aus? (Abg. Matznetter: Bei 1 300 sicher nicht, Herr Kollege!) – Das sind ganz reale Fragen, die die Menschen sich stellen müssen, weil wir natürlich in vielen Branchen stagnierende Reallöhne, die Arbeiter sogar sinkende Reallöhne haben – in manchen Branchen haben wir noch steigende.
Die Mikrofonanlage im Saal fällt für kurze Zeit aus. – Abg. Lopatka – in Richtung des am Rednerpult stehenden Abg. Strolz –: Zu laut gebrüllt! Das ist heute kein guter Tag für die NEOS! – Abg. Lugar: Du solltest es noch einmal versuchen! Nie aufgeben! – Weitere Zwischenrufe. – Nachdem die Funktionsfähigkeit der Mikrofonanlage wiederhergestellt ist, setzt der Redner seine Ausführungen fort:
(Die Mikrofonanlage im Saal fällt für kurze Zeit aus. – Abg. Lopatka – in Richtung des am Rednerpult stehenden Abg. Strolz –: Zu laut gebrüllt! Das ist heute kein guter Tag für die NEOS! – Abg. Lugar: Du solltest es noch einmal versuchen! Nie aufgeben! – Weitere Zwischenrufe. – Nachdem die Funktionsfähigkeit der Mikrofonanlage wiederhergestellt ist, setzt der Redner seine Ausführungen fort:) Ja, was ein kurzes Stoßgebet des Herrn Lopatka alles bewirkt, nicht? – Das ist hilfreich, dass der Strom wieder da ist.
Abg. Brosz – in Anspielung auf die konstant hohe Lautstärke, in der der Redner seine Ausführungen tätigt –: Das merkt man aber gar nicht! – Heiterkeit.
Präsidentin Doris Bures: Herr Klubobmann, ich steuere es nicht, aber wir haben offensichtlich ein Problem mit der Lautsprecheranlage. (Abg. Brosz – in Anspielung auf die konstant hohe Lautstärke, in der der Redner seine Ausführungen tätigt –: Das merkt man aber gar nicht! – Heiterkeit.) – Wir hören Sie jetzt gut.
Abg. Wöginger: Das Haus ist sanierungsbedürftig ...!
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (fortsetzend): Ich glaube, dass das rot-schwarze Machtkartell einfach ein schlechtes Gewissen hat und an allen Hebeln der Macht sitzt und heute Manipulationsversuche unternimmt. Oder wie muss ich das deuten? Herr Lopatka, als Meister der Intrige, sind Sie da wieder dahinter? Auch hier? (Abg. Wöginger: Das Haus ist sanierungsbedürftig ...!) – Okay, das Haus ist sanierungsbedürftig. Ihr Haus? Oder welches? – Ach, dieses Haus. Okay.
Abg. Schieder: Das stimmt nicht!
Mögliche negative Lenkungseffekte – kommen wir damit zurück zum Thema –: Ein ganz wichtiger Punkt ist uns NEOS auch folgender: Die kalte Progression, Herr Finanzminister, führt auch dazu, dass die Arbeitsanreize vor allem bei niederen Einkommen sinken. Das heißt, es ist und wird dadurch jährlich attraktiver, zu sagen: Na ja, dann gehe ich halt nicht hackeln und richte mir das irgendwie anders ein. – Sie wissen, dass das ein Problem ist. Sie kennen auch unsere Vorschläge zur Umgestaltung der Mindestsicherung. Arbeiten muss sich lohnen! Wer arbeiten geht, muss auch mehr in der Geldtasche haben. Der Punkt ist: Durch die kalte Progression hat er oder sie jedes Jahr weniger in der Kasse. (Abg. Schieder: Das stimmt nicht!) Auch deswegen müssen wir sie natürlich abstellen.
Abg. Schieder: Weil es nicht stimmt!
Andreas Schieder, schüttelst du den Kopf? (Abg. Schieder: Weil es nicht stimmt!) – Ihr wisst gar nicht, was ihr in euren eigenen Plänen drinnen habt. Selbst im Plan A bestätigt die SPÖ, dass es da ein Problem gibt. „Weil uns Arbeit“ – ich zitiere – „das wert sein muss und weil sich Arbeit lohnen muss“, sagt der Herr Kern. Kennen Sie den? (Abg. Schieder: Ja!) – Eben. Also Sie vergessen immer, was Sie selbst in Sonntagsreden erzählen. Es geht euch in der Europafrage so, es geht euch in der Freihandelsfrage so. Ihr erzählt in Sonntagsreden immer Dinge, und wenn es konkret wird, haltet ihr sie nicht ein. Auf euch ist kein Verlass. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Schieder: Der Applaus ist weniger geworden als früher!)
Abg. Schieder: Ja!
Andreas Schieder, schüttelst du den Kopf? (Abg. Schieder: Weil es nicht stimmt!) – Ihr wisst gar nicht, was ihr in euren eigenen Plänen drinnen habt. Selbst im Plan A bestätigt die SPÖ, dass es da ein Problem gibt. „Weil uns Arbeit“ – ich zitiere – „das wert sein muss und weil sich Arbeit lohnen muss“, sagt der Herr Kern. Kennen Sie den? (Abg. Schieder: Ja!) – Eben. Also Sie vergessen immer, was Sie selbst in Sonntagsreden erzählen. Es geht euch in der Europafrage so, es geht euch in der Freihandelsfrage so. Ihr erzählt in Sonntagsreden immer Dinge, und wenn es konkret wird, haltet ihr sie nicht ein. Auf euch ist kein Verlass. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Schieder: Der Applaus ist weniger geworden als früher!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Schieder: Der Applaus ist weniger geworden als früher!
Andreas Schieder, schüttelst du den Kopf? (Abg. Schieder: Weil es nicht stimmt!) – Ihr wisst gar nicht, was ihr in euren eigenen Plänen drinnen habt. Selbst im Plan A bestätigt die SPÖ, dass es da ein Problem gibt. „Weil uns Arbeit“ – ich zitiere – „das wert sein muss und weil sich Arbeit lohnen muss“, sagt der Herr Kern. Kennen Sie den? (Abg. Schieder: Ja!) – Eben. Also Sie vergessen immer, was Sie selbst in Sonntagsreden erzählen. Es geht euch in der Europafrage so, es geht euch in der Freihandelsfrage so. Ihr erzählt in Sonntagsreden immer Dinge, und wenn es konkret wird, haltet ihr sie nicht ein. Auf euch ist kein Verlass. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Schieder: Der Applaus ist weniger geworden als früher!)
in Richtung des Abg. Lopatka weisend
Der Meister der Intrige sitzt hier (in Richtung des Abg. Lopatka weisend), der Meister des Zickzacks sitzt dort (in Richtung des Abg. Schieder weisend). Also das ist einfach nicht gut.
in Richtung des Abg. Schieder weisend
Der Meister der Intrige sitzt hier (in Richtung des Abg. Lopatka weisend), der Meister des Zickzacks sitzt dort (in Richtung des Abg. Schieder weisend). Also das ist einfach nicht gut.
Abg. Krainer: Das hat er über die Steuerreform gesagt!
scheiden, würde ich den 1.1.2015 anpeilen.“ – Ein Versprechen der Sozialdemokratie – nicht eingelöst. (Abg. Krainer: Das hat er über die Steuerreform gesagt!)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Schelling und Zwischenrufe der Abgeordneten Lopatka und Fekter.
Und so macht ihr Regierungspolitik seit 30 Jahren, und das ist die Tragik! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Schelling und Zwischenrufe der Abgeordneten Lopatka und Fekter.) Seit 30 Jahren versprechen, versprechen, versprechen und nicht halten. – Und wenn Sie hier hereinsingen, Herr Lopatka und Frau Fekter, wird Ihnen das gar nichts nützen, denn die Menschen durchschauen das, dass Sie Ankündigungsweltmeister und Umsetzungszwerge sind.
Abg. Neubauer: Das tut ihr auch!
So, schauen wir uns den jetzigen Vorschlag der Bundesregierung an. Was hat sie zuletzt verkündet? Erstens: nichts Gemeinsames. Sie haben einmal mehr gestritten. Ihr streitet doch jeden Tag (Abg. Neubauer: Das tut ihr auch!), und die Leute haben dieses Hickhack satt. Und jetzt kommt der Vorschlag des Finanzministers, in dem er sagt: Okay, schaffen wir die kalte Progression mit 2019 ab. – Es ist einmal mehr ein Versprechen, meine Damen und Herren. Sie können sichergehen – das ist quasi das Gesetz der Serie der gebrochenen Versprechen –, es wird auch diesmal nicht eingehalten werden.
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Schenk.
Da frage ich: Wo wohnt denn ihr?! – Ja, teilweise in gestützten Gemeindewohnungen, das ist ein Problem, aber eines kann ich euch sagen: Jemand, der 25 000 € pro Jahr verdient, ist kein Großverdiener. Sie können in der Diskussion doch nicht so tun, als wäre das ein Großverdiener, und sagen: Progressionsstufen ab 25 000 €, die lassen wir weg. – Das ist der Mittelstand, den Sie damit einmal mehr ausquetschen! 20 Prozent der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zahlen 80 Prozent des Aufkommens, und die quetschen Sie zusätzlich aus! Und die ÖVP macht hier einmal mehr den Mittäter und lässt den Mittelstand im Stich, so wie es aussieht. Das ist doch ein Armutszeugnis, und das zeigt, dass Sie vom echten Leben wenig Ahnung haben! (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Schenk.)
Abg. Hagen: Durch 14!
Herr Minister! 25 000 € Jahreseinkommen – dividieren Sie das einmal durch zwölf (Abg. Hagen: Durch 14!) und berücksichtigen Sie dann noch die doppelten Gehälter! Da kommen Sie herunter auf Beträge – das sind keine großen Gehälter mehr. Da kommen Sie auf irgendwo weit unter 2 000 €. (Abg. Wöginger: 1 850!) – Ja, 1 850 €. Und dann sagen Sie, das sind die Großverdiener, liebe SPÖ?! Geht es euch eigentlich noch?! Habt ihr eine Ahnung, wie hart das ist? Und dann steigt ihr heimlich ein und nehmt diesen Leuten jeden Tag noch mehr aus der Geldtasche. – Das ist nicht okay!
Abg. Wöginger: 1 850!
Herr Minister! 25 000 € Jahreseinkommen – dividieren Sie das einmal durch zwölf (Abg. Hagen: Durch 14!) und berücksichtigen Sie dann noch die doppelten Gehälter! Da kommen Sie herunter auf Beträge – das sind keine großen Gehälter mehr. Da kommen Sie auf irgendwo weit unter 2 000 €. (Abg. Wöginger: 1 850!) – Ja, 1 850 €. Und dann sagen Sie, das sind die Großverdiener, liebe SPÖ?! Geht es euch eigentlich noch?! Habt ihr eine Ahnung, wie hart das ist? Und dann steigt ihr heimlich ein und nehmt diesen Leuten jeden Tag noch mehr aus der Geldtasche. – Das ist nicht okay!
Beifall bei den NEOS.
Viele Länder zeigen, dass das nicht okay und nicht notwendig ist. Ganz viele Länder in Europa und auch weltweit haben diesen heimlichen Griff in die Taschen der Menschen abgeschafft, weil sie sagen, es ist ungerecht, es ist illegitim, es ist nicht okay. Und das ist ja das Problem: So wie wir den Nachbarn beim heimlichen Einsteigen und beim Bügeleisen-Klauen erwischt haben, so haben Sie auch zugegeben, dass Sie die Leute damit heimlich kalt enteignen. Und dann sagen Sie: Tut mir leid, aber die nächsten fünf Jahre muss ich Sie leider weiter heimlich enteignen! – Das ist das Problem: dass Sie den Missstand erkannt haben, zugegeben haben und sagen, ich brauche aber noch fünf Jahre! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Schieder: Das hat überhaupt niemand gesagt!
Jetzt sage ich einmal, wenn ihr gescheite Sachen damit finanzieren würdet, dann wäre das allemal gekauft. Nur, Herr Lopatka, was finanziert ihr damit? – Zum Beispiel Luxuspensionisten, denen gebt ihr einen Pensionshunderter drauf! Pensionisten, die 30 000 € pro Monat 14 Mal im Jahr kriegen, denen gebt ihr, SPÖ und ÖVP, einen Pensionshunderter drauf! Da greift sich doch jeder in der Republik an den Schädel! Ja, natürlich: Jeder, der ein Gespür für das echte Leben hat, kann das nicht nachvollziehen. Für den Herrn Schieder hingegen ist das völlig normal: Oh, 30 000 € Luxuspension pro Monat?! Das müssen wir erhöhen! (Abg. Schieder: Das hat überhaupt niemand gesagt!) – Ja, aber so schaut es offensichtlich aus, wenn für Sie das alles in Ordnung ist.
Abg. Neubauer: Zahlt es zurück!
Oder, Parteienförderung: Wir haben die höchste Parteienförderung Europas, meine Damen und Herren! Und sie wird immer und überall erhöht, jedes Jahr – und Sie stimmen alle mit. (Abg. Neubauer: Zahlt es zurück!) Die ÖVP stimmt überall mit. (Abg. Neubauer: Gebt es den Pensionisten! Zahlt es zurück!) Es gibt aber ein Bundesland, das sie nicht erhöht hat, und das ist Vorarlberg. Warum? Warum hat Vorarlberg heuer nicht erhöht? – Weil die NEOS im Landtag sitzen und weil die ÖVP zur SPÖ, zur FPÖ und zu den Grünen gesagt hat: Dann schlagen die NEOS wieder medial so einen Radau. Lassen wir das heuer lieber! – Ihr habt natürlich ein schlechtes Gewissen gehabt. Deswegen wurde sie in Vorarlberg nicht erhöht.
Abg. Neubauer: Gebt es den Pensionisten! Zahlt es zurück!
Oder, Parteienförderung: Wir haben die höchste Parteienförderung Europas, meine Damen und Herren! Und sie wird immer und überall erhöht, jedes Jahr – und Sie stimmen alle mit. (Abg. Neubauer: Zahlt es zurück!) Die ÖVP stimmt überall mit. (Abg. Neubauer: Gebt es den Pensionisten! Zahlt es zurück!) Es gibt aber ein Bundesland, das sie nicht erhöht hat, und das ist Vorarlberg. Warum? Warum hat Vorarlberg heuer nicht erhöht? – Weil die NEOS im Landtag sitzen und weil die ÖVP zur SPÖ, zur FPÖ und zu den Grünen gesagt hat: Dann schlagen die NEOS wieder medial so einen Radau. Lassen wir das heuer lieber! – Ihr habt natürlich ein schlechtes Gewissen gehabt. Deswegen wurde sie in Vorarlberg nicht erhöht.
Abg. Schieder: Weil die NEOS nicht im Landtag sind!
siert ihr ein!) Wir verzichten jährlich auf 166 000 € Akademieförderung, weil ich das für ein Muster struktureller Korruption halte, was da läuft, und das machen wir nicht mit! (Abg. Schieder: Weil die NEOS nicht im Landtag sind!) Und das ist ganz klar, das werden wir auch in Zukunft nicht mitmachen. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Schieder: Ich versteh’ die Logik nicht!) – Die Logik, Herr Schieder, ist – noch einmal –: Sie machen schleichende Steuererhöhung. Jedes Jahr nehmen Sie den Menschen mehr Geld aus der Tasche. Wenn Sie das für sinnvolle Dinge machen, dann sage ich: Machen wir es, bitte, machen wir es! – Aber: Sie finanzieren damit Luxuspensionen. (Abg. Schieder: Greifen Sie sich bitte an den Kopf, wenn Sie so reden!) Sie finanzieren damit die Erhöhung der Parteienförderung. (Abg. Schieder: Greifen Sie sich bitte an den Kopf!) Sie finanzieren damit die Verlängerung der Luxuspensionen in Wien – Rot-Grün verlängert diese bis 2042. Der Rechnungshof rechnet vor: 350 Millionen € kostet es Sie, liebe Damen und Herren! Während bei ASVG-Pensionen die Durchschnittspension für Frauen 860 € beträgt, werden Luxuspensionen in Wien für Beamte bis 2042 verlängert – auf Ihre Kosten!
Beifall bei den NEOS. – Abg. Schieder: Ich versteh’ die Logik nicht!
siert ihr ein!) Wir verzichten jährlich auf 166 000 € Akademieförderung, weil ich das für ein Muster struktureller Korruption halte, was da läuft, und das machen wir nicht mit! (Abg. Schieder: Weil die NEOS nicht im Landtag sind!) Und das ist ganz klar, das werden wir auch in Zukunft nicht mitmachen. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Schieder: Ich versteh’ die Logik nicht!) – Die Logik, Herr Schieder, ist – noch einmal –: Sie machen schleichende Steuererhöhung. Jedes Jahr nehmen Sie den Menschen mehr Geld aus der Tasche. Wenn Sie das für sinnvolle Dinge machen, dann sage ich: Machen wir es, bitte, machen wir es! – Aber: Sie finanzieren damit Luxuspensionen. (Abg. Schieder: Greifen Sie sich bitte an den Kopf, wenn Sie so reden!) Sie finanzieren damit die Erhöhung der Parteienförderung. (Abg. Schieder: Greifen Sie sich bitte an den Kopf!) Sie finanzieren damit die Verlängerung der Luxuspensionen in Wien – Rot-Grün verlängert diese bis 2042. Der Rechnungshof rechnet vor: 350 Millionen € kostet es Sie, liebe Damen und Herren! Während bei ASVG-Pensionen die Durchschnittspension für Frauen 860 € beträgt, werden Luxuspensionen in Wien für Beamte bis 2042 verlängert – auf Ihre Kosten!
Abg. Schieder: Greifen Sie sich bitte an den Kopf, wenn Sie so reden!
siert ihr ein!) Wir verzichten jährlich auf 166 000 € Akademieförderung, weil ich das für ein Muster struktureller Korruption halte, was da läuft, und das machen wir nicht mit! (Abg. Schieder: Weil die NEOS nicht im Landtag sind!) Und das ist ganz klar, das werden wir auch in Zukunft nicht mitmachen. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Schieder: Ich versteh’ die Logik nicht!) – Die Logik, Herr Schieder, ist – noch einmal –: Sie machen schleichende Steuererhöhung. Jedes Jahr nehmen Sie den Menschen mehr Geld aus der Tasche. Wenn Sie das für sinnvolle Dinge machen, dann sage ich: Machen wir es, bitte, machen wir es! – Aber: Sie finanzieren damit Luxuspensionen. (Abg. Schieder: Greifen Sie sich bitte an den Kopf, wenn Sie so reden!) Sie finanzieren damit die Erhöhung der Parteienförderung. (Abg. Schieder: Greifen Sie sich bitte an den Kopf!) Sie finanzieren damit die Verlängerung der Luxuspensionen in Wien – Rot-Grün verlängert diese bis 2042. Der Rechnungshof rechnet vor: 350 Millionen € kostet es Sie, liebe Damen und Herren! Während bei ASVG-Pensionen die Durchschnittspension für Frauen 860 € beträgt, werden Luxuspensionen in Wien für Beamte bis 2042 verlängert – auf Ihre Kosten!
Abg. Schieder: Greifen Sie sich bitte an den Kopf!
siert ihr ein!) Wir verzichten jährlich auf 166 000 € Akademieförderung, weil ich das für ein Muster struktureller Korruption halte, was da läuft, und das machen wir nicht mit! (Abg. Schieder: Weil die NEOS nicht im Landtag sind!) Und das ist ganz klar, das werden wir auch in Zukunft nicht mitmachen. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Schieder: Ich versteh’ die Logik nicht!) – Die Logik, Herr Schieder, ist – noch einmal –: Sie machen schleichende Steuererhöhung. Jedes Jahr nehmen Sie den Menschen mehr Geld aus der Tasche. Wenn Sie das für sinnvolle Dinge machen, dann sage ich: Machen wir es, bitte, machen wir es! – Aber: Sie finanzieren damit Luxuspensionen. (Abg. Schieder: Greifen Sie sich bitte an den Kopf, wenn Sie so reden!) Sie finanzieren damit die Erhöhung der Parteienförderung. (Abg. Schieder: Greifen Sie sich bitte an den Kopf!) Sie finanzieren damit die Verlängerung der Luxuspensionen in Wien – Rot-Grün verlängert diese bis 2042. Der Rechnungshof rechnet vor: 350 Millionen € kostet es Sie, liebe Damen und Herren! Während bei ASVG-Pensionen die Durchschnittspension für Frauen 860 € beträgt, werden Luxuspensionen in Wien für Beamte bis 2042 verlängert – auf Ihre Kosten!
Beifall bei den NEOS.
Das ist nicht okay, und Sie haben eine Möglichkeit, das abzustellen, indem Sie beim nächsten Mal anders wählen. Es gibt eine Möglichkeit! Man kann diese Missstände abstellen, aber man muss dafür mit aufrechtem Gang sein Wahlrecht nutzen. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Fekter: Zu einem Drittel!
Ich habe Ihnen verschiedene Modelle aufgezeigt, Herr Minister. Ich habe das Gefühl, Sie wollen es auch deswegen nicht machen, sondern die Menschen weiter belasten, weil Sie einmal mehr auch vor den Landesfürsten in die Knie gehen, denn die Landesfürsten – und das ist eine der Fragen, die ich Ihnen hier in dieser Dringlichen Anfrage heute schriftlich stelle – profitieren natürlich auch von dieser Geschichte ganz massiv. (Abg. Fekter: Zu einem Drittel!) Von jeder Steuererhöhung werden zu einem Drittel die Fürsten der Finsternis mitbedient und sackeln das ein. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Ich habe Ihnen verschiedene Modelle aufgezeigt, Herr Minister. Ich habe das Gefühl, Sie wollen es auch deswegen nicht machen, sondern die Menschen weiter belasten, weil Sie einmal mehr auch vor den Landesfürsten in die Knie gehen, denn die Landesfürsten – und das ist eine der Fragen, die ich Ihnen hier in dieser Dringlichen Anfrage heute schriftlich stelle – profitieren natürlich auch von dieser Geschichte ganz massiv. (Abg. Fekter: Zu einem Drittel!) Von jeder Steuererhöhung werden zu einem Drittel die Fürsten der Finsternis mitbedient und sackeln das ein. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Ich bin der Meinung, wir sollten diesen Landesfürsten – die sich nicht daran halten und sich weigern, ihre Förderungen transparent zu machen, damit sie weiter Doppelförderungen, Dreifachförderungen bekommen, deswegen Fürsten der Dunkelheit – 50 Millionen € vom Finanzausgleich abziehen, Herr Minister! (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.) Wenn Sie das machen, können Sie die Menschen heuer beziehungsweise nächstes Jahr schon entlasten. Das ist mein Vorschlag zur Güte. – Bitte folgen Sie diesem! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich bin der Meinung, wir sollten diesen Landesfürsten – die sich nicht daran halten und sich weigern, ihre Förderungen transparent zu machen, damit sie weiter Doppelförderungen, Dreifachförderungen bekommen, deswegen Fürsten der Dunkelheit – 50 Millionen € vom Finanzausgleich abziehen, Herr Minister! (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.) Wenn Sie das machen, können Sie die Menschen heuer beziehungsweise nächstes Jahr schon entlasten. Das ist mein Vorschlag zur Güte. – Bitte folgen Sie diesem! (Beifall bei den NEOS.)
Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Strolz: Schöne Krawatte!
Bundesminister für Finanzen Dr. Johann Georg Schelling|: Frau Präsidentin! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Woran erkennt man, dass Frühling ist? – Die NEOS wachen auf. (Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Strolz: Schöne Krawatte!) Es ist ein bisschen spät, jetzt mit diesem Thema zu kommen. Ich freue mich über diese Dringliche Anfrage, wobei es nicht normal ist, dass man mit Dringlichen Anfragen unbedingt eine Freude hat, aber ich freue mich, denn so können wir vielleicht einiges zu diesem Thema klarstellen und auch darstellen, mit welchen Themenverfehlungen Sie jetzt argumentiert haben.
Abg. Strolz: Klar!
Warum Sie, Herr Klubobmann, hier auch in der Begründung nicht richtig liegen, wird dann vielleicht Kollege Matznetter, der schon einen Zwischenruf gemacht hat, noch einmal darstellen. Bei den Einkommensklassen, die Sie genannt haben, tritt die kalte Progression gar nicht in Kraft; denn auch wenn ich die unterste Tarifstufe zu 100 Prozent über diesen Wert anpasse, dann wächst ja jeder mit hinein. (Abg. Strolz: Klar!) Und daher tritt bei einem Wert von 1 200 € vermutlich eine Steuerprogression von ein paar Euro ein. (Abg. Strolz: Aber die Entlastung ist degressiv, das verstehen Sie auch!) – Natürlich, und ich komme gleich darauf zurück.
Abg. Strolz: Aber die Entlastung ist degressiv, das verstehen Sie auch!
Warum Sie, Herr Klubobmann, hier auch in der Begründung nicht richtig liegen, wird dann vielleicht Kollege Matznetter, der schon einen Zwischenruf gemacht hat, noch einmal darstellen. Bei den Einkommensklassen, die Sie genannt haben, tritt die kalte Progression gar nicht in Kraft; denn auch wenn ich die unterste Tarifstufe zu 100 Prozent über diesen Wert anpasse, dann wächst ja jeder mit hinein. (Abg. Strolz: Klar!) Und daher tritt bei einem Wert von 1 200 € vermutlich eine Steuerprogression von ein paar Euro ein. (Abg. Strolz: Aber die Entlastung ist degressiv, das verstehen Sie auch!) – Natürlich, und ich komme gleich darauf zurück.
Abg. Strolz: Ab der dritten Steuerstufe!
Das Arbeitsprogramm der Bundesregierung hat daher gesagt, wir gehen dieses Thema kalte Progression an. Wir verhandeln derzeit diesen Kompromissvorschlag. Übrigens rechnet sich die 100-prozentige Anpassung der ersten beiden Stufen auf alle Stufen durch, sofern man das progressive Steuersystem richtig verstanden hat. (Abg. Strolz: Ab der dritten Steuerstufe!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich halte noch einmal ausdrücklich fest – und dabei bleibe ich, ich habe nie etwas anderes gesagt –: Die kalte Progression ist ein Geschenk der Bürgerinnen und Bürger an den Staat und kein Geschenk der Bundesregierung an die Bürger zurück. (Beifall bei der ÖVP.) Daher leistet dieser jetzt vorliegende Entwurf genau das: dass nämlich dort, wo der Inflationszuschlag greift, diese kalte Progression nicht mehr eintritt.
Zwischenruf des Abg. Strolz
Meine sehr geehrten Damen und Herren, der Vorwurf von Klubobmann Strolz, wir hätten etwas zugesagt und nicht geliefert (Zwischenruf des Abg. Strolz), geht hiemit ins Leere. Wir haben das Modell ordnungsgemäß geliefert. Sie können sich nur auf das berufen, was ich zugesagt habe. Ich habe gesagt, das Modell wird eingeliefert. Wir haben im Rahmen des Regierungsprogramms festgelegt, dass wir das durchführen. Verunsichern Sie daher die Menschen nicht! Diese Regierung hat sich das Projekt vorgenommen, es ist eindeutig festgelegt, dass wir das Projekt abarbeiten.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Daher noch einmal herzlichen Dank für die Möglichkeit, diese Position im Rahmen einer Dringlichen Anfrage darzustellen. Ich habe schon eingangs erwähnt: Manchmal ist es nicht so angenehm. Heute war es wunderbar. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Es gibt keinen Grund, diese schleichende Steuererhöhung nicht abzuschaffen. Es gibt vor allem keinen Grund, sie jetzt nicht abzuschaffen. Das ist genau unsere Forderung: Wir brauchen Entlastung, und wir brauchen sie jetzt! – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Strolz: Natürlich ist alles egal!
Vielleicht liegt es aber auch an dem ... (Abg. Strolz: Natürlich ist alles egal!) – Nein, vielleicht liegt es an deinem Anstecker (Abg. Strolz: Leute aussackeln! Alles egal!), den du am Revers hast. Es ist der Strolz-Anstecker am Revers nämlich eine leere Sprechblase. (Abg. Strolz: Leute aussackeln, alles egal!) Das ist das, was ihr im Knopfloch tragt, und so ist auch eure Politik: eine leere rosa Sprechblase! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Haben Sie sachliche Argumente auch?) – Na, schau es dir an! Es steht nichts drinnen. Schaut auf euer Sakko: Es steht nichts drinnen in eurem Symbol! (Abg. Kogler: Das ist genau das ...!) Es ist eine leere ... (Zwischenruf des Abg. Strolz.) – Nein, das ist ja keine Mode! Das ist doch eine leere Sprechblase, das ist keine Mode. (Abg. Strolz: Sehr sachlich!)
Abg. Strolz: Leute aussackeln! Alles egal!
Vielleicht liegt es aber auch an dem ... (Abg. Strolz: Natürlich ist alles egal!) – Nein, vielleicht liegt es an deinem Anstecker (Abg. Strolz: Leute aussackeln! Alles egal!), den du am Revers hast. Es ist der Strolz-Anstecker am Revers nämlich eine leere Sprechblase. (Abg. Strolz: Leute aussackeln, alles egal!) Das ist das, was ihr im Knopfloch tragt, und so ist auch eure Politik: eine leere rosa Sprechblase! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Haben Sie sachliche Argumente auch?) – Na, schau es dir an! Es steht nichts drinnen. Schaut auf euer Sakko: Es steht nichts drinnen in eurem Symbol! (Abg. Kogler: Das ist genau das ...!) Es ist eine leere ... (Zwischenruf des Abg. Strolz.) – Nein, das ist ja keine Mode! Das ist doch eine leere Sprechblase, das ist keine Mode. (Abg. Strolz: Sehr sachlich!)
Abg. Strolz: Leute aussackeln, alles egal!
Vielleicht liegt es aber auch an dem ... (Abg. Strolz: Natürlich ist alles egal!) – Nein, vielleicht liegt es an deinem Anstecker (Abg. Strolz: Leute aussackeln! Alles egal!), den du am Revers hast. Es ist der Strolz-Anstecker am Revers nämlich eine leere Sprechblase. (Abg. Strolz: Leute aussackeln, alles egal!) Das ist das, was ihr im Knopfloch tragt, und so ist auch eure Politik: eine leere rosa Sprechblase! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Haben Sie sachliche Argumente auch?) – Na, schau es dir an! Es steht nichts drinnen. Schaut auf euer Sakko: Es steht nichts drinnen in eurem Symbol! (Abg. Kogler: Das ist genau das ...!) Es ist eine leere ... (Zwischenruf des Abg. Strolz.) – Nein, das ist ja keine Mode! Das ist doch eine leere Sprechblase, das ist keine Mode. (Abg. Strolz: Sehr sachlich!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Haben Sie sachliche Argumente auch?
Vielleicht liegt es aber auch an dem ... (Abg. Strolz: Natürlich ist alles egal!) – Nein, vielleicht liegt es an deinem Anstecker (Abg. Strolz: Leute aussackeln! Alles egal!), den du am Revers hast. Es ist der Strolz-Anstecker am Revers nämlich eine leere Sprechblase. (Abg. Strolz: Leute aussackeln, alles egal!) Das ist das, was ihr im Knopfloch tragt, und so ist auch eure Politik: eine leere rosa Sprechblase! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Haben Sie sachliche Argumente auch?) – Na, schau es dir an! Es steht nichts drinnen. Schaut auf euer Sakko: Es steht nichts drinnen in eurem Symbol! (Abg. Kogler: Das ist genau das ...!) Es ist eine leere ... (Zwischenruf des Abg. Strolz.) – Nein, das ist ja keine Mode! Das ist doch eine leere Sprechblase, das ist keine Mode. (Abg. Strolz: Sehr sachlich!)
Abg. Kogler: Das ist genau das ...!
Vielleicht liegt es aber auch an dem ... (Abg. Strolz: Natürlich ist alles egal!) – Nein, vielleicht liegt es an deinem Anstecker (Abg. Strolz: Leute aussackeln! Alles egal!), den du am Revers hast. Es ist der Strolz-Anstecker am Revers nämlich eine leere Sprechblase. (Abg. Strolz: Leute aussackeln, alles egal!) Das ist das, was ihr im Knopfloch tragt, und so ist auch eure Politik: eine leere rosa Sprechblase! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Haben Sie sachliche Argumente auch?) – Na, schau es dir an! Es steht nichts drinnen. Schaut auf euer Sakko: Es steht nichts drinnen in eurem Symbol! (Abg. Kogler: Das ist genau das ...!) Es ist eine leere ... (Zwischenruf des Abg. Strolz.) – Nein, das ist ja keine Mode! Das ist doch eine leere Sprechblase, das ist keine Mode. (Abg. Strolz: Sehr sachlich!)
Zwischenruf des Abg. Strolz.
Vielleicht liegt es aber auch an dem ... (Abg. Strolz: Natürlich ist alles egal!) – Nein, vielleicht liegt es an deinem Anstecker (Abg. Strolz: Leute aussackeln! Alles egal!), den du am Revers hast. Es ist der Strolz-Anstecker am Revers nämlich eine leere Sprechblase. (Abg. Strolz: Leute aussackeln, alles egal!) Das ist das, was ihr im Knopfloch tragt, und so ist auch eure Politik: eine leere rosa Sprechblase! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Haben Sie sachliche Argumente auch?) – Na, schau es dir an! Es steht nichts drinnen. Schaut auf euer Sakko: Es steht nichts drinnen in eurem Symbol! (Abg. Kogler: Das ist genau das ...!) Es ist eine leere ... (Zwischenruf des Abg. Strolz.) – Nein, das ist ja keine Mode! Das ist doch eine leere Sprechblase, das ist keine Mode. (Abg. Strolz: Sehr sachlich!)
Abg. Strolz: Sehr sachlich!
Vielleicht liegt es aber auch an dem ... (Abg. Strolz: Natürlich ist alles egal!) – Nein, vielleicht liegt es an deinem Anstecker (Abg. Strolz: Leute aussackeln! Alles egal!), den du am Revers hast. Es ist der Strolz-Anstecker am Revers nämlich eine leere Sprechblase. (Abg. Strolz: Leute aussackeln, alles egal!) Das ist das, was ihr im Knopfloch tragt, und so ist auch eure Politik: eine leere rosa Sprechblase! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Haben Sie sachliche Argumente auch?) – Na, schau es dir an! Es steht nichts drinnen. Schaut auf euer Sakko: Es steht nichts drinnen in eurem Symbol! (Abg. Kogler: Das ist genau das ...!) Es ist eine leere ... (Zwischenruf des Abg. Strolz.) – Nein, das ist ja keine Mode! Das ist doch eine leere Sprechblase, das ist keine Mode. (Abg. Strolz: Sehr sachlich!)
Beifall bei der SPÖ.
Drittens muss ich auch eines richtigstellen, weil Kollege Hable gesagt hat, die Einkommen werden jedes Jahr angepasst. – Nein! Die Einkommen werden jedes Jahr deshalb erhöht, weil die Gewerkschaften mit den Wirtschaftskammern Lohnverhandlungen führen. Das ist keine Anpassung, sondern das ist ein Kampf, eine Diskussion, eine politische Auseinandersetzung um den Anteil – nicht der Inflation übrigens, sondern – am Produktivitätszuwachs, um den gerechten Anteil! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strolz: 25 000 €! Ab dort wird es degressiv!
Das halte ich für eine durchaus vernünftige Maßnahme, denn sie stellt sicher, dass die Mittelschicht in unserem Land entlastet wird. Alle anderen Modelle, von denen ich gehört habe, haben eine falsche Verteilungswirkung, nämlich sehr oft eine Verteilungswirkung von der Mittelschicht zu den ganz hohen Einkommen. Das halte ich für sozial nicht gerechtfertigt und übrigens auch nicht für leistungsgerecht, denn leistungsgerecht ist es dann, wenn die Mittelschicht entlastet wird. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strolz: 25 000 €! Ab dort wird es degressiv!)
Beifall bei der SPÖ.
Letzter Punkt, weil in der Diskussion von manchen auch eingebracht worden ist, man könnte eine Tarifanpassung auch über Verordnungen regeln: Davor möchte ich aus Sicht des Parlaments dringend warnen, denn ein Urrecht des Parlamentarismus seit Anbeginn der Parlamente auf unserem Kontinent, angefangen von Westminster bis hierher, war immer die Auseinandersetzung zur Erlangung der Budgethoheit. Daher ist auch die Budgethoheit des österreichischen Nationalrates – das heißt, dass das Parlament entscheidet; nicht eine Verordnung, nicht der Ministerrat, sondern das Parlament, der österreichische Nationalrat entscheidet, welche Steuer- und Progressionsstufen es gibt – ein Kernbestandteil unseres Parlamentarismus! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hable.
Ich darf hier den Verfassungsrechtler Walter Berka zitieren, der gesagt hat, in der Entwicklungsgeschichte des Parlamentarismus sei der Budgethoheit der Volksvertretung von Anfang an eine besonders hohe Bedeutung zugekommen. Durch diese aus dem Steuerbewilligungsrecht hervorgegangene Kompetenz könne das Parlament den Staatshaushalt entscheidend mitgestalten und damit Einfluss auf das wichtigste politische Steuerungsinstrument im modernen Staat nehmen. (Zwischenruf des Abg. Hable.) Das sei zu der demokratiepolitischen Diskussion über den Vorschlag, Tarifanpassungen per Verordnung zu regeln, gesagt.
Beifall bei der SPÖ.
Ich halte es für notwendig, dass wir das Modell umsetzen, dass 80 Prozent des Volumens zur Stärkung der Mittelschicht in unserem Land automatisch durch die Abschaffung der kalten Progression bei Erreichen der 5-Prozent-Hürde entlastet werden; das halte ich für richtig. Ich halte aber nichts davon, dass man es per Verordnung macht, sondern immer per Gesetz. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strolz: ... das erste Mal verstanden!
Was ist diese kalte Progression eigentlich? (Abg. Strolz: ... das erste Mal verstanden!) – Es ist ein durchaus sperriger Begriff, aber es geht um die jährlichen Lohn- und Gehaltsanpassungen. Man wächst mit diesem zusätzlichen Lohn – ich sage jetzt einmal, bei 2 000 € sind es 30 € Lohnerhöhung oder Gehaltserhöhung (Abg. Kogler: ... Partei der sozialen Kälte!) – in die jeweils nächsthöhere Steuerstufe hinein. Bei 2 000 € ist das die dritte Stufe, dann zahlt man 35 Prozent Lohnsteuer für diese 30 €, und man hat sozusagen keinen Durchschnittssteuersatz. Man müsste auch von diesen 30 € einen Teil steuerfrei haben und einen Teil mit 25 Prozent versteuert bekommen, aber das ist nicht der Fall. Und das ist eigentlich die kalte Progression, weil der Durchschnittssteuersatz für die Lohn- und Gehaltserhöhungen zu hoch ist.
Abg. Kogler: ... Partei der sozialen Kälte!
Was ist diese kalte Progression eigentlich? (Abg. Strolz: ... das erste Mal verstanden!) – Es ist ein durchaus sperriger Begriff, aber es geht um die jährlichen Lohn- und Gehaltsanpassungen. Man wächst mit diesem zusätzlichen Lohn – ich sage jetzt einmal, bei 2 000 € sind es 30 € Lohnerhöhung oder Gehaltserhöhung (Abg. Kogler: ... Partei der sozialen Kälte!) – in die jeweils nächsthöhere Steuerstufe hinein. Bei 2 000 € ist das die dritte Stufe, dann zahlt man 35 Prozent Lohnsteuer für diese 30 €, und man hat sozusagen keinen Durchschnittssteuersatz. Man müsste auch von diesen 30 € einen Teil steuerfrei haben und einen Teil mit 25 Prozent versteuert bekommen, aber das ist nicht der Fall. Und das ist eigentlich die kalte Progression, weil der Durchschnittssteuersatz für die Lohn- und Gehaltserhöhungen zu hoch ist.
Zwischenruf des Abg. Steinbichler
Das habe ich jetzt einmal mit relativ einfachen Worten zu erklären versucht (Zwischenruf des Abg. Steinbichler), und das ist das, was sich natürlich im Laufe der Jahre zusammensammelt und den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern sozusagen weggenommen wird. (Abg. Steinbichler: Wer nimmt es weg?) Das ist ziemlich viel, wenn man das kumuliert sieht, auch bei dementsprechenden Anpassungen im Lohn- und Gehaltsbereich, und das wollen wir abschaffen. (Abg. Strolz: Ihr greift hinein!)
Abg. Steinbichler: Wer nimmt es weg?
Das habe ich jetzt einmal mit relativ einfachen Worten zu erklären versucht (Zwischenruf des Abg. Steinbichler), und das ist das, was sich natürlich im Laufe der Jahre zusammensammelt und den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern sozusagen weggenommen wird. (Abg. Steinbichler: Wer nimmt es weg?) Das ist ziemlich viel, wenn man das kumuliert sieht, auch bei dementsprechenden Anpassungen im Lohn- und Gehaltsbereich, und das wollen wir abschaffen. (Abg. Strolz: Ihr greift hinein!)
Abg. Strolz: Ihr greift hinein!
Das habe ich jetzt einmal mit relativ einfachen Worten zu erklären versucht (Zwischenruf des Abg. Steinbichler), und das ist das, was sich natürlich im Laufe der Jahre zusammensammelt und den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern sozusagen weggenommen wird. (Abg. Steinbichler: Wer nimmt es weg?) Das ist ziemlich viel, wenn man das kumuliert sieht, auch bei dementsprechenden Anpassungen im Lohn- und Gehaltsbereich, und das wollen wir abschaffen. (Abg. Strolz: Ihr greift hinein!)
Abg. Strolz: Ihr greift hinein!
Herr Kollege Strolz (Abg. Strolz: Ihr greift hinein!), du müsstest ja an und für sich das überarbeitete Regierungsprogramm gelesen haben. Anscheinend liest du andere Dinge, aber das nicht. Auf Seite 4 ist der dritte Punkt die Abschaffung der kalten Progression. (Abg. Strolz: Vor Jahren schon versprochen!) Das steht da drinnen, es ist vereinbart, und Herr Finanzminister Schelling hat seinen Vorschlag bereits übermittelt. (Zwischenruf der Abg. Tamandl.) Er hat das Modell an unseren Koalitionspartner übergeben, und wir sind eben in einer Koalition mit der SPÖ, das ist so.
Abg. Strolz: Vor Jahren schon versprochen!
Herr Kollege Strolz (Abg. Strolz: Ihr greift hinein!), du müsstest ja an und für sich das überarbeitete Regierungsprogramm gelesen haben. Anscheinend liest du andere Dinge, aber das nicht. Auf Seite 4 ist der dritte Punkt die Abschaffung der kalten Progression. (Abg. Strolz: Vor Jahren schon versprochen!) Das steht da drinnen, es ist vereinbart, und Herr Finanzminister Schelling hat seinen Vorschlag bereits übermittelt. (Zwischenruf der Abg. Tamandl.) Er hat das Modell an unseren Koalitionspartner übergeben, und wir sind eben in einer Koalition mit der SPÖ, das ist so.
Zwischenruf der Abg. Tamandl.
Herr Kollege Strolz (Abg. Strolz: Ihr greift hinein!), du müsstest ja an und für sich das überarbeitete Regierungsprogramm gelesen haben. Anscheinend liest du andere Dinge, aber das nicht. Auf Seite 4 ist der dritte Punkt die Abschaffung der kalten Progression. (Abg. Strolz: Vor Jahren schon versprochen!) Das steht da drinnen, es ist vereinbart, und Herr Finanzminister Schelling hat seinen Vorschlag bereits übermittelt. (Zwischenruf der Abg. Tamandl.) Er hat das Modell an unseren Koalitionspartner übergeben, und wir sind eben in einer Koalition mit der SPÖ, das ist so.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Steinbichler.
Du kannst das ja noch gar nicht beurteilen, du bist drei Jahre im Hohen Haus; eigentlich hast du es eh uns zu verdanken, dass du politisch überhaupt aktiv bist. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Steinbichler.) Du bist nämlich bei uns in die Lehre gegangen, wenn man das so sagen darf. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und NEOS.) Du bist seit drei Jahren in diesem Haus und bist Oppositionspolitiker – das ist in Ordnung, das ist okay –, aber du warst noch nie in einer Regierung, lieber Kollege Strolz! Wir sind seit 30 Jahren in einer Regierung, und dass es den Menschen in diesem Lande gut geht, dazu hat die ÖVP den wesentlichen Beitrag geleistet; das möchte ich auch einmal erwähnen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Wollen Sie sagen: Wäre die ÖVP nicht gewesen, würde es die NEOS nicht geben?) – Herr Kollege Kogler, hör zu!
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und NEOS.
Du kannst das ja noch gar nicht beurteilen, du bist drei Jahre im Hohen Haus; eigentlich hast du es eh uns zu verdanken, dass du politisch überhaupt aktiv bist. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Steinbichler.) Du bist nämlich bei uns in die Lehre gegangen, wenn man das so sagen darf. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und NEOS.) Du bist seit drei Jahren in diesem Haus und bist Oppositionspolitiker – das ist in Ordnung, das ist okay –, aber du warst noch nie in einer Regierung, lieber Kollege Strolz! Wir sind seit 30 Jahren in einer Regierung, und dass es den Menschen in diesem Lande gut geht, dazu hat die ÖVP den wesentlichen Beitrag geleistet; das möchte ich auch einmal erwähnen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Wollen Sie sagen: Wäre die ÖVP nicht gewesen, würde es die NEOS nicht geben?) – Herr Kollege Kogler, hör zu!
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Wollen Sie sagen: Wäre die ÖVP nicht gewesen, würde es die NEOS nicht geben?
Du kannst das ja noch gar nicht beurteilen, du bist drei Jahre im Hohen Haus; eigentlich hast du es eh uns zu verdanken, dass du politisch überhaupt aktiv bist. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Steinbichler.) Du bist nämlich bei uns in die Lehre gegangen, wenn man das so sagen darf. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und NEOS.) Du bist seit drei Jahren in diesem Haus und bist Oppositionspolitiker – das ist in Ordnung, das ist okay –, aber du warst noch nie in einer Regierung, lieber Kollege Strolz! Wir sind seit 30 Jahren in einer Regierung, und dass es den Menschen in diesem Lande gut geht, dazu hat die ÖVP den wesentlichen Beitrag geleistet; das möchte ich auch einmal erwähnen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Wollen Sie sagen: Wäre die ÖVP nicht gewesen, würde es die NEOS nicht geben?) – Herr Kollege Kogler, hör zu!
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wenn man über 1 850 € brutto pro Monat verdient, dann ist der Teil, der darüber geht, nicht mehr vollständig abgegolten. Das wollen wir nicht! Wir sind auch die Vertreter des Mittelstands, jener Menschen, die hart arbeiten, die ihre Leistung erbringen und die die meisten Steuern bezahlen. (Beifall bei der ÖVP.) Daher ist es wichtig, dass man auch die oberen Stufen wenigstens mit 4 Prozent abgilt – das sind genau diese 80 Prozent –, weil sich da natürlich in der Summe schon Folgendes ergibt: Das sind nicht mehr 228 € pro Jahr, sondern es sind dann 314, 458 oder 530 € pro Jahr, je nachdem, in welcher Steuerstufe man sich befindet.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steinbichler: Anzahn!
Darum geht es uns von der ÖVP. Finanzminister Schelling hat meine vollste Unterstützung, dieses Modell zur Umsetzung zu bringen. Ich kann nur an alle hier im Hohen Haus appellieren, dass wir das Modell umsetzen, denn dann sind 80 Prozent automatisch entlastet. Das haben sich die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler verdient, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steinbichler: Anzahn!)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Ich versuche auch noch zu begründen, warum es uns so wichtig ist, dass diese 80 Prozent fix automatisch entlastet werden. Da gibt es zwei Punkte. Der erste ist: Was ich persönlich, ehrlich gesagt, nicht mehr haben möchte, ist, dass wir nach fünf, sechs Jahren eine Steuerreform einleiten müssen, weil sich eben die kalte Progression niederschlägt, mit einem Volumen, wie wir es zuletzt gemacht haben – und die Steuerreform wirkt ja! –, von 5 Milliarden €, das aber natürlich auch gegenzufinanzieren ist. Das ist schwierig, das ist eine Herausforderung. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) – Die Wirkung ist da, Kollege Steinbichler! Wir haben in etwa ein halbes Prozent zusätzliches Wachstum durch diese 5 Milliarden €, das kannst auch du nicht abstreiten. Du hast doch so viel wirtschaftliches Grundverständnis, dass du verstehen wirst (Abg. Tamandl: Nein!), dass diese 5 Milliarden € in die Kaufkraft gegangen sind! Daher wächst unsere Wirtschaft, das ist doch ein Vorteil! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Tamandl: Nein!
Ich versuche auch noch zu begründen, warum es uns so wichtig ist, dass diese 80 Prozent fix automatisch entlastet werden. Da gibt es zwei Punkte. Der erste ist: Was ich persönlich, ehrlich gesagt, nicht mehr haben möchte, ist, dass wir nach fünf, sechs Jahren eine Steuerreform einleiten müssen, weil sich eben die kalte Progression niederschlägt, mit einem Volumen, wie wir es zuletzt gemacht haben – und die Steuerreform wirkt ja! –, von 5 Milliarden €, das aber natürlich auch gegenzufinanzieren ist. Das ist schwierig, das ist eine Herausforderung. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) – Die Wirkung ist da, Kollege Steinbichler! Wir haben in etwa ein halbes Prozent zusätzliches Wachstum durch diese 5 Milliarden €, das kannst auch du nicht abstreiten. Du hast doch so viel wirtschaftliches Grundverständnis, dass du verstehen wirst (Abg. Tamandl: Nein!), dass diese 5 Milliarden € in die Kaufkraft gegangen sind! Daher wächst unsere Wirtschaft, das ist doch ein Vorteil! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich versuche auch noch zu begründen, warum es uns so wichtig ist, dass diese 80 Prozent fix automatisch entlastet werden. Da gibt es zwei Punkte. Der erste ist: Was ich persönlich, ehrlich gesagt, nicht mehr haben möchte, ist, dass wir nach fünf, sechs Jahren eine Steuerreform einleiten müssen, weil sich eben die kalte Progression niederschlägt, mit einem Volumen, wie wir es zuletzt gemacht haben – und die Steuerreform wirkt ja! –, von 5 Milliarden €, das aber natürlich auch gegenzufinanzieren ist. Das ist schwierig, das ist eine Herausforderung. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) – Die Wirkung ist da, Kollege Steinbichler! Wir haben in etwa ein halbes Prozent zusätzliches Wachstum durch diese 5 Milliarden €, das kannst auch du nicht abstreiten. Du hast doch so viel wirtschaftliches Grundverständnis, dass du verstehen wirst (Abg. Tamandl: Nein!), dass diese 5 Milliarden € in die Kaufkraft gegangen sind! Daher wächst unsere Wirtschaft, das ist doch ein Vorteil! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Progressionsbericht ist in Ordnung, wenn die darüber liegenden Summen, die da noch verteilt werden, dazu dienen, ein besonderes Signal zu setzen, dass man sagt: Okay, es gibt besondere Herausforderungen, besondere Merkmale bei den einzelnen Gruppen, beim Vergleich der Warenkörbe. Aber eine generelle Umverteilung vom Mittelstand nach unten wollen wir nicht mehr, meine Damen und Herren. Der Mittelstand zahlt die meisten Lohn- und Einkommensteuern, das muss man auch einmal sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Fekter: Ist ja ungerecht!
Ganz zum Schluss bringe ich noch ein Beispiel: 1 500 € brutto, netto 1 200 €: 44 € Lohnsteuer pro Monat. Wenn man das Doppelte verdient, 3 000 brutto, bezahlt man 440 € Lohnsteuer im Monat. Man verdient das Doppelte und bezahlt das Zehnfache an Lohnsteuer! (Abg. Fekter: Ist ja ungerecht!) Meine Damen und Herren, da können wir nicht hergehen und sagen, wir entlasten diese beiden Fälle nach dem gleichen Muster. Das geht nicht.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Fekter: Bravo!
Daher ist dieses Modell von Finanzminister Schelling aus meiner Sicht umzusetzen. Es ist ein gutes Modell, es ist ein nachhaltiges Modell. Die schleichende Steuererhöhung wird damit abgeschafft, das hat die vollste Unterstützung unseres Klubs. Ich appelliere an alle Abgeordneten, dieses Modell zur Umsetzung zu bringen, im Sinne unserer Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Fekter: Bravo!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Tamandl: Dann gibt’s keinen Untersuchungsausschuss!
Das Beste für die Republik Österreich wäre sicher, wenn die Bundesregierung endlich den Weg für Neuwahlen frei machen würde. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Tamandl: Dann gibt’s keinen Untersuchungsausschuss!)
Bundesminister Schelling: Das können wir Ihnen sagen, Herr Fuchs!
Was ist bei diesem Verhandlungstermin am 27. März zwischen dem Finanzminister und dem Kanzleramtsminister herausgekommen? (Bundesminister Schelling: Das können wir Ihnen sagen, Herr Fuchs!) – Nichts, absolut nichts! Die SPÖ fordert vom Finanzminister „Handschlagqualität“ und eine „ordentliche Gesetzesvorlage“ – die wir uns eigentlich auch endlich wünschen –, und die ÖVP wirft dem SPÖ-Finanzsprecher vor, dass er „desinformiert“ ist. (Ruf bei der FPÖ: Stimmt doch!) Das ist der katastrophale Arbeitsstil dieser Bundesregierung! (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Stimmt doch!
Was ist bei diesem Verhandlungstermin am 27. März zwischen dem Finanzminister und dem Kanzleramtsminister herausgekommen? (Bundesminister Schelling: Das können wir Ihnen sagen, Herr Fuchs!) – Nichts, absolut nichts! Die SPÖ fordert vom Finanzminister „Handschlagqualität“ und eine „ordentliche Gesetzesvorlage“ – die wir uns eigentlich auch endlich wünschen –, und die ÖVP wirft dem SPÖ-Finanzsprecher vor, dass er „desinformiert“ ist. (Ruf bei der FPÖ: Stimmt doch!) Das ist der katastrophale Arbeitsstil dieser Bundesregierung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was ist bei diesem Verhandlungstermin am 27. März zwischen dem Finanzminister und dem Kanzleramtsminister herausgekommen? (Bundesminister Schelling: Das können wir Ihnen sagen, Herr Fuchs!) – Nichts, absolut nichts! Die SPÖ fordert vom Finanzminister „Handschlagqualität“ und eine „ordentliche Gesetzesvorlage“ – die wir uns eigentlich auch endlich wünschen –, und die ÖVP wirft dem SPÖ-Finanzsprecher vor, dass er „desinformiert“ ist. (Ruf bei der FPÖ: Stimmt doch!) Das ist der katastrophale Arbeitsstil dieser Bundesregierung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Brunner.
Österreich gehört damit zu den wenigen EU-Ländern, denen die EU-Kommission so wie in den Vorjahren auch für 2017 und 2018 Reallohnverluste prophezeit, und der Herr Finanzminister will dagegen nichts machen. Nur die Abschaffung der kalten Progression kann den Mittelstand dauerhaft und real entlasten, aber nicht neue Steuern, wie zum Beispiel die SPÖ-Maschinensteuer oder die vom ÖVP-Umweltminister kürzlich ins Spiel gebrachte Steuererhöhung auf Diesel. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Brunner.)
Abg. Fekter: Davor Milliarden ...!
Durch die Steuerreform 2015/2016 – da muss ich den Finanzminister korrigieren – werden den Steuerzahlern jene Milliarden zurückgegeben, die man ihnen bereits genommen hat. (Bundesminister Schelling: Falsch gerechnet!) – Das ist, glaube ich, Ihre falsche Rechnung. (Bundesminister Schelling: Na, Sie sind der Steuerberater!) Seit 2009 hat man den Steuerpflichtigen 10 Milliarden € weggenommen (Abg. Fekter: Davor Milliarden ...!), wie der Herr Finanzminister heute gesagt hat, und das gibt man ihnen jetzt offenbar zurück. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Schelling. – Zwischenruf der Abg. Fekter.) Das heißt, das ist nur eine Teilrückzahlung des Betrags, den man ihnen bereits weggenommen hat. Und Herr Klubobmann Schieder verwechselt das sogar noch mit der Budgethoheit. Das ist ja lächerlich! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Schelling. – Zwischenruf der Abg. Fekter.
Durch die Steuerreform 2015/2016 – da muss ich den Finanzminister korrigieren – werden den Steuerzahlern jene Milliarden zurückgegeben, die man ihnen bereits genommen hat. (Bundesminister Schelling: Falsch gerechnet!) – Das ist, glaube ich, Ihre falsche Rechnung. (Bundesminister Schelling: Na, Sie sind der Steuerberater!) Seit 2009 hat man den Steuerpflichtigen 10 Milliarden € weggenommen (Abg. Fekter: Davor Milliarden ...!), wie der Herr Finanzminister heute gesagt hat, und das gibt man ihnen jetzt offenbar zurück. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Schelling. – Zwischenruf der Abg. Fekter.) Das heißt, das ist nur eine Teilrückzahlung des Betrags, den man ihnen bereits weggenommen hat. Und Herr Klubobmann Schieder verwechselt das sogar noch mit der Budgethoheit. Das ist ja lächerlich! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Durch die Steuerreform 2015/2016 – da muss ich den Finanzminister korrigieren – werden den Steuerzahlern jene Milliarden zurückgegeben, die man ihnen bereits genommen hat. (Bundesminister Schelling: Falsch gerechnet!) – Das ist, glaube ich, Ihre falsche Rechnung. (Bundesminister Schelling: Na, Sie sind der Steuerberater!) Seit 2009 hat man den Steuerpflichtigen 10 Milliarden € weggenommen (Abg. Fekter: Davor Milliarden ...!), wie der Herr Finanzminister heute gesagt hat, und das gibt man ihnen jetzt offenbar zurück. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Schelling. – Zwischenruf der Abg. Fekter.) Das heißt, das ist nur eine Teilrückzahlung des Betrags, den man ihnen bereits weggenommen hat. Und Herr Klubobmann Schieder verwechselt das sogar noch mit der Budgethoheit. Das ist ja lächerlich! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Nein, seit 1945 greift die!
Die kalte Progression greift nicht erst 2019, sondern bereits seit 2016 und muss daher sofort abgeschafft werden. (Abg. Krainer: Nein, seit 1945 greift die!) – Mittlerweile hat es ein paar Steuerreformen gegeben, aber das haben Sie offenbar nicht mitbekommen, Herr Krainer, aber Ihre Partei ist ja erst seit kurzer Zeit in der Regierung. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Schelling.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Schelling.
Die kalte Progression greift nicht erst 2019, sondern bereits seit 2016 und muss daher sofort abgeschafft werden. (Abg. Krainer: Nein, seit 1945 greift die!) – Mittlerweile hat es ein paar Steuerreformen gegeben, aber das haben Sie offenbar nicht mitbekommen, Herr Krainer, aber Ihre Partei ist ja erst seit kurzer Zeit in der Regierung. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Schelling.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.
steuerung, die genauso abgeschafft werden muss wie die kalte Progression. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Er ist geflüchtet vor dir! – Abg. Kassegger: Ist ja nicht sein Ausschuss!
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Hohes Haus! Herr Kollege Krainer ist gerade nicht da (Ruf bei der SPÖ: Er ist geflüchtet vor dir! – Abg. Kassegger: Ist ja nicht sein Ausschuss!), aber die kalte Progression wirkt in Wirklichkeit seit der Einführung eines progressiven Steuertarifs, und einen progressiven Steuertarif haben wir in Österreich seit Ende des 19. Jahrhunderts. Ich darf daran erinnern, dass Eugen Böhm von Bawerk jener Finanzminister war, der das progressive Steuersystem in Österreich eingeführt hat. Dieses progressive Steuersystem führt natürlich zu Verzerrungen durch Inflationssteigerungen, darauf wurde schon hingewiesen. Diese Verzerrungen waren unter Umständen nicht beabsichtigt, das ist schon richtig. Das System führt aber auch zu Verzerrungen im Bereich des Transfersystems.
Abg. Strolz: Nein, nein! Das haben wir sogar in unserem Programm!
tionsbedingten Effekte der tatsächlichen kalten Progression abzugelten. Ich habe da ein bisschen herausgehört, dass es auch darum geht, die realen Effekte von progressiven Steuersystemen abzugelten. – Das kann es ja nicht sein, da würden wir uns ja von einem progressiven Steuertarif verabschieden! (Abg. Strolz: Nein, nein! Das haben wir sogar in unserem Programm!) Das wäre sozusagen ein Abschied vom Leistungsfähigkeitsprinzip, und das kann offensichtlich nicht gemeint sein. – Na gut.
Beifall bei den Grünen.
Es ist aber auch so, dass die kalte Progression verteilungspolitische Konsequenzen hat. Da möchte ich Ihnen schon widersprechen, Herr Finanzminister: Sie haben heute im „Morgenjournal“ gesagt, die kalte Progression eigne sich nicht für verteilungspolitische Maßnahmen. – Die kalte Progression per se hat aber verteilungspolitische Konsequenzen, und daher muss auch die Beseitigung der kalten Progression etwas sein, das mit Verteilungspolitik zu tun hat. Das ist doch ganz klar. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Schelling.
Schauen wir uns die Vergangenheit seit 2009 an: Wenn man die durchschnittliche Inflationsrate als Maßstab für die Abgeltung nähme, so würde das dazu führen, dass die untere Einkommenshälfte unterkompensiert und die obere Einkommenshälfte überkompensiert würde – und das kann es ja nicht sein, dass man durch die Abgeltung der kalten Progression eine Umverteilung von unten nach oben macht und die Schere zwischen Arm und Reich ... (Bundesminister Schelling: Nur wenn Sie die Transfers nicht mitrechnen!) – Lassen wir einmal die Transfers außen vor! (Bundesminister Schelling: Wieso?!) – Ich komme noch darauf zurück. Im Übrigen ist es ja so, dass die Transfers ja auch von der Inflationsrate betroffen sind. Wenn nämlich die Transfers nicht an die steigenden Preise angepasst werden, bedeutet das natürlich, dass die Transfers an die unteren Einkommen, die Sie immer meinen, immer weniger wert werden. Da müsste man dann auch darüber reden, dass wir nicht nur die kalte Progression im Steuersystem abgelten, sondern auch bei den Transfers eine automatische Anpassung machen; dann könnte ich Ihnen folgen, Herr Finanzminister, aber sonst kann ich das leider nicht. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Schelling.)
Abg. Kogler: Relativ höher!
Die unteren Einkommen zahlen keine Lohn- und Einkommensteuer: Das ist ja schön und gut, Herr Finanzminister, ich hätte aber schon gerne eine Gesamtbetrachtung. Die unteren Einkommen zahlen natürlich wie alle anderen auch Verbrauchsteuern und Sozialversicherungsbeiträge (Abg. Kogler: Relativ höher!), und die Sozialversicherungsbeiträge und die Verbrauchsteuern belasten die unteren Einkommen relativ stärker als die oberen. An dieser Tatsache kommen Sie nicht vorbei. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Tamandl.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Tamandl.
Die unteren Einkommen zahlen keine Lohn- und Einkommensteuer: Das ist ja schön und gut, Herr Finanzminister, ich hätte aber schon gerne eine Gesamtbetrachtung. Die unteren Einkommen zahlen natürlich wie alle anderen auch Verbrauchsteuern und Sozialversicherungsbeiträge (Abg. Kogler: Relativ höher!), und die Sozialversicherungsbeiträge und die Verbrauchsteuern belasten die unteren Einkommen relativ stärker als die oberen. An dieser Tatsache kommen Sie nicht vorbei. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Tamandl.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kogler: Das ist eine Frage der Volksschulmathematik! – Abg. Tamandl: Ich bin voll dafür, dass wir uns die Sozialabgaben anschauen!
Unser Steuersystem ist ja im Wesentlichen proportional, das zeigt doch die Verteilungsstudie des Wirtschaftsforschungsinstituts. Das sollten Sie sich einmal anschauen, bevor Sie sich hier herausstellen und etwas behaupten, das nicht stimmt! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kogler: Das ist eine Frage der Volksschulmathematik! – Abg. Tamandl: Ich bin voll dafür, dass wir uns die Sozialabgaben anschauen!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Tamandl.
Sie sagen, dass Ihr Modell, das Sie dargestellt haben – für das ja einiges spricht – 1,1 Milliarden € kosten wird; das haben Sie mir in einer Anfragebeantwortung geschrieben. Ich möchte Sie aber schon fragen: Wie wollen Sie diese 1,1 Milliarden € gegenfinanzieren? – Sie sagen, Sie wollen es ausschließlich über die Ausgabenseite machen. Ich will das schon ganz genau wissen, denn es kann natürlich leicht sein, dass Kürzungen auf der Ausgabenseite dazu führen, dass frischweg wieder jene Einkommen belastet werden, die man eigentlich auch entlasten wollte, nämlich die unteren. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Tamandl.)
Bundesminister Schelling: Was haben wir heute, Bananen oder Orangen? – Abg. Steinbichler – auf dem Weg zum Rednerpult –: Wirst es gleich sehen!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Steinbichler. – Bitte. (Bundesminister Schelling: Was haben wir heute, Bananen oder Orangen? – Abg. Steinbichler – auf dem Weg zum Rednerpult –: Wirst es gleich sehen!)
Der Redner stellt eine Tafel mit der Überschrift: „Arbeiter verlieren, Beamte gewinnen“, auf der drei Grafiken zu sehen sind, auf das Rednerpult. – Abg. Kogler: Einkommensbananen!
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Die Frage des Ministers war, ob wir heute Bananen haben, ich werde das gleich beantworten. (Der Redner stellt eine Tafel mit der Überschrift: „Arbeiter verlieren, Beamte gewinnen“, auf der drei Grafiken zu sehen sind, auf das Rednerpult. – Abg. Kogler: Einkommensbananen!)
Der Redner überreicht Bundesminister Schelling eine Zitrone. – Beifall der Abg. Schenk. – Bundesminister Schelling: Die kommt aber nicht aus österreichischem Anbau!
Frau Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und vor den Fernsehgeräten! Wir verlegen die Früchtediskussion nach vorne: Sehr geehrter Herr Minister, du hast eine Anfragebeantwortung an die oberösterreichische Landwirtschaftskammer, an Präsident Reisecker betreffend die Wiedereinführung des Agrardiesels geschickt – 25 Länder in Europa haben ihn, das ist auch Geld, das in deiner Wirtschaftskasse fehlt. In dieser Beantwortung findet sich irgendwie die Beschuldigung, dass die Bauern den Agrardiesel nicht bräuchten, weil sie mit Heizöl fahren – jetzt hätte ich bald gesagt: mit Palmöl fahren. Daher möchte ich dir im Gegensatz zur Gesundheitsministerin eine Zitrone überreichen. (Der Redner überreicht Bundesminister Schelling eine Zitrone. – Beifall der Abg. Schenk. – Bundesminister Schelling: Die kommt aber nicht aus österreichischem Anbau!)
Beifall der Abg. Schenk. – Abg. Tamandl: Ich hoffe, die ist nicht gespritzt!
Der zweite Minister, dem ich nach der gestrigen Diskussion auch eine überreichen wollte, weil er nicht besser beraten hat, ist Minister Rupprechter. Ich lege sie (eine weitere Zitrone auf der Regierungsbank ablegend) auf seinen Platz. (Beifall der Abg. Schenk. – Abg. Tamandl: Ich hoffe, die ist nicht gespritzt!) Das gehört einfach dazu, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, und wenn wir es schaffen, Zitronen in Österreich zur Lebensmittelverwertung und nicht nur als Zierbaum zu züchten, dann bekommen Sie auch eine österreichische.
Beifall der Abg. Schenk. – Bundesminister Schelling: Einsamer Applaus! – Abg. Schenk: Es zählt die Qualität und nicht die Quantität!
Eine Bitte, Herr Minister – für dich ganz persönlich auch etwas, womit du dein Budget aufbessern kannst; ich kann es einfach nicht verschweigen, obwohl wir gestern gesehen haben, wie vehement es vermieden wird, dieses Thema anzusprechen –, weil bisher ja so viele von Überschüssen im Lebensmittelbereich gesprochen haben: Bediene dich des Instruments der Steuer – ich glaube, du bist dafür geeignet – für Palmöl, für Palmfett! Es bedroht unseren ländlichen Raum enorm, es verursacht Unsummen an Gesundheitskosten und auch an Kosten im Asylantenbereich, weil die Leute aus ihrer Heimat vertrieben werden. Mit einer Steuer darauf kannst du wirklich eingreifen, kannst du einen Spielraum dafür schaffen, dass regionale Produkte, gesunde Produkte statt der Substitute aus dem Regenwald verwendet werden. Dann haben wir für die Erhaltung von Arbeitsplätzen, für das Klima, für die Umwelt und ganz besonders für unsere Gesundheit etwas getan. Darum bitte ich. (Beifall der Abg. Schenk. – Bundesminister Schelling: Einsamer Applaus! – Abg. Schenk: Es zählt die Qualität und nicht die Quantität!)
Beifall bei den NEOS.
Lieber Herr Finanzminister! Sie sagen, das sei ein Geschenk der Steuerzahler an Sie. Da frage ich schon: Wie viele freiwillige Geschenke gibt es? – Das ist auch kein Geschenk, sondern es ist ein Bankraub ohne Pistole. Das ist es, wie so oft: über die Hintertür hinein. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich finde es besonders schändlich, Herr Minister, wenn man dann von Geschenken der Steuerzahler an Sie spricht. (Beifall bei den NEOS.) Nehmen Sie diese Geschenke einfach nicht an! Es befiehlt Ihnen ja niemand, diese Geschenke anzunehmen. (Bundesminister Schelling: Sie haben nicht zugehört!) – Doch, ich habe sehr gut zugehört. (Bundesminister Schelling: Das glaube ich nicht!)
Abg. Krainer: Budgetdienst!
Lassen Sie mich auch noch etwas dazu sagen, dass Sie ja etwas budgetiert haben! Sie haben auch bei der letzten Steuerreform budgetiert, dass durch die Betrugsbekämpfung 800 bis 900 Millionen € hereinkommen werden. Wir wissen mittlerweile, dass es maximal 200 Millionen € sind. (Bundesminister Schelling: Vom Herrn Schneider oder von wem wissen Sie das?) – Vom Plenardienst (Abg. Krainer: Budgetdienst!), und das wissen Sie auch. Der hat es berechnet, und ich glaube nicht, dass Professor Schneider als Sündenbock herangezogen werden kann. Ich schaue mir das alles genau an, denn wie damals die Unternehmer drangsaliert wurden, wie damals die Unternehmer ins falsche Licht gerückt wurden, weil im kollektiven Verfahren alle als Betrüger hingestellt wurden, das geht nicht! – Und Sie sprechen von Geschenken?!
Abg. Tamandl: Wo kommst denn du her, Herr Kollege?
Wenn wir von Politikverdrossenheit sprechen, wenn wir davon sprechen, dass diese Politik niemand mehr ernst nimmt, dass sich viele von dieser Politik abwenden, weil wir Versprechungen brechen oder nicht einhalten, weil wir Haltungen über Bord werfen und weil wir am Sessel kleben, dann möchte ich auch meine persönliche Meinung über dich, lieber Christoph Vavrik – und das ist meine persönliche Meinung –, kundtun: Das (neuerlich das Stück Gartenschlauch in die Höhe haltend) ist dein Rückgrat – ein Rückgrat, wendig wie ein Gartenschlauch. So, wie du hier agierst, sollte man es nicht machen. Du hast den Platz gewechselt, das ist schön für dich, aber das ist eine Haltung, die zeigt, wie leicht man vergisst, für wen man ins Parlament eingezogen ist, und wie leicht man auch in ein anderes Lager wechseln kann. (Abg. Tamandl: Wo kommst denn du her, Herr Kollege?) Dass natürlich dieser Schlauch (das Stück Gartenschlauch abermals in die Höhe haltend) im Lagerhaus, also auf der schwarzen Seite, gekauft wird, ist ganz klar, aber er gehört dir. Und ich finde, das ist unanständig. Das ist unanständig! (Abg. Fekter: Du warst auch einmal bei der ÖVP!)
Abg. Fekter: Du warst auch einmal bei der ÖVP!
Wenn wir von Politikverdrossenheit sprechen, wenn wir davon sprechen, dass diese Politik niemand mehr ernst nimmt, dass sich viele von dieser Politik abwenden, weil wir Versprechungen brechen oder nicht einhalten, weil wir Haltungen über Bord werfen und weil wir am Sessel kleben, dann möchte ich auch meine persönliche Meinung über dich, lieber Christoph Vavrik – und das ist meine persönliche Meinung –, kundtun: Das (neuerlich das Stück Gartenschlauch in die Höhe haltend) ist dein Rückgrat – ein Rückgrat, wendig wie ein Gartenschlauch. So, wie du hier agierst, sollte man es nicht machen. Du hast den Platz gewechselt, das ist schön für dich, aber das ist eine Haltung, die zeigt, wie leicht man vergisst, für wen man ins Parlament eingezogen ist, und wie leicht man auch in ein anderes Lager wechseln kann. (Abg. Tamandl: Wo kommst denn du her, Herr Kollege?) Dass natürlich dieser Schlauch (das Stück Gartenschlauch abermals in die Höhe haltend) im Lagerhaus, also auf der schwarzen Seite, gekauft wird, ist ganz klar, aber er gehört dir. Und ich finde, das ist unanständig. Das ist unanständig! (Abg. Fekter: Du warst auch einmal bei der ÖVP!)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Mit dieser Praxis muss endlich gebrochen werden! Man muss wissen, wofür man gewählt worden ist, für welche Fraktion man gewählt worden ist, und man muss den Anstand haben, zurückzutreten, sein Mandat zurückzulegen, seinen Platz freizumachen und sich nicht von anderen einkaufen zu lassen. Euch (in Richtung ÖVP) wählt sowieso bald niemand mehr! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Weninger: So einfach wäre es!
Daran erkennt man aber auch den Erfolg der Steuerreform 2016, die wir gemeinsam mit der Bundesregierung beschlossen haben. (Abg. Weninger: So einfach wäre es!) Jetzt haben wir gemeinsam mit der Bundesregierung beschlossen, dass wir einen weiteren Schritt gehen, einen weiteren Schritt machen, um für mehr Steuergerechtigkeit zu sorgen, indem wir nämlich bei der kalten Progression einen ersten Schritt in Richtung Erleichterung setzen. Ja – und das ist ja in der Diskussion schon herausgekommen –, in einer großen Koalition ist es natürlich klar, dass es unterschiedliche Ansätze gibt, wie man dieses Ziel erreicht, aber ich denke, dass der Kompromiss, der gefunden worden ist, nämlich bei den unteren Einkommen anzufangen, ein sehr guter ist.
Abg. Steinbichler: Was tut die Gewerkschaft dagegen?
Es ist schon angeklungen – Kollege Rossmann hat es angesprochen –, die Inflation ist nicht für jeden gleich, Inflation ist etwas sehr Subjektives. Darum gibt es ja auch immer die Diskussionen rund um die Erhöhung der Pensionen. Es gibt einen Miniwarenkorb, es gibt einen Mikrowarenkorb. Die Güter des täglichen Bedarfs haben eine andere Preisentwicklung als andere Produkte, deshalb ist es sehr wichtig, darauf zu schauen, wie die Belastungen in diesem Land tatsächlich verteilt sind, und das ist die Aufgabe, die die Gewerkschaft hat. Es ist für uns Gewerkschafter auch keine leichte Aufgabe, einfach anzutreten und für jeden 2 Prozent zu fordern. Was bedeutet denn 1 Prozent Erhöhung, wenn jemand 1 000 € verdient? – 1 Prozent Erhöhung bei einem Einkommen von 1 000 € bedeutet 10 € mehr pro Monat. (Abg. Steinbichler: Was tut die Gewerkschaft dagegen?) Was bedeutet das für jemanden, der 4 000 € verdient? – Das heißt 40 € mehr pro Monat. In unserem Fall sind es 80 € mehr. Also einfach für jeden das Gleiche zu fordern heißt nicht, dass wir jeden gleich behandeln und dass das fair und gerecht ist. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei der SPÖ: Genau!)
Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei der SPÖ: Genau!
Es ist schon angeklungen – Kollege Rossmann hat es angesprochen –, die Inflation ist nicht für jeden gleich, Inflation ist etwas sehr Subjektives. Darum gibt es ja auch immer die Diskussionen rund um die Erhöhung der Pensionen. Es gibt einen Miniwarenkorb, es gibt einen Mikrowarenkorb. Die Güter des täglichen Bedarfs haben eine andere Preisentwicklung als andere Produkte, deshalb ist es sehr wichtig, darauf zu schauen, wie die Belastungen in diesem Land tatsächlich verteilt sind, und das ist die Aufgabe, die die Gewerkschaft hat. Es ist für uns Gewerkschafter auch keine leichte Aufgabe, einfach anzutreten und für jeden 2 Prozent zu fordern. Was bedeutet denn 1 Prozent Erhöhung, wenn jemand 1 000 € verdient? – 1 Prozent Erhöhung bei einem Einkommen von 1 000 € bedeutet 10 € mehr pro Monat. (Abg. Steinbichler: Was tut die Gewerkschaft dagegen?) Was bedeutet das für jemanden, der 4 000 € verdient? – Das heißt 40 € mehr pro Monat. In unserem Fall sind es 80 € mehr. Also einfach für jeden das Gleiche zu fordern heißt nicht, dass wir jeden gleich behandeln und dass das fair und gerecht ist. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei der SPÖ: Genau!)
Abg. Fekter: Nein, das stimmt nicht! Der Mittelstand zahlt ja überproportional wieder!
Die Umsetzung des Arbeitsprogramms, so wie wir es beschlossen haben, nämlich bei den unteren beiden Einkommensstufen zu erhöhen, bringt einen fairen Ausgleich über alle Steuerstufen. (Abg. Fekter: Nein, das stimmt nicht! Der Mittelstand zahlt ja überproportional wieder!) Es geht um einen fairen Ausgleich über alle Steuerstufen. Damit werden alle gleichermaßen entlastet – in dem Umfang, in dem sie sozusagen sonst mehr zahlen würden.
Abg. Fekter: Sie schröpfen ja wieder die Falschen, nämlich den Mittelstand!
Frau Fekter, Sie haben vollkommen recht! (Abg. Fekter: Sie schröpfen ja wieder die Falschen, nämlich den Mittelstand!) – Frau Fekter, als ehemalige Finanzministerin sollten Sie wissen, dass wir die Menschen nicht schröpfen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Fekter: Aber wie! Aber wie!) Es geht darum, dass die Menschen einen fairen Anteil an der Finanzierung unseres gesamten Staates leisten sollen. Es geht darum, dass wir gemeinsam dafür sorgen, dass die Aufgaben des Staates wahrgenommen werden können, und dazu muss jeder das beitragen, was er leisten kann. Wir sind unterschiedlich leistungsfähig, und deshalb haben wir dieses progressive System. Wir reden nicht von einem Schröpfen der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. (Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Fekter.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Fekter: Aber wie! Aber wie!
Frau Fekter, Sie haben vollkommen recht! (Abg. Fekter: Sie schröpfen ja wieder die Falschen, nämlich den Mittelstand!) – Frau Fekter, als ehemalige Finanzministerin sollten Sie wissen, dass wir die Menschen nicht schröpfen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Fekter: Aber wie! Aber wie!) Es geht darum, dass die Menschen einen fairen Anteil an der Finanzierung unseres gesamten Staates leisten sollen. Es geht darum, dass wir gemeinsam dafür sorgen, dass die Aufgaben des Staates wahrgenommen werden können, und dazu muss jeder das beitragen, was er leisten kann. Wir sind unterschiedlich leistungsfähig, und deshalb haben wir dieses progressive System. Wir reden nicht von einem Schröpfen der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. (Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Fekter.)
Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Fekter.
Frau Fekter, Sie haben vollkommen recht! (Abg. Fekter: Sie schröpfen ja wieder die Falschen, nämlich den Mittelstand!) – Frau Fekter, als ehemalige Finanzministerin sollten Sie wissen, dass wir die Menschen nicht schröpfen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Fekter: Aber wie! Aber wie!) Es geht darum, dass die Menschen einen fairen Anteil an der Finanzierung unseres gesamten Staates leisten sollen. Es geht darum, dass wir gemeinsam dafür sorgen, dass die Aufgaben des Staates wahrgenommen werden können, und dazu muss jeder das beitragen, was er leisten kann. Wir sind unterschiedlich leistungsfähig, und deshalb haben wir dieses progressive System. Wir reden nicht von einem Schröpfen der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. (Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Fekter.)
Abg. Fekter: Das ist ungerecht!
Frau Fekter! Am Ende des Tages wird uns eines nicht erspart bleiben, am Ende des Tages werden wir trotz allem eines machen müssen: Wir werden auch in Zukunft nicht um eine Lohnsteuerreform herumkommen. (Abg. Fekter: Das ist ungerecht!) Und bei dieser Lohnsteuerreform wird es ganz, ganz wichtig sein, zu schauen, wo die Belastungen tatsächlich liegen und wo es daher notwendig ist, zu entlasten. Mit einem rein linearen Ansatz werden wir keine Lösung finden. (Abg. Fekter: Sie wollen nur umverteilen! Das interessiert Sie! Es interessiert Sie nicht, dass der Mittelstand ausgesaugt wird!) Der Vorschlag für die unteren beiden Einkommen-/Lohnsteuerstufen, der auf dem Tisch liegt, der gemeinsam beschlossen und abgestimmt worden ist, ist fair und gerecht und wird von uns natürlich unterstützt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schopf: Frau Fekter, Sie hätten es damals machen können! – Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Fekter: Habe ich eh gemacht! 3,3 Milliarden von den Schweizern zurückgeholt! 3,3 Milliarden! Da ist das locker finanziert!)
Abg. Fekter: Sie wollen nur umverteilen! Das interessiert Sie! Es interessiert Sie nicht, dass der Mittelstand ausgesaugt wird!
Frau Fekter! Am Ende des Tages wird uns eines nicht erspart bleiben, am Ende des Tages werden wir trotz allem eines machen müssen: Wir werden auch in Zukunft nicht um eine Lohnsteuerreform herumkommen. (Abg. Fekter: Das ist ungerecht!) Und bei dieser Lohnsteuerreform wird es ganz, ganz wichtig sein, zu schauen, wo die Belastungen tatsächlich liegen und wo es daher notwendig ist, zu entlasten. Mit einem rein linearen Ansatz werden wir keine Lösung finden. (Abg. Fekter: Sie wollen nur umverteilen! Das interessiert Sie! Es interessiert Sie nicht, dass der Mittelstand ausgesaugt wird!) Der Vorschlag für die unteren beiden Einkommen-/Lohnsteuerstufen, der auf dem Tisch liegt, der gemeinsam beschlossen und abgestimmt worden ist, ist fair und gerecht und wird von uns natürlich unterstützt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schopf: Frau Fekter, Sie hätten es damals machen können! – Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Fekter: Habe ich eh gemacht! 3,3 Milliarden von den Schweizern zurückgeholt! 3,3 Milliarden! Da ist das locker finanziert!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schopf: Frau Fekter, Sie hätten es damals machen können! – Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Fekter: Habe ich eh gemacht! 3,3 Milliarden von den Schweizern zurückgeholt! 3,3 Milliarden! Da ist das locker finanziert!
Frau Fekter! Am Ende des Tages wird uns eines nicht erspart bleiben, am Ende des Tages werden wir trotz allem eines machen müssen: Wir werden auch in Zukunft nicht um eine Lohnsteuerreform herumkommen. (Abg. Fekter: Das ist ungerecht!) Und bei dieser Lohnsteuerreform wird es ganz, ganz wichtig sein, zu schauen, wo die Belastungen tatsächlich liegen und wo es daher notwendig ist, zu entlasten. Mit einem rein linearen Ansatz werden wir keine Lösung finden. (Abg. Fekter: Sie wollen nur umverteilen! Das interessiert Sie! Es interessiert Sie nicht, dass der Mittelstand ausgesaugt wird!) Der Vorschlag für die unteren beiden Einkommen-/Lohnsteuerstufen, der auf dem Tisch liegt, der gemeinsam beschlossen und abgestimmt worden ist, ist fair und gerecht und wird von uns natürlich unterstützt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schopf: Frau Fekter, Sie hätten es damals machen können! – Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Fekter: Habe ich eh gemacht! 3,3 Milliarden von den Schweizern zurückgeholt! 3,3 Milliarden! Da ist das locker finanziert!)
Abg. Strolz: Ja!
Die NEOS schreiben, wenn ich das richtig lese, von der Angst vor einer „illegitimen Steuerbelastungsverteilung“. Ihr schreibt von einer „illegitimen Steuerbelastungsverteilung“. (Abg. Strolz: Ja!) Eigentlich ist das ein interessanter Begriff, denn durch eine wachsende Wirtschaft, durch wachsende Einkommen, durch wachsende Löhne kommt es automatisch jedes Jahr zu einer Verschiebung, wenn in all unseren Gesetzen fixe Werte stehen. Das als illegitim zu bezeichnen finde ich ein bisschen anmaßend, wenn man das vielleicht so sagen darf.
Abg. Steinbichler: Darum prüfe, wer sich ewig bindet! – Abg. Fekter: Ewig nicht!
Ich darf an Kollegen Vogl anschließen: Wir haben uns überlegt, wie die Progressionsstufen sein sollen, damit die Verteilung und das Tragen der Steuerlast gerecht ist. Und was hat sich in der Zwischenzeit geändert? Dass die höheren Stufen weniger als die niedrigeren entlastet werden müssen, das verstehe ich nicht ganz. Wir sind aber in einer Koalition, und in einer Koalition sind Kompromisse zu suchen. (Abg. Steinbichler: Darum prüfe, wer sich ewig bindet! – Abg. Fekter: Ewig nicht!)
Ruf beim Team Stronach: Wohnbau!
Wenn wir heute über dieses Thema reden, dann sollten wir nicht nur über die Tatsachen reden, die schon auf dem Tisch liegen. Da hätte ich mir von den NEOS ein bisschen mehr erwartet. Ich hätte mir erwartet, dass sie aufzeigen, was noch alles von kalter Progression betroffen ist. Wo schlägt sie noch zu? – Sie schlägt in vielen anderen Punkten genauso zu: sei es, dass es bei geringwertigen Wirtschaftsgütern seit vielen Jahren keine Anpassung gab, sei es, dass die Mitarbeiterbeteiligung und die Kfz-Luxustangente gleichgeblieben ist (Ruf beim Team Stronach: Wohnbau!) oder dass die Gutscheine für Essen und die Kilometergelder nicht angepasst wurden. (Abg. Steinbichler: Wir wollten nur wissen, ob es die Regierung weiß! Sie wissen es eh nicht!)
Abg. Steinbichler: Wir wollten nur wissen, ob es die Regierung weiß! Sie wissen es eh nicht!
Wenn wir heute über dieses Thema reden, dann sollten wir nicht nur über die Tatsachen reden, die schon auf dem Tisch liegen. Da hätte ich mir von den NEOS ein bisschen mehr erwartet. Ich hätte mir erwartet, dass sie aufzeigen, was noch alles von kalter Progression betroffen ist. Wo schlägt sie noch zu? – Sie schlägt in vielen anderen Punkten genauso zu: sei es, dass es bei geringwertigen Wirtschaftsgütern seit vielen Jahren keine Anpassung gab, sei es, dass die Mitarbeiterbeteiligung und die Kfz-Luxustangente gleichgeblieben ist (Ruf beim Team Stronach: Wohnbau!) oder dass die Gutscheine für Essen und die Kilometergelder nicht angepasst wurden. (Abg. Steinbichler: Wir wollten nur wissen, ob es die Regierung weiß! Sie wissen es eh nicht!)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Das wäre ein schöner Beitrag, da könnten Sie sagen: Warum regelt ihr das bei der kalten Progression nicht mit? (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Das wäre eine Unterstützung für den Wirtschaftsstandort gewesen. Das könnten die NEOS im Prinzip einbringen. Das hätte einen Neuerungswert in der Diskussion um die kalte Progression gehabt; diesen habe ich von euch vermisst. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Das wäre ein schöner Beitrag, da könnten Sie sagen: Warum regelt ihr das bei der kalten Progression nicht mit? (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Das wäre eine Unterstützung für den Wirtschaftsstandort gewesen. Das könnten die NEOS im Prinzip einbringen. Das hätte einen Neuerungswert in der Diskussion um die kalte Progression gehabt; diesen habe ich von euch vermisst. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
der Hand, die Ziele so zu definieren, dass auch der Mittelstand und die kleinen Einkommen etwas von der Abschaffung der kalten Progression haben. Wir müssen das diskutieren. Wir müssen noch viele im Nationalrat davon überzeugen, das so verträglich zu machen, damit wir eine breite Zustimmung haben. Dazu lade ich Sie gerne ein. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Die kalte Progression wird die Auswirkungen dieser Einkommensteuererleichterung von vor zwei Jahren spätestens im Jahr 2019 völlig aufgefressen haben. „Die größte Steuerreform in der Geschichte der Zweiten Republik“ – Zitat des damaligen Kanzlers Faymann – hat also gerade einmal eine Wirkungsdauer von drei Jahren. Das nenne ich nicht wirklich einen großen Wurf. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Um zumindest ein bisschen Reformwillen vorzutäuschen, führen SPÖ und ÖVP seit 2015 Gespräche über das Ende der kalten Progression. Respekt! Eineinhalb Jahre, und es passiert nichts, es passiert gar nichts! Sie werden verstehen, warum ich vorhin vom Sittenbild dieser Koalition gesprochen habe. Das ist symptomatisch: Ankündigungen, Versprechen, medial sehr schön inszenierte Auftritte der Regierungsmitglieder – da sind Sie Kaiser. Aber beim Umsetzen, wenn es darum geht, einmal wirklich etwas zu beschließen, hapert es leider. Spindoktoren machen halt keine Reformen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dass für uns Freiheitliche auch dieser Vorschlag des Finanzministers nicht wirklich akzeptabel ist, hat einen einfachen Grund: Die kalte Progression wird dadurch nicht abgeschafft. Die Abschaffung findet nicht statt. (Beifall bei der FPÖ.) Erst wenn eine kumulierte Inflationsrate von 5 Prozent erreicht ist, soll ein Teil der Steuerstufen – also nicht einmal alle – angepasst werden.
Abg. Krainer: Vier Jahre!
Schauen wir uns die letzten vier Jahre an, da hatten wir im Schnitt eine Inflation von 1,3 Prozent. Das heißt, es wird fünf Jahre dauern, bis sich nach diesem Vorschlag bei der kalten Progression wirklich etwas tut. Wenn also die Reform mit 1. Jänner 2018 in Kraft tritt (Abg. Krainer: Vier Jahre!) – mehr als fünf, mein lieber Freund! (Abg. Krainer: Rechnen ist nicht Ihre Stärke!) –, wird sich 2022 erstmals etwas ändern.
Abg. Krainer: Rechnen ist nicht Ihre Stärke!
Schauen wir uns die letzten vier Jahre an, da hatten wir im Schnitt eine Inflation von 1,3 Prozent. Das heißt, es wird fünf Jahre dauern, bis sich nach diesem Vorschlag bei der kalten Progression wirklich etwas tut. Wenn also die Reform mit 1. Jänner 2018 in Kraft tritt (Abg. Krainer: Vier Jahre!) – mehr als fünf, mein lieber Freund! (Abg. Krainer: Rechnen ist nicht Ihre Stärke!) –, wird sich 2022 erstmals etwas ändern.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krainer: Voodoomathematik! – Abg. Loacker: Es ist ein gutes Zeichen, wenn Krainer zwischenruft! – Abg. Krainer: Ich hoffe nur, dass ihr das selber nicht glaubt!
Die Kammern, also Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer – weil wir es ja mit ÖVP und SPÖ zu tun haben –, berechnen ihre Mitgliedsbeiträge natürlich von den Bruttolöhnen, und damit steigen die Beiträge – ganz im Gegensatz zur kalten Progression – immer ganz ordentlich. Rot und Schwarz wissen halt ganz genau, wie man an das hart verdiente Geld der Bürger herankommt. Da funktioniert jeder Automatismus, nur umgekehrt funktioniert offensichtlich gar nichts. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krainer: Voodoomathematik! – Abg. Loacker: Es ist ein gutes Zeichen, wenn Krainer zwischenruft! – Abg. Krainer: Ich hoffe nur, dass ihr das selber nicht glaubt!)
Abg. Tamandl: Man muss alles sehen!
Wenn ich der Meinung bin, das Gebilde, wie die Progression verläuft, steht sowieso noch nicht richtig, kann man natürlich, wenn man die kalte Progression abschaffen will – die Manövriermassen verschwinden ja zukünftig –, anlässlich dieser Revision schauen, dass man die Tarife näher dorthin bringt, wo man sie haben will. Deshalb gibt es ja auch die Vorschläge: unten mehr – auch da ist das drinnen, das will ich gar nicht absprechen – und oben weniger, und wie das halt alles verlaufen ist. Ich will mich da gar nicht mehr weiter vertiefen, aber insgesamt habe ich schon ein Faible dafür, dass diese Betrachtungsweise die zutreffendere ist, denn – und da kommen wir zur Grundfrage –: Gehen wir einmal durch, was im Lohn- und Einkommensektor und auch steuerlich ... (Abg. Tamandl: Man muss alles sehen!) – Das ist natürlich ein berechtigter Zwischenruf, man muss alles sehen; aber dann wirklich alles, auch die Transfersysteme, wie die Ökonomen gerne sagen, also die Sozialleistungen und alles andere. Schauen wir uns das an!
Abg. Rädler: Ui! Inszenierung! 95 Prozent Inszenierung! – Abg. Krainer: Wir halten unsere Jugendorganisation seit 120 Jahren aus!
Auch wenn das derart schräg ist und immer schräger wird, ist das, jedenfalls aus den Blickwinkeln, die ich hier vermuten würde – wir vertreten das ja offensiv, wir sind ja da mit den Sozialdemokraten in einem gewissen Wettkampf darüber, was überhaupt das gerechtere System ist; dort wird nämlich sehr oft links geblinkt und rechts abgebogen, das sieht man ja öfter, das wird auch unter dem neuen Kanzler nicht viel besser werden, nur dass er es halt auf noch höherem schauspielerischem Niveau schafft als seine Vorgänger –, ist das grundsätzlich die Zugangsweise. (Abg. Rädler: Ui! Inszenierung! 95 Prozent Inszenierung! – Abg. Krainer: Wir halten unsere Jugendorganisation seit 120 Jahren aus!)
Abg. Rossmann: So ist es!
Man muss das Steuer- und Abgabensystem gerade in Österreich – wo beides zusammen zugegeben tatsächlich ein sehr, sehr hohes Niveau erreicht, was auch die entsprechende Abgabenquote erzeugt – gemeinsam betrachten. Trotz dieser gemeinsamen Betrachtung verhält es sich einfach proportional, wenn man so will. Ob du viel oder wenig verdienst, du zahlst, gemessen an deinem Einkommen, ziemlich gleich viel an Abgaben und Steuern. (Abg. Rossmann: So ist es!)
Zwischenruf des Abg. Vetter. – Abg. Krainer: 43,6 Prozent ist er!
Jetzt hat es sich wieder ein bisschen angenähert, aber im Prinzip haben wir doch das Problem, dass – und das muss man sich erst recht anschauen – die unterschiedlichen Einkommensarten völlig unterschiedlich behandelt werden. Ich meine, wie viele Menschen mit geringem Arbeitseinkommen haben denn schon so satte Sparbücher oder Aktiendepots, dass es ihnen hilft, dass diese mit nur 25 Prozent besteuert werden? Wie viele, bitte? Wie erklären Sie, dass Kapitaleinkünfte, auch wenn man ganz, ganz viele hat, immer nur mit 25 Prozent belastet sind, während, wenn man – und an dieser Stelle verteidige ich einmal die Besserverdiener – 100 000, 200 000 € brutto im Jahr verdient, der größere Teil schon längst im höchsten Steuersatz ist, der dann aber, Sie wissen es, mit 50 Prozent doppelt so hoch ist. (Zwischenruf des Abg. Vetter. – Abg. Krainer: 43,6 Prozent ist er!) – Ja, am Schluss sind es, wenn du ein unselbständiges Einkommen hast, mit dem 13. und 14. Gehalt 43 Komma irgendetwas. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Jetzt hat es sich wieder ein bisschen angenähert, aber im Prinzip haben wir doch das Problem, dass – und das muss man sich erst recht anschauen – die unterschiedlichen Einkommensarten völlig unterschiedlich behandelt werden. Ich meine, wie viele Menschen mit geringem Arbeitseinkommen haben denn schon so satte Sparbücher oder Aktiendepots, dass es ihnen hilft, dass diese mit nur 25 Prozent besteuert werden? Wie viele, bitte? Wie erklären Sie, dass Kapitaleinkünfte, auch wenn man ganz, ganz viele hat, immer nur mit 25 Prozent belastet sind, während, wenn man – und an dieser Stelle verteidige ich einmal die Besserverdiener – 100 000, 200 000 € brutto im Jahr verdient, der größere Teil schon längst im höchsten Steuersatz ist, der dann aber, Sie wissen es, mit 50 Prozent doppelt so hoch ist. (Zwischenruf des Abg. Vetter. – Abg. Krainer: 43,6 Prozent ist er!) – Ja, am Schluss sind es, wenn du ein unselbständiges Einkommen hast, mit dem 13. und 14. Gehalt 43 Komma irgendetwas. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei Grünen.
Im System gibt es Diskrepanzen, und irgendwann werden uns diese vielfachen Diskrepanzen bei den individuellen Einkommen, die nicht ausreichend korrigiert werden, aber auch die Ungleichbehandlung von Kapitaleinkommen und Lohneinkommen so richtig auf den Schädel fallen. Also: Gerechtigkeit muss man einfach angehen und nicht plaudern, auch wenn man unterschiedliche Vorstellungen davon hat. (Beifall bei Grünen.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Martina Schenk (STRONACH): Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Die kalte Progression, die unheimliche, heimliche, schleichende Steuererhöhung: Wie oft haben wir darüber schon diskutiert, auch in den letzten Jahren? Die kalte Progression ist evident, sie stellt ein großes Problem dar, und seit Jahren wird von allen Seiten versprochen, diese kalte Progression abzuschaffen, Maßnahmen zu setzen, die der kalten Progression entgegenwirken. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Ich möchte das auch mit einigen Beispielen belegen, ich möchte aus der „Presse“ der vergangenen Woche zitieren, weil auch noch einmal aufgezeigt werden soll, wie hier mit Problemen umgegangen wird. Die Probleme werden von Ihnen weiter prolongiert, und es wird nur gestritten. Sie machen nicht das, wofür Sie eigentlich gewählt sind, nämlich für die Österreicherinnen und Österreicher, für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zu arbeiten und die bestmögliche Arbeit zu leisten. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Probleme sollten Sie intern klären und regeln und nicht in der Öffentlichkeit austragen und so weiter zu einer Verunsicherung der Österreicherinnen und Österreicher beitragen. Das ist nicht der richtige Weg. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, das wäre ein guter Ansatz. Vielleicht kommt ja doch noch etwas heraus. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Rädler: Bleiben Sie bei den NEOS? – Abg. Kogler: Die Frage muss sein: Wen kauft ihr als Nächsten ein?
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister, ich höre Ihnen immer sehr gerne zu. Ich weiß zwar, dass ich Ihnen auf die Nerven gehe, umgekehrt ist das aber gar nicht der Fall, das, was Sie sagen, gefällt mir sehr gut. (Bundesminister Schelling: Gute Selbsterkenntnis!) – Ja, ich meine, ich bin ja so weit reflektiert, dass ich schon merke, dass ich Ihnen auf den Zeiger gehe, aber das ist ja das gute Recht eines Oppositionsabgeordneten. (Abg. Rädler: Bleiben Sie bei den NEOS? – Abg. Kogler: Die Frage muss sein: Wen kauft ihr als Nächsten ein?) – Herr Kollege Rädler, bevor ich in Ihrem Parlamentsklub sitze, hacke ich mir die Hand ab! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.) In dieses Asylheim für verhaltensauffällige Politikflüchtlinge werde ich mich nicht begeben! (Neuerlicher Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Ich bin ja auch noch da, Gerald! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister, ich höre Ihnen immer sehr gerne zu. Ich weiß zwar, dass ich Ihnen auf die Nerven gehe, umgekehrt ist das aber gar nicht der Fall, das, was Sie sagen, gefällt mir sehr gut. (Bundesminister Schelling: Gute Selbsterkenntnis!) – Ja, ich meine, ich bin ja so weit reflektiert, dass ich schon merke, dass ich Ihnen auf den Zeiger gehe, aber das ist ja das gute Recht eines Oppositionsabgeordneten. (Abg. Rädler: Bleiben Sie bei den NEOS? – Abg. Kogler: Die Frage muss sein: Wen kauft ihr als Nächsten ein?) – Herr Kollege Rädler, bevor ich in Ihrem Parlamentsklub sitze, hacke ich mir die Hand ab! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.) In dieses Asylheim für verhaltensauffällige Politikflüchtlinge werde ich mich nicht begeben! (Neuerlicher Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Ich bin ja auch noch da, Gerald! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Neuerlicher Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Ich bin ja auch noch da, Gerald! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister, ich höre Ihnen immer sehr gerne zu. Ich weiß zwar, dass ich Ihnen auf die Nerven gehe, umgekehrt ist das aber gar nicht der Fall, das, was Sie sagen, gefällt mir sehr gut. (Bundesminister Schelling: Gute Selbsterkenntnis!) – Ja, ich meine, ich bin ja so weit reflektiert, dass ich schon merke, dass ich Ihnen auf den Zeiger gehe, aber das ist ja das gute Recht eines Oppositionsabgeordneten. (Abg. Rädler: Bleiben Sie bei den NEOS? – Abg. Kogler: Die Frage muss sein: Wen kauft ihr als Nächsten ein?) – Herr Kollege Rädler, bevor ich in Ihrem Parlamentsklub sitze, hacke ich mir die Hand ab! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.) In dieses Asylheim für verhaltensauffällige Politikflüchtlinge werde ich mich nicht begeben! (Neuerlicher Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Ich bin ja auch noch da, Gerald! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Also: Nettoeinkommen ist das, was Ihnen der Staat gnädigerweise nicht wegbesteuert, und dafür, liebe Bürgerinnen und Bürger, haben Sie dankbar zu sein; dafür, dass Ihnen am Schluss noch etwas übrigbleibt und dass Ihnen die Staatskrake nicht alles weggenommen hat, denn das würde sie eigentlich gerne machen. (Beifall bei den NEOS.)
Bundesminister Schelling: Ich habe das nicht gesagt! – Abg. Krainer: 2008 war Molterer und nicht Pröll! Aber das ist ja nicht so wichtig!
Und alle paar Jahre kommt dann ein Finanzminister und macht die größte Steuerreform aller Zeiten. Das hat Karl-Heinz Grasser 2004 gesagt, das hat Josef Pröll 2008 gesagt, und das haben Sie uns 2015 gesagt: die größte Steuerreform aller Zeiten. (Bundesminister Schelling: Ich habe das nicht gesagt! – Abg. Krainer: 2008 war Molterer und nicht Pröll! Aber das ist ja nicht so wichtig!) Und immer ist damit eine Gegenfinanzierung verbunden, und es wird den Leuten unterschlagen, dass die kalte Progression alles wegfrisst, was Sie auf der Lohn- und Einkommensteuerseite an Entlastung gegeben haben. Diese Gegenfinanzierungen – die Immobilienertragsteuer, die höhere Umsatzsteuer, die höhere Kapitalertragsteuer und so Nebensächlichkeiten wie die Sektsteuer – bleiben ja alle weiter aufrecht, während die kalte Progression wieder wegzufressen beginnt. Wenn die nächste Korrektur der Lohn- und Einkommensteuer kommt, kommt wieder eine Gegenfinanzierung, auf die nicht von der Einkommensteuer betroffenen Steuersätze kommt wieder etwas drauf, und das Auspressen des Steuerzahlers wird immer, immer weiter getrieben, mit kurzzeitigen Entlastungen einzig und allein auf der Lohn- und Einkommensteuerseite. Das ist nämlich dieser Raub, von dem meine Kollegen vorher schon gesprochen haben.
Beifall bei den NEOS. – Abg. Krainer: Raub ist eigentlich ein strafrechtlicher Vorwurf!
Weil die Kollegen der Sozialdemokraten mit den Lohnerhöhungen kommen: Das ist ja das Grundkonzept des rot-schwarzen Machtkartells. Da muss man sich fragen, wer aller bei einer KV-Erhöhung mitverdient. Da verdient ja nicht nur der Finanzminister, sondern es reibt sich bei jeder KV-Erhöhung der Sozialminister die Hände, weil sein Pensionsloch ein bisschen kleingeschrumpft wird; es reiben sich die Krankenkassen die Hände; es reibt sich die Arbeiterkammer die Hände, weil wieder Geld in die übervollen Tresore der Arbeiterkammer gespült wird; und es reibt sich die Wirtschaftskammer die Hände, weil die KU2 hinaufgeht. Die Roten und Schwarzen auf ihren Sitzen verdienen immer mit, wenn es irgendwo eine Gehaltserhöhung gibt, und den kleinen Steuerzahlern bleibt immer weniger, und dafür sind Sie verantwortlich, Herr Minister. Sie halten die schönsten Reden, und jetzt wünsche ich mir einmal die schönsten Erfolge bei dem, was Sie da ins „Spital“ eingeliefert haben. – Danke. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Krainer: Raub ist eigentlich ein strafrechtlicher Vorwurf!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Karin Greiner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Lieber Kollege Loacker! KV-Verhandlungen sind nicht dazu da, dass irgendjemand verdient, diese Verhandlungen sind dazu da, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die ihre Steuern abführen, entsprechend zu ermöglichen, von ihrem Lohn auch leben zu können. Bedenken Sie das bitte bei Ihren zukünftigen Ausführungen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Schauen wir uns einmal an, wer denn verstärkt im mittleren und unteren Einkommenssegment arbeitet! Wir haben vor Kurzem hier den Einkommensbericht debattiert und diskutiert und haben gesehen, dass es vor allem Frauen sind, die in diesem Segment arbeiten. Erlauben Sie mir, dass ich ein Beispiel bringe: Eine Alleinerzieherin, teilzeitbeschäftigt, ein Kind, Verdienst in etwa 1 100 € pro Monat. Die Steuerreform, die wir gemacht haben, hat es ermöglicht, dass das Kind dieser alleinerziehenden Frau auf Schulskikurs mitfahren konnte. Wie schaut das jetzt aus? – Da sind wir wieder bei dieser 20-Prozent-Frage. Wer braucht sie? Wen unterstützen wir? – Wir von der SPÖ setzen uns ganz entschieden dafür ein, dass dieser Alleinerzieherin kein Nachteil entsteht und dass sie steuerlich gerecht behandelt wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zusammenfassend darf ich festhalten: Der Progressionsbericht liefert Fakten. Die Regierung hat sich darauf verständigt, auf dieser Basis gerechte Steuermaßnahmen zu setzen. Die Umsetzung im Ministerrat ist für kommenden April vorgesehen, Maßnahmen sollten ab 2019 greifen. Meine Damen und Herren, dieser Fahrplan ist vereinbart und sollte unter allen Bedingungen zeitlich und vor allem auch inhaltlich eingehalten werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lugar: Das wollte die ÖVP eh nie!
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Loacker, das mit den Verhaltensauffälligkeiten ist interessant. Ich kann mich erinnern: Die NEOS sind einmal eingezogen, wollten andere Politik machen, wollten wertschätzend sein, wollten sich von allen anderen abheben, und jetzt sind sie nur mehr verhaltensauffällig. (Abg. Lugar: Das wollte die ÖVP eh nie!) Das hat man heute bei der Begründung der Dringlichen Anfrage durch euren Klubobmann gesehen. Ich finde das schade, denn dieses Thema ist ein sehr wichtiges Thema.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber die schwirren ja noch immer herum!
auf den Tisch, es kamen Vermögensteuer, Erbschaftsteuer, Schenkungsteuer auf den Tisch, die wir ganz einfach ablehnen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber die schwirren ja noch immer herum!) Wir wollen uns nicht alle paar Jahre bei einer Steuerreform um die Gegenfinanzierung streiten oder darüber diskutieren müssen, und wir wollen keinesfalls noch mehr Umverteilung von oben nach unten. Das brauchen wir nicht. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Oh, noch mehr! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Oh, noch mehr! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
auf den Tisch, es kamen Vermögensteuer, Erbschaftsteuer, Schenkungsteuer auf den Tisch, die wir ganz einfach ablehnen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber die schwirren ja noch immer herum!) Wir wollen uns nicht alle paar Jahre bei einer Steuerreform um die Gegenfinanzierung streiten oder darüber diskutieren müssen, und wir wollen keinesfalls noch mehr Umverteilung von oben nach unten. Das brauchen wir nicht. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Oh, noch mehr! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Kollegin Greiner, ich schätze dich sehr, aber die Alleinerzieherin mit 1 100 € wird sowieso mit dem Konzept von der untersten Steuerstufe entlastet. Die kalte Progression wird bei ihr nicht schlagend, und sie hat keinen Nachteil davon, wenn in den anderen Steuerklassen auch die Inflation angepasst wird. Diese Argumentation kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Wir reden beim Mittelstand nicht von jemandem, der 1 200 € verdient, sondern Kollege Wöginger hat das heute schon gesagt: Wenn es nach euren Ideen geht, würden wir bei einem Bruttoeinkommen von 1 890 € nicht automatisch anpassen. Also bitte, wenn das bis hinauf auf 2 000, 2 500 € brutto nicht der Mittelstand ist, dann weiß ich nicht! Ich glaube, das ist das, was uns in dieser ganzen Argumentation entzweit, und das ist eigentlich nicht notwendig, denn wir sollten diejenigen besonders entlasten, die am allermeisten in den Steuertopf einzahlen, und das sind diejenigen, die genau diesen Mittelstand abbilden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Na servus!
Was mir aber in dieser ganzen Diskussion abgeht, ist beispielsweise das, was heute auch von Bruno Rossmann und Werner Kogler angesprochen worden ist: Es geht auch um die Sozialabgaben. Jemand, der 425,70 € als geringfügig Beschäftigter verdient, zahlt keine Krankenversicherung, er zahlt keine Pensionsversicherung, er zahlt selbst keine Unfallversicherung, er zahlt keine Sozialversicherung. Kaum verdient er 450 € brutto, zahlt er 18,12 Prozent Sozialversicherung. Also wenn das nicht ungerecht ist, meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Wenn nicht auch einmal ein progressiver Sozialversicherungstarif kommen sollte, der Herr Finanzminister hat das in seiner … (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Na servus!) – Frau Kollegin Belakowitsch, das mag sein! Wir können aber nicht immer jammern und sagen: Die Teilzeitkräfte, die wenig verdienen, zahlen ach so viel Steuer. Das ist ein Wahnsinn, und niemand macht sich Gedanken darüber, dass die eigentlich viel zu viel Sozialversicherungsbeitrage bezahlen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Stimmt! Das sagen wir ja eh immer wieder!) Der Herr Finanzminister hat das in seiner Rede im Jänner auch dankenswerterweise aufgegriffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Stimmt! Das sagen wir ja eh immer wieder!
Was mir aber in dieser ganzen Diskussion abgeht, ist beispielsweise das, was heute auch von Bruno Rossmann und Werner Kogler angesprochen worden ist: Es geht auch um die Sozialabgaben. Jemand, der 425,70 € als geringfügig Beschäftigter verdient, zahlt keine Krankenversicherung, er zahlt keine Pensionsversicherung, er zahlt selbst keine Unfallversicherung, er zahlt keine Sozialversicherung. Kaum verdient er 450 € brutto, zahlt er 18,12 Prozent Sozialversicherung. Also wenn das nicht ungerecht ist, meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Wenn nicht auch einmal ein progressiver Sozialversicherungstarif kommen sollte, der Herr Finanzminister hat das in seiner … (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Na servus!) – Frau Kollegin Belakowitsch, das mag sein! Wir können aber nicht immer jammern und sagen: Die Teilzeitkräfte, die wenig verdienen, zahlen ach so viel Steuer. Das ist ein Wahnsinn, und niemand macht sich Gedanken darüber, dass die eigentlich viel zu viel Sozialversicherungsbeitrage bezahlen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Stimmt! Das sagen wir ja eh immer wieder!) Der Herr Finanzminister hat das in seiner Rede im Jänner auch dankenswerterweise aufgegriffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was mir aber in dieser ganzen Diskussion abgeht, ist beispielsweise das, was heute auch von Bruno Rossmann und Werner Kogler angesprochen worden ist: Es geht auch um die Sozialabgaben. Jemand, der 425,70 € als geringfügig Beschäftigter verdient, zahlt keine Krankenversicherung, er zahlt keine Pensionsversicherung, er zahlt selbst keine Unfallversicherung, er zahlt keine Sozialversicherung. Kaum verdient er 450 € brutto, zahlt er 18,12 Prozent Sozialversicherung. Also wenn das nicht ungerecht ist, meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Wenn nicht auch einmal ein progressiver Sozialversicherungstarif kommen sollte, der Herr Finanzminister hat das in seiner … (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Na servus!) – Frau Kollegin Belakowitsch, das mag sein! Wir können aber nicht immer jammern und sagen: Die Teilzeitkräfte, die wenig verdienen, zahlen ach so viel Steuer. Das ist ein Wahnsinn, und niemand macht sich Gedanken darüber, dass die eigentlich viel zu viel Sozialversicherungsbeitrage bezahlen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Stimmt! Das sagen wir ja eh immer wieder!) Der Herr Finanzminister hat das in seiner Rede im Jänner auch dankenswerterweise aufgegriffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Richtig! Das sagen wir immer!
Wir würden uns in Bezug auf Tarifreformen diese Steuerreformdiskussionen in 3-, 4-, 5-Jahres-Schritten ersparen. Wir haben in den letzten Jahren, nämlich im Jahr 2009 und auch im Jahr 2015, keine Steuerreform im herkömmlichen und richtigen Sinn gemacht, sondern wir haben an der Lohnsteuer- oder Einkommensteuertarifschraube gedreht. Wir haben aber weder Strukturreformen im Steuersystem, noch eine Ökologisierung gemacht, noch haben wir sonst irgendetwas gemacht. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Richtig! Das sagen wir immer!) Ich weiß den Herrn Finanzminister dabei auf meiner Seite und unterstütze ihn auch voll.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abschließend würde ich mir noch wünschen, dass man sich vielleicht doch noch überlegt, ob die Bemessung für die Inflationsanpassung nicht doch in einem früheren Jahr stattfinden kann, denn wenn man bedenkt, dass Steuerreformen nach fünf Jahren verpuffen, glaube ich, dass man vielleicht ein bisschen früher ansetzen kann. Ich habe heute bei der Beantwortung der Fragen ohnehin ein bisschen etwas dahin gehend herausgehört. Meine Unterstützung haben Sie, Herr Finanzminister, und die meiner Fraktion. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Tamandl.
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Tamandl! Ich weiß nicht, sind Sie schon im Wahlkampf? Sie kritisieren hier Sachen, die wir immer wieder aufzeigen. Soweit ich mich erinnern kann, stellt Ihre Partei die Hälfte dieser Bundesregierung. Sie sollten es hier nicht kritisieren, sondern Sie – die Regierungsfraktionen und die Bundesregierung – sind dazu aufgefordert, das zu lösen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Tamandl.) Wenn Sie mit Ihrem Regierungspartner Probleme haben, dann können Sie das ja intern im stillen Kämmerlein ausdiskutieren (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Tamandl – Zwischenruf der Abg. Schittenhelm), aber es freut mich, dass Sie hier die Arbeit der Opposition mitmachen, das kann uns nur weiterhelfen. (Beifall bei der FPÖ.)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Tamandl – Zwischenruf der Abg. Schittenhelm
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Tamandl! Ich weiß nicht, sind Sie schon im Wahlkampf? Sie kritisieren hier Sachen, die wir immer wieder aufzeigen. Soweit ich mich erinnern kann, stellt Ihre Partei die Hälfte dieser Bundesregierung. Sie sollten es hier nicht kritisieren, sondern Sie – die Regierungsfraktionen und die Bundesregierung – sind dazu aufgefordert, das zu lösen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Tamandl.) Wenn Sie mit Ihrem Regierungspartner Probleme haben, dann können Sie das ja intern im stillen Kämmerlein ausdiskutieren (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Tamandl – Zwischenruf der Abg. Schittenhelm), aber es freut mich, dass Sie hier die Arbeit der Opposition mitmachen, das kann uns nur weiterhelfen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Tamandl! Ich weiß nicht, sind Sie schon im Wahlkampf? Sie kritisieren hier Sachen, die wir immer wieder aufzeigen. Soweit ich mich erinnern kann, stellt Ihre Partei die Hälfte dieser Bundesregierung. Sie sollten es hier nicht kritisieren, sondern Sie – die Regierungsfraktionen und die Bundesregierung – sind dazu aufgefordert, das zu lösen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Tamandl.) Wenn Sie mit Ihrem Regierungspartner Probleme haben, dann können Sie das ja intern im stillen Kämmerlein ausdiskutieren (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Tamandl – Zwischenruf der Abg. Schittenhelm), aber es freut mich, dass Sie hier die Arbeit der Opposition mitmachen, das kann uns nur weiterhelfen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Lugar.
Im heurigen Jahr war die Erhöhung für die Pensionisten 0,8 Prozent. Die offizielle Inflationsrate in Österreich liegt bei 0,9 Prozent im Jahr 2016. Der Pensionistenpreisindex, also die Preisinflation für den Warenkorb des Pensionisten – der sich ein bisschen anders zusammensetzt, was Sie nie dazusagen –, liegt bei 1,2 Prozent. Die Pensionistenvertreter von Rot und Schwarz stellen sich hin und sagen: Wir haben die Inflation abgegolten! – Das stimmt hinten und vorne nicht. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Lugar.)
Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.
Ich sage Ihnen auch warum: Die Lohnerhöhungen und die Pensionserhöhungen sind brutto, meine Herren, die Inflation ist netto. Oder setzen Sie Ihren wöchentlichen Einkauf von der Steuer ab? (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.) Dann müssen Sie es mir sagen, dann habe ich etwas vergessen.
Abg. Vetter: Kein Diebstahl ist gesetzlich gedeckt!
Jetzt komme ich zum Thema kalte Progression: Herr Finanzminister, die Agenda Austria hat errechnet, dass Sie innerhalb einer Legislaturperiode, also in 5 Jahren, jedem Erwerbstätigen 1 000 € wegnehmen. Jetzt möchte ich das nicht wie Kollege Strolz mit einem Einbruchdiebstahl vergleichen, denn ein Einbruchdiebstahl ist eine ungesetzliche Tätigkeit. Sie begehen Jahr für Jahr einen gesetzlich gedeckten Diebstahl an den Erwerbstätigen. Das ist der Unterschied zum Einschleichdiebstahl (Abg. Vetter: Kein Diebstahl ist gesetzlich gedeckt!), aber es ändert nichts daran, dass den Leuten das Geld fehlt. (Bundesminister Schelling: ... Selbstanzeige?!)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Jetzt kann es aber passieren, dass der Arbeitnehmer zwar mehr Mitgliedsbeitrag an die Arbeiterkammer und der Unternehmer mehr an die Wirtschaftskammer zahlt, aber der Arbeitnehmer unterm Strich – wenn er Pech hat und in eine andere Steuergruppe fällt – weniger herausbekommt. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Das ist eine Tatsache.
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.
Wenn wir jetzt bei der Wirtschaftskammer bleiben: Allein in den letzten 5 Jahren hat die Wirtschaftskammer Österreich durch diese Lohnsteigerungen um 15 Millionen € mehr eingenommen. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.) In den letzten 10 Jahren sind die Einnahmen aus der Kammerumlage 2 aufgrund höherer Löhne – teilweise auch aufgrund höherer Beschäftigung, aber vor allen Dingen aufgrund höherer Löhne – um 30 Prozent gestiegen.
Beifall bei der FPÖ.
Es stellt sich ein gewisser Wirtschaftskammerpräsident Leitl hin, verkündet eine großartige Kammerreform und sagt allen Mitgliedern: Ich verlange in Zukunft bei der Kammerumlage 2 um 5 Prozent weniger. – Das heißt, dass er von den 30 Prozent, die er in den letzten Jahren weggenommen hat, 5 Prozent zurückgibt. Jetzt frage ich die Wirtschaftsbundvertreter der ÖVP – leider ist der Kollege Haubner nicht da –: Was soll das? Von einer Reform zu sprechen und dann 5 Prozent als Almosen weniger zu verlangen, hat mit einer Reform gar nichts zu tun. (Beifall bei der FPÖ.) Eine Reform ist ein Eingriff in generelle Strukturen, eine Änderung in den Abläufen.
Beifall bei der FPÖ.
Wenn die Bundesregierung in den nächsten Jahren so arbeitet, wie es die Kammer vorhat: Na dann, viel Vergnügen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Fekter: Nicht alle! Nur 50!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Was die kalte Progression betrifft, haben wir eine ähnliche Situation wie bei diesem Umsiedelungsprogramm, über das wir im Moment gerade sprechen. Am Anfang, wir erinnern uns, war es so, dass die SPÖ gesagt hat: Alle rein!, und die ÖVP zumindest etwas auf der Bremse gestanden ist. Jetzt hat sich das plötzlich umgekehrt, jetzt will plötzlich die SPÖ eine Beschränkung und die ÖVP sagt: Wir müssen alle reinlassen, die rein wollen! – Genau das Problem haben wir in dieser Regierung. (Abg. Fekter: Nicht alle! Nur 50!)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Das sehen wir auch bei der Frage: Wollen wir Gerechtigkeit für alle, die Lohn- und Einkommensteuer zahlen, herstellen? Es geht ja nicht darum, dass man ein Geschenk verteilt, sondern es geht darum, dass man Gerechtigkeit herstellt. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Ich weiß, dass die SPÖ das früher genauso gesehen hat, aber weil die ÖVP jetzt anderer Meinung ist, muss man nun natürlich querschießen.
Abg. Krainer: Da sind aber Sie ...!
Für all jene, die nicht verstanden haben, worum es hier geht (Abg. Krainer: Da sind aber Sie ...!): Es geht darum, dass über viele, viele, viele Jahre eine Ungerechtigkeit entstanden ist, von der viele gar nicht gewusst haben, dass sie existiert. Und zwar: Der Staat hat eine Extrasteuer erhoben, ohne dass der Bürger das bemerkt hat.
Abg. Öllinger: Was ist in der Schweiz?
Das ist eine Ungerechtigkeit. Das ist eine tatsächliche Enteignung der Bürger, und da sind wir genau bei der Umverteilung, die die SPÖ will. Die SPÖ sagt, wir dürfen nur die unteren Einkommensbezieher begünstigen und die oberen nicht. Das trifft die oberen doppelt. Warum? – Die oberen sind natürlich auch von der Inflation betroffen, aber die oberen Einkommensbezieher sind auch die, die mehr Geld auf der Bank haben, und dann sind sie doppelt betroffen. (Abg. Öllinger: Was ist in der Schweiz?)
Abg. Vetter: Ist er verantwortlich für die Inflation?
Die oberen Einkommensbezieher – und da rede ich nicht von den Spitzengehältern, sondern ich rede vom Mittelstand, das sind die Menschen, die Geld auf der Bank haben, weil sie wissen, dass sie eines Tages die Pension auffetten müssen – haben etwas gespart. Das inflationieren Sie ihnen weg und profitieren auf der anderen Seite davon, sind aber nicht bereit, das zurückzugeben. Das ist der Skandal! (Abg. Vetter: Ist er verantwortlich für die Inflation?) – Oi, die ÖVP! Natürlich nicht! Guter Einwand, selbstverständlich ist der Finanzminister nicht – zumindest nicht direkt – für die Inflation verantwortlich, aber der Finanzminister profitiert von der Inflation doppelt durch die kalte Progression (Zwischenrufe bei der ÖVP) und durch die niedrigen Zinsen, die ihm ein Einkommen bringen, das er sich nicht verdient hat. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Die oberen Einkommensbezieher – und da rede ich nicht von den Spitzengehältern, sondern ich rede vom Mittelstand, das sind die Menschen, die Geld auf der Bank haben, weil sie wissen, dass sie eines Tages die Pension auffetten müssen – haben etwas gespart. Das inflationieren Sie ihnen weg und profitieren auf der anderen Seite davon, sind aber nicht bereit, das zurückzugeben. Das ist der Skandal! (Abg. Vetter: Ist er verantwortlich für die Inflation?) – Oi, die ÖVP! Natürlich nicht! Guter Einwand, selbstverständlich ist der Finanzminister nicht – zumindest nicht direkt – für die Inflation verantwortlich, aber der Finanzminister profitiert von der Inflation doppelt durch die kalte Progression (Zwischenrufe bei der ÖVP) und durch die niedrigen Zinsen, die ihm ein Einkommen bringen, das er sich nicht verdient hat. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.)
Zwischenruf des Abg. Rossmann.
Die oberen Einkommensbezieher – und da rede ich nicht von den Spitzengehältern, sondern ich rede vom Mittelstand, das sind die Menschen, die Geld auf der Bank haben, weil sie wissen, dass sie eines Tages die Pension auffetten müssen – haben etwas gespart. Das inflationieren Sie ihnen weg und profitieren auf der anderen Seite davon, sind aber nicht bereit, das zurückzugeben. Das ist der Skandal! (Abg. Vetter: Ist er verantwortlich für die Inflation?) – Oi, die ÖVP! Natürlich nicht! Guter Einwand, selbstverständlich ist der Finanzminister nicht – zumindest nicht direkt – für die Inflation verantwortlich, aber der Finanzminister profitiert von der Inflation doppelt durch die kalte Progression (Zwischenrufe bei der ÖVP) und durch die niedrigen Zinsen, die ihm ein Einkommen bringen, das er sich nicht verdient hat. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.)
Beifall der Abg. Schenk.
Wenn es dann darum geht, Gerechtigkeit herzustellen, wenn es darum geht, den Menschen das Geld zurückzugeben, dann ist plötzlich Funkstille im Haus – und die SPÖ macht dabei die Mauer! Das ist die Ungerechtigkeit, und das muss abgestellt werden. Herr Minister, schaffen Sie endlich Gerechtigkeit! (Beifall der Abg. Schenk.)
Heiterkeit des Abg. Gerstl
Abgeordneter Mag. Nikolaus Alm (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Wie Sie sich vorstellen können, war es bei uns im Parlamentsklub heute etwas hektisch. Das hat natürlich einen Grund, und der ist die kalte Progression (Heiterkeit des Abg. Gerstl), das ist ein aufregendes Thema.
Abg. Krainer: Andere, nicht mehr!
Die kalte Progression, das wissen Sie ja auch, ist demokratiepolitisch fragwürdig. Zu diesem Thema würde ich gerne noch etwas hinzufügen, das Ihnen vielleicht noch verborgen geblieben ist: Steuern sind prinzipiell demokratisch legitimiert. Hier in unserem Haus gibt es Abgeordnete wie Gerald Loacker oder Sepp Schellhorn, die gerne ein bisschen weniger Steuern hätten, und dann gibt es manche, vor allem bei der SPÖ, die gerne ein bisschen mehr hätten, aber das ist nur fair. (Abg. Krainer: Andere, nicht mehr!) Wir handeln das aus, wir akzeptieren das demokratisch und wir beschließen damit natürlich auch eine Steuerverteilung. Durch die kalte Progression verändert sich nicht nur die Steuerbelastung, sondern auch die Verteilung dieser Steuern, und das ist vom Gesetzgeber in dieser Form natürlich niemals legitimiert.
Ruf bei der FPÖ: Was ist denn das?
Das ist ja bis auf Weiteres meine letzte Rede in diesem Parlament, ich lege mit morgen, 31. März 2017, mein Mandat zurück. Für mich war das politische Engagement immer nur ein Mandat auf Zeit, und es endet heute, weil ich ab April einen neuen Job antrete, der mit diesem Mandat nicht vereinbar ist. (Ruf bei der FPÖ: Was ist denn das?)
Beifall bei NEOS und Grünen.
Es war eine gute, spannende und lehrreiche Zeit, und deswegen möchte ich mich auch bedanken: zunächst einmal bei jenen, die es mir ermöglicht haben, dass ich dieses Mandat ausüben durfte. Dank gilt auch der Parlamentsdirektion für die Unterstützung bei dieser Arbeit, und dem Präsidium. Ich freue mich, dass Karl Kopf hier sitzt, mein Lieblingspräsident, der immer ein offenes Ohr hat und es manchmal auch zudrückt – das finde ich besonders gut. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich werde oft gefragt: Wie ist es denn so im Parlament? – Das ist natürlich eine schwierige Frage, die ich meistens so beantworte: Erstens könnt ihr euch die ganzen Verschwörungstheorien aufzeichnen, alles was ihr in der Politik wahrnehmt, ist genauso, wie es sich darstellt. Das Zweite: Die Berichterstattung der Kollegen in den Medien über die Innenpolitik ist – na ja – mangelhaft und verbesserungswürdig und manchmal auch sehr selektiv. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Heiterkeit – Beifall bei den NEOS
Und die Kollegen, wie sind die so? – Die sind in aller Regel eigentlich recht nette Menschen. Deswegen möchte ich mich für das kollegiale Miteinander hier im Haus bedanken – bei allen Fraktionen, bei SPÖ und ÖVP, auch bei der FPÖ, dem Team Stronach und bei Wolfgang Zinggl (Heiterkeit – Beifall bei den NEOS), womit natürlich die Grünen mitgemeint sind, keine Frage.
Beifall bei den NEOS.
Abgeordneter Mag. Nikolaus Alm (fortsetzend): Hinterfotzigkeit hat einen Namen: Christoph Vavrik. Den einen ereilt der Ruf nach einem neuen Job, der andere findet keinen mehr und geht halt zur ÖVP. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Schlussendlich bin ich der Meinung, dass Weltanschauung und Religion Privatsache sind und die Gesetzgebung keine Rücksicht auf die Religion nehmen darf, denn wenn es keine Gesetze gibt, die Religion in irgendeiner Art und Weise zum Inhalt haben, dann gibt es weder Diskriminierung noch Privilegierung und niemand wird an der Ausübung seiner Überzeugung gehindert. Nur durch diese staatliche Nichteinmischung ist Glaubens- und Gewissens- und damit Religionsfreiheit gewährleistet. Laizität gehört in unser Bundes-Verfassungsgesetz. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Ja, liebe Kollegen, das sind ein paar Dinge, um die ihr euch kümmern könnt, ich kann es euch natürlich nicht befehlen. Ich schließe mit dem großartigen Stranz Van Waldenberg: „Dreams are in your sleep.“ (Beifall bei den NEOS.)
Allgemeiner Beifall.
Vielen herzlichen Dank und alles Gute! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und den NEOS.
aber jedenfalls waren Sie eine kreative, intellektuelle und fußballerische Bereicherung für dieses Haus, und insofern ein Danke für diese Zeit und für die Arbeit, die Sie hier geleistet haben. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und den NEOS.)
Abg. Strolz: Die Steuerquote steigt!
Zurück zur Debatte zur kalten Progression: Vielleicht sollten wir immer wieder ein paar Fakten in diese Diskussion bringen. Zum Beispiel: Was ist die kalte Progression? Woher kommt sie? Sie ist ja keine Erfindung von Finanzminister Schelling. Es gibt sie in Österreich zumindest seit 1945. Ist sie besonders hoch? – Wenn wir uns das seit 1945 anschauen, muss man einfach objektiv feststellen: Sie ist so niedrig wie noch nie! Die kalte Progression war in den Vierziger-, Fünfziger-, Sechziger-, Siebzigerjahren hoch, in den Achtzigern so mittel. Seit den Neunzigern ist sie gering, und in den Nullerjahren und jetzt auch in den Zehnerjahren ist sie die geringste seit 1945, aber die Aufregung darüber ist die höchste. Das sollte man sich manchmal ein bisschen selbstreflektorisch vor Augen halten. (Abg. Strolz: Die Steuerquote steigt!) – Ja, ich weiß, die Steuerquote, ich weiß. (Abg. Strolz: Das ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt!)
Abg. Strolz: Das ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt!
Zurück zur Debatte zur kalten Progression: Vielleicht sollten wir immer wieder ein paar Fakten in diese Diskussion bringen. Zum Beispiel: Was ist die kalte Progression? Woher kommt sie? Sie ist ja keine Erfindung von Finanzminister Schelling. Es gibt sie in Österreich zumindest seit 1945. Ist sie besonders hoch? – Wenn wir uns das seit 1945 anschauen, muss man einfach objektiv feststellen: Sie ist so niedrig wie noch nie! Die kalte Progression war in den Vierziger-, Fünfziger-, Sechziger-, Siebzigerjahren hoch, in den Achtzigern so mittel. Seit den Neunzigern ist sie gering, und in den Nullerjahren und jetzt auch in den Zehnerjahren ist sie die geringste seit 1945, aber die Aufregung darüber ist die höchste. Das sollte man sich manchmal ein bisschen selbstreflektorisch vor Augen halten. (Abg. Strolz: Die Steuerquote steigt!) – Ja, ich weiß, die Steuerquote, ich weiß. (Abg. Strolz: Das ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Der Grund, warum wir als Fraktion ganz ehrlich für einen Automatismus gegen die kalte Progression sind, ist ein ganz einfacher, denn es gab eine Steuerreform, eine einzige, die nicht das Geld der Arbeitnehmer, das durch die kalte Progression reinkommt, wieder an die Arbeitnehmer zurückgegeben hat, sondern mit diesem Geld die Körperschaftsteuersenkung finanziert hat. Man hat also Arbeitsgeld von Arbeitnehmern genommen und damit in Wirklichkeit Kapitaleinkommensbeziehern die Steuern gesenkt. Und das war wann? – Ah, als die Freiheitlichen in der Regierung waren. 2003, 2004 war der Beschluss. Deswegen sagen wir: Damit das in Zukunft nicht mehr passiert – dass Freiheitliche, wenn sie in der Regierung sitzen, das Geld der Arbeitnehmer nehmen und damit dann Kapitaleinkommensbeziehern quasi Geld schenken, das also in diese Richtung umverteilen –, sind wir für einen Automatismus. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.) – Da habe ich schon bessere Zweizeiler gehört. Da gab es einen Kollegen von der ÖVP, der war da ganz gut.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das war im Jänner! Wir haben jetzt schon März!
Jänner 2017. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das war im Jänner! Wir haben jetzt schon März!) Da gibt es Unterschriften: Schelling – die Unterschrift ist schon trocken, aber gerade erst trocken. Es haben alle Abgeordneten der Regierungsparteien mit ihrem Namen bestätigt: Ja, sie unterstützen das, was hier steht.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Das ist die Aktion 2020!
Was Sie hier selbst als Modell vertreten haben, entspricht nicht dem, was ausgemacht ist, entspricht nicht dem, was Sie ausverhandelt haben, entspricht nicht dem, was Sie unterschrieben haben, und entspricht nicht dem, dem alle Abgeordneten der Regierungsfraktionen zugestimmt haben. Legen Sie das vor, was wir vereinbart haben, und wir können es morgen beschließen! Und ja, ich kann sinnerfassend lesen, das haben Sie richtig zitiert, und deswegen weiß ich, dass das, was Sie hier vorgelegt haben, dem nicht entspricht. Das ist ein Problem, ja, und es ist nicht gut, dass das so funktioniert, aber es wäre durchaus vernünftig. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Das ist die Aktion 2020!)
ironische Heiterkeit bei der SPÖ
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Also die Treue bei der Ausverhandlung und bei der Umsetzung sollten Sie einem gewissen Herrn Kurz – ah – einem gewissen Herrn Kern einmal nahelegen (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), wenn es um das Relocation-Programm der Europäischen Union geht. Auch da könnte man darauf verweisen, was verhandelt wurde und was man dann macht, oder auch beim CETA-Programm, das er eigentlich auch einmal wortreich ausgeführt hat. Da sollte jeder letztendlich vor der eigenen Türe kehren.
Abg. Steinbichler: Das Budget wird frisiert!
gehört. Das Programm und der Entwurf liegen vor. Es gibt in der Regierung noch Abstimmungsbedarf, aber es wird gehandelt, und damit bringen wir endlich eines zustande, und das ist wesentlich, nämlich die Entlastung der Bürger bei der kalten Progression. (Abg. Steinbichler: Das Budget wird frisiert!) Die zwei Schritte mit der automatischen Anpassung und mit dem Progressionsbericht sind wesentlich.
Beifall bei der ÖVP.
Bei der Steuerreform 2016 haben wir eine Entlastung von 5 Milliarden € zustande gebracht, haben aber sehen müssen, dass wir mit der Gegenfinanzierung natürlich erhebliche Schmerzen verursacht haben, und daher ist diese Automatisierung ganz wesentlich, um Arbeitseinkommen zu entlasten, aber nicht gleichzeitig wieder standortschädigende Abgaben zu installieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steinbichler: Das habt ihr ja selbst beschlossen!
Wir haben gestern mit der Senkung der Flugticketabgabe einen wesentlichen Beitrag für den Standort geleistet, und das wurde hier auch näher erläutert, und es ist wesentlich, diese Beispiele hervorzutun. Wir reden oft – und es ist ja gerade jetzt 60 Jahre Europäische Union – vom Interesse an einer Sozialunion. Vielleicht sollten wir daran denken, vorher noch eine Fiskalunion durchzusetzen, bevor wir die Sozialunion machen, denn inwiefern ist es denn gerechtfertigt, dass wir zum Beispiel einen Agrardiesel haben, wenn die österreichischen Bauern bei der Aussaat schon wissen, dass sie weniger verdienen werden als ihre Kollegen in Frankreich oder Deutschland? (Abg. Steinbichler: Das habt ihr ja selbst beschlossen!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Was bringt eine solide Budgetpolitik, ein solides Einnahmen-und-Ausgaben-im-Ausgleich-Halten letztendlich? Wenn wir nach Wien blicken, wo eine rot-grüne Misswirtschaft permanent Abgaben erhöhen muss, um das Budget zu erhalten, dann sind das die wirklichen Angriffe auf die sozial Schwächsten, denn das trifft die untersten Schichten. Daher muss das zurückgestellt werden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie wollten einmal eine Politik machen, die die Flügel hebt. Da sollten Sie sich lieber Rat vom österreichischen Skiflugweltmeister holen. Wissen Sie, was beim Skispringen das Wichtigste ist? – Den richtigen Moment für den Absprung zu erwischen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Brunner: Wollen Sie vielleicht inhaltlich auch noch etwas sagen?
Man hat den Eindruck, die Zurückgebliebenen sind von sich selbst überholt worden und stehen jetzt in der Trotzecke. Die rosa Politik-Marketingblase ist geplatzt, denn für Marketing braucht man vor allem eines: ein entsprechendes Produkt. Das braucht aber auch eine Nachfrage, und vor allem der Bedarf muss gegeben sein. Diese Nachfrage ist ja bei Ihnen sogar intern schon unter die Wahrnehmungsschwelle gesunken. (Abg. Brunner: Wollen Sie vielleicht inhaltlich auch noch etwas sagen?) – Ja, die Grünen, das ist ja überhaupt fein. Sie sollten sich auch Gedanken über Ihre Zukunft machen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Es gibt keine einzige Fraktion, die so mit ihrer Jugend umgeht, wie Sie das tun. Auch das ist vielleicht etwas, worüber Sie mit sich selbst ein bisschen mehr diskutieren sollten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Man hat den Eindruck, die Zurückgebliebenen sind von sich selbst überholt worden und stehen jetzt in der Trotzecke. Die rosa Politik-Marketingblase ist geplatzt, denn für Marketing braucht man vor allem eines: ein entsprechendes Produkt. Das braucht aber auch eine Nachfrage, und vor allem der Bedarf muss gegeben sein. Diese Nachfrage ist ja bei Ihnen sogar intern schon unter die Wahrnehmungsschwelle gesunken. (Abg. Brunner: Wollen Sie vielleicht inhaltlich auch noch etwas sagen?) – Ja, die Grünen, das ist ja überhaupt fein. Sie sollten sich auch Gedanken über Ihre Zukunft machen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Es gibt keine einzige Fraktion, die so mit ihrer Jugend umgeht, wie Sie das tun. Auch das ist vielleicht etwas, worüber Sie mit sich selbst ein bisschen mehr diskutieren sollten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Man hat den Eindruck, die Zurückgebliebenen sind von sich selbst überholt worden und stehen jetzt in der Trotzecke. Die rosa Politik-Marketingblase ist geplatzt, denn für Marketing braucht man vor allem eines: ein entsprechendes Produkt. Das braucht aber auch eine Nachfrage, und vor allem der Bedarf muss gegeben sein. Diese Nachfrage ist ja bei Ihnen sogar intern schon unter die Wahrnehmungsschwelle gesunken. (Abg. Brunner: Wollen Sie vielleicht inhaltlich auch noch etwas sagen?) – Ja, die Grünen, das ist ja überhaupt fein. Sie sollten sich auch Gedanken über Ihre Zukunft machen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Es gibt keine einzige Fraktion, die so mit ihrer Jugend umgeht, wie Sie das tun. Auch das ist vielleicht etwas, worüber Sie mit sich selbst ein bisschen mehr diskutieren sollten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Cap: Freiheit für Grönland!
Das ist alles eine Politik der Marke: Für alles zu haben, für nichts zu gebrauchen. Ich empfehle Ihnen (ein Blatt mit der Aufschrift „#Nexit“ in die Höhe haltend) den Nexit. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Cap: Freiheit für Grönland!)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren an den Bildschirmen, noch gibt es ja offiziell eine Koalition zwischen diesen beiden Parteien, auch wenn man sich das nicht mehr so recht vorstellen kann. Was man die ganze letzte Woche und dann vor allem am Wochenende im OTS-Bereich lesen konnte – Abgeordnete von SPÖ und ÖVP haben sich Freundlichkeiten ausgerichtet, die ich hier gar nicht zitieren darf, denn sonst würde ich sofort einen Ordnungsruf bekommen – ist jetzt auch hier in einer Art und Weise weitergegangen, die eigentlich für das gesamte Hohe Haus wirklich zum Schämen ist. Das muss ich jetzt schon einmal sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Loacker: Und ihr habt dem zugestimmt!
Sie natürlich. Das sollten Sie auch einmal sagen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Loacker: Und ihr habt dem zugestimmt!)
Zwischenruf des Abg. Rossmann.
Interessanterweise hat das Kollege Krainer nicht so gesehen. Er diskutiert nämlich sehr gerne über die Umverteilung, nämlich eine Umverteilung von oben nach unten, von den Leistungsträgern zu jenen, die sich weigern, irgendetwas zu tun. Es ist ja gerade der Mittelstand, der heute schon so ausgepresst wird, dass ihm kaum noch Luft zum Atmen bleibt. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.) – Herr Kollege Rossmann, Sie können gerne noch einmal herauskommen und Ihre Meinung dazu sagen, aber jetzt bin ich am Wort, bei allem Respekt.
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Dazu sind Sie beide nicht bereit. Daher ist diese Diskussion eine, die in Wirklichkeit am Grundthema immer vorbeigeht. Es muss an vielen Schrauben gedreht werden, um endlich Nachhaltigkeit im Bereich der Senkung der Lohnnebenkosten zu erreichen, damit sich die Wirtschaft auch wieder bewegen kann, damit sich die arbeitende Bevölkerung von dem, was sie verdient, auch wieder das Leben leisten kann. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist etwas, bei dem wir doch nicht weiter zuschauen können, da ist Handlungsbedarf gegeben. Und bitte hören Sie auf, zu streiten! Machen Sie entweder den Weg endlich frei für Neuwahlen oder setzen Sie sich zusammen, raufen Sie sich zusammen und arbeiten Sie für dieses Land und für diese Bevölkerung, denn dazu sind Sie eigentlich da! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
So, wie in einer Ehekrise immer die Kinder leiden, leidet bei einer Staatskrise natürlich die Bevölkerung. Die Probleme bleiben ja, und wenn die Regierung nicht bereit ist, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, dann werden die Probleme eben nicht umgesetzt und nicht angegangen. Das ist das Problem. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb: Raufen Sie sich zusammen – bald! – oder treten Sie ab, machen Sie den Weg frei für Neuwahlen! Ich glaube, dass das die einzigen gangbaren Wege sind. Beenden Sie diese Ehekrise und hören Sie vor allem damit auf, diese Krise hier öffentlich zu zelebrieren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall des Abg. Neubauer.
auch das Schächten ab, denn das Schächten ist Tierleid pur, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall des Abg. Neubauer.) Wenn Sie für den Tierschutz etwas übrig haben, Frau Kollegin Brunner, dann helfen Sie mit, endlich auch das Schächten abzuschaffen! Ich bitte Sie darum. – Danke schön.
Beifall bei der ÖVP.
Und eines müssen wir auch noch sagen, weil dann oft so flapsig vom Zusperren die Rede ist: Hinter jedem bäuerlichen Betrieb steht ein menschliches, ein persönliches Schicksal. Da geht es um die Existenzgrundlage von bäuerlichen Familien. Das sollten wir uns vor Augen führen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe es schon erwähnt, ich will, die ÖVP will, dass es den Tieren und den Tierhaltern gut geht. Tierhaltekompetenz und auch Tierschutzkompetenz erwirbt man nicht hinter einem Schreibtisch, sondern im täglichen Umgang mit den Tieren, und die Bäuerinnen und Bauern machen das 365 Tage im Jahr. Deshalb brauchen wir dieses praxistaugliche Gesetz, das wir heute beschließen. Stimmen Sie zu! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ich glaube, Sie kennen sich nicht aus, Herr Kollege!
Abgeordneter Ing. Markus Vogl (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Hohes Haus! Es geht jetzt um die Umsetzung einer EU-Richtlinie, aber bevor ich darauf eingehe, lassen Sie mich noch ein Wort zur vorherigen Debatte sagen. Es wurde behauptet, dass der Vergleich der Bank Austria dazu geführt hat, dass den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern in unserem Land ein Nachteil entstanden ist, dass die Kreditanstalt in Italien das Geld bekommen hat. Ich darf dazu richtigstellen: Das Geld ist nicht nach Italien geflossen, das Geld liegt im Sozialministerium, denn wir sind verantwortungsvoll, wenn es um das Geld des Steuerzahlers geht. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ich glaube, Sie kennen sich nicht aus, Herr Kollege!) Das heißt, dieser Vergleich wurde bereits geschlossen.
Beifall des Abg. Pirklhuber
siegel tragen, sind Bioprodukte (Beifall des Abg. Pirklhuber), und bereits 20 Prozent aller Bananen im österreichischen Handel werden fair gehandelt. Immerhin ist das Gesamtvolumen an Produkten, die fair gehandelt werden, inzwischen auf 185 Millionen € gestiegen.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir hier über diätetische Lebensmittel diskutieren, also besonders wertvolle Lebensmittel, dann ist auch zu sagen, dass wir in den letzten Wochen und Tagen verstärkt auch eine Diskussion über den Zuckerverbrauch in unserem Land verfolgen konnten. Wir haben uns ja ein Ziel gesetzt, und zwar wollen wir den Zuckerverbrauch pro Kopf in unserem Land auf 34,4 Kilogramm senken. Das ist vorerst einmal nicht sehr ambitioniert, das wissen wir, darum haben wir auch schon im Budgetierungsprozess gesagt, dass wir eine weitere Evaluierung vornehmen wollen. Ziel muss es natürlich sein, die Schädlichkeit von Zucker bewusster zu machen. Ich glaube auch, dass wir genauere Methoden brauchen, wie wir den Zuckerverbrauch messen, denn die Auswirkungen von Zucker können sehr unterschiedlich sein. Dazu wird es bald eine Diskussion brauchen, denn im Herbst sollten wir mit den Wirkungszielen für das Budgetjahr 2018 diesen Zuckerverbrauch pro Kopf festlegen. Dann werden wir die Chance haben, gemeinsam neue Ziele festzulegen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Lebensmittelsicherheit und der Verbraucherschutz sind ein hohes Gut, und es ist in den vergangenen Jahren sehr viel geschehen zur Sicherung der österreichischen Lebensmittel, zur Sicherung österreichischer Arbeitsplätze. Die Gesetzgebung in Österreich und auch in Europa ist auf dem richtigen Weg, und wir werden diesen Weg konsequent weitergehen. – Danke schön und alles Gute. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt kann man sagen, man macht so weiter, aber was man in der heutigen Diskussion auch nicht vergessen sollte: Diese eine Million Tonnen an Lebensmitteln, die verloren gehen, sind auch in den Preisen der Lebensmittel eingepreist. Das heißt, wenn wir alle sagen, die Lebensmittelpreise sind zu hoch, die Leute können sich teilweise das Essen nicht mehr leisten, dann muss man auch einkalkulieren, dass die Kosten für diese eine Million Tonnen in den Preisen inkludiert sind. Man kann es nur billiger machen, wenn man auch die Verschwendung beendet. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Unser Vorwurf ganz konkret ist – ich sage es noch einmal –: Seit über sechs Jahren – in 14 Anträgen – versuchen wir, eine Veränderung zu erwirken, doch Rot und Schwarz schaffen es nicht, ganz pragmatisch eine Verbesserung zu erzielen! Das finde ich erschütternd. Frau Ministerin, ich hoffe, dass Sie ganz rasch und pragmatisch spürbare Maßnahmen setzen, um diese Unmenge der im Ausmaß von 40 000 Lkw-Ladungen weggeworfenen Lebensmittel tatsächlich zu reduzieren. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall des Abg. Steinbichler.
Das Zweite, das mir sehr wichtig ist: Wir haben bereits über die Zertifizierung von Stallsystemen im Rahmen des Tierschutzgesetzes gesprochen, wofür sie ja zuständig sind. Wir bräuchten auch eine bessere Regelung der Herkunftskennzeichnung. Es ist ganz einfach notwendig, dass Konsumenten, Betreiber in der Gastronomie und so weiter auch bei verarbeiteten Produkten mehr Chancen und mehr Rechtssicherheit haben, indem wir die regionale Herkunft in Verarbeitungsprodukten ausloben. (Beifall des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ich weiß, das ist nicht leicht, aber es ist ein ganz zentrales Thema, worüber wir seit Jahren fast Konsens haben. Ich erinnere daran, Frau Bundesministerin, die Bürgerinitiative „Faire Lebensmittel“, die das fordert, hatte die Zustimmung von allen Parteien hier im Haus, von allen! Alle sind wir aufgestanden. Diese Bürgerinitiative – Kollege Strasser erinnert sich – haben wir alle hier mitgetragen, und es wäre nur richtig, wenn wir daraus auch eine Initiative starten. Ich hoffe, dass wir im nächsten Gesundheitsausschuss darüber reden und vielleicht auch eine gemeinsame, parteiübergreifende Initiative von hier aus starten können. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall des Abg. Pirklhuber und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Darauf muss man auch in Zukunft schauen, denn die Sicherheit der Lebensmittel ist ein wichtiger Faktor. Mit der Sicherheit der Lebensmittel darf man auch nicht spaßen, auf die Sicherheit und vor allem auf die Kennzeichnung muss auch in Zukunft sehr genau geachtet werden. – Danke schön. (Beifall des Abg. Pirklhuber und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Abg. Peter Wurm: Sechs Jahre, Frau Kollegin, sechs Jahre!
Vielleicht noch einmal ganz kurz auf den Beitrag des Kollegen Wurm zurückkommend: Wir sprechen jetzt schon sehr, sehr lange darüber. (Abg. Peter Wurm: Sechs Jahre, Frau Kollegin, sechs Jahre!) – Gut, so lange bin ich noch nicht im Parlament, trotzdem kann ich sagen: Es stimmt, die Verschwendung ist ein großes Problem. Man kann daher nicht einfach auf die SOMA-Märkte und auch diese Team-Österreich-Tafel-Projekte verweisen, obwohl es gute Projekte sind, die inzwischen ein großes Netz auch über Österreich gespannt haben. Das ist sicherlich nicht die endgültige Lösung, aber ich muss sagen, eine Lösung, wie es tatsächlich geregelt werden könnte, hat der Kollege Wurm bis jetzt auch nicht vorgeschlagen. (Abg. Peter Wurm – der Rednerin ein Schriftstück überreichend –: ... da drinnen! Ich geb’s Ihnen zum Nachlesen!) – Okay. Es ist auf jeden Fall sehr wichtig, dass es eine Lösung gibt und dass immer wieder daran gearbeitet wird.
Abg. Peter Wurm – der Rednerin ein Schriftstück überreichend –: ... da drinnen! Ich geb’s Ihnen zum Nachlesen!
Vielleicht noch einmal ganz kurz auf den Beitrag des Kollegen Wurm zurückkommend: Wir sprechen jetzt schon sehr, sehr lange darüber. (Abg. Peter Wurm: Sechs Jahre, Frau Kollegin, sechs Jahre!) – Gut, so lange bin ich noch nicht im Parlament, trotzdem kann ich sagen: Es stimmt, die Verschwendung ist ein großes Problem. Man kann daher nicht einfach auf die SOMA-Märkte und auch diese Team-Österreich-Tafel-Projekte verweisen, obwohl es gute Projekte sind, die inzwischen ein großes Netz auch über Österreich gespannt haben. Das ist sicherlich nicht die endgültige Lösung, aber ich muss sagen, eine Lösung, wie es tatsächlich geregelt werden könnte, hat der Kollege Wurm bis jetzt auch nicht vorgeschlagen. (Abg. Peter Wurm – der Rednerin ein Schriftstück überreichend –: ... da drinnen! Ich geb’s Ihnen zum Nachlesen!) – Okay. Es ist auf jeden Fall sehr wichtig, dass es eine Lösung gibt und dass immer wieder daran gearbeitet wird.
Beifall bei der ÖVP.
Noch einmal auf das Thema zurückkommend: Ich glaube, es ist unser allgemeines Ansinnen, die Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich so gut wie möglich zu informieren, zu schützen und die Bürger bei ihren Einkäufen weiter selbständig entscheiden zu lassen. Ich glaube, das muss unser aller Ansinnen sein, denn gerade mit Qualitätsprodukten wird sehr viel Schindluder getrieben. Ich glaube, da müssen wir am Ball bleiben, damit die Menschen immer gut informiert sind. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steinbichler stellt eine Tafel, auf der ein Viehtransporter zu sehen ist, auf das Rednerpult. – Rufe bei der SPÖ: Palmöl nicht vergessen! Das Taferl haben wir schon einmal gesehen, glaube ich! Was ist das? – Abg. Steinbichler: Nebulos wie die Lebensmittelkennzeichnung!
Präsident Karlheinz Kopf: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Steinbichler. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Steinbichler stellt eine Tafel, auf der ein Viehtransporter zu sehen ist, auf das Rednerpult. – Rufe bei der SPÖ: Palmöl nicht vergessen! Das Taferl haben wir schon einmal gesehen, glaube ich! Was ist das? – Abg. Steinbichler: Nebulos wie die Lebensmittelkennzeichnung!)
Beifall beim Team Stronach.
Und natürlich, Herr Kollege (in Richtung SPÖ), muss das Palmöl zur Sprache kommen, das ist ja ganz klar. Wenn die EU und Österreich im selben Ausmaß zweitgrößter Importeur der Welt – nach Indien – von Palmöl sind, dann ist das nicht nur schändlich – ich bedanke mich an dieser Stelle beim VKI für die neue Zeitung, in der er sich wieder mit der Zertifizierung und mit dem Thema Landraub beschäftigt hat, wenn auch nur mit dem Thema Landraub im Osten und noch gar nicht mit jenem im Regenwald, wo die Zahlen noch viel schrecklicher wären –, sondern dann sollten wir das auch wesentlich ehrlicher meinen, weil es da um brutalste menschliche Schicksale geht. Es kann nicht sein, dass die Caritas jetzt Briefe ausschickt, wir sollen den Welthunger einbremsen und sollten spenden. – Wir sollten ihn nicht verursachen, das wäre einmal das Wichtigste! Wir sollten die Themen, die Probleme an ihren Wurzeln packen, dann haben wir Aussicht auf Erfolg. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Pirklhuber: 520 000 sind es insgesamt!
Deshalb verschreiben wir uns dem Thema Nachhaltigkeit und einer ganz klaren Kennzeichnung der Lebensmittel. Ich gebe zu bedenken – wir haben es gestern gesagt –: Im Ennshafen wurden im vorigen Jahr 240 000 Container umgesetzt, und – und deswegen habe ich auch diese Tafel mit dem Lastwagen (auf die genannte Tafel verweisend) mitgenommen, Frau Minister – solch eine Fuhre Rinder wird durch die Schlachtung im österreichischen Schlachthof zum österreichischen Qualitätsprodukt! Wir importieren, lieber Georg, 2,2 Millionen Lebendschweine aus dem Osten und aus Holland, Dänemark und Norddeutschland nach Österreich, plus 120 000 Rinder. (Abg. Pirklhuber: 520 000 sind es insgesamt!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich frage, ob es gerechtfertigt ist, dass diese Tiere dann im Schlachthaus den AT-Stempel bekommen? – Das ist der entscheidende Punkt: Auf einem ausländischen Rind, auf einem ausländischen Schweineschlachtkörper hat das AT-Zeichen, das österreichische Länderkürzel, nichts verloren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, bringen wir doch Klarheit in diesen komplett verwirrenden Markt! Ich glaube, es ist dann allen gedient, aber insbesondere unseren Enkerln, der Umwelt, der Gesundheit und den Arbeitsplätzen. Wir bitten um Unterstützung! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Loacker. – Zwischenrufe des Abg. Steinbichler.
Bundesministerin für Gesundheit und Frauen Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc: Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Ich darf mich beim Kollegen Steinbichler offiziell hier für die gute Linzer Torte bedanken; die ist bereits vernichtet. Hier bleibt kein Lebensmittelabfall zurück, das kann ich Ihnen versichern. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Loacker. – Zwischenrufe des Abg. Steinbichler.) – Nein, nein, aber Spaß beiseite!
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Dietrich.
Ein zweites wichtiges Thema – und das wurde auch vom Kollegen Pirklhuber hier ganz kurz angeschnitten – ist die Gentechnikfreiheit. Das ist mir auch ein ganz wichtiges Anliegen. Es steht außer Zweifel, dass ich in diesem Bereich den Kurs meiner Vorgänger und Vorgängerinnen auf jeden Fall fortsetzen werde, nach dem Motto: Keine Gentechnik auf unseren Feldern! Dieser Kurs wird fortgesetzt und auch nicht geändert, das kann ich Ihnen hier und heute zusichern. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Dietrich.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Und sonst freue ich mich über eine breite Zustimmung zum vorliegenden LMSVG. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir geben diesem Gesetz unsere Zustimmung nicht – vor allem aber deswegen, weil die Berufsgruppen dieses Gesetz massiv kritisieren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin, Sie sind mit dem heutigen Tag 23 Tage im Amt. Sie haben Ihre fachliche und Ihre persönliche Kompetenz unter Beweis gestellt und bewiesen, dass Sie dieses Geschäft, wenn man es so sagen kann, auch verstehen und auch mit Herz bei dieser Ihrer Arbeit sind. Ich möchte Ihnen für die Zukunft alles Gute wünschen. Wir stehen an Ihrer Seite! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Wie gesagt: ein nicht optimal gelöstes Gesetz! Im Sinne der betroffenen Berufsgruppen hätte man da, glaube ich, eine eindeutig bessere Lösung finden können. Deshalb können wir dieses Mal leider nicht mitgehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir von der ÖVP werden dieser Gesetzesänderung gerne unsere Zustimmung geben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall der Abg. Dietrich.
Ich glaube, meine sehr geehrten Damen und Herren, wir müssen uns bei allen, die im Pflegebereich tätig sind, einmal ganz herzlich bedanken – aber auch bei den Familienmitgliedern der Betroffenen –, denn diese Menschen leisten Großartiges, und dafür gebührt ihnen großer Dank – auch von uns hier im Parlament! – Danke. (Beifall der Abg. Dietrich.)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinne: Wir stimmen dieser Änderung zu beziehungsweise – als Anmerkung fürs Protokoll – haben wir auch im Ausschuss zugestimmt! (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Wir haben gestern im Zuge des Deregulierungspakets auch beschlossen, dass Unternehmen online angemeldet werden können – in diesem Gesetz steht jetzt jedoch, dass die Anmeldung eigenhändig unterschrieben, „persönlich oder im Rahmen eines Onlineverfahrens mittels elektronischer Signatur“ erfolgen kann. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenrufe des Abg. Schopf.
Da haben die Vertreter der Gesundheitsberufe – einige von Ihnen werden das Schreiben auch bekommen haben – eingewendet, sie fürchten, dass sie von der Arbeiterkammer bürokratisiert werden und dann doch persönlich antanzen müssen, obwohl die Alternative des Onlineverfahrens vorgesehen ist. Wir werden da ein gestrenges Auge darauf haben, ob die unterbeschäftigten Mitarbeiter in der überbesetzten Arbeiterkammer ihre großzügig bemessene Arbeitszeit dazu nützen, die Angehörigen der Gesundheitsberufe zu schikanieren. (Zwischenrufe des Abg. Schopf.)
Beifall bei den NEOS.
Wir hätten jedenfalls einen größeren Schwerpunkt auf die elektronische Übermittlung gelegt und hoffen, dass sich diese Teilung in Selbständige und Unselbständige noch aufheben lässt. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
heute sicher wieder ein Stückchen weiter umgesetzt werden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Loacker.
Wir wissen aber gar nicht genau, wie die Leistungsdichte ist. Wir wissen zwar ziemlich genau, dass es 115 Millionen e-card-Kontakte bei Fachärzten und Hausärzten gibt, 65 Millionen davon bei Hausärzten, wir wissen, dass es etwa 2,8 Millionen Spitalsaufenthalte sind, wir wissen, dass es 15 Millionen Ambulanzkontakte gibt, aber wir wissen relativ wenig darüber, was Logopäden leisten – und sie leisten viel –, was MTAs leisten, was Physiotherapeuten leisten. Ich glaube, es ist wichtig, sie einmal vor den Vorhang zu holen und ihnen Danke zu sagen, denn sie sind ein Teil der österreichischen Gesundheitsversorgung; ein sehr, sehr wichtiger Teil, denn ohne sie wären wir nicht dort, wo wir sind. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne, glaube ich, ist das heutige Gesetz sehr, sehr wichtig. Wenn wir mehr über diese Berufe wissen, mehr in der Qualität, in der Fortbildung ordnen können, dann können wir auch besser planen – und planen heißt letztendlich auch, die Leistung dorthin zu bringen, wo sie hingehört, nämlich zum Bürger. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ, des Abg. Loacker und bei Abgeordneten des Teams Stronach
Man hat schon den Eindruck – und dieser Eindruck verfestigt sich immer mehr –, dass der Hauptverband eigentlich der Staat im Staat ist (Beifall bei der FPÖ, des Abg. Loacker und bei Abgeordneten des Teams Stronach), derjenige, der überhaupt bestimmt, was im Gesundheitssystem passieren soll – dieser Hauptverband in Person des Herrn Probst, mit Hilfe auch aus Ihrem Ministerium, Frau Minister; da gibt es so Sektionschefs, die eigentlich nichts anderes im Sinn haben, als dass sie den Ärztestand weghaben möchten und das Gesundheitssystem ändern wollen. Das ist Ihnen vollkommen egal.
Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach
Eines sage ich Ihnen: Es wird wahrscheinlich irgendwann keinen Hausarzt mehr geben, wenn wir so weitermachen. Es wird nicht einmal mehr ein Gangbett für jeden Patienten geben. Eines wird es aber weiterhin geben: Es wird den Hauptverband geben, den Palazzo Prozzo, in dem der Generalsekretär oder wer auch immer sitzt. Den wird es auch weiterhin geben (Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach), mit allen Privilegien, die dieser Hauptverband nämlich hat.
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dietrich
Man versucht, überall zu sparen, man versucht, bei den Patienten zu sparen, man versucht, bei den Ärzten zu sparen, man versucht, bei der Industrie einzusparen. Nur eines geht man nie an: Das Sparen bei sich selber, das Sparen im Hauptverband, das Sparen bei den Sozialversicherungen! Da wird nicht hingegriffen (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dietrich), denn da hängen Sie beide mit Ihren Politpensionären und mit den Personen, die Sie unterbringen müssen, drinnen, und es werden ja immer mehr. Sie hängen ja nur deswegen noch aneinander, weil Sie wissen, Sie müssen wieder ein paar Leute mehr in diesen Sozialversicherungsgebilden versorgen. Das ist auch einer der Gründe dafür, warum da nichts angegriffen wird und nichts geändert werden soll.
Beifall bei FPÖ und NEOS.
Meine Damen und Herren! Das ist unerträglich. Wir werden diesem Gesetz nicht zustimmen, erstens inhaltlich nicht, aber ich sage Ihnen auch, selbst wenn es das beste Gesetz der Welt wäre, täte ich mir schwer, dem zuzustimmen, denn die Vorgehensweise, die Sie hier heute an den Tag gelegt haben, ist wirklich ein Tiefpunkt des Parlamentarismus. Mitten in die Gesundheitsdebatte mit einem gesamtändernden Abänderungsantrag hereinzustolzieren, uns diesen hinzuknallen und zu sagen, so, jetzt habt ihr ihn, nehmt ihn oder nehmt ihn nicht, schaut, wie ihr damit weiterkommt – das ist kein Umgang und das ist keine Art. Und da kann man sich auch gar keine Zustimmung erwarten. (Beifall bei FPÖ und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher werden wir diesem Abänderungsantrag auch nicht unsere Zustimmung geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein. – Abg. Neubauer: ... ganz schlecht!
Ich möchte das ein bisschen anders darstellen. Wenn ich heute einen gesamtändernden Abänderungsantrag einbringe, dann muss ich dazusagen, gut Ding braucht eben Weile und vielleicht gute Nerven auch noch, denn es hat uns Nerven gekostet. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein. – Abg. Neubauer: ... ganz schlecht!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja keine Art!
Ich gebe Ihnen ja in einem recht: Fast 14 Monate haben der Hauptverband und die Pharmaindustrie verhandelt. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja keine Art!) Worum geht es eigentlich bei dem Ganzen? – Wir haben in Österreich bei innovativen Medikamenten sehr hohe Kosten (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Gestern haben Sie das nicht gewusst? Auf den letzten Drücker!), und diese Verhandlungsrunden der letzten Monate waren leider nicht von Erfolg gekrönt, weshalb wir von der Politik die Verhandlungsrunden an uns gezogen haben. Ich habe es bis heute selbst nicht geglaubt, dass wir doch noch eine Einigung erzielen können. Wir haben also bis zur letzten Minute verhandelt.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Gestern haben Sie das nicht gewusst? Auf den letzten Drücker!
Ich gebe Ihnen ja in einem recht: Fast 14 Monate haben der Hauptverband und die Pharmaindustrie verhandelt. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja keine Art!) Worum geht es eigentlich bei dem Ganzen? – Wir haben in Österreich bei innovativen Medikamenten sehr hohe Kosten (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Gestern haben Sie das nicht gewusst? Auf den letzten Drücker!), und diese Verhandlungsrunden der letzten Monate waren leider nicht von Erfolg gekrönt, weshalb wir von der Politik die Verhandlungsrunden an uns gezogen haben. Ich habe es bis heute selbst nicht geglaubt, dass wir doch noch eine Einigung erzielen können. Wir haben also bis zur letzten Minute verhandelt.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was hätten Sie denn gemacht, wenn ...?
Ich kann Ihnen beim besten Willen keinen Abänderungsantrag in die Hand drücken, der vorher noch nicht einmal ausverhandelt war. Da bitte ich schon auch um Verständnis. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was hätten Sie denn gemacht, wenn ...?)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: ... Sie den Hauptverband stärken!
Warum war die Lösung für uns insgesamt so wichtig? – Das liegt einfach darin, dass es oberste Priorität – und ich glaube, da sind wir uns alle einig – sein muss (Abg. Belakowitsch-Jenewein: ... Sie den Hauptverband stärken!), dass kranke Menschen in Österreich mit hochwertigen Medikamenten versorgt werden. Da sind wir Gott sei Dank eines der ersten Länder, in dem die Medikamente auf den Markt kommen. (Beifall der Abg. Heinisch-Hosek. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Fürs Protokoll: Nur eine Abgeordnete ...!)
Beifall der Abg. Heinisch-Hosek. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Fürs Protokoll: Nur eine Abgeordnete ...!
Warum war die Lösung für uns insgesamt so wichtig? – Das liegt einfach darin, dass es oberste Priorität – und ich glaube, da sind wir uns alle einig – sein muss (Abg. Belakowitsch-Jenewein: ... Sie den Hauptverband stärken!), dass kranke Menschen in Österreich mit hochwertigen Medikamenten versorgt werden. Da sind wir Gott sei Dank eines der ersten Länder, in dem die Medikamente auf den Markt kommen. (Beifall der Abg. Heinisch-Hosek. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Fürs Protokoll: Nur eine Abgeordnete ...!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Welch Überraschung!
Abschließend erlauben Sie mir auch noch, einigen Personen, die am Zustandekommen dieses Abänderungsantrags wesentlich beteiligt waren und deren Einsatz letztendlich heute von Erfolg gekrönt wird, Dank für das Engagement zu sagen, das sie in den letzten Tagen, Wochen und Monaten an den Tag gelegt haben. Weil ich gerade dort hinüberschaue: Danke an Sektionschef Clemens Auer (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Welch Überraschung!), an Nina Pfeffer und an Eva Wildfellner, die uns mit ihrem Know-how Tag und Nacht zur Seite gestanden sind. Danke auch – ich glaube,
in Richtung des Abg. Rasinger
Erwin (in Richtung des Abg. Rasinger), das darf ich auch in deinem Namen sagen – an unsere Klubmitarbeiterin Gabi Kotzegger und an Philipp Hartig. Ihr wart einfach spitze!
Beifall bei der SPÖ.
Und last but not least auch dir Danke, Erwin, denn ich weiß, was du klubintern mitgemacht hast. Danke! Da kann man wieder einmal sagen: Die Hartnäckigkeit hat sich in diesem Fall ausgezahlt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinne: Wir werden zustimmen, aber nicht leichten Herzens. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: So wie du! – Abg. Brosz: Eine praktisch saubere Vorgangsweise, oder?
Abgeordneter Dr. Erwin Rasinger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Hohes Haus! Lieber Kollege Öllinger, du solltest nicht mit Bauchweh zustimmen, du solltest aus vollem Herzen zustimmen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: So wie du! – Abg. Brosz: Eine praktisch saubere Vorgangsweise, oder?) – Moment!
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Und wir müssen es in ein paar Minuten verstehen! – Abg. Loacker: Die Selbstaufgabe des Parlaments ist das!
Zu der von dir eingeforderten Offenheit, Kollege Öllinger, zu der ich mich voll bekenne, kommt auch Fairness. Und die Fairness gebietet es, dass ich auch sage: Es war sehr, sehr spät, aber es war komplex. Es wurde 14 Monate lang verhandelt, und wir wollten das Ganze nicht scheitern lassen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Und wir müssen es in ein paar Minuten verstehen! – Abg. Loacker: Die Selbstaufgabe des Parlaments ist das!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Es wäre anders schöner gewesen, das sage ich: Mea culpa! – ich bin ja ein Teil dieses späten Antrages –, aber das ist, und das möchte ich schon auch sagen, ein wichtiger Antrag, und ich bin froh, dass er jetzt fertig geworden ist. Es ist das übrigens der zweite Erfolg der Frau Ministerin, denn die Kernspintomographie-Regelung ist auch ein toller Erfolg, finde ich. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Öllinger: Ich habe nichts gesagt!
Keine Frage!), und das ist halt nun einmal der Hauptverband, der nicht auf unendlichen Ressourcen sitzt (Abg. Öllinger: Ich habe nichts gesagt!), und das ist auch das Gesundheitsministerium, das da vermittelnd tätig sein muss.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bleibe bei meinem Lieblingsspruch von Schopenhauer: „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ – Und da hat uns die Pharmaindustrie in der Vergangenheit sehr geholfen, es haben aber auch der Hauptverband und die Krankenkassen sehr verantwortungsvoll gehandelt, und dafür möchte ich ihnen danken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei NEOS und FPÖ.
Gespart wird beim Patienten! – Dass Sie sich nicht genieren und sich bei den Patienten entschuldigen, sondern sich hier herstellen und das auch noch loben, das finde ich himmeltraurig. (Beifall bei NEOS und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Rasinger.
Das heißt, es ist keine Selbstverständlichkeit, und es ist eine große Verantwortung, die wir hier tragen, und wir müssen alles tun, um sicherzustellen, dass sich die Menschen in diesem Land auf dieses Gesundheitssystem verlassen können. Damit bin ich vor zwei Wochen auch hier im Parlament gestanden und habe gesagt: Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Rasinger.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ich dachte, das ist ein Initiativantrag, was hat das mit Ihrem Haus zu tun?!
Die Gespräche, die bis vor wenigen Stunden hier im Haus auf parlamentarischer Ebene stattgefunden haben, haben deshalb eine so wichtige und nachhaltige Bedeutung. Ich möchte hier auch meinen ganz persönlichen Dank den Verhandlern und meinem Haus sowie allen voran Erwin Spindelberger und Erwin Rasinger ausdrücken, die wirklich Großartiges geleistet haben, um diese Einigung letztlich zustande zu bringen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ich dachte, das ist ein Initiativantrag, was hat das mit Ihrem Haus zu tun?!) Ich hoffe im Sinne der Versorgungssicherheit mit innovativen, modernen Arzneimitteln auch in der Zukunft für die Menschen in Österreich auf eine breite Zustimmung zu diesem Antrag. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Gespräche, die bis vor wenigen Stunden hier im Haus auf parlamentarischer Ebene stattgefunden haben, haben deshalb eine so wichtige und nachhaltige Bedeutung. Ich möchte hier auch meinen ganz persönlichen Dank den Verhandlern und meinem Haus sowie allen voran Erwin Spindelberger und Erwin Rasinger ausdrücken, die wirklich Großartiges geleistet haben, um diese Einigung letztlich zustande zu bringen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ich dachte, das ist ein Initiativantrag, was hat das mit Ihrem Haus zu tun?!) Ich hoffe im Sinne der Versorgungssicherheit mit innovativen, modernen Arzneimitteln auch in der Zukunft für die Menschen in Österreich auf eine breite Zustimmung zu diesem Antrag. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was heißt „beleidigt“?
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Ich möchte mich absichtlich wiederholen, denn auch wenn die Opposition teilweise ein bisschen beleidigt tut (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was heißt „beleidigt“?), so stimmt sie dann hoffentlich doch zu. Einige jammern und wollen einfach nicht zur Kenntnis nehmen, dass es jetzt nach 14 Monaten, in denen keine Einigung möglich war, Abgeordnete dieses Hauses gemeinsam mit MitarbeiterInnen der Klubs und der Ressorts zustande gebracht haben, dass wir heute für die Patientinnen und Patienten diesen gesamtändernden Abänderungsantrag beschließen können. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sie finden das in Ordnung! Im Sozialismus macht man das so ... drüberfahren!) Da wir jetzt nicht noch einen Monat bis zur nächsten Plenarsitzung warten müssen, sollten Sie eigentlich, im Sinne derer, die hier die bestmögliche Versorgung in Österreich brauchen, nämlich der Patientinnen und Patienten, froh sein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Unheimlich, ...!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sie finden das in Ordnung! Im Sozialismus macht man das so ... drüberfahren!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Ich möchte mich absichtlich wiederholen, denn auch wenn die Opposition teilweise ein bisschen beleidigt tut (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was heißt „beleidigt“?), so stimmt sie dann hoffentlich doch zu. Einige jammern und wollen einfach nicht zur Kenntnis nehmen, dass es jetzt nach 14 Monaten, in denen keine Einigung möglich war, Abgeordnete dieses Hauses gemeinsam mit MitarbeiterInnen der Klubs und der Ressorts zustande gebracht haben, dass wir heute für die Patientinnen und Patienten diesen gesamtändernden Abänderungsantrag beschließen können. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sie finden das in Ordnung! Im Sozialismus macht man das so ... drüberfahren!) Da wir jetzt nicht noch einen Monat bis zur nächsten Plenarsitzung warten müssen, sollten Sie eigentlich, im Sinne derer, die hier die bestmögliche Versorgung in Österreich brauchen, nämlich der Patientinnen und Patienten, froh sein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Unheimlich, ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Unheimlich, ...!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Ich möchte mich absichtlich wiederholen, denn auch wenn die Opposition teilweise ein bisschen beleidigt tut (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was heißt „beleidigt“?), so stimmt sie dann hoffentlich doch zu. Einige jammern und wollen einfach nicht zur Kenntnis nehmen, dass es jetzt nach 14 Monaten, in denen keine Einigung möglich war, Abgeordnete dieses Hauses gemeinsam mit MitarbeiterInnen der Klubs und der Ressorts zustande gebracht haben, dass wir heute für die Patientinnen und Patienten diesen gesamtändernden Abänderungsantrag beschließen können. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sie finden das in Ordnung! Im Sozialismus macht man das so ... drüberfahren!) Da wir jetzt nicht noch einen Monat bis zur nächsten Plenarsitzung warten müssen, sollten Sie eigentlich, im Sinne derer, die hier die bestmögliche Versorgung in Österreich brauchen, nämlich der Patientinnen und Patienten, froh sein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Unheimlich, ...!)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, ich verstehe es nicht, ich kann es nicht nachvollziehen. Da sitzen Ärztinnen und Ärzte herinnen und beklagen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein), dass wir nicht über eine Sache gesprochen haben, die gut für die Patientinnen und Patienten ist. (Abg. Karlsböck: Darum geht es ja gar nicht! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Wir wollen transparent sein, wir wollen diese Preisregelung heute im Sinne der Patientinnen und Patienten beschließen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sie behaupten ...! Wir können das gar nicht überprüfen in der Zeit!) Wenn Sie nicht dabei sind, sind Sie nicht zum Wohle der Patientinnen und Patienten hier, das kann ich Ihnen auch sagen! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Wenn etwas besser statt schlechter wird, verstehe ich überhaupt nicht, warum man jammert. Ich verstehe nicht, warum man gegen eine Sache ist, die dieses Parlament lösen kann und heute mit diesem Beschluss auch lösen wird, warum man gegen so eine Versorgung, gegen diesen Erstattungskodex ist.
Abg. Karlsböck: Darum geht es ja gar nicht! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, ich verstehe es nicht, ich kann es nicht nachvollziehen. Da sitzen Ärztinnen und Ärzte herinnen und beklagen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein), dass wir nicht über eine Sache gesprochen haben, die gut für die Patientinnen und Patienten ist. (Abg. Karlsböck: Darum geht es ja gar nicht! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Wir wollen transparent sein, wir wollen diese Preisregelung heute im Sinne der Patientinnen und Patienten beschließen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sie behaupten ...! Wir können das gar nicht überprüfen in der Zeit!) Wenn Sie nicht dabei sind, sind Sie nicht zum Wohle der Patientinnen und Patienten hier, das kann ich Ihnen auch sagen! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Wenn etwas besser statt schlechter wird, verstehe ich überhaupt nicht, warum man jammert. Ich verstehe nicht, warum man gegen eine Sache ist, die dieses Parlament lösen kann und heute mit diesem Beschluss auch lösen wird, warum man gegen so eine Versorgung, gegen diesen Erstattungskodex ist.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sie behaupten ...! Wir können das gar nicht überprüfen in der Zeit!
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, ich verstehe es nicht, ich kann es nicht nachvollziehen. Da sitzen Ärztinnen und Ärzte herinnen und beklagen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein), dass wir nicht über eine Sache gesprochen haben, die gut für die Patientinnen und Patienten ist. (Abg. Karlsböck: Darum geht es ja gar nicht! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Wir wollen transparent sein, wir wollen diese Preisregelung heute im Sinne der Patientinnen und Patienten beschließen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sie behaupten ...! Wir können das gar nicht überprüfen in der Zeit!) Wenn Sie nicht dabei sind, sind Sie nicht zum Wohle der Patientinnen und Patienten hier, das kann ich Ihnen auch sagen! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Wenn etwas besser statt schlechter wird, verstehe ich überhaupt nicht, warum man jammert. Ich verstehe nicht, warum man gegen eine Sache ist, die dieses Parlament lösen kann und heute mit diesem Beschluss auch lösen wird, warum man gegen so eine Versorgung, gegen diesen Erstattungskodex ist.
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, ich verstehe es nicht, ich kann es nicht nachvollziehen. Da sitzen Ärztinnen und Ärzte herinnen und beklagen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein), dass wir nicht über eine Sache gesprochen haben, die gut für die Patientinnen und Patienten ist. (Abg. Karlsböck: Darum geht es ja gar nicht! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Wir wollen transparent sein, wir wollen diese Preisregelung heute im Sinne der Patientinnen und Patienten beschließen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sie behaupten ...! Wir können das gar nicht überprüfen in der Zeit!) Wenn Sie nicht dabei sind, sind Sie nicht zum Wohle der Patientinnen und Patienten hier, das kann ich Ihnen auch sagen! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Wenn etwas besser statt schlechter wird, verstehe ich überhaupt nicht, warum man jammert. Ich verstehe nicht, warum man gegen eine Sache ist, die dieses Parlament lösen kann und heute mit diesem Beschluss auch lösen wird, warum man gegen so eine Versorgung, gegen diesen Erstattungskodex ist.
Beifall bei der SPÖ.
die seit vielen Jahren in vielen Novellen verabschiedet wurden, und um ein Gesundheitssystem, das sich in einem Dreieck zwischen den Sozialversicherungsträgern, dem Bund und den Ländern weiterentwickelt, und es geht da nicht nur schrittweise, sondern mit Siebenmeilenstiefeln einiges weiter. – Vielen herzlichen Dank dafür. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie sind Arzt!
Abgeordneter Dr. Andreas F. Karlsböck (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Frau Kollegin Heinisch-Hosek, Herr Kollege Spindelberger (Abg. Heinisch-Hosek: Sie sind Arzt!), es ist die Vorgangsweise! Wir können den Inhalt bis dato gar nicht beurteilen (Abg. Heinisch-Hosek: Wir reden ja auch darüber!), vielleicht ist es gut. Sie sagen jetzt, es ist gut – ich weiß das nicht. Ich habe mich nicht einlesen können. Während der Debatte kommt ein angeblich so wichtiges Dokument auf die Tagesordnung, das ist einfach eine schlechte politische parlamentarische Usance. – Das ist der erste Punkt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: ... Zeit für die Patienten!)
Abg. Heinisch-Hosek: Wir reden ja auch darüber!
Abgeordneter Dr. Andreas F. Karlsböck (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Frau Kollegin Heinisch-Hosek, Herr Kollege Spindelberger (Abg. Heinisch-Hosek: Sie sind Arzt!), es ist die Vorgangsweise! Wir können den Inhalt bis dato gar nicht beurteilen (Abg. Heinisch-Hosek: Wir reden ja auch darüber!), vielleicht ist es gut. Sie sagen jetzt, es ist gut – ich weiß das nicht. Ich habe mich nicht einlesen können. Während der Debatte kommt ein angeblich so wichtiges Dokument auf die Tagesordnung, das ist einfach eine schlechte politische parlamentarische Usance. – Das ist der erste Punkt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: ... Zeit für die Patienten!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: ... Zeit für die Patienten!
Abgeordneter Dr. Andreas F. Karlsböck (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Frau Kollegin Heinisch-Hosek, Herr Kollege Spindelberger (Abg. Heinisch-Hosek: Sie sind Arzt!), es ist die Vorgangsweise! Wir können den Inhalt bis dato gar nicht beurteilen (Abg. Heinisch-Hosek: Wir reden ja auch darüber!), vielleicht ist es gut. Sie sagen jetzt, es ist gut – ich weiß das nicht. Ich habe mich nicht einlesen können. Während der Debatte kommt ein angeblich so wichtiges Dokument auf die Tagesordnung, das ist einfach eine schlechte politische parlamentarische Usance. – Das ist der erste Punkt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: ... Zeit für die Patienten!)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Loacker und Dietrich.
Der zweiter Punkt – es ist jetzt schon etwas dazu gesagt worden, ich möchte das nur als Schlagwort sagen –: Die Rechtssicherheit in einem Bereich hat auch für die Pharmawirtschaft zu gelten! Den Übergang von einer sogenannten marktwirtschaftlichen Situation in ein immer mehr planwirtschaftliches System bei der Medikamentenbewirtschaftung soll Ihnen jemand von der ÖVP von der Wirtschaftskammer erklären, wobei jetzt niemand da sitzt, obwohl das Thema so wichtig ist. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Loacker und Dietrich.) Trotzdem muss gesagt werden, dass das ein wirklich bedenklicher Vorgang ist. Das passt aber ins Bild hinein, denn das ist die eine Geschichte, die jetzt passiert ist.
Beifall des Abg. Franz.
Die zweite Geschichte, die uns auch ein bisschen aufstößt, ist auch ein vermeintlicher Erfolg, so wird es zumindest verkauft, nämlich die Wartezeiten bei MRT und CT. Ja, es ist ein Erfolg, wenn man die Überschrift liest, nur wenn man ein bisschen ins Detail geht, wird man merken, dass es ganz anders ist, als es uns verkauft wird, weil diese ganze Thematik und all die Paragrafen erst mit 1. Jänner 2018 in Kraft treten werden und uns bis dato niemand sagt, was in der Zwischenzeit passieren wird. (Beifall des Abg. Franz.) Vielleicht wird sich die Wartezeit abbauen, vielleicht auch nicht. Wir müssen keine Argumente austauschen, warum die Wartezeiten in diesem Bereich so katastrophal sind, nicht nur in der akuten Versorgung, sondern auch in der Nachsorge und vieles mehr. Also bis dato gibt es da keinen Erfolg, der Erfolg wird sich vielleicht ab 1. Jänner 2018 einstellen.
Beifall bei der FPÖ.
Frau Minister, deswegen haben wir Ihnen ja, als Sie Ihr Amt angetreten haben, gesagt, dass wir Ihnen im Vorfeld einmal zutrauen, dass Sie abseits dieses Systems einen frischen Wind hereinlassen werden. Wir hoffen immer noch darauf, weil die Zeit bis dato zu kurz war, aber diese drei Dinge, die wir hier heute vorgelegt bekommen haben und auch besprechen, vermitteln momentan leider ein anderes Bild. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist ein Bündel von Maßnahmen, das mit dieser Änderung beschlossen wird. Es sind sinnvolle Maßnahmen, und im Vorfeld konnte dazu auch parteiübergreifend Konsens erzielt werden. Ich bitte Sie um Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Das ist überlaufen!
Ein PHC gibt es auf der Mariahilfer Straße. (Abg. Öllinger: Das ist überlaufen!) – Ja. Und wo ist das zweite PHC? – Das ist beim SMZ Ost in der Donaustadt, und das will einfach niemand. Dort subventionieren Sie – drei Mal haben Sie es schon ausgeschrieben –, man bekommt 220 000 € im Jahr, und niemand nimmt es. Das hat es in Wien überhaupt noch nicht gegeben, dass jemand eine Subvention nicht nimmt. Es gibt in diesem Bereich ein Chaos. Schauen Sie sich das an! Anstatt zu finanzieren, möchten Sie jetzt PHCs implementieren, und zwar nicht nur in Wien, sondern überall.
Abg. Yılmaz: Herr Lasar, ...!
Und was ist das Üble daran? – Das Üble daran ist, dass so der Hausarzt sukzessive aussterben wird. Da können Sie sagen und tun, was Sie wollen, so wird es passieren. Sie wissen ganz genau: Ein PHC mit drei Ärzten bedeutet das Aus für drei Hausärzte oder drei niedergelassene Ärzte. Wien braucht unbedingt ein Minimum an 300 niedergelassenen Ärzten. Warum? (Abg. Yılmaz: Herr Lasar, ...!) – Das stimmt schon! Sagen Sie nicht immer Nein! Das ganze Chaos haben ja Sie verursacht, und Sie sagen noch immer Nein. Sie wissen ganz genau, dass das stimmt. (Abg. Yılmaz: Ich weiß ganz genau ...!) Warum brauchen wir das? Hätten wir heute mehr Hausärzte, und die Ärzte könnten auch Ärzte anstellen, dann würde man die Ambulanzen damit entlasten. Wenn Hausärzte Ärzte anstellen können, dann heißt das nichts anderes, als dass man auch die Öffnungszeiten ausdehnen könnte, also bis 20 Uhr oder 21 Uhr von Montag bis Samstag. Das könnte man auch individuell bestimmen. Was würde dann passieren? – Man würde damit natürlich die Ambulanzen, die ja am teuersten sind, entlasten, und das wäre ein Riesenvorteil.
Abg. Yılmaz: Ich weiß ganz genau ...!
Und was ist das Üble daran? – Das Üble daran ist, dass so der Hausarzt sukzessive aussterben wird. Da können Sie sagen und tun, was Sie wollen, so wird es passieren. Sie wissen ganz genau: Ein PHC mit drei Ärzten bedeutet das Aus für drei Hausärzte oder drei niedergelassene Ärzte. Wien braucht unbedingt ein Minimum an 300 niedergelassenen Ärzten. Warum? (Abg. Yılmaz: Herr Lasar, ...!) – Das stimmt schon! Sagen Sie nicht immer Nein! Das ganze Chaos haben ja Sie verursacht, und Sie sagen noch immer Nein. Sie wissen ganz genau, dass das stimmt. (Abg. Yılmaz: Ich weiß ganz genau ...!) Warum brauchen wir das? Hätten wir heute mehr Hausärzte, und die Ärzte könnten auch Ärzte anstellen, dann würde man die Ambulanzen damit entlasten. Wenn Hausärzte Ärzte anstellen können, dann heißt das nichts anderes, als dass man auch die Öffnungszeiten ausdehnen könnte, also bis 20 Uhr oder 21 Uhr von Montag bis Samstag. Das könnte man auch individuell bestimmen. Was würde dann passieren? – Man würde damit natürlich die Ambulanzen, die ja am teuersten sind, entlasten, und das wäre ein Riesenvorteil.
Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Aber was machen Sie? – Sie sind auch nicht alleine schuld, ich sage nur, das mit den PHCs ist der Eckpunkt. Das kann man den Patienten einfach nicht zumuten, nicht in Österreich und vor allem nicht in Wien. Wien ist eine Weltstadt, damit argumentieren die Sozialisten ja immer. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Es leben bald über 2 Millionen Menschen hier. Und was ist das Problem? – Wir haben ein Gesundheitssystem, das maximal 1 Million bis 1,2 Millionen Menschen trägt. Sie haben hier kein Gesundheitssystem mehr, und wenn Sie so weiterwurschteln, werden Sie noch ein größeres Problem haben – denken Sie nur an das Krankenhaus Nord (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Yılmaz), das wird überhaupt nicht mehr fertig. Das ist aber auch nicht Ihr Problem, Frau Bundesminister, das ist ein reines Wiener-Chaos-Problem.
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Yılmaz
Aber was machen Sie? – Sie sind auch nicht alleine schuld, ich sage nur, das mit den PHCs ist der Eckpunkt. Das kann man den Patienten einfach nicht zumuten, nicht in Österreich und vor allem nicht in Wien. Wien ist eine Weltstadt, damit argumentieren die Sozialisten ja immer. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Es leben bald über 2 Millionen Menschen hier. Und was ist das Problem? – Wir haben ein Gesundheitssystem, das maximal 1 Million bis 1,2 Millionen Menschen trägt. Sie haben hier kein Gesundheitssystem mehr, und wenn Sie so weiterwurschteln, werden Sie noch ein größeres Problem haben – denken Sie nur an das Krankenhaus Nord (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Yılmaz), das wird überhaupt nicht mehr fertig. Das ist aber auch nicht Ihr Problem, Frau Bundesminister, das ist ein reines Wiener-Chaos-Problem.
Abg. Heinisch-Hosek: Wir machen beides!
Ich sage es Ihnen noch einmal: bitte keine PHCs! Werten Sie den Hausarzt auf! Sprechen Sie mit den Kassen, das wäre einmal ganz, ganz wichtig! (Abg. Heinisch-Hosek: Wir machen beides!) – Gar nichts machen Sie in Wien! (Abg. Heinisch-Hosek: Na freilich!) – Frau ehemalige Minister, nichts machen Sie, sonst hätten Sie nicht so ein Chaos (Abg. Heinisch-Hosek: ... auf Schiene!), dass Kinder oft in den Ambulanzen in der Donaustadt 20 Stunden warten müssen. Das ist Ihre Gesundheitspolitik in Wien. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist Ihre Politik, und noch immer sehen
Abg. Heinisch-Hosek: Na freilich!
Ich sage es Ihnen noch einmal: bitte keine PHCs! Werten Sie den Hausarzt auf! Sprechen Sie mit den Kassen, das wäre einmal ganz, ganz wichtig! (Abg. Heinisch-Hosek: Wir machen beides!) – Gar nichts machen Sie in Wien! (Abg. Heinisch-Hosek: Na freilich!) – Frau ehemalige Minister, nichts machen Sie, sonst hätten Sie nicht so ein Chaos (Abg. Heinisch-Hosek: ... auf Schiene!), dass Kinder oft in den Ambulanzen in der Donaustadt 20 Stunden warten müssen. Das ist Ihre Gesundheitspolitik in Wien. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist Ihre Politik, und noch immer sehen
Abg. Heinisch-Hosek: ... auf Schiene!
Ich sage es Ihnen noch einmal: bitte keine PHCs! Werten Sie den Hausarzt auf! Sprechen Sie mit den Kassen, das wäre einmal ganz, ganz wichtig! (Abg. Heinisch-Hosek: Wir machen beides!) – Gar nichts machen Sie in Wien! (Abg. Heinisch-Hosek: Na freilich!) – Frau ehemalige Minister, nichts machen Sie, sonst hätten Sie nicht so ein Chaos (Abg. Heinisch-Hosek: ... auf Schiene!), dass Kinder oft in den Ambulanzen in der Donaustadt 20 Stunden warten müssen. Das ist Ihre Gesundheitspolitik in Wien. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist Ihre Politik, und noch immer sehen
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage es Ihnen noch einmal: bitte keine PHCs! Werten Sie den Hausarzt auf! Sprechen Sie mit den Kassen, das wäre einmal ganz, ganz wichtig! (Abg. Heinisch-Hosek: Wir machen beides!) – Gar nichts machen Sie in Wien! (Abg. Heinisch-Hosek: Na freilich!) – Frau ehemalige Minister, nichts machen Sie, sonst hätten Sie nicht so ein Chaos (Abg. Heinisch-Hosek: ... auf Schiene!), dass Kinder oft in den Ambulanzen in der Donaustadt 20 Stunden warten müssen. Das ist Ihre Gesundheitspolitik in Wien. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist Ihre Politik, und noch immer sehen
Abg. Heinisch-Hosek: Hängen Sie sich nicht so rein!
Sie es nicht ein. Das ist ja das Problem bei Ihnen, Sie wollen es nicht sehen. Das ist das Problem, das Sie in Wien haben. Jetzt haben Sie die Stadträtin schon rausgeschmissen, den Janßen haben Sie rausgeschmissen (Abg. Heinisch-Hosek: Hängen Sie sich nicht so rein!), jetzt kommt die neue Stadträtin dazu, die kennt sich mit dem Problem überhaupt nicht aus. (Abg. Heinisch-Hosek: Die Gesundheitsreform ist auf dem besten Weg!) – Ja, aber es stimmt! Hören Sie bitte mit Ihrer Schönrederei auf!
Abg. Heinisch-Hosek: Die Gesundheitsreform ist auf dem besten Weg!
Sie es nicht ein. Das ist ja das Problem bei Ihnen, Sie wollen es nicht sehen. Das ist das Problem, das Sie in Wien haben. Jetzt haben Sie die Stadträtin schon rausgeschmissen, den Janßen haben Sie rausgeschmissen (Abg. Heinisch-Hosek: Hängen Sie sich nicht so rein!), jetzt kommt die neue Stadträtin dazu, die kennt sich mit dem Problem überhaupt nicht aus. (Abg. Heinisch-Hosek: Die Gesundheitsreform ist auf dem besten Weg!) – Ja, aber es stimmt! Hören Sie bitte mit Ihrer Schönrederei auf!
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Franz.
Ich kann nur eines sagen, Frau Bundesminister: Finanzierung aus einer Hand und die Kassen zusammenlegen, das wäre ein Anfang, damit man eine wirklich effiziente Gesundheitspolitik, vor allem für die Patienten, machen kann. Alles andere können Sie vergessen! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Franz.)
Beifall des Abg. Doppler.
Warum ist dieser Antrag so berechtigt? – Wir haben dazu heute schon einiges gehört. Für die Bürger ist es wichtig, zu wissen, dass wir nichts wissen. Es ist nichts so intransparent in Österreich wie das Gesundheitssystem beziehungsweise seine Finanzierung. (Beifall des Abg. Doppler.)
Abg. Öllinger – auf Bundesministerin Rendi-Wagner deutend –: Da! Sie ist eh da!
Und wer weiß neben dem Patienten am allerbesten, was hilft? – Natürlich die Ärzteschaft! Wo ist die Ärzteschaft am geringsten vertreten? – In den diversen Gremien im österreichischen Gesundheitssystem! Da ist die Forderung zu stellen, viel mehr tätige Ärzte hineinzubringen (Abg. Öllinger – auf Bundesministerin Rendi-Wagner deutend –: Da! Sie ist eh da!), den Ärzten viel mehr Möglichkeiten zu eröffnen, mitzureden, den in der Praxis tätigen Ärzten, die Patienten tagtäglich behandeln, nicht nur dem Kollegen Rasinger und Dr. Karlsböck und mir, sondern wir brauchen in den Gremien viel mehr Ärzte, die tätig sind, ihr Know-how und ihre Expertise einbringen und mitentscheiden.
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Doppler.
Wie kann man das dem österreichischen Patienten, dem österreichischen Beitrags- und Steuerzahler, jemals klarmachen? – Da erwarte ich mir einmal ein klares Statement der Regierung. Da muss man sich hinstellen und sagen: Okay, uns ist die Migration wichtiger als die Gesundheit der österreichischen Patienten! – Wenn das die Meinung der Regierung ist, dann muss sie das auch vertreten und nicht hintenherum komische Deals ausmachen, die dem Patienten letztendlich nicht zugutekommen, weil eine Benachteiligung der Österreicher und Österreicherinnen vorherrscht. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Doppler.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die sind ja nicht unabhängig!
Ich setze darauf große Hoffnungen, auch wenn da viel Kritik geäußert wurde, weil die London School of Economics die Durchführung dieser Studie übernommen hat. Das macht nichts, das können sich ruhig einmal unabhängige Ausländer anschauen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die sind ja nicht unabhängig!) Wir sind aber sehr gespannt, wann diese Daten endlich an die Öffentlichkeit kommen, und vor allem sind wir gespannt, was wir dann mit diesen Daten machen, denn wir müssen uns schon überlegen, ganz ins Grundsätzliche zu gehen: Wie finanzieren wir das österreichische Gesundheitssystem? Machen wir das über Steuern, oder machen wir es weiter über Beiträge? Oder bleiben wir bei einem Mixsystem, wie wir es jetzt haben? – Jetzt gibt es Beiträge eher im ambulanten Bereich, Steuern eher im stationären Bereich, und daraus resultiert ein Mischsystem.
Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren! Das ist eine ganz wichtige, essenzielle Frage, und ich weiß nicht, ob diese von Engländern ausreichend behandelt wird, die ja davon ausgehen, dass es ein rein steuerfinanziertes Gesundheitssystem gibt; in England ist das so. (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.)
Ruf bei der SPÖ: Bitte sehr!
Eine Besserstellung von Häftlingen gegenüber den Leistungen der Sozialversicherungsträger erscheint nicht nachvollziehbar, sodass eine Änderung dringend erforderlich ist. – Danke. (Ruf bei der SPÖ: Bitte sehr!)
Beifall bei der ÖVP.
Alles in allem ist das ein wichtiger Vertrag, der die Sicherheit im Dreiländereck verbessern wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Nach fast zwei Jahrzehnten kann diese trilaterale grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Sicherheits- und Zollbehörden aus der Schweiz, Liechtenstein und Österreich zu Recht als Erfolg bezeichnet werden. Und mit der Aktualisierung und Weiterentwicklung der entsprechenden Verträge ist der Weg für die erfolgreiche polizeiliche Zusammenarbeit auch für die nächsten Jahre und Jahrzehnte, wie ich meine, gesichert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Fraktion stimmt daher diesem Abkommen gerne zu. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Jetzt müssen wir unterscheiden: Im Islam haben wir zwei Gegebenheiten: die religiöse Gegebenheit und die politische Gegebenheit. In der politischen Gegebenheit sind wir weit von unseren Verfassungsgesetzen entfernt, und wir müssen aufpassen, dass jene extremen Muslime, die nicht bereit sind, unsere Verfassungsgesetze einzuhalten, nicht auch noch die Staatsbürgerschaft bekommen. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.)
Zwischenruf des Abg. El Habbassi
Sehr geehrter Herr Innenminister! In diesem Fall gilt es die Menschenrechte für uns Österreicher zu wahren, damit wir nämlich nicht von anderen übervolkt werden (Zwischenruf des Abg. El Habbassi), die unsere Werte, die lange von uns erarbeitet werden mussten und viel Blut, Schweiß und Tränen gekostet haben, nicht anerkennen. Unsere Demokratie muss uns ein Heiligtum sein! Wir sehen, was in der Türkei passiert, und das will ich nicht nach Österreich projiziert haben. Wenn wir da nicht wirklich Handlungen setzen, die dazu angetan sind, dann, glaube ich, wird in Zukunft mein Spruch nicht mehr gelten, der da heißt: Heimat ist dort, wo ich zu Hause bin, und dort, wo ich zu Hause bin, soll auch meine Heimat bleiben. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Sehr geehrter Herr Innenminister! In diesem Fall gilt es die Menschenrechte für uns Österreicher zu wahren, damit wir nämlich nicht von anderen übervolkt werden (Zwischenruf des Abg. El Habbassi), die unsere Werte, die lange von uns erarbeitet werden mussten und viel Blut, Schweiß und Tränen gekostet haben, nicht anerkennen. Unsere Demokratie muss uns ein Heiligtum sein! Wir sehen, was in der Türkei passiert, und das will ich nicht nach Österreich projiziert haben. Wenn wir da nicht wirklich Handlungen setzen, die dazu angetan sind, dann, glaube ich, wird in Zukunft mein Spruch nicht mehr gelten, der da heißt: Heimat ist dort, wo ich zu Hause bin, und dort, wo ich zu Hause bin, soll auch meine Heimat bleiben. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.)
Abg. Jarolim: Nein, ich glaube, das ist viel zu schade!
Abgeordneter Franz Kirchgatterer (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister! Auf meinen Vorgänger könnte man die ganze Redezeit verwenden. (Abg. Jarolim: Nein, ich glaube, das ist viel zu schade!) Ich werde mich ganz begrenzt nur auf einen Tagesordnungspunkt, und zwar auf den Tagesord-
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, ich komme zum Schluss: Ruhe war zu Zeiten Metternichs die erste Bürgerpflicht, doch heute, denke ich, bringt uns eine lebendige Demokratie nach vorne. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Klinger.
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Zuerst vielleicht noch einen Satz zu Ihnen, Herr Abgeordneter Klinger: Ob Sie von der Übervolkung oder von der Umvolkung sprechen, es ist immer das Gleiche. Sie wissen genau, dass Sie damit bewusst provozieren und dass Sie bewusst historisch belastete Begriffe verwenden. (Zwischenruf des Abg. Klinger.) – Es sollte Ihnen bekannt sein, dass der Begriff Umvolkung historisch belastet ist, und weil Sie diesen Begriff nicht verwenden wollen, reden Sie von Übervolkung.
Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP, NEOS und Team Stronach.
Diese Diktion hat im österreichischen Parlament nichts verloren, das sei Ihnen gesagt! (Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP, NEOS und Team Stronach.)
Ruf bei der ÖVP: Na, na, na!
Ich möchte zu zwei Anträgen sprechen: Der eine Antrag beschäftigt sich mit Herrn Innenminister Sobotka, wir haben im Menschenrechtsausschuss schon darüber diskutiert. Der Herr Innenminister zeichnet sich dadurch aus – ich sage es jetzt einmal freundlich –, dass er ein sehr impulsiver Ideengeber ist oder, anders formuliert, dass er sehr schnell mit einer Idee da ist, die sich nachher sehr schnell als verfassungswidrig herausstellt. (Ruf bei der ÖVP: Na, na, na!) Es gibt eine Vielzahl an Beispielen.
Abg. Rädler: Gibt’s was zu verbergen?
Zweiter Punkt, der auch immer wieder kommt: der Zugriff auf gespeicherte Bilddaten, also auf die Videoüberwachung von Unternehmen im öffentlichen Nahbereich. Dabei geht es um die ASFINAG-Kameras. Ja, die ASFINAG-Kameras speichern mit, aber sie speichern zu einem einzigen Zweck mit, nämlich um Verkehrssünder ausfindig zu machen. Es gibt ein Urteil im Zusammenhang mit dem Kaisermühlentunnel, das relativ klar besagt: Die ASFINAG darf speichern. Überschreitet jemand die Geschwindigkeit, so wird er abgestraft, aber für alle anderen ist zu löschen! Das heißt, es darf weder der Innenminister noch sonst jemand auf diese Daten zugreifen, weil die ASFINAG verfassungsrechtlich verpflichtet ist, diese Daten zu löschen. (Abg. Rädler: Gibt’s was zu verbergen?) – Es gibt natürlich etwas zu verbergen, nämlich die Privatsphäre! Die Privatsphäre ist ein Grundrecht, das jeder Bürger und jede Bürgerin in diesem Staat genießt, egal, ob sie etwas gemacht haben oder nicht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS.
Zweiter Punkt, der auch immer wieder kommt: der Zugriff auf gespeicherte Bilddaten, also auf die Videoüberwachung von Unternehmen im öffentlichen Nahbereich. Dabei geht es um die ASFINAG-Kameras. Ja, die ASFINAG-Kameras speichern mit, aber sie speichern zu einem einzigen Zweck mit, nämlich um Verkehrssünder ausfindig zu machen. Es gibt ein Urteil im Zusammenhang mit dem Kaisermühlentunnel, das relativ klar besagt: Die ASFINAG darf speichern. Überschreitet jemand die Geschwindigkeit, so wird er abgestraft, aber für alle anderen ist zu löschen! Das heißt, es darf weder der Innenminister noch sonst jemand auf diese Daten zugreifen, weil die ASFINAG verfassungsrechtlich verpflichtet ist, diese Daten zu löschen. (Abg. Rädler: Gibt’s was zu verbergen?) – Es gibt natürlich etwas zu verbergen, nämlich die Privatsphäre! Die Privatsphäre ist ein Grundrecht, das jeder Bürger und jede Bürgerin in diesem Staat genießt, egal, ob sie etwas gemacht haben oder nicht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Sieber.
Nun haben wir einen konstruktiven Vorschlag gemacht, nämlich dass der Herr Innenminister, wenn er impulsive Ideen hat, sich vorher kundig machen soll, wie es um die Grund- und Verfassungsrechte steht, und sich allenfalls Rat und Tat zur Seite holt. Konstruktiv ist das deshalb, weil wir auch einen Misstrauensantrag hätten stellen können, aber das finde ich ein bisschen einfach. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Sieber.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Scherak.
Daher stellen wir den Antrag, dass dieser Vertrag gekündigt und neu aufgesetzt wird. Wir sind damit nicht allein, auch der Rechnungshof hat bereits diesen Vertrag mit dem privaten Dienstleister in der Luft zerrissen und übt scharfe Kritik sowohl bei der Projektplanung, bei der Vergabe als auch bei der Risikoeinschätzung dieses Schubhaftzentrums. Daher beantragen wir, dass dieser Vertrag gekündigt und neu verhandelt wird. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei der ÖVP.
lung des Innenministers ist eine ganz andere. Er ist ein feinsinniger und kultivierter Mensch und einer, der gleichzeitig mit beiden Beinen in der Realität steht. (Beifall bei der ÖVP.) Und das ist gerade in einer Zeit, in der wir innenpolitisch und außenpolitisch schwierige Zeiten durchleben, für dieses Land ganz besonders wichtig. Er ist einer, der absolut die Balance hält. (Zwischenruf der Abg. Moser.)
Zwischenruf der Abg. Moser.
lung des Innenministers ist eine ganz andere. Er ist ein feinsinniger und kultivierter Mensch und einer, der gleichzeitig mit beiden Beinen in der Realität steht. (Beifall bei der ÖVP.) Und das ist gerade in einer Zeit, in der wir innenpolitisch und außenpolitisch schwierige Zeiten durchleben, für dieses Land ganz besonders wichtig. Er ist einer, der absolut die Balance hält. (Zwischenruf der Abg. Moser.)
Abg. Moser: Wir haben innovativ ...!
Das, was die Grünen hier machen, ist, über den Umweg der Stillosigkeit die politische Auseinandersetzung mit einem ausgezeichneten Innenminister zu führen. (Abg. Moser: Wir haben innovativ ...!) Wenn Sie öfters Fußball schauen, dann gibt es dazwischen die Einschaltung: Respekt, und das erwarten wir auch von den Grünen, denn auf diese Art zeigen Sie eine Respektlosigkeit gegenüber einem ausgezeichneten Minister. Das zeigt viel mehr den Neid der Besitzlosen als alles andere. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Lichtenecker und Moser.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Lichtenecker und Moser.
Das, was die Grünen hier machen, ist, über den Umweg der Stillosigkeit die politische Auseinandersetzung mit einem ausgezeichneten Innenminister zu führen. (Abg. Moser: Wir haben innovativ ...!) Wenn Sie öfters Fußball schauen, dann gibt es dazwischen die Einschaltung: Respekt, und das erwarten wir auch von den Grünen, denn auf diese Art zeigen Sie eine Respektlosigkeit gegenüber einem ausgezeichneten Minister. Das zeigt viel mehr den Neid der Besitzlosen als alles andere. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Lichtenecker und Moser.)
Abg. Steinhauser: Ich habe drei Beispiele gebracht! Drei Beispiele!
Sie sollten sich überlegen, die inhaltliche Auseinandersetzung zu führen. Führen wir die inhaltliche Auseinandersetzung! (Abg. Steinhauser: Ich habe drei Beispiele gebracht! Drei Beispiele!) Wenn Sie der Ansicht sind, dass ein Gesetz verfassungswidrig ist, dann führen wir hier die Auseinandersetzung auf jeder einzelnen Ebene, aber versuchen Sie nicht, den politischen Gegner in einem totalitären Anspruch, in einem Absolutheitsanspruch zu erziehen! (Abg. Steinhauser: Drei Beispiele!) Das ist nicht der Stil, den wir führen. Wir führen ihn über den Respekt und die inhaltliche Auseinandersetzung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steinhauser: Drei Beispiele!
Sie sollten sich überlegen, die inhaltliche Auseinandersetzung zu führen. Führen wir die inhaltliche Auseinandersetzung! (Abg. Steinhauser: Ich habe drei Beispiele gebracht! Drei Beispiele!) Wenn Sie der Ansicht sind, dass ein Gesetz verfassungswidrig ist, dann führen wir hier die Auseinandersetzung auf jeder einzelnen Ebene, aber versuchen Sie nicht, den politischen Gegner in einem totalitären Anspruch, in einem Absolutheitsanspruch zu erziehen! (Abg. Steinhauser: Drei Beispiele!) Das ist nicht der Stil, den wir führen. Wir führen ihn über den Respekt und die inhaltliche Auseinandersetzung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie sollten sich überlegen, die inhaltliche Auseinandersetzung zu führen. Führen wir die inhaltliche Auseinandersetzung! (Abg. Steinhauser: Ich habe drei Beispiele gebracht! Drei Beispiele!) Wenn Sie der Ansicht sind, dass ein Gesetz verfassungswidrig ist, dann führen wir hier die Auseinandersetzung auf jeder einzelnen Ebene, aber versuchen Sie nicht, den politischen Gegner in einem totalitären Anspruch, in einem Absolutheitsanspruch zu erziehen! (Abg. Steinhauser: Drei Beispiele!) Das ist nicht der Stil, den wir führen. Wir führen ihn über den Respekt und die inhaltliche Auseinandersetzung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Frau Abgeordnete Dr. Moser, für die Scheibenwischerbewegung erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Heiterkeit bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Vetter.
Abgeordneter Dr. Nikolaus Scherak (NEOS): Herr Präsident! Herr Innenminister! Herr Kollege Vetter, das hat auch schon einmal anders geklungen, als du noch in Opposition saßt, aber so schnell geht das. Es waren, glaube ich, sogar dem Innenminister diese übertriebenen Lob- und Liebesbekundungen ein bisschen peinlich. (Zwischenruf des Abg. Vetter.) Unabhängig davon, ob man diese teilt, war es einigermaßen befremdlich, vor allem wenn du die inhaltliche Auseinandersetzung einmahnst und inhaltlich nichts sagst, sondern nur deine Liebe zum Innenminister gestehst. (Beifall bei den NEOS.) Das freut mich für Sie beide, es war einigermaßen komisch – aber es ist ein interessanter Tag heute, das muss man schon dazusagen.
Beifall bei den NEOS.
Abgeordneter Dr. Nikolaus Scherak (NEOS): Herr Präsident! Herr Innenminister! Herr Kollege Vetter, das hat auch schon einmal anders geklungen, als du noch in Opposition saßt, aber so schnell geht das. Es waren, glaube ich, sogar dem Innenminister diese übertriebenen Lob- und Liebesbekundungen ein bisschen peinlich. (Zwischenruf des Abg. Vetter.) Unabhängig davon, ob man diese teilt, war es einigermaßen befremdlich, vor allem wenn du die inhaltliche Auseinandersetzung einmahnst und inhaltlich nichts sagst, sondern nur deine Liebe zum Innenminister gestehst. (Beifall bei den NEOS.) Das freut mich für Sie beide, es war einigermaßen komisch – aber es ist ein interessanter Tag heute, das muss man schon dazusagen.
Abg. Rädler: Zur Sache!
Die Grünen haben dazu einen Antrag gestellt, dem wir so auch nicht zustimmen, weil wir nicht der Meinung sind, dass man überhaupt keine privaten Dienstleister in so einem Schubhaftzentrum haben darf. Es gibt sicher Sachen, die man mit privaten Dienstleistern machen kann. Wir haben einen ähnlichen Antrag im Innenausschuss, da werden wir sicher noch einmal darüber diskutieren, und ich bin gespannt, ob es Ihnen dann weiterhin egal sein wird, dass wir 400 000 € jedes Monat zum Fenster hinauswerfen. Mich würde das einigermaßen irritieren; wieso Sie das nicht stört, ist nicht nachvollziehbar. (Abg. Rädler: Zur Sache!) – Bitte, Herr Kollege Rädler? (Abg. Rädler: Zur Sache!) – Zur Sache? Herr Kollege Rädler, dass Sie schon wieder nicht mitbekommen, worüber wir hier jetzt reden, das ist Ihr eigenes Problem! (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Abg. Rädler: Zur Sache!
Die Grünen haben dazu einen Antrag gestellt, dem wir so auch nicht zustimmen, weil wir nicht der Meinung sind, dass man überhaupt keine privaten Dienstleister in so einem Schubhaftzentrum haben darf. Es gibt sicher Sachen, die man mit privaten Dienstleistern machen kann. Wir haben einen ähnlichen Antrag im Innenausschuss, da werden wir sicher noch einmal darüber diskutieren, und ich bin gespannt, ob es Ihnen dann weiterhin egal sein wird, dass wir 400 000 € jedes Monat zum Fenster hinauswerfen. Mich würde das einigermaßen irritieren; wieso Sie das nicht stört, ist nicht nachvollziehbar. (Abg. Rädler: Zur Sache!) – Bitte, Herr Kollege Rädler? (Abg. Rädler: Zur Sache!) – Zur Sache? Herr Kollege Rädler, dass Sie schon wieder nicht mitbekommen, worüber wir hier jetzt reden, das ist Ihr eigenes Problem! (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Heiterkeit und Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Die Grünen haben dazu einen Antrag gestellt, dem wir so auch nicht zustimmen, weil wir nicht der Meinung sind, dass man überhaupt keine privaten Dienstleister in so einem Schubhaftzentrum haben darf. Es gibt sicher Sachen, die man mit privaten Dienstleistern machen kann. Wir haben einen ähnlichen Antrag im Innenausschuss, da werden wir sicher noch einmal darüber diskutieren, und ich bin gespannt, ob es Ihnen dann weiterhin egal sein wird, dass wir 400 000 € jedes Monat zum Fenster hinauswerfen. Mich würde das einigermaßen irritieren; wieso Sie das nicht stört, ist nicht nachvollziehbar. (Abg. Rädler: Zur Sache!) – Bitte, Herr Kollege Rädler? (Abg. Rädler: Zur Sache!) – Zur Sache? Herr Kollege Rädler, dass Sie schon wieder nicht mitbekommen, worüber wir hier jetzt reden, das ist Ihr eigenes Problem! (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS.
Das machen normalerweise nur Länder wie Ungarn oder Polen. Dass sich Österreich da mit einreiht, liegt einerseits an der ÖVP, die das Problem nicht versteht, andererseits an der SPÖ, die da offensichtlich auch nicht mitmachen will. Ich halte es für eine Schande, und es ist zutiefst beschämend, dass – obwohl die ÖVP das Problem offensichtlich schon erkannt hat und die Volksanwaltschaft hier einen Bericht eingebracht hat und ein Problem sieht – hier trotzdem nicht zugestimmt wird. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Rädler – in Richtung Abg. Scherak –: Na?
Das Anhaltezentrum Vordernberg erfüllt voll und ganz die Vorgaben des Schubhaftvollzuges und ist ein europäisches Vorzeigeprojekt. (Abg. Rädler – in Richtung Abg. Scherak –: Na?) Die Volksanwaltschaft und der Menschenrechtsbeirat statten dem Zentrum immer wieder Besuche ab, und auch internationale Delegationen zeigen sich von diesem Modell positiv beeindruckt. (Abg. Rädler: Kollege Scherak, na?)
Abg. Rädler: Kollege Scherak, na?
Das Anhaltezentrum Vordernberg erfüllt voll und ganz die Vorgaben des Schubhaftvollzuges und ist ein europäisches Vorzeigeprojekt. (Abg. Rädler – in Richtung Abg. Scherak –: Na?) Die Volksanwaltschaft und der Menschenrechtsbeirat statten dem Zentrum immer wieder Besuche ab, und auch internationale Delegationen zeigen sich von diesem Modell positiv beeindruckt. (Abg. Rädler: Kollege Scherak, na?)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Rädler: Das war überzeugend, Kollege Scherak! – Abg. Scherak: Absolut! – Abg. Rädler: Man muss ja nur recherchieren! – Abg. Scherak: Ja, genau! Das machen Sie besonders gerne!
Die Vordernberger Bevölkerung mit ihrem Bürgermeister hat diese andauernden, auf Unwahrheiten basierenden Diskussionen satt und will einfach in Ruhe und ohne unqualifizierte Zurufe von außen ihre durch den Vertrag mit dem Bundesministerium für Inneres übernommenen Aufgaben im Interesse der Republik erfüllen. – Zitatende. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Rädler: Das war überzeugend, Kollege Scherak! – Abg. Scherak: Absolut! – Abg. Rädler: Man muss ja nur recherchieren! – Abg. Scherak: Ja, genau! Das machen Sie besonders gerne!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Jessi Lintl (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich beziehe mich auf den Antrag der Grünen betreffend Maßnahmen zur grundrechtlichen Sensibilisierung des Innenministers. – Ich finde schon allein den Ausdruck respektlos, das zeigt jedoch die moralische Überheblichkeit der Grünen, die uns allen aber sowieso bekannt ist. (Beifall bei der FPÖ.) Solche Ausdrücke gehören an den Biertisch und sind der Würde dieses Hauses nicht zuträglich. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ. – Abg. Scherak: Sensibilisierung?)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ. – Abg. Scherak: Sensibilisierung?
Abgeordnete Dr. Jessi Lintl (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich beziehe mich auf den Antrag der Grünen betreffend Maßnahmen zur grundrechtlichen Sensibilisierung des Innenministers. – Ich finde schon allein den Ausdruck respektlos, das zeigt jedoch die moralische Überheblichkeit der Grünen, die uns allen aber sowieso bekannt ist. (Beifall bei der FPÖ.) Solche Ausdrücke gehören an den Biertisch und sind der Würde dieses Hauses nicht zuträglich. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ. – Abg. Scherak: Sensibilisierung?)
Beifall bei der FPÖ.
Ihr Vorschlag, Herr Minister, die Asylhöchstzahl zu halbieren, stellt keine ausreichende Maßnahme dar. Wir brauchen eine Nullobergrenze und eine rigorose Abschiebepolitik. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Friedrich Ofenauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Innenminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Es ist die wichtigste Aufgabe des Innenministers, für Sicherheit zu sorgen und sich darum zu kümmern, dass Bedrohungen nicht entstehen und Gefahren entschärft werden – und all das unter genauer Beachtung der Grund- und Menschenrechte. Unser Innenminister Wolfgang Sobotka macht das in hervorragender Art und Weise. Er ist der beste Innenminister, den wir haben, und keiner in der Regierung kann ihm in dieser Hinsicht das Wasser reichen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Weninger: Das ist eine halbherzige Verteidigung!
Dieser Antrag der Grünen zum Thema Grundrechtsensibilisierung ... (Abg. Weninger: Das ist eine halbherzige Verteidigung!) – Was heißt da „halbherzig“? Das ist überhaupt nicht halbherzig! (Abg. Weninger: Wir haben ja nur den einen!)
Abg. Weninger: Wir haben ja nur den einen!
Dieser Antrag der Grünen zum Thema Grundrechtsensibilisierung ... (Abg. Weninger: Das ist eine halbherzige Verteidigung!) – Was heißt da „halbherzig“? Das ist überhaupt nicht halbherzig! (Abg. Weninger: Wir haben ja nur den einen!)
Zwischenruf der Abg. Windbüchler-Souschill.
Überhaupt stellen die Grünen immer wieder Behauptungen ohne nähere Begründung auf und ohne auf andere Rechtsmeinungen dazu einzugehen – und die gibt es auch, und die unterstützen auch durchaus die Ansicht unseres Innenministers. (Zwischenruf der Abg. Windbüchler-Souschill.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Steinhauser und Windbüchler-Souschill.
Es entspricht jedoch generell dem Zugang der Grünen, Aussagen zu verdrehen, übersteigert darzustellen, dann sprichwörtlich mit Kanonen auf Spatzen zu schießen und Dinge in eine bestimmte Richtung zu interpretieren. (Zwischenrufe der Abgeordneten Steinhauser und Windbüchler-Souschill.) – Sie spielen sich auch immer als Retter der Menschheit auf, als Moralapostel, als Gouvernanten der Nation, mit erhobenem Zeigefinger – scheinbar so tolerant, nur wenn dann etwas oder jemand nicht ins Bild passt, dann sieht man diese Einstellung, dass man den anderen mit Verboten, mit Geboten und Beschränkungen seine eigene Meinung aufdrücken will.
Beifall bei der ÖVP. – Bravoruf des Abg. Rädler.
Da wird angepatzt, da werden Dinge verdreht, übersteigert dargestellt und Respektlosigkeiten wie diese verbreitet – wie auch dieser Antrag, der mit einer kritischen Diskussion, wie sie in entwickelten parlamentarischen Demokratien üblich ist, nichts zu tun hat. Richtig wäre es gewesen, diesen Antrag mit dem Ausdruck des Bedauerns und einer Entschuldigung zurückzuziehen. (Beifall bei der ÖVP. – Bravoruf des Abg. Rädler.)
Abg. Scherak: Hannes, sag du dem Minister, dass er der beste Innenminister ist!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Weninger zu Wort. – Bitte. (Abg. Scherak: Hannes, sag du dem Minister, dass er der beste Innenminister ist!)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Steinhauser: Das ist richtig!
Abgeordneter Hannes Weninger (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Lieber „einziger Innenminister“! Der Antrag der Grünen verlangt ein Nachsitzen des Innenministers im Bereich der Grund- und Menschenrechte. – Ich glaube, das macht wenig Sinn. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Steinhauser: Das ist richtig!)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Herr Innenminister, ich brauche ja die Huldigungen meiner Vorredner nicht zu wiederholen, aber ich schätze Sie als einen Menschen, der hochgebildet ist, der genau weiß, was er formuliert, und sicher keinen Mangel an Bildung hat. Einige Aussagen Ihrerseits haben in den letzten Wochen und Monaten jedoch dazu beigetragen, dass die politische Spannung, die in diesem Land ohnehin vorhanden ist, bewusst angeheizt statt beruhigt wurde. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Steinhauser.
Ich bin deshalb bei der Kritik, die im Antrag formuliert ist, aber ich halte die Aufforderung an einen Minister durch einen Nationalratsbeschluss zum Nachsitzen, sich Bücher zu kaufen oder in Schulungen zu gehen, wirklich nicht für angemessen. (Zwischenruf des Abg. Steinhauser.) – Das steht wortwörtlich im Beschlusstext eures Antrages. (Abg. Lichtenecker: Seit es Digitalbücher gibt, ...!)
Abg. Lichtenecker: Seit es Digitalbücher gibt, ...!
Ich bin deshalb bei der Kritik, die im Antrag formuliert ist, aber ich halte die Aufforderung an einen Minister durch einen Nationalratsbeschluss zum Nachsitzen, sich Bücher zu kaufen oder in Schulungen zu gehen, wirklich nicht für angemessen. (Zwischenruf des Abg. Steinhauser.) – Das steht wortwörtlich im Beschlusstext eures Antrages. (Abg. Lichtenecker: Seit es Digitalbücher gibt, ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Ah, da schau her! Öl ins Feuer gießen!
In diesem Sinne werden wir diesem Antrag nicht zustimmen, aber trotzdem die politische Debatte mit dem Innenminister weiterführen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Ah, da schau her! Öl ins Feuer gießen!)
Abg. Rädler: Wen?
Ich kenne dich wirklich als einen Sachpolitiker, mit dem man sehr gerne diskutiert (Abg. Rädler: Wen?) – Abgeordneten Scherak! (Abg. Rädler: Nein!) – ja, doch!; das ist nun einmal meine Meinung –, aber auf der anderen Seite kann man nicht alles gegen Geld aufrechnen. Wenn uns das, wie Sie sagen, 400 000 € kostet, dann ist das natürlich viel Geld, aber um den Rechtsstaat in unserem Land auch durchsetzen zu können, um die Ordnung aufrechtzuerhalten, brauchen wir das. Ich brauche kein Anhaltezentrum, ich brauche kein Schubhaftzentrum, aber ich kann es mir nicht aussuchen – wir alle können das nicht –, wir haben es.
Abg. Rädler: Nein!
Ich kenne dich wirklich als einen Sachpolitiker, mit dem man sehr gerne diskutiert (Abg. Rädler: Wen?) – Abgeordneten Scherak! (Abg. Rädler: Nein!) – ja, doch!; das ist nun einmal meine Meinung –, aber auf der anderen Seite kann man nicht alles gegen Geld aufrechnen. Wenn uns das, wie Sie sagen, 400 000 € kostet, dann ist das natürlich viel Geld, aber um den Rechtsstaat in unserem Land auch durchsetzen zu können, um die Ordnung aufrechtzuerhalten, brauchen wir das. Ich brauche kein Anhaltezentrum, ich brauche kein Schubhaftzentrum, aber ich kann es mir nicht aussuchen – wir alle können das nicht –, wir haben es.
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen, ich würde mir wünschen, alle diese Zentren wären so ausgestattet wie Vordernberg. Das klingt zwar ein bisschen zynisch, aber dort sind die Menschen menschlich untergebracht. Das beruhigt mich, und nicht alles kann man mit Geld aufwiegen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf: Und, keine Tafel?
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt nun Herr Abgeordneter Steinbichler. – Bitte. (Ruf: Und, keine Tafel?)
Abg. Obernosterer: Red nicht so viel!
Zurück zum vorliegenden Thema: Ich denke, wir können das nicht an einem Fall festmachen, das ist viel zu einfach! Man hat auch an den vorangegangenen Debattenbeiträgen der Kolleginnen und Kollegen gehört, wie sehr ihnen dieses Thema unter den Nägeln brennt. Das wird ja schöngeredet, wie alles von dieser Regierung gutgeredet und schöngeredet wird. (Abg. Obernosterer: Red nicht so viel!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hammer und Rädler
Herr Minister, kehren wir doch zurück zur Realität! Setzen Sie sich wieder einmal an einen Stammtisch und hören Sie sich auch die Sorgen und Ängste der Bürgerinnen und Bürger an! Ich habe gesagt, es kann doch nicht sein, dass wir unseren Kindern in Österreich (Zwischenrufe der Abgeordneten Hammer und Rädler) – ja, Herr Bürgermeister – die Zahnspange bei Schweregrad 1, 2, 3 nicht bezahlen, aber
Beifall beim Team Stronach.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir müssen schon auf unsere Bürger zuerst schauen und auf die Kosten, die da verursacht werden. Das muss einmal in aller Deutlichkeit festgehalten werden! (Beifall beim Team Stronach.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Ich darf etwas von unserer Reise nach Berlin erzählen – auch Kollege Lopatka war mit. Wir waren unter der Leitung von Hans Hechtl dort und haben uns solche Lager angeschaut. Wenn hier jemand von menschengerechter Unterbringung spricht, dann sage ich Ihnen, weil wir heute am Vormittag hier Diskussionen über den Tierschutz geführt haben: Ich würde in solchen Hallen, ohne Fenster, mit miserabelsten Luft- und Klimabedingungen, mit miserabelsten hygienischen Bedingungen, keine Tiere halten. Ich bin erschüttert herausgegangen. Frau Moser hat mir noch Bilder gemacht. Eine meiner Lieblingsplatten ist „A Mensch möcht’ i bleib’n“, und dort ist der Mensch eine Nummer: 122, 124, 126. Es gibt keine Türen – Decken –, weil sie sich sonst einsperren würden. Also wenn das jemand schönreden will, dann ist er nicht ernst zu nehmen. Und die härteste Auskunft war, es gibt 100 solche Hallen in Berlin. 100! Damit wir uns auch einmal eine Vorstellung von der Menge machen können! – Unbewältigbar! (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim Team Stronach.
Und was erleben wir in Österreich? – In Braunau gibt es das leerstehende Zelt. Es stehen viele Unterkünfte leer, weil man sagt, man muss sich diese als Reserve behalten. Und: 150 000 Aufgriffe von Illegalen im Jahr 2016. 150 000 Aufgriffe von Illegalen! Da sehen wir, was los ist. Das kann so nicht sein! Man kann in der Regierung nicht eine Obergrenze diskutieren, wenn man nicht einmal weiß, wie viele hier sind und um welche Art von Flüchtlingen es sich handelt: Sind es Kriegsflüchtlinge? Sind es Wirtschaftsflüchtlinge? Sind es Klimaflüchtlinge? Und immer wird mit den Kriegsbildern gearbeitet. Also da haben wir ein ganz, ganz massives Defizit. (Beifall beim Team Stronach.) – Danke.
Heiterkeit bei Team Stronach, SPÖ und NEOS.
Zum Kollegen Vetter: Lieber Georg! Ich habe mich heute am Vormittag schon gewundert, dass du beim Justizminister so ordentlich und brav und sittsam warst. Du hast das jetzt noch einmal wiederholt. Du wirst wahrscheinlich bei deiner neuen Mutterpartei eine großartige Karriere machen: als Ausbildungsleiter für Neuankömmlinge. Dazu wirst du großartig geeignet sein. Nach dem alten Rezept der ÖVP: Bei der Hofübergabe 2008 hat Josef Pröll von Willi Molterer das Motto übernommen: „Hände falten, Gosch’n halten!“ (Heiterkeit bei Team Stronach, SPÖ und NEOS.) Du praktizierst das wirklich hervorragend. Ich bin zufrieden mit dir. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zum Kollegen Vetter: Lieber Georg! Ich habe mich heute am Vormittag schon gewundert, dass du beim Justizminister so ordentlich und brav und sittsam warst. Du hast das jetzt noch einmal wiederholt. Du wirst wahrscheinlich bei deiner neuen Mutterpartei eine großartige Karriere machen: als Ausbildungsleiter für Neuankömmlinge. Dazu wirst du großartig geeignet sein. Nach dem alten Rezept der ÖVP: Bei der Hofübergabe 2008 hat Josef Pröll von Willi Molterer das Motto übernommen: „Hände falten, Gosch’n halten!“ (Heiterkeit bei Team Stronach, SPÖ und NEOS.) Du praktizierst das wirklich hervorragend. Ich bin zufrieden mit dir. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne, Herr Minister: Es liegt sehr viel Arbeit vor uns. Ich denke, wir sollten uns vom Wahlkampf lösen und uns der Sacharbeit und der Lösung der Probleme an den Wurzeln widmen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Rädler: Ein Wort zu den Jungen Grünen!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Maurer. – Bitte. (Abg. Rädler: Ein Wort zu den Jungen Grünen!)
Abg. Hagen: Da gibt es auch eine Liste mit Personen, die Hausverbot haben! Waren Sie da nicht auch drauf?
Wir haben Regeln für die Bewahrung der Würde dieses Hauses. Diese umfassen zum Beispiel eine lange Liste an Schimpfwörtern oder auch Gesten, die ordnungsrufwürdig sind. (Abg. Hagen: Da gibt es auch eine Liste mit Personen, die Hausverbot haben! Waren Sie da nicht auch drauf?) Allerdings haben wir oft eine Verletzung der Würde des Hauses, was die politische Debatte betrifft. (Abg. Hagen: Sie haben selbst hier Hausverbot gehabt und reden von der Würde des Hauses?!)
Abg. Hagen: Sie haben selbst hier Hausverbot gehabt und reden von der Würde des Hauses?!
Wir haben Regeln für die Bewahrung der Würde dieses Hauses. Diese umfassen zum Beispiel eine lange Liste an Schimpfwörtern oder auch Gesten, die ordnungsrufwürdig sind. (Abg. Hagen: Da gibt es auch eine Liste mit Personen, die Hausverbot haben! Waren Sie da nicht auch drauf?) Allerdings haben wir oft eine Verletzung der Würde des Hauses, was die politische Debatte betrifft. (Abg. Hagen: Sie haben selbst hier Hausverbot gehabt und reden von der Würde des Hauses?!)
Abg. Pfurtscheller: Wozu werden dann Gesetze debattiert im Ausschuss, wenn vorher schon ...?
Kollege Steinhauser hat seinen Antrag auf Schulung des Ministers in Verfassung und den dort garantierten Grund- und Menschenrechten inhaltlich begründet. Er hat drei Beispiele genannt, wo es vorgekommen ist, dass der Minister entgegen den Verfassungsbestimmungen, entgegen den Menschenrechten argumentiert hat. Und es hat auch die entsprechende Antwort gegeben. (Abg. Pfurtscheller: Wozu werden dann Gesetze debattiert im Ausschuss, wenn vorher schon ...?) – Frau Kollegin, wir können Gesetze im Ausschuss diskutieren ... (Weiterer Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.) – Hören Sie mir vielleicht zu, was ich zu sagen habe, dann können Sie weiterschreien! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hafenecker: Sehr autoritär!)
Weiterer Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.
Kollege Steinhauser hat seinen Antrag auf Schulung des Ministers in Verfassung und den dort garantierten Grund- und Menschenrechten inhaltlich begründet. Er hat drei Beispiele genannt, wo es vorgekommen ist, dass der Minister entgegen den Verfassungsbestimmungen, entgegen den Menschenrechten argumentiert hat. Und es hat auch die entsprechende Antwort gegeben. (Abg. Pfurtscheller: Wozu werden dann Gesetze debattiert im Ausschuss, wenn vorher schon ...?) – Frau Kollegin, wir können Gesetze im Ausschuss diskutieren ... (Weiterer Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.) – Hören Sie mir vielleicht zu, was ich zu sagen habe, dann können Sie weiterschreien! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hafenecker: Sehr autoritär!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Hafenecker: Sehr autoritär!
Kollege Steinhauser hat seinen Antrag auf Schulung des Ministers in Verfassung und den dort garantierten Grund- und Menschenrechten inhaltlich begründet. Er hat drei Beispiele genannt, wo es vorgekommen ist, dass der Minister entgegen den Verfassungsbestimmungen, entgegen den Menschenrechten argumentiert hat. Und es hat auch die entsprechende Antwort gegeben. (Abg. Pfurtscheller: Wozu werden dann Gesetze debattiert im Ausschuss, wenn vorher schon ...?) – Frau Kollegin, wir können Gesetze im Ausschuss diskutieren ... (Weiterer Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.) – Hören Sie mir vielleicht zu, was ich zu sagen habe, dann können Sie weiterschreien! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hafenecker: Sehr autoritär!)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.
Kollege Steinhauser hat inhaltlich begründet, warum dieser Antrag eingebracht wurde. Wir sind in einer Situation, in der die öffentliche Debatte extrem aufgeheizt ist, in der wir mit Phänomenen wie Fake News, extrem populistischen Debatten, Hasspostings zu kämpfen haben. Und da ist es unsere Aufgabe als Abgeordnete und auch die Aufgabe von Politikerinnen und Politikern in der Regierung, seriös, faktenbezogen und auf Basis allgemein anerkannter Grundsätze wie zum Beispiel der Menschenrechte und der Verfassung zu argumentieren. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.)
Abg. Rädler: Eingeleitet von den Grünen! – Abg. Pfurtscheller: Da gehört ihr dazu!
Ich frage Sie: Wie soll sich die Bevölkerung in einer politischen Debatte noch orientieren können, wenn nicht einmal die höchsten Repräsentantinnen und Repräsentanten und die Regierung die Verfassung und die Menschenrechte ausreichend achten? Wir sind hier mit einem Verfall politischer Kultur, den ich für gefährlich erachte, konfrontiert. (Abg. Rädler: Eingeleitet von den Grünen! – Abg. Pfurtscheller: Da gehört ihr dazu!) Aus diesem Grund unterstütze ich diesen Antrag des Kollegen Steinhauser voll und ganz. Und ich glaube, es täte uns allen gut, uns in all diesen Debatten etwas mehr auf die Fakten und auf unsere rechtliche Basis zu besinnen und wieder ein bisschen seriöser zu diskutieren. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Lugar: Da müssen die Grünen aber anfangen damit!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Lugar: Da müssen die Grünen aber anfangen damit!
Ich frage Sie: Wie soll sich die Bevölkerung in einer politischen Debatte noch orientieren können, wenn nicht einmal die höchsten Repräsentantinnen und Repräsentanten und die Regierung die Verfassung und die Menschenrechte ausreichend achten? Wir sind hier mit einem Verfall politischer Kultur, den ich für gefährlich erachte, konfrontiert. (Abg. Rädler: Eingeleitet von den Grünen! – Abg. Pfurtscheller: Da gehört ihr dazu!) Aus diesem Grund unterstütze ich diesen Antrag des Kollegen Steinhauser voll und ganz. Und ich glaube, es täte uns allen gut, uns in all diesen Debatten etwas mehr auf die Fakten und auf unsere rechtliche Basis zu besinnen und wieder ein bisschen seriöser zu diskutieren. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Lugar: Da müssen die Grünen aber anfangen damit!)
Beifall bei der SPÖ.
Dieser Antrag wurde im Menschenrechtsausschuss einstimmig beschlossen. Ich bedanke mich für die breite Zustimmung, für den breiten Konsens. Dem Herrn Bundesminister ein Danke für die, wie ich hoffe, rasche, zeitnahe und umfassende Umsetzung und Durchführung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte mich abschließend auch bei allen Fraktionen für die Zustimmung zu unserem Antrag bedanken. Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Die Barrierefreiheit, die barrierefreie Kommunikation beschränkt sich ja nicht nur auf die Leichter-Lesen-Version, sondern wir sprechen hier auch von der Brailleschrift, von taktiler Kommunikation, von verschiedensten Gebärdensprachen – ein Bereich ist die Leichter-Lesen-Version. Und das, über das wir heute hier abstimmen und dem wir auch zustimmen werden, ist ein kleiner Aspekt der Vielfalt von barrierefreier Kommunikation, zu der wir uns bekennen, und dieses Bekenntnis dazu ist sehr, sehr wichtig. Ich denke, es ist ein guter Schritt, dass wir uns dorthin bewegen, aber ich muss dazusagen, das ist ein sehr, sehr kleiner Schritt. Es müsste eine sehr breite Einsicht dafür geben, dass barrierefreie Kommunikation für jeden von Vorteil ist. – Danke sehr. Gute Nacht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ja wenn Sie Behindertenpolitik so machen, geht nichts weiter. Ich hoffe, dass mit diesem Antrag der Sache mehr Schwung verliehen wird. Wirklich glauben tue ich es Rot und Schwarz leider noch nicht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich finde das wichtig, denn der Zugang zu Informationen, zu gleichberechtigter Teilhabe ist auch eine Frage der Menschenwürde, die auch in der Verfassung verankert werden müsste. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Auer.
Unser Antrag betreffend „Barrierefreier Zugang zu Informationen“ ist da ein ganz guter, konstruktiver Weg, frischer Wind – da bin ich bei Ihnen. Im österreichischen Parlament ist diesbezüglich allerdings schon einiges geschehen, diesen frischen Wind gibt es ja bei uns schon. Ich verweise da auf die Website, ich verweise auf diese Broschüre (eine in Leichter Sprache verfasste Broschüre des österreichischen Parlaments in die Höhe haltend). Es geht hier genau um die einfache Sprache, es geht um Zusatztools wie Vorleseservice und Gebärdensprache. Ich finde es toll, dass dieser Weg hier im Parlament seit zwei Jahren von der Präsidentin, von der Parlamentsdirektion voll unterstützt wird. Wir gehen hier in eine gute Richtung, und dieser Weg ist auch voll zu unterstützen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Auer.)
Beifall bei den Grünen.
Dies sind für uns ausreichend Gründe, diese Materie nicht mitzutragen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt ja auch Ausnahmen in diesem Gesetz, damit Sie, wenn Sie heute auf Messen eine neue, innovative Funkanlage präsentieren wollen, diese dort in Betrieb nehmen können, auch wenn sie noch nicht diesen Richtlinien entspricht. Also auch dafür ist gesorgt worden, dass diese Maßnahme auch in der Praxis umsetzbar ist. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Feichtinger.
Es handelt sich also um ein gutes Gesetz, und ich bitte um Ihre Unterstützung. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Feichtinger.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich finde das nicht gut, wenngleich ich in Summe dieses Gesetz doch noch gut finde. Wir müssen aber auf die Punkte, die von den Internetprovidern und den ganzen Fachbereichen als Kritikpunkte eingebracht wurden, aufpassen. Es ist wichtig, dass man, wenn sich herausstellt, dass es nicht so gut war, wie wir es jetzt annehmen, rasch nachschärft. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich darf mich da auch bei denen, die das aufgezeigt und angemerkt haben, herzlich bedanken, weil das für uns natürlich eine wichtige Frage war. Ich werde auch im weiteren Prozedere die Anregungen, wenn es da Probleme gibt, auf jeden Fall aufnehmen, um möglichst effiziente Gesetzgebung auch für die, die Open Source verwenden wollen, betreiben zu können. – Herzlichen Dank. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und NEOS.
Ich bin sehr wohl davon überzeugt, dass es auch bei den Sozialpartnern und in den Interessenvertretungen forschungskompetente Expertinnen und Experten gibt, aber letztendlich, so wie manche Beiräte besetzt sind, muss da natürlich darüber nachgedacht werden, ob man das in dieser Form nicht gänzlich anders aufsetzt. Daher werden wir den Antrag der NEOS in dieser Form unterstützen. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Was im Kleinen möglich ist und schon längst passiert, passiert natürlich auch im Großen. Ich darf auf die Erfolgsgeschichte der Mikrokredite in Entwicklungsländern hinweisen, deren Entwickler mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden. Ich darf Sie alle daher einladen, gemeinsam dafür zu sorgen, wirklich alles dafür zu tun und alles daran zu setzen, dass aus dem technologischen Fortschritt auch ein sozialer und gesellschaftlicher Fortschritt wird. Mit dieser heutigen Initiative werden wir auch von österreichischer Seite einen wichtigen Schritt dafür setzen. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei NEOS und Grünen sowie des Abg. Kucher.
Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass unser Ausschuss unter anderem dank unserer großartigen Vorsitzenden auch wirklich ein Beispiel dafür ist, wie Parlamentarismus hier auch gut funktionieren kann. (Beifall bei NEOS und Grünen sowie des Abg. Kucher.) Ich glaube, dass sich andere Ausschüsse da ein Scheibchen abschneiden und schauen könnten, wie das bei uns im FIT-Ausschuss funktioniert.
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Lichtenecker.
Es geht hier nicht darum, der FFG zu unterstellen, es würde politische Einflussnahme bei Förderentscheidungen geben, sondern es geht darum, niemandem jemals die Chance zu geben, das auch nur zu vermuten. Dafür ist so etwas da, dafür ist Entpolitisierung da, dafür ist Transparenz da. Es geht hier um Nachvollziehbarkeit, es geht um international übliche Standards, es geht darum, die exzellente Reputation der FFG auch auf Dauer abzusichern, und mir geht es auch ein bisschen ums Prinzip. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Lichtenecker.)
Abg. Lichtenecker: Gut so, Frau Kollegin! Bravo!
Abgeordnete Dr. Angelika Winzig (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Lichtenecker, danke, dass Sie immer wieder das Projekt OTELO erwähnen, denn das ist in Vöcklabruck aufgrund der Unterstützung durch die Bezirksstelle der Wirtschaftskammer entstanden, und wir sind sehr froh darüber. (Abg. Lichtenecker: Gut so, Frau Kollegin! Bravo!)
Zwischenrufe bei den NEOS. – Abg. Scherak: Überhaupt nicht!
Zum Antrag der NEOS betreffend FFG-Beirat: Frau Kollegin Gamon, ich schätze Sie bei vielen Themenbereichen sehr, aber bei Ihren letzten beiden Anträgen, zu denen ich Sie sprechen gehört habe, waren das so subtile Unterstellungen, denen ich nichts abgewinnen kann. Das war im Unterrichtsausschuss, wo ich von Ihnen gehört habe, dass wir die Willkür der Bürgermeister bei Schulbauten beenden müssen, und auch hier, wo Sie den Mitarbeitern der Sozialpartner pauschal Parteipolitik unterstellen. (Zwischenrufe bei den NEOS. – Abg. Scherak: Überhaupt nicht!) – Das war im Ausschuss so. Ich bin auch der Meinung, dass die Sozialpartner zeitgemäß weiterentwickelt werden müssen, aber das ist hier auch nicht das Thema.
Zwischenruf der Abg. Gamon.
Ich möchte vor allem sagen, dass es sich bei den von der WKÖ entsandten Mitarbeitern um ausgesprochene Fachexperten handelt, die schon bei ihren Anstellungsverfahren ein fünfstufiges Prozedere extern und intern durchmachen mussten, die alle eine akademische Ausbildung haben und die nicht Parteipolitik, sondern vor allem Interessenpolitik für alle Unternehmerinnen und Unternehmer in ihrem Fokus haben. (Zwischenruf der Abg. Gamon.)
Beifall bei der ÖVP.
Darüber hinaus haben die Wirtschaftskammer-Mitarbeiter in so einem Beirat aber auch die Funktion, die Unternehmerinnen und Unternehmer zu servicieren; denn ein Unternehmer kennt sein Unternehmen, aber nicht die Breite der Branche, weiß vielleicht nicht, was gerade in der Organisation oder standortpolitisch wichtig ist. Außerdem hat der Herr Bundesminister ja bereits im Ausschuss gesagt, dass dieser Beirat wirklich nur eine Beratungsfunktion hat. Es geht also im Prinzip um nichts. Darum werden wir diesem Antrag auch nicht zustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Scherak: Das ist nicht charmant?
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Salopp gesagt: Sozialpartner raus aus den Beiräten! – Eine derartige Forderung tragen wir politisch nicht mit! (Abg. Scherak: Das ist nicht charmant?)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Gamon.
Einen alleinigen Vorstoß, zufällig aus Ihrer Fraktion, der da wieder lautet: Sozialpartner raus!, können wir auch bei charmantem Vortragen nicht mittragen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Gamon.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es gibt mehrere Prüfungen der FFG über ihre Fördertätigkeit durch den Rechnungshof, durch das Bundeskanzleramt, ja sogar durch die Europäische Kommission, und nirgends wurde etwas beanstandet. Ich glaube, die FFG – Sie haben es ja selber konzediert – ist international sehr angesehen, arbeitet gut, und es gibt keinen Grund, an der Zusammensetzung, an der Entscheidung des Beirates und an seinen Empfehlungen sachlich irgendeinen Makel zu finden, Deswegen kann ich diesem Antrag nicht beitreten. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Lugar: Das war jetzt wirklich sehr charmant! – Weitere Zwischenrufe.
Kollege Steinhauser hat vorhin dazwischengerufen, er wünsche sich, dass das über seinen Redebeitrag einmal gesagt wird. Ich wünsche es mir für meinen vielleicht auch einmal. Ich halte das für einigermaßen disqualifizierend. Ein Redebeitrag ist entweder inhaltlich gut oder schlecht, aber bei Frauen insbesondere darauf abzuzielen, wie dies geäußert ist und ob es charmant ist, halte ich für nicht sinnvoll. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Lugar: Das war jetzt wirklich sehr charmant! – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Dieser Mix hat meines Erachtens dazu geführt, dass die FFG so gut arbeitet, wie sie gearbeitet hat. Deshalb sehe ich da keinen Grund, groß etwas zu ändern. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Eine neue rechtliche Basis wird vom Rechnungshof für die Vereinbarung gefordert. Hier wird eine 15a-Vereinbarung seitens der Stadt Wien auch präferiert. Ich begrüße es ausdrücklich, dass das Ministerium bereits eine Koordinationsgruppe eingerichtet hat, die klare Spielregeln definiert, sodass künftig auch ein noch klareres Regulativ vorliegen wird, so wie es auch der Rechnungshof fordert. Neue Transparenz, klare Abgrenzungen für die Kofinanzierung sorgen für hohe Standards in der Kontrolle und in der Vollziehung dieser wichtigen Investition. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher ist es, glaube ich, durchaus gerechtfertigt, wenn wir den Zeitraum von 25 bis 30 Jahren sehen, dass Österreich diese 5 Milliarden € finanziert, auch, wenn es ein hoher Betrag ist. Aber dieser Betrag ist, gerade was die Lebensqualität, die Mobilität und die Wirtschaft in Tirol betrifft, in Zukunft gut investiert und stellt für die nächsten Generationen eine unbedingte und unabdingbare Investition dar. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ
Ich meine, er muss zwar nicht da sein, aber wenn es um ein so wichtiges Problem geht, um den Brenner Basistunnel, um die Finanzierung, um die Verlagerung des Verkehrs, würde es ihm schon gut anstehen, wenn er sich auch die Debatte zu diesem Thema anhört und jetzt nicht die Sitzung vorzeitig verlässt (Beifall bei der FPÖ) – zumal er hier auch noch im Saal anwesend war! Ich empfinde das wirklich als Missachtung von wichtigen Tiroler Interessen; ich habe das festgestellt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich meine, er muss zwar nicht da sein, aber wenn es um ein so wichtiges Problem geht, um den Brenner Basistunnel, um die Finanzierung, um die Verlagerung des Verkehrs, würde es ihm schon gut anstehen, wenn er sich auch die Debatte zu diesem Thema anhört und jetzt nicht die Sitzung vorzeitig verlässt (Beifall bei der FPÖ) – zumal er hier auch noch im Saal anwesend war! Ich empfinde das wirklich als Missachtung von wichtigen Tiroler Interessen; ich habe das festgestellt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Heinzl: Sie sind unhöflich!
Sie können das beurteilen, wie Sie wollen, aber es gebietet zumindest die Höflichkeit, dass sich der Herr Minister, der vor Kurzem noch anwesend war, auch die Debatte zu diesem wichtigen verkehrspolitischen Thema anhört. (Abg. Heinzl: Sie sind unhöflich!) Das ist unsere Meinung, und ich denke, das wird die Tiroler Bevölkerung auch so zu beurteilen wissen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinzl: Sie sind nicht die Tiroler Bevölkerung!) – Sie können sich gerne zu Wort melden, das ist überhaupt kein Problem. (Abg. Heinzl: Lernen Sie die Geschäftsordnung! – Weitere Zwischenrufe bei der
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinzl: Sie sind nicht die Tiroler Bevölkerung!
Sie können das beurteilen, wie Sie wollen, aber es gebietet zumindest die Höflichkeit, dass sich der Herr Minister, der vor Kurzem noch anwesend war, auch die Debatte zu diesem wichtigen verkehrspolitischen Thema anhört. (Abg. Heinzl: Sie sind unhöflich!) Das ist unsere Meinung, und ich denke, das wird die Tiroler Bevölkerung auch so zu beurteilen wissen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinzl: Sie sind nicht die Tiroler Bevölkerung!) – Sie können sich gerne zu Wort melden, das ist überhaupt kein Problem. (Abg. Heinzl: Lernen Sie die Geschäftsordnung! – Weitere Zwischenrufe bei der
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Heinzl: Wo ist der Herr Strache?
Die Tiroler haben aber Anspruch darauf, da der Transitvertrag Thema der Tiroler Bevölkerung vor dem Beitritt ... (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Heinzl: Wo ist der Herr Strache?) – Ist das jetzt der Verkehrsminister? Ist der Herr Strache der Verkehrsminister? Ist er der Verkehrsminister? Beantworten Sie mir das einmal! Vergleichen Sie nicht Äpfel mit Birnen! (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Wo ist der Herr Schieder? – Zwischenruf des Abg. Wittmann.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Wo ist der Herr Schieder? – Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Die Tiroler haben aber Anspruch darauf, da der Transitvertrag Thema der Tiroler Bevölkerung vor dem Beitritt ... (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Heinzl: Wo ist der Herr Strache?) – Ist das jetzt der Verkehrsminister? Ist der Herr Strache der Verkehrsminister? Ist er der Verkehrsminister? Beantworten Sie mir das einmal! Vergleichen Sie nicht Äpfel mit Birnen! (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Wo ist der Herr Schieder? – Zwischenruf des Abg. Wittmann.)
Abg. Weninger: Nein, Sie kennen die Geschäftsordnung nicht!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (fortsetzend): Danke schön, Frau Präsidentin! Ich merke, dass ich hier einen wunden Punkt der SPÖ getroffen habe, die Kritik hat auf jeden Fall gesessen. (Abg. Weninger: Nein, Sie kennen die Geschäftsordnung nicht!)
Abg. Heinzl: Sie kassieren und tun nichts! Genieren Sie sich!
Die Tiroler Bevölkerung hat ein Anrecht, verkehrspolitisch nicht unter die Räder zu kommen. (Abg. Heinzl: Sie kassieren und tun nichts! Genieren Sie sich!) – Nein, ich schäme nicht nie, wenn ich mich für die Interessen der Tiroler Bevölkerung einsetze, und ich schäme mich nie, wenn ich mich überhaupt für die Interessen der Bevölkerung einsetze. Das sage ich dir ganz ehrlich, da geniere ich mich nicht. (Beifall bei der FPÖ.) Ich würde mich genieren, wenn ich so agieren würde wie Sie: wenn ich heute hier lauthals herausschreie und verteidige, dass sich ein Verkehrsminister nicht die Debatte zu einem so wichtigen Thema anhört. (Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Tiroler Bevölkerung hat ein Anrecht, verkehrspolitisch nicht unter die Räder zu kommen. (Abg. Heinzl: Sie kassieren und tun nichts! Genieren Sie sich!) – Nein, ich schäme nicht nie, wenn ich mich für die Interessen der Tiroler Bevölkerung einsetze, und ich schäme mich nie, wenn ich mich überhaupt für die Interessen der Bevölkerung einsetze. Das sage ich dir ganz ehrlich, da geniere ich mich nicht. (Beifall bei der FPÖ.) Ich würde mich genieren, wenn ich so agieren würde wie Sie: wenn ich heute hier lauthals herausschreie und verteidige, dass sich ein Verkehrsminister nicht die Debatte zu einem so wichtigen Thema anhört. (Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und FPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und FPÖ.
Die Tiroler Bevölkerung hat ein Anrecht, verkehrspolitisch nicht unter die Räder zu kommen. (Abg. Heinzl: Sie kassieren und tun nichts! Genieren Sie sich!) – Nein, ich schäme nicht nie, wenn ich mich für die Interessen der Tiroler Bevölkerung einsetze, und ich schäme mich nie, wenn ich mich überhaupt für die Interessen der Bevölkerung einsetze. Das sage ich dir ganz ehrlich, da geniere ich mich nicht. (Beifall bei der FPÖ.) Ich würde mich genieren, wenn ich so agieren würde wie Sie: wenn ich heute hier lauthals herausschreie und verteidige, dass sich ein Verkehrsminister nicht die Debatte zu einem so wichtigen Thema anhört. (Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und FPÖ.)
Abg. Heinzl: Wo ist der Strache? – Abg. Hafenecker: Wo ist der Schieder? – Abg. Heinzl – auf den gerade den Saal betretenden Abg. Schieder zeigend –: Da ist er! – Abg. Weninger: Unser Klubobmann ist da! Wo ist der Strache?
Der Tiroler Bevölkerung hat man im Zuge des Transitvertrags die Lösung des Verkehrsproblems versprochen. Der Transitvertrag ist ausgelaufen. (Abg. Heinzl: Wo ist der Strache? – Abg. Hafenecker: Wo ist der Schieder? – Abg. Heinzl – auf den gerade den Saal betretenden Abg. Schieder zeigend –: Da ist er! – Abg. Weninger: Unser Klubobmann ist da! Wo ist der Strache?) – Der Herr Strache ist nicht der Verkehrsminister. (Abg. Krist: Aber er ist der Klubobmann!) Ich nehme aber zur Kenntnis, dass Sie ein schlechtes Gewissen haben, denn sonst wären Sie nicht so erregt, wenn man kritisiert, dass Ihr Verkehrsminister bei dieser so wichtigen verkehrspolitischen Debatte nicht anwesend ist.
Abg. Krist: Aber er ist der Klubobmann!
Der Tiroler Bevölkerung hat man im Zuge des Transitvertrags die Lösung des Verkehrsproblems versprochen. Der Transitvertrag ist ausgelaufen. (Abg. Heinzl: Wo ist der Strache? – Abg. Hafenecker: Wo ist der Schieder? – Abg. Heinzl – auf den gerade den Saal betretenden Abg. Schieder zeigend –: Da ist er! – Abg. Weninger: Unser Klubobmann ist da! Wo ist der Strache?) – Der Herr Strache ist nicht der Verkehrsminister. (Abg. Krist: Aber er ist der Klubobmann!) Ich nehme aber zur Kenntnis, dass Sie ein schlechtes Gewissen haben, denn sonst wären Sie nicht so erregt, wenn man kritisiert, dass Ihr Verkehrsminister bei dieser so wichtigen verkehrspolitischen Debatte nicht anwesend ist.
Abg. Wittmann: Aber den Strache interessiert das nicht!
Punkt 1: Das sektorale Fahrverbot, eingeführt mit 1. November 2016, hat dazu beigetragen, dass sich die Situation verbessert hat, aber die Zahl der Transitfahrten hat trotzdem zugenommen. Das Problem brennt! Allein im November letzten Jahres hat es trotz sektoralen Fahrverbots um 20 000 Transitfahrten mehr durch Tirol gegeben. (Abg. Wittmann: Aber den Strache interessiert das nicht!) Deswegen besteht hier dringender Handlungsbedarf.
Abg. Heinzl: Geh, hör auf!
Punkt 2: Die Finanzierung ist sicherzustellen. Es ist nicht so, wie es der Herr Verkehrsminister meint, und deswegen ist er nicht anwesend. (Abg. Heinzl: Geh, hör auf!) Die 411 Millionen €, die man seitens der Europäischen Union zur Mitfinanzierung des Brenner Basistunnels für 2020 versprochen hat, hat man storniert. Uns hat unser Mitglied im Europäischen Rechnungshof, Herr Mag. Herics, mitgeteilt, dass die 411 Millionen € zur Finanzierung des Juncker-Planes abgezogen wurden. Das ist die Wahrheit! Das Geld ist schlicht und einfach nicht da.
Zwischenruf des Abg. Wittmann
Abschließend, da Sie mir durch die Zwischenrufe so viel Zeit weggenommen haben, verweise ich nur noch darauf, dass wir uns in Tirol seit Langem für eine fixe Garantie für die Verlagerung des Schwerverkehrs von der Straße auf die Schiene einsetzen (Zwischenruf des Abg. Wittmann), denn was nützt der beste Tunnel, wenn er seitens des transitierenden Verkehrs nicht angenommen wird. Diesbezüglich haben wir diese Hausaufgabe noch zu erfüllen. Wenn der Tunnel fertig ist, wenn er in Betrieb genommen wird, dann muss der Lkw-Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Das fordern wir! (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.)
Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Abschließend, da Sie mir durch die Zwischenrufe so viel Zeit weggenommen haben, verweise ich nur noch darauf, dass wir uns in Tirol seit Langem für eine fixe Garantie für die Verlagerung des Schwerverkehrs von der Straße auf die Schiene einsetzen (Zwischenruf des Abg. Wittmann), denn was nützt der beste Tunnel, wenn er seitens des transitierenden Verkehrs nicht angenommen wird. Diesbezüglich haben wir diese Hausaufgabe noch zu erfüllen. Wenn der Tunnel fertig ist, wenn er in Betrieb genommen wird, dann muss der Lkw-Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Das fordern wir! (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.)
Abg. Hauser: Nein, können!
Abgeordneter Elmar Mayer (SPÖ): Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Hauser hat gesagt, dass der Herr Verkehrsminister heute hier sein hätte müssen. (Abg. Hauser: Nein, können!) Sie haben Ihrer eigenen Rede jeden Inhalt genommen, weil Sie das ganz genau wissen.
Abg. Hafenecker: Es ist auch nicht verboten!
Daher möchte ich das auch tatsächlich richtigstellen: Es war bisher nicht üblich. Ich hätte mir das auch gewünscht, muss ich sagen. Man hätte das anregen können, das wäre gut, aber es ist nicht üblich, schon gar nicht verpflichtend, bei der Debatte. Es war noch nie jemand da, und jetzt soll der Minister hier sein?! (Abg. Hafenecker: Es ist auch nicht verboten!) Die Art und Weise, wie Sie das in die Bevölkerung auszuspielen versuchen, entspricht nicht den Tatsachen. Ich bitte Sie, nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Das war keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Moser: Das war nie eine Berichtigung! – Abg. Krist: Das war ein Grenzfall!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Das war keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Moser: Das war nie eine Berichtigung! – Abg. Krist: Das war ein Grenzfall!
Daher möchte ich das auch tatsächlich richtigstellen: Es war bisher nicht üblich. Ich hätte mir das auch gewünscht, muss ich sagen. Man hätte das anregen können, das wäre gut, aber es ist nicht üblich, schon gar nicht verpflichtend, bei der Debatte. Es war noch nie jemand da, und jetzt soll der Minister hier sein?! (Abg. Hafenecker: Es ist auch nicht verboten!) Die Art und Weise, wie Sie das in die Bevölkerung auszuspielen versuchen, entspricht nicht den Tatsachen. Ich bitte Sie, nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Das war keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Moser: Das war nie eine Berichtigung! – Abg. Krist: Das war ein Grenzfall!)
Zwischenruf des Abg. Hagen.
ner U-Bahn, und es ist für mich nachvollziehbar, dass der Bund gesagt hat: Wir helfen der Stadt Wien bei der Finanzierung dieser U-Bahn. Eine teure Geschichte, aber eine tolle Geschichte. (Zwischenruf des Abg. Hagen.)
Abg. Weninger: Wer bezahlt den Nahverkehr? Da bezahlt Wien viel mehr! – Abg. Hagen: Da müssen Sie die grüne Stadträtin Vassilakou fragen!
Ich habe nichts gegen Feierlichkeiten, aber wieso soll der Bund, der eine Kofinanzierung beim U-Bahn-Bau ursprünglich ausgemacht hat, irgendwelche Feierlichkeiten mitfinanzieren? (Abg. Weninger: Wer bezahlt den Nahverkehr? Da bezahlt Wien viel mehr! – Abg. Hagen: Da müssen Sie die grüne Stadträtin Vassilakou fragen!)
Zwischenruf des Abg. Schieder.
Der Herr Minister hat angedeutet, dass er sich dafür einsetzen will, dass man dieses Prinzip, wodurch die Wienerinnen und Wiener das bekommen – ich finde: richtigerweise –, auch bei anderen Landeshauptstädten anwendet, weil diese einfach an die Grenze der Finanzierbarkeit kommen. (Zwischenruf des Abg. Schieder.) Daher ist mein Wunsch und meine Bitte, dass wir, wenn wir das machen, wenn wir eine gesetzliche Grundlage für den U-Bahn-Bau in Wien im Hohen Haus besprechen, auch an die Landeshauptstädte denken.
Beifall bei den Grünen.
Wenn die Anträge von den Grünen dazu kommen, dann ersuche ich Sie: Sagen Sie nicht einfach: So ein Blödsinn, brauchen wir nicht, wollen wir nicht!, sondern stimmen Sie endlich zu! Wir Grüne sind für eine mutige Verlagerungspolitik, um die Bevölkerung von Schadstoffen und Lärm zu entlasten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wittmann: Um diese Zeit!
Ich möchte jetzt einfach ein paar Beispiele herausnehmen, die wir aus dem Rechnungshofausschuss kennen. (Abg. Wittmann: Um diese Zeit!) – Es ist jedenfalls Steuergeldverschwendung, und es kann zu jeder Uhrzeit darüber geredet werden, vor allem, wenn es so klar auf dem Tisch liegt.
Beifall bei den NEOS.
Das Finanzministerium ist in schwarzer Hand, gibt kein grünes Licht, die Abgeordneten der ÖVP stimmen aber im Parlament dafür. Das alles ist ein riesiges Chaos. Ich habe, ehrlich gesagt, zwar die Hoffnung noch nicht verloren, aber teilweise schon massiv das Vertrauen in die handelnden Akteure. – Einen schönen Abend. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
der Rechnungshofpräsidentin. – An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für Ihre Arbeit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, das wäre einmal erwähnenswert, viele wissen das überhaupt gar nicht. Man tut einfach so, als gäbe es da unter den Bundesländern eine Ungleichbehandlung. Ich meine, genau das Gegenteil ist der Fall. Der Ausbau gerade im Wiener Verkehrsnetz verdient höchsten Respekt und höchste Auszeichnung. Wir alle können das als begeisterte Öffi-Fahrer in Wien ja täglich erproben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Empfehlungen, die zu allen drei Berichten gegeben wurden, wurden zum überwiegenden Teil erfüllt und umgesetzt, alles wurde kompetent beantwortet. Wenn man ein bisschen objektiv ist, muss man auch das einschätzen. Es tut weh, dass er nicht da ist, aber im Ausschuss hat er blendend gewirkt, ist kompetent aufgetreten und hat alle Fragen, die wir gestellt haben, zur Zufriedenheit beantwortet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn wir diese Alternative haben, können wir dann endlich auch Maßnahmen setzen und das auch von der Wirtschaft verlangen: Jawohl, es ist umzustellen! Dann haben wir die Entlastung für die Tiroler, für, wie ich meine, ganz Europa und für unsere Umwelt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich denke, es ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit zwischen Rechnungshof und der zu prüfenden Stelle – die dazu geführt hat, dass das Unternehmen eine positive Entwicklung in die Zukunft nehmen kann – funktionieren kann. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Hanger: ... Opposition!
Verkehrsverbund Ost-Region: Was muss man dazu sagen? – Also ich teile die Meinung des Kollegen Hanger nicht, schon eher die Meinung des Kollegen Bernhard. Man kann nicht sagen, man weiß es nicht genau, aber es wird schon das Jugendticket sein. (Abg. Hanger: ... Opposition!) – Na ja, man kann nicht irgendetwas verteidigen. Auch du hast den Auftritt des Vertreters des VOR im Ausschuss gesehen, der, sagen wir einmal, sehr, sehr unsicher war, sanft ausgedrückt.
Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß nicht, wie du das siehst. Ich sehe das ähnlich wie die NEOS, aber nicht so, wie du das hier verteidigt hast, denn das passt vorne und hinten nicht zusammen. In Zukunft wird es wichtig sein, dass sich die Pendler, die auf Bus und Bahn angewiesen sind, wirklich darauf verlassen können, dass das Management gut für sie arbeitet und dass solche Rechnungshofberichte nach Möglichkeit nicht mehr vorkommen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wichtig ist auch die Finanzierungssicherheit: Diesbezüglich muss das Finanzministerium zeitgerecht den Zuschussvertrag unterschreiben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schieder: Sollen wir sie nicht eröffnen?
Die Wiener U-Bahn wird zu 50 Prozent vom Bund finanziert, und zwar ausschließlich für den Neubau. Meine Vorredner haben schon darauf hingewiesen, aber ich möchte es noch einmal klarmachen: Eröffnungsfeiern zählen nicht zum U-Bahn-Neubau: weder die Bewerbung der Eröffnung, noch die Künstler, noch die Bewirtung der Menschen, die dort hingehen. (Abg. Schieder: Sollen wir sie nicht eröffnen?) Wenn das ein Privatunternehmen wäre, das öffentliche Förderungen bekommen würde, dann wäre der Verdacht des Förderbetrugs sofort gegeben. Das ist der erste Punkt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Ganz falsch! Das wäre dabei!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Ganz falsch! Das wäre dabei!
Die Wiener U-Bahn wird zu 50 Prozent vom Bund finanziert, und zwar ausschließlich für den Neubau. Meine Vorredner haben schon darauf hingewiesen, aber ich möchte es noch einmal klarmachen: Eröffnungsfeiern zählen nicht zum U-Bahn-Neubau: weder die Bewerbung der Eröffnung, noch die Künstler, noch die Bewirtung der Menschen, die dort hingehen. (Abg. Schieder: Sollen wir sie nicht eröffnen?) Wenn das ein Privatunternehmen wäre, das öffentliche Förderungen bekommen würde, dann wäre der Verdacht des Förderbetrugs sofort gegeben. Das ist der erste Punkt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Ganz falsch! Das wäre dabei!)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Damit ist es aber noch nicht genug, Herr Kollege, denn Sie rechnen nicht nur die Eröffnungsfeiern dem Neubau zu und holen sich damit das Geld vom Bund, sondern Sie rechnen es, weil Sie es als Neubau ansehen, als Investitionskosten und schreiben es noch auf 50 Jahre ab. Stellen Sie sich vor, dass Eröffnungsfeiern auf 50 Jahre abgeschrieben werden! Wenn das ein Privatunternehmen täte, wäre die Finanz die Erste, die das prüfen würde (Zwischenrufe bei der SPÖ), denn der Verdacht auf Bilanzfälschung wäre gegeben, wenn Feiern und Catering als Investitionen abgerechnet würden. (Abg. Lugar: Keine Ahnung! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Lugar: Keine Ahnung! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Damit ist es aber noch nicht genug, Herr Kollege, denn Sie rechnen nicht nur die Eröffnungsfeiern dem Neubau zu und holen sich damit das Geld vom Bund, sondern Sie rechnen es, weil Sie es als Neubau ansehen, als Investitionskosten und schreiben es noch auf 50 Jahre ab. Stellen Sie sich vor, dass Eröffnungsfeiern auf 50 Jahre abgeschrieben werden! Wenn das ein Privatunternehmen täte, wäre die Finanz die Erste, die das prüfen würde (Zwischenrufe bei der SPÖ), denn der Verdacht auf Bilanzfälschung wäre gegeben, wenn Feiern und Catering als Investitionen abgerechnet würden. (Abg. Lugar: Keine Ahnung! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine Damen und Herren! Wenn da bei der Kontrolle im Verkehrsministerium und bei der Kontrolle der Stadt Wien nicht rechtzeitig und rasch etwas geändert werden muss, dann weiß ich nicht! Frau Rechnungshofpräsidentin, kümmern Sie sich darum, dass diese Kontrolle in Zukunft eingehalten wird! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Jarolim: Könnten Sie die Unrichtigkeiten bitte richtigstellen?
Präsidentin Doris Bures: Nun ist die Frau Rechnungshofpräsidentin zu Wort gemeldet. – Bitte, Frau Dr. Kraker. (Abg. Jarolim: Könnten Sie die Unrichtigkeiten bitte richtigstellen?)
Abg. Krainer: Grundbegriffe der Buchhaltung!
Präsidentin des Rechnungshofes Dr. Margit Kraker: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! (Abg. Krainer: Grundbegriffe der Buchhaltung!) Angesichts der fortgeschrittenen Zeit will ich einige grundsätzliche Bemerkungen machen und möchte sagen, dass sich der Rechnungshof um wichtige Fragen kümmert, wie diese Debatte eben zeigt, um Verkehrs- und Infrastrukturprojekte, um große Projekte. Wir bleiben dabei, und werden auch weiterhin auf große Infrastrukturprojekte achten, darauf, dass hinsichtlich der Finanzierung Kontrolle und Transparenz herrschen.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Was sind die zentralen Punkte und die zentralen Herausforderungen, die wir quer über alle drei Prüfberichte, die wir hier jetzt behandeln, gesehen haben? – Es geht um richtige vertragliche Grundlagen, um aktuelle und umfassende Grundlagen. Es geht eben um die Fragen von Finanzierung, Kostentragung und Transparenz. Und es geht um eine zeitgemäße Koordinierung und eine funktionierende Abstimmung zwischen den Gebietskörperschaften, denn Verkehrspolitik kann man nicht auf Landesgrenzen beschränken. Wie wir beim Verkehrsverbund sehen, ist es wichtig, dass es eine Abstimmung zwischen den Gebietskörperschaften über die Grenzen hinweg gibt, damit der Kunde zu einheitlichen Tarifen kommt, und damit es dann ein einheitliches Management gibt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Was die Abstimmung und Koordinierung betrifft, so ist es im Bereich des Brennerbasistunnels gerade im Hinblick auf die Zulaufstrecken natürlich wichtig, dass diese Koordinierung über die österreichischen Grenzen hinausgeht, und da brauchen wir völkerrechtlich verbindliche Zusagen, damit die Wirkung der österreichischen Investitionen auch ankommt, wenn man den Tunnel fertiggestellt hat. – Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. (Allgemeiner Beifall.)
Ruf: Erhöhen?
Wir müssen in Wien erstens einmal die Intervalle erhöhen. (Ruf: Erhöhen?) – Die Intervalle gehören erhöht. (Abg. Schieder: Erhöht?) – Erhöhen, noch mehr! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Entschuldigen Sie, man müsste dafür sorgen, dass die U-Bahnen schneller kommen. Sicherheitsmaßnahmen sollten endlich einmal ausgebaut werden, das wäre ganz wichtig in der heutigen Zeit. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schieder.) – Ja, aber trotzdem. Sie wissen ja ganz genau, Sie sind kein U-Bahn-Fahrer, sondern Sie fahren mit Chauffeur und Auto, also werden Sie die Sicherheit auch nicht vermissen.
Abg. Schieder: Erhöht?
Wir müssen in Wien erstens einmal die Intervalle erhöhen. (Ruf: Erhöhen?) – Die Intervalle gehören erhöht. (Abg. Schieder: Erhöht?) – Erhöhen, noch mehr! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Entschuldigen Sie, man müsste dafür sorgen, dass die U-Bahnen schneller kommen. Sicherheitsmaßnahmen sollten endlich einmal ausgebaut werden, das wäre ganz wichtig in der heutigen Zeit. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schieder.) – Ja, aber trotzdem. Sie wissen ja ganz genau, Sie sind kein U-Bahn-Fahrer, sondern Sie fahren mit Chauffeur und Auto, also werden Sie die Sicherheit auch nicht vermissen.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir müssen in Wien erstens einmal die Intervalle erhöhen. (Ruf: Erhöhen?) – Die Intervalle gehören erhöht. (Abg. Schieder: Erhöht?) – Erhöhen, noch mehr! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Entschuldigen Sie, man müsste dafür sorgen, dass die U-Bahnen schneller kommen. Sicherheitsmaßnahmen sollten endlich einmal ausgebaut werden, das wäre ganz wichtig in der heutigen Zeit. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schieder.) – Ja, aber trotzdem. Sie wissen ja ganz genau, Sie sind kein U-Bahn-Fahrer, sondern Sie fahren mit Chauffeur und Auto, also werden Sie die Sicherheit auch nicht vermissen.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schieder.
Wir müssen in Wien erstens einmal die Intervalle erhöhen. (Ruf: Erhöhen?) – Die Intervalle gehören erhöht. (Abg. Schieder: Erhöht?) – Erhöhen, noch mehr! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Entschuldigen Sie, man müsste dafür sorgen, dass die U-Bahnen schneller kommen. Sicherheitsmaßnahmen sollten endlich einmal ausgebaut werden, das wäre ganz wichtig in der heutigen Zeit. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schieder.) – Ja, aber trotzdem. Sie wissen ja ganz genau, Sie sind kein U-Bahn-Fahrer, sondern Sie fahren mit Chauffeur und Auto, also werden Sie die Sicherheit auch nicht vermissen.
Abg. Schieder: Frechheit!
Das Nächste ist die Pannenserie. (Abg. Schieder: Frechheit!) – Frechheit ist ganz etwas anderes! (Abg. Schieder: Ich fahre mit der U-Bahn!) – Na ja, Sie wissen nicht einmal, wo die nächste U-Bahn-Station ist, also hören Sie auf! (Beifall bei der FPÖ.) So viel zu Ihrem U-Bahn-Fahren, aber egal.
Abg. Schieder: Ich fahre mit der U-Bahn!
Das Nächste ist die Pannenserie. (Abg. Schieder: Frechheit!) – Frechheit ist ganz etwas anderes! (Abg. Schieder: Ich fahre mit der U-Bahn!) – Na ja, Sie wissen nicht einmal, wo die nächste U-Bahn-Station ist, also hören Sie auf! (Beifall bei der FPÖ.) So viel zu Ihrem U-Bahn-Fahren, aber egal.
Beifall bei der FPÖ.
Das Nächste ist die Pannenserie. (Abg. Schieder: Frechheit!) – Frechheit ist ganz etwas anderes! (Abg. Schieder: Ich fahre mit der U-Bahn!) – Na ja, Sie wissen nicht einmal, wo die nächste U-Bahn-Station ist, also hören Sie auf! (Beifall bei der FPÖ.) So viel zu Ihrem U-Bahn-Fahren, aber egal.
Abg. Matznetter: Keine Ahnung!
Jetzt ist es schon spät und ich möchte Sie nicht länger aufhalten, aber Sie werden doch eines zugeben können: Der Rechnungshof hat immer … (Abg. Matznetter: Keine Ahnung!) – Was regen Sie sich ständig auf? Sie haben ja nicht einmal als Finanzstaatssekretär etwas weitergebracht, und jetzt sitzen Sie da und regen sich schon wieder auf! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Jetzt ist es schon spät und ich möchte Sie nicht länger aufhalten, aber Sie werden doch eines zugeben können: Der Rechnungshof hat immer … (Abg. Matznetter: Keine Ahnung!) – Was regen Sie sich ständig auf? Sie haben ja nicht einmal als Finanzstaatssekretär etwas weitergebracht, und jetzt sitzen Sie da und regen sich schon wieder auf! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Gerstl! Ich weiß nicht, was ich zu den U-Bahnen sagen soll. Sie haben kaum über die Bedeutung der Wiener U-Bahnen gesprochen. Ich darf vielleicht abschließend noch einen konstruktiven Vorschlag machen, einen lösungsorientierten Vorschlag: Vielleicht könnte man die Finanzierung der Eröffnungsfeierlichkeiten anders regeln. In Niederösterreich wird ja beinahe jeder Zebrastreifen oder jeder Kreisverkehr eröffnet. Vielleicht könnte die Dr.-Erwin-Pröll-Privatstiftung die Finanzierung dieser Feierlichkeiten übernehmen. Wien ist ja umgeben von Niederösterreich, liegt im Herzen Niederösterreichs. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, über die Privatstiftung diese Finanzierungskosten zu übernehmen; dann sollte es auch keine Probleme mehr mit der Buchhaltung geben. Das wäre durchaus auch für den ländlichen Raum eine gute Entwicklung und das Geld wäre sinnvoll eingesetzt und würde nicht irgendwo auf Konten dahinvegetieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
auch nach Eisenstadt im Burgenland selbst, aber auch nach St. Pölten. Das ist insofern ein Best-Practice-Beispiel, als dadurch auch die Autobahn, die Straße entlastet wird; das heißt, immer mehr Menschen – und das sieht man auch in der Statistik – benützen die tollen öffentlichen Verkehrsangebote, seien es jene der Bahn oder des Busses. Das schafft nicht nur Entlastung auf Bundesstraßen und Autobahnen, sondern reduziert auch den CO2-Ausstoß und ist so ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz in Österreich. Daher ein Dankeschön für die tollen Verbindungen des öffentlichen Verkehrs! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Diese Zahlen sprechen für sich. Ich möchte aber auch noch in Erinnerung rufen, dass das Top-Jugendticket ein tolles Angebot für Jugendliche, Schüler und Studenten ist, mit 60 € sind sie innerhalb des gesamten Bereiches des Verkehrsverbundes Ost-Region mobil. Damit schafft man auch die Möglichkeit, dass Jugendliche am Wochenende nicht mit dem privaten PKW fahren müssen und auch nicht Gefahr laufen, bei zu viel Alkoholkonsum in Verkehrskontrollen zu geraten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren, alles Gute für den Verkehrsverbund! Frau Rechnungshofpräsidentin, nochmals danke schön für den Bericht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist eine hochinteressante Entwicklung, Frau Präsidentin! Deshalb ist es gut, dass es den Bundesrechnungshof gibt, der diese Sachen prüft. Ich bedanke mich herzlichst. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Jetzt sind wir schon zu mitternächtlicher Zeit, darum höre ich jetzt auf. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.) Ich möchte Ihnen nur noch einmal ins Gewissen reden: Denken Sie bei diesen Projekten an die Finanzierungskosten! Der Rechnungshof weist zwar darauf hin, nur Sie bedenken es oft nicht. Und: Die verkehrspolitischen Maßnahmen sind das Zentrale. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Fekter.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Fekter.
Jetzt sind wir schon zu mitternächtlicher Zeit, darum höre ich jetzt auf. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.) Ich möchte Ihnen nur noch einmal ins Gewissen reden: Denken Sie bei diesen Projekten an die Finanzierungskosten! Der Rechnungshof weist zwar darauf hin, nur Sie bedenken es oft nicht. Und: Die verkehrspolitischen Maßnahmen sind das Zentrale. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Fekter.)