Eckdaten:
Für die 167. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1032 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Allgemeiner Beifall.
Mein Gruß gilt auch den Damen und Herren von den Medien, den Damen und Herren zu Hause vor den Fernsehgeräten und den Schülerinnen und Schülern aus Salzburg auf der Galerie. Herzlich willkommen bei uns im Parlament! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Michael Hammer: Er kommt eh heute!
Im Zuge der letzten Präsidiale ist ausgemacht worden, dass man den Kontakt zum Herrn Bundeskanzler suchen wird – Kollege Scherak hat das, glaube ich, auch vorgeschlagen –, ich höre nur heute nichts davon. (Abg. Michael Hammer: Er kommt eh heute!) Wir wissen nicht, wie wir damit umgehen sollen, Herr Präsident. Ich würde mir von Ihnen schon erwarten, dass Sie als Präsident des Hauses auf den Bundeskanzler zugehen und sagen, dass das Interpellationsrecht entsprechend eingehalten gehört, dass er einmal klar sagen soll, was Sache ist und wie man da weiter vorgeht. Das ist alles nicht passiert.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Scherak.
Deswegen, Herr Präsident, möchte ich den Antrag stellen, in der nächsten Präsidiale noch einmal auf dieses Gutachten einzugehen, noch einmal darauf zu replizieren, dass unsere Anfrage nicht beantwortet worden ist, dass das Parlament hinsichtlich des Interpellationsrechtes mit Füßen getreten worden ist. Ich erwarte mir von Ihnen, Herr Präsident, dass Sie diese Sache endlich einer Klärung zuführen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei SPÖ und FPÖ.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Das, was der Herr Kollege angesprochen hat, ist ja meines Erachtens ein gutes Beispiel für etwas, das schon symptomatisch dafür ist, dass diese Regierung weder etwas im Griff noch einen Plan hat: Sie kann nicht einmal mehr vernünftig Fragen beantworten. (Beifall bei SPÖ und FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Vielleicht sind die Fragen nicht vernünftig! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das ist natürlich schon für das ganze Land bedenklich. (Ruf bei der ÖVP: Vielleicht sind die Fragen nicht vernünftig! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Menschen vertrauen dieser Regierung nicht mehr, die Menschen können sich diese Regierung nicht mehr leisten, und diese Regierung ist auch nicht in der Lage, die Probleme zu lösen.
Beifall bei SPÖ und FPÖ.
Wenn wir jetzt zurückkommen zu dem, was Kollege Hafenecker gesagt hat, so bin ich auch der Meinung, dass eine derartige Anfragebeantwortung am Ende mangelnder Respekt vor den Menschen in Österreich ist, deren Vertreter wir hier im Nationalrat sind. Ich würde Sie auch ersuchen, Herr Präsident, das nicht einfach so hinzunehmen und in Zukunft dafür zu sorgen, dass diese Dinge gleich beantwortet werden und dass es nicht Stehpräsidialen und Ähnliches braucht. – Herzlichen Dank. (Beifall bei SPÖ und FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Das erste Sommerloch!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Gibt es noch eine Wortmeldung? – Bitte, Herr Abgeordneter Scherak. (Ruf bei der ÖVP: Das erste Sommerloch!)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Was ich mir wünschen würde und was ich mir erwarten würde, ist, dass das Bundeskanzleramt hier rasch Antworten gibt, und ich würde Sie bitten, dass Sie vielleicht noch einmal nachfragen, wann denn das Bundeskanzleramt gedenkt, hier die Antworten nachzuliefern. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Also vielleicht eingangs noch: Bei der FPÖ schaut es aus wie bei einem Nudelsieb. Also wenn Sie einfordern, dass die Regierungsmitglieder kommen, dann schauen Sie einmal, dass Ihre Abgeordneten bei der Sitzung da sind – mit Klubobmann Kickl an der Spitze, der fehlt nämlich regelmäßig im Parlament. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Doppelbauer
von insgesamt 50 Milliarden Euro in den nächsten Jahren auf den Weg gebracht. Heuer sind es rund 10 Milliarden Euro, die den Menschen zur Verfügung gestellt werden (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer), und zwar sind das Soforthilfen. Das ist Geld, das zum Teil schon auf den Konten der Bürgerinnen und Bürger ist, und das ist Geld, das in den nächsten Wochen und Monaten überwiesen wird.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir helfen rasch, wir helfen wirkungsvoll und wir helfen zielgerichtet. Das ist die Aufgabe, die wir hier wahrnehmen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Nix!
Was heißt das jetzt für die Menschen in diesem Land? (Ruf bei der SPÖ: Nix!) – Ich möchte noch einmal die einzelnen Eckpunkte darlegen. Wir haben noch einmal 300 Euro für sozial Schwächere, für MindestpensionistInnen, für Arbeitslose, für jene Menschen, die sehr niedrige Einkommen beziehen, auf den Weg gebracht. 300 Euro sind bereits überwiesen, 300 Euro kommen noch einmal dazu.
Abg. Krainer: ... in einem Jahr!
Was kommt jetzt über den Sommer dazu? – 180 Euro für jedes Kind zusätzlich, ausbezahlt im August; das sind bei zwei Kindern bekannterweise 360 Euro. 500 Euro als erhöhter Absetzbetrag für Pensionistinnen und Pensionisten (Abg. Krainer: ... in einem Jahr!) werden Anfang September ausbezahlt, vor allem für Einkommen zwischen 1 000 und 2 000 Euro brutto. Es war uns besonders wichtig, auch da die niedrigen Einkommen vor allem zu unterstützen. Der Familienbonus wurde von 1 500 auf 2 000 Euro angehoben, auch der Kindermehrbetrag von 250 auf 550 Euro. Dann kommt das große Paket mit Ökobonus und mit dem Bonus gegen die Teuerung von 500 Euro für jede Österreicherin und jeden Österreicher (Zwischenruf bei der SPÖ) und pro Kind 250 Euro dazu.
Zwischenruf bei der SPÖ
Was kommt jetzt über den Sommer dazu? – 180 Euro für jedes Kind zusätzlich, ausbezahlt im August; das sind bei zwei Kindern bekannterweise 360 Euro. 500 Euro als erhöhter Absetzbetrag für Pensionistinnen und Pensionisten (Abg. Krainer: ... in einem Jahr!) werden Anfang September ausbezahlt, vor allem für Einkommen zwischen 1 000 und 2 000 Euro brutto. Es war uns besonders wichtig, auch da die niedrigen Einkommen vor allem zu unterstützen. Der Familienbonus wurde von 1 500 auf 2 000 Euro angehoben, auch der Kindermehrbetrag von 250 auf 550 Euro. Dann kommt das große Paket mit Ökobonus und mit dem Bonus gegen die Teuerung von 500 Euro für jede Österreicherin und jeden Österreicher (Zwischenruf bei der SPÖ) und pro Kind 250 Euro dazu.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Eine Pensionistin mit 1 800 Euro brutto bekommt im heurigen Jahr 1 611 Euro, 1 611 Euro, wenn man alle Positionen zusammenzählt – 1 600 Euro! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Leichtfried: Ja, genau! Und noch ein Gschichterl vielleicht! „Max und Susanne“! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Eine Familie, Max und Susanne, Einkommen 1 500 Euro brutto. (Abg. Leichtfried: Ja, genau! Und noch ein Gschichterl vielleicht! „Max und Susanne“! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Herr Kollege Leichtfried, wissen Sie, was beschämend ist? (Abg. Leichtfried: Ja, Ihre Rede! Ihre Rede ist beschämend!) – Dass die SPÖ diesen Maßnahmen nicht zustimmt. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Leichtfried: Ja, Ihre Rede! Ihre Rede ist beschämend!
Eine Familie, Max und Susanne, Einkommen 1 500 Euro brutto. (Abg. Leichtfried: Ja, genau! Und noch ein Gschichterl vielleicht! „Max und Susanne“! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Herr Kollege Leichtfried, wissen Sie, was beschämend ist? (Abg. Leichtfried: Ja, Ihre Rede! Ihre Rede ist beschämend!) – Dass die SPÖ diesen Maßnahmen nicht zustimmt. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Eine Familie, Max und Susanne, Einkommen 1 500 Euro brutto. (Abg. Leichtfried: Ja, genau! Und noch ein Gschichterl vielleicht! „Max und Susanne“! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Herr Kollege Leichtfried, wissen Sie, was beschämend ist? (Abg. Leichtfried: Ja, Ihre Rede! Ihre Rede ist beschämend!) – Dass die SPÖ diesen Maßnahmen nicht zustimmt. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Rendi-Wagner: Weil Sie ...!
Die SPÖ (eine Tafel mit der Aufschrift „Abstimmungsverhalten Anti-Teuerungspaket“ und einer Tabelle in die Höhe haltend) stimmt nicht zu bei plus 300 Euro für Mindestpensionisten. Die FPÖ stimmt nicht zu beim Kindermehrbetrag. Das ist beschämend, meine Damen und Herren! Das ist wirklich beschämend. Und das können Sie auch nicht erklären! Warum stimmen Sie nicht zu (Abg. Rendi-Wagner: Weil Sie ...!), dass eine Mindestpensionistin 2 000 Euro mehr bekommt? – Das müssen Sie einmal Ihrem Pensionistenverband erklären. Da habt ihr Erklärungsbedarf, meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie Bravoruf der Abg. Steinacker.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie Bravoruf der Abg. Steinacker.
Die SPÖ (eine Tafel mit der Aufschrift „Abstimmungsverhalten Anti-Teuerungspaket“ und einer Tabelle in die Höhe haltend) stimmt nicht zu bei plus 300 Euro für Mindestpensionisten. Die FPÖ stimmt nicht zu beim Kindermehrbetrag. Das ist beschämend, meine Damen und Herren! Das ist wirklich beschämend. Und das können Sie auch nicht erklären! Warum stimmen Sie nicht zu (Abg. Rendi-Wagner: Weil Sie ...!), dass eine Mindestpensionistin 2 000 Euro mehr bekommt? – Das müssen Sie einmal Ihrem Pensionistenverband erklären. Da habt ihr Erklärungsbedarf, meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie Bravoruf der Abg. Steinacker.)
Abg. Leichtfried: Stellen Sie einmal vor, den Max und die Susanne! Die täten wir gern kennenlernen!
Wir verstehen auch nicht, warum die Freiheitlichen, die im mittleren Sektor immer noch reduziert dasitzen (Abg. Leichtfried: Stellen Sie einmal vor, den Max und die Susanne! Die täten wir gern kennenlernen!), einem erhöhten Familienbonus nicht zustimmen, den wir gemeinsam beschlossen haben. Wir haben den Familienbonus gemeinsam mit 1 500 Euro eingeführt, jetzt heben wir ihn auf 2 000 Euro an. (Abg. Leichtfried: Sie mit Ihren fiktiven Beispielen, die irgendein Ministerium ausgerechnet hat!) Also das müsst ihr einmal erklären! (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Abg. Leichtfried: Reden Sie einmal mit den echten Menschen! Wäre gescheiter! Täte Ihnen nicht schaden!) Was bei 1 500 Euro gut ist, kann doch bei 2 000 Euro pro Kind nicht schlecht sein! Wir haben das gemeinsam eingeführt. Und der zusätzlichen Familienbeihilfe von 180 Euro, die ihr ständig fordert, stimmt ihr nicht zu. Das ist unerklärlich. Man ist einfach aus Prinzip dagegen und beteiligt sich nicht an diesen Maßnahmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Leichtfried: Sie mit Ihren fiktiven Beispielen, die irgendein Ministerium ausgerechnet hat!
Wir verstehen auch nicht, warum die Freiheitlichen, die im mittleren Sektor immer noch reduziert dasitzen (Abg. Leichtfried: Stellen Sie einmal vor, den Max und die Susanne! Die täten wir gern kennenlernen!), einem erhöhten Familienbonus nicht zustimmen, den wir gemeinsam beschlossen haben. Wir haben den Familienbonus gemeinsam mit 1 500 Euro eingeführt, jetzt heben wir ihn auf 2 000 Euro an. (Abg. Leichtfried: Sie mit Ihren fiktiven Beispielen, die irgendein Ministerium ausgerechnet hat!) Also das müsst ihr einmal erklären! (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Abg. Leichtfried: Reden Sie einmal mit den echten Menschen! Wäre gescheiter! Täte Ihnen nicht schaden!) Was bei 1 500 Euro gut ist, kann doch bei 2 000 Euro pro Kind nicht schlecht sein! Wir haben das gemeinsam eingeführt. Und der zusätzlichen Familienbeihilfe von 180 Euro, die ihr ständig fordert, stimmt ihr nicht zu. Das ist unerklärlich. Man ist einfach aus Prinzip dagegen und beteiligt sich nicht an diesen Maßnahmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Abg. Leichtfried: Reden Sie einmal mit den echten Menschen! Wäre gescheiter! Täte Ihnen nicht schaden!
Wir verstehen auch nicht, warum die Freiheitlichen, die im mittleren Sektor immer noch reduziert dasitzen (Abg. Leichtfried: Stellen Sie einmal vor, den Max und die Susanne! Die täten wir gern kennenlernen!), einem erhöhten Familienbonus nicht zustimmen, den wir gemeinsam beschlossen haben. Wir haben den Familienbonus gemeinsam mit 1 500 Euro eingeführt, jetzt heben wir ihn auf 2 000 Euro an. (Abg. Leichtfried: Sie mit Ihren fiktiven Beispielen, die irgendein Ministerium ausgerechnet hat!) Also das müsst ihr einmal erklären! (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Abg. Leichtfried: Reden Sie einmal mit den echten Menschen! Wäre gescheiter! Täte Ihnen nicht schaden!) Was bei 1 500 Euro gut ist, kann doch bei 2 000 Euro pro Kind nicht schlecht sein! Wir haben das gemeinsam eingeführt. Und der zusätzlichen Familienbeihilfe von 180 Euro, die ihr ständig fordert, stimmt ihr nicht zu. Das ist unerklärlich. Man ist einfach aus Prinzip dagegen und beteiligt sich nicht an diesen Maßnahmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir verstehen auch nicht, warum die Freiheitlichen, die im mittleren Sektor immer noch reduziert dasitzen (Abg. Leichtfried: Stellen Sie einmal vor, den Max und die Susanne! Die täten wir gern kennenlernen!), einem erhöhten Familienbonus nicht zustimmen, den wir gemeinsam beschlossen haben. Wir haben den Familienbonus gemeinsam mit 1 500 Euro eingeführt, jetzt heben wir ihn auf 2 000 Euro an. (Abg. Leichtfried: Sie mit Ihren fiktiven Beispielen, die irgendein Ministerium ausgerechnet hat!) Also das müsst ihr einmal erklären! (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Abg. Leichtfried: Reden Sie einmal mit den echten Menschen! Wäre gescheiter! Täte Ihnen nicht schaden!) Was bei 1 500 Euro gut ist, kann doch bei 2 000 Euro pro Kind nicht schlecht sein! Wir haben das gemeinsam eingeführt. Und der zusätzlichen Familienbeihilfe von 180 Euro, die ihr ständig fordert, stimmt ihr nicht zu. Das ist unerklärlich. Man ist einfach aus Prinzip dagegen und beteiligt sich nicht an diesen Maßnahmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Leichtfried: Wo ist jetzt der Max? Wir täten den Max gern kennenlernen!
Um das Beispiel mit der Familie auch zu Ende zu sagen: zwei Kinder, zehn und 14 Jahre (Abg. Leichtfried: Wo ist jetzt der Max? Wir täten den Max gern kennenlernen!), Einkommen der Eltern 1 500 und 2 500 Euro brutto, Entlastung im Jahr 2022 2 865 Euro (Abg. Leichtfried: Den fiktiven Max!) – alleine im Jahr 2022 (Abg. Steinacker: Erklär uns lieber, warum du nicht mitstimmst!) 2 865 Euro!
Abg. Leichtfried: Den fiktiven Max!
Um das Beispiel mit der Familie auch zu Ende zu sagen: zwei Kinder, zehn und 14 Jahre (Abg. Leichtfried: Wo ist jetzt der Max? Wir täten den Max gern kennenlernen!), Einkommen der Eltern 1 500 und 2 500 Euro brutto, Entlastung im Jahr 2022 2 865 Euro (Abg. Leichtfried: Den fiktiven Max!) – alleine im Jahr 2022 (Abg. Steinacker: Erklär uns lieber, warum du nicht mitstimmst!) 2 865 Euro!
Abg. Steinacker: Erklär uns lieber, warum du nicht mitstimmst!
Um das Beispiel mit der Familie auch zu Ende zu sagen: zwei Kinder, zehn und 14 Jahre (Abg. Leichtfried: Wo ist jetzt der Max? Wir täten den Max gern kennenlernen!), Einkommen der Eltern 1 500 und 2 500 Euro brutto, Entlastung im Jahr 2022 2 865 Euro (Abg. Leichtfried: Den fiktiven Max!) – alleine im Jahr 2022 (Abg. Steinacker: Erklär uns lieber, warum du nicht mitstimmst!) 2 865 Euro!
Abg. Leichtfried: Wie heißt die? Können wir den Namen haben?
Eine alleinerziehende Mutter aus Wien mit einem Kind, das vier Jahre alt ist, Teilzeitangestellte (Abg. Leichtfried: Wie heißt die? Können wir den Namen haben?), 800 Euro Bruttoverdienst, erhält im heurigen Jahr 1 682 Euro.
Abg. Leichtfried: Ja, genau! Eine Mehrheit ist europaweit einzigartig!
Meine Damen und Herren! Es ist europaweit einzigartig (Abg. Leichtfried: Ja, genau! Eine Mehrheit ist europaweit einzigartig!), welche Entlastungsmaßnahmen wir hier auf den Weg bringen. Das Geld kommt direkt bei den Menschen an. Das sind Soforthilfen, die rasch helfen, und das ist auch das Ziel dieser Maßnahmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Es ist europaweit einzigartig (Abg. Leichtfried: Ja, genau! Eine Mehrheit ist europaweit einzigartig!), welche Entlastungsmaßnahmen wir hier auf den Weg bringen. Das Geld kommt direkt bei den Menschen an. Das sind Soforthilfen, die rasch helfen, und das ist auch das Ziel dieser Maßnahmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Leichtfried: Wer ist jetzt der Max?
Darüber hinaus haben wir die Abschaffung der kalten Progression auf den Weg gebracht, eine langjährige Forderung auch hier im Haus. (Abg. Leichtfried: Wer ist jetzt der Max?) Die Abschaffung der kalten Progression zu 100 Prozent (Abg. Leichtfried: Wir würden den Max gern kennenlernen!), zwei Drittel auf die Tarifstufen, ein Drittel sozusagen (Abg. Michael Hammer: Er dich nicht! – Abg. Leichtfried: Ich glaub schon! – Abg. Michael Hammer: Max will dich nicht kennenlernen! – Abg. Leichtfried: Der wäre sehr interessiert!) für soziale Aufwendungen oder für Familienleistungen, damit man da auch gestalten kann; aber es muss das gesamte Geld zurückgegeben werden. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wir valorisieren die Familien- und Sozialleistungen, wir senken die Lohnnebenkosten um 0,3 Prozent, damit wir auch die Wirtschaft unterstützen. (Beifall des Abg. Hörl.) Wir haben ein eigenes Paket für die Bauern mit 110 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Das bedeutet pro Betrieb rund 1 000 Euro zusätzlich, um die Teuerung abfedern zu können. Aber auch alle anderen Maßnahmen betreffen die Wirtschaft und in die Landwirtschaft. Es gibt eine Strompreiskompensation, einen Direktzuschuss zur Entlastung energieintensiver Unternehmen, und die Auszahlung einer steuer- und abgabenbefreiten Prämie von bis zu 3 000 Euro pro Mitarbeiter ist in den nächsten beiden Jahren möglich, damit die Unternehmen abgabenbefreit Geld
Abg. Leichtfried: Wir würden den Max gern kennenlernen!
Darüber hinaus haben wir die Abschaffung der kalten Progression auf den Weg gebracht, eine langjährige Forderung auch hier im Haus. (Abg. Leichtfried: Wer ist jetzt der Max?) Die Abschaffung der kalten Progression zu 100 Prozent (Abg. Leichtfried: Wir würden den Max gern kennenlernen!), zwei Drittel auf die Tarifstufen, ein Drittel sozusagen (Abg. Michael Hammer: Er dich nicht! – Abg. Leichtfried: Ich glaub schon! – Abg. Michael Hammer: Max will dich nicht kennenlernen! – Abg. Leichtfried: Der wäre sehr interessiert!) für soziale Aufwendungen oder für Familienleistungen, damit man da auch gestalten kann; aber es muss das gesamte Geld zurückgegeben werden. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wir valorisieren die Familien- und Sozialleistungen, wir senken die Lohnnebenkosten um 0,3 Prozent, damit wir auch die Wirtschaft unterstützen. (Beifall des Abg. Hörl.) Wir haben ein eigenes Paket für die Bauern mit 110 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Das bedeutet pro Betrieb rund 1 000 Euro zusätzlich, um die Teuerung abfedern zu können. Aber auch alle anderen Maßnahmen betreffen die Wirtschaft und in die Landwirtschaft. Es gibt eine Strompreiskompensation, einen Direktzuschuss zur Entlastung energieintensiver Unternehmen, und die Auszahlung einer steuer- und abgabenbefreiten Prämie von bis zu 3 000 Euro pro Mitarbeiter ist in den nächsten beiden Jahren möglich, damit die Unternehmen abgabenbefreit Geld
Abg. Michael Hammer: Er dich nicht! – Abg. Leichtfried: Ich glaub schon! – Abg. Michael Hammer: Max will dich nicht kennenlernen! – Abg. Leichtfried: Der wäre sehr interessiert!
Darüber hinaus haben wir die Abschaffung der kalten Progression auf den Weg gebracht, eine langjährige Forderung auch hier im Haus. (Abg. Leichtfried: Wer ist jetzt der Max?) Die Abschaffung der kalten Progression zu 100 Prozent (Abg. Leichtfried: Wir würden den Max gern kennenlernen!), zwei Drittel auf die Tarifstufen, ein Drittel sozusagen (Abg. Michael Hammer: Er dich nicht! – Abg. Leichtfried: Ich glaub schon! – Abg. Michael Hammer: Max will dich nicht kennenlernen! – Abg. Leichtfried: Der wäre sehr interessiert!) für soziale Aufwendungen oder für Familienleistungen, damit man da auch gestalten kann; aber es muss das gesamte Geld zurückgegeben werden. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wir valorisieren die Familien- und Sozialleistungen, wir senken die Lohnnebenkosten um 0,3 Prozent, damit wir auch die Wirtschaft unterstützen. (Beifall des Abg. Hörl.) Wir haben ein eigenes Paket für die Bauern mit 110 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Das bedeutet pro Betrieb rund 1 000 Euro zusätzlich, um die Teuerung abfedern zu können. Aber auch alle anderen Maßnahmen betreffen die Wirtschaft und in die Landwirtschaft. Es gibt eine Strompreiskompensation, einen Direktzuschuss zur Entlastung energieintensiver Unternehmen, und die Auszahlung einer steuer- und abgabenbefreiten Prämie von bis zu 3 000 Euro pro Mitarbeiter ist in den nächsten beiden Jahren möglich, damit die Unternehmen abgabenbefreit Geld
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Darüber hinaus haben wir die Abschaffung der kalten Progression auf den Weg gebracht, eine langjährige Forderung auch hier im Haus. (Abg. Leichtfried: Wer ist jetzt der Max?) Die Abschaffung der kalten Progression zu 100 Prozent (Abg. Leichtfried: Wir würden den Max gern kennenlernen!), zwei Drittel auf die Tarifstufen, ein Drittel sozusagen (Abg. Michael Hammer: Er dich nicht! – Abg. Leichtfried: Ich glaub schon! – Abg. Michael Hammer: Max will dich nicht kennenlernen! – Abg. Leichtfried: Der wäre sehr interessiert!) für soziale Aufwendungen oder für Familienleistungen, damit man da auch gestalten kann; aber es muss das gesamte Geld zurückgegeben werden. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wir valorisieren die Familien- und Sozialleistungen, wir senken die Lohnnebenkosten um 0,3 Prozent, damit wir auch die Wirtschaft unterstützen. (Beifall des Abg. Hörl.) Wir haben ein eigenes Paket für die Bauern mit 110 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Das bedeutet pro Betrieb rund 1 000 Euro zusätzlich, um die Teuerung abfedern zu können. Aber auch alle anderen Maßnahmen betreffen die Wirtschaft und in die Landwirtschaft. Es gibt eine Strompreiskompensation, einen Direktzuschuss zur Entlastung energieintensiver Unternehmen, und die Auszahlung einer steuer- und abgabenbefreiten Prämie von bis zu 3 000 Euro pro Mitarbeiter ist in den nächsten beiden Jahren möglich, damit die Unternehmen abgabenbefreit Geld
Beifall des Abg. Hörl.
Darüber hinaus haben wir die Abschaffung der kalten Progression auf den Weg gebracht, eine langjährige Forderung auch hier im Haus. (Abg. Leichtfried: Wer ist jetzt der Max?) Die Abschaffung der kalten Progression zu 100 Prozent (Abg. Leichtfried: Wir würden den Max gern kennenlernen!), zwei Drittel auf die Tarifstufen, ein Drittel sozusagen (Abg. Michael Hammer: Er dich nicht! – Abg. Leichtfried: Ich glaub schon! – Abg. Michael Hammer: Max will dich nicht kennenlernen! – Abg. Leichtfried: Der wäre sehr interessiert!) für soziale Aufwendungen oder für Familienleistungen, damit man da auch gestalten kann; aber es muss das gesamte Geld zurückgegeben werden. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wir valorisieren die Familien- und Sozialleistungen, wir senken die Lohnnebenkosten um 0,3 Prozent, damit wir auch die Wirtschaft unterstützen. (Beifall des Abg. Hörl.) Wir haben ein eigenes Paket für die Bauern mit 110 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Das bedeutet pro Betrieb rund 1 000 Euro zusätzlich, um die Teuerung abfedern zu können. Aber auch alle anderen Maßnahmen betreffen die Wirtschaft und in die Landwirtschaft. Es gibt eine Strompreiskompensation, einen Direktzuschuss zur Entlastung energieintensiver Unternehmen, und die Auszahlung einer steuer- und abgabenbefreiten Prämie von bis zu 3 000 Euro pro Mitarbeiter ist in den nächsten beiden Jahren möglich, damit die Unternehmen abgabenbefreit Geld
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben ausschütten können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich bin gespannt, meine Damen und Herren, ob Sie morgen wenigstens zur Einsicht kommen und diesem Pflegepaket auch zustimmen werden. – Ah, Leichtfried schüttelt schon den Kopf. Was soll man von dieser Partei auch anderes erwarten? Sie stimmen nicht zu bei Soforthilfemaßnahmen, sie stimmen nicht zu, wenn wir die Menschen rasch und wirkungsvoll unterstützen, und sie stimmen auch nicht zu, wenn wir das Pflegepersonal und die pflegenden Angehörigen unterstützen. Das ist die Sozialdemokratie. Das hat mit sozial nichts mehr zu tun. Die soziale Kälte ist in dieser Partei eingekehrt (Zwischenrufe bei der SPÖ), das darf ich Ihnen sagen.
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Wir von dieser Bundesregierung arbeiten für die Menschen in diesem Land. Wir helfen rasch und wirkungsvoll, weil das unsere Aufgabe ist, weil wir wissen, dass die Menschen unter den derzeitigen Teuerungen stöhnen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wir helfen ihnen rasch, weil wir unsere Verantwortung auch wahrnehmen. Das ist unsere Aufgabe. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir von dieser Bundesregierung arbeiten für die Menschen in diesem Land. Wir helfen rasch und wirkungsvoll, weil das unsere Aufgabe ist, weil wir wissen, dass die Menschen unter den derzeitigen Teuerungen stöhnen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wir helfen ihnen rasch, weil wir unsere Verantwortung auch wahrnehmen. Das ist unsere Aufgabe. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Leichtfried: Der echte Max sitzt bei uns! – Abg. Steinacker: Sehr witzig! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist der Bundesminister für Finanzen. – Bitte. (Abg. Leichtfried: Der echte Max sitzt bei uns! – Abg. Steinacker: Sehr witzig! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Wurm: EZB!
Bevor man über mögliche Maßnahmen diskutiert, sollte man sich vielleicht auch die Ursachen für die Höhe der Inflation anschauen, wenn man seriös ist. Im Wesentlichen gibt es drei Gründe dafür. (Abg. Wurm: EZB!) – Ich weiß, es kommt dann immer noch ein vierter Grund vonseiten der Freiheitlichen dazu, aber im Wesentlichen sind es drei Gründe.
Abg. Hauser: Aufgrund der Coronapolitik! Alles selbst verursacht durch die schlechte Politik!
Zweitens, das ist ein ganz aktueller Grund: die weltweiten Engpässe, die wir aufgrund der unterbrochenen Lieferketten auch spüren. (Abg. Hauser: Aufgrund der Coronapolitik! Alles selbst verursacht durch die schlechte Politik!) Wer hätte gedacht, dass ein quer stehendes Schiff im Sueskanal oder ein geschlossener Hafen in Shanghai solche Auswirkungen auf die Lieferketten und auf die Wirtschaft insgesamt hat?
Beifall bei ÖVP und Grünen.
In anderen Staaten diskutiert man derzeit, ob man im Herbst gewisse Maßnahmen in den Parlamenten debattiert. Bei uns sind die meisten dieser Maßnahmen bereits beschlossen worden. Gestern gab es die Ankündigung in Deutschland, dass das Ökostrompauschale, also die EEG-Umlage, bei uns Ökostrompauschale und Ökostromförderbeitrag, jetzt abgeschafft wird. Bei uns ist das im Hohen Haus bereits im Frühjahr beschlossen worden. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Angerer: Und welchen Einfluss haben die Maßnahmen auf die Preise und die Inflation?
Das sind Unterschiede, die man einfach zur Kenntnis nehmen muss. Was die Geschwindigkeit betrifft, sind wir ganz vorne mit dabei, und ich glaube, das ist auch gut und wichtig so, dass das Parlament so schnell und so intensiv reagiert hat. (Abg. Angerer: Und welchen Einfluss haben die Maßnahmen auf die Preise und die Inflation?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es reicht auch nicht aus, einfach den Geldhahn aufzudrehen. Man muss sich das schon ein bisschen seriöser anschauen. Viele Ideen, die im Raum stehen und diskutiert worden sind, haben auch weitreichende volkswirtschaftliche Konsequenzen, und diese Konsequenzen müssen wir als verantwortungsvolle Politiker bei all diesen Entscheidungen, die jetzt notwendig sind, schon auch immer mitberücksichtigen, weil falsch gesetzte Maßnahmen auch dazu führen können, dass Entlastungsschritte entweder gar nicht bei den Menschen ankommen oder sogar inflationstreibend wirken, und das wäre der falsche Weg. Wir müssen ganz genau schauen, welche Auswirkungen die Maßnahmen auf welche Bevölkerungsgruppen, auf welche Einkommensgruppen, aber eben auch auf die Wirtschaft insgesamt, auf die Arbeitsplatzsituation haben. Das ist Aufgabe einer verantwortungsvollen Politik. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Man muss sich bei allen Maßnahmen immer fragen: Was bringen sie den Menschen unmittelbar, wird die Entlastung auch ankommen? Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Bei manchen Vorschlägen, die kommen, ist das eben nicht der Fall. Was kommt wirklich oder vielleicht nur zum Teil an? Welche Maßnahmen kommen vor allem schnell an? Die Geschwindigkeit ist in diesen herausfordernden Zeiten ganz wichtig. Und auch: Welche Maßnahmen braucht es strukturell? Das eine sind die kurzfristigen Maßnahmen, die kurzfristigen Unterstützungen, und das andere sind die strukturellen Reformen. Wenn es um diese Fragen geht, dann hören wir ganz intensiv auf die Wirtschaftsforscherinnen und Wirtschaftsforscher, auf die Experten, weil es wichtig ist, faktenbasierte Politik zu machen und sich nicht vielleicht für das zu entscheiden, was gerade populär oder sogar populistisch klingt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Was noch dazukommt – der Herr Klubobmann hat es angesprochen – ist die ökosoziale Steuerreform, die wirksam ist. Sie ist 18 Milliarden Euro schwer und wirkt jetzt bei den Menschen unmittelbar, kommt unmittelbar bei den Menschen an. Das sind natürlich vor allem auch Steuererleichterungen für Familien, und das ist ganz entscheidend, weil die Familien intensiv unter diesen Teuerungen leiden. Österreich ist da auch eines der wenigen Länder in Europa, das trotz dieser schwierigen Zeiten eine Steuerreform durchgezogen hat. Viele andere europäische Staaten haben aufgrund der Situation Steuerreformen wieder abgesagt. Wir haben sie durchgezogen, weil die Menschen entlastet werden müssen, weil die Wirtschaft entlastet werden muss. Ich glaube, das war auch ein richtiger Schritt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich denke, unser Weg ist ein Weg mit Hausverstand: dass wir zwei Drittel automatisiert machen und bei einem Drittel aber noch Spielraum haben, um sozial umzuverteilen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Das ist verpflichtend, das ist gesetzlich vorgeschrieben, das muss zurückgegeben werden. Deswegen: ja, 100-prozentige Abschaffung der kalten Progression, aber mit einem sozialen Ausgleich. Ich glaube, das spricht für sich, das ist fair und das ist auch Politik mit Hausverstand.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Mit der Abschaffung der kalten Progression und auch mit der Valorisierung der Sozialleistungen nehmen wir uns auch Spielraum. Ja, das stimmt, wir haben in Zukunft als Regierung auch weniger Spielraum, das ist klar, so fair muss man sein, aber es ist nicht unser Job, gerade in diesen Zeiten, uns zurückzulehnen und uns zu denken: Die zusätzlichen Steuereinnahmen, die wir jedes Jahr über die kalte Progression bekommen, die verteilen wir dann. – Es ist momentan keine Zeit für Bequemlichkeit. Es ist die Zeit für Fairness, ja, und darum müssen solche strukturellen Maßnahmen auch dringend auf den Weg gebracht werden, und ich bin froh, dass wir als Bundesregierung das nach 40 Jahren Diskussion jetzt endlich geschafft haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Insgesamt ist uns aus meiner Sicht mit diesem dritten Antiteuerungspaket ein sehr ausgewogenes Paket, ein sehr faires Paket, vor allem auch ein treffsicheres Paket gelungen. Mit diesen Maßnahmen helfen wir in einem ersten Schritt jenen Menschen, die es besonders notwendig haben, und dann verändern wir eben auch die Strukturen in Richtung mehr Fairness. 28 Milliarden Euro – ja, das ist sehr, sehr viel Geld, aber wir möchten den Menschen das zurückgeben, was ihnen die Teuerung nimmt. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Hauser: Durch eine verfehlte Politik! Das ist Ihnen schon klar?
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Fernsehgeräten, die unsere Sitzung mitverfolgen! Ja, diese Teuerung, mit der wir hier in Österreich derzeit zu kämpfen haben, ist nicht hausgemacht, sie ist importiert, und zwar importiert über enorm gestiegene Energie- und Rohstoffpreise. (Abg. Hauser: Durch eine verfehlte Politik! Das ist Ihnen schon klar?)
Abg. Scherak: Den Liberalen!
Das sieht nicht nur in Österreich eine Regierung aus ÖVP und Grünen so, das sieht beispielsweise eine linksliberale Bundesregierung in Deutschland – bestehend aus der SPD, aus den Grünen und aus den Freiheitlichen – nicht anders als wir hier in Österreich. (Abg. Scherak: Den Liberalen!) – Den Liberalen, den Freien Demokraten (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), danke für diese kleine Korrektur. (Abg. Wöginger: Nichts AfD!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen
Das sieht nicht nur in Österreich eine Regierung aus ÖVP und Grünen so, das sieht beispielsweise eine linksliberale Bundesregierung in Deutschland – bestehend aus der SPD, aus den Grünen und aus den Freiheitlichen – nicht anders als wir hier in Österreich. (Abg. Scherak: Den Liberalen!) – Den Liberalen, den Freien Demokraten (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), danke für diese kleine Korrektur. (Abg. Wöginger: Nichts AfD!)
Abg. Wöginger: Nichts AfD!
Das sieht nicht nur in Österreich eine Regierung aus ÖVP und Grünen so, das sieht beispielsweise eine linksliberale Bundesregierung in Deutschland – bestehend aus der SPD, aus den Grünen und aus den Freiheitlichen – nicht anders als wir hier in Österreich. (Abg. Scherak: Den Liberalen!) – Den Liberalen, den Freien Demokraten (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), danke für diese kleine Korrektur. (Abg. Wöginger: Nichts AfD!)
Abg. Hauser: Eine andere Politik wäre angesagt! Das wäre es!
Das heißt, meine Damen und Herren, was jetzt angesagt ist, sind Kompensationen für die Menschen, die unter dieser Teuerung leiden – für energieintensive Unternehmen genauso wie vor allem für Haushalte mit niedrigem oder mittlerem Einkommen. (Abg. Hauser: Eine andere Politik wäre angesagt! Das wäre es!) Wie es schon im Titel dieser Aktuellen Stunde heißt, geht es jetzt darum: „Rasche und wirkungsvolle Entlastung für die Menschen in schwierigen Zeiten!“ Oder wie der Herr Finanzminister gesagt hat: Jetzt ist die Zeit, an großen Schrauben zu drehen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Das heißt, meine Damen und Herren, was jetzt angesagt ist, sind Kompensationen für die Menschen, die unter dieser Teuerung leiden – für energieintensive Unternehmen genauso wie vor allem für Haushalte mit niedrigem oder mittlerem Einkommen. (Abg. Hauser: Eine andere Politik wäre angesagt! Das wäre es!) Wie es schon im Titel dieser Aktuellen Stunde heißt, geht es jetzt darum: „Rasche und wirkungsvolle Entlastung für die Menschen in schwierigen Zeiten!“ Oder wie der Herr Finanzminister gesagt hat: Jetzt ist die Zeit, an großen Schrauben zu drehen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Zwischenruf des Abg. Loacker
Was die Wirkung betrifft, meine Damen und Herren: Unsere Ökonomen in der Wirtschaftskammer haben ausgerechnet, dass jene im untersten Zehntel der Familieneinkommen in Österreich heuer eine Kompensation (Zwischenruf des Abg. Loacker) – von den über die normale Inflation hinausgehenden Kostensteigerungen – von 136 Prozent bekommen und jene im zweituntersten Zehntel noch 104 Prozent kompensiert bekommen, und selbst bei jenen im drittuntersten Zehntel sind es immer noch 91 Prozent, also jener Prozentsatz, der in Deutschland im Durchschnitt über alle hinweg wirkt.
Abg. Meinl-Reisinger: Die Berechnung würde ich mir gern anschauen!
Vielleicht noch eines zur Frage der sozialen Treffsicherheit und Gerechtigkeit: Das ist sozial gestaffelt, denn bei jenen im obersten Zehntel der Einkommen kommen dann gerade einmal noch 27 Prozent Kompensation an – ja, no na, bei viel höheren Einkommen – oder bei jenen im zweitobersten Zehntel eben 37 Prozent. (Abg. Meinl-Reisinger: Die Berechnung würde ich mir gern anschauen!)
Zwischenruf bei der SPÖ
Meine Damen und Herren, es hat kürzlich auf einem Privatsender eine Diskussionsrunde mit ein paar hochrangigen Journalisten und Journalistinnen gegeben, und diese haben auf die Frage, ob denn eine SPÖ-geführte Regierung beispielsweise in Österreich etwas anderes tun könnte, festgestellt, dass dem nicht so ist. Klare Antwort von nahezu allen: Sie würden gezwungen sein, in etwa dasselbe zu tun (Zwischenruf bei der SPÖ), weil auch in Deutschland eine linksliberale Regierung aus SPD, Grünen und Liberalen es genau so macht wie wir – Einmalzahlungen plus steuerliche Entlastungen. (Abg. Matznetter: Dann nehmen Sie unsere Anträge an!)
Abg. Matznetter: Dann nehmen Sie unsere Anträge an!
Meine Damen und Herren, es hat kürzlich auf einem Privatsender eine Diskussionsrunde mit ein paar hochrangigen Journalisten und Journalistinnen gegeben, und diese haben auf die Frage, ob denn eine SPÖ-geführte Regierung beispielsweise in Österreich etwas anderes tun könnte, festgestellt, dass dem nicht so ist. Klare Antwort von nahezu allen: Sie würden gezwungen sein, in etwa dasselbe zu tun (Zwischenruf bei der SPÖ), weil auch in Deutschland eine linksliberale Regierung aus SPD, Grünen und Liberalen es genau so macht wie wir – Einmalzahlungen plus steuerliche Entlastungen. (Abg. Matznetter: Dann nehmen Sie unsere Anträge an!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das heißt, meine Damen und Herren – Herr Präsident, ich bin beim Schlusssatz –, ÖVP und Grüne tun in diesem Land, um den Menschen zu helfen, das, was ökonomisch sinnvoll ist und was sozial absolut und vollkommen treffsicher ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist nicht so, dass die Regierung gar nichts gegen die Teuerung tut. Sie hat halt sehr, sehr lange gezögert, gezaudert (Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!) und weggesehen, und dadurch ist das Problem immer größer geworden. (Abg. Michael Hammer: Ah geh!) Obwohl bereits ab August, September letzten Jahres klar war, dass eine Teuerungslawine auf uns zurollt, hat die Bundesregierung gar nichts getan. Monatelang hat sie behauptet, es gebe gar keine Teuerung. Dann hat sie behauptet, diese ginge von selber wieder vorbei, sie höre durch irgendein Wunder mit 1.1. dieses Jahres auf. (Widerspruch bei der ÖVP.) Die Wahrheit ist, dass sie natürlich immer größer geworden ist.
Abg. Michael Hammer: Ah geh!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist nicht so, dass die Regierung gar nichts gegen die Teuerung tut. Sie hat halt sehr, sehr lange gezögert, gezaudert (Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!) und weggesehen, und dadurch ist das Problem immer größer geworden. (Abg. Michael Hammer: Ah geh!) Obwohl bereits ab August, September letzten Jahres klar war, dass eine Teuerungslawine auf uns zurollt, hat die Bundesregierung gar nichts getan. Monatelang hat sie behauptet, es gebe gar keine Teuerung. Dann hat sie behauptet, diese ginge von selber wieder vorbei, sie höre durch irgendein Wunder mit 1.1. dieses Jahres auf. (Widerspruch bei der ÖVP.) Die Wahrheit ist, dass sie natürlich immer größer geworden ist.
Widerspruch bei der ÖVP.
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist nicht so, dass die Regierung gar nichts gegen die Teuerung tut. Sie hat halt sehr, sehr lange gezögert, gezaudert (Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!) und weggesehen, und dadurch ist das Problem immer größer geworden. (Abg. Michael Hammer: Ah geh!) Obwohl bereits ab August, September letzten Jahres klar war, dass eine Teuerungslawine auf uns zurollt, hat die Bundesregierung gar nichts getan. Monatelang hat sie behauptet, es gebe gar keine Teuerung. Dann hat sie behauptet, diese ginge von selber wieder vorbei, sie höre durch irgendein Wunder mit 1.1. dieses Jahres auf. (Widerspruch bei der ÖVP.) Die Wahrheit ist, dass sie natürlich immer größer geworden ist.
Beifall bei der SPÖ.
Dann erst hat die Regierung – und zwar leider zu zögerlich, zu klein und zu spät – zu reagieren begonnen, und jetzt stehen wir vor den Problemen, vor denen wir heute stehen. Die jetzige Antwort ist leider wieder einmal die falsche Antwort: Es gibt Einmalzahlungen statt Dauerlösungen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Vorschlag der SPÖ war ganz einfach: zum Beispiel im Bereich der Pensionen nicht eine Einmalzahlung im Oktober, sondern erhöhen wir mit 1. Juli einfach die Pensionen um die Inflation – nämlich um die Inflation, die bisher eingetreten ist! Dann haben nämlich Mindestrentner nicht einmal 300 Euro, sondern jedes Monat 80 bis 100 Euro mehr, was circa das Doppelte ist, was aber in Wahrheit dem entspricht, was die Inflation tatsächlich ausmacht, denn da geht es in der Zwischenzeit um über 8 Prozent – um über 8 Prozent! Das, was Sie machen, deckt aber natürlich nur einen Bruchteil davon ab. Eine Dauerlösung und nicht eine Einmalzahlung wäre das Richtige gewesen. Es wäre besser für die Republik und besser für die Menschen in diesem Land, wenn Sie auf die Vorschläge der SPÖ hören würden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben gesagt: Es gibt Bereiche, zum Beispiel bei den Energiepreisen, da kann man Preise einfach amtlich festsetzen. Das ist besser, nämlich im Hinblick auf diese ganzen Doppel-, Zweit- und Drittrundeneffekte. Bei den Herbstlohnrunden werden Sie dann über die hohen Lohnabschlüsse jammern – na, ohne das wird es nicht gehen! –, anstatt dass wir rechtzeitig, zum Beispiel indem wir die Energiepreise amtlich festsetzen und amtlich deckeln, dafür gesorgt hätten, dass die Inflation nur halb so hoch ist, wie andere Länder es geschafft haben. (Beifall bei der SPÖ.) Andere Länder sind genau diesen Weg gegangen, indem sie die Energiepreise gedeckelt haben (Abg. Michael Hammer: Welche Länder sind das? Welche? – Zwischenruf des Abg. Hanger), und haben damit heute nur eine halb so hohe Inflation wie Österreich. Da haben Sie auch nicht auf uns gehört. (Abg. Michael Hammer: Es gibt eh keine!)
Abg. Michael Hammer: Welche Länder sind das? Welche? – Zwischenruf des Abg. Hanger
Wir haben gesagt: Es gibt Bereiche, zum Beispiel bei den Energiepreisen, da kann man Preise einfach amtlich festsetzen. Das ist besser, nämlich im Hinblick auf diese ganzen Doppel-, Zweit- und Drittrundeneffekte. Bei den Herbstlohnrunden werden Sie dann über die hohen Lohnabschlüsse jammern – na, ohne das wird es nicht gehen! –, anstatt dass wir rechtzeitig, zum Beispiel indem wir die Energiepreise amtlich festsetzen und amtlich deckeln, dafür gesorgt hätten, dass die Inflation nur halb so hoch ist, wie andere Länder es geschafft haben. (Beifall bei der SPÖ.) Andere Länder sind genau diesen Weg gegangen, indem sie die Energiepreise gedeckelt haben (Abg. Michael Hammer: Welche Länder sind das? Welche? – Zwischenruf des Abg. Hanger), und haben damit heute nur eine halb so hohe Inflation wie Österreich. Da haben Sie auch nicht auf uns gehört. (Abg. Michael Hammer: Es gibt eh keine!)
Abg. Michael Hammer: Es gibt eh keine!
Wir haben gesagt: Es gibt Bereiche, zum Beispiel bei den Energiepreisen, da kann man Preise einfach amtlich festsetzen. Das ist besser, nämlich im Hinblick auf diese ganzen Doppel-, Zweit- und Drittrundeneffekte. Bei den Herbstlohnrunden werden Sie dann über die hohen Lohnabschlüsse jammern – na, ohne das wird es nicht gehen! –, anstatt dass wir rechtzeitig, zum Beispiel indem wir die Energiepreise amtlich festsetzen und amtlich deckeln, dafür gesorgt hätten, dass die Inflation nur halb so hoch ist, wie andere Länder es geschafft haben. (Beifall bei der SPÖ.) Andere Länder sind genau diesen Weg gegangen, indem sie die Energiepreise gedeckelt haben (Abg. Michael Hammer: Welche Länder sind das? Welche? – Zwischenruf des Abg. Hanger), und haben damit heute nur eine halb so hohe Inflation wie Österreich. Da haben Sie auch nicht auf uns gehört. (Abg. Michael Hammer: Es gibt eh keine!)
Abg. Wöginger: 10 Milliarden!
Das Dritte ist, ganz ehrlich: Wer bezahlt das am Ende des Tages? Von all den Milliarden Euro wirken 80 Prozent übrigens heuer gar nicht – null! Zu Ihren eigenen Zahlen, Kollege Wöginger, die Sie hier aufgezählt haben (Abg. Wöginger: 10 Milliarden!): 80 Prozent wirken irgendwann – irgendwann! (Beifall bei der SPÖ.) Sie stellen sich hierher und reden von Schnellhilfen – wer schnell hilft, hilft doppelt –, obwohl 80 Prozent irgendwann ankommen. (Abg. Hanger: Du hast einen Vertagungsantrag ... im letzten Ausschuss! Du wolltest verzögern! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wer bezahlt das aber? – 85 Prozent dieser Pakete, all dieser Maßnahmen, die Sie aufzählen, zahlen sich die Arbeitnehmer und die Pensionisten selber – 85 Prozent! (Abg. Wöginger: Ja, und wer zahlt die Differenz bei einem Preisdeckel?)
Beifall bei der SPÖ.
Das Dritte ist, ganz ehrlich: Wer bezahlt das am Ende des Tages? Von all den Milliarden Euro wirken 80 Prozent übrigens heuer gar nicht – null! Zu Ihren eigenen Zahlen, Kollege Wöginger, die Sie hier aufgezählt haben (Abg. Wöginger: 10 Milliarden!): 80 Prozent wirken irgendwann – irgendwann! (Beifall bei der SPÖ.) Sie stellen sich hierher und reden von Schnellhilfen – wer schnell hilft, hilft doppelt –, obwohl 80 Prozent irgendwann ankommen. (Abg. Hanger: Du hast einen Vertagungsantrag ... im letzten Ausschuss! Du wolltest verzögern! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wer bezahlt das aber? – 85 Prozent dieser Pakete, all dieser Maßnahmen, die Sie aufzählen, zahlen sich die Arbeitnehmer und die Pensionisten selber – 85 Prozent! (Abg. Wöginger: Ja, und wer zahlt die Differenz bei einem Preisdeckel?)
Abg. Hanger: Du hast einen Vertagungsantrag ... im letzten Ausschuss! Du wolltest verzögern! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Das Dritte ist, ganz ehrlich: Wer bezahlt das am Ende des Tages? Von all den Milliarden Euro wirken 80 Prozent übrigens heuer gar nicht – null! Zu Ihren eigenen Zahlen, Kollege Wöginger, die Sie hier aufgezählt haben (Abg. Wöginger: 10 Milliarden!): 80 Prozent wirken irgendwann – irgendwann! (Beifall bei der SPÖ.) Sie stellen sich hierher und reden von Schnellhilfen – wer schnell hilft, hilft doppelt –, obwohl 80 Prozent irgendwann ankommen. (Abg. Hanger: Du hast einen Vertagungsantrag ... im letzten Ausschuss! Du wolltest verzögern! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wer bezahlt das aber? – 85 Prozent dieser Pakete, all dieser Maßnahmen, die Sie aufzählen, zahlen sich die Arbeitnehmer und die Pensionisten selber – 85 Prozent! (Abg. Wöginger: Ja, und wer zahlt die Differenz bei einem Preisdeckel?)
Abg. Wöginger: Ja, und wer zahlt die Differenz bei einem Preisdeckel?
Das Dritte ist, ganz ehrlich: Wer bezahlt das am Ende des Tages? Von all den Milliarden Euro wirken 80 Prozent übrigens heuer gar nicht – null! Zu Ihren eigenen Zahlen, Kollege Wöginger, die Sie hier aufgezählt haben (Abg. Wöginger: 10 Milliarden!): 80 Prozent wirken irgendwann – irgendwann! (Beifall bei der SPÖ.) Sie stellen sich hierher und reden von Schnellhilfen – wer schnell hilft, hilft doppelt –, obwohl 80 Prozent irgendwann ankommen. (Abg. Hanger: Du hast einen Vertagungsantrag ... im letzten Ausschuss! Du wolltest verzögern! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wer bezahlt das aber? – 85 Prozent dieser Pakete, all dieser Maßnahmen, die Sie aufzählen, zahlen sich die Arbeitnehmer und die Pensionisten selber – 85 Prozent! (Abg. Wöginger: Ja, und wer zahlt die Differenz bei einem Preisdeckel?)
Beifall bei der SPÖ
Wir haben gesagt: Holen wir uns das Geld bei den Energiekonzernen, die heute Übergewinne machen (Beifall bei der SPÖ): alleine Verbund und OMV heuer circa 6 Milliarden
Zwischenruf bei der ÖVP.
Euro! Holen wir uns das Geld, verwenden wir dieses Geld gegen die Teuerung und lassen nicht Verbund und OMV dann womöglich den Managern irgendwelche Boni auszahlen! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Da bin ich ja schon gespannt, wie sich dann der ehemalige ÖVP-Wirtschaftslandesrat aus Oberösterreich als Verbund-Chef für die tollen Gewinne, die der Verbund macht, rühmt und sich dann irgendwelche Boni auszahlen lässt. Da bin ich gespannt, ob Sie darauf achten, dass es für den ehemaligen ÖVP-Wirtschaftslandesrat aus Oberösterreich keine Boni gibt. (Widerspruch bei der ÖVP.)
Widerspruch bei der ÖVP.
Euro! Holen wir uns das Geld, verwenden wir dieses Geld gegen die Teuerung und lassen nicht Verbund und OMV dann womöglich den Managern irgendwelche Boni auszahlen! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Da bin ich ja schon gespannt, wie sich dann der ehemalige ÖVP-Wirtschaftslandesrat aus Oberösterreich als Verbund-Chef für die tollen Gewinne, die der Verbund macht, rühmt und sich dann irgendwelche Boni auszahlen lässt. Da bin ich gespannt, ob Sie darauf achten, dass es für den ehemaligen ÖVP-Wirtschaftslandesrat aus Oberösterreich keine Boni gibt. (Widerspruch bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: So ein Schwachsinn!
Wir sagen: Gewinne abschöpfen und damit die Teuerung bekämpfen! Wer schnell hilft, hilft wirklich. Dauerlösungen statt Einmallösungen, und bitte endlich eine Politik, die wirklich Preise senkt und nicht zuschaut, wie alles immer teurer wird! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: So ein Schwachsinn!)
Abg. Hanger: Dein Schauspiel!
Abgeordneter Michael Schnedlitz (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Was glauben Sie, was sich die Menschen zu Hause denken, wenn Sie dieses Schauspiel hier sehen (Abg. Hanger: Dein Schauspiel!), während es vielen, die zwar täglich fleißig arbeiten gehen oder die ein Leben lang gearbeitet haben, nicht mehr möglich ist, einen würdigen Lebensabend zu genießen oder ein würdiges Leben zu bestreiten? Und was machen Sie hier herinnen? – Sie machen nichts!
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: So ein Blödsinn!
Sie haben und diskutieren hier das zweite Mal dasselbe Mogelpaket. Ja, sehr geehrte Damen und Herren zu Hause: Das, was heute hier diskutiert wird, ist nichts Neues, das ist komplett dieselbe Diskussion wie vor zwei Wochen. Nur: Was vor zwei Wochen schon ein Rohrkrepierer war, sehr geehrte Damen und Herren, ist auch diese Woche noch ein Rohrkrepierer und hilft den Menschen gar nicht weiter. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: So ein Blödsinn!)
Abg. Michael Hammer: ... ist wertlos, ja!
Was nämlich als angebliches Hilfspaket verkauft wird, kommt nicht rasch, sondern zizerlweise daher und ist auch noch völlig wertlos (Abg. Michael Hammer: ... ist wertlos, ja!), völlig wirkungslos, weil es der Bevölkerung nicht hilft, weil es nicht einmal einen Bruchteil der Teuerung abdeckt, die Sie alle hier mitverursachen, sehr geehrte Damen und Herren! Und weil es ja nicht schlimm genug ist, dass Sie kein Rezept gegen die Teuerung haben, heizen Sie die Teuerung noch zusätzlich an – ja, alle Parteien in diesem Haus, außer den Freiheitlichen: die ÖVP, die Grünen, die Roten und die Rosaroten, denn Sie alle haben, angefangen von Ihren unverantwortlichen Lockdowns bis hin zu den Sanktionen, unser Land in eine Geiselhaft geschickt, die jetzt die Bevölkerung ausbaden muss, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Unfassbar! Und eure Vorschläge?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Unfassbar! Und eure Vorschläge?
Was nämlich als angebliches Hilfspaket verkauft wird, kommt nicht rasch, sondern zizerlweise daher und ist auch noch völlig wertlos (Abg. Michael Hammer: ... ist wertlos, ja!), völlig wirkungslos, weil es der Bevölkerung nicht hilft, weil es nicht einmal einen Bruchteil der Teuerung abdeckt, die Sie alle hier mitverursachen, sehr geehrte Damen und Herren! Und weil es ja nicht schlimm genug ist, dass Sie kein Rezept gegen die Teuerung haben, heizen Sie die Teuerung noch zusätzlich an – ja, alle Parteien in diesem Haus, außer den Freiheitlichen: die ÖVP, die Grünen, die Roten und die Rosaroten, denn Sie alle haben, angefangen von Ihren unverantwortlichen Lockdowns bis hin zu den Sanktionen, unser Land in eine Geiselhaft geschickt, die jetzt die Bevölkerung ausbaden muss, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Unfassbar! Und eure Vorschläge?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: So ein Schwachsinn!
Sie haben unsere Neutralität geopfert! Parlamentspräsident Sobotka mit der ÖVP lädt den ukrainischen Parlamentspräsidenten hierher ins Parlament ein, und wenige Tage später drosselt Russland das Gas – na, wie kann das passieren? Sie glauben ja wirklich, Ihre Handlungen haben keine Konsequenzen. Die Wahrheit ist: Sie schicken Österreich mit den Sanktionen in einen Wirtschaftskrieg und glauben, es habe keine Auswirkungen. Ausbaden muss es die österreichische Bevölkerung. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: So ein Schwachsinn!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Michael Hammer
Das ist genau der Grund, warum wir Freiheitliche gegen diese Sanktionen sind – nicht weil wir Putin-Versteher sind, wie Sie fälschlicherweise oft behaupten (Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Michael Hammer), aber, in aller Deutlichkeit, wir sind auch keine Selenskyj-Versteher und wir sind auch keine Nato-Versteher (Abg. Michael Hammer: Auf der russischen ...!) –: Wir Freiheitliche sind Österreichversteher, und bei uns kommt die österreichische Bevölkerung an erster Stelle. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Auf der russischen ...!
Das ist genau der Grund, warum wir Freiheitliche gegen diese Sanktionen sind – nicht weil wir Putin-Versteher sind, wie Sie fälschlicherweise oft behaupten (Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Michael Hammer), aber, in aller Deutlichkeit, wir sind auch keine Selenskyj-Versteher und wir sind auch keine Nato-Versteher (Abg. Michael Hammer: Auf der russischen ...!) –: Wir Freiheitliche sind Österreichversteher, und bei uns kommt die österreichische Bevölkerung an erster Stelle. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist genau der Grund, warum wir Freiheitliche gegen diese Sanktionen sind – nicht weil wir Putin-Versteher sind, wie Sie fälschlicherweise oft behaupten (Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Michael Hammer), aber, in aller Deutlichkeit, wir sind auch keine Selenskyj-Versteher und wir sind auch keine Nato-Versteher (Abg. Michael Hammer: Auf der russischen ...!) –: Wir Freiheitliche sind Österreichversteher, und bei uns kommt die österreichische Bevölkerung an erster Stelle. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: ... nicht, weil die sitzen nicht da!
Zusammenfassend kann man sagen: Diese Aktuelle Stunde ist derselbe Rohrkrepierer wie vor zwei Wochen. Sie finden keine Rezepte gegen die Teuerung. Gleichzeitig, sehr geehrte Damen und Herren zu Hause, wenn Sie sich fragen, wer schuld ist, dass Sie weniger Geld in der Geldbörse haben und die Preise steigen: Hier sitzen die, die die Teuerung mit ihrer Sanktionspolitik und dem Opfern der österreichischen Neutralität noch weiter anheizen: ÖVP, Grüne, Rote, Rosarote. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: ... nicht, weil die sitzen nicht da!)
Abg. Lukas Hammer: ... weiter ... kuscheln, ha!
Sehr geehrte Damen und Herren! Wissen Sie, was das einzig wirkungsvolle Rezept ist, damit wir diese Teuerung in den Griff bekommen? (Abg. Lukas Hammer: ... weiter ... kuscheln, ha!) – Dass Sie alle, die diese Teuerung verursachen, endlich Ihren Hut nehmen und den Weg für Neuwahlen frei machen, bevor der Schaden Tag für Tag größer wird und damit die österreichische Bevölkerung endlich wieder aufatmen kann! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: So viel Stumpfsinn in einer Rede musst du erst einmal zusammenkriegen! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Nein, es war einfach Stumpfsinn!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: So viel Stumpfsinn in einer Rede musst du erst einmal zusammenkriegen! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Nein, es war einfach Stumpfsinn!
Sehr geehrte Damen und Herren! Wissen Sie, was das einzig wirkungsvolle Rezept ist, damit wir diese Teuerung in den Griff bekommen? (Abg. Lukas Hammer: ... weiter ... kuscheln, ha!) – Dass Sie alle, die diese Teuerung verursachen, endlich Ihren Hut nehmen und den Weg für Neuwahlen frei machen, bevor der Schaden Tag für Tag größer wird und damit die österreichische Bevölkerung endlich wieder aufatmen kann! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: So viel Stumpfsinn in einer Rede musst du erst einmal zusammenkriegen! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Nein, es war einfach Stumpfsinn!)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (Grüne): Herr Vorsitzender! Sehr geehrter Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher, insbesondere die Schülerinnen und Schüler! Ja, Österreich ist leider keine Insel der Seligen. Die Teuerung ist ein weltweites Problem und auch hier bei uns zu spüren. Die massiven Preissteigerungen sind den Entwicklungen der letzten Wochen, Monate, Jahre geschuldet: Ukrainekrieg, Schwierigkeiten bei den Lieferketten – das quer stehende Schiff wurde erwähnt – bis hin zur Coronapandemie. Mit diesen Ursachen beschäftigen wir uns jetzt schon bis zu zwei Jahre, aber auch mit der Entlastung. Bereits vergangenen Herbst haben wir über Entlastungsmaßnahmen diskutiert und erste auch beschlossen. Wir haben heuer im Frühjahr Entlastungspakete beschlossen: das Einser-, das Zweier- und das Dreierpaket; aber auch die ökosoziale Steuerreform möchte ich in diesem Zusammenhang erwähnen, weil auch sie eine massive Entlastung bedeutet. In Summe reden wir von 50 Milliarden Euro an Entlastung. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte speziell auf die Unternehmen eingehen, und da sind zwei Maßnahmen wichtig, die gesetzt werden: Das eine ist eine Unterstützung hinsichtlich der Energiekosten, also einerseits der hohen Strompreise, aber andererseits der hohen Energiekosten ganz allgemein. Wir wollen dafür sorgen, dass Unternehmen diese Belastung nicht alleine tragen müssen, dass sie entlastet werden. Gleichzeitig ist mir aber auch wichtig, zu sagen: Wenn Unternehmen Übergewinne, sehr hohe Gewinne haben, dann ist es schon wichtig, dass sie nicht einerseits doppelt unterstützt werden, aber andererseits von den Gewinnen profitieren. Wir werden da also sehr genau hinschauen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ein dritter Punkt, der auch dazugehört, den wir heute beschließen werden, ist der Teuerungsausgleich: Dieser kommt auch für die Selbstständigen im Ausmaß von 500 Euro. Er kommt bereits heuer und wird als Sozialversicherungsabzug konstruiert. Das heißt also, es bleibt den Selbstständigen, den Freiberuflern, die ganz viele wichtige Leistungen erbringen, wirklich mehr. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Daher: Es geht wirklich um die Bekämpfung der Teuerungsursachen, und das tun wir, indem wir die Unternehmen und auch die Privaten, die aus diesen hohen Energiepreisen und aus den fossilen Energieträgern rauswollen, fördern. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die Schülerinnen und Schüler der Handelsakademie aus Wörgl recht herzlich bei uns begrüßen. Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Deimek: Der Haselsteiner hat da nichts gemacht! ...! Euer großer Sponsor ist da mitten dabei! Der ist nicht nur mitten dabei, der profitiert mit seiner Firma davon!
davon, ob Herr Putin den Gashahn auf- oder zudreht und daher die Preise rauftreibt, sodass die Menschen derzeit einen Schock bekommen, wenn sie ihre neue Gasrechnung bekommen? – Weil Politiker wie Sie von der FPÖ, aber auch von der ÖVP und von der SPÖ in der Vergangenheit die Entscheidung getroffen haben, mit fliegenden Fahnen in die Arme Putins und des Kremls zu laufen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Deimek: Der Haselsteiner hat da nichts gemacht! ...! Euer großer Sponsor ist da mitten dabei! Der ist nicht nur mitten dabei, der profitiert mit seiner Firma davon!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Man hat sich bewusst in eine Abhängigkeit begeben! Nachdem Putin schon die Krim überfallen hatte und völkerrechtliche Verträge gebrochen hatte und auch der Ukraine das Gas abgedreht hatte, haben Sie es mitverursacht, dass die OMV einen Vertrag bis 2040 abgeschlossen hat, durch den wir zu 80 Prozent vom Gas abhängig sind, und dies noch dazu mit einer Klausel, die Take or pay lautet, also du nimmst entweder das Gas ab oder du zahlst dafür. Jetzt frage ich Sie allen Ernstes: Wer sind da die Verursacher diese Preistreiberei, und wer verrät unser Volk und unser Land? – Das sind Sie von der FPÖ und all diejenigen, die dieses schäbige Spiel Putins in den vergangenen Jahren getrieben haben! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Abg. Deimek: Sie wissen ja nicht einmal, von wo Ihr Geld kommt, von dem Sie leben! – Abg. Hafenecker: Die Strabag macht ...!
Er benutzt auch Weizen und Weizenpreise als Waffe. (Abg. Deimek: Sie wissen ja nicht einmal, von wo Ihr Geld kommt, von dem Sie leben! – Abg. Hafenecker: Die Strabag macht ...!) Was Sie noch nicht verstehen: Das (eine Abbildung mit einer Fahne mit einem blauen, weiß umrandeten Andreaskreuz auf rotem Hintergrund und einer Landkarte der Ukraine, die teilweise von einer ebensolchen Fahne bedeckt ist, in die Höhe haltend) ist Noworossija. Das ist Unterrichtsmaterial, das derzeit schon in den von Russen besetzten Gebieten in den Schulen verteilt wird. (Abg. Hafenecker: Sie lassen sich von Russland finanzieren! Das ist das Schlimme!) Das ist das imperialistische Ziel: Die Ukraine ist eine Restukraine. Wichtig ist, dass dort, wo die Industrie ist, dort, wo die Rohstoffe sind – die wir übrigens auch für die Energiewende brauchen –, und dort, wo die Häfen sind, wo die Weizenexporte nach Afrika, nach Asien passieren – und wenn die nicht passieren, gibt es dort Hungersnöte –, die Russen sitzen werden und die Preise kontrollieren werden.
Abg. Hafenecker: Sie lassen sich von Russland finanzieren! Das ist das Schlimme!
Er benutzt auch Weizen und Weizenpreise als Waffe. (Abg. Deimek: Sie wissen ja nicht einmal, von wo Ihr Geld kommt, von dem Sie leben! – Abg. Hafenecker: Die Strabag macht ...!) Was Sie noch nicht verstehen: Das (eine Abbildung mit einer Fahne mit einem blauen, weiß umrandeten Andreaskreuz auf rotem Hintergrund und einer Landkarte der Ukraine, die teilweise von einer ebensolchen Fahne bedeckt ist, in die Höhe haltend) ist Noworossija. Das ist Unterrichtsmaterial, das derzeit schon in den von Russen besetzten Gebieten in den Schulen verteilt wird. (Abg. Hafenecker: Sie lassen sich von Russland finanzieren! Das ist das Schlimme!) Das ist das imperialistische Ziel: Die Ukraine ist eine Restukraine. Wichtig ist, dass dort, wo die Industrie ist, dort, wo die Rohstoffe sind – die wir übrigens auch für die Energiewende brauchen –, und dort, wo die Häfen sind, wo die Weizenexporte nach Afrika, nach Asien passieren – und wenn die nicht passieren, gibt es dort Hungersnöte –, die Russen sitzen werden und die Preise kontrollieren werden.
Abg. Hafenecker: ... der Herr Haselsteiner ...!
Das sind Ihre Freunde! (Abg. Hafenecker: ... der Herr Haselsteiner ...!) – Mit diesen Menschen haben Sie von der FPÖ Freundschaftsverträge! (Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen) Und jetzt schwingen Sie sich auf und sagen, Sie seien die Vertreter der Österreicherinnen und Österreicher. (Abg. Deimek: Sie kennen sich überhaupt nicht aus! Sie wissen weniger als ...!) Sie verraten und verkaufen die Interessen der Menschen in unserem Land schon sehr, sehr lange Zeit. (Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen. – Abg. Hafenecker: ... Sie einmal, was der Herr Haselsteiner macht!)
Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen
Das sind Ihre Freunde! (Abg. Hafenecker: ... der Herr Haselsteiner ...!) – Mit diesen Menschen haben Sie von der FPÖ Freundschaftsverträge! (Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen) Und jetzt schwingen Sie sich auf und sagen, Sie seien die Vertreter der Österreicherinnen und Österreicher. (Abg. Deimek: Sie kennen sich überhaupt nicht aus! Sie wissen weniger als ...!) Sie verraten und verkaufen die Interessen der Menschen in unserem Land schon sehr, sehr lange Zeit. (Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen. – Abg. Hafenecker: ... Sie einmal, was der Herr Haselsteiner macht!)
Abg. Deimek: Sie kennen sich überhaupt nicht aus! Sie wissen weniger als ...!
Das sind Ihre Freunde! (Abg. Hafenecker: ... der Herr Haselsteiner ...!) – Mit diesen Menschen haben Sie von der FPÖ Freundschaftsverträge! (Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen) Und jetzt schwingen Sie sich auf und sagen, Sie seien die Vertreter der Österreicherinnen und Österreicher. (Abg. Deimek: Sie kennen sich überhaupt nicht aus! Sie wissen weniger als ...!) Sie verraten und verkaufen die Interessen der Menschen in unserem Land schon sehr, sehr lange Zeit. (Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen. – Abg. Hafenecker: ... Sie einmal, was der Herr Haselsteiner macht!)
Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen. – Abg. Hafenecker: ... Sie einmal, was der Herr Haselsteiner macht!
Das sind Ihre Freunde! (Abg. Hafenecker: ... der Herr Haselsteiner ...!) – Mit diesen Menschen haben Sie von der FPÖ Freundschaftsverträge! (Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen) Und jetzt schwingen Sie sich auf und sagen, Sie seien die Vertreter der Österreicherinnen und Österreicher. (Abg. Deimek: Sie kennen sich überhaupt nicht aus! Sie wissen weniger als ...!) Sie verraten und verkaufen die Interessen der Menschen in unserem Land schon sehr, sehr lange Zeit. (Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen. – Abg. Hafenecker: ... Sie einmal, was der Herr Haselsteiner macht!)
Abg. Michael Hammer: Die, die da sind, ja!
Abgeordnete Mag. Beate Meinl-Reisinger, MES (fortsetzend): Wie Bluthunde hier sitzen und dann einfach so keifen (mit den Armen eine entsprechende Geste machend) – ich meine, das ist das, was Sie wirklich am besten können. (Abg. Michael Hammer: Die, die da sind, ja!) Kommen Sie raus und reden Sie in aller Ruhe!
Beifall bei den NEOS.
Mehreinnahmen, die Sie durch die Inflation bekommen, Sie profitieren ja heuer als Finanzminister davon – nicht ganz abschaffen und vor allem nicht rückwirkend mit 1.1.2022 abschaffen, denn jetzt kommen die Gas- und Stromrechnungen! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich verstehe, dass viele Menschen sagen: Es reicht nicht, uns Gutscheine zu geben – das ist auch ein bisschen die Mentalität, so von oben herab Gutscheine zu geben –, lasst uns unser Geld, mehr Netto vom Brutto, dann können wir zumindest einen Teil dieser Mehrkosten auch selber stemmen! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der FPÖ: Ganz schlechte Rede, Frau Kollegin! Ganz schlecht!
Was ich mir jetzt erwarte, ist eine Regierung, die daran arbeitet, dass es wieder das Vertrauen der Menschen dahin gehend gibt, dass Sie das lösen werden, dass alle hier ihren Beitrag leisten müssen, und – ich sage das jetzt ganz bewusst – selbstverständlich auch die Energieversorger. Diese sollten sich jetzt hinsetzen und überlegen, welchen Beitrag sie im Herbst leisten können, um das abzufedern. – Danke. (Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der FPÖ: Ganz schlechte Rede, Frau Kollegin! Ganz schlecht!)
Abg. Meinl-Reisinger: Wir haben auch ein Mengenproblem! Wir haben auch ein Mengenproblem, das ist ein Blödsinn!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Georg Strasser (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Ja, wir durchleben fordernde Zeiten, und wenn wir einige Jahre zurückschauen, sehen wir, dass die strukturellen Probleme zum Beispiel bei den Lieferketten in Wahrheit mit dem Brexit begonnen haben, am europäischen Kontinent und auch auf der Insel, dann kamen die Coronazeit, die uns in vielen Facetten auch heute noch fordert, und letztendlich die Ukrainekrise mit den Problemen im Bereich der Energieversorgung, der Rohstoffe, aber auch der Lebensmittel und Futtermittel. Und in Summe lautet die Analyse: Wir haben kein Mengenproblem, wir haben großteils ein Verteilungsproblem. (Abg. Meinl-Reisinger: Wir haben auch ein Mengenproblem! Wir haben auch ein Mengenproblem, das ist ein Blödsinn!) Wir haben großteils ein Verteilungsproblem.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das ist treffsicher, das ist effizient, und es ist aus meiner Sicht nicht verständlich, dass, wenn Sozialpartner mit an Bord sind, wenn Expertinnen und Experten mit an Bord sind, die Opposition bei diesen Maßnahmen einfach kategorisch nicht mitgeht. Das versteht kein Mensch in diesem Land! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Aha-Rufe bei der ÖVP.
Ich darf kurz auf Kollegen Krainer eingehen, der meint, dass ein Energiepreisdeckel sozusagen das Gelbe vom Ei wäre. – Kollege Krainer, ich würde Ihnen Schulungen ans Herz legen, vor allem bei Landesrätin Gaby Schaunig aus Kärnten, bekanntermaßen ein sozialdemokratisch geführtes Land. In der „Kleinen Zeitung“ findet man am 1. Juli die Überschrift: „Mehr Kelag-Dividende statt Rabatt auf Strom“, und danach heißt es, von einem Preisnachlass auf Kelag-Strom „würden auch Millionäre [...] profitieren“, sie sei gegen eine solche Maßnahme. (Aha-Rufe bei der ÖVP.) Herr Kollege Krainer, machen Sie in Kärnten eine Schulung! Dort gibt es Wirtschaftskompetenz, in der Regierung gibt es Wirtschaftskompetenz – bei Kollegen Krainer gibt es keinen Funken Wirtschaftskompetenz. Gute Nacht, Sozialdemokratie! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich darf kurz auf Kollegen Krainer eingehen, der meint, dass ein Energiepreisdeckel sozusagen das Gelbe vom Ei wäre. – Kollege Krainer, ich würde Ihnen Schulungen ans Herz legen, vor allem bei Landesrätin Gaby Schaunig aus Kärnten, bekanntermaßen ein sozialdemokratisch geführtes Land. In der „Kleinen Zeitung“ findet man am 1. Juli die Überschrift: „Mehr Kelag-Dividende statt Rabatt auf Strom“, und danach heißt es, von einem Preisnachlass auf Kelag-Strom „würden auch Millionäre [...] profitieren“, sie sei gegen eine solche Maßnahme. (Aha-Rufe bei der ÖVP.) Herr Kollege Krainer, machen Sie in Kärnten eine Schulung! Dort gibt es Wirtschaftskompetenz, in der Regierung gibt es Wirtschaftskompetenz – bei Kollegen Krainer gibt es keinen Funken Wirtschaftskompetenz. Gute Nacht, Sozialdemokratie! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich komme zur Landwirtschaft: Zwei Pakete wurden auf den Weg gebracht, zum einen ein Versorgungssicherungsprogramm in der Höhe von 110 Millionen Euro, um die steigenden Energie- und Futtermittelkosten abzufedern, und – vergangene Woche veröffentlicht – ein Programm in der Höhe von 9 Millionen Euro zur Absicherung von Obst und Gemüse im sogenannten geschützten Anbau – das sind die Glashäuser und die Folientunnel – in Österreich, damit letztendlich landwirtschaftliche Produktion in Zukunft auch wirtschaftlich funktionieren kann und Bäuerinnen und Bauern ihren Job machen können, denn wir liefern das, was Österreich täglich braucht, das sind die Lebensmittel, das sind die Rohstoffe und das ist die Landschaft, die wir alle schätzen. Ein großes Dankeschön an meine Kolleginnen und Kollegen zu Hause: Ihr macht einen tollen Job – herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Hafenecker: ... Bauernbund ...!
Abschließend noch einmal ein kurzer Überblick über das Taferl, das Gust Wöginger für uns heute vorbereitet hat und das unser Unverständnis vor allem gegenüber der Sozialdemokratie und auch gegenüber der FPÖ zum Ausdruck bringen soll: die 300 Euro für vulnerable Gruppen – die SPÖ und die FPÖ dagegen –; die Erhöhung des Familienbonus und des Kindermehrbetrages – die SPÖ und die FPÖ dagegen (Abg. Hafenecker: ... Bauernbund ...!) –; die Verschiebung der CO2-Bepreisung – die SPÖ dagegen, die FPÖ dagegen –; der 300-Euro-Teuerungsausgleich – die SPÖ dagegen, die FPÖ dagegen –; und der Ausgleich der Pensionsabsetzbeträge – die SPÖ dagegen, die FPÖ dagegen. (Abg. Hafenecker: ... illegale Förderungen ... zurückzahlen!) Somit heißt es nicht nur: Gute Nacht, Sozialdemokratie!, sondern auch: Gute Nacht, FPÖ!
Abg. Hafenecker: ... illegale Förderungen ... zurückzahlen!
Abschließend noch einmal ein kurzer Überblick über das Taferl, das Gust Wöginger für uns heute vorbereitet hat und das unser Unverständnis vor allem gegenüber der Sozialdemokratie und auch gegenüber der FPÖ zum Ausdruck bringen soll: die 300 Euro für vulnerable Gruppen – die SPÖ und die FPÖ dagegen –; die Erhöhung des Familienbonus und des Kindermehrbetrages – die SPÖ und die FPÖ dagegen (Abg. Hafenecker: ... Bauernbund ...!) –; die Verschiebung der CO2-Bepreisung – die SPÖ dagegen, die FPÖ dagegen –; der 300-Euro-Teuerungsausgleich – die SPÖ dagegen, die FPÖ dagegen –; und der Ausgleich der Pensionsabsetzbeträge – die SPÖ dagegen, die FPÖ dagegen. (Abg. Hafenecker: ... illegale Förderungen ... zurückzahlen!) Somit heißt es nicht nur: Gute Nacht, Sozialdemokratie!, sondern auch: Gute Nacht, FPÖ!
Beifall bei ÖVP und Grünen. – (Abg. Hafenecker: Der Umfrageweg der ÖVP ist wirklich sehr gut!
Danke, alles Gute! Wir sind auf einem guten Weg. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – (Abg. Hafenecker: Der Umfrageweg der ÖVP ist wirklich sehr gut!)
Beifall bei der SPÖ.
Haushalte leiden unter Mehrkosten von bis zu 1 300 Euro pro Monat – in dieser Situation befinden wir uns jetzt. Sie sprechen von bereits vorgelegten Teuerungspaketen – die haben aber nur 20 Prozent abgedeckt. Was ist mit den restlichen 80 Prozent? (Beifall bei der SPÖ.) Was sagen Sie diesen Haushalten, die 1 300 Euro mehr bezahlen müssen?
Beifall bei der SPÖ.
Schauen wir uns die Preise an: Eine Megawattstunde kostet jetzt 151 Euro – vor einem Jahr waren wir noch bei 36 Euro –, und die Preise werden nicht von selber stehen bleiben – Sie tun ja nichts dagegen –, sie werden weiter steigen. Angesichts der Situation, dass die Gasspeicher nicht voll sind, verstehe ich die Leute, die sich Sorgen machen. (Beifall bei der SPÖ.) Sie ducken sich weg. Warum deckeln Sie die Preise nicht? Außerdem: Das Brennholz wird teurer. Warum? Die Energie aus Wasserkraft wird ja nicht teurer, aber die Kunden bekommen die Preise dennoch verrechnet! (Abg. Obernosterer: Schaunig sagt, ...!)
Abg. Obernosterer: Schaunig sagt, ...!
Schauen wir uns die Preise an: Eine Megawattstunde kostet jetzt 151 Euro – vor einem Jahr waren wir noch bei 36 Euro –, und die Preise werden nicht von selber stehen bleiben – Sie tun ja nichts dagegen –, sie werden weiter steigen. Angesichts der Situation, dass die Gasspeicher nicht voll sind, verstehe ich die Leute, die sich Sorgen machen. (Beifall bei der SPÖ.) Sie ducken sich weg. Warum deckeln Sie die Preise nicht? Außerdem: Das Brennholz wird teurer. Warum? Die Energie aus Wasserkraft wird ja nicht teurer, aber die Kunden bekommen die Preise dennoch verrechnet! (Abg. Obernosterer: Schaunig sagt, ...!)
Ruf bei der ÖVP: Schauen wir nach Kärnten! – weiterer Ruf bei der ÖVP: Oder nach Wien! – weitere Rufe bei der ÖVP: Kärnten!
Schauen wir in die Steiermark (Ruf bei der ÖVP: Schauen wir nach Kärnten! – weiterer Ruf bei der ÖVP: Oder nach Wien! – weitere Rufe bei der ÖVP: Kärnten!): Dort kündigt der Energieversorger 39 000 Kunden. Die haben nicht mehr den gleichen Vertrag. Warum? – Weil sie keine höheren Tarife bezahlen wollen. 39 000 Stromkunden werden gekündigt. Wo ist Ihr Aufschrei? Kollege Strasser, ist das treffsicher? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Aber ihr seid in der Steiermark schon in der Regierung, oder? – Abg. Steinacker: ... in der Steiermark nicht in der Regierung? Hallo!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Aber ihr seid in der Steiermark schon in der Regierung, oder? – Abg. Steinacker: ... in der Steiermark nicht in der Regierung? Hallo!
Schauen wir in die Steiermark (Ruf bei der ÖVP: Schauen wir nach Kärnten! – weiterer Ruf bei der ÖVP: Oder nach Wien! – weitere Rufe bei der ÖVP: Kärnten!): Dort kündigt der Energieversorger 39 000 Kunden. Die haben nicht mehr den gleichen Vertrag. Warum? – Weil sie keine höheren Tarife bezahlen wollen. 39 000 Stromkunden werden gekündigt. Wo ist Ihr Aufschrei? Kollege Strasser, ist das treffsicher? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Aber ihr seid in der Steiermark schon in der Regierung, oder? – Abg. Steinacker: ... in der Steiermark nicht in der Regierung? Hallo!)
Abg. Ottenschläger: Wer ist denn in der Steiermark in der Landesregierung? – (Abg. Steinacker: ... in der Landesregierung in der Steiermark?
Sagen Sie jetzt nicht: Na ja, das liegt bei den Ländern! – Greifen Sie ein! Die Regierung ist verpflichtet, da hinzuschauen und hinzugreifen. (Abg. Ottenschläger: Wer ist denn in der Steiermark in der Landesregierung? – (Abg. Steinacker: ... in der Landesregierung in der Steiermark?)
Abg. Steinacker: Das ist ja Kindesweglegung, die Sie da betreiben!
Wie schaut es denn beim Verbund aus? – Na, der freut sich auch über die Gewinne, und da sprechen wir nicht von kleinen Privatunternehmen, da gibt es eine Staatsbeteiligung. (Abg. Steinacker: Das ist ja Kindesweglegung, die Sie da betreiben!) Warum tun Sie da nichts? (Abg. Michael Hammer: Es hat ja keiner gesagt, dass Sie in der Steiermark in der Regierung sind! – Ruf bei der ÖVP: Das hat sie vergessen!)
Abg. Michael Hammer: Es hat ja keiner gesagt, dass Sie in der Steiermark in der Regierung sind! – Ruf bei der ÖVP: Das hat sie vergessen!
Wie schaut es denn beim Verbund aus? – Na, der freut sich auch über die Gewinne, und da sprechen wir nicht von kleinen Privatunternehmen, da gibt es eine Staatsbeteiligung. (Abg. Steinacker: Das ist ja Kindesweglegung, die Sie da betreiben!) Warum tun Sie da nichts? (Abg. Michael Hammer: Es hat ja keiner gesagt, dass Sie in der Steiermark in der Regierung sind! – Ruf bei der ÖVP: Das hat sie vergessen!)
Abg. Michael Hammer: Ja, Kärnten zum Beispiel!
Wie ist es denn mit den anderen Krisen? (Abg. Michael Hammer: Ja, Kärnten zum Beispiel!) – Ja, aber geh, komm!
Abg. Michael Hammer: Aber ihr seid dort schon in der Regierung! Das ist ja unglaublich!
In der Steiermark, was sagt da der neue Landeshauptmann Drexler – Ihr Landeshauptmann Drexler –, was sagt er? – Na ja, Einmalzahlung 300 Euro, das ist eh super! (Abg. Michael Hammer: Aber ihr seid dort schon in der Regierung! Das ist ja unglaublich!) – Nein, Einmalzahlungen helfen nicht, das ist doch nicht treffsicher! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
In der Steiermark, was sagt da der neue Landeshauptmann Drexler – Ihr Landeshauptmann Drexler –, was sagt er? – Na ja, Einmalzahlung 300 Euro, das ist eh super! (Abg. Michael Hammer: Aber ihr seid dort schon in der Regierung! Das ist ja unglaublich!) – Nein, Einmalzahlungen helfen nicht, das ist doch nicht treffsicher! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Unruhe im Saal. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Wie geht es den anderen Konzernen? – Die freuen sich auch über die Gewinne. (Unruhe im Saal. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Michael Hammer: Ein bisschen besser vorbereiten auf Ihre Rede! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Was haben Sie eigentlich gegen den Vorschlag Ihres eigenen Kanzlers (Abg. Michael Hammer: Ein bisschen besser vorbereiten auf Ihre Rede! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), der sagt: Schöpfen wir die Übergewinne ab! (Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen. – Abg. Michael Hammer: Bereiten Sie sich besser vor!) Warum schöpfen Sie die Übergewinne nicht ab? – Weil Sie Angst haben, Ihre Spender zu vergrämen! Davor fürchten Sie sich. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Besser vorbereiten!)
Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen. – Abg. Michael Hammer: Bereiten Sie sich besser vor!
Was haben Sie eigentlich gegen den Vorschlag Ihres eigenen Kanzlers (Abg. Michael Hammer: Ein bisschen besser vorbereiten auf Ihre Rede! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), der sagt: Schöpfen wir die Übergewinne ab! (Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen. – Abg. Michael Hammer: Bereiten Sie sich besser vor!) Warum schöpfen Sie die Übergewinne nicht ab? – Weil Sie Angst haben, Ihre Spender zu vergrämen! Davor fürchten Sie sich. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Besser vorbereiten!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Besser vorbereiten!
Was haben Sie eigentlich gegen den Vorschlag Ihres eigenen Kanzlers (Abg. Michael Hammer: Ein bisschen besser vorbereiten auf Ihre Rede! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), der sagt: Schöpfen wir die Übergewinne ab! (Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen. – Abg. Michael Hammer: Bereiten Sie sich besser vor!) Warum schöpfen Sie die Übergewinne nicht ab? – Weil Sie Angst haben, Ihre Spender zu vergrämen! Davor fürchten Sie sich. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Besser vorbereiten!)
Abg. Weidinger: Für welche SPÖ sprechen Sie? – Abg. Michael Hammer: Gebührenwucher in Wien!
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir fordern Soforthilfen! (Abg. Weidinger: Für welche SPÖ sprechen Sie? – Abg. Michael Hammer: Gebührenwucher in Wien!) Sofort passiert im Moment leider gar nichts. (Abg. Steinacker: Entschuldigung, Frau Kollegin?!) – Nein, nichts passiert! (Abg. Ottenschläger: Wer ist denn Finanzlandesrat in der Steiermark?)
Abg. Steinacker: Entschuldigung, Frau Kollegin?!
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir fordern Soforthilfen! (Abg. Weidinger: Für welche SPÖ sprechen Sie? – Abg. Michael Hammer: Gebührenwucher in Wien!) Sofort passiert im Moment leider gar nichts. (Abg. Steinacker: Entschuldigung, Frau Kollegin?!) – Nein, nichts passiert! (Abg. Ottenschläger: Wer ist denn Finanzlandesrat in der Steiermark?)
Abg. Ottenschläger: Wer ist denn Finanzlandesrat in der Steiermark?
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir fordern Soforthilfen! (Abg. Weidinger: Für welche SPÖ sprechen Sie? – Abg. Michael Hammer: Gebührenwucher in Wien!) Sofort passiert im Moment leider gar nichts. (Abg. Steinacker: Entschuldigung, Frau Kollegin?!) – Nein, nichts passiert! (Abg. Ottenschläger: Wer ist denn Finanzlandesrat in der Steiermark?)
Abg. Ottenschläger: In der Stadt Wien 56!
Unsere Forderung, sofort zu helfen, ist angesichts der Tatsache, dass Sie im Vorjahr 28,2 Millionen Euro an Steuergeldern für Werbe- und Inseratenkosten hinausgeworfen haben (Abg. Ottenschläger: In der Stadt Wien 56!), mehr als berechtigt. (Abg. Weidinger: Die Stadt Wien 36 Millionen Euro! – Zwischenrufe der Abgeordneten Obernosterer und Strasser.) Warum? – Sie haben sich selbst Ihre schönen Bilder angeschaut, und das ist zu wenig. Faktencheck nicht bestanden! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Das gibt es ja nicht! – Abg. Michael Hammer: Das war eine Spaßrede!)
Abg. Weidinger: Die Stadt Wien 36 Millionen Euro! – Zwischenrufe der Abgeordneten Obernosterer und Strasser.
Unsere Forderung, sofort zu helfen, ist angesichts der Tatsache, dass Sie im Vorjahr 28,2 Millionen Euro an Steuergeldern für Werbe- und Inseratenkosten hinausgeworfen haben (Abg. Ottenschläger: In der Stadt Wien 56!), mehr als berechtigt. (Abg. Weidinger: Die Stadt Wien 36 Millionen Euro! – Zwischenrufe der Abgeordneten Obernosterer und Strasser.) Warum? – Sie haben sich selbst Ihre schönen Bilder angeschaut, und das ist zu wenig. Faktencheck nicht bestanden! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Das gibt es ja nicht! – Abg. Michael Hammer: Das war eine Spaßrede!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Das gibt es ja nicht! – Abg. Michael Hammer: Das war eine Spaßrede!
Unsere Forderung, sofort zu helfen, ist angesichts der Tatsache, dass Sie im Vorjahr 28,2 Millionen Euro an Steuergeldern für Werbe- und Inseratenkosten hinausgeworfen haben (Abg. Ottenschläger: In der Stadt Wien 56!), mehr als berechtigt. (Abg. Weidinger: Die Stadt Wien 36 Millionen Euro! – Zwischenrufe der Abgeordneten Obernosterer und Strasser.) Warum? – Sie haben sich selbst Ihre schönen Bilder angeschaut, und das ist zu wenig. Faktencheck nicht bestanden! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Das gibt es ja nicht! – Abg. Michael Hammer: Das war eine Spaßrede!)
Abg. Deimek: Die kennt sich ja nicht aus!
Warum? – Da müssen wir ein bisschen zurückgehen und die Mär von der Frau Kollegin aus den NEOS-Reihen entkräften. (Abg. Deimek: Die kennt sich ja nicht aus!) Was hat die Europäische Union in den letzten Jahren angestellt? – Sie hat – Sie sind selbst dabei gewesen – den Verschuldungsgrad erhöht und es den Südländern erstmals erlaubt, Schulden zu machen. Italien, Griechenland, Spanien und Portugal haben ihre Verschuldungsquote verdoppelt, und wir alle erinnern uns, was wir mit den Griechen angestellt haben. – Punkt eins.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Doppelbauer: Ein so ein Blödsinn! ... absurd!
Sie reden von der Ukraine und darüber, dass die Gaspreise erhöht worden sind. Es gibt eine Meritorder: Jeder, der nur ein bisschen etwas von Energiepolitik versteht, weiß, dass der Preis immer am höchsten Ansatz gewählt wird. Das ist kein Problem der Ukraine, das ist kein Problem – so wie das heute die Kollegin von den NEOS behauptet hat –, das sozusagen von Putin gelenkt war. Nein: Es ist ein hausgemachtes Problem der Europäischen Union gewesen – und das ist das dritte Problem –, die Europäische Zentralbank ist nämlich der Treiber der Inflation. Begreifen Sie es doch endlich! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Doppelbauer: Ein so ein Blödsinn! ... absurd!) – Sie müssen nicht sagen, dass das ein Blödsinn ist.
Abg. Meinl-Reisinger: Die haben sich aber an den Sanktionen beteiligt ...!
Schauen Sie sich die Auskunft des Nationalbankpräsidenten der Schweiz an! In den letzten Jahren ist die Geldmenge von der Europäischen Zentralbank von 4,4 Billionen auf 8,8 Billionen Euro erhöht worden. Was haben die Schweizer gemacht? – Der Unterschied ist merklich erkennbar: Die Schweiz hat 2,9 Prozent Inflation, wir haben im Schnitt 8,7 Prozent Inflation. (Abg. Meinl-Reisinger: Die haben sich aber an den Sanktionen beteiligt ...!)
Abg. Zarits: Du auch nicht!
Was machen Sie mit den Betriebskosten, die sich verdreifacht haben? Was machen Sie jetzt, in dieser Situation, mit den Gaspreisen, die sich versiebenfacht haben? Was machen Sie mit den Energiekosten, die sich verfünffacht haben? – Das sind die Fragen, die Sie sich hier herinnen in diesem Haus stellen müssen, und darauf haben Sie (in Richtung ÖVP) mitsamt den Grünen keine Antwort (Abg. Zarits: Du auch nicht!), weil die Grünen Sie vor sich hertreiben und Sie nicht in der Lage sind, wieder zu Ihren Wurzeln zurückzukehren. Daher werden wir auch dieses Problem nicht in den Griff bekommen.
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann nur an Sie appellieren: Hören Sie auf, den Österreicherinnen und Österreichern Sand in die Augen zu streuen! Beginnen Sie, echte Strukturpolitik gegen die Inflation zu machen, damit die Österreicher am Ende des Tages nicht – so wie 300 000 Haushalte in Österreich jetzt schon – bald bankrott sind! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Barbara Neßler (Grüne): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Liebe Kollegen und Kolleginnen! Liebe Zuseher und Zuseherinnen! Zuallererst muss ich voranstellen, dass mir vollkommen klar ist, wie groß die Belastung aufgrund der Teuerungskrise für viele, viele Menschen in unserem Land ist. Was wir auch wissen, ist, dass die Personen, die es davor schon nicht einfach hatten, jetzt noch mehr darunter leiden, und deshalb haben wir darauf ein besonderes Augenmerk gelegt. Ich glaube, das ist gut und richtig so. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wurm: Noch schlechter! Das ist eine Kunst!
Das Antiteuerungspaket, das wir ausverhandelt haben, kann sich wirklich sehen lassen. Werfen wir einen Blick nach Deutschland: Dort hat die Regierung ein ähnliches Paket mit einem Volumen von 30 Milliarden Euro geschnürt. Das ist verglichen mit dem, was wir in Österreich gemacht haben, nur geringfügig größer, wenn man bedenkt, dass Österreich im Vergleich zu Deutschland viel, viel kleiner ist. (Abg. Wurm: Noch schlechter! Das ist eine Kunst!)
Abg. Deimek: ... verstanden, um was es geht!
Ich vermute, dass Sie auch die zahlreichen Reaktionen von den Experten und Expertinnen gehört haben. Ich darf beispielsweise das Momentum-Institut nennen, das sinngemäß bescheinigt, dass die Sofortmaßnahmen, die Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, immer wieder kritisieren, wirklich zielführend sind. (Abg. Deimek: ... verstanden, um was es geht!) Ich zitiere: „Eine erste Analyse zeigt, dass Haushalte im untersten Einkommensfünftel durch das Paket tatsächlich auch fast vollständig für die aktuelle Teuerung kompensiert werden.“ (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich vermute, dass Sie auch die zahlreichen Reaktionen von den Experten und Expertinnen gehört haben. Ich darf beispielsweise das Momentum-Institut nennen, das sinngemäß bescheinigt, dass die Sofortmaßnahmen, die Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, immer wieder kritisieren, wirklich zielführend sind. (Abg. Deimek: ... verstanden, um was es geht!) Ich zitiere: „Eine erste Analyse zeigt, dass Haushalte im untersten Einkommensfünftel durch das Paket tatsächlich auch fast vollständig für die aktuelle Teuerung kompensiert werden.“ (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Deimek: Das beseitigt das Problem gar nicht, aber das haben Sie nicht verstanden!
Die Sofortmaßnahmen, wie etwa die Sonderfamilienbeihilfe, im Rahmen derer wirklich jedes Kind zusätzlich 180 Euro bekommt, oder der Kindermehrbetrag sind wichtig, weil das Geld direkt und unmittelbar ankommen wird. (Abg. Deimek: Das beseitigt das Problem gar nicht, aber das haben Sie nicht verstanden!) Das wäre anders, wenn wir stattdessen den Vorschlag der SPÖ aufgenommen hätten, die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel zu senken oder sie gleich auf null zu setzen. Natürlich würden davon auch Personen profitieren, die ein niedriges Einkommen haben, aber eben nicht nur. Es würden diejenigen am meisten profitieren, die teuer einkaufen, die ein hohes Einkommen haben – diejenigen würden davon profitieren. (Ruf bei der SPÖ: Ein Bonus für alle ...!)
Ruf bei der SPÖ: Ein Bonus für alle ...!
Die Sofortmaßnahmen, wie etwa die Sonderfamilienbeihilfe, im Rahmen derer wirklich jedes Kind zusätzlich 180 Euro bekommt, oder der Kindermehrbetrag sind wichtig, weil das Geld direkt und unmittelbar ankommen wird. (Abg. Deimek: Das beseitigt das Problem gar nicht, aber das haben Sie nicht verstanden!) Das wäre anders, wenn wir stattdessen den Vorschlag der SPÖ aufgenommen hätten, die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel zu senken oder sie gleich auf null zu setzen. Natürlich würden davon auch Personen profitieren, die ein niedriges Einkommen haben, aber eben nicht nur. Es würden diejenigen am meisten profitieren, die teuer einkaufen, die ein hohes Einkommen haben – diejenigen würden davon profitieren. (Ruf bei der SPÖ: Ein Bonus für alle ...!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich verstehe auf der einen Seite nicht, dass die SPÖ uns beschuldigt, dass wir auf das Gießkannenprinzip setzen, und parallel dazu auffordert, genau das zu tun. Das ist einfach nur absurd: Auf der einen Seite wird genau das verbal verurteilt, auf der anderen Seite aber wird es gefordert. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Matznetter: Armin Wolf hat recht, Sie ...!
Kind lebt, an Entlastung aus dem Gesamtpaket bekommt: Teuerungsausgleich 600 Euro, Energiekostenausgleich 150 Euro, Reduktion Energieabgaben 200 Euro, Klimabonus 750 Euro, Familienbeihilfe 180 Euro. Das macht insgesamt eine Summe von 1 880 Euro an Entlastung aus und ist um einiges höher als das normale Einkommen. Genau das ist treffsicher, genau das ist hilfreich, liebe Kolleginnen und Kollegen, und genau das haben wir beschlossen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Matznetter: Armin Wolf hat recht, Sie ...!)
Zwischenrufe bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Es ist keine Frage, wir leben in schwierigen Zeiten – ich schaue zu den jungen Menschen oben auf der Galerie –, es ist wirklich keine leichte Zeit: Wir haben die Teuerungskrise, die Coronapandemie ist noch nicht wirklich vorbei, wir haben die Klimakrise mit der Hitzewelle und allen anderen spürbaren Folgen, wir haben Krieg in Europa. Die Zukunftsaussichten sind also alles andere als rosig. Vielleicht schaffen wir es daher, dass wir statt mit Wahlkampfparolen und dem Propagieren schneller Lösungen für komplexe Situationen gemeinsam daran arbeiten, den Karren aus jenem Dreck zu ziehen, den nicht die jetzige Regierung verschuldet hat – Stichwort Abhängigkeit von Russland aufgrund von Knebelverträgen, Stichwort erneuerbare Energien, die zu wenig ausgebaut wurden. (Zwischenrufe bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich darf Sie daran erinnern, dass Sie auch als Oppositionsparteien Verantwortung haben. Wir stellen uns der Herkulesaufgabe und ich plädiere dafür, dass wir das gemeinsam tun. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Obernosterer: Ich hoffe, du hast verstanden! – Abg. Wöginger: Soforthilfen!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Kollegin Neßler hat wie schon zuvor Klubobmann Wöginger ausgeführt, wie super treffsicher nicht die vielen Einmalzahlungen sind, die die Regierung da verteilt. (Abg. Obernosterer: Ich hoffe, du hast verstanden! – Abg. Wöginger: Soforthilfen!)
Abg. Ottenschläger: Wie viel zahlt der an Steuern?
Ich möchte jetzt einfach noch einmal am Beispiel eines Nationalratsabgeordneten mit einem Bruttoeinkommen von 9 300 Euro mit drei Kindern vorrechnen, wie toll treffsicher die Einmalzahlungen sind (Abg. Ottenschläger: Wie viel zahlt der an Steuern?): Der bekommt jetzt 500 Euro Klimabonus, 750 Euro Klimabonus für die Kinder, 540 Euro Einmalzahlung Familienbeihilfe und 1 500 Euro erhöhten Familienbonus. Das macht für den Nationalratsabgeordneten mit drei Kindern 3 290 Euro zusätzlich. (Abg. Strasser: Danke, NEOS! Willkommen in der Neiddebatte! Danke! – Abg. Ottenschläger: Ihr seid ja schon ärger als die Freiheitlichen! Das ist der neue NEOS-Populismus!) Super treffsicher ist das! So wird euer Steuergeld ausgegeben! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Zarits: Freiheitliche Rede!) Ihr kauft eine Cola, da ist Umsatzsteuer drauf, und so verblasen die euer Geld, eure Steuern – ganz toll!
Abg. Strasser: Danke, NEOS! Willkommen in der Neiddebatte! Danke! – Abg. Ottenschläger: Ihr seid ja schon ärger als die Freiheitlichen! Das ist der neue NEOS-Populismus!
Ich möchte jetzt einfach noch einmal am Beispiel eines Nationalratsabgeordneten mit einem Bruttoeinkommen von 9 300 Euro mit drei Kindern vorrechnen, wie toll treffsicher die Einmalzahlungen sind (Abg. Ottenschläger: Wie viel zahlt der an Steuern?): Der bekommt jetzt 500 Euro Klimabonus, 750 Euro Klimabonus für die Kinder, 540 Euro Einmalzahlung Familienbeihilfe und 1 500 Euro erhöhten Familienbonus. Das macht für den Nationalratsabgeordneten mit drei Kindern 3 290 Euro zusätzlich. (Abg. Strasser: Danke, NEOS! Willkommen in der Neiddebatte! Danke! – Abg. Ottenschläger: Ihr seid ja schon ärger als die Freiheitlichen! Das ist der neue NEOS-Populismus!) Super treffsicher ist das! So wird euer Steuergeld ausgegeben! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Zarits: Freiheitliche Rede!) Ihr kauft eine Cola, da ist Umsatzsteuer drauf, und so verblasen die euer Geld, eure Steuern – ganz toll!
Beifall bei den NEOS. – Abg. Zarits: Freiheitliche Rede!
Ich möchte jetzt einfach noch einmal am Beispiel eines Nationalratsabgeordneten mit einem Bruttoeinkommen von 9 300 Euro mit drei Kindern vorrechnen, wie toll treffsicher die Einmalzahlungen sind (Abg. Ottenschläger: Wie viel zahlt der an Steuern?): Der bekommt jetzt 500 Euro Klimabonus, 750 Euro Klimabonus für die Kinder, 540 Euro Einmalzahlung Familienbeihilfe und 1 500 Euro erhöhten Familienbonus. Das macht für den Nationalratsabgeordneten mit drei Kindern 3 290 Euro zusätzlich. (Abg. Strasser: Danke, NEOS! Willkommen in der Neiddebatte! Danke! – Abg. Ottenschläger: Ihr seid ja schon ärger als die Freiheitlichen! Das ist der neue NEOS-Populismus!) Super treffsicher ist das! So wird euer Steuergeld ausgegeben! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Zarits: Freiheitliche Rede!) Ihr kauft eine Cola, da ist Umsatzsteuer drauf, und so verblasen die euer Geld, eure Steuern – ganz toll!
Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Alleine haben wir aber nicht regiert!
Die ÖVP lobt sich da, was für eine tolle Entlastung sie macht, das grüne Beiwagerl fährt mit. Entlasten kann ich aber natürlich nur jemanden, den ich vorher ordentlich belastet habe. Als nämlich vor 36 Jahren die ÖVP in die Bundesregierung eingetreten ist, lag die Steuerquote bei 40,9 Prozent, und heute ist sie bei 43,5 Prozent. Das schaut jetzt nicht viel aus, aber 2,6 Prozentpunkte mehr Steuerbelastung sind 10,5 Milliarden Euro im Jahr. – Danke 36 Jahre ÖVP! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Alleine haben wir aber nicht regiert!)
Beifall bei den NEOS.
Noch ein paar Takte zur kalten Progression, die, wie Vizekanzler Kogler treffend gesagt hat, teilweise abgeschafft wird, nämlich zu zwei Dritteln. Das kommt jetzt natürlich auf jeden kleinen Arbeitnehmer, auf jede kleine Arbeitnehmerin zu, wenn die Gewerkschafter hohe Lohnabschlüsse verhandeln und sich verständlicherweise nicht mit Werten unter der Inflationsrate abspeisen lassen werden. Dann bekommt man zum Beispiel eine Lohnerhöhung von 6 oder 7 Prozent, aber der große Profiteur ist der Finanzminister, der sagt: Okay, Abschaffung der kalten Progression, zwei Drittel geben wir euch zurück, ich nehme euch 100, gebe euch 67 und die 33 verteilen wir! – Und wir wissen, wie die ÖVP verteilt: Da kriegt die Bauerbundklientel etwas, dann kriegen die Beamten etwas; da schaut man schon darauf, dass es die Richtigen kriegen, nicht? – Was also diese 33, die die Arbeiter und Angestellten sponsern dürfen, betrifft, bin ich ganz sicher: Die ÖVP schaut darauf, dass ihre Klientel die einheimst. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Wurm
Was bedeutet denn das mathematisch? – Wir haben in den Jahren bis zur Coronakrise sehr bescheidene Inflationsraten gehabt: Einmal waren es 1,5 Prozent, einmal waren es 1,8 Prozent. Wenn wir da im heurigen Jahr mit – nehmen wir den letzten Monat – 8,7 Prozent durchsegeln, dann wäre ein Drittel davon 2,9 Prozent. Wenn die kalte Progression also zu einem Drittel bestehen bleibt, dann schlägt sie bei der aktuellen Inflationsrate härter zu, als in den letzten Jahren zusammengenommen. Das heißt, das, was beim Finanzminister hereinkommt, was bei ihm in der Kasse bleibt (Zwischenruf des Abg. Wurm), ist immer noch viel mehr, als er in den vergangenen Jahren gewohnt war. Natürlich spült ihm nicht nur die Lohn- und Einkommensteuer Geld herein, sondern auch die Umsatzsteuer, die NoVA, weil die Autos teurer werden, die Grunderwerbsteuer, weil die Grundstückspreise natürlich in den Himmel schießen, und das alles bleibt in der Kassa des Finanzministers liegen. Das, was uns als Entlastung verkauft wird, ist ein Tropfen auf den heißen Stein. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Was bedeutet denn das mathematisch? – Wir haben in den Jahren bis zur Coronakrise sehr bescheidene Inflationsraten gehabt: Einmal waren es 1,5 Prozent, einmal waren es 1,8 Prozent. Wenn wir da im heurigen Jahr mit – nehmen wir den letzten Monat – 8,7 Prozent durchsegeln, dann wäre ein Drittel davon 2,9 Prozent. Wenn die kalte Progression also zu einem Drittel bestehen bleibt, dann schlägt sie bei der aktuellen Inflationsrate härter zu, als in den letzten Jahren zusammengenommen. Das heißt, das, was beim Finanzminister hereinkommt, was bei ihm in der Kasse bleibt (Zwischenruf des Abg. Wurm), ist immer noch viel mehr, als er in den vergangenen Jahren gewohnt war. Natürlich spült ihm nicht nur die Lohn- und Einkommensteuer Geld herein, sondern auch die Umsatzsteuer, die NoVA, weil die Autos teurer werden, die Grunderwerbsteuer, weil die Grundstückspreise natürlich in den Himmel schießen, und das alles bleibt in der Kassa des Finanzministers liegen. Das, was uns als Entlastung verkauft wird, ist ein Tropfen auf den heißen Stein. (Beifall bei den NEOS.)
In Richtung des sich von seinem Sitzplatz erhebenden Abg. Leichtfried:
Wer dafür ist, den bitte ich um ein dementsprechendes Zeichen. – Das ist mehrheitlich - - (In Richtung des sich von seinem Sitzplatz erhebenden Abg. Leichtfried:) Was ist jetzt wiederum? (Ruf bei der ÖVP: Na was jetzt?) Zum Zeitpunkt des Abstimmens sollte klar sein, wie das Stimmverhalten ist. – Jetzt ist es einstimmig angenommen.
Ruf bei der ÖVP: Na was jetzt?
Wer dafür ist, den bitte ich um ein dementsprechendes Zeichen. – Das ist mehrheitlich - - (In Richtung des sich von seinem Sitzplatz erhebenden Abg. Leichtfried:) Was ist jetzt wiederum? (Ruf bei der ÖVP: Na was jetzt?) Zum Zeitpunkt des Abstimmens sollte klar sein, wie das Stimmverhalten ist. – Jetzt ist es einstimmig angenommen.
Abg. Loacker: 26?
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zwischen den Mitgliedern der Präsidialkonferenz haben wir Konsens über die Dauer der Debatten erzielt. Dementsprechend wurde eine Tagesblockzeit von 9,5 „Wiener Stunden“ vereinbart, sodass sich die Redezeiten wie folgt ergeben: 185 für die ÖVP, 128 für die SPÖ, 105 für die FPÖ, für die Grünen 95 sowie für die NEOS 26 Minuten (Abg. Loacker: 26?) – 76! Gemäß § 57 Abs. 7 der Geschäftsordnung beträgt die Redezeit für die gesamte Tagesordnung von jenen Abgeordneten, die keinem Klub angehören, 38 Minuten. Die Redezeit pro Debatte wird auf 5 Minuten beschränkt.
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS
Ich darf noch darauf hinweisen, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass während der Juliplenartage in den Räumlichkeiten des Parlaments hier in der Hofburg Sensibilisierungstrainings rund um das Thema Barrierefreiheit und Inklusion stattfinden. In diesem Sinne darf ich heute auch die Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderung auf der Besuchergalerie recht herzlich begrüßen. Das sind die Vertreter der Behindertenanwaltschaft, des Behindertenrates und des Clubs behinderter Menschen und ihrer Freunde (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS) sowie die Organisatoren der Sensibilisierungstrainings vom Bundesverband für Menschen mit Behinderungen, kurz Öziv, und der Initiative Hands Up.
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Die Digitalsteuer ist aber nur ein Punkt und es braucht viele weitere Punkte in diesem Bereich. Die Geschäftsmodelle im Internet sind natürlich sehr unterschiedlich. Da gibt es auch gute und positive Beispiele aus Österreich, ich nenne das Geschäftsmodell von Airbnb, mit welchem man über die Buchungsplattform seine eigenen Wohnräumlichkeiten vermieten kann. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Auch da gibt es bereits gute Ansätze, die es natürlich nach Europa und weltweit hinauszutragen gilt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abschließend noch ein Danke an alle Unterstützerinnen und Unterstützer. Einer der Initiatoren hat im Ausschuss in seiner bescheidenen Art und Weise gemeint, man könne allein nichts erreichen – dem muss ich eindeutig widersprechen: Mit unserer persönlichen Kaufentscheidung tragen wir maßgeblich dazu bei, ob bei heimischen Betrieben eingekauft wird oder nicht, und wir tragen dazu bei, ob in den Geschäften vor Ort eingekauft wird und somit Existenzen gesichert werden. Wir müssen es halt auch tun. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf Herrn Minister Kocher und Staatssekretärin Kraus-Winkler herzlich begrüßen und auch die Schülerinnen und Schüler der HAK Imst im Nationalrat herzlich willkommen heißen. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Leichtfried: Das ist jetzt der echte Max! – Abg. Lercher – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ja, ich habe mit der Susanne nichts zu tun ...! – Ruf bei der ÖVP: Du hast Freunde! – Abg. Lercher: Glaub es mir, keiner weiß das so wie ich! – Heiterkeit bei der ÖVP sowie des Abg. Lercher.
Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Lercher. – Bitte sehr, das Wort steht bei Ihnen, Herr Abgeordneter. (Abg. Leichtfried: Das ist jetzt der echte Max! – Abg. Lercher – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ja, ich habe mit der Susanne nichts zu tun ...! – Ruf bei der ÖVP: Du hast Freunde! – Abg. Lercher: Glaub es mir, keiner weiß das so wie ich! – Heiterkeit bei der ÖVP sowie des Abg. Lercher.)
Beifall bei der SPÖ.
Damen und Herren! Das waren Leute aus der Wirtschaft und von anderen Parteien, die darum gefleht haben, dass die Politik bereit ist, dort einzugreifen, wo der Markt nicht mehr funktioniert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage es Ihnen ganz offen: Das, was wir über die letzten Jahre zugelassen haben, ist, dass ein neuer Feudalismus entstanden ist; ein Feudalismus der Superreichen, für die es überhaupt keine Regeln mehr gibt, weil sie zu stark sind, stärker als Demokratien und stärker als Wirtschaftsräume. Und Sie wollen nicht erkennen, dass wir genau dort eingreifen müssen, weil diese der Grund dafür sind, dass der Markt nicht mehr funktioniert, schon gar nicht für die ganz normalen Leute, für die kleinen und mittleren Betriebe. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Diesen Markteingriff lehnen Sie ab, und deswegen werden Sie dieser Krise nicht Herr werden, geschätzte Damen und Herren von der Regierungsseite, weil Sie sich immer noch nach Regeln bewegen wollen, die in Wahrheit nicht mehr greifen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das Motto: Weniger Staat, mehr privat!, das die ÖVP so lange geprägt hat und heute auch noch lebt, ist passé. Dieses Motto hat uns dorthin gebracht, dass wir heute keine Regeln mehr haben, wo wir so dringend Regeln brauchen würden, damit wir den Leuten, damit wir den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern in diesem Land die Handlungsmacht zurückgeben. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Diesen Markteingriff lehnen Sie ab, und deswegen werden Sie dieser Krise nicht Herr werden, geschätzte Damen und Herren von der Regierungsseite, weil Sie sich immer noch nach Regeln bewegen wollen, die in Wahrheit nicht mehr greifen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das Motto: Weniger Staat, mehr privat!, das die ÖVP so lange geprägt hat und heute auch noch lebt, ist passé. Dieses Motto hat uns dorthin gebracht, dass wir heute keine Regeln mehr haben, wo wir so dringend Regeln brauchen würden, damit wir den Leuten, damit wir den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern in diesem Land die Handlungsmacht zurückgeben. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kopf
Ich sage es Ihnen ganz offen: Dieser Herbst wird noch gewaltig mehr Druck schaffen, bei den ganz normalen Leuten, bei den Klein- und Mittelbetrieben, und Sie ignorieren das, was uns durch dieses Volksbegehren mitgegeben wird (Zwischenruf des Abg. Kopf): nämlich den absoluten Wunsch danach, dass wir erkennen, dass das Wirtschaftssystem so, wie Sie es geschaffen haben, heute nicht mehr funktioniert – nicht mehr funktioniert für die alltäglichen Leistungsträgerinnen und Leistungsträger. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage es Ihnen ganz offen: Dieser Herbst wird noch gewaltig mehr Druck schaffen, bei den ganz normalen Leuten, bei den Klein- und Mittelbetrieben, und Sie ignorieren das, was uns durch dieses Volksbegehren mitgegeben wird (Zwischenruf des Abg. Kopf): nämlich den absoluten Wunsch danach, dass wir erkennen, dass das Wirtschaftssystem so, wie Sie es geschaffen haben, heute nicht mehr funktioniert – nicht mehr funktioniert für die alltäglichen Leistungsträgerinnen und Leistungsträger. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrter Herr Generalsekretär, ich sage es Ihnen ganz offen: Das waren ja wirklich nicht unsere Vertreterinnen und Vertreter, es waren Ihre Vertreterinnen und Vertreter, die darum gebeten haben, dass wir in den Markt eingreifen, dass wir Amazon nicht alles durchgehen lassen. Wo sind wir denn hingekommen? Wenn ein Herr Jeff Bezos nach Rotterdam fährt, wird eine Brücke abgebaut, wenn aber die Familien in unserem Land Entlastung brauchen, bekommen sie nichts. So ist das heute in unserer Gesellschaft! (Beifall bei der SPÖ.) Wenn ein Superreicher irgendwo eine Fabrik bauen will, dann gibt es innerhalb von 24 Stunden eine Genehmigung, wenn aber die Leute dort draußen etwas brauchen, dann geht nichts. Wenn die Steuern auf Kapital gesenkt werden müssen, dann geht es innerhalb von Minuten, aber wenn bei der Lohnsteuer etwas unternommen werden soll, dann dauert es Jahre – und da geht es um die Masse in diesem Land. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrter Herr Generalsekretär, ich sage es Ihnen ganz offen: Das waren ja wirklich nicht unsere Vertreterinnen und Vertreter, es waren Ihre Vertreterinnen und Vertreter, die darum gebeten haben, dass wir in den Markt eingreifen, dass wir Amazon nicht alles durchgehen lassen. Wo sind wir denn hingekommen? Wenn ein Herr Jeff Bezos nach Rotterdam fährt, wird eine Brücke abgebaut, wenn aber die Familien in unserem Land Entlastung brauchen, bekommen sie nichts. So ist das heute in unserer Gesellschaft! (Beifall bei der SPÖ.) Wenn ein Superreicher irgendwo eine Fabrik bauen will, dann gibt es innerhalb von 24 Stunden eine Genehmigung, wenn aber die Leute dort draußen etwas brauchen, dann geht nichts. Wenn die Steuern auf Kapital gesenkt werden müssen, dann geht es innerhalb von Minuten, aber wenn bei der Lohnsteuer etwas unternommen werden soll, dann dauert es Jahre – und da geht es um die Masse in diesem Land. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, diese Ungerechtigkeit hat dieses Volksbegehren auf den Punkt gebracht. Sie ignorieren das, das müssen wir zur Kenntnis nehmen, die Wählerinnen und Wähler bei der nächsten Wahl aber sicher nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Frau Kollegin Himmelbauer, Sie haben das Bundesheer erwähnt, Frau Bundesminister Tanner. – Ja, bei allen Ehren, aber in Österreich gibt es noch genau drei Zentralküchen. Man hat alle regionalen Küchen, die Küchen bei den Kasernen geschlossen. Wir haben drei Zentralküchen, und das wird dann logistisch in ganz Österreich verteilt. – Also da von Regionalität zu reden ist eigentlich ein bisschen verwerflich, es ist eigentlich famos, das hier in den Mund zu nehmen (Beifall bei der FPÖ); vor allem auch, dass immer das Europarechtliche so in den Mittelpunkt gezogen wird. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Da geht es um Transportwege! Wir schippern ja in ganz Europa, auf der ganzen Welt die Packerln herum, die Lebensmittel oder auch die Güter. Wir verschwenden ja nicht nur Ressourcen, wir verschwenden Zigmillionen Tonnen an Material und vernichten auch Ressourcen, und das ist in dieser Art und Weise nicht zu akzeptieren; vor allem dass die Gewinne, die diese Konzerne machen, nicht einmal besteuert werden, das ist das Verwerfliche auf dieser Ebene.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Frau Kollegin Himmelbauer, Sie haben das Bundesheer erwähnt, Frau Bundesminister Tanner. – Ja, bei allen Ehren, aber in Österreich gibt es noch genau drei Zentralküchen. Man hat alle regionalen Küchen, die Küchen bei den Kasernen geschlossen. Wir haben drei Zentralküchen, und das wird dann logistisch in ganz Österreich verteilt. – Also da von Regionalität zu reden ist eigentlich ein bisschen verwerflich, es ist eigentlich famos, das hier in den Mund zu nehmen (Beifall bei der FPÖ); vor allem auch, dass immer das Europarechtliche so in den Mittelpunkt gezogen wird. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Da geht es um Transportwege! Wir schippern ja in ganz Europa, auf der ganzen Welt die Packerln herum, die Lebensmittel oder auch die Güter. Wir verschwenden ja nicht nur Ressourcen, wir verschwenden Zigmillionen Tonnen an Material und vernichten auch Ressourcen, und das ist in dieser Art und Weise nicht zu akzeptieren; vor allem dass die Gewinne, die diese Konzerne machen, nicht einmal besteuert werden, das ist das Verwerfliche auf dieser Ebene.
Abg. Hörl: Probiert haben wir’s!
Herr Bundesminister, einen Punkt möchte ich noch ansprechen – an Sie und an Ihre Vorgängerin gerichtet; Sie haben es ja dann eh gelöst –: das Kaufhaus Österreich. Das war dieser Onlinegigant in Österreich, den wir hier erzeugt haben. Gott sei Dank haben Sie diesem Schaden ein Ende gemacht, weil es wirklich mehr als peinlich war, dass man glaubt, mithilfe einer Plattform Amazon oder Google oder auch anderer Institutionen Herr zu werden und als Gegenpol aufzutreten. Das war eine gute Aktion, auch in Richtung Wirtschaftskammer. (Abg. Hörl: Probiert haben wir’s!) – Kollege Hörl, wir drehen nicht überall den Strom ab, das machen wir nicht, auch nicht das Gas; auch die Seilbahnen sind wichtig, aber die Bevölkerung ist uns wichtiger! (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.
Herr Bundesminister, einen Punkt möchte ich noch ansprechen – an Sie und an Ihre Vorgängerin gerichtet; Sie haben es ja dann eh gelöst –: das Kaufhaus Österreich. Das war dieser Onlinegigant in Österreich, den wir hier erzeugt haben. Gott sei Dank haben Sie diesem Schaden ein Ende gemacht, weil es wirklich mehr als peinlich war, dass man glaubt, mithilfe einer Plattform Amazon oder Google oder auch anderer Institutionen Herr zu werden und als Gegenpol aufzutreten. Das war eine gute Aktion, auch in Richtung Wirtschaftskammer. (Abg. Hörl: Probiert haben wir’s!) – Kollege Hörl, wir drehen nicht überall den Strom ab, das machen wir nicht, auch nicht das Gas; auch die Seilbahnen sind wichtig, aber die Bevölkerung ist uns wichtiger! (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei der FPÖ.
Unsere Forderung wäre ganz klar: Die Gewinne von multinationalen Onlinekonzernen müssen hier in Österreich versteuert werden und nicht auf den Cayman Islands – das ist ein wichtiger Punkt –, auch eine geringere Umsatzsteuer für den niedergelassenen Handel ist wichtig und – was auch ein Punkt ist – eine zweckgebundene Regionalabgabe für den Onlinehandel. Das sollte auch in dieser Art und Weise umgesetzt werden, und dafür noch einmal ein Dank an die Initiatoren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein letzter Punkt noch: Es ist ganz wichtig, dass wir den Wettbewerb auch wirklich stärken, und auch dafür setzen wir uns durch eine gute Wettbewerbsaufsicht ein. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Ich möchte mich bei den BetreiberInnen des Volksbegehrens noch einmal herzlichst bedanken. Wir sind vielleicht nicht ganz einig, wie es gelöst wird, aber wir sind in der Diagnose des Problems einig, womit Bewegung in die Diskussion kommt, und das ist vielleicht das Wichtigste, was da auch erreicht werden kann. Wir werden von unserer Seite her gerne unterstützen, damit Verbesserungen in der Zukunft kommen. In diesem Sinne: Kaufen Sie bitte regional ein! – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Eine globale Steuerreform, die vergangenes Jahr von der OECD und den G20-Staaten breite Unterstützung erfuhr, wäre wohl ein wirklicher Beitrag für mehr Fairness. Diese Reform sieht eine höhere Besteuerung von Digitalkonzernen und eine globale Mindestbesteuerung von 15 Prozent vor – aus meiner Sicht ein wichtiger und richtiger Weg, der hoffentlich bald umgesetzt wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Lercher.
Ein Wort noch zu Abgeordnetem Lercher – zu Ihrer Brandrede für Verstaatlichung –: Ich glaube, Sie sollten aus den Fehlern der Vergangenheit, gerade von Ihrer Fraktion, lernen, denn das war der absolut falsche Weg. (Zwischenruf des Abg. Lercher.) Schauen Sie sich auch Ihr Abstimmungsverhalten zum Antiteuerungspaket an! (Zwischenruf bei der SPÖ.) Sie vergönnen offensichtlich den Menschen die Hilfe nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Ein Wort noch zu Abgeordnetem Lercher – zu Ihrer Brandrede für Verstaatlichung –: Ich glaube, Sie sollten aus den Fehlern der Vergangenheit, gerade von Ihrer Fraktion, lernen, denn das war der absolut falsche Weg. (Zwischenruf des Abg. Lercher.) Schauen Sie sich auch Ihr Abstimmungsverhalten zum Antiteuerungspaket an! (Zwischenruf bei der SPÖ.) Sie vergönnen offensichtlich den Menschen die Hilfe nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein Wort noch zu Abgeordnetem Lercher – zu Ihrer Brandrede für Verstaatlichung –: Ich glaube, Sie sollten aus den Fehlern der Vergangenheit, gerade von Ihrer Fraktion, lernen, denn das war der absolut falsche Weg. (Zwischenruf des Abg. Lercher.) Schauen Sie sich auch Ihr Abstimmungsverhalten zum Antiteuerungspaket an! (Zwischenruf bei der SPÖ.) Sie vergönnen offensichtlich den Menschen die Hilfe nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Bei deiner Rede!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Der Herr Wirtschaftsminister hat uns leider verlassen. (Ruf bei der ÖVP: Bei deiner Rede!) Ich erspare Ihnen, Kollege Pöttinger, eine tatsächliche Berichtigung: Kollege Lercher hat keine Verstaatlichung gefordert. Allerdings fürs Stammbuch der historisch ungebildeten ÖVP-Abgeordneten (Widerspruch bei der ÖVP) – für deren Stammbuch –: Es waren ÖVP-Bundeskanzler, unter denen die Verstaatlichung sehr erfolgreich durchgesetzt wurde. (Ruf bei der ÖVP: Ja, zu welchem Zeitpunkt?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dieses Land wäre ohne die Leistungen der österreichischen Industrie nach 1945 nicht, wo es ist. (Ruf bei der ÖVP: Genau!) Lernen Sie Geschichte, kann ich an dieser Stelle nur sagen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Widerspruch bei der ÖVP
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Der Herr Wirtschaftsminister hat uns leider verlassen. (Ruf bei der ÖVP: Bei deiner Rede!) Ich erspare Ihnen, Kollege Pöttinger, eine tatsächliche Berichtigung: Kollege Lercher hat keine Verstaatlichung gefordert. Allerdings fürs Stammbuch der historisch ungebildeten ÖVP-Abgeordneten (Widerspruch bei der ÖVP) – für deren Stammbuch –: Es waren ÖVP-Bundeskanzler, unter denen die Verstaatlichung sehr erfolgreich durchgesetzt wurde. (Ruf bei der ÖVP: Ja, zu welchem Zeitpunkt?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dieses Land wäre ohne die Leistungen der österreichischen Industrie nach 1945 nicht, wo es ist. (Ruf bei der ÖVP: Genau!) Lernen Sie Geschichte, kann ich an dieser Stelle nur sagen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Ja, zu welchem Zeitpunkt?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Der Herr Wirtschaftsminister hat uns leider verlassen. (Ruf bei der ÖVP: Bei deiner Rede!) Ich erspare Ihnen, Kollege Pöttinger, eine tatsächliche Berichtigung: Kollege Lercher hat keine Verstaatlichung gefordert. Allerdings fürs Stammbuch der historisch ungebildeten ÖVP-Abgeordneten (Widerspruch bei der ÖVP) – für deren Stammbuch –: Es waren ÖVP-Bundeskanzler, unter denen die Verstaatlichung sehr erfolgreich durchgesetzt wurde. (Ruf bei der ÖVP: Ja, zu welchem Zeitpunkt?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dieses Land wäre ohne die Leistungen der österreichischen Industrie nach 1945 nicht, wo es ist. (Ruf bei der ÖVP: Genau!) Lernen Sie Geschichte, kann ich an dieser Stelle nur sagen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Genau!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Der Herr Wirtschaftsminister hat uns leider verlassen. (Ruf bei der ÖVP: Bei deiner Rede!) Ich erspare Ihnen, Kollege Pöttinger, eine tatsächliche Berichtigung: Kollege Lercher hat keine Verstaatlichung gefordert. Allerdings fürs Stammbuch der historisch ungebildeten ÖVP-Abgeordneten (Widerspruch bei der ÖVP) – für deren Stammbuch –: Es waren ÖVP-Bundeskanzler, unter denen die Verstaatlichung sehr erfolgreich durchgesetzt wurde. (Ruf bei der ÖVP: Ja, zu welchem Zeitpunkt?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dieses Land wäre ohne die Leistungen der österreichischen Industrie nach 1945 nicht, wo es ist. (Ruf bei der ÖVP: Genau!) Lernen Sie Geschichte, kann ich an dieser Stelle nur sagen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Der Herr Wirtschaftsminister hat uns leider verlassen. (Ruf bei der ÖVP: Bei deiner Rede!) Ich erspare Ihnen, Kollege Pöttinger, eine tatsächliche Berichtigung: Kollege Lercher hat keine Verstaatlichung gefordert. Allerdings fürs Stammbuch der historisch ungebildeten ÖVP-Abgeordneten (Widerspruch bei der ÖVP) – für deren Stammbuch –: Es waren ÖVP-Bundeskanzler, unter denen die Verstaatlichung sehr erfolgreich durchgesetzt wurde. (Ruf bei der ÖVP: Ja, zu welchem Zeitpunkt?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dieses Land wäre ohne die Leistungen der österreichischen Industrie nach 1945 nicht, wo es ist. (Ruf bei der ÖVP: Genau!) Lernen Sie Geschichte, kann ich an dieser Stelle nur sagen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Angerer.
Ein Teil der Vorschläge ist sehr gut, andere kann man vielleicht anders verwirklichen, aber handeln müssen wir. Warum alle unsere Anträge, die die SPÖ eingebracht hat, zum Beispiel zur Sonderbesteuerung für Onlinekonzerne, vertagt oder abgelehnt sind, verstehe ich nicht! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Angerer.)
Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf bei der ÖVP.
Ich meine, nur weil der Wirtschaftsminister dem Bezos ein bissel ähnlich schaut, ist das doch kein Grund, dass man dem die Milliarden lässt, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf bei der ÖVP.) Das ist ja absurd. Man muss doch entschieden dagegen auftreten, dass es einen Kaufkraftabfluss gibt und das entlang der Wertschöpfungskette in den USA ankommt. Man muss doch schauen, dass man hier für Wirtschaft und Beschäftigung sorgt.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höfinger: Sensationell! Schwach!
Mir sind gut ausgebildete Angestellte im Handel tausendmal lieber. Kämpfen Sie mit uns darum, dass es faire Arbeitsbedingungen gibt, denn diese sorgen auch für faire Lebensbedingungen – nicht mehr vertagen und ablehnen, meine Damen und Herren, nach dieser Geschichtsstunde! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höfinger: Sensationell! Schwach!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Christoph Stark (ÖVP): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Geschätzte Damen und Herren! Es geht um das Volksbegehren Kauf regional, zu dem ich den Initiatoren einfach gratulieren darf. Sie haben hier einen guten Meilenstein bei einem sehr wichtigen Thema gesetzt. Gleichzeitig möchte ich mich aber bei den Kundinnen und Kunden bedanken, die sich tagtäglich für den regionalen Handel entscheiden, denn sie sind es, die diesen regionalen Handel stärken und die Wirtschaft fördern. Dafür sei auch ihnen allen gedankt. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Ich sage das im Bewusstsein eines Bürgermeisters einer oststeirischen Kleinstadt, dass genau das, regionaler Handel, ein extrem wichtiges Thema ist, denn: Die Innenstädte brauchen den Handel, der Handel braucht die Innenstadt nicht. Dementsprechend ist es so, dass, gäbe es den regionalen Handel nicht mehr, es in den Innenstädten traurig und still werden würde. Die Innenstädte würden veröden, die Herzen der Kommunen stünden still, und – wir wissen alle, was passiert, wenn ein Herz stillsteht – dann stirbt die Stadt. Dementsprechend ist die Forderung des Volksbegehrens voll zu unterstützen. Wie gesagt, ich sage auch im Namen der Regionalwirtschaft vielen herzlichen Dank für diese Initiative. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Bei diesem Prozess, bei diesem Volksbegehren, geht es aber am Ende immer um die Menschen. Es geht um die Kundinnen und Kunden, die sich um ein attraktives Lebensumfeld bemühen. Es geht um die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die vor Ort einen Job haben und so ihre Existenz sichern. Und es geht um die Unternehmerinnen und Unternehmer, die mit ihren Steuern und Abgaben im regionalen Handel auch unseren Staat und das System stützen. Auch dafür sei gedankt! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.
Es geht aber wie gesagt immer um die Menschen und dabei auch um die Maßnahmen, über die wir in diesen Tagen diskutieren. Zur SPÖ noch einmal: Sie stimmen diesem Entlastungspaket für Pensionistinnen, Pensionisten, für Alleinerzieherinnen, Alleinerzieher und für alle Menschen in diesem Land in diesen Tagen nicht zu. Sie stimmen diesem Paket nicht zu, in keinem einzigen Punkt! Das ist nicht sozial, das ist schlichtweg ein Wahnsinn. Kein Mensch in Österreich versteht es – ich auch nicht! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Mag. Dr. Petra Oberrauner (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher zu Hause! Ich erlaube mir als Erstes, die drei jungen Facharbeiter, die heute von Kollegen Silvan hierher zu uns eingeladen worden sind, die die Austrian Skills und die Euroskills gewonnen haben, herzlich im Parlament zu begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ.
Es geht auch darum, dass Betriebe wie Starbucks zum Beispiel 2017 17,6 Millionen Euro Umsatz in Österreich gemacht haben und nur 800 Euro Steuer gezahlt haben. Die Klein- und Mittelbetriebe, die brav ihre Steuern abliefern, um die Gesellschaft zu finanzieren, werden das nicht goutieren und sich fragen: Warum zahle ich so viel und die anderen zahlen nichts – obwohl sie viel mehr Umsätze machen als wir, obwohl sie keine Gehälter zahlen, keine Sozialabgaben zahlen, keine Infrastruktur, die sie in Österreich benutzen, bezahlen? Das ist nicht fair und das ist schädlich für Österreich. Deshalb sollten Sie sich dringend anstrengen, das zu ändern! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Greiner: Guter Vorschlag!
In Richtung ÖVP möchte ich noch etwas zu einer früheren Diskussion sagen. Gaby Schaunig ist nicht Ihrer Meinung, sondern Gaby Schaunig hat das intelligenter aufgesetzt als Sie: Sie hat einen Kärntenbonus entwickelt, das ist ein Fonds, in den das Geld von der Sonderdividende der Kelag fließt und aus dem zielsicher und treffsicher Personen, die es sich praktisch selbst nicht mehr leisten können, die weniger Einkommen haben, einen Ausgleich bekommen, damit sie diese Krise überhaupt überstehen. Sie sollten einmal Treffsicherheit im Wörterbuch nachschlagen und schauen, was Sie zu tun hätten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Greiner: Guter Vorschlag!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Staatssekretär! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Vor allem aber geschätzte Initiatoren dieses Volksbegehrens Kauf regional! Es waren Eduard Egger, Andreas Palli, Rene Günter Moser, Nicole Schieg und Johannes Neubauer, die sich das angetan haben, und 145 000 Menschen haben dieses Volksbegehren unterstützt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Was erwarten sich diese 145 000 Menschen jetzt und was tut die Politik? – Das driftet etwas auseinander. Diese Menschen haben ein gutes Gespür, sie spüren: Da stimmt etwas nicht am Markt!, und sie wollen, dass die Politik eingreift. Was tut die Politik? – Ich habe jetzt den Reden gelauscht. Die ÖVP ist ja eher desinteressiert bei diesem Thema, wie man sieht. Es sei „nachvollziehbar“, war die Aussage des Herrn Kollegen von der ÖVP, jeder selbst könne durch seinen Einkauf dazu beitragen. Die NEOS haben gemeint, das könne man nur international lösen. Die Grünen interessiert das sowieso nicht. Also es ist ein Abschieben der Verantwortung. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) Es ist ein Abschieben eurer Verantwortung, ihr wollt nichts tun. Ihr seid die Konzernvertreter und ihr bleibt die Konzernvertreter in diesem Land. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was erwarten sich diese 145 000 Menschen jetzt und was tut die Politik? – Das driftet etwas auseinander. Diese Menschen haben ein gutes Gespür, sie spüren: Da stimmt etwas nicht am Markt!, und sie wollen, dass die Politik eingreift. Was tut die Politik? – Ich habe jetzt den Reden gelauscht. Die ÖVP ist ja eher desinteressiert bei diesem Thema, wie man sieht. Es sei „nachvollziehbar“, war die Aussage des Herrn Kollegen von der ÖVP, jeder selbst könne durch seinen Einkauf dazu beitragen. Die NEOS haben gemeint, das könne man nur international lösen. Die Grünen interessiert das sowieso nicht. Also es ist ein Abschieben der Verantwortung. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) Es ist ein Abschieben eurer Verantwortung, ihr wollt nichts tun. Ihr seid die Konzernvertreter und ihr bleibt die Konzernvertreter in diesem Land. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
In der Landwirtschaft schaut es gleich aus. Was habt ihr in der Landwirtschaft zustande gebracht, ihr, die Bauernpartei? (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) – Lieber Obernosterer Gabriel, was habt ihr für die Bauern zustande gebracht? In den letzten 30 Jahren hat die Hälfte der Bauern aufgegeben. Wenn ich mir die Mühlen anschaue, muss ich
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Uns wird nicht nur das Gas ausgehen, uns werden auch das Getreide und das Mehl ausgehen. Deswegen haben wir in unserer Gemeinde einen Kornspeicher eingerichtet und Mehl für unsere Gemeinde angekauft. Darüber solltet ihr nachdenken! Euch wird am Schluss das Gas ausgehen und am Schluss wird das Essen für die Leute auch noch ausgehen. Das ist eure verfehlte Politik: eine zentralistische Politik, eine zentralistische Konzernpolitik. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Lercher.
Euch sind die Interessen dieses Volksbegehrens oder dieser Menschen egal, das hat man aus euren Reden gehört, und das spüren sie auch. Sie haben das in ihrer Stellungnahme auch entsprechend kundgetan, dass die NEOS, die ÖVP und die Grünen es nicht verstanden haben. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Lercher.)
Beifall bei der SPÖ.
So sehr wir den regionalen Handel stärken müssen, so sehr braucht es auch effektive, entschlossene Maßnahmen bei der Beschränkung der Onlineversandhäuser. – Kollegin Götze, wir sehen da keine großartige Initiative dieser Bundesregierung, diesem Problem gegenzusteuern. Wir sehen leere Worthülsen und Luftschlösser. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend zu Kollegen Stark und den KollegInnen von der ÖVP: Wir gehen bei Ihrem Entlastungspaket nicht mit, weil es uns zu wenig sozial ist und weil es nicht treffsicher ist. (Beifall bei der SPÖ.) Ich darf nur ein Beispiel nennen: Ihr Kollege und Klubobmann Wöginger profitiert mehr von eurem Paket als die Familien und die PensionistInnen in diesem Land, die es dringend brauchen würden. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend zu Kollegen Stark und den KollegInnen von der ÖVP: Wir gehen bei Ihrem Entlastungspaket nicht mit, weil es uns zu wenig sozial ist und weil es nicht treffsicher ist. (Beifall bei der SPÖ.) Ich darf nur ein Beispiel nennen: Ihr Kollege und Klubobmann Wöginger profitiert mehr von eurem Paket als die Familien und die PensionistInnen in diesem Land, die es dringend brauchen würden. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
sehen das als unnötige Pandemieverlängerung, werden das auch entsprechend ablehnen. Man will offensichtlich weiterhin Diskussionen, dass man sich eben direkt in einer Sitzung, in einer Diskussion zu Wort melden kann, vermeiden. Es sind in der ÖVP weiterhin Intransparenz und dubiose Querfinanzierung, wie wir sie kennen, leider möglich, es soll alles im Hinterkammerl per Umlauf beschlossen werden. Das ist nicht der Zugang, den wir Freiheitliche sehen. Deshalb werden wir diesen Gesetzesvorschlag natürlich ablehnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Loacker: Jetzt musst du wieder die Wirtschaftskammer verteidigen!
Abgeordneter Laurenz Pöttinger (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Loacker: Jetzt musst du wieder die Wirtschaftskammer verteidigen!) Herr Kollege Angerer, selbst bei einem eigentlich so harmlosen Punkt sehen Sie Intransparenz und alle möglichen Schauergeschichten. Angst und Panik zu machen, Verunsicherung zu schüren steht wohl auf der Tagesordnung der FPÖ. (Abg. Lausch: Jetzt sind wir vorsichtig! – Zwischenruf des Abg. Rauch.) Es ist unglaublich, Sie nützen das hier für ein Thema, das den Menschen wirklich helfen soll, und sagen: Intransparenz. – Das hat hier keinen Platz. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Angerer.)
Abg. Lausch: Jetzt sind wir vorsichtig! – Zwischenruf des Abg. Rauch.
Abgeordneter Laurenz Pöttinger (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Loacker: Jetzt musst du wieder die Wirtschaftskammer verteidigen!) Herr Kollege Angerer, selbst bei einem eigentlich so harmlosen Punkt sehen Sie Intransparenz und alle möglichen Schauergeschichten. Angst und Panik zu machen, Verunsicherung zu schüren steht wohl auf der Tagesordnung der FPÖ. (Abg. Lausch: Jetzt sind wir vorsichtig! – Zwischenruf des Abg. Rauch.) Es ist unglaublich, Sie nützen das hier für ein Thema, das den Menschen wirklich helfen soll, und sagen: Intransparenz. – Das hat hier keinen Platz. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Angerer.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Angerer.
Abgeordneter Laurenz Pöttinger (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Loacker: Jetzt musst du wieder die Wirtschaftskammer verteidigen!) Herr Kollege Angerer, selbst bei einem eigentlich so harmlosen Punkt sehen Sie Intransparenz und alle möglichen Schauergeschichten. Angst und Panik zu machen, Verunsicherung zu schüren steht wohl auf der Tagesordnung der FPÖ. (Abg. Lausch: Jetzt sind wir vorsichtig! – Zwischenruf des Abg. Rauch.) Es ist unglaublich, Sie nützen das hier für ein Thema, das den Menschen wirklich helfen soll, und sagen: Intransparenz. – Das hat hier keinen Platz. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Angerer.)
Abg. Hauser: Dasselbe sagt der Rechnungshof! – Zwischenruf des Abg. Deimek. – Abg. Ottenschläger: Auf einmal ist jetzt der Rechnungshof wieder gut, oder?
Ich nehme Bezug auf Tagesordnungspunkt 3, genau diesen Punkt, den Sie hier bekritteln. (Abg. Hauser: Dasselbe sagt der Rechnungshof! – Zwischenruf des Abg. Deimek. – Abg. Ottenschläger: Auf einmal ist jetzt der Rechnungshof wieder gut, oder?) Es geht dabei um die Verlängerung verschiedener Gesetze, und zwar um Erleichterungen für diese Berufsgruppen: Bilanzbuchhalter, Wirtschaftstreuhänder, Ziviltechniker
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.
Wir verlängern das nur als Vorsichtsmaßnahme und auf Wunsch dieser Berufsgruppen, und da steckt nichts dahinter, was etwas Böses wäre, sondern das sind Erleichterungen für die Menschen und die handelnden Personen. Diese Novelle besteht seit Mitte 2020, und wir verlängern sie noch einmal bis Ende 2022. Ich glaube, das ist legitim, und ich bitte um Ihre Zustimmung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.)
Ruf bei der ÖVP: ... Digitalisierung! – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Um die Frage Pandemieverlängerung geht es auch in Tagesordnungspunkt 3, in dem es auch darum geht, was Kollege Pöttinger ausgeführt hat: Onlinesitzungen in Kammern zu machen. Ja, zwischendurch einmal eine Onlinesitzung, das ist schon nett, aber wenn man Diskussionen ausschalten will, wenn man den demokratischen Prozess behindern will, dann macht man mehr Onlinesitzungen, denn dann können sich die Sitzungsteilnehmer nicht so gut zusammenschließen, nicht so gut absprechen, und da kann es auch nicht zu Widerständen kommen. (Ruf bei der ÖVP: ... Digitalisierung! – Zwischenruf des Abg. Hörl.) Überhaupt müsste man die Demokratie in der Wirtschaftskammer einmal ein bisschen genauer anschauen, denn wenn Sie das Wahlrecht in der Wirtschaftskammer analysieren, dann kommen Sie zu dem Schluss, dass der Wirtschaftsbund dort die nächsten 250 Jahre eine Mehrheit haben muss. (Ruf bei der ÖVP: Gut so!) Wenn Lukaschenka sich ein neues Wahlrecht für Weißrussland aussuchen würde – für sich! –, dann würde er das der Wirtschaftskammer nehmen, denn da wäre seine Mehrheit immer fix. (Beifall bei den NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: Gut so!
Um die Frage Pandemieverlängerung geht es auch in Tagesordnungspunkt 3, in dem es auch darum geht, was Kollege Pöttinger ausgeführt hat: Onlinesitzungen in Kammern zu machen. Ja, zwischendurch einmal eine Onlinesitzung, das ist schon nett, aber wenn man Diskussionen ausschalten will, wenn man den demokratischen Prozess behindern will, dann macht man mehr Onlinesitzungen, denn dann können sich die Sitzungsteilnehmer nicht so gut zusammenschließen, nicht so gut absprechen, und da kann es auch nicht zu Widerständen kommen. (Ruf bei der ÖVP: ... Digitalisierung! – Zwischenruf des Abg. Hörl.) Überhaupt müsste man die Demokratie in der Wirtschaftskammer einmal ein bisschen genauer anschauen, denn wenn Sie das Wahlrecht in der Wirtschaftskammer analysieren, dann kommen Sie zu dem Schluss, dass der Wirtschaftsbund dort die nächsten 250 Jahre eine Mehrheit haben muss. (Ruf bei der ÖVP: Gut so!) Wenn Lukaschenka sich ein neues Wahlrecht für Weißrussland aussuchen würde – für sich! –, dann würde er das der Wirtschaftskammer nehmen, denn da wäre seine Mehrheit immer fix. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Um die Frage Pandemieverlängerung geht es auch in Tagesordnungspunkt 3, in dem es auch darum geht, was Kollege Pöttinger ausgeführt hat: Onlinesitzungen in Kammern zu machen. Ja, zwischendurch einmal eine Onlinesitzung, das ist schon nett, aber wenn man Diskussionen ausschalten will, wenn man den demokratischen Prozess behindern will, dann macht man mehr Onlinesitzungen, denn dann können sich die Sitzungsteilnehmer nicht so gut zusammenschließen, nicht so gut absprechen, und da kann es auch nicht zu Widerständen kommen. (Ruf bei der ÖVP: ... Digitalisierung! – Zwischenruf des Abg. Hörl.) Überhaupt müsste man die Demokratie in der Wirtschaftskammer einmal ein bisschen genauer anschauen, denn wenn Sie das Wahlrecht in der Wirtschaftskammer analysieren, dann kommen Sie zu dem Schluss, dass der Wirtschaftsbund dort die nächsten 250 Jahre eine Mehrheit haben muss. (Ruf bei der ÖVP: Gut so!) Wenn Lukaschenka sich ein neues Wahlrecht für Weißrussland aussuchen würde – für sich! –, dann würde er das der Wirtschaftskammer nehmen, denn da wäre seine Mehrheit immer fix. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Michael Hammer: Das wird ja der Generalsekretär sagen dürfen!
als 1 Milliarde Euro im Jahr an Umlagen einnimmt! Denen fällt die Kinnlade herunter. Die kennen sich überhaupt nicht mehr aus, wenn Sie das erzählen. Schweiz, Deutschland, Dänemark, Schweden – suchen Sie sich ein europäisches Land Ihrer Wahl aus! Das, was Österreich da aufgebaut hat, ist nur die finanzielle und personelle Reserve der ÖVP, wie Abgeordneter Kopf heute in der Aktuellen Stunde gesagt hat: „Unsere“ Leute „in der Wirtschaftskammer haben ausgerechnet“. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Michael Hammer: Das wird ja der Generalsekretär sagen dürfen!)
Abg. Zarits: Lächerlich, was du sagst! Lächerlich!
Diese 5 000 Nasen in der Wirtschaftskammer sind 5 000 Nasen der ÖVP. Das muss man ganz klar sagen. Finanziert von den Zwangsbeiträgen aller Mitglieder (Abg. Zarits: Lächerlich, was du sagst! Lächerlich!) finanzieren wir den Thinktank und die Personalreserve und die finanzielle Reserve der ÖVP. (Abg. Zarits: Ist ja wirklich lächerlich!) Großartig! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Ottenschläger: Also Kritik ist ja okay, aber ... Kritik ist nicht okay!)
Abg. Zarits: Ist ja wirklich lächerlich!
Diese 5 000 Nasen in der Wirtschaftskammer sind 5 000 Nasen der ÖVP. Das muss man ganz klar sagen. Finanziert von den Zwangsbeiträgen aller Mitglieder (Abg. Zarits: Lächerlich, was du sagst! Lächerlich!) finanzieren wir den Thinktank und die Personalreserve und die finanzielle Reserve der ÖVP. (Abg. Zarits: Ist ja wirklich lächerlich!) Großartig! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Ottenschläger: Also Kritik ist ja okay, aber ... Kritik ist nicht okay!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Ottenschläger: Also Kritik ist ja okay, aber ... Kritik ist nicht okay!
Diese 5 000 Nasen in der Wirtschaftskammer sind 5 000 Nasen der ÖVP. Das muss man ganz klar sagen. Finanziert von den Zwangsbeiträgen aller Mitglieder (Abg. Zarits: Lächerlich, was du sagst! Lächerlich!) finanzieren wir den Thinktank und die Personalreserve und die finanzielle Reserve der ÖVP. (Abg. Zarits: Ist ja wirklich lächerlich!) Großartig! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Ottenschläger: Also Kritik ist ja okay, aber ... Kritik ist nicht okay!)
Beifall des Abg. Kopf.
Auch was die Verlängerung der ursprünglich Covid-bedingten Maßnahmen bei Interessenvertretungen betrifft, werden wir zustimmen, weil – und da hat Kollege Loacker natürlich unrecht – die Möglichkeit der Onlineteilnahme ja das Gegenteil von Ausschluss ist, sondern die Möglichkeit, dass alle, unabhängig davon, ob sie in Quarantäne sind oder andere Schwierigkeiten haben, partizipieren können und keine lange Anreise haben. Also ich verstehe da die Argumentation nicht. (Beifall des Abg. Kopf.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn man diese Unterstützung auf der privaten Ebene leistet, hat man einen Lobbyverband mit hundert Mitgliedern, die alles finanzieren – die Großkonzerne organisieren sich das eh selber –, aber alle anderen, Hunderttausende kommen nicht mehr zum Zug. Daher bin ich für eine demokratisch legitimierte Kammer und nicht für freiwillige Berufsverbände. Ich wollte das an der Stelle nur sagen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Dass nicht immer aus jedem Mund jedes Funktionärs und jeder Funktionärin etwas kommt, was man einfach zur Kenntnis nimmt, hat uns Kollege Hörl vor ein paar Tagen bewiesen, als er gemeint hat: Was brauchen die Städter Energie? Die brauchen wir für die Lifte! – Ich habe gesehen, er ist auf der Rednerliste. Vielleicht kann er uns erklären, warum man den Menschen und Betrieben in den Städten den Strom abdrehen soll, nur damit die Lifte laufen. Ich bin sehr gespannt. – Danke. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher hier und auch vor den Bildschirmen! Wir sprechen hier über Unterstützungen für die Betriebe. Ich möchte einmal eine Lanze für unsere Betriebe brechen, insbesondere für unsere Klein- und Mittelbetriebe. 99,6 Prozent aller Unternehmen in Österreich sind Klein- und Mittelbetriebe. Das sind 360 000 Betriebe, viele davon sogar EPUs, mehr als ein Drittel sind Einpersonenunternehmen, und dort sind besonders viele Frauen dabei, 44 Prozent. Sie beschäftigen mehr als 700 000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sie sind für die Nahversorgung im Land zuständig – wir haben heute schon über „Kauf Regional“ gesprochen –, ohne KMUs gibt es das nicht. Sie schaffen außerdem Innovationen in Österreich. Also ich glaube, das ist einen Applaus wert. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Loacker: So steht es in den Erläuterungen! So haben Sie das argumentiert!
All das ist am Weg, was sie aber noch brauchen, sind Kredite. Kredite sind für Wachstum nötig, aber auch, um Liquiditätslücken zu überbrücken. Ich möchte dabei Kollegen Loacker widersprechen. Es ist nicht eine Covid-Maßnahme, die Kredite hier auszuweiten, sondern wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass das Kreditvolumen, das Haftungsvolumen um durchschnittlich 50 Millionen Euro zugenommen hat, also jedes Jahr um 50 Millionen Euro mehr Haftungsvolumen. (Abg. Loacker: So steht es in den Erläuterungen! So haben Sie das argumentiert!) Wir kommen an die Grenze dieser 750 Millionen Euro, die der Staat an Haftungsvolumen hat, und weiten auf eine 1 Milliarde Euro aus. Ich glaube, das ist ein ganz wichtiges Signal in Richtung der KMUs. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
All das ist am Weg, was sie aber noch brauchen, sind Kredite. Kredite sind für Wachstum nötig, aber auch, um Liquiditätslücken zu überbrücken. Ich möchte dabei Kollegen Loacker widersprechen. Es ist nicht eine Covid-Maßnahme, die Kredite hier auszuweiten, sondern wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass das Kreditvolumen, das Haftungsvolumen um durchschnittlich 50 Millionen Euro zugenommen hat, also jedes Jahr um 50 Millionen Euro mehr Haftungsvolumen. (Abg. Loacker: So steht es in den Erläuterungen! So haben Sie das argumentiert!) Wir kommen an die Grenze dieser 750 Millionen Euro, die der Staat an Haftungsvolumen hat, und weiten auf eine 1 Milliarde Euro aus. Ich glaube, das ist ein ganz wichtiges Signal in Richtung der KMUs. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Einen Punkt möchte ich noch kurz ansprechen: Der zweite Punkt, den wir hier behandeln, betrifft auf Wunsch der Interessenvertretungen verschiedene Covid-Verlängerungen. Das ist gut so, das brauchen sie. Ich möchte aber davor warnen, dass wir das ohne Begutachtung einfach ins Dauerrecht überführen. Wir haben aufgrund von Corona viel darüber gelernt, wie man Versammlungen auch online machen kann. Wir werden uns anschauen, was davon brauchbar ist und was wir weiter ins Dauerrecht übernehmen können, zum Beispiel in Richtung hybride Hauptversammlungen, aber auch hinsichtlich Fachprüfungen. Da werden wir bei vielem sehen, was sich bewährt hat und was nicht, und dann entsprechende Verlängerungen im Dauerrecht andiskutieren. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Im Übrigen, Herr Kollege Loacker: Reden Sie bitte nicht mehr, wenn Sie von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kammer sprechen, von „5 000 Nasen“ der Wirtschaftskammer. Das sind Damen und Herren, die dort tolle Arbeit leisten, die so eine Bezeichnung nicht verdient haben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Abg. Loacker: Mehr Strom für die Seilbahnen!
Herr Abgeordneter Franz Hörl, Sie gelangen zu Wort. – Bitte. (Abg. Loacker: Mehr Strom für die Seilbahnen!)
Abg. Meinl-Reisinger: Ja, bitte! Die Seilbahn ist dann der einzige warme Ort! – Abg. Reimon: Seilbahnen für alle!
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hochgeschätzte Frau Staatssekretärin! Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, bitte! Die Seilbahn ist dann der einzige warme Ort! – Abg. Reimon: Seilbahnen für alle!) Mit den beiden vorliegenden Anträgen, die ja schon erklärt wurden, schaffen wir Erleichterungen für Buchhalter, Steuerprüfer, auch für die Sitzungen, die Herr Loacker nicht haben will. Ich stelle fest, NEOS ist gegen Digitalisierung. Das ist gut, wenn man das weiß.
Abg. Leichtfried: Die Seilbahnen!
Sie haben während der Coronapandemie wie alle gelitten, natürlich ganz besonders die kleinen. (Abg. Leichtfried: Die Seilbahnen!) Sie sind auch die ersten, die von der Energiekrise, von der Inflation und von den Auswirkungen der Ukrainekrise wie unterbrochenen Lieferketten, Materialmangel und so weiter betroffen sind. Deshalb ist es wichtig, dass wir sie auch entsprechend unterstützt haben: Es sind 44,5 Milliarden Euro – herzlichen Dank an die Kolleginnen und Kollegen –, die im Rahmen der Coronahilfe in den letzten Jahren ausbezahlt wurden. Fast 50 Prozent davon gingen an die Wirtschaft und 27 Prozent in die Kurzarbeit, die natürlich direkt den Arbeitnehmern zugutekommt, die man ja nicht fälschlicherweise als Wirtschaftshilfe bezeichnen kann.
Abg. Loacker: Was ist mit den Seilbahnen?
Wir müssen natürlich aber auch einen besseren Übergang vom Arbeitsleben zur Pension schaffen, wir müssen Kinderbetreuungsplätze schaffen, wir brauchen auch Hilfe auf den europäischen Arbeitsmärkten. (Abg. Loacker: Was ist mit den Seilbahnen?) Ich glaube, das AMS ist dafür nicht so gut aufgestellt, da braucht es auch andere Dinge.
Abg. Meinl-Reisinger: Oh, oh!
Wenn Sie sich jetzt über Strom und Energie so aufregen, ist doch eines selbstverständlich klar: Als Touristiker weiß ich, wo meine Gäste wohnen, sie wohnen in den Städten. Dass die Städte und natürlich die Haushalte in erster Linie mit Strom und Energie versorgt werden müssen, das ist doch eine ganz klare Sache. (Abg. Meinl-Reisinger: Oh, oh!) Ich habe nur darauf hingewiesen, dass dort, wo die Skigebiete sind, möglicherweise auch der Strom erzeugt wird, und man die nicht vergessen sollte, weil wir auch dort Energie brauchen. Darauf habe ich hingewiesen. (Abg. Leichtfried: Nein, das war ganz anders! Sie haben ganz etwas anderes gesagt! – Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS.) Also regen Sie sich nicht so auf!
Abg. Leichtfried: Nein, das war ganz anders! Sie haben ganz etwas anderes gesagt! – Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS.
Wenn Sie sich jetzt über Strom und Energie so aufregen, ist doch eines selbstverständlich klar: Als Touristiker weiß ich, wo meine Gäste wohnen, sie wohnen in den Städten. Dass die Städte und natürlich die Haushalte in erster Linie mit Strom und Energie versorgt werden müssen, das ist doch eine ganz klare Sache. (Abg. Meinl-Reisinger: Oh, oh!) Ich habe nur darauf hingewiesen, dass dort, wo die Skigebiete sind, möglicherweise auch der Strom erzeugt wird, und man die nicht vergessen sollte, weil wir auch dort Energie brauchen. Darauf habe ich hingewiesen. (Abg. Leichtfried: Nein, das war ganz anders! Sie haben ganz etwas anderes gesagt! – Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS.) Also regen Sie sich nicht so auf!
Abg. Leichtfried: Ja, Sie brauchen es nicht wiederholen!
Noch etwas, Herr Leichtfried: Schauen Sie, das ist die Liste der Dinge, die Sie nicht unterstützen (ein Blatt Papier mit der Aufschrift „Abstimmungsverhalten Anti-Teuerungspaket“ und einer Tabelle in die Höhe haltend): Antiteuerungspaket, SPÖ und FPÖ: Das ist die Liste, die Sie nicht unterstützen. (Abg. Leichtfried: Ja, Sie brauchen es nicht wiederholen!) Das sollten Sie unterstützen und sich nicht polemischen Äußerungen widmen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Leichtfried: Das war jetzt aber ordentlich zurückgerudert! Das war eine Talfahrt! – Abg. Brandstätter: Die Seilbahnen fahren auch runter!
Ich glaube, eines ist klar: Wir brauchen Energie für alle, und wir müssen schauen, dass die Haushalte entsprechend unterstützt werden. Gerade dort, wo meine Kunden sind, nämlich in der Stadt, ist es ganz besonders wichtig, aber auch am Land in den entlegenen Tälern, wo die Kraftwerke stehen, sollte man vielleicht auch nicht darauf vergessen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Leichtfried: Das war jetzt aber ordentlich zurückgerudert! Das war eine Talfahrt! – Abg. Brandstätter: Die Seilbahnen fahren auch runter!)
Beifall bei den NEOS.
Manche mögen sich vielleicht jetzt auch fragen: Konsumentenschutzminister, das ist doch eigentlich jemand anderer, oder? – Stimmt! Das ist eigentlich Minister Rauch. Auch den habe ich im Rahmen einer Aussprache im Konsumentenschutzausschuss gefragt, wie denn der Umsetzungsstand ist. Die Antwort war vielsagend nichtssagend: Er sei mit der Justizministerin im Gespräch. Das ist traurig. Mittlerweile stellt sich wirklich die Frage: Wofür gibt es einen Konsumentenschutzminister, wenn er sich nicht für die KonsumentInnen einsetzt? – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Wurm: Weil?
Ich freue mich also über die doch sehr breite Zustimmung, die es heute zu dieser Regierungsvorlage gibt. Was ich aber in diesem Zusammenhang schon auch erwähnen möchte, ist, dass ich – so sehr ich die breite Zustimmung eben schätze – doch sehr über das Verhalten der Opposition im Kampf gegen die Teuerung enttäuscht bin. (Abg. Wurm: Weil?) – Weil wir in den nächsten Jahren der Bevölkerung 50 Milliarden Euro zur Verfügung stellen (Abg. Loacker: Großzügig ... !) und mit diesem Geld (Abg. Wurm: Woher stammt das Geld?) den Österreicherinnen und Österreichern und allen, die hier leben, helfen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: Großzügig ... !
Ich freue mich also über die doch sehr breite Zustimmung, die es heute zu dieser Regierungsvorlage gibt. Was ich aber in diesem Zusammenhang schon auch erwähnen möchte, ist, dass ich – so sehr ich die breite Zustimmung eben schätze – doch sehr über das Verhalten der Opposition im Kampf gegen die Teuerung enttäuscht bin. (Abg. Wurm: Weil?) – Weil wir in den nächsten Jahren der Bevölkerung 50 Milliarden Euro zur Verfügung stellen (Abg. Loacker: Großzügig ... !) und mit diesem Geld (Abg. Wurm: Woher stammt das Geld?) den Österreicherinnen und Österreichern und allen, die hier leben, helfen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Wurm: Woher stammt das Geld?
Ich freue mich also über die doch sehr breite Zustimmung, die es heute zu dieser Regierungsvorlage gibt. Was ich aber in diesem Zusammenhang schon auch erwähnen möchte, ist, dass ich – so sehr ich die breite Zustimmung eben schätze – doch sehr über das Verhalten der Opposition im Kampf gegen die Teuerung enttäuscht bin. (Abg. Wurm: Weil?) – Weil wir in den nächsten Jahren der Bevölkerung 50 Milliarden Euro zur Verfügung stellen (Abg. Loacker: Großzügig ... !) und mit diesem Geld (Abg. Wurm: Woher stammt das Geld?) den Österreicherinnen und Österreichern und allen, die hier leben, helfen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich freue mich also über die doch sehr breite Zustimmung, die es heute zu dieser Regierungsvorlage gibt. Was ich aber in diesem Zusammenhang schon auch erwähnen möchte, ist, dass ich – so sehr ich die breite Zustimmung eben schätze – doch sehr über das Verhalten der Opposition im Kampf gegen die Teuerung enttäuscht bin. (Abg. Wurm: Weil?) – Weil wir in den nächsten Jahren der Bevölkerung 50 Milliarden Euro zur Verfügung stellen (Abg. Loacker: Großzügig ... !) und mit diesem Geld (Abg. Wurm: Woher stammt das Geld?) den Österreicherinnen und Österreichern und allen, die hier leben, helfen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Die Antwort der Opposition ist Polemik und Verunsicherung. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Wir helfen Mindestpensionistinnen und -pensionisten, FamilienbeihilfebezieherInnen, BezieherInnen von Studienbeihilfen (Zwischenrufe bei der SPÖ), AlleinerzieherInnen – die SPÖ ist dagegen. Wir unterstützen Familien, wir erhöhen den Familienbonus auf 2 000 Euro pro Kind, es gibt im nächsten Monat, im August, 180 Euro zusätzlich Familienbeihilfe pro Kind.((Abg. Loacker: Gießkanne!) Dagegen ist nicht nur die SPÖ, sondern überraschenderweise auch die FPÖ.
Zwischenrufe bei der SPÖ
Die Antwort der Opposition ist Polemik und Verunsicherung. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Wir helfen Mindestpensionistinnen und -pensionisten, FamilienbeihilfebezieherInnen, BezieherInnen von Studienbeihilfen (Zwischenrufe bei der SPÖ), AlleinerzieherInnen – die SPÖ ist dagegen. Wir unterstützen Familien, wir erhöhen den Familienbonus auf 2 000 Euro pro Kind, es gibt im nächsten Monat, im August, 180 Euro zusätzlich Familienbeihilfe pro Kind.((Abg. Loacker: Gießkanne!) Dagegen ist nicht nur die SPÖ, sondern überraschenderweise auch die FPÖ.
(Abg. Loacker: Gießkanne!
Die Antwort der Opposition ist Polemik und Verunsicherung. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Wir helfen Mindestpensionistinnen und -pensionisten, FamilienbeihilfebezieherInnen, BezieherInnen von Studienbeihilfen (Zwischenrufe bei der SPÖ), AlleinerzieherInnen – die SPÖ ist dagegen. Wir unterstützen Familien, wir erhöhen den Familienbonus auf 2 000 Euro pro Kind, es gibt im nächsten Monat, im August, 180 Euro zusätzlich Familienbeihilfe pro Kind.((Abg. Loacker: Gießkanne!) Dagegen ist nicht nur die SPÖ, sondern überraschenderweise auch die FPÖ.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir helfen den Österreicherinnen und Österreichern, unseren Familien, allen, die hier leben; die Opposition ist dagegen. Sehr geehrte Damen und Herren, Sie wissen, auf wen Sie sich verlassen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Produkte online billig angeboten werden und frei Haus geliefert werden, spart man sich gerade am Land, wo man das Auto zum Einkaufen braucht, auch noch die hohen Spritkosten. Wenn wir wollen, dass regional eingekauft wird, dann müssen wir auch dafür sorgen, dass sich die Menschen das leisten können. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich ersuche um Zustimmung und sage Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Heute schließen wir eine Lücke im Sinne des Konsumentenschutzes. Deswegen ist es gut und richtig, dieses Gesetz heute hier zu beschließen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Wir nennen das Gesetz Modernisierungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz. Es klingt sperrig, es klingt fad und man denkt sich: Na, da gibt es heute viel wichtigere Punkte auf der Tagesordnung; aber seien wir uns doch ehrlich: Wenn man auf Urlaub fährt oder für sein Kind eine Schultasche kauft, dann will man im Vorhinein wissen, ob man einen diskriminierenden personalisierten Preis bekommt oder ob man alle Rechte als Konsument beziehungsweise Konsumentin hat. Dieses Gesetz legt heute fest, dass Konsumenten, Konsumentinnen bessere Informationen bekommen.
Beifall bei den Grünen.
seinem Apple-Computer ein und der Preis ist wieder höher? Es ist wichtig, dass es eine Transparenz bei Rankings gibt, und auch da gibt es ab heute einen besseren Verbraucherschutz. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn wir ins Detail gehen, betrifft es zum Beispiel den § 16 UWG. Die Verbesserungen betreffen beispielsweise den stärkeren Schutz vor Fakebewertungen auf Onlineplattformen und vor unseriösen Verkaufsmaschen. KonsumentInnen werden künftig vor unlauteren geschäftlichen Handlungen besser geschützt und können Schadenersatz verlangen, auch wenn es kein Vertragsverhältnis gibt. Wir erinnern uns alle an den Dieselskandal. Auch da ist es wichtig, dass man direkt an den Hersteller herantreten kann. So sperrig dieses Gesetz ist, so wichtig ist es in der Umsetzung und so gut war es, die Stellungnahmen einzuarbeiten. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das wird weiterhin möglich sein, aber Unternehmen müssen darüber informieren – und ich glaube, das ist einerseits eine gute Nachricht für die Verbraucherinnen und Verbraucher, aber andererseits auch für die heimischen Unternehmen, die offline anbieten und Handel betreiben, weil sie transparent sind. Das ist in Zukunft im Internet, also auf Onlinemarktplätzen, auch erforderlich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Auch bei Rankings, also wenn beworben wird, wird es mehr Transparenz geben. Bei Rankings, in denen ein Unternehmen im Vergleich steht, muss genauer darüber informiert werden, was das denn eigentlich bedeutet.
Beifall bei den Grünen.
Ein zweiter Punkt, der mir auch noch sehr wichtig ist: Unternehmen können Schadenersatz für den entgangenen Gewinn bekommen, allerdings im Normalfall immer nur dann, wenn sie in einem Vertragsverhältnis mit einem anderen Unternehmen stehen. In dem Fall gilt das auch, wenn kein Vertragsverhältnis besteht. Das ist eine Anpassung, die aufgrund der Begutachtung vorgenommen wurde. Das heißt, ein Unternehmen kann immer dann Schadenersatz einfordern, wenn es aufgrund unlauterer Geschäftspraktiken eines Mitunternehmers zu einem Gewinnentgang kommt – und das ist, glaube ich, auch für die heimischen Unternehmen eine gute Nachricht. Ihre Rechte werden ausgebaut und gestärkt. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Der heutige Beschluss ist somit ein Formalakt, zu dem ich Sie nur um Ihre Zustimmung bitten kann. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist dazu zu sagen. Es ist ja nicht das erste Mal: Wir kümmern uns ja schon sehr lange um diese Abkommen und deren Ersatz auf europäischer Ebene. Ich glaube, das ist in Ordnung, das ist richtig und wichtig, und das wird sicher sehr gut geregelt werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schroll: Ein Skandal!
Dabei sind Arbeitnehmer eingesetzt worden, die als Leiharbeiter bei der Firma Hygiene Austria tätig waren. Diese Arbeitnehmer haben ihren Lohn nicht bekommen. 158 Menschen, die dort eingesetzt worden sind, haben sich beschwert. 143 von diesen Personen, die auch aus dem Ausland geholt worden sind, haben bei den Gerichten Klagen mit einem Streitwert von über 500 000 Euro, die man diesen Menschen vorenthalten hat, eingebracht. (Abg. Schroll: Ein Skandal!) Das ist ein Skandal. Die Regierung hat hier nicht reagiert. Wer bezahlt das am Ende? – Der Insolvenzentgeltfonds, weil diese Firmen alle insolvent geworden sind. Das ist das, was die Regierung umsetzt. Sie vertraut auf den Markt und dieser Markt ist in diesem Fall ausbeuterisch gewesen.
Beifall bei der SPÖ.
Diese Anträge von uns sind abgelehnt worden, und daher werden wir den Punkten 8 bis 10 die Zustimmung nicht erteilen. – Besten Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir wollen jetzt mit dieser Novelle für die ArbeitgeberInnen eine Erweiterung beschließen, nämlich insofern, als jetzt auch fachmedizinisches Personal, wie zum Beispiel ein Physiotherapeut oder eine Physiotherapeutin, diese Untersuchungen machen darf, was ein Fortschritt auf diesem Gebiet ist. Wenn man ein reines Bürounternehmen hat, also ein Service- oder ein Dienstleistungsunternehmen hat, und da kommt ein Physiotherapeut und sagt der Bürokraft oder der Sekretärin beziehungsweise dem Sekretär, wie man richtig sitzen soll, dann ist das ja wohl ein Fortschritt und kein Nachteil. Die SPÖ hat im Ausschuss gesagt, dass die medizinische Ausbildung ausgeweitet werden müsse und dass wir daran Schuld hätten, dass die Universitäten da einen schlechten Job machen. Sie diskreditieren damit eigentlich die Universitäten in Österreich, obwohl wir europaweit und international einen sehr, sehr, sehr guten Ruf haben, was die Ausbildung des medizinischen Personals angeht. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Hörl: Ein Skandal, ein Riesenskandal!
Die Sozialdemokratie ist von sozialer Gerechtigkeit, von sozial weit entfernt. Was machen Sie? – Sie stimmen bei unseren Maßnahmen, die diese Bundesregierung auf den Weg bringt, nicht mit. Das tun Sie nicht. Sie unterstützen nicht die Auszahlung von 300 Euro für vulnerable Gruppen, Sie unterstützen nicht, dass wir den Familienbonus von 1 500 Euro auf 2 000 Euro erhöhen, und Sie unterstützen nicht, dass die Sonderfamilienbeihilfe in Höhe von 180 Euro im August ausbezahlt wird. Sie sind einfach dagegen, auch die FPÖ! (Abg. Hörl: Ein Skandal, ein Riesenskandal!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schroll: Wien ist die beliebteste Stadt! Die beliebteste Stadt ist Wien! Stolz sollte man sein!
Ich glaube, dass wir hier auch ein Beispiel nennen sollten, wie die Sozialdemokratie der Teuerung entgegenwirkt: Sie erhöht in Wien die Fernwärmetarife um 92 Prozent. Das nennt die Sozialdemokratie treffsicher. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schroll: Wien ist die beliebteste Stadt! Die beliebteste Stadt ist Wien! Stolz sollte man sein!)
Abg. Kirchbaumer: Das stimmt nicht!
Abgeordneter Mag. Christian Ragger (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Geschätzte Abgeordnete und Abgeordnetinnen des Hauses! Ich möchte vielleicht bei Rebecca anschließen: Und Sie unterstützen nicht die Menschen mit Beeinträchtigungen (Abg. Kirchbaumer: Das stimmt nicht!), sonst hätten Sie sie im Gesetz berücksichtigt und sie bei der letzten Ausschusssitzung nicht verunglimpft. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Christian Ragger (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Geschätzte Abgeordnete und Abgeordnetinnen des Hauses! Ich möchte vielleicht bei Rebecca anschließen: Und Sie unterstützen nicht die Menschen mit Beeinträchtigungen (Abg. Kirchbaumer: Das stimmt nicht!), sonst hätten Sie sie im Gesetz berücksichtigt und sie bei der letzten Ausschusssitzung nicht verunglimpft. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Summa summarum sind diese vier Punkte, die wir hier jetzt in dieser Plenumssitzung abarbeiten, als erster positiver Schritt in dieser weiteren Entwicklung zu sehen. Daher werden wir auch in weiten Bereichen hier die Zustimmung erteilen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Dementsprechend würde ich mir – auch angesichts dessen, dass wir damit die Kompetenz von nicht ärztlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitswesen anerkennen und ihnen diese Kompetenzen, die sie ja auf jeden Fall haben, zugestehen – eine Zustimmung der Kolleginnen und Kollegen der SPÖ erwarten und von dieser ausgehen: Gewerkschaft eingebunden, nicht ärztliches Personal wird dadurch aufgewertet. – Ich glaube, liebe Kolleginnen und Kollegen der SPÖ, es würde euch gut zu Gesicht stehen, dieser pragmatischen und guten Lösung zuzustimmen. Ihr seid dazu eingeladen! – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Sagt wer?
Abgeordnete Petra Wimmer (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Werte Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus! Die vorliegende Änderung im Bereich der Arbeitsmedizin ist bezeichnend für die Arbeitsweise dieser Regierung: kurzfristige Lösungen, die das eigentliche Problem nicht lösen. (Abg. Michael Hammer: Sagt wer?) Das Problem wird einfach nur verschleiert. (Beifall bei der SPÖ.) Ebenso, wie Einmalzahlungen das Problem der hohen Inflationsrate nicht lösen können, kann die Problematik des eklatanten Personalmangels in der Arbeitsmedizin nicht durch einen sogenannten arbeitsmedizinischen Fachdienst gelöst werden.
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Petra Wimmer (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Werte Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus! Die vorliegende Änderung im Bereich der Arbeitsmedizin ist bezeichnend für die Arbeitsweise dieser Regierung: kurzfristige Lösungen, die das eigentliche Problem nicht lösen. (Abg. Michael Hammer: Sagt wer?) Das Problem wird einfach nur verschleiert. (Beifall bei der SPÖ.) Ebenso, wie Einmalzahlungen das Problem der hohen Inflationsrate nicht lösen können, kann die Problematik des eklatanten Personalmangels in der Arbeitsmedizin nicht durch einen sogenannten arbeitsmedizinischen Fachdienst gelöst werden.
Beifall bei der SPÖ.
Was wird damit möglich? – MitarbeiterInnen aus dem gehobenen Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege können nach zwei Jahren Berufserfahrung und einer sechswöchigen Ausbildung im Bereich der Arbeitsmedizin arbeiten. Sie können damit die Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner unterstützen – ja, so weit, so gut. Dabei wird aber ganz außer Acht gelassen, dass auch in diesen Bereichen ein eklatanter Personalmangel herrscht! Anstatt das Problem zu lösen, wird es also einfach verschoben: immer mehr Aufgaben für immer das gleiche Personal. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, so werden wir die Probleme, die echten Probleme in den Gesundheits- und Krankenberufen nicht lösen können! Wir brauchen echte Lösungen. Nur wenn sich an den Arbeitsbedingungen etwas verändert, werden wir mehr Menschen dafür gewinnen, in den wichtigen Bereich der Pflege und der Gesundheit einzusteigen. Mit der Schaffung neuer Titel und Überschriften werden wir das nicht schaffen, das löst kein einziges dieser Probleme. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und da Sie heute gebetsmühlenartig wiederholen, dass wir diesen Teuerungspaketen und Angeboten für die Menschen, die jetzt unter der Teuerung leiden, nicht zustimmen: Sie machen nichts für die Pensionisten, Sie erhöhen das Pflegegeld nicht, Sie erhöhen die Studienbeihilfe nicht, Sie setzen keinen Deckel bei den Preisen. Alles wird teurer. Diese Unterstützung fehlt uns und darum stimmen wir nicht zu. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer – erheitert –: Ultrakonservativ!
Viele Stellungnahmen zum Gesetz sind genau auf diesen Umstand eingegangen. Zum einen haben die Gesundheitsberufsgruppen abseits der Ärzte in den Stellungnahmen größere Schritte gefordert. Es haben aber auch die Unternehmensvertreter wie die Wirtschaftskammer oder die Industriellenvereinigung empfohlen, beispielsweise auch Sportwissenschafter ins Gesetz mitaufzunehmen. Und völlig zu Recht haben sie das gefordert, weil diese Berufsgruppen oft mehr Praxiserfahrung in Bezug auf richtige Körperhaltung und Bewegung haben. So würde ich bei Knieschmerzen viel eher zu einem Physiotherapeuten oder Sportwissenschafter gehen als zu einem Arzt, weil mir genau diese Menschen aufgrund ihrer täglichen Praxis erklären können, wie ich die Schmerzen mit Übungen und richtiger Bewegung lindern kann. Diese Regierung – die schwarze und die grüne Seite – ist aber leider stark von der ultrakonservativen Ärztekammer beeinflusst. (Abg. Michael Hammer – erheitert –: Ultrakonservativ!)
Beifall bei den NEOS.
Abschließend halte ich fest, dass bei dieser Gesetzesänderung der große Wurf leider verpasst wurde. – (Den Dank auch in Gebärdensprache ausführend:) Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Jetzt gibt es aber in Österreich einen Mangel an diesen Arbeitskräften. Deswegen schaffen wir die neue rechtliche Grundlage für den Einsatz von arbeitsmedizinischen Fachdiensten zur Unterstützung dieser Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmedizinern. Somit bleibt die ordnungsgemäße arbeitsmedizinische Präventivdienstbetreuung gewährleistet. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Meine Bitte an alle Abgeordneten: Besuchen Sie diese Sensibilisierungstage, gehen Sie zu den verschiedenen Stationen, um mehr über Menschen mit Behinderungen und deren Alltag zu lernen! – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
dass Ihnen als Bundesregierung offenbar Lohn- und Sozialdumpingbekämpfung in Österreich nicht so wichtig ist. Dann ist Ihnen das offenbar nicht so wichtig! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen: Lohn- und Sozialdumping muss man an der Wurzel bekämpfen, nämlich so, dass der Schaden erst gar nicht entstehen kann. Da vermissen wir eindeutig mehr Initiativen und werden daher dieser Richtlinie nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Mit Ziegeln!
Abgeordnete Bettina Zopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehbildschirmen! Einleitend, liebe SPÖ: Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen! (Abg. Michael Hammer: Mit Ziegeln!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich nehme da Bezug auf den Antrag des Kollegen Loacker. Kollege Loacker stellt immer wieder das Kammernsystem in Frage. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir seitens der ÖVP stehen ganz klar zu unserem Kammernsystem mit der Selbstverwaltung. Das heißt in der Praxis, dass die Pflichtmitglieder in einer demokratischen Wahl ihre Interessenvertretung wählen. Diese Interessenvertretung kommt in der Wirtschaftskammer aus der Wirtschaft, in der Landwirtschaftskammer aus der Landwirtschaft, in der Arbeiterkammer aus der Arbeitnehmerschaft, somit aus den eigenen Reihen, und somit sind das Experten in ihren Bereichen. Sie sind im politischen Diskurs dann auch unsere Sozialpartner, und wir stehen auch ganz klar zur Sozialpartnerschaft. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Belakowitsch: Schauen Sie nicht so böse, Frau Kollegin, das kommt nicht gut!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Belakowitsch: Schauen Sie nicht so böse, Frau Kollegin, das kommt nicht gut!
Ich nehme da Bezug auf den Antrag des Kollegen Loacker. Kollege Loacker stellt immer wieder das Kammernsystem in Frage. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir seitens der ÖVP stehen ganz klar zu unserem Kammernsystem mit der Selbstverwaltung. Das heißt in der Praxis, dass die Pflichtmitglieder in einer demokratischen Wahl ihre Interessenvertretung wählen. Diese Interessenvertretung kommt in der Wirtschaftskammer aus der Wirtschaft, in der Landwirtschaftskammer aus der Landwirtschaft, in der Arbeiterkammer aus der Arbeitnehmerschaft, somit aus den eigenen Reihen, und somit sind das Experten in ihren Bereichen. Sie sind im politischen Diskurs dann auch unsere Sozialpartner, und wir stehen auch ganz klar zur Sozialpartnerschaft. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Belakowitsch: Schauen Sie nicht so böse, Frau Kollegin, das kommt nicht gut!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Jetzt komme ich zur Arbeiterkammer, Frau Kollegin Belakowitsch! Warum finanziert die Arbeiterkammer mit Pflichtbeiträgen etwas, das allem Anschein nach Parteiwerbung oder zumindest Negative Campaigning ist? Die Werbung kommt vom sogenannten Momentum-Institut, das mit 700 000 Euro von der Arbeiterkammer finanziert wird. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Warum die Arbeiterkammer das macht, muss sie aber vor ihren Gremien und ihren Mitgliedern erklären. Dort ist sie Rechenschaft schuldig.
Zwischenruf des Abg. Keck. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Da Anpatzen derzeit an der Tagesordnung ist, sage ich ganz klar: Wir tun das, wofür wir meiner Meinung nach gewählt wurden. (Zwischenruf des Abg. Keck. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir stehen zu unseren Grundsätzen. Das ist das Kammernsystem und das ist auch die Arbeiterkammer. Jeder soll einen Besen in die Hand nehmen
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Künsberg Sarre: Genau! – Abg. Wurm: Wer sitzt denn im Glashaus? Wir nicht! Wer sitzt im Glashaus?
und vor seiner eigenen Tür kehren, denn wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Künsberg Sarre: Genau! – Abg. Wurm: Wer sitzt denn im Glashaus? Wir nicht! Wer sitzt im Glashaus?)
Ruf: Was nicht notwendig ist!
In jeder Kammer gibt es demokratische Wahlen, die wir zur Kenntnis nehmen, und deshalb, liebe Opposition: Nehmt auch ihr zur Kenntnis, dass wir seitens der ÖVP gemeinsam mit den Grünen demokratisch gewählt wurden, regieren und das tun (Ruf: Was nicht notwendig ist!), wofür wir gewählt wurden – wir arbeiten, machen das Beste für die Bevölkerung (Zwischenruf der Abg. Bayr) und schauen, dass für Österreich etwas weitergeht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Michael Hammer: Genau!)
Zwischenruf der Abg. Bayr
In jeder Kammer gibt es demokratische Wahlen, die wir zur Kenntnis nehmen, und deshalb, liebe Opposition: Nehmt auch ihr zur Kenntnis, dass wir seitens der ÖVP gemeinsam mit den Grünen demokratisch gewählt wurden, regieren und das tun (Ruf: Was nicht notwendig ist!), wofür wir gewählt wurden – wir arbeiten, machen das Beste für die Bevölkerung (Zwischenruf der Abg. Bayr) und schauen, dass für Österreich etwas weitergeht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Michael Hammer: Genau!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Michael Hammer: Genau!
In jeder Kammer gibt es demokratische Wahlen, die wir zur Kenntnis nehmen, und deshalb, liebe Opposition: Nehmt auch ihr zur Kenntnis, dass wir seitens der ÖVP gemeinsam mit den Grünen demokratisch gewählt wurden, regieren und das tun (Ruf: Was nicht notwendig ist!), wofür wir gewählt wurden – wir arbeiten, machen das Beste für die Bevölkerung (Zwischenruf der Abg. Bayr) und schauen, dass für Österreich etwas weitergeht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Michael Hammer: Genau!)
Abg. Michael Hammer: Vom Angerer kriegen sie eine Lehrabschlussprämie, oder was?
Dazu gibt es – ich sage es noch einmal – auch einen sehr, sehr sinnvollen Antrag von uns betreffend eine Lehrabschlussprämie, von Kollegen Angerer (Abg. Michael Hammer: Vom Angerer kriegen sie eine Lehrabschlussprämie, oder was?), der vorsieht, dass wir jedem Lehrling, der seinen Lehrabschluss erfolgreich absolviert, eine Prämie von 10 000 Euro zahlen würden. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Dazu gibt es – ich sage es noch einmal – auch einen sehr, sehr sinnvollen Antrag von uns betreffend eine Lehrabschlussprämie, von Kollegen Angerer (Abg. Michael Hammer: Vom Angerer kriegen sie eine Lehrabschlussprämie, oder was?), der vorsieht, dass wir jedem Lehrling, der seinen Lehrabschluss erfolgreich absolviert, eine Prämie von 10 000 Euro zahlen würden. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.)
Abg. Michael Hammer: Darum ist keiner da von euch heute!
Noch ein Schlusssatz meinerseits, weil es wichtig ist: Wir haben immer darauf gesetzt, dass eine – oder die wichtigste – Lösungsmöglichkeit eine grundsätzliche Einstellung ist, und die heißt Fleiß. Man muss in Österreich Fleiß und Leistung wieder in den Mittelpunkt stellen. In diesem Zusammenhang komme ich aber jetzt auch auf die ÖVP zu sprechen (Abg. Michael Hammer: Darum ist keiner da von euch heute!), die da immer nickt: Geschätzte ÖVP, ihr habt diese Regelung, nämlich dass man nach 45 Jahren fleißiger Arbeit ohne Abschläge in Pension gehen kann, gekippt, und das ist kein Zeichen dafür, dass ihr Leistung und Fleiß unterstützen wollt. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch ein Schlusssatz meinerseits, weil es wichtig ist: Wir haben immer darauf gesetzt, dass eine – oder die wichtigste – Lösungsmöglichkeit eine grundsätzliche Einstellung ist, und die heißt Fleiß. Man muss in Österreich Fleiß und Leistung wieder in den Mittelpunkt stellen. In diesem Zusammenhang komme ich aber jetzt auch auf die ÖVP zu sprechen (Abg. Michael Hammer: Darum ist keiner da von euch heute!), die da immer nickt: Geschätzte ÖVP, ihr habt diese Regelung, nämlich dass man nach 45 Jahren fleißiger Arbeit ohne Abschläge in Pension gehen kann, gekippt, und das ist kein Zeichen dafür, dass ihr Leistung und Fleiß unterstützen wollt. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Loacker: Der ist für alle Baustellen zuständig! – Abg. Michael Hammer: Der war schon lange auf keiner Baustelle mehr!
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Abgeordnete! Werte ZuseherInnen! Dass die europäische Richtlinie nicht alles kann, was wir uns arbeitsrechtlich vorstellen, liegt auf der Hand. Kollege Muchitsch sitzt aber dabei aus meiner Sicht auf der falschen Baustelle (Abg. Loacker: Der ist für alle Baustellen zuständig! – Abg. Michael Hammer: Der war schon lange auf keiner Baustelle mehr!), denn gefordert wäre die Sozialdemokratie, sich auf europäischer Ebene dementsprechend einzusetzen, dass es diese Maßnahmen und Richtlinien auch gibt.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Hier liegt eine Richtlinie vor, mit der uns ein Korsett vorgegeben ist, das wir, glaube ich, sehr gut gefüllt haben, und zwar auf der Grundlage einer Sozialpartnereinigung. An dieser Stelle ein Danke und mein Respekt und meine Wertschätzung gegenüber den SozialpartnerInnen dafür, dass wir dieses Ergebnis hier heute vorliegen haben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es geht aber auch um die Bedingungen im Bereich des grenzüberschreitenden Verkehrs. Da geht es um die Lkw-Fahrer und -Fahrerinnen, die unsere Unterstützung und unseren Schutz brauchen, und es geht mitunter auch um die kleinen Unternehmen, die in einem Markt agieren, in dem es faire Bedingungen braucht. Diese fairen Bedingungen müssen auch entsprechend kontrolliert werden, und deshalb wird mit dem Bundesgesetz einiges umgesetzt, ob es um die Festlegung besonderer Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die Meldeverpflichtung geht, um die Bereithaltung von Unterlagen im Fahrzeug oder um Bestimmungen im Zusammenhang mit der Amtshilfe bei Nichtübermittlung von Unterlagen. All das sind Bausteine, die wir brauchen, um zu kontrollieren – zum Schutze der ArbeitnehmerInnen auf der Straße. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Das ist ein Skandal eigentlich!
Der zweite Tagesordnungspunkt, der in diesem Block diskutiert wird, ist die Frage, ob es richtig ist, dass eine Kammer – im gegenständlichen Fall die Arbeiterkammer – das Momentum-Institut mit jährlich 900 000 Euro sponsert. Wenn Sie schauen, was diese Momentum-Leute machen, dann sind die immer sehr gut mit der Politik der SPÖ abgestimmt: Da kommen die Themen, da kommen die Aussendungen, da kommen die Inhalte genau – nämlich zeitlich – angepasst an die Kommunikation der Sozialdemokratischen Partei. (Abg. Michael Hammer: Das ist ein Skandal eigentlich!) Dann fragt man sich, womit es sich die Arbeiterkammermitglieder verdient haben, dass diese Kammer jedes Jahr 900 000 Euro an Zwangsbeiträgen an eine Einrichtung schiebt, die nur damit beschäftigt ist, den SPÖ-Spin zu verstärken. Das ist nicht Arbeitnehmervertretung, das ist Parteipolitik mit den Zwangsbeiträgen der ArbeitnehmerInnen! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Der zweite Tagesordnungspunkt, der in diesem Block diskutiert wird, ist die Frage, ob es richtig ist, dass eine Kammer – im gegenständlichen Fall die Arbeiterkammer – das Momentum-Institut mit jährlich 900 000 Euro sponsert. Wenn Sie schauen, was diese Momentum-Leute machen, dann sind die immer sehr gut mit der Politik der SPÖ abgestimmt: Da kommen die Themen, da kommen die Aussendungen, da kommen die Inhalte genau – nämlich zeitlich – angepasst an die Kommunikation der Sozialdemokratischen Partei. (Abg. Michael Hammer: Das ist ein Skandal eigentlich!) Dann fragt man sich, womit es sich die Arbeiterkammermitglieder verdient haben, dass diese Kammer jedes Jahr 900 000 Euro an Zwangsbeiträgen an eine Einrichtung schiebt, die nur damit beschäftigt ist, den SPÖ-Spin zu verstärken. Das ist nicht Arbeitnehmervertretung, das ist Parteipolitik mit den Zwangsbeiträgen der ArbeitnehmerInnen! (Beifall bei den NEOS.)
Oh-Rufe bei der SPÖ.
Wenn da von mancher Seite vielleicht eingewendet wird: Ja, es gibt aber andere Einrichtungen wie Eco Austria oder Agenda Austria, und die verfolgen halt eine andere politische Linie!, muss ich sagen: Dort wird aber wissenschaftlich gearbeitet. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Die Mitarbeiter dort publizieren in Journalen und arbeiten wissenschaftlich, während die Momentum-Leute sehr viel Meinung publizieren. Das sollen sie ruhig, aber sie können sich nicht vergleichen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn da von mancher Seite vielleicht eingewendet wird: Ja, es gibt aber andere Einrichtungen wie Eco Austria oder Agenda Austria, und die verfolgen halt eine andere politische Linie!, muss ich sagen: Dort wird aber wissenschaftlich gearbeitet. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Die Mitarbeiter dort publizieren in Journalen und arbeiten wissenschaftlich, während die Momentum-Leute sehr viel Meinung publizieren. Das sollen sie ruhig, aber sie können sich nicht vergleichen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Anliegen unserer Fraktion ist jenes: Wenn eine Kammer schon Zwangsbeiträge von Mitgliedern, die nie gefragt worden sind, ob sie dort Mitglied sein wollen, einhebt, dann hat die Kammer mit diesen Beiträgen sparsam und überparteilich umzugehen und nicht eine parteipolitische Agenda zu sponsern. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Das war aber ein Blauer!
Kollegin Zopf hat vorhin darauf hingewiesen, wie superdemokratisch es in den Kammern nicht sei. Da möchte ich nur auf eine Wahl in der Wirtschaftskammer Burgenland hinweisen, bei der es eine Fälschung gegeben hat, weswegen die Wahl wiederholt werden musste. (Abg. Michael Hammer: Das war aber ein Blauer!) Das war in der Wirtschaftskammer, und in der Landwirtschaftskammer Niederösterreich hat man sicherheitshalber gleich gar nicht gewählt: Da haben sich die Roten und die Schwarzen an einen Tisch gesetzt und haben sich ausgeschnapst, wer wie viele - - (Abg. Michael Hammer: Das war die Landarbeiterkammer!) – Landarbeiterkammer, richtig, Herr Kollege, aber in Niederösterreich hat man die Wahl ausgesetzt und gesagt, wer wie viele Sitze bekommt. So demokratisch geht es dort zu – nämlich gar nicht. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Michael Hammer: Das war die Landarbeiterkammer!
Kollegin Zopf hat vorhin darauf hingewiesen, wie superdemokratisch es in den Kammern nicht sei. Da möchte ich nur auf eine Wahl in der Wirtschaftskammer Burgenland hinweisen, bei der es eine Fälschung gegeben hat, weswegen die Wahl wiederholt werden musste. (Abg. Michael Hammer: Das war aber ein Blauer!) Das war in der Wirtschaftskammer, und in der Landwirtschaftskammer Niederösterreich hat man sicherheitshalber gleich gar nicht gewählt: Da haben sich die Roten und die Schwarzen an einen Tisch gesetzt und haben sich ausgeschnapst, wer wie viele - - (Abg. Michael Hammer: Das war die Landarbeiterkammer!) – Landarbeiterkammer, richtig, Herr Kollege, aber in Niederösterreich hat man die Wahl ausgesetzt und gesagt, wer wie viele Sitze bekommt. So demokratisch geht es dort zu – nämlich gar nicht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Kollegin Zopf hat vorhin darauf hingewiesen, wie superdemokratisch es in den Kammern nicht sei. Da möchte ich nur auf eine Wahl in der Wirtschaftskammer Burgenland hinweisen, bei der es eine Fälschung gegeben hat, weswegen die Wahl wiederholt werden musste. (Abg. Michael Hammer: Das war aber ein Blauer!) Das war in der Wirtschaftskammer, und in der Landwirtschaftskammer Niederösterreich hat man sicherheitshalber gleich gar nicht gewählt: Da haben sich die Roten und die Schwarzen an einen Tisch gesetzt und haben sich ausgeschnapst, wer wie viele - - (Abg. Michael Hammer: Das war die Landarbeiterkammer!) – Landarbeiterkammer, richtig, Herr Kollege, aber in Niederösterreich hat man die Wahl ausgesetzt und gesagt, wer wie viele Sitze bekommt. So demokratisch geht es dort zu – nämlich gar nicht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Es ist höchste Zeit, diesen Zwang abzuschaffen und den Österreicherinnen und Österreichern freizustellen, wo sie Mitglied sein wollen und wo nicht, wo sie ihr Geld hingeben wollen und wo nicht. Das wäre Anstand und das ist auch international so üblich. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Michael Hammer: Ein Sozi-Denktank!
Abgeordneter Mag. Markus Koza (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Noch einmal zurück zum Redebeitrag des Kollegen Loacker. Vielleicht für viele Zuhörerinnen und Zuhörer, die es nicht kennen: Was ist das Momentum-Institut, um das es hier heute auch geht und über das so viel gesprochen wird? – Das Momentum-Institut ist eine sogenannte Denkfabrik (Abg. Michael Hammer: Ein Sozi-Denktank!), und davon gibt es eigentlich relativ viele.
Abg. Michael Hammer: Denken tun sie ..., sie machen nur!
Was wollen diese Denkfabriken? – Diese Denkfabriken wollen den politischen Diskurs beeinflussen, sie wollen über Politikberatung, über Studien, über Analysen, über Gespräche, über Veranstaltungen und so weiter und so fort Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung ausüben. Die Gelder für diese Denkfabriken kommen in der Regel entweder über vergebene Studien oder über Fördergeber oder über Mitglieder. (Abg. Michael Hammer: Denken tun sie ..., sie machen nur!)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Diese klare Positionierung halte ich in der österreichischen politischen und auch gesellschaftspolitischen und wirtschaftspolitischen Landschaft für sehr erfrischend und auch für sehr wichtig, weil wir diesen gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Diskurs, der eben nicht nur von wirtschaftsliberaler Seite, sondern auch von einer fortschrittlichen linken Seite kommt, brauchen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Das macht nämlich einen liberalen Diskurs aus, das macht einen gesellschaftlichen Diskurs aus, das macht Debatten aus, das macht Auseinandersetzung aus, und darum bin ich auch sehr froh, dass es das Momentum-Institut gibt, auch wenn es eine sehr kritische Einrichtung ist – auch eine sehr regierungskritische, aber damit werden wir alle gemeinsam wohl leben müssen. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Abg. Loacker: Aber nicht von der Kammer!
ich bin der fixen Meinung: Ja. Wenn wir nämlich auf einer Seite Institute haben, die von Industriellen, von Privatstiftungen, von Fonds, von Vermögenden finanziert werden, damit sie wissenschaftlich arbeiten können (Abg. Loacker: Aber nicht von der Kammer!), wenn ich genauso weiß, dass es auf der anderen Seite derartige Institutionen, derartige Institute schwer haben, für die vielen zu sein (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Loacker), weil es die vielen als Spender, die vielen als Vermögende nicht gibt, finde ich es nur gut, wenn eine Institution, die für sich den Anspruch hat, die vielen – und die vielen sind die ArbeitnehmerInnen – zu vertreten, auch eine derartige Institution unterstützt und somit finanziert. Ich halte es für wichtig, dass man diesem marktliberalen Mainstream auch ökologische, soziale Gerechtigkeitspositionen entgegenstellt. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Loacker
ich bin der fixen Meinung: Ja. Wenn wir nämlich auf einer Seite Institute haben, die von Industriellen, von Privatstiftungen, von Fonds, von Vermögenden finanziert werden, damit sie wissenschaftlich arbeiten können (Abg. Loacker: Aber nicht von der Kammer!), wenn ich genauso weiß, dass es auf der anderen Seite derartige Institutionen, derartige Institute schwer haben, für die vielen zu sein (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Loacker), weil es die vielen als Spender, die vielen als Vermögende nicht gibt, finde ich es nur gut, wenn eine Institution, die für sich den Anspruch hat, die vielen – und die vielen sind die ArbeitnehmerInnen – zu vertreten, auch eine derartige Institution unterstützt und somit finanziert. Ich halte es für wichtig, dass man diesem marktliberalen Mainstream auch ökologische, soziale Gerechtigkeitspositionen entgegenstellt. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
ich bin der fixen Meinung: Ja. Wenn wir nämlich auf einer Seite Institute haben, die von Industriellen, von Privatstiftungen, von Fonds, von Vermögenden finanziert werden, damit sie wissenschaftlich arbeiten können (Abg. Loacker: Aber nicht von der Kammer!), wenn ich genauso weiß, dass es auf der anderen Seite derartige Institutionen, derartige Institute schwer haben, für die vielen zu sein (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Loacker), weil es die vielen als Spender, die vielen als Vermögende nicht gibt, finde ich es nur gut, wenn eine Institution, die für sich den Anspruch hat, die vielen – und die vielen sind die ArbeitnehmerInnen – zu vertreten, auch eine derartige Institution unterstützt und somit finanziert. Ich halte es für wichtig, dass man diesem marktliberalen Mainstream auch ökologische, soziale Gerechtigkeitspositionen entgegenstellt. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Ich sage ganz ehrlich, ich verstehe es auch nicht, dass ausgerechnet durch eine liberale Partei jetzt eigentlich versucht wird, über ein Gesetz eine Kammer dabei zu behindern, etwas Derartiges zu unterstützen. Das halte ich ehrlich gesagt für einen sehr eigenwilligen liberalen Zugang, der noch dazu die Selbstverwaltung der öffentlich-rechtlichen Körperschaften Kammern aushebelt. Darum sind wir auch klar gegen diesen Antrag. Alles Gute dem Momentum-Institut! (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich finde es auch nicht okay, lieber Gerald Loacker, dass du ständig die Selbstverwaltung attackierst, die demokratisch legitimiert ist und die auch zu Recht besteht. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit des Abg. Loacker
Ich bin der Meinung, du hast wirklich auch immer wieder diesen Impuls – aus welchen Gründen auch immer; manche meinen, du wurdest als Pflichtpraktikant in der Arbeiterkammer abgelehnt, ich weiß es nicht (Heiterkeit des Abg. Loacker) –, zumindest vermittelst du den Eindruck, dass du im Endeffekt grundsätzlich gegen die Kammern und das Kammernsystem bist und die Subventionen der Arbeiterkammer hinterfragst.
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Zum Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz: Beppo Muchitsch hat viel dazu gesagt. Im Moment ist es so, dass bei der Teuerung auch das Problem besteht, dass viele unter der Kollektivvertragsvereinbarung entlohnen könnten, dass wir jetzt dieses Lohn- und Sozialdumpingproblem bekommen. Deshalb ist es ganz wichtig – wie Beppo das auch gesagt hat –, das Problem an der Wurzel zu packen und präventiv zu agieren. Wir haben aber ein anderes Konzept vorliegen, das eine Verschlechterung gegenüber dem, was bisher war, bringt. Wir haben keine Mindeststrafen mehr, es gibt eine Höchststrafe, und wir haben ein Thema, das Kumulationsprinzip heißt, das nicht vorliegt. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne: Das ist ein schlechtes Gesetz, Herr Bundesminister. Wir werden diesem Gesetz nicht zustimmen können, weil damit Lohn- und Sozialdumping Tür und Tor geöffnet wird. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.
Wir wissen, dass derzeit circa 400 000 Menschen in Österreich arbeitslos sind. Das ist alles andere als ein Grund zur Freude. Natürlich ist auch positiv anzumerken, dass die Arbeitslosigkeit zurückgeht, aber das passiert leider nur sehr schleppend, die Arbeitslosenzahl ist weiterhin viel zu hoch. (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer. – Zwischenruf des Abg. Weidinger.
Auch betreffend Langzeitarbeitslosigkeit ist die Regierung planlos. Viele Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, waren auch schon vor der Coronapandemie arbeitslos. Das Programm Sprungbrett, das immer wieder hochgejubelt wurde, greift nicht. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer. – Zwischenruf des Abg. Weidinger.) Vor allem ältere und gesundheitlich beeinträchtigte Menschen sind von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen und können aus dieser aus eigener Kraft kaum herauskommen. Da geht es nicht darum, dass Menschen, die langzeitarbeitslos sind, nicht arbeiten wollen, sondern darum, dass sie aktive Unterstützung bei der Jobsuche brauchen.
Abg. Kirchbaumer: Ja, genau! Die war ein Wahnsinn!
Wir haben die Aktion 20 000 eingeführt, sie war sehr erfolgreich. (Abg. Kirchbaumer: Ja, genau! Die war ein Wahnsinn!) Die Ironie an der ganzen Sache ist, dass die FPÖ genau diese Maßnahme abgeschafft hat und jetzt unter einem anderen Namen ihre Wiedereinführung fordert. Ich hoffe, dass da im Sinne der Menschen, die arbeitslos sind, bald Bewegung hineinkommt, damit diese wieder einen Job finden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben die Aktion 20 000 eingeführt, sie war sehr erfolgreich. (Abg. Kirchbaumer: Ja, genau! Die war ein Wahnsinn!) Die Ironie an der ganzen Sache ist, dass die FPÖ genau diese Maßnahme abgeschafft hat und jetzt unter einem anderen Namen ihre Wiedereinführung fordert. Ich hoffe, dass da im Sinne der Menschen, die arbeitslos sind, bald Bewegung hineinkommt, damit diese wieder einen Job finden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kirchbaumer: Ja! Bravo! – Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben keine Ahnung! – Ruf bei der SPÖ: Geh bitte!
noch einmal herausholen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kirchbaumer: Ja! Bravo! – Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben keine Ahnung! – Ruf bei der SPÖ: Geh bitte!) Das Papier, aus dem Sie vorgelesen haben, muss ja schon vergilbt sein. Ich weiß nicht, ob es nicht in Kurrent geschrieben ist und ob man den Schimmel noch herunterkratzen konnte, nachdem man es aus dem AK-Keller geholt hat. Frau Kollegin, mit den Rezepten von vor 60, 70 oder 80 Jahren werden wir natürlich nicht die Probleme der Unternehmen in diesem Land lösen, die nach Fachkräften und Arbeitskräften dürsten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Das richtet sich von selber, was Sie sagen!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Das richtet sich von selber, was Sie sagen!
noch einmal herausholen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kirchbaumer: Ja! Bravo! – Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben keine Ahnung! – Ruf bei der SPÖ: Geh bitte!) Das Papier, aus dem Sie vorgelesen haben, muss ja schon vergilbt sein. Ich weiß nicht, ob es nicht in Kurrent geschrieben ist und ob man den Schimmel noch herunterkratzen konnte, nachdem man es aus dem AK-Keller geholt hat. Frau Kollegin, mit den Rezepten von vor 60, 70 oder 80 Jahren werden wir natürlich nicht die Probleme der Unternehmen in diesem Land lösen, die nach Fachkräften und Arbeitskräften dürsten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Das richtet sich von selber, was Sie sagen!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren, das Problem ist überall das gleiche. Diese Regierung hat sich sehr wohl zum Ziel gesetzt, dem Arbeitskräftemangel auf verschiedenen Ebenen entgegenzutreten. Sie tut das zu Recht auch in Form einer Verbesserung der Rot-Weiß-Rot-Karte, die lange gefordert war und jetzt da ist. Danke an alle Beteiligten, insbesondere an Sie, Herr Bundesminister Kocher, der Sie die Nöte der Unternehmen – auch der kleinsten – in diesem Land gut erkannt haben. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich danke allen Beteiligten – den Sozialpartnern und all jenen, die guten Willen gezeigt haben, die Rot-Weiß-Rot-Karte zu verbessern –, dass das in die Zielgerade gebracht worden ist. Wir werden jeden notwendigen Schritt gehen, meine Damen und Herren, um dem Arbeitskräftemangel entgegenzutreten. Einen Teil davon werden wir heute beschließen, und ich lade Sie alle ein, diesen Weg mit uns zu gehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Ja, aber zum Thema Selbsterkenntnis: Wieso habt ihr die Agentur für Arbeit ...?
muss Ursachenforschung ganz ehrlich betreiben und feststellen, dass die Idee, Europa werde unsere Arbeitsmarktprobleme in Österreich lösen können, eindeutig gescheitert ist – in Österreich und auch sonst in Europa. Diese Selbsterkenntnis sollte den vier Fraktionen, die immer alles nach Brüssel delegieren wollen – immer noch mehr, noch mehr –, auch einmal über die Lippen kommen. (Abg. Leichtfried: Ja, aber zum Thema Selbsterkenntnis: Wieso habt ihr die Agentur für Arbeit ...?)
Abg. Leichtfried: Ja, und was ist mit der Agentur für Arbeit gewesen, die ihr verhindert habt, als ihr mit den Schwarzen zusammen wart? Davon weißt du nichts mehr! Als Nächstes erzählst du mir etwas über Marx?!
Wir haben es prophezeit, wir Freiheitliche haben es Ihnen vorhergesagt: Die Problemstellung ist klar. Unsere Position war immer, dass wir für den österreichischen Arbeitsmarkt unsere Arbeitskräfte selbst ausbilden und sie gut und sozial fair entlohnen müssen. Das sage ich vor allem in Richtung Arbeiterkammer und Gewerkschaft (Abg. Leichtfried: Ja, und was ist mit der Agentur für Arbeit gewesen, die ihr verhindert habt, als ihr mit den Schwarzen zusammen wart? Davon weißt du nichts mehr! Als Nächstes erzählst du mir etwas über Marx?!), weil die Arbeitnehmer jetzt natürlich dastehen und auch von euch keine Hilfestellung bekommen.
Rufe bei der ÖVP: Wie willst du es lösen? Was ist die Idee? Gibt es einen Vorschlag auch?
Andererseits stehen die Unternehmen da, suchen händeringend Arbeitskräfte und bekommen keine Hilfestellung von der ÖVP. Der Weg war also falsch, und diese Selbsterkenntnis sollte man haben und das sollte man an diesem Rednerpult vor dem Plenum jetzt einmal ganz klar aussprechen. Da muss auch eine Veränderung eintreten, und man muss einem Arbeitsminister in Österreich auch wieder die Möglichkeit geben, den Arbeitsmarkt in Österreich im Gleichgewicht zu halten und Maßnahmen zu setzen. Alles, was jetzt am Tisch liegt, auch diese Rot-Weiß-Rot-Karte, bewirkt nichts anderes, als Löcher zu stopfen, das Problem wird aber nicht gelöst. (Rufe bei der ÖVP: Wie willst du es lösen? Was ist die Idee? Gibt es einen Vorschlag auch?)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Sie wissen es alle: Während Corona ist dieses Rad still und leise weitergedreht worden, und es strömen jede Woche Tausende (Zwischenruf des Abg. Hörl) nach Österreich, helfen dem Arbeitsmarkt nicht, belasten aber unser Sozialsystem, wodurch die Österreicher weniger Hilfestellung vom Sozialsystem bekommen. (Abg. Pfurtscheller: Das hat nichts damit zu tun, dass wir zu wenig Facharbeiter haben!) Das muss man einmal ehrlich diskutieren, geschätzte Kollegen (Abg. Pfurtscheller: Aber was hat das mit ... zu tun?), auch wenn es unangenehm ist, denn das ist die nackte Wahrheit.
Abg. Pfurtscheller: Das hat nichts damit zu tun, dass wir zu wenig Facharbeiter haben!
Sie wissen es alle: Während Corona ist dieses Rad still und leise weitergedreht worden, und es strömen jede Woche Tausende (Zwischenruf des Abg. Hörl) nach Österreich, helfen dem Arbeitsmarkt nicht, belasten aber unser Sozialsystem, wodurch die Österreicher weniger Hilfestellung vom Sozialsystem bekommen. (Abg. Pfurtscheller: Das hat nichts damit zu tun, dass wir zu wenig Facharbeiter haben!) Das muss man einmal ehrlich diskutieren, geschätzte Kollegen (Abg. Pfurtscheller: Aber was hat das mit ... zu tun?), auch wenn es unangenehm ist, denn das ist die nackte Wahrheit.
Abg. Pfurtscheller: Aber was hat das mit ... zu tun?
Sie wissen es alle: Während Corona ist dieses Rad still und leise weitergedreht worden, und es strömen jede Woche Tausende (Zwischenruf des Abg. Hörl) nach Österreich, helfen dem Arbeitsmarkt nicht, belasten aber unser Sozialsystem, wodurch die Österreicher weniger Hilfestellung vom Sozialsystem bekommen. (Abg. Pfurtscheller: Das hat nichts damit zu tun, dass wir zu wenig Facharbeiter haben!) Das muss man einmal ehrlich diskutieren, geschätzte Kollegen (Abg. Pfurtscheller: Aber was hat das mit ... zu tun?), auch wenn es unangenehm ist, denn das ist die nackte Wahrheit.
Zwischenruf des Abg. Weidinger
Aus diesem Problemkreis kommen wir nicht heraus, wenn wir keine Ursachenforschung (Zwischenruf des Abg. Weidinger), die ehrlich ist, betreiben. Auf europäischer Ebene – und so weit, glaube ich, ist die Erkenntnis heute da – ist es leider Gottes nicht gelungen,
Beifall bei der FPÖ.
deshalb werden wir das in Österreich lösen müssen und nicht nur in diesem Bereich viele Kompetenzen aus Brüssel wieder nach Österreich holen müssen. Dafür stehen wir Freiheitliche: Wir werden die Probleme, die wir haben, in Österreich lösen müssen. Brüssel löst sie nicht für uns. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wer in Österreich studiert hat, soll es leichter haben, auch hier bleiben und arbeiten zu können, wir haben die feste Gehaltsuntergrenze für Studienabsolventen beseitigt. Wir haben die unterschiedliche Gehaltsuntergrenze für Schlüsselarbeitskräfte vereinfacht und vereinheitlicht. Und wer als Saisonnier über mehrere Jahre in Österreich beschäftigt war, soll mehr Rechte und schrittweise Zugang zu einer Rot-Weiß-Rot-Karte erhalten. Das stärkt die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, deren Position bislang am österreichischen Arbeitsmarkt ganz, ganz schwach ausgeprägt war. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Das Verfahren soll vereinfacht werden. Firmen sollen dabei unterstützt werden, in Drittstaaten Arbeitskräfte zu finden. Unterm Strich ist das auch für viele Betriebe, auch für die Volkswirtschaft gescheit – so weit, so klein, so gut und so vernünftig. Es macht vielen Menschen das Leben einfacher. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Wurm: Das ist eine klare Aussage!
Es ist aber auch eine kleine Premiere. Seit 20 Jahren – und ich verfolge die Politik gerade auf diesem Gebiet seit noch Längerem sehr aufmerksam – hat noch jede Innenministerin, jeder Innenminister ihre oder seine Amtszeit mit der Aussage begonnen: Ich habe das Fremdenrecht verschärft! – Wir stehen hier vor einer Änderung des Fremdenrechts, und zwar der ersten in dieser Legislaturperiode, abgesehen von den Covid-bedingten Verfahrensänderungen. (Abg. Wurm: Das ist eine klare Aussage!) Wir Grüne haben gemeinsam mit der ÖVP dieses Recht ein bisschen einfacher und ein bisschen vernünftiger gemacht, und das ist ein Stück grünes Regieren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist aber auch eine kleine Premiere. Seit 20 Jahren – und ich verfolge die Politik gerade auf diesem Gebiet seit noch Längerem sehr aufmerksam – hat noch jede Innenministerin, jeder Innenminister ihre oder seine Amtszeit mit der Aussage begonnen: Ich habe das Fremdenrecht verschärft! – Wir stehen hier vor einer Änderung des Fremdenrechts, und zwar der ersten in dieser Legislaturperiode, abgesehen von den Covid-bedingten Verfahrensänderungen. (Abg. Wurm: Das ist eine klare Aussage!) Wir Grüne haben gemeinsam mit der ÖVP dieses Recht ein bisschen einfacher und ein bisschen vernünftiger gemacht, und das ist ein Stück grünes Regieren. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wurm: Das ist wohl wahr!
Tatsache ist: Darauf hat sich die Koalition noch nicht geeinigt. Das ist auch nicht weiter überraschend oder dramatisch. Wir Grüne und die ÖVP liegen in vielen Fragen weltanschaulich weit auseinander (Abg. Wurm: Das ist wohl wahr!), aber es gelingt uns trotzdem immer wieder, von diesen so weit auseinanderliegenden Ausgangspunkten (Abg. Loacker: Mindestens zwei Seilbahnstationen auseinander!) aufeinander zuzugehen und zu Ergebnissen zu kommen.
Abg. Loacker: Mindestens zwei Seilbahnstationen auseinander!
Tatsache ist: Darauf hat sich die Koalition noch nicht geeinigt. Das ist auch nicht weiter überraschend oder dramatisch. Wir Grüne und die ÖVP liegen in vielen Fragen weltanschaulich weit auseinander (Abg. Wurm: Das ist wohl wahr!), aber es gelingt uns trotzdem immer wieder, von diesen so weit auseinanderliegenden Ausgangspunkten (Abg. Loacker: Mindestens zwei Seilbahnstationen auseinander!) aufeinander zuzugehen und zu Ergebnissen zu kommen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das heute ist so ein Ergebnis: nichts Weltbewegendes, nichts Großartiges, aber sinnvolle Schritte in eine gute Richtung – grünes Regieren halt. – Danke fürs Zuhören. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Weidinger.
Bei den Englischkenntnissen ist man nach wie vor zu restriktiv. Es wird für zusätzliche Punkte im Verfahren vorausgesetzt, dass die Konzernsprache Englisch ist. Bei uns haben aber alle in der Schule Englisch, und wenn Sie in ein österreichisches Unternehmen kommen, dann sind immer Leute da, die Englisch können. Wenn daher der Drittstaatsangehörige Englisch kann, dann muss das dafür reichen, dass er die zusätzlichen Punkte im Verfahren bekommt. (Zwischenruf des Abg. Weidinger.)
Beifall bei den NEOS.
Diesbezüglich haben wir also einen großen Job zu erledigen, hat die Regierung einen großen Job zu erledigen, aber ich bedanke mich für das Bekenntnis, das mit der Annahme dieses NEOS-Antrages auf Rechtssicherheit für Grenzgänger verbunden ist, nämlich dass die Mehrheitsfraktionen hier ihrer Verantwortung nachkommen und entsprechende Schritte setzen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen
Die Rot-Weiß-Rot-Karte trägt deshalb dazu bei, dass sich die Lage verbessert, weil wir jetzt eine einfachere, unbürokratischere und leichter zugängliche Möglichkeit haben, qualifizierten Zuzug nach Österreich zuzulassen. Wie schon angesprochen wurde, geht es um die Punkte, die vergeben werden, es geht um Studierende, die in Österreich abschließen und in Österreich einen Arbeitsmarktzugang haben, es geht um Erleichterungen auch in Bereichen, in denen ganz besonders große Knappheit herrscht – im Pflegebereich, im Gesundheitsbereich, im Tourismus. Es gibt neue Instrumente, im Tourismus zum Beispiel die Stammsaisonniersregelung (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen) und die Überführung dieser Regelung auf eine Rot-Weiß-Rot-Karten-Beantragung, die eben eine ganzjährige Beschäftigung zulässt und damit genau das nicht macht, was manchmal gesagt wird, nämlich Lohn- und Sozialdumping zu erleichtern. Es werden durch diese Regelung die Arbeitsbedingungen für ausländische Arbeitskräfte im Tourismus sogar verbessert.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich sage noch dazu, damit das nicht untergeht: Natürlich braucht es auch eine breitere Fachkräftestrategie. Wir setzen da als Bundesregierung auf allen Ebenen weitere Schritte. Da geht es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, es geht um das Älterwerden im Berufsleben, das gesunde Älterwerden im Berufsleben, es geht um – ganz, ganz wichtig – weitere Qualifizierungsmaßnahmen, das größte Budget aller Zeiten für Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich der Arbeitslosigkeit, um den Fachkräftemangel zu reduzieren, und natürlich eine weitere Attraktivierung der Lehre, das ist auch angesprochen worden. Auch diesbezüglich gibt es laufend Schritte und laufend Verbesserungen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
So kann es jetzt einfach nicht weitergehen, dass andere Staaten uns qualifiziertes Personal abwerben, wenn in Österreich 88 Prozent der Betriebe darüber klagen, dass sie einen Arbeitskräftemangel, einen Facharbeitermangel haben. Wir als Kunden spüren das schon, denn Gasthäuser sind bereits geschlossen und bei Handwerkern gibt es oft lange Wartezeiten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Neben diesen Maßnahmen ist es natürlich wichtig und oberste Priorität, dass wir unsere Bevölkerung motivieren und qualifizieren. Ich möchte Ihnen, Herr Bundesminister, sehr herzlich danken, denn Sie nehmen das wirklich wahr, dass wir unsere Leute motivieren, damit jene, die arbeitslos sind, wieder in das Arbeitsleben zurückkehren. In diesem Sinne: Herzlichen Dank! Ich danke allen, die dieser Regelung zustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Ich darf bei dieser Gelegenheit die Schülerinnen und Schüler des BG und BRG Bruckner-Straße Wels bei uns begrüßen. – Herzlich willkommen! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Abg. Wurm: ... die richtige Seite ...!
Die Kritik der SPÖ bezüglich Lohndumping finde ich ganz ehrlich schon ein bisschen lächerlich. Wenn man sich das anschaut: Wir reden bei sonstigen Schlüsselarbeitskräften von 2 835 Euro, und bei der Mangelberufsliste gilt ohnehin der Kollektivvertrag mit der ortsüblichen Überbezahlung. Ich verstehe die Kritik dahin gehend tatsächlich nicht. Und eines muss ich schon sagen: Wenn man jetzt mit der FPÖ dagegenstimmt und auf ihrer Seite ist, dann muss man sich vielleicht schon noch einmal überlegen, ob das wirklich die richtige Seite ist. (Abg. Wurm: ... die richtige Seite ...!)
Abg. Wurm: Wir sind die richtige Seite!
Ich glaube, wir sollten auch nicht anfangen, zu differenzieren zwischen (Abg. Wurm: Wir sind die richtige Seite!) – ja, Kollege Wurm – ArbeitnehmerInnen, die hier geboren sind, und ArbeitnehmerInnen, die zu uns kommen. Ich glaube, diese rechtspopulistische Differenzierung brauchen wir hier nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, wir sollten auch nicht anfangen, zu differenzieren zwischen (Abg. Wurm: Wir sind die richtige Seite!) – ja, Kollege Wurm – ArbeitnehmerInnen, die hier geboren sind, und ArbeitnehmerInnen, die zu uns kommen. Ich glaube, diese rechtspopulistische Differenzierung brauchen wir hier nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei den NEOS: Vor der Abstimmung!
Noch kurz zum NEOS-Vorschlag betreffend Rot-Weiß-Rot-Karte für Lehrlinge: Ich glaube, das kann man sich sicher einmal genauer anschauen (Ruf bei den NEOS: Vor der Abstimmung!), aber wir müssen uns bei dem Thema das große Ganze anschauen. Wir haben heute ein Paket beschlossen, in dem die Kontingente enthalten sind, die Ausweitung der Mangelberufsliste, der Umstieg zu Ganzjahresberufen – der Herr Minister hat es schon ausgeführt –, mit dem wir wirklich kurzfristig helfen. Was wir aber genauso machen: Wir brauchen strukturelle, langfristige Veränderungen, und da werden wir uns im Herbst mit den Sozialpartnern zusammensetzen und ein wirklich langfristiges Maßnahmenpaket auf die Beine stellen: Unterstützung von Ganzjahresbetrieben, Beschäftigungsmodelle, Ausbau der Kinderbetreuungsplätze. Ich bin wirklich froh, dass da etwas weitergeht, weil die Zeit drängt. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Noch kurz zum NEOS-Vorschlag betreffend Rot-Weiß-Rot-Karte für Lehrlinge: Ich glaube, das kann man sich sicher einmal genauer anschauen (Ruf bei den NEOS: Vor der Abstimmung!), aber wir müssen uns bei dem Thema das große Ganze anschauen. Wir haben heute ein Paket beschlossen, in dem die Kontingente enthalten sind, die Ausweitung der Mangelberufsliste, der Umstieg zu Ganzjahresberufen – der Herr Minister hat es schon ausgeführt –, mit dem wir wirklich kurzfristig helfen. Was wir aber genauso machen: Wir brauchen strukturelle, langfristige Veränderungen, und da werden wir uns im Herbst mit den Sozialpartnern zusammensetzen und ein wirklich langfristiges Maßnahmenpaket auf die Beine stellen: Unterstützung von Ganzjahresbetrieben, Beschäftigungsmodelle, Ausbau der Kinderbetreuungsplätze. Ich bin wirklich froh, dass da etwas weitergeht, weil die Zeit drängt. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer. – Abg. Michael Hammer: Schon wieder der Wurm!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Peter Wurm. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer. – Abg. Michael Hammer: Schon wieder der Wurm!)
Abg. Pfurtscheller: Doch ...!
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Zweite Runde, um – was vielleicht ganz wichtig und interessant ist – den Block heute ein bisschen zusammenzufassen: Man muss einmal klar sagen: Diese Regelung nützt den Österreichern gar nichts (Abg. Pfurtscheller: Doch ...!), ganz klar. (Ruf bei der ÖVP: Sagt wer?) Sie machen eine Regelung für Drittstaatsangehörige, das nützt Österreichern, den österreichischen Staatsbürgern – und ich sage es auch noch einmal deutlich in Richtung Grüne –, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund, gar nichts (Zwischenrufe der Abgeordneten Pfurtscheller und Neßler), um das einmal klarzustellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Sagt wer?
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Zweite Runde, um – was vielleicht ganz wichtig und interessant ist – den Block heute ein bisschen zusammenzufassen: Man muss einmal klar sagen: Diese Regelung nützt den Österreichern gar nichts (Abg. Pfurtscheller: Doch ...!), ganz klar. (Ruf bei der ÖVP: Sagt wer?) Sie machen eine Regelung für Drittstaatsangehörige, das nützt Österreichern, den österreichischen Staatsbürgern – und ich sage es auch noch einmal deutlich in Richtung Grüne –, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund, gar nichts (Zwischenrufe der Abgeordneten Pfurtscheller und Neßler), um das einmal klarzustellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Pfurtscheller und Neßler
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Zweite Runde, um – was vielleicht ganz wichtig und interessant ist – den Block heute ein bisschen zusammenzufassen: Man muss einmal klar sagen: Diese Regelung nützt den Österreichern gar nichts (Abg. Pfurtscheller: Doch ...!), ganz klar. (Ruf bei der ÖVP: Sagt wer?) Sie machen eine Regelung für Drittstaatsangehörige, das nützt Österreichern, den österreichischen Staatsbürgern – und ich sage es auch noch einmal deutlich in Richtung Grüne –, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund, gar nichts (Zwischenrufe der Abgeordneten Pfurtscheller und Neßler), um das einmal klarzustellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Zweite Runde, um – was vielleicht ganz wichtig und interessant ist – den Block heute ein bisschen zusammenzufassen: Man muss einmal klar sagen: Diese Regelung nützt den Österreichern gar nichts (Abg. Pfurtscheller: Doch ...!), ganz klar. (Ruf bei der ÖVP: Sagt wer?) Sie machen eine Regelung für Drittstaatsangehörige, das nützt Österreichern, den österreichischen Staatsbürgern – und ich sage es auch noch einmal deutlich in Richtung Grüne –, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund, gar nichts (Zwischenrufe der Abgeordneten Pfurtscheller und Neßler), um das einmal klarzustellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Das ist falsch!
Es ist einfach interessant, weil es sich heute doch zuspitzt: Es sind zwei Welten, die aufeinanderprallen (Ruf bei der ÖVP: Das ist falsch!), und ich glaube, es wird auch klar, dass unsere Welt, die freiheitliche Welt, wieder einmal die richtige war. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) – Es ist so, es ist so! (Ruf bei der ÖVP: Wissenschaftsskepsis!)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Es ist einfach interessant, weil es sich heute doch zuspitzt: Es sind zwei Welten, die aufeinanderprallen (Ruf bei der ÖVP: Das ist falsch!), und ich glaube, es wird auch klar, dass unsere Welt, die freiheitliche Welt, wieder einmal die richtige war. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) – Es ist so, es ist so! (Ruf bei der ÖVP: Wissenschaftsskepsis!)
Ruf bei der ÖVP: Wissenschaftsskepsis!
Es ist einfach interessant, weil es sich heute doch zuspitzt: Es sind zwei Welten, die aufeinanderprallen (Ruf bei der ÖVP: Das ist falsch!), und ich glaube, es wird auch klar, dass unsere Welt, die freiheitliche Welt, wieder einmal die richtige war. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) – Es ist so, es ist so! (Ruf bei der ÖVP: Wissenschaftsskepsis!)
Abg. Michael Hammer: Ist aber ein wenig eine verkehrte Welt!
Wir erleben das Scheitern der Beschäftigungspolitik der letzten Jahrzehnte (Abg. Michael Hammer: Ist aber ein wenig eine verkehrte Welt!); das erleben wir heute. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer. – Abg. Weidinger: Keine Vergleiche machen ...!) Es
Zwischenruf des Abg. Obernosterer. – Abg. Weidinger: Keine Vergleiche machen ...!
Wir erleben das Scheitern der Beschäftigungspolitik der letzten Jahrzehnte (Abg. Michael Hammer: Ist aber ein wenig eine verkehrte Welt!); das erleben wir heute. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer. – Abg. Weidinger: Keine Vergleiche machen ...!) Es
Abg. Michael Hammer: Milupa! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: In Richtung weniger Beschäftigung!
wäre einfach gut, wenn Sie diese Erkenntnis auch einmal aufnehmen, verinnerlichen und sagen: Okay, mea culpa, wir ändern den Kurs! (Abg. Michael Hammer: Milupa! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: In Richtung weniger Beschäftigung!) – Die Ursachenforschung, glaube ich, haben wir abgeschlossen.
Abg. Obernosterer: Erzähl einmal! Das kenn’ ich nicht!
Jetzt zu zwei konkreten Vorschlägen unsererseits, die wie gesagt in den Ausschüssen liegen – bitte noch einmal anschauen, wir können sie auch gern gemeinsam noch adaptieren –, wie man das Problem für Österreicher in Österreich in zwei Richtungen verbessern könnte, und zwar arbeitnehmerseitig und arbeitgeberseitig (Abg. Obernosterer: Erzähl einmal! Das kenn’ ich nicht!), und nicht die Dritte-Welt-Thematik in Österreich löst:
Abg. Kopf: Wir haben ja eh zu wenig!
Das wäre auf der jungen Seite – noch einmal – die Lehrabschlussprämie, dass man all jenen, die ihre Lehre erfolgreich abschließen (Abg. Kopf: Wir haben ja eh zu wenig!), eine Prämie von 10 000 Euro zahlt (Beifall bei der FPÖ), wobei 5 000 Euro die Lehrabschlussprämie an sich – das Geld – ist, und 5 000 Euro sind für den Lehrling, der abgeschlossen hat, damit er sich individuell weiterbilden kann, selber entscheiden kann, ob er jenen Lehrgang macht oder dieses Studium oder was auch immer. Das wäre etwas, womit man in Österreich – ich sage es bewusst – Lehrlingen mit und ohne Migrationshintergrund, wenn Sie wollen (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller), einen Anreiz bietet, um wirklich einen Lehrberuf zu ergreifen. – Das wäre auf der jungen Seite.
Beifall bei der FPÖ
Das wäre auf der jungen Seite – noch einmal – die Lehrabschlussprämie, dass man all jenen, die ihre Lehre erfolgreich abschließen (Abg. Kopf: Wir haben ja eh zu wenig!), eine Prämie von 10 000 Euro zahlt (Beifall bei der FPÖ), wobei 5 000 Euro die Lehrabschlussprämie an sich – das Geld – ist, und 5 000 Euro sind für den Lehrling, der abgeschlossen hat, damit er sich individuell weiterbilden kann, selber entscheiden kann, ob er jenen Lehrgang macht oder dieses Studium oder was auch immer. Das wäre etwas, womit man in Österreich – ich sage es bewusst – Lehrlingen mit und ohne Migrationshintergrund, wenn Sie wollen (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller), einen Anreiz bietet, um wirklich einen Lehrberuf zu ergreifen. – Das wäre auf der jungen Seite.
Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller
Das wäre auf der jungen Seite – noch einmal – die Lehrabschlussprämie, dass man all jenen, die ihre Lehre erfolgreich abschließen (Abg. Kopf: Wir haben ja eh zu wenig!), eine Prämie von 10 000 Euro zahlt (Beifall bei der FPÖ), wobei 5 000 Euro die Lehrabschlussprämie an sich – das Geld – ist, und 5 000 Euro sind für den Lehrling, der abgeschlossen hat, damit er sich individuell weiterbilden kann, selber entscheiden kann, ob er jenen Lehrgang macht oder dieses Studium oder was auch immer. Das wäre etwas, womit man in Österreich – ich sage es bewusst – Lehrlingen mit und ohne Migrationshintergrund, wenn Sie wollen (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller), einen Anreiz bietet, um wirklich einen Lehrberuf zu ergreifen. – Das wäre auf der jungen Seite.
Abg. Kopf: ... Bibel gelesen, die wundersame Brotvermehrung!
Auf der alten Seite liegt ein Antrag (Abg. Kopf: ... Bibel gelesen, die wundersame Brotvermehrung!), den Sie sich bitte auch anschauen sollten, betreffend die 60-plus-Aktivität (Abg. Leichtfried: Ja, aber da sollte man nicht alt sagen! ... ja noch nicht alt!) vor, mit dem wir – gerade jetzt – für Menschen ab 60 Jahren, die in Pension sind, vielleicht die Möglichkeit schaffen könnten, weiterzuarbeiten, wenn sie wollen, ohne dass sie ihre bestehende Pension gefährden, ohne dass sie Probleme mit der Krankenkasse, mit dem Finanzamt bekommen, mit dem wir einen Anreiz schaffen könnten, die sehr aktiven 60-plus-Menschen in Österreich zum Teil wieder in den Arbeitsmarkt hereinzuholen.
Abg. Leichtfried: Ja, aber da sollte man nicht alt sagen! ... ja noch nicht alt!
Auf der alten Seite liegt ein Antrag (Abg. Kopf: ... Bibel gelesen, die wundersame Brotvermehrung!), den Sie sich bitte auch anschauen sollten, betreffend die 60-plus-Aktivität (Abg. Leichtfried: Ja, aber da sollte man nicht alt sagen! ... ja noch nicht alt!) vor, mit dem wir – gerade jetzt – für Menschen ab 60 Jahren, die in Pension sind, vielleicht die Möglichkeit schaffen könnten, weiterzuarbeiten, wenn sie wollen, ohne dass sie ihre bestehende Pension gefährden, ohne dass sie Probleme mit der Krankenkasse, mit dem Finanzamt bekommen, mit dem wir einen Anreiz schaffen könnten, die sehr aktiven 60-plus-Menschen in Österreich zum Teil wieder in den Arbeitsmarkt hereinzuholen.
Abg. Michael Hammer: Warst fort gestern?
Ich habe gestern mit einer Fachkraft aus dem Restaurantbereich, Koch/Kellnerin, gesprochen (Abg. Michael Hammer: Warst fort gestern?), die jetzt gerade 60 geworden ist, die genau das Problem hat: Sie ist aktiv, ist als Frau mit 60 jetzt in Pension, könnte weiterarbeiten, arbeitet aber nur bis zur Geringfügigkeitsgrenze – 480 Euro –; mehr macht sie nicht, weil sie erlebt hat, dass sie, sobald sie einen Tag oder zwei Tage pro Woche mehr arbeitet, sofort quasi mehr ans Finanzamt zahlt, als sie verdient. Man müsste also auch die Geringfügigkeitsgrenze erhöhen, um diesen Menschen die Möglichkeit zu geben, in der Pension dazuzuverdienen und damit den Arbeitsmarkt genau in dem Bereich zu entlasten. Ebenso könnte man es zum Beispiel mit ganz einfachen Regelungen schaffen, dass jemand drei Monate auf Saison gehen kann und dieses Einkommen dann auf das ganze Jahr verteilt wird.
Abg. Leichtfried: Das klingt besser, aber alt ...!
Es gäbe also finanztechnisch, sozialversicherungstechnisch ganz einfache Möglichkeiten, die Kenntnisse von aktiven 60-plus-Menschen in Österreich, die wollen, die noch aktiv sind (Abg. Leichtfried: Das klingt besser, aber alt ...!), nicht verloren gehen zu lassen. Ich sage bewusst immer: für jene, die es wollen, auch für jene, die zum Beispiel – aus welchen Gründen immer – vor der üblichen Grenze von 65 Jahren in Pension sind; dass einer, wenn er will, wirklich noch weiterarbeiten kann. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Angerer: Sehr guter Vorschlag! – Abg. Loacker: ... Frühpension ...!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Angerer: Sehr guter Vorschlag! – Abg. Loacker: ... Frühpension ...!
Es gäbe also finanztechnisch, sozialversicherungstechnisch ganz einfache Möglichkeiten, die Kenntnisse von aktiven 60-plus-Menschen in Österreich, die wollen, die noch aktiv sind (Abg. Leichtfried: Das klingt besser, aber alt ...!), nicht verloren gehen zu lassen. Ich sage bewusst immer: für jene, die es wollen, auch für jene, die zum Beispiel – aus welchen Gründen immer – vor der üblichen Grenze von 65 Jahren in Pension sind; dass einer, wenn er will, wirklich noch weiterarbeiten kann. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Angerer: Sehr guter Vorschlag! – Abg. Loacker: ... Frühpension ...!)
Abg. Leichtfried: Die Redezeit wäre auch aus!
Es gibt sehr viele, die das gerne machen würden, und ich glaube, wir kennen alle – es sitzen ja einige da – Menschen über 60, die durchaus noch arbeitsfähig sind und auch gerne weiterarbeiten würden, wenn die Hürden nicht so hoch wären – das sollten wir ermöglichen. (Abg. Leichtfried: Die Redezeit wäre auch aus!) Das wäre ein Thema, das sehr einfach zu lösen wäre, und ich würde Sie wirklich ersuchen, ernsthaft darüber nachzudenken, vor allem auch, weil wir ja alle wissen, dass die Babyboomergeneration in den nächsten Jahren in Pension gehen wird.
Abg. Shetty: Das Lamperl leuchtet schon knallrot!
Da wird uns sehr viel Know-how und Fachwissen in Österreich verloren gehen. Auch das wäre also auf dieser Seite ein ganz konstruktiver Vorschlag von uns Freiheitlichen, mit dem wir dieses Problem am Arbeitsmarkt lösen könnten. (Abg. Shetty: Das Lamperl leuchtet schon knallrot!)
Beifall bei der FPÖ.
Zusammengefasst: Wir sollten am Arbeitsmarkt Österreich zuerst sagen und nicht Lösungen für die Dritte Welt, für die ganze Welt suchen, solange wir in Österreich unsere eigenen Probleme am Arbeitsmarkt nicht gelöst haben. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Leichtfried: Also 60 ist noch nicht alt! Das würde ich so nicht behaupten!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Yannick Shetty. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Leichtfried: Also 60 ist noch nicht alt! Das würde ich so nicht behaupten!)
Zwischenruf des Abg. Wurm
Abgeordneter Mag. Yannick Shetty (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Kollege Wurm von der FPÖ: Wir sprechen bei diesem Tagesordnungspunkt (Zwischenruf des Abg. Wurm) über qualifizierte Zuwanderung, und Sie schaffen es wieder, das Ganze in den Kontext einer Massenzuwanderung zu stellen. Ich meine, Sie haben wirklich überhaupt keinen Genierer. Ich finde das unmöglich, wie Sie es bei jeder Gelegenheit schaffen, Ihren ausländerfeindlichen Spin zu verbreiten. (Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm: Du musst mir zuhören, Yannick, du musst mir zuhören!)
Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm: Du musst mir zuhören, Yannick, du musst mir zuhören!
Abgeordneter Mag. Yannick Shetty (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Kollege Wurm von der FPÖ: Wir sprechen bei diesem Tagesordnungspunkt (Zwischenruf des Abg. Wurm) über qualifizierte Zuwanderung, und Sie schaffen es wieder, das Ganze in den Kontext einer Massenzuwanderung zu stellen. Ich meine, Sie haben wirklich überhaupt keinen Genierer. Ich finde das unmöglich, wie Sie es bei jeder Gelegenheit schaffen, Ihren ausländerfeindlichen Spin zu verbreiten. (Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm: Du musst mir zuhören, Yannick, du musst mir zuhören!)
Abg. Wurm: Das weiß ich schon! Drei Jahre lang, aber nicht 45!
Es gibt viele junge Menschen – jetzt müssen Sie sich ganz fest anschnallen, liebe Kollegen von der FPÖ! –, die in Österreich arbeiten wollen (Abg. Wurm: Das weiß ich schon! Drei Jahre lang, aber nicht 45!), die hier Steuern zahlen wollen, die hier eine Ausbildung machen und einen Beitrag dazu leisten wollen, dass unsere Unternehmen diesen Fachkräftemangel beenden können. (Abg. Wurm: 45 Jahre brauchen wir sie, nicht drei, Yannick!) Und ich sage Ihnen: Wir brauchen diese Menschen. Wir brauchen diese Menschen, um zumindest einen Teil der Lehrstellenlücke zu schließen. Es gibt derzeit keine legale Möglichkeit für sie, nach Österreich zu kommen. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Abg. Wurm: 45 Jahre brauchen wir sie, nicht drei, Yannick!
Es gibt viele junge Menschen – jetzt müssen Sie sich ganz fest anschnallen, liebe Kollegen von der FPÖ! –, die in Österreich arbeiten wollen (Abg. Wurm: Das weiß ich schon! Drei Jahre lang, aber nicht 45!), die hier Steuern zahlen wollen, die hier eine Ausbildung machen und einen Beitrag dazu leisten wollen, dass unsere Unternehmen diesen Fachkräftemangel beenden können. (Abg. Wurm: 45 Jahre brauchen wir sie, nicht drei, Yannick!) Und ich sage Ihnen: Wir brauchen diese Menschen. Wir brauchen diese Menschen, um zumindest einen Teil der Lehrstellenlücke zu schließen. Es gibt derzeit keine legale Möglichkeit für sie, nach Österreich zu kommen. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Es gibt viele junge Menschen – jetzt müssen Sie sich ganz fest anschnallen, liebe Kollegen von der FPÖ! –, die in Österreich arbeiten wollen (Abg. Wurm: Das weiß ich schon! Drei Jahre lang, aber nicht 45!), die hier Steuern zahlen wollen, die hier eine Ausbildung machen und einen Beitrag dazu leisten wollen, dass unsere Unternehmen diesen Fachkräftemangel beenden können. (Abg. Wurm: 45 Jahre brauchen wir sie, nicht drei, Yannick!) Und ich sage Ihnen: Wir brauchen diese Menschen. Wir brauchen diese Menschen, um zumindest einen Teil der Lehrstellenlücke zu schließen. Es gibt derzeit keine legale Möglichkeit für sie, nach Österreich zu kommen. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Beifall bei den NEOS.
Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Shetty: Ja, passiert nicht oft!
Abgeordnete Rebecca Kirchbaumer (ÖVP): Herr Präsident! Werter Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Liebe Schülerinnen und Schüler hier bei uns auf der Galerie! Ich muss die Aussage von Kollegen Shetty noch einmal unterstreichen. (Abg. Shetty: Ja, passiert nicht oft!) Die FPÖ macht nichts anderes, als bei der positiven Umwandlung der Rot-Weiß-Rot-Karte dahin gehend, wie wir qualifizierte Zuwanderung, was den Arbeitsmarkt angeht, schaffen können, herzugehen und zu sagen, wir würden eine Zuwanderung machen, die keiner kontrolliert, bei der kein Mensch weiß, wer kommt, bei der nicht differenziert wird. Das ist einfach nicht in Ordnung und das macht man auch nicht, liebe FPÖ! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf bei der FPÖ.
Abgeordnete Rebecca Kirchbaumer (ÖVP): Herr Präsident! Werter Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Liebe Schülerinnen und Schüler hier bei uns auf der Galerie! Ich muss die Aussage von Kollegen Shetty noch einmal unterstreichen. (Abg. Shetty: Ja, passiert nicht oft!) Die FPÖ macht nichts anderes, als bei der positiven Umwandlung der Rot-Weiß-Rot-Karte dahin gehend, wie wir qualifizierte Zuwanderung, was den Arbeitsmarkt angeht, schaffen können, herzugehen und zu sagen, wir würden eine Zuwanderung machen, die keiner kontrolliert, bei der kein Mensch weiß, wer kommt, bei der nicht differenziert wird. Das ist einfach nicht in Ordnung und das macht man auch nicht, liebe FPÖ! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Herzugehen und zu sagen, das sei total schlecht, ist absolut nicht in Ordnung. Wir brauchen diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dringend, um die bestehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die wir in unseren Unternehmen haben, auch zu entlasten, und das ist ein wichtiger Punkt. Da braucht ihr einen Kurswechsel und nicht wir, liebe FPÖ! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Scherak.
Besonders freut es mich auch, dass ich einmal hier stehen darf und sagen kann, wir können einen Antrag von der Opposition auch positiv bewerten. (Zwischenruf des Abg. Scherak.) Der Antrag ist vom Kollegen Loacker zur Homeofficethematik, für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die grenzüberschreitend arbeiten, und er wurde sogar einstimmig angenommen. Das ist ein wichtiger, richtiger Schritt dorthin, dass wir auch in diesem Bereich die gesetzlichen Rahmenbedingungen schaffen. Wir werden uns auch auf europäischer Ebene dafür einsetzen, dass es zu einem positiven Ausgang für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abschließend möchte ich noch einmal darauf aufmerksam machen, was ich schon in meiner vorherigen Rede gesagt habe: Ein Kurswechsel wäre auch für die SPÖ und für die FPÖ wichtig. Stimmen auch Sie trotz Ihres Nichtwollens dem zu, was wir in dieser Regierung bezugnehmend auf das Antiteuerungspaket geschaffen haben! Ich möchte es noch einmal sagen: 180 Euro Familienbeihilfe wird im August ausbezahlt, und die SPÖ und die FPÖ stimmen nicht mit. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bin schon der Meinung, dass wir keinen Gast hungrig nach Hause schicken sollten, weil uns der Koch in der Küche fehlt. Das darf uns nicht passieren. Auch unsere gewerblichen und Industriebetriebe brauchen dringend Fachkräfte. Daher ist diese langersehnte Reform ein wichtiger Schritt für unseren Standort, für Österreich und für unsere Betriebe. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Eines muss ich auch gleich zu Kollegen Wurm sagen: Natürlich ist es unsere Aufgabe, Aufgabe unserer Betriebe, Lehrlinge auszubilden. Das machen wir auch gerne. Ich bin Lehrlingsbotschafterin in Salzburg und ich kann Ihnen eines sagen: Die österreichischen Betriebe bilden derzeit 92 000 Lehrlinge aus, und auf diese sind wir stolz, denn eine Lehre ist eine Karriere. Gemeinsam werden wir das auch weiter vorantreiben, indem wir noch mehr Jugendliche dazu bewegen, den Weg der Lehre mit Karriere einzuschlagen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Heute sind sehr viele Schüler bei uns. Ich darf die Schüler der 4. Klassen der HTL Weiz und Fürstenfeld begrüßen. Noch ein Jahr bis zur Matura – alles Gute und herzlich willkommen hier im Hohen Haus! (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Alexander Melchior (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Vor allem: Liebe Schülerinnen und Schüler, herzlich willkommen im Parlament! Und ein wirklich ganz, ganz großes Dankeschön an alle Lehrerinnen und Lehrer, dass Sie sich das antun, hierher nach Wien zu kommen! So eine Projektwoche ist immer eine sehr intensive Zeit, wie ich noch aus meiner Zeit als Schüler weiß. Vielen, vielen Dank, dass Sie das machen! Ich hoffe, Sie haben eine gute Zeit hier. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Liebe Schülerinnen und Schüler, bitte lasst euch nicht irritieren! Es geht hier im Parlament oft sehr wild zu, es ist hier im Parlament auch oft so, dass heftig und sehr leidenschaftlich diskutiert wird. Man könnte oft glauben, die jeweiligen Abgeordneten mögen einander nicht. Ich kann euch nur eines sagen: Es ist anders, wir reden auch normal miteinander. Wir können uns auch gut austauschen. Wir sind manchmal unterschiedlicher Meinung, aber das soll auch lebhaft diskutiert werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Scherak.
(In Richtung Galerie:) Ich wünsche noch einen schönen Tag in Wien – und Wien bei Nacht soll angeblich auch ganz großartig sein. Viel Spaß! (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Scherak.)
Abg. Wöginger: Der Muchitsch kennt auch Wien bei Nacht!
Josef Muchitsch gelangt als Nächster zu Wort. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Wöginger: Der Muchitsch kennt auch Wien bei Nacht!)
Beifall bei der SPÖ
ihr Weg war der richtige, dann kann ich sagen: Euer Weg war der falsche (Beifall bei der SPÖ), denn ihr habt verhindert, dass die Europäische Arbeitsbehörde nach Wien kommt. Ihr habt, damals im Aufgabenbereich der Sozialministerin, verhindert, dass die Arbeitsbehörde, die ELA, in Wien stationiert wird – eine Riesenchance für Österreich und für Wien, hier, im Mittelpunkt Europas, den Arbeitsmarkt zu kontrollieren, zu begleiten und zu steuern. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Genau!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Genau!
ihr Weg war der richtige, dann kann ich sagen: Euer Weg war der falsche (Beifall bei der SPÖ), denn ihr habt verhindert, dass die Europäische Arbeitsbehörde nach Wien kommt. Ihr habt, damals im Aufgabenbereich der Sozialministerin, verhindert, dass die Arbeitsbehörde, die ELA, in Wien stationiert wird – eine Riesenchance für Österreich und für Wien, hier, im Mittelpunkt Europas, den Arbeitsmarkt zu kontrollieren, zu begleiten und zu steuern. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Genau!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir lassen uns als SPÖ weder auf diese linke noch auf diese rechte Seite stellen, was den Arbeitsmarkt betrifft, wir stellen uns auf die Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich einen europäischen Arbeitsmarkt wünschen, der funktioniert, der kontrollierbar ist, wo Sanktionen auch über die Staatsgrenze hinaus greifen, wo Strafen eingehoben werden und der Strafbescheid nicht im Papierkorb landet. Das wünschen wir uns und auf diese Seite stellen wir uns. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir stellen uns auf die Seite der Arbeitgeber, die sich auch einen fairen Markt in Europa verdient haben. Wir bekommen Mails, Hunderte Einzelmeister aus der Slowakei, aus Ungarn, aus Slowenien, Hunderte Einzelmeister, sogenannte Selbstständige, bieten ihre Dienste in Österreich an. Das kann ja nicht euer Europa sein, dass wir da zuschauen und dass die Regierung nichts gegen diese Einzelmeister aus den Nachbarländern zu Dumpinglöhnen, zu schamhaften Löhnen unternimmt?! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und NEOS.
Letzter Punkt: Rot-Weiß-Rot-Karte; Kollege Shetty hat etwas Richtiges gesagt. Die bisherige Rot-Weiß-Rot-Karte war für qualifizierte Zuwanderung, für qualifizierte Fachkräfte; 5 400 haben wir. Warum aber macht ihr jetzt die Rot-Weiß-Rot-Karte billiger? Warum macht ihr sie billiger? Warum ist es möglich, über die Rot-Weiß-Rot-Karte Teilzeit zu beschäftigen? Warum ist es möglich, über die Rot-Weiß-Rot-Karte Wohnkosten abzuziehen, Verpflegungskosten abzuziehen? Diese Menschen werden ausgebeutet, der Sozialbetrug geht weiter! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Und bitte, Herr Bundesminister, ein Beispiel von gestern: Schaut euch bitte die 5 400 genehmigten qualifizierten Dienstnehmer einmal genau an, nehmt diese Arbeitsverhältnisse unter die Lupe! Schaut, was ihnen alles in Abzug gebracht wird! Aber macht bitte Zuwanderung nicht billiger, wir haben genug andere Probleme zu lösen! (Beifall bei der SPÖ.) Und auch wichtig: Ich wünsche mir eine Bundesregierung, die hinschaut. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und bitte, Herr Bundesminister, ein Beispiel von gestern: Schaut euch bitte die 5 400 genehmigten qualifizierten Dienstnehmer einmal genau an, nehmt diese Arbeitsverhältnisse unter die Lupe! Schaut, was ihnen alles in Abzug gebracht wird! Aber macht bitte Zuwanderung nicht billiger, wir haben genug andere Probleme zu lösen! (Beifall bei der SPÖ.) Und auch wichtig: Ich wünsche mir eine Bundesregierung, die hinschaut. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Shetty: ... zusammen, was zusammengehört! – Abg. Loacker: Blau und Rot, ich schäm’ mich tot!
Letzter Satz: Haben Sie gewusst, dass 73 Prozent aller Entsendungen aus Slowenien Arbeitnehmer aus Drittstaaten sind, die keinen einzigen Tag in Slowenien gearbeitet haben? Haben Sie das gewusst? Warum schauen Sie dort weg? Warum fliegen Sie nicht nach Brüssel und lösen das und sagen: So geht das nicht!? Wir brauchen einen europäischen Arbeitsmarkt, der fair ist, der funktioniert, nicht aber illegale Entsendungen zulässt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Shetty: ... zusammen, was zusammengehört! – Abg. Loacker: Blau und Rot, ich schäm’ mich tot!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Herr Minister! Kollege Muchitsch hat vollkommen recht, wenn er sagt: Wir brauchen einen Arbeitsmarkt, der funktioniert. Warum funktioniert er nicht? Weil die, die in unserem Land arbeiten und hackeln, weniger bekommen oder gleich viel bekommen wie jene, die hereinkommen und nichts tun. Deswegen funktioniert der Arbeitsmarkt in unserem Land nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Geht man her und verweist auf die Istsituation – lieber Kollege Wöginger, du brauchst nur rauszugehen, du wirst selber Leute kennen, die in Pension sind und heute noch arbeiten würden, das aber nicht tun, weil ihnen dann die Pension gestrichen wird und sie am Ende gleich viel haben, wie wenn sie nicht arbeiten – und zeigt dafür eine Lösung auf, wird diese auch vom Tisch gewischt. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Jetzt sagt ihr alle: Nein, wir brauchen die Rot-Weiß-Rot-Karte und wir müssen die Zuwanderung billiger machen! – das hat Kollege Muchitsch auch richtig gesagt. Ihr macht aber die Zuwanderung nicht billiger, ihr macht sie teurer. Da hat er einen Denkfehler, denn was passiert denn heute bei der Zuwanderung? Wir haben in diesem Jahr schon wieder 20 000 Neue im Land. Wo sind denn die alle? (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Warum sind die nicht am Arbeitsmarkt? Ich frage mich: Wo sind die alle? – Die sind im Sozialsystem, weil sie an der Grenze die E-Card kriegen, weil sie zum Sozialamt hingeführt werden, wo sie dann gleich eine Unterstützung bekommen und dann gleich noch einen grünen Rechtsanwalt, der sie in allen Verfahren vertritt, damit sie auch in Österreich bleiben dürfen. – Das passiert heute an der Grenze.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.
Ich sage euch, das könnt ihr ganz einfach lösen: Rot-Weiß-Rot-Karte, alles in Ordnung, an der Grenze übergeben und dann gleich eine Ausrüstung mit übergeben, eine Arbeitsausrüstung – Arbeitsschuhe, Overall, Handschuhe –, und dann gleich zum Betrieb führen. 3 400 gibt es angeblich in Salzburg. Dort können sie anfangen zu arbeiten, und wer nicht arbeitet: Zurück nach Hause! – So ist das gelöst. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Was zeigt sich in diesem Bericht? – Es zeigt sich, dass vor allem durch die antizyklische Investition in den Pandemiejahren Österreich auch weiterhin seine Position im Bereich Forschung und Entwicklung sichern konnte. Innerhalb der EU gehören wir zu den top drei Ländern, gemessen an der Forschungsquote. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Bei allem was noch zu tun ist, können wir also durchaus stolz auf das bereits Geleistete und auf die Forschungslandschaft sein. Daher gilt abschließend mein Dank vor allem den Forscherinnen und Forschern in den Betrieben, in den Universitäten und in den außeruniversitären Einrichtungen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Ich darf bei dieser Gelegenheit noch einmal einfach darauf hinweisen, dass es natürlich für die Rednerin, den Redner unangenehm ist, wenn andere Mandatare den Minister, die Ministerin ablenken, indem man zur Regierungsbank geht und den Minister in ein Gespräch verwickelt. Ich bitte, das zu unterlassen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.
Es gibt eine Stärken- und Schwächenanalyse. Die Stärken überwiegen, aber die Schwächen in relevanten Bereichen sind auch groß und zu behandeln. Ich glaube, dass dieses Ergebnis auch eine Handlungsanleitung für die Regierung ist, um das Geld auch konzentriert und umsetzungstechnisch relevant unterzubringen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.
Digitale Grundbildung finde ganz wichtig, gerade für die Jugendlichen, damit sie von passiven Nutzern zu emanzipierten Anwendern werden. Deshalb ist mir immer die Open-Source-Strategie sehr wichtig, auch in den Schulen. Ich halte es für einen groben Fehler, dass die Kinder zwar alle die gleichen Computer bekommen, aber eine amerikanische Software, sodass sie zu passiven Nutzern erzogen werden. Das halte ich für falsch. Ich halte es für richtig, dass die Professoren Open Source lernen und die Kinder zu emanzipierten Nutzern ausbilden. Das wäre mir ein wichtiges Anliegen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall des Abg. Taschner.
Vielleicht eine Bemerkung: Wir sind in vielen Feldern tatsächlich Weltspitze, nur ist, glaube ich, sozusagen genau die Vermittlung dieser Weltspitze das größte Problem. Da geht es um den sogenannten Wissenstransfer, um die Frage: Was passiert mit den Ergebnissen? – Ich glaube, in Zukunft sollte sich der Bericht auch damit beschäftigen, wie man diese Ergebnisse breitenwirksamer umsetzen kann. (Beifall des Abg. Taschner.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne bin ich natürlich nach wie vor der Meinung, dass die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt werden muss. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Man kann auch, wenn man für die Bundesregierung arbeitet – als Staatssekretär ist man ja kein Mitglied –, oder auch als Bundesminister sagen: Ja, die anderen sind besser, wir werden jetzt auch etwas besser machen! Also bitte schön, ein kleiner Aufruf. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Brandstätter: ... keine Schande!
Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Leonore Gewessler, BA: Herr Präsident! Werte Abgeordnete! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Ich möchte mit einem Danke an die Autorinnen und Autoren des Berichts, der Ihnen vorliegt, beginnen. Er zeigt ein umfassendes Bild der Forschungslandschaft in Österreich, und richtet den Blick auf ihre Stärken, aber auch auf die Punkte, wo wir noch Handlungsbedarf haben und besser werden müssen, da gebe ich Kollegen Brandstätter völlig recht. (Abg. Brandstätter: ... keine Schande!)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir haben es geschafft, das österreichische F&E-System gut durch die Coronakrise zu navigieren, und maßgeblich dafür – und dafür spreche ich auch Ihnen hier in diesem Hause Dank aus, weil Sie das Budget beschließen – sind auch die antizyklischen Investitionen des Bundes in den Jahren 2020 und 2021 – der öffentlichen Hand insgesamt; ich will die Bundesländer nicht ausklammern. Das ist wichtig, und das ist gut, denn gerade in einer Krise ist es wichtig, dass wir nicht auf Forschung und Entwicklung vergessen, ganz im Gegenteil, dass wir gerade in dieser Zeit auch in die Zukunft investieren, in die Kompetenz und in die Wettbewerbsfähigkeit der Zukunft. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben natürlich auch Aufgaben. Wir haben sie im Ausschuss intensiv diskutiert: Frauen in der Forschung ist ein Thema, das vielen von uns sehr am Herzen liegt. Nicht nur in der Forschung, sondern auch im Start-up-Sektor, bei den Gründungen, gibt es Handlungsbedarf. Gründungen und Start-ups insgesamt sind ein Thema, das uns auch in diesem Haus schon länger beschäftigt, das weiter ein Aufgabenfeld bleibt. Natürlich – Abgeordneter Brandstätter hat es erwähnt – gibt es betreffend künstliche Intelligenz außergewöhnlich hochrangige und großartige universitäre Forschung. Sie wurde hier schon vor den Vorhang geholt. Wir haben eine Aufgabe im Unternehmensbereich, die wir auch angehen wollen. Das Ministerium des Kollegen Kocher, bald Arbeit und Wirtschaft, und mein Ministerium haben gemeinsam eine KI-Strategie erarbeitet, und wir setzen diese jetzt auch Schritt für Schritt in einer sehr konstruktiven interministeriellen Zusammenarbeit um. Ich glaube, das ist wichtig. Das ist ein absolutes Zukunftsthema, und deswegen freue ich mich, dass wir da vorankommen und dass man sich mit diesem Bericht ein gutes, ein konsistentes und ein wichtiges Bild von diesem Sektor machen kann. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Für die zwölf österreichweiten Clusterinitiativen ist etwa die Kreislaufwirtschaft mit ihrer Forschungs- und Entwicklungsarbeit ein sehr wichtiger Bestandteil. Zum Beispiel leistet das Holzcluster Salzburg einen sehr wertvollen Beitrag, um die Holz- und Forstwirtschaft dementsprechend zu stärken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Österreich steht vor großen Herausforderungen. Um diese zu meistern, braucht es Forschung und Innovation und Menschen, die sich dafür begeistern und interessieren. Im vorliegenden Bericht ist ganz klar ersichtlich, dass es vielfältige Maßnahmen und Ansätze gibt, um die richtigen Lösungen zu finden. Da wir schon bei richtigen Lösungen sind: Es ist mir auch ganz wichtig, die Entlastungspakete der Bundesregierung zu erwähnen, weil es dabei wirklich um zielgerichtete strukturelle Maßnahmen geht, kurzfristig oder auch langfristig, die gesetzt werden, wie etwa die zusätzliche Einmalzahlung der Familienbeihilfe in Höhe von 180 Euro, 300 Euro für besonders betroffene Gruppen, die Valorisierung der Sozialleistungen oder auch die Abschaffung der kalten Progression, um nur ein paar Beispiele zu nennen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Lindner: Sudern, aha!
Wir arbeiten für die Österreicherinnen und Österreicher, und das erwarten sie sich auch von uns. Im Gegensatz dazu muss man ehrlich sagen, dass sich SPÖ und FPÖ eher durch permanentes Sudern auszeichnen. Wir arbeiten an konkreten Maßnahmen, während SPÖ und FPÖ gegen jegliche Entlastungsmaßnahmen stimmen (Abg. Lindner: Sudern, aha!) – bravo! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir arbeiten für die Österreicherinnen und Österreicher, und das erwarten sie sich auch von uns. Im Gegensatz dazu muss man ehrlich sagen, dass sich SPÖ und FPÖ eher durch permanentes Sudern auszeichnen. Wir arbeiten an konkreten Maßnahmen, während SPÖ und FPÖ gegen jegliche Entlastungsmaßnahmen stimmen (Abg. Lindner: Sudern, aha!) – bravo! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.
Ich denke zum Beispiel an den Bildungsbereich: Leider ist Herr Bundesminister Polaschek heute nicht hier, aber wir hatten im Ausschuss Gelegenheit, darüber zu diskutieren. Ich glaube nicht, dass das Pflichtfach digitale Grundbildung ausreicht. Ja, es ist einmal ein Baustein gesetzt, aber mit Verlaub: Bis gestern kannte niemand den konkreten Lehrplan dazu. Es gab auch große Kritik, dass er, nämlich mit einem Schwerpunkt ausschließlich im Bereich der Informatik, zu einseitig sei. Ich glaube, die digitale Grundbildung oder Grundausbildung muss beinhalten, auch interdisziplinär denken zu lernen und denken zu können. Man muss kritisch hinterfragen können, was eigentlich im Netz so abgeht und wie das eigentlich mit Algorithmen und Co funktioniert. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.
Ich glaube, dass das Pflichtfach digitale Grundbildung uns im Desi nicht vorwärtsbringen wird. By the way: Im Bereich der Erwachsenenbildung und Digitalisierung tut sich eigentlich kaum etwas. Es gibt wirklich gute Vorschläge aus nordischen Ländern, die wir auch hier schon eingebracht haben, nämlich sich selbst als Bundesregierung das Ziel zu setzen, einen gewissen Prozentsatz pro Jahr in diesem Bereich zu bilden oder auszubilden. Wir haben diesen Vorschlag gemacht, der mit der Begründung, man habe es eh schon erfüllt, dezent abgelehnt worden ist. Werte Bundesregierung, es ist in dem Bereich nichts erfüllt worden, und auch da müssen wir ganz einfach besser werden! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch im Bereich der digitalen Souveränität – Sie wissen, das ist ein Thema der Sozialdemokratie, das Kollegin Oberrauner und ich sehr vorantreiben –: Es braucht endlich diesen mutigen Schritt, voranzugehen. Österreich soll Anstoßgeberin dahin gehend sein, in Europa digital souverän zu werden. Das hat viel mit Datensicherheit zu tun, mit Datenschutz, Datensouveränität. Wir sind, das wissen wir auch, den riesigen Onlinegiganten ausgesetzt. Das ist höchst problematisch, wenn man zum Beispiel an den Bildungsbereich denkt, wo nur Microsoft-Produkte eingesetzt werden, wenn man an den Bereich öffentliche Sicherheit denkt, wo nur Microsoft-Produkte eingesetzt werden. Bitte haben wir endlich den Mut, werte Bundesregierung, den Schritt in die digitale Souveränität zu gehen, und das jetzt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend noch einen Satz – Kollegin Oberrauner hat es angesprochen –: Versäumen wir wirklich nicht länger, Mädchen und Frauen in der Forschung, in Start-ups, in Unternehmen zu halten! Es gibt immer noch tradierte Rollenbilder und gläserne Decken. Werte Frau Bundesministerin, ich weiß, Sie sind Bündnispartner. Herr Bundesminister, vielleicht werden Sie auch noch Bündnispartner. Her mit der Quote! Jetzt, 2022, ist es höchst an der Zeit! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Das war aber nicht immer der Fall. Weil Kollegin Carina Reiter vonseiten der ÖVP – ich verzeihe ihr das, weil sie noch eine relativ junge Abgeordnete ist – die FPÖ in die Ziehung genommen hat, dass wir Innovationsfeinde sind – so irgendetwas in diese Richtung hat sie ja gesagt –, folgt ein bisschen eine Nachhilfestunde. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Dazu braucht es bessere gesetzliche Rahmenbedingungen, um uns für die Zukunft aufzustellen. Bei dem Potenzial, das wir derzeit in Österreich haben, ist mir aber nicht bange, dass wir auch in Zukunft in diesen Gebieten gut abschneiden werden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Andrea Holzner (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseher! Sehr geehrte Österreicherinnen und Österreicher und Menschen, die in Österreich leben! Bei allen Schwierigkeiten, bei allen Problemen in dieser Zeit: Gibt es ein Land, in dem Sie jetzt lieber leben wollen als in Österreich? Unsere Ausgangsbedingungen sind vergleichsweise gut. Sollten wir nicht daraus Kraft schöpfen, um die Krise zu bewältigen? – Geschätzte Opposition, reden Sie also nicht permanent schlecht und streuen Sie nicht Missmut, sondern stimmen Sie der Entlastung der Menschen zu! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren, das ist echte Strukturpolitik für eine gute Zukunft in unserem Land. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Tanda – erheitert –: Theodor, Anton, Nordpol, Dora, Anton! – Abg. Brandstätter: Schon öfter gesagt?
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt nun Ing. Mag. Alexandra Tan- - (Abg. Tanda – erheitert –: Theodor, Anton, Nordpol, Dora, Anton! – Abg. Brandstätter: Schon öfter gesagt?) – Tanda. – Bitte schön.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Hervorheben möchte ich das für Österreich strukturell relevante Querschnittsthema Geschlechtergerechtigkeit. Die Frau Bundesministerin hat es bereits angesprochen: In Österreich geht leider noch immer wertvolles Potenzial verloren, da zu wenig hochqualifizierte Frauen in Forschung, Entwicklung und Wissenschaft arbeiten. Im Gegenzug freut es mich persönlich umso mehr, dass Österreich im Glasdeckenindex – im Glass-Ceiling-Index –, der anzeigt, wie wahrscheinlich eine Frau in Spitzenpositionen kommt, in diesem Fall in den Hochschulen, vergleichbar zu den anderen Innovationsländern aufrückt. Der von meinen Kolleginnen Niss und Hamann eingebrachte Entschließungsantrag vom Februar 2022 zur Frauenförderung im Mint-Bereich unterstützt diese Bemühungen. Die Förderung von Mädchen und Frauen in Mint-Fächern ist als Schulversuch bereits implementiert und muss nun in die Breite gebracht werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker. – Abg. Leichtfried: Weil’s kein Antiteuerungspaket ist!
An die Opposition, die da so schön vor mir sitzt: Polemische Reden lösen keine komplexen Sachverhalte – apropos Wissen: das gilt auch für das Antiteuerungspaket. Daher, liebe Kolleginnen und Kollegen von der Opposition – SPÖ, FPÖ –: Welches Problem haben Sie mit unserem Antiteuerungspaket? (Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker. – Abg. Leichtfried: Weil’s kein Antiteuerungspaket ist!) Haben Sie sich damit im Detail – Wissen, Wissen! – beschäftigt? (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Warum haben Sie dagegengestimmt? – Dagegen sein ist auch keine Strategie.
Zwischenruf des Abg. Deimek.
An die Opposition, die da so schön vor mir sitzt: Polemische Reden lösen keine komplexen Sachverhalte – apropos Wissen: das gilt auch für das Antiteuerungspaket. Daher, liebe Kolleginnen und Kollegen von der Opposition – SPÖ, FPÖ –: Welches Problem haben Sie mit unserem Antiteuerungspaket? (Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker. – Abg. Leichtfried: Weil’s kein Antiteuerungspaket ist!) Haben Sie sich damit im Detail – Wissen, Wissen! – beschäftigt? (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Warum haben Sie dagegengestimmt? – Dagegen sein ist auch keine Strategie.
Zwischenrufe der Abgeordneten Cornelia Ecker, Deimek und Leichtfried.
Abschließend noch etwas in Richtung SPÖ, zu Kollegen Leichtfried: Er hat heute in der Früh gesagt, die Menschen würden der Regierung nicht mehr vertrauen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Cornelia Ecker, Deimek und Leichtfried.) Ich möchte hier klar und deutlich festhalten - ‑ (Beifall bei SPÖ und FPÖ.) – Wenn Sie aufhören, zu plaudern (Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), würde ich das gern fertig sagen.
Beifall bei SPÖ und FPÖ.
Abschließend noch etwas in Richtung SPÖ, zu Kollegen Leichtfried: Er hat heute in der Früh gesagt, die Menschen würden der Regierung nicht mehr vertrauen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Cornelia Ecker, Deimek und Leichtfried.) Ich möchte hier klar und deutlich festhalten - ‑ (Beifall bei SPÖ und FPÖ.) – Wenn Sie aufhören, zu plaudern (Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), würde ich das gern fertig sagen.
Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ
Abschließend noch etwas in Richtung SPÖ, zu Kollegen Leichtfried: Er hat heute in der Früh gesagt, die Menschen würden der Regierung nicht mehr vertrauen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Cornelia Ecker, Deimek und Leichtfried.) Ich möchte hier klar und deutlich festhalten - ‑ (Beifall bei SPÖ und FPÖ.) – Wenn Sie aufhören, zu plaudern (Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), würde ich das gern fertig sagen.
Beifall bei SPÖ und FPÖ
Abgeordnete Ing. Mag. (FH) Alexandra Tanda (fortsetzend): Ich möchte klar und deutlich festhalten (Beifall bei SPÖ und FPÖ): Ich verwehre mich. (Abg. Rauch: Ich glaube, Sie sind die letzte Türkise!) Ich verwehre mich gegen Verallgemeinerungen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Belakowitsch.) Ich bin ein Mensch und ich vertraue der Regierung (Zwischenrufe der Abg. Cornelia Ecker. – Abg. Leichtfried: Ja, wenn Sie auch nicht mehr vertrauen täten!), und ich kenne eine Vielzahl von Menschen persönlich, die der Regierung ebenso vertrauen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Rauch: Ich glaube, Sie sind die letzte Türkise!
Abgeordnete Ing. Mag. (FH) Alexandra Tanda (fortsetzend): Ich möchte klar und deutlich festhalten (Beifall bei SPÖ und FPÖ): Ich verwehre mich. (Abg. Rauch: Ich glaube, Sie sind die letzte Türkise!) Ich verwehre mich gegen Verallgemeinerungen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Belakowitsch.) Ich bin ein Mensch und ich vertraue der Regierung (Zwischenrufe der Abg. Cornelia Ecker. – Abg. Leichtfried: Ja, wenn Sie auch nicht mehr vertrauen täten!), und ich kenne eine Vielzahl von Menschen persönlich, die der Regierung ebenso vertrauen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Belakowitsch.
Abgeordnete Ing. Mag. (FH) Alexandra Tanda (fortsetzend): Ich möchte klar und deutlich festhalten (Beifall bei SPÖ und FPÖ): Ich verwehre mich. (Abg. Rauch: Ich glaube, Sie sind die letzte Türkise!) Ich verwehre mich gegen Verallgemeinerungen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Belakowitsch.) Ich bin ein Mensch und ich vertraue der Regierung (Zwischenrufe der Abg. Cornelia Ecker. – Abg. Leichtfried: Ja, wenn Sie auch nicht mehr vertrauen täten!), und ich kenne eine Vielzahl von Menschen persönlich, die der Regierung ebenso vertrauen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe der Abg. Cornelia Ecker. – Abg. Leichtfried: Ja, wenn Sie auch nicht mehr vertrauen täten!
Abgeordnete Ing. Mag. (FH) Alexandra Tanda (fortsetzend): Ich möchte klar und deutlich festhalten (Beifall bei SPÖ und FPÖ): Ich verwehre mich. (Abg. Rauch: Ich glaube, Sie sind die letzte Türkise!) Ich verwehre mich gegen Verallgemeinerungen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Belakowitsch.) Ich bin ein Mensch und ich vertraue der Regierung (Zwischenrufe der Abg. Cornelia Ecker. – Abg. Leichtfried: Ja, wenn Sie auch nicht mehr vertrauen täten!), und ich kenne eine Vielzahl von Menschen persönlich, die der Regierung ebenso vertrauen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordnete Ing. Mag. (FH) Alexandra Tanda (fortsetzend): Ich möchte klar und deutlich festhalten (Beifall bei SPÖ und FPÖ): Ich verwehre mich. (Abg. Rauch: Ich glaube, Sie sind die letzte Türkise!) Ich verwehre mich gegen Verallgemeinerungen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Belakowitsch.) Ich bin ein Mensch und ich vertraue der Regierung (Zwischenrufe der Abg. Cornelia Ecker. – Abg. Leichtfried: Ja, wenn Sie auch nicht mehr vertrauen täten!), und ich kenne eine Vielzahl von Menschen persönlich, die der Regierung ebenso vertrauen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Peter Weidinger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen, werte Kollegen! Liebe Österreicherinnen, liebe Österreicher und alle Menschen, die in diesem wunderschönen Land leben! Ich darf Freunde aus Villach-Land begrüßen – schön, dass Sie hier bei uns im Parlament sind! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Ich möchte zunächst auf den Redebeitrag von Kollegen Brandstätter eingehen, den ich momentan hier im Raum nicht sehe. Er hat Herrn Prof. Hochreiter und ein Interview im „Standard“ angesprochen. Ich möchte klar festhalten: Herr Prof. Hochreiter ist eine wohlverdiente wissenschaftliche Persönlichkeit. Er hat auch in Zukunft einen fixen und relevanten Platz bei uns in der wissenschaftlichen Landschaft in Österreich. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Wir dürfen uns sehr, sehr glücklich schätzen, dass wir viele Forscherinnen und Forscher haben, die in Österreich Großartiges schaffen.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba.
Versprechen der westlichen Welt ist, dass wir in der freien Demokratie die besseren und neuen Ideen haben, um Innovationen voranzutreiben, wie wir Österreich, aber auch Europa besser machen. Deswegen gibt es eine Strategie, die mit allen Ministerien abgesprochen ist und die in diesem Bericht als solche auch immer wieder hinterfragt wird, um Stärken und Potenziale aufzuzeigen, mit der wir für die Wirtschaft und den Standort weitere Schritte gehen können, um unser Land weiterzuentwickeln. Gerade dieser Bericht bringt auch ganz klar zum Ausdruck, dass wir 3,26 Prozent des BIPs in Forschung und Entwicklung investieren. Das ist Platz drei in der Europäischen Union; das ist großartig für Österreich, gut für die Arbeitsplätze und gut für die Menschen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba.
Man sieht also: Harte, beharrliche Arbeit, wie sie diese Bundesregierung macht, zahlt sich aus. Ich danke für diese klare, strukturierte Vorgabe. Mit dem Verfolgen unserer Strategie für Forschung und Entwicklung, der FTI-Strategie 2030, machen wir Österreich zukunftsfit. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter Deimek, geht es sich bis 15 Uhr aus? (Zwischenruf des Abg. Deimek.) – Ja, sicher, wenn Sie schneller sprechen. Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Leichtfried: Der Herr Kollege Graf ...!) Ich bitte Sie, eine Punktlandung auf 15 Uhr zu machen. Bitte.
Abg. Leichtfried: Der Herr Kollege Graf ...!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter Deimek, geht es sich bis 15 Uhr aus? (Zwischenruf des Abg. Deimek.) – Ja, sicher, wenn Sie schneller sprechen. Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Leichtfried: Der Herr Kollege Graf ...!) Ich bitte Sie, eine Punktlandung auf 15 Uhr zu machen. Bitte.
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Gerhard Deimek (FPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Bundesminister! Machen wir es rasch: Der Technologiebericht 2022 zeigt relativ klar, wo Änderungspotenzial und Verbesserungspotenzial besteht. Das Erste nennt sich Effizienzsteigerung, ganz klar angeführt. Wir haben heute gehört: Mittel gibt es jede Menge. Ja, als Erstes muss man einmal sagen: jede Menge Mittel aus der Wirtschaft, aus der Industrie. Der Staat fährt üblicherweise mit der Gießkanne drüber. Dem gegenüber steht etwas wenig an Output. Das heißt, wir sind ganz toll beim Input, beim Geldverteilen, aber weniger gut beim Geldverwenden beziehungsweise beim Controlling. In einer Firma könnte man sich das nicht leisten. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
irgendwo die Grundstoffproduktion grün anzumalen, sondern darum, die Betriebe in ihrer Produktion sicher zu erhalten. Das heißt, da wirkt dann die Gestaltung, und da sollten wir besser werden. Wir sollten schauen, was die Betriebe wirklich erforschen wollen. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich darf Ihnen abschließend von dieser Stelle aus einen Ratschlag erteilen: Horchen Sie weniger auf Ihre eigene Ideologie und auf Ihre Ideologen in der Partei und horchen Sie mehr auf die Wirtschaft, üben Sie mehr Wirtschaftsnähe! Das ist besser für Österreich. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Leichtfried – in Richtung Präsident Sobotka –: Kommt der jetzt wieder nicht? – Abg. Wöginger – in Richtung Abg. Leichtfried –: Er ist schon im Haus! – Abg. Leichtfried: Super! Wo ist er? – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Wir kommen jetzt zur Behandlung des Dringlichen Antrages 2682/A(E). (Abg. Leichtfried – in Richtung Präsident Sobotka –: Kommt der jetzt wieder nicht? – Abg. Wöginger – in Richtung Abg. Leichtfried –: Er ist schon im Haus! – Abg. Leichtfried: Super! Wo ist er? – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die unterbrochene Sitzung wieder aufnehmen und die Schülerinnen und Schüler der HTL Weiz recht herzlich bei uns begrüßen, dieses Mal bei der Behandlung des Dringlichen Antrages. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ.
Vergessen wir eines nicht: Fast ein Viertel aller Armutsgefährdeten in Österreich sind Kinder. Wir reden da von 370 000 Kindern in Österreich, die armutsgefährdet sind. All die Krisen, die wir seit über zwei Jahren in Österreich haben, und die aktuelle Teuerung machen es ihnen nicht leichter, sondern verstärken diese Armutsgefährdung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Dass immer mehr Menschen in Österreich sogenannte Sozialmärkte mit speziell niedrigen Preisen für Lebensmittel stürmen müssen, weil sie sich sonst Lebensmittel für das tägliche Leben nicht mehr leisten können, dass die Schlangen davor immer länger werden, ist eine Situation, die man einfach nicht akzeptieren darf (Beifall bei der SPÖ), die ich nicht akzeptieren will und die ich nicht akzeptieren kann, sehr geehrte Damen und Herren! (Bundeskanzler Nehammer unterhält sich mit Bundesminister Kocher.)
Bundeskanzler Nehammer unterhält sich mit Bundesminister Kocher.
Dass immer mehr Menschen in Österreich sogenannte Sozialmärkte mit speziell niedrigen Preisen für Lebensmittel stürmen müssen, weil sie sich sonst Lebensmittel für das tägliche Leben nicht mehr leisten können, dass die Schlangen davor immer länger werden, ist eine Situation, die man einfach nicht akzeptieren darf (Beifall bei der SPÖ), die ich nicht akzeptieren will und die ich nicht akzeptieren kann, sehr geehrte Damen und Herren! (Bundeskanzler Nehammer unterhält sich mit Bundesminister Kocher.)
Beifall bei der SPÖ.
Arm sein im reichen Österreich, das ist eine bittere Realität, und dieser Realität sollten Sie sich stellen, Herr Bundeskanzler, anstatt hier Seitengespräche zu führen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Laut Fiskalrat können sich mehr als ein Drittel der Haushalte in Österreich die täglichen Ausgaben nicht mehr leisten. (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) – Ja, Sie sind nicht betroffen, deswegen interessiert es Sie nicht, sehr geehrter Herr Kollege von der ÖVP. Das glaube ich gerne. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Ihre Rede interessiert mich nicht! Ihre Rede interessiert uns nicht! – Abg. Höfinger: Nicht einmal bei der Entlastung mitstimmen, aber gescheit reden!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Ihre Rede interessiert mich nicht! Ihre Rede interessiert uns nicht! – Abg. Höfinger: Nicht einmal bei der Entlastung mitstimmen, aber gescheit reden!
Laut Fiskalrat können sich mehr als ein Drittel der Haushalte in Österreich die täglichen Ausgaben nicht mehr leisten. (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) – Ja, Sie sind nicht betroffen, deswegen interessiert es Sie nicht, sehr geehrter Herr Kollege von der ÖVP. Das glaube ich gerne. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Ihre Rede interessiert mich nicht! Ihre Rede interessiert uns nicht! – Abg. Höfinger: Nicht einmal bei der Entlastung mitstimmen, aber gescheit reden!)
Abg. Höfinger: Aber nicht zustimmen! Nicht zustimmen! Na herzlichen Glückwunsch!
Dass sich 35 Prozent der Menschen in Österreich tägliche Ausgaben nicht mehr leisten können, zeigt ja, dass die Teuerung bereits tief in der Mittelschicht Österreichs angekommen ist. (Abg. Höfinger: Aber nicht zustimmen! Nicht zustimmen! Na herzlichen Glückwunsch!) Diese Teuerung trifft die Pensionistinnen und Pensionisten des Landes - - (Abg. Michael Hammer: Und in Wien abkassieren! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Michael Hammer: Und in Wien abkassieren! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Dass sich 35 Prozent der Menschen in Österreich tägliche Ausgaben nicht mehr leisten können, zeigt ja, dass die Teuerung bereits tief in der Mittelschicht Österreichs angekommen ist. (Abg. Höfinger: Aber nicht zustimmen! Nicht zustimmen! Na herzlichen Glückwunsch!) Diese Teuerung trifft die Pensionistinnen und Pensionisten des Landes - - (Abg. Michael Hammer: Und in Wien abkassieren! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Höfinger: Na sicher!
Sie können sich gerne zu Wort melden, und wir werden sehr gespannt sein, was Sie zu sagen haben. (Abg. Höfinger: Na sicher!) Ich verstehe die Nervosität auf der Seite der ÖVP, ich wäre an Ihrer Stelle auch nervös. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Sie können sich gerne zu Wort melden, und wir werden sehr gespannt sein, was Sie zu sagen haben. (Abg. Höfinger: Na sicher!) Ich verstehe die Nervosität auf der Seite der ÖVP, ich wäre an Ihrer Stelle auch nervös. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Abg. Höfinger: Aber nicht mitstimmen!
Diese Teuerung, von der Sie offenbar nicht viel wissen wollen, trifft die Pensionistinnen und Pensionisten – Millionen von Menschen – in unserem Land, die ihr ganzes Leben, 30, 40 Jahre lang, gearbeitet haben, hart gearbeitet haben (Abg. Höfinger: Aber nicht mitstimmen!), sie trifft aber immer stärker auch jene, die mitten im Erwerbsleben stehen (Abg. Hanger: Sie stimmen gegen die Maßnahmen! Achtung!): die Jungen, die am Beginn ihrer Erwerbstätigkeit stehen, die Frauen, die von Altersarmut jetzt noch stärker betroffen sind, die AlleinerzieherInnen und die hart arbeitende Mittelschicht. (Abg. Höfinger: Aber nicht mitstimmen!) Und diese Mittelschicht ist das Leistungsrückgrat (Abg. Höfinger: Na das passt zusammen!) unserer Gesellschaft, sie ist das Fundament des sozialen Friedens in Österreich, sie ist das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hanger: Sie stimmen gegen die Maßnahmen! Achtung!
Diese Teuerung, von der Sie offenbar nicht viel wissen wollen, trifft die Pensionistinnen und Pensionisten – Millionen von Menschen – in unserem Land, die ihr ganzes Leben, 30, 40 Jahre lang, gearbeitet haben, hart gearbeitet haben (Abg. Höfinger: Aber nicht mitstimmen!), sie trifft aber immer stärker auch jene, die mitten im Erwerbsleben stehen (Abg. Hanger: Sie stimmen gegen die Maßnahmen! Achtung!): die Jungen, die am Beginn ihrer Erwerbstätigkeit stehen, die Frauen, die von Altersarmut jetzt noch stärker betroffen sind, die AlleinerzieherInnen und die hart arbeitende Mittelschicht. (Abg. Höfinger: Aber nicht mitstimmen!) Und diese Mittelschicht ist das Leistungsrückgrat (Abg. Höfinger: Na das passt zusammen!) unserer Gesellschaft, sie ist das Fundament des sozialen Friedens in Österreich, sie ist das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Höfinger: Aber nicht mitstimmen!
Diese Teuerung, von der Sie offenbar nicht viel wissen wollen, trifft die Pensionistinnen und Pensionisten – Millionen von Menschen – in unserem Land, die ihr ganzes Leben, 30, 40 Jahre lang, gearbeitet haben, hart gearbeitet haben (Abg. Höfinger: Aber nicht mitstimmen!), sie trifft aber immer stärker auch jene, die mitten im Erwerbsleben stehen (Abg. Hanger: Sie stimmen gegen die Maßnahmen! Achtung!): die Jungen, die am Beginn ihrer Erwerbstätigkeit stehen, die Frauen, die von Altersarmut jetzt noch stärker betroffen sind, die AlleinerzieherInnen und die hart arbeitende Mittelschicht. (Abg. Höfinger: Aber nicht mitstimmen!) Und diese Mittelschicht ist das Leistungsrückgrat (Abg. Höfinger: Na das passt zusammen!) unserer Gesellschaft, sie ist das Fundament des sozialen Friedens in Österreich, sie ist das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Höfinger: Na das passt zusammen!
Diese Teuerung, von der Sie offenbar nicht viel wissen wollen, trifft die Pensionistinnen und Pensionisten – Millionen von Menschen – in unserem Land, die ihr ganzes Leben, 30, 40 Jahre lang, gearbeitet haben, hart gearbeitet haben (Abg. Höfinger: Aber nicht mitstimmen!), sie trifft aber immer stärker auch jene, die mitten im Erwerbsleben stehen (Abg. Hanger: Sie stimmen gegen die Maßnahmen! Achtung!): die Jungen, die am Beginn ihrer Erwerbstätigkeit stehen, die Frauen, die von Altersarmut jetzt noch stärker betroffen sind, die AlleinerzieherInnen und die hart arbeitende Mittelschicht. (Abg. Höfinger: Aber nicht mitstimmen!) Und diese Mittelschicht ist das Leistungsrückgrat (Abg. Höfinger: Na das passt zusammen!) unserer Gesellschaft, sie ist das Fundament des sozialen Friedens in Österreich, sie ist das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Teuerung, von der Sie offenbar nicht viel wissen wollen, trifft die Pensionistinnen und Pensionisten – Millionen von Menschen – in unserem Land, die ihr ganzes Leben, 30, 40 Jahre lang, gearbeitet haben, hart gearbeitet haben (Abg. Höfinger: Aber nicht mitstimmen!), sie trifft aber immer stärker auch jene, die mitten im Erwerbsleben stehen (Abg. Hanger: Sie stimmen gegen die Maßnahmen! Achtung!): die Jungen, die am Beginn ihrer Erwerbstätigkeit stehen, die Frauen, die von Altersarmut jetzt noch stärker betroffen sind, die AlleinerzieherInnen und die hart arbeitende Mittelschicht. (Abg. Höfinger: Aber nicht mitstimmen!) Und diese Mittelschicht ist das Leistungsrückgrat (Abg. Höfinger: Na das passt zusammen!) unserer Gesellschaft, sie ist das Fundament des sozialen Friedens in Österreich, sie ist das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Nur Horrorszenarien!
Es sind viele Arbeiterinnen und Arbeiter, Angestellte – jene Menschen, die die Betriebe, die Produktion in Österreich am Laufen halten. Es sind die Pflegerinnen und Pfleger, es sind kleine und mittlere Unternehmerinnen und Unternehmer. Und ich sage Ihnen, Herr Bundeskanzler: Wenn die Mittelschicht kippt, dann kippt alles andere auch sehr schnell. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Nur Horrorszenarien!)
Abg. Michael Hammer: Das wird dem Doskozil nicht gefallen, was Sie da sagen!
Blicken Sie dieser Realität ins Auge! (Abg. Michael Hammer: Das wird dem Doskozil nicht gefallen, was Sie da sagen!) Blicken Sie dieser Realität ins Auge, und es wird Ihnen bewusst werden, dass vieles in Österreich auf dem Spiel steht! Gleichzeitig wissen wir auch eines: Diese aktuelle Krise, diese Teuerung wird nicht in wenigen Wochen oder Monaten vorüber sein, und das ist das große Problem. Wir können es nicht in wenigen Tagen und Wochen lösen. (Abg. Michael Hammer: Ihr löst gar nichts!) Wenn nicht rasch gegengesteuert wird, werden diese Preise erbarmungslos weiter steigen. (Abg. Michael Hammer: Und in Wien nur erhöhen!)
Abg. Michael Hammer: Ihr löst gar nichts!
Blicken Sie dieser Realität ins Auge! (Abg. Michael Hammer: Das wird dem Doskozil nicht gefallen, was Sie da sagen!) Blicken Sie dieser Realität ins Auge, und es wird Ihnen bewusst werden, dass vieles in Österreich auf dem Spiel steht! Gleichzeitig wissen wir auch eines: Diese aktuelle Krise, diese Teuerung wird nicht in wenigen Wochen oder Monaten vorüber sein, und das ist das große Problem. Wir können es nicht in wenigen Tagen und Wochen lösen. (Abg. Michael Hammer: Ihr löst gar nichts!) Wenn nicht rasch gegengesteuert wird, werden diese Preise erbarmungslos weiter steigen. (Abg. Michael Hammer: Und in Wien nur erhöhen!)
Abg. Michael Hammer: Und in Wien nur erhöhen!
Blicken Sie dieser Realität ins Auge! (Abg. Michael Hammer: Das wird dem Doskozil nicht gefallen, was Sie da sagen!) Blicken Sie dieser Realität ins Auge, und es wird Ihnen bewusst werden, dass vieles in Österreich auf dem Spiel steht! Gleichzeitig wissen wir auch eines: Diese aktuelle Krise, diese Teuerung wird nicht in wenigen Wochen oder Monaten vorüber sein, und das ist das große Problem. Wir können es nicht in wenigen Tagen und Wochen lösen. (Abg. Michael Hammer: Ihr löst gar nichts!) Wenn nicht rasch gegengesteuert wird, werden diese Preise erbarmungslos weiter steigen. (Abg. Michael Hammer: Und in Wien nur erhöhen!)
Abg. Michael Hammer: Weil die Opposition nichts tut!
Ich weiß, was Sie jetzt gleich in Ihrer Rede sagen werden (Abg. Michael Hammer: Weil die Opposition nichts tut!), nämlich das, was Ihr Finanzminister schon heute Früh gesagt hat: Die Regierung kann nichts dafür, die Teuerung ist importiert! (Abg. Leichtfried – in Richtung ÖVP –: Warum seid ihr denn so nervös?) – Das hatten wir schon bei Corona gehört: Was kann die österreichische Bundesregierung machen? Es ist eine weltweite Pandemie! (Ruf bei der SPÖ: Es ist ein Skandal! – Abg. Michael Hammer: Wissen Sie, was ein Liter Milch kostet?)
Abg. Leichtfried – in Richtung ÖVP –: Warum seid ihr denn so nervös?
Ich weiß, was Sie jetzt gleich in Ihrer Rede sagen werden (Abg. Michael Hammer: Weil die Opposition nichts tut!), nämlich das, was Ihr Finanzminister schon heute Früh gesagt hat: Die Regierung kann nichts dafür, die Teuerung ist importiert! (Abg. Leichtfried – in Richtung ÖVP –: Warum seid ihr denn so nervös?) – Das hatten wir schon bei Corona gehört: Was kann die österreichische Bundesregierung machen? Es ist eine weltweite Pandemie! (Ruf bei der SPÖ: Es ist ein Skandal! – Abg. Michael Hammer: Wissen Sie, was ein Liter Milch kostet?)
Ruf bei der SPÖ: Es ist ein Skandal! – Abg. Michael Hammer: Wissen Sie, was ein Liter Milch kostet?
Ich weiß, was Sie jetzt gleich in Ihrer Rede sagen werden (Abg. Michael Hammer: Weil die Opposition nichts tut!), nämlich das, was Ihr Finanzminister schon heute Früh gesagt hat: Die Regierung kann nichts dafür, die Teuerung ist importiert! (Abg. Leichtfried – in Richtung ÖVP –: Warum seid ihr denn so nervös?) – Das hatten wir schon bei Corona gehört: Was kann die österreichische Bundesregierung machen? Es ist eine weltweite Pandemie! (Ruf bei der SPÖ: Es ist ein Skandal! – Abg. Michael Hammer: Wissen Sie, was ein Liter Milch kostet?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Schwere Themenverfehlung! – Ruf bei der ÖVP: Wie schaut denn das aus?
Herr Bundeskanzler, es ist aber zu wenig, darauf einfach mit Achselzucken zu reagieren. Kommen Sie endlich aus dieser ewigen Opferrolle heraus und übernehmen Sie Verantwortung für Österreich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Schwere Themenverfehlung! – Ruf bei der ÖVP: Wie schaut denn das aus?)
Abg. Michael Hammer: Stimmen Sie nicht mit, genau!
Anstatt rasch, verantwortungsvoll und wirkungsvoll zu handeln – das wäre notwendig – (Abg. Michael Hammer: Stimmen Sie nicht mit, genau!), warteten Sie monatelang ab, zauderten wochenlang (Abg. Michael Hammer: Lehnen Sie alles ab!), führten Scheindiskussionen und beschwichtigten, während andere europäische Länder da ganz anders drauf waren und seit Monaten Maßnahmen gegen die Teuerung gesetzt haben (Abg. Michael Hammer: Wer? – Abg. Wöginger: Na geh, wer? – Ruf: Bei der Ökostrompauschale waren wir schneller!), während die EU-Kommission seit Monaten allen Mitgliedstaaten Möglichkeiten und Instrumente in die Hand gegeben hat, um diese Teuerung zu bekämpfen. (Abg. Greiner: Herr Bundeskanzler, das ist nicht witzig! – Abg. Wöginger: Der Olaf! – Abg. Michael Hammer: Der Olaf, ja!) In Österreich passierte viel zu wenig viel zu spät. (Abg. Greiner: Der Kocher und der Herr Bundeskanzler lachen! – Abg. Michael Hammer: Ja, über die Rede muss man lachen! – Präsident Sobotka gibt das
Abg. Michael Hammer: Lehnen Sie alles ab!
Anstatt rasch, verantwortungsvoll und wirkungsvoll zu handeln – das wäre notwendig – (Abg. Michael Hammer: Stimmen Sie nicht mit, genau!), warteten Sie monatelang ab, zauderten wochenlang (Abg. Michael Hammer: Lehnen Sie alles ab!), führten Scheindiskussionen und beschwichtigten, während andere europäische Länder da ganz anders drauf waren und seit Monaten Maßnahmen gegen die Teuerung gesetzt haben (Abg. Michael Hammer: Wer? – Abg. Wöginger: Na geh, wer? – Ruf: Bei der Ökostrompauschale waren wir schneller!), während die EU-Kommission seit Monaten allen Mitgliedstaaten Möglichkeiten und Instrumente in die Hand gegeben hat, um diese Teuerung zu bekämpfen. (Abg. Greiner: Herr Bundeskanzler, das ist nicht witzig! – Abg. Wöginger: Der Olaf! – Abg. Michael Hammer: Der Olaf, ja!) In Österreich passierte viel zu wenig viel zu spät. (Abg. Greiner: Der Kocher und der Herr Bundeskanzler lachen! – Abg. Michael Hammer: Ja, über die Rede muss man lachen! – Präsident Sobotka gibt das
Abg. Michael Hammer: Wer? – Abg. Wöginger: Na geh, wer? – Ruf: Bei der Ökostrompauschale waren wir schneller!
Anstatt rasch, verantwortungsvoll und wirkungsvoll zu handeln – das wäre notwendig – (Abg. Michael Hammer: Stimmen Sie nicht mit, genau!), warteten Sie monatelang ab, zauderten wochenlang (Abg. Michael Hammer: Lehnen Sie alles ab!), führten Scheindiskussionen und beschwichtigten, während andere europäische Länder da ganz anders drauf waren und seit Monaten Maßnahmen gegen die Teuerung gesetzt haben (Abg. Michael Hammer: Wer? – Abg. Wöginger: Na geh, wer? – Ruf: Bei der Ökostrompauschale waren wir schneller!), während die EU-Kommission seit Monaten allen Mitgliedstaaten Möglichkeiten und Instrumente in die Hand gegeben hat, um diese Teuerung zu bekämpfen. (Abg. Greiner: Herr Bundeskanzler, das ist nicht witzig! – Abg. Wöginger: Der Olaf! – Abg. Michael Hammer: Der Olaf, ja!) In Österreich passierte viel zu wenig viel zu spät. (Abg. Greiner: Der Kocher und der Herr Bundeskanzler lachen! – Abg. Michael Hammer: Ja, über die Rede muss man lachen! – Präsident Sobotka gibt das
Abg. Greiner: Herr Bundeskanzler, das ist nicht witzig! – Abg. Wöginger: Der Olaf! – Abg. Michael Hammer: Der Olaf, ja!
Anstatt rasch, verantwortungsvoll und wirkungsvoll zu handeln – das wäre notwendig – (Abg. Michael Hammer: Stimmen Sie nicht mit, genau!), warteten Sie monatelang ab, zauderten wochenlang (Abg. Michael Hammer: Lehnen Sie alles ab!), führten Scheindiskussionen und beschwichtigten, während andere europäische Länder da ganz anders drauf waren und seit Monaten Maßnahmen gegen die Teuerung gesetzt haben (Abg. Michael Hammer: Wer? – Abg. Wöginger: Na geh, wer? – Ruf: Bei der Ökostrompauschale waren wir schneller!), während die EU-Kommission seit Monaten allen Mitgliedstaaten Möglichkeiten und Instrumente in die Hand gegeben hat, um diese Teuerung zu bekämpfen. (Abg. Greiner: Herr Bundeskanzler, das ist nicht witzig! – Abg. Wöginger: Der Olaf! – Abg. Michael Hammer: Der Olaf, ja!) In Österreich passierte viel zu wenig viel zu spät. (Abg. Greiner: Der Kocher und der Herr Bundeskanzler lachen! – Abg. Michael Hammer: Ja, über die Rede muss man lachen! – Präsident Sobotka gibt das
Abg. Greiner: Dann greifen Sie ein, Herr Präsident! – Abg. Krainer: ... nicht auf ihrem Platz sitzen, zur Ordnung rufen! – Abg. Wöginger: Schauen werden wir wohl noch dürfen, wie wir wollen! So eine Frechheit! – Der Präsident gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich bitte, den Redner nicht zu unterbrechen, damit die Diskussion ordnungsgemäß geführt werden kann! (Abg. Greiner: Dann greifen Sie ein, Herr Präsident! – Abg. Krainer: ... nicht auf ihrem Platz sitzen, zur Ordnung rufen! – Abg. Wöginger: Schauen werden wir wohl noch dürfen, wie wir wollen! So eine Frechheit! – Der Präsident gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Abg. Wöginger: Das ist die Sozialdemokratie, die ist das größte Problem, das wir haben!
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (fortsetzend): Liebe ÖVP, das ist das größte Problem Österreichs seit Jahrzehnten (Abg. Wöginger: Das ist die Sozialdemokratie, die ist das größte Problem, das wir haben!), und ich erwarte von Ihnen Ernsthaftigkeit und Respekt gegenüber den Österreichern, dieses Problem zu lösen! (Lebhafter Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger – eine Tafel mit der Aufschrift „Abstimmungsverhalten Anti-Teuerungspaket“ in die Höhe haltend –: Mitstimmen! Dort mitstimmen! – Abg. Michael Hammer: Mitleidsapplaus! Sie vergeigen die Spitzenkandidatur!)
Lebhafter Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger – eine Tafel mit der Aufschrift „Abstimmungsverhalten Anti-Teuerungspaket“ in die Höhe haltend –: Mitstimmen! Dort mitstimmen! – Abg. Michael Hammer: Mitleidsapplaus! Sie vergeigen die Spitzenkandidatur!
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (fortsetzend): Liebe ÖVP, das ist das größte Problem Österreichs seit Jahrzehnten (Abg. Wöginger: Das ist die Sozialdemokratie, die ist das größte Problem, das wir haben!), und ich erwarte von Ihnen Ernsthaftigkeit und Respekt gegenüber den Österreichern, dieses Problem zu lösen! (Lebhafter Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger – eine Tafel mit der Aufschrift „Abstimmungsverhalten Anti-Teuerungspaket“ in die Höhe haltend –: Mitstimmen! Dort mitstimmen! – Abg. Michael Hammer: Mitleidsapplaus! Sie vergeigen die Spitzenkandidatur!)
Abg. Litschauer: Die Fernwärme Wien!
Das, was diese Bundesregierung in den letzten Monaten mit Scheindiskussionen und Zauderei gemacht hat: Sie hat die SPÖ, die seit Monaten, seit Oktober letzten Jahres, darauf hinweist, der Teuerungshysterie bezichtigt. Da wurde offenbar in der Regierung nach einem Prinzip gehandelt, nämlich nach dem Prinzip Hoffnung – der Hoffnung, dass sich diese Teuerung, wie Corona, von selbst in Luft auflöst –, und in dieser Zeit, in diesen wertvollen Monaten, sind die Preise weiter gestiegen – was sonst? Das Leben ist immer teurer geworden, die Spritpreise, die Lebensmittelpreise sind explodiert. Die Strom- und Gasnachzahlungen in Höhe von Tausenden von Euro sind per Post in die Haushalte gekommen. Die Mieten wurden erhöht. (Abg. Litschauer: Die Fernwärme Wien!)
Abg. Michael Hammer: Lösungen? – Abg. Belakowitsch: ... das war ja Aufgabe der ...!
Gleichzeitig könnte das Gas noch knapp werden. Das Gas könnte bald knapp werden, was zu gefährlichen Versorgungsproblemen führen kann. Genau diese Versorgungsprobleme und diese Knappheit führen in weiterer Folge zu einer weiteren Preisexplosion, spätestens im Herbst (Abg. Michael Hammer: Lösungen? – Abg. Belakowitsch: ... das war ja Aufgabe der ...!), aber auch da wurde beschwichtigt und wurde gesagt, das Gas in den Speichern reiche aus. Tatsächlich reicht es nicht aus, wie wir seit wenigen Tagen wissen. (Abg. Litschauer: Gasmarktliberalisierung!)
Abg. Litschauer: Gasmarktliberalisierung!
Gleichzeitig könnte das Gas noch knapp werden. Das Gas könnte bald knapp werden, was zu gefährlichen Versorgungsproblemen führen kann. Genau diese Versorgungsprobleme und diese Knappheit führen in weiterer Folge zu einer weiteren Preisexplosion, spätestens im Herbst (Abg. Michael Hammer: Lösungen? – Abg. Belakowitsch: ... das war ja Aufgabe der ...!), aber auch da wurde beschwichtigt und wurde gesagt, das Gas in den Speichern reiche aus. Tatsächlich reicht es nicht aus, wie wir seit wenigen Tagen wissen. (Abg. Litschauer: Gasmarktliberalisierung!)
Abg. Steinacker: Unfassbar! Aussitzen! Maßnahmen mitbestimmen!
Wissen Sie, das ist der rote Faden, der sich seit zweieinhalb Jahren durch die türkis-grüne Regierungsarbeit zieht, von Corona bis Teuerung: den Menschen Sand in die Augen streuen, im falschen Glauben, Probleme aussitzen zu können, oder nach bewusstem Kalkül. (Abg. Steinacker: Unfassbar! Aussitzen! Maßnahmen mitbestimmen!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundeskanzler, wissen Sie, was Sie den Österreicherinnen und Österreichern in dieser schwierigen Zeit von Anfang an schuldig geblieben sind? – Ehrlichkeit. (Beifall bei der SPÖ.) Nur Ehrlichkeit schafft Vertrauen, und dieses Vertrauen haben Sie in der Bevölkerung in Österreich schon längst verloren. Dieses Vertrauen brauchen Regierende, um in schwierigen Zeiten Krisen bewältigen zu können. Sie brauchen dieses Vertrauen wie die Luft zum Atmen, sonst funktioniert es einfach nicht, wie wir tagtäglich erleben. (Abg. Michael Hammer: Wissen Sie, was die Leute ... über Sie sagen?) Statt zu beschwichtigen und vor der Realität zu flüchten, wäre es von Anfang an so wichtig gewesen, sich als Regierung hinzustellen und einen klaren, einen ehrlichen Befund unserer Situation zu machen.
Abg. Michael Hammer: Wissen Sie, was die Leute ... über Sie sagen?
Herr Bundeskanzler, wissen Sie, was Sie den Österreicherinnen und Österreichern in dieser schwierigen Zeit von Anfang an schuldig geblieben sind? – Ehrlichkeit. (Beifall bei der SPÖ.) Nur Ehrlichkeit schafft Vertrauen, und dieses Vertrauen haben Sie in der Bevölkerung in Österreich schon längst verloren. Dieses Vertrauen brauchen Regierende, um in schwierigen Zeiten Krisen bewältigen zu können. Sie brauchen dieses Vertrauen wie die Luft zum Atmen, sonst funktioniert es einfach nicht, wie wir tagtäglich erleben. (Abg. Michael Hammer: Wissen Sie, was die Leute ... über Sie sagen?) Statt zu beschwichtigen und vor der Realität zu flüchten, wäre es von Anfang an so wichtig gewesen, sich als Regierung hinzustellen und einen klaren, einen ehrlichen Befund unserer Situation zu machen.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man als Ärztin einem Patienten gegenübersitzt, wird er nur dann Vertrauen haben, wenn man ihm gegenüber ehrlich ist, wenn man ihm die Wahrheit sagt, auch wenn sie bitter ist. Wenn man ehrlich sagt: Ja, die Diagnose ist schlecht, aber ich habe eine gute Therapie für Sie!, nur dann wird dieser Patient vertrauen. (Beifall bei der SPÖ.) Das schafft nicht nur das notwendige Vertrauen, Herr Bundeskanzler, das schafft auch
Abg. Lukas Hammer: Kommen Sie mal zu den Lösungen!
Zuversicht, das schafft Optimismus, und genau das fehlt in Österreich gerade so sehr! (Abg. Lukas Hammer: Kommen Sie mal zu den Lösungen!)
Beifall bei der SPÖ.
Genau das brauchen die Menschen in Österreich in dieser schwierigen Zeit, in dieser Ausweglosigkeit, genau das brauchen wir alle: eine realistische Zuversicht, dass wir das gemeinsam schaffen können. Diese Therapie aber, von der ich rede, diese gute und richtige Therapie, braucht einen Plan; einen Plan, der Ursachen und nicht nur die Symptome mit Einmalzahlungen, die verpuffen, bekämpft. Herr Bundeskanzler, flüchten Sie nicht vor der Realität und sagen Sie den Menschen endlich die Wahrheit! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Sich als Regierung diesen großen Krisen entgegenzustellen heißt aber auch, den sozialen Frieden und den sozialen Zusammenhalt zu bewahren, heißt auch, die Wirtschaft am Laufen zu halten. Der Pessimismus in der Bevölkerung nimmt dramatisch zu. Die Konsumausgaben gehen dementsprechend rasch zurück, und all das hat Auswirkungen auf die zukünftige heimische Wirtschaft, auf die Arbeitsplätze, auf die Gesellschaft als Ganzes. Zu diesem Konsumeffekt kommt das Damoklesschwert des schon erwähnten Gasstopps jetzt noch oben hinzu, das führt zu weiteren Preisexplosionen. Auch die Wirtschaft steht in Österreich bisher ohne Sicherheitsnetz da. Die Folgen wären fatal: eine Vernichtung von Arbeitsplätzen in Österreich in einem Ausmaß, das wir so noch nie gesehen haben. (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.)
Abg. Litschauer: Die Gasmarktliberalisierung war ein Fehler! – Abg. Hanger: Sie haben sich das inhaltlich nicht angeschaut!
Sehr geehrte Damen und Herren, die Regierung macht einen folgenschweren Fehler, wenn sie glaubt, diesen gewaltigen Problemen mit Einmalgutscheinen begegnen zu können (Abg. Litschauer: Die Gasmarktliberalisierung war ein Fehler! – Abg. Hanger: Sie haben sich das inhaltlich nicht angeschaut!), denn Ihre Einmalgutscheine verpuffen, bevor sie angekommen sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, die Regierung macht einen folgenschweren Fehler, wenn sie glaubt, diesen gewaltigen Problemen mit Einmalgutscheinen begegnen zu können (Abg. Litschauer: Die Gasmarktliberalisierung war ein Fehler! – Abg. Hanger: Sie haben sich das inhaltlich nicht angeschaut!), denn Ihre Einmalgutscheine verpuffen, bevor sie angekommen sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie ist nicht allein, sie ist nicht die Einzige, und wir reden da ja nicht nur vom Gas, diese Frau hat ja auch Strom zu bezahlen, sie hat ja auch Lebensmittel zu kaufen. Bis Mitte 2023 zahlt diese Pensionistin alleine durch die Preissteigerungen nur für Gas 800 Euro mehr Umsatzsteuer an den Finanzminister – 800 Euro! Damit erhält sie aus Ihrem angeblichen Antiteuerungspaket weniger an Einmalzahlungen von Ihnen, als sie zusätzlich an Umsatzsteuern an Sie bezahlt. Also, was soll da für diese Frau aus Ihrem Antiteuerungspaket Gutes herausschauen? – Alleine dieses Beispiel einer Pensionistin aus Niederösterreich zeigt, dass diese Einmalzahlungen nicht funktionieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher braucht es jetzt den Mut, jetzt rasch den Mut, für eine gewisse Zeit in das Gaspreis- und Strompreissystem einzugreifen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hanger: Und wer bezahlt die Differenz gegenüber dem Marktpreis? Das sagen Sie nicht dazu!
Die Strompreise, die Preise müssen österreichweit runter. Das hilft nicht nur den Menschen aktuell, damit das Leben wieder leistbarer wird, es hilft auch der Wirtschaft und es dämpft die Inflation. Das wäre der Sinn dahinter. Ein österreichweiter Preisdeckel für Gas wäre daher dringend notwendig (Abg. Hanger: Und wer bezahlt die Differenz gegenüber dem Marktpreis? Das sagen Sie nicht dazu!), um die dramatische Preisspirale nach oben zu stoppen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Strompreise, die Preise müssen österreichweit runter. Das hilft nicht nur den Menschen aktuell, damit das Leben wieder leistbarer wird, es hilft auch der Wirtschaft und es dämpft die Inflation. Das wäre der Sinn dahinter. Ein österreichweiter Preisdeckel für Gas wäre daher dringend notwendig (Abg. Hanger: Und wer bezahlt die Differenz gegenüber dem Marktpreis? Das sagen Sie nicht dazu!), um die dramatische Preisspirale nach oben zu stoppen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steinacker: ... Konzerne!
Von niedrigen Strompreisen profitieren die Menschen und die Wirtschaft. (Abg. Steinacker: ... Konzerne!) Und wie soll das funktionieren? – Wir schlagen einen zeitlich befristeten Preisdeckel auf Energie vor. (Abg. Hanger: Und die Differenz bezahlt wer?) Wir schlagen einen österreichweiten Preisdeckel auf Energie vor. (Abg. Hanger: Wer bezahlt die Differenz? – Abg. Steinacker: Wie sollen die denn das machen? – Abg. Hanger: Wer zahlt die Differenz? Der Staat! Wer sonst?) Strom wird unterschiedlich erzeugt – Sie wissen das: Wasserkraft, Windkraft, Gas, Sonnenenergie –, und das aktuelle Preisbildungssystem ist so absurd, dass nur das teuerste Energiesystem den Preis für Strom bestimmt. Das führt zu den extrem hohen Strompreisen auf der einen Seite und zu extrem hohen Übergewinnen bei manchen Stromerzeugern auf der anderen Seite. Beides ist falsch und problematisch, und spätestens jetzt sollte allen klar sein: Dieses System funktioniert in der Krise nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hanger: Und die Differenz bezahlt wer?
Von niedrigen Strompreisen profitieren die Menschen und die Wirtschaft. (Abg. Steinacker: ... Konzerne!) Und wie soll das funktionieren? – Wir schlagen einen zeitlich befristeten Preisdeckel auf Energie vor. (Abg. Hanger: Und die Differenz bezahlt wer?) Wir schlagen einen österreichweiten Preisdeckel auf Energie vor. (Abg. Hanger: Wer bezahlt die Differenz? – Abg. Steinacker: Wie sollen die denn das machen? – Abg. Hanger: Wer zahlt die Differenz? Der Staat! Wer sonst?) Strom wird unterschiedlich erzeugt – Sie wissen das: Wasserkraft, Windkraft, Gas, Sonnenenergie –, und das aktuelle Preisbildungssystem ist so absurd, dass nur das teuerste Energiesystem den Preis für Strom bestimmt. Das führt zu den extrem hohen Strompreisen auf der einen Seite und zu extrem hohen Übergewinnen bei manchen Stromerzeugern auf der anderen Seite. Beides ist falsch und problematisch, und spätestens jetzt sollte allen klar sein: Dieses System funktioniert in der Krise nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hanger: Wer bezahlt die Differenz? – Abg. Steinacker: Wie sollen die denn das machen? – Abg. Hanger: Wer zahlt die Differenz? Der Staat! Wer sonst?
Von niedrigen Strompreisen profitieren die Menschen und die Wirtschaft. (Abg. Steinacker: ... Konzerne!) Und wie soll das funktionieren? – Wir schlagen einen zeitlich befristeten Preisdeckel auf Energie vor. (Abg. Hanger: Und die Differenz bezahlt wer?) Wir schlagen einen österreichweiten Preisdeckel auf Energie vor. (Abg. Hanger: Wer bezahlt die Differenz? – Abg. Steinacker: Wie sollen die denn das machen? – Abg. Hanger: Wer zahlt die Differenz? Der Staat! Wer sonst?) Strom wird unterschiedlich erzeugt – Sie wissen das: Wasserkraft, Windkraft, Gas, Sonnenenergie –, und das aktuelle Preisbildungssystem ist so absurd, dass nur das teuerste Energiesystem den Preis für Strom bestimmt. Das führt zu den extrem hohen Strompreisen auf der einen Seite und zu extrem hohen Übergewinnen bei manchen Stromerzeugern auf der anderen Seite. Beides ist falsch und problematisch, und spätestens jetzt sollte allen klar sein: Dieses System funktioniert in der Krise nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Von niedrigen Strompreisen profitieren die Menschen und die Wirtschaft. (Abg. Steinacker: ... Konzerne!) Und wie soll das funktionieren? – Wir schlagen einen zeitlich befristeten Preisdeckel auf Energie vor. (Abg. Hanger: Und die Differenz bezahlt wer?) Wir schlagen einen österreichweiten Preisdeckel auf Energie vor. (Abg. Hanger: Wer bezahlt die Differenz? – Abg. Steinacker: Wie sollen die denn das machen? – Abg. Hanger: Wer zahlt die Differenz? Der Staat! Wer sonst?) Strom wird unterschiedlich erzeugt – Sie wissen das: Wasserkraft, Windkraft, Gas, Sonnenenergie –, und das aktuelle Preisbildungssystem ist so absurd, dass nur das teuerste Energiesystem den Preis für Strom bestimmt. Das führt zu den extrem hohen Strompreisen auf der einen Seite und zu extrem hohen Übergewinnen bei manchen Stromerzeugern auf der anderen Seite. Beides ist falsch und problematisch, und spätestens jetzt sollte allen klar sein: Dieses System funktioniert in der Krise nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steinacker: Wer waren denn die Eigentümer? – Abg. Litschauer: Dann verbrennen wir unser Öl und Gas, damit in Italien Strom ist, nicht? Das ist eine super Idee! Ihr beschwert euch, dass die Speicher nicht voll sind, und dann sollen wir es für Italien verstromen! Das sind Ideen!
Genau deswegen haben Spanien und Portugal diesen Preisdeckel bereits vor Monaten eingeführt. Wissen Sie, was das dort erzielt hat? – Der Strompreis konnte signifikant gesenkt werden. Für 40 Prozent der spanischen und der portugiesischen Haushalte hat sich die Stromrechnung in Folge halbiert. (Abg. Steinacker: Wer waren denn die Eigentümer? – Abg. Litschauer: Dann verbrennen wir unser Öl und Gas, damit in Italien Strom ist, nicht? Das ist eine super Idee! Ihr beschwert euch, dass die Speicher nicht voll sind, und dann sollen wir es für Italien verstromen! Das sind Ideen!)
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer
Apropos Milliardenübergewinne: Es geht sich auch nicht mehr aus (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer), dass einige wenige Energieerzeuger in Österreich Übergewinne machen, die ungerechtfertigt sind (Zwischenruf des Abg. Wöginger), und gleichzeitig Pensionistinnen und Pensionisten und die hart arbeitende Mittelschicht immer stärker unter Druck geraten, immer mehr Mehrwertsteuer an Sie abführen müssen. Diese Schieflage muss begradigt werden, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger
Apropos Milliardenübergewinne: Es geht sich auch nicht mehr aus (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer), dass einige wenige Energieerzeuger in Österreich Übergewinne machen, die ungerechtfertigt sind (Zwischenruf des Abg. Wöginger), und gleichzeitig Pensionistinnen und Pensionisten und die hart arbeitende Mittelschicht immer stärker unter Druck geraten, immer mehr Mehrwertsteuer an Sie abführen müssen. Diese Schieflage muss begradigt werden, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Apropos Milliardenübergewinne: Es geht sich auch nicht mehr aus (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer), dass einige wenige Energieerzeuger in Österreich Übergewinne machen, die ungerechtfertigt sind (Zwischenruf des Abg. Wöginger), und gleichzeitig Pensionistinnen und Pensionisten und die hart arbeitende Mittelschicht immer stärker unter Druck geraten, immer mehr Mehrwertsteuer an Sie abführen müssen. Diese Schieflage muss begradigt werden, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: ... es wären Vorschläge gefragt!
Diese Milliarden an Übergewinnen müssen abgeschöpft werden, zur Hälfte zurück in Antiteuerungsmaßnahmen fließen und zur anderen Hälfte in den Ausbau erneuerbarer Energie gesteckt werden. Das wäre ein vernünftiger, ein fairer und ein gerechter Weg. (Abg. Michael Hammer: ... es wären Vorschläge gefragt!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundeskanzler, verabschieden Sie sich endlich vom Prinzip Hoffnung! Das gilt für die Bekämpfung der Teuerung, das gilt für die Bekämpfung der Covid-Krise, das gilt für die Energiesicherheit und das gilt insgesamt auch für die Bundesregierung, denn ich glaube, Sie sind mittlerweile der Einzige in Österreich, der noch die Hoffnung hat, dass diese türkis-grüne Bundesregierung in dieser schwierigen Zeit wirklich noch etwas Sinnvolles für unser Land zustande bringt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Sagt wer?
Ja, jeder Tag länger Türkis-Grün in dieser Zeit ist ein verlorener Tag für Österreich. (Abg. Michael Hammer: Sagt wer?) Auch dieser Realität sollten Sie ins Auge schauen. – Danke schön. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ.
Ja, jeder Tag länger Türkis-Grün in dieser Zeit ist ein verlorener Tag für Österreich. (Abg. Michael Hammer: Sagt wer?) Auch dieser Realität sollten Sie ins Auge schauen. – Danke schön. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Der Herr Bundeskanzler! – Abg. Steinacker: Der Herr Bundeskanzler! So viel Respekt muss sein!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident, ich habe jetzt mitverfolgt, wie sich Herr Nehammer (Ruf bei der ÖVP: Der Herr Bundeskanzler! – Abg. Steinacker: Der Herr Bundeskanzler! So viel Respekt muss sein!) und Herr Kocher während der Rede der Frau Abgeordneten Rendi-Wagner benommen haben, und ich sähe es als Ihre Aufgabe, die beiden Herren erstens darauf hinzuweisen, dass sie in diesem Hause Gast sind (Abg. Wöginger: Das ist ein Wahnsinn! – Abg. Ottenschläger: Das ist ja unglaublich!), und zweitens, dass sie sich, wenn eine Abgeordnete spricht, ihr überhebliches Grinsen in diesem Haus sparen können. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Und dann reden wir von Respekt! Und dann reden wir von Respekt! – Abg. Wöginger hebt die Hand.)
Abg. Wöginger: Das ist ein Wahnsinn! – Abg. Ottenschläger: Das ist ja unglaublich!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident, ich habe jetzt mitverfolgt, wie sich Herr Nehammer (Ruf bei der ÖVP: Der Herr Bundeskanzler! – Abg. Steinacker: Der Herr Bundeskanzler! So viel Respekt muss sein!) und Herr Kocher während der Rede der Frau Abgeordneten Rendi-Wagner benommen haben, und ich sähe es als Ihre Aufgabe, die beiden Herren erstens darauf hinzuweisen, dass sie in diesem Hause Gast sind (Abg. Wöginger: Das ist ein Wahnsinn! – Abg. Ottenschläger: Das ist ja unglaublich!), und zweitens, dass sie sich, wenn eine Abgeordnete spricht, ihr überhebliches Grinsen in diesem Haus sparen können. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Und dann reden wir von Respekt! Und dann reden wir von Respekt! – Abg. Wöginger hebt die Hand.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Und dann reden wir von Respekt! Und dann reden wir von Respekt! – Abg. Wöginger hebt die Hand.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident, ich habe jetzt mitverfolgt, wie sich Herr Nehammer (Ruf bei der ÖVP: Der Herr Bundeskanzler! – Abg. Steinacker: Der Herr Bundeskanzler! So viel Respekt muss sein!) und Herr Kocher während der Rede der Frau Abgeordneten Rendi-Wagner benommen haben, und ich sähe es als Ihre Aufgabe, die beiden Herren erstens darauf hinzuweisen, dass sie in diesem Hause Gast sind (Abg. Wöginger: Das ist ein Wahnsinn! – Abg. Ottenschläger: Das ist ja unglaublich!), und zweitens, dass sie sich, wenn eine Abgeordnete spricht, ihr überhebliches Grinsen in diesem Haus sparen können. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Und dann reden wir von Respekt! Und dann reden wir von Respekt! – Abg. Wöginger hebt die Hand.)
Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Belakowitsch
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Also es ist unglaublich, welche Geschäftsordnungsdebatten wir in letzter Zeit hier führen. Ich bin 20 Jahre im Hohen Haus, so etwas hat man noch nicht erlebt: Der Bundeskanzler ist anwesend, hört der Rednerin zu, es sind weitere drei Regierungsmitglieder da – und die SPÖ hat nichts anderes zu tun, als zu diffamieren, als auf eine Person loszugehen, die Tag und Nacht für dieses Land arbeitet (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Belakowitsch), nämlich auf unseren Bundeskanzler, nur aus ihrer Unverfrorenheit heraus nirgends mitzustimmen, alles besser zu wissen (Ruf: Zur Geschäftsordnung!) und auch die Geschäftsordnung überzustrapazieren. Lassen Sie das zu Hause, das braucht niemand, Herr Kollege Leichtfried! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Michael Hammer – in Richtung Abg. Leichtfried –: Das war eine schlechte Rede! Das ist halt so!)
Ruf: Zur Geschäftsordnung!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Also es ist unglaublich, welche Geschäftsordnungsdebatten wir in letzter Zeit hier führen. Ich bin 20 Jahre im Hohen Haus, so etwas hat man noch nicht erlebt: Der Bundeskanzler ist anwesend, hört der Rednerin zu, es sind weitere drei Regierungsmitglieder da – und die SPÖ hat nichts anderes zu tun, als zu diffamieren, als auf eine Person loszugehen, die Tag und Nacht für dieses Land arbeitet (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Belakowitsch), nämlich auf unseren Bundeskanzler, nur aus ihrer Unverfrorenheit heraus nirgends mitzustimmen, alles besser zu wissen (Ruf: Zur Geschäftsordnung!) und auch die Geschäftsordnung überzustrapazieren. Lassen Sie das zu Hause, das braucht niemand, Herr Kollege Leichtfried! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Michael Hammer – in Richtung Abg. Leichtfried –: Das war eine schlechte Rede! Das ist halt so!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Michael Hammer – in Richtung Abg. Leichtfried –: Das war eine schlechte Rede! Das ist halt so!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Also es ist unglaublich, welche Geschäftsordnungsdebatten wir in letzter Zeit hier führen. Ich bin 20 Jahre im Hohen Haus, so etwas hat man noch nicht erlebt: Der Bundeskanzler ist anwesend, hört der Rednerin zu, es sind weitere drei Regierungsmitglieder da – und die SPÖ hat nichts anderes zu tun, als zu diffamieren, als auf eine Person loszugehen, die Tag und Nacht für dieses Land arbeitet (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Belakowitsch), nämlich auf unseren Bundeskanzler, nur aus ihrer Unverfrorenheit heraus nirgends mitzustimmen, alles besser zu wissen (Ruf: Zur Geschäftsordnung!) und auch die Geschäftsordnung überzustrapazieren. Lassen Sie das zu Hause, das braucht niemand, Herr Kollege Leichtfried! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Michael Hammer – in Richtung Abg. Leichtfried –: Das war eine schlechte Rede! Das ist halt so!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Bundeskanzler Karl Nehammer, MSc: Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Liebe Gäste auf der Galerie! (Die Abgeordneten der SPÖ halten Tafeln mit der Aufschrift „Preis runter statt Einmalzahlungen!“ beziehungsweise „Echte Teuerungsbremse jetzt!“ in die Höhe.) Vielleicht zur Einordnung der Geschäftsordnung des Nationalrates, Herr Klubobfrau-Stellvertreter: Wir sind nicht nur Gäste hier in diesem Hohen Haus, sondern wir haben auch Rechte. Dazu zählt das Rederecht, und das nehme ich jetzt sehr gerne in Anspruch. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Aber wenn Sie schon die Geschäftsordnung des Nationalrates quälen, indem Sie eine Wortspende wie diese gerade abgeben, dann sei angemerkt, dass Sie schon recht haben: Der Arbeits- und Wirtschaftsminister und ich mussten tatsächlich lächeln, denn bei der Realitätsferne der Klubobfrau der SPÖ ist Lächeln besser, als Trübsal zu blasen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Michael Hammer: Das ist das Einzige! Das machen sie schon monatelang! – Abg. Höfinger – in Richtung SPÖ, auf eine der Tafeln weisend –: Das eine ist verkehrt!
Während die SPÖ-Fraktion jetzt hier im Parlament Taferln hält (Abg. Michael Hammer: Das ist das Einzige! Das machen sie schon monatelang! – Abg. Höfinger – in Richtung SPÖ, auf eine der Tafeln weisend –: Das eine ist verkehrt!) und die Klubobfrau von fiktiven Lösungen spricht (Ruf: Unglaublich!), hat diese Bundesregierung die Aufgabe, tatsächlich für Lösungen zu sorgen, die die Menschen in dieser Phase der Krise entlasten.
Ruf: Unglaublich!
Während die SPÖ-Fraktion jetzt hier im Parlament Taferln hält (Abg. Michael Hammer: Das ist das Einzige! Das machen sie schon monatelang! – Abg. Höfinger – in Richtung SPÖ, auf eine der Tafeln weisend –: Das eine ist verkehrt!) und die Klubobfrau von fiktiven Lösungen spricht (Ruf: Unglaublich!), hat diese Bundesregierung die Aufgabe, tatsächlich für Lösungen zu sorgen, die die Menschen in dieser Phase der Krise entlasten.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Und die Krise ist tatsächlich ernst: Die Pandemie ist nicht vorbei, die Energiekosten sind hoch, dazu kommen die Teuerung, die Inflation und der Krieg in der Ukraine. Das Verhalten der Opposition freut maximal die Russische Föderation, trägt aber nichts zur Lösung der Probleme bei. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Höfinger – in Richtung SPÖ –: Da brauchen Sie nicht grinsen! – Abg. Michael Hammer: Die Frau Klubobfrau grinst während der Rede! Das geht ja gar nicht!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Darf ich bitten, die Taferln – jetzt nach einer Minute – runter zu tun? Wir haben vereinbart, dass wir das nach einer halben Minute machen, und ich habe schon eine Minute Zeit gegeben. – Bitte sehr. (Abg. Höfinger – in Richtung SPÖ –: Da brauchen Sie nicht grinsen! – Abg. Michael Hammer: Die Frau Klubobfrau grinst während der Rede! Das geht ja gar nicht!)
Abg. Heinisch-Hosek: Die war gut!
Bundeskanzler Karl Nehammer, MSc (fortsetzend): Mehrfach – und das war eigentlich mein Ansinnen, als ich hierher in das Hohe Haus gekommen bin – war ich der SPÖ sehr dankbar, dass sie dieses ernste Thema noch einmal aufgreift, aber bei der Rede der Klubobfrau der SPÖ (Abg. Heinisch-Hosek: Die war gut!) ist mir George Bernard Shaw eingefallen (Abg. Greiner: Eine sehr gute Rede war das!), der gesagt hat: Auf komplexe Fragestellungen gibt es leichte Antworten, die in der Regel falsch sind. – Er hat wohl Sie dabei gemeint, wenn es um die Problemlösung geht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der SPÖ: ... letztklassig!)
Abg. Greiner: Eine sehr gute Rede war das!
Bundeskanzler Karl Nehammer, MSc (fortsetzend): Mehrfach – und das war eigentlich mein Ansinnen, als ich hierher in das Hohe Haus gekommen bin – war ich der SPÖ sehr dankbar, dass sie dieses ernste Thema noch einmal aufgreift, aber bei der Rede der Klubobfrau der SPÖ (Abg. Heinisch-Hosek: Die war gut!) ist mir George Bernard Shaw eingefallen (Abg. Greiner: Eine sehr gute Rede war das!), der gesagt hat: Auf komplexe Fragestellungen gibt es leichte Antworten, die in der Regel falsch sind. – Er hat wohl Sie dabei gemeint, wenn es um die Problemlösung geht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der SPÖ: ... letztklassig!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der SPÖ: ... letztklassig!
Bundeskanzler Karl Nehammer, MSc (fortsetzend): Mehrfach – und das war eigentlich mein Ansinnen, als ich hierher in das Hohe Haus gekommen bin – war ich der SPÖ sehr dankbar, dass sie dieses ernste Thema noch einmal aufgreift, aber bei der Rede der Klubobfrau der SPÖ (Abg. Heinisch-Hosek: Die war gut!) ist mir George Bernard Shaw eingefallen (Abg. Greiner: Eine sehr gute Rede war das!), der gesagt hat: Auf komplexe Fragestellungen gibt es leichte Antworten, die in der Regel falsch sind. – Er hat wohl Sie dabei gemeint, wenn es um die Problemlösung geht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der SPÖ: ... letztklassig!)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
Es erstaunt mich und erschüttert mich gleichzeitig, dass eine der größten Oppositionsparteien in Zeiten des Kriegs auf dem Kontinent, einer der größten Herausforderungen, der die Republik zu begegnen hat, mit Halbwahrheiten, Desinformation (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek) und ganz simplem Populismus versucht, politisches Kleingeld zu wechseln und dadurch Neuwahlen herbeizureden. (Ruf bei der SPÖ: Aber! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Aber! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es erstaunt mich und erschüttert mich gleichzeitig, dass eine der größten Oppositionsparteien in Zeiten des Kriegs auf dem Kontinent, einer der größten Herausforderungen, der die Republik zu begegnen hat, mit Halbwahrheiten, Desinformation (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek) und ganz simplem Populismus versucht, politisches Kleingeld zu wechseln und dadurch Neuwahlen herbeizureden. (Ruf bei der SPÖ: Aber! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Matznetter: Ihre Rede ist nicht angemessen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, da haben Sie recht, da vergeht mir das Lachen. Das ist der Kriegssituation und der Ernsthaftigkeit der Situation dieser Republik tatsächlich nicht angemessen (Abg. Matznetter: Ihre Rede ist nicht angemessen!), und wir sollten in dieser Republik viel mehr auf Einheit und auf Gemeinsamkeit achten und nicht auf parteipolitischen Populismus (Ruf bei der SPÖ: Und was machen Sie?) – anders ist Ihr Verhalten nicht zu erklären! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Und was machen Sie?
Meine sehr geehrten Damen und Herren, da haben Sie recht, da vergeht mir das Lachen. Das ist der Kriegssituation und der Ernsthaftigkeit der Situation dieser Republik tatsächlich nicht angemessen (Abg. Matznetter: Ihre Rede ist nicht angemessen!), und wir sollten in dieser Republik viel mehr auf Einheit und auf Gemeinsamkeit achten und nicht auf parteipolitischen Populismus (Ruf bei der SPÖ: Und was machen Sie?) – anders ist Ihr Verhalten nicht zu erklären! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, da haben Sie recht, da vergeht mir das Lachen. Das ist der Kriegssituation und der Ernsthaftigkeit der Situation dieser Republik tatsächlich nicht angemessen (Abg. Matznetter: Ihre Rede ist nicht angemessen!), und wir sollten in dieser Republik viel mehr auf Einheit und auf Gemeinsamkeit achten und nicht auf parteipolitischen Populismus (Ruf bei der SPÖ: Und was machen Sie?) – anders ist Ihr Verhalten nicht zu erklären! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Warum polemisieren Sie von der Regierungsbank?
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Sie uns jetzt zusehen! Die SPÖ werde ich nicht überzeugen, aber Sie, die Sie uns von der Galerie und von zu Hause aus zuschauen, sollten schon eines wissen (Abg. Heinisch-Hosek: Warum polemisieren Sie von der Regierungsbank?): Die SPÖ stimmt gegen die Valorisierung von Sozialleistungen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek) – eine langjährige Forderung der SPÖ – in Krisenzeiten, nur um der Parteipolitik zu frönen und dieser zu huldigen und Neuwahlen herbeizureden. Das ist kein krisenadäquates Verhalten! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Sie uns jetzt zusehen! Die SPÖ werde ich nicht überzeugen, aber Sie, die Sie uns von der Galerie und von zu Hause aus zuschauen, sollten schon eines wissen (Abg. Heinisch-Hosek: Warum polemisieren Sie von der Regierungsbank?): Die SPÖ stimmt gegen die Valorisierung von Sozialleistungen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek) – eine langjährige Forderung der SPÖ – in Krisenzeiten, nur um der Parteipolitik zu frönen und dieser zu huldigen und Neuwahlen herbeizureden. Das ist kein krisenadäquates Verhalten! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Sie uns jetzt zusehen! Die SPÖ werde ich nicht überzeugen, aber Sie, die Sie uns von der Galerie und von zu Hause aus zuschauen, sollten schon eines wissen (Abg. Heinisch-Hosek: Warum polemisieren Sie von der Regierungsbank?): Die SPÖ stimmt gegen die Valorisierung von Sozialleistungen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek) – eine langjährige Forderung der SPÖ – in Krisenzeiten, nur um der Parteipolitik zu frönen und dieser zu huldigen und Neuwahlen herbeizureden. Das ist kein krisenadäquates Verhalten! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Was ist das für eine ...?!
Ich scheue mich aber nicht, auf Ihre Polemik zu kontern, denn Polemik hilft in einer Phase der Krise überhaupt nicht. Mit keinem einzigen Redebeitrag von Ihrer Seite lösen Sie Probleme der Menschen, ganz im Gegenteil: Wir erleben Panikmache, Hysterie (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist das für eine ...?!), ein Szenario des Untergangs, das keine einzige Sorge, auch nicht der Pensionistin, die Sie beschrieben haben, nimmt.
Abg. Belakowitsch: Wo?
Wir müssen die Sorgen der Menschen ernst nehmen und wir müssen ihre Probleme lösen, und wir machen das mehrfach. (Abg. Belakowitsch: Wo?) Die große Steuerreform, die beschlossen worden ist, mit einem Volumen von 18 Milliarden Euro beginnt jetzt zu wirken. Wir senken die Tarifstufe. Das ist etwas, worüber man gar nicht mehr spricht, das aber für das Einkommen der Menschen wichtig ist. Wir haben mehrfach – und da zeigt sich die Realitätsverweigerung der SPÖ – Antiteuerungspakete beschlossen, schon zu Beginn des Jahres, als Sie noch gar nicht gewusst haben, dass die Teuerung tatsächlich ein großes innenpolitisches Thema wird (Ruf bei der SPÖ: Ha, ha!), das Sie dann für eine Neuwahlpolemik nützen wollen.
Ruf bei der SPÖ: Ha, ha!
Wir müssen die Sorgen der Menschen ernst nehmen und wir müssen ihre Probleme lösen, und wir machen das mehrfach. (Abg. Belakowitsch: Wo?) Die große Steuerreform, die beschlossen worden ist, mit einem Volumen von 18 Milliarden Euro beginnt jetzt zu wirken. Wir senken die Tarifstufe. Das ist etwas, worüber man gar nicht mehr spricht, das aber für das Einkommen der Menschen wichtig ist. Wir haben mehrfach – und da zeigt sich die Realitätsverweigerung der SPÖ – Antiteuerungspakete beschlossen, schon zu Beginn des Jahres, als Sie noch gar nicht gewusst haben, dass die Teuerung tatsächlich ein großes innenpolitisches Thema wird (Ruf bei der SPÖ: Ha, ha!), das Sie dann für eine Neuwahlpolemik nützen wollen.
Ruf bei der SPÖ: Das ist das, was ihr macht! – Gegenruf bei der ÖVP: Was macht dann ihr?
Das, was die Menschen jetzt definitiv nicht wollen, ist Auseinanderdividieren (Ruf bei der SPÖ: Das ist das, was ihr macht! – Gegenruf bei der ÖVP: Was macht dann ihr?) und Streit, sondern sie suchen Einheit in der Krise, Sicherheit in der Führung, und dafür arbeitet diese Bundesregierung! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Das, was die Menschen jetzt definitiv nicht wollen, ist Auseinanderdividieren (Ruf bei der SPÖ: Das ist das, was ihr macht! – Gegenruf bei der ÖVP: Was macht dann ihr?) und Streit, sondern sie suchen Einheit in der Krise, Sicherheit in der Führung, und dafür arbeitet diese Bundesregierung! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Grundsätzlich ist uns als Volkspartei ja nicht fremd, dass die Sozialdemokratie in Milliardenbeträgen keine große Problematik sieht (Zwischenrufe bei der SPÖ) – man denke an die Staatsverschuldung unter sozialdemokratischen Regierungen (Ruf bei der SPÖ: Herr Präsident!) –, aber wenn man sich dann angesichts dessen, dass in der ersten Stufe der Entlastung, in den Maßnahmen, die wir dafür setzen, 6 Milliarden Euro drinnen stecken, hier an das Rednerpult stellt und sagt, diese Regierung macht nichts (Ruf: Das sagen die Leute!), dann bleibt es Ihnen auf der Galerie und vor den Fernsehgeräten überlassen, zu beurteilen, welche Form von Politik das ist. Sie geht an der Realität vorbei. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Herr Präsident!
Grundsätzlich ist uns als Volkspartei ja nicht fremd, dass die Sozialdemokratie in Milliardenbeträgen keine große Problematik sieht (Zwischenrufe bei der SPÖ) – man denke an die Staatsverschuldung unter sozialdemokratischen Regierungen (Ruf bei der SPÖ: Herr Präsident!) –, aber wenn man sich dann angesichts dessen, dass in der ersten Stufe der Entlastung, in den Maßnahmen, die wir dafür setzen, 6 Milliarden Euro drinnen stecken, hier an das Rednerpult stellt und sagt, diese Regierung macht nichts (Ruf: Das sagen die Leute!), dann bleibt es Ihnen auf der Galerie und vor den Fernsehgeräten überlassen, zu beurteilen, welche Form von Politik das ist. Sie geht an der Realität vorbei. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Ruf: Das sagen die Leute!
Grundsätzlich ist uns als Volkspartei ja nicht fremd, dass die Sozialdemokratie in Milliardenbeträgen keine große Problematik sieht (Zwischenrufe bei der SPÖ) – man denke an die Staatsverschuldung unter sozialdemokratischen Regierungen (Ruf bei der SPÖ: Herr Präsident!) –, aber wenn man sich dann angesichts dessen, dass in der ersten Stufe der Entlastung, in den Maßnahmen, die wir dafür setzen, 6 Milliarden Euro drinnen stecken, hier an das Rednerpult stellt und sagt, diese Regierung macht nichts (Ruf: Das sagen die Leute!), dann bleibt es Ihnen auf der Galerie und vor den Fernsehgeräten überlassen, zu beurteilen, welche Form von Politik das ist. Sie geht an der Realität vorbei. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Grundsätzlich ist uns als Volkspartei ja nicht fremd, dass die Sozialdemokratie in Milliardenbeträgen keine große Problematik sieht (Zwischenrufe bei der SPÖ) – man denke an die Staatsverschuldung unter sozialdemokratischen Regierungen (Ruf bei der SPÖ: Herr Präsident!) –, aber wenn man sich dann angesichts dessen, dass in der ersten Stufe der Entlastung, in den Maßnahmen, die wir dafür setzen, 6 Milliarden Euro drinnen stecken, hier an das Rednerpult stellt und sagt, diese Regierung macht nichts (Ruf: Das sagen die Leute!), dann bleibt es Ihnen auf der Galerie und vor den Fernsehgeräten überlassen, zu beurteilen, welche Form von Politik das ist. Sie geht an der Realität vorbei. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Sieber: Bravo!
Wir entlasten die Menschen in diesem Jahr mittlerweile zum dritten Mal, und zwar mit einem Sofortmaßnahmenpaket und mit einem strukturellen Reformpaket. Das Sofortmaßnahmenpaket im Wert von 6 Milliarden Euro bedeutet, dass wir Menschen mit geringem Einkommen sofort 300 Euro zur Verfügung stellen, dass wir die 13. Familienbeihilfe ins Leben rufen – und die noch dazu erhöht, nämlich in Höhe von 180 Euro –, die im August, eben vor dem Schulstart, ausbezahlt wird. (Abg. Sieber: Bravo!)
Abg. Sieber: Bravo! – Rufe bei der SPÖ: Aber nicht für alle! Nicht für alle!
Wir werden im September den Familienbonus von 1 500 auf 2 000 Euro pro Jahr pro Kind erhöhen (Abg. Sieber: Bravo! – Rufe bei der SPÖ: Aber nicht für alle! Nicht für alle!), und wir werden im Oktober den Antiteuerungsbonus und den Klimabonus in der Höhe von 500 Euro – pro Kopf im Haushalt und pro Kind die Hälfte – auszahlen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Bravorufe bei der ÖVP.
Wir werden im September den Familienbonus von 1 500 auf 2 000 Euro pro Jahr pro Kind erhöhen (Abg. Sieber: Bravo! – Rufe bei der SPÖ: Aber nicht für alle! Nicht für alle!), und wir werden im Oktober den Antiteuerungsbonus und den Klimabonus in der Höhe von 500 Euro – pro Kopf im Haushalt und pro Kind die Hälfte – auszahlen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Die Unwahrheit ist besonders schädlich!
Wenn man das negiert, dann macht man das, was in einer Krisensituation am schädlichsten ist: Man versucht, weiter Panik zu schüren. (Abg. Heinisch-Hosek: Die Unwahrheit ist besonders schädlich!) Man versucht, Desinformation zu verbreiten. Das, was Sie betreiben, ist eine Desinformation der Menschen in einer Zeit (Abg. Heinisch-Hosek: ... und das ist falsch!), in der Krieg in Europa herrscht und wir vor der größten Krise in der Zweiten Republik stehen. Es ist bezüglich all dieser Maßnahmen, die wir setzen, wichtig, nicht nur darüber zu sprechen. Wissen Sie, was mein bestes Argument sein wird? – Nicht die Rede hier im Hohen Haus, sondern im August, September, Oktober werden die Menschen die Entlastung spüren und werden sehen, was Ihre Worte im Vergleich zu der Arbeit der Bundesregierung wert sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Heinisch-Hosek: ... und das ist falsch!
Wenn man das negiert, dann macht man das, was in einer Krisensituation am schädlichsten ist: Man versucht, weiter Panik zu schüren. (Abg. Heinisch-Hosek: Die Unwahrheit ist besonders schädlich!) Man versucht, Desinformation zu verbreiten. Das, was Sie betreiben, ist eine Desinformation der Menschen in einer Zeit (Abg. Heinisch-Hosek: ... und das ist falsch!), in der Krieg in Europa herrscht und wir vor der größten Krise in der Zweiten Republik stehen. Es ist bezüglich all dieser Maßnahmen, die wir setzen, wichtig, nicht nur darüber zu sprechen. Wissen Sie, was mein bestes Argument sein wird? – Nicht die Rede hier im Hohen Haus, sondern im August, September, Oktober werden die Menschen die Entlastung spüren und werden sehen, was Ihre Worte im Vergleich zu der Arbeit der Bundesregierung wert sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn man das negiert, dann macht man das, was in einer Krisensituation am schädlichsten ist: Man versucht, weiter Panik zu schüren. (Abg. Heinisch-Hosek: Die Unwahrheit ist besonders schädlich!) Man versucht, Desinformation zu verbreiten. Das, was Sie betreiben, ist eine Desinformation der Menschen in einer Zeit (Abg. Heinisch-Hosek: ... und das ist falsch!), in der Krieg in Europa herrscht und wir vor der größten Krise in der Zweiten Republik stehen. Es ist bezüglich all dieser Maßnahmen, die wir setzen, wichtig, nicht nur darüber zu sprechen. Wissen Sie, was mein bestes Argument sein wird? – Nicht die Rede hier im Hohen Haus, sondern im August, September, Oktober werden die Menschen die Entlastung spüren und werden sehen, was Ihre Worte im Vergleich zu der Arbeit der Bundesregierung wert sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
Die SPÖ hat nach dem Zweiten Weltkrieg diese Republik mit aufgebaut. Wir haben wieder Krieg in Europa, und sie verhält sich geradezu so (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), dass die Angstmache und Krisentreiberei dazu führen, dass die Menschen noch mehr verängstigt sind.
Zwischenruf des Abg. Kollross – weitere anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ
Wissen Sie, was? Sie haben das Vertrauen in die Bundesregierung angesprochen, das tatsächlich gerade sehr leidet, aber wissen Sie, was das Interessante ist? – Das gilt auch für das Vertrauen in die Opposition, und das ist Ihrer Arbeit geschuldet (Zwischenruf des Abg. Kollross – weitere anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ), weil Sie eben nicht redlich sind, weil Sie nicht versuchen, die Ernsthaftigkeit der Lage zu begreifen, weil wir nicht gemeinsam versuchen – was jetzt in der Zeit der Krise so wichtig wäre –, den Menschen zu helfen, sondern weil Sie hier Parteipolitik betreiben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wissen Sie, was? Sie haben das Vertrauen in die Bundesregierung angesprochen, das tatsächlich gerade sehr leidet, aber wissen Sie, was das Interessante ist? – Das gilt auch für das Vertrauen in die Opposition, und das ist Ihrer Arbeit geschuldet (Zwischenruf des Abg. Kollross – weitere anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ), weil Sie eben nicht redlich sind, weil Sie nicht versuchen, die Ernsthaftigkeit der Lage zu begreifen, weil wir nicht gemeinsam versuchen – was jetzt in der Zeit der Krise so wichtig wäre –, den Menschen zu helfen, sondern weil Sie hier Parteipolitik betreiben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Michael Hammer: Die Dringliche habt ihr vergeigt, ja! – Abg. Belakowitsch: Aber er hat seine Rede auch vergeigt!
beziehen. (Abg. Michael Hammer: Die Dringliche habt ihr vergeigt, ja! – Abg. Belakowitsch: Aber er hat seine Rede auch vergeigt!)
Abg. Hauser: 0,3 Prozent! 0,3 Prozent!
Die Lohnnebenkosten wurden im Wert von 450 Millionen Euro gesenkt. (Abg. Hauser: 0,3 Prozent! 0,3 Prozent!) Wir haben die Herbstlohnrunde vor uns. Wir haben es geschafft, dass die Unternehmerinnen und Unternehmer die Möglichkeit haben, in den Kollektivvertragsverhandlungen 3 000 Euro lohnsteuerfrei, sozialversicherungsbeitragsfrei und arbeitgeberanteilsfrei mit anzubieten, damit die Menschen tatsächlich mehr Geld haben, damit aber gleichzeitig auch die Lohnverhandlungen der Sozialpartner von der Regierung positiv begleitet werden. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.
Die Lohnnebenkosten wurden im Wert von 450 Millionen Euro gesenkt. (Abg. Hauser: 0,3 Prozent! 0,3 Prozent!) Wir haben die Herbstlohnrunde vor uns. Wir haben es geschafft, dass die Unternehmerinnen und Unternehmer die Möglichkeit haben, in den Kollektivvertragsverhandlungen 3 000 Euro lohnsteuerfrei, sozialversicherungsbeitragsfrei und arbeitgeberanteilsfrei mit anzubieten, damit die Menschen tatsächlich mehr Geld haben, damit aber gleichzeitig auch die Lohnverhandlungen der Sozialpartner von der Regierung positiv begleitet werden. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Die schleichende Steuerprogression, die schleichende Steuererhöhung wird zu 100 Prozent abgeschafft. Der Staat behält sich einen Handlungsspielraum genau für die Gruppen, für die Sie angeblich stehen und werben. – Das wird mit einem Zynismus, mit Spott und Hohn vonseiten der Opposition, hier vonseiten der SPÖ, abgetan. Wir aber setzen die Abschaffung der kalten Progression um, und wir werden den Weg der Entlastung für die Menschen in der Krise auch weiter gehen. Das nächste Jahr wird mit Sicherheit auch herausfordernd, ja, und wir werden auch nächstes Jahr treffsicher den Menschen direkt helfend – und nicht die Inflation treibend – agieren. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Heiterkeit bei der SPÖ und Ruf: Wie großzügig!
Ich will aber nicht unobjektiv sein. (Heiterkeit bei der SPÖ und Ruf: Wie großzügig!) Die SPÖ hat tatsächlich einen Vorschlag gemacht. Sie spricht vom Preisdeckel, vom Einziehen eines Preisdeckels. Warum haben wir das als Bundesregierung nicht gemacht? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Es ist genau so wie vorhin zitiert: Komplexe Probleme, einfache Lösungen – sie funktionieren nur leider nicht. (Ruf bei der SPÖ: Ah?)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich will aber nicht unobjektiv sein. (Heiterkeit bei der SPÖ und Ruf: Wie großzügig!) Die SPÖ hat tatsächlich einen Vorschlag gemacht. Sie spricht vom Preisdeckel, vom Einziehen eines Preisdeckels. Warum haben wir das als Bundesregierung nicht gemacht? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Es ist genau so wie vorhin zitiert: Komplexe Probleme, einfache Lösungen – sie funktionieren nur leider nicht. (Ruf bei der SPÖ: Ah?)
Ruf bei der SPÖ: Ah?
Ich will aber nicht unobjektiv sein. (Heiterkeit bei der SPÖ und Ruf: Wie großzügig!) Die SPÖ hat tatsächlich einen Vorschlag gemacht. Sie spricht vom Preisdeckel, vom Einziehen eines Preisdeckels. Warum haben wir das als Bundesregierung nicht gemacht? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Es ist genau so wie vorhin zitiert: Komplexe Probleme, einfache Lösungen – sie funktionieren nur leider nicht. (Ruf bei der SPÖ: Ah?)
Abg. Michael Hammer: Und die Inflation steigt!
Schauen Sie nach Deutschland, wo der Benzinpreis und der Dieselpreis so hoch sind wie vor der Steuerreduktion! Schauen Sie nach Ungarn, wo es eine Angebotsverknappung gegeben hat! (Abg. Michael Hammer: Und die Inflation steigt!) Das können nicht die Antworten für die Menschen sein, wenn sie tatsächlich entastet werden wollen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Schauen Sie nach Deutschland, wo der Benzinpreis und der Dieselpreis so hoch sind wie vor der Steuerreduktion! Schauen Sie nach Ungarn, wo es eine Angebotsverknappung gegeben hat! (Abg. Michael Hammer: Und die Inflation steigt!) Das können nicht die Antworten für die Menschen sein, wenn sie tatsächlich entastet werden wollen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Na, was passiert? Dann wird alles billiger!
Was passiert, wenn wir einen Preisdeckel einziehen? (Abg. Belakowitsch: Na, was passiert? Dann wird alles billiger!) – Der Bäcker bekommt einen fixierten Preis. Das Grundnahrungsmittel wird aber teurer. Das heißt, er kann das Brot um diesen Preis in Wahrheit gar nicht (Abg. Wöginger: Herstellen!) produzieren! (Abg. Belakowitsch: Geh bitte!) Das heißt, durch diese Preisdeckelidee helfen Sie den Menschen nicht, weil es zu einer Verknappung des Angebotes kommt, und Sie gefährden Arbeitsplätze. Das ist das, was der Spruch so treffend bezeichnet: komplexe Fragen, einfache Lösungen, die nicht funktionieren. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Wöginger: Herstellen!
Was passiert, wenn wir einen Preisdeckel einziehen? (Abg. Belakowitsch: Na, was passiert? Dann wird alles billiger!) – Der Bäcker bekommt einen fixierten Preis. Das Grundnahrungsmittel wird aber teurer. Das heißt, er kann das Brot um diesen Preis in Wahrheit gar nicht (Abg. Wöginger: Herstellen!) produzieren! (Abg. Belakowitsch: Geh bitte!) Das heißt, durch diese Preisdeckelidee helfen Sie den Menschen nicht, weil es zu einer Verknappung des Angebotes kommt, und Sie gefährden Arbeitsplätze. Das ist das, was der Spruch so treffend bezeichnet: komplexe Fragen, einfache Lösungen, die nicht funktionieren. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Geh bitte!
Was passiert, wenn wir einen Preisdeckel einziehen? (Abg. Belakowitsch: Na, was passiert? Dann wird alles billiger!) – Der Bäcker bekommt einen fixierten Preis. Das Grundnahrungsmittel wird aber teurer. Das heißt, er kann das Brot um diesen Preis in Wahrheit gar nicht (Abg. Wöginger: Herstellen!) produzieren! (Abg. Belakowitsch: Geh bitte!) Das heißt, durch diese Preisdeckelidee helfen Sie den Menschen nicht, weil es zu einer Verknappung des Angebotes kommt, und Sie gefährden Arbeitsplätze. Das ist das, was der Spruch so treffend bezeichnet: komplexe Fragen, einfache Lösungen, die nicht funktionieren. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Was passiert, wenn wir einen Preisdeckel einziehen? (Abg. Belakowitsch: Na, was passiert? Dann wird alles billiger!) – Der Bäcker bekommt einen fixierten Preis. Das Grundnahrungsmittel wird aber teurer. Das heißt, er kann das Brot um diesen Preis in Wahrheit gar nicht (Abg. Wöginger: Herstellen!) produzieren! (Abg. Belakowitsch: Geh bitte!) Das heißt, durch diese Preisdeckelidee helfen Sie den Menschen nicht, weil es zu einer Verknappung des Angebotes kommt, und Sie gefährden Arbeitsplätze. Das ist das, was der Spruch so treffend bezeichnet: komplexe Fragen, einfache Lösungen, die nicht funktionieren. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Und dann gibt’s noch die Kanzlerwirklichkeit!
Es dürfte offensichtlich jeder in seiner Wirklichkeit leben – also es gibt die SPÖ-Wirklichkeit, und es gibt die reale Wirklichkeit. (Abg. Belakowitsch: Und dann gibt’s noch die Kanzlerwirklichkeit!)
Abg. Steinacker: Also Zuhören wäre angebracht!
Dann ist es so, dass wir auch sehen müssen: Dort, wo der Staat tatsächlich Einfluss nimmt, ist auch dem Beispiel gefolgt worden. (Abg. Steinacker: Also Zuhören wäre angebracht!) Der Verbund steht im Mehrheitseigentum der Republik Österreich, und ich bin den Aktionärinnen und Aktionären und dem Vorstand dankbar für die Maßnahmen, die der Verbund getroffen hat. (Abg. Belakowitsch: Wer sind diese Aktionäre?)
Abg. Belakowitsch: Wer sind diese Aktionäre?
Dann ist es so, dass wir auch sehen müssen: Dort, wo der Staat tatsächlich Einfluss nimmt, ist auch dem Beispiel gefolgt worden. (Abg. Steinacker: Also Zuhören wäre angebracht!) Der Verbund steht im Mehrheitseigentum der Republik Österreich, und ich bin den Aktionärinnen und Aktionären und dem Vorstand dankbar für die Maßnahmen, die der Verbund getroffen hat. (Abg. Belakowitsch: Wer sind diese Aktionäre?)
Beifall bei ÖVP und Grünen
Er hat einerseits den Verbund-Kunden zwei Monatsraten erlassen, er hat den Armutsgefährdeten vier Monatsraten erlassen und er gibt dem Staat andererseits eine Sonderdividende, damit dieses Geld wieder genau dorthin zurückfließt, wo es hinmuss, nämlich in die 26 Milliarden Euro Entlastung, die dieses dritte Paket beinhaltet. (Beifall bei ÖVP und Grünen)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Weil ich gerade den lachenden Steuerexperten Matznetter direkt beim Mikrofon sehe (Zwischenrufe bei der ÖVP): Sie müssen sich noch ein wenig mit der Wortmeldung zur Geschäftsordnung gedulden – ich bin neugierig, was dann tatsächlich folgt. (Abg. Leichtfried: Es kommt keine zur Geschäftsordnung! – Abg. Belakowitsch: Wieso glauben Sie, dass es zur Geschäftsordnung ...? – Ruf: Woher wollen Sie denn das wissen?)
Abg. Leichtfried: Es kommt keine zur Geschäftsordnung! – Abg. Belakowitsch: Wieso glauben Sie, dass es zur Geschäftsordnung ...? – Ruf: Woher wollen Sie denn das wissen?
Weil ich gerade den lachenden Steuerexperten Matznetter direkt beim Mikrofon sehe (Zwischenrufe bei der ÖVP): Sie müssen sich noch ein wenig mit der Wortmeldung zur Geschäftsordnung gedulden – ich bin neugierig, was dann tatsächlich folgt. (Abg. Leichtfried: Es kommt keine zur Geschäftsordnung! – Abg. Belakowitsch: Wieso glauben Sie, dass es zur Geschäftsordnung ...? – Ruf: Woher wollen Sie denn das wissen?)
Ruf bei der SPÖ: Ja, wegen der Regierung! – Abg. Belakowitsch: Er ist der nächste Redner! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Wir sind und leben in einer Zeit der totalen Verunsicherung. (Ruf bei der SPÖ: Ja, wegen der Regierung! – Abg. Belakowitsch: Er ist der nächste Redner! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Abgeordnete Belakowitsch – Sie können das nicht hören, wenn sie herausruft (Abg. Belakowitsch: Nein, ... der nächste Redner!) – hat mich darauf hingewiesen, dass ich nicht voraussehen kann, was der Wortmeldung des Kollegen Matznetter denn ist. (Abg. Leichtfried: Nein, ich melde mich nicht zur Geschäftsordnung! Ich melde mich wirklich nicht!)
Abg. Belakowitsch: Nein, ... der nächste Redner!
Wir sind und leben in einer Zeit der totalen Verunsicherung. (Ruf bei der SPÖ: Ja, wegen der Regierung! – Abg. Belakowitsch: Er ist der nächste Redner! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Abgeordnete Belakowitsch – Sie können das nicht hören, wenn sie herausruft (Abg. Belakowitsch: Nein, ... der nächste Redner!) – hat mich darauf hingewiesen, dass ich nicht voraussehen kann, was der Wortmeldung des Kollegen Matznetter denn ist. (Abg. Leichtfried: Nein, ich melde mich nicht zur Geschäftsordnung! Ich melde mich wirklich nicht!)
Abg. Leichtfried: Nein, ich melde mich nicht zur Geschäftsordnung! Ich melde mich wirklich nicht!
Wir sind und leben in einer Zeit der totalen Verunsicherung. (Ruf bei der SPÖ: Ja, wegen der Regierung! – Abg. Belakowitsch: Er ist der nächste Redner! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Abgeordnete Belakowitsch – Sie können das nicht hören, wenn sie herausruft (Abg. Belakowitsch: Nein, ... der nächste Redner!) – hat mich darauf hingewiesen, dass ich nicht voraussehen kann, was der Wortmeldung des Kollegen Matznetter denn ist. (Abg. Leichtfried: Nein, ich melde mich nicht zur Geschäftsordnung! Ich melde mich wirklich nicht!)
Abg. Belakowitsch: Na sicher!
Lassen Sie mich eines bezogen auf ein Narrativ der FPÖ sagen – eine Erzählung der FPÖ, die sie so gerne gemeinsam mit der SPÖ pflegt –: Der Finanzminister macht sich ein Körberlgeld (Abg. Belakowitsch: Na sicher!), der Finanzminister hat Mehreinnahmen durch die Steuern. (Abg. Belakowitsch: Mehreinnahmen von 25 Milliarden!) – Wissen Sie, was wir tun? (Rufe bei der SPÖ: Na?) – Wir geben exakt dieses Geld den Menschen auch wieder zurück. (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Genau das ist der Punkt!
Abg. Belakowitsch: Mehreinnahmen von 25 Milliarden!
Lassen Sie mich eines bezogen auf ein Narrativ der FPÖ sagen – eine Erzählung der FPÖ, die sie so gerne gemeinsam mit der SPÖ pflegt –: Der Finanzminister macht sich ein Körberlgeld (Abg. Belakowitsch: Na sicher!), der Finanzminister hat Mehreinnahmen durch die Steuern. (Abg. Belakowitsch: Mehreinnahmen von 25 Milliarden!) – Wissen Sie, was wir tun? (Rufe bei der SPÖ: Na?) – Wir geben exakt dieses Geld den Menschen auch wieder zurück. (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Genau das ist der Punkt!
Rufe bei der SPÖ: Na?
Lassen Sie mich eines bezogen auf ein Narrativ der FPÖ sagen – eine Erzählung der FPÖ, die sie so gerne gemeinsam mit der SPÖ pflegt –: Der Finanzminister macht sich ein Körberlgeld (Abg. Belakowitsch: Na sicher!), der Finanzminister hat Mehreinnahmen durch die Steuern. (Abg. Belakowitsch: Mehreinnahmen von 25 Milliarden!) – Wissen Sie, was wir tun? (Rufe bei der SPÖ: Na?) – Wir geben exakt dieses Geld den Menschen auch wieder zurück. (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Genau das ist der Punkt!
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Lassen Sie mich eines bezogen auf ein Narrativ der FPÖ sagen – eine Erzählung der FPÖ, die sie so gerne gemeinsam mit der SPÖ pflegt –: Der Finanzminister macht sich ein Körberlgeld (Abg. Belakowitsch: Na sicher!), der Finanzminister hat Mehreinnahmen durch die Steuern. (Abg. Belakowitsch: Mehreinnahmen von 25 Milliarden!) – Wissen Sie, was wir tun? (Rufe bei der SPÖ: Na?) – Wir geben exakt dieses Geld den Menschen auch wieder zurück. (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Genau das ist der Punkt!
Abg. Leichtfried: Das wäre jetzt zum Klatschen! Jetzt versumpert das Ganze!
Es ist für mich wirklich erstaunlich, dass die Sozialdemokratie der FPÖ in Sachen Populismus nicht mehr nachsteht, sondern versucht, sie zu kopieren. Ich kann nur sagen: Sie haben es durchaus erreicht. (Abg. Leichtfried: Das wäre jetzt zum Klatschen! Jetzt versumpert das Ganze!) – Das, was für die Menschen tatsächlich zählt und was notwendig wäre, ist aber eine redliche Auseinandersetzung mit den Sorgen der Menschen; Sofortmaßnahmen: August Familienbeihilfe, Familienbonus, Klimabonus, Antiteuerungsbonus als Sofortmaßnahme, Lohnnebenkostenreduzierung, für Pensionistinnen und Pensionisten Direkthilfe mit dem Absetzbetrag. – Das ist das, was faktisch ist; das andere ist leider in Zeiten des Krieges in Europa und der Desinformationskampagnen der Russischen Föderation alles andere als ein Beitrag zur Sicherheit in unserer Republik. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es ist für mich wirklich erstaunlich, dass die Sozialdemokratie der FPÖ in Sachen Populismus nicht mehr nachsteht, sondern versucht, sie zu kopieren. Ich kann nur sagen: Sie haben es durchaus erreicht. (Abg. Leichtfried: Das wäre jetzt zum Klatschen! Jetzt versumpert das Ganze!) – Das, was für die Menschen tatsächlich zählt und was notwendig wäre, ist aber eine redliche Auseinandersetzung mit den Sorgen der Menschen; Sofortmaßnahmen: August Familienbeihilfe, Familienbonus, Klimabonus, Antiteuerungsbonus als Sofortmaßnahme, Lohnnebenkostenreduzierung, für Pensionistinnen und Pensionisten Direkthilfe mit dem Absetzbetrag. – Das ist das, was faktisch ist; das andere ist leider in Zeiten des Krieges in Europa und der Desinformationskampagnen der Russischen Föderation alles andere als ein Beitrag zur Sicherheit in unserer Republik. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Ja, bei der Regierung!
Auch da will ich aber nicht undifferenziert sein. Die Frau Klubobfrau hat gesagt: Wir brauchen Zuversicht. – Nun, wenn ich Ihnen zuhöre, dann geht diese leicht verloren. Auch da ist es, glaube ich, wichtig, entgegenzuhalten. Dieses Land und die Menschen, die in diesem Land leben, haben tatsächlich eine schwere Zeit hinter sich gebracht. (Abg. Belakowitsch: Ja, bei der Regierung!) Wir sind im dritten Jahr der Pandemie, wir haben den Krieg, wir haben die Inflation, wir haben die Teuerung. Das, was ich aber den Österreicherinnen und Österreichern und den Menschen, die in Österreich leben, von dieser Stelle aus mitgeben möchte, ist: Wir sind bisher aus diesen Krisen stärker hervorgegangen, als wir in sie hineingegangen sind. (Abg. Rendi-Wagner: Aber mit anderen Regierungen!)
Abg. Rendi-Wagner: Aber mit anderen Regierungen!
Auch da will ich aber nicht undifferenziert sein. Die Frau Klubobfrau hat gesagt: Wir brauchen Zuversicht. – Nun, wenn ich Ihnen zuhöre, dann geht diese leicht verloren. Auch da ist es, glaube ich, wichtig, entgegenzuhalten. Dieses Land und die Menschen, die in diesem Land leben, haben tatsächlich eine schwere Zeit hinter sich gebracht. (Abg. Belakowitsch: Ja, bei der Regierung!) Wir sind im dritten Jahr der Pandemie, wir haben den Krieg, wir haben die Inflation, wir haben die Teuerung. Das, was ich aber den Österreicherinnen und Österreichern und den Menschen, die in Österreich leben, von dieser Stelle aus mitgeben möchte, ist: Wir sind bisher aus diesen Krisen stärker hervorgegangen, als wir in sie hineingegangen sind. (Abg. Rendi-Wagner: Aber mit anderen Regierungen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zuversicht geben, keine Worthülsen, sondern den Menschen tatsächlich Mut machen, denn dieses Wirtschaftswachstum – die Zahlen, Daten, Fakten, die ich Ihnen und auch den jungen Menschen hier oben auf der Galerie jetzt genannt habe – ist keine Leistung der Politik, das ist die Leistung der Menschen in diesem Land. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Anhaltender Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: ... Debattenbeitrag, kein ... Geschäftsordnung!
Und ja, wenn es um Zuversicht geht, dann geht es ganz klar darum, Krisen zu benennen, sie nicht wegzureden, sie nicht kleinzureden, aber den Österreicherinnen und Österreichern und den Menschen, die in Österreich leben, auch klar zu sagen: Wir werden auch diese Krise meistern und wir werden stärker daraus herauskommen, als wir in sie hineingegangen sind. (Anhaltender Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: ... Debattenbeitrag, kein ... Geschäftsordnung!)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die Schülerinnen und Schüler der Höheren Lehranstalt für Mode auf der Galerie recht herzlich bei uns begrüßen. (Allgemeiner Beifall.) Sie hören gerade eine lebhafte Debatte des Parlamentarismus. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die Schülerinnen und Schüler der Höheren Lehranstalt für Mode auf der Galerie recht herzlich bei uns begrüßen. (Allgemeiner Beifall.) Sie hören gerade eine lebhafte Debatte des Parlamentarismus. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Abg. Michael Hammer: So eine Dringliche: eine schwache Rede und dann Matznetter! Das ist ja - -! – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.
Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Matznetter. Er weiß, dass seine Redezeit 10 Minuten nicht überschreiten darf. – Bitte. (Abg. Michael Hammer: So eine Dringliche: eine schwache Rede und dann Matznetter! Das ist ja - -! – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Michael Hammer: Es sitzt eine Dame auch hier! Da könnten sich die SPÖ-Frauen aufregen!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Die Herren auf der Regierungsbank! (Abg. Michael Hammer: Es sitzt eine Dame auch hier! Da könnten sich die SPÖ-Frauen aufregen!) Werte Kolleginnen und Kollegen, aber vor allem geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Was Sie jetzt erlebt haben, ist durchaus erstaunlich: In eine der schwierigsten Situationen dieser Republik hält Herr Nehammer – ich habe den Amtstitel jetzt bewusst weggelassen, weil Sie es nicht respektieren, welches Amt Sie haben – hier eine Büttenrede, die so tut, als wäre die Opposition schuld. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Die Herren auf der Regierungsbank! (Abg. Michael Hammer: Es sitzt eine Dame auch hier! Da könnten sich die SPÖ-Frauen aufregen!) Werte Kolleginnen und Kollegen, aber vor allem geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Was Sie jetzt erlebt haben, ist durchaus erstaunlich: In eine der schwierigsten Situationen dieser Republik hält Herr Nehammer – ich habe den Amtstitel jetzt bewusst weggelassen, weil Sie es nicht respektieren, welches Amt Sie haben – hier eine Büttenrede, die so tut, als wäre die Opposition schuld. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Bundeskanzler Nehammer: Richtig!
Sagen Sie einmal, Herr Nehammer: In einer Situation, in der die Gasspeicher nicht befüllbar sind, in der mittlerweile der Hafen für die Ausfuhr von kasachischem Rohöl gesperrt wurde – immerhin 40 Prozent des österreichischen Bedarfs –, einer Situation, die überkritisch ist (Bundeskanzler Nehammer: Richtig!), haben Sie sich hier nicht herzustellen und zu sagen: Ich bin ja hier kein Gast. – Nein, stimmt! Sie können nämlich von der Mehrheit herbeigeschafft werden. (Abg. Hanger: Jetzt reden Sie endlich einmal von ...!) Sie sind Chef der Verwaltung und haben hier zu rechtfertigen, was die Regierung macht – nicht Oberlehrer, nicht Belehrung, nicht heruntermachen! Das ist alles nicht Ihre Aufgabe! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Jetzt hätten Sie andere Aufgaben, Herr Bundeskanzler! (Abg. Michael Hammer: Ich hätte die Dringliche eh nicht gebraucht!) Und die Steigbügelhalter so einer Politik brauchen sich nicht aufzuregen. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Hanger: Jetzt reden Sie endlich einmal von ...!
Sagen Sie einmal, Herr Nehammer: In einer Situation, in der die Gasspeicher nicht befüllbar sind, in der mittlerweile der Hafen für die Ausfuhr von kasachischem Rohöl gesperrt wurde – immerhin 40 Prozent des österreichischen Bedarfs –, einer Situation, die überkritisch ist (Bundeskanzler Nehammer: Richtig!), haben Sie sich hier nicht herzustellen und zu sagen: Ich bin ja hier kein Gast. – Nein, stimmt! Sie können nämlich von der Mehrheit herbeigeschafft werden. (Abg. Hanger: Jetzt reden Sie endlich einmal von ...!) Sie sind Chef der Verwaltung und haben hier zu rechtfertigen, was die Regierung macht – nicht Oberlehrer, nicht Belehrung, nicht heruntermachen! Das ist alles nicht Ihre Aufgabe! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Jetzt hätten Sie andere Aufgaben, Herr Bundeskanzler! (Abg. Michael Hammer: Ich hätte die Dringliche eh nicht gebraucht!) Und die Steigbügelhalter so einer Politik brauchen sich nicht aufzuregen. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sagen Sie einmal, Herr Nehammer: In einer Situation, in der die Gasspeicher nicht befüllbar sind, in der mittlerweile der Hafen für die Ausfuhr von kasachischem Rohöl gesperrt wurde – immerhin 40 Prozent des österreichischen Bedarfs –, einer Situation, die überkritisch ist (Bundeskanzler Nehammer: Richtig!), haben Sie sich hier nicht herzustellen und zu sagen: Ich bin ja hier kein Gast. – Nein, stimmt! Sie können nämlich von der Mehrheit herbeigeschafft werden. (Abg. Hanger: Jetzt reden Sie endlich einmal von ...!) Sie sind Chef der Verwaltung und haben hier zu rechtfertigen, was die Regierung macht – nicht Oberlehrer, nicht Belehrung, nicht heruntermachen! Das ist alles nicht Ihre Aufgabe! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Jetzt hätten Sie andere Aufgaben, Herr Bundeskanzler! (Abg. Michael Hammer: Ich hätte die Dringliche eh nicht gebraucht!) Und die Steigbügelhalter so einer Politik brauchen sich nicht aufzuregen. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Michael Hammer: Ich hätte die Dringliche eh nicht gebraucht!
Sagen Sie einmal, Herr Nehammer: In einer Situation, in der die Gasspeicher nicht befüllbar sind, in der mittlerweile der Hafen für die Ausfuhr von kasachischem Rohöl gesperrt wurde – immerhin 40 Prozent des österreichischen Bedarfs –, einer Situation, die überkritisch ist (Bundeskanzler Nehammer: Richtig!), haben Sie sich hier nicht herzustellen und zu sagen: Ich bin ja hier kein Gast. – Nein, stimmt! Sie können nämlich von der Mehrheit herbeigeschafft werden. (Abg. Hanger: Jetzt reden Sie endlich einmal von ...!) Sie sind Chef der Verwaltung und haben hier zu rechtfertigen, was die Regierung macht – nicht Oberlehrer, nicht Belehrung, nicht heruntermachen! Das ist alles nicht Ihre Aufgabe! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Jetzt hätten Sie andere Aufgaben, Herr Bundeskanzler! (Abg. Michael Hammer: Ich hätte die Dringliche eh nicht gebraucht!) Und die Steigbügelhalter so einer Politik brauchen sich nicht aufzuregen. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Sagen Sie einmal, Herr Nehammer: In einer Situation, in der die Gasspeicher nicht befüllbar sind, in der mittlerweile der Hafen für die Ausfuhr von kasachischem Rohöl gesperrt wurde – immerhin 40 Prozent des österreichischen Bedarfs –, einer Situation, die überkritisch ist (Bundeskanzler Nehammer: Richtig!), haben Sie sich hier nicht herzustellen und zu sagen: Ich bin ja hier kein Gast. – Nein, stimmt! Sie können nämlich von der Mehrheit herbeigeschafft werden. (Abg. Hanger: Jetzt reden Sie endlich einmal von ...!) Sie sind Chef der Verwaltung und haben hier zu rechtfertigen, was die Regierung macht – nicht Oberlehrer, nicht Belehrung, nicht heruntermachen! Das ist alles nicht Ihre Aufgabe! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Jetzt hätten Sie andere Aufgaben, Herr Bundeskanzler! (Abg. Michael Hammer: Ich hätte die Dringliche eh nicht gebraucht!) Und die Steigbügelhalter so einer Politik brauchen sich nicht aufzuregen. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Hammer: Ein sehr sympathischer Politiker!) Wir beobachten das Problem – wir beobachten das Problem?! Zu einem Zeitpunkt, zu dem Hunderttausende nicht wissen, Tausende Betriebe keine Information von Ihnen haben, wie Sie mit der Krise umgehen wollen, erklären Sie: Wir haben ja ein Superpaket! Schuld ist die SPÖ, die stimmt einer Valorisierung nicht zu! – Wo ist denn der Antrag? Hat ihn jemand gesehen? – Nein, es ist heiße Luft der Regierung, die nicht einmal im Parlament liegt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Ums Momentum Institut geht’s, oder was?
Das ist ja unglaublich, was Sie hier machen! Lesen Sie Kommentatoren! Ich empfehle all jenen, die nicht immer den „Standard“ lesen (Abg. Michael Hammer: Ums Momentum Institut geht’s, oder was?), zum Beispiel heute einmal Hans Rauscher zu lesen. „Geht das weiter so mit der Regierung? Die ÖVP, aber auch die Grünen haben keine stringente Krisenpolitik“. – Lesen Sie den Beitrag! Ich glaube, dass er Ihnen schöntut, weil ich nämlich glaube, dass Sie nicht nur nicht können. Ich glaube, dass dahinter Absicht besteht – und ich komme auch gleich dazu, warum ich Ihnen das sage.
Abg. Michael Hammer: Ihr habt’s, glaub ich, eine am Deckel gekriegt!
Wir fordern einen Preisdeckel, und jetzt muss man den Menschen diese Stromrechnung erklären (Abg. Michael Hammer: Ihr habt’s, glaub ich, eine am Deckel gekriegt!) – Frau Dr. Rendi-Wagner hat das Beispiel der Pensionistin gebracht. Diese Stromrechnung fußt ja auf einem Preissystems, von dem die Leute nur hören, das sei komisch. Ich möchte Ihnen erklären, welches System herrscht:
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das teuerste Kraftwerk bestimmt den Preis für den gesamten Strom, der eingekauft wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das wäre so, als wenn Sie Ihren Ehemann oder Ihre Ehefrau Einkaufen schicken. Der oder die studiert alle Flugblätter, geht in das Geschäft mit dem teuersten Preis, kommt dann aber zurück und sagt: Schatzi, noch besser, ich bin auch in die billigeren Geschäfte gegangen, aber ich habe das Geld dort als Trinkgeld gelassen, weil ich ja immer gerne den teuersten Preis zahle. – Als Konsumentin und Konsument kommt dieses Geld aus Ihrer Tasche und füttert Aktionäre mit Milliarden. Das ist die Absicht der ÖVP (Beifall bei der SPÖ), und deswegen will sie keine Kontrolle, deswegen will sie nichts dagegen tun!
Beifall bei der SPÖ
Das teuerste Kraftwerk bestimmt den Preis für den gesamten Strom, der eingekauft wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das wäre so, als wenn Sie Ihren Ehemann oder Ihre Ehefrau Einkaufen schicken. Der oder die studiert alle Flugblätter, geht in das Geschäft mit dem teuersten Preis, kommt dann aber zurück und sagt: Schatzi, noch besser, ich bin auch in die billigeren Geschäfte gegangen, aber ich habe das Geld dort als Trinkgeld gelassen, weil ich ja immer gerne den teuersten Preis zahle. – Als Konsumentin und Konsument kommt dieses Geld aus Ihrer Tasche und füttert Aktionäre mit Milliarden. Das ist die Absicht der ÖVP (Beifall bei der SPÖ), und deswegen will sie keine Kontrolle, deswegen will sie nichts dagegen tun!
Abg. Michael Hammer: In Wien, ja!
Und was wurde betreffend unsere Anträge, die Richtwerte der Mieten nicht zu erhöhen, gemacht? – Abgelehnt, vertagt. Dabei hätte man zumindest verhindern können, dass bei vielen die Miete steigt. (Abg. Michael Hammer: In Wien, ja!) Warum? – Weil der Haus- und Grundbesitzerbund 2017 ja unter den Großspendern war. Wir wissen ja, warum es so ist! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und was wurde betreffend unsere Anträge, die Richtwerte der Mieten nicht zu erhöhen, gemacht? – Abgelehnt, vertagt. Dabei hätte man zumindest verhindern können, dass bei vielen die Miete steigt. (Abg. Michael Hammer: In Wien, ja!) Warum? – Weil der Haus- und Grundbesitzerbund 2017 ja unter den Großspendern war. Wir wissen ja, warum es so ist! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Wienbesteuerung!
Hören Sie auf, Klientelpolitik zu machen! In einer der schwersten Krisen, die wir je hatten, machen Sie Klientelpolitik. (Abg. Michael Hammer: Wienbesteuerung!) Sie lehnen die Übergewinnbesteuerung ab. Die Regierung in Griechenland besteht ja nicht aus Kommunisten, das ist eine konservative Regierung; natürlich schöpfen die die Übergewinne ab, das ist ja sonst ein Anreiz dazu, den Leuten weiter das Geld aus der Tasche zu ziehen. Natürlich müssen die Gewinne abgeschöpft werden, die kann man den Konzernen ja nicht als Beute lassen! Was macht die ÖVP? – Sie ignoriert das, und der Koalitionspartner applaudiert auch noch dazu. Wir haben der ÖVP bei solchen Sachen nie applaudiert, auch nicht als Koalitionspartner, das können Sie (in Richtung Grüne) sich in der Frage merken. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ja, genau!) Selbst der Energieberater (in Richtung Abg. Litschauer), dessen Windkraftwerke jetzt gut kassieren, applaudiert. Da kann man nicht applaudieren! (Zwischenruf des Abg. Litschauer.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ja, genau!
Hören Sie auf, Klientelpolitik zu machen! In einer der schwersten Krisen, die wir je hatten, machen Sie Klientelpolitik. (Abg. Michael Hammer: Wienbesteuerung!) Sie lehnen die Übergewinnbesteuerung ab. Die Regierung in Griechenland besteht ja nicht aus Kommunisten, das ist eine konservative Regierung; natürlich schöpfen die die Übergewinne ab, das ist ja sonst ein Anreiz dazu, den Leuten weiter das Geld aus der Tasche zu ziehen. Natürlich müssen die Gewinne abgeschöpft werden, die kann man den Konzernen ja nicht als Beute lassen! Was macht die ÖVP? – Sie ignoriert das, und der Koalitionspartner applaudiert auch noch dazu. Wir haben der ÖVP bei solchen Sachen nie applaudiert, auch nicht als Koalitionspartner, das können Sie (in Richtung Grüne) sich in der Frage merken. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ja, genau!) Selbst der Energieberater (in Richtung Abg. Litschauer), dessen Windkraftwerke jetzt gut kassieren, applaudiert. Da kann man nicht applaudieren! (Zwischenruf des Abg. Litschauer.)
in Richtung Abg. Litschauer
Hören Sie auf, Klientelpolitik zu machen! In einer der schwersten Krisen, die wir je hatten, machen Sie Klientelpolitik. (Abg. Michael Hammer: Wienbesteuerung!) Sie lehnen die Übergewinnbesteuerung ab. Die Regierung in Griechenland besteht ja nicht aus Kommunisten, das ist eine konservative Regierung; natürlich schöpfen die die Übergewinne ab, das ist ja sonst ein Anreiz dazu, den Leuten weiter das Geld aus der Tasche zu ziehen. Natürlich müssen die Gewinne abgeschöpft werden, die kann man den Konzernen ja nicht als Beute lassen! Was macht die ÖVP? – Sie ignoriert das, und der Koalitionspartner applaudiert auch noch dazu. Wir haben der ÖVP bei solchen Sachen nie applaudiert, auch nicht als Koalitionspartner, das können Sie (in Richtung Grüne) sich in der Frage merken. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ja, genau!) Selbst der Energieberater (in Richtung Abg. Litschauer), dessen Windkraftwerke jetzt gut kassieren, applaudiert. Da kann man nicht applaudieren! (Zwischenruf des Abg. Litschauer.)
Zwischenruf des Abg. Litschauer.
Hören Sie auf, Klientelpolitik zu machen! In einer der schwersten Krisen, die wir je hatten, machen Sie Klientelpolitik. (Abg. Michael Hammer: Wienbesteuerung!) Sie lehnen die Übergewinnbesteuerung ab. Die Regierung in Griechenland besteht ja nicht aus Kommunisten, das ist eine konservative Regierung; natürlich schöpfen die die Übergewinne ab, das ist ja sonst ein Anreiz dazu, den Leuten weiter das Geld aus der Tasche zu ziehen. Natürlich müssen die Gewinne abgeschöpft werden, die kann man den Konzernen ja nicht als Beute lassen! Was macht die ÖVP? – Sie ignoriert das, und der Koalitionspartner applaudiert auch noch dazu. Wir haben der ÖVP bei solchen Sachen nie applaudiert, auch nicht als Koalitionspartner, das können Sie (in Richtung Grüne) sich in der Frage merken. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ja, genau!) Selbst der Energieberater (in Richtung Abg. Litschauer), dessen Windkraftwerke jetzt gut kassieren, applaudiert. Da kann man nicht applaudieren! (Zwischenruf des Abg. Litschauer.)
Rufe bei der ÖVP: Das war der größte Flop! Na bravo!
Gut, kommen wir zu den Maßnahmen zurück, zum Preisdeckel. Ich habe heute schon zur ÖVP gesagt: Lernen Sie Geschichte! (Rufe bei der ÖVP: Das war der größte Flop! Na bravo!) Es gab ja wirkliche Bundeskanzler, nicht nur welche, die hier Polemik führen, berühmte Bundeskanzler der ÖVP. (Abg. Sieber: Sebastian Kurz!) Was haben die in so einer Krise, bei so einer Inflationsrate gemacht? – Eine Preisregelung, weil sie offenbar wussten, was für das Volk und für das Land gut ist. Das hat der Rest verlernt; der hat
Abg. Sieber: Sebastian Kurz!
Gut, kommen wir zu den Maßnahmen zurück, zum Preisdeckel. Ich habe heute schon zur ÖVP gesagt: Lernen Sie Geschichte! (Rufe bei der ÖVP: Das war der größte Flop! Na bravo!) Es gab ja wirkliche Bundeskanzler, nicht nur welche, die hier Polemik führen, berühmte Bundeskanzler der ÖVP. (Abg. Sieber: Sebastian Kurz!) Was haben die in so einer Krise, bei so einer Inflationsrate gemacht? – Eine Preisregelung, weil sie offenbar wussten, was für das Volk und für das Land gut ist. Das hat der Rest verlernt; der hat
Anhaltender Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
keine Ahnung, der ist ausschließlich für die Aktionäre da, und das ist furchtbar. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Weidinger: Der Herr Bundeskanzler!
Sie bringen uns in eine Situation, in der Sie beobachten, ob wir kein Gas mehr reinkriegen, in der Sie beobachten, ob das Öl abgedreht wird. Der Gipfel davon ist, dass Herr Nehammer (Abg. Weidinger: Der Herr Bundeskanzler!) uns hier erklärt: Wir befinden uns im Krieg!
Beifall bei der SPÖ – Abg. Hanger: Europa!
Ich kann an der Stelle sagen: Österreich ist ein neutrales Land, wir befinden uns nicht im Krieg (Beifall bei der SPÖ – Abg. Hanger: Europa!), und es ist auch nicht Ihr Recht, einen Krieg zu erklären. (Ruf bei der ÖVP: Unglaublich!) Das ist in einer Demokratie nämlich Aufgabe des Parlaments. Wir wollen keinen Krieg und wir befinden uns nicht im Krieg, so ist die Situation. (Abg. Hanger: Europa befindet sich im Krieg! Europa! – Abg. Scherak: Zum Schämen! Das ist alles zum Schämen! Kreisky dreht sich im Grab um!) Wir sind ein friedliches Land und wir befinden uns nicht im Krieg, auch nicht, wenn Herr Nehammer das behauptet. – Danke, meine Damen und Herren. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Unglaublich!
Ich kann an der Stelle sagen: Österreich ist ein neutrales Land, wir befinden uns nicht im Krieg (Beifall bei der SPÖ – Abg. Hanger: Europa!), und es ist auch nicht Ihr Recht, einen Krieg zu erklären. (Ruf bei der ÖVP: Unglaublich!) Das ist in einer Demokratie nämlich Aufgabe des Parlaments. Wir wollen keinen Krieg und wir befinden uns nicht im Krieg, so ist die Situation. (Abg. Hanger: Europa befindet sich im Krieg! Europa! – Abg. Scherak: Zum Schämen! Das ist alles zum Schämen! Kreisky dreht sich im Grab um!) Wir sind ein friedliches Land und wir befinden uns nicht im Krieg, auch nicht, wenn Herr Nehammer das behauptet. – Danke, meine Damen und Herren. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hanger: Europa befindet sich im Krieg! Europa! – Abg. Scherak: Zum Schämen! Das ist alles zum Schämen! Kreisky dreht sich im Grab um!
Ich kann an der Stelle sagen: Österreich ist ein neutrales Land, wir befinden uns nicht im Krieg (Beifall bei der SPÖ – Abg. Hanger: Europa!), und es ist auch nicht Ihr Recht, einen Krieg zu erklären. (Ruf bei der ÖVP: Unglaublich!) Das ist in einer Demokratie nämlich Aufgabe des Parlaments. Wir wollen keinen Krieg und wir befinden uns nicht im Krieg, so ist die Situation. (Abg. Hanger: Europa befindet sich im Krieg! Europa! – Abg. Scherak: Zum Schämen! Das ist alles zum Schämen! Kreisky dreht sich im Grab um!) Wir sind ein friedliches Land und wir befinden uns nicht im Krieg, auch nicht, wenn Herr Nehammer das behauptet. – Danke, meine Damen und Herren. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich kann an der Stelle sagen: Österreich ist ein neutrales Land, wir befinden uns nicht im Krieg (Beifall bei der SPÖ – Abg. Hanger: Europa!), und es ist auch nicht Ihr Recht, einen Krieg zu erklären. (Ruf bei der ÖVP: Unglaublich!) Das ist in einer Demokratie nämlich Aufgabe des Parlaments. Wir wollen keinen Krieg und wir befinden uns nicht im Krieg, so ist die Situation. (Abg. Hanger: Europa befindet sich im Krieg! Europa! – Abg. Scherak: Zum Schämen! Das ist alles zum Schämen! Kreisky dreht sich im Grab um!) Wir sind ein friedliches Land und wir befinden uns nicht im Krieg, auch nicht, wenn Herr Nehammer das behauptet. – Danke, meine Damen und Herren. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Zanger: Besser ehrliche 75 als verlogene 100! – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross, Stöger und Yildirim.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Diese Einigkeit hättet ihr beim Parteitag zeigen sollen, da habt ihr eure Vorsitzende mit nur 75 Prozent wiedergewählt. (Abg. Zanger: Besser ehrliche 75 als verlogene 100! – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross, Stöger und Yildirim.) Jetzt hilft es nicht mehr, das wäre damals notwendig gewesen.
Abg. Belakowitsch: Aber der Nehammer auch nicht mehr!
Die Rede des Kollegen Matznetter ist mehr als entlarvend, sie ist nämlich von Hass angetrieben. Es geht nur noch um eines, meine sehr geehrten Damen und Herren: Es darf keinen ÖVP-Bundeskanzler in dieser Republik geben. Die SPÖ glaubt, es gibt eine Erbpacht darauf. Nur, meine Damen und Herren, wir werden uns anschauen, wer in zwei Jahren bei euch in der ersten Reihe sitzt. Ich könnte mir vorstellen, dass es nicht mehr Frau Rendi-Wagner ist. (Abg. Belakowitsch: Aber der Nehammer auch nicht mehr!) Wir werden jedenfalls bis zu diesem Tage mit dieser Bundesregierung für die Menschen in Österreich weiterarbeiten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Die Rede des Kollegen Matznetter ist mehr als entlarvend, sie ist nämlich von Hass angetrieben. Es geht nur noch um eines, meine sehr geehrten Damen und Herren: Es darf keinen ÖVP-Bundeskanzler in dieser Republik geben. Die SPÖ glaubt, es gibt eine Erbpacht darauf. Nur, meine Damen und Herren, wir werden uns anschauen, wer in zwei Jahren bei euch in der ersten Reihe sitzt. Ich könnte mir vorstellen, dass es nicht mehr Frau Rendi-Wagner ist. (Abg. Belakowitsch: Aber der Nehammer auch nicht mehr!) Wir werden jedenfalls bis zu diesem Tage mit dieser Bundesregierung für die Menschen in Österreich weiterarbeiten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Da am Rednerpult!
Herr Kollege Matznetter, ich kenne dich schon einige Jahre. Man könnte die Protokolle all deiner Reden ausgraben, bei denen du dagestanden bist und gefragt hast, wo die kleinen Leute sind (Abg. Belakowitsch: Da am Rednerpult!), wo die Menschen mit niedrigem Einkommen sind. Wir haben sie berücksichtigt: Wir haben 50 Milliarden Euro vorgesehen, mit einem besonderen Schwerpunkt auf die sozial Schwächeren. Was macht ihr? – Ihr stimmt nicht mit. (Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Stöger.) Ihr stimmt bei zweimal 300 Euro Soforthilfe für sozial Schwächere, für Mindestpensionisten, für Mindestsicherungsbezieher nicht mit. Die SPÖ stimmt bei 600 Euro für die sozial Schwächsten in unserer Gesellschaft nicht mit (Ruf bei der ÖVP: Unglaublich!) – das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Sieber: Unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Stöger.
Herr Kollege Matznetter, ich kenne dich schon einige Jahre. Man könnte die Protokolle all deiner Reden ausgraben, bei denen du dagestanden bist und gefragt hast, wo die kleinen Leute sind (Abg. Belakowitsch: Da am Rednerpult!), wo die Menschen mit niedrigem Einkommen sind. Wir haben sie berücksichtigt: Wir haben 50 Milliarden Euro vorgesehen, mit einem besonderen Schwerpunkt auf die sozial Schwächeren. Was macht ihr? – Ihr stimmt nicht mit. (Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Stöger.) Ihr stimmt bei zweimal 300 Euro Soforthilfe für sozial Schwächere, für Mindestpensionisten, für Mindestsicherungsbezieher nicht mit. Die SPÖ stimmt bei 600 Euro für die sozial Schwächsten in unserer Gesellschaft nicht mit (Ruf bei der ÖVP: Unglaublich!) – das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Sieber: Unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Ruf bei der ÖVP: Unglaublich!
Herr Kollege Matznetter, ich kenne dich schon einige Jahre. Man könnte die Protokolle all deiner Reden ausgraben, bei denen du dagestanden bist und gefragt hast, wo die kleinen Leute sind (Abg. Belakowitsch: Da am Rednerpult!), wo die Menschen mit niedrigem Einkommen sind. Wir haben sie berücksichtigt: Wir haben 50 Milliarden Euro vorgesehen, mit einem besonderen Schwerpunkt auf die sozial Schwächeren. Was macht ihr? – Ihr stimmt nicht mit. (Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Stöger.) Ihr stimmt bei zweimal 300 Euro Soforthilfe für sozial Schwächere, für Mindestpensionisten, für Mindestsicherungsbezieher nicht mit. Die SPÖ stimmt bei 600 Euro für die sozial Schwächsten in unserer Gesellschaft nicht mit (Ruf bei der ÖVP: Unglaublich!) – das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Sieber: Unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Sieber: Unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Kollross.
Herr Kollege Matznetter, ich kenne dich schon einige Jahre. Man könnte die Protokolle all deiner Reden ausgraben, bei denen du dagestanden bist und gefragt hast, wo die kleinen Leute sind (Abg. Belakowitsch: Da am Rednerpult!), wo die Menschen mit niedrigem Einkommen sind. Wir haben sie berücksichtigt: Wir haben 50 Milliarden Euro vorgesehen, mit einem besonderen Schwerpunkt auf die sozial Schwächeren. Was macht ihr? – Ihr stimmt nicht mit. (Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Stöger.) Ihr stimmt bei zweimal 300 Euro Soforthilfe für sozial Schwächere, für Mindestpensionisten, für Mindestsicherungsbezieher nicht mit. Die SPÖ stimmt bei 600 Euro für die sozial Schwächsten in unserer Gesellschaft nicht mit (Ruf bei der ÖVP: Unglaublich!) – das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Sieber: Unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Abg. Heinisch-Hosek: 370 000!
Frau Rendi-Wagner stellt sich hier heraus, redet von Armutsbekämpfung und sagt: Am ärmsten sind die Kinder! (Abg. Heinisch-Hosek: 370 000!) Im August gibt es zusätzlich 180 Euro pro Kind, das wird mit der Familienbeihilfe ausbezahlt. (Die Abgeordneten Heinisch-Hosek und Leichtfried: Einmal!) Das ist mehr als eine zusätzliche Familienbeihilfe. Sie predigen hier Wasser, es ist einfach unglaublich! Wir helfen den Familien, und zwar mit einer zusätzlichen Familienbeihilfe. Der Familienbonus in Höhe von 2 000 Euro pro Jahr und Kind wird vorgezogen und auch der Kindermehrbetrag wird auf 550 Euro angehoben – von 250 auf 550 Euro. (Abg. Lindner: Das stimmt nicht!) Und was tun Sie? – Sie stimmen nicht mit! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Skandal!)
Die Abgeordneten Heinisch-Hosek und Leichtfried: Einmal!
Frau Rendi-Wagner stellt sich hier heraus, redet von Armutsbekämpfung und sagt: Am ärmsten sind die Kinder! (Abg. Heinisch-Hosek: 370 000!) Im August gibt es zusätzlich 180 Euro pro Kind, das wird mit der Familienbeihilfe ausbezahlt. (Die Abgeordneten Heinisch-Hosek und Leichtfried: Einmal!) Das ist mehr als eine zusätzliche Familienbeihilfe. Sie predigen hier Wasser, es ist einfach unglaublich! Wir helfen den Familien, und zwar mit einer zusätzlichen Familienbeihilfe. Der Familienbonus in Höhe von 2 000 Euro pro Jahr und Kind wird vorgezogen und auch der Kindermehrbetrag wird auf 550 Euro angehoben – von 250 auf 550 Euro. (Abg. Lindner: Das stimmt nicht!) Und was tun Sie? – Sie stimmen nicht mit! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Skandal!)
Abg. Lindner: Das stimmt nicht!
Frau Rendi-Wagner stellt sich hier heraus, redet von Armutsbekämpfung und sagt: Am ärmsten sind die Kinder! (Abg. Heinisch-Hosek: 370 000!) Im August gibt es zusätzlich 180 Euro pro Kind, das wird mit der Familienbeihilfe ausbezahlt. (Die Abgeordneten Heinisch-Hosek und Leichtfried: Einmal!) Das ist mehr als eine zusätzliche Familienbeihilfe. Sie predigen hier Wasser, es ist einfach unglaublich! Wir helfen den Familien, und zwar mit einer zusätzlichen Familienbeihilfe. Der Familienbonus in Höhe von 2 000 Euro pro Jahr und Kind wird vorgezogen und auch der Kindermehrbetrag wird auf 550 Euro angehoben – von 250 auf 550 Euro. (Abg. Lindner: Das stimmt nicht!) Und was tun Sie? – Sie stimmen nicht mit! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Skandal!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Skandal!
Frau Rendi-Wagner stellt sich hier heraus, redet von Armutsbekämpfung und sagt: Am ärmsten sind die Kinder! (Abg. Heinisch-Hosek: 370 000!) Im August gibt es zusätzlich 180 Euro pro Kind, das wird mit der Familienbeihilfe ausbezahlt. (Die Abgeordneten Heinisch-Hosek und Leichtfried: Einmal!) Das ist mehr als eine zusätzliche Familienbeihilfe. Sie predigen hier Wasser, es ist einfach unglaublich! Wir helfen den Familien, und zwar mit einer zusätzlichen Familienbeihilfe. Der Familienbonus in Höhe von 2 000 Euro pro Jahr und Kind wird vorgezogen und auch der Kindermehrbetrag wird auf 550 Euro angehoben – von 250 auf 550 Euro. (Abg. Lindner: Das stimmt nicht!) Und was tun Sie? – Sie stimmen nicht mit! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Skandal!)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Herr Kollege Matznetter, nehmen wir die Maßnahmen her, bei denen du nicht mitgestimmt hast: beim zusätzlichen Absetzbetrag von 500 Euro für Pensionen zwischen 1 000 und 2 000 Euro brutto. Ein um 500 Euro erhöhter Absetzbetrag: Wer hat nicht mitgestimmt? – Matznetter und Co, die Genossinnen und Genossen von der SPÖ. Das ist unglaublich, meine Damen und Herren! Wir werden das den Pensionistinnen und den Pensionisten auch sagen, dass Sie da nicht mitstimmen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Abg. Michael Hammer: Der hat sich blamiert! – Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.
Da Sie das alles kleinreden: Sie waren eh gerade bei Olaf Scholz. (Abg. Michael Hammer: Der hat sich blamiert! – Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Fahren Sie noch einmal raus und fragen Sie, was der rote Kanzler in Deutschland gemacht hat: ein 30-Milliarden-Euro-Paket. Deutschland ist zehnmal so groß wie Österreich, das heißt, um den Faktor zehn größer, das wären dann bei uns 3 Milliarden Euro. 3 Milliarden Euro haben wir mit den ersten beiden Antiteuerungspaketen schon überschritten. Die beiden kleinen Pakete betrugen schon 4 Milliarden Euro (Abg. Loacker: Und was haben sie gebracht?) und in den nächsten Jahren kommen 26 Milliarden Euro sowie eine Steuerentlastung in der Höhe von 18 Milliarden Euro dazu. Das ergibt eine Gesamtsumme von 50 Milliarden Euro! Da kann man sagen: Du kleines Österreich machst es besser! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Abg. Loacker: Und was haben sie gebracht?
Da Sie das alles kleinreden: Sie waren eh gerade bei Olaf Scholz. (Abg. Michael Hammer: Der hat sich blamiert! – Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Fahren Sie noch einmal raus und fragen Sie, was der rote Kanzler in Deutschland gemacht hat: ein 30-Milliarden-Euro-Paket. Deutschland ist zehnmal so groß wie Österreich, das heißt, um den Faktor zehn größer, das wären dann bei uns 3 Milliarden Euro. 3 Milliarden Euro haben wir mit den ersten beiden Antiteuerungspaketen schon überschritten. Die beiden kleinen Pakete betrugen schon 4 Milliarden Euro (Abg. Loacker: Und was haben sie gebracht?) und in den nächsten Jahren kommen 26 Milliarden Euro sowie eine Steuerentlastung in der Höhe von 18 Milliarden Euro dazu. Das ergibt eine Gesamtsumme von 50 Milliarden Euro! Da kann man sagen: Du kleines Österreich machst es besser! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Da Sie das alles kleinreden: Sie waren eh gerade bei Olaf Scholz. (Abg. Michael Hammer: Der hat sich blamiert! – Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Fahren Sie noch einmal raus und fragen Sie, was der rote Kanzler in Deutschland gemacht hat: ein 30-Milliarden-Euro-Paket. Deutschland ist zehnmal so groß wie Österreich, das heißt, um den Faktor zehn größer, das wären dann bei uns 3 Milliarden Euro. 3 Milliarden Euro haben wir mit den ersten beiden Antiteuerungspaketen schon überschritten. Die beiden kleinen Pakete betrugen schon 4 Milliarden Euro (Abg. Loacker: Und was haben sie gebracht?) und in den nächsten Jahren kommen 26 Milliarden Euro sowie eine Steuerentlastung in der Höhe von 18 Milliarden Euro dazu. Das ergibt eine Gesamtsumme von 50 Milliarden Euro! Da kann man sagen: Du kleines Österreich machst es besser! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Stöger.
Wenn Sie das einer Pensionistin mit 1 800 Euro brutto nicht erklären wollen, werden wir es tun. Diese Frau bekommt im heurigen Jahr 1 611 Euro ausbezahlt – 1 611 Euro! Eine Mindestpensionistin – der Sie die 600 Euro verwehren – bekommt 1 997 Euro, das sind knapp 2 000 Euro, das ist allein im heurigen Jahr eine 15. und 16. Pension zusätzlich. Das ist Hilfe, die ankommt, das sind rasche und wirkungsvolle Maßnahmen für die Menschen, die dieses Geld dringend benötigen. Nur: Die SPÖ stimmt nicht mit. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Stöger.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Michael Hammer: Die gehört wahrscheinlich zur Doskozil-SPÖ!
Sie reden von einem Deckel auf Strom? Wo sind denn überhaupt die roten Kärntner Abgeordneten? Wo sind die roten Kärntner? – Gaby Schaunig sagt: Von einem Preisnachlass auf Kelag-Strom – das ist der Kärntner Strom – würden auch Millionäre profitieren, ich bin gegen eine solche Gießkanne!, aber: „Mehr Kelag-Dividende statt Rabatt auf Strom“. – Ihre Landesrätin in Kärnten sagt genau das Gegenteil von dem, was Sie hier einfordern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Michael Hammer: Die gehört wahrscheinlich zur Doskozil-SPÖ!)
Abg. Belakowitsch: Bei uns gibt es auch keinen Diesel mehr!
Krainer hat gesagt: Die Steuerzahler zahlen sich das selbst! – Wir haben nur Steuergeld im Staat, das heißt, es ist alles Steuergeld. Das Geld, mit dem wir Steuerentlastungen finanzieren oder andere soziale Hilfen gewähren, ist Steuergeld. Auch der Deckel hin zum Marktpreis wird aus Steuergeldern finanziert. Wenn man nach Ungarn schaut: Was war der Erfolg? – Eine Verknappung von Diesel. Jetzt wird die Menge reduziert, die man täglich tanken darf, weil kein Diesel mehr da ist (Abg. Belakowitsch: Bei uns gibt es auch keinen Diesel mehr!), und es dürfen nur mehr Leute mit ungarischem Autotaferl tanken.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Na da gratuliere ich den Deutschen, den Belgiern und den Holländern, die zu uns ins Zillertal und ins Großarltal kommen: Die sind da, zahlen das Hotel (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), aber beim Tanken sagen wir: Nein, fahrt über die Grenze, bei uns kriegt ihr den Sprit nicht! – Das ist doch Irrsinn, meine Damen und Herren, das kann man doch so nicht umsetzen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Na da gratuliere ich den Deutschen, den Belgiern und den Holländern, die zu uns ins Zillertal und ins Großarltal kommen: Die sind da, zahlen das Hotel (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), aber beim Tanken sagen wir: Nein, fahrt über die Grenze, bei uns kriegt ihr den Sprit nicht! – Das ist doch Irrsinn, meine Damen und Herren, das kann man doch so nicht umsetzen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Unerhört!
Eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern bekommt inklusive Familienbeihilfe und all den Maßnahmen, die hier mitbeschlossen wurden, im heurigen Jahr 2 865 Euro. Sie von der SPÖ beteiligen sich bei keiner einzigen Maßnahme. Die FPÖ hat wenigstens beim Klima- und Antiteuerungsbonus mitgestimmt, aber Sie beteiligen sich nirgends, und diese Pakete wurden im Parlament verabschiedet. Ich bin ja höchst gespannt, was morgen beim Thema Pflege passiert. Wir investieren – notwendigerweise – über 1 Milliarde Euro für die Pflege, 570 Millionen Euro für das Personal. Die Roten stimmen nicht zu, wenn wir den Pflegerinnen und Pflegern zusätzliches Geld geben. (Ruf bei der ÖVP: Unerhört!) Das schlägt dem Fass den Boden aus! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Brandstätter.
Eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern bekommt inklusive Familienbeihilfe und all den Maßnahmen, die hier mitbeschlossen wurden, im heurigen Jahr 2 865 Euro. Sie von der SPÖ beteiligen sich bei keiner einzigen Maßnahme. Die FPÖ hat wenigstens beim Klima- und Antiteuerungsbonus mitgestimmt, aber Sie beteiligen sich nirgends, und diese Pakete wurden im Parlament verabschiedet. Ich bin ja höchst gespannt, was morgen beim Thema Pflege passiert. Wir investieren – notwendigerweise – über 1 Milliarde Euro für die Pflege, 570 Millionen Euro für das Personal. Die Roten stimmen nicht zu, wenn wir den Pflegerinnen und Pflegern zusätzliches Geld geben. (Ruf bei der ÖVP: Unerhört!) Das schlägt dem Fass den Boden aus! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Brandstätter.)
Abg. Lausch: ... ihr vertragt euch eh gut!
Das schlägt dem Fass dem Boden aus, und ich verstehe ehrlicherweise die Triebfeder der Sozialdemokratie nicht mehr. Es kann aber nur die sein, dass man schnell an die Macht will. (Abg. Lausch: ... ihr vertragt euch eh gut!) Nur das kann der einzige Antrieb sein, so auf die Tour: Alles, was im Weg steht, muss jetzt beiseite geräumt werden, damit es endlich zu Neuwahlen kommt! (Zwischenrufe der Abgeordneten Erasim und Matznetter.) Wissen Sie, was wir in Krisenzeiten brauchen? (Abg. Belakowitsch: Neuwahlen!) – Wir brauchen eine Einheit, wir brauchen den Zusammenhalt in der Gesellschaft (Ruf bei der SPÖ: Keine ÖVP!) und wir brauchen eine Bundesregierung wie diese, die den Menschen rasch und wirkungsvoll unter die Arme greift, nämlich mit Soforthilfen, mit Geld, das auf den Konten der Menschen auch wirklich ankommt, und zwar in einer Höhe, die es möglich macht, diese Teuerung abzufedern. Das brauchen wir in Österreich und nicht diese Zwistigkeiten und auch nicht diese Spekulationen in Richtung Neuwahlen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Erasim und Matznetter.
Das schlägt dem Fass dem Boden aus, und ich verstehe ehrlicherweise die Triebfeder der Sozialdemokratie nicht mehr. Es kann aber nur die sein, dass man schnell an die Macht will. (Abg. Lausch: ... ihr vertragt euch eh gut!) Nur das kann der einzige Antrieb sein, so auf die Tour: Alles, was im Weg steht, muss jetzt beiseite geräumt werden, damit es endlich zu Neuwahlen kommt! (Zwischenrufe der Abgeordneten Erasim und Matznetter.) Wissen Sie, was wir in Krisenzeiten brauchen? (Abg. Belakowitsch: Neuwahlen!) – Wir brauchen eine Einheit, wir brauchen den Zusammenhalt in der Gesellschaft (Ruf bei der SPÖ: Keine ÖVP!) und wir brauchen eine Bundesregierung wie diese, die den Menschen rasch und wirkungsvoll unter die Arme greift, nämlich mit Soforthilfen, mit Geld, das auf den Konten der Menschen auch wirklich ankommt, und zwar in einer Höhe, die es möglich macht, diese Teuerung abzufedern. Das brauchen wir in Österreich und nicht diese Zwistigkeiten und auch nicht diese Spekulationen in Richtung Neuwahlen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Neuwahlen!
Das schlägt dem Fass dem Boden aus, und ich verstehe ehrlicherweise die Triebfeder der Sozialdemokratie nicht mehr. Es kann aber nur die sein, dass man schnell an die Macht will. (Abg. Lausch: ... ihr vertragt euch eh gut!) Nur das kann der einzige Antrieb sein, so auf die Tour: Alles, was im Weg steht, muss jetzt beiseite geräumt werden, damit es endlich zu Neuwahlen kommt! (Zwischenrufe der Abgeordneten Erasim und Matznetter.) Wissen Sie, was wir in Krisenzeiten brauchen? (Abg. Belakowitsch: Neuwahlen!) – Wir brauchen eine Einheit, wir brauchen den Zusammenhalt in der Gesellschaft (Ruf bei der SPÖ: Keine ÖVP!) und wir brauchen eine Bundesregierung wie diese, die den Menschen rasch und wirkungsvoll unter die Arme greift, nämlich mit Soforthilfen, mit Geld, das auf den Konten der Menschen auch wirklich ankommt, und zwar in einer Höhe, die es möglich macht, diese Teuerung abzufedern. Das brauchen wir in Österreich und nicht diese Zwistigkeiten und auch nicht diese Spekulationen in Richtung Neuwahlen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Keine ÖVP!
Das schlägt dem Fass dem Boden aus, und ich verstehe ehrlicherweise die Triebfeder der Sozialdemokratie nicht mehr. Es kann aber nur die sein, dass man schnell an die Macht will. (Abg. Lausch: ... ihr vertragt euch eh gut!) Nur das kann der einzige Antrieb sein, so auf die Tour: Alles, was im Weg steht, muss jetzt beiseite geräumt werden, damit es endlich zu Neuwahlen kommt! (Zwischenrufe der Abgeordneten Erasim und Matznetter.) Wissen Sie, was wir in Krisenzeiten brauchen? (Abg. Belakowitsch: Neuwahlen!) – Wir brauchen eine Einheit, wir brauchen den Zusammenhalt in der Gesellschaft (Ruf bei der SPÖ: Keine ÖVP!) und wir brauchen eine Bundesregierung wie diese, die den Menschen rasch und wirkungsvoll unter die Arme greift, nämlich mit Soforthilfen, mit Geld, das auf den Konten der Menschen auch wirklich ankommt, und zwar in einer Höhe, die es möglich macht, diese Teuerung abzufedern. Das brauchen wir in Österreich und nicht diese Zwistigkeiten und auch nicht diese Spekulationen in Richtung Neuwahlen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das schlägt dem Fass dem Boden aus, und ich verstehe ehrlicherweise die Triebfeder der Sozialdemokratie nicht mehr. Es kann aber nur die sein, dass man schnell an die Macht will. (Abg. Lausch: ... ihr vertragt euch eh gut!) Nur das kann der einzige Antrieb sein, so auf die Tour: Alles, was im Weg steht, muss jetzt beiseite geräumt werden, damit es endlich zu Neuwahlen kommt! (Zwischenrufe der Abgeordneten Erasim und Matznetter.) Wissen Sie, was wir in Krisenzeiten brauchen? (Abg. Belakowitsch: Neuwahlen!) – Wir brauchen eine Einheit, wir brauchen den Zusammenhalt in der Gesellschaft (Ruf bei der SPÖ: Keine ÖVP!) und wir brauchen eine Bundesregierung wie diese, die den Menschen rasch und wirkungsvoll unter die Arme greift, nämlich mit Soforthilfen, mit Geld, das auf den Konten der Menschen auch wirklich ankommt, und zwar in einer Höhe, die es möglich macht, diese Teuerung abzufedern. Das brauchen wir in Österreich und nicht diese Zwistigkeiten und auch nicht diese Spekulationen in Richtung Neuwahlen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Kommt wieder ein neuer Kanzler? Es wäre wieder mal Zeit! – Zwischenruf des Abg. Lausch.
Wir werden diese zweite Halbzeit fertigspielen, meine Damen und Herren. (Abg. Belakowitsch: Kommt wieder ein neuer Kanzler? Es wäre wieder mal Zeit! – Zwischenruf des Abg. Lausch.) Wir haben uns in dieser Krisenzeit bewährt und auch gut behauptet. Es sind keine einfachen Zeiten. Es hat in den letzten Jahrzehnten keine Regierung gegeben, die eine derartige Situation bewältigen musste. Das muss man schon einmal sagen. Wir in dieser türkis-grünen Bundesregierung stehen dazu und arbeiten weiter für die Menschen, und wir werden das bis zum Ende der Legislaturperiode tun. (Abg. Stöger: Ja, das glauben wir! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Da können Sie machen, was Sie wollen, meine Damen von der SPÖ. Wir bleiben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Stöger: Ja, das glauben wir! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir werden diese zweite Halbzeit fertigspielen, meine Damen und Herren. (Abg. Belakowitsch: Kommt wieder ein neuer Kanzler? Es wäre wieder mal Zeit! – Zwischenruf des Abg. Lausch.) Wir haben uns in dieser Krisenzeit bewährt und auch gut behauptet. Es sind keine einfachen Zeiten. Es hat in den letzten Jahrzehnten keine Regierung gegeben, die eine derartige Situation bewältigen musste. Das muss man schon einmal sagen. Wir in dieser türkis-grünen Bundesregierung stehen dazu und arbeiten weiter für die Menschen, und wir werden das bis zum Ende der Legislaturperiode tun. (Abg. Stöger: Ja, das glauben wir! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Da können Sie machen, was Sie wollen, meine Damen von der SPÖ. Wir bleiben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir werden diese zweite Halbzeit fertigspielen, meine Damen und Herren. (Abg. Belakowitsch: Kommt wieder ein neuer Kanzler? Es wäre wieder mal Zeit! – Zwischenruf des Abg. Lausch.) Wir haben uns in dieser Krisenzeit bewährt und auch gut behauptet. Es sind keine einfachen Zeiten. Es hat in den letzten Jahrzehnten keine Regierung gegeben, die eine derartige Situation bewältigen musste. Das muss man schon einmal sagen. Wir in dieser türkis-grünen Bundesregierung stehen dazu und arbeiten weiter für die Menschen, und wir werden das bis zum Ende der Legislaturperiode tun. (Abg. Stöger: Ja, das glauben wir! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Da können Sie machen, was Sie wollen, meine Damen von der SPÖ. Wir bleiben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Ottenschläger: Ja, der eins hat! Das hat er nicht gesagt! – Abg. Wöginger: Das habe ich nicht gesagt! Das geht nicht!
Abgeordneter Mario Lindner (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Abgeordneter Wöginger hat behauptet, dass jedes Kind einen Familienbonus von 2 000 Euro bekommt. (Abg. Ottenschläger: Ja, der eins hat! Das hat er nicht gesagt! – Abg. Wöginger: Das habe ich nicht gesagt! Das geht nicht!)
Ruf bei der ÖVP: Das stimmt nicht!
Diese Behauptung ist unrichtig. (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt nicht!) Nur Kinder, deren Eltern ein dementsprechendes Einkommen haben, bekommen den vollen Familienbonus, alle anderen weniger. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Behauptung ist unrichtig. (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt nicht!) Nur Kinder, deren Eltern ein dementsprechendes Einkommen haben, bekommen den vollen Familienbonus, alle anderen weniger. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Herr.
Und was ist dann am 8. Mai rausgekommen? – Dieser Gutschein, dieser 150-Euro-Bonus, wird uns 8 Millionen Euro kosten, aber nicht weil 8 Millionen Euro an die Bürger gehen – oh nein! –, sondern weil das Finanzministerium eine Hotline mit 65 Mitarbeitern einrichtet und die Energieversorger Geld für jeden einzelnen eingelösten Gutschein bekommen. Das heißt, die größten Gewinner dieser Gutscheinaktion waren die Energieversorger. Na das ist eine großartige Leistung! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Herr.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, hören Sie auf, sich permanent selbst zu beweihräuchern und sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen! Das, was Sie da bieten, ist ein Verzweiflungsakt. Sie präsentieren auf einer Pressekonferenz Maßnahmen, von denen Sie glauben, die klingen schön, die klingen gut, ohne zu wissen, wie Sie sie umsetzen werden. Das ist das Problem. Und dann stehen Sie da und müssen sich nachträglich bemühen, irgendetwas hereinzubringen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Sieber: Sie sollten sich schämen für die Rede!
Herr Bundeskanzler, es gibt überhaupt keinen Grund, hier herinnen zu lachen. Sie sollten sich dafür, dass Sie die Österreicher im Stich lassen, schämen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Sieber: Sie sollten sich schämen für die Rede!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich denke dabei beispielsweise daran, dass der Ökostrombeitrag und die Ökostrompauschale für dieses Jahr ausgefallen sind. Ich denke an eine Senkung der Elektrizitätsabgabe, der Erdgasabgabe. Das sind Maßnahmen, steuerliche Maßnahmen und Abgabenmaßnahmen, die dafür sorgen sollen, dass der Preisanstieg gedämpft wird. Das heißt, wir haben bereits Maßnahmen gesetzt. Es sind Maßnahmen gesetzt worden, dass da nichts passiert ist, stimmt ganz einfach sachlich, objektiv nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Deimek: Reduzieren! Die Preise sind mal vier im Vergleich zum letzten Jahr!
Aber Faktum ist: Ja, die Inflation steigt weiter, sie steigt in ganz Europa weiter, und wir wissen nicht, wann das ein Ende haben wird, es ist nicht absehbar. Daher ist es auch verständlich, dass Diskussionen intensiver, stärker geführt werden, immer lauter werden, dass man sagt: Wir wollen einen Preisdeckel! Schauen wir doch bitte, dass wir die Teuerung aufhalten! Schauen wir doch bitte, dass wir sicherstellen, dass die Energiepreise nicht weiter steigen! (Abg. Deimek: Reduzieren! Die Preise sind mal vier im Vergleich zum letzten Jahr!)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wie gesagt, nicht alles, was gut gemeint ist, wirkt tatsächlich gut. Darum: Schauen wir uns die Modelle an, wo sie wirken können, wie sie wirken können, ob sie wirklich auch überall wirken können. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Ich möchte zu Beginn auf das replizieren, was Kollege Matznetter vorhin in seiner Rede gesagt hat, nämlich dass wir nicht im Krieg sind und dass wir uns nicht in einem Krieg befinden. – Wir befinden uns in einem Krieg, wir befinden uns in einem Wirtschaftskrieg – Thema Gas. Vielleicht noch viel wichtiger: Putin führt einen Krieg gegen die liberale Demokratie des Westens. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.) Es ist mir unverständlich, wie man sich hier das Mäntelchen der Neutralität umhängt, und ich finde das, ehrlich gesagt, feige.
Beifall bei den NEOS.
Wenn Herr Wöginger von 50 Milliarden Euro spricht, dann möchte ich wissen: Wie funktionieren die denn? Wie effizient werden sie eingesetzt? – Um das geht es nämlich. Die ÖVP hat ja irgendwann einmal gesagt, dass sie sich auch um das Budget kümmern möchte. Das passiert aber nicht, es wird einfach nur gesagt, the more, the merrier, und das, meine Damen und Herren, kann es ja wohl nicht sein. Auch da, liebe ÖVP: Das Geld wächst nicht auf den Bäumen! (Beifall bei den NEOS.) Alles, was Sie so flapsig ausgeben – weil viele von den Maßnahmen eben nicht treffsicher sind –, wird jemanden treffen, nämlich die nächsten Generationen. Die haben verdammt schwer an diesem Rucksack zu tragen.
Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Was schlägt die SPÖ also in ihrem Antrag vor? Schauen wir es uns an: staatliche Preisregulierungen, Abschöpfung von Übergewinnen der Energieunternehmen. – Ja, genau das, von dem Wifo und Co – führende Ökonomen – sagen, dass das einfach nicht funktionieren wird. Wir haben es gehört. Es gibt Versuche in Ungarn zum Thema Preisdeckelung, die nicht funktioniert haben. Gehen Sie in einen ungarischen Supermarkt, viele von den Produkten, die preisgedeckelt sind, gibt es nicht mehr! Und was ist mit denen, die nicht preisgedeckelt sind? – Die wurden so teuer, dass sie nicht mehr leistbar sind. Also diese Ideen, meine Damen und Herren, würden wir nicht unterstützen. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Beifall bei den NEOS.
Da bin ich dann beim letzten Punkt der SPÖ: Da geht es um die „Sicherung der Gasversorgung“ insbesondere auch durch „direkte Kooperationen mit den Nachbarländern“. – Ja, Kollege Schroll, darüber sollten wir wirklich reden. Das wäre ein wichtiger Punkt, denn wir wissen im Augenblick ja noch nicht einmal, wie viel von dem Gas, das in Österreich eingelagert ist, überhaupt für den österreichischen Markt verfügbar ist. Experten sagen uns, es sind wahrscheinlich nicht mehr als 25 Prozent, meine Damen und Herren – 25 Prozent! Die Bundesregierung hat uns die letzten paar Monate glauben gemacht, dass das Gas für den österreichischen Markt wäre. Ich fordere vehement auf – vehement! –, dass es jetzt endlich Transparenz bei diesen Energiethemen gibt. Daten, Zahlen, Fakten gehören jetzt auf den Tisch gelegt! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Ottenschläger: Stimmt!
Wir haben es gestern im Nationalen Sicherheitsrat gefordert und die Regierung hat es abgelehnt. Wir haben ein Transparenzpaket gefordert. Wie gesagt, es wurde nicht angenommen. Was wir wissen müssen: Wie sehen denn die Verträge der OMV wirklich aus? Wie viel Gas hat die OMV für diesen Winter aus Norwegen gekauft? – Wir hören, da passiert immer noch nichts. Wir hören, dass das norwegische Gas immer noch am freien Markt verfügbar ist. Dieses Gas, das die OMV für Österreich zu besorgen hätte, wird am europäischen Markt verkauft, obwohl wir es so dringend in Österreich brauchen würden. Ich meine, Sie sind doch die Wirtschaftspartei, oder?! (Abg. Ottenschläger: Stimmt!) Was sagen Ihnen denn die Industriekunden? Sie haben keine Ahnung, was da vorgeht! Die OMV zieht Sie mit einem Nasenring durchs Dorf, und Sie lassen sich das alles gefallen! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir haben es gestern im Nationalen Sicherheitsrat gefordert und die Regierung hat es abgelehnt. Wir haben ein Transparenzpaket gefordert. Wie gesagt, es wurde nicht angenommen. Was wir wissen müssen: Wie sehen denn die Verträge der OMV wirklich aus? Wie viel Gas hat die OMV für diesen Winter aus Norwegen gekauft? – Wir hören, da passiert immer noch nichts. Wir hören, dass das norwegische Gas immer noch am freien Markt verfügbar ist. Dieses Gas, das die OMV für Österreich zu besorgen hätte, wird am europäischen Markt verkauft, obwohl wir es so dringend in Österreich brauchen würden. Ich meine, Sie sind doch die Wirtschaftspartei, oder?! (Abg. Ottenschläger: Stimmt!) Was sagen Ihnen denn die Industriekunden? Sie haben keine Ahnung, was da vorgeht! Die OMV zieht Sie mit einem Nasenring durchs Dorf, und Sie lassen sich das alles gefallen! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Und das unter dem Mäntelchen: Man kann da ja nicht hingreifen, huch, die OMV ist ja ein privates Unternehmen! – Ja, natürlich ist sie das, aber wozu halten wir dann 31,5 Prozent an der OMV? Geht es Ihnen irgendwie auch um Versorgungssicherheit für diesen Winter? (Beifall bei den NEOS.) 31,5 Prozent gehören der Republik und damit dem Steuerzahler, und natürlich kann über die Öbag eingegriffen werden, man muss der OMV nur die zusätzlichen Kosten abdecken.
Zwischenruf des Abg. Deimek
Ein letzter Satz: Ich bin und war mein Leben lang in der Privatwirtschaft, und was wir jetzt wirklich nicht mehr brauchen, ist diese politische Kommunikation (Zwischenruf des Abg. Deimek), dieses politische Rumtändeln. Wir brauchen schonungsloses Krisenmanagement, denn sonst werden die nächsten zwei bis drei Jahre wirklich nicht lustig. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ein letzter Satz: Ich bin und war mein Leben lang in der Privatwirtschaft, und was wir jetzt wirklich nicht mehr brauchen, ist diese politische Kommunikation (Zwischenruf des Abg. Deimek), dieses politische Rumtändeln. Wir brauchen schonungsloses Krisenmanagement, denn sonst werden die nächsten zwei bis drei Jahre wirklich nicht lustig. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Zuhörerinnen und Zuhörer auf der Galerie und zu Hause vor den Bildschirmen! Eines vorweg, geschätzte Kolleginnen und Kollegen: Diese Bundesregierung ist mit Abstand die schwächste Regierung in der Zweiten Republik. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Diese Regierung ist nicht imstande, die Republik Österreich zu führen. Sie scheitern in allen Belangen (Zwischenruf des Abg. Hörl), in allem, was in den letzten zweieinhalb Jahren war: Covid-Management, Teuerung, Energieversorgung und soziale Sicherheit.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer. – Abg. Jakob Schwarz: Ihr wolltet ja eine Energiesparkampagne!
Sie als Koalitionspartner, geschätzte Damen und Herren der Grünen, fordern 100 km/h auf Österreichs Autobahnen. Sie steuern Österreich mit 300 km/h an die Wand. Das ist wirklich ein Skandal. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer. – Abg. Jakob Schwarz: Ihr wolltet ja eine Energiesparkampagne!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Gusenbauer! – Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
Geschätzte Damen und Herren der Koalition beziehungsweise der Regierung- - Die ÖVP-Seite schreit rein. Es sitzen ja nicht mehr so viele da, ich glaube, ich habe 25 oder 26 gezählt – so viel, wie Ihr wahrscheinlich nach der nächsten Wahl sein werdet. Horcht einfach zu und bleibt ganz cool und locker! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Gusenbauer! – Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.)
Abg. Michael Hammer: Gusenbauer!
Klar ist, geschätzte Kolleginnen und Kollegen: Die Preise sind Jenseits von Gut und Böse. (Abg. Michael Hammer: Gusenbauer!) Mittlerweile hat sich die Preissteigerung auch wirklich schon in alle Schichten und in jedes Leben durchgeschlagen. Klar ist auch, dass das Ende der Fahnenstange, wie wir natürlich alle glauben, noch lange nicht erreicht ist. Dabei vergehen die Tage und Wochen und Monate und die Bundesregierung glänzt mit Pressekonferenzen und medienwirksamen Auftritten am fließenden Band, aber es kommt einfach nichts raus. Da macht die Bundesregierung wirklich ganze Arbeit. Liebe Vertreterinnen und Vertreter auf der Regierungsbank: Das ist nicht genug, das ist zu wenig, zu zögerlich und alles zu spät!
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Egger.
Die Leute da draußen, geschätzte Damen und Herren, goutieren das mittlerweile auch nicht mehr, da könnt Ihr sagen, was Ihr wollt. 70 Prozent der Menschen sagen, sie haben kein Vertrauen mehr in diese Regierung. Das Hilfspaket kommt nicht an. Es kommt nichts an, und es ist einfach ein Versagen dieser Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Egger.)
Abg. Egger: Danke! – Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP
Geschätzte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, unsere Forderungen seitens der SPÖ, die wir schon seit Monaten immer wieder stellen, möchte ich noch einmal wiederholen – wir beraten die Regierung auch sehr gerne (Abg. Egger: Danke! – Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP) –: Mehrwertsteuer auf Strom, Gas, Sprit sowie auf Lebensmittel befristet streichen. (Zwischenruf bei den Grünen.) Bei einer entsprechenden Preiskontrolle und der gesetzlichen Vorgabe, dass die Verbilligung weitergegeben werden muss, wird es funktionieren. (Abg. Litschauer: Tankrabattflopp! Tankrabatt haben wir schon gesehen!)
Zwischenruf bei den Grünen.
Geschätzte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, unsere Forderungen seitens der SPÖ, die wir schon seit Monaten immer wieder stellen, möchte ich noch einmal wiederholen – wir beraten die Regierung auch sehr gerne (Abg. Egger: Danke! – Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP) –: Mehrwertsteuer auf Strom, Gas, Sprit sowie auf Lebensmittel befristet streichen. (Zwischenruf bei den Grünen.) Bei einer entsprechenden Preiskontrolle und der gesetzlichen Vorgabe, dass die Verbilligung weitergegeben werden muss, wird es funktionieren. (Abg. Litschauer: Tankrabattflopp! Tankrabatt haben wir schon gesehen!)
Abg. Litschauer: Tankrabattflopp! Tankrabatt haben wir schon gesehen!
Geschätzte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, unsere Forderungen seitens der SPÖ, die wir schon seit Monaten immer wieder stellen, möchte ich noch einmal wiederholen – wir beraten die Regierung auch sehr gerne (Abg. Egger: Danke! – Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP) –: Mehrwertsteuer auf Strom, Gas, Sprit sowie auf Lebensmittel befristet streichen. (Zwischenruf bei den Grünen.) Bei einer entsprechenden Preiskontrolle und der gesetzlichen Vorgabe, dass die Verbilligung weitergegeben werden muss, wird es funktionieren. (Abg. Litschauer: Tankrabattflopp! Tankrabatt haben wir schon gesehen!)
Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer
Auch die staatliche Preisdeckelung bei Energiepreisen und Spritpreisen (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer), so wie sie in anderen EU-Ländern bereits erfolgreich umgesetzt wurde, ist eine Möglichkeit. (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz. – Abg. Litschauer: Gefloppt!) Eine Abschöpfung der Übergewinne, der Krisengewinne – so wie es unsere Vorsitzende gesagt hat – ist eine Möglichkeit, um damit das Antiteuerungspaket zu finanzieren, aber auch den Ausbau der erneuerbaren Energien (Abg. Litschauer: Weil ihr es verpasst habt! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz. – Abg. Litschauer: Gefloppt!
Auch die staatliche Preisdeckelung bei Energiepreisen und Spritpreisen (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer), so wie sie in anderen EU-Ländern bereits erfolgreich umgesetzt wurde, ist eine Möglichkeit. (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz. – Abg. Litschauer: Gefloppt!) Eine Abschöpfung der Übergewinne, der Krisengewinne – so wie es unsere Vorsitzende gesagt hat – ist eine Möglichkeit, um damit das Antiteuerungspaket zu finanzieren, aber auch den Ausbau der erneuerbaren Energien (Abg. Litschauer: Weil ihr es verpasst habt! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Litschauer: Weil ihr es verpasst habt! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Auch die staatliche Preisdeckelung bei Energiepreisen und Spritpreisen (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer), so wie sie in anderen EU-Ländern bereits erfolgreich umgesetzt wurde, ist eine Möglichkeit. (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz. – Abg. Litschauer: Gefloppt!) Eine Abschöpfung der Übergewinne, der Krisengewinne – so wie es unsere Vorsitzende gesagt hat – ist eine Möglichkeit, um damit das Antiteuerungspaket zu finanzieren, aber auch den Ausbau der erneuerbaren Energien (Abg. Litschauer: Weil ihr es verpasst habt! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall und Zwischenrufe bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen der Regierung, heute ist der 6.7. und morgen der 7.7, das heißt, morgen feiern wir ein Jahr: Vor einem Jahr haben wir hier im Hohen Haus das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz mit der Zustimmung der SPÖ beschlossen. Wisst Ihr, was bis heute passiert ist? – Kein einziges Windrad und keine einzige Fotovoltaikanlage wurden bis jetzt von diesem Geld finanziert – null, absolut null! (Beifall und Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker
Ihr von den Grünen, liebe Kolleginnen und Kollegen, wisst es ganz genau: Es gibt seit 551 Tagen (Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker) kein Energieeffizienzgesetz, kein Klimaschutzgesetz und das EAG ist nicht am Boden. Der Ausbau genau dieser erneuerbaren Energien würde nämlich dazu beitragen, dass wir stabile und nachhaltige Energiepreise hätten – so viel zum Ausbau der erneuerbaren Energien. (Abg. Jakob Schwarz: ... das ist wurscht!)
Abg. Jakob Schwarz: ... das ist wurscht!
Ihr von den Grünen, liebe Kolleginnen und Kollegen, wisst es ganz genau: Es gibt seit 551 Tagen (Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker) kein Energieeffizienzgesetz, kein Klimaschutzgesetz und das EAG ist nicht am Boden. Der Ausbau genau dieser erneuerbaren Energien würde nämlich dazu beitragen, dass wir stabile und nachhaltige Energiepreise hätten – so viel zum Ausbau der erneuerbaren Energien. (Abg. Jakob Schwarz: ... das ist wurscht!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir fordern die Regierung einmal mehr auf: Macht endlich etwas, macht endlich sinnvolle Pakete, nicht Antiteuerungspakete, die vielleicht irgendwann im Oktober oder im nächsten Jahr wirksam werden und greifen. Die Leute draußen brauchen jetzt Hilfe, rasch Hilfe, sofort Hilfe! Das wäre das, wofür ihr gewählt worden seid und wofür wir hier im Hohen Haus sein sollten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schroll: Ja!
Abgeordneter Mag. (FH) Kurt Egger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte ZuseherInnen auf der Galerie und auch via Livestream! Kollege Schroll (Abg. Schroll: Ja!), Gott sei Dank obliegt es nicht Ihnen, das Paket zu beurteilen, sondern denen, denen geholfen wird. Wir werden das für die Menschen tun. Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. (FH) Kurt Egger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte ZuseherInnen auf der Galerie und auch via Livestream! Kollege Schroll (Abg. Schroll: Ja!), Gott sei Dank obliegt es nicht Ihnen, das Paket zu beurteilen, sondern denen, denen geholfen wird. Wir werden das für die Menschen tun. Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Der erste rote Faden ist: Die Sozialdemokratie patzt an, patzt an, patzt an. Ich kann Ihnen auch ein gutes Beispiel dafür bringen. Wer sich an die Aktuelle Stunde heute in der Früh erinnert, der weiß vielleicht noch, dass Frau Kollegin Greiner ziemlich über den neuen steirischen Landeshauptmann, inklusive Energie Steiermark, hergezogen ist. Sie hat aber bei dieser Attacke vergessen, dass der zuständige Referent in der Landesregierung, nämlich der Landesfinanzreferent, Parteikollege Lang ist – und damit auch der Eigentümervertreter in der Energie Steiermark. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Wie groß muss der Hass wirklich sein? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Der erste rote Faden ist: Die Sozialdemokratie patzt an, patzt an, patzt an. Ich kann Ihnen auch ein gutes Beispiel dafür bringen. Wer sich an die Aktuelle Stunde heute in der Früh erinnert, der weiß vielleicht noch, dass Frau Kollegin Greiner ziemlich über den neuen steirischen Landeshauptmann, inklusive Energie Steiermark, hergezogen ist. Sie hat aber bei dieser Attacke vergessen, dass der zuständige Referent in der Landesregierung, nämlich der Landesfinanzreferent, Parteikollege Lang ist – und damit auch der Eigentümervertreter in der Energie Steiermark. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Wie groß muss der Hass wirklich sein? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Der zweite rote Faden: Überall dort, wo die Sozialdemokratie Verantwortung trägt, in Wien, in Kärnten und im Burgenland, passiert genau nichts. Das Gegenteil passiert. In Wien wird die Fernwärme um 92 Prozent teurer. Was tut ihr? – Ihr schaut zu! Roter Faden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Der dritte rote Faden in der Sozialdemokratie ist: Man ist anscheinend nicht besonders gut abgestimmt. Es gibt Forderungen aus Wien, bei denen es darum geht, die kalte Progression abzuschaffen. Was wird die Sozialdemokratie in diesem Hause tun? – Sie wird natürlich dagegen sein. Es wäre super, wenn ihr endlich einmal klärt, wer bei euch das Sagen hat, dann könnten wir über diese Dinge auch vernünftig reden. – Gelingt bei euch nicht, kann man nichts machen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo?
Eine weitere Forderung war die Indexierung der Sozialleistungen. – Wir setzen um! (Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo?) Sozialdemokratie: Nein, erste Reihe fußfrei, interessiert mich nicht, Hauptsache, ich bin dagegen. Anpatzen, anpatzen, anpatzen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Eine weitere Forderung war die Indexierung der Sozialleistungen. – Wir setzen um! (Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo?) Sozialdemokratie: Nein, erste Reihe fußfrei, interessiert mich nicht, Hauptsache, ich bin dagegen. Anpatzen, anpatzen, anpatzen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Sehr objektiv!
Zur Treffsicherheit des von uns vorgelegten Paketes hat bereits heute am Vormittag Karlheinz Kopf gesprochen, der sich das sehr genau mit den Experten der Wirtschaftskammer angesehen hat (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Sehr objektiv!), nämlich: Die drei unteren Einkommenskategorien bekommen einen vollen Ausgleich der Teuerung. Das könnt ihr nicht wegdiskutieren. Das ist ziel- und treffsicher, und wir lassen uns davon sicher nicht abbringen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zur Treffsicherheit des von uns vorgelegten Paketes hat bereits heute am Vormittag Karlheinz Kopf gesprochen, der sich das sehr genau mit den Experten der Wirtschaftskammer angesehen hat (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Sehr objektiv!), nämlich: Die drei unteren Einkommenskategorien bekommen einen vollen Ausgleich der Teuerung. Das könnt ihr nicht wegdiskutieren. Das ist ziel- und treffsicher, und wir lassen uns davon sicher nicht abbringen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Was fahren Sie?
Ein Wort zum Energiedeckel beziehungsweise zur Deckelung des Preises; ich gebe Ihnen ein kleines Beispiel mit auf den Weg: Ein SUV braucht ungefähr 10 Liter plus, ein kleineres Auto 4 Liter, 5 Liter. (Ruf bei der SPÖ: Was fahren Sie?) Wenn Sie dann an der Tankstelle stehen, dann werden Sie sehen, dass das sozial nicht ganz treffsicher ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein Wort zum Energiedeckel beziehungsweise zur Deckelung des Preises; ich gebe Ihnen ein kleines Beispiel mit auf den Weg: Ein SUV braucht ungefähr 10 Liter plus, ein kleineres Auto 4 Liter, 5 Liter. (Ruf bei der SPÖ: Was fahren Sie?) Wenn Sie dann an der Tankstelle stehen, dann werden Sie sehen, dass das sozial nicht ganz treffsicher ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher kann ich Ihnen versichern: Verlassen Sie sich auf uns, auf die türkis-grüne Bundesregierung, auf unseren Bundeskanzler, der mit vollem Einsatz und vollem Engagement unterwegs ist, abseits Ihrer täglichen Polemik, der dafür da ist, dass die Menschen in Österreich auch in Zukunft ein gutes Leben haben werden. Wir werden das umsetzen, Sie können sich auf uns verlassen! – Schönen Tag. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Litschauer: Da wart ihr nie dabei!
Erste Ursache – und da sind alle vier Parteien, die ich genannt habe, mit im Boot –: Das ist ein Versagen der Europäischen Zentralbank seit mehr als einem Jahrzehnt. Das ist die Hauptursache dieser Problemstellung, die wir nicht nur in Österreich haben, sondern in ganz Europa. Das wissen wir alle, jeder, der über die Grenzen schaut. Es ist zugegebenermaßen in Griechenland oder in Frankreich nicht besser, alle leiden darunter. Die Linie der EZB habt aber ihr alle, die jeweiligen Bundeskanzler, ob rot oder schwarz, mit Unterstützung der Regierung, in Brüssel bitte schön immer unterstützt, und das ist der Kardinalfehler. (Abg. Litschauer: Da wart ihr nie dabei!) Solange wir das nicht beenden, wird es auch nicht besser werden.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.
Ich sage es noch einmal – das muss man auch einmal klar ansprechen –: Es gibt vor allem eine Inkompetenz der grünen Ministerin Gewessler in Energiefragen. Das muss man einmal deutlich sagen. Sie ist für mich rücktrittsreif, sie ist eine Gefahr für Österreich, eine Gefahr für die Regierung. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.) Von der ÖVP wird sich jetzt keiner zu klatschen trauen, innerlich klatschen sie auch. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Noch einmal: Das ist eine Gefahr für die Bevölkerung, für die Wirtschaft, für die Volkswirtschaft.
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Ich sage es noch einmal – das muss man auch einmal klar ansprechen –: Es gibt vor allem eine Inkompetenz der grünen Ministerin Gewessler in Energiefragen. Das muss man einmal deutlich sagen. Sie ist für mich rücktrittsreif, sie ist eine Gefahr für Österreich, eine Gefahr für die Regierung. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.) Von der ÖVP wird sich jetzt keiner zu klatschen trauen, innerlich klatschen sie auch. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Noch einmal: Das ist eine Gefahr für die Bevölkerung, für die Wirtschaft, für die Volkswirtschaft.
Abg. Litschauer: Ihr suchtelt nach E-Fuels, die will nicht einmal VW!
Die Schlagzeile im heutigen „Kurier“ lautet: „Fenster und Türen abdichten“. Das sollen wir jetzt machen, und den Deckel auf den Kochtopf setzen. Noch einmal: Sie verfolgt ihre Global-2000-Propaganda und -Ideologie und alle Österreicher müssen darunter leiden. Also bitte schön: Ablöse dieser Ministerin, besser heute als morgen! Das ist mit ein Hauptgrund unserer Problemstellungen, das muss man einmal in dieser Deutlichkeit sagen. Sie ist heute auch gar nicht da. (Abg. Litschauer: Ihr suchtelt nach E-Fuels, die will nicht einmal VW!) Zu eurer Ansage vorhin, noch einmal: Wer soll denn die Kollektoren momentan montieren? Wo kriegen Sie diese her? (Abg. Litschauer: Weil es ihr verschlafen habt!)
Abg. Litschauer: Weil es ihr verschlafen habt!
Die Schlagzeile im heutigen „Kurier“ lautet: „Fenster und Türen abdichten“. Das sollen wir jetzt machen, und den Deckel auf den Kochtopf setzen. Noch einmal: Sie verfolgt ihre Global-2000-Propaganda und -Ideologie und alle Österreicher müssen darunter leiden. Also bitte schön: Ablöse dieser Ministerin, besser heute als morgen! Das ist mit ein Hauptgrund unserer Problemstellungen, das muss man einmal in dieser Deutlichkeit sagen. Sie ist heute auch gar nicht da. (Abg. Litschauer: Ihr suchtelt nach E-Fuels, die will nicht einmal VW!) Zu eurer Ansage vorhin, noch einmal: Wer soll denn die Kollektoren momentan montieren? Wo kriegen Sie diese her? (Abg. Litschauer: Weil es ihr verschlafen habt!)
Beifall bei der FPÖ.
Problemstellungen ohne Ende also – das würde jetzt 30 Minuten dauern, das auszuführen. Conclusio: Man kann gerne über alle Maßnahmen diskutieren, Herr Bundeskanzler, aber es braucht auch eine ehrliche Analyse, und zwar der drei Hauptursachen – da ist viel Brüssel mit im Spiel –, die wir lösen müssen. Solange ihr diesen Weg mittragt, wird sich mittel- und langfristig nichts ändern. Alles, was wir machen, ist im Prinzip eine Symptombekämpfung, und die hilft der Bevölkerung nicht wirklich weiter. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schroll.
Ich berichtige tatsächlich: Tatsächlich ist es so, dass allein in der Kategorie A im ersten Fördercall über 11 000 Förderverträge ausgestellt wurden. (Zwischenruf des Abg. Schroll.) – Herr Kollege Schroll, über 11 000 Förderverträge! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich berichtige tatsächlich: Tatsächlich ist es so, dass allein in der Kategorie A im ersten Fördercall über 11 000 Förderverträge ausgestellt wurden. (Zwischenruf des Abg. Schroll.) – Herr Kollege Schroll, über 11 000 Förderverträge! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kollross: Das ist aber keine tatsächliche Berichtigung, Herr Präsident!
Die Abwicklungsstelle bearbeitet gerade Zehntausende Anträge, ich habe von 170 000 Anträgen gehört. (Abg. Kollross: Das ist aber keine tatsächliche Berichtigung, Herr Präsident!) Die leisten hervorragende Arbeit, und das ist genau das, was der Herr Bundeskanzler vorhin angesprochen hat, lieber Kollege Schroll. Sie wissen das! Sie wissen, dass Zehntausende Förderanträge schon genehmigt wurden, dass die Förderwerber kontaktiert wurden, und Sie behaupten tatsachenwidrig das Gegenteil! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Die Abwicklungsstelle bearbeitet gerade Zehntausende Anträge, ich habe von 170 000 Anträgen gehört. (Abg. Kollross: Das ist aber keine tatsächliche Berichtigung, Herr Präsident!) Die leisten hervorragende Arbeit, und das ist genau das, was der Herr Bundeskanzler vorhin angesprochen hat, lieber Kollege Schroll. Sie wissen das! Sie wissen, dass Zehntausende Förderanträge schon genehmigt wurden, dass die Förderwerber kontaktiert wurden, und Sie behaupten tatsachenwidrig das Gegenteil! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kollross: Zu günstigeren Preisen!
Die Lösungsvorschläge gehen aber doch ziemlich auseinander. Ich möchte diese Diskussion jetzt zum Anlass nehmen, auf die Vorschläge der SPÖ einzugehen. Im Antrag steht: Preise durch staatliche Eingriffe und/oder Steuersenkungen senken. – Von meinen Vorrednerinnen und Vorrednern wurde schon angesprochen, wozu solche Steuersenkungen führen können. (Abg. Kollross: Zu günstigeren Preisen!) Das zeigt das Beispiel Deutschland, wo die Mineralölsteuer am 1. Juni auf 35 Cent beziehungsweise 17 Cent pro Liter gesenkt wurde. Das bedeutet Kosten von rund 3 Milliarden Euro für Deutschland. Am 31.5., also am Tag davor, lag der Tagesdurchschnittspreis für Diesel bei 2,04 Euro. Am nächsten Tag – die Steuersenkung trat in Kraft – verringerte sich der Preis tatsächlich auf 1,93 Euro. Nicht einmal zwei Wochen später aber, am 13. Juni, lag
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Obernosterer.
der Preis bereits wieder auf dem ursprünglichen Niveau von vor der Steuersenkung und ist seither auch gestiegen. Wie man sieht, hat diese Steuersenkung nicht gewirkt. Das bedeutet hohe Kosten für den Staat und damit für uns alle, weil wir die entgangenen Steuern, die nicht bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern landen, irgendwie anders finanzieren müssen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Obernosterer.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wie schaut es bei der Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel aus? – Das klingt plausibel, aber auch da ist das Problem oder die Tatsache, dass alle Menschen diese Lebensmittel konsumieren. Es gibt eine Studie des Momentum-Instituts, das Ihnen ja nahesteht, mit der erhoben wurde, was eine solche Lebensmittelsteuersenkung auf bestimmte lebensnotwendige Lebensmittel bewirken würde: eine durchschnittliche Entlastung von 49 bis 45 Euro im Jahr; tatsächlich 49 Euro bei den einkommensschwächeren Haushalten, 45 Euro bei den einkommensstärksten Haushalten. 50 Euro – nicht einmal 50 Euro im Jahr und Gießkanne im Vergleich zu dem, was wir planen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Was ich auch noch erwähnen möchte, ist die Indexierung der Sozialleistungen. Das Krankengeld, das Rehageld, die Familienbeihilfe und das Kinderbetreuungsgeld werden an die Steigerung der Inflation angepasst. Das sind ganz wichtige Sozialleistungen, die in Zukunft indexiert werden. Ich muss schon sagen, auch das ist den vorherigen Regierungen, auch SPÖ-geführten Regierungen, nicht gelungen. Was uns da gelungen ist, ist also wirklich ein Meilenstein. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Abschluss noch zu einem Vorschlag, nämlich zur Verwendung der Übergewinne: Da möchte ich schon sagen, dass wir uns da genau anschauen wollen, wer Übergewinne macht, was ein Übergewinn ist und was man mit diesen Gewinnen tun kann. Sie also beispielsweise in den Umstieg zu erneuerbaren Energien zu reinvestieren, ist aus unserer Sicht durchaus sinnvoll und plausibel. Aber das muss man im Detail diskutieren. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Einen Teil davon!
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Zunächst: Herr Bundeskanzler, ja, Sie haben recht. Bei so komplexen Themen gibt es keine einfachen Antworten, deswegen müssen wir gemeinsam die richtigen finden. Aber eines möchte ich Ihnen schon sagen: Was ich nicht verstehe, ist, in einer solchen Situation mit einer derartigen Aggressivität auf die Opposition loszugehen, in dem Fall auf die SPÖ. (Ruf bei der ÖVP: Einen Teil davon!) Das habe ich jetzt wirklich nicht verstanden. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Zunächst: Herr Bundeskanzler, ja, Sie haben recht. Bei so komplexen Themen gibt es keine einfachen Antworten, deswegen müssen wir gemeinsam die richtigen finden. Aber eines möchte ich Ihnen schon sagen: Was ich nicht verstehe, ist, in einer solchen Situation mit einer derartigen Aggressivität auf die Opposition loszugehen, in dem Fall auf die SPÖ. (Ruf bei der ÖVP: Einen Teil davon!) Das habe ich jetzt wirklich nicht verstanden. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Und ich muss Ihnen sagen: Ich habe Verständnis für die Sensibilität groß gewachsener Männer, manchmal sind wir vielleicht auch ein bisschen dünnhäutig, aber in einer Situation, in der die Lage in Österreich und in Europa noch schwieriger werden wird – und darüber waren wir uns gestern einig –, wird es sozialen Zusammenhalt brauchen, wird es gesellschaftlichen Zusammenhalt brauchen und wird es einen Bundeskanzler brauchen, der das anführt und nicht auf die Opposition losgeht. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
auch von der österreichischen Bundesregierung. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Matznetter, hör zu, es ist auch für dich wichtig! Ich möchte den Dank aus der Ukraine hierher mitbringen, gerade auch an die Bundesregierung, für alles, was geleistet wird. Aber: Das muss noch besser koordiniert werden. Man wünscht sich hier eine Stelle, wo das koordiniert wird, und in der Ukraine wird es die auch geben. Das hat mit der Minister zugesagt.
Beifall bei den NEOS.
mit dem Marshallplan geholfen hätten. Auch wir haben früher einmal Hilfe gebraucht. Jetzt brauchen sie andere, und wenn wir denen helfen, helfen wir auch uns. Wenn wir der Ukraine klarmachen, dass wir Putin nicht weitermarschieren lassen, dann helfen wir auch uns. Dann wird es möglicherweise schneller wieder ein Stück Normalität geben. Und bis dahin: Halten wir zusammen! – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Und ich darf weiters berichtigen: Wir haben seit April von der Kelag eine Preisgarantie für ein Jahr für die Menschen, die Kunden sind – nur, damit Sie das besser verstehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Regierungsvertreter und -vertreterinnen! Das war bis jetzt eine sehr emotionale Debatte ist, aber zu Recht, wie ich finde. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir bringen das heute hier vor und, Herr Bundeskanzler, ich habe Ihnen ganz genau zugehört, wie Sie da gekontert haben: Sie haben erneut, nachdem das auch schon Vizekanzler Kogler gemacht hat, von „Hysterie“ gesprochen. Ist das wirklich die Art und Weise, wie wir den MindestpensionistInnen, den Menschen mit ganz geringem Einkommen begegnen wollen, die gerade nicht mehr wissen, wie es weitergeht: dass wir sagen, das sei hysterisch? – Das kann nicht die Art und Weise sein, wie wir mit diesem Thema umgehen, angesichts dessen, dass das Geld für viele nicht mehr reicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sollen wir jetzt zuschauen, wie die Schlangen vor den Sozialmärkten immer länger werden, während die Essenspakete immer kleiner werden? – Nein, wir wollen nicht zuschauen. Natürlich muss man etwas unternehmen, und ja, es wäre ganz einfach an der Zeit, einen Preisdeckel auf Grundnahrungsmittel einzuführen. (Beifall bei der SPÖ.) Das würde nämlich jedes Monat helfen, nicht so wie Ihre Einmalzahlungen, die irgendwann im Herbst ankommen werden und bei denen sowieso niemand mehr daran glaubt, dass sie dann tatsächlich etwas verändern, denn bis sie ankommen, sind sie verpufft. Und das ist natürlich ein Problem, wenn man immer große Versprechen macht, die dann aber nicht halten.
Zwischenruf des Abg. Zarits.
die Patientenmilliarde? (Zwischenruf des Abg. Zarits.) Wo gibt es denn die? – Die gibt es nicht. Das Gegenteil passiert: Die Menschen müssen aufgrund Ihrer Kassenreform mehr zahlen, 200 Millionen Euro mehr, anstatt sich etwas zu ersparen. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht! – Rufe bei der SPÖ: Skandal!) Das ist das, was passiert ist, und da wundert man sich, wenn einem nichts mehr geglaubt wird. Sie haben die Patientenmilliarde persönlich versprochen – nichts ist es geworden!
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht! – Rufe bei der SPÖ: Skandal!
die Patientenmilliarde? (Zwischenruf des Abg. Zarits.) Wo gibt es denn die? – Die gibt es nicht. Das Gegenteil passiert: Die Menschen müssen aufgrund Ihrer Kassenreform mehr zahlen, 200 Millionen Euro mehr, anstatt sich etwas zu ersparen. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht! – Rufe bei der SPÖ: Skandal!) Das ist das, was passiert ist, und da wundert man sich, wenn einem nichts mehr geglaubt wird. Sie haben die Patientenmilliarde persönlich versprochen – nichts ist es geworden!
Beifall bei der SPÖ.
Wir müssen aber nicht nur bei den Lebensmitteln ansetzen, sondern natürlich auch bei der Wurzel des Problems, bei den Energiepreisen. Auch da wollen wir nicht zuschauen, wie die Preise steigen, steigen, steigen und steigen und man eigentlich nichts dagegen unternimmt. Die Zeit, nur zu beobachten, den Markt zu beobachten, ist vorbei. (Beifall bei der SPÖ.) Wir müssen anerkennen, dass er gescheitert ist – gescheitert! – Erstens.
Beifall der SPÖ.
Zweitens: Wir müssen den Strompreis vom Gaspreis entkoppeln, und zwar ganz dringend. Es ist absurd, dass jeweils das teuerste Kraftwerk den Strompreis diktiert, nämlich den generellen Strompreis – auch für die Wasserkraft, die ja gar nicht teurer wird. Da bittet man die Menschen jetzt nur noch mehr zur Kasse. Das ist das, was derzeit passiert. Sorgen wir für faire Preise, entkoppeln wir den Strompreis vom Gaspreis! (Beifall der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Drittens – das ist auch notwendig, weil sich eine große Mehrheit der Menschen jetzt quasi dumm und deppert zahlt, während einige wenige aber aufgrund dieses Modells abkassieren –: Natürlich müssen wir – wir haben es jetzt schon mehrmals gefordert und wir bleiben dabei – die Übergewinne der Energieunternehmen abschöpfen. (Beifall bei der SPÖ.) Da geht es um Milliarden, und die brauchen wir auch ganz dringend, nämlich für echte Sozialpolitik.
Ah-Rufe bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Salzmann.
Auch die Parteivorsitzende hat es angesprochen: Viele Menschen haben ehrlich Angst, haben wirklich Angst und fragen sich, wie sie am Ende des Monats die Rechnung zahlen sollen, wie sie sich die Lebensmittel für die Kinder werden leisten können und ob sich das eh alles ausgeht, haben Angst, dass sie vielleicht die Miete nicht mehr zahlen können und dann rausgeschmissen werden. Das ist echte Angst, die sich da gerade durch unsere Gesellschaft frisst, und die macht auch etwas mit der Gesellschaft. Da können wir nicht einfach zuschauen. Sind Sie alle schon so emotionale Kühlschränke, dass Sie nicht merken, dass da dringender Handlungsbedarf besteht? (Ah-Rufe bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Salzmann.)
Beifall bei der SPÖ.
Wissen Sie, es herrscht auch Angst, ob es im Winter noch möglich sein wird, die Wohnungen zu heizen. Auch davor fürchten sich wirklich viele Menschen. Was ich da nicht verstehe, und jetzt komme ich auch zu meinem letzten Punkt: Wir wissen alle, dass wir diese Abhängigkeit von Gas, diese Abhängigkeit von Russland beenden müssen, und wir wissen auch, dass es der beste Weg ist, die erneuerbare Energie auszubauen. Wir haben vor einem Jahr das entsprechende Gesetz beschlossen, und noch immer fehlen die Verordnungen. Das grenzt tatsächlich an Arbeitsverweigerung. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Sie auch!
Reißen Sie sich also zusammen (Ruf bei der ÖVP: Sie auch!), stimmen Sie unserem Antrag zu, deckeln wir die Preise dort, wo es ganz, ganz dringend notwendig ist, und
Beifall bei der SPÖ.
lassen Sie die Menschen mit dieser furchtbaren Angst nicht länger alleine! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Irene Neumann-Hartberger (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundeskanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseher und Zuseherinnen auf der Galerie und zu Hause vor den Bildschirmen! Lassen Sie mich bitte gleich vorweg eines klarstellen: Wir, die Regierungsparteien, helfen den Menschen in unserem Land, und das rasch, effektiv und mit dem Ziel, sie in dieser aktuellen Teuerungswelle zu entlasten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Silvan: Ist ja so!
Sie hingegen, liebe Oppositionsparteien, stimmen mit ganz wenigen Ausnahmen all diesen Maßnahmen, die die Menschen in unserem Land unterstützen sollen, aus Prinzip nicht zu. Das heißt, nicht einen Euro würde ein Österreicher, eine Österreicherin aufgrund Ihres Abstimmungsverhaltens bekommen. Liebe SPÖ, hören Sie auf mit Ihrem Gerede, dass alles zu zögerlich, zu wenig, zu bürokratisch und wirkungslos ist! (Abg. Silvan: Ist ja so!) Sie schaffen damit in der Gesellschaft nur Unsicherheit und Verwirrung (Abg. Silvan: Nein, das macht ihr! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), und das ist meistens und besonders heutzutage mehr als kontraproduktiv. Zusammenarbeit und Lösungsorientiertheit wären endlich einmal gefragt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Silvan: Nein, das macht ihr! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ
Sie hingegen, liebe Oppositionsparteien, stimmen mit ganz wenigen Ausnahmen all diesen Maßnahmen, die die Menschen in unserem Land unterstützen sollen, aus Prinzip nicht zu. Das heißt, nicht einen Euro würde ein Österreicher, eine Österreicherin aufgrund Ihres Abstimmungsverhaltens bekommen. Liebe SPÖ, hören Sie auf mit Ihrem Gerede, dass alles zu zögerlich, zu wenig, zu bürokratisch und wirkungslos ist! (Abg. Silvan: Ist ja so!) Sie schaffen damit in der Gesellschaft nur Unsicherheit und Verwirrung (Abg. Silvan: Nein, das macht ihr! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), und das ist meistens und besonders heutzutage mehr als kontraproduktiv. Zusammenarbeit und Lösungsorientiertheit wären endlich einmal gefragt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie hingegen, liebe Oppositionsparteien, stimmen mit ganz wenigen Ausnahmen all diesen Maßnahmen, die die Menschen in unserem Land unterstützen sollen, aus Prinzip nicht zu. Das heißt, nicht einen Euro würde ein Österreicher, eine Österreicherin aufgrund Ihres Abstimmungsverhaltens bekommen. Liebe SPÖ, hören Sie auf mit Ihrem Gerede, dass alles zu zögerlich, zu wenig, zu bürokratisch und wirkungslos ist! (Abg. Silvan: Ist ja so!) Sie schaffen damit in der Gesellschaft nur Unsicherheit und Verwirrung (Abg. Silvan: Nein, das macht ihr! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), und das ist meistens und besonders heutzutage mehr als kontraproduktiv. Zusammenarbeit und Lösungsorientiertheit wären endlich einmal gefragt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ja, wir durchleben keine leichte Zeit, und die Ungewissheit und die Angst davor, was noch auf uns zukommt, sind zweifelsohne berechtigt. Nur: Mit populistischem Phrasendreschen, mit Forderungen nach utopischen Unrealitäten, mit Schlechtreden der Arbeit dieser Bundesregierung hilft man keinem einzigen Menschen in unserem Land. Globale Ereignisse, Krisen und die weltweite Inflation treffen Österreich im Moment ohne Zweifel sehr hart. Diese Dinge kann man in ihrer Gesamtheit nationalstaatlich nicht lösen, aber man kann bestmöglich darauf reagieren, und das tut diese Bundesregierung in ihrer konsequenten, zielorientierten Arbeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Krisper. – Abg. Loacker: Das hat die Laura Sachslehner schön aufgeschrieben!
Liebe Opposition, ich verstehe auch Ihren Unmut, Ihren Neid und Ihre Verzweiflung. Ihnen bleibt ja gar nichts anderes mehr übrig, als permanent nach Neuwahlen zu rufen. Anders können Sie nämlich der zielorientierten und kontinuierlich guten Arbeit dieser Bundesregierung für die Menschen in unserem Land nichts entgegensetzen. Das ist leider die Realität! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Krisper. – Abg. Loacker: Das hat die Laura Sachslehner schön aufgeschrieben!)
Abg. Loacker: Morgen? Morgen stimmen wir gar nichts ab! – Abg. Greiner: Das stimmt ja nicht!
Ein Beispiel: Sie fordern seit Monaten und Jahren die Abschaffung der kalten Progression beziehungsweise die Valorisierung der Sozialleistungen. – Mor- - Jetzt stimmen wir darüber ab. (Abg. Loacker: Morgen? Morgen stimmen wir gar nichts ab! – Abg. Greiner: Das stimmt ja nicht!) Warum stimmen Sie dagegen? Versteht man Sie? – Nein! Wir verstehen Sie nicht mehr. Das ist eigentlich nur mehr lächerlich, nervend und vor allem sehr bedenklich. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ein Beispiel: Sie fordern seit Monaten und Jahren die Abschaffung der kalten Progression beziehungsweise die Valorisierung der Sozialleistungen. – Mor- - Jetzt stimmen wir darüber ab. (Abg. Loacker: Morgen? Morgen stimmen wir gar nichts ab! – Abg. Greiner: Das stimmt ja nicht!) Warum stimmen Sie dagegen? Versteht man Sie? – Nein! Wir verstehen Sie nicht mehr. Das ist eigentlich nur mehr lächerlich, nervend und vor allem sehr bedenklich. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: Sie sagt kalte Progression und meint die Pflege! Ach so! Aha! Also ein bissel durcheinander, die Frau! Das ist verzeihlich ...! Das ist eine große Aufregung, wenn man da reden darf! ... Bundesbäuerin, fix noch einmal!
morgen ab noch einmal? Was haben Sie gesagt ...? Ich glaube nicht!) Das mit 110 Millionen Euro dotierte Unterstützungspaket wird als Versorgungssicherungsbeitrag an die heimischen Bäuerinnen und Bauern ausgezahlt. (Abg. Loacker: Sie sagt kalte Progression und meint die Pflege! Ach so! Aha! Also ein bissel durcheinander, die Frau! Das ist verzeihlich ...! Das ist eine große Aufregung, wenn man da reden darf! ... Bundesbäuerin, fix noch einmal!) Dieser Versorgungssicherungsbeitrag besteht aus einer flächenbezogenen und einer tierbezogenen Komponente; das heißt, er wirkt abgestimmt, zielgenau auf jeden einzelnen Betrieb, unbürokratisch und aufgrund der Angaben im bereits gestellten Mehrfachantrag 2022 – für unsere Bäuerinnen und Bauern, treffsicher. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
morgen ab noch einmal? Was haben Sie gesagt ...? Ich glaube nicht!) Das mit 110 Millionen Euro dotierte Unterstützungspaket wird als Versorgungssicherungsbeitrag an die heimischen Bäuerinnen und Bauern ausgezahlt. (Abg. Loacker: Sie sagt kalte Progression und meint die Pflege! Ach so! Aha! Also ein bissel durcheinander, die Frau! Das ist verzeihlich ...! Das ist eine große Aufregung, wenn man da reden darf! ... Bundesbäuerin, fix noch einmal!) Dieser Versorgungssicherungsbeitrag besteht aus einer flächenbezogenen und einer tierbezogenen Komponente; das heißt, er wirkt abgestimmt, zielgenau auf jeden einzelnen Betrieb, unbürokratisch und aufgrund der Angaben im bereits gestellten Mehrfachantrag 2022 – für unsere Bäuerinnen und Bauern, treffsicher. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Erasim: Wenn man sich selbst loben muss, ist man aber schon sehr tief gesunken! Wenn es der Wähler nicht tut, muss man sich selbst loben!
Vielen Dank, Herr Bundeskanzler – die Mitglieder der Bundesregierung werden es ihm ausrichten –, für die wertvolle Arbeit, die kontinuierlich geleistet wird! (Abg. Erasim: Wenn man sich selbst loben muss, ist man aber schon sehr tief gesunken! Wenn es der Wähler nicht tut, muss man sich selbst loben!) – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Baumgartner: Jetzt haltet einmal die Luft an da drüben!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Baumgartner: Jetzt haltet einmal die Luft an da drüben!
Vielen Dank, Herr Bundeskanzler – die Mitglieder der Bundesregierung werden es ihm ausrichten –, für die wertvolle Arbeit, die kontinuierlich geleistet wird! (Abg. Erasim: Wenn man sich selbst loben muss, ist man aber schon sehr tief gesunken! Wenn es der Wähler nicht tut, muss man sich selbst loben!) – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Baumgartner: Jetzt haltet einmal die Luft an da drüben!)
Abg. Baumgartner: Mein Gott, Gerald, bitte!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Kollegin Neumann-Hartberger hat soeben mit dem Hinweis darauf, die SPÖ würde nicht mitstimmen, behauptet, es würde morgen über die Abschaffung der kalten Progression abgestimmt. (Abg. Baumgartner: Mein Gott, Gerald, bitte!)
Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Baumgartner: Um die Pflege ist es gegangen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich berichtige tatsächlich: Es gibt noch nicht einmal einen Gesetzentwurf für die Abschaffung der kalten Progression. (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Baumgartner: Um die Pflege ist es gegangen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Wo ist euer Klubobmann?! Der ist mit dem Kickl auf einen Kaffee!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Regierung, die noch hier sind! Wir diskutieren ja heute einen Dringlichen Antrag der SPÖ an den Bundeskanzler, und der Herr Bundeskanzler ist nicht mehr hier. Das ist also überhaupt keine Wertschätzung. (Rufe bei der ÖVP: Wo ist euer Klubobmann?! Der ist mit dem Kickl auf einen Kaffee!) Wo ist der Herr Bundeskanzler? – Er ist nicht da. Ich vermisse da schon eine Wertschätzung gegenüber dem Parlament, dem Hohen Haus (Beifall bei FPÖ und SPÖ – Rufe bei der ÖVP: Wo ist die Wertschätzung von eurem Klubobmann?! Der war heute den ganzen Tag noch nicht da!), wenn der Herr Bundeskanzler bei dem wichtigsten Thema, das derzeit die Menschen in unserer Republik berührt, einfach die Sitzung verlässt, sich unsere Vorschläge nicht anhört und sich von der
Beifall bei FPÖ und SPÖ – Rufe bei der ÖVP: Wo ist die Wertschätzung von eurem Klubobmann?! Der war heute den ganzen Tag noch nicht da!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Regierung, die noch hier sind! Wir diskutieren ja heute einen Dringlichen Antrag der SPÖ an den Bundeskanzler, und der Herr Bundeskanzler ist nicht mehr hier. Das ist also überhaupt keine Wertschätzung. (Rufe bei der ÖVP: Wo ist euer Klubobmann?! Der ist mit dem Kickl auf einen Kaffee!) Wo ist der Herr Bundeskanzler? – Er ist nicht da. Ich vermisse da schon eine Wertschätzung gegenüber dem Parlament, dem Hohen Haus (Beifall bei FPÖ und SPÖ – Rufe bei der ÖVP: Wo ist die Wertschätzung von eurem Klubobmann?! Der war heute den ganzen Tag noch nicht da!), wenn der Herr Bundeskanzler bei dem wichtigsten Thema, das derzeit die Menschen in unserer Republik berührt, einfach die Sitzung verlässt, sich unsere Vorschläge nicht anhört und sich von der
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Danke, nächster Punkt! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau Staatssekretärin vertreten lässt. Das ist eine Missachtung des Parlaments. Ich verurteile das in höchstem Maße. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Danke, nächster Punkt! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Preis für Öko-Strom wird um 629 % angehoben! Teuerungs-Schock: Kunden müssen statt 7,99 Cent künftig 50,29 Cent pro kw/h zahlen!“ auf das Rednerpult. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Na bumm, würde ich meinen. (Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Preis für Öko-Strom wird um 629 % angehoben! Teuerungs-Schock: Kunden müssen statt 7,99 Cent künftig 50,29 Cent pro kw/h zahlen!“ auf das Rednerpult. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir haben da laufend Einmalzahlungen und, Herr Minister Kocher – da der Herr Bundeskanzler nicht da ist –, heute kam die Mitteilung, dass die Energie AG den Preis für Ökostrom um 629 Prozent erhöht.
Abg. Ottenschläger: Ja, dann tut das!
Einmalzahlungen sind notwendig und wichtig, keine Frage, speziell wenn sie für die sozial Schwachen ausgegeben werden. Das ist nur zu unterstützen. (Abg. Ottenschläger: Ja, dann tut das!) Aber glauben Sie nicht auch, dass bei diesen exorbitanten Preissteigerungen – 629 Prozent! – diese Einmalzahlungen schon längst verpufft sind, bevor sie ankommen, und sowieso verpuffen, Herr Minister?
Abg. Michael Hammer: Wenn der kleine Maxi die Volkswirtschaft erklärt!
Schauen Sie sich als Beispiel dazu diese Grafik an (eine Tafel, auf der ein Liniendiagramm abgebildet ist, auf das Rednerpunkt stellend): Von 2019 bis 2021 (Abg. Michael Hammer: Wenn der kleine Maxi die Volkswirtschaft erklärt!) – da kann die ÖVP aus der ersten Reihe noch so sehr dazwischenschreien – hat die Europäische Zentralbank das Bilanzvolumen um 4,5 Billionen Euro erhöht. Das ist Papiergeld. Das ist der wahre Grund für die Inflation. (Ruf bei der ÖVP: Ach so!)
Ruf bei der ÖVP: Ach so!
Schauen Sie sich als Beispiel dazu diese Grafik an (eine Tafel, auf der ein Liniendiagramm abgebildet ist, auf das Rednerpunkt stellend): Von 2019 bis 2021 (Abg. Michael Hammer: Wenn der kleine Maxi die Volkswirtschaft erklärt!) – da kann die ÖVP aus der ersten Reihe noch so sehr dazwischenschreien – hat die Europäische Zentralbank das Bilanzvolumen um 4,5 Billionen Euro erhöht. Das ist Papiergeld. Das ist der wahre Grund für die Inflation. (Ruf bei der ÖVP: Ach so!)
Abg. Michael Hammer: Es ist pathologisch!
doch total geirrt. (Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Inflation – Nur keine Panik. Es ist davon auszugehen, dass die Preisschübe nur vorrübergehend sind“ auf das Rednerpult.) Als Beispiel zitiere ich ein Schreiben der Wirtschaftskammer vom 21. Juni 2021 mit dem Titel „Inflation – nur keine Panik“: „Es ist davon auszugehen, dass die Preisschübe nur vorübergehend sind“. (Abg. Michael Hammer: Es ist pathologisch!) – Herr Minister, das sind die Experten, von denen Sie permanent behaupten, sich beraten zu lassen.
Abg. Michael Hammer: Der Mann ist gescheit!
Da liegen Sie aber vollkommen falsch und Sie lassen sich weiterhin von diesen Experten beraten. (Abg. Michael Hammer: Der Mann ist gescheit!) Ich zitiere weiter aus dem Schreiben der Wirtschaftskammer an die Unternehmer, die sie vertreten soll und die von der Wirtschaftskammer mit Fakenews zugeschüttet wurden: „Es ist nicht zu erwarten, dass die Inflation in Österreich in den nächsten Jahren deutlich über die von der EZB angepeilten 2 % steigen wird. Im Gegenteil, aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass die Inflationsrate weiterhin unter diesem Inflationsziel bleibt.“ (Abg. Gabriela Schwarz: Da haben wir noch keinen Ukrainekrieg gehabt! Was ist daran so schwer zu verstehen?!)
Abg. Gabriela Schwarz: Da haben wir noch keinen Ukrainekrieg gehabt! Was ist daran so schwer zu verstehen?!
Da liegen Sie aber vollkommen falsch und Sie lassen sich weiterhin von diesen Experten beraten. (Abg. Michael Hammer: Der Mann ist gescheit!) Ich zitiere weiter aus dem Schreiben der Wirtschaftskammer an die Unternehmer, die sie vertreten soll und die von der Wirtschaftskammer mit Fakenews zugeschüttet wurden: „Es ist nicht zu erwarten, dass die Inflation in Österreich in den nächsten Jahren deutlich über die von der EZB angepeilten 2 % steigen wird. Im Gegenteil, aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass die Inflationsrate weiterhin unter diesem Inflationsziel bleibt.“ (Abg. Gabriela Schwarz: Da haben wir noch keinen Ukrainekrieg gehabt! Was ist daran so schwer zu verstehen?!)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.
Also, Herr Minister: Konsequenzen! Hören Sie mit dieser desaströsen Coronapolitik auf! Setzen Sie endlich den Plan B der Freiheitlichen Partei, rechtzeitige medizinische Behandlung, um! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.) Hören Sie auf, Betriebe zuzusperren! Hören Sie mit dieser Geldschwemme auf und hören Sie auf die richtigen Experten, die überwiegend aus der Opposition kommen! – Ich danke. (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.
Also, Herr Minister: Konsequenzen! Hören Sie mit dieser desaströsen Coronapolitik auf! Setzen Sie endlich den Plan B der Freiheitlichen Partei, rechtzeitige medizinische Behandlung, um! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.) Hören Sie auf, Betriebe zuzusperren! Hören Sie mit dieser Geldschwemme auf und hören Sie auf die richtigen Experten, die überwiegend aus der Opposition kommen! – Ich danke. (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.)
Abg. Lausch: Das sind eure Freunde!
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Regierungsmitglieder auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Vielleicht am Anfang, weil wir auch über Energiepolitik diskutieren: Heute ist ein schwarzer Tag in der europäischen Energie- und Klimapolitik, denn das EU-Parlament hat heute die Taxonomieverordnung durchgewunken. Damit sollen Investitionen in Gas, aber auch in Atomenergie als nachhaltige Investitionen grün angepinselt werden. (Abg. Lausch: Das sind eure Freunde!)
in Richtung Bundesministerin Gewessler
Das ist eine der größten Greenwashingskandale in der Geschichte der Europäischen Union. Ich halte diese Entscheidung für fatal, denn damit fehlt das Geld, das eigentlich dringend in den Umstieg auf Erneuerbare fließen sollte – das geht jetzt in Gas- oder Atomenergie. Die Ministerin hat schon angekündigt, dass sich Österreich mit allen juristischen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, dagegen wehren wird. Ich halte das für richtig. Sie (in Richtung Bundesministerin Gewessler) haben auch unsere volle Unterstützung und ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei, denn Atomenergie und auch Gas sind keine nachhaltigen Investitionen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Gabriela Schwarz.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Gabriela Schwarz.
Das ist eine der größten Greenwashingskandale in der Geschichte der Europäischen Union. Ich halte diese Entscheidung für fatal, denn damit fehlt das Geld, das eigentlich dringend in den Umstieg auf Erneuerbare fließen sollte – das geht jetzt in Gas- oder Atomenergie. Die Ministerin hat schon angekündigt, dass sich Österreich mit allen juristischen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, dagegen wehren wird. Ich halte das für richtig. Sie (in Richtung Bundesministerin Gewessler) haben auch unsere volle Unterstützung und ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei, denn Atomenergie und auch Gas sind keine nachhaltigen Investitionen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Gabriela Schwarz.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Krieg, aber wir sind sehr wohl von diesem Krieg betroffen, der 500 Kilometer von unserer Grenze entfernt stattfindet, und man sollte davor auch nicht die Augen verschließen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich würde aber wirklich bitten: Hören Sie auf, auf populistische Art und Weise komplexe Probleme so darzustellen, als ob es für sie einfachste Lösungen geben würde! So kommen wir nicht weiter. Ich bin das von anderen Fraktionen gewohnt, aber nicht von Ihnen, liebe KollegInnen der Sozialdemokratie. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Was Sie aber eigentlich vorschlagen, ist, den Strompreis in Österreich zu deckeln, indem man den Preis für das Gas subventioniert, mit dem dann Strom produziert werden soll. Allerdings steht nichts vom Meritordersystem in Ihrem Antrag, es steht sozusagen: mit nationalen Regeln. Dabei wissen Sie ganz genau, dass wir mit nationalen Regeln da überhaupt nicht weiterkommen. Was würde denn passieren, wenn wir den Strompreis national deckeln, indem wir einfach das Gas subventionieren? – Wir würden Milliarden ausgeben, keiner weiß, wie viele, und der geförderte, billige Strom würde dann einfach zum Beispiel von Italien gekauft werden, von allen Marktteilnehmern am europäischen Markt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bitte Sie, überlegen Sie sich ihre Vorschläge durch! Dieser Vorschlag ist, glaube ich, nicht durchdacht. Ich gestehe Ihnen aber zu, dass Sie auch da versuchen, wertvolle Beiträge zu liefern. Das ist aus meiner Sicht keiner, das ist Populismus, genauso wie der Vorschlag mit der Spritpreisbremse, da wir in Deutschland ja gesehen haben, dass es nicht funktioniert. Die Spritpreisbremse war gut gemeint. Es war gut gemeint, die Menschen an der Tankstelle zu entlasten. Die Spritpreisbremse hat aber nicht funktioniert. Es ist in Wahrheit eine Milliardensubvention für Ölkonzerne geworden, und die Menschen wurden eben nicht entlastet. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wärme-Gesetz, mit dem wir sicherstellen werden, dass ab nächstem Jahr keine neuen Gasheizungen mehr verbaut werden, und mit vielen weiteren Maßnahmen, um uns endlich aus dieser Abhängigkeit von Öl und Gas zu befreien. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn nämlich die Betriebe jetzt auf der einen Seite durch den Arbeitskräftemangel schon geschwächt sind, durch die Omikronkrankenstände geschwächt sind, durch die Pandemie geschwächt sind, durch die hohen Energiekosten geschwächt sind und man dann auch weiter mit dieser hohen Abgabenquote konfrontiert ist, dann wird das irgendwann wirklich existenziell schwierig, für viele und nicht nur für wenige; und auch die Betriebe sind viele und nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, wie im Moment behauptet wird. Da braucht es wirklich mehr, als in der Vergangenheit von dieser Regierung geliefert wurde. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Strasser: Guter Weg! Korrigiere: guter Weg!
Weg ist, dann muss ich sagen, dann ist das eine gefährliche Drohung. (Abg. Strasser: Guter Weg! Korrigiere: guter Weg!) Ich hoffe, dass diese Abwärtsspirale, in der sich die ÖVP und die Grünen befinden, nicht zur Abwärtsspirale für unser gesamtes Land wird.
Beifall bei der FPÖ.
Das Spiel, das Sie spielen, ist ein anderes: Sie würfeln und fahren im Kreis. Das nennt man Mensch ärgere Dich nicht. Das hat nichts mit Schach zu tun, und das ist das, was Ihre Politik ist: mit Würfeln Entscheidungen treffen; Sie fahren seit zwei Jahren im Kreis, und wenn ein Kegel rausfliegt, wird er durch den nächsten Kegel ersetzt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich hoffe, Sie haben mir folgen können und stimmen diesem Antrag zu. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Einwallner.
Preissenkung und einen Preisstopp zu verlangen und zu beschließen. (Zwischenruf des Abg. Einwallner.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Herr Landeshauptmann wurde von mir schon mehrfach aufgefordert, dem nachzukommen. Er sitzt ja mit seinem Aufsichtsratsvorsitzenden direkt in der Kelag drin. Er hat es bis heute nicht getan. Es wäre schön, wenn der Kärntner Landeshauptmann der Bundesregierung mit gutem Beispiel vorangeht. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Wurm.
Abgeordneter Andreas Kollross (SPÖ): Frau Präsidentin! Mitglieder der Bundesregierung! Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Es ist ja schön, dass der Herr Bundeskanzler zur Abwechslung wieder einmal bei einem Dringlichen Antrag ihn betreffend vorbeigeschaut hat, aber es wäre auch schön gewesen, wenn er geblieben und nicht vorzeitig gegangen wäre. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Wurm.) Das ist auch eine Frage des Respekts gegenüber dem Parlamentarismus, und dieser ist anscheinend nicht sonderlich stark ausgeprägt. (Abg. Zarits: Wo ist der Leichtfried?)
Abg. Zarits: Wo ist der Leichtfried?
Abgeordneter Andreas Kollross (SPÖ): Frau Präsidentin! Mitglieder der Bundesregierung! Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Es ist ja schön, dass der Herr Bundeskanzler zur Abwechslung wieder einmal bei einem Dringlichen Antrag ihn betreffend vorbeigeschaut hat, aber es wäre auch schön gewesen, wenn er geblieben und nicht vorzeitig gegangen wäre. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Wurm.) Das ist auch eine Frage des Respekts gegenüber dem Parlamentarismus, und dieser ist anscheinend nicht sonderlich stark ausgeprägt. (Abg. Zarits: Wo ist der Leichtfried?)
Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.
Noch eine Anmerkung zu Kollegen Hammer, der uns ja vom Prinzip her recht gibt: Ich glaube halt, wir haben ein unterschiedliches Verständnis von Politik. Du hast vor allen Dingen sehr viel Zeit hier heraußen verbracht, um darüber zu diskutieren, warum etwas nicht geht. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.) Ich glaube aber, dass wir hier herinnen sitzen, um darüber zu diskutieren, wie etwas geht und wie wir für die Menschen etwas umsetzen können. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Einwallner.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Einwallner.
Noch eine Anmerkung zu Kollegen Hammer, der uns ja vom Prinzip her recht gibt: Ich glaube halt, wir haben ein unterschiedliches Verständnis von Politik. Du hast vor allen Dingen sehr viel Zeit hier heraußen verbracht, um darüber zu diskutieren, warum etwas nicht geht. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.) Ich glaube aber, dass wir hier herinnen sitzen, um darüber zu diskutieren, wie etwas geht und wie wir für die Menschen etwas umsetzen können. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Einwallner.)
Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer
Der Strompreis ist kein Naturgesetz, sondern das sind Gesetze, die von Menschen geschaffen sind, und dann können Menschen sie auch verändern. Wir wären sofort bei dir, wenn du mit uns auf EU-Ebene Maßnahmen setzt, um Veränderungen herbeizuführen (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer), uns hast du sofort als Partner dabei. Wahrscheinlich wirst du eher in diese Richtung etwas brauchen. Ich kenne aber bis dato keine Initiativen seitens der Bundesregierung, auf EU-Ebene etwas zu machen.
Beifall bei der SPÖ.
Das Problem mit diesem Antiteuerungspaket ist eben: Wenn man den Vertreterinnen und Vertretern der ÖVP und teilweise auch der Grünen zuhört, wird da ständig von Milliarden gesprochen, und man muss sagen, man kennt sich schon gar nicht mehr aus. Einmal sind es sechs, dann sind es zwölf, dann sind es 38, heute habe ich schon von 50 Milliarden Euro gehört. Das Problem ist nur: So viele Milliarden könnt ihr gar nicht formulieren, weil bei den Menschen in den Brieftaschen schlicht und einfach nichts ankommt! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lukas Hammer: Was ist die Ursache?
Es gehört aber die Ursache bekämpft (Abg. Lukas Hammer: Was ist die Ursache?), und das ist die Preisexplosion, vor allen Dingen im Energiebereich. Deshalb bleiben die Preise auch weiter hoch, und das Leben ist für viele Menschen nach wie vor nicht leistbar und wird für viele hinkünftig auch nicht leistbar werden, weil diese Maßnahmen bestenfalls Einmaleffekte sind, die Preise aber in Wirklichkeit weiterhin hoch bleiben; nicht nur jetzt, nicht nur im Herbst, sondern wahrscheinlich auch das nächste Jahr. Dann werden wir wieder über irgendwelche Hilfspakete diskutieren müssen, anstatt endlich einmal eine Preisregulierung zu machen und diesbezüglich einzugreifen.
Zwischenruf des Abg. Zarits
Wir wissen eh alle, wer sich die goldene Nase verdient, und ihr (in Richtung ÖVP) seid anscheinend bereit und ihr (in Richtung Grüne) seid anscheinend auch bereit, da mitzutun, dass sich nach wie vor Leute eine goldene Nase verdienen können (Zwischenruf des Abg. Zarits); denn in Wirklichkeit ist es so, dass da manche abcashen und die große Masse es zahlen muss.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Deshalb braucht es jetzt endlich einen Preisdeckel, und wenn wir bei der Energie beginnen, dann werden auch die Lebensmittel wieder günstiger. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Was?!
Geschätzte Frau Kollegin Rendi-Wagner, Klubobfrau der SPÖ! Sie haben Ihre 20-minütige Rede am Beginn dieser Debatte hauptsächlich dazu genutzt, die Bundesregierung – man kann es nicht anders bezeichnen – mehr oder weniger anzuklagen und eigentlich keine wirklich konkreten Vorschläge zu unterbreiten (Ruf bei der SPÖ: Was?!), die, glaube ich, die Zuseherinnen und Zuseher sehr interessieren würden.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Frau Kollegin und liebe Kolleginnen und Kollegen der SPÖ, das ist die Forderung, die Sie hier immer bringen. Was Sie aber nie dazusagen, ist, dass dort die Konsumentinnen und Konsumenten verpflichtet werden, über die nächste Zeit dieses Geld dann wieder zurückzubezahlen. Das sollten Sie ehrlicherweise dazusagen, wenn Sie solche Vorschläge einbringen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Rufe bei der ÖVP: Oje! Nein! Es wird einfach nicht besser! – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsidentin Doris Bures: Nun ist Herr Abgeordneter Christoph Matznetter zu Wort gemeldet. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Rufe bei der ÖVP: Oje! Nein! Es wird einfach nicht besser! – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Die 2 Minuten reichen ja gar nicht, um alle tatsächlichen Berichtigungen nach diesen Aussagen zu machen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Ottenschläger: Müssen sie es jetzt zurückzahlen? Ja oder nein?
Es ist so banal und einfach, wie es ist: Wenn man in einen Markt regulierend eingreift, dann ist es nicht erlaubt, mit den Preisen über ein gewisses Ausmaß hinauszugehen – ganz einfach. Es gab Regierungen in diesem Land, die diese Verantwortung getragen haben, ich habe es vorhin bereits gesagt, übrigens unter der Führung von ÖVP-Bundeskanzlern – zu Recht und richtig. (Abg. Ottenschläger: Müssen sie es jetzt zurückzahlen? Ja oder nein?) – Hören Sie bitte auf, Kollege Ottenschläger! Wenn vernünftige Vorschläge kommen (Abg. Wöginger: Ihr habt ja keine!), damit sich die Leute Gas, Strom, Heizen leisten können, dann sollten Sie sie unterstützen und nicht erzählen: Ja, das funktioniert dann alles nicht!, und: In Spanien ist etwas passiert! (Abg. Ottenschläger: Müssen sie es jetzt zurückzahlen? Ja oder nein?)
Abg. Wöginger: Ihr habt ja keine!
Es ist so banal und einfach, wie es ist: Wenn man in einen Markt regulierend eingreift, dann ist es nicht erlaubt, mit den Preisen über ein gewisses Ausmaß hinauszugehen – ganz einfach. Es gab Regierungen in diesem Land, die diese Verantwortung getragen haben, ich habe es vorhin bereits gesagt, übrigens unter der Führung von ÖVP-Bundeskanzlern – zu Recht und richtig. (Abg. Ottenschläger: Müssen sie es jetzt zurückzahlen? Ja oder nein?) – Hören Sie bitte auf, Kollege Ottenschläger! Wenn vernünftige Vorschläge kommen (Abg. Wöginger: Ihr habt ja keine!), damit sich die Leute Gas, Strom, Heizen leisten können, dann sollten Sie sie unterstützen und nicht erzählen: Ja, das funktioniert dann alles nicht!, und: In Spanien ist etwas passiert! (Abg. Ottenschläger: Müssen sie es jetzt zurückzahlen? Ja oder nein?)
Abg. Ottenschläger: Müssen sie es jetzt zurückzahlen? Ja oder nein?
Es ist so banal und einfach, wie es ist: Wenn man in einen Markt regulierend eingreift, dann ist es nicht erlaubt, mit den Preisen über ein gewisses Ausmaß hinauszugehen – ganz einfach. Es gab Regierungen in diesem Land, die diese Verantwortung getragen haben, ich habe es vorhin bereits gesagt, übrigens unter der Führung von ÖVP-Bundeskanzlern – zu Recht und richtig. (Abg. Ottenschläger: Müssen sie es jetzt zurückzahlen? Ja oder nein?) – Hören Sie bitte auf, Kollege Ottenschläger! Wenn vernünftige Vorschläge kommen (Abg. Wöginger: Ihr habt ja keine!), damit sich die Leute Gas, Strom, Heizen leisten können, dann sollten Sie sie unterstützen und nicht erzählen: Ja, das funktioniert dann alles nicht!, und: In Spanien ist etwas passiert! (Abg. Ottenschläger: Müssen sie es jetzt zurückzahlen? Ja oder nein?)
Abg. Wöginger: Sozi-Regierung! Da schau her!
Die Übergewinnbesteuerung kommt von einer konservativen Regierung in Griechenland, von keiner Sozi-Regierung. (Abg. Wöginger: Sozi-Regierung! Da schau her!) Erzählen Sie doch bitte nicht solche Dinge! (Abg. Ottenschläger: Lesen Sie es nach!) Preisregelung heißt, die dürfen nicht erhöhen, ÖVP-Politik heißt, immer höhere Rechnung, die Leute haben aber kein Geld mehr im Tascherl. (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Ottenschläger: Lesen Sie es nach!
Die Übergewinnbesteuerung kommt von einer konservativen Regierung in Griechenland, von keiner Sozi-Regierung. (Abg. Wöginger: Sozi-Regierung! Da schau her!) Erzählen Sie doch bitte nicht solche Dinge! (Abg. Ottenschläger: Lesen Sie es nach!) Preisregelung heißt, die dürfen nicht erhöhen, ÖVP-Politik heißt, immer höhere Rechnung, die Leute haben aber kein Geld mehr im Tascherl. (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die Übergewinnbesteuerung kommt von einer konservativen Regierung in Griechenland, von keiner Sozi-Regierung. (Abg. Wöginger: Sozi-Regierung! Da schau her!) Erzählen Sie doch bitte nicht solche Dinge! (Abg. Ottenschläger: Lesen Sie es nach!) Preisregelung heißt, die dürfen nicht erhöhen, ÖVP-Politik heißt, immer höhere Rechnung, die Leute haben aber kein Geld mehr im Tascherl. (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Ottenschläger: Sie gehen gar nicht darauf ein!
Noch etwas, Herr Kollege Ottenschläger: Die Milliardengewinne der Aktionäre kommen nicht von irgendwoher (Abg. Ottenschläger: Sie gehen gar nicht darauf ein!), sie kommen aus der Tasche der Österreicherinnen und Österreicher, die brauchen Sie niemandem zu refundieren. Und wenn Sie und Ihre Freunde weniger Dividende bekommen, macht das in Zeiten wie diesen auch nichts, die Pensionisten kriegen auch nicht mehr Geld am 1. Juli. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Der hat das nicht verstanden! – Abg. Ottenschläger: Müssen sie es zurückzahlen oder nicht, in Spanien und Portugal? – Abg. Matznetter – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Nein! – Ruf bei
Abg. Ottenschläger: Da stimmt nicht einmal die SPÖ mit euch!
Wer ist für diesen Entschließungsantrag? – Das ist die Minderheit, abgelehnt. (Abg. Ottenschläger: Da stimmt nicht einmal die SPÖ mit euch!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Was umfasst dieser Gesetzentwurf konkret? – Erstens die Ausweitung des Geltungsbereiches. Künftig gibt es Regelungen, die die Weiterverwendung von Dokumenten öffentlicher Stellen, von Unternehmen sowie von Forschungsdaten festlegen. Das schafft die Möglichkeit neuer Informationsdienste, und das wiederum kurbelt die österreichische Innovationsfähigkeit an. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Österreich muss digitaler werden, und damit gehen wir einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Unterm Strich gibt es mit dem IWG 2022 eine deutliche Verbesserung für die Wirtschaftstreibenden. Es wird die Innovationsfähigkeit Österreichs angekurbelt und wir entsprechen der Verpflichtung zur Umsetzung der EU-Richtlinie. Deshalb erledigen wir mit Zustimmung zu dieser Regierungsvorlage einen weiteren Punkt auf unserer Agenda. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Bayr: Das ist Parlamentarismus! Wo kommen wir denn da hin?!
Wir alle wissen, Österreich steht vor großen Herausforderungen. Mit dem Entlastungspaket zeigen wir, dass wir unsere Aufgabe im Vergleich zur Opposition, die nämlich gar nichts macht, die stattdessen Dringliche Anfragen auf die Tagesordnung und ins Plenum bringt – vor laufender Kamera, denn wenn man so viel wie möglich kritisieren kann, wirkt es ja besonders (Abg. Bayr: Das ist Parlamentarismus! Wo kommen wir denn da hin?!) –, ernst nehmen. Ich sage euch, das Letzte, was die Leute jetzt brauchen, ist ein politisches Hickhack. Die Leute draußen wollen, dass wir hier hierinnen unsere Arbeit machen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: So schaut es aus! Bravo Corinna!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: So schaut es aus! Bravo Corinna!
Wir alle wissen, Österreich steht vor großen Herausforderungen. Mit dem Entlastungspaket zeigen wir, dass wir unsere Aufgabe im Vergleich zur Opposition, die nämlich gar nichts macht, die stattdessen Dringliche Anfragen auf die Tagesordnung und ins Plenum bringt – vor laufender Kamera, denn wenn man so viel wie möglich kritisieren kann, wirkt es ja besonders (Abg. Bayr: Das ist Parlamentarismus! Wo kommen wir denn da hin?!) –, ernst nehmen. Ich sage euch, das Letzte, was die Leute jetzt brauchen, ist ein politisches Hickhack. Die Leute draußen wollen, dass wir hier hierinnen unsere Arbeit machen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: So schaut es aus! Bravo Corinna!)
Abg. Michael Hammer: Das ist ja unglaublich!
Was macht die SPÖ? Ich weiß nicht, wie sich das moralisch für euch ausgeht, aber die SPÖ stimmt gegen eine finanzielle Entlastung für ihre eigenen Wählerinnen und Wähler. (Abg. Michael Hammer: Das ist ja unglaublich!) Das, liebe Sozialdemokratie, ist nicht sozial! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was macht die SPÖ? Ich weiß nicht, wie sich das moralisch für euch ausgeht, aber die SPÖ stimmt gegen eine finanzielle Entlastung für ihre eigenen Wählerinnen und Wähler. (Abg. Michael Hammer: Das ist ja unglaublich!) Das, liebe Sozialdemokratie, ist nicht sozial! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich kann Ihnen aber versichern, dass wir unser Bestes geben, damit es so schnell wie möglich wieder bergauf geht, und zwar aus Verantwortung für Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bitte um Zustimmung. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Höfinger: Wie lautet der?
Abgeordnete Melanie Erasim, MSc (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Frau Abgeordnete Scharzenberger, ich muss Ihnen gratulieren, dass Sie es geschafft haben, wie eine tibetanische Gebetsmühle den Stehsatz der ÖVP des heutigen Plenartages erfolgreich und fehlerfrei vorzulesen. (Abg. Höfinger: Wie lautet der?) Ich gratuliere ganz herzlich dazu! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höfinger: Wie lautet der? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höfinger: Wie lautet der? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Melanie Erasim, MSc (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Frau Abgeordnete Scharzenberger, ich muss Ihnen gratulieren, dass Sie es geschafft haben, wie eine tibetanische Gebetsmühle den Stehsatz der ÖVP des heutigen Plenartages erfolgreich und fehlerfrei vorzulesen. (Abg. Höfinger: Wie lautet der?) Ich gratuliere ganz herzlich dazu! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höfinger: Wie lautet der? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Ja hallo! Schön sprechen! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP
Ich führe als Beispiel die dringend notwendige Entwicklung einer Open-Source-Strategie oder auch den dringend notwendigen Aktionsplan für ein digital souveränes Österreich und Europa an. All das wird ignoriert und die Leute werden – wie von Ihnen, Frau Bundesministerin Gewessler, beim Energiespeicherthema – hinters Licht geführt (Ruf bei der ÖVP: Ja hallo! Schön sprechen! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP), und mit Halbwahrheiten wird versucht, zu beruhigen, die Themen der Zukunft aber rinnen uns sprichwörtlich zwischen den Fingern davon.
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin, ich ersuche Sie: Versuchen Sie endlich, die möglichen Synergien Ihres Superministeriums – Verkehr, Forschung, Klima, Energie – zu nutzen, denn wenn Sie so weitermachen, steht uns in der Zukunft kein Superministerium ins Haus, sondern ein Super-GAU bevor! (Beifall bei der SPÖ.) Egal, was Sie versuchen, uns und der Bevölkerung weiszumachen, da muss endlich gehandelt werden! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin, ich ersuche Sie: Versuchen Sie endlich, die möglichen Synergien Ihres Superministeriums – Verkehr, Forschung, Klima, Energie – zu nutzen, denn wenn Sie so weitermachen, steht uns in der Zukunft kein Superministerium ins Haus, sondern ein Super-GAU bevor! (Beifall bei der SPÖ.) Egal, was Sie versuchen, uns und der Bevölkerung weiszumachen, da muss endlich gehandelt werden! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Himmelbauer.
Darüber hinaus werden Verkehrsdaten wie zum Beispiel von den Wiener Linien für diverse Apps verwendet, um Nutzerinnen und Nutzer komfortabel und einfach über Wartezeiten zu informieren. Wir kennen das alle: Man läuft zur U-Bahn-Station und die U-Bahn fährt einem vor der Nase weg. Damit das nicht passiert, kann man eben auf Apps zurückgreifen, die auf diese öffentlichen Daten zurückgreifen, und den Weg zur U-Bahn-Station effizient gestalten. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Himmelbauer.)
Beifall bei den Grünen.
Zusammengefasst: Mit der Novelle des IWG machen wir es innovativen Köpfen in Österreich einfacher und leichter, auf offene Daten zuzugreifen und sie für ihre Projekte zu nutzen. Gleichzeitig schaffen wir mehr Transparenz in der Verwaltung. Davon profitieren NutzerInnen, EntwicklerInnen und auch interessierte Bürgerinnen und Bürger. Ich bitte daher um Zustimmung zu dieser Novelle. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Erasim.
Ich glaube, ganz schlecht sollten wir es nicht machen. Es gibt schon viele Anwendungen, die in Österreich umgesetzt worden sind – da kann ich Kollegin Erasim noch einiges mitgeben –, wie den Digitalen Babypoint und die antragslose Familienbeihilfe. (Zwischenruf der Abg. Erasim.) Es gibt unzählige Möglichkeiten wie das USP, Finanzonline et cetera, wo wir als Österreich eine Vorreiterrolle eingenommen haben – und natürlich wollen wir diesen Weg weiterführen und da auch weiterhin tätig sein. Diesbezüglich hat der Herr Staatssekretär in den letzten Wochen schon ein klares Bild gezeichnet. Herzlichen Dank, dass wir diese Novelle gemeinsam beschließen können. Ich freue mich auf die gute Zusammenarbeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, ganz schlecht sollten wir es nicht machen. Es gibt schon viele Anwendungen, die in Österreich umgesetzt worden sind – da kann ich Kollegin Erasim noch einiges mitgeben –, wie den Digitalen Babypoint und die antragslose Familienbeihilfe. (Zwischenruf der Abg. Erasim.) Es gibt unzählige Möglichkeiten wie das USP, Finanzonline et cetera, wo wir als Österreich eine Vorreiterrolle eingenommen haben – und natürlich wollen wir diesen Weg weiterführen und da auch weiterhin tätig sein. Diesbezüglich hat der Herr Staatssekretär in den letzten Wochen schon ein klares Bild gezeichnet. Herzlichen Dank, dass wir diese Novelle gemeinsam beschließen können. Ich freue mich auf die gute Zusammenarbeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und NEOS
quasi Paroli bieten, made in Austria. Das war eine lieb gemeinte Idee, aber die Realität war, dass das Kaufhaus Österreich einer der größten Flops in der Geschichte unserer Republik war (Beifall bei SPÖ und NEOS), denn man hat als Kunde im Shop nicht einmal das gefunden, wonach man gesucht hat.
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Finanzminister Brunner hat heute dem neuen Wirtschaftsminister Kucher, pardon, Kocher zur Einstellung dieses Pleiten-Pech-und-Pannen-Projekts gratuliert. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Loacker.) – Weil Gelächter aufkommt: Vielleicht wird es ja noch etwas mit dem Kollegen Kucher. (Abg. Loacker: Wenn der Kucher Wirtschaftsminister wird, werde ich Sozialminister!) Scherz beiseite! Da kann man schon gratulieren, wenn man rund 1 Million Euro an Steuergeld verbrannt hat, wobei man ja noch nicht einmal genau weiß, ob dieser Betrag stimmt oder ob er nicht vielleicht sogar noch höher ist.
Abg. Loacker: Wenn der Kucher Wirtschaftsminister wird, werde ich Sozialminister!
Finanzminister Brunner hat heute dem neuen Wirtschaftsminister Kucher, pardon, Kocher zur Einstellung dieses Pleiten-Pech-und-Pannen-Projekts gratuliert. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Loacker.) – Weil Gelächter aufkommt: Vielleicht wird es ja noch etwas mit dem Kollegen Kucher. (Abg. Loacker: Wenn der Kucher Wirtschaftsminister wird, werde ich Sozialminister!) Scherz beiseite! Da kann man schon gratulieren, wenn man rund 1 Million Euro an Steuergeld verbrannt hat, wobei man ja noch nicht einmal genau weiß, ob dieser Betrag stimmt oder ob er nicht vielleicht sogar noch höher ist.
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend noch einmal kurz zum E-Government-Gesetz zurück: Wir setzen uns als SPÖ schon lange für Fortschritte im digitalen Bereich, im Bereich des E-Government bei gleichzeitigem Schutz von sensiblen Daten ein. Daher unterstützen wir auch den vorliegenden Gesetzesvorschlag. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Insofern können wir, glaube ich, stolz darauf sein. Es gibt immer etwas zu verbessern, und das passiert heute. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Die letzten fünf Jahre ist aber schon einiges passiert in diesem Bereich!
Wir haben über die letzten Jahre auch massive Probleme gehabt, was diese Bundesregierung betrifft. Ich muss dazu aber schon eine Sache sagen, weil sich die SPÖ hier gerne herstellt und sagt, sie kämpfe immer schon für Digitalisierung: Bitte, liebe Freunde von der Sozialdemokratie, vergesst nicht, ihr wart auch lange in der Regierung und seid natürlich mitverantwortlich dafür, wo wir - - (Ruf bei der SPÖ: Die letzten fünf Jahre ist aber schon einiges passiert in diesem Bereich!) – Ja, in den letzten fünf Jahren ist natürlich einiges in puncto Digitalisierung passiert, aber die entsprechenden Grundlagen wurden trotzdem auch in Ihrer Regierungszeit nicht geschaffen. Das muss man auch ganz klar ansprechen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir haben über die letzten Jahre auch massive Probleme gehabt, was diese Bundesregierung betrifft. Ich muss dazu aber schon eine Sache sagen, weil sich die SPÖ hier gerne herstellt und sagt, sie kämpfe immer schon für Digitalisierung: Bitte, liebe Freunde von der Sozialdemokratie, vergesst nicht, ihr wart auch lange in der Regierung und seid natürlich mitverantwortlich dafür, wo wir - - (Ruf bei der SPÖ: Die letzten fünf Jahre ist aber schon einiges passiert in diesem Bereich!) – Ja, in den letzten fünf Jahren ist natürlich einiges in puncto Digitalisierung passiert, aber die entsprechenden Grundlagen wurden trotzdem auch in Ihrer Regierungszeit nicht geschaffen. Das muss man auch ganz klar ansprechen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das sind Peanuts, die wir in diesem Bereich nicht schaffen, und da ist es gerade jetzt an Ihnen, Herr Staatssekretär – und ich setze da durchaus ein Vorschussvertrauen in Sie ‑, dass Sie wirklich Meter machen, das heißt, genau diese Dinge angehen und nicht nur oberflächlich ankündigen. Wir sollten da etwas tun, denn wir sind diesbezüglich in Österreich leider bei Weitem nicht so gut, wie wir sein sollten. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Florian Tursky, MBA MSc: Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Hohes Haus! Ich bin hoffentlich heute nicht das letzte Mal hier, um mit Ihnen über das E-Government-Gesetz zu sprechen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir wissen, dass die Verpflichtung zur Meldung bereits besteht. Es ist also keine zusätzliche Eintragung notwendig. Wir schaffen es mit dieser Änderung, Fehler zukünftig zu vermeiden und Doppelgleisigkeiten abzubauen. Das muss der Ansatz von E-Government sein, wie er auch schon aus vielen anderen Ländern zitiert wurde. Das ist auch mein Ziel als Staatssekretär in den nächsten Jahren, und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Ihnen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Aus diesem Grund würde ich sagen: Gerade in diesem Bereich sollten wir viele Dinge außer Streit stellen und endlich einmal zu einem gemeinsamen Antrag kommen, der die Bevölkerung und die Welt in Österreich wirklich weiterbringt, und nicht nur immer das jeweilige Ego befriedigen, weil man zu diesem Thema gerade eine gute Idee hat. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kirchbaumer: ... Erhöhung ...!
Es scheint auch so, als wäre keinerlei Rücksicht darauf genommen worden, inwieweit der Mehrpreis der Energie vielleicht auch schon eingepreist wurde oder nicht (Abg. Kirchbaumer: ... Erhöhung ...!), es ist keinerlei Vorkehrung getroffen worden, die Kostenerleichterung durch die Förderungen an die Kundinnen und Kunden weiterzugeben. – Frau Kollegin, Sie können sich gerne hier herausstellen und uns belegen, wie die parlamentarische Kontrolle bei diesem Gesetz ausschauen wird. Gerade Sie als Unternehmerin würden das doch sicher auch begrüßen, weil Sie ja auch Parlamentarierin – gewissenhafte Parlamentarierin – sind und hoffentlich auch wissen wollen, wohin das Geld, das Sie ausgeben, fließt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es scheint auch so, als wäre keinerlei Rücksicht darauf genommen worden, inwieweit der Mehrpreis der Energie vielleicht auch schon eingepreist wurde oder nicht (Abg. Kirchbaumer: ... Erhöhung ...!), es ist keinerlei Vorkehrung getroffen worden, die Kostenerleichterung durch die Förderungen an die Kundinnen und Kunden weiterzugeben. – Frau Kollegin, Sie können sich gerne hier herausstellen und uns belegen, wie die parlamentarische Kontrolle bei diesem Gesetz ausschauen wird. Gerade Sie als Unternehmerin würden das doch sicher auch begrüßen, weil Sie ja auch Parlamentarierin – gewissenhafte Parlamentarierin – sind und hoffentlich auch wissen wollen, wohin das Geld, das Sie ausgeben, fließt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dieser Bundesregierung kann man nämlich in diesem Punkt überhaupt nicht trauen, und solange es diese Kontrolleinsicht nicht gibt, werden wir so einem Vorschlag nicht zustimmen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und NEOS.
Abgeordnete Tanja Graf (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Ministerin! Geschätzter Minister! Liebe Zuschauer und Zuschauerinnen! Liebe Kollegen! Erlauben Sie mir zuerst, weil es gerade aktuell Schlagzeilen, die im Netz herumschwirren, gibt, das eine oder andere Wort dazu. Noch etwas zu meiner Person: Ja, ich habe eine Lehre gemacht, ja, ich habe hart gearbeitet, ja, ich habe mich 2008 selbstständig gemacht. – Das alles ist mit Ja zu beantworten, und ja, ich habe mir vor längerer Zeit einen Gürtel gekauft. Daran ist nichts Verwerfliches. (Beifall bei ÖVP und NEOS.)
Abg. Krisper: Das ist dann auch egal!
Ich urteile auch nicht über irgendwelche Kollegen oder Kolleginnen hier im Hause, wie zum Beispiel bei den Sozialdemokraten, die sich Handtaschen um knapp 2 000 Euro kaufen. (Abg. Krisper: Das ist dann auch egal!) Diese Beurteilung treffe ich nicht (Abg. Meinl-Reisinger: Dann hören wir auf mit der Debatte!), und damit ist die Debatte für mich auch geschlossen. Ich würde mich freuen, wenn Sie mehr auf den Inhalt eingehen als auf äußere Erscheinungen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krisper: Aber dann fangen Sie nicht auch damit an!)
Abg. Meinl-Reisinger: Dann hören wir auf mit der Debatte!
Ich urteile auch nicht über irgendwelche Kollegen oder Kolleginnen hier im Hause, wie zum Beispiel bei den Sozialdemokraten, die sich Handtaschen um knapp 2 000 Euro kaufen. (Abg. Krisper: Das ist dann auch egal!) Diese Beurteilung treffe ich nicht (Abg. Meinl-Reisinger: Dann hören wir auf mit der Debatte!), und damit ist die Debatte für mich auch geschlossen. Ich würde mich freuen, wenn Sie mehr auf den Inhalt eingehen als auf äußere Erscheinungen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krisper: Aber dann fangen Sie nicht auch damit an!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krisper: Aber dann fangen Sie nicht auch damit an!
Ich urteile auch nicht über irgendwelche Kollegen oder Kolleginnen hier im Hause, wie zum Beispiel bei den Sozialdemokraten, die sich Handtaschen um knapp 2 000 Euro kaufen. (Abg. Krisper: Das ist dann auch egal!) Diese Beurteilung treffe ich nicht (Abg. Meinl-Reisinger: Dann hören wir auf mit der Debatte!), und damit ist die Debatte für mich auch geschlossen. Ich würde mich freuen, wenn Sie mehr auf den Inhalt eingehen als auf äußere Erscheinungen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krisper: Aber dann fangen Sie nicht auch damit an!)
Zwischenruf des Abg. Kollross.
Damit wir wirklich viele Unternehmer unterstützen können, gibt es einen Deckel von 400 000 Euro Fördersumme pro Unternehmen. Die Abwicklung wird über das AWS erfolgen. Wir werden mit diesem Gesetz unseren Standort absichern und unsere Betriebe unterstützen. (Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Zwischenruf der Abg. Holzleitner.
und -förderungen für unsere Unternehmer ausgesprochen hat. (Zwischenruf der Abg. Holzleitner.) Ich bin ganz verwundert, weil Sie bei der aktuellen Debatte beziehungsweise bei der Debatte vorhin, als Frau Rendi-Wagner hier war, hervorgehoben haben, wie wichtig es ist, dass wir Betriebe unterstützen. Jetzt aber sprechen Sie sich gegen diese Gesetzesvorlage aus. (Abg. Holzleitner: Gegen die fehlende Kontrolle, nicht gegen ...!)
Abg. Holzleitner: Gegen die fehlende Kontrolle, nicht gegen ...!
und -förderungen für unsere Unternehmer ausgesprochen hat. (Zwischenruf der Abg. Holzleitner.) Ich bin ganz verwundert, weil Sie bei der aktuellen Debatte beziehungsweise bei der Debatte vorhin, als Frau Rendi-Wagner hier war, hervorgehoben haben, wie wichtig es ist, dass wir Betriebe unterstützen. Jetzt aber sprechen Sie sich gegen diese Gesetzesvorlage aus. (Abg. Holzleitner: Gegen die fehlende Kontrolle, nicht gegen ...!)
Abg. Kollross: Nein, das macht ihr schon selber!
Man sieht da wirklich eindeutig, wie die SPÖ agiert: Sie kritisiert, sie macht die Regierung schlecht (Abg. Kollross: Nein, das macht ihr schon selber!), kann aber selbst nichts Konstruktives beitragen. Ich muss Ihnen sagen, liebe Opposition, das ist zu wenig. Das ist eindeutig zu wenig. Sich hierherzustellen und nur zu kritisieren, das geht sich für uns nicht aus. Unsere Betriebe brauchen Unterstützung, sie brauchen keine inhaltsleere Kritik von Ihnen.
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Holzleitner.
Vielleicht ist Ihnen, liebe SPÖ, auch der Ernst der Lage entgangen. Es scheint Ihnen entgangen zu sein, dass viele Produktionsunternehmer gerade kämpfen, überlegen, ob sie Produktionen zurückfahren, ob sie bei den Arbeitszeiten zurückschrauben. Was bedeutet das eigentlich für den Arbeitsmarkt? – Es bedeutet eines: Entweder müssen die Betriebe die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken oder – noch viel schlimmer – sie müssen sie kündigen. Wollen Sie das wirklich? (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Holzleitner.) Wollen Sie, dass Betriebe aufgrund dessen Mitarbeiter kündigen müssen? Ich glaube nicht, dass Sie das wollen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Vielleicht ist Ihnen, liebe SPÖ, auch der Ernst der Lage entgangen. Es scheint Ihnen entgangen zu sein, dass viele Produktionsunternehmer gerade kämpfen, überlegen, ob sie Produktionen zurückfahren, ob sie bei den Arbeitszeiten zurückschrauben. Was bedeutet das eigentlich für den Arbeitsmarkt? – Es bedeutet eines: Entweder müssen die Betriebe die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken oder – noch viel schlimmer – sie müssen sie kündigen. Wollen Sie das wirklich? (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Holzleitner.) Wollen Sie, dass Betriebe aufgrund dessen Mitarbeiter kündigen müssen? Ich glaube nicht, dass Sie das wollen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Holzleitner und Schatz. – Ruf bei der ÖVP: Ruhig bleiben!
Sie bringen Ihre Kritik in Schlagwörtern: Die Abwicklung durch das AWS ist eine Blackbox, man würde damit nur die Großen unterstützen, das ist intransparent. – Das kann ich so nicht stehen lassen. Sie wissen genau, es gibt genaue Richtlinien, es gibt das Beihilfenrecht der EU, es gibt klare Kriterien im Gesetz. Das AWS hat auch bei anderen Umweltförderungen bereits gute Abwicklungen gemacht, es hat genaue Richtlinien eingehalten, auch betreffend Transparenz. Vielleicht möchte die SPÖ ja, dass die Abwicklung in der Löwelstraße stattfindet, vielleicht sind Sie dann zufrieden, ich weiß es nicht. (Zwischenrufe der Abgeordneten Holzleitner und Schatz. – Ruf bei der ÖVP: Ruhig bleiben!)
Beifall bei der ÖVP.
Zur Kritik, dass die Großen alles abräumen: So ist es nicht! Wir haben einen Deckel von 400 000 Euro pro Unternehmen. Mein Verständnis für Ihre Positionspolitik mit Schlagwörtern hält sich wirklich in Grenzen. Es geht um Arbeitsplätze, unseren Standort Österreich und unsere Betriebe. Wenn Ihnen unsere Betriebe, so wie es Ihre Bundesvorsitzende heute gesagt hat, und die Arbeitsplätze am Herzen liegen – genauso wie mir –, dann stimmen Sie diesem Gesetzentwurf heute zu! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall der Abgeordneten Erasim und Krisper
Abgeordneter Mag. Christian Ragger (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Minister! Geschätzter Herr Minister! Von den Accessoires der Damenwelt hin zur Energiepolitik des Landes (Beifall der Abgeordneten Erasim und Krisper): Ich glaube, dass wir von dieser Polemik wegzugehen haben und einen anderen Ansatz wählen sollten. Vielleicht war es ein richtiger Gedanke, dass Sie gesagt haben: Okay, wir wollen Industrieunternehmen in Österreich mit einer gewissen Summe versehen und sie unterstützen!
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann nur an die Ministerin appellieren: Machen Sie von Ihren Möglichkeiten Gebrauch, dass dieser Gesetzentwurf betreffend Beschleunigung und auch Sicherung sowohl unserer Gasentwicklung als auch unserer Leitungsrechte beschlossen wird, sodass wir hier für den Standort Österreich und für die Industrie ein klares Bekenntnis abgeben können. Ansonsten wird der Wirtschaftsstandort Österreich nicht mehr lang existieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rauch: Na geh, warum leicht?
Abgeordneter Mag. Dr. Jakob Schwarz, BA (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Die Verknappung oder die erwartete Verknappung von Öl und Gas hat dazu geführt, dass die Preise steigen. Öl und Gas werden jetzt tatsächlich teilweise knapp (Abg. Rauch: Na geh, warum leicht?), weil die russischen Gaslieferungen und jetzt auch das kasachische Öl eingeschränkt werden. Um die Teuerung, die die Folge daraus ist, abzufedern, hat die Regierung schon mehrere Entlastungspakete auf den Weg gebracht, 4 Milliarden Euro in den ersten zwei Paketen und 6 Milliarden Euro im dritten Paket. Das hilft den Menschen. Es wird ab August, dann im September, Oktober schrittweise auf den Konten ankommen, und zwar die volle Summe direkt bei den Menschen, die es brauchen.
Abg. Rauch: Das Problem ist: Wo nehmen wir die Energie überhaupt her, Herr Kollege? Wo kommt sie her?
Dass die Fördersumme beim Treibstoff beschränkt ist, ist aus meiner Sicht eine gute Sache, weil man zwar einerseits die Unternehmen unterstützt, gleichzeitig aber auch einen Anreiz aufrechterhält, dass beim Treibstoff gespart wird. (Abg. Rauch: Das Problem ist: Wo nehmen wir die Energie überhaupt her, Herr Kollege? Wo kommt sie her?) – Dafür gibt es ja das Preissignal (Abg. Rauch: Das Preissignal?! Das heißt ...?): Derzeit gibt es zu hohe Preise, und um das abzufedern, gibt es eben die Unterstützung über den Energiekostenzuschuss, und damit hat sich das Problem erledigt. (Abg. Rauch: Genau! Und wo nehmen wir die Energie her?)
Abg. Rauch: Das Preissignal?! Das heißt ...?
Dass die Fördersumme beim Treibstoff beschränkt ist, ist aus meiner Sicht eine gute Sache, weil man zwar einerseits die Unternehmen unterstützt, gleichzeitig aber auch einen Anreiz aufrechterhält, dass beim Treibstoff gespart wird. (Abg. Rauch: Das Problem ist: Wo nehmen wir die Energie überhaupt her, Herr Kollege? Wo kommt sie her?) – Dafür gibt es ja das Preissignal (Abg. Rauch: Das Preissignal?! Das heißt ...?): Derzeit gibt es zu hohe Preise, und um das abzufedern, gibt es eben die Unterstützung über den Energiekostenzuschuss, und damit hat sich das Problem erledigt. (Abg. Rauch: Genau! Und wo nehmen wir die Energie her?)
Abg. Rauch: Genau! Und wo nehmen wir die Energie her?
Dass die Fördersumme beim Treibstoff beschränkt ist, ist aus meiner Sicht eine gute Sache, weil man zwar einerseits die Unternehmen unterstützt, gleichzeitig aber auch einen Anreiz aufrechterhält, dass beim Treibstoff gespart wird. (Abg. Rauch: Das Problem ist: Wo nehmen wir die Energie überhaupt her, Herr Kollege? Wo kommt sie her?) – Dafür gibt es ja das Preissignal (Abg. Rauch: Das Preissignal?! Das heißt ...?): Derzeit gibt es zu hohe Preise, und um das abzufedern, gibt es eben die Unterstützung über den Energiekostenzuschuss, und damit hat sich das Problem erledigt. (Abg. Rauch: Genau! Und wo nehmen wir die Energie her?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich hoffe auf breite Unterstützung. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.
Das sind einfach Dinge, über die Sie immer so drüberwischen und sagen: Wir brauchen jetzt einfach einmal Geld, damit die Unternehmen sozusagen einkaufen gehen können! – Ja, das braucht es auch, aber wichtig ist, die Basis dafür zu schaffen. (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) Das Geld – es steht zumindest in Ihrem Antrag, dass Sie das wollen – ist dafür, dass die Unternehmer nicht russisches Gas kaufen können. Die Basis dafür, dass sie es nach Österreich bringen können, fehlt. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das sind einfach Dinge, über die Sie immer so drüberwischen und sagen: Wir brauchen jetzt einfach einmal Geld, damit die Unternehmen sozusagen einkaufen gehen können! – Ja, das braucht es auch, aber wichtig ist, die Basis dafür zu schaffen. (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) Das Geld – es steht zumindest in Ihrem Antrag, dass Sie das wollen – ist dafür, dass die Unternehmer nicht russisches Gas kaufen können. Die Basis dafür, dass sie es nach Österreich bringen können, fehlt. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall der Abgeordneten Shetty und Rauch.
Der andere Punkt, der jetzt auch immer mehr aufkommt – und auch darüber reden wir in diesem Haus gar nicht –, ist: Selbst wenn es ein Unternehmen schafft, am internationalen Markt Gas einzukaufen – und einige haben uns das in letzter Zeit berichtet –, ist es immer noch so, dass das ja auch eingespeichert werden muss. Das heißt, es braucht Speicherplatz. Und auch da ist der österreichische Markt vollkommen intransparent und im Augenblick ehrlich gesagt von Freunderlwirtschaft und Spekulation durchzogen. So werden gewisse Unternehmen bevorzugt, die dürfen einspeichern, andere werden monatelang – und das sind keine kleinen Unternehmen, meine Damen und Herren – vertröstet, bis man ihnen sagt: Na ja, jetzt gäbe es eventuell doch etwas!, bis hin zu: Probieren Sie es im September noch einmal! (Beifall der Abgeordneten Shetty und Rauch.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich habe es heute schon einmal gesagt: Es braucht im Augenblick weniger politische Kommunikation, es braucht ganz, ganz straffes Krisenmanagement. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir stehen vor dem Ergebnis von 30 Jahren Energiepolitik. Diese hat uns in eine Situation gebracht hat, in der es jetzt gilt, uns Terawattstunde für Terawattstunde aus einer Abhängigkeit, aus einer Vertragsverlängerung, die schon vor fünf Jahren nicht gescheit war, zu bemühen. Jetzt sind wir trotzdem in dieser Situation, und die Bundesregierung macht Tag für Tag, und zwar Maßnahme für Maßnahme, die Dinge, die jetzt notwendig sind, um uns da rauszuführen. Wir können die Zeit nicht zurückdrehen, aber wir können jetzt gemeinsam Verantwortung übernehmen. Ich würde mir auch in der Debatte hier im Hohen Haus ein bisschen mehr gemeinsames Übernehmen von Verantwortung wünschen, denn das ist das, was sich die Leute von uns erwarten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Rauch: Sie machen eine falsche Sanktionspolitik! Nehmen Sie das einmal zur Kenntnis!
Ukraine mit Waffen, Europa mit Energielieferungen. (Abg. Rauch: Sie machen eine falsche Sanktionspolitik! Nehmen Sie das einmal zur Kenntnis!) Da müssen wir dagegenhalten und da werden wir dagegenhalten, und ich bitte Sie, da Ursache und Wirkung auseinanderzuhalten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ukraine mit Waffen, Europa mit Energielieferungen. (Abg. Rauch: Sie machen eine falsche Sanktionspolitik! Nehmen Sie das einmal zur Kenntnis!) Da müssen wir dagegenhalten und da werden wir dagegenhalten, und ich bitte Sie, da Ursache und Wirkung auseinanderzuhalten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Doppelbauer begibt sich wieder auf ihren Platz
Auch an Kollegin Doppelbauer, die ich jetzt gerade nicht sehe (Abg. Doppelbauer begibt sich wieder auf ihren Platz): Sie wissen wie ich, der Gasmarkt ist liberalisiert. Es kaufen Unternehmen, es speichern Unternehmen, das ist ein liberalisierter europäischer Markt. Wir können gerne die Diskussion führen, wo er an seine Grenzen stößt, das ist sicher eine spannende Diskussion.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Weil die Speicherung heute schon von Kollegin Erasim, die ich jetzt auch nicht sehe – ah, dort hinten spricht sie gerade –, thematisiert wurde: Die Speicher sind unser zentraler Sicherheitspuffer; das sagen wir seit dem ersten Tag, und ich werde auch nicht müde werden, das weiterhin zu sagen. Die Mengen in den Speichern sind der Sicherheitspuffer, den wir haben, deswegen ist es wichtig, dass alle, die einspeichern können, das auch tun. Wer ist das in Österreich? – Energieversorger – die haben Verantwortung ihren Kundinnen und Kunden gegenüber –, also von der Wien Energie über die EVN, über die Illwerke bis hin zu Industrieunternehmen, die für sich selbst vorsorgen. Deswegen haben wir gemeinsam für die heimische Industrie die Möglichkeit geschaffen, dass selbst bevorratetes Gas, wenn die Unternehmen also mit uns gemeinsam Verantwortung für die Einspeicherung übernehmen, zu einem gewissen Teil immunisiert wird. Diese Möglichkeit wird von den großen Unternehmen auch in Anspruch genommen – ein Danke dafür von meiner Seite. Die Voest – sie hat darüber kommuniziert, deswegen kann ich das hier sagen – hat angekündigt, 1,5 Terawattstunden Gas in Österreich zu speichern, hat auch die entsprechenden Lieferverträge abgeschlossen und natürlich die Leitungskapazitäten gebucht, das Gas wird eingespeichert. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir sehen in den letzten Wochen – auch das sei noch einmal gesagt –, dass die Unternehmen das schon machen. Die OMV hat Einschränkungen in ihren Gasflüssen aus Russland um teilweise die Hälfte, die physischen Gasflüsse nach Österreich sind bei Weitem nicht in diesem Ausmaß zurückgegangen, weil sich die Unternehmen eben schon umorientieren, weil die Flüsse aus Italien, weil die Flüsse aus Deutschland zugenommen haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Gasmangellage auf ein weiteres Kraftwerk zurückgreifen zu können. Aus dieser Verantwortung für die Versorgungssicherheit bitte ich Sie auch um Zustimmung zu diesem Abänderungsantrag. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Genau da soll dieser Zuschuss eingreifen – heute auch schon erwähnt –, abgewickelt von der AWS, versehen mit genauen Richtlinien, die auch in der EU begründet sind, um ganz klar Grenzen zu setzen, wer diesen Zuschuss bekommen darf und wer nicht. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Kollross: Rede nicht verstanden!
Wir werden aber weiterhin (Abg. Kollross: Rede nicht verstanden!) – sind Sie sich sicher? – versuchen, Ihnen zu erklären, warum das eine oder andere zielführend und sinnvoll ist (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), weil es auch langfristig wirkt, weil wir
Zwischenruf des Abg. Leichtfried
Wir werden aber weiterhin (Abg. Kollross: Rede nicht verstanden!) – sind Sie sich sicher? – versuchen, Ihnen zu erklären, warum das eine oder andere zielführend und sinnvoll ist (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), weil es auch langfristig wirkt, weil wir
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
größer denken. Wir arbeiten daran, die Lernkurve der Sozialdemokratie auch wieder in die Höhe zu kriegen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Jetzt kommt einmal eine gescheite Rede! – Ruf bei den Grünen: Aber nur vielleicht!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Abgeordneter Alois Stöger. – Bitte schön, Herr Abgeordneter. (Abg. Leichtfried: Jetzt kommt einmal eine gescheite Rede! – Ruf bei den Grünen: Aber nur vielleicht!)
Zwischenruf des Abg. Weidinger
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Schade, dass hier nur mehr so wenige zuhören, aber ich hoffe, im Fernsehen kriegt man es mit. Ich möchte ein bisschen etwas zu dem Gesetzwerdungsprozess des sogenannten Gasdiversifizierungsgesetzes – habe ich es richtig gesagt? (Zwischenruf des Abg. Weidinger) – sagen, darüber, wie dieses Gesetz zustande gekommen ist.
Abg. Leichtfried: Der 6.!
Es ist heute der 5. oder der 6. (Abg. Leichtfried: Der 6.!) – der 6. Juli. Am 1. Juli ist ein neues Gasdiversifizierungsgesetz (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Richtig!) in Kraft getreten, an dem die Regierung schon zwei Mal Änderungen vorgenommen hat: Wir haben am 28. Juni, da war das Gesetz noch gar nicht in Kraft, im Ausschuss darüber diskutiert, wir haben es, bevor es in Kraft getreten ist, schon ändern müssen. Gestern um 13.25 Uhr, das heißt keine 24 Stunden vor Beginn der heutigen Sitzung, haben wir wieder einen Abänderungsantrag bekommen. (Oh-Rufe bei der ÖVP.)
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Richtig!
Es ist heute der 5. oder der 6. (Abg. Leichtfried: Der 6.!) – der 6. Juli. Am 1. Juli ist ein neues Gasdiversifizierungsgesetz (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Richtig!) in Kraft getreten, an dem die Regierung schon zwei Mal Änderungen vorgenommen hat: Wir haben am 28. Juni, da war das Gesetz noch gar nicht in Kraft, im Ausschuss darüber diskutiert, wir haben es, bevor es in Kraft getreten ist, schon ändern müssen. Gestern um 13.25 Uhr, das heißt keine 24 Stunden vor Beginn der heutigen Sitzung, haben wir wieder einen Abänderungsantrag bekommen. (Oh-Rufe bei der ÖVP.)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Es ist heute der 5. oder der 6. (Abg. Leichtfried: Der 6.!) – der 6. Juli. Am 1. Juli ist ein neues Gasdiversifizierungsgesetz (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Richtig!) in Kraft getreten, an dem die Regierung schon zwei Mal Änderungen vorgenommen hat: Wir haben am 28. Juni, da war das Gesetz noch gar nicht in Kraft, im Ausschuss darüber diskutiert, wir haben es, bevor es in Kraft getreten ist, schon ändern müssen. Gestern um 13.25 Uhr, das heißt keine 24 Stunden vor Beginn der heutigen Sitzung, haben wir wieder einen Abänderungsantrag bekommen. (Oh-Rufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
So, und worum geht es bei diesem Gesetz? – Bei dem Gesetz geht es um viel, viel Geld, sehr viel Geld. Wenn der Nationalrat beschließt, Geld auszugeben, dann gibt es Verfassungsbestimmungen, die man einhalten sollte, nämlich die Verfassungsbestimmung, die besagt, dass es ein Budget gibt und das Budget nur dann änderbar ist, wenn es der Nationalrat beschließt. Was macht diese Bundesregierung? – Diese Bundesregierung geht her und lässt sich eine Blankounterschrift geben, um bis 31.12.2023 Geld in unbegrenzter Höhe ausgeben zu können. Entschuldigung, das widerspricht dem Budgetrecht dieses Landes! Das geht nicht! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Diese Bundesregierung hätte, wenn sie für das Jahr 2023 noch Geld braucht, die Pflicht – und das wird sie auch machen –, dem Parlament bis 20. Oktober ein Budget vorzulegen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Das wird sie tun. Wenn sie dann noch Geld braucht, kann sie das dort hineinschreiben. Aber jetzt eine Blankounterschrift?! – Frau Bundesministerin, wir als Opposition haben so viel Verantwortungsbewusstsein, dass Sie die Blankounterschrift von uns nicht bekommen werden – wir machen da nichts mit blank! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Bundesregierung hätte, wenn sie für das Jahr 2023 noch Geld braucht, die Pflicht – und das wird sie auch machen –, dem Parlament bis 20. Oktober ein Budget vorzulegen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Das wird sie tun. Wenn sie dann noch Geld braucht, kann sie das dort hineinschreiben. Aber jetzt eine Blankounterschrift?! – Frau Bundesministerin, wir als Opposition haben so viel Verantwortungsbewusstsein, dass Sie die Blankounterschrift von uns nicht bekommen werden – wir machen da nichts mit blank! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hätte auch noch gerne gewusst, wie das beim Verbund oder bei der OMV funktioniert. Der Verbund verlangt hohe Preise für Energie. Er pumpt mithilfe der teuren Energie das Wasser in das Speicherkraftwerk – da verbraucht er sehr viel Energie –, rechnet das – zum teuren Preis – mit der Ministerin ab und verdient noch einmal daran. Das ist mit diesem Gesetz nicht einmal ausgeschlossen. Frau Bundesministerin, so geht es nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Zum Dritten, Frau Abgeordnete Graf: Ich muss sagen, wir haben uns mit dem Unternehmens-Energiekostenzuschussgesetz auseinandergesetzt. Warum wir gegen die AWS sind, ist ganz einfach: Der Staat gibt Leistungen und die Menschen haben ein Recht auf ein Rechtsmittel, auch die Unternehmer haben ein Recht auf Rechtsmittel. Mit der Konstruktion der AWS werden die Rechtsmittel für die Normunterworfenen ausgeschlossen, und daher sind wir gegen diese Konstruktionen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Besten Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Dritten, Frau Abgeordnete Graf: Ich muss sagen, wir haben uns mit dem Unternehmens-Energiekostenzuschussgesetz auseinandergesetzt. Warum wir gegen die AWS sind, ist ganz einfach: Der Staat gibt Leistungen und die Menschen haben ein Recht auf ein Rechtsmittel, auch die Unternehmer haben ein Recht auf Rechtsmittel. Mit der Konstruktion der AWS werden die Rechtsmittel für die Normunterworfenen ausgeschlossen, und daher sind wir gegen diese Konstruktionen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Besten Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Leichtfried: Bravo!
Geschätzte Bundesregierung, geschätzte Kolleginnen und Kollegen von den Regierungsfraktionen, dass natürlich dann die Energiesprecherinnen und Energiesprecher der Oppositionsparteien das Vertrauen verlieren beziehungsweise kein Vertrauen mehr haben, liegt, glaube ich, wirklich auf der Hand und muss mehr als verständlich sein. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Leichtfried: Bravo!)
Bundesministerin Gewessler: Das stimmt nicht!
Geschätzte Nationalratskolleginnen und -kollegen der Regierungsparteien, Sie selbst, glaube ich, müssten ja den Ernst der Lage mittlerweile erkennen. Sie erkennen, dass die Gefahr für die Bevölkerung, für die KMUs, aber auch für die Industrie wirklich massiv groß ist. Vorigen Donnerstag hat eine Fraktion, nämlich die Fraktion der Kanzlerpartei, keine einzige Frage zur Einspeicherung, zur Gasbefüllung gestellt, weswegen ich mich heute hier und jetzt frage: Habt ihr darüber Bescheid gewusst – ganz ehrlich? Wisst ihr darüber Bescheid, wenn es immer heißt, 45 Prozent der Gasspeicher sind gefüllt, aber nur 25 Prozent gehören Österreich? (Bundesministerin Gewessler: Das stimmt nicht!)
Abg. Voglauer: Die Redezeit, Herr Kollege!
Geschätzte Frau Bundesministerin, mein Kollege Alois Stöger hat es schon angesprochen, wir können diesem Gasdiversifizierungsgesetz deswegen nicht zustimmen. Wir geben damit Betrieben – das mag okay sein –, aber auch Händlern Geld vom Staat, wenn sie nicht russisches Gas in Österreich einspeichern. Sie selbst, Frau Bundesministerin, haben gesagt, man könne die OMV zum Beispiel als Händler nicht bevormunden und sagen, wem sie nachher das Gas geben darf. (Abg. Voglauer: Die Redezeit, Herr Kollege!)
Abg. Voglauer: Du darfst nicht alles glauben, was du in der Zeitung liest!
Wir geben der OMV jetzt Geld, Steuergeld, dass sie nicht russisches Gas einkauft, und dann verkauft sie das Gas nach Italien oder irgendwo anders hin. (Abg. Voglauer: Du darfst nicht alles glauben, was du in der Zeitung liest!) Österreich steht ohne Gas da – und wir haben es bezahlt! Das kann es nicht sein. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Doppelbauer.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Doppelbauer.
Wir geben der OMV jetzt Geld, Steuergeld, dass sie nicht russisches Gas einkauft, und dann verkauft sie das Gas nach Italien oder irgendwo anders hin. (Abg. Voglauer: Du darfst nicht alles glauben, was du in der Zeitung liest!) Österreich steht ohne Gas da – und wir haben es bezahlt! Das kann es nicht sein. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Doppelbauer.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Eine transparente und ordentliche Krisenversorgung sieht anders aus. Daher habe ich auch eine entsprechende parlamentarische Anfrage eingebracht, um Licht ins Dunkel zu bringen, was die Gasversorgung und die Speicherplätze in Österreich betrifft. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Ing. Martin Litschauer (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuhörer und Zuhörerinnen! Sehr geehrte Zuschauer und Zuschauerinnen! Wir haben heute einen schwarzen Tag, was die Energiepolitik in Europa betrifft. Einerseits gibt es den Russlandkrieg, der uns die Energieprobleme aufgezeigt hat. Dieser Krieg ist aber nicht das einzige Problem, das wir in Europa haben. Wir erleben in Frankreich gerade ein Atomdesaster. 29 der 56 Atomreaktoren sind technisch nicht mehr verfügbar und liefern keinen Strom. Das führt dazu, dass 19 Prozent weniger Atomstrom produziert wird als noch 2019. In den letzten 30 Jahren gab es in Frankreich noch nie so wenig Atomstrom wie jetzt. Es hat sich gezeigt, dass alte Atomkraftwerke schlichtweg nicht mehr zuverlässig sind und auch vom Klimawandel immer mehr bedroht werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Obwohl wir erkannt haben, dass Erdgas ein Problem ist und Atomenergie nicht zuverlässig in der Versorgung und dazu auch noch unsicher ist, gipfelt das Ganze jetzt darin, dass das EU-Parlament trotzdem – und deshalb ist heute ein schwarzer Tag – eine Taxonomie beschlossen hat, in die beides sozusagen aufgenommen wird. Dieses Label für Finanzprodukte mit Atomenergie und Erdgas ist schlichtweg der größte Etikettenschwindel, der in Europa gestartet worden ist. Das ist, als würde man auf ein konventionelles Lebensmittel ab sofort ein Biolabel drucken. Das ist ein Etikettenschwindel, weil weder Erdgas noch Atomenergie nachhaltig sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Das sind Projekte, die auch den Gegebenheiten infolge des Klimawandels nicht angepasst sind. Die helfen uns nicht, vielmehr werden sie durch den Klimawandel bedroht, und deswegen freut es mich sozusagen, dass dieser Antrag gegen das AKW Paks auch von anderen Fraktionen unterstützt wird, wofür ich mich noch einmal bedanken möchte. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, dass es vernünftig gewesen wäre, eine klare Antiatomhaltung zu haben, nicht nur was Paks II betrifft, sondern auch was die Taxonomie betrifft. Ein gemeinsamer Beschluss hier im Nationalrat hätte die Frau Ministerin nicht geschwächt, sondern sie in Wirklichkeit gestärkt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Deimek: Frau Minister, was tun Sie mit der OMV?
Endeffekt heraus? – Heute oder gestern: Die Lieferungen von Kasachstan sind geschlossen. Das heißt, wir verlieren alleine bei der OMV ein Drittel vom Öl. Also ist dieser Vorschlag, von Gas auf Öl umzusteigen, auch mit den Investitionsmaßnahmen, schon wieder der nächste Rohrkrepierer dieser Bundesregierung. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Deimek: Frau Minister, was tun Sie mit der OMV?)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Was ich noch spannender finde: Wir hätten ja schon längst Vorbereitungen machen können, schon im Februar, März, April. Das aber ist die grüne Inflation, denn ideologisch getrieben hieß es immer: Ja nicht! Wir müssen raus aus Öl, wir müssen raus aus Gas! – Das waren genau Ihre Forderungen und Sie, Kollegen von der ÖVP, haben das mitgetragen. Sie haben das alles mitgetragen und das ist jetzt das Hauptproblem in Österreich, vor allem betreffend die Sicherheit, die Netzstabilität, die nicht gegeben ist, auch die Sicherheit auf den Tankstellen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Jetzt kommt die Meldung, dass kleine Tankstellen nicht einmal mehr Diesel bekommen – kleine Tankstellen bekommen nicht einmal mehr Diesel! Jetzt sieht man, wie weit wir mit dieser Regierung gekommen sind: Unfähigkeit, Unfähigkeit und noch einmal Unfähigkeit! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was ich noch spannender finde: Wir hätten ja schon längst Vorbereitungen machen können, schon im Februar, März, April. Das aber ist die grüne Inflation, denn ideologisch getrieben hieß es immer: Ja nicht! Wir müssen raus aus Öl, wir müssen raus aus Gas! – Das waren genau Ihre Forderungen und Sie, Kollegen von der ÖVP, haben das mitgetragen. Sie haben das alles mitgetragen und das ist jetzt das Hauptproblem in Österreich, vor allem betreffend die Sicherheit, die Netzstabilität, die nicht gegeben ist, auch die Sicherheit auf den Tankstellen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Jetzt kommt die Meldung, dass kleine Tankstellen nicht einmal mehr Diesel bekommen – kleine Tankstellen bekommen nicht einmal mehr Diesel! Jetzt sieht man, wie weit wir mit dieser Regierung gekommen sind: Unfähigkeit, Unfähigkeit und noch einmal Unfähigkeit! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Deimek: Das sind grüne Werte!
Das gleiche Thema ist bei Fotovoltaikanlagen. Egal wo man hinschaut, wenn Private Fotovoltaikanlagen für die Eigenversorgung auf ihre Dächer machen wollen, sagt der Stromanbieter, der Netzanbieter, dass die Kapazitäten nicht vorhanden sind. (Abg. Deimek: Das sind grüne Werte!) Diese Maßnahmen, die Sie setzen und fördern, kann man also gar nicht umsetzen, weil natürlich die Netzstabilität in dieser Form nicht gegeben ist. Da beißt sich also der Hund in den Schwanz. Das ist die verfehlte Politik, die Sie betreiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das gleiche Thema ist bei Fotovoltaikanlagen. Egal wo man hinschaut, wenn Private Fotovoltaikanlagen für die Eigenversorgung auf ihre Dächer machen wollen, sagt der Stromanbieter, der Netzanbieter, dass die Kapazitäten nicht vorhanden sind. (Abg. Deimek: Das sind grüne Werte!) Diese Maßnahmen, die Sie setzen und fördern, kann man also gar nicht umsetzen, weil natürlich die Netzstabilität in dieser Form nicht gegeben ist. Da beißt sich also der Hund in den Schwanz. Das ist die verfehlte Politik, die Sie betreiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Deimek: Zwei bis sieben Tage! Danke, Frau Minister!
Ein Punkt noch zur Netzstabilität, der, wie ich glaube, ganz wesentlich für jeden Einzelnen hier im Haus ist, aber auch für die Bevölkerung und auch für die Unternehmen: Wenn Sie es in dieser Regierung nicht schaffen, dafür zu sorgen, dass diese Stabilität, ob jetzt mit Gas, mit Öl, wie auch immer, dementsprechend vorhanden ist und auch vorhanden bleibt, dann ist der nächste Schritt ein Blackout. (Abg. Deimek: Zwei bis sieben Tage! Danke, Frau Minister!) Dieses Blackout ist, glaube ich, nicht wünschenswert, und daran hätten Sie schon längst arbeiten müssen. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.
Ein Punkt noch zur Netzstabilität, der, wie ich glaube, ganz wesentlich für jeden Einzelnen hier im Haus ist, aber auch für die Bevölkerung und auch für die Unternehmen: Wenn Sie es in dieser Regierung nicht schaffen, dafür zu sorgen, dass diese Stabilität, ob jetzt mit Gas, mit Öl, wie auch immer, dementsprechend vorhanden ist und auch vorhanden bleibt, dann ist der nächste Schritt ein Blackout. (Abg. Deimek: Zwei bis sieben Tage! Danke, Frau Minister!) Dieses Blackout ist, glaube ich, nicht wünschenswert, und daran hätten Sie schon längst arbeiten müssen. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Deimek: Oder die Vorschläge des Klimarats!
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir sind uns einig darüber, was wir nicht wollen, das sind Atomstrom und Atomkraftwerke, die diesen in unserer Nähe produzieren – daher auch der heutige Antrag. (Abg. Deimek: Oder die Vorschläge des Klimarats!) Was wir auch nicht wollen, ist fossile Energie, denn die ist, wie wir wissen, ein Treiber für die Klimaerwärmung, und auch diese Auswirkungen spürt Europa heuer stärker denn je zuvor.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich glaube, die Frage ist, wie wir aus dem Ganzen herauskommen, und die Antwort liegt in den erneuerbaren Energien. Nur so können wir es schaffen, einerseits den Klimawandel, andererseits auch die Fragen der volkswirtschaftlichen Rechnung – alleine heuer haben wir 20 Milliarden Euro für fossile Energieträger nach außerhalb des Landes überwiesen – besser zu handhaben und die Versorgungssicherheit sicherzustellen, eben nur mit eigener Produktion, und da brauchen wir alles, was wir haben. Da dürfen wir auch keine technologischen Schranken haben. Da müssen wir alles einsetzen; wir brauchen alles, von der Biomasse über die Wasserkraft über die Fotovoltaik bis zur Windkraft. Und wenn dann Kostenrechnungen kommen – das möchte ich schon auch sagen –: Heute ist Fotovoltaik schon leistbarer und kostengünstiger als Atomstrom in der Vollrechnung. Auch das ist eine Rechnung, die man anstellen kann. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Eines aber wird nicht gehen, nämlich dass wir sagen: Na ja, wenn wir ein bisschen netter zu Putin sind, vielleicht wird dann das Gas wieder aufgedreht und wir können unser Stromnetz stabilisieren und brauchen keine Angst zu haben. Sollen doch die Ukrainer ein bisschen netter zu Putin sein, dann haben wir alle keine Probleme mehr. – Wer dieser Meinung ist, der sollte gleich mit einem Notar nach Moskau fahren, denn dann kann er gleich seine Grundstücke und sein restliches Vermögen an Russland überschreiben, denn das, was in der Ukraine stattfindet, ist, dass dort Völkerrecht gebrochen wird. Es wird fremdes Eigentum angeeignet, Menschen werden getötet, Kinder verschleppt. Das ist eine Situation, die ich in Österreich nicht haben möchte, nur weil es darum geht, billige Energie in unser Land zu importieren. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Zwischen der Ukraine und Österreich stehen circa 20 Panzer in der Slowakei, und das geht dann sehr schnell, dass sie auch in Wien stehen. Wenn das die Freiheitlichen wollen, dann sollen sie es sagen und sich nicht immer hinter irgendwelchen Floskeln verbergen. Eines ist relativ schnell gemacht: Bei unserer rot-weiß-roten Fahne einen roten Balken durch Ihre Farbe Blau ersetzen, und dann sind wir bei der russischen Fahne. – Na bitte, Gratulation! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
dann fangen Sie bitte bei sich selber an, denn da gibt es genug zu tun. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Zum gegenständlichen Antrag ist schon viel gesagt worden. Ich glaube, wir bringen diesen Antrag in guter Tradition hier im Hohen Haus mit den Vertreterinnen und Vertretern von allen Parteien ein, weil wir in Übereinstimmung mit den Bedenken des Umweltbundesamtes den geplanten Kraftwerksbau in Ungarn ablehnen. Ich freue mich, dass wir heute hier bei diesem wichtigen Thema auch einen einstimmigen Beschluss zustande bekommen werden. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Es ist jetzt schon vielfach berichtet worden, dass heute in unserem Kampf gegen eine Technologie, die, wie Abgeordneter Shetty gerade ausgeführt hat, für die Klimakrise sicher keine Lösung sein kann – und abgesehen davon auch bis jetzt keines ihrer Probleme gelöst hat –, ein schwarzer Tag ist, denn wir haben heute im Europaparlament mit der Entscheidung zur Taxonomieverordnung eine Entscheidung gehabt, die den europäischen Bemühungen, Europa 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen, diametral entgegensteht. Fossiles Erdgas mit einem grünen Label zu versehen, die Nuklearenergie mit einem grünen Label zu versehen, ist weder glaubwürdig noch wissensbasiert. Es gefährdet unsere Zukunft und es ist eine Entscheidung, die aus unserer Sicht mehr als verantwortungslos ist, gerade zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem uns der Krieg in der Ukraine vor allem einen Auftrag gibt: Raus aus dieser Abhängigkeit von, aus dieser Erpressbarkeit durch fossile Energien. Und jetzt so eine Entscheidung: Es ist mir unverständlich, wie man eine solche Entscheidung treffen kann. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir haben von Anfang an gesagt, wir werden uns mit diesem Ergebnis – ursprünglich ist es ja ein Vorschlag der Europäischen Kommission – nicht zufriedengeben. Wir haben bereits eine Nichtigkeitsklage gemäß Artikel 263 AEUV beim Europäischen Gerichtshof vorbereitet. Wir haben uns in den letzten Wochen und Monaten intensiv auf den Fall vorbereitet: Wenn dieses Greenwashingprogramm tatsächlich in Kraft tritt, dann werden wir als Republik selbstverständlich beim EuGH auf Nichtigkeit klagen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir werden einen langen Atem brauchen. Wir werden viel Rückenwind brauchen. Die Auseinandersetzung rund um die Atomenergie nimmt an Intensität zu und spitzt sich zu, und da braucht es Österreich als Speerspitze des Widerstands auf europäischer Ebene und da braucht es ein Parlament, das da geschlossen dahintersteht – deswegen herzlichen Dank dafür. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich würde mir so einen nationalen Schulterschluss auch bei einem anderen Thema wünschen, Frau Bundesministerin. Wir haben es im Ausschuss beraten, denn es gab im Umweltausschuss nicht nur die Anträge zum Thema Atomenergie, sondern auch Anträge zum Thema Fracking, einer sehr, sehr umstrittenen und umweltschädlichen Methode, Schiefergas oder teilweise auch Öl zu fördern. Da fehlt leider diese klare Positionierung. Kollege Schwarz, Sie schauen ganz kritisch und verwundert. Ich war auch verwundert, dass die Grünen im Ausschuss sich nicht dazu bekennen konnten, dass es ein klares Frackingverbot gibt – das verwundert! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe, dass wir die Verhandlungen über diesen vertagten Antrag im Umweltausschuss bald wieder aufnehmen können und dann vielleicht einen einstimmigen Beschluss in dieser Frage hier im Haus erzielen können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Das heißt natürlich nicht, dass wir zu jeder Zeit sämtliche Energie im eigenen Land haben, aber wir könnten per Saldo energieautark sein. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Das ist für mich nach wie vor ein faszinierendes Konzept, weil es uns ein großes Stück Unabhängigkeit gebracht hätte. Es ist aber von vielen, auch von vielen politischen Gruppierungen hintertrieben worden – auch in meiner eigenen politischen Gruppierung haben manche das durchaus nicht so gesehen –, es sitzen viele hier, aus fast allen Parteien, die das aus unterschiedlichsten Motiven verhindert haben. Jetzt darf man sich nicht wundern, dass man plötzlich in einer schwierigeren Situation ist.
Beifall bei der ÖVP.
Von der Renaissance der Atomkraft haben wir gehört, und auch die Kohle erlebt fröhliche Urständ. Wir waren gerade bei der OSZE-Konferenz in Birmingham, bei der Vertreter aus Nordamerika sagen, man sollte Kohle nicht mehr verteufeln, Kohle viel stärker einsetzen – die wittern sozusagen Morgenluft. Wir müssen aber konsequent auf diesem Weg draufbleiben. Auch wenn wir irgendwie allein auf weiter Flur im Kampf gegen die Atomkraft sind, müssen wir trotzdem geeint weiterhin dagegen auftreten. Das ist ehrenvoll und es ist auch richtig, in der Sache dagegen aufzutreten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Bundesministerin, wir werden Sie dabei unterstützen, weil es einfach der richtige Weg ist. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Um der Klimakrise entgegenzuwirken, ist Atomstrom jedenfalls die falsche Antwort. Die Zukunft gehört der erneuerbaren Energie, und das im Sinne von uns allen und unserer Kinder. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Hofinger und Salzmann.
Wir haben vorhin über die Energiekrise und den Klimawandel gesprochen: Es wird uns nicht retten, wenn wir immer nur über den letzten Punkt, nämlich das Reparieren diskutieren, wir müssen nicht nur beim Bodenverbrauch, sondern natürlich auch betreffend Energieverbrauch sparsamer werden. Die Klimaziele werden nur erreichbar sein, wenn wir gleichzeitig auch realistisch über einen sukzessiven Rückgang des Gesamtenergieverbrauchs diskutieren. Zu glauben, dass wir mit dem Wachstum auf Kosten der Naturräume weitermachen können, ist natürlich undenkbar, und auch dieser Wahrheit müssen wir uns stellen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Hofinger und Salzmann.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Melchior und Prinz.
Wie wichtig diese Investitionen sind, zeigen auch die blanken Zahlen: Allein bei den letzten beiden Hochwassern an der Donau in den Jahren 2002 und 2013 entstanden Sachschäden in Höhe von über 320 Millionen Euro, und da ist vom persönlichen Leid und den dramatischen Schicksalen vieler Familien noch gar nicht die Rede. Deshalb haben diese wichtigen Projekte meine volle Zustimmung. Mein Dank und meine ganze Wertschätzung gehen an all jene, die – in der Vergangenheit, in der Gegenwart und wahrscheinlich auch in der Zukunft – bei diesen fürchterlichen Katastrophen vor Ort sind, die vielen Freiwilligen, die vor Ort tatkräftig Hilfe geleistet haben, vom Bundesheer bis zu den freiwilligen Feuerwehren. Ein herzliches Dankeschön ganz speziell von dieser Seite an alle, die da unterstützen! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Melchior und Prinz.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann mich Kollegin Rössler, die vor mir gesprochen hat, anschließen: Auch wenn wir hier ein durchwegs positives Resümee über diese Vereinbarung ziehen, möchte ich einem Thema in diesem Zusammenhang doch besondere Bedeutung beimessen, nämlich dem Thema der Raumordnung und da beispielsweise der Frage der Bodenverdichtung. Das ist eine der vielen zukunftsweisenden Fragen in diesem Bereich, auf die wir auf Bundesebene, aber auch auf Landesebene – viele Regelungen, Verordnungen und Gesetze sind ja Landesangelegenheit – gemeinsam Antworten finden werden müssen. Wir müssen im Bereich des Hochwasserschutzes alles zu tun, um Katastrophen vorzubeugen und diese aktiv zu verhindern. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Weratschnig.
Als Oberösterreicher darf ich insbesondere die Situation in meinem Heimatbundesland ansprechen: 2002 hinterließ das Hochwasser in unzähligen Gemeinden gewaltige Zerstörungen, 2013 gab es schreckliche Auswirkungen auf die Gemeinden im Eferdinger Becken. 2002 waren hauptsächlich Gemeinden im Unteren Mühlviertel betroffen, diese haben durch die Errichtung des Machlanddammes und durch den Hochwasserschutz für die Sankt Georgener Bucht bereits entsprechenden Schutz vor Donauhochwasser erhalten. Diese Maßnahmen haben sich 2013 schon sehr, sehr gut bewährt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Weratschnig.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Weratschnig.
Sehr geehrte Damen und Herren, wenn wir von Hochwasser sprechen, dann dürfen wir auch stolz auf die besondere Solidarität und den enormen Zusammenhalt sein. Viele, viele freiwillige Helferinnen und Helfer leisten immer wieder Großartiges. Ganz besonders hervorzuheben sind da die Blaulichtorganisationen. Unsere Feuerwehren, die Rettungsorganisationen, die Polizei genauso wie die Soldatinnen und Soldaten sind Garant für die entsprechende Hilfe und für die Unterstützung der Bevölkerung. Ein großes Danke für diesen unermüdlichen Einsatz! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Weratschnig.)
Beifall bei der ÖVP.
Diese Sicherheit wird mit dem heutigen Beschluss in den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich und Wien für die betroffene Bevölkerung wesentlich ausgebaut: Das ist sehr gut investiertes Steuergeld für die Menschen, die entlang der Donau leben. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und des Abg. Weratschnig.
Ich freue mich aber über die Investitionen in den Hochwasserschutz und damit Investitionen in unsere Bevölkerung. (Beifall bei der ÖVP und des Abg. Weratschnig.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Werte Abgeordnete! Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer! Wir setzen mit der heutigen Novellierung des FSG, des Führerscheingesetzes, eine Nationalratsentschließung aus dem Jahr 2020 um, auf der Grundlage eines SPÖ-Antrages. An dieser Stelle danke ich speziell dem Verkehrssprecher der SPÖ Alois Stöger für die Initiative. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Der Entschließungsantrag ist ja damals einstimmig angenommen worden, also alle Fraktionen haben daran mitgearbeitet. Worum geht es? – Es geht um das Führerscheingesetz, um einen Erlass von Gebühren und Verwaltungskosten für Menschen mit Beeinträchtigung, mit Behinderungen, mit Einschränkungen: ein langjähriges Thema und Anliegen der Volksanwaltschaft. In der Praxis geht es um rund 20 000 Fälle, und pro Fall werden 49,50 Euro erlassen. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Bravo, Hermann!
Ich bitte um breite Zustimmung. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Bravo, Hermann!)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Für alle, die irgendwann einmal Politik studieren wollen: Daran kann man lernen, wie mühsam und bürokratisch es ist, ein Gesetz, bei dem wir uns parteienübergreifend einig sind, durchzubringen. Nun ist es so weit, und ich sage allen, die sich darum bemüht haben, dass dieses Gesetz durchgeht, Danke. Das ist auch ein Zeichen, dass wir die Lebenswelt von Menschen, die behindert sind, wahrnehmen, ihnen den entsprechenden Respekt entgegenbringen und ihre Bedürfnisse in die Gesetzgebung miteinbeziehen. – In diesem Sinne: Herzlichen Dank! Ich freue mich, dass dieser gemeinsame Antrag durchgeht. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Lukas Hammer: Eine Sondersitzung!
es keine Dringliche gegeben hätte? Hätten wir dann vielleicht unter den Tagesordnungspunkten zur Straßenverkehrsordnung oder zum Hochwasserprogramm die Führerscheingesetznovelle debattiert? (Abg. Lukas Hammer: Eine Sondersitzung!)
Abg. Lukas Hammer: Erklär es ihr!
Frau Minister, wissen Sie, was Krise ist? Können Sie das überhaupt begreifen und etwas für die Bevölkerung tun? (Abg. Lukas Hammer: Erklär es ihr!) Ich bezweifle das nämlich. Ich bezweifle, dass Sie in der Lage sind, diese Situation, in der sich Österreich und Europa sich befinden, zu erfassen und Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu treffen. Krisenmanagement geht anders. Sie haben bewiesen, dass Sie es nicht können. Reagieren Sie darauf! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Minister, wissen Sie, was Krise ist? Können Sie das überhaupt begreifen und etwas für die Bevölkerung tun? (Abg. Lukas Hammer: Erklär es ihr!) Ich bezweifle das nämlich. Ich bezweifle, dass Sie in der Lage sind, diese Situation, in der sich Österreich und Europa sich befinden, zu erfassen und Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu treffen. Krisenmanagement geht anders. Sie haben bewiesen, dass Sie es nicht können. Reagieren Sie darauf! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hafenecker: Thematische Exkurse sind wichtig!
Abgeordneter Christoph Stark (ÖVP): Herr Präsident! Frau Ministerin! Geschätzte Damen und Herren im Hohen Haus! Nach dem thematischen Exkurs von Kollegen Deimek komme ich jetzt wieder auf das eigentliche Thema zurück, nämlich die Novelle des Führerscheingesetzes. (Abg. Hafenecker: Thematische Exkurse sind wichtig!)
Abg. Deimek: Das ist jetzt nicht das Thema! Es geht ums Führerscheingesetz!
Leidenschaft, wenn es darum geht, einen Adressatenkreis von 20 000 Menschen berechtigt um 49,50 Euro zu entlasten. – Gut, wir stimmen gerne zu, keine Frage. Wir entlasten aber alle Menschen mit 500 Euro Klimabonus und 180 Euro Familienbeihilfe. Vulnerable Gruppen erhalten zusätzlich 300 Euro Teuerungsausgleich. In Summe sind das mehrere Milliarden Euro, und Sie stimmen nicht mit, geschätzte Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ und von der FPÖ. (Abg. Deimek: Das ist jetzt nicht das Thema! Es geht ums Führerscheingesetz!)
Beifall bei der ÖVP.
Offenbar sind Ihnen die 49,50 Euro für wenige mehr wert als Milliarden für alle. Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich verstehe das nicht. Dennoch freue ich mich über dieses Gesetz und werde natürlich gerne mitstimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ottenschläger: Weil das Gesetz so gut ist!
Zu Wort gelangt Abgeordneter Klaus Köchl, der es schon gar nicht mehr erwarten kann. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Ottenschläger: Weil das Gesetz so gut ist!)
Abg. Ottenschläger: Das ist schon erledigt!
einen Einspruch gemacht. (Abg. Ottenschläger: Das ist schon erledigt!) Sie wollen das in dieser Art und Weise nicht haben, und wir als Gemeinden machen uns auch Sorgen, wenn das neue Gesetz kommt, dass Kosten auf uns zukommen, und das ist ganz einfach nicht gut.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ich glaube, man sollte schon noch einmal genau schauen, man sollte noch einmal versuchen, auf sehr sanfte Mobilität zu setzen, auch im Hinblick auf Fußgänger. Wichtig ist das natürlich auch – an dem Gesetzentwurf ist ja nicht alles schlecht – betreffend den Verkehr im Bereich von Kindergärten und Schulen. Das ist zu begrüßen. Natürlich fallen dabei auch Kosten an. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich würde also sagen, da müsste man noch einmal an den Start gehen, noch einmal mit Gemeinden, Ländern und vor allem der Stadt Wien genau reden, denn das ist ja doch sehr, sehr viel Geld. Die Finanzierung wäre dann natürlich auch noch einmal zu klären. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bitte um breite Zustimmung für aktive Mobilität in Österreich. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schnabel: Weil’s keiner gemacht hat!
Wir haben hinsichtlich dieses Tagesordnungspunktes ganz gezielt einen Antrag eingebracht, der uns wichtig war, wofür es auch eine Evaluierungsphase gegeben hat, und zwar jenen für Rechtsabbiegen bei Rot, Frau Bundesminister. Sie können doch nicht klar erklären, warum das jetzt für Radfahrer und für alle anderen gelten soll, aber nicht für Autos. Sie haben ja nicht einmal die Geduld aufgebracht, Frau Bundesminister, dass Sie evaluieren, was dabei rausgekommen ist. (Abg. Schnabel: Weil’s keiner gemacht hat!) Sie haben es einfach abgedreht, weil es für Sie einfach nur ein ideologisches Thema ist, weil Sie halt irgendeinen grünen Leuchtturm aufstellen wollten, und die Schwarzen machen halt einfach mit.
Abg. Litschauer: ... ist auch ein Rohstoff!
Wissen Sie, was das eigentlich für einen Rohstoffaufwand bedeuten würde? Wissen Sie eigentlich, Frau Bundesminister, dass das, was wir nun brauchen würden, um das Ganze nachzurüsten, der Bedarf an Rohstoffen wie Kupfer, Nickel, seltenen Erden und so weiter und so fort weltweit gar nicht abgebaut wird? (Abg. Litschauer: ... ist auch ein Rohstoff!) – Ach, danke für Ihre Eingabe, wunderbar! (Abg. Litschauer: Lieber Rohstoff als ...!) Das ist der Kollege, der immer aus der letzten Reihe reinschreit, aber er hat die Haare schön, alles gut!
Abg. Litschauer: Lieber Rohstoff als ...!
Wissen Sie, was das eigentlich für einen Rohstoffaufwand bedeuten würde? Wissen Sie eigentlich, Frau Bundesminister, dass das, was wir nun brauchen würden, um das Ganze nachzurüsten, der Bedarf an Rohstoffen wie Kupfer, Nickel, seltenen Erden und so weiter und so fort weltweit gar nicht abgebaut wird? (Abg. Litschauer: ... ist auch ein Rohstoff!) – Ach, danke für Ihre Eingabe, wunderbar! (Abg. Litschauer: Lieber Rohstoff als ...!) Das ist der Kollege, der immer aus der letzten Reihe reinschreit, aber er hat die Haare schön, alles gut!
Zwischenruf bei den Grünen.
Wie gesagt, die Rohstoffe, die wir brauchen, haben wir gar nicht, Frau Bundesminister, und deswegen machen Sie der österreichischen Bevölkerung ein X für ein U vor. (Zwischenruf bei den Grünen.) Sie kommen aus dieser Krise gar nicht heraus, und das müssen Sie ganz klar wissen. Wissen Sie, was die Doppelbödigkeit Ihrer Politik ist? – Sie machen es vor: Sie fliegen mit dem Privatjet in totalitäre Länder und wollen dann das moralisch bessere Öl und Gas dort besorgen. Das widerspricht doch jedem grünen Grundsatz. (Ruf bei den Grünen: Saubermann!)
Ruf bei den Grünen: Saubermann!
Wie gesagt, die Rohstoffe, die wir brauchen, haben wir gar nicht, Frau Bundesminister, und deswegen machen Sie der österreichischen Bevölkerung ein X für ein U vor. (Zwischenruf bei den Grünen.) Sie kommen aus dieser Krise gar nicht heraus, und das müssen Sie ganz klar wissen. Wissen Sie, was die Doppelbödigkeit Ihrer Politik ist? – Sie machen es vor: Sie fliegen mit dem Privatjet in totalitäre Länder und wollen dann das moralisch bessere Öl und Gas dort besorgen. Das widerspricht doch jedem grünen Grundsatz. (Ruf bei den Grünen: Saubermann!)
Bundesministerin Gewessler: Das ... eh gesagt, das war der Herr Deimek!
Ich bin gespannt, weil Sie im Verkehrsausschuss gesagt haben, Saudi-Arabien wird nun unser nächster wichtiger Partner werden, wenn es um die Gasversorgung und um E-Fuels geht. Frau Bundesminister, bitte, Sie haben doch irgend so etwas wie einen Wertekompass, zumindest behaupten Sie das als Grüne immer. (Bundesministerin Gewessler: Das ... eh gesagt, das war der Herr Deimek!) Dann wenden Sie diesen Wertekompass einmal an und schauen Sie, ob Saudi-Arabien eine Demokratie ist, die sich mit unseren Maßstäben messen kann. Ich möchte das gar nicht wiederholen, was einmal von der ÖVP gekommen ist, nämlich dass nur am Freitag - - Punkti, Punkti, Punkti.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Jakob Schwarz: Seit Ibiza habt ihr 50 Prozent verloren! – Abg. Zorba: Das war eine schlechte Rede!
Sehr geehrte Damen und Herren, da sitzen jene Grünen, die immer nur gegen die eigene Bevölkerung moralisieren. Alles andere ist egal. Wie gesagt: Wir verhandeln mit Ölscheichs, wir fliegen im Privatjet herum, wir fahren mit dem Konvoi neben dem Zug her! – Das ist die Politik, die Sie machen. Die eigene Bevölkerung wird von Ihnen geknechtet. Ja, die momentanen Umfragen, dass Sie gemeinsam mit der ÖVP, die ja bei dem ganzen Zirkus mitmacht, mittlerweile bei 30 Prozent stehen, sind die Abrechnung, die die Bevölkerung mit Ihnen macht. Ich hoffe, dass der Wahltag auch bald kommt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Jakob Schwarz: Seit Ibiza habt ihr 50 Prozent verloren! – Abg. Zorba: Das war eine schlechte Rede!)
Ruf bei den Grünen: Ich bin nicht mitgekommen!
Herr Kollege Hafenecker hat es mit Saudi-Arabien und Ölscheichs begründet. (Ruf bei den Grünen: Ich bin nicht mitgekommen!) Was das nun mit der vorliegenden StVO-Novelle zu tun hat, kann ich nicht nachvollziehen, aber es sei so dahingestellt. (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Er hat aber wenigstens versucht, ein, zwei Punkte zu erwähnen, warum er nicht zustimmen will.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Herr Kollege Hafenecker hat es mit Saudi-Arabien und Ölscheichs begründet. (Ruf bei den Grünen: Ich bin nicht mitgekommen!) Was das nun mit der vorliegenden StVO-Novelle zu tun hat, kann ich nicht nachvollziehen, aber es sei so dahingestellt. (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Er hat aber wenigstens versucht, ein, zwei Punkte zu erwähnen, warum er nicht zustimmen will.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Lieber Herr Kollege Köchl von der SPÖ, es tut mir leid, aber Sie haben hier anscheinend von einem veralteten Stand aus referiert, weil das, was Sie hier moniert haben, dass sozusagen Belastungen auf die Gemeinden zukommen, da nicht mehr drinsteht. Ich hoffe, dass Sie das wissen. Es gibt ja auch ein Schreiben vom Gemeindebund, in dem das nun ausdrücklich begrüßt wird. Sie kennen das, aber Sie nehmen es trotzdem als Begründung, um dieser Novelle nicht zuzustimmen. Da schließt sich irgendwie ein Bild für mich. Die Sozialdemokratie ist anscheinend auf dem Weg, Frontalopposition zu machen. Egal was wir vorlegen, auch wenn es Ihnen vielleicht inhaltlich eh gar nicht so schlecht gefällt, Sie stimmen auf jeden Fall dagegen. Aber die Zuseherinnen und Zuseher sollen für sich ihre Schlüsse daraus ziehen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Hafenecker: ... geschrieben!
Meine Damen und Herren, worum geht es denn wirklich? – Herr Kollege Weratschnig hat es ja auch schon im Stakkato erklärt: Es ist ein großes Paket zur Förderung der aktiven Mobilität. Uns geht es am Ende auch um ein gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr. Es haben alle ihre Rechte und Pflichten, aber wir wollen jetzt mit dieser Novelle vor allem den Fokus auf den Radverkehr und auch auf das Zufußgehen legen. (Abg. Hafenecker: ... geschrieben!)
Abg. Hafenecker: Andreas ...!
Im Übrigen, lieber Herr Kollege Hafenecker, weil Sie von einem Schnellschuss gesprochen haben: Wir haben uns sehr viel Zeit genommen, sehr intensive Gespräche geführt, viele Expertinnen und Experten miteinbezogen. Deswegen ist es ein gutes, sehr ausgewogenes und sehr umfangreiches Paket geworden, und bei Gott kein Schnellschuss. (Abg. Hafenecker: Andreas ...!)
Abg. Leichtfried: Die ist sogar schon aus!
Da es ein sehr umfangreiches Paket ist und die Redezeit ja beschränkt ist (Abg. Leichtfried: Die ist sogar schon aus!), belasse ich es dabei und kündige nur an: Wir haben bereits zwei weitere wichtige Maßnahmen in der Pipeline, nämlich erstens betreffend das weitere Vorgehen gegen extreme Verkehrsrowdys im Straßenverkehr – Stichwort Möglichkeit einer Beschlagnahme –, dass wir da auf europäischer Ebene auch nachziehen, und zum Zweiten, dass wir der Exekutive auch bessere Handhabe schaffen wollen, was das Einschreiten gegen Drogenlenker betrifft.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Insgesamt ist es ein wirklich ausgewogenes, sehr gutes Paket, und ich ersuche Sie um Ihre Zustimmung. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall des Abg. Jakob Schwarz.
Ich verweise darauf, dass ich bereits im Oktober 2020 einen fast gleichlautenden Entschließungsantrag eingebracht habe, mit dem Ziel, die Straßenverkehrsordnung fahrradfreundlich zu gestalten. Das hätten wir damals schon machen können, dann hätten wir seit fast zwei Jahren schon diese fahrradfreundlichen Verhältnisse. Schade, dass es so lange gedauert hat, aber wichtig ist, dass es passiert, und wir stimmen dem natürlich zu. (Beifall des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei den NEOS.
Es ist nur ein Satz eingefügt, das ist derjenige, der Personen betrifft, die einen Ausweis nach § 29b haben. Ich würde sagen, es wäre sehr wichtig und ich appelliere dringend an das Hohe Haus, diesem Abänderungsantrag heute schon die Zustimmung zu erteilen, denn sonst wird es wieder notwendig sein, eine spätere Gesetzesänderung zu machen. Es spricht nichts dagegen, diese wichtige Maßnahme schon heute zu beschließen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Heute ist die aktive Mobilität nicht mehr wegzudenken. Wir wissen, wie wichtig sie ist, nicht nur für den Klimaschutz – das hat Abgeordneter Weratschnig vorhin ausgeführt –, sondern auch deshalb, weil sie Mobilität ermöglicht, weil sie Freiheit ermöglicht, weil man Kindern einen selbstständigen und autonomen Schulweg ermöglichen kann, also lauter Dinge, die wirklich wichtig für unser Zusammenleben sind. Dafür braucht aber es die richtigen Rahmenbedingungen – genau die schaffen wir mit dieser umfassenden Novelle. Wir holen die Verkehrsregeln ins 21. Jahrhundert, und das ist gut so, und ich bin froh und dankbar, dass das in dieser Regierungskoalition gelungen ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
und Fußgänger so etwas wie Vorrang auf den Gehwegen haben, wenn Fahrzeuge diese queren, und dass diese Gehwege auch von Hindernissen freizuhalten sind. Da geht es also schlicht und ergreifend um eine eigentlich recht banale Feststellung, nämlich dass der Platz, der den Fußgängerinnen und Fußgängern zusteht, der Gehsteig, auch tatsächlich den Fußgängerinnen und Fußgängern zur Verfügung steht. Das verringert Barrieren für Menschen, die im Rollstuhl, mit dem Rollator, mit dem Kinderwagen unterwegs sind, ganz einfach für alle, die zu Fuß unterwegs sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Schnabel.
es nie worden!) – Die Evaluierung der wissenschaftlichen Begleitstudie ist veröffentlicht, und zwar im VSF kompakt, Ausgabe 48, Forschungsband 84. Das empfehle ich allen zur Lektüre. Mangels Erfolg eingestellt – ich bin mir sicher, wir schaffen mit dieser Grundlage beim Radfahren ein nachhaltigeres und erfolgreicheres Projekt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Schnabel.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend: Zufußgehen, Radfahren sind wesentliche Bestandteile unseres Alltags, sie bringen ein Mehr an Lebensqualität, ein Mehr an Klimaschutz und sind auch noch praktisch. Genauso wichtig ist es aber, dass wir ein rücksichtsvolles, ein sicheres Miteinander aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gewährleisten können. Mit dieser Novelle setzen wir dazu einen wichtigen Schritt. Deswegen danke ich allen, die diese Novelle heute unterstützen, und auch jenen, die sie in den letzten Monaten und Jahren ausgearbeitet haben, wirklich sehr, sehr herzlich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Zum Schluss – weil ich mich vor 21 Uhr kein ein weiteres Mal zu Wort melden werde – darf ich an dieser Stelle noch ganz, ganz herzlich dem österreichischen Fußballnationalteam der Frauen alles, alles Gute wünschen. Der Anpfiff zur Europameisterschaft ist um 21 Uhr. Erstmals in der Geschichte Österreichs wird eine Frauen-EM vollständig im ORF übertragen. Wir können heute leider nicht zuschauen, aber wir wünschen allen Frauen, die heute für Österreich laufen, alles Gute! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Deimek: Und der Herr Religionslehrer in Wien ...!
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ja, als wir in die Regierung gekommen sind und die Koalitionsverhandlungen begonnen haben, haben wir erahnen können, wie groß der Stellenwert von Zufußgehen und Radverkehr bisher war: Es gab im Verkehrsministerium nicht einmal eine eigene Abteilung fürs Radfahren – nichts! (Abg. Deimek: Und der Herr Religionslehrer in Wien ...!) Es gab eine Sektion fürs Autofahren, für den Schiffsverkehr, für die Bahn, aber in dem bisher von FPÖ und SPÖ geführten Verkehrsministerium gab es einfach keine Abteilung für den Radverkehr. Und so hat auch die Politik über die Jahre wie die Straßenverkehrsordnung aus den 1960er-Jahren ausgesehen: Radfahrende und auch Zufußgehende waren sozusagen geduldete Fremdkörper in der Straßenverkehrsordnung. Es wurde alles oder fast alles dem Auto untergeordnet.
Beifall bei den Grünen.
Als wir Regierungsverhandlungen geführt haben und anschließend in die Regierung gekommen sind, war es unser Ziel, das zu ändern und der aktiven Mobilität, also dem Radfahren und Zufußgehen, mehr Platz einzuräumen, in den Ministerien, in den Gesetzen, aber auch auf der Straße. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schnabel.
Das ist bei uns nicht normal, wir sind von dieser Situation noch weit entfernt. Ich glaube, wir müssen dorthin. Dafür brauchen wir wesentlich mehr und bessere Radwege – nicht nur ein paar bepinselte Straßen, sondern wirklich baulich getrennte Radwege –, aber auch bessere Gesetze; bessere Gesetze, um Radfahren und Zufußgehen sicherer zu machen, und auch, um Radfahren attraktiver zu machen. Mit dem heutigen Beschluss machen wir genau das. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schnabel.)
Beifall bei den Grünen.
Wir kennen alle die Situation, wenn wir durch die Stadt gehen, zum Beispiel mit dem Kinderwagen, und der Gehsteig so zugeparkt ist, dass man nicht mehr vorbeikommt, weil zum Beispiel ein Lieferwagen rückwärts eingeparkt ist. Auch das wird jetzt der Vergangenheit angehören: Hineinragen ist verboten. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Heute ist ein guter Tag für die aktive Mobilität. Es ist sehr schade, dass diese kleinen, wichtigen Schritte von der SPÖ nicht mitgetragen werden. Bei der FPÖ wundert es mich nicht. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Deimek: Ich glaube, der VCÖ war auch dagegen!
Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen, die an den Verhandlungen teilgenommen haben, ganz herzlich bei der ÖVP – es waren sehr konstruktive Verhandlungen – und vor allem bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des grünen Parlamentsklubs sowie auch des Klimaministeriums, die im letzten Jahr hervorragende Arbeit geleistet haben. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Deimek: Ich glaube, der VCÖ war auch dagegen!)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Die Einführung einer Schulstraße ist schon genannt worden. Faktum ist, dass es vor immer mehr Schulen kurzfristige Fahrverbote gibt, und bis jetzt war es sehr mühsam, da für jede Schule von der Behörde ein eigenes Konzept erarbeitet werden musste, damit diese Verordnung erlassen werden konnte. Jetzt besteht die Möglichkeit, dass wir das gemeinsam österreichweit regeln, und dann muss die Behörde eigentlich nur mehr den Zeitraum zu dem entsprechenden Verkehrszeichen hinzufügen. Gleichzeitig werden aber unbedingt notwendige Kfz-Fahrten zum Anfahren und zum Zufahren durchaus noch möglich sein. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Einige wenige Punkte noch zu den Fußgängern: Für mich persönlich ist es ein Schmankerl, dass die Ampelschaltungen fußgängerfreundlich geregelt werden; ein Schmankerl deswegen, weil ich aus einem Bezirk komme – wahrscheinlich ist das der einzige in Österreich –, in dem es keine ampelgeregelte Straßenkreuzung gibt. Wir kommen im Lungau noch ohne aus. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich darf zusammenfassend sagen: Diese Regierung macht eine praxisorientierte Gesetzesregelung zum Wohle der Menschen im Land. Einige Parteien, namentlich die SPÖ, ignorieren, dass es Tatsachen gibt – Kollege Ottenschläger hat schon erwähnt, dass Kollege Köchl einfach nicht weiß, was drinnen steht, und auch so argumentiert und sich nicht erinnern kann. Die SPÖ ignoriert schon den ganzen langen Tag, dass wir, diese Regierung, die Bevölkerung entlasten; so könnte ich die Maßnahmen zur Entlastung der Bevölkerung auflisten, werde das aber nicht tun. Ich darf einfach sagen: Diese Regierung tut etwas für die Bevölkerung. Und: Stimmen Sie dieser Änderung zu! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Also insofern: Wenn schon der NAP nicht besonders groß ausgefallen ist – was uns für die Betroffenen oder eigentlich für uns alle als inklusive Gesellschaft sehr, sehr leid tut und sehr, sehr schmerzt –, könnten Sie sich vielleicht einen Ruck geben und wenigstens diesem Vorschlag von uns zustimmen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Dienst an der Bevölkerung wurde in den vergangenen Wochen und wird zurzeit noch immer in den Bundesländern Kärnten, Salzburg und auch in Teilen von Tirol im Rahmen der Unwettereinsätze geleistet. An dieser Stelle ein großes Dankeschön! Ich bin selbst seit 33 Jahren Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr. Es ist wirklich, man muss es auf Steirisch sagen, ein Wahnsinn, was da ehrenamtlich über viele Stunden und Tage geleistet wird, um den Menschen vor Ort entsprechende Hilfe zukommen zu lassen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.
für die Beschaffung von Einsatzgeräten, und wir lassen uns aufseiten der Bundesregierung in Bezug auf die Frage, welches Ehrenamt gut ist und welche Maßnahme richtig ist, nicht auseinanderdividieren, sondern es muss geholfen werden, die Ehrenamtlichen vor Ort müssen unterstützt werden, und dementsprechend unterstützen wir auch die Feuerwehren. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.)
Abg. Obernosterer: Die sind überall dagegen!
Geschätzte Damen und Herren! Mit dieser Straßenverkehrsordnungsnovelle unterstützen wir dieses Ehrenamt, und wir unterstützen eben auch die Feuerwehren. Ich hoffe, dass die SPÖ zumindest in diesem Teilbereich mitgeht – anders als bei all den anderen Dingen, die wir der Bevölkerung im Zuge der Entlastungsmaßnahmen zukommen lassen, die wir diese Woche diskutieren – und dass sie zumindest den Feuerwehren die Mittel zukommen lässt, damit sie den Dienst an der Bevölkerung verrichten können. (Abg. Obernosterer: Die sind überall dagegen!) – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Geschätzte Damen und Herren! Mit dieser Straßenverkehrsordnungsnovelle unterstützen wir dieses Ehrenamt, und wir unterstützen eben auch die Feuerwehren. Ich hoffe, dass die SPÖ zumindest in diesem Teilbereich mitgeht – anders als bei all den anderen Dingen, die wir der Bevölkerung im Zuge der Entlastungsmaßnahmen zukommen lassen, die wir diese Woche diskutieren – und dass sie zumindest den Feuerwehren die Mittel zukommen lässt, damit sie den Dienst an der Bevölkerung verrichten können. (Abg. Obernosterer: Die sind überall dagegen!) – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich freue mich, dass wir das heute zu einem guten Ende bringen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Köchl.
Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Köchl. – Bitte sehr, Herr Abgeordneter. (Zwischenruf des Abg. Köchl.) Sie sind nie zu früh, Herr Abgeordneter.
Beifall bei der SPÖ.
Was auch ganz interessant ist: dass da auch aufgenommen worden ist – das ist auch mit dem Tagesordnungspunkt vorher zu verknüpfen –, dass Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, die ungeschützt sind – das sind zum Beispiel Radfahrer, Radfahrerinnen, Fußgänger, Fußgängerinnen, Motorradfahrer, Fahrer von Mopeds –, bei diesem Verfahren ebenfalls berücksichtigt werden. Ich denke, dass das ein Fortschritt ist, und deshalb wird die SPÖ-Fraktion diesem Tagesordnungspunkt zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jakob Schwarz – erheitert –: Das war ein Lob? – Abg. Hafenecker: Immerhin ...! Wir bemühen uns eh!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Frau Minister! Kolleginnen und Kollegen! Zuerst ein paar Worte zum Straßentunnel-Sicherheitsgesetz – Frau Minister, darüber haben wir ja schon im Ausschuss gesprochen –: Grundsätzlich befürworten wir dieses Gesetz, aber Sie kennen unseren Kritikpunkt: Sie ziehen externe Experten zur Beratung zu. Nicht nur wir sind der Meinung, auch die Asfinag ist der Meinung, dass das Zuziehen von externen Beratern teuer ist und den Gutachtermarkt ausdünnt. Die Aufträge müssen ausgeschrieben werden, und das wird damit ja nicht billiger, das wissen wir alle. Ich war ja jahrelang auch im Rechnungshofausschuss, und die Erfahrung, die ich gemacht habe, ist, dass das Beiziehen externer Berater natürlich wesentlich teurer kommt, als wenn interne Experten die Aufgaben erledigen. Ich würde wirklich noch einmal bitten, darüber nachzudenken. Wir brauchen die Experten intern, angestellt, und sollten nicht permanent über Ausschreibungen Experten von auswärts zuziehen. – Damit bin ich mit dem Lob schon am Ende. (Abg. Jakob Schwarz – erheitert –: Das war ein Lob? – Abg. Hafenecker: Immerhin ...! Wir bemühen uns eh!)
Abg. Hafenecker: Ja, ist gescheitert!
Ich hoffe nicht, dass der Zustand eintreten wird – wie heute die „Presse“ berichtet –, dass Österreich der Diesel ausgeht und dass aufgrund dessen Fahrten nicht mehr stattfinden können, das wäre nämlich ein wirkliches Desaster! Die Verkehrspolitik, für die die grüne Landeshauptmann-Stellvertreterin Felipe zuständig und verantwortlich war, und jetzt auch die ganze Energiepolitik ist am Anschlag (Abg. Hafenecker: Ja, ist gescheitert!), ist gescheitert. Das hat die Bevölkerung zu finanzieren und zu bezahlen, und das ist ein Desaster.
Beifall bei der FPÖ.
So gesehen sind unsere Initiativen – und damit höre ich schon auf – notwendig, wichtig und richtig, nämlich dass wir sagen, kurzfristig aus russischem Gas auszusteigen, bitte, das werden wir uns nicht leisten können! Schauen Sie sich das an: Diesel, Erdöl, alles wird unsagbar teuer! Wie soll die Bevölkerung das denn schaffen? Also auch da bitte ich Sie, in sich zu gehen und Ihre Energiepolitik noch einmal zu überdenken. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Voglauer.
Ich darf zum Schluss noch einmal den Wunsch der Bevölkerung und der Gemeinden des Tiroler Wipptals unterstützen. Diese wünschen sich im Abschnitt Lueg einen Tunnel. Dafür ist es nie zu spät. Ich glaube, ein Tunnel hätte viele Vorteile. Man könnte ihn errichten und, wenn man ihn braucht, benützen und müsste nicht gleichzeitig parallel eine Brücke abbauen und eine neue bauen. Darüber, was für die Bevölkerung und für die Gemeinden wichtig ist und was mehr Lebensqualität, mehr Nachhaltigkeit und mehr Umweltnutzen bringt, sollte man einmal nachdenken. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Voglauer.)
Beifall bei der FPÖ.
Eines noch zum Schluss: Was die ÖVP mit Ihnen ganz geschickt macht, ist, dass sie Ihnen die Rute ins Fenster stellt. Die ÖVP sagt nämlich, man darf nicht vergessen, dass eine Ministerin auch ein Jahr nach dem Ausscheiden aus dem Ministeramt noch klagbar ist. Ich würde einmal darüber nachdenken, mit wem Sie gerade verpartnert sind und was dann in Zukunft laufen wird. Kollege Ottenschläger wird schneller bei der Wirtschaftskammer sein, als Sie aus dem Ministerium ausgezogen sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hafenecker: Für mich schon!
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Werte Abgeordnete! Sehr geehrter Herr Hafenecker! Der Sachverhalt liegt völlig klar am Tisch: kein Hinwegsetzen, keine Gesetzwidrigkeit (Abg. Hafenecker: Für mich schon!), keine Willkür, keine Gerichtshofentscheidung, die nicht eingehalten wurde. (Abg. Hafenecker: Heinz Mayer!) Das ist reines politisches Kleingeld der Freiheitlichen Partei Österreichs. (Abg. Hafenecker: Von Heinz Mayer? Von der ÖVP? Von der Wirtschaftskammer?) Das ist der Sachverhalt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hafenecker: Heinz Mayer!
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Werte Abgeordnete! Sehr geehrter Herr Hafenecker! Der Sachverhalt liegt völlig klar am Tisch: kein Hinwegsetzen, keine Gesetzwidrigkeit (Abg. Hafenecker: Für mich schon!), keine Willkür, keine Gerichtshofentscheidung, die nicht eingehalten wurde. (Abg. Hafenecker: Heinz Mayer!) Das ist reines politisches Kleingeld der Freiheitlichen Partei Österreichs. (Abg. Hafenecker: Von Heinz Mayer? Von der ÖVP? Von der Wirtschaftskammer?) Das ist der Sachverhalt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hafenecker: Von Heinz Mayer? Von der ÖVP? Von der Wirtschaftskammer?
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Werte Abgeordnete! Sehr geehrter Herr Hafenecker! Der Sachverhalt liegt völlig klar am Tisch: kein Hinwegsetzen, keine Gesetzwidrigkeit (Abg. Hafenecker: Für mich schon!), keine Willkür, keine Gerichtshofentscheidung, die nicht eingehalten wurde. (Abg. Hafenecker: Heinz Mayer!) Das ist reines politisches Kleingeld der Freiheitlichen Partei Österreichs. (Abg. Hafenecker: Von Heinz Mayer? Von der ÖVP? Von der Wirtschaftskammer?) Das ist der Sachverhalt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Werte Abgeordnete! Sehr geehrter Herr Hafenecker! Der Sachverhalt liegt völlig klar am Tisch: kein Hinwegsetzen, keine Gesetzwidrigkeit (Abg. Hafenecker: Für mich schon!), keine Willkür, keine Gerichtshofentscheidung, die nicht eingehalten wurde. (Abg. Hafenecker: Heinz Mayer!) Das ist reines politisches Kleingeld der Freiheitlichen Partei Österreichs. (Abg. Hafenecker: Von Heinz Mayer? Von der ÖVP? Von der Wirtschaftskammer?) Das ist der Sachverhalt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hafenecker: Wie stehen Sie zum Gutachten von Heinz Mayer?
Herr Hafenecker, auch ich kann hier durchaus – wie Sie gesagt haben – eine Serviceleistung anbieten, nämlich eine Serviceleistung für die Freiheitlichen. Ich greife den Sachverhalt nochmals klar juristisch auf (Abg. Hafenecker: Wie stehen Sie zum Gutachten von Heinz Mayer?): Wir wissen, es gibt das Bundesstraßengesetz. Dort gibt es einen Anhang, der festhält, für welche Straßenverbindung der Bund beziehungsweise die Asfinag zuständig ist. Dort wird die Kompetenz geklärt.
Abg. Hafenecker: Das ist Ihre Realität!
Dieses Gesetz beziehungsweise der Anhang dieses Gesetzes legt nicht fest, was wie in welcher Ausführung geplant wird und in welchem Ausmaß eine Straßenverbindung von A nach B vorgesehen ist. (Abg. Hafenecker: Das ist Ihre Realität!) Dafür gibt es ganz klare Regeln, dafür gibt es das ASFINAG-Ermächtigungsgesetz. Da gibt es, auch das ist ganz klar geregelt, einen Fruchtgenussvertrag, in dem diese Verhältnisse, Beziehungen zwischen Bund, zwischen der Vollziehung und der Gesellschaft Asfinag geklärt sind. (Abg. Hafenecker: Und die Nationalratsbeschlüsse?) Dafür gibt es dementsprechende Rechtsgutachten, da ist die Sachlage relativ klar. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hafenecker: Der Koalitionspartner klatscht nicht!) – Der Koalitionspartner ist voll informiert (Abg. Hafenecker: Darum klatscht er nicht!) und er ist derselben juristischen Meinung. Das ist nach meinem Dafürhalten völlig klar.
Abg. Hafenecker: Und die Nationalratsbeschlüsse?
Dieses Gesetz beziehungsweise der Anhang dieses Gesetzes legt nicht fest, was wie in welcher Ausführung geplant wird und in welchem Ausmaß eine Straßenverbindung von A nach B vorgesehen ist. (Abg. Hafenecker: Das ist Ihre Realität!) Dafür gibt es ganz klare Regeln, dafür gibt es das ASFINAG-Ermächtigungsgesetz. Da gibt es, auch das ist ganz klar geregelt, einen Fruchtgenussvertrag, in dem diese Verhältnisse, Beziehungen zwischen Bund, zwischen der Vollziehung und der Gesellschaft Asfinag geklärt sind. (Abg. Hafenecker: Und die Nationalratsbeschlüsse?) Dafür gibt es dementsprechende Rechtsgutachten, da ist die Sachlage relativ klar. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hafenecker: Der Koalitionspartner klatscht nicht!) – Der Koalitionspartner ist voll informiert (Abg. Hafenecker: Darum klatscht er nicht!) und er ist derselben juristischen Meinung. Das ist nach meinem Dafürhalten völlig klar.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Hafenecker: Der Koalitionspartner klatscht nicht!
Dieses Gesetz beziehungsweise der Anhang dieses Gesetzes legt nicht fest, was wie in welcher Ausführung geplant wird und in welchem Ausmaß eine Straßenverbindung von A nach B vorgesehen ist. (Abg. Hafenecker: Das ist Ihre Realität!) Dafür gibt es ganz klare Regeln, dafür gibt es das ASFINAG-Ermächtigungsgesetz. Da gibt es, auch das ist ganz klar geregelt, einen Fruchtgenussvertrag, in dem diese Verhältnisse, Beziehungen zwischen Bund, zwischen der Vollziehung und der Gesellschaft Asfinag geklärt sind. (Abg. Hafenecker: Und die Nationalratsbeschlüsse?) Dafür gibt es dementsprechende Rechtsgutachten, da ist die Sachlage relativ klar. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hafenecker: Der Koalitionspartner klatscht nicht!) – Der Koalitionspartner ist voll informiert (Abg. Hafenecker: Darum klatscht er nicht!) und er ist derselben juristischen Meinung. Das ist nach meinem Dafürhalten völlig klar.
Abg. Hafenecker: Darum klatscht er nicht!
Dieses Gesetz beziehungsweise der Anhang dieses Gesetzes legt nicht fest, was wie in welcher Ausführung geplant wird und in welchem Ausmaß eine Straßenverbindung von A nach B vorgesehen ist. (Abg. Hafenecker: Das ist Ihre Realität!) Dafür gibt es ganz klare Regeln, dafür gibt es das ASFINAG-Ermächtigungsgesetz. Da gibt es, auch das ist ganz klar geregelt, einen Fruchtgenussvertrag, in dem diese Verhältnisse, Beziehungen zwischen Bund, zwischen der Vollziehung und der Gesellschaft Asfinag geklärt sind. (Abg. Hafenecker: Und die Nationalratsbeschlüsse?) Dafür gibt es dementsprechende Rechtsgutachten, da ist die Sachlage relativ klar. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hafenecker: Der Koalitionspartner klatscht nicht!) – Der Koalitionspartner ist voll informiert (Abg. Hafenecker: Darum klatscht er nicht!) und er ist derselben juristischen Meinung. Das ist nach meinem Dafürhalten völlig klar.
Abg. Hafenecker: Sie verrennen sich!
Zweiter Punkt, weil immer wieder gesagt wird, da gebe es eine Weisung: Nein, es gibt da keine Weisung; weder verwaltungsrechtlich nach Art. 20 Abs. 1 B-VG noch aktienrechtlich nach Art. 70 Abs. 1 Aktiengesetz gibt es da eine Weisung. (Abg. Hafenecker: Sie verrennen sich!)
Abg. Hafenecker: Rechtsbruch!
Warum gibt es keine Weisung? – Das BMK kann nach diesen Rechtsvorschriften da gar keine Weisung erteilen. (Abg. Hafenecker: Rechtsbruch!) Da wird eine Weisung unterstellt, nicht mehr und nicht weniger.
Abg. Hafenecker: Ihr kommt aus der Geschichte nicht raus, Kollege!
Das BMK hat in einem Schreiben die Asfinag betreffend ganz klar erklärt (Abg. Hafenecker: Ihr kommt aus der Geschichte nicht raus, Kollege!), welche Konsequenzen aus dem laufenden Evaluierungsprozess für die Asfinag zu berücksichtigen sind. Das Schreiben ist als Gestaltung eines effizienten Gestaltungsbereiches für die Umsetzung des Evaluierungsprozesses zu sehen (Abg. Hafenecker: Das ist ja ärger wie die ÖVP, was du da erklärst!), genau wie das, was 2010 bei der Evaluierung unter der damaligen Verkehrsministerin Doris Bures auch erfolgt ist. Ich kann zitieren, dass es damals, 2010, auch zu Evaluierungsergebnissen bei über 30 unterschiedlichen Straßenprojekten gekommen und genau dasselbe wie bei der Evaluierung, die jetzt durchgeführt wurde, passiert ist.
Abg. Hafenecker: Das ist ja ärger wie die ÖVP, was du da erklärst!
Das BMK hat in einem Schreiben die Asfinag betreffend ganz klar erklärt (Abg. Hafenecker: Ihr kommt aus der Geschichte nicht raus, Kollege!), welche Konsequenzen aus dem laufenden Evaluierungsprozess für die Asfinag zu berücksichtigen sind. Das Schreiben ist als Gestaltung eines effizienten Gestaltungsbereiches für die Umsetzung des Evaluierungsprozesses zu sehen (Abg. Hafenecker: Das ist ja ärger wie die ÖVP, was du da erklärst!), genau wie das, was 2010 bei der Evaluierung unter der damaligen Verkehrsministerin Doris Bures auch erfolgt ist. Ich kann zitieren, dass es damals, 2010, auch zu Evaluierungsergebnissen bei über 30 unterschiedlichen Straßenprojekten gekommen und genau dasselbe wie bei der Evaluierung, die jetzt durchgeführt wurde, passiert ist.
Abg. Hafenecker: Alternativen? Alternativen?
Zum Inhaltlichen noch zwei Zitate (Abg. Hafenecker: Alternativen? Alternativen?): Damals, 2010, war die Verkehrsprognose 2025 „im Lichte der Wirtschaftskrise und der Budgetnöte“ in Ausarbeitung. Ich darf kurz die damalige Verkehrsministerin aus einem ORF-Artikel vom 13.11.2010 zitieren: „Autobahnen seien nicht immer die beste Lösung“. Das war bereits damals, 2010, die Meinung. (Abg. Hafenecker: Aber es gibt Beschlüsse!) Die kostengünstigsten Varianten sind zu finden, das ist auch nicht immer die Autobahn. Auch da wird es Alternativen geben und es werden auch da Alternativen geprüft. (Abg. Hafenecker: Wo sind die?) Es war damals ganz klar, dass es bei einigen Projekten auch kostengünstige Varianten geben kann. (Abg. Hafenecker: Hätti wari, täti tati!)
Abg. Hafenecker: Aber es gibt Beschlüsse!
Zum Inhaltlichen noch zwei Zitate (Abg. Hafenecker: Alternativen? Alternativen?): Damals, 2010, war die Verkehrsprognose 2025 „im Lichte der Wirtschaftskrise und der Budgetnöte“ in Ausarbeitung. Ich darf kurz die damalige Verkehrsministerin aus einem ORF-Artikel vom 13.11.2010 zitieren: „Autobahnen seien nicht immer die beste Lösung“. Das war bereits damals, 2010, die Meinung. (Abg. Hafenecker: Aber es gibt Beschlüsse!) Die kostengünstigsten Varianten sind zu finden, das ist auch nicht immer die Autobahn. Auch da wird es Alternativen geben und es werden auch da Alternativen geprüft. (Abg. Hafenecker: Wo sind die?) Es war damals ganz klar, dass es bei einigen Projekten auch kostengünstige Varianten geben kann. (Abg. Hafenecker: Hätti wari, täti tati!)
Abg. Hafenecker: Wo sind die?
Zum Inhaltlichen noch zwei Zitate (Abg. Hafenecker: Alternativen? Alternativen?): Damals, 2010, war die Verkehrsprognose 2025 „im Lichte der Wirtschaftskrise und der Budgetnöte“ in Ausarbeitung. Ich darf kurz die damalige Verkehrsministerin aus einem ORF-Artikel vom 13.11.2010 zitieren: „Autobahnen seien nicht immer die beste Lösung“. Das war bereits damals, 2010, die Meinung. (Abg. Hafenecker: Aber es gibt Beschlüsse!) Die kostengünstigsten Varianten sind zu finden, das ist auch nicht immer die Autobahn. Auch da wird es Alternativen geben und es werden auch da Alternativen geprüft. (Abg. Hafenecker: Wo sind die?) Es war damals ganz klar, dass es bei einigen Projekten auch kostengünstige Varianten geben kann. (Abg. Hafenecker: Hätti wari, täti tati!)
Abg. Hafenecker: Hätti wari, täti tati!
Zum Inhaltlichen noch zwei Zitate (Abg. Hafenecker: Alternativen? Alternativen?): Damals, 2010, war die Verkehrsprognose 2025 „im Lichte der Wirtschaftskrise und der Budgetnöte“ in Ausarbeitung. Ich darf kurz die damalige Verkehrsministerin aus einem ORF-Artikel vom 13.11.2010 zitieren: „Autobahnen seien nicht immer die beste Lösung“. Das war bereits damals, 2010, die Meinung. (Abg. Hafenecker: Aber es gibt Beschlüsse!) Die kostengünstigsten Varianten sind zu finden, das ist auch nicht immer die Autobahn. Auch da wird es Alternativen geben und es werden auch da Alternativen geprüft. (Abg. Hafenecker: Wo sind die?) Es war damals ganz klar, dass es bei einigen Projekten auch kostengünstige Varianten geben kann. (Abg. Hafenecker: Hätti wari, täti tati!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Hafenecker: Dann lassen wir den VfGH prüfen! Lassen wir den VfGH prüfen!
Die zentrale Aufgabe der Bundesregierung ist es, zu evaluieren und da gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, das bedeutet, klimaschonende Varianten zu prüfen. Das wird gemacht. In diesem Sinne gibt es da keinen Ansatzpunkt, Herr Kollege Hafenecker, dass es zu einer Weisung gekommen ist oder dass es da irgendeine Gesetzeswidrigkeit gibt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Hafenecker: Dann lassen wir den VfGH prüfen! Lassen wir den VfGH prüfen!)
Abg. Hafenecker: Öl und Kohle – die Grünen! Gratuliere! – Abg. Deimek: ... eine Ministerin, die Atomkraft ...! Das würde die ÖVP nie machen!
Abgeordneter Joachim Schnabel (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Geschätzte Damen und Herren hier im Hohen Haus und vor den Monitoren! Der Klimawandel ist eine riesige Herausforderung. Wer vorhin Kollegen Hafenecker und auch beim vorhergehenden Tagesordnungspunkt, der StVO-Novelle, der FPÖ zugehört hat, könnte glauben, dass man bei der FPÖ noch immer der Meinung ist: Wenn es raucht, ist es gut, ob das in der Gastronomie ist oder beim Straßenverkehr! (Abg. Hafenecker: Öl und Kohle – die Grünen! Gratuliere! – Abg. Deimek: ... eine Ministerin, die Atomkraft ...! Das würde die ÖVP nie machen!) Beim Straßenverkehr hängen Sie quasi noch immer der Nostalgie an, dass Rauch gut ist. Das eine verursacht Lungenkrebs und das andere eben den Klimawandel.
Abg. Hafenecker: Öl und Kohle!
Was man aus unserer Sicht festhalten muss: Es gibt viele Lösungsansätze für den Klimawandel, und es gibt halt nicht nur – jetzt in Richtung Ihrer Partei gesprochen, zum Koalitionspartner (Abg. Hafenecker: Öl und Kohle!) – die grüne Wahrheit, sondern es
Abg. Hafenecker: Sie kann es ja eh nicht!
Geschätzte Frau Ministerin, eines aber schon noch: Wir sehen zwar, dass diese Ministeranklage in der jetzigen Zeit nicht notwendig ist, weil die Probleme viel, viel größer sind (Abg. Hafenecker: Sie kann es ja eh nicht!) – wir haben die Ukrainekrise, wir haben die Inflationskrise, eine Inflationskrise, die eben durch die fossile Energie getrieben ist ‑, weswegen wir ganz einfach Ihre Energie in anderen Bereichen brauchen, aber wenn eben diese Untersuchungsergebnisse bei uns dann da sind – und die werden ja auch noch bei den anderen Straßenbauprojekten folgen –, dann sollen die auch zur Umsetzung kommen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Heiterkeit des Abg. Lukas Hammer. – Abg. Hafenecker: Das sagen wir dem Wirtschaftsbund!
Summa summarum, um mit einem Zitat von Goethe zu enden: „In Partnerschaften muss man sich manchmal streiten, denn dadurch erfährt man mehr voneinander.“ – Im Sinne dessen, dass auf diesem Weg alles, was wir uns so vorgenommen haben, auch passiert, danke ich für die gute Zusammenarbeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Heiterkeit des Abg. Lukas Hammer. – Abg. Hafenecker: Das sagen wir dem Wirtschaftsbund!)
Beifall des Abg. Smolle
Abgeordneter Michael Bernhard (NEOS): Herr Präsident! Frau Ministerin! Also dass ich nach der Rede von Herrn Kollegen Schnabel rausgehe und ihn fast schon zitieren möchte, das ist eine Seltenheit (Beifall des Abg. Smolle), aber wir sind da heute einmal einer Meinung.
Abg. Hafenecker: Lassen wir es prüfen!
Ich möchte zwei Themen, die unter diesem Tagesordnungspunkt verhandelt werden, ansprechen: Das eine ist die Ministeranklage, die vonseiten der Freiheitlichen kommt. Die werden wir als NEOS nicht unterstützen, und zwar aus einem ganz einfachen juristischen Grund, den mein Kollege Margreiter, unser Verkehrssprecher, auch im Ausschuss schon vorgetragen hat, nämlich: Aus dem Bundesstraßengesetz ist keine Verpflichtung abzuleiten, dass die angeführten Straßen im Gesetz innerhalb einer bestimmten Frist zu bauen sind. Wir kennen es aus der politischen Realität, dass es sehr viele Projekte gibt, die über viele Jahrzehnte nicht gebaut worden sind. Das heißt, wenn man der Ministerin, Herr Kollege Hafenecker, Untätigkeit vorwerfen will, dann können wir das nachvollziehen, aber die Untätigkeit ist Ihrer Argumentation nach kein rechtliches, sondern ein politisches Versagen, und demnach müssten Sie der Ministerin das Vertrauen versagen, hier im Nationalrat das Misstrauen aussprechen, aber zu keiner Ministeranklage schreiten. Daher unterstützen wir diesen Schritt nicht. (Abg. Hafenecker: Lassen wir es prüfen!)
Beifall bei den NEOS.
Es ist verständlich, dass derzeit auch viele andere Bälle in der Luft sind und das BMK sehr gefordert ist. Man müsste dann wahrscheinlich irgendeine Sonderbeauftragte oder irgendeinen Sonderbeauftragten haben, die oder der sich wirklich explizit um die Evaluierung kümmert und sich nicht von anderen Themen ablenken lässt. Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen, was da die nächsten Schritte sind. Für uns NEOS ist klar, dass, wenn Sie weiter untätig sind, wir auch dazu gezwungen sein werden, einen politischen Misstrauensantrag zu unterstützen, weil es nicht sein kann, dass man ein Projekt auf die Seite schiebt und andere Projekte dann aber nicht in der Fläche, mit den Bundesländern verhandelt. Heute jedenfalls, bei der Anklage, stimmen wir klar dagegen, und wir fordern Sie auf, Frau Ministerin, rasch tätig zu werden. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Hafenecker: Es gibt auch Rechtsgutachten!
Abgeordnete Dr. Astrid Rössler (Grüne): Herr Präsident! Sehr geschätzte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Zu den Rechtsfragen ist schon eine Debatte geführt worden. Mir kommt ja vor, dass man vonseiten der Freiheitlichen Partei sich scheut, die inhaltliche Debatte zu führen, sondern das ist eine Ablenkung auf einer formalen Ebene, indem man versucht, mit einer Ministerinnenanklage von den eigentlichen Problemen abzulenken. (Abg. Hafenecker: Es gibt auch Rechtsgutachten!)
Abg. Hafenecker: Umweltschutz ist Heimatschutz!
Sie schmücken sich ja ganz gern mit bestimmten Umweltthemen. Das Umweltimage der Freiheitlichen ist so ein schönes Rosinenpicken: ein bisschen Tierschutz, ein bisschen Bienen. (Abg. Hafenecker: Umweltschutz ist Heimatschutz!) Da sind Sie ja in einzelnen Fragen ganz gut, wenn es in Ihr Profil passt, aber wenn es darum geht, konsequent die Dinge zu verfolgen, die wir derzeit zu lösen haben, wie zum Beispiel in Sachen Klimaschutz, dann sind Sie ganz schnell eine Wolke. Das ist genau das, was Ihren Umweltschutz ausmacht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie schmücken sich ja ganz gern mit bestimmten Umweltthemen. Das Umweltimage der Freiheitlichen ist so ein schönes Rosinenpicken: ein bisschen Tierschutz, ein bisschen Bienen. (Abg. Hafenecker: Umweltschutz ist Heimatschutz!) Da sind Sie ja in einzelnen Fragen ganz gut, wenn es in Ihr Profil passt, aber wenn es darum geht, konsequent die Dinge zu verfolgen, die wir derzeit zu lösen haben, wie zum Beispiel in Sachen Klimaschutz, dann sind Sie ganz schnell eine Wolke. Das ist genau das, was Ihren Umweltschutz ausmacht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Hafenecker: Sie stellen auf Öl und Kohle um! Öl und Kohle, Frau Kollegin!
Vor drei, vier Tagesordnungspunkten haben wir über das Hochwasser diskutiert. (Abg. Hafenecker: Sie stellen auf Öl und Kohle um! Öl und Kohle, Frau Kollegin!) Hochwasser hat vielleicht auch etwas mit Klimaschutz zu tun.
Abg. Hafenecker: Öl und Kohle! Die Kohleministerin, Ölministerin!
weitermachen wie bisher, wie erreichen wir denn dann das Klimaziel? (Abg. Hafenecker: Öl und Kohle! Die Kohleministerin, Ölministerin!) Und Sie haben die Stirn, dieser Ministerin dann eine Anklage vorzuhalten! – Lassen Sie es bleiben! Man kann Sie mit dieser Scheinumweltpolitik, die Sie sich da manchmal umhängen, nicht ernst nehmen. Das ist lächerlich! (Anhaltender Beifall und Bravoruf bei den Grünen sowie Beifall bei der ÖVP. – Demonstrativer Beifall des Abg. Martin Graf in Richtung Grüne.)
Anhaltender Beifall und Bravoruf bei den Grünen sowie Beifall bei der ÖVP. – Demonstrativer Beifall des Abg. Martin Graf in Richtung Grüne.
weitermachen wie bisher, wie erreichen wir denn dann das Klimaziel? (Abg. Hafenecker: Öl und Kohle! Die Kohleministerin, Ölministerin!) Und Sie haben die Stirn, dieser Ministerin dann eine Anklage vorzuhalten! – Lassen Sie es bleiben! Man kann Sie mit dieser Scheinumweltpolitik, die Sie sich da manchmal umhängen, nicht ernst nehmen. Das ist lächerlich! (Anhaltender Beifall und Bravoruf bei den Grünen sowie Beifall bei der ÖVP. – Demonstrativer Beifall des Abg. Martin Graf in Richtung Grüne.)
Abg. Hafenecker: Warum sagt die Öl- und Kohleministerin nichts dazu?
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. (Abg. Hafenecker: Warum sagt die Öl- und Kohleministerin nichts dazu?)
Abg. Wöginger: Das ist ein neuer! – Abg. Matznetter: Das haben wir noch nicht diskutiert! – Ruf: In Niederösterreich macht man das so!
Tagesordnungspunkt 31: Bericht des - - (Abg. Wöginger: Das ist ein neuer! – Abg. Matznetter: Das haben wir noch nicht diskutiert! – Ruf: In Niederösterreich macht man das so!)
Zwischenruf des Abg. Stöger
Apropos Zustimmung und breite Einigkeit: bei diesem Thema ja, aber, liebe SPÖ vor allem, euch wäre es auch heute Morgen schon gut angestanden, Einigkeit zu zeigen (Zwischenruf des Abg. Stöger), als es um die Entlastung der Österreicherinnen und Österreicher ging. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist nicht gelungen; umso besser, dass es jetzt gelingt. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Apropos Zustimmung und breite Einigkeit: bei diesem Thema ja, aber, liebe SPÖ vor allem, euch wäre es auch heute Morgen schon gut angestanden, Einigkeit zu zeigen (Zwischenruf des Abg. Stöger), als es um die Entlastung der Österreicherinnen und Österreicher ging. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist nicht gelungen; umso besser, dass es jetzt gelingt. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Apropos Zustimmung und breite Einigkeit: bei diesem Thema ja, aber, liebe SPÖ vor allem, euch wäre es auch heute Morgen schon gut angestanden, Einigkeit zu zeigen (Zwischenruf des Abg. Stöger), als es um die Entlastung der Österreicherinnen und Österreicher ging. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist nicht gelungen; umso besser, dass es jetzt gelingt. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Aber?!
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Herr Präsident! Werter Herr Bundesminister! Geschätzte Kollegen und Kolleginnen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Das vorliegende Abkommen über die Zusammenarbeit zwischen Österreich und Südkorea ist klarerweise zu begrüßen. Kollegin Rausch hat es auch schon ausgeführt: Es geht um eine bessere Zusammenarbeit und Kooperation im Bereich der Kultur, wenn man zum Beispiel an den Austausch zwischen KünstlerInnen, aber auch an den Austausch zwischen Museen, Galerien, Orchestern und vieles mehr denkt. Im Bereich des Tourismus soll ebenfalls ein Schwerpunkt gelegt werden oder auch, was den Jugendaustausch anlangt. Ein Fokus soll auch auf Frauenpolitik gelegt werden. (Ruf bei der ÖVP: Aber?!)
Beifall bei der SPÖ.
Das einzige Manko, das ich hier sozusagen anmerken möchte, auch ein Appell, den ich an Sie, Herr Bundesminister, richten möchte, ist: Dieser Austausch im frauenpolitischen Bereich wurde nicht konkretisiert, und es ist auch vermerkt, dass er sozusagen abhängig von den finanziellen Mitteln ist. Aus diesem Grund würde ich gerne den Appell an Sie richten, wirklich dafür zu sorgen, diesen Austausch auch im frauenpolitischen Bereich zu gewährleisten und damit das Abkommen zu erfüllen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Österreich ist ein internationaler Standort, ist Sitz multilateraler Organisationen, und das gilt es zu nützen, das muss man auch beleben, Herr Bundesminister. All das ist natürlich vor etlichen Jahren passiert. Bruno Kreisky hat als ehemaliger Außenminister und dann Bundeskanzler wahnsinnig viel Vorarbeit geleistet. Die Beziehungen, die wir zu den unterschiedlichsten Ländern haben, beruhen auf dieser Zeit. Österreich hat deshalb auch einen sehr guten Ruf und wir leben auch noch von diesem Ruf, nur muss man das auch mit Leben füllen, Herr Bundesminister. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, schleifen lassen oder nur Feuerwehr spielen darf keine Option für einen Außenpolitiker oder eine Außenpolitikerin sein. Deshalb darf ich an dieser Stelle einen weiteren Appell an Sie richten: Österreich hat ganz klar eine Tradition der aktiven Außen‑, Neutralitäts- und Friedenspolitik. Das gilt es weiterhin mit Leben zu erfüllen, nicht nur aus Tradition, sondern weil es darum geht, Frieden zu schaffen, Frieden einzufordern. Da muss man einfach auch alles dafür tun, damit das gelingt, und diese VermittlerInnenrolle muss Österreich weiterhin einnehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sind dafür verantwortlich, und deshalb fordere ich Sie dazu auf: Beleben Sie die österreichische Außenpolitik im Sinne einer aktiven Friedens- und Neutralitätspolitik! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ja, nach dieser kurzen Geschichtsstunde denke ich auch, dass sich die Relevanz dieses Abkommens auch nach einem innenpolitisch geprägten Tag allen erschließt. Ich freue mich, dass es hierzu eine breite Zustimmung gibt. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Deutschland hat da vor Kurzem einen großen, wichtigen Schritt gemacht, es hat zwei wichtige Bronzen an Nigeria, das früher Benin war, zurückgegeben. Auch wir in Österreich haben Kunstschätze, bei denen schon ganz klar ist, dass sie restituiert werden müssen. Da sollten wir nicht nur Provenienzforschung betreiben, sondern den Partnern auf Augenhöhe begegnen, den Dialog suchen, Abkommen starten, um dann endlich diese Kunstschätze zu restituieren. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Also da fehlt mir, ehrlich gesagt, das Verständnis für eine stringente Linie. – Danke sehr. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Letzter Satz: Wir tun das auch im Sinne der Mütter von Srebrenica, deren Gebete an der Gedenkstätte nachzulesen sind und die sinngemäß sagen, wir sollen uns alle immer an dieses verheerende Massaker erinnern, damit das nie wieder, an niemandem, nirgendwo auf der Welt passiert. – Vielen Dank für Ihre Zustimmung. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Hass und Intoleranz – das ist die Basis solcher Verbrechen, wir erleben das immer wieder in der Welt. Rosa Jochmann, die Widerstandskämpferin und Antifaschistin Rosa Jochmann hat den Kampf gegen Rassismus und Intoleranz einmal einen Kampf, der nie zu Ende geht, genannt. Es geht ja um Menschenrechte, und ich glaube, Österreich kann in seiner Rolle als aktives neutrales Land für die Menschenrechte international wie am Balkan sehr, sehr viel leisten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Nun holt auch der Krieg in der Ukraine diese schmerzliche Vergangenheit wieder ins Bewusstsein der Hinterbliebenen zurück. Es ist daher gerade im Vorfeld des nahenden 27. Gedenktages ein wichtiges Signal, dass es uns erstmalig im österreichischen Parlament gelungen ist, mit einem von vier Parteien getragenen und von allen fünf Parteien unterstützten Antrag die Gräueltaten von Srebrenica auf parlamentarischer Ebene als das zu benennen, was sie sind. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Dieser Jahrestag ist zugleich eine eindringliche Mahnung, wie gefährlich extreme Formen des Nationalismus und der gesellschaftlichen Intoleranz sind, insbesondere wenn sich diese Tendenzen im Rahmen von Kriegen weiter zuspitzen. Aufklärung ist vor allem für die Nachkommen wichtig. Nur wenn Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden, können eben diese Wunden auch wirklich heilen und kann der Weg für eine gemeinsame friedliche Zukunft geebnet werden. Wir werden an den Gedenkfeierlichkeiten am 11. Juli heuer selbst teilnehmen, um zu zeigen, dass es Österreich nicht gleichgültig ist, denn mit Gleichgültigkeit, das wissen wir, vertrocknet auch die Menschlichkeit. Gut, dass wir im österreichischen Parlament heute diese Menschlichkeit beweisen. Dafür möchte ich mich herzlich bei allen fünf Parteien bedanken. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
in Richtung Abg. Ribo
Ich habe, als ich ein Buch über Europa geschrieben habe, ein langes Gespräch mit Bedrana Ribo geführt. Wir sitzen hier nebeneinander, du (in Richtung Abg. Ribo) sitzt jetzt in der ersten Reihe. Ich habe vor dieser Rede auch noch mit Bedrana gesprochen, dass
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Natürlich müssen wir jetzt auch an das denken, was in der Ukraine passiert. Es passieren wieder Kriegsverbrechen. Ich glaube, das Wesentliche ist, es klar auszusprechen. Den Tätern von Srebrenica und anderen Verbrechern ist im Strafgerichtshof klargemacht worden, dass sie Verbrecher sind. Leider wird es noch immer nicht anerkannt, aber es zeigt, wie wesentlich es ist und dass auch die Verbrecher von heute wissen müssen, dass sie hoffentlich irgendwann einmal vor einem Strafrichter stehen werden. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS.
Abgeordneter Robert Laimer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Besonders herzlich willkommen heiße ich den Dachverband der Bosniaken. Vorstandsmitglieder sind hier auf der Besuchergalerie – willkommen, danke für Ihr Kommen! (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Eines sei nämlich an dieser Stelle auch erwähnt: Gerade auch im Jugoslawienkrieg gab es von mehreren Seiten Kriegsverbrechen, auch Gewalttaten an Frauen, an Kindern, an älteren Menschen. Wir sollten keinesfalls Gefahr laufen, furchtbare Verbrechen moralisch unterschiedlich zu bewerten, denn Krieg ist immer Leid, Elend und eine Niederlage der Menschheit. Es wird nie einen sauberen Krieg geben. Wichtig in diesem Zusammenhang ist aber auch, klar und unmissverständlich festzuhalten, dass Bombenangriffe auf die Zivilbevölkerung niemals gerechtfertigt sind, gleich von welchem Bündnis diese erfolgen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Österreich hat aber eine besondere Verantwortung. Wir haben diese mit den beiden hoch angesehenen Spitzendiplomaten Dr. Wolfgang Petritsch und Dr. Valentin Inzko, ihres Zeichens Hohe Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina, bereits in der Vergangenheit klar zum Ausdruck gebracht und auch umgesetzt. Wir müssen diesen Weg jedoch auch weiterhin konsequent beschreiten, um Bosnien-Herzegowina sowie die Länder des Westbalkans bei der Aufnahme in die Europäische Union nach bestem Wissen und Gewissen zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.
Meine Damen und Herren, wenn Krieg ein Verbrechen am Frieden ist und wir uns als Menschheit darüber einig sein sollten, dann muss unsere ganze Anstrengung darauf gerichtet sein, den Frieden in Europa, möglichst auf der ganzen Welt zurückzugewinnen. Ja, es ist ein Gebot der Stunde, den Frieden zurückzugewinnen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.)
Die Rednerin stellt eine Tafel mit einer Schwarz-Weiß-Fotografie, die das Gesicht einer weinenden alten Frau zeigt, auf das Rednerpult.
Abgeordnete Bedrana Ribo, MA (Grüne): Herr Präsident! (Die Rednerin stellt eine Tafel mit einer Schwarz-Weiß-Fotografie, die das Gesicht einer weinenden alten Frau zeigt, auf das Rednerpult.) Ich hoffe, man kann das Foto gut sehen. Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Manche Bilder sagen mehr als tausend Worte – das hier ist ein solches Foto. Bitte schaut es euch genau an. Ich glaube, das Leid ist sehr deutlich zu sehen. Es heißt Mother of Srebrenica, Mutter von Srebrenica.
Beifall bei Grünen, ÖVP, SPÖ und NEOS.
Und nach Srebrenica hieß es wieder: Nie wieder!, und heute haben wir Krieg in der Ukraine – wieder in Europa, wieder vor unserer Haustür. Wenn die ukrainischen Mütter anfangen, nach den Knochen ihrer Kinder zu suchen, dann ist es zu spät. Diesmal muss Europa früher handeln. (Beifall bei Grünen, ÖVP, SPÖ und NEOS.)
Beifall bei Grünen, ÖVP, SPÖ und NEOS.
hier auf der Galerie sitzen: Damir, Admir, Azra, Edib, Muamer und viele hinter euch: Ich danke euch für eure Hartnäckigkeit und für eure Unterstützung. (Beifall bei Grünen, ÖVP, SPÖ und NEOS.)
Beifall bei Grünen, ÖVP, SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
„Munira, bitte mach weiter, gib nicht auf. Ich habe meine Söhne nicht gefunden. Wenn ich wenigstens einen Knochen gefunden hätte, hätte ich diesen in die schönste Seide eingewickelt.“ – Danke. (Beifall bei Grünen, ÖVP, SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir leben in zweifelsohne sehr, sehr herausfordernden Zeiten und in einer dramatischen geopolitischen und in einer dramatischen sicherheitspolitischen Situation. Bei diesen globalen Herausforderungen ist es wichtig, auf solche Netzwerke, auf eine solche Zusammenarbeit setzen zu können, um das Wichtigste gewährleisten zu können: Das ist ein Fortbestand unserer freien und offenen Gesellschaft, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Das dürfen wir nie vergessen, das ist keine Selbstverständlichkeit! Das spüren jetzt gerade die Menschen in der Ukraine.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Die Bundesregierung, der Außenminister hat es angesprochen, steht zu dieser transatlantischen Beziehung, sie ist auch im Regierungsprogramm festgeschrieben. Auch wir als Parlament sollten parteiübergreifend unseren Beitrag leisten: für eine freie und offene Welt! Das ist ganz, ganz essenziell! Dafür brauchen wir über Europa hinaus Partner – ob die USA oder Australien. Nicht nur in Europa, sondern weltweit haben wir, wo immer es möglich ist, für Frieden, Freiheit und offene Gesellschaften einzutreten. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.
Dauer keinen Frieden geben kann. Ich finde, dasselbe gilt auch innerhalb eines Landes: Ohne sozialen Frieden und ohne allgemeinen Wohlstand ist so eine positive Entwicklung nicht möglich, und wir sollten uns das alle gemeinsam, auch wenn wir Innenpolitik diskutieren, immer wieder vor Augen halten, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Ich glaube aber auch, dass man zwischen Partnern – und das sind Europa und die Vereinigten Staaten sicherlich – auch über Dinge diskutieren muss, die nicht wirklich allgemeine Zustimmung finden. Ich muss offen sagen, dass man auch über gewisse Entwicklungen in den Vereinigten Staaten diskutieren muss, die ich und die Sozialdemokratie sehr kritisch sehen, mehr als sehr kritisch. Dazu gehört die jüngste Entscheidung des Supreme Court, der das Abtreibungsrecht für Frauen gekippt hat. Das ist für uns, das ist für die Sozialdemokratie inakzeptabel, das muss ich auch ganz klar sagen. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie des Abg. Brandstätter.
Wir sollten uns gemeinsam bemühen, dass wir diese Einschränkung, diese massive Einschränkung von Frauenrechten nicht hinnehmen, nicht akzeptieren und am Ende vielleicht mithelfen können, dass sich auch in den Vereinigten Staaten die Situation wieder ändert. – Herzlichen Dank. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir sind den USA dafür, aber natürlich auch für die gemeinsame Befreiung von der NS-Diktatur wie auch für die Bemühungen um die Entnazifizierung und den Aufbau demokratischer Institutionen und Kultur dankbar. (Die Rednerin unterbricht kurz ihre Ausführungen wegen akuter Heiserkeit. Ihr wird Wasser gereicht.) – Oh, das ist sehr nett, danke! – Ich denke, es war trotzdem verständlich, wofür wir dankbar sind. Jedenfalls sind unsere Gesellschaften wirtschaftlich, aber natürlich auch kulturell und wissenschaftlich eng verwoben. Der Marshallplan feiert heuer 75. Geburtstag. Ich denke, das sollte auch ein Anlass dafür sein, diese wertvolle Kooperation nicht nur zu betonen, sondern sie auch zu intensivieren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne: Danke an Kollegen Lopatka für diesen wichtigen gemeinsamen Antrag und an Kollegen Brandstätter für die Unterstützung. Ich denke, die Wichtigkeit ist trotz meiner fehlenden Stimme hörbar geworden, und ich danke für die breite Unterstützung. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Martin Graf: Gerechtigkeit für Serbien!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Brandstätter. – Bitte. (Abg. Martin Graf: Gerechtigkeit für Serbien!)
Abg. Leichtfried: Also bitte!
Ich habe ein Buch von Bruno Kreisky mitgenommen, weil ich gewusst habe oder geahnt habe, dass von der SPÖ vielleicht heute wieder ein bisschen Antiamerikanismus oder zu starke Kritik an Amerika kommt. (Abg. Leichtfried: Also bitte!) Ich habe das Glück gehabt, dass ich viele Gespräche mit Bruno Kreisky führen durfte. Es war für mich immer faszinierend, auch zu sehen, dass er natürlich die Kraft, Stärke und die Bedeutung der Vereinigten Staaten für Europa sehr wohl immer hervorgehoben hat. In diesem Buch, „Im Strom der Politik“ (das genannte Buch in die Höhe haltend), das ist ein Teil seiner Erinnerungen, beschreibt er das sehr schön, wenn er schreibt, der „Marshallplan hat das Überleben der demokratischen Völker Europas ermöglicht“. Man muss sich den Satz überlegen, das ist ja nicht nichts. „Der Marshallplan hat das Überleben der demokratischen Völker ermöglicht. Sehr bald hat sich gezeigt, daß die europäische Wirtschaft auf einem sehr viel höheren Niveau als vor dem Krieg wiedererstanden ist.“ (Abg. Leichtfried: Habe ich was anderes gesagt?) – Moment, ich bin noch nicht fertig! – Er verweist auf noch etwas: Warum heißt es Marshallplan? Klar, wegen George C. Marshall, aber der Erste, der ihn so genannt hat, war Ernest Bevin, das war der britische Außenminister, ein großer Gewerkschafter und auch ein großer Amerikafreund. Ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt.
Abg. Leichtfried: Habe ich was anderes gesagt?
Ich habe ein Buch von Bruno Kreisky mitgenommen, weil ich gewusst habe oder geahnt habe, dass von der SPÖ vielleicht heute wieder ein bisschen Antiamerikanismus oder zu starke Kritik an Amerika kommt. (Abg. Leichtfried: Also bitte!) Ich habe das Glück gehabt, dass ich viele Gespräche mit Bruno Kreisky führen durfte. Es war für mich immer faszinierend, auch zu sehen, dass er natürlich die Kraft, Stärke und die Bedeutung der Vereinigten Staaten für Europa sehr wohl immer hervorgehoben hat. In diesem Buch, „Im Strom der Politik“ (das genannte Buch in die Höhe haltend), das ist ein Teil seiner Erinnerungen, beschreibt er das sehr schön, wenn er schreibt, der „Marshallplan hat das Überleben der demokratischen Völker Europas ermöglicht“. Man muss sich den Satz überlegen, das ist ja nicht nichts. „Der Marshallplan hat das Überleben der demokratischen Völker ermöglicht. Sehr bald hat sich gezeigt, daß die europäische Wirtschaft auf einem sehr viel höheren Niveau als vor dem Krieg wiedererstanden ist.“ (Abg. Leichtfried: Habe ich was anderes gesagt?) – Moment, ich bin noch nicht fertig! – Er verweist auf noch etwas: Warum heißt es Marshallplan? Klar, wegen George C. Marshall, aber der Erste, der ihn so genannt hat, war Ernest Bevin, das war der britische Außenminister, ein großer Gewerkschafter und auch ein großer Amerikafreund. Ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt.
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
In diesem Sinne noch einmal herzlichen Dank für die Idee an George Marshall und an alle, die das in Europa verbreitet haben. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Brandstätter.
Ich wünsche euch allen eine gute Nacht und freue mich, wenn wir uns alle morgen wiedersehen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Brandstätter.)
Abg. Leichtfried: Jetzt aber nicht eine Viertelstunde!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Graf. – Bitte. (Abg. Leichtfried: Jetzt aber nicht eine Viertelstunde!)
Abg. Brandstätter: Immer Fakten, Fakten, Fakten!
Herr Kollege Brandstätter hat ja auch in seiner NTV-Zeit, in seiner „Kurier“-Zeit das öfter zum Thema gehabt. Wie viele Artikel zum Marshallplan haben Sie geschrieben und diesen dabei hochgejubelt oder zumindest als Chefredakteur mitorganisiert? – Viele wahrscheinlich. (Abg. Brandstätter: Immer Fakten, Fakten, Fakten!) – Ja, keine Frage, ist auch alles nicht schlimm, wollen wir auch nicht kritisieren, aber wenn ich dann eine Lobhudelei höre: Selbstlosigkeit der USA und vieles andere mehr, dann vielleicht ein, zwei Gedanken, denn es ist immerhin noch ein Parlament, in dem man sich auch kritisch mit dem einen oder anderen Punkt auseinandersetzen soll.
Abg. Brandstätter: Gott sei Dank!
Also so ganz selbstlos war das vom damaligen Außenminister Marshall initiierte und von den Amerikanern dann im Kongress unterstützte Marshallplanprogramm nicht wirklich. Es hat eine politische Zielrichtung gehabt, nämlich gegen den voranschreitenden Kommunismus etwas zu tun. (Abg. Brandstätter: Gott sei Dank!) Das unterschreiben wir, das ist gut, ja, überhaupt keine Frage. Es hat natürlich auch die eigene Wirtschaft angekurbelt, denn die Wirtschaft in den USA war nach 1945 zu 100 Prozent auf Kriegswirtschaft ausgerichtet, und dieser Modus konnte auch nicht so schnell zurückgefahren
Beifall bei der FPÖ.
werden. Daher mussten Waren besorgt werden, die man zur Verfügung stellt – mit einem Hilfe-zur-Selbsthilfe-Programm, das hervorragend war. Aber ich sage hier an dieser Stelle: Natürlich sind wir dankbar für diese Hilfe zur Selbsthilfe, aber die Österreicher und Österreicherinnen waren die Garanten des Erfolges dieses Programms in unserem Land! Das dürfen wir nicht vergessen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Leichtfried: Die Redezeit ist auch aus!
Österreich war damals auch eines der wenigen Länder, das einzige Marshallplanhilfeland, glaube ich, das auch von den Sowjets besetzt gewesen war, eine Sowjetzone auf seinem Gebiet gehabt hat und geteilt gewesen ist. Ansonsten waren ja Italien, Spanien und alle, die sich knapp vor Ende des Krieges auf die Seite der Siegermächte geschlagen haben, weil sie ja die besonders Mutigen, Großartigen, Tollen waren, die größten Profiteure. Aber wir haben das Beste daraus gemacht, obwohl uns alle Patente geraubt wurden, sage ich nur am Rande dazu. Wir in Österreich sind leistungsstark, und daher verdanken wir der österreichischen Bevölkerung sehr viel, und wir danken allen unseren Freunden aus Amerika, dass es dieses Programm überhaupt gegeben hat und bis heute noch mit dem ERP-Fonds gibt, dass das so gemacht worden ist, keine Frage. Es standen aber ganz klare wirtschaftliche, politische Interessen dahinter, und das dürfen wir nicht vergessen. (Abg. Leichtfried: Die Redezeit ist auch aus!)
Abg. Leichtfried: Ja, wir wissen schon, was du meinst!
Da stand nicht die Moral im Vordergrund, die heute permanent im Vordergrund steht, es waren beinharte wirtschaftliche Interessen, die mit verfolgt wurden, neben politischen Einflusssphären, Interessen (Abg. Leichtfried: Ja, wir wissen schon, was du meinst!), mit einem anschließenden kleinen imperialen Programm, dem wir uns gerne, weil wir uns diesen Werten verpflichtet fühlen, unterworfen haben. Aber man braucht jetzt nicht zu lobhudeln und zu sagen, das war eine Großtat der Amerikaner, die uns letztlich zur Glückseligkeit geführt haben. Sie haben uns geholfen, dass wir am Ende die Selbsthilfe in Anspruch nehmen konnten, und dafür sind wir dankbar. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da stand nicht die Moral im Vordergrund, die heute permanent im Vordergrund steht, es waren beinharte wirtschaftliche Interessen, die mit verfolgt wurden, neben politischen Einflusssphären, Interessen (Abg. Leichtfried: Ja, wir wissen schon, was du meinst!), mit einem anschließenden kleinen imperialen Programm, dem wir uns gerne, weil wir uns diesen Werten verpflichtet fühlen, unterworfen haben. Aber man braucht jetzt nicht zu lobhudeln und zu sagen, das war eine Großtat der Amerikaner, die uns letztlich zur Glückseligkeit geführt haben. Sie haben uns geholfen, dass wir am Ende die Selbsthilfe in Anspruch nehmen konnten, und dafür sind wir dankbar. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Martin Graf: Gegen den Kommunismus!
Abgeordneter Michel Reimon, MBA (Grüne): Kollege Graf, es wäre schon an der Zeit, dass Sie sich damit abfinden, dass Sie den Krieg verloren haben, echt. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Martin Graf: Gegen den Kommunismus!)
Abg. Leichtfried: Das ist ein weises Wort, Herr Präsident!
Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist jedenfalls geschlossen. (Abg. Leichtfried: Das ist ein weises Wort, Herr Präsident!) – Ich danke für die Unterstützung.