Eckdaten:
Für die 24. Sitzung der 21. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 658 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Ruf bei der ÖVP: Geh, hören S’ auf damit!
Besorgniserregend ist dieser Budgetvoranschlag für uns auch deshalb, weil – so schätzen wir es ein – bestehende Strukturen in unserem Bildungswesen einmal mehr nicht angetastet werden, sie werden vielmehr einzementiert. Ich meine daher, dass sich in diesem Budget weiterhin Strukturkonservatismus und eine ganz bestimmte Ideologie widerspiegeln. Kinder und Jugendliche von einkommensschwachen Familien sind Verlierer dieser Politik! (Ruf bei der ÖVP: Geh, hören S’ auf damit!)
Abg. Dr. Leiner: Nicht nur gewesen, immer noch!
Daher, meine Damen und Herren: Uns ständig vorzuwerfen, die SPÖ sei eine "Blockierer-Partei" gewesen (Abg. Dr. Leiner: Nicht nur gewesen, immer noch!), ist die eine Sache, aber: Auch in diesen Bereichen können Sie keinerlei Beweise dafür erbringen.
Abg. Mag. Schweitzer: Beispiel!
Ich habe kritisiert, dass es wenige Ansätze für die Weiterentwicklung des berufsbildenden Schulwesens gibt. Ich meine, dass heute insbesondere im berufsbildenden mittleren und höheren Schulwesen, was die Klassenschülerzahlen anlangt, wirklich unzumutbare Zustände herrschen. Bis zu 40 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse – das ist pädagogisch nicht mehr zu verantworten! (Abg. Mag. Schweitzer: Beispiel!) Und das ist eine der wesentlichen Ursachen der hohen Drop-Out- und Repetenten-Quoten, die es in diesem Schulbereich gibt.
Beifall bei der SPÖ.
Eine weitere Konsequenz aus dieser Situation ist ja, dass letztlich die Eltern zur Kasse gebeten werden. Sie alle wissen: Bereits mehr als 1,6 Milliarden Schilling werden jährlich für Nachhilfeunterricht aufgewendet. Wo sind diesbezüglich Ihre Vorstellungen, Ihre kreativen Ansätze, damit Förderung jenen, die sie brauchen, auch tatsächlich angeboten wird? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich lade Sie ein, Kolleginnen und Kollegen: Stimmen Sie im Sinne und im Verantwortungsbewusstsein für die Zukunft unserer Jugend diesem unserem Antrag zu! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
In welche Rechtsformen nun die selbständigen neuen Universitäten transferiert werden, bleibt so lange offen, bis nicht drei Punkte erfüllt sind. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Erstens: genaue Formulierung der Aufgaben und Ziele. Zweitens: als nächsten Schritt präzisieren, unter welchen organisatorischen Bedingungen diese Ziele erreicht werden können. Drittens: daraus folgernd schließlich die rechtlichen Konsequenzen ziehen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In einer neuen Freiheit lehren und forschen, in nachvollziehbaren Verwaltungsstrukturen Verantwortung übernehmen, Studienschwerpunkte setzen können: Das ist das Reformpaket, das ist das Reformziel der Österreichischen Volkspartei! Dazu gehören auch die Autonomie der Forschungsfonds sowie eine sensible, aber effizienzorientierte Forschungsschwerpunktberatung, die im Wesentlichen dem künftigen Rat für Forschung und Technologieentwicklung obliegt. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir diese gesetzlichen Maßnahmen noch in den nächsten Wochen treffen können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Viertens: Die Motivation, sich technisch-naturwissenschaftlichen und technologischen Studien zu widmen, muss verstärkt werden. – Da sehe ich eine Motivationsaufgabe, die wir insbesondere Mädchen gegenüber zu leisten haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Fünftens: Die "Selbstzerfleischungsmittel" absolut offen gelegter Evaluation sind zu unterlassen. – Die SPÖ fordert absolut und unter jeder Bedingung offenzulegende Evaluationsergebnisse. Das ist nicht zu befürworten. Der bessere Weg sind Coaching, Mitarbeitergespräche, Karriereentwicklungsmethoden und natürlich auch Evaluation, die aber zuerst im Inner Circle der Scientific Community beraten werden soll. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich wünsche mir, dass wir auch in der Selbstreflexion zu einer positiven Wende kommen. Mit Selbstreflexion meine ich auch Publikationen über sich selbst. Ich wünsche mir, dass wir von der Auffassung Peter Glotz’ "Universität – im Kern verrottet" oder Reinhold Knolls "Uni im Out" zu einer N.N.-Publikation "Universität auf der Siegerstraße – Beifall für Kompetenzzentrum" kommen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube, dass diese Form der Argumentation einfach nicht seriös ist, denn wenn die Budgetierung schon nicht seriös war oder nicht ausreichend erfolgte, dann geht es nicht darum, dass die Lehrer, dass die Schulen oder dass der Unterricht zu viel gekostet haben, sondern darum, dass man endlich ein Budget erstellen sollte, das dazu angetan ist, aus dieser Diskussion endlich herauszukommen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich meine, dass das doch ein Beispiel ist, das die jetzige Situation charakterisiert. Ich glaube, dass es eine kurzsichtige Sache ist, denn wenn man ein bisschen auch mit Wohnen, Mieten und Bauen zu tun gehabt hat, dann weiß man, dass Investitionskosten, die man nicht gleich tätigt, in einigen Jahren wesentlich mehr Kosten verursachen. Es geht nicht darum, dass man diese Kosten wirklich einspart, sondern es geht darum, die Kosten aufzuschieben, doch ich glaube, dass das eine Einsparung ist, die auf Dauer gesehen eher zu weiteren Kosten führen wird. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Natürlich war es auch bislang so, dass der Kostenbeitrag des Staates für diese Schulen ein sehr geringer war und im Wesentlichen die Eltern für das Zustandekommen dieser Schulen bezahlt haben. Nur: Noch einmal in diesem Bereich nachzulegen, wo Schülerinnen und Schüler schon jetzt den Staat wesentlich weniger gekostet haben als Schülerinnen und Schüler in den Regelschulen, halten wir für nicht angemessen. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf: Das ist richtig!
Wir stehen auch vor der Situation, dass es im EDV-Bereich kaum eine Lehrerausbildung gibt, und auch, dass die Aufrechterhaltung dieser Infrastruktur in den Schulen nur dem Engagement von Lehrern zu verdanken ist. Da gibt es Lehrer, die sich mit Computern auseinander setzen, es gibt Lehrer, die dafür sorgen, dass die "Werkeln" weiter laufen, auch wenn sie schon ziemlich alt sind. Es gibt aber de facto keine Budgetierung dafür. Wenn man immer von den Ansprüchen der Lehrer spricht, dann sollte man auch berücksichtigen, dass sehr viel an Eigenengagement eingebracht wird, damit der Betrieb überhaupt aufrechterhalten werden kann. (Ruf: Das ist richtig!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Diese 2 000 Planstellen sind genau jene Planstellen und jene Mittel, woraus bislang auch die muttersprachlichen Lehrer finanziert worden sind. Und wenn Sie die Priorität jetzt auf den Deutschunterricht setzen, dann muss das, wenn ich das richtig verstehe, zwangsläufig zu einer Einschränkung des muttersprachlichen Unterrichts führen. Genau das habe ich in der Fragestunde gemeint, und genau das halten wir auch auf Grund von Studien für einen falschen Ansatz. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Hierarchisches Denken wird diesen Herausforderungen nicht gerecht werden, und wir werden bei jeder Gelegenheit unser partizipatorisches Modell Ihrem entgegenstellen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Schwemlein: Zu welchem Tagesordnungspunkt?
Gleichzeitig war die Kritik am Finanzminister die, dass er die Budgetkonsolidierung nicht ambitioniert genug angegangen ist, obwohl er ja nicht wirklich die Verantwortung für das trägt, was wir jetzt an Problemen haben. Er hat sich die Ohrfeigen in Brüssel geholt, die eigentlich Kollegen Edlinger zugestanden wären. Er hat dieses schwierige sozialistische Erbe angetreten, weil er in schwierigen Zeiten Verantwortung für dieses Land übernimmt, Herr Kollege Edlinger, in Zeiten, in denen wir mehr als 1 700 Milliarden Schilling an Staatsverschuldung angehäuft haben. (Abg. Schwemlein: Zu welchem Tagesordnungspunkt?) – Zum Budget, Herr Kollege! – 1 700 Milliarden Schilling, für die wir im Monat 9 Milliarden Schilling Zinsen zu bezahlen haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist unglaublich!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist unglaublich!
Gleichzeitig war die Kritik am Finanzminister die, dass er die Budgetkonsolidierung nicht ambitioniert genug angegangen ist, obwohl er ja nicht wirklich die Verantwortung für das trägt, was wir jetzt an Problemen haben. Er hat sich die Ohrfeigen in Brüssel geholt, die eigentlich Kollegen Edlinger zugestanden wären. Er hat dieses schwierige sozialistische Erbe angetreten, weil er in schwierigen Zeiten Verantwortung für dieses Land übernimmt, Herr Kollege Edlinger, in Zeiten, in denen wir mehr als 1 700 Milliarden Schilling an Staatsverschuldung angehäuft haben. (Abg. Schwemlein: Zu welchem Tagesordnungspunkt?) – Zum Budget, Herr Kollege! – 1 700 Milliarden Schilling, für die wir im Monat 9 Milliarden Schilling Zinsen zu bezahlen haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist unglaublich!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Kollege Edlinger! 9 Milliarden Schilling Zinsen: das Ergebnis Ihrer Finanzminister-Tätigkeit! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das sind 300 Millionen Schilling Zinsen pro Tag! Meine Damen und Herren! Um diesen Betrag könnte man pro Tag 100 ganz nette Einfamilienhäuser bauen, hat mir Präsident Maderthaner mitgeteilt.
Abg. Edlinger: Mein Gott!
Wenn man sich das vorstellt: 100 nette Einfamilienhäuser könnten wir pro Tag um jenen Betrag bauen, der den Zinsen entspricht, für die Sie die Verantwortung tragen! Und da kommen Sie her und jammern, dass es kein Geld gibt? Wer wird die Schulden zahlen müssen, die Sie gemacht haben? – Diese Bundesregierung. (Abg. Edlinger: Mein Gott!) Und trotzdem wird dieser Staat weiter einer der führenden in der Europäischen Union sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn man sich das vorstellt: 100 nette Einfamilienhäuser könnten wir pro Tag um jenen Betrag bauen, der den Zinsen entspricht, für die Sie die Verantwortung tragen! Und da kommen Sie her und jammern, dass es kein Geld gibt? Wer wird die Schulden zahlen müssen, die Sie gemacht haben? – Diese Bundesregierung. (Abg. Edlinger: Mein Gott!) Und trotzdem wird dieser Staat weiter einer der führenden in der Europäischen Union sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Edlinger: Ja, ja!
Herr Kollege Edlinger, das nur zu Ihrer Finanzpolitik, zum sozialistischen Erbe. Das müssen die Menschen wissen, bei denen heute die Fenster nicht ganz in Ordnung sind. (Abg. Edlinger: Ja, ja!) Wir können deshalb die Fenster in den Schulen nicht richten, weil Sie solch einen Mist gebaut haben, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege Edlinger, das nur zu Ihrer Finanzpolitik, zum sozialistischen Erbe. Das müssen die Menschen wissen, bei denen heute die Fenster nicht ganz in Ordnung sind. (Abg. Edlinger: Ja, ja!) Wir können deshalb die Fenster in den Schulen nicht richten, weil Sie solch einen Mist gebaut haben, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Edler: Wie war das mit dem Sozialfonds?
Sich rasch ändernde Bedingungen am Arbeitsplatz, neue Berufe, Herr Kollege Edler, von denen du nicht mehr viel mitbekommst, und rasche Weiterentwicklung in der Informationstechnologie sind Herausforderungen, denen sich die Verantwortlichen, die ... (Abg. Edler: Wie war das mit dem Sozialfonds?)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist der neue Stil!
Aber jetzt, Herr Kollege Edler – ich habe gestern mit dem Kollegen Antoni gesprochen –, ist auch die Opposition eingeladen, sich konstruktiv einzubringen im Sinne von neu regieren. Herr Kollege Antoni, wir werden die Opposition nicht so, wie es bisher der Fall war, einfach nicht mitreden lassen. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist der neue Stil!) Ich habe dich gestern bereits eingeladen, einen ganz spezifischen Antrag mit uns gemeinsam zu verhandeln, ihn gemeinsam einzubringen und gemeinsam zu beschließen. Ich erneuere diese Einladung heute noch einmal öffentlich und recht höflich.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es ist auch ganz einfach, Kollege Antoni. Wenn ich mir das Regierungsprogramm anschaue, das du heute massiv kritisiert hast, muss ich sagen, es ist doch sehr ambitioniert. Es sind viele Vorhaben enthalten, die auch von euch in euer Übereinkommen, das schlussendlich nicht zustande gekommen ist, hineingenommen wurden. Es ist fast alles von dem enthalten, was in diesem Übereinkommen zwischen Sozialdemokraten und ÖVP ausverhandelt war. Es ist nur noch einiges dazugekommen, vor allem im Bereich Schulautonomie, Schulmanagement, Lehreraus- und -weiterbildung, worauf ich noch eingehen werde. Aber machen wir es doch gemeinsam! Das Angebot steht, es liegt an euch, ob ihr in Hinkunft nur kritisieren wollt oder ob ihr eure Vorstellungen einbringt, wir gemeinsam darüber reden und sie dann, wenn es passt, auch gemeinsam umsetzen. Die Zeit wird zeigen, ob ihr konstruktiv sein wollt oder ob ihr wirklich, wie manche behaupten, nur Fundamental-Opposition betreiben wollt. Schauen wir einmal! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Schwemlein: Warum tun wir es nicht?
Die "Schule neu", wie das "Regieren neu", soll grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln. Darin sind wir uns einig. Die Schlüsselqualifikationen sind unbestritten: Lernen lehren, motivieren zum Lernen, aber auch Kreativität und Zusammenarbeit sollen gefördert werden, das wird besonders wichtig sein. Das Vermitteln von Technologieverständnis ist uns allen ein Anliegen, das Vermitteln von Fähigkeiten, vor allem die neuen Technologien in den Unterricht so einzubinden, dass sie auch angewendet werden und es nicht nur beim isolierten Vermitteln bleibt. (Abg. Schwemlein: Warum tun wir es nicht?) Das wollen wir alle, also werden wir es miteinander machen.
Abg. Schwemlein: Es fehlen die Ausbildungsplätze!
Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, wird es in den nächsten Jahren mit Sicherheit diese Technologiemilliarde geben. (Abg. Schwemlein: Es fehlen die Ausbildungsplätze!) Die Frau Ministerin hat ja auch ein ambitioniertes Programm vorgestellt, in dem sie sagt: Alle Schulen ans Netz, jedem Schüler seinen Laptop. – Das muss man ihr lassen, sie hat ein sehr ambitioniertes Programm vor. Wir werden es hoffentlich gemeinsamen umsetzen, Kollege Schwemlein. (Abg. Schwemlein: Tu ich doch!) Ich hoffe, auch du wirst dich an der besseren Gestaltung der Zukunft unserer jungen Leute konstruktiv beteiligen. Du bist auch eingeladen, nicht nur Kollege Antoni. Schauen wir einmal, was du einbringen kannst! Was würdest du gerne einbringen? Was denn? (Abg. Schwemlein: Es fehlen Klassen in Elektrotechnik! Das ist "Politik neu"!
Abg. Schwemlein: Tu ich doch!
Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, wird es in den nächsten Jahren mit Sicherheit diese Technologiemilliarde geben. (Abg. Schwemlein: Es fehlen die Ausbildungsplätze!) Die Frau Ministerin hat ja auch ein ambitioniertes Programm vorgestellt, in dem sie sagt: Alle Schulen ans Netz, jedem Schüler seinen Laptop. – Das muss man ihr lassen, sie hat ein sehr ambitioniertes Programm vor. Wir werden es hoffentlich gemeinsamen umsetzen, Kollege Schwemlein. (Abg. Schwemlein: Tu ich doch!) Ich hoffe, auch du wirst dich an der besseren Gestaltung der Zukunft unserer jungen Leute konstruktiv beteiligen. Du bist auch eingeladen, nicht nur Kollege Antoni. Schauen wir einmal, was du einbringen kannst! Was würdest du gerne einbringen? Was denn? (Abg. Schwemlein: Es fehlen Klassen in Elektrotechnik! Das ist "Politik neu"!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass dieses Zeugnis das erste theoretische Berufsschuljahr ersetzt und damit ein weiterer Anreiz für die Wirtschaft geschaffen wird, mehr Lehrlinge einzustellen. Damit hätten wir auch einen Ansatz für die Lösung der Lehrlingsproblematik, deren Lösung Ihnen ja nicht gelungen ist; das muss man schon sagen. Das ist ein innovativer Ansatz. Spielt mit! Vielleicht können wir da für die Lehrlinge etwas tun. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Kostelka: Jede Klasse sollte die Vollrechtsfähigkeit bekommen!
Dritter Schwerpunkt der neuen Bildungspolitik, an der ihr euch beteiligen solltet: modernes Schulmanagement mit dem Ziel, die Autonomie rasch weiterzuentwickeln. Die Schule soll zum Bildungsunternehmen werden, mit dem schulischen Umfeld viel mehr kommunizieren, als es bisher der Fall ist, Aufträge auch für Wirtschaftsbetriebe übernehmen. Die Schulen der Zukunft müssen meines Erachtens, Frau Bundesminister, irgendwann die Vollrechtsfähigkeit bekommen, damit sie sich selbst Ziele setzen können und für die Erreichung dieser Ziele auch verantwortlich sind. (Abg. Dr. Kostelka: Jede Klasse sollte die Vollrechtsfähigkeit bekommen!) Es soll Schulmanager geben, Herr Kollege. Sie haben von dem, was Management ist, natürlich wenig Ahnung. Das sieht man daran, wie Sie Ihren Klub führen. Aber wir werden dafür sorgen, dass es Schulmanager geben wird. Diese sollen sich ihre Lehrer aussuchen können. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Dritter Schwerpunkt der neuen Bildungspolitik, an der ihr euch beteiligen solltet: modernes Schulmanagement mit dem Ziel, die Autonomie rasch weiterzuentwickeln. Die Schule soll zum Bildungsunternehmen werden, mit dem schulischen Umfeld viel mehr kommunizieren, als es bisher der Fall ist, Aufträge auch für Wirtschaftsbetriebe übernehmen. Die Schulen der Zukunft müssen meines Erachtens, Frau Bundesminister, irgendwann die Vollrechtsfähigkeit bekommen, damit sie sich selbst Ziele setzen können und für die Erreichung dieser Ziele auch verantwortlich sind. (Abg. Dr. Kostelka: Jede Klasse sollte die Vollrechtsfähigkeit bekommen!) Es soll Schulmanager geben, Herr Kollege. Sie haben von dem, was Management ist, natürlich wenig Ahnung. Das sieht man daran, wie Sie Ihren Klub führen. Aber wir werden dafür sorgen, dass es Schulmanager geben wird. Diese sollen sich ihre Lehrer aussuchen können. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Schwemlein: So lange warst du auch nicht Bundesparteigeschäftsführer!
Das sind freiheitliche Vorstellungen vom Bildungsunternehmen Schule (Abg. Schwemlein: So lange warst du auch nicht Bundesparteigeschäftsführer!), die wir hoffentlich gemeinsam mit der ÖVP umsetzen können. Für die Erreichung dieser Ziele brauchen wir engagierte und motivierte Lehrer, Herr Kollege Antoni. Deshalb werden wir auch die Voraussetzungen dafür schaffen müssen, dass es in den Bereichen Lehreraus- und -fortbildung zu Neuerungen kommt. Es wird vor allem die Fortbildung von Privaten übernommen werden müssen. Schlussendlich – daran arbeiten das Ministerium und die Frau Bundesminister auch – werden wir Anreizsysteme im Besoldungssystem schaffen müssen, dass Leistung belohnt wird, dass nicht alle, egal, wie viel und was sie tun, gleich bezahlt werden. Leistung muss sich auch in der Schule lohnen, dann ist mir um die Bildungspolitik in diesem Lande nicht bang. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das sind freiheitliche Vorstellungen vom Bildungsunternehmen Schule (Abg. Schwemlein: So lange warst du auch nicht Bundesparteigeschäftsführer!), die wir hoffentlich gemeinsam mit der ÖVP umsetzen können. Für die Erreichung dieser Ziele brauchen wir engagierte und motivierte Lehrer, Herr Kollege Antoni. Deshalb werden wir auch die Voraussetzungen dafür schaffen müssen, dass es in den Bereichen Lehreraus- und -fortbildung zu Neuerungen kommt. Es wird vor allem die Fortbildung von Privaten übernommen werden müssen. Schlussendlich – daran arbeiten das Ministerium und die Frau Bundesminister auch – werden wir Anreizsysteme im Besoldungssystem schaffen müssen, dass Leistung belohnt wird, dass nicht alle, egal, wie viel und was sie tun, gleich bezahlt werden. Leistung muss sich auch in der Schule lohnen, dann ist mir um die Bildungspolitik in diesem Lande nicht bang. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend, Herr Kollege Antoni, noch einmal die Einladung: Arbeitet konstruktiv mit! Bringt euch ein! Wir werden uns über jeden konstruktiven Beitrag freuen, diesen gerne aufnehmen und umsetzen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Kollege Brosz! Sie haben in Ihren Ausführungen gesagt, dass immer wieder erwähnt werde, die Lehrer seien zu teuer. – Ich habe überhaupt noch nie gesagt, die Lehrer sind zu teuer, sondern vielmehr und sehr oft betont, dass Lehrerinnen und Lehrer die wichtigsten Bestandteile der Schule sind. Ich meine, dass Lehrerinnen und Lehrer das Schulleben ausmachen. Deshalb sind sie unverzichtbar – und deswegen sind die Kosten für Lehrerinnen und Lehrer von einem Bildungsbudget zu tragen. Das war immer und ist mein Standpunkt dazu. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dass diese Personalkosten von der Altersstruktur abhängig sind, haben wir auch sehr oft erwähnt. Und die Altersstruktur ist eben so, dass sich sehr viele Lehrerinnen und Lehrer in höheren Gehaltsstufen bewegen; deswegen steigen die Personalkosten auch in besonderem Maße. Das ist jedoch ein Faktum, wofür man den Lehrerinnen und Lehrern keinen Vorwurf machen kann. Wir brauchen diese ganz, ganz wichtigen Mitarbeiter, und ich bin froh darüber, dass wir so viele engagierte Lehrerinnen und Lehrer haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ganz klar haben wir auch festgehalten, dass es für die Integration notwendig ist, dass die Kinder sowohl in der deutschen Sprache als auch in ihrer Muttersprache unterrichtet werden, denn das ist wichtig für deren Identität. Und dafür stehen in Österreich 2 000 Dienstposten zur Verfügung. Ich meine jedenfalls, damit haben wir gute Chancen, diese gesetzlich festgelegten Maßnahmen zu erfüllen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: Sie meinen wohl, Frau Minister: alles, was mit "i" und "e" beginnt!
Meine Damen und Herren! Nun zu einigen ganz wichtigen Schwerpunkten im Bildungsbereich. Ein wichtiger Schwerpunkt für die Zukunft sind alle Herausforderungen der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien, also alles, was mit einem "I" beginnt: e-Learning, Internet, e-Commerce (Ruf bei der SPÖ: Sie meinen wohl, Frau Minister: alles, was mit "i" und "e" beginnt!), e-Government, also alles Zukunftsbereiche. Wir haben hiefür ein eigenes Projekt gemacht: e-Austrian in e-Europe, in dem ganz klar aufgelistet wurde, was die Herausforderungen der Europäischen Union sind.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es wurden in den letzten Jahren 800 Millionen Schilling in die Technologie-Offensive investiert. Es ist jetzt im Ministerium eine Steuerungsgruppe im Entstehen, welche uns sagen soll, an welchen Rädern sozusagen gedreht werden muss, um diese Computer-Milliarde, die ab Herbst 2001 zur Verfügung stehen wird, sinnvoll einzusetzen. Ich sage jetzt gleich und ganz klar: Es ist nicht sinnvoll – und das ist von mir auch nie gesagt worden –, dass jeder Volksschüler einen über das Ministerium finanzierten Laptop erhält. Sinnvoll ist es jedoch, Systeme zu finden, damit es etwa durch Leasing, durch Zusammenarbeit mit Wirtschaftsbetrieben Schülerinnen und Schülern ermöglicht wird, einen Laptop zu haben, den sie dann auch daheim verwenden können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Man muss also davon ausgehen, dass neue Schwerpunktsetzungen getroffen und alte Schwerpunktsetzungen aufgelassen werden. Es geht nicht: immer mehr dazu und noch dazu, denn wir werden in Zukunft gar nicht diese Zahl an Schülern haben, um stets etwas dazugeben zu können. Diese neue Schwerpunktsetzung stellt also eine große Herausforderung dar. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es wird dauernd gefordert, alles unentgeltlich zu machen. Es wird ja auch zum Beispiel immer wieder die Forderung gestellt, die Berufsreifeprüfung müsse kostenfrei sein. – Meine Damen und Herren! Ich verstehe eigentlich die Einstellung nicht, dass Bildung etwas ist, was man jedem sozusagen nachschmeißen müsse, und zwar unentgeltlich und kostenfrei. Bildung ist offensichtlich für Sie kein Gut, das auch etwas kosten darf. Für mich ist Bildung ein Gut – und ich meine, das sollten wir schon bedenken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren von der SPÖ, Sie reden immer davon, was sozial gerecht ist. – Ich sage Ihnen: Sozial gerecht ist es nur, wenn wir das differenzierte, flexible und durchlässige österreichische Schulsystem weiterentwickeln und verbessern, sodass wir mit der Lebens- und Ausbildungszeit junger Menschen sorgsam umgehen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Und sozial gerecht ist es auch nur, wenn das Budget heute so gestaltet wird, dass die notwendigen Weiterentwicklungen im Bildungsbereich auch morgen bezahlt werden können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren von der SPÖ, Sie reden immer davon, was sozial gerecht ist. – Ich sage Ihnen: Sozial gerecht ist es nur, wenn wir das differenzierte, flexible und durchlässige österreichische Schulsystem weiterentwickeln und verbessern, sodass wir mit der Lebens- und Ausbildungszeit junger Menschen sorgsam umgehen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Und sozial gerecht ist es auch nur, wenn das Budget heute so gestaltet wird, dass die notwendigen Weiterentwicklungen im Bildungsbereich auch morgen bezahlt werden können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir können Ihnen aber nicht zustimmen, wenn Sie die Frage aufwerfen, warum im Bildungsbereich alles kostenlos sein müsse. Es hat ja niemand von uns behauptet, dass alles kostenlos sein muss, und das ist es auch nicht. Aber wir müssen die Belastungen gerecht verteilen. Und es ist nicht gerecht, Frau Bundesministerin, dass jemand die Möglichkeit hat, etwas zwei-, dreimal zu wiederholen, und andere, die etwa eine Berufsreifeprüfung machen wollen und sich darauf vorbereiten, 40 000, 50 000 S dafür zahlen, nur weil sie zunächst den Weg der Lehre gewählt haben. Es bestehen also große Unterschiede, und wir meinen, es muss Gerechtigkeit geben, vor allem auch in der Bildungspolitik! Das ist unser Anliegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gaugg: Das wissen wir! Sie sind nicht der Vorleser der Nation! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Einen Sauhaufen!
Lassen Sie mich jetzt den Herrn Bundeskanzler zitieren, das, was der am Tag der Übernahme der Regierungsgeschäfte durch diese Koalition über Österreich gesagt hat, und zwar auch darüber, wie wir dieses Land hinterlassen haben (Abg. Gaugg: Das wissen wir! Sie sind nicht der Vorleser der Nation! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Einen Sauhaufen!): Mit dem Jahre 2000, so Bundeskanzler Schüssel, hat eine neue Epoche begonnen, und die Österreicherinnen und Österreicher können am Beginn des 21. Jahrhunderts stolz sein. Es gab noch nie so gute Voraussetzungen für unser Land. – Zitatende.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Fischl: Darauf werdet ihr lang warten müssen!
Das war unsere Bilanz! Wir wären froh, wenn Sie das auch sagen könnten, wenn Sie einmal nicht mehr in der Regierung sein werden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Fischl: Darauf werdet ihr lang warten müssen!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir bieten Ihnen die Zusammenarbeit an. (Der Redner zeigt die Broschüre: "Bildung = Zukunft" – das bildungspolitische Programm der SPÖ.) Wir haben das einzige umfangreiche bildungspolitische Programm aller Parteien Österreichs. Es gibt zwar mehr oder weniger umfangreiche Papiere, aber was hier drinnen steht, ist ein vom Beginn bis zur Erwachsenenbildung durchgängiges und schlüssiges Programm. Sie werden nicht mit allem einverstanden sein, das ist uns bewusst. Aber es wird vieles geben, was heute auch angesprochen wurde, wo Sie mitgehen können. Lesen Sie es durch, liebe Kolleginnen und Kollegen von den Regierungsfraktionen, und sagen Sie uns, was Sie gemeinsam mit uns verwirklichen wollen. Das wird die Basis für die Zusammenarbeit sein – und nicht Zurufe! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Schweitzer: Du, Erwin, wenn du jetzt so redest, dann wird es auch schwer!
Noch ein Letztes zu den Vorrednern, zu den Schalmeientönen, Kollege Schweitzer, die da in unsere Richtung erklungen sind. In diesem Zusammenhang muss man natürlich auch eines wissen – das ist Ihnen ja bekannt, aber das weiß in Österreich sicherlich nicht jedermann –: Schulgesetze sind eine Zweidrittel-Mehrheit-Materie. Inzwischen scheint ja auch diese Bundesregierung verstanden zu haben, dass sie uns im schulgesetzlichen Bereich nicht bloß Angebote machen kann. (Abg. Mag. Schweitzer: Du, Erwin, wenn du jetzt so redest, dann wird es auch schwer!) Sie brauchen uns, Kollege Schweitzer, Sie brauchen uns, und das wissen Sie! Wir sind auch froh darüber, dass es einen Bereich gibt, in dem diese Zusammenarbeit stattfinden muss, denn auf freiwilliger Basis haben wir an Zusammenarbeits-Angeboten bisher noch nichts erlebt, und zwar rein gar nichts!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amon: Das stimmt so nicht!
Seitens der Regierung wurde beispielsweise angekündigt, uns jetzt das Material zu diesem "Rat für Technologie" zu schicken – niemand hat vorher mit uns darüber gesprochen. Da braucht ihr uns nämlich nicht, das könnt ihr mit einfacher Mehrheit beschließen. Dort aber, wo ihr uns braucht, redet ihr vorher mit uns! – Das ist eine Tatsache, und das muss man auch wissen, um beurteilen zu können, wie "ernst" eure Zusammenarbeitsangebote gemeint sind, nämlich überhaupt nicht ernsthaft. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amon: Das stimmt so nicht!) Kollege Amon, ich habe jetzt absichtlich nicht zu Ihnen, sondern hauptsächlich in Richtung Freiheitliche geschaut. Ich weiß schon, dass es da Unterschiede gibt.
Beifall bei der SPÖ.
Ein Ministerium, liebe Kolleginnen und Kollegen, das einer der Säulen des Bildungssystems einen derart beschämenden Platz zuweist, verdient eigentlich gar nicht, Bildungs ministerium genannt zu werden. – Ich weiß, das ist eine harte Aussage, aber dieser geringe Stellenwert für die Erwachsenenbildung ist eines Bildungsministeriums nicht würdig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Das ganze Buch!
Eine Einladung an die Nachrednerinnen und -redner der Regierungsfraktionen (der Redner hält eine Ausgabe des Bundesvoranschlages 2000 in die Höhe): Zeigen Sie uns eine Zeile aus diesem umfangreichen Budget, in der dieser Forderung Rechnung getragen wird! Eine Zeile! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Das ganze Buch!)
Abg. Mag. Schweitzer – in Richtung des Abg. Dr. Niederwieser –: 300 Millionen Schilling an Zinsen pro Tag!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Der Entschließungsantrag, den Herr Abgeordneter Dr. Niederwieser verlesen hat, ist ordnungsgemäß unterstützt und steht daher mit in Verhandlung. Darüber wird am Ende der Beratungen abgestimmt werden. (Abg. Mag. Schweitzer – in Richtung des Abg. Dr. Niederwieser –: 300 Millionen Schilling an Zinsen pro Tag!)
Abg. Mag. Schweitzer – in Richtung des Abg. Dr. Niederwieser –: Erwin! Stell dir vor, wir könnten die 300 Millionen in die Bildung stecken, täglich, die wir für die Zinsen brauchen wegen eurer Budgetpolitik!
Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Amon. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 12 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Mag. Schweitzer – in Richtung des Abg. Dr. Niederwieser –: Erwin! Stell dir vor, wir könnten die 300 Millionen in die Bildung stecken, täglich, die wir für die Zinsen brauchen wegen eurer Budgetpolitik!)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Am Beginn des heutigen Tages hat Herr Abgeordneter Antoni gesprochen und uns vorgeworfen, wir wären sozusagen die Strukturkonservativen. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Ich möchte das so nicht stehen lassen, denn der Vorwurf ist natürlich schnell erhoben. Ich glaube, wir sollten hier wirklich versuchen – das ist es ja auch, was Kollege Niederwieser jetzt hier anzubringen versucht hat –, gerade aus dem Bildungsbereich parteipolitisches Gezänk und Kleinkariertheit herauszuhalten. Wir alle ringen hoffentlich gerade in diesem Bereich nach den besten Lösungen, und da sollte man wirklich gemeinsam versuchen, diese zu finden, aber nicht in erster Linie die Ideologie in den Vordergrund rücken. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.
Am Beginn des heutigen Tages hat Herr Abgeordneter Antoni gesprochen und uns vorgeworfen, wir wären sozusagen die Strukturkonservativen. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Ich möchte das so nicht stehen lassen, denn der Vorwurf ist natürlich schnell erhoben. Ich glaube, wir sollten hier wirklich versuchen – das ist es ja auch, was Kollege Niederwieser jetzt hier anzubringen versucht hat –, gerade aus dem Bildungsbereich parteipolitisches Gezänk und Kleinkariertheit herauszuhalten. Wir alle ringen hoffentlich gerade in diesem Bereich nach den besten Lösungen, und da sollte man wirklich gemeinsam versuchen, diese zu finden, aber nicht in erster Linie die Ideologie in den Vordergrund rücken. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Schweitzer.
Ich möchte meinen Kollegen Schweitzer insofern in Schutz nehmen – nicht seine Rede, das ist nicht meine Aufgabe –, als ich ausdrücklich sage, dass ich gestern dir, Kollege Niederwieser, angeboten habe, dass wir uns bezüglich eures Antrags, der auf der Tagesordnung des Unterrichtsausschusses steht, ausdrücklich bemühen – was auch in Absprache mit Kollegen Schweitzer geschieht – und versuchen, eine gemeinsame Vorgangsweise zu finden. Du hast dich prinzipiell positiv dazu geäußert; bitte nimm dieses Angebot auch an! Nehmen Sie von den Sozialdemokraten dieses Angebot einer echten, konstruktiven Zusammenarbeit im Sinne einer guten österreichischen Bildungspolitik an! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Schweitzer. )
Beifall bei der ÖVP.
Es wurde die mangelnde soziale Treffsicherheit des österreichischen Bildungssystems, insbesondere des Schulbereichs, kritisiert. Dem möchte ich entschieden entgegentreten. Wir haben in Österreich Gott sei Dank ein Schulsystem, das denjenigen, die die Schule besuchen, und deren Eltern weitestgehend kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Das ist eine große Errungenschaft, und dazu bekennen wir uns. Aber ich stelle mir hier die Frage, wo Sie mangelnde soziale Treffsicherheit ausmachen können, wenn ein Bildungssystem den Betroffenen kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Da muss ja die soziale Treffsicherheit jedenfalls gewährleistet sein! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, wir sollten versuchen, die Idee, die wir seit langem diskutieren, nämlich die Frage der Umverteilung der Lebenseinkommenskurve zu Gunsten des Beginns des beruflichen Prozesses – das gilt im Übrigen nicht nur für den öffentlichen Dienst, sondern sollte verbreitet auch in der Privatwirtschaft Einzug halten; dort sind vor allem die Sozialpartner im Wege ihrer Kollektivvertrags- und Lohnverhandlungen gefordert –, zu forcieren. Das macht Sinn, aber das wird am Ende – und da soll man sich bitte keiner Illusion hingeben! – nicht billiger sein. Es wird auch nicht teurer sein, sondern es findet eben eine Umverteilung in Richtung Beginn statt. Das macht Sinn, weil man dadurch insbesondere jungen Leuten, wenn sie am Beginn ihrer Berufslaufbahn stehen, bei der Familiengründung, bei der Eigenheimschaffung und ähnlichem behilflich sein kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn Sie das Bildungsbudget und dort das Kapitel 12 betrachten, dann werden Sie feststellen, dass wir mit 76 Milliarden Schilling im Voranschlag eine Steigerung des Budgets um 4,5 Prozent erreicht haben, eine Steigerung um 4,5 Prozent gegenüber dem Voranschlag des Jahres 1999 und selbst gegenüber dem Erfolg des Jahres 1999, also den realen Budgetzahlen – weil Abgeordneter Brosz kritisiert hat, dass der Voranschlag nicht erreicht worden ist. Selbst gegenüber dem Erfolg des Jahres 1999 gibt es eine Budgetsteigerung um 2,1 Prozent. Frau Bundesministerin, da ist Ihnen wirklich etwas gelungen! Wir sind froh, dass wir das System in dieser bewährten Qualität aufrechterhalten können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, dass wir den jungen Leuten damit keinen guten Dienst erweisen, und zwar deshalb nicht, weil diejenigen, die wir heute in unterschiedlichen Stiftungen und Weiterbildungsmaßnahmen haben, oftmals Probleme haben, die ihre Ursache in ganz anderen Schulstufen haben, etwa in der Volksschule, weil dort zum Teil nicht sichergestellt worden ist, dass die Kulturtechniken entsprechend vermittelt werden. Ich denke, dass die Fehler, die dort gemacht werden, früher erkannt werden müssen. Wir brauchen ein umfassendes Frühwarnsystem. Damit können wir meiner Ansicht nach sicherstellen, dass junge Leute auch im Berufsleben oder im Studium erfolgreich sein können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, dass die Frau Bundesministerin mit ihrer Offensive im Bereich der neuen Informationstechnologien einen Schwerpunkt gesetzt hat, der wirklich notwendig ist. Hier geht es auch darum, dass wir rasch handeln, rasch agieren; ich denke, dass das Bildungssystem in diesem Bereich reagieren muss. Ich halte das für falsch, was uns die rot-grüne Koalition in Deutschland vorzeigt: mit einem Green-Card-Modell einfach die für diesen Bereich notwendigen Arbeitskräfte ins Land holen. Wir würden damit nämlich den Druck aus dem Bildungssystem herausnehmen, der notwendig ist, um diese – ich möchte es fast so nennen – zusätzliche Kulturtechnik zu erlernen. Der Umgang mit den modernen Techniken, mit dem Internet, mit den Laptops – wenn Sie so wollen –, mit den Computern, ist heute quasi eine Kulturtechnik. Ich bin dafür, dass wir das unseren österreichischen Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg geben und hiefür nicht Know-how zukaufen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abschließend möchte ich noch einmal ausdrücklich ein Angebot für eine konstruktive Zusammenarbeit im Unterrichtsausschuss machen. Ich hoffe, dass wir unser gutes System in der Form aufrechterhalten können, dass wir es weiterentwickeln, dass wir es an die modernen Anforderungen heranbringen und dass wir auf diese Weise zusammen mit unserer Frau Bildungsministerin am Ende dieser Legislaturperiode ein erfolgreiches Ergebnis vorlegen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Ist Patriotismus ein genetisches Produkt, oder ist er Produkt einer Erziehung? Liegt er im Großhirn, in behaarten Männerbrüsten, oder lokalisiert er sich ausschließlich im rechten Vorhof des Herzens? Ist er ein Produkt der Biologie? Ein Phänomen des Geistes oder eines der Textilindustrie, die sich der Khol’schen Krawatte – allerdings nicht heute – bemächtigt hat? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Sie haben es nicht rübergebracht!
Persönlich bin ich ihm nicht gram, und in einigen Dingen kann ich mich mit ihm auch partiell verstehen. Wenn so ein Mann einem Wissenschaftsausschuss vorsitzt, würden andere vom Köpferollen sprechen. Dieser Profession gehöre ich nicht an. Aber auch, wenn man sich diesem Köpferollen verweigert – und das tue ich! –, wird die Frage erlaubt sein: Ist so ein Mann dort am richtigen Platz, und ist das ein Signal, das österreichische Universitäten sich verdient haben, das Parlament sich verdient hat und das Österreich sich verdient hat, das andere Farben trägt als diese hier? (Der Redner hält eine Broschüre mit schwarz-rot-goldenem Einband in die Höhe.) – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Sie haben es nicht rübergebracht!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist nicht gelungen, das ist danebengegangen!
Ich habe noch eine Minute Zeit. Wenn ich das nicht rübergebracht habe (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist nicht gelungen, das ist danebengegangen!), frage ich mich: Wo stehe ich, und wo sitzen Sie? (Abg. Ing. Westenthaler: Das kann der Pilz besser!) Er macht es anders. Wie Sie wissen, sind die Grünen gegen Klonierungsexperimente, Sie können sich keinen zweiten Pilz hier erwarten. Ich bin mit mir durchaus zufrieden, wenn Sie es nicht sind, würde es mich freuen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das kann der Pilz besser!
Ich habe noch eine Minute Zeit. Wenn ich das nicht rübergebracht habe (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist nicht gelungen, das ist danebengegangen!), frage ich mich: Wo stehe ich, und wo sitzen Sie? (Abg. Ing. Westenthaler: Das kann der Pilz besser!) Er macht es anders. Wie Sie wissen, sind die Grünen gegen Klonierungsexperimente, Sie können sich keinen zweiten Pilz hier erwarten. Ich bin mit mir durchaus zufrieden, wenn Sie es nicht sind, würde es mich freuen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich habe noch eine Minute Zeit. Wenn ich das nicht rübergebracht habe (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist nicht gelungen, das ist danebengegangen!), frage ich mich: Wo stehe ich, und wo sitzen Sie? (Abg. Ing. Westenthaler: Das kann der Pilz besser!) Er macht es anders. Wie Sie wissen, sind die Grünen gegen Klonierungsexperimente, Sie können sich keinen zweiten Pilz hier erwarten. Ich bin mit mir durchaus zufrieden, wenn Sie es nicht sind, würde es mich freuen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Khol: Und mit meiner Krawatte!
Abgeordneter Dr. Martin Graf (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ehrt mich, dass gerade Kollege Grünewald seine kostbare Redezeit – nahezu 10 Minuten! – ausschließlich darauf verwendet hat, sich im Rahmen einer Budgetdebatte mit meiner Person zu beschäftigen. (Abg. Dr. Khol: Und mit meiner Krawatte!) Das zeigt doch, dass ich bei Ihnen einen hohen Stellenwert habe, was ja grundsätzlich nichts Schlechtes bedeuten muss. Es dürfte Ihnen meine Person offensichtlich wichtiger sein (Abg. Öllinger: Die Gesinnung! Die Gesinnung!) als die Universitäten, die Forschung oder andere Dinge.
Abg. Öllinger: Die Gesinnung! Die Gesinnung!
Abgeordneter Dr. Martin Graf (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ehrt mich, dass gerade Kollege Grünewald seine kostbare Redezeit – nahezu 10 Minuten! – ausschließlich darauf verwendet hat, sich im Rahmen einer Budgetdebatte mit meiner Person zu beschäftigen. (Abg. Dr. Khol: Und mit meiner Krawatte!) Das zeigt doch, dass ich bei Ihnen einen hohen Stellenwert habe, was ja grundsätzlich nichts Schlechtes bedeuten muss. Es dürfte Ihnen meine Person offensichtlich wichtiger sein (Abg. Öllinger: Die Gesinnung! Die Gesinnung!) als die Universitäten, die Forschung oder andere Dinge.
Zwischenruf bei den Freiheitlichen – Abg. Öllinger – in Richtung Freiheitliche –: Rassistisch!
Ich halte es mit Kollegen Niederwieser, der in seinem Redebeitrag vorhin gesagt hat (Zwischenruf bei den Freiheitlichen – Abg. Öllinger – in Richtung Freiheitliche –: Rassistisch!), in der Bildungs- und Wissenschaftspolitik geht es um mehr: Es geht um mehr Gerechtigkeit!
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn wir nun von Gerechtigkeit sprechen, dann impliziert das, dass es bis dato vielleicht zu wenig Gerechtigkeit gegeben hat – das lese zumindest ich heraus, so interpretiere ich das. Daher fordere ich auch Sie einmal dazu auf, mehr Gerechtigkeit zu üben und bei Zitaten dazuzusagen, dass etwa diejenigen, die Sie heute gebracht haben, in der Regel nicht von mir stammen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Anständig wäre es!
Das wäre nämlich doch auch vielleicht im Sinne der Gerechtigkeit. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Anständig wäre es!) Nicht jeder hier im Saal weiß – auch die Zuhörer wissen es ja nicht –, wie Sie es anlegen und meinen.
Abg. Öllinger: Bis wohin geht das deutsche Volkstum?
Es ist nun einmal so, dass nach dem Jahre 1945 die Grenzen in Europa willkürlich gezogen wurden. Das ist ein Sachverhalt, ein Tatbestand gegenüber dem Jahre 1938. An dieser Aussage kann ich nichts Bösartiges finden. Oder haben Sie vergessen, dass es eine DDR und eine Bundesrepublik Deutschland gegeben hat? (Abg. Öllinger: Bis wohin geht das deutsche Volkstum?) Ist das keine willkürliche Aktion nach 1945 gewesen? Würden Sie es anders interpretieren? Hätten Sie es lieber, wenn diese Grenzen nicht gezogen worden wären? Hätten Sie das lieber gehabt? (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Stummvoll. ) Und wenn ich mich zu einer Volkstumsfrage artikuliere (Abg. Öllinger: Von der Maas bis an die Memel!), indem ich sage, das deutsche Volkstum muss sich in Europa frei entfalten dürfen – Argumentum weiter – genauso wie jede andere Nationalität, so entspricht das nur meinem Grundverständnis von Gleichheit, Solidarität, Gerechtigkeit in ganz Europa! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Stummvoll.
Es ist nun einmal so, dass nach dem Jahre 1945 die Grenzen in Europa willkürlich gezogen wurden. Das ist ein Sachverhalt, ein Tatbestand gegenüber dem Jahre 1938. An dieser Aussage kann ich nichts Bösartiges finden. Oder haben Sie vergessen, dass es eine DDR und eine Bundesrepublik Deutschland gegeben hat? (Abg. Öllinger: Bis wohin geht das deutsche Volkstum?) Ist das keine willkürliche Aktion nach 1945 gewesen? Würden Sie es anders interpretieren? Hätten Sie es lieber, wenn diese Grenzen nicht gezogen worden wären? Hätten Sie das lieber gehabt? (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Stummvoll. ) Und wenn ich mich zu einer Volkstumsfrage artikuliere (Abg. Öllinger: Von der Maas bis an die Memel!), indem ich sage, das deutsche Volkstum muss sich in Europa frei entfalten dürfen – Argumentum weiter – genauso wie jede andere Nationalität, so entspricht das nur meinem Grundverständnis von Gleichheit, Solidarität, Gerechtigkeit in ganz Europa! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Von der Maas bis an die Memel!
Es ist nun einmal so, dass nach dem Jahre 1945 die Grenzen in Europa willkürlich gezogen wurden. Das ist ein Sachverhalt, ein Tatbestand gegenüber dem Jahre 1938. An dieser Aussage kann ich nichts Bösartiges finden. Oder haben Sie vergessen, dass es eine DDR und eine Bundesrepublik Deutschland gegeben hat? (Abg. Öllinger: Bis wohin geht das deutsche Volkstum?) Ist das keine willkürliche Aktion nach 1945 gewesen? Würden Sie es anders interpretieren? Hätten Sie es lieber, wenn diese Grenzen nicht gezogen worden wären? Hätten Sie das lieber gehabt? (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Stummvoll. ) Und wenn ich mich zu einer Volkstumsfrage artikuliere (Abg. Öllinger: Von der Maas bis an die Memel!), indem ich sage, das deutsche Volkstum muss sich in Europa frei entfalten dürfen – Argumentum weiter – genauso wie jede andere Nationalität, so entspricht das nur meinem Grundverständnis von Gleichheit, Solidarität, Gerechtigkeit in ganz Europa! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.
Es ist nun einmal so, dass nach dem Jahre 1945 die Grenzen in Europa willkürlich gezogen wurden. Das ist ein Sachverhalt, ein Tatbestand gegenüber dem Jahre 1938. An dieser Aussage kann ich nichts Bösartiges finden. Oder haben Sie vergessen, dass es eine DDR und eine Bundesrepublik Deutschland gegeben hat? (Abg. Öllinger: Bis wohin geht das deutsche Volkstum?) Ist das keine willkürliche Aktion nach 1945 gewesen? Würden Sie es anders interpretieren? Hätten Sie es lieber, wenn diese Grenzen nicht gezogen worden wären? Hätten Sie das lieber gehabt? (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Stummvoll. ) Und wenn ich mich zu einer Volkstumsfrage artikuliere (Abg. Öllinger: Von der Maas bis an die Memel!), indem ich sage, das deutsche Volkstum muss sich in Europa frei entfalten dürfen – Argumentum weiter – genauso wie jede andere Nationalität, so entspricht das nur meinem Grundverständnis von Gleichheit, Solidarität, Gerechtigkeit in ganz Europa! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Wer gehört denn dazu?
Wenn Sie es anders verstehen wollen, wenn Sie das deutsche Volk sich nicht frei in Europa entfalten lassen wollen (Abg. Öllinger: Wer gehört denn dazu?), dann ist das für mich eine Form des Rassismus – das sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Bruckmann. )
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Bruckmann.
Wenn Sie es anders verstehen wollen, wenn Sie das deutsche Volk sich nicht frei in Europa entfalten lassen wollen (Abg. Öllinger: Wer gehört denn dazu?), dann ist das für mich eine Form des Rassismus – das sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Bruckmann. )
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es gibt in Europa keine Diskriminierung von Völkern, also auch nicht des deutschen Volkes. Schreiben Sie sich das hinter die Ohren! Das ist mein Verständnis, Sie haben ein anderes Weltbild. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Sie sind ein junger Parlamentarier (Abg. Dr. Grünewald: Bitte?) und haben noch nicht so viel gelernt. In ein paar Jahren werden Sie es vielleicht besser rüberbringen können. Heute war es ein Rohrkrepierer, das sage ich Ihnen! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Grünewald: Manches, was Sie meinen, möchte ich nicht lernen!)
Abg. Dr. Grünewald: Bitte?
Es gibt in Europa keine Diskriminierung von Völkern, also auch nicht des deutschen Volkes. Schreiben Sie sich das hinter die Ohren! Das ist mein Verständnis, Sie haben ein anderes Weltbild. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Sie sind ein junger Parlamentarier (Abg. Dr. Grünewald: Bitte?) und haben noch nicht so viel gelernt. In ein paar Jahren werden Sie es vielleicht besser rüberbringen können. Heute war es ein Rohrkrepierer, das sage ich Ihnen! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Grünewald: Manches, was Sie meinen, möchte ich nicht lernen!)
Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Grünewald: Manches, was Sie meinen, möchte ich nicht lernen!
Es gibt in Europa keine Diskriminierung von Völkern, also auch nicht des deutschen Volkes. Schreiben Sie sich das hinter die Ohren! Das ist mein Verständnis, Sie haben ein anderes Weltbild. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Sie sind ein junger Parlamentarier (Abg. Dr. Grünewald: Bitte?) und haben noch nicht so viel gelernt. In ein paar Jahren werden Sie es vielleicht besser rüberbringen können. Heute war es ein Rohrkrepierer, das sage ich Ihnen! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Grünewald: Manches, was Sie meinen, möchte ich nicht lernen!)
Abg. Mag. Schweitzer – in Richtung des Abg. Dr. Grünewald –: Ziemlich schief gegangen, die Geschichte!
Immerhin behandeln wir heute die Wissenschaftspolitik, und diese möchte ich auch im entsprechenden Budgetkapitel etwas näher beleuchten. (Abg. Mag. Schweitzer – in Richtung des Abg. Dr. Grünewald –: Ziemlich schief gegangen, die Geschichte!) Wenn Sie schon zwischenrufen und immer wieder auf meine Korporation verweisen (Abg. Öllinger: Die war verboten!), dann sage ich Ihnen klar und deutlich – und ich habe es hier schon öfter gesagt –: Ich stehe als Burschenschafter in der guten Tradition eines Theodor Herzl, Victor Adler, Pernerstorfer oder auch eines Lassalle und eines Wilhelm Exner, der ein Vertreter meiner Burschenschaft ist und nach dem heute noch die Universität benannt ist. Das möchte ich Ihnen nur ins Stammbuch schreiben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Die war verboten!
Immerhin behandeln wir heute die Wissenschaftspolitik, und diese möchte ich auch im entsprechenden Budgetkapitel etwas näher beleuchten. (Abg. Mag. Schweitzer – in Richtung des Abg. Dr. Grünewald –: Ziemlich schief gegangen, die Geschichte!) Wenn Sie schon zwischenrufen und immer wieder auf meine Korporation verweisen (Abg. Öllinger: Die war verboten!), dann sage ich Ihnen klar und deutlich – und ich habe es hier schon öfter gesagt –: Ich stehe als Burschenschafter in der guten Tradition eines Theodor Herzl, Victor Adler, Pernerstorfer oder auch eines Lassalle und eines Wilhelm Exner, der ein Vertreter meiner Burschenschaft ist und nach dem heute noch die Universität benannt ist. Das möchte ich Ihnen nur ins Stammbuch schreiben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Immerhin behandeln wir heute die Wissenschaftspolitik, und diese möchte ich auch im entsprechenden Budgetkapitel etwas näher beleuchten. (Abg. Mag. Schweitzer – in Richtung des Abg. Dr. Grünewald –: Ziemlich schief gegangen, die Geschichte!) Wenn Sie schon zwischenrufen und immer wieder auf meine Korporation verweisen (Abg. Öllinger: Die war verboten!), dann sage ich Ihnen klar und deutlich – und ich habe es hier schon öfter gesagt –: Ich stehe als Burschenschafter in der guten Tradition eines Theodor Herzl, Victor Adler, Pernerstorfer oder auch eines Lassalle und eines Wilhelm Exner, der ein Vertreter meiner Burschenschaft ist und nach dem heute noch die Universität benannt ist. Das möchte ich Ihnen nur ins Stammbuch schreiben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nach wem von Ihren Gesinnungsfreunden ist eine Universität benannt? Ein Gesinnungsfreund von Ihnen ist Herr Schily, Innenminister Deutschlands, auch Burschenschafter, aber in dessen Tradition befinde ich mich nicht mehr, das sage ich Ihnen auch mit aller Deutlichkeit! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Der ist Ihr Gesinnungsfreund! (Abg. Öllinger: War die "Olympia" nicht verboten nach dem NS-Verbotsgesetz? – Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung Grüne –: Befassen Sie sich doch mit dem Sachverhalt!)
Abg. Öllinger: War die "Olympia" nicht verboten nach dem NS-Verbotsgesetz? – Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung Grüne –: Befassen Sie sich doch mit dem Sachverhalt!
Nach wem von Ihren Gesinnungsfreunden ist eine Universität benannt? Ein Gesinnungsfreund von Ihnen ist Herr Schily, Innenminister Deutschlands, auch Burschenschafter, aber in dessen Tradition befinde ich mich nicht mehr, das sage ich Ihnen auch mit aller Deutlichkeit! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Der ist Ihr Gesinnungsfreund! (Abg. Öllinger: War die "Olympia" nicht verboten nach dem NS-Verbotsgesetz? – Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung Grüne –: Befassen Sie sich doch mit dem Sachverhalt!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Leider Gottes hat mich der Einwurf des Kollegen Grünewald nahezu meine ganze Redezeit gekostet, aber ich glaube, es war notwendig, Ihnen das einmal zu sagen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Grünewald: Ich differenziere eben!
Wir haben schon genug diskutiert, aber noch nicht alles. Sie haben selbst nach meiner letzten Wissenschaftsausschusssitzung gesagt, Sie bedanken sich bei dem Vorsitzenden Martin Graf für die effiziente, objektive und korrekte Vorsitzführung. (Abg. Dr. Grünewald: Ich differenziere eben!) Halten wir es auch in Zukunft so (Beifall bei den Freiheitlichen), und Sie werden merken, Sie sind eingebunden in die Wissenschaftspolitik in diesem Hohen Haus. Das ist die neue Form des Regierens, und wir laden Sie dazu weiterhin ein. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen
Wir haben schon genug diskutiert, aber noch nicht alles. Sie haben selbst nach meiner letzten Wissenschaftsausschusssitzung gesagt, Sie bedanken sich bei dem Vorsitzenden Martin Graf für die effiziente, objektive und korrekte Vorsitzführung. (Abg. Dr. Grünewald: Ich differenziere eben!) Halten wir es auch in Zukunft so (Beifall bei den Freiheitlichen), und Sie werden merken, Sie sind eingebunden in die Wissenschaftspolitik in diesem Hohen Haus. Das ist die neue Form des Regierens, und wir laden Sie dazu weiterhin ein. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben schon genug diskutiert, aber noch nicht alles. Sie haben selbst nach meiner letzten Wissenschaftsausschusssitzung gesagt, Sie bedanken sich bei dem Vorsitzenden Martin Graf für die effiziente, objektive und korrekte Vorsitzführung. (Abg. Dr. Grünewald: Ich differenziere eben!) Halten wir es auch in Zukunft so (Beifall bei den Freiheitlichen), und Sie werden merken, Sie sind eingebunden in die Wissenschaftspolitik in diesem Hohen Haus. Das ist die neue Form des Regierens, und wir laden Sie dazu weiterhin ein. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Schweitzer: Was hat er aufgeklärt?
Abgeordnete Beate Schasching (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Ich möchte mich noch kurz auf die vorhergehende Debatte beziehen und Herrn Kollegen Dr. Grünewald für einiges an Aufklärung danken. (Abg. Mag. Schweitzer: Was hat er aufgeklärt?) Auch mir ist es sehr wichtig, immer wieder festzustellen, welcher Geist hinter so manchen Ideen und hinter manchen Einwürfen steckt. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ein Wahnsinn! ... unhistorisch! – Abg. Ing. Westenthaler: Sie erklären uns jetzt, wie das war!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ein Wahnsinn! ... unhistorisch! – Abg. Ing. Westenthaler: Sie erklären uns jetzt, wie das war!
Abgeordnete Beate Schasching (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Ich möchte mich noch kurz auf die vorhergehende Debatte beziehen und Herrn Kollegen Dr. Grünewald für einiges an Aufklärung danken. (Abg. Mag. Schweitzer: Was hat er aufgeklärt?) Auch mir ist es sehr wichtig, immer wieder festzustellen, welcher Geist hinter so manchen Ideen und hinter manchen Einwürfen steckt. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ein Wahnsinn! ... unhistorisch! – Abg. Ing. Westenthaler: Sie erklären uns jetzt, wie das war!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Was denn klarzumachen?
Es ist durchaus bedeutsam – und angesichts der vielen jungen Leute, die auf der Galerie sitzen, umso bedeutsamer –, sich das immer wieder klarzumachen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was denn klarzumachen?) und sich auch die selbstentlarvenden Antworten anzuhören, um festzustellen, wes Geistes Kind manche Ihrer ideologischen und politischen Zielsetzungen sind. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ist "wes Geistes Kind"?) Das werden wir jetzt nicht ausdiskutieren, denn ich möchte Sie nicht wieder einmal darauf hinweisen müssen, was Sie über Schwarzafrikaner denken – das heute nicht! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sollten bei der Wahrheit bleiben! Ich habe über Drogendealer geredet!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ist "wes Geistes Kind"?
Es ist durchaus bedeutsam – und angesichts der vielen jungen Leute, die auf der Galerie sitzen, umso bedeutsamer –, sich das immer wieder klarzumachen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was denn klarzumachen?) und sich auch die selbstentlarvenden Antworten anzuhören, um festzustellen, wes Geistes Kind manche Ihrer ideologischen und politischen Zielsetzungen sind. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ist "wes Geistes Kind"?) Das werden wir jetzt nicht ausdiskutieren, denn ich möchte Sie nicht wieder einmal darauf hinweisen müssen, was Sie über Schwarzafrikaner denken – das heute nicht! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sollten bei der Wahrheit bleiben! Ich habe über Drogendealer geredet!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sollten bei der Wahrheit bleiben! Ich habe über Drogendealer geredet!
Es ist durchaus bedeutsam – und angesichts der vielen jungen Leute, die auf der Galerie sitzen, umso bedeutsamer –, sich das immer wieder klarzumachen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was denn klarzumachen?) und sich auch die selbstentlarvenden Antworten anzuhören, um festzustellen, wes Geistes Kind manche Ihrer ideologischen und politischen Zielsetzungen sind. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ist "wes Geistes Kind"?) Das werden wir jetzt nicht ausdiskutieren, denn ich möchte Sie nicht wieder einmal darauf hinweisen müssen, was Sie über Schwarzafrikaner denken – das heute nicht! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sollten bei der Wahrheit bleiben! Ich habe über Drogendealer geredet!)
Abg. Mag. Schweitzer: Das ist auch besser so!
Aber ich möchte nun zurück zur Budgetdebatte, zum Thema "Unterricht" kommen, denn darum geht es an und für sich in meinem heutigen Redebeitrag. (Abg. Mag. Schweitzer: Das ist auch besser so!) Ich bedanke mich sehr bei Ihnen, Frau Bundesministerin, für Ihre lobenden Worte für die engagierten Lehrer. Ich bedanke mich sehr dafür, dass Sie gesagt haben, sie seien einer
Abg. Dr. Mertel: Nein? Die ÖVP? Die war doch nicht in der Regierung! Nie dabei!
In diesem Falle war es aber Frau Bundesministerin Gehrer, und in diesem Falle kann man auch darauf hinweisen, dass der Rechnungshof, den wir vor zwei Tagen in Gestalt des Herrn Präsidenten Fiedler hier gehört haben, sogar festgestellt hat, dass da einiges in der Vergangenheit im Argen lag und die ÖVP-Ministerin Gehrer dafür verantwortlich gewesen ist. (Abg. Dr. Mertel: Nein? Die ÖVP? Die war doch nicht in der Regierung! Nie dabei!) – Genau darum möchte ich das heute erwähnen, denn da war Sie mit uns in der Regierung! (Abg. Auer: Wir sind noch in der Regierung!)
Abg. Auer: Wir sind noch in der Regierung!
In diesem Falle war es aber Frau Bundesministerin Gehrer, und in diesem Falle kann man auch darauf hinweisen, dass der Rechnungshof, den wir vor zwei Tagen in Gestalt des Herrn Präsidenten Fiedler hier gehört haben, sogar festgestellt hat, dass da einiges in der Vergangenheit im Argen lag und die ÖVP-Ministerin Gehrer dafür verantwortlich gewesen ist. (Abg. Dr. Mertel: Nein? Die ÖVP? Die war doch nicht in der Regierung! Nie dabei!) – Genau darum möchte ich das heute erwähnen, denn da war Sie mit uns in der Regierung! (Abg. Auer: Wir sind noch in der Regierung!)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Herr Fiedler gesagt hat, solche Systemfehler wie in diesem Ministerium habe es in keinem anderen gegeben, es seien viele Konsolidierungsziele nicht erreicht worden, und wenn er auch auf die eklatanten Budgetüberschreitungen hingewiesen hat, dann muss man das hier auch noch einmal deutlich machen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben unsere Bildungsziele definiert, wir waren in der Vergangenheit immer der Motor im Bereich Bildung, und wir wollen das auch in Zukunft sein. Daher fordere ich Sie auf: Lesen Sie bitte unser Bildungsprogramm, wir sind auch in dieser Hinsicht zur Zusammenarbeit bereit. Zur oftmaligen Aufforderung des Kollegen Schweitzer, wir sollten konstruktiv mit ihm arbeiten, möchte ich nur festhalten: Konstruktiv arbeiten wollen wir schon, aber wenn er sich vorstellt, konstruktiv arbeiten bedeutet, das zu tun, was er möchte, dann hat er sich geirrt! Eine derartige Konstruktivität wird es von uns nicht geben! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Ja, ich kenne sie!
Es gibt aber, und auch das wissen Sie genau, eine Studie von Olechowski. Diese hat allerdings 500 Seiten! Man muss sich also schon einmal Zeit nehmen und sich die Mühe machen, diese auch zu lesen. (Abg. Dr. Brinek: Ja, ich kenne sie!) – Frau Brinek, diesbezüglich hätte ich gerne
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
All das gibt es bereits! Das ist in vielen Beispielen hervorragend angeführt, das ist auch evaluiert – das wissen Sie! –, und das sollte nicht in zwei Jahren als Schulversuch auslaufen, sondern in Zukunft auch ins Regelschulwesen einfließen – im Sinne der Lebenstüchtigkeit unserer Schülerinnen und Schüler, im Sinne der Chancengleichheit für unsere Jugendlichen, für unser Land und für eine bessere Bildung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Ich finde es schade, Herr Kollege Niederwieser, dass Sie es für notwendig gefunden haben, diesbezüglich einen eigenen Initiativantrag einzubringen, anstatt sich dem anzuschließen, was an und für sich schon alles in unserem Arbeitsprogramm steht. Ich habe da keinen Widerspruch gefunden und kann daher Ihren Antrag nicht für so nötig finden. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Das ist mir ein persönliches Anliegen. Ich habe immer schon gerne Museen und Galerien besucht, und gleichzeitig habe ich sehr viele Kontakte zu zeitgenössischen Künstlern der verschiedensten Richtungen und Stile. Die Liebe zur Kunst, zur alten wie zur neuen, ist mir, wie vielen Menschen, viel wert. Ich möchte niemals das eine gegen das andere ausgespielt wissen. Leider wissen viele bei uns noch nicht, was ein Museum im besten Sinn sein kann, weil sie nie vorbildliche Museen zum Beispiel in Holland oder Deutschland, in Frankreich oder den USA erlebt haben, Museen, deren hohen Standard, was interessante und spannende Präsentation ebenso wie Qualität der Exponate und begleitende kulinarische Maßnahmen betrifft, wir langsam, aber unerbittlich und sicher erreichen – nicht zuletzt, denke ich, dank der Unerbittlichkeit und Zielstrebigkeit unserer Frau Ministerin. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zusammenfassend möchte ich sagen, dass sich aus allen Erkundigungen und mir zugänglichen Informationen folgendes Bild ergeben hat: Die Vollrechtsfähigkeit bewährt sich, und mit der fortschreitenden Digitalisierung sind wir auf dem besten Weg, ein modernes, international standhaltendes, künstlerisches, ästhetisches und technisches Niveau auf geregelter finanzieller Basis mit klarer Struktur unter der so ersehnten schlanken Verwaltung zu erreichen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Martin Graf: Ich?
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich wollte eigentlich nicht zu diesem Kapitel reden, aber natürlich war es die Rede des Abgeordneten Graf, die mich dazu veranlasst hat (Abg. Dr. Martin Graf: Ich?), hier noch einmal in einem Debattenbeitrag eine leider sehr unerfreuliche Thematik zu behandeln und auch einen Brückenschlag von Wissenschaft und Bildung zu versuchen. Ich werde nicht nur zum Kollegen Graf sprechen, aber, Herr Kollege Graf, das, was Sie gesagt haben, das ist leider nur ein ganz kleiner Ausschnitt der Wirklichkeit, und ich werde versuchen, jetzt darzustellen, worum es sich dreht. (Abg. Dr. Martin Graf: Aus Ihrer Sicht!)
Abg. Dr. Martin Graf: Aus Ihrer Sicht!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich wollte eigentlich nicht zu diesem Kapitel reden, aber natürlich war es die Rede des Abgeordneten Graf, die mich dazu veranlasst hat (Abg. Dr. Martin Graf: Ich?), hier noch einmal in einem Debattenbeitrag eine leider sehr unerfreuliche Thematik zu behandeln und auch einen Brückenschlag von Wissenschaft und Bildung zu versuchen. Ich werde nicht nur zum Kollegen Graf sprechen, aber, Herr Kollege Graf, das, was Sie gesagt haben, das ist leider nur ein ganz kleiner Ausschnitt der Wirklichkeit, und ich werde versuchen, jetzt darzustellen, worum es sich dreht. (Abg. Dr. Martin Graf: Aus Ihrer Sicht!)
Abg. Dr. Stummvoll: Wir diskutieren das Unterrichtsbudget 2000, Herr Kollege! – Abg. Steibl: Zur Sache! – Abg. Dr. Stummvoll: Zur Sache!
1961 wurde die Burschenschaft "Olympia", der Herr Graf angehört, mit Erlass des Innenministeriums wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung und wegen der Teilnahme an terroristischen Aktivitäten behördlich verboten. (Abg. Dr. Stummvoll: Wir diskutieren das Unterrichtsbudget 2000, Herr Kollege! – Abg. Steibl: Zur Sache! – Abg. Dr. Stummvoll: Zur Sache!) Ich spreche über den Vorsitzenden des Wissenschaftsausschusses, und das ist zur Sache.
Abg. Haigermoser: Es geht um das Budget, Herr Meister! – Abg. Steibl: Was entspricht den Tatsachen?
Herr Abgeordneter Stummvoll! Da können Sie den Kopf schütteln, es entspricht den Tatsachen. (Abg. Haigermoser: Es geht um das Budget, Herr Meister! – Abg. Steibl: Was entspricht den Tatsachen?) Der Wiedergründungsversuch der "Olympia" ist sozusagen auf Umwegen erfolgt, indem sie sich "Akademische Tafelrunde Olympia" genannt hat. Jetzt heißt aber die Burschenschaft, der Herr Abgeordneter Graf angehört, im öffentlichen Auftreten natürlich wieder "Olympia".
Abg. Steibl: Er fängt schon wieder an!
Und wenn ein Vorsitzender des Wissenschaftsausschusses beziehungsweise seine Burschenschaft sich öffentlich berühmt mit rassistischen Witzen ... (Abg. Steibl: Er fängt schon wieder an!) Ich fange an? "Rassistische Witze", das ist ein Zitat aus der Schrift von "Olympia". (Abg. Mag. Schender: Reden Sie doch endlich über das Budget!) Und wenn ich für das Verlesen dessen, was die Burschenschaft "Olympia" sich rühmt, Ihrer Meinung nach einen Ordnungsruf erhalten sollte, dann hört sich der Spaß ohnehin schon auf. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Schender: Reden Sie doch endlich über das Budget!
Und wenn ein Vorsitzender des Wissenschaftsausschusses beziehungsweise seine Burschenschaft sich öffentlich berühmt mit rassistischen Witzen ... (Abg. Steibl: Er fängt schon wieder an!) Ich fange an? "Rassistische Witze", das ist ein Zitat aus der Schrift von "Olympia". (Abg. Mag. Schender: Reden Sie doch endlich über das Budget!) Und wenn ich für das Verlesen dessen, was die Burschenschaft "Olympia" sich rühmt, Ihrer Meinung nach einen Ordnungsruf erhalten sollte, dann hört sich der Spaß ohnehin schon auf. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und wenn ein Vorsitzender des Wissenschaftsausschusses beziehungsweise seine Burschenschaft sich öffentlich berühmt mit rassistischen Witzen ... (Abg. Steibl: Er fängt schon wieder an!) Ich fange an? "Rassistische Witze", das ist ein Zitat aus der Schrift von "Olympia". (Abg. Mag. Schender: Reden Sie doch endlich über das Budget!) Und wenn ich für das Verlesen dessen, was die Burschenschaft "Olympia" sich rühmt, Ihrer Meinung nach einen Ordnungsruf erhalten sollte, dann hört sich der Spaß ohnehin schon auf. (Beifall bei den Grünen.)
Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Rassistische und/oder wenigstens unappetitliche Männerwitze – das ist das Programm der Burschenschaft "Olympia". (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Trinkl: Von Wissenschaft wissen Sie nichts!
Aber es kommt noch schlimmer. Im Jahre 1991 – das ist auch eine Zeit, in der Herr Graf bei der Burschenschaft "Olympia" tätig war – hat die "Olympia" beim Burschentag der Deutschen Burschenschaft – und da geht es nicht um die deutsche Volksgruppe im Besonderen, sondern da geht es um mehr – einen Antrag eingebracht (Abg. Dr. Trinkl: Von Wissenschaft wissen Sie nichts!), in dem es unter anderem heißt: "die Unterwanderung des deutschen Volkes durch Angehörige von fremden Völkern", "bedrohte biologische und kulturelle Substanz des deutschen Volkes", "das deutsche Volk ist vor der Unterwanderung seines Volkskörpers durch Ausländer wirksam zu schützen".
Abg. Haigermoser: Was erzählen Sie da für eine Raubersg’schicht?
Herr Abgeordneter Graf! Stehen Sie hinter diesem Antrag? Stehen Sie hinter diesen Feststellungen, die da gemacht werden? Sie sind ein Vertreter, und Sie haben lange Zeit die Burschenschaft "Olympia" auch nach außen repräsentiert. Das ist keine Kleinigkeit! Und auch der Satz aus dem Jahre 1997, der im "Spiegel" zitiert ist – das war schon etliche Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung, Herr Abgeordneter Graf –, hat es ja in sich, wenn man ihn in diesem Kontext liest. Der hat es in sich! Da geht es nicht darum, dass die Grenzen der Bundesrepublik durch die Wiedervereinigung hergestellt wurden – das wissen Sie ja ganz genau –, sondern die Burschenschaft "Olympia" hat ja mit den Grenzen, die sie meint, einen etwas größeren deutschen Volksraum vor sich, meine Damen und Herren. (Abg. Haigermoser: Was erzählen Sie da für eine Raubersg’schicht?) Da geht es ja tatsächlich darum, dass das deutsche Volk in seinen Ausbreitungen bis weit hin über die ehemaligen DDR-Grenzen (Abg. Dr. Puttinger: Kein Wort zum Budget!), bis nach Polen hinein, wieder hergestellt werden soll. (Abg. Haigermoser: Wie halten Sie es denn mit den Mauerschützen der DDR?) Herr Abgeordneter Haigermoser! Das ist einer der dümmsten Zwischenrufe, aber ich kann leider von Ihnen nichts anderes erwarten. (Lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ich will mich auch nicht ...
Abg. Dr. Puttinger: Kein Wort zum Budget!
Herr Abgeordneter Graf! Stehen Sie hinter diesem Antrag? Stehen Sie hinter diesen Feststellungen, die da gemacht werden? Sie sind ein Vertreter, und Sie haben lange Zeit die Burschenschaft "Olympia" auch nach außen repräsentiert. Das ist keine Kleinigkeit! Und auch der Satz aus dem Jahre 1997, der im "Spiegel" zitiert ist – das war schon etliche Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung, Herr Abgeordneter Graf –, hat es ja in sich, wenn man ihn in diesem Kontext liest. Der hat es in sich! Da geht es nicht darum, dass die Grenzen der Bundesrepublik durch die Wiedervereinigung hergestellt wurden – das wissen Sie ja ganz genau –, sondern die Burschenschaft "Olympia" hat ja mit den Grenzen, die sie meint, einen etwas größeren deutschen Volksraum vor sich, meine Damen und Herren. (Abg. Haigermoser: Was erzählen Sie da für eine Raubersg’schicht?) Da geht es ja tatsächlich darum, dass das deutsche Volk in seinen Ausbreitungen bis weit hin über die ehemaligen DDR-Grenzen (Abg. Dr. Puttinger: Kein Wort zum Budget!), bis nach Polen hinein, wieder hergestellt werden soll. (Abg. Haigermoser: Wie halten Sie es denn mit den Mauerschützen der DDR?) Herr Abgeordneter Haigermoser! Das ist einer der dümmsten Zwischenrufe, aber ich kann leider von Ihnen nichts anderes erwarten. (Lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ich will mich auch nicht ...
Abg. Haigermoser: Wie halten Sie es denn mit den Mauerschützen der DDR?
Herr Abgeordneter Graf! Stehen Sie hinter diesem Antrag? Stehen Sie hinter diesen Feststellungen, die da gemacht werden? Sie sind ein Vertreter, und Sie haben lange Zeit die Burschenschaft "Olympia" auch nach außen repräsentiert. Das ist keine Kleinigkeit! Und auch der Satz aus dem Jahre 1997, der im "Spiegel" zitiert ist – das war schon etliche Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung, Herr Abgeordneter Graf –, hat es ja in sich, wenn man ihn in diesem Kontext liest. Der hat es in sich! Da geht es nicht darum, dass die Grenzen der Bundesrepublik durch die Wiedervereinigung hergestellt wurden – das wissen Sie ja ganz genau –, sondern die Burschenschaft "Olympia" hat ja mit den Grenzen, die sie meint, einen etwas größeren deutschen Volksraum vor sich, meine Damen und Herren. (Abg. Haigermoser: Was erzählen Sie da für eine Raubersg’schicht?) Da geht es ja tatsächlich darum, dass das deutsche Volk in seinen Ausbreitungen bis weit hin über die ehemaligen DDR-Grenzen (Abg. Dr. Puttinger: Kein Wort zum Budget!), bis nach Polen hinein, wieder hergestellt werden soll. (Abg. Haigermoser: Wie halten Sie es denn mit den Mauerschützen der DDR?) Herr Abgeordneter Haigermoser! Das ist einer der dümmsten Zwischenrufe, aber ich kann leider von Ihnen nichts anderes erwarten. (Lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ich will mich auch nicht ...
Lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Herr Abgeordneter Graf! Stehen Sie hinter diesem Antrag? Stehen Sie hinter diesen Feststellungen, die da gemacht werden? Sie sind ein Vertreter, und Sie haben lange Zeit die Burschenschaft "Olympia" auch nach außen repräsentiert. Das ist keine Kleinigkeit! Und auch der Satz aus dem Jahre 1997, der im "Spiegel" zitiert ist – das war schon etliche Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung, Herr Abgeordneter Graf –, hat es ja in sich, wenn man ihn in diesem Kontext liest. Der hat es in sich! Da geht es nicht darum, dass die Grenzen der Bundesrepublik durch die Wiedervereinigung hergestellt wurden – das wissen Sie ja ganz genau –, sondern die Burschenschaft "Olympia" hat ja mit den Grenzen, die sie meint, einen etwas größeren deutschen Volksraum vor sich, meine Damen und Herren. (Abg. Haigermoser: Was erzählen Sie da für eine Raubersg’schicht?) Da geht es ja tatsächlich darum, dass das deutsche Volk in seinen Ausbreitungen bis weit hin über die ehemaligen DDR-Grenzen (Abg. Dr. Puttinger: Kein Wort zum Budget!), bis nach Polen hinein, wieder hergestellt werden soll. (Abg. Haigermoser: Wie halten Sie es denn mit den Mauerschützen der DDR?) Herr Abgeordneter Haigermoser! Das ist einer der dümmsten Zwischenrufe, aber ich kann leider von Ihnen nichts anderes erwarten. (Lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ich will mich auch nicht ...
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Karl Öllinger (fortsetzend): Herr Präsident! Ich erwarte aber auch von Ihnen, dass Sie für die Zwischenbemerkung des Herrn Abgeordneten Haigermoser, die Sie vielleicht nicht gehört haben: "Wie halten Sie es denn mit den Mauerschützen der DDR?", einen Ordnungsruf erteilen. Das erwarte ich mir von Ihnen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Jung: Ja, durch Ihr Verhalten! Vorgestern zum Beispiel durch den Kollegen Pilz!
Jetzt, meine Damen und Herren, komme ich, weil Sie sagen "Zur Sache!", tatsächlich zur Sache. Es hat sich nämlich am Klima im Land etwas geändert. (Abg. Jung: Ja, durch Ihr Verhalten! Vorgestern zum Beispiel durch den Kollegen Pilz!) Es hat sich etwas geändert, meine Damen und Herren, und ich möchte in diesem Zusammenhang (anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen), auch weil ich weiß, dass die Frau Bundesministerin, zumindest soweit ich sie kenne, in diesen Angelegenheiten bisher sehr sensibel reagiert hat, zwei Themen noch einmal ansprechen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie freuen sich ja über das geänderte Klima! – Abg. Jung: Es fragt sich, was Kollege Pilz bei den Brigaden in Kuba gemacht hat!)
anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen
Jetzt, meine Damen und Herren, komme ich, weil Sie sagen "Zur Sache!", tatsächlich zur Sache. Es hat sich nämlich am Klima im Land etwas geändert. (Abg. Jung: Ja, durch Ihr Verhalten! Vorgestern zum Beispiel durch den Kollegen Pilz!) Es hat sich etwas geändert, meine Damen und Herren, und ich möchte in diesem Zusammenhang (anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen), auch weil ich weiß, dass die Frau Bundesministerin, zumindest soweit ich sie kenne, in diesen Angelegenheiten bisher sehr sensibel reagiert hat, zwei Themen noch einmal ansprechen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie freuen sich ja über das geänderte Klima! – Abg. Jung: Es fragt sich, was Kollege Pilz bei den Brigaden in Kuba gemacht hat!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie freuen sich ja über das geänderte Klima! – Abg. Jung: Es fragt sich, was Kollege Pilz bei den Brigaden in Kuba gemacht hat!
Jetzt, meine Damen und Herren, komme ich, weil Sie sagen "Zur Sache!", tatsächlich zur Sache. Es hat sich nämlich am Klima im Land etwas geändert. (Abg. Jung: Ja, durch Ihr Verhalten! Vorgestern zum Beispiel durch den Kollegen Pilz!) Es hat sich etwas geändert, meine Damen und Herren, und ich möchte in diesem Zusammenhang (anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen), auch weil ich weiß, dass die Frau Bundesministerin, zumindest soweit ich sie kenne, in diesen Angelegenheiten bisher sehr sensibel reagiert hat, zwei Themen noch einmal ansprechen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie freuen sich ja über das geänderte Klima! – Abg. Jung: Es fragt sich, was Kollege Pilz bei den Brigaden in Kuba gemacht hat!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das eine ist die "Initiative Wehrbereitschaft", mit der Rechtsextreme über eine Abteilung Ihres Ministeriums an Schulen geschickt werden sollten, was Sie dann sofort unterbunden haben – hoffe ich, eine Anfragebeantwortung steht ja noch aus –, die für mich aber symptomatisch ist, meine Damen und Herren. Vielleicht ist das Ihnen hier im Hohen Haus nicht bekannt. Darum einige Anmerkungen dazu. Da wird über eine Abteilung für geistige Landesverteidigung Ihres Ministeriums, Frau Bundesministerin, eine "Initiative Wehrbereitschaft" beworben, und zwar auch für den Einsatz an Schulen beworben, offensichtlich als Gegenprogramm zu der sehr erfolgreichen Aktion "Zeitzeugen an Schulen", in der Widerstandskämpfer, Widerstandskämpferinnen, Verfolgte, Juden, Jüdinnen an die Schulen geschickt wurden und dort über die Zeit ihrer Verfolgung beziehungsweise des Widerstandes berichtet haben. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Ja, ja! – Weitere Ja-Rufe bei der ÖVP.
"Altkommunisten" fällt Ihnen dazu ein. Fällt Ihnen das wirklich dazu ein? (Abg. Dr. Fekter: Ja, ja! – Weitere Ja-Rufe bei der ÖVP.) Sehr interessant! Dann diskutieren wir doch! (Abg. Mag. Schweitzer: Ebergassing fällt uns dazu ein! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Wollen Sie, dass diese Menschen an den Schulen über die Zeit ihrer Verfolgung – egal, aus welcher Gesinnung sie kommen, aber sie wurden in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt – berichten können oder nicht? Stört es Sie, dass darunter auch Kommunisten waren? Stört es Sie, dass darunter Altkommunisten waren? (Abg. Mag. Schweitzer: Auch der Purtscheller war darunter!) Stört es Sie, dass darunter auch Menschen sind mit katholischer oder sonstiger Vergangenheit? (Abg. Mag. Schweitzer: Mich stört, dass der Purtscheller darunter war! Dein Freund Purtscheller war darunter! Der war ein Zeitzeuge! Das regt mich auf! – Abg. Kiss: Es gibt unter Altkommunisten auch Linksextremisten! Das ist ein Faktum!)
Abg. Mag. Schweitzer: Ebergassing fällt uns dazu ein! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
"Altkommunisten" fällt Ihnen dazu ein. Fällt Ihnen das wirklich dazu ein? (Abg. Dr. Fekter: Ja, ja! – Weitere Ja-Rufe bei der ÖVP.) Sehr interessant! Dann diskutieren wir doch! (Abg. Mag. Schweitzer: Ebergassing fällt uns dazu ein! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Wollen Sie, dass diese Menschen an den Schulen über die Zeit ihrer Verfolgung – egal, aus welcher Gesinnung sie kommen, aber sie wurden in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt – berichten können oder nicht? Stört es Sie, dass darunter auch Kommunisten waren? Stört es Sie, dass darunter Altkommunisten waren? (Abg. Mag. Schweitzer: Auch der Purtscheller war darunter!) Stört es Sie, dass darunter auch Menschen sind mit katholischer oder sonstiger Vergangenheit? (Abg. Mag. Schweitzer: Mich stört, dass der Purtscheller darunter war! Dein Freund Purtscheller war darunter! Der war ein Zeitzeuge! Das regt mich auf! – Abg. Kiss: Es gibt unter Altkommunisten auch Linksextremisten! Das ist ein Faktum!)
Abg. Mag. Schweitzer: Auch der Purtscheller war darunter!
"Altkommunisten" fällt Ihnen dazu ein. Fällt Ihnen das wirklich dazu ein? (Abg. Dr. Fekter: Ja, ja! – Weitere Ja-Rufe bei der ÖVP.) Sehr interessant! Dann diskutieren wir doch! (Abg. Mag. Schweitzer: Ebergassing fällt uns dazu ein! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Wollen Sie, dass diese Menschen an den Schulen über die Zeit ihrer Verfolgung – egal, aus welcher Gesinnung sie kommen, aber sie wurden in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt – berichten können oder nicht? Stört es Sie, dass darunter auch Kommunisten waren? Stört es Sie, dass darunter Altkommunisten waren? (Abg. Mag. Schweitzer: Auch der Purtscheller war darunter!) Stört es Sie, dass darunter auch Menschen sind mit katholischer oder sonstiger Vergangenheit? (Abg. Mag. Schweitzer: Mich stört, dass der Purtscheller darunter war! Dein Freund Purtscheller war darunter! Der war ein Zeitzeuge! Das regt mich auf! – Abg. Kiss: Es gibt unter Altkommunisten auch Linksextremisten! Das ist ein Faktum!)
Abg. Mag. Schweitzer: Mich stört, dass der Purtscheller darunter war! Dein Freund Purtscheller war darunter! Der war ein Zeitzeuge! Das regt mich auf! – Abg. Kiss: Es gibt unter Altkommunisten auch Linksextremisten! Das ist ein Faktum!
"Altkommunisten" fällt Ihnen dazu ein. Fällt Ihnen das wirklich dazu ein? (Abg. Dr. Fekter: Ja, ja! – Weitere Ja-Rufe bei der ÖVP.) Sehr interessant! Dann diskutieren wir doch! (Abg. Mag. Schweitzer: Ebergassing fällt uns dazu ein! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Wollen Sie, dass diese Menschen an den Schulen über die Zeit ihrer Verfolgung – egal, aus welcher Gesinnung sie kommen, aber sie wurden in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt – berichten können oder nicht? Stört es Sie, dass darunter auch Kommunisten waren? Stört es Sie, dass darunter Altkommunisten waren? (Abg. Mag. Schweitzer: Auch der Purtscheller war darunter!) Stört es Sie, dass darunter auch Menschen sind mit katholischer oder sonstiger Vergangenheit? (Abg. Mag. Schweitzer: Mich stört, dass der Purtscheller darunter war! Dein Freund Purtscheller war darunter! Der war ein Zeitzeuge! Das regt mich auf! – Abg. Kiss: Es gibt unter Altkommunisten auch Linksextremisten! Das ist ein Faktum!)
Abg. Jung: Sie haben es geschafft?
Meine Damen und Herren! Ich spreche über die "Initiative Wehrbereitschaft". Was mich dabei stört, ist, dass im Rahmen der "Initiative Wehrbereitschaft" versucht wurde, unter einem neutralen Mantel bekannte Rechtsextremisten an die Schulen zu schicken, um dort über ihre Zeit in der Wehrmacht zu berichten. Man muss sich den Text in einer offiziellen Publikation des Unterrichtsministeriums, mit dem diese "Initiative Wehrbereitschaft" beworben wurde, schon sehr genau durchlesen. Auch ich musste mir das sehr genau durchlesen, um auf die Tücke, die in diesem Text steckt, draufzukommen. (Abg. Jung: Sie haben es geschafft?) Und das ist es, Frau Bundesministerin, was mich so irritiert hat an dieser Angelegenheit.
Abg. Jung: Das stimmt auch! – Abg. Dr. Martin Graf: Richtig!
Da heißt es nämlich: "Andererseits wird in Medien häufig über die Wehrmacht berichtet, wobei die Wahrheit manchmal zu kurz kommt." (Abg. Jung: Das stimmt auch! – Abg. Dr. Martin Graf: Richtig!) Ja, das habe ich mir von Ihrer Seite nicht anders erwartet. Das habe ich mir wirklich nicht anders erwartet. (Abg. Jung: Weil Sie der große Chef sind, der beurteilt, was wahr ist oder nicht!) Damit wird einem wesentlichen Argument der Proponenten dieser "Initiative Wehrbereitschaft", die ja davon sprechen, dass in den österreichischen Schulen, in der österreichischen Öffentlichkeit seit 1945 systematische Umerziehung stattgefunden hat, Rechnung getragen. Und
Abg. Jung: Weil Sie der große Chef sind, der beurteilt, was wahr ist oder nicht!
Da heißt es nämlich: "Andererseits wird in Medien häufig über die Wehrmacht berichtet, wobei die Wahrheit manchmal zu kurz kommt." (Abg. Jung: Das stimmt auch! – Abg. Dr. Martin Graf: Richtig!) Ja, das habe ich mir von Ihrer Seite nicht anders erwartet. Das habe ich mir wirklich nicht anders erwartet. (Abg. Jung: Weil Sie der große Chef sind, der beurteilt, was wahr ist oder nicht!) Damit wird einem wesentlichen Argument der Proponenten dieser "Initiative Wehrbereitschaft", die ja davon sprechen, dass in den österreichischen Schulen, in der österreichischen Öffentlichkeit seit 1945 systematische Umerziehung stattgefunden hat, Rechnung getragen. Und
Abg. Dr. Ofner: Halten wir das fest für den KGB! – Abg. Jung: Sie sind ein verbaler Umweltverschmutzer!
Und da wird in diesem Text dazu geschrieben: In den Medien kommt die Wahrheit über die Wehrmacht manchmal zu kurz. (Abg. Dr. Ofner: Halten wir das fest für den KGB! – Abg. Jung: Sie sind ein verbaler Umweltverschmutzer!) Stellen Sie sich das vor! Das ist verbale Umweltverschmutzung! (Abg. Jung: Sie sind ein verbaler Umweltverschmutzer! Sie wollen das Klima in diesem Land aufheizen! Sie wollen hetzen!)
Abg. Jung: Sie sind ein verbaler Umweltverschmutzer! Sie wollen das Klima in diesem Land aufheizen! Sie wollen hetzen!
Und da wird in diesem Text dazu geschrieben: In den Medien kommt die Wahrheit über die Wehrmacht manchmal zu kurz. (Abg. Dr. Ofner: Halten wir das fest für den KGB! – Abg. Jung: Sie sind ein verbaler Umweltverschmutzer!) Stellen Sie sich das vor! Das ist verbale Umweltverschmutzung! (Abg. Jung: Sie sind ein verbaler Umweltverschmutzer! Sie wollen das Klima in diesem Land aufheizen! Sie wollen hetzen!)
Abg. Jung: Ihr Ziel werden Sie nicht erreichen!
Meine Damen und Herren! Ich halte fest, dass im Rahmen dieser "Initiative Wehrbereitschaft" (Abg. Jung: Ihr Ziel werden Sie nicht erreichen!) bekannte Holocaust-Leugner (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen) – bekannte Holocaust-Leugner! – eingesetzt wurden, Personen wie beispielsweise der Herr Marinovic, der von Organisationen als Referent eingeladen wird, die so deutlich wie sonst keine anderen Organisationen dem neonazistischen Lager angehören. Beispielsweise ist Herr Marinovic bei der Hilfsorganisation für nationale Gefangene in Deutschland, der HNG – Herr Abgeordneter Graf wird diese vielleicht kennen –, als Referent tätig gewesen. Oder Herr Kosmath, der ebenfalls als Sprecher dieser Initiative aufgetreten ist, schreibt in der "Aula" – diese kennt Herr Graf –: Die Behauptung deutscher Medien, dass die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg verbrecherisch vorgegangen sei, verwundert angesichts der Hunderten Aussagen seitens der Siegermächte, welche der Wehrmacht und der Waffen-SS anständiges und diszipliniertes Verhalten bescheinigen. – Solche Menschen, meine Damen und Herren, sollen – sollten – völlig unpolitisch an den Schulen berichten?!
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen
Meine Damen und Herren! Ich halte fest, dass im Rahmen dieser "Initiative Wehrbereitschaft" (Abg. Jung: Ihr Ziel werden Sie nicht erreichen!) bekannte Holocaust-Leugner (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen) – bekannte Holocaust-Leugner! – eingesetzt wurden, Personen wie beispielsweise der Herr Marinovic, der von Organisationen als Referent eingeladen wird, die so deutlich wie sonst keine anderen Organisationen dem neonazistischen Lager angehören. Beispielsweise ist Herr Marinovic bei der Hilfsorganisation für nationale Gefangene in Deutschland, der HNG – Herr Abgeordneter Graf wird diese vielleicht kennen –, als Referent tätig gewesen. Oder Herr Kosmath, der ebenfalls als Sprecher dieser Initiative aufgetreten ist, schreibt in der "Aula" – diese kennt Herr Graf –: Die Behauptung deutscher Medien, dass die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg verbrecherisch vorgegangen sei, verwundert angesichts der Hunderten Aussagen seitens der Siegermächte, welche der Wehrmacht und der Waffen-SS anständiges und diszipliniertes Verhalten bescheinigen. – Solche Menschen, meine Damen und Herren, sollen – sollten – völlig unpolitisch an den Schulen berichten?!
Abg. Mag. Schweitzer: Die Purtschellers nicht!
Ich bin froh darüber, Frau Bundesministerin, dass Sie das im Ansatz unterbunden haben, andererseits irritiert mich, dass es in Ihrem Haus eine Abteilung für geistige Landesverteidigung gibt, die die Propagierung von derartigen Initiativen offensichtlich als Beitrag zur geistigen Landesverteidigung sehen will. (Abg. Mag. Schweitzer: Die Purtschellers nicht!) Ich bin gespannt auf die Anfragebeantwortung und auch auf Ihre Stellungnahme hier in diesem Haus, welche Schritte Sie diesbezüglich unternommen haben. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Jung: Sie haben sich von den Mauerschüssen noch immer nicht distanziert!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Jung: Sie haben sich von den Mauerschüssen noch immer nicht distanziert!
Ich bin froh darüber, Frau Bundesministerin, dass Sie das im Ansatz unterbunden haben, andererseits irritiert mich, dass es in Ihrem Haus eine Abteilung für geistige Landesverteidigung gibt, die die Propagierung von derartigen Initiativen offensichtlich als Beitrag zur geistigen Landesverteidigung sehen will. (Abg. Mag. Schweitzer: Die Purtschellers nicht!) Ich bin gespannt auf die Anfragebeantwortung und auch auf Ihre Stellungnahme hier in diesem Haus, welche Schritte Sie diesbezüglich unternommen haben. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Jung: Sie haben sich von den Mauerschüssen noch immer nicht distanziert!)
Abg. Jung: Wollen Sie sagen, dass Versailles ...!
Frau Bundesministerin! Ich möchte aber die Gelegenheit noch nutzen, um auf etwas anderes aufmerksam zu machen, nämlich auf eine Anfrage, die Herr Abgeordneter Brosz an Sie gestellt hat, deren Beantwortung in den nächsten Wochen fällig wird. Dabei geht es um das Schulbuch "Meilensteine der Geschichte", in dem unter anderem die einschlägigen Formulierungen vom Diktatfrieden in Versailles, von der Reichskristallnacht benutzt werden. (Abg. Jung: Wollen Sie sagen, dass Versailles ...!) Zudem werden unkommentiert Sätze wie jener von Winifred Wagner abgedruckt, in dem es heißt: Und da war es doch selbstverständlich, dass sich die, sagen wir einmal, deutsch empfindenden Menschen versuchten zusammenzuschließen (Abg. Jung: Lesen Sie einmal die Protokolle in diesem Haus über Versailles nach!) und auch irgendwo nach einer Führung – auch irgendwo nach einer Führung! – verlangten.
Abg. Jung: Lesen Sie einmal die Protokolle in diesem Haus über Versailles nach!
Frau Bundesministerin! Ich möchte aber die Gelegenheit noch nutzen, um auf etwas anderes aufmerksam zu machen, nämlich auf eine Anfrage, die Herr Abgeordneter Brosz an Sie gestellt hat, deren Beantwortung in den nächsten Wochen fällig wird. Dabei geht es um das Schulbuch "Meilensteine der Geschichte", in dem unter anderem die einschlägigen Formulierungen vom Diktatfrieden in Versailles, von der Reichskristallnacht benutzt werden. (Abg. Jung: Wollen Sie sagen, dass Versailles ...!) Zudem werden unkommentiert Sätze wie jener von Winifred Wagner abgedruckt, in dem es heißt: Und da war es doch selbstverständlich, dass sich die, sagen wir einmal, deutsch empfindenden Menschen versuchten zusammenzuschließen (Abg. Jung: Lesen Sie einmal die Protokolle in diesem Haus über Versailles nach!) und auch irgendwo nach einer Führung – auch irgendwo nach einer Führung! – verlangten.
Abg. Jung: Es war ein Zwangsfriede! Sie wollen das jetzt umdrehen!
Herr Abgeordneter Jung! Ich weiß nicht, warum Sie sich dabei aufregen, wenn ich das zitiere. Die Aufregung liegt auf meiner Seite, und ich sage Ihnen, sie ist begründet. (Abg. Jung: Es war ein Zwangsfriede! Sie wollen das jetzt umdrehen!) Wenn derartige Formulierungen in Schulbüchern verwendet werden, wenn versucht wird, derartige Referenten wie jene von der "Initiative Wehrbereitschaft" an Schulen zu schicken, wenn sich der Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses, Herr Abgeordneter Graf, nicht distanziert, nicht bereit ist, sich von diesen Formulierungen, die ich vorgetragen habe und die von seiner Burschenschaft "Olympia" stammen, zu distanzieren (Abg. Dr. Ofner: Das halten wir alles fest für den KGB! – Abg. Neudeck: Distanzieren Sie sich von den Mauerschüssen!), dann, meine Damen und Herren, ist Ihr Gerede von Patriotismus in den letzten Wochen mehr als entlarvt.
Abg. Dr. Ofner: Das halten wir alles fest für den KGB! – Abg. Neudeck: Distanzieren Sie sich von den Mauerschüssen!
Herr Abgeordneter Jung! Ich weiß nicht, warum Sie sich dabei aufregen, wenn ich das zitiere. Die Aufregung liegt auf meiner Seite, und ich sage Ihnen, sie ist begründet. (Abg. Jung: Es war ein Zwangsfriede! Sie wollen das jetzt umdrehen!) Wenn derartige Formulierungen in Schulbüchern verwendet werden, wenn versucht wird, derartige Referenten wie jene von der "Initiative Wehrbereitschaft" an Schulen zu schicken, wenn sich der Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses, Herr Abgeordneter Graf, nicht distanziert, nicht bereit ist, sich von diesen Formulierungen, die ich vorgetragen habe und die von seiner Burschenschaft "Olympia" stammen, zu distanzieren (Abg. Dr. Ofner: Das halten wir alles fest für den KGB! – Abg. Neudeck: Distanzieren Sie sich von den Mauerschüssen!), dann, meine Damen und Herren, ist Ihr Gerede von Patriotismus in den letzten Wochen mehr als entlarvt.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: Gratuliere!
Ich möchte richtig stellen, dass dieser Vorwurf diffamierend und unrichtig ist: Ich bin am 11. Mai 1960 geboren und sohin gestern 40 Jahre alt geworden. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: Gratuliere!)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen.
Sie unterstellen mir, Mitglied einer Burschenschaft zu sein, die 1961 verboten wurde. Zu diesem Zeitpunkt war ich offensichtlich 12 Monate alt, und heute werfen Sie mir diese Gesinnung, die ich damals hatte, vor. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Posch: Berichtigung!
Ich möchte darüber hinaus auch noch ergänzen – das interessiert Sie vielleicht –, dass ich bis dato (Abg. Mag. Posch: Berichtigung!) nicht im "Handbuch des Rechtsextremismus", herausgegeben vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes, erwähnt bin. (Abg. Grabner: Tatsächliche Berichtigung!)
Abg. Grabner: Tatsächliche Berichtigung!
Ich möchte darüber hinaus auch noch ergänzen – das interessiert Sie vielleicht –, dass ich bis dato (Abg. Mag. Posch: Berichtigung!) nicht im "Handbuch des Rechtsextremismus", herausgegeben vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes, erwähnt bin. (Abg. Grabner: Tatsächliche Berichtigung!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Eines möchte ich noch feststellen: Ich bin ein Patriot, und es lebe die freie Republik Österreich! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Haigermoser: Fragen wird man doch wohl dürfen!
Hingegen bin ich der Meinung, dass die Aussage "Das ist einer der dümmsten Zwischenrufe!" sehr wohl ordnungsruffähig ist. (Abg. Haigermoser: Fragen wird man doch wohl dürfen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordnete Theresia Zierler (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Wenn ich jetzt die letzten Minuten rekapituliere, dann kommt ein Ergebnis dabei heraus: billige Polemik, Überheblichkeit, Realitätsverlust und außerordentlich große Peinlichkeit, Herr Kollege Öllinger! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Österreich ist und bleibt ein Kunst- und Kulturland, und alle Künstler sind willkommen. Die Politik der Freiheitlichen ist nämlich keine Politik der Ausgrenzung. Meine Damen und Herren! Ich lade Sie ein, nehmen Sie sich ein Beispiel daran! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich möchte es aber an dieser Stelle auch nicht verabsäumen, all jene, die unsere Regierung diffamiert haben, auch an ihre Verantwortung zu erinnern, an ihre Verantwortung für Österreich und damit auch für die Menschen, die in Österreich leben. Das heißt auch Verantwortung für 1,2 Millionen Menschen, die die FPÖ gewählt haben und weder rechtsextrem noch nationalsozialistisch oder faschistisch sind. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Das ist eine müde Angelegenheit! Sie waren noch nie besser!
Ich lade Sie auch ein, Ihre Kampagne der Lügen, Diffamierungen und Unterstellungen endlich zu beenden, denn Tatsache ist, dass Sie mit dieser Kampagne, mit Ihren Aussagen nicht nur allen Menschen in Österreich schaden, sondern ganz im Speziellen auch den Künstlern. Dafür gibt es unzählige Beispiele, wobei ich jetzt nur eines vorlesen möchte: Spanische Sanktionen gegen Musiker. Die Sanktionen der EU-Mitgliedsländer gegenüber Österreich erstrecken sich immer häufiger auf den Kulturbereich und nehmen bisweilen groteske Formen an. So ist von den Maßnahmen Spaniens ein sechsköpfiges Ensemble, nämlich eine Spanierin, ein Italiener, ein Deutscher und drei Österreicher, betroffen, das im Herbst eine Tournee durch Marokko geplant hatte. Die Konzerte mussten abgesagt werden. Die Begründung dafür lautete: Eine kulturelle Zusammenarbeit mit Österreich ist nicht erwünscht. – Ich gratuliere Ihnen zu diesem Erfolg. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Das ist eine müde Angelegenheit! Sie waren noch nie besser!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das errechnete Defizit pro Tag beträgt 700 000 S. Es gibt dazu auch eine Schätzung, und danach würden nur etwa 5 Prozent aller Oberösterreicher regelmäßig eine Opernaufführung besuchen. Es gibt Für und Wider für dieses Linzer Musiktheater, für die Linzer Oper, aber es gibt auch zahlreiche Kritiken. Ich glaube, es liegt jetzt wirklich in der Entscheidung der Menschen, die davon betroffen sind, und daher gibt es auch eine Volksbefragung. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Haben Sie jetzt von "Umerziehung" gesprochen?
Demokratie heißt eine Herrschaft des Volkes, egal, ob es sich um eine Volksbefragung zum Projekt der Linzer Oper handelt oder ob es sich um eine Volksbefragung zu den EU-Sanktionen handelt. Für die SPÖ und für die Grünen hat offensichtlich der Ruf nach einer Volksbefragung den Beigeschmack einer Drohung. Sie wollen nämlich das Volk umerziehen – wir hingegen geben den Menschen in Österreich das ureigentliche Recht, das ihnen im Sinne der Demokratie zusteht, nämlich das Recht auf Mitbestimmung. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Haben Sie jetzt von "Umerziehung" gesprochen?)
Abg. Neudeck: Woraus leiten Sie das ab?
Abgeordnete Mag. Christine Muttonen (SPÖ): Geschätzte Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Ich bin erschüttert über den nicht vorhandenen europäischen Geist auf der rechten Seite im Parlament. Dieser hat es hier sehr schwer, Fuß zu fassen. Zu dieser Auffassung kommt man, wenn man Ihren Meinungen zuhört. – Das ist das eine. (Abg. Neudeck: Woraus leiten Sie das ab?)
Abg. Neudeck: Wo sind die?
Das Zweite ist: Frau Zierler! Sie kennen sich wahrscheinlich in der Kärntner Kunstszene nicht aus. Es gibt sehr wohl viele Kärntner Künstler, die aus bekannten Gründen in Kärnten nicht mehr ausstellen wollen. (Abg. Neudeck: Wo sind die?)
Beifall bei der SPÖ.
Damit die Jugendlichen nicht ganz im Regen stehen bleiben und nicht ins Nichts gestoßen werden, wurde Gott sei Dank jener unselige Paragraph, der den Schülerinnen und Schülern verwehrt, die erste Klasse bei mehreren Nicht genügend zu wiederholen, für einige Jahre aufgeschoben. Meine Damen und Herren! Das ist zu wenig. Dieser Paragraph gehört aufgehoben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Hinzu kommt dann auch noch die Schnittstellen-Problematik. Es gibt unterschiedliche Anforderungen von den Schulen her. Die Schüler und Schülerinnen kommen in zu große Klassen, sie haben schlechte Noten, sind frustriert und verlassen diese Schule, in die sie gegangen sind, häufig wieder. Von einer modernen Pädagogik, meine Damen und Herren, erwartet man aber, dass sie unterstützend ist, dass sie nicht bestrafend und schon gar nicht ausgrenzend ist! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin! Sie als Unterrichtsministerin müssen eine moderne Pädagogik möglich machen. Sie sind dafür verantwortlich, und ich denke, das Recht auf entsprechende Ausbildung für jeden und jede muss der zentrale Punkt in unserer Gesellschaft bleiben. Dafür trete ich ein, und dafür tritt die SPÖ ein! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Khol: Das könnte auch manchmal auf das Parlament zutreffen!
Qualitätsmanagement in der Lehre beginnt beim Kopf. Als sicher nicht repräsentativ, aber abschreckend ehrlich sei hier ein Ausspruch eines Wissenschaftlers und hoch angesehenen Hochschullehrers der Innsbrucker Fakultät angeführt, der auf dem Weg zur Vorlesung sagte, er gehe in den Saal der toten Augen. (Abg. Dr. Khol: Das könnte auch manchmal auf das Parlament zutreffen!) – Wenn man so in den Saal hineinschaut, ja. (Abg. Kiss: Der Saal der müden Augen!)
Abg. Kiss: Der Saal der müden Augen!
Qualitätsmanagement in der Lehre beginnt beim Kopf. Als sicher nicht repräsentativ, aber abschreckend ehrlich sei hier ein Ausspruch eines Wissenschaftlers und hoch angesehenen Hochschullehrers der Innsbrucker Fakultät angeführt, der auf dem Weg zur Vorlesung sagte, er gehe in den Saal der toten Augen. (Abg. Dr. Khol: Das könnte auch manchmal auf das Parlament zutreffen!) – Wenn man so in den Saal hineinschaut, ja. (Abg. Kiss: Der Saal der müden Augen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Fischl: Bravo!
Einige aktuelle Fragen, die heute immer wieder diskutiert werden, sollten auch hier einfließen, zum Beispiel die Zulassungsbeschränkung, der Numerus clausus. Ich bin der Meinung, dass es nicht nur eine rationelle Intelligenz gibt, sondern eben auch die emotionale, die soziale Intelligenz, die für einen Arzt wesentlich wichtiger ist als die rationelle Intelligenz. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Fischl: Bravo!)
Abg. Riepl: Sie haben es ja leicht!
Zu den Studiengebühren. Ich verstehe nicht, warum ich für meinen Sohn nicht Studiengebühren zahlen sollte. (Abg. Riepl: Sie haben es ja leicht!) – Ja, das wäre leicht! (Abg. Riepl: Sie haben es leicht, habe ich gesagt!) – Als ich studiert habe, da war es anders. Ich habe mir das Studium selbst verdienen müssen. Damals habe ich aber nichts bekommen. Ich würde gerne Studiengebühren zahlen, sozial gestaffelt. Jenen, die es nicht zahlen können, sollte man aber das Studium auf jeden Fall ermöglichen.
Abg. Riepl: Sie haben es leicht, habe ich gesagt!
Zu den Studiengebühren. Ich verstehe nicht, warum ich für meinen Sohn nicht Studiengebühren zahlen sollte. (Abg. Riepl: Sie haben es ja leicht!) – Ja, das wäre leicht! (Abg. Riepl: Sie haben es leicht, habe ich gesagt!) – Als ich studiert habe, da war es anders. Ich habe mir das Studium selbst verdienen müssen. Damals habe ich aber nichts bekommen. Ich würde gerne Studiengebühren zahlen, sozial gestaffelt. Jenen, die es nicht zahlen können, sollte man aber das Studium auf jeden Fall ermöglichen.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Povysil .
Wohlgemerkt: Das sind qualifizierte akademische Lehrer! Sie sind laut Gesetz verpflichtet, ihre Lehrqualität für die Universität einzusetzen. Aber diese Verpflichtung wird bei uns rein pro forma mit der Ankündigung der Vorlesung erfüllt. Würden diese Dozenten und Professoren kleine Gruppen als Tutoren führen und diese Gruppen systematisch unterrichten, dann hätten unsere medizinischen Fakultäten Weltruf! Dann wären unsere Universitäten die besten, und wir bräuchten nicht zusätzlich noch besonders viel Personal und auch nicht besonders viel Geld. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Povysil .)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben auch hinsichtlich des Wissenschaftsbudgets ein sozialistisches Erbe mit übernehmen müssen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Leiner: Darf ich ja nicht!
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Ich möchte zwei, drei Bemerkungen zu Ausführungen von Vorrednern machen. Zuerst zum Herrn Abgeordneten Leiner. Er hat gesagt, er würde gerne Studiengebühren für seinen Sohn zahlen. – Herr Abgeordneter! Tun Sie es doch! (Abg. Dr. Leiner: Darf ich ja nicht!) – Aber natürlich! Sprechen Sie mit der Frau Bundesministerin, sie kommt ohnehin von der gleichen Fraktion. Irgend
Abg. Rosemarie Bauer: Wo ist da der riesige Unterschied?
Sie haben gesagt, in Ihren Augen seien die Lehrer der wichtigste Bestandteil der Schule. – Ich würde sagen, sie sind ein wichtiger Bestandteil, für mich am wichtigsten sind aber eindeutig die Schüler, also jene Menschen, die zur Schule gehen, für die wir als Politiker da sein müssen in Bezug auf die Gestaltung der gesetzlichen Grundlagen. (Abg. Rosemarie Bauer: Wo ist da der riesige Unterschied?) Vielleicht können wir uns darauf einigen, Lehrer und Schüler sind gleich wichtig, dann bin ich bei Ihnen. Jedenfalls sollten wir bei einer Diskussion, bei der es um die Schule, um die Bildung geht, die Schüler nicht vergessen.
ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Mitterlehner
Sehr verehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Was wir brauchen, ist eine neue Form der Finanzierung der Lehrlingsausbildung. Ein Vorschlag von uns Sozialdemokraten wäre, Überschüsse aus dem Insolvenzfonds (ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Mitterlehner ) nicht zur Gänze dem Budget zuzuführen, sondern einen Teil der von der Wirtschaft aufgebrachten Beiträge in der Wirtschaft zu belassen und damit einen Berufsbildungsfonds zu finanzieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr verehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Was wir brauchen, ist eine neue Form der Finanzierung der Lehrlingsausbildung. Ein Vorschlag von uns Sozialdemokraten wäre, Überschüsse aus dem Insolvenzfonds (ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Mitterlehner ) nicht zur Gänze dem Budget zuzuführen, sondern einen Teil der von der Wirtschaft aufgebrachten Beiträge in der Wirtschaft zu belassen und damit einen Berufsbildungsfonds zu finanzieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Übrigen glaube ich, dass viele Maßnahmen der Bundesregierung, viele Maßnahmen des Budgets, den Protest einer steigenden Zahl von Menschen in unserem Land hervorrufen. Bei diesem Protest werden die Sozialdemokraten ganz sicher auf der Seite der Protestierenden sein. Ich denke, ich kann das auch versprechen: Wir werden auf Seiten der Kleinen sein, wenn es darum geht, Kleine zu be lasten und Große zu ent lasten! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Lernen Sie, meine Damen und Herren – insbesondere von den Grünen, aber auch von den Sozialdemokraten –, lernen Sie Demokratie! Lernen Sie! Das ist ein Satz, den Ihr ehemaliger Parteivorsitzender einmal gesagt hat: Lernen Sie Geschichte! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Bevor Sie in derart degoutanter Weise über einen unserer Abgeordneten herziehen! (Abg. Dr. Grünewald – ein Buch mit schwarz-rot-goldenem Umschlag in die Höhe haltend –: Das ist totalitär! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen und der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Fangen Sie beim Haider an!)
Abg. Dr. Grünewald – ein Buch mit schwarz-rot-goldenem Umschlag in die Höhe haltend –: Das ist totalitär! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen und der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Fangen Sie beim Haider an!
Lernen Sie, meine Damen und Herren – insbesondere von den Grünen, aber auch von den Sozialdemokraten –, lernen Sie Demokratie! Lernen Sie! Das ist ein Satz, den Ihr ehemaliger Parteivorsitzender einmal gesagt hat: Lernen Sie Geschichte! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Bevor Sie in derart degoutanter Weise über einen unserer Abgeordneten herziehen! (Abg. Dr. Grünewald – ein Buch mit schwarz-rot-goldenem Umschlag in die Höhe haltend –: Das ist totalitär! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen und der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Fangen Sie beim Haider an!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Dies ist ein Teil der freiheitlichen Grundgedanken: Mitbestimmung des Bürgers in allen politischen und kulturellen Fragen, unser Zeichen der gelebten Demokratie. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das Budget für die Universitäten beträgt 29 Milliarden Schilling, 14 Milliarden fürs Personal und 15 Milliarden für die Sachausgaben, und ich sage Ihnen, meine Damen und Herren, es ist genauso wie im Schulbereich: Der Betrieb der Schulen, der Betrieb der Universitäten ist gesichert. Wir haben im Personalbereich der Universitäten – das war ja immer ein sehr großer Wunsch, dass endlich einmal alles Personal im Budget abgedeckt sein möge – zusätzlich 1,4 Milliarden. Natürlich müssen wir uns fragen: Wo können wir die notwendigen Einsparungen bei den Ermessensausgaben hereinbringen? Verehrte Kollegen und Kolleginnen – auch der Oppositionsfraktionen! Wenn Sie sich heute in einem Rückblick die Programme der ehemaligen Koalition und der jetzigen Koalition anschauen, werden Sie sehen, es sind die Einsparungsnotwendigkeiten in beiden Programmen dieselben, denn das Budgetloch ist bei beiden Programmen dasselbe! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es wird demnächst ein Initiativantrag auf die Einsetzung eines Rates für Forschung und Technologieentwicklung im Parlament zur Beschlussfassung vorliegen. Ich halte es für ganz notwendig, dass wir unsere Positionierung im Bereich der Forschung zusammen mit Experten festlegen. Wir haben uns in den letzten Jahrzehnten von der Atomenergie verabschiedet, und das ist gut so, das war richtig so. Das war eine Entscheidung, die wir zusammen mit dem Volk gefällt haben. Wir haben uns in weiten Kreisen auch von der Gentechnologie verabschiedet, weil viele Menschen vor dieser Forschungstätigkeit Angst haben. Wir dürfen es aber nicht verabsäumen, uns im ganzen Bereich der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien in die Forschung wieder einzuklinken und dort Schwerpunkte zu setzen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir müssen uns aber wirklich überlegen: Was kostet uns ein Student an einer Universität? Das darf man doch einmal fragen! Wir haben in den Schulbereichen diese Vergleichszahlen erarbeitet, und ich halte es auch für notwendig, zu fragen: Was kostet ein Student an diesem Institut, und was kostet er am gleichen Institut einer anderen Universität? Ich glaube, diese Vergleiche müssen endlich einmal angestellt werden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich meine, Universitäten, Fachhochschulen, Forschung sind das Aushängeschild für den Bildungsbereich eines Landes. Wir haben heuer im Budget sicher gewisse Schwierigkeiten zu überwinden, aber ich bin davon überzeugt, dass dieses Hohe Haus bemüht sein wird, im nächsten Budget wieder die notwendigen Akzente für die notwendigen Weiterentwicklungen zu setzen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Und einen Satz nur zu Ihnen, Frau Povysil, zu Ihrer Ouvertüre: Ich bin froh, nicht von Ihnen Geschichte lernen zu müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Martin Graf: Albert-Schweitzer-Schule!
Und zum Kollegen Schweitzer nur eine scherzhafte Bemerkung. Wenn ich daran denke, in welch jovialer Art Kollege Schweitzer hier Maßnahmen umgesetzt hat, muss ich sagen: Kollege Schweitzer dürfte damit die erste Karl-Schweitzer-Privatschule in Oberwart gemeint haben, die er aber erst wird gründen müssen – oder Sie haben ihn für andere Funktionen vorgesehen, Frau Minister. (Abg. Dr. Martin Graf: Albert-Schweitzer-Schule!) Karl -Schweitzer-Schule. Ich kenne den Unterschied zwischen dem Karl und dem Albert!
Beifall bei der SPÖ.
Frau Minister! Sie haben heute so viele I-Begriffe verwendet, dazu fällt mir ein, Sie sagen dazu vielleicht: I net! – und das ist mir zu wenig! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Schweitzer: Vom Scholten bis zum Sinowatz, was du da kritisierst!
Das Unterrichtsministerium hat in den letzten Jahren wegen permanenter Falschbudgetierung sein Budget jeweils um Milliarden überzogen und reagiert auf die Vorschläge des Rechnungshofes nach detaillierter Planung und einer genauen Führung, nach Statistik und Controlling nur mit Ignoranz. (Abg. Mag. Schweitzer: Vom Scholten bis zum Sinowatz, was du da kritisierst!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schweitzer: Das war das Stenographische Protokoll meiner Rede aus dem Jahre 1997, das du da verlesen hast!
Dies ist ein Schlag ins Gesicht der arbeitenden Menschen in unserem Lande, die im Wege der Weiterbildung oder im Wege des zweiten Bildungsweges zu einer höheren Qualifikation gelangen wollen, um in der Zukunft auf dem Arbeitsmarkt in Österreich bestehen zu können. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schweitzer: Das war das Stenographische Protokoll meiner Rede aus dem Jahre 1997, das du da verlesen hast!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sicher ist: Es bedarf immer eines Kraftaktes, vor allem in Zeiten budgetärer Engpässe, einen Mittelweg zu finden zwischen Investition und Sparen. Und das ist vor allem ein sehr heikles Unterfangen im wissenschaftlichen Bereich, im Bildungsbereich. Aber ich darf unserer Frau Minister zu diesem gelungenen Kraftakt gratulieren. Es ist alles perfekt geregelt, und ich muss sagen, wir haben auch nichts anderes erwartet. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Als Frau ist es mir auch wichtig zu betonen, dass gerade in diesen Bereichen sehr, sehr große Chancen liegen für junge Frauen und Mädchen (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen), und zwar deshalb, weil sie dort einerseits sicheren und zukunftsorientierten Jobs entgegensehen und andererseits gerade bei diesen Tätigkeiten Familie und Beruf leichter zu vereinbaren sind. Deshalb hat die Bundesregierung sich auch zum Ziel gesetzt, den Bereich der Telekommunikation, der neuen Medien zu forcieren.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Als Niederösterreicherin, sehr geehrte Damen und Herren, ist es mir selbstverständlich sehr, sehr wichtig, auch auf das Thema Donau-Universität einzugehen. Es freut mich, dass sich die Bundesregierung, allen voran unsere Frau Minister, zur Donau-Universität bekennt. Die Ministerin hat ja dieses Bekenntnis zur Donau-Universität erst vor einigen Tagen erneuert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber.
Aber ich möchte mich darüber jetzt nicht mehr länger auslassen, das war bereits Thema im Rechnungshofausschuss. Nur: Eine Bemerkung von Ihnen, sehr geehrte Frau Bundesministerin, hat mich stutzig gemacht. Sie haben nämlich damals so hinten dran bemerkt: Na ja, in ein paar Jahren wird dieses Problem ja nicht mehr so krass sein, denn dann sinken die Schülerzahlen dermaßen, dass wir die kleinen ländlichen Schulen sowieso zusperren müssen. – Wenn das Realität wird, sehr geehrte Frau Ministerin, dann muss ich mich heute schon entschieden dagegen verwahren, denn das ist wieder ein Anschlag auf die schwachen ländlichen Regionen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber. )
Beifall bei der SPÖ.
93 Prozent der Befragten sagten den technischen höheren Schulen Sponsoring zu, 69 Prozent sagten den AHS zu, aber nur ein Drittel ist interessiert am Sponsoring für die gewöhnlichen Hauptschulen. Das, meine Damen und Herren, kann nicht das Ziel von Sponsoring sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend, sehr geehrte Frau Ministerin, darf ich Ihnen eine Einladung übermitteln. Sie waren vor nicht allzu langer Zeit in diesem von mir genannten Privatgymnasium, nicht zum ersten Mal, das hat auch große Lettern in der Regionalpresse verursacht; es ist auch gut, wenn die Ministerin in die Schulen geht. Ich darf Ihnen also eine Einladung übermitteln, eine Einladung der Volks- und Hauptschulen und der öffentlichen höheren Schulen unseres Bezirkes: Besuchen Sie auch diese einmal, denn die Lehrerinnen und Lehrer, die Schülerinnen und Schüler dieser "gewöhnlichen" öffentlichen Schulen würden gerne mit Ihnen die Probleme diskutieren, die sie haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer: Herr Präsident! Hohes Haus! Es liegt mir daran, eine Richtigstellung vorzunehmen. Ich habe immer klar erklärt, dass ich mich für den Erhalt der Schulen im ländlichen Raum in besonderem Maße einsetze. Es ist notwendig, die Volksschule im Dorf zu haben. Das bedeutet Leben im Dorf, das bedeutet soziale Beziehungen im Dorf. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Papházy begibt sich zuerst zur Regierungsbank und reicht Bundesministerin Gehrer die Hand. – Abg. Schwemlein: Wollen Sie jetzt mit uns reden? – Rufe bei den Freiheitlichen: Na, na! – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung SPÖ –: Ein Primitivling bis dorthinaus!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als Nächste zu Wort gemeldet hat sich Frau Abgeordnete Dr. Papházy. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 7 Minuten. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Dr. Papházy begibt sich zuerst zur Regierungsbank und reicht Bundesministerin Gehrer die Hand. – Abg. Schwemlein: Wollen Sie jetzt mit uns reden? – Rufe bei den Freiheitlichen: Na, na! – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung SPÖ –: Ein Primitivling bis dorthinaus!)
Allgemeiner Beifall. – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des Abg. Schwemlein –: Jetzt schaust alt aus!
Abgeordnete Dr. Sylvia Papházy MBA (Freiheitliche): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Vorweg – vielleicht möchten Sie sich auch der Reihe der Gratulanten anschließen –: Die Frau Bundesminister hat gestern Geburtstag gehabt. (Allgemeiner Beifall. – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des Abg. Schwemlein –: Jetzt schaust alt aus!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Eine weitere Bemerkung vorweg zu Herrn Kollegen Pilz, der sich derzeit für, wie es scheint, längere Zeit nicht im Plenum aufhält. So wird es auch am kommenden Mittwoch, den 17. Mai, sein. Da haben wir ja auch Plenum, und da wird Herr Kollege Pilz auch nicht da sein, da wird er nämlich in Graz an einer Podiumsdiskussion teilnehmen, und zwar zum Thema "Professionsnormen für Politiker". Dazu, würde ich meinen, gehört auch die Anwesenheit im Plenum. Zwei Stunden Fahrt nach Graz, zwei Stunden retour, zwei Stunden Podiumsdiskussion – sehr viel Zeit, Herr Kollege Pilz, wird also nicht übrig bleiben für diesen Plenartag. Ich könnte mir vorstellen, dass Sie das in Ihrem Klub noch diskutieren; die Frau Kollegin Glawischnig wird sicherlich ihre Erklärungen dafür haben, so wie sie auch zu sonstigen Absenzen ihre Anmerkungen macht. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Unsere Fraktion hat sich generell dem Schutz der Schwachen verschrieben, und schwach sind auch diejenigen, Lehrer und Schüler, die von Gewalt in der Schule betroffen sind. In Österreich ist jeder dritte Straftäter unter 21 Jahren. In Deutschland können per Urteil gewalttätige Jugendliche, die wiederholt Lehrer und Schüler attackieren, aus den Schulen bereits ausgeschlossen werden, in Österreich ist es ähnlich. Da gibt es auch die Möglichkeit, dass diese Schüler in besonderen Klassen sozusagen "zusammengefangen" werden. Dort sind dann zwei Lehrer in einer Klasse, einer für die gewalttätigen Schüler, also einer, der diese Schüler observiert, und einer, der unterrichtet. Ich halte es für ganz besonders wichtig, auch wenn ich an das Unglück in Littleton denke, das genau vor einem Jahr passierte – ein Schulmassaker, dem 15 Personen zum Opfer gefallen sind –, dass wir überfraktionell eine Arbeitsgruppe installieren und Maßnahmen gegen Gewalt in der Schule überlegen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Vor genau zwei Jahren haben der damalige Wissenschaftsminister Einem und Landeshauptmann Pröll einen Aufbauplan für insgesamt drei Jahre entwickelt, das heißt, dieser Plan endet mit dem Jahre 2001. Und im Hinblick auf den – soweit ich beurteilen kann – mageren wissenschaftlichen Output der knapp 40 wissenschaftlichen Mitarbeiter halte ich ein Überdenken der weiteren Zuschüsse aus Steuermitteln für die Donau-Universität für angebracht. Es kommt auf jeden Schilling an, Frau Bundesminister, und ich befürworte, dass wir gutem Geld nicht weiteres nachwerfen, bevor eine Evaluierung des bescheidenen wissenschaftlichen Outputs erfolgt ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich halte es in diesem Zusammenhang für wichtig, dass wir alle staatlichen Subventionsleistungen in diesem Bereich, inklusive gesetzlicher Verpflichtungen – und ich denke da als Pars pro toto zum Beispiel an die Salzburger Festspiele und an ähnliche so genannte "heilige Kühe" –, noch einmal überdenken. Ich bin mir über die Bedeutung, die beispielsweise die Salzburger Festspiele für den Tourismus haben, natürlich im Klaren, aber ich bin der Überzeugung, dass auch bei den Salzburger Festspielen wirtschaftliche Überlegungen zu greifen haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zusammenfassend: Wie unser Finanzminister Grasser klargestellt hat, auch Schule, auch Universität, auch Kultur müssen ihren Beitrag zum Sparziel leisten, und ich bin überzeugt, dass obige Ansätze dabei eine wesentliche Rolle spielen werden. – Ich danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schwemlein: Welche Rolle habt ihr gespielt bei der Vertragsverlängerung von Rabl-Stadler? Da hätte man einsparen können!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als Nächster zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Dr. Niederwieser. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 8 Minuten. – Bitte. (Abg. Schwemlein: Welche Rolle habt ihr gespielt bei der Vertragsverlängerung von Rabl-Stadler? Da hätte man einsparen können!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Grollitsch.
Wir bitten Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen von den Regierungsfraktionen, geben Sie doch den Fachhochschulen, geben Sie doch den Universitäten jene Sicherheit, die sie brauchen, damit sie budgetieren können, wenn sogar schon Ihr eigener Minister sagt: Ich werde das Geld haben, ich werde es jetzt verplanen, ich werde es in die Westbahn stecken! Das ist eine politische Entscheidung, wo dieses Geld hinkommen wird. (Zwischenruf des Abg. Dr. Grollitsch. )
Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Wir werden es für die Budgetsanierung ausgeben müssen!
Kollege Schöggl! Sie haben im Budgetausschuss gesagt, die Mehreinnahmen werden kommen. Dann setzen Sie hier die 10 Milliarden Schilling ein, die an Mehreinnahmen entstehen werden, und sagen Sie nicht als Wissenschaftspolitiker: Es ist eben nicht mehr Geld da. Was sollen wir denn machen?! – Zumal am Vortag der Verkehrsminister in einer Pressekonferenz gesagt hat: Natürlich werde ich mehr Geld haben, und natürlich werde ich das ausgeben. Ich werde es aber nicht für die Forschung ausgeben, und ich werde es nicht für die Wissenschaft ausgeben. (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Wir werden es für die Budgetsanierung ausgeben müssen!)
Beifall bei der SPÖ.
Das, liebe Kolleginnen und Kollegen, sollten wir uns nicht gefallen lassen. Da könnten wir zeigen, dass es uns ein gemeinsames Anliegen ist, für die Forschung, für die Wissenschaft, für die Entwicklung dieses Landes und für die Jugend dieses Landes etwas zu tun. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich bin überzeugt davon, dass unsere Frau Bundesministerin die Prioritäten auch angesichts der angespannten budgetären Lage entsprechend setzen wird und dass weder die Bildung noch die Forschung, noch die Erziehung, noch andere Bereiche in ihrem Ressort zu kurz kommen werden, denn sie hat auch in der Vergangenheit mit knappen Mitteln für Qualität im Bildungssystem gesorgt, und ich bin überzeugt, sie wird es auch in Zukunft in einer hervorragenden Qualität schaffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das Zweite ist die Förderung von Spitzenleistungen. Auch dazu bekennen wir uns. Wir halten nichts von einem bildungspolitischen Bürstenhaarschnitt, einer Einheitsschule oder von einem Golfrasen, der hier pädagogisch angeboten werden soll. Wir wollen die Blumenwiese in der Pädagogik, wo sich Talente entfalten können, wo Begabungen gefördert werden und wo den Schwachen geholfen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Aber ich glaube, einige Kassiere der SPÖ-Bundespartei haben Mengenlehre gelernt. Das Finanzdebakel in der Kassa kann nur darauf zurückzuführen sein, dass vielleicht in der Schule nicht normale Algebra und Mathematik gelehrt worden sind, sondern Mengenlehre, nach dem Motto: Wenn in der Parteikassa ein Minusguthaben von 200 Millionen Schilling ist und ich eine Teilmenge von 200 für den Wahlkampf herausnehme, dann muss ich wieder eine Schnittmenge von 400 Millionen hineingeben, damit nichts drinnen ist. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Präsident Dr. Fasslabend übernimmt den Vorsitz.
Diese Ausbildung ist bei unserer Bundesministerin Elisabeth Gehrer in besten Händen. Frau Bundesministerin! Sie haben dabei unsere Unterstützung. Wir, die Koalition, werden daran arbeiten, die Ziele, die im Regierungsprogramm festgeschrieben sind, zu realisieren. (Präsident Dr. Fasslabend übernimmt den Vorsitz.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir gratulieren Ihnen sehr herzlich, Frau Bundesministerin! Das ist wahrer Einsatz für Österreich, sogar am Geburtstag hier im Parlament zu sein! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Schwemlein – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Antoni –: Dieter, wart ein bisschen! Die müssen sich auf den Qualitätsunterschied erst einstellen!
Präsident Dr. Werner Fasslabend: Ich schließe mich den besten Wünschen an und fordere gleichzeitig den nächsten Redner, Herrn Abgeordneten Dr. Antoni, auf, mit seiner Rede zu beginnen. – Bitte. (Abg. Schwemlein – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Antoni –: Dieter, wart ein bisschen! Die müssen sich auf den Qualitätsunterschied erst einstellen!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Dieter Antoni (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Ich kann auf die Rede des Kollegen Großruck leider nicht eingehen – das würde meine Redezeit zu sehr einengen –, außer auf den letzten Satz: Frau Bundesministerin! Ich darf Ihnen auch unsererseits herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin daher der Ansicht, dass es erforderlich ist, Frau Bundesministerin, dass in Ihrem Haus weiter an diesem Konzept gearbeitet wird – eine Arbeitsgruppe betreffend Teilzeitstudium gibt es ja bereits – und dass es letztlich ein österreichweites hochschulpolitisches Konzept für beide Ansprüche – Teilzeitstudium und Vollzeitstudium – geben wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Leopold Schöggl (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Hohes Haus! Ich möchte meine Rede damit beginnen, dass ich von dieser Stelle aus dem Kollegen Graf meine persönliche Hochachtung dafür aussprechen möchte, dass er trotz der persönlich diffamierenden und verhetzenden Anschüttungen durch die Grünen letztlich am Schluss seiner Rede die Hand ausgestreckt und zur Zusammenarbeit eingeladen hat. Das ist eine demokratische Grundhaltung, und das freut mich! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich ersuche hier von dieser Stelle aus die linke Reichshälfte, jenes Lager, das diese Kräfte auf die Straße gerufen hat, auch in Kulturangelegenheiten zu schulen, damit sich derartige Vorkommnisse nicht wiederholen – im Sinne der Kultur, als Botschafter der Versöhnung und des Friedens und nicht der Brüskierung von kulturellen Veranstaltungen. Letztlich fallen diese Aktivitäten auf Sie zurück, meine sehr verehrten Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wichtig für uns Freiheitliche ist aber die konsequente Entpolitisierung der Schulleiterbesetzungen, denn da kann nur gelten, dass die am besten geeignete Person auf die entsprechende Position kommen kann – zum Wohle unserer Schüler und zum Wohle unserer Jugend. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Einige Worte zum Bereich Wissenschaft: Trotz Sparens, Frau Minister, ist es gelungen, das Wissenschaftsbudget nahezu konstant zu halten. Das ist eine Leistung für die Wissenschaft, für die Universitäten, für die studierende Jugend und damit für ganz Österreich. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abschließend noch ein Wort zum Großforschungsprojekt AUSTRON. Frau Minister! Wir Freiheitlichen bekennen uns zur Errichtung einer Großforschungseinrichtung von europäischer Bedeutung in Österreich. Das wäre gut für das Ansehen unseres Landes, das wäre gut für die Weiterentwicklung der Wissenschaft, und das wäre gut für den Wissenschafts-, den Wirtschafts- und den Forschungsstandort Österreich. Ich hoffe, dass die Finanzierung gesichert werden kann. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend entbiete auch ich meine persönlichen Glückwünsche zum Geburtstag. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin! Der ehemalige Wissenschaftsminister Caspar Einem hat ein Weißbuch in Auftrag gegeben, demzufolge vor allen Dingen die Frauen in der Forschung gefördert werden sollen. Ich hoffe, dass Sie mit diesem Projekt weitermachen, dass Sie weiterhin die Frauen fördern, die Frauenforschung fördern und die Frauen an den Universitäten fördern, damit das, was an den Universitäten schon wirklich vorbildhaft ist, weiterbesteht, nämlich dass rund die Hälfte der Studierenden weiblich ist. Das soll sich künftig auch bei den Professoren und Professorinnen, bei den Dozenten und Dozentinnen niederschlagen. (Beifall bei der SPÖ.) Ich hoffe weiters, dass die Maßnahmen, die bisher schon gesetzt wurden, weitergeführt werden. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Firnberg-Stipendien.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Martin Graf: Angst vor den Gegendemonstranten!
Zum Schluss möchte ich noch Folgendes sagen: Es hat mich sehr gefreut – und ich bin stolz auf den Rektor der Universität Innsbruck, Professor Hans Moser –, dass Professor Moser untersagt hat, dass der Festkommers, dass die so genannte Festakademie Europa auf universitärem Boden veranstaltet wird, weil er Angst um den Ruf, um das Ansehen der Universität hat. Das war ein mutiger Schritt. Ich möchte Herrn Professor Moser auch von dieser Stelle aus für diesen Schritt danken. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Martin Graf: Angst vor den Gegendemonstranten!)
Abg. Dr. Martin Graf: Wir leben in einer Demokratie!
Herr Wissenschaftssprecher Dr. Graf! Wenn dieser Festkommers jetzt im Kongresshaus in Innsbruck stattfindet (Abg. Dr. Martin Graf: Wir leben in einer Demokratie!) und der neu gewählte Bürgermeister Herwig van Staa seine Teilnahme an einer Diskussionsrunde zugesagt hat (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen) – neben Herrn Dr. Otto Scrinzi, der ebenfalls am Podium sein wird (Abg. Dr. Martin Graf: Ein Abgeordneter außer Dienst! Und sein Schwiegersohn ist der Voggenhuber!) – , dann finde ich als Innsbruckerin das problematisch und bedenklich. Ich würde mir wünschen, dass der Bürgermeister von Innsbruck, der Europa-Politiker von Innsbruck, diese Zusage zurücknimmt und an dieser Veranstaltung nicht teilnimmt! (Beifall bei der SPÖ.)
demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen
Herr Wissenschaftssprecher Dr. Graf! Wenn dieser Festkommers jetzt im Kongresshaus in Innsbruck stattfindet (Abg. Dr. Martin Graf: Wir leben in einer Demokratie!) und der neu gewählte Bürgermeister Herwig van Staa seine Teilnahme an einer Diskussionsrunde zugesagt hat (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen) – neben Herrn Dr. Otto Scrinzi, der ebenfalls am Podium sein wird (Abg. Dr. Martin Graf: Ein Abgeordneter außer Dienst! Und sein Schwiegersohn ist der Voggenhuber!) – , dann finde ich als Innsbruckerin das problematisch und bedenklich. Ich würde mir wünschen, dass der Bürgermeister von Innsbruck, der Europa-Politiker von Innsbruck, diese Zusage zurücknimmt und an dieser Veranstaltung nicht teilnimmt! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Martin Graf: Ein Abgeordneter außer Dienst! Und sein Schwiegersohn ist der Voggenhuber!
Herr Wissenschaftssprecher Dr. Graf! Wenn dieser Festkommers jetzt im Kongresshaus in Innsbruck stattfindet (Abg. Dr. Martin Graf: Wir leben in einer Demokratie!) und der neu gewählte Bürgermeister Herwig van Staa seine Teilnahme an einer Diskussionsrunde zugesagt hat (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen) – neben Herrn Dr. Otto Scrinzi, der ebenfalls am Podium sein wird (Abg. Dr. Martin Graf: Ein Abgeordneter außer Dienst! Und sein Schwiegersohn ist der Voggenhuber!) – , dann finde ich als Innsbruckerin das problematisch und bedenklich. Ich würde mir wünschen, dass der Bürgermeister von Innsbruck, der Europa-Politiker von Innsbruck, diese Zusage zurücknimmt und an dieser Veranstaltung nicht teilnimmt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Wissenschaftssprecher Dr. Graf! Wenn dieser Festkommers jetzt im Kongresshaus in Innsbruck stattfindet (Abg. Dr. Martin Graf: Wir leben in einer Demokratie!) und der neu gewählte Bürgermeister Herwig van Staa seine Teilnahme an einer Diskussionsrunde zugesagt hat (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen) – neben Herrn Dr. Otto Scrinzi, der ebenfalls am Podium sein wird (Abg. Dr. Martin Graf: Ein Abgeordneter außer Dienst! Und sein Schwiegersohn ist der Voggenhuber!) – , dann finde ich als Innsbruckerin das problematisch und bedenklich. Ich würde mir wünschen, dass der Bürgermeister von Innsbruck, der Europa-Politiker von Innsbruck, diese Zusage zurücknimmt und an dieser Veranstaltung nicht teilnimmt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Frau Bundesminister! Ich frage Sie vorweg: Haben Sie auf dieses "Plädoyer für Vertrauen", wie sich das nennt, reagiert? Wenn ja, wie? – Ich würde Sie sehr bitten, sich von dieser Unterstellung gemeinsam mit uns, mit der gesamten Bundesregierung zu distanzieren. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Im Großen und Ganzen wurde die FPÖ also nicht gewählt, weil die Österreicher Faschisten sind, sondern weil ein politischer Wechsel gewollt wurde. – Und so weiter, und so weiter. Ende des Zitates. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich bitte Sie, Frau Bundesminister, diesbezüglich im Bereich der Wissenschaft tätig zu werden. Es kann nicht sein, dass gerade die Wissenschaft unreflektiert Meldungen übernimmt, ohne sie ihrerseits zu hinterfragen. Es ist doch Aufgabe der Wissenschaft, die Wahrheit zu suchen und nicht vordergründige Meldungen, deren politische Begründung offenkundig und leicht nachvollziehbar ist, wiederzugeben! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.
Wir bitten Sie, realistisch zu bleiben! Und wenn Sie solche Forderungen stellen, dann versuchen Sie doch auch, die zweite Seite, die Bedeckung, zu erörtern. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser. )
Beifall bei den Freiheitlichen.
Frau Bundesminister! Im Namen meiner Fraktion noch einmal alles Gute zum Geburtstag! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe, dass Ihnen diese kleine Respektbezeugung in dieser Regierungskoalition nicht schadet. Ich weiß, wie schwer Sie es als Rationalistin, die Sie sind – Sie waren auch immer eine, das möchte ich auch sagen –, in dieser manchmal "dumpfen" Koalition haben. Gehen Sie den Weg weiter, den Sie bisher gegangen sind! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Nein, muss nicht! Das muss überhaupt nicht sein!
Ich habe mit Begeisterung in den Medien und in einer APA-Aussendung gelesen, dass die Donau-Universität bereits die Spitze der Bildungspyramide im Land sei. Wenn dem so ist, dann müsste mittlerweile die Donau-Universität auch eine Volluniversität sein. (Abg. Dr. Brinek: Nein, muss nicht! Das muss überhaupt nicht sein!) Nach meinem Wissensstand ist sie jedoch noch immer eine postgraduale Einrichtung.
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe, Frau Ministerin, dass Sie dies nicht zulassen werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Khol: Wir sind keine Sozialdemokraten!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Ministerin Gehrer, ich stehe natürlich nicht an, Ihnen ebenfalls alles Gute zum Geburtstag zu wünschen! Vielleicht geschieht das sogar noch mit einem Schuss mehr an Herzensbeteiligung, weil es von einer anderen Fraktion kommt. Man muss immer vorsichtig sein, wenn einem von den eigenen Freunden zu intensiv zum Geburtstag gratuliert wird, denn da kann es natürlich – Sie wissen das – auch den einen oder anderen Hintergedanken geben. (Abg. Dr. Khol: Wir sind keine Sozialdemokraten!) Aber ich will da kein Misstrauen säen, wahrscheinlich ist ohnehin alles okay – quer durch die Fraktionen. (Abg. Dr. Khol: Wir sind keine Sozialdemokraten!)
Abg. Dr. Khol: Wir sind keine Sozialdemokraten!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Ministerin Gehrer, ich stehe natürlich nicht an, Ihnen ebenfalls alles Gute zum Geburtstag zu wünschen! Vielleicht geschieht das sogar noch mit einem Schuss mehr an Herzensbeteiligung, weil es von einer anderen Fraktion kommt. Man muss immer vorsichtig sein, wenn einem von den eigenen Freunden zu intensiv zum Geburtstag gratuliert wird, denn da kann es natürlich – Sie wissen das – auch den einen oder anderen Hintergedanken geben. (Abg. Dr. Khol: Wir sind keine Sozialdemokraten!) Aber ich will da kein Misstrauen säen, wahrscheinlich ist ohnehin alles okay – quer durch die Fraktionen. (Abg. Dr. Khol: Wir sind keine Sozialdemokraten!)
Beifall bei den Grünen.
Genau das ist eine Verkürzung der gesellschaftlichen Verantwortung der Bildungspolitik. Es geht eben nicht darum, zu fragen: Was kann ich selbst erledigen, was kann ich selbst tun? – das ist notwendig und wird nie in Frage gestellt –, sondern es geht um die Frage, die sich bildungspolitisch stellt: Wie können wir Solidarität, wie können wir gemeinschaftliches Handeln, gemeinsame Zielsetzungen im Bereich Bildung und Forschung in Österreich weiterbringen, meine Damen und Herren? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Letztlich ist es eine Kulturfrage und eine politische und gesellschaftliche Frage, in welche Richtung sich die Bildungslandschaft in Österreich entwickelt, und dazu haben Sie in Ihren heutigen Stellungnahmen außer dem Terminus "Schwerpunktsetzung: Technologiemilliarde" nichts Wesentliches gesagt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ein konkretes Beispiel will ich Ihnen auch nicht vorenthalten: Ohne im Konkreten auf die Arbeit dieser Organisationen einzugehen, möchte ich sagen: Ihre Entscheidung, die Mittel für das "Österreichische Volksliedwerk" um 25 Prozent anzuheben, höher zu dotieren, aber umgekehrt beim Museum "Arbeitswelt in Steyr" die Mittel um mehr als 25 Prozent zu kürzen, zeigt auch klar, wohin Ihr bildungspolitischer und kulturpolitischer Weg gehen wird. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Abschließend möchte ich Sie, anknüpfend an unseren Antrag, den Herr Abgeordneter Brosz eingebracht hat, ersuchen, einen kleinen Bildungssektor, der eigentlich auch Ihren Intentionen entsprechen müsste, Frau Bundesminister, nämlich die Waldorfschulen, ein typisches Beispiel für eine hausgemachte Reformpädagogik, zu unterstützen. Rudolf Steiner, der Begründer dieser Reformpädagogik, war ja ein Österreicher. In diesem kleinen Bildungssegment kürzen Sie die Mittel – das hat mein Kollege Brosz schon angesprochen – um mehr als 45 Prozent! Ich bitte Sie, diesen kleinen Bereich der Alternativschulen, der Reformschulen zu unterstützen und damit zumindest in einem Teilbereich zu zeigen, dass Sie mehr als Lippenbekenntnisse von sich geben! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Schwarzenberger: Sie sind die größte Schwachstelle in der alten Regierung gewesen!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Vizekanzler! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Zur Kulturpolitik im Bereich der Bundesministerin Gehrer möchte ich einige kurze Beispiele zitieren, an denen man sieht, dass dieser Bereich in diesem Bildungsministerium nicht so ernst genommen wird, wie er genommen werden sollte. Die Museumspolitik der letzten Jahre zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die Schließzeiten der Museen ausgeweitet geworden sind, ja sogar besonders lange Schließzeiten in Kraft getreten sind. (Abg. Schwarzenberger: Sie sind die größte Schwachstelle in der alten Regierung gewesen!) Das trifft für das Technische Museum genauso zu wie für die Albertina. Aber ich glaube, man hätte bei etwas mehr Engagement diese Schließzeiten schon bei weitem verkürzen können.
Beifall bei der SPÖ.
Aber jetzt zu den Damen und Herren von der ÖVP, die immer wieder behaupten, dass die Sozialdemokraten allein an den Budgets der Vorjahre schuld wären. Wir stehen zu den Budgets, die wir gemacht haben! Es wäre auch gut, wenn Sie, meine Damen und Herren von der ÖVP, dazu stehen würden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich möchte Ihnen nur ein Beispiel nennen: Das Technische Museum war von Mitte 1992 bis Juni 1999 geschlossen, und im Zeitraum von 1995 bis 1996 haben sich die Personalkosten von 31 641 Millionen Schilling auf 32 906 Millionen Schilling erhöht. Das heißt: Obwohl das Museum geschlossen war und niemand hineingehen konnte, hat man Personal aufgenommen. Das erfolgte in Ihrem Bereich, Frau Bundesminister! Also sehr sorgfältig wurde dort mit dem Geld nicht umgegangen, das möchte ich einmal dezidiert sagen. Und dafür war ein ÖVP-Ministerium zuständig. Ich möchte das einmal festhalten. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein weiteres Beispiel: Man geht lapidar darüber hinweg, dass 300 Blätter aus der Sammlung der Österreichischen Galerie fehlen. Diese 300 Blätter sind wahrscheinlich mehr wert als das Gesamtbudget für die Museen in einem Jahr. Aber ich vermisse jede Konsequenz und jede Auseinandersetzung mit der Führung dieses Museums! Es ist doch abenteuerlich, wenn 14 Schiele-Bilder, 14 Schiele-Blätter verschwinden, und man sagt: Ja, da kann man nichts machen, aber es ist so ohnehin viel besser, denn der Rechnungshof hat ja festgestellt, dass es 3 200 Blätter sind, jetzt fehlen ja ohnehin nur mehr 300 Blätter!, und man lässt den Verantwortlichen ungeschoren. Das sollte einmal in der Privatwirtschaft passieren: dass man 300 der wertvollsten, unersetzlichen Kunstschätze dieses Landes verschlampt, um es harmlos auszudrücken! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Schweitzer: Wittmann ist besser als der Kostelka! – Abg. Schwarzenberger: Das ist ein Märchen!
Präsident Dr. Werner Fasslabend: Weiters zu Wort gemeldet hat sich Frau Abgeordnete Dr. Moser. – Bitte. (Abg. Mag. Schweitzer: Wittmann ist besser als der Kostelka! – Abg. Schwarzenberger: Das ist ein Märchen!)
Beifall bei den Grünen.
Diese Begriffe haben mir gefehlt in dieser Auseinandersetzung, wo es vorrangig ging um Schule neu, um Schule als Betrieb, als Unternehmen, um Universität als Kompetenzzentrum. Ich sehe die Zielorientierung der bildungspolitischen Diskussion insgesamt als nur relativ vage und nicht geklärt. Ich möchte deshalb von grüner Seite sehr deutlich in den Mittelpunkt der Auseinandersetzungen stellen, dass unser Ziel die allseits entwickelte Persönlichkeit ist. Uns geht es darum, dass wir in Österreich in Zukunft gesellschaftlich, solidarisch eingestellte Menschen haben, die sich engagieren, die sich in der Wirtschaft engagieren, die sich in der Gesellschaft engagieren, die auch privat ein erfülltes Leben führen können. Da wehren wir uns gegen die reduktionistische Herangehensweise, die sozusagen hinter Worten wie Laptop zu stehen scheint. Bitte ich möchte die Schule nicht reduziert haben auf den Zugang zu den so genannten I- und E-Medien. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Gaugg: Wäre eine Revanche nötig?
Ginge es nur um verschiedene Orientierungen der Kulturpolitik, dann könnte man das in aller Ruhe besprechen. Bei den engagierten Initiativen, egal, ob das jetzt Sammler von Weltruf oder Begründer neuer Kulturnetzinitiativen sind, hat sich in den letzten Wochen und Monaten ein völlig anderer Eindruck breit gemacht, nämlich der Eindruck einer politischen Revancheaktion von Seiten der Spitze des Unterrichtsministeriums und von Seiten der Bundesregierung. Glatte politische Revanche ohne jede kulturpolitische Rücksichtnahme. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Gaugg: Wäre eine Revanche nötig?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Jetzt komme ich zum Punkt politische Motive. Es können keine kunst- und kulturpolitischen Motive sein, denn die einzigen ernst zu nehmenden kunst- und kulturpolitischen Motive würde ich darin sehen, diesen Initiativen Sicherheit und Zukunft zu bieten. Das Einzige, was man noch verstehen, erahnen kann, ist, dass es sich zum Teil um Initiativen handelt, die offen die Bundesregierung kritisiert haben, und genau das ist seit Bildung dieser Regierung in Österreich nicht mehr gestattet. Alle Bereiche der Zivilgesellschaft, alle Bereiche aus Kunst und Kultur, die von öffentlichen Geldern abhängig sind, bekommen seit Monaten deutlich ein Signal: Beißt nicht die Hand, die euch füttert! Kuschen und kassieren! – Das ist die neue Botschaft der Regierungskulturpolitik. Wer den Mund hält, darf seine Kontonummer angeben. Wer den Mund aufmacht, der kann gehen und schauen, wie er oder sie überlebt. Das ist die neue Kulturpolitik! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Heute bist du aber schwach!
Dass Sie, Frau Bundesminister Gehrer, die Sie meiner Meinung nach persönlich immer noch für eine andere Kultur stehen und nicht für diesen Beginn einer freiheitlichen Wende jetzt auch in der Kultur- und Kunstpolitik, sich dafür hergeben, ist eine der wenigen persönlichen Überraschungen im Laufe der jüngeren Entwicklung dieser Bundesregierung. Eine der wenigen persönlichen Überraschungen! (Ruf bei der ÖVP: Heute bist du aber schwach!) Sie sollten sich aber auch darüber im Klaren sein, dass die Kündigung von Prekarien, von Bittleihen nicht automatisch dazu führt, dass die moderne Kunst ihre Koffer packt und einem blau-schwarzen
in Richtung der auf der Regierungsbank sitzenden Bundesministerin Gehrer
Es ist nur schade, dass Sie sich (in Richtung der auf der Regierungsbank sitzenden Bundesministerin Gehrer) als ehemalige Bundesministerin einer anderen Koalition für diese Art von Kulturkampf hergeben. Ich bedauere das auch persönlich. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es ist nur schade, dass Sie sich (in Richtung der auf der Regierungsbank sitzenden Bundesministerin Gehrer) als ehemalige Bundesministerin einer anderen Koalition für diese Art von Kulturkampf hergeben. Ich bedauere das auch persönlich. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist die Konzeption, die wir gemeinsam in der Koalition beschlossen haben, und diese Konzeption werde ich auch verfolgen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Fischl: Mertel statt Grabner!
Zu Wort gemeldet hat sich Frau Abgeordnete Dr. Mertel. Ich erteile es ihr. (Abg. Fischl: Mertel statt Grabner!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Da drängen sich natürlich einige Fragen geradezu auf: Wie hoch ist der Personalaufwand Ihres Büros? Welche Art von Verträgen haben Sie mit Ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen geschlossen? (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Haben Sie Sonderverträge, Arbeitsleihverträge? Wie schauen Überstundenregelungen, Abfertigungs- und Pensionsregelungen aus? Und welche Aufgabenbereiche wurden zugeteilt?
Abg. Kiss: Das glauben Sie nur! – Abg. Ing. Westenthaler: Woher haben Sie das?
Gleichzeitig schafft die Bundesregierung zahlreiche höhere Funktionen, verstärkt Ihre Stabsstellen und gewährt kostenintensive Sonderverträge. (Abg. Kiss: Das glauben Sie nur! – Abg. Ing. Westenthaler: Woher haben Sie das?) Ja, ich glaube daran! Ebenso wie auch Sie, wenn
Abg. Fischl: Edlinger als Sportsprecher! – Abg. Edlinger: Zuhören! Sie könnten was lernen!
Bei den Budgetansätzen der öffentlichen Leistung fällt vor allem eines auf: Anscheinend sind Sie heilfroh, dass man in der so oft geschmähten und diffamierten Budgetpolitik von Bundesminister Edlinger und seinem Beamtenstaatssekretär Ruttenstorfer ein Richtmaß hat, ohne dass man völlig orientierungslos wäre. (Abg. Fischl: Edlinger als Sportsprecher! – Abg. Edlinger: Zuhören! Sie könnten was lernen!) Es ist bemerkenswert, dass die derzeitige Regierung im Budgetbericht 1999 gerade die in den letzten Jahren erfolgten sinnvollen Einsparungen und personalpolitischen Maßnahmen im öffentlichen Dienst ausgesprochen positiv bewertet. (Abg. Mag. Schweitzer: 300 Millionen Schilling Zinsen pro Tag!)
Abg. Mag. Schweitzer: 300 Millionen Schilling Zinsen pro Tag!
Bei den Budgetansätzen der öffentlichen Leistung fällt vor allem eines auf: Anscheinend sind Sie heilfroh, dass man in der so oft geschmähten und diffamierten Budgetpolitik von Bundesminister Edlinger und seinem Beamtenstaatssekretär Ruttenstorfer ein Richtmaß hat, ohne dass man völlig orientierungslos wäre. (Abg. Fischl: Edlinger als Sportsprecher! – Abg. Edlinger: Zuhören! Sie könnten was lernen!) Es ist bemerkenswert, dass die derzeitige Regierung im Budgetbericht 1999 gerade die in den letzten Jahren erfolgten sinnvollen Einsparungen und personalpolitischen Maßnahmen im öffentlichen Dienst ausgesprochen positiv bewertet. (Abg. Mag. Schweitzer: 300 Millionen Schilling Zinsen pro Tag!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ein paar Kniebeugen wären jetzt gescheiter! – Abg. Dr. Petrovic: Sie hören überhaupt nicht zu! – Abg. Dietachmayr: Bisserl beherrschen! – Präsident Dr. Fasslabend gibt das Glockenzeichen.
Ihre blau-schwarzen Ankündigungen für den öffentlichen Bereich, für den öffentlichen Dienst, im Wahlkampf, im Regierungsprogramm bedeuten massive Eingriffe im öffentlichen Dienst, verbunden damit Belastungspakete für die öffentlich Bediensteten: Abbau von 9 000 Planstellen im öffentlichen Dienst bis zum Jahr 2004 ohne Aufgabenreduzierung, Abbau von Planstellen ohne Aufgabenreduzierung! (Abg. Ing. Westenthaler: Ein paar Kniebeugen wären jetzt gescheiter! – Abg. Dr. Petrovic: Sie hören überhaupt nicht zu! – Abg. Dietachmayr: Bisserl beherrschen! – Präsident Dr. Fasslabend gibt das Glockenzeichen.) Dies schafft nicht nur unzumutbare Arbeitsverhältnisse, sondern auch Nachteile für die Bürger und Bürgerinnen. Sie vernichten damit auch Berufschancen für Jugendliche. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ihre blau-schwarzen Ankündigungen für den öffentlichen Bereich, für den öffentlichen Dienst, im Wahlkampf, im Regierungsprogramm bedeuten massive Eingriffe im öffentlichen Dienst, verbunden damit Belastungspakete für die öffentlich Bediensteten: Abbau von 9 000 Planstellen im öffentlichen Dienst bis zum Jahr 2004 ohne Aufgabenreduzierung, Abbau von Planstellen ohne Aufgabenreduzierung! (Abg. Ing. Westenthaler: Ein paar Kniebeugen wären jetzt gescheiter! – Abg. Dr. Petrovic: Sie hören überhaupt nicht zu! – Abg. Dietachmayr: Bisserl beherrschen! – Präsident Dr. Fasslabend gibt das Glockenzeichen.) Dies schafft nicht nur unzumutbare Arbeitsverhältnisse, sondern auch Nachteile für die Bürger und Bürgerinnen. Sie vernichten damit auch Berufschancen für Jugendliche. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grabner betritt den Sitzungssaal und wird von Abgeordneten der Freiheitlichen mit großem "Hallo!" begrüßt.
9,4 Milliarden Schilling Einsparungen durch die so genannte Pensionsreform, die eigentlich eine Geldbeschaffungsaktion, ausgetragen auf dem Rücken der Pensionisten, ist. Wenn Sie behaupten, Sie griffen in bestehende Pensionen nicht ein, dann muss ich Ihnen sagen: Das ist nicht wahr! Es gibt einen Eingriff in bestehende Pensionen allein schon durch die Erhöhung des Pensionsbeitrages der Pensionisten und eine Verschärfung der Ungleichbehandlung von Frauen durch Abschläge bei Pensionierungen vor dem 61,5. Lebensjahr. (Abg. Grabner betritt den Sitzungssaal und wird von Abgeordneten der Freiheitlichen mit großem "Hallo!" begrüßt.)
Abg. Gaugg: Warum ist der Grabner abgewählt worden als Sportsprecher?
Ein weiterer Punkt: die nachhaltige Einsparung von jährlich 10 Milliarden Schilling beim Aktivitätsaufwand des Bundes. (Abg. Gaugg: Warum ist der Grabner abgewählt worden als Sportsprecher?)
Zwischenruf des Abg. Kiss. – Abg. Edlinger: Danke, dass Sie meine Bedeutung so sehr betonen!
Abgeordnete Dr. Ilse Mertel (fortsetzend): Nachhaltige Einsparungen von jährlich 10 Milliarden Schilling beim Aktivitätsaufwand des Bundes. Dazu im Widerspruch: Aus der Übersicht 28, aus den Übersichten und Graphiken zur Budgetrede geht hervor, dass Sie in diesem Jahr – wie bereits gesagt – 3 500 Planstellen streichen wollen. Zugleich belegt aber die Übersicht 29, dass der Aktivitätsaufwand steigen wird, nämlich von 108 Milliarden auf 110,7 Milliarden Schilling. (Zwischenruf des Abg. Kiss. – Abg. Edlinger: Danke, dass Sie meine Bedeutung so sehr betonen!)
Abg. Kiss: Das ist eins zu eins übernommen! – Abg. Edlinger: Wirklich nicht!
Im Kapitel "Leistungsfähiger Staat" – das können Sie nachlesen, es ist Ihr Regierungsprogramm – steht ausdrücklich: Bei allen Reformen ist die Einbindung der betroffenen Mitarbeiter, der Personalvertretung, der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst unerlässlich. Sie sagen immer: Messen Sie uns an unseren Worten und unseren Taten! – Gut, ich messe Sie anhand dieser Aussagen Ihres Regierungsprogramms, um zu beurteilen, wie ernst Ihre Worte zu nehmen sind und wieweit Ihre Taten ihnen entsprechen. (Abg. Kiss: Das ist eins zu eins übernommen! – Abg. Edlinger: Wirklich nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Sie sollten erwachen und die politische Realität erkennen, dann würden Sie feststellen, dass Sie nämlich keine Sparziele haben, sondern Belastungsziele, und dass Sie dann, wenn Sie von sozialer Treffsicherheit reden, nur daran denken, wie Sie sozial Schwächere treffen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Mertel: Das Abkommen gibt es demnach also nicht!
Die Sparmaßnahmen, die sich jetzt in unserem Programm finden, finden sich mit wenigen Ausnahmen fast alle auch in jenem Koalitionsübereinkommen, das dann nicht unterschrieben wurde, und sie sind zum größten Teil von Herrn Edlinger vorgeschlagen worden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Mertel: Das Abkommen gibt es demnach also nicht!)
Abg. Dr. Mertel: 9 000, 3 500 pro Jahr!
Zweiter Punkt: Personaleinsparungen. (Abg. Dr. Mertel: 9 000, 3 500 pro Jahr!) Wenn unser Land, das zu jenen gehört, das mit die höchste Zahl an öffentlich Bediensteten beschäftigt, dann muss es legitim sein, dass man sich die Frage stellt, ob wir uns all das noch leisten können in Zeiten, in denen wir derartige Budgetprobleme zu lösen haben. Jede Geschäftsführung eines Unternehmens und damit auch eine Regierung hat sich die Frage zu stellen: Sind Rationalisierungen möglich? Und sie sind möglich.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Mertel: Dann kennen Sie die gesetzlichen Vorschriften nicht!
Drittens: zur Vorgangsweise. – Ich erwarte mir von einer Geschäftsführung, das heißt Bundesregierung, selbstverständlich auch, dass sie klare Vorstellungen darüber entwickelt, wie in allen Teilbereichen das Unternehmen Staat zu führen ist. Wenn es zum Bereich Beamtenpensionen oder zu den anderen Pensionsbereichen Vorstellungen gibt, dann ist es doch nur legitim – Sie haben vorhin das Begutachtungsverfahren angesprochen, das ist ja ein Beteiligungs verfahren aller Betroffenen –, dass die Regierung einen Vorschlag entwickelt, den zur Begutachtung ausschickt und in der Zeit auch zu Gesprächen einlädt. Bekanntlich führt das Ganze erst dann zu einem Beschluss in der Regierung, und danach kommt noch die parlamentarische Behandlung des Ganzen. Für die Gewerkschaften, für alle, die ein Interesse an Beteiligung haben, gibt es da Zeit und Gelegenheit en masse, sich einzubringen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Mertel: Dann kennen Sie die gesetzlichen Vorschriften nicht!)
Demonstrativer Beifall des Abg. Fischl.
Aber nun doch zu meinem eigentlichen Thema, zum Sport. Frau Sportministerin! (Demonstrativer Beifall des Abg. Fischl. ) Zunächst meinen herzlichen Glückwunsch, dass es Ihnen in einer prekären Budgetsituation in schwierigen Budgetverhandlungen gelungen ist, das Budget für den Sport weitestgehend – mit wirklich ganz wenigen Ausnahmen – hinüberzuretten. (Abg. Grabner: Das haben wir schon vorher für zwei Jahre beschlossen!)
Abg. Grabner: Das haben wir schon vorher für zwei Jahre beschlossen!
Aber nun doch zu meinem eigentlichen Thema, zum Sport. Frau Sportministerin! (Demonstrativer Beifall des Abg. Fischl. ) Zunächst meinen herzlichen Glückwunsch, dass es Ihnen in einer prekären Budgetsituation in schwierigen Budgetverhandlungen gelungen ist, das Budget für den Sport weitestgehend – mit wirklich ganz wenigen Ausnahmen – hinüberzuretten. (Abg. Grabner: Das haben wir schon vorher für zwei Jahre beschlossen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist, wie gesagt, gelungen, die Budgetmittel für einen gesellschaftspolitisch so wichtigen und bedeutsamen Sektor wie den Sport in angemessener Höhe hinüberzuretten. Außerdem ist es – und da wirst du mir Recht geben, Kollege Grabner – auch im Bereich der allgemeinen Sportförderung, die, wie du weißt, in ihrer Höhe gesetzlich nicht festgelegt ist, gelungen, für wichtige Projekte das Budget zu retten. Herzlichen Glückwunsch und herzlichen Dank dafür! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Geschäftsführer Grasser!
In diesem Zusammenhang kann ich vielleicht gleich auch mit einer Mär aufräumen, auch wenn sie bisher noch nicht angesprochen wurde, aber sicherlich wird sie noch angesprochen werden. Es geht um die Tatsache, dass sich im Regierungsübereinkommen zur Finanzierung dieser weiteren Förderungserhöhungen die Idee findet, private Wettbüros mit einer Abgabe zu belasten, um das finanzieren zu können. Auf diese Idee ist nicht Kollege Grasser, Finanzminister Grasser gekommen, und sie hat auch nichts damit zu tun, dass der Herr Stronach damit eine Freude hätte. Die Wettbüros, die eventuell auch vom Herrn Stronach einmal errichtet werden oder sogar ein Wettkanal oder was auch immer, sollen zur Kassa gebeten werden, damit wir die kleinen Verbände im Sport fördern können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Geschäftsführer Grasser!)
Abg. Fischl: Richtig so! So war es früher einmal!
Kollege Pilz hat zuvor davon gesprochen, es sei nunmehr Prinzip – was natürlich absurd ist –, dass man kuschen müsse, um kassieren zu können. Das ist absurd! (Abg. Fischl: Richtig so! So war es früher einmal!) Aber wissen Sie, was früher in der Sportförderung geherrscht hat? Man musste sich in den roten Klüngel der Sportverantwortlichen eingliedern, denn sonst hat man nichts gekriegt. Das war früher die Realität! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Kollege Pilz hat zuvor davon gesprochen, es sei nunmehr Prinzip – was natürlich absurd ist –, dass man kuschen müsse, um kassieren zu können. Das ist absurd! (Abg. Fischl: Richtig so! So war es früher einmal!) Aber wissen Sie, was früher in der Sportförderung geherrscht hat? Man musste sich in den roten Klüngel der Sportverantwortlichen eingliedern, denn sonst hat man nichts gekriegt. Das war früher die Realität! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es gibt im Regierungsübereinkommen noch eine ganze Reihe von Punkten, von Absichtserklärungen, von Vereinbarungen zum Thema Sport. Die Kollegen aus meiner Fraktion, und ich nehme natürlich an, auch jene von unserem Koalitionspartner, werden in der Folge diese Punkte noch genauer darlegen. Ich glaube, es hat noch kaum ein, wenn überhaupt irgendein Regierungsübereinkommen gegeben, das so konkrete Punkte zur Sportförderung und Planungen für den Sportbereich enthalten hat wie eben jetzt das Übereinkommen zwischen ÖVP und FPÖ. Ich appelliere an Sie, Frau Vizekanzlerin – aber ich weiß, es ist eigentlich gar nicht notwendig, wir haben ja auch bereits mehrere Gespräche darüber geführt. Ich bin mir sehr sicher, dass diese Punkte bis zum Ende der Legislaturperiode und wahrscheinlich schon früher alle ohne Ausnahme umgesetzt sein werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Kopf: Eines der Länder!
Meine Damen und Herren! Abgeordneter Kopf hat vorhin gesagt, wir hätten die höchste Zahl an Beschäftigten im öffentlichen Dienst. (Abg. Kopf: Eines der Länder!) Ja, eines der Länder mit der höchsten Zahl. Ich denke aber, man kann absolute Zahlen nicht so ohne weiteres miteinander vergleichen. Es wäre einzubeziehen, wie die Staaten und der öffentliche Dienst und die Leistungen, die die öffentlichen Hände erbringen, organisiert sind.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich stelle in aller Form die Frage, wie die Relationen aussehen. Wenn ich zum Beispiel weiß – wir werden sehr bald Gelegenheit haben, darüber zu diskutieren –, dass im Bereich der Heeresdienste im weitesten Sinn etwa 1 000 öffentlich Bedienstete beschäftigt sind, während die gesamte Arbeitsinspektion zum Schutz aller österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer etwa 300 Leute beschäftigt, dann liegt tatsächlich irgendetwas schief. Das müssen Sie einmal angehen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Da gäbe es großen Reformbedarf, und da sollten wir auch darüber reden, wie wichtig Funktionen sind, wie sie sinnvollerweise organisiert werden können und wie viele Menschen dazu erforderlich sind. Wenn Sie nur ein zahlenmäßiges Einsparungsziel vorgeben – 2 000 Dienstposten –, dann führt das dazu, dass etwa Stellen von Pensionsabgängern oder Karenzabgängern nicht nachbesetzt werden. Das führt insbesondere dazu, dass Dienststellen, die schon heute kaum mehr mit ihren Aufgaben zurechtkommen und überlastet sind, natürlich noch mehr in Bedrängnis geraten. Bei einer – Gott sei Dank, sage ich – nicht diskriminierenden Entlohnung im öffentlichen Dienst werden sich viele die Frage stellen, wie es überhaupt möglich ist, in einer Dienststelle Arbeit zu verrichten, wenn es hinten und vorne nicht mehr geht. Das heißt, Sie bringen diese heute schon überlasteten Dienststellen noch mehr in Zugzwang. Das kann sicherlich nicht im Interesse der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler sein, weil das früher oder später zum Zusammenbruch ganzer Einheiten führt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein zweites Beispiel dafür – auch das ist ein großes Anliegen der Grünen, und hierzu haben wir einen ausgearbeiteten Gesetzentwurf vorgelegt – ist ein harmonisiertes Umweltanlagenrecht: Sicherheit für die Betriebe, dass sie wissen, welche Aktivitäten sie betreiben können und mit welchen Bewilligungen sie rechnen können, und zwar in kurzen Fristen; Sicherheit aber auch für die Bürgerinnen und Bürger, dass sie Partei sind im Verfahren, dass sie mitreden können und dass man nicht über sie drüberfährt. Das könnte enorm viel einsparen, es würde vor allem das Image des öffentlichen Dienstes heben und sehr schwerfällige, langatmige und intransparente Verfahren beenden. Dieser Entwurf liegt vor; er liegt sogar, glaube ich, jetzt schon in der dritten Legislaturperiode vor. Ich frage Sie: Wo ist da Ihr Reformwillen? – Nur über den öffentlichen Dienst zu jammern und damit die Motivation der öffentlich Bediensteten kaputt zu machen, ohne die Aufgabenreform anzugehen, halte ich für extrem unfair! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind beim falschen Thema, Frau Kollegin!
In aller Form frage ich Sie: War es wirklich günstiger, das AMS auszugliedern und jetzt sogar noch in die völlige rechtliche Selbständigkeit zu schicken? – Ich möchte einmal die Zahlen sehen, und ich möchte auch wissen, wie sehr es den Rechtsschutz der Betroffenen verbessert hat. Ich kann keine Verbesserung erkennen. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind beim falschen Thema, Frau Kollegin!) Ja, dann legen Sie die Zahlen vor! Es gab Anträge – einen von meinem Kollegen Van der Bellen –; warum lehnen Sie das dauernd ab? Wollen Sie Ihre Augen verschließen, oder geht es um etwas ganz anderes: dass Sie den blau-schwarzen Proporz dort jetzt fernab der Kontrolle des Parlaments einführen wollen?
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das war leider das falsche Kapitel!
Das ist der Eindruck, der hier entsteht. Oder beweisen Sie uns das Gegenteil! Aber dann müssen Sie endlich Taten setzen. So geht es sicher nicht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das war leider das falsche Kapitel!)
Abg. Ing. Westenthaler: Er ist auch da!
Frau Abgeordnete Petrovic! Ihnen muss ich leider sagen, dass die Fragen, die Sie an mich gestellt haben, falsch gestellt sind. Das müssen Sie den Herrn Finanzminister fragen. Die Frage, warum das AMS ausgegliedert wurde und ob das so, wie es erfolgt ist, erfolgreich war, bitte ich an Herrn Ex-Finanzminister Edlinger zu richten. (Abg. Ing. Westenthaler: Er ist auch da!) Er
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ein Stil! – Abg. Edlinger: Das stimmt ja überhaupt nicht! ... eine selektive Wahrnehmung!
Zur Frau Kollegin Mertel, die einige als Fragen getarnte Verdächtigungen in den Raum gestellt und dann sofort den Saal verlassen hat, ohne eine Antwort abzuwarten! (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ein Stil! – Abg. Edlinger: Das stimmt ja überhaupt nicht! ... eine selektive Wahrnehmung!) Ich bitte ihre Kollegen von der sozialdemokratischen Fraktion, ihr Folgendes mitzuteilen: Die Behauptung, das neu gegründete Ministerium für öffentliche Leistung und Sport habe einen enormen Personalaufwand und habe zu einer ungeheuren Aufblähung der Verwaltung geführt, beruht entweder auf einer völligen Fehlinformation oder ist eine absichtliche falsche Unterstellung.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Tatsache ist, dass mein Ministerium genau elf Planstellen hat, die aus anderen Ministerien übernommen wurden – es wurde keine einzige neue Planstelle geschaffen –, und das sind immerhin um vier bis fünf Mitarbeiter weniger, als früher die Kabinette der einzelnen Staatssekretäre der Sozialdemokratie hatten. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Vielleicht erkundigen Sie sich einmal bei Ex-Staatssekretär Wittmann und Ex-Ministerin Prammer, wie viele Mitarbeiter sie gehabt haben und was diese vielen Mitarbeiter gemacht haben! Mein Ministerium, das immerhin nicht nur den Bereich öffentliche Verwaltung und Sport, sondern auch die Koordinationsaufgaben der Vizekanzlerin umfasst, kommt mit wesentlich weniger Mitarbeitern aus.
Ruf bei den Freiheitlichen: Das war ein Rohrkrepierer! – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist leider daneben gegangen von Frau Mertel! Deswegen ist sie auch nicht mehr da! Sie schämt sich jetzt in irgendeiner Ecke! – Weitere Zwischenrufe.
Richten Sie Frau Kollegin Mertel bitte auch aus, dass es in meinem Ministerium keinen einzigen Sondervertrag und drei Arbeitsleihverträge gibt. Damit hat sie ihre Frage beantwortet. (Ruf bei den Freiheitlichen: Das war ein Rohrkrepierer! – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist leider daneben gegangen von Frau Mertel! Deswegen ist sie auch nicht mehr da! Sie schämt sich jetzt in irgendeiner Ecke! – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP
Ich möchte auch noch darauf hinweisen, dass mir Frau Mertel anempfohlen hat, mir den ehemaligen Finanzminister Edlinger zum Richtmaß für mein Handeln zu nehmen. Bei allem gebotenen Respekt, Herr Edlinger: Seien Sie mir nicht böse, wenn ich sage, dass ich das ganz sicher nicht tun werde (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP), denn würde ich Sie zum Richtmaß der Politik dieser neuen Bundesregierung machen, dann müsste es mein Ziel sein, die höchste Arbeitslosigkeit und die höchste Staatsverschuldung der Zweiten Republik produzieren zu wollen. Das ist es ganz sicher nicht! Aber Sie sind insofern ein Richtmaß, als wir wissen, wie wir es sicher nicht machen wollen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich möchte auch noch darauf hinweisen, dass mir Frau Mertel anempfohlen hat, mir den ehemaligen Finanzminister Edlinger zum Richtmaß für mein Handeln zu nehmen. Bei allem gebotenen Respekt, Herr Edlinger: Seien Sie mir nicht böse, wenn ich sage, dass ich das ganz sicher nicht tun werde (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP), denn würde ich Sie zum Richtmaß der Politik dieser neuen Bundesregierung machen, dann müsste es mein Ziel sein, die höchste Arbeitslosigkeit und die höchste Staatsverschuldung der Zweiten Republik produzieren zu wollen. Das ist es ganz sicher nicht! Aber Sie sind insofern ein Richtmaß, als wir wissen, wie wir es sicher nicht machen wollen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Posch: ... solche Platitüden reden!
Die Qualität der öffentlichen Verwaltung hat meines Erachtens – im Gegensatz zu dem, was ich von einigen Vorrednern gehört habe – nicht damit zu tun, wie viele Köpfe in dieser Verwaltung tätig sind – alles, was bisher an Kritik angebracht worden ist, hat sehr viel mit Köpfezählen zu tun gehabt –, sondern sie hängt an der Qualität der Leistung, die erbracht wird, an den Rahmenbedingungen für die Beamten, damit sie diese Leistungen auch erbringen können, und am Dienstleistungs- und Servicecharakter gegenüber dem Bürger. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Posch: ... solche Platitüden reden!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben uns drei Paradigmen zur Zielsetzung unserer Verwaltungsreform gemacht. Das bedeutet, den Dienstleistungsstaat für die Konsumenten, den schlanken Staat für die Steuerzahler und den fairen Staat für die Arbeitnehmer sicherzustellen. Wir haben in unserem Regierungsprogramm festgeschrieben, dass alle Ämter und Ressorts Globalbudgets erhalten. Das ist ein sehr wichtiger und wesentlicher Bereich der Verwaltungsinnovation, weil entsprechende Anreize für Innovation auch dadurch gegeben werden, dass ein bestimmter Prozentsatz der erzielten Einsparungen für die eigene Organisation verwendet werden kann beziehungsweise direkt an die Mitarbeiter, die solche innovative Ideen haben, ausbezahlt werden können. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Aufgabenreform heißt für uns in erster Linie, dass wir einmal eine grundsätzliche Definition dessen machen, was eigentlich wirklich die Kernaufgaben des Staates sind, was der Staat für den Bürger leisten muss und was besser, billiger und effizienter anderswo erledigt werden kann. Kein Bürger in diesem Staat zahlt gerne Steuern, und zwar deswegen nicht, weil das Geld, mit dem er diese Steuern zahlt, hart verdient werden muss. Dafür soll er auch jene Leistung vom Staat bekommen, die er braucht, und zwar rasch und kostengünstig! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir müssen zum Zweiten dafür sorgen, dass es für Beamte Arbeitsbedingungen gibt, die es ihnen sicherstellen und ermöglichen, diese Leistungen auch erbringen zu können. Da ist auch die Politik insofern gefragt, als wir nicht dauernd die Verwaltung mit neuen Reglementierungen und Regelungen überfrachten dürfen, die in der Praxis kaum mehr vollziehbar sind und riesige Kosten nicht nur für die öffentliche Hand, sondern vor allem auch für die private Wirtschaft und die privaten Haushalte verursachen. Deswegen ist eine der wesentlichen Zielsetzungen der Verwaltungsreform ein Stopp der Gesetzesflut und die Bürgerverträglichkeitsprüfung von Gesetzen im Sinne der Zweckmäßigkeit und der Kostenberechnung. Am Ende dieser Aufgabenreform sollen zufriedene Bürger und anerkannte Beamte stehen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe es in den Ausführungen der Frau Kollegin Mertel als sehr bezeichnend gefunden, dass sie die Objektivierung als etwas Negatives und Kritisierenswertes dargestellt hat. Für mich, für unsere Fraktion und für die gesamte Bundesregierung ist das eines der wichtigsten Projekte, die wir überhaupt haben, weil es sicherstellen soll, dass die Stellen- und Postenvergabe im öffentlichen Dienst endlich nur noch und ausschließlich nach den Kriterien der Qualifikation und der Leistung der einzelnen Bewerber erfolgt, aber nicht mehr nach der Parteizugehörigkeit und nach dem Parteibuch. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben sichergestellt, dass es schon in den Ausschreibungen Anforderungsprofile gibt, die von unabhängigen Personalberatungsbüros erarbeitet werden, dass bei der Auswahl der Bewerber und bei den Begutachtungsverfahren externe Berater beigezogen werden und dass es endlich einen Rechtsschutz für übergangene Bewerber insofern gibt, als sie sich an einen Objektivierungssenat wenden können und eine Entscheidung überprüfen lassen können. Das heißt, ich sehe diesen Schritt als eine echte Befreiung für die tüchtigen Mitarbeiter im öffentlichen Dienst. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Grabner und Kopf. – Präsident Dr. Fasslabend gibt das Glockenzeichen.
Dass Ihnen das nicht gefällt, Herr Kollege, kann ich mir schon vorstellen, weil das all dem widerspricht, was Sie 55 Jahre lang in diesem Land unter Politik verstanden haben. Sie haben geglaubt, Parteibuch und Parteizugehörigkeit zur Voraussetzung machen zu müssen, um sich Leute gefügig zu machen. So sieht das Ergebnis Ihrer Regierungspolitik ja auch aus, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Grabner und Kopf. – Präsident Dr. Fasslabend gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Riepl: Langsamer reden! Bitte ein bisschen langsamer!
Modernisierung der Verwaltung heißt aber auch, vor allem die Möglichkeiten und Chancen der neuen Technologien und Kommunikationsmöglichkeiten zu nutzen. Eines der wichtigsten Zukunftsprojekte Österreichs ist ... (Abg. Riepl: Langsamer reden! Bitte ein bisschen langsamer!) Ich kann es auch gerne mehrmals wiederholen, wenn Sie es gerne hören. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie können nicht so schnell folgen? Sie können nur langsam denken, deshalb muss man auch langsam reden? – Weitere Zwischenrufe.) Wenn Sie ein bisschen schneller denken, können Sie auch meinen schnelleren Worten sicher folgen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Gaugg. )
Abg. Ing. Westenthaler: Sie können nicht so schnell folgen? Sie können nur langsam denken, deshalb muss man auch langsam reden? – Weitere Zwischenrufe.
Modernisierung der Verwaltung heißt aber auch, vor allem die Möglichkeiten und Chancen der neuen Technologien und Kommunikationsmöglichkeiten zu nutzen. Eines der wichtigsten Zukunftsprojekte Österreichs ist ... (Abg. Riepl: Langsamer reden! Bitte ein bisschen langsamer!) Ich kann es auch gerne mehrmals wiederholen, wenn Sie es gerne hören. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie können nicht so schnell folgen? Sie können nur langsam denken, deshalb muss man auch langsam reden? – Weitere Zwischenrufe.) Wenn Sie ein bisschen schneller denken, können Sie auch meinen schnelleren Worten sicher folgen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Gaugg. )
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Gaugg.
Modernisierung der Verwaltung heißt aber auch, vor allem die Möglichkeiten und Chancen der neuen Technologien und Kommunikationsmöglichkeiten zu nutzen. Eines der wichtigsten Zukunftsprojekte Österreichs ist ... (Abg. Riepl: Langsamer reden! Bitte ein bisschen langsamer!) Ich kann es auch gerne mehrmals wiederholen, wenn Sie es gerne hören. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie können nicht so schnell folgen? Sie können nur langsam denken, deshalb muss man auch langsam reden? – Weitere Zwischenrufe.) Wenn Sie ein bisschen schneller denken, können Sie auch meinen schnelleren Worten sicher folgen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Gaugg. )
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben beim Programm e-Government einen ersten wesentlichen Schritt durch das Programm "help.gv.at" gesetzt, das sicherstellt, dass jeder Bürger eine Information über die Verwaltungswege in direkter, verständlicher und schneller Form bekommen kann. Aber noch viel wichtiger ist, dass wir es in Zukunft ermöglichen, dass Bürger auch den direkten Zugang zur Verwaltung haben, ohne Behördenwege, ohne Amtszeiten und kostengünstig. Das heißt, dass Behörden-Entscheidungen, -Anträge, -Bescheide und Ähnliches über dieses System abgewickelt werden können. Wir werden damit auch sicherstellen, dass nicht nur die Geschwindigkeit der Entscheidungsfindung verbessert wird, sondern dass dies auch wesentlich kostengünstiger ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Edlinger: Das ist falsch!
Tatsache ist, dass man sich 1997 um die wesentlichen Probleme herumgedrückt hat, damals auch auf Grund des massiven Widerstandes der Sozialdemokratie. (Abg. Edlinger: Das ist falsch!)
Abg. Gaugg: Sie haben versagt, Herr Minister Edlinger!
Unser Prinzip, das für den ASVG-Bereich genauso gilt ... (Abg. Gaugg: Sie haben versagt, Herr Minister Edlinger!) Unser Prinzip, das für den ASVG-Bereich genauso wie für den öffentlichen
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist das ein Gebot der Fairness – und damit würde sich auch einmal aufhören, dass wir Menschen, die für den Staat arbeiten, ausspielen gegen Menschen, die in der Privatwirtschaft arbeiten. Es muss der Grundsatz der Fairness und der Gleichbehandlung gelten! Und genau das ist der Grundsatz dieser Pensionsreform! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Jarolim.
Das ist das zentrale Prinzip der Rechtsstaatlichkeit! Diejenigen, die sich möglicherweise mit dem Rechtsstaat anlegen, müssen wissen, was verboten ist, und die Allgemeinheit muss Information darüber haben – Generalprävention wird das genannt –, wo die Grenzen der individuellen Freiheit liegen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Jarolim. )
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Wir wissen nur aus Splittern der Vergangenheit, was die Heeresdienste bisher gemacht haben. Es gibt etwa Akten über "Mütter gegen Atomgefahren". Ich frage Sie in aller Form, Herr Bundesminister: Halten Sie es für eine gefährliche Tätigkeit, wenn Frauen, wenn Mütter versuchen, die Gefahren grenznaher Atomkraftwerke zu bannen, mit Unterschriftenlisten, mit Petitionen versuchen, eine tödliche Gefahr zu bannen, unseren Kindern ein Schicksal wie jenes der Kinder von Tschernobyl zu ersparen? Ist das die Gefährlichkeit? (Zwischenruf des Abg. Öllinger. )
Beifall bei den Grünen.
Und warum gehen Sie mit diesem Entwurf noch weiter, wenn in § 20 des Entwurfes – und zwar zwingend! – festgelegt wird, dass Personen, Zeitschriften, AutorInnen zu überwachen sind, die sich "kritisch beziehungsweise teilweise negativ mit dem Bundesheer auseinandersetzen"? – Kritische Auseinandersetzung mit einem Sachverhalt ist der Beruf, die Aufgabe von Journalisten und Journalistinnen, und diese müssen dann überwacht werden, weil sie ihren Beruf ausüben? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wo ist da der Rechtsstaat? Wo ist die Grenze? Gegen wen ist der Einsatz geboten? – Das ist völlig undifferenziert und damit jenseits der Grenzen des Rechtsstaates. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Noch etwas sei dazu angemerkt: Wir wissen, dass diese Dienste nicht nur von staatlichen Stellen in Anspruch genommen werden und wurden, sondern auch von Firmen. Und wir wissen auch, dass teilweise große Firmen und Konzerne eigene Sicherheitsleute beauftragen und dass es da einen Datendeal gibt. Es wird natürlich noch interessanter, wenn das Firmen sind, die zwar sehr viel Positives tun, sehr viele Arbeitsplätze sichern, aber zum Beispiel auch ein Standbein im Atombusiness haben, wie etwa die Firma Siemens. Und dass diese so manche Aktivitäten der "Mütter gegen Atomgefahren" vielleicht kritisch beurteilen, kann ich schon nachvollziehen, es stellt sich jedoch die Frage: Wieso steht die Republik Österreich auf der Seite der Firma Siemens und gegen die "Mütter gegen Atomgefahren"? Das kann ich nicht mehr nachvollziehen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie haben mit diesem Entwurf mitten im Frieden, mitten im Rechtsstaat Spielregeln vorgelegt, die diese Grenze verletzen und jenseits des Rechtsstaates stehen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Ofner: ... Abtreibung!
Die "Mütter gegen Atomgefahren" treten für die Gesundheit ihrer Kinder ein, für den Schutz des Lebens – ein eindeutig geschütztes Rechtsgut, ein mehrfach auch international geschütztes Rechtsgut! (Abg. Dr. Ofner: ... Abtreibung!) Wieso sind die militärischen Rechtsgüter in diesem Entwurf übergeordnet? Wieso geht es sogar so weit, dass darin ein ziemlich undifferenzierter Waffengebrauch genehmigt wird?
Abg. Dr. Stummvoll: Erklären Sie uns das!
Es geht aber sogar noch weiter – und darin, würde ich sagen, ist eine ganz harte und eindeutige Verfassungswidrigkeit enthalten –: Öffentlich Bedienstete können verhalten werden, ein schweres Delikt zu setzen, nämlich Urkundenfälschung! Ich lese Ihnen das vor, denn ich habe den Eindruck, dass etliche Abgeordnete den Entwurf nicht gelesen haben (Abg. Dr. Stummvoll: Erklären Sie uns das!) – ich zitiere –:
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wie können Sie mit einem einfachen Gesetz diametral in andere einfache Gesetze eingreifen? Das ist eine krasse, eine eindeutige und unverhüllte Verfassungswidrigkeit. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf.
Man muss das wirklich noch einmal auf der Zunge zergehen lassen: Sie müssen Urkunden fälschen, um andere zu täuschen, sie setzen also Handlungen, die sonst Verbrecher setzen. – Herr Bundesminister! Das kann wohl nicht im Ernst in einer Regierungsvorlage stehen! Oder wollen Sie wirklich Leute dazu bestimmen, Verbrechen zu begehen, und zwar im Dienste eines Wertes, der nicht über den anderen Werten unserer Rechtsordnung steht? (Zwischenruf.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Dazu, wer jene sind, die dieses Instrument jetzt schon in der Hand haben, haben wir dem Minister einige konkrete Fragen gestellt, und wir sind gespannt auf die Antworten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ach so ist das!
In der letzten Zeit hätte es einige Möglichkeiten gegeben: Wir hatten einen Landesverteidigungsausschuss – es war leider kein Vertreter Ihres Klubs anwesend! (Abg. Ing. Westenthaler: Ach so ist das!) Wir hatten gestern eine Budgetdebatte, eine sehr ausführliche, eine sehr gute und sehr sachliche Debatte. Wir hatten zwei Redner von Ihrem Klub. Abgeordneter Pilz ist kurz vor seinem Debattenbeitrag hereingekommen und kurz nach seiner Rede wieder hinausgegangen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Frau Kollegin Petrovic! Es kommt dann halt schon immer der Verdacht auf – Sie entschuldigen, wenn ich das hier sage –, dass es Ihnen nicht in erster Linie um die Rechte der Österreicher geht, dass es Ihnen nicht darum geht, verfassungsmäßige Bestimmungen zu diskutieren, sondern dass es Ihnen wieder einmal darum geht – diesmal über den Weg dieses Militärbefugnisgesetzes –, eine Institution zu kritisieren und auch zu kriminalisieren, denn Sie haben hier einige sehr schwere Vorwürfe gegen das österreichische Bundesheer erhoben, die letztlich durch ihre Leistungen – wir haben das ja gestern, zumindest mit Ausnahme Ihrer Fraktion, außer Streit gestellt – einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit dieses Landes erbringt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Stummvoll: Unglaublich! Ganz unglaublich!
Und wie wurden diese Wehrdiener von dieser Abgeordneten bewertet? – Sie hat gesagt: Die Wehrdiener, deren Alltag kennt man: dieses öde Im-Kreis-Laufen, blöde Lieder singen und sich besoffen in der Kantine noch blöder aufzuführen. (Abg. Dr. Stummvoll: Unglaublich! Ganz unglaublich!) Die Wehrdiener werden – auch das ist hinlänglich bekannt – zum Saufen eingeladen und verführt. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Und wie wurden diese Wehrdiener von dieser Abgeordneten bewertet? – Sie hat gesagt: Die Wehrdiener, deren Alltag kennt man: dieses öde Im-Kreis-Laufen, blöde Lieder singen und sich besoffen in der Kantine noch blöder aufzuführen. (Abg. Dr. Stummvoll: Unglaublich! Ganz unglaublich!) Die Wehrdiener werden – auch das ist hinlänglich bekannt – zum Saufen eingeladen und verführt. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Was hat das mit dem Geheimdienst zu tun, fragen Sie. – Das hat damit zu tun, dass wir uns dazu verständigen sollten, dass außer Streit stehen sollte, dass solche Abqualifizierungen von Österreichern, die sich in den Dienst des Staates gestellt haben, nicht zulässig sein sollten – weder für Landtagsabgeordnete noch für sonstige öffentliche Mandatare. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung der Abg. Dr. Petrovic –: Sie kennt sich überhaupt nichts aus! Eine ahnungslose Frau! Völlig ahnungslos!
Selbstverständlich ist der sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsatz – da Sie die Verfassung heute zitiert haben – auch eine Frage der Sicherheit nach innen. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung der Abg. Dr. Petrovic –: Sie kennt sich überhaupt nichts aus! Eine ahnungslose Frau! Völlig ahnungslos!) Das österreichische Bundesheer hat hier eine ganz wichtige Aufgabe zu erfüllen; Frau Kollegin Petrovic, das wissen Sie ganz genau. In mehreren Hunderttausend Arbeitsstunden haben österreichische Grundwehrdiener, die angeblich nur blöd singen und saufen, im Dienste der inneren Sicherheit, bei Lawinenkatastrophen, bei Hochwasserkatastrophen, für die österreichische Bevölkerung ihren Einsatz geleistet. Das meine ich mit innerer Sicherheit, Frau Kollegin Petrovic! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Selbstverständlich ist der sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsatz – da Sie die Verfassung heute zitiert haben – auch eine Frage der Sicherheit nach innen. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung der Abg. Dr. Petrovic –: Sie kennt sich überhaupt nichts aus! Eine ahnungslose Frau! Völlig ahnungslos!) Das österreichische Bundesheer hat hier eine ganz wichtige Aufgabe zu erfüllen; Frau Kollegin Petrovic, das wissen Sie ganz genau. In mehreren Hunderttausend Arbeitsstunden haben österreichische Grundwehrdiener, die angeblich nur blöd singen und saufen, im Dienste der inneren Sicherheit, bei Lawinenkatastrophen, bei Hochwasserkatastrophen, für die österreichische Bevölkerung ihren Einsatz geleistet. Das meine ich mit innerer Sicherheit, Frau Kollegin Petrovic! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Petrovic: Was ist dann mit den "Müttern gegen Atomgefahren"?
Das Abwehramt ist zuständig für die militärische Sicherheit im Inland, Frau Kollegin Petrovic. Es bestehen also keine Überschneidungen mit der Sicherheitspolizei. (Abg. Dr. Petrovic: Was ist dann mit den "Müttern gegen Atomgefahren"?)
Abg. Dr. Petrovic: Die "Mütter gegen Atomgefahren" hätten auch schreckliche Folgen gehabt?!
Sie haben gefragt, wieso solch ein Heeresgut etwas Außergewöhnliches sei. Erstens einmal ist, glaube ich, international außer Streit gestellt, dass eben militärische Einrichtungen einen ganz besonderen Fall darstellen, und zweitens müssen Sie sich, Frau Kollegin Petrovic, schon die Folgen von derartigen Übergriffen vor Augen halten. Sie werden mir doch zustimmen, dass es sinnvoll ist, dass man, wenn etwa bekannt wird, dass irgendeine Gruppe plant, ein Munitionsdepot anzugreifen, zu plündern, dort Sprengstoffanschläge zu machen, rechtzeitig davon weiß und daher diese Heeresgüter absichern und damit vielfach Menschenleben retten kann. Das ist doch eine sinnvolle Tätigkeit, und das hat nichts damit zu tun, Frau Kollegin Petrovic, sich mit irgendwelchen karitativen Organisationen oder positiven Vereinen negativ auseinander zu setzen. (Abg. Dr. Petrovic: Die "Mütter gegen Atomgefahren" hätten auch schreckliche Folgen gehabt?!)
Abg. Dr. Petrovic: Wie ist dann der Akt "Mütter gegen Atomgefahren" entstanden?
Deshalb erübrigt sich, glaube ich, die Antwort auf die Fragen 2 und 3. Es gibt kein Personal für die Überwachung von Kritikern, Frau Kollegin Petrovic. (Abg. Dr. Petrovic: Wie ist dann der Akt "Mütter gegen Atomgefahren" entstanden?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das sind die Punkte, die hier zu untersuchen sind, Frau Kollegin Petrovic, und ich meine, das ist im Bereich der militärischen Sicherheit nicht nur gerechtfertigt, sondern absolut notwendig. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Und wenn es eine Institution, eine Gruppe gibt, die gegen den Assistenzeinsatz an der burgenländischen Grenze entsprechende Handlungen ankündigt und Maßnahmen setzt und wenn dann auch tatsächlich Heereshubschrauber mit Leuchtmunition von angeblich friedlichen Demonstranten beschossen werden, was auch zum Tod der Piloten hätte führen können, dann ist das militärisch relevant und dann ist es notwendig, Vorsorge zu treffen, dann ist es notwendig, auch derartige Informationen im Sinne des Lebens unserer Soldaten, aber auch der Bevölkerung, die in Mitleidenschaft gezogen hätte werden können, zu untersuchen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass es, so glaube ich, unser aller Grundsatz sein sollte, dass jeder frei und unbeeinflusst seiner politischen Gesinnung, so weit sie sich im demokratischen Spektrum bewegt, nachkommen darf, soll und muss. Ich sage es noch einmal: Ich habe, obwohl ich alle Mitarbeiter übernommen habe, niemanden in meinem Kabinett gefragt, welcher politischen Partei er vielleicht angehört, welcher politischen Gesinnung er angehört. Das wäre Gesinnungsterror, und das liegt mir fern. Es wundert mich, dass Sie eine derartige Frage an mich gestellt haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung Grüne –: Nicht so viel James Bond schauen! Grüne-Grüne-Sieben!
Ich sage es noch einmal: Für mich als ehemaligen Parlamentarier, aber auch als Verteidigungsminister ist es wichtig, eine möglichst umfangreiche und intensive Debatte über Gesetzesmaterien zu ermöglichen. Ich bin selbstverständlich gerne bereit, bei all den Terminen, die Sie als Volksvertreter mir vorgeben, dabei zu sein und auch das Militärbefugnisgesetz ganz intensiv und detailliert auch mit Experten zu diskutieren. Ich glaube, das sollte in unser aller Interesse sein, damit es in Zukunft nicht möglich ist, dass man durch einen möglicherweise falschen Informationsstand eine Institution in den Graubereich der Rechtsmaterien stellt, die in Wirklichkeit nur dazu da ist, den Dienst unserer Soldaten so gut wie möglich zu gewährleisten. (Anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung Grüne –: Nicht so viel James Bond schauen! Grüne-Grüne-Sieben!)
Abg. Dr. Petrovic: Ich habe mich damals gewundert, aber bitte!
Ich bin mir aber nicht sicher, Frau Abgeordnete Dr. Petrovic, ob wir nicht vor Jahren doch eine tatsächliche Berichtigung zu einer Wortmeldung eines Regierungsmitglieds zu einer Dringlichen Anfrage ermöglicht haben. Ich möchte das aber prüfen, bevor ich eine Entscheidung treffe. Ich bitte um Verständnis. (Abg. Dr. Petrovic: Ich habe mich damals gewundert, aber bitte!) Es gibt auch nicht den Anspruch, dass die tatsächliche Berichtigung sofort erfolgen muss. Ich könnte, wenn die Prüfung anders verläuft, etwas später das Wort zur tatsächlichen Berichtigung erteilen.
Abg. Ing. Westenthaler: "00Pilz"!
Erster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Pilz. Die Redezeit beträgt 10 Minuten. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: "00Pilz"!)
Bundesminister Scheibner: Haben Sie Frau Stoisits gefragt?
Ein Südtiroler Staatsanwalt stellte kurze Zeit später eine Festplatte sicher, die sich in Stubners Besitz befunden hatte, auf der genaue Pläne über die Bewaffnung so genannter Widerstands- und Befreiungsgruppen in Südtirol, in Slowenien und in Kroatien aufgezeichnet waren. Der Zusammenhang schien auch damals den Sicherheitsbehörden klar zu sein. Die 20 000 Schuss Maschinenpistolenmunition passen sehr gut zu den Plänen von Enzendorfers Partner im Siegfried-Kopf-Komitee. (Bundesminister Scheibner: Haben Sie Frau Stoisits gefragt?) Die Organisation, die für diese Aktion gegründet wurde, hieß Österreichisch-Slowenische Gesellschaft, und einige andere polizeibekannte Rechtsextremisten waren Mitglieder. Es gelang unter Vorspielung großer österreichisch-slowenischer Freundschaft sogar für eine kurze Zeit, durchaus respektable Personen des öffentlichen Lebens als Mitglieder zu gewinnen, die, nachdem die Aktivitäten dieser Gruppe bekannt wurden, diesen Verein wieder verlassen haben.
Bundesminister Scheibner: Das ist hoffentlich kein Verbrechen!
Meine Damen und Herren! Die Spur einer Person mit dem Namen Enzendorfer verliert sich gegen Ende des letzten Jahres. An ihrer Stelle tritt ein Günther Barnet auf. Günther Enzendorfer hat geheiratet und einen anderen Namen angenommen. (Bundesminister Scheibner: Das ist hoffentlich kein Verbrechen!) Unter diesem Namen ist er heute persönlicher Pressereferent des Verteidigungsministers. Es ist ein weiter Weg vom Komitee Siegfried-Kopf unter einem neuen Namen im Kabinett des Verteidigungsministers. (Bundesminister Scheibner: Menschenjagd ist das!)
Bundesminister Scheibner: Menschenjagd ist das!
Meine Damen und Herren! Die Spur einer Person mit dem Namen Enzendorfer verliert sich gegen Ende des letzten Jahres. An ihrer Stelle tritt ein Günther Barnet auf. Günther Enzendorfer hat geheiratet und einen anderen Namen angenommen. (Bundesminister Scheibner: Das ist hoffentlich kein Verbrechen!) Unter diesem Namen ist er heute persönlicher Pressereferent des Verteidigungsministers. Es ist ein weiter Weg vom Komitee Siegfried-Kopf unter einem neuen Namen im Kabinett des Verteidigungsministers. (Bundesminister Scheibner: Menschenjagd ist das!)
Bundesminister Scheibner: Letztklassig!
Günther Enzendorfer ist nicht irgendjemand. Als die österreichische Polizei in der Causa Briefbomben ermittelte, stellte sie bei einer Hausdurchsuchung eine lange Adressenliste österreichischer und internationaler Rechtsextremisten und Neonazis sicher. Diese Liste umfasst den Kopf der deutschen Neonazis Ewald Althans, den Friedhofschänder Anderle, die Rechtsextremisten Drechsler und Dürr. Auf Seite 3 befindet sich bereits Günther Enzendorfer (Bundesminister Scheibner: Letztklassig!), aber auch Abgeordneter zum Nationalrat Harald Fischl. (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Eine Seite weiter liest man die Namen des unga
Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.
Günther Enzendorfer ist nicht irgendjemand. Als die österreichische Polizei in der Causa Briefbomben ermittelte, stellte sie bei einer Hausdurchsuchung eine lange Adressenliste österreichischer und internationaler Rechtsextremisten und Neonazis sicher. Diese Liste umfasst den Kopf der deutschen Neonazis Ewald Althans, den Friedhofschänder Anderle, die Rechtsextremisten Drechsler und Dürr. Auf Seite 3 befindet sich bereits Günther Enzendorfer (Bundesminister Scheibner: Letztklassig!), aber auch Abgeordneter zum Nationalrat Harald Fischl. (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Eine Seite weiter liest man die Namen des unga
Bundesminister Scheibner: Das habe ich nicht gesagt!
Jetzt hat der Bundesminister für Landesverteidigung eine Sicherheitsüberprüfung im Ressort durchgeführt. (Bundesminister Scheibner: Das habe ich nicht gesagt!) Dürfen wir uns jetzt erwarten, dass Sicherheitsüberprüfungen so ausschauen, dass es künftig für Leute mit einer Vorstrafe (Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt müssen wir mit Fischl reden!) auf Grund des Kriegsmaterialgesetzes, mit engen Beziehungen zu Rechtsextremisten, einschlägigen Tätigkeiten und dazu passenden Verbindungen in den Bereich der militärischen Nachrichtendienste – trotz Sicherheitsüberprüfung – einen Platz an der Spitzte des Ressorts gibt? (Abg. Mag. Trattner: Was sich der GAK erlaubt, Fischl als Präsident zu nehmen! – Abg. Ing. Westenthaler: Ist der ganze GAK rechtsextremistisch?)
Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt müssen wir mit Fischl reden!
Jetzt hat der Bundesminister für Landesverteidigung eine Sicherheitsüberprüfung im Ressort durchgeführt. (Bundesminister Scheibner: Das habe ich nicht gesagt!) Dürfen wir uns jetzt erwarten, dass Sicherheitsüberprüfungen so ausschauen, dass es künftig für Leute mit einer Vorstrafe (Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt müssen wir mit Fischl reden!) auf Grund des Kriegsmaterialgesetzes, mit engen Beziehungen zu Rechtsextremisten, einschlägigen Tätigkeiten und dazu passenden Verbindungen in den Bereich der militärischen Nachrichtendienste – trotz Sicherheitsüberprüfung – einen Platz an der Spitzte des Ressorts gibt? (Abg. Mag. Trattner: Was sich der GAK erlaubt, Fischl als Präsident zu nehmen! – Abg. Ing. Westenthaler: Ist der ganze GAK rechtsextremistisch?)
Abg. Mag. Trattner: Was sich der GAK erlaubt, Fischl als Präsident zu nehmen! – Abg. Ing. Westenthaler: Ist der ganze GAK rechtsextremistisch?
Jetzt hat der Bundesminister für Landesverteidigung eine Sicherheitsüberprüfung im Ressort durchgeführt. (Bundesminister Scheibner: Das habe ich nicht gesagt!) Dürfen wir uns jetzt erwarten, dass Sicherheitsüberprüfungen so ausschauen, dass es künftig für Leute mit einer Vorstrafe (Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt müssen wir mit Fischl reden!) auf Grund des Kriegsmaterialgesetzes, mit engen Beziehungen zu Rechtsextremisten, einschlägigen Tätigkeiten und dazu passenden Verbindungen in den Bereich der militärischen Nachrichtendienste – trotz Sicherheitsüberprüfung – einen Platz an der Spitzte des Ressorts gibt? (Abg. Mag. Trattner: Was sich der GAK erlaubt, Fischl als Präsident zu nehmen! – Abg. Ing. Westenthaler: Ist der ganze GAK rechtsextremistisch?)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Jetzt lese ich in den Erläuterungen zum Militärbefugnisgesetz, was der Minister eigentlich will. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Darin steht: Als nicht verlässlich soll eine Person jedenfalls dann gelten, wenn sie durch ein inländisches Gericht wegen bestimmter Straftaten mit militärischer Relevanz rechtskräftig verurteilt wurde. – Das Kriegsmaterialgesetz ist eindeutig ein Gesetz mit militärischer Relevanz, und es liegt eine rechtskräftige Verurteilung vor. (Zwischenbemerkung des Bundesministers Scheibner. ) Nur die Änderung des Namens kann doch nicht das Problem sein.
Zwischenbemerkung des Bundesministers Scheibner.
Jetzt lese ich in den Erläuterungen zum Militärbefugnisgesetz, was der Minister eigentlich will. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Darin steht: Als nicht verlässlich soll eine Person jedenfalls dann gelten, wenn sie durch ein inländisches Gericht wegen bestimmter Straftaten mit militärischer Relevanz rechtskräftig verurteilt wurde. – Das Kriegsmaterialgesetz ist eindeutig ein Gesetz mit militärischer Relevanz, und es liegt eine rechtskräftige Verurteilung vor. (Zwischenbemerkung des Bundesministers Scheibner. ) Nur die Änderung des Namens kann doch nicht das Problem sein.
Abg. Ing. Westenthaler: Beim GAK!
Der Herr Bundesminister könnte sagen: Ich wusste nicht, dass Herr Barnet der ehemalige Herr Enzendorfer ist. Warum hat dann aber heute am frühen Nachmittag im Bundesministerium für Landesverteidigung eine Sitzung gemeinsam mit Herrn Barnet alias Enzendorfer zur Vorbereitung dieser Anfragebeantwortung stattgefunden? (Abg. Ing. Westenthaler: Beim GAK!) Warum ist Herr Barnet nach der Besprechung dieser Causa hier ins Haus zitiert worden? (Abg. Mag. Trattner: Wegen Fischl!) Was ist denn am Nachmittag im Bundesministerium für Landesverteidigung und im Kabinett vorbesprochen worden? – Unsicherheit über Unsicherheit! (Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin dafür, dass Fischl wieder GAK-Präsident wird!)
Abg. Mag. Trattner: Wegen Fischl!
Der Herr Bundesminister könnte sagen: Ich wusste nicht, dass Herr Barnet der ehemalige Herr Enzendorfer ist. Warum hat dann aber heute am frühen Nachmittag im Bundesministerium für Landesverteidigung eine Sitzung gemeinsam mit Herrn Barnet alias Enzendorfer zur Vorbereitung dieser Anfragebeantwortung stattgefunden? (Abg. Ing. Westenthaler: Beim GAK!) Warum ist Herr Barnet nach der Besprechung dieser Causa hier ins Haus zitiert worden? (Abg. Mag. Trattner: Wegen Fischl!) Was ist denn am Nachmittag im Bundesministerium für Landesverteidigung und im Kabinett vorbesprochen worden? – Unsicherheit über Unsicherheit! (Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin dafür, dass Fischl wieder GAK-Präsident wird!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin dafür, dass Fischl wieder GAK-Präsident wird!
Der Herr Bundesminister könnte sagen: Ich wusste nicht, dass Herr Barnet der ehemalige Herr Enzendorfer ist. Warum hat dann aber heute am frühen Nachmittag im Bundesministerium für Landesverteidigung eine Sitzung gemeinsam mit Herrn Barnet alias Enzendorfer zur Vorbereitung dieser Anfragebeantwortung stattgefunden? (Abg. Ing. Westenthaler: Beim GAK!) Warum ist Herr Barnet nach der Besprechung dieser Causa hier ins Haus zitiert worden? (Abg. Mag. Trattner: Wegen Fischl!) Was ist denn am Nachmittag im Bundesministerium für Landesverteidigung und im Kabinett vorbesprochen worden? – Unsicherheit über Unsicherheit! (Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin dafür, dass Fischl wieder GAK-Präsident wird!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin dafür, dass Fischl wieder GAK-Präsident wird!
Meine Damen und Herren! Lassen Sie uns hier zusätzliche Sicherheit schaffen. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin dafür, dass Fischl wieder GAK-Präsident wird!) Ich komme zum Schluss: Ich habe die große Befürchtung, dass die Überwachung auf Grund der neuen Nachrichtendienstgesetze dieser Republik einem klaren politischen Ziel dienen (Abg. Ing. Westenthaler: Wie Fischl GAK-Präsident war, wären sie fast Meister geworden!): Kritiker der militärischen Landesverteidigung, kritische Journalistinnen und Journalisten, Menschen, die nicht so denken wie die jetzige Spitze des Bundesministeriums für Landesverteidigung, sollen jetzt auch – mit gesetzlicher Grundlage – ins Fadenkreuz der militärischen Ermittler geraten. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind schuld, dass der GAK nicht mehr gewinnt!)
Abg. Ing. Westenthaler: Wie Fischl GAK-Präsident war, wären sie fast Meister geworden!
Meine Damen und Herren! Lassen Sie uns hier zusätzliche Sicherheit schaffen. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin dafür, dass Fischl wieder GAK-Präsident wird!) Ich komme zum Schluss: Ich habe die große Befürchtung, dass die Überwachung auf Grund der neuen Nachrichtendienstgesetze dieser Republik einem klaren politischen Ziel dienen (Abg. Ing. Westenthaler: Wie Fischl GAK-Präsident war, wären sie fast Meister geworden!): Kritiker der militärischen Landesverteidigung, kritische Journalistinnen und Journalisten, Menschen, die nicht so denken wie die jetzige Spitze des Bundesministeriums für Landesverteidigung, sollen jetzt auch – mit gesetzlicher Grundlage – ins Fadenkreuz der militärischen Ermittler geraten. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind schuld, dass der GAK nicht mehr gewinnt!)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind schuld, dass der GAK nicht mehr gewinnt!
Meine Damen und Herren! Lassen Sie uns hier zusätzliche Sicherheit schaffen. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin dafür, dass Fischl wieder GAK-Präsident wird!) Ich komme zum Schluss: Ich habe die große Befürchtung, dass die Überwachung auf Grund der neuen Nachrichtendienstgesetze dieser Republik einem klaren politischen Ziel dienen (Abg. Ing. Westenthaler: Wie Fischl GAK-Präsident war, wären sie fast Meister geworden!): Kritiker der militärischen Landesverteidigung, kritische Journalistinnen und Journalisten, Menschen, die nicht so denken wie die jetzige Spitze des Bundesministeriums für Landesverteidigung, sollen jetzt auch – mit gesetzlicher Grundlage – ins Fadenkreuz der militärischen Ermittler geraten. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind schuld, dass der GAK nicht mehr gewinnt!)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind schuld, dass der GAK nicht mehr gewinnt!
Meine Damen und Herren! Dabei gibt es ein sehr großes Problem. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind schuld, dass der GAK nicht mehr gewinnt!) Im Gegensatz zum Bundesministerium für Inneres, für dessen Staatspolizei auch die Strafprozessordnung und die Ordnung der österreichischen Gerichte gilt, handelt es sich bei den militärischen Nachrichtendiensten um Organisationen, die völlig anderen Gesetzen gehorchen. Beim ersten Entwurf zum Militärbefugnisgesetz, der leider auch eine, wenn auch mit schlechtem Gewissen getragene, sozialdemokratische Handschrift enthielt, wurde uns noch gesagt: Der Ernstfall wird nicht eintreten, dass jene, vor denen wir diese Republik zu Recht politisch schützen sollen, die Spitze des Landesverteidigungsressorts und damit auch die Macht über die militärischen Geheimdienste übernehmen. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren! Dabei gibt es ein sehr großes Problem. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind schuld, dass der GAK nicht mehr gewinnt!) Im Gegensatz zum Bundesministerium für Inneres, für dessen Staatspolizei auch die Strafprozessordnung und die Ordnung der österreichischen Gerichte gilt, handelt es sich bei den militärischen Nachrichtendiensten um Organisationen, die völlig anderen Gesetzen gehorchen. Beim ersten Entwurf zum Militärbefugnisgesetz, der leider auch eine, wenn auch mit schlechtem Gewissen getragene, sozialdemokratische Handschrift enthielt, wurde uns noch gesagt: Der Ernstfall wird nicht eintreten, dass jene, vor denen wir diese Republik zu Recht politisch schützen sollen, die Spitze des Landesverteidigungsressorts und damit auch die Macht über die militärischen Geheimdienste übernehmen. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Bundesminister Scheibner: ... Menschenjagd!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (fortsetzend): Aber ich fordere Sie auf, meine Damen und Herren (Bundesminister Scheibner: ... Menschenjagd!), in dieser Frage wachsam zu sein und dafür zu sorgen, dass im Kabinett des Bundesministers, auch wenn ein Freiheitlicher an der Spitze des Ressorts steht, weder Personen mit rechtsextremen Verbindungen noch Personen mit einschlägigen Vorstrafen Dienst versehen können. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Es lebe der GAK!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Es lebe der GAK!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (fortsetzend): Aber ich fordere Sie auf, meine Damen und Herren (Bundesminister Scheibner: ... Menschenjagd!), in dieser Frage wachsam zu sein und dafür zu sorgen, dass im Kabinett des Bundesministers, auch wenn ein Freiheitlicher an der Spitze des Ressorts steht, weder Personen mit rechtsextremen Verbindungen noch Personen mit einschlägigen Vorstrafen Dienst versehen können. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Es lebe der GAK!)
Bundesminister Scheibner: Das stimmt nicht! – Abg. Ing. Westenthaler: Das hat er nicht gesagt! Das hat er nicht gesagt! Das hat er nicht gesagt!
Abgeordnete MMag. Dr. Madeleine Petrovic (Grüne): Hohes Haus! Ich berichtige den Bundesminister in zwei Punkten. Herr Bundesminister Scheibner hat gesagt, es gäbe keine Akten über Angehörige dieses Hauses – mit Ausnahme eines ehemaligen Angehörigen der Dienste und seine eigene Person. (Bundesminister Scheibner: Das stimmt nicht! – Abg. Ing. Westenthaler: Das hat er nicht gesagt! Das hat er nicht gesagt! Das hat er nicht gesagt!)
Abg. Böhacker: Das ist die Unwahrheit, was Sie behaupten!
Ich berichtige Herrn Bundesminister Scheibner tatsächlich: Ich habe mit eigenen Augen die Kopie des Aktes über Frau Mag. Doris Pollet-Kammerlander gesehen, sodass dieser Akt sehr wohl angelegt worden sein muss. (Abg. Böhacker: Das ist die Unwahrheit, was Sie behaupten!)
Abg. Jung: War dieser Einsatz in Ihrem Bauernhof oder an der Grenze?
Dies war – und das ist rechtskräftig ausjudiziert – nicht gerechtfertigt. Es gab im Zusammenhang mit dieser angemeldeten Kundgebung einen Exekutiveinsatz, der sich unter anderem gegen mich richtete. (Abg. Jung: War dieser Einsatz in Ihrem Bauernhof oder an der Grenze?) Das Verfahren gegen mich – damals war ich nicht immun – ist rechtskräftig eingestellt worden, wo hingegen ich mit meiner Beschwerde gegen die Republik Österreich vollinhaltlich obsiegt habe. Die Republik Österreich musste mir in diesem Zusammenhang meine Prozesskosten ersetzen. (Abg. Ing. Westenthaler: Sind sie verurteilt wegen Besitzstörung?) – So viel zum "Wahrheitsgehalt" der Aussagen des Bundesministers. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sind sie verurteilt wegen Besitzstörung?
Dies war – und das ist rechtskräftig ausjudiziert – nicht gerechtfertigt. Es gab im Zusammenhang mit dieser angemeldeten Kundgebung einen Exekutiveinsatz, der sich unter anderem gegen mich richtete. (Abg. Jung: War dieser Einsatz in Ihrem Bauernhof oder an der Grenze?) Das Verfahren gegen mich – damals war ich nicht immun – ist rechtskräftig eingestellt worden, wo hingegen ich mit meiner Beschwerde gegen die Republik Österreich vollinhaltlich obsiegt habe. Die Republik Österreich musste mir in diesem Zusammenhang meine Prozesskosten ersetzen. (Abg. Ing. Westenthaler: Sind sie verurteilt wegen Besitzstörung?) – So viel zum "Wahrheitsgehalt" der Aussagen des Bundesministers. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dies war – und das ist rechtskräftig ausjudiziert – nicht gerechtfertigt. Es gab im Zusammenhang mit dieser angemeldeten Kundgebung einen Exekutiveinsatz, der sich unter anderem gegen mich richtete. (Abg. Jung: War dieser Einsatz in Ihrem Bauernhof oder an der Grenze?) Das Verfahren gegen mich – damals war ich nicht immun – ist rechtskräftig eingestellt worden, wo hingegen ich mit meiner Beschwerde gegen die Republik Österreich vollinhaltlich obsiegt habe. Die Republik Österreich musste mir in diesem Zusammenhang meine Prozesskosten ersetzen. (Abg. Ing. Westenthaler: Sind sie verurteilt wegen Besitzstörung?) – So viel zum "Wahrheitsgehalt" der Aussagen des Bundesministers. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Ich habe in Heeres-Nachrichtenamt und Heeres-Abwehramt unterteilt. Es gibt im Heeres-Nachrichtenamt einen Akt; vom Abwehramt kann ich Ihnen die Zahlen nicht nennen. Wenn Sie das nicht verstehen wollen, Frau Abgeordnete Petrovic, so ist das nur ein Indiz dafür, dass Sie letztlich keine sachliche Diskussion wollen – und das bedauere ich. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Dr. Jarolim: Entschuldigen Sie bitte ... !
Sie haben aber jetzt in Ihrer Rede von mehr als zehn Minuten fast die gesamte Redezeit dazu verwendet, einen meinen Mitarbeiter zu diskreditieren. (Abg. Dr. Jarolim: Entschuldigen Sie bitte ... !) Das, meine Damen und Herren, weise ich auf das Schärfste zurück! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Edlinger: Das ist unerhört!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Edlinger: Das ist unerhört!
Sie haben aber jetzt in Ihrer Rede von mehr als zehn Minuten fast die gesamte Redezeit dazu verwendet, einen meinen Mitarbeiter zu diskreditieren. (Abg. Dr. Jarolim: Entschuldigen Sie bitte ... !) Das, meine Damen und Herren, weise ich auf das Schärfste zurück! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Edlinger: Das ist unerhört!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Posch: Ob Sie dem Parlament zu Frage 16 die Wahrheit gesagt haben! – Abg. Edlinger: Entweder hat der Pilz gelogen oder der Scheibner! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Ing. Westenthaler: Es ist unerhört, dass ein Abgeordneter hinausgeschrien hat, ein Minister hat "gelogen"! So ein Primitivling! So ein primitiver Mensch! Das ist unglaublich! – Weitere heftige Zwischenrufe bei den Freiheitlichen sowie Gegenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Wie es sich verhält, meine Damen und Herren, werden Kollegen noch darstellen; ich möchte diese Debatte jetzt nicht verlängern. Sollte noch etwas offen bleiben, Herr Kollege, werde ich mich selbstverständlich noch einmal zu Wort melden. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Posch: Ob Sie dem Parlament zu Frage 16 die Wahrheit gesagt haben! – Abg. Edlinger: Entweder hat der Pilz gelogen oder der Scheibner! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Ing. Westenthaler: Es ist unerhört, dass ein Abgeordneter hinausgeschrien hat, ein Minister hat "gelogen"! So ein Primitivling! So ein primitiver Mensch! Das ist unglaublich! – Weitere heftige Zwischenrufe bei den Freiheitlichen sowie Gegenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Haigermoser: Benehmt euch ordentlich, dann müssen wir nicht unterbrechen!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Ich glaube, dass es auf Grund dieser Entwicklung wirklich notwendig ist, eine kurze Präsidiale abzuhalten, um das zu reflektieren und aufzuarbeiten. Ich würde den Herrn Präsidenten ersuchen, diesem Ersuchen stattzugeben. (Abg. Haigermoser: Benehmt euch ordentlich, dann müssen wir nicht unterbrechen!)
Beifall bei der ÖVP.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Erstens fühle ich mich durchaus in der Lage, diese Sitzung weiterzuführen. Daher werde ich jetzt keine Präsidiale einberufen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wann war das?
Zweitens habe ich den Zwischenruf des Herrn Abgeordneten Edlinger so verstanden, dass er gesagt hat, es hat entweder der eine oder der andere gelogen. Im Hinblick darauf, dass wir in der nächsten Präsidialsitzung darüber reden werden, dass hier für Ausdrücke wie "Stalinist" "Linksfaschist" und "Obervernaderer" kein Ordnungsruf erteilt wurde (Abg. Ing. Westenthaler: Wann war das?), werde ich auch diese Frage erst prüfen, bevor ich einen Ordnungsruf erteile.
Abg. Mag. Posch – in Richtung des Bundesministers Scheibner –: Haben Sie die Frage 16 wahrheitsgemäß beantwortet? Das ist die Frage! – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Jetzt gelangt Herr Abgeordneter Gaál zu Wort. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Mag. Posch – in Richtung des Bundesministers Scheibner –: Haben Sie die Frage 16 wahrheitsgemäß beantwortet? Das ist die Frage! – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) – Wenn es noch weitere Kritik an der Vorsitzführung gibt, werde ich das tun, was Kollege Prinzhorn sofort bei Kritik an seiner Vorsitzführung getan hat, nämlich einen Ordnungsruf erteilen.
Abg. Jung: Weil er stimmt?
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Man kann mit den Aussagen des Kollegen Pilz einer Meinung sein oder auch nicht. Wir wissen, dass er sehr spektakulär und öffentlichkeitswirksam auftritt, sich so präsentiert. Man kann über die Form verschiedenster Meinung sein, aber der Inhalt, den er heute dargelegt hat, ist sehr ernst zu nehmen. (Abg. Jung: Weil er stimmt?) – Richtig.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister Scheibner, leider haben Sie auch nicht Recht, wenn Sie sagen, es gibt eine klare Trennung zwischen militärischem und nichtmilitärischem Bereich. Daher würde ich meinen, dass auch da Klarheit geschafft werden muss. Ganz klar möchte ich daher festhalten: Es besteht kein Bedarf, und es ist nicht notwendig, dass neben der Staatspolizei noch ein zweiter Geheimdienst vorhanden ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Vorwürfe laut werden, dass wir dieses Gesetz, das wir immer wieder verlangt haben, prinzipiell ablehnen, so gehen diese Vorwürfe völlig an der Wahrheit vorbei. Im Gegenteil, meine Damen und Herren: Uns geht es darum, dass die militärischen Nachrichtendienste auf klar beschriebene, auf klar umrissene Aufgabengebiete beschränkt bleiben, das heißt, dass die nachrichtendienstliche Tätigkeit des HNA beispielsweise auf die Beobachtung der Sicherheitslage im Ausland beschränkt bleibt und die Arbeit der militärischen Abwehr ausschließlich innerhalb des österreichischen Bundesheeres stattfinden soll – und mit dem Kasernentor ihr Ende finden muss. Es geht ganz einfach darum, eine Vermengung von militärischen und polizeilichen Aufgaben zu verhindern. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Jung
Herr Bundesminister! In Ihrem Entwurf gibt es keine verlässliche Abgrenzung zur Sicherheitspolizei. Wenn aber nicht ausreichend zwischen militärischem und nichtmilitärischem Bereich unterschieden werden kann, können die Heeresdienste nach wie vor gegen jeden Österreicher, gegen jede Österreicherin ermitteln, verdeckt ermitteln (Zwischenruf des Abg. Jung ) – auch mittels des kleinen Lauschangriffes, Kollege Jung! Das müssen Sie auf Grund Ihrer beruflichen Vergangenheit besonders wissen. Darüber können auch Aufzeichnungen geführt werden – und das wollen wir ganz einfach nicht, Herr Kollege Jung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! In Ihrem Entwurf gibt es keine verlässliche Abgrenzung zur Sicherheitspolizei. Wenn aber nicht ausreichend zwischen militärischem und nichtmilitärischem Bereich unterschieden werden kann, können die Heeresdienste nach wie vor gegen jeden Österreicher, gegen jede Österreicherin ermitteln, verdeckt ermitteln (Zwischenruf des Abg. Jung ) – auch mittels des kleinen Lauschangriffes, Kollege Jung! Das müssen Sie auf Grund Ihrer beruflichen Vergangenheit besonders wissen. Darüber können auch Aufzeichnungen geführt werden – und das wollen wir ganz einfach nicht, Herr Kollege Jung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man das Gesetz durchliest – ich habe es mir ganz genau angeschaut, weil ich mich seit Monaten mit dieser Materie befasse –, Herr Bundesminister, kann man feststellen, dieses Gesetz trägt sehr deutlich die Handschrift der Österreichischen Volkspartei. Da hat sich der kleine Koalitionspartner vollinhaltlich durchgesetzt. Sie sitzen heute hier als Vollzugsorgan und müssen dieses Gesetz vertreten. Dieses Gesetz wird durch alle Gremien dieses Hauses durchgepeitscht, Herr Bundesminister! Sie werden nie die Chance haben, das mit uns ausführlich zu diskutieren und zu erörtern; da wird nicht einmal ein Beistrich geändert werden. Das wird so durchgesetzt, wie es Herr Khol immer wieder in Gesprächen und Diskussionen verlangt hat. Verschärfungen und Verschlechterungen haben Platz gegriffen. Daher kann ich diesem Gesetz keine wie immer geartete Zuneigung abgewinnen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jung: Haben Sie noch nie etwas von "verdeckter Ermittlung" gehört?
Meine Damen und Herren! Für mich ist unverständlich, dass es notwendig ist, dass Behörden Urkunden ausstellen müssen, um über die Identität einer Person zu täuschen. Das ist nicht einmal im Bereich der organisierten Kriminalität notwendig, daher besteht auch da kein Bedarf. (Abg. Jung: Haben Sie noch nie etwas von "verdeckter Ermittlung" gehört?) Sie können wirklich keine sachliche Begründung dafür liefern. Haben Sie schon einmal ein falsches Dokument ge
Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Abgeordneter Gaál! Darf ich Ihnen eine Frage stellen?
Ich würde meinen, meine Damen und Herren, um wieder ernst zu werden: Dazu wird es von uns keine Zustimmung geben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Abgeordneter Gaál! Darf ich Ihnen eine Frage stellen?)
Abg. Jung: Herr Abgeordneter Gaál! Sagen Sie wirklich, dass die österreichische Polizei nicht verschiedene Deckkennzeichen verwendet ...! Das ist auch eine Urkunde zum Beispiel!
Meine Damen und Herren! Es wird also in Hinkunft keinerlei Einschränkung bei den Sicherheitsüberprüfungen durch die militärischen Geheimdienste geben. Meiner Ansicht nach erfolgt unverständlicherweise auch keine Beschränkung der Sicherheitsüberprüfungen nur auf Heeresangehörige und für militärische Aspekte. Das haben wir immer wieder verlangt. Es gibt auch keinen ausreichenden Datenschutz. (Abg. Jung: Herr Abgeordneter Gaál! Sagen Sie wirklich, dass die österreichische Polizei nicht verschiedene Deckkennzeichen verwendet ...! Das ist auch eine Urkunde zum Beispiel!)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist aber ein gewaltiger Unterschied, lieber Herr Kollege! Da trennen uns Welten. (Beifall bei der SPÖ.) Diese Deckkennzeichen werden auch heute schon im militärischen Nachrichtendienst eingesetzt; dagegen gibt es von uns keine Einwendungen. Aber diese Legenden, die Sie nun fordern, sind nicht notwendig, da bedarf es keiner falschen Urkunden. Das ist ein gewaltiger Unterschied, und wenn Sie das sagen, erfassen Sie den Tiefgang der polizeilichen Ermittlung nicht.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Meine Damen und Herren! Weiters gibt es auch keinen ausreichenden Datenschutz. Im Gesetz wird das Sammeln von Daten über Personen in uneingeschränktem und unkontrolliertem Maße erlaubt sein. – Eine derart pauschale Ermächtigung, die mit einem solchen Gesetz Platz greift, widerspricht vollinhaltlich dem Datenschutzgesetz. Darüber hinaus können Daten nach Gutdünken ins Ausland weitergegeben werden. Meine Damen und Herren! Es muss leider gesagt werden: Mit diesem Gesetz werden dem Datenmissbrauch Tür und Tor geöffnet, und daher gibt es von uns energischen Widerstand. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren! Uns ging und geht es in diesem sehr sensiblen Bereich darum, Rechtsunsicherheit zu beseitigen. – Diese Regierungsvorlage eignet sich jedoch nicht dazu! (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Damit wird keine klare und ausreichende gesetzliche Regelung für die Tätigkeit der militärischen Nachrichtendienste geschaffen. Dieser vorliegende Entwurf ist mehr als problematisch; er kann der Bevölkerung Österreichs nicht zugemutet werden.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Anton Gaál (fortsetzend): Der vorliegende Entwurf ist inakzeptabel und findet nicht unsere Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Für Sie, meine Damen und Herren von den Grünen, sind diese Dienste ein oppositionelles, ein rotes Tuch – Dienste, die angeblich furchtbare Arbeit leisten. Für uns von der ÖVP hingegen sind diese Dienste eine äußerst wichtige Einrichtung, die ihre Tätigkeit im Rahmen der umfassenden Landesverteidigung nach Artikel 9a und 79 des Bundes-Verfassungsgesetzes leistet. Und diese Aufgaben, meine Damen und Herren, werden in hervorragender Art und Weise durchgeführt. Im Rahmen dieser Debatte möchte ich hier auch einmal den Bediensteten des Heeres-Nachrichtenamtes und des Abwehramtes gegenüber meinen Dank zum Ausdruck bringen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich bin sehr froh darüber, dass diese beiden Dienste hervorragende Arbeit leisten, dass sich etwa das HNA Informationen im Ausland beschafft, damit eine sicherheitspolitische Lagebeurteilung durchgeführt werden kann, damit eine Lagebeurteilung etwa für den Balkan durchgeführt werden kann, damit auch ein präventiver Schutz für unsere österreichischen Truppen im Kosovo gewährleistet ist, denn es gibt zum Beispiel vom Heeres-Nachrichtenamt Unterlagen, in denen die Typen der Minen bekannt gegeben werden. Meine Damen und Herren! Für unsere Soldaten bin ich froh, dass diese Aufgaben vom Heeres-Nachrichtenamt verrichtet werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Darüber hinaus ist es auch äußerst wichtig, dass das Abwehramt für den Eigenschutz des Bundesheeres sorgt, dass die militärische Sicherheit in Österreich sichergestellt ist. Das ist der Unterschied, meine Damen und Herren von den Grünen: Sie reden von einem Überwachungsstaat – und ich von äußerst wichtigen Einrichtungen für die Sicherheit unseres Landes, Einrichtungen, die unverzichtbar sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Übrigens: Wenn ich an diese Draken-Demonstration denke, muss ich sagen, da hat es doch einen Dr. Pilz gegeben, der auch einige Aussagen dazu gemacht hat. Ich glaube, das war am 29. Mai 1988 in der Zeitschrift "Die neue Zeit". Dr. Pilz – hören Sie zu! – sagte damals: Nicht jene, die gewaltfrei gegen die Stationierung der Draken am Thalerhof oder in Zeltweg demonstrieren wollen, seien Terroristen. Die wahren Terroristen sitzen in Wien im Verteidigungsministerium. – So Dr. Pilz damals. Nur damit man sich ein Bild machen kann, wie Herr Dr. Pilz in dieser Angelegenheit denkt. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir von der ÖVP und diese Koalition hingegen vertreten die Meinung, dass es das höchste Gut ist, dass unsere Bürger und unsere Gäste in Freiheit und Sicherheit in unserem Land leben können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dazu, meine sehr geehrten Damen und Herren, braucht es Einrichtungen, die dafür Sorge tragen. Das Heeres-Nachrichtenamt und das Abwehramt sind jene Einrichtungen, die ebenfalls dafür Sorge tragen, dass wir in Freiheit, Frieden und Sicherheit leben können. Und dafür möchte ich mich bedanken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Edlinger: Nein! Ich habe die Frage gestellt! Ich habe die Frage gestellt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Nun zu dir, lieber Minister Edlinger. Ich weiß, wir zwei sind in irgendeiner Form miteinander verwandt, ich habe nur noch nicht aufgetrieben, wie, aber wir haben irgendeine gemeinsame Urgroßmutter. Mir fällt nichts weniger ein, als die Vorsitzführung durch den Herrn Präsidenten zu kritisieren. Das darf ich nicht und mache ich natürlich auch nicht. Aber wir zwei sind uns einig, dass du jedenfalls einen Abgeordneten dieses Hauses der Lüge geziehen hast. Welcher das ist, hast du offen gelassen. Du hast gesagt: Einer lügt. Ich bin ja nicht terisch. (Abg. Edlinger: Nein! Ich habe die Frage gestellt! Ich habe die Frage gestellt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Er hat gesagt, entweder lügt Pilz, oder es lügt Scheibner, ein Abgeordneter oder ein Minister. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nun zu dir, lieber Minister Edlinger. Ich weiß, wir zwei sind in irgendeiner Form miteinander verwandt, ich habe nur noch nicht aufgetrieben, wie, aber wir haben irgendeine gemeinsame Urgroßmutter. Mir fällt nichts weniger ein, als die Vorsitzführung durch den Herrn Präsidenten zu kritisieren. Das darf ich nicht und mache ich natürlich auch nicht. Aber wir zwei sind uns einig, dass du jedenfalls einen Abgeordneten dieses Hauses der Lüge geziehen hast. Welcher das ist, hast du offen gelassen. Du hast gesagt: Einer lügt. Ich bin ja nicht terisch. (Abg. Edlinger: Nein! Ich habe die Frage gestellt! Ich habe die Frage gestellt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Er hat gesagt, entweder lügt Pilz, oder es lügt Scheibner, ein Abgeordneter oder ein Minister. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich kritisiere nicht die Entscheidung des Herrn Vorsitzenden, die viel Respekt verdient. Aber wir zwei wissen, dass du einen von zwei anwesenden Ehrenmännern der Lüge geziehen hast. Dabei wollen wir es einmal bewenden lassen. – Sollte sich irgendjemand an meinen Formulierungen stoßen, sie sind in dieser Milde unbedacht erfolgt. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Mich wundert in diesem Zusammenhang auch noch, wie sich eine Fraktion, nämlich die Grünen, so panisch vor einer Überwachungseinrichtung fürchten kann. Ich respektiere, was der Toni Gaál für die Sozialdemokraten gesagt hat. Das sind rechtsstaatliche Bedenken, das sind organisatorische, das sind staatliche Bedenken. Aber diese tief sitzende Angst, die ihr davor habt, dass euch irgendjemand vielleicht in die Karten schauen könnte, das ist schon etwas, was mich wirklich bestürzt macht. Wer sich so sehr fürchtet, der muss, so glaube ich, vielleicht etwas zu verbergen haben. Und wenn ich mir die eine oder andere Zeitung anschaue, dann weiß ich, was. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung Grüne –: Ihr müsst die Dringliche an den Nationalratspräsidenten richten!
Dienstausweis Günther Barnet, Vertragsbediensteter – wessen? Des Herrn Bundesministers für Landesverteidigung? Des Bundesministeriums für Landesverteidigung? – Nein, des Parlaments! Er ist ein Parlamentsbediensteter. Für alle Prüfungen war daher das Parlament zuständig, und es spricht für das Parlament, dass es den Tatsachen entsprechend die Prüfungen zwar vollzogen hat, aber es gehen alle Schüsse nicht nur ins Leere, sondern in euer eigenes Knie, wenn ihr damit dem Scheibner etwas am Zeug flicken wollt. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung Grüne –: Ihr müsst die Dringliche an den Nationalratspräsidenten richten!)
Heiterkeit und Oh-Rufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP nach jedem Namen.
Ich lese jetzt die Liste der Gründungsmitglieder auszugsweise vor. – Offenbar will man das von Ihrer Seite aus so darstellen, als ob da auch eine konspirative Vereinigung am Werk gewesen wäre: Terezija Stoisits, Marijana Grandits, Andreas Wabl, Karel Smolle, Dieter Antoni, Erhard Busek. (Heiterkeit und Oh-Rufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP nach jedem Namen.) – Mock steht auch da, aber auch ihn halte ich nicht wirklich für einen Terroristen. Das muss man schon dazusagen. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei allen Fraktionen.)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei allen Fraktionen.
Ich lese jetzt die Liste der Gründungsmitglieder auszugsweise vor. – Offenbar will man das von Ihrer Seite aus so darstellen, als ob da auch eine konspirative Vereinigung am Werk gewesen wäre: Terezija Stoisits, Marijana Grandits, Andreas Wabl, Karel Smolle, Dieter Antoni, Erhard Busek. (Heiterkeit und Oh-Rufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP nach jedem Namen.) – Mock steht auch da, aber auch ihn halte ich nicht wirklich für einen Terroristen. Das muss man schon dazusagen. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei allen Fraktionen.)
Die Abgeordneten Dr. Pilz und Öllinger: Ist er verurteilt worden oder nicht?
Einer ist gegen das "profil", so höre ich, und einer gegen den "Standard" gewonnen worden. Also nicht einmal etwas Neues haben Sie sich einfallen lassen, das muss ich schon dazu sagen. (Die Abgeordneten Dr. Pilz und Öllinger: Ist er verurteilt worden oder nicht?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich verstehe das schon, denn über allem steht schützend der Staat mit seinen Diensten. Man muss daher den Staat und die Dienste, die er betreibt, mit besonderen Rechten ausstatten, um ihm die Möglichkeit zu geben, mit diesen Diensten und über diese Dienste den Schutz für alle anderen, auch für die "Mütter gegen Atomgefahren" als Einzelpersonen und als Gruppe, entsprechend nachhaltig ausüben zu können. Das ist der Unterschied. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Allgemeine Heiterkeit.
Ich maße mir überhaupt nicht an, auch nur gleich viel Rechte haben zu müssen wie ein Dienst. Ich habe einmal scherzhaft gesagt, mich können sie immer abhören, solange sie nicht alle Ergebnisse meiner Frau verraten. – Mit fortschreitendem Alter ist aber das auch schon uninteressant. Jetzt können sie auch schon alles meiner Frau verraten. (Allgemeine Heiterkeit.) Aber wer wirklich nichts zu verbergen hat, der braucht sich auch auf diesem Sektor nicht zu fürchten.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Aber das Glück war damals, dass der Herrgott nicht geschlafen hat. Es ist nicht zum Sprengen der Masten gekommen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Es ist dazu gekommen, dass die beiden Täter gerichtet worden sind – durch sich selber vor der Tat. – In diesem Zusammenhang sage ich nur eines: "TATBlatt" . Ein anwesender ... (Abg. Dr. Lichtenberger: Mit wem reden Sie da?!) – Hören Sie zu, Frau Kollegin! Ich rede laut und deutlich genug. Sie werden es hören, und Sie werden es auch mitbekommen.
Abg. Dr. Lichtenberger: Mit wem reden Sie da?!
Aber das Glück war damals, dass der Herrgott nicht geschlafen hat. Es ist nicht zum Sprengen der Masten gekommen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Es ist dazu gekommen, dass die beiden Täter gerichtet worden sind – durch sich selber vor der Tat. – In diesem Zusammenhang sage ich nur eines: "TATBlatt" . Ein anwesender ... (Abg. Dr. Lichtenberger: Mit wem reden Sie da?!) – Hören Sie zu, Frau Kollegin! Ich rede laut und deutlich genug. Sie werden es hören, und Sie werden es auch mitbekommen.
Anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wer ein gutes Gewissen hat, braucht sich nicht zu fürchten. Konstruktive Beiträge für eine Arrondierung wird man sicherlich in den Ausschüssen und auch im Plenum noch unterbringen können. – So viel zu diesem Problem. (Anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Schweitzer – in Richtung der Grünen –: Jetzt seid ihr schon zum zweiten Mal abgestürzt an einem Tag! – Heiterkeit.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Öllinger. – Bitte. (Abg. Mag. Schweitzer – in Richtung der Grünen –: Jetzt seid ihr schon zum zweiten Mal abgestürzt an einem Tag! – Heiterkeit.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
In Österreich hat diese Entwicklung dazu geführt – passen Sie auf, Herr Kollege Fischl! –, dass im Verlauf einer durchaus intensiven Presseberichterstattung herausgekommen ist, dass Herr Stubner im Auftrag oder mit Wissen des Heeres-Nachrichtenamtes diese Tätigkeit in Südtirol durchgeführt hat. Ich betone: in Südtirol! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Jung: Und was ist daraus geworden?
Und es stellte sich heraus, dass, nachdem diese Fakten bekannt geworden sind, die Staatspolizei gegen den Leiter, den Chef des Heeres-Nachrichtenamtes eine Anzeige eingebracht hat. (Abg. Jung: Und was ist daraus geworden?)
Bundesminister Scheibner: Sagt der Bericht!
"Im Inland beobachtet die Stapo bereits seit Jahren Aktivitäten der Auslandsschnüffler." Klammer auf: Gemeint ist das HNaA. Klammer zu. "So wurde etwa 1990 Lisbeth Aumann, Untersuchungsrichterin in der Causa Örlikon–Lichal, bespitzelt." – Ich betone: eine Richterin wurde vom Heeres-Nachrichtenamt bespitzelt. (Bundesminister Scheibner: Sagt der Bericht!) – "Weder Stapo noch Abwehramt kommen in Frage. Der Verdacht lastet also auf dem HNaA."
Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: So wichtig bist du gar nicht!
Herr Bundesminister! Ich komme nun auf meine Person zu sprechen. Ich weiß, dass über mich von Ihren Nachrichtendiensten Akte angelegt sind. Ich bin ein aktiver Abgeordneter und möchte von Ihnen Aufklärung darüber haben, ob über mich Daten von einem Ihrer Nachrichtendienste aus meiner jetzigen oder vorherigen Tätigkeit angelegt worden sind. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: So wichtig bist du gar nicht!) Und wenn Sie diese Frage nicht so beantworten, wie ich weiß, dass Sie sie beantworten müssen, nämlich mit einem Ja, dann haben Sie hier die Unwahrheit gesagt! (Abg. Mag. Trattner: Hast du ein schlechtes Gewissen? – Abg. Ing. Westenthaler: Was haben Sie denn angestellt?)
Abg. Mag. Trattner: Hast du ein schlechtes Gewissen? – Abg. Ing. Westenthaler: Was haben Sie denn angestellt?
Herr Bundesminister! Ich komme nun auf meine Person zu sprechen. Ich weiß, dass über mich von Ihren Nachrichtendiensten Akte angelegt sind. Ich bin ein aktiver Abgeordneter und möchte von Ihnen Aufklärung darüber haben, ob über mich Daten von einem Ihrer Nachrichtendienste aus meiner jetzigen oder vorherigen Tätigkeit angelegt worden sind. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: So wichtig bist du gar nicht!) Und wenn Sie diese Frage nicht so beantworten, wie ich weiß, dass Sie sie beantworten müssen, nämlich mit einem Ja, dann haben Sie hier die Unwahrheit gesagt! (Abg. Mag. Trattner: Hast du ein schlechtes Gewissen? – Abg. Ing. Westenthaler: Was haben Sie denn angestellt?)
Abg. Mag. Schweitzer: Kapierst du das nicht? – Abg. Ing. Westenthaler: Der Chef sitzt hinter Ihnen! Der Präsident ist sein Chef!
Herr Ofner bietet uns eine merkwürdige Erklärung an: Herr Barnet ist ja gar nicht Mitarbeiter des Herrn Ministers, sondern Herr Barnet alias Enzendorfer ist Mitarbeiter des Parlamentsklubs der Freiheitlichen. – Haben Sie da nicht ein Problem? (Abg. Mag. Schweitzer: Kapierst du das nicht? – Abg. Ing. Westenthaler: Der Chef sitzt hinter Ihnen! Der Präsident ist sein Chef!) – Des Parlaments, noch besser.
Abg. Mag. Schweitzer: Von Herrn Präsident Fischer! Sonst bist du ja nicht so hilflos!
Wir haben einen persönlichen Pressesprecher des Herrn Bundesministers. Für wen ist der jetzt tätig? Von wem wird er bezahlt? (Abg. Mag. Schweitzer: Von Herrn Präsident Fischer! Sonst bist du ja nicht so hilflos!) Entzieht er sich deshalb der Kontrolle durch die so aktiven Abwehrdienste? Entzieht er sich deshalb, weil natürlich, wenn er Mitarbeiter wäre, eine Überprüfung ergeben müsste, dass er strafrechtlich verurteilt wurde?
Bundesminister Scheibner: Er ist nicht vorbestraft!
Sie müssen das beantworten. (Bundesminister Scheibner: Er ist nicht vorbestraft!) – Er ist nicht vorbestraft, sagen Sie mir. Aber verurteilt. (Bundesminister Scheibner: Er ist nicht vorbestraft! – Abg. Dr. Martin Graf: In erster Linie ist er ein Mensch! Nehmen Sie das zur Kenntnis!)
Bundesminister Scheibner: Er ist nicht vorbestraft! – Abg. Dr. Martin Graf: In erster Linie ist er ein Mensch! Nehmen Sie das zur Kenntnis!
Sie müssen das beantworten. (Bundesminister Scheibner: Er ist nicht vorbestraft!) – Er ist nicht vorbestraft, sagen Sie mir. Aber verurteilt. (Bundesminister Scheibner: Er ist nicht vorbestraft! – Abg. Dr. Martin Graf: In erster Linie ist er ein Mensch! Nehmen Sie das zur Kenntnis!)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Ruf bei den Grünen: Ja!
Ich formuliere die Frage noch einmal, so wie sie hier steht: Ist er verurteilt? – Das war zu beantworten. Gehen wir weg von der Frage, ob er vorbestraft ist. Ist er verurteilt: ja oder nein, Herr Bundesminister? (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Ruf bei den Grünen: Ja!) Auf diesen Kern möchte ich meine Frage zuspitzen, denn wenn Sie hier jetzt eine andere Antwort geben, Herr Bundesminister, dann sind Sie rücktrittsreif. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich formuliere die Frage noch einmal, so wie sie hier steht: Ist er verurteilt? – Das war zu beantworten. Gehen wir weg von der Frage, ob er vorbestraft ist. Ist er verurteilt: ja oder nein, Herr Bundesminister? (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Ruf bei den Grünen: Ja!) Auf diesen Kern möchte ich meine Frage zuspitzen, denn wenn Sie hier jetzt eine andere Antwort geben, Herr Bundesminister, dann sind Sie rücktrittsreif. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Fischl: Bei diesen Beiträgen darf Sie das nicht wundern, Herr Kollege!
Wir haben hier vom Kollegen Pilz eine Darlegung gehört, die etwas mehr als nur eine Behauptung war. Es gibt hier – und das liegt auch dem Protokoll bei – eine Liste, darauf sind Namen angeführt. Diese Liste wurde bei der Untersuchung gegen Radl, gegen Neonazi Radl, sichergestellt, und auf dieser Liste stehen Namen. Ich finde, es kommt hier jetzt so etwas wie eine Bierzelt-Mentalität auf (Abg. Fischl: Bei diesen Beiträgen darf Sie das nicht wundern, Herr Kollege!), und Sie haben sich bei der Rede des Kollegen Ofner – die ich nicht kommentieren möchte, um die Sache nicht aufzuschaukeln – bemüßigt gesehen, auch entsprechend zu reagieren.
Abg. Ing. Westenthaler: Beurteilen können wir’s nicht, aber wir bringen’s halt ein, wir vernadern!
Meine Damen und Herren! Wir haben hier eine Liste – und ich darf Sie ersuchen, Herr Minister, ich darf insbesondere auch Sie ersuchen, sich der Ernsthaftigkeit der Situation bewusst zu sein –, in der nichts anderes steht, als dass unter einer Reihe von anderen bekannten, verurteilten Neonazis auch der Herr Enzendorfer ist, der nicht irgendjemand ist, sondern der als der Sekretär des Herrn Bundesministers angeführt ist. – Ich kann nicht beurteilen, ob das stimmt, ob es richtig oder falsch ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Beurteilen können wir’s nicht, aber wir bringen’s halt ein, wir vernadern!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen
Herr Kollege Westenthaler, Sie sollten gar nichts sagen. Sie sind derjenige, der mit Emotionen am ärgsten arbeitet, der am wenigsten an einer sachlichen Diskussion interessiert ist und der in Wien einen Wahlkampf geführt hat, der eine Schande ist für dieses Land (Beifall bei der SPÖ und den Grünen), der einen Wahlkampf geführt hat, der uns jetzt die Probleme in ganz Europa eingebrockt hat! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege Westenthaler, Sie sollten gar nichts sagen. Sie sind derjenige, der mit Emotionen am ärgsten arbeitet, der am wenigsten an einer sachlichen Diskussion interessiert ist und der in Wien einen Wahlkampf geführt hat, der eine Schande ist für dieses Land (Beifall bei der SPÖ und den Grünen), der einen Wahlkampf geführt hat, der uns jetzt die Probleme in ganz Europa eingebrockt hat! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (fortsetzend): Ich nehme das zurück. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich glaube, meine Damen und Herren von der FPÖ, es ist auch unwürdig, das jetzt ganz einfach zuzudecken, indem hier zu Erklärungen lauthals Kundgebungen stattfinden – Herr Kollege Ofner, gestatten Sie mir bitte, das zu sagen –, die, so glaube ich, nicht wirklich dem Stellenwert dieser Diskussion entsprechen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich darf schließen mit dem Hinweis, meine Damen und Herren: Ich glaube, dass die demokratischen Grundwerte dieses Staates durch die vorhin geführte Diskussion mehr gefährdet erscheinen, als viele von uns das vielleicht glauben. Ich darf Sie ersuchen, sich in diesem Sinne im Rahmen auch des Gesamten, an das Sie immer appellieren, redlich mit dieser Diskussion auseinander zu setzen, Herr Bundesminister. Ich darf Sie ersuchen, ich darf Sie auffordern, damit so umzugehen, dass nicht zwangsläufig weitere Konsequenzen von politischen Parteien ergriffen werden müssen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Khol: Jetzt hat die SPÖ die Führung bei den Ordnungsrufen! Jetzt steht es 9 : 8!
Zu Wort gemeldet hat sich Frau Abgeordnete Dr. Petrovic. – Bitte. (Abg. Dr. Khol: Jetzt hat die SPÖ die Führung bei den Ordnungsrufen! Jetzt steht es 9 : 8!)
Abg. Dr. Pilz: Es ist die Unwahrheit gesagt worden!
Zweitens – Sie sind dem nicht entgegengetreten –: Meine Frage war nach den "Müttern gegen Atomgefahren" beziehungsweise die Bevorzugung von Konzerninteressen, etwa der Atom-Sparte der Firma Siemens. In aller Form: Ist es wirklich so, dass ökologische BürgerInneninitiativen gefährlicher sind als Firmen, die grenznahe AKW aufrüsten? Oder: Was ist von der angeblichen Anti-Atom-Politik der Bundesregierung zu halten, wenn Sie mit diesen Konzernen gegen die BürgerInneninitiativen gemeinsame Sache machen? (Abg. Dr. Pilz: Es ist die Unwahrheit gesagt worden!) Es ist die Unwahrheit gesagt worden; das halte ich auch fest.
Beifall bei den Grünen.
Und auch die Frage 10 war klar formuliert. Wir haben nicht nach einem Dienst, dem Heeres-Nachrichtendienst oder Abwehramt, gefragt, sondern wir haben nach beiden gefragt. Und wenn Sie daher nur eine Antwort geben, dann ist die unvollständig und würde etwa vor einem Gericht als falsch eingestuft werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Wenn Sie das in Frage stellen, dann ist das tatsächlich ein Element eines Staates, der sich nicht mehr Rechtsstaat nennen kann – und das wäre wohl entsetzlich! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Dieses Gesetz passt zu einer Regierung, die, seit sie an der Macht ist, das Land nach innen spaltet und nach außen isoliert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von der Regierung! Ist das das Demokratiepaket, das Sie im Regierungsübereinkommen der österreichischen Bevölkerung versprochen haben, nämlich dass Sie lauschen, horchen, bespitzeln, denunzieren – und das alles ohne die notwendigen rechtsstaatlichen Absicherungen?! Dieses vorliegende Gesetz erinnert an einen Überwachungsstaat, und dagegen wehren wir uns! (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt wieder den Vorsitz.
Ist das die "Bürgergesellschaft", die sich der Herr Dr. Khol vorstellt, in der Daten über unbescholtene Bürger und Bürgerinnen uneingeschränkt und unkontrolliert gesammelt, gespeichert und weitergegeben werden dürfen, auch ins Ausland, ohne Mitteilungspflicht an die Betroffenen und ohne Auskunftspflicht gegenüber den Betroffenen? Damit sind dem Datenmissbrauch Tür und Tor geöffnet. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Sicherheitsüberprüfungen sind viel zu weit gefasst, Herr Minister, eben nicht beschränkt auf Heeresangehörige und rein militärische Aspekte, sondern auch auf die Zivilbevölkerung. Diese Maßnahmen, die in Zukunft gesetzt werden sollen, sind es, die viele Bürger in unserem Lande ängstigen – und dagegen werden wir uns mit allen demokratischen Mitteln wehren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt noch zwei Punkte, die sehr bedenklich sind. Im Gegensatz zu anderen Ländern gibt es keine wie immer geartete Kontrolle über die Budgets des Nachrichtendienstes. Das Budget des Heeres-Nachrichtendienstes muss nicht ausgewiesen werden. Herr Minister, Sie haben gesagt, dieses Gesetz wird erst diskutiert, wird in den Ausschüssen noch behandelt. Herr Bundesminister! Besonders dieses Budget muss auch einer demokratischen Kontrolle durch das Parlament unterliegen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Jung: Wenn Sie dort sachlich sind, schon!
Sehr geehrte Damen und Herren! Diese Vorlage, so wie wir sie hier vorfinden, stellt eine Zumutung für die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes dar, und ich hoffe, dass noch sehr viel an inhaltlicher Arbeit in den Ausschüssen geleistet wird, damit das Ärgste für diesen Rechtsstaat verhindert wird. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Jung: Wenn Sie dort sachlich sind, schon!)
Abg. Öllinger: Das ist eine eigenartige "Seifenblase"!
Abgeordneter Dr. Martin Graf (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Wir erleben heute am Ende der ersten Plenarwoche der Budgetverhandlungen eine von den Grünen gestartete Diffamierungskampagne gegen verschiedene Mitglieder dieses Hohen Hauses; so war unter anderem am Vormittag ich an der Reihe – der Anwurf ist letztlich wie eine Seifenblase zerplatzt (Abg. Öllinger: Das ist eine eigenartige "Seifenblase"!) –, und heute Nachmittag war es der Minister und auch Günther Barnet beziehungsweise vormals Enzendorfer.
Abg. Öllinger: Dann kann es das ja auch nicht geben!
Zur Frage, ob Herr Minister Scheibner einen Mitarbeiter im Kabinett beschäftigt, der wegen der Verletzung militärisch relevanter Gesetze verurteilt wurde, möchte ich sagen, dass es weder ein Verfahren gab noch gibt im Sinne des § 23 Militärbefugnisgesetz, das ja noch nicht in Kraft ist, aber Tatbestände aufzählt, und um die geht es ja inhaltlich. (Abg. Öllinger: Dann kann es das ja auch nicht geben!) Aber Sie stellen ja die Frage selbst so; Sie stellen die Frage in diese Richtung. Es gibt kein Verfahren – und es gab kein Verfahren. Das ist Faktum! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Zur Frage, ob Herr Minister Scheibner einen Mitarbeiter im Kabinett beschäftigt, der wegen der Verletzung militärisch relevanter Gesetze verurteilt wurde, möchte ich sagen, dass es weder ein Verfahren gab noch gibt im Sinne des § 23 Militärbefugnisgesetz, das ja noch nicht in Kraft ist, aber Tatbestände aufzählt, und um die geht es ja inhaltlich. (Abg. Öllinger: Dann kann es das ja auch nicht geben!) Aber Sie stellen ja die Frage selbst so; Sie stellen die Frage in diese Richtung. Es gibt kein Verfahren – und es gab kein Verfahren. Das ist Faktum! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: "Politisch motiviert"?
Zweites Faktum ist, dass es vor dem Landesgericht für Strafsachen Graz auch ein politisch motiviertes Verfahren wegen des Schmuggels von 20 000 Schuss Munition gegeben hat. (Abg. Öllinger: "Politisch motiviert"?) Ich sage Ihnen: Dieses Verfahren endete mit einem rechtskräftig gewordenen Freispruch. Nehmen Sie das zur Kenntnis! Der Vorwurf des Schmuggels endete mit einem rechtskräftigen Freispruch! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Zweites Faktum ist, dass es vor dem Landesgericht für Strafsachen Graz auch ein politisch motiviertes Verfahren wegen des Schmuggels von 20 000 Schuss Munition gegeben hat. (Abg. Öllinger: "Politisch motiviert"?) Ich sage Ihnen: Dieses Verfahren endete mit einem rechtskräftig gewordenen Freispruch. Nehmen Sie das zur Kenntnis! Der Vorwurf des Schmuggels endete mit einem rechtskräftigen Freispruch! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt auch nicht in diesem Fall!
Ich glaube, wir sind es unserer Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit schuldig, dass wir rechtskräftige Urteile in diesem Land auch respektieren – auch wenn es Ihnen nicht in den Kram passt. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt auch nicht in diesem Fall!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Heute Vormittag haben Sie den politischen Versuch begonnen, einen Vater von drei Kindern aus der Öffentlichkeit zu drängen. Das ist Ihnen misslungen. Hören Sie auf mit Menschenjagden! Ich bitte Sie von dieser Stelle aus darum! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Der Ofner versucht das!
Bundesminister für Landesverteidigung Herbert Scheibner: Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich kann mich als Minister natürlich den drastischen Worten meines Vorredners nicht anschließen, aber trotzdem bin ich betroffen, wie man mit einem Mitarbeiter, einem Vertragsbediensteten des Bundes umgeht, mit einem Mitarbeiter, der – egal, wie man den Begriff "beschäftigt" definiert – bereits eine Überprüfung als Vertragsbediensteter des Parlaments gehabt hat und der jetzt in meinem Kabinett arbeitet, ob man das jetzt als "beschäftigt" im Sinne des Gesetzes sieht oder nicht. (Abg. Öllinger: Der Ofner versucht das!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sie haben ihm, Herr Kollege Pilz, auch die Namensänderung vorgehalten, nämlich, dass er mit dieser Namensänderung etwas vertuschen wollte. – Auch das, glaube ich, entspricht nicht den Gepflogenheiten, die Sie auch in der letzten Zeit immer an den Tag gelegt haben, als es etwa um die Fragen des Namensrechtes ging. Ich halte das wirklich für diskriminierend. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Pilz: Ist er verurteilt? Ist er rechtskräftig verurteilt?
Die slowenische Gesellschaft wurde schon angesprochen. – Was werfen Sie einem Mitarbeiter vor, einem Bediensteten des öffentlichen Dienstes, der nicht die Möglichkeit hat, sich hier vom Rednerpult aus zu wehren? Sie sind immun, er kann nicht einmal strafrechtlich gegen Sie vorgehen, er kann nicht klarstellen, ob er Mitglied einer Gesellschaft ist oder war, ich weiß nicht einmal, ob er jetzt noch Mitglied dieser Gesellschaft ist, der auch Vertreter Ihres Klubs angehören und angehört haben. (Abg. Dr. Pilz: Ist er verurteilt? Ist er rechtskräftig verurteilt?)
Abg. Dr. Pilz: Nein, das war nicht die Frage!
Jetzt sage ich Ihnen noch einmal ganz deutlich, Herr Kollege Pilz: Sie haben gefragt, wie auch in Ihrer Anfrage festgehalten, ob es im Sinne des § 23 Militärbefugnisgesetz eine Überprüfung gegeben hat. (Abg. Dr. Pilz: Nein, das war nicht die Frage!)
Abg. Dr. Pilz: Nein! Nein! Verletzung des Kriegsmaterialiengesetzes!
Sie haben den Vorwurf gemacht, dass Herr Barnet wegen Waffenschmuggels rechtskräftig verurteilt worden sei. (Abg. Dr. Pilz: Nein! Nein! Verletzung des Kriegsmaterialiengesetzes!) – Er ist freigesprochen worden. (Abg. Dr. Pilz: Das ist die Unwahrheit!) Sie haben ihm, Herr Kollege Pilz, unter dem Deckmantel der Immunität eine Straftat vorgeworfen, für die er rechtskräftig freigesprochen wurde; er hat im Zusammenhang mit dem Waffenschmuggel auch zwei Medienprozesse gewonnen, Herr Kollege Pilz. Und wenn Sie sich die Tatbestände ansehen, die im § 23 Militärbefugnisgesetz festgehalten sind, Herr Kollege Pilz ... (Abg. Dr. Pilz: Ist er verurteilt oder nicht?)
Abg. Dr. Pilz: Das ist die Unwahrheit!
Sie haben den Vorwurf gemacht, dass Herr Barnet wegen Waffenschmuggels rechtskräftig verurteilt worden sei. (Abg. Dr. Pilz: Nein! Nein! Verletzung des Kriegsmaterialiengesetzes!) – Er ist freigesprochen worden. (Abg. Dr. Pilz: Das ist die Unwahrheit!) Sie haben ihm, Herr Kollege Pilz, unter dem Deckmantel der Immunität eine Straftat vorgeworfen, für die er rechtskräftig freigesprochen wurde; er hat im Zusammenhang mit dem Waffenschmuggel auch zwei Medienprozesse gewonnen, Herr Kollege Pilz. Und wenn Sie sich die Tatbestände ansehen, die im § 23 Militärbefugnisgesetz festgehalten sind, Herr Kollege Pilz ... (Abg. Dr. Pilz: Ist er verurteilt oder nicht?)
Abg. Dr. Pilz: Ist er verurteilt oder nicht?
Sie haben den Vorwurf gemacht, dass Herr Barnet wegen Waffenschmuggels rechtskräftig verurteilt worden sei. (Abg. Dr. Pilz: Nein! Nein! Verletzung des Kriegsmaterialiengesetzes!) – Er ist freigesprochen worden. (Abg. Dr. Pilz: Das ist die Unwahrheit!) Sie haben ihm, Herr Kollege Pilz, unter dem Deckmantel der Immunität eine Straftat vorgeworfen, für die er rechtskräftig freigesprochen wurde; er hat im Zusammenhang mit dem Waffenschmuggel auch zwei Medienprozesse gewonnen, Herr Kollege Pilz. Und wenn Sie sich die Tatbestände ansehen, die im § 23 Militärbefugnisgesetz festgehalten sind, Herr Kollege Pilz ... (Abg. Dr. Pilz: Ist er verurteilt oder nicht?)
Abg. Dr. Pilz: Ist er verurteilt worden? – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des Abg. Dr. Pilz –: Sitz! Platz!
Herr Kollege Pilz! Lassen Sie mich auch einmal antworten! Nicht jede Antwort, die Ihnen nicht gefällt, ist keine Antwort oder eine falsche Antwort! Und ich sage Ihnen noch einmal ... (Abg. Dr. Pilz: Ist er verurteilt worden? – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des Abg. Dr. Pilz –: Sitz! Platz!)
Abg. Dr. Pilz: Ist er verurteilt worden?
Alle Mitarbeiter in meinem Kabinett sind sicherheitsüberprüft worden (Abg. Dr. Pilz: Ist er verurteilt worden?), und es hat keine Einwände gegeben. Und es gibt auch keine Probleme im Hinblick auf die Tatbestände des § 23 Militärbefugnisgesetz. Auch Kollege Barnet ist nicht vorbestraft. (Abg. Dr. Pilz: Diese Antwort hat so kurze Beine! – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des Abg. Dr. Pilz –: Sitz!)
Abg. Dr. Pilz: Diese Antwort hat so kurze Beine! – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des Abg. Dr. Pilz –: Sitz!
Alle Mitarbeiter in meinem Kabinett sind sicherheitsüberprüft worden (Abg. Dr. Pilz: Ist er verurteilt worden?), und es hat keine Einwände gegeben. Und es gibt auch keine Probleme im Hinblick auf die Tatbestände des § 23 Militärbefugnisgesetz. Auch Kollege Barnet ist nicht vorbestraft. (Abg. Dr. Pilz: Diese Antwort hat so kurze Beine! – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des Abg. Dr. Pilz –: Sitz!)
Anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Pilz: Das sind Sie heute sowieso!
Ich sage Ihnen ganz offen: Für jede andere Antwort, selbst wenn ich Ihren Bezug auf den § 23 außer Acht ließe, würde ich selbst, der ich nicht immun bin, mit dem Strafgesetz in Konflikt kommen. (Anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Pilz: Das sind Sie heute sowieso!)
Abg. Dr. Martin Graf: Herr Klubobmann! Beenden Sie diese Menschenjagd!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als Nächster hat sich Herr Abgeordneter Van der Bellen zu Wort gemeldet. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Martin Graf: Herr Klubobmann! Beenden Sie diese Menschenjagd!)
Abg. Neudeck: Das kann man von Ihnen nicht behaupten!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister, ich habe Sie in guter Erinnerung (Abg. Neudeck: Das kann man von Ihnen nicht behaupten!) als Abgeordneten der Freiheitlichen Partei hier in diesen Reihen und als Klubobmann. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Als Minister nach kurzer, dreimonatiger Amtszeit frage ich Sie: Warum tun Sie das? Es wurden klare Fragen gestellt, und Sie beantworten sie entweder gar nicht oder mit Ausflüchten oder mit semantischen Umschreibungen, die einen die längste Zeit in die Irre führen, oder falsch. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Lassen Sie sich vom Pilz nicht beeinflussen! – Abg. Fischl: Er hat schon wieder den Benzinkanister in der Hand!)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister, ich habe Sie in guter Erinnerung (Abg. Neudeck: Das kann man von Ihnen nicht behaupten!) als Abgeordneten der Freiheitlichen Partei hier in diesen Reihen und als Klubobmann. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Als Minister nach kurzer, dreimonatiger Amtszeit frage ich Sie: Warum tun Sie das? Es wurden klare Fragen gestellt, und Sie beantworten sie entweder gar nicht oder mit Ausflüchten oder mit semantischen Umschreibungen, die einen die längste Zeit in die Irre führen, oder falsch. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Lassen Sie sich vom Pilz nicht beeinflussen! – Abg. Fischl: Er hat schon wieder den Benzinkanister in der Hand!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Lassen Sie sich vom Pilz nicht beeinflussen! – Abg. Fischl: Er hat schon wieder den Benzinkanister in der Hand!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister, ich habe Sie in guter Erinnerung (Abg. Neudeck: Das kann man von Ihnen nicht behaupten!) als Abgeordneten der Freiheitlichen Partei hier in diesen Reihen und als Klubobmann. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Als Minister nach kurzer, dreimonatiger Amtszeit frage ich Sie: Warum tun Sie das? Es wurden klare Fragen gestellt, und Sie beantworten sie entweder gar nicht oder mit Ausflüchten oder mit semantischen Umschreibungen, die einen die längste Zeit in die Irre führen, oder falsch. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Lassen Sie sich vom Pilz nicht beeinflussen! – Abg. Fischl: Er hat schon wieder den Benzinkanister in der Hand!)
Bundesminister Scheibner: Das habe ich auch klar beantwortet!
Die Frage 10 war doch klar: "Über wie viele Mitglieder des Nationalrats gibt es Akte im Abwehramt beziehungsweise im Heeres-Nachrichtenamt?" (Bundesminister Scheibner: Das habe ich auch klar beantwortet!) – Nein, die Akte Doris Pollet-Kammerlander etwa, die ich selbst kenne, kam nicht vor. Selbst, wenn man davon ausgeht, dass Sie nur aktive Mitglieder des National
Abg. Haigermoser: Und Sie beschuldigen so lange, bis Sie glauben, es ist wahr!
Und die Frage 16, Herr Minister, drehen und wenden Sie so lange, bis es Ihnen passt. (Abg. Haigermoser: Und Sie beschuldigen so lange, bis Sie glauben, es ist wahr!) "Beschäftigen Sie in Ihrem Kabinett Mitarbeiter, die wegen der Verletzung militärisch relevanter Gesetze verurteilt wurden?" war die klare und eindeutige Frage. Sie antworten: Nein, es gibt keinen, der vorbestraft ist. (Bundesminister Scheibner: Da habe ich nicht gesagt!) Das war nicht die Frage. Sie haben gesagt, es gibt keinen, der wegen Schmuggels verurteilt worden ist, des Schmuggels dieser 20 000 Schuss Munition oder wie viel das waren. – Das war aber nicht die Frage.
Bundesminister Scheibner: Da habe ich nicht gesagt!
Und die Frage 16, Herr Minister, drehen und wenden Sie so lange, bis es Ihnen passt. (Abg. Haigermoser: Und Sie beschuldigen so lange, bis Sie glauben, es ist wahr!) "Beschäftigen Sie in Ihrem Kabinett Mitarbeiter, die wegen der Verletzung militärisch relevanter Gesetze verurteilt wurden?" war die klare und eindeutige Frage. Sie antworten: Nein, es gibt keinen, der vorbestraft ist. (Bundesminister Scheibner: Da habe ich nicht gesagt!) Das war nicht die Frage. Sie haben gesagt, es gibt keinen, der wegen Schmuggels verurteilt worden ist, des Schmuggels dieser 20 000 Schuss Munition oder wie viel das waren. – Das war aber nicht die Frage.
Beifall bei den Grünen.
Er sagt ja selber, er ist verurteilt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Erlauben Sie mir, zu sagen, gemessen an der Zivildienstpolitik sehe ich das anders: Die Regierungsarbeit stellt Ungerechtigkeit, isoliertes Denken, chaotische Lösungen im Interesse der Parteipolitik der blau-schwarzen Einheitspartei in den Vordergrund. – Das ist die Realität, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren von der Österreichischen Volkspartei und von der Freiheitlichen Partei! Ich habe mir heute die Speisekarte aus der Cafeteria mitgenommen und habe mich anhand derer gefragt: Was könnte sich ein Zivildiener hier wirklich leisten? – Ein Essen kostet zwischen 58 und 128 S. Das Billigste ist eine ungarische Gulaschsuppe, meine sehr verehrten Damen und Herren, sie kostet 38 S – aber ohne Semmel, mit Semmel würde sie bereits 44 S kosten. Ich sage: Mahlzeit, Herr Klubobmann Khol, Mahlzeit, Herr Klubobmann Westenthaler, Mahlzeit, österreichische Bundesregierung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Lassen Sie mich zum Schluss kommen. Ihre Zivildienstpolitik muss von allen Vernünftigen in unserem Lande abgelehnt werden. Diese Politik stellt einen Verrat an der Zivilgesellschaft und auch einen Verrat an der österreichischen Jugend dar. Lassen Sie mich das in aller Deutlichkeit sagen! Wir werden uns daher nicht bei Philippi wieder sehen, sondern wir sehen uns vor dem Verfassungsgerichtshof! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen und der SPÖ.
Ich möchte mich dafür herzlich bedanken insbesondere bei den Beamten der Stadtpolizei Baden und des Gendarmeriepostens Baden. Sie haben hervorragende Arbeit geleistet und gezeigt, dass die Sicherheit in unserem Lande, auch wenn solch schreckliche Dinge vorfallen, in besten Händen ist. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen und der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Weil die ÖVP es immer verhindert hat! – Abg. Schwarzenberger: Wer war denn der Innenminister?
Mit Interesse nehme ich zur Kenntnis, dass mein Vorredner kein Wort davon erwähnt hat, dass, nachdem ich jetzt drei Monate im Amt bin, 17 000 junge Männer jahrelang gewartet haben und noch immer warten müssen und keinen Zivildienstplatz erhalten haben. Das ist mit Interesse zu vermerken. (Abg. Parnigoni: Weil die ÖVP es immer verhindert hat! – Abg. Schwarzenberger: Wer war denn der Innenminister?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser – in Richtung SPÖ –: Ihr habt ja alles ruiniert! Ist ja höchste Zeit, dass ihr in der Opposition seid!
Bei meiner Bestandsaufnahme über die Zivildienstorganisation und über die Art und Weise, wie der Zivildienst in meinem Ministerium bearbeitet wird, musste ich nach 25 Jahren Zivildienst und Zivildienstpolitik durch das federführende Innenministerium, das nur sozialdemokratisch besetzt war, leider feststellen, dass die Zivildienstorganisation organisatorisch völlig unzureichend ist, dass sie finanziell ausgeblutet ist und dass sie von Grund auf an Haupt und Gliedern erneuerungsbedürftig ist. Das ist die Situation, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser – in Richtung SPÖ –: Ihr habt ja alles ruiniert! Ist ja höchste Zeit, dass ihr in der Opposition seid!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Mit Interesse habe ich vernommen, dass mein Vorredner einen jungen Mann genannt hat, der 1993 selbständig wurde. Wenn wir einmal annehmen, dass dieser junge Mann 1993 nicht viel jünger als 16 Jahre alt gewesen sein kann, dann wartet er jetzt schon mindestens drei Jahre darauf – und ich würde vermuten, dass er noch wesentlich länger darauf wartet –, endlich zum Zivildienst eingeteilt zu werden. Das, was jahrelang unter einem sozialdemokratischen Innenminister nicht geschehen ist, wird dem jetzigen, sich seit drei Monaten im Amt befindlichen Innenminister vorgeworfen. Das nehme ich mit Interesse zur Kenntnis, Herr Kollege. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Haidlmayr: Das stimmt ja nicht! – Abg. Dr. Fekter: Also war das vorher nicht so!
Zu Ihrer Information darf ich sehr deutlich sagen: Seit ich Bundesminister bin, wird zum ersten Mal, und zwar bevor ein Bescheid ausgestellt wird, mit den Organisationen grundsätzlich Kontakt aufgenommen. (Abg. Haidlmayr: Das stimmt ja nicht! – Abg. Dr. Fekter: Also war das vorher nicht so!) Seit ich Bundesminister bin, werden die Zivildiener vorher informiert, und ich werde diese Partnerschaft mit den Zivildiensteinrichtungen im eigenen Interesse, im Interesse der Zivildiener und im Interesse der Zivildienstorganisationen weiter vertiefen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zu Ihrer Information darf ich sehr deutlich sagen: Seit ich Bundesminister bin, wird zum ersten Mal, und zwar bevor ein Bescheid ausgestellt wird, mit den Organisationen grundsätzlich Kontakt aufgenommen. (Abg. Haidlmayr: Das stimmt ja nicht! – Abg. Dr. Fekter: Also war das vorher nicht so!) Seit ich Bundesminister bin, werden die Zivildiener vorher informiert, und ich werde diese Partnerschaft mit den Zivildiensteinrichtungen im eigenen Interesse, im Interesse der Zivildiener und im Interesse der Zivildienstorganisationen weiter vertiefen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich sage auch sehr offen und sehr direkt: Jawohl, ich stehe dazu, dass bei den Zuteilungen von Zivildienern Non-profit-Organisationen absolute Priorität haben. Deshalb habe ich auch vorgeschlagen – und ich danke den Abgeordneten, die diesen Vorschlag mit ihrem Antrag unterstützt haben –, dass Non-profit-Organisationen absolute Priorität einzuräumen ist – und nicht die Städte und nicht die Länder und nicht das Bundesministerium Zivildiener als erste zugeordnet bekommen. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ja, ich habe in Wien Hunderte Zivildienststellen gekürzt, und ich sage Ihnen auch warum: Weil ich nicht mitverantworten will, dass durch Einsatz von Zivildienern, vor allem in Krankenhäusern der Stadt Wien, Frauenarbeitsplätze gefährdet oder sogar zerstört werden. Das ist der Grund, warum ich Zivildiener dort nicht haben will! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ah-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich werde weiter daran arbeiten, dass solche Dinge, wie sie in der Vergangenheit bei Zivildienst-Zuteilungen passiert sind, dass nämlich bei der Post Zivildiener gearbeitet haben, dass Zivildiener Organisationen zugeteilt worden sind und plötzlich bei Wahlkampfauf- und -abbauten von politischen Parteien wieder gefunden wurden (Ah-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen), dass also solche Dinge in Zukunft nicht mehr vorkommen. Das ist nicht die Arbeit und nicht die Aufgabe von Zivildienstleistenden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich werde weiter daran arbeiten, dass solche Dinge, wie sie in der Vergangenheit bei Zivildienst-Zuteilungen passiert sind, dass nämlich bei der Post Zivildiener gearbeitet haben, dass Zivildiener Organisationen zugeteilt worden sind und plötzlich bei Wahlkampfauf- und -abbauten von politischen Parteien wieder gefunden wurden (Ah-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen), dass also solche Dinge in Zukunft nicht mehr vorkommen. Das ist nicht die Arbeit und nicht die Aufgabe von Zivildienstleistenden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Haidlmayr: Das stimmt ja nicht! – Abg. Edlinger: Das ist ja nicht richtig! Das ist ja absurd!
Es ist schon mehr als auffällig, dass plötzlich von Teilen dieses Hohen Hauses ein ungeheurer Aufschrei kommt, wenn die Zivildiener, was diese 43 S betrifft, mit den Präsenzdienern gleichgestellt werden. (Abg. Haidlmayr: Das stimmt ja nicht! – Abg. Edlinger: Das ist ja nicht richtig! Das ist ja absurd!) Ich bin dafür, dass es da eine absolute Gleichstellung gibt, und ich darf gerade jene Abgeordneten, die die Höhe von 43 S – wann immer! – festgelegt haben, daran erinnern, dass es an diesem Haus liegt, die Höhe der 43 S – aber ich würde bitten, für alle gleich – zu behandeln und zu diskutieren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist schon mehr als auffällig, dass plötzlich von Teilen dieses Hohen Hauses ein ungeheurer Aufschrei kommt, wenn die Zivildiener, was diese 43 S betrifft, mit den Präsenzdienern gleichgestellt werden. (Abg. Haidlmayr: Das stimmt ja nicht! – Abg. Edlinger: Das ist ja nicht richtig! Das ist ja absurd!) Ich bin dafür, dass es da eine absolute Gleichstellung gibt, und ich darf gerade jene Abgeordneten, die die Höhe von 43 S – wann immer! – festgelegt haben, daran erinnern, dass es an diesem Haus liegt, die Höhe der 43 S – aber ich würde bitten, für alle gleich – zu behandeln und zu diskutieren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In einem Punkt möchte ich allen kritischen Bemerkungen durchaus ein gewisses Recht geben: Wenn wir nichts getan hätten, dann hätten wir keinen einzigen Zivildiener im Juni und keinen einzigen Zivildiener im Oktober zuteilen dürfen. Ich gebe zu, dass dieses Programm ein absolutes Rettungsprogramm ist, aber mit diesem Rettungsprogramm ist es zumindest gelungen, dass wir knapp 3 000 junge Männer jetzt, im Juni und im Oktober, zuteilen können. Ich glaube, das ist in Anbetracht der kurzen Zeit zumindest einmal ein erster Schritt in die richtige Richtung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zum Auslandsdienst darf ich nur einen Satz zu meinem verehrten Vorgänger sagen – ich darf die Zahlen sprechen lassen –: Was die Planungen für den Gedenkdienst betrifft, so darf ich festhalten, dass im Bundesvoranschlag 2000 höhere Mittel eingesetzt sind und auch zur Bewilligung anstehen, als 1999 ausgegeben wurden. – Das sei als einziger Satz zur Klärung und Aufklärung von Nebelschwaden, die hier durch die Gegend geschickt werden, gesagt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Auer – in Richtung SPÖ –: Klassisches Eigentor! – Abg. Dr. Fekter: Das kann sie nicht mehr retten! – Abg. Dr. Khol: Da ist einmal nicht der Edlinger schuld, sondern da ist der Schlögl schuld! Und wo ist er? Geflohen! – Abg. Grabner: Dich erwischt’s auch noch einmal, Khol! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Freiheitlichen.
Zu Wort gemeldet hat sich Frau Abgeordnete Mag. Kuntzl. – Bitte. (Abg. Auer – in Richtung SPÖ –: Klassisches Eigentor! – Abg. Dr. Fekter: Das kann sie nicht mehr retten! – Abg. Dr. Khol: Da ist einmal nicht der Edlinger schuld, sondern da ist der Schlögl schuld! Und wo ist er? Geflohen! – Abg. Grabner: Dich erwischt’s auch noch einmal, Khol! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schwarzenberger: Ohne Geld?! Wo ist er denn? Wir wollen den Schlögl hören!
Herr Minister Strasser! Putzen Sie sich bitte nicht an Ihrem Vorgänger ab! Ihr Vorgänger hatte vorgesehen, die Zuweisungen auf 8 000 auszuweiten. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schwarzenberger: Ohne Geld?! Wo ist er denn? Wir wollen den Schlögl hören!) Sie schrauben zurück. Seien Sie bitte Manns genug, und stehen Sie dazu, und sagen Sie uns die Gründe! Der Zivildienst ist Ihnen kein wirkliches Anliegen. Das ist der Hintergrund. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Wo ist denn der Schlögl?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Wo ist denn der Schlögl?
Herr Minister Strasser! Putzen Sie sich bitte nicht an Ihrem Vorgänger ab! Ihr Vorgänger hatte vorgesehen, die Zuweisungen auf 8 000 auszuweiten. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schwarzenberger: Ohne Geld?! Wo ist er denn? Wir wollen den Schlögl hören!) Sie schrauben zurück. Seien Sie bitte Manns genug, und stehen Sie dazu, und sagen Sie uns die Gründe! Der Zivildienst ist Ihnen kein wirkliches Anliegen. Das ist der Hintergrund. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Wo ist denn der Schlögl?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Haben Sie wieder eine Kampagne vor im Ausland? War das der Startschuss für eine Auslandskampagne?
Meine Damen und Herren! Ich bitte Sie, seien Sie dann nachher nicht überrascht. Nutzen Sie die Chance, und überlegen Sie sich vorher, was Sie machen! Setzen Sie ein positives Zeichen, das wir in dieser Situation jetzt so dringend brauchen würden! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Haben Sie wieder eine Kampagne vor im Ausland? War das der Startschuss für eine Auslandskampagne?)
Abg. Neudeck: Die SPÖ nicht!
Das Argument, es gehe hier um Einsparungen, ist vorgeschoben. Das ist nur der Windschatten, in dem Sie diese Maßnahme umsetzen wollen. Es geht hier um 143 Personen, und das ist wohl eine Zahl, die wir uns noch leisten werden können. (Abg. Neudeck: Die SPÖ nicht!) Diese Maßnahme ist nicht durch Sparen motiviert, sondern diese Maßnahme ist ideologisch motiviert. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schwarzenberger: Haben Sie nicht zugehört? 2000 mehr Mittel als 1999!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schwarzenberger: Haben Sie nicht zugehört? 2000 mehr Mittel als 1999!
Das Argument, es gehe hier um Einsparungen, ist vorgeschoben. Das ist nur der Windschatten, in dem Sie diese Maßnahme umsetzen wollen. Es geht hier um 143 Personen, und das ist wohl eine Zahl, die wir uns noch leisten werden können. (Abg. Neudeck: Die SPÖ nicht!) Diese Maßnahme ist nicht durch Sparen motiviert, sondern diese Maßnahme ist ideologisch motiviert. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schwarzenberger: Haben Sie nicht zugehört? 2000 mehr Mittel als 1999!)
Rufe bei der ÖVP: Höheren! Höheren!
Sie schaffen leider Schritt für Schritt den Zivildienst als reale Alternative zum Dienst mit der Waffe ab, Sie schränken ihn jetzt zumindest einmal in einem Mehrschrittverfahren ein, zuerst mit den geringeren Zuweisungen wie schon angesprochen. (Rufe bei der ÖVP: Höheren! Höheren!) Geringeren! (Abg. Schwarzenberger: Haben Sie das Budget nicht gelesen?) Herr Minister! Da finde ich es besonders interessant, dass Sie im Zusammenhang mit den Krankenanstalten davon reden, dass die Zivildiener deshalb in diesem Bereich zurückgenommen werden, um mehr Frauenarbeitsplätze zu schaffen.
Abg. Schwarzenberger: Haben Sie das Budget nicht gelesen?
Sie schaffen leider Schritt für Schritt den Zivildienst als reale Alternative zum Dienst mit der Waffe ab, Sie schränken ihn jetzt zumindest einmal in einem Mehrschrittverfahren ein, zuerst mit den geringeren Zuweisungen wie schon angesprochen. (Rufe bei der ÖVP: Höheren! Höheren!) Geringeren! (Abg. Schwarzenberger: Haben Sie das Budget nicht gelesen?) Herr Minister! Da finde ich es besonders interessant, dass Sie im Zusammenhang mit den Krankenanstalten davon reden, dass die Zivildiener deshalb in diesem Bereich zurückgenommen werden, um mehr Frauenarbeitsplätze zu schaffen.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Ich gehe davon aus, dass Sie sich bei Ihren Kollegen dafür einsetzen werden, dass dann im Zuge der Finanzausgleichsverhandlungen den Krankenanstalten auch mehr Geld zugewiesen wird, um diese Frauenarbeitsplätze – die übrigens auch Männerarbeitsplätze sein könnten – tatsächlich abzusichern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zur Herabsetzung der Einkünfte, die den Zivildienern zur Verfügung stehen. Stellen Sie sich bitte vor, man kürzt von heute auf morgen Ihr Einkommen auf die Hälfte! Sie würden es vielleicht nicht spüren, aber wissen Sie, was sich die Zivildiener dann noch leisten können? (Beifall bei der SPÖ.) Zum Frühstück eine Semmel mit Nutella und ein Glas Milch, zum Mittagessen zwei Wurstsemmeln, zum Trinken leider nur Wasser und zum Abendessen einen Apfel. – Hervorragend! Sehr "großzügig"! (Abg. Neudeck: Das ist ja die Mayr-Kur!) Das sind Zustände, die Sie sich nicht vorstellen können, angesichts derer sich aber die Zivildiener, wenn sie Zivildienst leisten wollen, künftig überlegen werden müssen, ob sie sich das überhaupt noch leisten können, ob ihre Familie sie in dieser Zeit durchfüttern kann.
Abg. Neudeck: Das ist ja die Mayr-Kur!
Zur Herabsetzung der Einkünfte, die den Zivildienern zur Verfügung stehen. Stellen Sie sich bitte vor, man kürzt von heute auf morgen Ihr Einkommen auf die Hälfte! Sie würden es vielleicht nicht spüren, aber wissen Sie, was sich die Zivildiener dann noch leisten können? (Beifall bei der SPÖ.) Zum Frühstück eine Semmel mit Nutella und ein Glas Milch, zum Mittagessen zwei Wurstsemmeln, zum Trinken leider nur Wasser und zum Abendessen einen Apfel. – Hervorragend! Sehr "großzügig"! (Abg. Neudeck: Das ist ja die Mayr-Kur!) Das sind Zustände, die Sie sich nicht vorstellen können, angesichts derer sich aber die Zivildiener, wenn sie Zivildienst leisten wollen, künftig überlegen werden müssen, ob sie sich das überhaupt noch leisten können, ob ihre Familie sie in dieser Zeit durchfüttern kann.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich weiß nicht, wie Sie das alles den jungen Leuten erklären werden, aber das ist Ihre politische Verantwortung! Wir werden jedenfalls nicht tatenlos zusehen, wie Sie die Alternative zum Dienst mit der Waffe Schritt für Schritt aushöhlen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Schwarzenberger – in Richtung SPÖ –: Jetzt weiß ich, wieso Rudas so viel mehr verdient hat: Bei Ihnen wird nach Leistung bezahlt!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Amon. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Schwarzenberger – in Richtung SPÖ –: Jetzt weiß ich, wieso Rudas so viel mehr verdient hat: Bei Ihnen wird nach Leistung bezahlt!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Werner Amon (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Frau Abgeordnete Kuntzl hat hier davon gesprochen, dass Herr Bundesminister Strasser polemisch geantwortet hätte, ja dass er sich sogar bei den Zivildienern abputzen würde – und das möchte ich auf das Schärfste zurückweisen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Was ist denn polemischer, als wenn Herr Abgeordneter Maier mit der Speisekarte der Parlamentscafeteria hier zum Rednerpult geht und fragt, was sich denn ein Zivildiener um 43 S in der Parlamentscafeteria kaufen kann?!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Herr Maier! Was Sie vergessen haben, dazuzusagen, ist: Was kann sich denn ein Präsenzdiener um 43 S in der Parlamentscafeteria kaufen? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schwarzenberger: Das weiß ja der Maier nicht!
Ich frage Sie: Wer war 1997, wer war 1998 und wer war 1999 der verantwortliche Minister? (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schwarzenberger: Das weiß ja der Maier nicht!)
Abg. Schwarzenberger: Deshalb hat Schlögl ja in Purkersdorf so viel verloren!
Wer war 1997, 1998 und 1999 der verantwortliche Innenminister, Herr Maier? (Abg. Schwarzenberger: Deshalb hat Schlögl ja in Purkersdorf so viel verloren!)
Abg. Dr. Fekter: Das ist ja mehr!
Ich meine, man muss hier einigermaßen fair bleiben, und ich möchte, nachdem Herr Bundesminister Strasser ja darauf verwiesen hat, dass es im Budgetvoranschlag für das Jahr 2000 nicht weniger, sondern mehr Mittel für diesen Bereich gibt, auch die Zahlen nennen. Im Jahre 1999 wurden für diesen Bereich 12,930 781,90 Millionen Schilling ausgegeben. Im Bundesvoranschlag für das Jahr 2000 sind hiefür 13,5 Millionen Schilling beinhaltet. (Abg. Dr. Fekter: Das ist ja mehr!) Ist das mehr, oder ist das weniger, Herr Maier?
Abg. Schwarzenberge r – in Richtung SPÖ –: Jetzt weiß ich, warum Schlögl in Purkersdorf so viele Stimmen verloren hat: weil er unehrlich ist!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu Wort gemeldet hat sich Frau Abgeordnete Dr. Partik-Pablé. – Bitte. (Abg. Schwarzenberge r – in Richtung SPÖ –: Jetzt weiß ich, warum Schlögl in Purkersdorf so viele Stimmen verloren hat: weil er unehrlich ist!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Maier, die Peinlichkeiten haben Sie eingeholt. Ich kann mir vorstellen, Sie werden nicht so schnell wieder eine Besprechung einer schriftlichen Anfragebeantwortung hier im Nationalrat fordern. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Maier: So ist es!
Ich möchte auf Ihre Aussagen zurückkommen. Sie sind sehr schnell mit großen Anschuldigungen da. Auch Ihre Generalsekretärin, Frau Kuntzl, spricht von Drohungen. Sie haben gesagt, das sei "Verrat" an den Zivildienern, "Verrat" an den jungen Menschen. (Abg. Mag. Maier: So ist es!) Aber Sie haben sich dann sehr schnell vom Innenminister sagen lassen müssen, dass es kein Verrat ist, der hier begangen wird, sondern (Abg. Mag. Maier: Ein Betrug!) es ist das politische Versagen des Vorgängers des jetzigen Innenministers, nämlich des sozialistischen Bundesministers Schlögl, das zu dieser Misere geführt hat. Das müssen Sie einmal zur Kenntnis nehmen!
Abg. Mag. Maier: Ein Betrug!
Ich möchte auf Ihre Aussagen zurückkommen. Sie sind sehr schnell mit großen Anschuldigungen da. Auch Ihre Generalsekretärin, Frau Kuntzl, spricht von Drohungen. Sie haben gesagt, das sei "Verrat" an den Zivildienern, "Verrat" an den jungen Menschen. (Abg. Mag. Maier: So ist es!) Aber Sie haben sich dann sehr schnell vom Innenminister sagen lassen müssen, dass es kein Verrat ist, der hier begangen wird, sondern (Abg. Mag. Maier: Ein Betrug!) es ist das politische Versagen des Vorgängers des jetzigen Innenministers, nämlich des sozialistischen Bundesministers Schlögl, das zu dieser Misere geführt hat. Das müssen Sie einmal zur Kenntnis nehmen!
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Um 43 S!
Ich werde Ihnen noch etwas sagen: Weder ich noch die Freiheitliche Partei haben ein gestörtes Verhältnis zum Zivildienst. Ich möchte auch nicht missverstanden werden, absichtlich missverstanden werden: Ich stehe zu diesem Zivildienst, weil ich weiß, dass die Zivildiener im gesamten sozialen Sektor in Österreich ungeheuer Großes leisten. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Um 43 S!)
Abg. Schwarzenberger spricht seit einiger Zeit in Richtung SPÖ.
Aber auf der anderen Seite muss man doch auch zugeben und sich Gedanken darüber machen, dass es doch nicht sein kann, dass der Wehrersatzdienst, der der Zivildienst noch immer ist, zur Säule unseres Sozialnetzes geworden ist und dass alles zusammenbräche, wenn es zu einer Änderung in diesem Zivildienstgesetz kommt. Ich habe Mitteilungen von Vereinen bekommen, die demonstrieren gehen, die behinderte Menschen auf die Straße schicken wollen, weil es Änderungen im Zivildienstgesetz geben wird. Die Politik der vergangenen Jahre war falsch! Man hat bei den ... (Abg. Schwarzenberger spricht seit einiger Zeit in Richtung SPÖ.) – Herr Abgeordneter! Ich bin am Wort und ich würde auch Sie bitten, dass Sie mir zuhören. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Aber auf der anderen Seite muss man doch auch zugeben und sich Gedanken darüber machen, dass es doch nicht sein kann, dass der Wehrersatzdienst, der der Zivildienst noch immer ist, zur Säule unseres Sozialnetzes geworden ist und dass alles zusammenbräche, wenn es zu einer Änderung in diesem Zivildienstgesetz kommt. Ich habe Mitteilungen von Vereinen bekommen, die demonstrieren gehen, die behinderte Menschen auf die Straße schicken wollen, weil es Änderungen im Zivildienstgesetz geben wird. Die Politik der vergangenen Jahre war falsch! Man hat bei den ... (Abg. Schwarzenberger spricht seit einiger Zeit in Richtung SPÖ.) – Herr Abgeordneter! Ich bin am Wort und ich würde auch Sie bitten, dass Sie mir zuhören. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Jetzt möchte ich noch etwas festhalten, weil ich da von manchen immer wieder gerne falsch verstanden werde: Ich bin für den Gedenkdienst, ich bin für den Friedensdienst, aber ich bin nicht der Auffassung, dass wir, solange wir in Österreich die Sozialeinrichtungen kürzen müssen, Zivildiener ins Ausland schicken, damit sie dort Gedenkdienst versehen. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Ich behaupte, dass es immer noch einfacher und schöner ist, Gedenktafeln zu beaufsichtigen und Leute durch ein Holocaust-Museum zu führen, als in Österreich in einem Krankenhaus alten Leuten die Leibschüssel zu leeren, ihnen Strümpfe anzuziehen und so weiter. (Abg. Reheis: Um 43 S pro Tag!)
Abg. Reheis: Um 43 S pro Tag!
Jetzt möchte ich noch etwas festhalten, weil ich da von manchen immer wieder gerne falsch verstanden werde: Ich bin für den Gedenkdienst, ich bin für den Friedensdienst, aber ich bin nicht der Auffassung, dass wir, solange wir in Österreich die Sozialeinrichtungen kürzen müssen, Zivildiener ins Ausland schicken, damit sie dort Gedenkdienst versehen. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Ich behaupte, dass es immer noch einfacher und schöner ist, Gedenktafeln zu beaufsichtigen und Leute durch ein Holocaust-Museum zu führen, als in Österreich in einem Krankenhaus alten Leuten die Leibschüssel zu leeren, ihnen Strümpfe anzuziehen und so weiter. (Abg. Reheis: Um 43 S pro Tag!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (fortsetzend): Wenn wir uns hier den Vorwurf gefallen lassen müssen, wir wären durch diese Maßnahmen für die Abschaffung des Zivildienstes, dann möchte ich Ihnen sagen: Das ist nicht der Fall. Aber die Grünen in Deutschland haben jetzt laut darüber nachgedacht, ob es nicht sinnvoller wäre, den Zivildienst überhaupt abzuschaffen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Steibl und Dr. Trinkl.
Aber ich möchte jetzt zu einem anderen Thema kommen. Herr Minister Strasser, ich glaube Ihnen als Person, dass Sie als ehemaliger Zivildiener wissen, worum es geht. Das Problem, das Sie haben, ist jedoch, dass Sie sich gegen die ÖVP und gegen die FPÖ nicht durchsetzen konnten. Sie konnten sich gegen Herrn Klubobmann Khol, gegen Herrn Westenthaler, gegen Herrn Scheibner nicht durchsetzen und haben sich dann auch noch von Finanzminister Grasser über den Tisch ziehen haben lassen, was das Budget betrifft! Das ist das Problem! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Steibl und Dr. Trinkl. )
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (fortsetzend): – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das war das Ergebnis von durchaus schwierigen und zähen Verhandlungen mit dem Herrn Finanzminister, und ich möchte – es ist mir besonders wichtig, das darzulegen – darauf hinweisen, dass ich bei der Erstellung des Budgets 2000 die Anweisung gegeben habe, dass bei der Bundessportorganisation, den Verbänden, den Trainermitteln, den Sportkoordinatoren, der Nachwuchs- und Spitzensportförderung sowie beim Behindertensport keine 15-prozentige Kürzung vorgenommen wird, weil es uns wichtig war, auch da eine verlässliche Grundlage für die Arbeit im Jahr 2000 zu schaffen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Edlinger: Das hat die Regierung beschlossen!
Die Erstellung eines nationalen Sportstätteninfrastrukturplanes in Verbindung mit gemeinsamen sportpolitischen Zielsetzungen ist ebenfalls ganz wichtig, weil ich bei der Ressortübernahme, die ja keine Übergabe des Ressorts war – wir haben uns in die Unterlagen eingearbeitet –, Folgendes festgestellt habe: Im vergangenen Jahr sind im Zuge des Wahlkampfes sowohl der damalige Finanzminister Edlinger als auch der damalige Staatssekretär mit dem Füllhorn durch Österreich gegangen und haben per Handschlag alle 50 Kilometer in diesem Land ein Stadion versprochen und Ähnliches mehr, ohne dass es dafür eine finanzielle Bedeckung gegeben hat. (Abg. Edlinger: Das hat die Regierung beschlossen!)
Weiterer Zwischenruf des Abg. Edlinger.
Ich zeige Ihnen gerne, Herr Kollege Edlinger, die vielen Schreiben von Zusagen, die ich aus ganz Österreich bekommen habe, die Sie und Kollege Wittmann per Handschlag gemacht haben und für die es keine Beschlüsse in der Bundesregierung und auch keine finanzielle Bedeckung gegeben hat. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Edlinger. ) Ich werde Ihnen das gerne übermitteln, Sie können ja dann Ihre Stellungnahme dazu abgeben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich zeige Ihnen gerne, Herr Kollege Edlinger, die vielen Schreiben von Zusagen, die ich aus ganz Österreich bekommen habe, die Sie und Kollege Wittmann per Handschlag gemacht haben und für die es keine Beschlüsse in der Bundesregierung und auch keine finanzielle Bedeckung gegeben hat. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Edlinger. ) Ich werde Ihnen das gerne übermitteln, Sie können ja dann Ihre Stellungnahme dazu abgeben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ein ganz persönliches Anliegen, das ich habe – das war mir von Anfang an wichtig, deshalb haben wir auch bei der Budgeterstellung 2000 besonders darauf Rücksicht genommen –, ist, dass wir auch die Förderung des Behindertensports endlich auf eine gesetzliche Grundlage stellen. Das ist etwas, was bisher unverständlicherweise nicht der Fall war. Ich glaube, dass es unzumutbar ist – gerade für die Sportler im Behindertenbereich –, dass sie immer von Jahr zu Jahr auf den Goodwill angewiesen sind. Wir sind dabei, eine gesetzliche Grundlage vorzubereiten und zu schaffen, damit auch da entsprechende Förderungssicherheit gegeben ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich meine, dass der Sport auch etwas ist, bei dem wir gemeinsam demonstrieren sollten – auch über die Parteigrenzen hinweg –, dass es möglich ist, ambitionierte Ziele zu erreichen. Ich lade auch die Opposition sehr herzlich zur Unterstützung ein, weil ich glaube, dass es gerade dieser Bereich ist, in dem es in Zusammenarbeit mit den Bundessportorganisationen, mit den Verbänden, mit dem Österreichischen Olympischen Comité, den 12 000 Sportvereinen und den Hunderttausenden von Sportlern und Funktionären unsere gemeinsame Zielsetzung sein sollte, am Ende dieser Legislaturperiode auf eine gelungene sportpolitische Neuausrichtung in diesem Lande zurückblicken zu können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Herr Edlinger, was berichtigen Sie jetzt? Das Salzburger Stadion? Das Grazer Stadion? Das Innsbrucker Stadion?
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Edlinger zu Wort gemeldet. – Bitte, Herr Abgeordneter, berücksichtigen Sie § 58 der Geschäftsordnung und beginnen Sie! (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Edlinger, was berichtigen Sie jetzt? Das Salzburger Stadion? Das Grazer Stadion? Das Innsbrucker Stadion?)
Beifall bei der SPÖ.
Wahr ist vielmehr, dass ich das AMS nicht ausgegliedert habe. Dies geschah nämlich bereits 1994 – ich trat der Bundesregierung 1997 bei –, und zwar auf intensiven Wunsch des damals etwas glücklosen Wirtschaftsministers Schüssel. – Da Sie mit diesem Herrn öfters zusammen sind, fragen Sie bitte ihn, was ihn dazu bewogen hat! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist aber auch etwas Neues! – Das ist etwas Neues: "nachholen"! Ist das in der Geschäftsordnung: "nachholen"?
Die dritte tatsächliche Berichtigung hole ich gleich nach. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist aber auch etwas Neues! – Das ist etwas Neues: "nachholen"! Ist das in der Geschäftsordnung: "nachholen"?)
Abg. Dr. Khol: Nicht einmal das hat er gemacht! Nicht einmal das! – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin weder mit dem "Füllhorn" durch Österreich gereist, noch habe ich per Handschlag Stadien versprochen. (Abg. Dr. Khol: Nicht einmal das hat er gemacht! Nicht einmal das! – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Es gibt Zusagen für Subventionen lediglich in schriftlicher Form, und diese Akten wurden Ihnen übergeben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das tut schon weh!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das tut schon weh!
Ich bin weder mit dem "Füllhorn" durch Österreich gereist, noch habe ich per Handschlag Stadien versprochen. (Abg. Dr. Khol: Nicht einmal das hat er gemacht! Nicht einmal das! – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Es gibt Zusagen für Subventionen lediglich in schriftlicher Form, und diese Akten wurden Ihnen übergeben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das tut schon weh!)
Ironische Heiterkeit des Abg. Kampichler.
Ich hätte Abschlägen, die eine massive Kürzung künftiger Pensionen bedeuten, nie zugestimmt. (Ironische Heiterkeit des Abg. Kampichler. ) Diese Abschläge entsprechen exklusiv der sozialen Dimension dieser Bundesregierung, und sie tragen die Handschrift Khol/Schüssel. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Ich hätte Abschlägen, die eine massive Kürzung künftiger Pensionen bedeuten, nie zugestimmt. (Ironische Heiterkeit des Abg. Kampichler. ) Diese Abschläge entsprechen exklusiv der sozialen Dimension dieser Bundesregierung, und sie tragen die Handschrift Khol/Schüssel. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Solche Skandale wird es unter der neuen Bundesregierung mit Sicherheit nicht geben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Objektivität und Objektivierung sind für uns Freiheitliche nämlich keine Schlagworte, keine leeren Worthülsen (Abg. Silhavy: Das sieht man ja beim Justizminister! – Ruf bei den Grünen: Das haben wir gemerkt!), sondern Teil unserer politischen Grundsätze. Sie sind unter anderem auch eine Erklärung dafür, dass wir von einer 5-Prozent-Partei im Jahr 1985 zu der Arbeitnehmerpartei schlechthin bei den letzten Wahlen geworden sind. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Silhavy: Das sieht man ja beim Justizminister! – Ruf bei den Grünen: Das haben wir gemerkt!
Solche Skandale wird es unter der neuen Bundesregierung mit Sicherheit nicht geben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Objektivität und Objektivierung sind für uns Freiheitliche nämlich keine Schlagworte, keine leeren Worthülsen (Abg. Silhavy: Das sieht man ja beim Justizminister! – Ruf bei den Grünen: Das haben wir gemerkt!), sondern Teil unserer politischen Grundsätze. Sie sind unter anderem auch eine Erklärung dafür, dass wir von einer 5-Prozent-Partei im Jahr 1985 zu der Arbeitnehmerpartei schlechthin bei den letzten Wahlen geworden sind. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Solche Skandale wird es unter der neuen Bundesregierung mit Sicherheit nicht geben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Objektivität und Objektivierung sind für uns Freiheitliche nämlich keine Schlagworte, keine leeren Worthülsen (Abg. Silhavy: Das sieht man ja beim Justizminister! – Ruf bei den Grünen: Das haben wir gemerkt!), sondern Teil unserer politischen Grundsätze. Sie sind unter anderem auch eine Erklärung dafür, dass wir von einer 5-Prozent-Partei im Jahr 1985 zu der Arbeitnehmerpartei schlechthin bei den letzten Wahlen geworden sind. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich danke Ihnen, Frau Vizekanzler, und Ihren Beamten für Ihre Bemühungen, frischen Wind in eine zum Teil erstarrte Verwaltung zu bringen und für die einzelnen Bediensteten ein Stück mehr Freiheit zu garantieren. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzlerin Dr. Riess-Passer. – Abg. Aumayr: ... Minister ohne Ministerium!
Sie haben auch gesagt: "Frau Staatssekretärin Prammer". – Sie war nie Staatssekretärin, sie war Ministerin. (Zwischenbemerkung von Vizekanzlerin Dr. Riess-Passer. – Abg. Aumayr: ... Minister ohne Ministerium!)
Abg. Dr. Stummvoll: So schwach seid ihr?
Noch etwas: Sie haben auch unsere Unterstützung, wenn Sie sagen, das Parteibuch bei den Beamten muss weg. Sie brauchen das nur Ihrem Koalitionspartner zu sagen: Bei den Personalvertretungswahlen im öffentlichen Dienst hat der ÖAAB 76 Prozent bekommen und – ich getraue es mich gar nicht zu sagen – in Niederösterreich über 95 Prozent! (Abg. Dr. Stummvoll: So schwach seid ihr?) – Das ist die Personalpolitik des Landeshauptmannes Pröll! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: So schwach seid ihr schon?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: So schwach seid ihr schon?
Noch etwas: Sie haben auch unsere Unterstützung, wenn Sie sagen, das Parteibuch bei den Beamten muss weg. Sie brauchen das nur Ihrem Koalitionspartner zu sagen: Bei den Personalvertretungswahlen im öffentlichen Dienst hat der ÖAAB 76 Prozent bekommen und – ich getraue es mich gar nicht zu sagen – in Niederösterreich über 95 Prozent! (Abg. Dr. Stummvoll: So schwach seid ihr?) – Das ist die Personalpolitik des Landeshauptmannes Pröll! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: So schwach seid ihr schon?)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist gescheit, sehr gescheit!
Meine Damen und Herren! Ich glaube – und da gehe ich mit Ihnen konform –, dass es sehr gut ist, wenn wir dort, wo es um den Sport geht, Gemeinsamkeiten finden können. Aber es gilt auch aufzuzeigen, wo es Probleme gibt. Die im Regierungsübereinkommen von ÖVP und FPÖ stehende Forderung zeigt ganz klar eine drohende Tendenz auf. Der fünfte Absatz des Regierungsprogramms beinhaltet folgende Punkte: Förderung der gemeinnützigen und parteiunabhängigen Vereine und Verbände. – Einige Sätze weiter steht, man müsse Vereine und Verbände vor unnötigen bürokratischen Belastungen bewahren. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist gescheit, sehr gescheit!)
Abg. Mag. Schweitzer: Sind die Funktionäre!
Meine Damen und Herren! Ich habe es schon sehr oft gesagt – und da gehen wir auch konform –: Das Gold des Sportes in Österreich (Abg. Mag. Schweitzer: Sind die Funktionäre!) sind die ehrenamtlichen Funktionäre! Wenn man ihre Arbeit, die sie für den Sport kostenlos durchführen, mit nur 100 S bezahlen müsste, wären das weit über 30 Milliarden Schilling.
Abg. Dr. Stummvoll: Die Bürgergesellschaft!
Der ehemalige Sportminister Fred Sinowatz hat bei einem Gemeindetag in Klagenfurt einmal gesagt: Eine Stadt, eine Gemeinde lebt erst, wenn das Vereinsleben funktioniert. (Abg. Dr. Stummvoll: Die Bürgergesellschaft!) – Daher ist es so wichtig, dass wir in den kleinen Gemeinden auch wirklich viele Sportvereine haben, und daher bitte ich Sie hiefür um Ihre Unterstützung. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP und Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP und Beifall bei der SPÖ.
Der ehemalige Sportminister Fred Sinowatz hat bei einem Gemeindetag in Klagenfurt einmal gesagt: Eine Stadt, eine Gemeinde lebt erst, wenn das Vereinsleben funktioniert. (Abg. Dr. Stummvoll: Die Bürgergesellschaft!) – Daher ist es so wichtig, dass wir in den kleinen Gemeinden auch wirklich viele Sportvereine haben, und daher bitte ich Sie hiefür um Ihre Unterstützung. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP und Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei den Freiheitlichen: Leikam?
Liebe Freunde aus Kärnten! Ich habe eine aktuelle Umfrage, die in Kärnten über die Dachverbände und die Vereine durchgeführt wurde – meinem Freund Leikam sei an dieser Stelle der Dank ausgesprochen (Ruf bei den Freiheitlichen: Leikam?); ja, er ist ein Funktionär in Kärnten! –: Von 370 Vereinen haben 30 Prozent wiederum ihre Ergebnisse zurückgebracht, und sie sind der Meinung, dass der Bereich des Breiten- und Gesundheitssports auch in Zukunft von den Dachverbänden wahrgenommen werden soll.
Abg. Neudeck: Das war der Schlusssatz!
Ich sage es zum Schluss, weil es lauter ehrenamtliche Funktionäre sind – und fast keine Sozialdemokraten, denn da kann ich meinem Freund Kopf auch nicht Recht geben, was die "Umarmung" betrifft, weil wir gar nicht so viele Funktionäre bei den Fachverbänden haben: Hättest du geschwiegen, wärst du ein Weiser, so bist du ein Weißer! (Abg. Neudeck: Das war der Schlusssatz!)
Ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Schweitzer.
Meine Damen und Herren! Der frei gewählte Sport in Österreich ist mit Löschnak, Pillwein und Zeh, das Olympische Comité mit Wallner und Jungwirth, der Schiverband mit Schröcksnadel und Leistner, der Fußballverband mit Mauhart, Ludwig und Kopf, wenn du willst, sehr, sehr gut besetzt. Auch hier kann man sagen, dass auch die Freiheitlichen gute Sportfunktionäre haben, wenn ich an Kartnig denke – das Gleiche kann ich bei Fischl nicht sagen. (Ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Schweitzer. )
Beifall bei der SPÖ.
Frau Vizekanzlerin! Damit Sie sehen, dass bei einem Dachverband wirklich gute Arbeit geleistet wird – bei den anderen Verbänden ist es genauso –, darf ich Ihnen den Leitfaden der Sportvereine, den "Sportmanager", überreichen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Trattner: Aber Meister wird Tirol! – Abg. Ing. Westenthaler: Aber Rapid funktioniert trotzdem nicht!
Meine Damen und Herren! Dass Sturm Graz vorgestern einen gewaltigen Kantersieg – sehr zum Leidwesen meines Klubobmannes – gegen Tirol geliefert hat, mag umso mehr ein Zeichen dafür sein, Kollege Fischl, dass Sturm Graz eben wirklich ein guter Verein unter guter Führung ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Trattner: Aber Meister wird Tirol! – Abg. Ing. Westenthaler: Aber Rapid funktioniert trotzdem nicht!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Dies geschah mit großem Erfolg! Seit wir regelmäßig jeden Sommer von April bis Ende August diese Sportangebote haben, haben wir nicht nur weniger Vandalismus, sondern auch bedeutend weniger Probleme mit alkoholisierten Jugendlichen und kaum ein Drogenproblem – zumindest im Stadtpark, darüber hinaus natürlich, leider. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Khol: Das ist kein "leider"!
Meine Damen und Herren! Das wäre insgesamt eine erfreuliche Bilanz und ein erfreulicher Umstand, wäre da nicht etwas, was mich persönlich sehr stört. Heute ist leider Herr Abgeordneter Kräuter den ganzen Tag über nicht da, denn sonst hätte ich es ihm ganz deutlich sagen müssen. (Abg. Dr. Khol: Das ist kein "leider"!) Ich hätte es ihm heute gerne deutlich gesagt, dass am 18. August 1995 und am 6. September 1995 der seinerzeitige Kanzler Vranitzky – schriftlich, meine Damen und Herren – Landesrat Gerhard Hirschmann, aber auch Landesrat Ressel zugesichert hat, 120 Millionen Schilling zum Bau des Österreichrings beizutragen. In der Zwischenzeit ist bereits 1 Milliarde Schilling an Steuern an den Bund zurückgeflossen – 1 Milliarde Schilling! –, aber bis dato ist kein einziger Steuerschilling seitens des Bundes in den Bau des Österreichrings gegangen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bin Ihnen, Frau Vizekanzlerin, daher sehr dankbar, dass Sie mit Landesrat Gerhard Hirschmann Verhandlungen aufgenommen haben, was die Förderung einer eventuellen Vertragsverlängerung des Formel-1-Ringes anbelangt, und ich bin zuversichtlich, dass mit Ihrer konstruktiven Art und dem gemeinsamen Arbeiten in diese Richtung auch ein sehr positives Ergebnis zustandekommen wird. Danke, Frau Vizekanzlerin! – Ich danke Ihnen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Zweytick: Das geht nicht! Das kannst du nicht machen! – Abg. Mag. Trattner: Jetzt sind alle für den Sport, und ...!
Abgeordneter Dieter Brosz (Grüne): Herr Präsident! Frau Vizekanzler! Hohes Haus! Ich möchte zunächst einmal zwei Gründe nennen, warum wir diesem Sportbudget beziehungsweise diesem Budgetansatz "Öffentliche Leistung und Sport" nicht zustimmen werden. (Abg. Zweytick: Das geht nicht! Das kannst du nicht machen! – Abg. Mag. Trattner: Jetzt sind alle für den Sport, und ...!)
Abg. Mag. Schweitzer: Das habe ich gar nicht verstanden!
Wir haben das auch bei der Budgetdebatte beziehungsweise bei der Regierungserklärung schon bekannt gegeben. Wir glauben, dass der Kompetenzbereich dieses Ministeriums einfach nicht ausreichend ist, um ein eigenes Ministerium zu begründen. Daraus ergibt sich auch die eindeutige Logik, dem Budget dieses Ministeriums nicht zustimmen zu können. (Abg. Mag. Schweitzer: Das habe ich gar nicht verstanden!) – Das ist meistens so, Herr Kollege Schweitzer, aber das kann ich nicht ändern. (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Wir haben das auch bei der Budgetdebatte beziehungsweise bei der Regierungserklärung schon bekannt gegeben. Wir glauben, dass der Kompetenzbereich dieses Ministeriums einfach nicht ausreichend ist, um ein eigenes Ministerium zu begründen. Daraus ergibt sich auch die eindeutige Logik, dem Budget dieses Ministeriums nicht zustimmen zu können. (Abg. Mag. Schweitzer: Das habe ich gar nicht verstanden!) – Das ist meistens so, Herr Kollege Schweitzer, aber das kann ich nicht ändern. (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich baue aber darauf – und das betone ich, dazu gibt es ja Aussagen von Ihnen –, dass das in Zukunft anders wird. Wenn es zu einer Regelung kommt, durch die die Transparenz der Sportförderung generell anders wird, dann können wir sicherlich darüber reden, ob wir auch einem Sportbudget zustimmen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Schweitzer: Dort sitzt der Wittmann!
Zweiter Kritikpunkt: "Der Rechnungshof beanstandete die Gewährung von Förderungen auf der Grundlage unzureichender Anträge beziehungsweise" – das ist besonders spannend! – "trotz offenkundigen Nichtvorliegens der Förderungsvoraussetzungen." (Abg. Mag. Schweitzer: Dort sitzt der Wittmann!)
Abg. Grabner: Das stimmt überhaupt nicht!
Jetzt komme ich auf Herrn Kollegen Grabner zu sprechen. Herr Kollege Grabner! Sie stellen das immer so dar, als wäre es ein Widerspruch, zu sagen, dass auf der einen Seite die Arbeit der Sportfunktionäre wesentlich ist, während man auf der anderen Seite Transparenz fordert. Dem ist nicht so. (Abg. Grabner: Das stimmt überhaupt nicht!) Was einfach einmal gesagt werden muss, ist, dass es mit dem Ersatzkaisertum auch auf kommunaler Ebene endlich einmal ein Ende haben sollte. Ich finde es nicht zutreffend und nicht angebracht, dass man – und ich weiß das, ich komme aus einem Verein, der auch dem ASKÖ angehört – keine Ahnung hat, wie diese Mittel verwendet werden. Es liegt dann in der Hand des jeweiligen Bezirkssekretärs, Funktionärs, wie auch immer, ob man auf dem Tennisplatz eine Förderung für eine Platzsanierung bekommt, ob man ... (Abg. Grabner: Nein! Das stimmt überhaupt nicht! Der hat keine Ahnung!) Das stimmt vielleicht bei Ihnen nicht. Ich kann nur sagen, dass es dort, wo ich bin, mit Sicherheit stimmt. (Abg. Grabner: Das stimmt nicht!)
Abg. Grabner: Nein! Das stimmt überhaupt nicht! Der hat keine Ahnung!
Jetzt komme ich auf Herrn Kollegen Grabner zu sprechen. Herr Kollege Grabner! Sie stellen das immer so dar, als wäre es ein Widerspruch, zu sagen, dass auf der einen Seite die Arbeit der Sportfunktionäre wesentlich ist, während man auf der anderen Seite Transparenz fordert. Dem ist nicht so. (Abg. Grabner: Das stimmt überhaupt nicht!) Was einfach einmal gesagt werden muss, ist, dass es mit dem Ersatzkaisertum auch auf kommunaler Ebene endlich einmal ein Ende haben sollte. Ich finde es nicht zutreffend und nicht angebracht, dass man – und ich weiß das, ich komme aus einem Verein, der auch dem ASKÖ angehört – keine Ahnung hat, wie diese Mittel verwendet werden. Es liegt dann in der Hand des jeweiligen Bezirkssekretärs, Funktionärs, wie auch immer, ob man auf dem Tennisplatz eine Förderung für eine Platzsanierung bekommt, ob man ... (Abg. Grabner: Nein! Das stimmt überhaupt nicht! Der hat keine Ahnung!) Das stimmt vielleicht bei Ihnen nicht. Ich kann nur sagen, dass es dort, wo ich bin, mit Sicherheit stimmt. (Abg. Grabner: Das stimmt nicht!)
Abg. Grabner: Das stimmt nicht!
Jetzt komme ich auf Herrn Kollegen Grabner zu sprechen. Herr Kollege Grabner! Sie stellen das immer so dar, als wäre es ein Widerspruch, zu sagen, dass auf der einen Seite die Arbeit der Sportfunktionäre wesentlich ist, während man auf der anderen Seite Transparenz fordert. Dem ist nicht so. (Abg. Grabner: Das stimmt überhaupt nicht!) Was einfach einmal gesagt werden muss, ist, dass es mit dem Ersatzkaisertum auch auf kommunaler Ebene endlich einmal ein Ende haben sollte. Ich finde es nicht zutreffend und nicht angebracht, dass man – und ich weiß das, ich komme aus einem Verein, der auch dem ASKÖ angehört – keine Ahnung hat, wie diese Mittel verwendet werden. Es liegt dann in der Hand des jeweiligen Bezirkssekretärs, Funktionärs, wie auch immer, ob man auf dem Tennisplatz eine Förderung für eine Platzsanierung bekommt, ob man ... (Abg. Grabner: Nein! Das stimmt überhaupt nicht! Der hat keine Ahnung!) Das stimmt vielleicht bei Ihnen nicht. Ich kann nur sagen, dass es dort, wo ich bin, mit Sicherheit stimmt. (Abg. Grabner: Das stimmt nicht!)
Zwischenruf des Abg. Fischl
Faktum ist (Zwischenruf des Abg. Fischl ), dass hier einfach überhaupt keine eindeutige ... (Abg. Grabner: Du hast keine Ahnung! – Abg. Öllinger: Das ist ja gerade das Problem, dass er keine Ahnung hat! – Abg. Grabner: Na ja, dann sollte er üben! Üben!)
Abg. Grabner: Du hast keine Ahnung! – Abg. Öllinger: Das ist ja gerade das Problem, dass er keine Ahnung hat! – Abg. Grabner: Na ja, dann sollte er üben! Üben!
Faktum ist (Zwischenruf des Abg. Fischl ), dass hier einfach überhaupt keine eindeutige ... (Abg. Grabner: Du hast keine Ahnung! – Abg. Öllinger: Das ist ja gerade das Problem, dass er keine Ahnung hat! – Abg. Grabner: Na ja, dann sollte er üben! Üben!)
Abg. Grabner: Das stimmt überhaupt nicht!
Zu den Vereinen: Ich bin seit mittlerweile sieben, acht Jahren in einem Verein Vorstandsmitglied, und es war bis jetzt immer unmöglich zu eruieren, woher die Mittel kommen. (Abg. Grabner: Das stimmt überhaupt nicht!) – Okay, schauen Sie sich das selbst an und verteidigen Sie nicht
Beifall bei den Grünen.
"Bestrebungen" – und jetzt kommt es! – "des Bundeskanzleramtes in diese Richtung sowie eine fundierte Evaluierung des Sportförderungsbereiches waren anläßlich der nunmehrigen Gebarungsüberprüfung jedoch nur ansatzweise festzustellen." – Von 1994 auf 1999 bis ins Jahr 2000 sind es immerhin fünf Jahre gewesen, während dieser Sie die Möglichkeit gehabt hätten, entscheidende Schritte zu setzen und eine Weiterentwicklung zu ermöglichen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Fischl: Ein neuer Star auf sportpolitischer Ebene! Der weiß, wovon er spricht!
Ich stelle noch einmal fest: Ich habe in den Ausschussberatungen durchaus wohlwollend zur Kenntnis genommen, dass Sie sowohl den Bereich der allgemeinen Sportförderung, als auch den Bereich der besonderen Sportförderung auf eine neue Basis stellen wollen – auch was die Sportgesetzgebung als solches betrifft – und dass Sie Regelungen schaffen wollen, wodurch es eine größere Transparenz geben wird. (Abg. Fischl: Ein neuer Star auf sportpolitischer Ebene! Der weiß, wovon er spricht!) Schauen Sie sich im Bereich der Sportgesetzgebung als solches, im Amateursport, einmal an, wie die Regelungen sind. Ich kann Ihnen ein Beispiel sagen, ein bisserl habe ich es verfolgt.
Abg. Fischl: Rapid ist ihm auch ein Begriff!
Der ASK Kottingbrunn wird Ihnen wahrscheinlich ein Begriff sein, er war ja eine Zeit lang im österreichischen Fußball ein Verein am Sternenhimmel. (Abg. Fischl: Rapid ist ihm auch ein Begriff!) Dieser Verein ist über Jahre hinweg in den niederösterreichischen Ligen aufgestiegen, nie gab es Probleme mit Arbeitsbewilligungen oder mit versicherungsrechtlichen Grundlagen. Das ist im Amateurbereich offensichtlich relativ problemlos gegangen. Der ASK Kottingbrunn ist – das weiß ich jetzt gar nicht genau, 1996 muss das gewesen sein – in die Bundesliga aufgestiegen, und auf einmal gab es einen sich über zwei Monate ziehenden Prozess (Abg. Mag. Schweitzer: 1998!) – da sind sie wieder abgestiegen, das war das schlechtere Jahr –, und der Verein konnte auf einmal, als die Meisterschaft begonnen hat, seine Spieler nicht einsetzen, weil er keine Bewilligungen gehabt hat – was im Amateurbereich nie ein Problem für ihn war.
Abg. Mag. Schweitzer: 1998!
Der ASK Kottingbrunn wird Ihnen wahrscheinlich ein Begriff sein, er war ja eine Zeit lang im österreichischen Fußball ein Verein am Sternenhimmel. (Abg. Fischl: Rapid ist ihm auch ein Begriff!) Dieser Verein ist über Jahre hinweg in den niederösterreichischen Ligen aufgestiegen, nie gab es Probleme mit Arbeitsbewilligungen oder mit versicherungsrechtlichen Grundlagen. Das ist im Amateurbereich offensichtlich relativ problemlos gegangen. Der ASK Kottingbrunn ist – das weiß ich jetzt gar nicht genau, 1996 muss das gewesen sein – in die Bundesliga aufgestiegen, und auf einmal gab es einen sich über zwei Monate ziehenden Prozess (Abg. Mag. Schweitzer: 1998!) – da sind sie wieder abgestiegen, das war das schlechtere Jahr –, und der Verein konnte auf einmal, als die Meisterschaft begonnen hat, seine Spieler nicht einsetzen, weil er keine Bewilligungen gehabt hat – was im Amateurbereich nie ein Problem für ihn war.
Abg. Dr. Zernatto: Bei Strafe!
Wer in Österreich in einen Park geht, der sieht normalerweise ein Taferl, auf dem steht: Betreten des Rasens verboten. (Abg. Dr. Zernatto: Bei Strafe!) – Bei Strafe verboten!, ja, das kann auch draufstehen! Ich denke, auch da müssten wir in der Sportpolitik veranlassen, einen anderen Umgang zu pflegen. Die öffentlichen Plätze sind für öffentliches Leben da, und das sollte man in vielen Bereichen umzusetzen versuchen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wer in Österreich in einen Park geht, der sieht normalerweise ein Taferl, auf dem steht: Betreten des Rasens verboten. (Abg. Dr. Zernatto: Bei Strafe!) – Bei Strafe verboten!, ja, das kann auch draufstehen! Ich denke, auch da müssten wir in der Sportpolitik veranlassen, einen anderen Umgang zu pflegen. Die öffentlichen Plätze sind für öffentliches Leben da, und das sollte man in vielen Bereichen umzusetzen versuchen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Fischl: Zum Essen! Schauen Sie sich den Grabner an!
Der letzte Punkt: Sport und Politik. Ich habe immer den Eindruck, dass Sportpolitiker in der Vergangenheit vor allem dort präsent waren, wo es etwas zu "erben" gab. (Abg. Fischl: Zum Essen! Schauen Sie sich den Grabner an!) – Ich bleibe auf politischer Ebene: zum "Erben" gab. Man hat einfach sehr gerne die Präsenz von Sportprominenz, von Sportlern ausgenutzt, um sich in die Sonne zu stellen und zu partizipieren.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Fischl.
Sportpolitik hat die Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, um Sport – und ich sage es noch einmal: vor allem Breitensport –, um sportliche Betätigung zu ermöglichen. Auch im Spitzensport wird es notwendig sein, Rahmenbedingungen zu schaffen, aber es wird einfach darum gehen, die Politik jetzt nicht nur formal davon zu trennen, sondern auch dieses Bild wegzubekommen, dass man möglichst mit jedem Olympiasieger siebzehn Fototermine macht, und dahin zu kommen, dass man Sport des Förderns willen fördert, der Betätigung willen, auch aus gesundheitlichen Gründen, aber sicher nicht, um politisches Kapital daraus zu schlagen. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Fischl. )
Ruf bei der SPÖ: Frau Vizekanzler!
Abgeordneter Patrick Ortlieb (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Hohes Haus! (Ruf bei der SPÖ: Frau Vizekanzler!) Frau Vizekanzler! – Danke für die Belehrung.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Derart großartige Bekenntnisse zum Sport habe ich aber in den letzten Legislaturperioden seitens der Politik leider massiv vermisst. Ich begrüße daher den unermüdlichen Einsatz der neuen Bundesregierung, gerade der Frau Vizekanzler, die besonders auf diesem Gebiet das Stiefkind Sport viel positiver in Erscheinung gebracht hat. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Frau Abgeordnete Partik-Pablé hat Ihnen gestern schon gesagt, dass es darum gehen sollte, parteiübergreifende Behindertenpolitik zu machen. Ich kann nur anregen, dass es im Sport auch so sein sollte. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Ruf bei den Grünen: Animierdamen!
Da muss neben ökonomischen und medizinischen Überlegungen im Allgemeinen auch die Wichtigkeit des Spitzensports in seiner Vorbildwirkung erwähnt werden – ein Vorbild für die Jugend und für den Breitensport, Bereiche, die grundlegend überparteilich massiv gefördert werden müssen. Spitzensport als Vorbild für die Jugend erweist sich auch für den Erwachsenensport als Motor. Es sind die Jugendlichen, die ihre Eltern dazu bewegen, mehr Sport zu betreiben, sich körperlich mehr zu betätigen und vor allem auch gesundheitsbewusster zu leben – Animationen, meine sehr geehrten Damen und Herren, die sich in einem (Ruf bei den Grünen: Animierdamen!) gesteigerten Fitnessbewusstsein und auch in körperlichem Wohlbefinden äußern.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich möchte an dieser Stelle aber auch auf die oftmals vernachlässigte Bedeutung des Bundesheeres im Zusammenhang mit dem Sport hinweisen. Dank der effizienten Heerespolitik der letzten Jahre war es für Präsenzdiener, die in ihrer Jugend nicht die Möglichkeit hatten, Sport auszuüben, möglich, dies während der Zeit ihres Präsenzdienstes nachzuholen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Gerade die Heeressport- und Nahkampfschule, die dem Bundesministerium für Landesverteidigung untersteht, ist einer der wichtigsten Sponsoren des österreichischen Spitzensportes. Junge, engagierte Athleten, die auf dem Weg zur Weltspitze sind, brauchen dieses soziale Auffangnetz – so kann man es bezeichnen –, um sich voll und ganz der sportlichen Entwicklung zu widmen. Gerade jene Sportler, die dieses Netz nicht haben, sind einfach gefährdet, sie können sich nicht entsprechend entwickeln, weil sie keinen Rückhalt haben. Sie müssen auf ihre berufliche Entwicklung verzichten, und daher ist es sehr, sehr wichtig, dass diese Institutionen auch weiterhin massiv unterstützt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Grabner: Die Weltmeisterschaft in ...!
Ich möchte auch auf die Wichtigkeit des Tourismus im Zusammenhang mit dem Sport hinweisen, die auch mein Vorredner schon hervorgehoben hat. Jedem ist klar – wir haben es auch gestern schon gehört –: Die Tourismuswirtschaft lebt sehr vom Sport. Jugendliche, Schüler, die Sport ausüben, animieren ihre Eltern dazu, Sporturlaube zu machen, und das ist sehr, sehr wichtig. Ich glaube, gerade Wellness und Fitness sind jene Bereiche, die die Richtung angeben, wohin sich der Tourismus entwickelt, und der Sport spielt dabei eine große Rolle. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Grabner: Die Weltmeisterschaft in ...!) – St. Anton. (Abg. Grabner: Nein! Bewerbung!)
Abg. Grabner: Nein! Bewerbung!
Ich möchte auch auf die Wichtigkeit des Tourismus im Zusammenhang mit dem Sport hinweisen, die auch mein Vorredner schon hervorgehoben hat. Jedem ist klar – wir haben es auch gestern schon gehört –: Die Tourismuswirtschaft lebt sehr vom Sport. Jugendliche, Schüler, die Sport ausüben, animieren ihre Eltern dazu, Sporturlaube zu machen, und das ist sehr, sehr wichtig. Ich glaube, gerade Wellness und Fitness sind jene Bereiche, die die Richtung angeben, wohin sich der Tourismus entwickelt, und der Sport spielt dabei eine große Rolle. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Grabner: Die Weltmeisterschaft in ...!) – St. Anton. (Abg. Grabner: Nein! Bewerbung!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Eine weitere positive Entwicklung soll auch die Schaffung von Bundessporteinrichtungen, von Sport- und Trainingszentren für Schüler sein. Weg von Beamtenerholungsheimen hin zu Sportwerkstätten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Es kann einfach nicht sein, dass große Bundessportzentren blockiert werden, nur weil sehr viele hochrangige Beamte dort Urlaub machen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Eine weitere positive Entwicklung soll auch die Schaffung von Bundessporteinrichtungen, von Sport- und Trainingszentren für Schüler sein. Weg von Beamtenerholungsheimen hin zu Sportwerkstätten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Es kann einfach nicht sein, dass große Bundessportzentren blockiert werden, nur weil sehr viele hochrangige Beamte dort Urlaub machen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich erlaube mir, in diesem Zusammenhang ein positives Beispiel zu nennen: Es gibt den Olympiastützpunkt Obertauern, der frei finanziert wird, der keine öffentlichen Mittel bekommt, der bestens funktioniert und welcher vor allem jedes Jahr sehr, sehr viele Medaillenanwärter hervorbringt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Gerade im Hinblick auf die bevorstehenden sportlichen Großereignisse – die Olympiade in Sydney in diesem Sommer, die Alpine Schi-WM in St. Anton – kann einfach nichts wichtiger sein als eine massive Unterstützung unserer Sportler. Wir wissen, wie wichtig unsere Sportler für das Ansehen Österreichs im Ausland sind. Gerade jetzt, wo überall nur kritisiert wird, kann es nur von Vorteil sein, wenn Österreicher im Ausland auch positiv dargestellt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich appelliere daher an alle hier anwesenden Damen und Herren, die Arbeit der österreichischen Bundesregierung diesbezüglich nicht zu gefährden oder in Frage zu stellen, sondern vielmehr zu unterstützen – zum Wohle unserer Jugend, zum Wohle unseres Landes. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Ruf bei den Freiheitlichen: In den letzten, hat er gesagt!
Abgeordneter Anton Leikam (SPÖ): Herr Präsident! Frau Vizekanzlerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Ortlieb, den ich als Sportler natürlich sehr schätze, hat gemeint, dass in der letzten Legislaturperiode der Sport sehr mangelhaft unterstützt worden sei. (Ruf bei den Freiheitlichen: In den letzten, hat er gesagt!)
Rufe bei den Freiheitlichen: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Ich berichtige tatsächlich: Kollege Ortlieb! Du müsstest es eigentlich besser wissen. Über 1 Milliarde Schilling wurde allein vom Verkehrsministerium in die verkehrsmäßige Infrastrukturverbesserung, in die Verlegung des Bahnhofes für die Alpine Schi-WM am Arlberg investiert. Weit über 100 Millionen Schilling hat das Organisationskomitee Alpine Schi-WM am Arlberg erhalten. (Rufe bei den Freiheitlichen: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Der Sport wurde also von der früheren Bundesregierung wahrlich bestens unterstützt. (Anhaltende Rufe bei den Freiheitlichen: Berichtige! Berichtige!)
Anhaltende Rufe bei den Freiheitlichen: Berichtige! Berichtige!
Ich berichtige tatsächlich: Kollege Ortlieb! Du müsstest es eigentlich besser wissen. Über 1 Milliarde Schilling wurde allein vom Verkehrsministerium in die verkehrsmäßige Infrastrukturverbesserung, in die Verlegung des Bahnhofes für die Alpine Schi-WM am Arlberg investiert. Weit über 100 Millionen Schilling hat das Organisationskomitee Alpine Schi-WM am Arlberg erhalten. (Rufe bei den Freiheitlichen: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Der Sport wurde also von der früheren Bundesregierung wahrlich bestens unterstützt. (Anhaltende Rufe bei den Freiheitlichen: Berichtige! Berichtige!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schweitzer: Der Fischer hätte dich abgedreht, das weißt du eh! – Abg. Mag. Trattner: Aber mit Recht!
Ich möchte einen zitieren, den wir alle gut kennen, nämlich den Präsidenten des Österreichischen Schiverbandes, der immer gemeint hat: Wenn wir für den Sport eine Unterstützung brauchen, dann müssen wir nach Wien zu dem roten Minister fahren, denn dort bekommen wir sie. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schweitzer: Der Fischer hätte dich abgedreht, das weißt du eh! – Abg. Mag. Trattner: Aber mit Recht!)
Abg. Fischl: Bist du jetzt noch Ehrenpräsident in Wiener Neustadt?
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Vizekanzler! Sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Fischl: Bist du jetzt noch Ehrenpräsident in Wiener Neustadt?) – Ich bin es wenigstens noch, aber du bist nichts mehr. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer. )
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer.
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Vizekanzler! Sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Fischl: Bist du jetzt noch Ehrenpräsident in Wiener Neustadt?) – Ich bin es wenigstens noch, aber du bist nichts mehr. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer. )
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Gleich zu Beginn, weil Kollege Fischl gerade zwischengerufen hat: Er hat einmal etwas Richtiges gesagt, und zwar ungefähr vor einem Jahr. Er hat nämlich gesagt: Die Kopflosigkeit der ÖVP in Fragen eines sinnvollen Sportkonzeptes, welche durch die Weisheiten des Herrn Kollegen Kopf bereichert werden sollten, haben den Gipfel der Planlosigkeit erreicht. – Da kann ich ihm nur Recht geben. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher bin ich sehr froh und beglückwünsche die Frau Vizekanzler, dass Sie sich eher an unsere Zahlen gehalten hat und praktisch unser Budget weitergeschrieben hat, anstatt sich von der ÖVP in die Planlosigkeit leiten zu lassen. (Beifall bei der SPÖ.) Sie hat somit ein wirkungsvolles Instrumentarium übernommen. Es fehlen nur die Ideen. (Präsident Dr. Fasslabend übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dr. Fasslabend übernimmt den Vorsitz.
Daher bin ich sehr froh und beglückwünsche die Frau Vizekanzler, dass Sie sich eher an unsere Zahlen gehalten hat und praktisch unser Budget weitergeschrieben hat, anstatt sich von der ÖVP in die Planlosigkeit leiten zu lassen. (Beifall bei der SPÖ.) Sie hat somit ein wirkungsvolles Instrumentarium übernommen. Es fehlen nur die Ideen. (Präsident Dr. Fasslabend übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Fischl: Das sollen die Sportverbände, die Dachverbände übernehmen!
Daher würde ich wirklich empfehlen, sich von dieser Art der Privatisierung zu verabschieden und diese Sportheime als gezielte staatliche Sportförderung der Spitzen- und Breitensportvereine beizubehalten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Fischl: Das sollen die Sportverbände, die Dachverbände übernehmen!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich ersuche Sie daher in aller Form, diesem Paraolympischen Komitee Geld zukommen zu lassen, damit auch in Sydney, das, was die Anreise und Logistik betrifft, wirklich ein schwerwiegendes Problem darstellt, die Teilnahme tatsächlich gesichert ist. Das sage ich nicht nur in meiner Eigenschaft als Abgeordneter, sondern auch als Präsident dieses Komitees. Ich weiß, dass für diese Leute wirklich existentielle Probleme damit verbunden sind. Es handelt sich meist um junge Leute, die durch soziale Entwicklungen unserer Gesellschaft, nämlich durch Unfälle, durch Krankheit, aus dem Leben gerissen wurden und im Sport wieder eine Erfüllung finden. Ich glaube daher, dass es außer Streit gestellt sein sollte, dass man diesen Leuten die Teilnahme ermöglicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne hoffe ich, dass die FPÖ auf ihre angekündigten Grauslichkeiten im Sportbereich verzichtet, dass die ÖVP auf die Planlosigkeit verzichtet und dass wir zu konstruktiven Gesprächen für eine Weiterentwicklung des Sports kommen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Erwin Rasinger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Hohes Haus! Die, die mich kennen, werden glauben, ich bin deshalb im Sportausschuss, weil ich im FC-Parlament begeistert Tore schieße. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich würde Ihnen den Rat geben, wenn Sie vom Gipfel wieder hinuntergehen, in der Ebene im Prater zu laufen. Wissen Sie, warum? – Sie sind ja Professor. Eine der berühmtesten Universitäten der Welt – da werden Sie mir zustimmen – ist die Harvard University. Dort wurde an 18 000 Absolventen eine Studie durchgeführt, diese wurden über 13 Jahre lang beobachtet. Von denjenigen, die zwei bis drei Stunden Bewegung – ich sage bewusst nicht Sport, sondern Bewegung – gemacht hatten, und zwar in Form von schnellerem Gehen oder langsamem Joggen, bei dem man noch reden kann, oder nach der berühmten Formel "180 minus Lebensalter" für den Puls – ich bin 48, daher würde ein Puls von 132 reichen –, gab es 63 Prozent weniger Herzinfarkt. Meine Damen und Herren, das schafft kein Medikament der Welt! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Aber nicht der Svihalek!
Ein Stadtrat in Wien hat anlässlich einer Gesundheitsmesse zu mir gesagt (Abg. Neudeck: Aber nicht der Svihalek!): Na, Doktor, du mit deinen Tabletten – das ist alles ein Blödsinn! Ich war beim Internisten, der hat mir gesagt: Nimm etwas für den Blutdruck, nimm etwas für den Zucker, nimm etwas fürs Übergewicht, nimm etwas für den Cholesterinspiegel! Dann bin ich zu meinem Hausarzt gegangen. Der hat gesagt: Nimm ab und beweg dich! Ich habe 20 Kilogramm abgenommen und gehe in schnellerem Tempo wandern. Ich brauche überhaupt kein Medikament!
Abg. Dietachmayr: Es wäre gesünder, eine Runde ums Parlament zu machen!
Zweiter Punkt: Wir reden immer von den gesunden Jungen, von den Ortliebs und wie sie alle heißen, von den Idolen. Aber Sport wäre besonders wichtig im Alter! Im Alter sterben sehr viele Freunde weg, man hat Beschwerden, es tut einem alles weh. Da wäre Sport als Mittel gegen die Einsamkeit, die ja wirklich eine Plage ist, ganz besonders wichtig dafür, neue Kontakte zu schließen und gleichzeitig das tägliche Leben ohne Pflegebedürftigkeit schaffen zu können. Mit ganz wenig Bewegung könnten Sie, wenn Sie ein bißchen früher damit beginnen, erreichen, dass die Pflegebedürftigkeit gesenkt werden könnte. (Abg. Dietachmayr: Es wäre gesünder, eine Runde ums Parlament zu machen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Sport ist mehr als nur ein Hobby von ein paar Wahnsinnigen, die mit irgendeinem Ball herumlaufen. Ich bin sehr froh darüber, dass wir jetzt zum ersten Mal eine durchschlagskräftige Ministerin haben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Haller: Bin ich ein Mann, Frau Kollegin?
Hinzufügen möchte ich, dass ich heute auch mit den Herren aus den Regierungsparteien Gespräche darüber geführt habe, eine Initiative, einen Entschließungsantrag, den ich heute einbringen möchte, zu unterstützen, der sich auf die Frage der Frauenförderung speziell im Sport bezieht. Ich bedauere es sehr, dass das nicht geht. Und ich bedauere es noch mehr, dass gerade die Damen aus FPÖ und ÖVP nicht da sind. Ich denke, sie sollten mit den Männern in ihren Vereinen in Verbindung treten, um mit ihnen gemeinsam zu besprechen, warum es eigentlich nicht möglich ist, dass wir hier gemeinsam entsprechende Anträge für die Frauen einbringen. (Abg. Haller: Bin ich ein Mann, Frau Kollegin?) Ich bin ja froh, dass eine Dame da ist. Ich weiß, die Zeit ist schon fortgeschritten. (Abg. Haller: Da sieht man nicht mehr so gut!) Das Kapitel ist vielleicht nicht mehr so sehr von Interesse. Aber gerade die Frauenförderung, ein Frauenförderplan im Sport wäre uns allen sehr, sehr wichtig! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Haller: Da sieht man nicht mehr so gut!
Hinzufügen möchte ich, dass ich heute auch mit den Herren aus den Regierungsparteien Gespräche darüber geführt habe, eine Initiative, einen Entschließungsantrag, den ich heute einbringen möchte, zu unterstützen, der sich auf die Frage der Frauenförderung speziell im Sport bezieht. Ich bedauere es sehr, dass das nicht geht. Und ich bedauere es noch mehr, dass gerade die Damen aus FPÖ und ÖVP nicht da sind. Ich denke, sie sollten mit den Männern in ihren Vereinen in Verbindung treten, um mit ihnen gemeinsam zu besprechen, warum es eigentlich nicht möglich ist, dass wir hier gemeinsam entsprechende Anträge für die Frauen einbringen. (Abg. Haller: Bin ich ein Mann, Frau Kollegin?) Ich bin ja froh, dass eine Dame da ist. Ich weiß, die Zeit ist schon fortgeschritten. (Abg. Haller: Da sieht man nicht mehr so gut!) Das Kapitel ist vielleicht nicht mehr so sehr von Interesse. Aber gerade die Frauenförderung, ein Frauenförderplan im Sport wäre uns allen sehr, sehr wichtig! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Hinzufügen möchte ich, dass ich heute auch mit den Herren aus den Regierungsparteien Gespräche darüber geführt habe, eine Initiative, einen Entschließungsantrag, den ich heute einbringen möchte, zu unterstützen, der sich auf die Frage der Frauenförderung speziell im Sport bezieht. Ich bedauere es sehr, dass das nicht geht. Und ich bedauere es noch mehr, dass gerade die Damen aus FPÖ und ÖVP nicht da sind. Ich denke, sie sollten mit den Männern in ihren Vereinen in Verbindung treten, um mit ihnen gemeinsam zu besprechen, warum es eigentlich nicht möglich ist, dass wir hier gemeinsam entsprechende Anträge für die Frauen einbringen. (Abg. Haller: Bin ich ein Mann, Frau Kollegin?) Ich bin ja froh, dass eine Dame da ist. Ich weiß, die Zeit ist schon fortgeschritten. (Abg. Haller: Da sieht man nicht mehr so gut!) Das Kapitel ist vielleicht nicht mehr so sehr von Interesse. Aber gerade die Frauenförderung, ein Frauenförderplan im Sport wäre uns allen sehr, sehr wichtig! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
All diese Vorschläge von unserer Seite wären für Sie vielleicht doch von Interesse. Daher bitte ich alle hier Anwesenden, die Initiative zur Einrichtung eines Frauenförderplans im Sport zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Was ist mit den Männern?
Nur ein Satz, sehr geehrte Frau Vizekanzlerin! (Ruf bei der ÖVP: Was ist mit den Männern?) Unsere Unterstützung, unsere Ideen für einen Frauenförderplan, die wir schon gesammelt haben, stelle ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung, für die bessere Unterstützung gerade der Frauen im Sport und dafür, dass Sie auf die Frauen in dieser wichtigen Materie nicht vergessen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Kopf: Fünf Jahre SPÖ-Sport-Staatssekretäre!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Kopf: Fünf Jahre SPÖ-Sport-Staatssekretäre!
Nur ein Satz, sehr geehrte Frau Vizekanzlerin! (Ruf bei der ÖVP: Was ist mit den Männern?) Unsere Unterstützung, unsere Ideen für einen Frauenförderplan, die wir schon gesammelt haben, stelle ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung, für die bessere Unterstützung gerade der Frauen im Sport und dafür, dass Sie auf die Frauen in dieser wichtigen Materie nicht vergessen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Kopf: Fünf Jahre SPÖ-Sport-Staatssekretäre!)
Abg. Schasching: Es ist offensichtlich nicht so schwierig ...!
Ich denke, wenn es darum geht, einen neuen Förderkatalog auszurichten, dann kann man darüber reden, weil es permanent vitale Bedürfnisse von Sportlerinnen und Sportlern gibt. Diesen Bedürfnissen wollen wir mit der Sportförderung gerecht werden, und das werden wir auch tun, Frau Kollegin! (Abg. Schasching: Es ist offensichtlich nicht so schwierig ...!)
Zwischenruf des Abg. Kopf.
Jetzt komme ich ein bisschen auf Kollegen Wittmann zu sprechen. Er hat gemeint, ich hätte etwas über Karlheinz Kopf geschrieben. Es stimmt, ja, ich stehe dazu. (Zwischenruf des Abg. Kopf. ) Aber der tiefere Sinn meiner damaligen Botschaft war, dass dieser Vertreter einer Partei endlich seiner Partei auch mitteilt, dass es Zeit wird, mit den Sozialisten aufzuhören, weil es wesentlich sinnvoller wäre, einmal mit uns Sportpolitik zu machen. (Abg. Grabner – in Richtung des Abg. Kopf –: Jetzt tut er sich entschuldigen!) Wir glauben, ein bisschen mehr davon zu verstehen, Herr Kollege Grabner! Und so, Herr Kollege Karlheinz Kopf, möchte ich das auch im Nachhinein verstanden wissen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Grabner – in Richtung des Abg. Kopf –: Jetzt tut er sich entschuldigen!
Jetzt komme ich ein bisschen auf Kollegen Wittmann zu sprechen. Er hat gemeint, ich hätte etwas über Karlheinz Kopf geschrieben. Es stimmt, ja, ich stehe dazu. (Zwischenruf des Abg. Kopf. ) Aber der tiefere Sinn meiner damaligen Botschaft war, dass dieser Vertreter einer Partei endlich seiner Partei auch mitteilt, dass es Zeit wird, mit den Sozialisten aufzuhören, weil es wesentlich sinnvoller wäre, einmal mit uns Sportpolitik zu machen. (Abg. Grabner – in Richtung des Abg. Kopf –: Jetzt tut er sich entschuldigen!) Wir glauben, ein bisschen mehr davon zu verstehen, Herr Kollege Grabner! Und so, Herr Kollege Karlheinz Kopf, möchte ich das auch im Nachhinein verstanden wissen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Jetzt komme ich ein bisschen auf Kollegen Wittmann zu sprechen. Er hat gemeint, ich hätte etwas über Karlheinz Kopf geschrieben. Es stimmt, ja, ich stehe dazu. (Zwischenruf des Abg. Kopf. ) Aber der tiefere Sinn meiner damaligen Botschaft war, dass dieser Vertreter einer Partei endlich seiner Partei auch mitteilt, dass es Zeit wird, mit den Sozialisten aufzuhören, weil es wesentlich sinnvoller wäre, einmal mit uns Sportpolitik zu machen. (Abg. Grabner – in Richtung des Abg. Kopf –: Jetzt tut er sich entschuldigen!) Wir glauben, ein bisschen mehr davon zu verstehen, Herr Kollege Grabner! Und so, Herr Kollege Karlheinz Kopf, möchte ich das auch im Nachhinein verstanden wissen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Nürnberger: Ja, weil ihr allweil verliert gegen ihn!
Zu Kartnig: Herr Kollege Grabner – und das gilt auch für Kollegen Miedl von der ÖVP dort oben –, ich respektiere, anerkenne und freue mich auch für die Leistung von Sturm Graz. Aber dass ich mit Hannes Kartnig nicht unbedingt Mitleid habe, werden Sie verstehen, Herr Kollege Grabner. (Abg. Nürnberger: Ja, weil ihr allweil verliert gegen ihn!)
Abg. Dr. Khol deutet, zu seinem Platz gehend, auf seine Armbanduhr. – Heiterkeit des Redners.
Herr Khol, wollen Sie etwas von mir? (Abg. Dr. Khol deutet, zu seinem Platz gehend, auf seine Armbanduhr. – Heiterkeit des Redners.) Sie wollen heimfahren? (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.) Ich kann Ihnen damit leider nicht dienen. Oder kommen Sie jetzt, weil ich gesagt habe: Kopf ist kopflos? (Abg. Grabner: Jetzt hast ihn erwischt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.
Herr Khol, wollen Sie etwas von mir? (Abg. Dr. Khol deutet, zu seinem Platz gehend, auf seine Armbanduhr. – Heiterkeit des Redners.) Sie wollen heimfahren? (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.) Ich kann Ihnen damit leider nicht dienen. Oder kommen Sie jetzt, weil ich gesagt habe: Kopf ist kopflos? (Abg. Grabner: Jetzt hast ihn erwischt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Grabner: Jetzt hast ihn erwischt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Khol, wollen Sie etwas von mir? (Abg. Dr. Khol deutet, zu seinem Platz gehend, auf seine Armbanduhr. – Heiterkeit des Redners.) Sie wollen heimfahren? (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.) Ich kann Ihnen damit leider nicht dienen. Oder kommen Sie jetzt, weil ich gesagt habe: Kopf ist kopflos? (Abg. Grabner: Jetzt hast ihn erwischt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Khol lässt sich auf seinem Sitz nieder – Heiterkeit bei der SPÖ
Geschätzte Damen und Herren! Lassen Sie mich ein bisschen ernster werden. Ich möchte ein wenig auf die Geschichte der Sportförderung eingehen, damit ich (Abg. Dr. Khol lässt sich auf seinem Sitz nieder – Heiterkeit bei der SPÖ) – danke schön, Herr Kollege Khol! – den tieferen Sinn meiner Ausführungen klarmachen kann. Ich nehme vorweg, was der tiefere Sinn ist: Ich möchte mit meinen Ausführungen bewirken, dass man die Schwachstellen, die es im Sport zum Teil auch durch Mitwirken der Sportpolitik gibt und die teilweise bereits artikuliert worden sind – ich denke etwa nur an Kollegen Brosz, der das vortrefflich zum Ausdruck gebracht hat –, ein bisschen deutlicher zu verstehen vermag.
Abg. Dr. Mertel: Können wir mit einer Zugabe rechnen?
Wir haben ein Vereinsrecht, das zu einer Zeit geschaffen wurde, als man im Wilden Westen mit dem Colt schoss und auf Pferden ritt. Heute reiten sie noch auf Pferden, schießen aber weniger mit dem Colt. Man muss sich das jedoch einmal vorstellen: 150 Jahre ein Vereinsrecht! Dieses Vereinsrecht ist vor etwa 50 Jahren nochmals novelliert oder, besser gesagt, wiederverlautbart worden. Die Strukturen, die man damals hatte, können den heutigen Erfordernissen gar nicht mehr entsprechen, aber wir haben heute noch immer die Strukturen von damals. (Abg. Dr. Mertel: Können wir mit einer Zugabe rechnen?)
Abg. Dr. Mertel: Nein, Sie können das ganz allein in Anspruch nehmen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie können noch mit 34 Minuten rechnen, Frau Kollegin Mertel. Das ist, glaube ich, die Restredezeit, die wir noch hätten. Ich werde aber ein paar Minuten davon meinen Kollegen überlassen. (Abg. Dr. Mertel: Nein, Sie können das ganz allein in Anspruch nehmen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Frau Kollegin Mertel, schauen Sie, ich möchte es Ihnen jetzt sagen, dass es mich betroffen gemacht hat, als Sie von Proporz und Privilegien gesprochen haben. Ich bemühe mich hier, diese Begriffe nicht zu benutzen, weil mir Sport zu wichtig ist. Ich erspare es mir auch, darauf zu antworten, was Sie eingangs Ihres Statements gesagt haben: Ein rot-blauer Faden zieht sich durch die Sport-Proporz-Politik. Ich empfinde das nicht so. (Abg. Dr. Mertel: Sport hat mich nicht berührt!)
Abg. Dr. Mertel: Sport hat mich nicht berührt!
Sie können noch mit 34 Minuten rechnen, Frau Kollegin Mertel. Das ist, glaube ich, die Restredezeit, die wir noch hätten. Ich werde aber ein paar Minuten davon meinen Kollegen überlassen. (Abg. Dr. Mertel: Nein, Sie können das ganz allein in Anspruch nehmen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Frau Kollegin Mertel, schauen Sie, ich möchte es Ihnen jetzt sagen, dass es mich betroffen gemacht hat, als Sie von Proporz und Privilegien gesprochen haben. Ich bemühe mich hier, diese Begriffe nicht zu benutzen, weil mir Sport zu wichtig ist. Ich erspare es mir auch, darauf zu antworten, was Sie eingangs Ihres Statements gesagt haben: Ein rot-blauer Faden zieht sich durch die Sport-Proporz-Politik. Ich empfinde das nicht so. (Abg. Dr. Mertel: Sport hat mich nicht berührt!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Verehrte Frau Mertel! Wir Politiker, die sich zum Sport besonders hingezogen fühlen, wollen und werden alles daransetzen, Privilegien, Proporz und solche Begriffe hier nicht vorkommen zu lassen. Ich glaube, wir sollten – und das wollen wir auch, das kann ich Ihnen sagen – die modernen Mechanismen wirksam werden lassen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir sollten ein modernes Sportrecht haben, das nicht nur regelt, sondern gewissermaßen auch Autonomie vorsieht.
Heiterkeit bei der SPÖ.
Herr Kollege Khol, bitte haben Sie Mitleid mit mir! Es ist mir wichtig, was ich sagen möchte. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Schauen Sie nicht so traurig! Ich möchte es ausführen. Ich höre Ihnen das nächste Mal auch zu, ohne irgendwelche Mimiken zu machen. (Abg. Grabner: Er war den Kollegen Trattner holen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Grabner: Er war den Kollegen Trattner holen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Kollege Khol, bitte haben Sie Mitleid mit mir! Es ist mir wichtig, was ich sagen möchte. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Schauen Sie nicht so traurig! Ich möchte es ausführen. Ich höre Ihnen das nächste Mal auch zu, ohne irgendwelche Mimiken zu machen. (Abg. Grabner: Er war den Kollegen Trattner holen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Leikam: Es ist heute keine Vorlesung! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich komme zurück auf den Artikel 12 des Staatsgrundgesetzes, der bestätigt und der auch nach ... (Abg. Leikam: Es ist heute keine Vorlesung! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Ich komme zurück auf den Artikel 12, denn uns zu unterstellen, wir wollten die wichtigen Instrumentarien des Sports zerschlagen oder ausradieren, ist falsch. Wir wollen diese Instrumentarien modernisieren, anpassen und für die heutige Zeit adaptieren. (Demonstrativer Beifall des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer. ) Wir wollen, verehrte Damen und Herren, ein Sportgesetz, das nicht nur regelt, sondern auch auf die vitalen Bedürfnisse der Teilnehmenden am Sport Rücksicht nimmt: der Vereine, der Einzelsportler und aller, die ein Interesse daran haben, dass es dem Sport gut geht, nämlich der Funktionäre. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Grabner: Schau deine Kollegen an, die wollen heimgehen! – Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Grabner: Schau deine Kollegen an, die wollen heimgehen! – Heiterkeit bei der SPÖ.
Ich komme zurück auf den Artikel 12, denn uns zu unterstellen, wir wollten die wichtigen Instrumentarien des Sports zerschlagen oder ausradieren, ist falsch. Wir wollen diese Instrumentarien modernisieren, anpassen und für die heutige Zeit adaptieren. (Demonstrativer Beifall des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer. ) Wir wollen, verehrte Damen und Herren, ein Sportgesetz, das nicht nur regelt, sondern auch auf die vitalen Bedürfnisse der Teilnehmenden am Sport Rücksicht nimmt: der Vereine, der Einzelsportler und aller, die ein Interesse daran haben, dass es dem Sport gut geht, nämlich der Funktionäre. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Grabner: Schau deine Kollegen an, die wollen heimgehen! – Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Wittmann: Deine Regierungskollegen wollen gehen!
Verehrte Damen und Herren! Herr Kollege Grabner! (Abg. Dr. Wittmann: Deine Regierungskollegen wollen gehen!) Wir wollen zu einer konstruktiven Linie finden. Das wollen wir alle, das wollen auch Sie, das weiß ich. Gerade Sie haben sich über lange Jahre wirklich für den Sport eingesetzt, und das hat man auch zu respektieren. Wir wollen zu einer konstruktiven Linie finden, zu einem großen Dialog, den wir den Sportlerinnen, den Sportlern und den Funktionären schuldig sind. Nichts als das wollen wir, und es wird niemand daran gehindert, Ideen einzubringen und Gedanken beizusteuern, damit wir ein besseres, ein optimales Ergebnis für die Sportlerinnen und Sportler dieses Landes erreichen.
Abg. Dr. Mertel: Haben Sie sich mit dem Gedankengut durchgesetzt?
Das Ergebnis, das wir jetzt haben, ist unbefriedigend, das habe ich hier schon seit acht Jahren gesagt. Acht Jahre hat man nicht zugehört oder wollte es nicht hören, weil man acht Jahre in einer anderen Gedankenwelt verhaftet war: mit Geld zu sponsern, nach dem Gießkannenprinzip Geld zu verteilen, den Menschen zu instrumentalisieren und als Bittsteller hinzustellen, damit er willfährig bleibt und damit er brav das macht, was die Politik vorhat. (Abg. Dr. Mertel: Haben Sie sich mit dem Gedankengut durchgesetzt?) Ja, Frau Mertel, das habe ich!
Abg. Dr. Mertel: Vor Ihrer Zeit!
Frau Mertel, Ihr Bruder hat bei uns gespielt, stellen Sie sich das vor! Er hat in diesem Verein Erfolg gehabt, stellen Sie sich das vor! (Abg. Dr. Mertel: Vor Ihrer Zeit!) Auch ich habe in diesem Verein Erfolg gehabt. Also reden Sie nicht dumm herein! (Widerspruch bei der SPÖ.) Wenn sie einen Zwischenruf machen – ich weiß, ich bekomme einen Ordnungsruf, ich nehme ihn auch an, danke schön! –, dann einen konstruktiven, der der Sache dient, Frau Kollegin Mertel! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie der Abg. Steibl. – Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel. ) Nein, habe ich nicht! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Widerspruch bei der SPÖ.
Frau Mertel, Ihr Bruder hat bei uns gespielt, stellen Sie sich das vor! Er hat in diesem Verein Erfolg gehabt, stellen Sie sich das vor! (Abg. Dr. Mertel: Vor Ihrer Zeit!) Auch ich habe in diesem Verein Erfolg gehabt. Also reden Sie nicht dumm herein! (Widerspruch bei der SPÖ.) Wenn sie einen Zwischenruf machen – ich weiß, ich bekomme einen Ordnungsruf, ich nehme ihn auch an, danke schön! –, dann einen konstruktiven, der der Sache dient, Frau Kollegin Mertel! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie der Abg. Steibl. – Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel. ) Nein, habe ich nicht! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie der Abg. Steibl. – Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel.
Frau Mertel, Ihr Bruder hat bei uns gespielt, stellen Sie sich das vor! Er hat in diesem Verein Erfolg gehabt, stellen Sie sich das vor! (Abg. Dr. Mertel: Vor Ihrer Zeit!) Auch ich habe in diesem Verein Erfolg gehabt. Also reden Sie nicht dumm herein! (Widerspruch bei der SPÖ.) Wenn sie einen Zwischenruf machen – ich weiß, ich bekomme einen Ordnungsruf, ich nehme ihn auch an, danke schön! –, dann einen konstruktiven, der der Sache dient, Frau Kollegin Mertel! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie der Abg. Steibl. – Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel. ) Nein, habe ich nicht! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Frau Mertel, Ihr Bruder hat bei uns gespielt, stellen Sie sich das vor! Er hat in diesem Verein Erfolg gehabt, stellen Sie sich das vor! (Abg. Dr. Mertel: Vor Ihrer Zeit!) Auch ich habe in diesem Verein Erfolg gehabt. Also reden Sie nicht dumm herein! (Widerspruch bei der SPÖ.) Wenn sie einen Zwischenruf machen – ich weiß, ich bekomme einen Ordnungsruf, ich nehme ihn auch an, danke schön! –, dann einen konstruktiven, der der Sache dient, Frau Kollegin Mertel! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie der Abg. Steibl. – Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel. ) Nein, habe ich nicht! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall und Bravo-Rufe bei der SPÖ.
Abschließend ... (Beifall und Bravo-Rufe bei der SPÖ.) Abschließend noch 11 Minuten, denn es geht um den Sport – werden wir ein bisschen ernst! (Abg. Grabner: Das gibt es im Sport nicht! Nach 90 Minuten ist es aus!) Herr Kollege Grabner, wenn Sie möchten, rede ich noch 21. (Abg. Dr. Wittmann: Zweimal 15 Minuten Verlängerung!) Mir ist das einfach wichtig, Ihnen offensichtlich nicht mehr. Seit Sie im Sport nicht mehr anschaffen können, ist es Ihnen nicht mehr wichtig. Mir ist es wichtig, darum möchte ich abschließend einen Appell an Sie richten. (Zwischenruf des Abg. Leikam. )
Abg. Grabner: Das gibt es im Sport nicht! Nach 90 Minuten ist es aus!
Abschließend ... (Beifall und Bravo-Rufe bei der SPÖ.) Abschließend noch 11 Minuten, denn es geht um den Sport – werden wir ein bisschen ernst! (Abg. Grabner: Das gibt es im Sport nicht! Nach 90 Minuten ist es aus!) Herr Kollege Grabner, wenn Sie möchten, rede ich noch 21. (Abg. Dr. Wittmann: Zweimal 15 Minuten Verlängerung!) Mir ist das einfach wichtig, Ihnen offensichtlich nicht mehr. Seit Sie im Sport nicht mehr anschaffen können, ist es Ihnen nicht mehr wichtig. Mir ist es wichtig, darum möchte ich abschließend einen Appell an Sie richten. (Zwischenruf des Abg. Leikam. )
Abg. Dr. Wittmann: Zweimal 15 Minuten Verlängerung!
Abschließend ... (Beifall und Bravo-Rufe bei der SPÖ.) Abschließend noch 11 Minuten, denn es geht um den Sport – werden wir ein bisschen ernst! (Abg. Grabner: Das gibt es im Sport nicht! Nach 90 Minuten ist es aus!) Herr Kollege Grabner, wenn Sie möchten, rede ich noch 21. (Abg. Dr. Wittmann: Zweimal 15 Minuten Verlängerung!) Mir ist das einfach wichtig, Ihnen offensichtlich nicht mehr. Seit Sie im Sport nicht mehr anschaffen können, ist es Ihnen nicht mehr wichtig. Mir ist es wichtig, darum möchte ich abschließend einen Appell an Sie richten. (Zwischenruf des Abg. Leikam. )
Zwischenruf des Abg. Leikam.
Abschließend ... (Beifall und Bravo-Rufe bei der SPÖ.) Abschließend noch 11 Minuten, denn es geht um den Sport – werden wir ein bisschen ernst! (Abg. Grabner: Das gibt es im Sport nicht! Nach 90 Minuten ist es aus!) Herr Kollege Grabner, wenn Sie möchten, rede ich noch 21. (Abg. Dr. Wittmann: Zweimal 15 Minuten Verlängerung!) Mir ist das einfach wichtig, Ihnen offensichtlich nicht mehr. Seit Sie im Sport nicht mehr anschaffen können, ist es Ihnen nicht mehr wichtig. Mir ist es wichtig, darum möchte ich abschließend einen Appell an Sie richten. (Zwischenruf des Abg. Leikam. )
Beifall bei den Freiheitlichen.
Tragen Sie das Wohlwollen und die Bereitschaft unserer Fraktion mit! Tragen Sie das Wohlwollen und die Bereitschaft dieser Regierung mit, konstruktiv einen Dialog über die Parteigrenzen hinweg in Gang zu setzen, damit wir alles dafür tun können, bessere, moderne, attraktive Rahmenbedingungen für den Sport zu schaffen – seien es neue Möglichkeiten, Geldquellen zu erschließen, die Vereine mehr oder weniger noch autonomer gestalten zu lassen und letztlich mehr Bedacht auf den Breitensport und weniger auf den Spitzensport zu nehmen! – Ich danke Ihnen. Auf Wiedersehen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Fischl: Weil der Grabner nicht mehr zulässt!
Als langjährige Sportfunktionärin – ich bin eine der wenigen, und ich glaube, man hat unseren Entschließungsantrag etwas missverstanden – möchte ich sagen, was wir wollen. Die Frauen sind im Vereinsgeschehen unterrepräsentiert, und wir wollen, dass mehr Frauen als Funktionärinnen im sportlichen Bereich mitwirken. (Abg. Fischl: Weil der Grabner nicht mehr zulässt!)
Beifall bei der SPÖ.
Jeder von uns weiß, wie wichtig die finanzielle Unterstützung für unsere Vereine ist. Ich fürchte aber, dass die Schwerpunkte, die hier von der Regierung gesetzt werden, unsere Sportvereine – immerhin sind es 12 000 – um das Überleben zittern lässt. Sport muss man sich weiterhin leisten können, er darf und soll nicht einer Elite vorbehalten werden! (Beifall bei der SPÖ.) Wir sind daher für die Förderung der Vereine des Breitensports, diesem darf nicht das Schicksal des Kahlschlags drohen. Das wollen und das werden wir nicht zulassen, Frau Bundesminister! – Ich danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Khol. )
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Khol.
Jeder von uns weiß, wie wichtig die finanzielle Unterstützung für unsere Vereine ist. Ich fürchte aber, dass die Schwerpunkte, die hier von der Regierung gesetzt werden, unsere Sportvereine – immerhin sind es 12 000 – um das Überleben zittern lässt. Sport muss man sich weiterhin leisten können, er darf und soll nicht einer Elite vorbehalten werden! (Beifall bei der SPÖ.) Wir sind daher für die Förderung der Vereine des Breitensports, diesem darf nicht das Schicksal des Kahlschlags drohen. Das wollen und das werden wir nicht zulassen, Frau Bundesminister! – Ich danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Khol. )
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordnete Mag. Johanna Mikl-Leitner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Vizekanzler! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir haben heute schon sehr viel zum Thema Sport gehört, und ich möchte auch nichts wiederholen – die Zeit ist relativ fortgeschritten –, sondern nur zusammenfassen: Ich glaube, es besteht nach langer Zeit wieder einmal Einigkeit in diesem Parlament, und zwar darüber, dass der Sport für den Bereich der Wirtschaft wichtig ist, dass der Sport für den österreichischen Tourismus wichtig ist und dass der Sport auch für den Arbeitsmarkt wichtig ist. Das ist wieder einmal sehr erfreulich: Einigkeit in diesem Haus! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Schasching – von einem anderen Sitz aus mit der Hand winkend –: Ganz nah!
Kurz an Frau Schasching gerichtet – sie ist leider nicht hier. (Abg. Schasching – von einem anderen Sitz aus mit der Hand winkend –: Ganz nah!) O doch! – Sie können den Frauenförderplan, den Sie angesprochen haben, bereits zur Bilanz der Bundesregierung zählen. Ich darf Sie daran erinnern, dass seit 1996 für die Frauenförderung jährlich 3 Millionen Schilling zur Verfügung stehen, aber seit 1996 kein konkreter Plan vorliegt. Ich glaube, die Frau Vizekanzler braucht von Ihnen keine Anweisungen und keine Fristsetzungen, sie weiß selbst, was sie zu tun hat. Ich bin fest davon überzeugt, dass sie den Plan vorlegen wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schasching: ... ohne jede Zusammenarbeit!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schasching: ... ohne jede Zusammenarbeit!
Kurz an Frau Schasching gerichtet – sie ist leider nicht hier. (Abg. Schasching – von einem anderen Sitz aus mit der Hand winkend –: Ganz nah!) O doch! – Sie können den Frauenförderplan, den Sie angesprochen haben, bereits zur Bilanz der Bundesregierung zählen. Ich darf Sie daran erinnern, dass seit 1996 für die Frauenförderung jährlich 3 Millionen Schilling zur Verfügung stehen, aber seit 1996 kein konkreter Plan vorliegt. Ich glaube, die Frau Vizekanzler braucht von Ihnen keine Anweisungen und keine Fristsetzungen, sie weiß selbst, was sie zu tun hat. Ich bin fest davon überzeugt, dass sie den Plan vorlegen wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schasching: ... ohne jede Zusammenarbeit!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wichtig ist auch der Sport im Vereinsbereich. Die Frau Vizekanzlerin hat bereits bestätigt, dass es mehr als 12 000 Vereine mit mehr als 2,5 Millionen Mitgliedern in Österreich gibt. Einen Aspekt im Zusammenhang mit den Vereinen möchte ich noch zum Schluss hervorkehren: Gerade in den Sportvereinen wird ganz Großes für den Bereich der Jugendarbeit geleistet, weil letztendlich viele Jugendliche in Sportvereinen ein zweites Zuhause finden und Teamgeist und Verantwortungsfähigkeit lernen. In diesem Sinne arbeiten wir weiter für den Sport hier in Österreich und für unsere Jugend! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Rasinger: Jawohl!
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Herr Präsident! Frau Vizekanzlerin! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Kollege Rasinger hat die Frau Vizekanzlerin als "durchschlagskräftig" bezeichnet. (Abg. Dr. Rasinger: Jawohl!) Ich meine, es hat längere Zeit gedauert, bis wir das richtige Budget in Sportangelegenheiten bekommen haben. Ich bedanke mich auf jeden Fall für die richtigen Zahlen, möchte aber festhalten, dass es – wie gesagt – einige Tage gedauert hat, bis die Abgeordneten dieses Hauses die richtigen Zahlen erhalten haben. (Zwischenbemerkung von Vizekanzlerin Dr. Riess-Passer. ) Die Zahlen im Begleitgesetz haben jedenfalls nicht gestimmt.
Zwischenbemerkung von Vizekanzlerin Dr. Riess-Passer.
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Herr Präsident! Frau Vizekanzlerin! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Kollege Rasinger hat die Frau Vizekanzlerin als "durchschlagskräftig" bezeichnet. (Abg. Dr. Rasinger: Jawohl!) Ich meine, es hat längere Zeit gedauert, bis wir das richtige Budget in Sportangelegenheiten bekommen haben. Ich bedanke mich auf jeden Fall für die richtigen Zahlen, möchte aber festhalten, dass es – wie gesagt – einige Tage gedauert hat, bis die Abgeordneten dieses Hauses die richtigen Zahlen erhalten haben. (Zwischenbemerkung von Vizekanzlerin Dr. Riess-Passer. ) Die Zahlen im Begleitgesetz haben jedenfalls nicht gestimmt.
Zwischenruf des Abg. Böhacker.
Wie Sie wissen, komme ich aus Salzburg, und ich sehe jetzt Kollegen Böhacker, der sich als Fan auch zum zukünftigen Cupsieger des Jahres 2000 Wüstenrot Salzburg bekennt. (Zwischenruf des Abg. Böhacker. ) Daher möchte ich sagen, dass es mich besonders bedrückt, dass ich heute feststellen musste, dass sich die Freiheitliche Partei im Bundesland Salzburg gegen den Neubau des Stadions ausgesprochen hat. (Abg. Dr. Rasinger: Völlig unnötig!) Ich weiß genau, dass es am 25. das große Gespräch geben wird. Aber ich vermisse eine klare Haltung der Freiheitlichen Partei in meinem Bundesland zu diesem Stadion! Die Freiheitliche Partei hat bislang jeden Standort abgelehnt! (Zwischenruf bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Rasinger: Völlig unnötig!
Wie Sie wissen, komme ich aus Salzburg, und ich sehe jetzt Kollegen Böhacker, der sich als Fan auch zum zukünftigen Cupsieger des Jahres 2000 Wüstenrot Salzburg bekennt. (Zwischenruf des Abg. Böhacker. ) Daher möchte ich sagen, dass es mich besonders bedrückt, dass ich heute feststellen musste, dass sich die Freiheitliche Partei im Bundesland Salzburg gegen den Neubau des Stadions ausgesprochen hat. (Abg. Dr. Rasinger: Völlig unnötig!) Ich weiß genau, dass es am 25. das große Gespräch geben wird. Aber ich vermisse eine klare Haltung der Freiheitlichen Partei in meinem Bundesland zu diesem Stadion! Die Freiheitliche Partei hat bislang jeden Standort abgelehnt! (Zwischenruf bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf bei den Freiheitlichen.
Wie Sie wissen, komme ich aus Salzburg, und ich sehe jetzt Kollegen Böhacker, der sich als Fan auch zum zukünftigen Cupsieger des Jahres 2000 Wüstenrot Salzburg bekennt. (Zwischenruf des Abg. Böhacker. ) Daher möchte ich sagen, dass es mich besonders bedrückt, dass ich heute feststellen musste, dass sich die Freiheitliche Partei im Bundesland Salzburg gegen den Neubau des Stadions ausgesprochen hat. (Abg. Dr. Rasinger: Völlig unnötig!) Ich weiß genau, dass es am 25. das große Gespräch geben wird. Aber ich vermisse eine klare Haltung der Freiheitlichen Partei in meinem Bundesland zu diesem Stadion! Die Freiheitliche Partei hat bislang jeden Standort abgelehnt! (Zwischenruf bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Die sozialdemokratische Fraktion wird bei diesen anstehenden Arbeiten, welche die Regierung jetzt zumindest einmal angekündigt hat, sicherlich offensiv mitarbeiten und eigenen Positionen entwickeln. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Was ja stimmt!
Abgeordneter Hermann Böhacker (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Vizekanzlerin! Herr Mag. Johann Maier, oberster Konsumentenschützer in Salzburg, hat hier vor wenigen Minuten erklärt, dass sich die Freiheitlichen im Land und in der Stadt Salzburg gegen die Errichtung eines neuen Fußballstadions in Salzburg aussprechen. (Abg. Parnigoni: Was ja stimmt!) – Das ist unwahr.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe am 1. April die Ressortverantwortung für den Bereich Sport übernommen, und die Zahlen im Budgetkapitel Sport, das in meiner Verantwortung erstellt wurde, waren vollständig richtig. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn Sie fragen, in welche Richtung der Sport geht, und aufzählen, was alles in den ersten drei Monaten noch nicht erledigt wurde, dann entschuldige ich mich ausdrücklich bei Ihnen, dass wir nicht 100 Prozent des Regierungsprogramms in den ersten drei Monaten umgesetzt haben! Aber wenn Sie mir noch weitere drei Monate Zeit geben, dann kann ich Ihnen das vielleicht zusichern! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.
Ich nenne Ihnen nur ein kleines Beispiel aus meiner persönlichen Erfahrung: Als ich mein Ressort übernommen habe, habe ich einen jungen Mitarbeiter aus dem ASKÖ eingeladen, bei mir im Kabinett mitzuarbeiten, und er hätte das auch sehr gerne gemacht, hat mir aber geantwortet, dass er das nicht tun könne, weil er dann im ASKÖ ein für alle Mal unten durch sei. Und genau das ist das Problem, Herr Kollege Grabner! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl. )
Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel.
Darum geht es mir: Die Parteipolitik muss raus aus den Verbänden und raus aus dem Sport in Österreich! (Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel. )
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Bestellung des Generalsekretärs der Sporthilfe wird in den nächsten Tagen erfolgen. Wir haben hiefür ein unabhängiges Personalberatungsbüro eingeschaltet, das die Bewerber in einem Hearing getestet hat. Drei davon werden ein weiteres Hearing zu bestehen haben, und von diesen wird der beste Bewerber ausgewählt werden. Auch das ist ein neuer Zugang. Ich hätte es mir natürlich auch sehr einfach machen können, Herr Kollege Grabner, und hätte mir einfach den aussuchen können, der mir am sympathischsten ist. Mir kommt es jedoch darauf an, dass der Beste diese Funktion bekommt! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schasching: Ich heiße Schasching!
Ein Wort zu Frau Kollegin Schaschnig. (Abg. Schasching: Ich heiße Schasching! ) Entschuldigung! Frau Kollegin Schasching! Ein Wort zur Frauenförderung: Sie wissen sehr wohl, dass wir einen Budgetansatz haben, der sich in diese Richtung bewegt und mit welchem wir genau diese Projekte fördern! Daher empfinde ich eine zusätzliche Aufforderung von Ihnen zwar als Unterstützung, sie ist aber eigentlich nicht notwendig. Und wenn es, wie Ihre Kollegin gesagt hat, um die Förderung der Frauen in den Verbandstrukturen geht, dann müssen Sie zu Herrn Grabner gehen, denn dann bin ich die falsche Ansprechadresse!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Lebhafte Zwischenrufe. – Abg. Dr. Fischer: Nur so weiter mit dieser Arroganz! Das ist der Anfang vom Ende!
Abschließend noch zu Kollegen Wittmann, der von den "Grauslichkeiten" der neuen Bundesregierung im Sportbereich gesprochen hat. – Ich weiß nicht, was grauslich daran sein soll, wenn man mehr Transparenz und Offenheit in die Förderungspolitik und die Sportorganisationen zur Entpolitisierung bringt, den Kampf gegen das Doping intensiviert und ein Sportsponsoring und einen Sportkanal schafft. Ich weiß nicht, was daran grauslich sein soll! Grauslich kommt Ihnen wahrscheinlich vor, Herr Kollege Wittmann, dass Sie selbst nicht mehr in der Regierung sind. Das mögen Sie bedauern, ich bedauere es nicht, und ich glaube, der Sport in Österreich bedauert es auch nicht! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Lebhafte Zwischenrufe. – Abg. Dr. Fischer: Nur so weiter mit dieser Arroganz! Das ist der Anfang vom Ende!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Dr. Udo Grollitsch (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Vizekanzler! Meine Damen und Herren! Diese klaren, aufmunternden Worte der Vizekanzlerin tun einem, der Sportpolitiker, Sportfunktionär und auch ein bissel Sportwissenschafter ist, gut! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Frau Sportministerin! Bleiben Sie auf diesem Weg! (Zwischenruf des Abg. Parnigoni. ) Sie haben in uns die besten Mitstreiter, die Sie sich wünschen können! Es besteht fachliche Kompetenz in unserer Fraktion, aber auch auf Seiten der anderen Fraktionen, auch auf Seiten der Grünen, wie ich heute gehört habe, was mich besonders beeindruckt hat. Gehen Sie den Weg der Entpolitisierung des Sports! Die grausliche Geschichte, die uns Herr Gerhard Kurzmann zu Beginn der Debatte über Löschnaks Intervention in Salzburg erzählt hat, könnte man lückenlos im gesamten österreichischen Sportwesen fortsetzen, denn hier gab es nur ein Ausscheidungskriterium, auch in der Beamtenschaft in Ihrer Umgebung, nämlich: Wenn du die richtige Farbe hast, dann bist du geeignet. Räumen Sie damit auf! Sie haben in uns Mitstreiter! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Sportministerin! Bleiben Sie auf diesem Weg! (Zwischenruf des Abg. Parnigoni. ) Sie haben in uns die besten Mitstreiter, die Sie sich wünschen können! Es besteht fachliche Kompetenz in unserer Fraktion, aber auch auf Seiten der anderen Fraktionen, auch auf Seiten der Grünen, wie ich heute gehört habe, was mich besonders beeindruckt hat. Gehen Sie den Weg der Entpolitisierung des Sports! Die grausliche Geschichte, die uns Herr Gerhard Kurzmann zu Beginn der Debatte über Löschnaks Intervention in Salzburg erzählt hat, könnte man lückenlos im gesamten österreichischen Sportwesen fortsetzen, denn hier gab es nur ein Ausscheidungskriterium, auch in der Beamtenschaft in Ihrer Umgebung, nämlich: Wenn du die richtige Farbe hast, dann bist du geeignet. Räumen Sie damit auf! Sie haben in uns Mitstreiter! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Krüger.
Herr Kollege Grabner! Wenn Sie von Ihren 1,17 Millionen Mitgliedern, die Sie angeblich haben, nur 100 S Jahresgebühr einfordern, dann können Sie 101,7 Millionen Schilling nach Ihrem Gutdünken verteilen. Wenn dieser Verein, der Dachverband, diese Gelder hereingebracht hat, dann soll er diese auch ausgeben, aber er soll die Finger von den öffentlichen Geldern und der Form der Verteilung, wie sie bisher praktiziert wurde, lassen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Krüger. ) Das wäre die Zukunft! – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Kollege Grabner! Wenn Sie von Ihren 1,17 Millionen Mitgliedern, die Sie angeblich haben, nur 100 S Jahresgebühr einfordern, dann können Sie 101,7 Millionen Schilling nach Ihrem Gutdünken verteilen. Wenn dieser Verein, der Dachverband, diese Gelder hereingebracht hat, dann soll er diese auch ausgeben, aber er soll die Finger von den öffentlichen Geldern und der Form der Verteilung, wie sie bisher praktiziert wurde, lassen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Krüger. ) Das wäre die Zukunft! – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Lieber Kollege Kopf! Wenn Sie in vorauseilendem Gehorsam gegenüber Ihrem Finanzminister Grasser heute Frank Stronach schon mit dem Wettkanal in Verbindung bringen und noch dazu bejammern, wie viel Stronach vielleicht an uns abliefern wird müssen, halten sich meine Tränen in Grenzen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Haigermoser.
Frank Stronach kommt aus meiner Heimatstadt Weiz, und in einer logischen Verfolgung seines beruflichen Aufstieges kann ich mit Sicherheit sagen, dass Frank Stronach nur Dinge macht, mit welchen er auch viel Geld verdient. (Zwischenruf des Abg. Haigermoser. ) Mir kommen die Tränen, wenn ich darüber nachdenke, in welche Kanäle die stillen Provisionen aus den großen Gewinnen fließen. Darüber denke ich nach. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steibl. ) Es ist so!
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steibl.
Frank Stronach kommt aus meiner Heimatstadt Weiz, und in einer logischen Verfolgung seines beruflichen Aufstieges kann ich mit Sicherheit sagen, dass Frank Stronach nur Dinge macht, mit welchen er auch viel Geld verdient. (Zwischenruf des Abg. Haigermoser. ) Mir kommen die Tränen, wenn ich darüber nachdenke, in welche Kanäle die stillen Provisionen aus den großen Gewinnen fließen. Darüber denke ich nach. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steibl. ) Es ist so!
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Haigermoser.
Liebe Frau Vizekanzler! Heute ist viel über die Dachverbände geredet worden. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Haigermoser. ) Kollege Grollitsch hat gesagt: Auflösen, weg damit! Das ist ein Zeichen für mich, dass sportpolitische und sozialpolitische Einflüsse entfernt und dafür parteipolitische Überlegungen aus der Sicht der Freiheitlichen einfließen sollen. Das ist Ihre Politik! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Fasslabend gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Fasslabend gibt das Glockenzeichen.
Liebe Frau Vizekanzler! Heute ist viel über die Dachverbände geredet worden. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Haigermoser. ) Kollege Grollitsch hat gesagt: Auflösen, weg damit! Das ist ein Zeichen für mich, dass sportpolitische und sozialpolitische Einflüsse entfernt und dafür parteipolitische Überlegungen aus der Sicht der Freiheitlichen einfließen sollen. Das ist Ihre Politik! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Fasslabend gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind ausländerfeindlich! – Zwischenruf des Abg. Haigermoser. – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ein Wort zu den Förderungsmitteln: Leider haben wir in Österreich sehr wenig Industrie, die den Sport – Kollege Fischl wird es bestätigen können – nachhaltig fördert. Sie zerstören noch die letzte Industrie in Österreich mit Ihrer Politik, und wenn Sie glauben, dass die Ausländer als neue Besitzer der österreichischen Industrie den Sport in Österreich fördern werden, dann täuschen Sie sich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind ausländerfeindlich! – Zwischenruf des Abg. Haigermoser. – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Anhaltende lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Liebe Frau Vizekanzler! Wenn Sie von Überbürokratisierung hier in diesem Haus reden, dann darf ich Ihnen Folgendes sagen: Alle Zahlen auf einen Punkt gebracht ... (Anhaltende lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Haigermoser.
Abgeordneter Christian Faul (fortsetzend): Es gibt 111 hauptamtliche Mitglieder und 200 000 freiwillige, ehrenamtliche Mitglieder! (Zwischenruf des Abg. Haigermoser. ) Frau Vizekanzler! Diesen Menschen von Überbürokratisierung zu reden und ihnen den Geldhahn zudrehen zu wollen, das ist ein Schlag ins Gesicht unserer verdienten Funktionäre und unserer Sportler! Ich hoffe, dass sie zurückschlagen werden, frühestens bei der nächsten Wahl, liebe Freunde! (Beifall und Bravo-Rufe bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.)
Beifall und Bravo-Rufe bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.
Abgeordneter Christian Faul (fortsetzend): Es gibt 111 hauptamtliche Mitglieder und 200 000 freiwillige, ehrenamtliche Mitglieder! (Zwischenruf des Abg. Haigermoser. ) Frau Vizekanzler! Diesen Menschen von Überbürokratisierung zu reden und ihnen den Geldhahn zudrehen zu wollen, das ist ein Schlag ins Gesicht unserer verdienten Funktionäre und unserer Sportler! Ich hoffe, dass sie zurückschlagen werden, frühestens bei der nächsten Wahl, liebe Freunde! (Beifall und Bravo-Rufe bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grabner.
Abgeordneter Johannes Zweytick (ÖVP): Sehr geehrte Frau Vizekanzler! Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Man könnte meinen, man befindet sich in einer Boxarena! Aber zugeschlagen wird heute hoffentlich nicht mehr! Kommen wir nun wieder zu den gesünderen Dingen des Lebens, nämlich wirklich zum Sport! (Zwischenruf des Abg. Grabner. ) Lieber Noldi Grabner! Ich bin gleich fertig, ich habe meinen Beitrag wirklich reduziert. Ich zitiere nun:
Zwischenruf des Abg. Gaál.
Im Gegensatz zur SPÖ, die im Wahlkampf für die AK-Wahlen in der Steiermark mit dem Slogan "Gesundheit für Reiche" wirbt, bin ich für offene und ehrliche Politik, wobei ich mich frage, ob die Abgeordneten von der SPÖ glauben, dass sich die Reichen die Gesundheit kaufen können. (Zwischenruf des Abg. Gaál. ) Nein! Gesundheit kann man nicht kaufen, aber es gibt viele Möglichkeiten, gesünder zu leben, und dazu gehört der Sport an erster Stelle. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Im Gegensatz zur SPÖ, die im Wahlkampf für die AK-Wahlen in der Steiermark mit dem Slogan "Gesundheit für Reiche" wirbt, bin ich für offene und ehrliche Politik, wobei ich mich frage, ob die Abgeordneten von der SPÖ glauben, dass sich die Reichen die Gesundheit kaufen können. (Zwischenruf des Abg. Gaál. ) Nein! Gesundheit kann man nicht kaufen, aber es gibt viele Möglichkeiten, gesünder zu leben, und dazu gehört der Sport an erster Stelle. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Als Politiker haben wir die Verpflichtung, möglichst gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Im Spitzensport – Sie konnten es den Ausführungen des Kollegen Kopf entnehmen – sind die Bedingungen schon sehr gut. Im Bereich des Breitensports sind die Bedingungen aber noch weniger gut. Es gibt auf diesem Gebiet noch sehr viel zu tun. Allerdings sind die ländlichen Gemeinden dabei stark gehemmt, da die finanziellen Mittel fehlen. Deshalb ist die rasche Aufhebung des verfassungswidrig abgestuften Bevölkerungsschlüssels für den Finanzausgleich unbedingt notwendig! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Haigermoser.
Das ist nötig, auch wenn die Finanzstadträtin der Stadt Wien, Frau Ederer, mit "Krieg" droht, wie aus einem Interview in der letzten Ausgabe des "NEWS" hervorgeht. Mit dieser Aussage beweist die SPÖ absoluten demokratischen Unverstand. (Zwischenruf des Abg. Haigermoser. ) Ist diese Drohung mit einem Krieg zwischen der Stadt Wien und den kleinen Gemeinden etwa der neue Stil? Versucht die SPÖ die Bundesregierung mit der Drohung eines Bürgerkrieges in die Knie zu zwingen? Mit solchen Drohungen lassen wir uns nicht unterkriegen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: Ein neuer Stern geht auf: Zweytick!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: Ein neuer Stern geht auf: Zweytick!
Das ist nötig, auch wenn die Finanzstadträtin der Stadt Wien, Frau Ederer, mit "Krieg" droht, wie aus einem Interview in der letzten Ausgabe des "NEWS" hervorgeht. Mit dieser Aussage beweist die SPÖ absoluten demokratischen Unverstand. (Zwischenruf des Abg. Haigermoser. ) Ist diese Drohung mit einem Krieg zwischen der Stadt Wien und den kleinen Gemeinden etwa der neue Stil? Versucht die SPÖ die Bundesregierung mit der Drohung eines Bürgerkrieges in die Knie zu zwingen? Mit solchen Drohungen lassen wir uns nicht unterkriegen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: Ein neuer Stern geht auf: Zweytick!)
Abg. Dr. Khol: Hannes! Schau auf die Uhr und hör auf!
Hunderttausende Menschen im Bereich des Dienstleistungsgewerbes, des Tourismus, auf den Straßen bemühen sich seit Wochen und Monaten täglich, das gut zu machen, was Sie seit Monaten versäumen: für Österreich positiv zu werben, die kulturellen Vorzüge dieses Landes und dessen reizvollen, schönen Landschaften anzupreisen. (Abg. Dr. Khol: Hannes! Schau auf die Uhr und hör auf!) Sie versäumen es jedoch, das Ihre dazu beizutragen! (Abg. Grabner: Weiter, Hannes! Weiter, Hannes! – Anfeuernde lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Grabner: Weiter, Hannes! Weiter, Hannes! – Anfeuernde lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.
Hunderttausende Menschen im Bereich des Dienstleistungsgewerbes, des Tourismus, auf den Straßen bemühen sich seit Wochen und Monaten täglich, das gut zu machen, was Sie seit Monaten versäumen: für Österreich positiv zu werben, die kulturellen Vorzüge dieses Landes und dessen reizvollen, schönen Landschaften anzupreisen. (Abg. Dr. Khol: Hannes! Schau auf die Uhr und hör auf!) Sie versäumen es jedoch, das Ihre dazu beizutragen! (Abg. Grabner: Weiter, Hannes! Weiter, Hannes! – Anfeuernde lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Lebhafte Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der ÖVP und der SPÖ. – Präsident Dr. Fasslabend gibt das Glockenzeichen.
Die Leute erwarten sich endlich, dass auch Sie von der SPÖ sich gegen diese Sanktionen aussprechen, besonders wenn Sie ins Ausland fahren. Daran sollten Sie sich halten! Tun Sie den Menschen in der Republik Österreich auch einmal einen Gefallen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Lebhafte Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der ÖVP und der SPÖ. – Präsident Dr. Fasslabend gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Hohes Haus! Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend – und viel Sport am Wochenende! Unterstützen Sie unseren Sport! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Heiterkeit und anhaltende Zwischenrufe.
Ich erlaube mir hinzuzufügen: Der Lärmpegel hier verkürzt die Reden nicht, meine Damen und Herren! (Heiterkeit und anhaltende Zwischenrufe.)
Lebhafte Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der SPÖ und der ÖVP. – Präsident Dr. Fasslabend gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Dieter Brosz (Grüne): Herr Präsident! Frau Vizekanzlerin! Ich habe mich noch einmal zu Wort gemeldet, weil Sie vorhin gemeint haben, dass ich diesem Budget vermutlich nicht zustimmen dürfe. (Lebhafte Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der SPÖ und der ÖVP. – Präsident Dr. Fasslabend gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der SPÖ.
Ich kann Ihnen aber anbieten, dass wir unsere Zustimmung für das nächste Sportbudget davon abhängig machen werden, ob diese Ziele, von welchen wir in vielen Bereichen festgestellt haben, dass es gemeinsame Ziele sind, auch umgesetzt werden. Im diesjährigen Budget sehe ich die Möglichkeit noch nicht, aber für die Zukunft kann das anders sein. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der SPÖ.)
Abg. Dr. Mertel: Das stimmt ja!
Es wurde behauptet, dass es keine innovativen Ansätze gebe und dass sich Verunsicherung in der Bevölkerung breit gemacht habe. (Abg. Dr. Mertel: Das stimmt ja!) Kinder, Schüler, Jugendliche, Kranke, Pensionisten, Arbeiter, beinahe jede Berufsgruppe und jede Altersschicht – sie alle werden als Verlierer bezeichnet, sie alle werden angeblich zur Kasse gebeten.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Hohes Haus! Manche rote und grüne Abgeordnete haben diese Budgetdebatte für persönliche An- und Untergriffe auf freiheitliche Abgeordnete sowie zu Diffamierungen derselben missbraucht. Insbesondere wurde unser Kollege Dr. Martin Graf diffamiert. Die Abgeordneten Dr. Grünewald, Schasching, Öllinger und Mag. Wurm haben gezeigt, dass sie in der Disziplin "Diffamieren" wahre Meister sind. Vielleicht wird das Ihre Sportart! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Landeshauptmann Dr. Jörg Haider hatte Recht, als er am 1. Mai dieses Jahres in Richtung Sozialdemokratie gesagt hat: Macht weg! Geld weg! Geblieben ist der Hass auf die Freiheitlichen! (Zwischenruf der Abg. Silhavy. )
Abg. Dr. Mertel: Nächste Seite!
Meine Damen und Herren! Dieses Budget 2000 ist unter einem Aspekt zu sehen, nämlich unter dem Aspekt der Sanierung. Diese Sanierung ist notwendig, weil das Haus Österreich große Risse im Budget aufweist, die repariert werden müssen, um dauerhafte Schäden zu vermeiden. (Abg. Dr. Mertel: Nächste Seite!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Als Neo-Abgeordneter in diesem Hause habe ich immer noch Hoffnung, dass die Opposition an einer konstruktiven Zusammenarbeit mit den Regierungsparteien zum Wohl aller Bürgerinnen und Bürger in diesem Staat interessiert ist. Die Zukunft wird zeigen, ob meine Hoffnung berechtigt war oder nicht! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Weitere Zwischenrufe.
Angesichts der Situation, dass ich das Protokoll jetzt nicht mehr anfordern kann, nehme ich allerdings davon Abstand und möchte Sie auf diese Art und Weise auf diesen Verstoß hinwiesen. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Weitere Zwischenrufe.)