Eckdaten:
Für die 107. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1080 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Abg. Bucher begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine Tafel auf mit der Aufschrift „Genug gezahlt!“ – Beifall beim BZÖ. – Abg. Rädler: Das gleiche Taferl, die gleiche Rede!
Als Erster zu Wort gelangt Herr Klubvorsitzender Bucher. – Bitte. (Abg. Bucher begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine Tafel auf mit der Aufschrift „Genug gezahlt!“ – Beifall beim BZÖ. – Abg. Rädler: Das gleiche Taferl, die gleiche Rede!)
Beifall beim BZÖ.
Es ist, ehrlich gesagt, für mich als Steuerzahler und für viele Steuerzahler in Österreich ein beruhigendes Gefühl, dass Sie, Frau Bundesministerin, hier in Österreich sind, denn wenn Sie im Ausland weilen, vor allem in Brüssel, kann das die Steuerzahler mitunter äußerst teuer kommen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn wir von der Euro-Lüge sprechen, dann mit Berechtigung. Die Menschen verstehen mittlerweile nicht mehr, welche Taktik hier angewendet wird, sie wissen nur eines: dass ihnen nicht die Wahrheit gesagt wird, wenn immer wieder der Schutz des Euro sozusagen als Argument vorgeschoben und die wahren Gründe, die dahinterstecken, verborgen werden. Daher sprechen wir berechtigterweise von einer Euro-Lüge, um die es geht bei der Begründung, die auf europäischer Ebene von den Finanzministern vorgeschoben wird. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Steuerzahler fühlen sich mittlerweile belogen und betrogen und hinter das Licht geführt. Sie können nicht mehr verstehen, wie es zusammengehen kann, dass auf europäischer Ebene plötzlich so viel Geld vorhanden ist, dass man maroden Banken und Pleiteländern Milliarden an Eurogeldern hinterherwerfen kann. Das versteht niemand, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
In Österreich kürzen Sie die Familienbeihilfe. In Österreich heben Sie die Mineralölsteuer an – das führt zu einer eklatanten Verteuerung der Lebensmittel und der Güter des täglichen Bedarfs in Österreichs. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Die Abgeordneten des BZÖ halten Tafeln mit der Aufschrift „Genug gezahlt!“ in die Höhe.
Die Menschen wissen, dass sie – vor allem auch die Mittelschicht – massiv davon betroffen sind und in die Tasche greifen müssen, damit Portugal, damit Griechenland geholfen werden kann. Und das versteht niemand. Daher sagen wir zu Recht: Frau Bundesministerin, genug gezahlt für marode Banken! Genug gezahlt für Pleiteländer innerhalb der Europäischen Union! (Beifall beim BZÖ. – Die Abgeordneten des BZÖ halten Tafeln mit der Aufschrift „Genug gezahlt!“ in die Höhe.)
Beifall beim BZÖ.
Berücksichtigen Sie bitte, wenn Sie alle von Rot und Schwarz das in Ihren Debattenbeiträgen auch gutheißen: Das Geld, das nach Portugal geht, das Geld, das nach Griechenland geht, ist kreditfinanziertes Geld! Das ist Geld, das wir in Österreich noch nicht erwirtschaftet haben! Das ist Kreditgeld, das die nächsten Generationen erst erwirtschaften müssen. Das ist der Punkt, meine sehr geehrten Damen und Herren, um den es geht! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.
Daher sagen wir: Lassen Sie die Finger endlich von diesem Teufelskreis, von dieser Milliardenjongliererei und gehen Sie zurück zu einer geordneten Entschuldung Griechenlands! Griechenland hat nur die einzige Chance, nämlich: den Selbstgesundungsweg zu beschreiten und zu seiner eigenen Währung zurückzukehren, denn das, was da auf europäischer Ebene mit Unterstützung der österreichischen Bundesregierung gemacht wird, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist privatwirtschaftlich und privatrechtlich gesehen nichts anderes als Konkursverschleppung. Das, was da betrieben wird, ist Konkursverschleppung und wäre eigentlich strafbar. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.)
Abg. Kopf: Und dann ist alles weg! Du bist ein Naivling!
Es wäre viel wichtiger und angebrachter – wir hören das auch immer wieder von Rot und Schwarz –, endlich einmal auf europäischer Ebene die Finanzmärkte zu regulieren, beispielsweise über eine Finanztransaktionssteuer. Da hätten wir die Möglichkeit, die Spekulanten in die Schranken zu weisen und die Finanzmärkte zu regulieren. (Abg. Kopf: Und dann ist alles weg! Du bist ein Naivling!)
Beifall beim BZÖ.
radestehen muss? – Das versteht mittlerweile niemand mehr in dieser Republik, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Tamandl.
Darum sagen wir: Genug gezahlt! Dieses System führt Österreich in eine Schuldenfalle, aus der wir nicht mehr herauskommen. (Zwischenruf der Abg. Tamandl.) Wir wollen nicht haben, dass dieses System gewinnt, um das es hier geht, das dazu führt, dass wir eine Zentralregierung bekommen, dass wir in einer Transferunion landen, die den Steuerzahler in Zukunft Unsummen kosten wird. (Abg. Kopf: Wir haben unser eigenes Griechenland: Kärnten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Kopf: Wir haben unser eigenes Griechenland: Kärnten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Darum sagen wir: Genug gezahlt! Dieses System führt Österreich in eine Schuldenfalle, aus der wir nicht mehr herauskommen. (Zwischenruf der Abg. Tamandl.) Wir wollen nicht haben, dass dieses System gewinnt, um das es hier geht, das dazu führt, dass wir eine Zentralregierung bekommen, dass wir in einer Transferunion landen, die den Steuerzahler in Zukunft Unsummen kosten wird. (Abg. Kopf: Wir haben unser eigenes Griechenland: Kärnten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Kopf: Schämst du dich eigentlich nicht?
Heute zahlt der Steuerzahler schon 1 Milliarde € pro Jahr. (Abg. Kopf: Schämst du dich eigentlich nicht?) 1 Milliarde € pro Jahr wird das in Zukunft den Steuerzahler kosten! (Abg. Kopf: Mit der Hypo am Hals, schämst du dich nicht? Schäm dich! Schämen sollst du dich!) 500 Millionen über den EU-Beitrag, über den Nettozahlerbeitrag, und eine halbe Milliarde zusätzlich über dieses Hilfspaket. (Abg. Rädler: So ein Blödsinn!) Das sollten Sie in Zukunft gegenüber dem Steuerzahler verantworten. (Abg. Kopf: Schämen sollst du dich, sonst gar nichts!) Das müssen Sie verantworten!
Abg. Kopf: Mit der Hypo am Hals, schämst du dich nicht? Schäm dich! Schämen sollst du dich!
Heute zahlt der Steuerzahler schon 1 Milliarde € pro Jahr. (Abg. Kopf: Schämst du dich eigentlich nicht?) 1 Milliarde € pro Jahr wird das in Zukunft den Steuerzahler kosten! (Abg. Kopf: Mit der Hypo am Hals, schämst du dich nicht? Schäm dich! Schämen sollst du dich!) 500 Millionen über den EU-Beitrag, über den Nettozahlerbeitrag, und eine halbe Milliarde zusätzlich über dieses Hilfspaket. (Abg. Rädler: So ein Blödsinn!) Das sollten Sie in Zukunft gegenüber dem Steuerzahler verantworten. (Abg. Kopf: Schämen sollst du dich, sonst gar nichts!) Das müssen Sie verantworten!
Abg. Rädler: So ein Blödsinn!
Heute zahlt der Steuerzahler schon 1 Milliarde € pro Jahr. (Abg. Kopf: Schämst du dich eigentlich nicht?) 1 Milliarde € pro Jahr wird das in Zukunft den Steuerzahler kosten! (Abg. Kopf: Mit der Hypo am Hals, schämst du dich nicht? Schäm dich! Schämen sollst du dich!) 500 Millionen über den EU-Beitrag, über den Nettozahlerbeitrag, und eine halbe Milliarde zusätzlich über dieses Hilfspaket. (Abg. Rädler: So ein Blödsinn!) Das sollten Sie in Zukunft gegenüber dem Steuerzahler verantworten. (Abg. Kopf: Schämen sollst du dich, sonst gar nichts!) Das müssen Sie verantworten!
Abg. Kopf: Schämen sollst du dich, sonst gar nichts!
Heute zahlt der Steuerzahler schon 1 Milliarde € pro Jahr. (Abg. Kopf: Schämst du dich eigentlich nicht?) 1 Milliarde € pro Jahr wird das in Zukunft den Steuerzahler kosten! (Abg. Kopf: Mit der Hypo am Hals, schämst du dich nicht? Schäm dich! Schämen sollst du dich!) 500 Millionen über den EU-Beitrag, über den Nettozahlerbeitrag, und eine halbe Milliarde zusätzlich über dieses Hilfspaket. (Abg. Rädler: So ein Blödsinn!) Das sollten Sie in Zukunft gegenüber dem Steuerzahler verantworten. (Abg. Kopf: Schämen sollst du dich, sonst gar nichts!) Das müssen Sie verantworten!
Beifall beim BZÖ.
Wir sind schlicht dagegen. Wir sagen: Genug gezahlt für marode Banken! (Beifall beim BZÖ.) Genug gezahlt für diese Pleiteländer, meine sehr geehrten Damen und Herren, weil wir das Geld in Österreich brauchen: für das Bildungssystem, für Forschung und Entwicklung, für Arbeitsplätze. Die Österreicher haben ein Recht darauf, dass ihre Steuergelder in Österreich verwendet werden. (Anhaltender Beifall beim BZÖ. – Abg. Kopf: In Kärnten, ja!)
Anhaltender Beifall beim BZÖ. – Abg. Kopf: In Kärnten, ja!
Wir sind schlicht dagegen. Wir sagen: Genug gezahlt für marode Banken! (Beifall beim BZÖ.) Genug gezahlt für diese Pleiteländer, meine sehr geehrten Damen und Herren, weil wir das Geld in Österreich brauchen: für das Bildungssystem, für Forschung und Entwicklung, für Arbeitsplätze. Die Österreicher haben ein Recht darauf, dass ihre Steuergelder in Österreich verwendet werden. (Anhaltender Beifall beim BZÖ. – Abg. Kopf: In Kärnten, ja!)
Abg. Ing. Westenthaler: Sehr schmallippig, die Frau Finanzministerin!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu einer einleitenden Stellungnahme hat sich Frau Bundesministerin Dr. Fekter zu Wort gemeldet. Die Redezeit soll 10 Minuten nicht übersteigen. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Sehr schmallippig, die Frau Finanzministerin!)
Abg. Ing. Westenthaler: Haben Sie auch einen Reim für uns?
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! (Abg. Ing. Westenthaler: Haben Sie auch einen Reim für uns?) Herr Bucher, Sie haben es nicht verstanden! (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Bucher.) Das ist ein Sanierungsplan, der schlussendlich zu dem Ergebnis führen soll (Abg. Bucher: ... Beamten-Regierung, ihr solltet einmal in die Privatwirtschaft gehen! Geldvernichtungsregierung!), dass Griechenland und dass Portugal die Hausaufgaben machen, sprich Reformen umsetzen. Dafür leihen wir ihnen Geld, und Griechenland zahlt Zinsen dafür. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wann denn? – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Österreich hat bisher 19,5 Millionen € an Zinsen bekommen. (Abg. Ing. Westenthaler: Kein Mensch glaubt Ihnen das!)
Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Bucher.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! (Abg. Ing. Westenthaler: Haben Sie auch einen Reim für uns?) Herr Bucher, Sie haben es nicht verstanden! (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Bucher.) Das ist ein Sanierungsplan, der schlussendlich zu dem Ergebnis führen soll (Abg. Bucher: ... Beamten-Regierung, ihr solltet einmal in die Privatwirtschaft gehen! Geldvernichtungsregierung!), dass Griechenland und dass Portugal die Hausaufgaben machen, sprich Reformen umsetzen. Dafür leihen wir ihnen Geld, und Griechenland zahlt Zinsen dafür. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wann denn? – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Österreich hat bisher 19,5 Millionen € an Zinsen bekommen. (Abg. Ing. Westenthaler: Kein Mensch glaubt Ihnen das!)
Abg. Bucher: ... Beamten-Regierung, ihr solltet einmal in die Privatwirtschaft gehen! Geldvernichtungsregierung!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! (Abg. Ing. Westenthaler: Haben Sie auch einen Reim für uns?) Herr Bucher, Sie haben es nicht verstanden! (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Bucher.) Das ist ein Sanierungsplan, der schlussendlich zu dem Ergebnis führen soll (Abg. Bucher: ... Beamten-Regierung, ihr solltet einmal in die Privatwirtschaft gehen! Geldvernichtungsregierung!), dass Griechenland und dass Portugal die Hausaufgaben machen, sprich Reformen umsetzen. Dafür leihen wir ihnen Geld, und Griechenland zahlt Zinsen dafür. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wann denn? – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Österreich hat bisher 19,5 Millionen € an Zinsen bekommen. (Abg. Ing. Westenthaler: Kein Mensch glaubt Ihnen das!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wann denn? – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! (Abg. Ing. Westenthaler: Haben Sie auch einen Reim für uns?) Herr Bucher, Sie haben es nicht verstanden! (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Bucher.) Das ist ein Sanierungsplan, der schlussendlich zu dem Ergebnis führen soll (Abg. Bucher: ... Beamten-Regierung, ihr solltet einmal in die Privatwirtschaft gehen! Geldvernichtungsregierung!), dass Griechenland und dass Portugal die Hausaufgaben machen, sprich Reformen umsetzen. Dafür leihen wir ihnen Geld, und Griechenland zahlt Zinsen dafür. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wann denn? – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Österreich hat bisher 19,5 Millionen € an Zinsen bekommen. (Abg. Ing. Westenthaler: Kein Mensch glaubt Ihnen das!)
Abg. Ing. Westenthaler: Kein Mensch glaubt Ihnen das!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! (Abg. Ing. Westenthaler: Haben Sie auch einen Reim für uns?) Herr Bucher, Sie haben es nicht verstanden! (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Bucher.) Das ist ein Sanierungsplan, der schlussendlich zu dem Ergebnis führen soll (Abg. Bucher: ... Beamten-Regierung, ihr solltet einmal in die Privatwirtschaft gehen! Geldvernichtungsregierung!), dass Griechenland und dass Portugal die Hausaufgaben machen, sprich Reformen umsetzen. Dafür leihen wir ihnen Geld, und Griechenland zahlt Zinsen dafür. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wann denn? – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Österreich hat bisher 19,5 Millionen € an Zinsen bekommen. (Abg. Ing. Westenthaler: Kein Mensch glaubt Ihnen das!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das führt Österreich in die Pleite! Das ist die Wahrheit!
Und ich sage Ihnen Folgendes: Sanieren ist allemal gescheiter, als in die Pleite zu schicken, so wie Sie das wollen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das führt Österreich in die Pleite! Das ist die Wahrheit!)
Abg. Vilimsky: Geh bitte!
Der Euro ist eine Erfolgsgeschichte (Abg. Vilimsky: Geh bitte!), und zwar seit seiner Einführung. (Abg. Ing. Westenthaler: Unglaublich! Wieder 2 Prozent weniger!) Er hat uns mehr Preisstabilität gebracht, weniger Inflation und international große Chancen und Erfolge. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Er hat allen Sparern ihr Sparguthaben gesichert. Seit wir den Euro haben, war die Inflation immer niedriger als davor. (Abg. Mag. Stefan: Der Schilling wäre natürlich schon längst untergegangen!) Derzeit steuern wir einem Inflationsanstieg entgegen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Unglaublich! Wieder 2 Prozent weniger!
Der Euro ist eine Erfolgsgeschichte (Abg. Vilimsky: Geh bitte!), und zwar seit seiner Einführung. (Abg. Ing. Westenthaler: Unglaublich! Wieder 2 Prozent weniger!) Er hat uns mehr Preisstabilität gebracht, weniger Inflation und international große Chancen und Erfolge. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Er hat allen Sparern ihr Sparguthaben gesichert. Seit wir den Euro haben, war die Inflation immer niedriger als davor. (Abg. Mag. Stefan: Der Schilling wäre natürlich schon längst untergegangen!) Derzeit steuern wir einem Inflationsanstieg entgegen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Der Euro ist eine Erfolgsgeschichte (Abg. Vilimsky: Geh bitte!), und zwar seit seiner Einführung. (Abg. Ing. Westenthaler: Unglaublich! Wieder 2 Prozent weniger!) Er hat uns mehr Preisstabilität gebracht, weniger Inflation und international große Chancen und Erfolge. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Er hat allen Sparern ihr Sparguthaben gesichert. Seit wir den Euro haben, war die Inflation immer niedriger als davor. (Abg. Mag. Stefan: Der Schilling wäre natürlich schon längst untergegangen!) Derzeit steuern wir einem Inflationsanstieg entgegen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Der Schilling wäre natürlich schon längst untergegangen!
Der Euro ist eine Erfolgsgeschichte (Abg. Vilimsky: Geh bitte!), und zwar seit seiner Einführung. (Abg. Ing. Westenthaler: Unglaublich! Wieder 2 Prozent weniger!) Er hat uns mehr Preisstabilität gebracht, weniger Inflation und international große Chancen und Erfolge. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Er hat allen Sparern ihr Sparguthaben gesichert. Seit wir den Euro haben, war die Inflation immer niedriger als davor. (Abg. Mag. Stefan: Der Schilling wäre natürlich schon längst untergegangen!) Derzeit steuern wir einem Inflationsanstieg entgegen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Der Euro ist eine Erfolgsgeschichte (Abg. Vilimsky: Geh bitte!), und zwar seit seiner Einführung. (Abg. Ing. Westenthaler: Unglaublich! Wieder 2 Prozent weniger!) Er hat uns mehr Preisstabilität gebracht, weniger Inflation und international große Chancen und Erfolge. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Er hat allen Sparern ihr Sparguthaben gesichert. Seit wir den Euro haben, war die Inflation immer niedriger als davor. (Abg. Mag. Stefan: Der Schilling wäre natürlich schon längst untergegangen!) Derzeit steuern wir einem Inflationsanstieg entgegen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Der Euro hat gleichzeitig auch das Zusammenwachsen von Europa mit sich gebracht. Die europäischen Märkte sind gestärkt durch den Euro, und, meine sehr verehrten Damen und Herren, wir haben damit eine Weltwährung, die wesentlich stabiler als der US-Dollar ist. Das möchte ich hier auch einmal betonen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Nur Schwarz-Weiß!
Österreich hat ungemein profitiert durch den Euro: 20 000 Arbeitsplätze mehr, und ein jährliches Wachstum von 0,9 Prozent – das ist ein Drittel unseres Wachstums – ist auf die gemeinsame Währung und den Binnenmarkt zurückzuführen. Wären wir so kleingeistig und würden wieder zurückkehren zum Schilling, würde das mit einer Armut für unsere Bevölkerung enden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Nur Schwarz-Weiß!)
Abg. Ing. Westenthaler: „Zu blöd, zu feig“!
Wir haben daher auch keine Euro-Krise. Der Euro ist eine starke Währung, ist eine stabile Währung. (Abg. Ing. Westenthaler: „Zu blöd, zu feig“!) Das zeigt das Verhältnis zum Dollar, das zeigt, wie der Euro in der Welt gehandelt wird. Aber wir haben eine Schuldenkrise von manchen Euro-Ländern, und daher müssen wir diesen Ländern sagen, dass es so nicht geht. (Abg. Vilimsky: Und zahlen tun wir!) Wenn diese Länder ihre Staatsfinanzen nicht in Ordnung bringen, dann bekommen alle ein Problem, und daher üben wir Druck auf Griechenland aus, daher üben wir Druck auf Portugal aus, indem wir ihnen Geld borgen (Abg. Grosz: Das wir nie zurückbekommen!), aber gleichzeitig Reformen einfordern. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Grosz: Das ist Schenken, nicht Borgen!)
Abg. Vilimsky: Und zahlen tun wir!
Wir haben daher auch keine Euro-Krise. Der Euro ist eine starke Währung, ist eine stabile Währung. (Abg. Ing. Westenthaler: „Zu blöd, zu feig“!) Das zeigt das Verhältnis zum Dollar, das zeigt, wie der Euro in der Welt gehandelt wird. Aber wir haben eine Schuldenkrise von manchen Euro-Ländern, und daher müssen wir diesen Ländern sagen, dass es so nicht geht. (Abg. Vilimsky: Und zahlen tun wir!) Wenn diese Länder ihre Staatsfinanzen nicht in Ordnung bringen, dann bekommen alle ein Problem, und daher üben wir Druck auf Griechenland aus, daher üben wir Druck auf Portugal aus, indem wir ihnen Geld borgen (Abg. Grosz: Das wir nie zurückbekommen!), aber gleichzeitig Reformen einfordern. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Grosz: Das ist Schenken, nicht Borgen!)
Abg. Grosz: Das wir nie zurückbekommen!
Wir haben daher auch keine Euro-Krise. Der Euro ist eine starke Währung, ist eine stabile Währung. (Abg. Ing. Westenthaler: „Zu blöd, zu feig“!) Das zeigt das Verhältnis zum Dollar, das zeigt, wie der Euro in der Welt gehandelt wird. Aber wir haben eine Schuldenkrise von manchen Euro-Ländern, und daher müssen wir diesen Ländern sagen, dass es so nicht geht. (Abg. Vilimsky: Und zahlen tun wir!) Wenn diese Länder ihre Staatsfinanzen nicht in Ordnung bringen, dann bekommen alle ein Problem, und daher üben wir Druck auf Griechenland aus, daher üben wir Druck auf Portugal aus, indem wir ihnen Geld borgen (Abg. Grosz: Das wir nie zurückbekommen!), aber gleichzeitig Reformen einfordern. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Grosz: Das ist Schenken, nicht Borgen!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Grosz: Das ist Schenken, nicht Borgen!
Wir haben daher auch keine Euro-Krise. Der Euro ist eine starke Währung, ist eine stabile Währung. (Abg. Ing. Westenthaler: „Zu blöd, zu feig“!) Das zeigt das Verhältnis zum Dollar, das zeigt, wie der Euro in der Welt gehandelt wird. Aber wir haben eine Schuldenkrise von manchen Euro-Ländern, und daher müssen wir diesen Ländern sagen, dass es so nicht geht. (Abg. Vilimsky: Und zahlen tun wir!) Wenn diese Länder ihre Staatsfinanzen nicht in Ordnung bringen, dann bekommen alle ein Problem, und daher üben wir Druck auf Griechenland aus, daher üben wir Druck auf Portugal aus, indem wir ihnen Geld borgen (Abg. Grosz: Das wir nie zurückbekommen!), aber gleichzeitig Reformen einfordern. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Grosz: Das ist Schenken, nicht Borgen!)
Ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.
Griechenland braucht Staatshilfe von seinen Partnern, die Griechen bekommen noch kein Geld vom Finanzmarkt. Daher müssen wir ihnen helfen – und sie nicht in die Pleite schicken! Helfen müssen wir ihnen, dass sie wieder zurückkommen in das normale Wirtschaftsleben, dann bekommen wir nämlich das Geld zurück! (Ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.) Und ich schlage einen Sanierungspfad ein, wo ich vorübergehend Geld verborge, dafür Zinsen bekomme für die Steuerzahler und in einem absehbaren Zeitraum das Geld auch wieder zurück. So hilft man richtig! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Griechenland braucht Staatshilfe von seinen Partnern, die Griechen bekommen noch kein Geld vom Finanzmarkt. Daher müssen wir ihnen helfen – und sie nicht in die Pleite schicken! Helfen müssen wir ihnen, dass sie wieder zurückkommen in das normale Wirtschaftsleben, dann bekommen wir nämlich das Geld zurück! (Ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.) Und ich schlage einen Sanierungspfad ein, wo ich vorübergehend Geld verborge, dafür Zinsen bekomme für die Steuerzahler und in einem absehbaren Zeitraum das Geld auch wieder zurück. So hilft man richtig! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
nämlich die Pensionskassen, und zwar europaweit. Ich will die europäischen Pensionisten nicht diese Schuld tragen lassen. Daher ist Schuldnachlass keine Lösung! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Mag. Stadler: So ein Unsinn! – Abg. Vilimsky: Das ist ein Skandal der Sonderklasse! – Abg. Dr. Strutz: Das ist ja ungeheuerlich!
Meine Damen und Herren! Griechenland ist in einer Situation, wie wir in den siebziger Jahren waren. (Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Mag. Stadler: So ein Unsinn! – Abg. Vilimsky: Das ist ein Skandal der Sonderklasse! – Abg. Dr. Strutz: Das ist ja ungeheuerlich!) Hoher Staatsanteil, eine enorme Verstaatlichte, ein enorm hoher Beamtenanteil, Privilegien und eine Philosophie, wonach der Staat ein Selbstbedienungsladen ist – und wir müssen ihnen sagen, dass das zu reformieren ist! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Sie haben die Möglichkeit, das zurückzunehmen! – Anhaltende Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Sie haben die Möglichkeit, das zurückzunehmen! – Anhaltende Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren! Griechenland ist in einer Situation, wie wir in den siebziger Jahren waren. (Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Mag. Stadler: So ein Unsinn! – Abg. Vilimsky: Das ist ein Skandal der Sonderklasse! – Abg. Dr. Strutz: Das ist ja ungeheuerlich!) Hoher Staatsanteil, eine enorme Verstaatlichte, ein enorm hoher Beamtenanteil, Privilegien und eine Philosophie, wonach der Staat ein Selbstbedienungsladen ist – und wir müssen ihnen sagen, dass das zu reformieren ist! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Sie haben die Möglichkeit, das zurückzunehmen! – Anhaltende Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Denn sie wissen nicht, was sie tun!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, wenn Griechenland versprochen hat, dass der Staat 50 Millionen € Privatisierungskapital lockermacht, damit Privatinvestoren kommen, damit das Wirtschaftswachstum angekurbelt wird, wenn Griechenland versprochen hat, dass es die Märkte liberalisiert und nicht überall Monopolisten hat, dann fordern wir das von den Griechen auch ein. Sie haben das Privatisierungskapital zu bringen! Wir haben ihnen immerhin auch Geld geborgt, und daher werden wir die nächste Tranche nicht auszahlen, bevor diese Privatisierungen nicht durchgeführt wurden. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Denn sie wissen nicht, was sie tun!)
Abg. Petzner: Wer zahlt denn das? Die Träumerin sind Sie!
Es kann nicht sein, dass die Gemeinschaft der Euro-Gruppe hilft, während die Griechen sich zurücklehnen. (Abg. Petzner: Wer zahlt denn das? Die Träumerin sind Sie!) Daher haben die Finanzminister eine Arbeitsgruppe gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds, der Zentralbank und der Kommission in Griechenland installiert, um zu evaluieren, wo denn das Geld hinfließt. Denn: Wir wollen uns genau anschauen, wo es hinfließt und wie effizient es ausgegeben wird! Und wir achten darauf, dass der Pfad, den sie vorgegeben haben, den sie versprochen haben, auch eingehalten wird. (Abg. Mag. Stadler: Sagen Sie, was haben Sie denn gefrühstückt, dass Sie so einen Unsinn verzapfen können?!)
Abg. Mag. Stadler: Sagen Sie, was haben Sie denn gefrühstückt, dass Sie so einen Unsinn verzapfen können?!
Es kann nicht sein, dass die Gemeinschaft der Euro-Gruppe hilft, während die Griechen sich zurücklehnen. (Abg. Petzner: Wer zahlt denn das? Die Träumerin sind Sie!) Daher haben die Finanzminister eine Arbeitsgruppe gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds, der Zentralbank und der Kommission in Griechenland installiert, um zu evaluieren, wo denn das Geld hinfließt. Denn: Wir wollen uns genau anschauen, wo es hinfließt und wie effizient es ausgegeben wird! Und wir achten darauf, dass der Pfad, den sie vorgegeben haben, den sie versprochen haben, auch eingehalten wird. (Abg. Mag. Stadler: Sagen Sie, was haben Sie denn gefrühstückt, dass Sie so einen Unsinn verzapfen können?!)
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Daher haben die Staats- und Regierungschefs, also auch unser Bundeskanzler, bereits am 11. März zugestimmt, dass man den Griechen ein bisschen länger Zeit gibt, wieder auf die Beine zu kommen. Und mir ist allemal lieber, dass man den Griechen ein bisschen länger Zeit gibt, als dass ich das Geld abschreiben muss. Ich bemühe mich, zu sanieren – und nicht in die Pleite zu schicken. Das ist allemal der richtigere Weg! (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Vilimsky: Die „Frau Finance“!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Frau Minister, Sie haben heute den historischen Fehdehandschuh hier in den Plenarsaal geworfen, als Sie Griechenland mit Österreich der siebziger Jahre verglichen haben. (Abg. Vilimsky: Die „Frau Finance“!) Das ist eigentlich eine Ungeheuerlichkeit (Abg. Petzner: Das ist Ihre Ministerin!), denn in den siebziger Jahren hat es jedenfalls ausgeglichene Bilanzen gegeben, hat es einen Aufbau eines Sozial- und Wohlfahrtsstaates gegeben, hat es den Ausbau des Bildungssystems gegeben (Abg. Dr. Strutz: Hinter Ihnen!), und ganze Generationen haben einen sozialen und bildungsmäßigen Aufstieg realisieren können, wie es in Österreich vorher nie der Fall gewesen ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Strutz: Hinter Ihnen!)
Abg. Petzner: Das ist Ihre Ministerin!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Frau Minister, Sie haben heute den historischen Fehdehandschuh hier in den Plenarsaal geworfen, als Sie Griechenland mit Österreich der siebziger Jahre verglichen haben. (Abg. Vilimsky: Die „Frau Finance“!) Das ist eigentlich eine Ungeheuerlichkeit (Abg. Petzner: Das ist Ihre Ministerin!), denn in den siebziger Jahren hat es jedenfalls ausgeglichene Bilanzen gegeben, hat es einen Aufbau eines Sozial- und Wohlfahrtsstaates gegeben, hat es den Ausbau des Bildungssystems gegeben (Abg. Dr. Strutz: Hinter Ihnen!), und ganze Generationen haben einen sozialen und bildungsmäßigen Aufstieg realisieren können, wie es in Österreich vorher nie der Fall gewesen ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Strutz: Hinter Ihnen!)
Abg. Dr. Strutz: Hinter Ihnen!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Frau Minister, Sie haben heute den historischen Fehdehandschuh hier in den Plenarsaal geworfen, als Sie Griechenland mit Österreich der siebziger Jahre verglichen haben. (Abg. Vilimsky: Die „Frau Finance“!) Das ist eigentlich eine Ungeheuerlichkeit (Abg. Petzner: Das ist Ihre Ministerin!), denn in den siebziger Jahren hat es jedenfalls ausgeglichene Bilanzen gegeben, hat es einen Aufbau eines Sozial- und Wohlfahrtsstaates gegeben, hat es den Ausbau des Bildungssystems gegeben (Abg. Dr. Strutz: Hinter Ihnen!), und ganze Generationen haben einen sozialen und bildungsmäßigen Aufstieg realisieren können, wie es in Österreich vorher nie der Fall gewesen ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Strutz: Hinter Ihnen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Strutz: Hinter Ihnen!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Frau Minister, Sie haben heute den historischen Fehdehandschuh hier in den Plenarsaal geworfen, als Sie Griechenland mit Österreich der siebziger Jahre verglichen haben. (Abg. Vilimsky: Die „Frau Finance“!) Das ist eigentlich eine Ungeheuerlichkeit (Abg. Petzner: Das ist Ihre Ministerin!), denn in den siebziger Jahren hat es jedenfalls ausgeglichene Bilanzen gegeben, hat es einen Aufbau eines Sozial- und Wohlfahrtsstaates gegeben, hat es den Ausbau des Bildungssystems gegeben (Abg. Dr. Strutz: Hinter Ihnen!), und ganze Generationen haben einen sozialen und bildungsmäßigen Aufstieg realisieren können, wie es in Österreich vorher nie der Fall gewesen ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Strutz: Hinter Ihnen!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter Strutz, an Ihnen ist das vielleicht vorübergegangen, das mag sein. Sie sind hier ein Einzelfall im Haus, aber alle anderen haben davon profitiert, die hier sitzen, wo es sich altersmäßig noch ausgeht. Ich sage das nur. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Vilimsky: Ja, aber was soll das?!
Ihr Über-Vater, Ihr beider Über-Vater Jörg Haider, ist zu diesem Zeitpunkt bereits als Regierungsmitglied in Klagenfurt gesessen und hat sich gefreut, dass Griechenland Mitglied der Euro-Zone geworden ist. Dort sind die Ursprünge! Sie sollten also hier nicht herauskommen und so tun, als hätte es diese Sache nicht gegeben. (Abg. Vilimsky: Ja, aber was soll das?!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.
Herr Klubobmann Bucher hat vorhin hier einen Vortrag gehalten über Kreditvergaben, über Haftungen – und da kann ich nur sagen: Klubobmann Bucher wird als Kärntner ja wohl wissen, welche Bedeutung das Wort „Haftung“ in Kärnten hat. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ sowie Zwischenrufe beim BZÖ.
Nur, damit wir das auch hier richtig sehen: Es war wieder Jörg Haider, sozusagen einer der Väter bei der Hypo Alpe Adria, der dort einen Haftungsrahmen von 18 Milliarden € zu verantworten hat. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ sowie Zwischenrufe beim BZÖ.) Da kommen Sie, Herr Klubobmann Bucher, hier heraus und halten uns Vorträge!
Zwischenruf des Abg. Dr. Strutz.
Ich möchte Ihnen nur sagen: Hängen S´ das Bild von Jörg Haider in Ihren Klubräumlichkeiten ab! Das ist zu teuer, denn denken Sie nur an die 18 Milliarden € an Haftungen! Stellen Sie sich vor, das wird schlagend!; dann sind es 22 Milliarden €. (Zwischenruf des Abg. Dr. Strutz.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.
Kollege Strutz, Sie waren immer an der Seite von Jörg Haider: einmal links, einmal rechts, einmal hinten, einmal vorne. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.) Sie wissen es daher ganz genau, warum das so ist und warum es so geworden ist. Eigentlich sollten Sie, Kollege Strutz, nicht hier, sondern im Untersuchungsausschuss in Klagenfurt sitzen, wo das Ganze gerade untersucht wird, wenn wir hier schon in die Tiefe gehen. Ich möchte Ihnen das nur noch einmal in aller Deutlichkeit sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei Abgeordneten von BZÖ und Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei Abgeordneten von BZÖ und Freiheitlichen.
Kollege Strutz, Sie waren immer an der Seite von Jörg Haider: einmal links, einmal rechts, einmal hinten, einmal vorne. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.) Sie wissen es daher ganz genau, warum das so ist und warum es so geworden ist. Eigentlich sollten Sie, Kollege Strutz, nicht hier, sondern im Untersuchungsausschuss in Klagenfurt sitzen, wo das Ganze gerade untersucht wird, wenn wir hier schon in die Tiefe gehen. Ich möchte Ihnen das nur noch einmal in aller Deutlichkeit sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei Abgeordneten von BZÖ und Freiheitlichen.)
Abg. Petzner: Vollmond ist!
Die Diskussion über die Frage der Mitgliedschaft in der Euro-Zone darf nicht zu einem Festmahl der Populisten werden. (Abg. Petzner: Vollmond ist!) Und wissen Sie, warum das nicht zu einem Festmahl der Populisten werden darf? – Wir haben mit 27,5 Milliarden € davon profitiert, eine halbe Million Arbeitsplätze im Exportbereich in den Euro-Zonenraum hängen direkt davon ab. Das darf daher keine Spielwiese für Populisten und sonstige Scherzbolde sein, denn da geht’s nämlich um die Zukunft, da geht’s nämlich um Arbeitsplätze, da geht’s nämlich um die Beschäftigung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Diskussion über die Frage der Mitgliedschaft in der Euro-Zone darf nicht zu einem Festmahl der Populisten werden. (Abg. Petzner: Vollmond ist!) Und wissen Sie, warum das nicht zu einem Festmahl der Populisten werden darf? – Wir haben mit 27,5 Milliarden € davon profitiert, eine halbe Million Arbeitsplätze im Exportbereich in den Euro-Zonenraum hängen direkt davon ab. Das darf daher keine Spielwiese für Populisten und sonstige Scherzbolde sein, denn da geht’s nämlich um die Zukunft, da geht’s nämlich um Arbeitsplätze, da geht’s nämlich um die Beschäftigung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn man Ihnen zuhört, dann kann man nur sagen: Sie sehen ein Bild eines Landes, das es gar nicht gibt, zumindest nicht hier bei uns. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Bucher, Sie können ganz offensichtlich die gemeinsamen Wurzeln mit der FPÖ nicht leugnen. Es ist Ihre Entscheidung, wenn Sie in den Anti-EU-Populismuswettbewerb mit Strache eintreten. Ich wünsche Ihnen viel Glück dabei – es ist Ihre Entscheidung, aber es ist auch Ihr Problem. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: „Es reicht!“
Aber ich sage Ihnen auch ganz offen, Herr Kollege Bucher: Wenn jemand so im Glashaus sitzt wie FPÖ und BZÖ, dann sollte er sehr vorsichtig sein mit Steinen. (Abg. Grosz: „Es reicht!“) Österreich, der österreichische Steuerzahler, meine Damen und Herren, haftet in Kärnten in einem höheren Ausmaß, und zwar in einem mehrfach höheren Ausmaß, als für Griechenland (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ), und das Land Kärnten hat gebeten, dass wir helfen. Ohne diese Hilfe wären Sie, meine Damen und Herren, in Kärnten möglicherweise in genau der Situation, in der Griechenland ist und worüber Sie jetzt so locker vom Hocker urteilen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ
Aber ich sage Ihnen auch ganz offen, Herr Kollege Bucher: Wenn jemand so im Glashaus sitzt wie FPÖ und BZÖ, dann sollte er sehr vorsichtig sein mit Steinen. (Abg. Grosz: „Es reicht!“) Österreich, der österreichische Steuerzahler, meine Damen und Herren, haftet in Kärnten in einem höheren Ausmaß, und zwar in einem mehrfach höheren Ausmaß, als für Griechenland (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ), und das Land Kärnten hat gebeten, dass wir helfen. Ohne diese Hilfe wären Sie, meine Damen und Herren, in Kärnten möglicherweise in genau der Situation, in der Griechenland ist und worüber Sie jetzt so locker vom Hocker urteilen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Aber ich sage Ihnen auch ganz offen, Herr Kollege Bucher: Wenn jemand so im Glashaus sitzt wie FPÖ und BZÖ, dann sollte er sehr vorsichtig sein mit Steinen. (Abg. Grosz: „Es reicht!“) Österreich, der österreichische Steuerzahler, meine Damen und Herren, haftet in Kärnten in einem höheren Ausmaß, und zwar in einem mehrfach höheren Ausmaß, als für Griechenland (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ), und das Land Kärnten hat gebeten, dass wir helfen. Ohne diese Hilfe wären Sie, meine Damen und Herren, in Kärnten möglicherweise in genau der Situation, in der Griechenland ist und worüber Sie jetzt so locker vom Hocker urteilen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Neubauer: Das ist ja wirklich dumm, was Sie sagen!
dazu motiviert, dass wir geholfen haben. Na selbstverständlich! (Abg. Neubauer: Das ist ja wirklich dumm, was Sie sagen!) Das ist ein Weg gewesen, der notwendig war, und genauso ist es jetzt aus unserer Verantwortung heraus notwendig, dass wir dort helfen, wo Hilfe gebraucht wird, weil es um die Zukunft unseres gemeinsamen Projektes Europa geht, aber die Zukunft Österreichs genauso auf dem Prüfstand steht. (Abg. Neubauer: Ein dummer Mensch!)
Abg. Neubauer: Ein dummer Mensch!
dazu motiviert, dass wir geholfen haben. Na selbstverständlich! (Abg. Neubauer: Das ist ja wirklich dumm, was Sie sagen!) Das ist ein Weg gewesen, der notwendig war, und genauso ist es jetzt aus unserer Verantwortung heraus notwendig, dass wir dort helfen, wo Hilfe gebraucht wird, weil es um die Zukunft unseres gemeinsamen Projektes Europa geht, aber die Zukunft Österreichs genauso auf dem Prüfstand steht. (Abg. Neubauer: Ein dummer Mensch!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wenn Sie heute in dieser saloppen Art und Weise über dieses Erfolgsprojekt Europa hinweggehen und es, gemeinsam mit Strache, für Ihre populistischen Zwecke missbrauchen, dann fügen Sie diesem Land einen schweren Schaden zu, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Das lassen wir nicht zu, da halten wir dagegen! (Abg. Vilimsky: Ja, aber ohne die Wähler! – Abg. Bucher: Koste es den Steuerzahler, was es wolle!) Als Volkspartei werden wir diesen Weg nie – nie! – akzeptieren, auch nicht mit dieser ganz eigenwilligen Sprache, die Sie dort abgeschrieben haben: „Eurolüge“.
Abg. Vilimsky: Ja, aber ohne die Wähler! – Abg. Bucher: Koste es den Steuerzahler, was es wolle!
Wenn Sie heute in dieser saloppen Art und Weise über dieses Erfolgsprojekt Europa hinweggehen und es, gemeinsam mit Strache, für Ihre populistischen Zwecke missbrauchen, dann fügen Sie diesem Land einen schweren Schaden zu, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Das lassen wir nicht zu, da halten wir dagegen! (Abg. Vilimsky: Ja, aber ohne die Wähler! – Abg. Bucher: Koste es den Steuerzahler, was es wolle!) Als Volkspartei werden wir diesen Weg nie – nie! – akzeptieren, auch nicht mit dieser ganz eigenwilligen Sprache, die Sie dort abgeschrieben haben: „Eurolüge“.
Abg. Mag. Stefan: War ja vorher am Boden, nicht?
Wissen Sie, was die Euro-Wahrheit ist? – Der Euro als gemeinsames Projekt Europas hat Europa stärker gemacht, Europa ist in der Zwischenzeit ein wichtiger Player. (Abg. Mag. Stefan: War ja vorher am Boden, nicht?) Der Euro ist eine ganz entscheidende Währung in der Welt geworden, der Euro hat aber vor allem auch uns Österreicherinnen und Österreichern genutzt. (Abg. Neubauer: „Es reicht!“) Gehen Sie in die Betriebe, fragen Sie die Klein- und Mittelunternehmen, die exportorientiert sind! (Abg. Neubauer: Die haben Sie nie gefragt, Herr Molterer! Die haben Sie nie gefragt!) Unsere Quote: 60 Prozent dessen, was produziert wird, wird exportiert.
Abg. Neubauer: „Es reicht!“
Wissen Sie, was die Euro-Wahrheit ist? – Der Euro als gemeinsames Projekt Europas hat Europa stärker gemacht, Europa ist in der Zwischenzeit ein wichtiger Player. (Abg. Mag. Stefan: War ja vorher am Boden, nicht?) Der Euro ist eine ganz entscheidende Währung in der Welt geworden, der Euro hat aber vor allem auch uns Österreicherinnen und Österreichern genutzt. (Abg. Neubauer: „Es reicht!“) Gehen Sie in die Betriebe, fragen Sie die Klein- und Mittelunternehmen, die exportorientiert sind! (Abg. Neubauer: Die haben Sie nie gefragt, Herr Molterer! Die haben Sie nie gefragt!) Unsere Quote: 60 Prozent dessen, was produziert wird, wird exportiert.
Abg. Neubauer: Die haben Sie nie gefragt, Herr Molterer! Die haben Sie nie gefragt!
Wissen Sie, was die Euro-Wahrheit ist? – Der Euro als gemeinsames Projekt Europas hat Europa stärker gemacht, Europa ist in der Zwischenzeit ein wichtiger Player. (Abg. Mag. Stefan: War ja vorher am Boden, nicht?) Der Euro ist eine ganz entscheidende Währung in der Welt geworden, der Euro hat aber vor allem auch uns Österreicherinnen und Österreichern genutzt. (Abg. Neubauer: „Es reicht!“) Gehen Sie in die Betriebe, fragen Sie die Klein- und Mittelunternehmen, die exportorientiert sind! (Abg. Neubauer: Die haben Sie nie gefragt, Herr Molterer! Die haben Sie nie gefragt!) Unsere Quote: 60 Prozent dessen, was produziert wird, wird exportiert.
Abg. Mag. Stefan: Die sind am Boden gelegen!
Was hatten denn die Betriebe vorher? (Abg. Mag. Stefan: Die sind am Boden gelegen!) Sie hatten das Währungsrisiko zu tragen. Denken Sie doch zurück, was war, als Italien abgewertet hat! Der österreichische Schilling war stabil. Wer hat die Last getragen? – Die vielen Tausend Klein- und Mittelbetriebe. Das ist vorbei!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe bei FPÖ und BZÖ: „Es reicht!“
Der Euro hat der Wirtschaft und den Arbeitsplätzen geholfen, meine Damen und Herren. Der Euro hat Wachstum und Wohlstand gebracht. Wir werden uns durch Sie dieses Projekt nicht schlechtreden und nicht zerstören lassen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe bei FPÖ und BZÖ: „Es reicht!“)
Abg. Neubauer: „Es reicht!“
Ich sage aber auch mit derselben Klarheit, dass wir noch nicht dort sind, wo wir sein müssen. Der Euro und das Projekt Europa sind noch nicht so weit, wie sie es sein sollten. Ja, das stimmt. Etwa in der Frage der wirtschaftspolitischen Koordinierung muss in Europa mehr Gemeinsamkeit herrschen, etwa in der Frage des Schuldenabbaus muss es eine gemeinsame Strategie in Europa geben. (Abg. Neubauer: „Es reicht!“) Es muss auch eine gemeinsame Strategie in Europa geben, wenn es etwa um die Frage Finanzmarktaufsicht geht.
Ruf bei der FPÖ: Unter anderen Voraussetzungen!
Ein offenes Wort auch zur Frage Griechenland. Ja glauben Sie denn, dass jemand mit großer Begeisterung ein Bankenpaket hier beschlossen hat? – Übrigens mit Ihrer Stimme! (Ruf bei der FPÖ: Unter anderen Voraussetzungen!) Aber wir haben es machen müssen, damit wir größeren Schaden abwenden. Und genauso ist es, wenn es jetzt um Griechenland geht. Niemand ist begeistert über diese Notwendigkeit, aber die politische Vernunft und die politische Verantwortung gebieten uns jetzt, zu handeln und uns nicht abseits zu stellen, und zwar richtig zu handeln. Wollen Sie Staaten in den Bank
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Der richtige Weg, meine Damen und Herren, ist ein vernünftiger Mix. Alle Länder müssen handeln, ihre Schulden abbauen, Reformen durchführen, ihre Hausaufgaben machen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Wir müssen den Ländern helfen, ihr Wachstumspotenzial zu finden, damit tatsächlich auch die Schulden zurückgezahlt werden können, und wenn notwendig, dann müssen wir selbstverständlich auch eine Schuldenoptimierung durchführen. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stefan: „Schuldenoptimierung“?!)
Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stefan: „Schuldenoptimierung“?!
Der richtige Weg, meine Damen und Herren, ist ein vernünftiger Mix. Alle Länder müssen handeln, ihre Schulden abbauen, Reformen durchführen, ihre Hausaufgaben machen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Wir müssen den Ländern helfen, ihr Wachstumspotenzial zu finden, damit tatsächlich auch die Schulden zurückgezahlt werden können, und wenn notwendig, dann müssen wir selbstverständlich auch eine Schuldenoptimierung durchführen. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stefan: „Schuldenoptimierung“?!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist der Weg der Vernunft, das ist der Weg des Hausverstandes, und der ist alternativlos. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ
Nach den Debattenbeiträgen des Kollegen Molterer, des Kollegen Cap und insbesondere der Frau Finanzministerin muss ich, obwohl ich eine solche Titelwahl an und für sich nicht schätze, dem Kollegen Bucher diesmal recht geben (Beifall bei FPÖ und BZÖ), denn das, was hier an Sand-in-die-Augen-Streuen, an Verdrehen von Tatsachen, an Verleugnen und Verharmlosen von dramatischen Entwicklungen geschieht, ist fast beispiellos in der Geschichte dieses Parlaments.
Abg. Mag. Stadler: Ohne Ende vor allem!
Kollege Cap versucht prinzipiell, jede Diskussion und jede Kritik niederzumachen, indem für ihn alles Panikmache, Unverantwortlichkeit und Populismus ist. Es ist alles super, und wer da dagegen ist, der ist unvernünftig. Seine Ansicht: Das, was wir machen, ist das Vernünftigste. Geld hineinzuwerfen, ohne zu hinterfragen, ohne Grenzen einzuziehen (Abg. Mag. Stadler: Ohne Ende vor allem!), ohne ein Ende zu machen, das alles ist das Vernünftigste, was man machen kann.
Abg. Kopf: Da haben Sie aber nicht zugehört!
Für Kollegen Molterer ist Kritik überhaupt ein schwerer Schaden. (Abg. Kopf: Da haben Sie aber nicht zugehört!) Jede Kritik am System, am Zahlen, am Euro, daran, wie er gehandhabt und verwaltet wird, ist ein schwerer Schaden, ist unverantwortlich, zerstört unsere Arbeitsplätze und ist ein Anschlag auf unsere Bürger.
Beifall bei der FPÖ.
länder umfasst hat, eine Katastrophe? War das eine Weichwährungszone? War das eine Zone der Unsicherheit, die die Exporteure benachteiligt hat? War das eine Zone, die in die Armut und in die Verunsicherung der Leute und der Wirtschaft geführt hat? – Wohl nicht! Aber eines ist klar: Das jetzige Währungssystem, das jetzige Finanzchaos und die jetzige Schuldenblase, die wir weiter füttern, führen nicht nur in eine Verunsicherung der Märkte, der Sparer und der Wirtschaftsteilnehmer, sondern in eine Verunsicherung der ganzen Welt gegenüber dem Euro und damit auch uns gegenüber. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Ja!
Wenn die Frau Ministerin einmal die Bilanz der Europäischen Zentralbank öffnen würde – ich würde die Bilanz per 31. Dezember 2010 empfehlen –, dann könnte sie dieser die sogenannten Target-Verbindlichkeiten entnehmen. (Abg. Mag. Stadler: Ja!) – Das hat leider nichts mit „Ziel“ zu tun; „Target“ ist leider kein Ziel, das wir ansteuern, sondern das ist die englische Abkürzung für den automatisierten Echtzeitgeldverkehr zwischen den europäischen Zentralbanken, der über die Europäische Zentralbank abgewickelt wird.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.
Man kann aus Analysen Schlüsse ziehen, wie man will, aber man muss die Fakten auf den Tisch legen. Wenn man den Leuten diese Fakten verheimlicht und von einem „Geschäft“ und vom Zinsenkassieren spricht, dann – tut mir leid, ich spreche das Wort nicht aus – hat Herr Kollege Bucher mit seiner Titelgebung vollinhaltlich recht. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abg. Rädler: Bravo!
Mittlerweile ist es ja in Mode gekommen – aus meiner Sicht völlig hirnlos –, auf alles, was Europa heißt, einzudreschen. (Abg. Rädler: Bravo!) Das sind wirklich Holzfäller
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Was war aus der Rede von Hübner polemisch?
methoden, jegliche Differenzierungen außer Acht zu lassen und nur noch hinzuhauen, ob das jetzt im Bereich Schengengrenzen ist – 25 000 Flüchtlinge, die Europa so in Aufruhr bringen und einige populistische Parteien dazu bewegen, jetzt sofort alle Grenzbalken in Europa wieder runterzulassen – oder hier im Haus, wo wirklich offensichtlich keinerlei wirtschaftspolitische und europapolitische Vernunft mehr vorhanden ist. – Das muss ich in aller Offenheit einmal sagen. Kann man einmal vernünftig über das Thema diskutieren, ohne die Hacke auszupacken? (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Was war aus der Rede von Hübner polemisch?)
Ruf bei der FPÖ: Aber selber anzünden ...!
Ich glaube, dass es wichtig ist, wieder einmal einen zentralen Wert in den Mittelpunkt der Debatte zu stellen. Ich glaube nicht, dass es gut ist, dass man, wenn das Haus des Nachbarn brennt, sagt: Das geht mich nichts an, und ich spende schon gar kein Wasser, um den Brand zu löschen! (Ruf bei der FPÖ: Aber selber anzünden ...!) Also dieses Konzept: Ich zuerst, Hauptsache, mir geht es gut, und wenn es den anderen schlecht geht, dann geht es mir noch besser!, ist kein europäisches Konzept. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Ich glaube, dass es wichtig ist, wieder einmal einen zentralen Wert in den Mittelpunkt der Debatte zu stellen. Ich glaube nicht, dass es gut ist, dass man, wenn das Haus des Nachbarn brennt, sagt: Das geht mich nichts an, und ich spende schon gar kein Wasser, um den Brand zu löschen! (Ruf bei der FPÖ: Aber selber anzünden ...!) Also dieses Konzept: Ich zuerst, Hauptsache, mir geht es gut, und wenn es den anderen schlecht geht, dann geht es mir noch besser!, ist kein europäisches Konzept. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Es gibt den Begriff Solidarität, und diese geht weit über Finanzmarktfragen hinaus. Es gibt so etwas wie eine gemeinsame europäische Idee. Die ist weiterzuentwickeln und zu verbessern, aber es gibt sie, und die möchte ich nicht von Ihnen kaputtgemacht bekommen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Was allerdings noch fehlt, sind die großen Reformen im Finanzmarktsektor, diese Versprechen, die von vielen Rednerpulten aus, nicht nur in Europa, sondern auch in den USA, gemacht wurden und die jetzt nur ansatzweise angegangen worden sind. Es ist nicht so, dass gar nichts passiert ist. Es hat sich bei der Finanzmarktaufsicht etwas bewegt, auch bei den Hedge Fonds, aber die Ratingagenturen können nach wie vor machen, was sie wollen. Es ist auch nach wie vor so, dass Banken relativ risikolos Gewinne machen können und die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler – die europäischen im Übrigen; nicht nur die österreichischen, sondern alle europäischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler gemeinsam – dann dieses Risiko ausgleichen. Das gilt es zu beheben, also den Brand zu löschen – da stehen wir gerne zur Verfügung –, aber auch die Brandursachen ordentlich zu bekämpfen. Das ist der Grundauftrag, den Sie als Bundesregierung bis jetzt noch viel zu wenig wahrgenommen haben. Ich erinnere an das große Volksbegehren zu Finanzmarktsteuer, Finanztransaktionssteuer. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Hübner: Seien Sie nicht so populistisch, Frau Kollegin!
Das ist unser wichtigstes Ziel: die Frage, wer reguliert hier wen, wer regiert hier wen, wieder umzudrehen. Es schaut wirklich ein bisschen so aus – und da muss man auch Herrn Treichl noch einmal in die Pflicht nehmen –, dass die Banken wirklich in so etwas wie einer Parallelgesellschaft leben. Es hat mit der Lebensrealität und mit unserer Gesellschaft mittlerweile wenig zu tun, wenn Aufsichtsratsprämien zu einem Zeitpunkt einfach verdoppelt werden, zu dem ganz Europa spart, zu dem in ganz Europa Sparpakete beschlossen und durchgehalten werden. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Hübner: Seien Sie nicht so populistisch, Frau Kollegin!) – Nein, das ist eine Frage des Maßes. Die Banken halten nicht Maß, das ist eine Tatsache.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Ja, ja!
Im Übrigen hätte man nach Ihrer Philosophie, wie man mit solchen Krisen umgeht, Kärnten aus der Währungsunion ausschließen müssen und dort den Bärentaler als eigene Währung wieder einführen müssen. – Das war jetzt populistisch! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Ja, ja!)
Abg. Ing. Westenthaler: Bravo! – Abg. Scheibner: Gott sei Dank wissen wir, warum!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ich habe heute im „Kurier“ gelesen, dass der Herr Bundeskanzler und der neue Vizekanzler ein Sprechverbot für Fachminister bei Regierungssitzungen ausgegeben haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Bravo! – Abg. Scheibner: Gott sei Dank wissen wir, warum!) Jetzt wissen wir, warum. Wenn man der Frau Finanzminister zuhört, dann kommt man schon wirklich in Versuchung, dem Herrn Treichl mit seiner Kritik an der Regierung und an der Regierungspolitik recht zu geben (Abg. Hornek: Ha, ha, ha!), wenn er sagt: zu blöd, ahnungslos in Wirtschaftsfragen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Hornek: Stadler!)
Abg. Hornek: Ha, ha, ha!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ich habe heute im „Kurier“ gelesen, dass der Herr Bundeskanzler und der neue Vizekanzler ein Sprechverbot für Fachminister bei Regierungssitzungen ausgegeben haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Bravo! – Abg. Scheibner: Gott sei Dank wissen wir, warum!) Jetzt wissen wir, warum. Wenn man der Frau Finanzminister zuhört, dann kommt man schon wirklich in Versuchung, dem Herrn Treichl mit seiner Kritik an der Regierung und an der Regierungspolitik recht zu geben (Abg. Hornek: Ha, ha, ha!), wenn er sagt: zu blöd, ahnungslos in Wirtschaftsfragen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Hornek: Stadler!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Hornek: Stadler!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ich habe heute im „Kurier“ gelesen, dass der Herr Bundeskanzler und der neue Vizekanzler ein Sprechverbot für Fachminister bei Regierungssitzungen ausgegeben haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Bravo! – Abg. Scheibner: Gott sei Dank wissen wir, warum!) Jetzt wissen wir, warum. Wenn man der Frau Finanzminister zuhört, dann kommt man schon wirklich in Versuchung, dem Herrn Treichl mit seiner Kritik an der Regierung und an der Regierungspolitik recht zu geben (Abg. Hornek: Ha, ha, ha!), wenn er sagt: zu blöd, ahnungslos in Wirtschaftsfragen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Hornek: Stadler!)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Was heißt „ha ha“, „Stadler“? – Herr Kollege Cap, mir wäre bang, einer solchen Ministerin das Finanzressort zu überlassen. Sie haben einmal einen Finanzminister gehabt, der gesagt hat, er würde einer solchen Ministerin nicht einmal die Wurst anvertrauen, da noch lieber seinem Hund. – Das war der Edlinger. Eine Ministerin, die ernsthaft behauptet, Griechenland sei heute in der Situation wie Österreich in den siebziger Jahren, eine Ministerin, die so etwas ernsthaft behauptet, ist eine Gefahr für dieses Land, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Bucher: Fünf, sechs Mal höher!
Eine Verschuldungsquote, wie sie Österreich in den siebziger Jahren hatte, nämlich zwischen 15 und 16 Prozent, ist heute eine Traumquote. Damals hat Ihre Partei vom Verschuldungskanzler Kreisky gesprochen. Heute sind wir bei 80 Prozent, nachdem wir jahrzehntelang schwarze Finanzminister hatten. (Abg. Bucher: Fünf, sechs Mal höher!) Jetzt haben wir eine Finanzministerin, die in Wirklichkeit nicht einmal mehr Schottergrubenwissen hat, sondern nur mehr Kuchlkastl-Finance-Ökonomie. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Eine Verschuldungsquote, wie sie Österreich in den siebziger Jahren hatte, nämlich zwischen 15 und 16 Prozent, ist heute eine Traumquote. Damals hat Ihre Partei vom Verschuldungskanzler Kreisky gesprochen. Heute sind wir bei 80 Prozent, nachdem wir jahrzehntelang schwarze Finanzminister hatten. (Abg. Bucher: Fünf, sechs Mal höher!) Jetzt haben wir eine Finanzministerin, die in Wirklichkeit nicht einmal mehr Schottergrubenwissen hat, sondern nur mehr Kuchlkastl-Finance-Ökonomie. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Molterer schüttelt den Kopf.
Das ist doch Faktum. Das ist es doch, was wir heute erleben. Bruno Kreisky rotiert doch in seiner Urne, wenn er von so einer Finanzministerin hört. (Abg. Mag. Molterer schüttelt den Kopf.) – Du brauchst den Kopf nicht zu schütteln! Der Molterer Wilhelm tritt hier als ehemaliger Finanzminister ans Rednerpult und erklärt uns, dass es uns deswegen so schlecht geht, weil es die Hypo Alpe-Adria gibt. Seit zwei Jahren gibt es dort eine rote und schwarze Führung – und Sensationsverluste (Abg. Ing. Westenthaler: Rekordverluste!), Rekordverluste, meine Damen und Herren! So schaut’s aus mit Ihrer Kuchlkastl-Finance-Politik.
Abg. Ing. Westenthaler: Rekordverluste!
Das ist doch Faktum. Das ist es doch, was wir heute erleben. Bruno Kreisky rotiert doch in seiner Urne, wenn er von so einer Finanzministerin hört. (Abg. Mag. Molterer schüttelt den Kopf.) – Du brauchst den Kopf nicht zu schütteln! Der Molterer Wilhelm tritt hier als ehemaliger Finanzminister ans Rednerpult und erklärt uns, dass es uns deswegen so schlecht geht, weil es die Hypo Alpe-Adria gibt. Seit zwei Jahren gibt es dort eine rote und schwarze Führung – und Sensationsverluste (Abg. Ing. Westenthaler: Rekordverluste!), Rekordverluste, meine Damen und Herren! So schaut’s aus mit Ihrer Kuchlkastl-Finance-Politik.
Abg. Bucher: Kommunalkredit!
kommen –, wegen der Verkehrskredit. (Abg. Bucher: Kommunalkredit!) Daher hat das alles mit der Hypo Alpe-Adria nichts zu tun. (Abg. Rädler: Nein!) Aber ein ehemaliger Finanzminister stellt sich hier heraus und erklärt der Öffentlichkeit – in Erwartung, dass sie eh so blöd ist, wie der Herr Treichl über die politische Klasse dieses Landes sagt –, dass wir deswegen so schlecht dastehen, weil es die Hypo Alpe-Adria gibt.
Abg. Rädler: Nein!
kommen –, wegen der Verkehrskredit. (Abg. Bucher: Kommunalkredit!) Daher hat das alles mit der Hypo Alpe-Adria nichts zu tun. (Abg. Rädler: Nein!) Aber ein ehemaliger Finanzminister stellt sich hier heraus und erklärt der Öffentlichkeit – in Erwartung, dass sie eh so blöd ist, wie der Herr Treichl über die politische Klasse dieses Landes sagt –, dass wir deswegen so schlecht dastehen, weil es die Hypo Alpe-Adria gibt.
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren vor den Fernsehschirmen, Sie sehen, warum Treichl sagt, dass die politische Klasse dieses Landes ahnungslos und blöd ist. Das will ich Ihnen ins Stammbuch schreiben. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kopf.
Es ist Ihr schwarzer Treichl, Ihr Freund Treichl, Ihr langjähriger Finanzreferent Treichl! (Zwischenruf des Abg. Kopf.) Das ist doch kein Oranger! Batzenschwarz! Der weiß doch, wovon er redet. Der kennt Sie doch in- und auswendig, meine Damen und Herren von der Österreichischen Volkspartei. (Zwischenrufe der Abgeordneten Peter Mayer, Mag. Schönegger und Klikovits.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Peter Mayer, Mag. Schönegger und Klikovits.
Es ist Ihr schwarzer Treichl, Ihr Freund Treichl, Ihr langjähriger Finanzreferent Treichl! (Zwischenruf des Abg. Kopf.) Das ist doch kein Oranger! Batzenschwarz! Der weiß doch, wovon er redet. Der kennt Sie doch in- und auswendig, meine Damen und Herren von der Österreichischen Volkspartei. (Zwischenrufe der Abgeordneten Peter Mayer, Mag. Schönegger und Klikovits.)
Abg. Ing. Westenthaler – eine Seite des „Kurier“ in die Höhe haltend –: Frau Minister!
Die Österreichische Volkspartei hat als Wirtschaftspartei abgedankt. Das ist doch ein Faktum. Es ist auch nicht anders zu erwarten von einer Beamtenpartei, die heute am Gängelband der Banken geführt wird. (Abg. Ing. Westenthaler – eine Seite des „Kurier“ in die Höhe haltend –: Frau Minister!) Es ist nicht anders zu erwarten von einer Bankenpartei.
Heiterkeit beim BZÖ.
Ich habe noch in Erinnerung, wie uns die Schwarzen alle erklärt haben, dass als Nächstes die Schweiz zusammenbrechen wird. Ich erinnere mich noch ganz genau. Das war die gleiche Kuchlkastl-Finance-Ökonomie Marke Mitzi Fekter, meine Damen und Herren. (Heiterkeit beim BZÖ.) Diese Form des Umgangs mit dem Geld des österreichischen Steuerzahlers ist skandalös. Sie sind eine Gefahr für dieses Land, Frau Bundesminister Fekter, mit dem, was Sie da verzapfen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich habe noch in Erinnerung, wie uns die Schwarzen alle erklärt haben, dass als Nächstes die Schweiz zusammenbrechen wird. Ich erinnere mich noch ganz genau. Das war die gleiche Kuchlkastl-Finance-Ökonomie Marke Mitzi Fekter, meine Damen und Herren. (Heiterkeit beim BZÖ.) Diese Form des Umgangs mit dem Geld des österreichischen Steuerzahlers ist skandalös. Sie sind eine Gefahr für dieses Land, Frau Bundesminister Fekter, mit dem, was Sie da verzapfen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Silhavy: Warum schreien Sie so?!
Frau Minister, Sie haben kein Konzept für die Griechenlandkrise. Ihr einziges Konzept besteht darin, Steuergeld zu nehmen und hineinzupumpen. – Das kann jeder! Das kann jeder von Ihrer Hinterbank, da brauchen wir nicht Sie dazu. (Abg. Silhavy: Warum schreien Sie so?!) Da hat Treichl wiederrum recht, meine Damen und Herren.
Abg. Ing. Westenthaler: „Danke“ Euro!
Ja, wollen Sie jetzt dem österreichischen Steuerzahler sagen, dass wir das alles abdecken sollen, weil das europäische Gesinnung Marke Glawischnig sei? Wenn es den Griechen schlecht geht, soll es den Österreichern auch schlecht gehen? Meine Damen und Herren, den Österreichern geht es schlecht! Hätte man im Jahre 1994 geglaubt, dass in diesem Land ein Schnitzel einmal 206 Schilling kosten wird? – Das ist die Umrechnung vom heutigen Eurowert. – „Erfolgsgeschichte“ Euro! (Abg. Ing. Westenthaler: „Danke“ Euro!) – Hätte man geglaubt, dass 150 Schilling für ein Rindsgulasch gezahlt werden sollen? Hätten Sie das den Österreichern im Jahre 1994 gesagt, dann hätten Sie die Volksabstimmung haushoch verloren, meine Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ja, wollen Sie jetzt dem österreichischen Steuerzahler sagen, dass wir das alles abdecken sollen, weil das europäische Gesinnung Marke Glawischnig sei? Wenn es den Griechen schlecht geht, soll es den Österreichern auch schlecht gehen? Meine Damen und Herren, den Österreichern geht es schlecht! Hätte man im Jahre 1994 geglaubt, dass in diesem Land ein Schnitzel einmal 206 Schilling kosten wird? – Das ist die Umrechnung vom heutigen Eurowert. – „Erfolgsgeschichte“ Euro! (Abg. Ing. Westenthaler: „Danke“ Euro!) – Hätte man geglaubt, dass 150 Schilling für ein Rindsgulasch gezahlt werden sollen? Hätten Sie das den Österreichern im Jahre 1994 gesagt, dann hätten Sie die Volksabstimmung haushoch verloren, meine Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
schem Niveau landen, wo die Frau Bundesministerin für Finanzen uns hinführen will. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wie ist das jetzt mit den siebziger Jahren? Sind Sie auch der Meinung, dass Österreich in den siebziger Jahren dort war, wo Griechenland jetzt ist?
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Mag. Andreas Schieder: Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: Wie ist das jetzt mit den siebziger Jahren? Sind Sie auch der Meinung, dass Österreich in den siebziger Jahren dort war, wo Griechenland jetzt ist?) Es ist in dieser heutigen Debatte zu diesen schwierigen Themen schon viel Richtiges gesagt worden, aber auch viel Falsches. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie ist das mit den siebziger Jahren, Herr Staatssekretär? Sind wir dort angelangt?)
Abg. Ing. Westenthaler: Wie ist das mit den siebziger Jahren, Herr Staatssekretär? Sind wir dort angelangt?
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Mag. Andreas Schieder: Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: Wie ist das jetzt mit den siebziger Jahren? Sind Sie auch der Meinung, dass Österreich in den siebziger Jahren dort war, wo Griechenland jetzt ist?) Es ist in dieser heutigen Debatte zu diesen schwierigen Themen schon viel Richtiges gesagt worden, aber auch viel Falsches. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie ist das mit den siebziger Jahren, Herr Staatssekretär? Sind wir dort angelangt?)
Abg. Ing. Westenthaler: Aber wie ist das mit den siebziger Jahren?
Lassen Sie mich zusammenfassen: Erstens halte ich die Beschlüsse der Europäischen Union, der europäischen Finanzminister, des Währungsfonds und aller, die beteiligt sind, für richtig und wichtig – auch wenn es schwere Beschlüsse sind, die man nicht leichtfertig trifft. Es ist politische Verantwortung, die richtigen Entscheidungen manchmal auch dann zu treffen, wenn sie schwer zu erklären sind. Auch wenn sie schwer zu fällen sind, sind sie trotzdem im Interesse aller die richtigen. (Abg. Ing. Westenthaler: Aber wie ist das mit den siebziger Jahren?) Das müssen auch die Herren Westenthaler und Strache hier einmal zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Lassen Sie mich zusammenfassen: Erstens halte ich die Beschlüsse der Europäischen Union, der europäischen Finanzminister, des Währungsfonds und aller, die beteiligt sind, für richtig und wichtig – auch wenn es schwere Beschlüsse sind, die man nicht leichtfertig trifft. Es ist politische Verantwortung, die richtigen Entscheidungen manchmal auch dann zu treffen, wenn sie schwer zu erklären sind. Auch wenn sie schwer zu fällen sind, sind sie trotzdem im Interesse aller die richtigen. (Abg. Ing. Westenthaler: Aber wie ist das mit den siebziger Jahren?) Das müssen auch die Herren Westenthaler und Strache hier einmal zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Herr Staatssekretär, was ist mit den siebziger Jahren? Wie ist das mit Kreisky gewesen? – Warum sagt er nichts dazu?
Es ist entscheidend zur Stabilisierung der betroffenen Länder, aber auch in unserem eigenen Interesse. (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Staatssekretär, was ist mit den siebziger Jahren? Wie ist das mit Kreisky gewesen? – Warum sagt er nichts dazu?) Die Mitgliedschaft in der Europäischen Union und auch in der Währungsunion hat Österreich den Wohlstand gebracht beziehungsweise vermehrt. (Abg. Mag. Stadler: Reden wir in einem Jahr wieder!) Wenn wir nur daran denken, dass die Inflationsrate – auch für den Herrn Stadler – zu Zeiten des Schillings wesentlich höher war als die Inflationsrate des Euro-Jahrzehnts, dann sehen wir, dass der Euro auch in dieser Hinsicht, in Sachen Preisstabilität erfolgreich war – vor allem für die starken Länder in der Eurozone. (Abg. Mag. Stadler: Oder reden wir im Herbst wieder!)
Abg. Mag. Stadler: Reden wir in einem Jahr wieder!
Es ist entscheidend zur Stabilisierung der betroffenen Länder, aber auch in unserem eigenen Interesse. (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Staatssekretär, was ist mit den siebziger Jahren? Wie ist das mit Kreisky gewesen? – Warum sagt er nichts dazu?) Die Mitgliedschaft in der Europäischen Union und auch in der Währungsunion hat Österreich den Wohlstand gebracht beziehungsweise vermehrt. (Abg. Mag. Stadler: Reden wir in einem Jahr wieder!) Wenn wir nur daran denken, dass die Inflationsrate – auch für den Herrn Stadler – zu Zeiten des Schillings wesentlich höher war als die Inflationsrate des Euro-Jahrzehnts, dann sehen wir, dass der Euro auch in dieser Hinsicht, in Sachen Preisstabilität erfolgreich war – vor allem für die starken Länder in der Eurozone. (Abg. Mag. Stadler: Oder reden wir im Herbst wieder!)
Abg. Mag. Stadler: Oder reden wir im Herbst wieder!
Es ist entscheidend zur Stabilisierung der betroffenen Länder, aber auch in unserem eigenen Interesse. (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Staatssekretär, was ist mit den siebziger Jahren? Wie ist das mit Kreisky gewesen? – Warum sagt er nichts dazu?) Die Mitgliedschaft in der Europäischen Union und auch in der Währungsunion hat Österreich den Wohlstand gebracht beziehungsweise vermehrt. (Abg. Mag. Stadler: Reden wir in einem Jahr wieder!) Wenn wir nur daran denken, dass die Inflationsrate – auch für den Herrn Stadler – zu Zeiten des Schillings wesentlich höher war als die Inflationsrate des Euro-Jahrzehnts, dann sehen wir, dass der Euro auch in dieser Hinsicht, in Sachen Preisstabilität erfolgreich war – vor allem für die starken Länder in der Eurozone. (Abg. Mag. Stadler: Oder reden wir im Herbst wieder!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Was?
Die Devise dort ist – und ich weiß, dass das den Kollegen von der FPÖ ein fremdes Prinzip ist – Selbstverantwortung und Solidarität. (Abg. Dr. Rosenkranz: Was?) Ich weiß, dass das Begriffe sind, mit denen Sie von der FPÖ nichts anfangen können. Es ist uns auch klargeworden, als wir die gesamte Sache mit der Hypo Alpe-Adria in Kärnten zu lösen hatten. (Abg. Zanger: Gusenbauer! Staribacher!) Da war es nämlich so,
Abg. Zanger: Gusenbauer! Staribacher!
Die Devise dort ist – und ich weiß, dass das den Kollegen von der FPÖ ein fremdes Prinzip ist – Selbstverantwortung und Solidarität. (Abg. Dr. Rosenkranz: Was?) Ich weiß, dass das Begriffe sind, mit denen Sie von der FPÖ nichts anfangen können. Es ist uns auch klargeworden, als wir die gesamte Sache mit der Hypo Alpe-Adria in Kärnten zu lösen hatten. (Abg. Zanger: Gusenbauer! Staribacher!) Da war es nämlich so,
Beifall bei der SPÖ.
dass ohne Wirtschaftskrise, ohne Finanzkrise, nur durch die Inkompetenz derer, die dort im Land und in der Bank verantwortlich waren, diese Bank gegen die Wand gefahren worden wäre. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Petzner: So ein Blödsinn! – Weitere Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.
Das Risiko für unseren Staat durch die Hypo Alpe-Adria ist ein wesentlich größeres als jenes durch Griechenland, Portugal und Irland zusammen. – Das sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Petzner: So ein Blödsinn! – Weitere Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Meine Damen und Herren, bevor ich Herrn Abgeordnetem Matznetter das Wort erteile, darf ich sehr herzlich Gäste im Haus begrüßen, nämlich Damen und Herren Abgeordnete des Deutschen Bundestages und Mitglieder der Freundschaftsgruppe. (Allgemeiner Beifall.)
Ruf bei der FPÖ: Das auch noch! – Abg. Mag. Stadler: Noch einer, der Kreisky verteidigt!
Nun gelangt Herr Abgeordneter Dr. Matznetter zu Wort. – Bitte. (Ruf bei der FPÖ: Das auch noch! – Abg. Mag. Stadler: Noch einer, der Kreisky verteidigt!)
Abg. Mag. Stefan: Verschwörungstheorie!
Dieser Angriff hat dazu geführt, dass Griechenland heute in diesem Bereich lichterloh brennt und wir durch diese Spekulationswelle gleichzeitig – siehe Portugal, siehe Ir- land und andere Staaten – mehrere dringende Löschversuche notwendig haben. (Abg. Mag. Stefan: Verschwörungstheorie!)
Ruf bei der FPÖ: Heute haben wir schon viele Stammbücher!
In dieser Frage des Löschens – und das sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben (Ruf bei der FPÖ: Heute haben wir schon viele Stammbücher!) – ist die Intelligenz unserer jungen Männer bei den freiwilligen Feuerwehren ungefähr hundert Mal so groß wie Ihre. Die wissen nämlich ganz genau: Wenn es in einem Haus im Dorf brennt (Abg. Ing. Hofer: Da setzt man sich drauf!), dann wird sofort unter Einsatz und Risiko des Lebens und der Gesundheit gelöscht (Abg. Mag. Stefan: Da muss man Stroh reinwerfen, dass es besser brennt!) – und zwar unabhängig davon, ob der Bewohner dort faul oder fleißig, intelligent oder nicht intelligent ist. (Abg. Mag. Stefan: Geld brennt auch, das kann man auch reinwerfen!) Es wird gelöscht, damit nicht die anderen Häuser zu brennen beginnen, und das ist richtig so. – Genau dieses Richtige tut unsere Regierung in Europa. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Hofer: Da setzt man sich drauf!
In dieser Frage des Löschens – und das sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben (Ruf bei der FPÖ: Heute haben wir schon viele Stammbücher!) – ist die Intelligenz unserer jungen Männer bei den freiwilligen Feuerwehren ungefähr hundert Mal so groß wie Ihre. Die wissen nämlich ganz genau: Wenn es in einem Haus im Dorf brennt (Abg. Ing. Hofer: Da setzt man sich drauf!), dann wird sofort unter Einsatz und Risiko des Lebens und der Gesundheit gelöscht (Abg. Mag. Stefan: Da muss man Stroh reinwerfen, dass es besser brennt!) – und zwar unabhängig davon, ob der Bewohner dort faul oder fleißig, intelligent oder nicht intelligent ist. (Abg. Mag. Stefan: Geld brennt auch, das kann man auch reinwerfen!) Es wird gelöscht, damit nicht die anderen Häuser zu brennen beginnen, und das ist richtig so. – Genau dieses Richtige tut unsere Regierung in Europa. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Da muss man Stroh reinwerfen, dass es besser brennt!
In dieser Frage des Löschens – und das sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben (Ruf bei der FPÖ: Heute haben wir schon viele Stammbücher!) – ist die Intelligenz unserer jungen Männer bei den freiwilligen Feuerwehren ungefähr hundert Mal so groß wie Ihre. Die wissen nämlich ganz genau: Wenn es in einem Haus im Dorf brennt (Abg. Ing. Hofer: Da setzt man sich drauf!), dann wird sofort unter Einsatz und Risiko des Lebens und der Gesundheit gelöscht (Abg. Mag. Stefan: Da muss man Stroh reinwerfen, dass es besser brennt!) – und zwar unabhängig davon, ob der Bewohner dort faul oder fleißig, intelligent oder nicht intelligent ist. (Abg. Mag. Stefan: Geld brennt auch, das kann man auch reinwerfen!) Es wird gelöscht, damit nicht die anderen Häuser zu brennen beginnen, und das ist richtig so. – Genau dieses Richtige tut unsere Regierung in Europa. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Geld brennt auch, das kann man auch reinwerfen!
In dieser Frage des Löschens – und das sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben (Ruf bei der FPÖ: Heute haben wir schon viele Stammbücher!) – ist die Intelligenz unserer jungen Männer bei den freiwilligen Feuerwehren ungefähr hundert Mal so groß wie Ihre. Die wissen nämlich ganz genau: Wenn es in einem Haus im Dorf brennt (Abg. Ing. Hofer: Da setzt man sich drauf!), dann wird sofort unter Einsatz und Risiko des Lebens und der Gesundheit gelöscht (Abg. Mag. Stefan: Da muss man Stroh reinwerfen, dass es besser brennt!) – und zwar unabhängig davon, ob der Bewohner dort faul oder fleißig, intelligent oder nicht intelligent ist. (Abg. Mag. Stefan: Geld brennt auch, das kann man auch reinwerfen!) Es wird gelöscht, damit nicht die anderen Häuser zu brennen beginnen, und das ist richtig so. – Genau dieses Richtige tut unsere Regierung in Europa. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In dieser Frage des Löschens – und das sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben (Ruf bei der FPÖ: Heute haben wir schon viele Stammbücher!) – ist die Intelligenz unserer jungen Männer bei den freiwilligen Feuerwehren ungefähr hundert Mal so groß wie Ihre. Die wissen nämlich ganz genau: Wenn es in einem Haus im Dorf brennt (Abg. Ing. Hofer: Da setzt man sich drauf!), dann wird sofort unter Einsatz und Risiko des Lebens und der Gesundheit gelöscht (Abg. Mag. Stefan: Da muss man Stroh reinwerfen, dass es besser brennt!) – und zwar unabhängig davon, ob der Bewohner dort faul oder fleißig, intelligent oder nicht intelligent ist. (Abg. Mag. Stefan: Geld brennt auch, das kann man auch reinwerfen!) Es wird gelöscht, damit nicht die anderen Häuser zu brennen beginnen, und das ist richtig so. – Genau dieses Richtige tut unsere Regierung in Europa. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
nau!) Schämen Sie sich doch dafür! Wenn Sie es nicht begriffen haben, dann schauen Sie sich einmal die Finanzmärkte an! Das ist ja unglaublich! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Die Al-Quaida war’s! – Weitere Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.
Das heißt, hier sitzen Leute, die ernsthaft das Geschäft derer machen, die unsere Europäische Union, damit unser Dorf Europa und damit unser Österreich ganz genauso bluten lassen wollen. Wir werden das nicht zulassen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Die Al-Quaida war’s! – Weitere Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Dass das Feuer überschlägt!
Daher, Frau Bundesministerin, handeln sowohl der Bundeskanzler im Europäischen Rat als auch Ihr Amtsvorgänger Vizekanzler Pröll und Sie vollkommen richtig. Zuerst einmal: Löschvorgang. Verhindern, dass das passiert. (Abg. Mag. Stefan: Dass das Feuer überschlägt!) Entscheidend wird – und da gebe ich Frau Klubobmann Glawischnig recht –: Wie kommen wir wieder heraus? Wie erfolgt der Wiederaufbau nach dem Brand? (Abg. Mag. Stefan: Erst einmal verhindern, dass das Feuer überschlägt!)
Abg. Mag. Stefan: Erst einmal verhindern, dass das Feuer überschlägt!
Daher, Frau Bundesministerin, handeln sowohl der Bundeskanzler im Europäischen Rat als auch Ihr Amtsvorgänger Vizekanzler Pröll und Sie vollkommen richtig. Zuerst einmal: Löschvorgang. Verhindern, dass das passiert. (Abg. Mag. Stefan: Dass das Feuer überschlägt!) Entscheidend wird – und da gebe ich Frau Klubobmann Glawischnig recht –: Wie kommen wir wieder heraus? Wie erfolgt der Wiederaufbau nach dem Brand? (Abg. Mag. Stefan: Erst einmal verhindern, dass das Feuer überschlägt!)
Abg. Mag. Stadler: Österreich in den siebziger Jahren, wir wissen es!
Da wird es nicht reichen, dass man Kürzungsprogramme verhängt. Da wird es nicht reichen, wenn das Haus Griechenland nachher genauso ausschaut wie vorher, denn die haben nur noch 9,3 Prozent Bruttowertschöpfungsanteil Industrie dort – innerhalb von zwei Jahren gefallen von über 13 Prozent. 20 Prozent ist die Schifffahrt, von der sie niemals einen Cent Steuer bekommen. Dieses Land muss wieder aufgebaut werden, und es muss genauso aufgebaut werden wie (Abg. Mag. Stadler: Österreich in den siebziger Jahren, wir wissen es!) die Staaten, die früher, vor 1990, im COMECON waren.
Ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.
Sie wollen dem europäischen Steuerzahler die bereits mehr als zur Hälfte öffentlichen Gelder in Griechenland wegnehmen. Das werden wir nicht dulden. Es wird auf jeden Cent zurückgezahlt werden. (Ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.) – Wir haben alle unsere Schulden bezahlt, weil wir gewachsen sind. (Abg. Mag. Kickl: Es kapiert niemand, was Sie da referieren! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Kickl: Es kapiert niemand, was Sie da referieren! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sie wollen dem europäischen Steuerzahler die bereits mehr als zur Hälfte öffentlichen Gelder in Griechenland wegnehmen. Das werden wir nicht dulden. Es wird auf jeden Cent zurückgezahlt werden. (Ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.) – Wir haben alle unsere Schulden bezahlt, weil wir gewachsen sind. (Abg. Mag. Kickl: Es kapiert niemand, was Sie da referieren! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Das war ein „Großruck“!
Ich sage Ihnen noch etwas zu der Kärnten-Frage: Zum Glück sind ja die handelnden Personen auch mit Kärntnern wie Herrn Dr. Strutz solidarisch, die das verschuldet haben. (Abg. Mag. Stefan: Das war ein „Großruck“!) Wir übernehmen trotzdem die Lasten, weil ein Abbrennen Kärntens für uns alle genauso schlimm wäre wie ein Abbrennen Griechenlands. – Das werden wir verhindern. – Danke, meine Damen und Herren! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Fürs Protokoll: Mäßiger Applaus für Matznetter!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Fürs Protokoll: Mäßiger Applaus für Matznetter!
Ich sage Ihnen noch etwas zu der Kärnten-Frage: Zum Glück sind ja die handelnden Personen auch mit Kärntnern wie Herrn Dr. Strutz solidarisch, die das verschuldet haben. (Abg. Mag. Stefan: Das war ein „Großruck“!) Wir übernehmen trotzdem die Lasten, weil ein Abbrennen Kärntens für uns alle genauso schlimm wäre wie ein Abbrennen Griechenlands. – Das werden wir verhindern. – Danke, meine Damen und Herren! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Fürs Protokoll: Mäßiger Applaus für Matznetter!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Jungfernrede! Jetzt sollten wir nicht dreinreden! – Abg. Strache: Die Euro-Sekte! ÖVP als Euro-Sekte!
Herren. – Das ist die Eurolüge! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Jungfernrede! Jetzt sollten wir nicht dreinreden! – Abg. Strache: Die Euro-Sekte! ÖVP als Euro-Sekte!)
Abg. Bucher: Wo sind wir jetzt?
Genau das bringt uns keinen Meter weiter: Wenn wir das, was der Euro in den letzen Jahren geschafft hat, negieren. (Abg. Bucher: Wo sind wir jetzt?) Was hat der Euro gebracht? – Mehr Wettbewerbsfähigkeit für Europa, und Europa braucht diese Wettbewerbsfähigkeit. Der Euro hat gebracht, dass wir – Gott sei Dank! – Hunderttausende Arbeitslose in Europa weniger haben. Das ganz Entscheidende für mich ist, dass dieses Europa, das weltweit in einem Wettbewerb steht, den auch wir hier im Parlament nicht negieren dürfen, dass dieses Europa, das in vielen Bereichen in der Defensive ist, gestärkt wird.
Abg. Hagen: Die Einzigen, die schwarze Zahlen schreiben, sind die Schweizer! – Weiterer Ruf beim BZÖ: Ja, ja, Österreich war ein Entwicklungsland vor dem EU-Beitritt!
Schauen Sie sich nur die Bevölkerungsentwicklung an: Noch nach dem Zweiten Weltkrieg waren 12 Prozent Europäer, jetzt sind es 7 Prozent, 2030 werden es nur mehr 5 Prozent sein. Da fehlt uns natürlich, weil dieser Kontinent älter ist als die anderen, auch die notwendige wirtschaftliche Dynamik. Wir merken es dann, wenn zum Beispiel der Internationale Währungsfonds zusammentritt. In der letzten Sitzung war das ein Thema. Europa verliert dort zwei Sitze. Wenn wir uns in Europa in einer solchen Phase befinden, dann kann die Antwort ja nicht sein: Zurück zu kleinen Nationalstaaten, zurück zum Schilling, zurück zur D-Mark!, sondern die Antwort kann ja nur sein, dieses Europa trotz aller Probleme, die es gibt, zu stärken! (Abg. Hagen: Die Einzigen, die schwarze Zahlen schreiben, sind die Schweizer! – Weiterer Ruf beim BZÖ: Ja, ja, Österreich war ein Entwicklungsland vor dem EU-Beitritt!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Ein Zentralstaat, das ist das, was Sie wollen! Darauf läuft es hinaus!
Meine Damen und Herren, das ist die einzig richtige Antwort! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Ein Zentralstaat, das ist das, was Sie wollen! Darauf läuft es hinaus!)
Abg. Bucher: Ihr durchschaut das System nicht! Das ist das Problem! Was tatsächlich ...! – Abg. Kickl: Lopatka ruft das Ende der Geschichte aus!
Meine Damen und Herren, wenn Sie glauben, dass weniger Europa ein Fortschritt für uns ist, dann irren Sie sich gewaltig, das sage ich Ihnen. (Abg. Bucher: Ihr durchschaut das System nicht! Das ist das Problem! Was tatsächlich ...! – Abg. Kickl: Lopatka ruft das Ende der Geschichte aus!) Was ist Faktum? – Faktum ist, dass in diesen letzten zwölf Jahren der Euro durchaus stabil war – oder wollen Sie das leugnen? –, dass die Inflation in den letzten zwölf Jahren – es ist schon gesagt worden – niedriger war als zuvor die Inflation bei den ganz starken Währungen – D-Mark, Schilling, niederländischer Gulden. Das sind die Vergleiche, die gerechtfertigt sind, die man anstellen muss!
Abg. Neubauer: Sie nicht!
Die Frage ist jetzt: Warum gibt es trotzdem Probleme? – Jawohl, wir haben große Probleme. Da ist die Frage: Haben wir aus der Krise gelernt? (Abg. Neubauer: Sie nicht!) Meines Erachtens ist aus der Krise gelernt worden.
Abg. Kickl: Ja, da wäre noch was zu holen: Strafzahlungen!
Erstens: Die Spielregeln, die sich Europa gegeben hat, waren teilweise zu lasch. Diese Spielregeln sind verschärft worden. Das werden wir hier auch noch zu spüren bekommen, meine Damen und Herren, weil es richtig ist, dass von der europäischen Seite her die Staaten in Zukunft stärker unter Beobachtung stehen. (Abg. Kickl: Ja, da wäre noch was zu holen: Strafzahlungen!)
Abg. Rädler: Aber auf Urlaub fahren Sie hin!
Jetzt stellt sich die Frage, ob es Griechenland mit den Maßnahmen, die ergriffen worden sind, schaffen kann. Sie von der FPÖ haben Griechenland bereits abgeschrieben – auch das BZÖ. (Abg. Rädler: Aber auf Urlaub fahren Sie hin!)
Abg. Kickl: Was heißt „eine Zeit lang“?
Das, was jetzt Griechenland abverlangt wird, ist sehr, sehr viel, aber die Griechen sind bereit – und dabei brauchen sie natürlich Unterstützung –, diesen beinharten Sanierungsweg zu gehen. Da ist es richtig, wenn die Europäische Union als Solidargemeinschaft bereit ist, eine Zeit lang helfend einzugreifen, meine Damen und Herren! Ich halte das für notwendig und für richtig. (Abg. Kickl: Was heißt „eine Zeit lang“?)
Abg. Bucher: Warum machen Sie es nicht? Wer hindert Sie?
Das, was wir in Zukunft hier in Österreich brauchen, und das, was die Europäische Union braucht – das ist das Wichtigste! –, das ist nachhaltiges Wachstum. Und nachhaltiges Wachstum werden wir nicht erreichen, wenn wir über neue Belastungen nachdenken, nachhaltiges Wachstum werden wir auch ganz sicher nicht erreichen, meine Damen und Herren, wenn wir die notwendigen Reformen nicht in Angriff nehmen. (Abg. Bucher: Warum machen Sie es nicht? Wer hindert Sie?) Es ist die entscheidende Aufgabe, Reformen in Angriff zu nehmen. Das gilt auch für uns.
Abg. Mag. Stefan: Sind Sie jetzt in der Opposition? Haben Sie die Partei gewechselt?
Ich hoffe, Sie unterstützen uns dabei, wenn es darum geht, diese Reformen umzusetzen. (Abg. Mag. Stefan: Sind Sie jetzt in der Opposition? Haben Sie die Partei gewechselt?) Daran sollten wir gemeinsam arbeiten! Aber was wir nicht machen sollten, denn das bringt uns keinen Millimeter weiter, ist das Schlechtreden des Euro und bei diesem Schlechtreden steckenzubleiben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich hoffe, Sie unterstützen uns dabei, wenn es darum geht, diese Reformen umzusetzen. (Abg. Mag. Stefan: Sind Sie jetzt in der Opposition? Haben Sie die Partei gewechselt?) Daran sollten wir gemeinsam arbeiten! Aber was wir nicht machen sollten, denn das bringt uns keinen Millimeter weiter, ist das Schlechtreden des Euro und bei diesem Schlechtreden steckenzubleiben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hoher Nationalrat! Vor allem meine Damen und Herren vor den Bildschirmen! Sie werden sich jetzt fragen, warum gerade die Abgeordneten von der SPÖ und vor allem von der ÖVP so vehement die Europäische Union verteidigen, warum sie so vehement dafür kämpfen, dass unser und Ihr Geld nach Griechenland überwiesen wird. Ich kann Ihnen sagen, warum gerade der ehemalige Vizekanzler Molterer hier mit Zähnen und Klauen die EU verteidigt: weil es ihm um einen persönlichen Posten geht. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Ihm geht es darum, dass er Vizepräsident der Europäischen Investmentbank wird. Und das ist der Kniefall, den wir heute hier erleben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Neugebauer: Das ist ja abenteuerlich!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Neugebauer: Das ist ja abenteuerlich!
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hoher Nationalrat! Vor allem meine Damen und Herren vor den Bildschirmen! Sie werden sich jetzt fragen, warum gerade die Abgeordneten von der SPÖ und vor allem von der ÖVP so vehement die Europäische Union verteidigen, warum sie so vehement dafür kämpfen, dass unser und Ihr Geld nach Griechenland überwiesen wird. Ich kann Ihnen sagen, warum gerade der ehemalige Vizekanzler Molterer hier mit Zähnen und Klauen die EU verteidigt: weil es ihm um einen persönlichen Posten geht. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Ihm geht es darum, dass er Vizepräsident der Europäischen Investmentbank wird. Und das ist der Kniefall, den wir heute hier erleben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Neugebauer: Das ist ja abenteuerlich!)
Abg. Neugebauer: Mein Gott! So tief!
Warum kämpft die Frau Abgeordnete Plassnik so für die Europäische Union? – Sie hat sich um den Posten der Generalsekretärin der OSZE beworben. Und das ist vorauseilender Gehorsam. (Abg. Neugebauer: Mein Gott! So tief!)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.
Sie wundern sich, warum Sie nicht mehr die Zustimmung der Österreicherinnen und Österreicher bekommen?! Ich sage Ihnen den Unterschied: Sie vertreten Ihre eigenen Interessen, Sie vertreten die Interessen der Europäischen Union, wir Freiheitliche vertreten die Interessen der Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau Bundesministerin! Ich fordere Sie hier auf: Nehmen Sie diese Aussage, nehmen Sie diese Beleidigung unseres Staates zurück! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich sage Ihnen: Sie beleidigen alle fleißigen Österreicherinnen und Österreicher, Sie beleidigen alle Unternehmer, Sie beleidigen auch alle politisch Verantwortlichen der siebziger Jahre, auch von Ihrer eigenen Partei, die dazu beigetragen haben,
Ruf bei der FPÖ: Jeden Tag ein neuer Fettnapf!
dass wir gerade in den siebziger Jahren einen Aufschwung, Stabilität und Sicherheit gehabt haben und auch ein gutes Wirtschaftsgefüge. (Ruf bei der FPÖ: Jeden Tag ein neuer Fettnapf!) Nehmen Sie diese Aussage, nehmen Sie diese Beleidigung Österreichs zurück! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
dass wir gerade in den siebziger Jahren einen Aufschwung, Stabilität und Sicherheit gehabt haben und auch ein gutes Wirtschaftsgefüge. (Ruf bei der FPÖ: Jeden Tag ein neuer Fettnapf!) Nehmen Sie diese Aussage, nehmen Sie diese Beleidigung Österreichs zurück! (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Kollege Cap, Sie haben mich missverstanden, als ich Ihnen gesagt habe: Drehen Sie sich um! – Sie brauchen nicht dem Hohen Haus, Sie brauchen nicht uns Abgeordneten zu erklären, dass Griechenland jetzt und Österreich in den siebziger Jahren nicht auf eine Ebene gestellt werden dürfen, Sie müssen es Ihrem Koalitionspartner, Sie müssen es Ihrer Finanzministerin sagen! (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Lernen Sie Geschichte!
Redet ihr denn nicht in der Koalition? Bitte bei der nächsten Koalitionsbesprechung Aufklärungsarbeit, Nachhilfeunterricht, Kollege Cap! (Abg. Mag. Stadler: Lernen Sie Geschichte!) Wenn Sie es nicht machen, ich sage es in drei Sätzen.
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesministerin! Die Österreicherinnen und Österreicher haben in den siebziger Jahren brav Steuern gezahlt, die Griechen haben in den letzten Jahren keine Steuern abgeliefert. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Frau Bundesministerin! Wir haben in den siebziger Jahren Vollbeschäftigung gehabt, das griechische System schickt die Menschen auf die Straße. Die sind arbeitslos. Und deshalb ist Österreich nicht mit Griechenland zu vergleichen. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schieder.
Herr Kollege Cap, weil das Ihr Lieblingsthema ist: Auch Kärnten ist nicht mit Griechenland zu vergleichen, und schon gar nicht die Vorgänge in der Hypo. Ich erinnere Sie nur daran, Sie kennen sicher Ihren Genossen Peter Ambrozy, Sie kennen die Sozialdemokraten in Kärnten. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schieder.) Wer war denn bei den Haftungen mit dabei? (Abg. Strache: SPÖ und ÖVP!) Wer hat denn gemeinsam mit den Freiheitlichen die Haftungen beschlossen? – Ihre SPÖ, die in der Hypo Alpe-Adria-Bank massiv Einfluss genommen hat, sich massiv bereichert hat. Da können wir gerne in die Tiefe gehen, Herr Kollege Cap. Ich und wir Kärntner werden jedem Untersuchungsausschuss zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: SPÖ und ÖVP!
Herr Kollege Cap, weil das Ihr Lieblingsthema ist: Auch Kärnten ist nicht mit Griechenland zu vergleichen, und schon gar nicht die Vorgänge in der Hypo. Ich erinnere Sie nur daran, Sie kennen sicher Ihren Genossen Peter Ambrozy, Sie kennen die Sozialdemokraten in Kärnten. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schieder.) Wer war denn bei den Haftungen mit dabei? (Abg. Strache: SPÖ und ÖVP!) Wer hat denn gemeinsam mit den Freiheitlichen die Haftungen beschlossen? – Ihre SPÖ, die in der Hypo Alpe-Adria-Bank massiv Einfluss genommen hat, sich massiv bereichert hat. Da können wir gerne in die Tiefe gehen, Herr Kollege Cap. Ich und wir Kärntner werden jedem Untersuchungsausschuss zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege Cap, weil das Ihr Lieblingsthema ist: Auch Kärnten ist nicht mit Griechenland zu vergleichen, und schon gar nicht die Vorgänge in der Hypo. Ich erinnere Sie nur daran, Sie kennen sicher Ihren Genossen Peter Ambrozy, Sie kennen die Sozialdemokraten in Kärnten. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schieder.) Wer war denn bei den Haftungen mit dabei? (Abg. Strache: SPÖ und ÖVP!) Wer hat denn gemeinsam mit den Freiheitlichen die Haftungen beschlossen? – Ihre SPÖ, die in der Hypo Alpe-Adria-Bank massiv Einfluss genommen hat, sich massiv bereichert hat. Da können wir gerne in die Tiefe gehen, Herr Kollege Cap. Ich und wir Kärntner werden jedem Untersuchungsausschuss zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des BZÖ sowie des Abg. Tadler.
Der Herr Gusenbauer war der Einzige, der einen fett dotierten Beratervertrag gehabt hat, der sich durch diese Ratschläge, die Sie hier kritisieren, in Wirklichkeit persönlich bereichert hat. (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des BZÖ sowie des Abg. Tadler.) Der Herr Staribacher, ehemaliger Finanzminister und Staatssekretär der Sozialdemokraten, war der Prüfer, der das, was hier kritisiert wird, geprüft hat, der sein Testat gegeben hat. Geprüft, Siegel hinauf, alles in Ordnung! (Zwischenrufe beim BZÖ.) Und der Herr Lacina, auch kein Unbekannter in den Reihen der SPÖ, ist im Aufsichtsrat gesessen. Er hat nichts gesehen, nichts gehört und keine Kritik geübt. (Abg. Mag. Stadler: Genosse Schieder ...! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Der Herr Gusenbauer war der Einzige, der einen fett dotierten Beratervertrag gehabt hat, der sich durch diese Ratschläge, die Sie hier kritisieren, in Wirklichkeit persönlich bereichert hat. (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des BZÖ sowie des Abg. Tadler.) Der Herr Staribacher, ehemaliger Finanzminister und Staatssekretär der Sozialdemokraten, war der Prüfer, der das, was hier kritisiert wird, geprüft hat, der sein Testat gegeben hat. Geprüft, Siegel hinauf, alles in Ordnung! (Zwischenrufe beim BZÖ.) Und der Herr Lacina, auch kein Unbekannter in den Reihen der SPÖ, ist im Aufsichtsrat gesessen. Er hat nichts gesehen, nichts gehört und keine Kritik geübt. (Abg. Mag. Stadler: Genosse Schieder ...! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Genosse Schieder ...! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Der Herr Gusenbauer war der Einzige, der einen fett dotierten Beratervertrag gehabt hat, der sich durch diese Ratschläge, die Sie hier kritisieren, in Wirklichkeit persönlich bereichert hat. (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des BZÖ sowie des Abg. Tadler.) Der Herr Staribacher, ehemaliger Finanzminister und Staatssekretär der Sozialdemokraten, war der Prüfer, der das, was hier kritisiert wird, geprüft hat, der sein Testat gegeben hat. Geprüft, Siegel hinauf, alles in Ordnung! (Zwischenrufe beim BZÖ.) Und der Herr Lacina, auch kein Unbekannter in den Reihen der SPÖ, ist im Aufsichtsrat gesessen. Er hat nichts gesehen, nichts gehört und keine Kritik geübt. (Abg. Mag. Stadler: Genosse Schieder ...! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Wenn wir über die Hypo reden, Frau Kollegin, dann werden wir auch über die SoKo Hypo reden müssen, die mittlerweile 18 Millionen € an Steuergeld verbraucht hat, mit dem Ergebnis, dass Direktor Kulterer und alle anderen Angeklagten in allen Anklagepunkten freigesprochen worden sind. So schaut es aus, meine Damen und Herren! (Beifall bei FPÖ und BZÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Ich werde Ihnen noch etwas sagen. Liebe Österreicherinnen und Österreicher! Um es auf den Punkt zu bringen: Gerade die heutige Debatte hat eines gezeigt: Es gibt eine Gruppe, die die Interessen der Europäischen Union vertritt – aus Eigeninteresse, wie es die ÖVP macht, damit sie zu gut dotierten Posten kommt, aus anderen Gründen die Sozialdemokratie. (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.
Es gibt eine Partei, nämlich die Freiheitlichen, die die Interessen der Österreicher vertritt und nicht jene der EU und nicht jene der Griechen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.)
Abg. Mag. Stadler: Das nächste Fettnäpfchen! – Abg. Ing. Westenthaler: Siebziger Jahre!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Bundesministerin Dr. Fekter hat sich noch einmal zu Wort gemeldet. Die Redezeit darf 5 Minuten nicht übersteigen. – Bitte. (Abg. Mag. Stadler: Das nächste Fettnäpfchen! – Abg. Ing. Westenthaler: Siebziger Jahre!)
Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Strache: Das ist völlig absurd!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Ich habe das Staatsgefüge Griechenlands im Hinblick auf den hohen staatlichen Anteil, die mangelnde Privatisierung und den hohen Beamtenanteil damit verglichen, dass es dort so ist wie damals bei uns in den siebziger Jahren. (Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Strache: Das ist völlig absurd!)
Anhaltende Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.
Ich kann mich noch erinnern an die Krise – ich bin halt ein bisschen älter als die meisten hier – der Verstaatlichten, an die Krise der AMAG, an die Krise der Voest, an die Krise in Steyr, an die Krise in der Steiermark. (Anhaltende Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.) Erst seitdem wir privatisiert haben, sind das blühende Erfolgsunternehmen geworden. Das war mein Vergleich mit der Verstaatlichten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Von einem Fettnäpfchen ins nächste! – Abg. Petzner: Der Schieder fällt ...! – Abg. Kickl: Mit jeder Wortmeldung wird es noch ärger! – Abg. Ing. Westenthaler: Wären Sie bei der Kieberei geblieben!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Von einem Fettnäpfchen ins nächste! – Abg. Petzner: Der Schieder fällt ...! – Abg. Kickl: Mit jeder Wortmeldung wird es noch ärger! – Abg. Ing. Westenthaler: Wären Sie bei der Kieberei geblieben!
Ich kann mich noch erinnern an die Krise – ich bin halt ein bisschen älter als die meisten hier – der Verstaatlichten, an die Krise der AMAG, an die Krise der Voest, an die Krise in Steyr, an die Krise in der Steiermark. (Anhaltende Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.) Erst seitdem wir privatisiert haben, sind das blühende Erfolgsunternehmen geworden. Das war mein Vergleich mit der Verstaatlichten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Von einem Fettnäpfchen ins nächste! – Abg. Petzner: Der Schieder fällt ...! – Abg. Kickl: Mit jeder Wortmeldung wird es noch ärger! – Abg. Ing. Westenthaler: Wären Sie bei der Kieberei geblieben!)
Ruf beim BZÖ: Nichts verstanden!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Werte Gäste aus der Bundesrepublik! Man fragt sich schon, was Europa heute wert ist. Zurück in die Provinz!, das sagt die Wirtschaftspartei, die angebliche Wirtschaftspartei BZÖ. Zurück in die Provinz, jeder für sich, alle gegen alle!, das ist Ihr Modell. (Ruf beim BZÖ: Nichts verstanden!) 27 Währungen statt dem Euro, das wäre super! – Das ist Ihr Modell. (Abg. Bucher: Ich habe nur von .... gesprochen!)
Abg. Bucher: Ich habe nur von .... gesprochen!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Werte Gäste aus der Bundesrepublik! Man fragt sich schon, was Europa heute wert ist. Zurück in die Provinz!, das sagt die Wirtschaftspartei, die angebliche Wirtschaftspartei BZÖ. Zurück in die Provinz, jeder für sich, alle gegen alle!, das ist Ihr Modell. (Ruf beim BZÖ: Nichts verstanden!) 27 Währungen statt dem Euro, das wäre super! – Das ist Ihr Modell. (Abg. Bucher: Ich habe nur von .... gesprochen!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Jemand hat Schwierigkeiten? Das ist sein Problem, das geht uns nichts an. – Das ist Ihr europäisches Denken. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Genau das vermitteln Sie. Und das ist nicht Ihr Privileg, es gibt überall in Europa, in allen Mitgliedstaaten rechtsradikale Parteien, die genau so ein Programm vertreten: Raus aus allem, raus aus Europa, nieder mit Europa! Dass Sie das als angebliche Wirtschaftspartei mitmachen, das ist so peinlich, Herr Bucher! (Abg. Bucher: Dass Sie das nicht verstehen, ist peinlich!) Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie peinlich das ist. (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.)
Abg. Bucher: Dass Sie das nicht verstehen, ist peinlich!
Jemand hat Schwierigkeiten? Das ist sein Problem, das geht uns nichts an. – Das ist Ihr europäisches Denken. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Genau das vermitteln Sie. Und das ist nicht Ihr Privileg, es gibt überall in Europa, in allen Mitgliedstaaten rechtsradikale Parteien, die genau so ein Programm vertreten: Raus aus allem, raus aus Europa, nieder mit Europa! Dass Sie das als angebliche Wirtschaftspartei mitmachen, das ist so peinlich, Herr Bucher! (Abg. Bucher: Dass Sie das nicht verstehen, ist peinlich!) Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie peinlich das ist. (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.
Jemand hat Schwierigkeiten? Das ist sein Problem, das geht uns nichts an. – Das ist Ihr europäisches Denken. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Genau das vermitteln Sie. Und das ist nicht Ihr Privileg, es gibt überall in Europa, in allen Mitgliedstaaten rechtsradikale Parteien, die genau so ein Programm vertreten: Raus aus allem, raus aus Europa, nieder mit Europa! Dass Sie das als angebliche Wirtschaftspartei mitmachen, das ist so peinlich, Herr Bucher! (Abg. Bucher: Dass Sie das nicht verstehen, ist peinlich!) Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie peinlich das ist. (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das wissen wir schon!
In einer Zeit, in der die europäische Wirtschaft so verflochten ist wie noch nie, vertreten Sie hier ungeniert Kleinstaaterei. Sie sagen – das ist ungefähr 20 Mal vorgekommen –: „Die Menschen“, wer immer das sein mag (Abg. Dr. Rosenkranz: Das wissen wir schon!), die Menschen verstehen das nicht, die Menschen verstehen dies oder jenes nicht, und deswegen schaffen wir es ab. (Abg. Bucher: Was schaffen wir ab?)
Abg. Bucher: Was schaffen wir ab?
In einer Zeit, in der die europäische Wirtschaft so verflochten ist wie noch nie, vertreten Sie hier ungeniert Kleinstaaterei. Sie sagen – das ist ungefähr 20 Mal vorgekommen –: „Die Menschen“, wer immer das sein mag (Abg. Dr. Rosenkranz: Das wissen wir schon!), die Menschen verstehen das nicht, die Menschen verstehen dies oder jenes nicht, und deswegen schaffen wir es ab. (Abg. Bucher: Was schaffen wir ab?)
Abg. Strache: ... das Geld in unsere eigenen Dinge investieren! Warum investieren wir es nicht in die Bildung? Warum investieren wir es nicht in die Universitäten, Herr Van der Bellen?
Die Menschen verstehen nicht, warum wir Griechenland auf begrenzte Zeit unterstützen sollen – deswegen machen wir halt keine Unterstützung mehr. Die Menschen verstehen den Sinn des Euro nicht – dann schaffen wir ihn ab. (Abg. Strache: ... das Geld in unsere eigenen Dinge investieren! Warum investieren wir es nicht in die Bildung? Warum investieren wir es nicht in die Universitäten, Herr Van der Bellen?) – Die Men
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.
schen verstehen auch den Sinn einer Wirtschaftspartei BZÖ nicht. Dafür werden Sie die Rechnung noch präsentiert bekommen. (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.)
Abg. Scheibner: Den Herrn Hochschulbeauftragten haben wir gebraucht!
Das Tiefste war heute wirklich der Herr Stadler, das muss ich Ihnen sagen. (Abg. Scheibner: Den Herrn Hochschulbeauftragten haben wir gebraucht!) Der Herr Stadler stellt sich hier heraus und zitiert ungefähr zwölfmal Herrn Generaldirektor Treichl: „blöd“ und „ahnungslos“. (Abg. Mag. Stadler: Wo er recht hat, hat er recht!) Jeder, der Ihnen gerade ins Gesichtsfeld kommt, ist blöd und ahnungslos. (Abg. Mag. Stadler: Androsch unterstützt ...!) Ob das Herr Molterer ist oder sonst jemand, Sie wissen ganz genau, wen Herr Treichl gemeint hat. (Abg. Strache: Die ÖVP-Finanzminister hat er gemeint!) Sie wissen ganz genau, wen Herr Treichl nicht gemeint hat, und das ist Ihrer Meinung nach der Herr Stadler. Der Herr Stadler, der kann nicht blöd und ahnungslos sein, nein?! (Ruf beim BZÖ: Nein, überhaupt nicht!) Kehren Sie einmal vor Ihrer eigenen Tür und gebärden Sie sich hier nicht als Wirtschaftsfachmann! (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Wenn jemand uns ...! ... im geschützten Bereich!)
Abg. Mag. Stadler: Wo er recht hat, hat er recht!
Das Tiefste war heute wirklich der Herr Stadler, das muss ich Ihnen sagen. (Abg. Scheibner: Den Herrn Hochschulbeauftragten haben wir gebraucht!) Der Herr Stadler stellt sich hier heraus und zitiert ungefähr zwölfmal Herrn Generaldirektor Treichl: „blöd“ und „ahnungslos“. (Abg. Mag. Stadler: Wo er recht hat, hat er recht!) Jeder, der Ihnen gerade ins Gesichtsfeld kommt, ist blöd und ahnungslos. (Abg. Mag. Stadler: Androsch unterstützt ...!) Ob das Herr Molterer ist oder sonst jemand, Sie wissen ganz genau, wen Herr Treichl gemeint hat. (Abg. Strache: Die ÖVP-Finanzminister hat er gemeint!) Sie wissen ganz genau, wen Herr Treichl nicht gemeint hat, und das ist Ihrer Meinung nach der Herr Stadler. Der Herr Stadler, der kann nicht blöd und ahnungslos sein, nein?! (Ruf beim BZÖ: Nein, überhaupt nicht!) Kehren Sie einmal vor Ihrer eigenen Tür und gebärden Sie sich hier nicht als Wirtschaftsfachmann! (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Wenn jemand uns ...! ... im geschützten Bereich!)
Abg. Mag. Stadler: Androsch unterstützt ...!
Das Tiefste war heute wirklich der Herr Stadler, das muss ich Ihnen sagen. (Abg. Scheibner: Den Herrn Hochschulbeauftragten haben wir gebraucht!) Der Herr Stadler stellt sich hier heraus und zitiert ungefähr zwölfmal Herrn Generaldirektor Treichl: „blöd“ und „ahnungslos“. (Abg. Mag. Stadler: Wo er recht hat, hat er recht!) Jeder, der Ihnen gerade ins Gesichtsfeld kommt, ist blöd und ahnungslos. (Abg. Mag. Stadler: Androsch unterstützt ...!) Ob das Herr Molterer ist oder sonst jemand, Sie wissen ganz genau, wen Herr Treichl gemeint hat. (Abg. Strache: Die ÖVP-Finanzminister hat er gemeint!) Sie wissen ganz genau, wen Herr Treichl nicht gemeint hat, und das ist Ihrer Meinung nach der Herr Stadler. Der Herr Stadler, der kann nicht blöd und ahnungslos sein, nein?! (Ruf beim BZÖ: Nein, überhaupt nicht!) Kehren Sie einmal vor Ihrer eigenen Tür und gebärden Sie sich hier nicht als Wirtschaftsfachmann! (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Wenn jemand uns ...! ... im geschützten Bereich!)
Abg. Strache: Die ÖVP-Finanzminister hat er gemeint!
Das Tiefste war heute wirklich der Herr Stadler, das muss ich Ihnen sagen. (Abg. Scheibner: Den Herrn Hochschulbeauftragten haben wir gebraucht!) Der Herr Stadler stellt sich hier heraus und zitiert ungefähr zwölfmal Herrn Generaldirektor Treichl: „blöd“ und „ahnungslos“. (Abg. Mag. Stadler: Wo er recht hat, hat er recht!) Jeder, der Ihnen gerade ins Gesichtsfeld kommt, ist blöd und ahnungslos. (Abg. Mag. Stadler: Androsch unterstützt ...!) Ob das Herr Molterer ist oder sonst jemand, Sie wissen ganz genau, wen Herr Treichl gemeint hat. (Abg. Strache: Die ÖVP-Finanzminister hat er gemeint!) Sie wissen ganz genau, wen Herr Treichl nicht gemeint hat, und das ist Ihrer Meinung nach der Herr Stadler. Der Herr Stadler, der kann nicht blöd und ahnungslos sein, nein?! (Ruf beim BZÖ: Nein, überhaupt nicht!) Kehren Sie einmal vor Ihrer eigenen Tür und gebärden Sie sich hier nicht als Wirtschaftsfachmann! (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Wenn jemand uns ...! ... im geschützten Bereich!)
Ruf beim BZÖ: Nein, überhaupt nicht!
Das Tiefste war heute wirklich der Herr Stadler, das muss ich Ihnen sagen. (Abg. Scheibner: Den Herrn Hochschulbeauftragten haben wir gebraucht!) Der Herr Stadler stellt sich hier heraus und zitiert ungefähr zwölfmal Herrn Generaldirektor Treichl: „blöd“ und „ahnungslos“. (Abg. Mag. Stadler: Wo er recht hat, hat er recht!) Jeder, der Ihnen gerade ins Gesichtsfeld kommt, ist blöd und ahnungslos. (Abg. Mag. Stadler: Androsch unterstützt ...!) Ob das Herr Molterer ist oder sonst jemand, Sie wissen ganz genau, wen Herr Treichl gemeint hat. (Abg. Strache: Die ÖVP-Finanzminister hat er gemeint!) Sie wissen ganz genau, wen Herr Treichl nicht gemeint hat, und das ist Ihrer Meinung nach der Herr Stadler. Der Herr Stadler, der kann nicht blöd und ahnungslos sein, nein?! (Ruf beim BZÖ: Nein, überhaupt nicht!) Kehren Sie einmal vor Ihrer eigenen Tür und gebärden Sie sich hier nicht als Wirtschaftsfachmann! (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Wenn jemand uns ...! ... im geschützten Bereich!)
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Wenn jemand uns ...! ... im geschützten Bereich!
Das Tiefste war heute wirklich der Herr Stadler, das muss ich Ihnen sagen. (Abg. Scheibner: Den Herrn Hochschulbeauftragten haben wir gebraucht!) Der Herr Stadler stellt sich hier heraus und zitiert ungefähr zwölfmal Herrn Generaldirektor Treichl: „blöd“ und „ahnungslos“. (Abg. Mag. Stadler: Wo er recht hat, hat er recht!) Jeder, der Ihnen gerade ins Gesichtsfeld kommt, ist blöd und ahnungslos. (Abg. Mag. Stadler: Androsch unterstützt ...!) Ob das Herr Molterer ist oder sonst jemand, Sie wissen ganz genau, wen Herr Treichl gemeint hat. (Abg. Strache: Die ÖVP-Finanzminister hat er gemeint!) Sie wissen ganz genau, wen Herr Treichl nicht gemeint hat, und das ist Ihrer Meinung nach der Herr Stadler. Der Herr Stadler, der kann nicht blöd und ahnungslos sein, nein?! (Ruf beim BZÖ: Nein, überhaupt nicht!) Kehren Sie einmal vor Ihrer eigenen Tür und gebärden Sie sich hier nicht als Wirtschaftsfachmann! (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Wenn jemand uns ...! ... im geschützten Bereich!)
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Und die BAWAG und die Kommunalkredit?
Wissen Sie, Herr Bucher, „marode Banken“ kommt im Thema Ihrer Aktuellen Europastunde vor. – Welche Banken meinen Sie denn, verdammt noch einmal? Ist die Erste Österreichische eine marode Bank? Nein! Ist die Bank Austria eine marode Bank? Nein! Ist die Raiffeisen eine marode Bank? Nein! Die einzige marode Bank, die mir einfällt, ist die Hypo Alpe-Adria, zum Teufel noch einmal! (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Und die BAWAG und die Kommunalkredit?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Für die europäischen Banken werden wir zur Kasse gebeten!
Zu viel Geld haben wir gezahlt für marode Banken – so ist heute Ihr Thema. Für welche Banken denn in Österreich? Das ist doch absurd! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Für die europäischen Banken werden wir zur Kasse gebeten!)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Ich meine, da braucht dann nur mehr der Herr Strutz herauszukommen, der zwischen einer Investmentbank und einer Investitionsbank nicht unterscheiden kann. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Aber das ist ja nur die Spitze, darunter spielt sich sowieso nichts anderes ab. (Abg. Ing. Westenthaler: Sitzt am Schoß vom Häupl! ... !)
Abg. Ing. Westenthaler: Sitzt am Schoß vom Häupl! ... !
Ich meine, da braucht dann nur mehr der Herr Strutz herauszukommen, der zwischen einer Investmentbank und einer Investitionsbank nicht unterscheiden kann. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Aber das ist ja nur die Spitze, darunter spielt sich sowieso nichts anderes ab. (Abg. Ing. Westenthaler: Sitzt am Schoß vom Häupl! ... !)
Abg. Mag. Stadler: Es gibt Sonderverträge!
Es gibt schon ein Problem, es gibt viele Probleme, komplexe Probleme im Zusammenhang mit der Währungsunion; das stimmt schon. Wenn es da einen Schwindel gibt, wenn man so will, oder ich würde sagen: ein Wegschauen von Problemen, dann war bei der Einführung des Euro das Problem, dass eine Währungsunion ohne gemeinsame Wirtschaftsunion mit allen Bedingungen ein hochgradig riskantes Experiment ist. Und dafür kriegen wir jetzt die Rechnung präsentiert. (Abg. Mag. Stadler: Es gibt Sonderverträge!)
Abg. Kickl: ... Zentralstaaten!
Deswegen improvisieren wir laufend auf europäischer Ebene, um damit fertig zu werden, dass wir eben keine Wirtschaftsregierung haben, die wir aber – Herr Bucher, das sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben – dringend bräuchten. (Abg. Kickl: ... Zentralstaaten!)
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.
Es ist schon so, wie Herr Molterer gesagt hat, dass wir in den verschiedensten Bereichen mehr europäische Koordinierung, mehr Europa, mehr Union brauchen – und nicht diese lächerliche Kleinstaaterei, die Sie hier von diesem Pult aus vertreten. Das ist einer angeblichen Wirtschaftspartei absolut unwürdig! (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Pass auf, dass du nicht ausrutscht auf der Schleimspur!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Scheibner. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Pass auf, dass du nicht ausrutscht auf der Schleimspur!)
Beifall bei BZÖ und FPÖ
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Herr Professor Van der Bellen, von Ihnen brauchen wir keine Zensuren und auch keine Beurteilungen. Sie haben als Oppositionspolitiker abgedankt, Herr Wissenschafts- oder Hochschulbeauftragter des Bürgermeisters Häupl (Beifall bei BZÖ und FPÖ), der Sie ja mit Vorzugsstimmen in den Landtag gewählt worden sind. Aber die Anliegen der Bevölkerung, das sieht man ja, sind Ihnen völlig egal. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Herr Professor Van der Bellen, von Ihnen brauchen wir keine Zensuren und auch keine Beurteilungen. Sie haben als Oppositionspolitiker abgedankt, Herr Wissenschafts- oder Hochschulbeauftragter des Bürgermeisters Häupl (Beifall bei BZÖ und FPÖ), der Sie ja mit Vorzugsstimmen in den Landtag gewählt worden sind. Aber die Anliegen der Bevölkerung, das sieht man ja, sind Ihnen völlig egal. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Herr Abgeordneter Van der Bellen! Sie reihen sich ein ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Ja, der Staatssekretär außer Dienst! Wie heißt er? Matznetter. Wunderbar. – Da reihen Sie sich ein, Herr Professor.
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Ich war jetzt sehr enttäuscht von Ihrer Rede, denn jede Kritik an der Umsetzung der Sanierung, die die Frau „Finance“-Ministerin hier gebracht hat, wird schon als Gegnerschaft zum Euro, als antieuropäisch beurteilt. Davon haben wir genug, Herr Professor! Davon haben wir genug – von dieser Europhorie! Das ist ja genau das Problem. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Und Sie helfen!
Wo ist die Finanzmarktaufsicht? Drei Jahre lang diskutieren wir schon darüber. Drei Jahre lang werden Abermilliarden zur Sanierung der europäischen Banken hineingepumpt. Steuergelder! Und nichts ist von einer Regelung des Finanzmarktes zu sehen. All die Dinge, die Sie da jetzt kritisieren, dass genau diese Spekulanten, die sich mit den Steuergeldern der Europäer saniert haben, jetzt wieder auf die Pleite dieser Staaten wetten und Millionengewinne machen – nichts! (Abg. Dr. Moser: Und Sie helfen!) Wieso machen Sie nichts dagegen, meine Damen und Herren Europhoriker? Das wäre doch die Aufgabe der europäischen Regierungen, dass man diesen Verbrechern das Handwerk legt! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Sie sind ...!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Sie sind ...!
Wo ist die Finanzmarktaufsicht? Drei Jahre lang diskutieren wir schon darüber. Drei Jahre lang werden Abermilliarden zur Sanierung der europäischen Banken hineingepumpt. Steuergelder! Und nichts ist von einer Regelung des Finanzmarktes zu sehen. All die Dinge, die Sie da jetzt kritisieren, dass genau diese Spekulanten, die sich mit den Steuergeldern der Europäer saniert haben, jetzt wieder auf die Pleite dieser Staaten wetten und Millionengewinne machen – nichts! (Abg. Dr. Moser: Und Sie helfen!) Wieso machen Sie nichts dagegen, meine Damen und Herren Europhoriker? Das wäre doch die Aufgabe der europäischen Regierungen, dass man diesen Verbrechern das Handwerk legt! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Sie sind ...!)
Ruf beim BZÖ: Der noch Benzin hineinschüttet!
Und Sie, Herr ehemaliger Staatssekretär, nur damit Sie es auch verstehen – ich weiß, das ist schwierig, und wir kennen Sie ja noch aus Ihrer unseligen Zeit im Finanzstaatssekretariat –: Wenn Sie hier schon Vergleiche mit der freiwilligen Feuerwehr nett und simpel bringen, dass man selbstverständlich löscht, meine Damen und Herren – aber zeigen Sie mir einmal den Freiwilligen-Feuerwehr-Mann (Ruf beim BZÖ: Der noch Benzin hineinschüttet!), der Tag und Nacht zum Löschen ausrückt und genau sieht, wo die Brandstifter sind, anstatt diese festzunehmen, dass keine neuen Brände entfacht werden! Das verlangen wir, dass die Brandstifter einmal festgenommen werden und dass wir nicht dauernd ausrücken müssen, um quasi die Brände zu sanieren. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Und Sie, Herr ehemaliger Staatssekretär, nur damit Sie es auch verstehen – ich weiß, das ist schwierig, und wir kennen Sie ja noch aus Ihrer unseligen Zeit im Finanzstaatssekretariat –: Wenn Sie hier schon Vergleiche mit der freiwilligen Feuerwehr nett und simpel bringen, dass man selbstverständlich löscht, meine Damen und Herren – aber zeigen Sie mir einmal den Freiwilligen-Feuerwehr-Mann (Ruf beim BZÖ: Der noch Benzin hineinschüttet!), der Tag und Nacht zum Löschen ausrückt und genau sieht, wo die Brandstifter sind, anstatt diese festzunehmen, dass keine neuen Brände entfacht werden! Das verlangen wir, dass die Brandstifter einmal festgenommen werden und dass wir nicht dauernd ausrücken müssen, um quasi die Brände zu sanieren. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie glaubt das!
Frau Finanzministerin! Sie sagen, das ist ein Finanzierungsplan für Griechenland zur Sanierung, und die zahlen Zinsen. – Großartig! Na, dann bitte noch 10 Milliarden, nein 50 Milliarden, wenn das ein Geschäft ist! Dann Geld hineinpumpen, weil wir damit unsere ganzen Defizite sanieren! – Das kann doch nicht wirklich Ihr Ernst sein. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie glaubt das!)
Heiterkeit beim BZÖ.
Und wenn Sie sich den Sanierungsplan ansehen ... Bitte, eine Lichtgestalt aus dem ÖVP-Klub hat vorhin zu uns herübergerufen: Ja, aber auf Urlaub fahrn S’ scho hi nach Griechenland. (Heiterkeit beim BZÖ.) – Das war der Beitrag einer Regierungspartei zu der ganzen Debatte.
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Was heißt denn das, meine Damen und Herren: „Schulden optimieren“? Was heißt das? Viele junge Leute – ich habe gehört, auch 50 Leute aus der Steiermark – aus Österreich hören vor den Fernsehschirmen zu. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) „Schulden optimieren“ heißt, dass wir dafür wieder haften, weiter haften, und dass wir das letztlich zurückzahlen müssen, wir selber, der Steuerzahler. Und das ist ganz einfach nicht zu akzeptieren!
Abg. Rädler: Das ist aber so!
Das Einzige, das Ihnen dazu einfällt, meine Damen und Herren auch von der SPÖ, Herr Staatssekretär Schieder – da hätten wir uns wirklich mehr von Ihnen erwartet –, ist, dass Sie wieder gebetsmühlenartig sagen: Die Hypo, die Hypo, die Hypo. (Abg. Rädler: Das ist aber so!) – Das gerade aus einer Partei, die es geschafft hat, die Gewerkschaftsbank BAWAG fast in den Ruin zu führen und damit gleich die gewerkschaftliche Interessenvertretung kaputtzumachen (Abg. Strache: Den ÖGB ausgeraubt! Die Mitgliedsbeiträge! Das ist letztklassig!), wo auch der Steuerzahler mit seiner Haftung diese Bank und den Österreichischen Gewerkschaftsbund retten musste. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache: Den ÖGB ausgeraubt! Die Mitgliedsbeiträge! Das ist letztklassig!
Das Einzige, das Ihnen dazu einfällt, meine Damen und Herren auch von der SPÖ, Herr Staatssekretär Schieder – da hätten wir uns wirklich mehr von Ihnen erwartet –, ist, dass Sie wieder gebetsmühlenartig sagen: Die Hypo, die Hypo, die Hypo. (Abg. Rädler: Das ist aber so!) – Das gerade aus einer Partei, die es geschafft hat, die Gewerkschaftsbank BAWAG fast in den Ruin zu führen und damit gleich die gewerkschaftliche Interessenvertretung kaputtzumachen (Abg. Strache: Den ÖGB ausgeraubt! Die Mitgliedsbeiträge! Das ist letztklassig!), wo auch der Steuerzahler mit seiner Haftung diese Bank und den Österreichischen Gewerkschaftsbund retten musste. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das Einzige, das Ihnen dazu einfällt, meine Damen und Herren auch von der SPÖ, Herr Staatssekretär Schieder – da hätten wir uns wirklich mehr von Ihnen erwartet –, ist, dass Sie wieder gebetsmühlenartig sagen: Die Hypo, die Hypo, die Hypo. (Abg. Rädler: Das ist aber so!) – Das gerade aus einer Partei, die es geschafft hat, die Gewerkschaftsbank BAWAG fast in den Ruin zu führen und damit gleich die gewerkschaftliche Interessenvertretung kaputtzumachen (Abg. Strache: Den ÖGB ausgeraubt! Die Mitgliedsbeiträge! Das ist letztklassig!), wo auch der Steuerzahler mit seiner Haftung diese Bank und den Österreichischen Gewerkschaftsbund retten musste. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schieder.
Da stellen Sie sich hier heraus und reden und machen solche Vergleiche?! Das ist doch lächerlich! Sorgen Sie endlich dafür, auch in Brüssel, dass man den Finanzspekulanten das Handwerk legt! (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schieder.) Sorgen Sie endlich dafür, dass man realistische Sanierungspläne für diese Länder organisiert! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Und sorgen Sie endlich dafür, dass man nicht Europhorie macht, sondern dass man den Euro wirklich rettet, indem man einen Euro der zwei Geschwindigkeiten organisiert, wo die starken Länder eine gemeinsame Währung haben, aber alle anderen erst einmal dafür sorgen müssen, dass sie vergleichbare Volkswirtschaften aufbauen, und dann wieder in die gemeinsame Währung zurückkommen.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Da stellen Sie sich hier heraus und reden und machen solche Vergleiche?! Das ist doch lächerlich! Sorgen Sie endlich dafür, auch in Brüssel, dass man den Finanzspekulanten das Handwerk legt! (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schieder.) Sorgen Sie endlich dafür, dass man realistische Sanierungspläne für diese Länder organisiert! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Und sorgen Sie endlich dafür, dass man nicht Europhorie macht, sondern dass man den Euro wirklich rettet, indem man einen Euro der zwei Geschwindigkeiten organisiert, wo die starken Länder eine gemeinsame Währung haben, aber alle anderen erst einmal dafür sorgen müssen, dass sie vergleichbare Volkswirtschaften aufbauen, und dann wieder in die gemeinsame Währung zurückkommen.
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Das wäre eine Aufgabe einer wirklichen österreichischen Bundesregierung. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Kickl: Das ist ein Paralleluniversum!
Wir wissen, dass ein Absenken – das Senken von Einnahmen und Ausgaben, um das Defizit zu reduzieren – zum einen dann funktioniert, wenn man die Einnahmen stärkt. Diesbezüglich haben wir eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, die noch gar nicht ausgeführt sind. Neben der bekannten Bankenabgabe gibt es einiges, das erst nächstes Jahr in Kraft tritt, weshalb wir die Einnahmen im Detail noch gar nicht kennen. Aber es gibt natürlich auch die zweite Möglichkeit, nämlich bei den Ausgaben sehr genau zu überprüfen, wie man in einzelnen Bereichen effizienter dasselbe bewirken kann. (Abg. Kickl: Das ist ein Paralleluniversum!)
Beifall bei der SPÖ.
Andere Länder in Europa lösen das nicht wie wir mit – wovon ich überzeugt bin – einer sehr stabilen, verlässlichen Politik für die Zukunft, sondern mit sehr radikalen Schritten, die in Richtung zusätzliche Erhöhung des Pensionsalters gehen; nicht des faktischen Pensionsalters, wie es auch unser Sozialminister zu Recht im Plan hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Abgeordnete der FPÖ halten seit einiger Zeit ein Transparent mit der Aufschrift: „HC Strache und die FPÖ sagen: Weil Faymann und Co in Brüssel nur kriechen, fließen Milliarden zu den Pleite-Griechen. Unser Geld für unsere Leut’“ in die Höhe.
Neben dem faktischen Pensionsalter wird das gesetzliche Pensionsalter, das von vielen gar nicht erreicht wird, in vielen Ländern einfach hinaufgesetzt. Wenn man das gesetzliche Pensionsalter hinaufsetzt, wie das derzeit in vielen Ländern Europas erfolgt, oder wenn man in die Kaufkraft der Bevölkerung eingreift, indem man die Mehrwertsteuer erhöht, wovon jeder Einzelne beim Einkaufen von Lebensmitteln im Supermarkt, unabhängig davon, wie viel Einkommen er hat, betroffen ist, wenn man hier radikale Schritte setzt oder wenn man in Sozialsysteme eingreift und sie zerstört, dann hat das nachhaltig negative Auswirkungen. (Abgeordnete der FPÖ halten seit einiger Zeit ein Transparent mit der Aufschrift: „HC Strache und die FPÖ sagen: Weil Faymann und Co in Brüssel nur kriechen, fließen Milliarden zu den Pleite-Griechen. Unser Geld für unsere Leut’“ in die Höhe.)
Beifall bei der FPÖ
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Bundeskanzler, eine Sekunde. – Meine Damen und Herren, ich bitte um das übliche Procedere. Sie haben Ihr Plakat gezeigt (Beifall bei der FPÖ), ich ersuche Sie, dieses wieder einzurollen. Ich gehe davon aus, dass Sie meiner Aufforderung auch Folge leisten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Bundeskanzler, eine Sekunde. – Meine Damen und Herren, ich bitte um das übliche Procedere. Sie haben Ihr Plakat gezeigt (Beifall bei der FPÖ), ich ersuche Sie, dieses wieder einzurollen. Ich gehe davon aus, dass Sie meiner Aufforderung auch Folge leisten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
so massiv mit der gleichen Kraftanstrengung wie im eigenen Land daran mitwirken, dass auch in Europa und international die Rahmenbedingungen fair sind. Diese Fairness ist eine Voraussetzung dafür, dass auch wir in Österreich für eine sozial gerechte Politik stehen können. Das ist die Aufgabe dieser Rahmenbedingungen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es wird oft behauptet, dass Herr Bundeskanzler Werner Faymann und diese Bundesregierung völlig untätig sind. – Damit tut man dieser Bundesregierung sicherlich unrecht, denn wenn es darum geht, die Schulden weiter zu steigern und unser österreichisches Steuergeld ins Ausland und zu europäischen Banken zu transferieren, ist sie sehr, sehr fleißig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Genau das versteht niemand mehr, Herr Klubobmann Van der Bellen, um auf die Aktuelle Europastunde zurückzukommen! Genau da steigt die österreichische Bevölkerung aus und sagt: Bitte, das wollen wir nicht, dass unser Steuergeld für alle europäischen Banken zum Einsatz kommt, aber nicht für die Lösung unserer Probleme in Österreich verwendet wird! (Beifall bei der FPÖ.) Da können Sie hundert Mal den Oberlehrer spielen – die Mehrheit der Bevölkerung ist nicht Ihrer Meinung und versteht Sie auch nicht mehr, Herr Van der Bellen!
Abg. Kickl: Auch in der Hochkonjunktur!
Seit Ende des Jahres 2006 ist der Gesamtstand der Bundesschulden in Österreich unter der Verantwortung von Herrn Bundeskanzler Werner Faymann um 44 Milliarden € angestiegen. (Abg. Kickl: Auch in der Hochkonjunktur!) Um 44 Milliarden € auf 205 Milliarden € ist der gesamtösterreichische Schuldenstand angewachsen, und zwar ohne die ausgelagerten Schulden der ÖBB und der Asfinag; diese sind da nicht einmal noch eingerechnet. Wenn man sie dazurechnet, dann kommt man insgesamt auf 241 Milliarden € Schulden. Aber da sind noch immer nicht alle österreichischen Schulden mit eingerechnet! Wenn man die Haftungen, die wir jetzt übernehmen, all die Staatshaftungen und Haftungen für EU-Pleitebanken, dazurechnet, dann wird es noch weit dramatischer, denn das sind noch einmal 129 Milliarden €, die wir für Pleitebanken wie die Kommunalkredit, ehemals unter der Verantwortung von Ministerin Schmied, und für eine BAWAG-Pleite, die Sie zu verantworten hatten, zahlen mussten. Sie genieren sich nicht einmal, ÖGB-Gelder verspekuliert zu haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Seit Ende des Jahres 2006 ist der Gesamtstand der Bundesschulden in Österreich unter der Verantwortung von Herrn Bundeskanzler Werner Faymann um 44 Milliarden € angestiegen. (Abg. Kickl: Auch in der Hochkonjunktur!) Um 44 Milliarden € auf 205 Milliarden € ist der gesamtösterreichische Schuldenstand angewachsen, und zwar ohne die ausgelagerten Schulden der ÖBB und der Asfinag; diese sind da nicht einmal noch eingerechnet. Wenn man sie dazurechnet, dann kommt man insgesamt auf 241 Milliarden € Schulden. Aber da sind noch immer nicht alle österreichischen Schulden mit eingerechnet! Wenn man die Haftungen, die wir jetzt übernehmen, all die Staatshaftungen und Haftungen für EU-Pleitebanken, dazurechnet, dann wird es noch weit dramatischer, denn das sind noch einmal 129 Milliarden €, die wir für Pleitebanken wie die Kommunalkredit, ehemals unter der Verantwortung von Ministerin Schmied, und für eine BAWAG-Pleite, die Sie zu verantworten hatten, zahlen mussten. Sie genieren sich nicht einmal, ÖGB-Gelder verspekuliert zu haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist Ihre politische Verantwortung in dieser Republik. Jeder Säugling, jedes Neugeborene ist dank Ihrer Schuldenpolitik mit bis zu 40 000 € verschuldet. Und das ist eine Politik der Zukunft, wollen Sie uns weismachen? Das ist eine verantwortungsvolle soziale Politik, die Sie mit diesem Bundesfinanzrahmengesetz jetzt sicherstellen wollen? – Na gute Nacht Österreich! Da dreht sich jeder Mensch heute zu Recht um, wenn er das von Ihnen hört. Sie sind absolut unglaubwürdig, weil Sie nicht bereit sind, gegenzusteuern und die Österreicher in den Mittelpunkt des politischen Interesses zu rücken. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Das alles ist für unsere Regierung offenbar kein Alarmsignal. Das reicht alles nicht aus, auch dann nicht, wenn Herr Rechnungshofpräsident Moser, wie er das vor wenigen Wochen getan hat, dem Nationalrat vorrechnet, dass auf Basis des vorgelegten Finanzrahmens die Schulden bis Ende 2015 um weitere 53 Milliarden € anwachsen werden. Und da stellen Sie sich hier her und sagen, es sei alles klass, alles toll?! – Das ist unverantwortlich, weil wir diese hohe Staatsverschuldung auf dem Rücken der Österreicher nicht mehr werden zahlen können (Beifall bei der FPÖ), weil Sie nicht bereit sind, Verwaltungsreformen in Angriff zu nehmen, weil Sie nicht bereit sind, endlich unser Geld für unsere Leute einzusetzen, sondern letztlich immer noch die Spekulanten quer durch Europa mit Spekulantenhilfspaketen bedienen. Das ist Ihre Verantwortung, die Verantwortung der Sozialdemokratie und der ÖVP: dass Sie Spekulationshilfspakete auf Kosten der österreichischen Steuerzahler sicherstellen. Genau das ist die Realität.
Rufe bei der FPÖ: Unglaublich!
10 Milliarden € wird demnächst jährlich der österreichische Zinsendienst betragen. Wir reden von Zinsen, nicht von Schuldenrückzahlung. Nur die Zinsen werden 10 Milliarden € betragen. Das muss man immer wieder anführen, was Herr Rechnungshofpräsident Moser aufgezeigt hat: dass wir sogar für die Zinsentilgung bereits neue Schulden aufnehmen müssen. – Das alles ist Ihre Verantwortung! (Rufe bei der FPÖ: Unglaublich!)
Beifall bei der FPÖ
Dazu kommen noch die Bundeshaftungen, die exorbitant angestiegen sind, die man gar nicht mit eingerechnet hat. Wenn man sie dazurechnet, ergeben sich noch einmal 139 Milliarden €. Allein für die Banken haftet die Republik mit 21 Milliarden €. Die rot-schwarze Regierung hat kein Problem damit, als braver Erfüllungsgehilfe der angeblichen Euro-Rettung aufzutreten und weiterhin ganz brav wie eine EU-Sekte jeden Unsinn nachzubeten und sofort umzusetzen. Man ist überhaupt nicht fähig, diese kritischen Bereiche auch einmal kritisch zu hinterfragen (Beifall bei der FPÖ) und vielleicht andere Lösungen anzudenken, wie man unseren österreichischen Steuer-Euro sichern kann, einsetzen kann, damit die Österreicher ihre Ersparnisse nicht verlieren, damit die Österreicher nicht eine weitere dramatische Inflationsentwicklung erleben müssen und vieles andere mehr bis hin zu einer exorbitanten Staatsverschuldung, die Sie unter ÖVP-Ministern verursacht haben. Genau das ist es.
Beifall bei der FPÖ.
Der Europäische Rechnungshof – und das ist unfassbar; ich sage das auch in Richtung ÖVP – hat nicht einmal die Kompetenz, das Griechenlandhilfspaket zu überprüfen. Nicht einmal die Prüfkompetenz hat der Europäische Rechnungshof erhalten. Das sind die Wahrheiten, die Sie ausblenden. Aber ich muss sagen, ich kann das beinahe verstehen. Wenn Olaf aktuell gegen die obersten drei europäischen Rechnungshofbeamten wegen Korruptionsverdacht bei Vergaben an Sicherheitsfirmen ermittelt, dann kann ich mir schon vorstellen, dass man Angst hat. Wenn es heute beim Europäischen Rechnungshof sogar Praxis ist, dass dann, wenn europäische Unionsgelder, sprich unsere Nettobeiträge, die nach Brüssel gezahlt werden, irgendwo in dunkle Kanäle in Griechenland zu über 90 Prozent durch Korruption verschwinden, in den Europäischen Rechnungshofberichten festgehalten wird, über 5 Prozent seien sozusagen widersinnig und missbräuchlich verwendet worden, weil der Europäische Rechnungshof sich nicht traut, über die 90 Prozent Missbrauch zu berichten, dann wird es verständlich, wenn Sie sich quasi als EU-Sekte hier herstellen und solche Missbräuche auch noch verteidigen und schönreden wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher sage ich: Wir haben eine besondere Verantwortung! Verwenden wir unser Geld für unseren Bildungsbereich, für unsere Universitäten, für unsere Sozialprojekte, für unseren Arbeitsmarkt, für unsere Sicherheitsoptimierung, für unsere Familien, für unsere Pflegefälle, die heute teilweise im Stich gelassen werden, weil Sie reduziert haben, sodass sie sich keine Pflege mehr leisten können! (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Das ist staatspolitische und sozialpolitische Verantwortung, aber nicht, unsere Steuergelder in EU-Pleitebankensysteme oder andere Spekulationsbereiche zu investieren. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.) Sie setzen die falschen Schwerpunkte in diesem Bundesfinanzrahmengesetz.
Beifall bei der FPÖ
Das ist Ihr Drei-Säulen-Modell, und das kann man auch als ein budgetäres rot-schwarzes „Bermudadreieck“ bezeichnen (Beifall bei der FPÖ), wo das von der österreichischen Wirtschaft, von den österreichischen Leistungsträgern hart erarbeitete Geld von Ihnen verjuxt, verspielt und verspekuliert wird.
Lebhafter Beifall bei der FPÖ.
Da geht es nicht um die Rettung des Euro. Wenn wir den Euro um unser Steuergeld retten wollen, dann ist das zu tun, was heute mehrfach auch von Teilen der Opposition zu Recht gesagt wurde: endlich einen Schnitt zwischen starken und schwachen Volkswirtschaften zu machen und dafür Sorge zu tragen, dass schwache Volkswirtschaften aus der Eurozone hinausgehen, und zwei unterschiedliche Währungssysteme zu schaffen, damit unser Geld gesichert bleibt und nicht verspekuliert wird. (Lebhafter Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Strutz – die entsprechende Handbewegung machend –: Bussi, Bussi! – Abg. Strache – mit der entsprechenden Geste –: Handerl, Handerl!
Ich bedanke mich ausdrücklich an dieser Stelle bei der einzigen Oppositionspartei – bei den Grünen –, die imstande ist, diese Debatte differenziert und seriös zu führen statt schreierisch und polemisch. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Strutz – die entsprechende Handbewegung machend –: Bussi, Bussi! – Abg. Strache – mit der entsprechenden Geste –: Handerl, Handerl!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Nein, nur gegen euren Unfug!
Herr Kollege Strache und Herr Kollege Bucher, Opposition heißt nicht zwingend, gegen alles und jedes zu sein, und das auch noch lautstark! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Nein, nur gegen euren Unfug!)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Hätten wir das bei der Hypo tun sollen? (Zwischenruf des Abg. Strache.) Wir alle, die Österreicherinnen und Österreicher würden gerade für die Bank, für die Sie die Verantwortung tragen, Milliarden zu zahlen haben – deutlich mehr als wir jetzt bei der Griechenland-Unterstützung brauchen! Sie hätten das zu verantworten, aber reden gescheit daher. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Der Treichl hat euch eh gesagt, was er für eine Meinung hat!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Der Treichl hat euch eh gesagt, was er für eine Meinung hat!
Hätten wir das bei der Hypo tun sollen? (Zwischenruf des Abg. Strache.) Wir alle, die Österreicherinnen und Österreicher würden gerade für die Bank, für die Sie die Verantwortung tragen, Milliarden zu zahlen haben – deutlich mehr als wir jetzt bei der Griechenland-Unterstützung brauchen! Sie hätten das zu verantworten, aber reden gescheit daher. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Der Treichl hat euch eh gesagt, was er für eine Meinung hat!)
Abg. Bucher: Das habe ich nicht gesagt! Genug gezahlt, habe ich gesagt! – Die Abgeordneten Grosz und Hagen halten eine orangefarbene Tafel mit der Aufschrift „Genug gezahlt!“ in die Höhe.
Oder wenn ihr jetzt sagt: Lasst Griechenland Pleite gehen, schmeißt doch diese Pleiteländer aus der Eurozone! – Na wunderbar! (Abg. Bucher: Das habe ich nicht gesagt! Genug gezahlt, habe ich gesagt! – Die Abgeordneten Grosz und Hagen halten eine orangefarbene Tafel mit der Aufschrift „Genug gezahlt!“ in die Höhe.) Genug gezahlt, höre ich dann vom Herrn Bucher.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Ihr helft ja den Spekulanten!
Lehman Brothers zeigt uns ganz deutlich: Die Folgen von politischem Nichthandeln sind immer schlimmer als die Folgen solidarischer Hilfeleistung! – Das ist die Wahrheit, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Ihr helft ja den Spekulanten!)
Abg. Bucher: Wer hindert euch daran?
Aber, meine Damen und Herren, wir können auch nicht zur Tagesordnung übergehen. Für die Banken braucht es strengere Regeln und strengere Kontrollen. (Abg. Bucher: Wer hindert euch daran?) Und es braucht bei den Banken auch eine saubere Differenzierung zwischen Investmentbanken und Strukturbanken. Basel III ist mit Sicherheit eine gewisse Gefahr für die Strukturbanken, weil da eben nicht differenziert wird bei den Eigenkapitalvorschriften und sonstigen Bestimmungen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Auf geht’s! – Abg. Strache: Was macht ihr seit Jahren? Warum seid ihr seit Jahren untätig in dieser Frage?
Unsere heimischen Banken haben uns auf ihrer Seite, wenn es darum geht, bei Basel III überschießende und unsinnige Regelungen zu verhindern. Aber den Investmentbanken, die diesen ganzen Salat verursacht haben, muss man ganz fest die Fesseln anlegen und sie unter strenge Kontrollen stellen – aber nicht unsere heimischen gut arbeitenden Strukturbanken! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Auf geht’s! – Abg. Strache: Was macht ihr seit Jahren? Warum seid ihr seit Jahren untätig in dieser Frage?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Er hat mit Sicherheit die ÖVP-Finanzminister gemeint!
Daher, meine Damen und Herren, habe ich kein Verständnis für die unqualifizierten und undifferenzierten Äußerungen eines Spitzenbankers in Österreich gegenüber der Politik in dieser Pauschalität. Das ist nicht in Ordnung! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Er hat mit Sicherheit die ÖVP-Finanzminister gemeint!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Der Bürger soll den Schaden gutmachen, den andere angerichtet haben!
was differenziertere Betrachtung her, als Sie sie angestellt haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Der Bürger soll den Schaden gutmachen, den andere angerichtet haben!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Die Schulden habt ihr schon lange vorher gemacht! Lächerlich! – Abg. Strache: Die letzten 30 Jahre habt ihr Schulden gemacht! Seit 30 Jahren seid ihr Schuldenmacher!
Meine Damen und Herren, diese Maßnahmen waren erfolgreicher als in vielen anderen Ländern. Was ist das Resultat? – Wir haben eine höhere Beschäftigung als in fast allen anderen Ländern, trotzdem geringere Defizite, vor allem ein höheres Wirtschaftswachstum als in den meisten anderen Ländern, und das kommt der Bevölkerung in diesem Land zugute. Das können Sie nicht wegdiskutieren! Das ist das Ergebnis erfolgreicher Krisenbewältigung dieser Bundesregierung und der Koalitionsmehrheit in diesem Hohen Haus. So schaut die Wahrheit aus, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Die Schulden habt ihr schon lange vorher gemacht! Lächerlich! – Abg. Strache: Die letzten 30 Jahre habt ihr Schulden gemacht! Seit 30 Jahren seid ihr Schuldenmacher!)
Abg. Grosz: Sie, aber nicht die Bevölkerung!
Aber, meine Damen und Herren, nur ein Teil der Schulden, die wir haben, kommt tatsächlich aus der Krisenbewältigung. Wir dürfen nicht wegdiskutieren, dass wir die letzten Jahrzehnte auch über unsere Verhältnisse gelebt haben – selbst in guten Zeiten über unsere Verhältnisse gelebt haben! (Abg. Grosz: Sie, aber nicht die Bevölkerung!) Das muss man sich eingestehen. Das heißt, am raschen Defizit- und Schuldenabbau führt wegen der Krisenbewältigung, aber auch wegen der Sünden in der Vergangenheit bei der Budgetgestaltung kein Weg vorbei. Das ist das Gebot der Stunde! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: 20 Jahre ÖVP-Finanzminister! Alles ÖVP-Finanzminister!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: 20 Jahre ÖVP-Finanzminister! Alles ÖVP-Finanzminister!
Aber, meine Damen und Herren, nur ein Teil der Schulden, die wir haben, kommt tatsächlich aus der Krisenbewältigung. Wir dürfen nicht wegdiskutieren, dass wir die letzten Jahrzehnte auch über unsere Verhältnisse gelebt haben – selbst in guten Zeiten über unsere Verhältnisse gelebt haben! (Abg. Grosz: Sie, aber nicht die Bevölkerung!) Das muss man sich eingestehen. Das heißt, am raschen Defizit- und Schuldenabbau führt wegen der Krisenbewältigung, aber auch wegen der Sünden in der Vergangenheit bei der Budgetgestaltung kein Weg vorbei. Das ist das Gebot der Stunde! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: 20 Jahre ÖVP-Finanzminister! Alles ÖVP-Finanzminister!)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Dank der ÖVP ist es ein Hochsteuerland!
Ein Letztes, meine Damen und Herren, an all jene gerichtet, die jetzt wieder Steuerfantasien hegen: Das In-Ordnung-Bringen des Staatshaushaltes hat über äußerste Disziplin bei den Ausgaben zu erfolgen. Österreich ist ein Hochsteuerland mit einer Steuer- und Abgabenquote, die keine weitere Erhöhung mehr verträgt. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Dank der ÖVP ist es ein Hochsteuerland!)
Lebhafter Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Neun Jahre ÖVP-Finanzminister!
Das heißt, das Gebot der Stunde lautet: rasche Sanierung des Staatshaushaltes, danach aber eine rasche steuerliche Entlastung des Mittelstandes und eine Vereinfachung des Steuersystems! Und bei diesem zweiten Schritt gilt das, was die Finanzministerin zu Recht gesagt hat: Beim Steuersystem künftig weniger, einfacher und leistungsgerechter. Das muss die Devise sein! (Lebhafter Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Neun Jahre ÖVP-Finanzminister!)
Abg. Strache: Haben Sie dem Rechnungshofpräsidenten nicht zugehört? Ein Ahnungsloser, der Herr Kogler! Der Pflichtverteidiger der Bundesregierung!
Allein in der gestrigen Dringliche Anfrage – die haben ja auch Sie, Herr Strache, sicher mit unterschrieben; lassen wir einmal die Rechtschreibfehler weg!; auch der Name der Bundeskanzlerin Merkel konnte nicht richtig geschrieben werden – waren fast alle Zahlen falsch. Sie haben diesem Land eine Steuerquote von beinahe 48 Prozent hinaufdividiert. In Wirklichkeit sind es 5 Prozent weniger. Kennen Sie überhaupt den Unterschied? (Abg. Strache: Haben Sie dem Rechnungshofpräsidenten nicht zugehört? Ein Ahnungsloser, der Herr Kogler! Der Pflichtverteidiger der Bundesregierung!)
Beifall bei den Grünen.
Das sind 15 Milliarden €! Haben oder nicht haben, das ist Ihnen egal. Das sieht man eh an Kärnten. Wahrscheinlich kommt das von dort her. Vielleicht haben Sie die Schulden, die wir für Kärnten notfalls übernehmen müssen und die Sie zu verantworten haben, da schon in weiser Voraussicht dazugerechnet. Das ist aber schon das einzig Intelligente, was man an diesem Ding entdecken kann. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Aber es ist noch ein anderes Problem in diesem Kontext aufgetaucht, wenn wir über den Finanzrahmen reden, wo es um Einnahmen, Ausgaben, um den Saldo und die Defizite geht: Ihre Partei ist doch diejenige – es fällt Ihnen selber ja gar nicht auf, aber man sollte es den Leuten stärker sagen –, die immer Steuersenkungen verlangt, der die Schulden zu hoch sind, die aber gleichzeitig, indirekt und implizit, ständig für Ausgabenerhöhungen ist, weil sie alles Mögliche fordert! (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Strache: Rechnungshofberichte haben Sie anscheinend noch keine gelesen! Lesen Sie den Rechnungshofbericht!
Lesen Sie einmal Ihre Anträge durch! Wie soll sich denn das alles ausgehen?! Und am Schluss kommen Sie mit der Forderung nach einer Verwaltungsreform, die zwischen 10 und 17 Milliarden € bringen soll. Das ist doch alles Humbug, sodass man jetzt wirklich einmal (Abg. Strache: Rechnungshofberichte haben Sie anscheinend noch keine gelesen! Lesen Sie den Rechnungshofbericht!) – auf den Rechnungshof gehe ich dann noch ein – gemeinsam dagegen auftreten muss.
Abg. Dr. Rosenkranz: Solch ein Blödsinn!
Wenn es einmal um sinnvolle Einsparungsmaßnahmen geht, sind es die freiheitlichen Abgeordneten in den Landtagen und überall draußen in den Kommunen, die herumrennen und jeden Unsinn verteidigen, wenn endlich einmal eine Reform angegangen wird. (Abg. Dr. Rosenkranz: Solch ein Blödsinn!) Wenn es nach Ihnen ginge, würden wir überhaupt nie eine Gesundheitsreform zustande bringen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Der Herr Treichl hat bei Ihnen wirklich recht gehabt!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Der Herr Treichl hat bei Ihnen wirklich recht gehabt!
Wenn es einmal um sinnvolle Einsparungsmaßnahmen geht, sind es die freiheitlichen Abgeordneten in den Landtagen und überall draußen in den Kommunen, die herumrennen und jeden Unsinn verteidigen, wenn endlich einmal eine Reform angegangen wird. (Abg. Dr. Rosenkranz: Solch ein Blödsinn!) Wenn es nach Ihnen ginge, würden wir überhaupt nie eine Gesundheitsreform zustande bringen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Der Herr Treichl hat bei Ihnen wirklich recht gehabt!)
Abg. Strache: Die steirischen Wähler haben Ihnen schon gezeigt, was sie von Ihnen halten, nämlich nichts!
Es ist doch längst klar, dass wir in der Steiermark die Spitäler in der Weise sanieren müssen, dass wir die Betten dort konzentrieren, wo wir sie brauchen, und dort, wo sie eigentlich nur Kosten verursachen und niemandem etwas bringen, auch einmal auflösen müssen. Aber Sie ketten sich sozusagen an jedes Spitalsbett, das wir fünf Zentimeter verrücken müssen. Das ist Ihre Politik! – Das werden wir Ihnen nicht mehr durchgehen lassen. (Abg. Strache: Die steirischen Wähler haben Ihnen schon gezeigt, was sie von Ihnen halten, nämlich nichts!)
Zwischenruf des Abg. Kickl
Wenn Sie schon die Banken und die BAWAG erwähnen: Schauen Sie, da zeigt sich ja auch wieder Ihre Inkompetenz, denn in die BAWAG ist kein einziger Cent Steuergeld hineingeflossen (Zwischenruf des Abg. Kickl) – da haben wir nur gehaftet und das Haftungsentgelt kassiert –, im Unterschied zur Kärntner Hypo, wo wir sehr wohl (Abg. Strache: Die Kommunalkredit!) – die Kommunalkredit, das ist richtig, das ist auch eine schäbige Sache, da gebe ich Ihnen recht, aber bleiben wir einmal bei der Kärntner Hypo! – mittlerweile 1,4 Milliarden € Eigenkapital drinnen haben. (Abg. Strache: Das ist eine bayrische Bank! Die Bayern haben wir entschuldet! Mit einer rot-schwarzen Regierung haben wir die Bayern entschuldet! Das ist wirklich ein Skandal!)
Abg. Strache: Die Kommunalkredit!
Wenn Sie schon die Banken und die BAWAG erwähnen: Schauen Sie, da zeigt sich ja auch wieder Ihre Inkompetenz, denn in die BAWAG ist kein einziger Cent Steuergeld hineingeflossen (Zwischenruf des Abg. Kickl) – da haben wir nur gehaftet und das Haftungsentgelt kassiert –, im Unterschied zur Kärntner Hypo, wo wir sehr wohl (Abg. Strache: Die Kommunalkredit!) – die Kommunalkredit, das ist richtig, das ist auch eine schäbige Sache, da gebe ich Ihnen recht, aber bleiben wir einmal bei der Kärntner Hypo! – mittlerweile 1,4 Milliarden € Eigenkapital drinnen haben. (Abg. Strache: Das ist eine bayrische Bank! Die Bayern haben wir entschuldet! Mit einer rot-schwarzen Regierung haben wir die Bayern entschuldet! Das ist wirklich ein Skandal!)
Abg. Strache: Das ist eine bayrische Bank! Die Bayern haben wir entschuldet! Mit einer rot-schwarzen Regierung haben wir die Bayern entschuldet! Das ist wirklich ein Skandal!
Wenn Sie schon die Banken und die BAWAG erwähnen: Schauen Sie, da zeigt sich ja auch wieder Ihre Inkompetenz, denn in die BAWAG ist kein einziger Cent Steuergeld hineingeflossen (Zwischenruf des Abg. Kickl) – da haben wir nur gehaftet und das Haftungsentgelt kassiert –, im Unterschied zur Kärntner Hypo, wo wir sehr wohl (Abg. Strache: Die Kommunalkredit!) – die Kommunalkredit, das ist richtig, das ist auch eine schäbige Sache, da gebe ich Ihnen recht, aber bleiben wir einmal bei der Kärntner Hypo! – mittlerweile 1,4 Milliarden € Eigenkapital drinnen haben. (Abg. Strache: Das ist eine bayrische Bank! Die Bayern haben wir entschuldet! Mit einer rot-schwarzen Regierung haben wir die Bayern entschuldet! Das ist wirklich ein Skandal!)
Beifall bei den Grünen.
Ja glauben Sie, dass wir das noch einmal sehen werden?! Bei den Verlusten, die gemacht werden, werden wir dort noch mehr hineingeben müssen. Das ist aber mit Sicherheit in blauer Verantwortung. Blaue Pleitiers, blaue Bankenplünderer haben sich dort ungeniert bedient. Und das geht bis heute weiter. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kickl: Das sagen Sie aber auch nur hier! – Abg. Strache: Das sagen Sie nur hier, nämlich unter dem Schutz der Immunität!
In Kärnten kann man nicht einmal einen öffentlichen Auftrag machen, ohne dass die Parteizentrale von vornherein mitschneidet. So sind die Zustände dort! (Abg. Kickl: Das sagen Sie aber auch nur hier! – Abg. Strache: Das sagen Sie nur hier, nämlich unter dem Schutz der Immunität!) Deshalb sind Sie ja auch in der Antikorruptionsbekämpfung völlig unglaubwürdig.
Beifall bei den Grünen.
Wir müssen den Leuten, wenn Sie Wut auf die Politik haben, einmal erklären, dass dann, wenn korrupte Elemente auftauchen – und wir bemühen uns, diese immer aufzudecken –, die Aufklärung bei Ihnen am schlechtesten aufgehoben ist. Wenn Sie einmal regieren, brauchen wir zu jedem aktiven Regierungsmitglied drei Antikorruptionsstaatsanwälte, um den ganzen Mist wieder wegzuräumen. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich darf den Schwerpunkt dieser Debatte seitens der Grünen an dieser Stelle noch einmal erläutern, was die Universitäten betrifft: Die Universitäten bluten aus. Dafür tragen Sie die Verantwortung. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber mit Sicherheit! Sie wollen nicht wahrhaben, dass nur zur Aufrechterhaltung des ohnehin sehr schlechten Status quo mehrere Hundert Millionen Euro – in Wirklichkeit noch mehr – notwendig sind. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich darf den Schwerpunkt dieser Debatte seitens der Grünen an dieser Stelle noch einmal erläutern, was die Universitäten betrifft: Die Universitäten bluten aus. Dafür tragen Sie die Verantwortung. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber mit Sicherheit! Sie wollen nicht wahrhaben, dass nur zur Aufrechterhaltung des ohnehin sehr schlechten Status quo mehrere Hundert Millionen Euro – in Wirklichkeit noch mehr – notwendig sind. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Aber das wird sich nicht ausgehen: in Sonntagsreden ständig die Zukunftsinvestitionen, die es ja wirklich braucht, zu beschwören und sie dann dort, wo sie sinnvoll und möglich sind ist – und wir schlagen Ihnen ja die Finanzierung vor –, zu unterlassen. Das ist fahrlässig! Das ist schwer fahrlässig, und das sagen Ihnen alle, die mit diesem Bereich ernsthaft beschäftigt sind. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Übrigens: Hören Sie auf mit Ihrem „Zukunfts“-Gerede! Ich will dieses Wort von Ihnen heute nicht mehr hören, es sei denn, Sie stimmen unserem Antrag zu! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grosz: Jetzt kommt der Heinz Conrads der Innenpolitik! Seit 40 Jahren die gleiche Rede!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Klubobmann Dr. Cap. – Bitte. (Abg. Grosz: Jetzt kommt der Heinz Conrads der Innenpolitik! Seit 40 Jahren die gleiche Rede!)
Abg. Strache: Sie sollten den Banken nicht unser Geld nachwerfen, sondern hier einsetzen! – Abg. Kickl: Sie reden von Schuldenabbau! Gravierende Einschnitte sind das!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Meine Damen und Herren! Das Problem bei den Ausführungen der Oppositionsredner der Blauen und der Orangen, die auf der einen Seite sagen, es seien zu viele Schulden gemacht worden, und auf der anderen Seite aber fordern, man solle die Leistungen des Staates und des Sozialstaates ausweiten, ist Folgendes: Es kommt kein Einziger her und arbeitet mit durchgerechneten Zahlen! Wenn man das zu Ende denkt, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder man macht das alles, was Sie von der FPÖ und vom BZÖ vorschlagen, dann steigt die Verschuldung ins Unermessliche, oder man macht den von Ihnen geforderten Schuldenabbau, dann gibt es gravierende, schmerzhafte Einschränkungen von Leistungen im Sozial- und Gesundheitssystem, bei den Pensionen und in allen anderen Bereichen. (Abg. Strache: Sie sollten den Banken nicht unser Geld nachwerfen, sondern hier einsetzen! – Abg. Kickl: Sie reden von Schuldenabbau! Gravierende Einschnitte sind das!)
Abg. Grosz – eine orangefarbene Tafel mit der Aufschrift „Genug gezahlt!“ in die Höhe haltend –: Die Leute haben genug gezahlt für Ihre Politik!
Ich möchte aber einen zweiten Punkt aufzeigen: Es ist natürlich schwierig, hier Oppositionspolitik zu entwickeln, wenn man sich die Rahmen ansieht, unter denen in Österreich Budgetpolitik und Wirtschaftspolitik und auch Sozialpolitik gemacht werden kann. Der Finanzrahmen setzt folgende Schwerpunkte: Ausbildung, Forschung, Entwicklung, Wachstum, Standortsicherung, Sicherung des Sozialsystems und der Pensionen et cetera, et cetera. (Abg. Grosz – eine orangefarbene Tafel mit der Aufschrift „Genug gezahlt!“ in die Höhe haltend –: Die Leute haben genug gezahlt für Ihre Politik!)
Abg. Strache: Das sind alles McJobs! Das ist keine Vollbeschäftigung! Ihre McJobs sind keine Vollbeschäftigung!
Angesichts der Tatsache, dass wir in Österreich die zweitniedrigste Arbeitslosigkeit innerhalb der Europäischen Union haben, dass die Beschäftigung steigt und steigt und wir in Österreich fast 3,5 Millionen Beschäftigte haben, kann doch niemand sagen, dass das ein Misslingen von Wirtschaftspolitik ist. (Abg. Strache: Das sind alles McJobs! Das ist keine Vollbeschäftigung! Ihre McJobs sind keine Vollbeschäftigung!)
Abg. Grosz: Drehen Sie sich um! – Abg. Strache: Hinter Ihnen sitzt der Stillstand!
Ich verstehe auch diese vielen Stillstands-Kommentatoren nicht, die dauernd sagen: In Österreich herrscht Stillstand! – Wo? Wo?! (Abg. Grosz: Drehen Sie sich um! – Abg. Strache: Hinter Ihnen sitzt der Stillstand!) Sie sollen sagen, was sie konkret meinen. Denn: Das österreichische Wachstum befindet sich zum Beispiel nicht in einem Stillstand. Das österreichische Wachstum liegt 1 Prozent über dem Durchschnitt der Eurozone. (Abg. Bucher: Besser als in Bangladesch!) Der Wohlstand in Österreich liegt pro Kopf, am BIP gemessen, höher als in Deutschland, Frankreich, Schweden und Kanada.
Abg. Bucher: Besser als in Bangladesch!
Ich verstehe auch diese vielen Stillstands-Kommentatoren nicht, die dauernd sagen: In Österreich herrscht Stillstand! – Wo? Wo?! (Abg. Grosz: Drehen Sie sich um! – Abg. Strache: Hinter Ihnen sitzt der Stillstand!) Sie sollen sagen, was sie konkret meinen. Denn: Das österreichische Wachstum befindet sich zum Beispiel nicht in einem Stillstand. Das österreichische Wachstum liegt 1 Prozent über dem Durchschnitt der Eurozone. (Abg. Bucher: Besser als in Bangladesch!) Der Wohlstand in Österreich liegt pro Kopf, am BIP gemessen, höher als in Deutschland, Frankreich, Schweden und Kanada.
Abg. Strache: Sie haben ja schon mit den Bürgern gesprochen, die Monat für Monat Probleme haben!
Das ist das, was Sie da machen! Das ist aber keine sinnvolle, seriöse Debatte. Aber ich möchte mich ... (Abg. Strache: Sie haben ja schon mit den Bürgern gesprochen, die Monat für Monat Probleme haben!) – Nein, nein! Worüber man reden kann, ist, dass bei dem Wohlstand die Verteilungsgerechtigkeit ausgebaut gehört. (Beifall bei der SPÖ.) Wir der Meinung, dass man diesbezüglich bei der Steuerreform noch Schritte setzen muss. Na, vollkommen richtig! Das ist unsere Auffassung.
Beifall bei der SPÖ.
Das ist das, was Sie da machen! Das ist aber keine sinnvolle, seriöse Debatte. Aber ich möchte mich ... (Abg. Strache: Sie haben ja schon mit den Bürgern gesprochen, die Monat für Monat Probleme haben!) – Nein, nein! Worüber man reden kann, ist, dass bei dem Wohlstand die Verteilungsgerechtigkeit ausgebaut gehört. (Beifall bei der SPÖ.) Wir der Meinung, dass man diesbezüglich bei der Steuerreform noch Schritte setzen muss. Na, vollkommen richtig! Das ist unsere Auffassung.
Abg. Grosz: Er hat recht!
Aber weil heute immer wieder ein Name gefallen ist, nämlich der Name von Bankdirektor Treichl – mein Gott, er hat es geschafft, dann tun wir es halt –: Diskutieren wir einmal kurz darüber, was er gesagt hat! (Abg. Grosz: Er hat recht!)
Abg. Grosz: Schauen Sie sich Ihren Koalitionspartner an! Den hat er ja gemeint!
Schauen Sie, ich gebe ja zu, man kann Emotionen haben, aber ich muss doch schon sagen: Wenn er da von Mutlosigkeit spricht und wenn er generalisierend sagt, die Politik sei mutlos, feig, ahnungslos – generalisierend! – (Abg. Grosz: Schauen Sie sich Ihren Koalitionspartner an! Den hat er ja gemeint!), dann möchte ich hinzufügen: Es ist ziemlich unmutig, wenn man nicht dazusagt, wen genau man meint. (Abg. Strache: Der hat die ÖVP-Minister gemeint! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Abg. Strache: Der hat die ÖVP-Minister gemeint! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.
Schauen Sie, ich gebe ja zu, man kann Emotionen haben, aber ich muss doch schon sagen: Wenn er da von Mutlosigkeit spricht und wenn er generalisierend sagt, die Politik sei mutlos, feig, ahnungslos – generalisierend! – (Abg. Grosz: Schauen Sie sich Ihren Koalitionspartner an! Den hat er ja gemeint!), dann möchte ich hinzufügen: Es ist ziemlich unmutig, wenn man nicht dazusagt, wen genau man meint. (Abg. Strache: Der hat die ÖVP-Minister gemeint! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Abg. Strache: Der war ja auch geschäftlich immer erfolgreich, der Herr Lauda!
Niki Lauda verwundert mich. Das ist ja nicht gerade einer, der von der Politik immer im Eck liegen gelassen wurde. Das ist ja nicht einer, der nicht, wenn er Hilfe gebraucht hat, auch Hilfe bekommen hat. (Abg. Strache: Der war ja auch geschäftlich immer erfolgreich, der Herr Lauda!) Dann gibt es den Herrn Prinzhorn, und ich kann da eine ganze Liste von Unternehmern nennen. Die Politikferne des Herrn Haselsteiner sehe ich auch nicht ganz. Also ich habe da ein paar Namen, bei denen mich interessieren würde, was sie eigentlich genau meinen.
Abg. Hagen: Vielleicht in der Steiermark den Landeshauptmann fragen?
recht in Österreich ist. (Abg. Hagen: Vielleicht in der Steiermark den Landeshauptmann fragen?) Sollen wir da mutiger sein? Sollen wir das weniger komfortabel machen? Sollen wir die Steuersätze anheben?
Abg. Strache: Tun Sie endlich etwas! Reden Sie Mut, Herr Cap! Reden Sie Mut!
Ich warte da auf Wortmeldungen, die für uns wirklich hilfreich sind, damit wir in dem Punkt auch weiterkommen. (Abg. Strache: Tun Sie endlich etwas! Reden Sie Mut, Herr Cap! Reden Sie Mut!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Strache: Da bin ich bei Ihnen!
Der Hintergrund ist ja in Wirklichkeit ein ganz anderer: Es geht um die Erhöhung der Aufsichtsratsgagen und darum, einen Themenwechsel herbeizuführen. – Es war nämlich unsensibel und gegenüber den Kunden und den Österreicherinnen und Österreichern ein ganz schlechtes Signal, in dieser Zeit die Aufsichtsratsgagen zu erhöhen. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Strache: Da bin ich bei Ihnen!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hagen.
Wenn die Banken jetzt prognostizierte 4 Milliarden € Gewinn erwarten – 4 Milliarden €! –, dann wird es wohl möglich sein, dass bei den Leistungen, mit denen wir den Banken geholfen haben, nämlich dass wir alle gemeinsam hier ein 100-Milliarden-€-Haftungspaket beschlossen haben, weil wir gesagt haben, es ist wichtig, dass wir ihnen helfen, denn es geht um die Einlagensicherung, um die Sparbücher – da sind wir ja voll d’accord –, die Banken eine Bankenabgabe in der Höhe von 500 Millionen € leisten können. Eigentlich ist es bei der Gewinnerwartung der Banken gerechtfertigt, dass man sogar über eine höhere Bankenabgabe nachdenkt. Das wird doch wohl noch möglich sein in diesem Land! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hagen.)
Abg. Strache: Aber warum bringt ihr da nichts weiter? Ihr redet immer nur darüber!
Wissen Sie, da bin ich einfach nur für eine ehrliche Debatte: eine Debatte, in der differenziert wird, eine Debatte, in der Verteilungsgerechtigkeit angesprochen wird, eine Debatte, in der man auch über die Reichen und die Superreichen in diesem Land reden kann. Und da erwarte ich mir übrigens von den Banken, dass sie Bündnispartner sind, zum Beispiel wenn es darum geht, auf europäischer Ebene Regelungen bei den Finanzmärkten und bei den Ratingagenturen zu erreichen, dass wir bei der Finanztransaktionssteuer Schritte setzen, damit die Spekulation besteuert wird. (Abg. Strache: Aber warum bringt ihr da nichts weiter? Ihr redet immer nur darüber!)
Abg. Bucher: Ja, sehr gut! Tut endlich etwas, dann unterstützen wir euch! – Abg. Strache: Aber es passiert nichts!
Es gibt nämlich viele Banker – oder Bankiers – in Österreich, die sagen: Wir sind Strukturbanken, wie das Klubobmann Kopf gesagt hat, und wir sind eigentlich Konkurrenten in einer schiefen Konkurrenz zu den Investmentbanken. – Und da wollen wir Regelungen haben. (Abg. Bucher: Ja, sehr gut! Tut endlich etwas, dann unterstützen wir euch! – Abg. Strache: Aber es passiert nichts!)
Abg. Bucher: Wo ist der Mut?
Den Mut hätten wir gerne, dass dieser Mut ... (Abg. Bucher: Wo ist der Mut?) – Wir haben den Mut! Wir wollen das machen, ja! Aber, Klubobmann Bucher, wir haben 23 neoliberale, konservative Regierungen in Europa, die eben ein Fehlverständnis von Marktwirtschaft haben, die lieber zuschauen, wie sich die Marktwirtschaft selbst abschafft, die lieber zuschauen, wie überall Sozialleistungen eingeschränkt werden. (Abg. Bucher: Fangt in Österreich an, bei uns! Da fangt an, aber nicht auf europäischer Ebene! – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Abg. Bucher: Fangt in Österreich an, bei uns! Da fangt an, aber nicht auf europäischer Ebene! – Zwischenruf des Abg. Grosz.
Den Mut hätten wir gerne, dass dieser Mut ... (Abg. Bucher: Wo ist der Mut?) – Wir haben den Mut! Wir wollen das machen, ja! Aber, Klubobmann Bucher, wir haben 23 neoliberale, konservative Regierungen in Europa, die eben ein Fehlverständnis von Marktwirtschaft haben, die lieber zuschauen, wie sich die Marktwirtschaft selbst abschafft, die lieber zuschauen, wie überall Sozialleistungen eingeschränkt werden. (Abg. Bucher: Fangt in Österreich an, bei uns! Da fangt an, aber nicht auf europäischer Ebene! – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Abg. Bucher: Das macht ihr! Das macht ihr auch!
Da geht es um wirtschaftlichen Verstand und nicht darum, dass wir gegenseitig Plattitüden austauschen, Verallgemeinerungen oder gar ... (Abg. Bucher: Das macht ihr! Das macht ihr auch!) – Nein, Nein! Die Äußerungen von Herrn Treichl beschäftigen mich weniger als die Aussagen jener, die sagen: In der Substanz hat er recht.
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Diesbezüglich hätte ich gerne genauer gewusst, was da der Hintergrund ist (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) und worauf man da in Wirklichkeit eingehen soll. – Und da gäbe es noch viele Punkte anzusprechen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Das Adrenalin hat für 8 Minuten gereicht, jetzt geht er wieder in die Mottenkiste!
Jedenfalls glaube ich, dass die Debatte notwendig ist, und sie wird von uns auch offensiv geführt werden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Das Adrenalin hat für 8 Minuten gereicht, jetzt geht er wieder in die Mottenkiste!)
Ruf: Das stimmt nicht!
Nur, das Rezept, das Sie anwenden, ist das falsche. Erstens einmal haben Sie einen Staatssekretär im Finanzministerium sitzen. Das ist nicht irgendeine Position; der könnte, wenn er etwas Gescheites entwickelt, auch etwas durchsetzen. (Zwischenbemerkung von der Regierungsbank: Haben wir ja!) Das Zweite ist: Das, was Sie mit der Bankenabgabe durchgesetzt haben, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist eine Bankkundensteuer. (Ruf: Das stimmt nicht!) Das zahlen am Ende des Tages die Steuerzahler, das trifft nicht die Banken. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Nur, das Rezept, das Sie anwenden, ist das falsche. Erstens einmal haben Sie einen Staatssekretär im Finanzministerium sitzen. Das ist nicht irgendeine Position; der könnte, wenn er etwas Gescheites entwickelt, auch etwas durchsetzen. (Zwischenbemerkung von der Regierungsbank: Haben wir ja!) Das Zweite ist: Das, was Sie mit der Bankenabgabe durchgesetzt haben, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist eine Bankkundensteuer. (Ruf: Das stimmt nicht!) Das zahlen am Ende des Tages die Steuerzahler, das trifft nicht die Banken. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Ganz genau!
Herr Kollege Cap hat völlig recht – völlig recht! –, wenn er sagt, die Banken machen in Österreich enorme Gewinne. Sie machen 4 Milliarden € Gewinn! Wissen Sie, wie hoch der Steuersatz der Banken ist, Herr Kollege Cap? 7 Prozent! Und das ist noch gar nicht der Gipfel. Die Banken bleiben 150 Millionen € pro Jahr an Steuern schuldig. (Abg. Mag. Stadler: Ganz genau!) Das wäre Ihr Auftrag, Herr Staatssekretär. Es wäre Ihr Auftrag, in der Bundesregierung dafür zu sorgen, dass die Banken die Steuern vorauszahlen, so wie das alle Steuerzahler in Österreich machen. (Beifall beim BZÖ.) Da geht einem ja wirklich alles auf!
Beifall beim BZÖ.
Herr Kollege Cap hat völlig recht – völlig recht! –, wenn er sagt, die Banken machen in Österreich enorme Gewinne. Sie machen 4 Milliarden € Gewinn! Wissen Sie, wie hoch der Steuersatz der Banken ist, Herr Kollege Cap? 7 Prozent! Und das ist noch gar nicht der Gipfel. Die Banken bleiben 150 Millionen € pro Jahr an Steuern schuldig. (Abg. Mag. Stadler: Ganz genau!) Das wäre Ihr Auftrag, Herr Staatssekretär. Es wäre Ihr Auftrag, in der Bundesregierung dafür zu sorgen, dass die Banken die Steuern vorauszahlen, so wie das alle Steuerzahler in Österreich machen. (Beifall beim BZÖ.) Da geht einem ja wirklich alles auf!
Abg. Grosz: Und für Zweizeiler!
Zum Herrn Kollegen Kopf: Ich war ja immer der Ansicht, die ÖVP steht für nichts mehr, eine Allerweltspartei, die für alles und für nichts steht. Aber heute haben wir wenigstens erfahren, dass Sie für Europa stehen (Abg. Grosz: Und für Zweizeiler!), koste es, was es wolle. Österreichisches Steuergeld für marode Banken und für Pleiteländer: dafür steht die ÖVP, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Zum Herrn Kollegen Kopf: Ich war ja immer der Ansicht, die ÖVP steht für nichts mehr, eine Allerweltspartei, die für alles und für nichts steht. Aber heute haben wir wenigstens erfahren, dass Sie für Europa stehen (Abg. Grosz: Und für Zweizeiler!), koste es, was es wolle. Österreichisches Steuergeld für marode Banken und für Pleiteländer: dafür steht die ÖVP, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Aber mit der FPÖ und mit Strache!
Aber eines sage ich Ihnen: Mit diesem Kopf haben wir nichts am Hut! Das ist die Realität. Wir haben mit dieser ÖVP keine Gemeinsamkeiten, damit das klargestellt ist. (Abg. Mag. Molterer: Aber mit der FPÖ und mit Strache!)
Abg. Grosz: Manche machen eine sehr alte Politik!
Das hat ja heute auch Frau Bundesministerin Fekter eindringlich unter Beweis gestellt, indem sie gemeint hat: Österreich war in den siebziger Jahren auch pleite. Also gut, in den siebziger Jahren waren wir alle noch jung, Sie wahrscheinlich auch, oder zu jung, um mitzubekommen, wie hoch der Staatsschuldenstand tatsächlich war. (Abg. Grosz: Manche machen eine sehr alte Politik!)
Abg. Grosz: Und seit zehn Jahren Finanzminister!
Folgendes ist schon auch typisch für die Verhaltensweise der ÖVP: Sie bejammern immer den Schuldenstand, Sie bejammern immer die hohe Abgabenquote. – Ja, meine sehr geehrten Damen und Herren, Sie sind seit 26 Jahren auf der Regierungsbank (Abg. Grosz: Und seit zehn Jahren Finanzminister!), seit 26 Jahren in Regierungsverantwortung. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Folgendes ist schon auch typisch für die Verhaltensweise der ÖVP: Sie bejammern immer den Schuldenstand, Sie bejammern immer die hohe Abgabenquote. – Ja, meine sehr geehrten Damen und Herren, Sie sind seit 26 Jahren auf der Regierungsbank (Abg. Grosz: Und seit zehn Jahren Finanzminister!), seit 26 Jahren in Regierungsverantwortung. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kopf: Das war eine Feststellung! Nur eine Feststellung!
Sie haben diese Budgets beschlossen, Sie haben diese Steuererhöhungen beschlossen. Sie stellen seit mehreren Jahren den Finanzminister! Sie sind allein zuständig für das Desaster, das jetzt der Steuerzahler auszubaden hat – und das, meine sehr geehrten Damen und Herren, vor dem Hintergrund, dass wir derzeit ein relativ moderates Wirtschaftswachstum haben. Es geht der Wirtschaft Gott sei Dank aufgrund der Tüchtigkeit der Wirtschaft, der Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch der Arbeiter relativ gut, aber wir haben eine enorme Steuer- und Abgabenquote. Sie bejammern diese Steuer- und Abgabenquote, und dabei haben Sie sie eingeführt und sind dafür zur Verantwortung zu ziehen. (Abg. Kopf: Das war eine Feststellung! Nur eine Feststellung!)
Beifall beim BZÖ.
Führen Sie sich Folgendes vor Augen, Frau Finanzministerin: In den letzten Jahren, in den Jahren der Wirtschaftskrise, als es uns nicht gut gegangen ist, der Wirtschaft nicht gut gegangen sind, die Steuereinnahmen zurückgegangen sind, haben wir 45 Milliarden € an Defizit gemacht. In den nächsten vier Jahren machen Sie trotz Wirtschaftswachstum und besseren Arbeitsmarktzahlen wiederum 45 Milliarden € an Schulden. Es hat sich nichts geändert an Ihrer Schuldenpolitik, für die Sie verantwortlich sind, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Stillstand!
Nur, warum geschieht nichts? (Abg. Mag. Stadler: Stillstand!) Warum beginnt die Bundesregierung nicht einmal mit dem ersten Schritt, wenn wir wissen, dass erste Reformeinsparungen erst in zwei, drei Jahren möglich sein werden? – Wir müssen einmal den ersten Schritt setzen, meine sehr geehrten Damen und Herren, und nicht nur immer darüber schwätzen, so wie Sie das bei Ihren parlamentarischen Reden und Ankündigungen machen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Nur, warum geschieht nichts? (Abg. Mag. Stadler: Stillstand!) Warum beginnt die Bundesregierung nicht einmal mit dem ersten Schritt, wenn wir wissen, dass erste Reformeinsparungen erst in zwei, drei Jahren möglich sein werden? – Wir müssen einmal den ersten Schritt setzen, meine sehr geehrten Damen und Herren, und nicht nur immer darüber schwätzen, so wie Sie das bei Ihren parlamentarischen Reden und Ankündigungen machen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ
Es ist nirgendwo zu finden, wie hoch der Schuldenstand tatsächlich ist, und das müssen Sie verantworten! Das ist Tarnen und Täuschen, das ist nicht Die-Wahrheit-auf-den-Tisch-Legen (Beifall beim BZÖ), so wie wir uns das wünschen und wie sich das auch die Ratingagenturen wünschen.
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Wir brauchen eine Steuerreform. Jetzt sagen Sie so vollmundig: Ja, Sie sind bereit, eine Steuerreform vorzubereiten – und wissen ganz genau, dass Sie den Beweis nicht antreten müssen, weil Ihnen die Nationalratswahlen dazwischenkommen werden. Das ist auch Tarnen und Täuschen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Das ist nicht die Wahrheit sagen.
Beifall beim BZÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Sagen Sie, Sie wollen keine Steuerreform! Sagen Sie, Sie bringen sie nicht zustande, weil SPÖ und ÖVP in ihren Vorstellungen so weit voneinander entfernt sind, dass es keine Steuerreform geben kann und geben wird – das ist die Wahrheit! –, und verpflichten Sie sich endlich einmal auch dazu, die Wahrheit anzusprechen. (Beifall beim BZÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Hagen hält eine orangefarbene Tafel mit der Aufschrift „Genug gezahlt!“ in die Höhe.
Zusammenfassend: Wenn Sie Ihre Politik so fortsetzen, führt das geradewegs in den Abgrund, und dafür kann eine Wirtschaftspartei nicht stehen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Hagen hält eine orangefarbene Tafel mit der Aufschrift „Genug gezahlt!“ in die Höhe.)
Abg. Grosz: The Minister of Finance!
Präsident Fritz Neugebauer: Nun gelangt Frau Bundesministerin Dr. Fekter zu Wort. – Bitte. (Abg. Grosz: The Minister of Finance!)
Abg. Grosz – auf die Galerie weisend –: Fürs Protokoll: Die Besucher verlassen fluchtartig den Plenarsaal!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Werte Kollegen auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Zuhörer! Wir beraten hier gerade das Bundesfinanzrahmengesetz. Das ist ein Planungsgesetz für das Budget der nächsten Jahre bis 2015, und für diesen Vierjahreszeitraum haben wir uns in der Regierung klare Ziele gesetzt. (Abg. Grosz – auf die Galerie weisend –: Fürs Protokoll: Die Besucher verlassen fluchtartig den Plenarsaal!)
Abg. Bucher: Deutschland hat das auch!
Wir sind mit diesem Vierjahresplan vorbildlich in Europa, weil derzeit gerade im Europäischen Parlament auch beratschlagt wird, ob nicht andere europäische Länder ein ähnliches Gesetz haben sollten (Abg. Bucher: Deutschland hat das auch!), durch das sie verpflichtend die Ausgaben für die nächsten vier Jahre deckeln und damit einen Pfad für die Zukunft beschreiten. – Daher bin ich stolz darauf, dass wir in Österreich dieses Instrument schon haben.
Abg. Mag. Kogler: Und dafür stellen Sie sich hier herein: um so etwas zu erzählen?
Neben der Defizitreduktion und der Schuldenbremse sind weitere Ziele Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze. Wir müssen die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen, damit das gelingt, denn die Arbeitsplätze sichern den Wohlstand in diesem Land. (Abg. Mag. Kogler: Und dafür stellen Sie sich hier herein: um so etwas zu erzählen?) – Und wir haben dazu, Herr Kogler, ganz gezielt Offensivmaßnahmen beschlossen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Gummibärli!
In diesem Pfad, in diesem Vierjahresprogramm, werden wir offensiv Investitionen in die Forschung setzen, in die thermische Sanierung, in den Ausbau der Ganztagsbetreuung unserer Kinder und in die Neue Mittelschule. Wir haben für diesen Pfad offensiv festgelegt, dass Investitionen in die Zukunft Priorität haben sollen – und Investitionen in die Zukunft, das ist alles, was unsere Kinder, Bildung, Forschung und Innovation betrifft. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Gummibärli!)
Abg. Petzner: Die haben Sie abgesagt! Die haben Sie abgesagt: Presse-Interview; ich habe es gelesen!
Neben Defizitreduktion und Wirtschaftswachstum sind uns selbstverständlich auch die Reformen ein großes Anliegen (Abg. Petzner: Die haben Sie abgesagt! Die haben Sie abgesagt: Presse-Interview; ich habe es gelesen!), denn sonst können wir diesen Vierjahrespfad nicht einhalten. Nein, Herr Petzner, das haben Sie nicht verstanden, oder Sie haben nicht zugehört. Ich habe die Reformen beschleunigt! (Abg. Bucher: Welche? – Abg. Grosz: Wären Sie nur bei der Kieberei geblieben! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Ich warte nicht auf den „Big Bang“ und lehne mich zurück (Abg. Grosz: Fast schon wie der Großruck!), sondern ich habe gesagt, Step by Step, kontinuierlich. Und so einen Schritt, meine sehr verehrten Damen und Herren, haben wir mit den Ländern bereits auf Schiene. (Abg. Grosz: Frau Ministerin, was ist ein „Big Bang“? – Abg. Dr. Strutz: Was ist ein „Big Bang“?)
Abg. Bucher: Welche? – Abg. Grosz: Wären Sie nur bei der Kieberei geblieben! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Neben Defizitreduktion und Wirtschaftswachstum sind uns selbstverständlich auch die Reformen ein großes Anliegen (Abg. Petzner: Die haben Sie abgesagt! Die haben Sie abgesagt: Presse-Interview; ich habe es gelesen!), denn sonst können wir diesen Vierjahrespfad nicht einhalten. Nein, Herr Petzner, das haben Sie nicht verstanden, oder Sie haben nicht zugehört. Ich habe die Reformen beschleunigt! (Abg. Bucher: Welche? – Abg. Grosz: Wären Sie nur bei der Kieberei geblieben! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Ich warte nicht auf den „Big Bang“ und lehne mich zurück (Abg. Grosz: Fast schon wie der Großruck!), sondern ich habe gesagt, Step by Step, kontinuierlich. Und so einen Schritt, meine sehr verehrten Damen und Herren, haben wir mit den Ländern bereits auf Schiene. (Abg. Grosz: Frau Ministerin, was ist ein „Big Bang“? – Abg. Dr. Strutz: Was ist ein „Big Bang“?)
Abg. Grosz: Fast schon wie der Großruck!
Neben Defizitreduktion und Wirtschaftswachstum sind uns selbstverständlich auch die Reformen ein großes Anliegen (Abg. Petzner: Die haben Sie abgesagt! Die haben Sie abgesagt: Presse-Interview; ich habe es gelesen!), denn sonst können wir diesen Vierjahrespfad nicht einhalten. Nein, Herr Petzner, das haben Sie nicht verstanden, oder Sie haben nicht zugehört. Ich habe die Reformen beschleunigt! (Abg. Bucher: Welche? – Abg. Grosz: Wären Sie nur bei der Kieberei geblieben! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Ich warte nicht auf den „Big Bang“ und lehne mich zurück (Abg. Grosz: Fast schon wie der Großruck!), sondern ich habe gesagt, Step by Step, kontinuierlich. Und so einen Schritt, meine sehr verehrten Damen und Herren, haben wir mit den Ländern bereits auf Schiene. (Abg. Grosz: Frau Ministerin, was ist ein „Big Bang“? – Abg. Dr. Strutz: Was ist ein „Big Bang“?)
Abg. Grosz: Frau Ministerin, was ist ein „Big Bang“? – Abg. Dr. Strutz: Was ist ein „Big Bang“?
Neben Defizitreduktion und Wirtschaftswachstum sind uns selbstverständlich auch die Reformen ein großes Anliegen (Abg. Petzner: Die haben Sie abgesagt! Die haben Sie abgesagt: Presse-Interview; ich habe es gelesen!), denn sonst können wir diesen Vierjahrespfad nicht einhalten. Nein, Herr Petzner, das haben Sie nicht verstanden, oder Sie haben nicht zugehört. Ich habe die Reformen beschleunigt! (Abg. Bucher: Welche? – Abg. Grosz: Wären Sie nur bei der Kieberei geblieben! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Ich warte nicht auf den „Big Bang“ und lehne mich zurück (Abg. Grosz: Fast schon wie der Großruck!), sondern ich habe gesagt, Step by Step, kontinuierlich. Und so einen Schritt, meine sehr verehrten Damen und Herren, haben wir mit den Ländern bereits auf Schiene. (Abg. Grosz: Frau Ministerin, was ist ein „Big Bang“? – Abg. Dr. Strutz: Was ist ein „Big Bang“?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Frau Minister, was ist ein „Big Bang“?
Wir haben mit den Ländern den Stabilitätspakt beschlossen, und wir haben mit den Ländern das Pflegeprogramm mit dem Pflegefonds beschlossen, und das ist die größte Reform, die wir in den letzten Jahren gemeinsam mit den Ländern geschafft haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Frau Minister, was ist ein „Big Bang“?)
Abg. Petzner: Ja! Über das werden wir heute noch diskutieren!
Im Stabilitätspakt haben wir die Länder dazu verpflichtet, dass sie auch einen Ausgabendeckel einführen, dass sie auch Budgetdisziplin walten lassen und dass sie nicht vermehrt Haftungen übernehmen, wie beispielsweise das Land Kärnten, Herr Petzner, Haftungen übernommen hat, die das Land Kärnten niemals wird zahlen können (Abg. Petzner: Ja! Über das werden wir heute noch diskutieren!), was dann wieder dem Bund auf den Schultern lastet. (Abg. Kickl: Kennen Sie die Haftungen der anderen Länder? Das ist ja abenteuerlich!) Daher ist dieser Stabilitätspakt so ein Schritt, den ich machen möchte, wenn ich Schritt für Schritt die Reformen beschleunige. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kickl: Kennen Sie die Haftungen der anderen Länder? Das ist ja abenteuerlich!
Im Stabilitätspakt haben wir die Länder dazu verpflichtet, dass sie auch einen Ausgabendeckel einführen, dass sie auch Budgetdisziplin walten lassen und dass sie nicht vermehrt Haftungen übernehmen, wie beispielsweise das Land Kärnten, Herr Petzner, Haftungen übernommen hat, die das Land Kärnten niemals wird zahlen können (Abg. Petzner: Ja! Über das werden wir heute noch diskutieren!), was dann wieder dem Bund auf den Schultern lastet. (Abg. Kickl: Kennen Sie die Haftungen der anderen Länder? Das ist ja abenteuerlich!) Daher ist dieser Stabilitätspakt so ein Schritt, den ich machen möchte, wenn ich Schritt für Schritt die Reformen beschleunige. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Im Stabilitätspakt haben wir die Länder dazu verpflichtet, dass sie auch einen Ausgabendeckel einführen, dass sie auch Budgetdisziplin walten lassen und dass sie nicht vermehrt Haftungen übernehmen, wie beispielsweise das Land Kärnten, Herr Petzner, Haftungen übernommen hat, die das Land Kärnten niemals wird zahlen können (Abg. Petzner: Ja! Über das werden wir heute noch diskutieren!), was dann wieder dem Bund auf den Schultern lastet. (Abg. Kickl: Kennen Sie die Haftungen der anderen Länder? Das ist ja abenteuerlich!) Daher ist dieser Stabilitätspakt so ein Schritt, den ich machen möchte, wenn ich Schritt für Schritt die Reformen beschleunige. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kickl: Noch schneller? Noch schneller?
Zweitens: Neben dem Stabilitätspakt haben wir einen Ausgabendeckel eingeführt. Vier Jahre lang wissen die Ressorts, alle Ministerkollegen, bereits, wie viel Geld sie zur Verfügung haben und, Herr Petzner, ich lege Ihnen diese Lektüre (die Rednerin hält den Strategiebericht in die Höhe) ans Herz. Lesen Sie den Strategiebericht, denn genau darin steht für jedes einzelne Ressort geschrieben, welchen Konsolidierungspfad das Ressort einschlägt und vor allem, welche Reformmaßnahmen in den Ressorts passieren. Damit werden wir Schritt für Schritt die Verwaltungsreformen beschleunigen (Abg. Kickl: Noch schneller? Noch schneller?) und den Staat Österreich sukzessive modernisieren. Wir sind hier auf einem sehr guten Weg. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Was ist ein „Big Bang“, Frau Ministerin? Welche Erfahrungen haben Sie mit „Big Bang“?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Was ist ein „Big Bang“, Frau Ministerin? Welche Erfahrungen haben Sie mit „Big Bang“?
Zweitens: Neben dem Stabilitätspakt haben wir einen Ausgabendeckel eingeführt. Vier Jahre lang wissen die Ressorts, alle Ministerkollegen, bereits, wie viel Geld sie zur Verfügung haben und, Herr Petzner, ich lege Ihnen diese Lektüre (die Rednerin hält den Strategiebericht in die Höhe) ans Herz. Lesen Sie den Strategiebericht, denn genau darin steht für jedes einzelne Ressort geschrieben, welchen Konsolidierungspfad das Ressort einschlägt und vor allem, welche Reformmaßnahmen in den Ressorts passieren. Damit werden wir Schritt für Schritt die Verwaltungsreformen beschleunigen (Abg. Kickl: Noch schneller? Noch schneller?) und den Staat Österreich sukzessive modernisieren. Wir sind hier auf einem sehr guten Weg. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Was ist ein „Big Bang“, Frau Ministerin? Welche Erfahrungen haben Sie mit „Big Bang“?)
Abg. Bucher: Das haben wir doch eh alle beschlossen! – Abg. Kickl: Jetzt referiert sie, was sie als Referat gehalten hat am ersten Tag im Finanzministerium!
Das neue Haushaltsrecht ermöglicht den Ressorts, den Ministerinnen und Ministern, dass sie Geld eigenverantwortlich ausgeben, aber auch eigenverantwortlich in Rücklagen parken, wenn sie sagen: Nein, nicht heuer, sondern nächstes Jahr brauchen wir das! – Sie können damit für Projekte ansparen und das Geld effizienter ausgeben. Das Phänomen des „Dezemberfiebers“, Geld noch schnell auszugeben, weil man sonst den Budgetposten verliert, gehört der Vergangenheit an. (Abg. Bucher: Das haben wir doch eh alle beschlossen! – Abg. Kickl: Jetzt referiert sie, was sie als Referat gehalten hat am ersten Tag im Finanzministerium!) Und die Ressorts haben alle, Gott sei Dank, haushaltsrechtlich gut gewirtschaftet und Rücklagen gebildet. Daher bin ich sehr zuversichtlich, dass der Defizitpfad sukzessive nach unten gehen wird und wahrscheinlich sogar rascher, als wir vorsichtig geplant haben. (Abg. Grosz: Und was ist jetzt der „Big Bang“?)
Abg. Grosz: Und was ist jetzt der „Big Bang“?
Das neue Haushaltsrecht ermöglicht den Ressorts, den Ministerinnen und Ministern, dass sie Geld eigenverantwortlich ausgeben, aber auch eigenverantwortlich in Rücklagen parken, wenn sie sagen: Nein, nicht heuer, sondern nächstes Jahr brauchen wir das! – Sie können damit für Projekte ansparen und das Geld effizienter ausgeben. Das Phänomen des „Dezemberfiebers“, Geld noch schnell auszugeben, weil man sonst den Budgetposten verliert, gehört der Vergangenheit an. (Abg. Bucher: Das haben wir doch eh alle beschlossen! – Abg. Kickl: Jetzt referiert sie, was sie als Referat gehalten hat am ersten Tag im Finanzministerium!) Und die Ressorts haben alle, Gott sei Dank, haushaltsrechtlich gut gewirtschaftet und Rücklagen gebildet. Daher bin ich sehr zuversichtlich, dass der Defizitpfad sukzessive nach unten gehen wird und wahrscheinlich sogar rascher, als wir vorsichtig geplant haben. (Abg. Grosz: Und was ist jetzt der „Big Bang“?)
Abg. Bucher: Um Gottes willen!
Das Vierte ist der Strategiebericht, den ich schon erwähnt habe, mit all den Einzelmaßnahmen, die hierin schriftlich festgehalten worden sind. – Herr Grosz, der „Big Bang“ ist beispielsweise das, was der Konvent hier in diesem Haus abgeliefert hat. (Abg. Bucher: Um Gottes willen!) Ich war ja Parlamentarierin, ich bin ja im Verfassungsunterausschuss gesessen, wo wir ganz große Reformen beraten, aber eben nicht fertiggebracht haben. Daher habe ich in meiner politischen Arbeit gelernt: Man kommt schneller ans Ziel, wenn man sukzessive, Schritt für Schritt, die jeweiligen Reformen angeht (Beifall bei der ÖVP) – und nicht wartet, Herr Grosz (Abg. Bucher: Step by Step! No problem! – Abg. Grosz: The Minister of Finance – and not the Minister of Kieberei!), bis dieses Hohe Haus die gesamte Staatsreform auf Schiene bringt, denn dazu braucht man auch Verfassungsmehrheiten, und gerade die Opposition verweigert sich sehr häufig bei Verfassungsmehrheiten! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Hofer: Das ist überhaupt nicht wahr! Das ist eine glatte Lüge! – Abg. Grosz: In English, please! In English! – Abg. Mag. Kogler: Die einzigen Verweigerer sind die Landeshauptleute, vor allem die von der ÖVP! – Legen Sie einmal etwas vor!)
Beifall bei der ÖVP
Das Vierte ist der Strategiebericht, den ich schon erwähnt habe, mit all den Einzelmaßnahmen, die hierin schriftlich festgehalten worden sind. – Herr Grosz, der „Big Bang“ ist beispielsweise das, was der Konvent hier in diesem Haus abgeliefert hat. (Abg. Bucher: Um Gottes willen!) Ich war ja Parlamentarierin, ich bin ja im Verfassungsunterausschuss gesessen, wo wir ganz große Reformen beraten, aber eben nicht fertiggebracht haben. Daher habe ich in meiner politischen Arbeit gelernt: Man kommt schneller ans Ziel, wenn man sukzessive, Schritt für Schritt, die jeweiligen Reformen angeht (Beifall bei der ÖVP) – und nicht wartet, Herr Grosz (Abg. Bucher: Step by Step! No problem! – Abg. Grosz: The Minister of Finance – and not the Minister of Kieberei!), bis dieses Hohe Haus die gesamte Staatsreform auf Schiene bringt, denn dazu braucht man auch Verfassungsmehrheiten, und gerade die Opposition verweigert sich sehr häufig bei Verfassungsmehrheiten! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Hofer: Das ist überhaupt nicht wahr! Das ist eine glatte Lüge! – Abg. Grosz: In English, please! In English! – Abg. Mag. Kogler: Die einzigen Verweigerer sind die Landeshauptleute, vor allem die von der ÖVP! – Legen Sie einmal etwas vor!)
Abg. Bucher: Step by Step! No problem! – Abg. Grosz: The Minister of Finance – and not the Minister of Kieberei!
Das Vierte ist der Strategiebericht, den ich schon erwähnt habe, mit all den Einzelmaßnahmen, die hierin schriftlich festgehalten worden sind. – Herr Grosz, der „Big Bang“ ist beispielsweise das, was der Konvent hier in diesem Haus abgeliefert hat. (Abg. Bucher: Um Gottes willen!) Ich war ja Parlamentarierin, ich bin ja im Verfassungsunterausschuss gesessen, wo wir ganz große Reformen beraten, aber eben nicht fertiggebracht haben. Daher habe ich in meiner politischen Arbeit gelernt: Man kommt schneller ans Ziel, wenn man sukzessive, Schritt für Schritt, die jeweiligen Reformen angeht (Beifall bei der ÖVP) – und nicht wartet, Herr Grosz (Abg. Bucher: Step by Step! No problem! – Abg. Grosz: The Minister of Finance – and not the Minister of Kieberei!), bis dieses Hohe Haus die gesamte Staatsreform auf Schiene bringt, denn dazu braucht man auch Verfassungsmehrheiten, und gerade die Opposition verweigert sich sehr häufig bei Verfassungsmehrheiten! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Hofer: Das ist überhaupt nicht wahr! Das ist eine glatte Lüge! – Abg. Grosz: In English, please! In English! – Abg. Mag. Kogler: Die einzigen Verweigerer sind die Landeshauptleute, vor allem die von der ÖVP! – Legen Sie einmal etwas vor!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Hofer: Das ist überhaupt nicht wahr! Das ist eine glatte Lüge! – Abg. Grosz: In English, please! In English! – Abg. Mag. Kogler: Die einzigen Verweigerer sind die Landeshauptleute, vor allem die von der ÖVP! – Legen Sie einmal etwas vor!
Das Vierte ist der Strategiebericht, den ich schon erwähnt habe, mit all den Einzelmaßnahmen, die hierin schriftlich festgehalten worden sind. – Herr Grosz, der „Big Bang“ ist beispielsweise das, was der Konvent hier in diesem Haus abgeliefert hat. (Abg. Bucher: Um Gottes willen!) Ich war ja Parlamentarierin, ich bin ja im Verfassungsunterausschuss gesessen, wo wir ganz große Reformen beraten, aber eben nicht fertiggebracht haben. Daher habe ich in meiner politischen Arbeit gelernt: Man kommt schneller ans Ziel, wenn man sukzessive, Schritt für Schritt, die jeweiligen Reformen angeht (Beifall bei der ÖVP) – und nicht wartet, Herr Grosz (Abg. Bucher: Step by Step! No problem! – Abg. Grosz: The Minister of Finance – and not the Minister of Kieberei!), bis dieses Hohe Haus die gesamte Staatsreform auf Schiene bringt, denn dazu braucht man auch Verfassungsmehrheiten, und gerade die Opposition verweigert sich sehr häufig bei Verfassungsmehrheiten! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Hofer: Das ist überhaupt nicht wahr! Das ist eine glatte Lüge! – Abg. Grosz: In English, please! In English! – Abg. Mag. Kogler: Die einzigen Verweigerer sind die Landeshauptleute, vor allem die von der ÖVP! – Legen Sie einmal etwas vor!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Das hat man gemerkt bei den Einstufungen! – Abg. Grosz: Können wir jetzt wissen, was ein „Big Bang“ ist?
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (fortsetzend): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Sie sehen, diese Bundesregierung hat einen klaren Pfad für vier Jahre vorgelegt, der uns stabile Finanzen bescheren wird, der uns den Defizitabbau beschert, der uns sukzessive die Modernisierung des Staates vorantreiben lässt. Und wir haben auch ein gutes Einvernehmen mit den Ländern – das beweisen der Stabilitätspakt und der neue Pflegefonds. Die Pflege ist nämlich etwas, das den Menschen wirklich am Herzen liegt, und wir haben das für die nächsten Jahre gelöst. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Das hat man gemerkt bei den Einstufungen! – Abg. Grosz: Können wir jetzt wissen, was ein „Big Bang“ ist?)
Abg. Grosz: Ein gefährliches Wort!
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Wissen Sie, Frau Bundesministerin, das „step by step“ (Abg. Grosz: Ein gefährliches Wort!) klingt unheimlich toll, und Sie haben schon recht: Wenn man Schritt für Schritt vorgeht, dann kann man vielleicht etwas erreichen. Aber Frau Bundesministerin und Herr Bundeskanzler, bei der Reformunwilligkeit dieser Regierung und bei dem Arbeitseifer dieser Regierung werden Sie das Resultat des ersten Schrittes wahrscheinlich selber gar nicht mehr erleben, weil in der Zwischenzeit nämlich Neuwahlen stattfinden und Sie das Amt nicht mehr bekleiden werden. Das wird das Problem sein, vor dem Sie stehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Wissen Sie, Frau Bundesministerin, das „step by step“ (Abg. Grosz: Ein gefährliches Wort!) klingt unheimlich toll, und Sie haben schon recht: Wenn man Schritt für Schritt vorgeht, dann kann man vielleicht etwas erreichen. Aber Frau Bundesministerin und Herr Bundeskanzler, bei der Reformunwilligkeit dieser Regierung und bei dem Arbeitseifer dieser Regierung werden Sie das Resultat des ersten Schrittes wahrscheinlich selber gar nicht mehr erleben, weil in der Zwischenzeit nämlich Neuwahlen stattfinden und Sie das Amt nicht mehr bekleiden werden. Das wird das Problem sein, vor dem Sie stehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da ist noch nicht eingerechnet, dass das ESVG ab dem Jahr 2014 die ausgelagerten Schulden miteinbeziehen wird. Das heißt, dann kommen die ausgelagerten Schulden aus der Bundesimmobiliengesellschaft, aus der ASFINAG, aus den ÖBB, all das noch dazu, und dann sind wir bei einem Verschuldungsgrad von 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Dazu kann man dieser Bundesregierung nur „gratulieren“. Nur weiter so! Ich bin gespannt, wie lange sich das die österreichische Bevölkerung noch gefallen lassen wird, denn bevor Sie diese 90 Prozent erreichen, müssen Sie nämlich gegensteuern, und Gegensteuern heißt bei Ihnen und bei dieser Bundesregierung nichts anderes als zusätzliche Belastungen in steuerlicher Form und zusätzliche Einsparungen, und zwar genau in den Bereichen, wo sie völlig falsch sind: bei den Familien, bei den Sozialleistungen. Und genau das wird sich die österreichische Bevölkerung nicht gefallen lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist genau das Programm dieser Regierung: belasten, weiter Schulden machen – obwohl man immer das andere sagen wird –, und ich bedauere jetzt schon unsere Kinder und Enkelkinder, wenn sie einmal das ausbaden müssen, was Sie hier veranstalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Rufe der Missbilligung bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Grillitsch – zu dem auf seinen Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Themessl –: „Einen schönen Abend noch“!
Ich kann Ihnen abschließend nur sagen: Diese Bundesregierung ist das personifizierte Unheil für den österreichischen Staat und für dessen Bevölkerung. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Rufe der Missbilligung bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Grillitsch – zu dem auf seinen Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Themessl –: „Einen schönen Abend noch“!)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Ja, aber du auch!
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Meine Herren Bundesminister und Staatssekretäre! Meine Damen und Herren! Einer der führenden deutschen Politiker, Lothar Späth, hat einmal eine bemerkenswerte Rede gehalten, die unter dem Titel stand: Fast allen geht es gut, und fast jeder ist unzufrieden. – Unter diesem Motto könnte man auch die heutige Debatte und die allgemeine Situation in Österreich darstellen. Denn: Wer heute Bucher und Strache oder Strache und Bucher zugehört hat, der hört die Vergangenheit. – Meine Damen und Herren! Die politischen Kinder Jörg Haiders: fast so laut, aber nur halb so gut. Das kann man durchaus einmal festhalten. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Ja, aber du auch!)
Abg. Neubauer: Aber die Einsparungen haben wir nicht dabei! Die Einsparungen, von denen sagen Sie nichts!
zu sehen ist, in die Höhe.) Wir haben im laufenden Jahr ein Budgetdefizit – hier sichtbar – von knapp 8 Milliarden €. Würde man die FPÖ-Wünsche mit ihrem Volumen von knapp 9 Milliarden € dazu nehmen, würde dies 16 Milliarden € ergeben. – So viel zur Wahrheit, meine Damen und Herren! Und zusätzlich 6 Milliarden € insgesamt mehr an Defizit. (Abg. Neubauer: Aber die Einsparungen haben wir nicht dabei! Die Einsparungen, von denen sagen Sie nichts!) – 9 Milliarden weniger Steuereinnahmen ergeben nun einmal die 9 Milliarden, da können Sie deuteln und erklären, was Sie wollen.
Beifall bei der ÖVP.
Und wenn Sie es nicht glauben: Ich habe Ihre gesammelten Anträge hier (der Redner hält die erwähnten Schriftstücke in die Höhe), Ihre gesammelten Anträge und Wünsche. Wenn Sie es brauchen, dann stelle ich es Ihnen zur Verfügung. Wir können es Ihnen auch vorrechnen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Ein Blödsinn! Weil wir immer für ein Europa der Vaterländer eingetreten sind! – Der größte Unsinn, den Sie da verzapfen!
Eure Prognosen, die kennen wir. Zur Erinnerung: Hier werden die Regierung beziehungsweise die Regierungsparteien als EU-Sekte dargestellt. – Die erste „Sekte“ diesbezüglich – wenn man schon in dieser Diktion bleiben würde –, die ohne Wenn und Aber zur Europäischen Union wollte, war die FPÖ. Erinnern Sie sich noch, meine Damen und Herren? (Abg. Strache: Ein Blödsinn! Weil wir immer für ein Europa der Vaterländer eingetreten sind! – Der größte Unsinn, den Sie da verzapfen!) Aber aus populistischen Gründen haben Sie eine Kehrtwende gemacht. Aus populistischen Gründen – nachvollziehbar! Schämen Sie sich! Das wäre wesentlich besser, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Fichtenbauer: Wie von euch noch behauptet worden ist, ein EU-Beitritt ist unmöglich, haben wir das schon im Parteiprogramm gehabt!)
Abg. Dr. Fichtenbauer: Wie von euch noch behauptet worden ist, ein EU-Beitritt ist unmöglich, haben wir das schon im Parteiprogramm gehabt!
Eure Prognosen, die kennen wir. Zur Erinnerung: Hier werden die Regierung beziehungsweise die Regierungsparteien als EU-Sekte dargestellt. – Die erste „Sekte“ diesbezüglich – wenn man schon in dieser Diktion bleiben würde –, die ohne Wenn und Aber zur Europäischen Union wollte, war die FPÖ. Erinnern Sie sich noch, meine Damen und Herren? (Abg. Strache: Ein Blödsinn! Weil wir immer für ein Europa der Vaterländer eingetreten sind! – Der größte Unsinn, den Sie da verzapfen!) Aber aus populistischen Gründen haben Sie eine Kehrtwende gemacht. Aus populistischen Gründen – nachvollziehbar! Schämen Sie sich! Das wäre wesentlich besser, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Fichtenbauer: Wie von euch noch behauptet worden ist, ein EU-Beitritt ist unmöglich, haben wir das schon im Parteiprogramm gehabt!)
Abg. Strache: Das ist ein zentralistisches Europa, was Sie verursachen, nicht ein föderalistisches!
Was wurde denn dann alles behauptet: Portugiesische Arbeiter würden den österreichischen Arbeitsmarkt überschwemmen, „Blutschokolade“ wurde als Schreckgespenst dargestellt – und jetzt haben Sie, meine Damen und Herren, die „Pleite-Griechen“ entdeckt. – Ja, da gibt es tatsächlich Probleme. (Abg. Strache: Das ist ein zentralistisches Europa, was Sie verursachen, nicht ein föderalistisches!)
Abg. Strache: Ah geh! Wo ihr einer bayerischen Bank mit österreichischen Steuergeldern aus der Patsche geholfen habt?
Meine Damen und Herren, Herr Strache, Sie sollten den Kommentar in der vorgestrigen Ausgabe des „Standard“ unter dem Titel „Die Pleite-Griechen“ lesen. Der Verfasser meinte damit nicht die Griechen, sondern das südliche Bundesland Kärnten, wo Sie durchaus Verantwortung tragen. (Abg. Strache: Ah geh! Wo ihr einer bayerischen Bank mit österreichischen Steuergeldern aus der Patsche geholfen habt?) – Mehr sei Ihnen nicht ins Stammbuch geschrieben. Das genügt, meine Damen und Herren. (Ruf bei der FPÖ: Jakob Auer, der Raiffeisen-Lobbyist!)
Ruf bei der FPÖ: Jakob Auer, der Raiffeisen-Lobbyist!
Meine Damen und Herren, Herr Strache, Sie sollten den Kommentar in der vorgestrigen Ausgabe des „Standard“ unter dem Titel „Die Pleite-Griechen“ lesen. Der Verfasser meinte damit nicht die Griechen, sondern das südliche Bundesland Kärnten, wo Sie durchaus Verantwortung tragen. (Abg. Strache: Ah geh! Wo ihr einer bayerischen Bank mit österreichischen Steuergeldern aus der Patsche geholfen habt?) – Mehr sei Ihnen nicht ins Stammbuch geschrieben. Das genügt, meine Damen und Herren. (Ruf bei der FPÖ: Jakob Auer, der Raiffeisen-Lobbyist!)
Abg. Strache: Hat Ihnen der Herr Konrad die Rede geschrieben?
Festzuhalten ist, und das haben auch die Experten im Hearing bestätigt (Abg. Strache: Hat Ihnen der Herr Konrad die Rede geschrieben?): Der Bundesfinanzrahmen ist eine realistische Grundlage, er ist ein Planungsgesetz, das auf soliden Annahmen beruht. Und, meine Damen und Herren, es ist bemerkenswert, dass die mit den Bundesländern erzielten Ergebnisse in der Pflegefinanzierung und der Stabilitätspakt ebenfalls deutliche Ergebnisse sind.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Krainer.
Gerade dieses Planungsgesetz, dieses Bundesfinanzrahmengesetz hat ein Bundesminister, nämlich Willi Molterer, auf die Bühne gebracht. Es ist ihm zu danken, es ist vor allem auch dem Sektionschef Steger zu danken. Es ist international die Benchmark. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Krainer.)
Beifall bei den Grünen.
Die Regierung predigt seit Monaten, dass Investitionen in Bildung und Forschung Investitionen in die Zukunft sind. Und jetzt schauen wir uns einmal an, was das mit Glaubwürdigkeit, Ehrlichkeit und Vertrauen zu tun hat: Diese Aussagen stimmen mit der Wirklichkeit überhaupt nicht überein! Ich würde mir von einer Regierung wünschen, dass sie Tatsachen, Fakten zur Kenntnis nimmt, dass sie sich an Ratschläge und Kritik jener Räte hält, die sie sich selber zur Beratung auserwählt hat – das tut sie nicht –, und dass sie die Wahrheit sagt. (Beifall bei den Grünen.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Aber eine Planung ist immer eine Ankündigung!
Vor Kurzem haben wir hier die österreichische Forschungsstrategie dargelegt bekommen – eine schöne Glanzpostille mit vielen vernünftigen, guten Ansätzen für Lehre und Forschung. Aber: Keine einzige Seite dieses Papiers ist in diesem Budget finanziell abgesichert! Das ist eine reine Ankündigung – und von Ankündigungen kann eine Republik, können Betroffene im Prinzip nicht leben. (Bundesministerin Dr. Fekter: Aber eine Planung ist immer eine Ankündigung!) – Eine Planung ist schon schön, aber man möchte auch die Verwirklichung eines Planes erleben. Wenn Sie anderer Meinung sind, dann sind Sie hier fehl am Platz. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Vor Kurzem haben wir hier die österreichische Forschungsstrategie dargelegt bekommen – eine schöne Glanzpostille mit vielen vernünftigen, guten Ansätzen für Lehre und Forschung. Aber: Keine einzige Seite dieses Papiers ist in diesem Budget finanziell abgesichert! Das ist eine reine Ankündigung – und von Ankündigungen kann eine Republik, können Betroffene im Prinzip nicht leben. (Bundesministerin Dr. Fekter: Aber eine Planung ist immer eine Ankündigung!) – Eine Planung ist schon schön, aber man möchte auch die Verwirklichung eines Planes erleben. Wenn Sie anderer Meinung sind, dann sind Sie hier fehl am Platz. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Oder Sie teilen hier Papiere aus – das Bundesfinanzrahmengesetz und Budgethefte –, und die Opposition kriegt andere Hefte als Sie! Oder steht da nicht überall das Gleiche drinnen? Die Wahrheit ist: Nominell sinkt das Universitäts- und Fachhochschulbudget in den nächsten Jahren dieses Bundesfinanzrahmenplanes. Was ist das für eine Investition in die Zukunft, was ist das für eine Förderung und Wertschätzung von Lehre und Forschung? – Keine, sage ich Ihnen, wirklich keine! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Amon: Wann waren Sie gestern in Graz?
Ich bin jetzt seit Wochen an verschiedenen Unis unterwegs, mache eine Art Uni-Tournee und habe einige Unis besucht – ich will sie gar nicht alle aufzählen. Gestern war ich in Graz an der Hauptuni. 25 Leute – Rektor, Vizerektor, alle Dekane, alle Vertretungen von Studierenden, Mittelbau, ... (Abg. Amon: Wann waren Sie gestern in Graz?) – Ich war gestern Nachmittag in Graz, und Vormittag auch. (Abg. Amon: Da war Nationalratsplenum! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja! Ich war nicht am Fußballplatz, sondern an den Universitäten, was auch meine Aufgabe ist. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Amon: Da war Nationalratsplenum! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich bin jetzt seit Wochen an verschiedenen Unis unterwegs, mache eine Art Uni-Tournee und habe einige Unis besucht – ich will sie gar nicht alle aufzählen. Gestern war ich in Graz an der Hauptuni. 25 Leute – Rektor, Vizerektor, alle Dekane, alle Vertretungen von Studierenden, Mittelbau, ... (Abg. Amon: Wann waren Sie gestern in Graz?) – Ich war gestern Nachmittag in Graz, und Vormittag auch. (Abg. Amon: Da war Nationalratsplenum! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja! Ich war nicht am Fußballplatz, sondern an den Universitäten, was auch meine Aufgabe ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich bin jetzt seit Wochen an verschiedenen Unis unterwegs, mache eine Art Uni-Tournee und habe einige Unis besucht – ich will sie gar nicht alle aufzählen. Gestern war ich in Graz an der Hauptuni. 25 Leute – Rektor, Vizerektor, alle Dekane, alle Vertretungen von Studierenden, Mittelbau, ... (Abg. Amon: Wann waren Sie gestern in Graz?) – Ich war gestern Nachmittag in Graz, und Vormittag auch. (Abg. Amon: Da war Nationalratsplenum! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja! Ich war nicht am Fußballplatz, sondern an den Universitäten, was auch meine Aufgabe ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Anbahnungsfinanzierungen für EU-Projekte, höre ich in Salzburg, wurden ersatzlos gestrichen. Welche Verlässlichkeit haben unsere ForscherInnen in der internationalen Szene? Sie predigen Mobilität – aber Anbahnungsprojekte werden nicht mehr finanziert! Publikationsförderungen – Kostenzuschüsse für Publikationen, Habilitationen, Forschungspublikationen – werden um 50 Prozent reduziert, nächstes Jahr auf null! Das ist ein schwerer Schlag für Geistes- und Kulturwissenschaften, die davon leben. Wollen Sie, dass junge ForscherInnen den Verlagen die Bücher zahlen, die sie drucken? – Ich sage Ihnen, das ist ein Wahnsinn! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hörl: Einen neuen Minister haben wir!
An der Bodenkultur sagt Rektor Gerzabek, er muss sich überlegen, zwei Studienrichtungen zu schließen – ebenso Investitionsstopps. (Abg. Hörl: Einen neuen Minister haben wir!) – Der neue Minister? – Der neue Minister braucht Geld. Und die Ministerin, die Geld hat – Österreich ist kein armes Land –, heißt Fekter. Zur Erinnerung, Herr Kollege. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
An der Bodenkultur sagt Rektor Gerzabek, er muss sich überlegen, zwei Studienrichtungen zu schließen – ebenso Investitionsstopps. (Abg. Hörl: Einen neuen Minister haben wir!) – Der neue Minister? – Der neue Minister braucht Geld. Und die Ministerin, die Geld hat – Österreich ist kein armes Land –, heißt Fekter. Zur Erinnerung, Herr Kollege. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Der Rektor der Medizinischen Universität Wien sagt, es werden wahrscheinlich Planposten abzubauen sein. Der Forschungsfonds sagt, in Österreich greift die Halbtagsforschung um sich. Und mit Halbtagsforschung sind Sie international nicht Spitze! Stillstand, Rückschritt. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (fortsetzend): Das werden wir sicher machen. Wir ziehen ihn jedenfalls nicht zurück. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Krainer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Danke für den Doktor! Der ist erfunden!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Krainer. – Bitte. (Abg. Krainer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Danke für den Doktor! Der ist erfunden!)
Abg. Mag. Kogler: Das ist ja das Kompromissangebot! Darum geht es ja!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Kollege Grünewald, der Antrag ist ja verteilt worden – hohe Sympathien dafür. Wenn Sie aber sagen, wir legen hier ein Gesetz vor, in dem nominell das Budget sinkt, dann muss ich dem entgegenhalten, laut Ihrem Antrag sinkt es auch nominell. Das allein kann noch nicht das Argument sein. Natürlich, es sinkt von 4,078 Milliarden 2013 auf 4,030 Milliarden 2014 und 4,029 ... (Abg. Mag. Kogler: Das ist ja das Kompromissangebot! Darum geht es ja!)
Abg. Mag. Kogler: Ja wozu machen wir dann einen Finanzrahmen?
Wo Sie völlig recht haben, ist, für die neuen Leistungsvereinbarungen ist das Geld noch nicht budgetiert, ist die Erhöhung noch nicht budgetiert. (Abg. Mag. Kogler: Ja wozu machen wir dann einen Finanzrahmen?) Wir beginnen auch Verhandlungen nicht damit, dass man sagt, so und so viel Geld gibt es mehr (Abg. Mag. Kogler: Dann vergessen wir den Finanzrahmen!) und jetzt verhandeln wir darüber, sondern wenn Sie den Finanzrahmen genau ansehen, dann werden Sie sehen, dass Geld dafür reserviert ist. (Abg. Mag. Kogler: Wo?) – Dort, wo die Opposition glaubt, dass zu wenig budgetiert ist, ist in Wirklichkeit ein Polster, wenn Sie es genau anschauen. In der Rubrik 5 wer
Abg. Mag. Kogler: Dann vergessen wir den Finanzrahmen!
Wo Sie völlig recht haben, ist, für die neuen Leistungsvereinbarungen ist das Geld noch nicht budgetiert, ist die Erhöhung noch nicht budgetiert. (Abg. Mag. Kogler: Ja wozu machen wir dann einen Finanzrahmen?) Wir beginnen auch Verhandlungen nicht damit, dass man sagt, so und so viel Geld gibt es mehr (Abg. Mag. Kogler: Dann vergessen wir den Finanzrahmen!) und jetzt verhandeln wir darüber, sondern wenn Sie den Finanzrahmen genau ansehen, dann werden Sie sehen, dass Geld dafür reserviert ist. (Abg. Mag. Kogler: Wo?) – Dort, wo die Opposition glaubt, dass zu wenig budgetiert ist, ist in Wirklichkeit ein Polster, wenn Sie es genau anschauen. In der Rubrik 5 wer
Abg. Mag. Kogler: Wo?
Wo Sie völlig recht haben, ist, für die neuen Leistungsvereinbarungen ist das Geld noch nicht budgetiert, ist die Erhöhung noch nicht budgetiert. (Abg. Mag. Kogler: Ja wozu machen wir dann einen Finanzrahmen?) Wir beginnen auch Verhandlungen nicht damit, dass man sagt, so und so viel Geld gibt es mehr (Abg. Mag. Kogler: Dann vergessen wir den Finanzrahmen!) und jetzt verhandeln wir darüber, sondern wenn Sie den Finanzrahmen genau ansehen, dann werden Sie sehen, dass Geld dafür reserviert ist. (Abg. Mag. Kogler: Wo?) – Dort, wo die Opposition glaubt, dass zu wenig budgetiert ist, ist in Wirklichkeit ein Polster, wenn Sie es genau anschauen. In der Rubrik 5 wer
Abg. Mag. Kogler: Bitte schön, wieder Intransparenz!
den Sie es finden, wenn Sie es genau anschauen, und sehen, dass Geld genau für diesen Punkt da ist. (Abg. Mag. Kogler: Bitte schön, wieder Intransparenz!)
Abg. Neubauer: Das ist der beschränkte Horizont des Herrn Krainer!
Ich finde, die Debatte war heute bis jetzt durchaus spannend. Wir haben gemerkt, die FPÖ hat selbst drei Säulen der Budgetpolitik, nämlich gegen Schulden, gegen mehr Einnahmen und gegen weniger Ausgaben. Es ist ganz interessant, wie so etwas jemals funktionieren soll. Also nicht mehr Einnahmen, keine Steuererhöhungen, keine Ausgabenkürzungen, aber trotzdem keine Schulden machen, das ist ein durchaus (Abg. Neubauer: Das ist der beschränkte Horizont des Herrn Krainer!) – Sehr beschränkt, da haben Sie recht, das ist sehr beschränkt, was Sie hier vorschlagen.
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben vor zwei Jahren für jene, die für ihr Einkommen arbeiten, die Steuern gesenkt. Und ja, wir haben im Dezember die Steuern für jene erhöht, die ein leistungsloses Einkommen haben, zum Beispiel für Aktienspekulation haben wir die Steuern erhöht. Das halten wir jedenfalls für den richtigen Weg. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und das Dritte, worauf wir achten müssen, ist, dass bei dem, was in der nächsten Haushaltsrechtsreform kommen soll, nämlich bei Gender Budgeting, die Regierung noch ein bisschen etwas dazulegen sollte. Dazu wird Kollegin Silhavy noch mehr sagen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ganz im Gegenteil: Wenn Sie bei der Forschung von Ausbau reden, stelle ich fest, dass vom Jahr 2012 bis zum Jahr 2015 in den betroffenen Rubriken unter den Titeln 31, 33, 34 in Summe 170 Millionen abgebaut werden. Also ein Minus im Forschungsbereich und im Wissenschaftsbereich. In Deutschland etwa, wo man ein Sparpaket mit 80 Milliarden erdulden, ertragen muss, baut man zum selben Zeitpunkt die Wissenschaft mit 12 Milliarden aus. Diese Ansätze fehlen mir hier. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Wirtschaftsprognosen: Sie bemühen ein Institut der Regierung, das Wifo, aber sonst kein weiteres. Die Inflationsentwicklung wird nicht mehr erwähnt, im letzten Bericht war sie noch dabei. Warum? – Weil Sie Angst haben, dass die Inflation steigen wird. Sie wird auch steigen aufgrund Ihrer Banken-, Griechenland- und Euro-Rettungsschirm-Pakete, und damit wird natürlich auch die Inflation steigen. Somit wird das ganze Paket nicht mehr halten. Sie setzen auf Zahlen, Sie setzen auf Sand. All das, was Sie hier vorlegen, wird nicht durchführbar sein. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Oder die Zinsen: Denken Sie daran, dass Sie rund 10 Milliarden an Zinsen zurückzahlen! Das ist das Dreifache des Wissenschaftsbudgets. Ich weiß, was mit dem Herrn Wissenschaftsminister geschehen wird – genau dasselbe wie mit dem Nicht-ÖVP-Mitglied Bandion-Ortner. Der Herr Wissenschaftsminister wird Fakten vorlegen, er wird gescheite Dinge fordern, und die eigene Finanzministerin wird ihm den Geldhahn abdrehen. Und irgendwann wird er im Ausgedinge sitzen und nicht mehr dabei sein, weil er einfach nichts mehr durchsetzen kann. Das ist eine unehrliche Politik, die wir nicht unterstützen. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Die Topnoten bei den Ratingagenturen hat Österreich nicht verdient. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Finanzministerin, wir haben diese Topnoten nicht verdient! Und Sie behaupten, es wäre alles eingerechnet, die Schulden, die Haftungspakete. Ganz im Gegenteil! Wir haben die Topnoten nicht verdient; Sie lügen sich hier eigentlich nur in die eigene Tasche. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache: Das in dieser kleinen Schweiz!
Oder, heute auch bekannt geworden: Das Schweizer Institut IMD vergleicht den Standort Österreich ... (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Ostermayer.) – Herr Staatssekretär, der Standort Österreich wird von einer renommierten Schweizer Agentur beurteilt – nicht von mir, vom BZÖ, und da kommt heraus, Herr Staatssekretär, dass wir bei diesem Standortvergleich von Platz 11 auf Platz 17 abgeglitten sind. (Abg. Strache: Das in dieser kleinen Schweiz!)
Beifall beim BZÖ.
Zu den Banken, meine sehr geehrten Damen und Herren. Ich glaube, dass Herr Treichl in der Grundanalyse Recht hat; über die Wortwahl kann man diskutieren. Aber wer urteilt, muss auch selbst Vorbild sein, das sage ich ganz klar. Und wenn die Erste Bank die Aufsichtsratsgagen verdoppelt, wenn die Raiffeisen Bank International ihre Vorstandsgehälter um 78 Prozent auf gewaltige 1,4 Millionen € im Jahr 2010 erhöht – im Vergleich: 2009 waren es 783 000 € –, dann erzeugt das Unmut, dann sagt der Wähler, der Bürger zu Recht: Das ist eine Schweinerei! Und da gehört eingegriffen. (Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit
Präsident Fritz Neugebauer: Das macht dann der nächste Redner Ihrer Fraktion (Heiterkeit); Ihre Redezeit ist abgelaufen.
Beifall beim BZÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Mag. Widmann.
(Beifall beim BZÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Mag. Widmann.)
Abg. Strache: Das ist Realitätsverweigerung!
Das hat sich auch im mehrstündigen Hearing im Budgetausschuss bestätigt. Dabei haben nämlich auch die von den Oppositionsparteien genannten ExpertInnen den Budgetkurs der Regierung im Großen und Ganzen bestätigt. (Abg. Strache: Das ist Realitätsverweigerung!)
Abg. Strache: Teilaspekte!
So hat etwa Frau Dr. Barbara Kolm, eine Expertin der FPÖ, die vorliegenden Ansätze mit der Begründung begrüßt, dass sie rückläufige Defizite ab 2013 aufweisen und eine sinkende Schuldenquote ab 2014. Die thermische Sanierung und die Forschungsförderung hat sie ebenso besonders positiv hervorgehoben, Herr Kollege. (Abg. Strache: Teilaspekte!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte aber an dieser Stelle doch noch einmal daran erinnern, dass gerade das gute sozialstaatliche österreichische System ein wesentlicher Stabilitätsfaktor für uns war und uns geholfen hat, die Krise besser zu bewältigen als andere Staaten. Darauf dürfen wir bei allen Konsolidierungsdiskussionen nicht vergessen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wichtig werden daher in Zukunft messbare Darstellungen der angekündigten Erfolge sein, was ab 2013 in der zweiten Etappe der Haushaltsrechtsreform ja durch die Wirkungsorientierung gegeben sein wird. Das wird dann ein weiterer Qualitätsschub im österreichischen Haushaltsrecht sein, der sich unmittelbar und spürbar auf die Chancengleichheit von Frauen und Männern auswirken wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich kann Ihnen heute sagen, Sie haben sich geirrt, denn wenn wir sehen, dass beispielsweise beim vorläufigen Bundesrechnungsabschluss 2010 die Steuern gegenüber dem Voranschlag gestiegen sind, dass wir laut den Prognosen die Steuereinnahmen in den Jahren 2011 bis 2015 in Summe von 62,5 Milliarden auf 71,1 Milliarden steigern können, dann zeigt uns das nur eines, nämlich dass sich die Wirtschaft nach der Krise wieder erholt hat und dass die Regierung, die für diese Krisenbewältigung verantwortlich war, mit Arbeitsmarktpaketen, mit Konjunkturpaketen gute Arbeit geleistet hat, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Ich verstehe natürlich Ihre Aufregung, weil Sie als Oppositionsparteien in Zeiten der Krise in Wirklichkeit ja nicht sehr viel erreicht haben. Sie haben sich zwar manchen Maßnahmen, wie beispielsweise der Bankenrettung, angeschlossen, aber dann haben Sie es auf der anderen Seite auch wieder abgestritten und das ganze System schlechtgeredet. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall bei der ÖVP.
gemacht werden müssen, denn sie sind es, die in Wirklichkeit all die Maßnahmen – sei es im sozialen Sektor, sei es im Bildungssektor, im Forschungssektor und in anderen Bereichen, auch bei den Pensionen –, dieses System finanzieren. Und diese Steuerzahlerinnen und Steuerzahler müssen nach einer soliden Konsolidierung, nach soliden Defizitschrumpfungen, nach solidem Schuldenabbau auch wieder von der Steuerlast befreit werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Petzner.
Es ist diesbezüglich sehr viel geschehen, aber als Arbeitnehmervertreterin möchte ich noch einmal anmerken – ich habe es schon oft vom Rednerpult aus getan –: Die österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer schaffen die Arbeitsplätze. Und nur so schaffen wir es, dass wir Zweitbester in Europa sind, was die Arbeitslosenzahlen betrifft. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Petzner.) – Herr Petzner, ich weiß nicht, was Sie an dieser Aussage nicht kapieren! (Abg. Petzner: Das hilft den Unternehmen nichts!)
Abg. Petzner: Das hilft den Unternehmen nichts!
Es ist diesbezüglich sehr viel geschehen, aber als Arbeitnehmervertreterin möchte ich noch einmal anmerken – ich habe es schon oft vom Rednerpult aus getan –: Die österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer schaffen die Arbeitsplätze. Und nur so schaffen wir es, dass wir Zweitbester in Europa sind, was die Arbeitslosenzahlen betrifft. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Petzner.) – Herr Petzner, ich weiß nicht, was Sie an dieser Aussage nicht kapieren! (Abg. Petzner: Das hilft den Unternehmen nichts!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Und Sie tun nichts ...! Das ist der Punkt!
Wir brauchen in diesem Zusammenhang aber auch gute, solide und altersgerechte Arbeitsplätze, damit die Menschen auch wirklich länger in Beschäftigung bleiben können. Viele Unternehmer – gerade mittlere und kleine Unternehmen – tun sehr viel, dass ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Arbeitsprozess bleiben können. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Und Sie tun nichts ...! Das ist der Punkt!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir brauchen auch keine Erhöhung der Grundsteuer, denn speziell in Wien würde ich mir doch einmal anschauen, ob die Stadt Wien als größter Vermieter die Grundsteuer nicht als Betriebskosten an die Mieterinnen und Mieter weiterwälzen würde. Das wollen wir nicht. Dem erteilen wir eine klare Absage. (Beifall bei der ÖVP.)
Die Abgeordneten Grosz und Petzner: Abgesagt!
Selbst wenn es die Opposition nicht glauben will: Was die Verwaltungsreform betrifft (Die Abgeordneten Grosz und Petzner: Abgesagt!), sind das kleine Schritte, die sukzessive umgesetzt werden. Der große Wurf würde wahrscheinlich eher Personalabbau seitens des öffentlichen Dienstes betreffen. Das heißt, wir brauchen Schritt für Schritt eine Verwaltungsreform. Es ist schon viel getan, und vieles wird noch geschehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Selbst wenn es die Opposition nicht glauben will: Was die Verwaltungsreform betrifft (Die Abgeordneten Grosz und Petzner: Abgesagt!), sind das kleine Schritte, die sukzessive umgesetzt werden. Der große Wurf würde wahrscheinlich eher Personalabbau seitens des öffentlichen Dienstes betreffen. Das heißt, wir brauchen Schritt für Schritt eine Verwaltungsreform. Es ist schon viel getan, und vieles wird noch geschehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich will für meine Fraktion eines in aller Deutlichkeit festhalten: Es ist richtig, dass wir – wie es hier thematisiert wurde – die Ersten in diesem Hohen Haus waren, die sich für ein gemeinsames Haus Europa ausgesprochen haben, ein Europa vom Atlantik bis zum Ural, bestehend aus gleichberechtigten Partnern, die auf Augenhöhe zueinander Frieden dauerhaft absichern, wirtschaftliche Prosperität garantieren, aber auch darauf achten, dass ihre Selbständigkeit nicht verloren geht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Finanzministerin, Ihr Vorschlag, dass man vielleicht Zinsen erlässt, würde überhaupt nichts bringen. Da macht sich ein Fass ohne Boden auf. Man kann das österreichische Budget mit Sicherheit nicht ernsthaft planen, wenn man die Frage von Europa nicht mit einbezieht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daraus ist zu schließen: Wir werden a) nicht ernst genommen, können b) nicht wirklich mitbestimmen, dürfen aber c), wenn es darum geht, zu zahlen, ganz vorne stehen. Das ist nicht dieses Europa, wie es aus österreichischer Sicht eigentlich sein sollte. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Und was ist mit ...?
menge M3 im Euroraum angeschaut. Die Produktion im Euroraum ist in den letzten zehn Jahren um 4 Prozent gestiegen, die Geldmenge M3 allerdings um 72 Prozent. (Abg. Dr. Lichtenecker: Und was ist mit ...?)
Abg. Strache: Jetzt sollte der Herr Kogler aufpassen, der nicht da ist, leider Gottes! Wo ist er denn?
Jeder weiß, dass dann eine stabile Währung gegeben ist, wenn die Produktion im Gleichgewicht mit der Geldmenge ist. Die Geldmenge ist aber immer mehr hinaufgeschraubt worden, im Schnitt um 7 bis 10 Prozent pro Jahr. Das heißt auch, dass das Geld pro Jahr weniger wert geworden ist. (Abg. Strache: Jetzt sollte der Herr Kogler aufpassen, der nicht da ist, leider Gottes! Wo ist er denn?) Damit erklären sich auch solche Dinge, die heute vom Kollegen Stadler, glaube ich, erwähnt worden sind, dass man sich nämlich, wenn man heute Preise in der Gastronomie umrechnet, nur wundern kann, dass man für das Schnitzel 150 S, 160 S bezahlt und für das Gulasch 180 S und mehr bezahlt. Da ist die Kaufkraft verloren gegangen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jeder weiß, dass dann eine stabile Währung gegeben ist, wenn die Produktion im Gleichgewicht mit der Geldmenge ist. Die Geldmenge ist aber immer mehr hinaufgeschraubt worden, im Schnitt um 7 bis 10 Prozent pro Jahr. Das heißt auch, dass das Geld pro Jahr weniger wert geworden ist. (Abg. Strache: Jetzt sollte der Herr Kogler aufpassen, der nicht da ist, leider Gottes! Wo ist er denn?) Damit erklären sich auch solche Dinge, die heute vom Kollegen Stadler, glaube ich, erwähnt worden sind, dass man sich nämlich, wenn man heute Preise in der Gastronomie umrechnet, nur wundern kann, dass man für das Schnitzel 150 S, 160 S bezahlt und für das Gulasch 180 S und mehr bezahlt. Da ist die Kaufkraft verloren gegangen. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Die Geldmenge ist erhöht worden, auf der anderen Seite die Produktion gleich geblieben. Das heißt nichts anderes, als dass unser Wohlstand über zehn Jahre hinweg permanent heruntergefahren wurde, die Kaufkraft gesenkt wurde (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) und in Wirklichkeit der Euro alles andere als eine Erfolgsgeschichte ist.
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Da wundert es auch nicht, wenn bei diesem Treffen in Luxemburg, das ich erwähnt habe, der Vorsitzende der Euro-Gruppe, der ertappt wurde, nachdem er zuerst dementiert hat, dass es überhaupt solch ein Treffen gibt, nachher unumwunden zugegeben hat: Na ja, eine ehrliche Lüge war da vonnöten, denn die Börse in New York hat ja noch offen gehabt! (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich frage mich: Wie viel Lüge braucht diese gemeinsame Währung noch, um überhaupt irgendwo erhalten werden zu können? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Herr Präsident gibt mir das Schlusszeichen. Ich sage, es ist wichtig, hier die rot-weiß-roten Interessen primär zu behandeln. Bitte behandeln Sie die Frage Euro und Europäische Union nicht auf religiöse Art und Weise, sondern ganz pragmatisch! (Beifall bei der FPÖ.) Die Europäische Union ist ein Verein, und die Währung ist auch eine Angelegenheit, aus der man notfalls die richtigen Konsequenzen ziehen muss. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Herr Präsident gibt mir das Schlusszeichen. Ich sage, es ist wichtig, hier die rot-weiß-roten Interessen primär zu behandeln. Bitte behandeln Sie die Frage Euro und Europäische Union nicht auf religiöse Art und Weise, sondern ganz pragmatisch! (Beifall bei der FPÖ.) Die Europäische Union ist ein Verein, und die Währung ist auch eine Angelegenheit, aus der man notfalls die richtigen Konsequenzen ziehen muss. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Natürlich, wir reden von der Zukunft, und wir haben heute sehr viele junge Menschen bei uns zu Gast, denen ich auch ein herzliches Willkommen sage! Wir reden von der Zukunft, von den Zukunftsinvestitionen. Der Budgetfahrplan der nächsten vier Jahre sieht nicht danach aus. Zukunft braucht ein festes, ein stabiles Fundament, eine gute Basis. Das, was wir hier haben, ist ein sandiger Boden, ein Treibsand. Frau Ministerin, was Sie hier vorgelegt haben, ist ein Zukunftsstopp, was wir aber brauchen, ist grünes Licht für die Zukunft. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Gibt es jetzt wieder eine Schweigeminute?
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Ing. Lugar. – Bitte. (Abg. Strache: Gibt es jetzt wieder eine Schweigeminute?)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Schweigeminute?
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Fernsehzuschauer und Gäste hier im Saal! (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Schweigeminute?) Frau Minister, Sie haben sich heute um Griechenland Sorgen gemacht, Sie haben sogar Ihre Hilfestellung angeboten. (Abg. Silhavy: Heute ohne Schweigeminute?) Sie wollen den Griechen Hilfestellung geben, um ihre Finanzen in Ordnung zu bringen, um ihr Budget in Ordnung zu bringen.
Abg. Silhavy: Heute ohne Schweigeminute?
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Fernsehzuschauer und Gäste hier im Saal! (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Schweigeminute?) Frau Minister, Sie haben sich heute um Griechenland Sorgen gemacht, Sie haben sogar Ihre Hilfestellung angeboten. (Abg. Silhavy: Heute ohne Schweigeminute?) Sie wollen den Griechen Hilfestellung geben, um ihre Finanzen in Ordnung zu bringen, um ihr Budget in Ordnung zu bringen.
Abg. Eßl: Herr Kollege, eine Schweigeminute!
Jetzt frage ich, Frau Minister: Gibt es in Österreich nichts zu tun? Haben Sie in Österreich nicht genug Arbeit, die österreichischen Finanzen in Ordnung zu bringen? (Abg. Eßl: Herr Kollege, eine Schweigeminute!) Das stimmt schon, die Griechen haben Schulden über Schulden gemacht, aber was machen wir? Wir machen auch Schulden über Schulden. Und Sie wollen sogar bis zum Jahr 2015 weiter Schulden machen.
Abg. Strache: Aber er hat Mut für eine Schweigeminute! – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Mutig wäre es gewesen, wenn Sie ein Budget vorlegen, einen Rahmen vorlegen, mit dem Sie die Schulden endgültig in den Griff bekommen. (Abg. Strache: Aber er hat Mut für eine Schweigeminute! – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Sie haben selbst gesagt, Schulden sind unsozial. Deshalb müssen diese Schulden in den Griff bekommen werden. (Beifall beim BZÖ.) Wenn Sie einen Finanzrahmen bis 2015 machen und diese Schulden nicht in den Griff bekommen, dann sind Sie fehl am Platz.
Beifall beim BZÖ.
Mutig wäre es gewesen, wenn Sie ein Budget vorlegen, einen Rahmen vorlegen, mit dem Sie die Schulden endgültig in den Griff bekommen. (Abg. Strache: Aber er hat Mut für eine Schweigeminute! – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Sie haben selbst gesagt, Schulden sind unsozial. Deshalb müssen diese Schulden in den Griff bekommen werden. (Beifall beim BZÖ.) Wenn Sie einen Finanzrahmen bis 2015 machen und diese Schulden nicht in den Griff bekommen, dann sind Sie fehl am Platz.
Abg. Grosz: Das Problem ist, dass wir es mit Brandstiftern zu tun haben!
Noch etwas zu den selbst ernannten Feuerwehrleuten hier. Heute haben einige gesagt, wenn ein Feuerwehrmann einen Brand in einem Dorf sieht, dann kommt er und löscht. Das stimmt so nicht. Sprechen Sie mit einem Feuerwehrmann! Ein Haus, das hoffnungslos verloren ist, wird nicht gelöscht. Was gelöscht wird, sind die umliegenden Gebäude. Die werden gelöscht, damit der Brand nicht übergreifen kann. Aber das Haus an sich wird eben nicht gelöscht. (Abg. Grosz: Das Problem ist, dass wir es mit Brandstiftern zu tun haben!)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Und genau so ist es mit Griechenland: Griechenland steht in Vollbrand, Griechenland muss nicht gelöscht werden. Die umliegenden Gebäude müssen gelöscht werden. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Abg. Grillitsch: Schweigen Sie bitte!
Wir liegen auch in der Umgebung. Und deshalb brauchen wir das Geld hier in Österreich, wir brauchen das Geld nicht in Griechenland. Griechenland ist de facto pleite. Jeder Experte hat das schon begriffen. Es hat sich bis zu Ihnen noch nicht durchgesprochen, Frau Ministerin! Sie wissen es noch nicht: Griechenland ist pleite. Für Griechenland können wir nichts mehr tun. Was Sie jetzt machen, nämlich das Geld den Griechen nachzuwerfen, sozusagen ein Haus zu löschen, das nicht mehr zu löschen ist, und das Wasser zu verschwenden, das wir für uns brauchen, ist fahrlässig, Frau Minister! Allein in den fünf Minuten, die ich heute hier spreche (Abg. Grillitsch: Schweigen Sie bitte!), werden wir wieder 11 400 € nach Griechenland überweisen, Geld, das wir nie wieder sehen werden. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.
Wir liegen auch in der Umgebung. Und deshalb brauchen wir das Geld hier in Österreich, wir brauchen das Geld nicht in Griechenland. Griechenland ist de facto pleite. Jeder Experte hat das schon begriffen. Es hat sich bis zu Ihnen noch nicht durchgesprochen, Frau Ministerin! Sie wissen es noch nicht: Griechenland ist pleite. Für Griechenland können wir nichts mehr tun. Was Sie jetzt machen, nämlich das Geld den Griechen nachzuwerfen, sozusagen ein Haus zu löschen, das nicht mehr zu löschen ist, und das Wasser zu verschwenden, das wir für uns brauchen, ist fahrlässig, Frau Minister! Allein in den fünf Minuten, die ich heute hier spreche (Abg. Grillitsch: Schweigen Sie bitte!), werden wir wieder 11 400 € nach Griechenland überweisen, Geld, das wir nie wieder sehen werden. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.
Frau Minister, es mag durchaus sein, dass die Mathematik für Sie nicht gilt! Das mag durchaus sein. Aber für die Steuerzahler wird sie gelten, die Mathematik. Die Steuerzahler werden die Milliarden an neuen Steuern aufbringen müssen. Frau Minister, denken Sie um! Denken Sie in erster Linie an die Steuerzahler, und machen Sie sich weniger Sorgen um Griechenland! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.)
Beifall bei der ÖVP.
sondern uns selbst auch etwas Gutes zu tun, nämlich den Euro zu sichern, damit Kaufkraft zu sichern – für die Menschen in Österreich und in Europa. Und dazu bekennen wir uns. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das alles bringt es mit sich, dass auch mein Sektor Landwirtschaft und Umwelt von der Konsolidierung betroffen ist. Der Finanzrahmen für den Agrarbereich sieht 33,5 Millionen € vor, für den Umweltbereich 27,8 Millionen €. Und dazu stehen wir auch, dass wir diesen Konsolidierungsweg mitgehen. Es ist oberstes Ziel für mich, dass wir die agrarischen Ökoprogramme sichern, dass die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern, die sie für ihre Höfe, aber auch für die Gesellschaft erbringen, abgegolten werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall des Abg. Hörl.
Die Gesellschaft erwartet sich zum einen, dass die Bauern hochwertige Lebensmittel produzieren. Es gibt einen steigenden Bedarf an Lebensmitteln in der Welt, der ist evident, durch eine wachsende Weltbevölkerung. Aber gleichzeitig erwartet sich die Gesellschaft, dass wir auf die Umwelt Rücksicht nehmen, Boden, Luft, Wasser sichern, Landschaft erhalten und pflegen – im Sinne des Tourismus. Auch ein Punkt der wirtschaftlichen Entwicklung. (Beifall des Abg. Hörl.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher ist es notwendig, die Leistungen abzugelten, und daher war es wichtig, die EU-Zahlungen aus den Kürzungen herauszunehmen, um diesen Pfad nicht zu gefährden, die Verpflichtungen der Bauern, die sie eingegangen sind und die sie jährlich erbringen, auch abzugelten. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Ziel muss es sein, dass sich die Menschen ordentlich ernähren können, zu leistbaren Preisen, dass wir aber gleichzeitig eine Landwirtschaft haben, die ökologisch und nachhaltig ist. Kommissionspräsident Barroso hat im Übrigen den Weg gelobt, den wir in Österreich im Agrarsektor gehen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Strache: Dann endlich raus aus dem Euratom-Vertrag! Das wäre einmal an der Zeit. – Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Zum Umweltbereich: In Verbindung damit ist die große Konsequenz, dass wir raus aus der Atomkraft wollen, hin zu erneuerbaren Energien, bis hin zu einem energieautarken Österreich. Daher werden wir diese Bereiche nicht kürzen. (Abg. Strache: Dann endlich raus aus dem Euratom-Vertrag! Das wäre einmal an der Zeit. – Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das wollen wir in Europa vorantreiben, und wir sind gerade mit Kommissar Oettinger am Verhandeln darüber. Wir wollen ordentliche Stresstests für die Atomkraftwerke, keine Weißwaschung der Atomlobby, sondern ein klares Bekenntnis zur Sicherheit für die Menschen in Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich (fortsetzend): Denn ein aktiver Klimaschutz und Umweltschutz bringt neue Arbeitsplätze, Green Jobs. Das wollen wir nutzen im Sinne eines wirtschaftlichen Aufschwungs. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diesen Kurs, den wir für die nächsten vier Jahre festgelegt haben, haben uns auch alle Expertinnen und Experten im Budgethearing – nicht nur die von der Regierung nominierten, sondern auch die von der Opposition nominierten – im Grunde bestätigt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Sagen Sie das Ihrem Koalitionspartner! Dort war er Finanzminister!
Übrigens ein Wort zur Abgabenquote: Sie wird immer unter 43 Prozent liegen in den kommenden Jahren. Jenen, die am lautesten beklagen, dass wir so eine hohe hätten, will ich sagen: Ihr wirtschaftspolitischer Apologet und damals in die Regierung entsandter Finanzminister Karl-Heinz Grasser hatte den All-Time-High-Wert mit über 45 Prozent Abgabenquote geschafft. Wir liegen über 2 Prozent darunter. Da sieht man, auch in diesem Bereich ist diese Bundesregierung um vieles besser als Karl-Heinz Grasser. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Sagen Sie das Ihrem Koalitionspartner! Dort war er Finanzminister!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend, sehr geehrte Damen und Herren: Stabile Finanzen, soziale Sicherheit, schrittweise Defizitreduktion und Offensivmittel für Wachstum – das ist der Kurs, für den dieser Bundesfinanzrahmen steht und an dem diese Bundesregierung arbeitet. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Kollegen Lugar: Ihren Debattenbeitrag sehe ich rein als eine Auswirkung des gestrigen Vollmondes. Anders kann ich den leider nicht werten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Strache: Haben Sie inhaltlich auch etwas zu sagen?
Zum Klubobmann Strache: Auch wenn wir in den letzten zwei Tagen dreimal nahezu die gleiche Rede gehört haben, sie wird deswegen nicht besser und sie wird deswegen auch nicht wahrer. (Abg. Strache: Haben Sie inhaltlich auch etwas zu sagen?)
Abg. Kickl: Mit der Wissenschaft?!
Die Konsolidierung wird mit dem Bundesfinanzrahmen fortgeführt, und, was besonders wichtig ist, mit den Offensivmaßnahmen wird das Budget gestaltet: mit der Wissenschaft (Abg. Kickl: Mit der Wissenschaft?!), mit der Bildung, der Gesundheit und der thermischen Sanierung, Herr Kollege Kickl. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Wie schaut es denn mit den Universitäten aus?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Wie schaut es denn mit den Universitäten aus?
Die Konsolidierung wird mit dem Bundesfinanzrahmen fortgeführt, und, was besonders wichtig ist, mit den Offensivmaßnahmen wird das Budget gestaltet: mit der Wissenschaft (Abg. Kickl: Mit der Wissenschaft?!), mit der Bildung, der Gesundheit und der thermischen Sanierung, Herr Kollege Kickl. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Wie schaut es denn mit den Universitäten aus?)
Abg. Kickl: Bankkundensteuer, korrekt!
Was haben wir gemacht? – Bankensteuer (Abg. Kickl: Bankkundensteuer, korrekt!), neue Wertpapier-KESt eingeführt, die Stiftungsbesteuerung und auch die Gruppenbesteuerung geändert. Das hat zu einer höheren Steuergerechtigkeit geführt. Aber diese Steuergerechtigkeit geht uns als Sozialdemokraten noch zu wenig weit.
Abg. Strache: Aber dafür seid doch ihr verantwortlich! Das ist ja eure Schuld!
Heute in der Debatte wurde von Klubobmann Kopf und auch von Kollegin Tamandl kurz die Leistungsgerechtigkeit angesprochen. Kollegin Tamandl hat gesagt: Die Leistung muss sich lohnen. – Ja, die Leistung muss sich lohnen. Und was ist die höchste Leistung? Das ist die Arbeit, und die Arbeit wird im derzeitigen Steuersystem viel zu hoch besteuert. (Abg. Strache: Aber dafür seid doch ihr verantwortlich! Das ist ja eure Schuld!)
Abg. Kickl: Ah, jetzt wird es interessant!
Warum tragen die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und der Mittelstand der ÖVP fast das gesamte Steuersystem? Deswegen ist es wichtig, dass wir auch über die Einführung einer Vermögensteuer diskutieren. (Abg. Kickl: Ah, jetzt wird es interessant!)
Abg. Strache: Die Lebensmittelpreise, die Benzinpreise, die Energiepreise – alles steigt!
Die Bevölkerung kommt und sagt uns: Es steigen die Managergehälter, die Aufsichtsratsgagen in den Banken verdoppeln sich, die Gewinne steigen. (Abg. Strache: Die Lebensmittelpreise, die Benzinpreise, die Energiepreise – alles steigt!) Die Gewinne werden privatisiert und die Schulden sozialisiert, und das ist ungerecht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Aber genau das machen Sie ja mit dem Bankenpaket!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Aber genau das machen Sie ja mit dem Bankenpaket!
Die Bevölkerung kommt und sagt uns: Es steigen die Managergehälter, die Aufsichtsratsgagen in den Banken verdoppeln sich, die Gewinne steigen. (Abg. Strache: Die Lebensmittelpreise, die Benzinpreise, die Energiepreise – alles steigt!) Die Gewinne werden privatisiert und die Schulden sozialisiert, und das ist ungerecht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Aber genau das machen Sie ja mit dem Bankenpaket!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich zitiere dagegen Dale Carnegie: „Überschüssiger Reichtum ist ein anvertrautes (...) Pfand, das seinen Besitzer verpflichtet, zu seinen Lebzeiten dem Wohl der Gemeinschaft zu dienen.“ – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Diese globale Wirtschaftskrise hat unsere Staatsfinanzen wirklich sehr strapaziert, und ich meine, wir haben diese Krise gut durchgetaucht. Ich möchte mich hier an dieser Stelle wirklich bei den Unternehmen, bei den vielen Tausenden Unternehmen Österreichs herzlich bedanken, dass wir so diese Krise durchgestanden haben. (Beifall bei der ÖVP.) Auch durch ein kluges politisches Handeln unserer Finanzminister Willi Molterer, Josef Pröll (Abg. Strache: Ui!) und jetzt Maria Fekter. (Abg. Strache: Ui, ui, ui!)
Abg. Strache: Ui!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Diese globale Wirtschaftskrise hat unsere Staatsfinanzen wirklich sehr strapaziert, und ich meine, wir haben diese Krise gut durchgetaucht. Ich möchte mich hier an dieser Stelle wirklich bei den Unternehmen, bei den vielen Tausenden Unternehmen Österreichs herzlich bedanken, dass wir so diese Krise durchgestanden haben. (Beifall bei der ÖVP.) Auch durch ein kluges politisches Handeln unserer Finanzminister Willi Molterer, Josef Pröll (Abg. Strache: Ui!) und jetzt Maria Fekter. (Abg. Strache: Ui, ui, ui!)
Abg. Strache: Ui, ui, ui!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Diese globale Wirtschaftskrise hat unsere Staatsfinanzen wirklich sehr strapaziert, und ich meine, wir haben diese Krise gut durchgetaucht. Ich möchte mich hier an dieser Stelle wirklich bei den Unternehmen, bei den vielen Tausenden Unternehmen Österreichs herzlich bedanken, dass wir so diese Krise durchgestanden haben. (Beifall bei der ÖVP.) Auch durch ein kluges politisches Handeln unserer Finanzminister Willi Molterer, Josef Pröll (Abg. Strache: Ui!) und jetzt Maria Fekter. (Abg. Strache: Ui, ui, ui!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Die Einkommensschere geht so auseinander! Leben Sie einmal in der Realität! Die Leute können sich immer weniger leisten!
Wir haben den Arbeitsmarkt stabilisiert, meine Damen und Herren, und haben heute die höchste Beschäftigung in Österreich. Reden Sie das nicht schlecht! Wir haben die höchste Beschäftigung in Österreich! Seien wir stolz darauf, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Die Einkommensschere geht so auseinander! Leben Sie einmal in der Realität! Die Leute können sich immer weniger leisten!) Die Arbeitslosenquote ist nach der Krise nicht explodiert wie in anderen europäischen Staaten, sondern eine der niedrigsten in ganz Europa.
Abg. Neubauer: Von welcher Partei sprechen Sie?
Diese Maßnahmen haben natürlich, Herr Kollege Strache, den Staat Geld gekostet, und nun ist es an der Zeit, diese hohen Schulden, die Defizite, die Schulden der öffentlichen Haushalte wieder abzubauen, um Zukunft sichern zu können, um Arbeitsplätze sichern zu können, um Einkommen sichern zu können, um Wertschöpfung in diesem Land sichern zu können, meine Damen und Herren. Das ist entscheidend. Daher keine Panik, sondern Ruhe, mit aller Obsorge und aller Kraft in die Zukunft blicken und sozial verträgliche Politik machen. Wirtschaftlich vernünftig und finanziell nachhaltig müssen wir unseren Budgetrahmen gestalten. (Abg. Neubauer: Von welcher Partei sprechen Sie?)
Abg. Strache: Aber ihr baut ja nicht ab, ihr schafft ja weitere Schulden! Ihr macht doch keinen Schuldenabbau!
Meine Damen und Herren! Der Schuldenabbau hat oberste Priorität. (Abg. Strache: Aber ihr baut ja nicht ab, ihr schafft ja weitere Schulden! Ihr macht doch keinen Schuldenabbau!) Der Schuldenabbau hat oberste Priorität – aber nicht, indem wir neue Steuern schaffen, nicht, indem wir darüber nachdenken, neue Vermögenssteuern, Eigentums
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Strutz: Raus aus der Koalition, kann man da nur sagen!
steuern einzuführen und die Grundsteuer zu erhöhen. Mit uns nicht, meine Damen und Herren! Wir wollen sparen und keine neuen Eigentumssteuern in Österreich einführen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Strutz: Raus aus der Koalition, kann man da nur sagen!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neubauer. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wenn wir bei der Grundsteuer sind, deren Erhöhung immer wieder diskutiert wird: Glauben Sie mir, das trifft nicht nur die Bauern! Das trifft die vielen Häuselbesitzer in Österreich und letztendlich auch die Mieter! Wollen Sie die belasten, die sparsam und mit großer Mühe ihr Haus erbaut haben? Wollen Sie die belasten mit neuen Eigentumssteuern? Wir wollen das nicht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neubauer. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Wer’s glaubt, wird selig! Amen!
Unser Motto lautet: mehr sparen, weniger Steuern! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Wer’s glaubt, wird selig! Amen!)
Beifall bei der FPÖ.
Es gibt jede Menge Vorschläge von uns. Herr Kollege Auer hat ja gesagt, dass unheimlich viele Anträge vertagt wurden, in den Schubladen liegen und nicht behandelt werden. Und sich hier herzustellen und zu sagen, wir hätten vor, soundso viele Belastungen neu einzubringen, das ist wirklich nicht reell. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wollen Sie die Gemeinden abschaffen – oder was?
Die Strukturreform fehlt, und ich möchte nur ein Beispiel bringen: Schweden. Schweden hat 270 Gemeinden und 21 Distrikte. Österreich leistet sich 9 Landtage, 84 Bezirkshauptmannschaften und 2 547 Gemeinden. Das kann sich nicht finanzieren lassen! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wollen Sie die Gemeinden abschaffen – oder was?)
Beifall bei der FPÖ.
Was wir heute überhaupt nicht angesprochen haben: Warum, meine Damen und Herren von der Regierung, unternehmen Sie nichts gegen die Heuschreckenmigration und die Integrationsindustrie Europas, welche sich begierig durch unsere Sozialtöpfe fressen? (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
So kann es nicht weitergehen! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Das Trommelfeuer der Experten, die einschneidende Reformen bei Gesundheit, Pensionen und Verwaltung fordern, verpufft zwischen täglichem Koalitionszank und der Ignoranz der Landesfürsten. So nicht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
So kann es nicht weitergehen! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Das Trommelfeuer der Experten, die einschneidende Reformen bei Gesundheit, Pensionen und Verwaltung fordern, verpufft zwischen täglichem Koalitionszank und der Ignoranz der Landesfürsten. So nicht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Und wie sagen Sie zu den Kapitalisten? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Mein Vorredner hat den Ausdruck „Heuschreckenmigration“ gebraucht. – Herr Kollege, wenn ich Sie richtig verstanden habe, geht es hier um Menschen, die Sie als „Heuschrecken“ bezeichnen. Egal, wie jetzt die rechtliche Lage im Einzelfall ist: Ich finde das geschmacklos! (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Und wie sagen Sie zu den Kapitalisten? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Die ausführliche Begründung dieses Antrags finden Sie im Text. Es geht hier um die Spitze eines Eisbergs. Je weniger Geld die Universitäten haben, desto weniger werden sie bestimmte Studiengänge finanzieren können. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) In diesem Fall geht es um rund 3 000 Leute; 1 400 oder 1 600 davon im Bachelor-Studium, die vor dem Aus stehen, wenn das Masterstudium an der Universität Wien nicht angeboten wird. (Abg. Strache: Sie unterstützen doch, dass unsere österreichischen Gelder an griechische Stellen ...!)
Abg. Strache: Sie unterstützen doch, dass unsere österreichischen Gelder an griechische Stellen ...!
Die ausführliche Begründung dieses Antrags finden Sie im Text. Es geht hier um die Spitze eines Eisbergs. Je weniger Geld die Universitäten haben, desto weniger werden sie bestimmte Studiengänge finanzieren können. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) In diesem Fall geht es um rund 3 000 Leute; 1 400 oder 1 600 davon im Bachelor-Studium, die vor dem Aus stehen, wenn das Masterstudium an der Universität Wien nicht angeboten wird. (Abg. Strache: Sie unterstützen doch, dass unsere österreichischen Gelder an griechische Stellen ...!)
Abg. Strache: Und das dritte Drittel die Griechenland-Hilfe, nicht?!
Da denkt man sich: Da muss doch ein bisschen Geld für die Kindergärten, für die Universitäten, für die Zukunft des Landes drinnen sein. – Nein, das zerrinnt dir zwischen den Fingern! Und wo zerrinnt es dir? – Ein Drittel, ich runde die Zahlen, in die Senkung des Defizits, ein Drittel in die höheren Zuschüsse an die Pensionen, ASVG plus Beamte (Abg. Strache: Und das dritte Drittel die Griechenland-Hilfe, nicht?!) und ein Drittel höhere Zinszahlungen Österreichs, Herr Kollege, höhere Zinszahlungen Österreichs. Da kann ich keine Strategie erkennen, das ist ja passive Anpassung!
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Der Bund als Auftraggeber der Universitäten stellt unerfüllbare Anforderungen an die Universitäten! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Mit dieser Politik werden Sie nicht weiterkommen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Der Bund als Auftraggeber der Universitäten stellt unerfüllbare Anforderungen an die Universitäten! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Mit dieser Politik werden Sie nicht weiterkommen. (Beifall bei den Grünen.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Aber das Anti-EU-BZÖ auch nicht!
Herr Kollege Bartenstein, Sie sind einer von den wenigen, die als Wirtschaftsfachleute übriggeblieben sind, denen die Wirtschaft ein Anliegen ist. Ich verstehe ja, dass es viele frustrierte Unternehmer und Wirtschaftstreibende gibt, die sagen: Die ÖVP ist nicht mehr unsere Partei nach all diesen Umwälzungen! Kein Problem, wir ... (Bundesministerin Dr. Fekter: Aber das Anti-EU-BZÖ auch nicht!) „Anti-EU-BZÖ auch nicht“ – wenn Sie das entscheiden, hier von diesem Sitz aus, mag das Ihre Sache sein. Von Ihnen würden wir uns erwarten, dass Sie ordentliche Steuerpolitik und Finanzpolitik machen, aber nicht, dass Sie hier parteipolitische Aussagen machen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Kollege Bartenstein, Sie sind einer von den wenigen, die als Wirtschaftsfachleute übriggeblieben sind, denen die Wirtschaft ein Anliegen ist. Ich verstehe ja, dass es viele frustrierte Unternehmer und Wirtschaftstreibende gibt, die sagen: Die ÖVP ist nicht mehr unsere Partei nach all diesen Umwälzungen! Kein Problem, wir ... (Bundesministerin Dr. Fekter: Aber das Anti-EU-BZÖ auch nicht!) „Anti-EU-BZÖ auch nicht“ – wenn Sie das entscheiden, hier von diesem Sitz aus, mag das Ihre Sache sein. Von Ihnen würden wir uns erwarten, dass Sie ordentliche Steuerpolitik und Finanzpolitik machen, aber nicht, dass Sie hier parteipolitische Aussagen machen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
den die Wählerinnen und Wähler beim nächsten Wahltag entscheiden. Und da sind wir sehr zuversichtlich! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Vor allem sollten und müssten wir – Frau Finanzministerin, da wären Sie gefordert! – darüber diskutieren, wo wir die Einsparungspotenziale, die notwendig sind, um Qualitätsverbesserungen etwa im Bildungsbereich oder im Gesundheitsbereich zu bekommen, hernehmen. Nicht nur durch Steuererhöhungen, sondern zum Beispiel durch die von Ihnen abgesagte Verwaltungsreform! Warum trauen Sie sich nicht, etwa auch mit den Ländern in die Diskussion, vielleicht auch in den Streit darüber zu gehen, dass diese archaischen Strukturen ganz einfach der Vergangenheit angehören müssen, wo Millionen und Abermillionen Gelder vergeudet werden durch eine Verwaltung, die in den Grundzügen aus der Zeit Maria Theresias stammt! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Das alles ist heute kein Thema, sondern Sie feiern sich selbst, es ist Ihrer Meinung nach alles ganz wunderbar! Aber es fehlen wirklich konkrete Maßnahmen, wie wir erstens die Schulden abbauen können. Sie machen in den nächsten Jahren genauso viele Schulden wie in den letzten zwei Jahren, als es um die Krisenbewältigung gegangen ist! Wir hören auch überhaupt nichts darüber – weil Sie keine Ideen haben –, wie denn Österreich in Zukunft moderner und effizienter arbeiten soll, und vor allem nichts darüber, wie man – und nicht nur Ankündigungen, meine Damen und Herren von der Österreichischen Volkspartei! – den leistungsbereiten Mittelstand, der mit seinen Steuern und Abgaben unser Sozialsystem sichert und garantiert, diese vielen Menschen und Kleinunternehmer entlasten und unterstützen kann. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das wäre notwendig! Diese Programme brauchen wir für die nächsten zwei Jahre. Sonst wäre es wirklich gescheiter, Sie sagen gleich jetzt: Danke, das war’s, der Wähler soll das neu entscheiden! – Ich fürchte nur, Sie werden die nächsten zwei Jahre durchtauchen und zuwarten, auf das große Wunder hoffend, dass noch irgendetwas von oben, unten, rechts, links daherkommt, was Ihre Wahlniederlagen verhindert. Aber wenn Sie so wenig anzubieten haben wie heute, dann werden das zwei verlorene Jahre sein! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kickl: Sie haben in der Hochkonjunktur Schulden angehäuft!
telstandspakete geschnürt? (Abg. Kickl: Sie haben in der Hochkonjunktur Schulden angehäuft!) – Herr Kickl, melden Sie sich zu Wort! Am Mikrophon haben Sie es ein bisschen leichter. (Abg. Strache: Bleiben Sie bei der Wahrheit!)
Abg. Strache: Bleiben Sie bei der Wahrheit!
telstandspakete geschnürt? (Abg. Kickl: Sie haben in der Hochkonjunktur Schulden angehäuft!) – Herr Kickl, melden Sie sich zu Wort! Am Mikrophon haben Sie es ein bisschen leichter. (Abg. Strache: Bleiben Sie bei der Wahrheit!)
Abg. Strache: In der Hochkonjunktur haben Sie die Schulden erhöht!
Wenn es nach Ihnen ginge, gäbe es keine Mittelstandspakete, keine thermische Sanierung – Sie waren ja teilweise dabei –, keine Bankenrettung, keine Spareinlagen. Wir stehen auch zu den Gemeinden, im Gegensatz zu Ihrer Expertin im Budget-Hearing (Abg. Strache: In der Hochkonjunktur haben Sie die Schulden erhöht!), die von Gemeindezusammenlegungen gesprochen hat. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Wenn es nach Ihnen ginge, gäbe es keine Mittelstandspakete, keine thermische Sanierung – Sie waren ja teilweise dabei –, keine Bankenrettung, keine Spareinlagen. Wir stehen auch zu den Gemeinden, im Gegensatz zu Ihrer Expertin im Budget-Hearing (Abg. Strache: In der Hochkonjunktur haben Sie die Schulden erhöht!), die von Gemeindezusammenlegungen gesprochen hat. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Kickl: Die Krise ist vorbei, und die Schulden gehen weiter – oder wie?
Wissen Sie, was die Folgen Ihres Nichthandelns gewesen wären? – Das wäre eine Katastrophe gewesen! Was Sie tun, kommt einer wirtschaftspolitischen Geisterfahrt gleich. Nehmen Sie endlich zur Kenntnis: Was mit dem Budget 2011 begonnen wurde, nämlich die Krisenbewältigung, ist zum Wohle der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler geschehen! (Abg. Kickl: Die Krise ist vorbei, und die Schulden gehen weiter – oder wie?)
Beifall bei der SPÖ. – Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Diese Debatte hat aber auch eines gezeigt: Man muss nicht in der Opposition sein, um gegen das Europäische Projekt zu sein, es gibt auch Oppositionsparteien, die sich zu Europa bekennen. Das ist ein wohltuender Unterschied. (Beifall bei der SPÖ. – Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Zurück zum Bundesfinanzrahmengesetz: Dank der klugen, rechtzeitig und richtig gesetzten Instrumente der Wirtschaftspolitik haben wir die Krise gut überstanden. Mit dem Budget 2011 wurde eine Strukturänderung in der Besteuerung eingeleitet. Und wir sind nicht am Ende! Da bin ich nicht bei Kollegen Kopf, bei Kollegin Tamandl oder bei Herrn Grillitsch, denn es geht nicht um die Häuselbauer, um die Mieter, die eine so hohe Last tragen müssen, sondern es geht darum, dass, wie die OECD in ihrem Bericht sagt, die Arbeitseinkommen enorm hoch besteuert sind. Nur Frankreich hat eine höhere. Aber sehr zurückhaltend ist Österreich bei der Vermögensbesteuerung. Genau darüber muss man diskutieren! Wir dürfen auf diesem Auge nicht blind sein! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Martin Bartenstein (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Herr Kollege Kuzdas, heute geht es aber um Ausgabenobergrenzen und nicht um das Erschließen neuer Einnahmen. Deswegen sollten wir uns den Ausgaben und den möglichen und notwendigen Einsparungen primär widmen, nicht so sehr Steuererfindungsthemen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Wobei ich schon eines sage: Es tut wohl und gut, wenn nicht nur Vertreter der Grünen – Professor Van der Bellen –, sondern gerade auch Herr Kuzdas sich nicht nur positiv zur Europäischen Union, sondern auch einmal zu dem großen Projekt als Friedensprojekt äußern. Der schnöde Mammon, der Euro und alles ist wichtig, aber vergessen wir eines nicht: Die Europäische Union wurde als Friedensprojekt begründet, und dort war sie ja bisher – vielleicht nicht zu 100, aber zu 98 Prozent – sehr, sehr erfolgreich! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es wurden also die richtigen Maßnahmen sehr, sehr schnell gesetzt, im Übrigen in einer politisch nicht einfachen Zeit des Überganges, und richtig war es! Im Nachhinein wissen wir, da ist vieles sehr, sehr gut gelaufen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch auf die Gefahr hin, dass Sie es von mir schon einmal gehört haben: Es gibt zwei große Ausgabenpositionen in unserem budgetären Bereich, die wirklich wehtun. Die eine, nämlich die Zinsen, können wir kurzfristig und aus Sicht Österreichs nicht ändern, denn wir werden das internationale Zinsniveau nur geringfügig beeinflussen können, und die Höhe der Staatsschuld ist für die nächsten Jahre wohl auch vorgegeben. Die andere Ausgabenposition, die sich leider alles andere als gut entwickelt – die nämlich steigt und steigt und steigt! –, das sind die Pensionen, und um dieses Thema werden wir auch in den nächsten Jahren nicht herumkommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Bartenstein: Dabei habe ich zur FPÖ gar nichts gesagt!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Dr. Rosenkranz zu Wort gemeldet. Ich erinnere an die einschlägigen Bestimmungen des § 58 und bitte Sie, die Behauptung voranzustellen, die Sie erwidern möchten. – Bitte. (Abg. Dr. Bartenstein: Dabei habe ich zur FPÖ gar nichts gesagt!)
Abg. Rädler: Hallo!
Wahr ist vielmehr, dass zahlreiche freiheitliche Mandatare in den Landtagen und noch viel mehr Gemeinderäte der Freiheitlichen bei Einsparungsmaßnahmen tatkräftig mitwirken oder mitwirken würden. Ich denke da insbesondere an eine Reduzierung der Bürgermeisterbezüge in Niederösterreich, die ja erst großzügig erhöht wurden. (Abg. Rädler: Hallo!)
Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.
Zweitens: Die Aussage, dass die freiheitlichen Minister drei Korruptionsstaatsanwälte brauchen würden, rückt freiheitliche Mitglieder pauschal in die Nähe der Kriminalität. Das ist auf jeden Fall zurückzuweisen! Es wäre wahrscheinlich sogar ordnungswidrig, jedenfalls ist es grob tatsachenwidrig. (Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.) Erstens gibt es keine freiheitlichen Minister, und wenn diejenigen gemeint sind, die H.-C. Strache in der letzten Zeit genannt hat, dann kann man anhand dieser Personen und Persönlichkeiten bereits jetzt sagen: Es stimmt einfach nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zweitens: Die Aussage, dass die freiheitlichen Minister drei Korruptionsstaatsanwälte brauchen würden, rückt freiheitliche Mitglieder pauschal in die Nähe der Kriminalität. Das ist auf jeden Fall zurückzuweisen! Es wäre wahrscheinlich sogar ordnungswidrig, jedenfalls ist es grob tatsachenwidrig. (Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.) Erstens gibt es keine freiheitlichen Minister, und wenn diejenigen gemeint sind, die H.-C. Strache in der letzten Zeit genannt hat, dann kann man anhand dieser Personen und Persönlichkeiten bereits jetzt sagen: Es stimmt einfach nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: Das war sinnloses Geschwafel! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Gradauer. 3 Minuten freiwillige Redezeitbeschränkung. – Bitte. (Abg. Rädler: Das war sinnloses Geschwafel! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Einige Vorschläge von uns, welche Einsparungsmaßnahmen wir in Angriff nehmen sollten: Sie kennen alle die Situation Kaliforniens in den USA. Kalifornien ist auch fast pleite, und kein Bundesstaat in Amerika würde Kalifornien mit Finanzhilfe unter die Arme greifen. Und wir sollten das bei Griechenland, bei Portugal und sonstigen Pleitestaaten in Europa tun? – Nein, meine Damen und Herren! Das ist nicht richtig! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Korun: Viel zu wenig!
Wir zahlen 1,2 Milliarden € für die Entwicklungszusammenarbeit. 1,2 Milliarden € österreichisches Steuergeld geht nach Afrika. (Abg. Mag. Korun: Viel zu wenig!) Schluss mit diesen Ausgaben, meine Damen und Herren! Afrika ist heute ärmer als 1960. (Abg. Dr. Matznetter: Die wollen sie alle als Boatpeople wiederhaben!) – Herr Matznetter, Sie kommen dann noch dran.
Abg. Dr. Matznetter: Die wollen sie alle als Boatpeople wiederhaben!
Wir zahlen 1,2 Milliarden € für die Entwicklungszusammenarbeit. 1,2 Milliarden € österreichisches Steuergeld geht nach Afrika. (Abg. Mag. Korun: Viel zu wenig!) Schluss mit diesen Ausgaben, meine Damen und Herren! Afrika ist heute ärmer als 1960. (Abg. Dr. Matznetter: Die wollen sie alle als Boatpeople wiederhaben!) – Herr Matznetter, Sie kommen dann noch dran.
Beifall bei der FPÖ.
Wir leisten uns 15,6 Milliarden € an Förderungen, das ist das Doppelte des durchschnittlichen EU-Niveaus. Wir könnten daher aus diesem Titel 7 Milliarden € an Einsparungen lukrieren. Wir tun es aber leider nicht. Und ich wäre auch dafür, dass wir in dieser finanziell so schwierigen Zeit nur mehr 50 Prozent des EU-Beitrages bezahlen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte nun auch ein paar Worte zum Thema Migration sagen. – Die Migration kostet uns langfristig Milliarden! Und weil es immer heißt, sie sei eine Bereicherung der Wirtschaft: Das Gegenteil ist der Fall! Herr Professor Hans-Werner Sinn sagt auch: Allgemein wirkt der Sozialstaat wie ein Zuwanderungsmagnet!, und die amerikanische Carnegie-Stiftung sagt: Der Zusammenbruch des europäischen Sozialsystems ist programmiert! Staaten wie Deutschland und Österreich können sich den massenhaften Import von Migranten künftig nicht mehr leisten! – Meine Damen und Herren, das ist die Wahrheit, so schaut es in Wirklichkeit aus! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Da haben Sie recht!
Wir dürfen es uns auch nicht leisten, dass wir gesunde Leistungsträger mit 52 Jahren oder 59 Jahren im Schnitt in Pension schicken. (Abg. Dr. Bartenstein: Da haben Sie recht!) Das ist in der heutigen Zeit nicht möglich, meine Damen und Herren. Wir wissen genau: Ein Jahr später in Pension zu gehen, bringt dem Staat 1 Milliarde € Einsparung, und das muss möglich sein.
Beifall bei der FPÖ.
Das alles bürden wir unseren nachkommenden jungen Leuten auf. Wir hängen den jungen Menschen einen Schuldenrucksack von jetzt schon 30 000 € um. Das ist unverantwortlich und grob fahrlässig, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Genau diese drei Punkte im Investitionsbereich sind wichtig, und zwar nicht nur für den Wirtschaftsstandort Österreich, sondern auch für die Zukunft von Jugendlichen und von Kindern in Österreich. Genau dieser Pfad wird jedoch nicht begangen! Das ist das, was am meisten kritisiert wird. Es gibt da auch gar keine Gegenargumente. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Deshalb ganz klar: Investitionen in die Zukunft, für die Jugend, für die Kinder, für die Familien! Weg von dieser sehr restriktiven Schuldenabbaupolitik auf dem Rücken von Familien! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Kurt List (BZÖ): Herr Präsident! Geschätzte Herren Staatssekretäre! Meine Damen und Herren! Dieser Finanzrahmen bestätigt die verfehlte Politik der gescheiterten Regierung eindrucksvoll. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Stimmt nicht! Da gab es auch noch Rot-Blau!
Die verschwenderische Schuldenpolitik wird konsequent fortgeführt, und diese Debatte bisher ist der Beweis dafür. Unser Staat ist in einer sehr, sehr schlimmen Verfassung. Die Schulden sind bereits auf über 260 Milliarden € angewachsen und werden bis Ende 2015 auf beinahe 300 Milliarden € anwachsen. Für diesen gewaltigen Schuldenberg ist die ÖVP hauptverantwortlich. Die ÖVP ist seit 1984 in der Bundesregierung und durchgehend an den Schalthebeln dieses Landes tätig. (Abg. Dr. Bartenstein: Stimmt nicht! Da gab es auch noch Rot-Blau!) In dieser Verantwortung, Herr Ex-Minister Bartenstein, hast du mit deinem Team, mit deiner Partei Österreich ruiniert, und ich sage einmal, beinahe in den Staatsbankrott geführt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die verschwenderische Schuldenpolitik wird konsequent fortgeführt, und diese Debatte bisher ist der Beweis dafür. Unser Staat ist in einer sehr, sehr schlimmen Verfassung. Die Schulden sind bereits auf über 260 Milliarden € angewachsen und werden bis Ende 2015 auf beinahe 300 Milliarden € anwachsen. Für diesen gewaltigen Schuldenberg ist die ÖVP hauptverantwortlich. Die ÖVP ist seit 1984 in der Bundesregierung und durchgehend an den Schalthebeln dieses Landes tätig. (Abg. Dr. Bartenstein: Stimmt nicht! Da gab es auch noch Rot-Blau!) In dieser Verantwortung, Herr Ex-Minister Bartenstein, hast du mit deinem Team, mit deiner Partei Österreich ruiniert, und ich sage einmal, beinahe in den Staatsbankrott geführt. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Rädler: Am besten euch gleich einsparen!
Wir, das BZÖ, wollen am System sparen. (Abg. Rädler: Am besten euch gleich einsparen!) Die Staatssanierung ohne neue Steuern ist möglich. Dafür, geschätzte Damen und Herren, ist eine Steuerreform und eine längst überfällige Verwaltungsreform unbedingt notwendig.
Abg. Haberzettl: Buchers Wirtschaftskompetenz – das ist eine gefährliche Drohung!
Wir, das BZÖ, mit der Wirtschaftskompetenz, der neuen Wirtschaftskompetenz, die heute mehrmals angesprochen wurde, mit Josef Bucher und unserem Programm sind bereit für die Zukunft. Wir sanieren den Staat und belasten die Bürger nicht weiter. (Abg. Haberzettl: Buchers Wirtschaftskompetenz – das ist eine gefährliche Drohung!)
Beifall beim BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Nur logisch, dass wir diesen Pröll-Fekter-Finanzrahmen hier heute ablehnen werden. (Beifall beim BZÖ.)
Der das Rednerpult verlassende Abg. List bejaht dies.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Kollege List, ich gehe davon aus, dass der angekündigte Entschließungsantrag vom nächsten Redner eingebracht wird? (Der das Rednerpult verlassende Abg. List bejaht dies.) In Ordnung.
Beifall bei der SPÖ.
Die Steuerfrage ist natürlich auch ein wichtiger Punkt. Wir müssen uns überlegen, ob wir die Arbeit weiterhin so hoch und die Finanzeinkommen so niedrig besteuert haben wollen. Das ist eine grundsätzliche Frage, und das Parlament muss sich das noch sehr gut überlegen und es diskutieren. Ich meine jedoch, hier gibt es Reformbedarf. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrte Herren Staatssekretäre! Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Schülerinnen und Schüler der Realschule Laßnitzhöhe! Herzlich willkommen im Hohen Haus! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP. – Rufe bei FPÖ und BZÖ: Oje! So schaut die also aus! Gute Nacht!
Geschätzter Kollege List, also zittern tun wir gerade nicht vorm BZÖ und vor dessen Wirtschaftskompetenz. Die Wirtschaftskompetenz ist immer noch beim Wirtschaftsbund und bei der ÖVP beheimatet, und das ist gut so! (Beifall bei der ÖVP. – Rufe bei FPÖ und BZÖ: Oje! So schaut die also aus! Gute Nacht!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben es heute schon gehört: Die Krise in Österreich wurde gut bewältigt, und das sicherlich dank der richtigen politischen Entscheidungen, aber auch dank der kreativen Unternehmerinnen und Unternehmer, die die richtigen Maßnahmen gesetzt haben und Österreich besser durch die Krise geführt haben als viele andere Länder in Europa und so den Erfolgsweg der österreichischen Wirtschaftsgeschichte fortgeschrieben haben. Und die aktuellen Zahlen – das Wachstum liegt mit 2,5 Prozent immerhin um 1 Prozentpunkt über dem EU-Durchschnitt, die Beschäftigungszahlen und vor allem die niedrige Jugendarbeitslosigkeit – zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass wir auf jeden Fall optimistischer sein können als noch vor einem Jahr. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das alles unter VP-Finanzministern!
Dass eine derartige Abfederung einer Krise natürlich auch mit Kosten verbunden ist, ist uns allen bewusst, und wir haben derzeit – das ist heute schon oft zitiert worden – in Österreich einen der höchsten, wenn nicht den höchsten Schuldenstand der Zweiten Republik. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das alles unter VP-Finanzministern!) Diesen Schuldenstand gilt es allerdings möglichst rasch abzubauen. Daran arbeiten wir, damit wir wieder mehr Mittel für Zukunftsinvestitionen freibekommen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wie denn?)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wie denn?
Dass eine derartige Abfederung einer Krise natürlich auch mit Kosten verbunden ist, ist uns allen bewusst, und wir haben derzeit – das ist heute schon oft zitiert worden – in Österreich einen der höchsten, wenn nicht den höchsten Schuldenstand der Zweiten Republik. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das alles unter VP-Finanzministern!) Diesen Schuldenstand gilt es allerdings möglichst rasch abzubauen. Daran arbeiten wir, damit wir wieder mehr Mittel für Zukunftsinvestitionen freibekommen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wie denn?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Zu wenig!
Wenn wir gestern lesen konnten: Mehr Hilfe für Wirtschaft, Österreich bei Forschung vorne!, dann sind wir ja auf dem richtigen Weg. Wir sind unter den Top drei im Bereich Forschung. Finnland hat 4 Prozent, sicher ein Paradebeispiel, aber Österreich liegt mit Deutschland mit 2,8 Prozent Forschungsquote an zweiter Stelle. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Zu wenig!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Stefan
Wenn die Prognosen im Hinblick auf Beschäftigung auch durchaus erfreulich sind, werden wir doch darauf achten müssen, Österreich mit eiserner Budgetdisziplin wettbewerbsfähig und zukunftsfit zu halten; denn wir haben mit über 40 Prozent eine der höchsten Steuer- und Abgabenquoten, meine Damen und Herren, und da ist nach oben kein Spielraum mehr. Die falsche Antwort sind neue Steuern (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Stefan), denn neue Steuern würden diejenigen treffen, die dafür verantwortlich sind, dass der Wirtschaftsmotor im Lande wieder zu richtig läuft: unsere Leistungsträger. Diese dürfen wir nicht weiter belasten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: ... Steuererhöhungen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: ... Steuererhöhungen!
Wenn die Prognosen im Hinblick auf Beschäftigung auch durchaus erfreulich sind, werden wir doch darauf achten müssen, Österreich mit eiserner Budgetdisziplin wettbewerbsfähig und zukunftsfit zu halten; denn wir haben mit über 40 Prozent eine der höchsten Steuer- und Abgabenquoten, meine Damen und Herren, und da ist nach oben kein Spielraum mehr. Die falsche Antwort sind neue Steuern (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Stefan), denn neue Steuern würden diejenigen treffen, die dafür verantwortlich sind, dass der Wirtschaftsmotor im Lande wieder zu richtig läuft: unsere Leistungsträger. Diese dürfen wir nicht weiter belasten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: ... Steuererhöhungen!)
Beifall bei der ÖVP.
Daher gilt es, rasch zur Umsetzung von notwendigen Verbesserungen zu kommen. Auch die Unternehmen setzen in ihren Betrieben immer wieder die richtigen Impulse und richten diese neu aus. Das gilt es auch für Österreich zu tun, damit wir im Sinne unserer Österreicherinnen und Österreicher auch in der nächsten Zeit ein erfolgreiches Land in die Zukunft führen können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Staatssekretär Mag. Schieder: Stimmt ja nicht!
Heute waren einige Fachminister hier, die sich zu Zwei-Minuten-Reden hinreißen haben lassen, irgendetwas gefaselt haben, irgendwelche Plattitüden von sich gegeben, aber kein einziges Konzept dargelegt haben. Beispielsweise hat der Gesundheitsminister, der heute hier war, nach zehn Minuten den Saal wieder verlassen, zu Wort gemeldet hat er sich nicht. (Staatssekretär Mag. Schieder: Stimmt ja nicht!)
Beifall bei der FPÖ.
handelt ist, jetzt umzusetzen, dann sind Sie ein bisschen spät dran, denn das Regierungsprogramm wurde bereits im Jahr 2008 geschrieben! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es ist ein besonderes Schmankerl im Gesundheitsbereich, wenn heute bekannt wird, dass der Hauptverband zu einer Strafe verurteilt worden ist, weil die E-Medikation nicht ordentlich ausgeschrieben wurde. Der Herr Bundesminister Stöger stellt sich hier her, möchte die ELGA als „Jahrhundertprojekt“ anpreisen, schafft es aber nicht einmal, die E-Medikation ordentlich auszuschreiben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Bis heute werden 24 000 € an Strafgeldern fällig. (Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser) Nicht einmal das hat er zusammengebracht, all das wird jetzt von den Beitragszahlern bezahlt.
Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser
Es ist ein besonderes Schmankerl im Gesundheitsbereich, wenn heute bekannt wird, dass der Hauptverband zu einer Strafe verurteilt worden ist, weil die E-Medikation nicht ordentlich ausgeschrieben wurde. Der Herr Bundesminister Stöger stellt sich hier her, möchte die ELGA als „Jahrhundertprojekt“ anpreisen, schafft es aber nicht einmal, die E-Medikation ordentlich auszuschreiben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Bis heute werden 24 000 € an Strafgeldern fällig. (Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser) Nicht einmal das hat er zusammengebracht, all das wird jetzt von den Beitragszahlern bezahlt.
Abg. Dr. Strutz: 3 Millionen!
Bundesminister Stöger meinte, er würde jetzt das nächste Jahrhundertprojekt bringen, an dem, wie er angekündigt hat, 500 000 Österreicher teilnehmen würden (Abg. Dr. Strutz: 3 Millionen!) – knappe 3 000 sind es geworden. Es gibt eine Pleite nach der anderen im Gesundheitsbereich, eine Pleite nach der anderen, die diese Bundesregierung zu verantworten hat! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Bundesminister Stöger meinte, er würde jetzt das nächste Jahrhundertprojekt bringen, an dem, wie er angekündigt hat, 500 000 Österreicher teilnehmen würden (Abg. Dr. Strutz: 3 Millionen!) – knappe 3 000 sind es geworden. Es gibt eine Pleite nach der anderen im Gesundheitsbereich, eine Pleite nach der anderen, die diese Bundesregierung zu verantworten hat! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Fürntrath-Moretti: Gibt gerade ein Interview!
Abgeordnete Mag. Daniela Musiol (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Herren Staatssekretäre! Die abwesende Finanzministerin (Abg. Fürntrath-Moretti: Gibt gerade ein Interview!), und das ist räumlich gemeint, hat heute Früh in ihrer Rede gesagt, es gehe hier um den Budgetpfad und um Investitionen in die Zukunft. Damit ist alles gemeint, was unsere Kinder und unsere Bildung betrifft. Damit möchte ich mich jetzt in meiner Rede beschäftigen.
Anhaltende Zwischenrufe der Abg. Steibl.
Von der ÖVP, der ehemals sogenannten Familienpartei, erwarte ich mir diesbezüglich ohnehin nichts mehr, denn die letzte Staatssekretärin von Ihrer Partei, die in dieser Richtung überhaupt in irgendeiner Form aktiv war, war die Kollegin Marek. Sobald sie dann Spitzenkandidatin in Wien war, hat man in diese Richtung keine aktiven Handlungen mehr bemerken können. Die letzte Staatssekretärin hat diesbezüglich überhaupt nichts mehr getan. (Anhaltende Zwischenrufe der Abg. Steibl.)
Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Steibl.
Die Sozialdemokratie möchte ich auch nicht aus der Verantwortung nehmen. Ministerin Heinisch-Hosek sagt sehr glaubhaft, wie wichtig es ihr ist, in Kinderbetreuung zu investieren. Das verbreitet sie in zahlreichen Interviews: aus Anlass des Muttertages, aus Anlass des Internationalen Tages der Familie letztes Wochenende – wo sie auch andere Forderungen erhebt, die interessanterweise schon lange als grüne Anträge hier im Parlament liegen und denen Sie schon längst hätten zustimmen können. (Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Steibl.)
Beifall bei den Grünen.
Sie sagen, wie wichtig es ist, aber es folgen keine Taten. Da muss ich Ihnen schon sagen: Die Leute draußen, die Eltern, die das betrifft, die jetzt Kinder anmelden, die Mütter, die Väter, die in ihren Job zurück wollen, die interessiert es überhaupt nicht, ob Sie mit Ihrem Koalitionspartner Probleme haben und sich in familienpolitischen Fragen nicht einigen können. Diese Leute warten darauf, dass Geld in die Hand genommen wird, dass Plätze geschaffen werden, und dass sie einen Platz für ihre Kinder bekommen, und zwar nicht irgendeinen, sondern einen qualitativ hochwertigen Platz! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Im Sinne der Kinder dieses Landes: Gehen Sie runter von der Bildungsbremse! (Beifall bei den Grünen.)
R. Mitterlehner, profil Nr. 45/10 8.11.2010
„Die Kosten des Systems stehen in keiner Relation zu den Ergebnissen. Unsere vornehmlich auf Geldleistungen ausgerichtete Familienpolitik hat nicht zu einer höheren Geburtenrate geführt. Rein finanzielle Anreize haben sich europaweit nicht bewährt.“ () „Bei uns herrscht das Bild, dass Kinder nur in der behüteten Umgebung der Familie gut aufwachsen. Das entspricht nicht der Realität. Wir müssen Sachleistungen wie Kindergartenplätze ausbauen.“ (R. Mitterlehner, profil Nr. 45/10 8.11.2010)
Beifall beim BZÖ.
Seit mittlerweile elf Jahren gibt es keine reale Lohnerhöhung mehr, seit elf Jahren sind die Bruttolöhne gleich. Die Kosten explodieren, die Preise gehen stark nach oben. Nur einige Beispiele: Mehl: plus 70 Prozent; Brot: plus 10 Prozent; Käse: plus 20 Prozent; Kartoffeln: plus 34 Prozent. Das alles sind Produkte, die die Österreicherin und der Österreicher täglich brauchen – und Sie haben darauf überhaupt keine Antwort! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Markowitz: Genau!
Der Traum vom Wohnen ist für junge Leute ausgeträumt; bei den heutigen Einkommen kann sich niemand mehr etwas leisten. Der Mittelstand wird für diesen gesamten Euro-Crash zur Kassa gebeten, aber geholfen wird niemandem. Ich sage Ihnen, wir brauchen einen Rettungsschirm für unseren Mittelstand, für unsere Bevölkerung – und nicht für die anderen Pleitestaaten und für die Banken! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Markowitz: Genau!)
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schieder.
Wenn man sich anschaut, was die Banken machen – sie zeigen null Reue! (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schieder.) Sie gehen her, sagen, die Banken müssen 500 Millionen € an Bankenabgabe zahlen, die wiederum der Konsument und die Konsumentin bezahlen. Glauben Sie mir, die Bevölkerung hat die Nase voll, irgendwann wird sie Sie aus Wien hinausjagen! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Markowitz: Herr Staatssekretär, es ist nicht alles so locker-lässig ...!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Markowitz: Herr Staatssekretär, es ist nicht alles so locker-lässig ...!
Wenn man sich anschaut, was die Banken machen – sie zeigen null Reue! (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schieder.) Sie gehen her, sagen, die Banken müssen 500 Millionen € an Bankenabgabe zahlen, die wiederum der Konsument und die Konsumentin bezahlen. Glauben Sie mir, die Bevölkerung hat die Nase voll, irgendwann wird sie Sie aus Wien hinausjagen! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Markowitz: Herr Staatssekretär, es ist nicht alles so locker-lässig ...!)
Beifall beim BZÖ.
Ich würde diese Bundesregierung dringend auffordern: Denkt darüber nach! Wir haben so viele konkrete Lösungsvorschläge eingebracht. Greift sie auf, wenn ihr selber nicht imstande seid, irgendetwas zu finden! Der Rechnungshof, alle unterstützen euch da. Dann kann Österreich wieder ein Wachstum erreichen. Wir müssen Wachstum schaffen, das Budget konsolidieren. Werdet endlich munter und fangt an zu arbeiten! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Jetzt noch ganz kurz zur Landwirtschaft. Wenn ich mir das Budget für die Landwirtschaft anschaue, sehe ich, dass die Förderungen für Pleiteunternehmen wie AGES, für die ganzen Verbände, für die ÖVP-Parteivorfeldorganisationen massiv erhöht werden. Deswegen fordere ich Sie auf: Wir haben jetzt in Tirol, im ganzen Berggebiet, eine Katastrophe, denn es hat so wenig geregnet wie seit Jahren nicht mehr. Da muss es uns endlich gelingen, die Arbeitsplätze für die heutigen Bauern zu erhalten; damit nicht – wie in den letzten 15 Jahren der ÖVP-Regierung, ihr wisst es selber – jedes Jahr Tausende Betriebe sperren müssen. Das muss unterbunden werden! (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Deswegen fordere ich den Herrn Landwirtschaftsminister auf, dass endlich Geld budgetiert wird, dass er evaluiert, umschichtet, dass angesichts dieser Dürre, die im Berggebiet im Moment herrscht, genügend Geld vorhanden ist, um die Landwirte entsprechend zu entschädigen. Österreich hat absolut genug gezahlt! (Beifall beim BZÖ.) Es braucht kein frisches Geld!
Beifall beim BZÖ.
(Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Der Finanzrahmen, der nun zu beschließen ist, ist aus unserer Sicht auch ein Weg, um den breiten Wohlstand in unserem Land zu erhalten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Mag. Stefan.
Abgeordnete Adelheid Irina Fürntrath-Moretti (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich bin wirklich stolz auf Österreich. Ich bin stolz auf unsere Unternehmerinnen, auf unsere Unternehmer, ich bin stolz auf unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die mit uns gemeinsam den Weg aus der Finanz- und Wirtschaftskrise geschafft haben. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Mag. Stefan.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Was heißt das für uns? Die Schulden sind zu hoch, das haben mittlerweile auch unsere großartigen Umverteiler zur Kenntnis nehmen müssen. Ich freue mich, dass wir endlich zu einem anderen Weg gekommen sind. Es ist ein Gebot der Stunde, den Weg der Vernunft einzuschlagen: Wir müssen unseren Staatshaushalt konsolidieren, wir müssen Schulden abbauen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kitzmüller: Super!
Sehr geehrte Damen und Herren! Jeder private Haushalt weiß: Ausgeben kann man nur das, was man vorher verdient hat. (Abg. Kitzmüller: Super!) Deshalb begrüße ich
Abg. Mag. Stefan: Jedes Jahr wird mehr ausgegeben als eingenommen! Stimmt ja!
im Besonderen dieses Bundesfinanzrahmengesetz. Es zwingt die Ressorts zu Budgetdisziplin, ermöglicht Budgetflexibilität, erleichtert die Budgetplanung, unterstützt die Sparsamkeit und fordert Strukturreformen ein. (Abg. Mag. Stefan: Jedes Jahr wird mehr ausgegeben als eingenommen! Stimmt ja!) – Hören Sie zu, Herr Kollege!
Zwischenrufe der Abgeordneten Kitzmüller und Krainer.
Wir haben uns als ÖVP drei wesentliche Schwerpunkte vorgenommen: Erstens Kinder und Familien: 350 Millionen € mehr für Kinder und Familien. Allein 80 Millionen € mehr investieren wir in den Ausbau für die Ganztagsbetreuung an Schulen, 80 000 Ganztagsschulplätze! (Zwischenrufe der Abgeordneten Kitzmüller und Krainer.)
Beifall bei der ÖVP
Sehr geehrte Damen und Herren! Diese Maßnahmen sind eine wesentliche Verbesserung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Beifall bei der ÖVP), und sie sind auch eine wesentliche Verbesserung gerade für uns Frauen.
Beifall bei der ÖVP.
Meiner Überzeugung nach ist es aber auch wesentlich, dass wir mit unserem Wirtschaftsstandort nicht ins Hintertreffen geraten. Als Unternehmerin weiß ich, dass nur motivierte UnternehmerInnen und motivierte MitarbeiterInnen gemeinsam Arbeitsplätze schaffen und damit auch den Steuertopf füllen können und ihn nicht entleeren. Nur das ist wesentlich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Für uns von der ÖVP heißt es daher: Wir stehen für Leistung, und wir stehen für Eigentum. Deshalb hier ein absolutes Nein zu einer Eigentumsbesteuerung! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Mag. Heidemarie Unterreiner (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Staatssekretäre, die noch auf der Regierungsbank verblieben sind! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Jugend oben auf den Rängen! – Sehr geehrte Kollegin Fürntrath-Moretti, auch ich bin sehr stolz auf Österreich, aber nicht auf unsere Regierung. Das kann man wirklich nicht sagen. Wenn ich mir jetzt anschaue, was zur Kultur im Strategiebericht steht und welchen Stellenwert zum Beispiel die derzeitige Regierung in Österreich der Kunst und Kultur beimisst, dann muss man traurig sein, wenn man das in diesem Bericht nachliest. Von den 107 Seiten ist gerade einmal eine halbe Seite der Kunst und der Kultur gewidmet. Das ist doch eine Schande für das Kulturland Österreich! (Beifall bei der FPÖ.)
Staatssekretär Mag. Schieder: Zinggl!
die ganze Geschichte, Sie haben das sicher auch verfolgt –, der Direktor des MAK, nun endlich Geschichte, und man darf jetzt ziemlich sicher sein, dass der neue Direktor Thun-Hohenstein sein Haus weder für Jubelausstellungen, für verurteilte Kinderschänder wie Otto Muehl oder für mörderische Diktatoren wie jene Nordkoreas noch für Geburtstagsfeiern für seine Mutter missbraucht. (Staatssekretär Mag. Schieder: Zinggl!)
Beifall bei der FPÖ.
Das Vorhaben „Museum Neu“ – das ist vielleicht vielen von Ihnen nicht so bekannt – war das Vorhaben, das Volkskundemuseum mit dem Völkerkundemuseum zu verschmelzen. Das ist ja eine Idee gewesen, die von vornherein zum Scheitern verurteilt war. Ich habe das auch immer wieder gesagt. In den letzten zwei Jahren hat sich natürlich herausgestellt, dass es unmöglich ist, das zu machen. Direktor Feest hat schon längst das Handtuch geworfen, und Frau Direktorin Schindler hat sich zurückziehen müssen, denn es wäre unverantwortlich gewesen, dieser Idee weiterhin anzuhängen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Kulturpolitik prägt das Fundament unserer Gesellschaft, und deshalb ist für uns Freiheitliche die Bewahrung unserer Identität das Gewissensthema unserer Epoche. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
nenfeindlichkeit zu deponieren, und wie abgehoben das eigentlich auch ist in dem Zusammenhang, wenn Sie – Kollege Van der Bellen hat es schon angesprochen – von Heuschrecken reden oder auch vom Import von Migranten und Sonstigem. Vergessen Sie nicht, dass es trotzdem immer noch Menschen sind, die Leib und Leben riskieren und auf jede irgendwie erdenkliche Art und Weise auf der Suche nach einer besseren Zukunft sind. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Gradauer: Aber nicht auf unsere Kosten!
Es sind nicht Illegale. Das laste ich auch Ihnen von der ÖVP und Ihrer Ministerin an, dass man immer daherkommt und sagt, das seien Illegale, Kriminelle, die versuchen, da reinzukommen. Die sind nicht per se illegal. Die versuchen einfach, sich eine schönere Zukunft zu suchen. (Abg. Gradauer: Aber nicht auf unsere Kosten!)
Beifall bei Grünen und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ja, wenn es um das eine geht, sind Sie nicht dabei, wenn es um das andere geht – das passt jetzt zum Finanzrahmengesetz –, nämlich um die Entwicklungszusammenarbeit, sind Sie auch nicht dabei. Ihr engstirniges Wir-ziehen-die-Mauern-hoch und Rund-um-uns-herum-die-Sintflut geht halt nicht. Vielleicht versuchen Sie einmal, das den Leuten auch klarzumachen. (Beifall bei Grünen und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Der Markt wird jetzt vom Staat bezahlt?
Der Name Pfanner sagt Ihnen ja vielleicht etwas; Pfanner Fruchtsäfte. Vielleicht kennen Sie das, vielleicht sind Sie auch heute durch die Säulenhalle gegangen. Der Herr Pfanner von der Firma Pfanner hat heute in der Früh den Fair-Trade-Tag eröffnet, und ich sage Ihnen, mir war es enorm peinlich. Denn wir stehen da draußen und werden angesprochen auf Gerechtigkeit, auf fairen Markt, auf faire Handelsbedingungen – und beschließen jetzt wieder ein Finanzrahmengesetz, das genau dort, wo es um faire Bedingungen geht, um faire Umverteilung ... (Abg. Mag. Stefan: Der Markt wird jetzt vom Staat bezahlt?) Nein, der Markt wird nicht vom Staat bezahlt, aber es geht darum, dass man umverteilt und soziale Gerechtigkeit schafft, nicht nur innerhalb des Landes, sondern auch über die Grenzen hinaus. Aber so weit zu denken, dazu sind Sie offensichtlich nicht in der Lage. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Der Name Pfanner sagt Ihnen ja vielleicht etwas; Pfanner Fruchtsäfte. Vielleicht kennen Sie das, vielleicht sind Sie auch heute durch die Säulenhalle gegangen. Der Herr Pfanner von der Firma Pfanner hat heute in der Früh den Fair-Trade-Tag eröffnet, und ich sage Ihnen, mir war es enorm peinlich. Denn wir stehen da draußen und werden angesprochen auf Gerechtigkeit, auf fairen Markt, auf faire Handelsbedingungen – und beschließen jetzt wieder ein Finanzrahmengesetz, das genau dort, wo es um faire Bedingungen geht, um faire Umverteilung ... (Abg. Mag. Stefan: Der Markt wird jetzt vom Staat bezahlt?) Nein, der Markt wird nicht vom Staat bezahlt, aber es geht darum, dass man umverteilt und soziale Gerechtigkeit schafft, nicht nur innerhalb des Landes, sondern auch über die Grenzen hinaus. Aber so weit zu denken, dazu sind Sie offensichtlich nicht in der Lage. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das heißt, es wäre schön, wenn man davon abgehen würde, die Entwicklungszusammenarbeit und die Gelder dafür weiterhin auch als Ermessensbudget anzusehen. Das müssen fixe Gelder sein, mit denen man in Zukunft fix rechnen können muss, sonst bleibt das nicht mehr als ein Lippenbekenntnis, und von diesen ständigen Lippenbekenntnissen wird sich in unseren Schwerpunktpartnerländern niemand ein Brot streichen oder sich irgendetwas abbeißen können. Satt werden wird schon gar niemand davon. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ernest Windholz (BZÖ): Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Das Bundesfinanzrahmengesetz ist, so wie es vorgelegt wird, nicht verwunderlich. Wir hören zwar immer salbungsvolle Worte – ich darf beim Kollegen Grillitsch beginnen, der uns gesagt hat, mehr sparen, weniger Steuern, ist das Motto der ÖVP. – Ja bitte, ich kann nur sagen: Dann macht es! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Was haben Sie hier gemacht, außer dass Sie uns immer wieder erklären wollen, das ist so schwierig, da ist eine Verfassungsmehrheit erforderlich, und die gibt es nicht von der Opposition? Ich habe schon in der ersten Lesung gesagt, und das gilt für alle drei Oppositionsparteien: Legt etwas Gescheites auf den Tisch, dann werden wahrscheinlich eine, zwei, wenn nicht gar alle drei dabei sein! – Nur, ihr seid dazu nicht imstande. Das, was uns hier vorgelegt wird, ist ein Hinausschieben und ein Mehr an Schulden. Genau das Gegenteil von dem, was Sie am Rednerpult immer wieder von sich geben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie schaffen es auch nicht bei der ÖBB-Reform. Der Einzige in der bis vor Kurzem noch amtierenden Bundesregierung, der ist jetzt wieder zurückgekehrt in den Nationalrat, der frühere Staatssekretär Lopatka. Der war anscheinend den Roten ein Dorn im Auge, den musste man entfernen. Somit ist auch bei den ÖBB alles klar: Weiterwurschteln wie bisher. Ich sage Ihnen nur, die Republik wird es sich auf Dauer nicht mehr leisten können, 50-Jährige in Pension zu schicken. Es ist außerdem ausgesprochen unsozial allen anderen gegenüber. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
nämlich vorschlagen, dass wir im umgekehrten Sinn für die leidgeprüften Steuerzahler auch einen Haftrücklass einführen, der es ihnen erlaubt, so lange Steuerteile zurückzuhalten, bis diese Bundesregierung endlich einmal Reformen umsetzt, mit intelligentem Sparen verbunden. Die Zeit dafür ist überreif! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Nur, der Spareffekt wäre ein kurzfristiger gewesen, denn die Auswirkungen für diese ländlichen Regionen, für diese Regionen im Bezirk Liezen wären sehr dramatisch gewesen. Dass es anders gekommen ist, ist ganz sicherlich ein Erfolg der Politik gewesen, denn die Politik – und das zeigt auch die Budgetpolitik – sagt ganz klar, Bildung ist eine Investition in die Zukunft, und zwar in die Zukunft unserer Kinder. Und wenn wir da nicht investieren, haben unsere Kinder ganz sicher keine Zukunft und heute schon verloren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Gradauer.
Wir wollen noch besser werden, habe ich gesagt. Strukturreform wird notwendig sein. Es ist ein ständiges Bemühen, Einsparungen zu machen, es ist ein ständiges Bemühen, Impulse für die Beschäftigung zu geben, und es sind sicherlich auch Reformen notwendig. Ich nenne den Gesundheitsbereich, ich sage auch, dort und da wird es notwendig sein, gewisse Privilegien abzuschaffen – einer der Vorredner hat es gerade erwähnt –, denn wenn in einer Berufsgruppe das durchschnittliche Pensionsantrittsalter 52 Jahre ist, dann geht das nicht auf Dauer, denn da müssen wir auch sehen, dass da sehr, sehr viele wesentlich jünger in Pension gehen. Daher ist es einfach notwendig, da etwas zu bewegen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Gradauer.)
Beifall bei der ÖVP.
Eigentum muss leistbar bleiben; das darf ich ganz klar sagen. Damit bin ich auch bei dem Grundsatz, den wir als ÖVP verfolgen: Leistung und Eigentum sind wesentliche Punkte, die wir in unserer Politik für wichtig erachten und entsprechend auch im Zentrum unserer Politik sehen. Wir wollen Politik für die Menschen in unserem Land machen, und ich glaube, mit diesem Bundesfinanzrahmengesetz wird das auch gelingen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Das sind Materien bei der Verwaltungsreform, bei denen sogar Einstimmigkeit zu erzielen ist. Das Einzige, das Sie nicht schaffen, ist, dass Sie bei den Landeshauptleuten Ihrer eigenen Parteien irgendwann einmal entsprechende Bewusstseinsarbeit machen, dass Föderalismus neu, zeitgemäß und in die Zukunft orientiert gelebt wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Zu dem Beispiel, das Herr Kollege Matznetter, der jetzt gerade leider nicht da ist – vielleicht übt er gerade Leiter steigen bei der Feuerwehr oder Ähnliches; das würde ihm sicherlich auch guttun, dann weiß er nämlich, wie das Löschen in Wirklichkeit geht –, gebracht hat, sage ich Ihnen noch ein anderes Beispiel. Sie vergessen bei Griechenland nämlich immer eines: Dass die Griechen beim Euro sind und auch einmal willkommen waren, liegt nur daran (Zwischenruf bei der SPÖ), dass sie verfälschte und gefälschte Bilanzen vorgelegt haben.
Abg. Öllinger: Gibt’s da einen freiheitlichen Mandatar?
Ich sage Ihnen ein anderes Beispiel: Es kommt jemand mit gefälschten akademischen Graden ins Krankenhaus und lässt sich als Arzt anstellen. Dann operiert er drauflos, es passiert logischerweise, was passieren muss, es geht etwas schief. (Abg. Öllinger: Gibt’s da einen freiheitlichen Mandatar?) Und dann ist der Arzt selber wegen Kurpfuscherei oder Körperverletzung oder sonst etwas dran. (Abg. Öllinger: Gibt’s da einen freiheitlichen Mandatar? Gemeinderat war er ...!) Was macht man in Österreich, anstatt ihn rauszuschmeißen? – Er bekommt nachträglich noch die Ausbildung bezahlt, und man lässt ihn weiteroperieren. Das ist Ihre Devise. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Gibt’s da einen freiheitlichen Mandatar? Gemeinderat war er ...!
Ich sage Ihnen ein anderes Beispiel: Es kommt jemand mit gefälschten akademischen Graden ins Krankenhaus und lässt sich als Arzt anstellen. Dann operiert er drauflos, es passiert logischerweise, was passieren muss, es geht etwas schief. (Abg. Öllinger: Gibt’s da einen freiheitlichen Mandatar?) Und dann ist der Arzt selber wegen Kurpfuscherei oder Körperverletzung oder sonst etwas dran. (Abg. Öllinger: Gibt’s da einen freiheitlichen Mandatar? Gemeinderat war er ...!) Was macht man in Österreich, anstatt ihn rauszuschmeißen? – Er bekommt nachträglich noch die Ausbildung bezahlt, und man lässt ihn weiteroperieren. Das ist Ihre Devise. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen ein anderes Beispiel: Es kommt jemand mit gefälschten akademischen Graden ins Krankenhaus und lässt sich als Arzt anstellen. Dann operiert er drauflos, es passiert logischerweise, was passieren muss, es geht etwas schief. (Abg. Öllinger: Gibt’s da einen freiheitlichen Mandatar?) Und dann ist der Arzt selber wegen Kurpfuscherei oder Körperverletzung oder sonst etwas dran. (Abg. Öllinger: Gibt’s da einen freiheitlichen Mandatar? Gemeinderat war er ...!) Was macht man in Österreich, anstatt ihn rauszuschmeißen? – Er bekommt nachträglich noch die Ausbildung bezahlt, und man lässt ihn weiteroperieren. Das ist Ihre Devise. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Staatssekretär Mag. Schieder: Sagen Sie das im Ausschuss!
Leider Gottes ist die Frau Bundesministerin heute nicht da, um Bildungsthemen anzusprechen, aber Tatsache ist, dass auch hier Reformen notwendig wären. Das ist mit ihr zu diskutieren. Dem Staatssekretär auf den Weg mitgegeben: Arbeiten Sie endlich an der Verwaltungsreform! (Beifall bei der FPÖ. – Staatssekretär Mag. Schieder: Sagen Sie das im Ausschuss!)
Abg. Öllinger: Die Fabel! Die Ute Fabel war doch das ...!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächster Redner gelangt Herr Abgeordneter Dr. Walser zu Wort. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Öllinger: Die Fabel! Die Ute Fabel war doch das ...!)
Ruf bei der FPÖ: Wer ist das? Wer ist das?
Ich nehme an, Sie werden im eigenen Stall für Sauberkeit sorgen. Es ist genug zu tun in den freiheitlichen Reihen. Wenn ich mir die Kriminalitätsrate der FPÖ anschaue (Ruf bei der FPÖ: Wer ist das? Wer ist das?), können wir zufrieden sein, dass wir in Österreich in Bezug darauf nicht gleich schließen. (Beifall bei den Grünen.) Also daher: Schauen Sie sich bitte Ihre eigene Fraktion an!
Beifall bei den Grünen.
Ich nehme an, Sie werden im eigenen Stall für Sauberkeit sorgen. Es ist genug zu tun in den freiheitlichen Reihen. Wenn ich mir die Kriminalitätsrate der FPÖ anschaue (Ruf bei der FPÖ: Wer ist das? Wer ist das?), können wir zufrieden sein, dass wir in Österreich in Bezug darauf nicht gleich schließen. (Beifall bei den Grünen.) Also daher: Schauen Sie sich bitte Ihre eigene Fraktion an!
Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen sowie der Abg. Mag. Rudas
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Kollege Walser, ich möchte Sie daran erinnern, dass der Vorwurf, dass die Freiheitliche Partei insgesamt eine kriminelle Organisation ist (Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen sowie der Abg. Mag. Rudas), auch bei anderen Parteien eine Ordnungsruf-Behauptung ist, und ich ersuche Sie, sich auch hier in der Wortwahl zu mäßigen, in der pauschalen Verurteilung.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Bitte fortzusetzen. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Na, das ist aber ...!
Abgeordneter Dr. Harald Walser (fortsetzend): Herr Präsident! Ich ersuche Sie, bevor Sie mich unterbrechen, genau anzuhören, was ich gesagt habe. Die Freiheitliche Partei als kriminelle Organisation zu bezeichnen, scheint mir viel zu weit zu gehen. Ich kenne viele Freiheitliche, die nicht kriminell sind. (Ruf bei der FPÖ: Na, das ist aber ...!)
Zwischenruf bei der ÖVP
Heute beschließen Sie ein Bundesfinanzrahmengesetz, in dem übrigens genau das noch drinnen wäre und in dem das aufgrund der Loipersdorfer Beschlüsse gefordert wäre. Die Realität ist, dass Sie das stillschweigend kürzen und die Regierungsmitglieder mit Noten wie mangelhaft bezeichnen. Also: Schotter-Fekter gegen Unfähigkeit (Zwischenruf bei der ÖVP) – so in etwa stellt sich das aus Sicht der Regierung dar.
Beifall bei den Grünen.
Wir bitten inständig darum, und wir kämpfen dafür: Entlassen Sie die Schulen, entlassen Sie das Bildungssystem endlich in die Freiheit! Schauen Sie, dass man im Bildungssystem nach ordentlichen Gesichtspunkten fuhrwerken kann! Derzeit ist das leider nicht der Fall. (Beifall bei den Grünen.)
Rufe bei der SPÖ: Schweigeminute! Schweigeminute!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Ich bringe ein den Entschließungsantrag der Abgeordneten Josef Bucher, Ing. Lugar, Kolleginnen und Kollegen (Rufe bei der SPÖ: Schweigeminute! Schweigeminute!) betreffend 10-Punkte-Programm zur Stärkung der mittelständischen Wirtschaft – Genug gezahlt!
Abg. Mag. Molterer: Wie viel kostet das alles?
Drittens: Wir wollen eine Verwaltungsreform, auf die wir schon Jahrzehnte warten und bei der noch immer nichts weitergegangen ist. Weiters wollen wir eine Offensive für Kleinbetriebe. Gerade Kleinbetriebe sind die Jobmotoren der Zukunft, und hier müssen wir mehr machen. Weiters wollen wir Betriebsgründungen begünstigen, die Zahl liegt leider immer noch hinter vergleichbaren Ländern zurück. Auch da muss etwas gemacht werden. (Abg. Mag. Molterer: Wie viel kostet das alles?)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wie viel kostet das alles?
Wir vom BZÖ fordern auch die Abschaffung der Zwangsmitgliedschaften bei den Kammern. Ich weiß, Sie haben das geschützt, indem Sie es in die Verfassung geschrieben haben. Hier muss endgültig eine Freiwilligkeit herrschen. Der Kammerstaat hat sich überlebt, das brauchen wir nicht mehr. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Molterer: Wie viel kostet das alles?)
Abg. Mag. Molterer: Wie viel kostet das alles?
Ganz wichtig: das energieautarke Österreich. Wir wollen nicht mehr vom Ausland abhängig sein. Wir wollen, dass wir die 14 Milliarden €, die wir jedes Jahr ans Ausland vergeuden, in Österreich behalten, um hier die Wertschöpfung zu erhalten. Das wäre wichtig. Hier gehört einiges gemacht. (Abg. Mag. Molterer: Wie viel kostet das alles?)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Welche Folgekosten hätte ein derartiger Schritt im Vergleich zu den möglichen Kosten weiterer Euro-Rettungsschirm-Zahlungen?“ (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Dieser Antrag bedeutet nichts anderes, als dass wir Sie bitten und auffordern, Ihre eigenen Gesetze, Ihre eigenen Verordnungen zu überprüfen und dem Nationalrat eine Meldung darüber zu machen. Wenn Sie das ablehnen, dann gute Nacht, Parlamentarismus. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Lugar: Ja, ja! Juni!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Kollege Lugar, ich ergänze noch zum letzten Antrag: Hier im Antrag steht, Sie wollen den Bericht bis Ende Juni, verlesen haben Sie: Ende 2011. – Es ist schon Ende Juni gemeint? (Abg. Ing. Lugar: Ja, ja! Juni!) – Gut, dann ist das so ergänzt.
Durchschnittliche Fixgehälter pro Kopf: 2008: 609.000 Euro; 2009: 783.000 Euro; 2010: 1.395000 Euro
Im Lichte dessen erscheinen neben den oben genannten Aufsichtsratgagen der Ers- ten Bank im Besonderen auch die Steigerungen der Fixgehälter im Jahr 2010 bei der Raiffeisen Bank International um 78 % (Durchschnittliche Fixgehälter pro Kopf: 2008: 609.000 Euro; 2009: 783.000 Euro; 2010: 1.395000 Euro), was sich aus der bemerkenswerte Analyse der Arbeiterkammer Wien mit dem Titel „Vorstandsvergütung und
Zwischenruf bei der ÖVP
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Kollege Gaßner! Immer wenn Sie „Milliarden“ vorgelesen haben, waren es Tausend. Also es sind 73 605,635 Millionen € (Zwischenruf bei der ÖVP), sonst wäre es ein bisschen zu viel. Im Sinne dessen wird das im Protokoll berichtigt, nehme ich an.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Daher ersuche ich schon sehr eindringlich, das in den nächsten Jahren auch zu berücksichtigen und dafür zu sorgen, dass die Gemeinden wieder das Geld zur Verfügung haben, das sie brauchen, um die Lebensqualität in den Gemeinden erhalten zu können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Kogler und Dr. Strutz.
Natürlich haben all diese Maßnahmen viel Geld gekostet. Die dadurch entstandenen Schulden müssen nun aber rasch abgebaut werden, schließlich schränken sie die Politikgestaltung wesentlich ein. Daher wollen wir die Neuverschuldung bis 2013 unter 3 Prozent senken. Wir wollen das jedoch nicht mit neuen Steuern schaffen, sondern über die Ausgabenseite. Neue Steuern sind der Bevölkerung nicht zumutbar – und schon gar nicht eine Eigentums- oder Schnüffelsteuer. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Kogler und Dr. Strutz.)
Abg. Mag. Kogler: ... ist, was Sie reden!
Beschleunigbar ist dieser Schuldenabbau auch durch eine kluge Privatisierungsstrategie, und an dieser Stelle darf ich, meine Damen und Herren, auch mit so mancher Irrmeinung aufräumen. (Abg. Mag. Kogler: ... ist, was Sie reden!) Die österreichische Volkswirtschaft umfasst 8,2 Millionen Menschen (Abg. Mag. Kogler: Wer hat das geschrieben?), davon sind rund 48 Prozent, also weniger als die Hälfte, im Erwerbsle- ben, und 52 Prozent sind keine Erwerbspersonen. (Abg. Mag. Kogler: Wer ist der Herr Schnüffel?)
Abg. Mag. Kogler: Wer hat das geschrieben?
Beschleunigbar ist dieser Schuldenabbau auch durch eine kluge Privatisierungsstrategie, und an dieser Stelle darf ich, meine Damen und Herren, auch mit so mancher Irrmeinung aufräumen. (Abg. Mag. Kogler: ... ist, was Sie reden!) Die österreichische Volkswirtschaft umfasst 8,2 Millionen Menschen (Abg. Mag. Kogler: Wer hat das geschrieben?), davon sind rund 48 Prozent, also weniger als die Hälfte, im Erwerbsle- ben, und 52 Prozent sind keine Erwerbspersonen. (Abg. Mag. Kogler: Wer ist der Herr Schnüffel?)
Abg. Mag. Kogler: Wer ist der Herr Schnüffel?
Beschleunigbar ist dieser Schuldenabbau auch durch eine kluge Privatisierungsstrategie, und an dieser Stelle darf ich, meine Damen und Herren, auch mit so mancher Irrmeinung aufräumen. (Abg. Mag. Kogler: ... ist, was Sie reden!) Die österreichische Volkswirtschaft umfasst 8,2 Millionen Menschen (Abg. Mag. Kogler: Wer hat das geschrieben?), davon sind rund 48 Prozent, also weniger als die Hälfte, im Erwerbsle- ben, und 52 Prozent sind keine Erwerbspersonen. (Abg. Mag. Kogler: Wer ist der Herr Schnüffel?)
Beifall bei der ÖVP.
Das heißt also, dass eine knappe Minderheit die Konsummöglichkeiten für eine knappe Mehrheit erwirtschaftet. Hingegen schultern jetzt schon die obersten 10 Prozent der Einkommensbezieher knapp 60 Prozent der Steuerleistung, während 48 Prozent der Einkommensbezieher nach der letzten Steuerreform nun überhaupt keine Lohnsteuer mehr zahlen. Diese Fakten sollten berücksichtigt werden, wenn man von Verteilungsgerechtigkeit spricht und über neue Steuern nachdenkt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Den Mittelstand weiter zu belasten kommt für die ÖVP jedenfalls nicht in Frage. Wir stellen uns schützend vor unsere Leistungsträger, und für mich ist jeder ein Leistungsträger oder eine Leistungsträgerin, der/die mehr einzahlt, als er/sie herausnimmt. Das ist die Krankenschwester genauso wie der Industriearbeiter, der Landwirt oder die Unternehmerin. Wir verfolgen bei den Steuern folgenden Ansatz: einfacher, weniger und leistungsgerechter. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, die Bundesregierung setzt auf die richtigen Bereiche und ergreift offensive Maßnahmen. Es wird keine Kürzungen für die Familien, die Bildung, die Forschung geben. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der FPÖ.) Wissenschaft, Bildung und Forschung – die wichtigsten Zukunftsthemen – werden entsprechend finanziell unterstützt.
Beifall bei der ÖVP.
Durch die steigende Exporttätigkeit der heimischen Unternehmen entstehen direkt und indirekt jährlich 37 000 zusätzliche Arbeitsplätze, und unsere gemeinsame Währung, der Euro, ist dabei auch weiterhin der Garant für diese positive Entwicklung. Der Euro ist die zweitstärkste Währung der Welt, und es wird dem BZÖ und der FPÖ nicht gelingen, Österreich oder den Euro krankzureden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Staatssekretäre! Meinem Vorredner von der ÖVP möchte ich nur sagen: Sie brauchen das nicht uns zu sagen, dass wir über neue Steuern nicht nachzudenken haben. Sagen Sie das bitte Ihrem Koalitionspartner, sagen Sie das der SPÖ, die jede Woche einen neuen Vorschlag hat, wie man die Österreicherinnen und Österreicher erneut zur Kasse bitten könnte! (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei der FPÖ.
Bitte redet in der Koalition, und redet vor allem nicht hier am Rednerpult anders, als ihr dann handelt, denn wenn man sich die Fakten ansieht, dann war es gerade die ÖVP, die in den letzten Jahren neue Steuern erfunden, neue Steuern eingeführt und die Steuern erhöht hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.
Es mag eine Strategie, vor allem der ÖVP, sein, den Kopf wie der Vogel Strauß in den Sand zu stecken, Realitätsverweigerung zu betreiben. Das mag eine Strategie sein – ob sie erfolgreich ist, sei einmal dahingestellt. Ich verstehe auch die heutige Umarmung der Grünen vonseiten des ÖVP-Klubobmanns. Man hat sich bei der Zustimmung der Bevölkerung prozentmäßig an ein ähnliches Niveau angenähert, was der ÖVP ... (Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.) – Bitte, Frau Kollegin? (Abg. Mag. Rudas: Welcher Partei gehören Sie jetzt eigentlich an?)
Abg. Mag. Rudas: Welcher Partei gehören Sie jetzt eigentlich an?
Es mag eine Strategie, vor allem der ÖVP, sein, den Kopf wie der Vogel Strauß in den Sand zu stecken, Realitätsverweigerung zu betreiben. Das mag eine Strategie sein – ob sie erfolgreich ist, sei einmal dahingestellt. Ich verstehe auch die heutige Umarmung der Grünen vonseiten des ÖVP-Klubobmanns. Man hat sich bei der Zustimmung der Bevölkerung prozentmäßig an ein ähnliches Niveau angenähert, was der ÖVP ... (Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.) – Bitte, Frau Kollegin? (Abg. Mag. Rudas: Welcher Partei gehören Sie jetzt eigentlich an?)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Wir sind von den Freiheitlichen, und wir sind jene Partei, die von Wahl zu Wahl Prozente dazugewinnt. Im Gegensatz zu Ihnen, Frau Kollegin, denn Sie verlieren ständig, weil Sie hier am Rednerpult anders reden, als Sie handeln. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Scheibner.
Fakt ist: Sie haben Schulden gemacht; Fakt ist: Sie haben Steuern erhöht; und Fakt ist: Sie verschenken unser Geld nach Griechenland. (Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Scheibner.) Kommen Sie heraus, erklären Sie die drei neuen Massensteuern Ihren Wählern, die Ihnen einfach davonlaufen! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abg. Mag. Rudas.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abg. Mag. Rudas.
Fakt ist: Sie haben Schulden gemacht; Fakt ist: Sie haben Steuern erhöht; und Fakt ist: Sie verschenken unser Geld nach Griechenland. (Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Scheibner.) Kommen Sie heraus, erklären Sie die drei neuen Massensteuern Ihren Wählern, die Ihnen einfach davonlaufen! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abg. Mag. Rudas.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Rudas: :.. Hypo in Kärnten?
Ich werde Ihnen sagen, warum die SPÖ von Wahlgang zu Wahlgang verliert, warum die Frauen Ihre Partei nicht mehr wählen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Rudas: :.. Hypo in Kärnten?) Sie tun dies, weil Folgendes Fakt ist: 1 Euro für mich, 1 Euro für den Staat. So hört es sich an, wenn eine alleinerziehende Frau am Monatsende auf den Lohnzettel schaut. Wissen Sie, wie viel sie an den Staat abzuliefern hat? 43,3 Prozent an Steuern, an Sozialabgaben an die Frau Finanzministerin.
Beifall bei der FPÖ.
Der Wert ihres Einkommens hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht. Das geht aus dem aktuellen Einkommensbericht der Statistik Austria hervor. Das ist Ihr Institut, das sind die Fakten, also kommen Sie nicht hier heraus und erzählen Sie irgendwelche Märchen über eine Steuersenkung, die Sie in Wirklichkeit überhaupt nicht notwendig haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer: Wie hoch sind die Gesundheitsausgaben des Bundes?
Jetzt noch zu einem Beitrag, der mir sehr am Herzen liegt. Welcher Bereich im Budget ist der mit der größten Dynamik? – Das ist der Gesundheitsbereich, wo uns seit Jahren Reformen versprochen werden. Lesen Sie sich den Rechnungshofbericht durch, lesen Sie Ihre eigene Regierungserklärung durch, lesen Sie die täglich angekündigten Reformen vor (Abg. Krainer: Wie hoch sind die Gesundheitsausgaben des Bundes?): jährlich 6 Prozent Steigerungen, 600 Millionen € jährlich. Mittlerweile sind wir von 26 Milliarden € im Jahr 2006 auf 33 Milliarden € angestiegen.
Abg. Krainer: Dass Sie nicht wissen, wovon Sie reden!
Um nur ein Beispiel zu nennen: Sie haben in Ihrer Regierungserklärung das große Reformprojekt ELGA ausgerufen. 30 Millionen € wurden in den Sand gesetzt, die Frau Kollegin hat ja das Beispiel gebracht, die große e-Medikation. Soll ich Ihnen sagen, wie da vorgegangen wird? Wissen Sie, was da los ist? (Abg. Krainer: Dass Sie nicht wissen, wovon Sie reden!) – Verträge ohne Ausschreibung, widerrechtliche Vergaben. Der Hauptverband zahlt jetzt 24 000 € Strafe. (Zwischenruf des Abg. Riepl.)
Zwischenruf des Abg. Riepl.
Um nur ein Beispiel zu nennen: Sie haben in Ihrer Regierungserklärung das große Reformprojekt ELGA ausgerufen. 30 Millionen € wurden in den Sand gesetzt, die Frau Kollegin hat ja das Beispiel gebracht, die große e-Medikation. Soll ich Ihnen sagen, wie da vorgegangen wird? Wissen Sie, was da los ist? (Abg. Krainer: Dass Sie nicht wissen, wovon Sie reden!) – Verträge ohne Ausschreibung, widerrechtliche Vergaben. Der Hauptverband zahlt jetzt 24 000 € Strafe. (Zwischenruf des Abg. Riepl.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser.
dass Betten und Pflegepersonal reduziert werden. Da haben wir in den letzten Jahren in Summe, wegen Misswirtschaft des Gesundheitsministeriums, 180 Millionen € vergeudet. (Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.
Sie haben im Gesundheitsbereich, in dem Bereich, der die größte Dynamik hat, in dem Bereich, wo wir mittlerweile 33 Milliarden € Defizit haben, in dem Bereich, wo fast ein Drittel der österreichischen Bevölkerung beschäftigt und unmittelbar betroffen ist, keine einzige Reform gesetzt, außer dass Sie Steuergeld vernichtet haben. Das ist ein Faktum, und deshalb: Kommen Sie nicht hier heraus und reden von Steuersenkung und anderen Dingen! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.)
Abg. Kickl: SPÖ mit S wie Siemens! – Ruf bei der SPÖ: Das ist die erste Rede!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächster Redner zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Buchmayr. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Kickl: SPÖ mit S wie Siemens! – Ruf bei der SPÖ: Das ist die erste Rede!)
Beifall bei der SPÖ.
So verdienten ArbeiterInnen in den letzten zwölf Monaten – inflationsbereinigt – minus 9 Prozent, Angestellte 3,5 Prozent und Beamte 26 Prozent. Ich denke, das ist ein Thema, dessen wir uns annehmen sollten, und unsere Bemühungen sollten auch in Einkommenssteigerungen ihren Niederschlag finden. So viel vielleicht auch zum Thema Leistungsgerechtigkeit. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Csörgits.
Eines – und ich habe das sehr genau verfolgt – kann man doch sagen, nämlich dass jene, die hier die Maßnahmen, die noch unter Finanzminister Pröll gesetzt wurden, entsprechend negativ bewerten und heute alles schlechtmachen, was diese Bundesregierung tut, der Republik keinen guten Dienst erweisen, denn es ist so wie in jedem Unternehmen: Was schlechtgeredet wird, bekommt einen schlechten Ruf und wird auch nicht mehr die Akzeptanz und damit die Vorteile haben, die wir eigentlich brauchen, um eine Wirtschafts- und Finanzkrise zu überstehen beziehungsweise in positive Fahrwässer zu kommen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Csörgits.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren, es ist leicht zu sagen, wir legen die Gemeinden zusammen. Aber die Aufgaben bleiben dieselben; dieselben Straßen sind zu bauen, die Kanäle zu servicieren, Schulen und Kindergärten zu erhalten und soziale Abgaben zu leisten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Da ist es gleich, ob eine Gemeinde
Abg. Kickl: Aha! Sachkompetenz kann es wohl nicht sein!
Das wird gemeinsam möglich sein. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Finanzministerin Fekter sehr wohl kraft ihrer Persönlichkeit ihre Aktivitäten in Brüssel entsprechend setzen wird (Abg. Kickl: Aha! Sachkompetenz kann es wohl nicht sein!), sodass wir in eine gute Zukunft für Österreich gehen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das wird gemeinsam möglich sein. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Finanzministerin Fekter sehr wohl kraft ihrer Persönlichkeit ihre Aktivitäten in Brüssel entsprechend setzen wird (Abg. Kickl: Aha! Sachkompetenz kann es wohl nicht sein!), sodass wir in eine gute Zukunft für Österreich gehen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Und was ist mit den Hacklern?!
Abgeordneter Josef Jury (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr verehrten Staatssekretäre! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Wir haben heute im Rahmen des Bundesfinanzrahmengesetzes auch die Rettungsschirme für Griechenland, für Portugal, für Irland diskutiert. Mir scheint nach dieser Diskussion, dass wir die Rettungsschirme in naher Zukunft für unsere eigene Bevölkerung aufspannen müssen – für unsere eigenen Unternehmer, für unsere eigenen Bauern und für unseren Mittelstand. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Und was ist mit den Hacklern?!)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien, bei den nächsten Wahlen werdet ihr die Rechnung von der Bevölkerung präsentiert bekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Muttonen
Zur allgemeinen Kärnten-Vernaderung, die immer wieder hier im Plenum vonstattengeht, möchte ich nur noch sagen: Die Gemeinde Wien hat zum Beispiel für ihre Bank Austria 30 Milliarden € an Haftungen übernommen. Trotz des Verkaufes an die UniCredit bleiben immer noch 14 Milliarden € an Haftungen der Stadt Wien gegenüber der UniCredit. Wenn wir den BAWAG-Skandal noch einmal aufrollen, müssen wir sehen, dass die SPÖ die BAWAG in den Ruin getrieben (Zwischenruf der Abg. Mag. Muttonen) und die Gewerkschaftsgelder ausgeräumt hat. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Unsinn!)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Unsinn!
Zur allgemeinen Kärnten-Vernaderung, die immer wieder hier im Plenum vonstattengeht, möchte ich nur noch sagen: Die Gemeinde Wien hat zum Beispiel für ihre Bank Austria 30 Milliarden € an Haftungen übernommen. Trotz des Verkaufes an die UniCredit bleiben immer noch 14 Milliarden € an Haftungen der Stadt Wien gegenüber der UniCredit. Wenn wir den BAWAG-Skandal noch einmal aufrollen, müssen wir sehen, dass die SPÖ die BAWAG in den Ruin getrieben (Zwischenruf der Abg. Mag. Muttonen) und die Gewerkschaftsgelder ausgeräumt hat. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Unsinn!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Ja, ja, ja!
Diese Gewerkschaftsgelder stehen normal für den Streikfonds zur Verfügung. Seit 2005 sind in Österreich keine Streiks mehr vonstattengegangen, und man kann ja nicht sagen, dass Milch und Honig für die Arbeitnehmer fließen. Dieser Streikfonds ist nämlich leer, ausgeräumt von den Konsorten der Gewerkschaft – Verzetnitsch, Nürnberger und so weiter. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Ja, ja, ja!)
Abg. Kopf: Jetzt drehst du dich auch noch und versteckst dich in der Immunität!
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, noch einmal zum Thema Hypo: Wo sind denn Ihre Freunde von der bayerischen CSU, die die Hypo in den Ruin getrieben haben? Wir werden das in einem nächsten Tagesordnungspunkt noch diskutieren. Wo ist denn der Präsident der Industriellenvereinigung Veit Sorger, der mit im Boot war und mit den Bayern die Hypo in den Ruin getrieben hat? (Abg. Kopf: Jetzt drehst du dich auch noch und versteckst dich in der Immunität!) Sehr geehrter Herr ehemaliger Wirtschaftsminister, das werden wir bei einem nächsten Tagesordnungspunkt noch bereden.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kräuter: Das haben wir schon gesehen!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, abschließend: Es ist höchste Zeit, dass freiheitliche Politik ans Ruder der Republik Österreich gelangt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kräuter: Das haben wir schon gesehen!)
Abg. Jury: Ja, was denn sonst?!
Abgeordneter Gerhard Köfer (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Meine Damen und Herren! Mit Erstaunen habe ich in den letzten beiden Tagen festgestellt, dass die Beiträge von BZÖ-Abgeordneten und vor allem von FPK-Abgeordneten nicht ganz unspannend waren. Man sollte aber auch hier der Wahrheit die Ehre geben. Wenn Herr Kollege Jury vom BAWAG-Skandal und dem Ausräumen des Gewerkschaftsfonds spricht (Abg. Jury: Ja, was denn sonst?!), dann vergisst er dabei, dass es die FPK-Parteifreunde waren, die diese galaktischen Schulden in diesem Bundesland alleine verursacht haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Gerhard Köfer (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Meine Damen und Herren! Mit Erstaunen habe ich in den letzten beiden Tagen festgestellt, dass die Beiträge von BZÖ-Abgeordneten und vor allem von FPK-Abgeordneten nicht ganz unspannend waren. Man sollte aber auch hier der Wahrheit die Ehre geben. Wenn Herr Kollege Jury vom BAWAG-Skandal und dem Ausräumen des Gewerkschaftsfonds spricht (Abg. Jury: Ja, was denn sonst?!), dann vergisst er dabei, dass es die FPK-Parteifreunde waren, die diese galaktischen Schulden in diesem Bundesland alleine verursacht haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jury: Nein!
Ich habe heute auch gehört, dass Peter Ambrozy irgendeine Haftung mitunterschrieben haben soll. Das mag schon sein. Er war ja damals Landeshauptmannstellvertreter. Er war aber nicht dafür verantwortlich, dass in Kärnten alles verkauft wurde, das wir je besessen haben. (Abg. Jury: Nein!) Wir haben die Wohnbauförderung verscherbelt, wir haben die KELAG-Anteile verschenkt, wir haben Immobilien verschleudert. Meine lieben Freunde! Das ist die Wahrheit, wir besitzen in Kärnten nichts mehr. (Abg. Lausch: Ja, ja! Das ist Ihre Wahrheit!)
Abg. Lausch: Ja, ja! Das ist Ihre Wahrheit!
Ich habe heute auch gehört, dass Peter Ambrozy irgendeine Haftung mitunterschrieben haben soll. Das mag schon sein. Er war ja damals Landeshauptmannstellvertreter. Er war aber nicht dafür verantwortlich, dass in Kärnten alles verkauft wurde, das wir je besessen haben. (Abg. Jury: Nein!) Wir haben die Wohnbauförderung verscherbelt, wir haben die KELAG-Anteile verschenkt, wir haben Immobilien verschleudert. Meine lieben Freunde! Das ist die Wahrheit, wir besitzen in Kärnten nichts mehr. (Abg. Lausch: Ja, ja! Das ist Ihre Wahrheit!)
Abg. Mag. Stefan: So wie hier auch! So wie im ganzen Land!
Das haben wir „zusammengebracht“: Wir haben die höchste Verschuldung in der Geschichte dieses Landes. (Abg. Mag. Stefan: So wie hier auch! So wie im ganzen Land!) So regiert in Kärnten „part of the game“. (Abg. Zanger: Ihr wart doch auch immer dabei!) Das ist so. „Part of the game“ ist, dass wir Gratis-Events haben. Wir haben zur Belustigung des Volkes für jeden eine Veranstaltung organisiert. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Stefan und Zanger.)
Abg. Zanger: Ihr wart doch auch immer dabei!
Das haben wir „zusammengebracht“: Wir haben die höchste Verschuldung in der Geschichte dieses Landes. (Abg. Mag. Stefan: So wie hier auch! So wie im ganzen Land!) So regiert in Kärnten „part of the game“. (Abg. Zanger: Ihr wart doch auch immer dabei!) Das ist so. „Part of the game“ ist, dass wir Gratis-Events haben. Wir haben zur Belustigung des Volkes für jeden eine Veranstaltung organisiert. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Stefan und Zanger.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Stefan und Zanger.
Das haben wir „zusammengebracht“: Wir haben die höchste Verschuldung in der Geschichte dieses Landes. (Abg. Mag. Stefan: So wie hier auch! So wie im ganzen Land!) So regiert in Kärnten „part of the game“. (Abg. Zanger: Ihr wart doch auch immer dabei!) Das ist so. „Part of the game“ ist, dass wir Gratis-Events haben. Wir haben zur Belustigung des Volkes für jeden eine Veranstaltung organisiert. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Stefan und Zanger.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Liebe Freunde! Ihr wisst das von der FPÖ leider nicht, ich kann euch das aber mitteilen. Wir haben monatliche Ausgaben von hunderttausenden Euro, um irgendjemandem zuzuschauen, der Wasser trinkt, ein Kind hochstemmt oder sonstige Blödheiten unternimmt. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Es wird das Geld mit beiden Händen ausgegeben.
Abg. Mag. Stefan: Aber während der EURO! – Abg. Jury: Was ist mit der EURO?! – Abg. Zanger: Die EURO!
Ich sage das ganz klar: Nichts ist in Kärnten zu teuer. Wir können uns alles leisten, wenn es das Geld des Steuerzahlers ist. Wir haben den Formel-1-Fahrer Patrick Friesacher um Millionen ein paar Mal im Kreis geschickt. Gewonnen hat er nie etwas, aber das war damals zur Belustigung der FPK-Funktionäre. Wir haben ein 30 000 Zuschauer fassendes Fußballstadion, wo kein Mensch Fußball spielt. Der Platzwart ist der Einzige, der sich dort belustigt. Wir müssen aber noch 15 Jahre lang für dieses Stadion berappen. 15 Jahre lang zahlt der Kärntner Steuerzahler dafür, dass niemand dieses Stadion benützt. (Abg. Mag. Stefan: Aber während der EURO! – Abg. Jury: Was ist mit der EURO?! – Abg. Zanger: Die EURO!) Und wir haben eine Seebühne, die künstlich bespielt werden muss. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage das ganz klar: Nichts ist in Kärnten zu teuer. Wir können uns alles leisten, wenn es das Geld des Steuerzahlers ist. Wir haben den Formel-1-Fahrer Patrick Friesacher um Millionen ein paar Mal im Kreis geschickt. Gewonnen hat er nie etwas, aber das war damals zur Belustigung der FPK-Funktionäre. Wir haben ein 30 000 Zuschauer fassendes Fußballstadion, wo kein Mensch Fußball spielt. Der Platzwart ist der Einzige, der sich dort belustigt. Wir müssen aber noch 15 Jahre lang für dieses Stadion berappen. 15 Jahre lang zahlt der Kärntner Steuerzahler dafür, dass niemand dieses Stadion benützt. (Abg. Mag. Stefan: Aber während der EURO! – Abg. Jury: Was ist mit der EURO?! – Abg. Zanger: Die EURO!) Und wir haben eine Seebühne, die künstlich bespielt werden muss. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zanger: Jetzt kommst aber selbst bald zum Lachen, oder?!
die Kappe dieser politischen Gruppierung. (Abg. Zanger: Jetzt kommst aber selbst bald zum Lachen, oder?!) Dieses Sittenbild der FPK ist ebenfalls „part of the game“, und ich wünsche mir nur, dass dieses „part of the game“ irgendwann auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen wird. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Richtig! – Abg. Mag. Stefan: Waren da lauter Unmündige bei der SPÖ?! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Richtig! – Abg. Mag. Stefan: Waren da lauter Unmündige bei der SPÖ?! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
die Kappe dieser politischen Gruppierung. (Abg. Zanger: Jetzt kommst aber selbst bald zum Lachen, oder?!) Dieses Sittenbild der FPK ist ebenfalls „part of the game“, und ich wünsche mir nur, dass dieses „part of the game“ irgendwann auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen wird. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Richtig! – Abg. Mag. Stefan: Waren da lauter Unmündige bei der SPÖ?! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Wir wollen nicht nach Griechenland zahlen!
Abgeordnete Mag. Laura Rudas (SPÖ): Herr Präsident! Kollegin Ministerin! Sehr geehrte Staatssekretäre! Heute sind auch Gäste, GemeinderätInnen aus Oberösterreich, da. Sie können der Debatte ein bisschen folgen und sehen, was die FPÖ alles fordert. (Abg. Mag. Stefan: Wir wollen nicht nach Griechenland zahlen!) Ich fasse es Ihnen kurz zusammen: Die gesamte Debatte über sagt die FPÖ: Wir wollen keine Schulden (Abg. Zanger: Kein Geld mehr für Griechenland!), wir sind gegen Einnahmen und gegen das Sparen. Ich habe lange darüber nachgedacht, denn an und für sich würde ich von Ihnen ja nichts ernst nehmen. Aber noch einmal: keine Einnahmen, keine Schulden, und wir sind gegen das Sparen.
Abg. Zanger: Kein Geld mehr für Griechenland!
Abgeordnete Mag. Laura Rudas (SPÖ): Herr Präsident! Kollegin Ministerin! Sehr geehrte Staatssekretäre! Heute sind auch Gäste, GemeinderätInnen aus Oberösterreich, da. Sie können der Debatte ein bisschen folgen und sehen, was die FPÖ alles fordert. (Abg. Mag. Stefan: Wir wollen nicht nach Griechenland zahlen!) Ich fasse es Ihnen kurz zusammen: Die gesamte Debatte über sagt die FPÖ: Wir wollen keine Schulden (Abg. Zanger: Kein Geld mehr für Griechenland!), wir sind gegen Einnahmen und gegen das Sparen. Ich habe lange darüber nachgedacht, denn an und für sich würde ich von Ihnen ja nichts ernst nehmen. Aber noch einmal: keine Einnahmen, keine Schulden, und wir sind gegen das Sparen.
Abg. Mag. Stefan: Das sind Vorschläge von Laura Rudas!
Vielleicht sind Sie für Privatisierungen? Ist es das? (Abg. Mag. Stefan: Das sind Vorschläge von Laura Rudas!) Sind Sie für Privatisierungen? – Keine Antwort. Ich bin mir nicht ganz sicher, glaube aber, dass Sie es einfach wie Herr Treichl machen, der davon ablenken will, dass er die Gagen seiner Aufsichtsräte verdoppelt. So wollen Sie von Ihrer schwarz-blauen Vergangenheit, von der Hypo und von Ihrer inhaltslosen Gegenwart ablenken. (Abg. Vilimsky: Vielleicht wollen Sie von der BAWAG ablenken?!) Anders kann ich mir nicht erklären, dass kein einziger inhaltlicher Vorschlag gekommen ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Stefan und Zanger.)
Abg. Vilimsky: Vielleicht wollen Sie von der BAWAG ablenken?!
Vielleicht sind Sie für Privatisierungen? Ist es das? (Abg. Mag. Stefan: Das sind Vorschläge von Laura Rudas!) Sind Sie für Privatisierungen? – Keine Antwort. Ich bin mir nicht ganz sicher, glaube aber, dass Sie es einfach wie Herr Treichl machen, der davon ablenken will, dass er die Gagen seiner Aufsichtsräte verdoppelt. So wollen Sie von Ihrer schwarz-blauen Vergangenheit, von der Hypo und von Ihrer inhaltslosen Gegenwart ablenken. (Abg. Vilimsky: Vielleicht wollen Sie von der BAWAG ablenken?!) Anders kann ich mir nicht erklären, dass kein einziger inhaltlicher Vorschlag gekommen ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Stefan und Zanger.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Stefan und Zanger.
Vielleicht sind Sie für Privatisierungen? Ist es das? (Abg. Mag. Stefan: Das sind Vorschläge von Laura Rudas!) Sind Sie für Privatisierungen? – Keine Antwort. Ich bin mir nicht ganz sicher, glaube aber, dass Sie es einfach wie Herr Treichl machen, der davon ablenken will, dass er die Gagen seiner Aufsichtsräte verdoppelt. So wollen Sie von Ihrer schwarz-blauen Vergangenheit, von der Hypo und von Ihrer inhaltslosen Gegenwart ablenken. (Abg. Vilimsky: Vielleicht wollen Sie von der BAWAG ablenken?!) Anders kann ich mir nicht erklären, dass kein einziger inhaltlicher Vorschlag gekommen ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Stefan und Zanger.)
Abg. Mag. Stefan: Eine Frage?! Ja, bitte!
Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, bevor Sie so reingrölen – ich habe eine Frage an Sie. (Abg. Mag. Stefan: Eine Frage?! Ja, bitte!) Haben Sie sich eigentlich schon bei den ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Austria Tabak entschuldigt? Waren Sie dort und haben Sie sich dafür entschuldigt, dass sie wegen Ihnen ihre Arbeit verloren haben, in Ihrer Regierungszeit? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Neubauer und Kunasek.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Neubauer und Kunasek.
Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, bevor Sie so reingrölen – ich habe eine Frage an Sie. (Abg. Mag. Stefan: Eine Frage?! Ja, bitte!) Haben Sie sich eigentlich schon bei den ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Austria Tabak entschuldigt? Waren Sie dort und haben Sie sich dafür entschuldigt, dass sie wegen Ihnen ihre Arbeit verloren haben, in Ihrer Regierungszeit? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Neubauer und Kunasek.)
Abg. Zanger: Ihr lasst die ÖBB für eure Inserate zahlen! Wir zahlen wenigstens selbst!
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, ich habe eine Frage an Sie. Sie investieren Millionen von Euro in Kampagnen. Die letzte Kampagne hat mit Inseraten und Plakaten zirka 1 Million € gekostet. (Abg. Zanger: Ihr lasst die ÖBB für eure Inserate zahlen! Wir zahlen wenigstens selbst!) Haben Sie sich eigentlich schon bei den österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern für die Hypo entschuldigt? Dafür, dass Sie keinen Cent zurückzahlen? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, ich habe eine Frage an Sie. Sie investieren Millionen von Euro in Kampagnen. Die letzte Kampagne hat mit Inseraten und Plakaten zirka 1 Million € gekostet. (Abg. Zanger: Ihr lasst die ÖBB für eure Inserate zahlen! Wir zahlen wenigstens selbst!) Haben Sie sich eigentlich schon bei den österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern für die Hypo entschuldigt? Dafür, dass Sie keinen Cent zurückzahlen? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Das können wir gerne offenlegen! – Abg. Zanger: Wir legen alles offen!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir alle stellen uns ständig die Frage, wie die FPÖ ihre Kampagnen eigentlich finanziert. Wie finanziert die FPÖ ihre Kampagnen? (Abg. Mag. Stefan: Das können wir gerne offenlegen! – Abg. Zanger: Wir legen alles offen!) Hat es etwas mit der Finanzierung zu tun, dass hier kein Wort von Erhöhung der Bankenabgaben, Reform der Gruppenbesteuerung, Managergehältern gesprochen wurde? (Abg. Mag. Stefan: Wie finanziert sich die SPÖ?! Wir legen gerne alles offen! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Hat das etwas mit Ihrer Inhaltslosigkeit zu tun oder ist es einfach nur die Unkenntnis? – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Wie finanziert sich die SPÖ?! Wir legen gerne alles offen! – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir alle stellen uns ständig die Frage, wie die FPÖ ihre Kampagnen eigentlich finanziert. Wie finanziert die FPÖ ihre Kampagnen? (Abg. Mag. Stefan: Das können wir gerne offenlegen! – Abg. Zanger: Wir legen alles offen!) Hat es etwas mit der Finanzierung zu tun, dass hier kein Wort von Erhöhung der Bankenabgaben, Reform der Gruppenbesteuerung, Managergehältern gesprochen wurde? (Abg. Mag. Stefan: Wie finanziert sich die SPÖ?! Wir legen gerne alles offen! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Hat das etwas mit Ihrer Inhaltslosigkeit zu tun oder ist es einfach nur die Unkenntnis? – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir alle stellen uns ständig die Frage, wie die FPÖ ihre Kampagnen eigentlich finanziert. Wie finanziert die FPÖ ihre Kampagnen? (Abg. Mag. Stefan: Das können wir gerne offenlegen! – Abg. Zanger: Wir legen alles offen!) Hat es etwas mit der Finanzierung zu tun, dass hier kein Wort von Erhöhung der Bankenabgaben, Reform der Gruppenbesteuerung, Managergehältern gesprochen wurde? (Abg. Mag. Stefan: Wie finanziert sich die SPÖ?! Wir legen gerne alles offen! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Hat das etwas mit Ihrer Inhaltslosigkeit zu tun oder ist es einfach nur die Unkenntnis? – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Natürlich ist es interessant und charmant, die neue Innenministerin dazuhaben, die jetzt eine Anfragebeantwortung ihrer Vorgängerin verteidigen muss. Aus unserer Sicht muss sie sie verteidigen, weil sie eine eklatante Unwahrheit oder Uninformiertheit beinhaltet. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aha! Von wem wurde Ihnen das denn zugetragen?! Können Sie eine Quelle nennen?!
Bemerken möchte ich schon, dass die Frage gestellt wurde, wie Transparente mit Holzstangen und Ähnliches überhaupt auf die Galerie kommen konnten. Immerhin finden entsprechende Eingangskontrollen statt. Uns wurde zugetragen, dass das Ganze über den Klub der Grünen funktioniert hat. Das wundert uns natürlich überhaupt nicht, denn das, was Sie als Zivilgesellschaft bezeichnen, ist in Wirklichkeit die unzivilisierte Gesellschaft. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aha! Von wem wurde Ihnen das denn zugetragen?! Können Sie eine Quelle nennen?!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Nennen Sie Ihre Quelle!
Ich möchte anhand verschiedenster anderer Erlebnisse sogar fast sagen, dass sich eine fast kriminelle Aktivität entfaltet. Auch in diesem konkreten Fall war es eine solche. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Nennen Sie Ihre Quelle!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sagen Sie das einmal außerhalb des Parlaments! Außerhalb Ihrer Immunität!
Ich möchte daran erinnern, dass es bei Demonstrationen, zu denen die Grünen aufrufen – bei denen aber auch die sozialistische Jugend auftritt –, immer wieder zu Ausschreitungen kommt. Die teilnehmenden Personen, die Sie zum Demonstrieren aufrufen, arbeiten mit Delikten wie Sachbeschädigung, Körperverletzung, Drohung, Nötigung und Ähnlichem. Man sollte einmal zur Sprache bringen, was da passiert. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sagen Sie das einmal außerhalb des Parlaments! Außerhalb Ihrer Immunität!) Es sind eben Ihre Anhänger, die sich zu solchen Straftaten hinreißen lassen. Sie können wahrscheinlich stolz darauf sein; auch solche Menschen brauchen eine politische Vertretung im Rahmen des demokratischen Spektrums.
Heiterkeit des Abg. Öllinger. – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
scheinlich gar nicht mehr zählen – Kollege Öllinger zum Beispiel, Kollege Pilz. (Heiterkeit des Abg. Öllinger. – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) Sie sind ja die Immunitätsflüchtlinge schlechthin. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
scheinlich gar nicht mehr zählen – Kollege Öllinger zum Beispiel, Kollege Pilz. (Heiterkeit des Abg. Öllinger. – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) Sie sind ja die Immunitätsflüchtlinge schlechthin. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Da wundert es natürlich nicht, dass Ihre Krawallbrüder – und Krawallschwestern, pardon, das habe ich vergessen – hier eingeschleust wurden. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.) Es kam zu einem Vorfall, und diesen wollten wir mit einer parlamentarischen Anfrage an die Innenministerin aufgeklärt haben.
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Meine Damen und Herren, Protest, Demonstration, Meinungsfreiheit – all das ist zu schützen. Aber genauso sind die entsprechenden Rechtsordnungen und auch die Hausordnung zu schützen. Was auf gar keinen Fall geht, ist Körperverletzung an irgendjemandem – und im Speziellen auch nicht an den Angestellten dieses Hohen Hauses, die ohne parteipolitischen Einfluss unter Anleitung der Präsidentin einfach darauf schauen, die Ordnung in diesem Haus zu wahren. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Pendl: Jetzt wissen wir, was ...!
Etwas besonders Pikantes möchte ich auch noch erwähnen: Unter den Demonstranten war auch die Vorsitzende der Österreichischen Hochschülerschaft (Abg. Pendl: Jetzt wissen wir, was ...!) – die zukünftige Nicht-mehr-ÖH-Vorsitzende; sie wird ja abtreten. Sie dürfte aber bereits gute Zukunftsaussichten haben, sie wird bereits als Nachfolgerin von Wissenschaftssprecher Grünewald im Grünen Klub gehandelt. Da ist sie sicherlich bestens aufgehoben, das ist ganz klar; den Eingang zum Grünen Klub kennt sie ja bereits. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Etwas besonders Pikantes möchte ich auch noch erwähnen: Unter den Demonstranten war auch die Vorsitzende der Österreichischen Hochschülerschaft (Abg. Pendl: Jetzt wissen wir, was ...!) – die zukünftige Nicht-mehr-ÖH-Vorsitzende; sie wird ja abtreten. Sie dürfte aber bereits gute Zukunftsaussichten haben, sie wird bereits als Nachfolgerin von Wissenschaftssprecher Grünewald im Grünen Klub gehandelt. Da ist sie sicherlich bestens aufgehoben, das ist ganz klar; den Eingang zum Grünen Klub kennt sie ja bereits. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Musiol.
Es ist Ihre Klientel, die den Rechtsstaat mit Füßen tritt, die friedliche Demonstrationen ... (Zwischenruf der Abg. Mag. Musiol.) – Ja, Frau Kollegin Musiol, eines kann ich über Ihre Klientel auch noch sagen: Das besonders „Nette“ an Ihrer Klientel ist, wie ich finde, dass diese Attacken immer von hinten kommen – der Bierdosenwurf, der Tritt ins Knie, der Diebstahl, alles kommt von hinten. Von vorne hat keiner in irgendeiner Form den Mut. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist Ihre Klientel, die den Rechtsstaat mit Füßen tritt, die friedliche Demonstrationen ... (Zwischenruf der Abg. Mag. Musiol.) – Ja, Frau Kollegin Musiol, eines kann ich über Ihre Klientel auch noch sagen: Das besonders „Nette“ an Ihrer Klientel ist, wie ich finde, dass diese Attacken immer von hinten kommen – der Bierdosenwurf, der Tritt ins Knie, der Diebstahl, alles kommt von hinten. Von vorne hat keiner in irgendeiner Form den Mut. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sagen Sie das bitte draußen!
Die Einzigen, die Mut oder sonst etwas haben, sind die Kollegen Pilz und Öllinger, die nur hier, unter dem Schutz der Immunität, ihren Mut zeigen und ihre Unwahrheiten behaupten. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sagen Sie das bitte draußen!) Das ist das Problem, das Sie haben. Deshalb müssen Sie auch schauen, dass Sie möglichst lange im Amt bleiben, denn nach Aufhebung der Immunität wird eine Flut an Prozessen auf Sie zukommen. Sie können nur darauf abzielen und zählen, dass Sie bis zu diesem Zeitpunkt verhandlungsunfähig sind, denn sonst haben Sie die Justiz zu fürchten.
Beifall bei der FPÖ.
Frau Ministerin, Sie sind mit Ihrer Aufklärung am Wort. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Krawallschwestern auch! – Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Zweitens: Für den Ausdruck „Krawallbrüder“ erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Abg. Mag. Stefan: Krawallschwestern auch! – Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Petzner: Sie waren ja gar nicht da!
Es stimmt, es waren 19 Personen an diesem Aktionismus beteiligt, und es wurde ganz klar aufgezeigt, dass da ein Fehlverhalten vorgelegen ist. (Abg. Petzner: Sie waren ja gar nicht da!) Die Personen wurden aufgrund ihres Verhaltens und des Tatbestandes § 81 Abs. 1 des Sicherheitspolizeigesetzes dementsprechend verhältnismäßig bestraft, mit einer Strafe von 70 €. 18 von diesen 19 Studentinnen und Studenten haben ihre Stra- fe bereits bezahlt – das werte ich als Eingeständnis eines überzogenen Fehlverhaltens seitens der Studentinnen und Studenten. Ich sage deswegen, „eines überzogenen Fehl
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Sehr geehrter Herr Dr. Rosenkranz, ich glaube, die Studentinnen und Studenten können Ihnen nur danke dafür sagen, dass sie auch heute wieder im Mittelpunkt stehen, nämlich fast eine Stunde im Rahmen dieser Debatte, und nicht nur die 3 Minuten am 22. Dezember. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Abg. Mayerhofer: Aber geh, das hat ja mit dem nichts zu tun!
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir sind es ja gewohnt, dass wir uns, egal, wo in der Republik Wahlen vor der Türe stehen, interessante Diskussionen und „Wortspenden“ anhören. Aber das jetzt wegen einer ÖH-Wahl hier zu thematisieren und zu diskutieren, haben sich all die Studentinnen und Studenten nicht verdient. (Abg. Mayerhofer: Aber geh, das hat ja mit dem nichts zu tun!)
Abg. Mag. Stefan: ... falsch beantwortet!
Aber aus Anlass dieses aktionistischen Tages jetzt hier eine Diskussion vom Zaun zu brechen, meine Damen und Herren, ist eigentlich so, als würde man mit einer Kanone auf Spatzen schießen. (Abg. Mag. Stefan: ... falsch beantwortet!) Das ist auch korrekt beantwortet. Es ist auch in diesem Fall so wie bei euren Ausführungen in der vorigen Diskussion über die Gemeinden (Abg. Mag. Stefan: Ist ein Beamter verletzt?): alles inhaltlich falsch! (Abg. Mag. Stefan: Nein, das stimmt nicht! Das ist falsch!) Denn die Frau Bundesministerin kann nur beantworten (Ruf bei der FPÖ: Sie verstehen es nur nicht!), was ihr Ressort betrifft. So einfach ist das. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.)
Abg. Mag. Stefan: Ist ein Beamter verletzt?
Aber aus Anlass dieses aktionistischen Tages jetzt hier eine Diskussion vom Zaun zu brechen, meine Damen und Herren, ist eigentlich so, als würde man mit einer Kanone auf Spatzen schießen. (Abg. Mag. Stefan: ... falsch beantwortet!) Das ist auch korrekt beantwortet. Es ist auch in diesem Fall so wie bei euren Ausführungen in der vorigen Diskussion über die Gemeinden (Abg. Mag. Stefan: Ist ein Beamter verletzt?): alles inhaltlich falsch! (Abg. Mag. Stefan: Nein, das stimmt nicht! Das ist falsch!) Denn die Frau Bundesministerin kann nur beantworten (Ruf bei der FPÖ: Sie verstehen es nur nicht!), was ihr Ressort betrifft. So einfach ist das. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.)
Abg. Mag. Stefan: Nein, das stimmt nicht! Das ist falsch!
Aber aus Anlass dieses aktionistischen Tages jetzt hier eine Diskussion vom Zaun zu brechen, meine Damen und Herren, ist eigentlich so, als würde man mit einer Kanone auf Spatzen schießen. (Abg. Mag. Stefan: ... falsch beantwortet!) Das ist auch korrekt beantwortet. Es ist auch in diesem Fall so wie bei euren Ausführungen in der vorigen Diskussion über die Gemeinden (Abg. Mag. Stefan: Ist ein Beamter verletzt?): alles inhaltlich falsch! (Abg. Mag. Stefan: Nein, das stimmt nicht! Das ist falsch!) Denn die Frau Bundesministerin kann nur beantworten (Ruf bei der FPÖ: Sie verstehen es nur nicht!), was ihr Ressort betrifft. So einfach ist das. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.)
Ruf bei der FPÖ: Sie verstehen es nur nicht!
Aber aus Anlass dieses aktionistischen Tages jetzt hier eine Diskussion vom Zaun zu brechen, meine Damen und Herren, ist eigentlich so, als würde man mit einer Kanone auf Spatzen schießen. (Abg. Mag. Stefan: ... falsch beantwortet!) Das ist auch korrekt beantwortet. Es ist auch in diesem Fall so wie bei euren Ausführungen in der vorigen Diskussion über die Gemeinden (Abg. Mag. Stefan: Ist ein Beamter verletzt?): alles inhaltlich falsch! (Abg. Mag. Stefan: Nein, das stimmt nicht! Das ist falsch!) Denn die Frau Bundesministerin kann nur beantworten (Ruf bei der FPÖ: Sie verstehen es nur nicht!), was ihr Ressort betrifft. So einfach ist das. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.
Aber aus Anlass dieses aktionistischen Tages jetzt hier eine Diskussion vom Zaun zu brechen, meine Damen und Herren, ist eigentlich so, als würde man mit einer Kanone auf Spatzen schießen. (Abg. Mag. Stefan: ... falsch beantwortet!) Das ist auch korrekt beantwortet. Es ist auch in diesem Fall so wie bei euren Ausführungen in der vorigen Diskussion über die Gemeinden (Abg. Mag. Stefan: Ist ein Beamter verletzt?): alles inhaltlich falsch! (Abg. Mag. Stefan: Nein, das stimmt nicht! Das ist falsch!) Denn die Frau Bundesministerin kann nur beantworten (Ruf bei der FPÖ: Sie verstehen es nur nicht!), was ihr Ressort betrifft. So einfach ist das. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Noch einmal: Nicht alle haben mit allen Maßnahmen Freude. Und glauben Sie mir: Es sind auch nicht alle Transparente, die Sie herzeigen, unbedingt lustig. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir sollten wieder an unsere Arbeit gehen und schauen, dass wir im Sicherheitskomitee rasch zu einer Lösung kommen. Dazu lade ich Sie sehr herzlich ein. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Geschätzte Damen und Herren! Es ist wirklich zu hinterfragen, warum wir heute diese Kurzdebatte führen. Die Fragen sind an und für sich ordnungsgemäß beantwortet worden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es gibt keinen verletzten Polizisten. Diese Beantwortung ist erfolgt, es ist an und für sich ordnungsgemäß beantwortet worden. (Abg. Neubauer: Nicht wahr!)
Abg. Neubauer: Nicht wahr!
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Geschätzte Damen und Herren! Es ist wirklich zu hinterfragen, warum wir heute diese Kurzdebatte führen. Die Fragen sind an und für sich ordnungsgemäß beantwortet worden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es gibt keinen verletzten Polizisten. Diese Beantwortung ist erfolgt, es ist an und für sich ordnungsgemäß beantwortet worden. (Abg. Neubauer: Nicht wahr!)
Abg. Mayerhofer – Beifall spendend –: Ja, genau!
Ich bin natürlich ebenfalls der Ansicht, dass derartige Aktionen hier im Haus, hier im Parlament nichts verloren haben (Abg. Mayerhofer – Beifall spendend –: Ja, genau!) – überhaupt keine Frage. Solche Aktionen haben hier nichts verloren! Schreien und Herunterwerfen von Zetteln ist aufgrund der Hausordnung nicht gestattet und soll auch nicht stattfinden. Heute sind es Flugzettel, ein anderes Mal ist es vielleicht etwas anderes. (Abg. Mayerhofer: Genau!) Es geht natürlich auch um die Sicherheit der Abgeordneten hier im Haus.
Abg. Mayerhofer: Genau!
Ich bin natürlich ebenfalls der Ansicht, dass derartige Aktionen hier im Haus, hier im Parlament nichts verloren haben (Abg. Mayerhofer – Beifall spendend –: Ja, genau!) – überhaupt keine Frage. Solche Aktionen haben hier nichts verloren! Schreien und Herunterwerfen von Zetteln ist aufgrund der Hausordnung nicht gestattet und soll auch nicht stattfinden. Heute sind es Flugzettel, ein anderes Mal ist es vielleicht etwas anderes. (Abg. Mayerhofer: Genau!) Es geht natürlich auch um die Sicherheit der Abgeordneten hier im Haus.
Demonstrativer Beifall des Abg. Hagen.
Meinungsverschiedenheiten sollte man hier im Haus am Rednerpult austragen, der Besucher auf der Galerie hat die Möglichkeit, sich ein Bild zu machen. Es gibt die Demonstrationsfreiheit, der Bürger kann draußen protestieren und kann sich anderweitig seinen Frust von der Seele sprechen, aber diese Aktionen sind nicht gutzuheißen. (Demonstrativer Beifall des Abg. Hagen.)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Welche Kollegen: Beamte oder Polizisten?
Wir haben eine Hausordnung, und diese ist auch einzuhalten. Ich möchte mich natürlich bei den Kollegen bedanken, die sehr rasch eingeschritten sind (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Welche Kollegen: Beamte oder Polizisten?) und diese Aktion sehr schnell beendet haben.
Abg. Zanger: Das hat jetzt aber an und für sich nichts mit dieser Sache zu tun!
Eines möchte ich schon auch sagen, natürlich auch in Richtung Opposition: Wir gehen nicht unbedingt mit gutem Beispiel voran, wenn wir – so, wie Sie das heute gemacht haben – Transparente ausrollen, Taferl herzeigen, um auf diese Art und Weise sehr populistisch in die Medien zu kommen. (Abg. Zanger: Das hat jetzt aber an und für sich nichts mit dieser Sache zu tun!) Genauso populistisch haben natürlich auch die Studenten hier agiert. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Eines möchte ich schon auch sagen, natürlich auch in Richtung Opposition: Wir gehen nicht unbedingt mit gutem Beispiel voran, wenn wir – so, wie Sie das heute gemacht haben – Transparente ausrollen, Taferl herzeigen, um auf diese Art und Weise sehr populistisch in die Medien zu kommen. (Abg. Zanger: Das hat jetzt aber an und für sich nichts mit dieser Sache zu tun!) Genauso populistisch haben natürlich auch die Studenten hier agiert. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist schon angesprochen worden: Das Sicherheitskomitee ist eingerichtet. Wir müssen natürlich die Sicherheitsvorkehrungen hier im Haus verbessern. Wir sind dabei, Maßnahmen zu treffen, und ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam zu einer vernünftigen Lösung kommen werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Grünewald – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mayerhofer –: Sie sind ja verletzt! – Abg. Mayerhofer: Ich habe meinen Heilbehelf mit, Herr Doktor!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Mayerhofer zu Wort. – Bitte. (Abg. Dr. Grünewald – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mayerhofer –: Sie sind ja verletzt! – Abg. Mayerhofer: Ich habe meinen Heilbehelf mit, Herr Doktor!)
Zwischenruf des Abg. Pendl.
Wir haben uns in den letzten drei Sitzungen nur mit der Sicherheit des Hauses beschäftigt, insbesondere damit, wie wir all das gestalten werden et cetera. (Zwischenruf des Abg. Pendl.) – Herr Obmann, ich habe großes Vertrauen zu dir gehabt. Daher hätte mich das besonders interessiert. Es ist für mich unerklärlich, wenn ausgerechnet die Abgeordneten, die dem Sicherheitskomitee angehören, es nicht erfahren, wenn Gewalt in diesem Haus stattfindet. Aber die neue Frau Innenminister wird das alles aufklären. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben uns in den letzten drei Sitzungen nur mit der Sicherheit des Hauses beschäftigt, insbesondere damit, wie wir all das gestalten werden et cetera. (Zwischenruf des Abg. Pendl.) – Herr Obmann, ich habe großes Vertrauen zu dir gehabt. Daher hätte mich das besonders interessiert. Es ist für mich unerklärlich, wenn ausgerechnet die Abgeordneten, die dem Sicherheitskomitee angehören, es nicht erfahren, wenn Gewalt in diesem Haus stattfindet. Aber die neue Frau Innenminister wird das alles aufklären. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass dieses Haus auch solche Aktionen aushalten muss. Es darf nur eines nicht sein: dass irgendeiner Person hier ein Haar gekrümmt wird – auch wenn es nur wenige sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kommen wir nun zur Praxis der Anfragebeantwortung der nunmehrigen Frau Finanzminister – leider ist Sie jetzt nicht hier, daher müssen Sie, Frau Innenminister, jetzt die Kritik aushalten, werden sie auch aushalten; Sie haben schon ganz andere Dinge verteidigt, wenn ich da an den Herrn Landeshauptmann von Niederösterreich denke, da hatten Sie alle Hände voll zu tun. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich darf, Frau Innenminister, meiner Hoffnung Ausdruck verleihen, dass die Beantwortung der Anfragen in Zukunft genauer und vor allem der Wahrheit entsprechend vor sich geht. Ich bin guter Dinge, Frau Innenminister. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Sie haben sie hereingelassen!
Aber jetzt kommt es: Mit Stangen haben sie Transparente gehalten. – Eine Stange sieht zwar ein Blinder nicht, aber jeder vom Wachdienst. Ich habe keinen Stock getragen, außer ich hatte mir an diesem Tag den Fuß gebrochen; das sage ich Ihnen jetzt einmal! (Abg. Dr. Graf: Sie haben sie hereingelassen!) Wie man Stangen hier auf die Galerie bringt, das ist einfach Schmafu.
Abg. Mag. Stefan: Wer hat jetzt die Stöcke hinaufgetragen?
Dass eine Geschäftsordnung Sinn macht, steht außer Frage, auch eine Hausordnung, aber wenn Studierende sonst nicht gehört werden, teilweise mit denselben Argumenten, die sogar von der F oder vom BZÖ genannt worden sind, wie es um die Uni und die Studierenden steht ... (Abg. Mag. Stefan: Wer hat jetzt die Stöcke hinaufgetragen?) – Fragen Sie das einen Kriminalpolizisten! (Abg. Zanger: Sie!) Ich weiß es nicht. Einen Stock kann man nicht hinauftragen, ohne dass es jemandem auffällt. So ist es. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Das wird die Frau Präsidentin in ihrer Mittagspause gemacht haben!)
Abg. Zanger: Sie!
Dass eine Geschäftsordnung Sinn macht, steht außer Frage, auch eine Hausordnung, aber wenn Studierende sonst nicht gehört werden, teilweise mit denselben Argumenten, die sogar von der F oder vom BZÖ genannt worden sind, wie es um die Uni und die Studierenden steht ... (Abg. Mag. Stefan: Wer hat jetzt die Stöcke hinaufgetragen?) – Fragen Sie das einen Kriminalpolizisten! (Abg. Zanger: Sie!) Ich weiß es nicht. Einen Stock kann man nicht hinauftragen, ohne dass es jemandem auffällt. So ist es. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Das wird die Frau Präsidentin in ihrer Mittagspause gemacht haben!)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Das wird die Frau Präsidentin in ihrer Mittagspause gemacht haben!
Dass eine Geschäftsordnung Sinn macht, steht außer Frage, auch eine Hausordnung, aber wenn Studierende sonst nicht gehört werden, teilweise mit denselben Argumenten, die sogar von der F oder vom BZÖ genannt worden sind, wie es um die Uni und die Studierenden steht ... (Abg. Mag. Stefan: Wer hat jetzt die Stöcke hinaufgetragen?) – Fragen Sie das einen Kriminalpolizisten! (Abg. Zanger: Sie!) Ich weiß es nicht. Einen Stock kann man nicht hinauftragen, ohne dass es jemandem auffällt. So ist es. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Das wird die Frau Präsidentin in ihrer Mittagspause gemacht haben!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das war die Elisabeth Hakel!
Aber jetzt komme ich zu etwas anderem. Ich finde die Aufregung der FPÖ unangemessen. Selbst Kollegin Hakel, der ich sonst nicht laufend Bewunderung ausspreche, hat gesagt, sie fühlt sich in ihrer Rede nicht gestört, sie sieht das als einen legitimen Beitrag zur Demokratie. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das war die Elisabeth Hakel!) Wie ängstlich und wie feige sind eigentlich die Krieger Germaniens geworden, wenn sie sich vor fliegenden Blättern fürchten? (Abg. Kößl: Waren Sie da mit dabei? Haben Sie die Transparente ...?) Wenn Sie sich vor fliegenden Blättern fürchten, liebe FPÖ, dann setzen Sie sich im Herbst bei Ihren Waldspaziergängen einen Helm auf – aber keinen von der SS! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Da geht es um einen Bediensteten! – Abg. Zanger: Körperverletzung!)
Abg. Kößl: Waren Sie da mit dabei? Haben Sie die Transparente ...?
Aber jetzt komme ich zu etwas anderem. Ich finde die Aufregung der FPÖ unangemessen. Selbst Kollegin Hakel, der ich sonst nicht laufend Bewunderung ausspreche, hat gesagt, sie fühlt sich in ihrer Rede nicht gestört, sie sieht das als einen legitimen Beitrag zur Demokratie. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das war die Elisabeth Hakel!) Wie ängstlich und wie feige sind eigentlich die Krieger Germaniens geworden, wenn sie sich vor fliegenden Blättern fürchten? (Abg. Kößl: Waren Sie da mit dabei? Haben Sie die Transparente ...?) Wenn Sie sich vor fliegenden Blättern fürchten, liebe FPÖ, dann setzen Sie sich im Herbst bei Ihren Waldspaziergängen einen Helm auf – aber keinen von der SS! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Da geht es um einen Bediensteten! – Abg. Zanger: Körperverletzung!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Da geht es um einen Bediensteten! – Abg. Zanger: Körperverletzung!
Aber jetzt komme ich zu etwas anderem. Ich finde die Aufregung der FPÖ unangemessen. Selbst Kollegin Hakel, der ich sonst nicht laufend Bewunderung ausspreche, hat gesagt, sie fühlt sich in ihrer Rede nicht gestört, sie sieht das als einen legitimen Beitrag zur Demokratie. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das war die Elisabeth Hakel!) Wie ängstlich und wie feige sind eigentlich die Krieger Germaniens geworden, wenn sie sich vor fliegenden Blättern fürchten? (Abg. Kößl: Waren Sie da mit dabei? Haben Sie die Transparente ...?) Wenn Sie sich vor fliegenden Blättern fürchten, liebe FPÖ, dann setzen Sie sich im Herbst bei Ihren Waldspaziergängen einen Helm auf – aber keinen von der SS! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Da geht es um einen Bediensteten! – Abg. Zanger: Körperverletzung!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und noch etwas: Ihre Kopf- und Gesichtsverletzungen sind nicht durch Flugblätter, sondern durch mangelnde Kenntnisse am Säbel entstanden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Ist das eine Ausrede dafür, dass dieser Herr verletzt wurde? Schämen Sie sich!
Ich war in Graz und habe Plakate zur ÖH-Wahl gesehen – ich zitiere – : „Blau wählen heißt ,Linke‘ quälen“, „PROST, wenn Dir die Linken stinken!“ – Ein Beitrag zur Forschungsstrategie Österreichs, ein Beitrag zur Bildungspolitik Österreichs! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Ist das eine Ausrede dafür, dass dieser Herr verletzt wurde? Schämen Sie sich!) Man müsste über paranormale Zustände, über Parapsychologie forschen. (Abg. Zanger: ... bleiben Sie bei der Wahrheit!) Da bieten Sie eine Klientel, bei der man wirklich einige Untersuchungen anstellen könnte. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stefan: Verletzter Bediensteter! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Zanger: ... bleiben Sie bei der Wahrheit!
Ich war in Graz und habe Plakate zur ÖH-Wahl gesehen – ich zitiere – : „Blau wählen heißt ,Linke‘ quälen“, „PROST, wenn Dir die Linken stinken!“ – Ein Beitrag zur Forschungsstrategie Österreichs, ein Beitrag zur Bildungspolitik Österreichs! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Ist das eine Ausrede dafür, dass dieser Herr verletzt wurde? Schämen Sie sich!) Man müsste über paranormale Zustände, über Parapsychologie forschen. (Abg. Zanger: ... bleiben Sie bei der Wahrheit!) Da bieten Sie eine Klientel, bei der man wirklich einige Untersuchungen anstellen könnte. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stefan: Verletzter Bediensteter! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stefan: Verletzter Bediensteter! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich war in Graz und habe Plakate zur ÖH-Wahl gesehen – ich zitiere – : „Blau wählen heißt ,Linke‘ quälen“, „PROST, wenn Dir die Linken stinken!“ – Ein Beitrag zur Forschungsstrategie Österreichs, ein Beitrag zur Bildungspolitik Österreichs! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Ist das eine Ausrede dafür, dass dieser Herr verletzt wurde? Schämen Sie sich!) Man müsste über paranormale Zustände, über Parapsychologie forschen. (Abg. Zanger: ... bleiben Sie bei der Wahrheit!) Da bieten Sie eine Klientel, bei der man wirklich einige Untersuchungen anstellen könnte. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stefan: Verletzter Bediensteter! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Es geht um einen verletzten Bediensteten!
Was steht jetzt in Ihrer Anfrage noch drinnen? – Ich zitiere: Flugblätter wurden „zu Tale, sprich auf die Abgeordneten, geworfen“. Und wenn ich hier im Plenartal den Berg- und Tal-Abgeordneten der FPÖ etwas sage, dann wird geschrien. Ist das ein Argument? (Abg. Mag. Stefan: Es geht um einen verletzten Bediensteten!)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Erklären Sie mir, wie man zwei Stangen da hinaufträgt! Da müsste man entweder James Bond oder Bibi Blocksberg sein. – Sie sind Bibi Blocksberg. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei den Grünen: „Helm“, hat er gesagt! „Helm“, Frau Präsidentin! Helm von der SS! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Grünewald, auch Ihnen erteile ich einen Ordnungsruf, nämlich für den Ausspruch: „keinen von der SS“. (Ruf bei den Grünen: „Helm“, hat er gesagt! „Helm“, Frau Präsidentin! Helm von der SS! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) – Ich habe es schon gehört. Das ist eine direkte oder indirekte Unterstellung und daher ein Ordnungsruf!
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Ernest Windholz (BZÖ): Frau Präsidentin! Frau Innenministerin! Hohes Haus! Ich möchte in meiner Rede jetzt nicht über Gebühr darauf eingehen, dass 19 junge Menschen unter Berufung auf die Meinungsfreiheit hier Protest gegen ein Gesetz geübt haben, das im Anschluss daran dann auch beschlossen wurde, sondern es geht jetzt darum, dass wir eine Innenministerin haben, die das Interpellationsrecht, das Anfragerecht, das besteht, offensichtlich ganz anders auslegt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Und das ist jetzt kein Einzelfall.
Abg. Kößl: Stimmt ja nicht!
Es ist auch mir schon häufig aufgefallen, dass wir eine Innenministerin hatten – mittlerweile ist sie Finanzministerin –, der das Parlament lästig ist. Heute hat sie sich, noch bevor die Debatte zu Ende ist, unter dem Vorwand eines Interviews entfernt und ist nicht mehr zurückgekommen. Offenkundig meidet sie diesen Ort und den Umgang mit Parlamentariern, denn diese Anfragebeantwortung ist – nüchtern festgestellt – falsch. (Abg. Kößl: Stimmt ja nicht!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kößl.
Die Innenministerin, die neue Ministerin, hat sich jetzt zu verantworten – und ob sie da nicht falsch beraten war! Zu sagen, die Beantwortung der Fragen 3 bis 5 mit „Nein“ ist richtig, da hätte nur noch gefehlt, dass wir von der Innenministerin hören ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kößl.) – Die ist falsch, Herr Kollege.
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Es hätte nur noch gefehlt, dass Sie sagen, es war kein Beamter, es war nur ein Vertragsbediensteter. Streng genommen: Ein Vertragsbediensteter ist kein Beamter. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Gefragt wurde, ob Beamte verletzt wurden. Und die Antwort lautete: Nein. – Meine sehr geehrten Damen und Herren, da sollten wir uns selbst ein bisschen ernster nehmen. Das ist falsch! Und es wäre dir gut angestanden, zu sagen: Das war eine falsche Mitteilung! Aber es heißt: Nein, nein, das war alles richtig!, und ein Parlamentarier verteidigt das jetzt noch alles. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Abg. Kößl: Wir reden von den Polizeibeamten, das war die Anfrage!
Alles war richtig, das gibt es für uns nicht! (Abg. Kößl: Wir reden von den Polizeibeamten, das war die Anfrage!) – Sie reden von den Polizeibeamten; nicht jene, die die Anfrage gestellt haben. Und wir haben hier die Anfragebeantwortung zu debattieren.
Abg. Kößl: Die Anfrage ist aber an die Innenministerin gestellt worden!
Zeigen Sie mir, wo in der Frage steht: Ist ein Polizeibeamter verletzt worden? – Ich lese hier: „Wurden im Zuge des Protestes einschreitende Beamte verletzt?“ – Ist dieser Beamte eingeschritten, ja oder nein? Sagen Sie das! Ja oder nein? Ist er eingeschritten, ja oder nein? (Abg. Kößl: Die Anfrage ist aber an die Innenministerin gestellt worden!) Natürlich ist er eingeschritten, natürlich ist er verletzt worden, und daher ist natürlich diese Anfragebeantwortung falsch! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Zeigen Sie mir, wo in der Frage steht: Ist ein Polizeibeamter verletzt worden? – Ich lese hier: „Wurden im Zuge des Protestes einschreitende Beamte verletzt?“ – Ist dieser Beamte eingeschritten, ja oder nein? Sagen Sie das! Ja oder nein? Ist er eingeschritten, ja oder nein? (Abg. Kößl: Die Anfrage ist aber an die Innenministerin gestellt worden!) Natürlich ist er eingeschritten, natürlich ist er verletzt worden, und daher ist natürlich diese Anfragebeantwortung falsch! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
rin Dr. Fekter diesem Parlament, den Abgeordneten, die diese Anfrage gestellt haben, eine falsche Beantwortung zugeleitet hat. Meine Damen und Herren, das ist nicht tolerierbar! Das ist bei ihr kein Einzelfall, das alles hat Methode. Dieses Haus wird gut daran tun, sich gegen solche Methoden zur Wehr zu setzen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Kößl: Die Anfrage, da hast du recht!
Sie sagen, das ist ein Drama, ich sage Ihnen, die Parlamentarier dieses Hauses haben sich Anfragebeantwortungen verdient, die der Wahrheit entsprechen. Daher ist aus meiner Sicht diese Anfrage wirklich letztklassig (Abg. Kößl: Die Anfrage, da hast du recht!), diese Anfragebeantwortung letztklassig.
Beifall beim BZÖ.
Der neuen Innenministerin kann ich nur raten, schnellstens einen neuen Weg zu beschreiten, denn der, den ihre Vorgängerin bis jetzt gewählt hat, ist wirklich letztklassig. Noch einmal: Die Anfragebeantwortung war letztklassig. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Was?
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Werte Zuhörinnen und Zuseher auf der Galerie! Ich werde die Besprechung dieser Anfragebeantwortung mit einem Zitat beginnen: Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. – Eine Quizfrage. (Abg. Mag. Molterer: Was?) – Kollege Molterer schmunzelt. Wahrscheinlich weiß er, wer diesen Satz gesagt hat. Ich höre, ich warte auf den Zwischenruf. Der Minister weiß es wahrscheinlich. (Zwischenrufe.) – Ich werde das Rätsel lösen: Es war Albert Einstein.
Zwischenrufe.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Werte Zuhörinnen und Zuseher auf der Galerie! Ich werde die Besprechung dieser Anfragebeantwortung mit einem Zitat beginnen: Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. – Eine Quizfrage. (Abg. Mag. Molterer: Was?) – Kollege Molterer schmunzelt. Wahrscheinlich weiß er, wer diesen Satz gesagt hat. Ich höre, ich warte auf den Zwischenruf. Der Minister weiß es wahrscheinlich. (Zwischenrufe.) – Ich werde das Rätsel lösen: Es war Albert Einstein.
Abg. Ing. Schultes: Das stimmt ja nicht!
Das heißt, die Chemieindustrie und auch die forschungsinvolvierten Stellen der Länder bekommen die Daten. Wir hier im Parlament, die Abgeordneten, bekommen sie nicht. Und das widerspricht dem Interpellationsrecht diametral! (Abg. Ing. Schultes: Das stimmt ja nicht!) – Kollege Schultes, es ist etwas anderes, wenn man sagt, sie können das Forschungsdesign beeinflussen. Das habe ich ja noch nicht behauptet, dass sie auch
Abg. Jakob Auer: Im April bauen wir Mais an! Ab 10. April bauen wir Mais an!
Meine Damen und Herren! Wer weiß, wo Mais angebaut wird in Österreich, muss feststellen, dass überall in der Zeit – und das ist Ende April bis Anfang Mai – ja selbstverständlich die ganze Natur blüht. Die Obstbäume blühen, die Bäume blühen! (Abg. Jakob Auer: Im April bauen wir Mais an! Ab 10. April bauen wir Mais an!) – Ab 10. April, aber auch nur heuer. Kollege Auer, Sie sind aus Oberösterreich. In Oberösterreich war es heuer früher. (Abg. Hornek: Sie haben den Beweis angetreten, dass Sie von Landwirtschaft überhaupt nichts verstehen! Null Ahnung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hornek: Sie haben den Beweis angetreten, dass Sie von Landwirtschaft überhaupt nichts verstehen! Null Ahnung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wer weiß, wo Mais angebaut wird in Österreich, muss feststellen, dass überall in der Zeit – und das ist Ende April bis Anfang Mai – ja selbstverständlich die ganze Natur blüht. Die Obstbäume blühen, die Bäume blühen! (Abg. Jakob Auer: Im April bauen wir Mais an! Ab 10. April bauen wir Mais an!) – Ab 10. April, aber auch nur heuer. Kollege Auer, Sie sind aus Oberösterreich. In Oberösterreich war es heuer früher. (Abg. Hornek: Sie haben den Beweis angetreten, dass Sie von Landwirtschaft überhaupt nichts verstehen! Null Ahnung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Unglaublich!
Ja, ja, Kollegen, regt euch ruhig auf! Dann bauen wir den Mais ab 10. April an, kein Problem, und dann regnet es und dann verkümmert der Mais. Das haben wir alles schon erlebt, wenn es Regenfälle gab. Sie wissen ganz genau, dass ab 10. April genug blüht. Warum regen Sie sich so auf? – Weil es eben wahr ist. Es besteht offensichtlich ein Zusammenhang zwischen der Politik des Bauernbundes und der chemischen Industrie in Form Ihrer Zusammenarbeit. Sie machen sich da zum Steigbügelhalter der chemischen Industrie, das ist das Faktum! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Unglaublich!) Und diese Geschichte, werte Kollegen, werden wir uns noch sehr genau anschauen. (Abg. Hornek: Das ist der Wind, um den es da geht!)
Abg. Hornek: Das ist der Wind, um den es da geht!
Ja, ja, Kollegen, regt euch ruhig auf! Dann bauen wir den Mais ab 10. April an, kein Problem, und dann regnet es und dann verkümmert der Mais. Das haben wir alles schon erlebt, wenn es Regenfälle gab. Sie wissen ganz genau, dass ab 10. April genug blüht. Warum regen Sie sich so auf? – Weil es eben wahr ist. Es besteht offensichtlich ein Zusammenhang zwischen der Politik des Bauernbundes und der chemischen Industrie in Form Ihrer Zusammenarbeit. Sie machen sich da zum Steigbügelhalter der chemischen Industrie, das ist das Faktum! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Unglaublich!) Und diese Geschichte, werte Kollegen, werden wir uns noch sehr genau anschauen. (Abg. Hornek: Das ist der Wind, um den es da geht!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Jeder, der die Landwirtschaft kennt und auch die Witterungsverhältnisse im heurigen Frühjahr, weiß: Es ist völlig unmöglich, Mais nur bei Windstille anzubauen. Aber der Herr Minister sagt so etwas. Und was passiert? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Wer zahlt euch überhaupt? – Abg. Hornek: Das ist ja unglaublich!
ernpolitik des Bauernbundes aus! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Wer zahlt euch überhaupt? – Abg. Hornek: Das ist ja unglaublich!) – Genau, Herr Kollege, das ist wirklich unglaublich. (Abg. Hornek: Wer zahlt den Pirklhuber? – Die Bauern!)
Abg. Hornek: Wer zahlt den Pirklhuber? – Die Bauern!
ernpolitik des Bauernbundes aus! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Wer zahlt euch überhaupt? – Abg. Hornek: Das ist ja unglaublich!) – Genau, Herr Kollege, das ist wirklich unglaublich. (Abg. Hornek: Wer zahlt den Pirklhuber? – Die Bauern!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Ein weiteres unverfängliches Indiz: Während Sie, Herr Minister Berlakovich, monatelang, jahrelang verschwiegen und verhindert haben, dass diese Daten an die Öffentlichkeit kommen, hat die AGES am 29. April 2011, und zwar erstmalig, zugegeben, dass es zumindest teilweise einen Zusammenhang zwischen Bienenschäden und insektizidgebeiztem Saatgut geben kann, dass ein solcher Zusammenhang nicht ausgeschlossen werden kann. Das ist das Faktum. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Daher, Herr Minister, sollten Sie all diese Dinge auf den Tisch legen. Gehen Sie in sich und verbieten Sie endlich die Neonicotinoide, wie das die Imker in Österreich fordern. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Pirklhuber, erzählen Sie niemandem, dass Sie Landwirtschaft studiert haben, und erzählen Sie auch bitte nicht, dass Sie von der Praxis eine Ahnung haben. (Beifall bei der ÖVP.) Bei dem, was Sie hier reden, Herr Abgeordneter Pirklhuber, erkennt jeder Bauer, dass Sie null Ahnung von der Praxis haben!
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie, wie viel Geld Sie jedes Jahr hinausschmeißen ...!
Natürlich ist es üblich, bei Windstille beziehungsweise von blühenden Beständen weg anzubauen. Das müssen Sie doch wissen. Sie können sich doch nicht hierher stellen und pflanzenbaulichen Nonsens erzählen. Bitte, nicht böse sein, Herr Abgeordneter Pirklhuber, aber das können Sie doch nicht ernsthaft machen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie, wie viel Geld Sie jedes Jahr hinausschmeißen ...!) Das ist eine Bürotisch-Agrarierarbeit, aber kein praktischer Bezug, Herr Abgeordneter Kogler. Das, was Sie hier darzustellen versuchen, ist doch völlig aberwitzig.
Abg. Dr. Pirklhuber: Für die Schäden!
Gegenstand des Projekts war es, gemeinsam nach den Ursachen des Bienensterbens zu suchen. Das wird ja auch von allen mitfinanziert. Dieses Projekt kostet 700 000 €; auch die Wirtschaft zahlt hierfür. Und wissen Sie, was mit dem Geld geschieht? – Das bekommen die Imker (Abg. Dr. Pirklhuber: Für die Schäden!) als Aufwandsentschädigung dafür, wenn sie Proben ziehen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Jedenfalls ist es so, dass dieses Projekt bis zum Jahre 2012 läuft. Und dann, wenn fundierte Ergebnisse vorliegen – das liegt im Interesse aller Beteiligten –, müssen die politischen Schlüsse daraus gezogen und die richtigen Schritte gesetzt werden. Und nicht anders wird es sein. Wir sind im Plan, und da gibt es keine Geheimnisse, sondern da wird alles offengelegt. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Gabriele Binder-Maier (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Die Leistungen der Bienen erkennt man oft erst dann, wenn sie nicht mehr da sind. – So ein Zitat des Vorsitzenden des Deutschen Imkerverbandes. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
Vielleicht noch ein Beispiel von einem Kollegen von uns, der im Nationalpark Hintergebirge mit Imkern gemeinsam 1 000 Bienenstöcke betreut, in einer Region, die geschützt ist, die behütet ist, landwirtschaftlich kaum, nämlich im großen Sinne, genutzt wird. Dort findet kein Bienensterben statt. Das ist für mich ein eindeutiger Beweis dafür, dass Bienen geschützt und beschützt werden müssen und maßgeblich davon abhängig sind, wie ihr Umfeld gestaltet ist. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Nein! Nein! ... im Zwischenbericht!
In Vorarlberg gab es im letzten Jahr ein großes Bienensterben. Keine Antworten. (Abg. Dr. Pirklhuber: Nein! Nein! ... im Zwischenbericht!) Die EU hat eine große Studie begonnen. Bei uns ist die Fragestellung: Ist es so, dass Neonicotinoide, also Insektizide, Schaden anrichten? Und: In welcher Gewichtung findet das statt?
Abg. Dr. Pirklhuber: Fruchtfolge ...!
Ich darf Ihnen sagen, dass dieses Thema eines ist, wo wir wenige Sorgen haben, weil wir das im Griff haben. Viel schwieriger wäre es, wenn wir darauf keine Antwort geben könnten, denn der Maiswurzelbohrer, als Quarantäneschädling bekämpfungspflichtig, wäre ein Thema, das wir sonst nicht ordentlich bewältigen könnten. (Abg. Dr. Pirklhuber: Fruchtfolge ...!) – Diese tolle Aussage „Fruchtfolge“ ist halt dann ein Problem, wenn der Mais die ideale Pflanze ist.
Abg. Dr. Pirklhuber: Was ist mit der chemischen Industrie? Wie viel kriegt die gezahlt?
Meine Damen und Herren, Probleme sind da, um gelöst zu werden. Und mit dem Projekt MELISSA zeigt sich das in enger Zusammenarbeit von der Wissenschaft, vom Ministerium, von der Landesverwaltung und natürlich auch von der Umsetzung bei den Landwirten draußen. In enger Zusammenarbeit mit den Imkern wird das Problem gelöst. Und die große Aufregung vom Herrn Pirklhuber fällt in sich zusammen, wie so viele große, übel riechende Luftblasen, die der Herr Pirklhuber eben so in die Welt setzt. (Abg. Dr. Pirklhuber: Was ist mit der chemischen Industrie? Wie viel kriegt die gezahlt?)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, genießen Sie weiter Ihren Honig und freuen Sie sich daran, dass wir mit den Imkern gut zusammenarbeiten! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Minister! Ich muss einmal eines sagen: Mir hat es nicht gefallen, wie Sie den Kollegen Pirklhuber hier abqualifiziert haben, weil er nicht Landwirtschaft studiert hat oder kein Bauer ist. (Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Er hat Landwirtschaft studiert!) – Aber Sie haben es so gebracht. Sie haben es so gebracht, weil er kein Bauer in der Praxis ist. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Grillitsch: Was glauben Sie überhaupt? Was bilden Sie sich ein? Wer sind Sie?
Wenn man tatsächlich will, dass sich ans Podium nur mehr Leute melden, die in der Praxis tätig sind, dann werden die Regierungsparteien sehr arm an Rednern werden, denn dann dürfen auch aus den geschützten Bereichen keine Redner mehr ans Pult kommen, sondern die müssen dann aus der Praxis kommen. Und da werden die Redner der Regierungsparteien dünn gesät sein. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Grillitsch: Was glauben Sie überhaupt? Was bilden Sie sich ein? Wer sind Sie?)
Abg. Dr. Pirklhuber: Wobei: Die Bienen, die kontaminiert worden sind, sind die gesunden Bienen – nach der AGES!
Nun haben wir 2009 das Projekt „Melissa“ gestartet. Da ist nach der ersten Erkenntnis auch das Beizmittel eine Ursache. Natürlich sind es nicht die Pestizide alleine und auch nicht die Monokulturen alleine. Sie haben es selbst so gesagt, Herr Minister: Der Befall mit der Varroamilbe ist natürlich auch verantwortlich für das Bienensterben. Nur weiß man diesbezüglich auch, dass die durch die Punkte eins und zwei besonders geschwächte Biene deutlich anfälliger gegen diese Varroamilbe ist als eine gesunde Biene. (Abg. Dr. Pirklhuber: Wobei: Die Bienen, die kontaminiert worden sind, sind die gesunden Bienen – nach der AGES!)
Abg. Dr. Cap steht seitlich von der Regierungsbank.
Ich erinnere daran: Kollege Cap fordert doch immer von der FPÖ Lösungsmaßnahmen ein. Ich sehe den Kollegen Cap jetzt nicht. (Abg. Dr. Cap steht seitlich von der Regierungsbank.) – Ah, dort ist Kollege Cap. – Er fordert von der FPÖ immer konkrete Lösungsvorschläge ein.
Beifall bei der FPÖ.
Was sich in der BRD, in Italien und in Slowenien bewährt hat, sollte auch für uns in Österreich eine geeignete Maßnahme sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ. – Bravoruf des Abg. Zanger. – Abg. Zanger: Das ist immer schon das Problem der ÖVP gewesen!
Nein, wenn es einen Verdachtsfall gibt, wenn die Chemieindustrie Stoffe verbreitet, von denen wir nicht wissen, welche Schäden sie auslösen, dann können solche Stoffe einfach nicht zugelassen werden. Ich frage Sie ... (Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: ... akademische Ausbildung!) – Das hat mit akademisch oder nicht nichts zu tun, sondern das sagt mir der Hausverstand: wenn die Gefahr besteht, dass ein Stoff Gefährdungspotenzial hat, dass das schlecht ist. Ein Konzern darf einen Stoff erst dann in Umlauf bringen und Profite damit machen, wenn sichergestellt ist, dass niemand einen Schaden davonträgt – und nicht vorher. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ. – Bravoruf des Abg. Zanger. – Abg. Zanger: Das ist immer schon das Problem der ÖVP gewesen!)
Beifall bei den Grünen.
Ich finde, das ist keine Art. Und ich finde es auch ziemlich hinten ums Eck herum, dass jetzt die Imker und Imkerinnen über dieses Projekt Geld bekommen sollen, anstatt dass die Chemieindustrie offen Entschädigungen zahlt. Denn darum geht es! Die Imker und Imkerinnen, das Ökosystem, haben einen Schaden erlitten, und es soll auch offengelegt werden, dass das Entschädigungen sind. Das soll nicht durch die Hintertür geschehen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Ich werde gerne dem Wunsch nachkommen!
Also das ist etwas scheinheilig. Ich erwarte mir hier von Ihnen ein eindeutigeres Vorgehen. Und ich bin der Meinung: Österreich braucht ein eigenständiges, unabhängiges und starkes Umweltministerium. (Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Ich werde gerne dem Wunsch nachkommen!)
Abg. Zanger – auf Abg. Mag. Brunner weisend, die mit Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich spricht –: Er hört nicht mal zu! Ist das eine Art?
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsident! Hohes Haus! Die Lösung dieser Thematik, glaube ich, ist relativ einfach. Bereits vor über einem Jahr habe ich einen Antrag eingebracht, in dem der Landwirtschaftsminister aufgefordert wird, sämtliche Beizmittel, die dazu angetan sind, Bienen zu gefährden, zu verbieten. Aber das Problem kann nicht gelöst werden, denn solange aufseiten der ÖVP nur Lobbyisten sitzen, und zwar Lobbyisten von Chemiekonzernen, kann es nicht funktionieren. (Abg. Zanger – auf Abg. Mag. Brunner weisend, die mit Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich spricht –: Er hört nicht mal zu! Ist das eine Art?)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Königshofer.
Der Herr Bundesminister weiß ganz genau, dass dieses Mittel – in Argentinien nachgewiesen – vermehrt zu Missbildungen bei Kindern führt. Das ist Faktum. Und was macht die ÖVP? – Die ÖVP sagt, da kann man nichts machen. Wahrscheinlich ist das Lobbying dieser Chemiekonzerne so groß, dass dieser Weg sozusagen mit Beton weitergegangen wird. Da werden sogar die Gesundheit, der Konsument und die Landwirtschaft massiv gefährdet. Das wird in Kauf genommen, nur damit Raiffeisen und damit die Chemiekonzerne ihren Profit machen können. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Königshofer.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Schauen wir uns einmal die Leistung der ÖVP der letzten 15 Jahre an! Bitte, meine Herren, das ist von der Statistik Austria. (Der Redner hält einen Zettel mit einer Tabelle in die Höhe.) 1995 hatten wir in Österreich 116 693 rinderhaltende Betriebe. 2010 sind es 71 000. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber das Schönste kommt noch! 1995 hatten wir 112 800 schweinehaltende Betriebe. Heute, 2010, sind es 30 000 Betriebe. Das ist Lobbying-Politik der ÖVP, die es zulässt, dass wir mittlerweile zwei Millionen Schweine importieren müssen. Das lässt die ÖVP zu, und das belegt, wie ihr arbeitet: So, wie ihr bei den Bienen vorgeht, so geht ihr in jedem Segment vor.
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Wir in Österreich könnten ein Paradies sein, wenn ihr unsere Lösungen aufgegriffen hättet. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Wir könnten mehr als 400 000 Landwirte in Vollbeschäftigung halten. Nur aus Profitgier von Raiffeisen und anderen Konzernen wird das gefährdet (Abg. Jakob Auer: Huber, hör auf!), indem alles niedergestimmt wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Jakob Auer: Huber, hör auf!
Wir in Österreich könnten ein Paradies sein, wenn ihr unsere Lösungen aufgegriffen hättet. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Wir könnten mehr als 400 000 Landwirte in Vollbeschäftigung halten. Nur aus Profitgier von Raiffeisen und anderen Konzernen wird das gefährdet (Abg. Jakob Auer: Huber, hör auf!), indem alles niedergestimmt wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir in Österreich könnten ein Paradies sein, wenn ihr unsere Lösungen aufgegriffen hättet. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Wir könnten mehr als 400 000 Landwirte in Vollbeschäftigung halten. Nur aus Profitgier von Raiffeisen und anderen Konzernen wird das gefährdet (Abg. Jakob Auer: Huber, hör auf!), indem alles niedergestimmt wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Das kann nicht die Antwort sein! Wenn ihr nicht in der Lage seid, diese kleinen Probleme wie das Bienensterben in den Griff zu bekommen, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass wir uns für die Umwelt einsetzen, wenn ihr das nicht lösen könnt, dann, glaube ich, habt ihr euch disqualifiziert für alles andere. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Riepl: Wenn es stimmt! Was soll man machen?!
Wie wir heute Vormittag gesehen haben: Egal, welches Argument auch immer die Opposition bringt, die lapidare Antwort lautet: Hypo Alpe-Adria. Finanzkrise: Wer ist schuld? – Die Hypo. Lehman Brothers: Wer ist schuld? – Die Hypo. Schuldenrekord in Österreich: Wer ist schuld? – Die Hypo. Arbeitslosigkeit: Wer ist schuld? – Die Hypo. Krise in der ÖVP: Wer ist schuld? – Die Hypo. Es wird Ihnen aber nicht gelingen, die Hypo als Sündenbock für die Verfehlungen der Österreichischen Volkspartei und der SPÖ verantwortlich zu machen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Riepl: Wenn es stimmt! Was soll man machen?!)
Abg. Riepl: Der Haider war’s!
Aber diskutieren wir doch die Fakten, diskutieren wir die Zahlen, diskutieren wir auch die Anfragebeantwortung von Frau Bundesministerin Fekter, und beginnen wir mit der Frage der Landeshaftungen. Immer wieder wird angeführt: Die Hypo hat deswegen verstaatlicht werden müssen, weil das böse Kärnten 20 Milliarden € Haftungen für die Hypo übernommen hat. (Abg. Riepl: Der Haider war’s!)
Abg. Riepl: Nicht die SPÖ in Kärnten, der Haider war’s!
Vergleichen wir das einmal mit den anderen Bundesländern (Abg. Riepl: Nicht die SPÖ in Kärnten, der Haider war’s!), und hören Sie doch einmal zu! Bundesland Wien, Haftungen für die Bank Austria, die mittlerweile der UniCredit gehört: 16,6 Milliarden €. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schieder.) Haftungen des Landes Niederösterreich für die Hypo Niederösterreich: 6,8 Millionen €. Haftungen des Bundeslandes Vorarlberg für die Hypo Vorarlberg: 7 Milliarden €. Haftungen des Bundeslandes Steiermark für die Hypo Steiermark: 4 Milliarden €. Haftungen des Bundeslandes Tirol für die Hypo Tirol: 6,9 Milliarden €. – Also hören Sie auf mit diesen Märchen der Landeshaftungen! Das machen alle Bundesländer, nicht nur Kärnten. – Erster Punkt.
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schieder.
Vergleichen wir das einmal mit den anderen Bundesländern (Abg. Riepl: Nicht die SPÖ in Kärnten, der Haider war’s!), und hören Sie doch einmal zu! Bundesland Wien, Haftungen für die Bank Austria, die mittlerweile der UniCredit gehört: 16,6 Milliarden €. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schieder.) Haftungen des Landes Niederösterreich für die Hypo Niederösterreich: 6,8 Millionen €. Haftungen des Bundeslandes Vorarlberg für die Hypo Vorarlberg: 7 Milliarden €. Haftungen des Bundeslandes Steiermark für die Hypo Steiermark: 4 Milliarden €. Haftungen des Bundeslandes Tirol für die Hypo Tirol: 6,9 Milliarden €. – Also hören Sie auf mit diesen Märchen der Landeshaftungen! Das machen alle Bundesländer, nicht nur Kärnten. – Erster Punkt.
Beifall beim BZÖ.
Zweiter Punkt: Mit den Landeshaftungen können Sie die Notverstaatlichung nicht begründen, denn das ist schlichtweg die Unwahrheit und eine Lüge, wenn behauptet wird, die Notvertstaatlichung sei deswegen notwendig gewesen, weil am nächsten Tag die Landeshaftungen schlagend geworden wären. (Beifall beim BZÖ.) Da schüttelt jeder Wirtschaftsprüfer, jeder Wirtschaftsexperte den Kopf, weil das schlichtweg wirtschaftspolitisch ein völliger Blödsinn und die Unwahrheit ist. Dass Sie von der ÖVP als eine Wirtschaftspartei, meine Damen und Herren, die uns heute auch für angeblichen Populismus kritisiert hat, die sechstgrößte Bank Österreichs, Tausende Mitarbeiter und die Kunden verunsichern, Entlassungen riskieren, Arbeitsplätze riskieren, den Bankenstandort Österreich riskieren, nur um die Hypo für Ihre parteipolitische Agitation zu missbrauchen, das ist ein schändliches Verhalten! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.) Das ist einer Wirtschaftspartei nicht würdig. Damit haben Sie bewiesen, dass Sie als Wirtschaftspartei längst abgedankt haben, meine Damen und Herren! (Neuerlicher Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Mag. Kuzdas: Glauben Sie das alles?)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Zweiter Punkt: Mit den Landeshaftungen können Sie die Notverstaatlichung nicht begründen, denn das ist schlichtweg die Unwahrheit und eine Lüge, wenn behauptet wird, die Notvertstaatlichung sei deswegen notwendig gewesen, weil am nächsten Tag die Landeshaftungen schlagend geworden wären. (Beifall beim BZÖ.) Da schüttelt jeder Wirtschaftsprüfer, jeder Wirtschaftsexperte den Kopf, weil das schlichtweg wirtschaftspolitisch ein völliger Blödsinn und die Unwahrheit ist. Dass Sie von der ÖVP als eine Wirtschaftspartei, meine Damen und Herren, die uns heute auch für angeblichen Populismus kritisiert hat, die sechstgrößte Bank Österreichs, Tausende Mitarbeiter und die Kunden verunsichern, Entlassungen riskieren, Arbeitsplätze riskieren, den Bankenstandort Österreich riskieren, nur um die Hypo für Ihre parteipolitische Agitation zu missbrauchen, das ist ein schändliches Verhalten! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.) Das ist einer Wirtschaftspartei nicht würdig. Damit haben Sie bewiesen, dass Sie als Wirtschaftspartei längst abgedankt haben, meine Damen und Herren! (Neuerlicher Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Mag. Kuzdas: Glauben Sie das alles?)
Neuerlicher Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Mag. Kuzdas: Glauben Sie das alles?
Zweiter Punkt: Mit den Landeshaftungen können Sie die Notverstaatlichung nicht begründen, denn das ist schlichtweg die Unwahrheit und eine Lüge, wenn behauptet wird, die Notvertstaatlichung sei deswegen notwendig gewesen, weil am nächsten Tag die Landeshaftungen schlagend geworden wären. (Beifall beim BZÖ.) Da schüttelt jeder Wirtschaftsprüfer, jeder Wirtschaftsexperte den Kopf, weil das schlichtweg wirtschaftspolitisch ein völliger Blödsinn und die Unwahrheit ist. Dass Sie von der ÖVP als eine Wirtschaftspartei, meine Damen und Herren, die uns heute auch für angeblichen Populismus kritisiert hat, die sechstgrößte Bank Österreichs, Tausende Mitarbeiter und die Kunden verunsichern, Entlassungen riskieren, Arbeitsplätze riskieren, den Bankenstandort Österreich riskieren, nur um die Hypo für Ihre parteipolitische Agitation zu missbrauchen, das ist ein schändliches Verhalten! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.) Das ist einer Wirtschaftspartei nicht würdig. Damit haben Sie bewiesen, dass Sie als Wirtschaftspartei längst abgedankt haben, meine Damen und Herren! (Neuerlicher Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Mag. Kuzdas: Glauben Sie das alles?)
Beifall beim BZÖ.
Eine zweite Warnung: Wenn die ÖVP glaubt, das Thema Hypo Alpe-Adria als politischen Bumerang durch die Gegend werfen zu können, dann wird das Ergebnis so aussehen – wie das beim Bumerang immer ist –, dass er am Ende des Tages zu dem zurückkommt, der ihn geworfen hat, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kopf.
Erster Punkt: Es wird immer behauptet, das sei die Kärntner Landesbank. – Entschuldigung, haben Sie vollkommen übersehen, dass das eine deutsche Bank ist, eine Bank, die im Mehrheitseigentum des Freistaates Bayern steht, der unter der Führung der schwarzen CSU steht, die seit 2007 die Mehrheit an der Hypo Alpe-Adria gehabt hat? (Zwischenruf des Abg. Kopf.) Das heißt, die Hypo Alpe-Adria ist seit dem Jahr 2007 keine Kärntner Landesbank mehr. Seit dem Jahr 2007 hat die Kärntner Landespolitik, ob der Verantwortliche Jörg Haider geheißen hat oder wie auch immer, keine Verantwortung mehr für die Entwicklung der Hypo Alpe-Adria gehabt. Das müssen Sie zur Kenntnis nehmen! – Erster Punkt.
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Zweiter Punkt: Schauen wir uns an, was die BayernLB in ihrer Zeit, seit 2007, in der Hypo Alpe-Adria verantwortet hat! Eine Verdoppelung des Kreditvolumens, meine Damen und Herren! Nicht nachvollziehbare milliardenschwere Wertberichtigungen und Abschreibungen, Führungslosigkeit, Entscheidungsunfähigkeit, millionenschwere, gesetzeswidrige Abfertigungen, und so weiter und so fort. Es stellt sich hier schon die Frage, warum sich die schwarze Justiz und das schwarze Finanzministerium beharrlich weigern, die Aktionen und die Tätigkeit ihrer schwarzen Parteifreunde in Bayern in der Hypo Alpe-Adria seit dem Jahr 2007 zu beleuchten. Sie wissen genau, warum. – Weil dann eben dieser Bumerang, den ich vorhin zitiert habe, bei Ihnen selbst landet, meine Damen und Herren! Das ist die Wahrheit. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Zwischenruf des Abg. Prinz.
Wenn man den Kaufvertrag liest, treten drei weitere Wahrheiten zutage. Erste Wahrheit: Die Notverstaatlichung war überhaupt nicht notwendig. Zweite Wahrheit: Bundesminister a. D. Josef Pröll hat für die Republik schlecht verhandelt. Dritte Wahrheit: Aufgrund des Verhandlungsungeschicks der Österreichischen Volkspartei drohen dem österreichischen Steuerzahler milliardenschwere Zahlungen; milliardenschwere Zahlungen des österreichischen Steuerzahlers an eine deutsche Bank. (Zwischenruf des Abg. Prinz.) – Ein einmaliges Ereignis in der Geschichte dieses Landes, dass der österreichische Steuerzahler für die Misswirtschaft einer deutschen Bank zur Kasse gebeten wird. Das hat Bundesminister Josef Pröll verhandelt, das hat Staatssekretär Schieder mit seinem arroganten, präpotenten Auftreten (He-Rufe bei der SPÖ) bei den Kaufvertragsverhandlungen damals zu verantworten. (Beifall beim BZÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
He-Rufe bei der SPÖ
Wenn man den Kaufvertrag liest, treten drei weitere Wahrheiten zutage. Erste Wahrheit: Die Notverstaatlichung war überhaupt nicht notwendig. Zweite Wahrheit: Bundesminister a. D. Josef Pröll hat für die Republik schlecht verhandelt. Dritte Wahrheit: Aufgrund des Verhandlungsungeschicks der Österreichischen Volkspartei drohen dem österreichischen Steuerzahler milliardenschwere Zahlungen; milliardenschwere Zahlungen des österreichischen Steuerzahlers an eine deutsche Bank. (Zwischenruf des Abg. Prinz.) – Ein einmaliges Ereignis in der Geschichte dieses Landes, dass der österreichische Steuerzahler für die Misswirtschaft einer deutschen Bank zur Kasse gebeten wird. Das hat Bundesminister Josef Pröll verhandelt, das hat Staatssekretär Schieder mit seinem arroganten, präpotenten Auftreten (He-Rufe bei der SPÖ) bei den Kaufvertragsverhandlungen damals zu verantworten. (Beifall beim BZÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn man den Kaufvertrag liest, treten drei weitere Wahrheiten zutage. Erste Wahrheit: Die Notverstaatlichung war überhaupt nicht notwendig. Zweite Wahrheit: Bundesminister a. D. Josef Pröll hat für die Republik schlecht verhandelt. Dritte Wahrheit: Aufgrund des Verhandlungsungeschicks der Österreichischen Volkspartei drohen dem österreichischen Steuerzahler milliardenschwere Zahlungen; milliardenschwere Zahlungen des österreichischen Steuerzahlers an eine deutsche Bank. (Zwischenruf des Abg. Prinz.) – Ein einmaliges Ereignis in der Geschichte dieses Landes, dass der österreichische Steuerzahler für die Misswirtschaft einer deutschen Bank zur Kasse gebeten wird. Das hat Bundesminister Josef Pröll verhandelt, das hat Staatssekretär Schieder mit seinem arroganten, präpotenten Auftreten (He-Rufe bei der SPÖ) bei den Kaufvertragsverhandlungen damals zu verantworten. (Beifall beim BZÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Heinzl: Haben Sie was genommen, Herr Kollege?
Sie verschenken Milliarden des österreichischen Steuerzahlers für die Misswirtschaft einer deutschen Bank. Das müssen Sie verantworten. Lesen Sie den Kaufvertrag, Seite 5 Punkt 5 Liquiditätsmaßnahmen, wo genau steht, dass bis Ende 2012, Ende 2013 milliardenschwere Rückzahlungen seitens des österreichischen Steuerzahlers für die BayernLB, für eine deutsche Bank, drohen! Das haben Sie verhandelt, und ich erwarte mir heute ein Antwort, wie Sie das lösen wollen. (Abg. Heinzl: Haben Sie was genommen, Herr Kollege?)
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Sie geben in Ihrer Anfragebeantwortung zu, dass es diese Rückzahlungsverpflichtungen gibt. Sie antworten wörtlich, dass die Hypo Alpe-Adria für die fristgerechte Tilgung der bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber der BayernLB Sorge tragen muss. Jetzt frage ich Sie: Wer ist denn die Hypo Alpe-Adria? Wer ist das? – Die Hypo Alpe-Adria ist der österreichische Steuerzahler, der ist nämlich derzeit Mehrheitseigentümer. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Unglaublich!
Ich sage Ihnen, Sie brauchen nur den Kaufvertrag zu lesen und das, was der ehemalige Finanzminister Pröll verhandelt hat. Bis zu 4 Milliarden € Rückzahlungen an die BayernLB drohen dank Ihres Verhandlungsungeschicks. (Abg. Mag. Stadler: Unglaublich!) 4 Milliarden €! Ich ersuche Sie wirklich: Hören Sie auf, hier im Hohen Haus uns die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben! (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Ich sage Ihnen, Sie brauchen nur den Kaufvertrag zu lesen und das, was der ehemalige Finanzminister Pröll verhandelt hat. Bis zu 4 Milliarden € Rückzahlungen an die BayernLB drohen dank Ihres Verhandlungsungeschicks. (Abg. Mag. Stadler: Unglaublich!) 4 Milliarden €! Ich ersuche Sie wirklich: Hören Sie auf, hier im Hohen Haus uns die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben! (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Sie haben dieses Bankendebakel zu verantworten, Sie haben zu verantworten, dass der österreichische Steuerzahler mit 4 Milliarden € für eine deutsche Bank zur Kasse gebeten wird. (Beifall beim BZÖ.) Nicht Herr Haider, nicht das BZÖ, sondern Herr Finanzminister Pröll, Frau Finanzminister Fekter und Herr Staatssekretär Schieder haben das zu verantworten, meine Damen und Herren!
Oh-Rufe bei der ÖVP
Dass ich am Ende des Tages recht haben werde (Oh-Rufe bei der ÖVP), darf ich abschließend mit einem Zitat belegen. Ich habe am 18. August 2010 in der „ZiB 24“ zur Verhaftung des Herrn Kulterer gesagt – Zitat –:
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Ich sage Ihnen hier und heute, ich werde auch damit recht haben, dass Ende 2012, Ende 2013 aufgrund des Verhandlungsungeschicks von Herrn Staatssekretär Schieder, von Frau Ministerin Fekter und vom ehemaligen Bundesminister Pröll der österreichische Steuerzahler zur Kasse gebeten wird für das Milliardendebakel einer deutschen Bank. – Ein einmaliges Ereignis in der Geschichte dieses Landes und eine Bankrotterklärung der Wirtschaftspartei ÖVP. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Grosz: Was ist mit der Geschäftsordnung?
Ich möchte auch vorausschicken: Es laufen Verfahren seitens der deutschen Justiz gegen Verantwortliche der bayerischen Bank. Es gibt Verfahren gegenüber Verantwortlichen der Hypo Alpe-Adria-Bank. Ich finde, es ist ein starkes Stück, wenn man sich angesichts dessen, was hier angerichtet wurde, angesichts dieses Desasters, wofür der Finanzminister und der Staatssekretär Tage damit verbracht haben, eine ganze Nacht damit verbracht haben, es wenigstens noch so zu handeln, dass es für den Steuerzahler halbwegs erträglich ist, hier herstellt und sagt: arroganter, präpotenter Staatssekretär! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Grosz: Was ist mit der Geschäftsordnung?)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Das ist ein wirklicher Skandal! Das ist eine Kindesweglegung sondergleichen, die Sie hier betreiben! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: ... Regierungsmitglieder beschimpfen!
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Genau darum geht es, Frau Präsidentin! Ich möchte Sie bitten, strengere Regeln anzusetzen. Das war keine Wortmeldung zur Geschäftsordnung. Kollege Cap ist kein ganz neuer Mandatar, sollte das also wissen. (Abg. Dr. Cap: ... Regierungsmitglieder beschimpfen!) – Das ist überhaupt nicht falsch. Das hat auch mit einer Beschimpfung von Regierungsmitgliedern nichts zu tun. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das war, bitte schön, keine Wortmeldung zur Geschäftsordnung, das muss Herr Kollege Cap auch wissen. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Genau darum geht es, Frau Präsidentin! Ich möchte Sie bitten, strengere Regeln anzusetzen. Das war keine Wortmeldung zur Geschäftsordnung. Kollege Cap ist kein ganz neuer Mandatar, sollte das also wissen. (Abg. Dr. Cap: ... Regierungsmitglieder beschimpfen!) – Das ist überhaupt nicht falsch. Das hat auch mit einer Beschimpfung von Regierungsmitgliedern nichts zu tun. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das war, bitte schön, keine Wortmeldung zur Geschäftsordnung, das muss Herr Kollege Cap auch wissen. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Genau darum geht es, Frau Präsidentin! Ich möchte Sie bitten, strengere Regeln anzusetzen. Das war keine Wortmeldung zur Geschäftsordnung. Kollege Cap ist kein ganz neuer Mandatar, sollte das also wissen. (Abg. Dr. Cap: ... Regierungsmitglieder beschimpfen!) – Das ist überhaupt nicht falsch. Das hat auch mit einer Beschimpfung von Regierungsmitgliedern nichts zu tun. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das war, bitte schön, keine Wortmeldung zur Geschäftsordnung, das muss Herr Kollege Cap auch wissen. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich erwarte mir, dass hier eingeschritten wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: 40 Jahre!
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ) (zur Geschäftsbehandlung): In aller Ruhe und Gelassenheit, meine Damen und Herren! Die Ausführungen des Herrn Klubobmannes Josef Cap, der schon seit – ich weiß nicht – Urzeiten hier herinnen sitzt (Abg. Mag. Stadler: 40 Jahre!), haben nichts mit einer Wortmeldung zur Geschäftsordnung zu tun gehabt, sondern waren ein Debattenbeitrag. Dieser Missbrauch der Geschäftsordnung zeigt nur, wie aufgeregt und wie nervös die SPÖ und die ÖVP angesichts dieses Debakels, das sie verursacht haben, sind. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ) (zur Geschäftsbehandlung): In aller Ruhe und Gelassenheit, meine Damen und Herren! Die Ausführungen des Herrn Klubobmannes Josef Cap, der schon seit – ich weiß nicht – Urzeiten hier herinnen sitzt (Abg. Mag. Stadler: 40 Jahre!), haben nichts mit einer Wortmeldung zur Geschäftsordnung zu tun gehabt, sondern waren ein Debattenbeitrag. Dieser Missbrauch der Geschäftsordnung zeigt nur, wie aufgeregt und wie nervös die SPÖ und die ÖVP angesichts dieses Debakels, das sie verursacht haben, sind. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Danke, Herr Klubobmann Cap, für diese beispiellose Bestätigung. Besser hätten Sie nicht aufzeigen können, dass ich recht habe. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Krainer: Klubobmann Cap hat einen Ordnungsruf verlangt!
Ich sehe keine weiteren Wortmeldungen zur Geschäftsbehandlung. (Abg. Krainer: Klubobmann Cap hat einen Ordnungsruf verlangt!) – Ordnungsrufe kann man zwar verlangen, aber nicht bestellen. (Demonstrativer Beifall und Bravorufe beim BZÖ.)
Demonstrativer Beifall und Bravorufe beim BZÖ.
Ich sehe keine weiteren Wortmeldungen zur Geschäftsbehandlung. (Abg. Krainer: Klubobmann Cap hat einen Ordnungsruf verlangt!) – Ordnungsrufe kann man zwar verlangen, aber nicht bestellen. (Demonstrativer Beifall und Bravorufe beim BZÖ.)
Abg. Dr. Strutz: Warum hat die SPÖ den Haftungen zugestimmt?
Zum Desaster um die Hypo Alpe-Adria gehören zumindest zwei wesentliche Schlüsselfaktoren. Das eine sind die Haftungen, die das Land übernommen hat, das andere ist die Misswirtschaft der Bank. Beides zusammen führt zum Desaster; eines allein ist zu wenig. Wenn es nur eine Misswirtschaft der Bank gibt und Bundesland und Steuerzahler nicht haften, dann kann man anders damit umgehen. Wenn es nur Haftungen gibt, aber keine Misswirtschaft der Bank, sondern eine gut funktionierende Bank, dann kommt es auch nicht zum Desaster. (Abg. Dr. Strutz: Warum hat die SPÖ den Haftungen zugestimmt?) Das heißt, beides zusammen führt zum Desaster. (Abg. Dr. Strutz: Warum hat die SPÖ den Haftungen zugestimmt?) – Sie sind ohnehin zu Wort gemeldet, können dann also von hier aus sagen, was Sie sagen wollen, anstatt jetzt wieder durch unqualifizierte Zwischenrufe aufzufallen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das war eine Frage! – Abg. Ing. Hofer: Das war eine Frage und kein unqualifizierter Zwischenruf! – Abg. Kickl: Das war eine unqualifizierte Antwort!)
Abg. Dr. Strutz: Warum hat die SPÖ den Haftungen zugestimmt?
Zum Desaster um die Hypo Alpe-Adria gehören zumindest zwei wesentliche Schlüsselfaktoren. Das eine sind die Haftungen, die das Land übernommen hat, das andere ist die Misswirtschaft der Bank. Beides zusammen führt zum Desaster; eines allein ist zu wenig. Wenn es nur eine Misswirtschaft der Bank gibt und Bundesland und Steuerzahler nicht haften, dann kann man anders damit umgehen. Wenn es nur Haftungen gibt, aber keine Misswirtschaft der Bank, sondern eine gut funktionierende Bank, dann kommt es auch nicht zum Desaster. (Abg. Dr. Strutz: Warum hat die SPÖ den Haftungen zugestimmt?) Das heißt, beides zusammen führt zum Desaster. (Abg. Dr. Strutz: Warum hat die SPÖ den Haftungen zugestimmt?) – Sie sind ohnehin zu Wort gemeldet, können dann also von hier aus sagen, was Sie sagen wollen, anstatt jetzt wieder durch unqualifizierte Zwischenrufe aufzufallen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das war eine Frage! – Abg. Ing. Hofer: Das war eine Frage und kein unqualifizierter Zwischenruf! – Abg. Kickl: Das war eine unqualifizierte Antwort!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das war eine Frage! – Abg. Ing. Hofer: Das war eine Frage und kein unqualifizierter Zwischenruf! – Abg. Kickl: Das war eine unqualifizierte Antwort!
Zum Desaster um die Hypo Alpe-Adria gehören zumindest zwei wesentliche Schlüsselfaktoren. Das eine sind die Haftungen, die das Land übernommen hat, das andere ist die Misswirtschaft der Bank. Beides zusammen führt zum Desaster; eines allein ist zu wenig. Wenn es nur eine Misswirtschaft der Bank gibt und Bundesland und Steuerzahler nicht haften, dann kann man anders damit umgehen. Wenn es nur Haftungen gibt, aber keine Misswirtschaft der Bank, sondern eine gut funktionierende Bank, dann kommt es auch nicht zum Desaster. (Abg. Dr. Strutz: Warum hat die SPÖ den Haftungen zugestimmt?) Das heißt, beides zusammen führt zum Desaster. (Abg. Dr. Strutz: Warum hat die SPÖ den Haftungen zugestimmt?) – Sie sind ohnehin zu Wort gemeldet, können dann also von hier aus sagen, was Sie sagen wollen, anstatt jetzt wieder durch unqualifizierte Zwischenrufe aufzufallen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das war eine Frage! – Abg. Ing. Hofer: Das war eine Frage und kein unqualifizierter Zwischenruf! – Abg. Kickl: Das war eine unqualifizierte Antwort!)
Abg. Petzner: Von wem?
Das, was jeder, der es wissen will, weiß, ist, dass es a) Haftungen in unvorstellbarer Höhe gab und dass es b) eine beispiellose Misswirtschaft in dieser Bank gab (Abg. Petzner: Von wem?), dass diese Bank zugrunde gerichtet wurde. Es stimmt, sie befand sich schon in einer ziemlich miesen Situation. Die handelnden Personen werden wohl auch gewusst haben, wie schlecht es um die Bank steht, haben schnell ein paar hübsche Mascherl darum herumgebunden und es den Bayern zugeschoben.
Abg. Petzner: Bank Rijeka, Kroatien!
Die Bayern haben – wie soll ich sagen? –, wenn man sich die Geschichte der Bayern ansieht, was sie alles so im Ausland gekauft haben, ziemlich oft daneben gegriffen; so auch in diesem Fall. (Abg. Petzner: Bank Rijeka, Kroatien!) Sie haben sich von den Mascherln, die es dort gegeben hat, quasi beeindrucken lassen und haben die miese Bank gekauft. Sie haben viele Milliarden verloren, nämlich den gesamten Kaufpreis, die Milliarden an Eigenkapital, die sie reingesteckt haben, und zum Schluss mussten sie noch einmal 825 Millionen € hineinstecken, bevor wir sie um 1 € gekauft haben. Das war ein „umgekehrter“ AUA-Deal, muss man sagen. Als wir die AUA an die Lufthansa verkauft haben, haben wir ja auch noch einmal 500 Millionen reingesteckt, damit sie um 300 000 gekauft wird. Die Bayern mussten 825 Millionen reinstecken, damit wir sie um 1 € kaufen.
Abg. Petzner: Bewusst abgewertet!
Dass jetzt gesagt wird, das jetzige Management habe Milliardenverluste erwirtschaftet, ist auch Humbug. Was das jetzige Management gemacht hat, ist, einfach alle Kreditverträge durchzuschauen, um zu erfahren, ob da überhaupt noch Geld zu holen ist. (Abg. Petzner: Bewusst abgewertet!) Man musste dann natürlich feststellen, dass sehr viele dieser Kreditverträge, die zum Großteil abgeschlossen worden sind, als es noch eine reine Kärntner Landesbank war, zum Abschreiben sind (Abg. Petzner: Entschuldige, das ist so ein Blödsinn, was du da redest!), weil die Person gar nicht existiert, an die man zum Beispiel eine Yacht verleast hat, die Yacht gibt es auch nicht mehr und die Autos gibt es auch nicht mehr. Man ist halt draufgekommen, wie schlecht diese Bank geführt wurde.
Abg. Petzner: Entschuldige, das ist so ein Blödsinn, was du da redest!
Dass jetzt gesagt wird, das jetzige Management habe Milliardenverluste erwirtschaftet, ist auch Humbug. Was das jetzige Management gemacht hat, ist, einfach alle Kreditverträge durchzuschauen, um zu erfahren, ob da überhaupt noch Geld zu holen ist. (Abg. Petzner: Bewusst abgewertet!) Man musste dann natürlich feststellen, dass sehr viele dieser Kreditverträge, die zum Großteil abgeschlossen worden sind, als es noch eine reine Kärntner Landesbank war, zum Abschreiben sind (Abg. Petzner: Entschuldige, das ist so ein Blödsinn, was du da redest!), weil die Person gar nicht existiert, an die man zum Beispiel eine Yacht verleast hat, die Yacht gibt es auch nicht mehr und die Autos gibt es auch nicht mehr. Man ist halt draufgekommen, wie schlecht diese Bank geführt wurde.
Abg. Petzner: Wie viel Haftung hat Wien?
Das, was bleibt, ist natürlich, dass der Steuerzahler das Risiko zu tragen hat. Das heißt, für diese 18 Milliarden € an Haftungen, die das Land Kärnten übernommen hat, für das es auch Haftungsentgelte bekommt, muss der Bund geradestehen, aber das Bundesland Kärnten kassiert das Geld dafür. (Abg. Petzner: Wie viel Haftung hat Wien?)
Abg. Ing. Hofer: Was soll das? Ordnungsruf! – Abg. Petzner: Was soll das? Entschuldigen Sie sich! – weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ
Das, was bleibt, ist natürlich auch die Erkenntnis: Blau und Orange, was für eine Farbe sie auch immer anhaben, Maulhelden sind sie (Abg. Ing. Hofer: Was soll das? Ordnungsruf! – Abg. Petzner: Was soll das? Entschuldigen Sie sich! – weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ), wirtschaften können sie sicher nicht, groß aufdrehen können sie, groß austeilen können sie auch, aber im Einstecken sind sie schlecht und im Wirtschaften sind ganz schlecht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner: Solch eine Sauerei!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner: Solch eine Sauerei!
Das, was bleibt, ist natürlich auch die Erkenntnis: Blau und Orange, was für eine Farbe sie auch immer anhaben, Maulhelden sind sie (Abg. Ing. Hofer: Was soll das? Ordnungsruf! – Abg. Petzner: Was soll das? Entschuldigen Sie sich! – weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ), wirtschaften können sie sicher nicht, groß aufdrehen können sie, groß austeilen können sie auch, aber im Einstecken sind sie schlecht und im Wirtschaften sind ganz schlecht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner: Solch eine Sauerei!)
Abg. Petzner: Welche Wahrheit?
Ja, Sie werden diese Wahrheit von uns nicht nur heute hören, sondern noch öfter hören. (Abg. Petzner: Welche Wahrheit?) Sie werden sich das noch öfter anhören müssen – völlig zu Recht! (Abg. Petzner: Auf diese Diskussion lasse ich mich gerne ein!)
Abg. Petzner: Auf diese Diskussion lasse ich mich gerne ein!
Ja, Sie werden diese Wahrheit von uns nicht nur heute hören, sondern noch öfter hören. (Abg. Petzner: Welche Wahrheit?) Sie werden sich das noch öfter anhören müssen – völlig zu Recht! (Abg. Petzner: Auf diese Diskussion lasse ich mich gerne ein!)
Beifall bei der SPÖ.
Danke, Mitglieder der Bundesregierung, dass ihr diese Bank nicht habt pleite gehen lassen, weil damit 20 Milliarden € für Österreich sofort schlagend geworden wären. Sie wären nämlich deshalb sofort schlagend geworden, weil die Haftung sofort zu ziehen gewesen wäre von den Anleihen, die dann sofort bedient hätten werden müssen. Sie haben nicht schlecht verhandelt, sondern gut verhandelt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Ich möchte Sie bitten, dass Sie sich das Stenographische Protokoll ansehen und dann entscheiden, ob es einen Ordnungsruf gibt oder nicht. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Petzner: Welche?
Ich habe auch über einzelne Aussagen des Herrn Abgeordneten Petzner hinweggehört. (Abg. Petzner: Welche?) Daher will ich Fairness walten lassen und werde keinen Ordnungsruf erteilen. (Abg. Ing. Hofer: Das ist ja wirklich unglaublich: Für „Krawallbrüder“ gibt es einen Ordnungsruf, für „Maulhelden“ nicht! Das ist eine „tolle“ Vorsitzführung!)
Abg. Ing. Hofer: Das ist ja wirklich unglaublich: Für „Krawallbrüder“ gibt es einen Ordnungsruf, für „Maulhelden“ nicht! Das ist eine „tolle“ Vorsitzführung!
Ich habe auch über einzelne Aussagen des Herrn Abgeordneten Petzner hinweggehört. (Abg. Petzner: Welche?) Daher will ich Fairness walten lassen und werde keinen Ordnungsruf erteilen. (Abg. Ing. Hofer: Das ist ja wirklich unglaublich: Für „Krawallbrüder“ gibt es einen Ordnungsruf, für „Maulhelden“ nicht! Das ist eine „tolle“ Vorsitzführung!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Nur: Die Bundesregierung muss in der realen Welt bestehen und nicht in der BZÖ-Traumwelt! – Sie leben in einer Traumwelt, was die Hypo Alpe-Adria betrifft! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Petzner: Nein!
Das ist so, denn bei Ihnen waren die Hypo Alpe-Adria und die Kärntner Welt in Ordnung, bis die „böse“ Bayerische Landesbank gekommen ist. (Abg. Petzner: Nein!) Plötzlich ist alles schlecht geworden.
Abg. Petzner: Das habe ich nicht gesagt!
Ja, wenn es so einfach wäre, dann wäre es wirklich einfach. (Abg. Petzner: Das habe ich nicht gesagt!) Leider ist es viel komplizierter und ganz anders: Die Bundesregierung war in einer ganz schwierigen Phase gezwungen, da zu handeln.
Abg. Petzner: Das Bundesland Wien zum Beispiel!
Was sind die Realitäten? – Abgeordneter Petzner hat die Haftungen der einzelnen Bundesländer angesprochen. Jawohl, auch andere Bundesländer haben Haftungen übernommen. (Abg. Petzner: Das Bundesland Wien zum Beispiel!) Insgesamt haben die Bundesländer in Österreich Haftungen von 70 Milliarden € übernommen, und Kärnten hat Haftungen von mehr als 20 Milliarden € übernommen. Das ist ein Missverhältnis, das es in keinem zweiten Bereich gibt.
Zwischenruf bei der FPÖ.
Und man muss noch eines sagen: Abgesehen von diesen 20 Milliarden € an Haftungen bei einem Landesbudget von knapp mehr als 2 Milliarden € ist es so, dass bei der Hypo Alpe-Adria 8 Milliarden € problembehaftete Kredite vorhanden waren. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Abg. Petzner: Am Ende des Tages müssen wir zahlen, denn wie soll das gehen? Das rechnen Sie mir einmal vor!
am Ende des Tages sein wird, aber es ist schon diese Chance gegeben –, dass am Ende des Tages der österreichische Steuerzahler dann letztendlich doch nicht zur Kasse gebeten wird. (Abg. Petzner: Am Ende des Tages müssen wir zahlen, denn wie soll das gehen? Das rechnen Sie mir einmal vor!)
Abg. Petzner: Das glaube ich nicht! Der hat überhaupt keine Ahnung! Ein Totalversager!
Wie sieht nach einer Phase der Umstrukturierung nun der neue Hypo-Chef die Situation? – Er sieht sie in der Form – und ich darf ihn hier zitieren; ich gehe davon aus, dass er nach dieser Phase mittlerweile sehr genau weiß, in welcher Situation sich diese Bank befindet (Abg. Petzner: Das glaube ich nicht! Der hat überhaupt keine Ahnung! Ein Totalversager!) –, dass durch diese Verkaufsmaßnahmen, durch diesen Verkaufsprozess, der jetzt in die Wege geleitet ist, nämlich die italienische Hypo, die österreichische Hypo und dann in einem dritten Schritt das Südosteuropa-Netzwerk zu privatisieren, das zu verkaufen (Abg. Petzner: Was steht im Kaufvertrag?) – und er geht nicht davon aus, und das kann er auch nicht, dass Gewinne zu erzielen sind –, dann, wenn der Verkauf zu den Buchwerten gelingt, für die Steuerzahler das gesamte eingesetzte Kapital zurückzubekommen ist. – Zitat Kranebitter.
Abg. Petzner: Was steht im Kaufvertrag?
Wie sieht nach einer Phase der Umstrukturierung nun der neue Hypo-Chef die Situation? – Er sieht sie in der Form – und ich darf ihn hier zitieren; ich gehe davon aus, dass er nach dieser Phase mittlerweile sehr genau weiß, in welcher Situation sich diese Bank befindet (Abg. Petzner: Das glaube ich nicht! Der hat überhaupt keine Ahnung! Ein Totalversager!) –, dass durch diese Verkaufsmaßnahmen, durch diesen Verkaufsprozess, der jetzt in die Wege geleitet ist, nämlich die italienische Hypo, die österreichische Hypo und dann in einem dritten Schritt das Südosteuropa-Netzwerk zu privatisieren, das zu verkaufen (Abg. Petzner: Was steht im Kaufvertrag?) – und er geht nicht davon aus, und das kann er auch nicht, dass Gewinne zu erzielen sind –, dann, wenn der Verkauf zu den Buchwerten gelingt, für die Steuerzahler das gesamte eingesetzte Kapital zurückzubekommen ist. – Zitat Kranebitter.
Abg. Petzner: Du weißt aber selber, dass sich das nie ausgeht! Du kennst dich aus!
Meine Damen und Herren, es besteht die Chance! Mehr habe ich nicht gesagt. (Abg. Petzner: Du weißt aber selber, dass sich das nie ausgeht! Du kennst dich aus!) Natürlich ist das mit einem großen Risiko verbunden.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das bitte ich Sie schon, zur Kenntnis zu nehmen und nicht in Ihrer Traumwelt zu verharren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Herr Mayr-Melnhof – kein Unbekannter im Dunstkreis der ÖVP; soviel ich weiß, unterstützt er sie auch finanziell – sitzt dort im Aufsichtsrat und sitzt mit jenem Personenkreis an einem Tisch, der sich in Wirklichkeit mit der Übernahme durch die Bayern eine goldene Nase verdient hat. – Das ist zum Beispiel ein Punkt, der aufklärungsbedürftig ist. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Kopf: Das ist aber eine interessante Erklärung: Wachstum mit vollem Risiko!
Warum waren diese Haftungen notwendig? – Weil die Hypo in Wirklichkeit traditionell über ein kleines Filialnetz verfügt hat und das Wachstum dieser Bank so großartig war, dass man auf ein anderes Geschäftsmodell umgestellt hat. (Abg. Kopf: Das ist aber eine interessante Erklärung: Wachstum mit vollem Risiko!) Und im Jahr 1990 waren deshalb alle Parteien in Kärnten dafür: die ÖVP, die Sozialdemokratie – so wie es auch in anderen Ländern der Fall gewesen ist.
Abg. Kopf: Aber nicht Wachstum mit vollem Risiko!
Kennen Sie die Haftungen in Vorarlberg? Kennen Sie die Modelle der Haftungen auch in den anderen Ländern, wo die ÖVP ebenfalls genau diesen Vorgang gewählt hat? (Abg. Kopf: Aber nicht Wachstum mit vollem Risiko!) Ich weiß schon, warum Sie in Wirklichkeit kein Interesse haben. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Kennen Sie die Haftungen in Vorarlberg? Kennen Sie die Modelle der Haftungen auch in den anderen Ländern, wo die ÖVP ebenfalls genau diesen Vorgang gewählt hat? (Abg. Kopf: Aber nicht Wachstum mit vollem Risiko!) Ich weiß schon, warum Sie in Wirklichkeit kein Interesse haben. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Schauen Sie, Herr Klubobmann, es ist ja für alle Insider in diesem Bereich ein offenes Geheimnis, dass der Raiffeisenkonzern seit Jahren seine Hände in Richtung Hypo Alpe-Adria-Bank ausgetreckt hat. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Neuerlicher Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Nicht umsonst hat ja der Herr Konrad den Herrn ÖVP-Chef Pröll als seinen Nachfolger ausgerufen beziehungsweise auserkoren. Der Herr Finanzminister hat in Wirklichkeit mit seiner Vorgangsweise dem Raiffeisenkonzern die Hypo auf dem Tablett serviert – genau das ist zu hinterfragen! –, und zwar durch jene Medien, die im Eigentum des Raiffeisenkonzerns stehen. (Neuerlicher Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Die Redezeit ist um!
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (fortsetzend): Faktum ist, dass die zuständige Aufsicht versagt hat. Die Aufsicht des Bundes bei der Finanzmarktaufsicht ... (Rufe bei der ÖVP: Die Redezeit ist um!)
Beifall bei FPÖ und BZÖ für den das Rednerpult verlassenden Abgeordneten Dr. Strutz.
(Beifall bei FPÖ und BZÖ für den das Rednerpult verlassenden Abgeordneten Dr. Strutz.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Präsidentin! Es ist offensichtlich geschäftsordnungsmäßig kein Problem und durchaus möglich, dass die Frau Bundesministerin sich hier später zu Wort meldet, so sie das tut, aber die Idee ist eigentlich schon die, dass man sich quasi nach der Begründung des Verlangens der AB-Besprechung von der Regierungsbank aus zu Wort meldet, damit man allenfalls auch darauf eingehen kann. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kickl: Von Bürgernähe haben Sie noch nie etwas gehört!
Ich kann mich noch gut erinnern – und ich sage das auch deshalb, weil Sie vorhin dem Herrn Staatssekretär Abgehobenheit oder was weiß ich was vorgeworfen haben –, dass man am Tag der Verhandlung in Kärnten herumspaziert ist und freihändig das Geld verteilt hat. Wessen Geld war denn das? – Das Geld des Steuerzahlers war das natürlich. Und hier regen Sie sich auf, und da heißt es, die faulen Griechen oder weiß der Teufel was. Aber in Kärnten haben Sie damals das Geld einfach so ausgegeben. (Abg. Kickl: Von Bürgernähe haben Sie noch nie etwas gehört!)
Abg. Petzner: Solch ein Blödsinn! Das stimmt überhaupt nicht!
Aber bleiben wir in der Phase vor der Übernahme durch die Bayern! Da ist ja schon genug passiert. Eine große Untersuchung wäre da wirklich angebracht, denn es ist ja an verschiedenen Stellen immer wieder greifbar und ruchbar gewesen – ich weiß ja nicht, was da dann beweismäßig an den Tag zu bringen ist –, dass Sie auch an der Bank und in der Bank sehr viel bedient haben, nämlich bis hinein zu den politischen Parteien. Es musste die Bank immer wieder den ganzen Event-Wahnsinn mitfinanzieren oder abdecken, wo man sich auch fragen darf, ob das alles in Ordnung war. (Abg. Petzner: Solch ein Blödsinn! Das stimmt überhaupt nicht!)
Abg. Petzner: Nein, das stimmt nicht!
Na schon, Kollege Petzner, da waren immer wieder Verflechtungen. (Abg. Petzner: Nein, das stimmt nicht!) Na, dann schauen wir es uns an! (Abg. Petzner: Wo?) Beim Schlosshotel zum Beispiel. Und so weiter. (Abg. Petzner: Zeig mir das einmal! Das wird immer wieder behauptet!)
Abg. Petzner: Wo?
Na schon, Kollege Petzner, da waren immer wieder Verflechtungen. (Abg. Petzner: Nein, das stimmt nicht!) Na, dann schauen wir es uns an! (Abg. Petzner: Wo?) Beim Schlosshotel zum Beispiel. Und so weiter. (Abg. Petzner: Zeig mir das einmal! Das wird immer wieder behauptet!)
Abg. Petzner: Zeig mir das einmal! Das wird immer wieder behauptet!
Na schon, Kollege Petzner, da waren immer wieder Verflechtungen. (Abg. Petzner: Nein, das stimmt nicht!) Na, dann schauen wir es uns an! (Abg. Petzner: Wo?) Beim Schlosshotel zum Beispiel. Und so weiter. (Abg. Petzner: Zeig mir das einmal! Das wird immer wieder behauptet!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Glauben Sie, das würde so ohne Weiteres passieren, wenn da nichts dran wäre?! Und abgesehen davon ist nicht nur der Untersuchungsausschuss dort fündig geworden – im Übrigen viel schneller; daran sieht man, was so ein Institut wert sein kann (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) –, sondern auch die Staatsanwaltschaft hat dort den gesamten Vorstand vor den Kadi gebracht und sogar noch einzelne Aufsichtsräte.
Präsidentin Mag. Prammer neuerlich gibt das Glockenzeichen.
Da können Sie nicht sagen, da war vorher nichts. – Da war natürlich genug! (Präsidentin Mag. Prammer neuerlich gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Mag. Kogler.
(Beifall bei den Grünen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Grosz: Sie sind nicht zum Schluss, es kommt noch ein Redner!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrte Frau Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrter Herr Abgeordneter Kogler, es tut mir irgendwie leid, denn als langjährige Parlamentarierin will ich hier selbstverständlich nicht für Irritationen sorgen, indem ich mich zum Schluss melde (Abg. Grosz: Sie sind nicht zum Schluss, es kommt noch ein Redner!), sondern ich wollte die Debattenbeiträge abwarten. Wenn gewünscht wird, dass man sich bei Anfragebesprechungen immer gleich nach der Begründung meldet, dann soll mir das in Zukunft recht sein. Ich nehme das so mit.
Abg. Petzner: Das ist so ein Blödsinn! Das stimmt doch gar nicht!
Es hat dann die Republik nach einer intensiven Verhandlung – Staatssekretär Schieder war dabei – die Bank übernommen, um die Spareinlagen zu sichern, die Stabilität des Wirtschaftssystems zu sichern, die Bonität der Republik zu gewährleisten und zuletzt natürlich auch den finanziellen Kollaps des Landes Kärnten abzuwehren (Abg. Petzner: Das ist so ein Blödsinn! Das stimmt doch gar nicht!), weil nämlich sofort die Haftungen von 20 Milliarden € schlagend geworden wären, und das hätte das Land Kärnten als Garant niemals leisten können. (Abg. Petzner: Nein, das ist falsch! Das ist die glatte Unwahrheit! So ein Blödsinn, na Entschuldigung!)
Abg. Petzner: Nein, das ist falsch! Das ist die glatte Unwahrheit! So ein Blödsinn, na Entschuldigung!
Es hat dann die Republik nach einer intensiven Verhandlung – Staatssekretär Schieder war dabei – die Bank übernommen, um die Spareinlagen zu sichern, die Stabilität des Wirtschaftssystems zu sichern, die Bonität der Republik zu gewährleisten und zuletzt natürlich auch den finanziellen Kollaps des Landes Kärnten abzuwehren (Abg. Petzner: Das ist so ein Blödsinn! Das stimmt doch gar nicht!), weil nämlich sofort die Haftungen von 20 Milliarden € schlagend geworden wären, und das hätte das Land Kärnten als Garant niemals leisten können. (Abg. Petzner: Nein, das ist falsch! Das ist die glatte Unwahrheit! So ein Blödsinn, na Entschuldigung!)
Abg. Mag. Stadler: Das ist wichtig, dass Sie sagen, der Schieder war dabei! Das war Ihr größter politischer Fehler, Herr Staatssekretär, dass Sie sich da haben mitnehmen lassen! Das war ein Fehler!
Der Verstaatlichungsvorgang wurde von meinem Vorgänger gemeinsam mit Staatssekretär Schieder (Abg. Mag. Stadler: Das ist wichtig, dass Sie sagen, der Schieder war dabei! Das war Ihr größter politischer Fehler, Herr Staatssekretär, dass Sie sich da haben mitnehmen lassen! Das war ein Fehler!), unter voller Einbindung natürlich auch des Herrn Bundeskanzlers, sowie dem Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, dem Vorstand der Finanzmarktaufsicht und in Kontakt mit der Europäischen Zentralbank durchgeführt. In den Verhandlungen wurden die Ansprüche der Bayern abgewehrt, und es konnte für die Bank ein Kapitalbetrag von 1 Milliarde € gesichert werden sowie ein Liquiditätsbeitrag von 3,6 Milliarden €.
Abg. Mag. Stadler: Und wer hat das herbeigeführt?
Zum Vorwurf, dass diese Notverstaatlichung angeblich nicht notwendig war: Die Notverstaatlichung der Hypo Alpe-Adria, Herr Kollege Petzner, war unbedingt notwendig, denn es hätte sonst massive negative Auswirkungen gegeben, weil eben die Liquiditätssituation der Bank zweifelsfrei (Abg. Mag. Stadler: Und wer hat das herbeigeführt?), auch durch das Einbehalten der Gelder durch die Bayerische Landesbank, äußerst angespannt war. (Abg. Petzner: Wer hat das herbeigeführt? Über 1 Milliarde €! Die Bayerische Landesbank! Das ist kriminell! Das ist kriminell, was die gemacht haben!)
Abg. Petzner: Wer hat das herbeigeführt? Über 1 Milliarde €! Die Bayerische Landesbank! Das ist kriminell! Das ist kriminell, was die gemacht haben!
Zum Vorwurf, dass diese Notverstaatlichung angeblich nicht notwendig war: Die Notverstaatlichung der Hypo Alpe-Adria, Herr Kollege Petzner, war unbedingt notwendig, denn es hätte sonst massive negative Auswirkungen gegeben, weil eben die Liquiditätssituation der Bank zweifelsfrei (Abg. Mag. Stadler: Und wer hat das herbeigeführt?), auch durch das Einbehalten der Gelder durch die Bayerische Landesbank, äußerst angespannt war. (Abg. Petzner: Wer hat das herbeigeführt? Über 1 Milliarde €! Die Bayerische Landesbank! Das ist kriminell! Das ist kriminell, was die gemacht haben!)
Abg. Petzner: Sie verteidigen eine deutsche Bank! Sie verteidigen eine deutsche Bank als österreichische Finanzministerin! Gratuliere! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Die Finanzmarktaufsicht hatte schon einen Regierungskommissär bestellt (Abg. Petzner: Sie verteidigen eine deutsche Bank! Sie verteidigen eine deutsche Bank als österreichische Finanzministerin! Gratuliere! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), der bei Geschäftseröffnung am Montag früh nach der Verstaatlichung hätte tätig werden müssen, wäre die Verstaatlichung nicht gelungen, denn ab diesem Zeitpunkt wäre am Montag früh kein Geld mehr zu beheben gewesen und aus den Bankomaten wäre kein Geld mehr gekommen.
Abg. Petzner: Das ist so ein Blödsinn!
Damit hätte eine Insolvenz der Hypo auch erhebliche Verluste für den Bund gebracht. (Abg. Petzner: Das ist so ein Blödsinn!)
Abg. Petzner: Kennen Sie das Eigenkapitalersatz-Gesetz?
Die Bank war in unseren wirtschaftsverflochtenen Nachbarländern Kroatien, Bosnien, Serbien, Montenegro und Slowenien systemrelevant (Abg. Petzner: Kennen Sie das Eigenkapitalersatz-Gesetz?), und auch aus diesem Grund war es gerechtfertigt, weil diese in engem Konnex mit unserer österreichischen Wirtschaft standen.
Abg. Petzner: Es ist schon auffallend, wie sehr Sie das betonen!
Ich gehe letztlich auch davon aus, dass eine Insolvenz der Bank und damit eine Zerschlagung von Vermögenswerten in Zeiten, in denen die Krise auf ihrem Höhepunkt war, höchste Verluste kreiert hätte, und daher haben mein Amtsvorgänger und sein Staatssekretär (Abg. Petzner: Es ist schon auffallend, wie sehr Sie das betonen!) sowie eben auch die Finanzmarktaufsicht die Stabilität des Marktes gewährleistet. Daher kann keine Rede davon sein, dass das nicht notwendig gewesen wäre! Es war zum Schutz der österreichischen Volkswirtschaft und zur Verhinderung des finanziellen Kollaps des Landes Kärnten, der letztendlich wieder auf den Bund zurückgefallen wäre. (Abg. Petzner: Glatte Unwahrheit! Schmäh! Völlig ahnungslos!)
Abg. Petzner: Glatte Unwahrheit! Schmäh! Völlig ahnungslos!
Ich gehe letztlich auch davon aus, dass eine Insolvenz der Bank und damit eine Zerschlagung von Vermögenswerten in Zeiten, in denen die Krise auf ihrem Höhepunkt war, höchste Verluste kreiert hätte, und daher haben mein Amtsvorgänger und sein Staatssekretär (Abg. Petzner: Es ist schon auffallend, wie sehr Sie das betonen!) sowie eben auch die Finanzmarktaufsicht die Stabilität des Marktes gewährleistet. Daher kann keine Rede davon sein, dass das nicht notwendig gewesen wäre! Es war zum Schutz der österreichischen Volkswirtschaft und zur Verhinderung des finanziellen Kollaps des Landes Kärnten, der letztendlich wieder auf den Bund zurückgefallen wäre. (Abg. Petzner: Glatte Unwahrheit! Schmäh! Völlig ahnungslos!)
Abg. Petzner: Und wie hoch sind die Verbindlichkeiten gegenüber der Bayerischen Landesbank? Wie hoch sind die? Das beantworten Sie wieder nicht!
Erstens die Abwehr der drohenden Haftungsansprüche von 20 Milliarden € und die Rückführung möglichst aller bislang geleisteten öffentlichen Gelder, nämlich Gelder des Steuerzahlers in Höhe von 1,45 Milliarden €. (Abg. Petzner: Und wie hoch sind die Verbindlichkeiten gegenüber der Bayerischen Landesbank? Wie hoch sind die? Das beantworten Sie wieder nicht!)
Abg. Petzner: Deswegen kenne ich mich aus!
Zweitens ist es für den Bund aber genauso wichtig, eine lückenlose Aufarbeitung der Vergangenheit zu machen, um die Verlustursachen aufzudecken: Wie hat es denn überhaupt so weit kommen können, Herr Kollege Petzner? Daran könnten Sie mitarbeiten, denn Sie waren ja immer dabei (Abg. Petzner: Deswegen kenne ich mich aus!), wenn Herr Landeshauptmann Haider sich der Bank bedient hat, um weiter Geld auszuteilen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zweitens ist es für den Bund aber genauso wichtig, eine lückenlose Aufarbeitung der Vergangenheit zu machen, um die Verlustursachen aufzudecken: Wie hat es denn überhaupt so weit kommen können, Herr Kollege Petzner? Daran könnten Sie mitarbeiten, denn Sie waren ja immer dabei (Abg. Petzner: Deswegen kenne ich mich aus!), wenn Herr Landeshauptmann Haider sich der Bank bedient hat, um weiter Geld auszuteilen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Petzner: Und was ist bisher herausgekommen? Was ist da herausgekommen?
Diese Aufarbeitung wird in der „CSI Hypo“ gebündelt, und die Bank hat sich bereit erklären müssen, hat sich vertraglich verpflichtet, gemeinsam mit der „CSI Hypo“ aufzuarbeiten, wie es denn überhaupt so weit kommen konnte, dass es zu einem derartigen Vermögensverfall bei der Bank kam. (Abg. Petzner: Und was ist bisher herausgekommen? Was ist da herausgekommen?) Und diese Maßnahmen werden selbstverständlich auch an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, sofern es sich um strafrechtlich relevante Umstände handelt. Die gerichtliche Verfolgung obliegt aber der Staatsanwaltschaft.
Abg. Petzner: Auch falsch! Das stimmt überhaupt nicht, Frau Bundesminister! Sie wissen überhaupt nicht, was da los ist! Keine Ahnung!
Selbst das Land Kärnten, das bis zur Notverstaatlichung Eigentümer der Hypo war und überdies auch durch einen Haftungskommissär Einsicht in die Geschäftsführung der Bank hatte, hat den Bundesminister für Finanzen, also meinen Vorgänger Josef Pröll, ersucht, die Untersuchung der Ursachen für den rapiden Vermögensverfall bei der Bank vollumfänglich zu unterstützen (Abg. Petzner: Auch falsch! Das stimmt überhaupt nicht, Frau Bundesminister! Sie wissen überhaupt nicht, was da los ist! Keine Ahnung!), und ich stehe hinter diesen Untersuchungen! Es ist auch in meinem höchsten Interesse zu erfahren, warum es zu dieser enormen Malversation überhaupt hat kommen können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Selbst das Land Kärnten, das bis zur Notverstaatlichung Eigentümer der Hypo war und überdies auch durch einen Haftungskommissär Einsicht in die Geschäftsführung der Bank hatte, hat den Bundesminister für Finanzen, also meinen Vorgänger Josef Pröll, ersucht, die Untersuchung der Ursachen für den rapiden Vermögensverfall bei der Bank vollumfänglich zu unterstützen (Abg. Petzner: Auch falsch! Das stimmt überhaupt nicht, Frau Bundesminister! Sie wissen überhaupt nicht, was da los ist! Keine Ahnung!), und ich stehe hinter diesen Untersuchungen! Es ist auch in meinem höchsten Interesse zu erfahren, warum es zu dieser enormen Malversation überhaupt hat kommen können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Schweigeminute!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Stadler. – Bitte. (Rufe bei der ÖVP: Schweigeminute!)
Abg. Petzner: Ja, und nicht sie selber! – Bundesministerin Dr. Fekter: Auch der Herr Bundeskanzler!
dass Sie als Staatssekretär mit dabei waren und nicht Herr Staatssekretär Lopatka (Abg. Petzner: Ja, und nicht sie selber! – Bundesministerin Dr. Fekter: Auch der Herr Bundeskanzler!), wie wichtig es ihr ist, darauf aufmerksam zu machen, dass Rot an Bord ist? (Abg. Rädler: Regierung!) Sie von der SPÖ hätten nämlich keine Veranlassung dazu gehabt. Und ich sage Ihnen heute voraus, Sie werden das einmal in Ihren Memoiren anstreichen und sagen: Das war mein größter politischer Fehler, dass ich mich da habe mitnehmen lassen (Beifall beim BZÖ), denn, meine Damen und Herren von der SPÖ, Sie hätten keinen Grund gehabt, sich hier an Bord nehmen zu lassen, keinen einzigen. Es wäre vielleicht gescheiter gewesen, Sie hätten vorher mit manchen Ihrer Genossen in Kärnten geredet, und zwar mit jenen, die in der Bank waren und eine Ahnung von den Dingen hatten.
Abg. Rädler: Regierung!
dass Sie als Staatssekretär mit dabei waren und nicht Herr Staatssekretär Lopatka (Abg. Petzner: Ja, und nicht sie selber! – Bundesministerin Dr. Fekter: Auch der Herr Bundeskanzler!), wie wichtig es ihr ist, darauf aufmerksam zu machen, dass Rot an Bord ist? (Abg. Rädler: Regierung!) Sie von der SPÖ hätten nämlich keine Veranlassung dazu gehabt. Und ich sage Ihnen heute voraus, Sie werden das einmal in Ihren Memoiren anstreichen und sagen: Das war mein größter politischer Fehler, dass ich mich da habe mitnehmen lassen (Beifall beim BZÖ), denn, meine Damen und Herren von der SPÖ, Sie hätten keinen Grund gehabt, sich hier an Bord nehmen zu lassen, keinen einzigen. Es wäre vielleicht gescheiter gewesen, Sie hätten vorher mit manchen Ihrer Genossen in Kärnten geredet, und zwar mit jenen, die in der Bank waren und eine Ahnung von den Dingen hatten.
Beifall beim BZÖ
dass Sie als Staatssekretär mit dabei waren und nicht Herr Staatssekretär Lopatka (Abg. Petzner: Ja, und nicht sie selber! – Bundesministerin Dr. Fekter: Auch der Herr Bundeskanzler!), wie wichtig es ihr ist, darauf aufmerksam zu machen, dass Rot an Bord ist? (Abg. Rädler: Regierung!) Sie von der SPÖ hätten nämlich keine Veranlassung dazu gehabt. Und ich sage Ihnen heute voraus, Sie werden das einmal in Ihren Memoiren anstreichen und sagen: Das war mein größter politischer Fehler, dass ich mich da habe mitnehmen lassen (Beifall beim BZÖ), denn, meine Damen und Herren von der SPÖ, Sie hätten keinen Grund gehabt, sich hier an Bord nehmen zu lassen, keinen einzigen. Es wäre vielleicht gescheiter gewesen, Sie hätten vorher mit manchen Ihrer Genossen in Kärnten geredet, und zwar mit jenen, die in der Bank waren und eine Ahnung von den Dingen hatten.
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Ich garantiere Ihnen eines, meine Damen und Herren: Außer den Schwarzen hat sich während der Bayern-Zeit in der Hypo in Kärnten niemand so tief die Hände da drinnen gewaschen wie Schwarz. Aber der Reihe nach, ich werde es Ihnen gleich beweisen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Petzner: So ist es!
Da hinten steht der smarte Herr Dr. Peschorn, der Chef der Finanzprokuratur – übrigens ist er von Schwarz ernannt worden, er ist ein schwarzer Günstling. Er sorgt dafür, dass die Jahre 2007 und 2008 nicht angeschaut werden. Es geht nur darum, 2006 und davor anzuschauen, 2007 und 2008 sind kein Thema. (Abg. Petzner: So ist es!) Warum? – Weil zu der Zeit die Schwarzen fleißig ihre Hände drinnen gewaschen haben, und zwar nicht nur die gesamte alte Aristokratie in ÖVP-Nähe – Mayr-Melnhof wurde schon genannt, die anderen sind auch namentlich genannt, von den Goëss bis weiß Gott wohin; übrigens ist Goëss verwandt mit Herrn Tilo Berlin, haben Sie das gewusst?, eingeheiratet; Orsini-Rosenberg und so weiter –, sondern auch der steirische Geldadel war mit dabei. Lauter Freunde von Herrn Bartenstein, lauter Schwarze, patzen Schwarze!
Zwischenruf des Abg. Dr. Strutz
Die GRAWE – patzen schwarz – hat zum Beispiel nur 30 Millionen € mit beitragen müssen zur Sanierung mit 20,48 Prozent Anteil am Kapital (Zwischenruf des Abg. Dr. Strutz), während die anderen, die Kärntner mit 12,42 Prozent Anteil mit 200 Millionen € in die Tasche greifen mussten. Die Schwarzen hatten es sich schon gerichtet!
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Deswegen ist es so wichtig, dass die Frau Minister immer sagt: Schieder war dabei, Schieder war mit. Vorhin hat sich auch noch einen Zwischenruf gemacht: Der Bundeskanzler war auch dabei! – Also, es ist Ihnen wichtig zu sagen, Rot war auch dabei. Sie hätten keine Veranlassung dazu gehabt. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) – Noch einmal, bitte! Noch ein erhellender Zwischenruf. (Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) – Ja, Sie wissen ganz genau: In dem Moment, wo 2007 und 2008 durchleuchtet werden, hat die ÖVP ein Megaproblem. Das ist nämlich der Hintergrund, warum diese zwei Jahre nicht angeschaut werden. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.) Und, meine Damen und Herren, genau in diesen zwei Jahren ist die Bank ins Trudeln gekommen.
Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Deswegen ist es so wichtig, dass die Frau Minister immer sagt: Schieder war dabei, Schieder war mit. Vorhin hat sich auch noch einen Zwischenruf gemacht: Der Bundeskanzler war auch dabei! – Also, es ist Ihnen wichtig zu sagen, Rot war auch dabei. Sie hätten keine Veranlassung dazu gehabt. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) – Noch einmal, bitte! Noch ein erhellender Zwischenruf. (Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) – Ja, Sie wissen ganz genau: In dem Moment, wo 2007 und 2008 durchleuchtet werden, hat die ÖVP ein Megaproblem. Das ist nämlich der Hintergrund, warum diese zwei Jahre nicht angeschaut werden. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.) Und, meine Damen und Herren, genau in diesen zwei Jahren ist die Bank ins Trudeln gekommen.
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Deswegen ist es so wichtig, dass die Frau Minister immer sagt: Schieder war dabei, Schieder war mit. Vorhin hat sich auch noch einen Zwischenruf gemacht: Der Bundeskanzler war auch dabei! – Also, es ist Ihnen wichtig zu sagen, Rot war auch dabei. Sie hätten keine Veranlassung dazu gehabt. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) – Noch einmal, bitte! Noch ein erhellender Zwischenruf. (Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) – Ja, Sie wissen ganz genau: In dem Moment, wo 2007 und 2008 durchleuchtet werden, hat die ÖVP ein Megaproblem. Das ist nämlich der Hintergrund, warum diese zwei Jahre nicht angeschaut werden. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.) Und, meine Damen und Herren, genau in diesen zwei Jahren ist die Bank ins Trudeln gekommen.
Zwischenruf des Abg. Mayerhofer.
10 Milliarden € zugenommen. Fürs Protokoll: Staatssekretär außer Dienst Lopatka nickt. Und der wesentliche Teil dieser 8 Milliarden, die du genannt hast, stammen genau aus diesen 10 Milliarden, die von den Bayern zugeschossen wurden, selbstverständlich. (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer.)
Abg. Kößl: Geh, nein!
Und die mussten auf den Markt geschmissen werden, koste es, was es wolle. Da war Herr Tilo Berlin da. Das hat mit Haider nichts zu tun – sauber und glatt –, gar nichts zu tun! Das sind Ihre Leute. (Abg. Kößl: Geh, nein!) – Bitte, Herr Oberkommissar, kommen Sie oder Ihre Ministerin heraus, legen Sie einen Beleg auf den Tisch – einen einzigen! –, und ich gehe hier von dieser Rostra weg und bin völlig zerknirscht. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Und die mussten auf den Markt geschmissen werden, koste es, was es wolle. Da war Herr Tilo Berlin da. Das hat mit Haider nichts zu tun – sauber und glatt –, gar nichts zu tun! Das sind Ihre Leute. (Abg. Kößl: Geh, nein!) – Bitte, Herr Oberkommissar, kommen Sie oder Ihre Ministerin heraus, legen Sie einen Beleg auf den Tisch – einen einzigen! –, und ich gehe hier von dieser Rostra weg und bin völlig zerknirscht. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Koch!
Aber ich zeige Ihnen Ihre ganze schwarze Kamarilla! Mayr-Melnhof, Orsini-Rosenberg, Piëch, Senger-Weiss, Leeb, Veit Sorger, Gröller, Moser, Koch, Flick – alles schwarze Protegés oder Financiers – und auch die (Abg. Grosz: Koch!) GRAWE: Alle haben sie sich mit illegalen Put-Optionen und mit Vorzugsaktien die Hände darin gewaschen. Das darf Herr Peschorn dort hinten nicht untersuchen, denn das würde in Ihren Nahebereich führen. Das wäre keine Dankabstattung für seine Ernennung.
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Daher, Frau Bundesminister, wenn Sie noch einmal die Dreistigkeit haben, zu sagen: Ich bin an Aufklärung interessiert!, dann packen Sie gleich Ihren Herrn Peschorn mit ein, fahren Sie nach Klagenfurt und fangen Sie bei den Jahren 2007 und 2008 an! Und dann kommen Sie wieder und erklären uns, dass Sie an Aufklärung interessiert sind, sonst glauben wir Ihnen das nicht! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Und es wird auf die Dauer zu wenig sein, Herrn Schieder zu umarmen und zu sagen: Schieder war dabei. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Sie werden diese parlamentarische Anfrage zum Anlass nehmen können, Ihre Koffer zu packen und nach Klagenfurt zu fahren – und dann ermitteln Sie einmal! Und dann reden wir wieder. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Frau Abgeordnete Belakowitsch hat gesagt, er wird sich darum kümmern, dass die 15a-Vereinbarungen umgesetzt werden, und hat das sehr ins Lächerliche gezogen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) – Das ist genau der Punkt, wo Herr Minister Stöger darauf schauen wird, dass die Spitalsdefizite in Zukunft nach unten gehen und dass nicht das Gleiche passiert wie bei den letzten 15a-Verhandlungen, als man den Ländern noch 100 Millionen € gegeben hat, ohne eine Gegenleistung dafür zu verlangen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Belakowitsch-Jenewein und Mag. Stadler.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Belakowitsch-Jenewein und Mag. Stadler.
Frau Abgeordnete Belakowitsch hat gesagt, er wird sich darum kümmern, dass die 15a-Vereinbarungen umgesetzt werden, und hat das sehr ins Lächerliche gezogen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) – Das ist genau der Punkt, wo Herr Minister Stöger darauf schauen wird, dass die Spitalsdefizite in Zukunft nach unten gehen und dass nicht das Gleiche passiert wie bei den letzten 15a-Verhandlungen, als man den Ländern noch 100 Millionen € gegeben hat, ohne eine Gegenleistung dafür zu verlangen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Belakowitsch-Jenewein und Mag. Stadler.)
Abg. Grosz: Und wie viel haben die Steirer? Genossin, wie viel haben die Steirer? Wie viel hat der Herr Voves mit der KAGes? – Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer
Herr Abgeordneter Strutz! Ich habe mir jetzt ein bisschen die Pressemeldungen aus dem Lande Kärnten angeschaut. Sie wissen ja, dass wir in der neuen Bilanz wegen der Maastricht-Kriterien auch die ausgelagerten Schulden der Spitäler ins Maastricht-Budget hineinnehmen müssen. Und wieder einmal ist es Kärnten, das da den Vogel abschießt: Mit geschätzten 1,2 Milliarden € Außenständen, die die KABEG hat (Abg. Grosz: Und wie viel haben die Steirer? Genossin, wie viel haben die Steirer? Wie viel hat der Herr Voves mit der KAGes? – Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer), werden Sie mit dem Land Kärnten erneut das Bundesbudget belasten. Das heißt, hier dem Minister das Ansteigen des Gesundheitsbudgets vorzuwerfen, also so im Glashaus zu sitzen und dann mit Steinen zu werfen, halte ich für eine absolute Unkenntnis, und in dieser Frage ist das unerträglich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter Strutz! Ich habe mir jetzt ein bisschen die Pressemeldungen aus dem Lande Kärnten angeschaut. Sie wissen ja, dass wir in der neuen Bilanz wegen der Maastricht-Kriterien auch die ausgelagerten Schulden der Spitäler ins Maastricht-Budget hineinnehmen müssen. Und wieder einmal ist es Kärnten, das da den Vogel abschießt: Mit geschätzten 1,2 Milliarden € Außenständen, die die KABEG hat (Abg. Grosz: Und wie viel haben die Steirer? Genossin, wie viel haben die Steirer? Wie viel hat der Herr Voves mit der KAGes? – Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer), werden Sie mit dem Land Kärnten erneut das Bundesbudget belasten. Das heißt, hier dem Minister das Ansteigen des Gesundheitsbudgets vorzuwerfen, also so im Glashaus zu sitzen und dann mit Steinen zu werfen, halte ich für eine absolute Unkenntnis, und in dieser Frage ist das unerträglich. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Was ich noch zurechtrücken möchte, ist das Bild, das heute von Leistungsträgerinnen und Leistungsträgern vonseiten des Abgeordneten Lettenbichler hier gezeichnet wurde. Herr Abgeordneter Lettenbichler hat die LeistungsträgerInnen in Österreich so definiert: die, die ins System mehr einzahlen, als sie herausbekommen. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrter Herr Abgeordneter Lettenbichler, man kann in seinem Leben sehr lange einzahlen und kann dann ganz plötzlich schwer krank werden und kann ganz plötzlich ganz viel mehr aus diesem System herausnehmen müssen, als man eingezahlt hat. Trotzdem sind diese Menschen, zumindest für die Sozialdemokratie, Leistungsträgerinnen und Leistungsträger in dieser Gesellschaft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zur Frage, die Sie aufgeworfen haben, dass 48 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher keine Steuern zahlen: Sie wissen ganz genau, dass wir eine Grenze von 11 000 € im Jahr haben, ab der Lohn- und Einkommensteuer bezahlt werden müssen. – Ja, diese Menschen verdienen zu wenig, nichtsdestotrotz können sie Leistungsträgerinnen und Leistungsträger sein. (Beifall bei der SPÖ.) Und wenn Sie noch dazurechnen, dass andere Steuern wie zum Beispiel die Mehrwertsteuer von jedem Österreicher und jeder Österreicherin gezahlt werden, dann sollten Sie wissen, dass dies prozentuell bezogen auf das Einkommen deutlich mehr ist, als das bei den sogenannten Reichen in diesem Land der Fall ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zur Frage, die Sie aufgeworfen haben, dass 48 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher keine Steuern zahlen: Sie wissen ganz genau, dass wir eine Grenze von 11 000 € im Jahr haben, ab der Lohn- und Einkommensteuer bezahlt werden müssen. – Ja, diese Menschen verdienen zu wenig, nichtsdestotrotz können sie Leistungsträgerinnen und Leistungsträger sein. (Beifall bei der SPÖ.) Und wenn Sie noch dazurechnen, dass andere Steuern wie zum Beispiel die Mehrwertsteuer von jedem Österreicher und jeder Österreicherin gezahlt werden, dann sollten Sie wissen, dass dies prozentuell bezogen auf das Einkommen deutlich mehr ist, als das bei den sogenannten Reichen in diesem Land der Fall ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin nicht nur gehört habe, dass sie durch Privatisierungen das Budget sanieren will, sondern auch gehört habe, dass sie Familien im Prinzip entlasten will, hoffen wir doch sehr stark – und die Frauenministerin und auch die SPÖ werden da dranbleiben –, dass wir das zumindest in die Budgetverhandlungen im Herbst noch hineinbekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.
Abgeordnete Anneliese Kitzmüller (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Zum Thema der Frau Abgeordneten Oberhauser zuvor: Denn sie wissen nicht, was sie sagen. Das würde auch sehr gut auf Abgeordnete Rudas beziehungsweise zu dem passen, was sie bei ihrer letzten Wortmeldung im Zusammenhang mit der Austria Tabak gesagt hat, dass nämlich von uns Freiheitlichen niemand dort war und niemand mit den Leuten gesprochen hat. – Das stimmt ja nicht, meine liebe Dame! Am 9. Mai waren unser Abgeordneter Werner Herbert und Frau Landesrat Rosenkranz dort! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.) Sie waren dort, haben dort mit den Leuten gesprochen, sich mit ihnen unterhalten und sich das Leid der Herren angehört. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Abgeordnete Anneliese Kitzmüller (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Zum Thema der Frau Abgeordneten Oberhauser zuvor: Denn sie wissen nicht, was sie sagen. Das würde auch sehr gut auf Abgeordnete Rudas beziehungsweise zu dem passen, was sie bei ihrer letzten Wortmeldung im Zusammenhang mit der Austria Tabak gesagt hat, dass nämlich von uns Freiheitlichen niemand dort war und niemand mit den Leuten gesprochen hat. – Das stimmt ja nicht, meine liebe Dame! Am 9. Mai waren unser Abgeordneter Werner Herbert und Frau Landesrat Rosenkranz dort! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.) Sie waren dort, haben dort mit den Leuten gesprochen, sich mit ihnen unterhalten und sich das Leid der Herren angehört. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich komme jetzt zu Herrn Jan Krainer, der von „Maulheldentum“ gesprochen hat. – Das ist ein Wort, das ich im Zusammenhang mit Ihnen jetzt lieber nicht erwähnen möchte! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nun aber zum Thema Familie: Wie schaut es da aus? – Die Familien werden zu Tode gespart. Das Familienstaatssekretariat ist schon zweimal erledigt worden und nun endgültig. Was ist aus der 13. Familienbeihilfe geworden? – Sie ist eine wirklich lächerliche Schulstarthilfe geworden. Lehrlinge und Studenten werden vergessen, und es wird nichts für sie getan. Sie werden nicht unterstützt. Und dann hört man heute im Radio – wir haben ja schon darüber geredet – von der Frau Finanzministerin, dass bei den Familien weniger eingespart wird. – No na! Was will man denn jetzt bei den Familien noch einsparen? Es gibt ja nichts mehr zum Einsparen bei den Familien, sie sind bereits zu Tode reduziert worden! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Von der Frau Frauenministerin – die nun offensichtlich auch Familienministerin geworden ist, weil sie sich berufen fühlt, auch über die Familien zu sprechen – hat man gehört, dass sie darauf Wert legt, dass es keine Geldleistungen, sondern Sachleistungen an die Familien geben soll. Was heißt Sachleistungen? – Ich schätze einmal, das ist eine Drohung! (Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Etwas anderes: Herr Staatssekretär Schieder hat gesagt, dass Selbstverantwortung und Solidarität notwendig sind. – Ja, meine Damen und Herren, aber Solidarität mit den Österreichern und mit den österreichischen Familien und nicht mit den griechischen und portugiesischen Familien, denen wir das Geld nachschmeißen! Solange wir in Oberösterreich beziehungsweise in ganz Österreich, in allen Bundesländern auch nur eine Familie oder einen Jugendlichen haben, die oder der am Rande des Existenzminimums an Familienarmut leidet, so lange gibt es von unserer Seite aus keine Unterstützung für bankrotte andere Länder! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Wir Freiheitlichen waren immer Verteidiger des sinnvollen und sich bewährt habenden österreichischen Bankgeheimnisses. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Wer einem Volk Hartz IV antut, so wie das die Sozialdemokraten in Deutschland getan haben, der braucht sich nicht zu wundern, wenn er bei Wahlen abgestraft wird, so wie es der SPD ergangen ist! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
der DDR, gerne gehabt, doch konnte es sich die DDR nicht leisten. In der Bundesrepublik Deutschland gibt es jetzt aber ein solches System! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, Sie haben mit der teilweisen Öffnung des Bankgeheimnisses ermöglicht, dass dieses System nach Österreich übergreifen kann. Und ich sage Ihnen, Herr Staatssekretär: Bei der ersten Klage eines bundesdeutschen Bürgers, der ein Sparbuch in Österreich hat oder hatte und abgefragt und beauskunftet wurde, auf Gleichbehandlung mit österreichischen Sparern und Bürgern wird dieses Bankgeheimnis auch für Österreicher fallen! Das können Sie als sicher annehmen. Aber wir werden uns dagegen wehren. Wir wollen dieses Bankgeheimnis für Österreich verteidigen. Deshalb stimmen wir hier nicht zu. Uns ist die Freiheit der Bürger wichtig, und wir wollen die Schaffung des gläsernen Menschen, so wie er in Deutschland schon besteht, verhindern. Aus diesem Grund lehnen wir das ab. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wie Sie sehen, haben wir da einen sehr zukunftsorientierten Hoffnungsmarkt, also einen sehr wichtigen Markt für unsere Unternehmen. Daher ersuche ich auch das BZÖ, das wahrscheinlich nicht zustimmen wird, und die Freiheitlichen: Überlegen Sie sich das noch und stimmen Sie doch zu! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (BZÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Leider muss ich Ihre Hoffnungen zerstören: Wir werden auch diesem Doppelbesteuerungsabkommen nicht zustimmen, so wie wir das auch in der Vergangenheit gehalten haben, um Sie noch einmal und wiederholt daran zu erinnern, dass Sie uns damals im Zusammenhang mit der Aufweichung des Bankgeheimnisses versprochen haben, ein Minderheitsrecht für die Opposition, was Untersuchungsausschüsse betrifft, einzurichten. Mit diesem Nein wollen wir Sie daran erinnern, dass das immer noch ausständig ist. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich frage noch einmal, wie auch schon im Rahmen meiner ersten Ausführungen, nach der Motivation der FPÖ, warum sie immer wieder ausländische Steuerhinterzieher, Banker und manche Industrielle verteidigt und in Schutz nimmt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist der Vorgang, und deshalb ergeht an Sie an dieser Stelle immer der Vorwurf, dass Sie damit ausgerechnet ausländische Steuerbetrüger zumindest mit schützen. Das bekommen Sie nicht weg! Ich kann das nur wiederholen. Und umgekehrt glaube ich, dass die Haltung der Mehrheit im Parlament, seit wir das gemeinsam verhandelt haben, durchaus richtig und konsequent ist. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Und wer hat das beschlossen? – Die ÖVP und die SPÖ!
In Österreich hingegen wurde die Abgabenquote wiederum erhöht, obschon sie bereits die Schmerzgrenze erreicht hatte. (Abg. Strache: Und wer hat das beschlossen? – Die ÖVP und die SPÖ!)
Abg. Strache: Ich wollte es Ihnen ja nur in Erinnerung rufen!
Kollege Strache, darf ich hier als freier Abgeordneter meine eigene Meinung dazu äußern (Abg. Strache: Ich wollte es Ihnen ja nur in Erinnerung rufen!), oder ist das in der FPÖ nicht üblich? Ich weiß, in der FPÖ ist das nicht üblich. Da sagt der Strache, wo es langgeht, und alle anderen haben dann zu klatschen. So ist das bei euch. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Aber die ÖVP und die SPÖ haben es beschlossen!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Aber die ÖVP und die SPÖ haben es beschlossen!
Kollege Strache, darf ich hier als freier Abgeordneter meine eigene Meinung dazu äußern (Abg. Strache: Ich wollte es Ihnen ja nur in Erinnerung rufen!), oder ist das in der FPÖ nicht üblich? Ich weiß, in der FPÖ ist das nicht üblich. Da sagt der Strache, wo es langgeht, und alle anderen haben dann zu klatschen. So ist das bei euch. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Aber die ÖVP und die SPÖ haben es beschlossen!)
Abg. Strache: Warum haben Sie damals mitgestimmt?
Bei uns ist es anders: Wir glauben an das freie Mandat, und wir vertreten es auch. (Abg. Strache: Warum haben Sie damals mitgestimmt?) – Kollege Strache, einfach jetzt zuhören!
Abg. Strache: Warum haben Sie diese Belastung beschlossen?
Wie betrifft das jetzt die Leistungsträger? – Wenn ich heute eine Belastung feststelle, die über die Schmerzgrenze geht, gibt es zwei Wege zu handeln. (Abg. Strache: Warum haben Sie diese Belastung beschlossen?) Der eine Weg ist der, den Frau Bundesministerin Fekter vor Kurzem – da haben Sie wahrscheinlich nicht hingehört oder wollten es nicht hören – vertreten hat. (Abg. Strache: Aber warum haben Sie die Belastungen beschlossen?) Unsere Finanzministerin hat erklärt: Wir brauchen ein Steuersystem, das künftig vor allem einfacher, klarer und leistungsgerechter ist. Und genau das wollen wir: mehr Leistungsgerechtigkeit! (Abg. Strache: Warum haben Sie bis dato das Gegenteil beschlossen?)
Abg. Strache: Aber warum haben Sie die Belastungen beschlossen?
Wie betrifft das jetzt die Leistungsträger? – Wenn ich heute eine Belastung feststelle, die über die Schmerzgrenze geht, gibt es zwei Wege zu handeln. (Abg. Strache: Warum haben Sie diese Belastung beschlossen?) Der eine Weg ist der, den Frau Bundesministerin Fekter vor Kurzem – da haben Sie wahrscheinlich nicht hingehört oder wollten es nicht hören – vertreten hat. (Abg. Strache: Aber warum haben Sie die Belastungen beschlossen?) Unsere Finanzministerin hat erklärt: Wir brauchen ein Steuersystem, das künftig vor allem einfacher, klarer und leistungsgerechter ist. Und genau das wollen wir: mehr Leistungsgerechtigkeit! (Abg. Strache: Warum haben Sie bis dato das Gegenteil beschlossen?)
Abg. Strache: Warum haben Sie bis dato das Gegenteil beschlossen?
Wie betrifft das jetzt die Leistungsträger? – Wenn ich heute eine Belastung feststelle, die über die Schmerzgrenze geht, gibt es zwei Wege zu handeln. (Abg. Strache: Warum haben Sie diese Belastung beschlossen?) Der eine Weg ist der, den Frau Bundesministerin Fekter vor Kurzem – da haben Sie wahrscheinlich nicht hingehört oder wollten es nicht hören – vertreten hat. (Abg. Strache: Aber warum haben Sie die Belastungen beschlossen?) Unsere Finanzministerin hat erklärt: Wir brauchen ein Steuersystem, das künftig vor allem einfacher, klarer und leistungsgerechter ist. Und genau das wollen wir: mehr Leistungsgerechtigkeit! (Abg. Strache: Warum haben Sie bis dato das Gegenteil beschlossen?)
Abg. Strache: Sie haben das beschlossen! Sie! Sie selbst!
Dass Sie das nicht wollen, verstehe ich schon. (Abg. Strache: Sie haben das beschlossen! Sie! Sie selbst!) Sie wollen den anderen Weg beschreiten, statistisch vorgehen und vor allem diejenigen weiter scheren, die Leistungsträger sind. (Abg. Strache: Sie haben die Abgabenerhöhung beschlossen!) Wir wollen das nicht. (Abg. Strache: Sie haben das beschlossen!) Wir werden den anderen Weg gehen, Kollege Strache.
Abg. Strache: Sie haben die Abgabenerhöhung beschlossen!
Dass Sie das nicht wollen, verstehe ich schon. (Abg. Strache: Sie haben das beschlossen! Sie! Sie selbst!) Sie wollen den anderen Weg beschreiten, statistisch vorgehen und vor allem diejenigen weiter scheren, die Leistungsträger sind. (Abg. Strache: Sie haben die Abgabenerhöhung beschlossen!) Wir wollen das nicht. (Abg. Strache: Sie haben das beschlossen!) Wir werden den anderen Weg gehen, Kollege Strache.
Abg. Strache: Sie haben das beschlossen!
Dass Sie das nicht wollen, verstehe ich schon. (Abg. Strache: Sie haben das beschlossen! Sie! Sie selbst!) Sie wollen den anderen Weg beschreiten, statistisch vorgehen und vor allem diejenigen weiter scheren, die Leistungsträger sind. (Abg. Strache: Sie haben die Abgabenerhöhung beschlossen!) Wir wollen das nicht. (Abg. Strache: Sie haben das beschlossen!) Wir werden den anderen Weg gehen, Kollege Strache.
Abg. Strache: Wo denn? Wo? – Sie haben doch die Belastung beschlossen!
Wir gehen den Weg der Entlastung, und das sollte auch ins Stammbuch der SPÖ geschrieben sein. Wir werden den Weg der Entlastung der Leistungsträger jetzt sehr konsequent gehen. (Abg. Strache: Wo denn? Wo? – Sie haben doch die Belastung beschlossen!) Wir werden den Weg der Motivation der Leistungsträger gehen. Wir werden diesen Weg gehen, um all die verständliche Frustration und den Zorn rasch abzubauen. (Abg. Strache: Glauben Sie, das glaubt Ihnen irgendwer noch?) – Hören Sie einmal zu! Können Sie ein Mal zuhören? (Abg. Strache: Glauben Sie, das glaubt Ihnen irgendwer noch? Sie haben doch die Abgabenerhöhung beschlossen!) – Hören Sie doch zu, Herr Kollege Strache!
Abg. Strache: Glauben Sie, das glaubt Ihnen irgendwer noch?
Wir gehen den Weg der Entlastung, und das sollte auch ins Stammbuch der SPÖ geschrieben sein. Wir werden den Weg der Entlastung der Leistungsträger jetzt sehr konsequent gehen. (Abg. Strache: Wo denn? Wo? – Sie haben doch die Belastung beschlossen!) Wir werden den Weg der Motivation der Leistungsträger gehen. Wir werden diesen Weg gehen, um all die verständliche Frustration und den Zorn rasch abzubauen. (Abg. Strache: Glauben Sie, das glaubt Ihnen irgendwer noch?) – Hören Sie einmal zu! Können Sie ein Mal zuhören? (Abg. Strache: Glauben Sie, das glaubt Ihnen irgendwer noch? Sie haben doch die Abgabenerhöhung beschlossen!) – Hören Sie doch zu, Herr Kollege Strache!
Abg. Strache: Glauben Sie, das glaubt Ihnen irgendwer noch? Sie haben doch die Abgabenerhöhung beschlossen!
Wir gehen den Weg der Entlastung, und das sollte auch ins Stammbuch der SPÖ geschrieben sein. Wir werden den Weg der Entlastung der Leistungsträger jetzt sehr konsequent gehen. (Abg. Strache: Wo denn? Wo? – Sie haben doch die Belastung beschlossen!) Wir werden den Weg der Motivation der Leistungsträger gehen. Wir werden diesen Weg gehen, um all die verständliche Frustration und den Zorn rasch abzubauen. (Abg. Strache: Glauben Sie, das glaubt Ihnen irgendwer noch?) – Hören Sie einmal zu! Können Sie ein Mal zuhören? (Abg. Strache: Glauben Sie, das glaubt Ihnen irgendwer noch? Sie haben doch die Abgabenerhöhung beschlossen!) – Hören Sie doch zu, Herr Kollege Strache!
Beifall bei der ÖVP
Und das wird der Weg der ÖVP sein (Beifall bei der ÖVP), das wird der Weg sein, den wir gehen: Wir werden der Anwalt der Leistungsträger sein, sie anerkennen, und wir werden Frustration und Wut wieder in Optimismus und Engagement verwandeln. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: „Tosender“ Applaus!)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: „Tosender“ Applaus!
Und das wird der Weg der ÖVP sein (Beifall bei der ÖVP), das wird der Weg sein, den wir gehen: Wir werden der Anwalt der Leistungsträger sein, sie anerkennen, und wir werden Frustration und Wut wieder in Optimismus und Engagement verwandeln. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: „Tosender“ Applaus!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Beides ist auch mit entscheidend für Wirtschaft und Beschäftigung bei uns in Österreich. Daher darf ich dazu einladen, dass wir dieses Abkommen gemeinsam beschließen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollegen vom BZÖ, daher auf, den Euro schlechtzureden, und hören Sie auf, Verunsicherung zu verbreiten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Durch das Protokoll und dieses Zusatzprotokoll wird die internationale Verpflichtung Österreichs zur Anpassung seiner Doppelbesteuerungsabkommen an den neuen OECD-Standard betreffend steuerliche Transparenz und Amtshilfebereitschaft erfüllt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne entspricht dieses Doppelbesteuerungsabkommen, wie auch sicherlich in Zukunft weitere, genau diesen Standards. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich werde den Versuch unternehmen, einige Aspekte der Frauenpolitik mit hinein in diese Sozialdebatte zu nehmen, denn ich habe es noch von gestern in der Früh im Ohr und ich versuche, es im feinsten Fekter-Englisch zu sagen: Gender here, gender there, gender everywhere! (Beifall bei der FPÖ), das war so ungefähr das Motto der gestern hier dargestellten Frauenpolitik – ein buntes Bukett von angeblichen frauenpolitischen Leistungen. Ja sogar Gender Budgeting, haben wir festgestellt, gibt es im Budget.
Beifall bei der FPÖ.
Deshalb mache ich Ihnen, meine Damen und Herren insbesondere von der SPÖ, die Sie so eine große Freude am Gendern von allem Möglichen und Unmöglichen haben, heute den Vorschlag, doch einfach die Notstandshilfe für Frauen, die aufgrund der bestehenden Regelung sozusagen gegenüber Männern benachteiligt werden – denn wenn sie von der Arbeitslosigkeit in den Notstand fallen, dann wird das Partnereinkommen eingerechnet, und sie haben dann sozusagen Einbußen bei der Notstandshilfe oder müssen sie ganz streichen –, einmal durchzugendern und damit eine eklatante Ungerechtigkeit gegenüber den Frauen abzustellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
weiterbringen würde, nämlich für diejenigen Frauen, um die es wirklich geht, sondern weil sie das benutzt, um ideologisch zu arbeiten. Das ist doch der Grund, warum sie das Frauenministerium in einer Art Mentalität einer Schmalspur-Dohnal führt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Eine Strafexpedition ist das in Wahrheit, die sie dort aufführen. Und ich verstehe Sie von der Sozialdemokratie nicht, wenn Sie hergehen und sagen: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! – Nun, was heißt das dann sinnvollerweise? Was heißt das dann bei der Arbeitslosigkeit? Heißt das dann: Ungleiches Arbeitslosengeld bei gleicher Arbeitslosigkeit?, oder: Ungleiche Notstandhilfe bei gleicher Notsituation? – Wie ist das zu verstehen? – Wenn Sie das ernstnehmen mit dem gleichen Lohn für die gleiche Arbeit, dann muss das auch umgekehrt im Bereich der Notstandshilfe gelten, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: ... das bezahlen!
Ganz kurz nur: Wir werden dem Antrag der Grünen zustimmen, wenn es darum geht, eine Erhöhung der Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld – auch zum wiederholten Male hier – einzufordern. Ich verstehe schon, dass der Herr Sozialminister immer damit kommt, dass man sagt: Na ja, aber es gibt schon gewisse Zulagen und so weiter, und deshalb ist die Situation nicht so schlecht! (Abg. Dr. Bartenstein: ... das bezahlen!) – Tatsache ist, dass der durchschnittliche Arbeitslosengeldbezieher in Österreich unter der Armutsgrenze zu liegen kommt. Und das ist eine Situation, die wir nicht haben können. (Abg. Dr. Bartenstein: Wie viel kostet das, Herr Kickl?) – Fragen Sie sich, was es kostest, wenn Sie das Geld haufenweise und lastwagenweise und zugweise nach Griechenland und sonst wohin exportieren! Dort stellen Sie diese Frage nicht! Dort fädeln Sie alles und organisieren alles über Nacht! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Wie viel kostet das, Herr Kickl?
Ganz kurz nur: Wir werden dem Antrag der Grünen zustimmen, wenn es darum geht, eine Erhöhung der Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld – auch zum wiederholten Male hier – einzufordern. Ich verstehe schon, dass der Herr Sozialminister immer damit kommt, dass man sagt: Na ja, aber es gibt schon gewisse Zulagen und so weiter, und deshalb ist die Situation nicht so schlecht! (Abg. Dr. Bartenstein: ... das bezahlen!) – Tatsache ist, dass der durchschnittliche Arbeitslosengeldbezieher in Österreich unter der Armutsgrenze zu liegen kommt. Und das ist eine Situation, die wir nicht haben können. (Abg. Dr. Bartenstein: Wie viel kostet das, Herr Kickl?) – Fragen Sie sich, was es kostest, wenn Sie das Geld haufenweise und lastwagenweise und zugweise nach Griechenland und sonst wohin exportieren! Dort stellen Sie diese Frage nicht! Dort fädeln Sie alles und organisieren alles über Nacht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ganz kurz nur: Wir werden dem Antrag der Grünen zustimmen, wenn es darum geht, eine Erhöhung der Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld – auch zum wiederholten Male hier – einzufordern. Ich verstehe schon, dass der Herr Sozialminister immer damit kommt, dass man sagt: Na ja, aber es gibt schon gewisse Zulagen und so weiter, und deshalb ist die Situation nicht so schlecht! (Abg. Dr. Bartenstein: ... das bezahlen!) – Tatsache ist, dass der durchschnittliche Arbeitslosengeldbezieher in Österreich unter der Armutsgrenze zu liegen kommt. Und das ist eine Situation, die wir nicht haben können. (Abg. Dr. Bartenstein: Wie viel kostet das, Herr Kickl?) – Fragen Sie sich, was es kostest, wenn Sie das Geld haufenweise und lastwagenweise und zugweise nach Griechenland und sonst wohin exportieren! Dort stellen Sie diese Frage nicht! Dort fädeln Sie alles und organisieren alles über Nacht! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Sie machen es sich einfach!
Wenn es um die eigenen Leute geht und wenn es um Maßnahmen der sozialen Gerechtigkeit geht, dann bekommt man von Ihnen immer das Argument zu hören: Was kostet das alles? – Das ist eine Zugangsweise, die von uns nicht akzeptiert wird. Wir wissen, dass Sie sich da ganz gerne dahinter verstecken. (Abg. Dr. Bartenstein: Sie machen es sich einfach!)
Beifall bei der FPÖ.
Und im Übrigen, weil ich gerade beim FLAF bin: Das wäre auch ein interessantes Themenfeld, wo man sich einmal damit auseinandersetzen sollte, was die Kosten-Nutzen-Wahrheit im Zusammenhang mit der Zuwanderung bedeutet, die Frage nämlich: Wer zahlt ein, und wer profitiert davon? (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Zanger: Nein, nein!
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Ja, Herr Kollege Kickl, erstens einmal heißt es gleicher Lohn und gleiches Gehalt für gleichwertige Arbeit. Aber da Sie von einer Partei kommen, die für Gleichstellungspolitik für Frauen nicht unbedingt bekannt in diesem Haus ist (Abg. Zanger: Nein, nein!), glaube ich, nimmt Ihnen auch das niemand ab. Bei den vielen Novellen, die wir zum Gleichbehandlungsgesetz eingebracht haben, über die wir im Gleichbehandlungsausschuss diskutiert haben, hätten Sie ja die Möglichkeit gehabt, auch Ihre Zustimmung zu geben. Aber das hat Ihre Partei ganz einfach nicht getan. Daher, seien Sie mir nicht böse, Frauenpolitik haben Sie sich nicht auf Ihre Fahnen geschrieben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Ich schon!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Ich schon!
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Ja, Herr Kollege Kickl, erstens einmal heißt es gleicher Lohn und gleiches Gehalt für gleichwertige Arbeit. Aber da Sie von einer Partei kommen, die für Gleichstellungspolitik für Frauen nicht unbedingt bekannt in diesem Haus ist (Abg. Zanger: Nein, nein!), glaube ich, nimmt Ihnen auch das niemand ab. Bei den vielen Novellen, die wir zum Gleichbehandlungsgesetz eingebracht haben, über die wir im Gleichbehandlungsausschuss diskutiert haben, hätten Sie ja die Möglichkeit gehabt, auch Ihre Zustimmung zu geben. Aber das hat Ihre Partei ganz einfach nicht getan. Daher, seien Sie mir nicht böse, Frauenpolitik haben Sie sich nicht auf Ihre Fahnen geschrieben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Ich schon!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Auf diese Art und Weise sind unserer Meinung nach Mittel in der aktiven Arbeitsmarktpolitik wesentlich besser und sinnvoller an die Frau und an den Mann gebracht, weil man damit auch sicherstellt, dass Menschen wieder in den Arbeitsprozess kommen und somit auch wieder einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen können. Denn da, glaube ich, sind wir uns alle miteinander einig: Jeder Arbeitsloser ist ein Arbeitsloser zu viel. Daher setzen wir den Schwerpunkt auf Qualifizierung, damit die Menschen wieder in den Arbeitsprozess Eingang finden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Einen Dreck hilft das den Leuten mehr! (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Es ist gut, wenn es sie gibt, die aktive Arbeitsmarktpolitik. Selbstverständlich! Aber deswegen werden nicht mehr Arbeitsplätze geschaffen. Und diese Realität, meine sehr geehrten Damen und Herren auch und gerade von der Sozialdemokratie, müssen Sie zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Einen Dreck hilft das den Leuten mehr! (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Es ist gut, wenn es sie gibt, die aktive Arbeitsmarktpolitik. Selbstverständlich! Aber deswegen werden nicht mehr Arbeitsplätze geschaffen. Und diese Realität, meine sehr geehrten Damen und Herren auch und gerade von der Sozialdemokratie, müssen Sie zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Ridi Maria Steibl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wir diskutieren hier einige Anträge zum Thema Arbeitslosenversicherung, wie schon erwähnt. Aber das beste Mittel gegen Armut ist, Herr Kollege Öllinger, die Wirtschaft anzukurbeln, Leistung zu unterstützen und Arbeitslose durch Weiterbildung und Umschulungsmaßnahmen wieder in einen Job zu bringen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Schatz: Wem gegenüber?
Werte Kolleginnen und Kollegen! Heute haben wir bereits über das Bundesfinanzrahmengesetz diskutiert. Den Budgetweg, den wir eingeschlagen haben, gilt es fortzusetzen. Wir und auch Sie, werte Kollegen von der Opposition, wissen, dass ein Reformkurs notwendig ist. Mit diesem Bundesfinanzrahmengesetz gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung eines Weges der Verantwortung. (Abg. Mag. Schatz: Wem gegenüber?) Eine Erhöhung der Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld würde zum Beispiel jährlich Mehrkosten von 750 Millionen € zur Folge haben. (Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht! Es kommt auf die maximale Höhe an!) Ein Abgehen von der Anrechnung des Partnereinkommens bei der Notstandshilfe würde sich zum Beispiel mit 82 Millionen € niederschlagen.
Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht! Es kommt auf die maximale Höhe an!
Werte Kolleginnen und Kollegen! Heute haben wir bereits über das Bundesfinanzrahmengesetz diskutiert. Den Budgetweg, den wir eingeschlagen haben, gilt es fortzusetzen. Wir und auch Sie, werte Kollegen von der Opposition, wissen, dass ein Reformkurs notwendig ist. Mit diesem Bundesfinanzrahmengesetz gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung eines Weges der Verantwortung. (Abg. Mag. Schatz: Wem gegenüber?) Eine Erhöhung der Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld würde zum Beispiel jährlich Mehrkosten von 750 Millionen € zur Folge haben. (Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht! Es kommt auf die maximale Höhe an!) Ein Abgehen von der Anrechnung des Partnereinkommens bei der Notstandshilfe würde sich zum Beispiel mit 82 Millionen € niederschlagen.
Abg. Öllinger: Wie schaut es in der Steiermark aus?
Österreich hat auch im Bereich des Arbeitslosengeldes die Armutsbekämpfung natürlich im Fokus und gewährt ja auch die Notstandshilfe. Die Mindestsicherung wurde ebenfalls angesprochen und ist auch gedacht als Schutz vor Armut, aber auch als Unterstützung in einer gewissen Zeit, in der man versucht, wieder einen Job zu finden. (Abg. Öllinger: Wie schaut es in der Steiermark aus?) Außerdem wissen Sie ganz genau, dass wir das Arbeitslosengeld vom System her nicht vergleichen können mit Systemen in anderen EU-Ländern. Das hat der Herr Bundesminister auch ganz klar und gut im Ausschuss formuliert.
Beifall bei der ÖVP.
Außerdem soll an dieser Stelle auch angemerkt werden, dass die österreichische Nettoersatzrate einen Grundwert darstellt. Durch Ergänzungs- und Familienzuschläge fällt diese aber in der Regel deutlich höher aus, und es werden oft bis zu 80 Prozent ausbezahlt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger – auf die FPÖ weisend –: Das müssen Sie dort argumentieren! Das ist nicht unser Antrag!
Abschließend möchte ich noch kurz zum Antrag betreffend das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld Stellung nehmen. Meine Kollegin Csörgits hat es ja gut auf den Punkt gebracht. Ich möchte schon eines sagen: Das Kinderbetreuungsgeld ist eine gute Errungenschaft, auch wenn Sie, Herr Kollege Öllinger, es vielleicht nicht hören wollen. Es ist eine Familienleistung, eine Leistung für alle Mütter und Väter, und ich denke, dass wir nicht mehr zurückgehen sollten in das alte System, das auch ein zusätzlicher Verwaltungsaufwand wäre. (Abg. Öllinger – auf die FPÖ weisend –: Das müssen Sie dort argumentieren! Das ist nicht unser Antrag!) – Entschuldigung, ich war so fixiert auf den Herrn Kollegen Öllinger. Das ist so mit Sozialpolitikern, die sich immer engagieren, wenn auch nicht immer unbedingt auf dem richtigen Weg, dass man dann auf sie fixiert ist.
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend: Wenn heute immer wieder vom Ausbau der Kinderbetreuung gesprochen wird, dann kann ich nur sagen, dass wir von der ÖVP wissen, wie wichtig es ist, dass Kinderbetreuung auch außer Haus, Kinderbetreuung auch unter drei Jahren möglich ist. Aber es ist legitim, auch zu evaluieren, zu schauen, wo die Gelder hinfließen, und es ist auch legitim, zu schauen, dass die Länder ihre Verantwortung, Geld abzuholen, auch wahrnehmen. Es hilft nichts, Gelder zur Verfügung stellen, wenn manche sie noch nicht abgerechnet haben. Ende Juni ist bald da, und dann werden wir hier auch weitersehen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Gerade in den letzten Tagen war die Rede davon, Politiker seien zu blöd und zu feig. Ich sage, manche Wirtschaftskapitäne sind auch zu blöd und zu feig. Sie sollten sich ein Beispiel an Henry Ford nehmen, der gesagt hat: Meine Leute müssen so viel verdienen, dass sie sich auch unsere Autos, die sie erzeugen, leisten können. (Beifall beim BZÖ.) – Das ist nämlich genau das, was sein muss: dass die Leute genug verdienen. Je mehr sie verdienen, desto mehr geben sie aus, und das steigert die Kaufkraft und die Inlandsnachfrage in Österreich.
Abg. Kopf: Das ist Voodoo-Ökonomie!
Wenn es ein bisschen eine Krise gibt, dann sollte es nicht heißen, die Mitarbeiter sollen auf ein Viertel ihres Lohnes verzichten. Ich meine, das ist ja hirnrissig. Das hat ein namhafter Wirtschaftskapitän in Österreich in der Industriellenvereinigung gesagt. Der hat nicht weiter gedacht. Mit solchen Leuten kann man eigentlich nicht viel anfangen. (Abg. Kopf: Das ist Voodoo-Ökonomie!)
Abg. Kickl: Das ist ja einkommensabhängig!
Was das Kinderbetreuungsgeld betrifft, möchte ich, Kollege Herbert Kickl, Folgendes sagen: Wir haben seinerzeit gemeinsam daran gearbeitet, dass es eine Familienleistung wird, dass auch Studentinnen, Bäuerinnen und Selbständige mit einbezogen werden, denn früher war es ja eine Arbeitslosenversicherungsleistung. Jetzt diesen Schritt wieder zurück zu machen, ist eigentlich nicht sinnvoll, und ich verstehe nicht, dass das gerade von dir und deiner Fraktion kommt. (Abg. Kickl: Das ist ja einkommensabhängig!) Ja, okay, einkommensabhängig.
Beifall beim BZÖ.
Da habe ich zwei verschiedene Systeme auf einmal. Da habe ich wieder eine Querfinanzierung. Und ich glaube, dass die Höhe der dafür vorgesehenen Mittel, die ja dann von der Arbeitslosenversicherung getragen werden müssen, nicht abschätzbar ist. Außerdem ist es eine Querfinanzierung. Ich halte das für nicht sehr sinnvoll. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Punkt eins: Wir haben am heutigen Tag um 19 090 Arbeitslose weniger als am gleichen Tag des Vorjahres. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Was wird gezählt?
Sie wissen, Punkt 17 Uhr wird immer gezählt. Da es jetzt schon später ist, kann man diese Zahlen so sagen. (Abg. Bucher: Was wird gezählt?) – Als Abgeordneter sollten Sie sich auskennen und wissen, dass täglich um 17 Uhr gezählt wird – da „reden“ ein paar Computer miteinander –, wie viele Arbeitslose wir weniger oder mehr haben.
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Riepl: Das war schon einmal anders!
Wir haben seit 15 Monaten weniger Arbeitslose, und das sollten wir alle gemeinsam genießen, dass wir seit 15 Monaten weniger haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Riepl: Das war schon einmal anders!) Es tut uns allen gut, wenn wir weniger Arbeitslose haben.
Abg. Kickl: Das ist eine Grundsatzfrage!
Im Jahr geben wir für die Verbesserung dieser Bemessungsgrundlage der Notstandshilfe immerhin die „Kleinigkeit“ von 100 Millionen € aus. (Abg. Kickl: Das ist eine Grundsatzfrage!) Ich glaube, das ist nicht so wenig. Diese 100 Millionen € fließen zu den Menschen, um genau diesen Personen, die alleinstehend sind, die Kinder haben, eine Verbesserung ihrer Situation entsprechend zu bringen.
Abg. Kickl: Wenn was dazugerechnet wird!
Schauen wir uns die Nettoersatzquote bei längerer Arbeitslosigkeitsdauer an! Da liegen wir auch über dem OECD-Schnitt. Ich gebe zu, wenn man nur ein Monat arbeitslos ist, dann ist man etwas schlecht dran, wenn man nur die Nettoersatzquote rechnet und nicht das, was aber sonst noch dazugerechnet wird. (Abg. Kickl: Wenn was dazugerechnet wird!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Herr Abgeordneter Öllinger, keine Frage, ich verstehe natürlich einen Teil der Argumentation, nur: Die beste Antwort gegen Arbeitslosigkeit sind steigende Beschäftigtenzahlen, und diese steigenden Beschäftigtenzahlen haben wir ebenfalls, denn wir haben alleine im Vormonat um 54 000 Menschen mehr in Beschäftigung gehabt als im April 2010. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Kickl: Wie viele Männer betrifft das?
In der Frage des Abgeordneten Kickl, der gesagt hat, dass eine Ungleichbehandlung der Frauen in der Frage des Einberechnens des Partnereinkommens bestehe, möchte ich anmerken: Frauenungleichbehandlung ist es nur deswegen, weil Frauen leider noch immer weniger verdienen als Männer. Sonst ist es eine völlige Gleichbehandlung zwischen Männern und Frauen. Das heißt, verdient der Mann weniger, wird das Fraueneinkommen eingerechnet, und umgekehrt. (Abg. Kickl: Wie viele Männer betrifft das?)
Beifall bei der SPÖ.
Nichtsdestotrotz brauchen wir natürlich noch immer ein Frauenministerium. Wenn uns das Schließen der Einkommensschere gelingt – und wie Gabriele Heinisch-Hosek das sieht, ist das ja eine Materie, die nicht alleine das Frauenministerium, sondern viele, viele andere Spieler im System betrifft –, dann haben wir zumindest in der Frage der Bekämpfung von Ungleichbehandlung schon einmal einen deutlichen Schritt nach vorne getan. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dolinschek: Sie können sich ja freiwillig versichern! – Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
Sie haben selbst gesagt, es gibt in Österreich mittlerweile 310 000 geringfügig Beschäftigte. Zwei Drittel davon sind Frauen. All diese Beschäftigungen sind nur mit einer Unfallversicherung verbunden. Wir wissen, dass es im Niedriglohnbereich sein kann, dass ein Job, den man 15 bis 16 Stunden in der Woche macht, eben nur eine Unfallversicherung mit sich bringt. Man erwirbt keine Ansprüche im Bereich der Pensionsversicherung et cetera, et cetera. (Abg. Dolinschek: Sie können sich ja freiwillig versichern! – Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.) Wir Grüne sagen: So kann das einfach nicht sein, da braucht es eine Korrektur!
Abg. Dr. Bartenstein: Auch für die Arbeitnehmer, Frau Schatz!
Meine Damen und Herren, der Antrag zielt darauf ab, die Situation von 310 000 geringfügig Beschäftigten – und ständig werden es mehr – zu verbessern. Das ist der Sinn dieser Sache. Natürlich wird das Ganze dann für die Arbeitgeber teurer, aber ich denke, das ist schon auch okay so. (Abg. Dr. Bartenstein: Auch für die Arbeitnehmer, Frau Schatz!)
Beifall bei den Grünen.
Es ist schon klar: Dieses System der geringfügigen Beschäftigung verlagert einfach Kosten, die bei sonstigen unselbständigen Beschäftigungen die Arbeitgeber übernehmen, hin zur Gesellschaft. Das heißt, die öffentliche Hand subventioniert eigentlich diese Minijobs. Das können wir Grünen nicht gutheißen. Wir wollen einen vollen Versicherungsschutz für alle unselbständigen Beschäftigungsformen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Christoph Hagen (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister Hundstorfer, ich habe Ihnen jetzt eine Weile zugesehen, mit welcher Präpotenz Sie da oben auf der Ministerbank sitzen und in die Luft schauen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist Fakt. Sie haben am Handy herumgespielt, Sie malen in Ihren Unterlagen herum, diese Debatte interessiert Sie überhaupt nicht. Das ist Fakt, das möchte ich einmal festhalten. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
Abgeordneter Christoph Hagen (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister Hundstorfer, ich habe Ihnen jetzt eine Weile zugesehen, mit welcher Präpotenz Sie da oben auf der Ministerbank sitzen und in die Luft schauen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist Fakt. Sie haben am Handy herumgespielt, Sie malen in Ihren Unterlagen herum, diese Debatte interessiert Sie überhaupt nicht. Das ist Fakt, das möchte ich einmal festhalten. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.)
Beifall beim BZÖ.
Es tut uns wirklich gut, wenn wir weniger Arbeitslose haben, denn dieses Sozialsystem, das wir hier in Österreich haben – und da fallen auch die Arbeitslosen und die Sozialversicherungsempfänger darunter –, gehört schon lange reformiert, meine Damen und Herren! Dieses Sozialsystem, das aus den sechziger oder siebziger Jahren stammt und von Schweden kopiert ist, gehört schon längst erneuert. Das habe ich Ihnen von diesem Rednerpult aus schon mehrfach gesagt und diverse Beispiele genannt. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Vielleicht in Rovinj!
Meine Damen und Herren, folgender Fall: Ein 22-jähriger Mann, der seit zwei Jahren arbeitslos ist, erhält sage und schreibe 1 200 € netto an Arbeitslosengeld. – Ich möchte nochmals betonen, er ist seit zwei Jahren arbeitslos! Er besitzt ein Fahrzeug, ein Auto, hat eine Wohnung und mietet sich vier Wochen im Jahr in Kroatien ein Haus und macht Urlaub an der Adria. Er bekommt unglaubliche 1 200 € netto an Arbeitslosengeld! (Abg. Grosz: Vielleicht in Rovinj!)
Abg. Binder-Maier: Aber hören Sie doch auf!
Nun bringe ich Ihnen ein Beispiel eines anderen jungen Mannes, der ebenfalls 22 Jahre alt ist. Er beginnt in seiner Firma täglich um 6 Uhr in der Früh. Er hat eine Ausbildung, allerdings in einer anderen Berufssparte, und dort bekommt er derzeit keinen Job. Er hat also einen anderen Job annehmen müssen, der nicht seiner Ausbildung entspricht, damit er Geld verdient und nicht der Allgemeinheit zur Last fällt. Sie (in Richtung SPÖ) können den Kopf schütteln! Ich weiß, das ist der Sozialismus, da tut man groß streuen und mit der Gießkanne verteilen. (Abg. Binder-Maier: Aber hören Sie doch auf!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Öllinger: Sie haben keine Ahnung!
Jener junge Mann beginnt um 6 Uhr in der Früh mit der Arbeit, leistet seine 40 Stunden in der Woche und bekommt 1 200 € netto, muss seine Wohnung selbst bezahlen, muss sein Fahrzeug finanzieren und muss sein Leben finanzieren. Meine Damen und Herren, da stimmt doch etwas im System nicht! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Öllinger: Sie haben keine Ahnung!) – Ich habe sehr wohl eine Ahnung!
Abg. Öllinger: Wie bitte? Das gibt es ja gar nicht!
Meine Damen und Herren, ich möchte noch einen anderen Fall zur Sprache bringen, um zu zeigen, welche groben Fehler da im System vorhanden sind. Ich habe Ihnen schon einmal gesagt, dass es einen Arbeitslosen in Vorarlberg gibt, der 1 772 € netto bekommt, und daran hat sich bis dato noch nichts geändert. (Abg. Öllinger: Wie bitte? Das gibt es ja gar nicht!)
Abg. Öllinger: Sie sagen die Unwahrheit!
Meine Damen und Herren, Leistung muss sich lohnen, und die lohnt sich in diesem Staat für die arbeitende Bevölkerung schon lange nicht mehr. Der Herr Öllinger ist der Erste, der da fehlliegt, weil er am wenigsten dazu beiträgt. (Abg. Öllinger: Sie sagen die Unwahrheit!) – Das ist keine Unwahrheit!
Beifall beim BZÖ. – Abg. Öllinger: Ah, so ist es! BZÖ-Position! Arbeitslose ...!
Ich sage Ihnen eines: Die Steuerzahler, die fleißig arbeiten und jeden Tag zur Arbeit gehen, haben schon genug gezahlt für diejenigen, die tachinieren. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Öllinger: Ah, so ist es! BZÖ-Position! Arbeitslose ...!)
Abg. Öllinger: Ist ja auch schon BZÖ!
Jetzt komme ich zu einem anderen Beispiel. Heute wird der Präsident der Industriellenvereinigung Vorarlberg, Hubert Bertsch (Abg. Öllinger: Ist ja auch schon BZÖ!) – nein, ÖVP! –, zitiert: „Österreich könnte in allen Positionen in der EU die Nummer eins sein.“ Weiters steht da: „Österreich habe die Menschen, das Know-how und die Exportfähigkeit, um an der Spitze zu stehen.“ „Konkret spricht er Pensions-, Verwaltungs-, Bildungs- und Gesundheitsreform an.“
Abg. Öllinger: Pensionsreform!
Nichts ist geschehen in diesem Staat. „Bertsch hat gerade in Polen ...“ (Abg. Öllinger: Pensionsreform!) – Hören Sie mir zu! Sie können nachher selbst reden! (Abg. Öllinger: Ich habe schon geredet!)
Abg. Öllinger: Ich habe schon geredet!
Nichts ist geschehen in diesem Staat. „Bertsch hat gerade in Polen ...“ (Abg. Öllinger: Pensionsreform!) – Hören Sie mir zu! Sie können nachher selbst reden! (Abg. Öllinger: Ich habe schon geredet!)
Abg. Öllinger: Das ist ja letztklassig! – Abg. Silhavy: Nennen Sie uns doch einen konkreten Fall!
Ich kann Ihnen nun noch ein weiteres Beispiel bringen. Ich weiß von einer großen Firma in Österreich – da könnte ich Ihnen nicht nur eine, sondern eine ganze Handvoll aufzählen –, die die Möglichkeit hätte, Arbeitsplätze zu schaffen, hier Betriebe aufzubauen, diese erweitern will, aber keine Arbeitskräfte bekommt. Wenn diese Betriebe dann vom AMS Arbeitskräfte vermittelt bekommen sollten – da sind Sie sehr wohl verantwortlich, Herr Minister! –, dann kommen diese Leute nicht, weil sie mit dem Hund am Bodensee spazieren gehen. Das ist Fakt! Sie können mit den Leuten selbst reden. (Abg. Öllinger: Das ist ja letztklassig! – Abg. Silhavy: Nennen Sie uns doch einen konkreten Fall!)
Abg. Öllinger: Meinen Sie den Petzner?
Es ist eine Sauerei, was hier abgeht! Das können wir nicht tolerieren. Für diese Leute wird Geld bezahlt, damit sie sich in der Sonne bräunen (Abg. Öllinger: Meinen Sie den Petzner?), und diejenigen, die arbeiten, werden immer ärger gerupft wie eine Weihnachtsgans! Das kann es nicht sein, meine Damen und Herren! Da läuft das Sozialsystem schlichtweg falsch. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Öllinger: Das ist ja unglaublich!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Öllinger: Das ist ja unglaublich!
Es ist eine Sauerei, was hier abgeht! Das können wir nicht tolerieren. Für diese Leute wird Geld bezahlt, damit sie sich in der Sonne bräunen (Abg. Öllinger: Meinen Sie den Petzner?), und diejenigen, die arbeiten, werden immer ärger gerupft wie eine Weihnachtsgans! Das kann es nicht sein, meine Damen und Herren! Da läuft das Sozialsystem schlichtweg falsch. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Öllinger: Das ist ja unglaublich!)
Abg. Dr. Cap: Haben Sie eine Uhr? – Abg. Binder-Maier: Peinlich!
Jetzt nenne ich Ihnen noch ein Beispiel, um deutlich zu machen, dass es so meiner Meinung nach nicht weitergehen kann. Unser Sozialsystem ist so ausbeutbar! Ein Bekannter in Vorarlberg mit Türkischkenntnissen ist in eine Moschee gegangen, hat sich dort das ganze Prozedere angehört – wortwörtlich; und ich kann Ihnen diesen Mann präsentieren, Sie können selbst mit ihm sprechen –, wie dort statt des Religionsunterrichts die Leute aufgeklärt worden sind, wie Sie das Sozialsystem in Österreich ausbeuten können. (Abg. Dr. Cap: Haben Sie eine Uhr? – Abg. Binder-Maier: Peinlich!)
Ruf bei der SPÖ: Sie sollten sich schämen!
Das ist eine falsche Politik! Da müssen wir ansetzen, meine Damen und Herren! Wir haben genug gezahlt. Dem muss ein Ende gesetzt werden. (Ruf bei der SPÖ: Sie sollten sich schämen!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und was Sie auch wissen sollten: Es gibt keinen Nettobezug von 1 700 €. Sollten Sie einen solchen Spaziergänger kennen, dann gibt es ein einfaches Rezept: Sagen Sie, wer es ist! Dann ist das morgen überprüft, und übermorgen ist die Arbeitslosenunterstützung eingestellt. Denn was Sie auch wissen sollten: Wir haben 800 000 Kunden und Kundinnen pro Jahr, und wir stellen 92 000 Mal pro Jahr das Arbeitslosengeld ein. Wir tun nämlich nicht das, was Sie da irgendwie nebulos von sich gegeben haben, sondern wir schauen hin. Wir schauen hin, das ist die Devise. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Was ich Ihnen auch sagen will, und das sollte auch in Ihrem Interesse sein, wenn Sie angeblich ein Vorarlberger Abgeordneter sind: Helfen Sie mit, dass die Vorarlberger Industrie die Lehrwerkstätten so hoch fährt, dass wir genügend Facharbeiterinnen und Facharbeiter haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ansonsten möchte ich Ihnen noch sagen: In den ersten vier Monaten sind bereits 245 000 Arbeitslose wieder in Beschäftigung gekommen. Wir verwalten nicht, sondern wir gestalten. Das ist der entscheidende Unterschied. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir teilen ja die Freude des Sozial- und Arbeitsministers über die Zahl der Arbeitslosen, die geringer wird, aber Sie kennen wahrscheinlich auch den Spruch, der heißt: Wenn es dem Esel zu gut geht, dann geht er aufs Eis tanzen. Das ist genau das, was wir nicht unbedingt tun sollten. Wenn ich vom Tanz auf dem Eis rede, dann meine ich auch das, was Sie gerade vor wenigen Wochen in einer unverantwortlichen Art und Weise im Zusammenhang mit der Öffnung unseres Arbeitsmarktes vollzogen haben. Da werden Sie noch Ihre Wunder erleben, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Weninger: Was heißt „Elemente“? Denk einmal nach, bevor du etwas sagst! – Abg. Mag. Gaßner: Können Sie das definieren?
Meine Damen und Herren, ich möchte kurz auf den Antrag der Grünen eingehen, was den erleichterten umfassenden Zugang von Asylwerbern zum Arbeitsmarkt betrifft. Das ist wieder einmal ein klassisches Lehrbeispiel, muss man sagen, für den Zugang der Linkslinken, die es ja nicht nur bei den Grünen gibt, sondern es gibt auch etliche solche Elemente in diesem Sektor (in Richtung SPÖ weisend) des Hohen Hauses, etliche Sympathisanten. (Abg. Weninger: Was heißt „Elemente“? Denk einmal nach, bevor du etwas sagst! – Abg. Mag. Gaßner: Können Sie das definieren?) Das ist ein klassisches Lehrbeispiel dafür, wie man die Dinge Zuwanderung, Asyl und Integration heillos miteinander vermanscht, und das nicht in der besten Absicht für die österreichische Bevölkerung, und zwar deshalb, weil dieser Antrag zeigt, dass hier wieder einmal ein Systemfehler begangen wird, den wir Ihnen schon seit Jahren ankreiden, und wir werden auch nicht müde werden, das weiterhin zu tun.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Schwentner.
Bei Ihnen wird das alles miteinander vermanscht. Wir sind uns alle einig, dass wir im Bereich des Asylwesens schnelle Verfahren brauchen. Wir brauchen rasche Entscheidungen, wir brauchen Rechtssicherheit bei allem. Da könnten Sie sich betätigen, denn da ist es gerade Ihr Umfeld, das maßgebliche Beiträge dazu leistet, dass all das nicht stattfindet. Sie sind sozusagen ein verlängerter Arm einer ganz eigenen Branche von Schleppern. „Verschlepper“ nenne ich die. Verschlepper, die alle in Ihrem Umfeld aktiv sind und die den Asylanten und der eigenen Bevölkerung einen ganz, ganz schlechten Dienst erweisen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Schwentner.)
Beifall bei der FPÖ.
können Sie sagen: Der ist doch am Arbeitsplatz eh schon so gut integriert. Möglicherweise zahlt er dann auch noch die eine oder andere Abgabe. Der einzige Sinn und Zweck dieser Aktion ist es, einen allfälligen negativen Asylbescheid, der dann einmal kommen kann, auszuhebeln mit genau dieser Argumentation. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir müssen die Kurzarbeit reformieren, wir müssen darüber nachdenken, und zwar in die Richtung, dass es darum geht, den kleinen und mittleren Unternehmen, die keine eigenen Rechtsabteilungen und Ähnliches haben, den Zugang zur Kurzarbeit zu erleichtern. Das wäre der richtige Ansatz. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Wo denn?
Wie schaut es in der Praxis aus? – Die Überprüfung, die gefordert wird, gibt es. Die Bedingungen, die eingefordert werden, sind am Tisch, liegen vor. (Abg. Öllinger: Wo denn?) – Ich sage es gleich! Was den Bericht über die Entwicklung der Kurzarbeit für dieses Jahr betrifft, gibt es im Rahmen der Anträge heute eine Lösung. Also es wird einen Bericht geben, und dieser ist, so glaube ich, auch wichtig.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Gott sei Dank hat heute – und darauf können wir auch stolz sein – Kurzarbeit fast keine Bedeutung mehr in der Wirtschaft, denn es läuft ganz gut, und wir sind, so glaube ich, ganz gut drübergekommen mit dieser Variante, dass sich Arbeitnehmerseite und Arbeitgeberseite gemeinsam zusammensetzen und versuchen, eine Lösung zu finden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
wieder da ist, was mich freut, hat in Bezug auf Menschen, die er politisch angegriffen hat, von sogenannten Elementen gesprochen. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Wir können uns noch lebhaft an Zeiten erinnern – Sie haben von linkslinken Elementen gesprochen –, als Menschen zuerst mit solchen Attributen entwürdigt wurden und anschließend zum Abschuss freigegeben wurden. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Weninger. – Ruf bei der FPÖ: Was ist mit den Kurden in Ihrem Land? – Abg. Ing. Hofer: Was ist mit den armenischen Völkermorden? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Weninger. – Ruf bei der FPÖ: Was ist mit den Kurden in Ihrem Land? – Abg. Ing. Hofer: Was ist mit den armenischen Völkermorden? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
wieder da ist, was mich freut, hat in Bezug auf Menschen, die er politisch angegriffen hat, von sogenannten Elementen gesprochen. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Wir können uns noch lebhaft an Zeiten erinnern – Sie haben von linkslinken Elementen gesprochen –, als Menschen zuerst mit solchen Attributen entwürdigt wurden und anschließend zum Abschuss freigegeben wurden. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Weninger. – Ruf bei der FPÖ: Was ist mit den Kurden in Ihrem Land? – Abg. Ing. Hofer: Was ist mit den armenischen Völkermorden? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Weninger. – Abg. Steibl: Da müssen auch Sie an Ihrer Sprache arbeiten!
Ich finde es bemerkenswert im negativen Sinn und ich finde es unerträglich, dass sich die Freiheitlichen immer wieder dieser Rhetorik und dieser Wortwahl bedienen. Die Folgen sind historisch bekannt. Und wir sollten so eine Sprachverwendung ächten. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Weninger. – Abg. Steibl: Da müssen auch Sie an Ihrer Sprache arbeiten!)
Abg. Mag. Donnerbauer: Der Herr Kollege Pilz ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau Kollegin, ich kann mich nicht erinnern, bei Menschen, die ich politisch kritisiert habe, jemals von „Elementen“ gesprochen zu haben. (Abg. Mag. Donnerbauer: Der Herr Kollege Pilz ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Vielleicht sollten wir das klar und deutlich festhalten. Und ich finde es erstaunlich, dass Sie, statt diese Sprache zu kritisieren, die Grünen angreifen. Aber das sagt auch einiges aus. (Abg. Grosz: Schwarz-Grün ist auch vorbei!)
Abg. Grosz: Schwarz-Grün ist auch vorbei!
Frau Kollegin, ich kann mich nicht erinnern, bei Menschen, die ich politisch kritisiert habe, jemals von „Elementen“ gesprochen zu haben. (Abg. Mag. Donnerbauer: Der Herr Kollege Pilz ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Vielleicht sollten wir das klar und deutlich festhalten. Und ich finde es erstaunlich, dass Sie, statt diese Sprache zu kritisieren, die Grünen angreifen. Aber das sagt auch einiges aus. (Abg. Grosz: Schwarz-Grün ist auch vorbei!)
Abg. Kickl: Das ist eine gerichtlich anerkannte Islam-Kritikerin!
Herr Kollege Kickl hat auch von Kriminalität gesprochen und hat wieder einmal versucht, die Grünen in die Nähe von Kriminalität zu rücken. Herr Kollege Kickl, Sie haben von Schlepperkriminalität gesprochen und haben behauptet, die Grünen würden das unterstützen. Ich darf Sie vielleicht daran erinnern, dass die einzige rechtskräftig wegen Verhetzung verurteilte Abgeordnete in Ihrer Fraktion sitzt. (Abg. Kickl: Das ist eine gerichtlich anerkannte Islam-Kritikerin!) Und bei den Grünen sind, soviel ich weiß, keine rechtskräftig verurteilten Menschen wegen krimineller oder sonstiger strafrechtlicher Tatbestände vorhanden. (Abg. Grosz: Da wäre ich mir nicht so sicher, Frau Abgeordnete!)
Abg. Grosz: Da wäre ich mir nicht so sicher, Frau Abgeordnete!
Herr Kollege Kickl hat auch von Kriminalität gesprochen und hat wieder einmal versucht, die Grünen in die Nähe von Kriminalität zu rücken. Herr Kollege Kickl, Sie haben von Schlepperkriminalität gesprochen und haben behauptet, die Grünen würden das unterstützen. Ich darf Sie vielleicht daran erinnern, dass die einzige rechtskräftig wegen Verhetzung verurteilte Abgeordnete in Ihrer Fraktion sitzt. (Abg. Kickl: Das ist eine gerichtlich anerkannte Islam-Kritikerin!) Und bei den Grünen sind, soviel ich weiß, keine rechtskräftig verurteilten Menschen wegen krimineller oder sonstiger strafrechtlicher Tatbestände vorhanden. (Abg. Grosz: Da wäre ich mir nicht so sicher, Frau Abgeordnete!)
Beifall bei den Grünen.
Genau das hat dieser Antrag von mir gemeint. Mit der Ablehnung dieses Antrages fördern Sie weiterhin Schwarzarbeit in Österreich! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grosz: Wie steht ihr zur Hacklerregelung? Das wäre interessant!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte zu Beginn zwei Anmerkungen zur Ausschussarbeit selbst machen. Ich bedanke mich bei der Frau Vorsitzenden und auch bei den Fraktionen, vor allem bei den Klubsekretären, dafür, dass wir es nach einiger Zeit jetzt doch geschafft haben, uns auf Themenblöcke im Sozialbereich zu verständigen – wir haben viele Anträge liegen –, und dass wir diese jetzt in noch zwei geplanten Ausschüssen im Juni abarbeiten. Ich denke, das ist ein guter Weg, wir schlagen hier die richtige Richtung ein. (Abg. Grosz: Wie steht ihr zur Hacklerregelung? Das wäre interessant!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Herr Kollege Grosz, kannst du vielleicht auch einmal zuhören? – Es ist wirklich mühsam, mit dir einen ganzen Tag in einer Plenarsitzung zu verbringen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Grosz: Wie steht ihr denn zur Hacklerregelung?
Ich sage aber auch dazu: Wir haben 20 Tagesordnungspunkte auf der Tagesordnung gehabt (Abg. Grosz: Wie steht ihr denn zur Hacklerregelung?), einen Bericht und 19 Oppositionsanträge. 15 haben wir heute im Plenum! Was also immer gesagt wird, eine Vertagungsmaschinerie oder dergleichen, trifft hier wirklich nicht zu. 15 Anträge wurden im Ausschuss mehrheitlich abgelehnt. Es gibt zu diesen Anträgen vier Entschließungen, die mehrheitlich angenommen wurden, die von den Regierungsparteien, aber zum Teil auch von der Opposition mit eingebracht und mitgetragen wurden, und es gibt eine Ausschussfeststellung.
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Grosz: Wie steht es denn mit der Hacklerregelung?
Meine Damen und Herren! Ich möchte jedoch eines zum Ausdruck bringen: Wenn es demokratiepolitisch keine Mehrheit für einen Antrag gibt, der im Ausschuss abgelehnt wird, der auch jetzt hier im Plenum abgelehnt wird – wobei dies auch begründet wird von den Fraktionen, die es ablehnen –, dann ersuche ich darum, dass diese Anträge nicht im gleichen Wortlaut bei einer der nächsten Sitzungen wiedereingebracht werden. Ich ersuche darum! Es steht Ihnen natürlich frei, und es redet hier niemand von einem Zwang oder sonst etwas, aber ich ersuche darum, eine demokratische Mehrheit, wenn sie auch gegen einen Antrag ist, zur Kenntnis zu nehmen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Grosz: Wie steht es denn mit der Hacklerregelung?)
Abg. Grosz: Nein, in der ÖVP!
Mit der steht es gut, Herr Kollege Grosz! (Abg. Grosz: Nein, in der ÖVP!) Wir haben im Dezember Beschlüsse gefasst. Da hättest du dich beteiligen können, aber du hast es nicht getan! (Abg. Grosz – in Richtung ÖVP –: Wenn man 20 Abgeordnete fragt, gibt es 20 Meinungen! – Gegenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Grosz – in Richtung ÖVP –: Wenn man 20 Abgeordnete fragt, gibt es 20 Meinungen! – Gegenrufe bei der ÖVP.
Mit der steht es gut, Herr Kollege Grosz! (Abg. Grosz: Nein, in der ÖVP!) Wir haben im Dezember Beschlüsse gefasst. Da hättest du dich beteiligen können, aber du hast es nicht getan! (Abg. Grosz – in Richtung ÖVP –: Wenn man 20 Abgeordnete fragt, gibt es 20 Meinungen! – Gegenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Auch wenn es jahrelang dauert?
gen gegeben. Wir haben ein Fremdenrechtspaket beschlossen, wir haben die Rot-Weiß-Rot-Karte beschlossen, und es kann unserer Meinung nach nicht sein, dass eine Beschäftigung während eines Asylverfahrens genehmigt und gewährleistet wird. Das halten wir nicht für richtig, sondern es muss zuerst das Verfahren abgeschlossen sein. (Abg. Öllinger: Auch wenn es jahrelang dauert?)
Abg. Grosz: Und wie lang dauert die Hacklerregelung?
Die Jugendarbeitslosigkeit ist unweigerlich mit der Ausbildung verbunden, deshalb wird es wichtig sein, hier noch Maßnahmen zu setzen und zu entwickeln. Wir haben rund 100 000 Jugendliche, die pro Jahr die Pflichtschule beenden; 90 000 finden einen Lehrberuf, einen Job in der Lehre, oder einen Platz an einer weiterführenden Schule, aber 10 000 haben wir hier noch, denen wir helfen müssen. Dazu sind wir auch verpflichtet, denn es ist wichtig, dass wir den jungen Menschen entweder einen Job, eine Lehre oder einen Ausbildungsplatz anbieten können. (Abg. Grosz: Und wie lang dauert die Hacklerregelung?) Diese Solidarität haben sich die jungen Menschen jedenfalls von uns auch verdient.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abschließend darf ich noch sagen, dass wir im Ausschuss diesbezüglich auch einen Entschließungsantrag beschlossen haben, wonach eine Analyse die Ursachen für die Schwierigkeiten beim Übergang von Schule zu Beruf deutlich aufzeigen soll. Ich glaube, das ist eine wichtige und richtige Maßnahme. Gehen wir diesen Weg gemeinsam weiter, im Sinne unserer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, im Sinne einer guten Beschäftigungspolitik für unser Land! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei BZÖ und Grünen sowie des Abg. Ing. Hofer.
dir nicht vorschreiben lassen, wann und wie oft wir einen Antrag einbringen, auch wenn er abgelehnt wird! (Beifall bei BZÖ und Grünen sowie des Abg. Ing. Hofer.) Das ist wohl ein starkes Stück, so kann es ja nicht sein.
Beifall beim BZÖ.
Daher muss es dazu kommen, dass es eine Ausbildungsverpflichtung für Betriebe gibt! Wenn die Koalitionsparteien im Ausschuss groß sagen: Schule und Beruf, Gespräche zwischen dem Bundesministerium für Unterricht, dem Wirtschaftsministerium und dem Sozialministerium, sie sollten sich zusammensetzen und die Schwierigkeiten des Überganges analysieren – no na net! Da sind wir ohnehin alle dafür. Die drei werden wohl miteinander reden, das ist wohl das Mindeste. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Außerdem muss die Inanspruchnahme von Kurzarbeitsbeihilfen an bestimmte Bedingungen geknüpft sein, damit kein Missbrauch entsteht. Wenn aber derselbe kontrolliert, der das auch einsetzt, so kann das nicht der Sinn und Zweck des Ganzen sein. Da gehört also einmal eine grundlegende Reform her, dass das geändert wird. (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Erwin Spindelberger (SPÖ): Auch ich möchte mich in meinem Redebeitrag mit dem Antrag der Kollegin Korun auseinandersetzen, in dem es um den Erlass des damaligen Wirtschaftsministers geht. Dieser Erlass sorgt ja dafür – und dazu bekenne ich mich auch –, dass Asylwerber nur kurzfristig und befristet in bestimmten Branchen wie eben in der Landwirtschaft oder im Tourismus beschäftigt werden dürfen. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Kollege Kickl, eines verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht: dass man, wenn sich jemand bemüht, eine Lösung auf humanitärer Ebene herbeizuführen, diejenigen dann als „linkslinke Elemente“ bezeichnet. Aber von Ihnen bin ich ja, bei Ihrer Wortwahl, vieles gewohnt. Worüber ich allerdings wirklich baff war, ist, dass einige ÖVP-Abgeordnete dem auch noch das Wort geredet haben! Da war ich mehr als verwundert. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin nach wie vor – und das habe ich auch im Ausschuss gesagt – für die Beibehaltung des „Bartenstein-Erlasses“ aus dem Jahr 2004, weil ich es ganz anders sehe als die Antragstellerin, und zwar so: Personen, denen bereits Asyl gewährt wird, wird ja auch der uneingeschränkte Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglicht. Bei Asylwerbern ist es aber eben gravierend anders. Diejenigen, die nur ein vorläufiges Asylrecht gewährt bekommen, sollten auch nur einen befristeten Zugang zum Arbeitsmarkt haben, denn alles andere – das muss ich ganz ehrlich sagen – wäre auch arbeitsmarktpolitisch und integrationspolitisch kontraproduktiv. Das war auch der Grund dafür, warum ich mich gegen diesen Antrag ausgesprochen habe. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.
Abgeordneter Bernhard Vock (FPÖ): Hohes Haus! Herr Abgeordneter Wöginger hat so schön gesagt: Es gibt jetzt einen neuen Stil, es werden nun die Anträge hier im Parlament bearbeitet. – Ich gebe es zu: Die Anträge werden nicht mehr vertagt, sie werden jetzt pauschal abgelehnt! Es ist eine neue Politik. (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.)
Abg. Riepl: Das hat keiner gesagt! Außer Ihnen!
Aber, wissen Sie, wir von der Opposition würden uns freuen, würde man endlich einmal sagen: Dieser Teil des Antrages gefällt uns, darüber kann man diskutieren, das übernehmen wir – und dann macht man daraus einen gemeinsamen Antrag. Das wäre die Zielvorstellung von einer gelebten Demokratie, von einer gelebten parlamentarischen Demokratie, dass man nicht sagt: Es gibt Regierung und Opposition, und was von der Opposition kommt, ist grundsätzlich schlecht und muss entweder vertagt oder abgelehnt werden. (Abg. Riepl: Das hat keiner gesagt! Außer Ihnen!) – Na ja, aber so wird es in der Praxis gehandhabt! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber, wissen Sie, wir von der Opposition würden uns freuen, würde man endlich einmal sagen: Dieser Teil des Antrages gefällt uns, darüber kann man diskutieren, das übernehmen wir – und dann macht man daraus einen gemeinsamen Antrag. Das wäre die Zielvorstellung von einer gelebten Demokratie, von einer gelebten parlamentarischen Demokratie, dass man nicht sagt: Es gibt Regierung und Opposition, und was von der Opposition kommt, ist grundsätzlich schlecht und muss entweder vertagt oder abgelehnt werden. (Abg. Riepl: Das hat keiner gesagt! Außer Ihnen!) – Na ja, aber so wird es in der Praxis gehandhabt! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Korun
Kollegin Korun hat in ihrem Antrag wieder einmal etwas vermischt; sie wird aber immer wieder versuchen, es anders darzustellen. Sie vermischen noch immer das Asylverfahren mit dem Einwanderungsverfahren (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun), und ich verstehe nicht, warum Sie Einwanderer aus Drittstaaten schlechter als Asylwerber stellen wollen. Denn der Einwanderer, der hier einwandern will, muss zunächst das Verfahren im Ausland abwarten, bevor er hier einwandern und beschäftigt werden kann. Der Asylwerber hat den Vorteil, dass er schon in Österreich ist und hier dazu beitragen kann, dass das Asylverfahren beschleunigt wird, indem er vor Ort Rede und Antwort stehen kann.
Beifall bei der FPÖ.
Eines muss man schon sagen: Kurzarbeit soll helfen, kurzfristige Engpässe zu überbrücken und auch in schlechten Zeiten Gewinne für das Unternehmen zu ermöglichen. Denn nicht die Politik, sondern die Gewinne der Unternehmen sichern die Arbeitsplätze! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Es gibt also, so glaube ich, eine Fülle von Gründen, die es weiter angezeigt sein lassen, bei diesem restriktiven Zugang zu Arbeitsmöglichkeiten für immer weniger werdende Asylwerber – auch das ist zu begrüßen – zu bleiben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wäre die Konsequenz daraus, nämlich die, dass es keine Notwendigkeit gibt, in dem Bereich in irgendeiner Weise zu handeln, für Zigtausende junge Absolventen und Absolventinnen nicht fatal, dann könnte man nichts anderes tun, als die beiden Herren für diese Aussage auszulachen. Wirklich! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Das war wahrscheinlich ein CV-Fragebogen.
bogen dieser Studie die Kategorie: Ich absolviere ein Praktikum oder ich bin derzeit in einem Praktikum, gar nicht drinsteht. Ich kann doch nichts herausfinden, was ich überhaupt nicht abfrage. Das ist von vornherein widersinnig. (Abg. Öllinger: Das war wahrscheinlich ein CV-Fragebogen.) Die Absurdität eines solchen Vorgehens liegt einfach klar auf der Hand.
Beifall bei den Grünen.
Wir Grüne haben dazu einige Vorschläge gemacht, auch im Antrag, der hier heute vorgelegen ist, und ich denke, es wäre wirklich wichtig, dass dieses Problem bald angegangen wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grosz: Ihm selber? Wie denn?
Fakt ist, dass es dieser Bundesregierung mit unserem Sozialminister gelungen ist, die Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich weiter gering zu halten und auch zu senken. (Abg. Grosz: Ihm selber? Wie denn?) Fakt ist, dass auch in der Vergangenheit immer dann, wenn es einen SPÖ-Sozialminister gegeben hat, die Jugendarbeitslosigkeit in unserem Land am geringsten war. Ich bedanke mich auf diesem Wege bei unserem Sozialminister Rudi Hundstorfer für die Maßnahmen, die er bisher mit der Ausbildungsgarantie gesetzt hat, und auch schon für die nächsten Schritte, die er unabhängig von diesem Entschließungsantrag einleiten wird, nämlich die Ausbildungspflicht für Jugendliche. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Fakt ist, dass es dieser Bundesregierung mit unserem Sozialminister gelungen ist, die Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich weiter gering zu halten und auch zu senken. (Abg. Grosz: Ihm selber? Wie denn?) Fakt ist, dass auch in der Vergangenheit immer dann, wenn es einen SPÖ-Sozialminister gegeben hat, die Jugendarbeitslosigkeit in unserem Land am geringsten war. Ich bedanke mich auf diesem Wege bei unserem Sozialminister Rudi Hundstorfer für die Maßnahmen, die er bisher mit der Ausbildungsgarantie gesetzt hat, und auch schon für die nächsten Schritte, die er unabhängig von diesem Entschließungsantrag einleiten wird, nämlich die Ausbildungspflicht für Jugendliche. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Auch mit der Ostöffnung, die ihr beschlossen habt?
Ich möchte diesem Bericht nicht vorgreifen, aber eines getraue ich mich heute schon zu sagen und zu behaupten: Dieser Bericht wird eindrucksvoll aufzeigen, wie wichtig, richtig und erfolgreich die Maßnahmen waren, die die Bundesregierung im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gesetzt hat. (Abg. Grosz: Auch mit der Ostöffnung, die ihr beschlossen habt?) Und ich bedanke mich auch bei jenen Rednern der Opposition – es waren leider nur sehr wenige –, die das heute hier auch anerkannt haben.
Abg. Grosz: Stehst du unter Selbsthypnose?
Betreffend Kurzarbeit in Zukunft. – Ein klares Bekenntnis auch weiterhin dazu, denn eines ist klar: Unser Sozialminister Rudolf Hundstorfer ist ein Garant dafür, gemeinsam mit der Bundesregierung, dass all jenen Menschen geholfen wird, die ungerechtfertigt in Finanzprobleme geraten beziehungsweise ihren Job verlieren. Sozialminister Hundstorfer ist auch derjenige, der dafür gesorgt hat, gemeinsam mit der Bundesregierung, gemeinsam mit unserem Koalitionspartner, der ÖVP, dass all jenen, die nicht dafür verantwortlich sind, in eine Finanz- und Wirtschaftskrise geschlittert zu sein, nämlich den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die ungerechtfertigt in Probleme geraten sind, auch geholfen wird. (Abg. Grosz: Stehst du unter Selbsthypnose?)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne muss man diese Maßnahmen, um Arbeitslosigkeit zu verhindern, auch einmal anerkennen, auch wenn sie etwas kosten. Diese Bundesregierung steht zu diesen Maßnahmen. Diese Bundesregierung steht auch zu einer Konsolidierung. Und diese Bundesregierung wird auch nicht zulassen, dass die Opposition, wie sie das bis dato versucht, Österreich schlechtredet und keine Brösel und keine Bühne auslässt, um ein negatives Bild zu zeichnen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Und das trotz Hundstorfer!
Abgeordneter Stefan Markowitz (BZÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Zu Jugendbeschäftigung und Jugendarbeitslosigkeit. Zuerst zum Positiven: Was mich natürlich freut, ist, dass die Beschäftigung gut ist, dass die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen zurückgeht und dass wir in Europa in dieser Hinsicht an dritter Stelle liegen. Das ist wirklich erfreulich. (Abg. Grosz: Und das trotz Hundstorfer!)
Beifall beim BZÖ.
Am Willen der Jugendlichen wird es jedenfalls nicht liegen. Man muss sie wirklich darauf vorbereiten, auch in der Schule, damit das in Zukunft funktioniert. Ich finde, dass das der Punkt ist, an dem wir ansetzen müssen. Deswegen werden wir auch den diesbezüglichen Entschließungsantrag der Grünen unterstützen. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Schatz: Sie haben den Antrag eineinhalb Jahre lang vertagt!
ausschuss viele Überlegungen und viele gute Überlegungen, auch gute Überlegungen aus der Opposition. Frau Kollegin Schatz, wir können dann jedoch aus einem Antrag, der insgesamt von sehr weit differierenden Auffassungen ausgeht, nicht ein paar Worte herausnehmen, die in Ordnung sind. Auch Ihr Antrag ist mit Feststellungen gespickt, die sicherlich richtig sind, er enthält aber auch viele Unterstellungen, die so nicht richtig sind, denn die Arbeitslosigkeit ist Gott sei Dank zweifelsfrei zurückgegangen. Der Herr Bundesminister hat das heute schon ausgeführt, und alle objektiven Zahlen belegen, dass die Arbeitslosigkeit in Österreich auch im Vergleich zu den anderen Staaten in Europa sinkt. (Abg. Mag. Schatz: Sie haben den Antrag eineinhalb Jahre lang vertagt!) Wir haben viele Maßnahmen gesetzt.
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben diesen Antrag über ein Jahr oder eineinhalb Jahre lang diskutiert. Er wurde immer wieder vertagt. Wir haben ihn dann letztendlich auch abgelehnt, aber nicht deswegen, weil er von der FPÖ oder vom Kollegen Hofer gekommen ist, sondern weil er inhaltlich aus unserer Sicht einfach nicht richtig ist und das, was verlangt wird, niemandem etwas nützt. Wir haben Alternativen dazu vorgeschlagen, und das ist auch okay so. Uns deswegen jetzt zu unterstellen, dass wir mit der Opposition nicht zusammenarbeiten, ist nicht ganz fair. Es gibt viele gute Beispiele, die wir anführen könnten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne können wir Ihren Anträgen nicht aufgrund einer Justament-Position, sondern aus fachlichen und sachlichen Überlegungen heraus nicht nähertreten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Korun: Lesen Sie den Antrag!
In Kenntnis all dieser Sachverhalte beantragen die Grünen weiterhin maximalen Druck auf unseren Arbeitsmarkt im unteren Bereich durch Öffnung des Arbeitsmarktes für Ausländer, einschließlich der Asylanten (Abg. Mag. Korun: Lesen Sie den Antrag!) und eine weitere Erschwernis der Ausschaffung von Asylanten und der vernünftigen Behandlung dieser Fälle durch Aufenthaltsverfestigung mithilfe des Arbeitsrechts im Sinne der EU nach maximal sechs Monaten.
Beifall bei der FPÖ.
Das bedeutet – zusammengefasst – eine weitere Destabilisierung unseres Sozialstaats. Für diesen Offenbarungseid der grünen Politik kann ich nur sagen: Teşekkürler, Frau Kollegin Korun! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Natürlich weiß ich, dass der Fall Mensdorff-Pouilly kein typischer ist, aber weil eben auch solche Fälle passieren und es nicht Sinn der Kurzarbeitsbeihilfe ist, diesen wenigen Betrieben zu helfen, möchte ich, dass Sie das Problem ernst nehmen. Das spricht nicht gegen die 90 Prozent, die von den Sozialpartnern und vom AMS gut organisiert werden; aber die 10 Prozent, meine sehr geehrten Damen und Herren – ob es die Kurzarbeit ist, oder ob es die Asylwerber sind, die länger hier sind –, nehmen Sie bitte auch ernst! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Während der Krise in den letzten Jahren hat gerade der Tourismus gezeigt, dass er auch in schlechten Zeiten konstant seine Zahlen bringt und positiv arbeitet. Deshalb wäre es wirklich wünschenswert, Herr Minister, dass wir intensivst daran arbeiten, junge Leute in den Tourismus zu bekommen, die Lehrstellen im Tourismus zu besetzen und so der Jugendarbeitslosigkeit entgegenwirken! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Kollege Muchitsch, wenn Sie hier in Selbsthypnose herausschreiten, wo immer Sie jetzt sind, offenbar sind Sie aus dem Haus geschritten – ah, da! –, und hier sagen: Danke, Herr Sozialminister, dank Ihnen haben wir in Österreich fast Vollbeschäftigung – so haben Sie es ja geschildert –, dann darf ich Sie daran erinnern, dass wir in Österreich 236 000 Arbeitslose haben und zusätzlich 65 000 Menschen, die arbeiten könnten, aber nicht arbeiten können, weil der Sozialminister sie in Schulungen verräumt hat, sehr geehrte Damen und Herren. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber das ist nun einmal so bei einem ausgeprägten Sozialdemokraten, der hier für die Öffnung des Arbeitsmarktes am 1. Mai argumentiert hat, hier an diesem Rednerpult der Republik, und jetzt in seinem eigenen Wahlkreis Inserate dagegen schalten lässt, wahrscheinlich auf Gewerkschaftskosten, weil ja alles fürchterlich ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist Doppelzüngigkeit, damit werden Sie keine Wahlen gewinnen (Abg. Mag. Gaßner: Sie auch nicht, Sie gewinnen auch keine Wahlen!), aber noch viel schlimmer: Sie werden keinen Arbeitsplatz in diesem Land schaffen, und das ist eigentlich das wahrlich Schändliche! (Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Sie auch nicht, Sie gewinnen auch keine Wahlen!
Aber das ist nun einmal so bei einem ausgeprägten Sozialdemokraten, der hier für die Öffnung des Arbeitsmarktes am 1. Mai argumentiert hat, hier an diesem Rednerpult der Republik, und jetzt in seinem eigenen Wahlkreis Inserate dagegen schalten lässt, wahrscheinlich auf Gewerkschaftskosten, weil ja alles fürchterlich ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist Doppelzüngigkeit, damit werden Sie keine Wahlen gewinnen (Abg. Mag. Gaßner: Sie auch nicht, Sie gewinnen auch keine Wahlen!), aber noch viel schlimmer: Sie werden keinen Arbeitsplatz in diesem Land schaffen, und das ist eigentlich das wahrlich Schändliche! (Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber das ist nun einmal so bei einem ausgeprägten Sozialdemokraten, der hier für die Öffnung des Arbeitsmarktes am 1. Mai argumentiert hat, hier an diesem Rednerpult der Republik, und jetzt in seinem eigenen Wahlkreis Inserate dagegen schalten lässt, wahrscheinlich auf Gewerkschaftskosten, weil ja alles fürchterlich ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist Doppelzüngigkeit, damit werden Sie keine Wahlen gewinnen (Abg. Mag. Gaßner: Sie auch nicht, Sie gewinnen auch keine Wahlen!), aber noch viel schlimmer: Sie werden keinen Arbeitsplatz in diesem Land schaffen, und das ist eigentlich das wahrlich Schändliche! (Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zahlreiche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich erinnere: Am Wiener Rathausplatz sind sie gestanden, die freundlichen Genossen mit den roten Tüchern, und haben die Arbeitnehmer aus dem Ostblock begrüßt – als neue eingeschriebene Mitglieder der SPÖ, die eigenen wählen sie ja schon die längste Zeit nicht mehr! (Zahlreiche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Am 1. Mai haben wir noch die Arbeitnehmer aus dem Osten dazu bekommen, und jetzt gibt es noch den Grünen-Antrag, diesem System Asylwerber zuzuführen. (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.
Ich erinnere: Am Wiener Rathausplatz sind sie gestanden, die freundlichen Genossen mit den roten Tüchern, und haben die Arbeitnehmer aus dem Ostblock begrüßt – als neue eingeschriebene Mitglieder der SPÖ, die eigenen wählen sie ja schon die längste Zeit nicht mehr! (Zahlreiche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Am 1. Mai haben wir noch die Arbeitnehmer aus dem Osten dazu bekommen, und jetzt gibt es noch den Grünen-Antrag, diesem System Asylwerber zuzuführen. (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Abg. Mag. Gaßner: Wann ziehen Sie sich aus der Politik zurück?
Sehr geehrte Damen und Herren! Da geht es nicht um Rassismus, da geht es nicht um solche trivialen oder auch grauslichen Unterscheidungen, sondern da geht es schlichtweg darum: Was ist diesem Arbeitsmarkt, den Österreicherinnen und Österreichern und auch jenen, die zugewandert sind und hier fleißig arbeiten und nicht arbeitslos sind, was ist diesen Menschen noch zuzumuten? (Abg. Mag. Gaßner: Wann ziehen Sie sich aus der Politik zurück?) Auch da sagen wir ganz eindeutig: Genug gezahlt! Was Sie hier am Arbeitsmarkt vorhaben, ist den Österreicherinnen und Österreichern nicht länger zuzumuten! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen. – Abg. Mag. Gaßner: Wann gehen Sie endlich?)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen. – Abg. Mag. Gaßner: Wann gehen Sie endlich?
Sehr geehrte Damen und Herren! Da geht es nicht um Rassismus, da geht es nicht um solche trivialen oder auch grauslichen Unterscheidungen, sondern da geht es schlichtweg darum: Was ist diesem Arbeitsmarkt, den Österreicherinnen und Österreichern und auch jenen, die zugewandert sind und hier fleißig arbeiten und nicht arbeitslos sind, was ist diesen Menschen noch zuzumuten? (Abg. Mag. Gaßner: Wann ziehen Sie sich aus der Politik zurück?) Auch da sagen wir ganz eindeutig: Genug gezahlt! Was Sie hier am Arbeitsmarkt vorhaben, ist den Österreicherinnen und Österreichern nicht länger zuzumuten! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen. – Abg. Mag. Gaßner: Wann gehen Sie endlich?)
Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.
spitz“ – sodass die Reallöhne sinken, und das haben Sie mit Ihrer Politik verbrochen! (Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Neuerliche Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.
Was wir von ihm verlangen, ist, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer endlich entlastet werden, damit sie mit dem hart verdienten Geld in Zukunft wieder etwas kaufen können und nicht von Almosen leben müssen. Daher lehnen wir auch den Antrag der Grünen ab, den Arbeitsmarkt auch für Asylwerber zu öffnen; sondern schlagen viel eher vor, dass wir die Asylverfahren in diesem Land endlich so durchführen, dass gemäß Schengen- und Dublin-Verordnungen beziehungsweise ‑Abkommen das Asylverfahren dort durchzuführen ist, wo der Eintritt in die Europäische Union passiert ist! (Neuerliche Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.
Das ist, sehr geehrte Damen und Herren, ihr topografischen Spezialisten von den Grünen, in Österreich nur bei einem Grenzübertritt von Liechtenstein kommend möglich, und die Asylwerber aus Liechtenstein halten sich nun einmal in Grenzen. Aus diesem Grund werden wir in Zukunft vorschlagen, dass die Asylverfahren in diesem Land kurz gehalten werden, in Europa dort abgehalten werden, wo es notwendig ist, aber sicherlich nicht weiter in Österreich, und das auf Kosten der Steuerzahler! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Anhaltende Zwischenrufe.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Zu einer zweiten Wortmeldung hat sich Herr Abgeordneter Muchitsch zu Wort gemeldet. 1 Minute freiwillige Redezeitbeschränkung. – Bitte. (Anhaltende Zwischenrufe.)
Abg. Grosz: Gegen die eigene Partei traust du dich nichts!
Zum Arbeitsmarkt: Hättest du diese Medienberichte genau gelesen, dann wärst du jetzt hier gestanden und hättest gesagt: (Abg. Grosz: Gegen die eigene Partei traust du dich nichts!) Ich unterstütze es, dass man regionale Vergaben nutzen kann, wenn wir hier abgestimmt haben! – Das wäre gescheit gewesen.
Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Grosz.
Zum Letzten: (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Grosz.) – Mach so weiter, wie du es jetzt tust, das ist ganz perfekt, und Christian Faul hat wirklich recht gehabt zu deiner Person! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Letzten: (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Grosz.) – Mach so weiter, wie du es jetzt tust, das ist ganz perfekt, und Christian Faul hat wirklich recht gehabt zu deiner Person! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Denn: Es kann nicht sein, dass die Senioren, die Pensionisten nach außen hin immer mit Forderungen von Dr. Khol konfrontiert werden, um zu dokumentieren, man sei eigentlich auf ihrer Seite; aber die politische Vertretung hier im Parlament, die ÖVP, diesen Preisindex dann permanent ablehnt. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist ein doppelbödiges Spiel. Das haben sich die Senioren nicht verdient. Ich ersuche um klare Positionen seitens der ÖVP, dass endlich gesagt wird, was man da wirklich will!
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.
Sagen Sie uns nicht, wir hätten kein Geld! Wir haben Geld, nur brauchen wir verantwortungsvolle Politiker, die damit auch vernünftig umgehen! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir müssen auch danach trachten – und diese Bitte richte ich auch an die Wirtschaftsvertreter –, dass die Unternehmerinnen und Unternehmer die Menschen nicht freisetzen oder in die I-Pension drängen, wenn sie älter werden oder wenn sie kränker werden, denn ich denke, das ist eine Doppelbotschaft, und zwar eine sehr unfaire, ironische Botschaft, wenn man einerseits immer sagt, man muss das Pensionsantrittsalter anheben, während wir auf der anderen Seite alle wissen, dass Unternehmerinnen und Unternehmer ältere ArbeitnehmerInnen oftmals ungerechtfertigt freisetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Es kann ja nicht so sein, dass man den Leuten bei der Zukunftsvorsorge und bei jeder privaten Altersvorsorge wirklich das Blaue vom Himmel herunter verspricht, während die Realität natürlich eine völlig andere ist. Und selbstverständlich ist ein gut organisiertes öffentliches Pensionssystem noch immer zehnmal besser als ein nicht nur nicht schlecht, sondern ein einigermaßen gut geführtes privates Altersvorsorgesystem. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn für das, was sich da Herr Grasser & Co mit der privaten Zukunftsvorsorge haben einfallen lassen, damit es überhaupt irgendwie herzeigbar ist, der Staat noch in die Tasche der Steuerzahler greifen muss, um zu sagen, das Produkt ist herzeigbar, auch wenn das, wenn man diese staatliche Förderung herausrechnet, überhaupt nicht der Fall ist, dann muss ich sagen: Weg damit! Weg mit jeder staatlichen Förderung! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zum Abschluss sage ich nur eines: Pensionistenpreisindex. Die Debatte führen wir jetzt wirklich schon zum 746. Mal. Diese Pensionistenpreisindex-Debatte hat sich erledigt. Das kann doch niemand mehr nachvollziehen – das an die Adresse der FPÖ –, dass Pensionisten irgendwie quasi die ärmsten Schichten der Republik sind. Nein, es gibt dort genauso gut Verdienende und schlecht Verdienende. Da muss man sich etwas einfallen lassen, wie man diese unterschiedlich behandelt. Aber ich kann ja nicht hergehen und sagen: Jeder Pensionist mit 10 000 € ist dem mit 600 € oder 500 € gleichzustellen! – Genau das tun Sie aber mit dem Antrag, und das ist unsinnig. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn heute hier von einem doppelbödigen Spiel gesprochen und auf meine Partei Bezug genommen wurde, dann weise ich das zurück. Ich sage Ihnen, für mich ist es eine bewundernswerte Wendigkeit, wenn ich am Vormittag beim Finanzrahmengesetz höre, wie man überall sparen muss und was alles schlecht ist, und am Abend ist dann wieder alles zu wenig, am Abend gehen wir wieder alle dorthin, wo es uns gerade gefällt. Meine Damen und Herren, das, bitte, ist keine Politik! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben deshalb auch einen Entschließungsantrag eingebracht, worin wir den Herrn Bundesminister ersuchen, dass er im Rahmen seiner Arbeit nach Abschluss der derzeit laufenden Beratungen des Bundesseniorenbeirates den Bundesplan für Seniorinnen und Senioren dem Nationalrat zur Kenntnis bringt, sodass wir dann auch über diese Frage in entsprechender Weise diskutieren können. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Riepl: Wofür bist denn du?
Was überhaupt das Pensionssystem oder die Pensionserhöhungen in Österreich betrifft, kann ich eines sagen: Ein einheitliches Pensionssystem für alle, wie Kollege Öllinger es vorher erwähnt hat, mit Mindestpension und Höchstpension, genau das gehört her. Genau das ist auch in meinem Sinn. Aber wenn ich mir das so anschaue – ich habe das auch schon das letzte Mal im Sozialausschuss gesagt –: Da meint die Frau Bundesminister Mikl-Leitner in einer Presseaussendung, die Hackler-Pension soll man frühzeitig beenden, der Kollege Wöginger sagt, 45 Jahre sind genug. Ich frage den Kollegen Bartenstein: Wie schaut es bei euch da eigentlich aus? Sagt er: Ja, wir sind eine sehr diskussionsfreudige Partei. – Na, viel Vergnügen, wenn die rechte Hand nicht weiß, was die linke will. (Abg. Riepl: Wofür bist denn du?) – 45 Arbeitsjahre sind genug, Herr Kollege.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die staatliche Vorsorge muss einmal ausreichen, um den Lebensstandard für den Großteil der Leute zu sichern. Ich bin immer für eine zweite und für eine dritte Säule gewesen, aber grundsätzlich muss einmal die staatliche Vorsorge dafür aufkommen, dass die auch ausreicht für den Lebensabend. Aber heute habe ich einen Antrag der SPÖ-ÖVP-Koalition gesehen, der die Bürgermeister betrifft. Bürgermeister, die nach ASVG versichert sind, dürfen ja, wenn sie in Frühpension sind, nur bis zur Geringfügigkeitsgrenze dazuverdienen, jene, die im Ruhestand sind und eine Beamtenpension haben, dürfen dazuverdienen, soviel sie wollen. Das soll jetzt geändert werden bis zum Sommer, da sollen sozusagen neue Privilegien für die Kommunalpolitiker geschaffen werden, indem jeder Kommunalpolitiker bis zu 4 000 € dazuverdienen darf. Da schaffen wir neue Privilegien. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Schaffen wir doch die Privilegien ab! Ein einheitliches Pensionssystem für alle! Aber das ist ja der größte Wahnsinn. Das ist ein Schritt zurück. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Dolinschek, es geht da nicht um Privilegien, sondern es geht schlichtweg darum, Demokratie auch erlebbar zu machen für Menschen, die mit 62, die mit 63 in Pension gehen und zufälligerweise im ASVG versichert sind. Darum geht es. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dolinschek.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hörl: Er hat keine Ahnung von der Praxis!
Es geht nicht darum, Privilegien zu schaffen, sondern es geht schlicht darum, zu ermöglichen, dass 62-, 63-Jährige, die nicht zufälligerweise Lehrer sind, die nicht zufälligerweise Polizisten sind, sondern Arbeiter und Angestellte sind, aber eine Funktion als Bürgermeister haben, das fertigmachen können. Das ist einmal Punkt eins, denn ich bin der Letzte, der für neue Privilegien zur Verfügung steht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hörl: Er hat keine Ahnung von der Praxis!)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Herr Abgeordneter Neubauer ist leider nicht hier. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Er hat es mir gegenüber im Small Talk schon selbst klargestellt, dass er sich im Eifer des Gefechtes geirrt hat. Es wurde nicht vor drei Jahren nachgeschossen, sondern vor zwölf Jahren. Er ist selbst draufgekommen, dass er sich geirrt hat.
Ruf bei den Grünen: Ja, ziemlich!
Im Eifer des Gefechtes kann es bei einer Wortmeldung schon vorkommen, dass man ein paar Zahlen verdreht. (Ruf bei den Grünen: Ja, ziemlich!) Wenn Herr Abgeordneter Neubauer durchgerechnet hätte, was er hier dargestellt hat, wie viel der leitende Angestellte des PI Wien verdient, so wäre das ein Monatseinkommen von 15 Millionen €. Ich glaube, da ist im Eifer des Gefechtes etwas passiert. Wir werden das dann gemeinsam noch aufklären. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Eifer des Gefechtes kann es bei einer Wortmeldung schon vorkommen, dass man ein paar Zahlen verdreht. (Ruf bei den Grünen: Ja, ziemlich!) Wenn Herr Abgeordneter Neubauer durchgerechnet hätte, was er hier dargestellt hat, wie viel der leitende Angestellte des PI Wien verdient, so wäre das ein Monatseinkommen von 15 Millionen €. Ich glaube, da ist im Eifer des Gefechtes etwas passiert. Wir werden das dann gemeinsam noch aufklären. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Wo sind denn die schon wieder?
Abgeordneter Hannes Weninger (SPÖ): Sehr geehrter Herr Sozialminister! Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Kollege Strache! Kollegin Glawischnig! Kollege Bucher! Ich darf die Debatte für einige Anmerkungen zu zwei Anträgen der FPÖ aus dem Sozialausschuss nutzen. (Ruf bei der SPÖ: Wo sind denn die schon wieder?)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Ein Antrag beschäftigt sich mit der pünktlichen Auszahlung der Pensionen. Das klingt natürlich sehr populär, wenn man es in Zeitungen schreibt und bei Versammlungen erzählt. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage ganz offen: Wenn Herr Generaldirektor Treichl wirklich glaubt, dass er so gescheit und so mutig ist, wie er das formuliert hat, dann soll er sich darum kümmern, dass derartige Probleme bei der Erste Bank nicht mehr vorkommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Zum zweiten Antrag: Ich kann mich dem Kollegen Öllinger nur anschließen. Die ewige Diskussion über den Pensionistenpreisindex ist in Wirklichkeit nur ein Thema, mit dem man vielleicht in der Öffentlichkeit bei den Pensionisten ein bisschen punkten kann. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Tatsache ist, dass ein Pensionistenpreisindex genauso wenig sinnvoll ist wie andere Indizes. Es gibt „den Pensionisten“ oder „die Pensionistin“ einfach nicht, genauso wenig wie es „die Jugend“ oder „die Familien“ gibt.
Abg. Kickl: Eigentlich ist ein jeder ...!
Es gibt unterschiedliche Lebensformen, unterschiedliche soziale Standards. (Abg. Kickl: Eigentlich ist ein jeder ...!) Es gibt Pensionistenfamilien, in denen beide Partner eine sehr hohe Pension haben, es gibt alleinstehende Pensionisten mit einer sehr geringen Pension. Es kann nicht an Mechanismen, an mathematischen Formeln festgemacht werden, sondern die Erhöhung der Pensionen ist eine politische Entscheidung.
Beifall bei der SPÖ.
Eine letzte Anmerkung, weil in den letzten Tagen immer wieder Dänemark als Musterbeispiel für rechtspopulistische Politik angesprochen wurde, weil die dänische Bevölkerung mit neuen Grenzbalken vor den sogenannten Einwanderern geschützt werden soll: Wissen Sie, was diese Regierung als Erstes gemacht hat? – Sie hat das Pensionsantrittsalter auf 67 Jahre erhöht. Das ist die Politik rechtspopulistischer Parteien ohne sozialer Verantwortung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Insofern wäre es an der Zeit und sehr wichtig, dass es wieder einen Bericht gibt, besonders im Hinblick darauf, dass wir nächstes Jahr – das wurde auch schon mehrmals erwähnt – das Europäische Jahr des aktiven Alterns haben. Es wäre gut, dann mit neuen Daten und Fakten arbeiten zu können, was die österreichische Situation anbelangt. Aber wenn eben zumindest teilweise so etwas geschieht, dann freuen wir uns oder sind zumindest einmal zufrieden. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Strutz. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Das vergessen Sie allzu oft. (Zwischenruf des Abg. Dr. Strutz. – Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich wollte Sie daran erinnern und Ihnen den Film empfehlen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das vergessen Sie allzu oft. (Zwischenruf des Abg. Dr. Strutz. – Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich wollte Sie daran erinnern und Ihnen den Film empfehlen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Auf einen Punkt möchte ich noch gerne hinweisen: Österreich ist eines der wenigen Länder in Europa, die noch immer keinen Lehrstuhl für Geriatrie haben. Auch darauf muss man hinweisen und es in diesem Zusammenhang wieder einmal einfordern, weil es sehr wichtig wäre, sich das anzuschauen. Ein weiteres Beispiel sind Menschen mit intellektuellen Behinderungen, die noch immer keine Sozialversicherung haben und deswegen auch bald Probleme bekommen, was die Pension anbelangt. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf bei den Grünen.
Zum Ersten der schon viel diskutierte Pensionistenpreisindex. Meine Damen und Herren! Wenn wir über einen Index für Pensionisten sprechen, dann müssten wir auch über einen Index bei den Familienleistungen, bei der Pflegeleistung, für die Jugend, für die Pendler reden – für alle Bereiche, in denen wir Leistungen haben. (Zwischenruf bei den Grünen.) Deshalb ist diese Diskussion unnötig und nicht nachvollziehbar, und sie ist auch ungerecht, weil man nicht eine Klientel herauspicken oder herausgreifen kann. Das ist unsozial und ungerecht.
Ruf bei der FPÖ: Stimmt!
Das möchte ich abschließend von meiner Seite zu dieser Diskussion schon noch einbringen. Am Vormittag hatten wir die Diskussion um die Budgetkonsolidierung, die Diskussion um die Schulden, auch die Kritik der Opposition, vor allem der FPÖ, dass die Regierung nicht in der Lage sei, eine ordentliche Budgetpolitik zu machen. (Ruf bei der FPÖ: Stimmt!) Und am Abend haben wir Anträge, die wir nachhaltig und sorgfältig ablehnen, weil wir die 800 Millionen € einfach nicht haben (Abg. Dr. Strutz: Ihr schickt es ja nach Griechenland!) und weil es ungerecht gegenüber den nachkommenden Generationen und auch gegenüber der Bevölkerung dieses Landes wäre, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Strutz: Ihr schickt es ja nach Griechenland!
Das möchte ich abschließend von meiner Seite zu dieser Diskussion schon noch einbringen. Am Vormittag hatten wir die Diskussion um die Budgetkonsolidierung, die Diskussion um die Schulden, auch die Kritik der Opposition, vor allem der FPÖ, dass die Regierung nicht in der Lage sei, eine ordentliche Budgetpolitik zu machen. (Ruf bei der FPÖ: Stimmt!) Und am Abend haben wir Anträge, die wir nachhaltig und sorgfältig ablehnen, weil wir die 800 Millionen € einfach nicht haben (Abg. Dr. Strutz: Ihr schickt es ja nach Griechenland!) und weil es ungerecht gegenüber den nachkommenden Generationen und auch gegenüber der Bevölkerung dieses Landes wäre, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das möchte ich abschließend von meiner Seite zu dieser Diskussion schon noch einbringen. Am Vormittag hatten wir die Diskussion um die Budgetkonsolidierung, die Diskussion um die Schulden, auch die Kritik der Opposition, vor allem der FPÖ, dass die Regierung nicht in der Lage sei, eine ordentliche Budgetpolitik zu machen. (Ruf bei der FPÖ: Stimmt!) Und am Abend haben wir Anträge, die wir nachhaltig und sorgfältig ablehnen, weil wir die 800 Millionen € einfach nicht haben (Abg. Dr. Strutz: Ihr schickt es ja nach Griechenland!) und weil es ungerecht gegenüber den nachkommenden Generationen und auch gegenüber der Bevölkerung dieses Landes wäre, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend ein Wort zu den Privilegien, die angesprochen wurden. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir alle sind hier Mandatare, und viele sind Regionalkreisabgeordnete. Eines möchte ich hier schon sagen – als Basispolitiker und auch als Vizebürgermeister –: Unsere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister – egal, welcher Fraktion sie angehören – leisten wertvolle Arbeit im Sinne unserer Bevölkerung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Wenn wir hier eine Regelung treffen, die ihnen ein wenig hilft, dann ist das gut und richtig, und ich würde auch sagen, unsere Aufgabe. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend ein Wort zu den Privilegien, die angesprochen wurden. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir alle sind hier Mandatare, und viele sind Regionalkreisabgeordnete. Eines möchte ich hier schon sagen – als Basispolitiker und auch als Vizebürgermeister –: Unsere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister – egal, welcher Fraktion sie angehören – leisten wertvolle Arbeit im Sinne unserer Bevölkerung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Wenn wir hier eine Regelung treffen, die ihnen ein wenig hilft, dann ist das gut und richtig, und ich würde auch sagen, unsere Aufgabe. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf beim BZÖ.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Huber. 2 Minuten Redezeit. – Bitte. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Wir haben 19 Krankenversicherungen, fünf Pensionsversicherungen, vier Unfallversicherungen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich glaube, Kollege Wöginger, eines hast du falsch verstanden. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Heute Vormittag haben wir das Budgetrahmengesetz besprochen (Ruf bei der ÖVP: Bundesfinanzrahmengesetz!), und es ist darum gegangen, dass wir nicht Milliarden für Portugal, Griechenland oder Irland zur Verfügung stellen, sondern dass wir endlich einmal unsere Pflicht wahrnehmen und uns für die Belange unserer Bevölkerung einsetzen.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Wir haben 19 Krankenversicherungen, fünf Pensionsversicherungen, vier Unfallversicherungen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich glaube, Kollege Wöginger, eines hast du falsch verstanden. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Heute Vormittag haben wir das Budgetrahmengesetz besprochen (Ruf bei der ÖVP: Bundesfinanzrahmengesetz!), und es ist darum gegangen, dass wir nicht Milliarden für Portugal, Griechenland oder Irland zur Verfügung stellen, sondern dass wir endlich einmal unsere Pflicht wahrnehmen und uns für die Belange unserer Bevölkerung einsetzen.
Ruf bei der ÖVP: Bundesfinanzrahmengesetz!
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Wir haben 19 Krankenversicherungen, fünf Pensionsversicherungen, vier Unfallversicherungen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich glaube, Kollege Wöginger, eines hast du falsch verstanden. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Heute Vormittag haben wir das Budgetrahmengesetz besprochen (Ruf bei der ÖVP: Bundesfinanzrahmengesetz!), und es ist darum gegangen, dass wir nicht Milliarden für Portugal, Griechenland oder Irland zur Verfügung stellen, sondern dass wir endlich einmal unsere Pflicht wahrnehmen und uns für die Belange unserer Bevölkerung einsetzen.
Ruf bei der ÖVP: Billiger Populismus! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Wöginger, diese 800 Millionen € mehr sind leicht einzusparen. Nehmen wir nur die Sozialversicherung der Bauern, bei der es neun Landesdirektoren mit Chauffeuren gibt. (Ruf bei der ÖVP: Billiger Populismus! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn wir nur diesen Aufwand dämmen, haben wir schon immense Einsparungen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Wöginger, diese 800 Millionen € mehr sind leicht einzusparen. Nehmen wir nur die Sozialversicherung der Bauern, bei der es neun Landesdirektoren mit Chauffeuren gibt. (Ruf bei der ÖVP: Billiger Populismus! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn wir nur diesen Aufwand dämmen, haben wir schon immense Einsparungen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Wenn wir die Landwirte als Beispiel hernehmen: Die Landwirte arbeiten in ihrer aktiven Zeit 365 Tage im Jahr (Zwischenruf bei der SPÖ) – Sonntag, Feiertag, zu Ostern, zu Weihnachten; wenn Herr Präsident Donabauer schön feiert, arbeiten die Landwirtinnen
Beifall beim BZÖ. – Ruf beim BZÖ: Jawohl!
und Landwirte im Stall, weil die Tiere auch an Sonn- und Feiertagen versorgt werden müssen. (Beifall beim BZÖ. – Ruf beim BZÖ: Jawohl!)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Ich glaube, das sollte ein Anreiz sein, das solltet ihr wirklich aufs Papier zu schreiben versuchen, dass ihr endlich die Landwirte vertretet. Zeit haben wir genug. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Die Landwirte, die von euch geschröpft werden, haben keine Zeit mehr. Wir haben mehr als genug Zeit. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich glaube, das sollte ein Anreiz sein, das solltet ihr wirklich aufs Papier zu schreiben versuchen, dass ihr endlich die Landwirte vertretet. Zeit haben wir genug. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Die Landwirte, die von euch geschröpft werden, haben keine Zeit mehr. Wir haben mehr als genug Zeit. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Grosz und Mag. Stadler.
Macht diese Reformen! Legt endlich einmal die Sozialversicherungen zusammen! Und vor allem: Nehmen wir die Einkommen der Landwirte als Bemessungsgrundlage für den Sozialversicherungsbeitrag und für den Pensionsversicherungsbeitrag! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Grosz und Mag. Stadler.)
Zwischenruf des Abg. Huber.
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich habe nicht die allergrößte Freude daran, aber ich muss Herrn Kollegen Huber tatsächlich berichtigen und vielleicht auch enttraumatisieren. (Zwischenruf des Abg. Huber.)
Zwischenruf des Abg. Huber.
Abgeordneter Karl Donabauer (fortsetzend): Herr Abgeordneter Huber hat hier gemeint, dass die SV der Bauern eine Generaldirektion und neun Landesdirektoren hätte. – Das stimmt nicht. (Zwischenruf des Abg. Huber.)
Abg. Grosz: Regionalbüroleiter! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Wir haben einen Generaldirektor und einen Stellvertreter. Damit sind wir der einzige Bundesträger, der so organisiert ist. Landesdirektoren gibt es bei uns keine, das sind Regionalbüroleiter. (Abg. Grosz: Regionalbüroleiter! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Ich weiß, worum es geht. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben einen Generaldirektor und einen Stellvertreter. Damit sind wir der einzige Bundesträger, der so organisiert ist. Landesdirektoren gibt es bei uns keine, das sind Regionalbüroleiter. (Abg. Grosz: Regionalbüroleiter! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Ich weiß, worum es geht. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf beim BZÖ.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Kollege Huber! Richtig ist das, was Karl Donabauer gesagt hat. (Zwischenruf beim BZÖ.) Bitte vorher genauer zu recherchieren und das hier im Hohen Haus auch richtig mitzuteilen.
Zwischenruf des Abg. Zanger
Ich glaube, dass der Verbraucherpreisindex als Grundlage für die Anpassung der Pensionen eine richtige und gute Grundlage war (Zwischenruf des Abg. Zanger), die sich in den letzten Jahren bewährt hat. Daher, glaube ich, ist es nicht gut, wenn wir darüber nachdenken, einen Pensionistenindex einzuführen, weil es dadurch zu einer Verzettelung und Zersplitterung kommen würde. Jede Berufsgruppe, jede Bevölkerungsgruppe – Frauen, Jugendliche und Behinderte – würde einen solchen Index einfordern.
Zwischenruf beim BZÖ.
Es macht auch einen Unterschied, ob ein Pensionist 60 oder 90 Jahre alt ist, meine Damen und Herren. Es wäre dann auch notwendig, verschiedene Indikatoren zu verwenden. Daher glaube ich, dass wir wirklich am Verbraucherpreisindex festhalten sollten. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das sind in Wahrheit die großen Herausforderungen, vor denen wir stehen. Daher glaube ich wirklich, dass es wichtig ist und wir auch verpflichtet sind, der älteren Generation langfristig ihre Pensionen zu sichern, dafür zu sorgen, dass es eine nachhaltige Pflegefinanzierung gibt und auch eine zukunftsorientierte Krankenkassenfinanzierung gesichert werden kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Wurm: Frauen die Welt erklären, das brauchen wir!
Das ist ein Problem, das im Bereich der Zuwanderung von Ihnen seit Jahren ignoriert wird. Aus unserer Sicht und aus der Sicht der österreichischen Bevölkerung ist das Maß in diesem Bereich überschritten, die Grenzen der Erträglichkeit sind erreicht. Sie werden es nie lernen, andere ignorieren diese Tatsache beharrlich. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Wurm: Frauen die Welt erklären, das brauchen wir!)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist wichtig, das festzuhalten, weil das genau zeigt, wie es wirklich um das familienpolitische Profil der ÖVP bestellt ist – mit der Homo-Ehe – und weil es auch zeigt, was sozusagen wirklich geblieben ist vom Anspruch, wertkonservativ zu sein. Soviel übrigens auch zum politischen Erbe des Josef Pröll. Das ist seine Errungenschaft, mit der wird er in die Geschichte eingehen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich lege Wert darauf, das festzuhalten, nicht deshalb, weil es um irgendeine Form von Diskriminierung geht – die Sexualität ist Privatangelegenheit, da wollen wir uns gar nicht einmischen –, sondern deshalb, weil es etwas ganz anderes ist, wenn ich vonseiten der Gesellschaft eine Art und eine Lebensform mit einem besonderen Prädikat, mit einer besonderen Wertschätzung auszeichne. Für uns ist es immer noch die Beziehung zwischen Mann und Frau, die diese Wertschätzung der Gesellschaft verdient. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß schon, dass das insbesondere die Grünen nicht wollen, das hört aber auch die SPÖ nicht wirklich gerne, denn wenn ich von Mann und Frau rede, kann ich auch von Vater und Mutter reden. Das sind Vokabeln, die von Ihnen ganz gerne nach hinten gedrängt werden. Wir bekennen uns dazu, dass Mann und Frau auch Vater und Mutter heißt und dass das etwas ist, das gesellschaftliche Anerkennung verdienen muss, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Und wie geht das bei der zweiten?
Wir haben übrigens schon damals – und das ist auch noch wichtig – davor gewarnt, dass mit dieser Einrichtung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft ein Türöffner installiert wird; und jetzt sehen wir, dass wir recht behalten haben, weil der Zug in Richtung Adoption schon abgefahren ist. Das ist genau das, was vonseiten der Frauenpropagandaministerin auch getrommelt wird: Adoption zunächst im Stiefkindbereich, dann kommen wir zu den eigenen Kindern, und am Ende wird noch die künstliche Befruchtung stehen – zumindest bei einer Variante der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft. (Abg. Grosz: Und wie geht das bei der zweiten?)
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, dass man damit ungerechte Härtefälle abfedern kann, die insbesondere durch vorzeitiges Ableben, durch Krankheit beziehungsweise durch Arbeitslosigkeit entstehen. Das Gegenargument, glaube ich, kann nicht wirklich ins Treffen geführt werden, nämlich dass man sagt, auch da entstehen Härten. Es werden statistisch weniger Härten sein, und bei diesen Härten könnten wir den gleichen Weg einschlagen, der jetzt schon zur Abfederung von Härtefällen vorgesehen ist, nämlich einfach einen Deckel einzuziehen. Das wäre, glaube ich, eine sinnvolle Lösung. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Herr Präsident! Werter Herr Sozialminister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Sie haben soeben den Gruß aus der Mottenkiste des Herrn Kollegen Kickl vernommen, der nicht von der Vielfalt des menschlichen Lebens in Österreich gesprochen, sondern eben die Mottenkiste gelüftet und seine überkommenen und überlaufenen Menschen- und Rollenbilder unserer Gesellschaft dargestellt hat. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe des Abg. Kickl.
Herr Kollege Kickl, ich möchte Sie daran erinnern – weil sich bei den Freiheitlichen die politische Amnesie schon den ganzen Tag durchzieht –, dass es, als die schwarz-blaue Regierung angetreten ist, deren erste Tat war, die Witwen- und Witwerpensionen sehr radikal zu kürzen und zu reduzieren. Hier jetzt auf die soziale Tränendrüse zu drücken und das soziale Gewissen heraushängen zu lassen, ist wirklich ein schwerer Fall von politischer Amnesie, aber das sind wir von Ihnen gewohnt. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe des Abg. Kickl.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, im Sozialausschuss haben wir sehr viele Themen, sehr viele Anträge vonseiten der Oppositionsparteien diskutiert. Die politische Auseinandersetzung zu unterschiedlichen Themen ist ganz wichtig, aber wenn sich manche Kollegen und Kolleginnen von den Oppositionsfraktionen dann ärgern, dass ihre Anträge nicht angenommen werden – nicht aufgrund von irgendwelchen Vorkommnissen, sondern von Argumenten, die vonseiten der Regierungsfraktionen dargelegt werden –, denke ich mir, dass man in einer Demokratie akzeptieren muss, dass sich der politische Gestaltungswille nach der demokratischen Mehrheit richtet. (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Also das ist wichtig, und wir müssen auch lernen, dass wir unterschiedliche Positionen wahrnehmen und dass in einer Demokratie Mehrheiten entscheiden und nicht irgendwelche Positionen, die man weiterbringen möchte. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Das ist bei Ihnen keine Gefahr!
Das heißt, es muss auch da judiziert werden, wenn man sich diskriminiert fühlt, und das ist ein Punkt, der sicherlich weiter politisch in Diskussion bleiben wird. Aber es können sich sehr viele Menschen auch ein Bild machen, wenn man sieht, dass vonseiten einer rechten Partei hier darüber gesprochen wird, dass eigentlich das alleinheilige Familienbild in unserer Gesellschaft Vater–Mutter–Kind sein sollte. Ich denke, das ist zu wenig, Herr Kollege Kickl. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Das ist bei Ihnen keine Gefahr!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Mein Gott, Herr Kollege Kickl, wenn das Ihre einzige Phobie wäre, die Sie da öffentlich ausleben, nämlich die gegen Homosexuelle, dann wäre ja eigentlich alles super, wir hätten kein Problem mehr. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe des Abg. Rädler.
Durch die Form, wie Sie das heute dargestellt haben, verstehen wir, das Sie da offensichtlich Ihre Probleme haben. Aber Sie werden sich auch noch mit der Adoption anfreunden müssen, denn sie ist da. Wenn sogar Kleriker darüber sprechen können – aber das ist eigentlich gar nicht das Thema. (Zwischenrufe des Abg. Rädler.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn wir jetzt offen über diese Möglichkeit sprechen können, dann wird wahrscheinlich die Zeit an Ihnen vorbeiziehen, und Kickl darf halt dann, in zehn oder zwanzig Jahren, noch immer darüber reden. Dann gibt es vielleicht auch schon das Austragen durch die Männer, wer weiß, und Ihr ganzes Weltbild wird irgendwann zusammenkippen. Das wäre halt immerhin eine Möglichkeit. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Aber gut, wir haben es bei den Freiheitlichen ja nicht nur mit einer Phobie zu tun, sondern mit einer Polyphobie, und da wird es problematisch – und damit unterstelle ich Ihnen nichts, sondern das ist leider wirklich das Problem. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Von der Polyphobie sind schon Sie betroffen! – Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Von der Polyphobie sind schon Sie betroffen! – Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.
Wenn wir jetzt offen über diese Möglichkeit sprechen können, dann wird wahrscheinlich die Zeit an Ihnen vorbeiziehen, und Kickl darf halt dann, in zehn oder zwanzig Jahren, noch immer darüber reden. Dann gibt es vielleicht auch schon das Austragen durch die Männer, wer weiß, und Ihr ganzes Weltbild wird irgendwann zusammenkippen. Das wäre halt immerhin eine Möglichkeit. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Aber gut, wir haben es bei den Freiheitlichen ja nicht nur mit einer Phobie zu tun, sondern mit einer Polyphobie, und da wird es problematisch – und damit unterstelle ich Ihnen nichts, sondern das ist leider wirklich das Problem. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Von der Polyphobie sind schon Sie betroffen! – Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Aber worüber ich jetzt konkret reden möchte, Kollege Kickl, ist gar nicht das, was Ihre Position betrifft, denn die war ohnehin schon immer klar. Das Problem ist, dass wir in dieser Frage eine Übergangsregelung haben wollten, weil wir wirklich glauben, dass Personen, die in diesen eingetragenen Partnerschaften schon über Jahrzehnte zusammenleben, diese Möglichkeit zur Verpartnerung erst seit Kurzem haben und daher die Möglichkeit einer Hinterbliebenenpension – wenn es nach den Buchstaben des Gesetzes geht – nicht nutzen können. Da hätte man ein Übergangsrecht machen sollen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Beifall bei den Grünen.
Ich habe im Ausschuss schon gemerkt, dass da die Eisenbahn drüberfährt, es ist leider keine der anderen Parteien bereit, darüber zu reden. Es wurde teilweise, von einzelnen Personen das Bedauern ausgedrückt. Ich kann nur sagen: Ich finde es bedauerlich, dass Sie nicht einmal im Übergangsrecht, wenn man so will, Gnade im Recht walten lassen wollen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Seit wann?
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Bezug nehmend auf den Antrag des Herrn Kollegen Öllinger darf ich vorwegschicken: Herr Kollege Kickl, die Anstandslehre an unsere Partei können Sie sich sparen. Wir wissen, was wir tun! (Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Seit wann?) Wir überlegen uns die Entscheidungen sehr klar, und es wird uns niemand hier unsere Zielausrichtung vorschreiben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Bezug nehmend auf den Antrag des Herrn Kollegen Öllinger darf ich vorwegschicken: Herr Kollege Kickl, die Anstandslehre an unsere Partei können Sie sich sparen. Wir wissen, was wir tun! (Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Seit wann?) Wir überlegen uns die Entscheidungen sehr klar, und es wird uns niemand hier unsere Zielausrichtung vorschreiben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Dann machen Sie einen Zusatzantrag!
Punkt zwei: Wir wollen keine Diskriminierung, Herr Kollege Öllinger, und deswegen werden wir dem Antrag nicht zustimmen. Es gibt dafür zwei Gründe, nämlich dass es beim Hinterbliebenenrecht Anspruchsvoraussetzungen grundsätzlich in allen Bereichen gibt und Ihr Antrag, Herr Kollege Öllinger, bloß auf das ASVG bezogen ist. Was machen Sie mit denen, die einen Ruhegenuss haben? Was machen Sie mit denen, die nach einem anderen Berufsständerecht versichert sind? Was machen Sie mit ... (Abg. Öllinger: Dann machen Sie einen Zusatzantrag!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Öllinger, der Antrag ist zu kurz, ist zu wenig weit reichend, ist für uns unbrauchbar, und deshalb treten wir nicht bei. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: ... Zusatzantrag!
Zur zweiten Frage, zur Veränderung des Durchrechnungszeitraumes: Frau Kollegin Lapp, Sie haben es zwar sehr charmant gesagt, aber Sie brauchen sich hier über Rot-Schwarz nicht immer auszuweinen. Jawohl, wir haben eine Korrektur im Hinterbliebenenrecht gesetzt. Das war, bitte, wohlüberlegt, und ich glaube, dass wir da eine Lösung gefunden haben, mit der man grundsätzlich leben kann. (Abg. Kickl: ... Zusatzantrag!)
Beifall bei der ÖVP.
Die Lebensstandardsicherung ist Grundlage der Berechnung, das ist der erste Punkt. Der zweite ist, dass wir grundsätzlich die letzten zwei Jahre haben, wir haben aber auch eine Begünstigungsklausel drinnen. Es kann nämlich dann, wenn es für die Hinterbliebenen besser ist, dieser Berechnungszeitraum auch auf vier Jahre ausgedehnt werden. Wir glauben, dass wir damit das Auslangen finden. In meiner Arbeit habe ich sehr viel mit diesen Menschen zu tun, und ich kenne nur ganz wenige, die darüber Klage führen. Das Gesetz dürfte gut sein. Dem Antrag, den Sie gestellt haben, können wir keinesfalls zustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Dieser Zeitraum erscheint mir zu kurz, da gewisse Einkommensschwankungen da nicht ausgeglichen werden können. Dieser Ansicht ist auch die Volksanwaltschaft, denn die hat angeregt, diesen Zeitraum auf zehn Jahre auszudehnen. Ich bin auch dieser Meinung, dass das gemacht werden soll – aber nicht nur das, sondern es sollten auch Bestimmungen der Sozialversicherungsgesetze betreffend Hinterbliebenenleistungen dahin gehend geändert werden, dass diese unabhängig vom Zeitpunkt der Antragstellung ab dem Ableben des Versicherten zu erbringen sind, ganz egal, wann der Antrag gestellt wird. Das Ableben muss das Datum sein, damit es zu keinen Benachteiligungen für die Hinterbliebenen bei den Witwen- und Witwerpensionen kommt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist eine statistische Überlegung, ein statistischer Effekt. Man kann sagen, zweimal würfeln bringt genauso viel Glück oder Pech wie zehnmal würfeln, das ist schon richtig, aber je öfter ich würfle, umso weniger leicht habe ich sehr großes Pech oder sehr großes Glück. Übertragen auf den gesetzlichen Beobachtungszeitraum zur Berechnung der Witwenpension ist das ganz einfach: Es ist besser, zehn Jahre zu beobachten als zwei Jahre. Dadurch ist es weniger wahrscheinlich, sehr geringe Pensionen zu bekommen. Ich vermeide damit also Härtefälle. Dazu brauche ich überhaupt keine Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofs, sondern ein bisschen Statistik und ein soziales Gewissen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)